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**Case Identifier:** a74a30b9-f5bd-5c5e-bb4e-234b2f51d9e6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.06.2018 IV 2016/390
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-390_2018-06-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/390

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 11.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2018
Bidisziplinäres psychiatrisch-orthopädisches Gutachten beweiskräftig. Bei 
einer 100%-igen adaptierten Arbeitsfähigkeit wäre selbst bei Gewährung 
eines Tabellenlohnabzuges von 25% kein Rentenanspruch ausgewiesen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juni 
2018, IV 2016/390).

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2016/390

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eugen Koller, LL.M.,

Anwaltskanzlei St. Jakob, St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.___ meldete sich am 9. Januar 2012 aufgrund einer Fussproblematik beidseits zum 

Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Mit Arztbericht vom 7. Februar 2012 des Spitals 

B.___ wurde ein Senk-/Knickfuss beidseits, eine chronische Metatarsalgie beidseits, 

ein Status nach Morton-Neurom-Exzision beidseits und eine fortgeschrittene 

Rhizarthrose mit Subluxation beidseits diagnostiziert (IV-act. 11). Mit Verfügung vom 

29. Mai 2012 wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch mit der Begründung ab, dass die 

Versicherte gemäss medizinischen Abklärungen in einer leidensangepassten Tätigkeit 

zu 100% arbeitsfähig sei (IV-act. 18). Auf ein neues Leistungsgesuch der Versicherten 

vom 11. März 2013 (IV-act. 19) trat die IV-Stelle nach Einholen diverser Arztberichte mit 

Verfügung vom 4. Dezember 2013 nicht ein. Die ausführlichen Abklärungen hätten 

ergeben, dass es sich um den gleichen medizinischen Sachverhalt handle (IV-act. 64).

B. 

B.a  Am 30. Oktober 2014 meldete sich die Versicherte über die Sozialen Dienste C.___ 

abermals zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 69 f.). Gemäss Arztbericht der Klinik 

D.___ für ambulante psychosomatische Behandlung und Rehabilitation vom 16. Juni 

2014 bestehe eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion (ICD-10: F 43.21), 

eine psychophysische Erschöpfung (ICD-10: Z 73.0) und eine chronische 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Formen (ICD-10: F 45.41; IV-act. 

72-4 f.). Dr. med. E.___, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin FMH, stellte am 30. 

Oktober 2014 einen verschlechterten Gesundheitszustand der Versicherten fest. Es 

bestehe eine andauernde Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 72-1). In einem weiteren 

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Arztbericht der Klinik D.___ vom 16. April 2015 hielt Dr. med. F.___, Facharzt 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die Diagnose mittelgradige depressive Episode 

mit somatischen Symptomen (ICD-10: F 32.11) mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit fest (IV-act. 84).

B.b  In der Mitteilung vom 5. November 2015 führte die IV-Stelle aus, gemäss 

Besprechung mit der zuständigen Eingliederungsberaterin vom 19. Mai 2015 fühle sich 

die Versicherte nicht in der Lage, an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken, weshalb 

berufliche Massnahmen nicht angezeigt seien (IV-act. 134; Assessmentprotokoll / 

Verlaufsbericht vom 30. Juni 2015, IV-act. 94; Feststellungsblatt berufliche 

Massnahmen vom 5. November 2015, IV-act. 133).

B.c  Nach Einholen diverser Arztberichte gab die IV-Stelle am 2. März 2016 eine 

bidisziplinäre Abklärung bei der SMAB AG in Auftrag (IV-act. 145). Mit gleichem Datum 

wurde der Versicherten mitgeteilt, zur Klärung der Leistungsansprüche erachte die IV-

Stelle eine umfassende medizinische Untersuchung in orthopädischer und 

psychiatrischer Hinsicht als notwendig (IV-act. 146).

B.d  Im bidisziplinären Gutachten der SMAB AG vom 30. Mai 2016 wurde eine 

chronische Metatarsalgie rechts bei Senk-Spreizfuss beidseits, Status nach Morton-

Neurom-Exzision rechts interdigital plantar II bis III mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit festgehalten. Als Diagnosen, die keine Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit hätten, bestünden sonstige anhaltende affektive Störungen (ICD-10: F 

34.8); psychologische und Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten 

Krankheiten (ICD-10: F 54); chronisches zervikales Schmerzsyndrom ohne radikuläre 

Reizung; pseudoradikuläres lumbales Schmerzsyndrom links; Coxalgie links; 

linkskonvexe lumbale Skoliose; Wirbelkörperhämangiom BWK 11; Rhizarthrose 

beidseits. Aus orthopädischer Sicht ergebe sich aufgrund des Befundes eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (Köchin/Zimmermädchen/Putzfrau), 

für eine körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit, 

die keine überdurchschnittliche emotionale Belastbarkeit voraussetze, bestünde eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit. In psychiatrischer Hinsicht stehe eine Schmerzsymptomatik 

im Vordergrund. Die Schmerzsymptomatik sei organmedizinisch nicht ausreichend 

erklärbar. Der erforderliche Mindestschweregrad für die Diagnose einer anhaltenden 

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somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4) liege nicht vor, eine gewisse 

psychogene Überlagerung sei jedoch anzunehmen. Es bestehe keine psychiatrisch 

bedingte quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 148-13 f.).

B.e  Mit Vorbescheid vom 10. August 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten in 

Aussicht, dass sie keinen Anspruch auf eine IV-Rente habe. In einer adaptierten 

Tätigkeit liege eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vor. Das Valideneinkommen entspreche 

den Lohnangaben des letzten Arbeitgebers  aus dem Jahr 2011 auf das Jahr 2014 

aufgewertet. Gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) liege der Durchschnittsverdienst für 

ungelernte Beschäftigte im Jahr 2014 (Invalideneinkommen) bei Fr. 53'793.-- (IV-act. 

153). Nach dem durch den Rechtsvertreter der Versicherten eingereichten Einwand 

vom 14. September 2016 (IV-act. 154) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit 

Verfügung vom 10. Oktober 2016 wie angekündigt ab (IV-act. 157).

C.

C.a Gegen diese Verfügung richtet sich die durch den Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eingereichte Beschwerde vom 11. November 2016 mit dem 

Antrag, die angefochtene Verfügung sei vollumfänglich aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin spätestens ab September 2014 eine ganze Rente zuzusprechen. 

Eventualiter sei die Sache zur erneuten Beurteilung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Des Weiteren beantragt er die unentgeltliche Rechtspflege. Zur 

Begründung führt der Rechtsvertreter aus, die Beschwerdeführerin befinde sich seit 

2014 in regelmässiger Behandlung bei Dr. phil. G.___ und habe diese einzig wegen der 

Schmerztherapie für einige Monate ausgesetzt. Diese Schmerztherapie im KSSG St. 

Gallen habe jedoch nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Zudem entsprächen die 

Schmerzen der Beschwerdeführerin ohne weiteres dem Schweregrad, der für eine 

somatoforme Schmerzstörung vorausgesetzt werde und von einer Aggravation könne 

keine Rede sein. Dr. med. H.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie 

(psychiatrisches Teilgutachten), reisse die Aussagen der Beschwerdeführerin aus dem 

Zusammenhang heraus und versuche den Eindruck zu erwecken, sie würde sich den 

ganzen Tag im Haushalt beschäftigen. Eine solche "Annahme" lasse sich aus den 

Aussagen der Beschwerdeführerin nicht herleiten. Für Dr. G.___, bei welcher die 

Beschwerdeführerin seit Jahren in Behandlung sei, stehe zweifelsfrei fest, dass von 

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einer somatoformen Schmerzstörung auszugehen sei. Die Behauptung, dass keine 

depressive Episode, sondern eher eine Anpassungsstörung vorliege, sei unzutreffend. 

Zudem sei eine einzelfallgerechte, ressourcenorientierte und ergebnisoffene 

Gesamtbetrachtung der Somatisierungsstörung (Indikatorenprüfung) gemäss neuester 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung unterblieben. Die Konzentrationsstörungen seien 

in keiner Weise medizinisch abgeklärt worden. Das SMAB-Gutachten setze sich auch 

nicht mit der Schwerhörigkeit der Beschwerdeführerin auseinander, welche sich 

gemäss Dr. med. I.___, Facharzt Oto-Rhino-Laryngologie FMH, auf die Arbeitsfähigkeit 

auswirke. Insgesamt sei das SMAB-Gutachten somit unvollständig und beruhe auf 

falschen Annahmen, weshalb ein polydisziplinäres Gutachten (orthopädisch, 

psychiatrisch, neurologisch bzw. neuropsychologisch, allenfalls HNO) einzuholen sei. 

Des Weiteren sei ein Leidensabzug aufgrund persönlicher und beruflicher Merkmale 

von 25% zu gewähren (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2017 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Die Abklärungen im SMAB-Gutachten seien 

umfassend und die Beurteilung der zumutbaren Arbeitsleistung sei nach 

Kenntnisnahme der Vorakten abgegeben worden, womit das Gutachten die 

Anforderungen der Rechtsprechung erfülle. Die Begründung von Dr. H.___, weshalb 

weder die Diagnose einer Depression noch einer Schmerzstörung gestellt werden 

könne, sei ausführlich und er nehme auch Stellung zu den früheren ärztlichen 

Einschätzungen. Die Beschwerdeführerin leide nicht an einem psychosomatischen 

Leiden, weshalb eine Indikatorenprüfung bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren 

syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage 

(PÄUSBONOG) entfalle. Zudem sei eine neurologische Untersuchung nicht angezeigt 

gewesen, da gemäss verschiedenen Arztberichten von Dr. med. J.___, Fachärztin 

Neurologie FMH, die Fussschmerzen im Vorder- und die Beschwerden bezüglich das 

Restless Legs Syndrom im Hintergrund stehen würden. Betreffend die hochgradige 

Innenohrschwerhörigkeit beidseits bestünden gemäss Arztberichten keine 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Abschliessend führt die Beschwerdegegnerin 

aus, selbst bei einem leidensbedingten Abzug von 25% hätte die Beschwerdeführerin 

keinen Anspruch auf eine IV-Rente. Im Übrigen falle ein Leidensabzug ausser Betracht, 

da der Beschwerdeführerin körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, 

wechselbelastende Verweistätigkeiten ohne überdurchschnittlich emotionale Belastung 

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zumutbar seien. Die Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit sei 100%, wobei die 

eingeschränkte emotionale Belastbarkeit bereits berücksichtigt sei (act. G 3).

C.c Am 31. Januar 2017 bewilligte die Verfahrensleitung das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung; act. G 4).

C.d Mit Replik vom 3. April 2017 führt die Beschwerdeführerin aus, es treffe nicht zu, 

dass sich Dr. H.___ mit den früheren medizinischen Einschätzungen 

auseinandergesetzt habe, und er gehe von falschen Annahmen aus, wenn er behaupte, 

die Beschwerdeführerin habe keine psychiatrischen und psychologischen Therapien in 

Anspruch genommen. Die persönliche und subjektive Einschätzung der Schmerzen 

durch Dr. H.___ sei falsch, haltlos und nicht nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin 

habe immerhin eine Schmerztherapie gemacht, welche aber zu keiner Linderung 

geführt habe. Damit sei eine Indikatorenprüfung, wie sie das Bundesgericht verlange, 

angezeigt. Weiter seien die Einsatzmöglichkeiten aufgrund der hochgradigen 

Schwerhörigkeit massiv eingeschränkt, weshalb dies auch Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit haben müsse. Die allenfalls verbleibende Restarbeitsfähigkeit könne 

aufgrund der Einschränkungen nicht sinnvoll verwertet werden, in Betracht käme wohl 

nur eine Tätigkeit in einem geschützten Rahmen (act. G 8).

C.e Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf das Einreichen einer Duplik (act. G 10).

C.f  Mit Eingabe vom 22. Juni 2017 legt die Beschwerdeführerin den Verlaufsbericht 

des KSSG, Schmerzzentrum, vom 13. April 2017 ins Recht. Dazu führt die 

Beschwerdeführerin aus, sie habe an einer Ergo-, Physio-, Schmerz- und Darmtherapie 

teilgenommen, welche keine Veränderung gebracht hätten (act. G 12).

C.g Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf das Einreichen einer Stellungnahme zur 

Eingabe vom 22. Juni 2017 (act. G 14).

Erwägungen

1. 

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein allfälliger 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.2  Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern können, Anspruch auf eine Rente (lit. a), 

wenn sie während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid sind (lit. c). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige 

auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3  Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

1.4  Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit und gestützt darauf die Erwerbsunfähigkeit 

bzw. Invalidität bemessen zu können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen 

angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

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stellen haben. Aufgabe der ärztlichen Sachverständigen ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der freien 

Beweiswürdigung hat das Gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig 

davon, von wem sie stammen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

deshalb allein entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 

352 E. 3a). Je mehr ein Gutachten von diesen Qualitätsanforderungen abweicht, desto 

kleiner ist sein Beweiswert (GABRIELA RIEMER-KAFKA [Hrsg.], 

Versicherungsmedizinische Gutachten, 2007, S. 20). Die Rechtsprechung hat es mit 

dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar betrachtet, in Bezug auf 

bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten volle Beweiskraft zuzuerkennen, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 353 E. 3b/bb mit Hinweisen).

2. 

Grundlage der angefochtenen Verfügung ist das bidisziplinäre Gutachten der SMAB 

AG vom 30. Mai 2016. Zu prüfen ist dessen bestrittene Beweistauglichkeit.

2.1 

2.1.1  Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. H.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie, führt nur Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf 

(letzte Tätigkeit). Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

(ICD-10: F 45.4) könne nicht bestätigt werden. Diese setze einen erheblichen 

Mindestschweregrad im Sinne eines schweren, andauernden und quälenden 

Schmerzes voraus. Ein Schweregrad dieser Art liege nicht vor. Dennoch lägen 

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relevante psychosoziale Belastungsfaktoren vor. Neben der schwierigen beruflichen 

und sozialen Situation hätten langjährige erhebliche Konflikte mit den Töchtern 

bestanden. Weiter spiele vermutlich eine Rolle, dass die Beschwerdeführerin von der 

Persönlichkeit her als relativ aktiv, auch leistungsorientiert anzusehen sei, weshalb die 

aus der Schmerzsymptomatik resultierende Einschränkung der Mobilität sie 

überdurchschnittlich belaste. Dies erschwere die Akzeptanz der Schmerzen. Diese 

unzureichende Akzeptanz verstärke das Schmerzerleben eher noch. Aufgrund dieser 

Ausführungen lägen am ehesten psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei 

andernorts klassifizierten Krankheiten vor (ICD-10: F 54). In affektiver Hinsicht schildere 

die Beschwerdeführerin Gefühle von Ärger, Missmut und Bedrücktheit aufgrund der 

Schmerzsymptomatik und der eingeschränkten Mobilität. Die Kriterien für eine 

depressive Episode lägen nicht vor, schon für eine nur leichte depressive Episode 

müssten mindestens zwei der drei Hauptsymptome einer depressiven Episode 

eindeutig erfüllt sein. Vom Schweregrad der Symptomatik ergäbe sich am ehesten eine 

Anpassungsstörung, welche aber längstens zwei Jahre lang diagnostiziert werden 

könne. Die Symptomatik bestünde gemäss Beschreibung der Beschwerdeführerin aber 

schon länger. Seit Ende 2015 habe sie wieder sehr guten Kontakt zu ihren beiden 

Töchtern, was zu einer deutlichen Stimmungsverbesserung beigetragen habe. Seit 

diesem Zeitpunkt liege nur noch eine mässig ausgeprägte depressive Symptomatik im 

Sinne einer anhaltenden affektiven Störung vor (ICD-10: F 34.8). Aus psychiatrischer 

Hinsicht seien Tätigkeiten, die eine überdurchschnittliche emotionale Belastbarkeit 

voraussetzten, nicht geeignet, ansonsten sei das Belastungsprofil nicht eingeschränkt 

und es liege keine quantitative Verminderung der Arbeitsfähigkeit vor (IV-act. 148-30 

ff.).

2.1.2  Das orthopädische Teilgutachten von Dr. med. K.___, Fachärztin Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt eine chronische 

Metatarsalgie rechts bei Senk-Spreizfuss beidseits, Status nach Morton-Neurom-

Exzision rechts interdigital plantar II bis III mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (letzte 

Tätigkeit) fest. Insgesamt falle eine grosse Diskrepanz zwischen den geklagten 

Beschwerden der Beschwerdeführerin und den vorhandenen klinischen und 

radiologischen Befunden auf. Die angegebenen starken Beschwerden im Bereich des 

rechten Vorfusses könnten nicht nachvollzogen werden. Es bestünden Zweifel am 

angegebenen Leidensdruck, da die Beschwerdeführerin auch die angebotene 

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medikamentöse analgetische Therapie ablehne. Das Weiterführen der bisherigen rein 

stehenden und körperlich recht belastenden Tätigkeit sei trotz den objektiv nicht 

eindrücklichen Befunden nicht sinnvoll. Für eine angepasste Tätigkeit sei die 

Beschwerdeführerin normal arbeitsfähig. Die radiologische Kontrolle des linken 

Hüftgelenkes zeige eine regelrechte Artikulation ohne Coxarthrose-Zeichen. Bis auf 

eine Trochanter-Klopfschmerzangabe und Leisten-Druckschmerzangabe links habe die 

Beschwerdeführerin im Rahmen der der gutachterlichen Untersuchung die 

Untersuchung des linken Hüftgelenks nicht zugelassen. Das MRI der 

Lendenwirbelsäule habe nur eine mässige Facettengelenksarthrose LWK 4/5 beidseits 

dargestellt, die gelegentliche belastungsunabhängige Beschwerden im Bereich des 

lumbosacralen Übergangs erklären könnten, jedoch nicht die Druckschmerzangabe 

über die gesamte Lendenwirbelsäule und das Ausmass der angegebenen 

Beschwerden. Die angegebenen lokalen belastungsabhängigen Schmerzen im 

Nackenbereich seien bei radiologisch sichtbaren hochgradigen Osteochondrosen und 

Unkovertebralarthrosen der zervikalen Segmente HWK 5/6 und 6/7 nachvollziehbar. 

Insgesamt sei die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zu 0%, in einer 

körperlich leichten bis gelegentlich mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit zu 

100% arbeitsfähig (IV-act. 148-44 ff.).

2.1.3  Unter Berücksichtigung beider beteiligter Fachgebiete ergab sich im 

interdisziplinären Konsens eine 100%ige Einschränkung in der angestammten Tätigkeit 

seit dem 13. September 2011. In einer leidensadaptierten Tätigkeit sei die 

Beschwerdeführerin ab Mitte Januar 2012 bis zur letzten Vorderfuss-Operation am 2. 

Dezember 2013 und ab März 2014 jedoch zu 100% arbeitsfähig. Dabei seien 

Tätigkeiten, die eine überdurchschnittliche emotionale Belastbarkeit voraussetzten (z.B. 

bestimmte Tätigkeiten im sozialen Bereich), nicht geeignet. In körperlicher Hinsicht 

seien leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten möglich 

(IV-act. 148-14 f.).

2.2 

2.2.1  In psychiatrischer Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, es bestünden 

gemäss Arztbericht von Dr. F.___ vom 6. November 2015 nicht nur eine 

Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion, sondern auch eine chronische 

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Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (act. G 1 Ziff. IV/1.). 

Zudem sei aufgrund der starken Schmerzen, welche sie anlässlich der orthopädischen 

Begutachtung angegeben habe, ohne weiteres der Scherwegrad, welcher für eine 

somatoforme Schmerzstörung vorausgesetzt werde, erreicht (act. G 1 Ziff. IV, 2.b/aa). 

Ferner liege eine depressive Episode vor. Auch wenn der Kontakt zu den Kindern 

wieder bestehe, sei die anhaltende depressive Episode in keiner Weise abgeklungen 

(act. G 1 Ziff. IV/3.). Zudem befinde sie sich seit 2014 bei Dr. G.___ regelmässig in 

Behandlung, was dem Leistungsauszug der Krankenkasse zu entnehmen sei. Zudem 

könne diese bestätigen, dass sie extrem unter den Beschwerden leide (act. G 1 Ziff. IV/

2.a und 2.b/cc). Die Beschwerdegegnerin hingegen führt aus, dass das psychiatrische 

Teilgutachten von Dr. H.___ ausführlich begründe, weshalb weder die Diagnose einer 

Depression noch einer Schmerzstörung gestellt werden könne. Betreffend die 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung zeige Dr. H.___ konkret auf, dass die 

Diagnose nicht hergeleitet und nicht genügend begründet worden sei. Die Tatsache, 

dass Schmerzen nicht ausreichend organisch erklärbar seien, reiche für die Diagnose 

einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht aus. Bei der von Dr. F.___ 

diagnostizierten mittelgradigen depressiven Episode sei der psychische Befund sehr 

knapp gehalten und spreche eher gegen eine solche Diagnose. Gemäss Dr. H.___ 

würden die Kriterien einer depressiven Episode nicht vorliegen, weshalb sich am 

ehesten eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion ergebe. In Bezug auf die 

Diagnose der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren 

führe Dr. H.___ aus, dass er eher psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei 

andernorts klassifizierten Krankheiten sehe. Der Mindestschweregrad im Sinne eines 

schweren, andauernden und quälenden Schmerzes könne schon aufgrund der 

mitgeteilten Tagesaktivitäten nicht vorliegen (act. G 3 Ziff. III/1.).

2.2.2  Das psychiatrische Teilgutachten setzt sich ausführlich mit allen medizinischen 

Vorakten und den darin aufgeführten Diagnosen auseinander (vgl. IV-act. 148-33 f.). 

Dabei zu erwähnen ist, dass sämtliche Arztberichte der Klinik D.___ in der 

Vorgeschichte gemäss Aktenlage aufgeführt wurden und somit in die Beurteilung 

eingeflossen sind (Berichte vom 16. Juni 2014, IV-act. 72-4f.; 16. April 2015, IV-act. 84; 

14. Juli 2015, IV-act. 122; 6. November 2015, IV-act. 141-9f.). Diese wurden jeweils von 

Dr. F.___ allein oder zusammen mit Dr. G.___ unterzeichnet. Die Behandlung durch 

sowie die Einschätzung von Dr. G.___ hat damit bereits Eingang in das Gutachten 

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gefunden. Die beantragte Einholung eines Verlaufsberichtes bei Frau Dr. G.___ erübrigt 

sich damit.

2.2.3  Dr. H.___ gibt den erhobenen psychiatrischen Befund ausführlich wieder. So hält 

er beispielsweise fest, dass die Versicherte anamnestisch eine Konzentrationsstörung 

beklagt habe, welche er aber nicht feststellen könne. Sie könne dem Gespräch 

aufmerksam folgen, problemlos Themenwechsel bewältigen und verliere nie den 

Gesprächsfaden (IV-act. 148-28). Im Vordergrund des Beschwerdeerlebens stehe eine 

Schmerzsymptomatik, welche organmedizinisch nicht ausreichend erklärbar sei. Es 

bestehe eine grosse Diskrepanz zwischen den beklagten Beschwerden und den 

klinischen sowie radiologischen Befunden. Es sei zu diskutieren, ob eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung vorliege. Diese Diagnose setze jedoch einen erheblichen 

Mindestschweregrad im Sinn eines schweren, andauernden und quälenden Schmerzes 

voraus. Ein Schweregrad dieser Art liege jedoch nicht vor. Dies ergebe sich allein 

schon aus der Analyse der von der Versicherten mitgeteilten Tagesaktivitäten (Freundin 

besuchen, Haushalt erledigen, Autofahren, Kochsendungen sehen, IV-act. 148-24). 

Eine gewisse psychogene Überlagerung sei anzunehmen (IV-act. 148-30). Er führt 

nachvollziehbar aus, weshalb die von Dr. F.___ gestellten Diagnosen der chronischen 

Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Formen und die mittelgradige 

depressive Episode mit somatischen Symptomen nicht vorliegen (vgl. IV-act. 148-33). 

Der psychiatrische Gutachter hat sich anlässlich der Begutachtung intensiv mit diesen 

Diagnosen auseinandergesetzt. Die gestellten Diagnosen und Schlussfolgerungen im 

psychiatrischen Teilgutachten sind überzeugend, weshalb dessen Einschätzung des 

Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zu folgen ist. Abschliessend ist 

festzuhalten, dass der mit ergänzender Replik eingereichte Arztbericht des KSSG 

Schmerzzentrums grundsätzlich eine Untersuchung vom 11. April 2017 betrifft und 

darin unter anderem über abgehaltene Einzeledukationen zum Thema „chronischer 

Schmerz“ berichtet wird. Zudem ist dem Bericht zu entnehmen, dass die 

Beschwerdeführerin nur wieder zu Dr. G.___ gehe, weil sie Tabletten benötige. Die 

Gespräche würden ihr nicht helfen. Weiter wird im Bericht eine psychiatrische 

tagesklinische Behandlung vorgeschlagen, da die Beschwerdeführerin die Angebote 

einer ambulanten Schmerztherapie nicht mehr annehmen wolle und eine stationäre 

Schmerztherapie aufgrund mangelnder Motivation, ihre Einstellung den chronischen 

Schmerzen gegenüber zu verändern, nicht sinnvoll sei (vgl. act. G 12.1). Dem Bericht 

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vom 13. April 2017 ist folglich keinerlei Hinweis auf eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes seit der Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen 

Verfügung am 10. Oktober 2016 zu entnehmen und ebenso wenig eine konkrete, 

begründete Arbeitsfähigkeitsschätzung, die die Schlussfolgerungen des 

psychiatrischen Gutachtens in Frage stellen würde.

2.3 

Die Beschwerdeführerin beantragt eine erneute orthopädische Abklärung (act. G 1 Ziff. 

IV/3.c). Weitere Ausführungen, weshalb das orthopädische Teilgutachten von Dr. K.___ 

nicht genügen sollte, werden nicht gemacht. Es ist denn auch nicht ersichtlich, 

inwiefern das orthopädische Teilgutachten den Anforderungen nicht genügen sollte. Es 

umfasst die streitigen Belange (Fussprobleme, Hüftdysplasie beidseits), beruht auf der 

durch Dr. K.___ durchgeführten ausführlichen Exploration der Beschwerdeführerin 

(Anamnese, orthopädisch-/traumatologischer Befund, MRT der LWS, Röntgen 

Halswirbelsäule/Becken/Hüftgelenk links) und würdigt die medizinischen Vorakten 

umfassend (vgl. IV-act. 148-37 ff.). Insgesamt ist das orthopädische Teilgutachten in 

seiner Schlussfolgerung begründet und leuchtet auch in der Darlegung der 

medizinischen Situation ein. Eine erneute orthopädische Begutachtung ist damit nicht 

angezeigt.

2.4 

Die Beschwerdeführerin macht betreffend das SMAB-Gutachten geltend, bei einer 

Somatisierungsstörung sei eine Gesamtbetrachtung, einzelfallgerecht, 

ressourcenorientiert und ergebnisoffen vorzunehmen. Diese habe gemäss 

Rechtsprechung anhand eines Katalogs von Indikatoren zu erfolgen. Eine solche sei 

jedoch unterblieben (act. G 1 Ziff. IV/4.). Wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt, 

ist eine Indikatorenprüfung bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen 

Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage nur vorzunehmen, wenn 

ein der somatoformen Schmerzstörung vergleichbares psychosomatisches Leiden 

vorliegt (BGE 141 V 281). Gemäss Gutachten liegt kein solches vor bzw. erreicht das 

psychosomatische Leiden nicht den Schweregrad einer somatoformen 

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Schmerzstörung, weshalb die Gutachter zu Recht auf eine Indikatorenprüfung 

verzichtet haben.

2.5 

2.5.1  Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass sie auch mit einem Hörgerät 

noch sehr schlecht höre. Ihr sei es deshalb nicht möglich, Tätigkeiten auszuüben, die 

eine normale Kommunikation oder ein "normales" Gehör voraussetzten. Eine allfällige 

Restarbeitsfähigkeit könne aufgrund der bestehenden Leiden in keiner Weise 

wirtschaftlich verwertet werden. Dr. I.___ gehe aufgrund der Schwerhörigkeit von einer 

Arbeitsfähigkeitseinschränkung von 50% aus. Mit dieser Beurteilung setze sich das 

SMAB-Gutachten nicht auseinander (act. G 1 Ziff. IV/6.). Die Beschwerdeführerin führt 

weiter aus, es käme nur eine Tätigkeit in einem geschützten Rahmen in Betracht, 

weshalb von einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit auszugehen sei (act. G 8 Ziff. VI/

Bemerkungen zu Ziffer 4 der Beschwerdeantwort). Dazu äussert sich die 

Beschwerdegegnerin dahingehend, dass Dr. I.___ im Verlaufsbericht vom 23. 

Dezember 2015 der hochgradigen Innenohrschwerhörigkeit beidseits keinen Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen habe. Zudem liste Dr. E.___ die hochgradige 

Innenohrschwerhörigkeit im Arztbericht vom 27. Januar 2016 als Diagnose ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auf (act. G 3 Ziff. III/4.).

2.5.2  Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin führt Dr. I.___ im 

Arztbericht vom 23. Dezember 2015 ausdrücklich aus, dass das Hörvermögen der 

Beschwerdeführerin keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Die 

Beschwerdeführerin könne aber derzeit keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen. 

Gewisse Maschinen könne die Beschwerdeführerin auch mit der Hörgeräteversorgung 

nicht mehr hören, so dass die Sicherheit am Arbeitsplatz nicht mehr gewährleistet sei 

(IV-act. 138-2 f.). Dies bezieht sich jedoch auf die angestammte Tätigkeit. Dr. I.___ hielt 

auch andere Tätigkeiten für unzumutbar, führte jedoch nichts weiter dazu aus. Die 

verschiedenen Arztberichte von Dr. I.___ wurden durch das Gutachten in der 

Vorgeschichte gemäss Aktenlage berücksichtigt (IV-act. 148-9 ff.). Im Weiteren wurden 

bezüglich der Schwerhörigkeit weder im psychiatrischen noch im orthopädischen 

Teilgutachten ausdrücklich Ausführungen gemacht. Offensichtlich war die 

Kommunikation während der Begutachtung durch die Schwerhörigkeit nicht 

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beeinträchtigt. Insgesamt erscheint eine Einschränkung der quantitativen 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit aufgrund der 

Schwerhörigkeit nicht plausibel.

2.6 

2.6.1  Die Beschwerdeführerin erachtet das Einholen eines neurologischen bzw. 

neuropsychologischen Gutachtens für notwendig. Gemäss Arztbericht vom 6. 

November 2015 von Dr. F.___ (vgl. IV-act. 141-10) beständen eine reduzierte geistige 

Flexibilität und Konzentrationsabfälle bzw. Konzentrationsstörungen. Diese 

Beschwerden seien nicht abgeklärt worden (act. G 1 Ziff. IV/5.). Dazu führt die 

Beschwerdegegnerin aus, es lägen ein Arztbericht vom 24. Juni 2012 sowie zwei 

konsiliarische Beurteilungen von Dr. J.___ vom 7. Dezember 2009 und 29. April 2013 

vor. Aufgrund der Ausgangslage habe die RAD-Ärztin entschieden, dass lediglich eine 

bidisziplinäre Begutachtung notwendig sei. Zudem berücksichtige der Gutachter Dr. 

H.___ die Arztberichte von Dr. J.___ umfassend. Hätte dieser bei der Durchsicht der 

Akten eine neurologische Begutachtung als notwendig erachtet, wäre eine 

Rückmeldung an die Beschwerdegegnerin erfolgt (act. G 3 Ziff. III/3.).

2.6.2  Zunächst liegt es in der Kompetenz des RAD, eine Einordnung des Falles 

vorzunehmen und zu bestimmen, welche Fachdisziplinen an der Begutachtung zu 

beteiligen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_656/2013 vom 11. Dezember 2013, 

E.3.2 in SVR 2014 IV Nr. 16). Die vorab genannten Arztberichte wurden im Gutachten in 

der Vorgeschichte gemäss Aktenlage aufgeführt. Im Gutachten fand eine 

Auseinandersetzung mit den Arztberichten von Dr. F.___ statt und betreffend die 

Konzentrationsstörungen wurde ausgeführt, dass diese gemäss Arztbericht von Dr. 

F.___ vom 16. Mai 2015 (vgl. IV-act. 84) subjektiv vorliegen würden. Die Beschwerden 

sind damit nicht weiter untersucht worden. Wie die Beschwerdeführerin richtig 

ausführt, kann allein aufgrund der Tatsache, dass sie dem Gespräch bei der 

Begutachtung folgen konnte, eine Störung der Konzentrationsfähigkeit nicht 

ausgeschlossen werden. Hingegen führt die Beschwerdegegnerin richtig aus, dass es 

sich bei den Konzentrationsstörungen sowohl im Arztbericht von Dr. F.___ vom 16. 

April 2014 als auch vom 6. November 2015 lediglich um die subjektiven Angaben der 

Beschwerdeführerin handelt. Es wurde dahingehend weder eine Diagnose gestellt noch 

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wurden damals weitere Abklärungen von Dr. F.___ als notwendig erachtet (vgl. auch 

Urteil des Bundesgerichts 9C_115/2009 vom 1. September 2009, E.4.3 zur Empfehlung 

einer neuropsychologischen Untersuchung sowie der Interpretation von kognitiven 

Defiziten). Aus den medizinischen Akten ergibt sich somit kein Grund für das Einholen 

eines neurologischen bzw. neuropsychologischen Gutachtens.

2.7 

Gesamthaft betrachtet erweist sich das bidisziplinäre Gutachten in medizinischer 

Hinsicht als beweistauglich. Es bestehen keine Indizien, welche gegen die 

Zuverlässigkeit des Gutachtens sprechen. Auch die RAD-Ärztin hält das Gutachten aus 

versicherungsmedizinischer Sicht für beweistauglich, insbesondere in der Hinsicht, 

dass sich die Gutachter mit den abweichenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte 

auseinandersetzten (vgl. IV-act. 149). Die Gutachter legten überzeugend dar, dass 

weder in orthopädischer noch psychiatrischer Hinsicht eine die Arbeitsfähigkeit 

einschränkende gesundheitliche Beeinträchtigung vorliegt. Damit ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin nicht an 

gesundheitlichen Problemen leidet, die erhebliche Auswirkungen auf ihre 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit haben. Beide Gutachter beschreiben 

überdies mehrfach relevante Inkonsistenzen hinsichtlich Tagesaktivität und 

angegebener vollständiger Arbeitsunfähigkeit, nicht feststellbarem Verlust von 

Interesse und Freude bei angegebener ausgeprägter Antriebsstörung, grosser 

Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden sowie den klinischen und 

radiologischen Befunden, Widerspruch zwischen angegebenem Leidensdruck und 

Bereitschaft zu einer medikamentösen-analgetischen Therapie (Epikrise 

psychiatrisches Gutachten: IV-act. 148-30ff., Epikrise orthopädisch-/traumatologisches 

Gutachten: IV-act. 148-44ff.), deren Vorliegen in der abschliessenden RAD-

Stellungnahme vom 8. Juni 2016 bestätigt wurden (IV-act. 149). Bei dieser Sachlage 

erübrigen sich weitere Abklärungen. Es liegt keine Verletzung der Abklärungspflicht vor

3. 

Insgesamt ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin 

gesamtmedizinisch betrachtet in angestammter Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig und 

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in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist. Die Beschwerdeführerin war im 

Zeitpunkt der Begutachtung knapp 58 Jahre alt. Der Verwertbarkeit der attestierten 

Arbeitsfähigkeit steht nichts entgegen (vgl. zum Ganzen MEYER / REICHMUTH, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art. 28 N 12ff.). Hinsichtlich des 

Invaliditätsgrades ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin als Vollerwerbstätige 

gemäss Angaben des letzten Arbeitgebers aus dem Jahr 2011 und unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2014 ein Valideneinkommen von Fr. 

53'378.-- erzielen würde (vgl. IV-act. 7-14). Demgegenüber steht, da die 

Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, basierend auf dem Total 

der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik ein 2014 erzielbares 

Invalideneinkommen von Fr. 53‘793.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV, Ausgabe 2018, 

Anhang 1, S. 222). Folglich besteht kein invaliditätsbedingter Minderverdienst. Auch bei 

Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzuges (von max. 25%) - womit der 

Schwerhörigkeit der Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit zusätzlich zu 

den bereits berücksichtigten Einschränkungen Rechnung getragen werden könnte - 

würde kein rentenrelevanter Minderverdienst resultieren. Gemäss den im Gutachten 

attestierten (IV-act. 148-20f.) sowie vom RAD (IV-act. 149-2) bestätigten 

Arbeitsunfähigkeitszeiten liegt zudem auch kein befristeter Rentenanspruch vor. Da 

deshalb keine Invalidität vorliegt, hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch 

zu Recht abgelehnt.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 10. Oktober 2016 nicht 

zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in 

der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von 

der Bezahlung zu befreien.

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Publikationsplattform

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4.3  Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 

12'000.--. Im vorliegenden Fall hat der Rechtsvertreter keine Honorarnote eingereicht. 

Im hier zu beurteilenden Fall erscheint mit Blick auf die Anforderungen und Komplexität 

der Streitsache eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu 

kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat den 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.4  Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin wird von der Bezahlung der Gerichtsgebühr in der Höhe von 

Fr. 600.-- befreit.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

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Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 2'800.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.06.2018
	Bidisziplinäres psychiatrisch-orthopädisches Gutachten beweiskräftig. Bei einer 100%-igen adaptierten Arbeitsfähigkeit wäre selbst bei Gewährung eines Tabellenlohnabzuges von 25% kein Rentenanspruch ausgewiesen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Juni 2018, IV 2016/390).

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