# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24f89cf2-d966-5f58-9c48-84bbb5c1f6db
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.06.2024 100 2023 270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2023-270_2024-06-17.pdf

## Full Text

100.2023.270/271U
HAT/SBE/CES

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 17. Juni 2024

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Streun

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern

Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 
2020 (Entscheide der Steuerrekurskommission des Kantons Bern vom 
13. September 2023; 100 22 275, 200 22 217)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.06.2024, Nrn. 100.2023.270/
271U, Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ wurde mit Verfügungen vom 7. Oktober 2021 für die Kantons- 
und Gemeindesteuern sowie die direkte Bundessteuer 2020 nach Ermessen 
veranlagt. Mit Entscheiden vom 7. Juli 2022 hiess die Steuerverwaltung die 
Einsprachen von A.________ teilweise gut und bestimmte deren steuerba-
res Einkommen auf Fr. 53'400.-- bei den Kantons- und Gemeindesteuern 
und auf Fr. 64'700.-- bei der direkten Bundessteuer. Zudem erhob sie Ge-
bühren in der Höhe von insgesamt Fr. 70.-- (Fr. 60.-- für eine Mahnung und 
Fr. 10.-- für eine Fristverlängerung).

B.

Am 4. August 2022 gelangte A.________ mit Rekurs und Beschwerde an 
die Steuerverwaltung, welche die Eingabe zuständigkeitshalber an die Steu-
errekurskommission des Kantons Bern (StRK) weiterleitete. Diese wies die 
Rechtsmittel mit Entscheiden vom 13. September 2023 ab, soweit sie darauf 
eintrat.

C.

In einer einzigen (innert Nachfrist verbesserten) Rechtsschrift vom 10. Okto-
ber 2023 hat A.________ sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeinde-
steuern als auch der direkten Bundessteuer 2020 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Sie beantragt u.a. eine Analyse der «Übersicht» ihrer 
Steuerdaten von 2015 bis 2020, wobei diese Daten «zu interpretieren und 
von der Steuerverwaltung korrigieren zu lassen» seien. Die steuerbaren Ein-
kommen seien «falsch veranlagt» worden und erforderten «zwingend eine 
Neubeurteilung und Korrektur». Ferner seien ihr die «Erstellungskosten der 
Ermessenstaxation» zurückzuerstatten und dürfe ihr keine Mahngebühr auf-
erlegt werden.

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Mit Vernehmlassung vom 15. November 2023 resp. Beschwerdeantwort 
vom 8. Dezember 2023 beantragen sowohl die StRK als auch die Steuerver-
waltung die Abweisung der Beschwerden. Die Eidgenössische Steuerver-
waltung hat sich nicht vernehmen lassen. 

Mit weiteren Eingaben vom 30. Oktober, 6., 15. und 22. November 2023 so-
wie mit einem undatierten Schreiben, eingegangen am 5. Januar 2024, hat 
sich A.________ erneut geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerden als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 
21. Mai 2000 [StG; BSG 661.11] und Art. 145 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie 
Art. 9 Abs. 3 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den Vollzug der 
direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Beschwerdeführerin hat 
am vorinstanzlichen Rekurs- und Beschwerdeverfahren teilgenommen, ist 
durch die angefochtenen Entscheide besonders berührt und hat – unter Vor-
behalt von E. 1.3 hinten – ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG sowie 
Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 Abs. 1 DBG). 

1.2 Eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss von Gesetzes wegen 
insbesondere einen Antrag und eine Begründung enthalten (vgl. Art. 151 
StG i.V.m. Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 Abs. 2 VRPG; Art. 145 Abs. 2 DBG 
i.V.m. Art. 140 Abs. 2 DBG). An die Begründung einer Laienbeschwerde 
werden praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt. Es reicht aus, 
wenn aus dem Rechtsmittel ersichtlich ist, inwiefern und weshalb der ange-

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fochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung braucht nicht zuzu-
treffen, muss aber sachbezogen sein. Sie muss sich wenigstens in minimaler 
Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und sinn-
gemäss darauf schliessen lassen, inwiefern dieser unrichtig sein soll (vgl. 
BVR 2006 S. 470 E. 2.4; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 22; vgl. zum Ganzen auch 
BGE 134 I 303 E. 1.3). Die Beschwerdeführerin beschränkt sich in ihrer Be-
schwerdeschrift über weite Strecken darauf, ihre Vorbringen vor der StRK zu 
wiederholen und setzt sich nur am Rand mit den angefochtenen Entscheiden 
auseinander. Es kann den Beschwerden aber (sinngemäss) entnommen 
werden, dass sie der Ansicht ist, dass die StRK ihre Rechtsmittel auch inso-
weit hätte materiell behandeln müssen, als sie eine Überprüfung sämtlicher 
Veranlagungen der Jahre 2015 bis 2022 verlangt hatte. Sie wendet sich wei-
ter gegen «falsche Zuordnungen bei Vermögen und dem Einkommen» und 
beanstandet zudem die auferlegte Mahngebühr, da diese auf einer «fehler-
haften Information zur Abschaffung der Freigabequittung» gründeten. Die im 
Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 151 StG i.V.m. 
Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 140 DBG) ver-
mag damit den (bei Laien herabgesetzten) Begründungsanforderungen 
(knapp) zu genügen, weshalb auf sie unter Vorbehalt von E. 1.3 hiernach 
einzutreten ist.

1.3 Die Beschwerdeführerin beantragt, dass ihr die «Erstellungskosten 
der Ermessenstaxation» zurückzuerstatten seien (Beschwerde S. 6). Soweit 
sie damit die Busse in der Höhe von Fr. 200.-- für das Nichteinreichen der 
Steuererklärung 2020 beanstanden sollte (vgl. act. 10B pag. 37), ist diese 
mit den Einspracheentscheiden vom 7. Juli 2022 (act. 10B pag. 124 und 
121) aufgehoben worden, womit die Beschwerdeführerin insoweit nicht be-
schwert und diesbezüglich auch nicht beschwerdebefugt ist (Art. 79 Abs. 1 
VRPG; vgl. BVR 2015 S. 534 E. 2.1; VGE 2020/263/264 vom 28.10.2022 
E. 1.2).

1.4 Sind sowohl Entscheide bezüglich der Kantons- und Gemeindesteu-
ern als auch der direkten Bundessteuer angefochten, so muss das Verwal-
tungsgericht zwei Urteile fällen, zumal es sich um zwei verschiedene Steuern 
handelt, die unterschiedlichen Gemeinwesen zustehen und in getrennten 

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Verfahren veranlagt werden. Allerdings können die Entscheide in ein und 
derselben Urteilsschrift getroffen werden (vgl. BGE 142 II 293 E. 1.2, 
135 II 260 E. 1.3.1, 130 II 509 E. 8.3). Weil vorliegend die einschlägigen Be-
stimmungen des kantonalen und eidgenössischen Rechts weitgehend gleich 
lauten, rechtfertigt sich die gemeinsame Beurteilung der Streitigkeit hinsicht-
lich kommunaler, kantonaler und eidgenössischer Steuern. Dementspre-
chend sind die Verfahren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern so-
wie die direkte Bundessteuer 2020 zu vereinigen (Art. 17 Abs. 1 VRPG).

1.5 Die Beurteilung der Beschwerden fällt in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit, da der Streitwert je unter Fr. 20'000.-- liegt (Art. 57 Abs. 1 und Abs. 2 
Bst. b und c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

1.6 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtenen Entscheide auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Strittig ist zunächst, ob die StRK auf die Rechtsmittel der Beschwerdeführe-
rin, soweit diese andere Steuern als jene des Jahres 2020 betreffen, zu 
Recht nicht eingetreten ist. 

2.1 Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, «sie habe 
ihren Rekurs bzw. ihre Beschwerde in Zusammenhang mit dem Schreiben 
[der Inkassostelle] vom 14.7.2022 ausgedehnt auf die Jahre 2015-2022». Es 
sei unzulässig, dass die StRK diese «Aspekte [..] gezielt übergangen» habe, 
«obwohl die Inhalte betreffend das Verschwinden von ihr einbezahlter Steu-
ergelder zentral seien» (Beschwerde S. 6-8; Eingabe vom 30.10.2023 
[act. 7] S. 2 f. 11).

2.2 Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren können grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse beurteilt werden, zu denen die Steuerverwaltung vorgän-
gig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. eines Einspracheentscheids 
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den Anfech-

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tungsgegenstand für die Rechtsmittelverfahren vor der StRK. Wenn und in-
soweit keine Verfügung bzw. kein Einspracheentscheid ergangen ist, fehlt es 
an einem Anfechtungsobjekt und somit an einer Prozessvoraussetzung, so-
dass auf die Rechtsmittel nicht einzutreten ist (vgl. VGE 2020/208/209 vom 
7.6.2023 E. 1.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 132 II 382 E. 1.2.3). Im vor-
instanzlichen Verfahren waren die Einspracheentscheide angefochten, mit 
denen die Steuerverwaltung die Steuerfaktoren, die massgebenden Steuer-
sätze und die geschuldeten Steuerbeträge für das Steuerjahr 2020 festge-
setzt hatte (Art. 175 Abs. 1 Bst. a-c StG; Art. 131 Abs. 1 DBG). Somit um-
fasste das Anfechtungsobjekt vor der StRK einzig die Einspracheentscheide 
betreffend das Steuerjahr 2020. In Bezug auf die übrigen, von der Beschwer-
deführerin erwähnten Steuern anderer Jahre fehlte es dagegen an einem 
Anfechtungsobjekt, weshalb die StRK auf die diesbezüglichen Rechtsbegeh-
ren zu Recht nicht eingetreten ist.

2.3 Soweit sich die Anträge der Beschwerdeführerin gegen die Steuer-
rechnungen gerichtet haben, ist die StRK ebenfalls zu Recht nicht auf die 
Rechtsmittel eingetreten: Gegen die Steuerrechnung als auf den Bezug bzw. 
die Einforderung der Steuer gerichtete Handlung (vgl. Art. 231 ff. StG; 
Art. 162 ff. DBG) sind weder Einsprache noch Rekurs und Beschwerde mög-
lich (vgl. Art. 189 StG; Art. 132 DBG; VGE 2020/208/209 vom 7.6.2023 
E. 1.3; Zweifel/Casanova/Beusch/Hunziker, Schweizerisches Steuerverfah-
rensrecht, 2. Aufl. 2018, § 29 N 17). Gegen die Einforderung eines nicht ge-
schuldeten Steuerbetrags kann sich die Steuerpflichtige, wenn sie mit der 
Steuerverwaltung nicht einig wird, im Betreibungsverfahren zu Wehr setzten 
(Art. 85a des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung 
und Konkurs [SchKG; SR 281.1]; VGE 21727 vom 4.12.2003 E. 3.5). 

3.

Zu prüfen ist weiter, ob bei der Veranlagung der Kantons- und Gemeinde-
steuern bzw. der direkten Bundessteuer 2020, wie die Beschwerdeführerin 
geltend macht, «falsche Zuordnungen zwischen Einkommen und Vermö-
gen» vorgenommen worden sind.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.06.2024, Nrn. 100.2023.270/
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3.1 Kanton und Bund erheben von den natürlichen Personen insbeson-
dere eine Einkommenssteuer (Art. 1 Abs. 1 Bst. a StG; Art. 1 Bst. a DBG). 
Zu diesem Zweck wird das Reineinkommen der Steuerpflichtigen ermittelt, 
indem von deren gesamten steuerbaren Einkünften (Art. 19-29 StG; Art. 16-
24 DBG) die mit der Einkommenserzielung zusammenhängenden Aufwen-
dungen (Gewinnungskosten) und die allgemeinen Abzüge (Art. 31-39 StG; 
Art. 26-33 DBG) abgezogen werden (Art. 30 Abs.1 StG; Art. 25 DBG). Ins-
besondere können bei beweglichem Privatvermögen die Kosten der Verwal-
tung durch Dritte und bei Grundstücken im Privatvermögen die Unterhalts- 
und Betriebskosten einschliesslich der Versicherungsprämien, der Liegen-
schaftssteuern der Gemeinde sowie der Kosten der Verwaltung durch Dritte 
abgezogen werden (vgl. Art. 36 Abs. 1 und Art. 37 StG; Art. 32 Abs. 1 und 2 
DBG).

3.2 Die Beschwerdeführerin bringt erstmals vor Verwaltungsgericht vor, 
dass ihre Veranlagung bei den «Kostenstellen 3.0 und 7.0 / 7.2» falsche Zu-
ordnungen enthalte. «Die Wertschriften und das Wertschriftenvermögen 
gehörten nicht zu den Einkünften, sondern zum Vermögen, was zwingend 
zu korrigieren sei». Weiter seien «die gesamten Grundstückskosten zwi-
schen den Einkünften und dem Vermögen zu korrigieren, weil die Grunds-
tückkosten nicht den Einkünften, sondern dem Vermögen zuzurechnen» 
seien. Zusammengefasst würden «die Wertschriften (3.0) einmal bei den 
Einkünften und einmal beim Vermögen aufgeführt». Gleiches gelte in Bezug 
auf Ihre Grundstücke. Bei diesen werde «das Grundstück (7.0), der Mietwert 
(7.1), die Liegenschaftssteuer (7.2) und das Total des Unterhalts sowie der 
Betriebs- und Verwaltungskosten inkl. des Nettoertrag der Liegenschaft» 
doppelt aufgeführt (vgl. Beschwerde S. 8 f.). 

3.3 Was die Wertschriften betrifft, können bei der Berechnung des steu-
erbaren Einkommens die nachweisbaren Kosten für die Wertschriftenverwal-
tung abgezogen werden (Art. 37 StG; Art. 32 Abs. 1 DBG), was die Steuer-
verwaltung – der Selbstdeklaration der Beschwerdeführerin entsprechend 
(Steuererklärung 2020, act. 10B pag. 65) – im Umfang von Fr. 120.-- getan 
hat. Gleichzeitig hat sie beim (in Kanton und Gemeinde) steuerbaren Vermö-
gen den Angaben der Beschwerdeführerin und den gesetzlichen Vorgaben 
(Art. 46 ff. StG) entsprechend ein Wertschriftenvermögen von Fr. 64.-- 

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berücksichtigt (vgl. Einspracheentscheide vom 7.7.2022; act. 10A pag. 18 
bzw. 20). Gleich verhält es sich hinsichtlich des Grundstücks B.________ 
Gbbl. Nr. 1________: Einerseits hat die Steuerverwaltung den Eigenmiet-
wert von Fr. 15'630.-- bzw. Fr. 18'390.-- als steuerbaren Ertrag (Art. 25 
Abs. 1 Bst. b StG; Art. 21 Abs. 1 Bst. b DBG) erfasst und davon gleichzeitig 
die Liegenschaftssteuer sowie die Verwaltungskosten von Fr. 583.-- bzw. 
Fr. 1'559.-- abgezogen (Art. 36 Abs. 1 StG; Art. 32 Abs. 2 DBG). Anderer-
seits unterliegen Grundstücke in Kanton und Gemeinde mit dem amtlichen 
Wert – hier ausmachend Fr. 583'050.-- – der Vermögenssteuer (Art. 52 
Abs. 1 Bst. a und Abs. 3 StG). Fehlerhafte (bzw. doppelte) Erfassungen ent-
halten die Einspracheentscheide vom 7. Juli 2022 somit weder beim Einkom-
men noch beim Vermögen.

4.

Die Beschwerdeführerin beanstandet ferner die Mahngebühr von Fr. 60.--, 
die ihr im Bereich der Kantons- und Gemeindesteuern nach dem Nichtein-
reichen der Steuererklärung innerhalb der erstreckten Frist auferlegt worden 
ist.

4.1 Gemäss Art. 170 Abs. 2 StG muss die steuerpflichtige Person die 
Steuererklärung und Einlageblätter wahrheitsgemäss und vollständig ausfül-
len, persönlich unterzeichnen und samt den vorgeschriebenen Beilagen in-
nert der vom Regierungsrat festgesetzten Frist einreichen. Die Steuerer-
klärung kann im Kanton Bern auch im Internet ausgefüllt und elektronisch 
übermittelt werden. Die Formulare stehen den Steuerpflichtigen nach einer 
Registrierung auf der Plattform «BE-Login» online zur Verfügung (vgl. Art. 6 
der Verordnung vom 30. Januar 2002 über das Veranlagungsverfahren 
[VVV; BSG 661.521.1]). Wird die Steuererklärung per Internet eingereicht, 
bedarf es zu deren Gültigkeit entweder der elektronischen Freigabe oder der 
handschriftlichen Unterzeichnung auf Papier (Freigabequittung; Art. 6 Abs. 1 
VVV; Regina Schlup Guignard, in Leuch/Kästli/Langenegger [Hrsg.] Praxis-
Kommentar zum Berner Steuergesetz, Band 2, 2011, Art. 170 N. 6). Die 
Steuerverwaltung ist befugt für Mahnungen für noch nicht eingereichte Steu-
ererklärungen eine Gebühr von Fr. 60.-- zu erheben (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. 

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Art. 4, Art. 36 und Anhang 6 Ziff. 2.6 der Verordnung vom 22. Februar 1995 
über die Gebühren der Kantonsverwaltung [Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21]).

4.2 Die StRK erwog, die Beschwerdeführerin habe zwar vor Ablauf der 
bis 15. November 2021 erstreckten Frist (vgl. Schreiben der Steuerverwal-
tung vom 29.10.2021, act. 10B pag. 48) die Steuererklärung online ausge-
füllt, es jedoch versäumt, die unterschriebene Freigabequittung einzurei-
chen. Ihr sei zugutezuhalten, dass sie sich bei der Steuerverwaltung gemel-
det habe, als sie die Freigabequittung nicht habe ausdrucken können. Aber 
obwohl die Steuerverwaltung der Beschwerdeführerin die Steuerunterlagen 
daraufhin in Papierform zugestellt habe, seien die vollständigen Unterlagen 
für das Steuerjahr 2020 erst am 8. Dezember 2021 und damit nach Ablauf 
der verlängerten Eingabefrist eingegangen. Die Mahngebühr von Fr. 60.-- 
sowie die Gebühr für die Fristverlängerung von Fr. 10.-- seien somit zu Recht 
auferlegt worden (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.2). Dagegen bringt die 
Beschwerdeführerin vor, dass sie die Steuererklärung für das Jahr 2020 
nicht verspätet eingereicht habe. Ihre Notarin habe die Steuererklärung am 
21. November 2021 bei der Gemeinde B.________ für sie eingereicht. Auf-
grund des Schreibens der Steuerverwaltung vom 9. Februar 2021 (Be-
schwerdebeilage 2, act. 1C) habe sie davon ausgehen dürfen, dass sie die 
Freigabequittung nicht mehr unterschrieben bei der Gemeinde einreichen 
müsse. Die Aufforderung von «TaxMe-Support» sei völlig widersprüchlich, 
was sie nicht akzeptiere. Die Fehler der Steuerverwaltung dürften nicht auf 
sie abgewälzt werden. 

4.3 Unstrittig ist zunächst, dass die Beschwerdeführerin die handschrift-
lich ausgefüllte und unterzeichnete Steuererklärung 2020 erst am 8. Dezem-
ber 2020 und damit nach Ablauf der verlängerten Eingabefrist einreichte 
(act. 10B pag. 67). Fraglich ist indes, ob sie durch das Schreiben der Steu-
erverwaltung vom 9. Februar 2021 irregeführt wurde. – Selbst wenn die darin 
enthaltenen Informationen missverständlich gewesen sein sollten, wurde die 
Beschwerdeführerin (bzw. die von ihr beigezogene Notarin) von der Steuer-
verwaltung mit E-Mail vom 22. Oktober 2021 (act. 10A pag. 45), mit Schrei-
ben vom 29. Oktober 2021 (act. 10B pag. 48) sowie mit E-Mail vom 8. No-
vember 2021 (act. 10B pag. 49) ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die 

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Freigabequittung bis zum 15. November 2021 unterzeichnet (und am besten 
eingeschrieben) einzureichen sei. Es war für die Beschwerdeführerin auf-
grund der wiederholten, anderslautenden und ihr später erteilten Hinweise 
ohne weiteres erkennbar, dass sie die unterzeichnete Freigabequittung vor 
Fristablauf einreichen musste. Die StRK hat damit die Mahngebühr von 
Fr. 60.-- wegen Nichteinreichens der Steuererklärung innerhalb der erstreck-
ten Frist zu Recht bestätigt. 

5.

Nach dem Gesagten erweisen sich die Beschwerden als unbegründet und 
sind abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist. Bei diesem Ausgang der Ver-
fahren wird die Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art.  151 StG i.V.m. 
Art. 108 Abs. 1 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 1 DBG). Partei-
kosten sind keine zu sprechen (Art. 151 StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und 
Art. 104 Abs. 3 VRPG; Art. 145 Abs. 2 i.V.m. Art. 144 Abs. 4 DBG und 
Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Verfahren betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern sowie die 
direkte Bundesteuer werden vereinigt.

2. Die Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2020 wird 
abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Die Beschwerde betreffend die direkte Bundesteuer 2020 wird abgewie-
sen, soweit darauf eingetreten wird.

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4. Die Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von insgesamt Fr. 2'000.--, werden der Beschwerdefüh-
rerin auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.-- ent-
nommen. Der Restbetrag von Fr. 1'500.-- wird der Beschwerdeführerin 
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

5. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

6. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.