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**Case Identifier:** ce9c2c35-b4af-576b-8ff8-6cee09f9e9dd
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.10.2018 720 18 85/282
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-18-85-282_2018-10-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  18. Oktober 2018 (720 18 85 / 282) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung  

 

 

Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 
4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Die 1963 geborene A.____ absolvierte die Primar- und Sekundarschule und schloss in 
der Folge eine Berufslehre zur Verkäuferin ab. Nach Lehrabschluss war sie bei verschiedenen 
Arbeitgebern als Verkäuferin tätig, bis sie im Jahr 1990 eine Anstellung in einer Bank fand und 
dort als Sachbearbeiterin arbeitete. Nachdem A.____ auch für eine Krankenkasse als Sachbe-
arbeiterin tätig gewesen war, arbeitete sie zuletzt bei der B.____. Dort sei sie aber massiv über-
fordert gewesen, was zur Krankschreibung und im Jahr 2009 schliesslich zur Kündigung geführt 
habe. Am 30. Juni 2014 meldete sich A.____ unter Hinweis auf Schmerzen und Beschwerden 

 

 
 
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in der rechten Hand bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an. Nach Prüfung beruflicher Mass-
nahmen und Abklärung der gesundheitlichen Beschwerden lehnte die IV-Stelle nach durchge-
führtem Vorbescheidverfahren einen Rentenanspruch von A.____ bei einem Invaliditätsgrad 
von 22 % mit Verfügung vom 2. Februar 2018 ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel Altermatt, am 7. 
März 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, neue medizinische Abklärungen vorzunehmen; 
unter o/e-Kostenfolge. Des Weiteren wurde die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
beantragt.  
 
C.  Mit Schreiben vom 9. April 2018 zog die Beschwerdeführerin ihren Antrag um unent-
geltliche Rechtspflege zurück.  
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 25. April 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin, die 
Beschwerde sei abzuweisen.  
 
E. Mit Schreiben vom 20. August 2018 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbe-
gehren und Ausführungen in ihrer Beschwerde fest.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde der Versicherten ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 

 

 
 
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langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belas-
tenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zu-
kommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit 
Art. 4 Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und 
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert 
schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls 
bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens wil-
lensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 
127 V 299 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeein-
trächtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person 
nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vo-
raussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 
E. 4c in fine). 
 
3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 30 E. 1). 
 

 

 
 
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4. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich bildet die Fra-
ge, in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen arbeitsunfähig ist.  
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unter-
lagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zu-
gemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 
Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte 
von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, 
dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die 
unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einer-
seits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-

 

 
 
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seits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, 
ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 
Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewür-
digt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit 
Hinweisen). 
 
5. Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-
führerin liegen im Wesentlichen folgende ärztliche Unterlagen vor: 
 
5.1 Mit Bericht vom 15. April 2015 hält Dr. med. C.____, Leitende Ärztin Handchirurgie, 
X.____-Spital, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: 
 
 1. Bandlaxität bei höchstens minimalen degenerativen Veränderungen am Daumen- 

und Sattelgelenk rechts 
 2. Verdacht auf stattgehabte Partialruptur des ulnarseitigen Bandapparates MP-Gelenk 

Daumen rechts ohne erinnerliches Trauma 
 3. Persistierende Parästhesien bei Status nach Dekompression Carpaltunnel rechts im 

Februar 2013 und links im Juli 2014 und Status nach Ringbandspaltung A1 am 
Daumen rechts im Februar 2013 

 
Dr. C.____ hält eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit Februar 2013 fest. Zum Belastungsprofil 
führt sie aus, dass die Beschwerdeführerin theoretisch in einer manuell nicht belastenden Arbeit 
zumindest teilweise arbeitsfähig sei. Längeres Schreiben sei nicht möglich, weshalb eine Büro-
arbeit kaum in Frage komme, theoretisch wären vor allem Überwachungsarbeiten möglich. 
Leichtere, wechselnde Belastung der Hände seien sicher möglich, allerdings kein Heben 
schwerer Lasten, keine repetitiven Tätigkeiten, kein längeres Schreiben. 
 
Mit Arztbericht vom 20. Januar 2016 berichtet Dr. C.____ von einer Operation am rechten 
Daumen vom 13. Oktober 2015. Die Beschwerdeführerin habe drei Monate nach der Operation 
nach wie vor Schmerzen, sobald sie den Daumen etwas mehr bewege und versuche, ihn zu 
belasten. 
 
5.2 Am 13. Juli 2017 erstatten Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und 
Dr. med. E.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, ein bidisziplinäres Gutachten. Als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit werden chronische Beschwerden an den 
Händen beidseits, rechts ausgeprägter als links 
 - St. n. extendierender Osteotomie nach Wilson Metacarpale I rechts und modifizier-

ter Bandplatik nach Brunelli Damensattelgelenk rechts sowie Straffung des ulnaren 
Seitenbandes Daumen-MP-Gelenk rechts am 13.10.2015 bei beginnender Arthrose 
Daumensattel- und Grundgelenk rechts bei zusätzlich bestehender Bandlaxität 

 

 
 
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 - St. n. Carpaltunnel-Dekompression rechts sowie Ringband-Dekompression A1 Dig. I 
rechts am 7.2.2013 wegen Carpaltunnelsyndrom und Tenovaginitis stenosans Dig. I 
rechts mit protrahiertem Heilungsverlauf 

 - St. n. Carpaltunnel-Dekompression links vom 28.07.2014 wegen Carpaltunnelsyn-
drom 

 - V. a. chronische Schmerzproblematik mit möglicher Schmerzverarbeitungsstörung 
und Selbstlimitierung, soziale Rehabilitationshindernissen 

angegeben. 
 
Zur Arbeitsfähigkeit wird festgehalten, dass aus psychiatrischer Sicht die bisherige angestamm-
te wie auch eine alternative Tätigkeit im vollen Umfang möglich sei.  
 
Aus rheumatologischer Sicht bestehe für die angestammte Tätigkeit als Sachbearbeiterin ab 
dem Zeitpunkt des Abschlusses der handchirurgischen Betreuung, also ab Mitte Februar 2017 
eine 50%ige Restarbeitsfähigkeit bei zuvor 100 % Arbeitsunfähigkeit ab 7. Februar 2013. Be-
züglich sämtlicher anderweitiger Verweistätigkeiten, ohne oder nur mit geringer manueller Be-
lastung, insbesondere Betätigung des rechten Daumens, bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit 
ohne zusätzliche Leistungseinbusse. 
 
5.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. F.____, FMH Physikalische und Rehabilitative Medizin, hält 
mit Bericht vom 18. Juli 2017 fest, dass aufgrund des Gutachtens das Belastungsprofil der Ver-
weistätigkeit so sei, dass dieses einer Tätigkeit entspreche ohne repetitive manuelle Belastun-
gen insbesondere des rechten Daumens, d.h. ohne feinmotorische Aufgaben mit Notwendigkeit 
des Pinzettengriffs, ohne Haltegriffe mit Kraftaufwand. So seien Tätigkeiten wie Katzen- und 
Hundesitting, was bereits schon von der Beschwerdeführerin praktiziert worden sei, ganztags 
ohne Einschränkungen durchführbar. In einer derartigen Verweistätigkeit bestehe eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit. Des Weiteren führt Dr. E.____ aus, auf das bidisziplinäre Gutachten von 
Dr. E.____ und Dr. D.____ könne abgestellt werden.  
 
Mit einem weiteren Bericht nimmt Dr. E.____ am 4. Januar 2018 zu den Einwendungen im Vor-
bescheidverfahren Stellung und hält fest, dass der Rheumatologe Dr. E.____ aufgrund seiner 
Ausbildung und klinischer Erfahrung fachkompetent sei in der Beurteilung der Funktionsfähig-
keit des gesamten Bewegungsapparats. Der Unterschied zwischen dem Rheumatologen und 
dem Handchirurgen liege im therapeutischen Ansatz. Handchirurgen würden operieren, Rheu-
matologen dagegen würden konservativ behandeln. Versicherungsmedizinisch bestehe keine 
Indikation neben der bereits durchgeführten rheumatologischen Begutachtung auch noch eine 
handchirurgische Begutachtung zu veranlassen.  
 
6. Im vorliegenden Fall ist streitig, ob sich die IV-Stelle zu Recht auf die Beurteilung im 
rheumatologischen Gutachten von Dr. E.____ abgestützt hat. Die psychiatrische Beurteilung im 
Gutachten von Dr. D.____ wird nicht beanstandet, so dass auf die psychiatrische Gesundheits-
problematik nicht eingegangen werden muss. Die IV-Stelle ging demzufolge davon aus, dass 
die Beschwerdeführerin in einer angepassten Verweistätigkeit ohne repetitive manuelle Belas-
tung zu 100 % arbeitsfähig sei.  

 

 
 
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6.1 Die Beschwerdeführerin bringt im Wesentlichen vor, dass eine handchirurgische Be-
gutachtung hätte vorgenommen werden müssen. Die rheumatologische Einschätzung von 
Dr. E.____ erweise sich als nicht rechtsgenüglich. Es seien keine genauen Untersuchungen der 
Hände erfolgt, so würden z.B. detaillierte Angaben über die Beweglichkeit der einzelnen Gelen-
ke und Schmerzlokalisationen fehlen.  
 
Die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwände überzeugen nicht. Vorweg kann fest-
gehalten werden, dass der rheumatologische Gutachter eine ausführliche Anamnese vorge-
nommen hat. Er hält in Bezug auf den hier interessierenden rechten Daumen die Einschrän-
kung der Flexion wie auch der Extension in Graden fest. Auch wurde der Faustschluss dyna-
mometrisch gemessen und in diesem Zusammenhang hält Dr. E.____ fest, dass sich sowohl 
bei der Begrüssung wie auch bei der Verabschiedung ein insgesamt kräftiger Händedruck ge-
zeigt habe, was in einer gewissen Diskrepanz zu den klinisch fassbaren Befunden stehe. Mit 
diesen detaillierten Ausführungen auf Seite 13 und 14 im Gutachten setzt sich die Beschwerde-
führerin nicht auseinander, sondern begnügt sich lediglich damit, geltend zu machen, dass es 
an einer handchirurgischen Abklärung mangle. Diesbezüglich ist noch anzumerken, dass keine 
Stellungnahme der handchirurgischen Abteilung des X.____-Spitals vorliegt, die allenfalls Ein-
wände gegen die rheumatologische Beurteilung liefern würde.  
 
6.2 Als weiteres Argument bringt die Beschwerdeführerin vor, dass die Einschätzung der 
aus der Funktionseinschränkung des rechten Daumens resultierenden Arbeitsfähigkeit nicht 
nachvollzogen werden könne. Es sei widersprüchlich, wenn der rheumatologische Gutachter 
angesichts der Funktionseinschränkung des rechten Daumens der Beschwerdeführerin eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zumute.  
 
Die IV-Stelle weist diesbezüglich zu Recht darauf hin, dass im vorliegenden Fall die Einschät-
zungen von Dr. E.____ hinsichtlich der Verweistätigkeit und nicht der angestammten Tätigkeit 
entscheidend sei.   
 
6.3  Insgesamt ist festzuhalten, dass die Beurteilung von Dr. E.____ durchaus detailliert, 
nachvollziehbar und überzeugend ausgefallen ist, auch was die Genauigkeit der Beschreibung 
der Verweistätigkeit anbelangt. Diesbezüglich hält Dr. E.____ fest, dass feinmotorische manuel-
le Tätigkeiten wie Pinzettengriff und ähnliche Funktionen und auch repetitiv manuelle Belastun-
gen mit Benützen des Daumens und Durchführen eines vermehrten manuellen Kraftaufwandes 
nur noch deutlich eingeschränkt möglich seien. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit hat 
Dr. E.____ eine Differenzierung insoweit vorgenommen, als er eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 
angenommen hat, unter der Voraussetzung, dass die Beschwerdeführerin ihre Arbeit nicht aus-
schliesslich am PC auszuführen hat. Auch die Tatsache, dass der Konsensteil des Gutachtens 
knapp ausgefallen ist, vermag nichts an der Aussagekraft des Gutachtens zu ändern, da bei der 
hier vorliegenden Konstellation das rheumatologische Teilgutachten massgebend ist.  
 
In Bezug auf die – vorliegend massgebliche – Verweistätigkeit hält Dr. E.____ fest, dass für 
jegliche Tätigkeiten ohne repetitive manuelle Belastung die Beschwerdeführerin vollumfänglich 

 

 
 
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arbeitsfähig ist. Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass sie sich zwischenzeitlich 
auch vermehrt mit Katzen- und Hundesitting im Rahmen von Ferienvertretungen beschäftige; 
derartige Tätigkeiten – wie auch andere leidensadaptierte Tätigkeiten ohne manuelle repetitive 
Belastung der rechten Hand – seien aus rheumatologischer Sicht weiterhin uneingeschränkt 
und vollumfänglich möglich. Auch im Konsensteil wird ausgeführt, dass bezüglich Verweistätig-
keiten ohne oder nur mit geringer manueller Belastung, insbesondere Betätigung des rechten 
Daumens, eine volle Arbeitsfähigkeit ohne zusätzliche Leistungseinbusse bestehe.  
 
Zusammenfassend ist demzufolge festzuhalten, dass das rheumatologische Teilgutachten und 
damit auch das bidisziplinäre Gutachten von Dr. D.____ und Dr. E.____ nicht zu beanstanden 
sind, zumal keine konkreten Indizien gegen das verwaltungsexterne Gutachten vorliegen, ins-
besondere auch keine vom Gutachten divergierenden Stellungnahmen von behandelnden Ärz-
ten (vgl. oben E. 4.3).  
 
7. Der von der IV-Stelle vorgenommene Einkommensvergleich wird von der Beschwerde-
führerin zu Recht nicht beanstandet. Die IV-Stelle hat das Valideneinkommen korrekterweise 
unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundes-
amtes für Statistik festgesetzt, da die Beschwerdeführerin ihre letzte Stelle nicht wegen Krank-
heit, sondern wegen Mobbings verloren hat. Im Übrigen ist ihr Einkommen gemäss IK-Auszug 
deutlich geringer als das ihr von der IV-Stelle gutgeschriebene Valideneinkommen von 
Fr. 68‘923.--. Ebenfalls mittels LSE wurde das Invalideneinkommen festgesetzt und mit 
Fr. 54‘162 eingesetzt (LSE 2014 TA1, Sektor Total, Kompetenzniveau 1). Die IV-Stelle hat kei-
nen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen vorgenommen, was vorliegend grund-
sätzlich denkbar wäre. Selbst wenn jedoch von einem – hier maximal vertretbaren – Abzug von 
15 % ausgegangen würde, würde dies am Ergebnis nichts ändern, da dennoch ein IV-Grad von 
unter 40 % resultieren würde.  
 
8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochte-
nen Verfügung vom 2. Februar 2018 einen Rentenanspruch der Versicherten zu Recht abge-
lehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, weshalb sie ab-
gewiesen werden muss.  
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos-
ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 800 Franken fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Par-
tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. Die ausserordentlichen Kosten sind 
dem Prozessausgang entsprechend wettzuschlagen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostvorschuss in 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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