# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26439adf-cdc6-58fd-ab6f-7e7aa5d2e567
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2021 C-141/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-141-2021_2021-10-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-141/2021 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  11 .  O k t o b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Österreich,   

vertreten durch PD Dr. Peter Reetz, Rechtsanwalt, Reetz 

Sohm Rechtsanwälte, Obere Wiltisgasse 52, Postfach 441, 

8700 Küsnacht ZH,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, Verfügung vom 

25. November 2020. 

 

 

 

C-141/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder 

Vorinstanz) am 25. November 2020 eine Verfügung erlassen hat, mit wel-

chem sie den Rentenanspruch des 1969 geborenen, in Österreich wohn-

haften A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) bei 

einem Invaliditätsgrad von 20 % abgewiesen hat, 

dass der Versicherte hiergegen, vertreten durch Rechtsanwalt PD Dr. Peter 

Reetz, beim Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 12. Januar 2021 

hat Beschwerde erheben und unter anderem beantragen lassen, es sei die 

Verfügung der Vorinstanz vom 25. November 2020 aufzuheben und es sei 

ihm ganze Invalidenrente zuzusprechen, 

dass er nebst einem Eventualbegehren auch diverse Subeventualbegeh-

ren hat stellen lassen, 

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 2. Februar 2021 

unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Beschwerde) 

aufgefordert worden ist, einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- in der Höhe 

der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten, 

dass dieser Gerichtskostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist, 

dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, IV-Stelle (im 

Folgenden: IV-Stelle SG), der IVSTA mit Schreiben vom 29. April 2012 mit-

geteilt hat, sie habe die Beschwerdeschrift geprüft; da weitere medizinische 

Abklärungen angezeigt seien, werde der Widerruf der Verfügung vom 

25. November 2020 empfohlen, 

dass die Vorinstanz mit Datum vom 7. Mai 2021 die von der IV-Stelle SG 

zuständigkeitshalber vorbereitete Verfügung, mit welcher die angefochtene 

Verfügung vom 25. November 2020 widerrufen worden ist, eröffnet hat, 

dass die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht im Rahmen ihrer Ver-

nehmlassung vom 7. Mai 2021 je ein Doppel des Schreibens der IV-Stelle 

SG vom 29. April 2012 sowie der Widerrufsverfügung vom 7. Mai 2021 

übermittelt und ausgeführt hat, das Beschwerdeverfahren könne als ge-

genstandslos geworden abgeschrieben werden, 

dass der Rechtsvertreter in der Folge im Rahmen der Eingabe vom 19. Mai 

2021 seine Honorarnote eingereicht hat, 

C-141/2021 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 5. Oktober 2021 um 

Erlass des Entscheids betreffend Abschreibung des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens bis spätestens 20. Oktober 2021 hat ersuchen lassen, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz betreffend Rentenanspruch beim Bun-

desverwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass demnach das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der Be-

schwerde zuständig ist und vorliegend – was das Sachgebiet angeht – 

keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist (Art. 32 VGG), 

dass auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, weshalb auf 

die Beschwerde vom 12. Januar 2021 einzutreten ist, 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 VwVG ihren ursprünglichen 

Entscheid in Wiedererwägung ziehen bzw. widerrufen kann (vgl. hierzu Ur-

teil des BVGer C-911/2009 vom 29. November 2011 E. 4.1 mit Hinweisen), 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass der Beschwerdeführer nach Kenntnis des am 7. Mai 2021 vernehm-

lassungsweise gestellten Antrags der Vorinstanz auf Abschreibung des Be-

schwerdeverfahrens zufolge Gegenstandlosigkeit am 19. Mai 2021 seine 

Honorarnote hat einreichen und nichts hat vorbringen lassen, was die Fort-

setzung des Beschwerdeverfahrens erfordern resp. gegen die Abschrei-

bung des Beschwerdeverfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit sprechen 

würde, 

dass durch die Wiedererwägungsverfügung der Vorinstanz vom 7. Mai 

2021 die angefochtene Verfügung vom 25. November 2020 widerrufen 

worden und das vorliegende Beschwerdeverfahren somit vollumfänglich 

gegenstandslos geworden ist, 

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Seite 4 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Wiedererwägung vollumfänglich gegenstandslos geworden abzu-

schreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass die Gegenstandslosigkeit von der Vorinstanz zu verantworten ist, die-

ser aber keine Verfahrenskosten aufzuerlegen sind (Art. 5 VGKE i.V.m. mit 

Art. 63 Abs. 2 VwVG), 

dass somit keine Verfahrenskosten zu erheben sind, 

dass dem Beschwerdeführer der von ihm geleistete Kostenvorschuss in 

der Höhe von Fr. 800.- nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurück-

zuerstatten ist, 

dass der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer gemäss Art. 64 Abs. 1 

VwVG in Verbindung mit Art. 7 VGKE Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Verwaltung hat, 

dass der Rechtsvertreter in seiner Kostennote vom 19. Mai 2021 einen 

Aufwand von 23.7 Stunden à Fr. 300.- (Fr. 7'110.-) sowie einen Spesenzu-

schlag in der Höhe von pauschal 4 % des Honorars (Fr. 284.40) geltend 

gemacht hat, 

dass er zur Begründung insbesondere ausgeführt hat, es habe eine um-

fassende Beschwerdeschrift verfassen müssen, um insbesondere aufzu-

zeigen, dass die psychischen Leiden des Beschwerdeführers nicht richtig 

abgeklärt worden seien; die Vorinstanz habe gerade aufgrund der substan-

tiiert gerügten Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, namentlich der 

fehlenden gesicherten Aktenlage zu den psychischen Leiden, die Verfü-

gung vom 25. November 2020 widerrufen, weshalb der Aufwand der 30-

seitigen Beschwerdeschrift vom 12. Januar 2021 unbedingt notwendig und 

gerechtfertigt und das gewählte Vorgehen auch erfolgreich gewesen sei, 

dass er weiter vorgebracht hat, der Beschwerdeführer sei als rechtlicher 

Laie, welcher mit der Komplexität des schweizerischen Sozialversiche-

rungsrechts nicht einmal im Ansatz vertraut sei, auf eine fachliche Rechts-

vertretung angewiesen gewesen, 

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Seite 5 

dass der Rechtsvertreter schliesslich erläutert hat, durch das vorliegende 

Verfahren sei das Sozialversicherungsrechtsverfahren, welches seit meh-

reren Jahren andauere, wieder erheblich verlängert worden; unnötige 

Rechtsverzögerungen wie im vorliegenden Fall seien praxisgemäss bei der 

Parteientschädigung gehörig zu berücksichtigen, 

dass sich der auf Fr. 300.- veranschlagte Stundenansatz nicht beanstan-

den lässt (vgl. Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE [Stun-

denansatz für Anwälte/Anwältinnen mindestens Fr. 200.- und höchstens 

Fr. 400.- und für nichtanwaltliche Vertreter und Vertreterinnen mindestens 

Fr. 100.- und höchstens Fr. 300.-]), 

dass hingegen die geltend gemachte Parteientschädigung in der Höhe von 

insgesamt Fr. 7'394.40 (Arbeitsaufwand von 23.7 Stunden inkl. Spesen, 

ohne Mehrwertsteuer) zu kürzen ist, da rechtsprechungsgemäss nicht der 

geltend gemachte, sondern nur der notwendige Aufwand zu entschädigen 

ist (vgl. Urteile des BGer 9C_730/2019 vom 21. April 2020 E. 3.2. und 

8C_140/2008 vom 25. Februar 2 009 E. 11.4 mit Hinweisen), 

dass bereits im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gal-

len vom 7. Dezember 2020, im Rahmen dessen sich in erster Linie die 

Frage nach der Zuständigkeit der IV-Stelle SG gestellt hat, erwogen wor-

den ist, den durch den Anwaltswechsel verursachte Mehraufwand habe 

nicht die IV-Stelle zu tragen, 

dass die detaillierte, in ausführlichem Umfang vorgenommene Schilderung 

des Sachverhalts zur Person des Beschwerdeführers (S. 5 bis 7), zu des-

sen gesundheitlichen Leiden im Besonderen (S. 7 bis 10) sowie zum IV-

Verfahren (S. 10 bis 14) weder einen notwendigen noch verhältnismässi-

gen Aufwand darstellt, 

dass dem Rechtsvertreter darüber hinaus bereits im Rahmen des kanto-

nalen Gerichtsverfahrens – da kein vollständiger Prozess durchzuführen 

gewesen war – eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 2'300.- (einschliesslich Barauslagen, exklusive Mehrwertsteuer) zuge-

sprochen und somit der für die Zeit vor der vorliegend angefochtenen Ver-

fügung der Vorinstanz vom 25. November 2020 in materieller Hinsicht gel-

tend gemachte Aufwand am 14. August 2020 von insgesamt 7.9 Stunden 

bereits zumindest teilweise entschädigt worden ist, 

dass unter Berücksichtigung des Initialaufwands und der Parteientschädi-

gung im kantonalen Beschwerdeverfahren, des Verfahrensausgangs, des 

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Seite 6 

gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache 

sowie der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Beschwerdever-

fahrens die Parteientschädigung – entsprechend einem Aufwand von 12 

Stunden – auf Fr. 3'600.- festzusetzen ist, 

dass weiter die nicht detailliert ausgewiesenen Spesen in der Höhe von 

pauschal 4 % des Honorars (Fr. 284.40) einer Kürzung auf Fr. 170.- zu 

unterziehen sind (vgl. hierzu Urteil des BVGer C-1342/2017 vom 11. Sep-

tember 2018 E. 11.2 mit Hinweis), 

dass sich demgemäss die Parteientschädigung auf insgesamt Fr. 3'770.- 

(inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer [vgl. hierzu Art. 1 Abs. 2 Bst. a i.V.m. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 

2009 {MWSTG; SR 641.20}]) beläuft. 

 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.- wird diesem nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 3'770.- zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular "Zahl-

adresse") 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

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Seite 7 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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