# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e605423e-7072-5858-914d-a47497567e3e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2008 D-5900/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5900-2008_2008-09-24.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5900/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch Elio G. Baumann,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 10. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5900/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer - eigenen Angaben zufolge ein nigeriani-
scher  Staatsbürger  der  Volksgruppe  Itsekiri  aus  Z._______  (Delta 
State) - in der Schweiz am 14. August 2008 um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 21. August 2008 im Empfangs- und Verfahrenszent-
rum (EVZ) Basel  die Personalien des Beschwerdeführers erhob und 
ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für das Verlas-
sen  des  Heimatlandes  befragte  und  ihn  am 5. September 2008  ein-
lässlich zu den Asylgründen anhörte,

dass  das  BFM  mit  -  am  gleichen  Tag  eröffneter  -  Verfügung  vom 
10. September 2008 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. September 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und beantragte, ihm sei der Flüchtlingsstatus zu gewähren, even-
tualiter sei ihm die vorläufige Aufnahme zwecks Beschaffung rechtsge-
nüglicher Identitätspapiere zu gewähren und die Wegweisung sei  zu 
annullieren bzw. auszusetzen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht  innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des  Asylgesuches  im  EVZ  Basel  bzw. in  den  48 Stunden  nach  der 
diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt eines Informationsblattes ein 
Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe von Reise- 
oder Identitätspapieren erklärte, er habe nie einen Reisepass beses-
sen und die Identitätskarte habe er zuhause zurückgelassen, weil er 
habe fliehen müssen (vgl. act. A1/8 S.3), 

dass er  keine Identitätspapiere für  die Reise ins Ausland mitgenom-
men, aber Geld bezahlt habe (vgl. act. A6/12 S.4),

dass  das  BFM  das  Vorliegen  von  entschuldbaren  Gründen  für  das 
Nichtabgeben  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  verneinte,  mit  der 
Begründung, angesichts des interkontinentalen Reisewegs mit  stren-
gen Kontrollen an wichtigen Grenzgängen, sei die Darstellung des Be-

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schwerdeführers,  ohne  Papiere  in  die  Schweiz  gelangt  zu  sein,  un-
glaubhaft,

dass das BFM vielmehr davon ausgehe, der Beschwerdeführer habe 
nur  unter  Verwendung  authentischer  Reisepapiere  bis  nach  Europa 
und in die Schweiz reisen können, die er jedoch in Missachtung seiner 
Mitwirkungspflicht nicht eingereicht habe,

dass es ferner festhielt, die Reiseschilderung des Beschwerdeführers 
seien  durch  unplausible  Unkenntnis  geprägt,  vermöge  er  doch  kein 
konkreten Angaben zu den durchreisten Ländern oder Orte machen,

dass der Hinweis des Beschwerdeführers, des Schreibens und Lesens 
unkundig zu sein,  nicht überzeuge, entspreche es doch dem natürli-
chen Verhalten Reisender, sich über die Reisedestinationen zu erkun-
digen und zu erfahren, welche Länder und Ortschaften man ansteuere 
und wo man sich aufhalte,

dass in der Beschwerde eingewendet wird, das BFM übersehe bei der 
Feststellung, dass Interkontinentalreisen ohne Reise- und Identitätsdo-
kumente kaum mehr möglich seien, dass beispielsweise der Ansturm 
auf die sizilianische Insel Lampedusa unvermindert anhalte und allein 
in den ersten sieben Monaten dieses Jahres dort gemäss Medienbe-
richten 14'420 Afrikaner angekommen seien, selbstredend ohne Iden-
titätsdokumente,

dass dieser Einwand im vorliegenden Fall nicht stichhaltig ist, da der 
unsubstanziierten  Reisebeschreibung  des  Beschwerdeführers,  wo-
nach er ständig im Inneren des Schiffes gewesen sei und ihn ein Wei-
sser,  der  Englisch  sprach,  aus  dem Schiff  herausgeführt  habe  (vgl. 
act. A6/12 S.4), zumindest entnommen werden kann, dass er sich an 
Bord eines grösseres Schiffes, welches einen Hafen in Europa anlief, 
befunden haben muss, und nicht auf einem kleinen Boot, wie sie übli-
cherweise für die Überfahrt von der nordafrikanischen Küste nach Eu-
ropa verwendet werden,

dass deshalb das BFM zu Recht feststellte, eine solche interkontinen-
tale Reise, ohne bei den Hafenbehörden gültige Papiere vorgewiesen 
zu haben, erscheine realitätsfremd, 

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dass auch die Darstellung des Beschwerdeführers, in Lagos Island ein 
Schiff bestiegen zu haben, ohne sich vorher erkundigt zu haben, wo-
hin dieses fährt (vgl. act. A1/8 S.5), nicht plausibel erscheint,

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  im  gleichen 
Haushalt  mit  seinen Eltern  und seinen  zwei  Schwestern  gelebt  hat, 
und sich  dort  auch seine Identitätskarte  befinden soll  (vgl. act. A1/8 
S.2 u. 3),

dass der Beschwerdeführer unter diesen Umständen wohl in der Lage 
gewesen wäre, sich seine zuhause zurückgelassene Identitätskarte in 
die Schweiz schicken zu lassen,  um auf  diese Weise zumindest  die 
Behauptung zu belegen, seine Identitätskarte befinde sich zu Hause,

dass aus den Akten nicht hervorgeht,  dass er diesbezüglich Vorkeh-
rungen in die Wege geleitet hat, was ein zusätzliches Indiz bildet, wel-
ches gegen die Glaubhaftigkeit seiner Darstellung spricht, wonach er 
nie einen Reisepass besessen und die Identitätskarte zuhause zurück-
gelassen habe,

dass  das  BFM  demnach  zu  Recht  davon  ausgegangen  ist,  für  das 
Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der Frist 
von 48 Stunden nach Einreichen des Asylgesuchs würden keine ent-
schuldbaren Gründe vorliegen,

dass ergänzend anzufügen ist, dass es bei der 48-Stunden-Frist von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht um die Beschaffung neuer Papiere, 
sondern um die Abgabe der schon existierenden, für die Reise in die 
Schweiz verwendeten Papiere geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa 
S. 109 f.), weshalb sich an dieser Beurteilung selbst dann nichts än-
dern würde, wenn sich der Beschwerdeführer - wie in der Beschwerde 
ausgeführt - bei der nigerianischen Vertretung in Bern um die Ausstel-
lung  von  neuen  Reise-  oder  Identitätspapiere  bemühen  und  diese 
nachträglich einreichen würde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuches im We-
sentlichen geltend machte,  ihm sei  vor vier  Jahren im Rahmen inte-
rethnischer  Auseinandersetzungen zwischen  Itsekiri  und  Ijaw in  den 
Rücken geschossen worden und er sei deshalb zu einem Freund nach 
Lagos Island geflüchtet,

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dass er nach drei Jahren, nachdem Frieden zwischen den verfeindeten 
Ethnien geschlossen worden sei, nach Z._______ zurückgekehrt sei,

dass er letztes Jahr bemerkt habe, dass Militante die Öl-Pipelines an-
gezapft  hätten  und er  diese Information  jeweils  seinem Arbeitgeber, 
dem (...), zur Kenntnis gebracht habe,

dass  die  Rohölpiraten  ihn  deshalb  des  Verrats  bezichtigt  und  sein 
Haus beschossen hätten, wobei seine Verlobte und sein Bruder umge-
kommen seien, 

dass er in einem anderen Haus übernachtet habe, weswegen er un-
versehrt zu seinem Freund nach Lagos Island habe fliehen können,

dass er vernommen habe, die Rohölpiraten würden ihn auch dort su-
chen, weswegen er Nigeria verlassen habe,

dass für die weiteren Einzelheiten betreffend den zur Begründung des 
Asylgesuchs  geltend  gemachten  Sachverhalt  auf  die  Protokolle  der 
Befragung  vom 21. August 2008  und  der  Anhörung  vom 5. Septem-
ber 2008 sowie auf die Verfügung vom 10. September 2008 zu verwei-
sen ist,

dass das BFM in der  angefochtenen Verfügung mit  zutreffender  Be-
gründung dargelegt hat, weshalb die Ausführungen des Beschwerde-
führers  zur  Begründung  seines  Asylgesuches  der  Asylrelevanz  ent-
behrten,

dass diesbezüglich auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfü-
gung zu verweisen ist,

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, der Beschwerdeführer 
sei aufgrund der Vorkommnisse von 2004 und - damit zusammenhän-
gend - vom Mai 2008 bei einer allfälligen Rückkehr sehr wohl der Ge-
fahr der Verfolgung ausgesetzt und würde auch riskieren müssen, an 
Leib und Leben Schaden zu nehmen,

dass das BFM die Tatsache übersehe, dass eine Gefährdung an Leib 
und Leben geradezu ein klassischer Fluchtgrund darstelle,

dass diese Einwände nichts an der vom BFM festgestellten fehlenden 
Asylrelevanz zu ändern vermögen, da der zeitliche und inhaltliche Zu-

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sammenhang zwischen dem Ereignis im Jahre 2004 und der Ausreise 
im Jahre 2008 - wie schon vom BFM festgehalten - fehlt und der nige-
rianische Staat grundsätzlich in der Lage ist, seine Schutzpflichten bei 
Übergriffen durch private Drittpersonen zu erfüllen,

dass ergänzend zu den Erwägungen des BFM darauf hinzuweisen ist, 
dass gemäss den Angaben des Beschwerdeführers die Polizei insbe-
sondere die Meldung der Familie betreffend den Führer der Gruppe, 
welche seinen Bruder  und seine Verlobte  getötet  haben soll,  aufge-
nommen und Bericht erstattet hat (vgl. act. A6/12 S.8),

dass unter diesen Umständen ohne weitere Erörterungen festgestellt 
werden kann, dass das Bestehen der  Flüchtlingseigenschaft des Be-
schwerdeführers ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden  kann  und 
auch  zusätzliche  Abklärungen  im  Sinne  von  Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der 34-jährige Beschwerdeführer den Akten zufolge gesund ist, 
er gemäss eigenen Angaben in Nigeria ein familiäres Beziehungsnetz 
hat (act. A1/8 S.2) und bei einem internationalen Energiekonzern an-
gestellt gewesen ist (act. A1/8 S.2), weshalb es ihm möglich sein soll-
te, sich im Falle der Rückkehr eine wirtschaftliche Existenzgrundlage 
aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  somit  nicht  unzumutbar  im Sinne 
von Art. 83 Abs. 4 AuG ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  auch  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei  der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

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dass somit keine Wegweisungshindernisse vorliegen, weshalb die An-
ordnung der vorläufigen Aufnahme nicht in Betracht fällt und der Voll-
zug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (vorab per Telefax; ein-
geschrieben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N (...))

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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