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**Case Identifier:** 04e4d088-b49c-5216-843e-c3709b6a28e4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.06.2020 725 19 350/147
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-350-147_2020-06-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Juni 2020 (725 19 350 / 147) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Kein Anspruch auf Heilbehandlungsleistungen durch den Unfallversicherer nach der de-

finitiven Aufgabe der Erwerbstätigkeit infolge Pensionierung 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.1 Der 1951 geborene A.____ arbeitete vom 1. Juni 2003 bis zu seiner Pensionierung am 
30. April 2016 (Vollendung des 65. Altersjahres) bei der B.____ AG in Z.____. In dieser Eigen-
schaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Bagatellunfall-Meldung vom 19. 
April 2016 glitt A.____ am 17. April 2016 aus und stürzte. Dabei zog er sich eine Verletzung an 
der linken Schulter zu. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und gewährte die gesetzlichen 

 
 

 
 
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Leistungen (Heilungskosten/Taggelder). Nachdem A.____ keine Versicherungsansprüche mehr 
geltend gemacht hatte, schloss die Suva den Fall im Sommer 2016 formlos ab. 
 
A.2 Am 18. März 2019 teilte A.____ der Suva telefonisch mit, dass er kurz nach seiner Pen-
sionierung nach X.____ ausgewandert und dort regelmässig physiotherapeutisch behandelt wor-
den sei. Er leide nach wie vor an Beschwerden an seiner linken Schulter, weshalb er sich in der 
Schweiz gerne ärztlich untersuchen lassen wolle. In der Folge teilte die Suva mit, dass er sich in 
der C.____ Klinik untersuchen lassen könne und sie einen Rückfall prüfen werde. Mit Verfügung 
vom 28. Juni 2019 lehnte die Suva eine Leistungspflicht für die geltend gemachten Schulterbe-
schwerden ab und stellte die bisherigen Versicherungsleistungen per 30. Juni 2019 ein. Eine da-
gegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom 8. Oktober 2019 ab. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 23. Oktober 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte eine Kosten-
übernahmezusicherung der Suva für allfällige zukünftige Beschwerdeverschlimmerungen und 
deren ärztliche Behandlung.  
 
C. Mit Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2020 schloss die Suva unter Hinweis auf das 
Rechtsbegehren des Beschwerdeführers auf Nichteintreten und eventualiter auf Abweisung der 
Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 12. März 2020 beantragte der Beschwerdeführer, die Suva sei zur Über-
nahme der Kosten der physiotherapeutischen Behandlungen der letzten dreieinhalb Jahre sowie 
bis zur kompletten Heilung seiner Verletzung zu verpflichten. 
 
E. Mit Duplik vom 1. April 2020 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Nichteintretens- und 
Abweisungsantrag fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person im Ausland, so ist nach Art. 
58 Abs. 2 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter 
schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz 
hat. Vorliegend befand sich der Wohnsitz des letzten schweizerischen Arbeitgebers in Z.____, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des 

 
 

 
 
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Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 
ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2. Indessen erscheint fraglich, ob der Beschwerdeführer ein aktuelles und praktisches 
Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids hat. Ge-
mäss Art. 59 ATSG ist zur Beschwerde nur berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung 
oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung 
oder Änderung hat. Das schutzwürdige Interesse besteht im praktischen Nutzen, den die Gut-
heissung der Beschwerde dem Verfügungsadressaten verschaffen würde, oder – anders ausge-
drückt – im Umstand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur 
zu vermeiden, welchen die angefochtene Verfügung bzw. der angefochtene Einspracheentscheid 
mit sich bringen würde (BGE 139 II 279 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. zum Ganzen ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege 
des Bundes, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 944 f.). Fehlt ein solches Interesse, wird ein 
Begehren nicht geprüft. Nach der Rechtsprechung muss die Beschwerde führende Partei grund-
sätzlich ein aktuelles praktisches Interesse an der Beurteilung der von ihr erhobenen Rügen ha-
ben, damit auf die Beschwerde eingetreten werden kann. Das Interesse an der Beschwerdefüh-
rung ist aktuell und praktisch, wenn der erlittene Nachteil im Zeitpunkt der gerichtlichen Beurtei-
lung noch besteht (BGE 130 V 388 E. 2.2, 125 I 394 E. 4 und 116 Ia 359 E. 2a). Fehlt ein solches 
Interesse, wird ein Begehren nicht geprüft. Dieses Erfordernis soll sicherstellen, dass das Gericht 
konkrete und nicht bloss theoretische Fragen entscheidet. 
 
1.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Suva habe für die Kosten allfälliger 
künftiger Beschwerdeverschlimmerungen an der linken Schulter, welche hauptsächlich auf den 
Unfall aus dem Jahr 2016 zurückzuführen seien, aufzukommen, ist auf die Beschwerde nicht 
einzutreten. Denn in Bezug auf diese in der Zukunft liegenden Gesundheitsschäden fehlt es dem 
Beschwerdeführer an einem aktuellen Rechtsschutzinteresse, ist er gegenwärtig ja nicht von ei-
ner solchen Verschlechterung des Gesundheitsschadens betroffen. Es steht ihm jedoch frei – wie 
dies die Suva in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2020 deutlich macht – im Falle einer 
Verschlechterung des Gesundheitszustands im gegebenen Zeitpunkt einen Rückfall bzw. eine 
Spätfolge im Sinne von Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. De-
zember 1982 zu melden. Die Suva wird sodann den rechtserheblichen Sachverhalt überprüfen 
und über allfällige Ansprüche des Beschwerdeführers einen Entscheid fällen. 
 
1.4 Die Suva stellte mit Verfügung vom 28. Juni 2019 die vorübergehenden Leistungen be-
treffend die im März 2019 rückfallweise geltend gemachten Schulterbeschwerden, die der Be-
schwerdeführer auf den Unfall vom 17. April 2016 zurückführte, per 30. Juni 2019 ein. Zur Be-
gründung führte sie an, die geklagten Schulterbeschwerden seien nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 17. April 2016 zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kam 
die Suva gestützt auf die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. med. D.____, Fachärztin für Chi-
rurgie, vom 23. Mai 2019 und vom 27. Juni 2019. Gleichzeitig teilte die Suva mit, dass sie die 
Behandlungskosten für die Arztkonsultation vom 22. März 2019 entgegenkommenderweise über-
nehme. Hinsichtlich des Fallabschlusses per 30. Juni 2019 sowie der vom Beschwerdeführer in 
seiner Replik vom 12. März 2020 beantragten Übernahme der Heilbehandlungskosten der letzten 

 
 

 
 
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dreieinhalb Jahre ist somit auf die – im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte – Beschwerde 
vom 23. Oktober 2019 einzutreten. 
 
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend die Einstellung der Leistungen für die rückfallweise 
geltend gemachten Schulterbeschwerden per 30. Juni 2019 sowie die Übernahme der Heilbe-
handlung, namentlich die Physiotherapiebehandlungen in X.____ der letzten dreieinhalb Jahre. 
 
3.1 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidierten 
Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehören auch die Best-
immungen von Art. 10 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 1 UVG, welche die Ansprüche auf Heilbehandlung 
und auf eine Invalidenrente regeln. Laut der Übergangsbestimmung von Art. 118 Abs. 1 UVG 
werden jedoch Versicherungsleistungen für Ereignisse, die sich vor dem Inkrafttreten dieser re-
vidierten Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt 
ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden 
Fall, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Be-
zug genommen wird. 
 
3.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. 
 
3.3 Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll 
oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
Der Anspruch entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung 
der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person 
(Art. 16 Abs. 2 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent 
invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie 
nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird 
mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung 
der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
3.4 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und den Gesundheitsbeeinträchtigungen ein natürlicher und ein adä-
quater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1 f.). 
 
4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person oder der Feststellung natürlicher Kau-
salzusammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig 
auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen 
Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweis-
würdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 

 
 

 
 
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förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv 
zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, weshalb es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder 
des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 
die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach al-
leine ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berich-
ten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind 
aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfol-
gerungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf 
und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin-
nen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 
 
5.1 Die Suva stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf die Ausführungen ihrer 
Kreisärztin Dr. D.____ vom 23. Mai 2019 und vom 27. Juni 2019. Unter Berücksichtigung aller 
ärztlichen Berichte gab sie an, die Gesundheit des Versicherten sei an der linken Schulter mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit schon vor dem Unfall in stummer oder manifester Weise be-
einträchtigt gewesen; es habe eine degenerative Unterflächenläsion der Supraspinatussehne, 
eine Tendinopathie der Bicepssehne sowie eine degenerative Hypertrophie des AC-Gelenkes mit 
Hinweis auf eine Impingement-Problematik vorbestanden. Der Unfall habe mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht zu zusätzlichen strukturellen Läsionen, die objektivierbar seien, geführt. 
Der Versicherte habe sich vielmehr eine Prellung/Distorsion der Schulter im Sinne einer vorüber-
gehenden Verschlimmerung zugezogen. Die Folgen dieser Verletzungen an der Schulter seien 
spätestens innerhalb von vier Monaten abgeklungen. Gestützt auf diese Beurteilung verneinte 
die Suva die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden und somit eine Leistungspflicht. 
 

 
 

 
 
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5.2 Die Berichte von Dr. D.____ vom 23. Mai 2019 und vom 27. Juni 2019 sind in Bezug auf 
die Folgen des Unfalls vom 17. April 2016 umfassend, berücksichtigen die geklagten Beschwer-
den und sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Zudem sind die Ausführungen der 
medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtend und beinhalten 
begründete Schlussfolgerungen (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 
1c). Da den übrigen Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, welche Zweifel an der Beurteilung 
von Dr. D.____ erwecken könnten, kann auf ihre Ausführungen abgestellt und zulässigerweise 
auf weitere Abklärungen verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 
3, 126 V 130 E. 2a, 124 V 94 E. 4b, 122 V 162 E. 1d, 119 V 344 E. 3c in fine mit Hinweisen). Es 
erscheint überwiegend wahrscheinlich, dass in Bezug auf die Folgen des Unfalls vom 17. April 
2016 ein medizinischer Endzustand eingetreten ist. Ob die im März 2019 rückfallweise geltend 
gemachten Schulterbeschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
mit dem Unfallereignis vom 17. April 2016 stehen, kann letztlich aber offenbleiben und es kann 
auf weitergehende Erörterungen dazu verzichtet werden. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, kann 
der Auffassung des Beschwerdeführers so oder so nicht gefolgt werden. 
 
6.1 Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin sei ver-
pflichtet, die Kosten für die Physiotherapiebehandlungen der letzten dreieinhalb Jahre zu über-
nehmen. Da der Beschwerdeführer per Ende April 2016 pensioniert wurde, ist im Folgenden zu 
prüfen, ob dem Beschwerdeführer auch nach Erreichen des Rentenalters ein Anspruch auf Heil-
behandlung zustehen würde. 
 
6.2.1 Ein Anspruch auf die vorübergehende UV-Leistung ‟Heilbehandlung” setzt nach Gesetz 
(Art. 19 Abs. 1 UVG) und Praxis voraus, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
noch eine namhafte Besserung des – unfallbedingt beeinträchtigten – Gesundheitszustandes er-
wartet werden kann oder dass noch Eingliederungsmassnahmen der IV laufen. Trifft beides nicht 
(mehr) zu, hat der Versicherer den Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen abzu-
schliessen und den Anspruch auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung zu 
prüfen (BGE 137 V 199 E. 2.1, 134 V 109 E. 4.1). Nahtlos an diese Regelung schliesst sich Art. 
21 Abs. 1 UVG an. Danach sollen nach Festsetzung der Rente Pflegeleistungen und Kostenver-
gütungen durch den Unfallversicherer nur unter besonderen Voraussetzungen gewährt werden, 
so bei Berufskrankheit (lit. a), bei Rückfall oder Spätfolgen zur wesentlichen Besserung oder Be-
wahrung vor wesentlicher Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit (lit. b), zur Erhaltung der ver-
bleibenden Erwerbsfähigkeit (lit. c) und zur wesentlichen Verbesserung oder zur Bewahrung vor 
wesentlicher Beeinträchtigung des Gesundheitszustandes im Falle der Erwerbsunfähigkeit (lit. d). 
Im dazwischen liegenden Bereich, nämlich wenn einerseits von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden 
kann und anderseits die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der Un-
fallversicherer keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatorische 
Krankenpflegeversicherer (BGE 134 V 109 E. 4.2). Nur ausnahmsweise – nämlich dann, wenn 
ein Rückfall oder eine Spätfolge vorliegt – trifft dies nicht zu (Art. 11 UVV; vgl. Art. 21 Abs. 1 lit. b 
UVG; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Dezember 2015, 8C_364/2015, E. 4.2). Bei einem Rück-
fall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es 
zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von 

 
 

 
 
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Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organi-
sche oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild füh-
ren können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit begrifflich an ein bestehendes Unfaller-
eignis an (BGE 144 V 245 E. 6.1; BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen). 
 
6.2.2 Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-
son zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Das Bundesgericht hat hierzu festge-
halten, diese bestimme sich mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption 
nach auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet sei, namentlich nach Massgabe der zu erwar-
tenden Steigerung oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit. 
Dabei verdeutliche die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die 
durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen müsse. Unbedeu-
tende Verbesserungen würden nicht genügen (BGE 134 V 109 E. 4.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
6.3 Aus den Akten ergibt sich, dass die Suva den Fall im Sommer 2016 – nachdem der 
Beschwerdeführer weder Heilbehandlungen in Anspruch genommen hatte noch aufgrund des 
Unfalls arbeitsunfähig war – folgenlos abgeschlossen hat. Hierzu ist anzumerken, dass nach ei-
nem Fallabschluss grundsätzlich keine Heilbehandlungsleistungen mehr geschuldet sind (vgl. 
BGE 140 V 130 E. 2.2; 134 V 109 E. 4.1). Sodann ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer 
seine Erwerbstätigkeit infolge Pensionierung dauerhaft per Ende April 2016 aufgegeben hat. Aus-
gehend von der Grundkonzeption, dass nach Abschluss der Taggeldphase resp. Heilbehand-
lungsphase die Krankenversicherung für die Heilbehandlungen zuständig ist, und die Regelungen 
für Rentenbezüger gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. b und c UVG ausdrücklich an die Erwerbstätigkeit 
anknüpft, ist davon auszugehen, dass mit der definitiven altershalben Aufgabe der Erwerbstätig-
keit auch die Leistungspflicht des Unfallversicherers für die Heilbehandlungen endet. Nach dem 
Gesagten kann aus Art. 21 UVG kein Anspruch auf Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 
nach der Pensionierung abgeleitet werden. Auch im Falle von Rückfällen und Spätfolgen wird 
das Bestehen einer Resterwerbsfähigkeit für die Übernahme von Heilbehandlungskosten bei 
Rentenbezügern ausnahmslos vorausgesetzt. Selbst wenn also vorliegend von einem Rückfall 
auszugehen wäre, würde dies nichts daran ändern, dass nach der definitiven Aufgabe der Er-
werbstätigkeit infolge Pensionierung keine Heilbehandlungsleistungen durch den Unfallversiche-
rer mehr geschuldet sind (Art. 21 Abs. 1 lit. b UVG; vgl. zum Ganzen ANDRÉ NABOLD, Basler 
Kommentar zum UVG, Rz. 2 ff. zu Art. 21 UVG; vgl. auch Urteil des Sozialversicherungsgerichts 
des Kantons Zürich vom 13. September 2018, UV.2017.00160, E. 3.2.4 f.). Abgesehen davon 
besteht der gesetzlich umschriebene Anspruch auf Heilbehandlung lediglich so lange, als von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes 
erwartet werden kann. Trotz regelmässiger physiotherapeutischer Behandlung in den letzten Jah-
ren – die zwar kurzfristige Linderung brachte – hat sich der Gesundheitszustand den Angaben 
des Beschwerdeführers nach nicht gebessert. Somit war und ist von der Fortführung der wö-
chentlichen physiotherapeutischen Behandlung keine namhafte Verbesserung des Gesundheits-
zustands des Beschwerdeführers zu erwarten, weshalb auch vor diesem Hintergrund keine Heil-
behandlungsleistungen geschuldet sind. 
 

 
 

 
 
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7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass sich die gegen den Einspracheentscheid der 
Suva vom 8. Oktober 2019 erhobene Beschwerde als unbegründet erweist, weshalb sie – soweit 
darauf eingetreten werden kann – abzuweisen ist. 
 
8. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenlos. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
  

 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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