# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 02569487-cc4a-5d27-abbe-fda96d292098
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 02.09.2010 S 2010 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2010-47_2010-09-02.pdf

## Full Text

S 10 47

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 2. September 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. a) Der heute 41-jährige … (geb. ...1969) arbeitete als Zimmermann für die … AG 

und war durch diese Arbeitgeberin obligatorisch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle 

versichert. Am 28.08.2006 erlitt der Versicherte einen Arbeitsunfall, als ihm 

beim Schneiden eines Holzbalkens ein abgeschnittener Balken gegen den 

rechten Unterarm schlug, was eine Prellung am rechten Unterarm 

verursachte. Zwei Tage später nahm der Versicherte seine Arbeit wieder auf.

b) Am 21.07.2007 rutsche der Versicherte im Badezimmer eines Hotels in … aus 

und stürzte auf den linken Arm. Er wurde darauf gleichentags noch ambulant 

im Spital … behandelt, wo ihm folgende Diagnose gestellt wurde: AC-

Gelenks-Luxation Rockwood III; 100% arbeitsunfähig. Es folgten weitere 

Behandlungen in Deutschland, wobei der behandelnde Arzt, Dr. med. …, 

Röntgenaufnahmen und ein MRT der linken Schulter beim Versicherten 

veranlasste.

c) In den Attesten des Kreisarztes Dr. med. … vom 19.12.2007 und des Dr. med. 

… vom 31.01.2008 wurde dem Versicherten folgende Arbeitsfähigkeit 

bescheinigt: Ab dem 01.02.2008 50% arbeitsfähig für leichte, adaptierte 

Tätigkeiten; ab dem 25.02.2008 wieder 100% arbeitsfähig.

d) Ab dem 29.02.2008 begab sich der Versicherte in die ärztliche Behandlung 

bei Dr. med. …, welcher ihm eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestierte. Die 

Diagnose des Arztes lautete: Zunahme der Beschwerden im Bereich des AC-

Gelenkes sowie im Schultergelenk links nach AC-Gelenksprengung und 

Tossy III und – als Nebendiagnose – älterer Bandscheibenprolaps im Bereich 

LWK 4/5 mit akuter Schmerzsymptomatik sowie schmerzhaftes 

prallelastisches Ganglion am Handgelenk links.

e) Im Bericht vom 06.05.2008 stellte der Kreisarzt Dr. med. … was folgt fest: 

Funktionelle Beschwerden an der linken Schulter nach Luxation. Zudem ein 

chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom auf der Basis einer 

Protrusion L4/5 und L5/S1 mit Krankheitswert, wobei eine Unfallkausalität 

möglich sei. Ferner diagnostizierte er zwei volare Ganglien mit 

Krankheitswert, deren Unfallkausalität er aber verneinte. Nach seiner 

Beurteilung sei der Versicherte ab 01.05.2008 wieder zu 100% arbeitsfähig.

f) In seinem Bericht vom 28.08./04.09.2008 hielt der Kreisarzt Dr. med. … fest, 

das AC-Gelenk sei stabil. Aufgrund objektivierbarer Befunde sei eine 

ganztätige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer adaptierten Tätigkeit 

ab sofort zu attestieren. Das Ganglion an der Hand rechts und die 

degenerativen Beschwerden an der Lendenwirbelsäule (LWS) seien nicht 

unfallkausal. Der Versicherte wünsche keinen operativen Eingriff an der 

rechten Schulter, weshalb der Fallabschluss erfolgen könne.

g) Mit Verfügung vom 18.09.2008 teilte die SUVA dem Versicherten mit, dass 

keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorlägen. Die noch 

geklagten Beschwerden seien organisch als Unfallfolge nicht erklärbar. Daher 

werde die Einstellung der Versicherungsleistungen per 18.09.2008 mit dem 

Vermerk verfügt, dass ein Rückfall gemeldet werden könne, falls später ein 

arthroskopischer Eingriff an der linken Schulter gewünscht sei. Die Rücken- 

und Handbeschwerden rechts seien weder eine Unfallfolge des Arbeitsunfalls 

vom 28.08.2006 noch vom Sturzunfall am 21.07.2007. Mangels Erfüllung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs bestehe kein Anspruch auf weitere 

Leistungen.

h) In der dagegen erhobenen Einsprache brachte der Versicherte vor, dass es 

nicht richtig sei, dass er keinen operativen Eingriff wünsche. Er habe stets 

versucht, so schnell wie möglich operiert zu werden. Laut Operationsbericht 

vom 11.12.2008 (Dr. med. …) wurde beim Versicherten eine arthroskopische 

Akromioklavikulargelenksresektion mit Bursektomie und eine arthroskopische 

Akromioplastik durchgeführt.

i) Daraufhin teilte die SUVA dem Versicherten am 06.02.2009 den Rückzug der 

angefochtenen Verfügung vom 18.09.2008 mit. Weiter stellte sie ihm 

rückwirkend die Taggeld- und Heilkostenleistungen für die 

Schulterbeschwerden links bis zum definitiven Fallabschluss in Aussicht. 

Ferner teilte sie ihm mit, dass die Behandlungskosten für die psychischen 

Leiden und die Beschwerden an der rechten Hand und am Rücken 

übernommen würden, jedoch ohne Anerkennung einer Rechtspflicht. Zu 

gegebener Zeit werde dann noch der Fallabschluss geprüft.

j) Es folgten zahlreiche ärztliche Abklärungen über den Gesundheitszustand 

und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten (so kreisärztliche Beurteilungen vom 

05.01.2009 und 13.03.2009; Berichte über die stationären Aufenthalte in der 

psychiatrischen Abteilung Schlosspark Klinik Berlin vom 10.07.2009 und in 

der Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie Marien-Hospital 

Euskirchen vom 21.04.2009; Abklärungsberichte der behandelnden 

Psychiater … vom 07.08.2009, Adenacker vom 16.07.2009 und Richter vom 

25.08.2009, des Hausarztes Dr. med. … vom 29.06.2009 und die 

psychiatrischen Beurteilungen von Dr. med. …, Versicherungspsychischer 

Dienst SUVA, vom 31.03.2009, 14.07.2009 und 04.08.2009 – worin vermerkt 

wurde, dass initial keine psychiatrische Problematik erkennbar sei, sondern 

erstmals über ein Jahr nach dem Unfall eine depressive Symptomatik mit 

möglicher Teilkausalität aufgetreten sei. Die Alkoholproblematik sowie die 

allfällige Persönlichkeitsstörung seien hingegen nicht unfallkausal).

k) Am 23.09.2009 führte der Kreisarzt Dr. med. … die Abschlussuntersuchung 

durch. Im Abklärungsbericht vom 24.09.2009 führte er dazu aus, dass die 

klinische Untersuchung ein reizloses AC-Gelenk gezeigt habe, wobei laut 

Angaben des Versicherten kein Druckschmerz bestehe. Subjektiv habe er 

aber Schmerzen. Die Befunde der Kraftmessung seien inkonsistent, so dass 

hier auf eine Selbstlimitierung/Aggravation zu schliessen sei. Die Angaben 

bezüglich der Verletzung des rechten Handgelenks könnten anhand der 

klinischen Befunde nicht nachvollzogen werden. In der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung wurde erwähnt: Aufgrund der 

objektivierbaren Befunde sei seitens des linken AC-Gelenks wieder eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit gegeben. Eine Verletzung des rechten 

Handgelenks sei klinisch nicht ausgewiesen. Eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollziehbar. Das in der Zwischenzeit operierte 

Ganglion am Handgelenk rechts sei nicht unfallbedingt. Ebenso seien die 

LWS-Beschwerden nicht unfallbedingt, sondern degenerativer Natur bzw. auf 

die Dekonditionierung zurückzuführen. Aus psychischer Sicht sei bereits 

durch Dr. med. … Stellung genommen worden. Weitere medizinische 

Massnahmen seien unfallbedingt nicht indiziert. Es bestehe kein Anspruch auf 

eine Integritätsentschädigung. Sodann wurde der Versicherte noch auf das 

lebenslange Rückfallmelde- und Behandlungsrecht hingewiesen.

l) Mit Verfügung vom 28.09.2009 teilte die SUVA dem Versicherten erneut mit, 

dass keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen mehr vorlägen. Die noch 

geklagten Beschwerden seien als Unfallfolgen vom 21.07.2007 nicht mehr 

erklärbar. Dafür seien psychische und andere unfallfremde Folgen 

verantwortlich. Namentlich die Beschwerden an der rechten Hand, am linken 

Ellenbogen und am Rücken (LWS) seien nicht überwiegend wahrscheinlich 

Folgen oder Teilfolgen des Unfalls vom 21.07.2007 oder desjenigen vom 

28.08.2006. Ein adäquater Kausalzusammenhang sei klar zu verneinen. Die 

stationären Aufenthalte vom 05.11.-13.11.2008 und vom 11.03.-17.04.2009 

seien unbegründet gewesen. Die Einstellung der Versicherungsleistungen per 

28.09.2009 sei daher gerechtfertigt. Es bestehe somit weder ein Anspruch auf 

eine Rente aus UVG noch auf eine Integritätsentschädigung, da an der 

Schulter links keine erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität 

(Einbusse Lebensqualität) nachgewiesen sei.

m) Mit Einspracheentscheid vom 10.02.2010 bestätigte die SUVA die 

angefochtene Verfügung vom 28.09.2009 nochmals ausdrücklich.

2. Dagegen erhob der Versicherte am 08.03./22.03.2010 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem sinngemässen 

Begehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheides samt der diesem 

zugrundeliegenden Leistungseinstellungsverfügung. Zur Begründung wurde 

im Wesentlichen vorgebracht, dass der von der Vorinstanz angenommene 

Sachverhalt nur teilweise der Wahrheit entspreche. Dasselbe gelte auch für 

die Erwägungen. Auf seine Forderungen – Herausgabe von Zahlungen und 

Rechnungen -, welche er in den letzten Schreiben jeweils gefordert habe, sei 

nicht eingegangen worden. Er verlange weiterhin die ihm geschuldeten 

Taggeldleistungen vom 15.09.-09.12.2008 und vom 19.08.- 06.09.2009; 

ferner die Rückerstattung der Fahrtkosten zum Arzt und zur Physiotherapie 

sowie alle anderen Ansprüche, die ihm von Gesetzes wegen zustünden. Die 

Kosten des Vollstreckungsentscheids, welcher durch die SUVA verursacht 

worden sei, hätten sich auf 263.44 Euro belaufen. Er leide immer noch unter 

schweren Depressionen. Er überlebe diese Situation (Suizidgefahr) nur, weil 

ihm die Freundin und die Familie alles abnehme. Er habe die Therapien beim 

Psychologen aus finanziellen Gründen (Zahlungsängste) abbrechen müssen.

3. In ihrer Vernehmlassung (Beschwerdeantwort) beantragte die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids samt der diesem zugrunde liegenden 

Einstellungsverfügung. Zur Begründung machte sie geltend, dass es zunächst 

fraglich sei, ob die Beschwerde den Voraussetzungen gemäss Art. 61 lit. b 

ATSG überhaupt genüge. Die Bestreitung des Sachverhalts sei zu pauschal 

und für die aufgeführten Forderungen fehle es an der Begründung. Der 

Verweis auf bisher verfasste Schreiben genüge dazu nicht. Selbst wenn 

jedoch die Beschwerde zulässig wäre, könnte nicht auf alle Forderungen 

eingegangen werden. Anfechtungsgegenstand sei einzig der Inhalt des 

Einspracheentscheids bzw. der Verfügung vom 28.09.2009. Der 

Beschwerdeführer äussere sich nicht konkret, welche Teile des Sachverhalts 

er bestreite und was korrekt wäre. Eine fundierte Stellungnahme sei für sie 

deshalb gar nicht möglich. Zudem sei die Begründung im angefochtenen 

Einspracheentscheid korrekt und somit zu bestätigen.

4. In der Replik vom 21.06.2010 ergänzte der Beschwerdeführer noch, dass er 

die Arbeit nach dem Unfall nur deshalb bereits nach zwei Tagen wieder 

aufgenommen habe, weil er Angst vor dem Verlust der Stelle gehabt habe. 

Zum Glück habe er – unter Schmerzen – einer leichten Tätigkeit nachgehen 

können. Der Kreisarzt Dr. med. … habe ihn ab 25.02.2008 zu 100% 

arbeitsfähig eingestuft, obwohl die AC-Gelenksprengung nicht verheilt sei. Er 

habe erst dann einen Operationstermin erhalten, als ihn Dr. med. … ab 

29.02.2008 zu 100% arbeitsunfähig taxiert habe. Die Rückenschmerzen seien 

nicht durch den Bandscheibenprolaps, sondern durch die Tossy III 

(Schultergelenksprengung) verursacht worden. Weil er den linken Arm nicht 

habe nutzen können, sei der rechte Arm überlastet worden, was zu einer 

Gesundheitsverschlechterung am rechten Handgelenk geführt habe. Die 

stationären Aufenthalte im Schlosspark der Klinik Berlin und im Marien-

Hospital Euskirchen seien begründet gewesen, weil er wegen schwerer 

Depressionen akut suizidgefährdet gewesen sei. Dass er aufgrund der 

Unfallfolgen depressiv geworden sei, könne nicht ausgeschlossen werden. 

Die unregelmässigen Zahlungen bzw. Leistungsvergütungen durch die 

Vorinstanz hätten sich ebenfalls nicht positiv auf seine Verfassung ausgewirkt. 

Vor dem Unfall habe er ein gesichertes Leben gehabt, danach sei alles 

zerbrochen, da er alles habe aufgeben müssen. Erst 1½ Jahre nach der 

Operation habe er sich besser gefühlt, aber stets noch nicht so gut wie vor 

dem Unfall. Die Schulter sei noch sehr labil und kaum belastbar. Die AC-

Gelenksprengung sei als schwerer Unfall zu werten. Die Rückenschmerzen 

würden vom Nacken- und Brustbereich ausgehen; vor dem Unfall habe er 

keine solchen Schmerzen gehabt. Medizinisch sei bekannt, dass bei AC-

Gelenksprengung im Ausmass der Tossy III über Rückenbeschwerden 

geklagt werde. Bei der kreisärztlichen Untersuchung sei er unterschwellig als 

Simulant dargestellt worden. Bei der Abschlussuntersuchung sei er unter 

Druck gesetzt worden. Bei bestimmten Bewegungen spüre er immer noch den 

Arm. Er sei aber froh, wieder als Zimmermann arbeiten zu können. Er sei 

davon ausgegangen, dass auch die künftigen Leistungen bezahlt würden, 

nachdem die Kosten für die Behandlung der psychischen Leiden, des 

Handgelenks und Rückens durch die Vorinstanz bisher übernommen worden 

seien. Bereits seit anfangs 2008 stehe er in Behandlung und nehme 

Medikamente wegen seiner Depressionen. Richtig sei, dass er erstmals 3 bis 

4 Monate unter Depressionen gelitten habe. Der Zustand des Armes habe 

sich einfach nicht gebessert, was ihn psychisch fertig gemacht habe. Die 

Ellenbogenbeschwerden seien durch die verordnete Bewegungsmaschine 

zur Therapie des AC-Gelenks verursacht worden, weshalb auch sie als 

Unfallfolge zu qualifizieren seien. Er wisse nicht, warum das Ganglion als 

Nebendiagnose nicht oder erst später in die Unterlagen aufgenommen 

worden sei, obwohl der doch untersucht worden sei. Das Ganglion habe sich 

gebessert, weil er kaum etwas mit dem gesunden Arm gemacht habe und dies 

auch Schmerzen in der linken Schulter verursacht habe. Erst als er den 

rechten Arm wieder habe einsetzen können, habe sich das Ganglion 

verschlechtert. Er verlange weiterhin Leistungen (Taggelder; Bezahlung der 

Rechnungen betreffend Unfall-, Krankenhaus- und Arztkosten wegen 

verordneter Benutzung der Bewegungsmaschine; Übernahme 

Gerichtskosten und Fahrspesen; Krankenkassenbeteiligung; Verdienstausfall 

mit Abfindung). Es sei eine mögliche Verschlechterung des AC-Gelenks und 

anderer Unfallfolgen anzuerkennen und versicherungsrechtlich korrekt 

abzurechnen.

5. Am 28.06.2010 erklärte die Vorinstanz – unter Erneuerung ihres Antrags auf 

Abweisung der Beschwerde aus den bereits in der Vernehmlassung 

genannten Gründen – ihren Verzicht auf die Einreichung einer Duplik.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) In formeller Hinsicht gilt es zunächst zu klären, ob die Beschwerde vom März 

2010 den Voraussetzungen von Art. 61 lit. b des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) - wonach eine 

Beschwerde eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts, ein 

Rechtsbegehren und eine kurze Begründung enthalten muss - zu genügen 

vermag. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht 

anwaltlich vertreten ist und somit als Laie für sich selbst vor dem 

Sozialversicherungsgericht „kämpft“, sieht das Gericht hier von einer strengen 

Auslegung des Art. 61 lit. b ATSG ab und es tritt auf die Beschwerde ein; 

zumal der Beschwerdeführer zu erkennen gab, dass er weiterhin an 

Depressionen leide und weitere Leistungen von der Vorinstanz (SUVA) über 

das Einstellungsdatum per 28.09.2009 beanspruche. Ausserdem könnte die 

mangelhafte Beschwerde durch die ausführliche Replik als geheilt betrachtet 

werden, womit der zweite Schriftenwechsel seinen Zweck erfüllte.

b) Anfechtungsobjekt und Gegenstand der Beschwerde können aber einzig der 

Inhalt der angefochtenen Entscheide sein. Da die vom Beschwerdeführer 

beantragten Taggeldleistungen vom 15.09.-09.12.2008 sowie vom 19.08.-

06.09.2009 weder Thema der angefochtenen Verfügung vom Herbst 2009 

noch des Einspracheentscheids vom Februar 2010 bilden, kann das Gericht 

darauf auch nicht näher eingehen. Insoweit tritt es auf die Beschwerde 

mangels anfechtbaren Rügeobjekts nicht ein.

2. a) Materiell ist von den einschlägigen Bestimmungen auszugehen. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt nach dem ATSG und der 

Spezialgesetzgebung im Unfallversicherungsrecht (UVG) grundsätzlich 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem geklagten 

Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

verwirklicht gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der 

Richter nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

eines Sachzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches noch nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 V 138 E. 3a, 119 

V 138 E. 1, 118 V 289 E. 1b; Pra 3/2004 Nr. 45 E. 2.2.2 S. 235; SVR-

Rechtsprechung [SVR] 8-9/2003 UV Nr. 11 E. 3.1 S. 32, Nr. 12 UV E. 3.1.1 

S. 35; PVG 2000 Nr. 26, 1994 Nr. 65). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 

125 V 351 E. 3a). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten [und Kreisärzten], welche aufgrund 

persönlicher Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist in der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der 

Expertise sprechen (BGE 104 V 212 E. c).

b) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 

V V 461 E. 5a, 123 V 141 E. 3d, 122 V 416 E. 2a, 121 V 49 E. 3a; SVR 8-

9/2003 UV Nr. 11 E. 3.2 S. 32). Der Voraussetzung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 125 V 462. E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Sie hat bei allen 

Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen. Die 

Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, sie ist nicht von medizinischen 

Sachverständigen, sondern vom Richter zu beurteilen (SVR 8-9/2003 UV Nr. 

12 E. 3.2.1 S. 36, 9/2002 UV Nr. 11 E. 2b S. 31). Zur Unfallkausalität von 

psychischen Beschwerden hat das Bundesgericht erstmals im Leitentscheid 

BGE 115 V 133 ff. erkannt und seither in konstanter Rechtsprechung (BGE 

124 V 44 E. 5c/bb, 121 V 355) bestätigt, dass für deren Beurteilung an das 

Unfallereignis anzuknüpfen ist. Die Kernfrage, ob sich ein Unfallereignis und 

eine psychisch bedingte Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit im Sinne einer 

Adäquanz von Ursache und Wirkung entsprechen, ist dabei aufgrund einer 

objektivierten Betrachtungsweise zu prüfen. Ausgehend vom augenfälligen 

Geschehensablauf wird zwischen drei Kategorien unterschieden: Banale bzw. 

leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle andererseits, und schliesslich der 

mittlere Bereich (mittelschwere Unfälle). Massgebend für die Einteilung der 

Unfälle ist demnach allein das objektiv erfassbare Unfallereignis und nicht 

etwa das subjektive Unfallerlebnis der betroffenen, versicherten Person (so 

bereits: RKUV 1995 S. 90).

c) Laut Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine Invalidenrente, 

wenn er wegen eines Unfalls zu mindestens 10% invalid geworden ist (Art. 8 

ATSG). Erleidet er dadurch eine dauernde und massive Schädigung der 

körperlichen oder geistigen Integrität, so hat er zudem Anspruch  auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

3. a) Zur Würdigung der körperlichen Beschwerden kann, um unnötige 

Wiederholungen zu vermeiden, auf die ausführliche, umfassende und 

schlüssige Darstellung mit Begründung der Vorinstanz im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 10.02.2010 (E. 2 a-c S. 6-8) verwiesen werden. Aus 

den medizinischen Unterlagen hat sich ergeben, dass angesichts der 

objektivierbaren Befunde am linken AC-Gelenk (Schulter) keine 

Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit vorliegen und noch vorhandene 

Beschwerden (Handgelenk [Ganglion] rechts sowie LWS-Leiden) aus 

organischer Sicht nicht erklärbar sind und allesamt klar unfallfremd sind (vgl. 

Abschlussbericht KA Dr. … vom 24.09.2009; speziell vorne E. 1k). Bezüglich 

der LWS-Beschwerden (Rückenleiden) kann den Akten entnommen werden, 

dass diese auf degenerativen (abnützungs-/altersbedingten) Veränderungen 

beruhen und nicht auf die früheren Unfälle zurückzuführen sind (so auch die 

Berichte Dr. … vom 06.05.2008 und des Kreisarztes Dr. … vom 

28.08./04.09.2008, Versicherungsmedizinische Beurteilung, und vom 

24.09.2009 siehe oben; Dr. … vom 26.03.2008, Kurzattest; Dr. … vom 

24.04.2008 samt MRT-Befund vom 10.04.2008). Dass diese 

Beschwerdebilder durch die AC-Gelenksprengung im Rahmen des 

Sturzunfalls vom 21.07.2007 hätten verursacht werden sollen, so wie dies der 

Beschwerdeführer behauptet, ergibt sich aus den zitierten Akten nicht. Auch 

bezüglich der Beschwerden am rechten Handgelenk kann aufgrund der 

zitierten Arztberichte eine Unfallkausalität eindeutig ausgeschlossen werden. 

Gleiches gilt für die Ellenbogenbeschwerden links, die laut Stellungnahme von 

KA Dr. … vom 13.03.2009 bis dahin niemals beklagt worden seien, was sich 

anhand der medizinischen Akten bestätigt hat. In den Unterlagen finden sich 

erstmals Ende 2008 entsprechende Aussagen über Ellbogenbeschwerden 

links. Zudem sind auch keine Hinweise oder Belege aus den Akten ersichtlich, 

wonach diese Beschwerden durch die Bewegungsmaschine, mithin also 

zumindest indirekt durch die therapeutische Behandlung der linken Schulter 

verursacht worden wären. Aus dem Gesagten folgt, dass ein natürlicher 

Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Körperleiden im Bereich der 

linken Schulter (AC-Gelenk), des Rückens (LWS), des rechten Handgelenks 

(Ganglion), des linken Ellenbogens und den nach dem (Bagatell-) 

Arbeitsunfall vom 28.06.2006 bzw. nach dem Sturzunfall vom 21.07.2007 

geltend gemachten Läsionen nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann. Damit entfällt auch 

ein Anspruch auf Versicherungsleistungen; insbesondere auf weitere 

Rentenleistungen aus UVG.

b) Zu klären bleibt damit noch, ob ein solcher Anspruch aufgrund der geklagten 

psychischen Beschwerden bestanden hätte. Ausgangspunkt hierzu ist die 

psychiatrische Beurteilung vom 31.03.2009 durch Dr. …, worin derselbe mit 

nachvollziehbarer und überzeugender Begründung festhielt, dass die 

depressive Symptomatik lediglich eine mögliche Teilursache des Sturzunfalls 

vom Juli 2007 sei, die diagnostizierte Persönlichkeitsstörung und die 

Alkoholproblematik jedoch nicht unfallkausal seien. In den ergänzenden 

Berichten vom 14.07.2009 und – nach Kenntnisnahme der Klinikberichte aus 

Deutschland – vom 04.08.2009 bestätigte Dr. … noch einmal ausdrücklich, 

dass die Persönlichkeitsstörung und der Alkoholmissbrauch in keinem 

natürlichen Kausalzusammenhang zu den früheren Unfällen stünden. 

Bezüglich der Depressionsschübe kämen soviel unfallfremde Kofaktoren in 

Frage, dass höchstens von einer „Teilkausalität“ gesprochen werden könnte. 

Gegen eine solche Kausalität spricht hingegen, dass der Beschwerdeführer 

selbst erst 3-4 Monate nach dem Sturzunfall psychische Probleme aufwirft, 

wobei er dabei auch auf seine schwierige soziale Situation hinwies, wonach 

er für seine Familie bei Fortbestand der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit nicht 

mehr finanziell aufkommen könnte. Selbst wenn man aber eine natürliche 

Kausalität nicht ausschliessen wollte, müsste für eine Leistungspflicht der 

Vorinstanz immer auch noch die adäquate Kausalität bejaht werden können, 

was vorliegend – angesichts der höchstens mittelschweren Unfälle im 

Grenzbereich zu leichten Unfällen – klarerweise zu verneinen ist. Die beiden 

Unfälle (2006/2007) waren offensichtlich nicht geeignet, tatsächlich eine 

psychische Fehlentwicklung beim Beschwerdeführer auszulösen. So waren 

beide Vorfälle sicherlich nicht besonders eindrücklich/dramatisch oder von 

lebensgefährlichen Verletzungen (wie z.B. innere Blutungen; Schädelbrüche) 

geprägt. Zudem ist weder eine ärztliche Fehlbehandlung noch ein 

komplizierter Heilungsverlauf ersichtlich. Allein wegen der organischen 

unfallkausalen Verletzungen war auch keine lange Arbeitsunfähigkeit zu 

ertragen, konnte der Beschwerdeführer doch aktenkundig bereits zwei Tagen 

nach dem Arbeitsunfall vom 28.08.2006 wieder die Arbeit als Zimmermann 

aufnehmen und wurde er auch nur wenige Monate (ab Februar 2008) nach 

dem zweiten Unfall vom 21.07.2007 wieder zu 100% arbeitsfähig eingestuft 

(vgl. Atteste KA … vom 19.12.2007 und Dr. … vom 31.01.2008); ferner klagte 

der Beschwerdeführer auch nicht über Dauerschmerzen und es ist auch eine 

ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Therapien zu verneinen. Insgesamt 

wurde deshalb kein einziges Kriterium laut BGE 115 V 133 ff. (bzw. BGE 124 

V 44 E. 5c/bb) erfüllt. Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den 

Unfällen (2006/2007) und den erst später geklagten psychischen Leiden muss 

deshalb klarerweise verneint werden.

c) Die Einstellung der Versicherungsleistungen per 28.09.2009 erfolgte somit zu 

Recht, was zur Konsequenz hat, dass auch die weiter geltend gemachten 

Leistungsansprüche (wie Kostenübernahme der Heilbehandlungen und 

Medikamente) samt Rückerstattung von Fahrspesen und 

Vollstreckungskosten (263.44 Euro) ebenso nicht von der Vorinstanz 

entrichtet werden müssen. Daran ändert nichts, dass die Vorinstanz mit 

Schreiben vom 06.02.2009 – aus Kulanzgründen und mit dem ausdrücklichen 

Vermerk „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“ – festhielt, dass sie die 

aufgelaufenen Kosten für die psychischen Beschwerden und die Behandlung 

der Hand- und Rückenschmerzen nur (zeitlich befristet) bis zum Fallabschluss 

übernehmen werde. Aus diesem Entgegenkommen, das wegen des 

Rückzugs der ursprünglichen Verfügung vom 18.09.2008 zwecks 

nochmaliger Überprüfung der Fakten erfolgte, kann der Beschwerdeführer 

hier nichts zu seinen Gunsten herleiten, da eine künftige Rechtspflicht aus 

diesem Vorgehen ausdrücklich und rechtsgültig wegbedungen wurde.

d) Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung nach Art. 24 Abs. 1 UVG 

wurde von der Vorinstanz sodann ebenfalls zu Recht verneint, da eine 

erhebliche und dauerhafte Schädigung der linken Schulter aufgrund der 

medizinischen Akten nicht ausgewiesen ist. Dementsprechend hielt Kreisarzt 

Dr. … im Schlussbericht vom 24.09.2009 (S. 5) explizit fest, dass aus 

ärztlicher Sicht kein Anspruch auf eine solche Entschädigung (wegen 

verbleibender Qualitätseinbussen im Leben) bestehe.

4. a) Zusammengefasst ergibt sich demnach, dass der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 10.02.2010 (samt der diesem zugrunde liegenden 

Verfügung vom 28.09.2009 betreffend Leistungseinstellung per 28.09.2009) 

in jeder Beziehung rechtens und vertretbar ist, was zu seiner Bestätigung und 

zur Abweisung der Beschwerde vom 08.03./22.03.2010 führt, soweit darauf 

eingetreten werden kann (siehe vorne Erwägung 1b).

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der Vorinstanz nicht zu 

(Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde noch hängig.