# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c47697c-ead5-5a92-8c75-c7c2216d5fed
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.09.2025 ZR1 2025 117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-117_2025-09-18.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 18. September 2025
mitgeteilt am 1. Oktober 2025

Referenz ZR1 25 117

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bäder Federspiel, Vorsitz
Schmid Christoffel und Aebli
Hugentobler, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Lorenz Raschein

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden, vom 26. August 2025, mitgeteilt am 28. 
August 2025 

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Sachverhalt

A. A.________, geboren am _____ 1955, wurde von Dr. med B.________, 
Leitende Ärztin der Klinik A.________ am 2. Juli 2024 aufgrund des Befundes einer 
psychischen Störung für eine Dauer von sechs Wochen fürsorgerisch im Heim 
B.________ untergebracht. Die dagegen beim damaligen Kantonsgericht von 
Graubünden am 9. Juli 2024 erhobene Beschwerde wurde mit Entscheid ZK1 24 85 
vom 23. Juli 2024 abgewiesen.

B. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: 
KESB Nordbünden), vom 8. August 2024 wurde die am 2. Juli 2024 ärztlich 
angeordnete fürsorgerische Unterbringung verlängert und A.________ behördlich 
zur Behandlung und persönlichen Betreuung im Heim B.________ fürsorgerisch 
untergebracht.

C. Am 15. August 2024 errichtete die KESB für A.________ eine vorsorgliche 
Beistandschaft für die Bereiche Einkommens- und Vermögensverwaltung, Wohnen, 
Medizin und Gesundheit sowie für den Verkehr mit der öffentlichen Verwaltung und 
Versicherungen und entzog ihm den Zugriff auf das Betriebskonto. Mit der 
Mandatsführung ist C.________, Berufsbeistandschaft Plessur, beauftragt.

D. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 16. Januar 
2025 wurde die behördlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung von 
A.________ im Heim B.________ verlängert.

E. Am 20. März 2025 erteilte die KESB Nordbünden die Zustimmung zur 
Kündigung der Wohnung von A.________ an der D.________ in O.1.________, zur 
Liquidation seines Haushalts durch die Beistandsperson sowie zum Dauervertrag 
über die Unterbringung (Aufenthalts- und Pensionsvertrag) vom 7. Februar 2025 im 
Heim B.________. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Obergericht des 
Kantons Graubünden mit Entscheid vom 11. August 2025 (ZR1 25 46) ab.

F. Im Rahmen der Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung reichte das 
Heim B.________ der KESB Nordbünden am 23. Juni 2025 einen Verlaufsbericht 
(datiert 17. Juni 2025) ein.

G. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 22. Juli 2025 beauftragte die KESB 
Nordbünden Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, mit der Kurzbegutachtung von A.________. Am 5. August 2025 wurde das 
Gutachten betreffend die fürsorgerische Unterbringung von A.________ erstattet.

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H. A.________ wurde am 22. August 2025 seitens der KESB Nordbünden zur 
geplanten Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung angehört.

I. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 26. August 2025, mitgeteilt am 
28. August 2025, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt:

1. A.________ wird zur Behandlung und persönlichen Betreuung im Heim 
B.________ untergebracht (Art. 426 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 428 
Abs. 1 ZGB)

2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:

a. Zuständig für die Entlassung ist die KESB.

b. Die Leitung des Heim B.________ wird angewiesen, die KESB 
Graubünden, Zweigstelle Nordbünden, mit einem Verlaufsbericht 
unter Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die 
Nachbetreuung zu benachrichtigen, sobald sich abzeichnet, dass 
die Voraussetzungen für die Unterbringung demnächst nicht mehr 
erfüllt sein werden bzw. spätestens per 31. Januar 2026.

3. Die Kosten im Verfahren periodische Überprüfung fürsorgerische 
Unterbringung (inkl. Drittkosten von CHF 1'500.-- für das Kurzgutachten 
von Dr. med. E.________) in der Höhe von CHF 2'000.-- und die 
bisherigen Kosten der Entscheide wie unter Ziff. 3 aufgeführt im 
Totalbetrag von CHF 8'994.95 werden auf insgesamt CHF 10'994.95 
festgesetzt und beim Fall belassen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung] 

J. Dagegen liess A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seinen 
Rechtsbeistand, Rechtsanwalt MLaw Lorenz Raschein, mit Eingabe vom 8. 
September 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden erheben. 
Er stellte den Antrag, die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des angefochtenen Entscheids 
aufzuheben und den Beschwerdeführer aus dem Heim B.________ zu entlassen. 
Zudem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege für das 
Beschwerdeverfahren zu gewähren und ihm in der Person von Rechtsanwalt MLaw 
Lorenz Raschein ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.

K. Die KESB Nordbünden beantragte mit Eingabe vom 12. September 2025 die 
Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne.

L. Am 18. September 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 9. September 2025 vorgeladen worden war. Der Beschwerdeführer 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, der KESB Nordbünden, der Ärztlichen 

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Leitung des Heim B.________, der Beiständin C.________ sowie der 
Steuerverwaltung des Kantons Graubünden tags darauf zugestellt.

M. Die Akten aus den Verfahren betreffend A.________ vor der KESB 
Nordbünden seit 2022 wurden beigezogen.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Entscheid betreffend die 
behördliche fürsorgerische Unterbringung der KESB Nordbünden gemäss 
Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 ZGB vom 26. August 2025. Das Obergericht 
ist hierfür die einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. 
Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig.

1.2. Gemäss Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 ZGB kann die zuständige 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde die Verlängerung einer fürsorgerischen 
Unterbringung behördlich anordnen. Dagegen können die am Verfahren beteiligten 
Personen innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich beim 
zuständigen Gericht Beschwerde erheben (Art. 450 i.V.m. Art. 450b Abs. 2 ZGB). 
Eine Begründung ist nicht notwendig (Art. 450 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 
ZGB). Vorliegend erfolgte die Beschwerde frist- und formgerecht.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf das Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

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2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert 
(BGE 148 III 1 E. 2.3.1, 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
439 N. 48 ff.; GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Die Beschwerdeinstanz muss 
jedoch nicht zwingend ein neues Gutachten in Auftrag geben, wenn bereits im 
Verfahren vor der KESB ein solches erstellt worden ist (vgl. GEISER, a.a.O., 
Art. 450e N. 19 f.). Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, erstattete im Rahmen des Verfahrens vor der KESB 
Nordbünden am 5. August 2025 ein Gutachten, nachdem er davor Auskünfte von 
einer Pflegerin des Heim B.________, vom Bruder des Beschwerdeführers und von 
dessen Sohn eingeholt sowie den Beschwerdeführer am 2. August 2025 persönlich 
im Heim B.________ untersucht hatte. Auch wenn das Gutachten am 5. August 
2025 erstellt worden ist, erscheint es aufgrund der Befragung des 
Beschwerdeführers und seines relativ stabilen Gesundheitszustands für die 
Verhandlung beim Obergericht noch aktuell und ermöglicht es dem Gericht, die sich 
aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen zu beantworten. Es kann daher 
darauf abgestützt werden.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 
Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 18. September 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Gemäss Art. 431 Abs. 1 ZGB überprüft die Erwachsenenschutzbehörde 
spätestens sechs Monate nach Beginn der Unterbringung, ob die Voraussetzungen 
noch erfüllt sind und ob die Einrichtung weiterhin geeignet ist. Sie führt innerhalb 
von weiteren sechs Monaten eine zweite Überprüfung durch (Art. 431 Abs. 2 
Satz 1 ZGB). Sinn und Zweck dieser gesetzlichen Bestimmung ist es, 
unangebrachte Freiheitsentziehungen zu verhindern (GEISER/ETZENSBERGER, 

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a.a.O., Art. 431 N. 1). Art. 431 Abs. 1 ZGB ergänzt dabei nur den allgemeinen 
Grundsatz, wonach die betroffene Person zu entlassen ist, sobald die 
Voraussetzungen der Unterbringung entfallen sind (Art. 426 Abs. 3 ZGB).

3.2. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychischen 
Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffenen 
Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], 
S. 7062).

3.3. Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist 
einer der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder 
Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_288/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen 
sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu 
rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.1. Zu klären ist demnach zunächst, ob der Beschwerdeführer an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 

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a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.).

4.2. Im Rahmen der Untersuchung durch den Gutachter Dr. med. E.________ 
wurden gemäss ICD-10 psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol bzw. 
ein Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent, aber in beschützender 
Umgebung (ICD-10 F10.21) festgestellt, bei Status nach akuter Intoxikation mit Delir 
am 26. November 2023 (ICD-10 F10.03). Ebenfalls wurde eine alkoholbedingte 
amnestische Störung (ICD-10 F10.6) diagnostiziert (act. B.7 Frage 1). Bereits im 
von Dr. med. F.________ im Dezember 2024 erstellten Vorgutachten wurde 
diagnostiziert, dass A.________ an einer schweren Störung durch Alkohol mit 
Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F10.2) und zahlreichen gravierenden 
Folgeschäden leidet. In den letzten Jahren sei A.________ mehrfach schwerst 
alkoholisiert (Promillewerte von um die 3 Promille bei Konsum von bis zu 4-6 Liter 
Wein/Tag und grösseren Mengen Wodka) und zum Teil nach lebensgefährlichen 
alkoholbedingten Stürzen ins Spital C.________ und/oder in eine psychiatrische 
Klinik eingeliefert worden. Als Folge der Stürze habe er mehrere Schädel-Hirn-
Traumen mit Hirnblutungen erlitten, die zu einer wahrscheinlich posttraumatischen 
Epilepsie mit bisher mindestens vier Grand-Mal-Anfällen geführt hätten. Es bestehe 
ein Diabetes Mellitus, der bei ungenügender Behandlung ebenfalls zu tödlichen 
Komata führen könne. Zudem habe A.________ eine Demenz (ICD-10: F0) 
entwickelt. Als Folge der beschriebenen Diagnosen weise A.________ heute eine 
weitgehend organisch bedingte Persönlichkeitsänderung gemischter Ursache (ICD-
10: F07.0) auf.

Die Diagnosen von Dr. med. E.________ sind für das Obergericht – auch 
angesichts der umfangreichen Verfahrensakten und früheren Diagnosen – 
nachvollziehbar. Daraus kann geschlossen werden, dass beim Beschwerdeführer 
ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

5.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 

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S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

5.2.1. Im Gutachten vom 5. August 2025 wird im Hinblick auf die Notwendigkeit 
einer Behandlung und/oder Betreuung, die Selbstgefährdung sowie die Frage, 
welche Unterbringung für den Beschwerdeführer geeignet sei, ausgeführt, dass aus 
psychiatrischer Sicht bei Ausbleiben der notwendigen Behandlung und/oder 
Betreuung mittel- und langfristig mit erneuten Rückfällen in übermässigen 
Alkoholkonsum und entsprechenden ambulanten/stationären psychiatrischen 
Notfallmassnahmen (Selbstgefährdung) zu rechnen sei (act. B.7 Frage 2). Aus 
psychiatrischer Sicht sei eine beschützende Umgebung indiziert. Dies könne eine 
ausgeklügelte ambulante Behandlung/Betreuung darstellen, welche 
psychologische oder psychiatrische Behandlungen mit mindestens wöchentlichen 
Kontrollkontakten – am ehestens seitens einer dafür eingerichteten Institution – 
beinhalte, aber auch die Gewährleistung einer genügenden 
Behandlungscompliance durch zweimal tägliche Spitexbetreuung, die 
Aufrechterhaltung der Beistandschaft und weitere Hilfeleistungen. Mögliche 
Wohnformen seien die eigene Wohnung, eine in einem O.1.________ 
Alterszentrum integrierte und mitbetreute Alterswohnung oder ein Altersheim (act. 
B.7 Frage 3). Der Beschwerdeführer sei bezüglich der Notwendigkeit der indizierten 
Behandlung und/oder Betreuung einsichtig und zur Kooperation fähig, soweit diese 
Behandlung oder Betreuung genau nach seinen eigenen Vorstellungen ablaufe. Für 
ihn komme einzig und allein ein Wohnen in seiner Wohnung mit 
Behandlung/Betreuung in Frage, alles andere werde von ihm dezidiert abgelehnt. 
Hier fehle ihm die Einsichtsfähigkeit (act. B.7 Frage 4). Das Setting im Heim 
B.________ sei gemessen an der aktuellen Behandlungs- und 
Betreuungsbedürftigkeit von A.________ bedingt geeignet. Es fehle an der 
Möglichkeit zu persönlichen Kontakten zu anderen Bewohnern mit kommunikativen 
Fähigkeiten. In Bezug auf die anderen Rahmenbedingungen, was eine geeignete 

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Unterbringung betrifft, verwies der Gutachter auf seine Ausführungen zu der aus 
seiner Sicht indizierten beschützenden Umgebung. Am ehesten geeignet erscheine 
eine in einem Alterszentrum integrierte Alterswohnung am Wohnort (act. B.7 Frage 
5).

5.2.2. Der Entscheid über die Entlassung ist stets anhand der Lage der betroffenen 
Person im aktuellen Zeitpunkt zu bestimmen (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., 
Art. 426 N. 44). Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung somit auf den 
Zustand des Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. 
Anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. September 2025 konnte sich die 
Beschwerdeinstanz ein eigenes Bild vom Beschwerdeführer machen. Der 
Beschwerdeführer wirkte ruhig und konnte alle Fragen der Vorsitzenden 
beantworten. Er gab an, dass er wisse, dass er unter einer Krankheit leide und 
keinen Alkohol mehr trinken dürfe, wenn er nicht wieder Probleme haben wolle. Er 
wolle einfach aus dem Altersheim raus und wieder zurück nach O.1.________. In 
O.2.________ sei "tote Hose" und es laufe nichts da. Er habe bis auf einen anderen 
Bewohner keine Freunde gefunden und zusätzlich alle seine Freunde in 
O.1.________ verloren, weil diese nicht bis nach O.2.________ kommen wollen 
würden. Um sein soziales Umfeld wiederzuhaben, müsse er nach O.1.________, 
wobei er sich bewusst sei, dass er sich nicht mehr mit denjenigen Freunden treffen 
dürfe, die selbst trinken und nicht verstehen würden, dass er nicht mehr trinken 
solle. Er wolle in die Wohnung, in welcher er bis zur Einweisung gelebt habe, 
zurückkehren und Unterstützung durch die Spitex, einen Psychiater und den 
Hausarzt organisieren. Zudem lebe sein Sohn im selben Haus, welcher ihn auch 
unterstützen könne, bspw. beim Einkaufen.

5.3. Beim Beschwerdeführer besteht gemäss Gutachten die Notwendigkeit einer 
psychologischen bzw. psychiatrischen Behandlung (act. B.7 Frage 3). Ausserdem 
wird im Bericht des Heim B.________ (act. B.6) erwähnt, dass das Pflegepersonal 
dem Beschwerdeführer – der auch an einer leichten Demenz mit Einschränkungen 
im Gedächtnis und in der Orientierung leidet (act. B.7 Ziff. 4) – vereinzelt 
Orientierungshilfen leisten müsse und er Unterstützung brauche, um eine 
angemessene Tagesstruktur einzuhalten. Seine Gehfähigkeit habe sich verbessert, 
doch brauche der Beschwerdeführer täglich Hilfestellung bei der Körperpflege. Zwar 
könne er einzelne Teilbereiche – unter Anleitung bzw. nach Aufforderung – noch 
selbst ausführen, doch würden bspw. Unterkörperpflege inkl. An- und Auskleiden 
und Duschen sowie Massnahmen zur Kontrolle seiner Urininkontinenz vom 
Pflegepersonal übernommen. Schliesslich würden auch die zahlreichen 
Medikamente (vgl. act. B.7 Ziff. 2.5) vom Pflegepersonal bereitgemacht, kontrolliert 

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und dem Beschwerdeführer zur richtigen Zeit verabreicht. Er sei somit nicht in der 
Lage, allein für sich zu sorgen. Eine weitere Verbesserung des 
Gesundheitszustandes ist gemäss dem Gutachter nicht zu erwarten (act. B.7 Frage 
6).

5.4. Für eine fürsorgerische Unterbringung ist, wie dargelegt, eine konkrete 
Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass erforderlich (vgl. E. 
5.1). Der Gutachter bejaht eine Selbstgefährdung, weil bei Ausbleiben der 
notwendigen Behandlung und/oder Betreuung mittel- und langfristig mit erneuten 
Rückfällen in übermässigen Alkoholkonsum und entsprechenden 
ambulanten/stationären psychiatrischen Notfallmassnahmen zu rechnen sei 
(act. B.7 Frage 2). Dies ist für das Obergericht mit Blick auf die 
Krankheitsgeschichte des Beschwerdeführers nachvollziehbar. Beim 
Beschwerdeführer besteht seit vielen Jahren eine Alkoholabhängigkeit, die bisher 
insgesamt zu 13 stationär-psychiatrischen Aufenthalten in den Klinik A.________ 
geführt hat. Im Rahmen seiner psychischen Erkrankung kam es wiederholt zu 
Rückfällen in übermässigen Substanzkonsum, die notfallmässige Interventionen 
erforderten. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich im Laufe der Jahre 
zunehmend und es kam auch mehrmals zu Stürzen mit schweren körperlichen 
Folgen (act. B.7 S. 10 f.). Inzwischen hat sich die gesundheitliche Situation des 
Beschwerdeführers verbessert und während er gemäss dem im 
Verlängerungsentscheid der KESB Nordbünden vom 16. Januar 2025 (act. B.4) 
zitierten Bericht des Heim B.________ noch in angemessenem Rahmen Alkohol 
konsumierte, ist dies gemäss Verlaufsbericht des Heims vom 17. Juni 2025 sowie 
nach eigenen Angaben aktuell nicht mehr der Fall. Die Abstinenz besteht aber 
gemäss Gutachter in beschützender Umgebung. Bei einer sofortigen Entlassung 
ohne gesicherte, beschützte und engmaschige Behandlung und Betreuung drohen 
– was auch die bisherige Krankheitsgeschichte zeigt – Rückfälle mit 
entsprechenden negativen gesundheitlichen Folgen, weshalb von einer konkreten 
Selbstgefährdung von einem gewissen Ausmass auszugehen ist.

5.5.1. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt weiter 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Der Beschwerdeführer stellt 
die Eignung des Heim B.________ in Frage und führt aus, dass dieses selbst nach 
Ansicht der KESB Nordbünden als Dauerlösung nicht mehr geeignet sei (act. A.1 
Rz. 16 ff.). 

5.5.2. Gemäss Gutachten ist das Setting im Heim B.________ gemessen an der 
aktuellen Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit von A.________ nur bedingt 

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geeignet. Die mangelnde Eignung bezieht sich gemäss Gutachter aber lediglich auf 
die fehlende Möglichkeit des Beschwerdeführers von persönlichen Kontakten zu 
anderen Bewohnern mit kommunikativen Fähigkeiten (act. B.7 Frage 5). In Bezug 
auf die anderen Rahmenbedingungen, was eine geeignete Unterbringung betrifft, 
verweist der Gutachter auf seine Ausführungen zu der aus seiner Sicht indizierten 
Behandlung und/oder Betreuung, wo er festhielt, aus psychiatrischer Sicht sei eine 
beschützende Umgebung indiziert. Dies könne eine ausgeklügelte ambulante 
Behandlung/Betreuung darstellen mit psychologischer/psychiatrischer Behandlung 
mit mindestens wöchentlichen Kontrollkontakten – am ehesten seitens einer dafür 
eingerichteten Institution, um Unterbrechungen bei Ferienabwesenheit zur 
vermeiden – sowie mit Gewährleistung einer genügenden Behandlungscompliance 
durch zweimal tägliche Spitexbetreuung, Aufrechterhaltung der Beistandschaft usw. 
Mögliche Wohnformen seien die eigene Wohnung, eine in einem O.1.________ 
Alterszentrum integrierte und mitbetreute Alterswohnung oder ein Altersheim (act. 
B.7 Frage 3 [Hervorhebung durch das Gericht]). Das Heim B.________ bietet eine 
geschützte Umgebung, die den besonderen Betreuungs- und Behandlungsbedarf 
des Beschwerdeführers abdeckt bzw. seine medizinische Versorgung und 
Überwachung rund um die Uhr gewährleistet und ihn bei der täglichen 
Lebensführung (Körperpflege, Ernährung, Medikamenteneinnahme) unterstützt. 
Gleichzeitig kann er sich im Heim und in der näheren Umgebung frei bewegen. 
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das Heim B.________ sei für den 
behaupteten Zweck der Unterbringung – die Vermeidung übermässigen 
Alkoholkonsums bzw. Rückfällen – nicht geeignet, weil er sich frei bewegen könne 
und folglich auch die Möglichkeit habe, Alkohol zu konsumieren, ist dem zu 
entgegnen, dass mithin gerade die beschützende Umgebung mit einem geregelten 
Tagesablauf und der (sozialen) Kontrolle durch das Pflegepersonal dazu beitragen 
dürfte, dass der Beschwerdeführer von der erwähnten Möglichkeit keinen Gebrauch 
macht. Abgesehen von den fehlenden sozialen Kontakten ist das Heim B.________ 
zu der für den Beschwerdeführer notwendigen Behandlung und Betreuung daher 
durchaus geeignet, insbesondere bei Fehlen einer ausreichenden ambulanten 
Alternative (vgl. hierzu E. 5.6 nachstehend).

5.6.1. Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung 
im Hinblick auf das Vorliegen milderer Massnahmen. So ist eine Zurückbehaltung 
nur dann gesetzeskonform, wenn eine ambulante Behandlung nicht in Frage 
kommt, so etwa bei fehlender Krankheits- oder Behandlungseinsicht oder auch bei 
der Unmöglichkeit der Betreuung durch Familienangehörige (BGE 148 I 1 E. 8.2.3., 
140 III 101 E.6.2.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_775/2019 vom 27. November 
2019 E. 4.1.3.). Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist die Verhältnismässigkeit 

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in casu nicht gegeben, stehe doch gemäss Gutachten fest, dass eine ambulante 
Massnahme ausreichend sei (act. A.1 Rz. 11 ff.).

5.6.2. Zutreffend ist, dass im Gutachten vom 5. August 2025 festgehalten wird, die 
aus psychiatrischer Sicht indizierte beschützende Umgebung könne auch eine 
ambulante Behandlung/Betreuung in der eigenen Wohnung oder in einer in einem 
Alterszentrum integrierten und mitbetreuten Alterswohnung sein. Gleichzeitig hält 
der Gutachter aber auch fest, dass die ambulante Behandlung/Betreuung 
"ausgeklügelt" sein müsse und unter anderem eine psychologische/psychiatrische 
Behandlung mit mindestens einmal wöchentlichen und lückenlosen 
Kontrollkontakten, zweimal tägliche Spitexbetreuung und die Aufrechterhaltung der 
Beistandschaft beinhalten müsse, was ausserordentlich aufwändig sei (act. B.7 
Fragen 3 und 7).

5.6.3. Der Beschwerdeführer gab anlässlich der Hauptverhandlung an, dass er bei 
einer Rückkehr in die Wohnung, in welcher er bis zur Einweisung gelebt habe, die 
Unterstützung durch die Spitex, einen Psychiater und den Hausarzt in Anspruch 
nehmen würde. Zudem könne ihn sein Sohn, der im selben Haus lebe, unterstützen, 
z.B. bei den Einkäufen. Dass bereits konkrete Bemühungen unternommen wurden, 
eine ausreichende Betreuung ausserhalb des Heim B.________ aufzugleisen, ist 
nicht ersichtlich; Bestätigungen der behandelnden Ärzte, der Spitex oder des 
Sohnes – der gegenüber dem Gutachter im Übrigen angab, durch den 
Alkoholkonsum seines Vaters extrem unter Stress gelitten zu haben, namentlich, 
weil er selbst nichts machen könne, wenn der Vater zu trinken beginne – oder 
wenigstens entsprechende Anfragen liegen nicht vor bzw. sind nicht aktenkundig. 
Auch die Beiständin war bis jetzt noch nicht in der Lage, eine ausreichende 
Nachbetreuung zu organisieren (act. D.4).

5.6.4. Das Obergericht stimmt mit dem Beschwerdeführer überein, dass im Falle 
einer beschützenden Umgebung und einer strukturierten Betreuung, inklusive 
regelmässiger ärztlicher und pflegerischer Versorgung, eine stationäre 
Unterbringung im Heim B.________ nicht mehr zwingend notwendig sein wird. 
Aktuell liegen diese Voraussetzungen aufgrund des Fehlens einer verbindlichen 
Nachbetreuungsregelung (vgl. E. 5.6.3) bzw. mit den blossen Zusicherungen des 
Beschwerdeführers aber noch nicht vor, zumal seine Einsichts- und 
Kooperationsfähigkeit nur bedingt gegeben ist (vgl. act. B.7 Frage 4). Bei der 
sofortigen Entlassung des Beschwerdeführers käme es daher zu einem Austritt 
ohne organisierte Anschlusslösung mit der erwähnten konkreten Selbstgefährdung 
(vgl. E. 5.4).

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In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass im Rahmen der Prüfung, ob die 
Zurückbehaltung verhältnismässig ist, das Risiko einer Wiedereinweisung für den 
Fall, dass die betroffene Person sich, einmal entlassen, einer medikamentösen 
Behandlung entzieht, in die Interessenabwägung einbezogen werden darf und eine 
Zurückbehaltung zu rechtfertigen vermag. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz 
untersagt Verlaufsprognosen nicht und erfordert insbesondere nicht, dass man es 
gleichsam einmal einfach darauf ankommen lassen muss. Bedarf die betroffene 
Person auch nach der Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung einer 
medikamentösen Behandlung und droht eine Wiedereinweisung, wenn sie die 
Behandlung nicht fortsetzt, muss vor der Entlassung die notwendige ambulante 
Nachbetreuung geregelt sein (Urteil des Bundesgerichts 5A_386/2020 vom 11. Juni 
2020 E. 2.4., mit Hinweis auf das Urteil 5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 4.3.3.). 
In (teilweise analoger) Anwendung dieser Rechtsprechung ist festzuhalten, der der 
Beschwerdeführer vorliegend nicht nur einer vielseitigen medikamentösen 
Behandlung bedarf (vgl. act. B.7 Ziff. 2.5), sondern insbesondere einer 
beschützenden Umgebung und einer stark strukturierten Betreuung. Eine 
entsprechend ausgestaltete ambulante Nachbetreuung ist vorliegend jedoch noch 
nicht geregelt, so dass mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass eine rasche 
Wiedereinweisung des Beschwerdeführers bei einer Rückkehr in die alte Wohnung, 
sofern diese überhaupt noch zur Verfügung steht, und damit in die alten Muster sehr 
wahrscheinlich ist. Die Rückfallgefahr wird bei Ausbleiben der notwendigen 
Behandlung und Betreuung denn auch vom Gutachter als gegeben erachtet (act. 
B.7 Frage 2). Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Betreuung des Beschwerdeführers im 
Heim B.________ daher noch verhältnismässig.

6. Im Ergebnis erweist sich die von der KESB Nordbünden angeordnete 
einstweilige Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung als korrekt und die 
Beschwerde ist abzuweisen. Die Behörde und insbesondere die Beiständin ist aber 
angehalten, dem Beschwerdeführer unterstützend zur Seite zu stehen und so rasch 
als möglich eine ausreichend strukturierte und auf die Bedürfnisse des Genannten 
abgestimmte Nachbetreuung zu organisieren, damit die fürsorgerische 
Unterbringung in absehbarer Zeit aufgehoben werden kann. Alternativ steht es dem 
Beschwerdeführer offen, eigenständig aktiv zu werden und beim Vorliegen 
verbindlicher Vereinbarungen über eine ausreichend strukturierte Nachbetreuung 
bei der KESB um Entlassung zu ersuchen (Art. 426 Abs. 4 ZGB).

7.1. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 
CHF 1'500.00 festgelegt (Art. 12 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]). Der Beschwerdeführer 
ist vollumfänglich unterlegen und hat daher die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 60 

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Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Ebenso kann dem Beschwerdeführer 
bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zugesprochen 
werden.

7.2. Der Beschwerdeführer liess mit der Beschwerde beantragen, es sei ihm für 
das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
Rechtsanwalt Lorenz Raschein als unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen 
(act. A.1, Rechtsbegehren Ziff. 2).

7.3. Im Zusammenhang mit einer Beschwerde gegen einen Entscheid der KESB 
betrifft ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nach ständiger Praxis des 
Obergerichts (ehemals Kantonsgericht) nur die Kosten für die Rechtsvertretung. Für 
den Entscheid über die Befreiung von den Gerichtskosten, umfassend meist 
ausschliesslich eine Entscheidgebühr, ist Art. 63 Abs. 3 EGzZGB massgebend (vgl. 
dazu etwa die Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 19 153/163 vom 
26. März 2020 E. 6.2.1, ZK1 14 123 vom 18. Februar 2015 E. 2.a, ZK1 13 57 vom 
26. August 2013 E. 13.a, PKG 2013 Nr. 9 E. 5 und 6). Gemäss dieser Bestimmung 
kann bei Vorliegen besonderer Umstände auf die Erhebung von Verfahrenskosten 
verzichtet werden, sofern das Verfahren nicht mutwillig oder trölerisch eingeleitet 
worden ist. Besondere Umstände in diesem Sinne liegen vor, wenn die Person 
nachweislich auf die Unterstützung der öffentlichen Sozialhilfe angewiesen ist oder 
bei Erwachsenenschutzmassnahmen, sofern durch die Erhebung von 
Verfahrenskosten die in den Ausführungsbestimmungen zum Unterstützungsgesetz 
enthaltenen Vermögensfreigrenzen unterschritten würden (Art. 28 lit. c und d KESV 
[BR 215.010]). Für eine Einzelperson beläuft sich der Vermögensfreibetrag auf 
CHF 4'000.00 (Art. 5 Abs. 1 lit. a ABzUG [BR 546.270]). Das Nettovermögen des 
Beschwerdeführers übersteigt diesen Vermögensfreibetrag. Besondere Umstände 
sind allerdings mit der mangelnden Liquidität des Beschwerdeführers gegeben, 
aufgrund derer mit seiner baldigen Mittellosigkeit zu rechnen ist (vgl. hierzu das 
Urteil des Obergerichts Graubünden ZR1 25 46 vom 11. August 2025 E. 6.3 f.). Aus 
diesem Grund ist es gerechtfertigt, vorliegend trotz Überschreitung des 
massgeblichen Vermögensfreibetrags auf die Erhebung einer Entscheidgebühr zu 
verzichten. Die Kosten von CHF 1'500.00 verbleiben beim Kanton Graubünden.

7.4. Da die Mittellosigkeit des Beschwerdeführers bereits im Urteil des 
Obergerichts Graubünden ZR1 25 46 vom 11. August 2025 (E. 6.4) bejaht wurde, 
sich daran zwischenzeitlich nichts geändert hat, die vorliegende Beschwerde nicht 
als aussichtslos zu werten ist und überdies die Bestellung einer Rechtsvertretung 
als notwendig erscheint, sind die Voraussetzungen für eine unentgeltliche 
Verbeiständung im Sinne von Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO erfüllt. Dem Antrag des 

15 / 16

Beschwerdeführers ist stattzugeben und Rechtsanwalt Lorenz Raschein wird als 
sein unentgeltlicher Rechtsvertreter im vorliegenden Verfahren ernannt (Art. 118 
Abs. 1 lit. c ZPO).

7.5. Mit Kostennote vom 18. September 2025 (act. G.2) macht der 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von insgesamt 17 Stunden 
geltend. Allerdings betreffen die darin aufgeführten Leistungen vom 12. August 
2025 und vom 22. August 2025 über insgesamt 3.25 Stunden noch das Verfahren 
vor der KESB Nordbünden und nicht das Beschwerdeverfahren vor dem 
Obergericht, weshalb vorliegend lediglich ein Aufwand von 13.75 Stunden zu 
entschädigen ist. Der Stundenansatz von CHF 200.00 entspricht dem gesetzlich 
vorgesehenen reduzierten Stundenansatz für die unentgeltliche Rechtsvertretung 
gemäss Art. 5 Abs. 1 HV (BR 310.250). Zuzüglich der (praxisgemässen) 
Spesenpauschale von 3% (CHF 82.50) und unter Einschluss der Mehrwertsteuer 
von 8.1% (CHF 229.45) resultiert eine Entschädigung von gerundet CHF 3'062.00. 
Diese geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse des 
Obergerichts bezahlt (Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. Art. 12 Abs. 3 EGzZPO [BR 
321.100]). Der Beschwerdeführer ist zur Nachzahlung an den Kanton Graubünden 
verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden (Obergericht).

3. Das Gesuch von A.________ um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege wird dahingehend gutgeheissen, als ihm für das 
Beschwerdeverfahren ZR1 25 117 vor dem Obergericht des Kantons 
Graubünden die unentgeltliche Verbeiständung im Sinne von Art. 118 Abs. 1 
lit. c ZPO erteilt wird.

4. Zum unentgeltlichen Rechtsvertreter von A.________ wird Rechtsanwalt 
Lorenz Raschein ernannt.

5. Für das Gesuchsverfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege werden 
keine Kosten erhoben.

6. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung in der Höhe von 
CHF 3'062.00 (inkl. Spesen und MWST) gehen unter Vorbehalt der 
Rückforderung gemäss Art. 123 ZPO zulasten des Kantons Graubünden und 
werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

7. [Rechtsmittelbelehrung]

8. [Mitteilungen]