# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f524bc3-dee9-5a24-81a4-5e753cbac3ba
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2008 D-5395/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5395-2008_2008-08-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5395/2008/dcl
{T 0/2} 

U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, Nigeria,
(Adresse),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. August 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5395/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest:

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  am 
4. Juli 2008 an Bord eines Flugzeugs einer ihm unbekannten Flugge-
sellschaft in Richtung eines ihm unbekannten Landes verliess, dort in 
ein anderes Flugzeug einstieg, welches in ihn ein anderes ihm unbe-
kanntes Land brachte, von wo er am 5. Juli 2008 unter Umgehung der 
Grenzkontrolle in die Schweiz und nach einer fünfstündigen Bahnreise 
am 6. Juli 2008 nach (Ort) gelangte,

dass er dort gleichentags um Asyl nachsuchte und, da er bei der Mel-
dung  des  Asylgesuchs  keine  Ausweispapiere  abgab,  ebenfalls  noch 
am 6. Juli 2008 schriftlich aufgefordert wurde, innert 48 Stunden Aus-
weispapiere nachzureichen, verbunden mit der Androhung, im Unter-
lassungsfall werde auf das Asylgesuch nicht eingetreten (vgl. A2/1),

dass  der  Beschwerdeführer  am  25.  Juli  2008  im  (Ort)  zur  Person 
befragt  (BzP)  sowie am 8. August   2008  in  Anwendung von Art. 29 
Abs. 1 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) 
durch  das  Bundesamt  in  (Ort)  zu  den  Asylgründen  angehört  (DBA) 
wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
er  sei  als  Muslim  in  (Ort)  aufgewachsen,  dort  nach  zehnjährigem 
Schulbesuch Assistent  des Muezzins geworden und im Alter  von elf 
Jahren der islamischen Organisation NASFAT beigetreten,

dass er im Alter von zwölf Jahren Muezzin in seiner Moschee gewor-
den sei und gleichzeitig sowohl die öffentliche Schule als auch den Ko-
ranunterricht besucht habe,

dass im Juni 2006 seine Halbschwester verfolgt worden sei, nachdem 
sie als Mädchen die Moschee betreten habe, und daraufhin bei der Po-
lizei Schutz gesucht habe,

dass jedoch die wütende Menge die Polizeiwache und daraufhin das 
Polizeiauto angegriffen habe, als die Polizei versucht habe, das Mäd-
chen in Sicherheit zu bringen,

Seite 2

D-5395/2008

dass seine Halbschwester und die Polizisten dabei umgekommen sei-
en beziehungsweise seine Schwester gesteinigt und verbrannt worden 
sei,

dass drei Monate vor der Befragung durch die schweizerischen Asyl-
behörden beziehungsweise am 20. Juni 2007 die Teilnehmer einer Ge-
betsversammlung aufgerufen worden seien, sich auf einer Liste einzu-
tragen, um der Sache Allahs zu dienen,

dass sich auch der Beschwerdeführer eingetragen habe, die in der Lis-
te  verzeichneten  Personen  am  20.  Juni  2008  beziehungsweise  drei 
Monate  vor  seiner  Befragung  zum  Ablegen  eines  Eides  angehalten 
worden seien und am folgenden Freitag mit  einer Ausbildung hätten 
beginnen  müssen,  um  später  Anschläge  gegen  Ungläubige   bezie-
hungsweise einen Selbstmordanschlag verüben zu können,

dass sich die Mutter  des Beschwerdeführers  Sorgen gemacht  habe, 
weil  dieser  oft  nicht  nach Hause gekommen sei,  und deshalb  einen 
Koranlehrer nach Hause geholt habe,

dass der Beschwerdeführer in der Folge seiner Mutter und dem Koran-
lehrer  vom Eid  und  der  Ausbildung erzählt  und  dabei    eingesehen 
habe, einen Fehler begangen zu haben, weshalb ihn der Koranlehrer 
aufgefordert  habe,  (Ort)  zu  verlassen,  zumal  er  sich  nicht  an  die 
Polizei wenden könne, weil er dadurch sich und seine Familie in Le-
bensgefahr bringen würde und ihn die Polizei - wie bereits das Schick-
sal seiner Halbschwester gezeigt habe - nicht beschützen könnte,

dass deshalb der Koranlehrer den Beschwerdeführer zu einem Freund 
nach (Ort) begleitet habe, welcher ihm die Ausreise organisiert  habe 
und am 4. Juli  2008 mit  ihm die oben erwähnte Flugreise absolviert 
und ihm das Bahnbillet gekauft habe,

dass er nicht wisse, mit welchen Ausweisen ihn der Begleiter durch die 
Kontrollen geschleust habe, da dieser die Ausweis- oder Reisepapiere 
auch sich getragen habe und der Beschwerdeführer nie im Besitz ei-
nes Reisepasses oder einer Identitätskarte gewesen sei,

dass  er  diesbezüglich  anlässlich  der  BzP  erklärte,  lediglich  einen 
Schülerausweis besessen zu haben und bei der DBA zu Protokoll gab, 
eine NASFAT-Identitätskarte zu besitzen, welche sich zuhause bei sei-
ner Mutter befinde,

Seite 3

D-5395/2008

dass er zudem Probleme mit seinem Vater gehabt habe, weil sich die-
ser nicht mehr um ihn und die Familie gekümmert habe, ihn dies je-
doch nicht zum Verlassen des Heimatstaats bewogen habe,

dass das BFM mit am selben Tag eröffneter Verfügung vom 15. August 
2008 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz anordnete, wobei er diese am Tag nach Eintritt  der Rechts-
kraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass  seine  Aussagen  bezüglich  angeblicher  Ausweispapiere  bei  der 
BzP in Widerspruch zu denjenigen bei der DBA stünden,

dass seine Reisebeschreibung stereotyp, unsubstanziiert und unglaub-
haft  sei, zumal er -  obwohl über sehr gute Englischkenntnisse verfü-
gend  -  weder  die  Fluggesellschaften noch  die  angeflogenen Länder 
genannt habe,

dass er keine Ahnung von den ihm zur Verfügung gestellten Ausweis-
papieren gehabt habe, da sein Begleiter diese immer auf sich getra-
gen und vorgewiesen habe, was aber aufgrund der Reisebeschreibung 
unglaubhaft sei, umso weniger, als er kein Kind mehr sei und deshalb 
die Flughafenkontrollen nicht auf die von ihm beschriebene Weise hät-
te passieren können,

dass auch nicht glaubhaft sei, dass er nicht wisse, wieviel seine Mutter 
dem Koranlehrer für die Reise bezahlt habe, und seine Erklärungsver-
suche an diesen Ungereimtheiten nichts zu ändern vermöchten,

dass aufgrund der völlig realitätsfremden, stereotypen und offensicht-
lich  unglaubhaften  Reiseschilderungen  davon  ausgegangen  werden 
müsse, dass er aus anderen als den geltend gemachten Gründen we-
der Reise- noch Identitätspapiere zu den Akten gereicht habe bezie-
hungsweise über einen echten Reisepass verfüge, mit welchem er le-
gal nach Europa gereist sei,

Seite 4

D-5395/2008

dass  mithin  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  welche  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere ein-
zureichen,

dass die Aussagen in Bezug auf die fluchtauslösenden Ereignisse in 
wesentlichen Punkten wenig konkret seien und nicht den Eindruck er-
weckten, dass er das Geschilderte selbst erlebt habe,

dass er zwar in der Lage gewesen sei, das Alltagsleben eines Muslims 
und die Abläufe in der Moschee recht detailgetreu zu schildern sowie 
den Aufruf des Muezzins auf Arabisch zu rezitieren,

dass es ihm aber in keiner Art und Weise gelungen sei, das angebli-
che Training zum Attentäter glaubhaft zu beschreiben oder im Detail zu 
erklären, welche Art von Organisation die NASFAT ist und weshalb er 
dieser beigetreten sei, sondern seine diesbezüglichen Aussagen vage, 
undetailliert und unsbustanziiert geblieben seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. August 2008 (Datum 
des Poststempels) beim Bundesverwaltungsgericht gegen diesen Ent-
scheid erhob, worin er beantragte, es sei die Verfügung des BFM voll-
umfänglich aufzuheben und das Asylgesuch gutzuheissen, eventualiter 
die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme 
anzuordnen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege beantragt wurde,

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. August 2008 vollständig beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

Seite 5

D-5395/2008

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34  des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit - unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen - auf die 
frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

Seite 6

D-5395/2008

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin das 
Gutheissen des Asylgesuchs beantragt wird,

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass sich die Beschwerde inhaltlich auf eine sinngemässe Wiederho-
lung  der  bisherigen  Aussagen  des  Beschwerdeführers  beschränkt, 
sich mit  keinem Wort zu den nicht eingereichten Reise- beziehungs-
weise Identitätspapieren äussert  und abschliessend ausgeführt  wird, 
der Beschwerdeführer sei Muslim, aber kein Fanatiker und wolle nie-
manden umbringen,

dass sich diese Ausführungen des Beschwerdeführers als unbehelflich 
erweisen,

Seite 7

D-5395/2008

dass sie in keiner Weise geeignet sind, an den unsubstanziierten Aus-
sagen des Beschwerdeführers bezüglich des Fehlens beziehungswei-
se nicht möglichen Beschaffens von  Reise- oder Identitätspapieren et-
was zu ändern,

dass die im Zusammenhang mit  den Reise- beziehungsweise Identi-
tätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerdee-
ingabe als zutreffend zu erachten sind, und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass - wie bereits erwähnt - seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG die Flüchtlingseigenschaft Prozessge-
genstand  des  Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der 
summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigen-
schaft und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen zu beurteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die 
Asylrelevanz beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Überprüfung der Akten zudem ergibt, dass die Vorinstanz die 
Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht und zutreffend als offen-
sichtlich unglaubhaft  qualifizierte, wobei vorab wiederum auf die ent-
sprechenden Erwägungen des BFM in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben,  die  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnten,  und  die 
darin enthaltenen Ausführungen an der offensichtlichen Unglaubhaftig-
keit  der  geltend  gemachten  Verfolgungsvorbringen  nichts  zu  ändern 
vermögen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

Seite 8

D-5395/2008

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb  die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den Heimat-
staat unzumutbar wäre,

dass die Eltern sowie die zahlreichen Geschwister und Halbgeschwis-
ter des Beschwerdeführers nach wie vor in Nigeria wohnhaft sind und 
dieser dort ein familiäres Beziehungsnetz besitzt,

dass es sich beim Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge um ei-
nen Muezzin  handelt,  der  noch jung und -  soweit  aktenkundig  -  bei 
bester Gesundheit ist,

Seite 9

D-5395/2008

dass er aufgrund seiner Ausbildung weiterhin das Amt eines Muezzins 
ausüben oder sich in anderer Weise religiös betätigen kann,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde bei einer Rückkehr in eine Existenz vernichtende Situation gera-
ten,  die  als  konkrete Gefährdung im Sinne der  zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten war,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements  vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 10

D-5395/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung (...) (Einschreiben; Beila-
gen: Einzahlungsschein; angefochtene Verfügung im Original)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr. N_______, mit  der Bitte um Eröffnung des Urteils an den Be-
schwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbe-
stätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

Seite 11