# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 88fc72cc-6bc3-5a21-bc41-56ccb4573e64
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.06.2021 C-1294/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1294-2021_2021-06-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1294/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Serbien)  

Ehefrau des am (…) 2021 verstorbenen B._______, 

Zustelladresse: c/o C._______ Schweiz,  

Gesuchstellerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung,  

Fristwiederherstellungs-/Revisionsgesuch betreffend  

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3600/2020  

vom 26. November 2020. 

 

 

 

C-1294/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder  

Vorinstanz) sprach B._______ (nachfolgend: Versicherter, Beschwerde-

führer oder Gesuchsteller) mit Verfügung vom 19. November 2019 eine Al-

tersrente von Fr. 982.- ab 1. Dezember 2019 zu, die eine Invalidenrente 

ablöste, die der Versicherte seit 1996 bezog. Die SAK wies eine gegen 

diese Verfügung erhobene Einsprache, mit welcher der Versicherte eine 

rückwirkende Auszahlung ab 2015 beantragte, mit Entscheid vom 3. März 

2020 ab (Beilage zu BVGer-act. 1 im Dossier C-3600/2020).  

A.b Unter Bezugnahme auf ein Telefongespräch vom 18. Juni 2020 teilte 

die SAK dem Versicherten mit Schreiben vom 23. Juni 2020 mit, dass ihre 

postalischen Abklärungen ergeben hätten, dass er den Einspracheent-

scheid vom 3. März 2020 am 9. März 2020 erhalten habe. Die SAK stellte 

ihm in der Beilage den Einspracheentscheid vom 3. März 2020 nochmals 

zu mit dem Hinweis, dass dieser erneute Versand keine neue Rechtsmit-

telfrist auslöse (Beilage zu BVGer-act. 1 im Dossier C-3600/2020). 

A.c Der Versicherte erhob gegen den Einspracheentscheid vom 3. März 

2020 mit Eingabe vom 10. Juli 2020 (Poststempel) Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht (BVGer-act. 1 im Dossier C-3600/2020). 

A.d Nachdem der Beschwerdeführer am 23. September 2020 aufforde-

rungsgemäss eine Zustelladresse in der Schweiz bezeichnet (BVGer-

act. 3 im Dossier C-3600/2020) und die Vorinstanz am 8. Oktober 2020 den 

Postnachweis eingereicht hatte, gemäss welchem der angefochtene Ein-

spracheentscheid am 9. März 2020 zustellt worden war (BVGer-act. 4 im 

Dossier C-3600/2020), gab der zuständige Instruktionsrichter dem Be-

schwerdeführer unter gleichzeitiger Vorlage des Zustellnachweises mit 

Verfügung vom 14. Oktober 2020 Gelegenheit, bis zum 16. November 

2020 zur Rechtzeitigkeit der Beschwerde Stellung zu nehmen und allfällige 

Beweismittel einzureichen. Er stellte dem Beschwerdeführer in Aussicht, 

dass auf die Beschwerde vom 10. Juli 2020 voraussichtlich nicht eingetre-

ten werde, falls er sich zur Rechtzeitigkeit der Beschwerde nicht schlüssig 

äussern und keine genügenden Beweismittel einbringen sollte (BVGer-

act. 5 im Dossier C-3600/2020). 

C-1294/2021 

Seite 3 

A.e Am 27. Oktober 2020 wurde die Verfügung vom 14. Oktober 2020, die 

per Einschreiben mit Rückschein an die Zustelladresse in der Schweiz ge-

sendet wurde, dem Bundesverwaltungsgericht von der Schweizerischen 

Post mit dem Hinweis «Nicht abgeholt» retourniert (BVGer-act. 6 im Dos-

sier C-3600/2020). Daraufhin wurde dem Beschwerdeführer die Verfügung 

vom 14. Oktober 2020 mit Begleitschreiben vom 30. Oktober 2020 noch-

mals per A-Post an die angegebene Zustelladresse in der Schweiz zuge-

sendet (BVGer-act. 7 im Dossier C-3600/2020). Der Beschwerdeführer 

liess sich innert Frist nicht vernehmen. 

A.f Mit Urteil C-3600/2020 vom 26. November 2020 trat der Einzelrichter 

des Bundesverwaltungsgerichts androhungsgemäss auf die am 10. Juli 

2020 (in Serbien) eingereichte Beschwerde infolge verspäteter Einrei-

chung des Rechtsmittels nicht ein (BVGer-act. 9 im Dossier C-3600/2020).   

A.g Mit Eingabe vom 17. Dezember 2020 (Poststempel) wandte sich der 

Beschwerdeführer an das Bundesverwaltungsgericht. Er legte dar, wes-

halb er vom «Schreiben des Gerichts» erst mit Verspätung Kenntnis erhal-

ten habe und ersuchte um Weiterführung des Verfahrens (BVGer-act. 13 

im Dossier C-3600/2020). Diese Eingabe übermittelte der zuständige In-

struktionsrichter am 6. Januar 2021 zuständigkeitshalber und zur weiteren 

Veranlassung an das Bundesgericht (BVGer-act. 14 im Dossier  

C-3600/2020). 

A.h Das Bundesgericht nahm die Eingabe vom 17. Dezember 2020 als 

Beschwerde (gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

C-3600/2020 vom 26. November 2020) entgegen. Mit Urteil 9C_11/2021 

vom 3. Februar 2021 trat das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht ein. 

Es überwies die Eingabe vom 17. Dezember 2020 zurück an das Bundes-

verwaltungsgericht zur weiteren Behandlung. Das Bundesgericht erwog, 

dass der Beschwerdeführer mit seiner Eingabe vom 17. Dezember 2020 

sinngemäss um Wiederherstellung der in der Verfügung vom 14. Oktober 

2020 angesetzten Frist und Revision des Entscheids vom 26. November 

2020 ersucht habe und dass für die Behandlung dieser Rechtsbegehren 

das Bundesverwaltungsgericht zuständig sei (BVGer-act. 16 im Dossier  

C-3600/2020), 

B.  

Im neu eröffneten Verfahren C-1294/2021 in Bezug auf das Fristwiederher-

stellungs- und Revisionsgesuch betreffend das Urteil des Bundesverwal-

C-1294/2021 

Seite 4 

tungsgerichts C-3600/2020 vom 26. November 2020 forderte der neu zu-

ständige Instruktionsrichter den Gesuchsteller auf, eine Korrespondenz-

adresse in der Schweiz zu bezeichnen (BVGer-act. 3). Daraufhin teilte die 

Ehefrau A._______ mit Schreiben vom 20. April 2021 mit, dass der Ge-

suchsteller am (…) 2021 verstorben sei. Sie legte eine Sterbeurkunde so-

wie eine Heiratsurkunde vor (BVGer-act. 4). Auf nochmalige Aufforderung 

hin teilte die Ehefrau des verstorbenen Gesuchstellers eine Korrespon-

denzadresse in der Schweiz mit (BVGer-act. 6).  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist sowohl für die Beurteilung des Gesuchs 

um Revision seines Urteils C-3600/2020 (Art. 45 VGG; vgl. BVGE 2007/21 

E. 2.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 5.36) als auch für die Behandlung des 

Gesuchs um Wiederherstellung der mit verfahrensleitender Verfügung vom 

14. Oktober 2020 im Verfahren C-3600/2020 angesetzten Frist zuständig 

(vgl. Urteil des BVGer C-537/2019 vom 25. Juli 2019 E. 1.1), was auch das 

Bundesgericht im Urteil 9C_11/2021 vom 3. Februar 2021 festgehalten hat.  

2.  

Der Gesuchsteller ist nach Einreichung des zu beurteilenden sinngemäs-

sen Revisions- und Fristwiederherstellungsgesuchs vom 17. Dezember 

2020 gemäss vorliegender Sterbeurkunde am (…) 2021 verstorben 

(BVGer-act. 4). Die Ehefrau des verstorbenen Gesuchstellers bat das Bun-

desverwaltungsgericht mit Schreiben vom 20. April 2021, in dem sie über 

den Tod ihres Ehemannes informierte, sich betreffend das vorliegende Ver-

fahren an sie zu wenden. Weiter teilte sie am 28. Mai 2021 auf Aufforde-

rung hin auch eine Korrespondenzadresse in der Schweiz mit. Aus diesem 

Verhalten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf zu schliessen, 

dass sie das Verfahren in eigenem Namen weiterführen will. Da ein zu Leb-

zeiten entstandener Rentenanspruch mit dem Tod des Berechtigten auf 

dessen Erben übergeht (BGE 136 V 7 E. 2.1.2), ist davon auszugehen, 

dass sie an der Weiterführung des Verfahrens auch ein schutzwürdiges 

Interesse hat. 

  

C-1294/2021 

Seite 5 

3.  

Zunächst ist das Gesuch um Wiederherstellung der mit verfahrensleitender 

Verfügung vom 14. Oktober 2020 im Verfahren C-3600/2020 angesetzten 

Frist zu prüfen.  

3.1 Nach Art. 21 Abs. 1 VwVG müssen schriftliche Eingaben spätestens 

am letzten Tage der Frist der Behörde eingereicht oder zu deren Handen 

der schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben werden. Ist der Gesuchsteller oder 

sein Vertreter unverschuldeterweise abgehalten worden, binnen Frist zu 

handeln, so wird diese wiederhergestellt, sofern er unter Angabe des Grun-

des innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die 

versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 24 Abs. 1 VwVG). Eine Fristwie-

derherstellung kann auch verlangt werden, wenn das Verfahren, in dem die 

Partei eine Frist versäumte, bereits abgeschlossen ist (Urteil des BGer 

1C_491/2008 vom 10. März 2009 E. 1.2 f.).  

3.2 Nach der Rechtsprechung ist die Wiederherstellung einer versäumten 

Frist nur bei klarer Schuldlosigkeit der betroffenen Prozesspartei und ihrer 

Vertretung zu gewähren, es darf also auch keine bloss leichte Fahrlässig-

keit vorliegen. In Frage kommt objektive Unmöglichkeit zeitgerechten Han-

delns wie beispielsweise bei Naturkatastrophen, Militärdienst oder schwer-

wiegender Erkrankung, oder subjektive Unmöglichkeit, wenn zwar die Vor-

nahme einer Handlung, objektiv betrachtet, möglich gewesen wäre, die be-

troffene Person aber durch besondere Umstände, die sie nicht zu vertreten 

hat, am Handeln gehindert worden ist. In Betracht kommen insbesondere 

unverschuldete Irrtumsfälle. Es ist indes ein strenger Massstab anzuwen-

den. Insbesondere stellt ein auf Unachtsamkeit zurückzuführendes Verse-

hen kein unverschuldetes Hindernis dar (Urteil des BGer 9C_821/2016 

vom 2. Februar 2017 E. 2.2 mit Hinweisen). 

3.3 Aus formeller Sicht hat eine Partei zur Wiederherstellung der Frist bei 

der zuständigen Behörde ein begründetes Gesuch innert 30 Tagen nach 

Wegfall des Hindernisses zu stellen und zudem die versäumte Rechts-

handlung in der gleichen Frist nachzuholen, ansonsten auf das Gesuch 

nicht einzutreten ist (vgl. PATRICIA EGLI, in: Praxiskommentar VwVG, 

2. Aufl. 2016, Art. 24 Rz. 5 und STEFAN VOGEL, in: Kommentar zum Bun-

desgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), 2. Aufl. 2016, Art. 24 

Rz. 18; vgl. auch Urteil des BVGer C-1994/2018 vom 22. Mai 2018). 

C-1294/2021 

Seite 6 

3.4 Aus den Akten ergibt sich, dass die Verfügung vom 14. Oktober 2020 

im Verfahren C-3600/2020 dem Beschwerdeführer per Einschreiben an die 

rechtsgültige bestellte schweizerische Zustelladresse versandt, nicht ab-

geholt und deswegen am 30. Oktober 2020 nochmals per A-Post zugestellt 

worden war. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung wird eine Sen-

dung, die nicht innert der Abholfrist, die sieben Tage beträgt, abgeholt wird, 

am letzten Tag dieser Frist als eröffnet vermutet (BGE 134 V 49 E. 4; EGLI, 

a.a.O., Art. 20 Rz. 56 mit Hinweisen). Da im vorliegenden Fall der Be-

schwerdeführer mit der Zustellung einer gerichtlichen Verfügung mit einer 

gewissen Wahrscheinlichkeit rechnen musste – zumal er erst am 23. Sep-

tember 2020 eine Zustelladresse in der Schweiz bekannt gegeben hatte – 

galt die Verfügung vom 14. Oktober 2020 damit nach Ablauf der siebentä-

gigen Abholfrist am 22. Oktober 2020 (BVGer-act. 6 im Dossier  

C-3600/2020) als zugestellt. 

3.5 Der verstorbene Gesuchsteller hat in seiner Eingabe vom 17. Dezem-

ber 2020 bestätigt, dass die von ihm beauftragte Hilfsperson (das heisst, 

die Person, die er als Zustelldomizil eingesetzt hat) das Schreiben vom 

30. Oktober 2020 mit der beigelegten Verfügung vom 14. Oktober 2020 

erhalten hat. Seinen Angaben zufolge hat diese dann die Verfügung vom 

14. Oktober 2020 per Post an ihn nach Serbien weitergleitet, wo sie aber 

pandemiebedingt mit einer Verspätung angekommen sei. An welchem Da-

tum der verstorbene Gesuchsteller vom genauen Inhalt der Verfügung vom 

14. Oktober 2020 Kenntnis erhalten hat, ergibt sich nicht aus den Akten. 

Selbst wenn zu Gunsten der Ehefrau davon ausgegangen wird, dass ihr 

verstorbener Ehemann erst am 16. Dezember 2020 um seine verpassten 

Pflichten hätten wissen müssen und wieder in Lage war, selbst zu handeln, 

wäre die Frist für die Nachholung der versäumten Handlung am 1. Februar 

2021 abgelaufen. Der verstorbene Gesuchsteller bzw. seine Ehefrau ha-

ben es aber unterlassen, innert dieser Frist die versäumte Handlung nach-

zuholen. In seinem Gesuch vom 17. Dezember 2020 legte der verstorbene 

Gesuchsteller lediglich rudimentär dar, weshalb die vom ihm in der Schweiz 

eingesetzte Hilfsperson die eingeschriebene Verfügung vom 14. Oktober 

2020 nicht habe in Empfang nehmen bzw. auf der Post abholen können. 

Die Handlung jedoch, zu der er in der Verfügung von 14. Oktober 2020 

aufgefordert worden war (zur Rechtzeitigkeit der Beschwerde Stellung zu 

nehmen und allfällige Beweismittel einzureichen), haben der Gesuchsteller 

und nach dessen Tod seine Ehefrau weder mit Eingabe vom 17. Dezember 

2020 noch bis heute nachgeholt. 

C-1294/2021 

Seite 7 

3.6 Folglich sind bereits die formellen Voraussetzungen gemäss Art. 24 

Abs. 1 VwVG für die Wiederherstellung der mit der Verfügung vom 14. Ok-

tober 2014 angesetzten Frist offensichtlich nicht erfüllt, so dass im einzel-

richterlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 1 Bst. b VwVG auf das Gesuch 

nicht einzutreten ist. Der vollständigkeitshalber ist darauf hinzuweisen, 

dass sich der Gesuchsteller das Verhalten seiner Hilfsperson anrechnen 

lassen muss und er aus deren Unterlassen somit nichts zu seinen Gunsten 

ableiten kann (vgl. EGLI, a.a.O., N 16 f. zu Art. 24 VwVG; vgl. auch Urteil 

des BGer 2C_699/2012 vom 22. Oktober 2012 E. 3.3). Die geltend ge-

machte «Arbeitsbeschäftigung» der Hilfsperson, die sie daran gehindert 

habe, die eingeschriebene Verfügung vom 14. Oktober 2020 in Empfang 

zu nehmen bzw. auf der Post abzuholen, ist offensichtlich kein unverschul-

detes Hindernis für ein fristgerechtes Handeln. Die Wiederherstellung der 

Frist würde daher auch mangels eines unverschuldeten Hindernisses aus-

ser Betracht fallen. 

4.  

Weiter ist das Revisionsgesuch zu prüfen.  

4.1 Für die Revision von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts gel-

ten die Artikel 121-128 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(BGG, SR 173.32) sinngemäss (Art. 45 VGG). Nicht als Revisionsgründe 

gelten Gründe, welche die Partei, die um Revision nachsucht, bereits mit 

einer Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts 

hätte geltend machen können (Art. 46 VGG). Nach Art. 47 VGG findet auf 

Inhalt, Form, Verbesserung und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. 

4.2 Die Revision eines Urteils in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

kann unter anderem gestützt auf Art. 45 VGG i.V.m. Art. 123 Abs. 2 BGG 

verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tat-

sachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im frühe-

ren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und 

Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Ein entspre-

chendes Revisionsgesuch ist innert 90 Tagen nach Entdeckung des Revi-

sionsgrundes, frühestens jedoch nach der Eröffnung der vollständigen 

Ausfertigung des Entscheids einzureichen (Art. 45 VGG i.V.m. Art. 124 

Abs. 1 Bst. d BGG). 

  

C-1294/2021 

Seite 8 

4.3 Als ausserordentliches Rechtsmittel dient die Revision nicht dazu, ei-

nen Entscheid, den eine Partei für unrichtig hält, umfassend neu beurteilen 

zu lassen. Sie soll die Möglichkeit bieten, Mängel zu beheben, die so 

schwer wiegen, dass sie unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht hin-

zunehmen sind. Welche Mängel als derart schwerwiegend zu betrachten 

sind, hat der Gesetzgeber in Art. 121-123 BGG abschliessend umschrie-

ben. Ein solcher Revisionsgrund ist ausdrücklich geltend zu machen, wo-

bei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen zu behaupten (Urteil des 

BGer 8F_14/2017 vom 9. Februar 2018 E. 2). Vielmehr hat die Begründung 

gemäss Art. 47 VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG den Revisionsgrund und 

die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens darzutun und ist, sollte das 

Gesuch diesen Anforderungen nicht genügen, eine kurze Nachfrist zur Ver-

besserung und Ergänzung nur einzuräumen, falls sich das Gesuch nicht 

als offensichtlich unzulässig herausstellt (Art. 67 Abs. 3 i.V.m. Art. 52 Abs. 2 

VwVG e contrario; vgl. auch ELISABETH ESCHER, in: Basler Kommentar, 

Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, N 5 f. zu Art. 127 mit Hinweis).  

4.4 Ergibt sich im Rahmen einer summarischen Prüfung nach Eingang ei-

nes Revisionsgesuches, dass dieses offensichtlich unzulässig oder unbe-

gründet ist, indem kein Revisionsgrund in einigermassen plausibler Weise 

behauptet wird, ist auf das Gesuch ohne Weiterungen nicht einzutreten 

(Urteil des BVGer C-3739/2019 vom 12. September 2019; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 5.74; vgl. statt vieler auch Urteil des 

BGer 2F_3/2018 vom 28. Februar 2018 E. 2.4). 

4.5 Nachdem die mit der Verfügung vom 14. Oktober 2020 angesetzten 

Frist nicht wiederherzustellen ist, ist kein Grund ersichtlich, weshalb das 

Urteil C-3600/2020 vom 26. November 2020 revisionsweise aufzuheben 

wäre. Insbesondere werden in der Eingabe des Gesuchstellers vom 

17. Dezember 2020, welche das Bundesgericht dem Bundesverwaltungs-

gericht unter Hinweis auf Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG zur Behandlung als 

Gesuch um Revision des Urteils C-3600/2020 überwiesen hat, keine Revi-

sionsgründe im Sinne von Art. 121-123 BGG angerufen. Wie bereits er-

wähnt, wird im Gesuch vom 17. Dezember 2020 lediglich rudimentär dar-

gelegt, weshalb die in der Schweiz eingesetzte Hilfsperson die eingeschrie-

bene Verfügung vom 14. Oktober 2020 nicht habe in Empfang nehmen 

bzw. auf der Post abholen können. Daraus ergibt sich nicht, dass das Bun-

desverwaltungsgericht bei ihrer Schlussfolgerung, die Beschwerde vom 

10. Juli 2020 gegen den am 9. März 2020 zugestellten Einspracheent-

scheid vom 3. März 2020 sei verspätet eingereicht worden, eine erhebliche 

C-1294/2021 

Seite 9 

Tatsache übersehen hat. Neue Beweismittel wurden ebenfalls nicht vorge-

legt. Auch sonst ist nichts ersichtlich, was als ein Revisionsgrund gemäss 

Art. 121 ff. BGG entgegengenommen werden könnte. Der verstorbene Ge-

suchsteller bzw. seine Ehefrau machten damit hinsichtlich des Bundesver-

waltungsgerichtsentscheids C-3600/2020 vom 26. November 2020 keinen 

zulässigen Revisionsgrund (vgl. Art. 45 VGG i.V.m. Art. 121-123 BGG) 

auch nur ansatzweise substanziiert geltend. 

4.6 Das Revisionsgesuch erweist sich somit als offensichtlich unzulässig, 

weshalb auf dieses ohne Schriftenwechsel oder andere Instruktionsmass-

nahmen (Art. 45 VGG i.V.m. Art. 127 BGG) nicht einzutreten ist (vgl. Urteile 

des BGer 2F_3/2018 vom 28. Februar 2018 E. 2.1 und 2.4, 2F_5/2018 vom 

13. April 2018 E. 1), praxisgemäss im einzelrichterlichen Verfahren gestützt 

auf die ausdrückliche gesetzliche Grundlage von Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG, 

welche statuiert, dass der Instruktionsrichter als Einzelrichter über das 

Nichteintreten auf offensichtlich unzulässige Rechtsmittel entscheidet 

(vgl. Urteil des BGer 9C_67/2020 vom 7. Februar 2020). Da sich das Re-

visionsbegehren des inzwischen verstorbenen Gesuchstellers als offen-

sichtlich unzulässig erweist, erübrigt es sich insbesondere, seiner Ehefrau 

eine kurze Nachfrist zur Verbesserung des Revisionsgesuchs anzusetzen 

(vgl. Urteil des BGer 9C_67/2020 vom 7. Februar 2020; vgl. oben E. 4.3 

und E. 4.4; KARIN SCHERRER REBER, Praxiskommentar Verwaltungsverfah-

rensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 67 Rz. 9; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 

a.a.O., Rz. 5.69; vgl. auch ELISABETH ESCHER, a.a.O., Art. 127 Rz. 6).  

5.  

Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (vgl. Art. 85bis Abs. 2 AHVG). 

Bei diesem Verfahrensausgang ist der Gesuchstellerin keine Parteient-

schädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2] e contrario). 

 

  

C-1294/2021 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf das Fristwiederherstellungsgesuch vom 17. Dezember 2020 wird nicht 

eingetreten. 

2.  

Auf das Revisionsgesuch vom 17. Dezember 2020 gegen das Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-3600/2020 vom 26. November 2020 wird 

nicht eingetreten. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– der Gesuchstellerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherung (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Rohrer Michael Rutz 

 

 

C-1294/2021 

Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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