# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4961272e-bb1b-5e6b-9723-33c945e9d1b4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.06.2017 IV 2014/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-12_2017-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.12.2019

Entscheiddatum: 20.06.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2017
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Administrativ- und 
Gerichtsgutachten. Das orthopädische Gerichtsgutachten ist bezüglich der 
gestützt auf die Selbstangaben des Beschwerdeführers bescheinigten 
Arbeitsunfähigkeit für die somatisch nicht erklärbaren Leiden nicht 
beweiskräftig. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2017, IV 
2014/12). Entscheid vom 20. Juni 2017 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, 
Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Michaela Machleidt 
Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2014/12 
Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. 
Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26, 9000 St. 
Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, 
Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt

Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2017

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 28. Oktober 2011 zum Bezug von IV-Rentenleistungen an 

(IV-act. 1). Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs vom 3. November 2011 gab der 

behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, gegenüber RAD-Arzt 

Dr. med. C.___, Facharzt für Prävention und Gesundheitswesen, an, der Versicherte 

leide an einer Osteochondrose der LWS mit radikulärem Syndrom L5/S1 links und 

einem Status nach Diskushernien-Operation L4/5 am 4. März 2004. Die 

langandauernde Arbeitsunfähigkeit habe am 15. März 2011 begonnen. Für die 

angestammte Tätigkeit als Lasermaschinist (siehe hierzu IV-act. 18-2) habe er dem 

Versicherten seit 8. August 2011 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt (Protokoll 

vom 4. November 2011, IV-act. 14).

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A.b  Am 16. Januar 2012 führte die IV-Stelle eine Abklärung am Arbeitsplatz des 

Versicherten durch (IV-act. 24). Anlässlich des Assessmentgesprächs vom 17. Januar 

2012, an dem u.a. die Abklärungsperson teilnahm, gelangte RAD-Arzt Dr. C.___ zur 

Auffassung, gemäss Arbeitsplatzabklärung sei der angestammte Arbeitsplatz adaptiert. 

Die bescheinigte 50%ige Arbeitsfähigkeit sei steigerbar (Protokoll vom 17. Januar 

2012, IV-act. 22; vgl. auch das Protokoll des Assessmentgesprächs vom 1. März 2012, 

IV-act. 23, und die RAD-Stellungnahme vom 1. März 2012, IV-act. 25).

A.c  Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 15. März 2012, IV-

act. 29) verfügte die IV-Stelle am 18. Mai 2012 die Abweisung des Gesuchs um 

berufliche Massnahmen, nachdem der Versicherte ausdrücklich keine beruflichen 

Massnahmen, sondern die Rentenprüfung wünschte (IV-act. 32). Die Verfügung 

erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

A.d  Der seit 20. Juli 2012 behandelnde med. pract. D.___, Praktischer Arzt, gab im 

schwer lesbaren und undatierten Bericht (Datum Posteingang bei der IV-Stelle am 20. 

September 2012, IV-act. 33) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit an: 

eine Lumboischialgie, eine radikuläre Wurzelsymptomatik, eine Bandscheiben-

Degeneration lumbal L4/5, ein Postdiscektomie-Syndrom und ein chronifizierendes 

Schmerzsyndrom. Für die angestammte Tätigkeit bescheinigte er dem Versicherten 

eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Bei der Tätigkeit würden sich die Kreuzschmerzen, die 

Depression und eine Antriebsstörung "bremsend, einschränkend" auswirken. Wegen 

der Belastungsschmerzen könne die Tätigkeit nur halbtags ausgeübt werden (IV-act. 

33).

A.e  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte an mehreren Tagen im Dezember 

2012 und Januar 2013 in der Medizinischen Abklärungsstelle Bern, ZVMB GmbH 

(nachfolgend: MEDAS Bern), polydisziplinär (neurochirurgisch, neurologisch, 

psychiatrisch, internistisch und orthopädisch) begutachtet. Die Experten stellten 

bezogen auf die angestammte Tätigkeit als Diagnose mit Relevanz für die 

Arbeitsfähigkeit chronisch rezidivierende Beschwerden der Lendenwirbelsäule als 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom: bei Fehlstatik, Haltungsinsuffizienz, 

muskulärem Hartspann, deutlich verschmächtigter Rumpfmuskulatur; bei Status nach 

Bandscheiben-Operation in Höhe L4/5 bei Beschwerdesymptomatik rechts in 3/2004 

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mit ausgeprägten degenerativen Veränderungen bis Aufbrauchung der Bandscheibe 

L4/5, neurologisch keine L5- oder S1-Wurzelreiz- oder Defizitsymptomatik, beidseits 

erheblich verkürzte Ischiokruralmuskulatur, links mit Dehnungsschmerzen. Als 

Diagnosen ohne Relevanz auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie u.a. psychische 

Faktoren oder Verhaltenseinflüsse bei anderorts klassifizierten Krankheiten (ICD-10: 

F54). „Bei Zugrundelegung des Tätigkeitsprofils gemäss Arbeitsplatzabklärung 1/2012 

- körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit“ gelangten die Gutachter zur 

Einschätzung, dass keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für die angestammte 

Tätigkeit bestehe. Allenfalls könne in vorübergehenden Phasen verstärkter Schmerzen 

eine leichte Leistungsminderung um 20% eintreten. Die gleiche Beurteilung nahmen sie 

bezüglich Verweistätigkeiten vor. Diese Beurteilung gelte weitgehend auch retrospektiv. 

Die vom Versicherten geltend gemachte anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

um 50% sei nicht begründbar (Gutachten vom 24. Mai 2013, IV-act. 51, insbesondere 

IV-act. 51-14 f.).

A.f  Die Arbeitgeberin des Versicherten, E.___ AG, hielt im Zwischenzeugnis vom 4. 

April 2013 fest, dieser sei seit dem 14. März 2011 nicht mehr voll arbeitsfähig. Seit 

längerer Zeit arbeite er nur noch 50%. Da es keine Anzeichen gebe, dass der 

Versicherte in absehbarer Zeit wieder voll arbeitsfähig werde, sei sie gezwungen 

gewesen, ihm auf den 30. Juni 2013 zu kündigen und den Arbeitsplatz anderweitig zu 

vergeben (IV-act. 61).

A.g  RAD-Arzt Dr. C.___ schloss sich der gutachterlichen Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit an (Stellungnahme vom 11. Juni 2013, IV-act. 53). Am 28. Juni 2013 

teilte der Versicherte der IV-Stelle telefonisch mit, sein Gesundheitszustand habe sich 

verschlechtert. Er werde noch entsprechende Unterlagen zustellen (IV-act. 56). 

Daraufhin erhielt die IV-Stelle am 2. Juli 2013 verschiedene ärztliche Berichte (u.a. 

einen Kurzaustrittsbericht der Klinik F.___ vom 15. Mai 2013, wo der Versicherte vom 

25. April bis 16. Mai 2013 wegen einer akuten Lumbofemoralgie rechts hospitalisiert 

war, IV-act. 58-1 f., und eine neurologische Verlaufsbeurteilung von Dr. med. G.___, 

FMH Neurologie, Klinik F.___, vom 25. Juni 2013, worin dem Versicherten für die 

angestammte Tätigkeit weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde, 

IV-act. 58-7 f.). Nach der Sichtung der neu eingereichten medizinischen Unterlagen 

gelangte RAD-Arzt Dr. C.___ zur Auffassung, es seien gegenüber der Begutachtung 

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keine neuen objektivierbaren Funktionseinschränkungen aufgetreten. Vielmehr handle 

es sich, wie im Gutachten beschrieben, um eine vorübergehende Phase mit verstärkten 

Schmerzen, wie sie bei einem chronischen Schmerzsyndrom immer wieder möglich 

seien. In solchen Phasen sei vorüber¬gehend eine leichte Leistungsminderung von 

20% möglich (Stellungnahme vom 30. Juli 2013, IV-act. 62).

A.h  Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für die angestammte sowie eine 

andere leidensangepasste Tätigkeit stellte die IV-Stelle dem Versicherten am 13. 

September 2013 die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 67). Dagegen 

erhob dieser am 13. November 2013 Einwand (IV-act. 72). Am 3. Dezember 2013 

verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs (IV-act. 73).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 3. Dezember 2013 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 8. Januar 2014. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge deren Aufhebung und es sei ihm eine Invalidenrente 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auszurichten. Eventualiter 

sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere medizinische Abklärungen in die 

Wege zu leiten. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, das 

Gutachten der MEDAS Bern sei nicht beweiskräftig. Er sei nicht mehr in der Lage, mehr 

als 50% arbeiten zu können. Zudem hält er bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens einen Tabellenlohnabzug von mindestens 20% für gerechtfertigt 

(act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 24. März 2014 

die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf die Standpunkte, dass die 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der MEDAS-Gutachter beweiskräftig sei und dass keine 

Anhaltpunkte bestünden, die einen Tabellenlohnabzug rechtfertigten (act. G 4).

B.c  In der Replik vom 8. Mai 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest. Ergänzend macht er geltend, aufgrund der immer wieder 

auftretenden Phasen von Leistungsminderungen, seines Alters, der langen 

Betriebszugehörigkeit, seiner schlechten Ausbildung und der immer wieder 

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stattfindenden Therapiesitzungen werde er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

keinen Arbeitgeber mehr finden, der ihn einstellen würde (act. G 6). Der 

Beschwerdeführer reicht weitere Unterlagen ein, u.a. einen Bericht von Dr. rer. nat. 

H.___, Fachpsychologin für Psychotherapie, Abteilung Psychosomatik am Departement 

Innere Medizin am Kantonsspital St. Gallen (KSSG), vom 25. September 2013 (act. 6.2) 

und von med. pract. D.___ vom 4. Oktober 2013 (act. G 6.3).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hält ihrerseits in der Duplik vom 16. Mai 2014 an der 

beantragten Beschwerdeabweisung fest. Trotz der neu eingereichten Unterlagen könne 

weiterhin auf die Beurteilung im MEDAS-Gutachten abgestellt werden (act. G 8).

B.e  Nach der Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Parteien (Schreiben des 

Versicherungsgerichts vom 2. Juni 2016, act. G 11; siehe auch den Schriftenwechsel in 

act. G 12 f.) beauftragte das Versicherungsgericht am 22. Juni 2016 die MEDAS asim 

Begutachtung mit der Erstellung eines monodisziplinären orthopädischen 

Gerichtsgutachtens (act. G 14).

B.f  Am 1. September 2016 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. I.___, Facharzt 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, untersucht. 

Der Gerichtsgutachter diagnostizierte ein chronifiziertes lumbales Schmerzsyndrom mit 

unspezifischen Ausstrahlungen ins linke Bein; eine Osteochondrose L4/5 mit deutlich 

verschmälertem Bandscheibenraum und deutlichen Endplattenveränderungen sowie 

Osteochondrose jedoch ohne Anzeichen einer Instabilität; einen Status nach 

Fenestration und Diskektomie L4/5 rechts 2004 bei Diskushernie L4/5 rechts. Er 

bescheinigte dem Beschwerdeführer sowohl für die angestammte als auch eine 

optimal angepasste Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 16). Am 4. Januar 

2017 äusserte sich der Beschwerdeführer (act. G 19) und am 16. Januar 2017 die 

Beschwerdegegnerin zum Gerichtsgutachten (act. G 20; mit Stellungnahme von RAD-

Arzt Dr. C.___ vom 10. Januar 2017, act. G 20.1). Das Versicherungsgericht ersuchte 

den Gerichtsgutachter um eine Auseinandersetzung/Diskussion der von den MEDAS-

Gutachtern für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigten Arbeitsfähigkeit und um 

eine Stellungnahme zur Kritik der Beschwerdegegnerin (Schreiben vom 23. Januar 

2017, act. G 22). In der Antwort vom 26. April 2017 führte er aus, weshalb er an seiner 

Arbeitsfähigkeitsschätzung festhalte (act. G 24). Hierzu äusserten sich die 

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Beschwerdegegnerin (act. G 26) und der Beschwerdeführer je am 29. Mai 2017 (act. G 

27).

Erwägungen

1.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

1.1  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

1.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

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Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Bei der Beweiswürdigung eines 

Gerichtsgutachtens ist zu beachten, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" 

von den Einschätzungen der medizinischen Experten abweicht. Auch der Europäische 

Gerichtshof für Menschenrechte hat diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von 

einem Gericht ernannten Experten komme bei der Beweiswürdigung vermutungsweise 

hohes Gewicht zu (BGE 135 V 469 f. E. 4.4 mit Hinweisen).

1.3  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

1.4  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.  

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Zu beurteilen ist vorab die zwischen den Parteien umstrittene Frage, welche Schlüsse 

aus den medizinischen Akten hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

zu ziehen sind.

3.   

3.1  Das orthopädische Gerichtsgutachten stützt sich auf eine umfassende klinische 

Untersuchung des Beschwerdeführers. Der Gerichtsgutachter legte schlüssig und im 

Einklang mit dem Vorgutachten der MEDAS Bern dar, dass aus orthopädischer Sicht 

keine relevanten somatischen/objektivierbaren Befunde bestehen (act. G 16, S. 14 

unten). Es gebe keine eigentliche somatische Erklärung für die vom Beschwerdeführer 

geklagten Schmerzen (act. G 24, S. 2 oben). Vor diesem Hintergrund ist davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht nicht an einem 

somatischen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit für die 

angestammte oder eine andere optimal leidensangepasste Tätigkeit leidet.

3.2  Der Gerichtsgutachter begründet die von ihm bescheinigte Arbeitsunfähigkeit 

ausschliesslich mit einem syndromalen Leiden ohne somatisches Substrat. Er schloss 

sowohl ein neuropathisches als auch ein radikuläres Schmerzsyndrom aus. Zudem 

verneinte er das Bestehen einer pseudoradikulären, vom Facettengelenk ausgehenden 

Schmerzausstrahlung und eine mechanische Instabilität in der Wirbelsäule (zum 

Ganzen act. G 16, S. 10 f.). Die bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit begründete er 

im Wesentlichen mit den aus seiner Sicht glaubhaften und konsistenten 

Schmerzangaben des Beschwerdeführers (act. G 24, S. 2; vgl. auch die Ausführungen 

zur "Selbsteinschätzung/Ressourcen" in act. G 16, S. 8).

3.2.1      Vorab ist zu beachten, dass in Anbetracht der sich mit Bezug auf Schmerzen 

naturgemäss ergebenden Beweisschwierigkeiten die subjektiven Schmerzangaben der 

versicherten Person für die Begründung einer Invalidität nicht ausreichen; vielmehr ist 

im Rahmen der sozialversicherungsrechtlichen Leistungsprüfung erforderlich, dass die 

Schmerzangaben durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare 

Befunde hinreichend erklär- und objektivierbar sind (BGE 139 V 556 E. 5.4).

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3.2.2      Gegen die Einschätzung des Gerichtsgutachters spricht, dass der 

Beschwerdeführer über erhebliche Ressourcen verfügt. Der Gerichtsgutachter wies 

darauf hin, dass der Beschwerdeführer „ansonsten körperlich völlig gesund ist“. Er sei 

nicht übergewichtig und seine Rumpf- und Beinmuskulatur sei normal ausgebildet (act. 

G 16, S. 13; zu fehlenden Muskelatrophien oder sonstigen Asymmetrien, act. G 16, S. 

9). Er gebe an, regelmässig spazieren zu gehen, da er sonst blockiere (act. G 16, S. 13). 

Des Weiteren besteht ein stabiles familiäres Umfeld (act. G 24, S. 2). Anlässlich der 

Begutachtung zeigte sich der Beschwerdeführer "in sehr gutem Allgemein- und 

schlankem Ernährungszustand" (act. G 16, S. 9 oben). In damit zu vereinbarender 

Weise gelangte der psychiatrische MEDAS-Gutachter bereits früher zum Schluss, der 

Beschwerdeführer verfüge über gute Ressourcen und Fähigkeiten (IV-act. 51-23 unten).

3.2.3      Hinzu kommt, dass der Gerichtsgutachter beim Zehenspitzen- und 

Fersengang beobachtete, „dass dieser etwas merkwürdig demonstriert wird. Er äussert 

Mühe zu haben, den Zehenspitzen- und Fersengang auszuüben, weil das linke Bein 

schwächer sei. Tatsächlich lässt sich jedoch beobachten, dass er vor allem auf der 

linken Seite sehr gut in den Zehenspitzen- und Fersengang gehen kann […]“ (act. G 16, 

S. 9). Die ganze Haltung des Beschwerdeführers habe demonstrativ im Sinn einer 

Verdeutlichung gewirkt, nicht simulierend oder aggravierend (act. G 16, S. 10). Die 

Testung der Kraft, insbesondere des Grosszehenhebers linksseitig, sei auffällig 

gewesen. Einerseits sei der Muskel zwar kräftig, werde jedoch offenbar willentlich nicht 

so weit nach oben gezogen, wie auf der anderen Seite. Auch die angebliche 

Verdünnung der linken Wade, die der Beschwerdeführer bemerkt haben wolle, liege 

definitiv nicht vor (act. G 16, S. 10). Unter diesen Umständen sind Zweifel an den 

Selbstangaben des Beschwerdeführers angebracht, die der Gerichtsgutachter bei 

seiner Beurteilung des nicht somatischen Schmerzleidens nicht erkennbar ausgeräumt 

hat.

3.2.4      Nach dem Gesagten ist die im Wesentlichen auf die Selbstangaben des 

Beschwerdeführers abstützende Bescheinigung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in 

jeglicher Tätigkeit angesichts der somatisch nicht erklärbaren Leiden nicht plausibel 

und überzeugend, zumal der psychiatrische MEDAS-Gutachter nachvollziehbar 

dargelegt hat, dass kein psychosomatisches Krankheitsbild im eigentlichen Sinn 

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vorliegt (IV-act. 51-23; siehe auch die Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. C.___ vom 10. 

Januar 2017, act. G 20.1).

4.   

Was die übrigen involvierten medizinischen Fachdisziplinen anbelangt, so ist 

nachfolgend zu prüfen, ob die neurochirurgische, neurologische, psychiatrische und 

internistische Beurteilung im Administrativgutachten der MEDAS Bern vom 24. Mai 

2013 aussagekräftig ist. Der Beschwerdeführer hält diese aus verschiedenen Gründen 

nicht für beweiskräftig (act. G 1 und G 6).

4.1  Zunächst bestreitet der Beschwerdeführer die Einschätzung der MEDAS-

Gutachter, dass es sich bei der von ihm zuletzt ausgeübten Tätigkeit um eine 

körperlich leichte wechselbelastende Tätigkeit handle (act. G 1, Rz 3c und Rz 3f mit 

Hinweis auf den Bericht der Klinik F.___ vom 25. Juni 2013; act. G 6, Rz 3c). In 

grundsätzlich mit den Ergebnissen der Arbeitsplatzabklärung (IV-act. 24) und den 

Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin (IV-act. 18-5) zu vereinbarender Weise 

gelangten die MEDAS-Gutachter zur Annahme, der zuletzt ausgeübte Arbeitsplatz 

entspreche einer leidensangepassten Tätigkeit. "Unter Zugrundelegung" dieser 

Hypothese schätzten sie die Arbeitsfähigkeit für die angestammte gleich ein wie für 

eine leidensangepasste Tätigkeit (IV-act. 51-16). Ins Gewicht fällt ausserdem, dass der 

Gerichtsgutachter die Auffassung der Vorgutachter bestätigt hat (act. G 16, S. 13).

4.2  Gegen die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit führt der 

Beschwerdeführer sodann verschiedene Stellungnahmen der behandelnden Ärzte ins 

Feld (act. G 1, Rz 3g und act. G 6, Rz 3d). Die MEDAS-Gutachter hätten sich damit 

nicht genügend auseinandergesetzt (act. G 1, Rz 3h).

4.2.1      Dem MEDAS-Gutachten ist eine "Aktenanalyse" vorangestellt, die eine 

detaillierte Darstellung der Voraktenlage beinhaltet (einschliesslich der vom 

Beschwerdeführer in act. G 1, Rz 3g, genannten Berichte des Wirbelsäulenzentrums 

vom 29. Juli und 21. Oktober 2011, IV-act. 51-5 ff.). Der Beschwerdeführer bringt 

nichts gegen deren Vollständigkeit vor. Die Gutachter hatten damit umfassende 

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Kenntnis der medizinischen Vorgeschichte des Beschwerdeführers und den damals 

vorgelegenen Stellungnahmen der behandelnden medizinischen Fachpersonen.

4.2.2      Im interdisziplinären Teil des MEDAS-Gutachtens legten die Experten am 

ausdrücklichen Beispiel des Berichts von med. pract. D.___ vom 20. September 2012, 

der sich wiederum auf die an ihn adressierten Berichte von Prof. Dr. med. J.___, 

Facharzt FMH für Neurochirurgie, Wirbelsäulenzentrum K.___, stützt (IV-act. 33), ihre 

von den Vorakten abweichende und nachvollziehbare (somatische) Einschätzung dar. 

Sie führten aus, "dennoch schildert der Versicherte suggestiv Schmerzausstrahlungen 

in die linke Hüfte und das linke Bein, was z.B. vom behandelnden Arzt D.___ […] als 

Lumboischialgie mit radikulärer Wurzelreizsymptomatik interpretiert wurde. Es ist 

jedoch gemäss unserer neurologisch gutachterlichen Bewertung aber weder im 

klinisch-neurologischen Untersuchungsbefund, noch bildtechnisch gemäss der oben 

genannten MRI-Befunde eine Wurzelreizsymptomatik L5 oder S1 zu begründen. Es 

handelt sich diesbezüglich um rein myofasziale Schmerzprojektionen ohne eine 

zugrunde liegende Neurokompression respektive ohne radikuläre Wurzelreiz- oder 

Defizitsymptomatik. Für die teilweise thematisierte, suggestiv vermutete S1-radikuläre 

Störungssymptomatik besteht insbesondere ein völlig symmetrisches, normales 

Reflexverhalten in allen S1-Kennreflexen, sogar der oft schwer auslösbare Tibialis-

postior-Reflex (L5-Kennreflex) ist symmetrisch gut auslösbar, auch bestehen keinerlei 

passende sensomotorische radikuläre Defizite. Auch in der Lasègue-Probe wird keine 

Schmerzausstrahlung radikulärer Art beschrieben, lediglich ein unspezifischer lumbaler 

Schmerz angegeben". Es sei somit vorrangig der lokale degenerative 

Wirbelsäulenbefund als solcher schmerzverursachend anzusehen ohne 

lumboradikuläre Komponente, was eine reduzierte Rückenbelastbarkeit begründe (IV-

act. 51-13). Auch der Gerichtsgutachter bestätigte, dass keinerlei Nervenwurzeln 

eingeengt werden und weder ein radikuläres noch ein pseudoradikuläres 

Schmerzsyndrom vorliege (act. G 16, S. 10 f.). Er begründete zudem eingehend, 

weshalb entgegen dem Attest von Prof. J.___ keine Instabilität des Segmentes L4/5 

bestehe (act. G 16, S. 15).

4.2.3      Der mehrere Monate nach dem MEDAS-Gutachten erstellte Bericht von Dr. 

H.___ vom 25. September 2013, der sich auf eine am 16. September 2013 

durchgeführte Psychodiagnostik stützt (act. G 6.2), enthält keine (retrospektiven) 

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Gesichtspunkte, die Zweifel an der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung 

entstehen lassen. Gleiches gilt hinsichtlich des Berichts von med. pract. D.___ vom 4. 

Oktober 2013 (act. G 6.3), der ausserdem im Wesentlichen seiner Beurteilung vom 20. 

September 2012 entspricht.

4.3  Des Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, er sei schlichtweg nicht in der 

Lage, in einem Pensum von mehr als 50% arbeiten zu können. Schliesslich sei 

aktenkundig, dass er arbeitswillig und einsatzbereit sei (act. G 1, Rz 3k). Sowohl aus 

dem MEDAS-Gutachten (siehe vorstehende E. 4.2.2) als auch aus dem 

Gerichtsgutachten (siehe vorstehende E. 3.1) geht indessen nachvollziehbar hervor, 

dass es gerade an Befunden fehlt, welche die vom Beschwerdeführer empfundene 

Leistungsbeeinträchtigung zu erklären vermögen.

4.4  Aus der Sicht des Beschwerdeführers ist die von den MEDAS-Gutachtern 

bescheinigte 100%ige Arbeitsfähigkeit auch deshalb nicht beweiskräftig, da sie mit den 

in den letzten Monaten aufgetretenen Phasen mit verstärkten Schmerzen nicht zu 

vereinbaren sei (act. G 1, Rz 4b).

4.4.1      Dem Bericht der Neurochirurgie am KSSG vom 18. April 2013 ist zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit dem Bandscheibenvorfall L4/5 rechts „ab 

und zu“ eine Lumboischialgie links mit assoziierten Hypästhesien habe. Von Bedeutung 

ist des Weiteren, dass die in der Neurochirurgie des KSSG behandelte Lumboischialgie 

durch Tragen eines schweren Gewichts ("bei der Arbeit etwas Schweres tragen 

müssen") ausgelöst wurde (IV-act. 57-1). Der Beschwerdeführer wurde sodann im 

gebessertem Zustand wieder entlassen (IV-act. 57-2). Daraus ist der Schluss zu ziehen, 

dass einerseits die Phasen erhöhter Schmerzen zumindest teilweise durch 

offensichtlich nicht leidensangepasste Verrichtungen ausgelöst werden und 

andererseits lediglich "ab und zu" vorübergehend auftreten. Ein Mangel an der 

gutachterlichen Einschätzung, die diesem Gesichtspunkt ausdrücklich Rechnung 

getragen hat (IV-act. 51-16), ist nicht erkennbar. Im Übrigen bestätigten die von den 

neurochirurgischen Fachpersonen des KSSG eingeholten bildgebenden 

Untersuchungsergebnisse, dass keine neurale Kompression vorliegt. Eine 

Operationsindikation wurde - im Gegensatz zur Einschätzung von Prof. J.___ (IV-act. 

33-5) - verneint. Zudem empfahlen sie ein psychosomatisches Konsilium bei sozialer 

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Belastungssituation (IV-act. 57-2). Diese Umstände bekräftigen die gutachterliche 

Würdigung, dass es an somatisch hinreichend erklärbaren Befunden fehlt, welche die 

vom Beschwerdeführer empfundene quantitative Leistungsbeeinträchtigung zu erklären 

vermögen.

4.4.2      Nichts anderes ergibt sich aus den übrigen Akten, insbesondere dem Bericht 

von Dr. F.___ vom 25. Juni 2013, worin ein Verdacht auf ein radikuläres Reiz- und 

angedeutetes sensibles Ausfall-Syndrom S1>L5 links geäussert wurde. Denn eine 

Radikulopathie konnte - im Einklang mit den bildgebenden Untersuchungsergebnissen 

der Neurochirurgie am KSSG elektrodiagnostisch nicht fassbar gemacht werden. Dr. 

F.___ sprach ferner differentialdiagnostisch von einer "pseudoradikulären 

Ausstrahlung". Des Weiteren bezog sich die von ihm bescheinigte 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit offenbar ausschliesslich auf den angestammten Beruf, ohne sich mit 

dessen konkreten Anforderungsprofil näher auseinanderzusetzen. Seiner unmittelbar 

an die Arbeitsfähigkeitsschätzung anschliessenden Ausführung zur Hebelimite ("kein 

Heben von Lasten über 5 kg empfohlen") ist zu entnehmen, dass ihm die angestammte 

Tätigkeit nicht als leidensangepasst erschien. Ferner wies auch Dr. F.___ auf 

psychosoziale Einflüsse auf das Krankheitsgeschehen hin, indem er ausführte, 

"erfahrungsgemäss" dürfte ein (bald erwarteter) Entscheid der IV bzw. eine Klärung der 

rechtlichen Situation zur Linderung des Leidensdrucks beitragen (IV-act. 58-8; zur u.a. 

diagnostizierten psychosozialen Belastungssituation [„Kündigung per Ende Juni 2013, 

familiär“] siehe IV-act. 58-7). Der Gerichtsgutachter hat nachvollziehbar dargelegt, 

wieso der Einschätzung von Dr. F.___ nicht gefolgt werden kann (act. G 16, S. 15).

4.5  Bei der Würdigung der neurochirurgischen, neurologischen, psychiatrischen und 

internistischen Teilgutachten fällt ausserdem ins Gewicht, dass sie das Leidensbild des 

Beschwerdeführers berücksichtigen und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse 

nachvollziehbar sind. Es bestehen insgesamt keine Zweifel an den darin enthaltenen 

Beurteilungen. Ergänzend kann auf die Ausführungen von RAD-Arzt Dr. C.___ 

verwiesen werden (Stellungnahme vom 11. Juni 2013, IV-act. 53).

5.   

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Zu prüfen ist sodann, ob sich der medizinische Sachverhalt nach der MEDAS-

Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3. Dezember 2013 

massgeblich verschlechtert hat.

5.1  Dr. G.___ gab im Bericht vom 25. September 2013 an, der Beschwerdeführer leide 

an einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2). 

Wie sich aus der Begründung ergibt und worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend 

hingewiesen hat (act. G 8, Rz 2), bestand das depressive Leiden aus reaktiven 

depressiven Beschwerden in mittlerem bis schwergradigem Ausmass. Allerdings hielt 

Dr. G.___ weder eine stationäre Behandlung noch eine Psychotherapie "im engeren 

Sinne" für indiziert. Des Weiteren brachte sie den Vorbehalt an, der Anteil der sozialen 

Schwierigkeiten an der Depression sei noch unklar. Sie führte im Rahmen der 

Befunderhebung aus, es bestünden eine nicht verarbeitete Kränkung und 

Selbstvorwürfe aufgrund der Kündigungssituation (act. G 6.2). Zur Arbeitsfähigkeit 

äusserte sich Dr. G.___ nicht. Ihr Bericht stützt sich auf eine wenige Tage nach dem 

Vorbescheid vom 13. September 2013 durchgeführte Psychodiagnostik vom 16. 

September 2013. Im Licht dieser Verhältnisse erscheint das von Dr. G.___ 

beschriebene Leiden als eine unmittelbare und vorübergehende Reaktion auf den von 

der Beschwerdegegnerin in Aussicht gestellten abschlägigen Rentenentscheid. Für den 

vorübergehenden Charakter spricht sodann, dass med. pract. D.___, an den der 

Bericht von Dr. G.___ vom 25. September 2013 adressiert war, in seiner Stellungnahme 

vom 4. Oktober 2013 trotz Aufzählung der von Dr. G.___ genannten Medikation (act. G 

6.2, S. 2 unten) kein depressives Leiden erwähnte (act. G 6.3). Ins Bild einer bloss 

vorübergehenden Reaktion auf psychosoziale Umstände passt auch, dass der 

rechtskundig vertretene Beschwerdeführer weder im späteren Einwand vom 13. 

November 2013 (IV-act. 72) noch in der Beschwerde vom 8. Januar 2014 (act. G 1) ein 

(anhaltendes) depressives Leiden erwähnte. Insgesamt kann daher mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit der Schluss gezogen werden, dass sich der psychische 

Gesundheitszustand bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung nicht rentenrelevant 

verschlechtert hat, zumal der Beschwerdeführer in der Replik vom 8. Mai 2014 nichts 

Gegenteiliges darlegt und die von ihm geltend gemachten Einschränkungen nicht mit 

einem depressiven Leiden begründet (act. G 6, Rz 3a).

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5.2  Aus dem Bericht von med. pract. D.___ vom 4. Oktober 2013 (act. G 6.3) - der im 

Wesentlichen demjenigen vom 20. September 2012 (Datum Posteingang IV-Stelle, IV-

act. 33) entspricht - gehen keine überzeugenden Aspekte hervor, die eine erhebliche 

und dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers 

nahe legen. Hinzu kommt, dass daraus keine kritische, von den Angaben des 

Beschwerdeführers unabhängige Ressourcenprüfung hervorgeht.

5.3 Dem Gerichtsgutachten können ebenfalls keine objektiven Anhaltspunkte 

entnommen werden, dass sich der Gesundheitszustand seit der MEDAS-Begutachtung 

wesentlich und andauernd verschlechtert hätte.

6.   

Insgesamt ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer (auch retrospektiv) für 

leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit verfügt, mit der 

Einschränkung, dass (lediglich) in Phasen vorübergehender verstärkter Schmerzen eine 

leichte Leistungsminderung um 20% möglich ist (IV-act. 51-14). Obschon der 

Beschwerdeführer im fortgeschrittenen Alter steht (Jahrgang 195_), besteht kein Grund 

für die Vermutung, die grundsätzlich 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten werde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt. Dabei 

ist namentlich von Bedeutung, dass die Anforderungen an eine leidensangepasste 

Tätigkeit nicht derart einschränkend sind, dass sie bloss noch Nischenarbeitsplätze 

zuliessen. Zudem stehen dem Beschwerdeführer nach wie vor leidensangepasste 

Tätigkeiten im angestammten Berufsfeld Maschinenbedienung offen. Hinzu kommt, 

dass der Beschwerdeführer bis 30. Juni 2013 noch im Erwerbsleben stand und damit 

eine erhebliche Desintegration vom Arbeitsmarkt jedenfalls bis zum Zeitpunkt der 

angefochtenen Verfügung noch nicht eingetreten war.

7.   

Zu bestimmen bleibt der Invaliditätsgrad. Da die angestammte Tätigkeit als optimal 

leidensangepasst zu betrachten ist, kann bezüglich der Hauptbeschäftigung ein 

Prozentvergleich vorgenommen werden.

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7.1  Allein schon mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer gemäss gutachterlicher 

Einschätzung in Phasen verstärkter Schmerzen (vorübergehend) quantitativ 

eingeschränkt ist, erscheint ein Tabellenlohnabzug angemessen. Dabei kann offen 

bleiben, ob weitere Abzugsgründe bestehen und wie hoch der Abzug festzusetzen ist, 

da selbst die Gewährung des höchstzulässigen Tabellenlohnabzugs von 25% zu 

keinem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führt. Bezüglich der Hauptbeschäftigung 

beträgt der (Teil-) Invaliditätsgrad somit höchstens 25%.

7.2  Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens kann des Weiteren offen bleiben, 

ob der Beschwerdeführer bis zum Verfügungserlass vom 3. Dezember 2013 noch ein 

Einkommen aus der Nebenerwerbstätigkeit verdient hat und ob dieses gegebenenfalls 

Ausdruck seiner verbliebenen Erwerbsfähigkeit ist. Denn selbst wenn davon 

ausgegangen würde, für die Nebenerwerbstätigkeit bestehe eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit, führte die damit verbundene Erwerbseinbusse von Fr. 6'720.-- (IV-

act. 43-3) zu keiner rentenbegründenden Invalidität. Ausgehend vom 

Valideneinkommen von Fr. 86'314.--, wie ihn die Beschwerdegegnerin ermittelt hat (IV-

act. 73-2; vgl. auch IV-act. 65-2) und das vom Beschwerdeführer nicht bestritten 

worden ist, ergibt sich durch die damit verbundene Erwerbseinbusse ein 

Teilinvaliditätsgrad von 9% ([Fr. 86'314.-- - Fr. 6'720.--] / Fr. 86'314.--). Insgesamt 

resultiert damit ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von höchstens 31% (1 - 

[{Fr. 86'314.-- - Fr. 6'720.--} / Fr. 86'314.-- x 75%]).

8.   

8.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

8.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit unter Berücksichtigung des 

Gerichtsgutachtens und des damit verbundenen Zusatzaufwands als angemessen. 

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 

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600.-- wird ihm daran angerechnet, weshalb er noch einen Restbetrag von Fr. 400.-- zu 

bezahlen hat.

8.3  Die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 5'500.-- (act. G 18) hat die 

Beschwerdegegnerin zu tragen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2).

8.4  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet, weshalb der 

Beschwerdeführer noch einen Restbetrag von Fr. 400.-- zu bezahlen hat.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat die Kosten des Gerichtsgutachtens von Fr. 5'500.-- zu 

bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.06.2017
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Administrativ- und Gerichtsgutachten. Das orthopädische Gerichtsgutachten ist bezüglich der gestützt auf die Selbstangaben des Beschwerdeführers bescheinigten Arbeitsunfähigkeit für die somatisch nicht erklärbaren Leiden nicht beweiskräftig. Kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Juni 2017, IV 2014/12). Entscheid vom 20. Juni 2017 Besetzung Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen Geschäftsnr. IV 2014/12 Parteien A.___, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen, gegen IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, Gegenstand Rente Sachverhalt

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