# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba04d2ed-5cff-55f4-a050-4778064f994d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.06.2017 E-2155/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2155-2017_2017-06-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2155/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  M a i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;   

Gerichtsschreiber Philippe Baumann. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 13. März 2017 / N (…). 

 

 

 

E-2155/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer verliess gemäss eigenen Angaben sein Heimatland 

am 9. Februar 2014 und reiste nach einem Aufenthalt in Indien am 25. Feb-

ruar 2015 in die Schweiz ein. Gleichentags stellte er im Empfangs- und 

Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen ein Asylgesuch. 

Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 3. März 2015 und der An-

hörung vom 30. Juli 2015 zu den Asylgründen machte er im Wesentlichen 

geltend, er sei tamilischer Ethnie aus der Stadt B._______. Von 2006 bis 

2008 sei er von den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gezwungen 

worden, für sie als Tuck-Tuck-Fahrer zu arbeiten. Aufgrund dessen sei er, 

nachdem ihn ein früheres LTTE-Mitglied verraten habe, am 2. Februar 

2014 von Beamten des Criminal Investigation Department (CID) für eine 

Nacht inhaftiert und dabei gefoltert worden. Anschliessend hätten ihn die 

Beamten wieder freigelassen, weil er versprochen habe, ihnen die volle 

Wahrheit zu sagen respektive Informationen über die damals transportier-

ten Personen zu beschaffen. Es sei ihm zudem untersagt worden, 

B._______ ohne entsprechende Mitteilung zu verlassen. Dennoch sei er in 

der Nacht zum 9. Februar 2015 nach Colombo gefahren. Von dort aus sei 

er mit seinem Reisepass mit einem indischen Visum legal nach Indien ge-

flogen. Nach seiner Ausreise sei seine Frau von Beamten des CID mehr-

mals zu ihm befragt und auch vorübergehend mitgenommen worden. Aus-

serdem sei der CID bei seiner Mutter vorstellig geworden. 

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer eine Zeitung 

vom 5. März 2015 wie auch Registerauszüge, einen Führerausweis, eine 

Identitätskarte und einen Briefumschlag zu den Akten.  

B.  

Mit Verfügung vom 13. März 2017 – eröffnet am 15. März 2017 – verneinte 

das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers und lehnte 

dessen Asylgesuch ab. Gleichzeitig ordnete es seine Wegweisung aus der 

Schweiz und den Vollzug an. 

C.  

Mit Eingabe vom 11. April 2017 reichte der Beschwerdeführer beim Bun-

desverwaltungsgericht Beschwerde gegen diese Verfügung des SEM ein. 

Darin beantragt er deren Aufhebung, die Feststellung seiner Flüchtlingsei-

genschaft und die Gewährung von Asyl sowie eventualiter die Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er 

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sinngemäss um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Ver-

zicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

Zur Stützung seiner Vorbringen reichte er eine polizeiliche Verfügung vom 

15. Januar 2017 sowie drei Unterstützungsschreiben von Parlamentsmit-

gliedern respektive einem Friedensrichter vom 19. Mai und 17. August 

2016 (ein Schreiben undatiert) zu den Akten.  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 24. April 2017 wies die Instruktionsrichterin 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab und 

setzte dem Beschwerdeführer Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses 

von Fr. 750.–. Am 8. Mai 2015 wurde der Kostenvorschuss fristgerecht ge-

leistet. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Der Beschwer-

deführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

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richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung 

eines Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides qualifizierte das 

SEM die geltend gemachten Verfolgungsvorbringen als den Anforderungen 

von Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigenschaft und von Art. 7 AsylG an die 

Glaubhaftmachung nicht genügend. Er habe die konkrete Situation der gel-

tend gemachten Zwangsrekrutierung durch die LTTE im Jahr 2006 trotz 

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mehrmaliger Nachfragen nur substanzlos schildern können. Seine entspre-

chenden Aussagen seien unpersönlich und auf reine Handlungsabfolgen 

beschränkt geblieben. In gleicher Weise habe er nur wenig konkret und 

undetailliert von der folgenden Aufgabenzuteilung durch die LTTE, seiner 

Tätigkeit als Chauffeur wie auch den dabei empfundenen Gefühlen berich-

tet. Bezeichnenderweise habe er von keinem besonderen Ereignis wäh-

rend seiner Chauffeurfahrten zu erzählen vermocht. Des Weiteren seien 

die Umstände, als es zum Abbruch der besagten Tätigkeiten für die LTTE 

gekommen sei, nicht plausibel. Schliesslich müssten seine Schilderungen 

betreffend die Festnahme am 2. Februar 2014 durch Beamte des CID als 

oberflächlich bezeichnet werden. Auch von den Verhören und Folterungen 

habe er nur unpersönlich und auf Handlungsabfolgen beschränkt zu be-

richten vermocht. Überdies wäre zu erwarten gewesen, dass er den Beam-

ten – entgegen seinen Aussagen an der Anhörung – umgehend sämtliche 

Informationen zu seinen Fahrten hätte offenbaren müssen. Es sei mithin 

wenig plausibel, dass er zuerst aus der Haft entlassen und anschliessend 

zuhause beobachtet worden sei. Ausserdem seien die Umstände seiner 

Flucht zweifelhaft. So habe er nicht nachvollziehbar dargelegt, wie er sein 

Haus trotz Aufsicht unbemerkt habe verlassen können. Zudem sei anzu-

zweifeln, dass sein Onkel innerhalb von fünf Tagen ein Visum für Indien 

beschafft haben soll. Nicht nachvollziehbar sei, wie er am Flughafen in Co-

lombo, der über eine hohe Präsenz an CID-Beamten aufweise, sämtliche 

Kontrollen habe passieren können. Der eingereichte Zeitungsartikel ver-

möge an der Unglaubhaftigkeit der geltend gemachten Verfolgung durch 

den CID nichts zu ändern. 

Die Frage, ob im Falle des Beschwerdeführers aufgrund anderer Risiko-

faktoren konkrete Hinweise auf zukünftig drohende Verfolgungsmassnah-

men in Sri Lanka bestehen, verneinte das SEM ebenfalls. So würden seine 

Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie, sein Alter und die vorliegend dreijäh-

rige Landesabwesenheit gemäss herrschender Praxis nicht ausreichen, 

um eine Bedrohungslage gemäss Art. 3 AsylG zu begründen. Zusätzliche 

Gefährdungsfaktoren seien nicht ersichtlich. 

5.2 In seiner Rechtsmitteleingabe bringt der Beschwerdeführer vor, die ein-

gereichten Beweismittel würden den behördlichen Verdacht hinsichtlich 

seiner Verbindungen zu den LTTE belegen. Gemäss bundesverwaltungs-

gerichtlicher Praxis bestünde somit die Gefahr, dass er bei einer Rückkehr 

in sein Heimatland verhaftet würde. 

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5.3 In der Zwischenverfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 24. Ap-

ril 2017 wurde die mittels summarischer Prüfung festgestellte Aussichtslo-

sigkeit der Beschwerde wie Folgt begründet, 

„dass das SEM nach zutreffender Sachverhaltsfeststellung in seinen Erwä-

gungen mit überzeugender Begründung zur Erkenntnis gelangt sein dürfte, 

die Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen von 

Art. 3 AsylG an die Flüchtlingseigenschaft und Art. 7 AsylG an die Glaub-

haftmachung nicht genügen, weshalb seine Flüchtlingseigenschaft zu ver-

neinen sei und er keinen Anspruch auf Gewährung des Asyls habe, 

dass es ebenso die Anordnung der Wegweisung und deren Vollzug geset-

zes- und praxiskonform erwogen haben dürfte, 

dass auf die vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann und 

diese aufrechtzuhalten sein dürften, 

dass die Beschwerde, wie im Folgenden dargelegt, keine andere Betrach-

tungsweise aufdrängt, 

dass der Beschwerdeführer im Wesentlichen die mit der Rechtsmittelschrift 

eingereichten Beweismittel ins Feld führt,  

dass die Unterstützungsschreiben – obwohl angeblich von unterschiedli-

chen Personen verfasst – teilweise denselben Wortlauft aufweisen, 

dass die in der polizeilichen Verfügung vom 15. Januar 2017 ausdrücklich 

angedrohte Festnahme seiner Mutter und seines Bruders bei Nichterschei-

nen des Beschwerdeführers vor den Behörden bis zum 20. Januar 2017 

unter Berücksichtigung der Akten wenig plausibel erscheint, 

dass überdies nicht ersichtlich ist, wie die Beweismittel nun erhältlich ge-

macht werden konnten und weshalb die Unterstützungsschreiben und die 

polizeiliche Verfügung nicht bereits anlässlich des vorinstanzlichen Verfah-

rens eingereicht wurden, 

dass der Beschwerdeführer noch an der Anhörung verneinte, entspre-

chende Beweismittel beschaffen zu können, 

dass vor dem Hintergrund der relativ einfachen Beschaffenheit sowie be-

kannten Käuflichkeit der betreffenden Dokumente die Beweiskraft der Be-

weismittel als gering zu beurteilen ist, womit sie die vorinstanzlichen Erwä-

gungen nicht in Frage stellen dürften“. 

5.4 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt übereinstimmend mit der Vor-

instanz zur Auffassung, dass die Verfolgungsvorbringen des Beschwerde-

führers den Anforderungen von Art. 7 AsylG an die Glaubhaftmachung 

nicht genügen und zudem keine begründete Furcht vor Verfolgungsmass-

nahmen gemäss Art. 3 AsylG vorliegt. Die umfassenden Erwägungen ver-

mögen weitgehend zu überzeugen, während die Beschwerdeschrift keine 

stichhaltigen Einwände oder Erklärungen beinhaltet. Des Weiteren kann 

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zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zuvor zitierte Würdigung ge-

mäss Zwischenverfügung verwiesen werden. Diese hat auch nach einer 

eingehenden Prüfung der Akten Bestand. Auf die Erörterung weiterer Un-

glaubhaftigkeitselemente – unter anderem bezüglich des mit dem Anhö-

rungsprotokoll inkonsistenten Inhalts der Unterstützungsschreiben – kann 

angesichts des klaren Ergebnisses verzichtet werden. 

5.5 Aufgrund des Gesagten ist festzuhalten, dass das SEM das Bestehen 

einer Verfolgungssituation des Beschwerdeführers beziehungsweise des-

sen Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung des Asyls zu Recht ver-

neint hat. 

6.  

6.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

6.2 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis 

nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

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AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen 

Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-

lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf nie-

mand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Be-

handlung unterworfen werden. 

Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung zutreffend erkannt, 

dass der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung 

mangels Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft keine Anwendung findet und 

keine anderweitigen völkerrechtlichen Vollzugshindernisse erkennbar sind. 

Die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka lässt den Wegwei-

sungsvollzug nicht als unzulässig erscheinen (BVGE 2011/24 E. 10.4). 

Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat wie-

derholt festgestellt, dass nicht generell davon auszugehen sei, Rückkeh-

rern drohe in Sri Lanka eine unmenschliche Behandlung. Eine Risikoein-

schätzung müsse im Einzelfall vorgenommen werden (Urteil des EGMR 

R.J. gegen Frankreich vom 19. September 2013, 10466/11, Ziff. 37). Aus 

den Akten ergeben sich sodann keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass 

der Beschwerdeführer für den Fall der Ausschaffung nach Sri Lanka dort 

mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Massnahmen zu befürchten hätte, die 

über einen sogenannten „Background Check“ (Befragung und Überprüfung 

von Tätigkeiten im In- und Ausland) hinausgehen würden, oder dass er mit 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK 

verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Der Vollzug der 

Wegweisung ist zulässig. 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AuG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

In Sri Lanka herrscht weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. 

Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und den 

LTTE ist im Mai 2009 zu Ende gegangen. Auf eine Beurteilung der Situation 

und der Zumutbarkeit in Bezug auf das Vanni-Gebiet kann hier verzichtet 

werden, wuchs der Beschwerdeführer doch in der Stadt B._______, süd-

lich des Vanni-Gebiets, auf. Es kann davon ausgegangen werden, dass er 

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die Möglichkeit hat, sich erneut in dieser Region niederzulassen. Im Übri-

gen handelt es sich bei ihm um einen relativ jungen, gesunden Mann mit 

Schulbildung und Arbeitserfahrung. Zudem verfügt er über ein familiäres 

Beziehungsnetz (unter anderem Ehefrau), welches ihn bei der Wiederein-

gliederung in seiner Heimat unterstützen kann. Mithin bestehen keine 

Gründe dafür, dass er bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat in eine 

existenzielle Notlage geraten würde. Nach dem Gesagten erweist sich der 

Vollzug der Wegweisung als zumutbar (vgl. auch das Referenzurteil E-

1866/2015 vom 15. Juli 2016).  

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und BVGE 2008/34 

E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeich-

nen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AuG). 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar –  angemessen ist. Es erübrigt sich, weiter auf die Beschwer-

devorbringen und die Beweismittel einzugehen. Die Beschwerde ist abzu-

weisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]). Der am 8. Mai 2015 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 750.– 

ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zu deren Be-

zahlung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Philippe Baumann