# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 47beeedb-4898-5d08-9e2d-ab6f04f61f49
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-04
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 04.03.2015 III 2014 181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2014-181_2015-03-04.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2014 181

Entscheid vom 4. März 2015 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis und Monica Huber-Landolt, Richterinnen
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. Bruno Beeler,
Hauptplatz 7, Postfach 46, 6431 Schwyz, 

gegen

1. Kantonstierarzt der Urkantone, Föhneneichstrasse 15, 
Postfach 363, 6440 Brunnen,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. Karin Schuler, 
Bahnhofstrasse 4, Postfach 762, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. Amt für Landwirtschaft, Hirschistrasse 15, Postfach 5182, 
6431 Schwyz,
Beigeladene,

Gegenstand Tierschutzgesetz (beschränktes Tierhalteverbot)

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Sachverhalt:

A. A.________, geb. 11. April 1956, betreibt in B.________ einen 
Landwirtschaftsbetrieb mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 31,96 ha 
und einem Arbeitsbedarf von 2.672 Standardarbeitskräften (SAK; vgl. 
Betriebsdaten 2012). 

Am 22. Februar 2010 verfügte der Kantonstierarzt der Urkantone nach 
amtstierärztlichen Kontrollen gegenüber A.________ eine Begrenzung des 
Tierbestandes (Rinder und Kühe) auf total höchstens 60 Tiere (davon maximal 
45 im Betrieb B.________ und 15 im Stall C.________, Kälber jünger als vier 
Wochen nicht einberechnet). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft. 

Nach verschiedenen weiteren amtstierärztlichen Kontrollen verfügte der Kantons-
tierarzt am 26. Juli 2012 u.a., dass A.________ auf dem Betrieb in B.________ 
maximal 55 Tiere älter als 4 Monate halten darf (nachdem der Stall in 
C.________ aufgegeben worden war). Diese Verfügung ist ebenfalls 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

Nach weiteren Kontrollen vom 28. November 2012 und vom 24. Januar 2013 
verfügte der Kantonstierarzt der Urkantone am 20. Februar 2013 was folgt:

1. Im neuen Laufstallteil müssen sämtliche Liegeboxen ausgemistet, trocken und 
sauber eingestreut werden. Der Boden ist sauber zu halten. Frist: sofort

2. Rind 7945 ist sauber zu halten und darf nicht unter einem Viehtrainer 
aufgestallt werden. Fellpflege ist vorzunehmen auch bei den Rindern 1376 und 
1857. Frist: sofort

3. Der Boden der Kälberbucht ist trocken zu halten und mit geeigneter Einstreu 
zu versehen. Frist: sofort

4. Die im Tenn vorgefundene Kartonkälberkiste darf ab sofort nicht mehr benutzt 
werden.

5. In Stallteilen die weniger als 15 Lux Beleuchtungsstärke aufweisen dürfen 
keine Tiere gehalten werden. Die Fenster im mittleren Stallteil müssen 
umgehend gereinigt und sauber gehalten werden, der Karton vor dem Fenster 
ist zu entfernen.

6. Kranke Tiere sind umgehend fachgerecht zu behandeln, ein Tierarzt ist 
rechtzeitig beizuziehen. Weitere Durchfallerkrankungen bei Kälbern müssen 
tierärztlich abgeklärt werden und dem VdU ist ein Kurzbericht des 
Bestandestierarztes zuzustellen.

7. Die Standplätze müssen ab sofort ausreichend mit geeignetem Material 
eingestreut werden.

8. Herrn A.________ wird eine Reduktion seiner Tierhaltung auferlegt. Die 
Gesamtzahl seiner Tiere darf total 35 Stück älter als 4 Monate nicht 
überschreiten. Der Verkauf der Tiere hat innerhalb der festgelegten Frist zu 
erfolgen: Frist: 30.4.2013.

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9. Kommt A.________ den Anordnungen gemäss Ziffer 1-8 vorstehend nicht oder 
nicht vollumfänglich und fristgerecht nach, wird er wegen Widerhandlung 
gegen Art. 28 Abs. 3 TSchG bei der zuständigen Staatsanwaltschaft verzeigt. 
Gemäss Art. 28 Abs. 3 TSchG wird mit Busse bestraft, wer durch Unterlassung 
oder in anderer Weise einer unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses 
Artikels eröffneten Verfügung vorsätzlich oder fahrlässig zuwiderhandelt.

10. Die Kosten des Verfahrens betragen Fr.1'035.00 und werden A.________ 
auferlegt. Sie sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung mit 
beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

11. (Rechtsmittelbelehrung)

12. Einer allfälligen Einsprache gegen die Ziffern 1.-8. wird aus Tierschutzgründen 
die aufschiebende Wirkung entzogen.

13. (Zustellung) 

B. Gegen die Verfügung des Kantonstierarztes vom 20. Februar 2013 liess 
A.________ mit Eingabe vom 13. März 2013 beim Regierungsrat Beschwerde 
erheben (Beschwerdeverfahren VB 71/2013) mit dem Antrag, Ziff. 8 der 
Verfügung des Kantonstierarztes sei aufzuheben und der Beschwerde sei 
aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

Gleichentags liess der Beschwerdeführer auch Einsprache beim Kantonstierarzt 
erheben mit dem Antrag, Ziff. 8 der Verfügung vom 20. Februar 2013 sei 
aufzuheben und der Einsprache sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

C. Mit Zwischenbescheid vom 27. März 2013 hat der Kantonstierarzt im 
Hinblick auf die bevorstehende Sömmerung der Tiere die aufschiebende Wirkung 
der Einsprache wiederhergestellt. 

D. Das Sicherheitsdepartement sistierte das Beschwerdeverfahren am 2. April 
2013 bis zum Vorliegen des Einspracheentscheides des Kantonstierarztes. 

E. Mit Einspracheentscheid vom 31. Juli 2013 beschloss der Kantonstierarzt:

1. Die Einsprache vom 13.03.2013 wird vollumfänglich abgewiesen und die 
kantonstierärztliche Verfügung vom 20.02.2013 mit Ausnahme von Ziff. 8., 
Satz 3 des Dispositivs, welche neu wie folgt lautet: "Der Verkauf der Tiere 
hat innerhalb der festgelegten Frist zu erfolgen: Frist 01.11.2013", 
bestätigt. 

2. Die Kosten dieser Verfügung im Betrage von Fr. 1'000.00 werden dem 
Einsprecher auferlegt. (…).

3. (Rechtsmittelbelehrung).

F. Gegen den Einspracheentscheid liess A.________ mit Eingabe vom 21. 
August 2013 beim Regierungsrat Beschwerde erheben (Beschwerdeverfahren 
VB 270/2013) mit dem Antrag, der Einspracheentscheid des Kantonstierarztes 

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sowie Ziff. 8 der Verfügung des Kantonstierarztes vom 20. Februar 2013, mit 
welcher eine Reduktion der Tierhaltung angeordnet werde, seien aufzuheben. 

G. Mit Beschluss Nr. 805/2014 vom 12. August 2014 (Versand 19. August 
2014) entschied der Regierungsrat was folgt:

1. Auf die Beschwerde I (VB 71/2013) wird nicht eingetreten.

2. Die Beschwerde II (VB 270/2013) wird im Sinne der Erwägungen abge-
wiesen. Der Viehbestand von A.________ darf die Gesamtzahl von 35 Stück 
Vieh älter als vier Monate nicht übersteigen. A.________ wird angewiesen, 
die überzähligen Tiere bis 30. November 2014 zu verkaufen.

3. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden dem Beschwerdeführer auferlegt (…).

4. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

5.-6. (Rechtsmittelbelehrung, Zustellung)

H. Gegen diesen Beschluss lässt A.________ mit Eingabe vom 8. September 
2014 fristgemäss Beschwerde erheben beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz mit folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss Nr. 805/2014 des Regierungsrates des Kantons Schwyz vom 
12. August 2014 sei vollumfänglich aufzuheben. 

2. Der Einspracheentscheid des Kantonstierarztes der Urkantone von 31. Juli 
2013 sei vollumfänglich aufzuheben. 

3. Ziffer 8 der Verfügung des Kantonstierarztes der Urkantone vom 20. Februar 
2013, mit welcher dem Beschwerdeführer eine Reduktion seiner Tierhaltung 
auferlegt wird, sei ersatzlos aufzuheben. 

4. Es sei eine öffentliche Verhandlung verbunden mit einem Augenschein 
durchzuführen. 

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Kantons 
Schwyz, und zwar auch für das Verfahren vor dem Regierungsrat. 

I. Der Kantonstierarzt beantragt mit Vernehmlassung vom 24. September 
2014 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 

Das instruierende Sicherheitsdepartement beantragt mit Vernehmlassung vom 
26. September 2014 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge zu 
Lasten des Beschwerdeführers. 

Eine weitere Eingabe von Seiten des Beschwerdeführers erfolgte am 29. Oktober 
2014. Dazu nahm der Kantonstierarzt mit Eingabe vom 7. November 2014 
Stellung. 

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J. Am 10. Februar 2015 fand die vom Beschwerdeführer beantragte münd-
liche öffentliche Verhandlung statt. Sowohl der Beschwerdeführer wie auch die 
Vorinstanzen hielten dabei an ihren Anträgen fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat devolutive Wirkung. Der Devolutiv-
effekt hat u.a. zur Folge, dass der Rechtsmittelentscheid prozessual die 
angefochtene Verfügung ersetzt. Nur er ist Anfechtungsgegenstand eines 
anschliessenden oberinstanzlichen Beschwerdeverfahrens. Dem 
Rechtsmittelentscheid zu Grunde liegende Verfügungen und Entscheide gelten 
als mit angefochten. Sie können indessen nicht eigenständig beanstandet 
werden (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die 
Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Art. 60 Rz 7; BGE 134 II 142 Erw. 1.4 
m.H.). Auf die beschwerdeführerischen Anträge Ziff. 2 und 3 ist deshalb nicht 
weiter einzugehen. 

2. Der Beschwerdeführer wendet sich gegen eine Beiladung des Amtes für 
Landwirtschaft ins Verfahren. Das Amt für Landwirtschaft wurde bereits vom 
Kantonstierarzt ins Verfahren beigeladen. Die Beiladung wurde im 
regierungsrätlichen Verfahren und auch im vorliegenden Verfahren beibehalten. 
Das Amt für Landwirtschaft hat sich zum Verfahren bis anhin nicht geäussert. 

In Bezug auf den formell als Beiladung bezeichneten Beizug eines Amtes bzw. 
einer Behörde in ein Verfahren, in welchem der Verwaltungsakt eines anderen 
Amtes oder einer anderen Behörde Anfechtungsobjekt ist, geht es nicht um eine 
Beiladung im Sinne von § 14 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP, SRSZ 
234.110), wonach ein Dritter, der durch eine Verfügung oder einen Entscheid 
voraussichtlich in seinen schützenswerten Interessen betroffen ist, als Neben-
partei in ein Verfahren einbezogen werden kann. Es geht vielmehr um die Sicher-
stellung eines koordinierten Vorgehens sowie die Möglichkeit, Auskunftsberichte 
anderer Behörden und Amtsstellen im Sinne von § 24 Abs. 1 lit. a VRP einzu-
holen. Insofern ist der formell als Beiladung bezeichnete Beizug des Amtes für 
Landwirtschaft als Fachbehörde im Bereich Landwirtschaft zulässig und nicht zu 
beanstanden. 

3.1 In formeller Hinsicht bemängelt der Beschwerdeführer, dass die Vorinstanz 
keinen Augenschein durchgeführt hat. Die Abklärung der örtlichen Verhältnisse 
sei entscheidrelevant und das Fehlen des Augenscheines stelle eine Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar. Auch im Rahmen des Verfahrens vor 

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Verwaltungsgericht beantragt der Beschwerdeführer die Durchführung eines 
Augenscheins. 

3.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verpflichtet die entscheidende Behörde 
grundsätzlich, ihr rechtzeitig und formrichtig angebotene Beweise abzunehmen. 

Die Beweisabnahmepflicht gilt aber nur mit Einschränkungen: Beweise sind 
abzunehmen, soweit sie für den Entscheid erheblich sind. Dabei steht der 
Entscheid darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, im pflichtgemässen 
Ermessen der Behörde. Ergibt eine antizipierte Beweiswürdigung, dass ein 
Beweis nicht dazu geeignet ist, das Beweisergebnis zu verändern oder den zu 
treffenden Entscheid zu beeinflussen (weil er z.B. keine wesentlichen Klärungen 
erwarten lässt), so kann von der Beweisabnahme abgesehen werden. Eine 
Pflicht zur Durchführung eines Augenscheins besteht nur dann, wenn sich die 
Verhältnisse anders nicht schlüssig klären lassen (Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, Art. 
18 Rz 10 m.H.; Plüss in: Kommentar VRG, § 7 Rz 79 m.H.; VGE III 2013 66 und 
67 vom 25.9.2013 Erw. 3.1.1; VGE III 2012 51 vom 23.5.2012 Erw. 3.2; VGE III 
2010 122 vom 21.9.2010 Erw. 2.2; VGE III 2007 111 vom 29.8.2007 Erw. 2 mit 
Verweis auf VGE 1032/05 vom 28.9.2005 Erw. 1.2 mit Hinweisen; vgl. auch Bun-
desgerichtsurteil 1A.202/2003 vom 17.2.2004 Erw. 2 mit Hinweisen).

Vorliegend durfte der Regierungsrat gestützt auf die umfangreichen und 
detaillierten Akten der Vorinstanz (welche auch diverse Photos zur 
Dokumentation der angetroffenen Verhältnisse enthalten) von der Durchführung 
eines Augenscheins absehen. Dies auch deshalb, weil mittels Augenschein 
lediglich der aktuelle, auf Vorankündigung vorbereitbare Zustand im Stall 
festgestellt werden könnte. Die in den vergangenen Jahren während den 
amtlichen Kontrollen angetroffenen Zustände lassen sich demgegenüber mit 
einem Augenschein nicht weiter erstellen. Auch wenn im Zeitpunkt des 
Augenscheins keine zu beanstandende Mängel zu erkennen wären (was 
grundsätzlich zu erwarten wäre), würde dies an den behördlichen 
Sachverhaltsfeststellungen während der vergangenen Jahre, welche Grundlage 
für die angefochtene Anordnung bildeten, nichts ändern. 

Aus den dargelegten Gründen erübrigt sich ein Augenschein auch im 
vorliegenden Verfahren. 

4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs auch insofern, als dass sich die Vorinstanzen mit seinen Vorbringen zum 
"Kuhtrainer" nicht auseinander gesetzt hätten. Eine Heilung des rechtlichen 

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Gehörs käme nicht in Frage, da es sich um eine entscheidrelevante Frage 
handle und die Gehörsverletzung nicht als gering qualifiziert werden könne.

Der Einwand bezieht sich offenkundig auf die Ergebnisse der amtstierärztlichen 
Kontrollen vom 28. November 2012, wo festgestellt wurde, dass ein zu junges 
Rind unter einem Viehtrainer (Elektrobügel) stand. Die entsprechende 
Beanstandung wurde in der Verfügung vom 20. Februar 2013 mit der 
Verpflichtung zur 

sofortigen Behebung des Mangels festgehalten. Der Beschwerdeführer ist der 
Ansicht, der Vorwurf sei ungerechtfertigt, weil der Viehtrainer gar nicht 
eingeschaltet gewesen sei und sich das Tier zudem 25 cm unter der Anlage 
befunden habe. 

4.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss anerkannt, dass der 
Kantonstierarzt im Einspracheentscheid zu den Vorbringen des Beschwerde-
führers zum Viehtrainer keine Stellung genommen hatte. Diese Vorbringen seien 
für den Einspracheentscheid unwesentlich gewesen, weshalb die fehlende 
Auseinandersetzung mit diesen Einwendungen keine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs darstelle. 

Vernehmlassend bestätigt der Kantonstierarzt, dass der falsch eingestellte 
Viehtrainer nicht ursächlich für die Anordnung der Tierzahlreduktion gewesen sei, 
weshalb man sich im Einspracheentscheid damit nicht auseinander gesetzt habe. 

4.3 Die Begründungspflicht leitet sich aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör 
ab (Art. 29 Abs. 2 BV). Dabei ist es nicht erforderlich, dass sich eine Behörde mit 
allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vor-
bringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid 
wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, 
dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben 
und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In 
diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt 
(vgl. BGE 136 I 229 Erw. 5.2; Bundesgerichtsurteile 9C_101/2011 vom 21.7.2011 
Erw. 6.1; 9C_257/2011 vom 25.8.2011 Erw. 5.1).

4.4 Die Verpflichtung zur Reduktion des Viehbestandes gründet auf einer 
Vielzahl von Verletzungen der massgebenden Tierschutzvorschriften (vgl. nach-
stehend Erw. 7.3.3). Die Anbringung eines Viehtrainers bei einem Jungtier war 
nur einer von einer ganzen Anzahl Mängeln, welche Grundlage war für die 
Beschränkung des Viehbestandes. Der Kantonstierarzt hat sich im 26-seitigen 

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Einspracheentscheid ausführlich mit den Einwendungen des Beschwerdeführers 
auseinandergesetzt. Wenn dabei auf einen einzelnen, im ganzen Verfahren für 
sich allein untergeordneten Mangel nicht weiter eingegangen wurde, stellt dies 
keine schwerwiegende Gehörsverletzung dar, zumal auch der Beschwerdeführer 
nicht bestreitet, dass beim fraglichen unter 18 Monate alten Rind ein Elektrobügel 
angebracht war und dies gegen die Vorschrift von Art. 35 Abs. 4 lit. b der Tier-
schutzverordnung (TSchV, SR 455.1) verstiess, auch wenn der Kuhtrainer im 
Kontrollzeitpunkt nicht in Betrieb war (zumal diese Geräte ohnehin höchstens an 
zwei Tagen/Woche in Betrieb sein dürfen, Art. 35 Abs. 4 lit. f TSchV). 

5.1 Soweit der Beschwerdeführer dem Regierungsrat pauschal Unkenntnis 
der Akten, fehlende Sachkunde und Willkür vorwirft, ist festzuhalten, dass der 
Beschwerdeführer nicht darzulegen vermag, welche konkreten Akten zu Unrecht 
ausser Acht gelassen wurden. Des Weiteren ist der Regierungsrat als 
Beschwerdeinstanz von Gesetzes wegen nicht als Fachgericht ausgestaltet. 
Der pauschale Vorwurf der fehlenden Sachkunde verkennt die Aufgabe der 
Beschwerdeinstanz (VGE III 2013 191 vom 19.2.2014 Erw. 2.3.2 f.). Dem 
Regierungsrat standen beim Entscheid die fachtechnischen und nach 
gesamtschweizerisch standardisierten Vorgaben verfassten Kontrollberichte der 
Amtstierärzte zur Verfügung und es wird nicht bestritten, dass diese im Entscheid 
berücksichtigt wurden. 

5.2 Soweit der Beschwerdeführer auch dem Gericht fehlende Fachkompetenz 
vorwirft und im Rahmen der mündlichen Verhandlung mit dieser Begründung die 
Zusammensetzung des Gerichts beanstandet, ist festzuhalten, dass das Gericht 
gemäss den gesetzlichen Vorgaben konstituiert ist (vgl. § 54 Abs. 1 lit. c der 
Schwyzer Kantonsverfassung, §§ 14 Abs. 1 und 2 sowie § 15 Abs. 1 des 
Justizgesetzes, JG, SRSZ 231.110; ABl 2014 S. 1555). Ausnahmegerichte sind 
verfassungsrechtlich untersagt (Art. 30 Abs. 1 BV).

6.1 Der massgebliche Sachverhalt ist vorliegend u.a. insofern umstritten, als 
dass der Beschwerdeführer geltend macht, der Regierungsrat habe zu Unrecht 
die gesamte Vorgeschichte ab März 2001 berücksichtigt, massgeblich seien 
jedoch lediglich die Kontrollen vom November 2012 und vom Januar 2013. Diese 
Kontrollergebnisse hätten denn auch allein der kantonstierärztlichen Verfügung 
vom 20. Februar 2013 zu Grunde gelegen. Die Verhältnisse davor seien irrele-
vant, zumal der Beschwerdeführer ab 2010 gesundheitlich angeschlagen ge-
wesen sei. Infolge Operation der Knie habe er auf dem Hof auch Dritthilfe in
Anspruch nehmen müssen. Im Frühjahr 2011 habe er einen Laufstall errichten 

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lassen, Mitte des Jahres 2012 habe er den Stall in C.________ aufgegeben und 
seitdem führe er nur noch den Stall in B.________.

6.2  Der Kantonstierarzt verweist vernehmlassend darauf hin, dass die Vorge-
schichte relevant sei, weil immer wieder die gleichen Mängel zu beanstanden 
gewesen seien. Das Sicherheitsdepartement hält fest, dass im Einspracheent-
scheid des Kantonstierarztes der Zeitraum bis zurück im Jahr 2001 berücksichtigt 
worden sei, weshalb auch im Verfahren vor Regierungsrat zumindest dieser Zeit-
raum habe berücksichtig werden müssen. 

6.3 Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren gilt die Untersuchungsmaxime (§ 18 
VRP). Die entscheidende Behörde hat den Sachverhalt von Amtes wegen zu 
ermitteln. Dabei ist sie auch befugt, sich auf Sachumstände zu stützen, welche 
von den Verfahrensbeteiligten nicht vorgebracht wurden, oder selber Sach-
verhaltsabklärungen zu treffen (vgl. Plüss in: Kommentar VRG, § 7 Rz 4 m.H.; 
Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 3.A., Rz 1044). 

Die Akten des Kantonstierarztes umfassen insbesondere die Kontrollberichte ab 
2008, Akten aus früheren Jahren sind nur rudimentär vorhanden. Der Regie-
rungsrat durfte gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz bei der Prüfung der 
Rechtmässigkeit der angeordneten Massnahmen auch die Kontrollergebnisse 
vor 2012 berücksichtigen. Bei der Beurteilung der Frage, ob aus Tierschutzgrün-
den eine Beschränkung des Viehbestandes rechtmässig ist, durfte mithin auch 
der Zeitraum vor 2012 berücksichtigt werden. Gerade für die Prüfung der Ver-
hältnismässigkeit der angeordneten Massnahme ist es von Relevanz, ob Mängel 
nur einmalig oder wiederholt festgestellt wurden. 

Andererseits waren im Beschwerdeverfahren auch neue Tatsachen bzw. Ver-
änderungen zu berücksichtigen. Es ist im Rahmen der materiellen Beurteilung 
der getroffenen Massnahmen zu prüfen, ob allenfalls veränderte Verhältnisse im 
Beschwerdeverfahren nicht bzw. nicht genügend berücksichtigt wurden. 

7.1 Das Tierschutzgesetz bezweckt, die Würde und das Wohlergehen des 
Tieres zu schützen (Art. 1 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 
[TSchG, SR 455]). Wer mit Tieren umgeht, hat ihren Bedürfnissen in bestmög-
licher Weise Rechnung zu tragen und soweit es der Verwendungszweck zulässt, 
für ihr Wohlergehen zu sorgen (Art. 4 Abs. 1 TSchG). Niemand darf ungerecht-
fertigt einem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, es in Angst verset-
zen oder in anderer Weise seine Würde missachten. Das Misshandeln, Vernach-
lässigen oder unnötige Überanstrengen von Tieren ist verboten (Art. 4 Abs. 2 

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TSchG). Der Bundesrat verbietet weitere Handlungen an Tieren, wenn mit diesen 
deren Würde missachtet wird (Art. 4 Abs. 3 TSchG).

Nach Art. 23 Abs. 1 TSchG kann die zuständige Behörde Tierhalteverbote 
aussprechen gegenüber Personen, die wegen wiederholter oder schwerer 
Zuwiderhandlung gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes und seiner 
Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a) oder 
aus anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten (lit. b). Unfähigkeit im Sinne 
von Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG liegt vor, wenn die betreffende Person nicht die 
grundsätz-

lichen Verhaltensgebote und -verbote des Tierschutzgesetzes zu befolgen 
vermag. Das Verbot der Tierhaltung als solches hat die Wahrung oder die 
Wiederherstellung des Tierwohls zum Ziel; es ist eine restitutorische 
Massnahme, die nicht auf die Bestrafung des Halters, sondern auf den Schutz 
der tierschutzrechtlich korrekten Haltebedingungen ausgerichtet ist. Einem 
Halteverbot gehen in der Regel grobe und für die Tiere leidvolle Verstösse gegen 
das Tierschutzrecht 
voraus (Urteil BGer 2C_378/2012 vom 1.11.2012 Erw. 3.1 m.H.).

Vorliegend wurde kein generelles, sondern lediglich ein partielles Tierhalteverbot 
im Sinne eines maximal zulässigen Rindviehbestandes ausgesprochen. Dass ein 
solches partielles Verbot - nach dem Grundsatz in maiore minus sowie nach dem 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit - von der Bestimmung von Art. 23 TSchG 
umfasst wird, wird im vorliegenden Verfahren zu Recht nicht mehr bestritten.

7.2 Die Vorinstanzen stützen die angeordnete Massnahme sowohl auf Art. 23 
Abs. 1 lit. a TSchG als auch auf Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG. 

7.2.1 Wer vorsätzlich ein Tier misshandelt, vernachlässigt, es unnötig über-
anstrengt oder dessen Würde in anderer Weise missachtet wird gemäss Art. 26 
lit. a TSchG mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Der 
Beschwerdeführer wurde bis anhin zweimal gestützt auf Art. 26 lit. a TSchG straf-
rechtlich belangt. Mit Strafbefehl vom 7. Dezember 2010 des Bezirksamtes 
D.________ wurde er wegen Tierquälerei im Sinne von Art. 26 lit. a TSchG mit 
einer (bedingten) Geldstrafe von Fr. 1'650.-- und einer Busse von Fr. 400.-- be-
straft. Mit Strafbefehl vom 17. Mai 2013 der Staatsanwaltschaft Höfe D.________ 
wurde der Beschwerdeführer wegen mehrfacher vorsätzlicher Tierquälerei im 
Sinne von Art. 26 lit. a TSchG schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 
Fr. 16'800.-- sowie einer Busse von Fr. 4'200.-- bestraft. Anlass waren die 

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anlässlich der Kontrolle vom 28. November 2012 festgestellten Mängel. Die 
Strafbefehle wurden vom Beschwerdeführer nicht angefochten. 

7.2.2 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, er erfülle die Voraussetzungen von 
Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG nicht. Der Strafbefehl vom 7. Dezember 2010 sei 
vor den inzwischen eingetretenen markanten Veränderungen (neuer Laufstall, 
gesundheitliche Besserung der Situation des Beschwerdeführers nach Operation 
der Knie) ergangen. Der Strafbefehl vom 21. Mai 2013 stütze sich auf die vor-
liegend umstrittene Verfügung vom 20. Februar 2013, weshalb darauf auch nicht 
abgestellt werden könne, zumal sich der Sachverhalt seit der Strafverfügung 
markant verändert habe. Die Kontrollen vom 6. März 2013, vom 3. April 2013, 
vom 21. Mai 2013 und vom 8. Juli 2014 seien positiv verlaufen und es hätten 
keine nennenswerten Tierschutzverletzungen festgestellt werden können. 

7.2.3 Nachdem der Beschwerdeführer zweimal wegen Tierquälerei verurteilt 
worden ist, erfüllt er zumindest den Tatbestand der "schweren Zuwiderhandlung" 
gemäss Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG. Handlungen, die unter den Tatbestand der 
Tierquälerei im Sinne von Art. 26 TSchG fallen, kommt ein höherer Unrechts-
gehalt zu als den übrigen Widerhandlungen im Sinne von Art. 27 f. TSchG; sie 
können daher für sich alleine schon Anlass zu einem Tierhalteverbot geben 
(vgl. Urteil Verwaltungsgericht St. Gallen B 2013/161 vom 8.7.2014 Erw. 2.2.2 
mit Hinweisen, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Der Einwand, seit dem Straf-
befehl vom Dezember 2010 hätten sich die Verhältnisse erheblich geändert, 
ändert nichts daran, dass das partielle Tierhalteverbot auf die gesetzliche Grund-
lage von Art. 23 Abs. 1 lit. a TSchG abgestellt werden kann und damit gesetz-
mässig ist. Allfälligen Veränderungen der Verhältnisse ist im Rahmen der 
Prüfung der Verhältnismässigkeit der Massnahme Rechnung zu tragen. 

Es kann damit grundsätzlich offen bleiben, ob auch der Tatbestand der "wieder-
holten schweren Zuwiderhandlung" gegen Vorschriften des Tierschutzgesetztes 
erfüllt ist, auch wenn der Beschwerdeführer den dem Strafbefehl vom 17. Mai 
2013 zu Grunde liegenden Sachverhalt im vorliegenden Verfahren zumindest 
teilweise bestreitet.

7.3.1 Wie bereits erwähnt, wird die Verpflichtung zur Reduktion des 
Viehbestandes von den Vorinstanzen auch mit der Erfüllung von Art. 23 Abs. 1 
lit. b TSchG begründet. Die Ergebnisse der amtstierärztlichen Kontrollen ab 2008 
zeigten, dass der Beschwerdeführer mehrfach gegen verschiedene 
Tierschutzbestimmungen verstossen habe (insbesondere Art. 3 Abs. 3, Art. 5 
Abs. 2, Art. 8 Abs. 2 sowie Art. 37 der Tierschutzverordnung). Beim 
Beschwerdeführer seien somit jahrelang Verstösse gegen die 

12

Tierschutzbestimmungen festgestellt worden, weshalb das beschränkte 
Tierhalteverbot auch nach Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG begründet sei. 

7.3.2 Soweit der Beschwerdeführer zunächst die Anwendbarkeit von Art. 23 
Abs. 1 lit. b TSchG mit der Begründung bestreitet, diese Bestimmung gelange 
nur zur Anwendung, wenn keine Tierschutzbestimmungen verletzt seien, 
sondern aus anderen Gründen eine Unfähigkeit zur Tierhaltung bestehe, kann 
ihm klarerweise nicht gefolgt werden. Unfähigkeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1 
lit. b TSchG liegt gerade dann vor, wenn die betreffende Person nicht die 
grundsätzlichen Verhaltensgebote und -verbote des Tierschutzgesetzes zu be-
folgen vermag (Urteil BGer 2C_378/2012 vom 1.11.2012 Erw. 3.1 m.H.). 

7.3.3 Gemäss den Akten wurden auf dem Hof des Beschwerdeführers in den 
letzten Jahren wiederholt, teilweise gravierende, Mängel festgestellt:

- Am 5. März 2001 erstattete der Tierarzt Dr. M., D.________, beim 
Veterinäramt Anzeige gegen den Beschwerdeführer wegen nicht 
tiergerechter Haltung (ungenügender Auslauf der Tiere, Kühe auf zu 
kurzen Lagern, kein Platz im Krippenbereich, Lichtmangel, kein Einstreu 
bei den Kühen, schlechte Klauen- und Gesundheitspflege).

- Am 20. Juli 2001 wurde der Beschwerdeführer durch den Kantonstierarzt 
nach einer Kontrolle und Befragung verwarnt.

- Welche Mängel in den Folgejahren beim Beschwerdeführer festgestellt 
werden konnten, ergibt sich nicht aus den Akten. Immerhin ergeben sich 
aus dem Schreiben des Amtes für Landwirtschaft vom 29. April 2005 
verschiedene in den Vorjahren beanstandete Mängel im Bereich 
Tierschutz (Kontrollen vom 17.9.2002 und vom 18.11.2002: div. bauliche 
Mängel, fehlender Winterauslauf; Kontrollen vom 22.5.2003 und vom 
12.11.2003: Kälber angebunden; Kontrolle vom 19.10.2004: Kälber 
angebunden, 
Rinder zu wenig Einstreu; Kontrolle vom 14.3.2005 und 21.4.2005: Kälber 
angebunden, Einstreu mangelhaft, Winterauslauf ungenügend). Aus dem 
Schreiben des Amtes für Landwirtschaft vom 4. August 2010 an den 
Beschwerdeführer ergibt sich zudem, dass dem Beschwerdeführer in 
den Jahren 2005 und 2006 wegen Mängeln im Bereich Tierschutz keine 
Direktzahlungen ausgerichtet wurden. 

- Nach verschiedenen Tierschutzmeldungen und einer Kontrolle vom 
24. Oktober 2008 erliess der Kantonstierarzt am 27. November 2008 eine 
Beanstandungserklärung, worin festgehalten wurde, dass Rinder auf der 
Weide ohne Wasser gehalten würden (Art. 37 Abs. 2 TSchV), die Kälber 

13

teilweise in Anbindehaltung gehalten würden (Art. 38 Abs. 1 und Abs. 3 
TSchV), den Kälbern zu wenig und ungeeigneter Platz zur Verfügung 
stehe (Art. 10 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV) und der Stall zu dunkel 
sei (Art. 33 Abs. 3 TSchV). Anlässlich der Nachkontrolle vom 11. 
Dezember 2008 wurde festgestellt, dass Sägemehl zu knapp eingestreut 
war (Art. 39 Abs. 2 TSchV). Eine Kuh war an einer zu kurzen Kette (Art. 3, 
8 und 10 TSchV), einige Tiere waren stark verschmutzt (Art. 3 Abs. 1 und 
3, Art. 5 Abs. 1 TSchV), die Kälber hatten immer noch zu wenig Platz (Art. 
10 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV), der Stall war immer noch zu dunkel 
(Art. 33 Abs. 3 und 4 TSchV), Lager und Stand waren bei einigen Tieren 
zu kurz (Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV). Als grober 
Mangel wurde auch die schlechte Luftqualität in einem Stall qualifiziert 
(Art. 11 Abs. 1 TSchV). Mit Verfügung vom 7. Januar 2009 wurde der 
Beschwerdeführer zur sofortigen Mängelbehebung verpflichtet.

- Mit Schreiben vom 16. März 2009 wies das Amt für Landwirtschaft den 
Beschwerdeführer auf verschiedene, nicht tierschutzkonforme bauliche 
Mängel im Betrieb hin (insbes. Futterkrippe zu hoch, Standlänge zu kurz, 
Lichtverhältnisse ungenügend, ungenügende Platzverhältnisse für Kälber, 
ungenügende Sauberkeit auf dem Betrieb, verschmutzte Tiere). 

- Anlässlich einer amtstierärztlichen Kontrolle vom 18. November 2009 
wurde festgestellt, dass verschiedene Mängel behoben worden waren. 
Etliche Mängel bestanden immer noch bzw. wurden neu festgestellt, 
insbesondere: Die Kälberbucht war überbelegt (Art. 10 Abs. 1 i.V.m. 
Anhang 1 Tabelle 1 TSchV). Ein Kalb blutete aus der Hornanlage; der 
Beschwerdeführer hatte das Kalb selber ohne Schmerzausschaltung und 
Sedation enthornt, ohne über die nötige Qualifikation dazu zu verfügen 
(Art. 32 TSchV). Die Krippe im mittleren Stall war immer noch zu hoch 
(Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV). Ein krankes und 
unbehandeltes Kalb wurde angetroffen. Verschiedene Kälber husteten, 
ohne dass dies der Halter bemerkt hätte (Art. 5 Abs. 1 und 2 TSchV). Der 
Einstreu bei den Kälbern sowie die Kälberbucht war zu nass (Art. 3 Abs. 
3, 7 Abs. 3 und 34 Abs. 1 TSchV). Einige Kühe und Rinder waren zu kurz 
angebunden (Art. 8 Abs. 2 TSchV). Der Auslauf war ungenügend (Art. 40 
Abs. 1 TSchV). Die Hygiene auf dem Betrieb war schlecht (Art. 5 TSchV). 
Zwei Tiere verstarben ohne tierärztliche Behandlung oder Abklärung (Art. 
5 Abs. 1 und 2 TSchV). In der Gesamtbeurteilung wurde festgehalten, der 
Betriebsleiter sei überfordert, die Tiergesundheit und -betreuung sei 
mangelhaft. Gestützt auf diese Kontrollergebnisse verfügte der 
Kantonstierarzt am 22. Februar 2010 eine Reduktion des Tierbestandes 

14

auf maximal 60 Tiere (45 Tiere im Stall B.________, 15 Tiere im Stall 
C.________) und er verpflichtete den Beschwerdeführer zur 
Mängelbehebung (insbes. Korrektur Kettenlänge, korrekte Einstellung des 
Viehtrainers, Reinigung der 
verschmutzten Tiere, Reinigung von Tenn und Stall, genügend grosse 
Kälberboxen, Anpassung Krippenhöhe).

- Am 26. April 2010 machte ein tierärztlicher Fleischkontrolleur aufgrund 
der Eingangskontrolle in einem Schlachtbetrieb beim Veterinäramt eine 
Beanstandungsmeldung, da ein stark hinkendes, krankes (Fieber) und 
stark verschmutztes Kalb aus dem Betrieb des Beschwerdeführers 
angeliefert worden war. 

- Anlässlich der amtstierärztlichen Kontrolle vom 2. Juni 2010 wurden 
insbesondere folgende Mängel festgestellt: ein krankes Tier ohne tierärzt-
liche Behandlung (Art. 5 Abs. 1 und 2 TSchV), ungenügende Hygiene 
(schmutziger Trinkbehälter Kälber, z.T. kniehoher alter Mist, Art. 5 
TSchV), bei mindestens vier Kühen zu kurze Kette (Art. 8 Abs. 2 TSchV). 
Mit Verfügung vom 2. September 2010 verpflichtete der Kantonstierarzt 
den Beschwerdeführer zur Behebung dieser Mängel. Wegen Mängeln im 
Tierschutz wurden dem Beschwerdeführer in der Folge ein weiteres Mal 
Direktzahlungen gekürzt (vgl. Schreiben Amt für Landwirtschaft vom 
2.12.2010 Anhang Kontrollbericht Grünland vom 15.11.2010).

- Anlässlich der amtstierärztlichen Kontrolle vom 15. November 2010 
konnten deutlich bessere Verhältnisse festgestellt werden. Insbesondere 
die Hygiene war verbessert. Die Tierpflege wurde aber immer noch als 
knapp ungenügend qualifiziert (es wurden kranke Tiere angetroffen, die 
keinem Tierarzt vorgestellt worden waren, Art. 5 Abs. 1 und 2 TSchV). Die 
Ketten waren teilweise immer noch zu kurz (Art. 8 Abs. 2 TSchV). Der 
angeordnete maximale Tierbestand war überschritten. Mit Verfügung vom 
24. März 2011 verpflichtete der Kantonstierarzt den Tierhalter zur 
Behebung der Mängel.

- Bei der amtstierärztlichen Kontrolle vom 17. November 2011 wurde 
festgestellt, dass die Tiere gut betreut waren. Zu jenem Zeitpunkt wurden 
die Tiere von einem Angestellten gepflegt, nachdem der 
Beschwerdeführer sich einer Operation hatte unterziehen müssen. Es 
wurde aber auch festgehalten, dass der zwischenzeitlich errichtete 
Laufstall zu Verbesserungen geführt habe. Beanstandungen gab es 
bezüglich der Anbindung (verschiedene Tiere zu kurz angebunden, Art. 8 
Abs. 2 TSchV) und wegen der Überschreitung der erlaubten Tierzahl 

15

(insgesamt wurden 76 Tiere angetroffen, anstatt der erlaubten 60). Der 
Kantonstierarzt erliess am 3. Januar 2012 eine Massnahmeverfügung.

- Die amtstierärztliche Kontrolle vom 14. März 2012 ergab (abgesehen von 
der Überschreitung der erlaubten Höchstzahl der Tiere) keine 
Beanstandungen. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete immer noch ein 
Angestellter auf dem Betrieb (Austritt per ca. Mai 2012). 

- In der Folge ersuchte der Beschwerdeführer das Veterinäramt mit Ein-
gabe vom 3. Mai 2012 darum, im Stall in B.________ maximal 55 Tiere 
(älter als vier Monate) zu halten, da er den Stall in C.________ aufgebe 
und jetzt ein Laufstall vorhanden sei. Der Kantonstierarzt entsprach in der 
Folge dem Gesuch mit Verfügung vom 26. Juli 2012 u.a. mit der 
Begründung, dass die letzte Kontrolle Verbesserungen gezeigt hätte. Es 
wurde jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine erneute 
Reduktion des Tierbestandes angeordnet werde, sollten sich erneut 
grössere Mängel in der Tierhaltung zeigen. 

- Mit Meldung vom 24. November 2012 wandte sich Dr.med.vet. 
M.________ 
erneut an den Kantonstierarzt, wobei er festhielt, er gehe nur ungern und 
mit einem unguten Gefühl in den Betrieb des Beschwerdeführers, da nach 
seiner Auffassung die Tiere immer noch schlecht gehalten würden: die 
Tiere seien relativ mager, einige Tiere seien krank, die Lägerqualität sei 
schlecht (stark defekt), es bestünden erhebliche Indizien dafür, dass die 
angebundenen Tiere keinen Auslauf erhielten. Der Tierhalter sei 
körperlich angeschlagen und überlastet für die Betreuung der zu vielen 
Tiere. 

- Anlässlich der amtstierärztlichen Kontrolle vom 28. November 2012 
wurden wiederum verschiedene, teils gravierende Mängel festgestellt. 
Dabei wurde insbesondere was folgt beanstandet: zwei Kühe litten unter 
Sprunggelenksentzündungen, bemängelt wurde die ungenügende Pflege 
einer Kuh mit einer offenen Schleimbeutelentzündung (Art. 5 Abs. 1 und 2 
TSchV). Die Futterkrippe war zu hoch (Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 
TSchV). Die Kälberbucht war stark vernässt, wobei berücksichtigt wurde, 
dass der Beschwerdeführer noch bei der Stallarbeit war (Art. 39 Abs. 1 
TSchV). Zwei Kälbern stand kein Wasser zur Verfügung (Art. 4 Abs. 1, 37 
Abs. 1 TSchV). Die Einzelhaltung von Kälbern, davon eines allein im 
dunklen Tenn, welches aus einer zu kleinen Kartonkiste 
herausgesprungen war (Art. 38 Abs. 3, 33 und Art. 10 Abs. 1 i.V.m. 
Anhang 1 TSchV), eines allein im Laufstall mit zerbrochenem 

16

Bretterboden vor dem Fressgitter (Art. 38 Abs. 3 und 7 Abs. 1 TSchV). 
Zwei Tiere waren stark verschmutzt (Art. 5 Abs. 1 TSchV). Zudem wurde 
festgestellt, dass in den letzten vier Wochen vier Kälber wegen 
Erkrankung an Durchfall verendet waren ohne erforderliche Pflege bzw. 
Euthanasierung (Art. 5 Abs. 2 TSchV). 

- Anlässlich der Nachkontrolle vom 24. Januar 2013 wurden wiederum 
verschiedene Mängel festgestellt: Die Liegeboxen im Laufstall waren 
übermässig mit altem und neuem Mist verdreckt (Art. 7 Abs. 1, 39 Abs. 2 
TSchV). Ein unter 18 Mt. altes Rind stand unter einem Viehtrainer und 
war übermässig verschmutzt (Art. 37 Abs. 4 lit. b und 5 Abs. 1 TSchV). 
Ein Kalb stand in sehr nasser Einstreu (Art. 39 Abs. 1 TSchV). Ein Rind 
war an einer zu kurzen Kette angebunden (Art. 8 Abs. 2 TSchV). Die 
Lichtverhältnisse in einem Teil des Stalles waren ungenügend (Art. 33 
TSchV). Das Einstreu bei den Kühen war ungenügend (zu wenig, Art. 39 
Abs. 1 TSchV). Der Kuhtrainer bei den Kühen war zu tief eingestellt (Art. 
37 Abs. 4 lit. e TSchV). 

- Gestützt auf die Kontrollen vom 28. November 2012 und vom 24. Januar 
2013 erliess der Kantonstierarzt am 20. Februar 2013 die vorliegend 
angefochtene Verfügung.

- Anlässlich der Nachkontrolle vom 26. Februar 2013 wurde eine klare 
Verbesserung seit der letzten Kontrolle attestiert. Beanstandungen gab es 
wegen der Wasserversorgung (einem neugeborenen Kalb stand weder 
Wasser noch Raufutter zur Verfügung, Art. 37 Abs. 1 und 4 TSchV), 
wegen der Einstreue bei den Rindern (Art. 39 Abs. 2 TSchV) sowie be-
treffend der Sauberkeit des Laufgangs (voller Mist, Abfluss eingefroren, 
Art. 34 Abs. 1 und 7 Abs. 1 und 3 TSchV). Im Weiteren wurde 
festgehalten, das Problem mit der Sägemehl-Einstreu sei weiterhin nicht 
gelöst. Daraus resultierten immer wieder Sprunggelenksentzündungen 
(Art. 7 Abs. 3 TSchV). Der Beschwerdeführer sei  nicht willig, dies zu 
ändern. 

- Am 6. März 2013 fand eine Nachkontrolle zur Frage des Auslaufs statt. 
Dabei konnte festgestellt werden, dass der Auslauf gewährt wurde. 

- Eine weitere Nachkontrolle fand am 3. April 2013 statt. Die Situation 
wurde insgesamt als in Ordnung befunden. Die Sauberkeit der Tiere war 
gut, wobei festgehalten wurde, der Stallgang sei stark verschmutzt 
(allerdings wurde berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer noch bei der 
Stallarbeit war). 

17

- Anlässlich der Nachkontrolle vom 21. Mai 2013 wurde die Situation auf 
dem Hof im Allgemeinen als in Ordnung befunden. Die Einstreu war stark 
nass, es wurde jedoch berücksichtigt, dass der Stall noch nicht 
ausgemistet war. Bemängelt wurden der fehlende Witterungsschutz für 
Rinder in Dauerhaltung im Freien (Art. 36 Abs. 1 TSchV) sowie die zu 
kleine Bucht für die Kälber (Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 TSchV). Zum 
Kontrollzeitpunkt beschäftigte der Beschwerdeführer wegen 
gesundheitlicher Probleme eine Aushilfe auf dem Hof. 

- Eine Kurzkontrolle wurde am 3. Oktober 2013 durchgeführt. Fast alle 
Tiere waren auf der Weide. Förmlich wurden keine Mängel gerügt.

- Weiter aktenkundig ist der Nachkontrollbericht vom 26. November 2013. 
Darin wurden insbesondere folgende Mängel festgehalten: Mehreren 
Kälbern stand kein Wasser zur Verfügung (bei zwei Kälbern war ein 
Behälter vorhanden, jedoch so stark verschmutzt, dass das Wasser nicht 
genutzt werden konnte, ein Kalb hatte kein Wasser zur Verfügung, Art. 37 
Abs. 1 TSchV). Bei zwei Tieren war der Kuhtrainer zu tief eingestellt (Art. 
37 Abs. 4 lit. e TSchV). Zwei Tiere waren zu kurz angebunden (Art. 8 Abs. 
2 TSchV). Insgesamt wurde die Situation als leicht gebessert 
eingeschätzt, Mängel seien aber immer noch vorhanden. 

- Anlässlich der amtstierärztlichen Nachkontrolle vom 17. Februar 2014 
wurden folgende Mängel festgehalten: bei drei Kälbern war die Einstreu 
nass und matschig (Art. 39 Abs. 1 TSchV), zwei Jungtieren stand kein 
Wasser zur Verfügung (Tränkbecken mit altem Futter verstopft, Art. 37 
Abs. 1 und 2 TSchV), eine Kuh hatte zu lange Klauen (Art. 5 Abs. 4 
TSchV). Ob den Tieren der Auslauf gewährt wurde, wurde aufgrund der 
angetroffenen Umstände bezweifelt (keine Auslaufspuren, Löcher und 
Gerümpel im Auslaufbereich, keine eingerichtete Absperrung für Auslauf, 
Art. 40 Abs. 1 TSchV). 

- Bei der Nachkontrolle vom 21. März 2014 wurde wiederum bemängelt, 
dass zwei Kälbern nur stark verschmutztes Wasser zur Verfügung stand 
(Art. 37 Abs. 1 TSchV), ein Rind hatte immer noch zu lange Klauen (Art. 5 
Abs. 4 TSchV), der Auslaufbereich präsentierte sich identisch (ohne 
Auslaufspuren, Gefahren im Auslaufbereich). 

- Zur Kontrolle des Auslaufs wurde am 2. April 2014 nochmals eine 
Besichtigung durchgeführt und es konnte festgestellt werden, dass der 
Auslauf inzwischen gewährt worden war. Ein Rind hatte immer noch zu 
lange Klauen (Art. 5 Abs. 4 TSchV). 

18

7.3.4 Tiere sind so zu halten und mit ihnen ist so umzugehen, dass ihre Körper-
funktionen und ihr Verhalten nicht gestört werden und ihre Anpassungsfähigkeit 
nicht überfordert wird (Art. 3 Abs. 1 TSchV). Unterkünfte und Gehege müssen mit 
geeigneten Futter-, Tränke-, Kot- und Harnplätzen, Ruhe- und Rückzugsorten mit 
Deckung, Beschäftigungsmöglichkeiten, Körperpflegeeinrichtungen und Klimabe-
reichen versehen sein (Art. 3 Abs. 2 TSchV). Die Tierhalterin oder der Tierhalter 
muss das Befinden der Tiere und den Zustand der Einrichtungen so oft wie nötig 
überprüfen. Sie oder er muss Mängel an den Einrichtungen, die das Befinden der 
Tiere beeinträchtigen, unverzüglich beheben oder geeignete Massnahmen zum 
Schutz der Tiere treffen (Art. 5 Abs. 1 TSchV). Die Pflege soll Krankheiten und 
Verletzungen vorbeugen. Die Tierhalterin oder der Tierhalter ist dafür verantwort-
lich, dass kranke oder verletzte Tiere unverzüglich ihrem Zustand entsprechend 
untergebracht, gepflegt und behandelt oder getötet werden. Die dafür notwendi-
gen Einrichtungen müssen im Bedarfsfall innerhalb nützlicher Frist zur Verfügung 
stehen (Art. 5 Abs. 2 TSchV). Hufe, Klauen, Nägel und Krallen sind soweit nötig 
regelmässig und fachgerecht zu pflegen und zu beschneiden (Art. 5 Abs. 4 
TSchV). Die tierschutzkonforme Tierpflege setzt mithin u.a. voraus, dass kranke 

und verletzte Tiere angemessen behandelt und betreut werden und dass die Tie-
re nicht übermässig verschmutzt sind (vgl. Bundesamt für Lebensmittelsicherheit 
und Veterinärwesen, BLV, Technische Weisungen über den baulichen und quali-
tativen Tierschutz Rinder vom 1.10.2014, S. 21). Unterkünfte und Gehege müs-
sen so gebaut und eingerichtet sein, dass: a. die Verletzungsgefahr für die Tiere 
gering ist; b. die Gesundheit der Tiere nicht beeinträchtigt wird; und c. die Tiere 
nicht entweichen können (Art. 7 Abs. 1 TSchV). Unterkünfte und Gehege müssen 
so gebaut und eingerichtet und so geräumig sein, dass sich die Tiere darin art-
typisch verhalten können (Art. 7 Abs. 2 TSchV). Böden müssen so beschaffen 
sein, dass die Gesundheit der Tiere nicht beeinträchtigt wird (Art. 7 Abs. 3 
TSchV). Standplätze, Boxen und Anbindevorrichtungen müssen so gestaltet 
sein, dass sie nicht zu Verletzungen führen und die Tiere arttypisch stehen, sich 
hinlegen, ruhen und aufstehen können (Art. 8 Abs. 1 TSchV). Seile, Ketten, 
Halsbänder und ähnliche Anbindevorrichtungen sind regelmässig zu überprüfen 
und den Körpermassen der Tiere anzupassen (Art. 8 Abs. 2 TSchV). Unterkünfte 
und Gehege müssen den Mindestanforderungen nach den Anhängen 1-3 ent-
sprechen (Art. 10 Abs. 1 TSchV). In Räumen und Innengehegen muss ein den 
Tieren angepasstes Klima herrschen (Art. 11 Abs. 1 TSchV). Bei geschlossenen 
Räumen mit künstlicher Lüftung muss die Frischluftzufuhr auch bei Ausfall der 
Anlage gesichert sein (Art. 11 Abs. 2 TSchV). Tierhalterinnen und Tierhalter dür-
fen eine Enthornung nur in den ersten drei Lebenswochen des betreffenden Tie-

19

res und nur im eigenen Bestand durchführen (Art. 32 Abs. 1 TSchV). Sie müssen 
dafür einen vom Bundesamt für Landwirtschaft und vom BLV anerkannten Sach-
kundenachweis erbringen und die Eingriffe unter der Anleitung und Aufsicht der 
Bestandestierärztin oder des Bestandestierarztes ausüben (Art. 32 Abs. 2 
TSchV). Räume, in denen sich die Tiere überwiegend aufhalten, müssen durch 
Tageslicht beleuchtet werden (Art. 33 Abs. 2 TSchV). Die Beleuchtungsstärke 
muss tagsüber mindestens 15 Lux betragen, ausgenommen in Ruhe- und Rück-
zugsbereichen (Art. 33 Abs. 3 TSchV). Befestigte Böden müssen gleitsicher und 
ausreichend sauber sein. Böden müssen im Liegebereich ausreichend trocken 
sein sowie dem Wärmebedürfnis der Tiere genügen (Art. 34 Abs. 1 TSchV). Elek-
trobügel (Viehtrainer) dürfen nur bei Kühen sowie bei über 18 Monate alten Tie-
ren eingesetzt werden (Art. 35 Abs. 4 lit. b TSchV) und der Abstand zwischen 
Widerrist und Elektrobügel darf 5 cm nicht unterschreiten (Art. 35 Abs. 4 lit. e 
TSchV). Haustiere dürfen nicht über längere Zeit extremer Witterung schutzlos 
ausgesetzt sein. Werden die Tiere unter solchen Bedingungen nicht eingestallt, 
so muss ein geeigneter natürlicher oder künstlicher Schutz zur Verfügung ste-
hen, der allen Tieren gleichzeitig Platz und Schutz vor Nässe und Wind sowie 
starker Sonneneinstrahlung bietet. Es muss ein ausreichend trockener Liegeplatz 
vorhanden sein (Art. 36 Abs. 1 TSchV). Kälber, die in Ställen oder Hütten gehal-
ten werden, müssen jederzeit Zugang zu Wasser haben (Art. 37 Abs. 1 TSchV). 
Übrige Rinder müssen mindestens zweimal täglich Zugang zu Wasser haben 
(Art. 37 Abs. 2 TSchV). Kälbern, die mehr als zwei Wochen alt sind, muss Heu, 
Mais oder anderes geeignetes Futter, das die Rohfaserversorgung gewährleistet, 
zur freien Aufnahme zur Verfügung stehen (Art. 37 Abs. 4 TSchV). Kälber bis 
zum Alter von vier Monaten dürfen nicht angebunden gehalten werden (Art. 38 
Abs. 1 TSchV). Kälber im Alter von zwei Wochen bis vier Monaten müssen in 
Gruppen gehalten werden, sofern mehr als ein Kalb auf dem Betrieb vorhanden 
ist (Art. 38 Abs. 3 TSchV). Für Kälber bis vier Monate, für Kühe sowie für hoch-
trächtige Rinder, muss der Liegebereich mit ausreichend geeigneter Einstreu 
versehen werden (vgl. Art. 39 Abs. 1 TSchV). Für übrige Rinder muss ein Liege-
bereich vorhanden sein, der mit ausreichend geeigneter Einstreu oder mit einem 
weichen, verformbaren Material versehen ist (Art. 39 Abs. 2 TSchV). Rinder, 
die angebunden gehalten werden, müssen regelmässig, mindestens jedoch an 
60 Tagen während der Vegetationsperiode und an 30 Tagen während der 
Winterfütterungsperiode, Auslauf erhalten. Sie dürfen höchstens zwei Wochen 
ohne Auslauf bleiben. Der Auslauf ist in einem Auslaufjournal einzutragen 
(Art. 40 Abs. 1 TSchV). 

7.3.5 Aus dem dargestellten Sachverhalt ergibt sich, dass der Beschwerdeführer 
seit Jahren und wiederholt gegen Tierschutzbestimmungen verstossen hat. Es 

20

mussten immer wieder dieselben Mängel beanstandet werden. Wiederholte 
Widerhandlungen mussten insbesondere wegen ungenügender bzw. fehlender 
Behandlung oder Euthanasierung kranker Tiere (Art. 5 Abs. 1 und 2 TSchV), 
nicht ausreichender oder schmutziger bzw. nasser Einstreue (Art. 39 Abs. 1 und 
2 TSchV), Mängeln bei der Anbindung von Tieren (unzulässige oder zu kurze 
Anbindung, Art. 38 Abs. 1 und III, Art. 8 Abs. 2 TSchV), ungenügender Ver-
sorgung der Kälber mit Wasser (Art. 37 Abs. 2 TSchV), starker Verschmutzung 
von Tieren (Art. 5 TSchV) sowie betr. Anbringen des Elektrobügels (Art. 37 
Abs. 4 lit. b und e TSchV) festgestellt werden. 

Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ändert daran nichts. Soweit er 
geltend macht, seit der Aufgabe des Stalles in C.________, der Einrichtung eines 
Laufstalles für Rinder und der Operation seiner Knie habe sich die Situation klar 
verbessert, übersieht er die verschiedenen Mängel, die auch nach der Aufgabe 
des Stalles in C.________ (Anfang 2012), dem Bau eines Laufstalles (2011) und 
der Operation der Knie (November 2010 und November 2011) beanstandet wer-
den mussten. Auch anlässlich der Kontrollen vom 28. November 2012 und vom 
24. Januar 2013 wurden zahlreiche, teilweise gravierende Mängel festgestellt. 
Zudem wurden auch anlässlich der nach Erlass der angefochtenen Verfügung 
durchgeführten Kontrollen wiederholt zahlreiche Mängel festgestellt. Insbesonde-
re nach der Errichtung des Laufstalles wurden bei den Kontrollen Verbesserun-
gen registriert, dennoch vermochte der Beschwerdeführer keine dauerhafte Hal-
tung unter Berücksichtigung der Tierschutzvorschriften zu garantieren. 

Soweit der Beschwerdeführer einwendet, die Kontrollen (insbesondere auch die 
Kontrolle vom 18. November 2009) hätten frühmorgens ab 08.30 Uhr stattgefun-
den und zu dieser Zeit sei er mit den Stallarbeiten noch nicht fertig gewesen bzw. 
zu diesem Zeitpunkt sei es üblich, dass die Einstreu bei den Kälberboxen noch 
nass sei, ist darauf hinzuweisen, dass in den Kontrollberichten jeweils berück-
sichtigt wurde, dass der Beschwerdeführer mit den Stallarbeiten noch nicht zu 
Ende war. Im Übrigen wurden die Kontrollen nicht immer schon um 08.30 Uhr 
durchgeführt (vgl. z.B. Kontrolle vom 2.6.2010: ab 13.00 Uhr, wobei die Kälber 
z.T. in kniehohem Mist standen; Kontrolle vom 28.11.2012: ab 10.00 Uhr; 
Kontrolle vom 26.2.2013: ab 15.00 Uhr, wobei Sauberkeit des Laufganges be-
anstandet wurde; Nachkontrolle vom 17.2.2014: ab 10.45 Uhr, Einstreu bei 
drei Kälbern nass). Nasses Einstreu und übermässige Verschmutzung wurden 
anlässlich verschiedener Kontrollen zu verschiedenen Tageszeiten festgestellt. 
Zudem weist der Kantonstierarzt zu Recht darauf hin, dass die beanstandeten 
Zustände nicht innerhalb eines Tages entstanden. Die Amtstierärzte des Vete-
rinäramtes der Urkantone, welche jährlich über 1000 Betriebe kontrollieren, sind 
in der Lage, die Hygieneverhältnisse auch in einem älteren Stall (wie in den Ur-

21

kantonen sehr häufig anzutreffen) zu beurteilen und insbesondere auch eine 
übermässige Verschmutzung zu unterscheiden von der Verschmutzung, welche 
vor dem täglichen Ausmisten vorhanden ist. 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist auch eine Verletzung von Art. 5 
Abs. 2 TSchV in wiederholten Fällen ausgewiesen. Die fehlende oder unge-
nügende medizinische Pflege von Tieren wurde denn auch nicht nur anlässlich 
der Kontrolle vom 2. Juni 2010 beanstandet (wobei das beanstandete kranke 
Tier offenbar schlecht gefressen hatte, was unbestritten ist, und geschwollene 
Hinterbeine sowie eine Liegeschwiele hatte, was ebenfalls unbestritten ist. Wenn 
ein solcher Zustand nach Ansicht des Kantonstierarztes eine Behandlung durch 
den Tierarzt erfordert hätte, ist das nachvollziehbar und begründet), sondern sie 
musste wiederholt beanstandet werden (vgl. insbes. Kontrollen vom 18.11.2009, 
15.11.2010 und 28.11.2012). Besonders gravierend ins Gewicht fällt die anläss-
lich der Kontrolle vom 28. November 2012 gemachte Feststellung, wonach innert 
weniger Wochen vier Kälber verendet waren, wobei lediglich zwei dem Tierarzt 
vorgestellt worden waren, nach erfolgloser einmaliger Konsultation weitere Mass-

nahmen des Tierhalters jedoch ausblieben und die Kälber ohne die erforderliche 
Euthanasierung tagelang dahinsiechten, bevor sie verstarben. Auch wenn der 
Beschwerdeführer geltend macht, er habe die Ratschläge der Tierärzte jeweils 
befolgt, so bestand das Problem häufig darin, dass er gar keinen Tierarzt beige-
zogen hat, auch in Fällen, in welchen es für ihn als erfahrenen Tierhalter klar er-
kennbar war bzw. hätte erkennbar sein müssen, dass eine sofortige medizinische 
Intervention bzw. eine Euthanasierung erforderlich gewesen wäre. Der anlässlich 
der mündlichen Verhandlung sinngemäss vorgebrachte Einwand, eine Behand-
lung der Kälber sei gar nicht möglich gewesen, ist falsch. Kälberdurchfall ist zwar 
eine häufig anzutreffende Krankheit, jedoch durchaus behandelbar, wobei auch 
schwer erkrankte Tiere bei Intervention des Tierarztes mit hoher Wahrscheinlich-
keit stabilisiert werden können (vgl. Merkblatt Rindergesundheitsdienst LBL, Lin-
dau, einsehbar unter www.rgd.ch/Portals/0/Viles/Publikationen/kaelberdurch-
fall_0602.pdf und www.bestandesmedizin.info/Aufzucht%C3%A4lber/Problem-
orientiertesVorgehen/Durchfall/Therapie.aspx). Dem Beschwerdeführer musste 
dies als erfahrener Tierhalter bekannt gewesen sein 

Der Einwand, Beanstandungen betr. die Tierhaltung im Stall C.________ dürften 
nicht berücksichtigt werden, da er diesen Stall nicht mehr betreibe, ist für die Be-
antwortung der Frage, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, seinen Betrieb 
tierschutzkonform zu betreiben, grundsätzlich ohne Belang. Im Stall C.________ 
wurden insbesondere die Anbindung und die Einstellung des Kuhtrainers bzw. 

http://www.rgd.ch/Portals/0/Viles/Publikationen/kaelberdurchfall_0602.pdf
http://www.rgd.ch/Portals/0/Viles/Publikationen/kaelberdurchfall_0602.pdf
http://www.bestandesmedizin.info/Aufzucht%C3%A4lber/ProblemorientiertesVorgehen/Durchfall/Therapie.aspx
http://www.bestandesmedizin.info/Aufzucht%C3%A4lber/ProblemorientiertesVorgehen/Durchfall/Therapie.aspx

22

die Verwendung des Kuhtrainers beanstandet. Diese Mängel mussten regelmäs-
sig auch im Stall B.________ beanstandet werden. 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers waren die Tiere anlässlich der 
Kontrollen auch nicht immer sauber. Stark verschmutzte Tiere mussten an-
lässlich der Kontrollen vom 24. Oktober 2008, vom 28. November 2009 und vom 
28. November 2011 beanstandet werden. Zudem wurde ein stark verschmutztes 
Tier am 26. April 2010 durch den amtlichen Fleischkontrolleur beanstandet. Die 
starke Verschmutzung der beanstandeten Tiere wurde im Übrigen zumindest 
teilweise fotographisch dokumentiert und ist damit aktenmässig erstellt. 

Ob den Tieren der erforderliche Auslauf immer gewährt wurde, ist gestützt auf die 
Feststellungen des Kantonstierarztes bzw. der Amtstierärzte fraglich. Die Frage 
kann letztlich aber offen bleiben, zumal der fehlende Auslauf nur einmal förmlich 
beanstandet wurde (Verfügung vom 22. Feb. 2010) und die entsprechende Ver-
fügung unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. Die aktuellen Beanstandun-
gen betr. Auslauf (vgl. Kontrolle vom 17. Feb. 2014) bildeten keine Grundlage für 
die vorliegend umstrittene und bereits zu einem früheren Zeitpunkt erlassene 
Reduktion des Viehbestandes (Verfügung vom 20. Feb. 2013). 

Der Einwand des Beschwerdeführers, die Vorschrift, wonach den Kälbern, die in 
Ställen gehalten werden, jederzeit Zugang zu Wasser haben müssen, sei noch 
nicht lange in Kraft, ist korrekt. Die entsprechende Bestimmung (Art. 37 Abs. 1 
TSchV) trat zwar am 1. Sept. 2008 in Kraft, es besteht jedoch für vorbestehende 
Tierhaltungen eine Übergangsfrist von 5 Jahren (Anhang 5 Ziff. 9 TSchV). Aller-
dings wurde der fehlende Zugang zum Wasser nach Ablauf der Übergangsfrist 
dreimal beanstandet (Kontrollen vom 26.11.2013, 17.2.2014, 21.3.2014). 

Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss geltend macht, man finde in jedem 
Betrieb Mängel, solange man etwas finden wolle, kann auf den Jahresbericht des 
Laboratoriums der Urkantone 2013 verwiesen werden (S. 42). Daraus ergibt sich, 
dass der überwiegende Teil der kontrollierten Betriebe keinerlei Anlass zu Bean-
standungen gab (bei ca. 1'200 durchgeführten Kontrollen von Nutztierbetrieben 
im Jahr 2013 mussten lediglich 103 Verfügungen und 17 Ermahnungen erlassen 
werden).

Dass nie eine Mangelernährung festgestellt worden ist, für die Milchqualität Aus-
zeichnungen erteilt wurden und einzelne Tiere an den Viehausstellungen prä-
miert wurden, vermag an den festgestellten wiederholten Zuwiderhandlungen 
nichts zu ändern. Weder die Milchqualität noch die Prämierung eines Tieres an 
einer Ausstellung vermag eine tierartgerechte und eine tierschutzkonforme Hal-
tung aller Tiere zu belegen. 

23

Nicht zu verkennen ist, dass die Verhältnisse auf dem Betrieb zu gewissen 
Zeiten als in Ordnung befunden wurden, und zwar insbesondere dann, wenn 
ein Mitarbeiter auf dem Betrieb beschäftigt wurde. Auch wurden nach Erlass des 
vorliegend umstrittenen partiellen Tierhalteverbotes verbesserte Verhältnisse 
festgestellt (insbesondere auch während der Beschäftigung einer Aushilfskraft), 
allerdings mussten auch nach Erlass der umstrittenen Verfügung wiederholt ver-
schiedene Mängel beanstandet werden. Die zeitweilige Verbesserung der Situa-
tion ändert jedoch nichts daran, dass seit Jahren wiederholt zahlreiche Verstösse 
gegen die Tierschutzbestimmungen festgestellt werden mussten und solche 
auch in den aktuellsten Kontrollberichten festgehalten wurden. Soweit der Be-
schwerdeführer auf den ÖLN-Bericht vom 9. Juli 2014 verweist (Bf-act. 5), 
welcher positiv ausgefallen sei, ist darauf hinzuweisen, dass es dabei um die 
Kontrolle des ökologischen Leistungsnachweises ging. Die Einhaltung der Tier-
schutzbestimmungen war nicht Gegenstand der Kontrolle und der Kontrolleur 
war - wie der Kantonstierarzt vernehmlassend zu Recht geltend macht - zur 
Kontrolle der Einhaltung der Tierschutzbestimmungen auch nicht qualifiziert 
(vgl. Art. 33 TSchG i.V.m. Art. 213 Abs. 1 TSchV und Art. 6 der Verordnung über 
die Aus-, Weiter- und Fortbildung der Personen im öffentlichen Veterinärwesen, 
SR 916.402). 

7.3.6 Insgesamt liegen mithin zahlreiche und wiederholte Verstösse gegen die 
Tierschutzgesetzgebung vor, welche über mehrere Jahre festgestellt und doku-
mentiert sind und immer wieder zur Verfügung von Auflagen durch den Kantons-
tierarzt Anlass gaben. Es mussten Nachkontrollen durchgeführt werden, anläss-
lich welcher teilweise dieselben Mängel immer noch bestanden oder andere 
Mängel gerügt werden mussten. Die wiederholten Auflagen führten zwar teil-
weise zu Verbesserungen, eine dauerhafte Verbesserung der Gesamtsituation 
konnte jedoch nicht herbeigeführt werden. Auch nach Erlass des partiellen Tier-
halteverbotes wurden Mängel festgestellt, welche klarerweise nicht von bloss 
untergeordneter Bedeutung waren. 

In Berücksichtigung der jahrelang festgestellten Mängel, der wiederholten Ver-
urteilung wegen Tierquälerei und der Unfähigkeit des Beschwerdeführers, die 
Mängel dauerhaft und umfassend zu beheben, sind die Vorinstanzen zu Recht 
davon ausgegangen, dass auch inskünftig mit erheblichen Widerhandlungen 
gegen die Tierschutzgesetzgebung zu rechnen ist, sofern der Tierbestand nicht 
reduziert wird. Zu Gunsten des Beschwerdeführers gehen die Vorinstanzen 
davon aus, dass er nicht völlig unfähig ist, Tiere art- und tierschutzkonform zu 
halten. Vielmehr gehen sie davon aus, dass der alleinstehende Beschwerde-
führer - was gegenüber diesem wiederholt auch so kommuniziert wurde - mit der 

24

grossen Anzahl der Tiere überfordert ist. Diese Annahme wird durch den Um-
stand bestätigt, dass während der Beschäftigung eines Mitarbeiters auf dem Hof 
die Verhältnisse jeweils zu keinen relevanten Beanstandungen Anlass gaben. 
Nachdem der Betrieb des Beschwerdeführers mit einem maximalen Rindvieh-
bestand von 55 Tieren über 4 Monate einen Arbeitsbedarf von 2,672 Standarda-
rbeitskräften (SAK) ausweist, ist auch nachvollziehbar, dass eine Überforderung 
vorliegt. Bereits Betriebe mit 1 SAK gehören - gemessen an der Arbeitszeit des 
Betriebsleiters - häufig zu den Haupterwerbsbetrieben (Hofer, Kommentar BGBB, 
2.A., Vorbem. zu Art. 6-10, Rz 55a). Für 1 SAK wird von einer Normarbeitszeit 
von 2800 h/Jahr ausgegangen (vgl. Hofer, Standardarbeitskraft und Paraland-
wirtschaft, Blätter für Agrarrecht, Heft 3/3 2014, S. 215). Bei 2,672 SAK ergibt 
dies eine Normarbeitsbelastung von 7481,6 h/Jahr, mithin über 20 h/Tag 
während 365 Tagen/Jahr. Auch wenn der Beschwerdeführer geltend macht, die 
Arbeitsbelastung sei insofern geringer, als dass die Futtermittelbeschaffung bzw. 
die Feldarbeit durch Dritte erledigt werde (Maschinenring) und die Tiere im 
Sommerhalbjahr jeweils auf der Weide oder der Alp seien, muss in Berücksichti-
gung der jahrelang festgestellten Mängel von einer Überlastung bzw. Überforde-
rung ausgegangen werden. Der Betrieb des Beschwerdeführers liegt zudem 
bereits aufgrund der Betriebsfläche von 32 ha weit über der durchschnittlichen 
Nutzfläche eines Haupterwerbsbetriebes im Kanton Schwyz (Durchschnitt Kt. SZ 
17,5 ha, CH: 23,3 ha). Wie der Kantonstierarzt mit Eingabe vom 13. Januar 2014 
ans Sicherheitsdepartement nachvollziehbar ausführt, dürfte ein Durchschnitts-
betrieb im Kanton Schwyz über ca. 20-25 Kühe verfügen. Der Arbeitsbedarf 
auf dem Betrieb des Beschwerdeführers geht mit einem Rindviehbestand von 
55 Tieren älter als 4 Mt. mithin regelmässig über die Arbeitskraft einer einzelnen 
Person hinaus. 

7.3.7 Insgesamt sind die Vorinstanzen zu Recht davon ausgegangen, dass der 
Beschwerdeführer bei einem Viehbestand von über 35 Tieren älter als 4 Monate 
nicht in der Lage ist, die Tiere dauerhaft ordnungsgemäss zu halten (Art. 23 Abs. 
1 lit. b TSchG). Für das Aussprechen des partiellen Tierhalteverbots können sich 
die Vorinstanzen mithin auf eine gesetzliche Grundlage berufen. Das öffentliche 
Interesse an einer tierschutzkonformen Haltung der Tiere ergibt sich als Staats-
aufgabe aus der Verfassung (Art. 80 Abs. 2 BV) sowie aus dem Zweckartikel des 
Tierschutzgesetzes, wonach Würde und Wohlergehen der Tiere zu schützen sind 
(Art. 1 TSchG, zum Ganzen: Urteil BGer 2C_378/2012 vom 1.11.2012 Erw. 3.4.4; 
zum öffentlichen Interesse vgl. zudem nachfolgend Erw. 8.4.2). Zu prüfen bleibt 
die Verhältnismässigkeit der Massnahme. 

25

8.1 Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit erfordert, dass die Verwaltungs-
massnahmen zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels 
geeignet und erforderlich sind und die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne 
gegeben ist. Geeignet ist eine Massnahme, wenn durch sie das öffentliche Inter-
esse auch tatsächlich wahrgenommen, d.h. wenn der im öffentlichen Interesse 
erfolgte Zweck erreicht werden kann. Die Erforderlichkeit bedeutet, dass der Ein-
griff in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Beziehung nicht über das 
Notwendige hinausgehen darf. Schliesslich muss der angestrebte Zweck in 
einem vernünftigen Verhältnis zu den Freiheitsbeschränkungen stehen, die den 
Privaten auferlegt werden (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) (Schweizer, 
St. Galler Kommentar, Art. 36 BV Rz. 21ff; BGE 136 I 26 Erw. 4.4; Urteil BGer 
1C_475/2009 vom 16.3.2010 Erw. 4.2; 1A_78/2004 vom 16.7.2004 Erw. 5.1.1).

8.2.1 Der Beschwerdeführer bestreitet die Eignung der angeordneten Reduktion 
des Viehbestandes. Die Beanstandungen der Tierhaltung hätten mit der Anzahl 
der Tiere nichts zu tun. Durch eine Reduktion des Viehbestandes könne eine 
allfällige Verletzung von Tierschutzvorschriften nicht verhindert bzw. ausge-
schlossen werden. Die von den Vorinstanzen ihm vorgehaltene (zeitliche) Über-
forderung bei der Tierpflege spiele bei den gegen ihn erhobenen Vorwürfen keine 
Rolle.

8.2.2 Der Kantonstierarzt weist vernehmlassend zu Recht darauf hin, dass 
bei einer kleineren Zahl Tiere mehr Zeit verbleibe für die Reinigung, Pflege und 
Kontrolle des Zustandes der Einrichtungen und der vorhandenen Tiere. Mängel 
entstünden, wenn zu wenig Zeit vorhanden und der Tierhalter überfordert sei. 
Es kann diesbezüglich auf die vorstehende Erwägung 7.3.6 verwiesen werden. 
Dass lediglich ein partielles Tierhalteverbot ausgesprochen wurde, liegt zudem 
offenkundig im Interesse des Beschwerdeführers. Alternativ kämen einzig ein 
vollständiges Tierhalteverbot oder eine weitergehende Reduktion des Tierbe-
standes in Frage, was zu prüfen sein wird, wenn die angeordnete Massnahme zu 
keiner Verbesserung der Haltung führen würde. 

Die angeordnete Reduktion des Viehbestandes stellt klar eine geeignete Mass-
nahme zur Verhinderung weiterer Verstösse gegen das Tierschutzgesetz dar. 
Der Beschwerdeführer ist nach nachvollziehbarer Auffassung der verschiedenen 
involvierten Fachpersonen nicht unfähig, Tiere art- und tierschutzgerecht zu 
halten; der grosse Tierbestand übersteigt vielmehr die Arbeitskraft einer Person, 
weshalb bei einer Reduktion des Viehbestandes mit einer dauerhaften Verbesse-
rung der Situation zu rechnen ist.

26

8.3.1 Der Beschwerdeführer bestreitet im Weiteren die Erforderlichkeit der ange-
ordneten Massnahme. In diesem Zusammenhang bemängelt er vorab, dass vor-
gängig nicht in Form einer anfechtbaren Verfügung eine Verwarnung, Mahnung 
oder Androhung ausgesprochen wurde. Die sofortige Viehbestandbeschränkung 
auf 35 Stück Vieh sei bundesrechtswidrig. 

8.3.2 Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 26. Juli 2012 in Erw. 7 
angedroht, dass eine weitere Reduktion des Tierbestandes angeordnet werde, 
wenn sich erneut grössere Mängel in der Tierhaltung zeigen sollten. Mit Ein-
schreiben vom 17. Dezember 2012 wurde dem Beschwerdeführer zudem das 
rechtliche Gehör zu den Beanstandungen anlässlich der Kontrolle vom 28. No-
vember 2012 eingeräumt und es wurde darauf hingewiesen, dass eine weitere 
Reduktion der Tierzahl auf maximal 35 Tiere über 4 Monate sowie eine Nachkon-
trolle vorgesehen seien. Als anlässlich der Nachkontrolle vom 24. Januar 2013 
wiederum verschiedene Mängel beanstandet werden mussten, verfügte der Kan-
tonstierarzt am 20. Februar 2013 eine Reduktion des Tierbestandes. 

Das Veterinäramt hat mithin mit Verfügung vom 26. Juli 2012 ein partielles Tier-
halteverbot angedroht. Nachdem auch bei den nachfolgenden Kontrollen weitere, 

teilweise schwerwiegende Mängel in der Tierhaltung festgestellt werden muss-
ten, musste der Beschwerdeführer mit einem partiellen Tierhalteverbot rechnen 
und es konnte von weiteren förmlichen Androhungen abgesehen werden. Im 
Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass das Tierschutzgesetz im Gegensatz zu 
anderen Bundesgesetzen nicht ausdrücklich eine Verwarnung, Mahnung oder 
Androhung einer künftigen Massnahme vorsieht. Eine solche kann indessen aus 
Gründen der Verhältnismässigkeit erforderlich sein (Urteile BGer 2C_737/2010 
vom 18. Juni 2011 Erw. 4.2 mit Hinweisen; 2C_635/2011 vom 11. März 2012 
Erw. 3.2). Diesem Grundsatz wurde vorliegend Genüge getan. 

8.3.3 Die Erforderlichkeit der Massnahme wird vom Beschwerdeführer im 
Weiteren mit dem Einwand bestritten, anlässlich der Kontrollen vom 6. März 
2013, vom 3. April 2013, vom 21. Mai 2013, vom 9. Juli 2014 und vom 20. 
November 2014 seien keine Mängel mehr beanstandet worden. Seine zuvor 
schwierige gesundheitliche Situation habe sich aufgrund von Operationen im 
November 2010 und 2011 verbessert und auch die betriebliche Situation habe 
sich nach dem Frühjahr 2011 verbessert (Laufstall für Rinder, Aufgabe des 
Stalles in C.________). Zudem beschränke sich die Betreuung des ganzen 
Viehbestandes auf sechs Monate im Jahr, da ein grosser Teil der Tiere Ende 
April bis Ende Oktober auf der Weide bzw. auf der Alp sei. Es bestehe dadurch 
faktisch eine halbjährliche Beschränkung der zu betreuenden Tiere. Die 

27

Tierschutzvorschriften würden bereits jetzt erfüllt, weshalb weitere Massnahmen 
zur Sicherstellung der Einhaltung der Tierschutzvorschriften nicht erforderlich 
seien. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht machte er zudem geltend, er 
beschäftige jetzt einen Mitarbeiter auf dem Hof 
(Arbeitsvertrag vom 23. Oktober 2014), welcher auch künftig ausserhalb der 
Alpsaison für ihn tätig sein werde. Damit könne ihm eine Überforderung nicht 
mehr vorgehalten werden. 

8.3.4 Es trifft zu, dass anlässlich der Kontrollen vom 3. April 2013 und vom 21. 
Mai 2013 die Situation im Wesentlichen als in Ordnung befunden wurde, aller-
dings beschäftigte der Beschwerdeführer zumindest im Zeitpunkt der Kontrolle 
vom 21. Mai 2013 wegen gesundheitlicher Probleme eine Aushilfe auf dem Hof. 
Auch im Zeitpunkt der Kontrolle vom 20. November 2014 - deren Ergebnisse 
nicht aktenkundig sind, aufgrund der unbestrittenen Darstellung des Beschwer-
deführers jedoch von keinen relevanten Beanstandungen auszugehen ist - war 
eine Hilfskraft auf dem Betrieb beschäftigt. Die Kontrolle vom 6. März 2013 betraf 
nur den Auslauf. Bei der Kontrolle vom 9. Juli 2014 handelte es sich - wie bereits 
schon erwähnt - um keine Tierschutzkontrolle. Anlässlich der Kontrollen vom 
26. November 2013, vom 17. Februar 2014 und vom 21. März 2014 wurden wie-
derum verschiedene Verletzungen von Tierschutzbestimmungen beanstandet. 
Auch wenn sich die Situation auf dem Hof nach Erlass der vorliegend umstritte-
nen Verfügung zumindest zeitweise verbessert hat, ist aufgrund der langjährigen 
Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz damit zu rechnen, dass der 
Beschwerdeführer seinen grossen Viehbestand nicht dauerhaft ohne weitere 
Verstösse zu halten vermag. Die verschiedenen kantonstierärztlichen Auflagen 
(inklusive der bereits früher verfügten Reduktion des Viehbestandes) sowie zwei 
strafrechtliche Verurteilungen wegen Tierquälerei vermochten den Beschwerde-
führer nicht davon abzuhalten, weiterhin gegen Tierschutzbestimmungen zu ver-
stossen. Sogar nach dem Erlass des vorliegend umstrittenen Tierhalteverbots 
mussten weitere Widerhandlungen beanstandet werden. Dass der Bau des Lauf-
stalles, die Aufgabe des Stalles in C.________ und die Operation der Knie zu 
keiner genügenden und nachhaltigen Verbesserung der Situation geführt haben, 
wurde bereits in Erw. 7.3.5 dargelegt. Auch nach diesen Veränderungen wurden 
wiederholt Verstösse gegen das Tierschutzgesetz festgestellt. Eine nachhaltige 
und umfassende Verbesserung der Tierhaltung vermochte der Beschwerdeführer 
auch weiterhin nicht zu gewährleisten. Im Hinblick auf die drohende Reduktion 
der Tieranzahl vorgenommene Änderungen vermögen für sich auf jeden Fall 
keinen Willen zu einer dauerhaften Veränderung der Situation zu belegen.

28

Soweit der Beschwerdeführer darauf hinweist, dass das Vieh während der Som-
mermonate auf der Alp sei und damit das halbe Jahr über ohnehin nicht auf dem 
Hof gehalten werde, ändert dies an der Erforderlichkeit der Massnahme ebenfalls 
nichts. Die tierschutzkonforme Haltung muss das ganze Jahr über gewährleistet 
werden können. 

An der Erforderlichkeit der Massnahme ändert auch der Umstand nichts, dass 
der Beschwerdeführer während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens eine 
Drittperson für die Arbeit auf dem Hof eingestellt hat. Einerseits ist der An-
stellungsvertrag zeitlich begrenzt bis "ca. Mai 2015" (vgl. Bf-act. 6). Andererseits 
ist der Vertrag kündbar. Mit der zeitlich beschränkten und vom Beschwerdeführer 
jederzeit aufhebbaren Einstellung einer Drittperson kann eine langfristige Ein-
haltung der Tierschutzvorschriften nicht sichergestellt werden, zumal der 
Beschwerdeführer anlässlich der mündlichen Verhandlung auch verlauten liess, 
dass die  Einstellung einer Hilfskraft grundsätzlich nicht erforderlich wäre, da er 
die anfallende Arbeit alleine zu erledigen vermöchte. Eine Einsicht des 
Erfordernisses von Änderungen auf dem Betrieb für eine Verbesserung der 
Tierhaltung fehlt mithin, weshalb die vorübergehende Einstellung einer Hilfskraft 
während des Verfahrens die angeordnete Massnahme nicht obsolet macht. Es ist 
nicht zu verkennen, dass die zeitlich beschränkte Einstellung eines Mitarbeiters 
auf dem Hof jeweils zu einer klaren Verbesserung der Situation geführt hat, der 
Be-

schwerdeführer hätte es aber jahrelang in der Hand gehabt, durch eine 
langfristige Einstellung eines Mitarbeiters eine dauerhafte Verbesserung 
herbeizuführen bzw. die wiederholten Widerhandlungen gegen 
Tierschutzbestimmungen infolge Überforderung zu vermeiden. Die während des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens in Anbetracht der ausgesprochenen 
Massnahme vorgenommene Einstellung einer Hilfskraft, ändert jedoch nichts 
daran, dass die während Jahren verfügten Beanstandungen und auch zwei 
strafrechtliche Verurteilungen den Beschwerdeführer nicht von weiteren 
Verstössen gegen Tierschutzbestimmungen abzuhalten vermochten. Der 
Beschwerdeführer hat die ihm während Jahren 
eingeräumte Chance zur nachhaltigen Verbesserung der Tierhaltung nicht 
bzw. nicht ausreichend genutzt, weshalb die zeitlich begrenzte Einstellung einer 
Hilfskraft nichts an der Erforderlichkeit der Reduktion des Viehbestandes zur 
Gewährleistung einer tierschutzkonformen Haltung zu ändern vermag. 

Ohne Belang für das vorliegende Verfahren ist der anlässlich der mündlichen 
Verhandlung vom Beschwerdeführer vorgebrachte Hinweis, ab 1. Januar 2015 
bestehe eine Generationengemeinschaft mit dem Neffen Marco Bisig, welcher im 

29

Winter 2015/2016 einen landwirtschaftlichen Kurs absolvieren werde und der, 
wenn er (d.h. der Beschwerdeführer) das AHV-Alter erreiche, seinen Hof 
übernehmen werde. Das partielle Tierhalteverbot richtet sich gegen den 
Beschwerdeführer. Über künftige veränderte Verhältnisse muss im vorliegenden 
Verfahren nicht entschieden werden. Inwiefern eine Betriebsgemeinschaft eine 
Aufhebung des partiellen Tierhalteverbots gegenüber dem Beschwerdeführer zu 
begründen vermag, wird der Kantonstierarzt auf Gesuch hin zu prüfen haben, 
sobald Klarheit über eine definitive Mitwirkung des Neffen im Betrieb besteht. Im 
jetzigen Zeitpunkt verfügt der Neffe aber weder über die fachliche Qualifikation 
zur Führung des Betriebes noch kann der Nachweis erbracht werden, dass der 
Neffe längerfristig einen positiven Einfluss auf die Tierhaltung sicherzustellen 
vermag. 

Als ungeeignet erscheint auch der Einwand des Beschwerdeführers, es sei als 
mildere Massnahme die Auflage anzuordnen, einen Teil der Tiere einem anderen 
Betrieb zur Betreuung zu übergeben, da ein Verkauf der Tiere unverhältnismäs-
sig sei. Der Beschwerdeführer hat sich an den mit Verfügungen vom 22. Februar 
2010 und vom 26. Juli 2012 angeordneten maximalen Tierbestand nicht gehal-
ten. Anlässlich der Kontrollen vom 15. November 2010, vom 17. November 2011 
und vom 21. Mai 2013 wurde eine - teilweise massive - Überschreitung des ma-
ximal zulässigen Tierbestandes registriert. Belässt man sämtliche Tiere in seinem 
Eigentum, besteht weiterhin die Gefahr, dass der Tierbestand zu hoch und damit 
eine Überforderung des Beschwerdeführers bestehen bleibt.

Auch ist es vorliegend nicht angebracht, das angeordnete partielle Tierhaltever-
bot zeitlich zu befristen. Damit kann eine dauerhafte Behebung der Missstände in 
der Tierhaltung nicht sichergestellt werden. Der Beschwerdeführer hat jahrelang 
wiederholt gegen zahlreiche Tierschutzbestimmungen verstossen. Sämtliche an-
geordneten Massnahmen konnten keine dauerhaft tierschutzkonforme Haltung 
gewährleisten. Der Beschwerdeführer vermag auch nicht darzutun, wie er nach 
Ablauf einer Frist die tierschutzkonforme Haltung sicherzustellen vermöchte. 
Allerdings hat bereits der Regierungsrat in seinem Beschluss zu Recht darauf 
hingewiesen, dass dem Beschwerdeführer - sofern die (reduzierte) Tierhaltung 
zu keinen Beanstandungen mehr Anlass gibt - unter Umständen eine (wohl aber 
lediglich schrittweise) Erhöhung des Tierbestandes zuzugestehen ist (vgl. Erw. 
6.5.1). Dem Einzelnen steht gestützt auf § 34 VRP sowie auf Art. 29 Abs. 1 BV 
u.a. dann ein Anspruch auf Wiedererwägung einer Verfügung zu, wenn sich die 
Verhältnisse seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben. In diesem 
Sinn könnte unter Umständen auch eine dauerhafte Anstellung einer Hilfsperson 
auf dem Hof Grundlage für eine Erhöhung des Tierbestandes (unter der Auflage 
der Beibehaltung eines Anstellungsverhältnisses) darstellen. Der 

30

Beschwerdeführer hat es selber in der Hand, die Grundlagen für eine 
Wiedererwägung des partiellen Tierhalteverbotes zu schaffen. 

8.4.1 Der Beschwerdeführer bestreitet im Weiteren die Zumutbarkeit der 
angeordneten Massnahme (Verhältnismässigkeit im engeren Sinn). Bei einer 
Reduktion auf 35 Tiere müsste er mehr als die Hälfte des Jungviehs verkaufen. 
Bei ca. 10 Stück Jungvieh im Laufstall würde dort jedoch alles gefrieren, weil für 
die nötige Wärme im Stall ca. 20 Stück Jungvieh notwendig seien. Der fast neu 
erstellte Laufstall würde unnütz. Zudem sei er für die Pflege von ca. 5 ha steilem 
Weideland auf das Jungvieh angewiesen. Mit der angeordneten Anzahl Tiere 
wäre es ihm zudem nicht mehr möglich, Viehhandel zu betreiben. Sein 
Einkommen würde massiv einbrechen und er könnte von der Landwirtschaft nicht 
mehr leben bzw. müsste den Betrieb aufgeben. Bereits heute sei sein 
Einkommen sehr bescheiden. Eine Betriebsumstellung sei im Übrigen kostspielig 
und in Berücksichtigung seines Alters (58 Jahre) unrealistisch. 

8.4.2 Die Verhältnismässigkeit im engeren Sinne verlangt - wie bereits erwähnt - 
dass zwischen dem Eingriff und dem angestrebten Zweck eine vernünftige 
Relation bestehen muss (vgl. dazu Urteil BGer 6S.408/2005 vom 23. Januar 
2006 Erw. 3 mit Hinweisen). Es sind deshalb das öffentliche Interesse an einer 
Massnahme und die beeinträchtigten privaten Interessen im konkreten Fall 
wertend miteinander zu vergleichen (vgl. statt vieler BGE 130 I 154 Erw. 5.3.6; 
Häfelin/ Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz 613 ff.).

Das öffentliche Interesse an einer artgerechten Haltung der Tiere ergibt sich als 
Staatsaufgabe aus der Verfassung (Art. 80 Abs. 2 lit. a BV) sowie aus dem 
Zweckartikel des Tierschutzgesetzes, wonach Würde und Wohlergehen der Tiere 
zu schützen sind (Art. 1 TSchG; vgl. Urteil BGer 2C_378/2012 vom 1.11.2012 
Erw. 3.4.4). Dem öffentlichen Interesse gegenüber stehen die privaten 
wirtschaftlichen Interessen des Beschwerdeführers, die entgegen seiner Ansicht 
die Eingriffsinteressen nicht zu überwiegen vermögen: Die Reduktion des 
Viehbestandes kann zu einer Einkommensreduktion führen. Allerdings gilt zu 
berücksichtigen, dass die Verstösse gegen die Tierschutzbestimmungen in den 
letzten Jahren immer wieder zu Reduktionen der Direktzahlungen bzw. zur 
vollständigen Streichung von Direktzahlungen geführt haben. Nach Art. 70a Abs. 
1 lit. c des Bundesgesetztes über die Landwirtschaft (Landwirtschaftsgesetz, 
LwG; SR 910.1) ist Voraussetzung für die Ausrichtung von Direktzahlungen u.a. 
die Einhaltung der Bestimmungen der Tierschutzgesetzgebung (Art. 70a Abs. 1 
lit. a LwG). Bei einem an die vorhandenen Arbeitskapazitäten angepassten 
Viehbestand ist zu erwarten, dass den Tieren die genügende Pflege gewährt und 
die Bestimmungen der Tierschutzgesetzgebung eingehalten werden können und 

31

mithin auch keine Kürzungen bzw. keine Streichung der Direktzahlungen mehr 
vorzunehmen ist. Ob die Reduktion des Viehbestandes tatsächlich negative 
finanzielle Auswirkungen auf den Beschwerdeführer hat, ist somit fraglich. Auf 
jeden Fall wird auch ein reduzierter Rindviehbestand von 35 Tieren (älter als vier 
Monate) eine existenzsichernde Bewirtschaftung des Betriebes erlauben (in der 
Schweiz halten ca. 38'000 Rindviehhalter insgesamt ca. 1,55 Mio Stück Rinder, 
inkl. Kühe, mithin durchschnittlich ca. 40 Stück Rindvieh pro Betrieb, wobei im 
Kanton Schwyz, wo die Betriebe überwiegend in der Hügel- und Bergzone 
liegen, der Rindviehbestand bei durchschnittlich 26 Stück Rindvieh pro 
Landwirtschaftsbetrieb liegt, vgl. 
www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/07/03/blank/ind24.
indicator.240205.2402.html; vgl. auch LUSTAT Jahrbuch 2013 S. 159, einsehbar 
unter www2.lustat.ch/jbkt_2013_b07.pdf). Es ist dem Beschwerdeführer 
vorliegend zuzumuten, den Betrieb mit reduziertem Rindviehbestand zu führen. 
Auch verunmöglicht die Reduktion des Rindviehbestandes weder die Nutzung 
des Laufstalles, noch die Bewirtschaftung von Steilhängen. Es steht dem 
Beschwerdeführer zudem frei, einen Teil seines Landes - z.B. steiles Weideland - 
zu verpachten. Weshalb der Laufstall bei einem Bestand von 35 Tieren (älter als 
vier Monate) nicht mehr nutzbar sein sollte, ist nicht ersichtlich. Dem 
Beschwerdeführer wurde jahrelang die Möglichkeit gewährt, seine Tierhaltung in 
Einklang mit dem Tierschutzgesetz zu bringen. Das Gewicht und die Bedeutung 
der verfolgten öffentlichen Interessen ergeben sich aus den während vieler Jahre 
festgestellten Verstössen und der wiederholten strafrechtlichen Verurteilung 
wegen Tierquälerei. Eingriffszweck und Eingriffswirkung liegen damit in einem 
vernünftigen Verhältnis (Urteil BGer 2C_378/2012 vom 1.11.2012 Erw. 3.4.4). 

Insgesamt erweist sich das partielle Tierhalteverbot als eine verhältnismässige 
Massnahme.

9. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist 
abzuweisen. Die Frist für die Veräusserung der überzähligen Tiere wird neu auf 
den 30. Juni 2015 festgelegt. 

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die Kosten (Gerichtsgebühr 
inkl. Kosten öffentliche Verhandlung, Kanzleikosten und Barauslagen) von 
Fr. 3'500.-- vollumfänglich zu Lasten des Beschwerdeführers (§ 72 Abs. 2 VRP). 

Der Antrag des Veterinäramtes auf Zusprechung einer Parteientschädigung wird 
abgewiesen. Gemäss § 74 Abs. 2 VRP hat eine im Rechtsmittelverfahren ob-
siegende Behörde bzw. die von ihr vertretene juristische Person grundsätzlich 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Eine Ausnahme von dieser 

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Regelung sieht das Gesetz lediglich für Bezirke, Gemeinden und Körperschaften 
des kantonalen öffentlichen Rechts (z.B. Flurgenossenschaft, Wuhrkorpora-
tionen) vor. Der fehlende Entschädigungsanspruch kantonaler Behörden (unab-
hängig davon, ob sie wie vorliegend in einem Konkordat zusammengefasst sind 
oder einzeln agieren) ist sachgerecht und begründet. Es darf erwartet werden, 
dass eine kantonale Behörde in der Lage ist, ohne Beizug einer externen Ver-
tretung an einem Rechtsmittelverfahren mitzuwirken. Die Mitwirkung an einem 
Rechtsmittelverfahren gehört zur üblichen Amtstätigkeit einer Behörde, weshalb 
sich das Gemeinwesen so zu organisieren hat, dass es Verwaltungsstreitsachen 
selbst durchfechten kann. Im Rechtsmittelverfahren geht es um die Verteidigung 
einer Anordnung, welche die Behörde erstinstanzlich selber erlassen hat. Bereits 
bei Erlass der Anordnung musste die betreffende Behörde die erforderlichen 
Ressourcen einsetzen, um deren Rechtmässigkeit zu gewährleisten. Der Auf-
wand, welcher der Behörde im Rechtsmittelverfahren entsteht, ist daher nurmehr 
von beschränktem Umfang (vgl. Plüss in: Kommentar VRG, § 17 Rz 51 und 57 
m.H.). Des Weiteren hat die beteiligte Behörde in erster Linie ihre Fachkenntnis-
se ins Verfahren einzubringen, wozu sie ohne Beizug einer externen Vertretung 
in der Lage ist bzw. sein sollte. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Frist für die Veräusserung der über-
zähligen Tiere wird auf den 30. Juni 2015 festgesetzt. 

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 3’500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzlei-
kosten, Auslagen) festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat 
am 16. September 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 2’500.-- einbezahlt, 
so dass er noch Fr. 1'000.-- innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Ent-
scheides auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu bezah-
len hat.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von 
verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R, unter Beilage der Ein-
gabe des Veterinäramtes vom 23.2.2015)

- den Regierungsrat (unter Beilage der Eingabe des Veterinäramtes vom
23.2.2015)

- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (unter Bei-
lage der Eingabe des Veterinäramtes vom 23.2.2015)

- die Rechtsvertreterin des Veterinäramtes (2/A)

- und das Amt für Landwirtschaft.

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Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 16. März 2015