# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9665e593-3e95-592d-84ce-af08783be87a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.04.2008 C-4916/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4916-2007_2008-04-27.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4916/2007/kui
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.

D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Verfügung vom 26. Juni 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4916/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  einer  undatierten  Eingabe  (Post-
stempel vom 16. Juli 2007) die von der Eidgenössischen Invalidenver-
sicherung,  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (IVSTA)  erlassene 
Verfügung vom 26. Juni 2007 betreffend die Abweisung des Gesuchs 
für  Leistungen  der  Invalidenversicherung  beim  Bundesverwaltungs-
gericht (BVGer) angefochten hat, 

dass  im Verfahren  vor dem BVGer das  neue,  am 1. Januar  2007 in 
Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2006  über  das  Bundesverwaltungs-
gericht [VGG], SR 173.32),

dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwer-
den gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 VGG 
zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat,  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  auszu-
machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG],  SR 831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  zu-
ständig ist,

dass der Beschwerdeführer vor dem BVGer – wie bereits im Verfahren 
vor der IVSTA – sinngemäss beantragte, es seien ihm Leistungen der 
Invalidenversicherung zu zusprechen, 

dass die Vorinstanz am 12. Dezember 2007 im Rahmen der Vernehm-
lassung beantragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefoch-
tene Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Stel-
lungnahme des medizinischen Dienstes zur weiteren Sachverhaltsab-
klärung an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  –  auf  Anfrage  des  BVGer  –  mit 
Schreiben vom 4. April 2008 mit den Anträgen der Vorinstanz einver-
standen erklärte,

dass  sich  aus  dem  von  der  Vorinstanz  im  Laufe  des  Beschwerde-
verfahrens eingeholten Bericht des medizinischen Dienstes der IVSTA 

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C-4916/2007

vom 6. Dezember 2007 (Dr. B._______, act. 26) ergibt, dass gemäss 
den bereits zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vorliegenden 
medizinischen  Unterlagen  –  insbesondere  den  Berichten  des 
M._______  Centers  und  von Dr. T._______,  beide  vom 16. Oktober 
2006  (act.  7  und  10)  –  ein  erhebliches  Defizit  in  der  Sprache,  im 
Schreiben, Lesen und Rechnen festgestellt worden sei, weshalb eine 
erhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf als 
Programmierer gegeben sei,

dass  deshalb  abzuklären  sei,  welche  Restfähigkeiten  im  kognitiven 
Leistungsvermögen noch vorlägen,

dass dieser in Kenntnis der gesamten medizinischen Akten verfasste 
ärztliche  Bericht  ausreichend  begründet  und  nachvollziehbar  ist,  so 
dass das BVGer mit den Parteien davon ausgeht, dass die angefoch-
tene Verfügung auf einer unrichtigen Würdigung des (medizinischen) 
Sachverhaltes beruht und sich als rechtsfehlerhaft erweist (Art. 49 Bst. 
b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die Verfügung der Vor-
instanz vom 26. Juni 2007 aufzuheben und die Sache zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG) mit 
der Anweisung, die erforderlichen zusätzlichen fachärztlichen (neuro-
logischen und neuropsychologischen) Begutachtungen durchführen zu 
lassen und neu in der Sache zu verfügen,

dass  es  Sache  der  Vorinstanz  sein  wird  zu  beurteilen,  ob  ent-
sprechend dem Wunsch des Beschwerdeführers auf eine medizinische 
Untersuchung in der Schweiz verzichtet werden kann,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass dem im Wesentlichen obsiegenden Beschwerdeführer keine ver-
hältnismässig  hohen  Kosten  entstanden  sind,  so  dass  keine  Partei-
entschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG ).

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C-4916/2007

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die Sache wird an die Vorinstanz 
zurückgewiesen  mit  der  Anweisung,  die  erforderlichen  zusätzlichen 
fachärztlichen (neurologischen und neuropsychologischen) Begutach-
tungen durchführen zu lassen und neu in der Sache zu verfügen. 

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  keine  Partei-
entschädigungen zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Ingrid Künzli

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be-
gehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die 
Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel  sind,  soweit  sie  der  Beschwerdeführer  in  Händen  hat,  beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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