# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18584166-5c26-53dd-bcd4-2e9f34dbdc65
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2004-01-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 12.01.2004 SF 2003 31
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2003-31_2004-01-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

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Ref.: N., 12. Januar 2004 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 03 31 (mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Jegen, Riesen-Bienz, Tomaschett-Murer und Burtscher
Aktuarin ad hoc Riesen-Ryser

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In der Strafsache

des X., Angeklagter, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt L., 

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 16. Oktober 2003, 

wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz,

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

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A. X. wuchs zusammen mit fünf Schwestern bei seinen Eltern in geord-
neten Familienverhältnissen in L. auf. Als er 15 Jahre alt war, liessen sich seine 
Eltern scheiden. In J. absolvierte er während sechs Jahren die Primar- und während 
drei Jahren die Realschule. Nach der Schulentlassung begann er bei der Garage 
M. in N. eine zweijährige Lehre als Autoservicemann, welche er nach einem Jahr 
wieder abbrach. Daraufhin war er ein Jahr lang seinem Schwager bei einem Haus-
bau in J. behilflich. Danach arbeitete er von 1984 bis 1988 bei der Firma O. in N.. 
Von 1988 bis 1990 betrieb er selbständig in N. einen Fahrzeugoccasionshandel. 
Von 1991 bis 1992 arbeitete er als Zuschneider beim Q. in P.. Anschliessend war 
er von 1992 bis 1998 bei der Firma R. als Aufzugsmonteur tätig. Aus gesundheitli-
chen Gründen verliess er diesen Betrieb und ging danach keiner geregelten Arbeit 
mehr nach. In der Folge bezog er während zwei Jahren Arbeitslosenunterstützung. 
Seit Oktober 2000 ist X. in L. wohnhaft und betreibt dort eine Gärtnerei/Hanfanbau. 
Gemäss Auszug der Steuerverwaltung Graubünden erzielt X. ein jährliches Einkom-
men von Fr. 44'700.--.

X. ist Vater von drei Kindern. Er hat monatliche Unterhaltsbeiträge in Höhe 
von Fr. 2'300.-- zu leisten.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. dreimal verzeichnet: Am 6. No-
vember 1997 verurteilte ihn der Kreisgerichtsausschuss N. wegen vorsätzlichen 
Fahrens in angetrunkenem Zustand und vollendeten Versuchs der Vereitelung der 
Blutprobe zu 90 Tagen Gefängnis. Am 14. Dezember 1998 wurde er durch den 
Kreispräsidenten Rhäzüns wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelge-
setz mit sechs Tagen Gefängnis, Probezeit zwei Jahre, bestraft. Am 23. Oktober 
2001 verurteilte ihn die Kreispräsidentin Ilanz wegen Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz zu zehn Tagen Gefängnis, Probezeit drei Jahre, und Fr. 
200.-- Busse. Zusätzlich weist er aus den Jahren 1987 und 1990 je eine Vorstrafe 
wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand auf. Gemäss Leumundsbericht der Kan-
tonspolizei S. geniesst X. an seinem Wohnort einen rechten Ruf. 

B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 16. Oktober 
2003 wurde X. wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG sowie wegen 
mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Anklagezustand ver-
setzt.

Dem vorliegenden Strafverfahren liegt gemäss Anklageschrift der Staatsan-
waltschaft Graubünden vom 16. Oktober 2003 folgender Sachverhalt zugrunde:

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„1. In den Jahren 2000 und 2001 pflanzte der Angeklagte auf den Feldern 
in L. Hanf an. Für die im Zusammen mit dem Hanffeld anfallenden Ar-
beiten, wie Jäten und Ernten, beschäftigte er diverse Personen, die er 
vornehmlich aus seinem Bekanntenkreis rekrutierte. Nach der jeweils 
im Spätherbst 2000 bzw. 2001 erfolgten Ernte wurden die Hanfpflanzen 
in Ställen zum Trocknen aufgehängt und dann zerschnitten. Die ge-
trockneten und zerkleinerten Hanfpflanzen verkaufte X. unter eigenem 
oder unter dem Namen der ihm gehörenden Einzelfirma „Y.“ an den 
Hanfladen T. (recte: T.) in Zürich sowie an diverse, ihm nicht weiter be-
kannte Personen. Aus den Unterlagen ergibt sich, dass der Angeklagte 
im Zeitraum 8. Dezember 2000 bis 21. Januar 2002 für total mindestens 
Fr. 345'883.15 getrocknete, zerschnittene und mit Blüten versehene 
Hanfpflanzen an den Hanfladen T. (recte: T.) in Zürich verkaufte. So-
dann verkaufte er im Zeitraum 1. Januar 2001 bis 15. März 2002 für 
total Fr. 5'025.-- meist ebenfalls getrocknete Hanfpflanzen samt Blüten 
für Fr. 80.-- oder Fr. 90.-- das Stück an eine Vielzahl, ihm nicht näher 
bekannte Abnehmer, mit denen er sogenannte Anbau- bzw. Kaufver-
träge abgeschlossen hatte. Durchgeführte Kontrollen ergaben, dass die 
von X. angebauten und vertriebenen Hanfprodukte einen THC-Gehalt 
von 1.6 bis 6.9% (für das Anbaujahr 2000) respektive von 0.8 bis 9.0% 
(für das Anbaujahr 2001) aufwiesen und damit reich an THC waren. 
Demnach verkaufte X. als Betäubungsmittel geltende Produkte. Dabei 
interessierte er sich nicht um den THC-Gehalt der gelieferten Produkte, 
er nahm aber bewusst in Kauf, auch vom Betäubungsmittelgesetz er-
fassten und rauchbaren Hanf zu verkaufen. Bei all seinen Verkäufen 
und Abgaben wusste X. sodann oder nahm es zumindest in Kauf, dass 
die Endabnehmer die von ihm gelieferten Hanfprodukte letztlich durch 
Rauchen, also als Betäubungsmittel, konsumieren würden. Die genaue 
Menge des an den Hanfladen +T. (recte: T.) oder die anderen Drittper-
sonen gelieferten Hanfs liess sich nicht mehr ermitteln, da hierüber 
keine Unterlagen bestehen und X. keine Angaben machen wollte. Bei 
Annahme eines durchschnittlichen Verkaufspreises von Fr. 2.-- pro 
Gramm hat X. aber mindestens 175 kg getrocknetes Hanfkraut an Dritt-
personen veräussert.

2. Obwohl gegen X. bereits ein Strafverfahren wegen Widerhandlung ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz pendent war und er polizeilich einver-
nommen wurde, pflanzte er im Frühjahr 2002 in L. erneut 1'700 Stück 
Hanfpflanzen an, die er als Setzlinge bei der Gärtnerei U. gekauft hatte. 
Er hatte die Absicht, einen Teil dieser Pflanzen an ihm nicht näher be-
kannte Personen zu liefern. Dies hat er in der Folge auch getan, indem 
er im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2002 an zehn Personen, mit 
welchen er sogenannte Anbau- bzw. Kaufverträge geschlossen hatte, 
total mindestens 20 solcher Pflanzen in getrocknetem Zustand per Post 
zustellte. Durchgeführte Kontrollen ergaben, dass die von X. im Jahr 
2002 angebauten und verkauften Hanfpflanzen einen THC-Gehalt von 
0.6 bis 3.4 % aufwiesen und damit reich an THC waren. Demnach hat 
X. als Betäubungsmittel geltende Produkte an Drittpersonen abgege-
ben, wobei er sich nicht um den THC-Gehalt der gelieferten Produkte 
interessierte und somit bewusst in Kauf nahm, auch vom Betäubungs-
mittelgesetz erfassten Hanf zu verkaufen. Er nahm auch in Kauf, dass 
die Käufer die von ihm gelieferten Hanfpflanzen letztlich durch Rauchen, 
also als Betäubungsmittel, konsumieren würden.

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3. Die gesamten Aktivitäten des Angeklagten im Zusammenhang mit dem 
Anbau und Verkauf der unerlaubten und dem Betäubungsmittelgesetz 
unterstellten Produkte sind Ausübung eines Berufs. Er beschäftigte 
mehrere Personen, und der Verkauf der unter das Betäubungsmittelge-
setz fallenden Hanfprodukte führte zu regelmässigem Einkommen, von 
welchem X. seinen Lebensunterhalt massgeblich bestritt. Der im Zeit-
raum Dezember 2000 bis Januar 2002 erzielte Umsatz belief sich auf 
über Fr. 350'000.-- und war somit erheblich. Der Gewinn aus dem Han-
del mit Betäubungsmittel kann zwar nicht genau beziffert werden, da 
keine genauen Unterlagen über den Aufwand vorliegen. Die mit der 
Ernte und Verarbeitung des Hanfs beschäftigten Personen erhielten 
gemäss Abrechnung mit der AHV-Ausgleichkasse im Jahr 2001 ge-
samthaft einen Lohn von ca. Fr. 60'000.--. Geht man für das Jahr 2000 
von gleichen Zahlen aus, dürfte der Gewinn aber bei über Fr. 200'000.-
- gelegen haben.

4. Die Einnahmen aus dem Verkauf der getrockneten Hanfprodukte flos-
sen auf die Konten von X. bei der UBS beziehungsweise bei der Raiff-
eisenbank Bündner Rheintal. Mit Verfügung vom 21. März 2002 wurden 
auf diesen Konten folgende Beträge beschlagnahmt:
- auf dem Konto Nr. V. bei der 
  Raiffeisenbank Bündner Rheintal: Fr. 1'437.95,
- auf dem Konto Nr. W. bei der 
  Raiffeisenbank Bündner Rheintal: Fr. 40'000.--.

5. In den letzten zwei Jahren konsumierte X. an seinem Wohnort in L. und 
anderswo ab und zu Hanf durch Rauchen.“

C. Am 12. Januar 2004 fand die Hauptverhandlung vor der Strafkammer 
des Kantonsgerichts Graubünden statt. Anwesend waren der Angeklagte X. sowie 
sein amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt L.. Die Anklage wurde von Staatsanwalt 
Dr. iur. Alex Zindel mündlich vertreten. Gegen Zuständigkeit und Zusammensetzung 
des Gerichts wurden keine Einwände erhoben. In der Befragung bestätigte X. die 
von ihm in den polizeilichen und untersuchungsrichterlichen Einvernahmen ge-
machten Aussagen. 

a) Der Staatsanwalt stellte die Anträge, X. sei im Sinne der Anklage schuldig 
zu sprechen und, teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafmandat der Kreispräsi-
dentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 ausgefällten Strafe, mit 15 Monaten Gefängnis 
zu bestrafen. Es sei ihm im weiteren der bedingte Strafvollzug zu gewähren bei 
einer Probezeit von vier Jahren. Der mit Strafmandat des Kreispräsidenten Rhäzüns 
vom 14. Dezember 1998 für die Strafe von 6 Tagen Gefängnis und mit Strafmandat 
der Kreispräsidentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 für die Strafe von 10 Tagen Ge-
fängnis gewährte bedingte Strafvollzug sei zu widerrufen und die Strafen seien zu 
vollziehen. Die auf den Konten des Angeklagten bei der UBS und der Raiffeisen-
bank Bündner Rheintal beschlagnahmten Geldbeträge seien gemäss Art. 59 Ziff. 1 
Abs. 1 StGB einzuziehen. Über eine allfällige Ersatzleistung habe das Gericht zu 

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entscheiden. Alles unter gesetzlicher Kostenfolge. Begründend führte der Anklage-
vertreter aus, der Sachverhalt sei ausgewiesen und im wesentlichen eingestanden. 
Die Kontrollen des von X. vertriebenen Hanfs hätten ergeben, dass dieser einen 
THC-Gehalt von weit über 0.3% aufgewiesen habe. Damit sei der objektive Tatbe-
stand erfüllt. Subjektiv genüge Eventualvorsatz. In der Schlusseinvernahme habe 
X. zugegeben, dass er für ungefähr Fr. 350'000.-- Hanf an die Firma T. in Zürich 
geliefert habe. Zudem habe er gewusst, dass der THC-Gehalt mehr als 0.3% betra-
gen habe. Auch habe er nicht ausschliessen können, dass der Hanfladen T. in 
Zürich den gelieferten Hanf an Konsumenten weitergebe, die diesen als Betäu-
bungsmittel konsumierten. Damit sei Eventualvorsatz gegeben. X. habe aufgrund 
seiner früheren Verurteilungen gewusst, dass sein Verhalten strafbar sei. Weil er 
immer weiter gehandelt habe, insbesondere während laufender Untersuchung und 
nach den Strafmandaten, stelle sich sogar die Frage des direkten Vorsatzes. Mit 
dem Verkauf des Hanfs habe er ein regelmässiges Einkommen erzielt, mit dem er 
den grössten Teil seines Lebensunterhalts finanziert habe. Der Umsatz habe über 
Fr. 350'000.-- betragen, der Gewinn sei nicht genau errechenbar, sei aber sicher 
zwischen Fr. 100'000.-- und Fr. 200'000.-- gelegen. Es bestehe daher kein Zweifel, 
dass X. gewerbsmässig im Sinne des Gesetzes gehandelt habe. Bezüglich der 
Strafzumessung sei festzuhalten, dass die Taten teilweise vor dem Strafmandat der 
Kreispräsidentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 verübt worden seien, wofür eine Zu-
satzstrafe auszufällen sei. Das Verschulden von X. wiege schwer. Er habe über 
längere Zeit riesige Mengen Hanf verkauft und habe damit einen grossen Umsatz 
und einen erheblichen Gewinn erzielt, womit er seinen Lebensunterhalt bestritten 
habe. Erhöhend würden die Vorstrafen ins Gewicht fallen, ebenso die Tatsache, 
dass X. während laufender Probezeit und Untersuchung erneut delinquiert habe. 
Milderungsgründe würden keine vorliegen, mindernd könne man berücksichtigen, 
dass bei viel gutem Willen ein Geständnis erkennbar sei. Eine Strafe von 15 Mona-
ten Gefängnis sei unter diesen Umständen angemessen. Im Weiteren seien die ob-
jektiven Voraussetzungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges erfüllt. 
Subjektiv würden die Länge und Intensität der Delinquenz sowie die Tatsache, dass 
X. während laufender Probezeit erneut straffällig geworden sei, gegen eine günstige 
Prognose sprechen. Es sei aber zu bedenken, dass X. die Verbüssung der vorlie-
gend ausgesprochenen Strafe drohe, wenn er sich während der Probezeit etwas zu 
schulden kommen lasse, und dass er die mit dem Strafmandat des Kreispräsidenten 
Rhäzüns vom 14. Dezember 1998 ausgesprochene Strafe von 6 Tagen Gefängnis 
und die mit dem Strafmandat der Kreispräsidentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 aus-
gesprochene Strafe von 10 Tagen Gefängnis werde verbüssen müssen. Mit Beden-
ken könne unter diesen Umständen der bedingte Strafvollzug doch gewährt werden. 

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Die Probezeit sei auf vier Jahre festzulegen. Da vorliegend nicht mehr von einem 
leichten Fall gesprochen werden könne, sei die Gewährung des bedingten Strafvoll-
zuges bezüglich der Strafen, welche der Kreispräsident Rhäzüns mit Strafmandat 
vom 14. Dezember 1998 und die Kreispräsidentin Ilanz mit Strafmandat vom 23. 
Oktober 2001 ausgesprochen hätten, zu widerrufen und die Strafen seien zu voll-
ziehen. Schliesslich seien die Geldbeträge auf den Konten des Angeklagten bei der 
UBS und der Raiffeisenbank Bündner Rheintal richterlich einzuziehen, da das Geld 
aus dem Verkauf von rauchbarem Hanf stamme. Weil der Gewinn nicht genau er-
rechnet werden könne und auch nicht klar sei, über wie viel Geld X. verfüge, werde 
der Entscheid über eine allfällige Ersatzabgabe in das Ermessen des Gerichtes ge-
stellt.

b) Der Verteidiger von X., Rechtsanwalt L., stellte in seinem Plädoyer den 
Antrag, sein Mandant sei milde zu bestrafen und es sei ihm der bedingte Strafvoll-
zug zu gewähren. Ob die Geldbeträge auf den Konten des Angeklagten eingezogen 
werden sollten, werde dem Gericht überlassen. Von einer Ersatzleistung sei abzu-
sehen. In der Begründung machte der Verteidiger geltend, dass es in der Zeit, als 
sein Mandant Handel mit Hanf betrieben habe, nach einer Lockerung des Gesetzes 
ausgesehen habe. Er fügte Überlegungen zur Entstehung des Verbotes, mit rauch-
barem Hanf Handel zu treiben, an. Weiter führte er aus, dass die Konsumenten 
seinem Mandanten gegenüber angegeben hätten, sie würden aus dem Hanf Tee, 
Kuchen etc. herstellen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb sein Mandant dies nicht 
hätte glauben dürfen. Der Grossabnehmer habe angegeben, er stelle aus dem Hanf 
nur legale Produkte her. Auf diese Zusicherung eines Geschäftsmannes habe er 
vertrauen dürfen, weshalb ihm kein Eventualvorsatz vorgeworfen werden könne. 
Grundsätzlich sei es auch nicht verboten, an THC reichen Hanf anzubauen. Bezüg-
lich des Verkaufs müsse das Gericht entscheiden, ob X. darauf habe vertrauen dür-
fen, dass der Hanf legalen Verwendungen zugeführt werde. X. habe nicht mitbe-
kommen, was in Zürich mit dem Hanf geschehen sei. Erst später habe sich heraus 
gestellt, dass der Hanf nicht legal verwendet werde. Im Herbst sei das Feld seines 
Mandanten überfallen und abgeerntet worden. Nur in diesem Zusammenhang sei 
er davon ausgegangen, dass der Hanf illegal verwendet werde. Im weiteren habe 
die Absicht seines Mandanten darin bestanden, mit dem Hanfhandel Geld zu ver-
dienen, und nicht, eine kriminelle Handlung zu begehen. Bezüglich des bedingten 
Strafvollzuges könne er sich den Ausführungen des Staatsanwaltes anschliessen. 
Bei der Einziehung der Vermögenswerte sei es dem Gericht überlassen, zu ent-
scheiden, ob das Geld aus kriminellen Handlungen stamme oder sein Mandant ein-
fach gutmütig gewesen sei.

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c) Der Staatsanwalt verzichtete auf eine Replik. In seinem Schlusswort hielt 
X. fest, dass er sich nicht als Kriminellen sehe, absolut nicht.

Auf die weiteren Ausführungen in den mündlichen Vorträgen wird, soweit er-
forderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Die Strafkammer zieht in Erwägung :

1. a) Art. 1 Abs. 1 BetmG definiert den Begriff Betäubungsmittel als ab-
hängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain 
und Cannabis. Ausdrücklich wird damit Cannabis als abhängigkeitserzeugender 
Stoff unter Art. 1 Abs. 1 BetmG subsumiert. Weiter fällt Hanfkraut als Rohmaterial 
(Art. 1 Abs. 2 lit. a Ziff. 4 BetmG) sowie als Wirkstoff das Harz der Drüsenhaare (Art. 
1 Abs. 2 lit. b Ziff. 3 BetmG) unter die vom Betäubungsmittelgesetz erfassten Sub-
stanzen, ohne Rücksicht auf den Gehalt an psychoaktiven Substanzen (bei Hanf 
insbesondere Delta-Tetrahydrocannabinol). Es schliesst sodann weitere Stoffe ein, 
die "eine ähnliche Wirkung haben wie die Stoffe der Gruppen a oder b dieses Ab-
satzes" (Art. 1 Abs. 2 lit. c BetmG). Handel und Umgang mit Hanfkraut unterstehen 
der staatlichen Kontrolle (Art. 2 BetmG). Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG hält fest, dass 
"Hanfkraut zur Betäubungsmittelgewinnung und das Harz seiner Drüsenhaare (Ha-
schisch)" nicht angebaut, eingeführt, hergestellt oder in Verkehr gebracht werden 
darf. Im Verzeichnis der verbotenen Stoffe (Anhang a und d zur Verordnung des 
Bundesamtes für Gesundheitswesen über die Betäubungsmittel und psychotropen 
Stoffe [BetmV]) sind das Hanfkraut (Cannabis) zur Betäubungsmittelgewinnung, 
Cannabisextrakte zur Betäubungsmittelgewinnung, Cannabisharz etc. und Tetrahy-
drocannabinol (THC) ebenfalls als Betäubungsmittel aufgeführt. Wann Hanfkraut 
als Rohmaterial respektive als gebrauchsfertiges Betäubungsmittel zu gelten hat, 
geht aus dem Betäubungsmittelgesetz zwar nicht hervor, lässt sich nach dem Bun-
desgericht aber aus der Gesetzgebung zu den Lebensmitteln und der Landwirt-
schaft herleiten (BGE 126 IV 199).

Der Bundesrat hat in bestimmten Fällen Anbau und Verkauf von Hanf gestat-
tet. So können Hanf und Hanfprodukte zugelassene Bestandteile von Lebensmitteln 
sein (Art. 1 und 2 in Verbindung mit Anhang 4, S. 88, der Verordnung über Fremd-
Inhaltsstoffe in Lebensmitteln vom 26. Juni 1995, gestützt auf Art. 7, 9 Abs. 2 und 
16 Abs. 3 der Lebensmittelverordnung vom 1. März 1995). Die Vorschriften zur 
Landwirtschaft erlauben den Anbau einiger namentlich aufgeführter Hanfsorten ("In-
dustriehanf", Art. 4 und Anhang 4, S. 18, der Verordnung des Bundesamtes für 

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Landwirtschaft über den Sortenkatalog für Getreide, Kartoffeln, Futterpflanzen und 
Hanf vom 7. Dezember 1998; Delegation der Zuständigkeit an das Bundesamt für 
Landwirtschaft in Art. 4 Abs. 3 der Verordnung über die Produktion und das Inver-
kehrbringen von pflanzlichem Vermehrungsmaterial vom 7. Dezember 1998, ge-
stützt insbesondere auf Art. 162 des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft vom 
29. April 1998). In allen genannten Fällen haben die zuständigen Bundesämter 
Grenzwerte für den Gehalt an THC festgesetzt, die nicht überschritten werden dür-
fen, damit die zugelassenen Produkte und Hanfsorten nicht als Betäubungsmittel 
missbraucht werden. Bei Industriehanf liegt der Grenzwert bei einem THC-Gehalt 
von 0,3 %, bei Lebensmitteln je nach Produkt zwischen 0,2 und 50 mg THC/kg. 
Diese Grenzwerte dienen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes als Mass-
stab dafür, ab welchem Gehalt an THC ein Hanfprodukt als Betäubungsmittel gelten 
muss und nach Art. 8 Abs. 1 lit. d BetmG nicht mehr in Verkehr gebracht werden 
darf (BGE 126 IV 200).

Gemäss Art. 19 Ziff. 1 BetmG macht sich strafbar, wer unbefugt alkaloidhal-
tige Pflanzen und Hanfkraut zur Gewinnung von Betäubungsmitteln anbaut (Abs. 
1), wer Betäubungsmittel unbefugt herstellt, auszieht, umwandelt oder verarbeitet 
(Abs. 2), wer sie unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt oder durch-
führt (Abs. 3), wer sie unbefugt anbietet, verteilt, verkauft, vermittelt, verschafft, ver-
ordnet, in Verkehr bringt oder abgibt (Abs. 4), ebenso wer sie unbefugt besitzt, auf-
bewahrt, kauft oder sonst wie erlangt (Abs. 5), wer hierzu Anstalten trifft (Abs. 6), 
wer den unerlaubten Verkehr mit Betäubungsmitteln finanziert oder seine Finanzie-
rung vermittelt (Abs. 7) und wer öffentlich zum Betäubungsmittelkonsum auffordert 
oder öffentlich Gelegenheit zum Erwerb oder Konsum von Betäubungsmitteln be-
kannt gibt (Abs. 8). Die Strafe ist bei vorsätzlicher Tatbegehung Gefängnis oder 
Busse, in schweren Fällen Zuchtshaus oder Gefängnis nicht unter einem Jahr, al-
lenfalls verbunden mit einer Busse bis zu Fr. 1'000'000.--. Soweit vorerwähnte 
Handlungen dem Eigenkonsum dienen, erfahren sie gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
eine privilegierte Behandlung; als Strafe drohen in diesem Falle - wie für den unbe-
fugten Konsum von Betäubungsmitteln selbst - Haft oder Busse. In leichten Fällen 
kann das Verfahren eingestellt oder von einer Strafe abgesehen werden. Es kann 
eine Verwarnung ausgesprochen werden (Art. 19a Ziff. 2 BetmG).

Ein schwerer Fall liegt gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG einmal vor, wenn 
der Täter weiss oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine Menge 
von Betäubungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr 
bringen kann. In BGE 117 IV 314 ff. legte das Bundesgericht fest, dass Art. 19 Ziff. 

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2 lit. a BetmG in Fällen, in denen sich die Widerhandlung gemäss Art. 19 Ziff. 1 
BetmG auf Cannabissubstanzen bezieht, nicht anwendbar ist. Ausdrücklich hielt 
das Bundesgericht im selben Entscheid aber fest, dass eine qualifizierte Tatbege-
hung weiterhin anzunehmen ist, wenn der Täter als Mitglied einer Bande gehandelt 
hat, die sich zur Ausübung des unerlaubten Betäubungsmittelverkehrs zusammen-
gefunden hat (Art. 19 Ziff. 2 lit. b BetmG), oder wenn er durch gewerbsmässiges 
Handeln einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt hat (Art. 19 
Ziff. 2 lit. c BetmG). Gewerbsmässig im Sinne von lit. c handelt, wer die deliktische 
Tätigkeit nach Art eines Berufes ausübt (BGE 116 IV 325 ff., 119 IV 132). Der Täter 
handelt berufsmässig, wenn aus den gesamten Umständen geschlossen werden 
muss, dass er sich darauf eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen Einkünfte 
zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Le-
bensgestaltung darstellen. Als Indiz für die Gewerbsmässigkeit gelten beispiels-
weise die Anzahl oder Häufigkeit der während eines bestimmten Zeitraums bereits 
verübten Taten oder auch die Entwicklung eines Systems beziehungsweise einer 
bestimmten Methode (BGE 116 IV 319 f.). Es ist dabei notwendig, dass der Täter 
die Tat bereits mehrfach begangen hat, dass er in der Absicht handelte, ein Er-
werbseinkommen zu erlangen, und dass aufgrund seiner Taten geschlossen wer-
den muss, er sei zu einer Vielzahl von unter den fraglichen Tatbestand fallenden 
Taten bereit gewesen (Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, BT I, Bern 1993, 
S. 331; BGE 116 IV 325 ff., 119 IV 132). Auf die zusätzlichen Voraussetzungen des 
grossen Umsatzes oder erheblichen Gewinns findet die in BGE 117 IV 63 entwi-
ckelte Rechtsprechung Anwendung, wonach der erzielte Bruttoumsatz beziehungs-
weise Nettoerlös massgebend ist, wobei ein Betrag in der Grössenordnung von Fr. 
110'000.-- als grosser Umsatz gilt (BGE 117 IV 64, bestätigt in BGE 122 IV 216 und 
in BGE 129 IV 188, wo ein Umsatz von Fr. 100'000.-- oder mehr als gross bezeich-
net wird). Ein erheblicher Gewinn im Sinne des Gesetzes liegt gemäss dem Kan-
tonsgericht Graubünden bei einer Nettoertragssumme von Fr. 35'000.-- vor (vgl. Ur-
teil des Kantonsgerichtes Graubünden vom 22. April 1986 in Sachen P.R.K.; vgl. 
zum Ganzen sodann SJZ 94 (1998) Nr. 24, S. 541 f.). Laut einem neuen Urteil des 
Bundesgerichts hat derjenige, welcher durch gewerbsmässigen Handel mit Betäu-
bungsmitteln Fr. 10'000.-- oder mehr verdient, einen „erheblichen Gewinn“ erzielt 
(BGE 129 IV 253).

b) X. baute in den Jahren 2000 und 2001 auf seinem Feld in L. ungefähr 55 
Aaren Hanf an. Im Jahr 2002 bezog er von der Gärtnerei U. 1'700 Hanfsetzlinge, 
welche er ebenfalls auf seinem Feld pflanzte. Für die im Zusammenhang mit dem 
Hanffeld und der Ernte der Hanfpflanzen anfallenden Arbeiten beschäftigte er bis 

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zu zehn Personen, vornehmlich aus seinem Bekanntenkreis. Die Hanfpflanzen wur-
den nach der Ernte getrocknet, teilweise zerschnitten und anschliessend zum gros-
sen Teil an die Firma T. in Zürich sowie an diverse, X. nicht weiter bekannte Perso-
nen verkauft. X. hat diesen Sachverhalt anlässlich der zusammenfassenden Einver-
nahme durch den Untersuchungsrichter vom 4. August 2003 (act. 1.10) sowie vor 
Schranken des Kantonsgerichts anerkannt. Bezüglich des THC-Gehaltes der von 
ihm aufgezogenen und verkauften Pflanzen sagte X. aus, dass ihm dieser nicht ge-
nau bekannt gewesen sei. Er habe aber die Analyseergebnisse des Landwirt-
schaftsamtes mitgeteilt erhalten. Er habe demnach gewusst, dass sein Hanf einen 
THC-Gehalt von mehr als 0.3 % aufgewiesen habe (untersuchungsrichterliche Ein-
vernahme vom 4. August 2003, act. 1.10, S. 2). Zur Bestimmung der THC-Gehalte 
wurden im Rahmen der Strafuntersuchung mehrere Proben der Hanfpflanzen an 
das chemische Laboratorium des Kantons Graubünden geschickt. Gemäss Labor-
bericht vom 20. Oktober 2000 wiesen die fünf Proben aus dem Jahre 2000 THC-
Gehalte zwischen 1.6 und 6.9 % auf (act. 6.9, Anhang, Tabelle Nr. 2). Die vier Pro-
ben aus dem Jahre 2001 ergaben gemäss Laborbericht vom 15. November 2001 
THC-Gehalte zwischen 0.8 und 9.0 % (act. 6.10, Anhang, Tabelle Nr. 2). Schliess-
lich zeigten die drei Proben aus dem Jahre 2002 gemäss Laborbericht vom 18. No-
vember 2002 THC-Werte zwischen 0.6 und 3.4 % (act. 11.3, Anhang, Tabelle Nr. 
2). X. anerkannte die Analyseergebnisse anlässlich der untersuchungsrichterlichen 
Einvernahme vom 4. August 2003 ausdrücklich (act. 1.10, S. 2). Die Hanfpflanzen, 
die X. aufzog und später verkaufte, waren daher von guter bis ausgezeichneter 
Qualität. Ihr THC-Gehalt lag um ein vielfaches über dem gesetzlich festgesetzten 
Grenzwert von 0.3 %. Damit ist erstellt, dass X. in den Jahren 2000, 2001 und 2002 
eine im Nachhinein nicht mehr ermittelbare Anzahl von Hanfpflanzen, welche einen 
THC-Gehalt von weit über 0.3 % aufwiesen und damit gemäss Gesetz als Betäu-
bungsmittel zu betrachten waren beziehungsweise zur Betäubungsmittelgewinnung 
geeignet waren, an unbekannt viele Personen verkauft hat. X. war - wie bereits er-
wähnt - nach eigener Aussage bekannt, dass sein Hanf den Grenzwert von 0.3 % 
THC-Gehalt überschritt (untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 4. August 
2003, act. 1.10, S. 2). Was die Abnehmer mit den von ihm verkauften Produkten 
taten, war X. nach eigenen Angaben nicht gleichgültig. Er machte jedoch geltend, 
dass er nicht kontrollieren könne, was der Käufer letztendlich nach Erhalt der 
Pflanze damit mache, dies sei auch nicht seine Verantwortung (polizeiliche Einver-
nahme vom 25. Februar 2002, act. 10.1, S. 3; untersuchungsrichterlicher Einver-
nahme vom 28. April 2003, act. 10.3, S. 6; untersuchungsrichterliche Einvernahm 
vom 5. Juni 2003, act. 11.6, S. 2; untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 4. 
August 2003, act. 1.10, S. 2 f.). Dieser Auffassung von X. ist in aller Entschiedenheit 

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zu widersprechen. Da er Pflanzen, die als Betäubungsmittel dienen können, vertrie-
ben hat und - auch aufgrund seiner Vorstrafen auf dem Gebiet des Betäubungsmit-
telgesetzes - um das grosse Missbrauchspotenzial bezüglich dieser Pflanzen wis-
sen musste, lag es durchaus in seiner Verantwortung, dafür zu sorgen, dass diese 
nicht einer illegalen Verwendung zugeführt werden. X. hat in diesem Zusammen-
hang ausgesagt, er habe die Käufer darauf aufmerksam gemacht, dass Hanf nicht 
als Betäubungsmittel konsumiert werden dürfe, und er habe Literaturtipps zur Ver-
wendung von Hanf zu medizinischen Zwecken mitgeschickt (untersuchungsrichter-
liche Einvernahme vom 28. April 2003, act. 10.3, S. 6; polizeiliche Einvernahme vom 
19. September 2002, act. 11.4, S. 3; S. 6; untersuchungsrichterliche Einvernahm 
vom 5. Juni 2003, act. 11.6, S. 2). Dazu ist festzuhalten, dass es ohne Zweifel nicht 
genügen kann, die Käufer darauf hinzuweisen, dass eine illegale Verwendung eines 
Produkts nicht erlaubt sei, und eine allenfalls legale Verwendungsart aufzuzeigen. 
Es ist offensichtlich und bedarf keiner weiteren Erläuterungen, dass solche Hin-
weise kaum jemanden davon abzuhalten vermögen, trotzdem eine gesetzlich ver-
botene Anwendung zu wählen. Massnahmen, die den Missbrauch des Hanfs wirk-
lich hätten verhindern können, hat X. keine getroffen, insbesondere hat er es unter-
lassen, nur THC-arme Hanfsorten anzubauen und/oder die konkrete Verwendung 
durch die Käufer zu prüfen. In der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 4. 
August 2003 musste X. denn auch zugeben, er könne nicht ausschliessen, dass der 
Hanf geraucht worden sei (act. 1.10, S. 2 unten). - Wie sich aus den Aussagen von 
verschiedenen Käufern ergibt, wurde der Hanf auch tatsächlich als Betäubungsmit-
tel mittels Rauchen konsumiert (vgl. Dossier 8). - Und in der untersuchungsrichter-
lichen Einvernahme vom 28. April 2003 hat X. schliesslich erklärt, dass er sich nie 
um den Verwendungszweck gekümmert habe, da seine Abnehmer wirklich alt ge-
nug gewesen seien (act. 10.3, S. 6). Damit aber war es X. im Grunde genommen 
egal, was mit seinem Hanf schlussendlich geschah, es kümmerte ihn nicht. X. nahm 
folglich offensichtlich in Kauf, dass die Käufer den Hanf zum Konsum mittels Rau-
chen erwarben. Er handelte somit eventualvorsätzlich. Die Verteidigung hat in die-
sem Zusammenhang vorgebracht, X. habe sich auf die Zusicherungen der Käufer 
verlassen und auch verlassen dürfen, sie würden den Hanf legalen Zwecken zu-
führen. Diesbezüglich ist jedoch festzuhalten, dass nur wenige der befragten Käufer 
ausgesagt haben, sie hätten gegenüber X. einen legalen Verwendungszweck für 
den Hanf angegeben (vgl. polizeiliche Einvernahme G., act. 8.2, S. 4 oben; polizei-
liche Einvernahme F., act. 8.5, S. 3). Mehrere der befragten Käufer aber haben an-
gegeben, sie seien nach dem Verwendungszweck gar nicht gefragt worden und hät-
ten diesen auch nicht selbständig angegeben (vgl. polizeiliche Einvernahme A., act. 
8.1, S. 3 Mitte; polizeiliche Einvernahme E., act. 8.3, S. 3 unten; polizeiliche Einver-

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nahme D., act. 8.6, S. 2; polizeiliche Einvernahme C., act. 8.18, S. 4). B. hat in 
ihrer polizeilichen Einvernahme vom 19. Juli 2002 sogar ausgesagt, sie habe X. 
gegenüber erklärt, dass sie den Hanf rauchen wolle; dies alles aus medizinischen 
Gründen (act. 8.11, S. 2, Antwort zu Frage 10). Es ist in diesem Zusammenhang 
darauf hinzuweisen, dass B. den Hanf gemäss eigener Aussage nicht auf Anord-
nung eines Arztes verwendete (act. 8.11, S. 2, Antwort zu Frage 11), weshalb auch 
der geltend gemachte medizinische Nutzen nichts daran zu ändern vermag, dass 
der Hanf illegal konsumiert wurde. B. hat deswegen in der erwähnten polizeilichen 
Befragung die Frage, ob die Verkäuferschaft habe damit rechnen müssen, dass das 
gekaufte Marihuana für Betäubungsmittelzwecke erworben worden sei, ganz klar 
mit ja beantwortet (act. 8.11, S. 2, Antwort zu Frage 9). Andere Käufer wie zum 
Beispiel D. haben ausgesagt, dass zwar über den Verwendungszweck nicht gespro-
chen worden sei, dass es aber für alle Beteiligten offensichtlich gewesen sei, dass 
der Hanf dem Konsum als Betäubungsmittel dienen sollte (act. 8.6, S. 2; vgl. auch 
polizeiliche Einvernahme Z., act, 8,15, S. 3). Dem Argument der Verteidigung, dass 
X. auf die Zusicherungen der Käufer, der Hanf werde legal verwendet, habe ver-
trauen dürfen, ist daher der Boden entzogen, da die Käufer grossenteils gar nicht 
nach dem Verwendungszweck gefragt wurden und nur sehr wenige eine legale Ver-
wendung geltend gemacht haben. Darüber hinaus waren die meisten privaten Be-
züger des Hanfs X. persönlich nicht bekannt. Unter diesen Umständen durfte er in 
Kenntnis der grossen Missbrauchsmöglichkeit des Hanfs als Betäubungsmittel nicht 
allein auf mündliche Zusicherungen vertrauen. Er hätte vielmehr den konkreten Ver-
wendungszweck überprüfen müssen. Bezüglich der T. erklärte X., dass er gewusst 
habe, dass diese in Zürich einen Hanfladen betreibe. Er sei davon ausgegangen, 
dass sein Hanf im Hanfladen verkauft werde und zwar als Badezusatz oder Tee 
(untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 4. August 2003, act. 1.10, S. 2 unten). 
Anlässlich der Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantonsgerichts hat X. 
ausgesagt, er habe zwar nicht überprüft, was die T. mit seinem Hanf mache, er habe 
sich aber versichern lassen, dass der Hanf nicht für den Konsum als Betäubungs-
mittel verkauft werde, sondern für andere, legale Zwecke wie zum Beispiel zur Her-
stellung von Tee. Soweit aus den Akten ersichtlich, kannte X. die Betreiber der T. 
nicht näher. Es ist zudem allgemein bekannt, dass gerade mit Bezug auf THC-rei-
chen Hanf, wie ihn X. verkauft hat, das Missbrauchspotenzial sehr gross ist. Im Wis-
sen um die Missbrauchsmöglichkeit als Betäubungsmittel durfte X. auch bezüglich 
der T. nicht einfach auf die Zusicherung von Personen vertrauen, die er nicht näher 
kannte. Er hätte vielmehr auch hier die konkrete Verwendung prüfen müssen. Aus 
den Akten (Dossier 7) ergibt sich denn auch mit aller Klarheit, dass die T. bzw. deren 
Verantwortliche im grossen Stil Hanfprodukte an- und verkauften und ihrerseits wie-

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der weitere Verkäufer belieferten. X. durfte daher nicht einfach darauf vertrauen, 
dass sein Hanf von den Käufern auf legale Weise verwendet werde. Im übrigen hat 
er - wie bereits ausgeführt - in der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 28. 
April 2003 auf die Frage, ob er sich also nie um den Verwendungszweck gekümmert 
habe, selbst erklärt: „Nein. Meine Abnehmer sind wirklich alt genug“ (act. 10.3, S. 
6). Dies lässt den Schluss zu, dass der eigentliche Verwendungszweck X. egal war. 
Die Argumente der Verteidigung erweisen sich daher als nicht stichhaltig und wider-
sprechen dem, was X. in der Untersuchung ausgesagt hat. Die Haltung von X., wo-
nach er nicht verantwortlich dafür sei, was mit seinem Hanf gemacht werde, und die 
dargestellten Umstände weisen in einer Gesamtschau darauf hin, dass er in Kauf 
genommen hat, seine Ware werde ungesetzlich verwendet. Dass er eventualvor-
sätzlich handelte, hat er zudem auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass er da-
von ausging, die Verantwortung für Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz 
ausschliesslich den Käufern seiner Produkte aufbürden zu können. Die unbefugte 
Verwendung hat sich als so wahrscheinlich aufgedrängt, dass das Verhalten von X. 
- Produktion, Verkauf - nicht anders denn als Billigung der unrechtmässigen Ver-
wendung und damit auch des Konsums ausgelegt werden muss. Hat er doch ge-
rade keine THC-armen Sorten angebaut und verkauft und es im Wissen um die 
Missbrauchsmöglichkeit als Betäubungsmittel unterlassen, die konkrete Verwen-
dung zu prüfen und dagegen etwas zu tun. X. handelte somit augenscheinlich zu-
mindest mit Eventualvorsatz, was gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für 
die Strafbarkeit des Erwerbs und des Verkaufs von Betäubungsmitteln genügt (BGE 
126 IV 60 und 198). Damit ist erstellt, dass X. zumindest eventualvorsätzlich Hanf-
pflanzen, die als Betäubungsmittel zu gelten hatten, an Personen verkauft hat, die 
diese Hanfprodukte mittels Rauchen konsumieren wollten. X. hat damit ohne Frage 
sowohl den objektiven als auch den subjektiven Tatbestand von Art. 19 Ziff. 1 
BetmG erfüllt. 

c) Die Staatsanwaltschaft Graubünden macht geltend, X. habe berufsmässig 
gehandelt sowie einen grossen Umsatz erzielt. Aus dem Gewinn hätten die Ange-
stellten von X. ihr Gehalt bezogen und X. habe ein regelmässiges Einkommen er-
zielt, womit er seinen Lebensunterhalt bestritten habe. Es bestehe kein Zweifel, 
dass er gewerbsmässig im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG gehandelt habe. 
Gewerbsmässig im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG handelt, wer die deliktische 
Tätigkeit nach Art eines Berufes ausübt. Der Täter handelt berufsmässig, wenn aus 
den gesamten Umständen geschlossen werden muss, dass er sich darauf einge-
richtet hat, durch deliktische Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften 
Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen. X. hatte 

14

nach eigenen Angaben vor Schranken des Kantonsgerichts zehn Personen ange-
stellt, die ihm beim Jäten, bei der Ernte, beim Zerkleinern und beim Abpacken des 
Hanfs halfen. Er hat sein Feld in L., wo der Hanf gepflanzt wurde, sowie seinen Stall, 
der als Trocknungsraum diente, zur Verfügung gestellt. Weiter hat er eine Home-
page betrieben, wo er seine Produkte anbot. Mit den privaten Käufern hat er Kauf- 
und Anbauverträge abgeschlossen. X. hat offensichtlich eine geschäftliche Struktur 
aufgebaut, um seinen Hanf zu vertreiben. Aus dem Erlös hat er sich selbst und 
seinen Angestellten den Lohn bezahlt. Gemäss eigenen Angaben hat er selbst pro 
Jahr zwischen Fr. 60'000.-- und Fr. 70'000.-- an Lohn bezogen (untersuchungsrich-
terliche Einvernahme vom 4. August 2003, act. 1.10, S. 4). Augenscheinlich hatte 
sich X. darauf eingerichtet, durch den Verkauf der Hanfpflanzen einen namhaften 
Beitrag an seine Lebenshaltungskosten zu erwirtschaften. Er hat bereits in unbe-
kannt vielen Fällen Hanfprodukte verkauft und er war ohne Zweifel bereit, in unbe-
stimmt vielen weiteren Fällen Hanfprodukte zu verkaufen, was durch die Tatsache, 
dass er eine Homepage betrieb, auf der er die Hanfpflanzen zum Kauf anbot, ein-
drücklich belegt wird. Der Verkauf der Hanfprodukte war daher auf Dauer ausge-
richtet. X. handelte offenkundig berufs- und damit gewerbsmässig im Sinne des Ge-
setzes. Bezüglich des Umsatzes ist festzuhalten, dass dieser in der Untersuchung 
errechnet wurde, soweit er sich aus den Unterlagen von X. herleiten liess (vgl. zum 
Beispiel Aktennotiz des Untersuchungsrichter vom 26. Juni 2003, act. 6.15.1, S. 2). 
X. hat ihn anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 4. August 
2003 ausdrücklich anerkannt (act. 1.10, S. 4 Mitte). Für die Zeit von Dezember 2000 
bis Januar 2002 erwirtschaftete X. gemäss dieser Berechnung, die er auch vor 
Schranken des Gerichts als richtig anerkannte, mit dem Verkauf der Hanfpflanzen 
einen Umsatz von ungefähr Fr. 350’000.-- (Fr. 345'883.15 aus dem Verkauf von 
Hanf an die T. [act. 6.15.1] sowie Fr. 5'025.-- aus dem Verkauf von Hanf an private 
Käufer [act. 6.11 - 13]). Dieser Umsatz ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung als gross zu bezeichnen (vgl. BGE 129 IV 188: ein Umsatz ab Fr. 100'000.-- 
gilt als gross im Sinne des Gesetzes, unabhängig von der Zeitspanne, in der der 
Umsatz erzielt wurde). Nachdem bereits die Voraussetzung des gewerbsmässigen 
Handels bejaht werden musste, ist vorliegend der qualifizierte Tatbestand gemäss 
Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG erfüllt. Unter diesen Umständen erübrigen sich Ausführun-
gen über den von X. mit dem Verkauf von Hanfprodukten mutmasslich erwirtschaf-
teten Gewinn.

d) X. hat in der Strafuntersuchung und auch vor Schranken des Gerichts zu-
gestanden, dass er immer wieder in unregelmässigen Abständen selbst Hanf mittels 
Rauchen konsumierte (vgl. polizeiliche Einvernahme vom 25. Februar 2002, act. 

15

10.1, S. 3 unten; untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 28. April 2003, act. 
10.3, S. 8; untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 4. August 2003, act. 1.10, 
S. 4 unten). Mit diesem Eigenkonsum und den damit zusammenhängenden Wider-
handlungen gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG hat X. die objektiven Tatbestandsmerkmale 
von Art. 19a Ziff. 1 BetmG erfüllt. In subjektiver Hinsicht ist davon auszugehen, dass 
X. wusste, dass sowohl der Eigenkonsum als auch die darauf hinführenden Wider-
handlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verboten sind, war er doch wegen 
Eigenkonsum bereits früher verurteilt worden (vgl. Vorakten: Strafmandat des 
Kreispräsidenten Rhäzüns vom 14. Dezember 1998). X. ist daher auch schuldig der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 a Ziff. 1 BetmG. 

2. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter die Strafe nach dem Ver-
schulden des Täters zu bemessen, wobei er die Beweggründe, das Vorleben und 
die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen berücksichtigt (Art. 63 StGB). In BGE 
117 IV 112 ff. hat das Bundesgericht grundsätzliche Bemerkungen zur Frage der 
Strafzumessung angebracht. Demnach muss sich der Begriff des Verschuldens auf 
den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat beziehen. Bei der 
Tatkomponente sind insbesondere zu beachten das Ausmass des verschuldeten 
Erfolges, die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, und die Beweg-
gründe, die Art. 63 StGB ausdrücklich erwähnt. Die Täterkomponente umfasst dem-
gegenüber das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse, das Verhalten nach der Tat 
und im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Strafempfindlichkeit 
(vgl. auch BGE 118 IV 14). Diese in die Waagschale gelegten Elemente wirken straf-
mindernd oder -erhöhend, wobei in der Begründung der Strafzumessung die Über-
legungen des Richters nachvollziehbar sein müssen. Im weiteren ist der Richter 
nicht an die Höhe des von der Anklage geforderten Strafmasses gebunden. Viel-
mehr hat er das Strafmass innerhalb des gesetzlichen Rahmens nach sorgfältiger 
Würdigung des Falles und unter Berücksichtigung der Milderungs- und Schärfungs-
gründe zu bestimmen (vgl. Art. 126 Abs. 2 StPO). 

Wenn jemand durch eine oder mehrere Handlungen Freiheitsstrafen verwirkt 
hat, so verurteilt ihn der Richter nach dem Asperationsprinzip zu der Strafe der 
schwersten Tat und erhöht deren Dauer angemessen. Er kann jedoch das höchste 
Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte überschreiten und ist 
dabei zudem an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 68 Ziff. 1 
StGB). Schwerste Tat ist diejenige, welche unter den mit der höchsten Strafe be-
drohten Tatbestand fällt. Grundlage der Strafzumessung im vorliegenden Fall ist die 
in Art. 19 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG vorgesehene Strafe von 

16

Zuchthaus oder Gefängnis nicht unter einem Jahr. Der Gesetzgeber hat damit zu 
erkennen gegeben, dass die Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG als 
ernst zu nehmendes Delikt zu qualifizieren ist. Die objektive Schwere des Deliktes 
im konkreten Einzelfall zeigt sich aber insbesondere anhand des Ausmasses des 
Erfolges und der Art der Ausführung des Verbrechens. Dies erlaubt dem Richter 
eine Verfeinerung der Wertung, die der Gesetzgeber vorgezeichnet hat. Die Menge 
der umgesetzten Drogen ist zwar für die Strafzumessung nicht von ausschlagge-
bender Bedeutung; sie bildet indessen einen ersten massgeblichen Anhaltspunkt 
für den kriminellen Willen des Täters (BGE 121 IV 193 = Pra 1996 Nr. 28).

b) Das Verschulden von X. wiegt schwer. Er hat eine nicht mehr ermittelbare, 
aber aufgrund des Umsatzes erkennbar sehr grosse Menge Hanfpflanzen, die als 
Betäubungsmittel angesehen werden müssen, verkauft. Dies über einen Zeitraum 
von etwa drei Jahren. Er hat damit einen sehr starken, andauernden deliktischen 
Willen zum Ausdruck gebracht. Erschwerend zu gewichten ist, dass X. auch 
gemäss Angaben seines Verteidigers anlässlich der Hauptverhandlung vor der 
Strafkammer des Kantonsgerichts die Betäubungsmittel aus rein finanziellen Erwä-
gungen, also aus rein egoistischen Motiven, verkauft hat. Seine Beteuerungen, er 
habe darauf geachtet, die Hanfpflanzen nur an über 18-jährige zu verkaufen, und er 
habe darauf hingewiesen, dass die Hanfpflanzen nicht geraucht werden dürften, 
helfen ihm - wie dargelegt - nicht. X. hätte zudem ohne weiteres auf den Handel mit 
THC-reichem Hanf verzichten und die notwendigen Mittel für seinen Lebensunter-
halt auf andere, legale Weise erlangen können. Es wäre für ihn augenscheinlich ein 
Leichtes gewesen, die strafbare Handlung zu unterlassen, weshalb sein Entscheid, 
trotzdem Betäubungsmittel zu verkaufen, um so schwerer wiegt. Erheblich strafer-
höhend wertet die Strafkammer die Vorstrafen, insbesondere jene aus den Jahren 
1998 und 2001. Diese beiden jüngsten Vorstrafen beschlagen das Gebiet des 
Betäubungsmittelgesetzes. Offensichtlich bedenkenlos hat X. sich über die Warn-
wirkung der Vorstrafen hinweggesetzt. Er hat augenscheinlich aus den Verurteilun-
gen die notwendigen Lehren nicht gezogen. In den Jahren 2000 und 2001 hat X. 
sodann noch während des Strafverfahrens, welches zum Strafmandat der Kreisprä-
sidentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 führte, weiter delinquiert. Aber auch nach die-
sem Strafmandat und während der vorliegenden Untersuchung führte X. seinen 
Hanfhandel offenbar unbeeindruckt weiter, obwohl die Kreispräsidentin Ilanz eine 
Probezeit von drei Jahren verhängt hatte. Dieses Delinquieren während laufender 
Probezeit wirkt sich erheblich straferhöhend aus. X. liess sich im Weiteren auch von 
den Hausdurchsuchungen vom 20. März 2002 in J. und in K. augenscheinlich nicht 
beeindrucken. Unbeirrt pflanzte er weiter THC reichen Hanf an und verkaufte diesen 

17

(vgl. untersuchungsrichterliche Einvernahme vom 5. Juni 2003, act. 11.6, S. 2 un-
ten). Dieses Verhalten von X. offenbart ein hohes Mass an Uneinsichtigkeit, Rück-
sichtslosigkeit und Gleichgültigkeit. Strafmindernd sind das - wenn auch nur zöger-
liche - Geständnis, der ansonsten gute Leumund und die Tatsache zu werten, dass 
X. nun offenbar gewillt ist, nur noch legale Hanfprodukte zu verkaufen. Strafschär-
fend wirkt das Zusammentreffen mehrerer Straftatbestände (Art. 68 StGB) sowie 
der Rückfall (Art. 67 Ziff. 1 Abs. 1 StGB), nachdem X. bereits am 6. November 1997 
zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 90 Tagen verurteilt worden ist und er 
diese Strafe verbüsst hat. Strafmilderungsgründe liegen keine vor.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe und unter Be-
achtung, dass für einen Teil der Straftaten eine Zusatzstrafe zum Strafmandat der 
Kreispräsidentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 auszufällen ist, erscheint der Straf-
kammer eine Gefängnisstrafe von 15 Monaten, verbunden mit einer Busse in Höhe 
von Fr. 100.--, als dem Verschulden des Angeklagten angemessen. Wird - siehe 
unten - befürchtet, eine bedingt ausgesprochene Freiheitsstrafe vermöge den Ver-
urteilten nicht genügend zu beeindrucken, so kann die Freiheitsstrafe mit einer 
Busse verbunden werden. Da im vorliegenden Fall ökonomische Motive und Kon-
sum eine Rolle gespielt haben, rechtfertigt sich zusätzlich die Ausfällung einer 
Busse. Unter Berücksichtigung der finanziellen Verhältnisse von X. (siehe unten Ziff. 
5 b), erscheint eine Busse von Fr. 100.-- als angemessen. Der zusätzlichen Ausfäl-
lung der Busse hat die Strafkammer bei der Bemessung der Freiheitsstrafe Rech-
nung getragen (vgl. Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurzkommentar, 
2. Auflage, Zürich 1997, N 2 zu Art. 50 StGB).

3. Im folgenden ist nun zu prüfen, ob dem Angeklagten die Rechtswohltat 
des bedingten Strafvollzuges gewährt werden kann.

a) Objektive Voraussetzung für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 
ist gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB, dass eine Freiheitsstrafe von weniger 
als achtzehn Monaten ausgesprochen wurde und der Verurteilte in den letzten fünf 
Jahren vor der Tat keine Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von mehr als drei Mona-
ten wegen eines vorsätzlich begangenen Vergehens oder Verbrechens verbüsst 
hat. Vorliegend wird eine Gefängnisstrafe von 15 Monaten ausgesprochen. Zudem 
musste X. in den letzten fünf Jahren vor der Tat zwar eine Gefängnisstrafe verbüs-
sen. Diese hat aber nicht mehr als drei Monate gedauert. Die objektiven Vorausset-
zungen für die Gewährung des bedingten Strafvollzuges sind somit erfüllt.

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b) Subjektiv ist erforderlich, dass Vorleben und Charakter des Angeklagten 
erwarten lassen, er werde durch den Aufschub der Freiheitsstrafe von weiteren Ver-
brechen oder Vergehen abgehalten. Mit anderen Worten muss ihm eine günstige 
Prognose gestellt werden können (Trechsel, a.a.O., N 13 zu Art. 41 StGB). Dabei 
ist es aber auch unter den nach Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zu berücksichtigenden 
Umständen nicht zulässig, einzelnen Kriterien eine vorrangige Bedeutung beizu-
messen und andere zu vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu lassen. Viel-
mehr sind neben den Tatumständen das Vorleben und der Leumund sowie alle wei-
teren Tatsachen, welche gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die 
Aussichten seiner Bewährung zulassen, in die Beurteilung miteinzubeziehen, um 
aufgrund einer Gesamtwürdigung zu entscheiden, ob der Verurteilte für dauerndes 
Wohlverhalten Gewähr bietet oder nicht (BGE 118 IV 100 f.: PKG 1994 Nr. 28; PKG 
1993 Nr. 24 mit Hinweisen). Dabei genügt für eine positive Prognose weder die vage 
Hoffnung auf Bewährung (BGE 115 IV 82; 100 IV 133; 102 IV 63) noch die An-
nahme, der bedingte Strafvollzug vermöge den Verurteilten eher zu bessern als die 
Vollstreckung der Strafe (BGE 74 IV 195). In erster Linie ist also der Grundsatz der 
Spezialprävention massgebend (BGE 118 IV 100). Es ist jedoch offensichtlich, dass 
sich selbst durch eine umfassende und intensive Auseinandersetzung mit der Täter-
persönlichkeit keine absolut zuverlässige Zukunftsvorhersage treffen lässt. Bei der 
Prüfung der günstigen Prognose im Sinne von Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB steht daher 
die Frage im Vordergrund, unter welchen Voraussetzungen einem Verurteilten trotz 
unsicherer Zukunftsaussichten Vertrauen geschenkt werden kann (PKG 1993 Nr. 
24 mit weiteren Hinweisen). Vermag der Richter begründetes Vertrauen zu gewin-
nen, so ist der Vollzug aufzuschieben. Der Richter muss von der Besserungsaus-
sicht mit Begründung überzeugt sein. Wo zwischen vager Hoffnung und Bedenken 
geschwankt wird, ist die Gewährung des bedingten Strafvollzuges nicht angezeigt 
(BGE 100 IV 133; 115 IV 82; 118 IV 97; PKG 1993 Nr. 24), weil dann kein Vertrauen 
auf Bewährung herrscht.

Vorliegend erschweren die Vorstrafen, die Tatsache, dass der Angeklagte 
während laufender Probezeit erneut straffällig geworden ist, sowie die Länge und 
Schwere der Delinquenz eine günstige Prognose. Soweit sich den Akten entneh-
men lässt, hat X. den Handel mit Betäubungsmitteln nun aber aufgegeben. Er hat 
auch vor Gericht erklärt, dass er keine Hanfpflanzen mehr verkaufe, sondern aus 
dem angepflanzten Hanf Hanftee, Hanfcreme, Hanfmost, ätherische Öle und Vital-
gel herstelle. Diese Produkte verkaufe er anschliessend, wobei der Erlös nicht zur 
Bestreitung seines Lebensunterhaltes ausreiche. Er bemühe sich daher um eine 
Arbeitsstelle. Es scheint, dass X. aufgrund des vorliegenden Strafverfahrens nun 

19

eingesehen hat, dass der Verkauf von Hanfpflanzen, die der Gewinnung von Betäu-
bungsmitteln dienen sollen, verboten ist, und dass er in Zukunft dieses Verbot re-
spektieren will. Schliesslich gilt es auch zu bedenken, dass der bedingte Strafvoll-
zug, den der Kreispräsident Rhäzüns mit Strafmandat vom 14. Dezember 1998 für 
eine Strafe von 6 Tagen Gefängnis und die Kreispräsidentin Ilanz mit Strafmandat 
vom 23. Oktober 2001 für eine Strafe von 10 Tagen Gefängnis gewährten, widerru-
fen wird und diese Strafen somit vollzogen werden müssen (vgl. unten Ziff. 4). 
Kommt hinzu, dass auch die vorliegend ausgesprochene Strafe vollzogen werden 
kann, sollte sich X. während der Probezeit etwas zu schulden kommen lassen. X. 
steht somit unter dem Zwang zum Wohlverhalten. Die Strafkammer kommt daher 
zum Schluss, dass X. gerade noch eine günstige Prognose gestellt werden kann. 
Damit sind vorliegend die objektiven und subjektiven Voraussetzungen erfüllt, so 
dass X. der bedingte Strafvollzug gewährt werden kann.

c) Schiebt der Richter den Strafvollzug auf, so setzt er dem Verurteilten eine 
Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 41 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). Die Dauer der Pro-
bezeit ist von den konkreten Umständen des Einzelfalles abhängig. Insbesondere 
sind Persönlichkeit und Charakter des Verurteilten sowie die Gefahr der Rückfällig-
keit zu beurteilen. Je grösser die Rückfallgefahr, umso länger muss die Be-
währungsprobe mit ihrem Zwang zum Wohlverhalten sein (vgl. BGE 95 IV 122; 
Trechsel, a.a.O., N 31 zu Art. 41 StGB). Wie bereits ausgeführt, sprechen die Vor-
strafen, die Tatsache, dass der Angeklagte während laufender Probezeit erneut 
straffällig geworden ist, sowie die Länge und Schwere der Delinquenz gegen eine 
günstige Prognose. Die Strafkammer trägt diesen Tatsachen Rechnung, indem sie 
die Probezeit auf fünf Jahre festsetzt. 

4. Mit Strafmandat vom 14. Dezember 1998 verurteilte der Kreispräsi-
dent Rhäzüns X. zu sechs Tagen Gefängnis bei einer Probzeit von zwei Jahren. Mit 
Strafmandat vom 23. Oktober 2001 verurteilte die Kreispräsidentin Ilanz X. zu 10 
Tagen Gefängnis, Probezeit drei Jahre. X. hat die vorliegend zur Verurteilung ge-
langenden strafbaren Handlungen in den Jahren 2000, 2001 und 2002 begangen. 
Er wurde daher sowohl während laufender Probezeit des Strafmandates des 
Kreispräsidenten Rhäzüns als auch während der Probezeit des Strafmandates der 
Kreispräsidentin Ilanz erneut straffällig. Es stellt sich folglich die Frage des Wider-
rufs des mit den Strafmandaten gewährten bedingten Strafvollzuges für 6 Tage Ge-
fängnis (Strafmandat des Kreispräsidenten Rhäzüns vom 14. Dezember 1998) be-
ziehungsweise 10 Tage Gefängnis (Strafmandat der Kreispräsidentin Ilanz vom 23. 
Oktober 2001). 

20

a) Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Verge-
hen, so lässt der Richter die Strafe vollziehen (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 1 StGB). Wenn 
begründete Aussicht auf Bewährung besteht, kann der Richter in leichten Fällen 
stattdessen, je nach den Umständen, den Verurteilten verwarnen, zusätzliche 
Massnahmen nach Art. 41 Ziff. 2 StGB anordnen und die im Urteil bestimmte Pro-
bezeit um höchstens die Hälfte verlängern (Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB). Nach der 
Rechtsprechung ist ein leichter Fall im Sinne von Art. 41 Ziff. 3 Abs. 2 StGB in der 
Regel bei Freiheitsstrafen bis zu drei Monaten anzunehmen. Ausnahmen sind mög-
lich bei besonderen (objektiven oder subjektiven) Umständen, die nicht bereits für 
den Schuldspruch oder die Bemessung der Strafe bestimmend waren. Für die An-
nahme eines leichten Falles trotz einer Strafe von mehr als drei Monaten kann bei-
spielsweise sprechen, dass der nachträgliche Vollzug der aufgeschobenen Strafe 
für den Täter eine unverhältnismässige Härte bedeuten würde, dass sich der Rück-
fall erst gegen Ende der Probezeit ereignet hat oder dass seit der neuen Verfehlung 
verhältnismässig lange Zeit verstrichen ist, in der der Verurteilte sich wohlverhalten 
hat (BGE 117 IV 97 E 3c, S. 102 f.). Die Annahme eines leichten Falles kommt 
jedoch nur in Betracht, wenn die Freiheitsstrafe in der Nähe von drei Monaten liegt 
(BGE 122 IV 156 E 3c). Das Bundesgericht hat bei einer fünf monatigen Gefäng-
nisstrafe die Hypothese eines leichten Falles noch in Betracht gezogen (Urteil 
6S.340/1999 vom 11.10.1999, E 2 und 6S.830/1997 vom 2.3.1998, E 1c, zitiert in 
Roland M. Schneider, Basler Kommentar, N 235 zu Art. 41 StGB), bei einer Gefäng-
nisstrafe von sieben Monaten das Vorliegen eines leichten Falles jedoch verneint 
(BGE 122 IV 156 E 3c).

b) Vorliegend wird eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten ausgesprochen. Da-
mit liegt die Strafe ganz erheblich über der zulässigen Grenze für die Annahme ei-
nes leichten Falles, mithin nicht mehr in deren Nähe. Die Höhe der ausgefällten 
Strafe zeigt zudem deutlich, dass - wie bereits im Rahmen der Strafzumessung ein-
lässlich dargelegt - von einem recht schweren Verschulden ausgegangen werden 
muss. Es kann daher nicht mehr von einem leichten Fall im Sinne von Art. 41 Ziff. 3 
Abs. 2 StGB gesprochen werden. Unter diesen Umständen aber erübrigt es sich, 
die Aussicht auf Bewährung zu prüfen. Denn gemäss Gesetz kann bei erneuter De-
linquenz innerhalb der Probezeit vom Widerruf des bedingten Strafvollzuges nur 
abgesehen werden, wenn begründete Aussicht auf Bewährung besteht und kumu-
lativ ein leichter Fall vorliegt. Da im hier zu beurteilenden Fall bereits das Vorliegen 
eines leichten Falles verneint werden muss, ist die Gewährung des bedingten Straf-
vollzuges für die mit Strafmandat des Kreispräsidenten Rhäzüns vom 14. Dezember 
1998 ausgesprochene Gefängnisstrafe von 6 Tagen sowie für die mit Strafmandat 

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der Kreispräsidentin Ilanz vom 23. Oktober 2001 ausgesprochene Gefängnisstrafe 
von 10 Tagen folglich zu widerrufen und die Strafen sind zu vollziehen. 

5. Nach Art. 59 Ziff. 1 StGB verfügt der Richter die Einziehung von Ver-
mögenswerten, die durch eine strafbare Handlung erlangt worden sind oder dazu 
bestimmt waren, eine strafbare Handlung zu veranlassen oder zu belohnen, sofern 
sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes aus-
gehändigt werden. Gemäss Ziff. 2 Abs. 1 der Bestimmung erkennt der Richter, wenn 
die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden sind, auf 
eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe. Indessen kann der Richter von 
einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, wenn diese voraussichtlich un-
einbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des Betroffenen ernstlich behindern 
würde (Art. 59 Ziff. 2 Abs. 2 StGB).

a) Mit Verfügung vom 21. März 2002 liess der Untersuchungsrichter die bei-
den bei der Raiffeisenbank Bündner Rheintal geführten Konten Nr. V. und Nr. W., 
lautend auf X., sperren (act. 4.1). Per 21. März 2002 wies das Konto Nr. V. einen 
Saldo von Fr. 1'437.95 auf (Kontoauszug, act. 4.4), das Konto Nr. W. einen solchen 
von Fr. 40'000.-- (Kontoauszug, act. 4.5). Wie sich dem Kontoauszug für das Konto 
Nr. V. (act. 4.4) entnehmen lässt, war die erste Einzahlung eine Überweisung von 
der UBS. Mit dieser Überweisung wurde einerseits der Negativsaldo ausgeglichen, 
andererseits liess sich X. den grössten Teil ausbezahlen. Die weiteren Einzahlun-
gen auf dieses Konto stammten alle von H. beziehungsweise von der T.. In act. 
6.15.2 wiederum finden sich sämtliche Lieferscheine und Rechnungen der Y., die 
den Einzahlungen auf das Konto Nr. V. zu Grunde lagen. Aus diesen Lieferscheinen 
und Rechnungen ist klar ersichtlich, dass allein Hanf geliefert worden war. Bei den 
Eingängen auf dem Konto Nr. V. handelt es sich somit um Zahlungen an X. für 
gelieferte Hanfpflanzen. Die T. hat, wie sich aus den Akten klar ergibt (vgl. Dossier 
7), den Hanf als Betäubungsmittel weiterverkauft. Wie bereits einlässlich dargelegt, 
nahm X. dies in Kauf. Das Geld stammt folglich aus dem Drogenhandel des Ange-
klagten. X. hat sich den überwiegenden Teil des einbezahlten Geldes wieder aus-
bezahlen lassen. Aus den Kontoauszügen für die beiden Konten Nr. V. (act. 4.4) 
und Nr. W. (act. 4.5) ergibt sich im weiteren, dass am 22. Februar 2002 Fr. 40'000.-- 
von Konto Nr. V. auf Konto Nr. W. übertragen wurden. Das Geld auf Konto Nr. W. 
stammt daher vollständig von dem Geld, das H. beziehungsweise die T. für gelie-
ferten Hanf bezahlt haben. Es handelt sich daher auch beim Betrag auf Konto Nr. 
W. um Geld aus dem Drogenhandel des Angeklagten. Das Geld auf den beiden 

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Konten Nr. V. und Nr. W. wurde folglich durch eine deliktische Handlung erlangt, 
weshalb es gemäss Art. 59 Ziff. 1 StGB gerichtlich einzuziehen ist. 

b) Es steht fest, dass X. durch den Handel mit dem Betäubungsmittelgesetz 
unterliegenden Hanfpflanzen einen Erlös erwirtschaftete, den er zur Bezahlung der 
laufenden Kosten und der Löhne seiner Angestellten sowie zur Deckung seiner Le-
benshaltungskosten verwendete. Fest steht auch, dass diese Vermögenswerte 
nicht mehr vorhanden sind. Grundsätzlich steht nun dem Staat für den nicht mehr 
vorhandenen Erlös eine Ersatzforderung in Höhe des unrechtmässigen Vorteils zu 
(Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Es ist jedoch zu prüfen, ob sich eine Herabsetzung 
oder sogar ein Verzicht auf die Ersatzforderung rechtfertigt. Nachdem X. den Han-
del mit illegalen Hanfprodukten eingestellt hat, erzielt er nach eigenen Angaben an 
der Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantonsgerichts durch den Verkauf 
von Salben, ätherischen Ölen, Hanfmost und Hanfteemischungen jährlich etwa ei-
nen Erlös von Fr. 25'000.--. Was zur Bestreitung seiner Lebenshaltungskosten 
fehle, habe er bis anhin aus Erspartem ersetzt. Zudem könne er bei seiner Mutter 
kostenlos wohnen und essen. Das Ersparte sei nun aber aufgebraucht, weshalb er 
sich um eine Arbeitsstelle bemühe. Da der Verkauf der Hanfpflanzen offensichtlich 
die Haupteinnahmequelle von X. dargestellt hat, erscheinen seine Ausführungen 
glaubhaft. Die aktuelle Einkommenssituation von X. lässt die Erhebung einer Er-
satzabgabe nicht zu. Wie sich sein Einkommen in Zukunft entwickeln wird, ist un-
gewiss. Vermögen ist ebenfalls keines vorhanden, weshalb es sich rechtfertigt, auf 
die Erhebung einer Ersatzabgabe zu verzichten. Dies auch unter dem Gesichts-
punkt, dass die Resozialisierung des Angeklagten, der im übrigen die Kosten des 
Verfahrens zu tragen hat, durch die Verpflichtung zur Ersatzabgabe gefährdet wer-
den könnte. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Untersuchungskosten 
der Staatsanwaltschaft Graubünden, die Gerichtsgebühr und die Kosten der amtli-
chen Verteidigung zu Lasten des Verurteilten (Art. 158 Abs. 1 StPO). Der amtliche 
Verteidiger hat eine Honorarnote eingereicht (act. 12). Unter dem Datum vom 11. 
Dezember 2003 findet sich der Eintrag „Instruktion - Securitas Anfrage betreffend 
Überfall vor ca. 4 Wochen“, wofür eine Stunde in Rechnung gestellt wird. Dabei geht 
es offensichtlich um den Überfall auf das Hanffeld von X., welchen der Verteidiger 
in seinem Plädoyer erwähnt hat. Diese Verrichtung des Verteidigers hat jedoch kla-
rerweise nichts mit dem vorliegenden Verfahren zu tun, weshalb sie in diesem Ver-
fahren nicht in Rechnung gestellt werden kann. Weiter hat der Verteidiger für die 
Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Kantonsgerichts am 12. Januar 2004 

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insgesamt 4 ¾  Stunden in Rechnung gestellt. Die Hauptverhandlung hat jedoch 
weniger als drei Stunden gedauert. Rechtsanwalt L. hat seine Anwaltskanzlei in N., 
er kann das Gerichtsgebäude in wenigen Minuten erreichen. Für den Weg zum und 
vom Gericht, den der Verteidiger anlässlich der Hauptverhandlung vom 12. Januar 
2004 je zweimal gehen musste, benötigte er ohne Zweifel insgesamt nicht mehr als 
eine halbe Stunde. Für die Hauptverhandlung am 12. Januar 2004 können daher 
höchstens 3 ½ Stunden eingesetzt werden. Für das Aktenstudium hat der Verteidi-
ger gemäss Honorarnote seit Übernahme der amtlichen Verteidigung am 31. Okto-
ber 2003 mehr als sieben Stunden verrechnet. Rechtsanwalt L. hat X. im vorliegen-
den Strafverfahren aber bereits vor der Einsetzung als amtlicher Verteidiger als pri-
vater Verteidiger vertreten. Obwohl sein Mandant die Termine beim Untersuchungs-
richter und bei der Polizei gemäss Aktenlage alleine wahrnahm, wurde Rechtsan-
walt L. nach seiner eigenen Feststellung von seinem Mandanten und vom Untersu-
chungsrichter auf dem Laufenden gehalten (vgl. Gesuch um Zuteilung als amtlicher 
Verteidiger vom 31. Oktober 2003, act. 04). Mit der Schlussverfügung erhielt 
Rechtsanwalt L. am 27. August 2003 zudem sämtliche Akten und Vorakten zur Ein-
sichtnahme zugeschickt (vgl. Schreiben des Untersuchungsrichters vom 27. August 
2003, act. 1.12) und es wurde ihm die Möglichkeit eingeräumt, im Namen seines 
Mandanten innert zehn Tagen Anträge auf Ergänzung der Akten zu stellen. Allein 
schon um entscheiden zu können, ob Ergänzungsanträge notwendig und sinnvoll 
sind, war eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Akten notwendig. Nach dem 
Erlass der Schlussverfügung wurde nur noch eine einzige Untersuchungshandlung 
vorgenommen, nämlich die untersuchungsrichterliche Einvernahme von X. vom 10. 
Oktober 2003 (act. 10.4). Eine Kopie des Einvernahmeprotokolls wurde Rechtsan-
walt lic. iur. Dieter R. Mary vom Untersuchungsrichter am 14. Oktober 2003 zuge-
schickt (vgl. Schreiben vom 14. Oktober 2003, act. 1.15). Die Strafkammer ist unter 
diesen Umständen der Auffassung, dass Rechtsanwalt L. die Akten bereits vor der 
Einsetzung als amtlicher Verteidiger gekannt hat. Den in der Honorarnote aufge-
führten Aufwand für das Aktenstudium seit Übernahme der amtlichen Verteidigung 
erachtet die Strafkammer daher als zu hoch; er ist leicht zu kürzen. Aus dem Ge-
sagten erhellt, dass die Honorarnote zu kürzen ist. Die Strafkammer kommt zum 
Schluss, dass der amtlichen Verteidigung ein Honorar von Fr. 4'000.-- (inkl. Baraus-
lagen und Mehrwertsteuer) anstatt Fr. 4'796.70 zuzusprechen ist. Die Kosten eines 
allfälligen Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden (Art. 158 Abs. 3 StPO in Ver-
bindung mit Art. 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. X. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. c BetmG sowie der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2. Dafür wird er - teilweise als Zusatz zu der mit Strafmandat der Kreispräsiden-
tin Ilanz vom 23. Oktober 2001 ausgefällten Strafe - mit 15 Monaten Gefäng-
nis und Fr. 100.-- Busse bestraft.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer 
Probezeit von 5 Jahren.

4. Der mit Strafmandat des Kreispräsidenten Rhäzüns vom 14. Dezember 1998 
für die Strafe von 6 Tagen Gefängnis und mit Strafmandat der Kreispräsiden-
tin Ilanz vom 23. Oktober 2001 für die Strafe von 10 Tagen Gefängnis ge-
währte bedingte Strafvollzug wird widerrufen. Die Strafen sind zu vollziehen.

5. a) Die mit Verfügung vom 21. März 2002 bei der Raiffeisenbank Bündner 
Rheintal auf dem Konto Nr. V. beschlagnahmten Fr. 1'437.95 sowie auf dem 
Konto Fr. W. beschlagnahmten Fr. 40'000.-- werden gestützt auf Art. 59 Ziff. 
1 Abs. 1 StGB zu Handen des Kantons Graubünden eingezogen.

b) Von der zusätzlichen Erhebung einer Ersatzabgabe wird gestützt auf Art. 
59 Ziff. 2 Abs. 2 StGB abgesehen.

6. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Untersuchungskosten der 
  Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 2'977.--
- der Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.--
- dem Honorar der amtlichen Verteidigung von Fr. 4'000.--
total somit Fr. 10'977.--
gehen zu Lasten von X.. Die Kosten des Strafvollzuges trägt der Kanton 
Graubünden.

7. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-

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gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

8. Mitteilung an:

__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident:  Die Aktuarin ad hoc: