# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 492899e1-cf95-5075-b802-c730d996f1ab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2009 E-6555/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6555-2009_2009-10-21.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6555/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______,
Kamerun,
c/o zur Zeit im Transit des Flughafens Zürich,
vertreten durch lic. iur. Emil Robert Meier, Rechtsanwalt,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 12. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6555/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 28. September 2009 von Douala auf 
dem  Luftweg  nach  Zürich-Kloten  gelangte  und  sich  hier  mit  einem 
französischen Reisepass auswies, welches Dokument im Rahmen der 
durchgeführten Ausweisprüfung als missbräuchlich verwendet qualifi-
ziert  wurde,  da  es  auf  eine  andere  Identität  lautet  und ein  anderes 
Foto beinhaltet,

dass der Beschwerdeführer, konfrontiert mit der grenzpolizeilichen Ab-
sicht einer Rückführung nach Kamerun, am 29. September 2009 am 
Flughafen  ein  Asylgesuch  stellte  und  das  Mandat  des  rubrizierten 
Rechtsvertreters anzeigte,

dass das BFM mit Verfügung vom 29. September 2009 dem Beschwer-
deführer die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und für die 
Dauer  des  Asylverfahrens  beziehungsweise  maximal  60  Tage  den 
Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zuwies,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Kurzbefragung vom 2. Okto-
ber 2009 sowie der Anhörung vom 6. Oktober 2009 zu den Asylgrün-
den im Wesentlichen Folgendes geltend machte,

dass er aus Yaoundé stamme und dort  zusammen mit seinen Gross-
müttern  gelebt  und die  Schulen bis  zum Gymnasium besucht  habe, 
wogegen seine mit einem Schweizer verheiratete Mutter beziehungs-
weise Tante und seine Geschwister beziehungsweise Halbgeschwister 
seit mehreren Jahren in der Schweiz wohnten,

dass  sich  ein  vor  wenigen  Jahren  beabsichtigter  Nachzug  in  die 
Schweiz zerschlagen habe,

dass er homosexuell veranlagt sei und seit August 2007 eine intensive 
Beziehung mit seinem einzigen Freund gehabt habe, mit dem er im Ja-
nuar 2008 ein einziges Mal Geschlechtsverkehr gehabt habe,

dass Homosexualität in Kamerun verboten sei,

dass er am 12. März 2008 erstmals vom Onkel seines Freundes – ein 
bei  den  Behörden  einflussreicher  Oberstleutnant  der  Armee  –  des 

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Missbrauchs seines Neffen beschuldigt, bedroht und zur Abstandnah-
me von dieser Beziehung angehalten worden sei,

dass  am 19. März  2008 ferner  das  Haus des Beschwerdeführers  in 
Brand gesteckt, ihm kurz darauf die Ausstellung einer neuen Identitäts-
karte verweigert und er am 16. Juli 2008 von Maskierten brutal ange-
griffen worden sei,

dass sich der Onkel seines Freundes zwei Tage später gegenüber dem 
Beschwerdeführer als Drahtzieher dieser Behelligungen zu erkennen 
gegeben und diesen abermals bedroht habe,

dass der Beschwerdeführer in der Folge den Rat seiner Grossmutter, 
wonach er zur Rettung seines Lebens zu seiner Mutter in die Schweiz 
ziehen soll, befolgt habe,

dass er sich zu diesem Zweck in einem Studio an der gleichen Strasse 
versteckt  gehalten  und  die  Ausreise  vorbereitet  habe,  welche  er 
schliesslich über ein Jahr später im Besitze des französischen Reise-
passes eines  ihm unbekannten,  aus  Kamerun stammenden  Mannes 
realisiert habe,

dass der Beschwerdeführer als Beweismittel insbesondere seine Ge-
burtsurkunde einreichte, einer Aufforderung zur Einreichung von Iden-
titätsdokumenten jedoch mit der Begründung keine Folge leistete, die-
se seien in seinem Haus verbrannt und die Ausstellung einer neuen 
Identitätskarte sei ihm verweigert worden,

dass  für  die  weiteren Aussagen und abgegebenen beziehungsweise 
abgenommenen Dokumente auf die Akten und, soweit wesentlich, auf 
die Erwägungen verwiesen wird,

dass das BFM das Asylgesuch mit Verfügung vom 12. Oktober 2009 – 
eröffnet  am  gleichen  Tag –  ablehnte  und  die  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  seinen  ablehnenden  Asylentscheid  damit  be-
gründete, dass die Schilderungen des Beschwerdeführers den Anfor-
derungen  von  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sach-
verhalts nicht genügten, er daher die Flüchtlingseigenschaft im Sinne 

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von  Art.  3  AsylG  nicht  erfülle  und  sich  eine  Prüfung  der 
flüchtlingsrechtlichen Beachtlichkeit seiner Vorbringen erübrige,

dass  die  angebliche  homosexuelle  Veranlagung  und  Beziehung  mit 
seinem Freund nicht überzeuge, da die entsprechenden Schilderungen 
unplausibel, unfundiert und erfahrungswidrig ausgefallen seien, vorab 
auch die Behauptung einer bloss einmalig vorgenommenen sexuellen 
Handlung und die substanzarm gebliebene Beschreibung der Person 
seines Freundes und seines Umfeldes,

dass  er  überdies  die  Motive,  Rolle  und  Interessenlage  des  Onkels 
seines Freundes sowie die Umstände und Hintergründe der verschie-
denen Behelligungen substanzarm und unlogisch geschildert habe,

dass schliesslich die Identität des Beschwerdeführers mangels Identi-
tätspapieren nicht feststehe und entsprechende Zweifel durch den Um-
stand genährt würden, wonach die angebliche Mutter des Beschwer-
deführers in ihrem eigenen (im Jahre 2000 eingeleiteten) Asylverfah-
ren eine Mutterschaft zu einer Person mit rubrizierter Identität nie er-
wähnt habe,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines ablehnenden Asylentschei-
des darstelle und keine zureichenden Gründe ersichtlich seien, die auf 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegwei-
sungsvollzuges schliessen lassen würden,

dass  insbesondere  keine  Anhaltspunkte  für  eine  dem Gesuchsteller 
mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit drohende, durch Art. 3 der Konven-
tion  vom 4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  verbotene  Bestrafung  oder  Be-
handlung ersichtlich seien,

dass ferner von der Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges auszu-
gehen sei,  da es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen,  gut 
gebildeten  Mann  handle,  der  sowohl  in  seiner  Heimat  als  auch  im 
Ausland  über  ein  breit  gestreutes  soziales  und  verwandtschaftliches 
Beziehungsnetz verfüge,

dass im Übrigen Homosexualität  in Kamerun zwar formell illegal und 
mit geringfügigen Geldstrafen bedroht, aber kaum verfolgt werde und 
vor allem in den Städten toleriert und vermehrt Gegenstand politischer 
und gesellschaftlicher Diskussion in der Öffentlichkeit geworden sei,

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dass für die detaillierte Begründung der Verfügung auf die Akten und, 
soweit wesentlich, auf die Erwägungen verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Oktober 2009 gegen 
die  Verfügung des BFM vom 12. Oktober  2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde erhob und dabei deren Aufhebung, die Rück-
weisung der Sache an die Vorinstanz zur ergänzenden Sachverhalts-
abklärung  und  Neuentscheidung,  eventualiter  die  Gewährung  von 
Asyl,  subeventualiter  die Anordnung der  vorläufigen Aufnahme unter 
Feststellung  der  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvollzuges  sowie  in 
prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses bean-
tragt,

dass er  in  der Begründung am geltend gemachten Sachverhalt  fest-
hält,  welchen er  entgegen der  vorinstanzlichen Auffassung durchaus 
übereinstimmend, plausibel und nachvollziehbar geschildert habe,

dass die Vorbringen seiner Homosexualität und des bloss einmaligen 
Sexualverkehrs zwar auf  den ersten Blick aussergewöhnlich erschei-
nen mögen, was aber durch seine offensichtliche Unerfahrenheit in se-
xuellen Belangen und seine Gefangenheit in einem von Tabus behafte-
ten Wertesystem zu erklären sei,

dass das BFM ferner die Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit dem 
Onkel seines Freundes, dessen Verfolgungshandlungen und Drahtzie-
herschaft  nicht  einzelfallgerecht  sowie  in  Verkennung  von  dessen 
Machtfülle und Karriereambitionen gewürdigt habe, 

dass  sodann  das  behauptete  Mutter-Kind-Verhältnis  durchaus  wahr 
und mit vorliegender Kopie des Geburtsscheines belegt sei und darü-
ber hinaus von beiden Bereitschaft zu einem DNA-Test und einer Zeu-
genaussage bestehe,

dass das Bundesamt somit zu Unrecht auf mangelnde Glaubhaftigkeit 
geschlossen und dementsprechend auf die Prüfung der offensichtlich 
gegebenen Asylrelevanz der Vorbringen verzichtet habe, weshalb sich 
eine Rückweisung der Sache zur vollständigen Sachverhaltsabklärung 
und Neubeurteilung aufdränge,

dass im Übrigen die vorinstanzliche Darlegung der Strafverfolgung und 
Ländereinschätzung betreffend Homosexualität in Kamerun angesichts 

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der gesetzlichen Strafandrohung sowie der Berichte von Amnesty In-
ternational und SFH falsch und beschönigend seien, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung widerrechtlich sei und der Beschwerdeführer An-
spruch auf Gewährung der vorläufigen Aufnahme habe,

dass  er  als  Beweismittel  besagte  Kopie  seiner  Geburtsurkunde  und 
Fotos eines zerstörten Hauses zu den Akten gab,

dass für  die detaillierte  Begründung der  Beschwerde und die einge-
reichten Beweismittel auf die Akten und, soweit wesentlich, auf die Er-
wägungen verwiesen wird,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 1  und  Art.  6  AsylG  i.V.m. Art. 50  und  52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorinstanz gesetzes- und praxiskonform erkannt hat, dass die 
angebliche Homosexualität des Beschwerdeführers und insbesondere 
die darauf abgestützte Verfolgungs- und Gefährdungssituation den An-
forderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung eines asylbe-
gründenden Sachverhalts offensichtlich nicht genügen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf  die betreffenden,  um-
fassend auf die Akten abgestützen Erwägungen gemäss angefochte-
ner Verfügung und die zusammenfassende Darstellung oben verwie-
sen werden kann, 

dass die Beschwerdeschrift keine zureichenden Anhaltspunkte für eine 
gegenüber den vorinstanzlichen Erkenntnissen andere Betrachtungs-
weise enthält,

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dass sie sich über weite Teile auf eine Bekräftigung der erstinstanzli-
chen Vorbringen und das Aufstellen blosser substanzarmer Gegenbe-
hauptungen konzentriert,

dass die in der Beschwerde substanziell verwertbaren Erklärungs- und 
Entkräftungsversuche (Unerfahrenheit in sexuellen Belangen und Ge-
fangenheit  in  einem  von  Tabus  behafteten  Wertesystem,  Machtfülle 
und Karriereambitionen des Onkels des Freundes) sodann offensicht-
lich nicht stichhaltig oder tauglich sind, eine gegenüber der Vorinstanz 
andere Sichtweise zu begründen,

dass die vorinstanzlichen Akten darüber hinaus eine Fülle weiterer Un-
stimmigkeiten enthalten, welche die vorinstanzlichen Erkenntnisse zu-
sätzlich stützen,

dass der Beschwerdeführer beispielsweise in den Anhörungen und be-
kräftigend  in  der  Beschwerde  eine  einzige  homosexuelle  Beziehung 
und  eine  einzig  geschehene  sexuelle  Handlung  behauptet,  in  einer 
handschriftlichen Asylkurzbegründung vom 29. September 2009 aber 
im klaren Widerspruch dazu mehrere homosexuelle Beziehungen mit 
jeweils mehreren Beischlafhandlungen geltend machte, womit er den 
Unmut all dieser betroffenen Familien auf sich gezogen habe und sei-
ne Tötung durch diese zu befürchten habe,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  das  unzweifelhafte  Bild  eines 
eigentlichen Sachverhaltskonstruktes  und  einer  erheblich  angeschla-
genen persönlichen Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers gewinnt, 
welche Erkenntnis nicht nur – aber durchaus illustrierend – Ziffer 22 
des  Protokolls  des  Empfangszentrums  hinterlässt,  sondern  aus  den 
gesamten Akten und Umständen hervorgeht,

dass  keine  Anhaltspunkte  für  eine  unvollständige  oder  unrichtige 
Sachverhaltsfeststellung  ersichtlich  sind,  weshalb  eine  Rückweisung 
der Sache an die Vorinstanz zur vollständigen Sachverhaltsabklärung 
und Neubeurteilung nicht in Betracht fällt,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 

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hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  selbst  im  hypothetischen  Falle  eines  tatsächlich  bestehenden 
Mutter-Kind-Verhältnisses aus diesem offensichtlich kein Anspruch auf 
Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abgeleitet werden könnte, 

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 

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Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Kamerun noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 
Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vor-
liegend zumutbar ist, 

dass auch diesbezüglich vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Erwä-
gungen verwiesen werden kann,

dass angesichts der offensichtlich nicht wahrheitsgemässen Homose-
xualität  des  Beschwerdeführers  eine weitergehende  Auseinanderset-
zung mit  diesem Thema –  insbesondere  unter  Berücksichtigung der 
diesbezüglich geltend gemachten Berichte von Amnesty International 
und SFH – unterbleiben kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist und kein Anlass besteht, auf den Inhalt der Beschwerde, 
die eingereichten und offerierten Beweismittel oder die gestellten An-
träge näher einzugehen,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
nach Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet  der behaupteten Bedürftigkeit 

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abzuweisen ist, da sich die Rekursbegehren gemäss vorstehenden Er-
wägungen als aussichtslos präsentieren, welcher Umstand die Gewäh-
rung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst,

dass  das  prozessuale  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses angesichts des vorliegenden Direktentscheides in 
der Hauptsache hinfällig geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für die 
Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, die 
Flughafenpolizei, das BFM und die kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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