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**Case Identifier:** 31ba0d7b-1ecf-5c1c-b880-c5c4401308b2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.03.2025 200 2023 570
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-570_2025-03-26.pdf

## Full Text

UV 200 2023 570 
WIS/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. März 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva  
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 1. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2025, UV 200 2023 570

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Sachverhalt:

A.

Der 1978 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Anstellung als … der C.________ GmbH, … (seit 1. Mai 2021 
D.________ GmbH, vgl. SHAB-Publikation vom 6. Mai 2021), bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva bzw. Beschwerdegeg-
nerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 
sowie Berufskrankheiten versichert, als er über seine Arbeitgeberin mit 
Schadenmeldung UVG vom 31. Mai 2018 (Akten der Suva [act. II] 2) 
Atembeschwerden aufgrund des Staubes in der … melden liess. Am 20. 
Juni 2018 erfolgte bei chronisch polypöser Rhinosinusitis, Septumdeviation 
und Muschelhyperplasie beidseits eine Nasenoperation (vgl. Operationsbe-
richt vom 20. Juni 2018, act. II 16). Die Suva tätigte daraufhin medizinische 
Abklärungen und veranlasste eine fachärztliche Untersuchung bei Dr. med. 
E.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, Allergologie und klini-
sche Immunologie sowie für Arbeitsmedizin, Abteilung Arbeitsmedizin Su-
va, der eine chronische Berufsrhinitis begleitet von einer chronischen 
Asthmabronchitis feststellte (act. II 61). Gestützt darauf anerkannte die Su-
va mit Schreiben vom 21. November 2018 (act. II 64) die Atemwegserkran-
kung als Berufskrankheit und damit ihre diesbezügliche gesetzliche Leis-
tungspflicht. Zudem erliess sie am 26. November 2018 (act. II 71) rückwir-
kend auf den 1. September 2018 eine Nichteignungsverfügung für Tätigkei-
ten als … in der …industrie. In der Folge tätigte die Suva weitere Abklärun-
gen und veranlasste insbesondere eine Arbeitsplatzbesichtigung durch dipl. 
Ärztin F.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie Ar-
beitsmedizin, Abteilung Arbeitsmedizin Suva (vgl. Besichtigungsrapport 
vom 21. August 2019, act. II 205, und arbeitsmedizinische Bewertung vom 
28. August 2019, act. II 209). Nachdem die Arbeitgeberin weitere Betriebs-
unterlagen eingereicht hatte (act. II 219), stellte die Suva die bisherigen 
Versicherungsleistungen (Heilkosten und Taggeld) gestützt auf eine medi-
zinische Beurteilung von dipl. Ärztin F.________ vom 1. Juli 2020 
(act. II 305) mit Verfügung vom 9. September 2020 (act. II 323) per 
14. September 2020 mit Wirkung für die Zukunft (ex nunc et pro futuro) ein. 
Zur Begründung führte sie aus, der Vorzustand sei inzwischen erreicht und 

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eine weitere Leistungspflicht (mit Ausnahme der Übergangsleistungen) 
entfalle. Die dagegen mündlich erhobene Einsprache (act. II 338) wies die 
Suva gestützt auf ein von der Invalidenversicherung in Auftrag gegebenes 
Gutachten der MEDAS G.________ (nachfolgend: MEDAS) vom 4. No-
vember 2021 (act. II 423) mit Entscheid vom 1. Mai 2023 (act. II 457) ab 
und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung.

B.

Mit Eingabe vom 26. Mai 2023, welche zuständigkeitshalber zunächst vom 
Bundesverwaltungsgericht an das Versicherungsgericht des Kantons … 
(vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-3064/2023 vom 20. Juni 
2023) und von diesem mit Beschluss vom 14. Juli 2023 (VSBES.2023.157) 
an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern überwiesen wurde, erhob der 
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________, Beschwerde 
mit folgenden Anträgen:

1. Das Beschwerdeverfahren sei zu sistieren, bis das angeforderte 
Gerichtsgutachten im Rahmen der vorsorglichen Beweisführung 
vorliege.

2. Der Einspracheentscheid vom 1. Mai 2023 und die Verfügung vom 
9. September 2020 seien aufzuheben.

3. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ein 
pneumologisches bzw. HNO-Gutachten in Auftrag zu geben.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwer-
degegnerin.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Novem-
ber 2023 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. November 2023 wies die Instrukti-
onsrichterin das Gesuch um Sistierung des Verfahrens ab.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gestützt auf den Sitz der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers 
im Kanton Bern gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 1. Mai 2023 
(act. II 457). Dieser trat an die Stelle der ihm zugrundeliegenden Verfügung 
vom 9. September 2020 (act. II 323), auch wenn er sie inhaltlich bloss 
bestätigt (BGE 119 V 347 E. 1b S. 350; SVR 2020 AHV Nr. 9 S. 25 E. 1; 
RKUV 1998 U 308 S. 454 E. 2a). Die besagte Verfügung bildet damit nicht 
Anfechtungsobjekt, sodass auf die Beschwerde insoweit nicht einzutreten 
ist, als die Aufhebung dieser Verfügung beantragt wird (vgl. RUTH HERZOG, 
in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Auflage 
2020, Art. 72 N. 4).

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung unter dem Titel Berufskrankheit und dabei insbesonde-
re, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu Recht per 
14. September 2020 ex nunc et pro futuro eingestellt hat.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). 

2.2

2.2.1 Als Berufskrankheiten gelten gemäss Art. 9 Abs. 1 UVG Krankhei-
ten (vgl. Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder 
vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht 
worden sind. Der Bundesrat erstellt eine Liste dieser Stoffe und Arbeiten 
sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegations-
norm und Art. 14 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) hat der Bundesrat in Anhang 1 zur 
UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkran-
kungen erstellt. Nach der Rechtsprechung ist eine "vorwiegende" Verursa-
chung von Krankheiten durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten 
gegeben, wenn diese mehr wiegen als alle anderen mitbeteiligten Ursa-
chen, mithin im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % ausmachen 
(BGE 133 V 421 E. 4.1 S. 425, 119 V 200 E. 2a S. 200; SVR 2011 UV Nr. 5 
S. 17, 8C_474/2010 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_429/2013 
vom 6. November 2014 E. 5.1 f.).

2.2.2 Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch ande-
re Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich 
oder stark überwiegend durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. 

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Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die da-
durch entstehen können, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang 1 
zur UVV entweder einen schädlichen Stoff, der eine Krankheit verursachte, 
oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. 
Nach der Rechtsprechung ist die Voraussetzung des "ausschliesslichen 
oder stark überwiegenden" Zusammenhangs erfüllt, wenn die Berufskrank-
heit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden 
ist. Dabei ist grundsätzlich in jedem Einzelfall Beweis darüber zu führen, ob 
die geforderte stark überwiegende (mehr als 75%ige) bis ausschliessliche 
berufliche Verursachung vorliegt. An die Annahme einer Berufskrankheit 
sind relativ strenge Anforderungen zu stellen. Verlangt wird, dass die versi-
cherte Person für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausge-
setzt ist. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der 
Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition 
(oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berück-
sichtigen (BGE 150 V 460 E. 4.2 S. 464 und E. 4.9 S. 468, 126 V 183 E. 2b 
S. 186 und E. 4b S. 189, 119 V 200 E. 2b S. 201; SVR 2018 UV Nr. 26 
S. 90, 8C_507/2015 E. 2.2).

2.2.3 Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ih-
rem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausge-
brochen, sobald der Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG). Ein Unfallversicherer 
wird nur leistungspflichtig, wenn der Betroffene im Zeitpunkt, als sich ein 
Berufsunfall ereignete, versichert war. Bei Berufskrankheiten ist die Einwir-
kung des gefährlichen Stoffes oder die Verrichtung der krankmachenden 
Arbeit, kurzum die Exposition (Gefährdung), nicht weniger wichtig als der 
Ausbruch der Krankheit. Die Leistungspflicht hängt somit vom Umstand ab, 
ob die von der Krankheit betroffene Person während der vorwiegenden 
Exposition versichert war. Die Versicherung wirkt somit beim Erkrankten 
über das Ende seines Versichertseins hinaus, wenn die Krankheit erst 
später ausbricht. Sie entfaltet eine Nachwirkung (SVR 2020 UV Nr. 11 S. 
39, 8C_383/2019 E. 4.1.2).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt unter anderem vor-
aus, dass zwischen dem Unfallereignis bzw. der Berufskrankheit und dem 

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eingetretenen Schaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammen-
hang besteht (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

2.3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 
8C_537/2009 E. 5.1).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 192, 146 V 51 E. 5.1 
S. 56).

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2.4 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wieder-
erwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzu-
schliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei 
richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. Eine solche Einstellung kann 
grundsätzlich auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine 
Leistungen zurückfordern will. In gleichem Sinne ist auch hinsichtlich der 
Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Gesundheitsscha-
den zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz vorheriger 
Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung auf Wieder-
erwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen und gestützt 
hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen einer allfälligen 
Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen zu be-
achten (vgl. BGE 150 V 188 E. 7.2 S. 193 und E. 7.3.5 S. 196, 130 V 380 
E. 2.3.1 S. 384).

2.5 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche 
bedarf es verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (Urteil des 
BGer 8C_297/2024 vom 18. Dezember 2014 E. 5.1). Insbesondere ist der 
Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (SVR 
2023 UV Nr. 20 S. 63, 8C_410/2022 E. 4.2).

3.

3.1 Den Akten ist – soweit entscheidwesentlich – das Folgende zu ent-
nehmen:

3.1.1 Der Suva-Arzt Dr. med. E.________ führte im Bericht vom 21. No-
vember 2018 (act. II 61) aus, anlässlich der rhinologischen Untersuchung 
fänden sich beim Versicherten unter Expositionsprophylaxe eine deutlich 
behinderte Nasenatmung in Ruhe sitzend, ein knapp normaler physiologi-
scher Abschwelltest, eine Basalzellhyperplasie mit Plattenepithelmetaplasie 
in der Schleimhautzytologie der Nase sowie eine Dysbiose mit Nachweis 
von Citrobacter koseri, wahrscheinlich im Rahmen einer chronischen Be-

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rufsrhinitis, begleitet von einer chronischen Asthmabronchitis. Was die Ge-
nese der Schleimhautkrankheit der oberen und unteren Atemwege betreffe, 
so habe der Versicherte am Arbeitsplatz eine Mischexposition mit einer-
seits starker Exposition gegenüber anorganischen Stäuben, andererseits 
gegenüber flüchtigen halogenierten chemischen Verbindungen (Chlor, 
Brom), was durchaus geeignet sei, eine chronische Schleimhautkrankheit 
zu erzeugen. Aufgrund der anamnestischen Angaben, der rhinologischen 
und pneumologischen Befunde des behandelnden Arztes sowie der Anga-
ben aus den Sicherheitsdatenblättern der Arbeitgeberin könne die Atem-
wegserkrankung zwanglos zur Anerkennung als Berufskrankheit empfohlen 
werden (S. 2 f.).

3.1.2 Im Bericht vom 1. Juli 2020 (act. II 305) legte dipl. Ärztin 
F.________ dar, beim Versicherten liege ein überwiegend allergisches 
Asthma bronchiale aufgrund der Sensibilisierung gegenüber verschiedenen 
Gräsern, Roggen sowie eine Typ-III-Sensibilisierung gegenüber Tauben 
und Kanarienvögeln vor. Somit handle es sich um berufsfremde Faktoren. 
Auch das Auftreten der chronisch polypösen Rhinosinusitis und Muschel-
hyperplasie beidseits könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als 
Folge der Exposition am Arbeitsplatz gesehen werden. Wahrscheinlicher 
handle es sich um Folgen der erwähnten berufsfremden Sensibilisierungen, 
insbesondere auch in Hinsicht auf die Histologie mit Eosinophilen-
Vermehrungen. Im Weiteren habe der Versicherte über viele Jahre ge-
raucht. Zugunsten des Versicherten könne jedoch angenommen werden, 
dass durch die staubige Arbeitsumgebung das durch berufsfremde Fakto-
ren verursachte Asthma passager verschlechtert worden sei. Es sei jedoch 
davon auszugehen, dass spätestens zwei Monate nach Expositionsende 
die Beeinflussung durch die Arbeit nicht mehr relevant gewesen sei. Hinzu 
komme, dass die von Dr. med. E.________ postulierte Exposition gegenü-
ber halogenierten chemischen Verbindungen (Chlor und Brom) falsch sei. 
Aus den Sicherheitsdatenblättern sei ersichtlich, dass lediglich in einem 
Produkt ("Warosit 354") Brom enthalten sei. Dieses Produkt weise indes-
sen keine relevanten Mengen von Stoffen mit arbeitsplatzbezogenen, zu 
überwachenden Grenzwerten auf. Zudem werde auf das Tragen der per-
sönlichen Schutzausrüstung (PSA) hingewiesen. Die PSA sei durch den 
Versicherten gemäss seinen Aussagen immer getragen worden. Hinweise 

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auf halogenierte Chlorverbindungen seien auf keinem der vorgelegten Si-
cherheitsdatenblätter zu finden gewesen. Somit könne nicht von einer be-
ruflich ausgelösten Erkrankung der Atemwege durch Exposition zu haloge-
nierten Brom- oder/und Chlorwasserstoffen ausgegangen werden. Beim 
Versicherten sei im August 2018 ein mittelgradiges obstruktives Schlafap-
noesyndrom (OSAS) festgestellt worden. Beim OSAS handle es sich um 
eine berufsfremde Erkrankung. Es seien anatomische Gegebenheiten für 
das OSAS verantwortlich. Zudem komme eine jahrelange Schichtarbeit 
hinzu, die zu Ein- und/oder Durchschlafstörungen führen könne. Hierbei 
handle es sich jedoch um sogenannte berufsassoziierte Gesundheits-
störungen, die nicht den Charakter einer Berufskrankheit erfüllten (S. 5 f.). 
Aufgrund der obigen Ausführungen könne zum jetzigen Zeitpunkt vom Er-
reichen des Vorzustandes ausgegangen werden (S. 8).

3.1.3 Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 4. November 2021 
(act. II 423) mit Untersuchungen in den Fachdisziplinen Allgemeine Innere 
Medizin, Oto-Rhino-Laryngologie, Pneumologie, Orthopädie und Psychia-
trie wurden die folgenden – hier entscheidwesentlichen – Hauptdiagnosen 
gestellt (act. II 423 S. 8 f. Ziff. 4.2):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Wahnhafte Störung (ICD-10 F22.0)
- Allergisches eosinophiles Asthma bronchiale
- Chronische toxische Rhinitis
- Chronisch polypöse Rhinosinusitis, Septumdeviation und Muschel-

hyperplasie beidseits mit Septumplastik und anteriorer Turbinek-
tomie beidseits (Juni 2018)

- …
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
- Multifaktorielle Ein- und Durchschlafstörung bei langjähriger 

Schichtarbeit und mittelgradiges obstruktives Schlafapnoesyndrom 
(unter CPAP-Therapie) sowie Bruxismus (Therapie mit Schiene)

- Status nach funktioneller Nasennebenhöhlenoperation beidseits im 
Juni 2018 bei chronisch polypöser Rhinosinusitis ohne aktuellen 
Hinweis für eine akute oder chronische Rhinitis oder Rhinosinusitis

- Anosmie rechts und Hyposmie links, DD sinunasal
- …

In der Konsensbeurteilung hielten die Gutachter in psychiatrischer Hinsicht 
fest, aus Sicht der Suva sei initial eine Berufskrankheit nach Exposition zu 
halogenierten chemischen Verbindungen (Chlor, Brom) angenommen, im 
Verlauf allerdings wieder zurückgezogen worden. Diese Umstände hätten 

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beim Exploranden zur Ausbildung einer aktuell bezüglich Arbeitsfähigkeit 
im Vordergrund stehenden wahnhaften Störung, welche im Verlauf mitmo-
duliert worden sei durch eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver 
Reaktion nach Unfalltod des Halbbruders, geführt. Das Wahnsystem des 
Exploranden sei auf das Versicherungswesen und die Arbeitsplatzsituation 
an der letzten Stelle fokussiert. Es unterscheide sich dadurch von den bei 
schizophrenen Inhalten vorkommenden Wahnsystemen, indem es sich um 
ein Wahnsystem handle, das nicht grundsätzlich völlig unmöglich oder kul-
turell völlig inakzeptabel sei. Die Wahngedanken bestünden nun seit mehr 
als zwei Jahren und bestimmten das Denken und Handeln des Exploran-
den weitgehend. Weder aktuell noch anamnestisch lägen Anhaltspunkte für 
das Vorliegen einer schwerwiegenden depressiven Symptomatik vor. Der 
Explorand befinde sich in psychiatrischer Behandlung. Einer Psychophar-
maka-Medikation stehe er kritisch gegenüber. Die wahnhafte Störung sei 
derart ausgeprägt, dass zurzeit keine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Ar-
beitsmarkt möglich sei. Aus somatischer Sicht lasse sich beim Exploranden 
die Diagnose eines allergischen eosinophilen Asthmas bronchiale stellen. 
Es sei eine Sensibilisierung gegenüber verschiedenen Gräsern und Rog-
gen sowie eine Typ-III-Sensibilisierung gegenüber Tauben und Kanarien-
vögeln nachgewiesen worden. Um ein beruflich induziertes Asthma bron-
chiale zu belegen, seien eine persistierende Obstruktion der Lungenfunkti-
on oder eine bei der Arbeit resp. bei Exposition zu Arbeitsstoffen auftreten-
de Obstruktion z.B. mit Peak-Flow-Messungen zu belegen, wobei aktuell 
keine Obstruktion in der Lungenfunktion nachweisbar sei und keine Peak-
Flow-Messungen vorlägen, welche während der Tätigkeit am angestamm-
ten Arbeitsplatz durchgeführt worden seien. Ein beruflich bedingtes Asthma 
bronchiale sei somit aufgrund der aktuellen Befundlage nicht sicher zu dia-
gnostizieren. Dies gelte ebenso für eine beruflich bedingte Verschlimme-
rung eines vorbestehenden Asthmas bronchiale. Aus otorhinolaryngologi-
scher Sicht könne keine Diagnose einer Berufskrankheit bestätigt werden. 
Aktuell liege ein endonasaler Befund, vereinbar mit einem Status nach 
Septumplastik, Infundibulotomie und Conchotomie beidseits mit offenen, 
eher etwas trockenen Verhältnissen ohne Hinweise auf eine akute oder 
chronische Rhinosinusitis vor. Zudem lasse sich eine den Exploranden im 
Alltag aber kaum störende Anosmie rechts und eine Hyposmie links fest-
stellen. Aus otorhinolaryngologischer Sicht seien lediglich Tätigkeiten in 

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sehr staubiger Umgebung für den Exploranden ungeeignet oder Tätigkei-
ten, bei welchen er auf ein intaktes Riechvermögen angewiesen sei 
(act. II 423 S. 7 f. Ziff. 4.1). Es hätten keine Diagnosen mit überwiegender 
oder stark überwiegender Wahrscheinlichkeit als Berufskrankheit oder als 
Folgezustände einer Berufskrankheit klassifiziert werden können (act. II 
423 S. 12 Ziff. 4.11).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 1. Mai 2023 (act. II 457) massgeblich auf das – im Zweig 
der Invalidenversicherung – polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
4. November 2021 (act. II 423), an welchem sich die Beschwerdegegnerin 
mittels Zusatzfragen beteiligt hatte (act. II 396, 398 f.). Dieses erfüllt die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert einer medizini-
schen Expertise gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt 
vollen Beweis. Die Gutachter haben sich in ihren Beurteilungen in Kenntnis 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. März 2025, UV 200 2023 570

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der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschrän-
kungen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und ihre Schlussfolge-
rungen gestützt auf ihre eigenen Untersuchungen sowie die durchgeführte 
Zusatzdiagnostik (vgl. act. II 423 S. 4 und 97 ff.) getroffen. Die Ausführun-
gen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuch-
tend und die gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. 

In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung legten die Gutachter einleuch-
tend und schlüssig dar, dass keine Diagnosen mit überwiegender oder 
stark überwiegender Wahrscheinlichkeit als Berufskrankheit oder Folgezu-
stände einer Berufskrankheit klassifiziert werden können (act. II 423 S. 12 
Ziff. 4.11). Insbesondere in Bezug auf die mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit gestellte Diagnose eines allergischen eosinophilen Asthmas bron-
chiale (act. II 423 S. 8 Ziff. 4.2) führten sie – korrelierend mit den Berichten 
der behandelnden Ärzte (vgl. u.a. act. II 48, 131 S. 1) – aus, dass eine 
Sensibilisierung gegenüber verschiedenen Gräsern und Roggen sowie eine 
Typ-III-Sensibilisierung gegenüber Tauben und Kanarienvögeln nachge-
wiesen worden ist (act. II 423 S. 7 Ziff. 4.1). Zudem hielten sie differenziert 
fest, dass zum Nachweis eines beruflich induzierten Asthmas bronchiale 
eine persistierende Obstruktion in der Lungenfunktion oder bei der Arbeit 
resp. Exposition zu Arbeitsstoffen auftretende Obstruktion belegt werden 
müsste, aktuell indessen weder eine Obstruktion in der Lungenfunktion 
nachgewiesen ist noch Peak-Flow-Messungen vorliegen. Damit haben die 
Gutachter eine beruflich ausgelöste Erkrankung der Atemwege im Grund-
satz verneint und auch eine beruflich bedingte Verschlechterung eines vor-
bestehenden Asthmas bronchiale als nicht ausgewiesen erachtet (act. II 
423 S. 8). Diese Einschätzungen stehen im Einklang mit der Beurteilung 
der dipl. Ärztin F.________ vom 1. Juli 2020 (act. II 305), welche ebenfalls 
zum Schluss kam, dass ein überwiegend allergisches Asthma bronchiale 
vorliegt, mithin dieses auf berufsfremden Faktoren beruht (act. II 305 S. 5). 
Gestützt auf die schlüssigen Ausführungen der Gutachter und der Suva-
Ärztin steht fest, dass die Einschätzung von Dr. med. E.________ vom 21. 
November 2018, wonach die Atemwegserkrankung zwanglos als Berufs-
krankheit empfohlen werden könne (act. II 61 S. 3), nicht zutreffend ist. 
Gestützt auf die Arbeitsplatzbesichtigung vom 20. August 2019 (act. II 205), 
die umfangreichen Sicherheitsdatenblätter (act. II 219) und die Angaben 

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des Beschwerdeführers, wonach er die PSA stets getragen habe (act. II 
305 S. 6), legte dipl. Ärztin F.________ zudem nachvollziehbar dar, dass 
am Arbeitsplatz keine relevante Exposition gegenüber halogenierten che-
mischen Verbindungen (Chlor und Brom) vorlag (act. II 305 S. 5). Ferner 
bringt auch der Beschwerdeführer nichts vor, was den Beweiswert der 
MEDAS-Begutachtung einschränken könnte. Soweit er geltend macht, die 
Gutachter hätten sich nicht zum Status quo sine vel ante geäussert (vgl. 
Beschwerde, S. 8 Ziff. 19), ist festzuhalten, dass diese Problematik vorlie-
gend nicht von Bedeutung ist. Da keine Diagnosen als Berufskrankheit 
oder Folgezustände einer Berufskrankheit klassifiziert werden konnten, 
erübrigen sich Ausführungen zum Einfluss einer Berufskrankheit auf einen 
krankhaften Vorzustand (vgl. zu den Beweisanforderungen in Fällen mit 
krankhaftem Vorzustand BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 191). Daran ändert 
nichts, dass dipl. Ärztin F.________ zugunsten des Beschwerdeführers 
davon ausgeht, dass durch die staubige Arbeitsumgebung das durch be-
rufsfremde Faktoren verursachte Asthma passager verschlechtert worden 
ist (act. II 305 S. 5).

Von weiteren medizinischen Sachverhaltserhebungen (vgl. Beschwerde, 
S. 2 Anträge Ziff. 1 und 3) sind keine rechtsrelevanten Erkenntnisse zu 
erwarten (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 144 V 361 E. 6.5 
S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des BGer 
9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; 
SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde, S. 8 Ziff. 20) bestehen nach 
dem Dargelegten keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der gutachterlichen Einschätzung. Insbesondere erweist 
sich die medizinische Befundlage – anders als in der Beschwerde vorge-
bracht wird (vgl. Beschwerde, S. 8 Ziff. 18) – aufgrund der aktuell fehlenden 
Obstruktion der Lungenfunktion als ausreichend. Nach dem Dargelegten ist 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass zwischen dem Asthma 
bronchiale und der beruflichen Tätigkeit bei der C.________ GmbH keine 
(natürliche) Kausalität (mehr) besteht (vgl. E. 2.3.2 hiervor) und keine Be-
rufskrankheit nach Art. 9 Abs. 1 UVG (vgl. E. 2.2.1 hiervor) ausgewiesen 
ist. Anhaltspunkte für eine Berufskrankheit nach Art. 9 Abs. 2 UVG (vgl. E. 
2.2.2 hiervor) sind ebenfalls nicht gegeben und werden denn auch nicht 

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geltend gemacht. Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde-
gegnerin die initial anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro 
futuro per 14. September 2020 ohne Berufung auf einen Rückkommenstitel 
eingestellt und den Fall abgeschlossen hat (vgl. E. 2.4 hiervor). 

4.

Zusammenfassend erweist sich der Einspracheentscheid vom 1. Mai 2023 
(act. II 457) als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzu-
weisen, soweit darauf einzutreten ist. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat 
als Sozialversicherungsträgerin nach allgemeinem sozialversicherungs-
rechtlichem Prozessgrundsatz keinen Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

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3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt MLaw B.________, z.H. des 

Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.