# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e4d0c49-4be7-5634-8245-4d64280243db
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2009 C-456/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-456-2007_2009-06-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-456/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 0 9

Richterin Ruth Beutler (Vorsitz), Richter Bernard Vaudan, 
Richter Andreas Trommer, 
Gerichtsschreiberin Barbara Haake.

X._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Marcel Bosonnet, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-456/2007

Sachverhalt:

A.
X._______ wurde am 27. Mai 1974 in Nigeria geboren. Angaben ihres 
Einbürgerungsgesuchs  zufolge  hielt  sie  sich  im  Jahr  1996  während 
knapp  drei  Monaten  in  der  Schweiz  auf,  reiste  am 25. August  1997 
erneut ein und verheiratete sich am 17. Oktober 1997 in Winterthur mit 
dem  Schweizer  Bürger  Y._______,  geboren  am  31.  März  1943.  Ihr 
Sohn Z._______, geboren 1989,  gelangte im Jahr  2002 im Rahmen 
des Familiennachzugs in die Schweiz.

B.
Gestützt auf ihre Ehe stellte X._______ am 24. April 2002 ein Gesuch 
um  erleichterte  Einbürgerung.  Im  Rahmen  des  nachfolgenden  Ein-
bürgerungsverfahrens  unterzeichneten  sie  und  ihr  Ehemann  am  3. 
April  2003  eine Erklärung,  wonach sie  in  einer  tatsächlichen,  unge-
trennten,  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  zusammenlebten  und 
weder Trennungs- noch Scheidungsabsichten bestünden. Gleichzeitig 
nahmen sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die erleichterte Einbür-
gerung nicht möglich ist, wenn vor oder während des Einbürgerungs-
verfahrens einer  der  Ehegatten  die  Trennung oder  Scheidung  bean-
tragt hat oder keine tatsächliche eheliche Gemeinschaft mehr besteht, 
und  dass  die  Verheimlichung  dieser  Umstände  zur  Nichtigerklärung 
der Einbürgerung führen kann. Am 28. Mai 2003 wurde X._______ er-
leichtert  eingebürgert  und  erhielt  das  Bürgerrecht  von  Winterthur 
(Zürich). Z._______ wurde in die Einbürgerung nicht miteinbezogen.

C.
Am 1. Oktober 2003 trennten sich die Ehegatten und X._______ zog 
aus der bisherigen gemeinsamen Wohnung aus. Ihre Ehe wurde am 
27. Januar 2006 geschieden. 

D.
D.a Aufgrund der dargelegten Umstände leitete das BFM am 24. Fe-
bruar 2006 ein Verfahren betreffend Nichtigerklärung der erleichterten 
Einbürgerung von X._______ ein. Ihr damaliger Rechtsvertreter nahm 
in  diesem  Verfahren  verschiedentlich  Stellung  und  machte  die  vom 
BFM  erbetene  –  letztendlich  nicht  erteilte  –  Zustimmung  zur 
Einsichtnahme  in  die  Scheidungsakten  von  der  eigenen 
Einsichtnahme in die vorinstanzlichen Akten abhängig (vgl. Schreiben 
vom  28.  März  2006).  Mit  Eingabe  vom  17.  März  2006  machte  er 

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geltend,  die  Erklärung  vom  3.  April  2003  über  das  Bestehen  einer 
stabilen ehelichen Ehegemeinschaft  habe der Wahrheit  entsprochen; 
daran  ändere  auch  die  ein  halbes  Jahr  später  vom  Ehemann 
vollzogene Trennung, verursacht durch einen Unfall, nichts. Die gleiche 
Behauptung stellte er auch mit Schreiben vom 23. März 2006 auf, gab 
aber an, der Ehemann habe die Trennung allein wegen seiner Alkohol-
probleme  verursacht.  Am  9.  Mai  2006  liess  der  Parteivertreter  ver-
lauten, die eheliche Beziehung sei bis Juni 2003 glücklich und ohne 
nennenswerte  Probleme gewesen. Dann  sei  der  Ehemann am Fuss 
erkrankt und arbeitsunfähig geworden, was bei ihm zu übermässigem 
Alkoholkonsum  und  dadurch  auch  zum  Unfall  geführt  habe.  Den 
Alkoholmissbrauch  ihres  Ehemannes  habe  seine  Mandantin  nicht 
mehr ausgehalten. Anlässlich der darauffolgenden Trennung habe sie 
verlangt,  ihr  Ehemann  solle  sich  ärztlich  behandeln  lassen.  Dieser 
habe jedoch nicht auf sie gehört, sei viel zu spät zum Arzt gegangen 
und habe sich daher einer Fussamputation unterziehen müssen. Der 
Inhalt  der  Eingabe  vom  9.  Mai  2006  wird  im  Wesentlichen  von 
Y._______ bestätigt, dessen undatiertes Schreiben der Parteivertreter 
miteingereicht hat. 

D.b Mit  Schreiben  vom  12.  Mai  2006  forderte  das  Bundesamt  den 
Rechtsvertreter  auf,  Beweismittel  einzureichen,  um  den  geltend  ge-
machten Geschehensablauf  zu  belegen. Dieser  reichte  in  der  Folge 
einen Arztbericht von Dr. med. A._______ vom 21. Juni 2006 ein sowie 
eine Bestätigung des früheren Arbeitgebers von Y._______ vom 8. Juni 
2006.

Der genannte Arztbericht fasst die (hier relevante) Krankengeschichte 
von  Y._______  wie  folgt  zusammen:  Beim  Patienten  bestehe  ein 
langjähriger  schwerer Alkoholabusus,  der  zu einer schweren alkoho-
lischen  Polyneuropathie  geführt  habe.  Dies  bedeute,  dass  er  seine 
Füsse nicht mehr richtig spüren könne. Verschlechtert werde die medi-
zinische Situation durch eine seit dem Jahr 2001 bekannte Diabetes. 
Im November 2003 habe er notfallmässig ins Spital eingewiesen wer-
den müssen, da am linken Fuss mehrere Zehen und die zehennahe 
Fussbasis  abgestorben  gewesen  seien.  Zuerst  sei  eine  schonende, 
später  eine  radikalere  Amputation  des  Vor-  und  Mittelfusses  durch-
geführt  worden.  Seit  dem  23.  November  2003  sei  Y._______ 
permanent 100% arbeitsunfähig. 

Aus der vorgelegten Bestätigung des früheren Arbeitgebers geht her-

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vor, dass Y._______ in der Zeit  vom 4. Oktober bis zum 23. Oktober 
2003  aufgrund  eines  Nichtbetriebsunfalles  arbeitsunfähig  und  im 
Anschluss daran bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung am 31. Mai 
2005 krank geschrieben war.

D.c Am  17.  August  2006  teilte  das  Bundesamt  dem  Parteivertreter 
schriftlich  mit,  in  Anbetracht  der  bisherigen  Ausführungen  und  der 
eingereichten  Beweismittel  erachte  es  die  Voraussetzungen  für  die 
Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung als erfüllt. Gleichzeitig 
wurde  X._______  Gelegenheit  zur  abschliessenden  Stellungnahme 
eingeräumt.

D.d Mit Eingabe vom 30. Oktober 2006 führte der Parteivertreter aus, 
die  Behauptung  der  bis  Sommer  2003  normal  verlaufenen  Ehe  sei 
durch die eingereichten Beweismittel  nicht widerlegt worden. Die ge-
sundheitlichen Massnahmen für den Ehemann seien zwar erst Ende 
2003 getroffen worden und hätten dann erst arbeitsrechtliche Folgen 
gehabt; dieses nachvollziehbare Ergebnis habe sich allerdings bereits 
ab Mitte  2003 angebahnt. Hierzu gebe es nichts  mehr zu beweisen. 
Schliesslich  könnten  verschiedene  Nachbarn  und  Bekannte  bestäti-
gen,  dass die Ehegatten bis zum Sommer 2003 eine glückliche und 
normale  Ehe  geführt  hätten. Ihm,  dem Parteivertreter,  sei  eine  Frist 
anzusetzen,  um  Namen  und  Adresse  dieser  Personen  bekannt  zu 
geben. 

E.
Nachdem  der  Heimatkanton  Zürich  am  27.  November  2006  seine 
Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung von 
X._______  erteilt  hatte,  erklärte  das  BFM  mit  Verfügung  vom  1. 
Dezember  2006  die  Einbürgerung  für  nichtig.  Zur  Begründung  wird 
ausgeführt, der geltend gemachte Geschehensablauf lasse sich nicht 
mit  den  hierzu  eingereichten  Beweismitteln  in  Übereinstimmung 
bringen. Der  Betroffenen  gehe  es  darum,  die  Gründe  der  ehelichen 
Trennung  in  der  Zeit  zwischen  der  erleichterten  Einbürgerung  und 
ihrem Auszug aus der ehelichen Wohnung am 1. Oktober 2003 anzu-
siedeln. Die geltend gemachte und auch von Y._______ so bestätigte 
Ereigniskette  –  dessen  Erkrankung  am  Fuss,  dadurch  Arbeits-
unfähigkeit, dadurch Alkoholmissbrauch und Unfall – falle jedoch nicht 
in  diesen Zeitraum. Insbesondere werde eine Arbeitsunfähigkeit  erst 
ab  dem  4.  Oktober  2003  nachgewiesen;  zudem  gehe  aus  dem 
Arztbericht von Dr. A._______ hervor, dass bei Y._______ bereits ein 

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langjähriger  Alkoholmissbrauch  bestanden  habe,  dessen  Folgen  zu 
den chirurgischen Eingriffen im November  2003 und schliesslich zur 
Invalidität  geführt  hätten.  Es  sei  daher  davon  auszugehen,  dass 
dessen  langjähriges  Alkoholproblem  bereits  vor  der  erleichterten 
Einbürgerung  zu  einer  erheblichen  Belastung  geführt  habe.  Nur  so 
lasse  sich  erklären,  dass  die  eheliche  Gemeinschaft  nur  noch  vier 
Monate  über  diesen  Zeitpunkt  hinaus  Bestand  gehabt  habe. 
Abgesehen  davon  und  entgegen  der  Ansicht  des  Parteivertreters 
könnten Nachbarn und Bekannte der Ex-Ehegatten keinen tauglichen 
Beweis dafür erbringen, dass deren Ehe im fraglichen Zeitpunkt intakt 
gewesen sei.

F.
Mit dem Antrag, die vorinstanzliche Verfügung aufzuheben, erhob der 
Rechtsvertreter  im  Namen  von  X._______  am  17. Januar  2007 
Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  und  ersuchte  in 
prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechts-
pflege und Verbeiständung. Er bestreitet die vorinstanzlichen Schluss-
folgerungen  und  macht  geltend,  das  BFM  habe  die  Beweislast 
unzulässigerweise  auf  die  Beschwerdeführerin  abgewälzt.  Ihre  Ab-
meldung vom gemeinsamen ehelichen Wohnsitz habe keineswegs das 
Ende  der  ehelichen  Gemeinschaft  bedeutet.  Vielmehr  habe  sie  im 
Eheschutzverfahren ihre  Rückkehr  in  Aussicht  gestellt,  falls  ihr  Ehe-
mann seine Probleme wieder in den Griff bekommen sollte. Zur Schei-
dung sei  es gekommen, weil  dieser eine Freundin gehabt  habe. Die 
Auffassung  der  Vorinstanz,  wonach  dessen  Alkoholabusus  schon 
lange vor der erleichterten Einbürgerung eine erhebliche Belastung für 
die Ehe gewesen sei, sei unzutreffend. Gemäss telefonischer Auskunft 
seines Arztes vom 9. Januar 2007 habe tatsächlich ein langjähriges, 
schweres  Alkoholproblem  bestanden;  allerdings  habe  Y._______  ab 
November  2002  eine  Antabus-Kur  durchgeführt,  welche  aber  im 
September  2003  aufgegeben  worden  sei,  da  er  gleichzeitig  Alkohol 
getrunken habe. Bis Juni 2003 sei er jedoch „trocken“ gewesen. Damit 
sei die Ehe im Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung gerade keiner 
erheblichen  Belastung  ausgesetzt  gewesen.  Für  die  Beschwerde-
führerin sei  es überraschend und unvorhersehbar gewesen, dass ihr 
Ehemann trotz Antabus wieder mit dem Trinken begonnen habe. Den 
erneuten Alkoholkonsum habe sie seinem Arzt am 19. Juni 2003 auch 
telefonisch mitgeteilt. Die lebensgefährliche Vermischung von Antabus 
und  Alkohol  habe  für  sie  ab  Juni  2003  zu  einer  unerträglichen 
Situation geführt,  zumal  ihr  Ehemann – wie er  selbst und auch sein 

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Arzt bestätigt hätten – ab diesem Zeitpunkt auch mehrfach umgefallen 
sei. Aus Enttäuschung über sein Verhalten sei sie schliesslich aus der 
ehelichen Wohnung ausgezogen. 

Die  Vorinstanz  habe  bei  ihrer  Beweiswürdigung  nur  auf  die  belas-
tenden Momente des Ehelebens abgestellt. Sie habe auch zu Unrecht 
die  als  Beweismittel  angebotenen  Aussagen  von Nachbarn  und  Be-
kannten  als  unerheblich  qualifiziert.  Eine  entsprechende  Beweis-
aufnahme  sei  daher  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  nach-
zuholen.

G.
Mit Eingabe vom 22. Januar 2007 ergänzte der Parteivertreter – unter 
Vorlage verschiedener  Dokumente  –  das Beschwerdevorbringen ins-
besondere  im  Hinblick  auf  das  erstmals  mit  der  Beschwerde  zur 
Sprache  gebrachte  Eheschutzverfahren. Hierzu  führt  er  aus,  die  als 
Schriftstück  beigefügten  Plädoyernotizen  der  seinerzeit  beauftragten 
Rechtsvertreterin vom 7. November 2003 belegten eindeutig, dass die 
Beschwerdeführerin ihren Ehemann geliebt und zu ihm habe zurück-
kehren  wollen,  falls  dieser  von  seiner  Alkoholabhängigkeit  loszu-
kommen versucht hätte. Mit  Eingabe vom 23. März 2007 reichte der 
Parteivertreter  einen  ärztlichen  Nachweis  zur  besagten  Antabus-Kur 
von Y._______ ein. Hierzu führte er aus, das diesbezügliche Zeugnis 
vom 19. März 2007 könne den Beginn der Antabus-Kur zwar erst ab 
April 2003 bestätigen; dies ändere aber nichts an der Tatsache, dass 
der Ehemann zusätzlich zum Antabus auch Alkohol zu sich genommen 
habe.

H.
Mit  Zwischenverfügung  vom  2.  April  2007  wurde  dem  Gesuch  der 
Beschwerdeführerin  um unentgeltliche  Rechtspflege  und  Verbeistän-
dung entsprochen.

I.
In ihrer Vernehmlassung vom 4. Mai 2007 beantragt die Vorinstanz die 
Abweisung der Beschwerde. Insbesondere weist sie darauf hin, dass 
die Beschwerdeführerin  mit  den zeitlichen Angaben zur  Antabus-Kur 
ihres  Ehemannes  nicht  präzise  umgegangen  sei  und  letztendlich 
festgestellt werden müsse, dass dessen Alkoholabstinenz nur äusserst 
kurze Zeit  gedauert  habe. Zudem ergebe sich aus dem (vom Partei-
vertreter mit der Beschwerde) eingereichten Schreiben der Pensions-

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kasse  des  früheren  Arbeitgebers  vom  11.  Januar  2007,  dass 
Y._______ in der Zeit vom 7. März 2003 bis zum 23. Juli 2003 weder 
krankheits- noch unfallbedingt am Arbeitsplatz gefehlt habe. Die noch 
im vorinstanzlichen Verfahren aufgestellte Behauptung des damaligen 
Rechtsvertreters,  wonach  Y._______  im  Juni  2003  wegen  Fusspro-
blemen arbeitsunfähig geworden sei, sei damit widerlegt.

J.
In seiner Replik vom 7. Juni 2007 räumt der Parteivertreter ein, dass 
die  Antabus-Kur  von  Y._______  tatsächlich  erst  am  25.  April  2003 
begonnen  habe.  Die  anderslautenden  Angaben  beruhten  auf  einer 
vorschnellen  telefonischen  Auskunft  des  Arztes  und  seien  damit 
erklärbar,  dass  ihm  sein  Patient  bereits  im  November  2002  die 
Bereitschaft zur Antabus-Behandlung signalisiert habe. Damit habe die 
Beschwerdeführerin jedenfalls im Zeitpunkt der Einbürgerung mit der 
Einlösung seines Versprechens, bei  Bedarf eine Antabus-Kur zu ma-
chen,  rechnen  können.  Dass  er  diese  im  April  2003  dann  auch  in 
Angriff  genommen habe, belege seinen damaligen Willen zur Besse-
rung.  Das  für  die  Beschwerdeführerin  unvorhersehbare  Scheitern 
dieses Versuchs habe sie am 21. Juli 2003 zur Unterzeichnung eines 
Mietvertrages über eine eigene Wohnung veranlasst. Eskaliert sei die 
Situation  dann  mit  der  Einlieferung  ihres  Ehemannes  in  die  Notfall-
station am 30. Juli 2003.

Zu Unrecht  gehe die Vorinstanz davon aus,  dass der Alkoholabusus 
des  Ehemannes  die  eheliche  Gemeinschaft  bereits  seit  Jahren  be-
lastet  habe.  Wenn  dem  so  wäre,  hätte  die  Beschwerdeführerin  ihr 
Gesuch um erleichterte Einbürgerung nämlich bereits schon vor dem 
Jahr 2002 eingereicht. Ihr sei  es jedoch nicht  in erster  Linie um die 
Einbürgerung  gegangen,  sondern  darum,  die  schwierige  Zeit  in  der 
Lebens-  und Schicksalsgemeinschaft  der  Ehe mitzutragen. Dass die 
Ehe bis zum fraglichen Zeitpunkt intakt gewesen sei, ergebe sich auch 
aus  den  eingereichten  schriftlichen  Bestätigungen  der  beiden  Ehe-
paare B._______ und C._______. 

K.
Mit  einer  weiteren  Eingabe vom 2. Juli  2007 übersandte  der  Partei-
vertreter  einen handschriftlichen Auszug aus der ärztlichen Kranken-
geschichte von Y._______. 

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L.
Im  Hinblick  auf  die  der  Beschwerdeführerin  gewährte  unentgeltliche 
Rechtspflege stellte sich im späteren Verlauf des Verfahrens die Frage 
nach der weiteren Unterhaltspflicht gegenüber ihrem mittlerweile voll-
jährigen Sohn und damit auch nach ihrer weiteren prozessualen Be-
dürftigkeit. Mit  Verfügungen vom 22. Oktober 2008 und 2. Dezember 
2008 forderte  das Bundesverwaltungsgericht  daher die Beschwerde-
führerin  auf,  entsprechende Beweismittel  einzureichen bzw. das For-
mular zur unentgeltlichen Rechtspflege auszufüllen. Dieses Formular 
sowie weitere Unterlagen übersandte ihr Rechtsvertreter daraufhin mit 
Schreiben vom 5. Januar 2009. Er führte dabei aus, das Einkommen 
der Beschwerdeführerin sei zur Zeit höher als üblich, da sie mit Beginn 
eines  Pflegestudiums  im  Frühling  2009  nur  das  Existenzminimum 
verdienen werde.

M.
Auf  den  weiteren  Akteninhalt,  die  mit  Zustimmung der  Beschwerde-
führerin beigezogenen Scheidungs- und Eheschutzakten und die von 
ihr  eingereichten  bzw. angebotenen  Beweismittel  wird  in  den  Erwä-
gungen Bezug genommen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG genannten  Ausnahmen  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche 
von  einer  in  Art.  33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden. 
Darunter  fallen  u.a.  Verfügungen  des  BFM,  welche  die  Nichtiger-
klärung  einer  erleichterten  Einbürgerung  betreffen  (Art.  41  Abs.  1 
i.V.m.  Art.  27  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom  29.  September  1952 
[BüG, SR 141.0]). Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor 
dem Bundesverwaltungsgericht  nach dem VwVG, soweit  das Gesetz 
nichts anderes bestimmt.

1.2 Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerde-
führerin zu deren Anfechtung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten (Art. 48 ff. VwVG). 

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2.
Mit  Beschwerde  ans  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Instanz als 
Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG) – die Unangemessen-
heit  gerügt  werden.  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet  im  Be-
schwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den gel-
tend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides  (vgl.  E.  1.2  des  in  BGE  129  II  215  teilweise  publizierten 
Urteils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. März 2003; Urteile 
des Bundesverwaltungsgerichts C-3626/2007 vom 11. Mai 2009 E. 2 
und  C-135/2006  vom  20.  Dezember  2007  E.  2  mit  weiteren  Hin-
weisen).

3.
3.1 Gemäss  Art. 27  Abs. 1 BüG kann ein  Ausländer  nach der  Ehe-
schliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung stellen,  wenn er  insgesamt  fünf  Jahre  in  der  Schweiz 
gewohnt  hat,  seit  einem  Jahr  hier  wohnt  und  seit  drei  Jahren  in 
ehelicher  Gemeinschaft  mit  einem  Schweizer  Bürger  lebt.  Seine 
Einbürgerung setzt zudem gemäss Art. 26 Abs. 1 BüG voraus, dass er 
in  der  Schweiz  integriert  ist  (Bst.  a),  die  schweizerische  Rechts-
ordnung beachtet (Bst. b) und die innere oder äussere Sicherheit der 
Schweiz  nicht  gefährdet  (Bst.  c).  Sämtliche  Einbürgerungsvoraus-
setzungen müssen sowohl  im Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung als 
auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt  sein. Fehlt  es im 
Zeitpunkt  des  Einbürgerungsentscheids  an  der  ehelichen  Gemein-
schaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen werden 
(BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403).

3.2 Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  bedeutet  nach  der 
bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  mehr  als  nur  das  formelle  Be-
stehen  einer  Ehe.  Verlangt  wird  vielmehr  die  tatsächliche  Lebens-
gemeinschaft, getragen vom beidseitigen Willen, die Ehe auch künftig 
aufrecht zu erhalten. Gemäss konstanter Praxis muss sowohl im Zeit-
punkt  der  Gesuchseinreichung  als  auch  im  Zeitpunkt  des  Einbür-
gerungsentscheids eine tatsächliche Gemeinschaft bestehen, die Ge-

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währ  für  die  Stabilität  der  Ehe  bietet.  Mit  Art.  27  BüG  wollte  der 
Gesetzgeber dem ausländischen Ehegatten eines Schweizer Bürgers 
die erleichterte Einbürgerung ermöglichen, um die Einheit des Bürger-
rechts  der  Ehegatten  im  Hinblick  auf  ihre  gemeinsame  Zukunft  zu 
fördern (vgl. Botschaft über die Revision der Bürgerrechtsregelung in 
der  Bundesverfassung vom 7. April  1982,  BBl  1982 II  125 S. 133 f. 
sowie  Botschaft  zur  Änderung  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom  26. 
August  1987,  BBl  1987  III  293  S.  310).  Zweifel  am  Willen  der 
Ehegatten,  die  eheliche  Gemeinschaft  aufrecht  zu  erhalten,  sind 
beispielsweise  angebracht,  wenn  kurze  Zeit  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung die Trennung erfolgt oder die Scheidung eingeleitet wird 
(vgl. BGE 1C_190/2008 vom 29. Januar 2009 E. 2 mit Hinweisen).

3.3 Die Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde des Heimat-
kantons innert  fünf Jahren für nichtig erklärt  werden, wenn sie durch 
falsche Angaben  oder  Verheimlichung erheblicher  Tatsachen erschli-
chen  worden  ist  (Art.  41  Abs.  1  BüG).  Arglist  im  Sinne  des  straf-
rechtlichen Betrugstatbestandes ist nicht erforderlich. Immerhin ist es 
notwendig, dass der Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. 
die  Behörde  bewusst  in  einem  falschen  Glauben  lässt  und  so  den 
Vorwurf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine 
erhebliche Tatsache zu informieren (BGE 1C_190/2008 vom 29. Janu-
ar 2009 E. 2, BGE 132 II 113 E. 3.1 S. 115 und 130 II 482 E. 2 S. 484). 
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er erklärt, in einer stabilen Ehe 
zu leben, während er bereits für die Zeit  nach der erleichterten Ein-
bürgerung  die  Scheidung  ins  Auge  fasst  (vgl.  Urteil  des  Bundes-
gerichts 1C_160/2009 vom 14. Mai 2009 E. 2 mit Hinweisen).

4.
Im  Verwaltungsverfahren  des  Bundes  gilt  der  Grundsatz  der  freien 
Beweiswürdigung  (Art. 19  VwVG  i.V.m.  Art. 40  des  Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). 
Dies  bedeutet  vor  allem,  dass  die  Beweiswürdigung  nicht  an  be-
stimmte starre Beweisregeln gebunden ist, die dem Richter genau vor-
schreiben,  wie  ein  gültiger  Beweis  zu  Stande  kommt  und  welchen 
Beweiswert die einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben 
(FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. Bern 1983, S. 278 
f.; zu den Beweismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff. S. 172 ff.). Wenn 
ein Entscheid – wie im vorliegenden Fall – zum Nachteil des Betroffe-
nen in seine Rechte eingreift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

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4.1 Geht es um die Nichtigerklärung einer erleichterten Einbürgerung, 
so ist von der Verwaltung zu prüfen, ob die Ehe im Zeitpunkt der Ge-
suchseinreichung  und  der  Einbürgerung  tatsächlich  gelebt  wurde 
(BGE 130 II 169 E. 2.3.1 S. 172). Dabei geht es im Wesentlichen um 
innere Vorgänge, die der Verwaltung oft  nicht bekannt und schwierig 
zu beweisen sind; deren Abklärung kann nur dadurch erfolgen, dass 
von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) auf unbekannte (Vermu-
tungsfolge) zu schliessen ist. Es handelt  sich dabei  um Wahrschein-
lichkeitsfolgerungen,  die  aufgrund  der  Lebenserfahrung  gezogen 
werden  (ULRICH HÄFELIN,  Vermutungen  im  öffentlichen  Recht,  in: 
Festschrift  für  Kurt  Eichenberger,  Basel  1982,  S. 625 ff.,  S. 626; vgl. 
auch  PETER SUTTER,  Die  Beweislastregeln  unter  besonderer  Berück-
sichtigung  des  verwaltungsrechtlichen  Streitverfahrens,  Diss.  Zürich 
1988,  S. 56 ff. und 178 ff.,  und  FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechts-
pflege, 2. Aufl.,  Bern 1983, S. 282 ff. Zu Art. 8 ZGB vgl.  MAX KUMMER, 
Berner  Kommentar,  N.  362  f.).  Der  Betroffene  ist  bei  der  Sach-
verhaltsabklärung mitwirkungspflichtig (BGE 1C_190/2008 vom 29. Ja-
nuar 2009 E. 3 mit Hinweisen).

4.2 Als  Problem  der  Beweiswürdigung  berührt  die  tatsächliche  Ver-
mutung  weder  die  Beweislast  noch  die  das  Verwaltungsverfahren 
beherrschende  Untersuchungsmaxime.  Letztere  gebietet  zwar,  dass 
die  Verwaltung  auch  nach  entlastenden,  das  heisst  die  Vermutung 
erschütternden Elementen sucht. Beim Thema der ehelichen Lebens-
gemeinschaft  liegt  es  jedoch  in  der  Natur  der  Sache,  dass  nur  der 
Betroffene, nicht aber die Verwaltung Kenntnis über solche entlasten-
den  Elemente  hat.  Besteht  daher  aufgrund  des  Ereignisablaufs  die 
tatsächliche Vermutung, die Einbürgerung sei erschlichen worden, ob-
liegt  es  dem  Betroffenen  –  nicht  nur  aufgrund  seiner  Mitwirkungs-
pflicht,  sondern  auch  aufgrund  eines  erheblichen  Eigeninteresses  – 
die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. erhebliche Zweifel umzu-
stürzen, indem er Gründe aufzeigt, die es plausibel erscheinen lassen, 
dass  eine  angeblich  noch  wenige  Monate  zuvor  bestehende  tat-
sächliche,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der  Zwischenzeit 
dergestalt  in  die  Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur  Trennung  bzw. 
Scheidung  kam  (BGE  1C_190/2008  vom  29. Januar  2009  E.  3  mit 
Hinweisen).

5.
Die angefochtene Verfügung geht davon aus, der langjährige Alkohol-
missbrauch Y._______s  habe  eine derart  schwere Belastung  für  die 

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Partnerschaft dargestellt, dass die Ehe im Zeitpunkt der erleichterten 
Einbürgerung  bzw. vier  Monate  vor  der  Trennung  nicht  mehr  intakt 
gewesen sei. Diesen Umstand habe X._______ verheimlicht und sich 
dadurch ihre Einbürgerung erschlichen. 

5.1 Den Akten (einschliesslich der erst im Beschwerdeverfahren bei-
gezogenen  Eheschutz-  und  Scheidungsakten)  lässt  sich  Folgendes 
entnehmen: Im Jahr  1994 hielt  sich  Y._______,  damals  51-jährig,  in 
Nigeria  auf  und  lernte  die  20-jährige  X._______  kennen. Anlässlich 
ihres Besuchs in der Schweiz im Jahre 1996 entschlossen sich beide 
zur  Heirat.  Im  darauffolgenden  Jahr  kam  die  Beschwerdeführerin 
endgültig  in  die  Schweiz.  Sie  heiratete  Y._______,  der  kurz  vorher 
geschieden  worden  war,  am  17.  Oktober  1997.  Am  24.  April  2002, 
somit  ein  halbes  Jahr  bevor  die  Einbürgerungsvoraussetzung  der 
fünfjährigen Wohnsitzdauer überhaupt  erfüllt  war (vgl. Art. 27 Abs. 1 
Bst.  a  BüG),  stellte  sie  ein  Gesuch  um  erleichterte  Einbürgerung. 
Gemeinsam mit ihrem Ehemann unterzeichnete sie am 3. April  2003 
eine Erklärung über das Bestehen einer stabilen Lebensgemeinschaft 
und  wurde  daraufhin  am  28.  Mai  2003  eingebürgert.  Zu  diesem 
Zeitpunkt  war  Y._______  bereits  seit  mehreren  Jahren 
alkoholabhängig,  was  wegen  seiner  damit  einhergehenden  Ausfälle 
sogar  wiederholt  zum Einschreiten  der  Polizei  geführt  hatte. Am 21. 
Juli 2003 schloss die Beschwerdeführerin einen Mietvertrag über eine 
eigene Wohnung und am 31. Juli 2003 unterzeichnete sie ein Antrags-
formular  betr.  Eheschutzmassnahmen.  Der  von  ihr  bevollmächtigte 
Rechtsanwalt  D._______  reichte  am  7.  August  2003  beim  Bezirks-
gericht  Winterthur  ein  erstes  Eheschutzbegehren  ein,  welches  aller-
dings am 21. August 2003 wieder zurückgezogen wurde. Am 5. Sep-
tember  2003,  nunmehr  vertreten  durch  Rechtsanwältin  E._______, 
beantragte  X._______ dort  ein weiteres Mal  Eheschutzmassnahmen 
und reichte dabei das am 31. Juli 2003 unterzeichnete Formular ein. 
Die  Trennung  der  Ehegatten  erfolgte  am  1.  Oktober  2003.  Ihre 
Scheidung wurde am 8. Dezember 2005 ausgesprochen. 

5.2 Die dargelegten Umstände – insbesondere der erhebliche Alters-
unterschied  der  Ehegatten,  der  langjährige  Alkoholismus  des  Ehe-
mannes, die bereits zwei Monate nach der Einbürgerung in die Wege 
geleitete  und  nach  weiteren  zwei  Monaten  vollzogene  Trennung  – 
begründen die tatsächliche Vermutung, dass spätestens im Zeitpunkt 
der erleichterten Einbürgerung am 28. Mai 2003 keine stabile eheliche 
Gemeinschaft mehr bestand. 

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5.3 Dementsprechend stellt sich die Frage, ob die von der Beschwer-
deführerin  vorgebrachten  Argumente  geeignet  sind,  die  soeben  be-
schriebene  tatsächliche  Vermutung  umzustossen.  Entgegen  der  An-
sicht ihres Rechtsvertreters handelt es sich dabei keineswegs um eine 
Beweislastumkehr,  denn  wenn  es  um  willensabhängige  Tatbestände 
wie  eine  intakte  Ehe  geht,  kann  die  aufgrund  der  üblichen  Beweis-
regeln zustande gekommene behördliche Vermutung nur durch plau-
sible  Gegenargumente  der  betroffenen  Partei  umgestossen  werden 
(vgl. oben E. 4.2).

6.
Im  vorinstanzlichen  Verfahren  hat  die  Beschwerdeführerin  zunächst 
den Eindruck zu erwecken versucht,  als  habe sich  der  Alkoholmiss-
brauch ihres Ehemannes erst ab Juni 2003 als Folge eines Unfalls ent-
wickelt und unerwarteterweise die Ehe zerstört. Dieser vom Parteiver-
treter  geschilderte  Kausalverlauf  stellte  sich aufgrund der  anschlies-
send von ihm eingereichten Unterlagen (Arztbericht vom 21. Juni 2006 
und  Arbeitgeberbescheinigung  vom  8.  Juni  2006)  als  unzutreffend 
heraus. Diesen Unterlagen ist nämlich zu entnehmen, dass es erst ab 
dem 4. Oktober 2003 zu einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit kam, 
während  die  Alkoholkrankheit  in  diesem  Zeitpunkt  schon  mehrere 
Jahre  bestand. Im Rechtsmittelverfahren hat  die  Beschwerdeführerin 
ihre vorherigen Behauptungen denn auch revidiert bzw. relativiert. 

6.1 Mit  der  Beschwerde  wird  erstmals  geltend  gemacht,  Y._______ 
habe  im  Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung  eine  Antabus-Kur 
durchgeführt,  wodurch  gerade  keine  erhebliche  Belastung  der  Ehe 
bestanden habe. Dieses Argument hält  einer genaueren Betrachtung 
jedoch nicht stand.

6.1.1 In der Beschwerdeschrift  vom 17. Januar 2007 wird behauptet, 
Y._______ habe seine Antabus-Kur im November 2002 begonnen. Das 
hierzu  am  23.  März  2007  nachgereichte  ärztliche  Zeugnis  vom  19. 
März  2007  bescheinigt  hingegen  einen  Behandlungsbeginn  am  25. 
April 2003, was der Parteivertreter letztlich auch eingeräumt hat. Seine 
widersprüchlichen Angaben hat er mit einem Missverständnis erklärt, 
dahingehend,  dass  Y._______  seinem  Arzt  immerhin  bereits  im 
November 2002 die grundsätzliche Bereitschaft  zur  Antabus-Kur sig-
nalisiert habe. 

Auch dieser Erklärungsversuch lässt nicht darauf schliessen, dass im 

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Einbürgerungszeitpunkt  eine  stabile  Lebensgemeinschaft  vorgelegen 
hat. Insbesondere vermittelt  die Beschwerdeführerin mit  ihrem geän-
derten  (und  dem  ärztlichen  Zeugnis)  angepassten  Vorbringen  den 
Eindruck, als habe sie selbst keine Kenntnis vom tatsächlichen Beginn 
der  Antabus-Behandlung  gehabt.  Dies  wiederum  deutet  darauf  hin, 
dass  sie  diesem  Element  von  Anfang  an  keine  Bedeutung  bei-
gemessen hat: Wäre die Antabus-Kur bzw. ihr Misserfolg nämlich tat-
sächlich  ausschlaggebend  für  den  weiteren  Eheverlauf  gewesen,  so 
hätte  X._______  dies  mit  Sicherheit  schon  im  vorinstanzlichen 
Verfahren zur Sprache gebracht.

6.2 Aufgrund  der  vorliegenden  Akten  ist  die  Antabus-Therapie  in 
folgenden zeitlichen Rahmen eingebettet: Am 3. April 2003 unterzeich-
neten  die  Ehegatten  eine  gemeinsame  Erklärung  zu  ihrer  stabilen 
Lebensgemeinschaft;  erst  drei  Wochen  später,  am  25.  April  2003, 
startete die Antabus-Kur von Y._______; nach rund einem Monat, am 
28.  Mai  2003  erfolgte  die  erleichterte  Einbürgerung  seiner  Ehefrau; 
spätestens  am  19.  Juni  2003  –  dem  Tag,  an  dem  sie  den  behan-
delnden Arzt über den gleichzeitigen Alkoholkonsum ihres Ehemannes 
informierte – war der Behandlungserfolg fraglich. 

Die im Frühjahr 2003 nur wenige Wochen konsequent durchgeführte 
Therapie kann daher kaum als Indiz für ein im Zeitpunkt der Einbür-
gerung belastungsfreies Zusammenleben gelten. An dieser Einschät-
zung ist  auch dann festzuhalten,  wenn Y._______ seine Bereitschaft 
zur Antabus-Kur im November 2002 signalisiert  hat,  zeigt  dies doch, 
dass er die Notwendigkeit  einer Behandlung seinerzeit  erkannt, aber 
nicht umgesetzt hat. Dass die Beschwerdeführerin in dieser Situation 
mit  einer  Verhaltensänderung  ihres  Ehemannes  gerechnet  und  ihr 
Eheleben  als  intakt  wahrgenommen  hat,  ist  schlichtweg  nicht  vor-
stellbar.  Sollte  sie  am  3.  April  2003  –  im  Zeitpunkt,  als  sie  die 
Erklärung über die eheliche Gemeinschaft unterzeichnete – dennoch 
an eine Zukunft mit einem Alkoholiker geglaubt und dementsprechend 
hohe Erwartungen an die Antabus-Kur gehabt haben, so erscheint es 
jedenfalls nicht glaubhaft, dass sie bereits rund einen Monat nach dem 
ersten  Rückschlag  den  Mut  aufgab  und  sich  zur  Anmietung  einer 
eigenen  Wohnung  entschloss. Erst  recht  als  Person  mit  Pflegeberuf 
musste  sie  sich  darüber  im  Klaren  sein,  dass  jede  Therapie  von 
latenten (endgültigen oder zwischenzeitlichen)  Misserfolgen begleitet 
wird; immerhin wurde die Antabus-Behandlung ihres Ehemannes vom 
Arzt nicht schon nach dem ersten Alkoholrückfall  im Juni 2003, son-

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dern  erst  im September  2003 abgebrochen. Auch angesichts  dieser 
Erwägungen kann ihr Argument, das Scheitern der Behandlung sei für 
sie  überraschend  und  unvorhersehbar  gewesen,  keine  Beachtung 
finden. 

7.
Fraglich  ist,  ob  andere  Argumente  der  Beschwerdeführerin  darauf 
schliessen lassen, dass ihre Ehe im Zeitpunkt der erleichteren Einbür-
gerung – trotz des Alkoholismus ihres Ehemannes – intakt  gewesen 
ist. Sie hat sich diesbezüglich u.a. auf die Aussagen von Nachbarn und 
Bekannten berufen und bemängelt, dass die Vorinstanz eine entspre-
chende Beweiserhebung abgelehnt hat. 

7.1 Art.  19  VwVG i.V.m. Art.  37  BZP verpflichtet  die  Behörde nicht, 
alles und jedes, was wünschbar wäre, abzuklären. Bei der Auswahl der 
Beweismittel  berücksichtigt  sie  vielmehr  deren  Tauglichkeit  und  Be-
weiskraft  (vgl.  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,  Zürich 1998, Rz. 276). 
Zusätzliche Abklärungen sind insofern nur dann vorzunehmen, wenn 
hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten 
ergebender  Anhaltspunkte  Anlass  besteht.  Von beantragten  Beweis-
vorkehren kann abgesehen werden, wenn der Sachverhalt,  den eine 
Partei  beweisen  will,  nicht  rechtserheblich  ist,  wenn bereits  Festste-
hendes bewiesen werden soll,  wenn von vornherein gewiss ist, dass 
der  angebotene  Beweis  keine  wesentlich  neuen  Erkenntnisse  zu 
vermitteln vermag oder wenn die Behörde den Sachverhalt  aufgrund 
eigener  Sachkunde  ausreichend  würdigen  kann  (vgl.  KÖLZ/HÄNER, 
a.a.O., Rz. 319 und 320; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis). 
Gelangt die Behörde bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Über-
zeugung,  der  zu  beweisende  Sachverhalt  sei  nicht  rechtserheblich 
oder der angebotene Beweis nicht geeignet, weitere Abklärungen her-
beizuführen, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden 
(zur  antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 131 I  153 E. 3 S. 157, 
BGE 130 ll 169 nicht publizierte E. 2.1; ferner BGE 127 l 54 E. 2b S. 
56, BGE 122 V 157 E. 1d S. 162, BGE 119 V 335 E. 2c S. 344).

7.2 Vor diesem rechtlichen Hintergrund zeigt  sich auch für  den vor-
liegenden  Fall,  dass  zusätzliche  Abklärungen  der  Vorinstanz  nicht 
mehr  zu  neuen sachdienlichen Erkenntnissen hätten führen können. 
Die von der Beschwerdeführerin (seinerzeit noch gar nicht namentlich) 
bezeichneten Personen hätten allenfalls das äussere Erscheinungsbild 

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des Ehepaares wiedergeben, nicht aber die Frage nach der Stabilität 
der  Ehe  beantworten  können.  Dies  deshalb,  weil  die  entscheid-
relevante  Frage  nach  der  stabilen  Lebensgemeinschaft  einzig  und 
allein das Innenleben beider Ehegatten berührt, welches Drittpersonen 
kaum  zugänglich  sein  dürfte.  Dementsprechend  kann  auch  die  Be-
schwerdeinstanz davon ausgehen, dass analoge Abklärungen im Um-
feld der  Ex-Ehegatten nicht  mehr rechtserheblich wären. Abgesehen 
davon  wurden  im  vorliegenden  Verfahren  Referenzen  der  Ehepaare 
B._______ und C._______ vorgelegt,  die ganz offensichtlich nur aus 
Gefälligkeit verfasst wurden: Beide Schreiben bescheinigen, pauschal 
und  wirklichkeitsfremd,  die  Beschwerdeführerin  habe  bis  zu  ihrer 
Trennung eine tatsächliche bzw. glückliche Ehe geführt. 

8.
Die Beschwerdeführerin macht weiterhin geltend, ihre Abmeldung vom 
gemeinsamen ehelichen  Wohnsitz  habe  keineswegs  auch  das  Ende 
der  ehelichen  Gemeinschaft  bedeutet.  Vielmehr  habe  sie  im 
Eheschutzverfahren ihre  Rückkehr  in  Aussicht  gestellt,  falls  ihr  Ehe-
mann seine Probleme wieder in den Griff bekommen sollte. 

8.1 Es mag eingeräumt werden,  dass die Beschwerdeführerin  ihrem 
Ehemann mit der Trennung ein Warnsignal setzen wollte und die künf-
tige  Wiederaufnahme  der  ehelichen  Lebensgemeinschaft  nicht  für 
ausgeschlossen hielt. Immerhin enthält  auch der von ihr  am 31. Juli 
2003  unterzeichnete  Antrag  auf  Eheschutzmassnahmen  eine  ent-
sprechende Formulierung. Dennoch ist nicht zu verkennen, dass diese 
Trennung den Schlusspunkt  unter  eine für  sie  unerträgliche Lebens-
situation  setzte.  Dabei  stand  auch  gar  nicht  zur  Diskussion,  ob 
gemeinsame  Anstrengungen  die  Ehe  hätten  retten  können;  den 
Äusserungen der Beschwerdeführerin zufolge hätte vielmehr nur eine 
Verhaltensänderung ihres Ehegatten sie dazu bewegen können, ihren 
Entschluss  zu  revidieren.  Im  Zeitpunkt  der  Trennung  –  vier  Monate 
nach  der  am  28. Mai  2003  erfolgten  erleichterten  Einbürgerung  – 
erscheint ihre Ehe damit als gescheitert. 

8.2 Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass die von der Be-
schwerdeführerin  dargestellten Ereignisse im Umfeld der  Eheschutz-
verfahren – zu den dort  behaupteten gravierenden Streitigkeiten und 
dem polizeilichen Einschreiten im Zusammenhang mit dem Alkoholis-
mus des Ehemannes hat sie sich in diesem Verfahren nicht geäussert 

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– nicht  die Vermutung erschüttern können,  dass ihre Ehe bereits im 
Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung zerrüttet war. Bezüglich des 
unbestritten  langjährigen  Alkoholkonsums  ihres  Ehegatten  hat  sie 
zwar  geäussert,  sie  hätte  –  wäre  es  ihr  nur  um  den  „roten  Pass“ 
gegangen – bereits früher ein Einbürgerungsgesuch gestellt und sich 
von ihrem Ehemann getrennt; ihr sei es jedoch in erster Linie darum 
gegangen,  „diese  schwierige  Zeit  in  der  Lebens-  und  Schicksalsge-
meinschaft  der Ehe mitzutragen“ (vgl. Replik vom 7. Juni 2007,  S. 7 
unten).  Dem ist  jedoch  entgegenzuhalten,  dass  ein  solches  Gesuch 
gar nicht vor dem Jahr 2002 hätte gestellt  werden können und dass 
ansonsten  kein  Grund  erkennbar  ist,  warum sie  an  ihrer  durch  den 
schweren  Alkoholmissbrauch  des  Ehemannes  geprägten  Ehe  hätte 
festhalten  sollen.  Die  Ehegatten  hatten  keine  gemeinsamen  Kinder; 
auch der Sohn der Beschwerdeführerin, der erst 2002 in die Schweiz 
gelangte,  kann kaum Anlass  gewesen sein,  das  gerade erst  begon-
nene Leben zu dritt weiterzuführen. Auch sonstige Gründe – beispiels-
weise gemeinsame Interessen oder Freizeitaktivitäten der Ehegatten – 
werden von der Beschwerdeführerin nicht genannt. Die von ihr erhoffte 
Einbürgerung  zeichnet  sich  damit  als  einziges  Motiv  ab,  warum die 
eheliche Gemeinschaft mit dem 31 Jahre älteren alkoholkranken Ehe-
mann nur wenig länger als bis zu diesem Zeitpunkt aufrecht erhalten 
wurde. 

9.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin die 
von der Vorinstanz gezogenen Schlussfolgerungen nicht hat entkräften 
können. Es ist davon auszugehen, dass während des Einbürgerungs-
verfahrens keine stabile  eheliche Lebensgemeinschaft  mehr bestand 
und dass diese Situation nach der erfolgten Einbürgerung am 28. Mai 
2003 zur Trennung und nachfolgenden Scheidung der Eheleute führte. 
Sowohl im vorinstanzlichen wie auch im Rechtsmittelverfahren hat die 
Beschwerdeführerin die Angaben zum Alkoholkonsum (bzw. zur Anta-
bus-Kur) ihres Ehemannes wiederholt revidiert und relativiert; die ein-
gereichten  Beweismittel  und  die  beigezogenen  Eheschutzakten  ma-
chen jedoch deutlich, dass der schwere Alkoholismus ihres Eheman-
nes von Anbeginn an eine erhebliche Belastung für die Partnerschaft 
darstellte.  X._______  hat  keine  überzeugenden  bzw.  nachvollzieh-
baren  Gründe  oder  Sachumstände  dafür  aufzeigt,  warum  die  mit 
derart  gravierenden Problemen überschattete Ehe bis zum Zeitpunkt 
der  Einbürgerung  stabil  gewesen  sein  soll  und  erst  in  den  nachfol-
genden  vier  Monaten  derart  zerrüttet  wurde,  dass  es  zur  Trennung 

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kam.  Die  bisherigen  Feststellungen  könnten  auch  nicht  durch  Aus-
künfte  oder  Einvernahmen von  Drittpersonen  widerlegt  werden;  ent-
sprechende von der  Beschwerdeführerin  beantragte  Beweiserhebun-
gen  sind  daher  nicht  notwendig. Demzufolge  geht  die  angefochtene 
Verfügung zu recht davon aus, dass die Beschwerdeführerin mit  der 
Erklärung vom 3. April  2003 bewusst falsche Angaben über den Zu-
stand  ihrer  Ehe  gemacht  und  sich  dadurch  die  erleichterte  Einbür-
gerung erschlichen hat.

10.
Die vorinstanzliche Verfügung vom 1. Dezember 2006 ist somit im Er-
gebnis als rechtmässig und angemessen zu bestätigen (Art. 49 VwVG) 
und die Beschwerde infolgedessen abzuweisen.

11.
Mit Zwischenverfügung vom 2. April 2007 wurde der Beschwerdeführe-
rin die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung bewilligt. Auf-
grund ihrer veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse (Wegfall der Un-
terhaltspflicht gegenüber dem volljährigen Sohn) wurde sie am 2. De-
zember  2008  aufgefordert,  ein  neues  Formular  zur  unentgeltlichen 
Rechtspflege auszufüllen und die nötigen Beweismittel  einzureichen. 
Entsprechende Unterlagen übersandte ihr Rechtsvertreter mit Eingabe 
vom 5. Januar 2009. Danach stehen Einkünften von Fr. 5995.- (wobei 
ihr die Unterhaltsbeiträge für ihre 2007 geborene Tochter anzurechnen 
sind) geschätzte, da nicht lückenlos belegte Auslagen von Fr. 5633.90 
(inkl. Grundbeträge von Fr. 1800.-) gegenüber. Der resultierende Über-
schuss  von  rund  Fr.  360.-  erscheint  mit  Blick  auf  das  im  Frühling 
begonnene (allerdings nicht belegte) Pflegestudium nicht ausreichend, 
Verfahrens- und Anwaltskosten innert eines angemessenen Zeitraums 
zu  bezahlen  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  9C_874/2008  vom  11. 
Februar 2009 E. 2.2.2). 

12.
Damit sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 65 Abs. 1 VwVG) 
und  dem  mit  Verfügung  vom  20.  April  2007  eingesetzten  amtlichen 
Anwalt ist zu Lasten der Gerichtskasse eine Entschädigung in der Hö-
he von Fr. 1500.- (inkl. MWST) auszurichten (Art. 65 Abs. 2 VwVG und 
Art. 10 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen vor dem Verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Rechtsanwalt Marcel Bosonnet wird für das Rechtsmittelverfahren zu 
Lasten der Gerichtskasse mit Fr. 1500.- (inkl. MWST) entschädigt.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz 
- das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abteilung Einbürgerungen, 

Postfach, 8090 Zürich

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Haake

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende Partei  in  Händen  hat,  bei-
zulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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