# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bcb1ef3e-8a49-5ce5-8931-a4dc0209ccbb
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 23.02.2016 ZK1 2013 100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-100_2016-02-23.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 23. Februar 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 100 24. Februar 2016
ZK1 13 101

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Hubert
Aktuar Hitz

In den zivilrechtlichen Berufungen

des X._____, Beklagter, Berufungskläger und Berufungsbeklagter, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

und

der Y._____,  Klägerin, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch 
Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg, Dorfstrasse 42, 7220 Schiers, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Landquart vom 21. August 2013, mitgeteilt am 
10. September 2013, in Sachen der Klägerin, Berufungsklägerin und Berufungs-
beklagten, gegen den Beklagten, Berufungskläger und Berufungsbeklagten,

betreffend Nebenfolgen Ehescheidung,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 33

I. Sachverhalt

A. Y._____, Staatsangehörige des L.1_____, wurde am _____1976 in 
O.1_____ geboren. Am 28. Mai 2004 verehelichte sie sich vor dem Zivilstandsamt 
O.2_____ mit X._____, geboren am _____1976. Aus der Ehe sind die Kinder 
A._____, geboren am _____2004, B._____, geboren am _____2007, und 
C._____, geboren am _____2010, hervorgegangen. 

B. Die Eheleute X.Y._____ trennten sich per 3. März 2011. Die Kinder leben 
seither bei Y._____. Das Getrenntleben wurde im Rahmen eines von der Ehefrau 
am 28. März 2011 eingeleiteten Eheschutzverfahrens geregelt, in dessen Verlauf 
die Eheleute eine gerichtliche Vereinbarung unterzeichneten, welche in den Ehe-
schutzentscheid des Einzelrichters für Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart 
vom 5. Mai 2011 aufgenommen wurde. Demgemäss bezahlte X._____ seit dem 1. 
Mai 2011 an den Unterhalt der Kinder einen monatlichen Betrag von je Fr. 650.00 
zuzüglich die gesetzlichen und/oder vertraglichen Kinderzulagen und an den Un-
terhalt seiner Ehefrau ebenfalls einen monatlichen Betrag von Fr. 650.00. Hinzu 
kamen zwei Drittel des 13. Monatslohnes, welcher an die Ehefrau zu überweisen 
war. 

C.1. Das Scheidungsverfahren wurde mittels eines am 3. Oktober 2011 und am 
25. Oktober 2011 von den Parteien persönlich unterzeichneten gemeinsamen 
Scheidungsbegehrens angehoben. Für dieses Verfahren wurde beiden Parteien 
mit je einer Verfügung vom 22. November 2011 des Bezirksgerichtspräsidiums 
Landquart die unentgeltliche Prozessführung samt Rechtsvertretung bewilligt. 

2. Am 17. April 2012/10. Januar 2013 konnte eine Teil-Ehescheidungs-
konvention abgeschlossen werden, welche bis auf die Frage des nachehelichen 
Unterhaltes die Regelung sämtlicher Nebenfolgen der Scheidung beinhaltete und 
dem Bezirksgericht Landquart am 15. Januar 2013 eingereicht wurde. 

3. Aufgrund der streitig gebliebenen Frage des nachehelichen Unterhaltes 
wurde mit Verfügung vom 16. Januar 2013 das kontradiktorische Verfahren einge-
leitet. Innert der ihr angesetzten Frist begründete Y._____ mit Eingabe vom 7. Fe-
bruar 2013 die folgenden Anträge:

 "1. X._____ sei zu verpflichten, an Y._____ einen monatlichen nacheheli-
chen Unterhaltsbeitrag von Fr. 650.00 zu bezahlen. Dies bis am 1. 
September 2030.

2. X._____ sei zu verpflichten, Y._____ über die Auszahlung des 13. 
Monatsgehaltes zu dokumentieren und ihr nach dem Erhalt der Zah-

Seite  3 — 33

lung des Arbeitgebers ½ davon, d.h. mindestens Fr. 2'575.00, im Sin-
ne einer weiteren Unterhaltszahlung zu überweisen. 

3. Der vorstehend in Ziffer 1 begehrte nacheheliche Unterhaltsbeitrag sei 
an den Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für 
Statistik zu binden und am 01. Januar jeden Jahres, bezogen auf den 
Indexstand vom November des vergangenen Jahres, an den höheren 
Indexstand anzupassen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von X._____."

Die in der Folge eingereichte Klageantwort mit Datum vom 5. April 2013 enthielt 
folgende Rechtsbegehren:

"1. Die zwischen den Parteien abgeschlossene Teil-Ehescheidungs-
konvention vom 17. April 2012/10. Januar 2013 sei richterlich zu ge-
nehmigen. 

2. Der Antrag der Ehefrau auf Zusprechung von nachehelichem Unterhalt 
sei abzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten Y._____."

4. Mit Entscheid vom 21. August 2013, mitgeteilt am 10. September 2013, er-
kannte das Bezirksgericht Landquart wie folgt:

"1. Die zwischen Y._____ und X._____ am 28. Mai 2004 vor dem Zivil-
standsamt O.2_____ geschlossene Ehe wird auf beidseitigen Antrag 
hin gerichtlich geschieden. 

2. Die elterliche Sorge und Obhut über die drei aus der Ehe hervorge-
gangenen Kinder A._____, geboren am _____2004, B._____, geboren 
am _____2007, und C._____, geboren am _____2010, wird der Mutter 
Y._____ übertragen. 

3. Das Besuchs- und Ferienrecht des Kindsvaters regeln die Parteien fle-
xibel und im gegenseitigen Einvernehmen, wobei in erster Linie auf die 
Interessen und Wünsche der Kinder sowie auf das Kindswohl Rück-
sicht zu nehmen ist. Können sich die Parteien über die Ausübung des 
Besuchs- und Ferienrechts nicht gütlich einigen, gilt die nachstehende 
Regelung:

Der Vater hat das Recht, seine beiden Kinder A._____ und B._____ 
an jedem zweiten Wochenende von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 
18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Zudem 
ist er berechtigt, mit seinen Kindern A._____ und B._____ jedes Jahr 
auf eigene Kosten während insgesamt drei Wochen Ferien zu verbrin-
gen.

Schliesslich ist X._____ berechtigt, seine jüngste Tochter C._____ je-
den zweiten Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten 
zu sich auf Besuch zu nehmen. Ab dem 01. September 2014 ist 
X._____ berechtigt, seine Tochter C._____ jedes zweite Wochenende 
von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu 
sich auf Besuch zu nehmen. Dazu kommen ab dem 01. September 
2014 jährlich Ferien von insgesamt drei Wochen. 

Seite  4 — 33

Die drei Kinder verbringen die Weihnachtstage 24. oder 25. Dezember 
sowie auch Ostersonntag oder Ostermontag abwechselnd einmal beim 
Vater und das andere Mal bei der Mutter. 

Die Besuchs- und Ferientage für die drei Kinder haben gleichzeitig zu 
erfolgen. 

4. Entsprechend der zwischen den Eltern abgeschlossenen Teil-Ehe-
scheidungskonvention ist X._____ verpflichtet, an den ordentlichen 
Unterhalt seiner drei Kinder im Voraus auf den Ersten eines jeden Mo-
nats einen monatlichen Beitrag von je Fr. 650.00 zu bezahlen. Die ge-
setzlichen und/oder vertraglichen Kinderzulagen sind zusätzlich zu er-
bringen, soweit nicht die Mutter als voll zulageberechtigt erklärt wird. 
Diese Unterhaltspflicht dauert bis zum Abschluss einer ordentlichen 
Erstausbildung des jeweiligen Kindes, mindestens jedoch bis zu des-
sen Volljährigkeit. 

5. X._____ wird gerichtlich verpflichtet, an Y._____ im Voraus auf den 
Ersten eines jeden Monats wie folgt nacheheliche Unterhaltsbeiträge 
auszurichten:

• ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 31. August 2022:

CHF 470.-- pro Monat zzgl. ½ des 13. Monatslohns nach erfolg-
ter Auszahlung durch die Arbeitgeberin

• ab 1. September 2022 bis zum 31. August 2026:

CHF 120.-- pro Monat zzgl. ½ des 13. Monatslohns nach erfolg-
ter Auszahlung durch die Arbeitgeberin (im Jahr 2026 pro rata temporis)

Höhe und Zeitpunkt der Auszahlung des 13. Monatsgehalts sind von 
X._____ gegenüber Y._____ jeweils zu dokumentieren.

Ab dem 1. September 2026 erlischt die Verpflichtung von X._____ zur 
Bezahlung von nachehelichem Unterhalt an Y._____ vollständig und 
definitiv. 

6. Die Kindesunterhaltsbeiträge wie auch die nachehelichen Unterhalts-
beiträge gemäss den vorstehenden Ziffern 4 und 5 basieren auf dem 
Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik 
vom November 2011 von 99.6 Punkte (Basis Dezember 2010=100 
Punkte). Die Beiträge werden am 1. Januar jeden Jahres, bezogen auf 
den Indexstand vom November des vergangenen Jahres, angepasst. 
Die erste Anpassung erfolgt am 1. Januar 2014 nach der folgenden 
Formel:

Neuer Unterhaltsbeitrag = ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index

                         alter Index

7. Die von den Parteien abgeschlossene Teil-Ehescheidungskonvention 
vom 17. April 2012/10. Januar 2013 (zitiert unter vorstehender Ziff. I/3) 
wird vollumfänglich gerichtlich genehmigt. Die güterrechtliche Ausein-
andersetzung der Parteien richtet sich nach der darin enthaltenen Re-
gelung, mit deren Vollzug die Parteien per Saldo aller gegenseitigen 
Ansprüche auseinandergesetzt sind. 

Seite  5 — 33

8. Das Grundbuchamt O.3_____ wird nach Einreichung der Bestätigung 
bezüglich Entlassung von X._____ aus der Solidarschuldnerschaft ge-
richtlich angewiesen, folgende Eigentumsübertragung im Grundbuch 
der Gemeinde O.3_____ vorzunehmen:

Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils am Grundstück Parzel-
le Nr. _____, Wohnhaus Vers.-Nr. _____ und Carport, Vers.-Nr. 
_____-A, von X._____ auf Y._____, unter Übernahme der Hypothe-
karschuld von CHF 517'482.45 zu Gunsten der Bank._____ zur allei-
nigen Verzinsung und Amortisation per Rechtskraft des Scheidungsur-
teils.

Die Kosten des Grundbuchamtes tragen beide Parteien je zur Hälfte. 

9. Die Vorsorgeeinrichtung _____ wird gerichtlich angewiesen, zulasten 
des Guthabens von X._____ (Vertrag Nr. _____, Versicherten Nr. 
_____), die Hälfte der während der Dauer der Ehe gehäuften Austritts-
leistung, somit den Betrag von Fr. 14'359.50, zuzüglich dem seit der 
Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Überweisung auflaufenden 
Marchzins auf diesem Betrag zugunsten von Y._____, an deren Vor-
sorgeeinrichtung _____, Versicherungs-Nr. _____, zu überweisen. 

10. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend 
aus CHF 5'500.-- (inklusive CHF 1'500.-- für das nicht kontradiktori-
sche Verfahren) werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und unter 
Vorbehalt des Rückforderungsrechts gemäss Art. 123 ZPO auf die Ge-
richtskasse genommen. 

Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen. 

Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg wird zulasten der Gerichtskasse 
eine Entschädigung von CHF 7'205.50 bezahlt.

Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg wird zulasten der Gerichts-
kasse eine Entschädigung von CHF 5'485.00 bezahlt. 

Die Parteien werden bezüglich der Gerichts- und Anwaltskosten auf 
die Bestimmung von Art. 123 ZPO mit folgendem Wortlaut hingewie-
sen:

"Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist 
zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der An-
spruch des Kantons verjährt 10 Jahre nach Abschuss des Verfahrens."

11. a) (Rechtsmittelbelehrung).

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

12. (Mitteilung)."

D.1. Gegen diesen Entscheid des Bezirksgerichts Landquart vom 21. August 
2013 erhob X._____ am 30. September 2013 Berufung beim Kantonsgericht von 
Graubünden mit den folgenden Rechtsbegehren:

"1. Ziff. 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei ersatzlos aufzu-
heben.

Seite  6 — 33

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbe-
klagten."

Gleichentags liess X._____ ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen, 
welches von der Vorsitzenden der I. Zivilkammer mit Verfügung vom 7. November 
2013 (ERZ 13 299) gutgeheissen wurde.

2. Mit eigener Berufung und Berufungsantwort vom 9. Oktober 2013 stellte 
Y._____ die folgenden Rechtsbegehren:

"I. Zur Berufung von Y._____:

1. Die Ziffer 5. des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei aufzu-
heben.

2. X._____ sei zu verpflichten, an Y._____ einen monatlichen nach-
ehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 650.00 zu bezahlen, zuzüglich 
½ seines jeweiligen 13. Monatsgehalts. Dies bis am 01. September 
2030. 

X._____ sei zu verpflichten, die Höhe und den Zeitpunkt der Aus-
zahlung des 13. Monatslohnes gegenüber Y._____ jeweils zu do-
kumentieren und ihr unmittelbar nach dem Erhalt des 13. Monats-
lohnes die Hälfte davon zu bezahlen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für den kontradiktorischen 
Teil des vorinstanzlichen Verfahrens, sowie unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge fürs Berufungsverfahren zu Lasten von X._____.

II. Rechtsbegehren der Berufungsantwort:

1. Die Berufung von X._____ sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von X._____."

Mit Eingabe vom 4. Oktober 2013 hatte zudem auch Y._____ ein Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege stellen lassen, welchem mit Verfügung 
der Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 7. November 2013 (ERZ 13 305) ent-
sprochen wurde.

3. Mit Eingabe vom 30. Oktober 2013 ersuchte X._____ die Vorsitzende der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden um Erlass vorsorglicher Mass-
nahmen für die Dauer des Berufungsverfahrens (ERZ 13 340), wobei er folgende 
Rechtsbegehren stellte:

"1. Die Verpflichtung des Ehemannes, an den Unterhalt der Ehefrau einen 
Unterhaltsbeitrag zu bezahlen, sei mit Wirkung ab 01. Oktober 2013 
aufzuheben.

2. Eventualiter: Der Unterhaltsbeitrag an die Gesuchsgegnerin sei mit 
Wirkung ab 01. Oktober 2013 auf CHF 470.00 pro Monat festzulegen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Seite  7 — 33

4. In ihrer Stellungnahme vom 5. November 2013 liess Y._____ die vollum-
fängliche Abweisung des Gesuchs unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten von X._____ beantragen. 

5. Am 9. Dezember 2013 fand im Verfahren betreffend Erlass vorsorglicher 
Massnahmen eine Verhandlung vor der Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts von Graubünden statt, in deren Rahmen auch über eine mögliche 
Einigung hinsichtlich der im Hauptverfahren strittigen Fragen verhandelt wurde. 
Eine Einigung kam nicht zustande. 

6. Mit Verfügung vom 9./18. Dezember 2013, mitgeteilt am 25. April 2014, er-
kannte die Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
wie folgt:

"1. Das Gesuch wird dahingehend entschieden, als die Ziffer 8. des Ent-
scheids des Einzelrichters für Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart 
vom 5. Mai 2011 aufgehoben und X._____ für die weitere Dauer des 
Scheidungsverfahrens verpflichtet wird, Y._____ über die Auszahlung 
des 13. Monatsgehalts rückwirkend auf den 30. Oktober 2013 zu do-
kumentieren und ihr nach dem Erhalt der Zahlung des Arbeitgebers 
die Hälfte davon zu überweisen. Im Übrigen wird das Gesuch abge-
wiesen. 

2. (Kosten)

3. (Liquidation der Prozesskosten im Sinne von Art. 122 ZPO) 

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung)."

7. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2013 reichte X._____ verschiedene neue 
Urkunden zum Nachweis seines Grundbedarfes ein. 

8. Innert der ihr angesetzten Frist für eine Stellungnahme bestritt Y._____ mit 
Eingabe vom 10. Januar 2014 die Rechtzeitigkeit der Noveneingabe. Des Weite-
ren brachte sie vor, sie habe vor wenigen Tagen erfahren, dass der Ehemann vor 
den Weihnachtsfeiertagen zusammen mit seiner neuen Lebenspartnerin und de-
ren zwei Kindern in O.3_____ ein Haus bezogen habe. Die neue Wohnsituation 
des Ehemannes habe für diesen klar kostensenkende Wirkung. Die Kostener-
sparnis von monatlich total Fr. 950.00 sei gestützt auf Art. 317 Abs.1 ZPO zu 
berücksichtigen. 

9. In seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2014 führte X._____ aus, es sei 
zutreffend, dass er zusammen mit D._____ ein Einfamilienhaus am _____strasse 
gemietet habe. Mietbeginn sei der 1. Januar 2014 gewesen. Der Mietpreis betrage 

Seite  8 — 33

Fr. 2'750.00 pro Monat zzgl. Heizöl. D._____ sei alleinerziehende Mutter von 2 
Kindern, welche heute sechs und vier Jahre alt seien. Da sie nicht verheiratet ge-
wesen sei, erhalte sie keinen nachehelichen Unterhalt. 

10. Mit Schreiben vom 5. Februar 2014 teilte Y._____ mit, dass sie damit ein-
verstanden sei, dass die von Rechtsanwalt Fryberg am 24. Januar 2014 einge-
reichten neuen Urkunden und auch die neuen Tatsachenbehauptungen berück-
sichtigt würden. Der Ehemann könne durch seine Wohngemeinschaft mit seiner 
Partnerin D._____ klar Kosten sparen, was seine Leistungsfähigkeit vergrössere. 

11. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im angefochte-
nen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein-
gegangen. 

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 125 lit. c ZPO kann das Gericht selbständig eingereichte Kla-
gen zwecks Vereinfachung des Verfahrens vereinigen. In gleicher Weise können 
auch die von mehreren Parteien als Rechtsmittelkläger ergriffenen Rechtsmittel im 
gleichen Verfahren behandelt werden (vgl. Adrian Staehelin, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich 2013, N. 5 zu Art. 125 ZPO [zit. Kommen-
tar zur ZPO]). Voraussetzung ist, dass die zu vereinigenden Klagen Gemeinsam-
keiten oder Zusammenhänge aufweisen, da vermieden werden soll, dass die glei-
chen Fragen Gegenstand verschiedener Prozesse bilden (vgl. Julia 
Gschwend/Remo Bornatico, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N. 14 zu Art. 125 
ZPO [zit. Basler Kommentar zur ZPO]). Im vorliegenden Fall wird ein Entscheid 
des erstinstanzlichen Zivilgerichts des Bezirksgerichts Landquart angefochten. Da 
das Anfechtungsobjekt von derselben Behörde stammt, dieselben Parteien invol-
viert sind, die von der Berufungsinstanz zu treffenden Entscheide auf dem gleich-
artigen Sachverhalt beruhen bzw. insoweit zusammenhängen, als dass es um die 
Festsetzung des Ehegattenunterhalts geht, rechtfertigt es sich, die beiden unter 
den Prozessnummern ZK1 13 100 und ZK1 13 101 geführten Berufungsverfahren 
zu vereinigen. Dies wurde den Parteien denn auch bereits mit prozessleitender 
Verfügung vom 11. Oktober 2013 mitgeteilt.

Seite  9 — 33

2. a) Endentscheide der Bezirksgerichte können nach Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO 
in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zi-
vilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) mit Berufung beim Kantonsgericht von 
Graubünden angefochten werden, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhalte-
nen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.00 beträgt. Die Berufung ist innert 30 
Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids schriftlich und begründet bei 
der Rechtsmittelinstanz unter Beilage des angefochtenen Entscheids einzureichen 
(vgl. Art. 311 ZPO). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivil-
rechtliche Berufungen auf dem Gebiet des Familienrechts bei der I. Zivilkammer 
(vgl. Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; 
BR 173.100]). Die zulässigen Berufungsgründe ergeben sich aus Art. 310 ZPO; 
demnach können mit Berufung die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a) sowie die 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) geltend gemacht werden. Die Ko-
gnition des Kantonsgerichts ist damit umfassend. 

b) In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist eine Berufung nur zulässig, 
wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren, wie bereits 
erwähnt, mindestens Fr. 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Massgebend ist 
nicht der Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge der Parteien und 
dem vorinstanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist vielmehr auf den Be-
trag, welcher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des erstinstanzlichen 
Urteils noch streitig war (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 
18 vom 12. August 2011 E. 1; Karl Spühler, in: Basler Kommentar zur ZPO, 
a.a.O., N. 9 zu Art. 308 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Kommentar zur 
ZPO, a.a.O., N. 39 f. zu Art. 308 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Zürich 2011, N. 24 zu Art. 308 ZPO [zit. Brunner/Gasser/Schwander]). Der 
Streitwert bemisst sich somit nach dem, was der Kläger fordert und der Beklagte 
zu erbringen sich weigert oder trotz Anerkennung seiner Schuldpflicht nicht leistet 
(vgl. Matthias Stein-Wigger, in: Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 14 zu Art. 91 
ZPO). Bei ungewisser oder unbeschränkter Dauer einer Leistung ist zur Ermittlung 
des Streitwerts auf den zwanzigfachen Betrag der einjährigen Leistung abzustel-
len (vgl. Art. 92 Abs. 2 ZPO). Vorliegend ist die Unterhaltspflicht des Berufungs-
klägers gegenüber der Berufungsbeklagten streitig, so dass eine rein vermögens-
rechtliche Angelegenheit vorliegt (vgl. BGE 116 II 493). In ihrer Eingabe vom 7. 
Februar 2013 hatte die Ehefrau den Antrag gestellt, X._____ sei zu verpflichten, 
ihr bis am 1. September 2030 einen monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitrag 
von Fr. 650.00 zu bezahlen. Der Berufungskläger beantragte in seiner Klageant-

Seite  10 — 33

wort vom 5. April 2013, dass der Antrag der Ehefrau auf Zusprechung von nach-
ehelichem Unterhalt abzuweisen sei. Zu dem nach Art. 308 Abs. 2 ZPO 
massgeblichen Zeitpunkt lag somit eine monatlich wiederkehrende Summe in 
Höhe von Fr. 650.00 im Streit, und zwar bis zum 1. September 2030. Somit ist 
vorliegend ohne weiteres von einem Streitwert von über Fr. 30'000.00 auszuge-
hen. Damit ist zum einen die Streitwertgrenze nach Art. 308 Abs. 2 ZPO erreicht, 
womit auf die im Übrigen frist- und formegerecht eingereichten Berufungen vom 
30. September 2013 und 9. Oktober 2013 einzutreten ist. Zum anderen ist aber 
auch der in der Rechtsmittelbelehrung anzugebende Streitwert (vgl. Art. 112 Abs. 
1 lit. d BGG) bestimmt, zumal die Parteien im Berufungsverfahren ihre bisherigen 
Begehren erneuert haben. 

3. a) Gemäss Art. 277 Abs. 1 ZPO gilt im Scheidungsverfahren für den nachehe-
lichen Unterhalt der Verhandlungsgrundsatz. Die Parteien haben dem Gericht die 
Tatsachen, auf die sie ihre Begehren stützen, darzulegen und die Beweismittel 
anzugeben (vgl. Art. 55 Abs. 1 ZPO und zum Verhandlungs- und Untersuchungs-
grundsatz: Myriam A. Gehri, in: Basler Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 2 ff. zu Art. 
55 ZPO). 

b/aa) Noven werden im Berufungsverfahren unter den Voraussetzungen von Art. 
317 Abs. 1 ZPO zugelassen (vgl. BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser 
Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (vgl. Art. 317 Abs. 
1 lit. a ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu unter-
scheiden (vgl. hierzu die Legaldefinition in Art. 229 Abs. 1 ZPO). Echte Noven sind 
Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des 
erstinstanzlichen Verfahrens entstanden oder gefunden worden sind. Sie sind im 
Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach 
ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und Be-
weismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vorhan-
den waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weitergehend insofern 
eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beachtung zumutbarer 
Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht werden können. 
Die Voraussetzungen der Berücksichtigung jedes neuen Vorbringens und jedes 
neuen Beweismittels hat diejenige Partei zu beweisen, welche sich auf das betref-
fende Novum beruft (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 
20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: Berner Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, Band II, Art. 150-352 ZPO, Art. 400-406 ZPO, Bern 2012, N. 

Seite  11 — 33

4 ff. zu Art. 317 ZPO [zit. Berner Kommentar zur ZPO]; Karl Spühler, in: Basler 
Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 10 zu Art. 317 ZPO).

b/bb) Der Berufungskläger reichte am 16. Dezember 2013 mehrere Urkunden 
ein. Es handelt sich dabei um eine Verfügung für die Bezugsberechtigung der in-
dividuellen Prämienverbilligung 2013 der Sozialversicherungsanstalt des Kantons 
Graubünden, um die definitive Veranlagungsverfügung direkte Bundessteuer 2012 
vom 21. August 2013 und um die definitive Veranlagungsverfügung Kantons- und 
Gemeindesteuer 2012 vom 21. August 2013 (vgl. act. D.12 und act. B.2-4 in ZK1 
13 100). Wie soeben erwähnt, werden neue Tatsachen und Beweismittel im Beru-
fungsverfahren gemäss Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO nur noch berücksichtigt, wenn 
sie ohne Verzug vorgebracht werden. Als Folge davon erweist sich die nachträgli-
che Einlage der Urkunden als unzulässig, da diese Urkunden bereits bei der Er-
hebung der Berufung am 30. September 2013 vorlagen und mit der Berufungs-
schrift hätten eingereicht werden können. Nebenbei bemerkt sind die eingereich-
ten Urkunden allerdings ohnehin nicht entscheidrelevant. Zulässig und zu berück-
sichtigen ist dagegen die Noveneingabe der Berufungsklägerin vom 10. Januar 
2014 (vgl. act. A.3 in ZK1 13 100), mit welchem sie dem Gericht die ihr kurz zuvor 
bekannt gewordene Tatsache, dass X._____ vor den Weihnachtsfeiertagen 2013 
mit seiner neuen Lebenspartnerin zusammengezogen ist, mitgeteilt hat. Die 
Wohngemeinschaft als echtes Novum wurde damit unverzüglich eingebracht. In 
diesem Zusammenhang ebenfalls zulässig ist die Berücksichtigung der seitens 
des Berufungsklägers in Erfüllung der gegnerischen Editionsbegehren eingereich-
ten Urkunden (vgl. act. B.5-8 in ZK1 13 100). Diese Urkunden wurden von 
Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg in ihrem Schreiben vom 5. Februar 2014 (vgl. 
act. A.5 in ZK1 13 100) denn auch ausdrücklich anerkannt. Aus den Noven erge-
ben sich neue Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit des Ehemannes, die die Beru-
fungsinstanz bei der Entscheidfindung zu berücksichtigen hat. Da die Rechtsbe-
gehren von Y._____ aber unverändert blieben, kann aufgrund der für den nach-
ehelichen Unterhalt geltenden Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO) höchs-
tens ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 650.00 (zuzüglich die Hälfte des 13. Monatsloh-
nes) zugesprochen werden, womit die derzeit vorsorglich zu bezahlenden Unter-
haltsbeiträge in derselben Höhe abgelöst würden. 

4. Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den gebührenden Unterhalt, in-
klusive eines angemessenen Vorsorgeunterhalts, selbst aufzukommen, so hat ihm 
der andere Teil gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB angemessenen nachehelichen Un-
terhalt zu leisten, soweit er seinerseits hierzu in der Lage ist. Diese Bestimmung 
verdeutlicht zwei Grundsätze, nämlich einerseits denjenigen der wirtschaftlichen 

Seite  12 — 33

Unabhängigkeit der Ehegatten nach der Scheidung, wonach, sofern möglich, jeder 
Ehegatte nunmehr für seine eigenen Lebenshaltungskosten aufzukommen hat, 
und andererseits denjenigen der nachehelichen Solidarität, wonach die Ehegatten 
gemeinsam nicht nur die Konsequenzen der während der Ehe gelebten Aufgaben-
teilung zu tragen haben (vgl. Art. 163 Abs. 2 ZGB), sondern auch die Nachteile, 
welche bei einem der Ehegatten ehebedingt angefallen sind und ihn daran hin-
dern, für den ihm gebührenden Unterhalt selber aufzukommen. Dem Grundsatz 
sowie der Höhe und der Dauer nach ist die Leistungspflicht unter Berücksichtigung 
der in Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessend aufgeführten Kriterien festzulegen 
(vgl. BGE 137 III 102 E. 4.1.1 = Pra 2012 Nr. 27 mit Hinweis auf BGE 132 III 598 
E. 9.1 = Pra 2007 Nr. 55). Das Gesetz schreibt dem Sachrichter keine bestimmte 
Methode zur Unterhaltsbemessung vor. Dieser geniesst im Rahmen seines gros-
sen Ermessens bei der Unterhaltsfestsetzung relativ weitreichende Freiheiten in 
der Gewichtung der relevanten Kriterien. Immerhin muss er sich gegebenenfalls 
zur angewandten Methode äussern und diese begründen (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 5A_363/2010 vom 1. Dezember 2010 E. 2.1 m.w.H.). Eine in der Lehre 
befürwortete und grundsätzlich mit dem Bundesrecht vereinbare Methode besteht 
in der Gegenüberstellung der beidseitigen Existenzminima und des Gesamtein-
kommens mit anschliessender Überschussverteilung. Gemäss dieser Methode 
wird, wenn das Gesamteinkommen der Ehegatten das (um gewisse Positionen 
erweiterte) betreibungsrechtliche Existenzminimum der Parteien übersteigt, der 
Überschuss in der Regel hälftig zwischen den Ehegatten geteilt, es sei denn, ein 
Ehegatte habe für unmündige Kinder zu sorgen oder andere wichtige Gründe, 
namentlich sehr günstige finanzielle Verhältnisse, würden ein Abweichen vom 
Grundsatz der Gleichbehandlung rechtfertigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_515/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 2.1 m.w.H.).  

5. a) Die Vorinstanz sprach der Berufungsbeklagten in einer ersten Phase einen 
Unterhaltsbeitrag von monatlich Fr. 470.00, zuzüglich der Hälfte des 13. Monats-
lohnes, bis zum 31. August 2022 zu. Sie ging davon aus, dass sich die Parteien 
darüber einig seien, dass die Ehefrau, welche auch nach der Geburt der drei Kin-
der mit einem Pensum von durchschnittlich ca. 20 Prozent immer auf ihrem erlern-
ten Beruf als medizinische Praxisassistentin tätig gewesen sei, auch weiterhin ei-
ner Erwerbstätigkeit im erwähnten Umfang nachgehen und insoweit einen Teil 
ihres eigenen Lebensunterhaltes unabhängig vom Alter der Kinder selber finanzie-
ren könne. Zur Berechnung der finanziellen Leistungsfähigkeit für die Ausrichtung 
von nachehelichen Unterhaltsbeiträgen ging die Vorinstanz von einem unbestritte-
nen Einkommen des Ehemannes von Fr. 5'177.80 (exklusiv Kinderzulagen und 

Seite  13 — 33

13. Monatslohn), einem Kindesunterhalt von Fr. 1'950.00 und einem persönlichen 
Bedarf des Ehemannes von Fr. 2'755.00 (Grundbetrag Fr. 1'200.00, Wohn- und 
Nebenkosten Fr. 1'205.00, Auswärtige Verpflegung Fr. 200.00, Krankenkasse Fr. 
150.00, Steuern Fr. 0.00) aus. Den verbleibenden Betrag von gerundet Fr. 470.00 
erhob die Vorinstanz zum an die Ehefrau zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag, wobei 
das Gericht zugleich feststellte, dass auf Seiten der Ehefrau bei einem Gesamtbe-
darf von Fr. 4'663.00 für sich und die drei Kinder (Grundbeträge Fr. 1'350.00 und 
Fr. 1'200.00, Wohn- und Nebenkosten Fr. 1'830.00, Krankenkasse Fr. 283.00, 
Steuern Fr. 0.00) und Einkünften von total Fr. 4'263.50 (eigenes Einkommen Fr. 
1'183.50, Kindesunterhalt Fr. 1'950.00, Kinderzulagen Fr. 660.00, nachehelicher 
Unterhalt Fr. 470.00) eine Unterdeckung von rund Fr. 400.00 verbleibe. Nicht 
berücksichtigt wurde von der Vorinstanz der Anteil am 13. Monatslohn, mit wel-
chem sich die Unterdeckung monatlich um etwas mehr als Fr. 200.00 reduzieren 
würde. 

b/aa) Der Berufungskläger bestreitet in seiner Berufung die Berechnung seines 
Existenzminimums. Er beantragt die Anrechnung höherer Krankenkassenprämien 
(Fr. 260.00 und nicht Fr. 150.00) sowie die Anrechnung verschiedener zusätzli-
cher Auslagen (Parkplatz, Auto/Besuchskosten, Hausratversicherung und Steu-
ern). Sein Existenzminimum betrage daher Fr. 5'547.00, weshalb sein Nettolohn 
nicht ausreiche, um das Existenzminimum zu decken. Er sei daher schlichtweg 
nicht in der Lage, an den Unterhalt der Ehefrau seinen Beitrag zu leisten. 

b/bb) Die Berufungsklägerin bestreitet in ihrer Berufung ebenfalls den Bedarf des 
Ehemannes. Sie beanstandet die Berücksichtigung von Mehrkosten für die aus-
wärtige Verpflegung in der Höhe von Fr. 200.00. Zudem macht sie aufgrund der im 
Verlaufe des Berufungsverfahrens bekannt gewordenen Wohngemeinschaft mit 
der neuen Partnerin eine Reduktion des Grundbedarfs beim Ehemann (Fr. 850.00 
statt Fr. 1'200.00) und die Reduktion der Wohnkosten (Fr. 600.00 statt Fr. 
1'205.00) geltend. Diese Kostenersparnis von total mindestens Fr. 950.00 monat-
lich sei zu berücksichtigen (vgl. act. A.3 in ZK1 13 100). Diese Ausführungen wer-
den vom Berufungskläger unter Hinweis auf neu anfallende Wohnkosten von ef-
fektiv Fr. 2'750.00 zuzüglich Heizöl (Fr. 1'814.00 pro Jahr) und das geringe Ein-
kommen der Partnerin (Fr. 902.00 aus Teilzeitstelle bei Lidl und Fr. 2'440.00 Un-
terhaltsbeiträge für deren beiden vier- und sechsjährigen Kinder) bestritten (vgl. 
act. A.4 in ZK1 13 100). 

c/aa) Unbestritten ist, dass der Ehemann zusammen mit seiner Partnerin 
D._____ spätestens seit dem 1. Januar 2014 in einer Wohngemeinschaft lebt, was 

Seite  14 — 33

erfahrungsgemäss Einsparungen bei den Lebenshaltungskosten mit sich bringt. 
Entscheidend ist dabei nicht die Dauer der Partnerschaft, sondern der wirtschaftli-
che Vorteil, der daraus gezogen wird. In Anlehnung an die betreibungsrechtlichen 
Richtlinien ist davon auszugehen, dass die Partner gemeinschaftliche Kosten wie 
den Grundbetrag, die Miete etc. anteilsmässig tragen, auch wenn die tatsächliche 
Beteiligung geringer sein sollte (vgl. BGE 138 III 97 E. 2.3.2 und ebenso Urteil des 
Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 09 6 vom 2. November 2009 E. 8e; anders 
Urteil des Bundesgerichts 5A_882/2014 vom 2. Juli 2015 E. 2.3.4 bei fehlender 
Leistungsfähigkeit der Partnerin zufolge Betreuung eines gemeinsamen Kindes, 
was vorliegend aber nicht der Fall ist). Die Kostenersparnis ist im Bedarf des un-
terhaltspflichtigen Ehegatten (wie gegebenenfalls auch in demjenigen des Unter-
haltsberechtigten) zu berücksichtigen, da für die Bestimmung der Leistungsfähig-
keit die aktuellen Verhältnisse massgebend sind. Verändern sich die finanziellen 
Verhältnisse des Unterhaltspflichtigen schon vor Erlass des Scheidungsurteils be-
ziehungsweise vor Festlegung des nachehelichen Unterhalts erheblich und dauer-
haft, so ist der Unterhaltsbeitrag in analoger Anwendung von Art. 129 ZGB unter 
Berücksichtigung der neuen Gegebenheiten festzulegen (vgl. BGE 137 III 102 E. 
4.1.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_433/2013 vom 10. Dezember 2013 E. 3). 
Auch wenn vorliegend die Wohngemeinschaft erst relativ kurze Zeit bestanden 
hat, darf auf Seiten des Unterhaltspflichtigen von deren Dauerhaftigkeit ausge-
gangen werden. Im Fall einer Auflösung der Partnerschaft könnte X._____ wie-
derum eine Abänderung verlangen. 

c/bb) Als Folge der Wohngemeinschaft reduziert sich der Grundbetrag wie bean-
tragt somit auf Fr. 850.00. Keine Reduktion ergibt sich hingegen bei den Wohn-
kosten. Diese belaufen sich einschliesslich der Kosten für Heizöl auf monatlich Fr. 
2'900.00, so dass X._____ unter Berücksichtigung des auf die Kinder der Partne-
rin D._____ entfallenden Anteils wie auch der zeitweiligen Mitbenutzung durch die 
eigenen Kinder weiterhin mindestens der bisherige Betrag von Fr. 1'205.00 anzu-
rechnen ist. Auf der anderen Seite entfällt nunmehr die Notwendigkeit einer aus-
wärtigen Verpflegung, zumal davon ausgegangen werden darf, dass X._____ das 
Mittagessen zuhause mit der Partnerin und deren Kinder einnehmen wird. Der von 
der Vorinstanz berücksichtigte Zuschlag in der Höhe von Fr. 200.00 ist daher zu 
streichen. Dies wäre im Übrigen auch bei einem Verbleib in der bisherigen Woh-
nung geboten gewesen. Die Distanz zwischen Wohn- und Arbeitsort betrug ledig-
lich 1.8 km. Diese Strecke ist mit dem Fahrrad, welches gemäss den eigenen 
Aussagen an der Verhandlung vom 9. Dezember 2013 (vgl. ERZ 13 340 act. F.2) 
zumindest im Sommer benützt wird, in fünf bis zehn Minuten zu bewältigen. Bei 

Seite  15 — 33

einer Mittagspause von 1 ½ Stunden wäre die Heimkehr und die Zubereitung einer 
warmen Mahlzeit grundsätzlich möglich und bei den gegebenen knappen Verhält-
nissen auch zumutbar gewesen. 

c/cc) Statt des von der Vorinstanz anerkannten Grundbedarfs von Fr. 2'755.00 
resultiert damit ein solcher von Fr. 2'205.00, womit sich die Leistungsfähigkeit des 
Ehemannes von Fr. 470.00 auf Fr. 1'022.00 (exkl. 13. Monatslohn) erhöht. Davon 
beansprucht die Ehefrau unverändert Fr. 650.00, so dass dem Ehemann ein 
Überschuss von Fr. 372.00 zuzüglich Fr. 216.00 aus seinem (hälftigen) Anteil am 
13. Monatslohn (vgl. act. A.1 in ZK1 13 100, S. 3, wo ein monatlicher Nettolohn 
von ca. Fr. 5'180.00 aufgeführt wird) verbleibt, der zur Deckung des seinerseits 
geltend gemachten höheren Bedarfs zur Verfügung steht. Insofern verliert der 
Streit um die betreffenden Positionen (höhere Krankenkassenprämien, Parkplatz, 
Auto/Besuchskosten, Hausratversicherung und Steuern) den Grossteil seiner Re-
levanz. Ungeachtet dessen bleibt festzuhalten, dass der Entscheid der Vorinstanz 
nicht zu beanstanden ist, soweit er die Anrechenbarkeit der Kosten für ein Fahr-
zeug (samt der Kosten für einen Parkplatz) verneint. Die Vorinstanz hat zutreffend 
festgestellt, dass der Ehemann weder für seinen Arbeitsweg noch für die Ausü-
bung des Besuchsrechts auf die Benützung eines Fahrzeuges angewiesen ist. 
Ebenfalls nicht zu beanstanden ist die Nichtberücksichtigung der Prämien für die 
Haushaltsversicherung in der Höhe von Fr. 15.00. Gemäss der Praxis einzelner 
Gerichte ist diese Position allenfalls im familienrechtlichen Grundbedarf anrechen-
bar (vgl. Heinz Hausheer/Annette Spycher, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Hand-
buch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl., Bern 2010, N. 02.38). Grundsätzlich sind die 
Kosten einer Hausrats- und Haftpflichtversicherung aber bereits durch den Grund-
betrag abgedeckt (vgl. Beschluss der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer als 
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs des Kantonsgerichts von 
Graubünden KSK 09 39 vom 18. August 2009 Ziff. 2./I.) und daher im betreibungs-
rechtlichen Existenzminimum, welches in sogenannten Mankofällen einzig ge-
schützt ist, nicht zusätzlich zu berücksichtigen. Nichts anderes gilt mit Bezug auf 
die Steuern, deren Anrechenbarkeit das Bundesgericht im Falle knapper finanziel-
ler Verhältnisse, das heisst, wenn das Existenzminimum der Ehegatten durch die 
vorhandenen Mittel nicht gedeckt werden kann, kürzlich erneut verneint hat (vgl. 
BGE 140 III 337 E. 4). Was sodann die Krankenkassenprämien anbelangt, wehrt 
sich der Ehemann zu Unrecht gegen die Berücksichtigung der Prämienverbilli-
gung. Es entspricht vielmehr der gängigen Praxis, dass bei engen Verhältnissen 
die Prämienverbilligung in Abzug gebracht wird, wenn diese in der Vergangenheit 
bezogen wurde und aufgrund der beschränkten finanziellen Mittel zu erwarten ist, 

Seite  16 — 33

dass der Bezug weiterhin möglich sein wird. Vorliegend hat die Ehefrau die gel-
tend gemachten Krankenkassenprämien bereits an der vorinstanzlichen Haupt-
verhandlung bestritten, dies unter Verweis auf den Eheschutzentscheid (vgl. act. 
II./2 in ZK1 13 100) und die Mitteilung für die Bezugsberechtigung der Prämien-
verbilligung für das Jahr 2011 vom 10. Februar 2011 (vgl. act. II./16 in ZK1 13 
100). Dagegen scheint der Ehemann nichts eingewendet zu haben, weshalb die 
Vorinstanz auf die bisherigen Zahlen abstellen durfte. Mit der Berufung vom 30. 
September 2013 wird zwar auf die Abhängigkeit der Verbilligung von der Leis-
tungsfähigkeit hingewiesen, ohne allerdings unter Beweis zu stellen, dass X._____ 
zukünftig keine oder eine erheblich tiefere Verbilligung erhalten würde. Er hat erst 
nach der Verhandlung im vorsorglichen Massnahmeverfahren vom 9. Dezember 
2013 eine aktuelle Verfügung für die Bezugsberechtigung der individuellen Prämi-
enverbilligung 2013 vom 2. September 2013 (vgl. act. B.2 in ZK1 13 100) einge-
reicht, die zufolge Verspätung nicht berücksichtigt werden kann. Diese Verfügung 
basiert im Übrigen auf dem steuerbaren Einkommen des Jahres 2012, welches 
wegen einer einmaligen Provision höher ausgefallen ist und zu einer entsprechend 
geringeren Prämienverbilligung geführt hat. Ausgehend vom aktuellen Einkommen 
und den vollständig abziehbaren Alimenten ist gemäss Onlinerechner der Sozial-
versicherungsanstalt des Kantons Graubünden auch künftig mit einer Prämienver-
billigung von rund Fr. 100.00 pro Monat zu rechnen. Der von der Vor-instanz für 
die Prämien der Krankenkasse berücksichtigte Betrag von Fr. 150.00 ist folglich zu 
bestätigen. 

c/dd) Nicht befasst hat sich die Vorinstanz mit der Frage, ob dem Ehemann im 
Bedarf – abgesehen von den auch damit begründeten Fahrzeugkosten – Kosten 
für die Ausübung des Besuchsrechts anzurechnen sind. Derartige Kosten hatte 
der Ehemann in seiner Klageantwort vom 5. April 2013 zwar geltend gemacht (vgl. 
act. I./3, S. 4 in ZK1 13 100), aber – da sich nach seiner Berechnung ohnehin ein 
Fehlbetrag ergab – nicht beziffert. An der Hauptverhandlung vor der Vorinstanz 
am 21. August 2013 hat er dann allerdings für den Fall, dass die Steuern nicht 
berücksichtigt würden, beantragt, dass die Kosten für das Auto und die Ausübung 
des Besuchsrechts anzurechnen seien. Dabei wurden die Kosten für das Be-
suchsrecht, ohne diese näher zu substantiieren, auf Fr. 400.00 beziffert. Zugleich 
erklärte der Ehemann, diese würden nicht geltend gemacht, obwohl man das 
könnte (vgl. act. I./8, S. 2 in ZK1 13 100). Er hielt einzig an der Anrechnung der 
Fahrzeugkosten fest. Unter diesen Umständen lässt sich kaum beanstanden, dass 
die Vorinstanz von der Anrechnung von Besuchsrechtskosten abgesehen hat. Im 
Übrigen ist es zwar zutreffend, dass nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-

Seite  17 — 33

chung bei knappen Verhältnissen die Berücksichtigung eines Betrages für die mit 
der Ausübung des Besuchsrechts zusammenhängenden Kosten (wie etwa für 
Verpflegung und gemeinsame Unternehmungen) geboten sein kann. Die Berück-
sichtigung dieser Position stellt aber eine Ermessensfrage dar, die in Abwägung 
der gegenläufigen Interessen zu entscheiden ist. In eigentlichen Mangelfällen, wo 
beide Eltern wirtschaftlich schlecht dastehen, ist ein Ausgleich zu suchen zwi-
schen dem Nutzen, den das Kind aus seinem Kontakt mit dem nicht sorgeberech-
tigten Elternteil zieht und dem Interesse an der Deckung des Kindesunterhalts 
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 5C.282/2002 vom 27. März 2003 E. 3; 
5A_226/2010 vom 14. Juli 2010 E. 6.1 und 5A_390/2012 vom 21. Januar 2013 E. 
6.4). Vorliegend wird das Besuchsrecht nach Angaben der Parteien regelmässig 
ausgeübt, während Ferien noch nicht möglich waren. Die Weiterführung und wenn 
möglich der Ausbau des Besuchsrechts auf den vereinbarten und gerichtlich ge-
nehmigten Umfang liegt im Interesse der Kinder, denen der Kontakt zum Vater 
trotz der frühen Trennung der Eltern erhalten bleiben sollte. Dadurch entsteht auch 
eine gewisse Entlastung der Ehefrau, die von freien Wochenenden profitiert und 
zumindest Kosten für die Verpflegung der Kinder einspart. Insofern wäre es ge-
rechtfertigt, dem Ehemann einen gewissen Betrag für Besuchskosten zuzugeste-
hen, ansonsten er das Besuchsrecht während Jahren nur unter Inkaufnahme ei-
nes Eingriffs in sein eigenes Existenzminimum ausüben könnte. Zu Recht weist 
die Ehefrau in ihrer Berufungsantwort nun allerdings darauf hin, dass der Ehe-
mann mit der Hälfte des 13. Monatslohns über zusätzliches Geld verfügt, das er 
für die Kinderbesuche verwenden kann. Diesen Anteil hat die Vorinstanz bei der 
Ermittlung der Leistungsfähigkeit des Ehemannes ausser Acht gelassen, obwohl 
der 13. Monatslohn praxisgemäss beim Einkommen einzuberechnen ist (vgl. In-
geborg Schwenzer, in: Schwenzer [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Bd. I: ZGB, 2. 
Aufl., Bern 2011, N. 17 zu Art. 125 ZGB m.w.H.). Im Ergebnis wurde dem Ehe-
mann damit ein Betrag von monatlich über Fr. 210.00 aus seinem Anteil am 13. 
Monatslohn belassen, der zur Deckung der Besuchskosten zur Verfügung steht. 
Damit ist diesen bereits ausreichend Rechnung getragen, zumal der Ehemann 
keine weitergehenden Kosten belegt hat und sich der ermessensweise einzuset-
zende Betrag bei den gegebenen knappen Verhältnissen jedenfalls an den betrei-
bungsrechtlichen Grundbeträgen zu orientieren hätte. 

d) Nach dem Gesagten bleibt es dabei, dass im Bedarf des Ehemannes 
während der ersten Phase einzig der Grundbetrag, die Wohnkosten und die verbil-
ligten Krankenkassenprämien zu berücksichtigen sind. Als Folge der Wohnge-
meinschaft beträgt sein Grundbedarf Fr. 2'205.00, so dass bei einem Einkommen 

Seite  18 — 33

von Fr. 5'177.00 (exkl. 13. Monatslohn) und Kindesunterhalt von Fr. 1'950.00 ein 
Überschuss von Fr. 1'022.00 resultiert. Der Ehefrau Y._____ ist somit der bean-
tragte Ehegattenunterhalt von Fr. 650.00 zuzüglich der Hälfte des 13. Monatsloh-
nes für die Dauer ihrer 20%igen Erwerbstätigkeit zuzusprechen. 

6.a) Gemäss der Vorinstanz soll die erste Phase bis zum 31. August 2022, das 
heisst bis zum vollendeten 12. Altersjahr des jüngsten Kindes, dauern. Zum Zeit-
punkt, ab welchem der Ehefrau eine Ausdehnung ihres Erwerbspensums zumut-
bar sei, wurde erwogen, dass die Ehefrau ab dem Erreichen des 12. Lebensjahres 
des jüngsten Kindes, somit ab dem 1. September 2022, ihr Arbeitspensum von 
derzeit 20% auf dannzumal 50% erhöhen könne. Es seien keine gesundheitlichen 
Einschränkungen seitens der Ehefrau oder der Kinder bekannt. Die Ehefrau verfü-
ge über eine fundierte berufliche Ausbildung und über viele Jahre Berufserfah-
rung. Zwar habe sie drei Kinder zu betreuen, was die Altersgrenze des jüngsten 
Kindes, ab welcher sie ihr Teilpensum erweitern werden könne, gegenüber der 
üblichen Regelung grundsätzlich erhöhe; jedoch werde dann, wenn das jüngste 
Kind am 1. September 2022 das 12. Lebensjahr erreichen werde, das älteste Kind 
bereits das achtzehnte Lebensjahr überschritten haben und damit volljährig sein, 
so dass die Mutter lediglich noch zwei Kinder unter 16 Jahren zu betreuen haben 
werde, wobei das mittlere Kind ein gutes halbes Jahr später, nämlich am 1. März 
2023, bereits das 16. Altersjahr erreichen werde. 

b/aa) Die Ehefrau macht in ihrer Berufung vom 9. Oktober 2013 geltend, dass 
von ihr frühestens ab dem 1. März 2023 eine 50%ige Erwerbstätigkeit verlangt 
werden könne. Gemäss konstanter Rechtsprechung und Literatur sei im Regelfall 
bei zwei Kindern unter 16 Jahren noch kein 50%-Pensum zumutbar, wovon abzu-
weichen vorliegend kein Grund bestehe. Der Sohn B._____ sei im September 
2022 erst 15-jährig, weshalb ihr Arbeitspensum erst ab dessen 16. Geburtstag zu 
erhöhen sei. 

b/bb) Der Ehemann hat sich in seiner Berufung vom 30. September 2013 zu die-
sem Punkt nicht geäussert. Nach seiner Berechnung entfällt die nacheheliche Un-
terhaltspflicht wegen fehlender Leistungsfähigkeit seinerseits unabhängig vom 
Einkommen der Ehefrau, weshalb der Zeitpunkt einer Ausdehnung des Erwerbs-
pensums für ihn nicht relevant ist. In seiner Berufungsantwort vom 11. November 
2013 verteidigte er sodann die Argumentation der Vorinstanz insofern, als sie der 
Anzahl der zu betreuenden Kinder mit der gegenüber der üblichen Regelung er-
höhten Altersgrenze des jüngsten Kindes sehr wohl Rechnung getragen habe und 
das mittlere Kind ein halbes Jahr später ebenfalls 16 jährig sein werde. Die Ehe-

Seite  19 — 33

frau gehe bereits heute einer 20%igen Arbeitsbeschäftigung nach und verfüge 
über eine fundierte berufliche Ausbildung. Seines Erachtens sei daher der Ehefrau 
bereits ab dem 1. September 2020, wenn das jüngste Kind zehn Jahre alt werde, 
ein 50%-Pensum möglich. Selbst wenn hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des 
Ehemannes von der Berechnung der Vorinstanz auszugehen wäre, sei es jeden-
falls gerechtfertigt, dass ab dem Zeitpunkt, ab welchem die Ehefrau zu 50% arbei-
ten könne, eine Reduktion des Unterhaltsbeitrages stattfinde. 

c) Der Ehemann wehrt sich damit in der Berufungsantwort einerseits gegen 
eine Verlängerung der ersten Phase, andererseits ergänzt er seine eigene Beru-
fung um eine Eventualbegründung mit dem Ziel, statt einer Aufhebung wenigstens 
die frühere Herabsetzung seiner Unterhaltspflicht zu erreichen. Ob letzteres pro-
zessual zulässig ist, erscheint fraglich, zumal die Berufungsgründe innert gesetzli-
cher Rechtsmittelfrist vorzutragen sind und der Gegenstand der Überprüfung 
grundsätzlich auf die beanstandeten Entscheidpunkte beschränkt ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 4A_290/2014 vom 1. September 2014 E. 5). Auf eine spätere 
Ergänzung der Berufungsbegründung, etwa im Rahmen einer Replik, ist nicht 
mehr einzutreten. Aber selbst wenn dem Ehemann zuzugestehen wäre, seine Be-
rufungsbegründung als Reaktion auf die Anfechtung des Unterhaltsbeitrages 
durch die Ehefrau ausweiten zu können (analog einer Anschlussberufung nach 
bereits erfolgter eigener Hauptberufung, was gemäss BGE 141 III 302 zulässig 
ist), fehlt es vorliegend an einer substantiierten Auseinandersetzung mit der Ar-
gumentation der Vorinstanz zum Zeitpunkt der Ausdehnung des Erwerbspensums 
der Ehefrau. Die blosse Wiederholung des eigenen Standpunktes ohne Darle-
gung, inwiefern die Vorinstanz die massgeblichen Umstände falsch gewürdigt oder 
vom Ermessen falschen Gebrauch gemacht haben soll, reicht jedenfalls nicht aus. 
In diesem Punkt ist daher nicht mehr auf den Entscheid der 
Vorinstanz zurückzukommen, so dass einzig die beantragte Verlängerung der ers-
ten Phase zu prüfen bleibt. 

d) Zutreffend ist, dass in der Literatur die Meinung vertreten wird, dass bei 
mehr als zwei Kindern unter 16 Jahren im Regelfall auch eine Teilzeittätigkeit nicht 
zumutbar sei. Dies namentlich von Ingeborg Schwenzer (a.a.O., N. 59 zu Art. 125 
ZGB unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 5P.169/2001 vom 28. Juni 
2001), auf welche auch im vorinstanzlichen Entscheid verwiesen wird. Das soeben 
zitierte Urteil des Bundesgerichts erweist sich allerdings als nicht einschlägig, zu-
mal darin lediglich eine Pflicht zur Ausdehnung der Erwerbstätigkeit über 50% hin-
aus verneint wurde. Gloor/Spycher halten ebenfalls dafür, dass eine Erwerbstätig-
keit bei Betreuung von mehr als zwei Kindern unter 16 Jahren in der Regel als 

Seite  20 — 33

unzumutbar erachtet werde, ohne dafür jedoch ein Präjudiz des Bundesgerichts 
anführen zu können (vgl. Urs Gloor/Annette Spycher, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 5. Aufl., Basel 2014, N. 10 zu Art. 125 
ZGB [zit. Basler Kommentar zum ZGB]). Das Bundesgericht betont in seinen Ent-
scheiden zur Einschränkung der Eigenversorgungskapazität durch Kinderbetreu-
ung stets den blossen Richtliniencharakter der in seiner Rechtsprechung entwi-
ckelten (vgl. BGE 115 II 6 E. 3c) und auch in neuerer Zeit wiederholt bestätigten 
(vgl. BGE 137 III 102 E. 4.2.2.2) Altersgrenzen. Demzufolge bildet die Anzahl der 
zu betreuenden Kinder zwar einen Umstand, der ein Abweichen von den Alters-
grenzen rechtfertigen kann. Dass bei zwei und mehr Kindern unter 16 Jahren die 
Zumutbarkeit eines 50%-Pensums aber generell ausgeschlossen wäre, geht aus 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht hervor. Im Gegenteil handelt es 
sich auch dabei um einen Grundsatz, von dem im konkreten Einzelfall unter Wür-
digung sämtlicher Umstände abgewichen werden kann (vgl. dazu Urteil des Kan-
tonsgerichts von Graubünden ZK1 13 114 vom 12. September 2014 E. 7c, wo als 
zu berücksichtigende Umstände die bisher ausgeübte Tätigkeit und das Angebot 
an Fremdbetreuungsmöglichkeiten, aber auch die finanziellen Verhältnisse der 
Parteien genannt werden). In der Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden 
gibt es denn auch zahlreiche Fälle, in denen die Zumutbarkeit eines 50%-
Pensums nebst der Betreuung von zwei Kindern unter 16 Jahren bejaht wurde 
(vgl. die Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 18 vom 12. August 
2011; ZK1 11 20 vom 13. Juli 2011 und ZK1 11 79 vom 11. Januar 2012). Vorlie-
gend hat die Vorinstanz der Anzahl der zu betreuenden Kinder dadurch Rechnung 
getragen, dass von der Ehefrau die Ausdehnung des Erwerbspensums auf 50% 
nicht bereits ab dem vollendeten 10. Altersjahr des jüngsten Kindes, sondern – in 
Abweichung von der diesbezüglichen Regel – erst ab dessen 12. Geburtstag ver-
langt wurde. Dass das zweite Kind dannzumal noch nicht ganz 16-jährig sein wird, 
hat die Vorinstanz nicht etwa übersehen, sondern ungeachtet dessen und in Wür-
digung der übrigen Umstände, die klar für die Zumutbarkeit eines 50%-Pensums 
sprechen (Teilzeittätigkeit während der Ehe, Alter und Gesundheitszustand der 
Ehefrau, Ausbildung und Berufserfahrung, Volljährigkeit des ältesten Kindes), die 
Aufnahme eins 50%-Pensums ab dem 1. September 2022 für zumutbar erachtet. 
Damit ist der Vorinstanz weder eine fehlerhafte Ausübung des Ermessens noch 
eine sonstige Rechtsverletzung vorzuwerfen. 

7.a) Ab dem 12. Geburtstag des jüngsten Kindes C._____ hat die Vorinstanz in 
einer zweiten Phase der Ehefrau bei einem Arbeitspensum von 50% ein Einkom-
men von Fr. 2'958.75 angerechnet. Mit der Feststellung, dass die Ehegatten damit 

Seite  21 — 33

zwar einen Überschuss aufweisen, dieser aber zur Deckung des, an der ehelichen 
Lebenshaltung bemessenen, gebührenden Unterhalts nicht ausreiche, hat die Vor-
instanz den nach Abzug der beidseitigen Existenzminima und des Kinderunter-
halts verbleibenden Überschuss ungefähr hälftig geteilt. Ausgehend von Einkünf-
ten von Fr. 5'177.00 beziehungsweise Fr. 2'958.00 und Existenzminima von Fr. 
2'755.00 und Fr. 2'700.00 resultierte damit ein Unterhaltsbeitrag von Fr. 120.00 
zugunsten der Ehefrau, wozu wiederum der hälftige Anteil am 13. Monatslohn hin-
zukam. Der Unterhaltsbeitrag wurde befristet bis zum 31. August 2026 mit der 
Überlegung, dass der Ehefrau nach dem vollendeten 16. Altersjahr des jüngsten 
Kindes C._____ ein volles Pensum zumutbar sei und sie den gebührenden Unter-
halt dannzumal selber werde bestreiten können. In diesem Zusammenhang be-
streitet die Berufungsklägerin einerseits die Höhe des ihr angerechneten Einkom-
mens. Andererseits beanstandet sie die Ermittlung ihres gebührenden Unterhalts 
wie auch ihres Existenzminimums. Als Folge davon beansprucht sie weiterhin ei-
nen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 650.00, mit welchem ihrer Auffassung 
nach der Fehlbetrag zum Existenzminimum der Ehefrau sowie der nacheheliche 
Vorsorgeunterhalt ausgeglichen werden soll. 

b/aa) Das der Ehefrau angerechnete Einkommen von Fr. 2'958.75, welches die 
Vorinstanz über eine Hochrechnung des aktuellen Einkommens bei 20% ermittelt 
hat, beanstandet die Ehefrau mit der Begründung, die Vorinstanz habe übersehen, 
dass ein höheres Einkommen neu BVG-pflichtig sein würde, weshalb vom hoch-
gerechneten Einkommen zukünftige Arbeitnehmerbeiträge von monatlich mindes-
tens Fr. 200.00 abzuziehen seien. Somit sei höchstens ein Einkommen von Fr. 
2'758.75 anrechenbar. Dem hält der Ehemann in seiner Berufungsantwort entge-
gen, dass eine Erwerbstätigkeit von 50% im Verhältnis zu einer solchen von 20% 
in aller Regel besser bezahlt sei, sodass die aus den BVG-Abzügen resultierende 
Differenz mehr als kompensiert werde. 

b/bb) Zutreffend ist, dass bei der Ehefrau in ihrer jetzigen Anstellung keine Abzü-
ge für die berufliche Vorsorge erfolgen (vgl. act. II./10 und II./13 in ZK1 13 100). 
Ebenso zutreffend ist, dass mit dem Einkommen aus einem 50%-Pensum die 
Schwelle zum BVG-Obligatorium überschritten wird (Eintrittsschwelle gemäss Art. 
7 BVG aktuell bei rund Fr. 21'000.00) und folglich von Gesetzes wegen Abzüge 
erfolgen werden. Die Ehefrau hat sich vor der Vorinstanz allerdings nicht auf die-
sen Umstand berufen und dementsprechend auch die Höhe des zu berücksichti-
genden Abzuges nicht beziffert. Sie hat sich effektiv gar nicht zur Höhe des mögli-
chen Einkommens im Falle eines 50%-Pensums geäussert. Insofern handelt es 
sich um ein neues Vorbringen, das gemäss Art. 317 ZPO nicht mehr berücksich-

Seite  22 — 33

tigt werden kann. Nachdem der Ehemann die Zumutbarkeit einer Ausdehnung des 
Pensums auf 50% (mit einem möglichen Einkommen von mindestens Fr. 3'000.00 
netto) ab September 2020 bereits in der Klageantwort geltend gemacht hat (vgl. 
act. I./3, S. 7 in ZK1 13 100), hätte schon vor der Vorinstanz Anlass zu entspre-
chenden Vorbringen bestanden. Selbst wenn hinsichtlich des BVG-Obligatoriums 
von Gerichtsnotorietät auszugehen wäre, hätte dies im Übrigen nicht zur Folge, 
dass ein Abzug von Amtes wegen zu berücksichtigen gewesen wäre, zumal die 
Höhe des Abzuges nicht unmittelbar aus den gesetzlichen Bestimmungen hervor-
geht, sondern vom konkreten Versicherungsverhältnis abhängt (vgl. Art. 66 BVG). 
Soweit für die Bestimmung der Abzüge hilfsweise die Höhe der Altersgutschriften 
(vgl. Art. 16 BVG) heranzuziehen wäre, ergäbe sich unter Berücksichtigung des 
Koordinationsabzuges und einer hälftigen Aufteilung zwischen Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer jedenfalls ein wesentlich tieferer Betrag, als von der Ehefrau geltend 
gemacht wurde. Dies zeigt auch ein Vergleich mit dem Ehemann, dem bei einem 
Einkommen von netto Fr. 5'177.00 (womit ein mehr als dreimal höherer koordinier-
ter Lohn als bei der Ehefrau resultiert [Fr. 2'958.75 x 12 = Fr. 35'505.00 - Fr. 
24'675.00 (Koordinationsabzug ) = Fr. 10'830.00 koordinierter Lohn der Ehefrau; 
Ehemann: Fr. 5177.00 x 12 = Fr. 62'124.00 - Fr. 24'675.00 (Koordinationsabzug) = 
Fr. 37'449.00 koordinierter Lohn) lediglich ein Pensionskassenbeitrag von 
Fr. 287.40 abgezogen wird (vgl. act. III./7 in ZK1 13 100). Mit einem Betrag von 
weniger als Fr. 100.00 (Fr. 287.40 / 3 = Fr. 95.80) läge der Abzug bei der Ehefrau 
aber noch im Bereich, der durch Lohnerhöhungen aufgrund des Dienstalters und 
der Berufserfahrung kompensiert würde. Auch aus diesem Grund ist keine Korrek-
tur des anrechenbaren Einkommens der Ehefrau angezeigt. 

c) Was ihr Existenzminimum anbelangt, kritisiert die Ehefrau, dass die Vor-
instanz lediglich Wohnkosten von Fr. 1'200.00 statt Fr. 1'470.00 angerechnet und 
damit den Wohnkostenanteil der Kinder zu hoch angesetzt habe. Dabei anerkennt 
sie im Gegensatz zum vorinstanzlichen Verfahren, in welchem sie noch die vollen 
Wohnkosten (Hypothekarzinsen Fr. 1'488.90, Nebenkosten Fr. 341.20) im eige-
nen, auf Fr. 3'558.00 bezifferten Existenzminimum beansprucht hatte (vgl. act. I./2, 
S. 5 und act. A.6, S. 3 in ZK1 13 100), dass ein Abzug für den Wohnkostenanteil 
der Kinder zu machen ist. Dies hatte der Ehemann in der Klageantwort denn auch 
explizit geltend gemacht (vgl. act. I./3., S. 6 in ZK1 13 100), ohne allerdings die 
Höhe des Abzuges zu beziffern. Dass im Kindesunterhalt ein Betrag für die Wohn-
kosten enthalten ist, entspricht der ständigen Gerichtspraxis. Etwas Gegenteiliges 
hat die Ehefrau auch an der Hauptverhandlung nicht vorgebracht. Bei dieser Aus-
gangslage lässt sich nicht beanstanden, wenn die Vorinstanz den Anteil der Kin-

Seite  23 — 33

der ermessensweise festgesetzt hat. Mit Fr. 630.00 beziehungsweise Fr. 210.00 
pro Kind bleibt er um rund einen Drittel unter dem in den sog. Zürcher Tabellen 
eingesetzten Betrag, womit den knappen Verhältnissen, die auch im relativ tiefen 
Kindesunterhalt zum Ausdruck kommen, Rechnung getragen wurde. Zusammen 
mit den Kinderzulagen reicht der Kindesunterhalt aus, um nebst den betreibungs-
rechtlichen Grundbeträgen (dannzumal Fr. 600.00) und den verbilligten Kranken-
kassenprämien den Wohnkostenanteil in besagter Höhe zu decken. Auch insofern 
ist der Entscheid der Vorinstanz somit zu bestätigen. Entgegen der Berufung der 
Ehefrau reicht ihr eigenes Einkommen bei einer 50%-igen Erwerbstätigkeit somit 
aus, um das Existenzminimum (Grundbetrag Fr. 1'350.00, Wohnkosten Fr. 
1'200.00, Krankenkasse Fr. 150.00, Steuern Fr. 0.00) zu decken. 

d/aa) Des Weiteren moniert die Ehefrau, dass die Vorinstanz bei der Ermittlung 
des Unterhaltsbeitrages für die zweite Phase keinen Betrag für die nacheheliche 
Vorsorge berücksichtigt habe. Die angemessene Altersvorsorge gehöre gemäss 
Art. 125 ZGB zum gebührenden Unterhalt und zwar unabhängig davon, ob der 
Ehemann in der Lage sei, einen Beitrag an die nacheheliche Vorsorge zu bezah-
len. Letztere Frage sei erst in einem zweiten Schritt, bei der Festsetzung des Un-
terhalts, zu beantworten. Sie habe bereits in der Klageschrift wie auch an der 
Hauptverhandlung den nachehelichen Vorsorgeunterhalt ausgehend vom aktuel-
len Einkommen aus einem 20%-Pensum mit Fr. 650.00 beziffert, was vom Ehe-
mann zu keinem Zeitpunkt bestritten und somit anerkannt worden sei. Mit einem 
Arbeitspensum von 50% werde der Vorsorgeunterhalt zwar tiefer sein, aber immer 
noch mindestens Fr. 400.00 betragen. Dieser Betrag sei zum gebührenden Ver-
brauchsunterhalt hinzuzurechnen, der sich bei korrekter Berechnung auf 
Fr. 4'285.00 (bestehend aus einem Existenzminimum von Fr. 2'970.00, Steuern 
von Fr. 300.00, Renovationen Haus von Fr. 200.00 und Überschussanteil von 
Fr. 815.65) belaufe. 

Dem hält der Ehemann in seiner Berufungsantwort entgegen, dass die Ehefrau 
keine Vorsorgelücke erleide, da sie bereits ab September 2020 einer 50%-igen 
Arbeitsbeschäftigung nachgehen könne. Bei der AHV werde sie von Erziehungs-
gutschriften profitieren und mit ihrem Einkommen, welches nach Aufnahme einer 
vollzeitigen Erwerbstätigkeit höher als dasjenige des Ehemannes sein werde, 
werde sie ohne Weiteres in der Lage sein, eine allfällige Vorsorgelücke in der 2. 
Säule auszufüllen. 

d/bb) Zutreffend ist, dass ein Beitrag an die angemessene Altersvorsorge (sog. 
Vorsorgeunterhalt) zum gebührenden Unterhalt gehört, auf den bei ausreichenden 

Seite  24 — 33

Mitteln ein Anspruch besteht. Der Vorsorgeunterhalt bezweckt einen Ausgleich 
allfälliger zukünftiger nachehelicher Einbussen hinsichtlich der Altersvorsorge, 
welche dadurch entstehen, dass ein Ehegatte namentlich wegen Kinderbetreu-
ungspflichten in den Jahren nach der Scheidung keine oder nur eine reduzierte 
Erwerbstätigkeit wird nachgehen und deshalb auch keine oder nur geringe Beiträ-
ge an die eigene Altersvorsorge wird leisten können (vgl. BGE 135 III 158 E. 4.1). 
Solange die Ehefrau nicht voll erwerbstätig sein kann, entsteht daher grundsätz-
lich eine unterhaltsrelevante Vorsorgelücke, die im Bedarf des betreffenden Ehe-
gatten zu berücksichtigen ist. Diese ist entgegen der Auffassung des Ehemannes 
auch dann zu berücksichtigen, wenn das Einkommen aus reduzierter Erwerbs-
tätigkeit das Existenzminimum deckt, da sich die Altersvorsorge nicht aufgrund 
des Existenzminimums, sondern – wie der Unterhalt nach lebensprägender Ehe 
generell – anhand der für die Ehegatten massgeblichen Lebenshaltung bemisst 
(vgl. BGE 135 III 158 E. 4.4). Auszugleichen ist daher die Lücke zwischen der sich 
aus reduziertem Einkommen ergebenden eigenen Altersvorsorge und derjenigen, 
die mit einem fiktiven Einkommen in der Höhe der gebührenden Lebenshaltung 
aufgebaut würde. Auch der Vorsorgeunterhalt steht indessen unter dem Vorbehalt 
der Leistungsfähigkeit des Verpflichteten und setzt dementsprechend ausreichen-
de Mittel voraus. Dabei besteht entgegen der Auffassung der Ehefrau keine Privi-
legierung des Vorsorgeunterhalts in dem Sinne, dass der andere Ehegatte für 
dessen Bezahlung auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum gesetzt wer-
den könnte. Vielmehr gilt es im Falle ausreichender Mittel, das heisst, wenn nach 
Deckung des Existenzminimums beider Ehegatten ein Überschuss verbleibt, nebst 
dem Vorsorgebedarf auch die weiteren Positionen des familienrechtlichen Grund-
bedarfs, wie namentlich die auf beiden Seiten anfallende Steuerlast, zu berück-
sichtigen. Um den geltend gemachten Vorsorgeunterhalt beurteilen zu können, 
muss daher zunächst der erweiterte Bedarf der Ehegatten und die für den ge-
bührenden Unterhalt massgebliche Lebenshaltung ermittelt werden.

d/cc) Zum erweiterten Bedarf des Ehemannes gehören praxisgemäss bis anhin 
unberücksichtigt gebliebenen Steuern (vgl. Heinz Hausheer/Annette Spycher, 
Handbuch des Unterhaltsrechts, a.a.O., N. 02.42). Mit der Berufung werden diese 
auf Fr. 275.00 beziffert unter Verweis auf die Belege bei den Akten (vgl. act. A.1, 
S. 4 in ZK1 13 100). Dabei handelt es sich um provisorische Steuerrechnungen für 
das Jahr 2012 auf Basis eines steuerbaren Einkommens von Fr. 35'000.00, wel-
ches zu einer Steuerlast von Fr. 3'303.00 geführt hat (vgl. act. III./5 und III./6 in 
ZK1 13 100). Da auf Seiten des Ehemannes von einem in etwa gleichbleibendem 
Einkommen auszugehen und der Betrag unbestritten geblieben ist, kann darauf 

Seite  25 — 33

abgestellt werden. Die Ehefrau macht mit der Berufung wie schon an der vor-
instanzlichen Hauptverhandlung eine Steuerlast von Fr. 300.00 geltend. Dabei 
handelt es sich um eine blosse Schätzung. Geht man davon aus, dass ihr steuer-
bares Einkommen ungefähr gleich hoch sein wird wie dasjenige des Ehemannes 
(die von ihr zu versteuernden Kinderalimente werden durch den zulässigen Kin-
derabzug weitgehend kompensiert und auch der Eigenmietwert für die Liegen-
schaft wird durch den Abzug der Schuldzinsen mindestens ausgeglichen), wird 
ihre Steuerlast dank des Verheiratetentarifs aber erfahrungsgemäss wesentlich 
tiefer ausfallen als beim Ehemann. Unter Einbezug der zusätzlich geschuldeten 
Liegenschaftssteuer (vgl. Art. 4 des Steuergesetzes der Gemeinde O.3_____) 
kann ihr daher maximal ein Betrag von Fr. 150.00 angerechnet werden. Nebst den 
Steuern macht die Ehefrau als Teil des gebührenden Verbrauchsunterhalts Kosten 
von Fr. 200.00 für Unterhaltsarbeiten am Wohnhaus geltend. Auch diese hat sie 
bereits an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vorgebracht, ohne dass der 
Ehemann dagegen opponiert hätte. Auch in der Berufungsantwort blieb der bean-
spruchte Betrag für den Liegenschaftsunterhalt unbestritten. Dass für den Unter-
halt einer Liegenschaft Kosten anfallen, ist notorisch. Solche sind denn auch 
grundsätzlich bereits in den für das betreibungsrechtliche Existenzminimum mass-
geblichen Wohnkosten zu berücksichtigen. Nachdem dies mit Rücksicht auf die zu 
knappen Mittel bis anhin unterblieben ist, rechtfertigt sich deren Aufnahme im er-
weiterten Grundbedarf der Ehefrau. Dieser beläuft sich demnach auf Fr. 3'050.00 
(Existenzminimum Fr. 2'700.00, Steuern Fr. 150.00, Liegenschaftsunterhalt Fr. 
200.00), während er beim Ehemann Fr. 2'480.00 (Existenzminimum Fr. 2'205.00, 
Steuern Fr. 275.00) beträgt. Bei Einkünften von Fr. 5'177.00 und Fr. 2'958.00 so-
wie dem Kindesunterhalt von Fr. 1'950.00 resultiert damit ein Überschuss von Fr. 
655.00. Unter Einbezug des 13. Monatslohnes und der dadurch gedeckten Be-
suchskosten auf Seiten des Ehemannes (Fr. 216.00) erhöht sich der Überschuss 
auf Fr. 871.00. Damit besteht auch unter Berücksichtigung des erweiterten Grund-
bedarfs Raum für die Zusprechung von Vorsorgeunterhalt. 

d/dd) Die Ehefrau hat den Vorsorgeunterhalt ursprünglich auf Fr. 650.00 beziffert 
und zwar unter Bezugnahme auf die vom Bundesgericht entwickelte Berech-
nungsmethode und auf der Basis eines gebührenden Bedarfs von Fr. 3'500.00; 
letzterer entsprach ungefähr dem zuvor unter Einbezug der vollen Wohnkosten 
errechneten betreibungsrechtlichen Existenzminimum  (vgl. act. I./2, S. 6 in ZK1 
13 100). Effektiv beträgt das betreibungsrechtliche Existenzminimum der Ehefrau 
nur Fr. 2'700.00. Zu bemessen ist der Vorsorgeunterhalt aber wie dargelegt nach 
dem Bedarf für die Lebenshaltung, auf dessen Fortführung Anspruch besteht. An 

Seite  26 — 33

der vorinstanzlichen Hauptverhandlung hat die Ehefrau ihren gebührenden Unter-
halt auf Fr. 4'358.00 beziffert, bestehend aus dem Existenzminimum in der Höhe 
von Fr. 3'558.00, Fr. 300.00 Steuern, Fr. 200.00 für Liegenschaftsunterhalt und Fr. 
300.00 für das Auto. Im Ergebnis hat sie damit eine über den familienrechtlichen 
Grundbedarf hinausgehende Freiquote von Fr. 300.00 behauptet. Soweit sie in 
ihrer Berufung in Anlehnung an die Berechnung der Vorinstanz einen höheren Be-
trag geltend macht, kann dies nicht mehr gehört werden. Anzumerken bleibt, dass 
die vorinstanzliche Berechnung des ehelichen Standards ohnehin nicht vollends 
nachvollziehbar ist. Zu berücksichtigen wäre – wie die Vorinstanz selber festhält – 
auch der auf die Kinder entfallende Anteil am Überschuss. Letztlich erweisen sich 
jene Berechnungen aber gar nicht als relevant, da die Mittel für die Deckung einer 
derart hohen Freiquote nicht ausreichen und nur eine Teilung des effektiven Über-
schusses erfolgen kann. Im Ergebnis resultiert damit ein gebührender Unterhalt in 
derselben Grössenordnung, wie ihn die Ehefrau ihrer Berechnung zugrunde gelegt 
hat. Zu korrigieren ist die Berechnung indessen in zwei weiteren Punkten. Zum 
einen weist der Ehemann in seiner Berufungsantwort zu Recht darauf hin, dass 
die Ehefrau während der Dauer der Kinderbetreuung im Bereich der 1. Säule von 
Erziehungsgutschriften (in Höhe des dreifachen Betrages der minimalen Altersren-
te) profitiert (vgl. Art. 29sexies AHVG). Zum anderen hat die Ehefrau ausser Acht 
gelassen, dass gemäss Bundesgericht im Bereich der 2. Säule der gesetzliche 
Koordinationsabzug zu berücksichtigen ist. Bei korrekter Berechnung des Vorsor-
geunterhalts resultiert demnach für die Dauer der 50%igen Erwerbstätigkeit eine 
Vorsorgelücke von ca. Fr. 100.00 pro Monat (vgl. dazu oben E. 6. b)). Der anre-
chenbare erweiterte Grundbedarf der Ehefrau erhöht sich damit auf Fr. 3'150.00, 
womit sich der verfügbare Überschuss wiederum auf Fr. 771.00 reduziert. 

e) Die Vorinstanz hat den aus der Gegenüberstellung von Einkünften und Be-
darf resultierenden Überschuss hälftig auf die Ehegatten aufgeteilt. Dies mit der 
Überlegung, dass die Ehegatten, wenn die Mittel zur Deckung der ehelichen Le-
benshaltung nicht ausreichen, ungefähr denselben, ihr Existenzminimum überstei-
genden Betrag für den eigenen Lebensunterhalt zur Verfügung haben sollen. Die 
Vorinstanz hat eine vom Grundsatz der Gleichbehandlung abweichende Teilung 
abgelehnt, da es stossend wäre, den einen Ehegatten auf Kosten des anderen zu 
bevorzugen und es nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung auch nicht 
zulässig sei, ein früheres Manko nachträglich auszugleichen. Diese Überlegungen 
erweisen sich grundsätzlich als zutreffend. Wird der vorstehend ermittelte Über-
schuss von Fr. 771.00 hälftig geteilt (ca. Fr. 385.00), erhält die Ehefrau zwar mo-
natlich Fr. 85.00 mehr, als für die Weiterführung der vor Vorinstanz beanspruchten 

Seite  27 — 33

Lebenshaltung (familienrechtlicher Grundbedarf Fr. 3'050.00, eheliche Freiquote 
Fr. 300.00, Vorsorgeunterhalt Fr. 100.00) erforderlich wäre. Nachdem aber der 
Vorsorgeunterhalt während der Dauer der ersten Phase als Folge der beschränk-
ten Leistungsfähigkeit des Ehemannes gänzlich unberücksichtigt bleiben musste, 
erscheint ein Ausgleich in diesem beschränkten Rahmen während der zweiten 
Phase gerechtfertigt. Dem steht auch das von der Vorinstanz angeführte Urteil des 
Bundesgerichts BGE 133 II 57 nicht entgegen, zumal der darin statuierte Grund-
satz der Periodizität (im Sinne einer zeitlichen Kongruenz von Leistungsfähigkeit 
und Unterhaltsbedarf) im Bereich des Vorsorgeunterhalts ohnehin durchbrochen 
wird. Dieser dient von seiner Zweckbestimmung her der Vorfinanzierung des im 
Alter bestehenden Bedarfs (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 
12 10 vom 8. Juli 2013 E. 5. ca). Soweit der Ausgleich eines Vorsorgedefizits noch 
innerhalb der Dauer, für welche der nacheheliche Unterhalt im Sinne eines Be-
treuungsunterhaltes geschuldet ist, und ohne Benachteiligung des verpflichteten 
Ehegatten möglich ist, spricht nichts gegen dessen Zulassung. Mit einem Über-
schussanteil von Fr. 385.00 resultiert ein gebührender Unterhalt der Ehefrau von 
Fr. 3'535.00 (Fr. 3'150.00 + Fr. 385.00 = Fr. 3'535.00). Im Umfang von Fr. 
2'958.00 ist dieser durch das eigene Einkommen gedeckt, so dass sich ein Unter-
haltsanspruch von Fr. 577.00 ergibt. Unter Berücksichtigung der von der Ehefrau 
beantragten Zahlungsmodalität für den 13. Monatslohn ist ihr somit ein monatli-
cher Unterhaltsbeitrag von Fr. 360.00 zuzüglich der Hälfte des 13. Monatslohnes 
zuzusprechen, zahlbar bis zum vollendeten 16. Altersjahr des jüngsten Kindes 
C._____. Die von der Vorinstanz angeordnete Indexierung ist unangefochten ge-
blieben und folglich beizubehalten, wobei sie der Klarheit halber hinsichtlich des 
nachehelichen Unterhalts zu aktualisieren ist. 

f) Ein darüber hinausgehender Ausgleich für das in der ersten Phase entstan-
denen Vorsorgedefizit durch eine entsprechende Verlängerung der Unterhalts-
pflicht erscheint dagegen nicht als gerechtfertigt. Wie die Ehefrau zu Recht ein-
wendet, dürfte ein solcher zwar nicht bereits aufgrund des Grundsatzes der Peri-
odizität ausgeschlossen sein. Vielmehr wird in der Lehre von namhaften Autoren 
die Verlängerung der Unterhaltspflicht zur Tilgung von Vorsorgedefiziten als 
zulässig erachtet (vgl. Urs Gloor/Annette Spycher, in: Basler Kommentar zum 
ZGB, a.a.O., N. 4 zu Art. 125 ZGB; Ingeborg Schwenzer, a.a.O., N. 37 zu Art. 125 
ZGB; ebenso FamPra.ch 2004, S. 139). Die Unterhaltsverpflichtung muss aber 
insgesamt angemessen bleiben, wobei auch die Dauer der Unterhaltspflicht im 
Verhältnis zur Ehedauer eine Rolle spielt. Bis August 2026 wird der Ehemann be-
reits während rund 15 Jahren Unterhaltsleistungen erbracht haben, also mehr als 

Seite  28 — 33

doppelt so lange, wie die Ehe bis zur Trennung gedauert hat. Bis August 2022 
wird ihm dabei nur wenig mehr als der Grundbedarf zur Verfügung stehen. Hinzu 
kommt, dass die in der ersten Phase entstehende Vorsorgelücke bei weitem nicht 
das von der Ehefrau geltend gemachte Ausmass aufweist. So entfällt dank der 
Erziehungsgutschriften auch in dieser Phase das Defizit in der ersten Säule. Zu-
dem wäre der Vorsorgeunterhalt in jener Zeit auf Basis des betreibungsrechtlichen 
Existenzminimums zu bemessen gewesen, zumal der gebührende Unterhalt in 
Mankofällen ebenfalls auf letzteres beschränkt ist (vgl. Heinz Hausheer/Annette 
Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, a.a.O., N. 09.114). Ausgehend von ei-
nem massgeblichen Bedarf von Fr. 2'700.00 und mit Berücksichtigung des Koor-
dinationsabzuges hätte sich bei entsprechender Leistungsfähigkeit des Eheman-
nes somit ein Vorsorgeunterhalt von monatlich rund Fr. 170.00 (statt der bean-
spruchten Fr. 650.00) ergeben. Dieser Fehlbetrag wird sodann mit einer erhöhten 
Freiquote während der zweiten Phase wenigstens teilweise ausgeglichen. Die 
verbleibende Lücke wird die Ehefrau in der Zeit bis zum AHV-Eintritt dank dann-
zumal höherem Einkommen als der Ehemann ausgleichen können. Anders als der 
Ehemann verfügt sie mit dem Wohnhaus im Alleineigentum zudem über ein ge-
wisses Vermögen, was ebenfalls gegen einen weiteren Ausgleich des Vorsorge-
defizits spricht. 

8. a) Im Ergebnis ist daher die Berufung des Ehemannes (ZK1 13 100) abzuwei-
sen. Demgegenüber ist die Berufung der Ehefrau (ZK1 13 101) teilweise gutzu-
heissen, indem der nacheheliche Unterhalt bis zum 31. August 2022 auf 
Fr. 650.00 und in der zweiten Phase ab dem 1. September 2022 bis zum 31. Au-
gust 2026 auf Fr. 360.00, je zuzüglich der Hälfte des 13. Monatslohnes, anzuhe-
ben ist. Abzuweisen ist dagegen der Antrag der Ehefrau auf Verlängerung der Un-
terhaltspflicht über den August 2026 hinaus. 

b) Zu prüfen bleibt, ob der geänderte Verfahrensausgang eine Anpassung der 
vorinstanzlichen Kostenregelung nach sich ziehen soll. Trifft die Rechtsmittel-
instanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie gemäss Art. 318 Abs. 3 ZPO 
nämlich auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens. Nach Art. 
106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, wozu sowohl die Gerichtskosten als 
auch die Parteientschädigungen zählen (vgl. Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unterliegen-
den Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die Prozess-
kosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (vgl. Art. 106 Abs. 2 ZPO). In 
familienrechtlichen Verfahren kann das Gericht von diesen Verteilungsgrundsät-
zen abweichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen (vgl. Art. 107 Abs. 
1 lit. c ZPO). 

Seite  29 — 33

Die Ehefrau ist mit ihren Anträgen rein rechnerisch zu einem grösseren Teil 
durchgedrungen, was aber zumindest teilweise darauf zurückzuführen ist, dass 
sich die Leistungsfähigkeit des Ehemannes als Folge der Wohngemeinschaft 
während der Dauer des Berufungsverfahrens verbessert hat. Für eine Änderung 
des erstinstanzlichen Prozesskostenspruches besteht unter diesen Umständen 
kein Anlass. 

c) Die Kosten des Berufungsverfahrens, die gestützt auf den Gebührenrah-
men für Berufungsentscheide (vgl. Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsge-
bühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]) auf Fr. 6'000.00 festgesetzt werden, 
sind dagegen entsprechend dem Ausgang des Berufungsverfahrens zu 2/3 (somit 
Fr. 4'000.00) dem Ehemann X._____ und zu 1/3 (somit Fr. 2'000.00) der Ehefrau 
Y._____ aufzuerlegen. Darüber hinaus hat X._____ die Ehefrau für das vorliegen-
de Verfahren im selben Verhältnis aussergerichtlich zu entschädigen. Die Rechts-
vertreterin der Ehefrau erhebt in ihrer Honorarnote vom 13. Dezember 2013 (vgl. 
act. D.10 in ZK1 13 100) eine Honorarforderung inklusive Spesen und Mehrwert-
steuer von insgesamt Fr. 5'628.70, welchem ein Zeitaufwand von 21 h 05 min und 
ein nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV; BR 310.250]) 
üblicher Stundenansatz von Fr. 240.00 zugrunde liegt. Mit dem Anteil Fahrzeit von 
0.5 h (gemäss Kostenentscheid in der Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden ERZ 13 340 vom 9./18. Dezember 
2013 E. 6) und dem Aufwand im Zusammenhang mit der Noveneingabe (vgl. act. 
A.3 in ZK1 13 100) ergibt dies ein Gesamtaufwand von rund 23 Stunden. Davon 
entfallen 15 Stunden auf das Verfassen der in einer Rechtsschrift kombinierten 
Berufung und Berufungsantwort (vgl. act. A.2 in ZK1 13 100). Darin hat sich die 
Rechtsvertreterin zwar auf 16 Seiten sehr umfassend mit dem vorinstanzlichen 
Entscheid auseinandergesetzt, was zweifellos einen höheren Aufwand als auf Sei-
ten des Rechtsvertreters von X._____ rechtfertigt. In Anbetracht dessen, dass kei-
ne besondere Komplexität vorlag und sich die Rechtsvertreterin mit den sich stel-
lenden Sach- und Rechtsfragen bereits vor erster Instanz befasste, erweist sich 
der geltend gemachte Aufwand dennoch als überhöht. Daher erscheint eine Re-
duktion für das Verfassen der Rechtsschrift auf insgesamt 10 Stunden als ange-
messen, womit sich ein entschädigungspflichtiger Aufwand von 18 Stunden à Fr. 
240.00 zuzüglich 3% Barauslagen und 8% MwSt., total somit Fr. 4'800.00 ergibt. 
Die Berechnung der Parteientschädigung erfolgt gemäss neuerer Praxis des Kan-
tonsgerichts von Graubünden nach der sog. Quoten- beziehungsweise Bruchteils-
verrechnung. Dabei wird zunächst das anteilsmässige Unterliegen und Obsiegen 

Seite  30 — 33

ermittelt. Die Bruchteile bzw. Quoten des jeweiligen Obsiegens beider Parteien 
werden sodann gegenseitig verrechnet. Die mehrheitlich obsiegende Partei erhält 
als Parteientschädigung schliesslich die mit der Differenz der verrechneten Bruch-
teile bzw. Quoten multiplizierte Honorarforderung. Somit hat der zu 2/3 unterlege-
ne Ehemann die zu 1/3 unterlegene Ehefrau mit Fr. 1'600.00 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.  

d) X._____ wurde mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kan-
tonsgerichts von Graubünden ERZ 13 299 vom 7. November 2013 die unentgeltli-
che Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg zum 
Rechtsvertreter ernannt. Dementsprechend gehen die ihm auferlegten Kosten des 
Berufungsverfahrens von Fr. 4'000.00 unter dem Vorbehalt der Rückforderung 
gemäss Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. 
b ZPO). Dasselbe gilt für die Kosten des Rechtsvertreters, die er aufgrund des 
überwiegenden Unterliegens selber zu tragen hat (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO). 
Mit Honorarnote vom 16. Dezember 2013 machte der Rechtsvertreter von 
X._____ bei einem Stundenansatz von Fr. 200.00 ein Honorar von Fr. 2'452.40 
(inkl. Barauslagen und 8% MwSt.) geltend, welchem ein Zeitaufwand von 10 h 55 
min zugrunde liegt (vgl. act. D.11 in ZK1 13 100). Dieser Aufwand erscheint der I. 
Zivilkammer als angemessen. Hinzu kommt der Aufwand für die Stellungnahme 
zur Noveneingabe vom 24. Januar 2014 (vgl. act. A.4 in ZK1 13 100), womit ein 
Totalaufwand von 12.5 h à Fr. 200.00 zuzüglich 3% Barauslagen und 8% MwSt. 
resultiert. Der Rechtsvertreter von X._____ ist somit mit Fr. 2'781.00 aus der Ge-
richtskasse zu entschädigen. Vorbehalten bleibt die Rückforderung durch den 
Kostenträger (vgl. Art. 123 ZPO). Die unentgeltliche Rechtspflege befreit X._____ 
hingegen nicht von der Bezahlung der Parteientschädigung an Y._____ (vgl. Art. 
118 Abs. 3 ZPO). 

e) Auch Y._____ wurde mit Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden ERZ 13 305 vom 7. November 2013 die 
unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg zur 
Rechtsvertreterin ernannt. Dementsprechend gehen die ihr auferlegten Kosten 
des Berufungsverfahrens von Fr. 2'000.00 unter dem Vorbehalt der Rückforderung 
gemäss Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. 
b ZPO). Dieser trägt zudem den durch die zugesprochene Parteientschädigung 
nicht gedeckten Teil der notwendigen Rechtsvertretungskosten. Mit dem bei un-
entgeltlicher Rechtspflege geltenden Stundenansatz von Fr. 200.00 belaufen sich 
diese auf gerundet Fr. 2'670.00 (2/3 von Fr. 4'004.00 [18 x Fr. 200.00 zuzüglich 
3% Barauslagen und 8% MWSt]). Des weitern ist aufgrund der knappen finanziel-

Seite  31 — 33

len Verhältnisse von X._____ davon auszugehen, dass die Y._____ zugesproche-
ne Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'600.00 bis auf weiteres uneinbring-
lich sein wird, weshalb ihre Rechtsvertreterin gestützt auf Art. 122 Abs. 2 Satz 1 
ZPO in diesem Umfang ebenfalls aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist (vgl. 
Frank Emmel, in: Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 11 zu Art. 122 ZPO). Ist der kos-
tenpflichtigen Partei ihrerseits die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden, 
was vorliegend der Fall ist, gilt die von ihr zu leistende Parteientschädigung in der 
Regel zum vornherein als uneinbringlich (vgl. Alfred Bühler, in: Berner Kommentar 
zur ZPO, a.a.O., N. 67 zu Art. 122 ZPO; Lukas Huber, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander, a.a.O., N. 19 zu Art. 122 ZPO). Mit dem bei unentgeltli-
cher Rechtspflege geltenden Stundenansatz von Fr. 200.00 ergibt sich somit eine 
zusätzliche Entschädigung von Fr. 1'334.00 (inkl. 3% Barauslagen und 8% 
MwSt.), mit deren Zahlung der Anspruch auf die Y._____ zugesprochene Partei-
entschädigung auf den Kanton Graubünden übergeht (vgl. Art. 122 Abs. 2 Satz 2 
ZPO). 

Seite  32 — 33

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung von X._____ (ZK1 13 100) wird abgewiesen.

2. Die Berufung von Y._____ (ZK1 13 101) wird teilweise gutgeheissen und 
Ziffer 5 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids des Bezirksgerichts 
Landquart vom 21. August 2013 wird aufgehoben.

3. X._____ wird verpflichtet, an Y._____ im Voraus auf den Ersten jeden Mo-
nats wie folgt nacheheliche Unterhaltsbeiträge auszurichten:

- ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils bis zum 31. August 2022:

Fr. 650.00 pro Monat zuzüglich der Hälfte des 13. Monatslohnes nach 
erfolgter Auszahlung durch die Arbeitgeberin

- ab 1. September 2022 bis zum 31. August 2026:

Fr. 360.00 pro Monat zuzüglich der Hälfte des 13. Monatslohnes nach 
erfolgter Auszahlung durch die Arbeitgeberin 

Höhe und Zeitpunkt der Auszahlung des 13. Monatsgehaltes sind von 
X._____ gegenüber Y._____ jeweils zu dokumentieren.

Ab dem 1. September 2026 erlischt die Verpflichtung von X._____ zur Be-
zahlung von nachehelichem Unterhalt an Y._____.

4. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer 3 basieren auf dem 
Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik vom 
Januar 2016 von 99.6 Punkte (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Die 
Beträge werden am 1. Januar jeden Jahres, bezogen auf den Indexstand 
vom November des vergangenen Jahres, angepasst. Die erste Anpassung 
erfolgt am 1. Januar 2017 nach der folgenden Formel: 

neuer UB = alter UB x neuer Index 
99.6

5. a) Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.00 gehen zu 2/3 (somit 
Fr. 4'000.00) zu Lasten von X._____ und zu 1/3 (somit Fr. 2'000.00) zu Las-
ten von Y._____.

Seite  33 — 33

b) X._____ hat Y._____ eine Parteientschädigung von Fr. 1'600.00 (inkl. Bar-
auslagen und 8% Mehrwertsteuer) zu leisten. 

c) Da sich die Parteientschädigung voraussichtlich als uneinbringlich erweist, 
wird die Rechtsvertreterin von Y._____ gestützt auf die mit Verfügung der 
Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ERZ 
13 305 vom 7. November 2013 gewährte unentgeltliche Rechtspflege zulas-
ten des Kantons Graubünden mit Fr. 1'334.00 (inkl. Barauslagen und 8% 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entschädigt.

6. a) Die X._____ auferlegten Gerichtskosten von Fr. 4'000.00 und die Kosten 
seiner Rechtsvertretung von Fr. 2'781.00 (inkl. Barauslagen und 8% Mehr-
wertsteuer) gehen unter Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO 
gestützt auf die entsprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden ERZ 13 299 vom 7. Novem-
ber 2013 zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Ge-
richtskasse bezahlt. 

b) Die Y._____ auferlegten Gerichtskosten von Fr. 2'000.00 und die nicht 
durch die Parteientschädigung gedeckten Kosten ihrer Rechtsvertretung 
von Fr. 2'670.00 (inkl. Barauslagen und 8% Mehrwertsteuer) gehen unter 
Vorbehalt der Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO gestützt auf die ent-
sprechende Verfügung der Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsge-
richts von Graubünden ERZ 13 305 vom 7. November 2013 zu Lasten des 
Kantons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

7. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

8. Mitteilung an:

Seite  34 — 2