# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f6e04bc0-0cc2-5d14-a728-1d4a3e6d2a4d
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-22
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 22.12.2017 601 2017 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2017-102_2017-12-22.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2017 102
601 2017 103

Urteil vom 22. Dezember 2017

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Marianne Jungo 
Richter: Anne-Sophie Peyraud 

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Stephanie Gruntz

Parteien A.________, Beschwerdeführerin     

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz     

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung

Beschwerde vom 11. Mai 2017 gegen die Verfügung vom 27. März 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführerin), geboren im Jahr 1967, ist peruanische Staatsangehörige. 
Am 12. Januar 2012 hat sie in Peru den schweizerischen Staatsangehörigen B.________ 
geheiratet, welcher in C.________ wohnhaft ist. In der Folge reiste sie am 27. September 2012 
zusammen mit ihrer Tochter D.________, geboren im Jahr 1998, deren Vater in Peru wohnt, in die 
Schweiz ein.

B. Das Amt für Bevölkerung und Migration (Vorinstanz) stellte der Beschwerdeführerin eine 
bis zum 26. September 2013 gültige Aufenthaltsbewilligung B (Familiennachzug mit Erwerbstätig-
keit) aus, welche in der Folge mehrmals verlängert wurde, letztmals bis zum 26. September 2016.

C. Der Ehemann informierte am 11. bzw. am 22. März 2016 die Vorinstanz, dass die 
Beschwerdeführerin mit ihrer Tochter am 1. Februar 2016 den gemeinsamen Haushalt verlassen 
und am 26. Februar 2016 beim Bezirksgericht des Sensebezirks ein Gesuch um Erlass von 
Eheschutzmassnahmen anhängig gemacht habe. Eine Wiederaufnahme der ehelichen Gemein-
schaft sei demnach ausgeschlossen. 

D. Am 23. Juni 2016 nahm die Vorinstanz eine administrative Befragung der Beschwerdefüh-
rerin und ihrer Tochter sowie des Ehemannes vor.

E. Die Vorinstanz forderte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. April 2016 auf, zur 
Trennung Stellung zu nehmen und weitere einschlägige Unterlagen einzureichen. Diese antwor-
tete am 13. April 2016, dass sie am 1. Februar 2016 nach einem Polizeieinsatz in ihrem Heim 
ausgezogen sei und ein paar Tage später im Frauenhaus aufgenommen wurde. Ihr Mann sei ihr 
gegenüber und in letzter Zeit auch gegenüber ihrer Tochter gewalttätig. Sie wisse im Moment 
nicht, ob sie das Zusammenleben wieder aufnehmen möchte oder nicht. Sie brauche Zeit, um sich 
von der erlebten Gewalt zu erholen. 

F. Die Beschwerdeführerin reichte am 31. Juni 2016 bei der Vorinstanz ein Gesuch um 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ein.

G. Am 14. Oktober 2016 entschied der Gerichtspräsident des Sensebezirks über das Gesuch 
der Beschwerdeführerin vom 26. Februar 2016 um Eheschutzmassnahmen. Es wurde festgestellt, 
dass die Parteien ermächtigt sind, getrennt zu leben, und dass der gemeinsame Haushalt per 
1. Februar 2016 aufgehoben wurde. Weiter wurde der Ehemann zur Zahlung von monatlichen 
Unterhaltsbeiträgen an die Beschwerdeführerin verpflichtet. 

H. Mit Schreiben vom 2. November 2016 informierte die Vorinstanz die Beschwerdeführerin, 
dass sie in Erwägung ziehe, ihre zwischenzeitlich abgelaufene Aufenthaltsbewilligung nicht zu 
verlängern und sie aus der Schweiz wegzuweisen, da sie von ihrem Ehemann getrennt lebe und 
nicht genügend integriert sei. Die Beschwerdeführerin nahm hierzu mit Schreiben vom 
9. November 2016 Stellung und reichte daraufhin nach Nachfrage der Vorinstanz noch ergän-
zende Unterlagen ein.

I. Die Vorinstanz entschied am 27. März 2017, dass die Aufenthaltsbewilligung der 
Beschwerdeführerin nicht verlängert wird und verfügte deren Wegweisung. Hinsichtlich der volljäh-
rigen Tochter wurde ein separater Entscheid in Aussicht gestellt.

J. Die Beschwerdeführerin hat am 11. Mai 2017 gegen diese Verfügung Beschwerde an das 
Kantonsgericht erhoben (601 2017 102). Sie beantragt insbesondere, dass der vorinstanzliche 

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Entscheid aufzuheben und ihre Aufenthaltsbewilligung zu verlängern sei. In verfahrensmässiger 
Hinsicht ersucht sie ferner um Gewährung der (teilweisen) unentgeltlichen Rechtspflege (601 2017 
103).

K. Mit Eingabe vom 26. Mai 2017 verweist die Vorinstanz auf ihre Erwägungen in der 
angefochtenen Verfügung und beantragt sinngemäss die Abweisung der Beschwerde.

L. Die Beschwerdeführerin lässt sich – nach Einladung des Kantonsgerichtes vom 
11. Oktober 2017 – am 26. Oktober 2017 erneut vernehmen. Die Vorinstanz verweist am 
9. November 2017 wiederum auf ihre Erwägungen in der angefochtenen Verfügung und beantragt 
sinngemäss die Abweisung der Beschwerde.

M. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.     

Erwägungen

1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 114 
Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 
13. November 2007 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AGAuG; SGF 
114.22.1]). Die Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 76 VRG). 
Die Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 lit. b VRG). 
Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliess-
lich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit 
ist vorliegend ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3. Nach Art. 81 Abs. 2 VRG kann die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren Tatsachen 
und Beweismittel geltend machen, die im Verfahren vor der Vorinstanz nicht aufgeführt wurden. 
Abzustellen ist entsprechend auf die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des gegenwärtig zu 
fällenden Entscheides (vgl. Urteil BGer 2C_651/2008 vom 20. April 2009 E. 4.2; BGE 135 II 369 
E. 3.3).

4. Vorliegend ist streitig, ob die Vorinstanz mit der angefochtenen Verfügung zu Recht die 
Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin nicht verlängert und deren Wegweisung verfügt 
hat.

5. a) Die Vorinstanz begründete ihren Entscheid zur Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung insbesondere damit, dass die Beschwerdeführerin nicht erfolgreich integriert sei (vgl. Art. 50 
Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer vom 16. Dezember 
2005, AuG; SR 142.20). Sie argumentierte, dass sich die Beschwerdeführerin auf keinerlei berufli-
che und soziale Integration berufen könne. Die Beschwerdeführerin habe mit ihrer Tochter von 
Februar 2016 bis zu ihrem Wegzug aus C.________ im Juni 2016 Sozialhilfe in der Höhe von 
insgesamt CHF 4‘392.30 bezogen und sei danach vom Sozialdienst der E.________ bis Ende 
Dezember 2016 mit insgesamt CHF 10‘349.35 unterstützt worden. Zudem sei die Beschwerdefüh-
rerin seit dem 14. Oktober 2016 arbeitslos gemeldet. Sie beherrsche weder die deutsche noch die 

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französische Sprache, obwohl sie seit mehr als vier Jahren in der Schweiz lebe; so habe bei ihrer 
Befragung am 23. Juni 2016 ein Dolmetscher beigezogen werden müssen.

b) Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde bzw. in der Stellungnahme vom 
26. Oktober 2017 geltend, dass sie entgegen der Ansicht der Vorinstanz erfolgreich integriert sei. 
Sie habe insbesondere von September 2013 bis Juni 2016 einen Deutschsprachkurs à zwei 
Wochenstunden (mit zeitweiligen arbeitsbedingten Unterbrüchen) sowie zwischen September 
2013 bis Juni 2014 einen Deutschkurs für Migrantinnen à 4.5 Wochenstunden besucht. Während 
den Monaten März und Juni 2017 habe sie einen französischen Sprachkurs und seit dem Monat 
September 2017 einen weiteren Sprachkurs à 3 Wochenstunden besucht. Weiter führe sie 
Reinigungsarbeiten für Unternehmen und Privathaushalte aus und sei weiterhin auf Arbeitssuche. 
Sie arbeite durchschnittlich 14 bis 16 Stunden pro Woche und erziele dabei ein durchschnittliches 
Nettoeinkommen von CHF 1‘200.-. Ihre provisorische aktuelle Aufenthaltsbewilligung, welche alle 
drei Monate erneuert werde, erschwere jedoch ihre Suche für eine Stelle mit einem höheren 
Pensum. Weiter komme sie ihren finanziellen Verpflichtungen nach und die begonnene 
Rückzahlung der bezogenen Sozialhilfegelder belege auch ihr Bestreben, mit ihren eigenen 
finanziellen Mitteln zurechtkommen zu können. 

6. a) Die ausländische Ehegattin eines Schweizers hat gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG Anspruch 
auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesem zusammenwohnt. 

b) Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemein-
schaft der Anspruch des Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
nach Art. 42 AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und 
eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a), oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren 
Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Die beiden Kriterien (Fristablauf und Integra-
tion) nach der erwähnten lit. a müssen kumulativ vorliegen, damit ein Rechtsanspruch auf Verlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligung besteht (BGE 136 II 113 E. 3.3.3). 

Art. 50 AuG kommt erst zur Anwendung, wenn mindestens faktisch von einer definitiven Auflösung 
der Familiengemeinschaft auszugehen ist. Dabei spricht nach der Rechtsprechung – wenn die 
Leute über ein Jahr getrennt gewohnt haben – eine Vermutung für die Auflösung der Ehegemein-
schaft (Urteil BGer 2C_575/2009 vom 1. Juni 2010 E. 3.5). Die Dreijahresgrenze nach vorge-
nannter lit. a gilt absolut und darf nicht unterschritten werden (Urteil BGer 2C_660/2010 vom 
4. Februar 2011 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Für die Berechnung der Dreijahresfrist ist 
ausschliesslich die in der Schweiz in ehelicher Gemeinschaft verbrachte Zeit massgebend (Urteil 
BGer 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.1.1).

c) Vorliegend haben die Beschwerdeführerin und der Schweizer Staatsbürger am 
12. Januar 2012 in Peru geheiratet. Sie reiste am 27. September 2012 zusammen mit ihrer 
Tochter in die Schweiz ein, um mit ihrem Ehemann zusammen zu leben. Es ist unbestritten, dass 
sich die Eheleute per 1. Februar 2016 im Nachgang an eine Auseinandersetzung, welche den 
Einsatz der Polizei zur Folge hatte, getrennt haben. Indes finden sich keine Hinweise auf eine 
mögliche Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft bzw. auf eine Annäherung der Ehegatten. 
Die Beschwerdeführerin hat am 1. Februar 2016 das gemeinsame eheliche Domizil zusammen mit 
ihrer Tochter verlassen und erhielt danach von einer Freundin bzw. vom Frauenhaus Unterkunft 
gewährt. Gemäss den Akten lebt sie seit dem 15. Mai 2016 in einer anderen Wohnung in der Stadt 
Freiburg und die Familiengemeinschaft wurde nicht mehr aufgenommen. Damit hat die eheliche 
Gemeinschaft mehr als drei Jahre gedauert und es ist von einer definitiven Trennung auszugehen, 
was überdies auch nicht bestritten wird. 

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Nachfolgend ist demnach zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a 
AuG in der Schweiz erfolgreich integriert ist und demnach trotz der Auflösung der Familiengemein-
schaft einen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung hat. 

7. a) Die Integration soll längerfristig und rechtmässig anwesenden Ausländern ermöglichen, 
am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft teilzuhaben (Art. 4 Abs. 2 
AuG; vgl. BGE 134 II 1 E. 4.1). Hierzu ist erforderlich, dass sich die ausländische Person mit den 
gesellschaftlichen Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzt und 
insbesondere eine Landessprache erlernt oder beherrscht (Art. 4 Abs. 4 AuG). Nach Art. 77 Abs. 4 
der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; 
SR 142.201) liegt eine erfolgreiche Integration im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die 
Ausländerin oder der Ausländer namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte der 
Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und 
zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache bekundet (lit. b; vgl. Urteile BGer 
2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1; 2C_14/2014 vom 27. August 2014 E. 4.6.1). Nach Art. 
4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern 
(VintA; SR 142.205) zeigt sich der Beitrag der Ausländerinnen und Ausländer zu ihrer Integration 
namentlich in der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der Bundesverfas-
sung (lit. a), im Erlernen der am Wohnort gesprochenen Landessprache (lit. b), in der Auseinan-
dersetzung mit den Lebensbedingungen in der Schweiz (lit. c) sowie im Willen zur Teilnahme am 
Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung (lit. d). Sowohl Art. 77 Abs. 4 VZAE als auch Art. 4 
VintA nennen die Kriterien nicht abschliessend. Bei der Prüfung der Integrationskriterien verfügen 
die zuständigen Behörden über einen grossen Ermessensspielraum (vgl. Art. 54 Abs. 2 in Verbin-
dung mit 96 Abs. 1 AuG; vgl. Urteil BGer 2C_668/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3.2.1; vgl. zum 
Ganzen auch Urteil BGer 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).

b) Ob eine erfolgreiche Integration besteht, ist jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im 
Einzelfall zu prüfen (Urteil BGer 2C_546/2010 vom 30. November 2010 E. 5.2.1). Dabei können 
Integrationsdefizite wie beispielsweise Straffälligkeit und Schulden etc. durch sogenannte 
Positivindikatoren wie namentlich Sprachkenntnisse, schulischen oder beruflichen Erfolg, soziale 
Verankerung, allenfalls auch via Kinder aufgewogen werden (SPESCHA, in Kommentar Migrations-
recht, 4. Auflage 2015, Art. 50 N. 5a). Das Bundesgericht geht davon aus, dass die Integration 
jeweils dann als erfolgreich im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG zu gelten hat, wenn die auslän-
dische Person beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat, immer finanziell unabhängig 
war, sich korrekt verhält und die örtliche Sprache beherrscht (Urteil BGer 2C_930/2012 vom 
10. Januar 2013 E. 3.1). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, bedarf es ernsthafter besonderer 
Umstände, um eine erfolgreiche Integration zu verneinen (Urteile BGer 2C_749/2011 vom 
20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2).

Eine erfolgreiche berufliche Integration setzt indessen nicht voraus, dass die ausländische Person 
eine gradlinige Karriere in einer besonders qualifizierten Tätigkeit absolviert hat (vgl. Urteil BGer 
2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). Ebenso wenig ist es erforderlich, dass ein hohes 
Einkommen erzielt wird. Berufliche Stabilität kann auch durch die Ausübung einfacher Tätigkeiten 
im mittleren oder niedrigen Lohnsegment erreicht werden, beispielsweise in der Reinigungsbran-
che (Urteile BGer 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.3; 2C_749/2011 vom 20. Januar 
2012 E. 3.3; 2C_426/2011 vom 30. November 2011 E. 3.3). Entscheidend ist, dass die ausländi-
sche Person für sich sorgen kann, keine (nennenswerten) Sozialhilfeleistungen bezieht und sich 
nicht verschuldet (Urteile BGer 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.3; 2C_430/2011 vom 
11. Oktober 2011 E. 4.2; 2C_385/2014 vom 19. Januar 2015 E. 4.1). 

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Keine erfolgreiche Integration liegt jedoch vor, wenn eine Person kein Erwerbseinkommen 
erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag, und während einer substantiellen 
Zeitdauer von Sozialleistungen abhängig ist, ohne dass sich die Situation wesentlich verbessert 
(Urteile BGer 2C_14/2016 vom 6. Juni 2016 E. 2.3; 2C_298/2014 vom 12. Dezember 2014 E. 6.3; 
2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1; 2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1). Gering-
fügige Strafen schliessen eine Integration nicht aus; ebensowenig, dass eine ausländische Person 
verschuldet ist, wenn sie im Begriff ist, die Schulden in wirksamer Weise zurückzubezahlen (Urteile 
BGer 2C_522/2015 vom 12. Mai 2016 E. 2.3; 2C_352/2014 vom 18. März 2015 E. 4.5). Umgekehrt 
ergibt sich aus dem Umstand, dass sich die ausländische Person strafrechtlich nichts zuschulden 
kommen liess und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe gewährleistet erscheint, für sich allein noch keine 
erfolgreiche Integration (Urteil BGer 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2).

Die Sprachkenntnisse sind am sozioprofessionellen Umfeld zu messen; genügen sie für dieses, 
kann der Grad der Sprachbeherrschung im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG dem Betroffenen 
grundsätzlich nicht entgegen gehalten werden (Urteile BGer 2C_238/2015 vom 23. November 
2015 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Kann sich der Betroffene auf einfache 
Weise in (für ihn) typischen alltäglichen Situationen verständigen und kurze Gespräche führen, hat 
er in sprachlicher Hinsicht als hinreichend integriert zu gelten (Urteil BGer 2C_65/2014 vom 
27. Januar 2015 E. 3.5). Auch das Fehlen besonders enger sozialer Beziehungen schliesst für sich 
allein eine erfolgreiche Integration nicht aus (Urteil BGer 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 
E. 7.1.2), ebenso wenig das Fehlen von Vereinsmitgliedschaften (Urteil BGer 2C_427/2011 vom 
26. Oktober 2011 E. 5.3). Ein Indiz gegen eine erfolgreiche Integration ist allerdings der Umstand, 
dass das gesellschaftliche Leben einer ausländischen Person primär mit Angehörigen des eigenen 
Landes erfolgt (Urteile BGer 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_546/2010 vom 
30. November 2010 E. 5.2.4).

8. a) In casu lässt sich hinsichtlich der sprachlichen Integration festhalten, dass die 
Vorinstanz für die Befragung der Beschwerdeführerin am 23. Juni 2016 zur Prüfung der Aufent-
haltsbewilligung einen Dolmetscher beiziehen musste, da eine Verständigung auf Deutsch und 
Französisch nicht möglich war. Eine erste Befragung wurde demnach abgebrochen. Zwar genügen 
wie erwähnt im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG dem sozioprofessionellen Umfeld entspre-
chende Sprachkenntnisse und es darf nicht schematisch das Referenzniveau A2 vorausgesetzt 
werden (vgl. Urteil BGer 2C_65/2014 vom 27. Januar 2015 E. 3.5). Allerdings hatte die Beschwer-
deführerin anlässlich der abgebrochenen Befragung selbst auf einfache Alltagsfragen angegeben, 
diese nicht zu verstehen (vgl. beispielhaft die Auszüge aus dem Protokoll zu dieser Befragung: 
"F: Seit wann sind Sie in der Schweiz? A: Ich verstehe nicht. […] F: Wollte Ihre Tochter in die 
Schweiz kommen? A: Ich verstehe nicht. […] F: Wie hat der Vater ihrer Tochter reagiert, dass Sie 
mit Ihrer Tochter in die Schweiz gekommen sind? A: Ich verstehe nicht. F: Was ist Ihre 
Ausbildung? A: Ich verstehe nicht."). Damit kann sie sich offenbar auch in alltäglichen Situationen 
nicht genügend verständigen. Anzurechnen ist der Beschwerdeführerin, dass sie unterschiedliche 
Sprachkurse in Deutsch und Französisch absolviert hat. Sie unterlegt ihre Sprachkenntnisse 
jedoch ferner in keiner Weise. Die sehr beschränkten Sprachkenntnisse der Beschwerdeführerin 
dürften es ihr auch weiterhin erschweren, eine dauernde Arbeitsstelle mit einem höheren Pensum 
zu finden, um ihr Auskommen langfristig zu sichern (siehe Urteil BGer 2C_970/2016 vom 6. März 
2017 E. 3.3.2). 

b) Im Rahmen der Integrationsbeurteilung ist positiv zu bewerten, dass die Beschwerdefüh-
rerin sich von ihrer Sozialhilfeabhängigkeit gelöst hat und sich darum bemüht, ihre Sozialhilfe-
schuld abzuzahlen (vgl. SPESCHA, in Kommentar Migrationsrecht, 4. Auflage 2015, Art. 50 N. 5a; 

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Urteile BGer 2C_352/2014 vom 18. März 2015 E. 4.5; BGer 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 
E. 2.3; 2C_723/2014 vom 6. August 2015 E. 3.2.1). Allerdings ist zu beachten, dass diese Rück-
zahlungen im Wesentlichen deshalb erfolgen konnten, weil die Beschwerdeführerin gemäss dem 
Entscheid über die Eheschutzmassnahmen vom 14. Oktober 2016 von ihrem Ehemann bis zum 
31. Dezember 2016 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 3‘100.- und vom 1. Januar 2017 
bis zum 30. Juni 2017 von jeweils CHF 2‘300.- erhielt. Hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Integration 
ist weiter darauf hinzuweisen, dass sie aufgrund der Eheschutzmassnahme seit dem 1. Juli 2017 
nurmehr Unterhaltszahlungen von CHF 1‘300.- pro Monat erhält, welche überdies wieder abgeän-
dert werden können und zukünftig tendenziell tiefer ausfallen dürften. Anlässlich der Gerichtsver-
handlung vom 29. April 2016 zu den Eheschutzmassnahmen gab die Beschwerdeführerin zu 
Protokoll,  sie habe vor ihrer Ausreise aus Peru im Rahmen eines Vergleichs auf einen Unterhalts-
beitrag  des Vaters ihrer Tochter verzichtet, damit dieser mit der Ausreise seiner Tochter in die 
Schweiz einverstanden war. Auch bei Volljährigkeit des Kindes ist gemäss Art. 277 des Schweize-
rischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 210) der Kindesunterhalt der Eltern 
bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung geschuldet; die Beschwerdeführerin hat 
deshalb gegebenenfalls auch für den Unterhalt ihrer Tochter, deren Lehrvertrag als Coiffeuse 
gemäss dem Schreiben der Vorinstanz vom 23. November 2017 per Ende November 2017 
aufgelöst wurde, weiter aufzukommen. Die berufliche Integration der Beschwerdeführerin ist 
vorliegend wenig fortgeschritten. Gemäss Stellungnahme vom 26. Oktober 2017 arbeitet die 
Beschwerdeführerin durchschnittlich 14 bis 16 Stunden pro Woche bei unterschiedlichen Arbeitge-
bern als Reinigungskraft und erzielt dabei ein durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von 
etwa CHF 1‘200.-. Bei dieser Sachlage kann das Sozialhilferisiko der Beschwerdeführerin nicht 
ausgeschlossen werden, und aufgrund des tiefen monatlichen Salärs, des tiefen Beschäftigungs-
grades und der nur punktuellen beruflichen Aktivität kann die beruflich-wirtschaftliche Integration 
der Beschwerdeführerin nicht als erfolgreich qualifiziert werden (vgl. Urteil BGer 2C_1050/2016 
vom 10. März 2017 E. 3.1; Urteil VGer ZH VB.2017.00340 vom 23. August 2017 E. 3.2). Zudem 
hat sich die Beschwerdeführerin offenbar per 18. April 2017 beim RAV abgemeldet, obwohl sie 
nach wie vor lediglich zu einem kleinen Prozentsatz arbeitstätig ist, und obwohl sie in ihrer 
Beschwerde angab, dass sie intensiv auf Arbeitssuche sei und gerne mehr arbeiten möchte. 
Aufgrund der schlechten finanziellen Lage und der wenig fortgeschrittenen sprachlichen und 
wirtschaftlichen Integration ist nur schwer nachvollziehbar, wieso sie auf die Hilfestellung des RAV 
bei der Arbeitssuche freiwillig verzichtet. 

c) Soweit die Beschwerdeführerin weiter vorbringt, dass der Ehemann und die Bewältigung 
der Hausarbeit sie an ihrer Integration gehindert hätten, ist festzuhalten, dass seit der definitiven 
Trennung nun mehr als eineinhalb Jahre vergangen sind sie sich dennoch weder beruflich noch 
sprachlich erfolgreich zu integrieren vermochte. Aus der Sprachkursbestätigung für den Zeitraum 
von September 2013 bis Juni 2016 ergeht, dass sie während der Dauer des gemeinsamen 
Haushalts einen Deutschsprachkurs im Umfang von zwei Wochenstunden besuchte. In der 
administrativen Befragung durch die Vorinstanz am 23. Juni 2013 erwähnte die Beschwerdefüh-
rerin weiter, sie sei während zweier Tage pro Woche von Januar 2015 bis November 2015 bei der 
Firma F.________ einer bezahlten Arbeit nachgegangen, und sie nennt zudem einen einmona-
tigen Sprachkursbesuch bei der G.________ im Jahr 2013. Daraus ergibt sich, dass auch während 
des ehelichen Zusammenlebens eine Arbeitstätigkeit und der Besuch von Sprachkursen 
zumindest in einem gewissen Masse möglich waren.

d) Nach der Trennung nahmen die Integrationsbemühungen der Beschwerdeführerin zwar 
etwas zu; so arbeitet sie gemäss ihrer Stellungnahme vom 26. Oktober 2017 durchschnittlich 
14 bis 16 Stunden pro Woche, und sie besuchte gemäss den eingereichten Bescheinigungen 

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weitere Sprachkurse. Durch die berufliche Tätigkeit stellt die Beschwerdeführerin ihren Willen unter 
Beweis, dass sie sich von der finanziellen Abhängigkeit von ihrem Ehemann loslösen möchte, 
wobei jedoch wie aufgezeigt die berufliche Integration bisher nur wenig erfolgreich ist. Auch muss 
ihr angelastet werden, dass diese Ablösung verspätet erfolgte und sie im Urteilszeitpunkt nicht als 
finanziell unabhängig erachtet werden kann (vgl. Urteile BGer 2C_426/2011 vom 30. November 
2011 E. 3.4; 2C_1258/2012 vom 2. August 2013 E. 3 und BGE 138 II 229). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung ist eine nach der Trennung der Ehegatten entstandene erfolgreiche 
Integration zwar zu berücksichtigen, wenn sie noch während der Gültigkeitsdauer der aus der Ehe 
abgeleiteten Aufenthaltsbewilligung entstand (vgl. Urteil BGer 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 
E. 3.2.3; Urteil VGer ZH VB.2016.00364 vom 5. Oktober 2016 E. 3.1.2). Vorliegend fällt jedoch auf, 
dass sich die Integrationsbemühungen der Beschwerdeführerin erst nach Ablauf der aus der Ehe 
abgeleiteten Aufenthaltsbewilligung merklich verstärkten, weshalb fraglich ist, ob diese erst unter 
dem Druck des ausländerrechtlichen Zustimmungsverfahrens unternommen wurden und somit 
mangels zeitlichem Konnex mit der Ehe bei der Integrationsbewertung ohnehin nicht berücksichtigt 
werden könnten (vgl. Urteile BGer 2C_175/2015 vom 30. Oktober 2015 E. 3.2.3; 2C_810/2016 
vom 21. März 2017 E. 4.1; 2C_522/2015 vom 12. Mai 2016 E. 3.3.2, 2C_1050/2016 vom 10. März 
2017 E. 6.6; Urteile BVGer F-4127/2015 vom 20. März 2017 E. 6.1; C-4103/2015 vom 22. April 
2016 E. 7.4.4; Urteile VGer ZH VB.2017.00063 vom 19. April 2017 E. 4.2.1; VB.2017.00340 vom 
23. August 2017 E. 3.2).

e) Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass sie infolge der Integration ihrer Tochter 
eng mit der Schweiz verbunden sei. Sie reichte jedoch keine Unterlagen ein, welche belegen, 
inwiefern sie selber in der Schweiz weitergehend sozial integriert sei, und es bestehen aufgrund 
der Akten keine Anhaltspunkte auf eine entsprechende erfolgreiche soziale Integration. 

f) Beziehungen zwischen volljährigen Kindern und ihren Eltern geniessen nach der Recht-
sprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) nicht den Schutz von 
Art. 8 der Europäischen Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101), sofern nicht ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht, 
welches über die normalen affektiven Bindungen hinausgeht (vgl. BGE 137 I 154 3.4.2; Urteil 
EGMR Nr. 39051/03 Emonet gegen Schweiz vom 13. Dezember 2007 § 35; BGE 129 II 11 E. 2; 
Urteil BGer 2A.425/2003 vom 5. März 2004 E. 4.2). Soweit sich die Beschwerdeführerin im 
Zusammenhang mit ihrer in der Schweiz lebenden Tochter auf Art. 8 Ziffer 1 EMRK beruft – deren 
Aufenthaltsbewilligung allenfalls verlängert werden könnte – kann ihr nicht gefolgt werden, da ein 
besonderes Abhängigkeitsverhältnis in keiner Weise ersichtlich ist. Die volljährige Tochter kann 
ihre Beziehung zu ihrer Mutter gegebenenfalls besuchsweise oder über die modernen Kommuni-
kationsmittel pflegen (vgl. Urteile BGer 2C_76/2017 vom 1. Mai 2017 E. 4.3.3; 2C_431/2016 vom 
9. Januar 2017 E. 3.1).

g) Unter Würdigung sämtlicher Umstände muss die Integration der Beschwerdeführerin 
damit als ungenügend bewertet werden. Demnach lässt sich gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG 
kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zugunsten der Beschwerdeführerin 
ableiten.

9. a) Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde weiter geltend, dass sie das Opfer 
ehelicher Gewalt geworden sei. Sie habe durch ihren Ehemann mehrmals verbale, wirtschaftliche 
und administrative Gewalt erlitten und er habe übertriebenen psychologischen Druck auf sie 
ausgeübt. Zudem leide sie seit der Trennung an einem chronischen Angstzustand sowie einer 
posttraumatischen Belastungsstörung, welche körperliche Schmerzen hervorrufe, was sich 
schlüssig aus den Arztberichten vom 4. April 2017 und 30. Juli 2016 ergebe, und was zeige, wie 

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sie unter ihrem Ehemann gelitten habe. Der Ehemann habe sie wie seine Hausangestellte behan-
delt und sie die meiste Zeit beleidigt und angeschrien, da er mit ihrer Haushaltsführung nicht 
zufrieden gewesen sei. Zudem habe sie während des Jahres 2016 barsche Nachrichten von ihm 
erhalten. Darüber hinaus habe sie am 15. Oktober 2015 und am 2. Februar 2016 die Dienste der 
Opferberatungsstelle des Frauenhauses in H.________ sowie im Oktober 2015 den Sozial- und 
Beratungsdienst der I.________ in Anspruch nehmen müssen. 

In der Folge  ist demnach zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b 
bzw. Abs. 2 AuG einen Anspruch auf einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz hat. 

b) Nach dieser Bestimmung besteht der Bewilligungsanspruch nach Auflösung der Ehe 
bzw. der Familiengemeinschaft fort, wenn "wichtige persönliche Gründe" einen weiteren Aufenthalt 
der betroffenen Person in der Schweiz "erforderlich" machen. Nach Art. 50 Abs. 2 AuG und der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 136 II 1 E. 5) kann dies namentlich der Fall sein, wenn 
die ausländische Person mit abgeleitetem Aufenthaltsrecht Opfer ehelicher Gewalt geworden ist 
oder wenn ihre soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint. Dabei ist 
etwa an geschiedene Frauen (mit Kindern) zu denken, welche in ein patriarchalisches Gesell-
schaftssystem zurückkehren und dort wegen ihres Status als Geschiedene mit Diskriminierungen 
oder Ächtungen rechnen müssen. Mögliche weitere Anwendungsfälle bilden (gescheiterte) unter 
Zwang eingegangene Ehen oder solche im Zusammenhang mit Menschenhandel (BGE 137 II 345 
E. 3.2.2). Der Verbleib in der Schweiz kann sich auch dann als erforderlich erweisen, wenn der 
Ehegatte, von dem sich die Aufenthaltsberechtigung ableitet, verstirbt (vgl. BGE 137 II 1 E. 3 und 
4). Schliesslich ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG jeweils den Interessen allfälliger Kinder 
Rechnung zu tragen, falls eine enge Beziehung zu ihnen besteht und sie in der Schweiz ihrerseits 
gut integriert erscheinen (Botschaft AuG, BBl 2002 3709, 3754 Ziff. 1.3.7.6; BGE 137 II 345 E. 
3.2.2). Bei der Beurteilung der wichtigen persönlichen Gründe sind sämtliche Aspekte des Einzel-
falles mitzuberücksichtigen (BGE 137 II 345 E. 3.2.1; vgl. zudem Art. 31 VZAE); dazu gehören 
auch die Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben (BGE 137 II 345 E. 3.2.3). 
Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz 
geknüpft, lässt sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begründen, wenn die erneute 
Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (Botschaft AuG, BBl 2002 3709, 
3754 Ziff. 1.3.7.6). Entscheidend ist, ob die persönliche, berufliche und familiäre Wiedereingliede-
rung als stark gefährdet zu gelten hat und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher wäre (Urteil 
BGer 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 3). Ein persönlicher, nachehelicher Härtefall setzt 
aufgrund der konkreten Umstände eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- und 
Familienleben der ausländischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfal-
len der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung 
verbunden sind (BGE 137 II 345 E. 3.2.3; zum Ganzen 138 II 229 E. 3.1).

c) Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b in 
Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG jede Form ehelicher bzw. häuslicher Gewalt, sei sie körperli-
cher oder psychischer Natur, ernst zu nehmen (BGE 138 II 229 S. 233 3.2.1; Urteil BGer 
2C_155/2011 vom 7. Juli 2011 E. 4.3). Rechtsprechungsgemäss führt eheliche Gewalt nicht 
automatisch und voraussetzungslos zu einem Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung. Vielmehr muss erstellt sein, dass man von der betroffenen Person nicht verlangen kann, die 
eheliche Gemeinschaft fortzusetzen; die Gewalt muss demnach eine gewisse Intensität aufweisen 
(BGE 136 II 1 E. 5.3; Urteil BGer 2C_1122/2013 vom 15. August 2014 E. 2.1). Eheliche bzw. 
häusliche Gewalt im Sinne des Gesetzes bedeutet mithin nach der Rechtsprechung systematische 
Misshandlung körperlicher oder psychischer Art, die von einer gewissen Konstanz bzw. Intensität 

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geprägt ist und das Ziel verfolgt, Macht und Kontrolle auszuüben. Eine einmalige Ohrfeige oder 
verbale Beschimpfungen im Verlauf eines eskalierenden Streits genügen daher nicht (BGE 136 II 1 
E. 5 mit Hinweisen). Das Gleiche gilt bei einer einmaligen tätlichen Auseinandersetzung, in deren 
Verlauf die ausländische Person in psychischem Ausnahmezustand und mit mehreren Kratzspuren 
im Gesicht einen Arzt aufsucht, zumal wenn anschliessend eine Wiederannäherung der Eheleute 
stattfindet (Urteil BGer 2C_690/2010 vom 25. Januar 2011 E. 3.2). Die Ausübung psychischen 
bzw. sozioökonomischen Drucks, wie dauerndes Beschimpfen, Erniedrigen, Drohen und Einsper-
ren kann als besondere Form ehelicher Gewalt relevant sein, wenn sie die Schwelle zur unzulässi-
gen psychischen Oppression überschreitet. Das ist der Fall, wenn die psychische Integrität des 
Opfers bei einer Aufrechterhaltung der Ehe schwer beeinträchtigt ist. Die anhaltende erniedrigende 
Behandlung muss derart schwer wiegen, dass vom Opfer vernünftigerweise nicht erwartet werden 
kann, dass es um des Aufenthaltsrechts willen in einer seine Menschenwürde und Persönlichkeit 
verneinenden Beziehung verharrt. Die eheliche Gewalt kann für sich allein einen persönlichen 
nachehelichen Härtefall begründen, wenn sie einen bestimmten Schweregrad erreicht. Ansonsten 
müssen weitere Elemente hinzutreten, namentlich in Gestalt einer erschwerten Reintegration im 
Herkunftsland, die gemeinsam einen Härtefall begründen (vgl. BGE 138 II 229 E. 2.2.3 mit Hinwei-
sen). Die ausländische Person trifft bei den Feststellungen des entsprechenden Sachverhalts eine 
weitreichende Mitwirkungspflicht. Sie muss die eheliche Gewalt bzw. häusliche Oppression in 
geeigneter Weise glaubhaft machen (Arztberichte oder psychiatrische Gutachten, Polizeirapporte, 
Berichte/Einschätzungen von Fachstellen [Frauenhäuser, Opferhilfe usw.], glaubwürdige Zeugen-
aussagen von weiteren Angehörigen oder Nachbarn usw). Allgemein gehaltene Behauptungen 
oder Hinweise auf punktuelle Spannungen genügen nicht; wird häusliche Gewalt in Form 
psychischer Oppression behauptet, muss vielmehr die Systematik der Misshandlung bzw. deren 
zeitliches Andauern und die daraus entstehende subjektive Belastung objektiv nachvollziehbar 
konkretisiert und beweismässig unterlegt werden (BGE 138 II 229 E. 3.2.3). 

Ferner ist der Sinn und Zweck der vorgenannten Bestimmung, zu verhindern, dass sich ein 
Ehegatte gezwungen sieht, das Zusammenleben trotz ehelicher Gewalt aufrecht zu erhalten (Urteil 
BGer 2C_1017/2016 vom 11. November 2016 E. 2; Urteil BVGer C-2263/2013 vom 22. April 2016 
E. 8.2). Mithin geht es darum, dass (unter bestimmten Umständen) eine gewaltbedingte Aufhe-
bung der Haushaltsgemeinschaft für gewaltbetroffene Personen keine ausländerrechtlichen 
Nachteile nach sich ziehen soll (so SPESCHA, in Kommentar Migrationsrecht, 4. Auflage 2015, 
Art. 50 AuG N. 10). Auf Situationen, in denen die angeblich gewaltbetroffene Person aber die 
Wohngemeinschaft explizit aufrechterhalten will, lässt sich diese Norm deshalb nach der Recht-
sprechung nicht anwenden, da diesfalls das weitere Zusammenleben offensichtlich gerade nicht 
unzumutbar ist (Urteil BGer 2C_1122/2013 vom 15. August 2014 E. 2.3; siehe auch Urteile BGer 
2C_590/2010 vom 29. November 2010 E. 2.5.3; 2C_1017/2016 vom 11. November 2016 E. 2). 
Auch ist eine Berufung auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG bei ehelicher Gewalt nur möglich, wenn im 
Zeitpunkt der geltend gemachten Gewaltbetroffenheit der Aufenthaltsanspruch nicht durch vorgän-
giges Getrenntleben bereits untergegangen ist (BGE 137 II 345 E. 3.2.3; Urteil BGer 2C_590/2010 
vom 29. November 2010 E. 2.5.3; Urteil BVGer C-2263/2013 vom 22. April 2016 E. 8.2). Leben die 
Eheleute – ohne wichtigen Grund nach Art. 49 AuG – bereits getrennt, befindet sich der Ehepart-
ner, der nachträglich Opfer von Gewalt durch den anderen Ehepartner wird, nicht in einer wesent-
lich anderen Situation als jeder andere Ausländer, dem Gewalt durch Dritte angetan wird, weshalb 
Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG darauf keine Anwendung findet (Urteil BGer 2C_590/2010 vom 
29. November 2010 E. 2.5.3). 

10. a) Vorliegend berichtete der Hausarzt Dr. J.________ in seinem Arztbericht vom 4. April 
2017 einzig, dass die Beschwerdeführerin an chronischen Angstzuständen in Folge einer 

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schwierigen Trennung und an einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leide ("Présente 
un état anxieux chronique dans les suites d'une séparation maritale difficile, elle présente un état 
de stress post-traumatique séquellaire depuis"). Indes begründet er diese Diagnosen in keiner 
Weise. Auch kann gemäss den Kriterien der ICD-10 definitionsgemäss nur von einer PTBS ausge-
gangen werden, wenn sie nach einem traumatisierenden Ereignis von aussergewöhnlicher 
Schwere auftritt wie z.B. nach Vergewaltigung oder mehrmonatiger Lagerhaft (vgl. hierzu Urteil 
BGer 9C_554/2009 vom 18. August 2009 E. 6; siehe auch ICD-10, F43.1, Posttraumatische 
Belastungsstörung: "Diese entsteht als verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes 
Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit aussergewöhnlicher Bedrohung 
oder katastrophenartigem Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen 
würde."). Ein solches traumatisierenden Ereignis wird in casu nicht beschrieben, vielmehr hielt der 
Arzt wie erwähnt lediglich eine schwierige Trennung ("séparation maritale difficile") fest. Auch 
bestehen keine Hinweise, dass sich die Beschwerdeführerin in psychiatrischer Behandlung 
befindet. 

Weiter berichtete die Beschwerdeführerin gemäss dem Arztbericht von Dr. K.________ und 
Dr. L.________ vom 30. Juli 2016 zur ambulanten Konsultation auf der Notfallstation im 
M.________ Spital in N.________, dass sie seit zwei Wochen leichte Schmerzen im 
Nackenbereich, ausstrahlend in die linke Schulter, habe. Seit gestern seien die Schmerzen stärker 
geworden. Sie habe vor allem Schmerzen bei Bewegung. Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall 
würden verneint. Die Ärzte stellten demnach ein zervikales Schmerzsyndrom ohne Trauma fest, 
welches symptomatisch (mit Voltaren, Dafalgan und Mydocalm) behandelt werden solle. Auch aus 
diesem Bericht ergeben sich keinerlei Hinweise auf eine Gewalteinwirkung physischer oder 
psychischer Art durch den Ehemann, von dem sie überdies seit dem 1. Februar 2016 getrennt ist. 
Auch dieser Arztbericht ist demnach nicht geeignet, die von der Beschwerdeführerin behauptete 
eheliche Gewalt bzw. häusliche Oppression glaubhaft zu machen.  

b) Aus den Akten ergibt sich zudem, dass die Ehefrau am 1. Februar 2016 eine polizeiliche 
Intervention wegen häuslicher Gewalt verlangte. Der erfolgte Polizeieinsatz blieb allerdings ohne 
Folgen, da die Beschwerdeführerin darauf verzichtete, Strafanklage zu erheben. Weiter war die 
Beschwerdeführerin gemäss dem Bericht der I.________ vom 14. März 2017 im Oktober 2015 bei 
dieser I.________ in die Beratung gekommen. Im Beratungsgespräch habe sie insbesondere 
angegeben, ihr Ehemann würde sie psychisch misshandeln und sie unter Druck setzen, damit sie 
einen Ehevertrag unterschreibe. Die Beraterin beschrieb die Beschwerdeführerin als psychisch 
belastet. Weiter gab die Beraterin der I.________ in ihrem Bericht die von der Beschwerdeführerin 
geschilderten Ereignisse kurz vor dem Polizeieinsatz wieder. Die Beschwerdeführerin sei nach 
Peru verreist, während ihrer Abwesenheit habe ihr Ehemann ihre Tochter psychisch misshandelt; 
er habe ihr den Zugang zum Kühlschrank verboten, das Internet abgestellt und sie zum Putzen 
gezwungen. Als die Beschwerdeführerin zurückgekehrt sei, hätten sie und ihre Tochter den Druck 
nicht mehr ausgehalten und sich verbal gewehrt. Dabei sei der Ehemann durchgedreht und es gab 
eine Gewalteskalation, bei welcher die Polizei herbeigerufen wurde. Die Beraterin habe daraufhin 
die Opferhilfe-Beratungsstelle in H.________ kontaktiert. 

Gemäss dem Bericht dieser Opferberatungsstelle des Frauenhauses in H.________ vom 
14. Dezember 2016 habe die Beschwerdeführerin anlässlich der ersten Beratung vom 15. Oktober 
2015 erzählt, dass ihr Ehemann sie sehr schlecht behandle, wie eine Hausangestellte. Er beleidige 
und beschimpfe sie und drohe regelmässig, sie und ihre Tochter nach Peru zurückzuschicken. Im 
zweiten Beratungsgespräch vom 2. Februar 2016 wiederholte die Beschwerdeführerin, dass ihr 
Ehemann ihre Tochter sehr schlecht behandelt habe, während sie selbst in Peru gewesen sei: 

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Insbesondere habe die Tochter dauernd putzen müssen, er habe kontrolliert und sie habe darauf-
hin nochmals putzen müssen, weil er nicht zufrieden gewesen sei. Einmal sei er mit der Sauberkeit 
der Waschmaschine unzufrieden gewesen und habe ihrer Tochter dann einen schmutzigen und 
nassen Putzlappen ins Gesicht geworfen. Die Beschwerdeführerin gab ferner namentlich an, dass 
der Ehemann zuerst der Tochter und am 1. Februar 2016 ihr selber das Internet abgestellt habe. 
Zudem sei es zu einer Szene gekommen, bei welcher der Ehemann ausser sich gewesen sei und 
die Beschwerdeführerin mit drohenden Blicken angeschaut habe, woraufhin diese das Bewusst-
sein verloren habe. Zudem habe sie gesehen, dass er ihrer Tochter gegenüber eine drohende 
Geste gemacht und diese an der Hand gepackt habe, als ob er sie schlagen wolle. Deshalb habe 
sie am 1. Februar 2016 die Polizei gerufen. 

Diese Berichte mögen in der Tat davon zeugen, dass sich das Zusammenleben der Beschwerde-
führerin mit ihrem Ehemann und der Tochter schwierig gestaltete. Indes basieren die erstellten 
Berichte einzig auf den Angaben der Beschwerdeführerin und geben somit ihre Aussagen wieder. 
Auch fällt auf, dass sämtliche Unterlagen, welche nach Ansicht der Beschwerdeführerin die eheli-
che Gewalt belegen, erst nach der Trennung vom 1. Februar 2016 verfasst wurden. Zudem 
vermag die dargelegte eheliche Gewalt nicht den Schweregrad zu erreichen, welcher einen 
Härtefall im Sinne des Gesetzes begründen kann. So muss doch die anhaltende erniedrigende 
Behandlung nach der Rechtsprechung derart schwer wiegen, dass vom Opfer vernünftigerweise 
nicht erwartet werden kann, dass es um des Aufenthaltsrechts willen in einer seine Menschen-
würde und Persönlichkeit verneinenden Beziehung verharrt (vgl. BGE 138 II 229 E. 3.2.2). Indes 
habe die Beschwerdeführerin insbesondere anlässlich des Gesprächs mit der Opferhilfe-
Beratungsstelle vom 15. Oktober 2015 kundgetan, dass sie ihren Mann noch liebe und ihn nicht 
verlassen wolle und hoffe, dass er sich ändere. Auch erklärte sie anlässlich der administrativen 
Befragung der Vorinstanz vom 23. Juni 2016 ausdrücklich, dass für sie die Wiederaufnahme des 
gemeinsamen Haushaltes vorstellbar sei und sie nicht beabsichtige, das Scheidungsverfahren 
einzuleiten. Auf die Frage, wieso die Trennung von ihrem Ehemann nicht früher erfolgt sei, 
antwortete sie, dass ihre peruanischen Freunde und Familienangehörige ihr geraten hätten, 
geduldig zu sein und dass sich die Situation wieder ändern werde. Sie habe das Zusammenleben 
mit ihrem Ehemann fortgesetzt, da sie immer noch Gefühle für diesen hatte. Damit empfand sie 
das weitere Zusammenleben mit ihrem Ehemann offenbar nicht als geradezu unzumutbar; sie 
kann sich folglich nicht auf die Art. 50 Abs. 1 lit. b in Verbindung mit Art. 50 Abs. 2 AuG stützen, 
deren Sinn es wie erwähnt ist, zu verhindern, dass sich ein Ehegatte gezwungen sieht, das 
Zusammenleben trotz ehelicher Gewalt aufrecht zu erhalten.

c) Schliesslich wurden auch die sich in den Akten befindlichen SMS des Ehemannes, in 
welchen sich dieser abschätzig über die Beschwerdeführerin äusserte und in denen er ihr diverse 
Vorwürfe zu ihrem Verhalten machte, allesamt erst nach der Trennung versendet. Sie sind damit 
ebenfalls nicht geeignet, die von der Beschwerdeführerin behauptete Gewalteinwirkung 
(physischer oder psychischer Natur) glaubhaft zu machen.

d) Es gelingt der Beschwerdeführerin damit in casu nicht, glaubhaft zu machen, dass sie 
vor dem Zeitpunkt ihrer Trennung vom Februar 2016 tatsächlich Opfer ehelicher Gewalt wurde, 
welche zudem eine Intensität annimmt, bei der man von der betroffenen Person nicht verlangen 
kann, die eheliche Gemeinschaft fortzusetzen.

e) Schliesslich liegen auch keine Anhaltspunkte vor, welche die soziale Wiedereingliede-
rung der Beschwerdeführerin in ihrer Heimat als stark gefährdet erscheinen liessen, zumal sie erst 
seit September 2012 in der Schweiz lebt. Demnach sind im Ergebnis keine wichtigen persönlichen 

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Gründe ersichtlich, welche einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (vgl. Art. 
50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG). 

11. Es bleibt zu prüfen, ob sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung insgesamt als 
verhältnismässig erweist. Den grössten Teil ihres Lebens hat die Beschwerdeführerin in Peru 
verbracht und sie ist mit den Verhältnissen in ihrer Heimat, wo sie aufgewachsen und sozialisiert 
worden ist, vertraut. Sie hat dort als Schulbusfahrerin gearbeitet. In Peru halten sich insbesondere 
ihr Sohn sowie weitere Familienangehörige auf, welche ihr beistehen und Halt bieten können. Die 
Beschwerdeführerin ist erst im Jahr 2012 im Alter von 45 Jahren in die Schweiz eingereist. Sie 
besitzt keine fundierten Kenntnisse der Landessprachen und ihre wirtschaftliche bzw. berufliche 
Integration ist wenig fortgeschritten. Auch bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass ihre medizini-
sche Behandlung – soweit diese aufgrund der eingereichten Arztzeugnisse erforderlich sein sollte 
– in Peru nicht sichergestellt wäre. Eine Rückkehr nach Peru ist folglich mit keiner unzumutbaren 
Härte verbunden. Insgesamt erweist sich demnach der angefochtene Entscheid auch als verhält-
nismässig im Sinne von Art. 96 AuG und es kann der Beschwerdeführerin zugemutet werden, 
ihren Lebensmittelpunkt nach Peru zurückzuverlegen. 

12. Die Vorinstanz hat mithin die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin zu Recht nicht 
verlängert und die Wegweisung angeordnet und diese hat gestützt auf Art. 50 AuG keinen 
Anspruch auf einen entsprechenden Aufenthaltstitel; überdies sind auch keine Vollzugshindernisse 
ersichtlich und solche werden von der Beschwerdeführerin in der Beschwerde auch nicht geltend 
gemacht. Damit ist die Beschwerde abzuweisen und die angefochtene Verfügung ist zu bestätigen 
(601 2017 102).

13. Schliesslich hat die Beschwerdeführerin um Gewährung der (teilweisen) unentgeltlichen 
Rechtspflege (Verfahrenskosten) ersucht. 

a) Nach Art. 142 Abs. 1 VRG hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wer nicht 
genügend Mittel besitzt, um ohne Beschränkung des notwendigen Lebensunterhalts für sich oder 
seine Familie die Kosten eines Verfahrens bestreiten zu können. Die unentgeltliche Rechtspflege 
wird nach Art. 142 Abs. 2 VRG nicht gewährt, wenn das Verfahren von vornherein aussichtslos 
erscheint. Dabei sind jene Begehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten 
beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet 
werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten 
und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. 
Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überle-
gung zu einem Prozess entschliessen würde (vgl. nur BGE 139 III 475 E. 2.2; Urteil KG FR 603 
2014 184 und 204 vom 10. Dezember 2014 E. 7b).

b) Vorliegend erweist sich die finanzielle Bedürftigkeit aufgrund der Akten als nachgewie-
sen, und das Verfahren erschien nicht von vornherein aussichtslos. Das Gesuch der Beschwer-
deführerin um Gewährung der teilweisen unentgeltlichen Rechtspflege (601 2017 103) ist 
demnach gutzuheissen (Art. 143 VRG).

c) Die Gerichtskosten werden zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin auf 
CHF 800.- festgesetzt. Von deren Erhebung wird aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege abgesehen.

d) Es wird keine Parteientschädigung gewährt (vgl. auch Urteil BGer 2C_1171/2016 vom 
26. Oktober 2017 E. 5.3 ff.). 

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen (601 2017 102).

II. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird gutgeheissen (601 2017 
103).

III. Die Verfahrenskosten von CHF 800.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Von deren 
Erhebung wird aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege abgesehen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten beim Bundesgericht eingereicht werden, sofern der Beschwerdeführer einen 
Rechtsanspruch auf eine fremdenpolizeiliche Bewilligung geltend macht. Andernfalls kann eben-
falls innert 30 Tagen ab Zustellung eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht 
eingereicht werden. Mit diesem Rechtsmittel könnte allein die Verletzung von verfassungsmässi-
gen Rechten gerügt werden (Art. 116 BGG), wobei die Verletzung solcher Rechte konkret darge-
tan werden muss (Art. 106 Abs. 2 und Art. 42 Abs. 2 BGG). Werden beide Rechtsmittel ergriffen, 
hat dies in der gleichen Rechtsschrift zu geschehen (Art. 119 Abs. 1 BGG).

Freiburg, 22. Dezember 2017/dgr/sgu

Präsidentin Gerichtsschreiberin-Praktikantin