# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 516ac320-8868-5cd1-ab40-1d60fe386ac2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.02.2024 E-1110/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1110-2024_2024-02-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1110/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  F e b r u a r  2 0 2 4   

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Gregor Chatton;   

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 

   

Parteien 

 
A._______,  

geboren am (…), Georgien,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 12. Februar 2024 / N (…). 

 

 

E-1110/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 11. Januar 2024 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass er gemäss Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank 

(Zentraleinheit Eurodac) bereits am (…) 2023 in Frankreich, am (…) 2014 

in Luxemburg und am (…) 2014 in Deutschland um Asyl ersucht hatte 

(SEM-act. 9/2), 

dass er am (…) Januar 2024 die ihm zugewiesene Rechtsvertretung be-

vollmächtigte und am 25. Januar 2024, im Beisein der Rechtsvertretung, 

im Rahmen eines persönlichen Gesprächs befragt wurde, 

dass er hierbei insbesondere angab, er habe sich ab Januar 2023 bis zu 

seiner Einreise in die Schweiz in Frankreich aufgehalten, aber keinen Asyl-

entscheid erhalten, 

dass ihm anlässlich des persönlichen Gesprächs das rechtliche Gehör zu 

einem allfälligen Nichteintretensentscheid sowie zur Möglichkeit der Über-

stellung nach Frankreich gewährt wurde,  

dass er hierzu erklärte, er wolle nicht nach Frankreich zurückkehren, da es 

dort keine Unterkünfte gebe, alles sehr schmutzig sei und er keine Unter-

stützung bekomme, 

dass er überdies auch gesundheitliche Probleme geltend machte, 

dass das SEM am 25. Januar 2024 die französischen Behörden um die 

Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (im Folgenden: Dublin-III-

VO), ersuchte (SEM-act. 19/5),  

dass die französischen Behörden dem Übernahmeersuchen am 6. Februar 

2024 zustimmten (SEM-act. 22/2),  

dass das SEM mit Verfügung vom 12. Februar 2024 – eröffnet am 15. Feb-

ruar 2024 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

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auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat (Dispositivziffer 

[im Folgenden: Ziff.] 1), dessen Wegweisung aus der Schweiz in den zu-

ständigen Dublin-Staat Frankreich anordnete (Ziff. 2), den Beschwerdefüh-

rer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwer-

defrist zu verlassen (Ziff. 3), den Kanton B._______ mit dem Vollzug der 

Wegweisung beauftragte (Ziff. 4) und die editionspflichtigen Akten gemäss 

Aktenverzeichnis an den Beschwerdeführer aushändigte (Ziff. 5), 

dass es ferner feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfü-

gung komme keine aufschiebende Wirkung zu (Ziff. 6), 

dass der Beschwerdeführer mit in Italienisch verfasster Eingabe vom 

21. Februar 2024 (Postaufgabe) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde erhob, die Zuständigkeit Frankreichs anfocht 

und beantragte, sein Asylgesuch sei in der Schweiz zu prüfen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um aufschiebende Wirkung sowie 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ersuchte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 22. Februar 2024 einen superpro-

visorischen Vollzugsstopp verfügte, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde somit einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass der Beschwerdeführer seine Rechtsmitteleingabe auf Italienisch und 

damit in einer Amtssprache des Bundes eingereicht hat (vgl. Art. 16 Abs. 1 

AsylG), die angefochtene Verfügung jedoch in Deutsch verfasst ist, 

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weshalb das vorliegende Verfahren auf Deutsch zu führen ist (Art. 33a 

Abs. 2 VwVG),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf 

einen Schriftenwechsel verzichtet hat, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 der diesbezüglich anwendbaren Dublin-III-VO 

jeder Asylantrag von einem einzigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach 

den Kriterien des Kapitels III als zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaats ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8-15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, im Rahmen eines Wie-

deraufnahmeverfahrens (engl.: take back) demgegenüber grundsätzlich 

keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach Kapitel III stattfindet (vgl. zum 

Ganzen: BVGE 2017 VI/5 E. 6.2 und 8.2.1 m.w.H.), 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat einen Antrag-

steller, der während der Prüfung seines Antrags in einem anderen Mitglied-

staat einen Antrag gestellt hat oder sich ohne Aufenthaltstitel im Hoheits-

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gebiet eines anderen Mitgliedstaats aufhält, gemäss Art. 23, 24, 25 und 29 

wieder aufzunehmen hat (Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO),   

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, 

SR 142.311) das Selbsteintrittsrecht landesrechtlich konkretisiert und es 

ins pflichtgemässe Ermessen der Vorinstanz legt, ein Gesuch aus humani-

tären Gründen auch dann zu behandeln, wenn die Prüfung ergeben hat, 

dass ein anderer Staat dafür zuständig ist, 

dass bei Vorliegen individueller völkerrechtlicher Überstellungshindernisse 

der Selbsteintritt zwingend ist (vgl. BVGE 2015/9 E. 8.2.1), 

dass der vorgenommene Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerde-

führers mit der „Eurodac“-Datenbank ergab, dass dieser unter anderem am 

(…) 2023 in Frankreich ein Asylgesuch eingereicht hatte, was der Be-

schwerdeführer nicht bestreitet, 

dass die französischen Behörden dem Gesuch des SEM um Übernahme 

am 6. Februar 2024 zustimmten, womit die Zuständigkeit Frankreichs zur 

Durchführung des Asylverfahrens grundsätzlich gegeben ist,  

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe ausführt, seine 

körperliche Sicherheit sei in Frankreich ernsthaft gefährdet, da er während 

seines Aufenthalts dort keine Hilfe habe in Anspruch nehmen können und 

sich daher nicht sicher sein könne, ob sein Asylantrag korrekt bearbeitet 

worden sei und die französischen Behörden das «non-refoulement»-Gebot 

nicht verletzen würden, 

dass er ausserdem geltend macht, die französischen Behörden seien wie-

derholt wegen Missachtung des nationalen, gemeinschaftlichen und inter-

nationalen Rechts bei der Abweisung von Asylsuchenden kritisiert worden 

und ihr Aufnahmesystem stehe aufgrund der vielen in letzter Zeit registrier-

ten Zuwanderer kurz vor dem Zusammenbruch, weshalb er sich in diesem 

Land nicht sicher fühle, 

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Seite 6 

dass hierzu vorweg festzuhalten ist, dass das SEM in der angefochtenen 

Verfügung in Einklang mit der ständigen Rechtsprechung des Bundesver-

waltungsgerichts festgestellt hat, es gebe keinen Grund für die Annahme, 

das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen in Frankreich würden 

systemische Schwachstellen aufweisen, weshalb die Anwendung von 

Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Dublin-III-VO von vornherein nicht gerechtfertigt ist, 

dass Frankreich Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105), des Abkom-

mens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt,  

dass auch davon ausgegangen werden kann, Frankreich anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben 

(vgl. statt vieler: Urteil des BVGer D-939/2024 vom 16. Februar 2024), 

dass entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers keine Hinweise da-

für vorliegen, die französischen Behörden würden sein Asyl- und Wegwei-

sungsverfahren nicht korrekt durchführen, 

dass er sodann mit der in der Beschwerde am französischen Asylsystem 

erhobenen Kritik nicht hinreichend konkret aufgezeigt hat, es bestehe für 

ihn in Frankreich tatsächlich eine aktuelle und ernsthafte Gefahr einer Ver-

letzung von im Völkerrecht verankerten, direkt anwendbaren Individual-

rechten (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 und 7.5), 

dass er im persönlichen Gespräch zwar vorgebracht hat, in Frankreich 

gebe es keine Unterkünfte, sei alles sehr schmutzig und er bekomme keine 

Unterstützung, 

dass seinen Angaben jedoch nicht zu entnehmen ist, dass er die französi-

schen Behörden um staatliche Unterstützung zwecks Wahrung seiner mi-

nimalen Lebensbedingungen ersucht hätte und ihm diese verwehrt worden 

wäre, 

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Seite 7 

dass vor diesem Hintergrund kein Grund zur Annahme besteht, Frankreich 

habe ihm die gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebens-

bedingungen vorenthalten oder werde dies in Zukunft tun, 

dass für die vom Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe geäus-

serte, nicht weiter begründete Befürchtung, Frankreich werde in seinem 

Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missachten, aufgrund der Akten 

ebenfalls keinerlei Anhaltspunkte vorliegen, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleigabe sodann die An-

wendung der Souveränitätsklausel gemäss Art. 17 Abs.1 Dublin-III-VO ver-

langt mit der Begründung, es handle sich bei ihm um einen medizinischen 

Notfall, so dass eine Überstellung Art. 3 EMRK verletzen würde, 

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen jedoch nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 

EMRK darstellen kann, was insbesondere der Fall ist, wenn die betroffene 

Person sich in einem fortgeschrittenen oder terminalen Krankheitsstadium 

und bereits in Todesnähe befindet, nach einer Überstellung mit dem siche-

ren Tod rechnen müsste und dabei keinerlei soziale Unterstützung erwar-

ten könnte (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die damalige Praxis 

des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]),  

dass ein Verstoss gegen Art. 3 EMRK gemäss neuerer Praxis des EGMR 

aber auch vorliegen kann, wenn eine schwer kranke Person durch die Ab-

schiebung – mangels angemessener medizinischer Behandlung im Ziel-

staat – mit einem realen Risiko konfrontiert würde, einer ernsten, raschen 

und unwiederbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands 

ausgesetzt zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen 

Verkürzung der Lebenserwartung führen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, 

§§ 180–193 m.w.H.), 

dass eine solche Ausnahmesituation jedoch vorliegend nicht gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des persönlichen Gesprächs an-

gegeben hat, er habe starke Schmerzen in seinem (…), an welchem er im 

Jahr 2019 in (….) einen (…) habe operativ entfernen lassen, so dass er 

sich nicht bewegen könne, 

dass er ausserdem geltend gemacht hat, an (…) zu leiden, 

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dass er indessen weder im vorinstanzlichen Verfahren noch mit seiner Be-

schwerde medizinische Unterlagen eingereicht hat, 

dass in den Vorakten lediglich ein einmaliger Besuch bei einem Allgemein-

mediziner des Bundesasylzentrums C._______ vom 16. Januar 2024 ver-

zeichnet ist (SEM-act. 23/1),  

dass gemäss Arztbericht vom 16. Januar 2024 der Beschwerdeführer hier-

bei gegenüber dem Allgemeinmediziner angegeben hat, er habe (…), wes-

wegen er (…) einnehme (SEM-act. 16/2),  

dass der Allgemeinmediziner ihm dieses Arzneimittel jedoch offenbar nicht 

verschreiben konnte, da diesbezüglich weder ein entsprechendes Rezept 

oder ein anderer Arztbericht vorlag, weshalb er dem Beschwerdeführer als 

Substitutionstherapie (…) (Anm.: ein […]) abgegeben hat (Beilage zu SEM-

act. 16/2),  

dass aufgrund der vorliegenden Akten beim Beschwerdeführer insgesamt 

weder fachärztlich festgestellte Befunde vorliegen noch Diagnosen gestellt 

wurden und damit insbesondere für die von ihm angegeben (…) sowie 

seine Behauptung, (…), bisher keinerlei medizinischen Nachweise vorlie-

gen,  

dass der Umstand, wonach er während seines Aufenthalts im Bundesasyl-

zentrum C._______ offenbar keine weiteren medizinischen Behandlungen 

in Anspruch genommen hat, namentlich auch gegen seine Behauptung, es 

handle sich bei ihm um einen medizinischen Notfall, spricht, 

dass sein Gesundheitszustand indessen ohnehin vor dem Vollzug der 

Wegweisung mit Blick auf die Reisefähigkeit abzuklären sein wird, 

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung hierzu zu Recht ausgeführt hat, für 

das weitere Dublin-Verfahren sei einzig die Reisefähigkeit ausschlagge-

bend, welche jedoch erst kurz vor der Überstellung definitiv beurteilt werde, 

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung ferner beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der 

Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerde-

führenden Rechnung tragen und die französischen Behörden vorgängig in 

geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände informie-

ren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

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Seite 9 

dass das SEM diesbezüglich in den der angefochtenen Verfügung beige-

legten Überstellungsmodalitäten unter Bemerkungen bereits vermerkt hat, 

es handle sich im vorliegenden Fall um einen Medizinalfall, und als bisher 

bekannte gesundheitliche Probleme «(…)» aufgeführt hat mit der Bitte, ei-

nen Arztbericht einzuholen, 

dass Frankreich schliesslich über eine gute medizinische Infrastruktur ver-

fügt (vgl. etwa Urteil des BVGer E-4883/2022 vom 31. Oktober 2022 

E. 5.6), namentlich das vom Beschwerdeführer bezogene Arzneimittel (…) 

dort erhältlich ist und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass dem Be-

schwerdeführer eine medizinische Versorgung verweigert würde,  

dass es dem Beschwerdeführer widrigenfalls zuzumuten ist, in Frankreich 

seine Rechte in Bezug auf die medizinische Versorgung und sonstige Un-

terstützung gemäss Art. 19 der Aufnahmerichtlinie gegebenenfalls bei den 

zuständigen staatlichen Stellen einzufordern, 

dass im Übrigen keine Sachverhaltsumstände ersichtlich sind, die in 

rechtserheblicher Weise gegen eine Überstellung in den für ihn zuständi-

gen Dublin-Vertragsstaat sprechen würden, 

dass folglich kein Grund für einen Selbsteintritt auf das Asylgesuch respek-

tive für eine Anwendung der Ermessensklausel nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-

III-VO ersichtlich ist, 

dass ergänzend festzuhalten ist, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Frankreich ange-

ordnet hat,  

dass die Beschwerde nach dem Gesagten als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen und die angefochtene Verfügung zu bestätigen ist,  

dass mit dem vorliegenden Direktentscheid der am 22. Februar 2024 an-

geordnete Vollzugsstopp dahinfällt und das Gesuch um Gewährung der 

aufschiebenden Wirkung gegenstandslos geworden ist, 

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Seite 10 

dass der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge-

mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, nachdem sich die Rechtsbe-

gehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos erweisen, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1 

ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

 
  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Marion Sutter