# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 497f4e20-8ba8-54c6-aae0-d2737c06bd72
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.11.2016 S 2016 50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2016-50_2016-11-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 16 50

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Stecher, Audétat

Aktuar Decurtins

URTEIL

vom 15. November 2016

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny, 

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____, welcher seit dem 1. November 2013 zu 100 % als B._____ tätig 

war, meldete sich am 12. August 2015 bei der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Dabei machte er eine 

periphere arterielle Verschlusskrankheit (sog. Schaufensterkrankheit) gel-

tend und klagte über taube Füsse sowie Schmerzen und Brennen in den 

Unterschenkeln.

2. Nach einem gescheiterten Arbeitsversuch beim ehemaligen Arbeitgeber 

im Oktober 2015 kam die IV-Stelle nach Einsichtnahme in diverse Berich-

te der behandelnden Ärzte zum Schluss, dass A._____ seine ange-

stammte Tätigkeit als B._____ nicht mehr zumutbar sei. Im Frühjahr 2016 

nahm A._____ an einem Einsatzprogramm des Kantonalen Amts für In-

dustrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) teil, welches auf seinen 

Wunsch im März 2016 jedoch wieder abgebrochen wurde. Da sich 

A._____ aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage fühlte, in we-

sentlichem Umfang einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, teilte ihm die IV-

Stelle am 11. März 2016 mit, dass sie Eingliederungsmassnahmen zurzeit 

als nicht möglich erachte.

3. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren wies die IV-Stelle das Leis-

tungsbegehren von A._____ mit Verfügung vom 31. März 2016 ab. Im 

Gegensatz zur bisherigen Tätigkeit als B._____ bestehe in einer adaptier-

ten, überwiegend sitzenden Tätigkeit keine Beeinträchtigung der Arbeits-

fähigkeit.

4. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 16. April 

2016 Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. 

Diese sei insofern verfrüht ergangen, als die medizinischen und chirurgi-

schen Eingriffe noch nicht abgeschlossen und die therapeutischen Mög-

lichkeiten nicht ausgeschöpft seien.

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5. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2016 beantragte die IV-Stelle die 

Abweisung der Beschwerde. Selbst wenn man zur Bestimmung der Ar-

beitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit auf die Einschätzungen der 

behandelnden Ärztin Dr. med. C._____ abstellte, wäre vorliegend kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad zu ermitteln, weshalb sich die ange-

fochtene Verfügung zumindest im Ergebnis als rechtens erweise. Absch-

liessend erinnerte sie daran, dass sich der Beschwerdeführer jederzeit 

wieder für Eingliederungsmassnahmen anmelden könne.

6. In seiner Replik vom 3. Juni 2016 beantragte der nun anwaltlich vertrete-

ne Beschwerdeführer, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und 

die IV-Stelle anzuweisen, seinen Gesundheitszustand gutachterlich zu 

beurteilen und hernach erneut zu verfügen. Eventualiter sei ein gerichtli-

ches interdisziplinäres Gutachten einzuholen und auf dessen Grundlage 

sei anschliessend der Rentenentscheid zu fällen. Subeventualiter sei ihm 

gestützt auf die vorhandene medizinische Grundlage mindestens eine 

halbe Rente auszurichten. Dabei legte er dar, inwiefern die IV-Stelle die 

Einschätzungen seiner behandelnden Ärzte falsch gewürdigt habe und 

hielt an seiner Auffassung fest, wonach die abschlägige Verfügung der IV-

Stelle vorschnell ergangen sei.

7. In ihrer Duplik vom 10. Juni 2016 hielt die IV-Stelle an ihrem Antrag fest 

und vertiefte ihre Ausführungen zu den ärztlichen Berichten.

Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung vom 

31. März 2016 und in den Rechtsschriften der Parteien sowie auf die im 

Recht liegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-

cherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen di-

rekt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die 

Verfügung der IV-Stelle vom 31. März 2016 betreffend die Abweisung des 

Leistungsbegehrens stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für 

ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. 

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts als Versicherungs-

gericht ergibt sich überdies aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den All-

gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Be-

schwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung auf, weshalb er zur Beschwerdeerhebung berechtigt ist 

(Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten.

b) Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die IV-

Stelle das Leistungsbegehren des Beschwerdeführers zu Recht abgewie-

sen hat. Dabei ist in erster Linie dessen Arbeitsfähigkeit in einer adaptier-

ten Tätigkeit zu klären, zumal die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit als B._____ unbestritten ist.

2. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten wie dem Beschwerdeführer gilt als 

Invalidität die durch einen körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), 

welche die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist in diesem 

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Fall aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 

IVG i.V.m. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlungen und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

erzielen könnte (sogenanntes Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 

zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (sogenanntes Valideneinkommen). Der Einkommensver-

gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-

tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenüber gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdif-

ferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Ein-

kommensvergleichs; vgl. BGE 130 V 343 E.3.4.2, 128 V 29 E.1). Ein ren-

tenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte Person 

ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann, während mindestens ei-

nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

40 % im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen 

ist und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 

Abs. 1 IVG). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten 

Person nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des An-

spruchs, frühestens im Monat der Vollendung des 18. Altersjahres (Art. 29 

Abs. 1 IVG), bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Vier-

telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertels-

rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze 

Rente zu (Art. 28 Abs. 2 IVG).

b) Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet 

werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene 

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Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls an-

dere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei besteht die Aufgabe des Arz-

tes darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und – wenn nötig – sei-

ne Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln 

fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der subjek-

tiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine Diagno-

se zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die 

Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der 

Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit Stel-

lung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so sub-

stanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Auskünfte sind sodann ei-

ne wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleis-

tungen dem Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. 

BGE 140 V 193 E.3.2, 125 V 256 E.4).

3. a) Zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers lagen der IV-

Stelle diverse ärztliche Berichte vor, deren Inhalt im Folgenden zumindest 

im Wesentlichen wiedergegeben werden soll:

• In ihrem Bericht vom 14. Juli 2015 über die angiologische Untersuchung vom 
14. Juli 2015 (IV-act. 15) diagnostizierte Dr. med. C._____, Fachärztin Innere Medi-
zin und Angiologie, beim Beschwerdeführer unter anderem eine generalisierte Arte-

riosklerose, eine arterielle Hypertonie sowie eine Hypercholesterinämie massiven 

Ausmasses. Seit einem chirurgischen Revaskularisationsversuch im Kantonsspital 

Graubünden am 16. Juni 2015 habe sich die Symptomatik leicht verschlechtert mit 

einem Kältegefühl des linken Vorfusses und einer ausgeprägteren Fuss- und Waden-

claudicatio. Arteriell bestehe eine kritisch eingeschränkte Perfusion, im Moment ohne 

Ruheschmerzen und ohne Läsionen und somit ohne akute Gefährdung der Extre-

mität. In Kenntnis der Befunde sowie der intraoperativ dokumentierten massiv einge-

schränkten vaskulären Situation am Unterschenkel müsse bei einer allfälligen Re-

Operation (mit eventuell zusätzlicher Verschlechterung der einzig offenen Arterie am 

Unterschenkel) mit einer Amputationsgefahr gerechnet werden, weshalb sie im Mo-

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ment eher zu einem konservativen Vorgehen mit regelmässigem Gehtraining rate. 

Schliesslich setzte sich Dr. med. C._____ detailliert mit den verschiedenen Be-

schwerden auseinander und riet allgemein zu einem konservativen Vorgehen (unter 

dringendem Vermeiden akraler Läsionen) mit regelmässigem Gehtraining.

• In seinem Zwischenbericht für Taggeldversicherung nach VVG vom 2. Septem-
ber 2015 (IV-act. 33 S. 10 f.) diagnostizierte der behandelnde Hausarzt Dr. med. 
D._____, Facharzt für Innere Medizin, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. 
Nach einer freien Gehstrecke von ca. 150 Metern komme es beidseits zu akuten Wa-

denschmerzen, welche den Patienten zu einer Unterbrechung des Laufens zwingen 

würden. Nach einigen Minuten Pause könne der Weg fortgesetzt werden. Die bishe-

rige Tätigkeit könne aufgrund der mit der schweren Arteriosklerose verbundenen kör-

perlichen Einschränkungen nicht mehr wahrgenommen werden. Eine sitzende Tätig-

keit ohne schwere Belastungen sei in einem reduzierten Mass sicherlich ab Oktober 

2015 vorstellbar. Zudem führte er auf die Frage nach leichten, andersartigen berufli-

chen Tätigkeiten aus, dass rein sitzende Tätigkeiten ohne schwere körperliche Lasten 

als Arbeitsversuch <50 % Tagesleistung eventuell ab dem 1. Oktober 2015 möglich 

seien. In Ergänzung zu diesem Bericht schätzte die Vertrauensärztin der Taggeldver-

sicherung, pract. med. E._____, die Arbeitsfähigkeit des Patienten in adaptierter, sit-
zender Tätigkeit auf 50 – 80 % ein, während die Arbeitsunfähigkeit als B._____ daue-

rhaft nicht gegeben sei (vgl. Beurteilung vom 23. September 2015 in IV-act. 33 S. 13).

• In seinem Arztbericht zu Handen der IV-Stelle vom 3. September 2015 (IV-act. 22) 
diagnostizierte Dr. med. D._____ wiederum eine arbeitsfähigkeitsrelevante periphere 
arterielle Verschlusskrankheit sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – ei-

ne Hyperurikämie mit rezidivierenden Gichtanfällen. Aufgrund der schweren Arterio-

sklerose und den damit verbundenen körperlichen Einschränkungen habe der Patient 

kaum eine Chance, seine bisherige, besonders körper- und lastintensive Tätigkeit 

wieder wahrzunehmen. Eine leichte, sitzende Tätigkeit von 6 Stunden pro Tag ohne 

schwere Lasten und ohne Stresssituationen könne der Patient sicherlich ab sofort 

bewältigen.

• In der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes Graubünden 
(RAD) vom 7. September 2015 (Case Report S. 9) stellte der fallführende RAD-Arzt 
Dr. med. F._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, fest, dass beim Ver-
sicherten nach einer Gehstrecke unter 200 Metern Schmerzen aufträten, hingegen in 

Ruhe keine Schmerzen bestünden. Übereinstimmend mit der Beurteilung des Haus-

arztes sei der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit als B._____ nicht mehr 

arbeitsfähig, doch bestehe in einer überwiegend sitzenden Tätigkeit keine Beeinträch-

tigung der Arbeitsfähigkeit.

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• In einem Zwischenbericht für Taggeldversicherung nach VVG vom 9. September 
2015 (IV-act. 32 S. 6 ff.) diagnostizierte Dr. med. C._____ ausgedehnte femoro-
krurale Arterienverschlüsse beidseits bis distal ICD 7 und berichtete von einer 

schwerst eingeschränkten Bein- und Fussperfusion links und deutlich eingeschränk-

ter Bein- und Fussperfusion rechts sowie Waden- und Fussclaudication nach <100m 

langsamen Gehens und Einschlafen des linken Fusses bei stehender Tätigkeit. Als 

B._____ sei der Patient seit dem 16. Juni 2015 arbeitsunfähig, wobei die Dauer die-

ser Arbeitsunfähigkeit vom Beschwerdeverlauf abhänge. Gehen sei aufgrund der 

schweren Durchblutungsstörung mit Schmerzen verbunden und gefährlich für das 

Bein, sofern Verletzungen am Fuss aufträten. Zumutbar sei jedoch eine leichte, adap-

tierte Tätigkeit (sitzend und nur mit geringen Gehdistanzen).

• Auf entsprechende Nachfrage der IV-Stelle vom 3. Februar 2016 (IV-act. 69) hielt 

Dr. med. C._____ in ihrem Bericht vom 20. Februar 2016 (IV-act. 71) – explizit ge-
stützt auf nicht aktuelle Untersuchungsresultate – zur Arbeitsfähigkeit des Patienten 

fest, dass die schwere Durchblutungsstörung zu Schmerzen beim Gehen führe sowie 

die Gefahr von Verletzungen (mit Amputationsgefahr) berge und dass Kälte- und 

Nässeexposition wie auch das Tragen von Stahlkappenschuhen wegen schlecht hei-

lender Verletzungen gefährlich seien. Eine leidensadaptierte Tätigkeit müsse so aus-

gestaltet sein, dass anstrengende körperliche Arbeit sowie Kälte, Verletzungen und 

Druckstellen vor allem am linken aber auch am rechten Bein vermieden würden. Eine 

sitzende Tätigkeit in geheizten Innenräumen sollte möglich sein; die Durchblutungs-

reserve werde dadurch nicht ausgeschöpft. In Übereinstimmung mit dem Hausarzt 

sei eine solche Tätigkeit dem Patienten 6 – 8 Stunden pro Tag zumutbar. Dem Pa-

tienten müsse genügend Zeit bleiben für sein tägliches Gehtraining von mind. 45 Mi-

nuten, damit er – begleitet von regelmässigem Schwimmen – die erreichte Gehfähig-

keit und die erarbeitete Kollateralisierung erhalten könne. Dabei bestehe eine ver-

minderte Leistungsfähigkeit von 20 – 40 %, damit der Patient trainieren könne und 

der aktuelle Zustand zumindest stabilisiert und nicht verschlechtert werde.

• Mit diesem Bericht konfrontiert, hielt RAD-Arzt Dr. med. F._____ in seiner Beurtei-
lung vom 7. März 2016 (Case Report S. 5) an seiner Abschlussbeurteilung fest. 45 
Minuten (und auch deutlich mehr) Gehen sowie auch das Schwimmen im Thermal-

wasser sei problemlos vor oder nach der Arbeit möglich, weshalb dies keine relevan-

te Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründe. Ausserdem spreche auch die Angio-

login von unausgeschöpften therapeutischen Optionen (Katheterdilatation), weshalb 

nach IVG und Rechtsprechung keine Invalidität bestehe.

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b) Am 24. März 2016 nahm Dr. med. C._____ eine weitere angiologische 

Untersuchung vor (vgl. deren Bericht an Dr. med. D._____ in IV-act. 95). 

Der entsprechende Bericht ging der IV-Stelle jedoch erst im April 2016 zu 

und konnte in der angefochtenen Verfügung vom 31. März 2016 dement-

sprechend nicht berücksichtigt werden. In diesem Bericht hielt Dr. med. 

C._____ nach durchgeführten klinischen und apparatetechnischen angio-

logischen Untersuchungen fest, dass es dem Beschwerdeführ seit dem 

misslungenen Arbeits-Reintegrationsversuch viel schlechter gehe (deutli-

che Verschlechterung seiner freien Gehstrecke mit Wadenschmerzen 

nach 250 Metern; nächtliche Beschwerden an beiden Beinen). Die ge-

klagten Beschwerden seien in Anbetracht der erhobenen Untersuchungs-

befunde nicht rein vaskulär erklärbar. Gleiches gelte für die Einschrän-

kung der Gehstrecke, da die Messbefunde im Vergleich zum Juli und 

September 2015 eher verbessert seien. Differenzialdiagnostisch liege ih-

res Erachtens eine Ursache im Bewegungsapparat vor, weshalb sie eine 

zusätzliche entweder rheumatologische oder neurologische Untersuchung 

(allenfalls mit Liquoruntersuchung wegen allfälliger Borrelieninfektion) 

empfehle. Ausserdem nahm sie eine eingehende medizinische Beurtei-

lung vor, ohne sich jedoch explizit zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-

führers zu äussern.

c) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu 

würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Da-

nach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-

send und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren be-

deutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von 

wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

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sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt (vgl. BGE 125 V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abge-

geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge 

und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1, 125 V 351 E.3a mit Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert 

ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnah-

me als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c 

mit Hinweisen). Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimm-

te Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Be-

weiswürdigung aufzustellen. Danach haben Gutachten versicherungsex-

terner Ärzte, insbesondere solche von der interdisziplinären medizini-

schen Gutachterstellen (MEDAS) der Invalidenversicherung, vollen Be-

weiswert, wenn sie die vorgenannten Anforderungen erfüllen und nicht 

konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (vgl. BGE 125 V 

351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Ge-

richt hingegen der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 

Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 

125 V 351 E.3a mit Hinweisen). Auch den Berichten und Gutachten versi-

cherungsinterner Ärzte – etwa des RAD – kommt schliesslich Beweiswert 

zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie 

in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel-

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lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf viel-

mehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilich-

keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick 

auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversi-

cherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters aller-

dings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 

E.3b; 122 V 157 E.1c mit Hinweisen). Stützt sich eine angefochtene Ver-

fügung indes im Wesentlichen oder ausschliesslich auf solche Beweis-

grundlagen, sind an die Beweiswürdigung höhere Anforderungen zu stel-

len. Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, erweist sich 

das fragliche Gutachten nicht als voll beweiskräftig und es sind weitere 

Beweiserhebungen zu veranlassen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.4; Urteil des 

Bundesgerichts I 142/04 vom 20. November 2007 E.3.2.1; MÜLLER, Das 

Verwaltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, N. 1730; 

FLÜCKIGER, in: STEIGER-SACKMANN/MOSIMANN [Hrsg.], Recht der Sozialen 

Sicherheit, Basel 2014, N. 4.146).

4. a) Vorliegend ist die IV-Stelle gestützt auf die Ausführungen des fallführen-

den RAD-Arztes Dr. med. F._____ davon ausgegangen, dass für eine 

überwiegend sitzende Tätigkeit aus versicherungsmedizinischer Sicht 

keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vorhanden sei. Demgegenü-

ber erachtet sich der Beschwerdeführer als im Umfang von 6 h pro Tag 

mit zusätzlicher Leistungseinschränkung arbeitsfähig.

b) Die Ausführungen der behandelnden Ärzte, auf welche sich der Be-

schwerdeführer in seiner Argumentation stützt, sind in Bezug auf die Ar-

beitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit etwas unklar. So hielt etwa der 

Hausarzt, Dr. med. D._____, in seinem Bericht vom 3. September 2015 

zunächst fest, der Beschwerdeführer könne leichte sitzende Tätigkeiten 

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von 6 h pro Tag ohne schwere Lasten und ohne Stresssituationen bewäl-

tigen, und zwar ab sofort (vgl. IV-act. 22 S. 3 unten). Sodann geht aus 

seiner tabellarischen Beurteilung der Einschränkungen in behinderungs-

angepasster Tätigkeit hervor, dass eine rein sitzende Tätigkeit ganztags 

zumutbar sei (vgl. IV-act. 22 S. 5). In seinem Zwischenbericht für die 

Taggeldversicherung hatte er am 2. September 2015 demgegenüber aber 

noch festgehalten, dass eine sitzende Tätigkeit ohne schwere Belastun-

gen in einem reduzierten Mass sicherlich ab Oktober 2015 vorstellbar sei 

resp. dass rein sitzende Tätigkeiten ohne schwere körperliche Lasten als 

Arbeitsversuch <50 % Tagesleistung eventuell ab dem 1. Oktober 2015 

zumutbar seien (vgl. IV-act. 33 S. 10 Fragen 8 und 9). Den Ausführungen 

des Hausarztes lässt sich demnach keine nachvollziehbare und schlüssi-

ge Einschätzung der hier umstrittenen Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-

führers in adaptierter Tätigkeit entnehmen. Gleich verhält es sich mit den 

Ausführungen der behandelnden Angiologin Dr. med. C._____. Soweit 

diese die Einschätzung des Hausarztes übernimmt und von 6 – 8 h mit 20 

– 40 % Leistungseinschränkung ausgeht (vgl. Bericht vom 20. Februar 

2016 in IV-act. 71), lehnt sie sich an die in der Anfrage der IV-Stelle an 

Dr. med. C._____ vom 3. Februar 2016 formulierte Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit an, wo diese festgehalten hat, dass des Hausarzt eine leich-

te sitzende Tätigkeit in einem zeitlichen Umfang von 6-8 Stunden pro Tag 

ohne Leistungsminderung für zumutbar beurteilt habe (vgl. IV-act. 69). 

Nicht ersichtlich ist jedoch, ob sie die Arztberichte des Hausarztes auch 

tatsächlich eingesehen hat. Zudem ist nicht klar, ob sich die festgehaltene 

Leistungseinschränkung von 20 – 40 % auf ein volles Arbeitspensum oder 

auf das bereits eingeschränkte Pensum von 6 – 8 h bezieht, mithin ob 

damit die gleiche Einschränkung der Leistungsfähigkeit zum Ausdruck 

gebracht wird oder ob diese zusätzlich zu beachten ist. In Bezug auf die 

angegebene Bandbreite von 6 – 8 h ist immerhin festzuhalten, dass es 

sich in solchen Fällen nach bundesgerichtlicher Praxis – trotz der Unter-

streichung der tieferen Angabe – rechtfertigt, auf den Mittelwert, vorlie-

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gend also 7 h, abzustellen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_226/2009 

vom 19. August 2009 E.3.2 sowie 8C_163/2015 vom 16. Juni 2015 

E.3.2.2, wo es auch um eine solche Hervorhebung durch Unterstreichung 

eben dieser Dr. med. C._____ ging). 

c) Soweit die Angiologin die verminderte Leistungsfähigkeit damit begründet, 

dass "genügend Zeit für das tägliche Gehtraining von mind. 45 Minuten 

pro Tag begleitet von regelmässigem Schwimmen in thermalen Tempera-

turen" bleibt, weist der fallführende RAD-Arzt Dr. med. F._____ wohl zu 

Recht darauf hin, dass 45-minütiges Gehen sowie auch ein regelmässiger 

Thermalbadbesuch – auch bei einem vollen Pensum – ausserhalb der 

Arbeitszeit möglich sei (vgl. Case Report S. 5). Wenn der RAD-Arzt aus 

der Aussage der Angiologin, wonach eine sitzende Tätigkeit in geheizten 

Innenräumen möglich sei, zumal die Durchblutungsreserve dadurch nicht 

ausgeschöpft werde (vgl. IV-act. 71 S. 2), ohne weitere Begründung den 

Schluss zieht, dass die Durchblutung der Beine in sitzender Tätigkeit nicht 

eingeschränkt sei und dass in Ruhestellung kein Schmerz bestehe (vgl. 

Case Report S. 5 und 9), wird er den Beschwerden des Beschwerdefüh-

rers und dem offenbar vielschichtigen Beschwerdebild aber nicht gerecht. 

Wie sich aus dem Bericht der zweiten angiologischen Untersuchung er-

gibt, treten die Schmerzen auch nachts und nach achtminütigem Sich-

Hinlegen auf (vgl. Untersuchungsbericht von Dr. med. C._____ vom 

24. März 2016 in IV-act. 95 S. 2). Obschon die Einschätzungen der be-

handelnden Ärzte bezüglich der Arbeitsfähigkeit – wie soeben dargelegt – 

nicht ganz schlüssig sind, geht aus diesen nachvollziehbar und mit hinrei-

chender Klarheit hervor, dass gewisse Einschränkungen der Arbeitsfähig-

keit in adaptierter Tätigkeit bestehen. Auch die Taggeldversicherung er-

achtet die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in sitzender Tätigkeit 

als eingeschränkt (AF-Schätzung von 50 – 80 % in IV-act. 33 S. 13 resp. 

AF-Schätzung von 75 % in IV-act. 82). Gegen eine uneingeschränkte Ar-

beitsfähigkeit spricht sodann auch der misslungene Eingliederungsver-

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such (vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung sowie Schlussbericht des Ein-

satzprogrammes in IV-act. 76 und 77; der therapeutische Arbeitsversuch 

im Oktober 2015 bei der bisherigen Arbeitsstelle ist angesichts der unbe-

strittenen Unzumutbarkeit der Tätigkeit als B._____ allerdings nicht sehr 

aussagekräftig). Mit anderen Worten vermag die übrige Aktenlage die 

Einschätzungen des RAD-Arztes, der als Psychiater und Psychotherapeut 

für die Beurteilung der vorliegenden Problematik im Übrigen kein Facharzt 

ist, erheblich in Zweifel zu ziehen. Aus diesem Grunde wäre die IV-Stelle 

gehalten gewesen, die umstrittene Arbeitsfähigkeit des Beschwerdefüh-

rers in adaptierter Tätigkeit im Rahmen weiterführender Abklärungen ver-

tiefter zu untersuchen. Der Fallabschluss erfolgte – wie der Beschwerde-

führer zu Recht bemängelt – auch insofern verfrüht, als das KIGA im 

Rahmen seines Schlussberichts zum Einsatzprogramm (wo im Übrigen 

auch davon die Rede war, dass dem Beschwerdeführer beim Sitzen die 

Beine einschlafen) nebst dem sofortigen Abbruch der Frühinterventions-

massnahme auch festgehalten wurde, dass weitere medizinische Ab-

klärungen erfolgen sollen (vgl. Schlussbericht des KIGA zum Einsatzpro-

gramm inkl. Beobachtungsbogen in IV-act. 77 S. 7). Wie vorstehend aus-

geführt, wurde weder der erneute Abklärungsbericht von Dr. med. 

C._____ vom 24. März 2016 abgewartet noch wurde ein Gutachten ein-

geholt, obschon ein solches offenbar bereits Ende 2015 zur Diskussion 

stand (vgl. Verlaufsprotokoll der Eingliederung in IV-act. 76, Eintrag vom 

9. Dezember 2015 auf S. 3). Weiterführenden Abklärungen steht es denn 

auch nicht entgegen, dass sich die Messbefunde gemäss Dr. med. 

C._____ doch eher verbessert hätten und daher objektiv keine Ver-

schlechterung vorliege (so die IV-Stelle in ihrer Duplik S. 2 f).

d) Wie sich aus dem zweiten angiologischen Untersuchungsbericht von 

Dr. med. C._____ vom 24. März 2016 ergibt, drängen sich überdies auch 

differentialdiagnostische Untersuchungen auf. Gemäss der Fachärztin 

sind die Beschwerden und die Einschränkungen der Gehstrecke trotz re-

- 15 -

gelmässigem Gehtraining nicht rein vaskulär erklärbar, weshalb sich eine 

zusätzliche entweder rheumatologische oder neurologische Untersuchung 

aufdränge (vgl. Untersuchungsbericht von Dr. med. C._____ vom 

24. März 2016 in IV-act. 95 S. 2). Im Rahmen der Rückweisung der vor-

liegenden Angelegenheit wird die IV-Stelle nebst weiteren Beweiserhe-

bungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers deshalb 

auch darüber zu befinden haben, inwieweit zur Prüfung des Rentenan-

spruchs des Beschwerdeführers noch differentialdiagnostische Abklärun-

gen vorzunehmen sind. Ausserdem wird sie sich im Rahmen des Ein-

kommensvergleichs mit der vom Beschwerdeführer aufgeworfenen Frage 

eines allfälligen Leidensabzuges zu befassen haben.

5. a) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung zu 

früh und gestützt auf einen unzureichend abgeklärten Sachverhalt ergan-

gen ist. Aus diesem Grunde ist die Angelegenheit in Gutheissung der vor-

liegenden Beschwerde an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese in 

Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in adaptierter 

Tätigkeit weiterführende Abklärungen vornehme sowie allfällige differenti-

aldiagnostische Erklärungsansätze prüfe und sodann über den Leis-

tungsanspruch des Beschwerdeführers erneut verfüge.

b) Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung 

von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren gestützt 

auf Art. 69 Abs. 1bis IVG – in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – 

grundsätzlich kostenpflichtig. Da eine Rückweisung praxisgemäss als 

Obsiegen der beschwerdeführenden Partei gilt (vgl. BGE 132 V 215 

E.6.1), sind die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- vorliegend der IV-Stelle 

als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Gestützt auf 

Art. 61 lit. g ATSG hat der obsiegende Beschwerdeführer überdies An-

spruch auf eine aussergerichtliche Entschädigung. Der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers hat dem Gericht am 14. Juni 2016 eine Honorar-

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note eingereicht, aus welcher sich für das vorliegende Verfahren ein Auf-

wand von Fr. 1'604.50, bestehend aus einem Honorar von Fr. 1'442.40 für 

6.01 Arbeitsstunden à Fr. 240.-- inkl. 3 % Kleinspesenpauschale sowie 

8 % Mehrwertsteuer, ergibt. Dieser Aufwand erscheint dem Gericht als 

angemessen, weshalb die von der IV-Stelle zu leistende Parteientschädi-

gung auf Fr. 1'604.50 festgesetzt wird.

Demnach erkennt das Gericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

31. März 2016 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung 

des Sachverhalts im Sinne der Erwägungen und zum neuen Entscheid 

über den Leistungsanspruch an die IV-Stelle des Kantons Graubünden 

zurückgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der IV-Stelle des Kan-

tons Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Ent-

scheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu be-

zahlen.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A._____ aussergerichtlich mit 

Fr. 1'604.50 zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]