# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec7bb240-55d6-55c6-b3f2-a78cac084dcf
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-11
**Language:** de
**Title:** Quellensteuer 2011
**Docket/Reference:** QS.2015.10
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_QS_2015_10_ok.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 QS.2015.10 

Entscheid 

11. März 2016 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Michael Ochsner und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 

In Sachen 

A ,    

vertreten durch RA lic.iur. Felix Stieger,  
Steuer- & Anwaltskanzlei Stieger,  
Archstrasse 2, Postfach 2416, 8401 Winterthur,  

Rekurrent,  

gegen 

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Quellensteuer,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Quellensteuer 2011 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 2 - 

hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  ist  deutscher  Staatsbürger  und  in  Deutsch-

land ansässig, aber in B für die C AG erwerbstätig und verfügt dort über ein gemietetes 

1,5-Zimmer-Appartement  als  Wochenaufenthalter.  Er  hat  zwei  Kinder  (Jahrgänge 

19XX und 19XX), welche mit seiner Ehefrau in Deutschland leben. Seine Arbeitgeberin 

hat  von  seinem  Einkommen  jeweils  die  Quellensteuer  nach  dem  Tarif  A2  ohne  Kir-

chensteuer  abgerechnet.  Mit  Auflage  vom  8.  August  2014  verlangte  das  kantonale 

Steueramt, Dienstabteilung Quellensteuer, von ihm für den Zeitraum 1.1. – 31.12.2011 

diverse Unterlagen, welche er in der Folge einreichte.  

Am 9. September 2014 erstellte die Dienstabteilung Quellensteuer eine neue 

korrigierte Steuerberechnung. Dabei setzte es den Tarif AoK fest, d.h. den Tarif A ohne 

Kinder und ohne Kirchensteuer. Dies ergab eine Nachforderung von Fr. 1'855.30.  

B.  Hiergegen  erhob  der  Pflichtige  am  6.  Oktober  2014  Einsprache  mit  dem 

Antrag, nach dem Tarif A2 für zwei Kinder und ohne Kirchensteuer abzurechnen. Er sei 

für die Kinder unterhaltspflichtig.  

Das kantonale Steueramt wies die Einsprache am 2. November 2015 ab.  

C. Hiergegen liess der Pflichtige am 10. Dezember 2015 Rekurs erheben und 

beantragen,  den  Einspracheentscheid  aufzuheben  und  das  kantonale  Steueramt  an-

zuweisen, den Pflichtigen für das Jahr 2011 nach dem Quellensteuertarif A2 ohne Kir-

chensteuer zu veranlagen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.  

Das kantonale Steueramt schloss am 18. Dezember 2015 auf Abweisung des 

Rekurses.  

Mit  Verfügung  vom  8.  Januar  2016  verlangte  das  Steuerrekursgericht  vom 

Pflichtigen aufgrund seines ausländischen Wohnsitzes eine Kaution. Diese wurde frist-

gerecht geleistet.  

1 QS.2015.10 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 3 - 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. a) Natürliche Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in 

der Schweiz sind aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie u.a. 

in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 5 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes 

über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990, DBG; Art. 4 Abs. 2 lit. a des 

Bundesgesetzes  über  die  Harmonisierung  der  direkten  Steuern der  Kantone und Ge-

meinden  vom  14.  Dezember  1990,  StHG;  §  4  Abs.  2  lit.  a  des  Steuergesetzes  vom 

8. Juni  1997,  StG).  Die  Besteuerung  erfolgt  gemäss  den  Regeln  über  die  Quellenbe-

steuerung für natürliche Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in 

der Schweiz (Art. 91 ff. DBG; Art. 35 ff. StHG bzw. § 94 ff. StG; Bauer-Balmelli/Omlin, 

in:  Kommentar  zum  Schweizerischen  Steuerrecht,  Band  I/2a,  2.  A.,  2008,  Art.  5  N  3 

DBG).  

Gemäss Art. 91 DBG bzw. § 94 StG entrichtet eine Person ohne steuerrechtli-

chen  Wohnsitz  oder  Aufenthalt  in  der  Schweiz,  die  hier  für  kurze  Dauer  oder  als 

Grenzgänger  oder  Wochenaufenthalter  in  unselbstständiger  Stellung  erwerbstätig  ist, 

für ihr Erwerbseinkommen die Quellensteuer nach den Art. 83 - 86 DBG bzw. §§ 88 - 

90 StG. Die Gesetze weisen demnach internationale Wochenaufenthalter der Katego-

rie von Personen ohne hiesigen Aufenthalt zu, obschon echte Wochenaufenthalter an 

sich die Voraussetzungen für einen Aufenthalt nach Art. 3 DBG bzw. § 3 StG an ihrem 

Arbeitsort erfüllen würden (Bauer-Balmelli/Omlin, Art. 3 N 10 DBG; Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 3 N 36 DBG, und Kommen-

tar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 3 N 76 StG).  

b) Es ist nicht streitig, dass es sich beim Pflichtigen um einen internationalen 

Wochenaufenthalter  handelt,  der  sich  hier  nur  zu  Erwerbszwecken  aufhält.  Demnach 

erfolgt  die  Quellenbesteuerung  bei  ihm  nach  den  Vorschriften  von  Art.  91  DBG  bzw. 

§ 94 StG, welche Bestimmungen ihrerseits auf Art. 83 – 86 DBG bzw. §§ 88 – 90 StG 

verweisen. Ferner gelten auf ihn die Vorschriften der kantonalen Verordnung über die 

Quellensteuer für ausländische Arbeitnehmer vom 2. Februar 1994 (Quellensteuerver-

1 QS.2015.10 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 4 - 

ordnung  I,  in  der  für  2011  noch  geltenden  Fassung  mit  Änderungen  vom  1.  Au-

gust 2010, ZStB Nr. 28/011; vgl. Verweis in § 13 lit. a der Verordnung über die Quel-

lensteuer für natürliche und juristische Personen ohne steuerrechtlichen Wohnsitz oder 

Aufenthalt  in  der  Schweiz  vom  2.  Februar  1994,  Quellensteuerverordnung  II,  ZStB  

Nr. 29/012).  

2. a) aa) Laut Art. 84 Abs. 1 DBG bzw. § 88 Abs. 1 StG wird die Quellensteuer 

von den Bruttoeinkünften berechnet (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 84 N 4 DBG 

und § 88 N 5 StG, beide auch zum Folgenden). Mit Bezug auf die Ausgestaltung des 

Tarifs gemäss Art. 85 Abs. 1 DBG bzw. § 89 Abs. 1 StG ist dem Grundsatz Rechnung 

zu  tragen,  dass  die  Belastung  mit  einer  Quellensteuer,  die  entsprechend  deren  Aus-

gestaltung  als  echte Quellensteuer grundsätzlich  definitiver  Natur  ist,  nicht  wesentlich 

anders ausfallen darf, als diejenige einer im ordentlichen Verfahren veranlagten steu-

erpflichtigen  Person  (Gleichbehandlungsgebot  gemäss  Art.  8  Abs.  1  und  127  Abs.  2 

der Bundesverfassung vom 18. April 1999, BV; BGE 136 II 124 = Pra 99, 819). Die zur 

Berechnung  der  Quellensteuer  von  den  Bruttoeinkünften  anwendbaren  Tarife  sind 

demnach  so  auszugestalten,  dass  die  Abzüge,  wie  sie  den  ordentlich  veranlagten 

Steuerpflichtigen zustehen, angemessen berücksichtigt sind.  

Art. 86 Abs. 1 DBG und § 90 Abs. 1 StG zählen die einschlägigen Abzüge auf. 

Demnach  sind  bei  Festsetzung  der  Steuertarife Pauschalen  für  Berufskosten  (Art.  26 

DBG,  §  26  StG)  und  Versicherungsprämien  (Art.  33  Abs.  1  lit.  d,  f  und  g  DBG,  §  31 

Abs. 1 lit. d, f und g StG) sowie Abzüge für Familienlasten (Art. 35 und 36 DBG, § 34 

und  35  StG)  zu  berücksichtigen.  Damit  ist  festzuhalten,  dass  nach  der  gesetzlichen 

Konzeption mit den Tarifen insbesondere der Kinder-, Unterstützungs- und Verheirate-

tenabzug  nach Art.  213 Abs.  1 DBG  bzw.  §  34  Abs.  1 StG  sowie der  Grund-/Verhei-

ratetentarif gemäss Art. 214 DBG bzw. § 35 StG bereits berücksichtigt sind. All diese 

Abzüge können individuell nicht mehr in Abzug gebracht werden.  

bb)  Diese  Vorgaben  des  Gesetzgebers  hat  die  beauftragte  Eidgenössische 

Steuerverwaltung bzw. die Finanzdirektion (vgl. Art. 85 Abs. 1 DBG, § 89 Abs. 1 StG) 

für das Jahr 2011 durch Bildung von verschiedenen Tarifen (A, B, C, D, G) umgesetzt. 

Die Tarife sind in den Quellensteuerverordnungen des Bundes und des Kantons bzw. 

den  Anhängen  dazu  enthalten  (Verordnung  über  die  Quellensteuer  bei  der  direkten 

1 QS.2015.10 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 5 - 

Bundessteuer  vom  19.  Oktober  1993,  SR  642.118.2;  für  das  kantonale  Recht  in  der 

Quellensteuerverordnung I sowie in der Weisung der Finanzdirektion zur Durchführung 

der  Quellensteuer  für  ausländische  Arbeitnehmer  vom  30.  September  2005,  nachfol-

gend  Weisung,  ZStB  Nr.  28/051,  ersetzt  ab  Steuerperiode  2014  durch  die  Fassung 

vom 27. Juni 2013, ZStB Nr. 28/052).  

Gemäss  Ziff.  15  der  Weisung  werden  die  Quellensteuern  auf  dem  Erwerbs- 

und dem Ersatzeinkommen aufgrund folgender Monatstarife erhoben: 

Tarif A 

für  alleinstehende  Steuerpflichtige  (ledige,  tatsächlich  oder  rechtlich  getrennt 

lebende, geschiedene und verwitwete Steuerpflichtige). 

Tarif B 

für verheiratete, in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe lebende Allein-

verdiener  sowie  verwitwete,  tatsächlich  oder  rechtlich  getrennt  lebende,  ge-

schiedene und ledige Steuerpflichtige, die mit Kindern zusammen leben.  

Tarif C 

für verheiratete, in rechtlich und tatsächlich ungetrennter Ehe lebende Ehegat-

ten, die beide hauptberuflich erwerbstätig sind. 

Tarif D 

für im Nebenerwerb tätige Steuerpflichtige. 

Tarif G  für Grenzgänger. 

In Ziff. 16 der Weisung wird diese Regelung in einem wichtigen Punkt weiter 

verdeutlicht. Demnach kommt der Tarif A auch zur Anwendung bei verheirateten Dop-

pelverdienern  mit  einem  im  Ausland  wohnhaften  Ehegatten.  In  Ziff.  26  wird  ergänzt, 

dass der Tarif C für Doppelverdiener eine hauptberufliche Erwerbstätigkeit beider Ehe-

gatten in der Schweiz voraussetzt.  

Die konkreten Tarife 2011 sind in der Verfügung der Finanzdirektion über Tari-

fe  der  Quellensteuern  für  ausländische  Arbeitnehmer  vom  17.  Januar  2011  (ZStB 

Nr. 28/406)  enthalten,  welche  weitere  Ausführungen  über  deren  Anwendung  enthält. 

Gemäss Ziff. 2 dieser Verfügung sind innerhalb der Tarife A, B und C die Ansätze ab-

gestuft  nach  der  Belastung  des  Arbeitnehmers  durch  Unterhaltsleistungen und Unter-

stützungen.  In  diesen  Tarifen  ist  insbesondere  der  Abzug  für  Kinder  berücksichtigt, 

deren Unterhalt der Steuerpflichtige bestreitet, sofern sie minderjährig sind oder noch 

in der beruflichen Ausbildung stehen (Ziff. 2 Abs. 2 lit. b der Verfügung).  

cc) Darüber hinaus kann der Steuerpflichtige weitere im Gesetz vorgesehene 

Abzüge im Verfahren der nachträglichen Tarifkorrektur separat geltend machen, indem 

1 QS.2015.10 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 6 - 

er bis Ende März des Folgejahres ein entsprechendes Gesuch beim kantonalen Steu-

eramt  einreicht  (Ziff.  49  f.  der  Weisung).  Genannt  werden  Kinderbetreuungskosten, 

Schuldzinsen, nicht im Tarif enthaltene Weiterbildungskosten, Beiträge an anerkannte 

Formen  der  gebundenen  Selbstvorsorge  (3.  Säule  a)  sowie  durch  Krankheit,  Unfall 

oder  Invalidität  verursachte  Aufwendungen.  In  diesen  Fällen  erfolgt  eine  Neuberech-

nung  der  geschuldeten  Quellensteuer  mit  Rückerstattung  der  zu  viel  abgezogenen 

Beträge.  

b) Der Pflichtigen lebt mit seiner Ehefrau in ungetrennter Ehe in Deutschland; 

sein Aufenthalt in der Schweiz gilt lediglich als Wochenaufenthalt zu Erwerbszwecken. 

Gemäss  dem  Steuerbescheid  2011  der  Finanzverwaltung  D  versteuerte  die  Ehefrau 

einen Nettolohn von EUR 76'903.-, während der Lohn des Pflichtigen auf Fr. 182'950.- 

brutto  belief.  Damit  handelt  es  sich  um  Doppelverdiener  mit Wohnsitz  des  Ehegatten 

im  Ausland,  sodass  Tarif  A  zur  Anwendung  gelangt.  Beide  Kinder  (Jahrgänge  19XX 

und 19XX) waren 2011 noch minderjährig, sodass sich der Tarif A2 ergibt.  

c)  Das kantonale  Steueramt  wendet  dagegen  ein,  dass  bei  der  Besteuerung 

des  Lohneinkommens  bloss  die  organischen  Abzüge  (Gewinnungskosten)  steuermin-

dernd  zu berücksichtigen seien.  Bei  den Kinderabzügen  handle es sich  um  Sozialab-

züge, die gemäss dem Bundesgerichtsentscheid vom 26. Januar 2010, 2C_319/2009, 

im Quellensteuerverfahren nur zu berücksichtigen seien, wenn der quellensteuerpflich-

tige  Arbeitnehmer  den  Status  eines  Quasi-Ansässigen  habe.  Davon  werde  dann  ge-

sprochen, wenn der Steuerpflichtige mehr als 90% seines weltweiten Familieneinkom-

mens in der Schweiz versteuere. Dies sei hier nicht der Fall.  

Diese Argumentation überzeugt nicht. Gemäss Art. 86 Abs. 1 DBG und § 90 

Abs. 1 StG wurden bei Festsetzung der Steuertarife die Familienlasten gemäss Art. 35 

und 36 DBG, § 34 und 35 StG mitberücksichtigt. Darin enthalten sind insbesondere die 

mit  Kindern  im  Zusammenhang  stehenden  finanziellen  Belastungen,  welche  bei  den 

direkten Steuern durch Kinderabzüge berücksichtigt werden. Es ist offensichtlich, dass 

die  bei  den  Quellensteuern  vorgenommenen  Tarifabstufungen  nach  Anzahl  Kinder 

demselben  Zweck  dienen,  und  demnach  auf  diese Weise  der  Auftrag  des  Gesetzge-

bers umgesetzt wurde. Das Gesetz macht diesbezüglich keine weiteren Einschränkun-

gen,  sodass  diese  Regelungen  uneingeschränkt  für  alle  Quellensteuerpflichtigen  gel-

ten, welche den betreffenden gesetzlichen Bestimmungen unterstehen.  

1 QS.2015.10 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 7 - 

An dieser  Vorgabe  ändert  auch der  von  der  Vorinstanz  herangezogene bun-

desgerichtlich Leitentscheid vom 26. Januar 2010 nichts. Darin kam das Bundesgericht 

zum  Schluss,  dass  die  Nichtberücksichtigung  gewisser  Abzüge  bei  einem  in  der 

Schweiz  quasi-ansässigen  Quellensteuerpflichtigen  zu  einer  Ungleichbehandlung  ge-

genüber  ordentlich  besteuerten  Steuerpflichtigen  führe,  welche  diese  Abzüge  geltend 

machen können (vgl. E. 15.1 des bundesgerichtlichen Entscheids). Dabei ging es aber 

immer  um  Abzüge,  welche  gemäss  der  vorstehend  dargestellten  Regelung  im  Tarif 

explizit nicht berücksichtigt werden und welche  auch im Verfahren der nachträglichen 

Tarifkorrektur  nicht  geltend  gemacht  werden  dürfen.  Keinesfalls  ist  aus  diesem  Ent-

scheid  der  umgekehrte  Schluss  zu  ziehen,  dass  einem  nicht  quasi-ansässigen  Quel-

lensteuerpflichtigen deshalb Tarifabstufungen vorzuenthalten wären. Eine solche Inter-

pretation des bundesgerichtlichen Präjudizes ist nicht haltbar.  

Der angefochtene Entscheid widerspricht damit den gesetzlichen Bestimmun-

gen und ist deshalb aufzuheben.  

3. Damit ist der Rekurs gutzuheissen.  Ausgangsgemäss sind die Kosten des 

Verfahrens  dem  Rekursgegner  aufzuerlegen  und  ist  dem  Pflichtigen  eine  Parteient-

schädigung zuzusprechen (§ 151 Abs. 1 StG und  § 152 StG i. V. m. § 17 Abs. 2 des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997, VRG).  

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der  Rekurs  wird  gutgeheissen.  Der  Einspracheentscheid  des  kantonalen  Steuer-

amts, Dienstabteilung Quellensteuer, vom 2. November 2015 und die Korrekturbe-

rechnung  vom  9.  September  2014  werden  aufgehoben.  Es  wird  festgestellt,  dass 

die Quellensteuer 2011 nach dem Tarif A2 ohne Kirchensteuer abzurechnen ist.  

[...] 

1 QS.2015.10