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**Case Identifier:** f5fc4daf-c973-58df-8724-1802129b795a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.12.2025 200 2025 265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-265_2025-12-03.pdf

## Full Text

IV 200 2025 265
JAP/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Dezember 2025

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________, C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. März 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

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Sachverhalt:

A.

Dem 1994 geborenen A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter ..., wurde seitens der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegne-
rin) mit Verfügung vom 22. Oktober 2021 bei einem Invaliditätsgrad von 
100 % eine ganze Invalidenrente ab 1. Juni 2020 zugesprochen (Akten der 
IVB [act. II] 10/3, 119).

Am 9. November 2021 teilte die IVB dem Versicherten mit, dass sich ge-
stützt auf ihre Abklärungen der Gesundheitszustand und somit die Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit durch eine zwölfmonatige (teil-)stationäre Entwöh-
nungs- bzw. Entzugstherapie verbessern lasse; gleichzeitig forderte sie ihn 
zur Schadenminderung auf, namentlich eine entsprechende Klinik und das 
Eintrittsdatum zu benennen, widrigenfalls die Leistungen gekürzt oder auf-
gehoben werden könnten (act. II 121). Nach Abbruch einer solchen am 
2. Dezember 2021 begonnenen Therapie in der Klinik D.________ am 
16. Dezember 2021 wegen eines positiven THC-Befundes (act. II 123, 149) 
stellte die IVB mit Vorbescheid vom 21. Dezember 2021 die sofortige Ein-
stellung der Rentenzahlungen in Aussicht (act. II 125; vgl. auch 
act. II 128 f.), worauf sie nach Eintritt des Versicherten in die Klinik 
E.________ am 26. Januar 2022 (act. II 130 f., 152; seit Austritt am 
16. März 2022 stationäre Sucht- und Sozialtherapie der Stiftung 
F.________ [act. II 157] mit ambulanter ärztlicher Behandlung durch 
G.________ [act. II 156]) zurückkam (Rückzug Vorbescheid vom 21. De-
zember 2021 am 24. Februar 2022 [act. II 137]). Im Rahmen einer im No-
vember 2022 von Amtes wegen eingeleiteten Revision (vgl. act. II 139; vgl. 
auch act. II 142) forderte die IVB den Versicherten mit Schreiben vom 
21. März 2023 (erneut) zur Schadenminderung auf (verbunden mit der An-
drohung der Leistungsablehnung im Unterlassungsfall), dieses Mal in Form 
einer laborkontrollierten vollständigen Abstinenz von sämtlichen ärztlich 
nicht verordneten Substanzen während drei Monaten (act. II 163; vgl. auch 
act. II 162/4 ff.). Nachdem alle drei Laborbefunde mindestens bezüglich 
eines Suchtstoffs positiv waren (act. II 166 f., 169 f., 172 f.), stellte die IVB 
mit Vorbescheid vom 3. Juli 2023 die sofortige Einstellung der Rentenzah-

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lungen in Aussicht (act. II 174). Auf Einwand des Versicherten hin 
(act. II 180) und nach Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärzt-
lichen Dienstes (RAD; act. II 183/4 ff.) forderte die IVB den Versicherten 
einmal mehr mit Schreiben vom 14. Februar 2024 (und Fristverlängerung 
vom 5. April 2024) unter Androhung der Leistungsablehnung im Unterlas-
sungsfall zur Schadenminderung in Form einer medikamentösen antipsy-
chotischen/neuroleptischen Behandlung mit wiederholten Bestimmungen 
der Medikamentenspiegel und einer kontrollierten Abstinenz von relevanten 
Suchtstoffen auf (act. II 184, 189). Zwischenzeitlich erfolgte in Kooperation 
mit der Stiftung F.________ eine Anbindung des Versicherten an das Am-
bulatorium der Klinik E.________ mit suchtspezifischer Gesprächstherapie 
sowie medikamentöser Behandlung (act. II 188 f.; vgl. act. II 227) und die 
Laboruntersuchungen wurden in unregelmässigen Abständen mindestens 
einmal monatlich im RAD durchgeführt (vgl. act. II 197). Bei drei Laborun-
tersuchungen war das Resultat für Cannabinoide und Kokain positiv 
(act. II 201 f., 207 f., 214 f.) und den letzten zwei Aufforderungen (act. II 
217, 219) kam der Versicherte nicht nach (act. II 218, 221). Mit neuem Vor-
bescheid vom 12. Dezember 2024 stellte die IVB die Aufhebung der bishe-
rigen ganzen Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden 
Monats in Aussicht; in der Begründung hielt sie fest, im Falle einer Absti-
nenz sowie einer medikamentösen antipsychotischen/neuroleptischen Be-
handlung wäre innerhalb von sechs bis neun Monaten eine Arbeitsfähigkeit 
von 80 % in einer adaptierten Tätigkeit möglich und zumutbar gewesen 
(act. II 222). Dagegen erhob der Versicherte Einwand (act. II 228). Nach-
dem die IVB beim RAD eine weitere Stellungnahme vom 5. März 2025 ein-
geholt hatte (act. II 232/2 ff.), verfügte sie am 18. März 2025 bei einem er-
mittelten Invaliditätsgrad von 24 % die in Aussicht gestellte Rentenaufhe-
bung (act. II 233).

B.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch B.________, Beiständin 
C.________, mit Eingabe vom 29. April 2025 Beschwerde erheben und 
beantragen, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei die bisherige 
Rente weiterhin auszurichten, eventualiter sei die Rente bei einem Invali-

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ditätsgrad von 43 % neu festzusetzen, unter Kosten- und Entschädigungs-
folge. Gleichzeitig ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege (Befreiung von den Verfahrenskosten).

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2025 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Die vom Beschwerdeführer beschwerdeweise ebenfalls beantragte Wie-
derherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wies der In-
struktionsrichter mit prozessleitender Verfügung vom 3. Juli 2025 ab.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. März 2025 
(act. II 233). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die laufen-
de ganze Rente zu Recht auf Ende des der Verfügungszustellung folgen-
den Monats – mithin per Ende April 2025 – aufhob.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des 
IVG (Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, 
SR 831.201] und des ATSG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-
gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328, 150 V 89 E. 3.2.1 
S. 95, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Für Renten-
bezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor Inkrafttreten der 
Änderung vom 19. Juni 2020 – d.h. vor dem 1. Januar 2022 – entstanden 
ist und die bei Inkrafttreten dieser Änderung das 55. Altersjahr noch nicht 
vollendet haben, was auf den 1994 geborenen und seit Juni 2020 eine 
Rente beziehenden Beschwerdeführer zutrifft, bleibt der bisherige Renten-
anspruch solange bestehen, bis sich der Invaliditätsgrad nach Art. 17 
Abs. 1 ATSG ändert (lit. b Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 WEIV).

In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG gilt gemäss Rz. 9102 des Kreis-
schreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung (KSIR; 
zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 

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148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228) Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 
2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der 
Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. Liegt die massgeben-
de Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG 
und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 1. Januar 2022 Anwen-
dung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach 
Art. 88a IVV (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_658/2022 vom 
30. Juni 2023 E. 3.2).

2.2

2.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie u.a. zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 
Nach Art. 28 aAbs. 2 IVG (gültig bis 31. Dezember 2021) besteht der An-
spruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 
70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % inva-
lid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch 
auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 
ein solcher auf eine Viertelsrente. Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (gültig ab 
1. Januar 2022) wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Antei-
len an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 
69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 
IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze 
Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 

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49 % gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 
IVG.

2.2.3 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes 
wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder auf-
gehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-
tenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (lit. a) oder auf 
100 % erhöht (lit. b). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Ände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts-
grad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist 
deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszu-
standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-
wirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufga-
benbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 
S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 
E. 3.1).

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 9C_8/2010 
E. 3.1).

2.3 Im Sozialversicherungsrecht gilt der allgemeine Grundsatz der 
Schadenminderungspflicht (BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL 
Nr. 6 S. 21, 9C_251/2019 E. 7.3.1) und daraus abgeleitet der Selbstein-
gliederungslast (BGE 138 V 457 E. 3.2 S. 461). Danach sind einer versi-
cherten Person Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in 
der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu 
erwarten hätte (BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274). 

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2.3.1 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumut-
baren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentli-
che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit 
verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu 
bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt 
oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die 
Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit 
einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine 
Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 
Abs. 4 ATSG).

Der Tatbestand des Art. 21 Abs. 4 ATSG enthält demnach verschiedene 
Elemente: Eine vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweige-
rung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt 
einerseits die Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behand-
lung oder erwerblichen Eingliederung voraus. Zum andern muss diese Vor-
kehr geeignet sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu 
bewirken. Hierfür bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt 
eine – je nach den Umständen zu konkretisierende – gewisse Wahrschein-
lichkeit, dass die Vorkehr erfolgreich gewesen wäre. Im Weiteren muss sich 
die versicherte Person einer solchen Massnahme widersetzt oder entzogen 
oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beigetragen ha-
ben; ab welchem Zeitpunkt eine entsprechende Annahme getroffen werden 
darf, ist von der richtigen Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfah-
rens abhängig. Im Übrigen muss die Sanktion in ihrer konkreten Gestalt 
verhältnismässig sein, indem das Kürzungsmass und die voraussichtliche 
günstige Wirkung der zumutbaren Massnahme auf den Erwerbsschaden 
einander entsprechen (SVR 2019 IV Nr. 16 S. 48, 8C_865/2017 E. 3.3, 
2017 IV Nr. 65 S. 203, 9C_671/2016 E. 2.2 und 4.1.1; Urteil des BGer 
8C_865/2017 vom 19. Oktober 2018 E. 3.3 und 5.2.2). 

Die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht im Sinne von Art. 21 
Abs. 4 ATSG sind streng, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invaliden-
versicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schaden-
mindernde Vorkehren Rentenleistungen auslöst bzw. perpetuiert (Urteil des 
BGer 9C_155/2019 vom 24. Juni 2019 E. 2.2.2).

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2.3.2 Art. 21 Abs. 4 ATSG ist auch auf die Invalidenversicherung an-
wendbar (Art. 1 IVG) und wird im IVG wie folgt ergänzt: Die versicherte 
Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das 
Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu verringern und den Ein-
tritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern (Art. 7 Abs. 1 IVG). Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an medizinischen Behandlungen nach Art. 25 
des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung 
(KVG; SR 832.10; Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Als zumutbar gilt jede Mass-
nahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenom-
men sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen 
sind (Art. 7a IVG). Die Beweislast für die Unzumutbarkeit einer Massnahme 
im Sinne von Art. 7 Abs. 2 IVG liegt bei der versicherten Person (BGer 
9C_155/2019 E. 2.2.2). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

3.

3.1 Die Rentenverfügung vom 22. Oktober 2021 (act. II 119) stützte sich 
in medizinischer Hinsicht auf das polydisziplinäre (Allgemeine Innere Medi-
zin, Neurologie, Angiologie, Psychiatrie, Neuropsychologie) Gutachten der 
H.________ (MEDAS) vom 29. März 2021. Darin wurden die folgenden 
Diagnosen gestellt (act. II 98.1/9 f. Ziff. 4.2):

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Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

1. Paranoide Schizophrenie, episodischer Verlauf (ICD-10 F20.03); DD: Status 
nach multiplen polymorph psychotischen Störungen mit Symptomen einer 
Schizophrenie (ICD-10 F23.1)

2. Opioid-Abhängigkeit, gegenwärtiger Substanzkonsum (ICD-10 F11.24)
3. Cannabis-Abhängigkeit, gegenwärtiger Substanzkonsum ICD-10 F12.24)
4. Kokain-Abhängigkeit, gegenwärtiger Substanzkonsum (ICD-10 F14.24)
5. Alkoholabhängigkeit, episodischer Substanzkonsum (ICD-10 F10.26)
6. Leichte neuropsychologische Störung mit einzelnen attentionalen, exekuti-

ven und verbal-mnestischen Funktionsdefiziten

Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:

7. Verdacht auf idiopathisch stechende Kopfschmerzen (ICD-10 G44.8)
8. Status nach toxischer Leukencephalopathie (Toxscreening positiv für 

Kokain, Opiate, Cannabis am 17. September 2019; ICD-10 G93.4)

In der Konsensbeurteilung wurde festgehalten, retrospektiv könne aus neu-
rologischer Sicht allenfalls von einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit 
infolge der toxischen Leukencephalopathie von maximal einem halben Jahr 
ausgegangen werden. Aufgrund der instabilen psychischen Situation sei 
der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als ... aktuell und ana-
mnetisch seit mindestens dem 16. August 2018 zu 100 % als arbeitsun-
fähig zu beurteilen, dies sowohl aufgrund der immer wieder auftretenden 
psychotischen Symptome im Rahmen der paranoiden Schizophrenie als 
auch aufgrund der aktiven Abhängigkeiten von Alkohol, Cannabis, Kokain 
und Opiaten. Auch in einer möglichen angepassten Tätigkeit sei aktuell von 
einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aufgrund dieser Symptome auszuge-
hen (act. II 98.1/11 f. Ziff. 4.7 f.). Eine Intensivierung der suchtspezifischen 
Behandlung resp. eine Entwöhnungs- und Entzugsbehandlung sei anzu-
streben. Des Weiteren sollte eine neuroleptische Depotmedikation erwogen 
werden (act. II 98.1/12 Ziff. 4.10).

Nachdem der Beschwerdeführer vom 10. Mai bis 5. Juni 2021 bereits zum 
vierten Mal in stationärer Behandlung in der Klinik D.________ zum Entzug 
von Alkohol, Kokain und Cannabis gewesen war (Bericht vom 10. Juni 
2021; act. II 111/2 f.), erkundigte sich die Beschwerdegegnerin bei den 
Gutachtern über die wahrscheinliche Behandlungsdauer und die zu erwar-
tenden Erfolgsaussichten (auch in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit) eines 
solchen Entzugs (act. II 113, 118). Mit Stellungnahmen vom 17. August und 

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20. Oktober 2021 (act. II 114, 120) rechneten die Gutachter mit einem 
zwölfmonatigen (teil-)stationären Entwöhnungs- und Entzugsprogramm, 
wodurch im Idealfall eine längerdauernde Abstinenz bezüglich der Sub-
stanzmissbräuche und eine stabile neuroleptische Situation bzw. Remissi-
on der psychotischen Symptome erreicht werden könnte. Sie bejahten die 
Zumutbarkeit aller vorgeschlagenen Massnahmen und erwarteten eine 
damit einhergehende rentenrelevante Verbesserung der Arbeitsfähigkeit, 
ohne aber Aussagen zu deren Eintritt, Dauer und Ausmass machen zu 
können.

3.2 Bis zum Erlass der die zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243) angefochtenen Verfügung vom 
18. März 2025 (act. II 233) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt:

3.2.1 Der Beschwerdeführer konnte im Rahmen seines fünften Aufent-
halts in der Klinik D.________ vom 2. bis 16. Dezember 2021 die Entzugs-
behandlung bis 12. Dezember 2021 komplikationslos abschliessen, doch 
fiel dann am 16. Dezember 2021 eine Urinprobe positiv auf THC aus, was 
nach den Klinikregeln sofort zum disziplinarischen Austritt geführt habe 
(Bericht vom 20. Dezember 2021; act. II 149).

3.2.2 Vom 26. Januar bis 16. März 2022 war der Beschwerdeführer zum 
dritten Mal in der Klinik E.________ in stationärer Behandlung. Im Ab-
klärungsgespräch habe er selbst angegeben, dass die paranoide Sympto-
matik nur unter Konsum auftrete. Der Austritt sei wie geplant bzw. regulär 
nach erfolgreichem qualifiziertem Entzug mit anschliessender Stabilisierung 
erfolgt. Während des Klinikaufenthalts habe ein begleitetes Wohnen in der 
Stiftung F.________ aufgegleist werden können. Der Beschwerdeführer 
habe sich bei Austritt in einem knapp psychophysisch kompensierten Zu-
stand befunden. Auch wenn er angegeben habe, aufgrund der Auflage der 
IV abstinenzorientiert zu sein, sei es während des Aufenthalts an den Wo-
chenenden regelmässig zu Rückfällen sowohl mit Kokain und Heroin als 
auch Cannabis gekommen (Bericht vom 28. März 2022; act. II 152).

3.2.3 Die Weiterbehandlung erfolgte durch die Stiftung F.________ (be-
treutes Wohnen) und die Stiftung G.________ (Arbeitsintegration und am-

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bulante ärztliche Behandlung). Sowohl Dr. med. I.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, Stiftung G.________, als auch der Sozial-
therapeut J.________, Stiftung F.________, bescheinigten in den Berich-
ten vom 30. Januar 2023 (act. II 156) und 2. Februar 2023 (act. II 157) eini-
ge Fortschritte hinsichtlich einer Abstinenz (mit zwar stattgehabtem THC-
Konsum, aber reduziertem Kokain-Konsum bzw. längeren stabilen Phasen) 
und wiesen auf die aktuelle Tätigkeit im zweiten Arbeitsmarkt in einem 
Pensum von 50 % hin. Ergänzend verneinte die behandelnde Psychiaterin 
aktuell Symptome bezüglich der Psychose, wobei es gelegentlich zu ver-
mehrtem Grübeln im Rahmen des THC-Konsums komme (act. II 156/2 
Ziff. 4 f.), und eine Arbeitsfähigkeit sowohl auf dem ersten als auch auf dem 
zweiten Arbeitsmarkt, letzteres jedenfalls ohne die bestehende enge Be-
treuung sowohl der Stiftung F.________ als auch der Stiftung G.________ 
(act. II 156/3 Ziff. 9). Unter Abstinenz von Kokain und weitestgehender Ab-
stinenz von THC könnte der Versuch einer Präsenzzeitsteigerung erfolg-
reich verlaufen (act. II 156/6 Ziff. 15.6).

3.2.4 In der Stellungnahme vom 10. März 2023 folgerte der RAD-Arzt 
Dr. med. K.________, Praktischer Arzt sowie Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, es scheine unter den stattgehabten Therapien zu einer 
teilweisen Abstinenz und zu einer teilweisen Verbesserung des Gesund-
heitszustandes gekommen zu sein. Allerdings sei der Beschwerdeführer 
wiederholt rückfällig geworden und habe auch zuletzt weiterhin täglich 
Cannabinoide und wöchentlich Kokain konsumiert. Unter anderem auf-
grund des anhaltenden Konsums und einer damit einhergehenden vermin-
derten psychischen Belastbarkeit scheine es noch zu keiner relevanten 
Verbesserung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit gekommen zu sein. Es 
erscheine deshalb vorrangig, eine Abstinenz zu erreichen; hierzu würden 
unregelmässige, mindestens monatliche Laboruntersuchungen der stan-
dardmässigen Suchtstoffe im Urin empfohlen (act. II 162/8 f.).

Alle drei Laborbefunde (Validationen vom 13. April, 30. Mai und 15. Juni 
2023) waren mindestens bezüglich eines Suchtstoffs positiv (act. II 166 f., 
169 f., 172 f.).

In einer weiteren Stellungnahme vom 22. November 2023 ging der RAD-
Psychiater davon aus, dass unter konsequenter antipsychotischer/neuro-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 13 -

leptischer Behandlung (mit wiederholten Bestimmungen der Medikamen-
tenspiegel) einerseits und unter kontrollierter Abstinenz von relevanten 
Suchtstoffen andererseits eine Verbesserung des Gesundheitszustandes 
und damit einhergehend der Arbeits- und Leistungsfähigkeit eintreten wür-
de. Dabei sei mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass unter den beiden genannten medizinischen Massnahmen innerhalb 
von ca. drei Monaten eine relevante Verbesserung und innerhalb von 
ca. sechs Monaten eine anhaltende Stabilisierung des Gesundheitszustan-
des mit einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit zwischen 40 % und 80 % in 
einer dem Leiden angepassten Tätigkeit erreicht werden könnte 
(act. II 183/7). Am 10. Juli 2024 präzisierte der RAD-Psychiater die durch-
zuführenden Laboruntersuchungen (act. II 197).

Bei den am 7. August, 13. September und 16. Oktober 2024 validierten 
Laborbefunden war das Resultat für Cannabinoide und Kokain positiv 
(act. II 201 f., 207 f., 214 f.); den letzten zwei Aufforderungen am 11. No-
vember und 10. Dezember 2024 kam der Beschwerdeführer nicht nach 
(act. II 218, 221).

3.2.5 Am 27. Januar 2025 bescheinigte Dr. med. L.________, Fachärztin 
für Neurologie, Klinik E.________, einen verschlechterten Gesundheitszu-
stand (act. II 227/3 Ziff. 1). Aktuell konsumiere der Beschwerdeführer täg-
lich zwei bis drei Joints, trinke pro Woche ca. ein bis zwei Biere und sei 
grundsätzlich abstinent von Kokain, wobei es in den letzten zwei Monaten 
zu ca. zwei Rückfällen gekommen sei. Eine Ambivalenz bezüglich THC-
Abstinenz sei spürbar im Zusammenhang mit der diagnostizierten Schizo-
phrenie; eine Veränderungsmotivation in Bezug auf den THC-Konsum sei 
nicht oder kaum herstellbar. Seit er seit dem 17. September 2024 in einer 
eigenen Wohnung des Vereins M.________ wohne, seien ein sozialer 
Rückzug, das Verpassen von Terminen sowie eine Steigerung des Kon-
summusters sichtbar (act. II 227/4 Ziff. 4). Mithilfe enger Betreuung habe 
der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit im zweiten Arbeitsmarkt auf-
rechterhalten (vgl. act. II 228/19). Inwieweit er sich nun ohne diese Hilfe in 
einem geschützten Rahmen zurechtfinden könnte, lasse sich aktuell nicht 
abschliessend beurteilen. Das eingeschränkte Krankheitsverständnis sowie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 14 -

der regelmässige Konsum von THC erschwerten eine Prognose 
(act. II 227/6 Ziff. 9).

3.2.6 Zu den einwandweisen Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl. 
act. II 228) nahm der RAD-Psychiater am 5. März 2025 dahingehend Stel-
lung, dass eine Abstinenz nicht auszumachen sei, hingegen ausreichend 
Hinweise vorhanden seien, wonach es unter Abstinenz und entsprechender 
medikamentöser Behandlung jeweils zu Verbesserungen des Gesund-
heitszustands gekommen sei. Es sei deshalb weiterhin davon auszugehen, 
dass unter konsequenter antipsychotischer/neuroleptischer Behandlung 
einerseits und unter kontrollierter Abstinenz von relevanten Suchtstoffen 
andererseits eine Verbesserung des Gesundheitszustands sowie damit 
einhergehend der Arbeits- und Leistungsfähigkeit und dass mit einer ge-
wissen Wahrscheinlichkeit innerhalb von ca. drei Monaten eine relevante 
Verbesserung und innerhalb von ca. sechs Monaten eine anhaltende Stabi-
lisierung des Gesundheitszustands mit einer Arbeits- und Leistungsfähig-
keit zwischen 40 % und 80 % in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit 
erreicht werden könne (act. II 232/5).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 15 -

schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 
S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr 
besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 
erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungs-
recht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 
strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 
IV Nr. 22 S. 69, 9C_67/2007 E. 2.4).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Insbeson-
dere sind die von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behan-
delnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit 
der Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen 
nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, 
so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 16 -

(BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. 
Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen 
oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit 
dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst 
(BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 E. 5.2 
S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 8C_434/2023, 
8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, 
aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.4 Die angefochtene Verfügung vom 18. März 2025 (act. II 233) stützt 
sich im Wesentlichen auf die RAD-Beurteilungen vom 22. November 2023 
(act. II 183; vgl. E. 3.2.4 hiervor) und 5. März 2025 (act. II 232; vgl. E. 3.2.6 
hiervor) sowie die Feststellung, dass der Beschwerdeführer trotz mehrmali-
ger Aufforderung zur Schadenminderung (vgl. u.a. act. II 184) weiterhin 
Suchtmittel konsumierte. Die Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. 
K.________ ist beweiskräftig (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Sie korreliert mit jener 
der MEDAS-Sachverständigen in der Expertise vom 29. März 2021 
(act. II 98.1/12 Ziff. 4.10) bzw. den Ergänzungen vom 17. August 2021 
(act. II 114) und 20. Oktober 2021 (act. II 120). Zwar vermochten die Gut-
achter die Zeitdauer sowie die erzielbare Arbeitsfähigkeit nicht genau zu 
quantifizieren, sie erachteten die medizinische Massnahme jedoch als zu-
mutbar und prognostizierten eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 
(act. II 120). Damit steht – entgegen der Argumentation in der Beschwerde 
(S. 5 f. lit. B Ziff. II.2.3) – fest, dass die Arbeitsfähigkeit durch Einhaltung 
der verlangten vollständigen Abstinenz signifikant verbessert würde. Mit 
Blick darauf, dass die medizinische Folgenabschätzung notgedrungen eine 
hohe Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenzüge trägt 
(BGE 145 V 361 E. 4.1.2 S. 365 m.H.), erscheint die Schlussfolgerung des 
Dr. med. K.________ nicht arbiträr; vielmehr ist nachvollziehbar und ein-
leuchtend, dass er im Rahmen der Schätzung der Arbeitsfähigkeit der inhä-
renten Unsicherheit mittels einer relativ grossen Bandbreite der medizi-
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit Rechnung trug.

Des Weiteren bestehen keine divergierenden medizinischen Berichte, die 
geeignet wären, auch nur geringe Zweifel an der schlüssigen RAD-
Beurteilung zu begründen (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Dr. med. I.________ hielt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 17 -

im Verlaufsbericht der Stiftung G.________ vom 30. Januar 2023 u.a. fest, 
dass die Arbeitsfähigkeit auf dem zweiten Arbeitsmarkt stark vom Ausmass 
des THC-Konsums abhänge (act. II 156/3 Ziff. 9; vgl. E. 3.2.3 hiervor), wo-
mit sie die Auffassung des RAD-Arztes sowie der MEDAS-Gutachter stütz-
te, wonach eine Kausalität zwischen Suchtmittelkonsum und Arbeitsfähig-
keit besteht. Die angeblichen Äusserungen des N.________ von der Klinik 
D.________ (Beschwerde S. 8 lit. B Ziff. II.2.4) sind ebenfalls nicht geeig-
net, auch nur geringe Zweifel an der fachärztlichen Beurteilung des 
Dr. med. K.________ zu begründen. Eine fachärztliche Beurteilung des 
Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit kann grundsätzlich nur 
gestützt auf eine ebenfalls fachärztlich abweichende Beurteilung entkräftet 
werden, wobei jedoch auch Berichte von Personen ohne medizinische 
Ausbildung im Rahmen der freien Beweiswürdigung objektiv zu prüfen sind 
(Urteil des BGer 8C_515/2024 vom 23. Mai 2025, zur Publikation vorgese-
hen). N.________ ist nicht im Medizinalberuferegister 
(<www.medregom.admin.ch>) verzeichnet und figuriert im Internetauftritt 
der Stiftung Klinik D.________ als stellvertretender Leiter Bera-
tung/Therapie bzw. als "Berater und Coach" (<www.D.________.ch>, un-
ter: ...). Seine Einschätzung ist zudem nirgends aktenmässig dokumentiert. 
Darüber hinaus berichtete er über die erneute Entzugsbehandlung vom 
24. Februar bis 31. März 2025. Unter Berücksichtigung des hier massge-
benden Überprüfungszeitpunkts bis 18. März 2025 (act. II 233; vgl. bereits 
E. 3.2 hiervor) beruhen die Beobachtungen auf einem relativ kurzen Zeit-
raum und es ist auch nicht labormässig ausgewiesen, dass tatsächlich eine 
vollständige Abstinenz vorlag. 

Sodann findet die in der Beschwerde geäusserte Befürchtung, dass sich 
die Symptome der Schizophrenie bei kompletter Abstinenz verschlimmern 
anstatt verbessern (Beschwerde S. 7 lit. B Ziff. II.2.3; vgl. auch Beschwerde 
S. 9 lit. B Ziff. II.2.4), in den Akten keinen Rückhalt. So konnten während 
der bis 12. Dezember 2021 komplikationslos durchgeführten Entzugsbe-
handlung in der Klinik D.________ bezüglich der paranoiden Schizophrenie 
keine entsprechenden Symptome beobachtet werden (act. II 149/1; vgl. 
E. 3.2.1 hiervor). Zudem ist dem Austrittsbericht der Klinik E.________ vom 
28. März 2022 zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer im Abklärungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 18 -

gespräch erklärt habe, dass die paranoiden Symptome nur unter Konsum 
aufträten (act. II 152/2; vgl. E. 3.2.2 hiervor).

Soweit der Beschwerdeführer schliesslich geltend macht, trotz geringerem 
Alkoholkonsum und Medikamenteneinnahme habe sich die Arbeitsfähigkeit 
nicht signifikant steigern lassen (Beschwerde S. 7 lit. B Ziff. II.2.3, S. 9 f. 
lit. B Ziff. II.2.5; vgl. auch act. II 228/19), ist darin kein Nachweis für eine 
fehlende Wirksamkeit der geforderten Schadenminderung zu erblicken, 
wurde doch eine Abstinenz von sämtlichen relevanten Suchtstoffen – mit-
hin auch von Kokain und Heroin – gefordert (act. II 184). Anders als der 
Beschwerdeführer anzunehmen scheint (Beschwerde S. 6 lit. B Ziff. II.2.3) 
ist im Rahmen des Tatbestandes von Art. 21 Abs. 4 ATSG die Frage, ob 
die geforderte Schadenminderung geeignet ist, eine wesentliche Steige-
rung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken, nicht mit "höchster Wahrscheinlich-
keit" zu beantworten; vielmehr genügt es, dass die Vorkehr mit einer ge-
wissen Wahrscheinlichkeit erfolgreich gewesen wäre (SVR 2019 IV Nr. 16 
S. 48, 8C_865/2017 E. 3.3 und 5.2.2, 2017 IV Nr. 65 S. 203, 9C_671/2016 
E. 2.2 und 4.1.1; vgl. auch Beschwerdeantwort S. 5 lit. C Ziff. 19).

3.5 Der Beschwerdeführer wurde nach der Rentenzusprache 
(act. II 119/2 ff.) basierend auf den vorstehenden Erkenntnissen (vgl. E. 3.4 
hiervor) sowie nach wiederholter Rücksprache mit dem RAD (162/8 f., 
183/7, 197) mehrfach zur Schadenminderung aufgefordert (act. II 121, 163, 
184) und erzielte dabei teilweise auch gewisse Fortschritte. Die am 2. De-
zember 2021 angetretene stationäre Entzugsbehandlung in der Klinik 
D.________ musste jedoch wegen einer Drogen-positiven Urinprobe be-
reits am 16. Dezember 2021 abgebrochen werden (act. II 149; vgl. E. 3.2.1 
hiervor) und während der stationären Therapie in der Klinik E.________ 
vom 26. Januar bis 16. März 2022 kam es an den Wochenenden regel-
mässig zu Rückfällen mit Kokain, Heroin und Cannabis (act. II 152; vgl. 
E. 3.2.2 hiervor). Im Rahmen der Rentenrevision waren nach der erneuten 
Aufforderung zur Schadenminderung vom 21. März 2023 (act. II 163) sämt-
liche Laborbefunde mindestens bezüglich eines Suchtstoffs positiv 
(act. II 166, 169, 173; vgl. E. 3.2.4 hiervor). Schliesslich hielt der Be-
schwerdeführer auch nach der letzten und hier massgebenden Aufforde-
rung zur Schadenminderung von 14. Februar 2024 (act. II 184) die gefor-

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derte Abstinenz von sämtlichen relevanten Suchtstoffen nicht ein 
(act. II 202, 207, 214), soweit er den Aufforderungen zur Laborkontrolle 
überhaupt nachkam (act. II 218, 221; vgl. E. 3.2.4 hiervor). Damit steht fest, 
dass der Beschwerdeführer nicht das ihm Zumutbare zum Erreichen einer 
vollständigen Abstinenz von Suchtstoffen und zur Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit beigetrug und folglich seine Schadenminderungspflicht 
schuldhaft verletzte.

3.6 Indem die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer mehrfach 
und unter jeweiligem Hinweis auf die Säumnisfolgen im Falle ungenügen-
der Mitwirkung zur Schadenminderung aufgefordert hatte (act. II 121, 163, 
184), wurde das Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. E. 2.3.1 hiervor) kor-
rekt durchgeführt. Damit hat der Beschwerdeführer die in Art. 21 Abs. 4 
ATSG vorgesehene Rechtsfolge – vorübergehende oder dauernde Kür-
zung oder Verweigerung der Leistungen – zu gewärtigen. Allerdings muss 
die Sanktion in ihrer konkreten Gestalt verhältnismässig sein, indem das 
Kürzungsmass und die voraussichtliche günstige Wirkung der zumutbaren 
Massnahme auf den Erwerbsschaden einander entsprechen (vgl. E. 2.3.1 
zweiter Abschnitt hiervor).

Weil im Rahmen der Invaliditätsbemessung rechtsprechungsgemäss bei 
einer ärztlich angegebenen Spannbreite der Arbeitsfähigkeit auf den Mit-
telwert abzustellen ist (vgl. Urteil des BGer 8C_132/2022 vom 14. Februar 
2023 E. 4.3 m.H.), würde das Kürzungsmass nicht dem Erwerbsschaden 
entsprechen, wenn auf das Maximum der prognostizierten Arbeitsfähigkeit 
(zwischen 40 % und 80 %) abgestellt würde. Das entsprechende Vorgehen 
der Beschwerdegegnerin wurde beschwerdeweise zu Recht gerügt (Be-
schwerde S. 10 lit. B Ziff. 2.6). Massgebend ist somit das arithmetische 
Mittel (vgl. Urteil des BGer 9C_226/2009 vom 19. August 2009 E. 3.2) von 
60 %. Diese Restarbeitsfähigkeit hätte der Beschwerdeführer unter Einhal-
tung der Auflagen spätestens im Verfügungszeitpunkt erreicht (vgl. Art. 88a 
Abs. 2 IVV). Weil er gestützt auf Art. 21 Abs. 4 ATSG so zu stellen ist, wie 
wenn er seine Schadenminderungspflicht wahrgenommen hätte (vgl. PE-
TER FORSTER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ATSG, 2021, 
Art. 21 N. 29), ist auf dieser Basis die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 20 -

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG; vgl. auch Art. 28a Abs. 1 [gültig ab 1. Januar 2022]). Unter 
intertemporalrechtlichen Gesichtspunkten (vgl. E. 2.1 hievor) ist zu beach-
ten, dass hier zwar keine für den Rentenanspruch relevante Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen im Sinne von Art. 17 ATSG eintrat, indes 
im Rahmen des durchzuführenden Einkommensvergleichs allemal der per 
1. Januar 2024 massgebende Pauschalabzug gemäss Art. 26bis Abs. 3 IVV 
(AS 2023 635) zu berücksichtigen ist und gegebenenfalls eine Überführung 
der laufenden Rente – soweit sie sanktionsweise nicht aufzuheben, son-
dern anzupassen ist – ins neue stufenlose Rentensystem zu erfolgen hat 
(vgl. Rz. 9206 ff. KSIR).

4.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Valideneinkommen (vgl. 
dazu Art. 26 Abs. 1 und 4 IVV) in der angefochtenen Verfügung vom 
18. März 2025 (act. II 233) anhand der vom Bundesamt für Statistik (BFS) 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE) und stellte dabei – wie 
schon in der ursprünglichen Rentenverfügung vom 22. Oktober 2021 (act. II 
119) – auf die Werte im ... ab, was zu einem Bruttolohn von 
Fr. 63'684.-- führt (act. II 333/3). Dieses Vorgehen wird beschwerdeweise 
zu Recht nicht gerügt, womit sich Weiterungen hierzu erübrigen. Ebenso 
wenig zu beanstanden ist das Heranziehen des LSE-Totalwertes, Kompe-
tenzniveau 1, für das Invalideneinkommen (vgl. dazu Art. 26bis IVV). Unter 
Berücksichtigung der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 
60 % statt 80 % (vgl. E. 3.6 hiervor) ergibt sich indes nicht ein hypotheti-
sches Bruttojahreseinkommen von Fr. 48'586.-- (act. II 233/3), sondern 
– ausgehend von einem lohnstatistischen Jahreseinkommen von 
Fr. 67’481.-- (vgl. act. II 233/2), angepasst auf ein zumutbares 60 %-
Pensum und nach Vornahme des Pauschalabzugs von 10 % – ein solches 
von Fr. 36'440.-- (Fr. 67’481.-- x 60 % [Restarbeitsfähigkeit] ./. 10 % [Pau-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 21 -

schalabzug]). Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkom-
men resultiert ein aufgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 196, 8C_575/2018 E. 7.1) Invaliditätsgrad 
von 43 % ([Fr. 63'684.-- ./. Fr. 36'440.--] / Fr. 63'684.-- x 100). Demzufolge 
ist die laufende ganze Rente in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV 
per Ende April 2025 auf 32.5 % einer ganzen Rente (vgl. E. 2.2.2 hiervor) 
herabzusetzen, statt aufzuheben. Die Beschwerde ist insoweit teilweise 
gutzuheissen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Eine Aufteilung der Verfahrenskosten nach Massgabe des – an den Partei-
anträgen gemessenen – bloss teilweisen Obsiegens ist nicht vorzunehmen 
(vgl. E. 5.2 nachfolgend; Beschluss der erweiterten Abteilungskonferenz 
vom 13. Oktober 2009), womit die Beschwerdegegnerin die Verfahrenskos-
ten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen hat (Art. 108 Abs. 1 VR-
PG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

5.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 13, P 71/00 
E. 4.1). Ist das Quantitative einer Leistung streitig, rechtfertigt eine "Über-
klagung" eine Reduktion der Parteientschädigung nur, wenn das Rechts-
begehren den Prozessaufwand beeinflusst hat. Bei Streitigkeiten um die 
Höhe einer Invalidenrente darf die Parteientschädigung daher nicht allein 
deswegen reduziert werden, weil der Beschwerde führenden Person nicht 
die beantragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente 
zugesprochen wird (BGE 117 V 401 E. 2c S. 407; SVR 2016 IV Nr. 12 
S. 36, 8C_478/2015 E. 5). Es besteht grundsätzlich kein Anlass zu einer 
anderen Betrachtungsweise, wenn statt einer unbefristeten oder länger 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 22 -

dauernden Rente ein befristeter Anspruch oder ein solcher für eine kürzere 
als die beantragte Dauer zugesprochen wird. Ebenso wie die Höhe des 
Anspruches betrifft dessen zeitliche Dimension das Quantitativ. Indessen 
kommt die Zusprechung einer vollen Parteientschädigung bei teilweisem 
Obsiegen nur in Frage, wenn die Beschwerde führende Person im Grund-
satz obsiegt und lediglich im Masslichen (teilweise) unterliegt (SVR 2016 IV 
Nr. 12 S. 36, 8C_478/2015 E. 5, 2011 IV Nr. 38 S. 112, 9C_580/2010 
E. 4.1).

Unter diesen Umständen hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine un-
gekürzte Parteientschädigung. Parteikosten sind dem Beschwerdeführer 
insoweit entstanden, als er den durch die Berufsbeiständin generierten 
Aufwand – wie bei einem Rechtsanwalt, einem Treuhänder oder einer an-
deren berufsmässigen Prozessvertretung – zu entschädigen hat (vgl. 
Art. 404 Abs. 1 und 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; 
SR 210]; Art. 36 Abs. 1 und 2 des kantonalen Gesetzes vom 1. Februar 
2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; BSG 213.316]; 
Art. 9 Abs. 1 und Art. 10 der kantonalen Verordnung vom 19. September 
2012 über die Entschädigung und den Spesenersatz für die Führung einer 
Beistandschaft [ESBV; BSG 213.361; vgl. auch Urteile des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern EL 200 2024 766 vom 1. April 2025 E. 4.2, EL 200 
2021 408 vom 7. Oktober 2021 E. 4.2, EL 200 2019 791 vom 2. März 2020 
E. 4.2, EL 200 2019 460 vom 30. September 2019 E. 4.2 und IV 200 2018 
204 vom 24. April 2018]). Die Parteientschädigung wird ermessensweise 
auf pauschal Fr. 500.-- (inkl. Auslagen) festgesetzt. Diesen Betrag hat die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

5.3 Bei diesem Verfahrensausgang ist das Rechtsschutzinteresse an 
der Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege dahingefal-
len. Folglich ist das entsprechende Verfahren als gegenstandslos gewor-
den vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben (MICHEL DAUM, in: HER-
ZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechts-
pflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 39 N. 1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Dez. 2025, IV 200 2025 265

- 23 -

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-
Stelle Bern vom 18. März 2025 insoweit abgeändert, als die bisherige 
ganze Rente per 30. April 2025 auf 32.5 % einer ganzen Rente herab-
gesetzt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Das Verfahren betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
(Befreiung von den Verfahrenskosten) wird vom Geschäftsverzeichnis 
abgeschrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- B.________, C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

s

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.