# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6bab07ba-f778-591b-b469-e68ec967604b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 29.05.2024 SK1 2023 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2023-27_2024-05-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 29. Mai 2024

Referenz SK1 23 27/28/29

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Richter-Baldassarre, Vorsitzende
Cavegn und Michael Dürst
Bernhard, Aktuarin

Parteien A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego F. Schwarzenbach
Via Maistra 7, Postfach 74, 7500 St. Moritz 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

B._____
Privatkläger

C._____
Privatklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Andri Vital
Chesa Planta, 7524 Zuoz 

Gegenstand Vergewaltigung etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Maloja vom 31.03.2022, mitgeteilt am 
02.03.2023 (Proz. Nr. 515-2021-13)

Mitteilung 22. Oktober 2024

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Maloja sprach A._____ (nachfolgend: Beschuldigter) 
am 31. März 2022 der Schändung gemäss Art. 191 StGB, des mehrfachen ver-
suchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss 
Art. 147 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, der unrechtmässigen 
Aneignung gemäss Art. 137 Ziff. 2 StGB, der Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 5 
StGB und des Erwerbs oder Besitzes von Gewaltdarstellungen gemäss Art. 135 
Abs. 1bis StGB schuldig (Dispositiv-Ziffer 1). Es bestrafte ihn mit einer Freiheits-
strafe von acht Monaten, einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 130.00 
und einer Verbindungsbusse von CHF 1'500.00 (Dispositiv-Ziffer 2). Der Vollzug 
der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von 
fünf Jahren aufgeschoben (Dispositiv-Ziffer 3). Die Verbindungsbusse war zu be-
zahlen; die Ersatzfreiheitsstrafe für die schuldhafte Nichtbezahlung der Busse 
wurde auf elf Tage festgesetzt (vgl. Dispositiv-Ziffer 2). Das Regionalgericht Malo-
ja stellte dem Grundsatz nach fest, dass der Beschuldigte gegenüber C._____ 
(nachfolgend: Privatklägerin) haftpflichtig sei. Die Beurteilung des betragsmässi-
gen Umfanges der Haftpflicht wurde auf den Zivilweg verwiesen (Dispositiv-
Ziffer 4). Der Beschuldigte wurde verpflichtet, der Privatklägerin einen Genugtu-
ungsbetrag von CHF 4'000.00 zu bezahlen (Dispositiv-Ziffer 5). Das Regionalge-
richt Maloja verwies den Beschuldigten für die Dauer von fünf Jahren aus der 
Schweiz (Dispositiv-Ziffer 6). Weiter wurde dem Beschuldigten für die Dauer von 
fünf Jahren ein Tätigkeitsverbot für den berufsmässigen Personentransport aufer-
legt (Dispositiv-Ziffer 7). Die beschlagnahmten Gegenstände wurden an die be-
rechtigten Personen zurückgegeben, bzw. eingezogen, bzw. zur Deckung der 
Kosten verwendet (Dispositiv-Ziffern 8 bis 10). Die Verfahrenskosten wurden dem 
Beschuldigten auferlegt und der Beschuldigte wurde verpflichtet, die Privatklägerin 
zu entschädigen (Dispositiv-Ziffern 11 bis 14).

B. Die Staatsanwaltschaft erklärte gegen das Urteil am 14. März 2023 (Datum 
Poststempel) Berufung.

C. Die Privatklägerin erklärte gegen das Urteil am 22. März 2023 Berufung. 
Sie beantragte, Ziffern 1, 2 und 3 des Dispositivs seien aufzuheben. Der Beschul-
digte sei der Vergewaltigung im Sinne von Art. 190 StGB schuldig zu sprechen 
und dafür angemessen zu bestrafen, wobei die Strafe zu vollziehen sei. Ziffer 5 
des Dispositivs sei aufzuheben und der Beschuldigte sei zu verpflichten, der Pri-
vatklägerin eine Genugtuungssumme von CHF 20'000.00 zu bezahlen. Ziffer 13 
des Dispositivs (Entschädigung Privatklägerin) sei aufzuheben und entsprechend 
dem geänderten Dispositiv anzupassen. Ausserdem stellte die Privatklägerin den 

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Beweisantrag, das Institut für Rechtsmedizin St. Gallen sei zur Stellungnahme zur 
Frage aufzufordern, ob es richtig sei, dass bei einer vaginalen Penetration immer 
DNS des Penetrierenden zu finden sei bzw. wie häufig dies allenfalls der Fall wä-
re.

D. Der Beschuldigte erklärte gegen das Urteil am 27. März 2023 Berufung.

E. Mit Verfügung vom 17. April 2024 wies die Vorsitzende der I. Strafkammer 
den Beweisantrag der Privatklägerin ab.

F. Die Berufungsverhandlung fand am 27. Mai 2024 statt. Erschienen waren 
der Beschuldigte und sein Verteidiger Rechtsanwalt Diego F. Schwarzenbach, die 
Staatsanwaltschaft Graubünden, die Privatklägerin (in Begleitung einer Vertrau-
ensperson) und ihr Rechtsvertreter Rechtsanwalt Peter Andri Vital. Alsdann waren 
ein Dolmetscher für Englisch und eine Dolmetscherin für W._____ aufgeboten.

G. Der Beschuldigte beantragt was folgt:

1. A._____ sei der Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, even-
tuell Schändung gemäss Art. 191 StGB, des Diebstahls gemäss Art. 
139 Ziff. 1 StGB, eventuell der unrechtmässigen Aneignung gemäss 
Art. 137 Ziff. 2 StGB, der Pornographie gemäss Art. 197 Abs. 5 StGB 
sowie des Erwerbs oder Besitz von Gewaltdarstellungen gemäss Art. 
135 Abs. 1bis StGB von Schuld und Strafe freizusprechen.

2. A._____ sei des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Da-
tenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB in Verbindung 
mit Art. 22 Abs. 1 StGB für schuldig zu sprechen.

3. Hierfür sei er mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à CHF 80.00, 
bedingt aufgeschoben für die Dauer von 2 Jahren, zu bestrafen.

4. Es sei festzustellen, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatkläge-
rin C._____ nicht haftpflichtig sei.

5. Die Forderung der Privatklägerin C._____ auf Bezahlung einer Genug-
tuungssumme von CHF 20'000.00 sei abzuweisen.

6. Der Restbetrag der in Beschlag genommenen Summe von 
CHF 5'000.00 ist nach Verrechnung mit allfälligen Verfahrenskosten 
dem Beschuldigten herauszugeben.

7. Die Verfahrens- und Gerichtskosten der ersten Instanz und der Beru-
fungsinstanz sowie das Zusprechen einer Entschädigung sind nach 
den gesetzlichen Parametern festzulegen.

8. Für den Fall einer Verurteilung des Vorwurfs der Vergewaltigung oder 
evtl. der Schändung sei eine bedingte Freiheitsstrafe auszusprechen 
und es sei von einer Landesverweisung und von einem Tätigkeitsver-
bot abzusehen.

Zusätzlich stellte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung sinn-
gemäss den Beweisantrag, D._____ sei als Zeugin einzuvernehmen.

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H. Die Staatsanwaltschaft beantragt was folgt: 

1. Ziffer 1 des angefochtenen Urteils sei aufzuheben, soweit es nicht den 
Schuldspruch wegen mehrfachen versuchten betrügerischen Miss-
brauchs einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB 
in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, unrechtmässiger Aneignung 
gemäss Art. 137 Ziff. 2 StGB, Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 5 
StGB sowie des Erwerbs oder Besitzes von Gewaltdarstellungen 
gemäss Art. 135 Abs. 1bis betrifft.

2. Der Beschuldigte sei zusätzlich in Ziff. 1 wegen Vergewaltigung 
gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, eventualiter wegen Schändung gemäss 
Art. 191 StGB schuldig zu sprechen.

3. Ziff. 2, 3 und 6 des angefochtenen Urteiles seien aufzuheben.

4. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit:

- einer Freiheitsstrafe von 44 Monaten unter Anrechnung der Polizei- 
und Untersuchungshaft von 25 Tagen,

- einer Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je CHF 130.00, bedingt 
aufgeschoben bei einer Probezeit von 3 Jahren und

- einer Busse von CHF 2'200.00, ersatzweise zu 17 Tagen Freiheits-
strafe.

5. Der Beschuldigte sei für die Dauer von 10 Jahren des Landes zu ver-
weisen.

6. Kostenfolge im Berufungsverfahren sei die gesetzliche.

I. Die Privatklägerin beantragt, es sei ihr eine Genugtuung in der Höhe von 
CHF 20'000.00 zuzusprechen, und sinngemäss, der Beschuldigte sei wegen Ver-
gewaltigung statt Schändung schuldig zu sprechen.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Eintreten

Gegen das angefochtene erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Maloja ist 
die Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die Eintretensvoraussetzungen ge-
ben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufungen ist daher einzutreten.

1.2. Vereinigung der Verfahren

Alle Parteien haben gegen das Urteil des Regionalgerichts Maloja vom 31. März 
2022 selbständig Berufung eingelegt. Die Berufungsverfahren SK1 23 27 (Beru-
fung des Beschuldigten), SK1 23 28 (Berufung der Staatsanwaltschaft) und SK1 
23 29 (Berufung der Privatklägerin) sind zu vereinigen.

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1.3. Berufungsumfang

Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung (Art. 402 
StPO). Von keiner Partei angefochten ist die Dispositivziffer 8 (Rückgabe der be-
schlagnahmten Gegenstände an die berechtigten Personen) und die Dispositivzif-
fer 9 (Einziehung und Vernichtung des beschlagnahmten iPhone 7). In diesem 
Umfang ist das vorinstanzliche Urteil rechtskräftig, was vorab festzustellen ist.

1.4. Beweisanträge

Der von der Privatklägerin mit Berufungserklärung vom 22. März 2023 gestellte 
Beweisantrag wurde abgelehnt. Die Privatklägerin wiederholte ihren Beweisantrag 
anlässlich der Hauptverhandlung nicht mehr; es kann auf die Begründung in der 
Verfügung vom 17. April 2024 verwiesen werden (act. D.15).

Der Beschuldigte beantragte anlässlich der Berufungsverhandlung die Befragung 
seiner Sekretärin D._____. Diese habe ihm mitgeteilt, sie habe an besagtem 
Abend auf der Lauer gelegen, um ihren Ehemann und dessen Freundin zu über-
wachen. Die Zeugin habe das Taxi gesehen und habe beobachtet, dass der Be-
schuldigte alleine in die Wohnung hochgelaufen sei. Die Zeugin wisse erst seit 
kurzem von der Geschichte (wohl gemeint das Strafverfahren gegen den Beschul-
digten betreffend die Vorkommnisse in der besagten Nacht), weshalb sie sich 
nicht früher gemeldet habe (Protokoll HV, act. H.5, S. 2). Der Antrag auf Befra-
gung der Zeugin wurde anlässlich der Hauptverhandlung abgelehnt. Dass der Be-
schuldigte erst am Tag der Hauptverhandlung eine Entlastungszeugin präsentiert 
(auch sein Verteidiger wusste nichts davon), erweckt sowohl Zweifel an der 
Glaubwürdigkeit der Zeugin als auch an der Glaubhaftigkeit ihrer Geschichte. Der 
Vorfall ist mittlerweile mehr als vier Jahre her, weshalb auch der Zeitablauf es eher 
unwahrscheinlich macht, erhellende Aussagen zu erhalten. Hinzu kommt, dass 
sich der Sachverhalt anhand der Aussagen der Privatklägerin überzeugend erstel-
len lässt (dazu nachstehend E. 2), weshalb auf die Abnahme des Beweises ver-
zichtet werden kann.

1.5. Strafantrag

Betreffend den Vorwurf der unrechtmässigen Aneignung eines Portemonnaies 
(Anklageziffer 3) hat der Eigentümer dessen Inhalts, B._____ (im Folgenden: Pri-
vatkläger), Strafantrag gestellt und sich damit auch als Privatkläger konstituiert 
(StA act. 6.4).

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2. Strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität zum Nachteil der Pri-
vatklägerin

2.1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten mit Anklage vom 20. September 
2021 zusammengefasst vor, in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2020 die 
Privatklägerin, die er als Fahrgast in seinem Taxi geladen hatte, mit in seine Woh-
nung genommen zu haben und sie dort sexuell missbraucht zu haben (StA 
act. 1.35 Ziff. A.1).

2.2. Standpunkt des Beschuldigten

Unbestritten ist, dass die Privatklägerin beim E._____ in F._____ zum Beschuldig-
ten ins Taxi stieg und sie schlussendlich beim Hotel G._____ ankam, wo sie ein-
quartiert war. Der Beschuldigte wehrt sich gegen den Vorwurf, die Privatklägerin in 
seine Wohnung mitgenommen zu haben und dort mit ihr den Geschlechtsverkehr 
vollzogen zu haben.

2.3. Grundsätze der Beweiswürdigung

2.3.1. Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Ver-
fahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unüberwindli-
che Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten 
Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachla-
ge aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Aussagen sind dahingehend zu prüfen, ob sie ver-
ständlich, zusammenhängend und glaubhaft sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie 
mit den weiteren Beweisen in Einklang stehen (vgl. statt vieler BGer 7B_200/2022 
v. 9.11.2023 E. 2.2.3 m.w.H.).

2.3.2. Die Sachverhaltserstellung der Vorinstanz erweist sich als offensichtlich 
ungenügend (act. E.1 E. 3.2). Es findet keine Auseinandersetzung mit den beiden 
sich widersprechenden Versionen des Beschuldigten und der Privatklägerin statt, 
und zwar insbesondere in Bezug auf den Ort und die Art der sexuellen Handlun-
gen. Bei einer Vier-Augen-Delikt-Konstellation wie der vorliegenden hätte zwin-
gend eine umfassende Aussagenwürdigung stattfinden müssen.

2.4. Beweismittel und Verwertbarkeit

Als Beweismittel liegen die Aussagen der Privatklägerin (StA act. 8.38, 8.39, 8.40; 
StA act. 1.34; RG act. 15; act. H.6) und die Aussagen des Beschuldigten (StA 
act. 3.4; StA act. 8.44, 8.45, 8.46, 8.47, 8.48; StA act. 1.20; RG act. 14; act. H.7) 

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im Recht. Hinzu kommt eine nicht datierte "schriftliche Stellungnahme" der Privat-
klägerin (StA act. 8.47, Anhang). Der Beschuldigte seinerseits hat anlässlich der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung eine schriftliche Stellungnahme ("Sachver-
haltsergänzungsschrift") eingereicht (RG act. 19).

Zudem wurde die Privatklägerin am 25. Januar 2020 im Spital H._____ unter-
sucht. Die festgestellten Spuren und Proben wurden ausgewertet. Die entspre-
chenden Berichte bzw. Gutachten befinden sich bei den Akten (StA act. 8.19-37).

Am 18. März 2020 führte die Kantonspolizei eine Begehung der Wohnung des 
Beschuldigten durch, wobei die Privatklägerin ebenfalls anwesend war (Polizei-
rapport, StA act. 8.1 S. 10). Die Fotos der Wohnung befinden sich bei den Akten 
(StA act. 8.4). 

Darüber hinaus wertete die Kantonspolizei die Daten der Mobiltelefone des Be-
schuldigten und der Privatklägerin aus (StA Dossier 5; insb. StA act. 5.68; Zu-
sammenfassung im Polizeirapport [StA act. 8.1]). Ebenfalls wurden die Tacho-
scheiben des Taxis des Beschuldigten und der "Tagesrapport" der Fahrten des 
Beschuldigten ausgewertet (StA act. 8.15-17).

2.5. Würdigung der Beweismittel

2.5.1. Forensische Berichte zu sexuellem Kontakt

Auf der Kleidung der Privatklägerin (Slip, Strumpfhose) fanden sich männliche 
DNA-Spuren (StA act. 8.28 und 8.29). Auf dem Kleid der Privatklägerin fanden 
sich Spuren von Samenflüssigkeit und Spermien (StA act. 8.31). Am Anus der Pri-
vatklägerin fanden sich ebenfalls männliche DNA-Spuren (StA act. 8.23). Die 
männlichen DNA-Spuren konnten dem Beschuldigten zugeordnet werden (StA 
act. 8.31, 8.34 und 8.36). Damit ist erstellt, dass der Beschuldigte den Slip und die 
Strumpfhose der Privatklägerin berührt hat, dass sein Ejakulat auf das Kleid der 
Privatklägerin gelangte und er irgendwie in Kontakt mit ihrem Intimbereich (Ab-
strich Anus) kam. Der Abrieb ab der Vulva der Privatklägerin ergab vereinzelte, 
jedoch nicht konstante y-chromosomale DNA-Merkmale. Eine Interpretation eines 
y-chromosomalen DNA-Profils war dadurch nicht möglich (StA act. 8.33 und 8.34).

2.5.2. Auswertungen Smartphone-Daten

Die Auswertungen des Mobiltelefons des Beschuldigten und der Privatklägerin 
ergaben, dass sich am 25. Januar 2020 im Zeitraum von ca. 03.00 und 04.00 Uhr 
die Aufenthaltsorte sowie das Bewegungsbild des Beschuldigten und der Privat-

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klägerin decken, obwohl vom Beschuldigten weniger Standorte verfügbar waren 
(vgl. StA act. 5). Diese Erkenntnisse lassen darauf schliessen, dass die Geräte 
und deren Besitzer zusammen unterwegs waren. Die Geräte der Privatklägerin 
und des Beschuldigten (Health-App) zeichneten zwischen 03.28 und 03.40 Uhr 
keine Aktivität auf, was ein Indiz ist, welches auf die Tatzeitspanne des vorgewor-
fenen sexuellen Übergriffs hindeutet (Polizeirapport; StA act. 8.1).

2.5.3. Forensische Berichte zur Intoxikation

Das Blut und der Urin der Privatklägerin wurden untersucht (StA act. 8.25 ff.). Das 
Institut für Rechtsmedizin St. Gallen errechnete eine minimale Blutalkoholkonzen-
tration von 1.38 ‰ bzw. eine maximale Blutalkoholkonzentration von 3.01 ‰ für 
den Beginn des Ereigniszeitraums (03.00 Uhr) und eine minimale Blutalkoholkon-
zentration von 1.28 ‰ bzw. eine maximale Blutalkoholkonzentration von 2.81 ‰ 
für das Ende des Ereigniszeitraums (04.00 Uhr). Der Beeinträchtigungsgrad zum 
Ereigniszeitpunkt liess sich nicht beurteilen (StA act. 8.28).

2.5.4. Wiedergabe der Aussagen der Privatklägerin

Die Privatklägerin begab sich am 25. Januar 2020 ins Spital H._____ und wurde 
dort untersucht. Sie verfasste dort eine kurze Stellungnahme zu den Ereignissen 
in der Nacht (angehängt an StA act. 8.47). Darin schrieb sie, sie habe keine Erin-
nerung nach ca. 02.00 Uhr. Sie sei im Auto/Taxi gewesen und erinnere sich, dass 
sie einen Bankomaten gebraucht habe für Bargeld. Das nächste, woran sie sich 
erinnern könne, war auf einem Sofa aufgewacht zu sein in einer Wohnung mit ei-
nem Mann über ihr. Er habe mit ihr Sex gehabt. Sie habe ihn angeschrien, er solle 
aufhören. Sie sei rausgerannt und glaube, sie sei zum G._____ zurückgelaufen.

Die Privatklägerin wurde am 26. Januar 2020, am Tag nach dem Ereignis, von der 
Kantonspolizei einvernommen (StA act. 8.38). Sie schilderte ihre Ankunft in 
F._____ und was sie gemacht hatte, bis sie mit Freunden in den E._____ ging. Ab 
ca. 02.00 Uhr könne sie sich an nichts mehr erinnern (StA act. 8.38, Antwort auf 
Frage 5). Auf die Frage, was weiter geschah, berichtete die Privatklägerin, sie 
könne sich nicht konkret erinnern, das Lokal verlassen zu haben. Sie gehe aber 
davon aus, dass sie auf dem Vorplatz des E._____ ein Taxi genommen habe, weil 
sie ganz bestimmt nicht von dort zum Hotel gelaufen wäre. Sie meine, sich noch 
schwach daran erinnern zu können, dass sie im Taxi gesagt habe, sie müsse noch 
Geld an einem Automaten holen. Wirklich erinnern könne sie sich erst wieder an 
den Zeitpunkt, als sie in der ihr unbekannten Wohnung wieder zu sich gekommen 
sei. Zu diesem Zeitpunkt habe sie realisiert, dass sie auf dem Rücken auf einem 

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Sofa gelegen und ein Mann auf ihr gelegen habe. Sie glaube, das Sofa sei aus 
Leder gewesen. Sie habe realisiert, dass dieser Mann versucht habe, mit ihr Sex 
zu haben. Sie habe ihn von sich gestossen, worauf der Mann ihren Kopf mit dem 
Arm auf das Sofa gedrückt habe, respektive den Kopf seitlich weggedrückt habe. 
In diesem Zustand habe der Mann Sex mit ihr gehabt. Dies seien vielleicht 60-90 
Sekunden gewesen. Sie habe den Mann gekickt, worauf sie sich irgendwie von 
dem Mann habe lösen können. Sie habe zusätzlich auch noch geschrien: "Please 
stop, please don't!" Wie sie danach aus dem Haus gekommen sei, wisse sie nicht 
mehr. Sie habe beim Verlassen des Raumes ihre Handtasche, ihre Strümpfe und 
ihre Schuhe, welche neben der Tasche gelegen hätten, mitgenommen. Sie sei – 
ausgenommen die Strümpfe – ganz angezogen gewesen. Sie habe auch ihre Un-
terhose angehabt. Ob sie diese selbst hochgezogen habe oder was damit genau 
gewesen sei, könne sie nicht sagen. Sie könne überhaupt nicht sagen, wie sie ins 
Freie gekommen sei. Schlussendlich sei sie irgendwie zurück ins Hotel G._____ 
gelangt. Wie dies geschehen sei, wisse sie nicht. Sie könne sich noch daran erin-
nern, wie sie vor dem Hotel gestanden habe und kalte Beine gehabt habe (StA 
act. 8.38, Antwort auf Frage 7). Auf die Frage, was der unbekannte Mann mit ihr 
gemacht habe, antwortete sie, sie könne sich einfach daran erinnern, dass sie 
rücklings auf dem Sofa gelegen habe und der Mann auf ihr. Er habe ihren Kopf zur 
Seite weggedrückt und sei in sie eingedrungen, zwar nicht lange, aber es sei so 
gewesen (StA act. 8.38, Antwort auf Frage 28). An das Gefühl des Eindringens 
könne sie sich klar erinnern (StA act. 8.38, Antwort auf Frage 48). Sie habe sich 
zur Wehr gesetzt, indem sie ihn weggekickt habe und geschrien habe (StA 
act. 8.38, Antwort auf Frage 29). Die Wohnung beschrieb sie wie folgt: Sie könne 
sich an das Sofa erinnern und dass der Rest der Sitzgruppe rechts von ihr gewe-
sen sei. Aus ihrer liegenden Sicht habe die offene Küche geradeaus gelegen. Sie 
wisse, dass es dort einen Lift gehabt habe. Es habe noch andere Häuser in der 
Umgebung gehabt (StA act. 8.38, Antwort auf Frage 35).

Am 18. März 2020 wurde die Privatklägerin erneut polizeilich befragt, nachdem die 
Begehung der Wohnung des Beschuldigten stattgefunden hatte. Sie äusserte, sie 
könne sich an die Lounge und das Sofa erinnern. Der dunkle Teppich habe etwas 
in ihr ausgelöst, als sie den Raum betreten habe. Als der Mann ihr den Kopf auf 
die rechte Seite gedrückt habe, habe sie in den Raum geschaut und die Möbel 
dort gesehen. Sie könne sich erinnern, dass das Sofa teilweise aus Leder gewe-
sen sei. Es sei dunkel gewesen im Wohnzimmer (StA act. 8.40 Antwort auf Fra-
ge 3).

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Ein Jahr später, am 16. März 2021, wurde die Privatklägerin von der Staatsan-
waltschaft einvernommen (StA act. 1.34). Sie schilderte ihr Erlebnis deckungs-
gleich: Ihre letzte Erinnerung stamme von ca. 02.00 Uhr. Danach habe sie einen 
Filmriss. Die nächste Erinnerung sei, dass sie in einer ihr unbekannten Wohnung 
rücklings auf einem Sofa gelegen habe und ein Mann über ihr gewesen sei. Die 
Strümpfe habe er ihr bereits ausgezogen gehabt. Er habe versucht mit ihr Sex zu 
haben. Sie habe gekickt und gestrampelt und gesagt, er solle dies nicht tun. Er 
habe ihren Kopf zur Seite auf das Sofa gedrückt. Es sei ihm gelungen, in sie ein-
zudringen. Das Ganze sei sehr schnell gegangen. Irgendwie sei es ihr gelungen, 
zu flüchten. Sie habe ihre Sachen mitgenommen. Die nächste Erinnerung sei, wie 
sie beim Hotel G._____ gewesen sei. Sie habe kalt gehabt an den Beinen (StA 
act. 1.34, Antwort auf Frage 2).

Auch vor Regionalgericht wiederholte die Privatklägerin am 31. März 2022, also 
wiederum ein Jahr später, ihre Schilderung: Als sie zu sich gekommen sei bzw. 
aufgewacht sei, habe sie auf dem Rücken auf dem Sofa gelegen. Die Strümpfe 
seien bereits ausgezogen gewesen. Er sei über ihr gewesen. Er habe versucht, 
sie sexuell zu missbrauchen. Er habe dabei ihren Kopf auf die Seite weggedrückt 
(RG act. 15, Antworten auf Fragen 3.10 ff.).

Anlässlich der Berufungsverhandlung gab die Privatklägerin ihre Version des Er-
lebten erneut wieder: Sie erwähnte das Fehlen der Erinnerung ab ca. 02.00 Uhr, 
schilderte, wie sie in einer fremden Wohnung wieder zu sich kam, auf dem Rücken 
auf einem Sofa liegend, mit jemandem über ihr. Er habe sie festgehalten. Die 
Strumpfhose sei weg gewesen. Er habe versucht, mit ihr Sex zu haben. Sie habe 
gesagt: "Please don't, please stop!" Er habe ihren Kopf nach rechts gedreht, auf 
die Seite gedrückt. Er habe sie penetriert. Das sei nicht lange gegangen, höchs-
tens eine Minute. Sie habe versucht, mit den Beinen zu schlagen. Irgendwie habe 
sie es geschafft, sich zu befreien. Sie sei dann aus der Wohnung geflüchtet. Wie 
sie zum Hotel gekommen sei, wisse sie nicht. Sie erinnere sich, dass sie ganz kal-
te Beine gehabt habe (act. H.6, Antwort auf Frage II.1).

2.5.5. Würdigung der Aussagen der Privatklägerin

Die Privatklägerin konnte zum Rahmensachverhalt (Einsteigen ins Taxi des Be-
schuldigten, anschliessende Fahrt, Verbringen in die Wohnung und auf das Sofa 
des Beschuldigten, Ausziehen der Kleider, Weg von der Wohnung des Beschul-
digten zu ihrem Hotel) keine Angaben machen. Wie vom IRM festgestellt, wies sie 
zum Ereigniszeitpunkt eine minimale Blutalkoholkonzentration von 1.28 ‰ bzw. 
eine maximale Blutalkoholkonzentration von 2.81 ‰ auf (act. E.1 E. 4.1.2.1; 

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act. 8.27 und 8.28). Die von ihr geltend gemachte Erinnerungslücke könnte sich 
damit erklären lassen.

In Bezug auf den Kernsachverhalt (ab dem Zeitpunkt auf dem Sofa bis zum Ver-
lassen der Wohnung) sind ihre Aussagen jeweils in sich stimmig. Sie schilderte 
das Geschehen mit spezifischen Details (z. B., dass sie glaube, das Sofa sei aus 
Leder gewesen, dass der Mann ihren Kopf mit dem Arm auf die Seite gedrückt 
habe oder dass die Schuhe neben der Tasche gestanden hätten). Die Aussagen 
der Privatklägerin sind äusserst klar und widerspruchsfrei. Der von ihr geschilderte 
Ablauf ist lebensnah und nachvollziehbar.

Über die verschiedenen Einvernahmen hinweg blieben die Aussagen der Privat-
klägerin konstant. Sie schilderte immer denselben Ablauf: Sie sei mit dem Rücken 
auf dem Sofa gelegen, er habe sie hinuntergedrückt, als sie realisiert habe, dass 
er Sex haben wollte, habe sie gesagt, er solle aufhören, er habe ihren Kopf auf die 
Seite gedrückt und habe sie vaginal penetriert. Das Ganze sei schnell gegangen. 
Sie habe sich befreien können und sei irgendwie – wie weiss sie nicht mehr – zu 
ihrem Hotel gekommen. Ihre Schilderungen weisen keine Dramatisierungen und 
keine Aggravation auf: Z. B. gab die Privatklägerin von sich aus an, das Ganze sei 
von sehr kurzer Dauer gewesen und es habe keine unnötige Gewaltanwendung 
stattgefunden. Sie schilderte klar, eine vaginale Penetration gespürt zu haben. 
Dass sie an den Beinen gefroren habe vor dem Hotel G._____, findet sich auch in 
den verschiedenen Einvernahmen.

Die Privatklägerin wurde anlässlich der Berufungsverhandlung gefragt, warum sie 
gegenüber ihrer Kollegin in der Tatnacht (und auch anlässlich der Hauptverhand-
lung vor Regionalgericht) von einer versuchten Vergewaltigung sprach (vgl. StA 
act. 5.4, S. 3; RG act. 3.10, Antwort auf Frage 3.10). Sie lieferte dazu die über-
zeugende Erklärung, dass sie ihrer Kollegin "tried to rape me" schrieb, weil es so 
schnell gegangen sei, und dass es deshalb nicht mit ihrer Vorstellung einer Ver-
gewaltigung übereinstimmte (act. H.6, Antwort auf Frage II.14). 

Für Einflüsse durch Suggestion bestehen keine Anhaltspunkte. Noch bevor die 
Privatklägerin mit jemandem über das Ereignis hätte sprechen können, schrieb sie 
am 25. Januar 2020 um 03.53 Uhr per WhatsApp ihrem Kollegen und bat ihn um 
einen Rückruf, weil etwas passiert sei (StA act. 5.5, S. 2). Etwas später, am 
25. Januar 2020 um 04.24 Uhr, sandte sie einer Kollegin eine Nachricht mit dem 
Inhalt: "taxi driver tried to rape me" (StA act. 5.4, S. 3). Es gibt keine Anzeichen 
dafür, dass die Aussagen der Privatklägerin nicht dem Erlebten entsprechen wür-
den. Die Aussagen der Privatklägerin erweisen sich als glaubhaft.

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Die Aussagen der Privatklägerin stehen zudem im Einklang mit den weiteren Be-
weismitteln. So konnten DNA-Spuren des Beschuldigten am Bund der Strumpfho-
se und des Slips festgestellt werden, ebenso am Anus der Privatklägerin. An der 
Vulva der Privatklägerin befanden sich ebenfalls männliche DNA-Spuren. Diese 
konnten forensisch zwar nicht dem Beschuldigten zugeordnet werden, allerdings 
konnte nebst dem y-chromosomalen DNA-Profil des Beschuldigten kein weiteres 
solches erstellt werden. Mit anderen Worten gab es keine Hinweise, dass die Pri-
vatklägerin mit einem anderen Mann als dem Beschuldigten intimen Kontakt hatte. 
Die Beschreibung der Wohnung des Beschuldigten, wie die Privatklägerin sich 
erinnern konnte, stimmt im Grossen und Ganzen mit der tatsächlichen Situation 
überein. Die Auswertung der Handydaten der Privatklägerin zeigte, dass sie sich 
zwischen ca. 03.25 und 03.45 Uhr zumindest in der Nähe der Wohnung des Be-
schuldigten aufgehalten hatte. 

2.5.6. Aussagen des Beschuldigten

Den glaubhaften Aussagen der Privatklägerin stehen die Aussagen des Beschul-
digten entgegen. Zugestanden und unbestritten ist, dass der Beschuldigte die Pri-
vatklägerin beim E._____ in sein Taxi aufnahm und mit ihr zum Bankomat der 
I._____ in F._____ fuhr. Die Geschehnisse dort werden in Erwägung 3 näher be-
trachtet.

Anlässlich der ersten Einvernahme bei der Polizei am 9. März 2020 sagte der Be-
schuldigte, er habe die Privatklägerin von der I._____ zum J._____ gefahren, dort 
sei sie ausgestiegen. Sie habe ihr Mobiltelefon zurückgelassen. Er sei dann wei-
tergefahren. Auf dem Rückweg von K._____ habe er die Privatklägerin vor dem 
Hotel G._____ wiedergesehen, wo sie mit zwei Männern gestanden habe, und er 
habe ihr ihr Mobiltelefon zurückgegeben (StA act. 8.44, Antwort auf Frage 26).

Anlässlich der Hafteinvernahme am 10. März 2020 wiederholte er die Geschichte, 
wonach er mit der Privatklägerin zur I._____ gefahren sei und sie danach beim 
J._____ ausgeladen habe. Die Privatklägerin habe ihr Handy in seinem Fahrzeug 
liegen lassen. Er habe sie vor dem Hotel G._____ wieder gesehen mit zwei Män-
nern. Er habe ihr das Handy zurückgegeben und einer der Männer habe ihm die 
ausstehende Rechnung für die Fahrt bezahlt (StA act. 3.4, Antwort auf Frage 2 zur 
Sache). Er habe keinen sexuellen Kontakt mit der Frau gehabt. Ihr Zustand sei 
beinahe tot gewesen, als sie bei ihm im Auto gewesen sei (StA act. 3.4, Antworten 
auf Fragen 5 und 7).

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Tags darauf antwortete der Beschuldigte auf die Frage, ob er die Privatklägerin 
angefasst habe, er habe ihr beim Bankomat beim Aussteigen helfen wollen und 
sie vermutlich am Arm angefasst. Sie sei aber nicht ausgestiegen. Weil das Bein 
der Privatklägerin aus dem Auto herausgeragt habe, habe er sie am Oberschen-
kel, oberhalb das Knies angefasst, um das Bein wieder in das Auto zu stellen. Im 
Dorf, zwischen dem J._____ und dem L._____, habe er dann angehalten und die 
Privatklägerin aus dem Taxi herausgezogen und an die Mauer gestellt. Dazu habe 
er den einen Arm unter die Kniekehlen gestreckt und den anderen Arm um die 
Schulter gelegt (StA act. 8.45, Antwort auf Frage 8). Weitere Berührungen stritt er 
ab (StA act. 8.45, Antwort auf Frage 15). Auf den Vorhalt, das Mobiltelefon der 
Privatklägerin habe sich gemäss Standortdaten an der M._____ (Wohnort des Be-
schuldigten) befunden, sagte er, er sei vielleicht dort gewesen, sie sicher nicht 
(StA act. 8.45, Antworten auf Fragen 9 ff.).

Eingangs der dritten Einvernahme vom 17. März 2020 eröffnete der Beschuldigte, 
er habe sicherlich in einem Teil gelogen bei den früheren Einvernahmen. Er habe 
Angst gehabt. Er müsse nun die Wahrheit sagen, er habe nichts zu verbergen 
(StA act. 8.46, Antwort auf Frage 1). Er führte dann aus, er habe die Privatklägerin 
beim E._____ geladen. Als er gemerkt habe, dass sie mit Karte habe bezahlen 
wollen, sei er mit ihr zur I._____ gefahren. Dort habe er sie an den Armen hoch-
gezogen und sie gebeten, auszusteigen. Sie sei aber im Auto geblieben. Er habe 
dann bei der Bank hinter ein Auto uriniert (StA act. 8.46, Antwort auf Frage 2). 
Weil sein Headset des Mobiltelefons kein Akku mehr gehabt habe und weil er un-
bedingt auf die Toilette gemusst habe (Stuhlgang), habe er sich entschlossen, mit 
der Privatklägerin zu seiner Wohnung zu fahren. Er habe sie dort im Taxi zurück-
gelassen und sei in die Wohnung auf die Toilette gegangen. Er habe noch das 
Wasser seines Hundes aufgefüllt, habe das Ladegerät seines Headsets genom-
men und habe die Wohnung wieder verlassen. Als er zum Taxi gekommen sei, 
habe die Hintertür offen gestanden. Die Tasche der Privatklägerin sei noch im Au-
to gewesen. Er habe die Privatklägerin gesucht, sie sei ihm dann entgegenge-
kommen. Er habe sie am Arm angefasst und habe sie zum Taxi führen wollen, sie 
habe nur "no, no, no" gesagt. Er habe ihr die Handtasche und das Mobiltelefon, 
welches er nach dem Besuch bei der Bank in die Jackentasche gesteckt habe, 
übergeben, und habe sie gehen lassen. Er sei dann in das Taxi gestiegen und 
losgefahren. Er habe sie nochmals gefragt, ob sie einsteigen wolle, sie habe wie-
der "no, no, no" gesagt. Er sei weitergefahren, dann aber wieder umgekehrt. Als er 
wieder bei der Frau gewesen sei, habe er das Fenster runtergelassen und sie sei 
dann sofort eingestiegen. Er sei dann zum Hotel G._____ gefahren. Da sie dort 
nicht habe aussteigen wollen, habe er sie gepackt und aus dem Auto ausgeladen. 

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Sie habe um sich geschlagen, und um sie nicht fallenzulassen, habe er sie sicher-
lich zwischen den Beinen angefasst, er habe gespürt, dass es etwas feucht gewe-
sen sei. Er habe sie an die Mauer gestellt. Er habe ihr die Handtasche übergeben. 
Er sei dann losgefahren und habe ein Rumpeln im Fahrzeug gehört. Er habe an-
gehalten und gesehen, dass es das Telefon der Privatklägerin gewesen sei. Als er 
später wieder nach F._____ gekommen sei, habe er die Privatklägerin mit zwei 
Männern gesehen. Er sei zum G._____ gefahren, habe ihr das Telefon zurückge-
geben. Er habe dann das Geld für die Fahrt von einem der beiden Männer erhal-
ten (StA act 8.46, Antwort auf Frage 3). Der einvernehmende Polizist informierte 
den Beschuldigten, dass Spuren am Opfer und an ihren Kleidern (Slip und 
Strumpfhose) genommen worden seien, die das Institut für Rechtsmedizin beim 
Kantonsspital in St. Gallen (IRM) ausgewertet habe (StA act. 8.46, Frage 36). Der 
Beschuldigte bestätigte, die Privatklägerin wie zuvor beschrieben aus dem Taxi 
gehoben zu haben und sie so auch angefasst zu haben. Er könne sich erinnern, 
dass die Strumpfhose bereits kaputt gewesen sei (StA act. 8.46, Antworten auf 
Fragen 36 ff.). Es könne sein, dass er sie sicher auch an der Unterhose angefasst 
habe. Einen sexuellen Kontakt stritt der Beschuldigte explizit ab (StA act. 8.46, 
Antworten auf Fragen 40 ff.).

Bei der nächsten Einvernahme am 27. März 2020 wurde dem Beschuldigten vor-
gehalten, dass die Privatklägerin anlässlich der Tatortbesichtigung an seinem 
Wohnort ziemlich sicher gewesen sei, dass sie im Wohnzimmer des Beschuldig-
ten sexuell missbraucht worden sei (StA act. 8.47, Frage 17). Daraufhin meinte 
der Beschuldigte, sein Wohnzimmer sei speziell, weil es direkt nach dem Betreten 
des Wohnzimmers ein Aquarium mit 450 Litern Inhalt habe. Weil ihr das nicht auf-
gefallen sei, könne sie nicht bei ihm gewesen sein (StA act. 8.47, Antworten auf 
Fragen 17, 19, 24). Auf Vorhalt des Spurenbilds an den Kleidern (Strumpfhose 
und Slip) und am Körper der Privatklägerin wiederholte er seine Erklärung, wie er 
die Privatklägerin beim Herausheben aus dem Taxi angefasst habe (StA act. 8.47, 
Antworten auf Fragen 43 ff.).

Am 7. Mai 2020 wurde der Beschuldigte erneut von der Polizei einvernommen 
(StA act. 8.48). Ihm wurde erläutert, dass auf dem Kleid der Privatklägerin Flecken 
festgestellt worden seien, welche sich als Samenflüssigkeit und Spermien heraus-
gestellt hätten, deren DNA mit derjenigen des Beschuldigten übereinstimmten. Der 
Beschuldigte bestritt weiterhin, mit der Privatklägerin sexuellen Kontakt gehabt zu 
haben (StA act. 8.48, Antworten/Fragen 6 ff.). Nachdem er aufgefordert wurde, die 
Sachlage korrekt darzustellen, gab er an, dass er seit einer Operation bei jedem 

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Toilettengang etwas Ausfluss/einen Erguss habe. Die Flecken auf dem Kleid er-
klärte er damit (StA act. 8.48, Antworten auf Fragen 9 ff.).

Bei der Staatsanwaltschaft bestätigte der Beschuldigte am 19. November 2020, 
dass zwischen ihm und der Privatklägerin kein sexueller Kontakt stattgefunden 
habe (StA act. 1.20, Antwort auf Frage 2). Die Spuren seien möglicherweise von 
seinen Händen auf die Privatklägerin und ihre Kleider gelangt (StA act. 1.20, Ant-
wort auf Frage 3).

Anlässlich der Verhandlung vor Regionalgericht Maloja am 31. März 2022 reichte 
der Beschuldigte vor seiner Einvernahme eine Sachverhaltsergänzungsschrift ein 
(RG act. 19). Darin schilderte der Beschuldigte die Fahrt vom E._____ zur 
I._____. Weil er nicht verstanden habe, wohin die Privatklägerin gewollt habe, sei 
er zu sich nach Hause gefahren, habe auf seinem Parkplatz vor dem Haus par-
kiert und habe das Fahrzeug stehen lassen. Die Privatklägerin sei auf der Rück-
bank des Taxis gelegen. Sie habe an ihren Strümpfen "herumgemacht". Dies habe 
ihn erregt. Er habe dann neben der Privatklägerin onaniert. Dabei sei es auch zu 
Berührungen gekommen, nicht aber im Intimbereich. Die Privatklägerin habe sich 
irritiert gezeigt. Er sei dann in seine Wohnung gegangen, habe seinem Hund zu 
Essen gegeben und sei kurz auf die Toilette gegangen. Als er wieder zum Auto 
gekommen sei, sei die Hintertüre offen gestanden. Er habe die Privatklägerin ge-
sucht. Er habe ihr dann ins Auto helfen wollen. Er habe ihr ihr Telefon zurückge-
geben und auch die Tasche und die Schuhe gebracht. Er sei dann alleine losge-
fahren, sei aber wieder umgekehrt. Auf Höhe Kreuzung N._____ habe er der Pri-
vatklägerin durchs heruntergelassene Fenster gesagt, sie solle einsteigen. Er ha-
be sie dann zum Hotel G._____ gefahren (RG act. 19). Bei der nachfolgenden 
Einvernahme verneinte der Beschuldigte die Frage, ob es zum sexuellen Kontakt 
mit der Privatklägerin gekommen sei (RG act. 14, Antwort auf Frage 4.3). Er habe 
im Taxi selbst onaniert. Er errege sich ziemlich schnell und komme ziemlich 
schnell (RG act. 14, Antwort auf Frage 4.6). Auf die Frage, warum er während der 
Untersuchung nie davon erzählt habe, dass er im Auto onaniert habe, antwortete 
er, er habe niemanden, schon gar nicht die Privatklägerin, beschuldigen wollen. Er 
habe sie gar nicht dazu bringen wollen, etwas zu machen, was sie nicht gewollt 
habe. Deshalb habe er nach der kurzen Masturbation sofort aufgehört (RG act. 14, 
Antwort auf Frage 4.9). Die Spuren am Bund von Slip und Strumpfhose erklärte er 
sich damit, dass er diese nach oben gezogen habe (RG act. 14, Antwort auf Frage 
4.10). Die Spermaflecken auf dem Kleid erklärte er mit der Masturbation (RG 
act. 14, Antwort auf Frage 4.11). Er bestritt weiterhin, dass die Privatklägerin in 
seiner Wohnung gewesen sei (RG act. 14, Antworten auf Fragen 4.20 f.). Markant 

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an seiner Wohnung sei ein grosses Aquarium und ein kleiner Hund, der sofort 
komme, wenn jemand die Wohnung betrete (RG act. 14, Antwort auf Frage 21).

Vor Kantonsgericht schilderte der Beschuldigte, er sei von der I._____ losgefahren 
und habe gemerkt, dass sein Handy keine Batterie mehr gehabt habe. Er sei zu 
sich nach Hause gefahren, auch um aufs WC zu gehen. Während der Fahrt hätten 
er und die Privatklägerin miteinander geredet. Dann hätten sie einander befriedigt. 
Er habe aufgehört, als sie nicht mehr gewollt habe. Er habe die Privatklägerin im 
Auto gelassen, sei ins Haus, habe das Ladegerät geholt und sei auf die Toilette 
gegangen. Als er zurückgekommen sei, sei die hintere Tür des Autos offen gewe-
sen. Er habe die Privatklägerin gesucht. Er sei dann zu ihr gegangen. Sie habe 
nicht einsteigen wollen. Er sei dann gefahren. Als er beim Hotel O._____ gewesen 
sei, habe er umgedreht und habe sie an der N._____ gesehen. Dort sei sie dann 
eingestiegen. Er habe sie zum G._____ gefahren. Sie habe nicht aussteigen wol-
len. Er habe sie dann selbst mit den Händen aus dem Auto gehoben. Sie habe ihn 
mit dem Knie in die Wange gekickt. Er habe sie packen müssen. Sie habe sich 
kräftig gewehrt. Er habe sie an den Armen festgehalten, sie aus dem Auto ge-
nommen, und sie dann auf dem Trottoir stehen gelassen. Er habe sie angeschri-
en, worauf sie geschockt gewesen sei. Er habe ihr ihre Sachen gegeben und sei 
weggefahren. Dann habe er gemerkt, dass die Privatklägerin ihr Handy im Auto 
gelassen habe. Beim Hotel P._____ sei er umgekehrt. Vor dem Hotel G._____ 
habe er die Privatklägerin mit zwei Männern gesehen. Er habe ihr das Handy 
zurückgegeben und sei gegangen (act. H.7, Antwort auf Frage V.1). Vor seinem 
Haus seien sie beide auf dem Rücksitz des Taxis gewesen, sie hätte sich befrie-
digt, er sich und sie hätten sich gegenseitig berührt (aber nicht intim; act. H.7, 
Antworten auf Fragen V.3 f., V.8 ff., V.13 ff., V.19). Er habe das nicht früher ge-
sagt, weil er Angst gehabt habe (act. H.7, Antwort auf Frage V.12).

2.5.7. Würdigung der Aussagen des Beschuldigten

Überzeugend, weil im Ablauf immer gleich geschildert, ist, dass der Beschuldigte 
die Privatklägerin beim E._____ entgegennahm und mit ihr zum Bankomat der 
I._____ fuhr. Bis hierhin kann der angeklagte Sachverhalt als erstellt gelten. In 
Bezug auf das Kerngeschehen sind die Aussagen des Beschuldigten genauer zu 
betrachten.

Der Beschuldigte lieferte über die Einvernahmen hinweg keine stringente Erzäh-
lung der Ereignisse von der I._____ über den Aufenthalt bei seinem Wohnort zur 
Ankunft der Privatklägerin beim Hotel G._____.

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Er passte seine Aussagen dreimal dem Ermittlungsergebnis an. Dabei versicherte 
er insbesondere bei der zweiten Version "nun die Wahrheit zu sagen", um dann 
später eine neue Wahrheit zu Protokoll zu geben.

Zunächst stritt er ab, dass sich die Privatklägerin überhaupt in der Nähe seiner 
Wohnung aufgehalten habe. Nachdem er anerkennen musste, dass die Daten 
ihres Mobiltelefons dies belegten, präsentierte er die Version, er habe das Handy 
der Privatklägerin in seiner Brusttasche gehabt, als er zu sich in die Wohnung 
ging.

In der ersten Schilderung stieg die Privatklägerin beim J._____ aus dem Taxi aus. 
Gemäss zweiter Version war die Frau "beinahe tot" (StA act. 3.4, Antwort auf Fra-
ge 5) im Auto und er musste sie beim J._____ aus dem Auto heben und an die 
Mauer stellen, wo sie zusammensackte. Ab der dritten Schilderung trug der Be-
schuldigte die Privatklägerin beim G._____ aus dem Taxi, wobei sie um sich 
schlug und er sie festhalten musste, um sie nicht fallenzulassen. Gemäss letzter 
Version vor Kantonsgericht hat er sie beim Herausheben aus dem Fahrzeug noch 
angeschrien und sie sei geschockt gewesen.

Bis zur Hauptverhandlung vor Regionalgericht stritt der Beschuldigte jeglichen se-
xuellen Kontakt mit der Privatklägerin ab. Die Spuren seiner DNA auf der Privat-
klägerin und an deren Kleidung erklärte er damit, dass er sie habe aus dem Taxi 
heben müssen, weil sie nicht habe aussteigen wollen. Damit liefert er aber keine 
überzeugende Erklärung, wie die Spuren ausgerechnet am Bund der Strumpfhose 
und des Slips (und zwar dort, wo man diese normalerweise hält, um sie an- und 
auszuziehen), noch wie Spuren in den Bereich des Afters gelangten (wenn ja Slip 
und Strumpfhose nicht ausgezogen worden sein sollen). Die Spermaflecken sollen 
nach den ersten Versionen von seinen Händen (er habe Ausfluss beim Pinkeln) 
auf das Kleid der Privatklägerin gelangt sein. 

Vor Regionalgericht präsentierte der Beschuldigte dann seine Sachverhaltsergän-
zungsschrift, worin er erstmals zugab, neben der Privatklägerin im Taxi onaniert 
zu haben. Vor Kantonsgericht ergänzte er diese Version noch und gab an, sie (er 
und die Privatklägerin) hätten miteinander geredet und einander befriedigt. Damit 
vermöchten sich vielleicht die Spuren auf dem Kleid der Privatklägerin (Samen-
flüssigkeit und Sperma) erklären, nicht jedoch ihre glaubhafte Aussage, sie sei 
penetriert worden. Ebenso wenig lassen sich mit den Aussagen des Beschuldigten 
die DNA-Spuren am Bund der Strumpfhose und des Slips der Privatklägerin er-
klären. Noch weniger findet sich eine Erklärung für die DNA-Spuren am After der 
Privatklägerin. 

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Der Beschuldigte zog die Aussage der Privatklägerin, wonach sie sich in seiner 
Wohnung aufgehalten habe, in Zweifel, indem er einerseits darauf hinwies, er be-
sitze ein grosses, auffälliges Aquarium. Andererseits brachte er vor, dass sein 
Hund zu Hause gewesen sei und dass dieser einen begrüsse, wenn man nach 
Hause komme. In der Tat ist ein grosses Aquarium ein Einrichtungsgegenstand, 
der sich nicht in jeder Wohnung findet. Auch ist es lebensnah, dass ein Hund bellt 
resp. angelaufen kommt, wenn jemand die Wohnung betritt. Es ist aber anzuneh-
men, dass ein Aquarium in der Regel in der Nacht nicht hell erleuchtet ist und 
deshalb nicht unbedingt sogleich ins Auge springt. Weiter schilderte die Privatklä-
gerin klar, sie sei erst auf dem Sofa zu sich gekommen, mit dem Mann über sich 
und dieser habe dann ihren Kopf auf die Seite weggedrückt; das Aquarium befand 
sich also nicht in ihrem Blickfeld. Sie wusste dann auch nicht mehr, wie sie sich 
befreit hatte und wie sie aus der Wohnung fand, was es zusätzlich plausibel 
macht, dass sie das Aquarium (erleuchtet oder nicht) in ihrem Zustand und ange-
sichts der Situation, in der sie sich befand, nicht wahrnahm. Dasselbe gilt für einen 
allenfalls bellenden oder heranspringenden Hund. Angesichts des weggetretenen 
Zustands der Privatklägerin, die sich lediglich noch an die kurze Sequenz auf dem 
Sofa erinnert, ist es nicht abwegig, dass sie den Hund nicht wahrgenommen hat, 
sollte er denn überhaupt tatsächlich vor Ort gewesen sein. 

Der Beschuldigte gab am Ende seiner Einvernahme vor Regionalgericht an, es 
habe ein Übersetzungsproblem gegeben (RG act. 14, Antwort auf Ergänzungsfra-
ge 1). Dies geschah aber erst auf die Ergänzungsfrage des Staatsanwaltes, wes-
halb er nicht bereits in der Untersuchung, sondern erst an der Hauptverhandlung 
erzählt habe, im Auto onaniert zu haben. Dabei ist zudem anzumerken, dass der 
Beschuldigte in der selbigen Einvernahme die gleiche Frage des einvernehmen-
den Richters dahingehend beantwortete, er habe niemanden, schon gar nicht die 
Privatklägerin, beschuldigen wollen (RG act. 14 Antwort auf Frage 4.9; so auch 
vorstehend). Von Übersetzungsproblemen war keine Rede. Anlässlich der staats-
anwaltschaftlichen Einvernahme zur Person antwortete der Beschuldigte auf die 
Frage, ob er die Übersetzerin verstehe, mit "Nein" (StA act. 2.8, S. 2 oben). Die 
Einvernahme wurde dann aber ohne weitere Bemerkungen weitergeführt. Sowohl 
der Beschuldigte als auch sein Verteidiger unterzeichneten das Protokoll. Die Ak-
ten liefern keinerlei Anhaltspunkte für ein Übersetzungsproblem. Der Beschuldigte 
versteht nach eigenen Angaben "ziemlich gut Deutsch", weshalb es ihm möglich 
und zumutbar gewesen wäre, allfällige Übersetzungsfehler anlässlich der Einver-
nahme zu rügen (RG act. 14, Antwort auf Frage 3.14). Zu erwähnen ist überdies, 
dass diametral andere Aussagen in keinem Fall auf die Übersetzung zurückge-
führt werden können. 

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2.5.8. Fazit Sachverhalt

Es ergibt sich, dass auf die Aussagen des Beschuldigten nicht abgestellt werden 
kann, zumindest insoweit, als er mit diesen die Sachverhaltsschilderung der Pri-
vatklägerin in Zweifel zu ziehen sucht. Angesichts der von Beginn an konstanten, 
überzeugenden und durch objektive Beweise gestützten und validierten, mithin 
glaubhaften Aussagen der Privatklägerin, des wechselhaften, in Etappen Zuge-
ständnisse machenden Aussageverhaltens des Beschuldigten ist insgesamt auf 
die Darstellung der Privatklägerin abzustellen. Es wird im Folgenden davon aus-
gegangen, dass der Beschuldigte in der Nacht vom 24. auf den 25. Januar 2020 in 
seiner Wohnung auf dem Sofa gegen den Willen und gegen den Widerstand der 
Privatklägerin mit seinem Penis vaginal in sie eindrang. Da damit der angeklagte 
Hauptsachverhalt als erstellt gilt, erübrigen sich Ausführungen zum angeklagten 
Eventualsachverhalt.

3. Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage

3.1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, am 25. Januar 2020 zwischen 
03.12 und 03.15 Uhr am Bankomaten der I._____ mehrmals erfolglos versucht zu 
haben, mit der Kreditkarte der Privatklägerin Geld abzuheben. Die Beträge belie-
fen sich auf CHF 1'600.00, dreimal CHF 1'000.00 und einmal CHF 500.00. Die 
Kreditkarte sei dem Beschuldigten vorgängig von der Privatklägerin überreicht 
worden (StA act. 1.35 Ziff. A.2).

3.2. Standpunkt des Beschuldigten

Anlässlich der Berufungsverhandlung gestand der Beschuldigte, mit der Kreditkar-
te der Privatklägerin versucht zu haben, am Bankomaten der I._____ Geld zu be-
ziehen (act. H.7, Antwort auf Frage V.b.1). Er beantragt diesbezüglich einen 
Schuldspruch. Er stellt allerdings sinngemäss in Frage, ob die vorgeworfenen Be-
träge zutreffen. Die Privatklägerin bestreitet, dem Beschuldigten ihre Kreditkarte 
und den PIN-Code gegeben zu haben.

3.3. Beweismittel

Es befindet sich eine Videoaufnahme vom betreffenden Bankomaten der I._____ 
sowie ein von der Polizei erstelltes Fotoblatt in den Akten (StA act. 8.6 und 8.3). 
Die I._____ edierte einen Auszug betreffend die Transaktionen am betreffenden 
Bankomaten am 25. Januar 2020 im Zeitraum zwischen 03.00 Uhr und 03.30 Uhr 

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(StA act. 4.1.3). Die Privatklägerin reichte ein Schreiben ihrer Bank ein, das die 
versuchten Bezüge dokumentiert (StA act. 8.10). Darüber hinaus wurden die Pri-
vatklägerin (StA act. 8.38, 8.39, 8.40; StA act. 1.34; RG act. 15; act. H.6), der Be-
schuldigte (StA act. 3.4; StA act. 8.44, 8.45, 8.46, 8.47, 8.48; StA act. 1.20; RG 
act. 14; act. H.7) sowie Q._____ (Taxifahrer; Inhaber des SumUp-Terminals) als 
Zeuge einvernommen (StA act. 8.49).

3.4. Videoaufnahmen und Auszüge

Auf der Videoaufnahme sieht man, dass der Beschuldigte sich beim Bankomaten 
der I._____ befindet. Er hat eine Karte und ein Handy in der Hand. Er wendet sich 
mehrmals vom Bankomaten zurück zu seinem Taxi (StA act. 8.6 und 8.3). Aus 
den edierten Auszügen ergibt sich, dass jemand im fraglichen Zeitraum versucht 
hatte, drei unterschiedliche Beträge mit der Kreditkarte beim Bankomaten abzu-
heben (zuerst CHF 1'600.00, dann dreimal CHF 1'000.00, danach CHF 500.00; 
StA act. 8.10). Zuerst kam die Meldung "montante gior. rest. esaurito". Der einge-
gebene Betrag wurde in der Folge mehrmals reduziert. Einmal kam die Meldung: 
"PIN sbagliato, ripetere" und dreimal: "richiesta non autorizzata" (StA act. 4.1).

3.5. Aussagen des Beschuldigten

Der Beschuldigte gab an, die Privatklägerin habe ihm ihre Kreditkarte gegeben, 
damit er beim Bankomaten Geld abheben könne (StA act. 8.44, Antwort auf Fra-
ge 26). Sie habe den PIN-Code in ihr Handy getippt und ihm gezeigt. Sie habe 
dreimal einen anderen Code gezeigt. Die PIN-Codes hätten aber nicht funktioniert 
und er habe kein Geld abheben können und habe dann seinen Kollegen angeru-
fen, der ein Kreditkartenterminal im Taxi habe (StA act. 8.44, Antwort auf Fra-
ge 26). Auf die Frage, warum der Beschuldigte so hohe Beträge eingegeben habe, 
sagte er, die Privatklägerin habe auch noch Geld für sich gewollt. Er habe sie nicht 
beklauen wollen (StA act. 8.44, Antworten auf Fragen 54 f.). Seine Aussage an-
lässlich der nächsten Einvernahme ist im Wesentlichen gleich. Ein Unterschied 
besteht darin, dass er sagte, die Privatklägerin habe ihm nonverbal geäussert, er 
solle das Geld beziehen. Möglicherweise habe er sich vertippt und anstatt 
CHF 100.00 CHF 1'000.00 eingegeben (StA act. 8.46, Antwort auf Frage 2). Zu-
dem sagte er nunmehr aus, die Privatklägerin habe ihm ihr Mobiltelefon gegeben 
(das er dann beim Bankomaten in seine Jackentasche gesteckt habe; StA 
act. 8.46, Antwort auf Frage 17). Der Beschuldigte wiederholte in den weiteren 
Einvernahmen, die Privatklägerin habe ihm die Kreditkarte und den PIN-Code ge-
geben, damit er Geld abheben könne (StA act. 1.20, Antwort auf Frage 27; RG 
act. 14, Antwort auf Frage 4.23; act. H.7, Antworten auf Fragen V.a.1 ff.). 

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3.6. Aussage des Zeugen

Q._____ bestätigte die Aussagen des Beschuldigten im Wesentlichen. Während 
der Beschuldigte jedoch aussagte, er habe den PIN-Code der Privatklägerin auf 
deren Handy bei sich gehabt, erzählte der Zeuge, der PIN-Code sei auf einem 
gelben Zettel notiert gewesen (StA act. 8.49, Antworten auf Fragen 11 und 36).

3.7. Aussagen der Privatklägerin

Die Privatklägerin machte geltend, eine Erinnerungslücke ab ca. 02.00 Uhr zu ha-
ben (StA act. 8.38, Antwort auf Frage 12). Sie könne sich aber noch schwach er-
innern, dass sie Geld an einem Bankomaten habe holen wollen. Möglicherweise 
habe sie das dem Taxichauffeur gesagt (StA act. 8.38, Antworten auf Fragen 7 
und 19). Ihr Gedächtnis habe erst wieder eingesetzt, als der Beschuldigte über ihr 
gelegen habe (also irgendwann zwischen ca. 03.30 und 03.50 Uhr; StA act. 8.38, 
Antwort auf Frage 7). Die Bezugsversuche beim Bankomaten fanden zwischen 
03.12 Uhr und 03.20 Uhr statt (StA act. 8.39, Antwort auf Frage 3; StA act. 8.10). 
Die Privatklägerin sagte aus, sie gebe nie jemandem den Auftrag, Geld für sie ab-
zuheben, schon gar nicht einem ihr unbekannten Taxichauffeur (StA act. 8.39, 
Antwort auf Frage 9). Sie wüsste auch nicht, warum sie so hohe Beträge hätte 
abheben sollen, insbesondere nicht morgens um 03.00 Uhr. Sie habe normaler-
weise nicht mehr als CHF 100.00 bar auf sich (StA act. 8.39, Antwort auf Fra-
ge 11). Den PIN-Code würde sie nie jemandem geben (StA act. 8.39, Antwort auf 
Frage 13). In den weiteren Einvernahmen bestätigte die Privatklägerin ihre Aussa-
ge.

3.8. Beweiswürdigung und Fazit Sachverhalt

Aufgrund der Videoaufnahmen, der Bankauszüge und der Aussagen des Be-
schuldigten ist erstellt, dass der Beschuldigte beim Bankomaten der I._____ in 
mehreren Anläufen versucht hat, mit der Kreditkarte der Privatklägerin Geld abzu-
heben. Den Aussagen der Privatklägerin, wonach sie die Kreditkarte dem Be-
schuldigten nicht ausgehändigt haben soll, kann nicht gefolgt werden. Zunächst 
fand dies zu einem Zeitpunkt statt, als sie sich nicht erinnern konnte. Es ist also 
nicht auszuschliessen, dass sie entgegen ihrer Gewohnheit Kreditkarte und PIN 
dem Beschuldigten übergeben hat. Dass der Beschuldigte sich die Kreditkarte 
selbst behändigte, dafür bestehen keine Anhaltspunkte. Zugunsten des Beschul-
digten ist davon auszugehen, dass die Privatklägerin ihm auch den PIN-Code 
(wenn auch einen falschen) zur Verfügung gestellt hatte. Ob dieser nun auf einem 
Zettel (gemäss Zeuge Q._____) oder auf dem Mobiltelefon der Privatklägerin 

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(gemäss Aussage des Beschuldigten und vermutlich auch aus der Videoaufnahme 
ersichtlich) notiert war, kann offenbleiben. Nicht erklären lässt sich, weshalb der 
Beschuldigte derart hohe Beträge mit dem Einverständnis bzw. im Auftrag der Pri-
vatklägerin hätte abheben sollen. Mit der Vorinstanz kann gesagt werden, dass es 
schlicht lebensfremd ist, dass die Privatklägerin einen ihr fremden Taxifahrer auf-
gefordert haben soll, solche Beträge um drei Uhr morgens abzuheben (act. E.1 
E. 6.4). Als Fazit kann festgehalten werden, dass der Anklagesachverhalt in Be-
zug auf den Vorwurf des Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Ziffer 2) 
als erstellt erachtet werden kann.

4. Strafbare Handlung gegen das Vermögen zum Nachteil des Privatklägers

4.1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft warf dem Beschuldigten in der Hauptsache vor, das Por-
temonnaie des Privatklägers beim Restaurant S._____ in F._____ gestohlen zu 
haben. Eventualiter habe der Beschuldigte das gefundene Portemonnaie (bzw. 
dessen Inhalt) behalten, um sich damit einen ihm nicht gebührenden Vermögens-
vorteil zu verschaffen (StA act. 1.35 Ziffer A.3).

Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass sich nicht erstellen lässt, dass 
der Beschuldigte dem Privatkläger das Portemonnaie weggenommen hat (act. E.1 
E. 7.1.3). Der Hauptsachverhalt (Diebstahl) lässt sich anhand der vorhandenen 
Beweismittel nicht erstellen. Dies haben weder die Staatsanwaltschaft noch der 
Privatkläger moniert, weshalb zu prüfen ist, ob sich der Eventualsachverhalt so 
wie angeklagt ereignet hat.

4.2. Standpunkt des Beschuldigten

Der Beschuldigte gab an, das Portemonnaie gefunden zu haben. Er habe es bei 
der Polizei abgeben wollen, sei aber nicht mehr dazu gekommen. Damit gab er 
den objektiven Sachverhalt zu. Er bestreitet hingegen, die Absicht gehabt zu ha-
ben, das Portemonnaie zu behalten.

4.3. Beweismittel

Als Beweismittel stehen insbesondere die Aussagen des Privatklägers (StA 
act. 6.1), des Beschuldigten (StA act. 6.7, 6.8, 8.45, 1.20; RG act. 14; act. H.7), 
der Auskunftsperson T._____ (StA act. 8.50) sowie die Auswertung der Daten des 
Mobiltelefons des Beschuldigten (StA act. 5.6) zur Verfügung.

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4.4. Aussage des Privatklägers

Der Privatkläger zeigte am 27. Januar 2020 den Verlust seines Portemonnaies bei 
der Kantonspolizei Schwyz an. Er habe das Portemonnaie am 24. Januar 2020 
anlässlich einer Polonaise im S._____ auf dem Tisch liegen lassen und danach 
sei es verschwunden (StA act. 6.1).

4.5. Aussagen des Beschuldigten

Zunächst bestritt der Beschuldigte, je beim S._____ (Ort, wo das Portemonnaie 
abhandenkam) gewesen zu sein (StA act. 6.7 Antwort auf Frage 1; StA act. 8.45, 
Antwort auf Frage 31). Im Verlauf der Befragung sagte er dann, er sei einmal mit 
dem Taxi dort gewesen, habe aber lediglich vor dem Lokal gewartet (StA act. 6.7, 
Antwort auf Frage 8). Das im Firmenfahrzeug des Beschuldigten sichergestellte 
Portemonnaie (enthaltend Ausweise lautend auf den Privatkläger) habe der Be-
schuldigte beim Spazieren mit dem Hund neben dem Hotel O._____ gefunden. Es 
habe neben der R._____ auf dem Boden gelegen. Er habe das Portemonnaie 
zunächst beim Hotel O._____ abgeben wollen, habe sich dann aber anders ent-
scheiden, weil er es ja eben nicht beim Hotel O._____ gefunden habe. Er habe es 
dann später bei der Polizei abgeben wollen. An dem Tag, als er es gefunden ha-
be, sei er nach Italien gefahren, weil seine Tochter Geburtstag gehabt habe (StA 
act. 6.7, Antwort auf Frage 5; StA act. 8.45, Antwort auf Frage 35). Zur Auflistung, 
was im gestohlen gemeldeten Portemonnaie drin gewesen sei (u. a. CHF 200.00, 
Identitätskarte, Führerausweis etc.), konnte der Beschuldigte nichts sagen (StA 
act. 6.7, Antwort auf Frage 3; StA act. 8.45, Antwort auf Frage 33). 

In der zweiten Einvernahme wurde der Beschuldigte darauf aufmerksam gemacht, 
dass er – entgegen seiner Aussage in der ersten Einvernahme – nicht am 6. März 
2020 nach Italien gereist sei. Er meinte dann, er sei erst am nächsten Tag am 
Morgen nach Italien gefahren (StA act. 6.8, Frage/Antwort 7). Der einvernehmen-
de Polizist hielt ihm dann vor, er habe ihn am 7. März 2020 kurz nach Mittag in 
F._____ gesehen. Daraufhin erwiderte der Beschuldigte, er sei an diesem Tag um 
die Mittagszeit nach Italien gefahren (StA act. 6.8, Frage/Antwort 8). 

Ebenfalls in der zweiten Einvernahme sagte der Beschuldigte aus, er habe keine 
Zeit gehabt, das Portemonnaie abzugeben. Er habe es nicht im Hotel O._____ 
abgegeben, weil dieses geschlossen gewesen sei (StA act. 6.8, Antwort auf Fra-
ge 12). Auf den Widerspruch zu seiner früheren Aussage (wonach es keinen Sinn 
gemacht hätte, es beim Hotel O._____ abzugeben) hingewiesen, sagte er, er 
glaube, das Hotel sei schon geschlossen gewesen (StA act. 6.8, Antwort auf Fra-

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ge 13). Auf die Frage, wem er das Portemonnaie dann hätte abgeben wollen, ant-
wortete er, bei der Gemeindepolizei (StA act. 6.8, Antwort auf Frage 17).

Bei der Staatsanwaltschaft sagte der Beschuldigte aus, im Portemonnaie habe es 
nur Karten und kein Geld drin gehabt (StA act. 1.20, Antwort auf Frage 28). Vor 
Regionalgericht wiederholte der Beschuldigte, es habe kein Geld drin gehabt. Da 
er dies nicht als wichtig erachtet habe, habe er das Portemonnaie nicht sofort der 
Polizei abgegeben (RG act. 14, Antworten auf Fragen 4.28 ff.). In der Befragung 
vor Kantonsgericht bestätigte der Beschuldigte seine bisherigen Aussagen. Er füg-
te hinzu, dass die Kollegen des Taxiunternehmens, das S._____ bediene, gesagt 
hätten, es sei dort ein Portemonnaie mit viel Geld gestohlen worden (act. H.7, 
Antwort auf Frage V.c.2).

4.6. Beweiswürdigung und Fazit Sachverhalt

Der Beschuldigte gab zunächst an, er sei nie im S._____ gewesen, um dann in 
derselben Einvernahme (von sich aus) zuzugeben, dass er doch einmal dort Gäs-
te hätte abholen sollen. Auch die Auswertung seiner Handy-Daten ergab, dass er 
in der Nacht, in der das Portemonnaie abhandenkam, vor Ort war (StA act. 6.7, 
Frage 9). Während er zunächst nichts zum Inhalt des Portemonnaies sagte, er-
wähnte er ab der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme, dass kein Geld drin ge-
wesen sei. Warum er (erst und überhaupt) vor Kantonsgericht erwähnte, er habe 
gehört, im S._____ sei ein Portemonnaie mit viel Geld gestohlen worden, ist frag-
würdig. Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass die Angaben des Be-
schuldigten, warum er sich nicht umgehend darum kümmerte, das Portemonnaie 
dem Besitzer (oder der Polizei) zurückzugeben, nicht überzeugend sind. Zunächst 
sagte er aus, er habe am Wochenende keine Zeit gehabt, weil er nach Italien rei-
sen wollte wegen des Geburtstags der Tochter, der am 8. März 2020 war (so die 
Aussage von T._____, der Lebenspartnerin des Beschuldigten; StA act. 8.50, 
Antwort auf Frage 1 zur Sache). Es stellte sich dann heraus, dass er mindestens 
noch einen halben Tag in F._____ war, bevor er abfuhr. Dass die Polizei auch am 
Wochenende geöffnet hat, dürfte ihm bekannt gewesen sein. Seine Aussagen, 
warum er das Portemonnaie nicht im Hotel O._____ abgeben hatte, sind wider-
sprüchlich. Zuerst sagte er, er habe keinen Zusammenhang zum Hotel gesehen, 
dann sagte er, das Hotel sei – wahrscheinlich – geschlossen gewesen. Insgesamt 
vermögen die Aussagen des Beschuldigten nicht zu überzeugen und es kann 
festgehalten werden, dass der Beschuldigte zumindest keine dringende Absicht 
hegte, das Portemonnaie (bzw. dessen Inhalt) umgehend seinem Besitzer zu-
kommen zu lassen.

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Damit kann mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass der angeklagte Eventu-
alsachverhalt erstellt ist.

5. Pornografie

5.1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, auf seinem Mobiltelefon 
iPhone 7 ein Video gespeichert gehabt zu haben, auf dem Oralverkehr zwischen 
einem Mann und einer Kuh ersichtlich gewesen sei (StA act. 1.35 Ziffer A.4).

5.2. Standpunkt des Beschuldigten

Der Beschuldigte gab zu, das entsprechende Video von einem Kollegen per 
WhatsApp erhalten zu haben. Er habe jedoch nicht gewusst, dass diese Videos 
verboten seien.

5.3. Fazit Sachverhalt

Der äussere Sachverhalt ist aufgrund der Aussagen des Beschuldigten (StA 
act. 7.2; StA act. 1.20; RG act. 14; act. H.7) und der Auswertungen seines Mobilte-
lefons (StA act. 5.10) unstrittig und erstellt. Der nicht eingestandene Teil des inne-
ren Anklagesachverhalts, also was der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt genau 
wusste, wollte und in Kauf nahm, ist eng mit der Rechtsfrage verknüpft, weshalb 
im Rahmen der rechtlichen Würdigung darauf einzugehen ist.

6. Erwerb oder Besitz von Gewaltdarstellungen

6.1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, auf seinem Mobiltelefon 
iPhone 7 ein Video gespeichert gehabt zu haben, auf welchem ersichtlich gewe-
sen sei, wie einem Mann unter körperlichem Zwang und auf brutale Art und Weise 
mit einem Beil zwei Finger abgetrennt worden seien (StA act. 1.35 Ziffer A.5).

6.2. Standpunkt des Beschuldigten

Der Beschuldigte gab zu, das entsprechende Video von einem Kollegen per 
WhatsApp erhalten zu haben. Er habe jedoch nicht gewusst, dass diese Videos 
verboten seien.

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6.3. Fazit Sachverhalt

Der äussere Sachverhalt ist aufgrund der Aussagen des Beschuldigten (StA 
act. 7.2; StA act. 1.20; RG act. 14; act. H.7) und der Auswertungen seines Mobilte-
lefons (StA act. 5.10) unstrittig und erstellt. Der nicht eingestandene Teil des inne-
ren Anklagesachverhalts, also was der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt genau 
wusste, wollte und in Kauf nahm, ist eng mit der Rechtsfrage verknüpft, weshalb 
im Rahmen der rechtlichen Würdigung darauf einzugehen ist.

7. Rechtliches

7.1. Strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität zum Nachteil der Pri-
vatklägerin

Die Vorinstanz stellte in ihrer Beurteilung auf den vom Beschuldigten in der Sach-
verhaltsergänzungsschrift vorgetragenen Sachverhalt ab und subsumierte die 
Handlung unter den Tatbestand der Schändung, wofür sie den Beschuldigten 
schuldig sprach.

Gemäss vorstehend erstelltem Sachverhalt wird hingegen davon ausgegangen, 
dass die Privatklägerin in der konkreten Situation sehr wohl zum Widerstand fähig 
war und sich gegen den Beschuldigten zur Wehr setzte. Der Beschuldigte nutzte 
folglich nicht einen wehrlosen Zustand der Privatklägerin aus, sondern drang ge-
gen das explizite Nein ("Please don't, please stop") der Privatklägerin und unter 
Anwendung von Gewalt (Wegdrehen des Kopfes auf die Seite) mit seinem Penis 
in die Vagina der Privatklägerin ein. Damit ist der Tatbestand der Vergewaltigung 
gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB (Stand am 24. Januar 2020), wonach bestraft wird, 
wer eine Person weiblichen Geschlechts zur Duldung des Beischlafs nötigt, na-
mentlich indem er sie bedroht, Gewalt anwendet, sie unter psychischen Druck 
setzt oder zum Widerstand unfähig macht, erfüllt.

Aufgrund der klaren Gegenwehr der Privatklägerin ("Please don't, please stop", 
Strampeln mit den Beinen) wusste der Beschuldigte, dass er gegen den Willen der 
Privatklägerin handelte, und er fuhr mit der Handlung dennoch fort, bis er zum 
Samenerguss kam. Damit ist erstellt, dass der Beschuldigte vorsätzlich vorging.

Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe sind nicht ersichtlich.

Der Beschuldigte hat sich der Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB 
schuldig gemacht.

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7.2. Versuchter betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage

Die Vorinstanz wertete die Verwendung der Kreditkarte der Privatklägerin durch 
den Beschuldigten beim Bankomaten der I._____ zum Bezug von Bargeld als 
mehrfachen versuchten betrügerischen Missbrauch einer Datenverarbeitungsan-
lage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.

Der rechtlichen Würdigung der Vorinstanz ist in Bezug auf die Erfüllung des Tat-
bestands und den Versuch beizupflichten (act. E.1 E. 6). Entgegen ihrer Ansicht 
ist jedoch von einer einmaligen Begehung auszugehen. Der Beschuldigte hat zwar 
mehrere Male versucht unterschiedliche Beträge zu beziehen, dies aber mit der-
selben Karte am immer gleichen Automaten. Der Versuch des Beschuldigten, 
Geld abzuheben, ist damit als Handlungseinheit zu sehen. Er ist wegen einfacher 
Begehung des versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungs-
anlage gemäss Art. 147 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schul-
dig zu sprechen.

7.3. Strafbare Handlungen gegen das Vermögen zum Nachteil des Privatklägers

Indem der Beschuldigte das Portemonnaie des Privatklägers an sich nahm und 
bei sich behielt, hat er den Tatbestand der unrechtmässigen Aneignung erfüllt. Auf 
die zutreffende rechtliche Würdigung der Vorinstanz kann verwiesen werden 
(act. E.1 E. 8). Der Beschuldigte ist der unrechtmässigen Aneignung einer frem-
den beweglichen Sache gemäss Art. 137 Ziff. 2 StGB schuldig zu sprechen.

7.4. Pornografie

Der Beschuldigte bestritt, um die Illegalität des Videos gewusst zu haben (StA 
act. 7.2, Antworten auf Fragen 6 und 9; StA act. 1.20, Antwort auf Frage 29; RG 
act. 14, Antwort auf Frage 4.33; act. H.7, Antwort auf Frage 5.d). Zudem verneint 
er den Besitzeswillen und das Wissen, ein solches Video gespeichert zu haben 
(StA act. 7.2, Antwort auf Frage 5; RG act. 14, Antwort auf Frage 4.32).

Der Beschuldigte wusste Bescheid, dass er das Video erhalten hatte; er wusste 
gar, von wem das Video an ihn versandt worden war (StA act. 7.2, Antwort auf 
Frage 2). Soweit der Beschuldigte geltend macht, er habe nicht gewusst, dass es 
sich um verbotenes Material handle, liegt eine Schutzbehauptung, eventuell ein 
unbehelflicher (da vermeidbarer) Rechtsirrtum vor. 

Aufgrund der Angaben des Beschuldigten, wonach er sehr viele solcher Videos 
erhalte, aber lediglich zwei auf seinem Mobiltelefon gefunden wurden, ist klar, 

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dass der Beschuldigte weiss, wie man diese Dateien löscht (StA act. 7.2, Antwort 
auf Frage 1; act. H.7, Antwort auf Frage V.d.1). Gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung zum Cache-Speicher manifestiert seinen Besitzwillen, wer um die 
automatische Speicherung der strafbaren pornografischen Daten weiss und diese 
im Nachgang an eine Internetsitzung nicht löscht (BGE 137 IV 208; BGer 
6B_954/2019 v. 20.5.2020 E. 1.3.3). Gleiches hat vorliegend für die per WhatsApp 
erhaltenen Dateien zu gelten (vgl. auch BGer 6B_954/2019 v. 20.5.2020 E. 1.4.4). 
Damit wusste der Beschuldigte also um die automatische Speicherung der verbo-
tenen Dateien auf seinem Mobiltelefon, hat das konkrete Video jedoch dennoch 
nicht gelöscht. Dadurch hat der Beschuldigte seinen Besitzwillen genügend mani-
festiert. Der Beschuldigte hat sich der Pornografie gemäss Art. 197 Abs. 5 StGB 
schuldig gemacht.

7.5. Erwerb oder Besitz von Gewaltdarstellungen

Wie schon zuvor zum Pornografie-Tatbestand ausgeführt, bestritt der Beschuldig-
te nicht, das Video auf seinem Telefon gehabt zu haben. Er machte indes geltend, 
nicht gewusst zu haben, dass dies unerlaubt sei und auch das Bewusstsein und 
den Willen des Besitzes gehabt zu haben (vgl. StA act. 7.2; 1.20; RG act. 14; 
act. H.7). 

Wie unter Erwägung 7.4 ausgeführt, sind die Ausführungen des Beschuldigten 
unbehelflich. Unter Verweis auf die obigen Ausführungen kann festgehalten wer-
den, dass der Beschuldigte sich des Besitzes von Gewaltdarstellungen gemäss 
Art. 135 Abs. 1bis StGB schuldig gemacht hat.

8. Strafzumessung

8.1. Allgemeines

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB 
wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. m.w.H.). Entsprechendes gilt für die 
Bildung der Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwen-
dung des Asperationsprinzips (BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 m.w.H.).

8.2. Freiheitsstrafe für die Vergewaltigung

8.2.1. Strafrahmen

Art. 190 Abs. 1 StGB sieht einen Strafrahmen von einem bis zu zehn Jahren Frei-
heitsstrafe vor.

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8.2.2. Tatkomponenten

In objektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte den zunächst 
wehrlosen Zustand der Privatklägerin ausnutzte. Die Privatklägerin begab sich in 
ein Taxi, um sicher in ihr Hotel zu kommen. Zwar kann dem Beschuldigten nicht 
vorgehalten werden, er habe planmässig gehandelt, dennoch nutzte er die sich 
ihm bietende Gelegenheit, ohne zu zögern, aus. Er verletzte die Intimsphäre der 
Privatklägerin in gravierender Art und Weise. Die Handlung durch den unbekann-
ten Täter ist erschwerend zu gewichten. Zugunsten des Beschuldigten kann die 
einigermassen gewaltlose Vorgehensweise gewertet werden. Er hat der Privatklä-
gerin zwar den Kopf weggedrückt und sie gegen ihr "Nein" auf dem Sofa gehalten, 
sie trug indes keine körperlichen Verletzungen davon. Der Übergriff dürfte insge-
samt von kurzer Dauer gewesen sein, insbesondere der Geschlechtsverkehr war 
sehr kurz. Der Beschuldigte kam zum Samenerguss, aber nicht in der Privatkläge-
rin, sondern auf deren Kleid. 

Aus subjektiver Sicht handelte der Beschuldigte mindestens eventualvorsätzlich, 
aus rein egoistischen Motiven und zur reinen Lustbefriedigung. Er selbst beschrieb 
die Privatklägerin mehrfach selbst "wie tot" und sagte aus, mit einer toten Frau 
könne man keinen Geschlechtsverkehr haben. Der Beschuldigte war nüchtern, 
daher ist keine enthemmende Wirkung von Alkohol oder Drogen zu seinen Guns-
ten zu werten. Die subjektive vermag die objektive Tatschwere nicht zu relativie-
ren.

Gesamthaft ist von einem nicht mehr leichten Tatverschulden betreffend die Ver-
gewaltigung auszugehen. Angesichts des Strafrahmens von einem bis zu zehn 
Jahren Freiheitsstrafe entspricht dieses Verschulden einer hypothetischen Ein-
satzstrafe von 30 Monaten.

8.2.3. Täterkomponenten

Aus dem Werdegang und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten las-
sen sich keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten.

Der Beschuldigte weist eine Vorstrafe aus dem Jahr 2014 auf: Einen Strafbefehl 
vom 20. Mai 2014 wegen SVG-Delikten (act. D.14). Die Vorstrafe ist nicht ein-
schlägig und lag im Tatzeitpunkt ca. sechs Jahre zurück, im Zeitpunkt des Urteils 
gar zehn Jahre. Sie ist neutral zu werten. Die Vorstrafe wegen mehrfachen Exhibi-
tionismus aus dem Jahr 2012 wurde mittlerweile gelöscht und ist bei der Strafzu-
messung nicht zu berücksichtigen (StA act. 2.1; act. D.14; BGE 136 IV 1 E. 2.6.3. 
m.H.a. BGE 135 IV 87 E. 2.4).

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Das Nachtatverhalten des Beschuldigten wirkt sich neutral aus. Seine Uneinsich-
tigkeit ist nicht straferhöhend zu werten.

8.2.4. Fazit Freiheitsstrafe

Der Beschuldigte ist für die Vergewaltigung mit einer Freiheitsstrafe von 30 Mona-
ten zu bestrafen. Die Dauer der Polizei- und Untersuchungshaft von 25 Tagen 
(9. März 2020 um 08:20 Uhr bis am 2. April 2020 um 16:00 Uhr) ist anzurechnen.

8.3. Geldstrafe für die übrigen Delikte

Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist für die weiteren begangenen Delikte 
eine Geldstrafe auszusprechen (act. E.1 E. 12.3). 

8.3.1. Einsatzstrafe für den versuchten betrügerischen Missbrauch einer Daten-
verarbeitungsanlage

Der betrügerische Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage gemäss Art. 147 
Abs. 1 StGB sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vor.

Die Vorinstanz erachtete eine Einsatzstrafe von 30 Tagessätzen als angemessen. 
Der Beschuldigte beantragt mit Berufung dieselbe Strafe. In Anbetracht der Tatsa-
che, dass die Vorinstanz von einer Mehrfachbegehung ausging, erscheint die Ein-
satzstrafe von 30 Tagessätzen zu gering. Die Ausführungen der Vorinstanz zum 
Verschulden und der Täterkomponente sind indes zutreffend (act. E.1 E. 12.3.1). 
In objektiver Hinsicht ist zu berücksichtigen, dass die Privatklägerin dem Beschul-
digten die Kreditkarte mit PIN übergab, was das Verschulden relativ gering er-
scheinen lässt. Auf der subjektiven Seite ist darauf hinzuweisen, dass der Be-
schuldigte angab, das Geld nicht nötig zu haben, dennoch nutzte er die Gelegen-
heit und versuchte, sich zu bereichern. Dies fällt eher erschwerend ins Gericht. 
Insgesamt wird dennoch von einem leichten Verschulden ausgegangen, was einer 
Einsatzstrafe von 30 Tagessätzen entspricht. Der Versuch kann, muss aber nicht 
strafmindernd berücksichtigt werden (Art. 22 Abs. 1 StGB). Vorliegend besteht 
dazu kein Anlass. Der Grund, warum der Beschuldigte scheiterte, waren techni-
sche Hindernisse bzw. eine fehlerhafte PIN. Die Täterkomponente ist neutral zu 
gewichten (vgl. Urteil der Vorinstanz, act. E.1 E. 12.3.1.2). Die hypothetische Ein-
satzstrafe bleibt demnach bei 30 Tagessätzen für den versuchten betrügerischen 
Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage.

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8.3.2. Asperation für die unrechtmässige Aneignung zum Nachteil des Privatklä-
gers

Der Strafrahmen für die unrechtmässige Aneignung gemäss Art. 137 Ziff. 2 StGB 
liegt bei Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. 

Auf die Ausführungen der Vorinstanz zum Tatverschulden kann verwiesen werden 
(act. E.1 E. 12.3.2). Es ist von einem leichten Verschulden auszugehen, was einer 
hypothetischen Strafe von 20 Tagessätzen entspricht. Die Täterkomponente ist 
neutral zu gewichten.

Die Einsatzstrafe ist um 10 Tagessätze zu asperieren.

8.3.3. Asperation für Pornografie

Für Pornografie sieht Art. 197 Abs. 5 StGB einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe 
bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. 

Das betreffende Video, das auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten gefunden 
wurde, zeigte sexuelle Handlungen mit einem Tier. Aufgrund der Aussagen des 
Beschuldigten kann angenommen werden, dass er "solche Videos" ab und an von 
einem Kollegen erhalte. Ob er selbst diese dann weiterverbreitet hatte, ist nicht 
bekannt. In subjektiver Hinsicht ist gerade noch von einem eventualvorsätzlichen 
Besitz auszugehen. Es ist insgesamt ein sehr leichtes Tatverschulden anzuneh-
men. Die hypothetische Strafe dafür liegt bei 10 Tagessätzen. Die Täterkompo-
nente ist neutral zu gewichten.

Die Einsatzstrafe ist um 5 Tagessätze zu asperieren.

8.3.4. Asperation für Erwerb oder Besitz von Gewaltdarstellungen

Der Erwerb oder Besitz von Gewaltdarstellungen im Sinne von Art. 135 Abs. 1bis 
StGB ist mit einem Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Gelds-
trafe belegt.

Das betreffende Video, das auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten gefunden 
wurde, zeigte, wie einem Mann unter körperlichem Zwang und auf brutale Art und 
Weise mit einem Beil zwei Finger abgetrennt wurden. In Bezug auf das Tatver-
schulden kann auf obige Ausführungen zum Pornografie-Tatbestand verwiesen 
werden. Die hypothetische Strafe für das sehr leichte Tatverschulden liegt bei 
10 Tagessätzen. Die Täterkomponente ist neutral zu gewichten.

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Die Einsatzstrafe ist um 5 Tagessätze zu asperieren.

8.3.5. Tagessatzhöhe

Ausgehend von einem jährlichen Nettoeinkommen von rund CHF 88'000.00 (ent-
sprechend CHF 7'333.00 im Monat) gemäss Steuerfaktoren 2022 kann ein Tages-
satz von CHF 240.00 errechnet werden (act. D.15).

8.4. Fazit Strafzumessung

Der Beschuldigte ist zusammenfassend für die von ihm begangenen Delikte mit 
einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten und einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu 
CHF 240.00 zu bestrafen.

8.5. Vollzug

Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von 
höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht not-
wendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Ver-
gehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Es kann beim Beschuldigten nicht von 
einer schlechten Legalprognose ausgegangen werden. Der Vollzug der Geldstrafe 
ist daher vollständig aufzuschieben.

Ein (vollumfänglicher) Aufschub der Freiheitsstrafe ist vorliegend gesetzlich aus-
geschlossen (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB, wonach dies nur bei Freiheitsstrafen von 
maximal zwei Jahren möglich ist). Es besteht jedoch gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB 
die Möglichkeit, eine teilbedingte Strafe auszusprechen. In diesem Fall müssen 
sowohl der aufgeschobene Anteil wie auch der zu vollziehende Teil mindestens 
sechs Monate betragen (Art. 43 Abs. 3 StGB). Bei der Festsetzung des unbedingt 
vollziehbaren Teils muss das Gericht sowohl Elemente der Prognose als auch des 
Verschuldens berücksichtigen. Dies ergibt sich zwar nicht direkt aus dem Wortlaut 
des Gesetzes, hängt aber mit Sinn und Logik des Institutes zusammen (Roland M. 
Schneider/Roy Garré in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Straf-
recht I, 4. Aufl., Basel 2019, N 17 ff. zu Art. 43 StGB m.w.H.). Das Verhältnis der 
Strafteile ist so festzusetzen, dass darin die Wahrscheinlichkeit der Legalbe-
währung des Täters einerseits und dessen Einzeltatschuld andererseits hinrei-
chend zum Ausdruck kommen. Der unbedingte Strafteil darf das unter Verschul-
densgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschreiten (BGE 
134 IV 1 E. 5.6). 

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Wie bereits ausgeführt, ist vorliegend von einem nicht mehr leichten Verschulden 
auszugehen. In Berücksichtigung dessen ist es angezeigt, über das Minimum von 
sechs Monaten hinauszugehen und den zu vollziehenden Anteil der Freiheitsstrafe 
auf acht Monate festzulegen. Der Vollzug der restlichen Freiheitsstrafe von 
22 Monaten ist aufzuschieben.

Die Bemessung der Probezeit richtet sich innerhalb des gesetzlichen Rahmens 
nach den Umständen des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit und 
dem Charakter des Verurteilten sowie der Rückfallgefahr. Je grösser diese Ge-
fahr, desto länger muss die Probezeit sein, damit der Verurteilte von weiteren De-
likten abgehalten wird. Ihre Dauer muss mit anderen Worten so festgelegt werden, 
dass sie die grösste Wahrscheinlichkeit zur Verhinderung eines Rückfalls bietet. 
Die Behörden verfügen in diesem Zusammenhang über einen weiten Ermessens-
spielraum. In diesen greift das Bundesgericht nur ein, wenn der Richter sein Er-
messen in missbräuchlicher Weise überschreitet (BGer 6B_402/2011 v. 8.9.2011 
E. 1.2). Die Probezeit ist auf drei Jahre (statt zwei) festzusetzen (vgl. Art. 44 
Abs. 1 StGB). Unter anderem die Aussagen des Beschuldigten, er errege schnell, 
lassen gewisse Restbedenken hinsichtlich einer möglichen Rückfallgefahr beste-
hen. 

9. Landesverweisung

9.1. Rechtliche Grundlagen

Der Beschuldigte hat mit der Vergewaltigung eine Katalogtat im Sinne von Art. 66a 
Abs. 1 lit. h StGB begangen, die eine obligatorische Landesverweisung für fünf bis 
15 Jahre zur Folge hat. Die Vorinstanz verwies den Beschuldigten für fünf Jahre 
aus der Schweiz (act. E.1 E. 14.2). Von einer Landesverweisung kann nur aus-
nahmsweise abgesehen werden, wenn diese für die betroffene Person einen 
schweren persönlichen Härtefall bewirken würde und die öffentlichen Interessen 
an der Landesverweisung gegenüber den privaten Interessen der betroffenen 
Person am Verbleib in der Schweiz nicht überwiegen (Art. 66a Abs. 2 StGB). Die 
Härtefallklausel ist restriktiv anzuwenden (BGE 144 IV 332 E. 3.3.1). Ob ein 
schwerer persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 66a Abs. 2 StGB vorliegt, be-
stimmt sich anhand der gängigen Integrationskriterien (BGE 146 IV 105 E. 3.4.2 
und 3.4.4; 144 IV 332 E. 3.3.2). Zu berücksichtigen sind namentlich der Grad der 
(persönlichen und wirtschaftlichen) Integration, einschliesslich familiäre Bindungen 
des Ausländers in der Schweiz bzw. in der Heimat, die Aufenthaltsdauer, der Ge-
sundheitszustand und die Resozialisierungschancen (vgl. Art. 31 Abs. 1 VZAE 

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[SR 142.201]; BGE 144 IV 332 E. 3.3.2; BGer 6B_855/2020 v. 25.10.2021 
E. 3.2.4; 6B_1077/2020 v. 2.6.2021 E. 1.2.2; je m.H.). 

9.2. Persönliche Angaben

Der Beschuldigte ist 1984 in W._____ geboren. Er ist dort zusammen mit seinem 
jüngeren Bruder – zunächst bei den Eltern, dann den Grosseltern – aufgewachsen 
und besuchte während vier Jahren dort die Grundschule und danach eine Ober-
stufe. Mit 14 Jahren (1998) kam er nach V._____, wo seine Eltern waren. Er be-
suchte die zweite Realklasse in der Schweiz. 1999 wurde der Beschuldigte vorzei-
tig aus der Schulpflicht entlassen. Danach kehrte er nach W._____ zurück. Dort 
absolvierte er eine Ausbildung zum Heizungssanitär. In den Jahren 2004/2005 
kehrte er in die Schweiz zurück. Er machte hier eine Weiterbildung. Der Beschul-
digte verfügt aktuell über eine Aufenthaltsbewilligung B. Der Beschuldigte ist 
selbständig erwerbstätig und dies offenbar nach eigenen Angaben auch erfolg-
reich (er habe zwölf Mitarbeiter und eine Lohnsumme von rund CHF 80'000.00 pro 
Monat). Die Mutter des Beschuldigten lebt in W._____, sein Vater ist verstorben. 
Ein Bruder und eine Tante wohnen in F._____. Zu der hier ansässigen Familie 
pflege er ein gutes Verhältnis. Man treffe sich oft und esse zusammen. Die Le-
benspartnerin des Beschuldigten und die gemeinsame Tochter leben in Italien 
(X._____). Seine Partnerin arbeite in seiner Firma. Die Familie pendelt zwischen 
F._____ und X._____, die Tochter geht in X._____ in die Kita. Die Muttersprache 
des Beschuldigten ist W._____. Nach eigenen Angaben verfügt er über gute bzw. 
ziemlich gute Italienisch- und Deutschkenntnisse (StA act. 2.7; 2.8; 2.10; RG 
act. 14, Antworten auf Fragen 3.1 ff., act. H.7, Antworten auf Fragen IV.1 ff.).

9.3. Härtefallprüfung

9.3.1. Der Beschuldigte ist weder in der Schweiz geboren noch aufgewachsen. 
Aus seinem Lebenslauf erhellt, dass er die prägenden Jahre der Kindheit und Ju-
gend in W._____ verbracht hat. Im Rahmen der Beurteilung der Integration sind – 
anders als bei der Strafzumessung – auch bereits gelöschte Vorstrafen einzube-
ziehen (BGer 6B_224/2022 v. 16.6.2022 E. 2.3.3 m.w.H.; OGer ZH SB220152 
v. 23.11.2022 E. VI.3.3). Der Beschuldigte wurde im Jahr 2012 wegen mehrfachen 
Exhibitionismus' verurteilt (StA act. 2.1). Der entsprechende Eintrag ist mittlerweile 
aus dem Strafregister gelöscht; act. D.14). Das weist darauf hin, dass er bereits 
vor dem aktuell zu beurteilenden Vorfall ein auffälliges Sexualverhalten zeigte, 
was in Bezug auf seine Integration Fragen aufwirft. Auch in Anbetracht der Tatsa-
che, dass der Beschuldigte finanziell und beruflich integriert ist und seit 
ca. zwanzig Jahren (ständig) in der Schweiz lebt, lassen die Gesamtumstände 

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seine Verbindung mit der Schweiz nicht als derart erscheinen, dass eine Landes-
verweisung für ihn einen schweren persönlichen Härtefall gemäss Art. 66 Abs. 2 
StGB bedeuten würde, zumal er nebst W._____ insbesondere zu Italien, wo seine 
Kernfamilie – nach wie vor – lebt, eine enge Verbindung aufweist. Der Beschuldig-
te ist ein erwerbsfähiger, gesunder 40-jähriger Mann. Seine Integrationschancen 
sowohl in Italien als auch in W._____ sind intakt. Dass das wirtschaftliche Fort-
kommen, insbesondere die Verdienstmöglichkeit und -höhe ausserhalb der 
Schweiz schwieriger bzw. geringer sein dürften, ist kein Grund für die Annahme 
eines Härtefalls. Sein eigenes Unternehmen kann er allenfalls auch von X._____ 
aus weiterführen mit einem Geschäftsführer vor Ort. Ebenso wenig können die 
regelmässigen Aufenthalte seiner Partnerin mit der Tochter in der Schweiz am 
Wochenende und in den Ferien einen Härtefall begründen. Aus den geltend ge-
machten Umzugsplänen in die Schweiz für den Kindergarteneintritt der Tochter 
kann der Beschuldigte nichts zu seinen Gunsten ableiten. Er wusste und weiss um 
die drohende Landesverweisung und im Übrigen ist die Mutter mit der Tochter ja 
auch noch nicht tatsächlich umgezogen. Der Umstand, dass eine Wegweisung 
aus der Schweiz vom Beschuldigten als grosse Härte empfunden wird, kann daran 
nichts ändern (vgl. insb. RG act. 14, Antwort auf Frage 3.15: "Ich würde lieber 
sterben, einfach wegen meiner Tochter."). Eine Landesverweisung bewirkt in den 
meisten Fällen eine gewisse Härte. Das Vorliegen eines schweren persönlichen 
Härtefalls ist daher zu verneinen. 

9.3.2. Selbst wenn ein Härtefall angenommen würde (quod non), überwiegt das 
öffentliche Interesse der Schweiz an der Fernhaltung des Beschuldigten dessen 
Interesse an einem Verbleib deutlich. Die Ausweisung des Beschuldigten aus der 
Schweiz dient der öffentlichen Sicherheit, mit dieser kann die Begehung ähnlich 
gelagerter Delikte durch den Beschuldigten verhindert werden. 

9.3.3. Der Ausweisung des Beschuldigten steht auch das Freizügigkeitsabkom-
men (FZA) nicht entgegen, welches aufgrund der W._____ Staatsangehörigkeit 
des Beschuldigten anwendbar ist. Die aufgrund des FZA eingeräumten Rechte 
dürfen nach Art. 5 Abs. 1 Anhang I FZA durch Massnahmen, die aus Gründen der 
öffentlichen Ordnung, Sicherheit und Gesundheit gerechtfertigt sind, einge-
schränkt werden (BGE 145 IV 364 E. 3.5). Die Straftat hat ihre Ursache im persön-
lichen Verhalten des Beschuldigten und ist – im Sinne des FZA – als hinreichend 
schwere Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einzustufen. Negativ 
fällt insbesondere die Uneinsichtigkeit des Beschuldigten auf (auch in Bezug auf 
seine Version der Geschehnisse [Masturbation im Taxi neben der Privatklägerin] 
sah er den Unrechtsgehalt seines Handelns nicht ein). Daraus, in Anbetracht der 

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(gelöschten, aber zu verwertenden) Vorstrafe wegen mehrfachen Exhibitionismus' 
und aus der bereits zuvor zitierten Aussage des Beschuldigten, er errege sehr 
schnell, lässt sich ein gewisses Rückfallrisiko nicht ausschliessen.

9.3.4. In Anbetracht der Schwere der begangenen Katalogtat (Vergewaltigung) ist 
der Beschuldige für acht Jahre aus der Schweiz zu verweisen.

9.3.5. Die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssys-
tem (SIS) entfällt beim Beschuldigten als W._____ Staatsangehörigen.

10. Verbot berufsmässiger Personentransporte

10.1. Art. 67 Abs. 1 StGB besagt, dass das Gericht jemandem, der in Ausübung 
einer beruflichen Tätigkeit ein Verbrechen oder Vergehen begangen hat, für das er 
zu einer Freiheitsstrafe von über sechs Monaten verurteilt worden ist, die betref-
fende oder vergleichbare Tätigkeiten für sechs Monate bis zu fünf Jahren ganz 
oder teilweise verbieten kann. Vorausgesetzt ist, dass die Gefahr besteht, dass 
der Täter seine Tätigkeit zur Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen miss-
brauchen wird. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwie-
sen werden (act. E.1 E. 15.1).

10.2. Wie bereits ausgeführt, sagte der Beschuldigte sinngemäss aus, dass er 
seine Triebe nicht so gut beherrschen könne. Dies wird durch die Vorstrafe wegen 
mehrfachen Exhibitionismus' aus dem Jahr 2012 gestützt. Damit bestehen gewis-
se Restbedenken, dass der Beschuldigte sich in einer ähnlichen Situation gleich 
verhalten könnte. Dass der Beschuldigte seit dem Vorfall kein Taxi mehr fährt, 
spricht nicht gegen ein Tätigkeitsverbot, sondern vielmehr dafür, weil sein Interes-
se an einem Absehen davon damit sinkt.

10.3. Das Tätigkeitsverbot ist auf dieselbe Dauer wie die Probezeit, nämlich auf 
drei Jahre zu terminieren. Für diese Zeit ist dem Beschuldigten zu verbieten, be-
rufsmässig Personentransporte durchzuführen.

11. Zivilforderungen

11.1. Ausgangslage

Der Entscheid der Vorinstanz, wonach der Beschuldigte dem Grundsatz nach 
schadenersatzpflichtig sei und die Privatklägerin zur Feststellung des Umfangs auf 
den Weg des Zivilprozesses verwiesen werde, wurde von der Privatklägerin nicht 
angefochten (Ziffer 4 des vorinstanzlichen Dispositivs). Er ist demnach zu bestäti-
gen.

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Die von der Vorinstanz zugesprochene Genugtuungssumme von CHF 4'000.00 
erscheint der Privatklägerin zu gering. Ihr Rechtsvertreter verweist zur Begrün-
dung auf einen Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, der vom Bundesgericht 
in BGer 6B_210/2013 bestätigt worden sei. Die dort gesprochene Genugtuungs-
summe habe CHF 15'000.00 betragen. Der Rechtsvertreter der Privatklägerin führt 
aus, dass dieses Urteil bereits über zehn Jahre alt sei, was rechtfertige, die Ge-
nugtuung im vorliegenden Fall höher, nämlich auf CHF 20'000.00 anzusetzen 
(act. H.3; H.5).

11.2. Anspruch auf Genugtuung

Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, hat Anspruch auf Leistung 
einer Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung es rechtfer-
tigt und diese nicht anders wiedergutgemacht worden ist (Art. 49 Abs. 1 OR). Die 
Genugtuung soll eine erlittene immaterielle Unbill finanziell ausgleichen. Zweifels-
ohne stellt eine Vergewaltigung per se eine objektiv schwere Persönlichkeitsver-
letzung dar, die vom Beschuldigten widerrechtlich und schuldhaft verursacht wur-
de. Der Privatklägerin steht demnach eine Genugtuung zu.

11.3. Höhe der Genugtuungssumme

Bemessungskriterien für die Genugtuungssumme sind vor allem die Art und 
Schwere der Verletzung, die Intensität und Dauer der Auswirkungen auf die Per-
sönlichkeit der betroffenen Person sowie der Grad des Verschuldens des Täters 
(vgl. BGE 125 III 412 E. 2a; ferner BGE 132 II 117 E. 2.2.2). Die Festlegung der 
Höhe der Genugtuung beruht auf richterlichem Ermessen. Die Zwei-Phasen-
Methode der Genugtuungsbemessung hat sich im Zusammenhang mit sexuellen 
Persönlichkeitsverletzungen in der Rechtsprechung bis anhin nicht durchgesetzt. 
Dennoch erweist es sich vorliegend als hilfreich, zunächst anhand von Kasuistik 
einen Basiswert zu ermitteln, der dann aufgrund von Faktoren im konkreten Ein-
zelfall zu korrigieren ist.

In Anlehnung an Hütte kann von einer Basisgenugtuung zwischen CHF 10'000.00 
und CHF 20'000.00 ausgegangen werden (Klaus Hütte, in: Hütte/Landolt [Hrsg.], 
Genugtuungsrecht, Grundlagen zur Bestimmung der Genugtuung, Band 1, Ge-
nugtuung als Folge von Tötung oder Sexualdelikten, Zürich/St. Gallen, 2013, 
S. 174). Zu beachten ist, dass diese Präjudizien bereits über zehn Jahre alt sind. 
Das Bundesgericht sprach bereits im Jahr 2004 davon, dass die Genugtuungen 
bei Vergewaltigungen "in den letzten Jahren höher, nämlich zwischen CHF 15'000 
und CHF 20 000" angesetzt würden (BGer 6P.74/2004 und 6S.200/2004 v. 

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14.12.2004 E. 11.2; OGer ZH SB220280 v. 5.7.2023 E. 7.1.3; Hardy Landolt, Ge-
nugtuungsrecht, 2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2021, Systematische Gesamtdar-
stellung und Kasuistik, Rz. 713). Per 1. Januar 2025 nahm sodann auch der Bun-
desrat den Teuerungsausgleich für Entschädigungen und Genugtuungen nach 
OHG (Erhöhung der Maximalbeträge) vor. Die Basisgenugtuung ist vorliegend auf 
CHF 15'000.00 festzusetzen.

Es ist evident, dass ein sexueller Übergriff durch einen unbekannten Täter in einer 
vulnerablen Situation (nicht ganz bei Bewusstsein, stark alkoholisiert, Fahrgast in 
einem Taxi, Zu-sich-kommen in fremder Wohnung) eine massive Belastung dar-
stellt, welche über einen längeren Zeitraum verarbeitet werden muss. Die Privat-
klägerin bzw. deren Vertretung machte hierzu vor Regionalgericht wenige, aber 
doch gewisse Ausführungen. So fahre die Privatklägerin nicht mehr alleine Taxi 
(RG act. 18 S. 6). Die Tat habe Auswirkungen auf ihr Sexualleben (die Privatklä-
gerin ist ledig und war im Zeitpunkt des Übergriffs nicht liiert). Eine Beeinträchti-
gung des Sexuallebens ist im Alter der Privatklägerin notorisch eine grosse Ein-
schränkung. Andererseits war die Vergewaltigung von eher geringer Dauer. Der 
Beschuldigte nutzte den wehrlosen Zustand der Privatklägerin aus. Die ange-
wandte Gewalt war nur leicht. Die Privatklägerin begab sich in psychologische Be-
handlung, brach diese aber im Zuge der Corona-Situation ab und nahm sie da-
nach nicht wieder auf (act. H.6, Antwort auf Frage II.17).

Aus dem Ausgeführten folgt, dass die Faktoren, die eine Erhöhung und/oder eine 
Minderung der Basisgenugtuung rechtfertigen würden, sich gegenseitig aufheben. 
Im Lichte der Erwägungen ist der Beschuldigte zu verpflichten, der Privatklägerin 
eine Genugtuung von CHF 15'000.00 zzgl. Zins von 5 % seit dem 25. Januar 2020 
zu bezahlen.

12. Beschlagnahme

Der Beschuldigte wendet nichts gegen die Beschlagnahme des Geldbetrags von 
CHF 5'000.00 ein. Er beantragte diesbezüglich, dass ihm der Restbetrag nach 
Verrechnung mit allfälligen Verfahrenskosten herauszugeben sei. Wie noch zu 
zeigen sein wird, sind die Verfahrenskosten vollumfänglich dem Beschuldigten 
aufzuerlegen. Daher bleibt vom beschlagnahmten Betrag nach Verrechnung 
nichts mehr übrig.

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13. Kosten und Entschädigungen

13.1. Kosten Untersuchungsverfahren und Gerichtskosten erste Instanz

Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin 
auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 
StPO). 

Die Verfahrenskosten trägt grundsätzlich der Staat (Art. 423 StPO). Die beschul-
digte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 
StPO). Die Untersuchungskosten von CHF 25'901.00 sind in Bestätigung des erst-
instanzlichen Kostendispositivs dem Beschuldigten aufzuerlegen.

Der Beschuldigte wird zweitinstanzlich ebenfalls verurteilt, weshalb das erstin-
stanzliche Kostendispositiv auch in Bezug auf die Verfahrenskosten zu bestätigen 
ist. Damit hat der Beschuldigte für die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens 
von CHF 26'818.40 (Gerichtskosten CHF 8'000.00; Kosten der amtlichen Verteidi-
gung CHF 18'818.40 [Rechtsanwalt Diego F. Schwarzenbach; inkl. Spesen und 
MWST]) aufzukommen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen aus der Gerichtskasse des 
Regionalgerichts Maloja zu bezahlen. Der Beschuldigte ist verpflichtet, dem Kan-
ton die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhält-
nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).

13.2. Entschädigungen erste Instanz

Die Privatklägerschaft hat gegenüber der beschuldigten Person Anspruch auf an-
gemessene Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren, wenn sie 
obsiegt (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO).

Rechtsanwalt Peter Andri Vital machte für die Vertretung der Privatklägerin im vor-
instanzlichen Verfahren einen Zeitaufwand von 46.25 Stunden zu CHF 270.00 
geltend. Dies erscheint angemessen. Die Spesen sind praxisgemäss mit einer 
Pauschale von 3 % abzugelten, der Kilometer ist mit CHF 0.70 zu entschädigen. 
Die Mehrwertsteuer ist – gestützt auf die Angaben des Rechtsvertreters – nur bis 
31. Dezember 2020 hinzuzurechnen. Das ergibt insgesamt ein angemessenes 
Honorar von CHF 13'306.15. Dieser Betrag hat der Beschuldigte der Privatklägerin 
zu ersetzen.

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13.3. Kosten Berufungsverfahren

Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Ob-
siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Berufungsanträgen. Die Privatklägerin ob-
siegt mit ihren Anträgen. Dass ihr eine Genugtuung von CHF 15'000.00 statt wie 
beantragt von CHF 20'000.00 zugesprochen wird, schlägt sich bei der Kostenver-
teilung nicht nieder, da das Gericht bei der Festlegung der Summe über einen 
grossen Ermessensspielraum verfügt. Die Verfahrenskosten sind demnach voll-
umfänglich dem Beschuldigten aufzuerlegen.

Die Verfahrenskosten setzen sich zusammen aus den Gebühren zur Deckung des 
Aufwands und den Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 Abs. 1 StPO). Ausla-
gen sind u. a. die Kosten für die amtliche Verteidigung (Art. 422 Abs. 1 und Abs. 2 
lit. a StPO).

Die Gerichtskosten für das Berufungsverfahren betragen CHF 4'000.00. Der amtli-
che Verteidiger, Rechtsanwalt Diego F. Schwarzenbach, macht mit Honorarnote 
vom 27. Mai 2024 für das Berufungsverfahren einen Aufwand von 30.75 Stunden 
geltend (act. G.1). Der geltend gemachte Zeitaufwand ist aufgrund der effektiven 
Dauer der Berufungsverhandlung um eine Stunde zu erhöhen. Eine weitere Stun-
de ist für die Nachbereitung/-besprechung hinzuzurechnen. Zur Honorarnote ist zu 
bemerken, dass die Positionen vom 5. April 2022 bis und mit 6. März 2023 von 
insgesamt 285 Minuten eigentlich zu den Aufwendungen im vorinstanzlichen Ver-
fahren gehören und deshalb zu streichen wären (das vorinstanzliche Dispositiv 
wurde am 4. April 2022 eröffnet, das begründete Urteil wurde am 2. März 2023 
mitgeteilt). Gleichzeitig fällt auf, dass für die Nachbearbeitung/-besprechung in der 
vorinstanzlichen Honorarnote kein Aufwand eingerechnet wurde. Es wird auf eine 
Streichung dieser Positionen daher verzichtet. Die Honorarnote ist für den vorlie-
genden Fall angemessen. Insgesamt sind also 32.75 Stunden zu einem Stunden-
ansatz von CHF 200.00 zu entschädigen. Die Fahrspesen sind mit CHF 0.70 pro 
Kilometer zu entschädigen. Hinzu kommen 3 % Spesenpauschale und die Mehr-
wertsteuer (7.7 % bis 31. Dezember 2023, 8.1 % ab 1. Januar 2024). Das ergibt 
eine Entschädigung für den amtlichen Verteidiger in der Höhe von CHF 7'415.20. 
Diese ist aus der Gerichtskasse des Kantonsgerichts zu bezahlen. Der Beschul-
digte ist verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).

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13.4. Entschädigung Berufungsverfahren

Der obsiegenden Privatklägerin steht auch für das Berufungsverfahren eine Ent-
schädigung für ihre Anwaltskosten zu. Rechtsanwalt Peter Andri Vital machte für 
das Berufungsverfahren einen Aufwand von 31.7 Stunden geltend (act. G.2). Wie 
schon zur Honorarnote des amtlichen Verteidigers ist zu bemerken, dass die Auf-
wendungen vom 5. April 2022 bis und mit 3. März 2023 zum vorinstanzlichen Ver-
fahren gehören. Gleichzeitig fehlt auch hier in der bei der Vorinstanz eingereichten 
Honorarnote eine Position für die Nachbereitung/-besprechung. Es wird auf eine 
Streichung dieser Positionen daher verzichtet. Für die Berufungserklärung (Positi-
onen vom 21. und 22. März 2023) werden insgesamt sieben Stunden geltend ge-
macht, was überhöht erscheint. Andererseits hat Rechtsanwalt Peter Andri Vital 
einen begründeten Beweisantrag gestellt, zudem sind in der Position auch Akten-
studium und Übersetzung enthalten. Die sieben Stunden sind auf angemessene 
fünf Stunden zu kürzen. Für das Aktenstudium (ohne die zuvor erwähnte Teilposi-
tion vom 21. März 2023) werden insgesamt zehn Stunden ausgewiesen, was zu 
hoch erscheint. Es sind zwar insgesamt zwei Jahre seit der Hauptverhandlung vor 
Regionalgericht vergangen, nichtsdestotrotz waren Rechtsanwalt Peter Andri Vital 
die Akten bekannt. Der Zeitaufwand für das Aktenstudium ist daher auf sechs 
Stunden zu kürzen. Unklar ist, in welcher Aufwandsposition das Plädoyer enthal-
ten ist (vermutlich in der einen Stunde für "Vorbereitung HV" vom 24. Mai 2024). 
Da die Privatklägerin und ihr Rechtsvertreter früher da sein mussten, ist für die 
Hauptverhandlung eine Dauer von 8.5 Stunden einzurechnen. Ebenfalls hinzuzu-
rechnen ist – wie beim amtlichen Verteidiger – eine Stunde für die Nachbereitung/-
besprechung. Insgesamt ergibt sich ein zu entschädigender Stundenaufwand von 
27.2 Stunden zu einem Stundenansatz von CHF 270.00. Hinzu kommt die Spe-
senpauschale von 3 % und eine Fahrspesenentschädigung von CHF 0.70 pro Ki-
lometer. Mehrwertsteuer ist nach eigenen Angaben des Rechtsvertreters keine 
geschuldet. Der Betrag, mit dem der Beschuldigte die Privatklägerin zu entschädi-
gen hat, beläuft sich demnach auf CHF 7'696.30.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Verfahren SK1 23 27, SK1 23 28 und SK1 2