# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2fb858f4-5006-59e0-afab-18b4eaf7de20
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 06.05.2025 110 2024 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2024-5_2025-05-06.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2024/5

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 6. Mai 2025

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Herrn D.________
Einsprecher im Beschwerdeverfahren

und

Herrn E.________
Beschwerdegegner 

vertreten durch Herrn Fürsprecher F.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen, Departement Bau und Planung, 
Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen bei Bern vom 
7. Dezember 2023 (eBau Nr. A.________; Rindviehlaufstall mit Hochsiloanlage) sowie die Verfü-
gung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 26. September 2023 
(G.-Nr.: 2021.DIJ.5037)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner reichte am 29. Juli 2022 bei der Gemeinde Wohlen bei Bern ein 
Baugesuch ein für den Neubau eines Rindviehstalls mit einer Hochsiloanlage auf Parzelle Wohlen 
bei Bern Grundbuchblatt Nr. J.________. Im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens reichte der 
Beschwerdegegner eine Projektänderung ein, mit welcher anstelle von drei Silos mit einer Höhe 
von jeweils 20 m neu vier Silos mit einer Höhe von 16 m sowie ein zusätzlicher Platz für bis zu 
150 Siloballen eingeplant wurden. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Gegen das Bau-
vorhaben erhob unter anderem der Beschwerdeführer Einsprache. Mit Verfügung vom 26. Sep-

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tember 2023 kam das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zum Schluss, dass das Bau-
vorhaben zonenkonform und eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG1 nicht erforderlich 
ist. Mit Gesamtentscheid vom 7. Dezember 2023 erteilte die Gemeinde Wohlen bei Bern die Bau-
bewilligung sowie eine Ausnahmebewilligung nach Art. 26 BauG2 für das Überschreiten der ma-
ximal zugelassenen Silohöhe. 

2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 6. Januar 2024 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Aufhebung Gesamtentscheids 
vom 7. Dezember 2023 und der Verfügung des AGR vom 26. September 2023 sowie die Erteilung 
des Bauabschlags. Eventualiter sie die Sache zur neuen Beurteilung an die Gemeinde Wohlen 
zurückzuweisen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet3, führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten ein. Das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Abteilung 
Walderhaltung, äusserte sich mit Stellungnahme vom 1. Februar 2024 und kam zum Schluss, 
dass es aus waldrechtlicher Sicht keinen Grund gebe, der Beschwerde Folge zu leisten. Das AGR 
beantragt mit Stellungnahme vom 6. Februar 2024 die Abweisung der Beschwerde. Auch die Ge-
meinde Wohlen stellt mit Stellungnahme vom 8. Februar 2024 den Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde. Das Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT), Fachstelle Boden, nahm mit Ein-
gabe vom 12. Februar 2024 Stellung. Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2024 beantragt 
der Beschwerdegegner die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Das Amt für Umwelt und 
Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, äusserte sich mit Stellungnahme vom 12. Februar 
2024 zu den Rügen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit den Geruchs- und Lärmim-
missionen. 

4. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2024 stellte das Rechtsamt fest, dass das Baugesuch 
von der Gemeinde – entgegen den Vorgaben von Art. 12b Abs. 1 und 2 NHG4 – nie im kantonalen 
Amtsblatt veröffentlicht wurde. Es wies die Gemeinde an, das Bauvorhaben zusätzlich im kanto-
nalen Amtsblatt zu veröffentlichen, die Baugesuchsakten mitsamt den massgebenden Plänen 30 
Tage öffentlich zur Einsichtnahme aufzulegen und allfällige Eingaben sowie die Baugesuchsakten 
nach Ablauf der Einsprachefrist dem Rechtsamt zu retournieren. Weiter führte das Rechtsamt in 
dieser Verfügung aus, aufgrund einer summarischen Prüfung sei es fraglich, ob der Beschwerde-
gegner vorliegend eine genügende Standortevaluation vorgenommen habe. Es forderte den Be-
schwerdegegner auf, eine Standortevaluation einzureichen, aus welcher nachvollziehbar hervor-
gehe, aus welchen Gründen andere Standorte schlechter abschneiden als der geplante Standort 
auf Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nr. J.________. Zudem wurde der Beschwerdegeg-
ner gebeten, verschiedene Fragen des Rechtsamts zu beantworten. Diesen Aufforderungen kam 
der Beschwerdegegner mit Eingabe vom 10. April 2024 nach. 

Aufgrund der von der Gemeinde erfolgten Publikation im kantonalen Amtsblatt ging beim Rechts-
amt eine Stellungnahme Archäologie des archäologischen Diensts des Amts für Kultur vom 
16. April 2024 ein. Mit Schreiben vom 26. April 2024 schickte die Gemeinde die Akten des Bau-
gesuchs zurück an das Rechtsamt und teilte mit, dass während der Auflagefrist im kantonalen 
Amtsblatt die beigelegte Einsprache von D.________ eingegangen sei. 

5. Mit Verfügung vom 10. Mai 2024 beteiligte das Rechtsamt Herr D.________ als Einsprecher 
im Beschwerdeverfahren. Gleichzeitig führte es aus, eine erste summarische Einschätzung er-

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
4 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451).

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gebe, dass auf die Einsprache mangels Legitimation nicht eingetreten werden könne, da sich Herr 
D.________ bereits im abgeschlossenen vorinstanzlichen Verfahren als Einsprecher beteiligt 
habe, ihm der Entscheid der Gemeinde vom 7. Dezember 2023 eröffnet worden sei, er sich daher 
mittels Beschwerde innert der dreissigtägigen Rechtsmittelfrist hätte gegen diesen Entscheid zur 
Wehr setzen können, er dies jedoch unterlassen habe. Abschliessend werde über die Legitimation 
des Einsprechers erst mit dem Entscheid der BVD befunden. Aufgrund dieser summarischen Ein-
schätzung werde jedoch vorerst auf einen Schriftenwechsel in Bezug auf diese Einsprache ver-
zichtet. Mit dieser Verfügung stellte das Rechtsamt dem Beschwerdegegner sodann weitere Fra-
gen. Schliesslich forderte es die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder 
(OLK) auf, einen Bericht einzureichen, bat das AGR, die vom Beschwerdegegner eingereichte 
Standortevaluation zu beurteilen und das AUE, Abteilung Immissionsschutz, ihre Berechnung 
nach FAT-Bericht Nr. 376 nachzureichen sowie eine Frage zum Vorsorgeprinzip zu beantworten. 

Das AGR äusserte sich mit Stellungnahme vom 3. Juni 2024 zur Standortevaluation. Das AUE, 
Abteilung Immissionsschutz, reichte eine Stellungnahme vom 6. Juni 2024 ein, inklusiv Berech-
nungsformular zum Mindestabstand. Nach gewährter Fristerstreckung reichte die OLK ihren Fach-
bericht vom 10. Juni 2024 ein. Nach zweifach gewährter Fristerstreckung beantwortete der Be-
schwerdegegner mit Stellungnahme vom 10. Juni 2024 (falsch datiert, eingegangen beim Rechts-
amt am 23. Juli 2024) die Fragen des Rechtsamts und äusserte sich dabei gleichzeitig zum OLK-
Bericht, unter Beantragung verschiedener Beweismassnahmen. 

6. Mit Verfügung vom 14. August 2024 führte das Rechtsamt aus, gemäss Art. 34 Abs. 4 Bst. c 
RPV5 dürfe die Bewilligung für eine zonenkonforme Baute oder Anlage nur erteilt werden, wenn 
der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen könne. Die vom Rechtsamt mit Verfügung vom 
10. Mai 2024 gestellten Fragen zur betrieblichen Organisation des beschwerdegegnerischen Be-
triebs (Ziffer 4a der Verfügung) stünden in Zusammenhang mit dieser Voraussetzung. Da die 
zweite und dritte Frage gemäss Ziffer 4a dieser Verfügung vom Beschwerdegegner nicht oder nur 
ungenügend beantwortet worden seien bzw. zu weiteren Fragen führen würden, könne die er-
wähnte Voraussetzung derzeit nicht genügend überprüft werden, womit diese aufgrund einer ers-
ten summarischen Prüfung des Rechtsamts im jetzigen Zeitpunkt nicht als erfüllt betrachtet wer-
den könne. Der Beschwerdegegner wurde daher gebeten, zu den ergänzten Fragen erneut Stel-
lung zu nehmen. 

Nach gewährter Fristerstreckung reichte der Beschwerdegegner zur Beantwortung der Fragen 
das Dokument «Arbeitsbilanz Betrieb E.________» des Inforama vom Oktober 2024 (im Folgen-
den: Arbeitsbilanz I) ein. Mit Verfügung vom 25. Oktober 2024 kam das Rechtsamt zum Schluss, 
dass die eingereichte Arbeitsbilanz E.________ zu weiteren Fragen/Unklarheiten führe. Es bat 
daher den Beschwerdegegner, weitere Fragen zu beantworten bzw. die Fehler in dieser Arbeits-
bilanz zu beheben. Erneut beantragte der Beschwerdegegner eine Fristerstreckung, welche ihm 
gewährt wurde. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2024 reichte er eine Arbeitsbilanz Betrieb 
E.________ des Inforama vom November 2024 ein (im Folgenden: Arbeitsbilanz II), mit welcher 
die Fragen beantwortet und die Fehler in der Arbeitsbilanz im Zusammenhang mit den Gesamta-
rbeitszeiten behoben wurden. 

7. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2024 bat das Rechtsamt das LANAT, Fachstelle Boden, 
um die Einreichung eines Berichts unter Beantwortung diverser Fragen zu der vom Beschwerde-
gegner eingereichten Arbeitsbilanz II. Nach gewährter Fristerstreckung reichte das LANAT, Fach-
stelle Boden, die Stellungnahme vom 30. Januar 2025 ein. 
In der Folge erhielten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, zum Ergebnis des Beweisverfahrens 
Stellung zu nehmen / Schlussbemerkungen einzureichen. Sowohl der Beschwerdeführer als auch 

5 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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der Beschwerdegegner beantragten eine Fristerstreckung. Der Beschwerdegegner verzichtete auf 
Bemerkungen und reichte mit Eingabe vom 24. März 2025 die Kostennote des Rechtsvertreters 
sowie eine Rechnung des Inforama vom 17. März 2025 ein. Der Beschwerdeführer hielt mit un-
datierter Stellungnahme (eingegangen beim Rechtsamt am 27. März 2025) an den Ausführungen 
in seiner Beschwerde und den darin gestellten Rechtsbegehren fest. 

8. Auf die Rechtsschriften und die Fachberichte wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Der Entscheid der Gemeinde ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 Abs. 1 KoG6, die 
Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b KoG. Beide sind 
gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit Beschwerde nach Art. 40 
Abs. 1 BauG bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einspre-
cherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 
Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer ist Grundeigentümer der unmittelbar an die Bauparzelle 
grenzenden Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nr. L.________. Er ist damit bereits in sei-
ner Funktion als Grundeigentümer dieser unmittelbar benachbarten Parzelle besonders betroffen, 
womit offen bleiben kann, ob er dies auch als Bewohner des Wohnhauses auf der ebenfalls in 
seinem Grundeigentum befindlichen Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nr. M.________ in 
rund 200 m Luftdistanz zum strittigen Neubau ist. Die diesbezüglichen Vorbehalte der Gemeinde 
in der Stellungnahme vom 8. Februar 2024 müssen daher nicht näher beurteilt werden. Seine 
Einsprache wurde zudem abgewiesen. Damit ist der Beschwerdeführer durch den vorinstanzli-
chen Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

c) Nach der nachgeholten Publikation im kantonalen Amtsblatt (vgl. E. 3) reichte der Einspre-
cher im Beschwerdeverfahren die Einsprache vom 19. April 2024 ein. Auf diese Einsprache ist 
nicht einzutreten. So hat sich der Einsprecher im Beschwerdeverfahren im abgeschlossenen vor-
instanzlichen Verfahren bereits als Einsprecher beteiligt. Der Entscheid vom 7. Dezember 2023, 
mit welchem die Gemeinde u.a. seine Einsprache abwies, wurde ihm unstrittig mittels Einschrei-
ben eröffnet. Wenn er sich daher gegen diesen Entscheid (weiter) zur Wehr hätte setzen wollen, 
hätte er innert der dreissigtägigen Rechtsmittelfrist dagegen Beschwerde erheben müssen. Darauf 
hat er jedoch verzichtet, weshalb er sich – trotz mangelhafter Publikation des Vorhabens – nun 
nicht nochmals mittels Einsprache am Verfahren beteiligen kann. 

2. Rechtliches Gehör

a) Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. So werde im angefoch-
tenen Entscheid bezüglich mehrerer Einsprachepunkte lediglich auf die eingeholten Amts- und 
Fachberichte verwiesen (etwa betreffend besondere Bauten und Anlagen nach Art. 19 ff. BauG, 
betreffend Höhe und Farbe der Silobauten, betreffend Geruchs-, Lärm- und Lichtemissionen sowie 
betreffend Waldabstand). Eine eigentliche Auseinandersetzung mit seinen Rügen habe nicht statt-

6 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).

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gefunden. Mangels genügender Begründung sei es ihm nicht ohne weiteres möglich, die Überle-
gungen der Gemeinde nachzuvollziehen und deren Entscheid sachgerecht anzufechten. 

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG7 gibt den Parteien das Recht, 
sich zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Er verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus 
ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). 
Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht an-
fechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 
die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht 
auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Ge-
sichtspunkten auseinandergesetzt hat.8

c) Die Gemeinde hat sich im angefochtenen Entscheid zu den vom Beschwerdeführer im Rah-
men seiner Einsprache vorgebrachten Rügen kurz geäussert und dabei ausgeführt, wieso diesen 
Einwänden nicht gefolgt werden kann. Der Beschwerdeführer macht selber nicht geltend, dass 
nicht alle Rügen abgehandelt worden wären. Vielmehr bringt er einzig vor, dass bezüglich meh-
rerer Einsprachepunkte lediglich auf die eingeholten Amts- und Fachberichte verwiesen worden 
sei. Es ist jedoch nicht zu beanstanden, wenn die Gemeinde im angefochtenen Entscheid für die 
Begründung auf die Beurteilung von Fach- oder Amtsstellen verweist, ohne die entsprechenden 
Amts- und Fachberichte bzw. die Verfügungen zu wiederholen. Dieses Vorgehen ist durchaus 
üblich und auch legitim. Mit dem Verweis auf die entsprechenden Fachbeurteilungen gab die Ge-
meinde zu erkennen, dass sie diese als richtig und überzeugend beurteilt. Sie musste dabei nicht 
zusätzlich begründen, wieso sie diesen Berichten Folge leistet. Entgegen der Ansicht des Be-
schwerdeführers fand damit eine genügende Auseinandersetzung mit seinen Rügen statt. Dabei 
gilt es auch zu berücksichtigen, dass die Behörde – wie ausgeführt – nicht auf jedes Argument 
der Parteien eingehen muss. Vielmehr reicht es, wenn die wesentlichen Gesichtspunkte erwähnt 
werden. Dies ist nach dem Gesagten der Fall, zumal der Beschwerdeführer selber nicht konkret 
geltend macht, in welchen Punkten nicht genügend auf seine Vorbringen eingegangen worden 
sein soll. Insgesamt konnte der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid sowie die Ver-
fügung des AGR sachgerecht anfechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor.

3.  Publikation

a) Der Beschwerdeführer beanstandet, dass das Bauvorhaben bisher einzig im amtlichen An-
zeiger publiziert worden sei, nicht jedoch im Amtsblatt des Kantons Bern. 

Die Gemeinde und der Beschwerdegegner vertreten die Ansicht, dass bei einem zonenkonformen 
Bauvorhaben eine Publikation im kantonalen Amtsblatt nicht erforderlich sei. Der Beschwerde-
gegner macht überdies geltend, eine mangelhafte Publikation sei in der Einsprache nicht gerügt 
worden, womit diese Rüge gestützt auf Art. 40 Abs. 2 BauG zu spät erfolgt sei.

b) Grundsätzlich wurde die sogenannte aspektmässige Umschreibung des Streitgegenstands 
(vgl. aArt. 40 Abs. 2 BauG) mit der Revision des Baugesetzes vom 9. Juni 2016 per 1. April 2017 
aufgehoben. Das geltende Recht sieht für Einsprecherinnen und Einsprecher keine Begrenzung 

7 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
8 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7.

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des Streitgegenstands auf die Einsprachegründe vor. In der Beschwerde können deshalb auch 
Rügen erhoben werden, die in der Einsprache noch nicht enthalten waren. Ausgenommen sind 
einzig Verfahrensmängel, die bei erster Gelegenheit zu rügen sind und im Beschwerdeverfahren 
nicht mehr erhoben werden können, wenn dazu schon im vorinstanzlichen Verfahren Gelegenheit 
bestanden hätte.9 

Die unterbliebene Publikation des Vorhabens im kantonalen Amtsblatt stellt zwar einen solchen 
Verfahrensmangel dar (vgl. E. 3c/d), welchen der Beschwerdeführer bei erster Gelegenheit und 
damit im Rahmen seiner Einsprache hätte vorbringen müssen. Sein diesbezüglicher Einwand in 
der Beschwerde kommt daher zu spät. Dennoch ist darauf einzugehen, da es sich um einen er-
heblichen Mangel im Sinne von Art. 40 Abs. 3 BauG handelt, welchen die BVD auch von Amtes 
wegen aufgreifen kann. 

c) Die Publikation hat grundsätzlich in zwei aufeinanderfolgenden Nummern des amtlichen An-
zeigers der Standortgemeinde zu erfolgen (Art. 26 Abs. 2 BewD10). Besteht jedoch voraussichtlich 
ein Beschwerderecht gesamtschweizerischer Organisationen nach Art. 12 NHG oder Art. 55 
USG11, ist das Gesuch zusätzlich im kantonalen Amtsblatt zu veröffentlichen (Art. 12b Abs. 1 und 
2 NHG, Art. 55a Abs. 1 und 2 USG).12 Dies ist vorliegend der Fall: Das umstrittene Vorhaben 
wurde unter dem Titel der Zonenkonformität im Sinne von Art. 16a Abs. 1 RPG bewilligt. Gemäss 
einem Entscheid des Bundesgerichts aus dem Jahr 2015 stellt die Bewilligung von landwirtschaft-
lichen Bauten in der Landwirtschaftszone eine Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG dar, han-
delt es sich doch bei Art. 16 ff. RPG um eine bundesrechtlich geregelte Materie, die einen engen 
Bezug zum Natur- und Landschaftsschutz aufweist.13 Entsprechend besteht ein Beschwerderecht 
gesamtschweizerisch tätiger Organisationen (Art. 12 NHG). Indem die Vorinstanz das Bauvorha-
ben nur im amtlichen Anzeiger, nicht aber im kantonalen Amtsblatt publizierte, war die Publikation 
mangelhaft. Die ungenügende Publikation hat jedoch nicht die Nichtigkeit des Bauentscheids zur 
Folge, sondern nur dessen Anfechtbarkeit. 

d) Dieser formelle Mangel kann geheilt werden, wenn die Rechtsmittelinstanz dieselbe Kogni-
tion hat wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person aus der Heilung kein Nachteil 
erwächst.14

Gemäss Art. 40 Abs. 3 BauG kommt der BVD als Beschwerdeinstanz die volle Überprüfungsbe-
fugnis zu. Dem Beschwerdeführer ist durch die Heilung der Gehörsverletzung kein Nachteil er-
wachsen. Nach Anweisung des Rechtsamts liess die Gemeinde das Vorhaben im kantonalen 
Amtsblatt publizieren. Die Baugesuchsakten lagen während der Einsprachefrist bei der Gemeinde 
auf. Damit konnte der Mangel geheilt werden. Da sich die Rüge des Beschwerdeführers als zu 
spät erwies, ist dieser Punkt bei der Kostenverlegung nicht zu berücksichtigen.

9 VGE 2020/34 vom 17. Februar 2022 E. 7.4.2, 2017/278 vom 19. März 2019 E. 1.5.5; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kom-
mentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 40-41 N. 9 m.w.H.
10 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
11 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
12 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 35-35c N. 9.
13 BGer 1C_17/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 1.1.
14 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 21 N. 11.

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4. Bestehender Betrieb und Bauvorhaben

a) Der Beschwerdegegner (Jahrgang 1988) führt zusammen mit seiner Ehepartnerin (Jahr-
gang 1991) einen landwirtschaftlichen Betrieb (Milchproduktion, Schweinezucht), welchen sie per 
1. Januar 2019 von Vater des Beschwerdegegners (Jahrgang 1963) übernommen haben. 
Gemäss den vom LANAT aufgeführten Betriebsdaten (GELAN 2024) verfügt der Betrieb über eine 
landwirtschaftliche Nutzfläche von 37.63 ha, wovon 12.14 ha als offene Ackerfläche dienen. Rund 
20 % der bewirtschafteten Fläche und damit rund 7.5 ha befinden sich im Eigentum des Beschwer-
degegners, der Rest (rund 30 ha) ist Pachtland.15 Der Beschwerdegegner verfügt über 36 Milch-
kühe, 8 Jungvieh und 8 Kälber, über 30 Zuchtsauen, 4 Mastschweine und 150 Ferkel sowie über 
45 Legehennen, 6 Kaninchen und 12 Pferde/Pony/Esel (GELAN 2024). Das Betriebszentrum be-
findet sich am N.________weg in Innerberg. Die Milchproduktion wird derzeit im Stall beim Be-
triebszentrum sowie in einem zugepachteten Stall auf dem Hof «S.________» betrieben. Die 
Schweinezucht befindet sich beim Betriebszentrum, wo ebenfalls ein Teil der Pferde gehalten 
wird.16  Der Betrieb weist gemäss Agrardatenerhebung GELAN 2024 3.412 Standardarbeitskräfte 
(SAK) auf und stellt damit ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne von Art. 7 Abs. 1 i.V.m. Art. 5 
Bst. a BGBB17 dar. 

b) Der Beschwerdegegner beabsichtigt den Neubau eines Rindviehlaufstalls mit Hochsiloan-
lage. Der dafür vorgesehene Standort auf Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt 
Nr. J.________ liegt rund 750 m Luftlinie entfernt vom Betriebszentrum, über die 
O.________strasse ist der Standort in rund 1 km vom Betriebszentrum her erreichbar. Gemäss 
Ausführungen des LANAT18 soll aufgrund des Neubaus der gepachtete Stall aufgegeben werden 
können. Der Neubau werde die Milchkühe aufnehmen und der bestehende Stall am 
N.________weg solle für das Jungvieh (ca. 25 Tiere) und Pferde (ca. 5 Pferde) genutzt werden. 
Der bestehende Stall und die Betriebsflächen am Standort N.________weg würden weiterhin 
landwirtschaftlich genutzt. Der neue Stall soll Platz bieten für 52 Kühe plus Aufzucht. Gemäss 
Angaben des LANAT19 beansprucht das Vorhaben insgesamt eine Fläche von 3560 m2, welche 
sich im Inventar Fruchtfolgeflächen (FFF) befindet. Der eigentliche Laufstall soll eine Grundfläche 
von rund 1237 m2 aufweisen (Länge von 47.63 m, Breite ostseitig von 34.95 m, Breite westseitig 
von 20.99 m) und neben dem Stall mit Liegeboxen, Laufgang und Fressgang über eine Tenne, 
einen Platz für die automatische Fütterung, eine Abkalbebucht, einen Raum mit der Melkanlage, 
ein Milchzimmer, ein Büro und ein Raum WC/Technik verfügen. Für den Stall ist eine Holzver-
schalung in brauner Farbe vorgesehen, das Satteldach mit einer Neigung von 15° ist mit grauen 
Blechpaneelen geplant und soll ganzflächig mit einer Aufdach-Solaranlage versehen werden. Das 
Gebäude soll eine Firsthöhe von 10.82 m ab gewachsenem Terrain oder von 10.17 m ab neuem 
Terrain aufweisen. Südseitig grenzt an den Stall ein Laufhof mit Jauchegrube von insgesamt rund 
243 m2, nordseitig ist ein Lagerplatz für rund 150 Siloballen mit einer Grösse von etwa 241 m2 
vorgesehen. Ostseitig ist neben einem Mistplatz eine Hochsiloanlage mit vier Silos geplant. Die 
vier Silos weisen einen Durchmesser von 4.27 m und eine Höhe von 16 m auf und sollen über ein 
Volumen von jeweils 218 m3 verfügen. Gemäss Angaben des Beschwerdegegners sollen sie im 
Farbton blau ausgeführt werden. 

Das Betriebsleiterehepaar ist neben der Leitung ihres Betriebs zusätzlich fremdangestellt. Der 
Beschwerdegegner ist zu 75 % als Betriebsleiter eines anderen landwirtschaftlichen Betriebs an-
gestellt (vgl. Arbeitsvertrag in Beilage 6b zum Schreiben vom 10. April 2024), die Ehepartnerin 

15 Vgl. Stellungnahme LANAT vom 12. Februar 2024.
16 T.________i, Kommentar zur Tragbarkeit vom 3. Januar 2023, S. 2, Beilage 5 zum Schreiben des Beschwerdegeg-
ners vom 10. April 2024.
17 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11).
18 Vgl. Fachbericht LANAT vom 21. September 2023, Vorakten Register 1.4.
19 Fachbericht vom 6. Januar 2023, Vorakten Register 1.13.

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des Beschwerdegegners arbeitet zu 20 % als Projektleiterin bei der V.________. Der Vater des 
Beschwerdegegners ist zu 100 % auf dem Betrieb angestellt (vgl. Arbeitsvertrag in Beilage 6a 
zum Schreiben vom 10. April 2024). Weiter werden gemäss Angaben des Beschwerdegegners 
externe Lohnunternehmen gezielt eingesetzt, um gewisse Arbeitsschritte zu erledigen (Arbeitsbi-
lanz I, Ziff. 2). Der jährliche Arbeitszeitbedarf nach Realisierung des strittigen Vorhabens schätzt 
der Beschwerdegegner gestützt auf das Tool «LabourScope» von Agroscope auf 6531.5 Arbeits-
kraftstunden (AKh), wobei 6381 AKh auf die Innenwirtschaft und 150.5 AKh auf die Aussenwirt-
schaft (Wald) fallen (vgl. Arbeitsbilanz II, Tabelle 3). Der Arbeitszeitbedarf pro Woche wird damit 
125.6 AKh betragen und soll wie folgt aufgeteilt werden (Arbeitsbilanz II, Tabelle 3): Beschwerde-
gegner 50.4 AKh, Ehepartnerin 29.7 AKh, Vater des Beschwerdegegners 40.7 AKh, Extern 4.8 
AKh. Beim Beschwerdegegner ergibt dies gemäss diesen Angaben zusammen mit seiner 
Fremdanstellung (37.9 AKh/Woche) eine wöchentliche Arbeitsbelastung von 88.3 AKh, bei seiner 
Ehepartnerin mit ihrer Fremdanstellung (8.1 AKh/Woche) eine solche von 37.8 AKh.  

5. Besondere Bauten und Anlagen nach Art. 19 ff. BauG

a) Der Beschwerdeführer rügt, das Vorhaben weiche wesentlich von der baurechtlichen Grund-
ordnung der Gemeinde ab, weshalb es sich um eine besondere Baute im Sinne von Art. 19 BauG 
handle, welche nur gestützt auf eine Überbauungsordnung bewilligt werden könne. Das dem so 
sei, zeige sich darin, dass landwirtschaftliche Zweckbauten im Baugesetz Stand 1. Januar 2016 
in Art. 20 Abs. 4 Bst. d noch explizit keiner Überbauungsordnung bedurft hätten. Die betreffende 
Bestimmung sei gestrichen worden, was bedeute, dass sie heute einer solchen bedürfen, sofern 
sie wesentlich von der baurechtlichen Grundordnung abweichen. Die Gemeinde verkenne, dass 
auch Bauvorhaben, welche an sich zonenkonform sind, wesentlich von der baurechtlichen Grund-
ordnung abweichen könnten. Ein Wohnhaus könne etwa in einer Wohnzone zonenkonform sein, 
aber derart viele Ausnahmen erfordern, dass es in seiner Gesamtheit dennoch wesentlich von der 
baurechtlichen Grundordnung abweiche. Dieser Frage sei nachzugehen. 

Der Beschwerdegegner führt aus, einzig relevant sei die vorhandene Zonenkonformität gemäss 
übergeordnetem Bundesrecht. Es gelte zu bemerken, dass der Neubau eines kantonsweit sehr 
häufig vorkommenden Rindviehlaufstalltyps in der Aufzählung in Art. 19 Abs. 2 BauG nicht aufge-
führt werde. Art. 20 BauG konzentriere sich auf Hochhäuser, höhere Häuser und Einkaufszentren. 
Daraus gehe hervor, dass ausschliesslich Bauten und Anlagen dieser Gruppen für eine Überbau-
ungsordnung vorgesehen seien und insbesondere landwirtschaftliche Zweckbauten nicht mit einer 
Überbauungsordnung in Verbindung gebracht werden könnten, da hier die bundesrechtliche Zo-
nenkonformität der massgebliche Faktor sei. Daran ändere der Wegfall von Art. 20 Abs. 4 Bst. d 
BauG nichts. Die Zonenkonformität nach Art. 16a RPG bleibe das einzige Kriterium und erteile bei 
Erfüllen der Voraussetzungen einen Anspruch auf Errichtung einer Baute. Die sei bei einer Über-
bauungsordnung nicht so, da eine politische Entscheidkomponente hinzukäme, was ein Verstoss 
gegen höherrangiges Recht wäre. 

b) Bauvorhaben, die wesentlich von der baurechtlichen Grundordnung der Gemeinde abwei-
chen («besondere Bauten und Anlagen») dürfen gestützt auf Art. 19 Abs. 1 BauG nur aufgrund 
einer Überbauungsordnung bewilligt werden. Als besondere Bauten und Anlagen gelten im Rah-
men der näheren Bestimmungen von Artikel 20 BauG Hochhäuser und Detailhandelseinrichtun-
gen, ferne die weiteren vom Regierungsrat aufgrund von Absatz 1 bezeichneten Bauvorhaben 
(Art. 19 Abs. 2 BauG). In den Artikeln 22 BauV20 aufgeführt werden Hochhäuser, Terrassenhäu-
ser, Detailhandelseinrichtungen und Beschneiungsanlagen.

20 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).

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c) Der geplante Rindviehstall ist weder einer der erwähnten Typen von «besonderen Bauten 
und Anlagen» zuzuordnen, noch untersteht dieses grundsätzlich zonenkonforme Vorhaben, wel-
ches für eine landwirtschaftliche Zweckbaute dieser Art keine ausserordentlichen Dimensionen 
aufweist, dem Vorrang der Planung. Da das Vorhaben zudem keine Ausnahmen in Anspruch neh-
men muss (auch nicht im Zusammenhang mit der Höhe der Silos, vgl. E. 14), kann nicht von 
einer wesentlichen Abweichung der Grundordnung gesprochen werden. Nichts daran zu ändern 
vermag der Umstand, dass landwirtschaftliche Zweckbauten bis 2016 in Art. 20 Abs. 1 Bst. d BauG 
noch explizit aufgeführt waren als Bauten, die explizit keiner Überbauungsordnung bedürfen, 
wenn sie nicht höher als 30 m sind. So wurde diese Bestimmung nicht aufgehoben, weil man die 
darin aufgeführten Bauten im Umkehrschluss als planungspflichtig einstufen wollte. Vielmehr wur-
den diese aufgehoben, weil die bisherigen «höheren Häuser» (vormals aufgeführt in Art. 20 Abs. 2 
BauV) keiner Überbauungsordnung mehr bedingten und «daher die bisherige Ausnahmeregelung 
für bestimmte Industrie-, Gewerbe- und landwirtschaftliche Zweckbauten (Bst. d) und für Lager- 
und Abstellplätze (Bst. e) somit keinen Sinn mehr macht.»21 Die Vorinstanz kam damit zu Recht 
zum Schluss, dass es sich beim vorliegend umstrittenen Bauvorhaben nicht um eine besondere 
Baute und Anlage im Sinne von Art. 19 BauG handelt, womit das Baubewilligungsverfahren das 
richtige Verfahren ist. Die Vorbringen des Beschwerdeführers erweisen sich als unbegründet.

6. Zonenkonformität nach Art. 16a RPG

a) Das AGR kam mit Verfügung vom 26. September 2023 zum Schluss, dass das Vorhaben 
gestützt auf die Beurteilung des LANAT zonenkonform sei. Als Auflage statuierte es dabei Fol-
gendes: 

«Der Rindviehlaufstall mit der Hochsiloanlage darf nur für die zonenkonforme Nutzung verwendet werden. 
Nach Wegfall der ursprünglichen Zweckbestimmung ist die Baute zu beseitigen und der ursprüngliche Zu-
stand wiederherzustellen, wenn bis zu diesem Zeitpunkt keine rechtskräftige Baubewilligung für eine neue 
Nutzung vorliegt.»

Gestützt auf diese positive Verfügung des AGR erteilte die Vorinstanz mit dem angefochtenen 
Entscheid die Baubewilligung. Der Beschwerdeführer bestreitet die Zonenkonformität des Vorha-
bens. 

b) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur landwirtschaft-
lichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a Abs. 1 Satz 1 
RPG). Ebenfalls zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die der inneren Aufstockung eines land-
wirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehörigen Betriebs dienen (Art. 16a 
Abs. 2 Satz 1 RPG). Die Anforderungen an die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der 
Landwirtschaftszone werden in der RPV präzisiert. Danach sind unter anderem Bauten und Anla-
gen zonenkonform, die der bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufstockung die-
nen, namentlich wenn sie für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutz-
tierhaltung oder der Bewirtschaftung naturnaher Flächen verwendet werden (Art. 34 Abs. 1 RPV). 
Als bodenabhängig gilt die Bewirtschaftung, wenn ein enger Bezug zum natürlichen Boden be-
steht, wie etwa beim Acker- und Gemüsebau. Die Tierhaltung erfolgt dann bodenabhängig, wenn 
die Tiere im Wesentlichen auf der Grundlage der auf dem Betrieb produzierten Futtermittel ernährt 
werden.22 Zonenkonform sind weiter Bauten und Anlagen, die der Aufbereitung, Lagerung und 

21 Vgl. Vortrag des Regierungsrats zur Änderung des Baugesetzes und des Dekrets über das Baubewilligungsverfah-
ren vom 9. Juni 2016, S. 35.
22 BGE 133 II 370 E. 4.2; Ruch/Muggli, in Praxiskommentar RPG, Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16a 
N. 30 f.

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dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produkte im von Art. 34 Abs. 2 RPV näher 
bestimmten Umfang dienen. Die Bewilligung darf nur erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage 
für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV), ihr am vorgesehe-
nen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV) und 
der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV). Die Baute oder 
Anlage muss an die objektiven Bedürfnisse des Betriebs angepasst sein, namentlich mit Bezug 
auf ihre Grösse und ihren Standort, und darf insbesondere nicht überdimensioniert sein.23

c) Es ist unbestritten und gestützt auf die Akten plausibel, dass der Beschwerdegegner das für 
die vorgesehene Tierhaltung benötigte Futter auf seinen landwirtschaftlichen Nutzflächen zu über-
wiegenden Teilen selber produziert und diese Tierhaltung als bodenabhängige Bewirtschaftungs-
form in den Anwendungsbereich von Art. 16a Abs. 1 RPG fällt.24 Ob die Voraussetzungen der 
Zonenkonformität nach Art. 16a Abs. 1 RPG für das vorliegend umstrittene Bauvorhaben erfüllt 
sind, wird nachfolgend im Detail geprüft. 

7. Notwendigkeit und Dimensionierung

a) Der umstrittene Rindviehlaufstall mit Hochsiloanlage darf nur bewilligt werden, wenn die 
Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV). 
An der betrieblichen Notwendigkeit eines Neubaus fehlt es, wenn die vorgesehene Nutzung (al-
lenfalls nach einem Umbau) in einer bereits vorhandenen Baute möglich wäre.25 Bei Neubauten 
ist zudem zu prüfen, ob sie an der Stelle von bisherigen, in Zukunft nicht mehr benötigten Bauten 
errichtet werden können, um eine weitere Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden.26 Die Be-
triebsbauten müssen für ihren individuellen Zweck nötig und dürfen damit nicht überdimensioniert 
sein.27

b) Es steht zunächst fest, dass für den Rindviehlaufstall der geplanten Grösse eine Unterbrin-
gung in einem bestehenden Gebäude des Betriebs des Beschwerdegegners ausgeschlossen ist 
und auch ein Ersatzbau an Stelle einer vorhandenen, nicht mehr benötigten Baute nicht in Frage 
kommt. Gemäss den plausiblen Ausführungen des LANAT soll insbesondere der bestehende Stall 
am N.________weg 2, im welchem heute die rund 35 Kühe gehalten werden, für das Jungvieh 
(ca. 25 Tiere) und Pferde (ca. 5 Pferde) genutzt werden.28 Weiter wird auch die vorgesehene 
Grösse des Stalls für die geplante Haltung von maximal 52 Kühen plus Aufzucht weder seitens 
des Beschwerdeführers noch seitens der Behörden in Frage gestellt. Die BVD geht ebenfalls da-
von aus, dass der geplante Rindviehstall für die in Frage stehende Bewirtschaftung nicht überdi-
mensioniert und den objektiven Bedürfnissen des Betriebs angepasst ist. Dies gilt schliesslich 
auch hinsichtlich der vier geplanten Silos mit einem Volumen von jeweils 218 m3 und dem zusätz-
lich geplanten Lagerplatz für rund 150 Siloballen: Der Beschwerdegegner errechnete einen Futt-
erbedarf von 500 m2 Mais und von 450 m3 Gras. Dabei ging er davon aus, dass eine Kuh pro Tag 
ca. 25 kg Mais und ca. 19 kg Grassilage (gerechnet bei einem Trockensubstanz-Gehalt von 32 
%) frisst, was einem Platzbedarf von 10 m3 Mais und 9 m3 Gras pro Kuh und Jahr entspreche.29 
Das LANAT als kantonale Fachstelle führte in seinem Fachbericht vom 21. September 202330 

23 BGE 129 II 413 E. 3.2 S. 416, E. 3a S. 281, E. 3 S. 133 f.
24 Vgl. Betriebsvoranschlag «Variante Stallbau» vom 21. Dezember 2022. S. 7, Beilage zu T.________, Kommentar 
zur Tragbarkeit vom 3. Januar 2023, Beilage 5 zum Schreiben des Beschwerdegegners vom 10. April 2024.
25 BGE 129 II 413 E. 3.2 S. 416, mit Hinweisen.
26 BGer 1C_567/2015 vom 29.8.2016, E. 4.1, mit Hinweisen.
27 Ruch/Muggli, Praxiskommentar RPG 2017, Art. 16a N. 47.
28 Vgl. Fachbericht LANAT vom 21. September 2023, Vorakten Register 1.4.
29 Berechnung zum Silovolumen, Vorakten Register 1.17.
30 Vorakten Register 1.4.

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&subcollection_mI12=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=landwirtschaftliches+Gewerbe&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-413%3Ade&number_of_ranks=0#page413

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gestützt auf diese Angaben aus, für 50 Milchkühe betrage der jährliche Silomaisbedarf daher 4562 
dt FS (Dezitonnen Frischsubstanz) und der Grassilobedarf 3467 dt FS. Für den Siloraumbedarf 
von Maissilage ergebe sich somit ein Volumen von ca. 650 m3 (ca. 700 kg Futter pro m3 Silola-
gerraum), für den Siloraumbedarf von Grassilage ein Volumen von ca. 495 m3 (ca. 700 kg Futter 
pro m3 Silolagerraum). Für die Lagerung von Maissilage ergebe sich somit ein Bedarf von 2 Hoch-
silos (mit einem Volumen von jeweils 218 m3) und ca. 100 Rundballen (Breite 1.2 m, Durchmesser 
1.5 m, Volumen 2.12 m3). Für die Lagerung von Grassilage ergebe sich ein Bedarf von 2 Hochsilos 
(mit einem Volumen von jeweils 218 m3) und ca. 30 Rundballen (Breite 1.2 m, Durchmesser 1.5 
m, Volumen 2.12 m3). Zudem sei zu beachten, dass der Lagerraum mit der gesamten Silohöhe 
berechnet worden sei, rund 1.6 m der Höhe jedoch nicht als eigentlicher Lagerraum genutzt wer-
den könnten, da die Entnahmefräse ansonsten nicht eingesetzt werden könne. Der Bedarf von 
vier Silos mit jeweils 218 m3 Volumen und des geplanten Lagerplatzes für rund 150 Siloballen 
erachtet die kantonale Fachstelle damit als nachvollziehbar und plausibel (vgl. auch Stellung-
nahme vom 12. Februar 2024). Der Beschwerdeführer bringt gegen diese nachvollziehbaren Be-
rechnungen keine Einwände vor und bestreitet den Siloraumbedarf und damit die vorgesehene 
Grösse der vier geplanten Silos und des Lagerplatzes nicht. Auch für die BVD sind diese Angaben 
nachvollziehbar, weshalb die Silos und der Lagerplatz – der Beurteilung des LANAT folgend – 
nicht überdimensioniert sind.
  

8. Längerfristiger Bestand

a) Der Beschwerdeführer rügt, es sei nicht untersucht worden, ob der Betrieb des Beschwer-
degegners voraussichtlich längerfristig bestehen könne. In den Akten befinde sich – soweit er-
sichtlich – kein Betriebskonzept, aus welchem hervorgehe, dass die mit dem geplanten Bauvor-
haben verbundenen Investitionen auch effektiv tragbar seien für den Betrieb. Es sei deshalb zu 
befürchten, dass vorliegend eine Baute bewilligt werde, die schon bald einmal nicht mehr benötigt 
werde. 

Der Beschwerdegegner argumentiert, der Beschwerdeführer bringe diese Rüge zum längerfristi-
gen Bestehen erstmals vor. Diese Rüge sei in der Einsprache nicht erwähnt worden und erfolge 
gemäss Art. 40 Abs. 2 BauG zu spät. Abgesehen davon sei das längerfristige Bestehen des land-
wirtschaftlichen Gewerbes eindeutig gewährleistet. 

b) Zunächst ist mit Verweis auf E. 3b festzuhalten, dass der Beschwerdeführer diese Rüge 
zum längerfristigen Bestand nicht verspätet vorbrachte, sieht doch das geltende Recht keine Be-
grenzung des Streitgegenstands auf die Einsprachegründe mehr vor. Entgegen der Ansicht des 
Beschwerdegegners erweist sich somit diese Rüge nicht als verspätet.

c) Die Zonenkonformität von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone setzt voraus, 
dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV). Damit 
soll sichergestellt werden, dass in der Landwirtschaftszone keine unnötigen neuen Bauten und 
Anlagen bewilligt werden, die bereits nach kurzer Zeit wieder leer stehen.31 Aus dem Ausrichten 
von Direktzahlungen allein kann noch nicht auf das Vorliegen eines voraussichtlich längerfristig 
existenzfähigen landwirtschaftlichen Betriebs geschlossen werden. In Zweifelsfällen lässt ein län-
gerfristig ausgelegtes Betriebskonzept eine objektive Beurteilung zu.32

d) Das LANAT führte im vorinstanzlichen Verfahren in seiner Stellungnahme vom 6. Januar 
2023 aus, der Nachweis an die Finanzier- und Tragbarkeit habe erbracht werden können. Ebenso 

31 Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 16a N. 28.
32 Ruch/Muggli, Praxiskommentar RPG 2017, Art. 16a N. 45.

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könne der längerfristige Bestand aufgrund der Pachtverträge als gesichert beurteilt werden. Im 
Beschwerdeverfahren ergänzte das LANAT mit Stellungnahme vom 12. Februar 2024, die Finan-
zier- und Tragbarkeit des Bauvorhabens sei von ihnen geprüft und plausibilisiert worden (Grund-
lagen: Betriebsvoranschlag und Kommentar zur Tragbarkeit, T.________). Es seien keine Gründe 
erkennbar, dass der Betrieb voraussichtlich nicht längerfristig bestehen könne. Es befänden sich 
zudem rund 20 % der bewirtschafteten Flächen im Eigentum des Beschwerdegegners. Dieser 
habe Kopien von fünf 12-jährigen Pachtverträgen für 23.22 ha Land übermittelt. Die längerfristige 
Bewirtschaftung dieser Flächen werde somit als gesichert beurteilt.  

e) Ob der künftige Betrieb des Beschwerdegegners voraussichtlich längerfristig bestehen 
kann, ist anhand einer gesamthaften Beurteilung des konkreten Einzelfalls und unter Berücksich-
tigung aller Erträge und Ausgaben zu beurteilen. Auch Einnahmen, die nicht in direktem Zusam-
menhang mit der eigentlichen landwirtschaftlichen Bewirtschaftung stehen (wie vorliegend etwa 
die aufgeführten Einnahmen aus dem unselbständigen Nebeneinkommen), können dabei berück-
sichtigt werden. Der Beschwerdegegner reichte im vorinstanzlichen Verfahren ein Betriebsvoran-
schlag vom 21. Dezember 2022 unter Berücksichtigung des geplanten Stallneubaus ein.33 Aus 
der darin enthaltenen Erfolgsrechnung (S. 18 des Betriebsvoranschlags) ergibt sich, dass der Be-
schwerdegegner von einem Jahresgewinn aus der Landwirtschaft von CHF 50 342.00 und von 
einem Jahresgewinn insgesamt (d.h. unter Berücksichtigung des unselbständigen Nebeneinkom-
mens von CHF 74 869.00 und abzüglich des Privatverbrauchs von CHF 71 489.00) von 
CHF 53 722.00 ausgeht. Der vom Beschwerdegegner erstellte Finanzplan (S. 19 des Betriebsvor-
anschlags) weist nach einem Verlust von CHF 284 000.00 (Veränderung nettomonetäres Umlauf-
vermögen) im ersten Jahr aufgrund der für den geplanten Stall einkalkulierten Investitionen stetig 
steigende, jährliche Überschüsse für die fünf Jahre danach von CHF 10 000.00 bis CHF 19 000.00 
aus. Der kumulierte Überschuss beläuft sich Ende 2028 auf CHF 87 000.00. Berücksichtigt sind 
bei diesen Zahlen nicht nur die Investition in den Stallneubau, sondern jährlich auch insgesamt 
CHF 32 000.00 für Gebäude- und Maschineninvestitionen. Dies macht deutlich, dass der Be-
schwerdegegner umsichtig kalkuliert und bereits heute Reserven für den Unterhalt der Gebäude 
und damit den längerfristigen Erhalt der Infrastruktur einplant. 

Wie das LANAT erachtet auch die BVD die im Betriebskonzept angenommenen Entwicklungssze-
narien nach Umsetzung des strittigen Projekts als plausibel und die in der Erfolgsrechnung und 
im Finanzplan prognostizierten Zahlen als realistisch. Dass diese Kalkulationen nicht vorsichtig 
wären und damit als ungenügend gesichert gelten müssten, ist nicht erkennbar und wird auch vom 
LANAT nicht befürchtet. Gestützt auf den Betriebsvoranschlag des Beschwerdegegners und den 
realistischen Finanzplan bestehen keine Anzeichen, dass der Betrieb des Beschwerdegegners 
mit dem künftigen Konzept nicht längerfristig bestehen könnte. Dabei ist auch zu beachten, dass 
der Beschwerdegegner erst 37 Jahre alt ist und damit länger nicht mit einer Betriebsabgabe bzw. 
-übergabe zu rechnen ist. Kommt dazu, dass sowohl beim Eigenland (7 ha und damit rund 20 %) 
als auch bei einem Grossteil des Pachtlands (23.22 ha), bei Letzterem aufgrund der 12-jährigen 
Pachtverträge und unter Berücksichtigung der Option auf Pachterstreckung im Kündigungsfall, die 
längerfristige Bewirtschaftung als gesichert gelten kann. Dazu kommt, dass der Markt für Pacht-
land sehr dynamisch ist, weshalb allfällige, ohnehin eher unwahrscheinliche Flächenverluste in-
folge von Kündigungen in diesem lebhaften Markt früher oder später durch Neuzupachten kom-
pensiert werden können.34 Selbst wenn der Beschwerdegegner damit in Zukunft einzelne Pacht-
flächen verlieren sollte, so bedeutet dies nicht, dass sein Betrieb dadurch übermässig tangiert wird 
und der längerfristige Bestand nicht mehr gewährleistet werden kann. 

33 Vgl. Betriebsvoranschlag «Variante Stallbau» vom 21. Dezember 2022, Beilage zu T.________, Kommentar zur 
Tragbarkeit vom 3. Januar 2023, Beilage 5 zum Schreiben des Beschwerdegegners vom 10. April 2024; identischer 
Entwurf in den Vorakten, Register 1.30.
34 Eduard Hofer, in Kommentar zum BGBB, Art. 7 N. 93.

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f) Im Zusammenhang mit der Frage des längerfristigen Bestands untersuchte die BVD im Be-
schwerdeverfahren den prognostizierten Arbeitszeitbedarf des Betriebs des Beschwerdegegners, 
die vorgesehene Aufteilung der anfallenden AKh sowie die Arbeitsbelastung des Betriebsleiter-
ehepaars, welche neben dem eigenen Betrieb eine Fremdanstellung von 75 % (Beschwerdegeg-
ner) bzw. 20 % (Ehepartnerin des Beschwerdegegners) verfügen, und des zu 100 % angestellten 
Vaters des Beschwerdegegners. Wie ausgeführt (E. 4b) schätzt der Beschwerdegegner den Ar-
beitszeitbedarf nach Realisierung des strittigen Vorhabens gestützt auf das Tool «LabourScope» 
von Agroscope auf 6531.5 AKh jährlich und damit 125.6 AKh pro Woche. Zusammen mit den 
erwähnten Fremdanstellungen beläuft sich die wöchentliche Belastung der Familie gemäss den 
Angaben in der Arbeitsbilanz II auf folgende Stunden: Beschwerdegegner 88.3 AKh, Ehepartnerin 
des Beschwerdegegners 37.8 AKh, Vater des Beschwerdegegners 40.7 AKh (schliesslich werden 
4.8 AKh pro Woche durch externe Lohnunternehmen übernommen).

Mit Stellungnahme vom 30. Januar 2025 äusserte sich das LANAT, Fachstelle Boden, zu diesen 
Angaben. Dabei beurteilte es zunächst den gestützt auf das Tool «LabourScope» von Agroscope 
prognostizierten Wert von 6531.5 AKh aufgrund der erstellten Arbeitsbilanz als realistisch und die 
– im Vergleich zu dem im ursprünglichen Betriebsvoranschlag aufgeführten Wert für den Soll-
Zustand von 9917 AKh – deutliche Reduktion der Arbeitsstunden mit diesem Tool als nachvoll-
ziehbar und plausibel. So hätten im Betriebsvoranschlag gewisse Arbeitserleichterungen durch 
den strittigen Neubau nicht abgebildet werden können, wie dem Kommentar zur Tragbarkeit (S. 8) 
entnommen werden könne. Der Betriebsvoranschlag diene sodann primär dem Nachweis der Fi-
nanzier- und Tragbarkeit des Bauvorhabens und weniger einer detaillierten Arbeitsplanung und 
-budgetierung. Mit der später eingereichten Arbeitsbilanz, welche auf dem Tool «LabourScope» 
basiere, könne die anfallende Arbeit genauer eingeschätzt werden. Im Zusammenhang mit der 
Frage des Rechtsamts, ob die Fachstelle die Arbeitsbelastungen des Beschwerdegegners, der 
Ehepartnerin des Beschwerdegegners und des Vaters des Beschwerdegegners als plausibel und 
machbar beurteile, führte dieses in grundsätzlicher Weise aus, auch beim Tool «LabourScope» 
handle es sich trotz relativ detaillierter Planung nicht um in Zeiterfassungs- und Zeitmessungstool. 
Dies bedeute, dass man von der Zeitplanung/-budgetierung nicht direkt auf die effektiv geleistete 
Arbeit schliessen könne. Weiter seien neben der Arbeitszeit weitere Faktoren massgeblich für die 
effektive Arbeitsbelastung. Dazu gehörten insbesondere die Mechanisierung beim Melken, Mis-
ten, und Füttern, welche die physische Belastung durch die Arbeit deutlich reduzieren könne. Auch 
die Vereinfachung der Arbeitsabläufe und die Zunahme der Flexibilität, welche durch die Reduk-
tion der Melkstandorte erreicht werden könne, zähle dazu. Der Arbeitsbelastung stünden sodann 
die persönlichen Ressourcen gegenüber, welche sie vorliegend nicht beurteilen könnten. 
Schliesslich ergebe eine statistische Einordnung, dass Betriebsleiter auf ähnlich grossen Betrie-
ben im Durchschnitt 66 h pro Woche arbeiten würden. Für die konkrete Beurteilung zog die Fach-
stelle folgende Schlüsse: Die berechneten Arbeitsstunden des Betriebsleiters seien unbestritten 
sehr hoch und wohl kaum auf Dauer in diesem Ausmass zu bewältigen. Aus den dargelegten 
Gründen sei aus ihrer Sicht aber fraglich, ob die geleistete Arbeit tatsächlich 88 Stunden pro Wo-
che betrage. Wie in den Arbeitsbilanzen dargelegt worden sei, könnten gewisse Arbeiten im ex-
ternen Arbeitsverhältnis und auf dem eigenen Betrieb kombiniert werden, wodurch sich Arbeitszeit 
einsparen lasse. Zudem könnten die Arbeiten im externen Arbeitsverhältnis zeitlich ziemlich flexi-
bel ausgeführt werden, was die Arbeitsorganisation ebenfalls erleichtere. Mittel- oder längerfristig 
werde wohl die externe Anstellung (oder der Anstellungsgrad) des Beschwerdegegners zur Dis-
kussion stehen oder die Arbeit innerhalb der Familie insgesamt neu aufgeteilt werden. Entlas-
tungsmöglichkeiten seien auch durch vermehrte Arbeit durch Dritte (im Lohn) denkbar. Gemäss 
ihrer Einschätzung könne ein Teil der Arbeiten des Betriebsleiters durch seinen Vater übernom-
men werden, da für ihn aktuell weniger AKh budgetiert seien als seine Anstellung beinhalte (52 
Stunden gemäss Arbeitsvertrag). Die Arbeitslasten der Ehepartnerin des Beschwerdegegners 
sähen sie als plausibel und machbar. Über den ganzen Betrieb würden sie die Arbeitsbelastung 

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(gemessen in AKh) als plausibel und machbar beurteilen. Die langfristige Existenz des Betriebs 
sieht die Fachstelle durch die Arbeitsbelastung nicht gefährdet. Das Bauvorhaben werde dazu 
beitragen, die Existenz des Betriebs langfristig zu sichern. Durch den Neubau könnten wesentliche 
Verbesserungen bezüglich Arbeitslast erreicht werden: Einfachere Arbeitsorganisation und mehr 
zeitliche Flexibiliät durch Reduktion der Melkstandorte sowie Reduktion der physischen Arbeitslast 
durch Automatisierung. Zudem seien den Besonderheiten in der Arbeitsorganisation und der Ver-
flechtung von Arbeit und Privatleben auf dem Landwirtschaftsbetrieb genügend Rechnung zu tra-
gen. Trotz der hohen Arbeitsstunden des Betriebsleiters seien keine Gründe erkennbar, die gegen 
einen längerfristigen Bestand des Betriebs des Beschwerdegegners sprechen würden. Man gehe 
davon aus, dass die Arbeitsverteilung und insbesondere die Arbeitsverhältnisse betriebsextern 
(Beschwerdegegner und Ehepartnerin) und betriebsintern (Vater) den aktuellen Anforderungen 
und Bedürfnissen laufend angepasst würden. Die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV 
seien aus ihrer Sicht erfüllt.

Der Beschwerdeführer erachtet die Eigenleistungen der Familie des Beschwerdegegners in sei-
nen undatierten Schlussbemerkungen (eingegangen beim Rechtsamt am 27. März 2025) als zu 
hoch und bezweifelt damit den voraussichtlich längerfristigen Bestand dieses Betriebs. Er könne 
sich nicht vorstellen, dass der Beschwerdegegner seine externe Anstellung aufgeben werde. 
Schon heute leide er unter Knie- und Rückenproblemen sowie Erschöpfungszuständen. Der Be-
schwerdegegner sei im Vorfeld seinem Projekt gegenüber selbst sehr kritisch gegenüber gestan-
den und habe die Chance auf eine langfristige und erfolgreiche Führung des Betriebs unter 50 % 
geschätzt. Eine Neuaufteilung der Arbeit innerhalb der Familie sei nicht möglich. Der Vater des 
Beschwerdegegners habe schon mehrere Herzinfarkte gehabt und sei gesundheitlich sehr ange-
schlagen. Wenn überhaupt könne der Vater maximal die budgetierten 37.8 Stunden pro Woche 
auf dem Betrieb leisten, daneben aber sicher nicht zusätzliche Stunden übernehmen. Sein Alter 
zusammen mit den erwähnten gesundheitlichen Problemen spreche gegen einen längerfristigen 
Einsatz des Vaters mit einem derart hohen Arbeitspensum. Bei einem Ausfall des Vaters müsste 
der Beschwerdegegner vermehrt Arbeiten durch Dritte machen lassen, was ihn mit Sicherheit 
mehr kosten würde. Zu beachten seien auch die Vorschriften des Normalarbeitsvertrags für die 
Landwirtschaft, wonach die wöchentliche Höchstarbeit 55 Stunden betrage. Auch aus diesem 
Grund dürfe der angestellte Vater nicht mehr als diese Stunden übernehmen. Auch unrealistisch 
sei ein Mehrersatz der Ehepartnerin. Ihm sei gesagt worden, dass diese schon heute auf blut-
drucksenkende Medikamente angewiesen sei, damit sie den Alltag bewältigen könne. Die Schwie-
germutter habe vor nicht allzu langer Zeit einen Schlaganfall gehabt und werde langfristig die 
Betreuung der Kinder nicht übernehmen können, was sich ebenfalls nachteilig auf die Mitarbeit 
der Ehepartnerin im Betrieb auswirken werde. Dass der geplante Neubau sogar zu einer Reduk-
tion der Arbeitsstunden wie auch zur Verbesserung der Arbeitssituation bzw. Reduktion der Ar-
beitsbelastung führen werde, könne er sich nicht vorstellen. Die nötige Amortisation eines so teu-
ren Stalles bedeute in der Regel auch mehr Arbeit. Angesichts des Zeithorizonts für den länger-
fristigen Bestand von ca. 15 Jahren könne nicht gesagt werden, die Existenz des Betriebs sei 
voraussichtlich längerfristig gesichert. Es sei somit nur eine Frage der Zeit, bis der strittige Stall 
nicht mehr genutzt werde bzw. leer stehe. Sollte die Baubewilligung wider Erwarten erteilt werden, 
müsse diese somit zwingend mit einem Beseitigungsrevers verbunden werden. Dies in dem Sinne, 
als dass der Beschwerdegegner verpflichtet werde, die Baute(n) zurückzubauen, sollte(n) diese 
nicht mehr zonenkonform genutzt werden können. 

Trotz diesen Ausführungen des Beschwerdeführers und der unbestritten hohen zeitlichen Belas-
tung des Beschwerdegegners sieht die BVD keinen Anlass, von der Beurteilung des LANAT als 
kantonale Fachstelle abzuweichen und den voraussichtlich längerfristigen Bestand des Betriebs 
anzuzweifeln. Als zuständige Fachbehörde beurteilt das LANAT zunächst den gestützt auf dem 
Tool «LabourScope» prognostizierten Arbeitszeitbedarf des beschwerdegegnerischen Betriebs 
nach Realisierung des strittigen Vorhabens von 6531.5 AKh (und auch die deutliche Reduktion 

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der diesbezüglichen Prognose im Betriebsvoranschlag) als realistisch. Es ist kein Grund erkenn-
bar, diese fachliche Beurteilung anzuzweifeln, zumal das Tool «LabourScope» gemäss Aussagen 
des LANAT eine genauere Einschätzung der anfallenden Arbeit zulässt und etwa die Reduktion 
der Arbeitsstunden durch die mit dem Neubau ermöglichte Automatisierung in der Arbeitskraftbi-
lanz gemäss Betriebsvoranschlag noch nicht dargestellt werden konnte. Dass der Neubau eine 
Effizienzsteigerung und damit eine Reduktion der anfallenden Arbeitsstunden ermöglicht, ist für 
die BVD – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – plausibel. Die prognostizierte Arbeits-
belastung des Beschwerdegegners ist unbestrittenermassen sehr hoch, gestützt auf die Aus-
führungen des LANAT ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich die effektiv geleistete Arbeitszeit 
im Vergleich zum prognostizierten Wert von 88 AKh pro Woche dank der Synergien der Arbeiten 
auf dem eigenen Betrieb und derjenigen der externen Anstellung noch etwas reduzieren lässt. In 
Kombination mit dem Umstand, dass mit dem Neubau eine Vereinfachung der Arbeitsabläufe und 
eine Reduktion der physischen Arbeitslast ermöglicht wird, spricht diese Arbeitsbelastung – der 
Beurteilung des LANAT folgend – nicht gegen einen längerfristigen Bestand des Betriebs. Zu 
berücksichtigen ist auch, dass die mittel- oder längerfristig nötigen Umstellungen in der derzeitig 
vorgesehenen Aufteilung in gewissem Rahmen durchaus möglich und finanziell verkraftbar sind, 
sei es durch eine Reduktion der externen Anstellung oder durch eine tiefprozentige zusätzliche 
Anstellung. Letztere liesse sich nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Vater und dem 
Wegfall des ihm geleisteten Lohnes weiter ausbauen. Es scheint zudem nicht ausgeschlossen, 
dass der Vater mit 63 Jahren seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit von wöchentlich ca. 52 AKh 
noch für eine geraume Zeit zu leisten vermag (und damit im Vergleich zu der ihm in der Arbeitsbi-
lanz II zugeordneten Arbeitslast von 40.7 AKh noch einige Stunden zur Entlastung des Beschwer-
degegners übernehmen kann). Selbst wenn er hierzu schon früher als erwartet nicht mehr in der 
Lage wäre, könnte an seiner Stelle ein neue Person angestellt werden. Die vom Beschwerdeführer 
geäusserten Gesundheitsbedenken, sowohl den Vater des Beschwerdegegners als auch den Be-
schwerdegegner und seine Ehepartnerin betreffend, sind nicht belegt und rein spekulativ. Selbst 
wenn diese jedoch zutreffen sollten, schliessen die erwähnten medizinischen Gebrechen, Vorfälle 
oder Zustände die Leistung der für die drei Familienmitglieder prognostizierten AKh auf deren 
Betrieb nicht aus, zumal – wie ausgeführt – nicht zuletzt dank der mit dem Neubau ermöglichten 
Modernisierung und Automatisierung die physische Arbeitslast sinkt. Unbelegt und auch nicht 
glaubhaft ist schliesslich die Behauptung des Beschwerdeführers, wonach der Beschwerdegegner 
im Vorfeld des Projekts die Chance auf eine langfristige und erfolgreiche Führung des eigenen 
Betriebs auf unter 50 % geschätzt habe. Dem LANAT folgend vermag die hohe Arbeitslast den 
voraussichtlich längerfristigen Bestand des strittigen Betriebs insgesamt nicht zu gefährden. Zu 
berücksichtigen ist schliesslich, dass solche Zukunftsszenarien stets gewisse Unsicherheiten mit 
sich bringen und daher ein abschliessender Beweis des längerfristigen Bestands nicht erbracht 
werden kann. Dies ist jedoch auch nicht Voraussetzung einer Bewilligung als zonenkonformes 
Vorhaben; Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV verlangt einzig, dass der Betrieb voraussichtlich längerfristig 
bestehen kann. Eine absolute Sicherheit, dass der Betrieb längerfristig bestehen kann, muss und 
kann nicht erbracht werden. Dieser Unsicherheit wird mit dem vom Beschwerdeführer geforderten, 
jedoch bereits vom AGR in seiner Verfügung vom 26. September 2023 verfügten Beseitigungsre-
vers Rechnung getragen. Danach darf die Anlage nur für die zonenkonforme Nutzung verwendet 
werden und ist nach Wegfall der ursprünglichen Zweckbestimmung zu beseitigen und der ur-
sprüngliche Zustand wiederherzustellen, wenn bis zu diesem Zeitpunkt keine rechtskräftige Bau-
bewilligung für eine neue Nutzung vorliegt (vgl. bereits E. 6a).

g) Insgesamt steht für die BVD fest, dass der künftige Betrieb des Beschwerdegegners gut 
aufgestellt ist und voraussichtlich auch in längerer Hinsicht bestehen kann. Die Voraussetzung 
von Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV ist damit erfüllt. 

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9. Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild

a) Der Beschwerdeführer bringt vor, das Vorhaben sei umgeben von Parzellen in der geschütz-
ten Landwirtschaftszone. Das Bauen von ortsfremden Gebäuden sei an Orten mit traditioneller 
Bauweise gemäss Art. 20 Abs. 2 NBRD35 untersagt und die Eingliederung des Neubaus in das 
Landschafts- und Ortsbild gemäss Art. 20 Abs. 1 NBRD sei nicht gegeben. Er stelle die Einglie-
derung in das Ortsbild (Silos und Stall) stark in Frage. Das Bauvorhaben binde sich weder in die 
Landschaft ein noch sei es unauffällig. Das Vorhaben trete äussert dominant in Erscheinung und 
sei bereits von Weitem zu sehen. Die geplanten Silobauten würden das geschützte Landschafts-
bild sehr stören und dem Schutz von bedeutenden Ortsbildern gemäss Art. 17 Bst. b und c RPG 
widersprechen. Zudem sei auch die Farbe Blau der Silos im Landschaftsbild nicht akzeptabel. 
Diese müsste Grün ein.

Der Beschwerdegegner führt aus, die vom Beschwerdeführer erwähnten Artikel des kantonalen 
Normalbaureglements seien nicht beachtlich. Vorliegend habe sich sodann die OLK mit dem Bau-
projekt auseinandergesetzt. Grundsätzlich könne ein derartiger Bau nicht völlig unauffällig erstellt 
werden. Eine gewisse Auffälligkeit sei unumgänglich und erlaubt. Die OLK habe sich grundsätzlich 
positiv ausgesprochen. Der Stall mit Hochsiloanlage sei von zwei Seiten von Wald umgeben, wo-
mit diese Baute sogar teilweise getarnt sei. 

b) Der Einordnung eines Bauvorhabens in das Orts- und Landschaftsbild kommt in der Land-
wirtschaftszone ein besonderes Gewicht zu. Dies ergibt sich nicht nur aus dem wichtigen raum-
planerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, sondern auch aus den Pla-
nungsgrundsätzen von Art. 3 Abs. 2 RPG, wonach die Landschaft zu schonen ist und insbeson-
dere Siedlungen, Bauten und Anlagen sich in die Landschaft einordnen sollen (Bst. b) und natur-
nahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben sollen (Bst. d) sowie aus Art. 16 Abs. 1 
RPG, der als eine der wichtigen Funktionen der Landwirtschaftszone «die Erhaltung der Land-
schaft» nennt.

Die allgemeinen Vorschriften betreffend Ästhetik und Ortsbildschutz gelten zudem nicht nur für 
Bauten in der Bauzone, sondern für jedes Bauvorhaben, unabhängig davon, ob es sich in der 
Landwirtschaftszone oder in der Bauzone befindet. 

c) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die «ästhetische 
Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der er-
heblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die kantonalen 
Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige Bedeutung zu 
erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie dürfen Letztere 
nicht bloss allgemein anders formulieren.36

Das Baureglement der Gemeinde Wohlen bei Bern (GBR37) enthält insbesondere folgende Be-
stimmungen zur Gestaltung von Bauten und Anlagen: 

35 Dekret vom 10. Februar 1970 über das Normalbaureglement (NBRD; BSG 723.13).
36 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4 und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen.
37 Baureglement der Gemeinde Wohlen bei Bern vom 1. Dezember 2009, genehmigt durch das AGR am 11. März 
2011 (Nachführungstand Juli 2015).

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Art. 14 Grundsatz
1 Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass das Objekt als Einzelbau und mit Bezug zur Umgebung 

eine gute Lösung ergibt (Art. 9 BauG). 
2 Bei der Beurteilung der guten Gesamtwirkung sind insbesondere zu berücksichtigen:

- die prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes, 
- die bestehende Gestaltung der benachbarten Bebauung,
- Standort, Stellung, Form, Proportionen, und Dimensionen der Bauten und Anlagen, 
- die Fassaden- und Dachgestaltung sowie die Materialisierung und Farbgebung,
- die Gestaltung der Aussenräume, insbesondere des Vorlandes und der Begrenzungen gegen den 

öffentlichen Raum,
- die Gestaltung und Einordnung der Erschliessungsanlagen, Abstellplätze und Eingänge.

Art. 19 Bauweise in der Landwirtschaftszone
In der Landwirtschaftszone dürfen Bauten mit modernem Erscheinungsbild und auch grossmassstäbliche 
Volumen erstellt werden. Dies bedingt jedoch eine sorgfältige Setzung und Eingliederung der Baukörper ins 
Landschaftsbild mit entsprechend guter architektonischer Gestaltung von Gebäude und Umgebung. 

Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige Be-
deutung zu. Nicht von Relevanz sind dagegen die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Bestim-
mungen des NBRD, zumal dessen Bestimmungen höchstens bei lückenhafter Regelung der Ge-
meindebauvorschriften als ergänzendes Recht zur Anwendung gelangen (vgl. Art. 1 Abs. 2 
NBRD). Dies ist vorliegend nicht der Fall.  

Der Begriff «gute Gesamtwirkung» stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff dar, 
bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum haben. 
Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe 
Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders 
hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen Ge-
gebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue 
Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu ori-
entieren hat.38

d) Im durchgeführten Voranfrageverfahren39 wurde die OLK bereits beigezogen. Beim damals 
beurteilten Vorprojekt war der Rindviehstall hinsichtlich der Grunddimensionen ungefähr identisch, 
die Firsthöhe betrug damals aber noch 10.47 m ab gewachsenem Terrain oder 9.44 m ab fertigem 
Terrain und damit etwas weniger als das zu beurteilende, von der Vorinstanz bewilligte Projekt 
(10.82 m ab gewachsenem Terrain oder von 10.17 m ab neuem Terrain). Auch die Lage entsprach 
mehr oder weniger dem nun zu beurteilenden Projekt, wobei der Stall noch etwas weiter entfernt 
von der südlichen Parzellengrenze geplant war (5.67 m statt 3.00 m). Die Materialisierung war 
identisch, bis auf die damals noch nicht vorgesehene Aufdach-Solaranlage. In der Umgebung 
fehlte noch der inzwischen nordseitig vorgesehene Lagerplatz für rund 150 Siloballen. Die Hoch-
siloanlage bestand schliesslich noch aus drei Silos mit einer Höhe von jeweils 20 m (zwei mit 
einem Durchmesser von rund 4.2 m, eines mit einem Durchmesser von rund 6. 5 m), wobei die 
Siloreihe noch quer zur angrenzenden O.________strasse stand (aktuell: Vier Silos mit einer 
Höhe von jeweils 16 m und einem Durchmesser von 4.27 m, parallel zur O.________strasse an-
gereiht). Sie war damals noch in grün geplant, neu soll sie in blau gehalten sein (vgl. Stellung-
nahme des Beschwerdegegners vom 10. April 2024). Nach einer Begehung vor Ort beurteilte die 
OLK das Vorprojekt in ihrem Bericht 14. Dezember 202140 wie folgt: 

38 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1.
39 Vgl. Vorakten Register 2 bis 2.19.
40 Vorakten Register 2.6.

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«[…] Das Projekt ist aus Sicht OLK sauber geplant und in seiner Ausformulierung und Materialisierung 
schlüssig. Aufgrund der grossen Abmessungen braucht es erhebliche Terrainanpassungen. Die Standort-
wahl sollte dahingehend noch optimiert werden. Da das Terrain gegen Süden immer flacher wird und auch 
der Waldhintergrund die Bebauung besser rahmen kann, fordert die OLK eine Verschiebung des Vorhabens 
mindestens bis zur Kreuzung der O.________strasse mit dem Waldweg oberhalb der Hundeschule. Optimal 
liegt die neue Zufahrt genau vis-à-vis des Waldwegs.» 

e) Für das strittige Bauvorhaben holte das Rechtsamt im Beschwerdeverfahren einen neuen 
Bericht der OLK ein. Mit Bericht vom 10. Juni 2024 umschrieb die OLK die Umgebung des ge-
planten Vorhabens wie folgt: 

«Die Parzelle J.________ liegt an der Südflanke des Frienisbergs zwischen den Siedlungsgebieten Inner-
berg im Nord-Westen und Säriswil im Süd-Osten in einer weiten dreiseitig von Waldsäumen umgebenen 
Landschaftskammer, die sich nach Westen öffnet. Die im Norden steile Hangsituation flacht gegen Süden 
aus. Eine qualitätsvolle Wildhecke und die Hofgruppe O.________strasse 104 gliedern den Landschafts-
raum südlich der Parzelle J.________ den Höhenlinien folgend in räumliche Teilbereiche. Im Osten grenzt 
die Parzelle J.________ an die nach Süden abfallende O.________strasse und den Tannenweidwald. Das 
für das Bauvorhaben unmittelbare Landschaftsbild wird durch den Charakter einer aktiv bewirtschafteten 
Kulturlandschaft und den Merkmalen der Streusiedlung (O.________strasse 104 und 95) geprägt. Die Ein-
flüsse des Siedlungsgebietes von Innerberg sind optisch präsent.»

Die Fragen des Rechtsamts zur Einordnung des Vorhabens beantwortete die OLK wie folgt:

«a) Wie beurteilen Sie die Einordnung des geplanten Stalls am vorgesehenen Standort? Wie beurteilen 
Sie dessen Einbettung in die Umgebung / in die Topographie?

Die OLK-Gruppe Mittelland erachtet die Integration eines neuen Betriebs in den beschriebenen 
Landschaftsraum grundsätzlich als möglich. In ihrem Bericht vom 14. Dezember 2021 hält die OLK 
jedoch fest, dass der vorgeschlagene Bauplatz zur besseren Integration des Bauvorhabens in die 
übergeordnete Topographie optimiert und nach Süden verschoben werden soll. Diese Massnahme 
begünstigt nicht nur die erheblichen Terrainanpassungen, sie führt auch zu einer besseren Integra-
tion des Vorhabens in die räumlich massgebenden Waldsäume des Tannenweidwaldes. Optimal 
liegt die neue Zufahrt genau vis-à-vis des von Osten kommenden Waldweges.

 b) Wie beurteilen Sie die Einordnung der vier vorgesehenen Silos (Lage/Platzierung, Höhe, Farbe)?

Die OLK begrüsst die Vereinheitlichung der Dimension und die Reduktion der Höhe der Siloanlage 
auf 16 m. Die Aufstellung parallel zur O.________strasse in der Falllinie des Hanges wird als folge-
richtig erachtet. Zur Integration ins Landschaftsbild wurde seitens der OLK eine dunkle Farbgebung 
empfohlen, die gewählte Farbe folgt dieser Empfehlung.

 c) Wie beurteilen Sie die vorgesehene Aussenraumgestaltung mit dem südseitig an den Stall grenzen-
den Laufhof, dem nordseitig vorgesehenen Lagerplatz für rund 150 Siloballen, dem ostseitig vorge-
sehenen Vorplatz mit Zufahrt und mit der gemäss Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 
10. April 2024 westseitig geplanten Weide von ca. 3 ha? 

Der beiliegende Umgebungsplan ist sehr rudimentär gehalten und in vielen Bereichen wenig aus-
sagekräftig. Durch den minimalen Grenzabstand von 3 m zur südlichen Parzellengrenze bleibt we-
nig Spielraum zur landschaftlichen und topographischen Integration der Südfassade, die zur Haupt-
sache als Betonwand der Jauchegrube und des Laufhofs in Erscheinung tritt. Eine Verschiebung 
des Bauvorhabens in den flacheren südlichen Bereich würde dieses Problem entschärfen. Der Vor-

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platz im Osten und die Weide im Westen sind funktional und in Bezug auf den Neubau richtig an-
geordnet. Der nördliche Lagerplatz für 150 Siloballen stört die Aussenwahrnehmung und ist einer 
guten Integration der Baute ins Landschaftsbild abträglich. Hier ist aus Sicht der OLK eine verträg-
lichere Lösung im Gebäudevolumen aufzuzeigen.

 d) Wie ist Ihr Gesamtfazit zur Einordnung des strittigen Vorhabens in das Orts- und Umgebungsbild? 

Das Bauvorhaben ist mit zwei Ausnahmen (Ausgestaltung und Präsenz der Südfassade und dem 
Lagerplatz für 150 Siloballen) sauber geplant und in seiner Ausgestaltung und Materialisierung 
schlüssig. Für eine gute Einordnung in den beschriebenen Landschaftsraum, in die vorhandene 
Topographie und die räumlich prägenden Waldsäume des Tannenweidwaldes müsste das Bauvor-
haben aus Sicht der OLK (wie bereits im Bericht vom 14. Dezember 2021 festgehalten) auf die 
Nachbarparzelle Nr. U.________, in den südlich flachen Bereich des Landschaftsraumes verscho-
ben werden.»

Gestützt auf diese Ausführungen stellte die OLK folgenden Antrag: 

«Aus Sicht des Orts- und Landschaftsschutzes sind folgende Punkte zu überarbeiten: 
- Landschaftliche Integration und Ausgestaltung der Südfassade.
- Volumetrische Integration des nördlichen Lagerplatzes für 150 Siloballen.
Zudem ist zu prüfen, ob der Standort (Lage des Bauvorhabens) durch eine Verschiebung nach Süden 
optimiert werden kann.»

f) Der Beschwerdegegner äusserte sich in der Eingabe vom 10. Juni 2024 (falsch datiert, ein-
gegangen beim Rechtsamt am 23. Juli 2024) zur Beurteilung der OLK. Dabei führte er vorab aus, 
bei der Parzelle Wohlen Grundbuchblatt Nr. U.________ handle es sich um Fremdeigentum und 
dessen Grundeigentümerschaft habe trotz intensiven Bemühungen nicht davon überzeugt werden 
können, sich von ihrem Grundeigentum zu trennen oder ihm anderweitig zu erlauben, das Projekt 
auf ihrem Eigentum zu erstellen, was mit einem Schreiben vom 16. Juli 2024 belegt werde. Der 
Standort der Baute und die Einhaltung des minimalen Abstands von 3 m zur südlichen Parzellen-
grenze seien damit leider zwingend. Was die Südfassade anbelange, so sei zudem der Beton 
ebenfalls zwingend, da es sich um eine Jauchegrube handle. Der vorhandene und durch die OLK 
definierte Spielraum sei nach seiner Auffassung dadurch zu nutzen, dass die Südfassade mit einer 
Schlingpflanzenart, welche an der Betonmauer mittels befestigten Drähten emporwachse, getarnt 
werde. Hierzu sei nach seiner Auffassung die Rebe geeignet. Der Bewachs der Südfassade mit-
tels Rebe sei als Auflage in die Baubewilligung aufzunehmen. Der von der OLK kritisierte Silobal-
lenplatz sei ausschliesslich von seinem Grundeigentum ersichtlich, weshalb dieser das Land-
schaftsbild grundsätzlich nicht beeinträchtige. Der Zugang zu den je rund 800 kg schweren Rund-
ballen müsse für Traktor mit Frontlader bzw. Hoflader gewährleistet sein. Dafür müsse ein Zugriff 
im Bereich von 360 Grad um den Lagerplatz sichergestellt sein. Aktuell sei dieser zugunsten des 
Erscheinungsbildes bereits um die Hälfte eingeschränkt worden. Der Traktor mit Lader benötige 
einen entsprechenden Wenderadius und genügend freien Vorplatz unmittelbar vor dem Ballenla-
ger. Ein Sichtschutz sei daher systembedingt nicht möglich und die durch die OLK beantragte 
volumetrische Integration sei technisch nicht praktikabel und damit nicht umsetzbar. Daher könne 
hierfür keine Projektänderung offeriert werden. Sollte diese Frage weiterhin strittig sein, so bean-
trage er, dass das Inforama als Fachstelle des Kantons Bern mit einer Beurteilung und der Erbrin-
gung möglicher Lösungsansätze beauftragt werde. Die einzige, theoretische Alternative zum pro-
jektierten Lagerplatz für 150 Siloballen würde darin bestehen, die vier projektierten Silos um je-
weils 4 m zu erhöhen. Ein fünftes Silo sei aufgrund der Platzverhältnisse nicht möglich. Die Er-
höhung sei jedoch wohl landschaftlich nicht erwünscht, weshalb er auf eine entsprechende Pro-
jektänderung, zu welcher er jedoch bereit wäre, verzichte. Es werde daher beantragt, dass der 
OLK die Frage zu unterbreiten sei, ob aus ihrer Sicht dem projektierten Lagerplatz für 150 Silo-

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ballen oder einer Erhöhung der vier projektierten Silos von 16 m auf 20 m den Vorrang zu geben 
sei.

g) Gemäss der nachvollziehbaren Beurteilung der OLK ist der strittige Stall im vorliegenden 
Landschaftsraum möglich und in Materialisierung und Ausgestaltung schlüssig. Dabei kritisiert die 
OLK die vorgesehene Grösse des Stalls nicht. Dieser fachlichen Beurteilung ist zu folgen: Zwar 
ist das Vorhaben gross und fällt auf der bislang unbesiedelten Parzelle entsprechend auf. Es han-
delt sich aber um ein in der Landwirtschafszone übliches Vorhaben (auch in dieser Grösse), wes-
halb es nicht negativ in Erscheinung tritt, sondern sich vielmehr gut in ein landwirtschaftlich ge-
prägtes Landschaftsbild einpasst. Auch den vorgesehenen Standort erachtet die OLK nicht als 
unmöglich, auch wenn die Fachbehörde in einer Verschiebung nach Süden noch eine verbesserte 
Integration erblickt. Abgesehen davon, dass diese Verschiebung weiter nach Süden auf die an-
grenzende Parzelle in Fremdeigentum gemäss den belegten Ausführungen des Beschwerdegeg-
ners nicht möglich ist, ist für die BVD auch nicht erkennbar, wieso die Integration in das Umge-
bungsbild nicht auch am geplanten Standort gelingen sollte. Selbst wenn eine (nicht mögliche) 
weitere Verschiebung gegen Süden aus ästhetischer Sicht noch besser wäre, führt dies nach Be-
urteilung der BVD nicht automatisch dazu, dass auch beim vorliegenden Standort eine gute Ein-
ordnung zu verneinen wäre. So befindet sich auch der vorgesehene Standort nicht im nördlichen 
und steileren Bereich der Bauparzelle, sondern schon in einem Bereich, wo die Parzelle gegen 
Süden etwas abflacht. Entscheidend ist, dass auch an diesem Standort der umliegende Wald 
(ostseitig und nordseitig) dazu führt, dass sich das Vorhaben unterordnet und damit gut integriert. 
Was sodann die von der OLK kritisierte Ausgestaltung der Südfassade anbelangt, so würde die 
von ihr erwünschte, aber nicht mögliche Verschiebung nach Süden an der Präsenz und Auffällig-
keit der betonierten Südfassade nur unwesentlich etwas ändern, indem das ganze Gebäude noch 
etwas tiefer in der Geländekammer zu liegen käme. Eine andere Materialisierung als der vorge-
sehene Beton kommt zudem – den nachvollziehbaren Ausführungen des Beschwerdegegners fol-
gend – nicht in Frage, da in diesem Bereich die Jauchegrube vorgesehen ist. Nach Beurteilung 
der BVD kann jedoch die von der OLK geforderte, bessere landschaftliche Integration und Ausge-
staltung der Südfassade mit dem vom Beschwerdegegner vorgeschlagenen Bewuchs mit einer 
Schlingpflanzenart und damit der Begrünung der Betonwand erreicht werden. Diese Massnahme, 
mit welcher sich der Beschwerdegegner einverstanden erklärt, ist für die Integration der Südfas-
sade in das Landschaftsbild deutlich effektiver als die erwünschte, leichte Verschiebung des gan-
zen Projekts gegen Süden. Diese Massnahme reicht nach Beurteilung der BVD aus, damit sich 
diese Südfassade und damit der strittige Stall als Ganzes gut in die Umgebung einpasst. Der 
angefochtene Entscheid ist daher mit der Auflage zu ergänzen, wonach der gesamte, in Beton 
gehaltene Bereich der Südfassade unmittelbar nach Realisierung des Projekts komplett mit einer 
immergrünen Schlingpflanzenart zu versehen ist. 

Die OLK kritisiert sodann den nördlichen Lagerplatz für 150 Siloballen und verlangt dessen vo-
lumetrische Integration. Zunächst ist mit Verweis auf E. 7b festzuhalten, dass der Bedarf an dieser 
Lagerfläche zu bejahen ist. Auch bringt der Beschwerdegegner überzeugend vor, dass für die 
Bewirtschaftung dieser Lagerfläche bzw. der schweren Rundballen und das Manövrieren mit dem 
Traktor mit Frontlader bzw. Hoflader genügend freier Vorplatz unmittelbar vor dem Ballenlager 
nötig sei, weshalb eine volumetrische Integration in das Gebäude nicht praktikabel sei. Entschei-
dend bei der ästhetischen Beurteilung ist aber, dass eine solche volumetrische Integration nach 
Beurteilung der BVD auch nicht wünschenswert ist, da der Neubau dadurch noch grösser in Er-
scheinung treten würde. Wieso der Siloballenplatz die Aussenwahrnehmung stören soll und einer 
guten Integration der Baute abträglich sein soll, ist für die BVD zudem nicht nachvollziehbar. So 
stellen solche mit Siloballen belegte Plätze ein übliches, für die Landwirtschaft typisches Bild bei 
Ställen dieser Art dar. Die konzentrierte Lagerung der Siloballen unmittelbar vor dem Stall ist zu-
dem einer verstreuten Anordnung der Siloballen auf grösserer Fläche oder deren Platzierung ab-
seits eines Gebäudes im freien Landschaftsbild vorzuziehen. Dazu kommt, dass das Siloballenla-

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ger hier nordseitig des Stalls und damit hangseitig angeordnet ist, so dass es nicht sehr auffällig 
ist. Der diesbezüglichen Kritik der OLK kann daher nicht gefolgt werden. Vielmehr integriert sich 
das Vorhaben auch mit dem nördlichen Lagerplatz gut in das bestehende Umgebungsbild ein. Der 
vom Beschwerdegegner verlangte Beizug des Inforama ist unter diesen Umständen nicht nötig 
und auch ohne erneuten Beizug der OLK steht für die BVD fest, dass der Lagerplatz einer optisch 
auffälligen Erhöhung der Silos vorzuziehen ist. 

Die vier geplanten Silos mit einer Höhe von jeweils 16 m werden von der OLK positiv beurteilt. 
Dabei erachtet die Fachbehörde die Aufstellung parallel zur O.________strasse und entlang der 
Falllinie als folgerichtig und die Integration mit der gewählten, von ihr vorgeschlagenen dunklen 
Farbgebung als gewahrt. Dieser Einschätzung kann gefolgt werden und auch für die BVD steht 
fest, dass sich die Silos mit der gewählten Aufstellung und der dunklen Farbgebung dank dem 
dahinterliegenden Wald optisch gut in die Umgebung einfügen. Ebenso kann der OLK gefolgt 
werden, wenn sie den Vorplatz im Osten und die Weide im Westen in Bezug auf den Neubau als 
richtig angeordnet einstuft und damit ebenfalls von deren guten Integration in das Landschaftsbild 
ausgeht.  

Insgesamt gelingt auch am vorgesehenen Standort und ohne die von der OLK geforderte, leichte 
Verschiebung Richtung Süden dank der Nähe zum Wald und des Standorts im tiefer gelegenen 
Bereich der Bauparzelle eine gute Integration des strittigen Vorhabens in das landwirtschaftlich 
geprägte Umgebungsbild. Der nordseitige Lagerplatz für Siloballen tut dieser guten Integration – 
entgegen der Ansicht der OLK – keinen Abbruch. Die südseitige Betonfassade verliert dank der 
mittels Auflage verlangten Begrünung ihre Auffälligkeit und so gelingt auch von südlicher Seite 
betrachtet eine gute Integration des Neubaus in das Umgebungsbild. Die kantonalen und kommu-
nalen Ästhetikvorschriften werden vorliegend eingehalten. Unbestritten und nachvollziehbar ist 
schliesslich die Beurteilung der Kantonalen Denkmalpflege (KDP), welche zum Schluss kam, dass 
der Umgebungsschutz des schützenswerten Baudenkmals an der O.________strasse 95 mit dem 
vorliegenden Bauvorhaben nicht betroffen sei.41 

10. Interessenabwägung, Standortevaluation

a) Der Beschwerdeführer beanstandet in seiner Beschwerde den vorgesehenen Standort und 
die Standortevaluation. Es sei nicht untersucht worden, ob der hier umstrittenen Baute am vorge-
sehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen würden. Er könne sich beim 
besten Willen nicht vorstellen, dass es sich beim geplanten Standort um den bestmöglichen Stand-
ort handle. 

Der Beschwerdegegner führt aus, er habe bereits für das Vorgesuch eine einschlägige Standorts-
tudie ausarbeiten lassen. Bei der Evaluation sei insbesondere das verfügbare Land zum Erstellen 
des Rindviehlaufstalls abgeklärt, die Nähe zum Hauptbetrieb und der Betriebsleiterwohnung be-
treffend die beiden Standorte überprüft, die Erschliessung der verschiedenen Standorte beurteilt, 
die Einbettung in das Gelände betreffend die Dominanz der Baute gewürdigt, die Terrainverschie-
bungen beurteilt und die Machbarkeit in Folge der anfallenden Kosten gewürdigt worden. Daraus 
resultiere im Ergebnis ausschliesslich der vorliegende Standort. Dieser werde durch alle kantona-
len Fachstellen als gut und zweckmässig beurteilt. Lediglich die Versetzung um 10 m gegen Süden 
habe aufgrund der Eigentumsverhältnisse leider nicht umgesetzt werden können. Er könne nicht 
über den Willen des dortigen Grundeigentümers hinweg auf fremdem Land bauen. Überwiegende 
Interessen, welche dem vorliegenden Standort entgegenstehen würden, seien nicht erkennbar 

41 Vgl. Vorakten Register 4.12.

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und vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Allfällige private Interessen würden sich 
nicht als überwiegend erweisen. 

b) Für die Erteilung der Baubewilligung ist erforderlich, dass der Baute oder Anlage am vorge-
sehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV). 
Bei der Standortwahl für Bauten in der Landwirtschaftszone ist der Bauherr somit nicht frei, son-
dern er muss nachweisen, dass die geplante Baute am vorgesehenen Standort objektiv notwendig 
ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse daran besteht, sie am gewählten Ort zu errichten und, nach 
Abwägung aller Interessen, kein anderer, besser geeigneter Standort in Betracht kommt.42 Dabei 
ist nicht erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt. Es müssen besonders 
wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen Standort gegenüber andern 
Standorten als viel vorteilhafter erscheinen lassen. Die Evaluation von Alternativstandorten hat 
aufgrund einer tauglichen und nicht bloss einer Pro-forma-Prüfung zu erfolgen. Zwar ist kein strik-
ter Beweis dafür verlangt, dass überhaupt kein besser geeigneter Alternativstandort vorhanden 
ist. Ein solcher Beweis wäre kaum je zu erbringen, denn grundsätzlich lässt sich jeder Standort 
mit dem Argument in Frage stellen, dass sich ein noch besserer finden liesse. Erforderlich ist aber, 
dass konkrete, realistische Alternativstandorte aufgrund einer Interessenabwägung nicht besser 
geeignet erscheinen als der gewählte Standort. Wie jede Interessenabwägung hat die Evaluation 
von Alternativstandorten als standardisierter Denkprozess den Sinn, die Ausübung von Hand-
lungsspielräumen plausibel, nachvollziehbar und überprüfbar zu machen.43

Die erforderliche Interessenabwägung hat sich an den Zielen und Grundsätzen der Raumplanung 
zu orientieren (Art. 1 und 3 RPG). Dabei ist auf die rationelle Bewirtschaftung des Bodens, insbe-
sondere die Einfügung in die bestehende Betriebsstruktur, die vorhandene Erschliessung, den 
raumplanerisch gebotenen Schutz des Orts- und Landschaftsbilds, die Erhaltung genügender 
Fruchtfolgeflächen, die Belange des Natur- und Heimatschutzes sowie allenfalls den Immissions-
schutz Rücksicht zu nehmen.44 Die Landwirtschaftszone soll von Überbauungen aller Art mög-
lichst frei gehalten werden (Art. 16 Abs. 1 RPG). Es ist deshalb in erster Linie zu prüfen, ob die 
vorgesehene Nutzung in einer bereits vorhandenen Baute möglich ist oder ob Neubauten als Er-
satzbauten an Stelle der bisherigen, nicht mehr benötigten Bauten errichtet werden können.45 
Zudem gilt der Konzentrationsgrundsatz: Landwirtschaftliche Bauten sind soweit möglich zu grup-
pieren, unter Berücksichtigung des Standorts des Wohnhauses.46

c) Es steht zunächst fest und ist auch unstrittig, dass für einen Stallneubau in der geplanten 
Grösse – den Ausführungen des LANAT im Fachbericht vom 6. Januar 2023 und dem AGR in der 
Verfügung vom 26. September 2023 folgend – am Standort des Betriebszentrums am 
N.________weg in Innerberg und damit auf den dortigen, im Eigentum des Beschwerdegegners 
stehenden Parzellen Wohlen Grundbuchblatt Nrn. B.________ und G.________ aufgrund der en-
gen Verhältnisse und der unmittelbaren Nähe zum Wald und zur Wohnzone keine Möglichkeiten 
bestehen. Dass für den Stall in der geplanten Grösse eine Unterbringung in einem bestehenden 
Gebäude des Betriebs des Beschwerdegegners ausgeschlossen ist und auch ein Ersatzbau an 
Stelle einer vorhandenen, nicht mehr benötigten Baute nicht in Frage kommt, wurde bereits unter 
E. 7b dargelegt. Im Voranfrageverfahren nahm der Beschwerdegegner sodann bereits eine Stand-
ortevaluation vor47, bei welcher er nebst dem strittigen Standort drei weitere Standorte näher un-
tersuchte. Dabei führte er überzeugend aus, dass der strittige Standort von diesen vier Standorten 
der Vorteilhafteste ist. Der damals geprüfte Standort 2 in der nordwestlichen Ecke der Bauparzelle 

42 BGer 1C_165/2016 vom 27.3.2017 E. 3.2, mit weiteren Hinweisen.
43 VGE 2010/419 vom 6. April 2011, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen.
44 BGer 1C_165/2016 vom 27.3.2017 E. 3.2, mit weiteren Hinweisen.
45 BGE 129 II 413 E. 3.2; BGer 1C_565/2008 vom 19.6.2009 E. 5.5.
46 Zum Ganzen BGer 1C_429/2015 vom 28.9.2016 E. 5.1.
47 Vgl. Vorakten Register 2.8 und 2.9.

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Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nr. J.________ erweist sich nicht nur wegen der geringen Di-
stanz zur Wohnzone und der drohenden Geruchsbelästigung der Anwohnenden sowie der Not-
wendigkeit der Erstellung einer neuen Erschliessung als deutlich nachteilhafter, sondern auch we-
gen der stärkeren Hanglage und der schlechteren Integration in das Landschaftsbild mangels 
Nähe des Waldes. Standort 3 der damaligen Prüfung auf Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuch-
blatt Nr. Y.________ wäre zwar unmittelbar hinter dem Betriebszentrum, die Verhältnisse wären 
aber zu beengt und angesichts der Hanglage auch nicht geeignet, überdies befindet sich diese 
Parzelle sowie alle weiteren Parzellen in diesem Bereich in Waldesnähe in einem kommunalen 
Landschaftsschutzgebiet. Als vierter Standort für den Neubau wurde damals ein Standort auf der 
Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nr. Z.________ unmittelbar angrenzend an die 
AA.________strasse geprüft. Das Gelände scheint dort relativ eben zu sein und die Zufahrt mit 
landwirtschaftlichen Fahrzeugen wäre über die bestehende Strasse gewährleistet. Allerdings be-
findet sich die Parzelle nicht im Eigentum des Beschwerdegegners, sondern wird von diesem le-
diglich gepachtet. Dies stellt zwar keinen Ausschlussgrund dar, erschwert die Realisierung eines 
Neubaus jedoch, weshalb dieser Gesichtspunkt im Vergleich zu Eigenland in der Abwägung den-
noch als negativ zu werten ist. Überdies befindet sich der Standort deutlich näher bei der Wohn- 
und Mischzone als der projektierte Standort, was ebenfalls als Nachteil zu werten ist. Schliesslich 
würde ein Stall dieser Dimension an diesem Standort auch optisch auffälliger in Erscheinung tre-
ten als beim vorgesehenen Standort in unmittelbarer Waldesnähe. 

Im Beschwerdeverfahren reichte der Beschwerdegegner mit Schreiben vom 10. April 2024 eine 
Standortevaluation vom 2. April 2024 ein, in welcher er sich mit den Parzellen, die ihm für die 
Bewirtschaftung zur Verfügung stehen (Eigen- und Pachtland), auseinandersetzte und darlegte, 
aus welchen Gründen diese als untauglich verworfen wurden oder sich jedenfalls als klar weniger 
geeignet erwiesen haben als der nun geplante Standort. Was das Eigenland anbelangt, so kommt 
– neben den bereits erwähnten Parzellen am Betriebsstandort und zwei Waldparzellen (Parzelle 
Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nrn. Q.________ und Q.________ – auch die Parzelle Wohlen 
bei Bern Grundbuchblatt Nr. AC.________ (Standort Nr. 6) aufgrund seiner Lage im Landschafts-
schutzgebiet und der zu grossen Nähe zu Wohngebieten nicht in Frage. Ein Standort auf den 
Parzellen Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nrn. K.________ und P.________ im Eigentum des 
Beschwerdegegners (Standort Nr. 10) erweist sich ebenfalls als klar nachteilhafter als der projek-
tierte Standort, da ein solcher deutlich näher bei Wohnquartieren zu liegen käme, gemäss Aus-
führungen des Beschwerdegegners zu wenig Platz für eine angrenzende Weidefläche vorhanden 
wäre und zudem – ähnlich wie bei der bereits erwähnten Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt 
Nr. Z.________ – angesichts der exponierten Lage ohne Waldesnähe eine schlechtere Integration 
des Neubaus in das Umgebungsbild resultieren würde. Zu beengt sind die Platzverhältnisse 
schliesslich auch auf den Parzellen Wohlen bei Bern Grundbuchblatt Nrn. H.________ und 
I.________ im Eigentum des Beschwerdegegners (Standort Nr. 13); zusätzlich wäre gemäss Aus-
führungen des Beschwerdegegners eine neue Erschliessung an das Wassernetz nötig. Im Ver-
gleich zum projektierten Standort, welcher zahlreiche Vorteile aufweist (gute Erschliessung, Neu-
bau integriert sich gut in das Umgebungsbild, genügend angrenzende Weidefläche, grosse Di-
stanz zu Wohngebieten, Standort gemäss Angaben des Beschwerdegegners im Zentrum der be-
wirtschafteten Flächen) erweisen sich alle diese Parzellen auf Eigenland als klar nachteilhafter. 

Gleiches gilt für die vom Beschwerdegegner gepachteten Flächen, welche sich nicht nur wegen 
des bereits erwähnten des Nachteils von Pachtflächen für die Realisierung eines Neubaus im 
Vergleich zu Eigenland als weniger gute Standorte erweisen. Gemäss der vom Beschwerdegeg-
ner eingereichten Standortevaluation sind diese Pachtflächen teilweise ebenfalls im kommunalen 
Landschaftsschutzgebiet oder zu nahe an den Wohngebieten, oder sie erweisen sich als zu klein, 
zu weit entfernt vom Betriebszentrum und/oder schlecht erschlossen.  

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Insgesamt belegte der Beschwerdegegner spätestens mit seiner Standortevaluation vom 2. April 
2024, dass der strittige Standort auf einer umfassenden Standortevaluation beruht und es sich 
dabei um den insgesamt vorteilhaftesten Standort erweist. Auch das AGR bestätigt mit Stellung-
nahme vom 3. Juni 2024, dass aus seiner Sicht die Standortevaluation nachvollziehbar und aus-
reichend sei, dass alle möglichen Standorte geprüft worden seien und dass sich der geplante 
Standort am besten eigne. Dieser Beurteilung schliesst sich die BVD gestützt auf die gemachten 
Ausführungen an. Wenn der Beschwerdeführer in seinen undatierten Schlussbemerkungen ohne 
nähere Auseinandersetzung mit der vom Beschwerdegegner vorgenommenen Standortevaluation 
noch immer ausführt, diese sei nach wie vor ungenügend, so kann ihm nicht gefolgt werden.

d) Bei der Interessenabwägung ist auch zu berücksichtigen, dass der Landwirtschaft genü-
gende Flächen geeigneten Kulturlandes, insbesondere Fruchtfolgeflächen, erhalten bleiben 
(Art. 3 Abs. 2 Bst. a RPG). Es ist Aufgabe der Kantone, die Fruchtfolgeflächen zu sichern (vgl. 
Art. 30 RPV). Diese geniessen aber keinen absoluten Schutz. Wenn Ökonomiebauten Fruchtfol-
geflächen beanspruchen, muss deren Notwendigkeit, Dimensionierung und Standort im Einzelfall 
sorgfältig abgeklärt werden.48 Fruchtfolgeflächen dürfen gemäss Art. 8b Abs. 3 BauG für andere 
bodenverändernde Nutzungen beansprucht werden, sofern der damit verfolgte Zweck ohne die 
Beanspruchung von Fruchtfolgeflächen nicht sinnvoll erreicht werden kann.

Das Bauvorhaben soll an einem Standort erstellt werden, der sich im Inventar der Fruchtfolge-
flächen befindet. Wie bereits ausgeführt ist der geplante Stall nicht überdimensioniert und eine 
Lösung in oder anstelle der bestehenden Gebäude ausgeschlossen. Ein geringerer Verbrauch 
von Fruchtfolgeflächen durch Verkleinerung des geplanten Stalls oder Nutzung bestehender Ge-
bäude ist damit nicht möglich. Alle halbwegs valablen, nicht von vornherein ausgeschlossenen 
Alternativstandorte auf Eigen- oder Pachtland des Beschwerdegegners befinden sich ebenfalls in 
einer Fruchtfolgefläche. Daraus lässt sich der Schluss ziehen, dass sich das Vorhaben ohne Be-
anspruchung von Fruchtfolgeflächen bzw. mit einer geringeren Beanspruchung von Fruchtfolge-
flächen nicht realisieren liesse. Das LANAT (mit Fachberichten vom 6. Januar 2023 und 21. Sep-
tember 2023) sowie das AGR (mit Verfügung vom 26. September 2023) stimmten der Beanspru-
chung von Fruchtfolgeflächen sodann zu. Von einer Kompensation kann schliesslich abgesehen 
werden, da eine in der Landwirtschaftszone zonenkonforme Baute realisiert wird (Art. 8b Abs. 4 
Bst. b BauG). 

e) Dem Vorhaben stehen an diesem Standort keine überwiegenden Interessen im Sinne von 
Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV entgegen. Der strittige Neubau ist – unter Berücksichtigung einer zu-
sätzlich aufzunehmenden Auflage zum Bewuchs der Südfassade – mit dem Orts- und Land-
schaftsschutz vereinbar (E. 9) und die umfassende Standortevaluation zeigt, dass konkrete, rea-
listische Alternativstandorte aufgrund einer Gesamtabwägung nicht besser geeignet erscheinen 
als der gewählte Standort (E. 10c). Da der strittige Stall für die Rindviehhaltung in der beabsich-
tigten Grösse notwendig und nicht überdimensioniert ist (vgl. E. 7) und keine Alternativstandorte 
im überbauten Bereich oder in Siedlungsnähe in Frage kommen, vermögen auch das Tangieren 
raumplanerischer Grundsätze (Konzentrationsgebot, Verbot der Zersiedelung) und die Beanspru-
chung von Fruchtfolgeflächen dem Vorhaben nicht entgegenzustehen (zu den Fruchtfolgeflächen, 
vgl. E. 10d). Die Vorgaben des Lärmschutzes (E. 11) sowie die nötigen Geruchs-Mindestabstände 
(E. 12) sind – hinsichtlich des Lärms unter Aufnahme zusätzlicher Auflagen – eingehalten, so dass 
der Beschwerdeführer daraus keine überwiegenden privaten Interessen ableiten kann. Auch an-
sonsten sind überwiegende private Interessen des Beschwerdeführers bzw. weiterer Bewohne-
rinnen und Bewohner in der Umgebung des geplanten Neubaus weder erkennbar noch geltend 
gemacht. Schliesslich hält das Vorhaben die waldrechtlichen Vorgaben ein (E. 12). Insgesamt 

48 BGer 1C_429/2015 vom 28. September 2016, E. 3 und E. 6.1.

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stehen dem Neubau daher keine überwiegenden Interessen entgegen. Die Voraussetzung von 
Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV ist damit erfüllt.    

11. Lärmemissionen

a) Der Beschwerdeführer rügt, es sei – soweit ersichtlich – kein Lärmgutachten eingeholt wor-
den. Seine Liegenschaft an erhöhter Lage (Lärmemissionen steigen) liege in nur 200 m Luftdistanz 
zum geplanten Stall. Bereits bei der Hundeschule, die 100 m weiter entfernt liege, sei ein Ge-
spräch gut hörbar. Der vollautomatisierte Stall mit Melkroboter, Fütterungsroboter, Reinigungsro-
boter und den Hochsilos mit Zyklonbläser sowie Silagefräse berge die grosse Gefahr von erheb-
lichen Lärmemissionen. Er beantrage die Einholung eines Lärmgutachtens. Sollte der Entscheid 
wider Erwarten bestätigt werden, so seien die erwähnten Maschinen und Motoren in der Zeit zwi-
schen 21 Uhr abends und 7 Uhr morgens abzustellen. Zu beachten sei auch, dass die konstante 
Anwesenheit von 50 Kühen fortlaufende und anhaltende Lärmemissionen generieren würden. 
Sollten diese Glocken tragen, so würden die Lärmemissionen, vor allem in der Nacht, unzumutbar. 
Offen sei auch immer noch die Frage, wohin die Kälber kämen. Sollten diese in einen anderen 
Stall gebracht werden, sei mit einem konstanten «Gemuhe» der Mutterkühe zu rechnen. 

Der Beschwerdegegner führt aus, der Fachbericht Immissionsschutz komme zu einem klaren Er-
gebnis. Das Bauvorhaben halte alle Grenzwerte und Vorschriften ein. Die Position der Liegen-
schaft des Beschwerdeführers sei im Bericht berücksichtigt worden. In der Landwirtschaftszone 
gelte die Lärm-Empfindlichkeitsstufe III, dies bedeute, dass tagsüber ein Planungswert von 60 dB 
und nachts ein solcher von 50 dB zur Anwendung komme. Die Forderung des Beschwerdeführers, 
die Anlage nachts abzustellen, verfüge daher über keine Grundlage. Es entstehe der Eindruck, 
dass der Beschwerdeführer alle Vorzüge der Landwirtschaftszone, in welcher er zonenwidrig 
wohne, geniessen und darüber hinaus in der Landwirtschaftszone die Landwirtschaft verbieten 
möchte. Die konstante Anwesenheit von 50 Kühen sei bestimmungsgemäss und zonenkonform. 
Sowohl die Unterbringung von Kälbern sowie die Einstellung von Kühen, wobei entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers keine Mutterkuhhaltung betrieben werde, sei zonenkonform. 

b) Die Begrenzung von Lärmimmissionen wird durch die Umweltschutzgesetzgebung geregelt, 
welche insbesondere bezweckt, Menschen und Tiere gegen schädliche oder lästige Einwirkun-
gen, zu denen auch Lärm gehört, zu schützen (Art. 1 Abs. 1 USG49 und Art. 7 USG). Die Lärm-
schutzbestimmungen erfassen nicht nur Lärm technischen Ursprungs, sondern gelten auch für 
den durch Tiere verursachten Lärm soweit er in Zusammenhang mit Anlagen, wie beispielsweise 
Ställen erzeugt wird.50 Die Ermittlung und Beurteilung von Lärmimmissionen erfolgt anhand der 
sogenannten Belastungsgrenzwerte (vgl. Art. 36 Abs. 1 und Art. 40 Abs. 1 LSV51). Zu den Belas-
tungsgrenzwerten gehören die Immissionsgrenzwerte, die Planungswerte und die Alarmwerte, 
welche nach der Lärmart, der Tageszeit und der Lärmempfindlichkeit der zu schützenden Ge-
bäude und Gebiete festgelegt werden (Art. 2 Abs. 5 LSV). Der Bundesrat hat in der LSV und in 
deren Anhängen Belastungsgrenzwerte für verschiedene Lärmarten wie den Strassenverkehrs-
lärm oder den Industrie- und Gewerbelärm festgelegt. Bei Tierlärm können diese spezifischen 
Belastungsgrenzwerte nicht herangezogen werden, da sich die Art des Lärms und dessen 
Störungscharakter von technischem Lärm unterscheiden. Die möglichen Lärmimmissionen müs-
sen von der Behörde deshalb im Einzelfall nach Art. 15 USG (Immissionsgrenzwerte) unter 
Berücksichtigung der Art. 19 USG (Alarmwerte) und Art. 23 USG (Planungswerte) beurteilt wer-
den (Art. 40 Abs. 3 LSV). Bei dieser Einzelfallbeurteilung sind neben der zonenmässigen Zuo