# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bae56c68-9435-5488-a3cc-08a58c9a5ae6
**Source:** TA (TA)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-03
**Language:** de
**Title:** Schiedsgerichte Schweizer Sportgericht 03.10.2025 SSG 2025/E/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/TA_SST/TA_SST_001_SSG-2025-E-60_2025-10-03.pdf

## Full Text

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SSG 2025/E/59 - A.________ und B.________ v. Swiss Sport Integrity 

SSG 2025/E/60 - C.________ v. Swiss Sport Integrity 
 

 

 
Abschreibungsverfügung 

 

des 

 

SCHWEIZER SPORTGERICHTS 

 

in folgender Besetzung: 

 

Direktor:              Dr. Yann Hafner 

 

In der Sache zwischen 

  

 

 

A.________ und B.________ 

 

- Berufungsführer 1 - 

 

sowie 

 

C.________ 

 

- Berufungsführerin 2 - 

 

 

und 

 

Stiftung Swiss Sport Integrity (SSI), Eigerstrasse 60, 3007 Bern 

vertreten durch Martina Conte, Leiterin Meldestelle Ethik, und Erika Riedl, Mitarbeiterin 

Meldestelle Ethik 

 

- Berufungsgegnerin - 
  

 

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I. Die Parteien 

1. A.________ und B.________ ("Berufungsführer 1") sind Eltern von D.________, einer 

Athletin der Rhythmischen Gymnastik, welche Mitglied des Vereins Z.________ ist. 

 

2. C.________ ("Berufungsführerin 2") ist die Mutter von E.________, einer Athletin der 

Rhythmischen Gymnastik, welche Mitglied des Vereins Z.________ ist. 

 

3. Die Stiftung Swiss Sport Integrity ("SSI" bzw. "Berufungsgegnerin") ist eine Stiftung nach 

schweizerischem Recht mit Sitz in Bern (Schweiz). Seit dem 1. Januar 2022 ist SSI sowohl als 

Nationale Agentur zur Bekämpfung von Doping (Art. 19 Abs. 2 SpoFöG1 und Art. 73 SpoFöV2) 

als auch als Nationale Meldestelle für Ethikverstösse und Missbrauchsfälle im Schweizer 

Sport (Art. 72f SpoFöV) zuständig. 

 

4. Die Berufungsführer 1, die Berufungsführerin 2 und SSI werden im Folgenden gemeinsam 

als "Parteien" bezeichnet. 

II. Sachverhalt und Prozessgeschichte 

5. Das vorliegende Verfahren betrifft eine Berufung gegen einen von SSI gefällten 

Nichteintretensentscheid gemäss Art. 5.7.1 des Ethik-Statuts des Schweizer Sports von Swiss 

Olympic vom 1. Januar 2025 ("Ethik-Statut 2025"). 

 

6. Nachfolgend ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Elemente des Sachverhalts gemäss 

den Schilderungen der Berufungsführer 1 und der Berufungsführerin 2 in ihren schriftlichen 

Eingaben wiedergegeben. Für weiterführende Details wird auf die schriftlichen Eingaben 

verwiesen respektive nachfolgenden dort auf sie eingegangen, wo dies für die Beurteilung 

der betreffenden Fragen relevant ist. 

A. Verfahren vor Swiss Sport Integrity 

7. Am 12. September 2025 erstatteten sowohl die Berufungsführer 1 als auch die 

Berufungsführerin 2 je eine Meldung bei SSI. 

 

8. Die Berufungsführer 1 brachten in ihrer Meldung zusammengefasst vor, dass ihrer Tochter 

die Teilnahme am AK-Test verwehrt werde, da der Stützpunkt Y.________ aufgelöst worden 

sei und ihre Tochter bisher keine offizielle Zugehörigkeit zu einem neuen Stützpunkt 

erhalten habe. Zudem würde ihre Tochter ohne AK-Test auch keine Swiss Olympic Card 

erhalten, was keinen schulischen Dispensen mit sich bringen würde, die aber für das Training 

zwingend notwendig wären. Schliesslich wurde vorgebracht, dass dies die sportliche 

Entwicklung ihrer Tochter massiv blockiere und es nicht fair sei, dass talentierte Kinder 

wegen administrativer Strukturen ausgeschlossen würden. 

 

9. Die Berufungsführerin 2 brachte in ihrer Meldung zusammengefasst vor, dass ihrer Tochter 

die Teilnahme am AK-Test verwehrt werde, da der Stützpunkt Y.________ aufgelöst worden 

sei. Des Weiteren wurde vorgebracht, dass Kinder nicht für eine strukturelle Entscheidung 

bestraft werden dürften. Der AK-Test sollte die sportliche Leistung messen – nicht die 

administrative Zugehörigkeit zu einem Stützpunkt. Zudem gäbe es bereits vergleichbare 

 
1  Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung vom 17. Juni 2011, SR 415.0 

(Sportförderungsgesetz, SpoFöG) 
2  Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012, SR 415.01 

(Sportförderungsverordnung, SpoFöV) 

 

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Fälle von zumindest einer Athletin, die nicht in einem Stützpunkt sei, aber über einer STP-

Zughörigkeit verfüge. 

 

10. Am 24. September 2025 erliess SSI sowohl in Bezug auf die Meldung der Berufungsführer 1 

als auch in Bezug auf die Meldung der Berufungsführerin 2 einen Nichteintretensentscheid 

gemäss Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025.  

 

11. Beide Nichteintretensentscheide wurden damit begründet, dass sich die jeweilige Meldung 

ausserhalb des sachlichen Geltungsbereichs gemäss Art. 1.2 Ethik-Statut 2025 befinde und 

damit keine Zuständigkeit von SSI bestehe. Es handle sich bei den geltend gemachten 

Verstössen um angebliche Verstösse gegen andere Verbandsreglemente, die keinen 

Tatbestand des Ethik-Statut erfüllten. Die Teilnahme und/oder Kriterien einer Teilnahme an 

einem AK-Test zur Qualifikation für eine Swiss Olympic Card oder anderweitig, sei Teil von 

Spiel- und Wettkampfreglementen, die gemäss Art. 1.2 Abs. 2 Ethik-Statut 2025 vom 

Geltungsbereich ausgeschlossen seien. SSI trat auf beiden Meldungen gestützt auf Art. 11 

Abs. 4 des Verfahrensreglements der Stiftung Swiss Sport Integrity (VR-SSI) nicht ein und 

verwies abschliessend darauf, dass gemäss Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025 gegen 

Nichteintretensentscheide keine Rechtsmittel bestünden. 

B. Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht 

12. Am 25. September 2025 reichten die Berufungsführer 1 eine sinngemässe Berufung gegen 

den Nichteintretensentscheid von SSI vom 24. September 2025 (Fall-Nr. 381/2025) beim 

Sekretariat des Schweizer Sportgerichts ein. Des Weiteren wurde ersucht, dass den 

betroffenen Athletinnen die Teilnahme am AK-Test am 25./26. Oktober 2025 zu ermöglichen 

sei. 

 

13. Mit Verfügung des Direktors vom 26. September 2025 wurde den Berufungsführern 1 

mitgeteilt, dass das Verfahren unter der folgenden Verfahrensnummer im 

Geschäftsverzeichnis eingetragen wurde: SSG 2025/E/59 - A.________ und B.________ v. 

Swiss Sport Integrity. 

 

14. Mit derselben Verfügung wurde den Berufungsführern 1 aufgrund der fehlenden Kopie der 

Bestimmungen, welche die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts als Berufungsinstanz 

vorsehen, eine Nachfrist von fünf Tagen angesetzt, um die Berufung im Sinne von Art. 16 

Abs. 4 i. V. m. Abs. 3 lit. d der Schiedsordnung des Schweizer Sportgerichts vom 1. März 2025 

(nachfolgend "Schiedsordnung" bzw. "SO") zu vervollständigen, andernfalls das Verfahren 

nicht fortgeführt werde. Weiter wurde auf den sinngemässen Antrag um vorsorgliche 

Massnahmen gestützt auf Art. 35 Abs. 3 und 4 SO nicht eingetreten. Begründet wurde dies 

mit der prima facie fehlenden Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts, welche sich aus 

Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025 ableitet, wonach gegen einen Nichteintretensentscheid kein 

Rechtsmittel eingelegt werden kann. 

 

15. Am 29. September 2025 reichten die Berufungsführer 1 und die Berufungsführerin 2 eine 

gemeinsame Eingabe ein. Die Eingabe enthielt u.a. den Verweis auf Art. 5 Ethik-Statut 2025, 

wonach Entscheidungen von SSI innert 21 Tagen beim Schweizer Sportgericht angefochten 

werden können. Die gemeinsame Eingabe enthält zudem eine sinngemässe Berufung der 

Berufungsführerin 2 gegen den Nichteintretensentscheid von SSI vom 24. September 2025 

(Fall-Nr. 392/2025). Als Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass der 

Ausschluss der Athletinnen vom AK-Test ausschliesslich auf der fehlenden RLZ-Zugehörigkeit 

beruhe, was einen Missstand im Sinne von Art. 3 Ethik-Statut 2025 darstelle, da eine 

strukturelle Hürde geschaffen worden sei, die Kinder benachteilige, obwohl sie die 

 

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sportlichen Kriterien erfüllten. Es liege ein Verstoss gegen den Grundsatz der 

Gleichbehandlung (Ethik-Charta) und gegen Art. 4.1 Ethik-Statut 2025 vor. Der STV verletze 

damit seine eigenen Statuten (Art. 2.5.3). Im Kunstturnen sei es Athletinnen möglich, ohne 

RLZ-Zugehörigkeit Förderungen zu erhalten. Der Ausschluss führe zu irreparablen Schaden, 

da die Athletinnen die Chance auf eine Swiss Olympic Talent Card sowie die schulische 

Unterstützung verlieren würden. Da der Anmeldeschluss verstrichen sei, sei ein 

interimistischer Entscheid erforderlich. Des Weiteren wurden folgende Anträge durch die 

Berufungsführer 1 und die Berufungsführerin 2 gestellt: 

 

"1.  Die Athletinnen D.________ und E.________ sind interimistisch zur Teilnahme 

am AK-Test am 25./26. Oktober 2025 zuzulassen. 

 2.  Eventualiter sei anzuordnen, dass der STV verpflichtet wird, bis zur Klärung des 

Hauptverfahrens auch Vereinsmeldungen zu akzeptieren. 

 3.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des STV." 

 

16. Mit Verfügung des Direktors vom 30. September 2025 wurde der Berufungsführerin 2 

mitgeteilt, dass das Verfahren unter der folgenden Verfahrensnummer im 

Geschäftsverzeichnis eingetragen wurde: SSG 2025/E/60 - C.________ v. Swiss Sport 

Integrity. Mit derselben Verfügung teilte der Direktor sowohl den Berufungsführern 1 als 

auch der Berufungsführerin 2 mit, dass die beiden Verfahren SSG 2025/E/59 - A.________ 

und B.________ v. Swiss Sport Integrity und SSG 2025/E/60 - C.________ v. Swiss Sport 

Integrity vereinigt werden. 

 

17. Des Weiteren wurde der Berufungsführerin 2 aufgrund der fehlenden Kopie der 

Bestimmungen, welche die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts als Berufungsinstanz 

vorsehen, eine Nachfrist von zwei Tagen angesetzt, um die Berufung im Sinne von Art. 16 

Abs. 4 i. V. m. Abs. 3 lit. d SO zu vervollständigen, andernfalls das Verfahren nicht fortgeführt 

werde.  

 

18. Auf die Anträge der Berufungsführer 1 und der Berufungsführerin 2 um vorsorgliche 

Massnahmen wurde gestützt auf Art. 35 Abs. 3 und 4 SO nicht eingetreten. Begründet 

wurde dies mit der prima facie fehlenden Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts, welche 

sich aus Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025 ableitet, wonach gegen einen Nichteintretensentscheid 

kein Rechtsmittel eingelegt werden kann. 

 

19. Am 1. Oktober 2025 reichte die Berufungsführerin 2 eine weitere Eingabe zu den Akten. 

Die Berufungsführerin 2 verwies in Bezug auf die Bestimmungen, welche die Zuständigkeit 

des Schweizer Sportgerichts als Berufungsinstanz vorsehen, auf die Art. 8.2 und Art. 5.7.1 

Ethik-Statut 2025.  

 

20. SSI als auch der STV wurden aufgrund der offensichtlichen Unzulässigkeit der jeweiligen 

Berufung nicht eingeladen, um zu den Eingaben den Berufungsführer 1 und 

Berufungsführerin 2 Stellung zu nehmen. 

III. Prozessuales 

21. Art. 3 Abs. 1 SO lautet wie folgt: 

 

"Das Schweizer Sportgericht ist zuständig für die Verfahren, die vorgesehen sind 

durch: 

[…] 

 

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b. das Ethik-Statut des Schweizer Sports von Swiss Olympic oder das diesbezügliche 

Verfahrensreglement; 

[…]." 

 

22. Nach Art. 16 Abs. 1 lit. b SO eröffnet der Direktor ein Verfahren im Falle einer Berufung 

gegen einen Entscheid von Swiss Sport Integrity oder Swiss Olympic, sofern die Bedingungen 

nach Art. 16 Abs. 3 SO erfüllt sind. Art. 16 Abs. 3 SO lautet wie folgt: 

 

"Die Berufung muss innerhalb der im anwendbaren Reglement vorgesehenen Frist 

eingereicht werden und folgende Elemente enthalten: 

[…] 

d. eine Kopie der Bestimmungen, die die Zuständigkeit des Schweizer Sportsgerichts 

als Berufungsinstanz vorsehen; 

[…]." 

 

23. Sind die Bedingungen nach Abs. 3 nicht erfüllt, setzt der Direktor eine kurze Nachfrist zur 

Vervollständigung der Eingabe, andernfalls das Verfahren nicht fortgeführt wird (Art. 16 

Abs. 4 SO). Fehlt ein oder mehrere Elemente im Sinne von Abs. 3 nach Ansetzung einer 

kurzen Nachfrist nach wie vor, hat der Direktor das Verfahren gemäss Art. 16 Abs. 4 SO nicht 

fortzuführen, d.h. abzuschreiben. Wird ein Verfahren abgeschrieben, hat dies zur Folge, dass 

es aus dem Geschäftsverzeichnis gestrichen wird (analog zu Art. 34 Abs. 2 SO; vgl. zudem 

SSG 2025/E/48, Abschreibungsverfügung vom 14. April 2025, N. 17). 

 

24. Die Berufungsführer 1 und die Berufungsführerin 2 bringen hinsichtlich der 

Zuständigkeitsfrage vor, dass sich die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts aus Art. 5 

(Verfahren bei vermuteten Verstössen gegen das Ethik-Statut), Art. 5.7.1 (Nichteintreten) 

sowie Art. 8.2 (Publikation der Entscheidungen des Schweizer Sportgerichts) Ethik-

Statut 2025 ergebe. 

 

25. Die Berufungsführer 1 und die Berufungsführerin 2 verkennen indessen, dass sich 

die Zuständigkeit aus dem Nichteintretensentscheid eben gerade nicht herleiten lässt, da 

nach Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025 gegen einen Nichteintretensentscheid gar kein 

Rechtsmittel eingelegt werden kann. Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025 hält fest was folgt: 

 

"[…]. Gegen einen Nichteintretensentscheid kann kein Rechtsmittel eingelegt werden.". 

 

26. Insofern ist es den Berufungsführern 1 und der Berufungsführerin 2 vorliegend gar nicht 

möglich, eine Kopie der Bestimmungen, die die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts 

als Berufungsinstanz vorsehen, einzureichen. Im Übrigen sieht der von den 

Berufungsführern angerufene Art. 8.2 Ethik-Statut 2025, der die Veröffentlichung der 

Entscheide des Schweizer Sportgerichts regelt, keine Zuständigkeit des Schweizer 

Sportgerichts im Berufungsverfahren vor. Insbesondere dann nicht, wenn SSI einen 

Nichteintretensentscheid im Sinne von Art. 5.7.1. Ethik-Statut 2025 fällt. 

 

27. Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts darf die Kognition des Tribunal 

Arbitral du Sport (TAS) nicht über die der Erstinstanz hinausgehen (Urteil des Bundesgerichts 

4A_92/2025 vom 4. Juli 2025, E. 6.1). Dies gilt analog für die Entscheidungsbefugnis des 

Schweizer Sportgerichts bzw. des Direktors. 

 

28. Das Schweizer Sportgericht bzw. der Direktor kann daher nicht überprüfen, ob der Entscheid 

von SSI in einem bestimmten Fall angemessen ist, um ein Verfahren abzuschliessen (d.h. 

Nichteintreten [Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025]; Verfahrensabschluss ohne Massnahmen 

 

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[Art. 5.7.2.1 Ethik-Statut 2025]; Verfahrensabschluss mit Massnahmen [Art. 5.7.2.2 Ethik-

Statut 2025]; Antrag zur Anordnung von Massnahmen an das Schweizer Sportgericht 

[Art. 5.7.3 Ethik-Statut 2025]). Das Schweizer Sportgericht bzw. der Direktor überprüft 

hingegen, ob die von SSI gewählte Art. des Entscheids in Übereinstimmung mit den 

Bestimmungen des Ethik-Statuts 2025 getroffen wurde. 

 

29. Die vorliegende Qualifikation der angefochtenen Entscheide als Nichteintretensentscheide 

führt dazu, dass dagegen keine Rechtsmittel bestehen (vgl. vorstehend Rz. 25). Allerdings 

gilt es an dieser Stelle zu erwähnen, dass SSI im Nichteintretensentscheid die meldende 

Person gemäss Art. 5.7.1 Ethik-Statut 2025 über die Möglichkeit einer Erstberatung gemäss 

Art. 5.1 Ethik-Statut 2025 hinzuweisen hat. Dieser Hinweis wurde vorliegend unterlassen, 

weshalb das Schweizer Sportgericht die Berufungsführer 1 und die Berufungsführerin 2 

hiermit ausdrücklich auf diese Möglichkeit hinweist, insbesondere angesichts der von ihnen 

in ihren Eingaben geltend gemachten angeblichen systematischen Ungleichbehandlung 

gegenüber anderen Athleten und eines angeblichen Missstandes im Turnsport. 

 

30. Da gegen Nichteintretensentscheide keine Rechtsmittel eingelegt werden können, ist es den 

Berufungsführern 1 und der Berufungsführerin 2 vorliegend gar nicht möglich, eine Kopie 

der Bestimmungen, die die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts als Berufungsinstanz 

vorsehen, einzureichen. 

 

31. Unter Berücksichtigung der Hinweise des Direktors vom 25. und 30. September 2025 auf die 

fehlende Kopie der Bestimmungen, welche die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts 

als Berufungsinstanz vorsehen und der Ansetzung von einer jeweiligen Nachfrist zur 

Vervollständigung der Berufung im Sinne Art. 16 Abs. 4 i. V. m. Abs. 3 lit. d SO verbunden 

mit dem Hinweis, dass das Verfahren andernfalls nicht fortgeführt werde sowie der 

eingereichten Eingaben vom 29. September 2025 und vom 1. Oktober 2025, welche 

wiederum ohne Kopie der vorgenannten Bestimmungen eingereicht wurden, entscheidet 

der Direktor, dass die Verfahren abgeschrieben und aus dem Geschäftsverzeichnis 

gestrichen werden. 

IV. Kostenfolgen 

32. Nach Art. 36 Abs. 1 SO entscheidet das Schiedsgericht im Schiedsspruch über die 

Verfahrenskosten. Dasselbe hat analog zu gelten, wenn der Direktor im Sinne von Art. 16 

Abs. 1 lit. b SO das Verfahren nicht eröffnet und aus dem Geschäftsverzeichnis streicht. 

 

33. Unter Berücksichtigung der Umstände des vorliegenden Verfahrens, insbesondere der 

fehlenden Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts sowie der damit verbundenen 

Abschreibung des Verfahrens ohne inhaltliche Prüfung sowie dem Umstand, dass die 

Berufungsführer 1 und die Berufungsführerin 2 ohne Rechtsvertretung gehandelt hatten, 

wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Verfahrenskosten verzichtet. 

 

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Aus diesen Gründen 

 

entscheidet das Schweizer Sportgericht: 

 

 

1. Die Verfahren SSG 2025/E/59 - A.________ und B.________ v. Swiss Sport Integrity und SSG 

2025/E/60 - C.________ v. Swiss Sport Integrity werden vereinigt. 

 

2. Die Verfahren SSG 2025/E/59 - A.________ und B.________ v. Swiss Sport Integrity und SSG 

2025/E/60 - C.________ v. Swiss Sport Integrity werden abgeschrieben. 

 

3. Die SSG 2025/E/59 - A.________ und B.________ v. Swiss Sport Integrity und SSG 2025/E/60 

- C.________ v. Swiss Sport Integrity werden aus dem Geschäftsverzeichnis gestrichen. 

 

4. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet. 

 

5. Die weiteren Anträge werden abgewiesen, soweit auf diese einzutreten ist. 

 

 

Bern, Schweiz 

Datum: 3. Oktober 2025 

 

 

 

SCHWEIZER SPORTGERICHT 

 

 

 

 

 

 

Yann Hafner 

Direktor