# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e6f050a-518c-5d72-8d13-885f97290e0b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 24.03.2025 SB240265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240265_2025-03-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240265-O/U/cwo

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Oberrichter lic. iur. S. Volken 

und Oberrichterin lic. iur. S. Fuchs sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw A. Jacomet

Urteil vom 24. März 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, 
vom 14. März 2024 (DG210202)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 14. Dezember 2021 

(Urk. 14) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 121 S. 71 ff.)

"Es wird vorab beschlossen:

1. Das Verfahren betreffend den Anklagepunkt der mehrfachen Übertretung des Betäubungs-

mittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d wird in Bezug 

auf die Delikte vor dem 14. März 2021 eingestellt.

2. Mündliche Eröffnung, Begründung und schriftliche Mitteilung mit nachstehendem Erkenntnis.

Sodann wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d 

in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a,

 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 

Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d,

 des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 

in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. f und g (Gasdruckrevolver, Softair-Schrotflinte),

 des Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG in Verbindung 

mit Art. 10 Abs. 2 SVG und Art. 14 lit. b VTS (Dossier 2),

 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis, Bewilligung oder Haftpflichtversicherung im 

Sinne von Art. 96 Abs. 1 lit. a SVG (Dossier 2),

 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis, Bewilligung oder Haftpflichtversicherung im 

Sinne von Art. 96 Abs. 2 SVG (Dossier 2),

 der Verletzung der Verkehrsregelverordnung im Sinne von Art. 96 VRV in Verbindung 

mit Art. 57 Abs. 5 lit. b SVG und Art. 3b VRV (Dossier 2),

2. Der Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf

 des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c,

 des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a (2 Sai)

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 des Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG in Verbindung 

mit Art. 10 Abs. 2 SVG und Art. 14 lit. b VTS (Dossier 3),

 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis, Bewilligung oder Haftpflichtversicherung im 

Sinne von Art. 96 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 SVG (Dossier 3),

 des Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs im Sinne von Art. 93 Abs. 2 lit. a 

SVG in Verbindung mit Art. 29 SVG (Dossier 3),

 der Übertretung gegen die Verordnung über die technischen Anforderungen an 

Strassenfahrzeugen im Sinne von Art. 219 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit Art. 51 und 

Art. 176 Abs. 2 (Dossier 3).

3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 6. Februar 2020 

ausgefällten Freiheitsstrafe von 20 Monaten (wovon 39 Tage durch Haft erstanden sind) wird 

widerrufen.

4. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

18. Dezember 2020 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tages-sätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.

5. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

22. Juni 2021 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.

6. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafen bestraft mit 32 Monaten 

Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe, wovon bis und mit heute 77 Tage durch Haft erstanden sind, 

einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– als Gesamtstrafe sowie mit einer Busse von 

Fr. 500.–.

7. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Geldstrafe und die Busse sind zu bezahlen.

8. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfrei-

heitsstrafe von 5 Tagen.

9. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Behand-

lung psychischer Störungen und Suchtbehandlung) angeordnet. Der Vollzug der Freiheits-

strafe wird zugunsten der Massnahme nicht aufgeschoben.

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 beschlagnahmte 

Barschaft wird in der Höhe von Fr. 90.– zu Gunsten des Kantons Zürich eingezogen.

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 beschlagnahmte 

Barschaften in der Höhe von Fr. 2'187.20 (Fr. 2'074.05 und Fr. 113.15 [EUR 105.00]) werden 

eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.

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12. Die folgenden, mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 

beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und – soweit noch nicht geschehen – 

vernichtet:

Bei der Stadtpolizei Zürich lagernd:

 2 Sai (A015'338'100)

 1 Gasdruck Revolver Smith & Wesson (A015'338'144)

 1 Softair-Schrotflinte SPAS 12 (A015'338'155)

 2 Cellophansäcke mit Kokain (A015'336'897)

 1 Ecstasy-Tablette in Minigrip (A015'336'933)

 1 Minigrip mit 5 Portionen Kokain (A015'336'944)

 1 Minigrip Marihuana (A015'336'966)

 1 Cellophanrolle (A015'336'977)

 Loses Kokainpulver (A015'337'005)

 1 Tupperware mit div. Verpackungsmaterial (A015'337'016)

13. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 14. Dezember 2021 beschlag-

nahmte E-Scooter mit Fahrzeugschlüssel, schwarz-gelb (keine Rahmennummer) wird einge-

zogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen. Ein allfälliger 

Verwertungserlös verfällt dem Staat.

14. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 beschlagnahmte 

und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, lagernde Schlüsselbund 

(A015'337'027) wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids dem Beschuldigten innert 

einer Frist von einem Monat auf erstes Verlangen hin herausgegeben, ansonsten er der 

Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen wird.

15. Die bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, unter der Geschäftsnummer 80957660 

lagernden Spurenasservate werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils vernichtet.

16. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.00   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 18'338.70   Auslagen (Gutachten)

Fr. -2'187.20   Anrechnung Kaution/Sicherstellung/Depositum

Fr. 17'184.60   amtlicher Verteidiger RA lic. iur. X._____

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

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17. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.

18. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird mit Fr. 17'184.60 (inkl. MwSt.) 

aus der Gerichtskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO.

19. (Mitteilungen)

20. (Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 4 f.)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 136 S. 1 f.)

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. März 2024 sei betreffend Ziff. 4, 

Ziff. 5, Ziff. 6, Ziff. 9 und Ziff. 17 aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass die Ziff. 1, Ziff. 2, Ziff. 3, Ziff. 7, Ziff. 8, Ziff. 10 - 

Ziff. 16 und Ziff. 18 in Rechtskraft erwachsen sind.

3. Der Beschuldigte sei zu einer Gesamtstrafe von 30 Monaten zu bestrafen.

4. Es sei eine ambulante Massnahme gemäss Art. 63 StGB anzuordnen.

5. Die Freiheitsstrafe sei zu Gunsten einer ambulanten Massnahme aufzuschie-

ben.

6. Vom Widerruf der mit Strafbefehl vom 18. Dezember 2020 ausgefällten 

Geldstrafe und der mit Strafbefehl vom 22. Juni 2021 ausgefällten Geldstrafe 

sei abzusehen. 

7. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien für das erstinstanzliche Verfah-

ren ausgangsgemäss dem Beschuldigten teilweise aufzuerlegen, diejenigen 

für das obergerichtliche Verfahren seien einschliesslich der Kosten für die 

amtliche Verteidigung (zzgl. MwSt.) auf die Staatskasse zu nehmen.

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b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 127)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

Erwägungen:

I. Prozessuales

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

14. März 2024 wurde der Beschuldigte A._____ zahlreicher Delikte schuldig und 

weiter diverser Delikte freigesprochen. Der bedingte Vollzug einer früheren Frei-

heits- sowie zweier früherer Geldstrafen wurde widerrufen und der Beschuldigte mit 

einer Gesamt(freiheits-)strafe von 32 Monaten, einer Geldstrafe und einer Busse 

bestraft. Sodann wurde für den Beschuldigten eine ambulante Massnahme ange-

ordnet, wobei der Strafvollzug nicht zugunsten des Massnahmevollzugs aufge-

schoben wurde (Urk. 121 S. 71-73). Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte 

durch seine amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 20. März 2024 innert gesetzli-

cher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 115). Die Berufungser-

klärung der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der Berufungs-

instanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 112). Die Anklagebehörde hat mit Eingabe 

vom 21. Juni 2024 innert Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung verzichtet 

wird (Urk. 127; Art. 400 Abs. 2f. und Art. 401 StPO). Beweisergänzungsanträge 

wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 122 und 

Urk. 127). Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Berufungserklärung ausdrück-

lich beschränkt (Urk. 122; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde beantragt 

die Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 127). 

2.1. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten (vgl. auch Prot. II 

S. 6)

- der vorinstanzliche Vorab-Einstellungsbeschluss (Beschlussdispositiv Ziff. 1)

- die vorinstanzlichen Schuldsprüche (Urteilsdispositiv-Ziff. 1) 

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- die vorinstanzlichen Freisprüche (Urteilsdispositiv-Ziff. 2)

- der vorinstanzliche Widerruf der bedingt aufgeschobenen Freiheitsstrafe (Urteils-

dispositiv-Ziff. 3)

- die vorinstanzliche Anordnung einer ambulanten Massnahme (Urteilsdispositiv-

Ziff. 9 Absatz 1)

- die vorinstanzliche Regelung betreffend in der Untersuchung beschlagnahmtes 

Bargeld sowie Gegenstände (Urteilsdispositiv-Ziff. 10, 11, 12, 13, 14 und 15) sowie 

- die vorinstanzliche Festsetzung der Kosten sowie der Entschädigung der amtli-

chen Verteidigung (Urteilsdispositiv-Ziff. 16 und 18).

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO).

2.2. Die Verteidigung ficht sodann die Urteilsdispositiv-Ziff. 7 und 8 nicht ausdrü-

cklich an (vgl. Urk. 122 S. 2; Prot. II S. 4). Allerdings kann nicht die Anordnung des 

Vollzugs einer Freiheitsstrafe als rechtskräftig angesehen werden, bevor die Höhe 

der auszufällenden Freiheitsstrafe überhaupt feststeht. Sodann kann die Verteidi-

gung nicht die Rechtskraft betreffend Vollzug von Geldstrafe und Busse und die 

Festsetzung einer Ersatzfreiheitsstrafe anerkennen, wenn sie lediglich eine 

Freiheitsstrafe beantragt (vgl. Urk. 122 S. 2). 

II. Sanktion

1.1. Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 6. Februar 

2020 verurteilt und mit einer auf fünf Jahre bedingt aufgeschobenen Freiheitsstrafe 

von 20 Monaten bestraft (Urk. 121 S. 37 mit Verweis; diesbezüglich falsch: Urk. 109 

S. 4 und Urk. 124 S. 3). Ferner wurde er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl vom 18. Dezember 2020 verurteilt und mit einer auf drei Jahre bedingt 

aufgeschobenen Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 30.– bestraft (Urk. 124 

S. 4). Schliesslich wurde er mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

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22. Juni 2021 verurteilt und mit einer auf drei Jahre bedingt aufgeschobenen Gelds-

trafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– bestraft (Urk. 124 S. 5). 

1.2. Sämtliche Delikte, für welche der Beschuldigte gemäss vorinstanzlichem 

Urteil rechtskräftig schuldig gesprochen wurde, hat er – anerkanntermassen – in 

den laufenden Probezeiten gemäss den vorstehend zitierten Vorstrafen begangen 

(Urk. 14). Daher hat die Vorinstanz den bedingten Aufschub sämtlicher drei Vor-

strafen widerrufen und eine Freiheitsstrafe sowie eine Geldstrafe je als Gesamts-

trafe (sowie eine Busse) ausgefällt (Urk. 121 S. 72).  

1.3. Die Verteidigung akzeptiert – wie bereits im Hauptverfahren – den Widerruf 

der bedingt aufgeschobenen Freiheitsstrafe, nicht jedoch der beiden bedingt auf-

geschobenen Geldstrafen (Urk. 122 S. 2; Urk. 48 S. 1 f.; Urk. 136 S. 2). 

2.1. Die Anklagebehörde hat im Hauptverfahren unter Einbezug der zu wider-

rufenden bedingt aufgeschobenen Freiheitsstrafe von 20 Monaten bei anklagege-

mässer Verurteilung eine Gesamt-(Freiheits-)strafe von 36 Monaten beantragt 

(Urk. 121 S. 2). Die Verteidigung hat eine Gesamtfreiheitsstrafe von 30 Monaten 

beantragt, ebenfalls ausgehend vom Widerruf der bedingt aufgeschobenen Frei-

heitsstrafe von 20 Monaten und anklagegemässer Verurteilung (Urk. 48 S. 1). Die 

Vorinstanz hat – mit einigen Freisprüchen in eher untergeordneten Anklagepunk-

ten – eine Gesamtfreiheitsstrafe nur leicht über dem Antrag der Verteidigung von 

32 Monaten ausgefällt (Urk. 121 S. 72).  

2.2. Zur Begründung hat die Vorinstanz für das Betäubungsmittelverbrechen mit 

vertretbarer Begründung (Urk. 121 S. 30 f.) nach der Beurteilung der Tatkompo-

nente eine milde Einsatzstrafe knapp über dem gesetzlichen Minimum von lediglich 

13 Monaten festgesetzt und diese in Berücksichtigung der Täterkomponente sowie 

in Abgeltung des Vergehens gegen das Waffengesetz insgesamt angemessen auf 

erst 17 Monate und letztlich 18 Monate Freiheitsstrafe erhöht (Urk. 121 S. 31-33). 

Nach dem Widerruf der bedingten Vorstrafe von 20 Monaten hat die Vorinstanz 

diese 18 Monate im Rahmen der Asperation grosszügig auf 12 Monate reduziert 

und insgesamt eine Gesamtfreiheitsstrafe von 32 Monaten bemessen (Urk. 121 

S. 37-39; Art. 46 Abs. 1 StGB mit Verweis auf Art. 49 StGB). Den im Übrigen nur 

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pauschalen Ausführungen zur Strafzumessung der Verteidigung hat die Vorinstanz 

dabei vollumfänglich Rechnung getragen (Urk. 48 S. 7 ff.). Im Berufungsverfahren 

kritisiert die Verteidigung die vorinstanzliche Bemessung der Freiheitsstrafe denn 

auch nicht substantiiert (Urk. 136 S. 4 ff.). Wenn sie diesbezüglich geltend macht, 

die für die Betäubungsmitteldelikte festgesetzte Einsatzstrafe von 13 Monaten 

erscheine aufgrund des sehr leichten Verschuldens des Beschuldigten als zu hoch, 

kann ihr nicht gefolgt werden. Insbesondere mit Blick auf die beträchtliche Menge 

von 51.9 Gramm Kokain, welche der Beschuldigte bei sich zu Hause aufbewahrte, 

liegt die Einsatzstrafe von 13 Monaten, wie gesagt, nur knapp über dem gesetz-

lichen Minimum und ist damit keineswegs zu hoch. Auch vermag die Verteidigung 

die vorinstanzliche Begründung hinsichtlich der Wahl der Strafart in Bezug auf die 

Vergehen gegen das Waffengesetz nicht in Zweifel zu ziehen (Urk. 136 S. 5 f.). 

Vielmehr kam die Vorinstanz mit Bezug auf das Gutachten und der dort begründe-

ten Wahrscheinlichkeit weiterer Straftaten nachvollziehbar zum Schluss, dass auch 

hinsichtlich der Vergehen gegen das Waffengesetz eine Freiheitsstrafe auszuspre-

chen ist (Urk. 121 S. 32). 

3.1. Zur Abgeltung der SVG-Delikte hat die Vorinstanz mit wiederum zutreffenden 

Erwägungen eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 30.– und für die Übertre-

tungen eine Busse von Fr. 500.– mit entsprechender Ersatzfreiheitsstrafe bemes-

sen (Urk. 121 S. 34 ff.), was die Verteidigung im Berufungsverfahren einmal mehr 

nicht substantiiert kritisiert (Urk. 136 S. 4 ff.). 

3.2. Zum Widerruf der beiden bedingt aufgeschobenen Geldstrafen bestreitet die 

Verteidigung nicht, dass die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind. Sie 

macht lediglich geltend, dass es damit "so eine Sache sei"; der Beschuldigte dies 

ohnehin nicht zahlen könne und es daher "angebracht" sei, auf den Widerruf zu 

verzichten (Urk. 48 S. 13; vgl. auch Urk. 136 S. 23 f.). Dies ist selbstredend keine 

taugliche Argumentation für einen Verzicht auf den Widerruf einer bedingten Vor-

strafe (Art. 46 Abs. 1 und 2 StGB). Sodann ist nicht ersichtlich, dass der Beschul-

digte die Geldstrafe nicht bezahlen könnte. Auch die Verteidigung begründet nicht, 

weshalb dies der Fall sein sollte. Der Beschuldigte erhält eine IV-Rente in der Höhe 

von rund Fr. 2'000.– sowie Zusatzleistungen und seine Schulden belaufen sich auf 

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rund Fr. 8'000.–. Ferner ist seine Ehefrau in einem Vollzeitpensum erwerbstätig. 

Schliesslich besteht die Möglichkeit, Abzahlungsvereinbarungen zu treffen. All dies 

spricht gegen den Antrag der Verteidigung. Ebenfalls nicht der Verteidigung gefolgt 

werden kann hinsichtlich ihres Standpunktes, es liege beim Beschuldigten keine 

schlechte Prognose vor. Der Beschuldigte ist – was auch die Verteidigung nicht in 

Abrede stellt – massnahmebedürftig. Damit kommt eine günstige Prognose von 

vornherein nicht in Betracht (BGE 135 IV 180 E. 2.3). Auch wenn sich diese Mass-

nahmebedürftigkeit akzentuiert auf seine Betäubungsmittelsucht bezieht, ist der 

Beschuldigte wie gesehen auch bereits anderweitig deliktisch in Erscheinung ge-

treten. Nach dem Gesagten sind die Voraussetzungen für einen Widerruf gegeben. 

Die Vorinstanz hat in der Folge de lege artis die früheren Geldstrafen für vollziehbar 

erklärt und unter deren Einbezug eine Gesamtgeldstrafe von 60 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– bemessen (Urk. 121 S. 37-39). Auch dies vermag die Verteidigung im 

Berufungsverfahren nicht substantiiert und überzeugend zu kritisieren (Urk. 136 

S. 23 f.).  

3.3. Die vorinstanzliche Anrechnung erstandener Haft (Art. 51 StGB; Urk. 121 

S. 33 f.) wird im Berufungsverfahren durch die Verteidigung nicht gerügt (Urk. 122 

S. 2; Urk. 136 S. 1 f.).

3.4. Die vorinstanzlichen Regelungen zur Strafzumessung sind – soweit über-

haupt angefochten – somit ohne Weiteres zu bestätigen. 

3.5. Schliesslich verlangt die Verteidigung auch im Berufungsverfahren nicht, die 

auszufällenden Sanktionen seien bedingt aufzuschieben (Urk. 136 S. 1 f.; Urk. 48 

S. 1 f.; vgl. Urk. 121 S. 40). Für den massiv vorbestraften (Urk. 131) und überdies 

anerkannt suchtkranken und somit massnahmebedürftigen Beschuldigten steht 

– wie bereits erwähnt – eine günstige Legalprognose nicht zur Diskussion (Art. 42 

StGB). 

4.1. Die Vorinstanz hat für den Beschuldigten eine ambulante Behandlung ange-

ordnet (Urk. 121 S. 73; Art. 63 StGB), was die Verteidigung wie eingangs erwogen 

nicht anficht (Urk. 122 S. 2; Urk. 136 S. 2; Prot. II S. 6). 

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4.2. Hingegen verlangt die Verteidigung im Berufungs- wie bereits im Hauptver-

fahren, die auszufällende Freiheitsstrafe sei zugunsten des ambulanten Massnah-

mevollzugs aufzuschieben (Urk. 122 S. 2; Urk. 48 S. 2; Urk. 136 S. 2). 

4.3. Am 26. Januar 2023 fand eine erste Hauptverhandlung statt, an welcher die 

Vorinstanz auf Antrag des Verteidigers die Einholung eines psychiatrisches 

Gutachtens über den Beschuldigten beschloss (Prot. I S. 12 und S. 30). Dieses 

Gutachten wurde per 12. Juni 2023 erstattet (Urk. 92). Am 14. März 2024 fand die 

Fortsetzung der Hauptverhandlung statt, an deren Ende der Beschuldigte erklärte, 

an jeglicher therapeutischen Massnahme, die das Gericht anordne, mitwirken zu 

wollen, auch an einer ambulanten während des Strafvollzugs (Prot. I S. 35 und 

S. 46). 

4.4. An der Fortsetzung der Hauptverhandlung brachte die Verteidigung diverse 

formelle und teilweise inhaltliche Einwände gegen das Gutachten vor, welche die 

Vorinstanz sämtlich sorgfältig behandelte und in der Folge – zurecht – verwarf 

(Urk. 112 S. 4 ff.; Urk. 121 S. 42 ff.). Diese Rügen wiederholte die Verteidigung 

zwar anlässlich der Berufungsverhandlung, kritisierte jedoch das Gutachten nur 

punktuell, ohne substantielle Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Verteidigung stellt 

weder einen formellen Antrag auf Unverwertbarkeit des Gutachtens, noch auf eine 

Neu- oder ergänzende Begutachtung des Beschuldigten. Vielmehr kommt sie – mit 

der Gutachterin – selbst auch zum Schluss, dass sämtliche Voraussetzungen für 

eine Massnahme gegeben sind und letztlich eine ambulante Massnahme aus-

zusprechen ist (Urk. 92 S. 71; Urk. 122 S. 2; Urk. 136 S. 6 ff.). Der Vollständigkeit 

halber: Auch die Vorinstanz attestierte dem Beschuldigten mit zutreffenden 

Erwägungen sowohl Massnahmebedürftigkeit, -Fähigkeit, -willigkeit und bejahte 

auch die Verhältnismässigkeit der empfohlenen Therapie (Urk. 121 S. 61 ff.), was 

die Verteidigung – wie soeben ausgeführt – gemäss den durch sie heute gestellten 

Anträgen offensichtlich nicht beanstandet (Urk. 122 S. 2; Urk. 136 S. 2). 

4.5. In ihrem über den Beschuldigten erstellten psychiatrischen Gutachten 

empfahl die psychiatrische Fachärztin eine haftbegleitende ambulante Behandlung. 

Sollte eine ambulante Massnahme initial unter freiheitlichen Bedingungen aufge-

nommen werden, würde das gesetzliche Massnahmeziel mit Sicherheit verfehlt 

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werden, da es dem Beschuldigten an intrinsischer Therapiemotivation und Zuver-

lässigkeit fehle. Die ambulante Massnahme könnte nach Haftentlassung in Freiheit 

bei einem/r forensisch erfahrenen Psycholog/in oder Psychiater/in fortgeführt 

werden (Urk. 92 S. 71 f.).

4.6. Dieser Empfehlung ist die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid gefolgt: Zur 

Begründung hat sie erst die Grundsätze gemäss Gesetz und Praxis zur Frage der 

Reihenfolge des Sanktionenvollzugs angeführt und anschliessend zusammen-

gefasst erwogen, aufgrund der gutachterlich festgestellten geringen Therapie-

motivation und hoher Unzuverlässigkeit des Beschuldigten fehle es bereits an einer 

medizinisch indizierten Grundlage für einen Aufschub des Strafvollzuges. Die voll-

zugsbegleitende Therapie könne ihm hingegen die Struktur bieten, die er benötige, 

um sich tatsächlich auf eine Therapie einzulassen und an seiner Persönlichkeits-

störung und Abhängigkeitserkrankung zu arbeiten. 

Ferner befinde sich der Beschuldigte auch aktuell in einem kriminellen Umfeld, da 

er noch immer mit Kollegen Kokain konsumiere. Ausserhalb des Strafvollzugs sei 

der Beschuldigte entsprechend weitaus stärker mit der Droge konfrontiert und das 

Risiko eines erneuten Absturzes sei dementsprechend um einiges grösser, zumal 

er keinen geregelten Alltag lebe. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

würde die extramurale ambulante Behandlung anstelle der vollzugsbegleitenden 

Behandlung mit einer erheblichen, ungerechtfertigten Privilegierung des Beschul-

digten einhergehen, insbesondere auch deshalb, da sowohl die Persönlichkeitsstö-

rung als auch die Suchterkrankung des Beschuldigten innerhalb des Strafvollzugs 

therapierbar seien. Insgesamt sei kein Grund ersichtlich, von der gutachterlichen 

Empfehlung abzuweichen. Beim Beschuldigten bestehe aufgrund seiner Vorge-

schichte die Gefahr, dass er in Freiheit in seinem aktuellen Umfeld verbleiben und 

die Therapie vorzeitig abbrechen würde. Eine sofortige ambulante Behandlung 

würde keine guten Resozialisierungschancen bieten, welche ein Strafvollzug 

verhindern würde (Urk. 121 S. 66-68). 

4.7. Dagegen wendet sich die Verteidigung mit ihrem Antrag, die auszufällende 

Freiheitsstrafe sei zugunsten des ambulanten Massnahmevollzugs aufzuschieben 

(Urk. 122 S. 2; Urk. 136 S. 2). Zur Begründung machte die Verteidigung an der 

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Berufungsverhandlung zusammenfassend geltend, dass sich die von der Gutach-

terin prognostizierte Rückfallgefahr nicht manifestiert habe und der Beschuldigte 

seit nunmehr vier Jahren deliktsfrei lebe. Ferner stimme es nicht, dass der Beschul-

digte nicht behandlungswillig sei. Nur weil er nicht genügend erlernte Skills aus 

seiner Therapie habe nennen können und er freiwillig angetretene stationäre 

Therapien mehrfach abgebrochen habe, könne nicht die Rede von einer fehlenden 

Behandlungsmotivation sein. Ausgeblendet worden sei, dass der Beschuldigte 

gemäss Gutachten einen tiefen IQ aufweise und er sich bis jetzt noch nie in einer 

engmaschigen und strukturierten Behandlung befunden habe. Er habe des Öfteren 

auf einen Therapieplatz warten müssen oder Anschlusslösungen seien nicht 

vorhanden gewesen. Ein Therapieabbruch sei zudem typisch für drogenabhängige 

Personen und zeige, dass die Sucht des Beschuldigten stark gewesen bzw. 

teilweise immer noch sei und er die notwendigen Rahmenbedingungen benötige, 

um endlich von den Betäubungsmitteln wegzukommen. Trotzdem habe es der 

Beschuldigte geschafft, die letzten Jahre deliktfrei zu bleiben und seinen Alltag zu 

stabilisieren. So habe er umfassend die Kinderbetreuung übernommen, mache den 

Haushalt und kümmere sich zudem um seine Mutter. Der letzte Rückfall im Oktober 

2024 sei dem Beschuldigten eingefahren und letzterer lasse seither die Finger von 

Betäubungsmitteln. Würde die Freiheitsstrafe vollzogen, würde der Beschuldigte 

aus diesem funktionierenden Setting herausgerissen, um danach wieder resoziali-

siert zu werden. Entgegen den Erwägungen der Vorinstanz habe sich die Situation 

des Beschuldigten stabilisiert. Die ambulante Therapie sei anzuordnen, da sie 

aktuell günstige Bewährungsaussichten eröffne, welche durch den Strafvollzug 

zunichte gemacht oder erheblich vermindert würden. Zudem dauere es erfahrungs-

gemäss in der JVA Pöschwies bis zu einem Jahr, bis eine entsprechende ambu-

lante Therapie nur schon aufgegleist würde. Auch könne sich der Beschuldigte der 

ambulanten Massnahme nicht einfach entziehen, sondern der drohende Vollzug 

der Freiheitsstrafe hänge wie ein Damoklesschwert über dem Kopf des Beschul-

digten. Insgesamt zeige sich, dass der Beschuldigte durch die ambulante Therapie 

in der Freiheit die besten Chancen habe, sich weiter zu stabilisieren und sich lang-

fristig noch mehr zu resozialisieren (Urk. 136 S. 6 und S. 15 ff.).  

- 14 -

4.8. Der Beschuldigte sagte an der Berufungsverhandlung in seiner persönlichen 

Befragung aus, dass er nach wie vor Hausmann sei und auf seinen Sohn schaue, 

während seine Ehefrau arbeite. Zu seinem üblichen Tagesablauf gehöre es, seinen 

Sohn am Morgen in die KITA zu bringen oder etwas mit ihm zu unternehmen. 

Ansonsten erledige er die anfallenden Hausarbeiten, wie Wäsche waschen, kochen 

und putzen. Sodann unterstütze er seine pflegebedürftige, fast 70-jährige Mutter. 

Aufgrund seiner Nervenkrankheit an den Händen, welche ihm starke Schmerzen 

bereite, könne er nicht mehr arbeiten. Diese Krankheit sei aufgrund der jahrelangen 

Einnahme des Medikaments Seroquel entstanden, welches ihm Herr C._____ in 

hohen Dosierungen verschrieben habe. Deswegen leide er auch an Krampfanfällen 

im Kiefer und nehme ein Akineton als Krampflöser. Als weiteres Medikament 

nehme er ein Valium gegen Panikattacken. Angesprochen auf die Frage, ob er in 

ärztlicher oder therapeutischer Behandlung sei, antwortete der Beschuldigte, dass 

er seit Frühling letzten Jahres auf der Warteliste für einen Psychiater stehe. Zurzeit 

sei deshalb sein Hausarzt für ihn zuständig und verschreibe ihm die notwendigen 

Medikamente. Er sehe ihn alle zehn Tage. Seinen letzten Kokainabsturz habe der 

Beschuldigte im Oktober 2024 gehabt. Er habe zufällig einen Kollegen in einer Bar 

getroffen, welcher Kokain dabei gehabt habe. Es sei jedoch ein einmaliger Kokain-

konsum gewesen. Dieser sei ihm auch sehr schlecht eingefahren, weshalb er Angst 

habe, erneut zu konsumieren. Obwohl er ab und zu ein "Reissen" habe, habe er 

seit dem letzten Absturz kein Kokain mehr konsumiert. Dies habe er dank seiner 

Ehefrau und dem gemeinsamen Sohn geschafft. Seine Frau, welche Pflegerin sei 

und selber auch in Suchtstationen gearbeitet habe, unterstütze ihn mit seiner 

Suchtkrankheit. Auch habe er es dank der Familie geschafft, seit über drei Jahren 

straffrei zu bleiben. Sodann habe er sich von seinem alten Umfeld, welches eben-

falls konsumiert habe, komplett isoliert. Ein neues Umfeld habe er sich nicht aufge-

baut, jedoch wolle er im Moment vor allem für seine Familie da sein. Auf die Frage, 

was eine vollzugsbegleitende Massnahme für ihn bedeuten würde, antwortete der 

Beschuldigte, es wäre eine Belastung für seine Frau und seinen Sohn sowie seine 

Mutter. Er plane, für seine Familie da zu sein und sie zu unterstützen (Urk. 135 

S. 1-16). 

- 15 -

4.9. Das Gericht kann den Vollzug einer zugleich ausgesprochenen unbedingten 

Freiheitsstrafe, einer durch Widerruf vollziehbar erklärten Freiheitsstrafe sowie 

einer durch Rückversetzung vollziehbar gewordenen Reststrafe zu Gunsten einer 

ambulanten Behandlung aufschieben, um der Art der Behandlung Rechnung zu 

tragen (Art. 63 Abs. 2 StGB). Erforderlich ist, dass die Massnahme vordringlich und 

mit dem Strafvollzug unvereinbar ist. Mit anderen Worten geht, wenn bei einem 

Strafaufschub gute Resozialisierungschancen bestehen, die Therapie vor, welche 

durch den Vollzug der Freiheitsstrafe klar verhindert oder vermindert würde 

(BSK StGB-HEER, Art. 63 N 48).

4.10.Gemäss aktuellem Strafregisterauszug ist nebst dem vorliegenden kein 

weiteres – neues – Strafverfahren pendent (Urk. 131). Der Beschuldigte lebt 

folglich seit der zweiten Jahreshälfte 2021 und somit seit rund 3 ½ Jahren delikts-

frei. Die zitierte Einschätzung im Gutachten stützt sich auf die Explorationsgesprä-

che mit dem Beschuldigten, die bereits zwei Jahre zurückliegen (Urk. 92 S. 3). Zum 

Zeitpunkt der Ausfällung des vorinstanzlichen Urteils war die zitierte Begründung 

zur Verweigerung des Aufschubs des Strafvollzugs zugunsten des Massnahme-

vollzugs nachvollziehbar und noch vertretbar. Heute gestaltet sich die Sachlage 

jedoch anders. Der Beschuldigte hat es geschafft, seinen Konsum zu reduzieren 

bzw. abstinent zu bleiben, was ihm mit Ausnahme des Absturzes im Oktober 2024, 

gelungen ist. Gemäss eigenen Angaben konsumiert er seither nicht mehr und auch 

seine Nervenkrankheit habe ihn nicht in Versuchung geführt, zu konsumieren. 

Entscheidend ist zudem, dass der Beschuldigte seit mehreren Jahren nicht mehr 

straffällig in Erscheinung getreten ist. Zudem hat er sich von seinem alten Umfeld, 

welches ebenfalls konsumierte, distanziert und fokussiert sich auf seine Familie, 

d.h. seine Ehefrau, mit welcher er bereits seit neun Jahren in einer Beziehung ist, 

und den gemeinsamen fünfjährigen Sohn. Der Beschuldigte befindet sich mithin in 

stabilen sozialen Verhältnissen und seine Frau unterstützt ihn im Zusammenhang 

mit seiner Suchterkrankung. Der Beschuldigte ist Hausmann und hauptsächlich für 

die Betreuung des Sohnes zuständig, was auf einem gemeinsamen Entscheid der 

Eheleute beruht. Der Vollzug der Freiheitsstrafe würde den Beschuldigten damit in 

seinen persönlichen Verhältnissen klar destabilisieren, würde er doch den Halt, den 

er durch seine Familie und seine Aufgabe als Hausmann erlangt hat, verlieren. 

- 16 -

Gemäss seinen Aussagen sei seine Familie der Grund, weshalb er es geschafft 

habe, von den Drogen fernzubleiben. Der Vollzug der Freiheitsstrafe würde den 

guten Resozialisierungschancen des Beschuldigten – mit der Verteidigung – klar 

entgegenstehen. Überdies hatte selbst die Gutachterin im Zeitpunkt der Ausstel-

lung ihres Gutachtens die ambulante Massnahme nur initial vollzugsbegleitend 

empfohlen (Urk. 92 S. 71). Wie gesagt erscheint das Gutachten aufgrund der 

veränderten, stabilisierten Verhältnisse des Beschuldigten nach rund zwei Jahren 

als überholt. Im Übrigen wird der Beschuldigte durch den Strafaufschub auch nicht 

privilegiert. Er wird heute zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten bestraft. Berück-

sichtigt man den Umstand, dass eine bedingte Entlassung grundsätzlich nach 2/3 

der erstandenen Freiheitsstrafe in Betracht kommt (Art. 86 Abs. 1 StGB), kann nicht 

von einer langjährigen Freiheitsstrafe gesprochen werden, die aufgeschoben 

würde. Sodann droht dem Beschuldigten der Vollzug der Freiheitsstrafe, sollte die 

ambulante Massnahme scheitern bzw. der Beschuldigte erneut straffällig werden 

(vgl. Art. 63b Abs. 2 StGB). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Freiheitsstrafe 

zugunsten der – bereits rechtskräftig angeordneten – ambulanten Massnahme auf-

zuschieben.  

III. Kosten

1.1. Die Vorinstanz hat die Kosten der Untersuchung und des Hauptverfahrens 

– trotz einiger Freisprüche – vollumfänglich dem Beschuldigten auferlegt (Urk. 121 

S. 74). Zur Begründung hat die Vorinstanz erwogen, betreffend die Vergehen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz nach Art. 19 Abs. 1 lit. c und gegen das 

Waffengesetz betreffend die beiden Sai sowie die SVG-Delikte des Dossier 3 werde 

der Beschuldigte zwar freigesprochen. Die entsprechenden Sachverhalte stünden 

jedoch in engem und direktem Zusammenhang mit denjenigen im Schuldspruch 

aufgeführten Delikten. Die Untersuchungshandlungen im Zusammenhang mit den 

Betäubungsmitteldelikten sowie den Vergehen gegen das Waffengesetz seien 

auch für die freizusprechenden Delikte nötig gewesen, weshalb keine Mehrkosten 

entstanden seien. Dem Beschuldigten seien deshalb die gesamten Verfahrens-

kosten, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen 

(Urk. 121 S. 70).

- 17 -

1.2. Der Beschuldigte verlangt im Berufungsverfahren "ausgangsgemäss" eine 

lediglich teilweise Kostenauflage (Urk. 122 S. 2 f.; Urk. 136 S. 24). 

1.3. Die Vorinstanz hat die Grundlagen zur Frage der Kostenverteilung angeführt, 

worauf verwiesen wird (Urk. 121 S. 69 f.). Die Argumentation der Vorinstanz, im 

Zusammenhang mit den Anklagesachverhalten, betreffend welche es zu einem 

Freispruch kam, sei kein separater Untersuchungsaufwand entstanden, ist nach-

vollziehbar und wird vom Verteidiger auch nicht kritisiert (Urk. 136). Die Auflage der 

gesamten Untersuchungskosten – exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung – 

an den Beschuldigten ist zu bestätigen. 

Wohl wiegen ferner die vorinstanzlichen Freisprüche klar leichter als die vorinstanz-

lichen Schuldsprüche. Dennoch sind die Freisprüche bei der Kostenverteilung mit 

Verweis auf Art. 426 StPO angemessen zu berücksichtigen. Die Gerichtsgebühr 

des Hauptverfahrens ist dem Beschuldigten zu 3/4 aufzuerlegen und zu 1/4 auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

Die gesamten Kosten der amtlichen Verteidigung in der Untersuchung und im 

Hauptverfahren sind analog dazu zu 3/4 einstweilen und zu 1/4 definitiv auf die 

Gerichtskasse zu nehmen unter Vorbehalt einer Rückforderung von 3/4 gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

2. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist praxisgemäss auf Fr. 2'500.– 

festzusetzen.

3. Der einzig appellierende Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren mit 

seinen Anträgen teilweise (Art. 428 StPO). 

Es rechtfertigt sich daher, die Kosten des Berufungsverfahrens – exklusive Kosten 

der amtlichen Verteidigung – dem Beschuldigten im Umfang von 1/6 aufzuerlegen 

und im verbleibenden 5/6 auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind zu 1/6 einstweilen und zu 5/6 definitiv 

auf die Gerichtskasse zu nehmen unter Vorbehalt einer Rückforderung von 1/6 ge-

mäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

- 18 -

4. Die amtliche Verteidigung macht für das Berufungsverfahren einen Aufwand 

von Fr. 5'671.45 (inkl. MWST, Auslagen und Berufungsverhandlung) geltend 

(Urk. 134). Der Aufwand erscheint angemessen und ist in dieser Höhe zu entschä-

digen. 

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass Beschluss und Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

3. Abteilung, vom 14. März 2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen sind: 

"Es wird vorab beschlossen:

1. Das Verfahren betreffend den Anklagepunkt der mehrfachen Übertretung des 

Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 

Abs. 1 lit. d wird in Bezug auf die Delikte vor dem 14. März 2021 eingestellt.

2. Mündliche Eröffnung, Begründung und schriftliche Mitteilung mit nachstehendem 

Erkenntnis.

Sodann wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 lit. d in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a,

 der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d,

 des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 

Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. f und g (Gasdruckrevolver, 

Softair-Schrotflinte),

 des Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG in Ver-

bindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG und Art. 14 lit. b VTS (Dossier 2),

 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis, Bewilligung oder Haftpflichtversicherung 

im Sinne von Art. 96 Abs. 1 lit. a SVG (Dossier 2),

 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis, Bewilligung oder Haftpflichtversicherung 

im Sinne von Art. 96 Abs. 2 SVG (Dossier 2),

- 19 -

 der Verletzung der Verkehrsregelverordnung im Sinne von Art. 96 VRV in Ver-

bindung mit Art. 57 Abs. 5 lit. b SVG und Art. 3b VRV (Dossier 2),

2. Der Beschuldigte A._____ ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf

 des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 

lit. c,

 des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a 

(2 Sai)

 des Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG in Ver-

bindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG und Art. 14 lit. b VTS (Dossier 3),

 des Fahrens ohne Fahrzeugausweis, Bewilligung oder Haftpflichtversicherung 

im Sinne von Art. 96 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 SVG (Dossier 3),

 des Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeugs im Sinne von Art. 93 

Abs. 2 lit. a SVG in Verbindung mit Art. 29 SVG (Dossier 3),

 der Übertretung gegen die Verordnung über die technischen Anforderungen an 

Strassenfahrzeugen im Sinne von Art. 219 Abs. 2 lit. b in Verbindung mit 

Art. 51 und Art. 176 Abs. 2 (Dossier 3).

3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

6. Februar 2020 ausgefällten Freiheitsstrafe von 20 Monaten (wovon 39 Tage durch 

Haft erstanden sind) wird widerrufen.

4.-8. (…)

9. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB 

(Behandlung psychischer Störungen und Suchtbehandlung) angeordnet.

(…)

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 beschlag-

nahmte Barschaft wird in der Höhe von Fr. 90.– zu Gunsten des Kantons Zürich ein-

gezogen.

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 beschlag-

nahmte Barschaften in der Höhe von Fr. 2'187.20 (Fr. 2'074.05 und Fr. 113.15 

[EUR 105.00]) werden eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten 

verwendet.

12. Die folgenden, mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 

2021 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und – soweit noch nicht 

geschehen – vernichtet:

- 20 -

Bei der Stadtpolizei Zürich lagernd:

 2 Sai (A015'338'100)

 1 Gasdruck Revolver Smith & Wesson (A015'338'144)

 1 Softair-Schrotflinte SPAS 12 (A015'338'155)

 2 Cellophansäcke mit Kokain (A015'336'897)

 1 Ecstasy-Tablette in Minigrip (A015'336'933)

 1 Minigrip mit 5 Portionen Kokain (A015'336'944)

 1 Minigrip Marihuana (A015'336'966)

 1 Cellophanrolle (A015'336'977)

 Loses Kokainpulver (A015'337'005)

 1 Tupperware mit div. Verpackungsmaterial (A015'337'016)

13. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 14. Dezember 2021 

beschlagnahmte E-Scooter mit Fahrzeugschlüssel, schwarz-gelb (keine Rahmen-

nummer) wird eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös verfällt dem Staat.

14. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 1. Oktober 2021 beschlag-

nahmte und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, lagernde Schlüssel-

bund (A015'337'027) wird nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids dem 

Beschuldigten innert einer Frist von einem Monat auf erstes Verlangen hin herausge-

geben, ansonsten er der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen wird.

15. Die bei der Kantonspolizei Zürich, Asservaten-Triage, unter der Geschäftsnummer 

80957660 lagernden Spurenasservate werden nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Urteils vernichtet.

16. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'500.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.00   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 18'338.70   Auslagen (Gutachten)

Fr. -2'187.20   Anrechnung Kaution/Sicherstellung/Depositum

Fr. 17'184.60   amtlicher Verteidiger RA lic. iur. X._____

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

17. (…)

18. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird mit Fr. 17'184.60 

(inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt. Vorbehalten bleibt eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

- 21 -

19. (Mitteilungen)

20. (Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl vom 18. Dezember 2020 ausgefällten Geldstrafe von 20 Tages-

sätzen zu Fr. 30.– wird widerrufen.

2. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Sihl vom 22. Juni 2021 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen 

zu Fr. 30.– wird widerrufen.

3. Der Beschuldigte wird unter Einbezug der widerrufenen Strafen bestraft mit 

einer unbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten als Gesamtstrafe, wovon 

bis und mit heute 77 Tage durch Haft erstanden sind, einer unbedingten 

Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– als Gesamtstrafe sowie mit einer 

Busse von Fr. 500.–.

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.

5. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zugunsten der rechtskräftig angeordne-

ten ambulanten Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB 

(Behandlung psychischer Störungen und Suchtbehandlung) aufgeschoben.

6. Die Kosten der Untersuchung – exklusive Kosten der amtlichen Verteidi-

gung – werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Gerichtsgebühr des Haupt-

verfahrens wird zu 3/4 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/4 auf die 

Gerichtskasse genommen.

7. Die gesamten Kosten der amtlichen Verteidigung in der Untersuchung und 

im Hauptverfahren werden zu 3/4 einstweilen und zu 1/4 definitiv auf die 

Gerichtskasse genommen. Eine Rückforderung über 3/4 bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

- 22 -

8. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 5'671.45   amtliche Verteidigung (inkl. MWST)

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu 1/6 dem Beschuldigten auferlegt und zu 

5/6 auf die Gerichtskasse genommen. 

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigung im Berufungsverfahren werden zu 

1/6 einstweilen und zu 5/6 definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt im Umfang von 1/6 gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

11. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (versandt)
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
 Bundesamt für Polizei fedpol, Zentralstelle Waffen, Guisanplatz 1A, 

3003 Bern 
 Bundesamt für Polizei fedpol, Hauptabteilung Bundeskriminalpolizei, 

Kriminalanalyse KA2, Guisanplatz 1A, 3003 Bern

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und Formular B
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mittels Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"

- 23 -

 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich 
Administrativmassnahmen (PIN Nr. …) 

 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich
 in die Akten BGZ, Geschäfts-Nr. DG190209-L
 in die Untersuchungsakten der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 24. März 2025

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw A. Jacomet