# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5de9cdf-dd5c-57b4-9b22-7453871dac14
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.06.2021 810 21 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-50_2021-06-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 30. Juni 2021 (810 21 50) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Sozialpädagogische Familienbegleitung / Weisung / Errichtung Beistandschaft  
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess,  
Gerichtsschreiberin i.V. Isabelle Amacker 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Sozialpädagogische Familienbegleitung / Weisung / Errichtung Bei-

standschaft  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde C.____ vom 
27. Januar 2021) 

 
 
 
A. D.____ (geb. 2014), E.____ (geb. 2009) und F.____ (geb. 2008) sind die gemeinsamen 
Kinder der verheirateten Eltern B.____ (geb. 1988) und A.____ (geb. 1988). Die Familie zog im 
Februar 2020 von der Gemeinde G.____, Kanton Solothurn, nach H.____. Seit Februar 2021 
wohnt die Familie in der Gemeinde I.____, Kanton Luzern. 
 

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B. Am 15. Oktober 2020 reichte die amtliche Tierärztin bei der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde C.____ (KESB) eine Gefährdungsmeldung ein. Anlass dafür war eine unange-
meldete amtliche Kontrolle der Wohnung der Familie am 15. Oktober 2020. Gemäss dem Be-
richt der Kantonspolizei, die ebenfalls anwesend war, roch es in der gesamten Wohnung stark 
nach Ammoniak (Urin) und abgelaufenem Essen. 
 
C. Aufgrund der Meldung führte die KESB am 20. Oktober 2020 einen unangekündigten 
Wohnungsbesuch bei der Familie durch. Es habe in der gesamten Wohnung stark nach Ammo-
niak gerochen und die Fussböden seien klebrig gewesen. 
 
D. Mit Schreiben vom 20. Oktober 2020 reichte die Primarschule J.____ eine Gefähr-
dungsmeldung bezüglich D.____ und E.____ ein. Beide Kinder würden auffallen und ungepflegt 
wirken. 
 
E. Am 22. Oktober 2020 unternahm die KESB einen weiteren Hausbesuch. Von vorsorgli-
chen Kindesschutzmassnahmen wurde aufgrund der Gesamtsituation abgesehen. 
 
F. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2020 reichte die Sekundarschule K.____ eine Gefähr-
dungsmeldung bezüglich F.____ ein. Im Wesentlichen wurde diese mit F.____s fehlender Kör-
perhygiene begründet. 
 
G. Mit Entscheid der KESB vom 27. Januar 2021 wurde für F.____, E.____ und D.____ 
eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB) vom 10. Dezember 1907 errichtet. Als Beiständin wurde L.____ ernannt. Der Beiständin 
wurden die Aufgaben zugewiesen, die Kindseltern mit Rat und Tat zu begleiten, die sozialpäda-
gogische Familienbegleitung (SPF) zu organisieren, die Weisungen an die Kindseltern zu über-
wachen, für medizinische und psychologische Angelegenheiten der Kinder besorgt zu sein und 
Ansprechperson für alle involvierten Personen zu sein. Ferner wurden B.____ und A.____ ge-
stützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angewiesen, anstehende medizinische und psychologische Ab-
klärungen ihrer Kinder dringend vorzunehmen und an der sozialpädagogischen Familienbeglei-
tung teilzunehmen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen auf die Kindeswohlgefährdung 
verwiesen, da die Grundbedürfnisse der Kinder in körperlicher und psychosozialer Hinsicht 
nicht hinreichend befriedigt würden. 
 
H. Gegen den Entscheid der KESB vom 27. Januar 2021 erhoben B.____ und A.____ mit 
Eingabe vom 25. Februar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragten sinngemäss die Aufhe-
bung des Entscheids der KESB vom 27. Januar 2021, wobei sie dies im Wesentlichen damit 
begründen, dass der Sachverhalt nicht richtig festgestellt worden sei. 
 
I. Am 15. März 2021 reichten die Beschwerdeführer eine ergänzende Eingabe zu ihrer 
Beschwerde ein. 
 

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J. Mit Schreiben vom 26. April 2021 verzichtete die KESB auf eine Vernehmlassung und 
verwies vollumfänglich auf ihren Entscheid vom 27. Januar 2021. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer 
Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 
2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich 
nach den Art. 450 ZGB bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen 
Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind 
Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen 
Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Beschwerdeführer sind als direkte 
Verfahrensbeteiligte zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen formellen Vo-
raussetzungen gegeben sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
1.2 Da es sich um einen klaren Fall handelt, wird vorliegend im Zirkulationsverfahren ent-
schieden (§ 1 Abs. 4 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
[VPO] vom 16. Dezember 1993). 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (lit. a), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemes-
senheit (lit. c) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Vorliegend ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Errichtung einer Beistandschaft gemäss 
Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für F.____, E.____ und D.____, die sozialpädagogische Familienbe-
gleitung sowie die Weisung an die Beschwerdeführer gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB zu Recht 
verfügt hat. 
 
4.1 Nach Art. 307 Abs. 1 ZGB ist die Kindesschutzbehörde bei der Gefährdung des Kindes-
wohls verpflichtet, die geeigneten Massnahmen zum Schutze des Kindes zu ergreifen, wenn die 
Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder dazu ausserstande sind. Der Begriff des Kin-
deswohls entzieht sich einer genauen Definition, weshalb zu dessen Beurteilung sämtliche Um-
stände des Einzelfalls zu beachten sind. Von einer Gefährdung des Kindeswohls wird nach 
herrschender Auffassung dann ausgegangen, wenn nach den konkreten Umständen die ernstli-
che Möglichkeit einer gegenwärtigen oder zumindest unmittelbar bevorstehenden Gefahr für die 
Kindesentwicklung abzusehen ist, die bei ihrer Fortdauer eine erhebliche Beeinträchtigung des 
physischen oder psychischen Wohls des Kindes voraussehen lässt (Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 20. Mai 2020 [810 20 71] E. 4.1; 
vgl. PETER BREITSCHMID, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetz-

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buch, 6. Auflage, Basel 2018, N 18 zu Art. 307; CHRISTOPH HÄFELI, in: Kren Kostkiewicz et al. 
[Hrsg.], Orell Füssli Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 307; 
PATRICK FASSBIND, Systematik der elterlichen Personensorge in der Schweiz, Basel 2006, 
S. 357). 
 
4.2 Im Allgemeinen bezwecken die Kindesschutzmassnahmen die Abwendung einer Ge-
fährdung des Kindeswohls (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Auflage, Bern 
1999, N 27.09). Sie müssen zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sein (Subsidiarität) und es 
ist immer die mildeste erfolgsversprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese 
soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; zum Ganzen, 
HEGNAUER, a.a.O., N 27.10 ff.; Urteil des Bundesgerichts 5A_765/2016 vom 18. Juni 2017 
E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 5A_932/2012 vom 5. März 2013 E. 5.1). 
 
4.3 Gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB kann einer Kindswohlgefährdung mit einer Ermahnung 
oder einer Weisung an die Erziehungsberechtigten begegnet werden. Weisungen haben im 
Gegensatz zu Ermahnungen verbindlicheren Charakter und können gegebenenfalls mit der 
Strafandrohung des Verweisungsbruchs gemäss Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbu-
ches (StGB) vom 21. Dezember 1937 verbunden werden (vgl. DANIEL ROSCH/ANDREA HAURI, 
Zivilrechtlicher Kindesschutz, in: Rosch/Fountoulakis/Heck [Hrsg.], Handbuch Kindes- und Er-
wachsenenschutz, Bern 2016, Rz. 1033). Als Weisung im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB 
kommt unter anderem die Aufforderung an die Kindseltern, eine sozialpädagogische Familien-
begleitung in Anspruch zu nehmen, in Betracht (LINUS CANTIENI/STEFAN BLUM, in: Fountoula-
kis/Affolter-Fringeli/Biderbost/Steck [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutz-
recht, Zürich 2016, Rz. 15.34). 
 
4.4.1 Besteht ein generelles Bedürfnis nach begleitender Hilfe und berücksichtigt die Mass-
nahme alle Aspekte der Verhältnismässigkeit (YVO BIDERBOST, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], 
Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich 2016, N 3 zu Art. 308), ernennt 
die KESB dem Kind gestützt auf Art. 308 Abs. 1 ZGB einen Beistand, der die Eltern in ihrer 
Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt. Die Beistandschaft zielt auf aktives, autoritati-
ves und kontinuierliches Einwirken auf die Erziehungsarbeit der Eltern und das Gebaren des 
Kindes ab (BREITSCHMID, a.a.O., N 2 zu Art. 308). Wird bei der Erfüllung einer Einzelaufgabe 
ein besonderer Schwächezustand festgestellt, überträgt die KESB dem Beistand im Sinne von 
Art. 308 Abs. 2 ZGB zudem besondere Befugnisse (BIDERBOST, a.a.O., N 5 zu Art. 308). 
 
4.4.2 Die Erziehungsbeistandschaft soll durch den Kontakt mit Eltern und Kind erzieherische 
Missstände abbauen. Dem Beistand stehen dafür Instrumente wie Vermittlung, Anleitung oder 
Weisung gegenüber den Eltern, dem Kind und Dritten zur Verfügung, wobei alle Beteiligten zur 
Zusammenarbeit mit dem Beistand verpflichtet sind. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt 
erhalten, soll aber durch stete persönliche Kontakte (insbesondere auch Hausbesuche) beo-
bachtet werden. Der Beistand ist Vertrauens- und Ansprechperson aller Betroffenen und soll 
zum Kind eine tragfähige Beziehung aufbauen (BREITSCHMID, a.a.O., N 4 zu Art. 308). 
 

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4.4.3 Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Errichtung einer Erziehungsbeistand-
schaft nicht vom Einverständnis der Eltern abhängt. Gesetzlich ist die Kooperationsbereitschaft 
der Beteiligten nicht vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_839/2008 vom 2. März 
2009 E. 4). Faktisch ist diese Aufgabe ohne ein gewisses Mass an Akzeptanz wegen der Paral-
lelzuständigkeit von Eltern und Beistand unter Umständen kaum durchführbar. Dennoch bleibt 
die Massnahme ein behördlicher Zwangsakt und kein reines Angebot. Gegebenenfalls wäre 
zufolge der wegen mangelnder Kooperation wegfallenden Eignung der Massnahme zu ein-
schneidenderen Massnahmen zu greifen (BIDERBOST, a.a.O., N 6 zu Art. 308). 
 
5.1 Gemäss den Erwägungen im angefochtenen Entscheid liegen zahlreiche Meldungen 
und Hinweise auf eine Kindeswohlgefährdung von F.____, E.____ und D.____ vor. Durch die 
Abklärungen der KESB habe sich die Gefährdung bestätigt. Alle drei Kinder würden medizini-
sche und gesundheitliche Auffälligkeiten aufweisen. Es bestehe der Verdacht, dass die Eltern 
kein ausreichendes Verständnis für die medizinischen Belange ihrer Kinder hätten und somit 
keine angemessene Fürsorge leisten könnten. Ferner gelinge es den Eltern nicht, die Fürsorge 
betreffend Hygiene sicherzustellen, und es bestehe keine angemessene Förderung der Kinder 
zur Autonomieentwicklung. Die Gefahr einer psychischen und physischen Verwahrlosung kön-
ne vorliegend nicht ausgeschlossen werden. 
 
5.2 Die Beschwerdeführer wehren sich gegen die von der KESB verfügten Kindesschutz-
massnahmen. In ihrer Beschwerdeschrift vom 25. Februar 2021 bringen sie im Wesentlichen 
vor, dass die Voraussetzungen für die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen nicht gege-
ben seien. Die Angaben in der Gefährdungsmeldung der amtlichen Tierärztin würden nicht 
stimmen. Die Beschwerdeführerin habe den nackt auf dem Sofa schlafenden D.____ während 
der Kontrolle nicht zugedeckt, da sie sich um die anwesende Polizei und die Mitarbeitenden des 
Veterinäramtes gekümmert habe. Die Wohnung sei aufgeräumt gewesen, allerdings hätten sie 
am Vorabend noch Besuch gehabt. In diesem Jahr hätten sie 10 Welpen gehabt, diese würden 
unangenehm riechen. Beim zweiten Hausbesuch der KESB am 22. Oktober 2020 habe sich die 
zuständige KESB-Mitarbeiterin unfreundlich und unprofessionell verhalten. Die Gefährdungs-
meldung der Primarschule J.____ sei von jener KESB-Mitarbeiterin erzwungen worden. Bereits 
im Jahr 2017 seien die Beschwerdeführer zu Unrecht von der KESB beschuldigt worden. Fer-
ner bestünde aufgrund eines Mobbing-Vorfalls, bei welchem E.____ von einem anderen Kind 
geschlagen worden sei, ein belastetes Verhältnis mit der Primarschule J.____. Die Wohnung in 
H.____ sei in einem miserablen Zustand und die vom Vermieter zugesicherten Renovationen 
hätten nie stattgefunden. Die Schlichtungsverhandlung mit dem Vermieter vom 15. Februar 
2021 habe zu keiner Lösung geführt und es sei eine Klagebewilligung ausgestellt worden. Im 
Gebäude gäbe es eine Rattenplage und die Ratten würden sich in der Wohnung bewegen. In 
ihrer ergänzenden Eingabe vom 15. März 2021 führen die Beschwerdeführer zusätzlich aus, 
dass sie viele Möbel, Kleider und Utensilien hätten entsorgen müssen, da diese aufgrund des 
Rattenbefalls ein sehr hohes Gesundheitsrisiko dargestellt hätten. Der extreme Gestank rühre 
von den Rattenfäkalien sowie den Kadavern und sei bereits vor ihrem Einzug vorhanden gewe-
sen. Ferner seien die Aussagen der Kinderärztin unzutreffend, da die durchgeführten Blutunter-
suchungen der Kinder in Ordnung gewesen seien. Den Kindern gehe es gut und sie würden 

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jeden Arzttermin wahrnehmen. Zudem hätten sie Zeugen, welche ihre Version des Geschehens 
bezeugen könnten. 
 
6.1 Vorliegend ist der Vorinstanz darin beizupflichten, dass die Hinweise für eine akute Ge-
fährdung des Kindeswohls gewichtig und zahlreich sind. 
 
6.1.1 Bei einer polizeilichen Intervention am 28. Juli 2019 in der Liegenschaft der Familie in 
G.____ zeigte sich eine desolate Wohnsituation mit Unordnung und starken Geruchsemissio-
nen (Fürsorgerischer Informationsbericht der Polizei Kanton Solothurn vom 31. Juli 2019). Die 
beiden Hausbesuche vom 20. Oktober 2020 und vom 22. Oktober 2020 am neuen Wohnort der 
Familie in H.____ bestätigten dieses Bild (Bericht Hausbesuch vom 20. Oktober 2020 und Be-
richt Hausbesuch vom 22. Oktober 2020). Gemäss den beiden Berichten roch es im ganzen 
Haus nach Ammoniak und abgelaufenem Essen und der Fussboden war klebrig. Die Kinder-
zimmer seien sehr karg eingerichtet und die Bettdecken nicht bezogen gewesen. 
 
6.1.2 Sowohl aus der Meldung der Primarschule J.____ vom 20. Oktober 2020 wie aus der 
Meldung der Sekundarschule K.____ vom 27. Oktober 2020 geht hervor, dass F.____, E.____ 
und D.____ in der Schule aufgrund ihres unangenehmen Geruchs und ihrer schmutzigen Klei-
dung auffielen, sodass sich andere Schulkinder oder Lehrpersonen darüber beschweren wür-
den. Gemäss der Primarschule J.____ sei die Kindsmutter im Kontakt mit der Schule nur 
schwer zu erreichen. D.____ verfüge über keinen grossen Wortschatz und könne sich nicht 
mitteilen. Bei ihm sei eine grosse Entwicklungsstörung erkennbar und er verhalte sich nicht al-
tersadäquat. Er mache einen vernachlässigten Eindruck. Gemäss der Gefährdungsmeldung 
bringen D.____ und E.____ jeweils nur wenig (z.B. trockene Brotstücke) oder gar keinen Znüni 
in die Schule mit. Bei Ausflügen hätten sie kaum genügend Essen und Trinken dabei. Zudem 
fehlten E.____s Schulmaterialien oder diese kämen unsauber zurück. Gemäss der Sekundar-
schule K.____ habe F.____ in der Klasse keinen festen Platz gefunden. Es scheine, als suche 
er mit negativem Verhalten Aufmerksamkeit. 
 
6.1.3 Die Kinderärztin, Dr. M.____, teilte mit Arztbericht vom 17. Dezember 2020 auf Nachfra-
ge der KESB mit, dass sie D.____ für die Psychomotorik angemeldet habe, der Termin aber 
noch ausstehend sei. Der Grund dafür seien ausgeprägte grob- und feinmotorische Bewe-
gungsdefizite, Verhaltensauffälligkeiten mit erschwerter verbaler Kommunikation, starkes Ritual-
bedürfnis und Mühe mit Veränderungen. Sie habe D.____ zusätzlich in der Entwicklungspädiat-
rie im Universitären Kinderspital beider Basel (UKBB) angemeldet. Seine Entwicklung sei auffäl-
lig. Ob eine Autismus-Spektrum-Störung vorliegt oder die Auffälligkeiten im Zusammenhang mit 
einer Vernachlässigung stehen, kann die Kinderärztin nicht eindeutig beurteilen. Der Ernäh-
rungszustand von D.____ sei weiter knapp, wobei schwer zu beurteilen sei, woher dieser kom-
me. Aktuell habe die Kindsmutter alle Termine wahrgenommen. Die fehlende Hygiene sei 
ihr - der Kinderärztin - durch den starken Geruch aufgefallen. E.____ habe sie schon lange 
nicht mehr untersucht. Im September 2018 habe sie ihn zur Abklärung einer Autismus-
Spektrum Störung bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) in Liestal angemeldet. E.____ 
zeige immer deutlicher autistische Züge, er suche Erdung am Boden und scheue Blickkontakt. 
Ebenfalls bat die Kinderärztin darum, F.____ abklären zu lassen, da dieser seit Monaten inter-

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mittierend an Schmerzen leide. Aufgrund der Familiensituation dränge sich auch eine psycho-
somatische Aetiologie auf. 
 
6.2 Aus den Akten ist klar ersichtlich, dass alle drei Kinder dringend abklärungsbedürftige 
gesundheitliche Auffälligkeiten aufweisen. Sämtliche von der Kinderärztin angemeldeten bzw. 
empfohlenen Abklärungen sind indessen offenbar bis heute nicht durchgeführt worden. Die Be-
schwerdeführer scheinen kein Bewusstsein für die bestehenden gesundheitlichen Probleme 
und Auffälligkeiten ihrer Kinder zu haben. Die Grundbedürfnisse der Kinder werden in körperli-
cher wie auch psychischer Hinsicht nicht hinreichend befriedigt. Diese unzureichende Gewähr-
leistung kann zu körperlicher, emotionaler und erzieherischer Vernachlässigung und sozialer 
Fehlentwicklung führen (vgl. HARRY DETTENBORN/EGINHARD WALTER, Familienrechtspsycholo-
gie, 3. Auflage, München 2016, S. 328 f.). Ferner ist eine psychische und physische Verwahrlo-
sung nicht ausgeschlossen. Aufgrund der mangelnden Gesundheitsfürsorge wird eine ange-
messene und spezifisch nach den Bedürfnissen der Kinder ausgerichtete Unterstützung verun-
möglicht. Die fehlende Hygiene und die desolaten Wohnverhältnisse resultieren in den unange-
nehmen Geruchsemissionen von D.____, E.____ und F.____. Dadurch fallen alle drei in der 
Schule immer wieder negativ auf und werden von ihren Klassenkameraden sozial ausgeschlos-
sen. Eine mangelnde Hygiene findet ihren Ausdruck in der Unsauberkeit der äusseren Lebens-
umstände, der Bekleidung und des Körpers des Kindes und kann etwa Vergiftungen, Infektio-
nen oder auch Dentalschädigungen nach sich ziehen (vgl. DETTENBORN/EGINHARD, a.a.O., 
S. 330). Der Verweis der Beschwerdeführer auf die Pflichten des Vermieters bezüglich des de-
solaten Zustands der Wohnung hat keinen Einfluss auf das Vorliegen einer Kindeswohlgefähr-
dung. Die Pflicht zur Abhilfe der Gefährdung von F.____, E.____ und D.____ obliegt den Be-
schwerdeführern und nicht dem Vermieter der Liegenschaft. Die häufigen Umzüge der Eltern 
gefährden die sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen und die soziale Integration zusätzlich. Nach 
den konkreten Umständen ist eine ernstliche und gegenwärtige Gefahr für die Entwicklung von 
F.____, E.____ und D.____ zu bejahen, da die Beschwerdeführer sich unzureichend um die 
Grundversorgung und Pflege kümmern und diesbezüglich weder eine hinreichende Leitungs-
funktion wahrnehmen noch die nötigen Entscheidungen treffen. Bei Fortdauer dieser Gefähr-
dung muss von einer erheblichen Beeinträchtigung des physischen und psychischen Wohls der 
Kinder ausgegangen werden. 
 
6.3 Bereits der von der KESB N.____ in Auftrag gegebene Bericht der Sozialregion O.____ 
vom 20. Dezember 2019 empfahl die Installation einer sozialpädagogischen Familienbeglei-
tung, die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft und die Anweisung an die Eltern, ausste-
hende medizinische und psychologische Abklärungen der Kinder vorzunehmen. Die KESB 
N.____ verzichtete jedoch aufgrund des Umzugs der Familie nach H.____ mit Entscheid vom 
2. März 2020 auf die Anordnung von Kindesschutzmassnahmen. Im angefochtenen Entscheid 
wurden diese Empfehlungen nunmehr umgesetzt. Aufgrund der nicht vorgenommenen medizi-
nischen Abklärungen sowie der mangelhaften Hygiene ist das Wohl der Kinder wie aufgezeigt 
gefährdet, wobei die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen. Die angeordneten Kindes-
schutzmassnahmen sind geeignet und notwendig, um die gesundheitliche Versorgung der Kin-
der zu gewährleisten und ihre Autonomieentwicklung zu fördern. Die sozialpädagogische Fami-
lienbegleitung soll insbesondere die Kinder vom unangenehmen Geruch befreien und eine bes-

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sere Hygiene sicherstellen. Die Anweisung an die Beschwerdeführer, ausstehende medizini-
sche und psychologische Abklärungen vornehmen zu lassen, ist aufgrund der Situation als ge-
rade noch angemessen zu beurteilen, wobei im Falle einer anhaltenden Verweigerungshaltung 
zeitnah schärfere Massnahmen zur Durchsetzung angezeigt sein dürften. Die Beistandschaften 
gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB erscheinen aufgrund der Gesamtsituation als eine zusätz-
lich notwendige Massnahme zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung, da die Eltern keine 
Gewähr dafür bieten können, dass den Kindern die dringend angezeigte medizinische Versor-
gung zuteilwird. In ihrer Beschwerdeschrift bringen die Beschwerdeführer keine Gründe vor, 
welche die augenfällige Kindeswohlgefährdung und den Handlungsbedarf entkräften könnten. 
In ihren Ausführungen vermögen sie das Vorgehen der Vorinstanz nicht substantiiert in Frage 
zu stellen. 
 
6.4 Aus den Verfahrensakten geht hervor, dass die Familie mindestens seit Juli 2019 bei 
verschiedenen Institutionen und Behörden in Bezug auf eine Kindswohlgefährdung in Erschei-
nung getreten ist. Auffällig ist, dass die Familie kurz vor Abschluss des vor der KESB N.____ 
hängigen Kindesschutzverfahrens aus deren Zuständigkeitsgebiet weggezogen ist. Ebenso ist 
die Familie nach dem hier angefochtenen Entscheid der KESB C.____ nach I.____ umgezogen. 
Der Schulleiter der Schule P.____ hat am 3. März 2021 mit der KESB C.____ Kontakt aufge-
nommen und seine Bedenken über die Lebenssituation von F.____, E.____ und D.____ geäus-
sert (Aktennotiz KESB C.____ vom 3. März 2021). Die Kinder seien alle auffällig und kämen 
sehr dreckig zur Schule. Aufgrund der jeweiligen Zeitpunkte der Umzüge der Familie drängt 
sich die Schlussfolgerung auf, dass sich die Beschwerdeführer systematisch der behördlichen 
Beobachtung zu entziehen versuchen. Ferner zeigt sich, dass die Missstände und damit die 
Gefährdung der Kinder eine Kontinuität aufweisen und nicht lediglich wie in der Beschwerde 
vorgebracht auf den Zustand der Wohnung in H.____ zurückzuführen sind. Die angeordneten 
Massnahmen erscheinen deshalb umso mehr notwendig, um das Kindeswohl zu gewährleisten. 
Die Massnahmen sind als erforderlich zu beurteilen, da mildere Massnahmen wohl kaum Wir-
kung zeigen würden. Das Komplementaritätsprinzip wird im angefochtenen Entscheid gewahrt, 
da die Kindseltern alleine nicht in der Lage sind, die für ihre Kinder erforderlichen Ressourcen 
aufzubringen und ihnen eine angemessene Fürsorge und hygienische Wohnsituation zu bieten. 
Die getroffenen Kindesschutzmassnahmen sind geeignet, notwendig und der vorliegenden Si-
tuation angemessen. Sie sind den Beschwerdeführern ferner zumutbar, da das Kindeswohl von 
F.____, E.____ und D.____, insbesondere ihre physische und psychische Gesundheit, deutlich 
höher zu gewichten ist als das von den Beschwerdeführern geltend gemachte Interesse, die 
Familie endlich zur Ruhe kommen zu lassen. 
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Kindeswohl von F.____, E.____ und 
D.____ gefährdet ist und die Voraussetzungen für die Anordnung der Kindesschutzmassnah-
men vorliegen. Der angefochtene Entscheid ist in allen Punkten rechtmässig und nicht zu bean-
standen. Nach dem Gesagten erweist sich die vorliegende Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO werden in verwal-
tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren Verfahrenskosten erhoben. Die Verfahrenskosten um-

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fassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten. Vorliegend sind die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- den unterliegenden Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzuschlagen (§ 21 VPO). 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.