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**Case Identifier:** 63dbce08-0e62-5ea0-91d4-39462b086b5f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 26.10.2022 810 21 250
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-250_2022-10-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 26. Oktober 2022 (810 21 250) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Steuern und Kausalabgaben 
 
 
Kanalisationsanschlussgebühr / Verletzung des Äquivalenzprinzips bei einer grossen 
Halle mit Retentionsbecken bzw. Regenwasserspeicher zur Bewässerung der Felder 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kantons-

richter Markus Clausen, Hans Furer, Daniel Noll, Gerichtsschreiberin 
Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte Einwohnergemeinde A._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch 
Judith Frey, Rechtsanwältin 

  
 
gegen 
 
 

 Steuer- und Enteignungsgericht des Kantons Basel-Landschaft 
(Abteilung Enteignungsgericht), Kreuzbodenweg 1, 4410 Liestal, 
Beschwerdegegner 
 
B.____, Beschwerdegegner, vertreten durch Dr. Stefan Wirz, Advokat 
 

  
  
Betreff Kanalisationsanschlussgebühr  

(Urteil des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft, Abtei-
lung Enteignungsgericht, vom 18. März 2021) 

 
 
A. B.____ ist Alleineigentümer des in der Landwirtschaftszone gelegenen Grundstücks 
Nr. X.____ des Grundbuchs A.____. Im Jahr 2018 errichtete er darauf eine Halle mit einem Vo-

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lumen von 15'112.5 m3 für die Lagerung selbst angebauter Kartoffeln und ein Retentionsbecken 
bzw. einen Wasserspeicher. Die Lagerhalle besteht aus einer Kartoffelannahmehalle und drei 
Kühlräumen. Gemäss Bauplänen waren in der Lagerhalle mehrere Abwasserrinnen geplant. 
Realisiert wurde jedoch nur eine Einlaufrinne in der Kartoffelannahmehalle für den Ablauf von 
verschmutztem Abwasser, welche an die kommunale Schmutzwasserkanalisation angeschlos-
sen ist und über eine Leistungsfähigkeit bzw. ein Ablaufvolumen von 1.5 Litern pro Sekun-
de (l/s) verfügt. Aufgrund der anderen geplanten, aber nicht ausgeführten Einlaufrinnen verfügt 
die Lagerhalle über eine Anschlussleitung an das Schmutzwasserkanalisationsnetz mit einem 
Ablaufvolumen von 9 l/s. Diese Leistungsfähigkeit der Schmutzwasseranschlussleitung ist im 
Zuge des Lagerhallenbaus nicht verringert worden. Das auf dem Dach niedergefallene Regen-
wasser wird über Rohre einem Retentionsbecken bzw. einem Wasserspeicher zugeführt. Die-
ses Becken verfügt über ein Fassungsvermögen von total 280 m3. Das Gesamtvolumen von 
280 m3 setzt sich zusammen aus einem Retentionsvolumen (d.h. Rückhaltevolumen von 
60 m3), welches der Beschwerdegegner als Auflage zur Bewilligung der Einleitung von Sauber-
wasser in die C.____bachverdolung hat erstellen müssen, sowie einem Speichervolumen von 
zusätzlichen 220 m3, welches der Beschwerdegegner freiwillig gebaut hat. Das Wasser kann 
über einen Notüberlauf in den eingedolten C.____bach, der Bestandteil des generellen Entwäs-
serungsplans (GEP) ist, abgegeben werden, damit der Wasserspeicher nicht überläuft. Das 
Wasser wird für die Bewässerung der Felder und für das Waschen (eines Teils) der geernteten 
Kartoffeln verwendet. Für den Anschluss der Lagerhalle an die Kanalisation machte die Ge-
meinde A.____ (Gemeinde) mit Verfügung vom 15. Januar 2019, basierend auf einem Gebüh-
rensatz von Fr. 7.-- pro Kubikmeter, eine Abwasseranschlussgebühr in der Höhe von 
Fr. 113'933.15 (Fr. 105'787.50 zzgl. 7.7 % MWST in der Höhe von Fr. 8'145.65) gegenüber 
B.____ geltend. 
 
B. Am 24. Januar 2019 erhob B.____, nachfolgend immer vertreten durch Dr. Stefan 
Wirz, Advokat, beim Steuer- und Enteignungsgericht, Abteilung Enteignungsgericht (Enteig-
nungsgericht), Beschwerde gegen die Anschlussgebührenrechnung und beantragte, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben, eventualiter sei die Anschlussgebühr verhältnismässig zu 
reduzieren, unter o/e-Kostenfolge zzgl. MWST zu Lasten der Gemeinde. Auf Antrag von B.____ 
wurde das Verfahren sistiert. Nachdem die Gemeinde diesem mit Schreiben vom 28. März 
2019 mitgeteilt hatte, dass sie die angefochtene Anschlussgebühr weder aufheben noch redu-
zieren werde, wurde das Verfahren antragsgemäss fortgesetzt.  
 
C. Nachdem unter anderem am 30. Januar 2020 eine erfolglose Vorverhandlung stattge-
funden hatte, führte das Enteignungsgericht am 6. Januar 2021 einen Augenschein unter Teil-
nahme der Parteien und der Auskunftspersonen durch. An der Hauptverhandlung vom 18. März 
2021 hob das Enteignungsgericht in Gutheissung der Beschwerde die Verfügung der Gemeinde 
vom 15. Januar 2019 auf und setzte die angefochtene Kanalisationsanschlussgebühr neu auf 
Fr. 11'250.-- (exkl. MWST) fest. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 6'000.-- wurden der 
Gemeinde auferlegt und diese wurde verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 12'415.87 (inkl. MWST) zu bezahlen. Das Enteignungsgericht kam 
zum Schluss, dass die angefochtene Verfügung entgegen der Auffassung von B.____ das Le-
galitätsprinzip, das Gleichbehandlungsgebot, das Verursacherprinzip und das Kostende-

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ckungsprinzip nicht verletze, hingegen verletze sie das Äquivalenzprinzip, weshalb die Höhe 
der Kanalisationsanschlussgebühr auf neu Fr. 11'250.-- (exkl. MWST) zu reduzieren sei. Im 
Wesentlichen erklärte das Enteignungsgericht, dass als Erschliessungsleistung der Gemeinde 
einzig die in der Kartoffelannahmehalle vorhandene, an die Kanalisation angeschlossene Ein-
laufrinne mit einer Leistungsfähigkeit bzw. einem Ablaufvolumen von 1.5 l/s respektive 15 Be-
lastungswerten zu berücksichtigen sei. Hingegen dürfe das auf die versiegelten Flächen (Dach 
und die übrigen versiegelten Flächen) anfallende Meteorwasser nicht berücksichtigt werden, da 
die auf dem Dach der Liegenschaft niedergeschlagene Wassermenge über das Retentionsbe-
cken im Überlaufsfall in den C.____bach gelange, welcher nicht Bestandteil der Kanalisation 
sei. Damit sei die auf dem Dach der Liegenschaft niedergeschlagene Wassermenge nicht Ge-
genstand der gebührenpflichtigen Leistung der Gemeinde. Auch das auf der Parzelle nicht auf 
dem Dach der Lagerhalle anfallende Regenwasser versickere und belaste deshalb die Kanali-
sation nicht, weshalb es als Gegenstand der gebührenpflichtigen Leistung der Gemeinde eben-
falls ausser Betracht falle.  
 
D. Gegen das Urteil des Enteignungsgerichts erhob die Gemeinde, nachfolgend immer 
vertreten durch Caspar Baader, Advokat, mit Eingabe vom 6. September 2021 Beschwerde 
beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und be-
antragte die vollständige Aufhebung des Urteils des Enteignungsgerichts vom 18. März 2021 
und die Bestätigung der Anschlussgebühr der Gemeinde vom 15. Januar 2019 in der Höhe von 
Fr. 113'933.15 zzgl. Verzugszinsen von 5 % ab dem 15. März 2019; alles unter o/e-Kostenfolge. 
In der ergänzenden Beschwerdebegründung vom 3. November 2021 wiederholte die Be-
schwerdeführerin das in der Beschwerde vom 6. September 2021 formulierte Rechtsbegehren 
(Rechtsbegehren 1) und stellte die Eventualanträge (Rechtsbegehren 2, 3 und 4), es sei der 
Entscheid des Enteignungsgerichts aufzuheben und die Anschlussgebühr zu reduzieren, even-
tualiter auf Fr. 74'051.25 (zzgl. MWST; Rechtsbegehren 2), subeventualiter auf Fr. 67'500.-- 
(Rechtsbegehren 3), subsubeventualiter auf Fr. 42'351.68 (zzgl. MWST; Rechtsbegehren 4), 
jeweils immer zzgl. Verzugszinsen von 5 % ab dem 17. März 2019; alles unter o/e-Kostenfolge 
zu Lasten des Beschwerdegegners und der Vorinstanz. Im Wesentlichen machte die Be-
schwerdeführerin geltend, dass der C.____bach – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – Be-
standteil des kommunalen Kanalisationssystems sei, weshalb sich die vorliegend strittigen An-
schlussgebühren auf die Einleitung von Meteorwasser in das kommunale Kanalisationssystem 
beziehen würden. Bereits aus diesem Grund sei die Beschwerde gutzuheissen. Die Beschwer-
deführerin machte weiter geltend, im Falle von Anschlussgebühren sei nicht die effektive Nut-
zung massgeblich, sondern die durch den Anschluss ermöglichte. Die Versiegelung einer Flä-
che von rund 3'600 m2 schliesse eine direkte Versickerung des Meteorwassers aus. Es sei da-
her bei Regenereignissen mit viel Niederschlagswasser zu rechnen, welches in die Kanalisation 
abfliesse. Ob der Überlauf vom Wasserspeicher in den Bach tatsächlich zum Einsatz gelange, 
sei unerheblich, da die blosse Möglichkeit der Inanspruchnahme des Versorgungsnetzes genü-
ge. Im vorliegenden Fall bleibe es aber ohnehin nicht bei der blossen Möglichkeit, da der Über-
lauf regelmässig genutzt werde. Ausserdem verfüge die Kartoffelannahmehalle aufgrund der 
geplanten Abwasserrinnen über eine Anschlussleitung an das Schmutzwasserkanalisationsnetz 
mit einem Ablaufvolumen von 9 l/s. Ob der Beschwerdegegner diese Möglichkeit tatsächlich in 
Anspruch nehme, sei nicht relevant. Für den Fall, dass das Gericht wider Erwarten die Gebühr 

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gemäss Verfügung vom 15. Januar 2019 nicht schützen sollte, beantragte die Gemeinde even-
tualiter, subeventualiter und subsubeventualiter die Reduktion der Gebühr auf drei verschiede-
ne Beträge und begründete die Berechnung des jeweiligen Betrags. 
 
E. In seiner Vernehmlassung vom 17. November 2021 verzichtete das Enteignungsge-
richt auf eine Stellungnahme. Einzig in Bezug auf den Kostenantrag der Beschwerdeführerin 
merkte es an, dass die Verpflichtung einer gerichtlichen Vorinstanz zur Tragung von Verfah-
renskosten unzulässig sei.  
 
F. In seiner Vernehmlassung vom 5. Januar 2022 beantragte der Beschwerdegegner, es 
sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter o/e-Kostenfolge zzgl. 
MWST zu Lasten der Beschwerdeführerin. Verfahrensrechtlich beantragte er, es seien sämtli-
che neuen Beilagen, namentlich die Beilagen Nr. 9, 10, 13, 14, 15, 16, der Beschwerdebegrün-
dung vom 3. November 2021 aus dem Recht zu weisen. Zudem sei die Beschwerdeführerin zu 
verpflichten, Kanalisationsanschlussgebührenverfügungen vergleichbarer Objekte zu edieren. 
Der Beschwerdegegner machte geltend, die Abwasserrinne in der Lagerhalle für Kartoffeln oh-
ne Wasseranschluss und mit einem Ablaufvolumen von 1.5 l/s diene der Ableitung des Was-
sers, welches dafür verwendet werde, jährlich 0.1 bis 0.14 % der angelieferten Kartoffeln zu 
waschen. Das Meteorwasser werde nicht in diese Abwasserrinne geführt. Das Meteorwasser, 
das auf dem Dach der Lagerhalle niederschlage, werde in einem Becken mit einem Volumen 
von 280 m3 gefasst und vollständig zur Bewässerung der bewirtschafteten Fläche durch den 
Beschwerdegegner verwendet, womit es vollständig versickere. Der C.____bach stelle zudem 
ein Gewässer dar, das nicht an das Kanalisationssystem der Beschwerdeführerin angeschlos-
sen sei, womit das Meteorwasser die Kanalisation nicht belasten könne. Er machte weiter gel-
tend, dass die Beschwerdeführerin keinen Verzugszins verlangen könne, da sie mit Schreiben 
vom 30. Januar 2019 einen Mahnstopp ausgesprochen habe. 
 
G. In ihrer Replik vom 16. März 2022 bestritt die Beschwerdeführerin, dass das Meteor-
wasser vollständig versickere. In Bezug auf den Einwand des Beschwerdegegners, die Be-
schwerdeführerin habe neue Anträge, Tatsachen und Beweismittel eingebracht, erwiderte die 
Beschwerdeführerin, sie habe mit ihren Eventualanträgen ihren Antrag im vorinstanzlichen Ver-
fahren nicht erweitert. Ausserdem seien neue Argumente für die Begründung zulässig, zumal 
erst die Begründung des Enteignungsgerichts Anlass gegeben habe, diese Beweismittel einzu-
reichen und neue rechtliche Begründungen vorzubringen. Bezüglich des Verzugszinses erklärte 
die Beschwerdeführerin, mit Schreiben vom 28. März 2019 sei der Mahnstopp beendet worden. 
 
H. In seiner Duplik vom 17. Mai 2022 führte der Beschwerdegegner aus, dass der 
C.____bach ein Gewässer und ein Bestandteil des Wasserkreislaufs und somit kein Bestandteil 
der Kanalisation sei sowie nicht in die Abwasserreinigungsanlage eingeleitet werde. Die Erhe-
bung einer Anschlussgebühr für eine Einleitung von Regenwasser über ein privat errichtetes 
Retentionsbecken und über eine private Leitung in ein Gewässer sei bundesrechtswidrig. Über-
dies werde selbst bei Regen und Spitzenniederschlägen kein Wasser in den C.____bach einge-
leitet. Bezüglich des Anschlusses in der Halle erklärte der Beschwerdegegner, entgegen der 
Auffassung der Beschwerdeführerin sei nicht auf die nicht umgesetzten Plangrundlagen, son-

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dern auf den effektiven Anschluss von 1.5 l/s abzustellen. Des Weiteren monierte der Be-
schwerdegegner, dass die Beschwerdeführerin unzulässigerweise neue Grundlagen für die 
Berechnung der Anschlussgebühr heranziehe und dass es aufgrund des Mahnstopps nicht zu-
lässig sei, Verzugszinsen zu verlangen.  
 
I. Mit Verfügung vom 1. Juli 2022 überwies das Gerichtspräsidium den Fall der Kammer 
zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung und ersuchte die Rechtsvertreter um Einrei-
chung ihrer Honorarnoten.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kan-
tonsgericht zulässig gegen Verfügungen und Entscheide von Gerichten, sofern die kantonale 
Gesetzgebung und die Verfassung die Zuständigkeit des Kantonsgerichts als Verwaltungsge-
richt vorsehen. Nach § 96a Abs. 4 des Gesetzes über die Enteignung (EntG) vom 19. Juni 1950 
können gegen Entscheide des Enteignungsgerichts die Betroffenen sowie bei kommunalen Er-
schliessungswerken die Gemeinden innert zehn Tagen Beschwerde beim Kantonsgericht erhe-
ben, womit die Zuständigkeit des Kantonsgerichts und die Beschwerdelegitimation der Be-
schwerde führenden Gemeinde gegeben ist. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde kann damit grundsätzlich eingetreten werden. 
 
1.2.1. Zu prüfen ist, ob auf alle Rechtsbegehren eingetreten werden kann.  
 
1.2.2. Die Beschwerdeführerin beantragt die vollständige Aufhebung des Urteils des Enteig-
nungsgerichts vom 18. März 2021 und die Bestätigung der von ihr mit Verfügung vom 
15. Januar 2019 erhobenen Anschlussgebühr in der Höhe von Fr. 113'933.15 zzgl. Verzugszin-
sen von 5 % ab 15. März 2019 (Rechtsbegehren 1 der Beschwerde) bzw. ab 17. März 2019 
(Rechtsbegehren 1 der Beschwerdebegründung). Sie stellt in der Beschwerdebegründung 
überdies die Eventualanträge (Rechtsbegehren 2, 3 und 4), es sei der Entscheid des Enteig-
nungsgerichts aufzuheben und die Anschlussgebühr zu reduzieren eventualiter auf 
Fr. 74'051.25 (zzgl. MWST; Rechtsbegehren 2), subeventualiter auf Fr. 67'500.-- (Rechtsbegeh-
ren 3), subsubeventualiter auf Fr. 42'351.68 (zzgl. MWST; Rechtsbegehren 4), jeweils immer 
zzgl. Verzugszinsen von 5 % ab dem 17. März 2019. Sie begründet die verschiedenen Anträge 
und reicht neue Beweismittel ein.  
 
1.2.3. Der Beschwerdegegner macht in seiner Vernehmlassung vom 5. Januar 2022 geltend, 
die Beschwerdeführerin habe im kantonsgerichtlichen Verfahren neue Argumente für eine 
Rechtfertigung ihrer Gebühr gesucht. Die Beschwerdeführerin habe vorinstanzlich lediglich die 
Abweisung der Beschwerde im Falle eines Eintretens beantragt. Sie habe diesen Antrag nur 
damit begründet, dass er alle seine Kartoffeln waschen würde, was völlig abwegig sei, und auch 
das Meteorwasser berücksichtigt werden müsse. Die Beschwerdeführerin stelle in der Sache 
nun vier Anträge und beantrage neu Verzugszinsen. Sie verlange einerseits die Bestätigung 

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ihrer Verfügung über den Betrag von Fr. 113'933.15 und neu eine Gebühr von Fr. 74'051.25 
oder von Fr. 67'500.-- oder von Fr. 42'351.68. Zudem reiche sie für ihre vier Begehren neue 
Beweismittel ein. Sämtliche mit der Beschwerdebegründung vom 3. November 2021 neu einge-
reichten Beilagen, insbesondere die Beilagen 9, 10, 13, 14, 15, 16, seien als unechte Noven 
aus dem Recht zu weisen. Die Beschwerdeführerin bediene sich für die Begründung ihrer An-
träge, inklusive des ersten Antrags, neu der Herleitung über die Belastungswerte. Diese ihr als 
die Gebühr erhebende Gemeinde bekannte Prüfungsmöglichkeit hätte sie ohne Weiteres schon 
früher vortragen können. Auch die neue Begründung über die Reduktion des massgebenden 
Gebäudevolumens sei neu und aus dem Recht zu weisen. Die nun inhaltlich differenzierten 
Anträge mit jeweils neuer Begründung inklusive Beweismitteln seien nicht zulässig und müssten 
unberücksichtigt bleiben bzw. seien aus dem Recht zu weisen. Es gehe nicht an, den Rechts-
mittelweg zu verkürzen, was die Folge einer Zulassung dieser neuen Begehren, Behauptungen 
und Beweismittel darstellen würde. Letztendlich sei das Kantonsgericht die einzige Instanz, 
welche diese neuen Vorbringen prüfe. Eine uneingeschränkte Überprüfung würde durch das 
Bundesgericht als nächste Instanz nicht mehr erfolgen können. 
 
1.3.1. Beschwerden müssen ein klar umschriebenes Begehren haben und begründet werden 
(§ 5 VPO). Gemäss § 6 Abs. 1 VPO können die Parteien die Anträge, die sie im vorinstanz-
lichen Verfahren zur Sache gestellt haben, zwar einschränken, nicht aber ausdehnen oder in-
haltlich verändern. Hingegen sind die Parteien befugt, ihre rechtliche Begründung zu ändern, 
soweit der Zusammenhang zum Streitgegenstand gewahrt bleibt. Auch die Beschwerdeinstanz 
kann unter anderem aufgrund des geltenden Prinzips, dass sie das Recht von Amtes wegen 
anwendet, die angefochtene Verfügung im Ergebnis gleich belassen, jedoch das Ergebnis an-
ders begründen als die Parteien oder die Vorinstanz (§ 16 Abs. 2 VPO; ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER/MARTIN BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 
3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1135 f., 1534 f.; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 22. August 2018 [810 17 300] E. 1.3.2; KGE 
VV vom 27. Mai 2015 [810 14 264] E. 1.3.1).  
 
1.3.2. Nach § 6 Abs. 2 VPO können die Parteien neue tatsächliche Behauptungen und Be-
weismittel bis zur gerichtlichen Beurteilung vorbringen, sofern ihnen dies unverschuldet nicht 
früher möglich war. Verspätete Vorbringen werden aus dem Recht gewiesen. § 16 Abs. 1 VPO 
statuiert, dass das Gericht, bevor es entscheidet, alle erheblichen Vorbringen der Parteien wür-
digt. Nach § 16 Abs. 2 VPO wendet das Gericht das Recht von Amtes wegen an. § 12 VPO 
besagt, dass das Gericht von Amtes wegen die für den Entscheid wesentlichen Tatsachen fest-
stellt und es in der Beweiswürdigung frei ist (Abs. 1). Die präsidierende Person und das Gericht 
können von sich aus oder auf Antrag und unter Mitteilung an die Parteien die Akten ergänzen, 
Erhebungen und Augenscheine vornehmen sowie Sachverständige und Zeugen bzw. Zeugin-
nen anhören (Abs. 2). Nicht neu sind Tatsachen, wenn sie sich bereits aus den Akten ergeben 
(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1536). Die Frage, ob ein Vorbringen verspätet erfolgte, 
kann, je nachdem welcher Bestimmung (§ 6 Abs. 2 VPO bzw. § 16 Abs. 2 VPO) grösseres Ge-
wicht beigemessen wird, anders beantwortet werden (KGE VV vom 22. August 2018 [810 17 
300] E. 1.3.3; KGE VV vom 12. April 2006 [810 05 292/87] E. 2.4.3). Gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung dürfen auf jeden Fall neue Tatsachen und Beweismittel soweit vorge-

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bracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerde nä-
her darzulegen ist (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 m.H.; Urteil des BGer 1C_426/2012 vom 26. März 
2013 E. 1.3). 
 
1.3.3. Die Beschwerdeführerin hatte in ihrer Verfügung vom 15. Januar 2019 eine Abwasser-
anschlussgebühr in der Höhe von Fr. 113'933.15 (inkl. MWST) in Rechnung gestellt. Als Zah-
lungsfrist wurden 60 Tage netto genannt. Des Weiteren wurde in der Verfügung festgehalten, 
dass nach Ablauf der Zahlungsfrist Verzugszins erhoben werde. Vor Enteignungsgericht hat die 
Gemeinde die Abweisung der Beschwerde von B.____ und damit die Bestätigung der Verfü-
gung vom 15. Januar 2019 und des darin in Aussicht gestellten Verzugszinses bei Zahlungs-
verzug verlangt. In der Beschwerde an das Kantonsgericht beantragt die Gemeinde die Aufhe-
bung des Urteils des Enteignungsgerichts und die Bestätigung der Verfügung über 
Fr. 113'933.15, zzgl. Verzugszins von 5 % ab dem 15. März 2019 bzw. 17. März 2019. Damit 
verlangt die Beschwerdeführerin nicht mehr als sie verfügt und in allen Verfahren verlangt hat, 
womit es sich bezüglich der Verzugszinsen nicht um eine Ausdehnung des Antrags handelt. 
Demzufolge ist – entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners – auf den Antrag, es seien 
Verzugszinsen geschuldet, einzutreten. Auf das Argument des Mahnstopps wird später einge-
gangen.  
 
1.3.4. Die Rechtsbegehren zwei bis vier sind als Eventualbegehren ausgestaltet und begrün-
den allesamt eine allfällige Reduktion der Kanalisationsanschlussgebühr. Das Rechtsbegehren 
2 wird mit Blick auf die Vorkehrungen des Beschwerdegegners zur Retention des Meteorwas-
sers begründet. Das Rechtsbegehren drei wird mit der Maximalleistungsfähigkeit aller (geplan-
ten und realisierten) Anschlüsse der Halle zur Ableitung von Schmutzwasser begründet. Das 
Rechtsbegehren vier basiert auf einer Reduktion des für die Berechnung der Kanalisationsan-
schlussgebühr massgebenden Gebäudevolumens. Es handelt sich bei den Rechtsbegehren 
zwei bis vier um betragsmässige Einschränkungen des Hauptbegehrens, welche unterschied-
lich begründet werden. Sie stellen damit keine Ausdehnung des Hauptbegehrens oder des ur-
sprünglich in Rechnung gestellten Betrags dar. Soweit die Beschwerdeführerin neue Argumente 
für die Begründung des Hauptbegehrens und der reduzierten Gebühren vorbringt, ist überdies 
festzuhalten, dass sie sich erst aufgrund des angefochtenen Urteils des Enteignungsgerichts, 
welches die neu festgesetzte Gebühr nicht gemäss dem Abwasser-Reglement der Gemeinde 
A.____ (AR) vom 22. September 2010 berechnet hat, veranlasst sah, ihre Begehren anders zu 
begründen. Die Parteien sind – wie in der E. 1.3.1 hiervor ausgeführt – befugt, ihre rechtliche 
Begründung zu ändern, soweit der Zusammenhang mit dem Streitgegenstand gewahrt bleibt. 
Dieser ist vorliegend zweifelsohne gewahrt. Demnach sind die von der Beschwerdeführerin 
vorgebrachten Alternativbegründungen bezüglich der Bestätigung und der allfälligen Reduktion 
der verfügten Kanalisationsanschlussgebühr zulässig. Ein Verstoss gegen § 6 Abs. 1 VPO liegt 
folglich diesbezüglich nicht vor. Auch der Umstand, dass die Rechtsbegehren zwei bis vier nicht 
mit der fristgemäss eingereichten Beschwerde vom 6. September 2021, sondern erst mit der 
am 3. November 2021 eingereichten ergänzenden Beschwerdebegründung und somit nach 
Ablauf der Beschwerdefrist gestellt wurden, schadet der Beschwerdeführerin nicht, da die 
Rechtsbegehren zwei bis vier das Rechtsbegehren vom 6. September 2021 inhaltlich ein-
schränken. So wie die ergänzende Beschwerdebegründung erst innert der beantragten und 

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gewährten Frist eingereicht werden muss, müssen auch die Alternativbegründungen, welche 
das in der Beschwerde gestellte Begehren lediglich einschränken, erst innert dieser Frist einge-
reicht werden. Auf die Eventualanträge ist demzufolge einzutreten.  
 
1.3.5. Die Beschwerdegegnerin beantragt, sämtliche mit der Beschwerdebegründung vom 
3. November 2021 neu eingereichten Beilagen, insbesondere die Beilagen 9, 10, 13, 14, 15 und 
16, seien als unechte Noven aus dem Recht zu weisen. Wie in der E. 1.3.2 hiervor ausgeführt, 
dürfen neue Tatsachen und Beweismittel soweit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vor-
instanz dazu Anlass gibt, was in der Beschwerde näher darzulegen ist. Vorliegend ist offen-
sichtlich, dass erst der Entscheid des Enteignungsgerichts Anlass gab, die erst der Beschwerde 
an das Kantonsgericht angefügte Beweismittel einzureichen. Die Beweismittel sind deshalb 
nicht aus dem Recht zu weisen. 
 
1.4. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass auf die Beschwerde vollum-
fänglich einzutreten ist und keine Beweismittel aus dem Recht zu weisen sind. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO sämtliche Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Miss-
brauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen vorlie-
gend verwehrt (§ 45 lit. c VPO e contrario). 
 
3.1. Das Enteignungsgericht reduzierte die Höhe der Kanalisationsanschlussgebühr von 
Fr. 105'787.50 (exkl. MWST) auf Fr. 11'250.-- (exkl. MWST) mit der Begründung, die auf das 
AR gestützte Verfügung verletze das Äquivalenzprinzip.  
 
3.2.1. Gemäss § 90 Abs. 2 EntG können Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, de-
ren Grundstück ein öffentliches Erschliessungswerk benutzt, zur Leistung von Gebühren und 
anderen Abgaben – insbesondere einmaligen Anschlussgebühren für Wasser und Abwasser – 
herangezogen werden. Solche einmalige Anschlussgebühren sind öffentlich-rechtliche Kausal-
abgaben der Grundeigentümer an die Erstellungskosten des Wasser- und Kanalisationsnetzes 
als Gegenleistung dafür, dass sie die mit dem Anschluss eröffnete Möglichkeit erhalten, die 
Ver- und Entsorgungsanlagen zu benutzen (vgl. BGE 106 Ia 241 E. 3b; Urteil des BGer 
2C_153/2007 vom 10. Oktober 2007 E. 4). Die Anschlussgebühr ist geschuldet, wenn der An-
schluss an die Kanalisation erfolgt und deren Benutzung möglich ist. Die Gemeinden sind ge-
stützt auf § 3 des Gesetzes über die Wasserversorgung der basellandschaftlichen Gemeinden 
vom 3. April 1967 resp. § 13 Abs. 4 des Gesetzes über den Gewässerschutz vom 5. Juni 2003 
zur Erhebung von Anschlussgebühren für den Anschluss an die Wasserversorgung und an die 
Anlagen der Abwasserbeseitigung befugt und in deren Ausgestaltung im Rahmen des überge-
ordneten Rechts autonom (vgl. KGE VV vom 22. August 2018 [810 17 300] E. 4; KGE VV vom 
7. Dezember 2016 [810 14 246] E. 3; KGE VV vom 7. September 2016 [810 15 335] E. 3.1; 
KGE VV vom 16. Dezember 2015 [810 14 171] E. 3.1). 
 

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3.2.2. Die Gemeinden sind bei der Festlegung von Abwassergebühren innerhalb der Schran-
ken des übergeordneten Rechts autonom (vgl. dazu statt vieler KGE VV vom 22. August 2018 
[810 17 300] E. 6.1). Wie das Bundesgericht wiederholt festgestellt hat, verfügen der kantonale 
und der kommunale Gesetzgeber bei der Ausgestaltung von Kausalabgaben innerhalb der ver-
fassungsrechtlichen Schranken (namentlich Art. 8 Abs. 1 und Art. 9 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999) über einen weiten Spielraum (Ur-
teil des BGer 2P.130/2002 vom 13. Dezember 2002 E. 4.2). Die einmalige Anschlussgebühr 
muss unter Wahrung des Äquivalenzprinzips festgesetzt werden. Im Bereich der Abgaben kon-
kretisiert das Äquivalenzprinzip einerseits das Verhältnismässigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV), 
anderseits das Willkürverbot (Art. 9 BV; Urteil des BGer 2C_160/2014 vom 7. Oktober 2014 
E. 6.4.1; ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
8. Aufl., Zürich 2020, Rz. 2785). Das Äquivalenzprinzip bestimmt, dass eine Gebühr nicht in 
einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert einer Leistung stehen darf und sich 
in vernünftigen Grenzen halten muss (Urteil des BGer 2C_1027/2020 vom 4. Mai 2022 E. 7.1 
m.H.; BGE 140 I 176 E. 5.2 m.H.). Die einmalige Anschlussgebühr für Wasser und Abwasser 
bildet die Gegenleistung des Bauherrn für den Anschluss der Baute an die vom Gemeinwesen 
erstellten und betriebenen Versorgungs- und Entsorgungsanlagen. Nach feststehender Recht-
sprechung dürfen sich Anschlussgebühren nach dem Mass des Vorteils richten, welcher dem 
Grundeigentümer aus der Wasserversorgung bzw. der Abwasserentsorgung des Gebäudes 
erwächst. Dabei ist nicht die effektive Nutzung massgeblich, sondern diejenige, die durch den 
Anschluss ermöglicht wird, und zwar auf Spitzenwerte ausgelegt. Mitberücksichtigt werden darf 
auch eine potentielle zukünftige Nutzung. Eine Differenzierung zwischen verschmutztem und 
unverschmutztem Abwasser ist bei der als einmalige Abgabe konzipierten Anschlussgebühr 
nicht geboten (Urteile des BGer 2C_1054/2013 vom 20. September 2014 E. 6.3; 2C_816/2009 
vom 3. Oktober 2011 E. 5.5; 2C_101/2007 vom 22. August 2007 E. 4.2). Bei der Anschlussge-
bühr muss sich die Bemessung dieser Abgabe nicht notwendigerweise nach dem dem Ge-
meinwesen aus dem einzelnen Anschluss jeweils konkret entstehenden Aufwand richten, son-
dern es darf aus Praktikabilitätsgründen mittels schematischer Kriterien auf den dem Pflichtigen 
erwachsenden Vorteil abgestellt werden. Bei Wohnbauten bringt der Gebäudeversicherungs-
wert (oder ein anderer vergleichbarer Wert, wie der amtliche Steuerwert) der angeschlossenen 
Liegenschaft diesen Vorteil regelmässig zuverlässig zum Ausdruck, ohne dass zusätzlich auf 
das Mass der mutmasslichen Inanspruchnahme der Versorgungsnetze abgestellt werden müss-
te (vgl. Urteile des BGer 2C_722/2009 vom 8. November 2010 E. 3.2; 2C_101/2007 vom 
22. August 2007 E. 4.3, in: Umweltrecht in der Praxis [URP] 2008 S. 16 ff.; 2P.343/2005 vom 
24. Mai 2006 E. 3.2; 2P.232/2006 vom 16. April 2007 E. 3.2; 2P.262/2005 vom 9. Februar 2006 
E. 3.1, in: URP 2006 S. 394 ff. sowie 2P.53/2007 vom 22. Juni 2007 E. 2.2; RENÉ 
WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Band II, Bern 2014, 
Rz. 512; vgl. zum Ganzen KGE VV vom 22. August 2018 [810 17 300] E. 6.1). Die Schematisie-
rung führt regelmässig dazu, dass einzelne Faktoren, die Mehrkosten und damit höhere Gebüh-
ren verursachen, ausser Acht bleiben, obwohl sie nur einen geringen oder gar keinen Einfluss 
auf den Wasserverbrauch oder Abwasseranfall haben. Das Gleiche gilt auch im umgekehrten 
Sinn, indem kostenneutrale Umstände unberücksichtigt bleiben, obwohl sie sich auf die Bean-
spruchung der Infrastrukturanlagen auswirken (Urteil des BGer 2C_1027/2020 vom 4. Mai 2020 
E. 7.2. m.H.).  

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3.2.3. Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass bei der als einmalige Abgabe 
konzipierten Anschlussgebühr namentlich bei Wohnbauten der Gebäudeversicherungswert als 
zulässige Bemessungsgrundlage, welche im Übrigen in der Regel tendenziell zugleich das 
mutmassliche Mass der künftigen Beanspruchung der Abwasseranlagen zum Ausdruck bringt, 
gilt. Die Rechtsprechung macht einen Vorbehalt lediglich bei Bauten, die im Verhältnis zu ihrem 
Versicherungswert einen ausserordentlich hohen oder niedrigen Wasserverbrauch bzw. Ab-
wasseranfall aufweisen (Urteile des BGer 2C_356/2013 vom 17. März 2014 E. 5.2.3; 
2C_722/2009 vom 8. November 2010 E. 3.3) und damit, wenn im konkreten Fall bei den gege-
benen Baukosten die Abweichung von der durchschnittlichen Inanspruchnahme der Infrastruk-
turanlagen besonders gross ist, also ein eigentliches Missverhältnis zwischen dem Gebäude-
versicherungswert und dem Nutzungspotential des Wasser- und Abwasseranschlusses besteht 
(Urteil des BGer 2C_847/2008 vom 8. September 2009 E. 2.2). Ein Abgehen von dieser Sche-
matisierung ist nach der Rechtsprechung mit Blick auf das Rechtsgleichheitsgebot damit nur 
angezeigt, wenn die schematischen Kriterien zu unhaltbaren Ergebnissen oder zu Unterschie-
den führen, die sich nicht mehr sachlich begründen lassen (Urteil des BGer 2C_1027/2020 vom 
4. Mai 2020 E. 7.2. m.H.). In diesen Fällen kann die Bemessung der Anschlussgebühren nicht 
allein nach dem Gebäudeversicherungswert erfolgen. Anders als bei Industriebauten hat das 
Bundesgericht bei Wohnbauten bislang nie verlangt, dass Gemeinden, die Anschlussgebühren 
nach dem Gebäudeversicherungswert bemessen, Ausnahmen vorsehen müssen, um einem 
besonders geringen (oder einem besonders hohen) Wasserverbrauch Rechnung zu tragen (Ur-
teil des BGer 2C_1027/2020 vom 4. Mai 2020 E. 7.2. m.H.; vgl. zum Ganzen KGE VV vom 
22. August 2018 [810 17 300] E. 6.2). 
 
3.3. Gemäss § 16 Abs. 2 lit. b AR i.V.m § 22 Abs. 1 AR werden die Kosten der Gemeinde 
für Bau, Betrieb, Unterhalt und Ersatz ihrer Abwasseranlagen sowie die von den Kläranlagenbe-
treibern überbundenen Kosten u.a. den Grundeigentümern in Form von Anschlussgebühren für 
den Anschluss an die Abwasseranlagen der Gemeinde weiterbelastet, wobei die Anschlussge-
bühr aufgrund des Gebäudevolumens in Kubikmetern nach SIA-Norm errechnet wird. Gemäss 
Ziff. 1.2 des Anhangs zum AR beträgt die Anschlussgebühr in der Wohnzone pro m3 Gebäude-
volumen Fr. 28.--, in den übrigen Zonen pro m3 Gebäudevolumen Fr. 15.--, für eine Gewerbe-
halle pro m3 Gebäudevolumen Fr. 7.--. Die Gemeinde hat damit in ihrem AR eine Unterschei-
dung zwischen Wohnbauten und Gewerbehallen getroffen und die angefochtene Gebühr ge-
stützt auf das Gebäudevolumen und den Ansatz von Fr. 7.-- pro m3 Gebäudevolumen errech-
net. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass im Einzelfall dennoch ein Missverhältnis zwischen 
der so errechneten Gebühr und der zu entgeltenden staatlichen Leistung vorliegen kann.  
 
4.1. Das Enteignungsgericht hat die Höhe der Gebühr mit der Begründung reduziert, dass 
die gestützt auf das AR errechnete Gebühr das Äquivalenzprinzip verletze. Für die Erschlies-
sungsleistung der Gemeinde sei einzig die in der Kartoffelannahmehalle vorhandene, an die 
Kanalisation angeschlossene Einlaufrinne mit einem Ablaufvolumen von 1.5 l/s zu berücksichti-
gen. Die auf dem Dach der Liegenschaft niedergeschlagene Wassermenge dürfe nicht Gegen-
stand der gebührenpflichtigen Leistung der Gemeinde sein, da es über das Retentionsbecken 
im Überlaufsfall in den C.____bach gelange, der nicht Bestandteil der Kanalisation sei. Das 

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Enteignungsgericht stützt sich dabei unter anderem auf das Urteil des BGer 2P.144/2006 vom 
27. Juli 2006. Auch das auf der Parzelle anfallende Regenwasser, welches nicht auf dem Dach 
der Lagerhalle niederschlage, versickere, weshalb es ebenfalls unberücksichtigt zu bleiben ha-
be. 
 
4.2. Die Beschwerdeführerin macht als erstes geltend, dass der C.____bach – entgegen 
der Ansicht der Vorinstanz – gemäss GEP der Beschwerdeführerin vom 7. Juli 2005 und Kana-
lisationskataster als Sauberwasserleitung bzw. Rein- und Regenwasserableitung Bestandteil 
der kommunalen Abwasserinfrastruktur und damit des kommunalen Kanalisationssystems sei. 
Der C.____bach werde sowohl im GEP als auch im Kanalisationskataster als Abwasserwerk 
definiert. Nicht nur das unverschmutzte Abwasser vom Grundstück des Beschwerdegegners, 
sondern auch das unverschmutzte Abwasser des gesamten an den C.____bach angrenzenden 
Siedlungsgebiets im Trennsystem werde in den C.____bach geleitet. Die Kosten für den 
C.____bach (insbesondere für Bau, Betrieb, Unterhalt und Ersatz dieser Abwasseranlage) wür-
den im Rechnungswesen der Beschwerdeführerin gleich wie die Kosten für die übrigen Abwas-
seranlagen als Spezialfinanzierung Kanalisationswesen geführt und nicht als Wasserbaukosten, 
wie für die öffentlichen Gewässer, welche nicht gemäss dem GEP Bestandteil der Kanalisation 
seien. Folglich würden sich die vorliegend strittigen Anschlussgebühren nicht auf einen Regen-
wasserabfluss in einen Bach im Sinne eines öffentlichen Gewässers, sondern auf die Einleitung 
von Meteorwasser in das kommunale Kanalisationssystem beziehen. Bereits aus diesem Grund 
sei die Beschwerde gutzuheissen. Die Beschwerdeführerin bringt verschiedene Argumente ein, 
weshalb der vom Enteignungsgericht angerufene Bundesgerichtsentscheid vorliegend nicht 
anwendbar sei.  
 
4.3. Der Beschwerdegegner macht geltend, der C.____bach sei im Gewässerkataster er-
fasst. Für die Einleitung von unverschmutztem Wasser in ein öffentliches Gewässer dürfe keine 
Kanalisationsanschlussgebühr erhoben werden. Die Anschlussgebühr diene der Finanzierung 
der Erstellungskosten, nicht der Unterhaltskosten. Diese würden über die wiederkehrenden Ge-
bühren gedeckt. Ein Gewässer müsse nicht erstellt werden, allenfalls müsse es unterhalten 
werden. Der GEP befasse sich mit der Entwässerung und nicht ausschliesslich mit der Kanali-
sation. Der GEP erfasse den C.____bach ausdrücklich als Gewässer. Der C.____bach sei auch 
nicht Bestandteil der Mischwasserkanalisation. Die Erhebung einer Anschlussgebühr für eine 
Einleitung von Regenwasser über ein privat errichtetes Retentionsbecken und über eine private 
Leitung in ein Gewässer sei gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts und des Enteig-
nungsgerichts bundesrechtswidrig. Des Weiteren sei zur Beurteilung der vorliegenden Sache 
irrelevant, wie die Beschwerdeführerin die Kosten für den C.____bach in ihrer Buchhaltung er-
fasse. Dass die Beschwerdeführerin in dieser Buchhaltung nicht nur die Kanalisation erfasse, 
würden ihre Ausführungen in der Duplik an das Enteignungsgericht vom 31. August 2019 zei-
gen, wonach in dieser Buchhaltung auch Kosten für die Renaturierung von Gewässern erfasst 
würden. Jedenfalls sei in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass im Entwässerungs-
konzept bei der Finanzierung keine Kosten für Gewässer erwähnt würden. 
 
4.4. Wie zu zeigen sein wird, kann die Frage, ob der C.____bach Bestandteil des kommu-
nalen Kanalisationssystems ist und ob auf die Einleitung von unverschmutztem Abwasser in 

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den C.____bach eine Kanalisationsanschlussgebühr erhoben werden darf, offengelassen wer-
den.  
 
5.1.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, im Falle von Anschlussgebühren sei nicht die 
effektive Nutzung massgeblich, sondern diejenige, die durch den Anschluss ermöglicht werde 
und zwar auf Spitzenwerte ausgelegt. Mitberücksichtigt werde auch eine potentielle zukünftige 
Nutzung. Deshalb könne es nicht allein auf die aktuelle Situation ankommen; massgebend sei, 
dass die öffentliche Infrastruktur für die Abwasserbeseitigung zur Verfügung gestellt werde. Die 
Versiegelung einer Fläche von rund 3'600 m2 durch den Beschwerdegegner auf einem vorher 
unbebauten Grundstück schliesse eine direkte Versickerung des Meteorwassers aus. Bei Nie-
derschlägen falle innert kurzer Zeit eine grosse Menge Meteorwasser an. Bei einem Regener-
eignis werde die vom Beschwerdegegner bewirtschaftete Fläche zeitgleich bereits durch den 
Regen bewässert und müsse offensichtlich nicht zusätzlich mit Meteorwasser aus dem Reten-
tionsbecken bewässert werden. Bei Regenereignissen, vor allem solchen mit viel Niederschlag, 
fliesse daher entgegen den Behauptungen des Beschwerdegegners Meteorwasser von seinem 
Grundstück über das Retentionsbecken in den C.____bach und damit in die Abwasserinfra-
struktur der Beschwerdeführerin, insbesondere da das Retentionsbecken nicht im Dauerstau 
betrieben werden dürfe und somit entleert werden müsse. Es stehe daher fest, dass die Erhe-
bung der streitigen Anschlussgebühr dadurch begründet sei, dass der Beschwerdegegner ins-
besondere bei allfälligen Spitzenniederschlägen das auf seinem Grundstück anfallende und 
überschüssige Meteorwasser durch den Notüberlauf in das Abwasserentsorgungssystem der 
Beschwerdeführerin ableite. Der Beschwerdegegner verursache somit eine Zunahme des vom 
C.____bach aufzunehmenden Meteorwassers. Die Entsorgung des nicht verschmutzten Ab-
wassers sei verursachergerecht zu finanzieren. Die Halle des Beschwerdegegners befinde sich 
in einem Gebiet, in welchem bei Hochwasserereignissen regelmässig Überflutungen aufgetre-
ten seien. Die Transportkapazität der Kanalisation C.____bach sei bereits vor dem Bau der La-
gerhalle durch den Beschwerdegegner ungenügend gewesen. Im Jahr 2021 sei nun der einge-
dolte Teil des C.____bachs mittels Dolenkalibervergrösserung, Umlegung und Offenlegung an-
gepasst worden und es sei ein Entlastungskanal gebaut worden. Die Projektkosten seien zu 
Lasten der Spezialfinanzierung Abwasser gegangen. Bei erhöhtem Anfall von Regen- und Me-
teorwasser ab den angeschlossenen Grundstücken fliesse das Abwasser nun durch den alten 
Kanal und zudem durch den neuen Entlastungskanal. Von diesem Ausbau der Kanalisa-
tionswerke profitiere auch der Beschwerdegegner. Im Übrigen sei irrelevant, ob der Überlauf 
tatsächlich zum Einsatz gelange, da die blosse Möglichkeit der Inanspruchnahme des Versor-
gungsnetzes genüge. Im vorliegenden Fall bleibe es aber ohnehin nicht bei der blossen Mög-
lichkeit, da der Überlauf regelmässig genutzt werde. Zudem stimme die Aussage des Be-
schwerdegegners nicht, dass der Abfluss derart kalkuliert worden sei, dass nicht mehr Wasser 
abfliesse, als wenn keine Lagerhalle errichtet worden wäre. Der Abfluss aus dem Retentionsbe-
cken in den C.____bach sei vielmehr so kalkuliert worden, dass die Abflussgeschwindigkeit der 
bisherigen Abschlussgeschwindigkeit für das nicht bebaute Grundstück entspreche, wenn nicht 
das gesamte Meteorwasser habe versickern können. Somit drossle das Retentionsbecken le-
diglich den Abfluss des Meteorwassers. 
 

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5.1.2. Der Beschwerdegegner entgegnet, das Meteorwasser, das auf dem Dach der Lager-
halle niederschlage, werde in einem Becken mit einem Volumen von 280 m3 gefasst und voll-
ständig zur Bewässerung der bewirtschafteten Fläche verwendet, womit es vollständig versicke-
re. Das Retentionsbecken mit einem Volumen von 280 m3 weise ein mehrfach grösseres Volu-
men als vorgeschrieben auf. Das Wasser werde jeweils aus dem Retentionsbecken in Tanks 
mit einem Fassungsvolumen von 5'000 Litern überführt und dann bei Bedarf verwendet. Das 
Retentionsbecken werde so nie voll. Der Abfluss aus dem Becken greife nur beim Bedarfsfall 
bei absoluten Spitzenniederschlägen. Wie sich seit Inbetriebnahme gezeigt habe, sei das bis 
anhin aber nicht nötig gewesen. Das werde auch durch die Aussage der Beschwerdeführerin, 
dieses Retentionsbecken könne ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100) aufnehmen, gestützt. 
Überdies weist der Beschwerdegegner darauf hin, dass sich der Abfluss nicht am Boden des 
Beckens befinde, sondern in mittlerer Höhe angebracht worden sei. Zudem sei das Retentions-
becken nicht abgedichtet, so dass Wasser durchaus auch langsam aus dem Becken versickern 
könne. Der Beschwerdegegner beantragt eine Expertisierung der von der Abwasserrinne und 
der Kanalisation sowie der vom C.____bach aufzunehmenden Wassermenge. Er erklärt, dass 
das Meteorwasser nicht in die Kanalisation eingeleitet werde, weil es vollständig versickere. In 
den Rechtsschriften erörtert er, dass der Abfluss derart kalkuliert worden sei, dass nicht mehr 
Wasser in den C.____bach abfliesse, als wenn keine Lagerhalle errichtet worden wäre.  
 
5.2.1. Aus dem Schreiben der Gemeinde an das Architekturbüro D.____ vom 15. Dezember 
2016 geht hervor, dass das erforderliche Retentionsvolumen auf 60 m3 berechnet wurde. Des 
Weiteren wird dort festgehalten, dass der Abfluss in die C.____bachverdolung maximal 10 l/s 
betragen dürfe und dieser Abfluss in etwa dem natürlichen Abfluss der Fläche ohne Bebauung 
entspreche. Überdies wird ausgeführt, dass das Retentionsvolumen nicht im Dauerstau betrie-
ben werden dürfe. Das heisse, das Becken müsse sich nach dem Regenereignis immer kom-
plett entleeren.  
 
5.2.2. Dem Protokoll des Augenscheins vom 6. Januar 2021, demjenigen der Vorverhandlung 
vom 30. Januar 2020 und den Rechtsschriften ist zu entnehmen, dass der Beschwerdegegner 
verpflichtet worden war, ein Retentionsbecken mit einem Speichervolumen von 60 m3 zu errich-
ten. Dieses Retentionsvolumen soll, wie aus dem Schreiben der Gemeinde an das Architektur-
büro vom 15. Dezember 2016 hervorgeht, sicherstellen, dass der Abfluss in etwa dem natürli-
chen Abfluss der Fläche ohne Bebauung entspricht. Es wurde jedoch ein Becken mit einem 
Fassungsvermögen von 280 m3 gebaut, weil der Beschwerdegegner das aufgefangene Wasser 
nutzen wollte, um die Felder zu bewässern und die Kartoffeln zu waschen. Gemäss Beschwer-
degegner wird nur ein sehr kleiner Teil der Kartoffeln, nämlich 3 - 5 Tonnen der jährlich geernte-
ten 3'500 Tonnen, gewaschen, da sie ungewaschen besser haltbar seien. Gewaschen würden 
lediglich die "faulen" Kartoffeln. 
 
5.2.3. Gemäss Protokoll der Vorverhandlung vom 30. Januar 2020 hat der Leiter der Bauab-
teilung der Gemeinde ausgeführt, dass der Wasserspeicher kombiniert mit dem Reten-
tionsbecken 280 m3 Speichervolumen beinhalte, wovon das Retentionsbecken 60 m3 betrage. 
Das Wasser des Retentionsbeckens könne an den eingedolten Bach abgegeben werden, damit 
der Speicher nicht überlaufe. Am vom Enteignungsgericht durchgeführten Augenschein erklärte 

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der Leiter der Bauabteilung der Gemeinde, dass es ein grosses Becken sei, welches mit Blick 
auf das Retentionsvolumen von 60 m3 über einen "dosierten" Überlauf in den Vorfluter, also den 
Bach, verfüge, damit dieser nicht über die Ufer trete. Solange der Wasserspeicher (gemäss 
Anmerkung des protokollführenden Gerichtsschreibers umfasse dieser Speicher 220 m3) nicht 
voll sei, werde das Retentionsvolumen nicht "angebraucht". Der Beschwerdegegner ergänzte, 
dass der Speicher so gross sei, dass von Frühling bis Herbst, wenn er die Felder mit grossen 
Mengen Wasser bewässern müsse, gar kein Wasser in den Bach überlaufe. Auf Frage, wann 
welche Menge Wasser in den Bach fliesse, antwortete der Beschwerdegegner, dass dies nicht 
gemessen werde.  
 
5.3. Aus den obigen Darstellungen kann gefolgert werden, dass der Beschwerdegegner ein 
grosses Becken gebaut hat, und damit auch grössere Baukosten getragen hat, um Wasser zu 
sammeln, das er nutzt. Er hat damit kein Interesse, dass grössere Wassermengen durch Einlei-
tung in den C.____bach für seine Nutzung verloren gehen. Die Aussage, dass das Retentions-
volumen nicht im Dauerstau betrieben werden könne, was heisse, dass das Becken nach dem 
Regenereignis immer komplett entleert werden müsse, ist unter Berücksichtigung des effektiven 
Beckenvolumens von 280 m3 und nicht des geforderten Retentionsvolumens von 60 m3 zu ver-
stehen. Der Beschwerdegegner kommt dieser Aufforderung damit schon nach, wenn im Becken 
jeweils nicht mehr als 220 m3 Wasser enthalten sind, da damit das Becken immer noch eine 
Fassungskapazität von 60 m3 vorrätig hat und damit das geforderte Retentionsvolumen von 
60 m3 bereithält. Die Aussage des Beschwerdegegners am Augenschein, dass von Frühling bis 
Herbst gar kein Wasser in den Bach überlaufe, ist glaubhaft. Nicht auszuschliessen ist, dass im 
Winter eine geringe Wassermenge in den Bach gelangt.  
 
5.4. Beim vom Enteignungsgericht durchgeführten Augenschein hat sich überdies gezeigt, 
dass auch das Meteorwasser, welches nicht auf dem Dach niederschlägt, sondern auf die übri-
gen versiegelten Flächen fällt, versickert. Es kann weder über die Wasserablaufrinne in der Kar-
toffelannahmehalle noch über andere Zugänge im Aussenbereich der Halle in die Kanalisation 
eingeleitet werden. Ebenso wenig wird es dem C.____bach zugeführt.  
 
5.5. Damit kann an dieser Stelle festgehalten werden, dass – falls überhaupt – lediglich 
eine geringe Meteorwassermenge über das Retentionsbecken in den C.____bach eingeleitet 
wird.  
 
6.1. Umstritten ist, ob in Bezug auf die Gebührenpflicht für die Halle ein Ablaufvolumen von 
1.5 l/s oder 9 l/s relevant ist. 
 
6.2.1. Die Beschwerdeführerin erklärt, es sei unbestritten, dass im Zuge des streitgegen-
ständlichen Lagerhallenbaus nur eine Einlaufrinne mit einer Leistungsfähigkeit von 1.5 l/s in der 
Kartoffelhalle realisiert worden sei. Im Baugesuchsverfahren habe der Beschwerdegegner je-
doch weitere Abwasserrinnen im Bereich der Tore zur Kartoffelannahmehalle und zu den drei 
Kühlräumen vorgesehen. Auch wenn diese nun nicht ausgeführt worden seien, so verfüge die 
Anschlussleitung an das Schmutzwasserkanalisationsnetz der Beschwerdeführerin dennoch 
über ein Ablaufvolumen von 9 l/s. Diese Leistungsfähigkeit der Schmutzwasseranschlussleitung 

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sei im Zuge des Lagerhallenbaus nicht verringert worden. Somit habe der Beschwerdegegner 
die Möglichkeit, 9 Liter Schmutzwasser pro Sekunde in die Kanalisation der Beschwerdeführe-
rin einzuleiten. Ob er diese Möglichkeit tatsächlich in Anspruch nehme, sei nicht relevant. Mass-
gebend sei einzig dieses auf Spitzenwerte ausgelegte Nutzungspotential, womit von der maxi-
malen Leistungsfähigkeit der Schmutzwasserableitung von 9 l/s auszugehen sei. Sofern also 
die Anschlussgebühr überhaupt entgegen dem im AR vorgesehenen System nach Belastungs-
werten zu ermitteln sei, liege bezüglich des Schmutzwassers die massgebende Maximalleis-
tungsfähigkeit der Abwasserrinne bei 90 und nicht 15 Belastungswerten, was unter Anwendung 
des von der Vorinstanz ermittelten Gebührensatzes von Fr. 750.-- pro Belastungswert eine An-
schlussgebühr für das Schmutzabwasser von Fr. 67'500.-- (zzgl. MWST) ergebe. 
 
6.2.2. Der Beschwerdegegner macht geltend, die Abwasserrinne in der Lagerhalle für Kartof-
feln ohne Wasseranschluss und mit einem Ablaufvolumen von 1.5 l/s diene der Ableitung des 
Wassers, welches dafür verwendet werde, jährlich 0.1 bis 0.14 % der angelieferten Kartoffeln 
zu waschen und sofort weiterzuverarbeiten. Die Kartoffeln würden grundsätzlich nicht gewa-
schen, da sie dadurch nicht mehr lagerfähig seien und sofort weiterverarbeitet werden müssten. 
Der Beschwerdegegner führt aus, die Beschwerdeführerin habe behauptet, er wasche in einer 
Lagerhalle ohne Wasseranschluss alle Kartoffeln, also 3'500 Tonnen Kartoffeln pro Jahr, von 
Hand (es gebe keine Waschmaschine) und habe dafür eine Abwasserrinne mit einer Kapazität 
von 1.5 l/s errichtet. Es sei auf den effektiven Anschluss abzustellen und nicht auf die nicht um-
gesetzten Plangrundlagen, da nicht die Bewilligung eines Anschlusses, sondern erst der An-
schluss an die Kanalisation zur Gebühr führe. Es sei lediglich ein Anschluss durch eine Leitung 
mit einem Ablaufvolumen von 1.5 l/s realisiert worden, weswegen die Behauptung, es könnten 
9 l/s abgeleitet werden, falsch sei. Dazu wären bauliche Massnahmen erforderlich. 
 
6.2.3. Das Enteignungsgericht führt in der E. 2.4.3.1 seines Urteils aus, anlässlich einer Be-
gehung habe sich gezeigt, dass die geplanten Abwasserrinnen im Bereich der Tore zur Kartof-
felannahmehalle und zu den drei baugleichen Kühlräumen im Zuge des Hallenbaus nicht aus-
geführt worden seien. Entsprechend falle die dem Beschwerdeführer effektiv zur Verfügung 
stehende Abflussleistung geringer als geplant aus. Im Inneren der Kartoffelannahmehalle sei 
eine einzige Abwasserrinne vorhanden, welche an die kommunale Kanalisation angeschlossen 
sei und über eine Leistungsfähigkeit bzw. ein Ablaufvolumen von 1.5 l/s, was 15 Belastungs-
werten entspreche, verfüge.  
 
6.3.1. Fest steht, dass die Kartoffelannahmehalle lediglich eine an die kommunale Kanalisati-
on angeschlossene Abwasserrinne mit einem Ablaufvolumen von 1.5 l/s verfügt, was – wie das 
Enteignungsgericht in seinem Urteil aufgezeigt hat – 15 Belastungswerten entspricht. Des Wei-
teren ist für das Kantonsgericht glaubhaft erstellt, dass, falls überhaupt, nur eine geringe Menge 
Meteorwasser über das 280 m3 umfassende Becken in den C.____bach gelangt. Das Enteig-
nungsgericht vergleicht in seiner E. 2.4.3.2 einerseits die erhobene Gebühr mit der Gebühr für 
ein Einfamilienhaus und errechnet andererseits, wie hoch der Gebührensatz wäre, wenn die 
angefochtene Gebühr durch 15 Belastungswerte dividiert würde. Es zeigt in seinem Entscheid 
in der E. 2.4.3.2 ausführlich auf, dass die Gebührenhöhe von Fr. 105'787.50 exkl. MWST für ein 
Ablaufvolumen von 1.5 l/s in der Kartoffelhalle das Äquivalenzprinzip verletzt.  

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6.3.2. Das Kantonsgericht schliesst sich den Ausführungen des Enteignungsgerichts an, dass 
für die Beurteilung des Äquivalenzprinzips die errichtete Rinne mit einem Ablaufvolumen von 
1.5 l/s massgeblich ist und nicht die ursprünglich geplanten Rinnen mit einem Ablaufvolumen 
von 9 l/s massgeblich sind, und teilt die Argumentation und Schlussfolgerung des Enteignungs-
gerichts in der E. 2.4.3.2 seines Urteils, dass die erhobene Gebühr das Äquivalenzprinzip ver-
letzt, da die angefochtene, schematisch nach dem Gebäudevolumen bemessene Kanalisa-
tionsanschlussgebühr im Falle der vorliegend zu beurteilenden Kartoffellagerhalle in einem of-
fensichtlichen Missverhältnis zur Leistungsfähigkeit des Anschlusses an die kommunale Kanali-
sation steht. Dabei ist der Gemeinde im Grundsatz beizupflichten, dass im Falle von An-
schlussgebühren nicht die effektive Nutzung massgeblich ist, sondern diejenige, die durch den 
Anschluss ermöglicht wird und zwar auf Spitzenwerte ausgelegt. Dieser Grundsatz findet je-
doch seine Schranken dort, wo die Baute im Verhältnis zu ihrem Gebäudevolumen einen aus-
serordentlich niedrigen Wasserverbrauch bzw. Abwasseranfall aufweist, was hier – wie die kon-
kreten Umstände zeigen – der Fall ist. Des Weiteren kann mit dem Enteignungsgericht festge-
halten werden, dass irrelevant ist, ob der Beschwerdegegner lediglich 3-5 Tonnen seiner durch-
schnittlichen Jahreskartoffelernte von ca. 3'500 Tonnen oder alle Kartoffeln wäscht, da im Rah-
men der vorliegenden Äquivalenzprüfung die Maximalleistungsfähigkeit der Einlaufrinne (15 Be-
lastungswerte) zur Quantifizierung der Erschliessungsleistung der Beschwerdeführerin mass-
gebend ist, da über die fragliche Rinne so oder anders maximal 1.5 l/s abgeleitet werden kön-
nen. Überdies kommt das Kantonsgericht zum Schluss, dass auch unter Berücksichtigung, 
dass allenfalls eine geringe Menge Meteorwasser über den Überlauf des Retentionsbeckens in 
den C.____bach gelangt und die Einleitung dieser Menge gebührenpflichtig wäre, die erhobene 
Gebühr das Äquivalenzprinzip verletzt. Auf die allfällig in den C.____bach eingeleitete geringe 
Wassermenge wird später nochmals eingegangen.  
 
6.3.3. Als Zwischenergebnis kann somit festgehalten werden, dass die erhobene Gebühr das 
Äquivalenzprinzip verletzt, womit das Hauptbegehren der Beschwerdeführerin abzuweisen ist. 
Zu prüfen ist alsdann, wie die Gebühr berechnet werden soll.  
 
7.1. Wie das Enteignungsgericht in seiner E. 2.4.3.3. zutreffend ausführt, ist die Gebühr so 
weit zu ermässigen, dass gerade kein offensichtliches Missverhältnis zwischen der reduzierten 
Gebühr und dem objektiven Wert der zu entgeltenden Leistung mehr vorliegt. Es hält fest, dass 
im Kanton Basel-Landschaft die Abgabesätze für Kanalisationsanschlussgebühren per Ende 
2017 zwischen Fr. 280.-- und Fr. 1'000.-- pro Belastungswert gelegen hätten und der Abgabe-
satz für Kanalisationsanschlussgebühren im Durchschnitt Fr. 543.-- betragen habe. Angesichts 
der Lage der streitgegenständlichen Einlaufrinne im gedeckten Halleninneren, dem Fehlen von 
Wasserbezugsstellen in der Lagerhalle sowie der maximalen Leistungsfähigkeit der Rinne von 
15 Belastungswerten erachtete das Enteignungsgericht einen hypothetischen Gebührensatz 
von Fr. 750.-- als gerade noch·mit dem Äquivalenzprinzip vereinbar. Das Kantonsgericht 
schliesst sich diesen Ausführungen und Schlussfolgerungen an. Dabei ist festzustellen, dass 
der vom Enteignungsgericht herangezogene Belastungswert von Fr. 750.-- Fr. 207.-- über dem 
Durchschnittswert liegt. Wie oben schon ausgeführt, kann nicht ausgeschlossen werden, dass 
eine kleinere Menge Wasser über den Notüberlauf aus den Retentionsbecken in den C.____-

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bach fliesst. Das Kantonsgericht kommt zum Schluss, dass – selbst bei Bejahung der Gebüh-
renpflicht für das Einleiten von nicht verschmutztem Abwasser in den C.____bach – durch das 
Heranziehen eines höheren Belastungswertansatzes als den durchschnittlichen Ansatz ein all-
fälliges Einfliessen einer geringen Menge Meteorwasser über den Überlauf in den C.____bach 
als gebührenmässig abgedeckt gelten kann.  
 
7.2.1. Die Beschwerdeführerin stellt den Eventualantrag, es sei die Gebühr wegen Vorkeh-
rungen zur Retention des Meteorwassers um 30 % zu reduzieren. Sie weist vorerst darauf hin, 
dass das AR hinsichtlich der Anschlussgebühren keine Reduktion aufgrund derartiger Vorkeh-
rungen vorsehe. Zudem sei zu beachten, dass das Retentionsvolumen stets geleert werden 
müsse. Eine Reduktion liesse sich also allenfalls aufgrund des Verursacherprinzips und des 
Äquivalenzprinzips rechtfertigen. Bei der Bemessung der Reduktion sei zudem nicht notwendi-
gerweise vom Aufwand auszugehen, der dem Gemeinwesen aus dem einzelnen Anschluss 
jeweils konkret entstehe, sondern es dürfe mittels schematischer Kriterien auf den dem Pflichti-
gen erwachsenden Vorteil abgestellt werden. Mithin spiele das Mass der mutmasslichen Inan-
spruchnahme des Versorgungsnetzes eine untergeordnete Rolle. Sollte nach Ansicht des Ge-
richts der Umstand, dass der Beschwerdegegner Vorkehrungen zur Retention und zum Auffan-
gen des Meteorwassers getroffen habe, in die Berechnung der Anschlussgebühr einbezogen 
werden müssen, so sei analog dem Entscheid des Obwaldner Regierungsrats Nr. 112 vom 
24. September 2012 (E. 3.2, publiziert in: Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsentscheide des 
Kantons Obwalden [VVGE] 2011/2013 Nr. 30, 100) eine Reduktion von maximal 30 % auf die 
mit Verfügung vom 15. Januar 2019 gestützt auf § 22 AR erhobene Gebühr von Fr. 105'787.50 
zu gewähren.  
 
7.2.2. Dem Argument der Beschwerdeführerin, das AR sehe keine Reduktion bei Vorkehrun-
gen zur Retention vor, ist entgegenzuhalten, dass die in Rechnung gestellte Gebühr das Äqui-
valenzprinzip verletzt, weshalb es unwesentlich ist, dass das AR diesbezüglich keine Reduktion 
vorsieht. Des Weiteren ist vorliegend nicht massgeblich, dass ein Retentionsbecken errichtet 
wurde, sondern dass ein viel grösseres Speicherbecken errichtet wurde, dessen Wasser durch 
die Nutzung versickert. Zudem ist – wie oben ausgeführt – davon auszugehen, dass im vorlie-
genden Fall höchstens eine nicht nennenswerte Menge Wasser aus dem Speicherbecken über 
den Überlauf in den C.____bach fliesst, da einerseits das Becken bei einem Inhalt von weniger 
als 220 m3 Wasser kein Wasser ablaufen lassen muss, und andererseits aufgrund der konkre-
ten Verhältnisse das Wasser aus dem Becken grundsätzlich verbraucht wird. Der Eventualan-
trag ist demzufolge abzuweisen.  
 
7.3.1. Die Beschwerdeführerin stellt subeventualiter den Antrag, es sei von der Maximalleis-
tungsfähigkeit des Anschlusses an die kommunale Kanalisation auszugehen, sofern das Ge-
richt wider Erwarten zum Schluss kommen sollte, dass nur das Ableiten von Schmutzwasser 
aus der Halle in die Schmutzwasserkanalisation gebührenpflichtig sei und dass diese Gebühren 
anhand des Belastungswerts zu ermitteln seien. Da die Maximalleistungsfähigkeit der Schmutz-
wasserableitung vom Grundstück des Beschwerdegegners bei 9 l/s liege, was einem Belas-
tungswert von 90 entspreche, sei die Gebühr auf Fr. 67'500.-- (90 x Fr. 750.--) festzusetzen.  
 

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7.3.2. Wie oben dargelegt, führen die konkreten Umstände zum Schluss, dass die von der 
Beschwerdeführerin verfügte Gebühr das Äquivalenzprinzip verletzt. Aus diesem Grund wäre 
es widersprüchlich, nach Feststellung der Verletzung des Äquivalenzprinzips wieder von den 
konkreten Umständen abzuweichen und auf die hypothetischen Möglichkeiten abzustellen. 
Demzufolge ist nicht von 90 Belastungswerten, sondern von 15 Belastungswerten auszugehen 
und der Subeventualantrag abzuweisen.  
 
7.4.1. Die Beschwerdeführerin stellt subsubeventualiter das Begehren, dass die Gebühr le-
diglich anhand des Gebäudevolumens der Kartoffelannahmehalle, in der sich eine Einlaufrinne 
für Schmutzwasser befinde, zu berechnen sei und pro Kubikmeter ein Gebührenansatz von 
Fr. 7.-- gemäss § 22 Abs. 1 AR herangezogen werden solle. Damit werde das Gebäudevolu-
men der drei Kühlräume, in denen der Beschwerdegegner entgegen den Plänen keine Installa-
tionen für das Ableiten von Abwasser errichtet habe, unberücksichtigt gelassen. Daraus resul-
tiere eine Gebühr von Fr. 42'351.68 exkl. MWST (6'050.24 m3 x Fr. 7.--; Volumen der Kartoffel-
annahmehalle insgesamt: 6'050.24 m3; Volumen der gesamten Halle: 15'112.50 m3).  
 
7.4.2. Das Enteignungsgericht hat die Berechnungsart nach Belastungswerten gewählt. Ver-
schiedene Gemeinden des Kantons Basel-Landschaft berechnen ihre Anschlussgebühren nach 
Belastungswerten. Es handelt sich folglich um eine gängige Berechnungsart. Das Kantonsge-
richt prüft den angefochtenen Entscheid nicht auf seine Angemessenheit hin. Es hebt einen 
angefochtenen Entscheid nicht auf, weil auch andere vertretbare Lösungen möglich wären. 
Demzufolge ist auch der Subsubeventualantrag der Beschwerdeführerin abzuweisen.  
 
7.5. Aus dem Dargelegten folgt, dass sowohl das Hauptbegehren als auch die drei Even-
tualanträge der Beschwerdeführerin abzuweisen sind. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
erübrigt es sich, über den Antrag des Beschwerdegegners auf eine Expertisierung der von der 
Abwasserrinne und der Kanalisation sowie der vom C.____bach aufzunehmenden Wasser-
menge zu befinden.  
 
8.1. Als nächstes ist auf den Verzugszins und den Mahnstopp einzugehen.  
 
8.2. Wie bereits in der E. 1.3.3 hiervor ausgeführt, stellte die Beschwerdeführerin in ihrer 
Verfügung vom 15. Januar 2019 eine Abwasseranschlussgebühr in der Höhe von 
Fr. 113'933.15 in Rechnung. Als Zahlungsfrist wurden 60 Tage netto genannt und es wurde 
darauf verwiesen, dass nach Ablauf der Zahlungsfrist Verzugszins erhoben werde. Dies ent-
spricht § 19 AR, gemäss welchem Erschliessungsbeiträge und Anschlussgebühren innert 60 
Tagen nach Rechnungsstellung zur Zahlung fällig sind (Abs. 2) und bei Überschreitung der 
Zahlungsfrist ein Verzugszins von 5 % erhoben wird (§ 19 Abs. 3 AR in Verbindung mit § 6 des 
Reglements über die Erhebung der Gemeindesteuern der Gemeinde A.____ vom 25. Oktober 
2000 und dem Entscheid des Gemeinderates bzw. der Gemeindeversammlung; siehe dazu: 
www.A.____.ch/de/verwaltung/finanzen). Die Pflicht zur Leistung von Verzugszinsen hängt vom 
Bestand der in der angefochtenen Verfügung geltend gemachten Forderung ab. Mit dem vor-
instanzlichen Entscheid wurde die Höhe der Forderung der Beschwerdeführerin reduziert. Auf 
diese Betragshöhe besteht der Anspruch auf Verzugszins nach wie vor und zwar ab dem Zeit-

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punkt, ab dem der Verzugszins auf den ursprünglich von der Gemeinde geltend gemachten 
Betrag erhoben werden konnte. Die aufschiebende Wirkung der Rechtsmittel verhindert nicht, 
dass Fälligkeit und Verzug auf den Zeitpunkt zurückbezogen werden, in dem der Anspruch er-
hoben worden bzw. der Verzug eingetreten ist (KGE VV vom 7. September 2016 [810 15 335] 
E. 6.3.3. und 6.3.4).  
 
8.3. Der Beschwerdegegner macht geltend, die Beschwerdeführerin habe mit Schreiben 
vom 30. Januar 2019 einen Mahnstopp ausgesprochen. Sie habe ferner mündlich erklärt, die 
durch das Enteignungsgericht bestätigte oder festgelegte Gebühr zu akzeptieren und danach in 
Rechnung zu stellen. Der Beschwerdegegner erklärt, die Beschwerdeführerin hätte den Mahn-
stopp unter Ansetzung einer neuen Zahlungsfrist aufheben müssen.  
 
8.4. Wie oben ausgeführt, wurde gestützt auf das AR in der angefochtenen Verfügung die 
Erhebung von Verzugszinsen klar angekündigt. Die Beschwerdeführerin hat während des gan-
zen Verfahrens von der angefochtenen Verfügung nie Abstand genommen. Mit Schreiben vom 
30. Januar 2019 erklärt sie lediglich einen Mahnstopp eingerichtet zu haben. Ein Mahnstopp 
führt nicht per se zur Aufhebung der Pflicht zur Leistung von Verzugszinsen, sondern bedeutet 
lediglich, dass vorerst keine Mahnungen ausgesprochen werden. Die Beschwerdeführerin hat in 
allen Verfahren an ihrer angefochtenen Verfügung festgehalten. Daran ändert auch die Mittei-
lung, dass keine Mahnungen geschickt würden, nichts.  
 
8.5. Demnach steht der Beschwerdeführerin auf den Betrag von Fr. 11'250.-- (exkl. 7.7 % 
MWST) ein Verzugszins von 5 % ab dem 17. März 2019 (15. Januar 2019 plus 60 Tage) bis 
zum Zeitpunkt der durch den Beschwerdegegner erfolgten Zahlung der Kanalisationsan-
schlussgebühr in der Höhe von Fr. 12'116.25 (= Fr. 11'250.-- zzgl. 7.7 % MWST) und somit bis 
zum 21. November 2021 zu (Zahlung mit Valuta vom 22. November 2021 bei der Gemeinde 
eingegangen).  
 
9.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO umfas-
sen die Verfahrenskosten die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten. Sie werden in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Entsprechend dem Ausgang 
des Verfahrens sind die Kosten in der Höhe von Fr. 4'500.-- der Beschwerdeführerin aufzuerle-
gen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. 
 
9.2. Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts bzw. 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der Gegenpartei zugespro-
chen werden. Der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners macht in seiner Honorarnote vom 
18. Juli 2022 einen Aufwand von 40.11 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen in der Höhe von 
Fr. 705.40 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdeführerin hat B.____ demzu-
folge eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 11'559.35 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehr-
wertsteuer) zu entrichten. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'500.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet. 

   
 3. Die Beschwerdeführerin hat dem privaten Beschwerdegegner eine Par-

teientschädigung in der Höhe von Fr. 11'559.35 (inkl. Auslagen und 
7.7 % Mehrwertsteuer) zu entrichten. Im Übrigen werden die Parteikos-
ten wettgeschlagen.  

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin