# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d230a620-6392-5179-a131-b9cd3462f497
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.04.2016 200 2015 1097
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1097_2016-04-18.pdf

## Full Text

200 15 1097 IV
KNB/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. April 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 12. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. April 2016, IV/15/1097, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 11. Februar 2004 unter Hinweis auf einen 
Bandscheibenvorfall erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV [AB] 2). Die IV-Stelle (nach-
folgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin) nahm medizinische und erwerbli-
che Abklärungen vor. Insbesondere erstellte sie einen Abklärungsbericht 
für Selbständigerwerbende (AB 19). Mit unangefochten gebliebener Verfü-
gung vom 3. März 2005 (AB 21) verneinte sie den Anspruch auf eine IV-
Rente. 

B.

Am 15. August 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine 
Diskushernie und Arthritis erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 
23). Die IVB tätigte wiederum medizinische und erwerbliche Abklärungen. 
Mit Mitteilung vom 12. März 2015 (AB 55) verneinte sie den Anspruch des 
Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen. Nachdem sie beim Regio-
nalen Ärztlichen Dienst (RAD) ärztliche Berichte eingeholt (AB 51; 58) und 
einen Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende erstellt hatte (AB 61), 
stellte sie mit Vorbescheid vom 26. August 2015 (AB 62) die Ablehnung 
des Rentenbegehrens in Aussicht. Damit zeigte sich der Versicherte nicht 
einverstanden (AB 65 S. 1), woraufhin die IVB eine Stellungnahme beim 
RAD (AB 67) und eine Stellungnahme des Bereichs Abklärungen (AB 69) 
einholte. Mit Verfügung vom 12. November 2015 (AB 70) verneinte sie den 
Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem ermittelten IV-Grad von 0%. 

 

C.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 9. Dezember 2015 Be-
schwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. April 2016, IV/15/1097, Seite 3

Verfügung und eine Umschulung bzw. Unterstützung durch die Beschwer-
degegnerin. 

Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 wies der Instruktionsrichter den Be-
schwerdeführer darauf hin, dass einzig das Dispositiv der Verfügung lau-
tend auf „kein Rentenanspruch“ anfechtbar sei und gab ihm Gelegenheit 
mitzuteilen, ob er die entsprechende Überprüfung beantrage, was einziges 
Prozessthema bilde. Am 10. Februar 2016 teilte der Beschwerdeführer mit 
(Eingabe vom 4. Februar 2016, in den Gerichtsakten), dass er auf eine 
Umschulung verzichte und die Eintragung von „50% Invalidengrad als ...“ in 
die Verfügung und eine „minimal Rente die nächsten zwei/drei Jahre“ bean-
trage.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. März 2016 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.  

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 12. November 2015 
(AB 70). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine IV-Rente. 

Soweit der Beschwerdeführer die Eintragung von „50% Invalidengrad als 
...“ in die Verfügung verlangt, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten 
werden, weil nicht die Begründung einer Verfügung, sondern lediglich das 
Dispositiv angefochten werden kann (vgl. Schreiben des Instruktionsrich-
ters an den Beschwerdeführer vom 4. Januar 2016). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 

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teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 
87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vor-

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zugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. 
Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem 
Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 E. 
3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 15. August 2014 (AB 23) eingetreten ist. Folglich 
ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Zu prüfen ist, ob zwischen der rentenabweisenden Verfü-
gung vom 3. März 2005 (AB 21) und der hier angefochtenen Verfügung 
vom 12. November 2015 (AB 70) eine wesentliche Veränderung der erheb-
lichen Tatsachen eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad bzw. den 
Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor). 

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 3. März 
2005 (AB 21) massgeblich auf den Arztbericht von Dr. med. B.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 10. März 2004 (AB 15 
S. 1 ff.). Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er ein 
Cervicalsyndrom bei einem Status nach einer Diskushernienoperation 
2002. Der Beschwerdeführer sei am 12. Juli 2002 auf einer Treppe gestol-
pert und habe seither unter zunehmender Cervicobrachialgie gelitten, wes-
halb schliesslich die Operation vorgenommen worden sei. Seither persis-
tierten cervicale Schmerzen vor allem nach Belastungen, was das Heben 

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von schweren Lasten unmöglich mache (S. 2 f.). Zur Arbeitsfähigkeit führte 
der Arzt aus, die bisherige Tätigkeit sei bei einer normalen Stundenzahl 
zumutbar, jedoch bestehe eine um 40% verminderte Leistungsfähigkeit 
(S. 3). 

3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 12. November 2015 
(AB 70) liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde:

3.3.1 Im zuhanden der Krankentaggeldversicherung erstellten Bericht des 
Spitals C.________ vom 28. November 2013 (AB 29.2 S. 6 f.; 29.1 S. 7) 
diagnostizierten die Ärzte eine Seronegative Spondylarthropathie. Zum 
Befund führten die Ärzte aus, sonographisch wie auch klinisch liessen sich 
die Arthritiden bestätigen, dies nach wiederholter Punktion des Knies und 
der Handgelenke mit Punktion des entzündlichen Ergusses. Der Be-
schwerdeführer sei in seiner Arbeit als ... stark eingeschränkt, aktuell sei 
eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50% möglich. Mit einer Arbeit, welche für 
die Hände und den Bewegungsapparat keine Anstrengung darstellte, wäre 
eine erhöhte Arbeitsfähigkeit zu erwarten. 

3.3.2 Im Arztbericht vom 13. November 2014 (AB 47) diagnostizierte Dr. 
med. D.________, des Spitals C.________, mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit ein Vaskulo-Behcet mit polyarthralgischen Beschwerden, 
differentialdiagnostisch eine reaktive Arthritis, bestehend seit September 
2014. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte sie eine 
Hypothyreose, anamnestisch eine hypertrophe Kardiomyopathie. Zum Be-
fund führte sie aus, es liege eine Kniegelenksarthritis mit Erguss vor, die 
punktiert worden sei. Bei einem Status nach Gastroenteritis werde die Ver-
dachtsdiagnose reaktive Arthritis gestellt, im September 2014 sei wegen 
einer Thrombose der Vena saphena magna die Diagnose eines Vaskulo-
Behcet gestellt worden. Die immunsupressive Therapie mit Remicade und 
Methotrexat sollte weitergeführt werden. Zur Arbeitsfähigkeit führte die Ärz-
tin aus, der Beschwerdeführer sei selbständig im .... Die Arbeitsunfähigkeit 
liege bei 50%-80% (S. 3). Diese sollte in Raten reduziert werden, da sie 
keine floride Arthritis sähen. Das Hauptproblem für die betreffende Arbeit 
seien die Schmerzen in den Gelenken, deshalb müsse das noch abgeklärt 
werden zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Momentan könne der Be-
schwerdeführer 50% arbeiten (S. 4). 

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3.3.3 Im zuhanden der Krankentaggeldversicherung erstellten Bericht des 
Spitals C.________ vom 13. November 2014 (AB 48.2 S. 1 f.; 29.1 S. 7) 
führten Dr. med. E.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine 
Innere Medizin FMH und Dr. med. D.________ aus, der Beschwerdeführer 
komme regelmässig auf die Tagesklinik zur Remicade-Gabe wegen eines 
gesicherten Vaskulo-Behcet. Die Arbeitsunfähigkeit liege im Moment evtl. 
bei 50%-80% und könne im Verlauf evtl. gesteigert werden. Für leichte Ar-
beit liege die Arbeitsfähigkeit bei 100%. 

3.3.4 Im Bericht vom 17. Februar 2015 (AB 51) führte der RAD-Arzt aus, 
beim Beschwerdeführer könnten die 2013 aufgetretenen Polyarthritiden 
sicher im Rahmen einer entzündlich-rheumatologischen Systemerkrankung 
beurteilt werden, dies auch bei festgestellter hoher Entzündungsaktivität im 
Gelenkserguss. Die vom Spital C.________ gestellte und wie beschrieben 
gesicherte Diagnose eines Vaskulo-Behcet nach dem Auftreten von multio-
kulären thrombotischen Manifestationen könne grundsätzlich vorerst über-
nommen werden, obwohl weitere einen Morbus-Behcet definierende Krite-
rien wie orale oder herpetiforme Ulcerationen sowie ein positiver Pathergie-
Test nicht festgestellt worden seien. Die initiale Diagnose einer reaktiven 
Arthritis sollte zumindest vorerst differentialdiagnostisch weiter bestehen, 
bei Auftreten der Gonarthritis nach einem gastrointestinalen Infekt mögli-
cherweise einer Campylobacterenteritis (S. 4). Für die versicherungsmedi-
zinische Beurteilung sei aber die diagnostische Entscheidung für einen 
Vaskulo-Behcet oder eine reaktive Arthritis weniger relevant. Mit den fest-
gestellten Arthritiden sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erklärbar. 
Bei behandelten Arthritiden sei eine kontinuierliche Steigerung der Arbeits-
fähigkeit zumutbar (S. 5). 

3.3.5 Im Bericht vom 22. September 2015 (AB 65 S. 3 f.) diagnostizierte 
PD Dr. med. F.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine In-
nere Medizin FMH, eine Seronegative Spondyloarthritis, HLA-B27 positiv, 
eine Spondylolyse mit Anterolisthesis L5/S1 Grad I nach Meyerding, Schul-
terschmerzen links, eine Gonarthrose rechts, Schmerzen in der Leisten-
/Hüftgegend, eine psychosoziale Problematik bei Langzeit-
Arbeitsunfähigkeit als selbständiger ..., eine Hypothyreose sowie eine hy-
pertrophe Kardiomyopathie. Der Facharzt führte aus, nach wie vor dominie-

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re die klar mechanisch ausgeprägte Symptomatik, mit fortgeschrittener 
Arthrose im rechten Kniegelenk. Das Kniegelenkspunktat vom Juni zeige 
lediglich eine Zellzahl von 100, was das mechanische Geschehen unter-
streiche. Neu dazugekommen sei eine in Abheilung begriffene Endglied-
fraktur der Kleinzehe rechts. Die Spondarthritis sei nicht aktiv. Die Ein-
schränkungen aufgrund der hochgradigen, degenerativen Veränderungen 
(Knie, Rücken und Schulter) in der angestammten Tätigkeit als selbständi-
ger ... seien nachhaltig hochgradig zumindest 50%. Der Beschwerdeführer 
habe bereits seit einigen Jahren sein Arbeitspensum in seinem Geschäft 
selbst reduziert und entsprechend in den letzten Jahren deutlich tiefere 
Umsätze erzielt als vor seiner Erkrankung. Entsprechend sei das korrekte 
Referenzeinkommen, worauf Bezug genommen werden müsste, bereits 
einige Jahre zurück. Die medizinischen Einschränkungen seien seit min-
destens drei bis vier Jahren vorhanden und hätten sich entsprechend auf 
die erzielten Umsätze ausgewirkt. 

3.3.6 In der Stellungnahme vom 21. Oktober 2015 (AB 67) führte der 
RAD-Arzt mit Verweis auf den Bericht von PD Dr. med. F.________ vom 
22. September 2015 (AB 65; vgl. E. 3.3.5 hiervor) aus, es bestehe aktuell 
keine aktive Symptomatik der Spondylarthropathie mehr, trotz Absetzen 
von Remicade seit März 2015. Dieser Verlauf spreche für das Vorliegen 
einer reaktiven Spondylarthropathie nach Gastroenteritis, die jetzt auslaufe. 
Umso mehr seien aktuell, gemäss PD Dr. med. F.________, die mechani-
schen Probleme im Vordergrund: Gonarthrose rechts, Impingement der 
linken Schulter, Rückenbeschwerden bei Spondylolyse und Anterolisthesis 
L5/S1. Weiter führte der RAD-Arzt aus, die vorhandenen und verbleiben-
den Einschränkungen vorwiegend mechanischer Art würden bleiben, auch 
wenn allenfalls noch ein Gelenksersatz am rechten Knie stattfinden sollte. 
In der angestammten Tätigkeit als ... sei der Beschwerdeführer deshalb 
sicher zu mehr als 20% eingeschränkt, vermutlich liege die Einschränkung 
bei 50%. Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei seit November 2014 zu 
100% zumutbar. Es sollte eine körperlich leichte Tätigkeit sein, mit Gewich-
ten nicht über 10 kg, ohne Überkopfarbeiten, mit möglichst wenigen 
Zwangspositionen und mit Wechselbelastung. Das Besteigen von Leitern, 
Gerüsten und Treppen sollte auf ein Minimum beschränkt sein. Bei gut an-
gepasster Tätigkeit sei keine Leistungseinschränkung anzunehmen (S. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. April 2016, IV/15/1097, Seite 10

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

3.5 Bezüglich der Frage, ob seit der rentenabweisenden Verfügung vom 
3. März 2005 (AB 21) aus medizinischer Sicht eine hinsichtlich des Ren-
tenanspruchs relevante Veränderung eingetreten ist (vgl. E. 2.5 hiervor), ist 
festzuhalten, dass im Jahr 2005 das Cervicalsyndrom bei einem Status 
nach einer Diskushernienoperation Grundlage der Rentenprüfung gebildet 
hat (vgl. E. 3.2 hiervor), wobei der Beschwerdeführer seit 2013 unter einer 
(reaktiven) Spondylarthropathie und unter degenerativen Veränderungen 
im Knie, Rücken und Schulter leidet (vgl. E. 3.3.1 f. hiervor). Dies stellt eine 
massgebliche Veränderung dar, die zur umfassenden materiellen Prüfung 
des Rentenanspruchs führt.

3.6 Vorliegend geht aus dem Bericht von Dr. med. D.________ zuhan-
den der Beschwerdegegnerin vom 13. November 2014 (AB 47 S. 4) klar 
und schlüssig hervor, dass der Beschwerdeführer – bei nicht florider Arthri-
tis – in seiner angestammten Tätigkeit als ... zu 50% arbeitsunfähig ist. 

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Dies wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht bestritten. Im Bericht 
gegenüber der Krankentaggeldversicherung, ebenfalls datierend vom 
13. November 2014 (AB 48.2), haben Dr. med. D.________ und Dr. med. 
E.________ ausserdem nachvollziehbar ausgeführt, dass die Arbeitsfähig-
keit in einer angepassten leichten Tätigkeit 100% beträgt (AB 48.2 S. 1). 
Diese Beurteilung findet Rückhalt in der Stellungnahme des RAD vom 21. 
Oktober 2015 (AB 67 S. 3). Auch der RAD-Arzt geht davon aus, dass in 
einer dem Leiden angepassten Tätigkeit seit November 2014 eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit besteht. Er konkretisiert das Zumutbarkeitsprofil sodann 
überzeugend dahingehend, dass es eine körperlich leichte Tätigkeit sein 
sollte, mit Gewichten nicht über 10 kg, ohne Überkopfarbeiten, mit mög-
lichst wenig Zwangspositionen und mit Wechselbelastung. Das Besteigen 
von Leitern, Gerüsten und Treppen sollte auf ein Minimum beschränkt sein. 
Bei gut angepasster Tätigkeit ist gemäss dem RAD-Arzt keine Leistungs-
einschränkung anzunehmen. Darauf ist abzustellen. 

Aus dem im Vorbescheidverfahren vom Beschwerdeführer eingereichten 
Arztbericht von PD Dr. med. F.________ vom 22. September 2015 (AB 65 
S. 3 f.) geht nichts anderes hervor. Gemäss den nachvollziehbaren Aus-
führungen des Rheumatologen dominiert die mechanisch geprägte Sym-
ptomatik, wobei aktuell keine aktive Symptomatik der Spondarthritis mehr 
besteht. Vor diesem Hintergrund geht auch er davon aus, dass eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit besteht. Zur Ar-
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äussert er sich nicht. Der Be-
schwerdeführer kann aus diesem Arztbericht deshalb nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Auch in den übrigen medizinischen Akten finden sich 
keine fachärztlichen Aussagen, wonach dem Beschwerdeführer eine volle 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht zumutbar wäre. 

Nach dem Dargelegten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer an-
gepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig ist und dabei keine Leistungsein-
schränkung besteht. 

4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 

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nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 
593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass 
gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbei-
tertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 
E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.3

4.3.1 Die Beiträge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten 
des Einkommens aus unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätig-

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keit festgesetzt (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung vom 20. Dezember 1946 [AHVG; SR 831.10]). 
Zum Erwerbseinkommen gehört – vorbehältlich der Ausnahmen gemäss 
Abs. 2 – das im In- und Ausland erzielte Bar- oder Naturaleinkommen aus 
einer Tätigkeit einschliesslich der Nebenbezüge (Art. 6 Abs. 1 der Verord-
nung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung vom 31. Oktober 
1947 [AHVV; SR 831.101]). 

4.3.2 Nicht unter den Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sin-
ne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung 
des eigenen Vermögens. Der daraus resultierende reine Kapitalertrag un-
terliegt folglich nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt für Gewinne aus priva-
tem Vermögen, welche in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gele-
genheit erzielt worden sind. Dagegen sind Kapitalgewinne aus der Veräus-
serung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie 
Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen 
(Einzel-)Betrieben, Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit, wenn 
und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE 141 V 234 E. 
4.2 S. 238).

4.3.3 Angesichts der in Art. 25 Abs. 1 IVV vorgesehenen Gleichstellung 
der invalidenversicherungsrechtlich massgebenden hypothetischen Ver-
gleichseinkommen mit den AHV-rechtlich beitragspflichtigen Erwerbsein-
kommen kann das Valideneinkommen von Selbstständigerwerbenden zu-
meist auf Grund der Einträge im Individuellen Konto bestimmt werden. 
Weist das bis zum Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und 
verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, 
ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durch-
schnittsverdienst abzustellen (SVR 2014 UV Nr. 1 S. 2 E. 4.2, 2010 IV Nr. 
26 S. 80 E. 3.3).

4.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter 
Berücksichtigung des Wartejahres und der (Neu-)Anmeldung im August 

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2014 (AB 23) ist der frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf Februar 2015 festzusetzen. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durchzuführen. 

4.5 Bei der Invaliditätsbemessung hat die Beschwerdegegnerin im Ab-
klärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 18. August 2015 (AB 61 
S. 8) das Valideneinkommen auf der Grundlage der für die Beitragserhe-
bung aufgrund der Geschäftsabschlüsse und gemäss Auszug aus dem 
individuellen Konto massgebenden Einkommen der Jahre 2009 bis 2012 
(AB 35 S. 2) bemessen und addierte die persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge, 
entsprechend einem Betrag von Fr. 43‘592.--. Für die Bemessung des In-
valideneinkommens ist sie vom oben genannten Zumutbarkeitsprofil (vgl. 
E. 3.6 hiervor) ausgegangen und hat das Invalideneinkommen anhand der 
LSE 2012, Tabelle TA 1, Totalwert, Kompetenzniveau 1, Männer und Inde-
xierung auf das Jahr 2015 ermittelt sowie hiervon einen behinderungsbe-
dingten Abzug vom Tabellenlohn im Umfang von 10% vorgenommen. Dies 
ergab einen Betrag von Fr. 59‘964.--. 

Der Beschwerdeführer beanstandet diese Berechnungen der Beschwerde-
gegnerin und bringt insbesondere vor, neben dem ... seien diverse Gelder 
aus dem Sparbereich, Aktienverkauf und Darlehen des Vaters in seinen 
Lebensunterhalt eingeflossen. Zudem sei es unmöglich, in kurzer Zeit eine 
Umnutzung, Vermietung oder einen Verkauf der Liegenschaft ... zu tätigen, 
er müsse den Betrieb weiterführen (Eingabe vom 4. Februar 2016, in den 
Gerichtsakten). 

4.6 Vorliegend ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung seine selbstständige Erwerbstätigkeit in 
der bisherigen Art bzw. in einem 100%-Pensum weitergeführt hätte. 

Der Abklärungsbericht für Selbständigerwerbende vom 18. August 2015 
(AB 61) wurde von einer qualifizierten Person verfasst, die Kenntnis der 
sich aus der medizinischen Diagnose ergebenden Beeinträchtigungen und 
Behinderungen hatte. Die Abklärungsperson hat den Beschwerdeführer vor 
Ort in seinem Unternehmen besucht und sich sorgfältig mit den Betriebs- 
und den Einkommensverhältnissen gemäss Buchhaltung auseinanderge-
setzt. Die Ausführungen zur Berechnung des Valideneinkommens – insbe-

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sondere weshalb auf die Betriebsjahre 2009 bis 2012 abgestellt wird – 
werden nachvollziehbar begründet und berechnet (AB 61 S. 6 ff; AB 69 
S. 2) und bedürfen keiner Ergänzung. Das Valideneinkommen beträgt nach 
dem Dargelegten Fr. 43‘592.--. 

Die Vorbringen des Beschwerdeführers ändern daran nichts. Namentlich 
sind Einnahmen aus dem Sparbereich, Aktienverkauf und Darlehen des 
Vaters nicht zum Valideneinkommen zu zählen (vgl. E. 4.3 hiervor). 

4.7 Der Beschwerdeführer ist in einer angepassten, leichten Tätigkeit zu 
100% arbeitsfähig (vgl. E. 3.5 hiervor). Im Rahmen seiner Schadenminde-
rungsplicht ist es dem Beschwerdeführer unter Berücksichtigung der ihm 
noch verbleibenden Aktivitätsdauer von mehr als 12 Jahren zuzumuten, 
eine angepasste Arbeitnehmer-Tätigkeit aufzunehmen (BGE 140 V 267 E. 
5.2.1 S. 274). Weil er keine Verweisungstätigkeit im zumutbaren Rahmen 
aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellen-
löhne zu ermitteln (vgl. E. 4.2 hiervor). Dabei hat sich die Beschwerdegeg-
nerin zu Recht auf die LSE 2012, Tabelle TA1, Totalwert, Kompetenzni-
veau 1, Männer gestützt. Das massgebliche Einkommen beträgt dabei 
Fr. 5‘210.--. Ferner sind die Teuerung und die reale Einkommensentwick-
lung zu berücksichtigen, wobei auf den Nominallohnindex gemäss der ent-
sprechenden Erhebung des BFS (vorliegend Tabelle T1.1.10 Nominal-
lohnindex, Männer, 2011-2014, Total) abzustellen ist. Für das Jahr 2015 
liegen die Zahlen noch nicht vor. Indessen rechtfertigt es sich, auf einen 
Durchschnittswert der ersten drei Quartale abzustellen und für das Jahr 
2015 demnach eine Veränderung des Nominallohnes im Vergleich zum 
Vorjahr von (gerundet) 0.6% ([0.8 + 0.6 + 0.5] / 3 [vgl. BFS, Quartalschät-
zung der Nominallohnentwicklung]) anzunehmen. Unter Umrechnung auf 
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden und der sta-
tistischen Lohnerhöhungen resultiert per 2015 ein jährliches Invalidenein-
kommen von Fr. 66‘555.40 (Fr. 5‘210.-- x 12 / 40 x 41.7 + 0.8% [2013] + 
0.7% [2014] + 0.6% [2015]). Unter Berücksichtigung eines innerhalb des 
Ermessensbereichs der Beschwerdegegnerin liegenden LSE-Abzugs von 
10% ergibt dies ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘899.80. 

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4.8 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 43‘592.-- und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 59‘899.80 resultiert ein IV-Grad von 0%. Es besteht 
folglich kein Anspruch auf eine IV-Rente.

4.9 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung nicht zu 
beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

4.10 Abschliessend ist darauf zu verweisen, dass sich der Beschwerde-
führer bei Bedarf an beruflichen Massnahmen bei der Beschwerdegegnerin 
melden kann (vgl. Beschwerdeantwort S. 3). 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens werden die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, dem unterliegenden Beschwerdeführer 
auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie werden dem in gleicher Höhe geleis-
teten Kostenvorschuss entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.— werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.