# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d94e3f28-2b9f-5a2f-8791-881fac761220
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.01.2022 UV 2021/13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-13_2022-01-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/13

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.05.2022

Entscheiddatum: 10.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 10.01.2022
Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Die beklagten Beschwerden am OSG rechts sind 
nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Bezüglich der 
Kniebeschwerden ist der Status quo sine erreicht und die 
Leistungseinstellung damit nicht zu beanstanden. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 10. Januar 2022, UV 2021/13).

Entscheid vom 10. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin 

Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2021/13

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, Advokatur am Falkenstein, 

Falkensteinstrasse 1, Postfach, 9016 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war arbeitslos und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als sie am 25. Dezember 2019 bei einem Tauchgang aufgrund einer Welle 

gegen einen Stein prallte (Suva-act. 1, vgl. Suva-act. 6). Der am 30. Dezember 2019 

erstbehandelnde Prof. Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, diagnostizierte 

eine Kontusion beider Patellae. Er attestierte der Versicherten keine Arbeitsunfähigkeit 

(Suva-act. 7). Die am 14. Februar 2020 durchgeführten MR-Untersuchungen der 

Kniegelenke ergaben beidseits eine diskrete mukoide Degeneration im Hinterhorn des 

medialen Meniskus, eine Chondromalazie patellae Grad 1 und einen diskreten 

Gelenkserguss. Links zeigte sich zudem eine kleine Bakerzyste (Suva-act. 8, 12). Die 

Suva kam für die Kosten der Heilbehandlung auf (Suva-act. 10).

A.a. 

Dr. med. C.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, 

untersuchte die Versicherte am 18. März 2020. In seinem Bericht vom 26. März 2020 

diagnostizierte er einen Status nach Kniegelenksdistorsion beidseits im Dezember 

2019 mit persistierender muskulärer Imbalance. Er beurteilte, schwere, intraartikuläre 

Schäden liessen sich ausschliessen. Die klinisch vorliegende muskuläre Imbalance 

solle physiotherapeutisch behandelt werden. Vor drei Jahren habe die Versicherte 

bereits einmal ein ähnliches Problem gehabt (damals Zerrung des vorderen 

Kreuzbandes [VKB]), welches durch Physiotherapie ebenfalls wieder habe "ins Lot 

gebracht" werden können (Suva-act. 14). Am 10. Juli 2020 berichtete Dr. C.___, die 

Versicherte klage immer noch über Knieschmerzen, linksbetont. Die initial verordnete 

A.b. 

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Physiotherapie sei aufgrund der Ausnahmesituation (Covid-Pandemie) nicht begonnen 

worden. Die Knieproblematik müsse unbedingt weiter konservativ, muskulär 

stabilisierend, behandelt werden (Suva-act. 17).

Am 11. Juli 2020 begab sich die Versicherte aufgrund immobilisierender 

Schmerzen am oberen Sprunggelenk (OSG) rechts auf die zentrale Notfallaufnahme 

des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG). Die gleichentags im KSSG durchgeführten 

Untersuchungen (Röntgen, Sonographie) ergaben keinen Hinweis auf eine Fraktur und 

keinen Nachweis eines OSG-Gelenksergusses oder einer Weichteilschwellung sowie 

keinen Anhalt für eine septische Arthritis. Die behandelnden Ärzte des KSSG 

diagnostizierten unklare Schmerzen OSG rechts (Differentialdiagnosen: initiale 

Arthrose, Gicht) und ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41). Sie entliessen die Versicherte mit 

Schmerzmitteln nach Hause und empfahlen eine Kontrolle beim Hausarzt (Suva-act. 

21, vgl. Suva-act. 18).

A.c. 

Am 28. Juli 2020 führte Dr. med. D.___, Radiologie E.___, eine MR-Untersuchung 

des OSG rechts durch. Er beurteilte gleichentags, es liege ein moderater 

Gelenkserguss und ein polylobuliertes Ganglion dorsal des Talus vor. Am ehesten 

bestehe ein Status nach OSG-Distorsion mit narbig verändertem Ligamentum 

fibulotalare anterius (LFTA) und Ligamentum fibulocalcaneare (LFC) sowie ossärem 

Bandausriss (Suva-act. 27). 

A.d. 

Dr. C.___ befand am 11. September 2020, ganz offensichtlich sei es beim Unfall 

(vom Dezember 2019) durch die Einwirkung der getragenen Flossen zu einer 

erheblichen Zerrung/Distorsion am Sprunggelenk gekommen. Einzig hierdurch könne 

der ossäre Ausriss des vorderen Aussenbandes am OSG erklärt werden. Die in der 

Folge nun aufgetretenen, wiederkehrenden Blockaden seien somit erklärbar. Es 

empfehle sich dringlich die operative Revision mit Refixation der partiell ausgerissenen 

Bandanteile bzw. mindestens die Entfernung des Ossikels, da andernfalls 

Gelenkschäden zu erwarten seien (Suva-act. 31).

A.e. 

Suva-Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, speziell Unfallchirurgie, 

befand am 17. September 2020, beim Unfallereignis vom 25. Dezember 2019 sei das 

A.f. 

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OSG rechts nicht verletzt worden. Die entsprechenden Beschwerden seien daher nicht 

unfallkausal und die Operationskosten nicht zu übernehmen. Auch an den Knien seien 

keine zusätzlichen strukturellen Schädigungen im Vergleich zu den dokumentierten 

Vorschäden beider Kniegelenke (vgl. MRT von 2017; Suva-act. 23 f.) verursacht 

worden. Da im Bericht des KSSG vom 11. Juli 2020 einzig Beschwerden am OSG 

rechts festgehalten worden seien, hingegen keine Kniebeschwerden, sei spätestens in 

diesem Zeitpunkt die vorübergehende unfallkausale Behandlung abgeschlossen 

gewesen (Suva-act. 32, vgl. auch Suva-act. 33 f.).

Mit Schreiben vom 18. September 2020 teilte die Suva der Versicherten mit, sie 

stelle die Versicherungsleistungen per 20. September 2020 ein. Die ebenfalls geltend 

gemachten Beschwerden am rechten Fussgelenk hätten zu keinem Zeitpunkt im 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 25. Dezember 2019 oder einem früheren bei der 

Suva versicherten Ereignis gestanden. Für das rechte Fussgelenk könne sie daher 

keine Leistungen übernehmen (Suva-act. 35).

A.g. 

In einer an die Suva adressierten E-Mail vom 23. September 2020 führte Dr. C.___ 

aus, die Verletzung des Sprunggelenks sei mit an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit auf einen Unfall zurückzuführen. Es liege ein knöcherner Teil-

Ausriss des Aussenbandes vor. Das Alter der Verletzung könne aufgrund der 

bildgebenden Diagnostik nicht eruiert werden. Es sei tatsächlich etwas erstaunlich, 

dass die Versicherte erst im Sommer Beschwerden angegeben habe. Wahrscheinlich 

habe es da eine erneute Traumatisierung gegeben (Suva-act. 45). Dr. F.___ befand tags 

darauf, entgegen den Aussagen von Dr. C.___ dokumentiere das MRT, dass kein 

knöcherner Bandabriss/-ausriss stattgefunden habe, sondern es sich um ein Os 

subfibulare handle. Dies sei ein akzessorischer Knochen, der zunehmend gehäuft als 

angeborener Zusatzknochen beim Menschen zu finden sei. Der Fallabschluss sei also 

korrekt (Suva-act. 46).

A.h. 

Mit Verfügung vom 24. September 2020 stellte die Suva die 

Versicherungsleistungen per 20. September 2020 ein und lehnte eine Leistungspflicht 

für die geltend gemachten Beschwerden am rechten Fussgelenk ab (Suva-act. 47).

A.i. 

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B.  

C.  

Dr. C.___ führte mit Schreiben vom 1. Oktober 2020 aus, bei der im MRT 

sichtbaren Veränderung handle es sich zweifelsfrei um einen ossären Bandausriss, 

nicht um ein akzessorisches Ossikel. Aus diesem Grund sei zwangsläufig ein 

Unfallereignis Ursache der Störung. Zum Unfallzeitpunkt könne anhand der Bilder keine 

Aussage gemacht werden (Suva-act. 57).

A.j. 

Am 26. Oktober 2020 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. 

iur. HSG D. Bilgeri, St. Gallen, Einsprache gegen die Verfügung vom 24. September 

2020 (Suva-act. 58).

B.a. 

Dr. F.___ beurteilte am 25. November 2020, selbst bei Vorliegen einer 

unfallkausalen Schädigung des rechten Sprunggelenks sei aus 

versicherungsmedizinischer Sicht die natürliche Kausalität zum Ereignis vom 25. 

Dezember 2019 mit Schambein- und Knieprellung beidseits nicht überwiegend 

wahrscheinlich gegeben. Auch finde sich bei der Suva kein vorangegangenes 

Unfallereignis als Ursache für einen knöchernen Aussenbandabriss am rechten 

Sprunggelenk. Daher seien die Leistungen zu den Beschwerden und zur Behandlung 

des rechten Sprunggelenks nicht zu Lasten des Unfallereignisses vom 25. Dezember 

2019 zu übernehmen (Suva-act. 61, vgl. auch die Stellungnahme von Dr. F.___ vom 2. 

November 2020; Suva-act. 59).

B.b. 

Mit Entscheid vom 12. Januar 2021 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 

64-1 ff.).

B.c. 

Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), weiterhin 

vertreten durch Rechtsanwältin Bilgeri, am 15. Februar 2021 Beschwerde. Sie 

beantragte damit, der Einspracheentscheid vom 12. Januar 2021 sei aufzuheben und 

die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, die gesetzlichen 

Leistungen aus dem Unfallereignis vom 25. Dezember 2019 zu erbringen; alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1). Sie reichte unter anderem eine E-Mail von 

Prof. B.___ vom 12. Februar 2021 ein (act. G1.5).

C.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf Versicherungsleistungen gegenüber der Beschwerdegegnerin 

bezüglich der Beschwerden am OSG rechts. Weiter Streitgegenstand ist der Anspruch 

auf vorübergehende Versicherungsleistungen (Heilbehandlung) über den 20. 

September 2020 hinaus betreffend die Beschwerden an den Knien beidseits. Die 

Beschwerdeführerin gab auf dem Fragebogen der Beschwerdegegnerin zum 

Unfallhergang an, sie habe nach dem Ereignis vom 25. Dezember 2019 Beschwerden 

an den Knien sowie im Schambereich gehabt (Suva-act. 1, 6). Bezüglich Letzterer ist 

jedoch keine ärztliche Behandlung aktenkundig, so dass davon auszugehen ist, dass 

die Beschwerden im Schambereich nicht im Vordergrund standen und sich spätestens 

im Leistungseinstellungszeitpunkt vollständig zurückgebildet hatten. Die 

Beschwerdeführerin machte sodann im Einsprache- und Beschwerdeverfahren auch 

keine Beschwerden im Schambereich mehr geltend und beanstandete die 

Leistungseinstellung in dieser Hinsicht nicht.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 26. März 2021 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G3).

C.b. 

Die Beschwerdeführerin verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G5).C.c. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die versicherte Person 

hat zudem Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG).

1.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat-kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018, [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 66 zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019, [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

1.2. 

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Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs (bzw. des Wegfalls desselben) wird in erster Linie 

mittels Angaben der medizinischen Fachpersonen geführt (Urteil des Bundesgerichts 

vom 1. September 2008, 8C_522/2007, E. 4.3.2; KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; 

BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (BGE 135 V 250 E. 4 mit Hinweisen, 118 V 291 f. E. 3.a, 117 V 365 mit Hinweisen; 

SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache der fortdauernd 

geklagten Beschwerden darstellt, d.h., wenn die Beschwerden nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der Prüfung des 

Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin für die 

Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für 

die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss 

Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die 

Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung 

beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein 

Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie 

der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4; Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58). Da es sich um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 

der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 

E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser 

muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

1.3. 

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Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit 

Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. 

Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst 

manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 

S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, 

E. 3.3).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Um den Gesundheitszustand beurteilen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben (BGE 125 V 261 

E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen einholen, kann 

rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 

ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f. E. 1a).

1.4. 

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2.

Vorerst ist die Unfallkausalität der Beschwerden am OSG rechts und damit die 

diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin zu prüfen.

Gemäss Unfallmeldung vom 21. Januar 2020 wurde die Beschwerdeführerin am 

25. Dezember 2019 beim Einstieg zu einem Tauchgang von einer Welle erfasst und an 

einen Stein geschlagen. Als Verletzungen wurden ein Bluterguss am Schambein sowie 

Prellungen an beiden Knien festgehalten (Suva-act. 1). Auf dem Fragebogen der 

Beschwerdegegnerin zum Unfallhergang führte die Beschwerdeführerin am 17. März 

2020 aus, sie sei zum Tauchen im G.___ beim Einstieg ins Wasser gestiegen und habe 

die Flossen angezogen. Dann habe sie eine Welle erwischt und gegen einen grossen 

Stein geschlagen. Sie habe den Schambereich angeschlagen, die Flossen verdreht und 

nicht mehr aufstehen können. Ihr Tauchpartner habe ihr danach im Wasser die 

Tauchausrüstung ausgezogen und ihr geholfen, die Treppenstufen rauf zu gehen. Die 

Beschwerden im Schambereich hätten sich direkt im Wasser bemerkbar gemacht, 

diejenigen an den Knien beim Ausziehen. Zuhause habe sie Schmerzmittel 

eingenommen und die Stellen mit "Sportcrème" eingecremt. Die Knie seien 

angeschwollen gewesen (Suva-act. 6). Diesen beiden Schilderungen des 

Unfallhergangs ist nur eine Verletzung an den Knien und im Schambereich zu 

entnehmen. Hinweise auf eine Beeinträchtigung des rechten OSG sind hingegen nicht 

ersichtlich. Auch das beschriebene "Verdrehen der Flossen" (Suva-act. 6) muss nicht 

zu einer Verletzung des rechten OSG führen.

2.1. 

Auch im Bericht über die Erstbehandlung durch Prof. B.___ am 30. Dezember 2019 

finden sich keine Anhaltspunkte für eine Verletzung am OSG rechts. Prof. B.___ hielt als 

Diagnose lediglich eine Kontusion beider Patellae fest (Suva-act. 7). Erstmals 

aktenkundig erwähnt wurden Beschwerden am OSG rechts im Bericht der zentralen 

Notfallaufnahme des KSSG über die Konsultation vom 11. Juli 2020, mithin rund 

sechseinhalb Monate nach dem Unfall. Die dort untersuchenden Ärzte berichteten, die 

Beschwerdeführerin habe sich aufgrund von vor Kurzem plötzlich aufgetretenen OSG-

Schmerzen rechts notfallmässig vorgestellt. Es bestehe ein Status nach mehreren 

orthopädischen Abklärungen bei Verdacht auf Meniskusläsionen der Knie beidseits 

nach einem Tauchunfall im Dezember 2019. Abgesehen von Redormin, Escitalopram 

und Condrosulf habe die Beschwerdeführerin alle Medikamente abgesetzt, da sie habe 

wissen wollen, ob diese wirklich etwas geholfen hätten (Suva-act. 21). Die 

Beschwerdeführerin erwähnte den Tauchunfall damit gegenüber den erstmals wegen 

der Beschwerden im OSG rechts behandelnden Ärzte, dies jedoch nur im 

2.2. 

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Zusammenhang mit den erfolgten Abklärungen bezüglich der Kniebeschwerden. Die 

erstmalige aktenkundige Erwähnung von OSG-Beschwerden erst sechseinhalb Monate 

nach dem Unfall vom 25. Dezember 2019 spricht gegen eine Unfallkausalität. Daran 

ändert auch nichts, dass die Beschwerdeführerin am 17. September 2020 gegenüber 

der Beschwerdegegnerin telefonisch geltend machte, sie habe infolge von 

Rückenschmerzen diverse starke Schmerzmittel nehmen müssen. Im ersten Moment 

(nach dem Unfall) seien die Beschwerden im Genitalbereich ganz klar im Vordergrund 

gewesen, zudem hätten die Knie geschmerzt. Die Beschwerden im Fuss hätten sich 

erst im Juli bemerkbar gemacht, als sich der Knochen "verkantet" habe (Suva-act. 33). 

Es ist zwar nachvollziehbar, dass bei der Beschwerdeführerin nach dem Unfall vom 25. 

Dezember 2019 vorerst die Schmerzen im Schambereich und in den Knien, sowie die 

Behandlung letzterer im Vordergrund gestanden haben und sie allfälligen weiteren 

Beschwerden nicht die gleiche Aufmerksamkeit schenkte. Dennoch erscheint es nicht 

plausibel, dass - sollte die Verletzung tatsächlich beim Unfall vom 25. Dezember 2019 

entstanden sein - während mehr als eines halben Jahres keine Behandlung der OSG 

Beschwerden stattfand und den ärztlichen Berichten nicht einmal eine Notiz bezüglich 

allfälliger geklagter Beschwerden zu entnehmen ist.

Eine durch die Ärzte der zentralen Notfallaufnahme des KSSG am 11. Juli 2020 

veranlasste Röntgenaufnahme hatte einen geringen Gelenkserguss, keine Fraktur 

sowie ein rundliches sklerosiertes Ossikel im kaudalen Anteil des Gelenkspalts 

zwischen dem lateralen Malleolus und dem Talus (Differentialdiagnose: 

Bänderverkalkung, Differentialdiagnose: Os subfibulare) ergeben. Ein weiteres kleines 

rundliches Fragment zeigte sich in der lateralen Aufnahme in Projektion posterior des 

Talus (Differentialdiagnose: Os trigonum). Eine Weichteilschwellung war nicht 

ersichtlich (Suva-act. 18). Auch die gleichentags durchgeführte Weichteilsonographie 

ergab keine Weichteilschwellung sowie keinen Nachweis eines OSG-Gelenksergusses 

und keinen Anhalt für eine septische Arthritis (Suva-act. 21). Am 28. Juli 2020 führte Dr. 

D.___ sodann eine MR-Untersuchung durch. Er beurteilte gleichentags, es liege ein 

moderater Gelenkserguss und ein polylobuliertes Ganglion dorsal des Talus vor. Am 

ehesten bestehe ein Status nach OSG-Distorsion mit narbig verändertem LFTA und 

LFC sowie ossärem Bänderausriss (Suva-act. 27). Dr. C.___ diagnostizierte darauf in 

seinem Bericht vom 11. September 2020 einen ossären Ausriss des FTA OSG rechts 

mit Status nach schwerem Sturz mit Distorsion, auch beider Kniegelenke. Er führte aus, 

ganz offensichtlich sei es beim Unfall durch die Einwirkung der getragenen Flossen 

(Unfall beim Tauchen, Einstieg ins Wasser) zu einer erheblichen Zerrung/Distorsion am 

Sprunggelenk gekommen. Einzig hierdurch könne der ossäre Ausriss des vorderen 

Aussenbandes erklärt werden. Die in der Folge nun aufgetretenen, wiederkehrenden 

2.3. 

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Blockaden seien somit erklärbar (Suva-act. 31). Wie jedoch bereits ausgeführt und 

auch von Dr. F.___ am 17. September 2020 festgehalten (vgl. Suva-act. 32), ist aus der 

Schadenmeldung, dem Unfallfragebogen und den bis zum genannten Bericht von Dr. 

C.___ erstellten medizinischen Akten keine Beteiligung oder gar Schädigung des OSG 

rechts beim Unfallereignis vom 25. Dezember 2019 ersichtlich. Die von Dr. C.___ am 

11. September 2020 erwähnte erhebliche Zerrung bzw. Distorsion des OSG durch die 

Einwirkung der Flossen, fand bis dahin keine Erwähnung. In der Beschwerdeschrift 

führte Rechtsanwältin Bilgeri ergänzend aus, die Beschwerdeführerin habe es durch 

eine Welle mit der Beinstellung eines Frosches und mit einem Zusatzgewicht von rund 

20 kg (Tauchflaschen) auf dem Rücken gegen einen Stein geschlagen. Beide Beine 

hätten sich in Aussenrotation befunden, damit einhergehend zwingend auch die Hüft-, 

Knie- und Fussgelenke. Das sich zurückziehende Wasser habe die Beschwerdeführerin 

mit sich gezogen, weshalb auch die Füsse nach dem Anprall an einem Stein durch das 

Wasser weiter nach aussen abgedreht worden seien. Durch die starren und je rund 1.5 

kg schweren Flossen sei dieser Effekt verstärkt worden (act. G1). Diese Schilderung ist 

zwar durchaus plausibel. Selbst wenn sich der Unfall so zugetragen hätte, ist jedoch 

wie erwähnt (E. 2.2) nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin während 

mehr als eines halben Jahres keine Beschwerden am OSG rechts geltend gemacht 

hatte. Offenbar hatte auch Dr. C.___ gewisse Zweifel daran, ob die Beschwerden am 

OSG rechts tatsächlich durch den Unfall vom 25. Dezember 2019 verursacht worden 

waren. So führte er am 23. September 2020 zwar aus, die Verletzung des OSG sei mit 

an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf einen Unfall zurückzuführen. Es liege 

ein knöcherner Teil-Ausriss des Aussenbandes vor. Das Alter der Verletzung könne 

aufgrund der bildgebenden Diagnostik (MRT) jedoch nicht eruiert werden. Noch dazu 

sei das MRT "erst jetzt" angefertigt worden, weshalb sich nur noch ein geringer 

Bonebruise im Areal des Ausrisses zeige. Es sei tatsächlich etwas erstaunlich, dass die 

Beschwerdeführerin erst im Sommer Beschwerden angegeben habe. Wahrscheinlich 

habe es da eine erneute Traumatisierung gegeben (Suva-act. 45). Am 1. Oktober 2020 

führte er erneut aus, es müsse zwangsläufig ein Unfallereignis Ursache für die Störung 

am OSG rechts sein. Zum Unfallzeitpunkt könne anhand der Bilder natürlich keine 

Aussage gemacht werden, da keine typische Osteodystrophie/Bonebruise mehr 

erkennbar sei. Das MRT zeige somit, dass die Verletzung älteren Datums sei. Ob 

dieses drei oder zwölf Monate zurückliege, sei jedoch nicht beurteilbar (Suva-act. 57). 

Dr. C.___ war damit zwar von einer unfallbedingten Schädigung des OSG überzeugt, 

legte sich jedoch nicht darauf fest, dass diese am 25. Dezember 2019 eingetreten war.

Dr. C.___ ist der Ansicht, es liege ein knöcherner Bandabriss/-ausriss vor (vgl. 

Suva-act. 31, 45). Kreisarzt Dr. F.___ stellte sich hingegen am 24. September 2020 auf 

2.4. 

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den Standpunkt, es habe kein solcher stattgefunden. Stattdessen handle es sich um 

ein Os subfibulare, welches zunehmend gehäuft als angeborener Zusatzknochen beim 

Menschen zu finden sei (Suva-act. 46). Dr. C.___ hielt am 1. Oktober 2020 an seiner 

Einschätzung, wonach ein ossärer Bandausriss vorliege, fest. Aus diesem Grunde sei 

zwangsläufig ein Unfallereignis als Ursache der Störung zugrundeliegend, keine 

Krankheit im versicherungstechnischen Sinne (Suva-act. 57). Nach einer kurzen 

Stellungnahme (vgl. Suva-act. 59) äusserte sich Dr. F.___ am 25. November 2020 

erneut ausführlich zur Unfallkausalität der Beschwerden am OSG rechts. Er führte aus, 

er teile weiterhin die Beurteilung des Radiologen Dr. D.___. Dieser habe nach der MR-

Untersuchung vom 28. Juli 2020 vage beurteilt, es liege ein Verdacht auf ein kleines 

Ossikel im Sinne eines Bandausrisses vor, am ehesten also ein Status nach OSG-

Distorsion sowie ossärem Bandausriss (vgl. Suva-act. 27, E. 2.3). Dies sei auch 

passend zur radiologischen Beurteilung der Röntgenaufnahme des rechten OSG vom 

11. Juli 2020 (vgl. Suva-act. 18), welche ein rundliches sklerosiertes Ossikel im 

kaudalen Anteil des Gelenkspalts zwischen dem lateralen Malleolus und dem Talus 

(Differentialdiagnose: Bänderverkalkung oder Os subfibulare) erwähne. Weder der 

Bericht des erstbehandelnden Prof. B.___ (vgl. Suva-act. 7) noch die Berichte von Dr. 

C.___ bezüglich der Behandlung der Kniebeschwerden (vgl. Suva-act. 14, 17) 

enthielten Hinweise auf eine Verletzung des rechten OSG durch das Ereignis vom 25. 

Dezember 2019. Dabei sei aus medizinischer Sicht nicht vorstellbar, dass Dr. C.___ bei 

seinen Konsultationen als erfahrener Facharzt eine Verletzung des rechten OSG nicht 

festgestellt hätte, zumal er selber anführe, dass es eine erhebliche Zerrung oder 

Distorsion am Sprunggelenk brauche, um einen knöchernen Ausriss des vorderen 

Aussenbandes zu erklären. Es sei aus medizinischer Sicht nicht vorstellbar, dass eine 

so schwere Unfallverletzung wie ein knöcherner Aussenbandabriss am rechten OSG 

weder von der Beschwerdeführerin selbst bemerkt worden wäre, da hierdurch 

erhebliche direkte Schmerzen und eine Minderbelastbarkeit des Sprunggelenks 

verursacht würden, noch im Rahmen der Behandlung bei Prof. B.___ und Dr. C.___ 

über mehr als sechs Monate lang nicht festgestellt worden wäre. Im Gegensatz dazu 

dokumentiere der Bericht der zentralen Notaufnahme des KSSG vom 11. Juli 2020, 

dass die Beschwerden und Schmerzen am rechten OSG vor Kurzem plötzlich 

aufgetreten seien. Das bedeute wohl zwischen der letzten Konsultation bei Dr. C.___ 

am 3. Juli 2020 (vgl. Suva-act. 17) und der Notfallvorstellung am 11. Juli 2020. Dr. F.___ 

schlussfolgerte überzeugend, es gebe im zeitlichen Verlauf keine Hinweise auf eine 

Schädigung des OSG beim Unfall vom 25. Dezember 2019. Selbst wenn die 

Röntgenaufnahmen vom 11. Juli 2020 und die MRT vom 28. Juli 2020 des rechten 

OSG trotz unterschiedlicher Beurteilung einen alten knöchernen Bandausriss des LFTA 

zeigten und somit der Befund einem Unfallereignis zuzuordnen wäre, sei die natürliche 

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3.

Weiter umstritten ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für die 

Kniebeschwerden über den 20. September 2020 hinaus. Die Beschwerdegegnerin stellt 

sich auf den Standpunkt, der Status quo sine sei in diesem Zeitpunkt erreicht gewesen. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet dies (act. G1, G3).

Kausalität zum Ereignis vom 25. Dezember 2019 nicht überwiegend wahrscheinlich 

gegeben (Suva-act. 61).

Insgesamt ist damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 

dass beim Unfall vom 25. Dezember 2019 eine Verletzung des OSG rechts stattfand. 

Eine diesbezügliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin entfällt folglich. Daran 

ändert auch die E-Mail von Prof. B.___ vom 12. Februar 2021 an Rechtsanwältin Bilgeri 

nichts. Prof. B.___ führte darin aus, gemäss Orthopäde (wohl Dr. C.___) habe die 

Beschwerdeführerin einen Bandausriss am OSG. Sie sei mit harten Flossen tauchen 

gewesen. Dabei sei sie von einer grossen Welle erwischt worden. Diese habe sie "über 

den Stein genommen" und dabei das OSG verdreht. Es liege keine Fehlbildung oder 

etwas Vorbestehendes vor, es sei ein frischer Unfall mit einer frischen Verletzung (act. 

G1.5). Prof. B.___ setzte sich in seiner E-Mail nicht detailliert mit dem Befund 

auseinander, es ist auch nicht bekannt, ob er Kenntnis von der relevanten Bildgebung 

hatte. Zudem begründet auch er nicht überzeugend, weshalb der von Dr. C.___ 

diagnostizierte (jedoch nicht unbestrittenermassen vorliegende) Bandausriss beim 

Unfall vom 25. Dezember 2019 und nicht bei einem anderen Ereignis geschehen sein 

soll. Ersteres ist insbesondere aufgrund des bereits mehrfach erwähnten zeitlichen 

Ablaufs nicht plausibel. 

2.5. 

Die Beschwerdeführerin macht eventualiter geltend, die Beschwerdegegnerin sei 

für die Beschwerden am OSG leistungspflichtig, da eine Listendiagnose nach Art. 6 

Abs. 2 UVG vorliege (act. G1). Diesbezüglich ist - mit der Beschwerdegegnerin (act. G3) 

- festzuhalten, dass ein knöcherner Bandabriss/-ausriss als mögliche Listendiagnose 

(Art. 6 Abs. 2 lit. g) nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist (vgl. 

E. 2.4). Ausserdem erübrigt sich rechtsprechungsgemäss eine Prüfung der 

Leistungspflicht nach Art. 6 Abs. 2 UVG, wenn - wie vorliegend (vgl. E. 2.5) - ein 

natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 25. Dezember 2019 und 

der Listenverletzung nicht überwiegend wahrscheinlich ist (BGE 146 V 51, E. 9.2).

2.6. 

Wie sich aus den Akten ergibt, bestand bei der Beschwerdeführerin bezüglich der 

Knie ein Vorzustand. Aufgrund eines am 16. März 2017 erlittenen Sturzes auf die Knie 

3.1. 

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(primär links), war am 28. März 2017 eine MRI-Untersuchung in der Radiologie E.___ 

durchgeführt worden. Diese hatte betreffend das linke Knie eine Zerrung bzw. leichte 

interstitielle Partialruptur des VKB im distalen bis mittleren Drittel, eine 6 mm grosse 

Ganglionzyste infero dorso-lateral im Hoffa-Fettkörper, eine Plica infrapatellaris, einen 

kleinen Reizerguss und eine minimale Baker-Zyste ergeben. Am Knie rechts hatte sich 

ein kleiner Reizerguss, eine kleinflächige leichtgradige Chondropathie patellae 

paramedian an der medialen Facette sowie eine geringe Chondropathie am proximalen 

Rand des lateralen Femurkondylus dorsal mit dort assoziierter kleiner ca. 1 cm grosser 

ödemartiger Knochenmarksreaktion subchondral, eine diskrete unspezifische 

Strukturirregularität des medialen Meniskus basisnah am Übergang Hinterhorn/Pars 

intermedia und eine Plica infrapatellaris gezeigt (Suva-act. 23). Eine MR-Untersuchung 

des Knies links vom 21. Juni 2017 hatte ausserdem ein Zeichen eines Impingement der 

Plica infrapatellaris, eine leichte Chondropathie patellae Grad 2 und ein geringfügiges 

diffuses Ödem der präpatellaren Subkutis zur Darstellung gebracht (Suva-act. 24). Dr. 

C.___ berichtete am 10. Juli 2020, klinisch liege eine muskuläre Imbalance vor. Vor drei 

Jahren habe bereits einmal ein ähnliches Problem bestanden, damals habe sich die 

Beschwerdeführerin das VKB gezerrt. Dies habe durch Physiotherapie wieder "ins Lot 

gebracht" werden können (Suva-act. 14).

Der nach dem Unfall vom 25. Dezember 2019 erstbehandelnde Prof. B.___ 

diagnostizierte am 30. Dezember 2019 eine Kontusion beider Patellae. Als objektiven 

Befund hielt er fest: "Knie bds: kein Erguss, Bursa indolent, keine Schwellung, kein 

Hämatom über Bursa, kleines Hämatom über Tuberositas tibiae, VKB und 

Seitenbänder stabil, keine Meniskuszeichen, Zohlenzeichen positiv" (Suva-act. 7). Die 

von ihm veranlassten MR-Untersuchungen der Kniegelenke ergaben am 14. Februar 

2020 beidseits eine diskrete mukoide Degeneration im Hinterhorn des medialen 

Meniskus, eine Chondromalazie patellae Grad 1 und einen diskreten Gelenkserguss. 

Links zeigte sich zudem - wie bereits im Jahr 2017 (vgl. Suva-act. 23) - eine kleine 

Bakerzyste (Suva-act. 8, 12). Ab 18. März 2020 war die Beschwerdeführerin bei Dr. 

C.___ in Behandlung. Dieser diagnostizierte am 26. März 2020 einen Status nach 

Kniegelenksdistorsion beidseits im Dezember 2019 mit persistierender, muskulärer 

Imbalance. Anamnestisch hielt er fest, vor allem das Treppensteigen sei schmerzhaft, 

heruntergehen kaum möglich. Das Gehen in der Ebene gehe noch am besten, auch 

das Abdrehen sei schmerzauslösend. Dr. C.___ beurteilte, schwere, intraartikuläre 

Schäden liessen sich ausschliessen. Klinisch liege eine muskuläre Imbalance vor, 

welche physiotherapeutisch behandelt werden sollte. Sollte ein weiterer Zyklus 

Physiotherapie notwendig werden, könne er diesen gerne bescheinigen. Eine 

Verlaufsbeurteilung sei nur bei Bedarf erforderlich (Suva-act. 14). Aus diesen Berichten 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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der behandelnden Ärzte lässt sich insgesamt schliessen, dass es beim Unfall zu keinen 

strukturellen Verletzungen an den Knien kam und sie eine konservative 

(physiotherapeutische) Behandlung für ausreichend erachteten. Auch Kreisarzt Dr. 

F.___ befand am 17. September 2020, an den beiden Knien seien keine zusätzlichen 

strukturellen Schädigungen zu den dokumentierten Vorschäden beider Kniegelenke 

verursacht worden (Suva-act. 32).

Am 10. Juli 2020 berichtete Dr. C.___, die Beschwerdeführerin klage immer noch 

über Knieschmerzen, linksbetont. Die initial verordnete Physiotherapie sei aufgrund der 

Ausnahmesituation (Covid-Pandemie) nicht begonnen worden. Die Beschwerdeführerin 

führe die Übungen nun zu Hause mit einem anderen Therapeuten durch. Als Befund 

hielt Dr. C.___ einen allenfalls minimalen Gelenkserguss bei passiv freier 

Kniegelenksbeweglichkeit fest. Es bestehe eine ausgeprägte Dolenz peripatellar, lateral 

betont, mässig auch über der palpablen Plica mediopatellar. Die Bandstabilität sei 

regelrecht und die Translation der Patella sei mässig dolent, aber seitengleich möglich. 

Der Muskelstatus sei mässig, also noch ausbaubar. Er beurteilte, die Knieproblematik 

müsse unbedingt weiter konservativ, muskulär stabilisierend behandelt werden. Es 

brauche dringlich ein Beinachsen-Training zur Stabilisierung der Patella. Erschwert 

werde dieses durch die lumbalen Beschwerden mit einer Einschränkung auch im 

Hüftbereich. Die Beschwerdeführerin setze die Therapie fort und melde sich bei Bedarf. 

Eine Infiltration sei nicht gewünscht und derzeit auch nicht zielführend (Suva-act. 17). 

Im weiteren Verlauf standen die Beschwerden am OSG rechts sowie deren Behandlung 

im Vordergrund (vgl. Suva-act. 21, 31). Im Bericht über die notfallmässige Konsultation 

im KSSG am 11. Juli 2020 wurden einzig die Beschwerden am OSG rechts, jedoch 

nicht allfällige Kniebeschwerden erwähnt (vgl. Suva-act. 21). Dr. F.___ schloss am 17. 

September 2020 daraus, dass spätestens am 11. Juli 2020, also knapp sieben Monate 

nach dem Unfall vom 25. Dezember 2019 die vorübergehende unfallkausale 

Behandlung der Kniebeschwerden abgeschlossen war (Suva-act. 32, vgl. auch Suva-

act. 61). Dieser Schluss ist zwar insofern fraglich, als Dr. C.___ wenige Tage zuvor eine 

weitere Behandlung der Kniebeschwerden noch für nötig erachtet hatte (Suva-act. 17). 

Zudem müssen anlässlich der Konsultation auf der zentralen Notfallaufnahme nicht 

zwingend sämtliche Beeinträchtigungen thematisiert worden sein. Die dann akuten 

Beschwerden könnten im Vordergrund gestanden haben. Jedoch ist auch in den 

folgenden medizinischen Berichten keine Rede mehr von Kniebeschwerden. Dr. C.___ 

erwähnte in seinem Bericht vom 11. September 2020 und seiner E-Mail vom 13. 

September 2020 allfällige Kniebeschwerden nicht einmal am Rande (vgl. Suva-act. 31, 

45). In Kenntnis der ablehnenden Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. 

September 2020 (vgl. Suva-act. 47) äusserte sich Dr. C.___ sodann am 1. Oktober 

3.3. 

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4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

2020 erneut. Er bemängelte in seinem Schreiben jedoch ausschliesslich die Ablehnung 

für Leistungen bezüglich des OSG rechts, nicht jedoch die Leistungseinstellung 

betreffend die Kniebeschwerden (Suva-act. 57).

Insgesamt ist damit die Einstellung der Leistungen bezüglich der Kniebeschwerden 

per 20. September 2020 nicht zu beanstanden. Es ist mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Status quo sine in diesem Zeitpunkt 

erreicht war. Dies zumal damals seit der letzten aktenkundigen Behandlung der 

Kniebeschwerden durch Dr. C.___ am 3. Juli 2020 (vgl. Suva-act. 17) bereits 

zweieinhalb Monate vergangen waren und davon auszugehen ist, dass bis dahin die 

physiotherapeutische Behandlung zu einer weiteren Stabilisierung der Patellae geführt 

hatte. Soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Einsprache abweichend davon geltend 

machen liess, die Behandlung an den Knien sei noch nicht abgeschlossen (vgl. Suva-

act. 58), ist dies nicht durch medizinische Akten belegt.

3.4. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 12. 

Januar 2021 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

4.1. 

Im vorliegenden Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. f

ATSG).

4.2. bis

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

4.3. 

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.01.2022
	Art. 6 UVG. Art. 10 UVG. Die beklagten Beschwerden am OSG rechts sind nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Bezüglich der Kniebeschwerden ist der Status quo sine erreicht und die Leistungseinstellung damit nicht zu beanstanden. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Januar 2022, UV 2021/13).

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	"9001 St.Gallen"
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