# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03d934a6-722b-5f91-9212-07726e60c8d5
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-11-11
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 11.11.2004 HA.2004.00038
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_HA-2004-00038_2004-11-11.pdf

## Full Text

2004 Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht 355 

I. Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht 

 

100 Ausschaffungshaft; Vorliegen eines Wegweisungsentscheids 
Der im Rahmen eines Asylverfahrens ergangene Wegweisungsentscheid 
wird durch die Ausreise des Betroffenen aus der Schweiz konsumiert und 
kann nicht mehr als Grundlage für die Anordnung einer Ausschaffungs-
haft dienen (Erw. II/2c). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
27. November 2004 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen E.A. 
betreffend Haftüberprüfung (HA.2004.00043). 

101 Ausschaffungshaft; Keine Verletzung der Mitwirkungspflicht  
Der Gesuchsgegner hat seine Mitwirkungspflicht gemäss Art. 13f lit. c 
ANAG nicht verletzt, da er u.a. dem Zivilstandsamt sein schriftliches 
Einverständnis zur Weiterleitung seiner Identitätspapiere an das Migra-
tionsamt gegeben hat (Erw. II/3). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
11. November 2004 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen 
M.A. betreffend Haftüberprüfung (HA.2004.00038). 

Aus den Erwägungen 

II. 3. ... Entgegen der Auffassung des Migrationsamtes kann 
dem Gesuchsgegner jedoch nicht vorgeworfen werden, er habe seine 
Mitwirkungspflicht bei der Papierbeschaffung verletzt. Den Akten ist 
zu entnehmen, dass er am 10. September 2003 das Migrationsamt 
dazu ermächtigte, zu Handen des BFF beim Konsulat von Bangla-
desh in Genf einen Pass zu beantragen. Auf Aufforderung des Mi-
grationsamtes bzw. EJPD hin, richtete er ein Schreiben an seine El-
tern und bat um Zustellung der Identitätspapiere. Das Migrationsamt 

356 Rekursgericht im Ausländerrecht 2004 

beauftragte in der Folge den Gesuchsgegner am 29. Januar 2004 
zwecks Beschaffung gültiger Reisedokumente beim bengalischen 
Konsulat in Genf vorzusprechen. Dieser Aufforderung kam er nach. 
Am 20. August 2004 ermächtigte der Gesuchsgegner schliesslich das 
Zivilstandsamt Wädenswil die Identitätspapier, welche er im Rahmen 
der Ehevorbereitung eingereicht hatte, dem BFF weiterzuleiten. Dem 
Gesuchsgegner kann damit nicht vorgeworfen werden, er habe seine 
Mitwirkungspflicht bei der Papierbeschaffung verletzt. 

102 Ausschaffungshaft; Verletzung der Mitwirkungspflicht als Haftgrund 
Die Weigerung, das Formular zur Beschaffung eines Ersatzreisepapiers 
auszufüllen, stellt eine Verletzung der Mitwirkungspflicht nach Art. 13f 
lit. c ANAG dar (Erw. II/3). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
27. November 2004 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen E.A. 
betreffend Haftüberprüfung (HA.2004.00043). 

103 Ausschaffungshaft; Verletzung der Mitwirkungspflicht als Haftgrund 
Die Weigerung, im Zusammenhang mit der Papierbeschaffung beim 
zuständigen Konsulat vorzusprechen, stellt eine Verletzung der Mitwir-
kungspflicht nach Art. 13f lit. c ANAG dar (Erw. II/3). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
10. Mai 2004 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen A.R. be-
treffend Haftüberprüfung (HA.2004.00011). 

104 Ausschaffungshaft; Verletzung der Mitwirkungspflicht als Haftgrund 
Der Gesuchsgegner hat die Mitwirkungspflicht gemäss Art. 13f. lit. c 
ANAG verletzt, da er seine Identitätspapiere nur beim Zivilstandsamt 
und nicht beim Migrationsamt einreichte (Erw. II/3). 

Entscheid des Präsidenten des Rekursgerichts im Ausländerrecht vom 
18. Juli 2004 in Sachen Migrationsamt des Kantons Aargau gegen R.S. betref-
fend Haftüberprüfung (HA.2004.00019).