# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a13e1c7-fb35-585a-9a2f-11b24cb1332a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.10.2011 D-5444/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5444-2011_2011-10-07.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­5444/2011

U r t e i l   v om   7 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Fulvio Haefeli,
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

Parteien A._______, geboren (…),
alias A._______, geboren (…),
alias A._______, geboren (…),
Tunesien, 
(…),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin­Verfahren); Verfügung des BFM vom
23. September 2011 / N .

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer sein Heimatland eigenen Angaben zufolge im 
Juli 2009 in Richtung Libyen verliess, wo er rund zwei Wochen verbracht 
habe, bevor er nach Italien weitergereist sei,

dass er sich in Italien bis zur Einreise in die Schweiz aufgehalten habe,

dass  der  Beschwerdeführer  am  11.  Juni  2011  illegal  in  die  Schweiz 
gelangte  und  dort  am  folgenden  Tag  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum M._______ um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  zur 
Person  am  6.  Juli  2011  das  rechtliche  Gehör  zum  bevorstehenden 
Nichteintretensentscheid,  zur Zuständigkeit  Italiens  für die Durchführung 
des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  beziehungsweise  zu  einer 
allfälligen Wegweisung dorthin gewährte und  ihm Gelegenheit  gab,  sich 
dazu zu äussern,

dass  er  in  diesem  Zusammenhang  erklärte,  Italien  sei  ärmer  als 
Tunesien; man bekomme weder Arbeit noch Unterkunft,

dass  er  eine  anständige  Arbeit  haben  und  nicht  mehr  in  verlassenen 
Häusern leben möchte,

dass das BFM gestützt auf den Eurodac­Treffer vom 10. August 2009 am 
20.  Juli  2011  an  Italien  ein  Ersuchen  um  Übernahme  des 
Beschwerdeführers  im  Sinne  von  Art.  10  Abs.  2  der  Verordnung  [EG]
Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003 (Dublin­II­Verordnung) zur 
Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrags 
zuständig ist, stellte (vgl. A16),

dass  die  italienischen  Behörden  jedoch  innerhalb  der  festgelegten  Frist 
zum Übernahmeersuchen keine Stellung nahmen,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23.  September  2011  –  eröffnet  am
29.  September  2011  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers vom 12. Juni 2011 nicht eintrat, die Wegweisung 
nach  Italien  verfügte,  den  Beschwerdeführer  –  unter  Androhung  von 

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Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufforderte, die Schweiz spätestens 
am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu  verlassen,  den  Kanton 
N._______ verpflichtete,  die Wegweisungsverfügung zu vollziehen, dem 
Beschwerdeführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis 
aushändigte,  und  feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die 
Verfügung habe keine aufschiebende Wirkung,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diese  Verfügung  mit  Eingabe  vom
30. September 2011 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 
und  dabei  sinngemäss  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
beantragte,

dass  zur  Untermauerung  der  Vorbringen  ein  Informationsschreiben  des 
(…) Kantonsspitals  vom 14. September 2011 an den Beschwerdeführer 
hinsichtlich  der  am  16.  September  2011  erfolgten  Operation,  ein 
vorläufiger Austrittsbericht desselben Spitals vom 19. September 2011 an
Dr. med. B._______, N._______, und ein vom Spital am 19. September 
2011  für  den  Beschwerdeführer  ausgestelltes  Rezept  für  Medikamente 
eingereicht wurden,

dass  auf  die  Beschwerdebegründung,  soweit  entscheidrelevant,  in  den 
Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  3.  Oktober  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts 
den  Vollzug  der Wegweisung  gestützt  auf  Art.  56  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,
SR 172.021) mit Verfügung vom 3. Oktober 2011 vorsorglich aussetzte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 

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17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  es  sich  bei  der  vorliegenden  Eingabe  um  eine  sogenannte 
Laienbeschwerde handelt, an die keine hohen Anforderungen zu stellen 
sind, weshalb zu Gunsten des Beschwerdeführers auf die  insoweit  frist­ 
und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  prüft,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht  diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass der Beschwerdeführer gemäss dem Eurodac­Treffer am 10. August 
2009 in Italien daktyloskopiert wurde,

dass er sich gemäss eigenen Angaben von August 2009 bis zur Einreise 
in  die  Schweiz  am  11.  Juni  2011  in  Italien  aufhielt  (vgl. 
Befragungsprotokoll vom 6. Juli 2011, A10, S. 8­9),

dass  im  Weiteren  angesichts  des  Umstands,  wonach  die  italienischen 
Behörden  es  unterliessen,  sich  innert  Frist  zu  einer  Übernahme  des 
Beschwerdeführers  vernehmen  zu  lassen,  davon  auszugehen  ist,  dem 
Ersuchen  des  BFM  vom  20.  Juli  2011  sei  zugestimmt  worden
(Art. 18 Abs. 7 Dublin­II­Verordnung),

dass  das  BFM  bei  dieser  Sachlage  zu  Recht  von  der  Zuständigkeit 
Italiens für die Durchführung des Asylverfahrens ausging,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  seine 
gesundheitlichen Probleme als Wegweisungsvollzugshindernisse geltend 
macht,

dass  er  auf  die  Schulter  gefallen  sei  und  sich  dabei  einen  Bruch 
zugezogen  habe,  weswegen  er  am  16.  September  2011  im  (…) 
Kantonsspital habe operiert werden müssen,

dass er sich nun einer Therapie unterziehen müsse; am 25. Oktober 2011 
habe er hierfür einen Termin,

dass nach drei Monaten eine radiologische Kontrolle durchgeführt werde 
und in einem Jahr die Metallentfernung geplant sei,

dass weder die bei der Gewährung des rechtlichen Gehörs geäusserten 
Einwände noch die auf Beschwerdeebene geltend gemachten Vorbringen 
an  der  Zuständigkeit  Italiens  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens 
etwas  ändern  können  und  auch  keinen  Anlass  zur  Ausübung  des 

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Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­Verordnung, Art. 
29a
Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen 
[AsylV 1, SR 142.311]) begründen,

dass auch sonst keine Gründe zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der 
Schweiz  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­Verordnung)  ersichtlich  sind,  zumal 
Italien  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28.  Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,
SR  0.101)  und  des  Übereinkommens  vom  10.  Dezember  1984  gegen 
Folter  und  andere  grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende 
Behandlung  oder  Strafe  (FoK,  SR  0.105)  ist,  und  sich  aus  den  Akten 
keine  konkreten  Hinweise  ergeben,  wonach  Italien  sich  nicht  an  die 
daraus  resultierenden  massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen, 
insbesondere  an  das  Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen 
Normen der EMRK, halten würde,

dass  der  Beschwerdeführer  vielmehr  den  italienischen  Behörden 
übergeben wird, die damit die Möglichkeit haben, sich um ihn gebührend 
zu kümmern und sein Asylverfahren durchzuführen,

dass  angesichts  dieser  Sachlage  der  Umstand,  in  Italien  weder  eine 
Unterkunft  noch  eine  Arbeit  zu  haben,  nicht  als 
Wegweisungsvollzugshindernis zu erachten ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  bei  einer  allfälligen  Mittellosigkeit 
offensteht,  sich  an  die  dafür  zuständigen  Behörden  beziehungsweise 
karitativen Organisationen zu wenden,

dass ihm dies umso leichter fallen dürfte, als er eigenen Angaben zufolge 
die Hilfe der Caritas bereits in Anspruch genommen hat (vgl. A10, S. 9),

dass  Italien  im  Übrigen  an  die  Richtlinie  2003/9/EG  des  Rates  vom
27.  Januar  2003  zur  Festlegung  von Mindestnormen  für  die  Aufnahme 
von Asylsuchenden in den Mitgliedstaaten (Aufnahmerichtlinie) gebunden 
ist  und  demnach  dafür  besorgt  sein  muss,  den  Asylsuchenden  ein 
menschenwürdiges  Leben  zu  ermöglichen,  weshalb  sich  der  anlässlich 
der  Befragung  zur  Person  vorgebrachte  Einwand  des 
Beschwerdeführers,  Italien  sei  ein  rassistisches  Land,  als  unbegründet 
erweist,

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dass nach dem Gesagten keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich 
sind,  der Beschwerdeführer würde  im Falle  einer Rückkehr  nach  Italien 
wegen der dortigen Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage 
geraten,

dass  Dublin­Rückkehrende  und  verletzliche  Personen  betreffend 
Unterbringung  von  den  italienischen  Behörden  bevorzugt  behandelt 
werden  und  sich  neben  den  staatlichen  Strukturen  auch  zahlreiche 
private  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen,

dass  schliesslich  davon  auszugehen  ist,  Italien  komme  seinen 
Verpflichtungen  im  Rahmen  der  Dublin­II­Verordnung  auch  in 
medizinischer Hinsicht nach,

dass  Italien  über  zahlreiche  medizinische  Institutionen  verfügt,  welche 
auch Asylsuchenden zugänglich sind,

dass der Beschwerdeführer somit die Möglichkeit hat, sich wegen des im 
Austrittsbericht  des  (…)  Kantonsspitals  diagnostizierten  und  am
16. September 2011 operierten Schlüsselbeinbruchs in Italien therapieren 
zu lassen,

dass  in  Italien  nicht  nur  die  im  erwähnten  Bericht  empfohlene  klinische 
und radiologische Kontrolle durchgeführt werden kann, sondern auch die 
geplante Metallentfernung möglich ist,

dass dort die Versorgung mit Medikamenten ebenso gewährleistet ist,

dass dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten auch aus dem für den 
25.  Oktober  2011  festgesetzten  Arzttermin  kein  Bleiberecht  in  der 
Schweiz erwächst,

dass  das  BFM  angesichts  der  gesamten  Umstände  zu  Recht  in 
Anwendung  von  Art. 34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer  solchen  besteht  (vgl.  EMARK 2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 

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Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs 
zuständigen  Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 
1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

dass  die  Prüfung  von  allfälligen  Wegweisungshindernissen  vielmehr 
bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber  stattzufinden 
hat, namentlich unter dem Blickwinkel der Souveränitätsklausel von Art. 3 
Abs.  2  Dublin­II­Verordnung  i.V.m.  Art.  29a  Abs.  3  AsylV  1,  welche 
jedoch, wie vorstehend erwähnt, nicht zur Anwendung gelangen,

dass  der  vom  Bundesamt  verfügte  Wegweisungsvollzug  nach  Italien 
demnach zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand: