# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 999b9957-82fe-5db1-bd87-dd2ea1f94e02
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2015 E-6921/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6921-2014_2015-01-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-6921/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;   

Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…),  

Eritrea,   

B._______, geboren am (…), Eritrea, 

vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, (…), 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl);  

Verfügung des BFM vom 24. Oktober 2014 / N (...). 

 

 

 

E-6921/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Eingaben vom 19. April 2011 und 30. Mai 2012 reichte A._______ (Be-

schwerdeführerin) – handelnd durch ihren Rechtsvertreter – ein Gesuch 

um Familiennachzug bzw. ein Asylgesuch aus dem Ausland ein. Mit Verfü-

gung vom 22. April 2013 wurde ihr die Einreise zwecks Durchführung des 

ordentlichen Asylverfahrens bewilligt. In der Folge reiste sie am 25. Mai 

2013 in die Schweiz ein und stellte gleichentags ein Asylgesuch. Mit Ver-

fügung vom 23. Januar 2014 stellte das BFM fest, dass die Beschwerde-

führerin die Flüchtlingseigenschaft erfüllt, und gewährte ihr in der Schweiz 

Asyl. 

B.  

Mit Eingabe vom 27. Mai 2014 und Ergänzung vom 29. September 2014 

reichte die Beschwerdeführerin für ihren Ehemann B._______ (Beschwer-

deführer) ein Gesuch um Familienzusammenführung ein. Dabei machte 

sie geltend, sie habe B._______ im Flüchtlingslager C._______ in Äthio-

pien kennengelernt und am (…) Dezember 2012 in Addis Abeba geheiratet. 

Dieser habe sie nicht begleiten können. 

Zur Stützung ihrer Vorbringen reichte sie nebst Unterlagen aus ihrem eige-

nen Asylverfahren einen Eheschein von Addis Abeba vom (…) Dezember 

2012 zu den Akten. 

C.  

Mit Verfügung vom 24. Oktober 2014 – eröffnet am 28. Oktober 2014 – 

verweigerte das BFM die Einreise des in Äthiopien lebenden Ehemannes 

der Beschwerdeführerin in die Schweiz und wies das Gesuch um Famili-

ennachzug ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, den 

Akten könne nicht entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin mit 

ihrem Ehemann vor ihrer Ausreise aus Eritrea im Jahre 2010 verlobt gewe-

sen sei oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft gelebt habe. Daher seien 

die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG (SR 142.31) nicht 

erfüllt.  

D.  

Mit Eingabe vom 26. November 2014 erhob die Beschwerdeführerin beim 

Bundesverwaltungsgericht durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde und 

beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Bewilligung 

der Einreise ihres Ehemannes und die Gewährung des Familienasyls. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 

E-6921/2014 

Seite 3 

Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG (SR 172.021), um Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um unentgeltliche 

Rechtspflege und Verbeiständung gemäss Art. 110a Abs. 1 AsylG ersucht. 

Auf die Begründung wird, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen.  

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 11. Dezember 2014 wies die zuständige In-

struktionsrichterin die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG sowie um Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses ab. Gleichzeitig wurde die Be-

schwerdeführerin dazu aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 600.– 

einzuzahlen.  

F.  

Der Kostenvorschuss wurde am 19. Dezember 2014 fristgerecht geleistet. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 

AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

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Seite 4 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung 

eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Nach Art. 51 Abs. 1 AsylG werden – unter dem Titel Familienasyl – na-

mentlich die Ehegatten und die minderjährigen Kinder von Flüchtlingen ih-

rerseits als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl in der Schweiz, wenn 

keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Diese Bestimmung zielt 

auf die Mitglieder der Kernfamilie ab, welche mit einem Flüchtling in die 

Schweiz eingereist sind, ihrerseits aber keine eigenen Asylgründe (im 

Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG) geltend machen können, sondern sich auf 

der Basis ihrer Familienbande ebenfalls auf die Gesuchsgründe des 

Flüchtlings abstützen. Zentrale Bedingung für den Einbezug in die Flücht-

lingseigenschaft ist dabei, dass bereits vor der Flucht eine Familiengemein-

schaft bestanden hat (vgl. dazu die Botschaft zur Totalrevision des Asylge-

setzes sowie zur Änderung des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Nie-

derlassung der Ausländer vom 4. Dezember 1995, BBl 1996 II 1 ff., insbe-

sondere S. 68):  

„Der Leitgedanke des Familienasyls besteht darin, den Rechtsstatus der 

zum Zeitpunkt der Flucht bestehenden Kernfamilie eines Flüchtlings ein-

heitlich zu regeln, sofern sie dieselbe Nationalität wie der Flüchtling besitzt. 

Diese einheitliche Regelung rechtfertigt sich, da davon ausgegangen wird, 

dass die engsten Familienangehörigen unter der Verfolgung des Ehegatten 

beziehungsweise der Ehegattin respektive eines Elternteils im Heimatstaat 

mitgelitten haben oder selbst der Gefahr der Verfolgung ausgesetzt waren. 

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Seite 5 

Dabei ist es unerheblich, ob einzelne Familienmitglieder tatsächlich ver-

folgt wurden. Eine "conditio sine qua non" der Konzeption des Familien-

asyls ist daher die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine Familien-

gemeinschaft bestanden haben muss.‟ 

4.2 In diesem Sinne bestimmt Art. 51 Abs. 4 AsylG, dass jenen Personen, 

welche aufgrund ihrer persönlichen Beziehung (im Sinne von Art. 51  

Abs. 1 AsylG) einen Anspruch auf Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft 

und die Gewährung von Asyl haben, auf Gesuch hin die Einreise in die 

Schweiz zu bewilligen ist, wenn sie sich noch im Ausland befinden und 

durch die Flucht getrennt wurden.  

Diese Bestimmung bezieht sich auf Mitglieder der Kernfamilie, welche auf-

grund der Umstände der Flucht von der in der Schweiz als Flüchtling aner-

kannten Person getrennt wurden. Darunter fallen namentlich die Ehegatten 

und die noch minderjährigen Kinder von Flüchtlingen, welche sich noch im 

Heimatstaat befinden oder erst einen Drittstaat erreicht haben. Diesen ist 

– im Sinne eines asylrechtlichen Familiennachzuges respektive der Fami-

lienzusammenführung – die Einreise in die Schweiz zu bewilligen, jedoch 

ebenfalls nur dann, wenn eine Trennung durch die Fluchtumstände statt-

gefunden hat. Auch in diesem Fall ist demnach eine „conditio sine qua non" 

die Tatsache, dass zum Zeitpunkt der Flucht eine Familiengemeinschaft 

bestanden haben muss. Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG 

ist somit allein die Wiedervereinigung von vorbestandenen Familienge-

meinschaften. 

5.  

5.1 Die Beschwerdeführenden ersuchten in ihren Eingaben vom 27. Mai 

2014 und 29. September 2014 um Bewilligung der Einreise des Beschwer-

deführers und um dessen Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft der Be-

schwerdeführerin. 

5.2 Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid vom 24. Ok-

tober 2014 damit, gemäss geltender Praxis und Rechtsprechung sei für die 

Gewährung von Familienasyl erforderlich, dass ein im Ausland lebender 

Ehegatte mit der in der Schweiz als Flüchtling anerkannten Ehefrau zum 

Zeitpunkt von deren Flucht in einem gemeinsamen Haushalt gelebt habe 

und eine Wiederherstellung dieser Gemeinschaft gleichzeitig unentbehrlich 

sei. Den vorliegenden Akten könne nicht entnommen werden, dass die Be-

schwerdeführenden vor der Ausreise der Beschwerdeführerin aus Eritrea 

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im Jahre 2010 verlobt gewesen seien oder in einer eheähnlichen Gemein-

schaft gelebt hätten. Überdies sei die Beschwerdeführerin im Rahmen des 

Auslandsgesuches in der Eingabe ihrer Rechtsvertretung vom 9. Oktober 

2012 als alleinstehend bezeichnet worden. Dabei habe sie niemanden in 

ihr Asylgesuch einschliessen wollen. Aufgrund dessen könne nicht von ei-

ner längeren Beziehung vor der Hochzeit – welche nur zwei Monate später 

stattgefunden habe – ausgegangen werden. 

5.3 In der Beschwerdeeingabe wird dazu eingewendet, gemäss Lehre und 

Rechtsprechung müsse die Familie auf der Flucht getrennt worden sein, 

wobei auf das Urteil des BVGer E-4666/2014 vom 1. Oktober 2014 hinge-

wiesen wird. Die Beschwerdeführenden seien auf der Flucht getrennt wor-

den. Indem das Auslandgesuch der Beschwerdeführerin gutgeheissen 

worden sei, hätten die schweizerischen Migrationsbehörden anerkannt, 

dass sich die Beschwerdeführerin in Äthiopien immer noch in Gefahr be-

funden habe und dieses Land nur eine Durchgangsstation auf ihrer Flucht 

gewesen sei. Die Verweigerung der Einreise des Beschwerdeführers stelle 

ein Eingriff in das Recht auf Achtung ihres Familienlebens (Art. 8 EMRK) 

dar. Die Beschwerdeführenden hätten ihre Ehe in Äthiopien tatsächlich ge-

lebt. Es gebe für sie weder in Eritrea noch in Äthiopien eine Möglichkeit auf 

ein gemeinsames Familienleben.  

6.  

6.1 Wie bereits in der Zwischenverfügung vom 11. Dezember 2014 darge-

legt, hinterlassen die Erwägungen der Vorinstanz einen überzeugenden 

und praxiskonformen Eindruck. Der Beschwerdeschrift können keinerlei 

Argumente entnommen werden, welche an der Würdigung der Vorinstanz 

etwas zu ändern vermögen. Aufgrund der Aktenlage steht fest, dass die 

Beschwerdeführerin im Februar 2010 aus Eritrea ausgereist und über den 

Sudan und Libyen am 24. November 2010 nach Äthiopien gelangt ist, wo 

sie im Flüchtlingslager von C._______ gelebt habe (vgl. Akten A5 S. 2 und 

B3 S. 5f.). In ihrem Asylgesuch aus dem Ausland vom 19. April 2011 

machte sie zudem geltend, sie sei dort alleine und ohne die Begleitung von 

männlichen Familienmitgliedern gewesen. In ihrer Stellungnahme vom 

9. Oktober 2012 führte sie weiter aus, sie sei ledig, alleinstehend und habe 

als einzigen Verwandten ausserhalb Eritrea ihren in der Schweiz wohnhaf-

ten Bruder (vgl. Akte A10 S. 2). Ferner wurde in der weiteren Eingabe der 

Rechtsvertretung vom 28. März 2013 eben auf diese Eingabe hingewiesen 

und in Anbetracht der besonderen Verletzlichkeit der Beschwerdeführerin 

– als Alleinstehende – um beförderliche Behandlung des Gesuchs ersucht. 

Die zu diesem Zeitpunkt bereits (dreieinhalb Monate zuvor) erfolgte Heirat 

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Seite 7 

der Beschwerdeführerin wurde dabei nicht erwähnt. Schliesslich bewilligte 

das BFM gestützt auf diese Angaben mit Verfügung vom 22. April 2013 die 

Einreise der Beschwerdeführerin zwecks Durchführung des ordentlichen 

Asylverfahrens. Nach erfolgter Einreise machte diese in ihrem Asylgesuch 

vom 25. Mai 2013 erstmals geltend, seit dem (…) Dezember 2012 verhei-

ratet zu sein. Sie habe ihren Ehemann im Flüchtlingslager in Äthiopien ken-

nengelernt (vgl. Akten B3 S. 3 und B15 S. 3). Somit steht fest, dass sie vor 

ihrer Flucht aus Eritrea mit diesem in keiner Familiengemeinschaft gelebt 

hat, weshalb besondere Umstände im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG vor-

liegen. Daran vermag auch der Hinweis auf das Urteil des BVGer E-

4666/2014 vom 2. Oktober 2014 nichts zu ändern. Vielmehr wurde dort auf 

die nach wie vor geltende Rechtsprechung hingewiesen, wonach das 

Rechtsinstitut des Familienasyls die Bewahrung von vorbestandenen Fa-

miliengemeinschaften beziehungsweise deren Wiederherstellung be-

zweckt, sofern die Gemeinschaft allein aufgrund der Fluchtumstände und 

somit unfreiwillig getrennt wurde (vgl. BVGE 2012/32 E. 5.2 und E. 5.4.2). 

Die Heirat der Beschwerdeführerin fand am (...) Dezember 2012 und damit 

über zwei Jahre nach ihrer Ausreise respektive ihrer Flucht aus Eritrea 

statt. Auch bezüglich des Einwandes der Beschwerdeführerin, wonach ihre 

Flucht erst mit der Einreise in die Schweiz – diese erfolgte am 25. Mai 2013 

– beendet gewesen sei, lässt sich daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

Entgegen der anderslautenden Meinung gilt als Zeitpunkt der Flucht näm-

lich nicht derjenige aus Äthiopien sondern derjenige aus Eritrea, dem Hei-

matstaat der Beschwerdeführerin. Auch der weitere Einwand, wonach ihr 

Asylgesuch aus dem Ausland gutgeheissen worden sei und damit ihre Ge-

fährdung in Äthiopien vom BFM anerkannt worden sei, vermag daran 

nichts zu ändern. So hat das BFM in seiner Verfügung vom 22. April 2013 

gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin, wonach sie als allein-

stehende Frau in einem Flüchtlingslager in Äthiopien gefährdet sei, die Ein-

reise bewilligt.  

6.2 Die Vorinstanz hat somit das Gesuch um Einreisebewilligung und Fa-

milienzusammenführung im Sinne von Art. 51 AsylG zu Recht abgelehnt. 

Die angefochtene Verfügung ist daher zu bestätigen und die Beschwerde 

abzuweisen. 

6.3 Sind die Voraussetzungen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 

Abs. 1 und 2 AsylG nicht erfüllt, kann Art. 8 EMRK nicht ergänzend ange-

wendet werden. Die Frage eines allfälligen Anspruchs auf Familiennach-

zug gestützt auf diese Bestimmung wäre von der Beschwerdeführerin bei 

den dafür zuständigen ausländerrechtlichen Behörden geltend zu machen 

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Seite 8 

und von diesen zu prüfen (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 

Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2002 Nr. 6,  

EMARK 2006 Nr. 8).  

6.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen für den 

Einschluss des Ehemannes der Beschwerdeführerin in das Familienasyl 

gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG respektive die Bewilligung dessen Einreise in 

die Schweiz gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht erfüllt sind. Das BFM hat 

somit dessen Einreise in die Schweiz sowie das Familienasylgesuch zu 

Recht abgelehnt. 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

8.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Der am 19. De-

zember 2014 in der gleichen Höhe geleistete Kostenvorschuss ist zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Der in gleicher Höhe einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener 

 

 

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