# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1979be50-af4c-55d0-9846-2d50098f66b0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 01.09.2021 SK 2020 501
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2020-501_2021-09-01.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 20 501

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 1. September 2021 

Besetzung Obergerichtssuppleant Horisberger (Präsident i.V.), 
Oberrichterin Grütter, Oberrichter Aebi
Gerichtsschreiberin von Teufenstein

Verfahrensbeteiligte B.________
a.v.d. Rechtsanwältin A.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Anschlussberufungsführerin

und

C.________

Straf- und Zivilklägerin

Gegenstand Diebstahl (mehrfach), Sachbeschädigung (mehrfach), Hausfrie-
densbruch (mehrfach) etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 6. Mai 2020 (PEN 19 960)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (Kollegialgericht in Dreierbesetzung [nachfol-
gend teilweise: Vorinstanz]) erkannte mit Urteil vom 6. Mai 2020 Folgendes 
(pag. 652 ff. [Hervorhebungen im Original]):

I.

Das Strafverfahren gegen B.________ wegen 

1. der Sachbeschädigung, angeblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ zN 
E.________ im Sachschaden von ca. CHF 1'000.00 (Ziff. 2.1 in der AKS):

2. des Hausfriedensbruchs, angeblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ 
zN E.________ (Ziff. 3.1 in der AKS):

3. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen vom Januar 
2017 bis am 06. Mai 2017 sowie festgestellt am 30. September 2017 in F.________ und an-
derswo durch gelegentlichen Konsum von Marihuana und Kokain;

wird eingestellt,

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

II.

B.________ wird 

freigesprochen:

von den Anschuldigungen

1. des Diebstahls, angeblich mehrfach begangen zwischen dem ________ 2013 und am 
________ 2014 in D.________ und G.________; namentlich wie folgt:

1.1. zwischen dem ________ 2013 in D.________ zN H.________ im Deliktsbetrag von 
CHF  31'755.10 (Ziff. 1.1 in der AKS):

1.2. am ________ 2014 in G.________ zN I.________ im Deliktsbetrag von CHF 21'248.00 
(Ziff. 1.3 in der AKS);

2. der Sachbeschädigung, angeblich begangen am ________ 2014 in G.________ zN 
I.________ im Sachschaden von CHF 9'029.50 (Ziff. 2.2 in der AKS);

ohne Ausrichtung einer Entschädigung an B.________, aber unter Auferlegung der anteilsmässigen 
Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren von CHF 5'527.95 (1/3 der gesamten Ge-

3

bühren) und Auslagen von CHF 604.85 (1/3 der gesamten Auslagen), insgesamt bestimmt auf 
CHF  6'132.90, an den Kanton Bern.

Für die amtliche Verteidigung von B.________ 

• wird Rechtsanwältin A.________ bezüglich dieser Freisprüche eine Entschädigung von 
CHF 3'314.75 (1/3 der gesamten Entschädigung, namentlich: amtliche Entschädigung: 
CHF 2'970.00, Auslagen MWST-pflichtig: CHF 107.75, MWST 7.7 %: CHF 237.00) ausgerichtet. 

• wird Rechtsanwältin J.________ bezüglich dieser Freisprüche eine Entschädigung von 
CHF  2'957.95 (1/3 der gesamten Entschädigung, namentlich: amtliche Entschädigung 
RA: CHF 2'511.30, amtliche Entschädigung MLaw: CHF 97.20, Auslagen MWST-pflichtig: 
CHF 137.95, MWST 7.7 %: CHF 211.50) ausgerichtet. 

III.

B.________ wird hingegen

schuldig erklärt:

1. des Diebstahls, mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2015 in D.________, 
G.________ und K.________ im Gesamtdeliktsbetrag von CHF 84'742.05; namentlich wie folgt:

1.1. am ________ 2013 in D.________ zN L.________ im Deliktsbetrag von CHF 14'896.25 
und zN der H.________ im Deliktsbetrag von CHF 39'625.60 (Ziff. 1.2 in der AKS);

1.2. am ________ 2015 in G.________ zN I.________ im Deliktsbetrag von CHF 7'298.00 
(Ziff. 1.4 in der AKS);

1.3. am ________ 2015 in K.________ zN C.________ im Deliktsbetrag von CHF 22'922.20 
(Privatklägerin; Ziff. 1.5 in der AKS);

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2015 bis am 
________ 2015 in G.________ und K.________ im Gesamtsachschaden von CHF 5'460.25; 
namentlich wie folgt:

2.1. am ________ 2015 in G.________ zN I.________ im Sachschaden von CHF 2'932.10 
(Ziff. 2.3 in der AKS);

2.2. am ________ 2015 in K.________ zN C.________ im Sachschaden von CHF 2'528.15 
(Privatklägerin; Ziff. 2.4 in der AKS);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2015 in D.________ 
und K.________; namentlich wie folgt:

3.1. am ________ 2013 in D.________ zN L.________ und H.________ (Ziff. 3.2 in der 
AKS);

3.2. am ________ 2015 in K.________ zN C.________ (Privatklägerin; Ziff. 3.3 in der AKS);

4. des Führens eines Motorfahrzeuges ohne Berechtigung (trotz entzogenem Führeraus-
weis), mehrfach begangen in der Zeit von Ende November 2017 bis am 02. Juni 2018 in 
F.________ und der Region Bern (ca. 28 Fahrten; Ziff. 4.1 in der AKS); 

4

5. des Führens eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand (unter Alkohol (qualifiziert)- 
und Drogeneinfluss), begangen am 25. März 2018 in D.________ (Ziff. 4.2 in der AKS); 

6. des Führens eines nicht immatrikulierten und versicherten Motorfahrzeuges, mehrfach 
begangen in der Zeit von Ende März 2018 bis am 02. Juni 2018 in F.________ und der Region 
Bern (Ziff. 4.4 in der AKS); 

7. des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, mehrfach begangen in der Zeit von Ende 
März 2018 bis am 02. Juni 2018 in F.________ und der Region Bern (Ziff. 4.5 in der AKS); 

8. der einfachen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, mehrfach begangen 
wie folgt:

8.1. am 21. März 2018 in Bern durch Nichtbeachten eines Lichtsignals (Ziff. 4.6 in der AKS);

8.2. am 25. März 2018 in M.________ durch Nichtbeherrschen des Fahrzeuges (Ziff. 4.3 in 
der AKS)

8.3. am 28. Mai 2018 in N.________ durch Einstellen einer falschen Ankunftszeit auf der 
Parkscheibe (Ziff. 4.7 in der AKS);

8.4. am 02. Juni 2018 in N.________ durch Überschreitens der zulässigen Parkzeit um 4 -
 10 Stunden (Ziff. 4.7 in der AKS);

9. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen in der Zeit 
vom 07. Mai 2017 bis Juni 2018 (ausgenommen: festgestellt am 30. September 2017) in 
F.________ und der Region Bern durch gelegentlichen Konsum von Marihuana und Kokain 
(Ziff. 5 in der AKS);

und er wird in Anwendung der Art. 34, 40, 43, 44, 47, 49 Abs. 1 + 2, 106, 139 Ziff. 1, 144 Abs. 1, 186 
aStGB, Art. 10 Abs. 2, 27 Abs. 1, 31 Abs. 1 + 2, 55, 63 Abs. 1, 90 Abs. 1, 91 Abs. 2 lit. a und b, 95 
Abs. 1 lit. b, 96 Abs. 2, 97 Abs. 1 lit. a SVG, Art. 19a BetmG, Art. 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 26 Monaten und 10 Tagen, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil 
der regionalen Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 05. Mai 2017.

Davon sind 12 Monate zu vollziehen. Für eine Teilstrafe von 14 Monaten und 10 Tagen wird der 
Vollzug aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt.

2. Zu einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu CHF 30.00, ausmachend total CHF 150.00.

3. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 700.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 7 Tage festgesetzt, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil der regionalen 
Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 22. November 2017.

5

4. Zu den auf die Schuldsprüche entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Ge-
bühren von CHF 11'056.05 und Auslagen von CHF 1'209.70, insgesamt bestimmt auf 
CHF 12'265.75.

[…]

IV.

1. Rechtsanwältin J.________ wird rückwirkend per 20. April 2020 aus dem amtlichen Mandat ent-
lassen.

2. Die auf die Schuldsprüche entfallende amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die bis 
am 20. April 2020 dauernde amtliche Verteidigung von B.________ durch Rechtsanwältin 
J.________ werden wie folgt bestimmt:

[…]

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin J.________ für die amtliche Verteidigung von 
B.________ mit CHF 5'915.25. 

B.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen 
und Rechtsanwältin J.________ die Differenz von CHF 1'404.55 zwischen der amtlichen Ent-
schädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse 
erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

3. Die auf die Schuldsprüche entfallende amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die ab 
dem 21. April 2020 dauernde amtliche Verteidigung von B.________ durch Rechtsanwältin 
A.________ werden wie folgt bestimmt:

[…]

Der Kanton Bern entschädigt Rechtsanwältin A.________ für die amtliche Verteidigung von 
B.________ mit CHF 6'640.20. 

B.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen 
und Rechtsanwältin A.________ die Differenz von CHF 1'602.05 zwischen der amtlichen Ent-
schädigung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse 
erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

V.

B.________ wird in Anwendung von Art. 41 OR sowie Art. 126 StPO weiter verurteilt:

1. Zur Bezahlung von CHF 500.00 Schadenersatz an die Privatklägerin C.________.

2. Für die Beurteilung der Zivilklage werden keine Kosten ausgeschieden.

6

VI.

Weiter wird 

beschlossen:

1. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 
(PCN-Nr. ________) vorzeitig erteilt (Art. 16 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-ProfilG).

2. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erho-
benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten vorzeitig erteilt (Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. 
Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

3. [Eröffnungs- und Mitteilungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil vom 6. Mai 2020 meldete Rechtsanwältin A.________ für 
B.________ (nachfolgend: Beschuldigter) fristgerecht Berufung an (pag. 663).

Die schriftliche Urteilsbegründung datiert vom 23. November 2020 (pag. 671 ff.). 

Am 15. Dezember 2020 reichte Rechtsanwältin A.________ namens und im Auf-
trag des Beschuldigten form- und fristgerecht die Berufungserklärung ein und teilte 
mit, die Anfechtung beziehe sich auf die Schuldsprüche gemäss den Ziffern III/1, 2, 
3, 4, 6 und 7 des Urteils vom 6. Mai 2020 sowie auf die Strafzumessung, die Zivil-
klage und die entsprechenden Kostenfolgen (pag. 766 ff.).

Mit Eingabe vom 21. Dezember 2020 erklärte die Generalstaatsanwaltschaft An-
schlussberufung zur Berufung des Beschuldigten und beschränkte diese auf die 
Freisprüche von den Anschuldigungen des Diebstahls, mehrfach begangen, und 
der Sachbeschädigung sowie auf die Schuldsprüche wegen Führens eines Motor-
fahrzeuges ohne Berechtigung und wegen einfacher Verkehrsregelverletzung 
durch Nichtbeherrschen des Fahrzeugs. Die Strafzumessung und die Kostenfolgen 
focht die Generalstaatsanwaltschaft ebenfalls an. Gleichzeitig teilte sie mit, aus 
Sicht der Generalstaatsanwaltschaft bestehe kein Grund für ein Nichteintreten auf 
die Berufung des Beschuldigten (zum Ganzen pag. 777 ff.).

Rechtsanwältin A.________ teilte mit Schreiben vom ________ 2021 mit, seitens 
des Beschuldigten werde kein Nichteintreten auf die Anschlussberufung beantragt 
(pag. 784).

Die C.________ als Straf- und Zivilklägerin (nachfolgend: Straf- und Zivilklägerin) 
liess sich weder zur Berufung noch zur Anschlussberufung vernehmen 
(vgl. pag. 780 und pag. 787).

Am 1. April 2021 wurden die Parteien zur oberinstanzlichen Hauptverhandlung vor-
geladen, wobei der Straf- und Zivilklägerin das Erscheinen freigestellt wurde 
(pag. 789 ff.). Die Straf- und Zivilklägerin erschien daraufhin nicht zur Berufungs-
verhandlung (vgl. pag. 855). 

7

3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2020 beantragte Rechtsanwältin A.________ für 
den Beschuldigten, [in der Berufungsverhandlung] seien die Belastungszeugen 
L.________, H.________, I.________ sowie die Straf- und Zivilklägerin einzuver-
nehmen. Weiter seien die Belastungszeugen O.________, P.________ 
Q.________ erneut zu befragen (zum Ganzen pag. 770). Die Generalstaatsanwalt-
schaft beantragte am 21. Dezember 2020 die Abweisung dieser Beweisanträge 
(pag. 779). Mit Beschluss vom 1. April 2021 wies die Kammer die Beweisanträge 
des Beschuldigten begründet ab (pag. 787).

Von Amtes wegen wurden über den Beschuldigten ein aktueller Strafregisteraus-
zug (datierend vom 2. August 2021 [pag. 807 ff.]) und ein Leumunds- bzw. Informa-
tionsbericht (datierend vom 23. Juli 2021 [pag. 799 ff.]) inklusive Formular über sei-
ne wirtschaftlichen Verhältnisse und Betreibungsregisterauszug (datierend vom 
12. Juli 2021 [pag. 802 ff.]) eingeholt. Weiter wurden bei der Staatsanwaltschaft 
Brugg-Zurzach die Akten ST.2020.1833 betreffend den Beschuldigten ediert 
(pag. 813 ff.).

In der Berufungsverhandlung wurde der Beschuldigte erneut zur Person und zur 
Sache befragt (pag. 856 ff.). Die Beweisergänzungsanträge von Rechtsanwältin 
A.________, wonach (1) die Vertreter der L.________, der H.________, der 
I.________ und der Straf- und Zivilklägerin als Auskunftspersonen einzuvernehmen 
und (2) die Belastungszeugen O.________, P.________ Q.________ erneut zu be-
fragen seien, wurden erneut begründet abgewiesen (vgl. pag. 863).

4. Anträge der Parteien

Rechtsanwältin A.________ stellte für den Beschuldigten in der Berufungsverhand-
lung folgende Anträge (pag. 887 ff. [Hervorhebungen im Original]):

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts vom 6. Mai 2020 insoweit in Rechtskraft 
erwachsen ist, als

das Strafverfahren ohne Ausrichtung einer separaten Entschädigung und ohne Ausscheidung von 
separaten Verfahrenskosten eingestellt wurde wegen

1. Sachbeschädigung, angeblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ 
zN E.________ im Sachschaden von CHF 1'000.00,

2. Hausfriedensbruch, angeblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ 
zN E.________ und

3. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen vom Janu-
ar 2013 bis 6. Mai 2017 sowie festgestellt am 30. September in F.________ und anderswo 
durch gelegentlichen Konsum von Marihuana und Kokain.

und B.________ schuldig gesprochen wurde wegen

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1. Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand, begangen am 25. März 2018 in 
D.________ und anderswo,

2. Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (Nichtbeachten eines Lichtsignals am 
21. März 2018 in Bern, Einstellen einer falschen Ankunftszeit und Überschreiten der Parkzeit um 
4-10 Stunden am 28. Mai 2018 und am 2. Juni 2018 in N.________),

3. Konsumwiderhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen in der 
Zeit vom 07. Mai 207 [recte: 2017] bis Juni 2018 in F.________ und der Region Bern durch ge-
legentlichen Konsum von Marihuana und Kokain.

II.

B.________ sei freizusprechen von den Anschuldigungen 

1. des Diebstahls, angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2013 bis am 
.________ 2015 in D.________, G.________ und K.________ im Gesamtdeliktsbetrag von 
CHF 137'745.15; namentlich wie folgt:

1.1. am ________ 2015 in D.________ zN H.________ im Deliktsbetrag von CHF 31'755.10;

1.2. am ________ 2013 in D.________ zN L.________ im Deliktsbetrag von CHF 14'896.25 
und zN der H.________ im Deliktsbetrag von CHF 39'625.60;

1.3. am ________ 2014 in G.________ zN I.________ im Deliktsbetrag von CHF 21'248.00;

1.4. am ________ 2015 in G.________ zN I.________ im Deliktsbetrag von CHF 7'298.00;

1.5. am .________ 2015 in K.________ zN C.________ im Deliktsbetrag von CHF 22'922.20.

2. der Sachbeschädigung angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2014 bis am 
.________ 2015 in G.________ und K.________ im Gesamtsachschaden von CHF 14'489.75; 
namentlich wie folgt:

2.1. am ________ 2014 in G.________ zN I.________ im Sachschaden von CHF 9'029.50;

2.2. am ________ 2015 in G.________ zN I.________ im Sachschaden von CHF 2'932.10;

2.3. am .________ 2015 in K.________ zN C.________ im Sachschaden von CHF 2'528.15.

3. des Hausfriedensbruchs angeblich mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2013 bis am 
.________ 2015 in D.________ und K.________; namentlich wie folgt:

3.1. am ________ 2013 in D.________ zN L.________ und H.________;

3.2. am .________ 2015 in K.________ zN C.________.

Unter Ausrichtung einer Entschädigung von mindestens ¾ der Aufwände gemäss Kostennote vom 
4. Mai 2020 für das erstinstanzliche Verfahren und von mindestens ¾ der Aufwände gemäss einzu-
reichender Kostennote für das oberinstanzliche Verfahren sowie

unter Auferlegung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten von mindestens ¾ der ge-
samten Verfahrenskosten an den Kanton Bern.

III.

9

B.________ sei schuldig zu sprechen

1. des Führens eines Motorfahrzeuges ohne Berechtigung (trotz entzogenem Führerausweis), 
mehrfach begangen in der Zeit vom 5. Februar 2018 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der 
Region Bern (4 Fahrten);

2. des Führens eines nicht immatrikulierten und versicherten Motorfahrzeuges, mehrfach be-
gangen in der Zeit von Ende März 2018 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der Region Bern 
(2 Fahrten);

3. des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, mehrfach begangen in der Zeit von Ende 
März 2018 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der Region Bern (2 Fahrten);

4. der einfachen Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz, durch Nichtbeherrschen 
des Fahrzeuges am 25. März 2018 in M.________.

und zu verurteilen:

1. Zu einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu CHF 30.00, ausmachend total CHF 3'000.00. Der 
Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre festzulegen.

2. Zu einer Verbindungsbusse von CHF 1'300.00.

3. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 700.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 7 Tage festgesetzt, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil der regionalen 
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 22. November 2017.

4. Zu den auf den Schuldspruch entfallenden erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten, 
maximal aber zu ¼ der gesamten Verfahrenskosten, unter Vorbehalt der Bestimmungen über 
die amtliche Verteidigung.

IV.

Die Zivilklage sei abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen,
ohne Ausrichtung einer separaten Entschädigung und ohne Ausscheidung von separaten Verfah-
renskosten.

V. 

Weiter sei zu verfügen:

1. Die amtliche Verteidigung sei für das oberinstanzliche Verfahren angemessen zu entschädi-
gen.

2. Es seien die notwendigen Verfügungen zu erlassen.

Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte in der oberinstanzlichen Hauptverhand-
lung Folgendes (pag. 884 ff. [Hervorhebungen im Original]):

I.

Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Kollegial-
gericht in Dreierbesetzung) vom 6. Mai 2020 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich

10

1. der Einstellung des Strafverfahrens gegen B.________ ohne Ausrichtung einer Entschädi-
gung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten wegen

1.1 Sachbeschädigung, angeblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ 
z.N. E.________ im Sachschaden von ca. CHF 1'000.00 (Ziff. 2.1 AKS);

1.2 Hausfriedensbruchs, angeblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ 
z.N. E.________ (Ziff. 3.1 AKS);

1.3 Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen vom Janu-
ar 2017 bis am 6. Mai 2017 sowie festgestellt am 30. September 2017 in F.________ und 
anderswo durch gelegentlichen Konsum von Marihuana und Kokain;

2. der Schuldsprüche wegen

2.1 Führens eines Motorfahrzeuges in fahrunfähigem Zustand (unter Alkohol, qualifiziert 
und Drogeneinfluss), begangen am 25. März 2018 in D.________ (Ziff. 4.2 AKS);

2.2 einfachen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, mehrfach begangen 
am 21. März 2018 in Bern durch Nichtbeachten eines Lichtsignals (Ziff. 4.6 AKS), am 
28. Mai 2018 in N.________ durch Einstellen einer falschen Ankunftszeit auf der Park-
scheibe (Ziff. 4.7 AKS) und am 2. Juni 2018 in N.________ durch Überschreitens der 
zulässigen Parkzeit um 4-10 Stunden (Ziff. 4.7 AKS);

2.3 Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach begangen in der Zeit 
vom 7. Mai 2017 bis Juni 2018 (ausgenommen: festgestellt am 30. September 2017) in 
F.________ und der Region Bern durch gelegentlichen Konsum von Marihuana und Ko-
kain (Ziff. 5 AKS).

II.

B.________ sei schuldig zu erklären wegen:

1. Diebstahls, mehrfach begangen (Gesamtdeliktsbetrag von CHF 84'742.05)

1.1 zwischen dem ________ 2013 in D.________ z.N. H.________ im Deliktsbetrag von 
CHF 31'755.10 (Ziff. 1.1 AKS);

1.2 am ________ 2013 in D.________ z.N. L.________ im Deliktsbetrag von CHF 14'896.25 
und z.N. der H.________ im Deliktsbetrag von CHF 39'625.60 (Ziff. 1.2 AKS);

1.3 am ________ 2014 in G.________ z.N. I.________ im Deliktsbetrag von CHF 21'248.00 
(Ziff. 1.3 AKS);

1.4 am ________ 2015 in G.________ z.N. I.________ im Deliktsbetrag von CHF 7'298.00 
(Ziff. 1.4 AKS);

1.5 am .________ 2015 in K.________ z.N. C.________ im Deliktsbetrag von CHF 22'922.20 
(Privatklägerin; Ziff. 1.5 in der AKS);

2. Sachbeschädigung, mehrfach begangen

2.1 am ________ 2014 in G.________ z.N. I.________ im Sachschaden von CHF 9'029.50 
(Ziff. 2.2 AKS);

11

2.2 am ________ 2015 in G.________ z.N. I.________ im Sachschaden von CHF 2'932.10 
(Ziff. 2.3 AKS);

2.3 am 5./.________ 2015 in K.________ z.N. C.________ im Sachschaden von 
CHF 2'528.15 (Privatklägerin; Ziff. 2.4 AKS);

3. Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

3.1 am ________ 2013 in D.________ z.N. L.________ und H.________ (Ziff. 3.2 AKS);

3.2 am .________ 2015 in K.________ z.N. C.________ (Ziff. 3.3 AKS);

4. Führens eines Motorfahrzeuges ohne Berechtigung (trotz entzogenem Führerausweis), 
mehrfach begangen in der Zeit von Ende November 2017 bis am 2. Juni 2018 in F.________ 
und der Region Bern (mindestens 50 Fahrten; Ziff. 4.1 AKS);

5. grober Verkehrsregelverletzung durch Nichtbeherrschen des Fahrzeugs, begangen am 
25. März 2018 in M.________ (Ziff. 4.3 AKS);

6. Führens eines nicht immatrikulierten und versicherten Motorfahrzeuges, mehrfach be-
gangen in der Zeit von Ende März 2018 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der Region 
Bern (Ziff. 4.4 AKS);

7. Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, mehrfach begangen in der Zeit von Ende 
März 2018 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der Region Bern (Ziff. 4.5 AKS).

III.

B.________ sei gestützt hierauf sowie die rechtskräftigen Schuldsprüche und in Anwendung von 
Art. 34, 40, 47, 49 Abs. 1 und 2, 106, 139 Ziff. 1, 144 Abs. 1, 186 aStGB; Art. 10 Abs. 2, 27 Abs. 1, 31 
Abs. 1 und 2, 55, 63 Abs. 1, 90 Abs. 2, 91 Abs. 2 lit. a und b, 95 Abs. 1 lit. b, 96 Abs. 2, 97 Abs. 1 
lit. a SVG; Art. 19a BetmG; Art. 426 ff. StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 35 Monaten, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil der regionalen 
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 5. Mai 2017;

2. zu einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu CHF 30.00, ausmachend CHF 150.00;

3. zu einer Busse von CHF 500.00, als Zusatzstrafe zum Urteil der regionalen Staatsanwaltschaft 
Bern-Mittelland vom 22. November 2017 (Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen);

4. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine angemessene 
Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

12

IV.

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. Das Honorar der amtlichen Verteidigerin sei gerichtlich zu bestimmen (Art. 135 StPO).

2. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. ________) sei nach Ablauf 
der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

3. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten sei 
nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. Art. 19 
Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten). 

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Infolge der beschränkten Berufung des Beschuldigten und der beschränkten An-
schlussberufung der Generalstaatsanwaltschaft ist das Urteil des Regionalgerichts 
Bern-Mittelland vom 6. Mai 2020 insoweit in Rechtskraft erwachsen, als:

- das Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen Sachbeschädigung, an-
geblich begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ zum Nachteil 
der E.________, wegen Hausfriedensbruchs, angeblich begangen zwischen 
dem ________ 2013 in D.________ zum Nachteil der E.________ und wegen 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen von 
Januar 2017 bis am 6. Mai 2017 sowie festgestellt am 30. September 2017 in 
F.________ und anderswo durch gelegentlichen Konsum von Marihuana und 
Kokain, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von 
Verfahrenskosten eingestellt wurde (Ziff. I/1-3 des erstinstanzlichen Urteilsdis-
positivs [pag. 652]);

- der Beschuldigte schuldig erklärt wurde des Führens eines Motorfahrzeuges in 
fahrunfähigem Zustand, begangen am 25. März 2018 in D.________ (Ziff. III/5 
des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 655]), der einfachen Verkehrsre-
gelverletzung, mehrfach begangen am 21. März 2018 in Bern durch Nichtbe-
achten eines Lichtsignals, am 28. Mai 2018 in N.________ durch Einstellen ei-
ner falschen Ankunftszeit auf der Parkscheibe und am 2. Juni 2018 in 
N.________ durch Überschreitens der zulässigen Parkzeit um vier bis zehn 
Stunden (Ziff. III/8.1, 8.3 und 8.4 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs 
[pag. 655]) sowie der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
mehrfach begangen in der Zeit vom 7. Mai 2017 bis Juni 2018 (ausgenommen: 
festgestellt am 30. September 2017) in F.________ und der Region Bern durch 
gelegentlichen Konsum von Marihuana und Kokain (Ziff. III/9 des erstinstanzli-
chen Urteilsdispositivs [pag. 655]).

Angefochten und von der Kammer zu beurteilen sind demgegenüber die erstin-
stanzlichen Schuldsprüche wegen Diebstahls, mehrfach begangen in der Zeit vom 
________ 2013 bis am .________ 2015 in D.________, G.________ und 
K.________ (Ziff. III/1.1-1.3 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 654]), we-
gen Sachbeschädigung, mehrfach begangen in der Zeit vom ________ 2015 bis 
am .________ 2015 in G.________ und K.________ (Ziff. III/2.1+2.2 des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 654]), wegen Hausfriedensbruchs, mehrfach 

13

begangen in der Zeit vom ________ 2013 bis am .________ 2015 in D.________ 
und K.________ (Ziff. III/3.1+3.2 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs 
[pag. 654]), wegen Führens eines Motorfahrzeuges ohne Berechtigung (trotz ent-
zogenem Führerausweis), mehrfach begangen in der Zeit von Ende November 
2017 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der Region Bern (Ziff. III/4 des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 655]), wegen Führens eines nicht immatrikulier-
ten und versicherten Motorfahrzeuges, mehrfach begangen in der Zeit von Ende 
März 2018 bis am 2. Juni 2018 in F.________ und der Region Bern (Ziff. III/6 des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 655]), wegen Missbrauchs von Ausweisen 
und Schildern, mehrfach begangen in der Zeit von Ende März 2018 bis am 2. Ju-
ni 2018 in F.________ und der Region Bern (Ziff. III/7 des erstinstanzlichen Urteils-
dispositivs [pag. 655]) und wegen einfacher Verkehrsregelverletzung, begangen 
am 25. März 2018 in M.________ durch Nichtbeherrschen des Fahrzeuges 
(Ziff. III/8.2 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 655]). 

Weiter hat die Kammer die Freisprüche von den Anschuldigungen des Diebstahls, 
angeblich mehrfach begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________ sowie 
am ________ 2014 in G.________ (Ziff. II/1.1+1.2 des erstinstanzlichen Urteilsdis-
positivs [pag. 653]), und von der Anschuldigung der Sachbeschädigung, angeblich 
begangen am ________ 2014 in G.________ (Ziff. II/2 des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs [pag. 653]), zu überprüfen.

Folglich sind auch die Sanktion sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen neu 
zu beurteilen.

Schliesslich ist neu über die Verfügungen betreffend DNA-Profil und der weiteren 
erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten (Ziff. VI/1+2 des erstin-
stanzlichen Urteilsdispositivs [pag. 658]) zu befinden, weil diese der Rechtskraft 
nicht zugänglich sind.

Die Kammer verfügt dabei über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 der Schweizeri-
schen Strafprozessordnung [StPO; SR 312.0]). Mangels eigenständiger Berufung 
oder Anschlussberufung der Straf- und Zivilklägerin ist die Kammer in Bezug auf 
die Zivilklage gegen den Beschuldigten an das Verschlechterungsverbot gemäss 
Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden, d.h. sie darf das Urteil insoweit nicht zu Unguns-
ten des Beschuldigten abändern. In Bezug auf die übrigen zu überprüfenden Punk-
te gilt das Verbot der reformatio in peius nicht.

II. Vorbemerkungen zum Aufbau des Motivs

Im Folgenden werden dem Aufbau der Vorinstanz folgend zunächst die Einbruch-
diebstähle, inklusive die Sachbeschädigungen und die Hausfriedensbrüche behan-
delt (E. III unten), ehe in einem zweiten Schritt auf die Widerhandlungen gegen das 
Strassenverkehrsgesetz [SVG; SR 741.01] eingegangen wird (E. IV unten). Dabei 
werden – je gesondert – nach einer Beweiswürdigung die Sachverhalte betreffend 
die einzelnen Vorwürfe eruiert und direkt im Anschluss rechtlich gewürdigt. 
Schliesslich folgt die Strafzumessung (E. V unten).

14

Angesichts dessen, dass die Vorinstanz die vorhandenen Beweismittel und Aussa-
gen sehr ausführlich, vollständig und korrekt wiedergegeben und ihr Urteil aus 
Sicht der Kammer generell sorgfältig und grösstenteils überzeugend begründet hat, 
rechtfertigt es sich, nachfolgend teilweise integral auf die entsprechenden Erwä-
gungen der Vorinstanz zu verweisen und diese – insbesondere unter Berücksichti-
gung der oberinstanzlichen Einwände des Beschuldigten – punktuell zu ergänzen. 

III. Sachverhalt, Beweiswürdigung und rechtliche Würdigung betreffend die Ein-
bruchdiebstähle, die Sachbeschädigungen und die Hausfriedensbrüche

6. Anklagesachverhalte

Vorab sei festgehalten, dass sich die vorliegend zu beurteilenden Einbruch-
diebstähle auf insgesamt drei Lokalitäten beziehen: Die Diebstähle gemäss den Zif-
fern 1.1 und 1.2 der Anklageschrift haben sich in D.________ ereignet. Bei diesen 
sind neben der H.________ einmal die E.________ (betreffend Ziff. 1.1 AKS) und 
einmal die L.________ (betreffend Ziff. 1.2 AKS) Geschädigte. Die H.________ 
hatte innerhalb dieser Geschäfte – die zwischen den beiden Vorfällen offensichtlich 
gewechselt haben – einen eigenen Bereich (vgl. Foto pag. 245). Bei den 
Diebstählen gemäss den Ziffern 1.3 und 1.4 der Anklageschrift war beide Male die 
I.________ in G.________ betroffen. Der Diebstahl gemäss Ziffer 1.5 der Anklage-
schrift in K.________ ereignete sich zum Nachteil der Straf- und Zivilklägerin. 

Konkret wird dem Beschuldigten mit Anklageschrift vom 22. November 2019 – so-
weit oberinstanzlich noch relevant – vorgeworfen, sich durch nachfolgend zitiertes 
Tatvorgehen des mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung und 
des mehrfachen Hausfriedensbruchs schuldig gemacht zu haben (pag. 464 ff.):

1. [Diebstähle]

1.1 B.________ warf in der Zeitspanne vom ________ 2013 bis ________ 2013, 08.00 Uhr, an der 
R.________ (Strasse) in D.________, mit einem Stein ein Fenster bei der E.________ ein und 
öffnete dieses. Er stieg durch das Fenster ein und gelangte durch dieses Geschäft in die einge-
mieteten Lokalitäten der H.________. Hier entwendete er – und ein allfälliger unbekannter Mit-
täter – 145 Wagen, 45 Lokomotiven, acht Triebwagen, sechs ICN Startpackungen, sieben Lok 
Pilot im Wert von CHF 21'483.20 und diverses Zubehör (Gleise, Schienenverbindungen, Wei-
chen) im Wert von CHF 10'271.90. Der Gesamtdeliktsbetrag betrug CHF 31'755.10 (vgl. dazu im 
Einzelnen die Auflistungen in der Anzeige vom ________ 2013 sowie die Zusammenstellungen 
der Geschädigten). Das Deliktsgut wurde mit im Objekt behändigten Kehrichtsäcken abtranspor-
tiert. 

1.2 B.________ entfernte am ________ 2013, ca. um 21:00 Uhr, an der R.________ (Strasse) in 
D.________ mit mitgeführtem Werkzeug die Scharnierbolzen der Seiteneingangstüre. Ansch-
liessend hebelte er die Türe aus, betrat die Liegenschaft und behändigte bei der Firma 
L.________ diverse Werkzeuge insbesondere der Marken Bosch und Makita (sieben Ak-
kuschrauber, sieben Bohrmaschinen, sechs Sägen, zwei Schleifmaschinen, ein Werkzeugkoffer, 
ein Montageset, ein Staubsauger, ein Ortungsgerät, zwei Entfernungsmesser, zwei Laser, De-
liktsbetrag CHF 14'896.25). Bei der H.________ wurden diverse Glasvitrinen aufgebrochen und 
zahlreiche (über 40) Lokomotiven, Wagen, Schienen, Weichen und anderes Eisenbahnzubehör 

15

im Deliktsbetrag von CHF 39'625.60 entwendet (vgl. dazu im Detail die Anzeige vom 19. No-
vember 2013 und die Liste Diebesgut vom 19. November 2013).

1.3 B.________ hebelte am ________ 2014, ca. 22:00 Uhr, an der S.________ (Strasse) in 
G.________, I.________, mittels Werkzeug die Schaufensterscheibe aus dem Fensterrahmen. 
Aus der Auslage des Schaufensters konnte er insgesamt elf Damenringe, sieben Bracelets, vier 
Colliers und 23 Armbanduhren im Gesamtwert von CHF 21'248.00 behändigen. 

1.4 B.________ hebelte in der Nacht vom ________ 2015 an der S.________ (Strasse) in 
G.________, I.________, mittels Werkzeug die Schaufensterscheibe aus dem Fensterrahmen. 
Aus der Auslage des Schaufensters konnte er insgesamt 26 Armbanduhren, sechs Damenringe, 
zwei Goldarmbänder, fünf Süsswasserperlenketten und ein Posten Silberschmuck im Gesamt-
wert von CHF 7'298.00 behändigen. 

1.5 B.________ schlug mit einem Werkzeug in der Nacht vom .________ 2015 die Schaufenster-
scheibe der C.________ am T.________ (Ort) in K.________ ein. Er betrat das Verkaufsge-
schäft und behändigte zahlreiche (über 20) Lokomotiven, Eisenbahnwagen und weiteres Zu-
behör im Gesamtdeliktsbetrag von CHF 26'922.20 aus den Regalen bzw. aus einer ebenfalls 
beschädigten Vitrine. Ein Teil dieser Beute, maximal für CHF 4'000.00, wurde durch B.________ 
versucht, weiter zu verkaufen. Für diesen Teil erfolgte eine Verurteilung wegen Hehlerei. Dieser 
Betrag ist vom Deliktsbetrag abzuziehen. Es verbleibt ein Deliktsbetrag von CHF 22'922.20. 

2.   [Sachbeschädigungen]

2.1 [rechtskräftige Einstellung]

2.2 B.________ hebelte am ________ 2014, ca. 22:00 Uhr, an der S.________ (Strasse) in 
G.________, I.________, mittels Werkzeug die dreifachverglaste Schaufensterscheibe aus dem 
Fensterrahmen. Dabei entstand ein Sachschaden von CHF 9'029.50. Es musste das Glas und 
der Rahmen ersetzt sowie ein Provisorium errichtet werden. 

2.3 B.________ hebelte in der Nacht vom ________ 2015 an der S.________ (Strasse) in 
G.________, I.________, mittels Werkzeug die Schaufensterscheibe aus dem Fensterrahmen. 
Dabei entstand an der dreifachverglasten Scheibe ein Sachschaden von CHF 2'932.10.

2.4 B.________ schlug mit einem Werkzeug in der Nacht vom .________ 2015 die Schaufenster-
scheibe der C.________ am T.________ (Ort) in K.________ ein. Zudem beschädigte er eine 
Vitrine und es entstand ein Gesamtsachschaden von CHF 2'528.15.   

3. [Hausfriedensbrüche]

3.1 [rechtskräftige Einstellung]

3.2 B.________ entfernte am ________ 2013, ca. um 21:00 Uhr, an der R.________ (Strasse) in 
D.________ mit mitgeführtem Werkzeug die Scharnierbolzen der Seiteneingangstüre. Ansch-
liessend hebelte er die Türe aus und betrat zur Begehung des Diebstahles die Liegenschaft wi-
derrechtlich und gegen den Willen der Berechtigten H.________ und L.________.

3.3 B.________ schlug mit einem Werkzeug in der Nacht vom .________ 2015 die Schaufenster-
scheibe der C.________ am T.________ (Ort) in K.________ ein und betrat zur Begehung des 
Diebstahles die Liegenschaft widerrechtlich und gegen den Willen des Berechtigten. 

16

7. Unbestrittener / bestrittener Sachverhalt

Der Beschuldigte bestreitet auch oberinstanzlich jegliche Beteiligung an den ihm 
vorgeworfenen Einbruchdiebstählen in D.________, G.________ und K.________. 

Unbestritten ist daher einzig das Rahmengeschehen. Zunächst ist somit klar, dass 
der Beschuldigte im Tatzeitraum für eine gewisse Zeit in D.________ wohnte und 
das Geschäft der H.________ kannte (u.a. pag. 233 Z. 140 ff., pag. 235 Z. 218, 
pag. 241 Z. 109 und pag. 600 Z. 30 ff.). Weiter ist unbestritten, dass er zu dieser 
Zeit Alkohol und Drogen – insbesondere Marihuana und Kokain – konsumierte 
(u.a. pag. 261 Z. 244 ff., pag. 262 Z. 51 ff., pag. 602 Z. 15 ff., pag. 605 Z. 5 ff. und 
pag. 608 Z. 30 ff.). Ebenfalls nicht bestritten ist, dass in die in der Anklageschrift 
genannten Geschäfte eingebrochen wurde und dass dabei die in den entsprechen-
den Anzeigerapporten aufgelisteten Gegenstände gestohlen sowie die beschriebe-
nen Sachschäden angerichtet wurden. Zu präzisieren ist insoweit jedoch, dass bei 
der H.________ am ________ 2013 entgegen der Anklageschrift wohl nicht diver-
se Glasvitrinen aufgebrochen wurden (vgl. Ziff. 1.2 [pag. 465]), sondern – wie aus 
dem Anzeigerapport vom 19. November 2013 hervorgeht – «nur» eine Glasvitrine 
zerstört wurde und ersetzt werden musste (vgl. pag. 053). Schliesslich ist unbestrit-
ten, dass der Beschuldigte am ________ 2015, d.h. eine Woche nach dem Ein-
bruchdiebstahl in K.________, versucht hatte, im Geschäft U.________ in 
V.________ drei Tragtaschen voll Modelleisenbahnen und Zubehör im Gesamtwert 
von CHF 4'167.35 zu verkaufen und dafür mit Urteil vom 4. Oktober 2016 rechts-
kräftig wegen Hehlerei verurteilt wurde (pag. 122 und u.a. pag. 486).

Bestritten und beweismässig zu klären ist hingegen, ob es der Beschuldigte war, 
der diese Einbruchdiebstähle und damit einhergehend die Sachbeschädigungen 
sowie die Hausfriedensbrüche in D.________, G.________ und K.________ be-
gangen hat.

8. Beweismittel

Die Vorinstanz hat die zur Klärung dieser Fragen zur Verfügung stehenden objekti-
ven Beweismittel – insbesondere die Berichts- und Sammelrapporte sowie die Er-
gebnisse der Untersuchungen des Kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspoli-
zei Bern (nachfolgend: KTD) – vollständig und korrekt zusammengefasst; darauf 
kann verwiesen werden (S. 13 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; 
pag. 683 ff.). Weiter hat sie die wesentlichen Aussagen des Beschuldigten im 
Rahmen ihrer Beweiswürdigung zutreffend wiedergegeben, auch hierauf kann ver-
wiesen werden (S. 18 ff. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 688 ff.). Neu 
in den Akten befindet sich das Protokoll der oberinstanzlichen Einvernahme des 
Beschuldigten (pag. 856 ff.) und die in Erwägung 3 oben erwähnten edierten Unter-
lagen. Es wird darauf verzichtet, die oberinstanzliche Einvernahme des Beschuldig-
ten nachfolgend zusammengefasst wiederzugegeben, zumal – soweit relevant – di-
rekt im Rahmen der konkreten Beweiswürdigung auf einzelne Beweismittel einge-
gangen wird (E. 9 unten).

17

9. Beweiswürdigung durch die Kammer

9.1 Theoretische Grundlagen der Beweiswürdigung und Aussageanalyse

Betreffend die theoretischen Grundlagen zur Beweiswürdigung kann vorab auf die 
zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (S. 17 der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung; pag. 687).

Liegen in einem Fall keine direkten Beweise vor, ist nach Rechtsprechung des 
Bundesgerichts auch ein indirekter Beweis zulässig. Indizien sind Tatsachen, von 
denen auf das Vorliegen einer unmittelbar entscheiderheblichen Tatsache ge-
schlossen werden kann. Eine Mehrzahl von Indizien, welche für sich allein betrach-
tet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine bestimmte Tatsache oder 
Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offenlassen, können in ihrer Gesamtheit 
ein Bild erzeugen, das den Schluss auf den vollen rechtsgenüglichen Beweis von 
Tat oder Täter erlaubt (Urteil des Bundesgerichts 6B_1094/2017 vom 11. Juni 2019 
E. 2.2, mit Hinweisen). 

Zur Aussageanalyse ist festzuhalten, dass bei der Überprüfung der Glaubhaftigkeit 
von Aussagen nach Massgabe der modernen Aussagepsychologie weniger die all-
gemeine Glaubwürdigkeit oder Wahrhaftigkeit der jeweiligen Aussageperson an 
sich, als vielmehr die spezielle Glaubhaftigkeit ihrer im Einzelfall zu überprüfenden, 
konkreten Aussage von Bedeutung ist (NACK, in: Kriminalistik 4/95, Glaubwürdig-
keit und Glaubhaftigkeit, in Kriminalistik 4/95, S. 257 ff., mit Hinweisen; BEN-
DER/NACK/TREUER, Tatsachenfeststellung vor Gericht, Glaubwürdigkeits- und Be-
weislehre, Vernehmungslehre, 4. A. 2014, N 219 ff.). Die Aussageanalyse stellt die 
konkrete Aussage in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Dabei wird der Inhalt der 
Aussage anhand bestimmter Kriterien analysiert. Dahinter steht die Überlegung, 
dass jemand, der ein reales Erlebnis schildert, dies quantitativ und qualitativ anders 
tut, als jemand, der eine Phantasiegeschichte erzählt. Eine Aussage hat umso 
mehr die Vermutung für sich, dass ein „realitätsbegründetes Ereignis“ geschildert 
wird, umso weniger der Auskunftsperson/dem Zeugen zuzutrauen ist, dass sie/er 
die Geschehensabläufe, so wie von ihr/ihm dargestellt, aus eigener Kraft erfinden 
könnte (BENDER/NACK/TREUER, a.a.O., N 288 ff.).

Die Analyse des Aussageinhaltes erfolgt anhand spezieller Textmerkmale oder in-
haltlicher Qualitäten, den so genannten Realkennzeichen oder Glaubwürdigkeitskri-
terien. Diese Kriterien beschreiben inhaltliche Qualitäten einer Aussage, die hinrei-
chend trennscharf zwischen realitätsbegründeten und phantasierten Aussagen dif-
ferenzieren sollen. Eine Gruppe der Realkennzeichen basiert auf der Annahme, 
dass sie in einer phantasierten Aussage nur selten vorkommen, weil ein/e Aus-
kunftsperson/Zeuge nicht in der Lage wäre, eine Aussage mit den in den Real-
kennzeichen beschriebenen Qualitäten ohne eigene Erlebnisgrundlage zu erfinden. 
Eine zweite Gruppe, die so genannten motivationsbezogenen Realkennzeichen, 
gehen dagegen von der Annahme aus, dass ein/e Auskunftsperson/Zeuge derarti-
ge Äusserungen vermeiden würde, um ihre/seine Glaubwürdigkeit nicht zu schädi-
gen. Die Realkennzeichenanalyse kann aber nicht im Sinne einer Checkliste abge-
arbeitet werden, wobei einfach aufgezählt wird, wie viele Realkennzeichen in einer 
Aussage festgestellt wurden. Die inhaltlichen Merkmale erhalten ihre diagnostische 

18

Bedeutung vielmehr erst durch ein In-Beziehung-Setzen zu anderen diagnosti-
schen Befunden (Köhnken, Referat am Lehrgang richterlicher Tätigkeit, Die Beur-
teilung der Glaubhaftigkeit von Kinderaussagen). 

Zu den allgemeinen Realkennzeichen gehören etwa die Konstanz der Aussage im 
zentralen Handlungsablauf, die Strukturgleichheit, die logische Konsistenz, Homo-
genität und Folgerichtigkeit der Aussagen, deren Anschaulichkeit und Wirklich-
keitsnähe, die Freiheit von Widersprüchen, die Detailgenauigkeit der Angaben, de-
ren qualitativer Detailreichtum sowie das Fehlen von Phantasiesignalen wie Verle-
genheit oder Übertreibungen. Zu den inhaltsspezifischen Realkennzeichen gehören 
weiter die räumliche-zeitliche Verknüpfung der Aussagen, die Interaktionsschilde-
rung und die Wiedergabe von Gesprächen, die Schilderung von Komplikationen im 
Handlungsablauf und von ausgefallenen nebensächlichen Einzelheiten, die Schil-
derung eigener psychischer Vorgänge und von psychologischen Vorgängen beim 
Beschuldigten. Auch die spontane Verbesserung der eigenen Aussage, das Einge-
ständnis von Erinnerungslücken, Selbstbelastungen und Entlastungen des Be-
schuldigten sind Realkennzeichen. Demgegenüber stellen Widersprüchlichkeiten, 
Strukturbrüche, Kargheit und Verarmung der Aussagen, die Aussagenverweige-
rung, die Abstraktheit und Zielgerichtetheit der Aussagen sowie deren Stereotypie 
Lügensignale dar. 

9.2 Zu den Aussagen des Beschuldigten

Die Vorinstanz fasste die Aussagen des Beschuldigten betreffend die Einbruch-
diebstähle wie folgt zusammen (S. 18 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; 
pag. 688 f.):

Zu den Einbruchsdiebstählen wurde einzig B.________ einvernommen; dies mehrfach (vgl. dazu 
pag. 230 - 237, pag. 238 - 243, pag. 259 - 261, pag. 267 - 268, pag. 271 f., pag. 277 - 281, pag. 599 - 
606). Aus seinen Aussagen geht zusammengefasst hervor, dass

• er keine Angaben zu AS.________ machen könne, der ihm die Modelleisenbahnen und das 
Zubehör verkauft habe, das er am ________ 2015 auf sich gehabt habe (vgl. dazu pag. 
231, Zeile 25 ff.). Er habe die Ware zwecks Verkauf übernommen (vgl. dazu pag. 240, Zeile 
87 ff., pag. 600, Zeile 13 ff.). Woher diese stammen würden, darüber habe er keine Ahnung 
(vgl. dazu pag. 279, Zeile 372 ff.).

• er bereits als Kind Modelleisenbahnen besessen habe (vgl. dazu pag. 231, Zeile 41 ff., 
pag. 271, Zeile 75 ff., pag. 600, Zeile 5 ff.). 

• er das Geschäft der C.________, in das eingebrochen wurde, nicht kenne (vgl. dazu pag. 
232, Zeile 58 ff., pag. 604, Zeile 8 ff.). Bei der I.________ wisse er, wo diese sei (vgl. dazu 
pag. 242, Zeile 171 ff.) resp. habe mit G.________ gar nichts zu tun (vgl. dazu pag. 603, 
Zeile 4 ff.). Das Geschäft H.________ kenne er auch, da gehe er immer zwischendurch 
einmal rein. Das letzte Mal habe er vor drei oder vier Wochen einen Prospekt für Weichen 
dort geholt (vgl. dazu pag. 233, Zeile 140 ff., pag. 241, Zeile 108 ff., pag. 600, Zeile 28 ff.).

• er nichts über Einbrüche wisse (vgl. dazu pag. 234, Zeile 152 ff.) resp. nichts dazu zu sa-
gen, nichts damit zu tun habe (vgl. dazu pag. 232, Zeile 65 ff., pag. 234, Zeile 174 ff. + Zeile 
201 ff., pag. 235, Zeile 232 ff., pag. 236, Zeile 264 ff., pag. 239, Zeile 26 ff., pag. 240, Zeile 
64 ff. + Zeile 102 ff., pag. 241, Zeile 111 f., pag. 242, Zeile 194 ff., pag. 259, Zeile 134 ff., 

19

pag. 260, Zeile 162 ff., pag. 261, Zeile 212 ff., pag. 267, Zeile 145 f., pag. 271, Zeile 68 ff., 
pag. 277, Zeile 285 ff. + Zeile 302 ff., pag. 278, Zeile 317 ff. + Zeile 330 ff., pag. 279, Zeile 
347 ff.). Er werde zu gegebener Zeit dazu Aussagen machen (vgl. dazu pag. 239, Zeile 
46 f., pag. 243, Zeile 207 f.).

• er nicht wisse, wie Spuren von ihm resp. seine Fingerabdrücke und sein DNA - Profil dorthin 
gekommen seien; er habe nichts dazu zu sagen (vgl. dazu pag. 232, Zeile 75 ff. + Zeile 86 
ff., pag. 234, Zeile 165 ff. + 178 ff., pag. 235, Zeile 236 ff., pag. 239, Zeile 37 ff., pag. 241, 
Zeile 122 ff., pag. 242, Zeile 181 ff., pag. 278, Zeile 308 ff., Zeile 322 ff. + Zeile 335 ff., 
pag. 279, Zeile 353 ff., pag. 600, Zeile 36 ff., pag. 603, Zeile 9 ff., pag. 604, Zeile 19 ff.).

• er in falsche Kreise geraten sei und bedroht werde. Er habe deshalb Angst und auch Angst 
davor, Aussagen zu machen (vgl. dazu pag. 240, Zeile 54 f.). Das Fragen nach Namen ha-
be zu verschiedenen Verletzungen geführt. Es sei ihm körperlich nicht gut bekommen, diese 
Fragen zu stellen (vgl. dazu pag. 601, Zeile 26 f.).

Diese Zusammenfassung der Vorinstanz ist korrekt. In der Berufungsverhandlung 
stellte der Beschuldigte wie erwähnt erneut in Abrede, an den ihm vorgeworfenen 
Einbruchdiebstählen beteiligt gewesen zu sein. Er beteuerte, er habe schon mehr-
fach erklärt, wie seine DNA-Spuren seiner Ansicht nach an die Tatorte gekommen 
seien und wolle deshalb nichts mehr dazu sagen (pag. 859 Z. 33 ff. und pag. 860 
Z. 11). Auf Frage, ob er, wie er dies in den früheren Einvernahmen angesprochen 
habe, vor jemandem Angst habe, schilderte er: «Nicht mehr.». Er sei damals von 
Bern nach Zürich bzw. aufs Land gezogen und habe sich «komplett abgekapselt» 
bzw. «komplett» aus dem «ganzen Milieu» zurückgezogen. Er habe die «dement-
sprechenden Klientel» ermittelt und bei der Polizei Aussagen gemacht. Für ihn sei 
das abgeschlossen (zum Ganzen pag. 860 Z. 14 ff.). 

In Würdigung dieser Aussagen des Beschuldigten ist zunächst festzuhalten, dass 
seine bestreitenden Angaben – wie auch die Vorinstanz zurecht festgestellt hat – 
im Widerspruch zu den objektiven Beweismitteln stehen, was ein Indiz dafür ist, 
dass er nicht die Wahrheit sagt:

Dem Anzeigerapport vom 19. November 2013 ist zu entnehmen, dass der KTD 
nach dem Diebstahl vom ________ 2013 in D.________ insbesondere einen im 
Geschäft der H.________ zurückgebliebenen Arbeitshandschuh sicherstellen 
konnte (pag. 045 und pag. 070 [Foto Handschuh]). Die aus diesem Arbeitshand-
schuh gewonnene DNA stimmt gemäss KTD-Rapport vom 19. Juni 2018 mit dem 
DNA-Profil des Beschuldigten überein (pag. 072). 

Nach dem Diebstahl vom ________ 2014 in G.________ konnte laut Sammel- und 
KTD-Rapport auf einer demontierten Schaufensterscheibe ein Handflächenabdruck 
gesichert werden, aus dem ein männliches, inkomplettes DNA-Mischprofil erstellt 
werden konnte. Ein Lokalvergleich mit dem DNA-Profil des Beschuldigten zeigte 
gemäss den erwähnten Rapporten, dass Merkmale des DNA-Profils des Beschul-
digten grösstenteils im gesicherten DNA-Mischprofil vorhanden waren, weshalb er 
als Mitspurengeber nicht ausgeschlossen werden könne (zum Ganzen pag. 080 
und pag. 093).

20

Im Zusammenhang mit dem Diebstahl vom ________ 2015 in G.________ konnte 
gemäss Sammelrapport am Boden vor dem aufgebrochenen Schaufenster eine 
Spraydose Kriechöl sichergestellt werden (pag. 101). Ab dem Deckel dieser Spray-
dose wurde gemäss KTD-Rapport vom 31. Januar 2018 ein mit dem linken Ring-
finger des Beschuldigten übereinstimmender Fingerabdruck gesichert (pag. 108). 
Ab einem Abrieb des Sprühkopfes der Spraydose konnte gemäss Nachtrag zum 
erwähnten KTD-Rapport vom 3. Juli 2018 zudem ein DNA-Profil erstellt werden. 
Ein Vergleich mit der EDNAIS-Datenbank hat laut Nachtrag ergeben, dass der Be-
schuldigte als Spurengeber angenommen werden kann und davon auszugehen ist, 
dass er mit dem Sprühkopf der Spraydose in Berührung kam (pag. 116). Der Ab-
druck des linken Ringfingers des Beschuldigten wurde entgegen dem Einwand der 
Verteidigung (pag. 867) und der Zusammenfassung im Sammelrapport (pag. 101) 
somit nicht ab dem Sprühkopf der Spraydose, sondern ab deren Deckel gesichert. 

Nach dem Diebstahl vom .________ 2015 in K.________ wurden von der Spuren-
sicherung laut Sammel- bzw. Anzeigerapport vor Ort unter anderem ein zurückge-
lassener Arbeitshandschuh und eine zurückgelassene Rolle Kehrichtsäcke sicher-
gestellt. Ab der Innenseite dieses Arbeitshandschuhs habe das DNA-Profil des Be-
schuldigten und ab der Rolle Kehrichtsäcke ein mit ihm übereinstimmendes Hand-
flächenabdruckfragment gesichert werden können (pag. 121 f. und pag. 128).

Nebst dem, dass die Aussagen des Beschuldigten den vorhandenen objektiven 
Beweismitteln somit entgegenstehen, fällt weiter auf, dass er Vorhalte und heikle 
Fragen oftmals nicht logisch erklären bzw. beantworten konnte, sondern darauf 
häufig äusserst knappe, ausweichende und wenig nachvollziehbare Aussagen 
machte, was gegen die Glaubhaftigkeit seiner Schilderungen spricht:

In Bezug auf die Vorfälle in D.________ erklärte der Beschuldigte beispielsweise, 
dass er das Modellbahnen Geschäft in D.________ kenne, beteuerte aber gleich-
zeitig (pag. 233 Z. 141 f.): «[…] Was ist da? Ich sicher nicht.». Auf Vorhalt, dass am 
________ 2013 in dieses Geschäft eingebrochen worden sei und auf Frage, was er 
darüber wisse, äusserte er abstreitend (pag. 234 Z. 154): «Keine Aussage, nix gar 
nichts. Ich weiss da nichts davon.». Als ihm daraufhin vorgehalten wurde, dass ab 
einer aufgebrochenen Vitrine dieses Geschäfts ein DNA-Profil habe gesichert wer-
den können, das mit dem im Spielwarengeschäft in K.________ gesicherten DNA-
Profil übereinstimme, schilderte er, das müsse wohl ein Serientäter gewesen sein, 
er könne aber nichts dazu sagen. Er wüsste nicht, was er gestehen sollte (pag. 234 
Z. 172 ff.). Auf Frage, wie er sich zum Deliktsgut, das beim Einbruchdiebstahl vom 
________ 2013 in D.________ gestohlen worden sei und zum Schaden, der dabei 
entstanden sei, äussere, erklärte er (pag. 234 Z. 189): «Ich hätte wahrscheinlich 
einen riesigen Raum, einen ganzen Saal gebraucht, um alles aufzubauen. Da hätte 
man ja einen LKW gebraucht. Katastrophe. Keine Aussage.». Auf Vorhalt, dass 
dieselbe Täterschaft gleichentags auch in die Eisenwarenhandlung der L.________ 
eingebrochen sei und diverse Elektrowerkzeuge gestohlen habe, äusserte der Be-
schuldigte, er sage dazu nichts mehr, es werde ja immer mehr (pag. 235 Z. 205). 
Er habe «sicher nichts» mit diesen Einbruchdiebstählen vom ________ 2013 in 
D.________ zu tun (pag. 235 Z. 215). Er wisse «gar nicht» bzw. könne sich gar 
nicht vorstellen, wie «das Zeug da rausgekommen» sei. Er sei froh, sei er von den 

21

Drogen weg. Wenn er die Menge Deliktsgut sehe, dann müsse das «ein riesen 
LKW» gewesen sein. Er könne es sich gar nicht vorstellen und wisse nicht, wie das 
gegangen sein soll (zum Ganzen pag. 601 Z. 34 ff.). 

Auf wiederholten Vorhalt in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, wonach nach 
dem Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 in D.________ ein Lederhandschuh 
mit seiner DNA gefunden worden sei, beteuerte der Beschuldigte unverständlich 
und unlogisch (pag. 601 Z. 2 ff.):

[…] Ich habe… Mein Auto wurde von mir geliehen und ich weiss nicht, was sie damit gemacht haben. 
Ich war zu dieser Zeit doch sehr dem Alkohol verbunden. Im Auto waren Handschuhe, Werkzeuge 
etc. drin, einfach alles, was ich für die Arbeit brauchte. Natürlich muss man die Zeit sehen, die zwi-
schen diesen einzelnen Verfahrensabschnitten liegt, polizeiliche Einvernahme, staatsanwaltschaftlich 
Einvernahme… Ich war nervös und aufgeregt. Fakt ist aber: Meine Aussagen sind immer gleich, be-
ziehen sich immer auf den gleichen Punkt und entsprechen den Tatsachen.

Als der Gerichtspräsident den Beschuldigten daraufhin fragte, wie die Umstände, 
dass er einerseits sein Auto ausgeliehen habe und andererseits im gefundenen 
Handschuh seine DNA gesichert worden sei, zusammenhängen würden, schilderte 
er ausweichend, sein Auto sei gleichzeitig auch sein «Werkauto» gewesen. Es sei 
ein Kombi, «ein riesen Monster» gewesen, mit all seinem Werkzeug drin (pag. 601 
Z. 15 f.). Wahrscheinlich hätten diese Leute sein Werkzeug, «alles, das ganze 
Zeug…» benutzt (pag. 601 Z. 21 f.). Wie «diese Leute» heissen würden, konnte 
der Beschuldigte jedoch nicht sagen («Ja, wenn ich das [sagen] könnte… [pag. 601 
Z. 26 ff.]) und auf Frage, an wie viele Personen er sein Auto ausgeliehen habe, gab 
er unverständlich zu Protokoll (pag. 602 Z. 15 ff.):

Das kann ich so gar nicht sagen. Ich hatte damals eine Beziehung mit einer Albanerin. Ihre Brüder 
wohnten damals bei mir. Ich habe gar nicht so geschaut, wer die Schlüssel damals nahm oder nicht. 
Ich hatte den Überblick zwar schon gehabt, aber ich kenne nicht mal mehr so richtig die Vornahmen 
dieser Personen. Ich bin froh, dass diese Zeit vorbei ist. Es hat sich dann einfach verselbständigt. 
Wenn man da mit einer albanischen Freundin sitzt, Crack raucht… das entwickelt sich von ganz allei-
ne. Wenn ich temporär gearbeitet habe, habe ich das Fahrzeug klar benutzt, weil ich gearbeitet habe. 
Es war aber eine schwierige Zeit, weil ich nur noch da sass und die Drogen rauchte.

In Bezug auf die Einbruchdiebstähle in G.________ und auf Frage, ob er die 
I.________ in G.________ kenne, erklärte der Beschuldigte zunächst, dies[e] sage 
ihm «gar nichts» und fragte, was eine Bijouterie sei (pag. 235 Z. 229). Auf Vorhalt, 
dass am ________ 2015 mittels Werkzeug eine Schaufensterscheibe dieser Bijou-
terie aufgebrochen und diverses Deliktsgut gestohlen worden sei, beteuerte er, 
«nein, nichts» (pag. 235 Z. 234). Zudem äusserte er, er könne sich auch nicht er-
klären, wie ab dem Deckel der sichergestellten Spraydose sein Fingerabdruck ha-
be festgestellt werden können, er sage dazu nichts (pag. 235 Z. 247 ff.). Zum De-
liktsgut, das bei diesem Einbruchdiebstahl gestohlen worden sei, könne er eben-
falls nichts sagen, er habe niemanden, dem er sowas schenken könnte (pag. 236 
Z. 261). Er habe mit diesem Einbruchdiebstahl nichts zu tun («Nein. Glauben Sie 
wirklich, ich hätte die Nerven, so etwas zu begehen? Ich habe keinen Grund mich 
anders zu äussern. Ich habe mich ja geäussert.» [pag. 236 Z. 266 f.]). Als ihm dar-
aufhin vorgehalten wurde, dass bereits am ________ 2014 – in gleicher Art und 

22

Weise – in diese Bijouterie in G.________ eingebrochen worden sei und auf Frage, 
ob er etwas damit zu tun habe, berichtete der Beschuldigte ausweichend (pag. 236 
Z. 271 f.): «Das muss ich zuerst einmal verarbeiten. Also genau wie beim Eisen-
bahnladen auch. Die müssen ja wahnsinnig gewesen sein, die das gemacht haben. 
Ich bin ziemlich erschöpft.». In der erstinstanzlichen Hauptverhandlung beteuerte 
er schliesslich erneut, «gar nichts» «mit G.________» zu tun zu haben (pag. 603 
Z. 7). Er wisse nicht, wie der Handflächenabdruck mit dem DNA-Profil, gemäss 
welchem er als Täter nicht ausgeschlossen werden könne, am ________ 2014 auf 
die demontierte Fensterscheibe der I.________ gekommen sei, «keine Ahnung» 
(pag. 603 Z. 13). Zudem äussere er sich nicht zu den Umständen, dass beim rund 
sechs Monate später erfolgten Einbruchdiebstahl in dieselbe Bijouterie ab dem 
Sprühkopf der Spraydose, die vermutlich zum Aufbrechen des Fensters verwendet 
worden sei, seine DNA und sein Fingerabdruck hätten gesichert werden können. Er 
sei Mechaniker, da sei «das Zeugs so im Auto drin». Sein Kofferraum sei voll mit 
Werkzeug, das könne er sich gar nicht vorstellen. Sein Auto habe immer wie ein 
Baustellenauto ausgesehen (zum Ganzen pag. 603 Z. 20 ff.).

Auf Vorhalt, dass nach dem Einbruchdiebstahl vom .________ 2015 in K.________ 
ab einer zurückgebliebenen Rolle Kehrichtsäcke schliesslich ein Handflächenab-
druck habe gesichert werden können, der mit seiner linken Handfläche überein-
stimme, äusserte der Beschuldigte abstreitend, er habe keine Erklärung dafür, auf 
den Baustellen habe es viele Kehrichtsäcke – «was weiss ich, wie da meine Fin-
gerabdrücke darauf kommen» (pag. 232 Z. 80 f.). Auf Vorhalt, dass in diesem 
Spielwarengeschäft in K.________ weiter ein zurückgelassener Arbeitshandschuh 
sichergestellt worden sei und daraus ein DNA-Profil habe gesichert werden kön-
nen, welches nun mit dem ab den Kehrichtsäcken sichergestellten Handflächenab-
druck verglichen werde, erklärte der Beschuldigte wenig nachvollziehbar, er wolle 
dazu «gar nichts» sagen. Sie hätten ein riesiges Magazin, wo es auch Kehrichtsä-
cke habe. Wenn jemand einen Einbruch begehe, dann werde er ja kaum seine ei-
genen Säcke nehmen (zum Ganzen pag. 232 Z. 90 ff.). In der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung beteuerte er diesbezüglich, er habe sogar in seinem Rucksack 
Kehrichtsäcke, schliesslich seien wir ja in der Schweiz, da müsse man «das ganze 
Zeugs» ja auch wieder einpacken. Man habe immer Kehrichtsäcke im Auto auf der 
Baustelle. Das «Zeugs» sei einfach verwendet worden, er habe ja gesagt, dass er 
sein Auto abgegeben habe (zum Ganzen pag. 604 Z. 23 ff.). Den Vorhalt, dass er 
bei der Anhaltung am ________ 2015 im Spielwarengeschäft in V.________ identi-
sche Märklin Lokomotiven mit sich geführt habe, wie beim Einbruchdiebstahl in 
K.________ eine Woche zuvor gestohlen worden seien, konnte der Beschuldigte 
schliesslich nicht beantworten (pag. 233 Z. 110). Ebensowenig hatte er eine Er-
klärung dafür, dass im fraglichen Geschäft in K.________ wenige Tage vor dem 
Einbruch ein Hochdeutsch sprechender Kunde bemerkt worden sei. Darauf be-
hauptete er nämlich einzig, noch nie in diesem Geschäft gewesen zu sein 
(pag. 233 Z. 115).

Demnach fällt auf, dass der Beschuldigte in Bezug auf die ihm vorgeworfenen Ein-
bruchdiebstähle zunächst häufig keine Aussagen machen und die Ermittlungser-
gebnisse abwarten wollte (u.a. pag. 239 Z. 17, pag. 239 f. Z. 29 ff pag. 241 
Z. 137 ff., pag. 259 ff. Z. 138 ff. und pag. 277 ff. Z. 288 ff.), anschliessend dann 

23

aber gleichwohl aussagte, dies jedoch häufig unstringent, unverständlich und ab-
streitend. So erklärte er beispielsweise auch, dass er, wenn er einen Einbruchdieb-
stahl begehen würde, «mit Sicherheit» keinen Arbeitshandschuh mit seiner DNA-
Spur drin zurücklassen würde – «das können Sie mir glauben» (pag. 241 Z. 129 f.). 
Dies stellt eine Schutzbehauptung dar, hinterlassen in der Aufregung der Delikts-
begehung – wie die Vorinstanz zutreffend erwog (S. 27 der erstinstanzlichen Ur-
teilsbegründung; pag. 697) – doch auch notorische und professionelle Täter Spu-
ren und befand sich der Beschuldigte aufgrund seines Alkohol- und Drogenkon-
sums im Tatzeitraum zudem in einem Zustand, der nach allgemeiner Lebenserfah-
rung durchaus geeignet ist, auch unabsichtlich Spuren zu hinterlassen. 

Nach dem Ausgeführten ist offensichtlich, dass der Beschuldigte keine logischen, 
überzeugenden Erklärungen dafür hat, wie seine DNA-Spuren an die einzelnen 
Tatorte kamen. Seine These, wonach ein unbekannter Dritter die Einbruch-
diebstähle mit den Handschuhen und Kehrichtsäcken aus seinem Auto begangen 
haben soll, ist angesichts der Gesamtumstände – wie die Generalstaatsanwalt-
schaft in der Berufungsverhandlung (pag. 874) und die Vorinstanz in ihrer Urteils-
begründung zurecht festhielten – höchst unwahrscheinlich und unglaubhaft. Inso-
weit kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwie-
sen werden, welchen sich die Kammer integral anschliesst (S. 20 f. der erstinstanz-
lichen Urteilsbegründung; pag. 690 f.):

Es bleibt somit gemäss seinen Aussagen beim grossen unbekannten Dritten, der eine derart grosse 
Verärgerung und Wut gegenüber ihm aufweist, so dass dieser ihm über Jahre hinweg schaden wollte. 
Hier gilt nun aber zu beachten, dass an den Tatorten das DNA - Profil von B.________ im Hauptprofil 
und nicht, wie seitens der Verteidigung ausgeführt wurde, im Nebenprofil, und auch mehrere seiner 
Abdrücke (Handfläche und Ringfinger) sichergestellt wurden. Ohne einen direkten, engen, ja gar 
engsten Kontakt zu B.________ wäre es dieser unbekannten Drittperson per se aber gar nicht mög-
lich gewesen, an diese Spuren zu kommen. Diese Person müsste zudem auch genau darüber Kennt-
nis haben, wie man mit solchen Spuren entsprechend umgeht und später ein verfälschtes Spurenbild 
legt. Würde sich dieses Spurenbild jetzt nur bei einem Einbruchsdiebstahl zeigen, so könnten allen-
falls gewisse Zweifel aufkommen. Angesichts des Umstandes, dass dieses Bild aber an mindestens 
dreien davon aufgefunden wurde, kann das Gericht der Möglichkeit eines unbekannten Dritten, der 
die vorhandenen Spuren von B.________ absichtlich gelegt haben soll, nicht folgen. Es wäre ja auch 
sinnlos, Spuren zu Lasten desjenigen zu legen, der für die Diebstähle das Fahrzeug und die Werk-
zeuge zur Verfügung stellt, auch wenn dies gemäss den Aussagen von B.________ unabsichtlich ge-
schehen sein könnte (vgl. dazu z.Bsp. pag. 601, Zeile 2 f. + Zeile 18 ff.). Dass er die Unbekannten 
sodann nicht kennen will, ja sogar weder den vollständigen Namen, den Wohnort oder das Geburts-
datum seiner Exfreundin AT.________ kennt (vgl. dazu z.Bsp. pag. 601, Zeile 23 ff., pag. 602, Zeile 
17, pag. 604, Zeile 33 ff., pag. 605, Zeile 24 ff.) erscheint ebenso weltfremd.

Zwischen den einzelnen Einbruchdiebstählen liegen im Übrigen grosse zeitliche 
Abstände, d.h. sie fanden nicht an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen statt, an 
denen der Beschuldigte sein Auto beispielsweise jemandem ausgeliehen hätte. 
Dass er sein Auto immer exakt an den Tagen ausgeliehen hat, an denen die Ein-
bruchdiebstähle begangen und seine Spuren am Tatort hinterlassen wurden, ist le-
bensfremd.

24

Schliesslich spricht gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten, 
dass sie nicht nur im Widerspruch zu den objektiven Beweismitteln stehen, sondern 
teilweise auch an sich widersprüchlich sind. So schilderte er beispielsweise 
zunächst, er habe die Ware aus dem Spielwarengeschäft in K.________ von einem 
gewissen AS.________ für sich gekauft (pag. 231 Z. 28). Einen Monat gab er hin-
gegen an, er habe diese Ware auf der Baustelle von jemandem zwecks Verkauf 
übernommen (pag. 240 Z. 90 f.). Auf Vorhalt dieses Widerspruchs erwähnte er in 
der Schlusseinvernahme schliesslich (pag. 272 Z. 86): «Ja. Das ist das was ich bei 
der Polizei ausgesagt habe.». 

Zusammengefasst sagte der Beschuldigte in Bezug auf die fünf zu beurteilenden 
Einbruchdiebstähle – entgegen der Ansicht der Verteidigung (vgl. pag. 866 ff.) –
widersprüchlich, unplausibel, wirr und unlogisch aus. Seine Aussagen enthalten in-
soweit mithin zahlreiche Lügensignale, weshalb nicht darauf abgestellt werden 
kann. 

9.3 Zu den Erkenntnissen aus den objektiven Beweismitteln 

9.3.1 Betreffend den Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 zum Nachteil der 
H.________ (Vorwürfe gemäss Ziff. 1.1, 2.1 + 3.1 AKS)

Betreffend den Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 existieren keine objektiven 
Beweismittel, die auf eine Täterschaft des Beschuldigten hinweisen würden. Inso-
weit wird vollumfänglich auf die Ausführungen der Vorinstanz sowie auf deren Zwi-
schenfazit verwiesen (S. 21 f. der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 691 f. 
[Hervorhebung im Original]):

Die Täterschaft schlug hier ein Fenster der Firma E.________ ein und drang durch dieses Geschäft in 
das eingemietete Verkaufslokal der H.________ ein. Dort entwendete die Täterschaft Modelleisen-
bahnen und Zubehör im Gesamtdeliktsbetrag von CHF 37'755.10. Die Ware sei vermutlich mit vor Ort 
vorhandenen Kehrichtsäcken abtransportiert worden. Durch das Einschlagen des Fensters entstand 
zudem ein Sachschaden von CHF 1'000.00. Vor Ort hätten kleinere Schuh- und Handschuhfragmente 
gesichert werden können. Ein Bericht des Kriminaltechnischen Dienstes erfolge aber nur bei positiver 
Spurenauswertung (vgl. dazu pag. 011, pag. 014 ff., pag. 029 ff.).

Als Zwischenfazit kann zu diesem Einbruch somit festgehalten werden, dass keine direkten und kla-
ren objektiven Hinweise vorhanden sind, die darauf hinweisen würden, dass B.________ hier der 
Täter gewesen sein könnte. Fakt ist aber, dass die Vorgehensweise hier doch dem zweiten Einbruch 
im September 2013 im gleichen Geschäft ähnelt, es sich bei der H.________ um ein Spezialgeschäft 
handelt, dessen Ware nicht gerade häufig als Deliktsgut bei Einbrüchen auftaucht, B.________ das 
Geschäft kennt, sich ja auch immer wieder dort aufgehalten hat und er sich selbst seit der Kindheit mit 
Modellbahnen umgibt.

9.3.2 Betreffend den Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 zum Nachteil der 
L.________ und der H.________ (Vorwürfe gemäss Ziff. 1.2 + 3.2 AKS)

Wie bereits unter der Erwägung 9.2 oben ausgeführt, konnte nach dem Einbruch-
diebstahl vom ________ 2013 im Geschäft der H.________ ein zurückgebliebener 
Arbeitshandschuh sichergestellt und daraus eine DNA-Spur gesichert werden, die 
mit dem DNA-Profil des Beschuldigten übereinstimmt (pag. 072). Dieser Umstand 
legt nahe, dass der Beschuldigte an diesem Einbruchdiebstahl beteiligt war. Die 

25

Kammer schliesst sich integral den nachfolgenden Erwägungen und dem Zwi-
schenfazit der Vorinstanz an (S. 22 der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; 
pag. 692 [Hervorhebung im Original]):

Die Täterschaft entfernte die Scharnierbolzen der Türe zur Geschäftsliegenschaft und hebelte so die 
Türe aus. Sie entwendete sodann bei der Firma L.________ diverse Werkzeuge im Gesamtdeliktsbe-
trag von CHF 14'896.25 und bei der H.________ und Zubehör im Gesamtdeliktsbetrag von 
CHF  39'625.60. Der Tatort wurde fotografisch festgehalten und ab dem dort sichergestellten Leder-
handschuh ein DNA - Profil erstellt, welches B.________ zuzuordnen sei. Weiter habe an der Scheibe 
der ausgehebelten Eingangstüre Handschuhspuren eines Lederhandschuhs gesichert werden kön-
nen (vgl. dazu pag. 040, pag. 044 ff., pag. 060 ff., pag. 067 ff., pag. 071 ff.).

Zu diesem Einbruch kann als Zwischenfazit also festgehalten werden, dass - in Verbindung mit den 
zuvor gemachten Ausführungen betreffend dem Spezialgeschäft und den Interessen von B.________ 
seit seiner Kindheit - mit der aufgefundenen DNA doch ein handfester Hinweis vorhanden ist, dass 
B.________ etwas mit diesem Delikt zu tun hatte. 

9.3.3 Betreffend den Einbruchdiebstahl vom ________ 2014 zum Nachteil der 
I.________ (Vorwürfe gemäss Ziff. 1.3 + 2.2 AKS)

Betreffend den Einbruchdiebstahl vom ________ 2014 konnte – wie unter Erwä-
gung 9.2 festgehalten wurde – auf einer demontierten Schaufensterscheibe ein 
Handflächenabdruck gesichert werden, aus dem ein männliches, inkomplettes 
DNA-Mischprofil erstellt werden konnte, welches gemäss KTD-Rapport belegt, 
dass der Beschuldigte als Mitspurengeber nicht ausgeschlossen werden kann 
(pag. 093). 

Die Vorinstanz hielt in ihrem Zwischenfazit fest, in Bezug auf diesen Einbruchdieb-
stahl würden keine klaren objektiven Hinweise vorliegen, die auf eine Täterschaft 
des Beschuldigten hindeuten würden (S. 23 der erstinstanzlichen Urteilsbegrün-
dung; pag. 693). Insoweit kann ihr die Kammer nicht vollumfänglich folgen. Auf-
grund des gesicherten DNA-Mischprofils kann der Beschuldigte als Mitspurengeber 
immerhin nicht ausgeschlossen werden. Ob diese Tatsache genügt, um ihm den 
fraglichen Einbruchdiebstahl rechtsgenüglich nachzuweisen, wird im Rahmen der 
abschliessenden Beweiswürdigung geklärt werden müssen (E. 9.4.2 unten).

9.3.4 Betreffend den Einbruchdiebstahl vom ________ 2015 zum Nachteil der 
I.________ (Vorwürfe gemäss Ziff. 1.4 + 2.3 AKS)

Wie unter Erwägung 9.2 ausgeführt, wurde nach dem Einbruchdiebstahl vom 
________ 2015 eine vor dem aufgebrochenen Schaufenster am Boden stehende 
Spraydose sichergestellt. Ab deren Deckel konnte laut KTD-Rapport ein mit dem 
linken Ringfinger des Beschuldigten übereinstimmender Fingerabdruck gesichert 
werden. Weiter konnte im Abrieb des Sprühkopfes dieser Spraydose das DNA-
Profil des Beschuldigten nachgewiesen werden (zum Ganzen pag. 108 und 
pag. 116).

Der Vorinstanz ist daher zuzustimmen, soweit sie erwog, mit der «aufgefundenen» 
DNA und dem Fingerabdruck würden gewichtige objektive Hinweise vorliegen, wo-
nach der Beschuldigte «etwas mit diesem Delikt zu tun hatte» (S. 23 der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung; pag. 693). 

26

9.3.5 Betreffend den Einbruchdiebstahl vom .________ 2015 zum Nachteil der Straf- und 
Zivilklägerin (Vorwürfe gemäss Ziff. 1.5, 2.4 + 3.3 AKS)

Nach diesem Einbruchdiebstahl konnten – wie bereits ausgeführt (E. 9.2 oben) – 
insbesondere ein vor Ort zurückgelassener Arbeitshandschuh und eine zurückge-
lassene Rolle Kehrichtsäcke sichergestellt werden. Ab der Innenseite dieses Ar-
beitshandschuhs wurde das DNA-Profil des Beschuldigten und ab der Rolle Keh-
richtsäcke ein mit ihm übereinstimmendes Handflächenabdruckfragment gesichert 
(pag. 121 f. und pag. 128).

Unter diesen Umständen ist mit der Vorinstanz im Sinne eines Zwischenfazits fest-
zuhalten, dass mit den aufgefundenen Spuren doch relevante Indizien vorliegen, 
dass der Beschuldigte «etwas mit diesem Delikt zu tun hatte» (S. 24 der erstin-
stanzlichen Urteilsbegründung; pag. 694).

9.4 Abschliessende Beweiswürdigung

Nach den voranstehenden Ausführungen muss – wie die Vorinstanz in ihrem «Ge-
samtfazit zur Beweiswürdigung» einleitend festgehalten hat (S. 24 der erstinstanz-
lichen Urteilsbegründung; pag. 694) – zwischen den Einbruchdiebstählen, bei de-
nen eindeutige objektive Indizien für die Täterschaft des Beschuldigten existieren 
und jenen, bei denen es gar keine Hinweise oder nur unklare objektive Hinweise für 
eine Beteiligung des Beschuldigten gibt, unterschieden werden. Im Folgenden wird 
– entgegen dem Vorgehen der Vorinstanz – zunächst auf die Einbruchdiebstähle 
eingegangen, bei denen eindeutige Hinweise für eine Täterschaft des Beschuldig-
ten vorhanden sind. Anschliessend werden die übrigen Einbruchdiebstähle absch-
liessend gewürdigt.

9.4.1 Zu den Einbruchdiebstählen, bei denen konkrete Indizien für eine Täterschaft des 
Beschuldigten sprechen

Vorbemerkungen

Wie unter den Erwägungen 9.3.2, 9.3.4 und 9.3.5 ausgeführt wurde, konnten nach 
den drei Einbruchdiebstählen vom ________ 2013 in D.________, vom 
________ 2015 in G.________ und vom .________ 2015 in K.________ DNA-
Spuren des Beschuldigten sowie teilweise dessen Finger- und/oder Handflächen-
abdrücke an den Tatorten festgestellt werden. Die Aussagen des Beschuldigten zu 
diesen Einbruchdiebstählen erweisen sich – wie unter Erwägung 9.2 dargetan wur-
de – als unglaubhaft. Seine Erklärungen, wie seine Spuren an die fraglichen Tator-
te gekommen sein sollen, stellen Schutzbehauptungen dar und vermögen die ob-
jektiven Beweismittel nicht zu entkräften. Offensichtlich weltfremd ist sodann auch 
die Interpretation der Verteidigung in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, wo-
nach der Beschuldigte keine Schulden mehr hätte, wenn er tatsächlich so viel Geld 
bzw. wertvolle Ware gestohlen hätte, wie ihm vorgeworfen werde (pag. 620). Des-
gleichen gilt betreffend ihren Einwand in der Berufungsverhandlung, wonach die 
Tatsache, dass im Rahmen der Hausdurchsuchung beim Beschuldigten kein De-
liktsgut gefunden worden sei, gegen dessen Täterschaft spreche (pag. 866). Die 
Hausdurchsuchung fand nachweislich am 5. Juli 2018 statt, die Einbruchdiebstähle 
ereigneten sich zwischen ________ 2013 und ________ 2015. Dass in der Woh-
nung des Beschuldigten kein Deliktsgut (mehr) sichergestellt werden konnte, er-

27

staunt angesichts dieses Zeitablaufs von drei bis fünf Jahren zwischen den Ein-
bruchdiebstählen und der Hausdurchsuchung nicht. Aus diesem Umstand kann in 
Bezug auf die vorliegende Beweiswürdigung – wie die Generalstaatsanwaltschaft 
in der Berufungsverhandlung zutreffend festhielt (pag. 874) – nichts abgeleitet wer-
den.

Zum Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 in D.________ 

Beim Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 konnte im Inneren des im Geschäft 
der H.________ zurückgebliebenen Arbeitshandschuhs das biologische Erbmateri-
al des Beschuldigten gesichert werden (pag. 072). Dabei handelt es sich – wie die 
Generalstaatsanwaltschaft zutreffend festhielt (pag. 874) – entgegen der Verteidi-
gung nicht um ein DNA-Mischprofil (pag. 866), sondern um das DNA-Hauptprofil 
des Beschuldigten (pag. 041). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist bei 
DNA-Hauptprofilen – wie die Generalstaatsanwaltschaft weiter korrekt ausführte 
(pag. 874) – davon auszugehen, dass diese nicht sekundär übertragen werden 
können. Dies bedeutet, dass die Person, die den Handschuh zuletzt getragen hat, 
das DNA-Hauptprofil hinterlässt, wohingegen betreffend die Person, die den Hand-
schuh zuvor getragen hat, «nur» deren DNA-Neben- bzw. Mischprofil festgestellt 
werden kann (zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 6B_496/2010 vom 23. Au-
gust 2010, E. 3.3.1). 

Demnach ist erwiesen, dass der Beschuldigte den am Tatort gesicherten Hand-
schuh als Letzter getragen hat und deshalb aller Wahrscheinlichkeit nach am 
________ 2013 im Geschäft der H.________ war. Angesichts der Gesamtumstän-
de ist nicht anzunehmen, dass der fragliche Handschuh von einer anderen Person 
mitgeführt und im Geschäft deponiert wurde, um «eine falsche Fährte zu legen» 
bzw. den Verdacht zu Unrecht auf den Beschuldigten zu locken. Einerseits wohnte 
der Beschuldigte – der seit seiner Kindheit von Modelleisenbahnen fasziniert ist 
und im Tatzeitpunkt in schlechten finanziellen Verhältnissen lebte – im Zeitpunkt 
des Diebstahls in D.________ und kannte das fragliche Spezialgeschäft. Anderer-
seits konnten seine Spuren auch bei anderen, vorliegend zu beurteilenden, ähnli-
chen Einbruchdiebstählen festgestellt werden. So wurde nach dem Einbruchdieb-
stahl vom .________ 2015 in K.________ ab einer Rolle 35-Liter Kehrichtsäcke 
beispielsweise sein Handflächenabdruckfragment sichergestellt (pag. 121 f. und 
pag. 128) und ab einem Korpus mit Modelleisenbahnen in D.________ konnte eine 
identische Kehrsichtsackrolle gesichert werden, welche die Täterschaft vermutlich 
zum Abtransport des Deliktsguts verwendete (pag. 041). Schliesslich wurden an 
der Scheibe der ausgehebelten Eingangstür in D.________ Spuren eines Leder-
handschuhs gesichert (pag. 041), was dafürspricht, dass die Person, die den 
Handschuh getragen hat – mithin der Beschuldigte – ins Geschäft einbrach. In 
Würdigung all dieser Umstände hat die Kammer keine Zweifel, dass der Beschul-
digte den Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 in D.________ begangen hat.

28

Zum Einbruchdiebstahl vom ________ 2015 in G.________

Nachdem am ________ 2015 in die I.________ in G.________ eingebrochen wur-
de, konnte am Boden vor dem aufgebrochenen Schaufenster eine Spraydose 
Kriechöl sichergestellt werden, mit welchem zwecks Einbruchs offenbar der Dich-
tungsgummi des Schaufensters besprüht wurde (pag. 101). Ab dem Deckel dieser 
Spraydose wurde ein mit dem linken Ringfinger des Beschuldigten übereinstim-
mender Fingerabdruck gesichert und im Abrieb des Sprühkopfs konnte sein DNA-
Profil nachgewiesen werden (pag. 108 und pag. 116). Dies sind gewichtige Hinwei-
se, dass der Beschuldigte in das fragliche Geschäft eingebrochen ist. Entgegen der 
Auffassung der Verteidigung ist nicht unklar, wie der Beschuldigte die Spraydose 
mit dem linken Ringfinger bedient haben soll (pag. 867), wurde der Abdruck seines 
linken Ringfingers wie erwähnt doch nicht ab der Spraydose selber, sondern ab de-
ren Deckel gesichert. Desgleichen spricht die Tatsache, dass bei den Einbruch-
diebstählen in D.________ und K.________ insbesondere Modelleisenbahnen und 
Zubehör, in G.________ hingegen Schmuck gestohlen wurde, nicht gegen die 
Täterschaft des Beschuldigten, lebte der Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt doch in 
schlechten finanziellen Verhältnissen. Angesichts der Gesamtumstände und der 
vorhandenen objektiven Beweismittel hat die Kammer keine Zweifel, dass der Be-
schuldigte (auch) den Einbruchdiebstahl vom ________ 2015 in G.________ be-
gangen hat.

Zum Einbruchdiebstahl vom .________ 2015 in K.________

Nach dem Einbruchdiebstahl vom .________ 2015 in K.________ konnten ab der 
Innenseite eines auf einem Holzgestell – ab dem diverse Eisenbahnwagen gestoh-
len wurden – zurückgelassenen Arbeitshandschuhs das DNA-Profil des Beschul-
digten sowie ab einer am Boden neben diesem Holzgestell zurückgelassenen Keh-
richtsackrolle sein Handflächenabdruckfragment sichergestellt werden (pag. 121 f. 
und pag. 128). Diese Umstände indizieren, dass der Beschuldigte in das Spielwa-
rengeschäft der Straf- und Zivilklägerin eingebrochen ist und die im Anzeigerapport 
erwähnte Ware gestohlen hat. Dafür spricht auch die Tatsache, dass beim Ein-
bruchdiebstahl vom ________ 2013 in D.________ – wie bereits ausgeführt – 
ebenfalls eine Rolle 35-Liter Kehrichtsäcke gesichert wurde, die wahrscheinlich 
zum Abtransport des Deliktsguts verwendet wurden (pag. 041). Im Übrigen handelt 
es sich beim Geschäft in K.________ wie bei demjenigen in D.________ um ein 
Spezialgeschäft, welches insbesondere Modelleisenbahnen und Zubehör verkauft, 
wofür sich der Beschuldigte unbestrittenermassen seit seiner Kindheit stark inter-
essiert. Eine Woche nach dem Einbruchdiebstahl in K.________ versuchte der Be-
schuldigte in V.________ schliesslich erwiesenermassen drei Taschen voll Modell-
eisenbahnen samt diversem Zubehör zu verkaufen, mithin Ware, die teilweise aus 
dem Einbruchbruchdiebstahl in K.________ herrührt (pag. 298). In Anbetracht all 
dieser Umstände ist die Kammer überzeugt, dass es der Beschuldigte war, der am 
.________ 2015 in das Geschäft der Straf- und Zivilklägerin in K.________ ein-
brach und diverse Gegenstände behändigte. 

29

9.4.2 Zu den übrigen Einbruchdiebstählen, bei denen keine oder unklare Hinweise für die 
Täterschaft des Beschuldigten existieren

Vorbemerkungen

Wie unter Erwägung 9.3.1 festgehalten, existieren betreffend den Einbruchdieb-
stahl vom ________ 2013 in D.________ keine objektiven Beweismittel. Was den 
Einbruchdiebstahl vom ________ 2014 in G.________ angeht, so kann der Be-
schuldigte gemäss dem KTD aufgrund des gesicherten DNA-Mischprofil als Mitspu-
rengeber immerhin nicht ausgeschlossen werden.

Die Vorinstanz kam in Bezug auf diese beiden Einbruchdiebstähle zum Schluss, 
die Umstände, dass die Tatvorgehen bei diesen Delikten denjenigen bei den ande-
ren Einbruchdiebstählen ähneln würden und die Tatsache, dass in diese (Spezial)-
Geschäfte später erneut eingebrochen worden sei, würden nahelegen, dass der 
Beschuldigte «auch etwas» mit diesen Einbruchdiebstählen «zu tun haben könn-
te». Dennoch ergäben all diese Indizien zusammen kein derartiges Gesamtbild, um 
(auch) bei diesen beiden Einbruchdiebstählen ohne erhebliche Zweifel von einer 
Täterschaft des Beschuldigten auszugehen (zum Ganzen S. 25 der erstinstanzli-
chen Urteilsbegründung; pag. 695).  

Zum Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 in D.________

Die Generalstaatsanwaltschaft führte zum Einbruchdiebstahl vom 
________ 2013 in der Berufungsverhandlung aus, die Täterschaft habe aus einem 
Spezialgeschäft wertvolle Modelleisenbahnen gestohlen, weshalb davon auszuge-
hen sei, dass sie Spezialwissen gehabt habe. Dies sei beim Beschuldigten auf-
grund seiner Affinität für Modelleisenbahnen der Fall. Im Tatzeitpunkt habe er zu-
dem in der Nähe des fraglichen Geschäfts gewohnt. Schliesslich sei das Deliktsgut 
wie bei den übrigen Einbruchdiebstählen in D.________ und K.________ in vor Ort 
behändigten 35-Liter Kehrichtsäcken abtransportiert worden, was dem «modus 
operandi» des Beschuldigten entspreche, weshalb aus Sicht der Generalstaatsan-
waltschaft insgesamt keine erheblichen Zweifel an der Täterschaft des Beschuldig-
ten bestünden (zum Ganzen pag. 876).

Die Kammer geht mit der Generalstaatsanwaltschaft und der Vorinstanz einig, dass 
es auch bei diesem Einbruchdiebstahl Indizien gibt, die für eine Täterschaft des 
Beschuldigten sprechen. Einzeln betrachtet handelt es sich bei den von der Gene-
ralstaatsanwaltschaft genannten und soeben erwähnten Hinweisen allerdings um 
relativ «schwache» Indizien, die sich bei näherer Betrachtung als wenig stichhaltig 
erweisen. Alleine ein Vergleich der beiden Einbruchdiebstähle in D.________ zeigt 
nämlich gewisse Unterschiede, was gegen einen allfälligen klaren «modus operan-
di» spricht: 

Beim Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 verschaffte sich die Täterschaft Ein-
tritt, indem sie mit einem Stein ein Fenster einschlug (pag. 014). Am ________ 
2013 entfernte der Beschuldigte mit einem Scharnierbolzen die Seiteneingangstür 
und hebelte danach die Tür aus, um in die Lokalität zu gelangen (pag. 040). Es ist 
zwar möglich, dass der Täter bzw. der Beschuldigte beim zweiten Einbruchdieb-
stahl besser vorbereitet war und Werkzeug mitnahm, um die Tür auszuhebeln und 
nicht nochmal eine Scheibe einschlagen zu müssen. Dagegen spricht jedoch, dass 

30

der Beschuldigte das Modellbahnen Geschäft zweifelsohne schon vor dem ersten 
Einbruchdiebstahl kannte und mithin bereits damals um die Gegebenheiten ge-
wusst hätte. 

Am ________ 2013 wurde im Hauptgeschäft der E.________ sodann nichts ge-
stohlen (pag. 013 ff.). Am ________ 2013 stahl der Beschuldigte im Hauptgeschäft 
der L.________ – deren Sortiment mit demjenigen der E.________ gemäss Zefix-
Eintrag absolut vergleichbar war – hingegen diverse Werkzeuge im Gesamtbetrag 
von knapp CHF 15'000.00 (pag. 045 ff.). Die beiden Einbruchdiebstähle in 
D.________ unterschieden sich demnach auch bezüglich Diebesgut.

Beim ersten Einbruchdiebstahl in D.________ wurde keine Vitrine zerstört 
(pag. 013 ff.). Beim Zweiten wurde hingegen eine Vitrine eingeschlagen und es 
wurden daraus wie auch ab Verkaufsregalen diverse Modelleisenbahnen und Zu-
behör gestohlen (pag. 040 und pag. 053).

Betreffend die Anzahl Täter war in der Anklageschrift in Bezug auf den Einbruch-
diebstahl vom ________ 2013 die Rede von einem allfälligen, unbekannten Mit-
täter, bezüglich den Einbruchdiebstahl vom ________ 2013 hingegen nicht 
(pag. 464). 

Die Tatsache, dass nach beiden Einbruchdiebstählen in D.________ 35-Liter Keh-
richtsäcke sichergestellt wurden, die vermutlich zum Abtransport des Deliktsguts 
verwendet wurden (pag. 014 und pag. 041), ist somit die einzige offensichtliche 
Übereinstimmung der beiden Einbruchdiebstähle. 

Betreffend die Modelleisenbahn-Affinität des Beschuldigten sei ausserdem festge-
halten, dass gemäss Anzeigerapport vom 28. Januar 2013 nach einem Ladendieb-
stahl in einem Eisenbahnfachgeschäft in Zürich – dem «X.________» – zwei unga-
rische Staatsangehörige angehalten und in Untersuchungshaft versetzt wurden 
(pag. 027). Es scheint nebst dem Beschuldigten somit durchaus auch andere Per-
sonen zu geben, die in Modelleisenbahngeschäfte einbrechen.

Insgesamt sind weder das nicht wirklich deckungsgleiche Tatvorgehen noch der 
Umstand, dass auch bei diesem Einbruchdiebstahl Modelleisenbahnwagen etc. 
gestohlen wurde, besonders starke Indizien für eine Täterschaft des Beschuldigten. 
Es bleibt somit nur die örtliche – aber nicht einmal die zeitliche – Nähe zwischen 
den beiden Einbruchdiebstählen in D.________, die eine Täterschaft des Beschul-
digten nahelegen würde. Sie alleine genügt jedoch nicht. Die Kammer hat aus den 
erwähnten Gründen erhebliche, nicht zu unterdrückende Zweifel an der Täterschaft 
des Beschuldigten, weshalb er von der Anschuldigung des Diebstahls, angeblich 
begangen zwischen dem ________ 2013 in D.________, zum Nachteil der 
H.________ im Deliktsbetrag von CHF 31'755.10, freizusprechen ist.

Zum Einbruchdiebstahl vom ________ 2014 in G.________

Betreffend den Einbruchdiebstahl am ________ 2014 in G.________ machte die 
Generalstaatsanwaltschaft geltend, der Umstand, dass ab einer demontierten 
Schaufensterscheibe ein Handflächenabdruck mit einem DNA-Mischprofil habe er-
stellt werden können, welches grösstenteils die Merkmale des DNA-Profils des Be-
schuldigten enthalten würde, sei ein «sehr gewichtiger» Hinweis für dessen Täter-

31

schaft. Unter Berücksichtigung aller übrigen Indizien (gleiches Tatvorgehen, zweiter 
Einbruch in dasselbe Geschäft etc.) bestünden insgesamt keine Zweifel, dass der 
Beschuldigte diesen Einbruchdiebstahl begangen habe (zum Ganzen pag. 877). 

Aus Sicht der Kammer kann aufgrund des Tatvorgehens alleine nicht vom Ein-
bruchdiebstahl am ________ 2015 in die I.________ auf die Täterschaft beim Ein-
bruchdiebstahl in dieselbe Bijouterie vom ________ 2014 geschlossen werden. 
Zwar wurde bei beiden Einbruchdiebstählen die Schaufensterscheibe aus der Hal-
terung bzw. dem Fensterrahmen gehebelt, um sich Zugriff auf die Schaufenster-
auslage zu verschaffen (pag. 079 und pag. 101). Jedoch stellt diese Vorgehens-
weise nebst einem allfälligen Einschlagen der Scheibe auch praktisch die einzige 
Möglichkeit dar, Ware aus einer Schaufensterauslage zu stehlen, ohne das Ge-
schäft – vorliegend die Bijouterie – dafür betreten zu müssen. Alleine der Umstand, 
dass in beiden Fällen die Schaufensterscheibe ausgehebelt wurde, genügt deshalb 
nicht, um dem Beschuldigten den Einbruchdiebstahl vom ________ 2014 nachzu-
weisen.

Entgegen der Ansicht der Generalstaatsanwaltschaft gibt es sodann keine weiteren 
speziellen, starken, auf eine Täterschaft des Beschuldigten hinweisenden Indizien 
bzw. individualisierbaren Merkmale. Die Tatsache, dass ab dem auf der demontier-
ten Schaufensterscheibe gesicherten Handflächenabdruck ein männliches inkom-
plettes DNA-Mischprofil erstellt werden konnte, gestützt auf welches der Beschul-
digte als Mitspurengeber nicht ausgeschlossen werden konnte, aber rein theore-
tisch auch andere Spurengeber in Frage kommen können (pag. 098 f.), stellt kein 
genügend spezifisches Indiz dar, das die Täterschaft des Beschuldigten hinrei-
chend belegen könnte. 

Schliesslich ist zu beachten, dass bei den Einbruchdiebstählen in G.________ 
Schmuck und bei denjenigen in D.________ und K.________ Modelleisenbahnen 
etc. sowie Werkzeuge gestohlen wurden und dass in den Geschäften in 
D.________ und K.________ zurückgelassene 35-Liter Kehrichtsäcke sicherge-
stellt werden konnten, in G.________ hingegen nicht. Ein örtlicher Zusammenhang 
kann schliesslich einzig zwischen dem Einbruchdiebstahl vom ________ 2014 in 
G.________ und demjenigen vom ________ 2015 in G.________ ausgemacht 
werden, ansonsten besteht zwischen den Einbruchdiebstählen weder eine örtliche 
noch eine zeitliche Nähe.  

In der Summe gibt es aus Sicht der Kammer somit nicht genügend Belastungstat-
sachen, die auf den Beschuldigten als Täter des Einbruchdiebstahls vom ________ 
2014 in G.________ hinweisen würden. Der Beschuldigte ist somit freizusprechen 
von den Anschuldigungen des Diebstahls und der Sachbeschädigung, beides an-
geblich begangen am ________ 2014 in G.________ zum Nachteil der I.________ 
im Deliktsbetrag von CHF 21'248.00 bzw. im Sachschaden von CHF 9'029.50.

9.5 Beweisergebnis / rechtserheblicher Sachverhalt für die Kammer

In Würdigung der voranstehenden Ausführungen ist für die Kammer erstellt, dass 
der Beschuldigte am ________ 2013 um ca. 21:00 Uhr mit mitgeführtem Werkzeug 
die Scharnierbolzen der Seiteneingangstür der Liegenschaft an der R.________ 
(Strasse) in D.________ entfernte, anschliessend die Türe aushebelte, die Lokalität 

32

betrat und im Geschäft der L.________ die im Anzeigerapport vom 19. Novem-
ber 2013 aufgeführten Werkzeuge (pag. 045 ff.) – insbesondere der Marken Bosch 
und Makita – im Gesamtbetrag von CHF 14'896.25 behändigte. Danach brach der 
Beschuldigte in dem sich innerhalb des Geschäfts der L.________ befindenden 
Spielwarenladen der H.________ eine Glasvitrine auf und behändigte die im so-
eben erwähnten Anzeigerapport genannten Gegenstände (pag. 047 ff.), d.h. über 
40 Modelleisenbahn-Lokomotiven, -Wagen, -Schienen etc. im Betrag von insge-
samt CHF 39'625.60. 

In der Nacht vom ________ 2015 hebelte der Beschuldigte an der S.________ 
(Strasse) in G.________ mittels Werkzeug die Schaufensterscheibe aus dem 
Fensterrahmen der I.________ und behändigte anschliessend aus der Schaufens-
terauslage die im Anzeigerapport vom 25. Juni 2015 aufgelisteten 26 Armbanduh-
ren, sechs Damenringe, zwei Goldarmbänder, fünf Süsswasserperlenketten und 
einen Posten Silberschmuck im Gesamtwert von CHF 7'298.00 (pag. 103 f.). 

In der Nacht vom .________ 2015 schlug der Beschuldigte die Schaufensterschei-
be des Spielwarengeschäfts der Straf- und Zivilklägerin am T.________ (Ort) in 
K.________ ein. Danach betrat er das Geschäft und behändigte aus den Regalen 
bzw. aus einer ebenfalls beschädigten Vitrine die im Anzeigerapport vom 15. De-
zember 2015 genannten Gegenstände (pag. 124 ff.) – insbesondere Modelleisen-
bahn-Lokomotiven, -Wagen und Zubehör – im Gesamtwert von CHF 26'922.20. Ei-
nen Teil dieser Beute, maximal im Wert von CHF 4'000.00, versuchte er eine Wo-
che später weiterzuverkaufen, wofür er rechtskräftig wegen Hehlerei verurteilt wur-
de. 

10. Rechtliche Würdigung 

10.1 Diebstahl

10.1.1 Theoretische Grundlagen

Des Diebstahls macht sich gemäss Art. 139 Ziff. 1 des alten Strafgesetzbuches 
(aStGB; SR 311.0 [zur Terminologie aStGB siehe E. 17 unten]) schuldig, wer je-
mandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder 
einen andern damit unrechtmässig zu bereichern.

Betreffend die theoretischen Grundlagen dieses Tatbestands wird vollumfänglich 
auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (S. 28 der erstinstanz-
lichen Urteilsbegründung; pag. 698 [Hervorhebungen im Original]):

Als Tatobjekt kommen in objektiver Hinsicht somit nur fremde, bewegliche Sachen in Frage. Die 
Tathandlung selbst besteht in der Wegnahme, d.h. dem Bruch fremden und die Begründung neuen 
Gewahrsams. Gewahrsam ist die tatsächliche Sachherrschaft über eine Sache nach den Regeln des 
sozialen Lebens. Damit ist Gewahrsam primär ein tatsächliches Verhältnis, d.h. die faktische Herr-
schaft eines Menschen über eine Sache. Die Herrschaftsmacht setzt primär voraus, dass der Inhaber 
dieser Macht überhaupt weiss, wo sich die Sache befindet und dass diese ihm zugekommen ist. Fehlt 
es am Herrschaftswillen, so entfällt der Tatbestand (vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, 
4. Auflage, N 14 ff. zu Art. 139 StGB, TRECHSEL, Praxiskommentar zum StGB, 3. Auflage, N 7 zu 
Art. 139 StGB). Der Bruch fremden Gewahrsams liegt regelmässig in der Entfernung der Sache 
(vgl. dazu TRECHSEL, a.a.O., N 10 zu Art. 139 StGB). 

33

Der Diebstahl ist vollendet mit der Herstellung eines neuen, nicht notwendigerweise eigenen Ge-
wahrsams nach dem Willen des Täters. Weil der Diebstahl somit ein schlichtes Tätigkeitsdelikt ist, 
kann der taugliche Versuch nicht vollendet werden; anders der untaugliche, wenn der Täter z.Bsp. die 
Sache irrtümlich für fremd oder nicht verloren ansieht. Beendet ist der Diebstahl, wenn der Täter das 
Diebesgut fortgeschafft, sich angeeignet und so die Bereicherung erlangt hat (vgl. dazu BASLER KOM-
MENTAR, a.a.O., N 77 ff. zu Art. 139 StGB, TRECHSEL, a.a.O., N 11 zu Art. 139 StGB,). 

In subjektiver Hinsicht ist einerseits Vorsatz, andererseits auch die Absicht der unrechtmässigen 
Aneignung und der entsprechenden Bereicherung erforderlich (vgl. dazu DONATSCH, Kommentar zum 
StGB, 20. Auflage, N 11 ff. zu Art. 139 StGB, BASLER KOMMENTAR, a.a.O., N 67 ff. zu Art. 139 StGB). 

10.1.2 Subsumtion

Wie unter Erwägung 9.5 ausgeführt, brach der Beschuldigte am ________ 2013 in 
das Geschäft der L.________ und den Laden der H.________ ein und behändigte 
die im Anzeigerapport vom 19. November 2013 aufgeführten Werkzeuge im Ge-
samtbetrag von CHF 14'896.25 (pag. 045 ff.) sowie die darin aufgelisteten Modell-
eisenbahnen etc. im Wert von insgesamt CHF 39'625.60 (pag. 047 ff.). In der 
Nacht vom ________ 2015 hebelte er bei der I.________ in G.________ die 
Schaufensterscheibe aus dem Fensterrahmen und nahm aus der Schaufensteraus-
lage 26 Armbanduhren, sechs Damenringe, zwei Goldarmbänder, fünf Süsswas-
serperlenketten und einen Posten Silberschmuck im Gesamtwert von 
CHF 7'298.00 (pag. 103 f.) an sich. In der Nacht vom .________ 2015 schlug er die 
Schaufensterscheibe des Spielwarengeschäfts der Straf- und Zivilklägerin in 
K.________ ein, betrat den Laden und behändigte die im Anzeigerapport vom 
15. Dezember 2015 genannten Modelleisenbahnen etc. im Gesamtwert von 
CHF 26'922.20 bzw. CHF 22'922.20 (pag. 124 ff.; betreffend den Deliktsbetrag sie-
he die nachfolgenden Ausführungen). 

Der Beschuldigte nahm demnach fremde, bewegliche Sachen an sich und schaffte 
diese aus den jeweiligen Geschäften weg. Der objektive Tatbestand von Art. 139 
Ziff. 1 aStGB ist erfüllt. Er handelte unter den vorliegenden Umständen offensicht-
lich mit direktem Vorsatz und in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht, womit 
auch der subjektive Tatbestand von Art. 139 Ziff. 1 aStGB erfüllt ist.

Rechtsfertigungs- und/oder Schuldausschlussgründe sind weder ersichtlich noch 
geltend gemacht worden.

Mit Blick auf die Deliktsbeträge bleibt festzuhalten, dass sie in der Anklageschrift 
korrekt aufgeführt wurden. Betreffend den Vorfall vom .________ 2015 in 
K.________ ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte einen Teil der damals 
gestohlenen Ware, maximal im Wert von CHF 4'000.00, eine Woche später zu ei-
nem untersetzten Preis von CHF 900.00 in V.________ zu verkaufen versuchte 
und hierfür mit Strafbefehl vom 4. Oktober 2016 rechtskräftig wegen Hehlerei verur-
teilt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat diesem Umstand Rechnung getragen, in-
dem sie in Ziffer 1.5 der Anklageschrift festhielt (pag. 465): «[…] Ein Teil dieser 
Beute, maximal für CHF 4'000.00, wurde durch B.________ versucht, weiter zu 
verkaufen. Für diesen Teil erfolgte eine Verurteilung wegen Hehlerei. Dieser Betrag 
ist vom Deliktsbetrag abzuziehen. Es verbleibt ein Deliktsbetrag von 
CHF 22'922.20.». Für den Teil der Tat, für welchen der Beschuldigte bereits 

34

rechtskräftig verurteilt wurde, erfolgte demnach keine Anklage und vorliegend auch 
kein Schuldspruch, womit – wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat (S. 29 f. 
der erstinstanzlichen Urteilsbegründung; pag. 699 f.) – kein Fall einer doppelten 
Strafverfolgung («res iudicata») nach Art. 11 Abs. 1 StPO vorliegt. 

Der Beschuldigte ist somit schuldig zu sprechen wegen Diebstahls, mehrfach be-
gangen am ________ 2013 in D.________ zum Nachteil der L.________ im De-
liktsbetrag von CHF 14'896.25 und zum Nachteil der H.________ im Deliktsbetrag 
von CHF 39'625.60, am ________ 2015 in G.________ zum Nachteil der 
I.________ im Deliktsbetrag von CHF 7'298.00 sowie am .________ 2015 in 
K.________ zum Nachteil der Straf- und Zivilklägerin im Deliktsbetrag von 
CHF 22'922.20.

10.2 Sachbeschädigung

10.2.1 Theoretische Grundlagen

Nach Art. 144 Abs. 1 aStGB macht sich auf Antrag der Sachbeschädigung schul-
dig, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutznies-
sungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht.

Betreffend die theoretischen Grundlagen zur Sachbeschädigung wird auf die kor-
rekten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (S. 31 f. der erstinstanzlichen Ur-
teilsbegründung; pag. 701 f. [Hervorhebungen im Original):

Gegenstand der Sachbeschädigung können nur körperliche Sachen sein. Erfasst werden darunter ei-
nerseits bewegliche, verkehrsfähige Sachen, andererseits auch unbewegliche Objekte wie Gebäude 
etc. (vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, 4. Auflage, N 3 ff. zu Art. 144 StGB). Geschützt wird mit dieser 
Bestimmung die Befugnis des Eigentümers, frei über die Sache und ihren Zustand zu verfügen 
(vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, a.a.O., N 7 zu Art. 144 StGB).

Die Tathandlung besteht in objektiver Hinsicht im Beschädigen, Zerstören oder Unbrauchbarma-
chen der Sache. Als Beschädigen gilt jedes Herbeiführen einer mehr als nur belanglosen Mangelhaf-
tigkeit der Sache. Der Mangel kann nur durch erhebliche Verletzung der Substanz der Sache hervor-
gerufen werden sowie durch körperliche Einwirkung, welche entweder die bestimmungsgemässe 
Funktion bzw. Brauchbarkeit, die äussere Erscheinung bzw. Ansehnlichkeit oder den Zustand der Sa-
che wesentlich beeinträchtigt (vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, a.a.O., N 20 + 22 zu Art. 144 StGB). Die 
Einwirkung muss also bewirken, dass die betroffene Sache nicht mehr bestimmungsgemäss einge-
setzt werden kann (vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, a.a.O., N 38 zu Art. 144 StGB). Eine ausreichende 
Beeinträchtigung ist insbesondere dann gegeben, wenn der Betroffene den früheren Zustand gar 
nicht oder nur mit einem nicht bloss geringfügigen Aufwand wiederherstellen kann (vgl. dazu BASLER 
KOMMENTAR, a.a.O., N 41 zu Art. 144 StGB). Zerstören ist eine besonders radikale, nicht wieder rück-
gängig zu machende Form der Beschädigung. Es bedeutet das vollständige Vernichten der Substanz 
einer Sache oder die völlige Aufhebung ihrer Funktionsfähigkeit aus der Sicht des Berechtigten 
(vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, a.a.O., N 75 zu Art. 144 StGB). Unbrauchbarmachen stellt das Hervor-
rufen der Funktionsuntüchtigkeit ohne Substanzeingriff dar (vgl. dazu TRECHSEL, Praxiskommentar, 
3. Auflage, N 5 zu Art. 144 StGB). 

Die Tat ist dann vollendet, wenn die vom Vorsatz des Täters erfasste Beschädigung zumindest teil-
weise eingetreten ist. Weder ist erforderlich, dass das vom Täter angestrebte Ausmass der Beschädi-

35

gung eintritt, noch dass der mit der Beschädigung verfolgte Zweck erreicht wird (vgl. dazu BASLER 
KOMMENTAR, a.a.O., N 80 zu Art. 144 StGB). 

Auf der subjektiven Seite wird Vorsatz gefordert. Dazu gehört insbesondere das Wissen, dass die 
Sache fremd ist oder daran ein fremdes Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, sowie das 
Wissen und Wollen, dass die Einwirkung auf die Sache diese beschädigt oder zerstört. Eventualvor-
satz genügt (vgl. dazu BASLER KOMMENTAR, a.a.O., N 81 zu Art. 144 StGB). 

10.2.2 Subsumtion

Es liegen gültige Strafanträge der zur Stellung von Strafanträgen legitimierten Ge-
schäftsführer der I.________ und der Straf- und Zivilklägerin zur Bestrafung des 
Beschuldigten wegen Sachbeschädigung vor (pag. 106 und pag. 129 f.).

Der Beschuldigte besprühte in der Nacht vom ________ 2015 in G.________ 
zunächst den Dichtungsgummi der Schaufensterscheibe der I.________ mit 
Kriechöl und hebelte diese anschliessend mittels Werkzeug aus dem Fensterrah-
men. Dadurch besc