# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c664efd8-e49b-56b6-8cb9-75235a84ad57
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-05-23
**Language:** de
**Title:** Erstmalige Anmeldung. Es kann auf das ZMB-Gutachten abgestellt werden und es ist von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, hingegen von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Rentenanspruch verneint.
**Docket/Reference:** IV.2013.00423
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00423.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00423
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Schüpbach
Urteil
vom
23. Mai 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Guy Reich
Reich
Bortoluzzi
Cahenzli
Rechtsanwälte
Münchhaldenstrasse
24, Postfach, 8034 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
,
geboren 1957, war von November 2003 bis Mai 2008 bei
Y.___
als Chef de Service tätig, wobei der letzte Arbeitstag am 2
2.
Dezember 2007 war (
Urk.
6/8)
.
Unter Hinweis auf psychische B
eschwer
den
meldete sich der Versicherte am
3.
November 2008 bei der Invalidenversi
che
rung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/3). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerblich
e Situation ab,
und holte
bei
m
Z.___
ein
inter
diszip
linäres Gut
achten ein, das am
1
8.
August 2011
erstattet wurde (
Urk.
6/67
).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/74-
104
) verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom
5.
April
2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/
105
=
Urk.
2)
.
2.
Der Versicherte erhob am
7.
Mai 2013
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfügung vom
5.
April 2013 (
Urk.
2) und beantragte,
es sei
ihm
eine Rente
zuzusprechen
, eventuell sei
en weitere Abklärungen vorzunehmen
(S. 2
Ziff.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
Juni 2013
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies w
urde dem Beschwerdeführer
am
1
2.
Juli 2013 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung
des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des
Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
8
ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das
Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist,
ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem aus
geglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbs
un
fähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander ge
gen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf
eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
gestützt auf ihre Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 80
%
zumutbar sei. Gestützt darauf ermittelte sie einen
renten
ausschliessenden
Invalidi
tätsgrad
von 22
%
(S.
2 oben)
respektive unter Berück
sichtigung eines Abzuges von 5 % vom Tabellenlohn einen solchen von 26 % (S.
2 unten)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die Gut
achter des
Z.___
hätten sich nicht nachvollziehbar mit den Beurteilungen der
A.___
und des
B.___
auseinandergesetzt
, die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
durch die
Z.___
-
Gutachter
basiere einzig auf einem dreimonatigen Arbeitsver
such
im Rahmen der IV-Eingliederung
(
Urk.
1 S.
3 f.)
.
Auf das Gutachten und die Stellungnahme des
Z.___
könne demnach nicht abgestellt werden. Insbeson
dere sei die Be
urteil
ung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit nicht nachvollzieh
bar be
gründet. Überdies werde der nach der Begutachtung eingetretenen Ver
schlech
te
rung keine Rechnung getragen (S. 7).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, mit
hin der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.
3.
3.1
Dr.
med.
C.___
,
Facharzt Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 2
2.
Januar 2009 (
Urk.
6/13) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
n
euroendokriner Tumor im Bulbus
duodeni
(Diagnosestellung und O
pe
ration
im Jahre
2007)
-
Entwicklung einer Angsterkrankung
, Differentialdiagnose depressive Ent
wicklung (2006/2007)
Er führte aus, er
behandle den Beschwerdeführer seit spätestens 1996
(S.
1
Ziff.
1.2)
. Er
habe
dem Beschwerdeführer vom 2
6.
Dezember 2007 bis 2
4.
März
20
08
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
. H
ernach
habe bis zum 1
3.
April
2008 ein
Arbeitsversuch zu 20
%
stattgefunden, dieser
sei
jedoch
ge
scheitert
. D
aher
habe er
ab
dem
1
4.
April bis 3
1.
Mai 2008
wieder
eine
100%
ige
A
rbeits
unfähigkeit attestiert. Danach
sei
die
A
rbeitsfähigkeit
durch
den
Psychiater be
urteilt worden
, es sei dort
nachzufragen
(S.
3
Ziff.
1.6)
. A
us soma
t
ischer
Sicht
müsste
der
B
eschwerdeführer
eigentlich wieder voll arbeitsfähig sein
(
S
.
3
Ziff.
1.7)
.
3.2
Die Ärzte des
B.___
berichtete
n
am
3
0.
Januar 2009 (
Urk.
6/14) und nannte
n
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
1
Ziff.
1.1):
-
rezidivierend depressive Störung, derzeit mittelgradige Episode (
ICD-10 F33.1), seit 2006
-
generalisierte Angststörung (
ICD-10
F41.1)
,
seit 2006
, Differentialdiag
nose Zwangsstörung, vorwiegend Zwangsgedanken und
Grübelzwang
(ICD-10 F42.0)
-
Zustand nach Karzinoid Operation
Sie
führte
n
aus,
die Konzentration und das Gedächtnis des Beschwerdeführers seien leicht eingeschränkt und auch die
allgemeine Belastbarkeit
sei
leicht redu
ziert
. Die
Prognose
sei
grundsätzlich gut, allerdings könne derzeit noch ke
ine ver
bindliche Aussage gemacht werden
, da
der Beschwerdeführer
erst seit
K
ur
zem wieder aus
der
Tagesklinik ausgetreten
sei (S. 2
Ziff.
1.4 und
Ziff.
1.7).
Sie
attes
tiere
n
dem Beschwerdeführer zwar eine
100%
ige
A
rbeitsunfähigkeit
seit
dem
1
0.
März 20
09
,
h
ielt
en
jedoch auch
fest,
dass dem Beschwerdeführer
nur
ein re
duziertes Stundenausmass
möglich
sei (S.
2
Ziff.
1.6 und
Ziff.
1.7 unten). A
ktuell
sei dem Beschwerdeführer die
angestammte Tätigkeit zu 3
bis
4
Stunden
pro Tag möglich
(S.
3
Ziff.
1.7). Der Beschwerdeführer
sei
derzeit
in
der Ar
beits
the
rapie. M
it der Wiederaufnahme der Arbeit
im Umfang von 40-70
%
könne ge
rech
net werden
(S.
3
Ziff.
1.9).
3.3
Die Ärzte der
A.___
berichteten am
6.
Februar 2009 (
Urk.
6/32) über den Arbeitsversuch des Beschwerdeführers vom
2
7.
Oktober 20
08 bis
6.
Februar
20
0
9.
Das
Arbeitspensum habe er kontinuierlich stei
gern können. S
eit Jan
uar
20
09
habe er
zu 50
%
gearbeitet
.
3.
4
Die Ärzte der
A.___
berichteten am 1
7.
März 2009 (
Urk.
6/16)
zuhanden der
Be
schwerdegegnerin
und nannte
n folgende Diagnose
mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
depressive Episode mit psychotischen Symptomen (
ICD-10
F32.3)
, beste
hend seit Dezember
20
07
Sie führten aus,
der Beschwerdeführer
sei bis
zum
1
6.
Januar 20
09 zu 100
%
ar
beitsunfähig gewesen
. A
uf längere Sicht s
ei
eine 50%ige A
rbeitsfähigkeit gut
vor
stellbar und vom Beschwerdeführer auch
gewünscht
(S.
1 oben)
.
Die
Kon
zentration
, das
Auffassungsvermögen
und die
Anpassungsfähigkeit seien nicht ein
ge
schränkt
. Die
Belastbarkeit sei
hingegen
um 50
%
eingeschränkt
(S.
2 f.
Ziff.
1.4
und
Ziff.
1.7)
.
Unter konsequenter Behandlung sei eine Stabilisierung möglich. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Service-Kraft sei dem Beschwerde
führer ab September 2008 zu 50
%
zumutbar (S. 3
Ziff.
1.6).
3.5
Dr.
C.___
berichtete am 1
7.
Juni 2010 (
Urk.
6/57/2-7
)
und führte aus, er wage
sich nicht, eine Prognose zu stellen, da
eine solche
vor allem von der Angst- und Depressionserkrankung des Beschwerdeführers abhänge. Diesbezüglich ver
weise er auf den Psychiater (S. 2
Ziff.
1.4).
Er habe den Beschwerdeführer vom 2
6.
Dezember 2007 bis 3
1.
Mai 2008 sowie vom
5.
Februar bis 1
4.
März 2010
zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben, wahrscheinlich dauere die Arbeits
unfähig
keit jedoch weiterhin an (S. 2
Ziff.
1.6).
3.6
Die Ärzte des
B.___
berichteten
am 2
3.
Juni 2010 (
Urk.
6/58), nannte
n
die be
kannten Dia
gnosen und führten aus, dass
seit
dem letzten
Bericht
von Januar
2009
weiterhin
diverse
Ängste um
die
Gesundheit
bestü
nden und multiple
kör
per
liche Beschwerden im Vordergrund gest
anden hätten, welche durch den
Haus
arzt abgeklärt würden. Es bestünden
immer wieder depressive Phasen im
Zu
sam
men
hang mit den Ängsten.
A
ufgrund der seit vier Jahren bestehenden Symp
to
matik ohne grundlegende Besserung sei
die
Prognose nicht so günstig
. Auch
ein Arbeitsversuch
im
letzt
en Jahr
sei gescheitert
(S. 2
Ziff.
1.4).
Der Beschwerde
führer sei s
eit Jan
uar
20
10
bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig.
Es bestehe
eine
Einschränkung in
der
Konzentration
und die
allg
emeine
Belastbarkeit
sei
erheblich reduziert
(S. 2
Ziff.
1.7).
3.7
Die Ärzte der
A.___
berichteten am 1
3.
Juli 2011 (
Urk.
6/66) und
nannten
fol
gen
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (
ICD-10
F33.1)
, bestehend seit zirka Dezember 2007
-
generalisierte Angststörung (
ICD-10
F41.1)
, bestehend seit zirka Dezem
ber 2007
-
Differentialdiagnose: hypochondrische Störung (ICD-10 F45.2)
Sie führten aus,
der Beschwerdeführer sei bei ihnen vom 1
7.
Janu
a
r bis 2
2.
Juli 2011
in
teilstationäre
r
Behandlung
gewesen
(S.
2
Ziff.
1.3)
.
Seit anfangs 2008 bis heute bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3
Ziff.
1.6). Aufgrund des aktuellen psychischen Zustandsbildes und des Krankheitsverlaufs
könne
zum aktuellen Zeitpunkt
kaum mit einer Besserung
der Arbeitsfähigkeit
gerechnet
werden
. B
ei
m
Weiterführen der intensiven Therapie sei jedoch mittel- bis lang
fristig von einer Besserung der
Arbeitsfähigkeit
auszugehen
(S. 3
Ziff.
1.4).
Am 1
8.
Juli 2011 habe ein
Arbeitsassessment
stattgefunden,
anlässlich
welchem
der
Beschwerde
führer
durchwegs eingeschränkte Fähigkeiten gezeigt habe
. Eine
In
te
gration
sei
höchstens in geschütztem Rahmen möglich
(S. 5 unten).
3.8
Die Ärzte des
Z.___
erstatteten ihr interdisziplinäres Gutachten am 1
8.
Augus
t 2011 (
Urk.
6/67) gestützt
auf die wäh
rend des stationäres Aufenthaltes
vom
6.
bis 1
0.
Juni 2011
durchgeführten Un
ter
suc
hungen des Beschwerdeführers sowie die Akten. Sie nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24
Ziff.
5.3.1):
-
generalisierte Angststörung
-
chron
isches
Schmerzsyndrom rechte Schulter
mit
-
AC-Gelenksarthrose und Bursitis
subacromialis
und
subdeltoidea
Sie führten aus,
aufgrund der allgemeinmedizinischen und internistischen Er
krankungen sei der Beschwerdeführer weder als Kellner noch in einer ander
wei
ti
gen Tätigkeit eingeschränkt (S. 14
Ziff.
4.1.3).
Aus orthopädischer Sicht finde sich klinisch eine
endgradige
Schultersteifigkeit
rechts,
welche aktiv sowie passiv vorhanden sei. Ausserdem bestehe klinisch eine
deutliche
Druckdolenz
über dem rechten
Acromioclaviculargelenk
. Dieser Befund
sei in Übereinstimmung mit der MR-
Arthrographie
der rechten Schulter und der dargestellten aktiven AC-Gelenksarthrose. Begleitend finde sich
bildge
bend
eine Bursitis
subacromialis
und
subdeltoidea
. Die Schulterbeschwerden seien somit
erklärt. Im Schultergürtel fänden sich ausserdem auf der rechten Seite verein
zel
te
schmerzhafte
Myogelosen
bei einer sonst
normotonen
Schul
tergürtelmuskulatur
(S.
17 unten)
.
In qualitativer und quantitativer Hinsicht seien dem Beschwerde
führer aufgrund seiner langjährigen Schulterproblematik keine schweren kör
per
lichen Arbeiten, die vorwiegend über Kopf durchgeführt werden müssten, zumut
bar. Aus orthopädischer Sicht sei dies die einzige Ein
schränkung der Arbeits
fähig
keit (S. 18 oben).
Aus psychiatrischer Sicht
stehe die Angststörung
im Vordergrund
,
aufgrund derer er nicht mehr in der
Lage sei, in der
angestammten Tätigkeit
zu
arbeiten
. Die aktuelle depressive Verstimmung des Beschwerdeführers sei
unter die
gene
rali
sierte
Angststörung zu subsumieren (S.
22 Mitte, S.
25
Ziff.
6). Der Beschwer
deführer wäre in der Lage, angepasste Tätigkeiten zu verrichten. Diesbezüglich sei zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer im Winter 2009/2010 eine Tätigkeit als Lagerist übernommen habe, wo er eine Leistung von 80
%
erbracht habe.
Eine solche Tätigkeit wäre ihm zumutbar. Es sei darauf hinzuweisen, dass der Be
s
chwerdeführer aufgrund seiner Schulterpathologie nicht in der Lage sei,
Über
kopfarbeiten
zu verrichten und ihm das Tragen von Lasten über 10 kg nicht zu
mutbar sei. Insgesamt sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu
80
%
arbeitsfähig. Die Einschränkung beruhe auf der Angststörung und der de
pressi
ven Verstimmung (S.
26
Ziff.
8).
Medizinische und berufliche Massnah
men
kämen nur dann in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit zum Tragen, wenn es dem unter grossen Ängsten leidenden Beschwerdeführer
gelinge, eine Festanstellung zu bekommen (S. 26
Ziff.
9).
3.9
Am 2
3.
Januar 2012 nahm
en die Ärzte des
Z.___
Stellung (U
rk. 6/71) betreffend
Verlauf der
Arbeitsunfähigkeit
in der bisherigen u
nd einer angepassten Tätigkeit
seit
1.
Januar 200
8.
Sie führten aus, der Beschwe
rdeführer sei seit dem Ende
seine
r letzten Anstellung, demnach seit En
de Mai 2008, in der bisherigen
Tä
tig
keit nicht mehr arbeitsfähig. Seit dem glei
chen Zeitpunkt sei er in einer
an
ge
passten Tätigkeit als zu 20
%
arbeitsunfähig zu betrachten. Gegebenen
falls
sei wäh
rend
den beruflichen Massnahmen
der Invalidenversicherung eine
andere Arbeits
fähig
keit anzunehmen gewesen.
3.10
Die Ärzte des
B.___
nahmen am
3.
Mai 2012 (
Urk.
6/85) Stellung zum
Z.___
-
Gut
achten und führten aus, ihre Einschätzung des Beschwerdeführ
ers und
in
fol
gedessen
auch
ihre Schlussfolgerungen betr
effend Arbeitsfähigkeit würden
we
sentlich
vom
Gutachten differieren.
Im Ver
lauf habe der Beschwerdeführer
scho
n
im Juli
20
11 die psychotherapeutische Tagesklinik verlassen müssen
. E
r sei nicht
tragbar gewesen.
Trotz regelmäs
siger Medikamenteneinnahme bei
adäquat do
sier
ter Medikation sei der Verlauf ungünstig. Der Beschwerdeführer
ziehe sich
zu
nehmend
zurück
, auch vom Familienleben (S.
1). Eine
Rückkehr in
die
Ar
beitswelt
sei höchstens in
geschütztem Rahmen
möglich. Es
sei zu befürchten,
dass die Hypochondrie des B
eschwerdeführers
weitere Besc
häftigungsversuche zu
scheitern
bringen werde
. Es werde daher die volle
Berentung
empfohlen.
Der
kli
nische
Zustand habe sich
chronifiziert
(S. 2)
.
3.11
Am 3
1.
August 2012 nahmen die Ärzte des
Z.___
Stellung (
Urk.
6/90) zu den
Ausführungen der
Ärzte des
B.___
(vgl. vorstehend E. 3.10)
sowie der
A.___
(vgl.
vorstehend E.
3.7)
und führten aus,
dass
sie
bei den im Gutachten von 2011
festgehaltenen diagnostischen Überlegungen blieben.
Es sei nicht ganz klar,
wes
halb
der Beschwerdeführer
die tagesklinische Behandlung aufgegeben habe
(S. 2).
Es müsse als eine
gewisse
Inkonsistenz
gewertet
werden
, dass
die
psych
ische
Problematik in Bezug auf
die
Intensität während der erhofften Festanstellung deut
lich nachgelassen habe
. E
ntsprechend müss
t
en auch gewisse IV-fremde
Fak
toren vermutet werden.
3.12
Am 1
0.
Dezember 2012 nahmen die Ärzte des
Z.___
erneut Stellung (
Urk.
6/99)
und führten aus, dass nach neuerlicher Durchsicht der Akte
n weiterhin davon
auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit zu 100
%
und in einer angepassten Tätigkeit
psychiatrischerseits
seit Januar 2008
zu 20 %
arbeitsunfähig sei.
Psychiatrischersei
ts
bestünden Ausnahmen für die
teilstatio
nä
ren
beziehungsweise sta
tionär psychiatrisch-bedingten
Massnahmen
(S.
1)
.
Beim Durchgehen der Akten
seien sie noch einmal auf das
Verlaufsprotokoll des Job-Coachings vom
1.
April 2010 gestossen.
Das
damalige Durchgehen dieses Protokolls habe sie v
eranlasst, zu urteilen, dass
auch IV-fremde Faktoren eine Rolle gespielt
hätten. Eine anhaltend tiefer
depressive Person spreche nicht in die
sem Umfang auf äussere Faktoren
emotional an. Entsprechend stünden sie
weiterhin zu der im Gutachten
niedergele
gten Beurteilung (S.
2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Be
urteil
un
g des Gesundheitszustandes und
der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf das
Z.___
-
Gutachten vom 1
8.
Augus
t
2011 (vgl. vorstehend E.
3.8) sowie die Stellungnahmen der
Z.___
-
Gutachter vom
2
3.
Januar 2012 (vgl. vorstehend E.
3.9), vom 3
1.
August 2012
(vgl. vor
stehend E. 3.11) und
vom 1
0.
Dez
ember 2012 (vgl. vorstehend E.
3.12)
ab
.
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
Z.___
-Gutachten vom 1
8.
August 2011 (
Urk.
6/67) sowie die Stellungahmen der
Z.___
-
Gutachter (
Urk.
6/71,
Urk.
6/90,
Urk.
6/99) auf den für die strittigen Belange umfassenden
und allseitigen Untersuchungen sowie einer ausführlichen
Anamnese beruhen
und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden sowie sämtliche Be
funde
in angemessener Weise berücksichtig
en
.
Sodann wurden das Gutachten sowie die Stellungnahmen in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorak
ten
erstellt und tragen der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
So machte
n
die Gutachter darauf aufmerksam,
dass die Schulterbeschwerden durch die Schultersteifigkeit sowie die aktive AC-Gelenksarthrose erklärt seien und dem Beschwerdeführer aufgrund dieser langjährigen Schulterproblematik keine
körperlich schweren Arbeiten, die vorwiegend über dem Kopf durchge
führt werden müssten, zumutbar seien (
Urk.
6/67 S.
18). Weiter bezogen die Gut
achter ausdrücklich Stellung
zu
den abweichenden medizinischen Einschät
zung
en
und hielten fest, dass
sich die psychische Situation des Beschwerde
führers
gegenüber den Befunden im Bericht der
A.___
von März 2009
insofern
verbessert
habe
, als weder psychotische Symptome noch Zwangsgedanken hät
ten eruiert wer
den können (
S.
27
Ziff.
11).
Die Gutachter zeigten zudem in nachvollzieh
barer Weise auf, dass
der Beschwerdeführer in der Lage wäre, an
gepasste Tätigkeiten zu verric
hten und er im Winter 2009/2010
als Lager
ist eine Leis
tung von 80
%
erbracht habe (S. 26
Ziff.
8). Weiter setzten sie sich differen
ziert
mit den vom Beschwerdeführer beschriebenen
Beschwerden auseinander und führten aus, dass
die generalisierte Angststörung im Vordergrund stehe und die depressiven Verstimmungen
unter dieser
einzuordnen seien
(S. 22 Mitte)
.
Das
Z.___
-
Gutachten leuchtet
in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge ein und die von den Gutachtern vorgenommenen Schlussfolgerungen zu
Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeig
ten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass
der Beschwerdefüh
rer aufgrund der psychiatrischen Diagnose nicht mehr in der Lage sei, in der an
gestammten Tätigkeit zu arbeiten, in einer angepassten Tätigkeit hingegen zu 80
%
arbeitsfähig wäre (S.
25 f.). Überdies führten sie einlässlich und sorgfältig aus,
dass medizinische und berufliche Massnahmen in Bezug auf die Arbeitsfä
higkeit nur dann zum Tragen kämen, wenn es dem Beschwerdeführer gelinge, eine Festanstellung zu bekommen (S. 26
Ziff.
9). Schliesslich wiesen die Gut
achter darauf hin, dass auch gewisse IV-fremde Faktoren vermutet würden, zu
mal die Intensität der psychischen Problematik während der erhofften Fest
an
stellung deutlich nachgelassen habe (
Urk.
6/90).
D
as
Z.___
-
Gutachten vom 1
8
.
August
201
1 erweist sich nach dem Gesagten
für die Beantwortung der gestellten Fragen
als umfassend und erfüllt damit
die praxisgemässen Kriterien an den
Beweis
wert
eines medizinischen Berichts (vgl. vorstehend E.
1.5) vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf ab
ge
stellt werden kann.
4.2
Entgegen den Ausf
ührungen des Beschwerdeführers kann auf die Beurteilung und Einschätzung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit durch die Ärzte des
B.___
(vgl. vorstehend E.
3.2, E.
3.6, E.
3.10)
nicht abgestellt werden.
So nannten sie in ihren Berichten einzig die Diagnosen und legten die erhobe
nen
Befunde dar, nahmen jedoch keine nachvollziehbar begründete und durch die Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit vor. Vielmehr widersprachen sich die Ärzte des
B.___
in ihren Berich
ten, indem sie
einerseits im Januar 2009 noch von einer grundsätzlich guten Prognose aus
gingen und ausführten,
dass
dem Beschwerdeführer die ange
stammte Tätigkeit aktuell zu drei bis vier Stunden pro Tag möglich
sei
. Ande
rerseits
erachteten sie den Beschwerdeführer im gleichen Bericht als zu 100
%
arbeitsunfähig seit dem 1
0.
März 2009
,
dass
jedoch
mit der Wiederaufnahme der Arbeit im Umfang von 40-70
%
zu rechnen sei (
vgl. vorstehend
E.
3.2).
Im Juni 2010 führ
ten
die Ärzte des
B.___
sodann
aus, dass ein Arbeitsversuch des Beschwerde
führers im letz
ten Jahr gescheitert und er seit Januar 2010 bis auf weiteres zu 100
%
ar
beits
unfähig sei
(E. 3.6).
Diese Ausführungen könn
en vor dem
Hinter
grund, dass
der Beschwerdeführer
in der Lage war,
vom
2.
November 2009 bis
2
6.
Januar
2010
im Rahmen eines Arbeitstrainings bei der Firma
D.___
in einem Pen
sum von
80
%
als Lagerist
zu
arbeite
n
und dabei stets kon
zentriert war und die
Anforderungen erfüllen konnte (vgl.
Urk.
6/45,
Urk.
6/50-51)
,
nicht nachvoll
z
o
gen
we
rden.
Ausserdem widersprechen die Angaben der Ärzte des
B.___
auch
den Ausführungen im Verlaufsprotokoll vom
1.
April 2010, wonach
die de
pressi
ve Symptomatik während des Arbeitstrainings in den Hintergrund getreten
sei, der Beschwerdeführer aufrechter, stolzer und mit mehr Energie gegangen und
viel kommunikativer geworden sei und auch habe Witze machen können
(vgl.
Urk.
6/52
S.
1
)
.
Nach dem Gesagten vermögen die Ein
schätzungen der Ärzte des
B.___
die
ausführliche und eingehend begründete Beurteilung durch die
Z.___
-
Gutachter nicht zu entkräften, zumal die Ärzte des
B.___
ihre divergierenden Einschätzungen weder näher begründeten noch An
gaben zu funktionellen Ein
schränkungen machten.
Auch die Beurteilungen durch die Ärzte der
A.___
(vgl. vorstehend E.
3.3, E.
3.4,
E
.
3.7) vermögen
die Einschätzung der
Z.___
-
Gutachter nicht
um
z
ustossen
, zu
mal
auch die Angaben der Ärzte der
A.___
betreffend Arbeitsfähigkeit des Be
schwer
de
führers nicht
schlüssig nachvollziehbar sind.
So führten sie
im März 2009 einer
seits aus
, dass der Beschwerdeführer bis zum 1
6.
Januar
2009
zu 100
%
arbeits
unfähig gewesen sei
, andererseits hielten sie
im gleichen Bericht
fest, dass er in der angestammten Tätigkeit seit September 2008 zu 50
%
ar
beitsfähig sei
(vgl.
vorstehend E.
3.4)
.
Im Juli 2011 waren die Ärzte der
A.___
so
dann der Meinung, der
Beschwerdeführer sei seit anfangs 2008 zu 100
%
ar
beitsunfähig (vgl. vor
stehend E.
3.7). Diese Einschätzungen
der Ärzte der
A.___
stehen
schliesslich
auch im
Widerspruch
zur
Tatsache, dass
der Beschwer
deführer vom 2
7.
Oktober 2008 bis
6.
Februar 2009 im Rahmen der
Belastungs
erprobung
der Arbeits
the
rapie als Restaurantmitarbeiter in den Restaurantbe
trieben der
A.___
arbeitete
und
dabei sein Arbeitspensum
kontinuierlich steigern
konnte, bis er im Januar 2009
zu
rund 50
%
arbeitete
(vgl.
Urk.
6/32)
.
Ausser
dem
beruhen die darge
leg
ten Be
funde sowie die angeführten Gründe, weshalb dem Beschwerdeführer länger
fris
tig
lediglich ein 50%iges Pensum zumutbar sei, im Wesentlichen auf den subjek
tiven Angaben des Beschwerdeführers, welche jedoch für die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit nicht
massgebend
sind. Abgese
hen davon machten die Ärzt
e der
A.___
auch keine nachvollziehbaren, näheren Angaben zu funktionellen Ein
schränkungen des Beschwerdeführers und
äus
serten
sich auch nicht zu mögli
chen
adaptierten Tätigkeiten.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die aus
führlich begründete Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähig
keit im
Z.___
-
Gutachten von 201
1
umzustossen ver
möchten.
4.3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei
nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen in die Weg
e
zu leiten, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Sowohl der physische als auch der psychische Gesundheitszustand des
Be-schwer
deführers
wurden in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Der Be
schwerdeführer vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
tenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig wäre. Da ein anhaltender
Ge
sundheitsschaden
, welcher die Arbeitsfähigkeit mehr als zu 20
%
einschränkt,
nach dem Gesagten nicht ausgewiesen ist, erweisen sich die vorliegenden medi
zinischen Akten als ausreichend, weshalb auf weitere Abklärungen verzichtet werden kann.
Anzufügen bleibt, dass es im Übrigen unter Beachtung des Unterschieds von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag (BGE 125 V 351 E. 3b/cc S.
353; 124 I 170 E.
4.
S.
175; Urteil des Bundesgerichts 9C_906/2011 vom
8.
Au
gust 2012 E. 4.4) nicht angeht, eine medizinische Administrativ- oder
Ge
richtsexpertise
stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass für weitere Ab
klärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu abweichenden Ein
schätzungen gelangen oder an vorgängig
geäusserten
divergierenden Auf
fassungen festhalten (Urteile des Bundesgerichts 8C_567/2010 vom 1
9.
Novem
ber
2010 E.
3.2.2 sowie 9C_710/2011 vom 2
0.
März 2012 E.
4.5).
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen
sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Einwände brach
te er nicht vor.
4.4
Somit ist gestützt auf das
Z.___
-
Gutachten vom
August
201
1
davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit zwar zu 100
%
ar
beitsunfähig ist, ihm eine leidensangepasste Tätigkeit ohne körperlich schwere Arbeiten sowie ohne Überkopfarbeiten zu 80
%
zumutbar ist.
5.
5.1
Die Invaliditätsbemessung im engeren Sinn wurde vom Beschwerdeführer
ledig
lich
insoweit
in Frage gestellt
, als er einen leidensbedingten Abzug vom
Tabel
len
lohn
von 10
%
geltend machte
(Urk.
1 S. 7)
.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
wer
ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem all
gemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Um
stand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Na
tionalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, son
dern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre ge
sund
heitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Be
stim
mung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merk
male auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamt
haft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu be
grenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverant
wortliche
in
validitätsfremde
Faktoren im Rahmen des sogenannten
Leidensab
zuges
nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
5.2
Der gesamt
haft vorzunehmende Abzug stellt eine Schätzung dar. Bei dessen
Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrollierende richterliche Be
hörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Bei der Unangemessenheit geht es um die Frage, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen
Rechtsprinzi
pien
in ei
nem konkreten Fall getroffen hat, nicht
zweckmässigerweise
anders hätte aus
fallen sollen. Allerdings darf das Sozialversicherungsgericht sein Er
messen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende
Er
messensausübung
als naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen).
5.3
In der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2 S. 2 unten) nahm die
Beschwerde
gegnerin
eine Kürzung des Tabellenlohns um 5
%
vor mit der Begründung,
dass teilzeitbeschäftigte Männer im Vergleich zu Vollzeitangestellten
erfahrungsge
mäss
überproportional tiefer
entlöhnt
würden.
Gemäss
Zumutbark
eitsprofil (vgl. vorstehend E. 4.4)
sind dem Beschwerdeführer sämtliche körperlich leichten bis mittelschweren
Tätigkeiten
ohne
Überkopfar
beiten
zu 80
%
zumutbar.
In Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwerdefüh
rer weiterhin ein
hohes Pensum
zu erfüllen imstande ist, und die - in einer an
gepassten Tätigkeit mit keiner
Einbusse
des funktionellen Leistungsvermögens verbundenen - Beschwerden im Bereich der
Schultern
sich nicht auf den
mut
masslich
erzielbaren Lohn auswirken und auch keine weiteren Merkmale vor
handen sind, die einen
höheren
leidensbedingten Abzug vom
Invalidenein
kom
men
rechtfertigten (vgl.
hiezu
BGE 126 V 75, ferner Urteil des Bundesge
richts
8C_419/2012 vom 2
1.
September 2012 E. 3.1 und E. 3.2), erscheint in Würdi
gung
sämtlicher Umstände
der von der Beschwerdegegnerin
gewährte Abzug
von 5
%
im Lichte der Rechtsprechung als
angemessen, weshalb kein Anlass für eine davon abweichende Ermessensausübung besteht.
5.4
Es bestehen weiter
weder Anhaltspunkte, die auf eine Fehlerhaftigkeit der
Inva
liditätsbemessung
schliessen
lassen würden, noch gibt
d
ie
se
aufgrund der Akten (
Urk.
6
/
72
) zu Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen er
übrigen.
5
.
5
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch auf
eine
Rente
der Invalidenversicherung ver
neint.
Die angefochtene Verfügung vom 5. April 2013 (
Urk.
2) erweist sich somit als rech
tens und ist zu bestätigen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzu
erlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr. 8
00
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Guy Reich
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundes
gericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu
zu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu ent
hal
ten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchüpbach