# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18a5ea5c-73d6-575d-b458-80a04bda82b5
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-25
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2008 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2008
**Docket/Reference:** DB.2012.287
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2012_287_ux.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2012.287 
1 ST.2012.324 

Entscheid 

25. März 2013 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Walter Balsiger, Steuerrichter Michael 
Ochsner und Gerichtsschreiber Stefan Eichenberger 

In Sachen 

1.  A ,    

2.  B ,    

vertreten durch PricewaterhouseCoopers AG,  
Birchstrasse 160, 8050 Zürich,  

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Stadt Zürich,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2008 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2008 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Die  C  GmbH  &  Co  KG  mit  Sitz  in  Deutschland  bezweckt  die  Verwaltung 

des eigenen Vermögens und Beteiligungsbesitzes. Sie hält zwei je hälftige Beteiligun-

gen  an  den  beiden  deutschen  Gesellschaften  D  GmbH  und  E  GmbH.  Gesellschafter 

der C GmbH & Co KG sind die F GmbH, ebenfalls mit Sitz in derselben Gemeinde in 

Deutschland  als  persönlich  haftende  Gesellschafterin  ohne  Kapitalanteil,  sowie  B 

(nachfolgend die Pflichtige) als Kommanditistin mit einer Einlage von EUR 5'000.-.  

In  ihrer  Steuererklärung  2008  deklarierten  die  Ehegatten  A  und  B  (nachfol-

gend zusammen die Pflichtigen) unter den dem Ausland zugewiesenen Einkünften im 

Wertschriftenverzeichnis einen Bruttoertrag der C GmbH & Co KG von Fr. 1'092'373.- 

sowie einen Bruttolohn des Pflichtigen von der D GmbH von Fr. 245'764.-. Mit Auflage 

vom  9.  Mai  2011  verlangte  die  Steuerkommissärin  von  den  Pflichtigen  die  Einzelab-

schlüsse  2008  der  C  GmbH  &  Co  KG  und  F  GmbH  sowie  u.a.  den  Nachweis,  dass 

beide Gesellschaften in Deutschland einer betrieblichen Tätigkeit in einer Betriebsstät-

te nachgehen. Die Pflichtigen kamen dem mit Eingabe vom 30. Mai 2011 nach. Am 8. 

Juni 2011 erliess darauf die Steuerkommissärin einen Einschätzungsvorschlag Staats- 

und Gemeindesteuern 2008, worin sie vorsah, den Gewinnanteil der C GmbH & Co KG 

nicht nach Deutschland auszuscheiden, da dies einen Betrieb in Deutschland voraus-

setze, was nicht erfüllt sei. Die Tätigkeit der C GmbH & Co KG erschöpfe sich in einem 

blossen Halten von Beteiligungen. Die Pflichtigen lehnten den Vorschlag am 27. Sep-

tember  2011  ab.  Die  Beteiligungen  der  C  GmbH  &  Co  KG  würden  durch  diese  aktiv 

geführt und stellten keine passiven Portfolio-Investitionen dar. Insbesondere nehme die 

C GmbH & Co KG durch den Pflichtigen als ihr faktischer Geschäftsführer direkt Ein-

fluss auf die operative Führung der gehaltenen Gesellschaften. Die unternehmerische 

Tätigkeit spiele sich in einer festen Geschäftseinrichtung in Deutschland ab. Die Höhe 

des Gewinnanteils aus der C GmbH & Co KG sei aber zu korrigieren, effektiv betrage 

er Fr. 2'177'225.-.  

Am  8.  November  2011  schätzte  das  kantonale  Steueramt  die  Pflichtigen  für 

die Steuerperiode 2008 folgendermassen ein:  

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Direkte Bundessteuer  

Staats- und Gemeindesteuern  

Einkommen  

Einkommen  

Vermögen 

Fr.  

Fr.  

steuerbares 

2'247'200.-  

2'247'400.-  

satzbestimmendes 

2'504'200.- 

2'504'500.- 

Fr.  

8'436'000.- 

9'103'000.-. 

Darin hielt es an seiner Auffassung in Bezug auf die Besteuerung der Einkünf-

te aus der C GmbH & Co KG in der Schweiz fest. Die Veranlagungsverfügung/Schluss-

rechnung direkte Bundessteuer 2008 erging am 22. November 2011.  

B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 23. November 2011 Einsprache erhe-

ben und eine mündliche Besprechung beantragen. Diese fand am 10. Mai 2012 statt, 

und am 3. Juli 2012 nahmen die Pflichtigen vertieft Stellung.  

Das kantonale  Steueramt  wies  die  Einsprache  in  Bezug  auf  die  direkte  Bun-

dessteuer  am  12. Oktober  2012  ab.  Mit  gleichentags gefälltem  Entscheid  wies  es  die 

Einsprache in Bezug auf die Staats- und Gemeindesteuern ebenfalls ab, gewährte in-

dessen  die  Teilsatzbesteuerung  für  den  Ertrag  aus  der  C  GmbH  &  Co  KG  von 

Fr. 2'177'225.-.  

C. Mit Beschwerde bzw. Rekurs vom 13. November 2012 stellten die Pflichti-

gen  den  Antrag,  den  Ertrag  und  die  Aktiven  der  C  GmbH  &  Co  KG  vollständig  nach 

Deutschland auszuscheiden und sie folgendermassen einzuschätzen: 

Direkte Bundessteuer  

Staats- und Gemeindesteuern  

Einkommen  

Einkommen  

Vermögen 

Fr.  

Fr.  

steuerbares 

86'400.-  

86'400.-  

satzbestimmendes 

2'509'600.- 

2'509'900.- 

Fr.  

4'508'000.- 

9'103'000.-. 

Eventualiter  sei  eine  Nachfrist  von  60  Tagen  ab  Rechtskraft  für  die  Einrei-

chung eines Antrags auf pauschale Steueranrechnung anzusetzen, subeventualiter sei 

die  von  Deutschland  auf  der  Dividende  der  D  GmbH  erhobene  Kapitalertragssteuer 

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von Fr. 328'943.- in Abzug zu bringen und lediglich der Nettobetrag zu besteuern. Fer-

ner beantragten sie die Zusprechung einer Parteientschädigung.  

Mit  Beschwerde-/Rekursantwort  vom  24.  Januar 2013  schloss  das kantonale 

Steueramt  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel,  unter  Verweis  auf  die  Einsprachebegrün-

dung. Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.  

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. Die Pflichtigen haben ihren steuerlichen Wohnsitz in Küsnacht ZH und sind 

damit  aufgrund  persönlicher  Zugehörigkeit  in  der  Schweiz  bzw.  im  Kanton  Zürich  un-

beschränkt steuerpflichtig (Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundes-

steuer  vom  14. Dezember  1990,  DBG;  Art. 3  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  über  die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 

1990, StHG, und § 3 Abs. 1 des Gesetzes über die direkten Steuern vom 8. Juni 1997, 

StG). Dies ist unbestritten. Streitig ist, ob der Anteil der Pflichtigen an der  C GmbH & 

Co  KG  mit  Sitz  in  Deutschland  als  Einkommens-  bzw.  Vermögensbestandteil  in  der 

Schweiz zu besteuern ist.  

a) Die persönliche Zugehörigkeit gemäss Art. 3 DBG bzw. § 3 StG begründet 

eine unbeschränkte Steuerpflicht. Gestützt darauf werden grundsätzlich alle Einkünfte, 

d.h.  das  weltweite  Einkommen,  sowie  –  bei  den  Staats-  und  Gemeindesteuern –  das 

gesamte Vermögen erfasst. Soweit sich die Steuerfaktoren auf Geschäftsbetriebe, Be-

triebsstätten und Grundstücke ausserhalb der Schweiz beziehen, sind diese allerdings 

von  der  Bemessungsgrundlage  auszuscheiden  (Art. 6  Abs. 1  DBG  bzw.  §  5  Abs. 1 

StG). Dabei handelt es sich um eine unbedingte Steuerbefreiung, die jedoch unter dem 

Progressionsvorbehalt  von  Art. 7  Abs. 1  DBG  bzw.  §  6  Abs. 1  StG  steht  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  2. A.,  2009,  Art. 6  N 6 DBG, 

und Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 6 N 5 StG). 

Die Abgrenzung der Steuerpflicht für Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstü-

cke erfolgt im Verhältnis zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundesrechts über 

das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (Art. 6 Abs. 3 Satz 1 DBG bzw. § 5 

Abs. 3 StG).  

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b)  Vorliegend  geht  es  um  die  Besteuerung  eines  Anteils  an  einer  deutschen 

GmbH & Co. Kommanditgesellschaft (KG). Diese ist zivilrechtlich eine Personengesell-

schaft  (vgl.  BGE  136  V  258  E. 2.1;  Flick/Wassermeyer/Kempermann,  Doppelbe-

steuerungsabkommen  Deutschland-Schweiz,  Art.  7  N  32).  Sowohl  nach  schweizeri-

schem  wie  nach  deutschem  Steuerrecht  sind  inländische  Personengesellschaften  als 

solche nicht Steuersubjekt, sondern ihre Teilhaber werden für ihren Anteil am Vermö-

gen und Ertrag einer Personengesellschaft nach Massgabe ihrer Beteiligung besteuert 

(vgl.  Locher/Meier/von  Siebenthal/Kolb,  Doppelbesteuerungsabkommen  Schweiz-

Deutschland,  Band  5,  B 7.7  Nr. 20;  Irene  Salvi,  Das  Doppelbesteuerungsabkommen 

zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet der Steu-

ern vom Einkommen und vom Vermögen unter besonderer Berücksichtigung des deut-

schen Aussensteuergesetzes, 1986, S. 66; Flick/Wassermeyer/Kempermann, Art. 5 N 

35). 

c)  Aus  schweizerischer  Sicht  sind  –  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtspre-

chung  –  Vermögen  und  Ertrag  der  kaufmännischen  Kollektiv-  und  Kommanditgesell-

schaft sowie der einfachen oder stillen Gesellschaft beim Gesellschafter am Geschäft-

sort der Gesellschaft steuerbar (Peter Locher, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil, 

Band 4, § 8, IV A, 1 Nr. 5 f.; Höhn/Mäusli, Interkantonales Steuerrecht, 4. A., 2000, § 

11  N  10  f;  Zweifel/Hunziker,  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Interkan-

tonales Steuerrecht, 2011, § 6 N 77 ff.). Kaufmännischer Natur sind jene Kollektiv- und 

Kommanditgesellschaften,  welche  ein  Handels-,  Fabrikations-  oder  ein  anderes  nach 

kaufmännischer Art geführtes Gewerbe betreiben und mit ihrem Betrieb nach aussen in 

Erscheinung treten (Höhn/Mäusli, § 11 N 10).  

Beteiligungen samt Ertrag an nichtkaufmännischen Kollektiv- und Kommandit-

gesellschaften  begründen  am  Gesellschaftssitz  kein  Spezialsteuerdomizil  der  Gesell-

schafter. Dabei handelt es sich um Gesellschaften, deren Tätigkeit sich in der blossen 

Vermögensverwaltung  erschöpft  und  die  über  keine  ständigen  körperlichen,  der  Ge-

schäftstätigkeit  dienenden  Anlagen  und  Einrichtungen  am  Gesellschaftssitz  verfügen. 

Diese  Anteile  sind  von  den  einzelnen  Gesellschaftern  am  Hauptsteuerdomizil  zu  ver-

steuern, soweit nicht das Spezialsteuerdomizil des Liegenschaftsorts besteht (BGE 98 

Ia 212 E. 3, bestätigt mit BGr, 27. Januar 2000, 2P.126/1998; Höhn/Mäusli, § 11 N 11). 

Die  Vermögensverwaltung  gilt  nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  auch 

dann nicht als kaufmännisches Gewerbe, wenn das Vermögen beträchtlich ist und die 

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Geschäftsführung  über  den  Rahmen  einer  gewöhnlichen  Vermögensverwaltung  hi-

nausgeht  (vgl.  Mäusli-Allenspach,  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  In-

terkantonales Steuerrecht, 2011, § 18 N 39).  

d)  Macht  der  Steuerpflichtige,  der  seinen Wohnsitz  im  Kanton  hat  und  damit 

hier  unbeschränkt  steuerpflichtig  ist,  geltend,  sein  Geschäftsort  befinde  sich  nicht  im 

Wohnsitzkanton  bzw.  in  der  Schweiz,  weshalb  ein  Teil  des  Einkommens  und  Vermö-

gens nicht der hiesigen Steuerhoheit unterliege, so behauptet er steuermindernde Tat-

sachen,  für  die  er  beweisbelastet  ist  (VGr,  14. September  1993,  SB  93/0003).  Er  hat 

deshalb von sich aus die wesentlichen Umstände zu substanziieren und nachzuweisen 

(RB 1987 Nr. 35). Insbesondere hat seine Darstellung all jene Umstände zu enthalten, 

aus  welchen  sich  die  Voraussetzungen  eines  ausserkantonalen  bzw.  ausländischen 

Geschäftsorts ergeben, so namentlich, dass sich seine Erwerbstätigkeit dort in ständi-

gen  körperlichen  Anlagen  oder  Einrichtungen  abwickelt.  Misslingt  der  Beweis  für  die 

behaupteten  Tatsachen,  so  ist  zu  Ungunsten  des  beweisbelasteten  Steuerpflichtigen 

anzunehmen, sie hätten sich nicht verwirklicht. 

2. a) Damit ist als Erstes zu prüfen, ob die C GmbH & Co KG aus schweizeri-

scher Sicht eine kaufmännische oder nichtkaufmännische Kommanditgesellschaft dar-

stellt.  

aa) Die C GmbH & Co KG wurde nach der Sachdarstellung der Pflichtigen vor 

ihrem  Zuzug  in  die  Schweiz  2003  gegründet.  Persönlich  haftender  Gesellschafter 

(Komplementär)  ist  die  F  GmbH.  Anders  als  im  schweizerischen  Recht  (vgl.  Art. 594 

Abs. 2 OR) sind in Deutschland juristische Personen als Komplementäre zulässig. Als 

(beschränkt haftender) Kommanditist – was im schweizerischen Recht dem Komman-

ditär gemäss Art. 594 Abs. 1 OR entsprechen würde – wurde die Pflichtige eingetragen 

mit einer Einlage von EUR 5'000.-. Zur Geschäftsführung und Vertretung der C GmbH 

&  Co  KG  ist  ausschliesslich  die  F  GmbH  berechtigt  und  verpflichtet,  für  welche  die 

Pflichtige allein zeichnungsberechtigt ist.  

Die  C  GmbH  &  Co  KG  wies  per  31.  Dezember  2008  Aktiven  von  EUR 

1'228'059.-  auf,  welche  sich  aus  Beteiligungen  von  je  50%  an  der  D  GmbH  (EUR 

550'0000.-) und der E GmbH (EUR 200'000.-), einem Darlehen von EUR 472'318.- an 

die D GmbH und Guthaben bei Kreditinstituten von EUR 5'740.- zusammensetzte. Ihre 

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Erfolgsrechnung 2008 enthält als Hauptposition Erträge aus den genannten Beteiligun-

gen von EUR 1'382'114.-.  

bb) Die C GmbH & Co KG weist somit das Bild einer Gesellschaft auf, deren 

Tätigkeit  sich  auf  das  reine  Halten  von  zwei  Beteiligungen  und  eines  Darlehens  be-

schränkt. Weiter geht aus der Bilanz und der Erfolgsrechnung hervor, dass sie selber 

über keinerlei eigene feste Einrichtungen in Deutschland verfügt, sind doch weder ent-

sprechende  Aktiven  verzeichnet  noch  ist  mit  solchen  Einrichtungen  zusammenhän-

gender  Aufwand  ersichtlich.  Sie  ist  damit  ohne  weites  als  eine  nichtkaufmännische 

Personengesellschaft zu qualifizieren.  

d) Was die Pflichtigen dagegen vorbringen, vermag nicht zu überzeugen.  

aa)  Sie  machen  geltend,  dass  die  Tätigkeit  der  C  GmbH  &  Co  KG  über  die 

reine  Vermögensverwaltung  hinausgehe,  indem  der  Pflichtige  im  Auftrag  seiner  Ehe-

frau die Geschäfte der C GmbH & Co KG führe und in dieser Funktion direkt Einfluss 

auf die operative Führung der D GmbH und der E GmbH nehme. Diese – eingehend 

geschilderte – Geschäftsführerfunktion übe er in seinem Büro am Sitz der  C GmbH & 

Co KG in Deutschland aus, wo ihm ein Sekretariat und die notwendige Infrastruktur zur 

Verfügung stehe. 2008 habe er sich an 52 Arbeitstagen dort sowie zur  Erschliessung 

asiatischer  Märkte  zehn  Tage  in  Hongkong  aufgehalten.  Aus  Vereinfachungsgründen 

und zur Vermeidung von Doppelspurigkeiten werde die gesamte Infrastruktur durch die 

D GmbH zur Verfügung gestellt.  

bb)  Indessen  ist  der  Pflichtige  formell  direkt  von  der  D  GmbH  angestellt  und 

lassen  sich  seine  Tätigkeiten  ohne  weiteres  auch  unter  dieses  Arbeitsverhältnis  sub-

sumieren.  Gemäss  Arbeitsvertrag  vom  30.  Juni  2001  ist  er  bereits  seit  dem  9.  März 

1993 für diese tätig. Gemäss § 1 Abs. 1 des Vertrags berät und unterstützt er die Ge-

schäftsführung von D GmbH in den Bereichen, in denen er aufgrund seiner Aus- bzw. 

Vorbildung  und  früheren  geschäftsleitenden  Tätigkeiten  über  besondere  Kenntnisse 

und  Erfahrungen  verfügt.  Im  Folgenden  werden  das  Vertragswesen,  Markt-  und  Pro-

dukteentwicklung einschliesslich Werbung, Investition, Technik und Organisation, Per-

sonalwesen und Steuern erwähnt. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung hat er indessen 

keine  Vertretungsbefugnis.  Mit  einer  am  28.  März  2006  abgeschlossenen  Ergänzung 

Nr.  1  zum  Anstellungsvertrag  wurden  dem  Pflichtigen  aufgrund  des  altersbedingten 

Ausscheidens  eines  Geschäftsführers  zusätzliche  Aufgaben  im  kaufmännischen  bzw. 

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verwaltenden  Bereich  übertragen  (T-act.  20/3b).  Es  ist  nicht  einzusehen,  inwiefern  er 

die  in  der  Beschwerde-/Rekursschrift  im  Einzelnen  geschilderten  Geschäftsleitungs-

aufgaben nicht auch gestützt auf diesen Arbeitsvertrag hätte wahrnehmen können. In 

Anbetracht  dieser  sehr  weitgehenden  und  zugleich  unbestimmten  Aufgabenbeschrei-

bung  erscheint  vielmehr  die  Abgrenzung  zwischen  Tätigkeiten  bei  der  D  GmbH  im 

Namen der C GmbH & Co KG einerseits und gestützt auf den Arbeitsvertrag mit der D 

GmbH als künstlich und nicht überzeugend.  

cc)  Hinzu  kommt,  dass  aus  dem  Jahr  2008  selber  kein  Nachweis  dafür  vor-

liegt,  dass  der  Pflichtige  im  Namen  der  C  GmbH  &  Co KG  bei  der  D  GmbH  tätig ge-

worden ist. Es besteht kein schriftlicher Arbeitsvertrag zwischen der C GmbH & Co KG 

und dem Pflichtigen und er ist auch nicht für diese zeichnungsberechtigt. Ferner hat er 

von  ihr  auch keinen Lohn bezogen,  noch hat  die  D  GmbH  die  C GmbH &  Co KG für 

irgendwelche  Dienstleistungen  entschädigt.  Weiter  enthält  die  Erfolgsrechnung  der  C 

GmbH  &  Co  KG  auch  keine  Positionen,  welche  auf  Tätigkeiten  wie  z.B.  die  von  den 

Pflichtigen angeführte Durchführung von Strategie-Meetings, Planung der Forschungs- 

und  Entwicklungsvorhaben  oder  Mitwirkung  an  Markterschliessungen  etc.  hindeuten. 

Auch  aus  den  zahlreichen  Geschäftsunterlagen  lassen  sich  keine  eigene  Aktivitäten 

der C GmbH & Co KG ermitteln; im Gegenteil geht daraus hervor, dass es sich dabei 

immer um solche der D GmbH gehandelt hat. Lassen sich demnach keinerlei Spuren 

einer  Aktivität  der  C GmbH  &  Co KG finden,  so stellt  dies ein erhebliches  Indiz  dafür 

dar, dass sie auch keine solche wahrgenommen hat.   

Daran  vermag  auch  die  Bestätigung  der  D  GmbH  vom  8.  September  2011 

nichts zu ändern, wonach aus Vereinfachungsgründen und wegen der grösseren Prak-

tikabilität auf anteilige Weiterverrechnung des Gehalts des Pflichtigen an die C GmbH 

& Co KG verzichtet worden sei, und dass 40% seiner Arbeitszeit auf Leistungen der C 

GmbH & Co KG entfallen sei. Es liegt kein Schreiben der C GmbH & Co KG vor, wel-

che die D GmbH zu diesem Vorgehen ermächtigte. Zudem bestehen gerade im deut-

schen  Steuerrecht  besonders  strenge Formvorschriften  in Bezug  auf  Vergütungen  an 

Gesellschafter  und ihnen  nahestehende  Personen,  was der Geschäftsleitung bekannt 

sein musste (Tipke/Lang, Steuerrecht, 19. A., 2008, § 11 N 78). Im Weiteren erscheint 

die  unterlassene  förmliche  Regelung  nicht  als  besonders  komplex  und  aufwändig, 

weshalb  die  angeführten  Gründe  der  Vereinfachung  und  grösseren  Praktikabilität  ihr 

Fehlen  nicht  erklären.  In  Anbetracht  dieser  Umstände  vermag  die  Bestätigung  beim 

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Gericht  nicht  die  Überzeugung  zu  begründen,  dass  darin  der  Sachverhalt  und  die 

Gründe korrekt wiedergegeben werden. 

dd) Der Umfang der geleisteten Arbeitszeit untermauert zudem die Annahme, 

der Pflichtige sei allein für die D GmbH tätig gewesen, betrug doch seine vereinbarte 

Arbeitszeit  60%  einer  vollen  Stelle  (§  2  der  am  28.  März  2006  abgeschlossenen  Er-

gänzung Nr. 1 zum Anstellungsvertrag). Mit den 2008 geleisteten 52 Arbeitstagen so-

wie weiteren zehn Arbeitstagen in Asien wird dieser Rahmen sogar weit unterschritten.  

ee) Gegen ein Tätigwerden des Pflichtigen im Namen der C GmbH & Co KG 

spricht weiter, dass diese nur über eine Beteiligung von 50% an der D GmbH besitzt, 

während  sich  die  anderen  50%  in  der  Hand  der  Schwester  der  Pflichtigen  befinden. 

Mithin ist unklar, auf welcher rechtlichen Grundlage er allein im Namen der C GmbH & 

Co KG bei der D GmbH hätte Einsitz nehmen und Entscheidungen treffen können. Und 

selbst  wenn  er  in  einem  solchen  Auftrag  tätig  gewesen  wäre,  ist  in  keiner  Weise  er-

stellt, dass er dabei im Namen der C GmbH & Co KG und nicht seiner Ehefrau direkt 

auftrat.  

ff) Hinzu kommt, dass die Vertretung und Geschäftsführung der C GmbH & Co 

KG allein bei der F GmbH lag, welche ihrerseits allein durch die Pflichtige handelte. Es 

wird weder behauptet noch geht es aus den Akten hervor, dass die Pflichtige jemals in 

Deutschland in einer  festen  Geschäftseinrichtungen  der  C  GmbH  &  Co  KG  tätig  war. 

Auch eine Vollmacht der F GmbH an den Pflichtigen, welche diesen ermächtigt hätte, 

für sie zu handeln, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht behauptet.  

gg)  Zudem  betrifft  ein  Teil  der  angeführten  Tätigkeiten  die  Selbstverwaltung 

der  C  GmbH  &  Co  KG.  Solche  Aktivitäten  sind  notwendige  Folge  der  gewählten  Ge-

sellschaftsform und können für sich allein keine eigentliche Geschäftstätigkeit über die 

Vermögensverwaltung  hinaus  begründen,  ansonsten  bei  sämtlichen  Personengesell-

schaften  allein  schon  aufgrund  ihrer  Existenz  eine  solche  zu  bejahen  wäre.  Weiter 

werden grundsätzliche Strategie- und Personalentscheidungen bei einer  Aktiengesell-

schaft  in  Familienbesitz  regelmässig  durch  das  Aktionariat  getroffen,  ohne  dass  da-

durch bereits eine eigentliche Geschäftstätigkeit begründet wird. Dasselbe trifft zu mit 

Bezug  auf  die  Teilnahme  an  Generalversammlungen  der  gehaltenen  Gesellschaften. 

Soweit  solche  Entscheidungen  im  Rahmen  der  C  GmbH  &  Co  KG  getroffen  werden 

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und der Pflichtige dabei in Unterstützung seiner Ehefrau mitgewirkt hat, vermag ihnen 

dies nicht zu helfen. 

e) Insgesamt ist deshalb darauf zu schliessen, dass die beruflichen Aktivitäten 

des Pflichtigen bei der D GmbH nicht der C GmbH & Co KG zugerechnet werden kön-

nen.  Damit fehlt  jeglicher  Hinweis,  dass  die  C  GmbH  &  Co KG  eine Tätigkeit  verfolgt 

hat, welche über das blosse Halten von Beteiligungen hinaus ging, und handelt es sich 

bei  ihr  um  eine  nichtkaufmännische  Kommanditgesellschaft.  Dies  hat  nach  dem  Ge-

sagten zur Folge, dass der Gewinnanteil der Pflichtigen, welcher ihr aus der C GmbH & 

Co KG zufloss, nach dem hiesigen Recht grundsätzlich am schweizerischen Wohnort 

der Gesellschafterin zu besteuern ist.  

3. Unterstehen demnach die Einkünfte aus der C GmbH & Co KG nach dem 

internen Recht der Schweiz der hiesigen Steuerpflicht, so stellt sich die Frage, ob das 

Doppelbesteuerungsrecht dem entgegen steht.  

a) aa) Personengesellschaften sind sowohl nach der deutschen wie auch der 

schweizerischen  Rechtsordnung  keine  juristischen  Personen  und  damit  wegen  Art.  3 

Abs. 2 lit. d und e des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

und der Bundesrepublik Deutschland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem 

Gebiet  der  Steuern  vom  Einkommen  und  vom  Vermögen  vom  11.  August  1971  (SR 

0.672.913.62;  DBA-D)  keine  Personen  im  Sinn  des  Art.  1  DBA-D  (Flick/Wasser-

meyer/Kempermann,  Art.  5  N  35).  Abkommensberechtigte  Person  ist  damit  nur  der 

einzelne Gesellschafter.  

bb)  Als  Grundlage  für  die  Zuteilung  von  Einkünften  des  Gesellschafters  in 

Frage kommt in erster Linie Art. 7 Abs. 1 DBA-D. Gemäss dieser Bestimmung können 

Gewinne  eines  Unternehmens  eines  Vertragsstaates  nur  in  diesem  Staat  besteuert 

werden, es sei denn, dass das Unternehmen seine Tätigkeit im anderen Vertragsstaat 

durch  eine  dort  gelegene  Betriebsstätte  ausübt.  Diese  Bestimmung  gilt  insbesondere 

auch für Personengesellschaften (Art. 7 Abs. 7 Satz 1 DBA-D). Ein Unternehmen eines 

Vertragsstaates wird definiert  als  ein  Unternehmen,  das  von  einer  in einem  Vertrags-

staat ansässigen Person betrieben wird (Art. 3 Abs. 1 lit. f DBA-D). Für Abkommens-

zwecke  wird  deshalb  das  Unternehmen  der  Personengesellschaft  als  Unternehmen 

desjenigen Staates behandelt, in dem der Gesellschafter ansässig ist, um dessen Be-

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steuerung es jeweils geht. Daraus folgt in einem ersten Schritt, dass Einkünfte aus der 

C GmbH & Co KG grundsätzlich von der Schweiz besteuert werden dürfen, soweit sie 

der Pflichtigen zustehen, da sie als Gesellschafterin unstreitig hier ansässig ist. Vorbe-

halten bleibt eine Betriebsstätte in Deutschland.  

cc)  Gehören  zu  den  Unternehmensgewinnen  Einkünfte,  die  in  anderen  Arti-

keln  des  DBA-D  behandelt  werden,  so  werden  die  Bestimmungen  jener  Artikel  durch 

die  Bestimmungen  dieses  Artikels  nicht  berührt  (Art.  7  Abs.  8  DBA-D).  Der  in  dieser 

Bestimmung  statuierte  Anwendungsvorrang  anderer  Vorschriften  bedeutet,  dass  sich 

das  Besteuerungsrecht  nach  der  jeweiligen  einschlägigen  vorrangigen  Norm  richtet. 

Zugleich  bewirkt  er,  dass  auch  in  Bezug  auf  die  Vermeidung  der  Doppelbesteuerung 

allein  diejenige  Regelungen  zum  Zug  kommen,  die  sich  auf  die  vorrangige  Norm  be-

ziehen (Flick/Wassermeier/Kempermann, Art. 7 N 810).  

Als  solche  Bestimmung in Frage kommt  vorliegend  Art.  10  DBA-D  über Divi-

denden. Gemäss dieser Bestimmung können Dividenden, die eine in einem Vertrags-

staat  ansässige  Gesellschaft  an  eine  im  anderen  Vertragsstaat  ansässige  Person 

zahlt,  im  anderen  Staat  besteuert  werden  (Abs.  1).  Sie  können  jedoch  im  Vertrags-

staat,  in  dem  die  Gesellschaft  ansässig  ist,  welche  die  Dividenden  zahlt,  nach  dem 

Recht  dieses  Staates  in  näher  bestimmtem  Umfang  von  5,  15  oder  30%  besteuert 

werden (Abs. 2). Diese  Bestimmungen sind indessen nicht anzuwenden,  wenn der in 

einem  Vertragsstaat  ansässige  Empfänger  der  Dividenden  in  dem  anderen  Vertrags-

staat, in dem die die Dividenden zahlende Gesellschaft ansässig ist, eine Betriebsstät-

te hat und die Beteiligung, für die die Dividenden bezahlt werden, tatsächlich zu dieser 

Betriebsstätte gehört. In diesem Fall ist Art. 7 anzuwenden (Abs. 5).  

dd)  Wie  bereits  ausgeführt,  fehlt  es  an  Hinweisen,  dass  der  Pflichtige  in 

Deutschland für die C GmbH & Co KG überhaupt eine geschäftliche Tätigkeit ausübte. 

Die Frage, ob seine Aufenthalte in den Räumlichkeiten der D GmbH in Deutschland für 

die Begründung einer Betriebsstätte ausreichen, stellt sich damit von vornherein nicht. 

Die Pflichtige ihrerseits  ist  nie  in  Deutschland tätig geworden,  was  demnach  auch für 

die durch sie vertretene F GmbH zutrifft. Weitere Personen, welche für die C GmbH & 

Co KG gehandelt haben könnten, sind nicht ersichtlich. Damit gelangt der Vorbehalt in 

Art. 7 Abs. 8 DBA-D zur Anwendung, ohne dass es zu einer Rückverweisung gemäss 

Art. 10 Abs. 5 DBA-D kommt. Mithin sind die von der C GmbH & Co KG zugeflossenen 

Beteiligungserträge nach den Regeln des Art. 10 DBA-D zu behandeln.  

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b) Damit sind diese Erträge von der Pflichtigen hier zu versteuern, soweit sie 

ihr  zustehen.  Gemäss  §  6  Abs.  2  des  Gesellschaftsvertrags  erfolgt  die  Gewinnvertei-

lung  nach  Kapitalanteilen,  wobei  nur  die  Pflichtige  als  Kommanditärin  einen  solchen 

Anteil  geleistet  hat.  Damit  sind  ihr  sämtliche  Beteiligungserträge  zuzurechnen,  unter 

Vorbehalt  der  nicht  rückforderbaren  deutschen  Quellensteuer  gemäss  Art.  10  Abs.  2 

DBA-D.  

4. Für diesen Fall stellen die Pflichtigen den Eventualantrag, ihr für die Einrei-

chung eines Antrags auf pauschale Steueranrechnung eine Nachfrist anzusetzen.  

a) Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Dividenden, die nach Art. 10 

DBA-D  in  der  Bundesrepublik  Deutschland  besteuert  werden können,  so  gewährt  die 

Schweiz dieser Person auf Antrag eine Entlastung (Art. 24 Abs. 2 Ziff. 2 DBA-D, auch 

zum Folgenden). Die Schweiz wird die Entlastung bestimmen und das Verfahren ord-

nen.  

Gestützt darauf hat der Bundesrat die Verordnung über die pauschale Steuer-

anrechnung  vom  22.  August  1967  erlassen  (VO  pStA,  SR  672.201).  Gemäss  Art.  13 

Abs. 1 und 2 VO pStA wird die pauschale Steueranrechnung nur auf Antrag gewährt. 

Der Antrag ist auf einem besonderen Formular (Ergänzungsblatt pauschale Steueran-

rechnung  zum  Wertschriftenverzeichnis)  der  zuständigen  Amtsstelle  desjenigen  Kan-

tons  einzureichen,  in  dem  der  Antragssteller  am  Ende  der  Steuerperiode,  in  der  die 

Erträgnisse  fällig  wurden,  ansässig  war.  Der  Anspruch  auf  pauschale  Steueranrech-

nung erlischt, wenn der Antrag nicht innert drei Jahren nach Ablauf der Steuerperiode, 

in der  die  Erträgnisse fällig  geworden sind,  gestellt  wird (Art. 14  Abs. 2 VO  pStA).  Im 

Kanton  Zürich  entscheidet  das  kantonale  Steueramt  über  die  eingereichten  Anträge  

(§ 3 Abs. 1 der Verordnung über die Durchführung der pauschalen Steueranrechnung 

vom 7. Dezember 1967, VO DpSt, ZStB Nr. 45/510). Zuständig hierfür ist die Dienstab-

teilung Wertschriften (§ 12 lit. d der Verordnung über die Organisation des kantonalen 

Steueramts  vom  17.  Dezember  2008,  ZStB  Nr.  30/102).  Der  Entscheid kann mit  den 

gleichen Rechtmitteln angefochten werden wie der Entscheid über die Rückerstattung 

der eidgenössischen Verrechnungssteuer durch den Kanton (Art. 18 VO pStA; § 4 Abs. 

1 VO DpSt). Über Einsprachen entscheidet das kantonale Steueramt, über Beschwer-

den die kantonalen Steuerrekurskommissionen (§ 4 Abs. 2 VO DpSt).  

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b) Da bisher mit Bezug auf die Einkünfte aus der C GmbH & Co KG noch kein 

Antrag  auf  pauschale  Steueranrechnung  gestellt  worden  ist,  ist  das  Steuerrekursge-

richt für die Behandlung des Eventualantrags an sich noch nicht zuständig. Es erübrigt 

sich indessen, diesen an das kantonale Steueramt zur Behandlung zu überweisen, da 

die  dreijährige  Frist  Ende  2011  unstreitig  abgelaufen  und  er  damit  offensichtlich  ver-

spätet ist (vgl. RB 1980 Nr. 61).  

c) Die Pflichtigen beantragen die Neuansetzung der Frist zur Einreichung des 

Antrags auf pauschale Steueranrechnung. Sie begründen dies damit, dass ein solcher 

Antrag erst möglich sei, wenn es tatsächlich zu einer Besteuerung der Dividendenein-

künfte  in  der  Schweiz  komme.  Die  Dreijahresfrist  könne  deshalb  nicht  massgebend 

sein,  da  ansonsten  das  Recht  verjähre,  bevor  der  Antrag  tatsächlich  gestellt  werden 

könne. Es sei deshalb Art. 32 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Verrechnungssteu-

er  vom  13.  Oktober  1965  (VStG)  analog  anzuwenden.  Gemäss  dieser  Bestimmung 

beginnt mit Entrichtung der Steuer eine neue Frist von 60 Tagen zur Einreichung des 

Antrags  zu  laufen,  wenn  die  Verrechnungssteuer  erst  aufgrund  einer  Beanstandung 

der ESTV entrichtet und überwälzt  wird und die ordentliche Frist zu diesem Zeitpunkt 

bereits  abgelaufen  ist  oder  von  der  Entrichtung  der  Steuer  bis  zu  ihrem  Ablauf  nicht 

mindestens 60 Tage verbleiben.  

Den Pflichtigen ist insofern zuzustimmen, dass die Regelung über den Fristab-

lauf nach drei Jahren dann zu einem unbefriedigendem Ergebnis führt, wenn sich die 

Frage der pauschalen Steueranrechnung erstmals nach Ablauf der Frist stellt. Ein sol-

cher Fall liegt hier indessen nicht vor. Den rechtskundig vertretenen Pflichtigen wurde 

bereits mit Einschätzungsvorschlag 2008 vom 8. Juni 2011 angezeigt, dass das kanto-

nale  Steueramt  die  Einkünfte  aus  der  C  GmbH  &  Co  KG  als  Wertschriftenertrag  zu 

besteuern gedenkt. Mithin hätte für sie ab diesem Zeitpunkt Veranlassung bestanden, 

für  diesen  Fall  ein  Gesuch  um  pauschale  Steueranrechnung  zu  stellen.  Mit  Eingabe 

vom  27.  September  2011  liessen  sie  zwar  eingehend  zum  Einschätzungsvorschlag 

Stellung nehmen und haben sich insbesondere auch über doppelbesteuerungsrechtli-

che Fragen geäussert, hingegen kein Gesuch um pauschale Steueranrechnung einge-

reicht. Auch in späteren Schreiben liessen sie 2011 kein solches Gesuch stellen. Der 

Umstand, dass sie zu diesem Zeitpunkt für die Steuerperiode 2008 noch nicht definitiv 

veranlagt waren und die Besteuerung damit letztlich noch im Unklaren war, hätte sie in 

keiner Weise daran gehindert, wird doch der Antrag auf pauschale Steueranrechnung 

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auch sonst jeweils mit der Steuererklärung und damit vor dem Einschätzungsentscheid 

eingereicht.  

d)  Der  ungenutzte  Fristablauf  ist  deshalb  auf  ein  Versäumnis  der  Pflichtigen 

und  nicht  auf  äussere  Umstände  ausserhalb  ihrer  Einflusssphäre  zurückzuführen, 

weshalb für die Ansetzung einer Nachfrist keine Veranlassung besteht.  

5. Subeventualiter beantragen die Pflichtigen, die Dividenden lediglich im Net-

tobetrag, d.h. reduziert um die in Deutschland angefallenen und nicht rückforderbaren 

Quellensteuern im Umfang von 15% bzw. Fr. 328'943.-, zu besteuern.  

a) Wer die pauschale Steueranrechnung nicht beantragt oder darauf gemäss 

den  Art.  3  -  7  VO  pStA  keinen  Anspruch  hat,  kann  verlangen,  dass  bei  der  Veranla-

gung zu den schweizerischen Steuern vom Einkommen die im Vertragsstaat in Über-

einstimmung mit den Doppelbesteuerungsabkommen erhobenen Steuern vom Brutto-

betrag der Erträgnisse abgezogen werden (Nettobesteuerung, Art. 2 Abs. 3 VO pStA).  

b)  Nach  Art.  10  Abs.  2  lit.  c  DBA-D  beträgt  bei  Beteiligungen  wie  vorliegend 

der Anteil von nicht rückforderbaren deutschen Quellensteuern maximal 15% des Brut-

tobetrags der Dividenden. In diesem Umfang sind die schweizerische Steuerbehörden 

zur Entlastung verpflichtet (Art. 24 Abs. 2 Ziff. 2 DBA-D). Die C GmbH & Co KG erzielte 

2008 einen Gewinn von EUR 1'372'258.- (= Fr. 2'177'225.-), worin Dividendeneinkünfte 

von EUR 1'382'114.- aus ihren beiden Beteiligungen D GmbH und E GmbH enthalten 

sind. Sie entrichtet demnach darauf nicht rückforderbare deutsche Quellensteuern von 

EUR  207'317.-  (=  15%  von  EUR  1'382'114.-  bzw.  Fr.  328'929.-).  Der  Gewinn  der  C 

GmbH  &  Co KG  ist  deshalb  um  diesen Betrag zu  kürzen.  Der Wertschriftenertrag er-

rechnet sich demnach wie folgt:  

Ertrag C GmbH & Co KG   

./. nicht rückforderbare Quellensteuer  

Übriger Wertschriftenertrag  

Wertschriftenertrag  

Fr.  

2'177'225.- 

 - 328'929.- 

1'848'296.- 

   119'872.-  

1'968'168.-.  

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c) Anzufügen ist, dass Art. 5 Abs. 4 VO pStA (in der Fassung vom 15. Oktober 

2008) bei qualifizierten Beteiligungen wie vorliegend, bei welchen das Teileinkünftever-

fahren  zur  Anwendung  gelangt,  nur  eine  teilweise  Entlastung  vorsieht.  Da  diese  Be-

stimmung aber erst per 1. Januar 2009 in Kraft trat, kommt sie hier nicht zur Anwen-

dung, ebenso die ebenfalls erst per 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Bestimmungen 
über  das  Teileinkünfteverfahren  von  Art.  20  Abs.  1bis  DBG  bzw.  Art.  7  Abs.  1  Satz  1 

StHG.  

Die kantonale Bestimmung von § 35 Abs. 4 StG (in der Fassung vom 9. Juli 

2007) trat indessen bereits am 1. Januar 2008 in Kraft und wird von der Vorinstanz im 

vorliegenden  Fall  angewandt.  Diese  Bestimmung  sieht  vor,  dass  ausgeschüttete  Ge-

winne  aus  Kapitalgesellschaften  und  Genossenschaften  mit  Sitz  in  der  Schweiz  zur 

Hälfte des für das steuerbare Gesamteinkommen anwendbaren Steuersatzes besteu-

ert werden, sofern die steuerpflichtige Person mit wenigstens 10% am Aktien-, Grund- 

oder  Stammkapital  beteiligt  ist.  Dabei  handelt  es  sich  um  eine  Tarifbestimmung,  wel-

che  die  Bemessungsgrundlage  nicht  berührt.  Die  Frage  einer  Beschränkung  der  ab-

ziehbaren  Quellensteuern  analog  Art.  5  Abs.  4  VO  pStA  stellt  sich  hier  deshalb  von 

vornherein auch sinngemäss nicht. 

6. Wie bereits erwähnt, gewährt das kantonale Steueramt bei den Staats- und 

Gemeindesteuern  auf  dem  Ertrag  der  C  GmbH  &  Co  KG  von  Fr.  2'177'225.-  die 

Teilsatzbesteuerung  gemäss  §  35  Abs.  4  StG  (in  der  Fassung  vom  9.  Juli  2007). 

Nachdem mit vorliegendem Entscheid nur der Nettobetrag besteuert wird, ist auch nur 

dieser  der  Teilsatzbesteuerung  zugrunde  zu  legen.  Mit  dem  Teilsatz  zu  besteuern  ist 

demnach  ein Betrag  von  Fr.  1'848'296.-  bzw  gerundet  Fr.  1'848'200.-  (vgl.  E.  5b  vor-

stehend). 

7. Streitig ist bei den Staats- und Gemeindesteuern auch die Besteuerung des 

Vermögens der C GmbH & Co KG bei der Pflichtigen.  

a)  Nach  dem  innerstaatlichen  Recht  der  Schweiz  sind  Anteile  am  Vermögen 

einer  nichtkaufmännischen  Personengesellschaft,  die  über  keine  ständigen  körperli-

chen Anlagen und Einrichtungen am Gesellschaftssitz verfügt, am Hauptsteuerdomizil 

der Gesellschafter steuerbar (Höhn/Mäusli, § 13 N 19, insbes. Anmerkung 41). Mithin 

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kann diesbezüglich auf die vorstehenden Erwägungen verwiesen werden. Die Pflichti-

ge hat demnach nach schweizerischem Recht ihren Anteil am Vermögen der C GmbH 

& Co KG an ihrem innerkantonalen steuerlichen Wohnsitz zu versteuern.  

b) Gemäss Art. 22 Abs. 6 DBA-D können alle Vermögenswerte einer in einem 

Vertragsstaat  ansässigen  Person  nur  in  diesem  Staat  besteuert  werden,  sofern  Abs.  

1 - 5 keine andere Anknüpfung vorsehen. Art. 22 Abs. 2 DBA-D schreibt vor, dass be-

wegliches Vermögen, das Betriebsvermögen einer Betriebsstätte eines Unternehmens 

darstellt  oder  das  zu  einer  der  Ausübung  eines  freien  Berufes  dienenden  festen  Ein-

richtung gehört, in dem Vertragsstaat besteuert werden kann, in dem sich die Betriebs-

stätte oder  die feste  Einrichtung  befindet.  Auch hierzu kann auf  die vorstehenden  Er-

wägungen  verwiesen  werden.  Demnach  liegt  in  casu  mangels  Geschäftstätigkeit  in 

Deutschland  von  vornherein  keine  Betriebsstätte  vor  und  steht  die  Besteuerungsbe-

fugnis der schweizerischen Steuerbehörde daher unbeschränkt zu.  

8.  Gestützt  auf  diese  Erwägungen  sind  die  Beschwerde  und  der  Rekurs  teil-

weise gutzuheissen. Bei diesem Ausgang sind die Kosten des Verfahrens den Parteien 

anteilsmässig aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). Da sie weit 

überwiegend unterliegen, ist ihnen keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 144 

Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968 bzw. § 152 StG i. V. m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechts-

pflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG).  

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführer werden für die 

direkte Bundessteuer wie folgt veranlagt (Tarif gemäss  Art. 214 Abs. 2 DBG; Ver-

heiratetentarif):  

Steuerperiode 

2008 

steuerbar 

satzbestimmend 

Einkommen 

Fr. 

1'918'300.- 

2'175'300.-. 

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1 ST.2012.324 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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2.  Der  Rekurs  wird  teilweise  gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden  für  die  Staats- 

und Gemeindesteuern wie folgt eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 

Abs. 2 StG; Verheiratetentarif): 

Steuerperiode 

Einkommen 

Vermögen 

2008 

steuerbar 

1'918'600.- 

satzbestimmend 

2'175'500.- 

Fr. 

Fr. 

8'436'000.- 

9'103'000.- 

davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen: 

 Fr. 1'848'200.-. 

[…] 

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