# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ff3db06-4906-5a88-9650-e787b974d8e4
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-23
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafkammer 23.11.2022 502 2021 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_005_502-2021-111_2022-11-23.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

502 2021 111

Urteil vom 23. November 2022

Strafkammer

Besetzung Präsident: Laurent Schneuwly
Richterin: Sandra Wohlhauser
Ersatzrichter: Felix Baumann
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien Schweizerische Eidgenossenschaft, v/d das Eidgenössische 
Departement für auswärtige Angelegenheiten, Beschwerdeführerin, 
vertreten durch die Rechtsanwälte Christian Favre und David Millet

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Beschwerdegegnerin

und

A.________, Beschwerdegegner und Beschuldigter, vertreten 
durch Rechtsanwalt Markus Meuwly

Gegenstand Einstellung des Verfahrens (Art. 319 ff. StPO)

Beschwerde vom 25. Mai 2021 gegen die Verfügung der Staatsan-
waltschaft vom 11. Mai 2021

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Sachverhalt

A. Am 22. Dezember 2016 reichte die Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das 
Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), 
Strafanzeige gegen A.________ wegen Betrugs und Veruntreuung, evtl. ungetreuer Geschäfts-
besorgung, im Zusammenhang mit einem Mikrofinanzprojekt in B.________ ein (act. 2000 ff.). Die 
Schweizerische Eidgenossenschaft erklärte, an den Untersuchungshandlungen teilnehmen zu 
wollen, stellte verschiedene Beweisanträge und konstituierte sich ausdrücklich auch als Zivilpartei, 
wobei sie sich konkrete Forderungen einstweilen vorbehielt.

Aus der Strafanzeige geht im Wesentlichen Folgendes hervor: Die Freiburger Aktiengesellschaft 
C.________, deren Verwaltungsratspräsident D.________ war, war im Juli 2012 von der Direktion 
für Entwicklung und Zusammenarbeit des EDA (im Folgenden: DEZA) damit betraut worden, in 
B.________ mit Hilfe von Bundesgeldern eine Bank für die Vergabe von Mikrokrediten aufzubauen. 
Gleichzeitig sollte die C.________ in diesem Land – ebenfalls mit Bundesgeldern – eine Schulungs-
einrichtung aufbauen, in der das für den Betrieb der Bank notwendige Fachpersonal ausgebildet 
werden sollte. Die Gründung der Bank erfolgte am 4. Juli 2013. C.________ seien für Aufbau und 
Betrieb der Bank und der Schulungseinrichtung zwischen 2012 und 2016 insgesamt CHF 4'478'000.- 
an Bundesgeldern zugeflossen, bis der Vertrag mit C.________ von der DEZA am 3. Mai 2016 
aufgelöst wurde, nachdem mehrere Mitarbeiter der Bank gekündigt hatten. Nach Ansicht des EDA 
waren CHF 1'583'439.- dieser Gelder nicht in die beiden Projekte geflossen, sondern entgegen den 
Abmachungen anderweitig verwendet worden, wofür D.________ strafrechtlich zur Verantwortung 
zu ziehen sei. Über die C.________ war am 5. Dezember 2016 der Konkurs eröffnet worden.

In der Folge eröffnete die Staatsanwaltschaft gegen A.________ sowie gegen E.________, Direktor 
der C.________, ein Strafverfahren und nahm zwischen Ende 2016 und Anfang 2021 zahlreiche 
Untersuchungshandlungen vor (Hausdurchsuchungen und Beschlagnahmen, Kontensperrungen, 
Einvernahmen, Einholen von Stellungnahmen, Beizug von Unterlagen usw.). 

Mit Verfügung vom 11. Mai 2021 stellte die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren gegen 
A.________ und gegen E.________ wegen Veruntreuung, ungetreuer Geschäftsbesorgung, Betrug 
und Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung ein und verfügte, dass gegen A.________ 
betreffend den Vorwurf der Urkundenfälschung kein Strafverfahren eröffnet wird (Disp.-Ziff. 1 und 
2). Weiter wies die Staatsanwaltschaft die Beweisanträge der Privatklägerschaft auf Vornahme einer 
Geldflussanalyse, auf Einvernahme der Expats und auf Einvernahme von F.________ ab (Disp.-Ziff. 
3), verwies die Zivilbegehren auf den Zivilweg (Disp.-Ziff. 4) und ordnete an, sämtliche noch 
beschlagnahmten Gegenstände und Dokumente nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung 
A.________ zurückzugeben (Disp.-Ziff. 5). Die Verfahrenskosten im Betrag von CHF 3’718.70 
auferlegte sie dem Staat (Disp.-Ziff. 6) und richtete A.________ eine Entschädigung von 
CHF  143'505.55 und E.________ eine Entschädigung von CHF 9’658.- aus (Disp.-Ziff. 7).

B. A.________ erhob am 21. Mai 2021 Beschwerde gegen Disp.-Ziff. 7 der Verfügung vom 
11.  Mai 2021. Er beantragt, die ihm zugesprochene Entschädigung sei auf CHF 357'106.65 zzgl. 
Zins von 5 % ab dem 1. März 2019 auf einem Betrag von CHF 243’601.10 festzusetzen (Verfahren 
502 2021 110).

Die Eidgenossenschaft, vertreten durch das EDA, reichte am 25. Mai 2021 eine in französischer 
Sprache verfasste Beschwerde gegen die Verfügung vom 11. Mai 2021 ein. Das EDA beantragt, die 

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angefochtene Verfügung bezüglich A.________ aufzuheben und die Staatsanwaltschaft erstens 
anzuweisen, folgende Untersuchungshandlungen vorzunehmen: eine Analyse des Geldflusses und 
der Buchhaltung der C.________ bzw. der N.________/K.________, die Einvernahme der Expat-
Mitarbeiter, die ihren Lohn verspätet erhalten hatten, sowie die Einvernahme von F.________, 
ehemalige Buchhalterin bei der C.________. Zweitens sei die Staatsanwaltschaft anzuweisen, einen 
Staatsanwalt zu bezeichnen, allenfalls ad hoc, der über die für die Untersuchung einer Angelegen-
heit im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts notwendige Erfahrung und Kompetenz verfügt, alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge (Verfahren 502 2021 111). Gleichzeitig beantragte das EDA die 
Sistierung des Beschwerdeverfahrens aufgrund von Vergleichsverhandlungen. Auf Anfrage des 
Präsidenten der Strafkammer liess A.________ am 27. Mai 2021 fristgerecht mitteilen, er beantrage 
ebenfalls die Sistierung des Beschwerdeverfahrens des EDA und erkläre sich damit einverstanden, 
dass auch sein Beschwerdeverfahren sistiert wird, bis ein rechtskräftiger Entscheid über die 
Beschwerde des EDA vorliegt. Daraufhin sistierte die Strafkammer am 1. Juni 2021 die beiden 
Beschwerdeverfahren 502 2021 110 und 502 2021 111 sine die.

C. Am 25. Februar 2022 teilte das EDA mit, die Vergleichsverhandlungen seien gescheitert, und 
ersuchte um Wiederaufnahme des Beschwerdeverfahrens. Mit Schreiben vom 3. März 2022 teilte 
die Vizepräsidentin der Strafkammer den Parteien mit, die Angelegenheit 502 2021 111 (Beschwer-
de EDA) werde wieder aufgenommen und die Angelegenheit 502 2021 110 (Beschwerde 
D.________) bleibe sistiert, bis ein rechtskräftiger Entscheid über die Beschwerde des EDA vorliegt, 
und setzte zugleich der Staatsanwaltschaft eine Frist von 20 Tagen, um zur Beschwerde des EDA 
Stellung zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft liess am 17. März 2022 verlauten, sie verzichte auf eine 
ausführliche Stellungnahme zur Beschwerde und schliesse in der Sache auf deren Abweisung.

Am 24. Mai 2022 setzte der Präsident der Strafkammer A.________ eine Frist von 20 Tagen, um 
zur Beschwerde des EDA bzw. der Schweizerischen Eidgenossenschaft Stellung zu nehmen. Diese 
Frist wurde auf Gesuch D.________ mit Präsidialverfügung vom 14. Juni 2022 bis zum 4. Juli 2022 
verlängert. A.________ nahm mit Eingabe vom 29. Juni 2022 und damit fristgemäss zur Beschwerde 
Stellung. Er schliesst primär dahin, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Subsidiär schliesst er 
auf Abweisung der Beschwerde, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Dem EDA und der 
Staatsanwaltschaft wurde mit Verfügung vom 11. Juli 2022 eine Frist bis zum 3. August 2022 
gesetzt, um sich zur Stellungnahme von A.________ zu äussern. Diese Frist wurde mit 
Präsidialverfügungen vom 25. Juli 2022 und 30. August 2022 zweimal verlängert, letztmals bis 
29. September 2022. Die Staatsanwaltschaft teilte am 13. Juli 2022 mit, auf eine Stellungnahme zu 
verzichten. Das EDA replizierte am 29. September 2022. Es hält an seinen Rechtsbegehren fest. 
A.________ (im Folgenden: der Beschuldigte) wurde am 10. Oktober 2022 eine Frist von 20 Tagen 
gesetzt, um eine allfällige Duplik einzureichen. Er hat am 28. Oktober 2022 dupliziert und seine 
Kostenliste eingereicht. Das EDA (im Folgenden: die Beschwerdeführerin) hat ebenfalls seine 
Kostenliste eingereicht. 

Erwägungen

1.

Das Strafverfahren wurde auf Deutsch geführt, und die angefochtene Verfügung ist in dieser 
Sprache abgefasst. Die Beschwerde wurde in französischer Sprache eingereicht, was gemäss 

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Rechtsprechung zulässig ist (BGE 145 I 297). Hingegen ergeht der Rechtsmittelentscheid in der 
Sprache des angefochtenen Entscheids, das heisst auf Deutsch (Art. 115 Abs. 4 des Justizgesetzes 
vom 31. Mai 2010 [JG, SGF 130.1]), und damit in der Sprache des Beschuldigten, der die 
mutmasslichen Straftaten am Sitz seiner Gesellschaft C.________ im Saanebezirk begangen haben 
soll (vgl. Art. 117 Abs. 1 JG).

2.

2.1. Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft können von den Parteien innert zehn Tagen 
mit Beschwerde an die Strafkammer angefochten werden (Art. 20 Abs. 1 Bst. b, Art. 322 Abs. 2 und 
393 Abs. 1 Bst. a StPO; Art. 64 Bst. c und Art. 85 Abs. 1 JG). Die angefochtene Verfügung datiert 
vom 11. Mai 2021 und wurde der Beschwerdeführerin nach unwidersprochener Darlegung am 
12. Mai 2021 zugestellt. Damit erfolgte die am Pfingstdienstag, 25. Mai 2021, eingereichte 
Beschwerde rechtzeitig (Art. 90 Abs. 2 StPO i.V.m. Art. 121 Abs. 1 und 2 JG). 

2.2.

2.2.1 Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines 
Entscheides hat, kann ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO). Partei ist namentlich die 
Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 Bst. b StPO). Als Privatklägerschaft gilt die geschädigte Person, 
die gegenüber einer Strafverfolgungsbehörde spätestens bis zum Abschluss des Vorverfahrens 
ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Straf- oder Zivilklägerin zu beteiligen (Art. 118 Abs. 
1 und 3 StPO). Die Beschwerdeführerin hat sich als Straf- und Zivilklägerin konstituiert (act. 2002). 
Damit hat sie ein grundsätzlich ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung der ange-
fochtenen Verfügung, mit der das Strafverfahren gegen den Beschuldigten eingestellt und die Zivil-
begehren der Beschwerdeführerin auf den Zivilweg verwiesen wurden.

2.2.2. Der Beschuldigte bestreitet das rechtlich geschützte Interesse der Beschwerdeführerin. Er 
lässt vortragen, diese habe gegen ihn keine Zivilforderungen. Sie hätte diese Forderungen im Kon-
kurs gegen die C.________ eingeben müssen, als deren Organ der Beschuldigte gehandelt habe, 
was die Beschwerdeführerin aber nicht getan habe. Inzwischen habe der Präsident des Zivilgerichts 
des Saanebezirks das Konkursverfahren mit Entscheid vom 8. Juni 2021 geschlossen. Die von der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung definierten Voraussetzungen, um eine Forderung ausserhalb 
des Konkurses direkt gegenüber einem Organ einer Gesellschaft stellen zu können, seien nicht 
erfüllt, und die allfällige Forderung der Beschwerdeführerin gegen den Beschuldigten sei im Konkurs 
erloschen. Überdies habe die Beschwerdeführerin auch nicht dargetan, dass sie Zivilforderungen 
gegenüber dem Beschuldigten habe (Beschwerdeantwort, S. 3 ff.).

2.2.3. Durch eine Straftat unmittelbar verletzt und damit Geschädigter im Sinne von Art. 115 Abs. 
1 StPO ist nach ständiger Rechtsprechung, wer Träger des durch die verletzte Strafnorm 
geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes ist (BGE 140 IV 155 E. 3.2). Die 
geschädigte Person kann sich gemäss Art. 119 Abs. 2 StPO als Straf- und/oder Zivilklägerin am 
Strafverfahren beteiligen. Strafkläger ist, wer die Verfolgung und Bestrafung der für die Straftat 
verantwortlichen Person verlangt (Art. 119 Abs. 2 Bst. a StPO), Zivilkläger, wer adhäsionsweise 
privatrechtliche Ansprüche geltend macht, die aus der Straftat abgeleitet werden (Art. 119 Abs. 2 
Bst. b StPO). Die StPO unterscheidet demnach zwischen dem Privatkläger als Strafkläger und 
demjenigen als Zivilkläger. Dem Geschädigten steht es frei, sich am Strafverfahren lediglich als 
Strafkläger (Privatkläger im Strafpunkt) zu beteiligen (BGE 139 IV 78 E. 3.3.3). Als solcher kann er 
nach der Rechtsprechung auf kantonaler Ebene Rechtsmittel ergreifen. Die Rechtsmittellegitimation 
im kantonalen Verfahren (nach Art. 382 Abs. 1 StPO) hängt - anders als die Legitimation zur 

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Beschwerde in Strafsachen in der Sache an das Bundesgericht (vgl. Art. 81 Abs. 1 Bst. b Ziff. 5 
BGG; BGE 141 IV 1 E. 1.1 mit Hinweisen) - nicht davon ab, ob der Geschädigte Zivilforderungen 
hat. Dieser ist als Strafkläger zur Berufung gegen einen Freispruch namentlich auch befugt, wenn 
er im Strafverfahren keine Zivilforderung angemeldet hat oder wenn er von vornherein keine 
Zivilforderung hat, sondern z.B. nur öffentlich-rechtliche Ansprüche aus Staatshaftung, die nicht 
adhäsionsweise im Strafprozess geltend gemacht werden können (vgl. BGE 131 I 455 E. 1.2.4). 
Geschädigt im Sinne von Art. 115 Abs. 1 StPO sein kann daher auch, wer selber keine Zivil-
forderungen geltend machen kann. Zivilforderungen sind mit anderen Worten keine notwendige 
Voraussetzung für die Rechtsmittellegitimation im kantonalen Verfahren bzw. für die Bejahung der 
strafrechtlichen Geschädigtenstellung nach Art. 115 Abs. 1 StPO und die Beteiligung am Strafver-
fahren als Strafkläger (vgl. zum Ganzen BGE 141 IV 380 E. 2.3.1 m.w.H.).

2.2.4. Die Beschwerdeführerin hat sich wie dargetan sowohl als Zivil- als auch als Strafklägerin 
konstituiert und dies in ihrer Beschwerde auch erwähnt (S. 3, Ziff. I.6). Sie wirft dem Beschuldigten 
Betrug und Veruntreuung, evtl. ungetreue Geschäftsbesorgung, ihr gegenüber vor. Sie ist offen-
sichtlich Trägerin des durch die mutmasslich verletzten Strafnormen geschützten oder zumindest 
mitgeschützten Rechtsguts (BGE 146 IV 76; Urteil BGer 6B_562/2021 vom 7. April 2022, E. 3.3.1, 
zur Veröffentlichung vorgesehen). Damit ist sie im kantonalen Beschwerdeverfahren zumindest als 
Strafklägerin ohne weiteres beschwerdebefugt. Ob sie gegenüber dem Beschuldigten tatsächlich 
Zivilforderungen hat, kann somit offenbleiben. Die Einwendungen des Beschuldigten gehen an der 
Sache vorbei.

2.3. Die Beschwerde enthält eine rechtsgenügliche Begründung sowie Rechtsbegehren (Art. 396 
Abs. 1 StPO). Auf die Beschwerde ist folglich einzutreten.

2.4. Die Strafkammer verfügt über eine umfassende Prüfungsbefugnis in rechtlicher und sachli-
cher Hinsicht (Art. 393 Abs. 2 StPO). Insbesondere können Noven berücksichtigt werden, soweit 
das rechtliche Gehör der Gegenpartei gewahrt bleibt (vgl. z.B. Urteil BGer vom 1B_51/2015 vom 
7. April 2015 E. 4.6 in PRA 2015 Nr. 78 S. 628 ff.).

2.5. Die Beschwerde ist einzig gegen die Einstellung des Verfahrens gegenüber dem Beschul-
digten gerichtet. Die Einstellung des Strafverfahrens gegen E.________ wurde nicht angefochten 
und ist somit in Rechtskraft erwachsen. Dies ist festzuhalten.

2.6. Es kann aufgrund der Akten entschieden werden (Art. 397 Abs. 1 StPO).

3.

3.1. Aufgrund der Strafanzeige und der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

Die französische Nichtregierungsorganisation (NGO) G.________ führte ab 2008 im Auftrag der 
DEZA in B.________ erfolglos ein Projekt zum Aufbau eines agrarischen Finanzierungsnetzwerkes 
“H.________”. I.________, ein Mitarbeiter der DEZA und gleichzeitig selbständiger Fachmann in der 
Mikrofinanzbranche, bezeichnete das Projekt H.________ als chaotisch. Bereits im Dezember 2008 
habe er empfohlen, das Projekt zu schliessen. Am Ende des Projekts sei es nicht möglich gewesen, 
einen sauberen Abschluss zu bekommen (act. 3085). In der Folge wurden C.________ bzw. dem 
Beschuldigten mehrere Mandate erteilt, um dieses Projekt H.________ zu retten: 

- Ein Auftrag («Mandate A») vom 3. Mai 2011 (act. 13093 ff.) zwischen der DEZA und 
C.________, vertreten durch den Beschuldigten. Hierbei handelte es sich um einen 
Beraterauftrag, mit welchem zu prüfen war, wie die damals noch als gut gehend, aber wenig 

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strukturiert eingestufte H.________ in eine Mikrofinanzbank umgewandelt werden konnte 
(Vertragsdauer: 3. Mai 2011 bis 17. Juni 2011, vorgesehener Aufwand: 17 Tage, Auftragswert: 
CHF 26'700.-).

- Ein Auftrag («Mandate B») vom 15. August 2011 (act. 13100 ff.) zwischen der DEZA und dem 
Beschuldigten. Es handelte sich um die Fortsetzung des vorhergehenden Auftrags und wurde 
als «Consultancy Service Contract» bezeichnet, mit welchem die weitere Institutionalisierung der 
Bank und schliesslich ein klares Konzept über die zukünftige Rolle der DEZA erstellt werden 
sollte (Vertragsdauer 15. August 2011 bis 29. Februar 2012, Aufwand: 15 Tage, Auftragswert: 
CHF 92'200.-).

- Am 19. März 2012 (act. 13112 ff.) wurde C.________ von der DEZA ein weiterer Auftrag erteilt 
(«Mandate Type B»). Bereits im Titel wird hier erwähnt: «concerning Obtain the micro-banking 
licence for new institution in B.________». Inzwischen waren die Schwächen der H.________ 
zu Tage getreten, und der Beschuldigte hatte offenbar im Rahmen der beiden vorangehenden 
Aufträge den Übergang zum sog. Greenfield-Modell empfohlen (vgl. dazu unten, E. 3.2). In den 
«Terms of Reference» zu diesem dritten Vertrag bildete das Vorgehen nach diesem Modell die 
Grundlage, auf welcher C.________ die Erlangung einer Banklizenz vorbereiten und bei der 
B.________ Zentralbank beantragen und begleiten sollte (Laufzeit des Auftrags: 19. März 2021 
bis 31. Juli 2012, Auftragswert: CHF 52'618.-).

Aus einem «Memorandum of Understanding between C.________ and SDC (=DEZA) on the closure 
of H.________» vom 29. Juni 2012 (act. 13553) ergibt sich, dass das Projekt H.________ per 
30. Juni 2012 geschlossen wird und dass eine grosse Anzahl Kredite noch ausstehend ist und in 
einem bedeutenden Umfang eingetrieben werden soll («an important loan portfolio is still outstanding 
and has to be recovered in a meaningful manner»). Dabei sollte der finanzielle Verlust durch die 80 % 
der Kredite, welche sich in Verzug befanden, begrenzt werden. Gleichzeitig sollten Personal und 
Kunden nach Möglichkeit einer noch zu gründenden neuen Mikrobank zugeführt werden. Mit der 
Gründung dieser Bank und parallel dazu mit dem Aufbau einer Schulungseinrichtung sollte in der 
Folge C.________ betraut werden. Diesem Memorandum war ein weiterer Auftrag vorausgegangen:

- «Mandate for Project Implementation» vom 13. April 2012 (act. 13120 ff., 13132) zwischen der 
DEZA und C.________: Damit wurde C.________ mit Vorbereitungsarbeiten («technical 
assistance») für die Trägergesellschaft einer neuen (Mikro-)Bank in B.________ beauftragt 
(«creation of a nucleus company that will be the legal body requesting a banking license»). Bis zum 
1.  Juli 2012 sollte C.________ die Trägerschaft, das Hauptquartier in J.________ samt erster 
Filiale, das Management und die notwendige Informatikinfrastruktur bereitstellen. Ausserdem 
sollten Produkte bereitstehen und ein Businessplan für die nächsten 24 Monate vorhanden sein 
(Laufzeit des Auftrags: 13. April 2012 bis 31. Juli 2012, Auftragswert: CHF 273'200.-, wovon 
CHF  150'000.- bei Inkrafttreten des Vertrags und CHF 123'200.- im Laufe des Monats Juli 2012 
fällig wurden).

Am 20. Juli 2012 wurde dann zum Zweck der Gründung und des Aufbaus einer Mikrobank in 
B.________ eine Vereinbarung in englischer Sprache («Grant Agreement», GA) zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft, vertreten durch das EDA und handelnd durch die DEZA, und 
C.________ als «the implementing partner of a microfinance bank and of an K.________ in 
B.________» abgeschlossen und auf Seiten der C.________ vom Beschuldigten unterzeichnet (act. 
2025 ff.). Die Vereinbarung stützte sich auf die im Rahmen des Auftrags vom 13. April 2012 
(«Mandate for Project Implementation») von C.________ zuhanden der DEZA erarbeitete 

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Dokumentation; dabei bildete der Businessplan für die Bank (act. 9195 ff.) Anhang 1 der 
Vereinbarung. Daraus geht hervor, dass C.________ der «Technical Arm» und das ebenfalls in 
Freiburg ansässige Unternehmen L.________ AG) der «Financial Arm» des Projekts sein sollen 
(act. 9217). Bei Anhang 2 (act. 9249 ff.) handelt es sich um das Projektdokument für eine 
«K.________».

Weiter bestand zwischen L.________, C.________ und M.________ einerseits und der DEZA 
andererseits eine undatierte Vereinbarung («Agreement») bezüglich der zu gründenden Mikrobank, 
in welcher allesamt als Parteien gelten und die drei ersten als Shareholders und die DEZA als 
Stakeholder bezeichnet wurden, und worin grundlegende Verhaltensregeln statuiert werden, 
namentlich auch ein Vetorecht der DEZA für einzelne Entscheidungen («Decision requiring a non-
objection of SDC, article 3», act. 3030 ff., 18119 ff.). Die Vereinbarung war offenbar erst nach der 
Gründung der Mikrobank erfolgt; gemäss Amendment 2 zum GA (s. unten) im November 2014.

Im Folgenden sollen die im Hinblick auf die Prüfung der strafrechtlichen Vorwürfe relevanten 
Eckpunkte des Grant Agreement (GA) kurz erläutert werden.

Als Ziel sah das GA in Ziffer 1.2 insbesondere Folgendes vor: 

«SDC provides performance-based grant support to the creation of a microfinance bank for 
increasing employment, income and wealth of rural and urban poor in Northern B.________ through 
increased availability of financial products tailored to their needs. SDC also sustains the creation of 
a Non Governmental Organization (NGO), called the K.________, to provide crucially needed 
capacity building services under an apprenticeship model. Both components are outlined in the 
business plans of the microfinance bank and of the K.________ (an NGO under B.________ law) in 
annex 1 and 2, respectively.» 

Angestrebt wurde für die Bank, bis 2016 mindestens 35'000 Klienten aus der ärmeren Hälfte der 
Bevölkerung B.________ zu akquirieren. Bezüglich der von C.________ aufzubauenden und in 
einer ersten Phase von ihr zu managenden Schulungseinrichtung sollten nach drei Jahren 
Ausbildung mindestens 100 Studenten pro Jahr ein anerkanntes Diplom erwerben (Ziffer 1.3 der 
Vereinbarung). Weiter war vorgesehen, dass das Projekt H.________ per 30. Juni 2012 
abgeschlossen wird und C.________ parallel zum Aufbau der neuen Bank die DEZA beim 
Abschluss des Projekts H.________ während bis zu 12 Monaten unterstützt, insbesondere im 
Management und bei der Eintreibung ausstehender Kredite (Ziffer 1.4). Die Lizenz für die neue Bank 
sollte spätestens im dritten Projektjahr erworben werden (Ziffer 1.5).

Als Zweck der Vereinbarung wurde angegeben, die gegenseitigen Rechte und Pflichten der DEZA 
und der C.________ bezüglich der leistungsbasierten finanziellen Unterstützung («performance-
based grant support») der DEZA zu definieren; diese sollte für den Zeitraum vom 1. August 2012 bis 
zum 30. Juni 2015 maximal CHF 3'523'000.- betragen. Dabei sollte die DEZA die C.________ bei 
der Gründung einer lizenzierten Mikrofinanzbank im Jahr 2012 unterstützen, und C.________ sollte 
die bereits erwähnte NGO mit dem Namen «K.________» (im Folgenden: K.________) aufbauen 
(Ziffer 2).

Die DEZA erklärte sich bereit, die Mikrofinanzbank gemäss Anhang 1 via die C.________ mit einem 
Höchstbetrag von CHF 1'928'000.- zu unterstützen, auszahlbar in fünf Raten, wovon die erste 
(CHF  400'000.-) mit der Vertragsunterzeichnung, die zweite (CHF 300'000.-) mit dem Erhalt der 
Banklizenz sowie die drei übrigen (CHF 600'000.- nach dem ersten, CHF 528'000.- nach dem 
zweiten und CHF 100'000.- nach dem dritten Betriebsjahr der Bank) jeweils in Abhängigkeit vom 

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Erreichen von Leistungszielen («Targets») durch die Bank gemäss Ziffer 4.2 des Vertrags auszu-
zahlen waren. Als Zweck der Beihilfezahlungen («purpose for grant funding») wurde die technische 
Unterstützung der Bank («TA [technical assistance] bank») angeführt (Ziffer 3.1/3.2). Die Bank sollte 
die Kreditlinie der H.________ erhalten, allerdings direkt und nicht über die C.________ (Ziffer 3.4). 
Es stellte sich dann aber heraus, dass die meisten Kundendossiers sowie darüber hinaus ein Teil 
der Bankangestellten der H.________ fiktiv waren und die Bank ohne Bewilligung tätig gewesen war 
(act. 11001 f.; vgl. auch act. 3061 f.), sodass von der H.________ keine Kreditlinie auf die neue 
Bank transferiert wurde.

Weiter sicherte die DEZA zu, die Gründung der Bank mit einem langfristigen Darlehen («long term 
loan») von CHF 1'000'000.- zu unterstützen, für welches ein Darlehensvertrag zwischen der DEZA 
und der Bank abzuschliessen sei (Ziffer 3.5). Die Zurverfügungstellung dieser CHF 1'000'000.- an 
die Mikrofinanzbank erfolgte dann am 14. November 2014, allerdings nicht als Darlehen, sondern 
als «donation» (s. unten); C.________ oder der Beschuldigte war daran nicht beteiligt (act. 13547 
ff.).

Zudem erklärte sich die DEZA bereit, die Gründung der K.________ mittels technischer 
Unterstützung durch die C.________, kurzfristigen Aufträgen, Forschung und Betriebskosten für die 
Aufbaujahre wie in Anhang 2 umrissen mit einem Höchstbetrag von CHF 1'595'000.- zu 
unterstützen, auszahlbar in sechs Raten, wovon die erste (CHF 500'000.-) mit der Unterzeichnung 
der Vereinbarung und die weiteren nach Erhalt von regelmässigen Finanz- und Betriebsberichten 
auszuzahlen waren (Ziffer 3.6/3.7). Alle Zahlungen sollten auf ein Konto der C.________ bei der 
FKB erfolgen (Ziffer 3.8).

C.________ verpflichtete sich ihrerseits, die notwendige Banklizenz für die Mikrofinanzbank zu 
erhalten (Ziffer 4.1) und die Ziele gemäss (regelmässig zu aktualisierendem) Businessplan der Bank 
(Anhang 1) sowie gemäss Anhang 2 (Bericht über die Schaffung von K.________) zu erreichen; die 
entsprechenden Leistungszielkriterien, auf die später einzugehen ist (E. 6.3.5), wurden in Ziffer 
4.2/4.3 formuliert. Sollten Bank und K.________ diese Ziele verfehlen, konnten weitere Zuschüsse 
ausgesetzt werden (Ziffer 10.2).

In Ziffer 4.4 war abgemacht, dass nach Ende der Beitragsperiode («grant period») aufgrund von 
Nichterreichen von Leistungszielen nicht ausbezahlte Mittel von der DEZA nach eigenem Gutdün-
ken, aber in Absprache mit der C.________ verwendet werden können. Ziffer 4.6 sah vor, dass 
gemäss der Vereinbarung bereitgestellte Mittel gemäss den indikativen Budgets in Anhang 1 und 2 
zu verwenden waren. Die Anhänge 1 und 2 enthalten allerdings keine eigentlichen Budgets; gemeint 
ist wahrscheinlich Anhang 3 («Budgets of the microfinance bank and the K.________ (NGO)», in act. 
9268 f.). Für die K.________ hatte C.________ jährliche Budgets vorzulegen; Kostenüber-
schreitungen von mehr als 10 % waren der DEZA zu melden (Ziffer 4.8). Das Budget für die Bank 
in Anhang 3 trägt den Titel «Budget TA Microbank» und beläuft sich für drei Jahre insgesamt auf die 
zugesicherten CHF 1'928'000.-, es listet ausschliesslich Löhne der Manager sowie Spesen für Flüge 
und Unterkunft auf (act. 9268). Das Budget für die K.________ in Anhang 3 bezieht sich auf drei 
Jahre und beläuft sich auf CHF 2'194'720.- und umfasst somit mehr als den von der DEZA zur 
Verfügung gestellten Betrag; er ist unterteilt in Lohnkosten («Staff»), Forschung («Research»), 
Investment und Unterhaltskosten («Operational Costs») (act. 9269).

Weiter verpflichtete sich die C.________ in Ziffer 4.9, über die erhaltenen Mittel ordnungsgemäss 
Buch zu führen und bei der Umsetzung der Vereinbarung sorgfältig, effizient und in 
Übereinstimmung mit internationalen Buchhaltungsstandards vorzugehen und insbesondere ihre 

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Finanzlage zu wahren («maintain its financial position and carry out its operations with due diligence and 
efficiency and in accordance with best practices and International Accounting Standards for the execution of 
this Agreement»). Darüber hinaus hielt Ziffer 5 der Vereinbarung fest, welche Pflichten der 
Berichterstattung («reporting requirements») C.________ zu erfüllen hatte.

In Ziffer 6.1 war festgehalten, dass in Anwendung der Vereinbarung mit Geldern des DEZA erwor-
bene Sachanlagen oder Sachwerte («fixed assets») bis zum Ende der Vereinbarung im Eigentum der 
DEZA verbleiben und erst danach ins Eigentum der Mikrofinanzbank oder der K.________ 
übergehen, sofern die vorgesehenen Leistungsziele erreicht werden; bis zu diesem Zeitpunkt waren 
die Sachwerte gemäss dem im Businessplan angegebenen Zweck zu verwenden. Sollten die 
Leistungsziele nicht erreicht werden, behielt sich die DEZA das Recht vor, die Sachwerte 
zurückzufordern oder eine angemessene Entschädigung zu verlangen (Ziffer 6.2). Weiter war die 
DEZA berechtigt, jederzeit und ohne Voranmeldung die Anlagen zu besuchen und die Umsetzung 
der Vereinbarung und die Unterlagen zu prüfen; dazu zählten auch Buchhaltungsunterlagen und 
Klientendaten, diese allerdings nur während der Geschäftszeiten (Ziffer 8).

Schliesslich war die C.________ nicht berechtigt, Rechte und Pflichten aus der Vereinbarung ohne 
vorherige Einwilligung der DEZA zu übertragen oder abzutreten (Ziffer 9.2). Nach Ende der Verein-
barung hatte die C.________ ungenutzte Gelder («unutilised funds») der DEZA binnen Monatsfrist 
zu erstatten (Ziffer 10.5). Davon und vom Eigentumsvorbehalt an den Sachwerten abgesehen (vgl. 
oben sowie Ziffer 6.1 der Vereinbarung), sah die Vereinbarung nicht vor, dass C.________ von der 
DEZA erhaltene Gelder zurückzuzahlen habe, etwa im Fall der Schlechterfüllung des Vertrags oder 
aus anderen Gründen.

Die Anhänge (Annexes) 1–8 bildeten integrale Bestandteile der Vereinbarung, welche den Beilagen 
allerdings vorgeht (GA, Ziffer 12.1). Von Bedeutung erscheint neben den bereits erwähnten 
Anhängen 1, 2 und 3 insbesondere der Anhang 6 mit dem Titel «General conditions for contracts 
concerning federal contributions for projects (version February 2010)» (act. 2045 ff.). Daraus geht 
insbesondere hervor, dass sich die projektverantwortliche Organisation verpflichtet, die Beiträge 
optimal einzusetzen und das EDA schriftlich über Ereignisse zu informieren, welche die geplante 
Realisierung des Projekts verändern oder gefährden können (Ziffer 2.4). Änderungen in der 
Projektbeschreibung, der Finanzierung oder der im Budget vorgesehenen Ausgaben sind vorgängig 
vom EDA schriftlich zu genehmigen (Ziffer 2.5). Erträge oder Urheberrechte gehören grundsätzlich 
der Organisation (Ziffer 2.7). Gegen aussen, insbesondere gegenüber den Medien, soll nur mit 
Einwilligung des EDA kommuniziert werden (Ziffer 2.9). Aus dem Projektbudget sollen die Beiträge 
des EDA und jene der Organisation hervorgehen (Ziffer 3.2). Falls vertraglich vorgesehen, kann das 
EDA der Organisation eine Pauschalsumme als Beitrag an ihre administrativen Kosten gewähren, 
der unter bestimmten Bedingungen teilweise zu erstatten ist (Ziffer 3.3). Die im Budget aufgeführten 
Beiträge dürfen ohne vorgängige schriftliche Zustimmung des EDA nicht für andere Zwecke 
verwendet werden (Ziffer 3.6). Die Beiträge werden auf ein von der Organisation in der Schweiz 
eröffnetes Projektkonto überwiesen (Ziffer 5.1). Aus Ziffer 5.2–5.6 geht hervor, dass die Beiträge 
des Bundes nur für das Projekt verwendet werden dürfen (insb. Ziffer 5.2) und ggf. zurückzuerstatten 
sind.

Weiter enthalten die Akten unter dem Titel «Mandate Agreement for Project Implementation: Offer 
Form» zwei Aufstellungen, aus denen sich offenbar ergeben soll, wie die von der DEZA zur 
Verfügung gestellten Gelder von CHF 1'928'000.- bzw. 1’595'000.- eingesetzt werden sollten, 
nämlich die Gelder für die Bank für «Services Headquarters», «Long-term experts» und «Short-term 
experts» (act. 2060 ff.) und die Gelder für die K.________ für die gleichen Zwecke sowie zusätzlich 

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für «Local support»; darunter fallen auch Anschaffungen und Unterhaltskosten (act. 2053 ff.). Diese 
Aufstellungen sind nicht nach Jahren unterteilt, und die meisten Namen der anzustellenden 
«Experts» fehlen; es handelt sich bei diesen Aufstellungen nicht um eigentliche (Jahres-)Budgets. 

Die Mikrokreditbank N.________ wurde am 4. Juli 2013 nach B.________ Recht als Aktienge-
sellschaft (LLC, act. 13196) mit einem Kapital von 5‘000‘000 O.________ gegründet (entsprach 
damals ca. CHF 150'000.-). Aktionäre waren L.________ (98 %), C.________ (1 %) und 
M.________, die für die G.________ am Projekt H.________ gearbeitet hatte (1 %) (act. 13134 ff.); 
das B.________ Recht schreibt eine Mindestanzahl von drei Aktionären vor (act. 3062, Rz. 110). 
C.________ und mit ihr in Beziehung stehende Personen (der Beschuldigte 6.92 % und E.________ 
3.46 %, act. 5063) waren wiederum mit 31.49 % am der L.________ beteiligt; weitere Aktionäre der 
L.________ waren der P.________ Fund (22.49 %), eine von Q.________ vertretene Gruppe 
privater Investoren (44.98 %) sowie weitere Personen (1.04 %; act. 2150; vgl. auch act. 5063).

Am 9. Juli 2013 konstituierte sich die N.________: Dem «Supervisory Board» (Verwaltungsrat) 
gehörten R.________ (Präsident), S.________, T.________ (DEZA), U.________ und der 
Beschuldigte an. Letzterer war gleichzeitig auch «Chairman of the management board» (act. 13138 
f.).

Die Zusammensetzung dieses Verwaltungsrates änderte sich im Verlaufe der Zeit (act. 12209 f., 
13329 ff.). Die DEZA war über die ganze Zeitspanne bis Ende 2016 mindestens mit einem Mitglied 
(T.________) vertreten. Ab dem 21. Oktober 2015 war zudem auch der Schweizer Botschafter 
V.________ Mitglied des Verwaltungsrates, gemäss DEZA auf Wunsch des Beschuldigten.

Da absehbar war, dass die Erteilung der Banklizenz länger, nämlich wohl 18 Monate dauern würde 
und sich die Übernahme der Kreditlinie der H.________ als unmöglich erwiesen hatte, schlossen 
die DEZA und C.________, vertreten durch den Beschuldigten, am 6. August 2014 in W.________ 
unter der Bezeichnung «Contract no. 81015753» eine erste ergänzende Vereinbarung in englischer 
Sprache («Amendment» 1) (act. 2034 f.). Darin wurde die Dauer des GA bis zum 31. Dezember 
2015 verlängert und die Raten sowie die Stichtage für deren Auszahlung verändert (Ziffer 3.2 GA), 
wobei die Gesamtsumme unverändert blieb; ebenfalls wurden die Leistungszielkriterien (Targets) 
modifiziert, indem sie für Ende 2014 und Mitte 2015 und Ende 2016 neu festgelegt wurden (Ziff. 4.2 
GA).

Die N.________ erhielt die Banklizenz unter dem Namen «N.________, SA» schliesslich erst am 
14. Juni 2014 (act. 13141), und die Bank nahm ihren Betrieb im September 2014 auf.

Am 19. April 2015 erstattete der unabhängige Fachberater Dr. X.________ im Auftrag der DEZA 
einen Zwischenbericht zur N.________ («mid-term evaluation») (act. 9020 ff.). Dem Bericht waren 
umfassende Abklärungen und Gespräche mit Management, Kunden und Verwaltungsräten 
vorausgegangen (act. 9026). Insgesamt schätzte der Experte die Projektleistung als befriedigend 
bis gut ein («between satifsfactory and good»). Nach Verzögerungen, die insbesondere auf den zwei 
Jahre später als ursprünglich geplanten Erhalt der Banklizenz zurückzuführen seien, habe die Bank 
nach sechs Monaten Tätigkeit 3000 Kunden und befinde sich auf gutem Weg. Das eingesetzte 
Management sei qualifiziert und erfahren. In den letzten zwei Jahren sei dank K.________ eine 
junge, motivierte und gut ausgebildete Angestelltenbasis entwickelt worden. Trotzdem sei das 
Projekt bzw. die Bank noch lange nicht tragfähig und hänge stark von den Zuschüssen ab. Es seien 
seitens aller Stakeholder noch grosse Anstrengungen notwendig, um die Bank einer soliden 

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Selbständigkeit zuzuführen (act. 9023 f.). Der Bericht schloss mit verschiedenen Empfehlungen an 
die Adresse der DEZA einerseits, die eingeladen wurde, die Bank weiterhin finanziell und technisch 
(«technical assistance, TA») zu unterstützen, sowie an Verwaltungsrat und Management der Bank 
anderseits (9024, 9046 f.).

Grundkapital der Bank war deren Aktienkapital von 5’000'000 O.________. Weiteres Eigenkapital 
sollte namentlich von der L.________ zur Verfügung gestellt werden. Gemäss dem vorerwähnten 
Zwischenbericht von X.________ vom 19. April 2015 war die «Technical assistance» gemäss 
Budget einzig von der DEZA zu bezahlen (CHF 1'928'000.-); das Kapital für die Bank war von der 
DEZA (CHF 1'000'000.- sowie CHF 300'000.-, die nach deren Liquidation von der H.________ als 
Kreditlinie hätten transferiert werden sollen, was aber nicht geschah), von L.________ und 
C.________ (total CHF 1'150'000.-) sowie von weitere Investoren («Social investors», 
CHF  1'000'000.-) einzuschiessen. Bis zu jenem Zeitpunkt waren aber nur die Million der DEZA 
sowie von L.________/C.________ CHF 151'515.- zur Verfügung gestellt worden; dies war aufgrund 
der Verzögerung beim Erhalt der Banklizenz indes unproblematisch (act. 9032 f.). Dem Bericht 
X.________ läst sich an dieser Stelle auch entnehmen, dass C.________ bis März 2015 für die 
«Technical assistance» der Bank (höhere Ausgaben für das Management) knapp CHF 400'000.- 
vorgeschossen hatte, auf deren Rückerstattung durch das DEZA gehofft wurde.

Da die Erteilung der Banklizenz schliesslich sogar zwei Jahre gedauert hatte und die Ausleihungen 
der Bank erst im September 2014 begonnen hatten, schlossen die DEZA und C.________, vertreten 
durch den Beschuldigten, am 15. Juli 2015 eine zweite ergänzende Vereinbarung in englischer 
Sprache mit dem Titel «Amendment to the contract for the technical assistance component 
(K.________, N.________)» («Amendment» 2) (act. 2036 ff.). Darin wurde die Vereinbarung um ein 
Jahr bis zum 31. Dezember 2016 verlängert, und die DEZA gewährte ein Zusatzbudget von total 
CHF 2’634'288.- für die technische Unterstützung von N.________ und K.________. Dieser Betrag 
war gemäss einem festgelegten und leistungsabhängigen Plan sowie nach Genehmigung diverser 
Berichte zu verteilen (Ziffern 6–11 des Amendments 2).

Gleichzeitig wurden die Leistungsziele (Targets) für poverty outreach, rurality usw. für Juni 2016 und 
Dezember 2016 festgelegt und jene für Dezember 2015 bestätigt (act. 2039).

Zum Zeitpunkt des Abschlusses dieses zweiten Zusatzabkommens waren von der DEZA für die 
technische Hilfe der Bank CHF 1’800'000.- und für die K.________ CHF 1’550'000.- aufgewendet 
worden. Die Differenz von CHF 173'000.- (CHF 128'000.- N.________, CHF 45'000.- K.________) 
bis zum Totalbetrag von CHF 3’523'000.- gemäss Vereinbarung vom 20. Juli 2012 war noch 
ausstehend.

Damit belief sich der Gesamtbetrag der DEZA für die technische Unterstützung auf CHF 6’157'288.- 
(Ziffer 12 des Amendments 2), umfassend den ursprünglichen Betrag von CHF 3’523'000.- und die 
neu zugesprochenen Mittel von CHF 2’634'288.-.

Darüber hinaus stellte die DEZA der vor Ort gegründeten C.________ B.________ Ltd am 
14.  November 2014 per «Grant Agreement» zuhanden der N.________ wie in Ziffer 3.5 der 
Vereinbarung vom 20. Juli 2012 vorgesehen CHF 1'000’000.- zur Verfügung, damit diese die 
Geschäftstätigkeit ausüben konnte (act. 13547 ff.), allerdings nicht als Darlehen, sondern als 
«donation». Der Vertrag wurde von Seiten der DEZA von Y.________ und seitens der N.________ 

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von deren CEO Z.________ unterschrieben und der Betrag fortan als Eigenkapital der N.________ 
geführt (so act. 13222, donation 32‘000‘000 AA.________).

Am 15. Juli 2015 beteiligte sich die DEZA mit einer weiteren Million Schweizer Franken an der 
N.________ (act. 2005, 2097), bis die DEZA das entsprechende «Grant Agreement» in ein «Loan 
Agreement» umwandelte (act. 13395). Dies sollte dazu führen, dass die L.________ der dadurch 
massiv veränderten Rechnung der N.________ am 2. September 2016 in der 
Verwaltungsratssitzung nicht zustimmte (act. 13417).

Die N.________ befand sich zu jenem Zeitpunkt am Rande der Kreditwürdigkeit und Anlagebonität 
(«at the verge of creditworthiness resp. investment grade»). Der Beitrag der DEZA wurde daher als 
entscheidend angesehen, damit N.________ neue Investoren anziehen und die 
Rentabilitätsschwelle erreichen konnte. 

Das Kader der N.________ war zwar von C.________ angestellt, unterstand funktional aber dem 
Verwaltungsrat der N.________, während sich die Targets aus dem Grant Agreement zwischen 
C.________ und DEZA sowie den beiden Amendments ergaben. Ein Management and Consultancy 
Service Contract zwischen C.________ und N.________ wurde im Verwaltungsrat der N.________ 
erst am 21. Oktober 2015 erstmals diskutiert und dann zu Beginn des Jahres 2016 unterzeichnet 
(act. 18047 ff., der Beschuldigte unterzeichnete am 17. März 2016). Nachdem es zum Zerwürfnis 
mit C.________ gekommen war, hatte der Verwaltungsrat diesen Vertrag am 27. April 2016 wieder 
beendet, nachdem bereits auf den 1. April 2016 faktisch die Kader der Bank direkt einen Vertrag mit 
der DEZA unterschrieben hatten.

Zwischen der N.________ und der K.________ bestanden Beziehungen, welche in einer 
Vereinbarung vom 18. Juni 2015 für die Zeit vom 1. Juni 2014 bis 31. Dezember 2016 definiert 
wurden. K.________ hatte im Wesentlichen “staff recruitment and qualification […] against payment 
of services” zur Aufgabe, wobei der N.________ Priorität gegenüber allfälligen weiteren Partnern 
eingeräumt wurde. Die Vereinbarung trägt die Unterschriften von AB.________ (K.________) und 
Z.________ (N.________) (act. 13519 ff.).

Der unabhängige Berater Dr. X.________ erstattete zuhanden des Verwaltungsrats der N.________ 
am 20. April 2016 seinen Schlussbericht («final report») (act. 13263 ff.). Dieser Bericht fällt 
verheerend aus. Insbesondere seien die Ziele des Businessplans 2015 nicht erreicht worden (nur 
46 % der angestrebten Anzahl Klienten), und jener für 2016 sei unrealistisch. Beim 
Darlehensbestand wird eine starke Verschlechterung festgestellt. 73 % der AC.________ 
(organisierte Gruppen von Kreditnehmern, s. dazu unten E. 6.3.5) und 18 % der Kleinunternehmer 
(Small Enterprises, SE) seien mit den Zahlungen im Rückstand, und die relevante Kennziffer PAR 
>30 betrage 12 % (anstatt höchstens 5 % gemäss den beiden Zusatzabkommen). Die Gründe für 
die Verschlechterung seien vielfältig. Neben äusseren Faktoren seien hauptsächlich strukturelle 
Faktoren auf Seiten der Bank sowie mangelnde Zahlungswilligkeit der Klienten verantwortlich; 
letzteres sei das Kernproblem («root of the problem», act 13267). C.________ AG wird in 
verschiedenen Bereichen ein Missmanagement angelastet; u.a. sei die AG zu wenig vernetzt, ihre 
finanzielle Basis (sowie jene von L.________) sei zu schwach, und C.________ habe zu wenig 
dauerhaftes Personal. Die Probleme seien zu spät erkannt worden. Die Empfehlungen des 
Zwischenberichts vom 2015 seien nicht umgesetzt worden. Auch bei K.________ würden zu wenig 
Leute ausgebildet, und die Ausbildung sei ungenügend und zu teuer. Der Beschuldigte habe bei 
C.________, L.________, N.________ und K.________ zu viele Funktionen inne, was zu Konfusion 

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und Interessenkonflikten führe. Insgesamt sei C.________ grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen («gross 
negligence», act. 13298), und es liege eine Vertragsverletzung vor («breach of contract», act. 13268 
f.). Es wurden verschiedene Empfehlungen formuliert (5-Punkte-Plan, act. 13270 ff.).

Daraufhin wurde die Vereinbarung (Grant Agreement) mit C.________ von der DEZA am 3. Mai 
2016 mit sofortiger Wirkung aufgelöst (act. 13446) und eine Schlussabrechnung am 22. Mai 2016 
vorgenommen (act. 11274, 16175). Gesamthaft waren der C.________ von der DEZA bis zum 
14.  Januar 2016 in 14 Tranchen CHF 4'478'000.- überwiesen worden; davon waren – gemäss DEZA 
– CHF 2'528'000.- für die N.________ (1'928'000.- gemäss dem Grant Agreement plus 
CHF  600'000.- gemäss dem 2. Amendment) und CHF 1'950'000.- (1'550'000.- gemäss dem Grant 
Agreeement und 400'000.- gemäss dem 2. Amendment) für die K.________ bestimmt (act. 2097); 
ein Betrag von CHF  45'000.- aus dem Grant Agreement (3. Quartal 2015) war zu jenem Zeitpunkt 
noch ausstehend, d.h. nicht überwiesen worden (act. 2038; 2027). Überdies wären gestützt auf das 
2. Amendment im 3. Quartal 2016 und im 1. Quartal 2017 noch weitere Zahlungen der DEZA fällig 
geworden (act. 2038), die dann nach der Vertragsauflösung natürlich unterblieben. Zu präzisieren 
ist, dass vom gesamthaft überwiesenen Betrag von CHF 4'478'000.- vier Teilbeträge im Umfang von 
total CHF 400’000.- nicht auf das Konto der C.________ bei der FKB, sondern zugunsten der 
K.________ auf eine Bank nach B.________ überwiesen worden waren (act. 2097).

Am 10. Oktober 2016 verfasste PriceWaterhouseCooper (im Folgenden: PwC) im Auftrag der DEZA 
ein Dokument mit der Bezeichnung «Review of C.________ SA operations in B.________ – Fact 
Finding Report» (act. 2072 ff.). Diesem Review sind mehrere Versionen vorangegangen, welche 
offenbar mit der DEZA als Auftraggeberin vorbesprochen worden waren (act. 9282 ff., 9305 ff., 9329 
ff., 2072 ff.). Die erste Version trägt das Datum vom 2. August 2016. Aus dem Review, insb. aus 
dem «Executive Summary» (act. 2074 f.), ergibt sich Folgendes: 

C.________ hatte bis Ende 2015 keine projektbezogene Buchhaltung geführt, und alle Ausgaben 
für die verschiedenen Projekte sowie auch die operationellen Kosten von C.________ wurden aus 
den gleichen Bankkonten bezahlt. Von den Geldern der DEZA (total CHF 4'478'000.-) seien von ihr 
CHF 400'000.-direkt nach B.________ und der Rest auf ein Konto der C.________ bei der FKB 
überwiesen worden. Von diesem Konto seien CHF 530'000.- für die Rückzahlung bzw. die 
Gewährung von Darlehen an die L.________ geflossen, und CHF 150'000.- hätten dazu gedient, 
ein Darlehen eines Aktionärs der L.________ abzulösen. Zinsen habe die L.________ keine bezahlt. 
CHF 364'196.- seien auf dem FKB-Konto von C.________ verblieben und wahrscheinlich dazu 
benutzt worden, bestehende Überziehungen auf diesem Konto auszugleichen. Damit seien im 
Ergebnis CHF 1‘044'196.- der DEZA-Gelder nicht im Zusammenhang mit den Projekten in 
B.________ verwendet worden. Die restlichen DEZA-Gelder (CHF 3'033'804.-) seien vom FKB-
Konto auf das UBS-Konto von C.________ transferiert worden.

Weiter hielt der Review fest, dass sich die totalen Kosten für das B.________-Projekt gemäss den 
Büchern und Aufzeichnungen der C.________ auf CHF 2'494'561.- belaufen hätten, während 
C.________ diese Kosten auf CHF 2'748'227.- beziffert habe. Insbesondere im Jahr 2015 seien die 
behaupteten Kosten höher als die tatsächlichen Kosten gewesen. Damit ergebe sich eine Differenz 
von CHF 539'243.- (3'033'804.- ./. 2'494'561.-), die höchstwahrscheinlich zweckentfremdet worden 
sei. Insgesamt seien somit CHF 1’583'439.- der DEZA-Gelder von total CHF 4'478'000.- nicht im 
Zusammenhang mit den Projekten in B.________ verwendet worden (1‘044'196.- + 539'243.-). Die 

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durchschnittliche Gewinnmarge von C.________ habe sich [folglich] auf 35,36 % belaufen und sei 
von C.________ nicht als solche ausgewiesen worden.

Weiter wurde bemängelt, dass Zahlungen für die K.________ entgegen dem Grant Agreement nicht 
über eine zu diesem Zweck in B.________ zu gründende NGO mit diesem Namen, sondern z.T. 
über die Firma AD.________ SA liefen, die an der selben Adresse wie die C.________ domiziliert 
ist und deren Verwaltungsratspräsident der Beschuldigte war. Ebenfalls habe C.________ zwischen 
Juli 2012 und März 2016 Liquiditätsprobleme gehabt, welche zu Verspätungen bei den Zahlungen 
der Löhne an die Angestellten in B.________ geführt hätten.

Die N.________ wurde Anfang 2017 liquidiert und deren Aktiven zu 100 % von der 
Eidgenossenschaft übernommen, wobei eine neue Banklizenz erworben werden musste. Die neue 
Bank wurde vom verbliebenen Personal geleitet und von der Eidgenossenschaft finanziert (act. 3053 
Rz. 250; act. 3055, Rz. 342; act. 3056 Rz. 367, 371 ff.). Nach den unwidersprochenen Darlegung 
des Beschuldigten (Beschwerdeantwort, S. 35 Rz. 53) wurde offenbar auch die K.________ vom 
Bund übernommen.

3.2. Gemäss dem Greenfield (oder Greenfielding) Business-Modell, das hier auf den Aufbau von 
Mikrobanken Anwendung findet, wird in einem Entwicklungsland von ausländischen Unternehmen 
aus dem Nichts («auf der grünen Wiese») eine Mikrobank aufgebaut. Dabei fällt einem Consulting-
Unternehmen, das von «Sponsors» finanziert wird, die Aufgabe zu, als «Technical Arm» das 
Notwendige für Gründung und Aufbau der Bank vorzukehren (Bewilligungen einholen, Mitarbeiter 
rekrutieren und schulen und in einer ersten Phase das Management der Bank gewährleisten, 
allenfalls Forschungsaufgaben). Oft besteht dabei in dieser ersten Phase ein Management-
dienstvertrag («Management Services Contract», MSC) zwischen der Consultingfirma und der Bank. 
Das Kapital für die zu gründende Bank wird von Investoren (Shareholders) eingeschossen, die in 
einer «Holding Company» zusammengeschlossen sind («Financial Arm»). Dabei ist es üblich, dass 
sich die Consulting-Firma als Minderheitsaktionärin auch an der Mikrobank und/oder an der Holding 
Company beteiligt ist (oder umgekehrt). Diese (personellen) Überschneidungen bieten einerseits 
(finanzielle) Anreize für die Consultingfirma, führen anderseits aber auch zu Interessenkonflikten. 
Dabei kommt dem Verwaltungsrat der Bank entscheidende Funktion bei der Verhinderung bzw. 
Lösung dieser Konflikte zu; beispielsweise haben die Vertreterinnen der Consultingfirma und der 
Holding Company im Verwaltungsrat bei gewissen Entscheiden – etwa dem Abschluss des MSC – 
in den Ausstand zu treten.

Gemäss einer Untersuchung ist bis zur finanziellen Unabhängigkeit («break-even point») einer neu 
gegründeten Mikrobank inkl. Vorbereitungsarbeiten mit etwa fünf Jahren zu rechnen; insgesamt ist 
für diesen Zeitraum mit Kosten von durchschnittlich total sechs bis acht Mio. Dollar zu rechnen, 
wovon das Aktienkapital ca. 3.5 Mio. beträgt; dazu kommen die Kosten des «Technical Arm» von 
ungefähr 4 Mio. (Spannweite von 1.5 bis 9 Mio. gemäss Studie; vgl. zum Ganzen «Greenfield MFIs 
in Sub-Saharan Africa», act. 3096 (S. 1 und 18); Einstellungsverfügung, S. 6 f., 49; Bericht Dr. 
X.________, act. 13295).

3.3. Der vorstehende, komplexe Sachverhalt kann als Grundlage für die weiteren Überlegungen 
wie folgt zusammengefasst werden:

Im Zusammenhang mit dem Scheitern des DEZA-Projekts des Aufbaus eines agrarischen Finanzie-
rungsnetzwerkes («H.________») in B.________ erteilte die DEZA der C.________ bzw. dem 
Beschuldigten 2011/2012 vier konkrete Mandate, aus denen schliesslich ein von der C.________ 

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erarbeiteter Businessplan für den Aufbau einer eigentlichen Mikrobank sowie ein Projekt für eine 
Ausbildungsstätte für Bankpersonal in B.________ (K.________) hervorgingen. Der Aufbau war als 
Public-Private-Partnership geplant, die sich grundsätzlich am Greenfield Business-Modell für den 
Aufbau von Mikrobanken in Afrika orientierte, ohne mit diesem identisch zu sein. Als «Technical 
Arm» sollte C.________ fungieren, als Sponsor desselben die DEZA. Das Aktienkapital («Financial 
Arm») sollte von der L.________ zur Verfügung gestellt werden, an der die C.________ 
Minderheitsaktionärin war; daneben sollten der Bund und Dritte in wesentlichem Masse sowie in 
sehr geringem Masse auch die C.________ Geld in die neu zu gründende Bank einschiessen. 
Weiteres Geld sollte in Form der Kreditlinie der gescheiterten H.________ an die neue Bank 
übertragen werden. Letztlich stellte aber für das Bankprojekt in erster Linie der Bund Geld zur 
Verfügung (2 Mio. Franken, wovon die Hälfte später in ein Darlehen umgewandelt wurde) – was für 
das Greenfield-Modell untypisch ist; die L.________ schoss nur ca. CHF 150'000.- ein und die 
C.________, die mit einem Prozent am Gründungskapital beteiligt war, wohl ca. CHF 1’500.-. Das 
aus der gescheiterten H.________ in die neue Bank zu transferierende Geld kam nicht, da sich die 
dort vergebenen Kredite als nichtexistent erwiesen hatten. C.________ kümmerte sich gestützt auf 
das Grant Agreement mit der DEZA vom 20. Juli 2012 als «Technical Arm» um die Gründung der 
Bank und den Erwerb der Banklizenz, war vor Ort um die Infrastruktur besorgt und stellte das 
Management der Bank an, ohne dass aber bis 2015 ein MSC mit der Bank bestand.

Darüber hinaus und in Abweichung vom «klassischen» Greenfield Business-Modell war C.________ 
gestützt auf das Grant Agreement als «Technical Arm» nicht nur mit der Schulung von Personal, 
sondern gleich mit dem Aufbau einer eigentlichen Ausbildungseinrichtung (K.________) betraut; das 
Geld stammte ausschliesslich von der DEZA. Ebenfalls nicht mit dem Greenfield-Modell überein 
stimmt die Regelung im Grant Agreement, dass nach zwei ersten Zahlungen an die C.________ 
zwecks Aufbau der Bank die weiteren Zahlungen in den Folgejahren bzw. deren Höhe von den 
Leistungen der Bank (Leistungsziele, «Targets») abhängig gemacht wurden; die Zahlungen an die 
C.________ zwecks Aufbaus der K.________ sollten – mit Ausnahme der ersten Zahlung – nach 
Ablieferung von Finanz- und Betriebsberichten erfolgen. Aufgrund der vor Ort auftretenden 
Schwierigkeiten insb. beim Erhalt der Banklizenz wurden die Auszahlungsdaten und -bedingungen 
2014 und 2015 abgeändert und die Zuschüsse des Bundes erhöht.

Das Projekt N.________/K.________ stellte somit ein Mischmodell von privater und staatlicher 
Investition in einem Entwicklungsland dar, bei dem allerdings in finanzieller Hinsicht letztlich die 
DEZA den Löwenanteil beitrug.

4.

Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft insbesondere die Einstellung des 
Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (Bst. a), wenn kein 
Straftatbestand erfüllt ist (Bst. b) oder wenn Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden 
können oder Prozesshindernisse aufgetreten sind (Bst. d). Sie erhebt beim zuständigen Gericht 
Anklage, wenn sie aufgrund der Untersuchung die Verdachtsgründe als hinreichend erachtet und 
keinen Strafbefehl erlassen kann (Art. 324 Abs. 1 StPO). Bei der Frage, ob ein Strafverfahren über 
eine (definitive) Verfahrenseinstellung durch die Untersuchungsbehörde erledigt werden kann, gilt 
im schweizerischen Strafprozessrecht der Grundsatz «in dubio pro duriore». Dieser Grundsatz 
fliesst aus dem Legalitätsprinzip (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 319 Abs. 1 und 
Art. 324 Abs. 1 StPO). Er bedeutet, dass eine Einstellung durch die Staatsanwaltschaft grundsätzlich 
nur bei klarer Straflosigkeit bzw. offensichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet 
werden darf. Erscheint eine Verurteilung wahrscheinlicher als ein Freispruch, ist – sofern die 

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Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt – Anklage zu erheben. Soweit ein Freispruch 
genauso wahrscheinlich ist wie eine Verurteilung, drängt sich in der Regel, insbesondere bei 
schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht 
die Staatsanwaltschaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, 
sondern das zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht. Der Grundsatz, dass im Zweifel nicht 
eingestellt werden darf, ist auch bei der Überprüfung von Einstellungsverfügungen zu beachten 
(BGE 146 IV 68 E. 2.1; 143 IV 241 E. 2.2; 138 IV 186 E. 4.1; 137 IV 219 E. 7 und 285 E. 2.3). Die 
Staatsanwaltschaft verfügt allerdings über einen gewissen Spielraum. Ihre Aufgabe ist es, nach 
durchgeführter Untersuchung in vorweggenommener Würdigung der Beweise und der Rechtslage 
eine Prognose über den Ausgang eines allfälligen gerichtlichen Verfahrens zu machen. Die 
Staatsanwaltschaft tritt dabei nicht selbst an die Stelle des Sachgerichts, sondern erwägt in 
Berücksichtigung der massgebenden Beweiswürdigungs- und Subsumtionsgrundsätze, welche 
Möglichkeiten für das Sachgericht offenstehen (OBERHOLZER, Grundzüge des Strafprozessrechts, 
3. Aufl. 2012, N. 1395). Sie hat nicht eine abschliessende Beurteilung darüber vorzunehmen, ob 
sich die beschuldigte Person einer ihr zur Last gelegten Tat strafbar gemacht hat, sondern nur, ob 
genügend Anhaltspunkte vorhanden sind, die es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen 
(LANDSHUT/BOSSHARD, Kommentar zur StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 319 N. 15 mit Hinweisen). 

Damit die Staatsanwaltschaft gestützt auf die genannten Grundsätze über die Erledigung des 
Strafverfahrens befinden kann, muss sie die in Frage stehenden Umstände und Vorwürfe eingehend 
untersuchen. Denn nach dem Untersuchungsgrundsatz gemäss Art. 6 Abs. 1 StPO ist das 
Strafverfahren bestrebt, die materielle Wahrheit zu erforschen. Dazu haben die Strafbehörden von 
Amtes wegen alle für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsachen 
zu ermitteln und sowohl belastende als auch entlastende Umstände mit gleicher Sorgfalt zu unter-
suchen. Auch unbestrittene Tatsachen müssen grundsätzlich bewiesen sein. Die Rechtser-
heblichkeit der abzuklärenden Tatsachen ergibt sich aus den der beschuldigten Person zur Last 
gelegten Straftaten (OBERHOLZER, N. 614 ff.). Weist eine Untersuchung wesentliche Lücken auf und 
bleiben Fragen offen, deren Beantwortung für Freispruch oder Schuldspruch der beschuldigten 
Person wesentlich sein können, ist die Einstellung des Verfahrens aufzuheben und die Strafsache 
zur Untersuchung zurückzuweisen (OBERHOLZER, N. 1398).

Jedoch müssen Sachverhaltsfeststellungen in Berücksichtigung des Grundsatzes «in dubio pro 
duriore» auch bei Einstellungen zulässig sein, soweit gewisse Tatsachen «klar» beziehungsweise 
«zweifelsfrei» feststehen, sodass im Falle einer Anklage mit grosser Wahrscheinlichkeit keine 
abweichende Würdigung zu erwarten ist. Den Staatsanwaltschaften ist es mithin nur bei unklarer 
Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen. Im Rahmen von Art. 319 
Abs. 1 Bst. b und c StPO sind Sachverhaltsfeststellungen der Staatsanwaltschaft in der Regel gar 
notwendig. Auch insoweit gilt jedoch, dass der rechtlichen Würdigung der Sachverhalt «in dubio pro 
duriore», d.h. der klar erstellte Sachverhalt, zugrunde gelegt werden muss (BGE 143 IV 241 
E. 2.3.2).  

5.

5.1. Die Staatsanwaltschaft hat in der angefochtenen Verfügung eingehend geprüft, ob der 
Beschuldigte den Tatbestand der Veruntreuung (Art. 138 StGB) oder der ungetreuen Geschäfts-
besorgung (Art. 158 StGB) erfüllt hat. Sie hat diese Frage nach einlässlicher Prüfung des Vertrags-
verhältnisses zwischen C.________ und DEZA verneint, weil die der C.________ gemäss Grant 
Agreement vom 20. Juli 2012 und den beiden Amendments überwiesenen Gelder ihr nicht 
«anvertraut» im Sinne der Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 bzw. Art. 158 Ziff. 1 StGB bzw. nicht «fremd» 

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gewesen seien; vielmehr seien diese Gelder C.________ als honorarähnliche Zahlungen zur freien 
Verfügung gestanden (Verfügung, Ziff. III S. 24–45). Die Einstellung des Verfahrens erfolgte gestützt 
auf Art. 319 Abs. 1 Bst. a und b StPO.

Die Beschwerdeführerin bestreitet zum einen diese Auslegung der Vertragsbeziehungen. Die DEZA 
habe der C.________ für zwei von ihr lancierte und geführte Projekte zweckbestimmte Beiträge zur 
Verfügung gestellt, d.h. anvertraut, und C.________ habe über diese Beiträge nicht frei verfügen 
können, sondern hätte sie zur Verfügung der DEZA halten müssen (vgl. z.B. Beschwerde, S. 19 f.). 
Sie rügt insbesondere eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts, die sie mit zahlreichen 
Beispielen untermalt (Beschwerde, lit. B S. 6 ff.). Zum andern bringt sie vor, die angefochtene 
Verfügung verletze den Grundsatz «in dubio pro duriore». Es sei am Sachrichter und nicht an der 
Staatsanwaltschaft, die komplexen Vertrags- und Geschäftsbeziehungen zwischen DEZA und 
C.________ rechtlich zu bewerten (Beschwerde, lit. C S. 8 ff.). 

5.2.

5.2.1. Gemäss Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB macht sich der Veruntreuung schuldig, wer ihm 
anvertraute Vermögenswerte unrechtmässig in seinem oder eines anderen Nutzen verwendet. Als 
anvertraut gilt, was jemand mit der Verpflichtung empfängt, es in bestimmter Weise im Interesse des 
Treugebers zu verwenden, insbesondere es zu verwahren, zu verwalten oder einem anderen 
abzuliefern (BGE 143 IV 297 E. 1.3; 133 IV 21 E. 6.2, mit Hinweis). Nicht anvertraut ist, was jemand 
für sich selber eingenommen hat, wenn er nicht als Zahlungs- oder Inkassogehilfe tätig war (BGE 
118 IV 241). 

Der Tatbestand erfasst Fälle, in denen zivilrechtlich die Fremdheit der anvertrauten Werte nicht 
gegeben oder zumindest zweifelhaft ist. Der Treuhänder erlangt bei dieser Konstellation über die 
erhaltenen Werte nicht nur tatsächliche, sondern auch rechtliche Verfügungsmacht. Die in sein 
Eigentum übergegangenen Werte sind jedoch bestimmt, später wieder an den Berechtigten 
zurückzufliessen. In diesem Sinne sind sie wirtschaftlich fremd. Der Treuhänder ist deshalb ver-
pflichtet, dem Treugeber den Wert des Empfangenen ständig zu erhalten. Die tatbestandsmässige 
Handlung liegt in einem Verhalten, durch welches der Täter eindeutig seinen Willen bekundet, den 
obligatorischen Anspruch des Treugebers zu vereiteln (BGE 133 IV 21 E. 6.1.1). Der Täter verwen-
det die Vermögenswerte unrechtmässig, wenn er sie entgegen den erteilten Instruktionen gebraucht, 
sich mithin über den festgelegten Verwendungszweck hinwegsetzt (BGE 129 IV 257 E. 2.2.1), etwa 
im Fall der vertragswidrigen Verwendung eines Darlehens im Hinblick auf einen Grundstückkauf 
(BGE 120 IV 117 E. 2). 

Die Bestimmung verlangt schliesslich, obwohl in Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 StGB nicht ausdrücklich 
erwähnt, den Eintritt eines Vermögensschadens; eine Veruntreuung ohne Schädigung ist begrifflich 
ausgeschlossen (BGE 111 IV 19 E. 5; zum Ganzen Urteile BGer 6B_701/2020 vom 11. Juni 2021 
E. 3.1; 6B_511/2020 vom 10. März 2021 E. 2.3.1; 6B_936/2019 vom 20. Mai 2020 E. 4.3; 
6B_621/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 1.2.2; je mit Hinweisen). Der subjektive Tatbestand 
erfordert Vorsatz und ein Handeln in unrechtmässiger Bereicherungsabsicht. Nach der Rechtspre-
chung bereichert sich bei der Veruntreuung von Vermögenswerten unrechtmässig, wer die Vermö-
genswerte, die er dem Berechtigten jederzeit zur Verfügung zu halten hat, in seinem Nutzen 
verwendet, ohne fähig und gewillt zu sein, sie jederzeit sofort zu ersetzen (BGE 133 IV 21 E. 6.1.2 
mit Hinweisen). 

Charakteristisch für das Anvertrautsein von Vermögenswerten ist somit insbesondere, dass die 
Vermögenswerte später an den Berechtigten zurückfliessen bzw. allenfalls an einen Dritten 

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abgeliefert werden sollen und dass bezüglich dieser Vermögenwerte eine Werterhaltungspflicht 
besteht, d.h. die anvertrauten Werte dem Berechtigten jederzeit zur Verfügung zu halten sind.

5.2.2. Nach dem Treubruchtatbestand der ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 
Ziff. 1 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu 3 Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer auf Grund des 
Gesetzes, eines behördlichen Auftrages oder eines Rechtsgeschäfts damit betraut ist, das Vermö-
gen eines andern zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen, und dabei 
unter Verletzung seiner Pflichten bewirkt oder zulässt, dass der andere am Vermögen geschädigt 
wird. Handelt der Täter in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, so kann 
auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden (Abs. 3). Geschäftsführer im 
Sinne von Art. 158 StGB ist, wer in tatsächlich oder formell selbständiger und verantwortlicher 
Stellung im Interesse eines anderen für einen nicht unerheblichen Vermögenskomplex zu sorgen 
hat. Die Stellung als Geschäftsführer fordert ein hinreichendes Mass an Selbständigkeit, mit welcher 
dieser über das fremde Vermögen oder über wesentliche Bestandteile desselben, über Betriebs-
mittel oder das Personal eines Unternehmens verfügen kann. Der Tatbestand ist namentlich an-
wendbar auf selbständige Geschäftsführer sowie auf operationell leitende Organe von juristischen 
Personen bzw. Kapitalgesellschaften. Geschäftsführer ist aber auch, wem die Stellung nur faktisch 
zukommt und ihm nicht formell eingeräumt worden ist. Subjektiv ist Vorsatz erforderlich. Dieser muss 
sich auf die Pflichtwidrigkeit des Handelns oder Unterlassens, die Vermögensschädigung und den 
Kausalzusammenhang zwischen dem pflichtwidrigen Verhalten und dem Schaden beziehen. 
Eventualvorsatz genügt (BGE 142 IV 346 E. 3.2 m.H.). Der Tatbestand der Veruntreuung gemäss 
Art. 138 StGB geht nach Rechtsprechung und herrschender Lehre dem Tatbestand der ungetreuen 
Geschäftsbesorgung in Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und Abs. 3 
StGB im Falle der Konkurrenz vor (BGer, Urteil 6B_1161/2013 vom 14. April 2014 E. 2.3.1). Auch 
bei der ungetreuen Geschäftsbesorgung muss es sich wie bei der Veruntreuung um das Vermögen 
eines andern handeln; dieses muss mithin «fremd» sein (BGE 77 IV 203). 

5.3.

5.3.1. Aufgrund der oben dargelegten Vorgeschichte und der konkreten Umstände handelte es sich 
beim Projekt «Aufbau N.________ und K.________» weder um einen Auftrag (i.S. der Art. 394 ff. 
OR) der DEZA an die C.________ noch um simple Zuschüsse des Bundes an ein Projekt von 
C.________. Vielmehr liegt wie oben dargelegt eine Public-Private-Partnership im Rahmen des 
Aufbaus einer Mikrobank gemäss dem sog. Greenfield-Modell vor, mit der Besonderheit, dass 
C.________ das Bankpersonal nicht nur auszubilden, sondern zu diesem Zweck eine eigentliche 
Ausbildungsstätte aufzubauen hatte. C.________, deren Verwaltungsratspräsident und 
Hauptaktionär der Beschuldigte war, hatte gestützt auf das Grant Agreement (GA) vom 20. Juli 2012 
und die beiden Amendments die Aufgabe, als «Technical Arm» (vgl. GA, Ziffer 3.6) des Projekts 
neben der Ausbildung des Bankpersonals (GA, Ziffer 1.3) insbesondere die Banklizenz zu erhalten 
(GA, Ziffer 4.1) bzw. ganz allgemein die Bank bzw. K.________ in Übereinstimmung mit dem 
Businessplan bzw. dem Projektdokument für die K.________ aufzubauen (GA, Ziffern 2, 4.2 und 
Anhänge 1 und 2), insbesondere das Management (Expats) sowie das lokale Personal zu suchen, 
anzustellen und zu bezahlen, technische Hilfe (IT) zu leisten usw. Parallel dazu hatte C.________ 
die DEZA beim Abschluss des Projekts H.________ während bis zu 12 Monaten zu unterstützen, 
insbesondere im Management und bei der Eintreibung ausstehender Kredite (GA, Ziffer 1.4). Nach 
einer Aufbauphase sollten bezüglich der Bank die Gelder der DEZA während den ersten drei 
Geschäftsjahren erfolgsabhängig fliessen; d.h. C.________ stand allenfalls gar nichts zu, falls die 
von ihr aufgebaute Bank die gesetzten Leistungsziele (Targets) nicht erfüllen sollte (GA, Ziffer 3.2 
sowie Amendments). Diesbezüglich kann von einem «speziellen Vertrag mit Erfolgshonorar» 

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gesprochen werden gemäss einem Vertragsmodell, das von I.________ ausgearbeitet worden war 
(act. 3087 f., 3185 ff.). Bezüglich der K.________ wurden die weiteren Zahlungen einzig von der 
Einreichung von Berichten an die DEZA abhängig gemacht (GA, Ziffer 3.7 und Amendment 2).

Während die K.________ zumindest zu Beginn einzig von der DEZA finanziert wurde – später sollte 
sie selbsttragend sein (vgl. act. 3088, 9250) –, sollte die Finanzierung der Mikrobank durch 
L.________, Bund, Dritte sowie die von der H.________ zu übernehmende Kreditlinie erfolgen. 
C.________ trug zur Finanzierung der Bank bloss einen symbolischen Anteil von 1 % des 
Aktienkapitals bei (ca. CHF 1'500.-).

Aus dem Gesagten folgt, dass C.________ beim Aufbau von Mikrobank und K.________ auf 
mannigfaltige Art und Weise technische, insbesondere auch beraterische und organisatorische 
Unterstützung leisten sollte; zudem sollte C.________ die DEZA beim Abschluss des DEZA-Projekts 
H.________ unterstützen. Die DEZA-Gelder waren aber offensichtlich nicht dazu bestimmt, nach 
Abschluss des Projekts an die DEZA zurückfliessen; die DEZA war auch nicht Aktionärin der 
Mikrobank. Eine Rückzahlungspflicht bestand gemäss GA nur insofern, als im Zeitpunkt des 
Vertragsendes bereits ausbezahlte, aber nicht verwendete Gelder dem DEZA innert Monatsfrist zu 
erstatten waren (GA, Ziffer 10.5). Dass dies nicht geschehen ist, behauptet die Beschwerdeführerin 
zu Recht nicht; sie situiert die Veruntreuung an anderer Stelle. Bereits als Löhne, Wohnkosten, 
Spesen usw. ausbezahlte Gelder waren selbstverständlich nicht zu erstatten, das wäre auch gar 
nicht möglich gewesen.

Ebenso wenig sollten die DEZA-Gelder an die zu gründende Mikrobank oder an die K.________ 
weitergeleitet werden; vielmehr sollten sie (in erster Linie) dazu dienen, diese beiden Institute 
aufzubauen. Ginge man davon aus, dass C.________ die DEZA-Gelder einfach an diese beiden (im 
Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung nicht existierenden) Institute – bspw. in Form von 
Lohnzahlungen – weiterzuleiten hatte, hätte C.________ den gesamten von ihr betriebenen 
Arbeitsaufwand (Einholen der Banklizenz, Rekrutierung des Personals, Bereitstellen der 
Infrastruktur wie IT-Programme, sog. Overhead-Kosten wie Übersetzungen, Administrativkosten 
usw.) völlig unentgeltlich geleistet, was eine absurde Annahme ist. Auch die im Zusammenhang mit 
dem Abschluss des Projekts H.________ zu leistende Berater- und Managementtätigkeit (GA, Ziffer 
1.4) hätte C.________ in diesem Fall unentgeltlich geleistet. C.________ erbrachte Eigenleistungen, 
für die ihr usanzgemäss eine Marge zustand (act. 3079 Rz. 259 ff. und 3080 Rz. 284 [Aussagen 
AE.________], act. 3087 Rz. 157 ff., act. 3088 [Aussagen I.________]; act. 3198 [Aussagen 
AF.________]). Die von der Beschwerdeführerin vertretene Argumentation, eine Marge sei 
vertraglich nicht vorgesehen gewesen bzw. C.________ sei ja über ihre Beteiligung an der 
N.________ und an L.________ am Gewinn der Mikrobank beteiligt (Beschwerde, S. 16 ff. Rz. 62 
ff.), ist unhaltbar: Erstens war C.________ als «Technical Arm» am Aufbau der Bank beteiligt; dieser 
sollte 3-4 Jahre dauern (vgl. GA und Amendments), und es ist allgemein anerkannt, dass eine 
Mikrobank auch bei optimalem Verlauf erst danach in die Gewinnzone gelangt (Businessplan 
Mikrobank, S. 45 f., act. 9239 f.; Beschwerde, Rz. 65), allenfalls erst nach fünf Jahren (oben, E. 3.2). 
Zweitens war C.________ selber nur mit einem symbolischen Anteil von 1 % an N.________ 
beteiligt, nicht zuletzt um der gesetzlichen Vorgabe von mindestens drei Aktionären nachzukommen. 
In Anbetracht der Tatsache, dass es sich beim Aufbau der Mikrobank in einem Drittweltland um ein 
äusserst risikobehaftetes Projekt handelte (vgl. die Aussage von I.________, der Schwierigkeit und 
Risiko des Projekts N.________ aufgrund der konkreten Umstände auf einer Skala von eins bis zehn 
mit zehn bewertete, act. 3087), kann auch die Beteiligung von C.________, des Beschuldigten sowie 
des Mitbeschuldigten E.________ an L.________ (total 31.49 %) offensichtlich nicht rechtfertigen, 
C.________ eine Marge bei ihren Leistungen vorzuenthalten, zumal es sich bei C.________ und 

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L.________ um rechtlich voneinander verschiedene Einheiten handelt. Drittens klammert die 
Beschwerdeführerin wiederum Ziffer 1.4 des GA (Leistungen von C.________ im Zusammenhang 
mit dem Abschluss des Projekts H.________) sowie die K.________ aus, die C.________ (als NGO) 
aufzubauen hatte, ohne daran in irgendeiner Form finanziell beteiligt zu sein (vgl. dazu auch 
Einstellungsverfügung, S. 39 f. E. III.2.8).

Im Ergebnis hat C.________ (und damit der Beschuldigte) offensichtlich nicht als Hilfsperson der 
DEZA gehandelt, sondern Geld für sich eingenommen als Gegenleistung für von ihr zu erbringenden 
Leistungen beim Aufbau vom N.________ und K.________ (BGE 118 IV 239 E. 2b; 133 IV 21 
E. 7.2). Die Hypothese, C.________ habe das Geld nicht für sich, sondern im Interesse eines 
anderen – d.h. der K.________ und der N.________ – entgegengenommen, weshalb Veruntreuung 
vorliege (BGE 120 IV 117 E. 2c; 86 IV 167), muss schon daran scheitern, dass diese «anderen» im 
Zeitpunkt der Vertragsschliessung und der ersten Zahlungen noch gar nicht existierten, sondern 
eben gerade aufzubauen waren. C.________ konnte somit unter dem Blickwinkel des Strafrechts 
über die Mittel frei verfügen.

Daran ändert nichts, dass Ziffer 4.6 des GA festhält, dass die gemäss GA zur Verfügung gestellten 
Mittel in Übereinstimmung mit dem vorläufigen Budget in Anhang 1 und 2 zu verwenden sind. Bei 
Anhang 1 und 2 handelt es sich um den Businessplan für die Bank und um das Projekt für die 
K.________; sie enthalten keine Budgets, sondern bloss Richtwerte für die Lohnansätze des 
Personals (vgl. z.B. act. 9245). Soweit die Budgets gemäss Anhang 3 zum GA (act. 9265 f.) gemeint 
sein sollten, ist festzuhalten, dass diese nur indikativ sind und bezüglich der Mikrobank einzig 
Lohnkosten sowie Kosten für Unterkunft und Flüge enthalten. Für die Mikrobank kann es schon 
deshalb nicht verbindlich sein, weil die DEZA-Beiträge für die Folgejahre ja nicht gemäss einem 
Budget, sondern in Abhängigkeit vom Erreichen der Targets ausbezahlt wurden. Das Budget für 
K.________ gemäss Anhang 3 stimmt zudem nicht mit den Beiträgen der DEZA und auch nicht mit 
den Angaben überein, die C.________ der DEZA hinsichtlich der voraussichtlichen Kosten gemäss 
undatierter «Offer Form» gemacht hatte (act. 2053 ff.). Was die Allgemeinen Bedingungen des EDA 
für den Abschluss von Verträgen betrifft («General conditions for contracts»), die Budgets in Ziffer 
4.2 für verbindlich erklären, so gehen diese Bestimmungen dem GA nach (GA, Ziffer 12.1). Was das 
(undatierte, ohne Angabe des Urhebers) Budget für eine Vorbereitungsphase von sechs Monaten 
(«budget for a preparation phase of 6 months», act. 2067 ff.) betrifft, findet dieses weder im GA noch in 
dessen Anhängen Erwähnung; es handelt sich offensichtlich um eine Schätzung des ungefähren 
finanziellen Bedarfs zuhanden der DEZA, dessen einzelne Posten zudem weder mit dem Budget 
gemäss Anhang 3 zum GA noch mit den Angaben in der «Offer Form» übereinstimmen. Dass 
C.________ bei der Verwendung der DEZA-Gelder an ein konkretes Budget gebunden gewesen 
wäre, ist somit offensichtlich unzutreffend (vgl. auch Einstellungsverfügung, S. 38 f. E. III.2.7). 
Letztlich räumt die Beschwerdeführerin selber ein, dass es sich bei den Löhnen gemäss «Offer 
Form» um Schätzungen handelte, da die entsprechenden Expats noch gar nicht rekrutiert worden 
waren (Beschwerde, S. 16 Rz. 59).

Des Weitern kann auch von einer Werterhaltungspflicht von C.________ nicht die Rede sein. Das 
von der DEZA zur Verfügung gestellte Geld sollte wie dargetan im Wesentlichen in den Aufbau der 
Mikrobank und von K.________ fliessen, mithin ausgegeben werden. Eine Werterhaltungspflicht 
stünde diesem Vertragszweck diametral entgegen. Auch lässt sich aus Ziffer 4.4 des GA keine 
Werterhaltungspflicht ableiten: Diese Bestimmung sieht vor, dass C.________ aufgrund nicht 
erreichter Leistungsziele nicht ausbezahlte Beträge von der DEZA nach eigenem Gutdünken 
verwendet werden können. Für Beträge, die C.________ gar nicht ausbezahlt wurden, kann 
begriffslogisch auch keine Werterhaltungspflicht bestehen. Eine Werterhaltungsplicht könnte 

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höchstens für Sachwerte («fixed assets») angenommen werden, die von DEZA-Geld erworben 
wurden und gemäss Ziffer 6.1 des GA bis zum Ende der Vereinbarung im Eigentum der DEZA 
verbleiben. Es wird dem Beschuldigten aber von der Beschwerdeführerin an keiner Stelle 
vorgeworfen, diese Sachwerte (z.B. Computer oder Laptops der K.________) veruntreut zu haben; 
dafür ergeben sich auch aus den Akten keine Hinweise.

Im Ergebnis ist der Staatsanwaltshaft zuzustimmen. Die DEZA-Gelder waren der C.________ nicht 
anvertraut; diese hatte die Gelder für sich selbst eingenommen und konnte in strafrechtlicher 
Hinsicht frei darüber verfügen. Damit scheidet Veruntreuung aus.

Ob der DEZA tatsächlich ein Vermögensschaden entstanden ist, wie sie behauptet (Beschwerde, 
S. 25 f. Rz. 106 f.), kann somit offenbleiben.

5.3.2.  Was die ungetreue Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 StGB betrifft, die der Verun-
treuung nachgeht, so setzt auch dieser Tatbestand voraus, dass das Vermögen anvertraut, das 
heisst fremd ist. Diese Voraussetzung ist, wie in E. 5.3.1 dargelegt, im vorliegenden Fall nicht erfüllt. 
C.________ bzw. der Beschuldigte war nicht damit betraut, das Vermögen des Bundes 
rechtsgeschäftlich zu verwalten oder eine solche Vermögensverwaltung zu beaufsichtigen. 
C.________ war auch nicht Vertreterin des Bundes im Sinne von Art. 158 Ziff. 2 StGB. Vielmehr war 
C.________ – unter anderem – damit betraut, in B.________ als «Technical Arm» mit Geldern des 
Bundes eine Mikrobank sowie eine Ausbildungsstätte aufzubauen. Ungetreue Geschäftsbesorgung 
liegt offensichtlich nicht vor; die Beschwerdeführerin behauptet in ihrer Beschwerde im Übrigen auch 
an keiner Stelle das Gegenteil.

5.4.

Im Folgenden soll noch auf einige in der Beschwerde erhobene konkrete Rügen näher eingegangen 
werden.

5.4.1. Die Beschwerdeführerin weist verschiedentlich darauf hin, dass die DEZA-Gelder für die 
Projekte N.________ und K.________ verwendet werden mussten (insb. Beschwerde, S. 19 Rz. 74, 
S. 11 Rz. 33). Dies ist grundsätzlich eine Selbstverständlichkeit, ändert aber nichts daran, dass keine 
Veruntreuung vorliegen kann, weil C.________ über die DEZA-Gelder frei verfügen konnte (vgl. 
oben E. 5.3.1). Der von der Beschwerdeführerin angegebenen ersten Aktenstelle (act. 2029; GA 
Ziffer 4.6) lässt sich einzig entnehmen, dass die Gelder «gemäss dem indikativen Budget in Anhang 
1 und 2» zu verwenden seien, was wie dargelegt kein Hinweis auf Veruntreuung ist (oben, E. 5.3.1 
i.f.). Der Hinweis der Beschwerdeführerin auf actorum 2049 ist nicht einschlägig; dabei handelt es 
sich um die Berichterstattungspflicht gemäss den «General conditions» des Bundes, die überdies 
aufgrund der besonderen Regelung der Berichterstattungspflicht im GA (Ziffer 5) ohnehin nicht 
anwendbar ist. Sofern Gelder von C.________ nicht abmachungsgemäss verwendet wurden, würde 
dies eine Schlechterfüllung des GA darstellen. Dabei handelt es sich aber um eine zivilrechtliche 
Frage, die nicht vom Strafrichter zu prüfen ist. Die in der Beschwerde verschiedentlich angeführte 
Notwendigkeit, genau abzuklären, wieviel C.________ genau für die Projekte N.________ und 
K.________ ausgegeben hat (vgl. z.B. S. 16 Rz. 56, S. 24 Rz. 9 ff.8), besteht deshalb im 
Strafverfahren nicht.

5.4.2 Zur Untermauerung des Vorwurfs der Veruntreuung bringt die Beschwerdeführerin vor, 
C.________ habe sofort nach Eingang der ersten DEZA-Zahlung von CHF 500'000.- im August 2012 
der L.________ ein Darlehen von CHF 400'000.- ohne Gegenleistung gegeben. Nach der DEZA-
Zahlung von CHF 1'000'000.- am 12. August 2015 habe C.________ der Firma AG.________ SA 

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CHF 150'000.- überwiesen, obwohl diese mit dem Projekt N.________/K.________ nichts zu tun 
gehabt habe. Auch weitere Zahlungen, namentlich CHF 30’5512.70 an die C.________ GmbH und 
CHF  182'492.40 an AH.________ sowie weitere CHF 50'000.- an die L.________, seien grundlos 
aus den Geldern der DEZA geleistet worden. Dies habe u.a. dazu geführt, dass C.________ ab dem 
2. Semester 2015 die Löhne der Bankangestellten der N.________ nicht mehr oder nur verspätet 
habe bezahlen können (Beschwerde, S. 19 f. Rz. 78 ff.; vgl. auch Replik vom 29.9.2022, S. 8 f., 
Bericht X.________). C.________ hatte die DEZA-Gelder wie dargelegt als Gegenleistung für von 
ihr zu erbringende Leistungen beim Aufbau vom N.________ und K.________ für sich 
eingenommen. Wie sie genau mit diesen Geldern intern umgegangen ist und welche Zahlungen sie 
an welche Geschäftspartner zu welchem Zeitpunkt geleistet hat, ist deshalb strafrechtlich ohne 
Belang. Soweit C.________ Löhne tatsächlich nicht bezahlt hat, würde dies wohl eine Verletzung 
des GA darstellen, da die DEZA-Gelder insbesondere für Lohnzahlungen vorgesehen waren (vgl. 
auch Beschwerde, S. 12 Rz. 39, S: 16 Rz. 61); dies ist aber eine rein zivilrechtliche Frage. Bezüglich 
des Darlehens von CHF 400'000.- an die L.________ ist unter dem Aspekt der Gläubigerschädigung 
durch Vermögensverminderung näher auf die Frage einzugehen, ob dieses Darlehen tatsächlich 
ohne Gegenleistung erfolgte (vgl. unten, E. 7).

5.4.3. Die Beschwerdeführerin behauptet an mehreren Stellen, die N.________ sei ein Projekt von 
C.________ gewesen; diese (und nicht der Bund) sei Inhaberin («titulaire») des Projekts 
(Beschwerde, S. 12 ff. Rz. 40, 46-50). Zum einen ist nicht einzusehen, inwiefern dies etwas daran 
ändern sollte, dass die DEZA-Gelder C.________ nicht anvertraut waren und mithin keine 
Veruntreuung vorliegt. Zum andern war C.________ nicht Inhaberin des Projekts. Der Businessplan, 
auf dem der Aufbau der Mikrobank beruhte (sowie auch das Projekt für K.________) war von 
C.________ im Rahmen des « Mandate for Project Implementation » vom 13. April 2012 im Auftrag 
der DEZA ausgearbeitet worden. Anschliessend stellte die DEZA C.________ Geld zur Verfügung, 
um im Rahmen des Greenfield-Modells als «Technical Arm» die Bank sowie K.________ 
aufzubauen (vgl. dazu oben, E. 3.1). Hauptaktionärin der Bank war wie dargelegt L.________ (zu 
98 %), während C.________ nur gerade zu 1 % am Aktienkapital beteiligt war. Letztlich finanzierte 
indes der Bund den grössten Teil der Bank (vgl. oben, E. 3.3). Offensichtlich unzutreffend ist auch 
die Behauptung der Beschwerdeführerin, L.________ sei die Holding des Beschuldigten, gehöre 
diesem mithin (Beschwerde, S. 13 f. Rz. 46, 49), der Beschuldigte hielt an der L.________ nur 
gerade 6.92 % des Aktienkapitals und C.________ 21.11 % (act. 5063).

5.4.4. Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschuldigten vor, dass für die projektgebundenen 
Zahlungen des Bundes vertragswidrig kein eigenes Konto eröffnet worden sei (Beschwerde, S. 18 
Rz. 67). Das GA vom 20. Juli 2012 sieht entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde, S. 11 Rz. 33) nicht vor, dass ein separates Konto zu eröffnen ist. Vielmehr sollen alle 
direkten Zahlungen des Bundes ausdrücklich auf ein bestimmtes Konto der C.________ bei der FKB 
erfolgen (GA, Ziffer 3.8). Die Vorschrift, ein separates Konto zu eröffnen, findet sich zwar in den 
«General conditions» in Anhang 6 zum GA, deren Ziffer 5.1 vorschreibt, es sei für die Zuschüsse in 
der Schweiz ein Projektkonto zu eröffnen. Zum einen gehen die «General conditions» dem GA nach 
und können als allgemein geltende Richtlinien für staatliche Zuschüsse nicht einfach tel quel auf das 
vorliegende Public-Private-Partnership-Projekt (PPPP) übertragen werden. Zum andern wurden die 
Zahlungen ja auf ein spezielles Konto der C.________ bei einer Schweizer Bank überwiesen, 
sodass fraglich ist, ob C.________ überhaupt etwas vorgeworfen werden kann bzw. inwiefern die 
allenfalls nicht erfolgte Eröffnung eines Projektkontos etwas daran zu ändern vermöchte, dass 
C.________ die DEZA-Gelder für sich eingenommen hat. Allenfalls liegt eine Schlechterfüllung des 
GA vor.

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5.4.5. Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, das fragliche Konto von C.________ bei der FKB 
habe sich nach der ersten Zahlung im August 2012 sowie nach jener im August 2015 tief in den 
roten Zahlen befunden (Beschwerde, S. 20 Rz. 79, 81). Da die Gelder des Bundes nicht anvertraut 
waren, sondern C.________ darüber frei verfügen konnte und keine Werterhaltungspflicht bzw. 
Ersatzbereitschaft bestand, ist der Kontostand von C.________ mit Blick auf den Vorwurf der 
Veruntreuung ohne Belang. Allenfalls kann er für den Vorwurf des Betruges von Bedeutung sein 
(vgl. E. 6.3.2). Zudem verwechselt die Beschwerdeführerin offensichtlich einen Kontoüberzug mit 
einem Geschäftskredit (vgl. Beschwerdeantwort, S. 44 lit. c sowie act. 3060).

5.4.6. Die Beschwerdeführerin bringt auch vor, es sei entgegen der Einstellungsverfügung nicht 
zutreffend, dass sie im Besitze der Belege der K.________ sei (Beschwerde, Rz. 53, 60). Es ist nicht 
ersichtlich, inwiefern diese Frage für die rechtliche Qualifikation des Anvertrautseins der Gelder 
relevant wäre.

5.5. Bezüglich der von der Beschwerdeführerin gerügten Verletzung des Grundsatzes «in dubio 
pro duriore» durch die Staatsanwaltschaft ist Folgendes festzuhalten. Die Staatsanwaltshaft hat im 
Laufe des mehrjährigen Verfahrens zahlreiche Beweise erhoben (Hausdurchsuchung und Beschlag-
nahme von Geschäftsunterlagen von C.________, zahlreiche Einvernahmen, Bankauskünfte, 
Bericht Finanzbrigade, zahlreiche und ausführliche Stellungnahmen der Parteien) und diese in ihrer 
Verfügung unter dem Blickwinkel der Veruntreuung bzw. der ungetreuen Geschäftsbesorgung sehr 
ausführlich geprüft, und von einer einseitigen Ermittlung kann nicht die Rede sein. Diese Prüfung ist 
ihr entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin nicht untersagt, sondern sie ist sogar geboten, 
um zu prüfen, ob das Verfahren weitergeführt werden soll. Gestützt auf diese Prüfung ist die 
Staatsanwaltschaft zum Schluss gekommen, dass die DEZA-Gelder der C.________ – und damit 
dem Beschuldigten – nicht anvertraut waren und damit die Straftatbestände der Veruntreuung und 
der ungetreuen Geschäftsbesorgung ausscheiden.

Dieser Schluss der Staatsanwaltschaft ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Wie aufgezeigt 
(E. 5.3.1) spricht alles dafür, dass C.________ die DEZA-Gelder für sich eingenommen hat als 
Gegenleistung für von ihr zu erbringende Leistungen beim Aufbau vom N.________ und 
K.________ sowie beim Abschluss des DEZA-Projekts H.________; dass ihr diese Gelder mithin 
nicht anvertraut waren. Der einzige Hinweis auf eine mögliche Veruntreuung liegt darin, dass die 
von DEZA-Geld erworbenen Sachwerte («fixed assets») gemäss Ziffer 6.1 des GA bis zum Ende der 
Vereinbarung im Eigentum der DEZA verbleiben; es wird C.________ aber in keiner Art und Weise 
vorgeworfen, sich diese Sachwerte angeeignet zu haben; vielmehr wurde die K.________ offenbar 
vom Bund übernommen (vgl. E. 3.1 i.f.).

Es ist auch nicht ersichtlich, welche zusätzlichen Beweise noch erhoben werden könnten; dies umso 
mehr, als seit dem Abschluss des GA über zehn Jahre vergangen sind. Die von der Beschwerde-
führerin gestellten beiden ersten Beweisanträge (Analyse des Geldflusses und der Buchhaltung von 
C.________, Einvernahme nicht entlöhnter Expats, Beschwerde, S. 27 Ziff. 2.i/ii) sind für die 
rechtliche Frage des Anvertrautseins der DEZA-Gelder von vornherein nicht erheblich. Gleiches gilt 
für den dritten Beweisantrag (Einvernahme F.________), soweit sich diese zu den Geldflüssen 
äussern sollte.

Bei dieser Sachlage waren bzw. sind keine genügenden Anhaltspunkte vorhanden, um das 
Verfahren wegen Veruntreuung bzw. ungetreuer Geschäftsbesorgung weiterzuführen. Eine 
Verletzung des Grundsatzes «in dubio pro duriore» liegt nicht vor.

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6. 

6.1. Die Beschwerdeführerin macht schon wie in ihrer Strafanzeige geltend, der Beschuldigte 
habe – beim Abschluss von GA und Amendments sowie bei der Auslösung der weiteren Zahlungen 
gestützt auf das Erreichen der Leistungsziele – auf betrügerische Weise erwirkt, dass die DEZA der 
C.________ Gelder für den Aufbau von Mikrobank und K.________ ausbezahlt habe (Beschwerde, 
S. 21 ff.).

6.2. Gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB macht sich des Betrugs schuldig, wer in der Absicht, sich oder 
einen anderen unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung 
von Tatsachen arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu 
einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen anderen am Vermögen schädigt. 
Angriffsmittel des Betruges ist die Täuschung des Opfers. Die Täuschung ist eine unrichtige Erklä-
rung über Tatsachen, die darauf gerichtet ist, bei einem anderen eine von der Wirklichkeit 
abweichende Vorstellung hervorzurufen (BGE 147 IV 73 E. 3.1; 140 IV 11 E. 2.3.2; 135 IV 76).

Die Täuschung muss zudem arglistig sein. Art und Intensität der angewendeten Täuschungsmittel 
müssen sich durch eine gewisse Raffinesse oder Durchtriebenheit auszeichnen und eine erhöhte 
Gefährlichkeit offenbaren. Die Rechtsprechung bejaht Arglist bei einem Lügengebäude und bei 
besonderen Machenschaften im Sinne von eigentlichen Inszenierungen sowie bei einfachen 
falschen Angaben, wenn deren Überprüfung nicht oder nur mit besonderer Mühe möglich oder nicht 
zumutbar ist oder wenn der Täter das Opfer von der möglichen Überprüfung abhält oder er nach 
den Umständen voraussieht, dass jenes eine Überprüfung aufgrund eines besonderen Vertrauens-
verhältnisses unterlassen werde (BGE 147 IV 73 E. 3.2; 143 IV 302 E 1.3.1; 135 IV 76 E. 5.2; je mit 
Hinweisen). Die Vorspiegelung des Leistungswillens ist grundsätzlich arglistig, weil sie eine innere 
Tatsache betrifft, die vom Vertragspartner ihrem Wesen nach nicht direkt überprüft werden kann. 
Dies gilt aber dann nicht, wenn die Behauptung des Erfüllungswillens mittels Nachforschungen über 
die Erfüllungsfähigkeit überprüfbar ist und sich aus der möglichen und zumutbaren Prüfung ergeben 
hätte, dass der andere zur Erfüllung nicht fähig war (BGE 147 IV 73 E. 3.3; 142 IV 153 E. 2.2.2). 
Wesentlich ist, ob die Täuschung unter Einbezug der dem Opfer nach Wissen des Täters zur 
Verfügung stehenden Möglichkeiten des Selbstschutzes als nicht oder nur erschwert durchschaubar 
erscheint (BGE 135 IV 76 E. 5.2; Urteile BGer 6B_1306/2020 vom 2. März 2021 E. 1.2; 6B_480/2018 
vom 13. September 2019 E. 1.1.1; je mit Hinweisen).  

Arglist wird auch grundsätzlich verneint, wenn das Täuschungsopfer den Irrtum mit einem Mindest-
mass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden können. Dabei sind die jeweilige Lage und die Schutz-
bedürftigkeit des Betroffenen im Einzelfall entscheidend. Rücksicht zu nehmen ist namentlich auf 
geistesschwache, unerfahrene oder aufgrund von Alter oder Krankheit beeinträchtigte Opfer oder 
auf solche, die sich in einem Abhängigkeits- oder Unterordnungsverhältnis oder in einer Notlage 
befinden und deshalb kaum imstande sind, dem Täter zu misstrauen. Auf der anderen Seite sind 
besondere Fachkenntnis und Geschäftserfahrung des Opfers in Rechnung zu stellen, wie sie etwa 
im Rahmen von Kreditvergaben Banken beigemessen wird. Auch unter dem Gesichtspunkt der 
Opfermitverantwortung erfordert die Erfüllung des Tatbestands indes nicht, dass das Täuschungs-
opfer die grösstmögliche Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehrungen trifft. Arglist ist 
lediglich zu verneinen, wenn es die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet. 
Entsprechend entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder Fahrlässigkeit des Getäuschten, 
sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das betrügerische Verhalten des Täters in den Hintergrund 
treten lässt. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit des Täuschenden führende Opfermitverantwortung 
kann nur in Ausnahmefällen bejaht werden, denn mit einer engen Auslegung des Betrugstat-

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bestands würde die sozialadäquate Geschäftsausübung und damit der Regelfall des Geschäfts-
alltags betrugsrechtlich nicht geschützt. Selbst ein erhebliches Mass an Naivität des Geschädigten 
hat nicht zwingend zur Folge, dass der Täter straflos bleibt. Anwendungsfälle nicht arglistiger 
Täuschungen betreffen insbesondere Banken und sonst im Geldanlagengeschäft berufsmässig 
tätige Personen als potenzielle Opfer. Bejaht wird Arglist demgegenüber bei Ausnutzung des gierig-
vertrauensselig-unseriösen Gewinnstrebens gewöhnlicher Leute (BGE 147 IV 73 E. 3.2; 142 IV 
153 E. 2.2.2; 135 IV 76 E. 5.2; Urteil BGer 6B_480/2018 vom 13. September 2019 E. 1.1.1 m.H.). 

6.3.

6.3.1. Die Staatsanwaltschaft hat den Vorwurf des Betrugs in ihrer Einstellungsverfügung aus-
führlich geprüft (S. 46-64 E. IV) und ist zum Schluss gekommen, dass keine Täuschungshandlungen 
des Beschuldigten ersichtlich seien und auch keine Arglist (sowie kein Vermögensschaden) vorliege. 
Folglich stellte sie das Verfahren wegen Betrugs ein. Auf diese ausführlichen Erörterungen kann 
grundsätzlich verwiesen werden, und es soll im Folgenden einzig auf die einzelnen Rügen der 
Beschwerdeführerin eingegangen werden, soweit diese substanziiert vorgetragen werden.

6.3.2. In einer ersten Rüge bringt die Beschwerdeführerin vor, der Beschuldigte habe sie beim 
Abschluss des GA im Juli 2012 sowie beim Abschluss der beiden Amendments (2014 und 2015) 
getäuscht, indem er ihr die schlechte finanzielle Lage von C.________ verschwiegen habe. Die 
DEZA hätte diese Verträge nicht abgeschlossen, wenn sie um die finanziellen Probleme von 
C.________ gewusst hätte. Sie beruft sich insbesondere auf ein internes Dokument von 
C.________-Mitarbeitern von 2012 («Plan de restructuration», act. 9736 ff.) sowie auf ein Mail des 
Beschuldigten an AF.________ von der DEZA vom Mai 2012 (Beschwerde, S. 21 f. Rz. 85-91).

Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, der Beschuldigte hätte sie im Vorfeld des 
Abschlusses des GA von sich aus über die finanzielle Lage von C.________ informieren müssen. 
Indem er dies unterlassen habe, habe er sie getäuscht. Dem kann nicht gefolgt werden. 
Geschäftspartner haben grundsätzlich keine Pflicht, bei Vertragsabschluss von sich aus ihre 
schlechten finanziellen Verhältnisse zu offenbaren; sie trifft keine Aufklärungspflicht, es sei denn, es 
läge eine Garantenstellung vor, was hier offensichtlich nicht der Fall ist. Auch von Gesetzes wegen 
bestand im vorliegenden Fall offensichtlich keine Aufklärungspflicht (vgl. zum Ganzen etwa 
STRATENWERTH/ BOMMER, Schweizerisches Strafrecht - Besonderer Teil I: Straftaten gegen 
Individualinteressen, 8. Aufl. 2022, S. 372 f. Rz. 14 ff.; TRECHSEL/CRAMERI, in: Trechsel et al., 
Schweiz. Strafprozessrecht – Praxiskommentar, 2008, Art. 146 N 4, je mit Hinweisen).

Das interne Dokument «Plan de restructuration» vermag an der fehlenden Täuschungshandlung 
nichts zu ändern. Wohl ergibt sich daraus, dass C.________ Liquiditätsprobleme hatte und nach 
neuen Investoren suchte. Ihm lässt sich als Schlussfolgerung aber auch entnehmen, dass «les 
perspectives de pouvoir réaliser une année 2012 qui marque un tournant pour C.________ sont 
excellentes » (act. 9739 unten). Dieser Ausblick stimmt mit der Tatsache überein, dass C.________ 
im ersten Quartal 2012 neues Kapital zugeflossen war und die Rechnung für das Geschäftsjahr 
2012 aufgrund einer Rangrücktrittserklärung des Beschuldigten von CHF 714'258.18 wieder einen 
deutlichen Gewinn (CHF 210'604.06) auswies, nachdem 2011 noch ein hoher Bilanzverlust zu 
verzeichnen war und eine Überschuldung vorlag. Gemäss dem Bericht der Finanzbrigade war 
C.________ im Zeitpunkt des Abschlusses des GA nicht überschuldet, verlor aber Kapital. In den 
Jahren 2013 und 2014 wurden die bestehenden Schulden weiter abgebaut (Bericht Finanzbrigade, 
act. 2301 ff.). Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin kann somit nicht gesagt werden, die 
finanzielle Situation von C.________ sei 2012 (oder in den Folgejahren) extrem schlecht gewesen. 

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Umso weniger bestand eine Pflicht des Beschuldigten, die DEZA über die finanzielle Situation von 
C.________ zu informieren.

Was den Abschluss der Amendments in den Jahren 2014 und 2015 betrifft, hatte die DEZA (offenbar 
gestützt auf Ziffer 5.1 des GA) am 4. August 2014 die Jahresrechnungen 2011 bis 2013 der 
C.________ und den Bericht der Revisionsstelle vom 15. April 2013 erhalten. Zudem hatte der 
Beschuldigte am 4. August 2014 unter anderem auf dessen Wunsch an T.________ von der DEZA 
(Verwaltungsrat von N.________) die Abschlüsse der C.________ für die Jahre 2012 und 2013 
gesandt (act. 16'104 ff.). Die DEZA hatte zu diesem Zeitpunkt somit Kenntnis von der finanziellen 
Situation von C.________ und damit auch von den inzwischen behobenen Schwierigkeiten (act. 
18’005). Ziffer 5.1 des GA sieht vor, dass die AI.________ nach Abschluss jedes Geschäftsjahres 
durch eine unabhängige Firma ein externes Finanzaudit über die Konten von C.________ in der 
Schweiz veranlassen kann. Eine Täuschung der Beschwerdeführerin durch Verschweigen der 
finanziellen Lage von C.________ scheidet bezüglich des Abschlusses der Amendments von 
vornherein aus.

Was den Mailaustausch mit AF.________ von der DEZA betrifft, so hatte dieser den Beschuldigten 
am 8. Mai 2012 angefragt, ob C.________/L.________ neben dem Gründungskapital von 
CHF  150'000.- im Jahr 2012 die gemäss Budget vorgesehene zusätzliche Million statt erst 2014 
nicht in zwei Tranchen von CHF 500'000.- – die erste schon 2013 – leisten könnten (act. 12039 f.). 
Der Beschuldigte antwortete gleichentags und erklärte, weshalb eine zusätzliche Zahlung vor Erhalt 
der Banklizenz keinen Sinn mache (act. 12042 ff.). AF.________ antwortete am 9. Mai 2012, er sei 
mit der Antwort völlig einverstanden («j’y concorde parfaitement», act. 12041). Die 
Anfangsfinanzierung von CHF 150'000.- (wovon 98 % durch L.________, gemäss Businessplan 
sollten es 89 % sein) ist unzweifelhaft erfolgt (vgl. oben E. 3.1). Dass C.________ 2014 die 
zusätzliche Million einbringen sollte, war allerdings nie vorgesehen. Vielmehr war vorgesehen, dass 
L.________ als «Financial Arm» fungieren sollte (so auch die Beschwerdeführerin [Beschwerde, 
S. 26 Rz. 108] sowie bereits der Businessplan, act. 9217). Daneben sollten der Bund und Dritte Geld 
einschiessen sowie die Kreditlinie der H.________ im Wert von ca. CHF 300'000.- übernommen 
werden (vgl. Zwischenbericht Dr. X.________, act. 9032). Dass L.________ die fragliche Million 
2014 nach Erhalt der Banklizenz nicht einschoss, hat mit der finanziellen Situation von C.________ 
im Zeitpunkt des Abschlusses des GA nichts zu tun. Zudem war L.________ im Geschäftsjahr 
2012/13 finanziell gesund (vgl. Bericht Finanzbrigade, act. 2305 f.). Der Beschuldigte hat in diesem 
Zusammenhang folglich nichts verschwiegen. Dass die Kreditlinie von H.________ nicht 
übernommen werden konnte, kann ihm ebenfalls nicht angelastet werden. Was seine Absicht betrifft, 
andere Investoren zu suchen (dass nach Erhalt der Banklizenz «aussi d’autres investisseurs 
apporteront du capital», act. 12042), kann vom Beschuldigten verständlicherweise nicht erwartet 
werden, dass er bereits 2-3 Jahre vor Erhalt der Banklizenz gewährleistet, diese anderen Investoren 
auch tatsächlich zu finden. 

Es liegen somit auch keine Anhaltspunkte vor, dass der Beschwerdeführer der DEZA die finanzielle 
Situation der C.________ verschwiegen hätte. Die Rüge ist unbegründet.

6.3.3. Die Beschwerdeführerin behauptet, der Beschuldigte habe sie über die Verwendung der 
DEZA-Gelder getäuscht und diese nicht zweckgemäss verwendet. Auch sei die Annahme falsch, 
C.________ habe vor Unterzeichnung des GA unbezahlte Vorleistungen erbracht (Beschwerde, 
S. 22 Rz 92 f.). Sie sagt allerdings mit keinem Wort, wie und inwiefern der Beschuldigte bezüglich 
der Verwendung der Gelder beim Vertragsabschluss oder bei den Vertragsverhandlungen 
Täuschungshandlungen vorgenommen hätte. Wie sich aus E. 5.3.1 hievor ergibt, hatte C.________ 

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die DEZA-Gelder für sich eingenommen, als Gegenleistung für von ihr zu erbringende Leistungen. 
Allein die Tatsache, dass C.________ diese Gelder in der Folge (allenfalls) nicht 
abmachungsgemäss verwendet hat, ist keine Täuschung im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, 
sondern eine rein zivilrechtliche Frage der Schlechterfüllung des Vertrages. Ob C.________ vor 
Unterzeichnung des GA unbezahlte Vorleistungen erbracht hat (wie der Beschuldigte behauptet) 
oder nicht, ist unter diesen Umständen irrelevant.

6.3.4. Auch in Bezug auf die K.________ bringt die Beschwerdeführerin vor, die DEZA-Gelder 
seien nicht vertragsgemäss verwendet worden. So seien z.B. statt wie vorgesehen CHF 380'000.- 
nur CHF 30'000.- für die Infrastruktur verwendet worden. Dies habe die Staatsanwaltschaft näher 
abzuklären (sc. den genauen Schaden fe