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**Case Identifier:** c429a344-77b2-55e5-bbc4-73c01ef3fb1d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.10.2025 200 2025 317
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-317_2025-10-31.pdf

## Full Text

IV 200 2025 317 
FRC/NUS/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Nussbaumer

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. April 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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Sachverhalt:

A.

Die 1979 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) ist … Staatsangehörige und reiste am … in die Schweiz ein 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. II] 1/1). Sie verfügt über keine berufliche Ausbildung (act. II 1/5) und 
war seit dem 1. Mai 2007 mit einem Pensum von 47.62 % als ... beim 
C.________ angestellt (nachfolgend Arbeitgeberin; act. II 9/2, 11, 12.4). Im 
Januar 2020 meldete sie sich mit Hinweis auf seit dem Tod ihrer Tochter im 
Juni 2019 bestehende psychische Probleme bei der IVB zum Leistungsbe-
zug an (act. II 1). In der Folge tätigte die IVB medizinische und berufliche 
Abklärungen. Insbesondere holte sie eine Aktenbeurteilung des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 25. November 2020 ein (act. II 39). Mit Mit-
teilung vom 26. Februar 2021 (act. II 42) schloss die IVB die berufliche Ein-
gliederung ab. Nach erneuter Beurteilung durch den RAD (vgl. Aktenbeur-
teilung vom 5. November 2021; act. II 53) holte die IVB einen Abklärungs-
bericht Haushalt/Erwerb (act. II 54) ein und sprach der Versicherten nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 55) mit Verfügung vom 
12. Juli 2022 (act. II 59) bei in Anwendung der gemischten Methode (Er-
werb 48 %, Haushalt 52 %) ermitteltem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 53 % 
eine vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 befristete halbe Invalidenrente 
zu. Für die Zeit ab dem 1. Juli 2021 errechnete die IVB einen IV-Grad von 
15 %, weshalb kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente bestand. Diese 
Verfügung blieb unangefochten.

B.

Mit Hinweis auf eine seit 2019 bestehende Depression meldete sich die 
Versicherte im Juli 2023 (act. II 63) erneut bei der IVB zum Leistungsbezug 
an. Die IVB tätigte in der Folge wiederum berufliche und medizinische Ab-
klärungen. Mit Mitteilung vom 17. August 2023 (act. II 76) verneinte sie 
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen. Auf Empfehlung des RAD 
(act. II 96) holte die IVB bei der D.________ (MEDAS) das bidisziplinäre 

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psychiatrisch-orthopädische Gutachten vom 23. Januar 2025 ein 
(act. II 140.1). Nachdem die IVB einen weiteren Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb veranlasst hatte (act. II 143), stellte sie mit Vorbescheid vom 
21. Februar 2025 (act. II 144) bei in Anwendung der gemischten Methode 
(Erwerb 48 %, Haushalt 52 %) ermitteltem IV-Grad von 0 % die Abweisung 
des Rentenbegehrens in Aussicht. Am 3. April 2025 (act. II 152) verfügte 
sie wie mit Vorbescheid angekündigt.

C.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 19. Mai 2025 Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Kanton Bern vom 3. April 2025 sei aufzu-
heben.

2. Es sei die Angelegenheit an die IV-Stelle Kanton Bern mit der Anord-
nung zurückzuweisen, über die Rentenansprüche von A.________ 
nach Einholung eines verwaltungsexternen Gutachtens unter Einbezug 
der medizinischen Fachrichtung Psychiatrie und Psychotherapie zu 
entscheiden.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 12. Juni 
2025 die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung 
des Fristenstillstandes auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 i.V.m. 
Art. 38 Abs. 4 lit. a ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. April 2025 
(act. II 152). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführe-
rin auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 4, 8C_662/2012 E. 3.1).

Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechts-
anwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben 
tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die 
Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende 
Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten 
normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 
S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 
E. 7.2 S. 429). Die Anerkennung eines rentenbegründenden IV-Grades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete versicherte Per-
son zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 

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Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG).

2.4 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des Invali-
ditätsgrades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Der 
Bundesrat umschreibt die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massge-
benden Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Für 
die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, der Invaliditätsgrad für diesen Teil nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird der In-
validitätsgrad für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 
diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen 
Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden 
Bereichen zu bemessen. Als Aufgabenbereich nach Art. 7 Abs. 2 IVG der 
im Haushalt tätigen Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt so-
wie die Pflege und Betreuung von Angehörigen (Art. 27 Abs. 1 der Verord-
nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 
SR 831.201]).

2.5 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184).

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Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsgesuch ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invali-
ditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän-
derung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Rentenan-
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Berück-
sichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlaggeben-
den Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

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3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom Juli 2023 
(act. II 63) eingetreten. Die Eintretensfrage ist – da nicht streitig – vom Ge-
richt nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Indes ist zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeitraum zwischen der 
Verfügung vom 12. Juli 2022 (act. II 59), mit welcher der Beschwerdeführe-
rin bei einem Invaliditätsgrad von 53 % eine vom 1. Juli 2020 bis zum 
30. Juni 2021 befristete halbe Rente zugesprochen und bei einem IV-Grad 
von 15 % ab dem 1. Juli 2021 ein Rentenanspruch abgelehnt worden war, 
und der hier angefochtenen Verfügung vom 3. April 2025 (act. II 152), mit 
welcher bei einem Invaliditätsgrad von 0 % ein Anspruch auf eine Invali-
denrente verneint wurde, eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen 
Verhältnisse eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer 
für den Leistungsanspruch erheblichen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 
hiervor).

3.2. Die Verfügung vom 12. Juli 2022 (act. II 59) stützte sich in medizini-
scher Hinsicht im Wesentlichen auf die RAD-Aktenbeurteilung von Dr. med. 
E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 5. No-
vember 2021 (act. II 53). Darin führte Dr. med. E.________ im somatischen 
Fachgebiet folgende Diagnosen auf:

 Zustand nach Hüftgelenksarthroskopie bei Impingement-Morphologie 
2008

 Residuelle Impingementsituation mit Coxa profunda rechts mit/bei
 Status nach Labrumdébridement, Offset-Korrektur 2015

 Zervikobrachialgie rechts
 Schulter-Armsyndrom rechts auf der Basis einer zervikalen Diskopathie 

(entweder C5/C6 oder C6/C7) 2015
 Beidseitige Hüft-Gesässschmerzen, rechts mehr als links
 Myofasziales Schmerzsyndrom des Iliopsoas beidseits
 Dehndysbalance der Oberschenkelmuskulatur beidseits mit Rumpfbe-

ckenüberlastung und inadäquater Stabilisation
 Status nach Urolithiasis 12/2016 und Urolithiasis links 2017
 Vitamin-D-Mangel
 Rezidivierende Anämie bei Blutungsunregelmässigkeiten
 Chronische Kopfschmerzen

Im psychiatrischen Fachgebiet führte Dr. med. E.________ folgende akten-
kundigen Diagnosen auf:

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 Schwere Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2)
 Komplizierte Trauer, differenzialdiagnostisch depressive Störung ge-

genwärtig schwerer Ausprägung
 Rezidivierende depressive Störung, schwere depressive Episode mit 

somatischem Syndrom (ICD-10 F33.2), Erstdiagnose 2020
 Prolongierte Trauerreaktion (ICD-10 F43.1)

Dem Verlaufsbericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, vom 21. August 2021 (act. II 51) sei zu entnehmen, dass 
die Beschwerdeführerin ihre Arbeit als ... circa zweieinhalb Monate vor dem 
Berichtsdatum wieder aufgenommen habe. Ihre bisherige Tätigkeit als ... 
sei ihr somit aktenkundig seit Juni 2021 im angestammten Pensum von 
47.6 % zumutbar. Dabei bestehe aufgrund der noch vorliegenden Depres-
sionssymptome (Konzentrationsstörungen, verminderter Antrieb, reduzierte 
Stresstoleranz) eine qualitative Leistungsminderung von circa 20 %.

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 3. April 2025 (act. II 152) basiert 
aus medizinischer Sicht im Wesentlichen auf dem bidisziplinären MEDAS-
Gutachten vom 23. Januar 2025 (act. II 140.1). 

3.3.1 Dipl. Arzt G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im orthopädischen Teilgut-
achten (act. II 140.1/24 ff.) folgende objektivierbare Diagnosen fest (S. 33):

 Lumbalsyndrom bei degenerativen Lendenwirbelsäulen (LWS)-Verän-
derungen

 Zervikozephalgie und Zervikobrachialgie rechts bei Bandscheibenpro-
trusion C5-6

 Belastungsunabhängige Schmerzen beider Hüften, rechts mehr als 
links, bei Impingement beider Hüften, Zustand nach Labrum Débride-
ment rechts 2008

Aus orthopädischer Sicht könne keine wesentlich reduzierte Belastbarkeit 
der Wirbelsäule (Hals- und Lendenwirbelsäule) und der Hüftgelenke objek-
tiviert werden. Vorübergehende Reizzustände könnten keine dauerhafte 
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit begründen, zumal die Therapieakti-
vität gering sei. Die Tätigkeit als ... sei somit als hinreichend geeignet zu 
bewerten. Medizinisch-theoretisch bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % 
als .... Diese Tätigkeit sowie leidensadaptierte andere Tätigkeiten seien 
aktuell und auch retrospektiv stets möglich gewesen. Eine Leistungsminde-
rung bestehe nicht (S. 33 f. Ziff. 7.1 und S. 34 Ziff. 7.2 und 8.1).

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3.3.2 Im psychiatrischen Teilgutachten (act. II 140.1/37 ff.) führte Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende objek-
tivierbare Diagnosen (S. 46) auf:

 Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung 
(ICD-10 Z73)

 Persönlichkeitsakzentuierung (ICD-10 Z73.1)
 Person, die medizinischen Rat einholt, ohne dass behandlungsbedürfti-

ge Krankheitssymptome vorliegen (ICD-10 Z76.5)
 Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (bei der ur-

sprünglichen Trauerreaktion), inzwischen vollständig abgeklungen 
(ICD-10 F43.1)

Der aktuelle psychische Befund sei unauffällig und es gebe keine diagnos-
tisch relevanten Anhaltspunkte für eine psychische Störung. Die Vergan-
genheit (Unfalltod der Tochter) erkläre zwar eine depressive Symptomatik 
im Rahmen der damaligen Trauerreaktion, jedoch keine viele Jahre danach 
anhaltende depressive Störung. Die Beschwerdeführerin habe von 2021 
bis 2022 wieder 50 % gearbeitet und diese Tätigkeit aus freien Stücken 
nach einer Schwangerschaft aufgegeben. Die angegebenen Beschwerden 
würden daher nicht mit der Realität übereinzustimmen scheinen und könn-
ten übertrieben dargestellt worden sein. Die SFSS-Werte (Strukturierter 
Fragebogen Simulierter Symptome) von 40 würden auf erhebliche Antwort-
verzerrungen hindeuten, was weitere Zweifel an der subjektiven Darstel-
lung aufwerfe. Auf Basis der aktuellen Befunde und der Lebensumstände 
gebe es keine psychiatrischen Gründe, eine längere Arbeitsunfähigkeit zu 
attestieren. Die subjektiven und stark einschränkenden Beschwerden wür-
den in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Lebensführung (regelmässige 
Reisen, intensive familiäre Kontakte) stehen. Seit der Geburt des Sohnes 
sei, trotz umfangreichen subjektiven Beschwerden, nur eine niederfrequen-
te Behandlung erfolgt. Der Medikamentenspiegel des verordneten Antide-
pressivums liege deutlich unterhalb des erwartbaren und therapeutischen 
Bereichs (S. 46 f. Ziff. 7.1). Objektive medizinisch begründete Funktions-
störungen würden nicht vorliegen. Soweit Funktionseinbussen bestünden, 
seien diese nicht medizinisch-psychiatrisch begründbar. Bei der Beschwer-
deführerin sei während der beiden ersten Jahre nach dem Unfalltod der 
Tochter im Jahre 2019 von einer prolongierten Anpassungsstörung auszu-
gehen. Seitdem würden jedoch keine psychischen Störungen von Krank-
heitswert und mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr bestehen (S. 47 

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Ziff. 7.2). Ab dem 1. Januar 2021 bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
sowohl für die angestammte Tätigkeit als ... als auch für eine angepasste 
Tätigkeit (S. 47 f. Ziff. 8.1). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). Eine von anderen mit der 
versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung vermag die 
Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört vielmehr zu 
den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenmaterial ausein-

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anderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. Auf welche 
Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Verwaltungs- und 
allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweiswürdigung (BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 27, 
9C_672/2019 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 116, 8C_835/2018 E. 3).

3.5 Das bidisziplinäre orthopädisch-psychiatrische MEDAS-Gutachten 
(act. II 140.1) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an medizini-
sche Expertisen (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zu-
kommt. Die Beurteilungen der Gutachter sind für die streitigen Belange 
umfassend, beruhen auf einlässlichen Explorationen und Testungen und 
wurden in Berücksichtigung der geklagten Beschwerden vorgenommen. 
Sie überzeugen inhaltlich, indem die darin enthaltenen Darlegungen der 
medizinischen Zusammenhänge sowie die Beurteilungen der medizini-
schen Situation einleuchten und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar 
begründet sind. Die Gutachter legen die medizinischen Zusammenhänge 
plausibel dar und begründen die daraus gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand sowie zur medizinisch-theoretisch zumutbaren 
Arbeitsfähigkeit überzeugend. Sodann fanden die Ergebnisse der einzelnen 
fachärztlichen Untersuchungen Eingang in die bidisziplinäre Konsensbeur-
teilung (act. II 140.1/3 ff.; vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128, 137 V 210 
E. 1.2.4 S. 224). 

3.5.1 In orthopädischer Hinsicht (act. II 140.1/24 ff.) hat dipl. Arzt 
G.________ ausführlich und nachvollziehbar begründet, weshalb bei der 
Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als ... eine 100%ige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

- 13 -

Arbeitsfähigkeit besteht. So haben sich bei der orthopädischen Begutach-
tung geringe belastungsabhängige Schmerzen im Bereich beider Hüften 
sowie ein Zervikal- und ein Lumbalsyndrom gezeigt. Im klinisch-
orthopädischen Befund konnte kein Hinweis für eine radikuläre Reiz- oder 
gar Defizitsymptomatik festgestellt werden und die Beweglichkeit der HWS 
(Halswirbelsäule) und LWS war nicht erkennbar eingeschränkt. Die von der 
Beschwerdeführerin angegebenen Schmerzen im Bereich der HWS und 
LWS waren völlig unspezifisch und nicht fokal beschrieben (S. 31 f. 
Ziff. 6.2). Funktional stellte dipl. Arzt G.________ somit nur eine gering 
reduzierte Nacken-, LWS- und Hüftbelastbarkeit fest, die weder in quantita-
tiver noch in qualitativer Hinsicht eine Einschränkung in beruflicher Hinsicht 
zu begründen vermag (S. 32 f. Ziff. 6.3). Zusammenfassend liegt auf soma-
tischem Gebiet unverändert weiterhin kein Gesundheitsschaden mit invali-
disierendem Charakter vor (vgl. S. 35). Diese Einschätzung wird von der 
Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestritten.

3.5.2 In psychiatrischer Hinsicht (act. II 140.1/37 ff.) legte Dr. med. 
H.________ schlüssig und nachvollziehbar dar, dass die Beschwerdeführe-
rin in den ersten zwei Jahren nach dem Unfalltod ihrer Tochter an einer 
prolongierten Anpassungsstörung gelitten (S. 47 Ziff. 7.2) und in diesem 
Zusammenhang bis zum 31. Dezember 2020 eine volle Arbeitsunfähigkeit 
bestanden hatte (S. 47 f. Ziff. 8.1). Der beschwerdeweise vorgebrachte 
Umstand (Beschwerde S. 6 Ziff. 8.3), dass der Gutachter von einer vollen 
Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Januar 2021 ausgegangen ist, vermag den Be-
weiswert des Gutachtens nicht zu schmälern, gilt es doch vorliegend den 
Zeitraum ab der Neuanmeldung vom Juli 2023 zu beurteilen (Art. 29 Abs. 1 
IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 ATSG). Überdies wurde die Arbeitsunfähigkeit bis 
zum 30. Juni 2021 bereits mit der unangefochtenen Verfügung vom 12. Juli 
2022 (act. II 59) und der darin zugesprochenen bis zum 30. Juni 2021 be-
fristeten halben Rente beurteilt, weshalb diesbezüglich ohnehin eine res 
iudicata vorliegt (BGE 136 V 369 E. 3.1.1 S. 373; SVR 2013 IV Nr. 45 
S. 138, 9C_294/2013 E. 4.1).

Soweit Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
in seiner Stellungnahme vom 8. Mai 2025 (Akten der Beschwerdeführerin 
[act. I] 3 Ziff. 1) kritisiert, die anhaltende Trauerstörung, welche in der gel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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tenden ICD-11-Klassifikation als eigenständige Diagnose aufgenommen 
worden sei, werde weder berücksichtigt noch diskutiert, ist anzumerken, 
dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht von einer Diagnose direkt 
auf das Vorliegen einer entsprechenden Einschränkung geschlossen wer-
den kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_169/2021 vom 16. Juni 
2021 E. 4.3.2). Hinzu kommt, dass für die Beurteilung eines allfälligen Leis-
tungsanspruchs ohnehin nicht die (genaue) Diagnose massgebend ist, 
sondern vielmehr, ob und in welchem Ausmass eine Beeinträchtigung der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit vorliegt (vgl. Urteil des BGer 8C_121/2023 
vom 15. September 2023 E. 4.2). Überdies ist festzuhalten, dass die Klas-
sifizierungssysteme, welche die Ärztin bzw. der Arzt zur Einschätzung der 
unter Berücksichtigung gesundheitlicher (physischer oder psychischer) 
Leiden noch gegebenen Arbeitsfähigkeit verwendet, wissenschaftlich aner-
kannt sein müssen, damit die auf sie gestützte ärztliche Schätzung dem 
Rechtsanwender als verlässliche Beurteilungsgrundlage dienen kann. We-
der Gesetz noch Rechtsprechung schreiben dabei vor, welche Klassifizie-
rungssysteme im konkreten Fall anzuwenden sind (vgl. SVR 2015 IV Nr. 10 
S. 27, 8C_398/2014 E. 4.3.2). Die ICD-11 wurde zwar bereits per 1. Januar 
2022 international in Kraft gesetzt, zugleich besteht aber eine flexible 
Übergangsfrist von mindestens fünf Jahren und die Umstellung ist in der 
Schweiz bisher noch nicht erfolgt (siehe <https://www.bfs.admin.ch/
bfs/de/home/statistiken/gesundheit/nomenklatur-en/medkk/instrumente-me-
dizinische-kodierung.html>). Mitunter wird im klinischen Alltag die ICD-11 
bereits verwendet, die ICD-10 bleibt jedoch allemal ein wissenschaftlich 
anerkanntes Klassifizierungssystem. Der Umstand, dass der Sachverstän-
dige Dr. med. H.________ die ICD-10 verwendet hat, ist somit von vorn-
herein nicht geeignet, den Beweiswert seiner diagnostischen Beurteilung 
zu schmälern. Der psychiatrische Gutachter legt nachvollziehbar dar, wes-
halb – auch nach ICD-10-Kriterien – nicht an einer Arbeitsunfähigkeit fest-
gehalten werden kann. So war das Verhalten der Beschwerdeführerin an-
lässlich der Begutachtung zwar sehr klagsam und demonstrativ und sie hat 
Symptome geschildert, die mit dem Vorliegen einer depressiven Sympto-
matik durchaus übereinstimmen könnten, jedoch liessen sie sich weder mit 
dem Verlauf noch dem Verhalten der Beschwerdeführerin bzw. mit den 
Befunden der Untersuchung erklären (act. II 140.1/45 Ziff. 6.3). Weiter wa-
ren der Wille und der Antrieb der Beschwerdeführerin im eigentlichen Sinne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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nicht gestört (act. II 140.1/42 f. Ziff. 4.3). Es hat sich vielmehr ein vermei-
dendes, passiv-aggressives Verhalten mit deutlichen demonstrativen Zü-
gen gezeigt. Alle Anforderungen, die an die Beschwerdeführerin gestellt 
werden, betrachtet sie als unzumutbar und verwendet ihre Willenskraft teil-
weise, um externe Forderungen und Ansprüche an sich abzuwehren 
(act. II 140.1/45 Ziff. 6.3). Sie gab zwar an, zu schwach zu sein, um Aufga-
ben im hauswirtschaftlichen Bereich zu übernehmen, dies beruht jedoch 
eher auf Vermeidung und fehlender Anstrengungsbereitschaft 
(act. II 140.1/42 f. Ziff. 4.3). Unter Berücksichtigung aller vorliegenden Be-
funde, der aktuellen Untersuchungsergebnisse sowie der Diagnosekriterien 
des ICD-10 kam der psychiatrische Gutachter zum Schluss, es liege bei 
der Beschwerdeführerin aktuell keine depressive Störung vor 
(act. II 140.1/45 f. Ziff. 6.3) und es bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
(act. II 140.1/47 ff. Ziff. 8.1 und 8.2). In diesem Zusammenhang vermag 
auch das beschwerdeweise vorgebrachte Argument der Appetitlosigkeit 
(Beschwerde S. 6 Ziff. 8.5), welches gutachterlich nicht gewürdigt worden 
sei, nicht zu überzeugen. Gemäss Aktenlage wog die Beschwerdeführerin 
im August 2021 58 kg (act. II 51/3) und anlässlich der orthopädischen Be-
gutachtung vom 28. Juni 2024 66 kg (act. II 140.1/29 Ziff. 4.3), womit sie 
nachweislich deutlich an Gewicht zugenommen hat. Die vom psychiatri-
schen Gutachter durchgeführte testpsychologische Zusatzuntersuchung 
(SFSS) ergab weiter einen massiv erhöhten Wert (40 bei einem Cut-off von 
16) und auch sämtliche Subscores waren mehrheitlich stark bis hochgradig 
auffällig. In Verbindung mit den weiteren psychiatrischen Untersuchungser-
gebnissen zeigten sich somit Hinweise auf ein erhebliches nicht-
authentisches Verhalten (act. II 140.1/42 f. Ziff. 4.3 Zusatzbefunde). Auf 
diese Testresultate, wonach von einer deutlich negativen Antwortverzer-
rung und damit von einem hochgradig erhöhten Ausmass von angegebe-
nen Pseudobeschwerden (act. II 140.1/6 Ziff. 4.9) auszugehen ist, wird 
weder von der Beschwerdeführerin noch von Dr. med. I.________ in sei-
nem Bericht vom 8. Mai 2025 (act. I 3) eingegangen. Auch auf den Um-
stand, dass die durch die Gutachter veranlasste Laboranalyse des Medi-
kamentenspiegels (act. II 140.1/42 f. Ziff. 4.3 Zusatzbefunde) deutlich dar-
auf hinweist, dass die Beschwerdeführerin die verschriebenen Psycho-
pharmaka nicht regelmässig einnimmt, wird weder in der Beschwerde noch 
im Bericht von Dr. med. I.________ (act. I 3) eingegangen. Hinzuzufügen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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ist, dass der Medikamentenspiegel nicht nur leicht, sondern deutlich unter-
halb des therapeutischen Bereichs lag (act. II 140.1/42 f. Ziff. 4.3 Zusatzbe-
funde). In diesem Zusammenhang ist weiter anzumerken, dass die Be-
schwerdeführerin aktenkundig schon vor der Schwangerschaft eigenmäch-
tig Medikamente abgesetzt hat (Bericht von Dr. med. J.________, Fachärz-
tin für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 22. April 2015 
[act. II 24/51 f.], Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste K.________ 
vom 1. Juni 2021 über den teilstationären Aufenthalt vom 10. August 2020 
bis zum 29. April 2021 [act. II 48/1 ff.] und Bericht des Notfalls Spital 
L.________ vom 2. November 2021 [80/3 f.]) und sich während der 
Schwangerschaft – trotz anderslautender Empfehlung der behandelnden 
Ärzte – gegen die Einnahme von Psychopharmaka wehrte (Austrittsbericht 
der psychiatrischen Dienste K.________ vom 22. November 2021 über den 
teilstationären Aufenthalt vom 8. August bis zum 4. November 2022 
[act. II 78/3]).

Da ein Gutachten – wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeant-
wort (S. 3 Ziff. 7) zutreffend ausführt – nicht automatisch seine Beweiskraft 
verliert, wenn es sich nicht an die Qualitätsrichtlinien anlehnt (Urteil des 
BGer 8C_820/2016 vom 27. September 2017 E. 5.2), schmälert der Um-
stand, dass der Gutachter kein Mini-ICF-APP zur Erhebung der funktionel-
len Einschränkungen durchgeführt hat, den Beweiswert des Gutachtens 
nicht. Zudem kommt dem betreffenden Testverfahren gemäss der Recht-
sprechung ohnehin nur eine ergänzende Funktion zu (vgl. Urteil des BGer 
8C_560/2024 vom 18. Januar 2024 E. 7.3). Überdies erfüllt das Gutachten 
die Qualitätsanforderungen gemäss dem Kreisschreiben über das Verfah-
ren in der Invalidenversicherung (KSVI Rz. 3134; act. II 142).

Beschwerdeweise wird weiter vorgebracht, der psychiatrische Gutachter 
gehe entgegen sämtlichen den Zeitraum ab dem 26. Juni 2019 umfassen-
den medizinischen Akten davon aus, dass lediglich eine Anpassungs-
störung mit Trauerreaktion vorgelegen habe. Eine Auseinandersetzung mit 
den konsistent anderslautenden medizinischen Akten, wie sie seitens der 
Rechtsprechung und insbesondere auch seitens der Leitlinien für die Gut-
achtenerstellung gefordert werde, finde nicht statt (Beschwerde S. 6 
Ziff. 8.4). Rechtsprechungsgemäss ist jedoch eine vertiefte Auseinander-

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setzung mit jedem einzelnen Bericht nicht erforderlich, wenn sich insge-
samt ein vollständig und schlüssig ermitteltes Bild des Gesundheitszustan-
des ergibt (Urteil des BGer 9C_256/2020 vom 10. Juni 2020 E. 3.2.2). Auch 
kann auf die zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin verwie-
sen werden (Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 7), wonach gemäss höchstrich-
terlicher Rechtsprechung nicht erwartet werden kann, dass sich ein Experte 
im Rahmen seines Begutachtungsauftrages mit jeder einzelnen abwei-
chenden Auffassung von Berufskollegen explizit auseinandersetzt (Urteil 
des BGer 8C_379/2011 vom 26. August 2011 E. 3.2.1). Überdies sind in 
der fächerübergreifenden Aktenzusammenfassung (act. II 140.1/9 ff.) sämt-
liche den Gutachtern vorgelegenen Akten aufgelistet und auch wenn keine 
explizite Auseinandersetzung mit den abweichenden Einschätzungen der 
Behandler im Gutachten ausformuliert wurde, waren die Gutachter dem-
nach mit den Vorakten vertraut und haben diese in ihre Beurteilung mitein-
bezogen. In die gleiche Stossrichtung geht das Vorbringen der Beschwer-
deführerin, die im Rahmen des von der Arbeitgeberin beauftragten Case 
Managements festgestellten Einschränkungen seien nicht in die Beurtei-
lung der Gutachter eingeflossen, da die entsprechenden Berichte nicht ak-
tenkundig seien (Beschwerde S. 6 f. Ziff. 8.7). Die Ergebnisse eines Case 
Managements bieten keine hinreichende Validierung einer krankheitsbe-
dingt eingeschränkten medizinisch-theoretisch zumutbaren Tätigkeit und 
Arbeitsleistung, da letztere in erster Linie durch Ärzte nach Massgabe der 
objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung zu beurteilen sind und nicht 
durch Eingliederungsfachleute oder ein Case Management gestützt auf die 
von ihnen erhobene subjektive Arbeitsleistung (Urteil des BGer 
8C_174/2022 vom 8. Juli 2022 E. 4.3). Dementsprechend vermag das Feh-
len entsprechender Berichte den Beweiswert des Gutachtens – wie auch 
die Beschwerdegegnerin korrekt ausführte (Beschwerdeantwort S. 2 f. 
Ziff. 6) – nicht zu schmälern.

Weiter wird in der Beschwerde vorgebracht (Beschwerde S. 5 Ziff. 8.1), im 
Gutachten sei aktenwidrig von einer Zustandsverschlechterung nach der 
Geburt des Sohnes ausgegangen worden. Hierzu ist festzuhalten, dass es 
vor der Schwangerschaft unbestrittenermassen zu einer massiven Zu-
standsverbesserung gekommen ist, konnte die Beschwerdeführerin ihre 
angestammte Tätigkeit als ... doch per 14. Juni 2021 wieder zu ihrem an-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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gestammten Pensum aufnehmen (act. II 77.4/1). Für die in der Beschwerde 
zitierten Aussagen stützte sich der psychiatrische Gutachter auf die spon-
tanen Angaben der Beschwerdeführerin im Rahmen des offenen Inter-
views, wonach sich die Probleme nach ihrer Schwangerschaft im Jahr 2022 
nochmals verstärkt hätten (act. II 140.1/39 Ziff. 3.1). Diese Feststellungen 
im Gutachten sind somit gerade nicht aktenwidrig getroffen worden, son-
dern geben vielmehr die von der Beschwerdeführerin gegenüber dem Gut-
achter getätigten Äusserungen wieder.

Die Beschwerdeführerin argumentiert weiter (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 8.2), 
sie habe – entgegen den Ausführungen im Gutachten (act. II 140.1/46 
Ziff. 7.1) – die Arbeitsstelle nach der Schwangerschaft nicht aus freien Stü-
cken aufgegeben. Aus den Berichten der psychiatrischen Dienste 
K.________ zur teilstationären Behandlung vom 8. August bis zum 4. No-
vember 2022 (act. II 78/1 ff.) sowie aus den Berichten des behandelnden 
Psychiaters Dr. med. I.________ (act. II 83/1 ff., 94) ergebe sich ohne Wei-
teres, dass von einer freiwilligen Aufgabe der Arbeitsstelle nicht die Rede 
sein könne. Die Beschwerdeführerin habe ausschliesslich wegen den mit 
der diagnostizierten schweren Depression bzw. prolongierten Trauerreakti-
on verbundenen Beschwerden ihrer beruflichen Tätigkeit nicht mehr nach-
gehen können. Inwieweit der Bericht der psychiatrischen Dienste 
K.________ (act. II 78/1 ff.) überhaupt Aufschluss über die Gründe für die 
Aufgabe der angestammten Arbeitsstelle liefern könnte, bleibt offen, da 
dieser sich einzig mit der Behandlung bis zum 4. November 2022 und somit 
mit der Zeit vor der Geburt des Sohnes im Dezember 2022 und vor dem 
Ende des Mutterschaftsurlaubs befasst. Weder dem Bericht vom 22. Sep-
tember 2023 (act. II 83/1 ff.) noch demjenigen vom 13. Dezember 2023 
(act. II 94) von Dr. med. I.________ können relevante Antworten auf die 
Frage nach dem Grund der Stellenaufgabe entnommen werden. Dr. med. 
I.________ führte einzig aus, die Beschwerdeführerin übe aktuell keine 
Tätigkeit aus (act. II 83/5 Ziff. 3.1) und begründete dies mit den von ihm 
beschriebenen Einschränkungen (act. II 83/6 Ziff. 3.4). Demgegenüber wird 
der Beschwerdeführerin in der gutachterlichen Konsensbeurteilung sowohl 
aus orthopädischer als auch aus psychiatrischer Sicht aktuell und retro-
spektiv eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in ihrer angestammten Tätigkeit at-
testiert (act. II 140.1/5 Ziff. 4.6). Gestützt darauf ist mit überwiegender 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre 
Tätigkeit als ... nicht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausübt.

Beschwerdeweise wird weiter vorgebracht (Beschwerde S. 6 Ziff. 8.6), dem 
psychiatrischen Gutachter sei nicht aufgefallen, dass die Beschwerdeführe-
rin zeitlich desorientiert gewesen sei. So habe er ihre Ausführungen wie-
dergegeben, wonach sich die Probleme nach ihrer Schwangerschaft im 
Jahre 2022 verstärkt hätten, als ihr Sohn 18 Monate alt gewesen sei. Be-
kanntlich sei dieser am TT. Dezember 2022 geboren worden, was einzig 
auf Desorientiertheit schliessen lasse. Derartige Befunde müssten in die 
Beurteilung miteinbezogen werden. Hierzu ist anzumerken, dass diese 
Aussage der Beschwerdeführerin im Gutachten nicht Wort für Wort zu fin-
den ist. Vielmehr hat sie gegenüber dem Gutachter Folgendes angegeben: 
"Nochmals verstärkt hätten sich die Probleme nach ihrer Schwangerschaft 
im Jahre 2022. Ihr Sohn sei zwischenzeitlich 18 Monate alt" 
(act. II 140.1/39 Ziff. 3.1). Die psychiatrische Begutachtung fand am 
29. August 2024 (act. II 140.1/37 Ziff. 1.1) und somit rund 20 Monate nach 
der Geburt des Sohnes statt, weshalb diese Äusserung zeitlich korrekt ist, 
wobei die geringe Abweichung von zwei Monaten wohl kaum als zeitliche 
Desorientierung gewertet werden kann. 

Das in der Beschwerde vorgebrachte Fehlen einer Fremdanamnese (Be-
schwerde S. 6 Ziff. 8.5), welche aufgrund der von der Beschwerdeführerin 
geschilderten Beschwerden und der Äusserung des Gutachters 
(act. II 140.1/45 f. Ziff. 6.3) als zwingend erachtet werde, ist unbehelflich. 
So verweist denn die Beschwerdegegnerin zutreffend auf die Rechtspre-
chung, wonach die Notwendigkeit der Einholung einer Fremdanamnese in 
erster Linie eine Frage des medizinischen Ermessens ist (Urteil des BGer 
8C_318/2024 vom 23. Januar 2025 E. 4.1.2). Dem Gutachter standen zahl- 
und umfangreiche Arztberichte ab 2015 zur Verfügung. Unter diesen Um-
ständen ist es im Rahmen einer gerichtlichen Überprüfung nicht zu bean-
standen, dass er keine fremdanamnestischen Auskünfte eingeholt hat. 

3.6 Zusammenfassend liegen keine konkreten Indizien vor, die gegen 
die Zuverlässigkeit der gutachterlichen Beurteilung im MEDAS-Gutachten 
(act. II 140.1) sprechen. Damit erweist sich der beschwerdeweise Vorwurf 
der unvollständigen und unrichtigen Abklärung des medizinischen Sach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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verhalts (Beschwerde S. 3 Artikel 2/Rügen) insgesamt als unbegründet. Auf 
weitere Abklärungen, namentlich die Rückweisung der Sache an die Be-
schwerdegegnerin zur Einholung eines verwaltungsexternen Gutachtens 
(vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren Ziff. 2), ist in antizipierter Beweis-
würdigung zu verzichten (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b 
S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publizierte E. 5.2 des 
Urteils 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4).

3.7 Aufgrund des Dargelegten ergibt sich, dass weder in somatischer 
noch in psychischer Hinsicht ein invalidisierender Gesundheitsschaden mit 
Krankheitswert mit langdauernder Einschränkung der Arbeits- bzw. Er-
werbsfähigkeit im Sinne von Art. 8 Abs. 1 ATSG mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit erstellt ist. Bei dieser Ausgangslage bzw. mangels eines er-
stellten psychischen Gesundheitsschadens mit Krankheitswert kann auf ein 
strukturiertes Beweisverfahren bzw. auf die Vornahme der Indikatorenprü-
fung verzichtet werden (Urteil des BGer 8C_597/2019 vom 12. Dezember 
2019 E. 7.2.3; BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296).

4.

In der RAD-Beurteilung vom 5. November 2021 (act. II 53) attestierte 
Dr. med. E.________ der Beschwerdeführerin eine qualitative Leistungs-
minderung von circa 20 % (vgl. E. 3.2 hiervor). Die Gutachter kommen be-
treffend Vorliegen eines Revisionsgrundes zum Schluss, der Gesundheits-
zustand und die Arbeitsfähigkeit hätten sich verglichen mit der Situation 
zum Zeitpunkt der Verfügung vom 12. Juli 2022 (act. II 59) nicht wesentlich 
verändert (act. II 140.1 S. 7, S. 35 und S. 49) und es seien keine gesund-
heitlichen Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erstellt 
(vgl. E. 3.7 hiervor). Dabei handelt es sich grundsätzlich um eine unter-
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sach-
verhaltes (vgl. hierzu BGE 147 V 161 E. 4.2 S. 164, 144 I 103 E. 2.1 
S. 105), womit eine Veränderung des Gesundheitszustandes und damit 
das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu verneinen wäre. Doch selbst 
wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin von einer seit der Neuanmel-

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dung vom Juli 2023 (act. II 63) potenziell anspruchsrelevanten Änderung in 
den gesundheitlichen Verhältnissen mit anschliessender umfassender Prü-
fung des Rentenanspruchs (vgl. E. 2.5 hiervor) auszugehen wäre, würde 
sich nichts am Ergebnis ändern, wie nachfolgend aufgezeigt wird.

5.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode, welche sich aus dem Status ergibt. Dieser bestimmt 
sich nach Art. 24septies Abs.1 IVV nach den erwerblichen Verhältnissen, in 
denen sich die versicherte Person befinden würde, wenn sie nicht gesund-
heitlich beeinträchtigt wäre. Gemäss Art. 24septies Abs. 2 IVV gilt eine versi-
cherte Person als erwerbstätig nach Art. 28a Abs. 1 IVG, wenn sie im Ge-
sundheitsfall eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, die einem Beschäfti-
gungsgrad von 100 % oder mehr entspricht (lit. a). Die versicherte Person 
gilt als nicht erwerbstätig nach Art. 28a Abs. 2 IVG, wenn sie im Gesund-
heitsfall keine Erwerbstätigkeit ausüben würde (lit. b) respektive als teiler-
werbstätig nach Art. 28a Abs. 3 IVG, wenn sie im Gesundheitsfall eine Er-
werbstätigkeit ausüben würde, die einem Beschäftigungsgrad von weniger 
als 100 % entspricht (lit. c).

5.2 Die Beschwerdegegnerin hat den Status gestützt auf den Ab-
klärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 20. Februar 2025 (act. II 143) bzw. 
die diesem zugrundeliegenden Aussagen der Beschwerdeführerin auf 48 % 
Erwerb und 52 % Haushalt festgesetzt (act. II 143/4 Ziff. 4.2; vgl. zur Sta-
tusfestsetzung BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 
E. 4.1.1). Gestützt darauf hat die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad 
anhand der gemischten Methode (E. 2.4 hiervor) bestimmt, wobei der Sta-
tus unbestritten geblieben ist.

Ausweislich der Akten wurde die Beschwerdeführerin seit dem 1. März 
2012 ergänzend zum Einkommen (act. II 17) durch den Sozialdienst der 
Gemeinde M.________ unterstützt. Aus dem Berichtsformular geht hervor, 
dass die geplante Abklärung zur Erhöhung des Pensums nicht habe vorge-

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nommen werden können, da die Tochter der Beschwerdeführerin verstor-
ben sei. Die Beschwerdeführerin habe zuvor aber mehr arbeiten wollen, um 
von der Sozialhilfe abgelöst werden zu können. Erstellt ist, dass die Be-
schwerdeführerin seit dem 1. Mai 2007 (act. II 11) bei der gleichen Arbeit-
geberin zu einem Pensum von 47.62 % (act. II 12.4) angestellt war und 
sowohl im Rahmen der ersten Haushaltsabklärung (act. II 54/5 Ziff. 5.2) als 
auch anlässlich der zweiten Abklärung (act. II 143/4 Ziff. 4.2) angegeben 
hat, sie habe nicht beabsichtigt, ihr Pensum zu erhöhen respektive dieses 
würde ohne gesundheitliche Beeinträchtigung nach wie vor 47.6 % betra-
gen. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die vom Sozialdienst der 
Gemeinde M.________ gemachten Angaben aus dem Jahr 2020 datieren 
und somit nicht mehr aktuell sind, nicht von der Beschwerdeführerin selber 
stammen und der Auszug aus dem individuellen Konto (act. II 9) darauf 
hinweist, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Einreise im Jahr … zu kei-
nem Zeitpunkt in einem höheren Pensum erwerbstätig gewesen ist, hat die 
Beschwerdegegnerin den Status zu Recht auf 48 % Erwerb und 52 % 
Haushalt festgelegt.

6.

Im erwerblichen Bereich gilt hinsichtlich der zwischen den Parteien nicht 
umstrittenen Invaliditätsbemessung Folgendes:

Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt 
des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte (BGE 
134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich anhand 
des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkom-
mens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte 
Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein angemesse-
nes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das 
tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau 
bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statisti-
schen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbil-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Oktober 2025, IV 200 2025 317

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dung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 
Abs. 4 IVV).

Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Erwerbsein-
kommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähig-
keit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet 
(Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbseinkommen vor, 
so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Werten gemäss 
Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt.

Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns massgeblich, wobei Validen- und Invali-
deneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige ren-
tenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs-
erlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 S. 69, 143 V 295 
E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222). 

6.1 Die Beschwerdegegnerin hat den Einkommensvergleich per 3. Au-
gust 2023, d.h. nach Ablauf des gesetzlichen Wartejahres, vorgenommen 
(act. II 143/8 Ziff. 8). Mit Blick auf die Neuanmeldung vom Juli 2023 
(act. II 63) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn jedoch auf Januar 2024 
(Art. 29 Abs. 1 IVG). Da die Beschwerdegegnerin sich für die Ermittlung 
sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens auf die Angaben 
der Arbeitgeberin aus dem Jahr 2023 gestützt hat und die Vergleichsein-
kommen damit auf der gleichen zeitlichen Basis beruhen, kann auf eine 
entsprechende Anpassung auf das Jahr 2024 verzichtet werden, da dies 
zum selben Ergebnis führen würde (vgl. E. 6 hiervor).

6.2 Die Beschwerdeführerin hätte als Gesunde überwiegend wahr-
scheinlich weiterhin bei ihrer Arbeitgeberin gearbeitet, weshalb die Be-
schwerdegegnerin das Valideneinkommen anhand der Angaben der Ar-
beitgeberin berechnet hat (act. II 75). Demnach erzielte die Beschwerde-
führerin im Jahr 2023 in einem Pensum von 47.62 % Fr. 2'470.25 pro Mo-
nat (act. II 75/4), ausmachend Fr. 31'882.85 pro Jahr. Das Jahreseinkom-
men von Fr. 31'882.85 hat die Beschwerdegegnerin anschliessend auf ein 
100 % Pensum hochgerechnet, woraus sich ein Jahreseinkommen von 

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(gerundet) Fr. 66'953.-- ergibt (act. II 143/6 Ziff. 5.2). Diese Berechnung 
erweist sich als korrekt und wird von der Beschwerdeführerin zu Recht 
nicht bestritten.

6.3 Gestützt auf das MEDAS-Gutachten (act. II 140.1) ist der Be-
schwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als ... zu 100 % zumutbar und 
zum Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns war sie nach wie vor 
bei ihrer Arbeitgeberin angestellt (act. II 140.1/4 f Ziff. 4.3). Dementspre-
chend ist die Beschwerdegegnerin zur Festlegung des Invalideneinkom-
mens ebenfalls von dem Einkommen ausgegangen, welches die Be-
schwerdeführerin im Jahr 2023 bei ihrer Arbeitgeberin in einem 47.62%igen 
Arbeitspensum erzielen könnte (Fr. 31'882.85; act. II 75/4) und hat dieses 
auf ein 100 % Pensum hochgerechnet (act. II 143/6 Ziff. 5.2). Auch dieses 
Vorgehen ist korrekt und wird beschwerdeweise ebenfalls nicht bestritten.

Somit resultiert im erwerblichen Bereich mangels einer Erwerbseinbusse 
ein Invaliditätsgrad von 0 %.

7.

Im Folgenden ist die zwischen den Parteien unbestrittene Einschränkung 
im Aufgabenbereich Haushalt zu ermitteln.

7.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 

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fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 
E. 3.2).

7.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 20. Februar 2025 
(act. II 143) erfüllt die Voraussetzung der Rechtsprechung an derartige Be-
richte (vgl. E. 7.1 hiervor) und überzeugt. Dass auf eine Abklärung vor Ort 
verzichtet wurde, ist unter Berücksichtigung des Umstands, dass bei einem 
Arbeitspensum von 52 % im Haushalt die Einschränkung 76 % betragen 
müsste, um einen IV-Grad von 40 % zu erreichen und dies mit der von den 
MEDAS-Gutachtern festgelegten verbleibenden Leistungsfähigkeit ausge-
schlossen werden kann, nachvollziehbar. Aus demselben Grund ist nicht zu 
bemängeln, dass auf einen detaillierten Betätigungsvergleich verzichtet 
wurde. Klare Fehleinschätzungen, die entscheidwesentlich wären, liegen 
nicht vor. Auf die Ergebnisse der Haushaltsabklärung ist demnach abzu-
stellen. Dementsprechend ist ausgewiesen, dass im Aufgabenbereich 
Haushalt eine Einschränkung von 0 % vorliegt.

8.

Bei einer Einschränkung von 0 % sowohl im erwerblichen als auch im Auf-
gabenbereich Haushalt resultiert ein rentenausschliessender Invaliditäts-
grad von 0 %. Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 3. April 
2025 (act. II 152) als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

9.

9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

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Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, sind entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung aufzuerlegen und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 
zu entnehmen. 

9.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht für die durch Rechtsanwalt 
B.________ vertretene Beschwerdeführerin kein Anspruch auf eine Partei-
entschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Die Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach allge-
meinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.