# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75e433cb-e61c-5867-9b5c-12ae8142cd69
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-26
**Language:** de
**Title:** Erstanmeldung, internistisches Gutachten beweiskräftig, Abweisung
**Docket/Reference:** IV.2013.00915
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2013.00915.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2013.00915
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiberin Dietrich
Urteil
vom
26. März 2014
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 19
7
2, arbeitete vom
1.
Oktober
2008
bis zur Kündigung
wegen Umstrukturierung
per Ende
Oktober 2011
als
kaufmännische Angestellte
bei der
Y.___
AG
in
Z.___
in einem
8
0 %
-Pensum (Urk. 6
/
2, Urk. 6/11
).
Am
2
4.
November 2011
(Urk.
6
/
2
)
meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf
eine
schwere
chronische irreversible
obstruktive
Pneumopathie
und eine schwer eingeschränkte Co-Diffusionskapazität seit Juli 2011 (
Spontanpneumothorax
)
bei
der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug
an
. Die
Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
lud die Versicherte zu einem persönlichen Gespräch ein, um die berufliche Situation abzuklären (Ressourcengespräch vom 1
9.
Dezember 2011, Urk. 6/9)
, holte einen Auszug aus dem individuellen Ko
nto (
Urk. 6/10) und Auskünfte der Arbeitgeberin (Urk. 6/11) sowie
einen
medizini
sche
n Bericht
(Urk. 6/12)
ein.
Am
2.
Februar 2012 (Urk. 6/14)
aufer
legte die IV-Stelle
der Versicherten
unter Hin
weis auf ihre Mitwirkungspflicht sowie
die
Fol
gen bei deren Missachtung gemäss
Art.
21
Abs.
4 und
Art.
43
Abs.
3
des Bundes
gesetzes über den
Allgemei
nen Teil des Sozialversiche
rungsrechts (ATSG) eine Schadenminderungspflicht in Form einer mindestens sechsmonatiger Drogenabstinenz unter laufender Methadonab
gabe
. Am
2.
April 2012
(Urk. 6/17)
teilte die Ver
sicherte der IV-Stelle mit, dass sie die auferlegte Massnahme
(Methadonprogramm mit Abgabe von Ur
inkontrolle) mit ihrem Hausarzt
Dr.
med.
A.___
in die Wege geleitet habe.
In der Folge holte die IV-Stelle einen weiteren medizinischen Bericht (Urk. 6/19) ein und veranlasste sodann eine medi
zinische Ab
klärung durch Prof.
Dr.
med.
B.___
, Klinikdirektor und Chef
arzt, sowie
Dr.
med.
C.___
, Oberarzt, Klinik und Poliklinik für Innere Medizin,
Spital D.___
(Gutachten vom 24. April 2013, Urk. 6/27
).
Nach durch
ge
führ
tem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6
/
32
) ver
neinte sie mit Ver
fügung vom
1
2.
September 2013
(Urk. 2) einen An
spruch der Ver
sicherten auf eine Rente der In
vali
denversicherung.
2.
Dagegen erhob die
Versicherte am
1
0.
Oktober 2013
(Urk
. 1)
Beschwerde
und
bean
tragte eine erneute Prüfung ihres Leistungsanspruches.
Mit Beschwerdeantwort
vom
8.
November 2013
(Urk.
5
) schloss
die IV-Stelle auf Ab
wei
sung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 1
3.
November 2
013 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde
.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbs
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliess
lich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan
der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt
in der angefochtenen Verfügung vom
12.
September 2013
(
Urk. 2)
fest
, dass
d
ie
Beschwerdeführerin ohne
gesund
heit
liche Be
ein
trächtigung
in
ihrer angestammten Tätigkeit als
administrative Mit
arbeiterin
in der Personaladministration
bei Ausübung eines 80%-Pensums ein Jahres
einkommen von
Fr.
63‘050.10 erzielen könnte
und ihr diese Tätigkeit aus ärzt
licher Sicht weiterhin zu 90
%
zumutbar sei. Weil ihr demnach keine Erwerbseinbusse entstehe, bestehe kein Rentenanspruch.
Weiter vertrat sie die Auffassung
, dass auf das Gutachten des Spitals D.___
vom 2
4.
April 2013 abzustellen sei (
Urk.
5).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom
1
0.
Oktober 2013
(Urk. 1) geltend,
sie sei an ein
er
Chronic
Obstructive
Pulmonary
Desease
(
COPD
)
erkrankt und habe seit der letzten Überprüfung zwei Infekte auf der Lunge
gehabt
, also schwere Lungen
ent
zün
dungen durchstehen müssen. Da
sich das
Krankheits
bild bei einer COPD
mit der Zeit
leider verschlechtere
und die Infekte noch dazu gekommen seien, werde die Fähigkeit
,
eine Arbeit auszuüben immer mehr reduziert. Über
haupt stelle es sich als äusserst schwierig dar, eine Arbeit im Bürobereich zu finden, da bereits bei normalem Gehen eine erhöhte Atem
frequenz auftrete.
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin
einen
Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
3.
3.1
Im Bericht vom
4.
August 2011 (Urk. 6/1/4-5)
über den stationären Aufenthalt vom 2
0.
bis am 3
1.
Juli 2011
äusserten med.
pract
.
E.___
, Oberärztin Chirur
gie, und med.
pract
.
F.___, Assistenz
ärztin Chirurgie, Chirurgische Klinik, Spital
G.___
, einen Ver
dacht auf ein COPD und diagnostizierten ein Rezi
div eines
Spontanpneu
mothorax
rechts bei einem
Status nach einem
Spontanpneu
mothorax
rechts im Juli 2011
(vgl.
Urk.
6/1/6)
und einen kachektische
n
Habitus bei einem B
ody Mass-Index (BMI)
von 13 kg/m² sowie einen
Substanzabusu
s
(Methadon,
inhalativer
Heroin
konsum).
3.
2
Im Bericht vom
4.
November 2011 (Urk. 6/12/5-6) nannte
Dr.
med.
H.___
, Leitender Arz
t Medizin, Facharzt Pneumologie und
Innere Medizin,
Medizini
sche Klinik, Spital
G.___
,
als
Diagnosen eine sehr schwere chronische obstruktive
Pneumopathie
GOLD III mit Lungen
emphysem, eine sehr schwere fixierte obstruktive Ventilationsstörung (FEV
1
0.8 Liter, 29
%
), eine deutliche
relative Überblähung (RV/TLC 0.65), eine schwer eingeschränkte CO-Diffusionskapazität (36
%
), ein erstmaliger spontaner Pneumo
thorax
im
Juli 2011 mit Rezidiv (
Pleuroa
brasio
rechts am 2
2.
Juli 2011),
ein
Heroinrauchen und einen
Nikotinabusus
seit mehr als 20 Jahren sowie eine Kachexie (BMI 15 kg/m²).
3.
3
Im Austrittsbericht vom 3
1.
Mai 2012 (Urk. 6/19/5-7) über die
Hospitalisation
vom 1
0.
bis 3
0.
Mai 2012 diagnostizierten
Dr.
med.
I.___
, Chefarzt, und Dr.
med. univ.
J.___
, Assistenzärztin,
K
linik
K.___
, eine
exazerbierte
COPD GOLD III mit Lungen
emphysem mit/
bei einer sehr schweren fixierten obstruktiven Ventilationsstörung (
FEV1 1.4 Liter),
einer deutlich
en relativen Überblähung, einer schwer eingeschränkten CO-Diffusionskapazität (36
%
), einem
Spontanpneumothorax
im Juli 2011 mit einem Rezidiv (
Pleuraabrasio
rechts Juli 2011)
und
einen
Heroinabusus
mit/be
i einem aktuellen gele
gent
lichen Heroin
- und Methadonkonsum sowie eine Kachexie mit/bei einem
Kondrup
Score 1, BMI 16.3 kg/m².
Dr.
I.___
und
Dr.
J.___
führten weiter aus, längerfristig sei bei der aktuell sehr motivierten Beschwerdeführerin mit einer Volumenresektion be
ziehungs
weise auch mit einer Lu
ngentransplantation zu rechnen.
3.
4
Am
6.
Dezember 2012 (Urk. 6/19/1-4) diagnostizierte der be
handelnde
Dr.
med.
A.___
, FMH Allgemeine Medizin, eine schwere bis sehr schwere chronische irre
versible obstruktive
Pneum
o
pathie
(COPD GOLD III mit
Lungen
emphysem
) seit 2
0.
Juli 2011, eine deutliche relative Überblähung, eine schwer einge
schränkte Co-Diffusionskapazität (36
%
) und ein
Spontanpneumothorax
mit Re
zidiv im Juli 2011
mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit. Als Diagnosen ohne Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine Osteo
pathie, eine Kachexie (BMI 16.3 kg/m²), ein Methadonprogramm seit Juni 2012 nach einem Status nach einem
Heroinabusus
.
Wie bereits in den Berichten vom
4.
November 2011 (
Urk.
6/1/1) und vom 1
1.
Januar 2012 (
Urk.
6/12/1-3) attestierte
Dr.
A.___
der Be
schwerde
führerin auf
grund einer eingeschränkten körperlichen Be
last
barkeit eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit in bisheriger
Tätigkeit.
Eine
behinderungsangepasste Tätig
keit sei
derzeit
ebenfalls nicht
realistisch.
3.
5
Dr.
C.___
und Prof.
Dr.
B
.___
des
Spitals D.___
nan
nten in ihrem Gutachten vom 24.
April 2013 (Urk. 6/27)
als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit eine chronisch
e obstruktive
Pneumopathie
, GOLD Stadium III, einen
Spontanpneumothorax
im Juli 2011 und ein Rezidiv eben
falls im Juli 2011, eine
Infektexazerbation
im Mai 2012
mit
stationäre
r
Reha
bilitation in der
K
linik
K.___
im
Mai 201
2.
Als Diagnosen ohne Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie ein
e Kachexie mit BMI
von 16,3 kg/m², einen
Heroin
abusus
, aktuell Methadonsub
stitution, anam
nestisch ohne
Beikonsum
, und eine
Osteopenie
(S. 4)
.
In ihrer Beurteilung hielten die Gutachter des
Spitals D.___
fest, die Beschwerdeführerin habe eine Anstrengungsdyspnoe beim
Treppensteigen, Bergaufgehen, T
r
agen und Bewegen von Lasten beklagt. Das Vorliegen einer Ruhedyspnoe werde von ihr verneint und sei während der Exploration nicht feststellbar gewesen. Klinisch sei nach wie vor ein Untergewicht mit einem BMI von 16,3 kg/m² zu er
heben gewesen. Die Lungenauskultation habe sowohl bei der Inspiration als auch bei der
Expiration
einen Giemen gezeigt
(S. 5
oben
).
Aufgrund der vorliegenden Akten, der Anamnese und der klinischen Unter
suchung seien die vormals gestellten Diagnosen zu best
ätigen. Wegen des
Ende Januar d
u
r
chgeführten
grossen Lungenfunktion
stets
und eines von der Be
schwerde
führerin als stabil beschriebenen Verlaufes seither hätten sie auf die erneute Durchführung einer
pneumologischen
Untersuchung verzichtet
(S. 5 oben)
.
Aus Diagnosen und Befunden ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin
für
körper
lich belastende Tätigkeiten inskünftig nicht mehr
arbeitsfähig sei. Die voll
ständige Arbeitsunfähigkeit betreffe das regelmässige Tragen und Bewegen von Lasten über fünf Kilogramm, regelmässige Treppenbenützung und regel
mässiges Bewegen in ansteigendem Gelände. Für wechselbelastende, vor
wie
gend im Sitzen zu verrichtende Tätigkeiten bestehe momentan eine volle Arbeits
fähigkeit. In diesem Zusammenhang dürfe auch nicht vergessen werden, dass es sich bei einer COPD um eine chronische Erkrankung handle, welche sich in der Regel, auch bei konsequenter Durchführung sämtlicher medizinischer The
rapie
massnahmen
,
verschlechtere. Insofern müsse der möglichst lange Erhalt der Arbeits
fähigkeit bereits als Erfolg gewertet werden. So oder so sei mit rezi
divierenden
Infektexazerbationen
und wiederkehrenden kurzzeitigen Arbeits
aus
fällen zu rechnen, weswegen sie auch bei einer sitzenden Tätigkeit eine gewisse Minderung der
Arbeitsfähigkeit attestierten
(S. 5 Mitte)
.
In einer kaufmännischen Tätigkeit, welche vorwiegend im Sitzen verrichtet wer
den könne, die Möglichkeit zu Wechselbelastungen beinhalte und nicht mit regel
mässigem Heben und Tragen von Gewichten
über fünf Kilogramm ver
bun
den sei, kein Treppenstei
gen oder Bergaufgehen beinhalte
, bestehe ein
e
Arbeits
fähig
keit von 90
%
, en
t
sprechend 7.5 Stunden pro Tag. Die Ver
minderung gegen
über einem vollen Pensum begründe sich mit jederzeit möglichen
Infektexazerbationen
, welche dann jeweils zu zeitlich limitierten Arbeitsunfähigkeiten führten.
Für sämtliche Tätigkeiten, welche vorwiegend nicht im Sitzen verrichtet werden könnten, keine Möglichkeit zu Wechselbelastungen beinhalte
te
n und mit regel
mäs
sigem Heben und Tragen von Gewichten über fünf Kilogramm verbunden seien oder Treppensteigen oder Bergaufgehen beinhalteten, bestehe eine v
oll
ständige Arbeitsunfähigkeit
(S. 5 unten)
.
Die Beschwerdeführerin sei bis Juli 2011 durch die Anstrengungsdyspnoe nicht in ihrer beruflichen Tätigkeit einschränkt
gewesen
. Die anschliessend von
Dr.
A.___
attestierten Arbeitsunfähigkeiten vom
4.
bis 3
1.
Juli 2011 könne nachvollzogen werden. Eine weitere Arbeitsunfähigkeit dürfte während der
Hospitalisation
in der Medizinischen Klinik des Spitals
G.___
und während des Rehabilitationsaufenthaltes in der
K
linik
K.___
im Mai 2012
bestanden haben
. Die Attestierung weiterer Arbeitsunfähigkeiten erachteten sie, aufgrund der vor
handenen Akten und der klinischen Präsentation
für
nicht gerechtfertigt
(S. 5 unten)
.
4.
4.1
Aus den vorliegenden medizinischen Akten geht hervor, dass bei der B
e
schwer
de
führerin somatische
Beeinträchtigungen, i
nsbesondere Lungenbeschwerden
, be
stehe
n.
Für die Frage, ob beziehungsweise in
wie
weit die Beschwerdeführerin des
wegen in ihrem Leis
tungsvermögen einge
schränkt ist, kann auf
das Gutach
ten
von
Dr.
C.___
und Prof.
Dr.
B
.___
des
Spitals D.___
(E. 3.
5
)
ab
gestellt
wer
den: Dieses
Gutachten
entspricht
den erforderlichen Krite
rien an den Beweiswert einer Expertise (vgl
.
E. 1.
4
)
.
Es
ist für die Be
ant
wor
tung der
sich hier stellenden
Fragen um
fassend und gibt namentlich
Aus
kunft über die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen (angestammten) sowie in an
ge
passter
Tä
tig
keit
.
D
ie Ex
pertise
basiert
auf
ein
lässlichen internistisch
en
Unter
suchungen
, berück
sichtigt
die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Ver
halten der Beschwerde
führerin auseinander.
Das
Gutachten wurde weiter in Ken
nt
nis der
Vorakten
abge
geben,
die Ärzte
nahmen
Einblick in die Vor
berichte und würdigten die Ergeb
nisse im Rahmen ihrer Gesamtbeurteilung.
Die
Expertise
leuchtet ferner in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein.
Im Einzelnen wurde nachvollziehbar und
schlüssig
dar
ge
legt, dass keine Ruhedyspnoe habe festgestellt werden können und die Beschwerdeführerin
in einer
kaufmännischen Tätigkeit, welche vorwiegend im Sitzen verrichtet wer
den könne und die Möglichkeit zu Wechselbelastungen beinhalte und nicht mit regel
mässigem Heben und Tragen von Gewichten über fünf Kilogramm ver
bun
den sei, kein Treppensteigen oder Berg
aufgehen bein
halte
, zu 90
%
a
rbeits
fähig
sei, aber in sämtlichen Tätig
keiten, welche vorwie
gend nicht im Sitzen verrichtet werden könnten, keine Möglichkeit zu Wechselbelastungen beinhalte
te
n und mit regel
mäs
sigem Heben und Tragen von Gewichten über fünf Kilogramm verbunden seien oder Treppen
steigen oder Bergaufgehen beinhalteten voll
ständig
a
rbeitsunfähig sei.
4.2
Was d
i
e Bericht
e
des behandelnden
Haus
arztes
Dr.
A.___
angeht
(E. 3.
4
),
so ist fest
zuhalten, dass
dieser
keine ei
genen Befunde
nannte
und diesbezüglich einzig auf d
ie
Be
richt
e
der
K
linik
K.___
vom 3
1.
Mai 2012 (E. 3.
3
) sowie des Spitals
G.___
vom
4.
November 2011 (E. 3.
2
) verwies
.
Es
ist
insbesondere
nicht
nachvollziehbar, wes
halb die Be
schwerdeführerin
aufgrund einer körper
lich eingeschränkten Belastbarkeit
in
bis
heriger Tätig
keit ge
nerell zu 100% arbeits
unfähig sein sollte
, kann
die bisherige Tätigkeit laut
der
Arbeitgeberin doch vorwiegend im Sitzen ausgeübt werden
(vgl.
Urk.
6/11/6)
, womit es sich nicht um eine körperlich anstrengende Arbeit handelt, die eine solche Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit rechtfertigen würde.
Im Übrigen darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4.3
Auch die weiteren im Recht liegenden medizinischen Be
richte vermögen an der Beur
teilung von
Dr.
C.___
und Prof.
Dr.
B.___
des
Spitals D.___
(E. 3.
5
) nichts zu ändern (E. 3.1-3.4). Die be
handelnden Ärzte nannten in ihren Berichten ledig
lich
Diagnosen, ohne nähere Angaben zu funktionellen Ein
schränkungen be
zie
hungs
weise zur
Arbeits
fäh
ig
keit in bis
heriger sowie behinderungsa
ngepasster Tätig
keit zu machen.
4.4
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt
,
dass sich das Krankheitsbild bei einer COPD
mit der Zeit verschlechtere und noch Infekte dazu gekommen seien, wel
che die Fähigkeit eine Arbeit auszuüben
zusätzlich reduzier
t
e
n
, ist
fest
zu
halten, dass
sie
sich bei einer erheblichen
,
die Arbeitsfähigkeit beeinflussende
n
Verschlechterung des Gesundheitszustandes bei der Invalidenversicherung
unter
Beilage von entsprechenden
medizinische
n
Berichte
n
neu anmelden kann, damit diese ihren Anspruch erneut prüfe (vgl. dazu
Art.
87
Abs.
3 der Verord
nung über die Invalidenversicherung [IVV]
)
.
4
.5
Nach dem Gesagten ist auf das Gutachten
des Spitals D.___
von
Dr.
C.___
und Prof.
Dr.
B
.___
vom
2
4.
April 2013 (E. 3.
5
)
abzustellen und der medizinische Sach
ver
halt ist als dahingehend erstellt zu betrachten,
dass die
Beschwerdeführerin
in ihrer angestammten Tätigkeit (vgl. dazu Belastungsprofil
, Urk. 6/27 S. 5
Ziff.
7.2
)
weiterhin
zu 90
%
arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich
die festgestellte Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
im Erwerbsbereich auswirkt.
5.2
Vorerst gilt zu prüfen, in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne ge
sund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre.
Die Beschwerdegegnerin ging in der Verfügung vom 12. September 2013 (Urk. 2) davon aus, dass die
Beschwerdeführerin ohne Gesund
heitsschaden ihrer
ange
stammten
Tätig
keit
als administrative Mitarbeiterin in der Personaladministration weiterhin
zu einem Pen
sum von
8
0 % nach
ginge
. Dies blieb seitens der Beschwerdeführerin unbestritten und angesichts
ihrer
plausiblen An
ga
ben während des Ressourcengesprächs vom
1
9.
Dezember 2011
(Urk.
6
/
9
Ziff. 2) sowie mit
Blick auf das bisherige Stellen
pensum von
8
0 % (Urk.
6
/
11
) nicht zu beanstanden.
5.3
Ist anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Be
einträch
tigung teilerwerbstätig
, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den
Grundsätzen für Erwerbs
tätige zu bemessen
. Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundh
eitsschaden voll Erwerbstätigen
.
Bei einer hypothetisch (im Gesundheitsfall) ledig
lich teilerwerbstätigen versicherten Per
son bemisst sich somit die Invalidität nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs oder einer Untervariante
davon
. Das
Valideneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teiler
werbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 131 V 51 E. 5.1.2 mit weiteren Hinweisen).
D
em R
essourcengespräch vom 1
9.
Dezember 2011
(Urk. 6
/11
Ziff.
2
) ist zu ent
nehmen, dass die Be
schwerde
führerin ihr Stellenpensum aus freien Stücken reduzierte. Folglich
ist der Invaliditätsgrad mittels der
allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs zu eruieren.
5.4
Die angestammte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte entspricht dem noch zumut
baren
Stellenprofil (Urk.
6
/
27
S.
5
Ziff.
7.2
,
Urk. 6/11
).
Weil der Be
schwer
de
führerin die angestammte Tätigkeit, welche sie in einem 80%-Pensum aus
geübt hat, aus ärztlicher Sicht zu 90
%
zumutbar ist, erleidet sie keine
Erwerbs
einbusse und hat somit
keinen An
spruch auf
eine
Rente der Invaliden
ver
sicherung
.
6.
Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zu
legen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG), auf Fr.
4
00.-- anzusetzen und ausga
ngsgemäss der Beschwerdeführer
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
4
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Ur
kunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GräubDietrich