# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bc1156e-ee61-580f-a086-cf494c424911
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.03.2010 D-1734/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1734-2010_2010-03-26.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1734/2010
law/bah/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A._______, geboren (...), Irak,
c/o (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1734/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein ethnischer Kurde mit letztem Wohnsitz 
in Dohuk, den Irak eigenen Angaben zufolge am 17. September 2009 
verliess und am 30. September 2009 in der Schweiz zum ersten Mal 
um Asyl nachsuchte,

dass er im Rahmen des ersten Asylverfahrens geltend machte, er sei 
in  seinem  Heimatland  in  eine  Familienfehde  verwickelt,  da  sein 
Grossvater  ein  Mitglied  einer  anderen  Familie  getötet  habe,  worauf 
dieser von jener Familie getötet worden sei,

dass  jene  Familie  auch  einen  seiner  Brüder  getötet  habe  und  ein 
anderer  Bruder  aufgrund  von  Schwierigkeiten  mit  denselben  Leuten 
den Irak verlassen habe,

dass Angehörige jener Familie im Jahr 2006 zu seinem Geschäft ge-
kommen seien,

dass sie im Jahr 2007 nochmals gekommen seien, um sein Geschäft 
zu beobachten, weshalb er dieses verkauft habe und zu seinen Eltern 
aufs Land gezogen sei,

dass er seine Heimat schliesslich verlassen habe, da er auf dem Land 
keine Arbeit gehabt habe,

dass das BFM auf  das erste Asylgesuch gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 
Bst. a  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht 
eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ver-
fügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  eine gegen diese Verfügung 
gerichtete  Beschwerde  vom  22.  Dezember  2009  mit  Urteil  D-
8020/2009 vom 22. Januar 2010 nicht eintrat, 

dass  die  französischen Behörden am 10. Februar  2010 gestützt  auf 
das  Dublin-Abkommen  um die  Rückübernahme  des  Beschwerde-
führers  ersuchten  und  das  BFM  diesem  Ersuchen  am  15. Februar 
2010 entsprach,

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dass  der  Beschwerdeführer  am  18.  Februar  2010  wieder  in  die 
Schweiz einreiste,  wo er  am 2. März 2010 ein zweites Mal  um Asyl 
nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Befragung  im  Empfangs-  und  Verfahrens-
zentrum Basel  vom 5. März 2010 im Wesentlichen geltend machte, er 
habe  im  Irak  immer  noch  die  gleichen  Probleme,  die  er  im  ersten 
Asylverfahren geltend gemacht habe,

dass inzwischen auch sein Bruder bedroht  worden sei,  der den Irak 
Anfang Januar 2010 verlassen habe und in die Türkei geflohen sei,

dass  das  BFM  mit  gleichentags  eröffneter  Verfügung  vom 12.  März 
2010 in  Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. e  AsylG auf  das zweite 
Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung des Beschwerdeführers aus 
der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  mache  die  gleichen  Gründe  wie  im  ersten  Asylver-
fahren geltend und sei seit Einreichung des ersten Asylgesuchs nicht 
mehr in seinem Heimatland, sondern in Frankreich gewesen,

dass das am 30. September 2009 eingeleitete Asylverfahren seit dem 
14. Dezember 2009 rechtskräftig abgeschlossen sei und sich aus den 
Akten keine Hinweise ergäben,  wonach nach dem Abschluss dieses 
Verfahrens  Ereignisse  eingetreten  seien,  die  geeignet  seien,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass  der  Beschwerdeführer  aus  einer  der  drei  von  der  kurdischen 
Regionalregierung kontrollierten nordirakischen Provinzen stamme, in 
denen keine Situation allgemeiner Gewalt herrsche,

dass es sich bei ihm um einen jungen, gesunden Mann handle, der in 
einem Geschäft für Matratzen gearbeitet habe und in der Heimat über 
ein verwandtschaftliches Beziehungsnetz verfüge,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  19. März 2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die 
Vorinstanz  sei  anzuweisen,  das  Verfahren  wieder  aufzunehmen,  die 
Flüchtlingseigenschaft zu prüfen und eine neue Verfügung zu erlassen, 

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eventualiter  sei  festzustellen,  dass die angefochtene Verfügung nicht 
rechtsgenügend  begründet  worden  sei  und  die  vorliegende  An-
gelegenheit  sei  zur  erneuten  Begründung  an  die  Vorinstanz  zurück-
zuweisen,  und  eventualiter  sei  ihm  die  vorläufige  Aufnahme  zu  ge-
währen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht zudem beantragte, es sei die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses zu verzichten,

dass der  Eingabe eine Identitätskarte  sowie  die Kopie einer  Aufent-
haltsbewilligung von B._______ (bei ihm soll es sich um einen Bruder 
des Beschwerdeführers handeln) beilagen,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG), 

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind,

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn  es 
Hinweise  auf  zwischenzeitlich  eingetretene  Ereignisse  gibt,  die  ge-
eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die 
Gewährung  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind  (Art. 32  Abs. 2 
Bst. e AsylG),

dass der Nichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG somit 
ein formelles (früheres Asylverfahren) und ein materielles Erfordernis 
(fehlende Hinweise) enthält, welche im Einzelfall beide gleichzeitig er-
füllt sein müssen,

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dass das BFM auf das erste Asylgesuch des Beschwerdeführers mit 
Verfügung vom 14. Dezember 2009 gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG nicht eintrat, nachdem es feststellte, der Beschwerdeführer er-
fülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht,

dass die Verfügung des BFM in Rechtskraft erwachsen ist,  nachdem 
das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil  D-8020/2009 vom 22. Januar 
2010 auf die gegen diese Verfügung gerichtete Beschwerde nicht ein-
trat,

dass damit das formelle Erfordernis in Form der ersten in Art. 32 Abs. 
2 Bst. e AsylG erwähnten Variante des in der Schweiz erfolglos durch-
laufenen Asylverfahrens offensichtlich erfüllt ist, da mit der Verfügung 
des BFM vom 14. Dezember 2009 ein rechtskräftiger Entscheid vor-
liegt, in welchem nach einer abschliessenden materiellen Prüfung das 
Nichterfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  im  Sinne  der  Definition  von 
Art. 3 AsylG festgestellt  wurde (vgl. EMARK 1998 Nr. 1 E. 5 S. 5 ff., 
BVGE 2007/8 E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  während  der  Be-
fragung im EVZ vom 5. März 2010 vom BFM gewährten rechtlichen 
Gehörs (Art. 36 Abs. 2 AsylG) einräumte, er sei nicht in sein Heimat-
land zurückgekehrt  und berufe sich auf dieselben Asylgründe, die er 
bereits in seinem ersten Asylverfahren vorgebracht habe (vgl. act. B1/9 
S. 5),

dass er zudem darauf hinwies, sein Bruder C._______ sei wegen der 
Probleme seiner Familie seit  Anfang Januar 2010 in der Türkei  (vgl. 
act. B1/9 S. 3),

dass sich sein Bruder demnach bereits vor rechtskräftigem Abschluss 
des  ersten  Asylverfahrens  in  der  Türkei  befunden  hätte,  der  Be-
schwerdeführer aber aus der behaupteten Ausreise seines Bruders in 
die Türkei, die vielerlei Gründe haben kann, ohnehin nichts zu seinen 
Gunsten ableiten kann,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  nichts  aus  dem Umstand  ableiten 
kann, dass sich B._______ (angeblich ein weiterer Bruder), der in der 
Schweiz über eine Aufenthaltsbewilligung Typ B verfügt, seit Juli 2001 
in der Schweiz aufhält, 

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dass sich aus  den vom Beschwerdeführer  nach dem rechtskräftigen 
Abschluss  des  ersten  Asylverfahrens  gemachten  Aussagen  klarer-
weise keine Hinweise auf in der Zwischenzeit eingetretene Ereignisse 
ergeben,  die  geeignet  wären,  seine  Flüchtlingseigenschaft  zu  be-
gründen,

dass  sich  den  Ausführungen  in  der  Beschwerde  nichts  entnehmen 
lässt, das diesbezüglich zu einer anderen Beurteilung führen könnte,

dass das Einreichen der Identitätskarte des Beschwerdeführers für die 
im vorliegenden Asylverfahren im Zusammenhang mit  Art. 32 Abs. 2 
Bst. e AsylG zu prüfenden Rechtsfragen keine unmittelbare Bedeutung 
hat, 

dass das BFM zu Recht festgestellt hat, es würden sich aus den Akten 
keine  Hinweise  ergeben,  dass  seit  Abschluss  des  ersten  Asylver-
fahrens  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet sind,  die  Flücht-
lingseigenschaft  zu begründen, oder die für  die Gewährung vorüber-
gehenden Schutzes relevant sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu  Recht  auf  das  zweite  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass der Eventualantrag, es sei festzustellen, dass die Verfügung des 
BFM nicht rechtsgenüglich begründet worden sei, abzuweisen ist, da 
sich der angefochtenen Verfügung hinreichend entnehmen lässt, auf-
grund  welcher  Überlegungen  das  BFM  zur  von  ihm  gezogenen 
Schlussfolgerung  gekommen  ist  und  die  Begründung  es  dem  Be-
schwerdeführer durchaus ermöglichte, diese sachgerecht anzufechten,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-

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bar oder nicht  möglich ist,  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Nordirak droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass  in  Übereinstimmung  mit  dem BFM  davon  auszugehen  ist,  der 
Beschwerdeführer  stamme  aus  einer  der  drei  von  der  kurdischen 
Regionalregierung  kontrollierten  nordirakischen  Provinzen  Dohuk, 
Erbil und Suleimaniya,

dass  die  Rückführung  in  diese Provinzen nicht  generell  unzumutbar 
ist,  da  dort  aktuell  keine Situation  allgemeiner  Gewalt  herrscht  (vgl. 
BVGE 2008/5 E. 7.5 und insbesondere 7.5.8 S. 65 ff.), 

dass im Weiteren in der Regel die Anordnung des Wegweisungsvoll-
zugs  für  alleinstehende,  gesunde  und  junge  kurdische  Männer,  die 
ursprünglich aus der KRG-Region ("Kurdistan Regional  Government" 
[KRG]) stammen und dort  nach wie vor über ein soziales Netz oder 
Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist,

dass mithin nicht ersichtlich ist, weshalb der junge, ledige und - soweit 
bekannt -  gesunde Beschwerdeführer im Falle des Wegweisungsvoll-
zugs  in  die  erwähnten  Provinzen,  wo  er  offensichtlich  ein  Be-
ziehungsnetz  verfügt,  aus  individuellen  Gründen  wirtschaftlicher, 
sozialer  oder  gesundheitlicher  Natur  in  eine  existenzbedrohende 
Situation geraten soll,

dass der Vollzug der Wegweisung somit nicht unzumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten,  aufgrund  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache 
gegenstandslos wird,

dass sich die Begehren des Beschwerdeführers als aussichtslos dar-
stellten, weshalb unbesehen der geltend gemachten Bedürftigkeit das 

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Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 
Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs- und Ver-
fahrenszentrums Basel (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax und 
Einschreiben  zu  den  Akten  Ref.-Nr.  N  (...),  mit  der  Bitte  um 
Eröffnung des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung 
der beiliegenden Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungs-
gericht; Beilage: irakische Identitätskarte im Original)

- zuständige kantonale Behörde (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Christoph Basler

Versand: 

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