# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7990b92-20b8-5a14-8354-512747f1b2b1
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-02
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 02.05.2024 S2 23 106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_S2-23-106_2024-05-02.pdf

## Full Text

S2 23 106 

 

 

URTEIL VOM 2. MAI 2024 

 

Kantonsgericht Wallis 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilung 

 

Besetzung: Michael Steiner, Präsident; Candido Prada und Dr. Thierry Schnyder, 

Kantonsrichter; Renata Kreuzer, Gerichtsschreiberin 

 

in Sachen 

 

X _________, Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

AXA VERSICHERUNGEN AG, Beschwerdegegnerin 

 

 

 

(Unfallbegriff, unfallähnliche Körperschädigung) 

Beschwerde gegen den Entscheid vom 31. Oktober 2023 

  

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Sachverhalt 

 

A.  Der 1986 geborene Beschwerdeführer war über seine Arbeitgeberin bei der AXA 

Versicherungen AG (fortan: AXA oder Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die 

Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert, als er 

am 13. Februar 2023 beim Volleyballspielen einen Ball abfangen wollte und dabei nach 

rechts sprang. Beim Absprung habe sein linkes Knie sich verdreht und er habe ein Kra-

chen gehört bzw. gespürt (Dossier AXA A1 und A5). Am darauffolgenden Tag habe er 

seinen Hausarzt aufgesucht. Ein MRT des Kniegelenks ergab am 22. Februar 2023 ein 

Bone Bruise mit Fissurlinien im lateralen Femurkondylus beugeseitig, sowie differential-

diagnostisch Residuen nach Distension/Distorsion der tibialen VKB-Insertion (M2). 

Nachdem die Knieschmerzen sich unter Therapie eher verschlechterten (M4), legte die 

AXA das Dossier ihrem beratenden Arzt vor (M8). Ebenfalls die Krankenversicherung 

des Beschwerdeführers zog ihren beratenden Arzt bei (M7). Beide beurteilenden Ärzte 

der Versicherungen sind Fachärzte für orthopädische Chirurgie und Traumatologie. 

B.  Mit Verfügung vom 13. Juli 2023 (A19) lehnte die AXA den Anspruch auf Versiche-

rungsleistungen ab. Sie verneinte mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors das 

Vorliegen eines Unfalles. Es liege keine gesicherte ärztliche Diagnose vor, die unter eine 

unfallähnliche Körperschädigung falle. Die sowohl von der Krankenversicherung als 

auch vom Beschwerdeführer erhoben Einsprachen wies die AXA mit Entscheid vom  

31. Oktober 2023 ab. 

C.  Dagegen wurde am 27. November 2023 Beschwerde bei der sozialversicherungs-

rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts Wallis erhoben. Der Beschwerdeführer bean-

tragte die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids. Der ungewöhnliche 

äussere Faktor sei aufgrund der Art des Sprunges mit Verdrehung des Knies als gege-

ben zu betrachten und der Unfallbegriff somit erfüllt. Allenfalls sei eine Listenverletzung 

gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung des Krankenversicherers zu be-

jahen. Aufgrund der Tatsache, dass es keine vorbestehenden Kniebeschwerden gebe, 

die Schmerzen unmittelbar nach dem Sprung aufgetreten seien und in ihrer Intensität 

zugenommen hätten, sei ein Kausalzusammenhang zum Unfallereignis als gegeben zu 

betrachten. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 11. Januar 2024 beantragte die AXA die Abweisung 

der Beschwerde. Es sei weder ein Unfall im Rechtssinn noch eine Leistungspflicht nach 

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Art. 6 Abs. 2 UVG gegeben. Das Geschehen des vom Beschwerdeführer geschilderten 

Sachverhaltes falle in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster beim Volley-

ball. Die Verdrehung des Knies beim Sprung auf die Seite sei nicht einem äusseren 

Faktor geschuldet, sondern vielmehr einer Schwäche in der Körperstruktur und damit 

einem inneren Faktor. Damit fehle das Begriffsmerkmal des ungewöhnlichen äusseren 

Faktors und ein Unfall sei zu verneinen. Ebenfalls eine unfallähnliche Körperschädigung 

sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Die Anzeichen einer Bandläsion 

würden in der Beurteilung des MRI nur verdachtsweise geäussert. Klinisch sei nie eine 

Instabilität festgestellt worden. Ein Bone Bruise sei nicht als Knochenbruch zu werten. 

Der radiologische Bericht spreche denn auch von Fissurlinen ohne Zeichen einer Kno-

chenfraktur. 

Nachdem der Beschwerdeführer auf das Einreichen einer Replik verzichtet hatte, wurde 

der Schriftenwechsel am 22. Februar 2024 abgeschlossen. 

Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Erwägungen 

 

1.  Gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Unfallversiche-

rung anwendbar, soweit das UVG nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt. Das an-

gerufene Gericht ist örtlich und sachlich zuständig (Art. 58 Abs. 2 ATSG i.V.m. Art. 1 

Abs. 2 RVG und Art. 81a VVRG, Art. 7 Abs. 2 RPflG). Der Beschwerdeführer ist durch 

den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Aufhebung (Art. 59 ATSG), weshalb auf die form- und fristgerecht eingereichte Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 60 ATSG, Art. 61 lit. b ATSG). 

2.  Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für das 

Ereignis vom 13. Februar 2023 zu Recht verneint hat. 

3. 

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nicht-

berufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit dieses Gesetz nichts anderes be-

stimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi-

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gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-

per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder psychischen Gesundheit oder den 

Tod zur Folge hat. Damit ein Ereignis als Unfall angesehen werden kann, müssen not-

wendigerweise alle Begriffsmerkmale der Definition dieses Unfallbegriffs vorliegen.  

Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des 

äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Un-

gewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwar-

tete Folgen nach sich gezogen hat (BGE 134 V 76 ff. E. 4.1 und 4.3.1). Ein äusserer 

Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäg-

lichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei 

grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (A. Nabold, in: Kommentar 

zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversiche-

rung [UVG], Bern 2018, N 42 zu Art. 6). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das 

Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung oder 

in einer ausserordentlichen körperlichen Anstrengung bestehen (BGE 130 V 118 E. 2.1, 

116 V 136 E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] 

vom 13. Dezember 2002, U 65/02, E. 1.2; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2). Bei unko-

ordinierten Bewegungen gilt der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwir-

kung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" unterbricht oder 

stört. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor 

zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt 

– ist, wegen der erwähnten Programmwidrigkeit, zugleich ein ungewöhnlicher Faktor 

(BGE 130 V 118 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen). Zu ergänzen ist, dass wo sich die 

Schädigung auf das Körperinnere beschränkt und sie erfahrungsgemäss auch als allei-

nige Folge von Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines Kör-

perteils innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann, die un-

koordinierte Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung indessen unter beson-

ders sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein muss (RKUV 1999 Nr. U 345 S. 422 

E. 2b). 

3.2  Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt der Unfallversicherer sodann seine Leistungen 

auch bei den folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung 

oder Erkrankung zurückzuführend sind: a. Knochenbrüche; b. Verrenkungen von Gelen-

ken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse; e. Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsi-

onen und h. Trommelfellverletzungen.  

- 5 - 

Hinsichtlich der unfallähnlichen Körperschädigungen hat das Bundesgericht in BGE 146 

V 51 E. 8.6 festgehalten (mit Hinweisen), dass für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG 

kein äusserer Faktor und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine all-

gemein gesteigerte Gefahrenlage mehr vorausgesetzt ist. Insoweit führt grundsätzlich 

bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a-h UVG genannte Körperschädigung 

vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um eine Schädigung, die vom 

Unfallversicherer übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 

2 UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit der 

Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnlichen Körperschä-

digung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung 

und damit letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers.  

4. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozial-

versicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so-

wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet 

dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle Beweismittel, unabhängig davon, vom 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

Insbesondere darf er bei sich widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 

nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-

geben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hin-

sichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f.). Ausschlaggebend für den Beweiswert 

ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung 

der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160f E. 1c mit weiteren Hinweisen). Das Gericht kann sein 

Urteil auf Berichte versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte stützen, sofern keinerlei 

Zweifel an der Richtigkeit der in diesen Berichten enthaltenen Schlussfolgerungen be-

stehen (BGE 137 V 210 E. 2.2.2, 135 V 465 E 4). 

- 6 - 

Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallen ist in erster 

Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Dabei ist zu beachten, 

dass ärztliche Auskünfte, die allein auf der Argumentation beruhen, die gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, beweisrechtlich nicht zu ver-

werten sind (Unzulässigkeit der Maxime „post hoc ergo propter hoc“, BGE 119 V 335 E. 

2b/bb; Bundesgerichtsurteil 8C_331/2015 vom 21. August 2015 E. 2.2.3.1). 

5. 

5.1  Strittig ist vorerst, ob das Ereignis vom 13. Februar 2023 überhaupt als Unfall ge-

mäss Art. 6 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren ist. 

5.2  Auf dem Frageboten zum Ereignis vom 13. Februar 2023 (A5) füllte der Beschwer-

deführer am 21. Februar 2023 handschriftlich aus, «Es ist beim Volleyballspielen passiert. Als 

ich den Ball abfangen wollte, bin ich nach rechts gesprungen, wobei sich mein Knie verdreht hat und ich es 

Krachen gehört und gespürt habe». Gestützt auf diese Aussage trug sich beim Volleyballspie-

len nichts Ungewöhnliches zu. Namentlich bestehen auch keine Anhaltspunkte dafür, 

dass ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf der Körperbe-

wegung programmwidrig gestört hätte. Allein der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

sich eine Kniedistorsion zugezogen hat, vermag den Unfallbegriff nicht zu erfüllen, denn 

nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht 

auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber (Bundesgerichts-

urteil 8C_909/2012 vom 4. Februar 2013 E. 4.2). 

5.3  Damit fällt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus Unfall (Art. 6 Abs. 1 

UVG i.V.m. Art. 4 ATSG) ausser Betracht. 

6. 

6.1  Im Folgenden zu prüfen bleibt die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus Art. 

6 Abs. 2 UVG. 

6.2  Der Beschwerdeführer bringt vor, entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin 

sei eine Listenverletzung sehr wohl durch einen Arzt diagnostiziert worden und damit als 

gesichert zu bewerten. 

Die Beschwerdegegnerin beruft sich auf die Ausführungen ihres beratenden Arztes, wo-

nach die im MRI dokumentierten Veränderungen nicht eindeutig als frische strukturelle 

Unfallfolgen interpretiert werden könnten und klinisch auch nicht bestätigt seien. Eine 

Bandläsion sei damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Ein Bone 

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Bruise mit Fissurlinien entspreche nicht einem Knochenbruch. Diese schlüssige fach-

ärztliche Beurteilung sei in sich widerspruchsfrei und erfülle die rechtsprechungsgemäs-

sen Voraussetzungen für eine beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage. 

6.3  Zu prüfen ist somit, ob die versicherungsinterne ärztliche Beurteilung den strengen 

Anforderungen an die Beweiswürdigung zu genügen vermag oder ob in casu ergän-

zende Abklärungen notwendig sind (BGE 135 V 465 E. 4.4). 

Aus medizinischer Sicht sind sämtliche für oder gegen eine unfallbedingte Genese spre-

chenden Aspekte zu diskutieren und es ist ein Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 

überwiegend wahrscheinlich ist (Bundesgerichtsurteil 8C_645/2022 vom 16. Februar 

2023 E. 4.2). 

6.4  Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin hielt fest, gesamtbilanzierend zeigten 

sich nach systematischer Analyse aller relevanten, versicherungsmedizinischen Krite-

rien und bei unbefriedigender Dokumentationslage seitens des orthopädischen Facharz-

tes einige Schwierigkeiten, die Beschwerden zu interpretieren und zuzuordnen (M8). 

Aufgrund der vorhandenen Befunde lasse sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit eine Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG nachweisen. Bezüglich einer 

Bandläsion sei am vorderen Kreuzband in der radiologischen Beurteilung lediglich ein 

Verdacht geäussert worden. Klinisch sei keine Instabilität dokumentiert. Ein Knochen-

bruch habe sich bildgebend nicht gezeigt. Das Knochenödem (Bone Bruise) befinde sich 

an einer Stelle, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mit einer traumatischen 

Entstehung vereinbar sei. Es sei primär Aufgabe des leistungserbringenden orthopädi-

schen Facharztes, eine umfassende, systematische und logisch nachvollziehbare anam-

nestische und klinische Beurteilung abzugeben. Ein funktionelles Schadenbild (Fähig-

keitsverlauf) fehle jedoch, bzw. sei klar unterdokumentiert. 

Der behandelnde orthopädische Facharzt des Beschwerdeführers wiederholte in seinem 

Schreiben vom 6. April 2023 die MRI-Diagnosen (M5). Eine klinische Untersuchung des 

Kniegelenks wurde im orthopädischen Bericht nicht beschrieben. 

Im Dossier der Beschwerdegegnerin findet sich auch der Bericht des beratenden Arztes 

der Krankenversicherung des Beschwerdeführers (M7). Dieser erachtete eine unfallähn-

liche Körperschädigung als gegeben, da beim Versicherten eine «gedeckte Bandläsion» 

des vorderen Kreuzbandes (Dehnung/Zerrung/Ödem) in Verbindung mit einer ossären 

Läsion des Tibiaplateaus MR-tomographisch beschrieben sei und Risse, Zerrungen und 

blosse Dehnung von Bändern gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 114 

V 298 E. 3d) unter den Oberbegriff «Bandläsionen» (Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG) fielen. 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_377%2F2012&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F135-V-465%3Ade&number_of_ranks=0#page465

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6.5  Für das erkennende Gericht ist die versicherungsmedizinische Stellungnahme des 

beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin schlüssig und nachvollziehbar. Er stellte 

völlig zu Recht, dass zeitnah zum beurteilenden Ereignis keine klinischen medizinischen 

Erhebungen dokumentiert sind und sich diese im Nachhinein auch nicht mehr rekonstru-

ieren lassen. Der Mediziner stützte sich für seine Beurteilung auf die vorhandenen An-

gaben und zeigte zur Sicherstellung einer möglichst objektiven Nachvollziehbarkeit auch 

die Defizite der fachärztlichen Dokumentation auf. Trotz der unbefriedigenden Dokumen-

tationslage stellt das MRT vom 22. Februar 2023 eine objektive Grundlage für die Beur-

teilung des Verletzungsmusters des Beschwerdeführers dar. Die Bildgebung zeigt keine 

Fraktur, sondern lediglich Fissurlinen im lateralen Femurkondylus. Für das Tibiaplateau 

hingegen wurde kein Befund erhoben, was der Beurteilung des beratenden Arztes der 

Krankenversicherung, der eine ossäre Läsion des Tibiaplateaus als MR-tomographisch 

beschrieben erachtete, widerspricht. Auch eine Bandläsion wurde aufgrund der Bildge-

bung nicht beschrieben, sondern lediglich differentialdia-gnostisch Residuen nach Dis-

tension/Distorsion am tibialen Ansatz des vorderen Kreuzbandes. Aufgrund der radiolo-

gischen Beurteilung ist weder von einer Fraktur im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. a UVG 

noch von einer akuten Bandläsion im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. g UVG auszugehen. Die 

Behauptung des Beschwerdeführers, dass er keine vorbestehenden Kniebeschwerden 

gehabt habe, läuft auf eine unzulässige und beweisrechtlich wertlose Argumentation hin-

aus (vgl. E. 4 in fine). 

6.6  Nach dem Gesagten ist weder der Unfallbegriff erfüllt noch liegt eine Listenverlet-

zung nach Art. 6 Abs. 2 UVG vor. Die Beschwerdegegnerin hat eine Leistungsüber-

nahme damit zu Recht abgelehnt und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuwei-

sen. 

7. 

Das Verfahren ist, von hier nicht massgebenden Ausnahmen abgesehen, kostenlos (Art. 

61 lit. fbis ATSG). 

Da der Beschwerdeführer unterliegt, entfällt eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Den im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Behörden 

oder mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen darf in der Regel 

keine Parteientschädigung zugesprochen werden (BGE 123 V 309 E. 10 mit Hinweisen). 

 

 

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Demnach wird erkannt 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen 

2. Es werden weder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen ausgerichtet. 

Sitten, 2. Mai 2024