# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d25f645-7c8b-5818-9a0c-b36d24a957bf
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 29.10.2008 RR.2008.73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2008-73_2008-10-29.pdf

## Full Text

Entscheid vom 29. Oktober 2008  
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Roy Garré, 
Gerichtsschreiberin Lea Unseld  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Markus Steiner,  

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS 
SCHWYZ,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 
Deutschland 
 
Herausgabe von Vermögenswerten (Art. 74a IRSG), 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 
Abs.1 und 2 VwVG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.73 / RP.2008.16 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Sachverhalt: 
 

A. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe (Deutschland) führte gegen den in der 
Schweiz wohnhaften italienischen Staatsbürger A. ein Strafverfahren we-
gen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz.  

 
Mit Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 25. Januar 2006 wurde A. we-
gen Drogenhandels in sechs Fällen (im Zeitraum von Juni 2004 - Januar 
2005) von insgesamt 90 Kilogramm Marihuana verurteilt. Der staatliche 
Anspruch auf Verfall des Wertersatzes des unrechtmässig erlangten Ge-
winns wurde auf EUR 108'000.-- festgesetzt. Für die Berechnung der Er-
satzforderung ist das Landgericht Karlsruhe von einem Kilopreis von min-
destens EUR 1'200.-- ausgegangen, was eine Ersatzforderung von 
EUR 108'000.-- ergab (RHA 07 7 act. 1.1). 

 
Zuvor wurde A. am 22. Oktober 2004 auf der Autobahn unweit von Karls-
ruhe von einer Polizeikontrolle angehalten, wobei anlässlich einer Durch-
suchung seines Fahrzeuges in einem Hohlraum (Doppelboden) seines 
Fahrzeuges versteckt CHF 159'100.-- gefunden und sichergestellt wur-
den. Gemäss den Rechtshilfeakten soll der anwaltlich vertretene A. an-
lässlich der Gerichtsverhandlung vom 25. Januar 2006 ausdrücklich auf 
die Rückerstattung der CHF 159'100.-- verzichtet und anerkannt haben, 
dass dieser Betrag auch nicht auf die vom Gericht auszusprechende Er-
satzforderung, welche in der Folge auf EUR 108'000.-- angesetzt wurde, 
anzurechnen sei. Aufgrund dieses Verzichts habe die Staatsanwaltschaft 
Karlsruhe keine weiteren Ermittlungen im Zusammenhang mit der Her-
kunft der CHF 159'100.-- getätigt. Mit Bezug auf den Betrag von 
CHF 159'100.-- argumentierte das Landgericht Karlsruhe im Urteil vom 
25. Januar 2006, A. habe ausdrücklich auf die Rückerstattung bzw. An-
rechnung dieses Betrags auf die Ersatzforderung verzichtet. Angesichts 
der Art und Grösse der vor und nach dem 22. Oktober 2004 festgestellten 
Drogendelikte liege es nahe, dass es sich dabei um Drogengeld handle. 

 
A. hat gegen das Urteil des Landgerichts Karlsruhe vom 25. Januar 2006 
die ihm in Deutschland zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausge-
schöpft, ohne dass dies zu einem anderen Ergebnis geführt hätte. Er ist 
schliesslich am 26. April 2007 (RHA 07 7 act. 6.7) bzw. 19. Oktober 2007 
(RHA 07 7 act. 6.19) an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrech-
te gelangt, wo die Beschwerde derzeit noch hängig ist.  

 
 

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B. Mit Urteil vom 22. April 2005 ist A. auch im Kanton Schwyz wegen ge-
werbsmässigen Betäubungsmittelhandels verurteilt worden. Die Strafe 
belief sich auf 15 Monate Gefängnis. Die Ersatzforderung des Staates 
wurde auf CHF 30'000.-- festgesetzt und zwischenzeitlich vollstreckt. Ein 
neuerlich gegen A. aufgenommenes Strafverfahren u.a. ebenfalls wegen 
Betäubungsmitteldelikten wurde am 11. April 2007 eingestellt. 

 
 

C. Mit Rechtshilfeersuchen vom 20. Februar 2007 (RHA 07 7) hat die Staats-
anwaltschaft Karlsruhe die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 
(nachfolgend “Staatsanwaltschaft Schwyz“) um Verwertung der seit 2005 
rechtshilfeweise beschlagnahmten Konten von A., des Bargelds, eines 
Depots beim Strafvollzug Schwyz sowie eines Ferienhauses in Z. (LU) im 
Umfang von EUR 108'000.-- bzw. EUR 107'669.52 und um Herausgabe 
des Erlöses, unter Abzug der für die Verwertung entstandenen Kosten, 
ersucht (RHA 07 7 act. 1). 

 
 

D. Die Staatsanwaltschaft Schwyz hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe am 
23. August 2007 informiert, dass in Erwägung gezogen würde, den am 
22. Oktober 2004 in Deutschland beschlagnahmten Betrag von 
CHF 159'100.-- von der Ersatzforderung von EUR 108'000.-- abzuziehen, 
da A. diesbezüglich kein Drogendelikt nachgewiesen worden sei (RHA  
07 7 act. 4.1). Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat im Schreiben vom 
13. September 2007 an die Staatsanwaltschaft Schwyz betont, dass A. 
ausdrücklich auf diesen Betrag verzichtet habe und sich das Vollstre-
ckungsersuchen nur auf die Vermögensverminderung des Straftäters, 
nicht jedoch auf die Vermehrung des Staatsvermögens beziehen würde. 
Sie hat am Vollstreckungsersuchen vollumfänglich festgehalten (RHA  
07 7 act. 4.2). 

 
 
E. Mit Eintretens- und Schlussverfügung vom 13. März 2008 hat die Staats-

anwaltschaft Schwyz dem Vollstreckungsersuchen teilweise entsprochen 
und die Überweisung eines Betrages von CHF 12'892.85 an die Staats-
anwaltschaft Karlsruhe angeordnet (Dispositiv Ziff. 1).  
 
Gleichzeitig hat die Staatsanwaltschaft Schwyz die Begleichung verschie-
dener Kosten im Zusammenhang mit dem nationalen Strafverfahren, dem 
Rechtshilfeverkehr mit Deutschland sowie dem Ferienhaus in Z. (Gebäu-
deversicherung und Hypothekarschulden) mittels der beschlagnahmten 
Vermögenswerte verfügt (Dispositiv Ziff. 2 und 3). Die nach Begleichung 

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dieser Verpflichtungen auf dem Sperrkonto der Finanzverwaltung des 
Kantons Schwyz noch verbleibenden Guthaben von CHF 51'078.15 wur-
den, vorbehaltlich weiterer Ansprüche Dritter, freigegeben und deren  
Überweisung an A. verfügt. Ebenfalls aus dem Beschlag entlassen wur-
den das Ferienhaus in Z. und die Konten von A. bei der Bank B. (Disposi-
tiv Ziff. 5). Sodann wurden verschiedene Gegenstände und Dokumente 
aus dem Beschlag entlassen, wobei in Bezug auf den PC Gateway (G-44) 
die vorgängige Löschung der Festplatte verfügt wurde (Dispositiv Ziff. 6). 
Schliesslich wurden weitere Gegenstände und Dokumente gestützt auf 
Art. 69 StGB eingezogen und der Kantonspolizei Schwyz zur gut schei-
nenden Verwendung bzw. Vernichtung überlassen (Dispositiv Ziff. 7). 

 
Mit Bezug auf die am 22. Oktober 2004 in Deutschland beschlagnahmten 
CHF 159'100.-- hielt die Staatsanwaltschaft Schwyz in der Eintretens- und 
Schlussverfügung vom 13. März 2008 dafür, A. habe zwar anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 25. Januar 2006 auf diesen Betrag verzichtet und 
anerkannt, dass die CHF 159'100.-- nicht am Wertersatz angerechnet 
würden. Das Landgericht Karlsruhe sei jedoch davon ausgegangen, dass 
es sich dabei gemäss Lebenserfahrung um Drogengeld handle, obschon 
A. hinsichtlich dieses Betrages keine Betäubungsmitteldelikte nachgewie-
sen wurden und er diesbezüglich auch kein Geständnis abgelegt hätte. 
Nachdem A. die CHF 159'100.--- nicht zurückerstattet worden und somit 
dem Staat verblieben seien, habe dieser Betrag als eingezogen zu gelten 
und sei zu einem Kurs (CHF/EUR) von 0.617 auf die Ersatzforderung an-
zurechnen (act. 1.3 Ziff. 24 – 27).  

 
 

F. A. führt am 16. April 2008 Beschwerde bei der II. Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgerichts mit den folgenden Anträgen (act. 1):  

 
“1.a. Dispositivziffer 1 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons 

Schwyz vom 13. März 2008 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass 
auf das Rechtshilfegesuch der Staatsanwaltschaft Karlsruhe nicht einzutre-
ten sei. 

b. Eventualiter sei Dispositivziffer 1 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des 
Kantons Schwyz vom 13. März 2008 insoweit abzuändern, als im Rahmen 
des Rechtshilfeverfahrens 

aa. keine Vermögenswerte der Staatsanwaltschaft Karlsruhe überwiesen 
werden; 

bb. subeventualiter der Betrag von EUR 5'617.92 an die Staatsanwalt-
schaft Karlsruhe überwiesen werde. 

2. Dispositivziffer 3.2 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz vom 13. März 2008 sei aufzuheben. 

3. Dispositivziffer 3.4 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz vom 13. März 2008 sei insoweit abzuändern, als der Luzerner 

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Kantonalbank der Betrag von CHF 22'401.50 zu überweisen, hiervon dem 
Konto Nr. 201.00.30 des Justizdepartements jedoch lediglich der Betrag 
von CHF 21'506.25 zu belasten sei. 

4. Dispositivziffer 4 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz vom 13. März 2008 sei insoweit abzuändern, als 

a. dem Beschwerdeführer insgesamt ein Betrag von CHF 156'494.15 heraus-
zugeben sei; 

b. eventualiter dem Beschwerdeführer insgesamt ein Betrag von 
CHF 116'015.65 herauszugeben sei; 

c. subeventualiter dem Beschwerdeführer insgesamt ein Betrag von 
CHF 67'367.50 herauszugeben sei; 

d. subsubeventualiter dem Beschwerdeführer insgesamt ein Betrag von 
CHF 54'871.95 herauszugeben sei. 

5. Dispositivziffer 6 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz vom 13. März 2008 sei insoweit abzuändern, als die Festplatte des 
PC Gateway (G-44) nicht zu löschen sei. 

6.a. Dispositivziffer 7 der Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz vom 13. März 2008 sei aufzuheben. 

b. Eventualiter sei Dispositivziffer 7 aufzuheben und zur Neubeurteilung an 
die Vorinstanz zurückzuweisen. 

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates bzw. der 
Vorinstanz.“ 

 
Die II. Beschwerdekammer hat A. am 17. April 2008 aufgefordert, bis am 
28. April 2008 einen Kostenvorschuss von Fr. 6'000.-- zu leisten, ansons-
ten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 3). Mit Eingabe vom 
25. April 2008 beantragt A., es sei ihm die unentgeltliche Prozessführung 
zu gewähren und in der Person von Rechtsanwalt Markus Steiner ein un-
entgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen, eventualiter sei er von der Leis-
tung eines Kostenvorschusses solange zu dispensieren, bis er in genü-
gendem Masse über die im Rechtshilfeverfahren beschlagnahmten Ver-
mögenswerte verfügen könne (RP.2008.16, act. 1). 

 
Die Staatsanwaltschaft Schwyz liess sich am 28. Mai 2008 vernehmen 
(act. 7). Das Bundesamt für Justiz (nachfolgend “Bundesamt“) beantragt 
in der Beschwerdeantwort vom 13. Juni 2008 die kostenfällige Abweisung 
der Beschwerde (act. 8). A. hält in der Beschwerdereplik vom 2. Juli 2008 
an seinen Anträgen fest (act. 11). Die Staatsanwaltschaft Schwyz und das 
Bundesamt haben am 7. bzw. 9. Juli 2008 auf eine Beschwerdeduplik 
verzichtet (act. 13 und 14).  
 
 

G. Die II. Beschwerdekammer hat A. am 10. September 2008 informiert, 
dass mit Bezug auf den von der Staatsanwaltschaft Schwyz von der zu 
vollstreckenden Ersatzforderung in Abzug gebrachten Betrag von 

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CHF 159'100.-- eine Abänderung des angefochtenen Entscheids zu sei-
nen ungunsten beabsichtigt werde. A. wurde die Gelegenheit eingeräumt, 
bis spätestens 22. September 2008 zur beabsichtigten reformatio in peius 
Stellung zu nehmen (act. 17). 

 
Mit Eingabe vom 16. Oktober 2008 hat A. innert für die Stellungnahme er-
streckter Frist den Rückzug seiner Beschwerde gegen die Eintretens- und 
Schlussverfügung vom 13. März 2008 erklärt (act. 19).  

 
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 
 
 
 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Deutschland sind in erster 
Linie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsa-
chen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), dem beide Staaten beige-
treten sind, und der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 
13. November 1969 (Zusatzvertrag; SR 0.351.913.61) massgebend. So-
weit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend re-
gelt, gelangt das Landesrecht zur Anwendung, namentlich das Bundes-
gesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen 
(IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über inter-
nationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11). Das innerstaatli-
che Recht ist nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann anwendbar, wenn 
dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 129 II 462 
E. 1.1 S. 464). 

 
 
2.  
2.1 Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen unterliegt 

die Verfügung der ausführenden kantonalen Behörde, mit der das 
Rechtshilfeverfahren abgeschlossen wird, zusammen mit den vorange-
henden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die II. Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgerichts (Art. 80e Abs. 1 IRSG; Art. 28 Abs. 1 
lit. e des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 über das Bundesstrafge-
richt, SGG; SR 173.71; Art. 9 Abs. 3 des Reglements vom 20. Juni 2006 
für das Bundesstrafgericht; SR 173.710). Die Beschwerdefrist beträgt 30 
Tage ab der schriftlichen Mitteilung der Verfügung (Art. 80k IRSG).  

 

- 7 - 

 

 

2.2 Die II. Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebun-
den (Art. 25 Abs. 6 IRSG). Gemäss der Rechtsprechung kann die Rechts-
mittelinstanz im Bereich der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen 
den angefochtenen Entscheid zugunsten oder zuungunsten des Be-
schwerdeführers ändern, soweit die Prüfung des angefochtenen Ent-
scheids den Rahmen des Streitgegenstands nicht sprengt (vgl. BGE 119 
Ib 64 E. 3a S. 68; 117 Ib 53 E. 1c S. 56 je m.w.H.; ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 
2. Aufl., Zürich 1998, S. 351 N. 1000). 

 
2.3 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung 

erwogen, die Voraussetzungen für die Herausgabe der beschlagnahmten 
Vermögenswerte bzw. Vollstreckung der Ersatzforderung von 
EUR 108'000.-- in der Schweiz seien grundsätzlich erfüllt. In der Folge 
wurde jedoch der am 22. Oktober 2004 in Deutschland beschlagnahmte 
Betrag von CHF 159'100.-- in Abzug gebracht. Der Beschwerdeführer rügt 
in seiner Beschwerde u.a., die Beschwerdegegnerin hätte die 
CHF 159'100.-- zu unrecht zu einem Wechselkurs von 0.617 angerech-
net, was einen Umrechnungswert von EUR 98'498.-- ergebe. Tatsächlich 
hätten die deutschen Behörden den Betrag von CHF 159'100.-- in 
EUR gewechselt und dabei ein tatsächliches Äquivalent von 
EUR 99'956.02 erzielt. Richtigerweise hätte das tatsächliche Äquivalent 
von EUR 99'956.02 auf die Ersatzforderung angerechnet werden müssen. 

 
Die Frage, ob der Betrag von CHF 159'100.-- auf die in der Schweiz zu 
vollstreckende Ersatzforderung von EUR 108'000.-- anzurechnen ist, bil-
det damit offensichtlich Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Die 
II. Beschwerdekammer durfte in Anwendung von Art. 25 Abs. 6 IRSG und 
gestützt auf die zuvor zitierte Rechtsprechung und Doktrin mit Bezug auf 
diese Frage somit eine Abänderung des angefochtenen Entscheids zuun-
gunsten des Beschwerdeführers in Erwägung ziehen. 

 
2.4 Der Beschwerdeführer hat seine Beschwerde angesichts der beabsichtig-

ten reformatio in peius zurückgezogen. Das Verfahren RR.2008.73 ist da-
her zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzuschreiben.  

 
 
3.  
3.1 Der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, hat grundsätz-

lich als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 
VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG die Gerichtskosten zu tragen 
(TPF RR.2007.4 vom 6. März 2007 und RR.2007.157 vom 10. Oktober 

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2007; BENOÎT BOVAY, Procédure administrative, Bern 2000, S. 459; FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 327). Die 
II. Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderli-
chen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, 
sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG 
i.V.m. Art. 30 lit. b SGG) und bestellt ihr einen Anwalt, wenn es zur Wah-
rung ihrer Rechte notwendig ist (Art. 65 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b 
SGG). 

 
3.2 Bedürftig ist eine Partei, welche die Leistung der erforderlichen Prozess- 

und Parteikosten nur erbringen kann, wenn sie die Mittel angreift, die sie 
zur Deckung des Grundbedarfs für sich und ihre Familie benötigt 
(BGE 127 I 202 E. 3b S. 205; 125 IV 161 E. 4a S. 164, je m.w.H.). Die 
prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftli-
chen Situation des Rechtsuchenden im Zeitpunkt der Einreichung bzw. 
Beurteilung des Gesuchs. Dazu gehören einerseits sämtliche finanziellen 
Verpflichtungen, andererseits die Einkommens- und Vermögensverhält-
nisse (BGE 124 I 1 E. 2a S. 2; 120 Ia 179 E. 3a S. 181, je m.w.H.).  

 
3.3 Nachdem die Beschwerde gegen die Eintretens- und Schlussverfügung 

vom 13. März 2008 zufolge Rückzugs als erledigt abzuschreiben ist, sind 
dem Beschwerdeführer gemäss Dispositiv dieser Verfügung die auf dem 
Sperrkonto der Finanzverwaltung des Kantons Schwyz noch verbleiben-
den CHF 51'078.15, zwei Konten bei der Bank B. sowie das Ferienhaus in 
Z. (Versicherungswert abzüglich Hypothekarbelastung ca. CHF 94'000.--) 
freizugeben. Der Beschwerdeführer verfügt zudem zusammen mit seiner 
Ex-Ehefrau über eine Ferienwohnung in Brasilien. Angesichts dieser 
Vermögensverhältnisse ist eine Bedürftigkeit im Sinne der Rechtspre-
chung nicht gegeben. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Ver-
fahren RP.2008.16) ist daher abzuweisen. 
 
 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Ge-
richtskosten selbst zu tragen. Für die Berechnung der Gerichtsgebühr ge-
langt das Reglement vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren 
vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) zur Anwendung (TPF 
RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5). Die Gerichtsgebühr ist auf 
Fr. 2’000.-- anzusetzen (vgl. Art. 3 des Reglements).  

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Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Das Verfahren RR.2008.73 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als er-

ledigt abgeschrieben. 
 
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2’000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 30. Oktober 2008  
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 

 
 

Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Markus Steiner 
- Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert 
zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).