# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71694ffb-893b-5357-aa47-f6d0c52d9233
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.03.2025 B-1352/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1352-2025_2025-03-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1352/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Mia Fuchs (Vorsitz), 

Richter Christoph Errass, Richter Pietro Angeli-Busi, 

Gerichtsschreiber Urs Küpfer.  
 

 
 

Parteien 
 Verein X._______, 

vertreten durch Stephan Stucki, Rechtsanwalt, 

Beschwerdeführer, 

  
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Landwirtschaft BLW, 

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Kostenentscheid im Verfahren B-995/2023 

nach Rückweisung durch das Bundesgericht 

(Urteil 2C_159/2024 vom 23. Januar 2025). 

 

 

 

B-1352/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt: 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B-995/2023 vom 

13. Februar 2024 auf eine Beschwerde des Vereins X._______ (Beschwer-

deführer) nicht eintrat (Dispositiv-Ziff. 2), nachdem es die angefochtene 

Verfügung des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW, Vorinstanz) für nich-

tig befunden hatte (Dispositiv-Ziff. 1); 

dass es keine Verfahrenskosten erhob (Dispositiv-Ziff. 3) und dem Be-

schwerdeführer zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'500.- zusprach (Dispositiv-Ziff. 4); 

dass der Beschwerdeführer dieses Urteil mit Rechtsschrift vom 19. März 

2024 beim Bundesgericht anfocht; 

dass er dabei beantragte, Dispositiv-Ziff. 4 sei aufzuheben, und das BLW 

sei zu verpflichten, ihm eine Parteientschädigung von Fr. 12'679.65 (inkl. 

Auslagen und Mehrwertsteuer) für das Verfahren vor Bundesverwaltungs-

gericht zu bezahlen; eventualiter sei die Sache zur Zusprechung einer an-

gemessenen Parteientschädigung an das Bundesverwaltungsgericht zu-

rückzuweisen; 

dass das Bundesgericht die Beschwerde mit Urteil 2C_159/2024 vom 

23. Januar 2025 guthiess, Dispositiv-Ziff. 4 des Urteils des Bundesverwal-

tungsgerichts B-995/2023 vom 13. Februar 2024 aufhob und die Sache in 

diesem Punkt zu erneutem Entscheid im Sinne der Erwägungen an das 

Bundesverwaltungsgericht zurückwies; 

dass das Bundesgericht darlegte, der Beschwerdeführer habe im vo-

rinstanzlichen Verfahren keine Kostennote eingereicht und sei vom Bun-

desverwaltungsgericht auch nicht dazu aufgefordert worden; nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts sei das Bundesverwaltungsgericht 

verfassungsrechtlich nicht verpflichtet gewesen, eine Kostennote einzuho-

len; vielmehr habe es die Parteientschädigung gestützt auf Art. 14 Abs. 2 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) selbstän-

dig festlegen dürfen (E. 4.4); 

dass das Bundesgericht erklärte, eine Partei, die im Beschwerdeverfahren 

die Feststellung der Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung erlangt habe, 

sei grundsätzlich als obsiegend zu betrachten, auch wenn das Dispositiv 

des Beschwerdeentscheids ihr Obsiegen nicht abbilde (E. 5.2.3 f.); 

B-1352/2025 

Seite 3 

dass das Bundesgericht sodann erwog, die Vorinstanz hätte den Be-

schwerdeführer nicht formell als unterliegend betrachten dürfen; soweit sie 

daraus abgeleitet habe, ihm stehe nur ausnahmsweise eine reduzierte Par-

teientschädigung zu, habe sie Art. 64 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrens-

gesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) verletzt (E. 5.3); 

dass das Bundesgericht weiter erwog, der Anwalt des Beschwerdeführers 

sei am erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren nicht beteiligt gewesen; aus 

seiner Leistungsabrechnung ergebe sich, dass der Erstkontakt mit dem 

Mandanten im Dezember 2022 und damit rund einen Monat vor Erlass der 

Verfügung des BLW vom 19. Januar 2023 stattgefunden habe; der anwalt-

liche Aufwand habe daher die Einarbeitung in den Fall, die Instruktion so-

wie das Verfassen einer Beschwerdeschrift und einer Replik umfasst; eine 

Entschädigung von Fr. 1'500.- erweise sich mit Blick auf diese prozessuale 

Ausgangslage als unangemessen tief (E. 5.3.1); 

dass das Bundesgericht ferner festhielt, die Vorinstanz habe ihr Ermessen 

überschritten, indem sie eine zu tiefe Parteientschädigung gestützt auf eine 

gesetzlich unzulässige Überlegung zugesprochen habe; mit Blick auf des-

sen erheblichen Ermessensspielraum sei die Sache an das Bundesverwal-

tungsgericht zurückzuweisen, welches im zweiten Umgang auch zu prüfen 

haben werde, ob sämtliche geltend gemachten anwaltlichen Bemühungen 

notwendig im Sinne von Art. 7 Abs. 1 VGKE gewesen seien (E. 5.4); 

dass der obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren hin eine 

Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe 

Kosten zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE); 

dass die Parteientschädigung die Kosten der Vertretung sowie allfällige 

weitere Auslagen der Partei umfasst (Art. 8 Abs. 1 VGKE), während unnö-

tiger Aufwand nicht entschädigt wird (Art. 8 Abs. 2 VGKE); 

dass Parteikosten als notwendig gelten, wenn sie zur sachgerechten und 

wirksamen Rechtsverfolgung unerlässlich erscheinen (vgl. BGE 131 II 200 

E. 7.2); 

dass neben der Komplexität der Streitsache etwa in Betracht zu ziehen ist, 

ob der Vertretung die Sach- und Rechtslage bereits bekannt war; 

dass beispielsweise Wiederholungen in den Rechtsschriften und unaufge-

forderte Eingaben zu einer geringeren Parteientschädigung führen; 

B-1352/2025 

Seite 4 

dass der Beschwerdeführer vor Bundesverwaltungsgericht keine Kosten-

note eingereicht hat; 

dass das Gericht die Entschädigung aufgrund der Akten festsetzt, wenn 

keine Kostennote eingereicht wurde (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE; Urteil 

des BGer 2C_159/2024 vom 23. Januar 2025 E. 4.4); 

dass sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, der am erstinstanz-

lichen Verwaltungsverfahren noch nicht beteiligt war, zunächst in den Fall 

einarbeiten musste; 

dass er sich in der Folge im Verfahren B-995/2023 zur materiellen Rechts-

lage äusserte, die Nichtigkeit der angefochtenen Verfügung aber nicht the-

matisierte, was für die Bemessung der notwendigen anwaltlichen Aufwen-

dungen relevant sein kann (Urteil des BGer 2C_159/2024 vom 23. Januar 

2025 E. 5.3.2); 

dass die in den Rechtsschriften enthaltene detaillierte Auseinandersetzung 

mit materiellen Fragestellungen im Verfahren B-995/2023 zu einer sachge-

rechten, wirkungsvollen Rechtsverfolgung jedenfalls in ihrer Tiefe nicht nö-

tig war; 

dass stattdessen primär eine Thematisierung der vorgelagerten Nichtig-

keitsfrage nahegelegen hätte; 

dass die fehlende Verfügungskompetenz des BLW angesichts der aus-

drücklichen Regelung im Finanzhilfevertrag, wonach über Streitigkeiten 

aus dem Vertrag das Bundesverwaltungsgericht auf Klage hin als erste In-

stanz entscheidet, sowie des Vorbehalts in Art. 28 Abs. 4 des Subventions-

gesetzes vom 5. Oktober 1990 (SuG, SR 616.1), offensichtlich war (Urteil 

des BVGer B-995/2023 vom 13. Februar 2024 E. 3.3.2); 

dass ein erheblicher Teil der Rechtsschriften im Verfahren B-995/2023, die 

sich über insgesamt 25 Seiten erstrecken (Beschwerde 10, Replik 11, 

Triplik 4), nach dem vorstehend Gesagten als unnötiger Aufwand taxiert 

werden muss; 

dass das Anwaltshonorar nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertre-

ters bemessen wird (Art. 10 Abs. 1 VGKE) und der Stundenansatz für An-

wälte mindestens Fr. 200.- und höchstens Fr. 400.- beträgt (Art. 10 Abs. 2 

VGKE), wobei das Anwaltshonorar in Streitigkeiten mit Vermögensinte-

resse erhöht werden kann (Art. 10 Abs. 3 VGKE); 

B-1352/2025 

Seite 5 

dass eine Parteientschädigung von Fr. 12'679.65, wie sie der Rechtsver-

treter des Beschwerdeführers vor Bundesgericht beantragte, unter den ge-

gebenen Umständen als zu hoch gewertet werden muss; 

dass dem Beschwerdeführer dementsprechend unter Berücksichtigung 

des Kriteriums der Notwendigkeit des Aufwandes eine angemessene Par-

teientschädigung von Fr. 5'000.- zu Lasten des BLW zuzusprechen ist (vgl. 

Art. 9 Abs. 1 VGKE); 

dass für diesen Entscheid keine Kosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 2 

VwVG) und von einer Parteientschädigung abzusehen ist (Art. 64 Abs. 1 

VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 4 VGKE). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz für das Verfahren  

B-995/2023 eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.- zugesprochen. 

2.  

Für das vorliegende Verfahren B-1352/2025 werden keine Verfahrenskos-

ten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Mia Fuchs Urs Küpfer 

  

B-1352/2025 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 18. März 2025 

  

B-1352/2025 

Seite 7 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und 

Forschung (Gerichtsurkunde)