# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 609bbf12-66e3-5328-873d-9236c999ef46
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.10.2025 E-7375/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7375-2025_2025-10-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7375/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer;    

Gerichtsschreiberin Jessica Püringer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Advokatin Nicole Rufer-Hohl, 

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 16. September 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7375/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer reichte am 18. August 2025 in der Schweiz ein Asyl-

gesuch ein und wurde dem Bundesasylzentrum (BAZ) der Region 

B._______ zugewiesen. Das SEM hörte ihn am 9. September 2025 vertieft 

zu seinen Asylgründen an.  

B.  

B.a Zur Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen gel-

tend, er sei türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie und Atheist. Er 

sei in C._______, Bezirk D._______, Provinz E._______, geboren und auf-

gewachsen und habe dort bis zu seiner Ausreise am (…) 2025 bei seinen 

Eltern und Geschwistern gewohnt. Seine Eltern und seine Geschwister 

würden aktuell immer noch dort in zwei Häusern um den gleichen Garten 

herum wohnen. Er habe die Primarschule und das Berufsgymnasium in 

E._______ besucht und danach ein Fernstudium in Unterbringung und Ver-

waltung an der F._______ Universität begonnen. Von 2016 bis 2019 habe 

er in G._______, H._______, Psychologie studiert und mit Auszeichnung 

abgeschlossen.  

Er sei in eine kurdische Familie geboren worden, die politisch aktiv sei. Ein 

Onkel sei 1996 vom Staat durch Folter getötet worden. Danach habe die 

Polizei ständig Hausdurchsuchungen bei ihm (dem Beschwerdeführer) zu 

Hause durchgeführt. Ein anderer Onkel sei 2005 wegen der gleichen Prob-

leme und wegen der Diskriminierung in die Schweiz geflohen. Sein Vater 

sei in der DEM-Partei aktiv gewesen. Aus diesem Grund habe die Polizei 

ständig Hausdurchsuchungen gemacht, weshalb sein Vater nicht nach 

Hause habe kommen können. Sein Vater politisiere aktuell im Gemeinde-

parlament. Er selbst sei nie politisch aktiv gewesen. Er sei in der Schule 

und im Umfeld wegen seines Namens immer so behandelt worden, als sei 

er ein Mitglied einer Terrororganisation. 2016 habe die Polizei damit begon-

nen, ihm den Weg abzuschneiden, ihn nach seinem Vater zu fragen und in 

zu beleidigen. Er habe nicht an staatlichen und auch nicht an privaten In-

stitutionen arbeiten können. Er sei wegen seines früheren Namens 

I._______, seiner Ethnie und seiner Familie abgewiesen worden. Er habe 

nach seinem Studienabschluss in H._______ von der Landwirtschaft ge-

lebt, die seine Familie betrieben habe. Er habe 2020 gerichtlich eine Na-

mensänderung von J._______ zu A._______ erwirkt, da der Name 

I._______ dem Namen K._______ ähnlich sei. K._______ sei der Code-

name einer in der Türkei als Terrorist ausgeschriebenen Person. Die 

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Seite 3 

erwirkte Namensänderung habe nicht geholfen, da sein alter Name 

I._______ auf allen Ausbildungszertifikaten gewesen sei. Die Ausbildungs-

institutionen seien nicht bereit gewesen, seine Diplome anzupassen, da 

diese datiert seien. Er habe dafür und für die Abweisungen für Arbeitsstel-

len bei Institutionen keine Beweise, da er diese Absagen nur mündlich, te-

lefonisch erhalten habe. Wegen des ständigen Drucks der Polizei habe er 

eine grössere Motivation benötigt, eine eigene Institution zu eröffnen. Am 

(…) 2025 sei er zuerst von E._______ nach L._______ geflogen und dann 

mit seinem Pass unter seinem aktuellen Namen A._______ nach 

M._______ weitergeflogen. Bei der Passkontrolle habe man ihn etwa 15 

bis 20 Minuten warten lassen. Da sie nichts gefunden oder keinen Verdacht 

gehabt hätten, hätten sie ihn gehen lassen. Sie hätten ihn auch nach dem 

Grund seiner Reise gefragt, worauf er geantwortet habe, dass er in die 

Ferien reise. Von M._______ sei er durch diverse Länder in die Schweiz 

gereist, deren Grenze er am 26. Juli 2025 überquert habe. Er sei dann etwa 

22 Tage bei seiner Tante in N._______ gewesen, bevor er sich in einem 

Camp gemeldet habe. Die Reiskosten von etwa 5’000 Euro hätten Freunde 

für ihn bezahlt. Er habe nie an Protesten teilgenommen, da er aber auf 

illegalen Wegen in die Schweiz gereist sei, zurzeit keinen Pass habe und 

die gesamte Zeit erzählen müsse, befürchte er, bei einer Rückkehr in die 

Türkei verhaftet zu werden. Die Polizei sei zum zweiten Mal zu ihm nach 

Hause gegangen und habe nach ihm gefragt. Seine Familie habe der Po-

lizei gesagt, dass sie keine Informationen über seinen Aufenthaltsort hät-

ten. Die Polizei habe seiner Familie dann gesagt, dass sie wüssten, dass 

er in die Schweiz geschickt worden sei. Sein Vater sei noch in der Türkei, 

da er für die Familie zu sorgen versuche, auch wenn er Angst habe. Er (der 

Beschwerdeführer) aber sei in die Schweiz gekommen, da er an seine Be-

mühungen und seinen akademischen Erfolg glaube. Er leide unter chroni-

schem Stress, was Ekzeme verursache. Er sei selbst Psychologe und 

wisse, dass es keine Behandlung dafür gebe, weswegen er nie bei einem 

Psychologen gewesen sei. Gegen die Ekzeme setze er Salben und Sham-

poos ein, die ihm ein ehemaliger Studienkollege empfohlen habe.  

B.b Zum Nachweis seiner Identität reichte er seine Identitätskarte ein. 

Diese sei im Juni 2025 ausgestellt worden, nachdem er dem Einwohneramt 

die Quittung für die Gebühr und sein Foto vorgelegt habe. Seinen Reise-

pass habe er unterwegs in die Schweiz an der Grenze zwischen 

M._______ und O._______ verloren. 

B.c Als Beweismittel gab der Beschwerdeführer Fotos von den von ihm 

veröffentlichten Artikeln, ein Foto des Buches, bei dem er Mitautor ist, eine 

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Liste mit Links zu den von ihm veröffentlichten Schriften, diverse Referenz-

schreiben, eine Kopie des Urteils des (…) Amtsgerichts zu E._______ vom 

16. Juni 2020 zur Namensänderung von J._______ zu A._______, ein Bild-

schirmfoto bezüglich seines Führerscheins, einen Wikipediaeintrag zu 

K._______ sowie einen USB-Stick mit einer Tonaufnahme vom Vorfall, als 

die Polizei zum zweiten Mal zu ihm nach Hause gekommen sei, und Nach-

weise zu seinen Bewerbungen sowie Einträge zu seiner Person auf einem 

türkischen Karriereportal zu den Akten. 

C.  

Nachdem der Beschwerdeführer am 15. September 2025 zum Entscheid-

entwurf des SEM Stellung genommen hatte, verneinte das SEM mit Verfü-

gung vom 16. September 2025 (gleichentags eröffnet) die Flüchtlingsei-

genschaft des Beschwerdeführers (Dispositivziffer 1), wies sein Asylge-

such vom 18. August 2025 ab (Dispositivziffer 2) und ordnete seine Weg-

weisung aus der Schweiz und den Vollzug an (Dispoitivziffern 3-5). 

D.  

D.a Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 24. September 2025 

(Posteingang 26. September 2025) gegen diese Verfügung beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die Verfügung sei aufzu-

heben, seine Flüchtlingseigenschaft sei festzustellen und ihm sei Asyl zu 

gewähren; eventualiter sei die Verfügung des SEM aufzuheben und es sei 

der Fall zur Neubeurteilung und ergänzenden Sachverhaltsabklärung im 

erweiterten Verfahren ans SEM zurückzuweisen; subeventualiter seien die 

Ziffern 3-5 der Verfügung des SEM aufzuheben und er sei wegen Unzuläs-

sigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in der Schweiz vor-

läufig aufzunehmen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgelt-

lichen Rechtspflege, unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses, und um Beiordnung der rubrizierten Rechtsvertreterin als amtli-

che Rechtsbeiständin. Es sei festzustellen, dass der Beschwerde aufschie-

bende Wirkung zukomme, weshalb er berechtigt sei, sich während der 

Dauer des Beschwerdeverfahrens in der Schweiz aufzuhalten, und dem-

zufolge sei das Migrationsamt des Kantons P._______ anzuweisen, für die 

Dauer des Beschwerdeverfahrens von jeglichen Wegweisungs- und Voll-

zugsmassnahmen abzusehen. Zudem sei ihm eine angemessene Frist 

zum Einreichen von weiteren Beweismitteln betreffend die behördliche Su-

che nach ihm zu gewähren. Schliesslich sei ihm im Hinblick auf allfällige 

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Stellungnahmen der Vorinstanz unter Ansetzung einer angemessenen 

Frist das Replikrecht einzuräumen. 

Der Beschwerde lagen neben bereits im vorinstanzlichen Verfahren einge-

reichten Beweismitteln ein Schreiben von Av. Q._______ vom 20. Septem-

ber 2025 (mit englischer Übersetzung), ein Schreiben von Av. R._______ 

vom 24. September 2025 und eine Verfahrensübersicht betreffend den On-

kel S._______ bei. 

D.b Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte mit Schreiben vom 26. Sep-

tember 2025 den Eingang der Beschwerde und hielt fest, der Beschwerde-

führer könne den Ausgang des Verfahrens einstweilen in der Schweiz ab-

warten. 

D.c Mit Zwischenverfügung vom 1. Oktober 2025 wies der Instruktionsrich-

ter das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 

Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes unter Hinweis auf die Aus-

sichtslosigkeit der Beschwerde ab und setzte dem Beschwerdeführer bis 

zum 13. Oktober 2025 Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von 

Fr. 750.- an. Im Weiteren hielt der Instruktionsrichter fest, dass es dem Be-

schwerdeführer freisteht, weitere (ausschlaggebende) Beweismittel einzu-

reichen, weshalb sich die Ansetzung einer Frist zur Nachreichung weiterer 

Beweismittel erübrige. 

D.d Der Kostenvorschuss wurde am 6. Oktober 2025 fristgerecht bezahlt. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 

in der Regel - so auch vorliegend - endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31-33 VVG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-

gitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-

schwerde ist einzutreten, nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht 

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Seite 6 

geleistet worden ist (Art. 105 und 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde und das 

Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründet ihre Verfügung im Wesentlichen  

damit, dass die im vorliegenden Fall geltend gemachten Nachteile in ihrer 

Intensität nicht über die Nachteile hinausgehen würden, welche weite Teile 

der kurdischen Bevölkerung in der Türkei in ähnlicher Weise treffen könn-

ten, zumal die Eltern und Geschwister des Beschwerdeführers nach wie 

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vor in der Türkei leben würden, auch der Vater, der aktuell im Gemeinde-

parlament politisieren könne, und daran auch die einzige dokumentierte 

Schikane, die er als Zeugenaussage eingereicht habe, die nötige Intensität 

bei weitem verfehle. Die geltend gemachten Nachteile seien nicht als ernst-

haft zu qualifizieren und damit flüchtlingsrechtlich nicht relevant. Es sei zu-

dem nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer damit rechne, 

bei einer Rückkehr verhaftet zu werden. Er sei legal aus der Türkei ausge-

reist und es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Türkei an seiner illegalen 

Reise von M._______ in die Schweiz interessiert sein könnte. Daran ver-

möchten die eingereichten Beweismittel und auch eine allfällige Tonauf-

nahme eines Polizeibesuchs nichts zu ändern. Die in Teilen mangelhafte 

Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen müsse nicht überprüft werden.  

5.2 Auf Beschwerdeebene macht der Beschwerdeführer im Wesentlichen 

geltend, ab 2016 sei er immer wieder von der Polizei angehalten und be-

droht worden, wobei nachvollziehbar sei, dass diese Repressionen bei ihm 

über die Jahre hinweg zu einem unerträglichen psychischen Druck geführt 

hätten, dies umso mehr, als er vom Schicksal seiner Verwandten gewusst 

habe (insbesondere nach dem Foltertod seines Onkels T._______). Die 

Behörden würden auch vor schlimmster Gewalt nicht zurückschrecken. Et-

liche seiner Familienmitglieder hätten aufgrund der Verfolgung der Familie 

aus der Türkei flüchten müssen. Der jahrelange Druck durch die Anhaltun-

gen, die Beschimpfungen und Drohungen, würden vor dem Hintergrund, 

was seiner Familie angetan worden sei, und der Tatsache, dass die Behör-

den durch Sicherheitswarnungen verhindert hätten, dass er eine Stelle 

habe finden und am Alltagsleben habe teilnehmen können, eine systema-

tische Unterdrückung darstellen, welche ein menschenwürdiges Leben des 

Beschwerdeführers in der Türkei verunmöglicht habe. In der kurzen Zeit 

seit seiner Ausreise aus der Türkei sei die Polizei dreimal bei seiner Familie 

zu Hause vorbeigegangen und habe nach ihm gesucht, was zeige, dass 

es sich um eine ernste Angelegenheit handle. Er versuche in den nächsten 

Wochen via seinen Anwalt in der Türkei intensiv Näheres zu den polizeili-

chen Suchen nach ihm und insbesondere bezüglich der Frage, ob ein Ver-

fahren gegen ihn anhängig gemacht worden sei, herauszufinden. Ihm 

drohe bei einer allfälligen Rückkehr in sein Heimatland akut eine Fest-

nahme, körperliche Gewalt und möglicherweise ein unfaires Strafverfah-

ren.  

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung mit 

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Seite 8 

überzeugender Begründung ausgeführt hat, weshalb die Vorbringen des 

Beschwerdeführers die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nach 

Art. 3 AsylG nicht zu erfüllen vermögen. Auf die zutreffenden Ausführungen 

in der angefochtenen Verfügung wird verwiesen, denen der Beschwerde-

führer auf Beschwerdeebene – wie sogleich zu zeigen ist – nichts Substan-

zielles entgegensetzt. 

6.2 Vorab ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf Beschwerde-

ebene im Wesentlichen die vor der Vorinstanz vorgebrachten und von die-

ser bereits gewürdigten Argumente wiederholt und seinen Vorbringen so-

mit überwiegend appellatorischer Charakter zukommt.   

6.3  

6.3.1 Gemäss der Übersetzung des Schreibens des türkischen Anwalts 

«Av. Q._______» vom 20. September 2025 ergibt sich daraus, welche wei-

teren Familienmitglieder des Beschwerdeführers aufgrund der Verfolgung 

der Familie aus der Türkei hätten flüchten müssen und dass er (der Be-

schwerdeführer) wegen seines ursprünglichen Vornamens «I._______» 

staatlichen Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt sei sowie seit seiner Aus-

reise aus der Türkei durch die Polizei nach ihm gesucht werde. In seinem 

Schreiben vom 24. September 2025 erwähnte der Anwalt «Av. 

R.________» zudem mehrere neu gegen den in der Schweiz wohnhaften 

Onkel eröffnete Strafverfahren wegen «einfachen Meinungsäusserungen».  

Selbst bei Echtheitsunterstellung des Schreibens von «Av. Q._______» 

vom 20. September 2025 lässt sich aus der darin behaupteten Suche der 

Polizei nach dem Beschwerdeführer per se keine asylrelevante Verfolgung 

ableiten, ebenso wenig aus den geltend gemachten Nachteilen aufgrund 

seines früheren Vornamens. Auch aus dem Schreiben von «Av. 

R._______» vom 24. September 2025 lässt sich – wiederum bei Echtheits-

unterstellung – kein hinreichend konkreter Bezug zum Beschwerdeführer 

ersehen, insbesondere offensichtlich keine Reflexverfolgung infolge an-

geblich mehrerer Verfahren gegen den in der Schweiz wohnhaften Onkel 

des Beschwerdeführers wegen «einfachen Meinungsäusserungen». Da-

ran ändert die der Beschwerde beigelegte «Verfahrensübersicht» betref-

fend diesen Onkel nichts. 

6.3.2 Allfällige Meldungen betreffend die Ablehnung in Bewerbungsverfah-

ren vermögen sodann offensichtlich ebenfalls keine asylrelevante Verfol-

gung zu begründen. So stellen entsprechende Massnahmen keine Gefähr-

dung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit dar. Die Schwelle des 

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unerträglichen psychischen Drucks ist beim Beschwerdeführer sodann in-

sofern nicht erreicht, als ihm ein Fortkommen in seinem Heimatstaat nicht 

völlig verunmöglicht ist, auch wenn er auf seinem Beruf allenfalls tatsäch-

lich mit Einschränkungen konfrontiert wäre.  

6.3.3 Schliesslich ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz nicht 

nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer damit rechnet, bei einer 

Rückkehr verhaftet zu werden, nachdem er legal aus der der Türkei 

ausgereist und es nicht ersichtlich ist, inwiefern die Türkei an seiner 

illegalen Reise von M._______ in die Schweiz interessiert sein könnte. An 

dieser Schlussfolgerung vermögen die beim SEM eingereichten 

Beweismittel und auch eine allfällige Tonaufnahme eines Polizeibesuchs 

nichts zu ändern.  

6.4 Nach Würdigung der Vorbringen des Beschwerdeführers ist nicht von 

einer asylrelevanten Verfolgung in der Türkei respektive von einem dort 

laufenden, für den Beschwerdeführer in asylrechtlich relevanter Weise 

nachteiligen (Straf-)Verfahren auszugehen. Das von ihm beantragte Ab-

warten zwecks Einreichung «von weiteren Beweismitteln betreffend die be-

hördliche Suche nach ihm» erübrigt sich in antizipierter Beweiswürdigung, 

zumal nicht einsichtig ist, weshalb der nach eigenen Abgaben in der Türkei 

anwaltlich vertretene Beschwerdeführer entsprechende Dokumente nicht 

bereits früher hätte erhältlich machen können. 

6.5 Da die geltend gemachten Nachteile nach dem Gesagten nicht als 

ernsthaft zu qualifizieren und damit flüchtlingsrechtlich nicht relevant sind 

und den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG 

nicht standhalten, musste die Vorinstanz die aus ihrer Sicht in Teilen man-

gelhafte Glaubhaftigkeit der Vorbringen nicht näher prüfen. 

6.6 Zusammenfassend ist demnach festzustellen, dass die Vorinstanz zu 

Recht die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers verneint und sein 

Asylgesuch abgelehnt hat.  

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

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Seite 10 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

8.2 Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu be-

weisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.3  

8.3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

8.3.2 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

8.3.3 Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu 

Art. 3 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedri-

gender Strafe oder Behandlung unterworfen werden. 

8.3.4 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. 

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Seite 11 

8.3.5 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdefüh-

rers noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer 

Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit 

einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behand-

lung ausgesetzt wäre. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im 

Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht 

als unzulässig erscheinen.  

8.4 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne 

der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

8.5  

8.5.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.5.2 Der Beschwerdeführer stammt aus der Provinz E._______. Auch un-

ter Berücksichtigung der dortigen Erdbeben Anfang 2023, des Wiederauf-

flammens des türkisch-kurdischen Konfliktes sowie der bewaffneten Aus-

einandersetzungen zwischen der PKK und den staatlichen Sicherheitskräf-

ten seit Juli 2015 in verschiedenen Provinzen im Südosten des Landes 

(Batman, Diyarbakir, Mardin, Siirt, Urfa und Van, Hakkari und Sirnak) sowie 

der Entwicklungen nach dem Putschversuch von Teilen des türkischen Mi-

litärs im Juli 2016 ist gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungs-

gerichts nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegs-

ähnlichen Verhältnissen in der Türkei - auch nicht für Angehörige der kur-

dischen Ethnie - auszugehen. Folglich ist nicht von einer generellen Unzu-

mutbarkeit des Vollzugs von Wegweisungen auszugehen (vgl. Referenzur-

teil E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 13.2; statt vieler Urteil des 

BVGer E-6369/2025 vom 11. September 2025 E. 9.3.2 m.w.H.).    

8.5.3 Auch in individueller Hinsicht sind den Akten keine konkreten Anhalts-

punkte zu entnehmen, die gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvoll-

zug sprechen. Beim Beschwerdeführer handelt es sich um einen jungen, 

grundsätzlich gesunden und gebildeten Mann. Selbst wenn es ihm weiter-

hin erschwert wäre, auf seinem angestammten Beruf einer Erwerbstätig-

keit nachzugehen, ist es ihm zuzumuten, zwecks Finanzierung seines Le-

bensunterhalts einer anderen Arbeit nachzugehen. Er stammt aus einem 

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Seite 12 

familiären Umfeld, das ihm ein Studium ermöglichte und von der Landwirt-

schaft leben kann und über Freunde, die ihn bezüglich der Reisekosten 

grosszügig unterstützten. Es ist somit insgesamt nicht davon auszugehen, 

dass er bei einer Rückkehr in die Türkei in eine Notlage gerät. Betreffend 

seine gesundheitlichen Probleme gibt es laut eigenen Angaben des Be-

schwerdeführers keine Behandlung gegen seinen Stress, und er behandelt 

seine Ekzeme mit Salben und Shampoos. Daher spricht auch aus gesund-

heitlicher Sicht nichts gegen eine Rückkehr in die Türkei.  

8.6 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch als 

zumutbar. 

8.7 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.8 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten er-

geben sich nach dem Dargelegten Anhaltspunkte dafür, dass die Sache 

zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Eventualantrag). 

Dieses Rechtsbegehren ist somit abzuweisen. 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und - soweit diesbezüglich überprüfbar - angemes-

sen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]), wobei der am 13. Oktober 2025 in gleicher Höhe geleistete 

Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

E-7375/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss gedeckt und werden 

mit diesem verrechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzerichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Jessica Püringer 

 

 

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