# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3c5705c-7426-5e6a-9ded-a7669c365736
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.04.2014 UV 2013/42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-42_2014-04-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/42

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.04.2014

Entscheiddatum: 04.04.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2014
Art. 6 UVG; Art. 11 UVV. Verneinung eines Rückfalls bzw. eines natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen Verkehrsunfall mit erlittener 
Weichteilverletzung im Bereich des Kniegelenks und acht Jahre später 
gemeldeten Kniegelenksbeschwerden bei radiologisch erhobener 
Gonarthrose (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen 
vom 4. April 2014, UV 2013/42).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_400/2014

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, Gerichtsschreiberin

Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 4. April 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dietmar Rudloff, Sorge 2, DE-07545 Gera,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.      

A.a  Der 19__ geborene A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit 10. September 2001 

bei der B.___ als Vorarbeiter tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 2. August 2004 als Motorradfahrer einen Verkehrsunfall erlitt. Ein 

auf der rechten Fahrbahn fahrendes Auto wechselte unerwartet auf die linke Fahrbahn 

des Versicherten und kollidierte mit diesem (Suva-act. 1, 3). Der Versicherte wurde 

noch am Unfalltag in die Klinik C.___ eingewiesen, wo die behandelnden Ärzte 

insbesondere eine ausgedehnte Weichteilverletzung im Bereich des rechten 

Kniegelenks mit Durchtrennung des Haut-Weichteil-Mantels an der Aussen-, Vorder- 

und Innenseite des rechten Beins diagnostizierten. Die Wunde wurde operativ versorgt. 

Aufgrund der Ausgedehntheit des Befundes kam es zu einer sekundären Haut-Fett-

Gewebsnekrose von ca. 8 x 10 cm Ausdehnung unmittelbar präpatellar, weshalb eine 

Nekrektomie durchgeführt werden musste. Im Weiteren waren verschiedene 

Vakuumversiegelungen planmässig notwendig. Am 7. September 2004 erfolgte 

schliesslich eine Spalthautplastik. Am 15. September 2004 konnte der Versicherte bei 

reizloser, vollständig eingeheilter Spalthautplastik mit angelegtem Verband aus der 

Klinik entlassen werden (Suva-act. 4, 6, 9). Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 31. 

Januar 2005 teilte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. D.___ der Suva mit, dass 

der Versicherte seine Arbeit am 11. Oktober 2004 wieder zu 100% aufgenommen habe 

und die Behandlung am 3. Dezember 2004 abgeschlossen worden sei (Suva-act. 12, 

vgl. auch Suva-act. 28, 32).

A.b  Am 17. Juli 2012 liess der Versicherte einen Rückfall zum Unfallereignis vom

2. August 2004 melden (Suva-act. 13). Nach Eingang eines Arztzeugnisses UVG des 

behandelnden Arztes, Dr. med. E.___, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, vom 

20. Dezember 2012 (Suva-act. 27) und einer Besprechung mit dem Versicherten am 23. 

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Januar 2013 (Suva-act. 32) liess die Suva die Frage der Rückfallkausalität am 21. März 

2013 kreisärztlich durch Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH, beurteilen (Suva-

act. 33).

A.c  Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung eröffnete die Suva dem Versicherten mit 

Verfügung vom 25. März 2013, dass die Kausalität zwischen den gemeldeten 

Kniebeschwerden rechts und dem Unfall vom 2. August 2004 nicht sicher oder 

mindestens überwiegend wahrscheinlich gegeben sei. Die Suva sei demzufolge nicht 

leistungspflichtig (Suva-act. 50).

B.    

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten am 14. April 2013 erhobene Einsprache 

(Suva-act. 51) wies die Suva nach Rückfrage bei Dr. F.___, ob weiterhin an der 

Leistungsablehnung festgehalten werden könne (Suva-act. 53 f.), mit 

Einspracheentscheid vom 24. Mai 2013 ab (Suva-act. 56).

C.      

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch Rechtsanwalt

D. Rudloff, Gera, mit Eingabe vom 24. Juni 2013 Beschwerde erheben (act. G 1). Am

3. Juli 2013 reichte dieser die vom Versicherungsgericht geforderte, verbesserte 

Beschwerdeschrift (act. G 2, G 5) und am 30. August 2013 - nach Einsicht in die Suva-

Akten - eine Beschwerdeergänzung ein (act. G 8 f.). In der Beschwerde vom 24. Juni 

2013 wurde beantragt, die Verfügung vom 25. März 2013 in der Gestalt des 

Einspracheentscheids vom 24. Mai 2013, je der Beschwerdegegnerin, seien 

abzuändern und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

gemäss seiner Rückfallmeldung vom 17. Juli 2012 aufgrund des Verkehrsunfalls vom 2. 

August 2004 Versicherungsleistungen auszurichten, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1). In der Beschwerdeergänzung vom 3. Juli 2013 

beantragte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zum Beweis der Richtigkeit 

seiner Ausführungen und damit zum Beweis des Vorliegens eines Rückfalls bzw. der 

Kausalität der aktuellen Kniebeschwerden zur ursprünglichen Unfallverletzung die 

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Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens durch einen Facharzt der 

Orthopädie und Unfallchirurgie nach Wahl des Gerichts (act. G 9).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 26. September 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 24. Mai 2013 (act. G 11).

C.c  Mit Replik vom 15. November 2013 bekräftigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Antrag auf Einholung eines Sachverständigengutachtens, 

sollte das Versicherungsgericht die Rückfallkausalität als nicht gegeben ansehen (act. 

G 13). Zusammen mit der Replik legte er einen Bericht von Dr. med. G.___, Dr. med. 

H.___ und I.___, Gemeinschaftspraxis Radiologie/Nuklearmedizin, über eine am 

4. November 2013 durchgeführte kernspintomographische (MRT-)Untersuchung des 

rechten Kniegelenks des Beschwerdeführers vor (act. G 13.1).

C.d  Mit Duplik vom 29. November 2013 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an 

ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 15).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

1.1   Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die auch 

bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung 

[UVV; SR 832.202]) geltende rechtliche Voraussetzung des für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 

zwischen einem Unfall und in dessen Folge eingetretener Gesundheitsschädigungen 

(Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]; BGE 

129 V 181 E. 3.1) zutreffend dar. Darauf ist zu verweisen. Die Beurteilung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs erfolgt aufgrund der Feststellungen bei den 

medizinischen Untersuchungen und ist Aufgabe des Arztes oder der Ärztin. 

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Demgegenüber obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und BGE 112 V 30; PVG 1984 

Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat allerdings die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 138 V 

250 f. E. 4 mit Hinweisen, BGE 118 V 291 f. E. 3a).

1.2   Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 

eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungsgemäss gleichfalls 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312 f. E. 1b).

1.3   Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfall zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen 

Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende Tatsache. Die 

diesbezüglichen Konsequenzen bei Beweislosigkeit trägt damit die versicherte Person 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

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Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 4, 79). Die Verwaltung 

als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur 

dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 119 V 337 E. 1, BGE 118 

V 289 E. 1b, BGE 117 V 360 E. 4a mit Hinweisen).

2.    

Streitig und zu prüfen ist, ob zwischen den beim Beschwerdeführer seit Frühling 2012 

progredient aufgetretenen, ab Juli 2012 behandlungsbedürftigen (Suva-act. 32) und am 

17. Juli 2012 gemeldeten (Suva-act. 13) belastungsabhängigen Knieschmerzen rechts 

(vgl. Suva-act. 27) und seinem am 2. August 2004 erlittenen Verkehrsunfall ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, so dass ein Rückfall bejaht werden kann. 

Diese Frage wird von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Beurteilungen ihres 

Kreisarztes Dr. F.___ vom 21. März und 15. Mai 2013 (Suva-act. 33, 54) verneint.

3.       

3.1   Wie bereits in seiner Beurteilung vom 21. März 2013 (Suva-act. 33) hält Dr. F.___ 

auch in seiner Beurteilung vom 15. Mai 2013 (Suva-act. 54) etwas ausführlicher fest, 

dass beim Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 2. August 2004 nur eine 

Weichteilverletzung aufgetreten sei, die nach partieller Nekroseentwicklung mittels 

Spalthauttransplantation behandelt worden sei. Eine Kniebinnenschädigung sei in 

keinem der vorliegenden Arztberichte erwähnt oder dokumentiert. Ein reines 

Weichteiltrauma führe jedoch nicht zu einer Gonarthrose. Die von Dr. I.___ 

festgehaltene mediale Gonarthrose sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die 

von ihm beschriebene Varusfehlstellung zurückzuführen, welche jedoch in keinem 

Zusammenhang mit dem Unfall stehe. Ein Rückfall sei somit nicht überwiegend 

wahrscheinlich.

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3.2   Der Umstand, dass Dr. F.___ seine Beurteilungen ausschliesslich aufgrund der 

Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht dem 

Beweiswert seiner Beurteilung nicht entgegen (vgl. dazu PVG 1996, 267 E. 3b; RKUV 

1988 Nr. U 56 S. 371 E. 5b). Der Kreisarzt legt die Anamnese ("aktenmässiger Verlauf") 

bzw. die Ergebnisse der im konkreten Fall durchgeführten persönlichen ärztlichen 

Untersuchungen - die MRT-Untersuchung vom 4. November 2013 erfolgte erst nach 

seiner Beurteilung (act. G 13.1) - lückenlos dar. Im Weiteren beziehen sich seine 

Ausführungen auf die im Rahmen der Beurteilung einer Rückfallkausalität 

massgebenden Beurteilungskriterien, nämlich die ursprünglich gestellte Unfalldiagnose 

als massgebender Ausgangspunkt für traumatische Folgeschäden, die im Rahmen des 

Rückfalls erhobene Diagnose sowie das Ergebnis der radiologischen Untersuchung 

betreffend Vorliegen relevanter unfallkausaler somatischer Befunde im Sinn 

struktureller Veränderungen.

3.3    

3.3.1         Der Befund der MRT-Untersuchung des rechten Kniegelenks vom 4. 

November 2013 benennt eine höhergradige mediane Gonarthrose bei komplexem Riss 

des Innenmeniskus, eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes, eine Enthesiopathie der 

Patellarsehne, eine Chondrose femoropatellar sowie ein kleines Enchondrom im 

Bereich der Femurepiphyse bzw. distalen Metaphyse (act. G 13.1). Bei diesen 

Gesundheitsschäden handelt es sich zweifelsohne um klare organische, strukturelle 

Substrate, die grundsätzlich als Ursache der fortwährend geklagten Schmerzen im 

Bereich des Kniegelenks in Frage kommen. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers stellt sich auf den Standpunkt, mit dem vorgenannten MRT-Befund 

sei belegt, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 2. August 2004 eine 

Ruptur des vorderen Kreuzbandes sowie einen Meniskusriss erlitten habe. Tatsächlich 

vermögen zwar beide Gesundheitsschäden ohne weiteres als Folge eines Traumas 

aufzutreten, doch können sie eben auch degenerative Erkrankungen darstellen (vgl. 

dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 

1056 f., S. 1100). Grundsätzlich sind mithin beide Kausalitäten denkbar. Nachfolgend 

ist damit zu entscheiden, von welcher Kausalität (Krankheits- oder Unfallkausalität) mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszugehen ist.

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3.3.2         Laut Berichten der erstbehandelnden Ärzte der Klinik C.___ vom 3. und 

14. September 2004 erlitt der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 2. August 

2004 eine ausgedehnte Weichteilverletzung im Bereich des rechten Kniegelenks (Suva-

act. 4, 9). Dr. D.___ führte in seinem ärztlichen Zwischenbericht vom 31. Januar 2005 

gleichfalls (nur) die Diagnose einer ausgedehnten Weichteilverletzung am rechten Knie 

mit sekundärer Haut-Fett-Gewebsnekrose an (Suva-act. 12). Laut Dr. F.___ vermag ein 

Weichteiltrauma nicht zu einer Gonarthrose zu führen. Bei der Arthrose handelt es sich 

um eine degenerative Gelenkkrankheit. Als unfallkausaler Gesundheitsschaden kann 

sie lediglich sekundär, d.h. als Spätfolge einer primären Verletzung - beispielsweise 

nach einer schlecht verheilten intraartikulären Fraktur, geheilt ohne anatomisch exakte 

Reposition, aber auch nach einem Kreuzband- oder Meniskusriss - auftreten 

(Debrunner, a.a.O., S. 579 ff., S. 1056 ff., S. 1068, S. 1100). Laut medizinischer Literatur 

stellen Bänder - und damit auch das Kreuzband - Weichteile dar (vgl. dazu 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 270 f.: 

"Bindegewebe", S. 2254: "Weichteile"; Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, 

S. 1967). Insofern könnte der obgenannten kreisärztlichen Schlussfolgerung nur dann 

uneingeschränkt gefolgt werden, wenn der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls 

vom 2. August 2004 keinen Kreuzbandriss erlitten hätte. Im konkreten Fall umfasste die 

ausgedehnte Weichteilverletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit keinen solchen. Auch andere Kniebinnenschädigungen erlitt der 

Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine. Gemäss der 

Feststellung von Dr. F.___ - es sei in keinem der vorliegenden Arztberichte eine 

Kniebinnenschädigung erwähnt oder dokumentiert - ist im Bericht der Klinik C.___ vom 

14. September 2004 ausdrücklich festgehalten, dass die Gelenk- und Sehnenanteile 

nicht verletzt gewesen seien. Auch im Rahmen der anschliessenden 

Hautweichteilnekrose sei das Kniegelenk selbst nicht eröffnet gewesen (Suva-act. 9). 

Entsprechend wird die Ruptur des vorderen Kreuzbandes im MRT-

Untersuchungsbericht explizit als degenerativ bezeichnet. Eine darauf 

zurückzuführende Gonarthrose muss damit automatisch auch rein degenerativ bedingt 

sein. Von der Formulierung im MRT-Untersuchungsbericht "Gonarthrose bei 

komplexem Riss des Innenmeniskus" darf demzufolge kein nicht degeneratives 

Geschehen abgeleitet werden. Als weitere ergänzende Befunde, die eine umfassende 

degenerative Problematik im Bereich des Kniegelenks darstellen, schliessen sich die im 

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radiologischen Bericht aufgeführte degenerative Erkrankung der Chondrose sowie die 

Enthesiopathie, als schmerzhafte chronische Entzündung in degenerativen 

Veränderungen (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 628, S. 854; Pschyrembel, a.a.O., S. 

2042: "Tendopathie", S. 576: "Enthesiopathie"), an. Gesamthaft betrachtet, können die 

mit der MRT-Untersuchung sichtbar gewordenen Gesundheitsschäden deshalb nur als 

degenerativ bedingt eingestuft werden, weshalb nicht von einer überwiegend 

wahrscheinlichen Unfallkausalität der Gonarthrose auszugehen. Die Argumentation des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers - die Nichteröffnung des Kniegelenks möge 

seinerzeit den traumatischen Weichteilverletzungen geschuldet gewesen sein, doch mit 

dem MRT-Untersuchungsbericht vom 4. November 2013 (act. G 13.1) sei nun belegt, 

dass der Beschwerdeführer durch den Unfall eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes 

sowie einen kompletten Riss des Innenmeniskus erlitten habe - vermag diese 

Beurteilung nicht in Frage zu stellen bzw. den Bestand einer Rückfallkausalität der am 

17. Juli 2012 gemeldeten Kniegelenksbeschwerden zum Unfallereignis vom 2. August 

2004 nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Unfallverletzungen 

bzw. traumatisch bedingte Kreuzband- und Meniskusrisse zeigen sich in der Regel 

unmittelbar nach dem Unfall am auffälligsten, d.h. präsentieren sich mit den 

entsprechenden Schmerzen und Funktionseinschränkungen und werden damit 

zumindest klinisch vermutet. Insofern erscheint es wenig plausibel bzw. zumindest 

nicht überwiegend wahrscheinlich, dass insbesondere eine solch massgebliche 

Verletzung wie ein kombinierter Kreuzband- und Innenmeniskusriss - trotz vorliegenden 

anderweitigen Weichteilverletzungen - nicht erkannt worden wäre und am 3. Dezember 

2004 ohne weitere gezielte Therapie zu einem Behandlungsabschluss geführt hätte.

3.3.3         Nichts daran zu ändern vermag auch das Arztzeugnis UVG von Dr. E.___ 

vom 20. Dezember 2012 (Suva-act. 27). Entsprechend den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 26. September 2013 (act. G 11) 

ist zunächst allgemein zu beachten, dass ein behandelnder Arzt eine wesentlich andere 

Sicht auf seinen Patienten als ein Gutachter auf eine explorierende Person hat. Der 

Auftrag eines behandelnden Arztes ist ein therapeutischer, er konzentriert sich auf die 

Behandlung und steht in einem Vertrauensverhältnis zu seinem Patienten. Hingegen 

entsteht dadurch, dass beim Gutachter ein Behandlungsauftrag fehlt, eine grössere 

Distanz zum Exploranden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist daher der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Spezialärzte aufgrund 

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dieser auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen tendenziell eher zu 

Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc; Urteil des Bundesgerichts 

vom 24. März 2009, 8C_871/2008, E. 3.2 mit Hinweisen). Aus der Tatsache, dass Dr. 

E.___ die radiologisch erhobene Gonarthrose als posttraumatisch bezeichnet hat, kann 

sodann keine Bestätigung der Unfallkausalität abgeleitet werden (Alfred Maurer, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205). Der 

fragliche Ausdruck sagt lediglich aus, dass gewisse Beschwerden bzw. gesundheitliche 

Störungen nach einem Unfall aufgetreten sind. Je grösser der zeitliche Abstand 

zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, 

desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Im konkreten 

Fall ist von einem rund acht Jahre dauernden Intervall zwischen dem Unfallereignis (2. 

August 2004) und der Rückfallmeldung (17. Juli 2012) ohne aktenmässig dokumentierte 

Behandlung oder Kontrolle und mit durchgehender Arbeitsfähigkeit auf dem Bau 

auszugehen. Ohne solche dokumentierten Brückensymptome lässt diese mehrjährige 

Latenzzeit eine Rückfallkausalität als unwahrscheinlich erscheinen. Die vom 

Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin am 23. Januar 2013 

geschilderten Brückensymptome (vgl. Suva-act. 32) sind nicht nachgewiesen. Die 

Folgen der Beweislosigkeit von Brückensymptomen wirken sich zu Lasten des 

Beschwerdeführers aus (vgl. Erwägung 1.3). Im Übrigen ist zu wiederholen, dass 

unfallkausale Rupturen von Kreuzband- und Innenmeniskus eine unfallnahe, 

spezifische Heilbehandlung notwendig gemacht hätten. Insgesamt bestehen somit 

keine überzeugenden Gründe für die Annahme solcher, beim Unfall vom 2. August 

2004 erlittener Kniebinnenschädigungen bzw. Folgeschäden derselben, wie sie 

anlässlich der MRT-Untersuchung vom 4. November 2013 (act. G 13.1) erhoben 

wurden. Angesichts des Gesagten kann auch der von Dr. E.___ im Arztzeugnis UVG 

erhobene Befund einer Varusstellung des rechten Kniegelenks nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als unfallkausal betrachtet werden, 

indem die Kausalitätskette mit einer ursprünglichen Kniebinnenläsion mit der 

Folgeerscheinung einer Varusstellung des Kniegelenks überwiegend wahrscheinlich 

ausser Betracht fällt. Angesichts der mehrjährigen Latenzzeit ohne dokumentierte 

Brückensymptome vermag schliesslich auch die vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers dargestellte Kausalitätskette - massive Weichteilverletzung im 

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Bereich der Kniescheibe als ursprüngliche traumatische Gesundheitsschädigung/nicht 

vollständig wieder hergestellte Funktionalität und daraus folgend Dysbalance beider 

Kniegelenke/Entwicklung einer Varusstellung am rechten Kniegelenk/durch die Summe 

aller Faktoren Ausbildung einer posttraumatischen Gonarthrose (vgl. act. G 9, S. 3) - 

lediglich die Möglichkeit einer Rückfallkausalität darzutun, nicht aber deren 

überwiegende Wahrscheinlichkeit zu beweisen. Gegen Letztere spricht im Übrigen 

auch, dass die Entwicklung einer Gonarthrose infolge einer Achsenfehlstellung ein 

häufiger Alterungs- bzw. Degenerationsprozess ist (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 

1068 ff.). Selbst von Dr. E.___ wird im Zusammenhang mit der Varusstellung des 

Beschwerdeführers nicht auf eine traumatische Ursache hingewiesen.

3.4   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich - wie von Dr. F.___ angenommen 

und schlüssig begründet - aufgrund der ursprünglich gestellten Unfalldiagnose, der im 

Rahmen des Rückfalls erhobenen Diagnosen bzw. radiologischen 

Untersuchungsergebnisse sowie des zeitlichen Ablaufs keine Anhaltspunkte für eine 

natürliche Unfallkausalität der am 17. Juli 2012 gemeldeten Kniegelenksbeschweden 

ergeben. Hinsichtlich der radiologisch erhobenen Gesundheitsschäden, insbesondere 

der Gonarthrose, ist von degenerativen Gesundheitsschäden auszugehen. Damit hat 

die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht aus der obligatorischen 

Unfallversicherung zu Recht verneint. Was den Antrag des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers auf Einholung eines medizinischen Sachverständigengutachtens 

durch einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie betrifft, ist diesem nicht 

stattzugeben. Bei der vorliegenden Ausgangslage sind von weiteren medizinischen 

Abklärungen respektive einem medizinischen Gutachten keine entscheidrelevanten 

neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb davon abgesehen werden kann (antizipierte 

Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3, BGE 134 I 140 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 

4b).

4.        

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 5. März 2013 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

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Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Ausgangsgemäss hat der 

Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2014
	Art. 6 UVG; Art. 11 UVV. Verneinung eines Rückfalls bzw. eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen Verkehrsunfall mit erlittener Weichteilverletzung im Bereich des Kniegelenks und acht Jahre später gemeldeten Kniegelenksbeschwerden bei radiologisch erhobener Gonarthrose (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St Gallen vom 4. April 2014, UV 2013/42).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_400/2014

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