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**Case Identifier:** d3450979-43b5-503b-b433-090a7652ddea
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.12.2011 IV 2010/165
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2010-165_2011-12-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2010/165

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.10.2019

Entscheiddatum: 15.12.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2011
Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. 
Dezember 2011, IV 2010/165). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_20/2012.

Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2011

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 15. Dezember 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Fürsprecher Marco Büchel, LL.M., c/o K & B Rechtsanwälte, 

Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9240 Uzwil,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ zog sich am 24. Mai 2005 bei einem Unfall mehrere Hämatome über dem 

Beckenkamm und am Gesäss zu (IV-act. 16-78/84). In der Folge entwickelte sich ein 

grosses Hämatom im Bereich der linken Glutealregion. Zur Hämatomentlastung 

erfolgte eine Inzision (IV-act. 16-75/84). Da sich das Hämatom nachfüllte, musste 

schliesslich eine offene Ausräumung vorgenommen werden (IV-act. 16-68/84). Bei der 

Schlusskontrolle am 7. Juli 2005 bestand nur noch eine leichte Druckdolenz links 

gluteal (IV-act. 16-61/84). Am 12. Oktober 2005 ergab eine kernspintomographische 

Untersuchung der LWS verschiedene Beeinträchtigungen (IV-act. 16-58/84). Da der 

Hausarzt angegeben hatte, der Versicherte klage nur noch über leichte Beschwerden, 

aber optisch sei der Gesässmuskel massiv vergrössert (IV-act. 16-59/84), erfolgte am 

11. November 2005 eine Untersuchung durch den Kreisarzt der SUVA. Dieser stellte 

folgende Diagnosen: Weichteilkontusion gluteal links mit Hämatom, punktiert und 

incidiert, sowie funktionell muskuläre Dysbalance und Verdacht auf 

Iliosakralblockierung links und Degenerationen L4/5 (IV-act. 16-57/84). Eine vom 

ärztlichen Dienst der SUVA vorgenommene psychiatrische Abklärung ergab gemäss 

einem Bericht vom 10. Januar 2006 (IV-act. 16-50/84) einen chronischen Schmerz am 

Bewegungsapparat in Verbindung mit verlaufsbestimmenden psychischen Faktoren, 

Verhaltensfaktoren und Kontextfaktoren (ICD-10 F 54), namentlich: Anpassungsstörung 

mit (vorwiegend existentieller) Angst und Depressivität (ICD-10 F 43.22), Belastung 

durch befürchteten Arbeitsplatzverlust. Der abklärende Psychiater empfahl eine 

stationäre verhaltensmedizinische Rehabilitation. Die Klinik B.___ berichtete am 1. Mai 

2006 (IV-act. 16-42 ff./84), folgende Diagnosen seien erhoben worden: Unklare 

Weichteilschmerzen links paravertebral tieflumbal und gluteal (mit/bei St. n. Kontusion, 

punktiert und offene Hämatomausräumung, fettige Atrophie des M. glutaeus maximus 

links und schmale, max. 4,5 x 3 x 0,5 cm grosse, scharf begrenzte 

Flüssigkeitsansammlung zwischen subkutanem Fettgewebe und M. glutaeus medius 

links, vereinbar mit einem Serom) und Anpassungsstörung mit vorwiegender 

Beeinträchtigung anderer Gefühle (Angst, Sorge, Anspannung bei befürchtetem 

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Arbeitsplatzverlust). Weiter wurde ausgeführt, der Versicherte sei für die bisherige 

Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig, für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit aber mit 

Einschränkungen (selten vorgeneigtes Stehen, Lastenheben nur bis 15 kg) arbeitsfähig 

(IV-act. 16-39/84).

A.b   Am 21. Juni 2006 meldete sich der Versicherte zum Bezug von IV-Leistungen an 

(IV-act. 1). Die C.___ AG gab am 3. Juli 2006 an (IV-act. 10), sie beschäftige den 

Versicherten seit 1998. Der Lohn betrage aktuell Fr. 5'130.-- (x13). Dr. med. D.___, 

Allgemeinmedizin FMH, berichtete der IV-Stelle am 15. August 2006 (IV-act. 16-1 ff./

84), er habe folgende Diagnosen erhoben: Schwere Weichteilquetschung Gesäss links, 

St. n. Hämatomausräumung, posttraumatisches Serom mit massiver 

Gesässvergrösserung, St. n. Kontusion der unteren LWS, schwere posttraumatische 

depressive Störung mit vor allem Anpassungsstörung und vorwiegender 

Beeinträchtigung anderer Gefühle (Angst, Sorge, Anspannung etc.). Der Versicherte sei 

seit dem 24. Mai 2005 (mit einem Unterbruch vom 12. Juli bis 10. Oktober 2005) in 

seiner angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig. Arbeitsversuche seien 

gescheitert, obwohl die Arbeitgeberin dem Versicherten absolut minimalste, körperlich 

nicht belastende Arbeiten angeboten habe. Viele Hilfeleistungen seitens der 

Arbeitgeberin seien ohne Wirkung geblieben. Der Gesundheitszustand sei seit Oktober 

2005 unverändert. Der Versicherte klage über massive psychische Störungen, massive 

Schlafstörungen (trotz der Einnahme entsprechender Medikamente) und dauernde 

Schmerzen vor allem im Gesäss links und zum Teil im Lumbalbereich. Bereits ganz 

oberflächliche Hautberührungen lösten intensivste Schmerzen aus, was organisch gar 

nicht erklärbar sei. Der Versicherte sei normal beweglich und habe ein normales 

Gangbild. Das linke Gesäss sei massiv vergrössert. Rein somatisch betrachtet bestehe 

für leichte Arbeiten eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Die psychische Verfassung bewirke 

momentan aber eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In einem weiteren Bericht vom 15. 

August 2006 (IV-act. 17) wies Dr. D.___ darauf hin, dass die Arbeitsfähigkeit in einer der 

Behinderung angepassten Erwerbstätigkeit noch nicht endgültig beurteilt werden 

könne. Dr. med. E.___, Spezialarzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, teilte der 

IV-Stelle am 31. Januar 2007 mit (IV-act. 26), die bisherigen Abklärungen liessen stark 

den Verdacht aufkommen, dass das Krankheitsbild vorwiegend psychisch bedingt sei. 

Der Versicherte gebe an, er würde gerne leichte Arbeiten verrichten. Deshalb kämen 

Rehabilitationsmassnahmen in einem geschützten Rahmen in Frage. Am 4. April 2007 

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berichtete Dr. E.___ der IV-Stelle (IV-act. 34), es liege eine andauernde 

Persönlichkeitsstörung vor. Der Versicherte sei zu 100% arbeitsunfähig. Der Spalt 

zwischen der Lage des Bewusstseins (deklarierter Genesungs- und Arbeitswille) und 

dem Unterbewusstsein (Scheitern jedes Arbeitsversuchs) sei eindrücklich. Da die 

Depression sekundär sei, hätten Medikamente keine Chance. Auch 

psychotherapeutisch könne dem Versicherten nur beigestanden und dafür gesorgt 

werden, dass es nicht noch schlimmer komme. Der neue Hausarzt Dr. med. F.___, 

FMH für Allgemeinmedizin, führte am 23. April 2007 aus (IV-act. 36-1 ff./79), der 

Versicherte könnte körperlich leichtere Arbeiten (Büroarbeiten, manuelle Arbeiten an 

einem Tisch) an 8,5 Std. täglich ausüben. Gemäss einem früheren Bericht von Dr. F.___ 

an den Kreisarzt vom 26. März 2007 (IV-act. 36-5/79) litt der Versicherte nicht an einer 

posttraumatischen depressiven Reaktion oder an einer Schmerzverarbeitungsstörung. 

Er war vielmehr ein völlig normaler, psychisch ausgeglichener Arbeiter, der keine 

Zeichen einer larvierten Depression zeigte. Nach dem Weglassen der Psychopharmaka 

hatte er sich sogar besser gefühlt.

A.c   Die IV-Stelle gab am 30. August 2007 eine bidisziplinäre rheumatologische und 

psychiatrische Begutachtung in Auftrag (IV-act. 46). Dr. med. G.___, Psychiatrie/

Psychotherapie FMH, von der Klinik H.___ führte in seinem psychiatrischen 

Teilgutachten vom 4. April 2008 (IV-act. 58) aus, der Versicherte leide an einer 

depressiven Episode, derzeit leichter mit Zustand nach mittelschwerer Ausprägung seit 

Oktober 2005. Nach dem Unfall sei es dem Versicherten schon nach wenigen Wochen 

möglich gewesen, wieder zu arbeiten und den Urlaub in Portugal zu verbringen. Erst 

Monate später hätten sich derart starke Schmerzen entwickelt, dass der Versicherte 

nicht mehr an seinen Arbeitsplatz habe zurückkehren können. Es habe sich eine 

schleichende depressive Symptomatik entwickelt, die sich zunächst als 

Anpassungsstörung mit leichten depressiven Symptomen und Ängstlichkeit, später 

dann in einer wahrscheinlich bis zu mittelschweren depressiven Störung gezeigt habe. 

Der Versicherte habe die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung bei Dr. E.___ 

im Juli 2007 wegen der Wirkungslosigkeit gegen die Schmerzen und wegen des 

Gefühls psychischer Gesundheit abgebrochen. Die Kriterien einer somatoformen 

Schmerzstörung, einer posttraumatischen Belastungsstörung oder einer 

Persönlichkeitsstörung seien nicht erfüllt. Der Versicherte sei sowohl für die 

angestammte als auch für jede andere Erwerbstätigkeit zu mindestens 80% 

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arbeitsfähig. Die depressive Symptomatik führe zu einer leichten Einschränkung der 

Motivation und der Ausdauer. Die Willensanstrengung, die nötig sei, um trotz der 

Schmerzen und der körperlichen Beschwerden zu arbeiten, sei dem Versicherten 

zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit in der Vergangenheit sei nur schwer feststellbar. Die von 

Dr. E.___ beschriebene Psychodynamik sei durchaus mit einer stärkeren depressiven 

Episode vereinbar. Dr. med. I.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/

Rheumatologie, vom AEH berichtete in seinem Gutachten vom 28. April 2008 (IV-act. 

59), der Versicherte leide an einem chronischen lumbosakralen und glutealen 

Schmerzsyndrom links (bei St. n. Kontusion mit verzögerter Hämatomdiagnose und 

mehreren Hämatomevakuationen im Bereich des linken Gluteus nach Quetschtrauma 

am 25. Mai 2005 und degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS). Der 

Schwerpunkt dieses Schmerzsyndroms befinde sich im Bereich des linken 

Beckenkamms und des linken Gluteus. Obwohl das Schmerzsyndrom und die 

strukturellen Grundlagen dazu nicht in Frage gestellt und durch ein konsistentes 

Schmerzverhalten gestützt würden, werde es doch durch ein ausgeprägtes 

dysfunktionelles Krankheitsverhalten überlagert. Dieses Verhalten werde durch die 

psychiatrische Co-Morbidität unterhalten. Die Krankheitskonsequenzen seien weniger 

hoch angesiedelt, als sie vom Versicherten empfunden würden. Die Beobachtungen bei 

den Tests im Rahmen der EFL wiesen auf eine deutliche Selbstlimitierung hin. Die 

Belastbarkeit liege mindestens im Bereich einer leichten Arbeit. Eine solche sei dem 

Versicherten ganztags zumutbar. Unter Einbezug des Ergebnisses der psychiatrischen 

Abklärung bestehe also eine Arbeitsfähigkeit von 80%. Dr. med. J.___ vom RAD hielt 

am 6. Juni 2008 fest (IV-act. 64), die Arbeitsfähigkeit von 80% bestehe sicher seit dem 

Zeitpunkt der Begutachtung (9/07), wahrscheinlich schon seit Mitte 2007.

A.d   Am 6. Juni 2008 eröffnete die IV-Stelle ein Verfahren zur beruflichen Eingliederung 

des Versicherten (IV-act. 65). Dr. med. K.___, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen, berichtete am 20. Mai 2009 (IV-act. 84), es bestehe ein 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Diskopathien L3 bis S1. Der Versicherte 

gebe belastungsabhängige Schmerzen lumbal mit Pseudoausstrahlung in den 

posterioren Oberschenkel links an. Dr. E.___ berichtete am 27. Mai 2009 (IV-act. 85), 

der Versicherte leide an einer andauernden Persönlichkeitsänderung. In den letzten 

Monaten habe er eine halbtägige Beschäftigung (initiiert durch das RAV) mit knapper 

Not durchgestanden. Es bestehe also ein positiver Trend, aber vermittlungsfähig sei 

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der Versicherte deswegen noch nicht. Dr. J.___ empfahl am 19. Juni 2009 eine erneute 

Begutachtung (IV-act. 86). Dr. med. L.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 

Chefarzt der Klinik H.___, führte in seinem psychiatrischen Verlaufsgutachten vom 

26. August 2009 aus (IV-act. 91), es bestehe eine leichte depressive Episode mit 

somatischen Symptomen (ICD-10 F 32.01). Die Kriterien einer andauernden 

Persönlichkeitsänderung seien nicht erfüllt. Depressiv bedingt seien die psychische 

Belastbarkeit, die Flexibilität und die Ausdauer leicht reduziert. Dadurch sei die 

Arbeitsfähigkeit um ca. 20% eingeschränkt. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe seit 

Oktober 2005. Eine Zeit lang sei der Versicherte aus psychiatrischer Sicht zu 50% 

arbeitsunfähig gewesen. Ab September 2007 sei von einer unveränderten 20%igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Weder die von Dr. E.___ gestellte Diagnose noch 

dessen Arbeitsfähigkeitsschätzung könnten bestätigt werden. Dr. med. M.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zertifizierter 

medizinischer Gutachter SIM, vom AEH führte im Gutachten vom 31. Oktober 2009 aus 

(IV-act. 93), er habe folgende Diagnosen erhoben: Chronifiziertes Schmerzsyndrom 

lumbosakral und links gluteal, Diskopathien L3 bis S1, Spondylarthrose L4/5 und 

Facettarthrose L5/S1. Er führte weiter aus, bei der aktuellen Untersuchung sei eine seit 

9/07 unverändert bestehende Beschwerdesituation mit Schmerzen im Bereich des 

dorsalen Beckenkamms sowie des linken Gesässmuskels beschrieben worden. 

Klinisch habe eine konstante Entlastungshaltung des linken Gesässes sowohl im Sitzen 

als auch im Stehen/Gehen imponiert. Eine wesentliche neurologische 

Ausfallsymptomatik insbesondere im Sinn von Kraftminderung oder Paresen der 

unteren Extremitäten habe nicht festgestellt werden können. Die Ende 2008 

durchgeführten Bildgebungsverfahren der LWS (MRI, CT) hätten keine frischen 

Frakturzeichen ergeben. Hingegen hätten sie eine ausgeprägte Spondylarthrose L4/5, 

eine rechtsbetonte Facettengelenksarthrose L5/S1 und Diskopathien in den Etagen L3 

bis S1 gezeigt. Trotz intensiver differentialdiagnostischer Abklärungen hätten die 

geklagten Beschwerden den pathomorphologischen Befundkonstellationen nicht 

zugeordnet werden können. Arbeitsrelevant leistungslimitierend seien die links 

lumbalen und glutealen Schmerzangaben und die Schon- und Entlastungshaltung des 

linken Beins. Zusammenfassend habe sich aber kein wesentlich neuer 

Gesundheitszustand seit der Begutachtung vom November 2007 ergeben. Aus rein 

somatischer Sicht seien körperlich leichte bis mittelschwere Arbeiten in 

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Wechselposition mit der Möglichkeit des Stehens, Gehens und Sitzens ganztags 

zumutbar. Unter Einbezug der psychiatrischen Beurteilung bestehe in einer solcherart 

adaptierten Erwerbstätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80%.

A.e   Die IV-Stelle schloss die Arbeitsvermittlung mit einer Mitteilung vom 23. 

November 2009 ab (IV-act. 98). Sie verglich einen der Nominallohnentwicklung bis 

2009 angepassten Lohn "im Steinbruch" von Fr. 69'193.-- mit einem anhand 

statistischer Lohnangaben und einer Arbeitsfähigkeit von 80% ermittelten 

durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn von Fr. 46'138.--. Die Erwerbseinbusse von Fr. 

23'055.-- entsprach einem Invaliditätsgrad von 33% (IV-act. 99). Mit einem 

Vorbescheid vom 12. Januar 2010 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie 

beabsichtige, sein Rentengesuch abzuweisen (IV-act. 102). Der Versicherte liess am 

23. Februar 2010 einwenden, er habe einen Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act. 

107). Es müssten nämlich ein Teilzeitabzug von 8% und ein weiterer Abzug von 5% 

erfolgen. Letzterer sei darin begründet, dass die Arbeit nur unter ständigen Schmerzen 

verrichtet werden könnte. Mit einer Verfügung vom 9. März 2010 wies die IV-Stelle das 

Rentengesuch ab (IV-act. 108). Sie führte zur Begründung aus, der Versicherte könnte 

ganztags mit reduzierter Leistung tätig sein, was die Berücksichtigung eines 

Teilzeitabzugs ausschliesse. Da er auch mittelschwere Arbeiten ausführen könnte, sei 

auch kein weiterer Abzug gerechtfertigt.

B.       

B.a   Der Versicherte liess am 22. Juni 2010 Beschwerde erheben und die Zusprache 

einer halben Invalidenrente beantragen (act. G 1). Begründet wurde dieser Antrag 

damit, dass ein Abzug von 25% vom Tabellenlohn zu machen sei, da der 

Beschwerdeführer ständig Schmerzen habe, praktisch kein Deutsch könne, nur noch 

Tätigkeiten in Wechselposition und ohne Anforderung an die psychische Belastbarkeit, 

Flexibilität und Ausdauer ausüben könne, gegenüber gesunden Konkurrenten für einen 

Arbeitsplatz ein deutlich höheres Krankheitsrisiko aufweise und nur noch zu 80% 

arbeiten könne. Gemäss einem Bundesgerichtsurteil vom 8. Januar 2008 rechtfertige 

auch ein ganztägiger Einsatz mit reduzierter Leistung einen Teilzeitabzug. Bei einem 

Abzug vom Tabellenlohn von 25% resultiere ein Invaliditätsgrad von 50%.

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B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragte am 8. Juni 2010 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Sie machte geltend, den beiden Gutachten sei in bezug auf die 

medizinischen Tatsachenfeststellungen der volle Beweiswert beizumessen. In bezug 

auf die Arbeitsfähigkeit sei jedoch aus rechtlichen Gründen von den Gutachten 

abzuweichen und von einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 100% 

auszugehen, weil die leichte depressive Episode rechtsprechungsgemäss nicht 

invalidisierend sei. Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn sei nicht gerechtfertigt.

B.c   Der Beschwerdeführer liess am 12. Juli 2010 einwenden (act. G 6), er könne trotz 

Aufbietung allen guten Willens nicht zu 100% einer Erwerbstätigkeit nachgehen, denn 

trotz aller Therapien seien die Schmerzen in der linken Gesässmuskulatur immer noch 

vorhanden. Es liege ein mehrjähriger, chronifizierter Verlauf vor. Ausserdem habe sich 

seine langjährige Lebenspartnerin von ihm getrennt, so dass ein sozialer Rückzug in 

allen Belangen des Lebens eingetreten sei.

Erwägungen:

1.      

Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt 

der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen).

1.1    Zum Unfallzeitpunkt war der Beschwerdeführer bereits seit über vierzehn Jahren 

für die C.___ AG tätig. Er erzielte einen guten Lohn und war offenbar ein geschätzter 

Mitarbeiter, wie sich dem Umstand entnehmen lässt, dass die C.___ AG ihm über 

längere Zeit immer wieder ermöglicht hat, Arbeitsversuche zu unternehmen, wobei sie 

ihm jeweils auch eine adaptierte Tätigkeit angeboten hat. Die wahrscheinlichste 

Variante der Entwicklung der hypothetischen Validenkarriere ist deshalb, dass der 

Beschwerdeführer den Arbeitsplatz bei der C.___ AG behalten hätte. Das 

Valideneinkommen bemisst sich somit nach dem Lohn, den der Beschwerdeführer an 

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diesem Arbeitsplatz erzielt hätte. Das Wartejahr wäre im Jahr 2006 erfüllt gewesen. 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin hat der Einkommensvergleich 

deshalb anhand der Einkommenszahlen für das Jahr 2006 zu erfolgen. Die C.___ AG 

hat am 3. Juli 2006 einen Lohn von Fr. 5'136.-- bzw. Fr. 66'768.-- angegeben (vgl. IV-

act. 10). Dieser Betrag ist als Valideneinkommen in den Einkommensvergleich 

einzusetzen.

1.2    Der Beschwerdeführer ist zur bestmöglichen Verwertung der verbliebenen 

Arbeitsfähigkeit auf eine körperlich leichte, wechselbelastende Erwerbstätigkeit 

angewiesen, denn in einer körperlich belastenden Tätigkeit ist er nur noch zu 50% 

arbeitsfähig. Ob die C.___ AG ihm im Rahmen der Arbeitsversuche eine solche Arbeit 

angeboten hat und welchen Lohn er dabei hätte erzielen können, ist nicht bekannt. 

Deshalb steht auch nicht fest, ob der Beschwerdeführer seine verbliebene 

Arbeitsfähigkeit bei einer (adaptierten) Weiterbeschäftigung durch die C.___ AG besser 

als mit einer durchschnittlichen Hilfsarbeit in irgendeiner Branche hätte verwerten 

können. Das lässt sich nicht mehr klären, weil die Wiedereingliederung beim bisherigen 

Arbeitgeber damals nicht zu Ende geführt worden ist und nun nicht mehr mit der 

notwendigen Plausibilität hypothetisch nachvollzogen werden kann. Aus diesem Grund 

bleibt nur die Möglichkeit, das zumutbare Invalideneinkommen anhand eines 

Tabellenlohns zu bestimmen. Da adaptierte Arbeitsplätze in praktisch allen Branchen 

zu finden sind, da der Beschwerdeführer seine Arbeitserfahrung an einem adaptierten 

Arbeitsplatz in einem Steinbruch oder in einem steinverarbeitenden Betrieb wohl kaum 

in einem relevanten Ausmass lohnsteigernd einsetzen könnte und da nicht bekannt ist, 

ob das - hohe – Durchschnittseinkommen in der Branche "Gewinnung von Steinen/

Erden" auch an einem adaptierten Arbeitsplatz erzielt werden könnte, bleibt nichts 

anderes übrig, als das Invalideneinkommen ausgehend vom Durchschnitt der 

Hilfsarbeiterlöhne (Median) aller Branchen zu ermitteln. Gemäss der vom Bundesamt 

für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 2006, Anhang Tabelle TA1, belief 

sich dieser Durchschnittslohn auf Fr. 4'732.--, umgerechnet von 40 auf den 

schweizerischen Durchschnitt von 41,7 Wochenarbeitsstunden auf Fr. 4'933.11 bzw. 

Fr. 59'197.--.

1.3    In beiden Gutachten (vgl. IV- act. 59 und 93) ist davon ausgegangen worden, 

dass die körperliche Beeinträchtigung allein keine Arbeitsunfähigkeit des 

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Beschwerdeführers zur Folge habe, falls dieser einer adaptierten Tätigkeit nachgehe. 

Diese Arbeitsfähigkeitsschätzung ist vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage 

gestellt worden, denn sie ist überwiegend wahrscheinlich richtig. Allerdings fehlt in 

beiden Gutachten eine Arbeitsfähigkeitsschätzung bezogen auf die körperliche 

Gesundheit für die Zeit zwischen der Erfüllung des Wartejahres (1. Oktober 2006) und 

der ersten Begutachtung (30. August 2007). Der Hausarzt hat bereits am 21. April 2007 

(vgl. IV-act. 36) eine vollständig erhaltene Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

angegeben. Die Klinik B.___ ist gestützt auf ihre Erkenntnisse anlässlich des 

stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers im Februar/März 2006 ebenfalls von 

einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen 

(vgl. IV-act. 36-57/79). Damit steht auch für die Zeit vor der ersten Begutachtung mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der 

Beschwerdeführer bezogen nur auf seine körperlichen Beeinträchtigungen in einer 

adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig gewesen ist. In psychiatrischer Hinsicht ist 

in beiden Gutachten (vgl. IV-act. 58 und 91) die Diagnose einer leichten depressiven 

Episode angegeben worden. Der behandelnde Psychiater Dr. E.___ hingegen ist in 

seinen Berichten konsequent von einer schwerwiegenden psychischen Störung (und 

damit von einem hohen Arbeitsunfähigkeitsgrad) ausgegangen (vgl. etwa IV-act. 34). 

Demgegenüber haben bereits Dr. N.___ (vgl. IV-act. 17-19/27) und der Hausarzt (vgl. 

IV-act. 36-1 bis 4/79) die spätere Auffassung der psychiatrischen Sachverständigen 

vorweggenommen. In bezug auf die abweichende Einschätzung von Dr. E.___ ist 

festzuhalten, dass behandelnde Ärzte erfahrungsgemäss dazu neigen, die von ihrem 

Patienten über längere Zeit konsequent geäusserte und demonstrierte Krankheits- und 

Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung zu übernehmen, insbesondere wenn langjährige 

therapeutische Bemühungen erfolglos geblieben sind. Das dürfte auch auf die 

Einschätzung von Dr. E.___ zutreffen, selbst wenn der Beschwerdeführer immer seine 

psychische Gesundheit betont und die geklagten Beschwerden (und damit die 

demonstrierte Arbeitsunfähigkeit) immer mit einer körperlichen Beeinträchtigung erklärt 

hat. Die von den beiden psychiatrischen Sachverständigen gestellte Diagnose erweist 

sich deshalb als überwiegend wahrscheinlich als richtig. Die Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers ist aus psychiatrischer Sicht übereinstimmend auf 20% geschätzt 

worden. Als Ursache dieser Arbeitsunfähigkeit haben die Sachverständigen eine 

Reduktion der psychischen Belastbarkeit, der Flexibilität und der Ausdauer angegeben. 

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Diese Nachteile dürften sich konkret in einem erheblichen zusätzlichen Pausenbedarf 

niederschlagen. Ob sie tatsächlich durch eine zumutbare Willensanstrengung 

überwunden werden können, wie die Beschwerdegegnerin nachträglich behauptet hat, 

ist zu bezweifeln, denn anders als die im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung 

subjektiv empfundenen Schmerzen können Einschränkungen wie etwa die Reduktion 

der Ausdauer nicht einfach stoisch ignoriert und damit aus der Welt geschafft werden. 

Dies würde nämlich im Ergebnis auf eine teilweise Selbstheilung durch 

Willensanstrengung hinauslaufen. Die beiden psychiatrischen Sachverständigen haben 

deshalb durchaus im Wissen um die zur Arbeitsfähigkeitsdefinition gehörende 

Komponente der zumutbaren Willensanstrengung eine Arbeitsunfähigkeit von 20% 

angenommen. Im übrigen hat das Bundesgericht unter vergleichbaren Umständen eine 

aus einer leichten Depression resultierende Arbeitsunfähigkeit von 20% bestätigt (vgl. 

das Bundesgerichtsurteil vom 8. Juli 2011, 8C_126/11). Bei einem Arbeits- bzw. 

Beschäftigungsgrad von 80% könnte mit einer durchschnittlichen Hilfsarbeit ein Lohn 

von Fr. 47'358.-- erzielt werden. Der Beschwerdeführer hat zu Recht unter Verweis auf 

das Bundesgerichtsurteil vom 8. Januar 2008 (9C_603/07) festgehalten, dass auch eine 

ganztägige Arbeit mit reduzierter Leistung einen Teilzeitnachteil bewirke. Das lässt sich 

zwar, wie im übrigen der Abzug von maximal 25% vom Tabellenlohn generell, nicht 

gestützt auf die Lohnstrukturerhebung belegen. Aus ökonomischer/

betriebswirtschaftlicher Sicht ist aber ohne weiteres zu erkennen, dass jene Faktoren, 

die bei "echter" Teilzeitarbeit zu einer unterdurchschnittlichen Entlöhnung führen, auch 

bei der "unechten" Teilzeitarbeit (Vollzeit mit reduziertem Rendement) am Werk sind, ja 

sich teilweise sogar noch stärker bemerkbar machen. Deshalb ist ein entsprechender 

Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt. Der Beschwerdeführer verfügt, wie die 

psychiatrische Abklärung vom 21. August 2009 (vgl. IV-act. 91-4/8) gezeigt hat, über 

für den Arbeitsalltag ausreichende Deutschkenntnisse. Den Dienstaltersverlust durch 

den Wechsel an einen neuen Arbeitsplatz könnte er durch seine bereits früher gezeigte 

gute Arbeitsleistung bald kompensieren. Als Nachteile kommen deshalb nur die 

fehlende Flexibilität in bezug auf die tägliche Arbeitszeit (zusätzlicher Pausenbedarf, 

keine Überstunden) und in bezug auf den Arbeitsplatz (Einsatz nur am adaptierten 

Arbeitsplatz), die Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen und ein Bedarf 

nach Rücksichtnahme seitens der Arbeitskollegen und der Vorgesetzten in Frage. 

Diesen Nachteilen zusammen mit dem "Teilzeitnachteil" ist praxisgemäss durch einen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

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zusätzlichen Abzug von 15% ausreichend Rechnung getragen. Damit ergibt sich ein 

zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 40'254.--. Bei einem Valideneinkommen von 

Fr. 66'768.-- resultiert also eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 

26'514.--. Diese entspricht einem Invaliditätsgrad von 39,71% bzw. aufgerundet von 

40%. Der Beschwerdeführer hat deshalb einen Anspruch auf eine Viertelsrente. 

Gemäss der anwendbaren intertemporalrechtlichen Regelung (vgl. die IV-

Rundschreiben Nr. 253 und Nr. 300 des Bundesamtes für Sozialversicherungen sowie 

die dort genannten Bundesgerichtsurteile) bleibt auf Sachverhalte wie den vorliegenden 

die an sich ausser Kraft gesetzte Bestimmung der Art. 29 Abs. 1 lit. b und 48 Abs. 2 

IVG weiter anwendbar. Der Beschwerdeführer ist am 24. Mai 2005 verunfallt. Das 

sogenannte Wartejahr ist also am 24. Mai 2006 erfüllt gewesen. Der Anspruch auf eine 

Viertelsrente ist demnach am 1. Mai 2006 entstanden. Da die Anmeldung zum 

Leistungsbezug bereits am 21. Juni 2006 erfolgt ist, besteht ein 

Nachzahlungsanspruch ab Anspruchsentstehung, d.h. ab 1. Mai 2006.

1.4    Dr. G.___ hat in seinem psychiatrischen Gutachten (vgl. IV-act. 58) ausgeführt, in 

der Zeit nach dem Unfall hätten sich so starke Schmerzen entwickelt, dass der 

Beschwerdeführer nicht mehr an seinen Arbeitsplatz im Steinbruch habe zurückkehren 

können. Es sei zu einer schleichenden depressiven Symptomatik gekommen, die sich 

zunächst in einer Anpassungsstörung mit leichten depressiven Symptomen und 

Ängstlichkeit und später dann in der Symptomatik einer wahrscheinlich bis zu 

mittelschweren depressiven Störung gezeigt habe. Zunächst sei eine Behandlung mit 

verschiedenen Antidepressiva erfolgt. Erst ab November 2006 habe Dr. E.___ den 

Beschwerdeführer für eine kurze Zeit psychotherapeutisch-psychiatrisch behandelt. 

Diese Einschätzung der Krankheitsentwicklung und damit der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in der Zeit vor der ersten psychiatrischen Begutachtung beruht 

ausschliesslich auf einer Interpretation der von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung 

gestellten medizinischen Akten. Dazu gehören der Bericht des damaligen Hausarztes 

Dr. D.___ an die Beschwerdegegnerin vom 15. August 2006 (vgl. IV-act. 16-1 ff./84), in 

dem u.a. die Diagnose einer schweren posttraumatischen Störung gestellt und gestützt 

darauf eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jedwelche Tätigkeit angegeben worden 

ist, der Bericht von Dr. E.___ vom 31. Januar 2007 (vgl. IV-act. 26), in dem sinngemäss 

von einer psychisch bedingten vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen worden 

ist, die Berichte des neuen Hausarztes Dr. F.___ an den Kreisarzt vom 26. März 2007 

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(vgl. IV-act. 36-5/79) und an die Beschwerdegegnerin vom 21. April 2007 (vgl. IV-act. 

36-1 ff./79), in denen sinngemäss festgehalten worden ist, dass der Beschwerdeführer 

in seiner psychischen Gesundheit nicht beeinträchtigt sei, und schliesslich der Bericht 

von Dr. E.___ vom 4. April 2007 (vgl. IV-act. 34), in dem wieder eine psychisch 

bedingte, vollständige Arbeitsunfähigkeit für jedwelche Tätigkeit bestätigt worden ist. 

Die aufgelisteten Angaben zu den psychiatrischen Diagnosen und zu deren 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind widersprüchlich, 

was sich besonders deutlich bei einem Vergleich zwischen den praktisch gleichzeitig 

abgegebenen Einschätzungen von Dr. F.___ und Dr. E.___ zeigt. Bei dieser Aktenlage 

ist es entgegen der Auffassung von Dr. G.___ nicht wahrscheinlich, sondern nur 

möglich, dass der Beschwerdeführer vor der ersten psychiatrischen Begutachtung 

stark in seiner psychischen Gesundheit beeinträchtigt und deshalb zu deutlich mehr als 

20% arbeitsunfähig gewesen sein könnte. Demnach kann auch die Auffassung von Dr. 

L.___, es sei für die Zeit vor der ersten psychiatrischen Begutachtung von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50% auszugehen (vgl. IV-act. 91), nicht überwiegend 

wahrscheinlich richtig sein. Von weiteren Abklärungen ist kein näherer Aufschluss über 

die Entwicklung der psychischen Gesundheit und damit der Arbeitsfähigkeit in der Zeit 

zwischen dem Ablauf des Wartejahrs und der Begutachtung durch Dr. G.___ zu 

erwarten, da es sich dabei notwendigerweise um eine aktenmässige Beurteilung 

handeln müsste und da nicht damit zu rechnen wäre, dass weitere relevante 

Arztberichte auftauchen würden. Der Beschwerdeführer ist nämlich nur von jenen 

Ärzten behandelt worden, die in den in den Akten liegenden Berichten bereits ihre 

Auffassung dargelegt haben. Insbesondere hat sich der Beschwerdeführer nie bei 

einem anderen Psychiater/Psychotherapeuten als Dr. E.___ behandeln lassen. Steht 

der massgebende Sachverhalt gestützt auf die Aktenlage nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit fest und ist von weiteren Abklärungen kein näherer Aufschluss mehr 

zu erwarten, so kommt die materielle Beweislastverteilung zum Zug, die der eine 

Leistung beanspruchenden versicherten Person den Nachteil der Beweislosigkeit 

zuweist. Da der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers in der Zeit bis zur ersten 

psychiatrischen Begutachtung nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit ermittelt werden kann, ist auch für diesen Zeitraum 

von einem Invaliditätsgrad von lediglich 40% auszugehen.

2.      

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer ab Mai 2006 einen

Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Die Beschwerde ist dementsprechend 

gutzuheissen. Die Sache ist zur Ermittlung des Rentenbetrages an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Der obsiegende Beschwerdeführer hat einen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g Satz 1 ATSG). Diese bemisst sich 

nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 

lit. g Satz 2 ATSG). Unter Berücksichtigung dieser Kriterien erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 3500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als 

angemessen. Das Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist kostenpflichtig. Die Höhe der 

Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1  IVG). Da der 

Aufwand als durchschnittlich zu werten ist, erweist sich eine Gerichtsgebühr von Fr. 

600.-- als angemessen. Diese Gebühr ist durch die unterliegende Beschwerdegegnerin 

zu bezahlen. Der vom Beschwerdeführer in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss 

ist zurückzuerstatten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass dem Beschwerdeführer 

mit Wirkung ab 1. Mai 2006 eine Viertelsrente zugesprochen wird; die Sache wird zur 

Verfügung über den Rentenbetrag an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; der 

in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

 

 

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2011
	Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung mittels Einkommensvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Dezember 2011, IV 2010/165). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012.

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		2025-07-19T12:03:18+0200
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