# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fff61aa0-d09f-5621-b877-440165b00032
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.09.2020 725 19 203 / 229
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-203---229_2020-09-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. September 2020 (725 19 203 / 229) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Beweiskraft eines versicherungsexternen Gutachtens 

 
 

Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-
tonsrichter Jürg Pulver, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Der 1957 geborene A.____ ist gelernter Radio- und Fernsehtechniker, arbeitete aber als 
Elektromonteur und war ab April 2008 arbeitslos gemeldet. Über die Arbeitslosenversicherung 
war er bei der Suva unfallversichert. Am 31. März 2010 wurde er vor einer Bäckerei in Deutsch-
land von einem unbekannten Mann angegriffen. Dieser schlug ihm mit der Faust ins Gesicht, 
woraufhin A.____ auf den Hinterkopf fiel und sich verletzte. Er begab sich gleichentags in Be-
handlung von Dr. med. B.____, FMH Akupunktur, welche Hämatome in der rechten Jochbeinge-
gend sowie an den Lippen und am Hinterkopf feststellte. Weiter hielt sie fest, dass A.____ Dop-
pelbilder sehe. Bereits anlässlich eines früheren tätlichen Angriffes vom 17. Oktober 2000 zog 

 

 
 
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sich A.____ eine Gesichts- und Augenverletzung zu und litt auch damals – nach dem Vorfall - 
unter Doppeltsehen. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, übernahm die Kosten für Heilbe-
handlung und zahlte Taggelder aus. Am 17. Oktober 2011 unterzog sich A.____ einer Augen-
operation zur Verbesserung der Doppelbildbeschwerden, welche durch einen wechselhaften 
Strabismus convergens (Innenschielen) hervorgerufen worden waren. Die Suva teilte A.____ mit 
Schreiben vom 31. Oktober 2016 mit, dass aus ärztlicher Sicht eine Behandlung nicht mehr not-
wendig sei, weshalb sie die Heilbehandlungs- und die Taggeldleistungen per 30. November 2016 
einstellen werde. Für die Kosten der weiterhin notwendigen ärztlichen Kontrollen werde sie je-
doch aufkommen. Am 6. Juni 2017 kam die Suva auf ihr Schreiben vom 31. Oktober 2016 zurück 
und richtete erneut Leistungen aus, da sie erfahren hatte, dass die IV-Stelle Basel-Landschaft ein 
augenärztliches Gutachten beim asim in Auftrag geben werde und sie das Ergebnis abwarten 
wollte. Das Gutachten erstellte Dr. med. C.____, FMH Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie, 
am 29. März 2018. Darin führte sie aus, dass beim Versicherten eine permanente Doppelbild-
wahrnehmung bestehe, die aufgrund des grossen, schwankenden Schielwinkels nicht durch Pris-
mengläser korrigiert werden könne. Zur Beseitigung der Doppelbilder sei die Okklusion (das Ab-
decken) eines Auges notwendig. Bei Okklusion eines Auges bestehe eine funktionelle Monokel-
situation mit eingeschränktem Gesichtsfeld und fehlendem Stereosehen. Sonst zeige sich ein 
altersentsprechender, intakter ophthalmologischer Befund mit beginnender Linsentrübung, wel-
che eine geringe Reduktion der Sehschärfe und eine vermehrte Blendungsempfindlichkeit verur-
sache. Aufgrund der Monokelsituation sei die Arbeitsfähigkeit zu 25 % eingeschränkt. Gestützt 
auf das Gutachten von Dr. C.____ schloss die Suva mit Verfügung vom 27. Juni 2018 den Fall 
ab. Sie stellte die Heilbehandlungskosten und die Taggeldleistungen per 30. Juni 2018 ein und 
sprach A.____ eine Rente gestützt auf einen IV-Grad von 14 % sowie eine Integritätsentschädi-
gung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 25 % zu. Die dagegen erhobene Einsprache hiess 
die Suva teilweise gut und erhöhte die Rente aufgrund eines neu berechneten IV-Grades von 
32 %. 
 
B. A.____ erhob dagegen mit Eingabe vom 12. Juni 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte die Ausrichtung einer höheren Rente, da er 
aufgrund der Augenbeschwerden nicht in der Lage sei, das geforderte Pensum von 75 % zu leis-
ten. Gemäss Bericht des Vertrauensarztes der Suva, Dr. med. D.____, FMH Ophthalmologie und 
Ophthalmochirurgie, vom 6. Februar 2013 liege lediglich eine geringe Restarbeitsfähigkeit vor. 
 
C. Mit Verfügung vom 5. Juli 2019 sistierte das Kantonsgericht das Verfahren, da der Be-
schwerdeführer ein Gutachten seiner behandelnden Augenärztin in Aussicht stellte. Mit Eingabe 
vom 30. September 2019 reichte er den Bericht von Dr. med. E.____ vom 5. August 2019 ein, 
woraus hervorgeht, dass aufgrund des Augenleidens eine Arbeitszeit von 3-4 Stunden am Tag 
mit einem Tag Pause dazwischen denkbar sei. Des Weiteren beantragte der Beschwerdeführer, 
dass beim Einkommensvergleich bezüglich Valideneinkommen von seinem letzten Lohn in Höhe 
von monatlich Fr. 6'400.-- auszugehen sei. 
 
D. Die Suva beantragte mit Vernehmlassung vom 18. Dezember 2019, vertreten durch Ad-
vokat Andrea Tarnutzer, die Abweisung der Beschwerde. Der kurze Bericht von Dr. E.____ vom 
5. August 2019 vermöge das Gutachten von Dr. C.____ vom 29. März 2018 nicht in Zweifel zu 

 

 
 
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ziehen. In Bezug auf das Valideneinkommen sei festzuhalten, dass dieses korrekt und in Berück-
sichtigung der allgemeinen Lohnentwicklung berechnet worden sei. 
 
E. Im Rahmen des IV-Verfahrens nahm Dr. C.____ am 17. Januar 2020 zum Bericht von 
Dr. E.____ Stellung und hielt an ihrer Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 25 % fest. Entge-
gen der Auffassung von Dr. E.____ sei ein wechselseitiges Abdecken nicht erforderlich, sondern 
es sei lediglich vorzugsweise das nicht dominante Auge abzudecken. Die vom Beschwerdeführer 
verlangte Untersuchung mit der Infrarotkamera sei bereits im Rahmen der gutachterlichen Unter-
suchung erfolgt und es habe beim Beschwerdeführer eine ruhige foveale Fixation ohne patholo-
gische Augenbewegungen dokumentiert werden können. 
 
F. Die Suva hielt mit Stellungnahme vom 26. März 2020 an ihrem Antrag auf Abweisung 
der Beschwerde fest. Der Beschwerdeführer reichte weitere Eingaben vom 20. März 2020 und 
vom 20. Mai 2020 ein, äusserte sich aber nicht inhaltlich zur Stellungnahme von Dr. C.____ vom 
17. Januar 2020. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 12. Juni 2019 ist einzutreten. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsun-
fällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Unfall-
versicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hin-
weisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusammenhang 
besteht. 
 
2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG 

 

 
 
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die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden gan-
zen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 
 
3.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs der versicherten Person 
ist zu prüfen, in welchem Ausmass diese unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefi-
nition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2).  
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das 
Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute 
zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszu-
stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4. Sämtliche Beweismittel, somit auch medizinische Berichte und Sachverständigengut-
achten, unterliegen der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Im Sinne einer Richtlinie ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, 
welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 125 V 351 E. 3b/bb). Demgegenüber kommt 
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen (wie die Kreisarztberichte) 
zwar nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, praxisgemäss haben sie aber nicht dieselbe Be-
weiskraft wie ein gerichtliches oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungs-
träger in Auftrag gegebenen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stel-
len. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 
135 V 465 E. 4.4, 122 V 157 E. 1d). 
 
5.1 Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine höhere Invalidenrente hat. 
Strittig ist, welches Arbeitspensum in welchen Tätigkeiten dem Beschwerdeführer mit den unfall-
bedingten Restbeschwerden noch zumutbar ist. Die Suva geht gestützt auf das Gutachten von 
Dr. C.____ vom 29. März 2019 sowie der Ergänzung vom 17. Januar 2020 von einem Pensum 
von 75 % in einer angepassten Tätigkeit aus. Der Beschwerdeführer sieht sich dagegen nicht in 

 

 
 
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der Lage, ein solches Pensum zu leisten und hält die Beurteilungen von Dr. D.____ vom 6. Feb-
ruar 2013 sowie von Dr. E.____ vom 5. August 2019 als massgebend. Die Integritätsentschädi-
gung auf der Grundlage einer 25%igen Integritätseinbusse ist demgegenüber nicht strittig. 
 
5.2 Für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist der medizinische Verlauf nach den 
Unfällen vom 17. Oktober 2000 und vom 31. März 2010 entscheidend. Anlässlich des ersten 
Vorfalls erlitt der Beschwerdeführer ein Orbitatrauma (Augenhöhlentrauma) beidseits. In der 
Folge bestand eine permanente Doppelbildwahrnehmung. Es konnte nicht genau differenziert 
werden, ob es sich um eine leichte posttraumatische Abduzensparese (Lähmung des Nervus 
abducens [VI. Hirnnerv], der für die Augenbewegung nach aussen zuständig ist) oder um eine 
dekompensierte Esophorie (latentes Innenschielen) handelte. Da eine Prismenkorrektur nicht 
möglich war, wurde eine Brillenokklusion vorgenommen. Im Februar 2004 zeigte sich eine Ver-
besserung der Symptomatik. Der Beschwerdeführer beklagte deutlich weniger Doppeltsehen und 
der Schielwinkel hatte abgenommen. Es bestand nunmehr ein latentes Innenschielen. Hinweise 
auf eine Abduzensparese gab es dagegen keine mehr (vgl. Gutachten von Dr. C.____ vom 29. 
März 2019 [Anamnese] und die darin aufgeführten medizinischen Berichte).  
 
5.3 Nach dem Unfall vom 31. März 2010 erfolgte die Erstbehandlung des Versicherten bei 
Dr. B.____. Sie stellte ein Hämatom in der rechten Jochbeingegend, ein Hämatom an der rechten 
unteren Lippe und Sugillationen (Hauteinblutungen) an der Unter- und Oberlippe fest. Zudem 
notierte sie, dass der Versicherte von auftretenden Doppelbildern berichte (vgl. Bericht vom 31. 
März 2010). Der behandelnde Neurologe, Dr. med. F.____, stellte vier Monate nach dem Schlag 
auf die rechte Gesichtshälfte fest, dass es keine Hinweise für eine Pathologie der Schädelbasis 
oder intracraniell gebe. Die angegebenen zeitweiligen Doppelbilder könne er nicht richtig zuord-
nen. Diesbezüglich sei eine fachärztliche, ophthalmologische Abklärung notwendig (vgl. Bericht 
vom 3. August 2010). Es folgte die Überweisung an die Augenklinik des Universitätsspitals. An-
lässlich der Untersuchung wurde zur Vermeidung der Doppelbilder die Abdeckung eines Auges 
empfohlen (vgl. Kurzbericht vom 25. Oktober 2010). Am 22. November 2010 fand eine orthopti-
sche Kontrolle in der Augenklinik des Universitätsspitals statt. Diagnostiziert wurden eine dekom-
pensierende Esphorie, ein Status nach Orbitatrauma beidseits im Oktober 2000, ein Status nach 
Fall auf den Hinterkopf am 31. März 2010 sowie eine Myopie (Kurzsichtigkeit) und ein Astigma-
tismus (Hornhautverkrümmung) beidseits. Zur Behandlung sei eine Prismenfolie auf das linke 
Brillenglas angebracht worden. Über die Arbeitsfähigkeit wurde keine Aussage gemacht (vgl. Be-
richt vom 23. November 2010). 
 
5.4 Mit Notiz vom 3. Dezember 2010 hielt der Vertrauensarzt der Suva, Dr. D.____, fest, 
dass es sich bei der neu aufgetretenen Augenproblematik um eine unfallbedingte Verschlimme-
rung eines Vorzustandes handle. Mit Kurzbericht vom 21. April 2011 bestätigte Dr. D.____ seine 
Einschätzung und hielt in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit fest, dass gestützt auf den Bericht der 
Augenklinik des Universitätsspitals vom 23. November 2010 von einer mindestens 50 %igen Ar-
beitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Ab 22. März 2011 (vorgesehener Termin einer Ver-
laufskontrolle in der Augenklinik) sei sodann eine volle Arbeitsfähigkeit anzunehmen. 
 

 

 
 
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5.5 Am 10. Mai 2011 fand eine Untersuchung in der Universitäts-Augenklinik statt. Diagnos-
tiziert wurde eine dekompensierende Esophorie nach Abduzensparese sowie eine beidseitige 
Myopie. Ob nach einer Augenmuskeloperation stabile Doppelbildfreiheit zu erreichen sei, sei 
nicht sicher vorhersagbar. Da jedoch morgens kurzfristig keine Doppelbilder beobachtet würden, 
sei eine Augenmuskeloperation zu empfehlen. Das Ziel sei, den Schielwinkel deutlich zu verklei-
nern. Eine stationäre Aufnahme sei für den 18. Oktober 2011 geplant (vgl. Bericht vom 11. Mai 
2011). 
 
5.6 Dr. D.____ beurteilte die Situation mit Bericht vom 31. August 2011 erneut. Gemäss dem 
Bericht der Universitäts-Augenklinik vom 11. Mai 2011 sei davon auszugehen, dass der Versi-
cherte zeitweise ein Auge abdecken müsse. Über welche Zeit pro Tag dies notwendig sei, gehe 
aus den Unterlagen nicht hervor. Die Situation knapp anderthalb Jahre nach dem zweiten Unfall 
sei für den Versicherten nicht neu und vergleichbar mit der Situation nach dem ersten Unfall. Es 
sei anzunehmen, dass er an zeitweiligen Doppelbildern und der Notwendigkeit, ein Auge abzu-
decken, gewöhnt sei und damit umgehen könne. Eine Teilzeitarbeit sei zumutbar. Vorausgesetzt, 
dass nicht dauernd ein Auge abgedeckt werden müsse, dürfte sie sich im Rahmen von 50 % 
bewegen. Die Tatsache, dass der Versicherte nicht schon vorher auf eine Operation gedrängt 
habe, weise darauf hin, dass die Beschwerden nicht derart gravierend seien, dass eine gänzliche 
Arbeitsunfähigkeit bestehe. Da sich die Doppelbilder nach dem ersten Unfall spontan gebessert 
hätten, seien die Chancen durchaus intakt, dass auch nach dem zweiten Unfall eine spontane 
Besserung eintrete. Der weitere Verlauf sei somit abzuwarten. Eine definitive Antwort sei erst in 
2-3 Jahren möglich. 
 
5.7 Die Augenoperation fand schliesslich am 17. Oktober 2011 statt. Gemäss Bericht der 
Universitäts-Augenklinik vom 19. Oktober 2011 wurde die Operation zur Besserung der Doppel-
bildbeschwerden durchgeführt, welche durch einen wechselhaften Strabismus convergens her-
vorgerufen worden seien. Postoperativ sei keine Untersuchung der Winkel möglich gewesen, da 
es dem Versicherten nicht gelungen sei, beide Augen gleichzeitig zu öffnen. 
 
5.8 Es folgten monatliche Untersuchungen bei den Augenärzten Dr. med. G.____ und Dr. 
med. E.____. Sie berichteten, dass der Versicherte auch nach der Augenoperation Doppelbilder 
sehe. Zusätzlich werde oft auch Schwindel wahrgenommen. Ein Prismenausgleich sei aufgrund 
des stark schwankenden Schielwinkels nicht möglich. Bei Bedarf könne ein Auge abgedeckt wer-
den (Bericht vom 14. Dezember 2011). Zur Arbeitsfähigkeit äusserten sie sich nicht. Gleichlau-
tende Berichte erstellten sie am 31. Januar 2012, 27. Februar 2012, 13. April 2012 (Schwindel 
abgenommen) und 2. Juli 2012 (kein Schwindel erwähnt). Mit Bericht vom 27. August 2012 schil-
derten die Ärzte, dass die Doppelbilder zurzeit mehr schwankten. Aufgrund dieser veränderten 
Situation und des fehlenden Stereosehens sei der Versicherte nicht arbeitsfähig. Dies bestätigten 
sie mit Kurzbericht vom 23. Oktober 2012. In den nachfolgenden Berichten vom 21. Dezember 
2012 und 21. Januar 2013 wird dagegen keine Arbeitsunfähigkeit mehr erwähnt. 
 
5.9 Dr. D.____ nahm am 6. Februar 2013 eine weitere Aktenbeurteilung vor. Der Versicherte 
berichte immer noch von Doppelbildern und dass er ein Auge zukneifen müsse, wenn ein ge-
naues Hinsehen erforderlich sei. Aus dem Bericht des Aussendienstes vom 29. Januar 2013 gehe 

 

 
 
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hervor, dass er nicht mehr Auto, Motorfahrrad oder Velo fahre. Er betätige sich im pflegerischen 
Bereich, mache hauswirtschaftliche Verrichtungen, Spaziergänge und helfe in einem Verein. Eine 
Tätigkeit im Softwarebereich könnte er sich vorstellen. Die Schieloperation habe kaum eine Ver-
besserung der Situation gebracht. Es seien nach wie vor nicht korrigierbare Doppelbilder in Pri-
märstellung vorhanden. Bald drei Jahre nach dem zweiten Unfall und gut einem Jahr nach der 
Schieloperation habe sich die Situation stabilisiert. Es könne nicht mehr mit einer Verbesserung 
gerechnet werden. Insgesamt sei der Versicherte aber recht aktiv. Das bedeute, dass er sich an 
die Situation mit den Doppelbildern gewöhnt habe und durchaus noch einer reduzierten Tätigkeit 
nachgehen könnte. Die frühere Tätigkeit als Elektromonteur sei nicht mehr zumutbar. Eine ganz-
tägige Arbeit in einer der Sehsituation angepassten Arbeit sei an drei Tagen in der Woche (Mon-
tag/Mittwoch/Freitag) mit einer Leistungsfähigkeit von 50 % aus ophthalmologischer Sicht zumut-
bar. 
 
5.10 Mit weiteren Berichten vom 8. April 2013, 23. Mai 2013, 13. August 2013, 23. Oktober 
2013, 16. Januar 2014, 31. März 2014, 1. Juli 2014, 1. September 2014, 22. Januar 2015, 20. Mai 
2015, 23. September 2015 sowie 5. Oktober 2016 beschrieben Dr. G.____ und Dr. E.____ einen 
stabilen Zustand, ohne eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abzugeben. 
 
6. Die Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 31. Oktober 2016 mit, dass auf-
grund der medizinischen Feststellung eines stabilen Zustandes eine weitere Behandlung nicht 
mehr notwendig sei und dass sie die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 30. November 
2016 einstellen würde. Am 18. November 2016 schätzte Dr. med. H.____, Facharzt für Ophthal-
mologie und Ophthalmochirurgie, den Integritätsschaden auf 25 %. Zur Rentenprüfung kam es 
jedoch nicht. Da die IV-Stelle am 3. März 2017 mitteilte, dass sie ein Gutachten in Bezug auf die 
Augenproblematik beim asim in Auftrag geben werde, kam die Suva am 6. Juni 2017 auf ihre 
Leistungseinstellung zurück und richtete aufgrund der neuen Sachlage weiterhin Leistungen aus. 
 
7. Mit Gutachten vom 29. März 2018 stellte Dr. C.____ als Diagnosen eine anlagebedingte 
Fehlsichtigkeit (Myopie, Astigmatismus), eine Alterssichtigkeit, eine Cataracta incipiens (Frühsta-
dium eines grauen Stars), ein dekompensiertes Innenschielen mit Diplopie (Doppeltsehen) sowie 
ein latentes Höhenschielen. Wegen permanenter Doppelbildwahrnehmung, die aufgrund des 
grossen, schwankenden Schielwinkels nicht durch Prismengläser korrigiert werden könne, müsse 
zur Beseitigung der Doppelbildwahrnehmung die Okklusion eines Auges durchgeführt werden 
(der Versicherte tue dies bereits, indem er beim Lesen das linke Auge schliesse). Es bestehe 
nach Okklusion eines Auges eine funktionelle Monokelsituation mit eingeschränktem Gesichts-
feld und fehlendem Stereosehen. Sonst zeige sich ein altersentsprechender, intakter ophthalmo-
logischer Befund mit beginnender Linsentrübung, welche eine geringe Reduktion der Sehschärfe 
und eine vermehrte Blendungsempfindlichkeit verursache. Aufgrund der Monokelsituation sei die 
Arbeitsfähigkeit zu 25 % eingeschränkt für alle beruflichen Tätigkeiten, die durchschnittliche An-
forderungen an die Sehfähigkeit stellten. Die 25%ige Einschränkung begründe sich mit dem et-
was erhöhten Pausenbedarf zur Kompensation der vermehrten Anstrengung bei Monovision. In-
folge des fehlenden Stereosehens und des eingeschränkten Gesichtsfeldes bei Monovision seien 
potentiell gefährliche Tätigkeiten (auf Gerüsten oder an schnell drehenden Maschinen) oder Tä-

 

 
 
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tigkeiten, bei denen ein hohes Mass an 3-dimensionalem Detailsehen erforderlich sei (wie bei-
spielsweise in der angestammten Tätigkeit als Elektromonteur) für den Exploranden nicht geeig-
net. Die von Dr. D.____ geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 50 % beruhe auf einer Aktenbeurtei-
lung und könne heute nicht bestätigt werden. 
 
8. Mit Bericht vom 4. Mai 2018 bestätigte Dr. H.____ seine Einschätzung des Integritäts-
schadens vom 14. November 2016 in Höhe von 25 %. Die Schätzung sei damals aufgrund der 
Doppelbildwahrnehmung erfolgt. Dieser Befund sei gemäss Gutachten von Dr. C.____ unverän-
dert. 
 
9. Dr. E.____ führte in ihrer Kurzbeurteilung vom 5. August 2019 aus, dass der Versicherte 
seit Oktober 2011 an Diplopie leide, die nicht korrigierbar sei. Mit einer Verbesserung des Zu-
standes könne folglich nicht gerechnet werden. Die frühere Tätigkeit als Elektromonteur sei nicht 
mehr zumutbar. Der Versicherte habe sich mit den Jahren an die Situation mit den Doppelbildern 
gewöhnt, weshalb er einer reduzierten Tätigkeit nachgehen könne. Hierfür müsste er während 
der Tätigkeit im Wechsel ein Auge schliessen. Diese Situation sei nicht vergleichbar mit einer 
dauerhaften Einäugigkeit. Der Versicherte brauche zwischendurch immer wieder eine Adaptions-
zeit, weshalb eine Arbeitszeit von höchstens 3-4 Stunden am Tag mit einem Tag Pause dazwi-
schen denkbar sei. 
 
10. Dr. C.____nahm am 17. Januar 2020 im Rahmen des IV-Verfahrens zum Bericht von 
Dr. E.____ Stellung. Um Doppelbildfreiheit zu erreichen, sei kein wechselseitiges Abdecken er-
forderlich. Vorzugsweise sei das nicht dominante Auge abzudecken. Mit entsprechender Nahkor-
rektur bestehe dann ein gutes Leistungsvermögen. In Bezug auf das Vorbringen des Versicherten 
im Zusammenhang mit „Horror fusionis“ (ständige, in kleinster Distanz oszillierende [schwan-
kende], nicht korrigierbare Doppelbilder) sei zu bemerken, dass im Gutachten bereits berücksich-
tigt worden sei, dass beim Exploranden eine permanente, nicht korrigierbare Doppelbildwahrneh-
mung bestehe. Der Explorand bestreite, dass durch das Abdecken eines Auges Doppelbildfreiheit 
erreicht werden könne. Er verweise diesbezüglich auf pathologische Augenbewegungen nach 
Schädel-Hirn-Trauma und fordere eine Untersuchung mittels Infrarotkamera, um solche Bewe-
gungen nachzuweisen. Dabei sei dem Versicherten nicht bewusst, dass eine Untersuchung mit-
tels Infrarotlaser während der gutachterlichen Untersuchung bereits erfolgt sei. Mit dem Scanning 
Laser Ophthalmoskop könnten pathologische Augenbewegungen nachgewiesen werden. Beim 
Versicherten sei dies nicht der Fall gewesen, sondern es hätte eine ruhige foveale Fixation ohne 
pathologische Augenbewegungen dokumentiert werden können. 
 
11. Die Suva ging gestützt auf das Gutachten von Dr. C.____ vom 29. März 2018 in ihrer 
Verfügung vom 27. Juni 2018 von einem Endzustand und einer gesundheitsbedingten Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit von 25 % aus. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden. Beim 
Gutachten von Dr. C.____ handelt es sich um eine im Verwaltungsverfahren eingeholte Exper-
tise. Zwar erfolgte der Auftrag seitens der IV-Stelle. Da keine konkreten Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen, entfaltet es auch für das unfallversicherungsrechtliche Ver-
fahren volle Beweiskraft. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von Dr. D.____ in seinem Bericht 
vom 6. Februar 2013, wonach in einer Verweistätigkeit eine ganztägige Tätigkeit in einer der 

 

 
 
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Sehsituation angepassten Arbeit an drei Tagen in der Woche (Montag/Mittwoch/Freitag) mit je 
einer Leistungsfähigkeit von 50 % an diesen Tagen (sprich eine Arbeitsfähigkeit von 30 %) aus 
ophthalmologischer Sicht zumutbar sei, kann von Dr. C.____ aus gutachterlicher Sicht nicht be-
stätigt werden. Wie Dr. C.____ zurecht bemerkte, beruht die Einschätzung von Dr. D.____ auf 
einer reinen Aktenbeurteilung. Dagegen basiert die Erkenntnis von Dr. C.____ auf einer umfas-
senden, persönlichen Untersuchung und verschiedenen Testungen. Die daraus gezogenen 
Schlüsse sind überzeugend, weshalb ohne weiteres darauf abgestellt werden kann und im Er-
gebnis von einer Arbeitsfähigkeit von 75 % auszugehen ist. Der Kurzbericht von Dr. E.____ vom 
5. August 2019 ist zu wenig fundiert, als dass er eine Abweichung vom Ergebnis von Dr. C.____ 
rechtfertigen würde. Sie wiederholte im Grunde unbesehen die Einschätzung von Dr. D.____ mit 
der Begründung, dass der Versicherte während der Tätigkeit im Wechsel ein Auge schliessen 
müsse. Diese Situation sei nicht vergleichbar mit einer dauerhaften Einäugigkeit. Auf das Gut-
achten von Dr. C.____ ging sie dabei nicht näher ein, weshalb die Aussagekraft ihres Berichts 
schon aus diesem Grund vermindert ist. Dr. C.____ hielt mit Stellungnahme vom 17. Januar 2020 
dagegen, dass kein wechselseitiges Abdecken erforderlich sei, um Doppelbildfreiheit zu errei-
chen. Vorzugsweise sei das nicht dominante Auge abzudecken. Mit entsprechender Nahkorrektur 
bestehe dann ein gutes Leistungsvermögen. Da die gutachterlichen Ausführungen von Dr. 
C.____ wie auch ihre Entgegnung auf die Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. E.____ klar und be-
gründet sind, ist darauf abzustellen. Insbesondere wurde die vom Versicherten geforderte Unter-
suchung zum Nachweis pathologischer Augenbewegungen, die darauf hinweisen würden, dass 
keine Doppelbildfreiheit durch das Abdecken eines Auges erreicht werden könne, bereits im Rah-
men der gutachterlichen Abklärung durchgeführt. Diese ergab keine Auffälligkeiten. Befunde, die 
für die Erkenntnis von Dr. E.____ sprechen würden, fehlen somit. 
 
12. Die Suva ermittelte einen IV-Grad von 32 %. Beim Einkommensvergleich stellte sie im 
Einspracheentscheid vom 28. Mai 2019 sowohl für das Validen- als auch für das Invalidenein-
kommen auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2016 des Bun-
desamtes für Statistik ab. In Berücksichtigung von Tabelle TA1, Sektor 2 Produktion, Kompetenz-
niveau 2, Männer, errechnete sie ein mutmassliches Valideneinkommen von Fr. 74'285.-- (Fr. 
5'885.-- x 12 : 40 x 41,7 inkl. Teuerung von 0,4 % [2017] und 0,5 % [2018]). Auf der Seite des 
Invalideneinkommens ermittelte sie ein Einkommen von Fr. 50'555.-- (Tabelle TA1, Total, Kom-
petenzniveau 1, Männer [Fr. 5'340.-- x 12 : 40 x 41,7 inkl. Teuerung von 0,4 % [2017] und 0,5 
[2018] x 0,75 % Arbeitspensum]). Aus der Gegenüberstellung von Valideneinkommen in Höhe 
von Fr. 74'285.-- und Invalideneinkommen von Fr. 50'555.-- resultierte der IV-Grad von 32 %. 
 
13. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass beim Valideneinkommen ein Jahreslohn 
von Fr. 6'400.-- x 13 zu berücksichtigen sei. Dem kann nicht gefolgt werden. Der Beschwerde-
führer war zuletzt bei der I.____ GmbH in einem befristeten Arbeitsverhältnis vom 1. März 2008 
bis 31. März 2008 tätig. Danach war er arbeitslos gemeldet. Im Zeitpunkt des Unfalles vom 31. 
März 2010 war er somit in keinem Arbeitsverhältnis. In Bezug auf das Valideneinkommen ist 
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich 
verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der Erfahrung ent-
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Fehlen 
aussagekräftige konkrete Anhaltspunkte für die Einkommensermittlung, so ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte zurückzugreifen, wie sie in der LSE enthalten sind (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 14. November 2018, 8C_220/2018, E. 5.1). Im vorliegenden Fall kann nicht al-
lein gestützt auf das kurze Arbeitsverhältnis bei der I.____ GmbH angenommen werden, dass 
der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
ein Einkommen von Fr. 6'400.-- verdient hätte. Da der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls 
arbeitslos war, hat die Suva zurecht für die Ermittlung des Valideneinkommens auf die LSE 2016 
zurückzugegriffen. Der Einkommensvergleich erweist sich somit als rechtens, weshalb darauf 
abzustellen ist. Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen. 
 
14. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem 
kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erhe-
ben. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 18. März 2021 Beschwerde beim 

Bundesgericht (Verfahren-Nr. 8C_223/2021) erhoben.