# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f0d5fb1-f339-5e4b-ab7d-e1dcf8133c03
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-02-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.02.2014 C-5062/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5062-2012_2014-02-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-5062/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  F e b r u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richter David Weiss,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz 

Gerichtsschreiberin Susanna Gärtner. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______, Türkei,  

vertreten durch lic. iur. Carmine Baselice, Rechtsanwalt,  

Lutherstrasse 4, Postfach, 8021 Zürich, 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Invalidenrente (Revision),  

Verfügung IVSTA vom 24. August 2012. 

 

 

C-5062/2012 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der am (…) 1965 geborene schweizerisch türkische Doppelstaats-

angehörige X._______ (nachfolgend Versicherter oder Beschwerdefüh-

rer), welcher in der Türkei lebt (IV-act. 6, Vorakten 1/2 – Nr. 25), an einem 

Familiären Mittelmeerfieber (FMF) leidet und ihm aus diesem Grund bei 

einem ermittelten Invaliditätsgrad von 100 % von der IV-Stelle des Kan-

tons A._______ eine ganze Rente mit Wirkung ab 1. Februar 1999 sowie 

eine Zusatzrente für seine Ende 2005 verstorbene Ehefrau und eine Kin-

derrente für seinen Sohn zugesprochen wurde (IV-act. 7, Vorakten 2/2 – 

Nr. 85 und 102), 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IVSTA oder 

Vorinstanz) im Februar 2011 eine Revision einleitete (IV-act. 9) und zum 

Ergebnis kam, die Erwerbsfähigkeit habe sich wesentlich verbessert und 

die Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit belaufe sich nun 

noch auf 20 %, weshalb sie mit Verfügung vom 24. August 2012 die gan-

ze IV-Rente mit Wirkung ab 1. Oktober 2012 einstellte und einer allfälli-

gen Beschwerde gestützt auf Art. 97 des Bundesgesetzes über die Alters- 

und Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG, 

SR 831.10) i.V.m. Art. 66 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) die aufschiebende Wirkung 

entzog (IV-act. 54), 

dass der Versicherte gegen die Verfügung vom 24. August 2012 mit Ein-

gabe vom 27. September 2012 (act. 1) Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht erheben und nebst eines Antrages auf unentgeltliche 

Rechtspflege und -vertretung die Aufhebung der Verfügung sowie die 

Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventu-

aliter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Vornahme weite-

rer medizinischer Abklärungen beantragen liess, 

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 23. November 2012 (act. 4) 

die Abweisung des Antrags auf Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde beantragte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht den Antrag auf Wiederherstellung 

der aufschiebenden Wirkung mit Zwischenverfügung vom 14. Dezember 

2012 (act. 6) abwies,  

dass das Gesuch des Beschwerdeführers vom 3. Dezember 2012 

(act. 5), die in seiner Beschwerde vom 27. September 2012 eventualiter 

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Seite 3 

beantragte ärztliche Untersuchung umgehend durchzuführen, da er sich 

vorübergehend in der Schweiz aufhalte, vom Bundesverwaltungsgericht 

mit Zwischenverfügung vom 23. Januar 2013 (act. 16) abgewiesen wur-

de,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. Januar 2013 (act. 19) 

die Wiedererwägung der Zwischenverfügung vom 23. Januar 2013 bean-

tragen liess, da er auf Zuweisung seines Hausarztes am 14. Januar 2013 

in die Klinik B._______ eingetreten sei und gemäss des miteingereichten 

Klinikberichts vom 25. Januar 2013 nun auch eine chronisch obstruktive 

Lungenerkrankung (COPD) und eine rezidivierende Anpassungsstörung 

mit Depression attestiert würden,  

dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz mit Instruktionsverfü-

gung vom 7. Februar 2013 (act. 20) aufforderte, zur Eingabe des Be-

schwerdeführers vom 31. Januar 2013 im Rahmen ihrer Vernehmlassung 

in der Hauptsache Stellung zu nehmen,  

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 24. April 2013 (act. 26) die 

Abweisung der Beschwerde beantragte und zur Begründung anführte, sie 

habe im Rahmen des Revisionsverfahrens sämtliche medizinische Akten 

ihrem ärztlichen Dienst unterbreitet, welcher zur Schlussfolgerung gelangt 

sei, dass die durch das Mittelmeerfieber bedingten Krankheitsschübe kei-

ne langandauernde Arbeitsunfähigkeit in einem rentenbegründenden 

Ausmass zu verursachen vermögen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers 

um unentgeltliche Rechtspflege mit Zwischenverfügung vom 2. Mai 2013 

(act. 27) abwies und ihn zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von 

Fr. 400.- aufforderte, da die Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

sowie die Ausgaben des Beschwerdeführers aufgrund des unvollständig 

ausgefüllten Formulars "Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege" und 

den unzulänglichen Beweismitteln nicht abschliessend beurteilt werden 

konnten,   

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Juni 2013 (act. 31) gegen 

die Zwischenverfügung vom 2. Mai 2013 Beschwerde beim Bundesge-

richt erheben liess, die Beschwerde in der Folge jedoch zurückzog, nach-

dem er zur Leistung eines Kostenvorschusses aufgefordert wurde, wor-

aufhin das Verfahren abgeschrieben wurde (act. 36 und 38),  

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer mit Replik vom 13. Juni 2013 (act. 35) an 

seinen Beschwerdeanträgen festhielt und einen Austrittsbericht der Klinik 

B._______ mit Datum vom 12. Februar 2013 einreichen liess,  

dass das Bundesverwaltungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers 

vom 11. November 2013 um Wiedererwägung der Abweisung des Gesu-

ches um unentgeltliche Rechtspflege (act. 42) mit Zwischenverfügung 

vom 26. November 2013 (act. 46) in dem Sinne guthiess, dass ihm erneut 

Gelegenheit zur Einreichung des Formulars und der erforderlichen Be-

weismitteln gewährt wurde,  

dass die Vorinstanz mit Duplik vom 13. Januar 2014 (act. 49) die Gut-

heissung der Beschwerde unter Rückweisung der Beschwerdesache be-

antragte und auf die miteingereichte Stellungnahme ihres ärztlichen 

Dienstes vom 14. Dezember 2013 verwies,  

dass der Beschwerdeführer mit Triplik vom 27. Januar 2014 (act. 51) die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz zu neuer Beurteilung im Sinne ihrer Vernehmlassung so-

wie die Weiterausrichtung der IV-Rente ab August 2012 und nebst der 

unentgeltlichen Rechtspflege die Zusprache einer Parteientschädigung 

beantragen liess, wobei er das Formular retournieren sowie Budgetauf-

stellungen für die Monate Dezember 2013 und Januar 2014 der Sozialen 

Dienste der Stadt C._______ einreichen liess.  

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 

Art. 69 Abs. 1 lit. b IVG zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfü-

gungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, 

dass die IVSTA eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und vorlie-

gend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, 

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes 

vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist, 

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Seite 5 

dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht wurde 

(Art. 60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und somit auf 

die Beschwerde einzutreten ist, 

dass die Vorinstanz mit Duplik vom 13. Januar 2014 (act. 49) unter Hin-

weis auf die Stellungnahme ihres ärztlichen Dienstes, Dr. med. 

D._______ (Facharzt FMH für Allgemeine Medizin), vom 14. Dezember 

2013 beantragte, die Beschwerde sei dahingehend gutzuheissen, dass 

die Verfügung aufgehoben und die Sache im Sinne der Stellungnahme an 

sie zurückgewiesen werde, 

dass Dr. med. D._______ in seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 

2013 festhielt, im Austrittsbericht der Klinik B._______ werde bestätigt, 

dass die gesundheitliche Situation des Versicherten komplex sei; zudem 

sei die als schwer eingestufte obstruktive Bronchopneumopathie bis an-

hin nicht genügend vertieft worden und erhebliche psychische Probleme 

seien bisher noch nicht zur Diskussion gestanden, weshalb er eine poly-

disziplinäre Begutachtung (internistisch, pneumologisch und psychiat-

risch) als sinnvoll erachte,  

dass den Akten demzufolge zu entnehmen ist, dass der Sachverhalt 

durch die Vorinstanz – in Übereinstimmung mit den Ausführungen des 

ärztlichen Dienstes sowie der Klinik B._______ – nur ungenügend abge-

klärt worden ist, da bisher namentlich die Auswirkungen der Bronchop-

neumopathie sowie der rezidivierenden Anpassungsstörung mit Depres-

sion auf die Arbeitsfähigkeit nicht geklärt wurden, 

dass Art. 49 lit. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt, 

dass die Beschwerde daher in dem Sinn gutzuheissen ist, dass die ange-

fochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61 Abs. 1 

VwVG zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, verbun-

den mit der Anweisung, den Sachverhalt mittels Durchführung der erfor-

derlichen medizinischen Abklärungen zu ergänzen und anschliessend 

neu über den Rentenanspruch zu verfügen, 

dass mit der Rückweisung der Beschwerdesache an die Vorinstanz zur 

Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen sowie der Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung den Beschwerdeanträgen weitestgehend ent-

sprochen wird, der Beschwerdeführer replicando jedoch zudem bean-

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Seite 6 

tragt, die IV-Rente sei aufgrund der Aufhebung der Verfügung ab Einstel-

lungsdatum wieder auszurichten und eine entsprechende Nachzahlung 

zu leisten,  

dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung der Entzug der auf-

schiebenden Wirkung einer Beschwerde, welche gegen eine anpas-

sungsweise verfügte Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung erhoben 

wird, bei Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger auch für 

den Zeitraum des anschliessenden Abklärungsverfahrens bis zum Erlass 

einer neuen Verfügung andauert (vgl. BGE 129 V 373 ff. mit Hinweis auf 

BGE 106 V 18; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, 

Art. 54, Rz. 8),  

dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung in Anbetracht der genann-

ten Praxis des Bundesgerichts vorliegend nicht mit der Rückweisung da-

hinfällt und die IV-Rente entsprechend auch weiterhin nicht zur Auszah-

lung gelangt; der Antrag des Beschwerdeführers um Weiterausrichtung 

der Renten demzufolge unter Hinweis auf die Zwischenverfügung vom 

14. Dezember 2012 bezüglich des Gesuchs auf Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung abzuweisen ist,  

dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-

renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), 

dass bei diesem Verfahrensausgang keine Verfahrenskosten zu erheben 

sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG) und dem obsiegenden Beschwerdefüh-

rer, welcher durch Rechtsanwalt Carmine Baselice vertreten ist, zu Las-

ten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 

Abs. 1 VwVG), womit sich das Gesuch des Beschwerdeführers um un-

entgeltliche Rechtspflege und -vertretung als gegenstandslos erweist, 

dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung des aktenkundigen 

und gebotenen Aufwands auf Fr. 2'500.‑ (inklusive Auslagen, keine 

Mehrwertsteuer geschuldet, vgl. Art. 1 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes 

vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer [MWSTG, SR 641.20] i.V.m. 

Art. 8 Abs. 1 MWSTG) festzusetzen ist (Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(es folgt das Urteilsdispositiv) 

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Seite 7 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 

vom 24. August 2012 aufgehoben und die Sache zur ergänzenden medi-

zinischen Abklärung und zur anschliessenden Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und das Gesuch des Be-

schwerdeführers auf unentgeltliche Rechtspflege und -vertretung wird als 

gegenstandslos abgeschrieben.  

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-

schädigung in der Höhe von Fr. 2'500.- (inkl. Auslagen, ohne Mehr-

wertsteuer) zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. ______) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Susanna Gärtner 

 

  

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Seite 8 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-

terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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