# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42701525-2146-5ebb-80cf-1741bb7d781c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-17
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 17.03.2025 VR1 2024 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2024-71_2025-03-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 17. März 2025
[Mit Urteil 2C_250/2025 vom 15. Dezember 2025 hat das Bundesgericht die 
gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen.] 

Referenz VR1 24 71

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Einzelrichter
Gross, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

B._____
Beschwerdeführerin

Die Wölfe der Rudel Vorab, Stagias, Moesola, Lenzerhorn, 
Calderas, Mucchetta, Fuorn, Älpelti, Valgronda, Kanton 
Graubünden, 
Beschwerdeführer
vertreten durch A._____

gegen

Departement für Infrastruktur, Energie und Mobilität 
Graubünden
Beschwerdegegner

Gegenstand Abschuss Wölfe (Verfügungen DIEM vom ……….. 2024)

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Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 23. Oktober 2024 (Proz.Nr. U 24 71 a) wies der 
Instruktionsrichter des (damaligen) Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 
das Gesuch um Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung betreffend die 
Abschussbewilligungen bestimmter Wolfrudel von A._____ (…………. Mutter) und 
B._____ (minderjährige Tochter) ab. Weitere verfahrensleitende Verfügungen 
sollten nach Eingang der in Aussicht gestellten Beschwerdeergänzung erfolgen. Die 
Kostenregelung bleibe dem Entscheid in der Hauptsache vorbehalten. 

B. Mit Beschwerdeergänzung vom 4. November 2024 brachte A._____ für sich 
und ihre Tochter vor, dass die erteilten Abschussbewilligungen für verschiedene 
Wolfsrudel im Kanton Graubünden aufzuheben seien und ihre dagegen erhobene 
Beschwerde gutzuheissen sei. A._____ trat dabei in eigenem Namen als auch als 
selbst ernannte Vertreterin der von den Abschussverfügungen betroffenen Wölfen 
auf. In diesem Zusammenhang stellte A._____ total zwölf Anträge und sie 
begründete diese auf insgesamt 37 Seiten gestützt auf verschiedene 
Bestimmungen der Bundesverfassung (BV), des Völkerrechts (Aarhus-Konvention, 
Alpenkonvention, Berner Konvention, Biodiversitätskonvention, Europäische 
Menschenrechtskonvention, UNO-Kinderrechtskonvention) sowie auf kantonales 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Sie äusserte sich dabei insbesondere zur 
besonderen Betroffenheit der Wölfe im betreffenden Abschusskanton. Kreatürliche 
Würde könne nur besitzen, wer ein eigenes Recht auf Existenz habe. Die Natur und 
ihre Vielfalt würden auch den Wölfen ein solch eigenes Existenzrecht zugestehen. 

C. Mit Stellungnahme vom 21. November 2024 äusserte sich das mit den 
angefochtenen Abschussbewilligungen vorbefasste Departement für Infrastruktur, 
Energie und Mobilität (DIEM) Graubünden ausschliesslich zur fehlenden 
Beschwerdelegitimation der Beschwerdeführerinnen, weshalb auf deren 
Beschwerde nicht einzutreten sei; unter Kostenfolge gemäss Gesetz. 

D. In ihrer Replik vom 20. Dezember 2024 stellten die Beschwerdeführerinnen 
folgende Rechtsbegehren:

1. Die Beschwerdeverfahren U 24 71, U 24 79, U 24 80 seien nach dem Entscheid über die 
vorsorglichen Massnahmen zum Schutz der betroffenen Tiere bis zum Abschuss der derzeit 
vor dem Bundesgericht hängigen Beschwerdeverfahren gegen das Urteil des 
Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen B2024/20 vom 19. April 2024 und des 
Bundesverwaltungsgerichts A-566/2024 vom 5. August 2024 zu sistieren.

2. Das Recht des Kindes auf eine saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt sei 
anzuerkennen.  

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3. Es seien vom Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die notwendigen Beweis zu 
erheben bzw. Fachexperten zum Verfahren beizuziehen, damit rechtsgenüglich festgestellt 
werden kann, in welchem Zustand sich die Biodiversität befindet, auf wieviel Biodiversität 
das minderjährige Kind für die langfristige Sicherung ihres Überlebens angewiesen ist und 
welche Rolle in diesem Zusammenhang der Wolf als Ökosystemingenieur des Waldes und 
Klimaanpassungsmassnahme spielt.

Die Beschwerdeführerinnen vertieften zur Begründung dabei nochmals ihre bereits 
in der Beschwerdeergänzungsschrift vorgebrachten Argumente und 
Wertvorstellungen über das eigene Existenzrecht von Tieren (speziell der Wölfe). 

E. Mit Duplik vom 13. Januar 2025 hielt das DIEM fest, dass es vorderhand mit 
dem prozessualen Antrag um Sistierung des Verfahrens aus prozessökonomischen 
Gründen einverstanden sei (betrifft Rechtsbegehren 1). Sollte das Verfahren nicht 
sistiert bzw. eine Sistierung dereinst nach Abschluss des Verfahrens VR1 24 71 vor 
Bundesgericht aufgehoben werden, werde bereits jetzt darum ersucht, dem DIEM 
eine neue Frist zur Einreichung der Duplik in der Sache selbst einzuräumen.

F. Mit Verfügung vom 16. Januar 2025 wurde dem DIEM vom Obergericht die 
Möglichkeit zur Einreichung einer Duplik bis zum 30. Januar 2025 gewährt.

G. Mit Duplik vom 30. Januar 2025 äusserte sich das DIEM überdies noch zu 
den Rechtsbegehren 2 und 3 der Beschwerdeführerinnen in deren Replik vom 20. 
Dezember 2024. Diese Begehren stellten eine unzulässige Erweiterung des 
Streitgegenstands dar. Der laufende Schriftenwechsel beschränke sich zudem auf 
die Frage der Legitimation, weshalb auf diese Begehren nicht einzutreten sei. Die 
Interpretation des Entscheids B 2024/20 vom 19. April 2024 des 
Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen durch die Beschwerdeführerinnen sei 
höchst eigenwillig und nachweislich falsch. Die von den Beschwerdeführerinnen für 
ihren Standpunkt und ihre Beschwerdelegitimation angeführten Konventionen, 
Verfassungs- und Gesetzesbestimmungen zielten alle auf Themenbereiche ab, in 
denen ein Kind in seiner Eigenschaft als unmündige Person nachteilig berüht oder 
betroffen sein könnte. Dies sei hier (wegen des Abschusses von Wölfen) nicht der 
Fall. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Tierschutzorganisationen begründe noch 
keine besondere Betroffenheit der Beschwerdeführerinnen und damit auch keine 
Beschwerdelegitimation. Zusammenfassend könne festgehalten werden, dass die 
Beschwerdeführinnen keine nahe und beachtenswerte Beziehung zum 
Streitgegenstand nachweisen könnten. Ihre Argumentation in Bezug auf ihre 
Rechtsmittelbefugnis laufe auf eine Popularbeschwerde hinaus, weshalb ihnen die 
Anfechtungsbefugnis abzusprechen sei. Am Antrag auf Nichteintreten auf die 
Beschwerde werde daher festgehalten.

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H. Mit Gesuch um unentgeltliche Prozessführung vom 31. Oktober 2024 
beantragte A._____ dem Obergericht für sich und ihre Tochter die Gewährung 
dieser Rechtswohltat, wozu sie entsprechende Unterlagen (…) zur Dokumentation 
ihrer aktuellen Lebenssituation in C._____ und der finanziellen Bedürftigkeit 
einreichte. 

Erwägungen

1. Am 1. Januar 2025 trat im Kanton Graubünden die Justizreform 3 in Kraft. 
Das Kantons- und das Verwaltungsgericht wurden zum neuen Obergericht des 
Kantons Graubünden fusioniert, welches ab diesem Datum die 
Verwaltungsgerichtsbarkeit ausübt (vgl. Art. 55 Abs. 1 Ziff. 1 der Verfassung des 
Kantons Graubünden vom 14.09.2003; BR 110.100). Gemäss Art. 122 Abs. 5 GOG 
(BR 173.000) werden Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes (am 1. 
Januar 2025) beim Kantons- oder Verwaltungsgericht hängig sind, mit dem 
Inkrafttreten dieses Gesetzes dem Obergericht übertragen.

2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG (BR 370.100) entscheidet das Obergericht des 
Kantons Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel 
offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist. Im 
konkreten Fall geht es zunächst darum, ob die verfahrensrechtlichen 
Voraussetzungen für die Erhebung der Beschwerde erfüllt sind oder das eingelegte 
Rechtsmittel andernfalls als offensichtlich unzulässig zu beurteilen ist. Die 
Beantwortung dieser Rechtsfragen fällt vorliegend in den Kompetenzbereich des 
Einzelrichters.

3. Im konkreten Fall verhält es sich so, dass die Beschwerdelegitimation der 
Beschwerdeführerinnen für die gerichtliche Anfechtung der erteilten 
Abschussbewilligungen durch das DIEM offensichtlich fehlt. Gemäss Art. 50 VRG 
ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist 
und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat. Die 
Rechtsmittelbefugnis wird dagegen verneint, wenn jemand mit der Prozessführung 
nicht eigene, sondern Interessen Dritter oder Allgemeininteressen verfolgt. Dieser 
Ansatz entspricht dem Gedanken des Invididualrechtsschutzes (vgl. 
CAVELTI/VÖGELI, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 
388) und führt zum Ausschluss der sogenannten Popularbeschwerde. Das ideelle, 
spezialgesetzliche Beschwerderecht für gesamtschweizerische Organisationen des 
Natur- und Heimatschutzes (Art. 12 ff. NHG; SR 451) zur Durchsetzung rein 
öffentlicher Interessen setzt – abweichend von Art. 50 VRG – weder ein 
schutzwürdiges persönliches (tatsächliches oder rechtliches) Interesse noch (im 

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Gegensatz zur egoistischen Verbandsbeschwerde) die Wahrung der Interessen der 
Mitglieder voraus (vgl. BGE 141 II 233 E. 4.2.2). Bei der angefochtenen Anordnung 
des DIEM handelt es sich um eine Massnahme zur Regulierung des Wolfsbestands. 
Sie regelt keine Rechtsbeziehungen, sondern stellt einen Auftrag an die zur 
Durchführung der Massnahme befugten Behörden dar (vgl. Art. 12 Abs. 2 JSG; SR 
922.0). Sie greift aber zulasten einer geschützten Tierart in die Natur ein. Zur 
Wahrung dieser öffentlichen Interessen hat der Gesetzgeber als Ausnahme vom 
Erfordernis eines eigenen schutzwürdigen Interesses das Recht der ideellen 
Verbandsbeschwerde nach Art. 12 ff. NHG geschaffen. Der Bundesrat hat in der 
Folge in der Verordnung über die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes 
sowie des Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen 
(USO; SR 814.076) abschliessend jene gesamtschweizerisch tätigen, rein ideelle 
Zwecke verfolgenden Organisationen bezeichnet, welche zur beschwerdeweisen 
Geltendmachung der öffentlichen Interessen des Natur- und Heimatschutzes 
berechtigt sind. Die Beschwerdeführerinnen gehören nachweislich keiner dieser 
gesamtschweizerisch anerkannnten, beschwerderechtlich privilegierten Umwelt-, 
Natur- oder Heimatschutzorganisationen an. 

Die besondere Betroffenheit der Beschwerdeführerinnen – aus welcher sie direkt 
ihre Beschwerdelegitimation herleiten – gründet im Wesentlichen darin, dass die 
minderjährige Tochter (geb._____2013) von den Auswirkungen der derzeitigen 
ökologischen Krise stärker betroffen sei als erwachsene Personen. Sie sei aus 
diesem Grund auf wirkungsvolle Mittel – wie ein Mitspracherecht und die 
Beschwerdelegitimation in Umweltangelegenheiten angewiesen, um bereits als 
Kind eine Trendwend erreichen zu können (vgl. Beschwerdeergänzung Rz. 24, S. 
13). Hinzu komme, dass das minderjährige Kind zusammen mit ihrer Mutter die 
Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität in einem anderen Masse 
wahrnähmen als die Allgemeinheit. Das Kind wachse bei einer Mutter auf, die von 
der X._____zeitung im Jahr 2022 als eine von Y.____ Frauen in einer Fotoreihe 
gezeigt worden sei, die als weibliche Persönlichkeit in der Schweiz für die 
Nachhaltigkeit von Bedeutung sei. Das minderjährige Kind werde in diesem 
Zusammenhang zu einem umweltbewussten Mädchen herangezogen. Fast 
tagtäglich werde in ihrem Zuhause über die Natur gesprochen. Dass 11-jährige Kind 
sei über ihre Mutter Mitglied der D._____ (_____) und bringe sich mit ihren Ideen 
auch im E._____ ein – zuletzt im Rahmen der Biodiversitätsinitiative und der 
Weltbiodiversitätskonferenz COP 16 im Jahr 2024 (Beschwerdeergänzung Rz. 26, 
S. 13). Die Beschwerdeführerinnen setzten sich auch aus wirtschaftlichen Gründen 
aktiv für die Eigenrechte der Natur ein. Der Schutz der Natur sei die 
Existenzgrundlage der Familie. Die Ankerkennung des Wolfes als Rechtssubjekt 

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eröffne den Beschwerdeführerinnen neue wirtschaftliche Möglichkeiten, die ihnen 
durch die Anerkennung der Eigenrechte der Wölfe und die geplanten Abschüsse 
ansonsten verwehrt blieben. Dem Kanton Graubünden würden pro Wolfsrudel 
60'000.00 Franken vom Bund zur Verfügung gestellt. Die Beschwerdeführerinnen 
möchten, dass der Kanton Graubünden das Geld für non-letale Massnahmen 
ausgäbe, von denen sie wirtschaftlich profitieren könnten. Die 
Beschwerdeführerinnen könnten beispielsweise die Organisation einer 
Schlichtungsverhandlung übernehmen oder anderweitige soziale Aktivitäten im 
Kanton Graubünden durchführen, da ein Teil ihrer Familie im Kanton Graubünden 
lebe sowie Mutter und Kind bereits Naturschutzaktivitäten im Kanton Graubünden 
durchgeführt hätten. Das DIEM schreibe non-letale Massnahmen zur Lösung des 
sozialen Konfliktes derzeit jedoch nicht aus, weil die Behörde die kurzfristige Lösung 
eines Abschusses gegenüber einer tragfähigen, non-letalen Lösung bevorzuge. 
Von den letalen Massnahmen des DIEM könnten die Beschwerdeführerinnen 
wirtschaftlich jedoch nicht profitieren. Sie seien keine Jägerinnen, ihre Expertise 
beschränke sich auf Schutzmassnahmen. Mutter und Kind seien darauf 
angewiesen, dass das DIEM auf Abschussmassnahmen verzichte, damit die 
Beschwerdeführerinnen eine reale Chance hätten, ihre Unterstützungsleistung bei 
der Bewältigung des sozialen Konflikts zur Verfügung zu stellen. Würden die 
betroffenen Wölfe des Kantons Graubünden abgeschossen, seien die 
Dienstleistungsangebote zum Schutz der betroffenen Wölfe obsolet 
(Beschwerdeergänzung Rz. 29, S. 14). Es könne von einem Kind nicht erwartet 
werden, dass dieses und seine gesetzliche Vertretung keine Gefühle gegenüber 
dem Wolf hegen dürften. Diese Gefühle und Empathie seien sehr stark. Der Wolf 
sei aufgrund der Lebensgeschichte der Mutter und des Kindes ein wichtiger 
Bestandteil der Familie. Die Beschwerdeführerinnen könnten ihre Gefühle für die 
Wölfe als gleichwertige Mitgeschöpfe nicht einfach so unterdrücken und tatenlos 
zuschauen, wie Lebewesen getötet würden. Diese Sichtweise würde ihnen die 
Menschlichkeit und ihre Würde rauben, da sie eine verantwortungsvolle und 
rücksichtsvolle Beziehung zur Natur und allen damit verbundenen Lebewesen 
aufbauen möchten (Beschwerdeergänzung Rz. 31, S. 15). In Bezug auf ihren 
eigenen Glauben, erachteten es die Beschwerdführerinnen als erwähnenswert, 
dass sie an die Wiedergeburt glaubten. Ihre Seelen würden eines Tages wieder in 
der Form eines Wolfes oder eines anderen Lebewesens auf diesen Planeten 
zurückkehren. Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass sie sich tatkräftig für 
die Natur einsetzten und das Leben auf diesem Planeten achten und zu schützen 
wüssten. Das minderjährige Kind und ihre Mutter möchten sicherstellen, dass sie 
ihre Aufgabe erfüllen könnten und dadurch das Recht auf Wiedergeburt erhielten. 
Die Vorstellung nach einem Ableben nicht wiederkehren zu können, weil niemand 

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ihnen das Recht zugestanden habe, die Wölfe vor dem sicheren Tod zu retten, sei 
schrecklich. Für die Beschwerdeführerinnen sei es von fundamentaler Bedeutung, 
dass die Behörden die Rechte von allen Lebewesen achteten und schützten. Nur 
so könnten die Beschwerdeführerinnen sicherstellen, dass sie in einer anderen 
Lebensform wiederkehren könnten und vor willkürlichen menschlichen Eingriffen 
durch die Anerkennung als Rechtssubjekt geschützt seien (Beschwerdeergänzung 
Rz. 32, S. 16).

Was die Beschwerdeführinnen zu ihrer (angeblich) besonderen Betroffenheit 
vorbringen, ist nach Art. 50 VRG nicht ausreichend, um zur Beschwerdeerhebung 
legitimiert zu sein. Die Tatsache, dass die Tochter B._____ noch minderjährig ist 
und daher erfahrensgemäss eine längere Lebenserwartung als bereits erwachsene 
Personen hat, reicht für sich alleine noch nicht aus, um auf den Abschuss von 
Wölfen und damit einer beabsichtigen Dezimierung dieses Wildtieres zu verzichten, 
da die persönliche Lebensqualität der Tochter dadurch nicht berührt wird und sie 
daher davon nicht mehr betroffenen ist als andere Tier- und Wolfsfreunde. Dasselbe 
gilt für Mutter A._____, welche unbestritten für ihre nachhaltige und sorgsame 
Lebenshaltung gegenüber der Natur und der Umwelt von den Medien bereits 
ausgezeichnet wurde. Dieser Umstand ist sehr löblich und unterstreicht das 
ernstgemeinte Engagement für den Erhalt unseres Planeten. Eine grössere 
Betroffenheit für die Zukunft und das Wohlergehen der Tierwelt im Kanton 
Graubünden – insbesondere dem Schutz des Wolfes auf Alp- und Schafweiden im 
Berggebiet – im Vergleich zu anderen Menschen lässt sich daraus für die besorgte 
Mutter aber nicht herleiten. Dasselbe gilt noch mehr, sofern sich die 
Beschwerdführerinnen einen besonderen finanziellen Vorteil vom Verzicht auf den 
Abschuss der Wölfe und ihrer ersatzweise angebotenen non-letalen Lösungen 
seitens der zuständigen Behörden erhoffen. Rein kommerzielle Motive mögen die 
Beschwerdebefugnis ebenfalls nicht zu begründen, da es sich beim Abschuss der 
Wölfe um eine behördliche Anweisung handelt, die aufgrund einer umfassenden 
Güterabwägung im öffentlichen Interesse getroffen wurde. Der Status oder die 
Rechtsstellung der Beschwerdführerinnen wird davon nicht im geringsten mehr als 
bei unbeteiligten Drittpersonen berührt, weshalb sie auch nicht 
beschwerdelegitmiert sind. Es liegt vielmehr eine Popularbeschwerde vor, die nicht 
Gegenstand eines Verfahrens vor dem Obergericht sein kann. Daran ändert auch 
der Hinweis auf Zugehörigkeit und Mitgliedschaft bei der D._____ (_____) bzw. die 
E._____ nichts, da diese Vereinigung nicht zu den gesamtschweizerisch 
anerkannnten, beschwerderechtlich bevorzugt behandelten Umwelt-, Natur- oder 
Heimatschutzorganisationen zählt. Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerinnen 
in eigenem Namen und für ihr zukünftiges Wohlbefinden (bei einer 

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Wiedergeburt/Reinkarnation) kann daher zum voraus nicht eingetreten werden, weil 
diese Gründe nicht von Art. 50 VRG miterfasst werden. Im Übrigen kann dazu 
vorbehaltlos auf die schon zutreffenden Erwägungen im Entscheid des 
Verwaltungsgericht St. Gallen vom 19. April 2024 (Fall.Nr. B 2024/20 E. 3, S. 6-10, 
einschliesslich der dort zitierten Rechtsprechung) verwiesen werden. 

4. Soweit die Beschwerdeführerinnen zudem als selbst ernannte 
Interessensvertreterinnen der Wölfe in diesem Verfahren auftreten, kann ihnen die 
erforderliche Beschwerdebefugnis hierfür gemäss Art. 50 VRG ebenfalls nicht 
zugebilligt werden. Die Voraussetzung für die Beteiligung an einem Verwaltungs- 
und anschliessenden Rechtsmittelverfahren ist immer die Parteifähigkeit des 
Rechtssuchenden. Träger dieser Rechtsposition können aber einzig Menschen, 
nicht jedoch auch Tiere sein. Im Jahre 2003 wurde zwar eine Verbesserung der 
Rechtsstellung der Tiere eingeführt (vgl. Art. 641a ZGB [SR 210]), wonach diese ab 
sofort im Zivil- und Strafrecht nicht mehr wie (seelenlose) Sachen zu behandeln 
seien. Art. 641a Abs. 2 ZGB präzisiert dazu allerdings noch: "Soweit für Tiere keine 
besonderen Regelungen bestehen, gelten für sie die auf Sachen anwendbaren 
Vorschriften." Eine neue juristische Kategorie wurde damit jedoch nicht geschaffen. 
Im Besonderen wurde die Rechtsstellung der Tiere nicht an jene der Menschen 
angeglichen und somit auch nicht die Parteifähigkeit von Tieren neuerdings 
eingeführt. Auch aus der Bundesverfassung lässt sich keine Parteistellung der Tiere 
herleiten. Aus deren Präambel, welche die Verantwortung gegenüber der 
Schöpfung nennt, können weder verfassungsmässige Ansprüche noch 
Bundeskompetenzen oder Gesetzgebungsaufträge abgeleitet werden, die vor 
Gericht durchgesetzt werden könnten. Art. 120 Abs. 2 BV setzt im Zusammenhang 
mit der Bundeskompetenz zum Erlass von Vorschriften im Bereich der 
Gentechnologie im Ausserhumanbereich die Würde der Kreatur als etwas 
Existierendes voraus (vgl. BGE 135 II 384 E. 3.1). Die Würde der Kreatur ist aber 
nicht mit der Menschenwürde als Prinzip und Ausgangspunkt der 
Bundesverfassung gleichzusetzen. Art. 80 BV regelt einzig die Kompetenz des 
Bundes zum Erlass von Vorschriften zum Schutz der Tiere und ist demnach – 
zusammen mit Art. 120 Abs. 2 BV - verfassungsrechtliche Grundlage des 
Tierschutzgesetzes (TSchG; SR 455).          

Weitergehende Verpflichtungen zur Einräumung der Parteifähigkeit von Tieren 
ergeben sich auch nicht aus dem für die Schweiz verbindlichen Völkerrecht. Dies 
gilt sowohl für das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt, abgeschlossen in 
Rio de Janeiro am 5. Juni 1992 (SR 0.451.43; speziell Art. 6), als auch für das 
Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und 

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Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, abgeschlossen in Bern am 19. September 
1979 (SR 0.455) Art. 2 und Art. 6. Entgegen der Rechtsauffassung der 
Beschwerdeführerinnen kommt den Wölfen keine Parteifähigkeit zu. Sie sind weder 
rechts- oder parteifähig, noch sind sie handlungs- oder prozessfähig. Den 
Beschwerdeführerinnen ist daher die Rechtsmittelbefugnis abzusprechen, die 
Wölfe vor Gericht vertreten zu können. Auf die Beschwerde kann mangels Partei- 
und Pozessfähigkeit der Wölfe daher ebenfalls nicht eingetreten werden (vgl. 
Entscheid B 2024/20 E. 4, S. 10-13; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden U 16 15 vom 18. Februar 2016, bestätigt in BGer 2C_258/2015 vom 
21. März 2016). 

5. Zum eingereichten Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Prozessführung vom 31. Oktober 2024 der Beschwerdeführerinnen gilt es 
festzuhalten, dass Art. 76 Abs. 1 VRG diese Rechtswohltat lediglich dann vorsieht, 
wenn die Gesuchsteller nicht über die erforderlichen Mittel für die Führung eines 
Prozesses verfügen und der Rechtsstreit nicht offensichtlich mutwillig oder von 
vornherein aussichtslos ist. Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen 
die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die 
deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren 
nicht als aussichtslos, wenn sich die Gewinnaussichten und Verlustgefahren 
ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. 
Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei 
vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll 
einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht 
deshalb anstrengen können, weil er sie – zumindest vorläufig – nichts kostet (vgl. 
BGE 142 III 138 E. 5.1, 138 III 217 E. 2.2.4).

Im konkreten Fall ist die finanzielle Bedürftigkeit der Beschwerdeführerinnen 
angesichts der in diesem Zusammenhang zustellten Unterlagen und Dokumente 
(vgl. im Sachverhalt lit. H hiervor) prima vista erstellt. Die weitere 
Leistungsvoraussetzung der nicht im Voraus offensichtlichen "Aussichtslosigkeit" 
des Beschwerdeverfahren ist aber klarerweise nicht erfüllt, weshalb die Gewährung 
dieser Rechtswohltat entfallen muss. Die Beschwerdeführerinnen hatten 
nachweislich Kenntnis vom wegweisenden und nahezu gleichgelagerten Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen und dessen Ausgang 
(Entscheid Fall B 2024/20). Ihnen musste daher – auch wenn dieser Entscheid noch 
vor Bundesgericht hängig ist – zumindest bewusst sein, dass sie wohl keine 
Chancen auf einen Erfolg hätten (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

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Graubünden U 16 15 vom 18. Februar 2016, bestätigt in BGer 2C_258/2015 vom 
21. März 2016).

6. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten 
gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG der erziehungsberechtigten Mutter A._____ 
aufzuerlegen, welche auch für die Kosten ihrer unmündigen Tocher aufzukommen 
hat. Der Einzelrichter erachtet dabei eine Staatsgebühr von CHF 400.00 (zzgl. 
Kanzleiauslagen gemäss Art. 75 VRG) als dem Arbeits- und Zeitaufwand des 
Verfahrens angemessen und gerechtfertigt. Aussergerichtlich wird dem 
Beschwerdegegner keine Parteientschädigung zugesprochen, da er bloss im 
Rahmen seines amtlichen Wirkungskreises tätig wurde (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).    

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 400.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 256.00

Total CHF 656.00

gehen zulasten von A._____.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]