# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de2bcfd6-b087-5f8d-adf5-e8a6413820dd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2008 D-6463/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6463-2008_2008-10-23.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6463/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet; 
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A.X._______, geboren (...),
B.X._______, geboren (...),
Nigeria,
beide vertreten durch Dr. iur. Guido Hensch, 
Rechtsanwalt, (...),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 6. Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6463/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  Nigeria  am 
1. August 2007 verliess und am 27. August 2007 am Flughafen (...) in 
die  Schweiz  einreiste,  wo  sie  am  28. August  2007  um  Asyl 
nachsuchte,

dass ihr mit Verfügung des BFM vom 29. August 2007 die Einreise in 
die Schweiz vorläufig  verweigert  und der  Transitbereich  des Flugha-
fens  (...)  als  Aufenthaltsort  längstens  bis  11. September  2007 
zugewiesen wurde,

dass die Beschwerdeführerin im Flughafen mangels geeignetem Dol-
metscher  nicht  befragt  werden  konnte,  weshalb  ihr  das  BFM  mit 
Verfügung vom 3. September 2007 die Einreise bewilligte und sie dem 
Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) (...) zuwies,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im EVZ vom 5. September 2007 
zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte, 
einige  Bewohner  ihres  Heimatdorfes  seien  mit  dem  Gouverneur 
unzufrieden gewesen, weshalb es zu Unruhen – an welchen sie sich 
nicht beteiligt habe – gekommen und das Militär eingeschritten sei,

dass sie deshalb geflüchtet sei und sich unter einem Baum versteckt 
habe,

dass ein weisser Mann – "Mister  Y._______" – vorbeigekommen sei 
und sie mitgenommen habe,

dass dieser ein Foto von ihr gemacht und ihr daraufhin die abgegebe-
ne  "Identity  Card"  der  (...)  Community,  Niger  Delta,  ausgehändigt 
habe,

dass  sie  zusammen  mit  "Mister  Y._______"  mit  dem  Flugzeug 
ausgereist sei,

dass  sie  nie  eine  Schule  besucht  habe  und  weder  lesen  noch 
schreiben könne,

dass die Beschwerdeführerin am 12. Februar 2008 von der Kantons-
polizei  (...)  kontrolliert  und  bei  ihr  ein  Betrag  von  Fr. 15'000.--  be-

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schlagnahmt wurde, welcher nach den polizeilichen Ermittlungen aus 
dem Drogenhandel stammt,

dass die Beschwerdeführerin am (...) den Sohn B._______ gebar,

dass  die  Beschwerdeführerin  ihre  früheren  Aussagen  anlässlich  der 
direkten Anhörung beim BFM vom 11. September 2008 im Wesentli-
chen wiederholte,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  Befragungen  auf  die  Vorakten 
verwiesen wird,

dass das BFM auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin in Anwen-
dung von Art. 32  Abs. 2  Bst. a  des  Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 6. Oktober 2008 – eröffnet am 
8. Oktober 2008 – nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es sei nicht 
glaubhaft, dass die Beschwerdeführerin, lediglich im Besitz des abge-
gebenen Ausweises, per Flugzeug von Nigeria in die Schweiz gereist 
sei,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihr verun-
möglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  zur  Begründung  des 
Asylgesuches  im  Weiteren  in  wesentlichen  Punkten  widersprüchlich 
seien und der allgemeinen Erfahrung oder Logik des Handelns wider-
sprächen,  weshalb  sie  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit 
gemäss Art. 7 AsylG nicht standhielten,

dass auf die Begründung im Einzelnen, soweit entscheidwesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  13. Oktober 2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungs-
gericht durch  ihren  Rechtsvertreter  Beschwerde  erheben  liess  und 
dabei  die  vollumfängliche  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung 
beantragte,  das  Asylgesuch  sei  gutzuheissen  und  es  sei  der 
Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft zuzugestehen,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Oktober 2008 beim Instrukti-
onsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen  (Art. 109  Abs. 2 
AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des 
BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit  auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde - 
unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  -  einzutreten  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52  VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 

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soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  jedoch  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  darin 
beantragt wird, das Asylgesuch der Beschwerdeführerin sei gutzuhei-
ssen,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorab festzustellen ist, dass die eingereichte "Identity Card" kein 
Dokument  darstellt,  welches  geeignet  ist,  die  Identität  der 

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Beschwerdeführerin  nachzuweisen (vgl. BVGE 2007/7),  weshalb ihre 
Identität nach wie vor unbelegt ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  damit  weitere  Abklärungen  hinsichtlich 
ihrer Herkunft und eine Überprüfung ihrer Angaben verunmöglicht,

dass  das  BFM in  der  angefochtenen  Verfügung  -  nach  Prüfung  der 
Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts -  überzeugend 
dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- oder Identi-
tätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, weshalb zwecks 
Vermeidung  von Wiederholungen  vollumfänglich  auf  die  diesbezügli-
chen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird,

dass  die  Beschwerdeführerin  den  entsprechenden  vorinstanzlichen 
Ausführungen in der Beschwerdeschrift nichts entgegenbringt,

dass im Weiteren mit der Vorinstanz übereinstimmend festzuhalten ist, 
die  Beschwerdeführerin  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 3  und 7  AsylG nicht,  da die  Vorbringen der  Beschwerdeführerin 
teilweise widersprüchlich seien und in wesentlichen Punkten der allge-
meinen Erfahrung und der Logik des Handelns widersprächen,

dass sich weder aus den Protokollen noch aus den übrigen Akten ein 
Hinweis  darauf  ergibt,  die  Beschwerdeführerin  sei  –  wie  in  der 
Rechtsmitteleingabe  behauptet  –  bei  den  Befragungen  nervös  und 
überfordert gewesen, 

dass die Beschwerdeführerin weiter einwenden lässt, in Bezug auf ihre 
widersprüchlichen  Angaben  zur  Frage,  wieviele  Leute  sich  mit  ihr 
"unter dem Baum" aufgehalten hätten, habe die Vorinstanz zu Unrecht 
nicht  beachtet,  dass  das  menschliche  Erinnerungsvermögen 
beschränkt sei,

dass  dieser  Einwand  nicht  überzeugt,  weil  die  Beschwerdeführerin 
gerade nicht geltend machte, sie könne sich nicht  erinnern, sondern 
sich - wie von der Vorinstanz zu Recht erwähnt - unterschiedlich dazu 
äusserte,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die diesbezüglichen zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

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dass vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen das Beste-
hen der Flüchtlingseigenschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden 
kann und zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG nicht notwendig erscheinen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdefüh-
rerin nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden (Art. 5  Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkom-
mens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 

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weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung ersichtlich sind, die ihr und ihrem Sohn in Nigeria droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführenden  in  der 
Rechtsmitteleingabe  weder  die  allgemeine  Lage  in  Nigeria  noch 
individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  mangels  Einreichung  eines  Identitätsdokumentes  und  damit 
unbelegter  Herkunft  der  Beschwerdeführerin  ihr  Einwand,  die 
Vorinstanz habe sich zu Unrecht mit allgemeinen Feststellungen über 
die Lage in Nigeria begnügt, nicht verfängt,

dass  die  Beschwerdeführerin  insbesondere  den  überwiegenden  Teil 
ihres  Lebens  in  Nigeria  verbrachte  und  davon  auszugehen  ist,  sie 
verfüge dort über ein Beziehungsnetz,

dass  sich  aufgrund  der  nicht  glaubhaften  Angaben  der 
Beschwerdeführerin  die  Annahme  rechtfertigt,  sie  kenne  den 
Aufenthaltsort von Eltern und Geschwistern in Nigeria,

dass die Beschwerdeführerin gemäss eigenen Angaben ihren Lebens-
unterhalt in Nigeria durch das (...) verdient hat (A 29/16 S. 6) und sie 
diese Tätigkeit ohne Weiteres wird weiterführen können,

dass  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  der  in  der  Rechtsmitteleingabe 
erwähnte  Umstand,  der  im  (...)  in  der  Schweiz  geborene  Sohn  der 
Beschwerdeführerin  sei  noch  nie  in  seinem  Heimatland  Nigeria 
gewesen, relevant wäre,

dass  die  Beschwerdeführerin  im  Zeitpunkt  ihrer  Einreise  in  die 
Schweiz bereits  schwanger  war  und es  sich  beim Vater  des  Kindes 
nach ihren eigenen Angaben um einen in Nigeria lebenden nigeriani-
schen Staatsangehörigen handelt,

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dass der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass demnach offen bleiben kann,  ob die Beschwerdeführerin  durch 
ihr Verhalten (Transport eines möglicherweise aus dem Drogenhandel 
stammenden  Betrages  von  Fr. 15'000.--)  erheblich  gegen  die 
öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 83 Abs. 7 Bst. b 
AuG verstossen hat,

dass es der Beschwerdeführerin demnach insoweit nicht gelungen ist 
darzutun, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig 
feststellt  oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die 
Beschwerde diesbezüglich  abzuweisen ist,  soweit  darauf  einzutreten 
ist,

dass die Vorinstanz allerdings entschied, die Beschwerdeführerin habe 
die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,

dass die Beschwerdeführerin mit dem Antrag, die Verfügung des BFM 
sei  vollumfänglich  aufzuheben,  auch  die  angesetzte  Ausreisefrist 
anfechten liess,

dass die Ansetzung einer bloss eintägigen Ausreisefrist in Anbetracht 
der über 13-monatigen Verfahrensdauer vor dem BFM und angesichts 
der  Rückkehr  mit  einem  gut  (...)  Monate  alten  Kind  sowie  mangels 
fallspezifischer Gründe für  eine derart  knappe Frist  als  offensichtlich 
unverhältnismässig bezeichnet werden muss (vgl. EMARK 2004 Nr. 27 
S. 177  f.),  weshalb  die  Ziffer  3  des  Dispositivs  der  angefochtenen 
Verfügung aufzuheben und das BFM anzuweisen ist, der Beschwerde-
führerin  zusammen mit  ihrem Sohn eine  angemessene  Ausreisefrist 
anzusetzen,

dass es der Vollzugsbehörde überlassen bleibt, den Wegweisungsvoll-
zug mit den Strafbehörden des Kantons (...) abzusprechen,

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dass  die  Beschwerdeführerin  im  Hauptpunkt  als  unterlegene  Partei 
anzusehen  ist  und  ihr  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die 
reduzierten  Kosten  von  Fr. 400.--  (Art. 1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  aus  demselben  Grund  und  da  die  Beschwerdeschrift  keine 
Ausführungen  zur  Ausreisefrist  enthält,  den  Beschwerdeführenden 
diesbezüglich  auch  keine  Aufwendungen  entstanden  sind,  weshalb 
keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Dispositiv-Ziffer 3 
der Verfügung vom 6. Oktober 2008 (sofortiger Wegweisungsvollzug) 
aufgehoben.  Im  Übrigen  wird  die  Beschwerde  abgewiesen,  soweit 
darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführenden  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

- das (...) Kanton (...) ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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