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**Case Identifier:** d345f8b8-1266-5d10-b7ad-6f12efcadbba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.05.2015 B 2013/238
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-238_2015-05-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/238

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 28.05.2015

Entscheiddatum: 28.05.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2015
Art. 3 Abs. 3, 15 und 21 RPG (SR 700). Art. 32 Abs. 1 BauG (sGS 
731.1).Einzonungsgesuch und Teilzonenplan. Bestätigung der Ablehnung 
des Antrags der Beschwerdeführer, ein rund 1.5 ha grosses Grundstück der 
Wohnzone zuzuweisen. Es bestand kein zwingender Anlass für das Gericht, 
bei mehreren in Betracht kommenden bzw. realisierbaren und im 
Wesentlichen "gleichwertigen" Einzonungsvarianten einer Einzonung des 
Grundstücks den Vorzug gegenüber der von der Vorinstanz im Rahmen ihres 
Auswahlermessens bestätigten Variante zu geben. Der Teilzonenplan 
entspricht den raumplanerischen Zielen und Planungsgrundsätzen, steht mit 
dem kommunalen Richtplan in Einklang und ist sachlich begründet. 
Angesichts der Ungewissheit der Prognosen und des Ermessensspielraums 
der Gemeinde erwies sich die Bauzonenkapazität des revidierten 
Zonenplanes nicht als rechtswidrig (Verwaltungsgericht, B 
2013/238).Entscheid vom 28. Mai 2015

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Miteigentümergemeinschaft F.

Beschwerdeführer,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Alex Keller, factum advocatur, Davidstrasse 1, 

Postfach 635, 9001 St. Gallen,

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gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

Politische Gemeinde X., vertreten durch denGemeinderat,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Einzonungsgesuch und Teilzonenplan (ganze Gemeinde) X.

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.            

a. Die Miteigentümergemeinschaft F. ist Eigentümerin des im Süden des Dorfzentrums 

von X. gelegenen, grösstenteils unüberbauten und landwirtschaftlich genutzten 

Grundstücks Nr. 0000 im Gebiet A. Dieses weist eine Fläche von 15'219 m2 auf und 

liegt nach dem kommunalen Zonenplan vom 25. Januar 1995 mehrheitlich im übrigen 

Gemeindegebiet (üG), teilweise in der Landwirtschaftszone und zu einem kleinen Teil in 

der Wohnzone W2. Der dem üG und der Landwirtschaftszone zugeteilte Bereich des 

Grundstücks gilt nach kantonalem Richtplan als Fruchtfolgefläche. Gemäss dem am 

8. März 2010 erlassenen kommunalen Richtplan ist das Gebiet A. (Grundstücke Nr. 001 

und 0000) als Wohnentwicklungsschwerpunkt vorgesehen. Der nördliche Teil ist dabei 

als Wohngebiet höherer Dichte (1. Etappe) und der südliche Teil (im Gebiet B. auf 

Grundstück Nr. 002) als Wohngebiet niedriger Dichte (2. Etappe) bezeichnet (act. G 12 

I/17).

b. Am 22. November 2011 liess die Miteigentümergemeinschaft F. durch Rechtsanwalt 

lic. iur. Alex Keller, St. Gallen, beim Gemeinderat X. ein Einzonungsgesuch für das 

Grundstück Nr. 0000 einreichen mit den Anträgen, das Grundstück sei, soweit es dem 

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üG zugewiesen sei, der Wohnzone (W3 im Norden und W2 im Süden) zuzuweisen. 

Soweit dies für die zweckmässige Abgrenzung des Baugebiets oder die 

strassenmässige Erschliessung des Grundstücks Nr. 0000 notwendig sei, seien die 

erforderlichen Flächen der dem üG zugewiesenen Teile der angrenzenden Grundstücke 

Nrn. 001 und 002 ebenfalls der Wohnzone zuzuweisen (act. G 12 I/8/5). Der 

Gemeinderat erachtete in der Folge eine teilweise Einzonung der Grundstücke Nrn. 

0000 und 001 als möglich, wobei die gemeinsame Erschliessung zu planen sei, eine 

sinnvolle Etappierung der Überbauung aufzuzeigen sei, ein Erschliessungsvertrag 

abzuschliessen sei und der Gemeinde aus einer allfälligen Altlastensanierung keine 

Kosten erwachsen dürften (vgl. act. G 12 I/8/13-15). Die anschliessenden 

Verhandlungen führten zu keinem Ergebnis, weshalb der Gemeinderat die Einzonung 

des Gebiets A. im Rahmen der laufenden Zonenplanrevision zurückstellte und am 12. 

November 2012 die Teilrevision des Zonenplans (mit unveränderter Zonierung des 

Gebiets A.) beschloss; der Erlass wurde vom 19. November bis 18. Dezember 2012 

öffentlich aufgelegt (act. G 12 I/8/17-19). Auf die hiergegen von der 

Miteigentümergemeinschaft F. erhobene Einsprache (act. G 12 I/8/21, 23, 25) fasste 

der Gemeinderat am 29. April 2013 den Beschluss, dass das Einzonungsbegehren vom 

22. November 2011 sowie die Einsprache gegen den Teilzonenplan ganze Gemeinde 

im Sinn der Erwägungen abgewiesen würden. Zur Begründung führte er unter anderem 

aus, solange die Frage der Kostentragung der Altlastensanierung nicht geklärt sei, 

müsse dem Grundstück die Eignung zur Überbauung abgesprochen werden. Das 

Grundstück sei sodann Teil eines grossen, zusammenhängenden 

Landwirtschaftsgebietes; es sei weder erschlossen noch leicht erschliessbar. 

Sämtliche zur Einzonung vorgesehenen Standorte würden sich an der kommunalen 

Richtplanung orientieren. Bei der Entscheidung, welche Grundstücke zuerst eingezont 

würden, komme der Planungsbehörde ein grosser Ermessenspielraum zu (act. G 12 I/

8/28).

c. Gegen die im vorerwähnten Beschluss verfügte Abweisung des Einzonungsgesuchs 

liess die Miteigentümergemeinschaft F. am 16. Mai 2013 Rekurs beim Baudepartement 

erheben und ihre Anträge im Gesuch vom 22. November 2011 (act. G 12 I/8/5) 

bestätigen (Rekurs 1; act. G 12 I/1). Der Teilzonenplan ganze Gemeinde (Teilrevision 

Zonenplan 2012) wurde vom 3. Mai bis 12. Juni 2013 dem fakultativen Referendum 

unterstellt. Mit Schreiben vom 15. Juli 2013 gab der Gemeinderat der 

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Miteigentümergemeinschaft F. Kenntnis von der Zustimmung der Bürgerschaft zum 

Teilzonenplan (act. G 12 II/1 Beilage), worauf diese gegen den Beschluss der 

Bürgerschaft am 29. Juli 2013 Rekurs erheben und Aufhebung des Teilzonenplans 

beantragen liess (Rekurs 2; act. G 12 II/1). In der Stellungnahme vom 20. Juni 2013 

bestätigten die Miteigentümer des Grundstücks Nr. 001 ihr grundsätzliches 

Einverständnis mit einer Teileinzonung ihrer Parzelle (act. G 12 I/5). Am 19. August 

2013 beschloss der Gemeinderat X. eine Anpassung des Richtplans in Bezug auf das 

Gebiet A. (Grundstücke Nrn. 0000 und 001). Zur Ermöglichung einer dichteren 

Überbauung in Zentrumsnähe wurde neu der südliche Teil des festgelegten 

Wohnentwicklungsschwerpunkts der 2. Etappe ebenfalls als Wohngebiet höherer 

Dichte bezeichnet. Der Gemeinderat wolle mit dieser Richtplananpassung die 

Möglichkeit einer wirtschaftlich tragbaren Lösung für die Altlastensanierung im Gebiet 

A. schaffen (act. G 12 I/13). Mit Entscheid vom 25. Oktober 2013 wies das 

Baudepartement die Rekurse 1 und 2 ab (act. G 2).    

B.            

a. Gegen diesen Entscheid liess die Miteigentümergemeinschaft F. durch Rechtsanwalt 

Alex Keller mit Eingabe vom 11. November 2013 (act. G 1) Beschwerde erheben mit 

den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1) und der Gemeinderat X. sei 

anzuweisen, das Verfahren zur Zuweisung des Grundstücks Nr. 0000 im Gebiet A. in 

die Wohnzone einzuleiten (Ziff. 2a). Soweit dies für die zweckmässige Abgrenzung des 

Baugebiets oder die strassenmässige Erschliessung des Grundstücks Nr. 0000 

erforderlich sei, sei der Gemeinderat X. anzuweisen, die erforderlichen Flächen der 

angrenzenden Grundstücke Nr. 001 und 002 ebenfalls der Wohnzone zuzuweisen (Ziff. 

2b). Der Teilzonenplan ganze Gemeinde (Teilrevision Zonenplan 2012) sei aufzuheben 

(Ziff. 3a). Eventuell sei der Teilzonenplan ganze Gemeinde zurückzustellen, bis die 

kantonale Genehmigung für die Einzonung des Grundstücks Nr. 0000 rechtskräftig 

vorliege (Ziff. 3b). In der Beschwerdeergänzung vom 13. Dezember 2013 bestätigte und 

begründete der Rechtsvertreter diese Anträge (act. G 8).

b. In der Vernehmlassung vom 10. Januar 2014 beantragte die Vorinstanz Abweisung 

der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im angefochtenen 

Entscheid und äusserte sich ergänzend. Gleichzeitig reichte sie die vom 

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Baudepartement erlassene Verfügung vom 8. Januar 2014 betreffend Genehmigung 

der Teilrevision Zonenplan 2012 ein (act. G 10). Die Beschwerdegegnerin beantragte in 

der Vernehmlassung vom 22. Januar 2014 Abweisung der Beschwerde und verwies zur 

Begründung auf den vorinstanzlichen Entscheid und den diesem zugrunde liegenden 

Entscheid sowie die Vernehmlassungen im vorinstanzlichen Verfahren (act. G 14).

c. Auf die Ausführungen der Parteien in den vorerwähnten Eingaben wird, soweit für 

den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis 

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1; VRP). Die 

Beschwerdeführer sind zur Anfechtung des Rekursentscheids legitimiert (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Ihre Beschwerdeerklärung und -begründung 

entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist 

daher einzutreten.

2.             

2.1.        Während der Rechtshängigkeit der Beschwerde traten die Änderungen des 

Raumplanungsgesetzes (SR 700; RPG) und der Raumplanungsverordnung (SR 700.1; 

RPV) am 1. Mai 2014 in Kraft, welche unter anderem in Bezug auf die 

Bauzonenkapazitätsberechnung revidierte Vorschriften enthalten (vgl. Art. 15 Abs. 5 

RPG; Art. 30a RPV). Mangels anderslautender Regelung beurteilt sich die 

Rechtmässigkeit von Verwaltungsakten nach der Rechtslage im Zeitpunkt ihres 

Ergehens (statt vieler BGE 139 II 243 E. 11.1). Später eingetretene Rechtsänderungen 

sind nur ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn zwingende Gründe für die sofortige 

Anwendung des neuen Rechts sprechen. Solche hat das Bundesgericht insbesondere 

im Bereich des Gewässer-, Natur-, Heimat- und Umweltschutzrechts als gegeben 

erachtet (BGE 139 II 243 E. 11.1, 470 E. 4.2, 135 II 384 E. 2.3). Nach Auffassung des 

Bundesgerichts sagt die Übergangsbestimmung von Art. 38a RPG nichts darüber aus, 

ob die neue - strengere - Fassung von Art. 15 RPG auf hängige Ortsplanungsrevisionen 

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anwendbar ist. Es hat die Frage bisher offengelassen (BGer 1C_275/2014 vom 1. 

Oktober 2014, E. 2.1, 1C_113/2014 vom 3. September 2014, E. 3.1).

2.2.        Die vorliegend zu beurteilende Teilrevision Zonenplan 2012 ("Teilzonenplan 

ganze Gemeinde") wurde am 8. Januar 2014 genehmigt. Die neuen Bestimmungen des 

RPG und der RPV sind erst während des Beschwerdeverfahrens vor dem 

Verwaltungsgericht in Kraft getreten. Sie dienen zumindest mittelbar der Schonung von 

Natur und Landschaft, indem Bauzonen stärker konzentriert und begrenzt werden 

sollen, weshalb ein gewisses öffentliches Interesse an der sofortigen Anwendung 

dieser Bestimmungen besteht (vgl BGE 139 II 263 E. 11.2). Die neue Fassung von Art. 

15 RPG verweist indessen auf den noch anzupassenden kantonalen Richtplan (Art. 38a 

Abs. 1 RPG); die Anwendung neuen Rechts würde also dazu führen, dass bis zur 

Anpassung des Richtplans das Einzonungsmoratorium von Art. 38a Abs. 2 RPG zum 

Tragen käme. Die Übergangsbestimmungen in Art. 38a RPG äussern sich aber nicht 

ausdrücklich zur Frage, ob das Moratorium auch gilt, wenn die Genehmigung der 

Ortsplanungsrevision im Zeitpunkt des Inkrafttretens der RPG-Änderung (1. Mai 2014) 

bereits erfolgt ist, gegen diesen Entscheid aber noch ein Beschwerdeverfahren hängig 

ist. Gemäss Art. 52a Abs. 1 RPV ist Art. 38a Abs. 2 RPG nur dann anzuwenden, wenn 

die Beschwerde zu einer Überprüfung oder materiellen Teilkorrektur des 

Genehmigungsentscheids führt. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist die hier umstrittene 

Einzonung nach bisherigem Recht zu beurteilen. Die Frage nach der Anwendbarkeit 

des neuen Rechts stellt sich erst, wenn sich die Einzonung nicht als rechtmässig 

erweisen sollte. Die umstrittene Einzonung ist daher vom Verwaltungsgericht auf ihre 

Vereinbarkeit mit aArt. 15 RPG in der Fassung vom 22. Juni 1979 zu prüfen (vgl. auch 

Urteil 100.2013.230 des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Dezember 

2014, E. 2, publiziert in ZBl 2015, S. 182 ff.).    

3.           

3.1.        Allgemein gilt der Grundsatz der Planbeständigkeit, jedenfalls für 

Nutzungspläne, die unter der Herrschaft des RPG und zur Umsetzung seiner Ziele und 

Grundsätze erlassen worden sind. Nutzungspläne werden deshalb nur überprüft und 

gegebenenfalls angepasst, wenn sich die Verhältnisse seit ihrem Erlass bzw. ihrer 

Genehmigung durch das Baudepartement erheblich geändert haben oder bedeutsame 

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neue Bedürfnisse nachgewiesen sind (Art. 21 Abs. 2 RPG; Art. Art. 32 Abs. 1 des 

Baugesetzes, sGS 731.1; BauG). Eine Planung, die nicht mehr zeitgerecht ist, 

widerspricht nicht nur den Planungsgrundsätzen des RPG, sondern im Fall von 

Nutzungsbeschränkungen auch der Eigentumsgarantie der betroffenen 

Grundeigentümer ((Waldmann/Hänni, Handkommentar zum Raumplanungsgesetz, 

Bern 2006, Rz. 11 f. zu Art. 21 RPG). Zonenpläne sind ungeachtet der Vorschrift von 

Art. 21 Abs. 2 RPG in der Regel nach fünfzehn Jahren zu überarbeiten, weil die 

Bedarfsprognose der Siedlungsentwicklung auf diesen Zeithorizont ausgerichtet ist. Ein 

weitergehender Planungshorizont ist zwar möglich. Grundstücke, die erst nach 

fünfzehn Jahren überbaut werden sollen, dürfen aber nicht eingezont werden, sondern 

können höchstens einer nach Massgabe des kantonalen Rechts bestehenden 

Reservezone (im Kanton St. Gallen dem übrigen Gemeindegebiet, Art. 21 BauG) 

zugewiesen werden (vgl. Art. 15 lit. b RPG; Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 31 zu Art. 15 

RPG und Rz. 20 zu Art. 21 RPG). Nach Art. 33 Abs. 1 BauG kann der Grundeigentümer 

eine Überprüfung bereits nach Ablauf von zehn Jahren seit Rechtsgültigkeit verlangen. 

Haben sich die Verhältnisse derart geändert, dass das öffentliche Interesse an der 

geltend gemachten Eigentumsbeschränkung dahingefallen sein könnte, hat er sogar 

vorher und damit unabhängig von der zehnjährigen Sperrfrist einen Anspruch auf 

Überprüfung (VerwGE B 2009/111 vom 24. August 2010, E. 4.8., in: 

www.gerichte.sg.ch). Anspruch auf Aufhebung oder Änderung besteht, wenn die 

Voraussetzungen nach Art. 32 Abs. 1 BauG erfüllt sind, der Zweck des Erlasses nicht 

erreicht wird und dem Grundeigentümer unzumutbare Nachteile erwachsen (Art. 33 

Abs. 2 BauG). Das seit der Planfestsetzung entstandene private Interesse an der 

Bebauung eines Grundstücks vermag jedoch für sich allein noch keine wesentliche 

Veränderung der Verhältnisse zu begründen (Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 17 zu Art. 21 

RPG).   

Nach Art. 15 RPG umfassen Bauzonen Land, das sich für die Überbauung eignet und 

das zudem weitgehend überbaut (lit. a) oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt 

und erschlossen wird (lit. b). Die Kriterien der Eignung, weitgehenden Überbauung und 

des Bedarfs sind dabei als Gesichtspunkte in Verbindung mit den Zielen und 

Planungsgrundsätzen des RPG (Art. 1 und 3 RPG) und den Zonenumschreibungen 

gemäss Art. 16-18 RPG zu beachten (vgl. Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 13 zu Art. 15 

RPG mit Hinweisen).

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3.2.        Der geltende Zonenplan der Beschwerdebegegnerin wurde von der Vorinstanz 

am 25. Januar 1995 genehmigt. Im Nachgang zum Einzonungsgesuch der 

Beschwerdeführer vom 22. November 2011 reichte die Beschwerdegegnerin dem Amt 

für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG) einen Zonenplan zur Vorprüfung ein, 

gemäss welchem die Grundstücke Nr. 0000 und 001 der Wohnzone W2b zugewiesen 

werden sollten. Im Bericht vom 22. September 2012 hielt das AREG unter anderem 

fest, dass die Berechnung der Bauzonenkapazität nicht überprüfbar sei. Insbesondere 

für unüberbaute Bauzonen müsse ein höherer Ausbaugrad eingesetzt werden. Sodann 

wurde die Zuweisung des Gebiets A. zur Wohnzone W2b und die in diesem 

Zusammenhang geplante vorzeitige Einzonung eines Teilgebiets der 2. 

Richtplanetappe in A. in Frage gestellt. Das AREG erachtete die Kapazität der 

geplanten Bauzone insofern als übermässig, als bereits Gebiete der 2. Richtplanetappe 

eingezont würden (act. G 12 I/8/18 Beilage). In der Folge stellte die 

Beschwerdegegnerin die Einzonung A. zurück (act. G 12 I/8/18 S. 2) bzw. verzichtete in 

der vorliegend zur Diskussion stehenden Zonenplanrevision vollständig auf eine 

Neueinzonung in diesem Gebiet. Sie begründete dies insbesondere mit der nicht 

gegebenen Eignung des Grundstücks Nr. 0000 für eine Überbauung, nachdem die 

Frage der Kostentragung betreffend Sanierung des belasteten Standorts nicht geklärt 

sei. Sodann bestehe das Risiko, dass neu eingezontes Land wegen des Finanzrisikos 

auf Jahre hinaus nicht überbaut würde, was den Zielsetzungen der Planungsbehörde 

widerspreche. Es liege nicht im öffentlichen Interesse, einen belasteten Standort der 

Bauzone zuzuteilen und Privaten einen entsprechenden Mehrwert zukommen zu 

lassen, die Entsorgungskosten aber der Öffentlichkeit zu überbinden (act. G 12 I/8/28).

3.3.        In der Stellungnahme vom 20. September 2013 führte das AREG unter 

anderem hinsichtlich des Nachweises eines Baulandbedarfs aus, die tatsächlichen 

Siedlungsreserven seien seines Erachtens grösser als im Planungsbericht vom 22. 

Oktober 2012 ausgewiesen. In den nächsten Jahren werde deshalb kaum mehr ein 

Bedarf für weiteres Bauland ausgewiesen werden können. Mit der Teilrevision 

Zonenplanung 2012 vergrössere sich die Fruchtfolgefläche um 1.2 ha. Die geplanten 

Um- und Neueinzonungen seien raumplanerisch nachvollziehbar und nicht so peripher, 

wie es die Beschwerdeführer geltend machen würden. Jedenfalls bestehe kein Grund, 

in das diesbezügliche Ermessen der Gemeinde einzugreifen. Die Eignung der A. als 

Baugebiet sei wegen der zentrumsnahen Lage sicher nicht von der Hand zu weisen. Es 

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handle sich aber auch um eine grosse, zusammenhängende Landwirtschaftsfläche im 

Sinn von Art. 16 Abs. 2 RPG; es bestehe grundsätzlich kein Anspruch auf Zuweisung 

zu einer Bauzone. Sodann seien für eine Bebauung noch weitere Fragen (Altlasten, 

Erschliessung) zu klären, weshalb eine schnelle Verfügbarkeit des Landes nicht 

gesichert sei. Möglichkeit und Umfang einer Einzonung seien zu gegebener Zeit zu 

prüfen. Ohne Kompensation kaum denkbar sei in naher Zukunft die Einzonung der 

ganzen A., einschliesslich des Richtplangebiets 2. Etappe (act. G 12/I/16).

4.             

4.1.        Die Vorinstanz liess im angefochtenen Entscheid die Frage der Eignung des 

Grundstücks Nr. 0000 (im Sinn von Art. 15 lit. a RPG) offen, weil sie die weiteren 

Voraussetzungen verneinte (act. G 2 S. 13). Sie hielt fest, nachdem das Land 

unbestritten nicht weitgehend überbaut (Art. 15 lit. a RPG) sei, wäre eine Einzonung nur 

möglich, wenn es voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen würde (Art. 

15 lit. b RPG). Sie wies unter Angabe der Einwohnerzahlen der Gemeinde 

(www.statistik.sg.ch) darauf hin, dass die Bevölkerung von X. in den  letzten 21 Jahren 

um knapp 1% pro Jahr gewachsen sei. Gemäss Planungsbericht vom 22. Oktober 

2012 (act. G 12 I/8/18 Beilage; Ziff. 5.2.2) rechne der Gemeinderat bis 2026 mit einem 

weiterhin linearen Wachstum der Wohnbevölkerung von 4'134 auf rund 4'599 

Einwohner, was einem Wachstum von 0.75% pro Jahr entspreche. Die nach dem 

neuen Zonenplan vorgesehenen Bauzonen würden nach dem Planungsbericht (act. G 

12 I/8/18 Beilage Ziff. 5.4) Raum für etwa 4'586 Einwohner bieten, womit die 

vorgesehene Zonenplangrösse eigentlich nicht zu beanstanden wäre. Allerdings 

erreiche die Planungsbehörde diesen Einwohnerwert dadurch, dass sie einen jährlichen 

Verlust des Fassungsvermögens der Bauzonenkapazität über den ganzen 

Planungshorizont (2011 bis 2026) annehme, indem sie in dieser Zeit mit einem linear 

wachsenden Wohnflächenbedarf der Bevölkerung von rund 0.9% pro Jahr rechne. Das 

tatsächliche Fassungsvermögen des neuen Zonenplans biete nach den Angaben im 

Planungsbericht Raum für 4'958 statt der angegebenen 4'586 Einwohner. Sodann 

seien die nach der Rechtsprechung (VerwGE B 2009/221 vom 24. August 2010, E. 

4.2.3 mit Hinweisen; www.gerichte.sg.ch) obligatorischen 

Nachverdichtungsmöglichkeiten in der bereits überbauten Bauzone im Planungsbericht 

zwar mit +0.4% Einwohner pro Jahr ansatzweise berücksichtigt. Allerdings habe das 

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AREG in der Vernehmlassung vom 20. September 2013 (act. G 12 I/16) Bedenken 

hinsichtlich der Annahme einer in den unüberbauten oder neu einzuzonenden Gebieten 

nur wenig ansteigenden Überbauungsdichte geäussert; auch sei die Annahme eines 

stetig und linear (um rund 0.9% pro Jahr) ansteigenden Wohnflächenbedarfs zu 

Unrecht getroffen worden. Hierauf sei die Beschwerdegegnerin auch im vorliegenden 

Zonenplan nicht eingegangen. Die von der Planungsbehörde angenommenen 

Kennziffern für die Kapazitätsberechnung der Bauzone seien daher (nach Auffassung 

des AREG) zu grosszügig gewählt. Mit Blick auf den raumplanerischen Grundsatz der 

inneren Verdichtung der Bauzone sei es bedenklich, von einer geringen 

Überbauungsdichte unüberbauten Bodens und ständig steigendem 

Wohnflächenbedarf pro Einwohner auszugehen. Solche Annahmen seien 

planungsrechtlich nicht tolerierbar, und mit dem AREG dürfe durchaus vermutet 

werden, dass dieser konjunkturell geprägte Trend durch steigende Bauland- und 

Energiepreise in absehbarer Zukunft abgebremst werde. Die tatsächlichen 

Siedlungsreserven im neuen Zonenplan seien darum deutlich grösser als im 

Planungsbericht (act. G 12 I/8/18 Beilage Ziff. 5.4) ausgewiesen. Anhang A1 des 

Planungsberichts mache deutlich, dass der neue Zonenplan Platz für 4'958 Einwohner 

und damit für 372 Einwohner mehr biete, als es gemäss Planungshorizont der 

Beschwerdegegnerin bis 2026 eigentlich nötig wäre (act. G 2 S. 13-15).

Der Umstand, dass die Beschwerdegegnerin gemäss Ziff. 3.1.4 des Planungsberichts 

eine künftige Einzonung im Gebiet A. bereits in die Kapazitätsberechnung des neuen 

Zonenplans einbezogen habe (vgl. act. G 12 I/8/18, Teilrevision Zonenplan 2012, S. 6), 

vermöge in Anbetracht der mangelhaften Berechnungsmethode der tatsächlichen 

Siedlungsgrösse nichts an der Beurteilung zu ändern. Die in die Kapazitätsberechnung 

einbezogene Fläche im Gebiet A. betrage rund 1.85 ha, womit sie gemäss 

Berechnungsannahme im Planungsbericht (act. G 12 I/8/18 Beilage Anhang 1) künftig 

Raum für rund 111 Einwohner bieten würde. Der Einbezug dieser Fläche habe somit 

lediglich zur Folge, dass sich die Kapazität des angefochtenen Zonenplans von 4'958 

auf 4'847 Einwohner reduziere. Die Bauzonenkapazität liege damit immer noch 261 

Personen über dem für das Jahr 2026 gesetzten Planungsziel von 4'586 Einwohner. 

Die geplante Bauzone sei damit sicher nicht zu knapp bemessen. Ein öffentliches 

Interesse an einer weiteren Ausdehnung des geplanten Baugebiets durch 

Neueinzonungen im Gebiet A. bestehe damit nicht. Eine Genehmigung des neuen 

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Zonenplans komme damit nur in grosszügiger Ausschöpfung des der Planungsbehörde 

zustehenden Ermessenspielraumes (Art. 3 Abs. 2 BauG) in Betracht. Sofern das 

erwartete Bevölkerungswachstum im prognostizierten Rahmen von 0.75% jährlich 

stattfinde, könne in den nächsten Jahren kein weiterer Bedarf für zusätzliches Bauland 

ausgewiesen werden. Nachdem weitere Einzonungen wegen der Bauzonenkapazität 

nicht in Betracht fallen würden, brauche nicht geprüft zu werden, ob die Grundstücke 

im Gebiet A. erschlossen seien. Abgesehen davon bilde der Erschliessungsgrad ein 

wenig gewichtiges Argument für eine Zuteilung zur Bauzone. Müssten sämtliche 

erschlossenen Grundstücke der Bauzone zugewiesen werden, wäre eine sinnvolle 

Ortsplanung zum vornherein ausgeschlossen. Die vorliegend umstrittenen Grundstücke 

könnten selbst dann nicht eingezont werden, wenn sie baureif wären, was aber 

unbestritten nicht der Fall sei (act. G 2 S. 15-16).

4.2.        Die Beschwerdeführer lassen mit Hinweis auf eine Expertise der 

Landwirtschaftlichen Schule Flawil vom Februar 1988 (act. G 12 I/1 Beilage 3) darlegen, 

aus der falschen Rekultivierung des Grundstücks Nr. 0000 entstehe ihnen ein grosser 

betrieblicher und finanzieller Nachteil, der schon seit Jahrzehnten anhalte und nicht 

behoben werden könne. Im Jahr 1988 hätten sie erstmals das Gesuch um Einzonung 

des Grundstücks gestellt, seien aber von der Beschwerdegegnerin nur vertröstet 

worden. Obwohl die Beschwerdeführer im Rahmen des dritten Einzonungsgesuchs 

vom 22. November 2011 mit der Beschwerdegegnerin die Einigung hätten erzielen 

können, dass die "Sanierung" des belasteten Standorts über eine Einzonung in die 

Wohnzone finanziert werden könne, ohne dass die Beschwerdegegnerin einen Beitrag 

leisten müsse, habe diese das Einzonungsgesuch abgewiesen. Der belastete Standort 

sei nicht sanierungspflichtig (vgl. Gutachten in act. G 12 I/1 Beilage 16), weshalb auch 

keine Kosten aus einer Altlastensanierung zu erwarten seien. Es verstehe sich von 

selbst, dass Mehrkosten nicht auf die Beschwerdegegnerin abgewälzt werden könnten, 

obwohl sie als Verursacherin des belasteten Standorts gelten müsse. Warum die 

Vorinstanz, obwohl das Grundstück Nr. 0000 grösstenteils nicht den Fruchtfolgeflächen 

zugewiesen sei und sie den Sachverhalt nicht eigenständig beispielsweise durch einen 

Augenschein abgeklärt habe, entgegen der Feststellungen der Experten zum Schluss 

komme, dass die aktuelle Bewirtschaftung und jene der Vergangenheit eine 

problemlose Nutzung der Böden als Wies- und Ackerland zeigen würden, sei nicht 

nachvollziehbar. Die falsche Sachverhaltsfeststellung habe insbesondere zur Folge, 

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dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse an einer Einzonung des Grundstücks Nr. 

0000 falsch beurteilt habe. Die Beibehaltung des Grundstücks im übrigen 

Gemeindegebiet über Jahrzehnte führe bei den Beschwerdeführern zu einer 

erheblichen Einschränkung der Eigentumsrechte, weil ihre Nutzungsrechte noch mehr 

als in einer Landwirtschaftszone beschnitten würden. Weil das Grundstück für die 

landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet sei, führe die Beibehaltung des übrigen 

Gemeindegebiets zu einem unzumutbaren betrieblichen und finanziellen Nachteil für 

die Beschwerdeführer. Das Grundstück sei trotz Bodenbelastung für eine Überbauung 

geeignet. In der Gemeinde X. bestehe ein genereller Bedarf an Wohnzonen, der am 

besten über das Grundstück Nr. 0000 befriedigt werde, weil dieses zentral gelegen und 

nicht den Fruchtfolgeflächen zugewiesen sei. Die Beschwerdeführer hätten den 

Teilzonenplan ganze Gemeinde angefochten, weil dieser die Einzonung des 

Grundstücks Nr. 0000 verhindere. Gerade weil der Teilzonenplan zu gross 

dimensioniert sei, sei er gestützt auf Art. 15 RPG aufzuheben und an dieser Stelle die 

Einzonung des Grundstücks Nr. 0000 zu prüfen. Die Einzonung des Grundstücks Nr. 

0000 solle nicht ergänzend zum Teilzonenplan, sondern anstelle des Teilzonenplans 

ganze Gemeinde erfolgen. Es sei nicht ersichtlich, warum eine für die 

landwirtschaftliche Nutzung ungeeignete Fläche im Gesamtinteresse landwirtschaftlich 

genutzt werden solle. Befremdend wirke, dass die Vorinstanz den Teilzonenplan ganze 

Gemeinde nur auf die Übereinstimmung mit dem kommunalen Richtplan überprüft 

habe. Der kommunale Richtplan sage nichts über die Recht- und Zweckmässigkeit des 

Teilzonenplans aus. Die Vorinstanz blende ferner aus, dass von mehreren Einzonungen 

im Teilzonenplan ganze Gemeinde - ohne qualifizierte Interessenabwägung - 

Fruchtfolgeflächen beansprucht würden (C., D.), dass alle Einzonungen im Vergleich zu 

A. peripher liegen würden (E., C., D., F.), dass mehrfach Lärm- (C., F.) und 

Geruchsbelastungen (E.) vorliegen würden und eine Einzonung (D.) zugelassen werde, 

die von drei Seiten an das Nichtbaugebiet angrenze. In X. finde die Zonenplanung 

immer ausserhalb des von der Gemeinde selber verursachten belasteten Standorts A. 

statt. Stossend wirke, dass die Vorinstanz unter Missachtung aller 

raumplanungsrechtlichen Ziele und Grundsätze dieses Vorgehen unterstütze (act. G 8).

4.3.           

4.3.1.    Die Beschwerdeführer beantragten einen Augenschein mit dem Hinweis, die 

örtlichen

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Gegebenheiten ihres Grundstücks Nr. 0000 wie auch der durch den Teilzonenplan 

ganze Gemeinde einzuzonenden Flächen könnten aufgrund der Unterlagen nicht 

beurteilt werden (act. G 8 S. 3). Ein Augenschein soll dem besseren Verständnis des 

Sachverhalts dienen. Ob ein solcher durchzuführen ist, liegt im pflichtgemässen 

Ermessen der urteilenden Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen nicht durch einen 

Augenschein überprüft zu werden, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche 

Interessen geboten ist (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 

St. Gallen 2003, Rz. 966). Die tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich im vorliegenden 

Fall hinreichend aus den Plänen, den Fotografien, dem Geoportal (www.geoportal.ch) 

und aus den übrigen Verfahrensakten. Auf einen Augenschein ist daher zu verzichten.

4.3.2.    Nach Art. 3 Abs. 3 RPG sind Siedlungen in ihrer Ausdehnung zu begrenzen, so 

dass eine Gemeinde eine gegenüber der Nachfrage restriktivere Siedlungsplanung 

vorsehen darf. Umgekehrt ist es zwar zulässig, dass eine Gemeinde in einem 

ausgeweiteten Planungshorizont Grundstücke ins Auge fasst, welche für eine 

Überbauung in Betracht kommen. Solche Grundstücke dürfen jedoch nicht eingezont, 

sondern höchstens einer Reservezone zugeteilt werden. Ist der Bedarf bereits 

abgedeckt, ist jede noch so kleine Erweiterung der Bauzone unzulässig, sofern nicht 

besondere planerische Gründe für das Gegenteil sprechen. Der Umstand, dass die 

Bedarfsprognose naturgemäss mit Unwägbarkeiten behaftet ist, vermag hieran nichts 

zu ändern. Bei der Trendmethode, welche das Bundesgericht als vertretbar und 

zulässig erklärte, wird der Baulandverbrauch der letzten 10-15 Jahre mit den 

vorhandenen Baulandreserven verglichen und von einer ähnlichen Entwicklung in den 

Folgejahren ausgegangen, wobei entwicklungshemmende und entwicklungsfördernde 

Faktoren berücksichtigt werden (Waldmann/Hänni, a.a.O., Rz. 31-33 zu Art. 15 RPG).

Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG verlangt die volle Überprüfung von Verfügungen und 

Nutzungsplänen gemäss RPG und Ausführungserlassen durch wenigstens eine 

Beschwerdebehörde. Diese Funktion ist im kantonalen Recht dem Rekursverfahren vor 

dem Baudepartement zugedacht (Art. 46 Abs. 1 VRP). Auch wenn sich dieses in 

Sachen der Orts- und Regionalplanung dabei eine gewisse Zurückhaltung auferlegen 

muss, ist der Entscheid von der Rekursbehörde gleichwohl auf seine Recht- und 

Zweckmässigkeit hin zu überprüfen. Gemeint ist damit, dass sie lediglich ihr Ermessen 

nicht anstelle jenes der Gemeinde setzen soll, da es grundsätzlich Sache der 

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Gemeinde ist, unter mehreren verfügbaren und zweckmässigen Lösungen zu wählen 

(H. Hess, Ortsplanungsrecht I, in: Das Nachtragsgesetz zum St. Gallischen Baugesetz, 

Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der 

Hochschule St. Gallen, Neue Reihe Bd. 20, St. Gallen 1983, S. 25 mit Hinweisen). Allein 

dadurch, dass die Rekursbehörde ihr Ermessen nicht anstelle desjenigen der 

Planungsbehörde stellt, wenn diese eine an sich zweckmässige Lösung getroffen hat, 

liegt noch keine rechtswidrige Ermessensunterschreitung vor (vgl. VerwGE B 2011/182 

vom 3. Juli 2012, E. 3.4.; www.gerichte.sg.ch).

Im kommunalen Richtplan vom März 2010 wurde der nördliche Teil des Gebietes A. als 

Wohngebiet höherer Dichte im 1. und 2. Planungshorizont und der südliche Teil als 

Wohngebiet niedriger Dichte im 2. Planungshorizont vorgesehen (act. G 12 I/17 Beilage 

Massnahmenblätter N. 1.13, 1.2.1 und 4.1). Die Beschwerdegegnerin nahm im 

streitigen Zonenplan (act. G 12 I/8/18) ausschliesslich Einzonungen von Grundstücken 

(in den Gebieten E., C., D. und F.) vor, die im kommunalen Richtplan (act. G 12 I/17) 

auch als Baugebiet der 1. Richtplanetappe vorgesehen sind. Dabei ist zu beachten, 

dass die in den Gebieten C. und D. beanspruchten 1.03 ha Fruchtfolgefläche durch die 

Freigabe von 2.23 ha Bauland (Zone für öffentliche Bauten und Anlagen) im Gebiet G. 

zur landwirtschaftlichen Nutzung kompensiert werden und sich die Fruchtfolgefläche 

dadurch im Ergebnis um 1.2 ha vergrössert (act. G 12 I/16 S. 3; G 11). Die 

Umzonungen von einzelnen Gebieten in die Wohnzone wurden im Bericht Teilrevision 

Zonenplan 2012 (act. G 12 I/8/18 Beilage S. 10-15) im Detail und nachvollziehbar 

begründet und stehen im Einklang mit der kommunalen Richtplanung. Was die 

Lärmbelastung im Gebiet C. betrifft, ist festzuhalten, dass sich dort die Planungswerte 

gemäss Bericht vom 22. Oktober 2012 anhand eines genügenden Bauabstands von 

der Strasse und mit Abdrehen der lärmempfindlichen Räume von der Strasse einhalten 

lassen. Im Gebiet F. ist zur Einhaltung der Planungswerte die Anbringung einer 

Lärmschutzwand vorgesehen. Wegen der Geruchsbelastung (Tierhaltung) im Gebiet E. 

ist ein Abstand zwischen Wohnzone und Tierhaltungsbetrieb von 150 m einzuhalten 

(act. G 12 I/8/18 Beilage S. 9, 10, 14). Aus dem Umstand, dass die neu eingezonten 

Gebiete teilweise in einer gewissen Entfernung vom Zentrum liegen und einer baulichen 

Nutzung geringerer Dichte zugeteilt wurden, folgt nicht eine Unrechtmässigkeit der 

Nichteinzonung des Grundstücks der Beschwerdeführer, zumal keine 

raumplanungsrechtliche Verpflichtung der Planungsbehörde besteht, prioritär die näher 

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beim Zentrum gelegenen Grundstücke mit hoher Nutzungsdichte der Bauzone 

zuzuweisen. Schliesslich begründete die Vorinstanz nachvollziehbar, dass der 

Einbezug einer künftigen Einzonung im Gebiet A. in die Kapazitätsberechnung des 

neuen Zonenplans durch die Beschwerdegegnerin gemäss Ziff. 3.1.4 des 

Planungsberichts (vgl. act. G 12 I/8/18, Teilrevision Zonenplan 2012, S. 6) im Ergebnis 

keine veränderte Situation bewirkt (vgl. vorstehende E. 3.1 zweiter Absatz).

4.3.3.    Die Expertise der Landwirtschaftlichen Schule Flawil vom Februar 1988 

bestätigte eine falsche Rekultivierung des Grundstücks Nr. 0000, welches wegen der 

starken Verdichtung des Bodens unter Staunässe leide. Nachträgliche Verbesserungen 

seien möglich, aber sehr kostspielig. Die Parzelle solle als Bauland genutzt werden (act. 

G 12 I/1 Beilage 3 S. 8). Ein ähnliches Ergebnis zeigte die Untersuchung der 

Bodenbelastung durch die Q. AG vom 12. März 2013 (act. G 12 I/1 Beilage 16). Dazu 

ist festzuhalten, dass trotz Zentrumsnähe und Bodenbelastung die Fläche in der 

Vergangenheit unbestritten als Wies- und Ackerland genutzt werden konnte. In diesem 

Zusammenhang ist auch zu beachten, dass der Planungsbehörde, wenn es wie 

vorliegend um die Wertung bzw. Gewichtung der einzelnen Planungsgrundsätze geht, 

ein erheblicher Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum zusteht, in den die 

Rechtsmittelinstanz nicht ohne Not eingreifen soll (VerwGE B 2007/81 vom 15. 

Oktober/5. November 2007 E. 4.3.4.; www.gerichte.sg.ch). Was den weiteren Hinweis 

der Beschwerdeführer betrifft, wonach die Beschwerdegegnerin das Grundstück Nr. 

0000 nach der Kiesausbeutung mit Abfällen jeder Art (vorwiegend Bauschutt) aufgefüllt 

habe (mit der Folge einer Eintragung im Kataster der belasteten Standorte) und ihnen 

aus der widerrechtlichen Deponierung ein massiver Nachteil erwachse (act. G 8 S. 4 

unten), ist festzuhalten, dass sich aus dieser Tatsache kein Anspruch auf Zuweisung 

des Grundstücks zur Bauzone ableiten lässt. Das Vorbringen der Beschwerdeführer, 

dass das Grundstück Nr. 0000 für eine landwirtschaftliche Nutzung ungeeignet sei (act. 

G 8 S. 9 oben), findet sich in dieser Form in den Gutachten von 1988 und 2013 (act. G 

12 I/1 Beilagen 3 und 16) nicht bestätigt; das Gutachten von 1988 vermerkt 

ausschliesslich die eingeschränkte landwirtschaftliche Ertragskraft des Grundstücks. 

4.3.4.    Aufgrund dieser Umstände und der in E. 3.1 angeführten Darlegungen der 

Vorinstanz hat als dargetan zu gelten, dass die Ablehnung des Antrags der 

Beschwerdeführer, das rund 1.5 ha grosse Grundstück Nr. 0000 (allenfalls unter 

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Einbezug der angrenzenden Grundstücke Nr. 001 und 002) der Wohnzone zuzuweisen, 

aufgrund der bestehenden Bauzonenkapazität einen begründeten Ermessensentscheid 

der Vorinstanz darstellt. Die zentrale Lage des Grundstücks, welche an sich für eine 

Eignung spräche, vermag für sich allein eine Zuweisung zur Wohnzone - anstelle der 

erfolgten Einzonungen - nicht zu begründen, zumal es sich dabei um eine relativ 

grosse, zusammenhängende Landwirtschaftsfläche im Sinn von Art. 16 Abs. 2 RPG 

handelt. Trotz Zentrumsnähe und Bodenbelastung konnte die Fläche wie erwähnt - 

wenn auch bei eingeschränkter Ertragskraft - in der Vergangenheit unbestritten als 

Wies- und Ackerland genutzt werden. Die Grundsatzerklärung vom Juli 2012 enthält 

zwar eine Zusicherung der Beschwerdeführer, im Fall einer Bauzonenzuteilung ihres 

Grundstücks alle Erschliessungskosten und die Kosten einer "Altlastensanierung" 

übernehmen zu wollen; dabei handelt es sich jedoch um einen nicht unterzeichneten 

Entwurf (act. G 12 I/1 Beilage 13 Ziff. 4). In diesem Zusammenhang ist auch zu 

beachten, dass die Beschwerdeführer anlässlich der Verhandlungen mit der 

Beschwerdegegnerin im August 2012 hinsichtlich der Kostentragung noch einen 

anderen Standpunkt vertreten hatten (vgl. act. G 12 I/8/17 S. 4 f.). Bei der Frage der 

Eignung wurde daher wohl auch die Tatsache des belasteten Standorts mit nicht 

restlos geklärter Finanzierung der daraus resultierenden Aushub- und 

Entsorgungskosten (von Expertenseite wird hier ein Betrag von "einigen 100'000.--" 

veranschlagt, act. G 12 I/1 Beilage 16 S. 9; vgl. dazu Art. 32b  des Bundesgesetzes 

über den Umweltschutz, USG; SR 814.01, sowie Vereinbarungsentwurf in act. G 12 I/

14 S. 4 unten) und daraus resultierendem Risiko einer längerfristigen Nichtüberbauung 

mit berücksichtigt, wobei diesem Aspekt für den Entscheid wie dargelegt keine 

ausschlaggebende Bedeutung zukam.

Sodann ist mit Bezug auf den Einwand der Beschwerdeführenden hinsichtlich einer zu 

grossen Bauzone im umstrittenen Teilzonenplan (act. G 8 S. 12 Ziff. 38 und 41) davon 

auszugehen, dass auch im Fall eines Einbezugs von Grundstück Nr. 0000 die 

Bauzonenkapazität über dem für das Jahr 2026 gesetzten Planungsziel liegen würde 

(vgl. vorstehende 3.1), wobei diesbezüglich naturgemäss erhebliche Unsicherheiten 

hinsichtlich der getroffenen Annahmen bestehen. Diese Schätzunsicherheit schliesst es 

aus, die im Rekursverfahren bestätigte Variante als zum vornherein rechtswidrig 

abzulehnen. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass gestützt auf die SIA-

Norm 513 422 (2009)nach bisheriger Praxis ein Wohnflächenmehrbedarf berücksichtigt 

bis

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werden darf. Die Norm nimmt ausdrücklich Bezug auf den Flächenbedarf pro 

Einwohner (C.1.3) und empfiehlt ortsspezifisch detaillierte Analysen zu deren Ermittlung 

(C. 1.4). Die Dimensionierungsaufgabe fokussiert sich unter anderem auch auf die 

Frage des Nutzflächenanteils pro Einwohner (F.2). Die Dimensionierung der Bauzonen 

ist eine politisch getragene Feststellung, die zwar aufgrund von Analysen über die 

bisherige Entwicklung und die zu erwartende Entwicklung argumentativ begründet 

wird, aber auch viele weitere Faktoren berücksichtigen muss (F.4.1). Vor diesem 

Hintergrund erscheint die kategorisch ablehnende Haltung des AREG und des BD zum 

Wohnflächenmehrbedarf nicht haltbar, zumal damit ohne nähere Begründung in den 

Ermessensspielraum der Gemeinde eingegriffen wird. Anderseits fehlt es auch an 

plausiblen Begründungen der Gemeinde für den Faktor 0.9 % (vgl. vorstehende E. 4.1). 

Im Ergebnis bleibt es bei einem durch die beiden Fassungsvermögen von 4‘958 und 

4‘586 (vgl. vorstehende E. 4.1) bedingten Spielraum. Angesichts der Ungewissheit der 

Prognosen und dem Ermessensspielraum der Gemeinde kann die Bauzonenkapazität 

des revidierten Zonenplanes nicht als rechtswidrig gelten.  

Eine unsorgfältige Interessenabwägung, die eine Rechtsverletzung darstellen würde 

und durch das Verwaltungsgericht korrigiert werden könnte bzw. müsste, liegt daher 

nicht vor. Es besteht mit anderen Worten kein zwingender Anlass für das Gericht, bei 

mehreren in Betracht kommenden bzw. realisierbaren und im Wesentlichen 

"gleichwertigen" Einzonungsvarianten einer Einzonung von Grundstück Nr. 0000 den 

Vorzug gegenüber der von der Vorinstanz im Rahmen ihres Auswahlermessens 

bestätigten Variante zu geben. Aus dem Gesagten folgt somit, dass der Teilzonenplan 

den raumplanerischen Zielen und Planungsgrundsätzen entspricht, mit dem 

kommunalen Richtplan in Einklang steht und sachlich begründet ist. Wenn die 

Vorinstanz das öffentliche Interesse an der Nichteinzonung der Grundstücke Nrn. 0000, 

001 und 002 in die Bauzone höher wertete als das private Interesse der 

Beschwerdeführer an einer Umzonung ihres Grundstücks (act. G 2 S. 19), so lässt sich 

dies nicht beanstanden. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

5.             

5.1.        (…).

5.2.        (…).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.            Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'500.-- werden den 

Beschwerdeführern auferlegt, unter Verrechnung mit dem in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss.

3.            Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Der Präsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                              Schmid

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2015
	Art. 3 Abs. 3, 15 und 21 RPG (SR 700). Art. 32 Abs. 1 BauG (sGS 731.1).Einzonungsgesuch und Teilzonenplan. Bestätigung der Ablehnung des Antrags der Beschwerdeführer, ein rund 1.5 ha grosses Grundstück der Wohnzone zuzuweisen. Es bestand kein zwingender Anlass für das Gericht, bei mehreren in Betracht kommenden bzw. realisierbaren und im Wesentlichen "gleichwertigen" Einzonungsvarianten einer Einzonung des Grundstücks den Vorzug gegenüber der von der Vorinstanz im Rahmen ihres Auswahlermessens bestätigten Variante zu geben. Der Teilzonenplan entspricht den raumplanerischen Zielen und Planungsgrundsätzen, steht mit dem kommunalen Richtplan in Einklang und ist sachlich begründet. Angesichts der Ungewissheit der Prognosen und des Ermessensspielraums der Gemeinde erwies sich die Bauzonenkapazität des revidierten Zonenplanes nicht als rechtswidrig (Verwaltungsgericht, B 2013/238).Entscheid vom 28. Mai 2015

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