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**Case Identifier:** ccd9ecce-546d-556b-b308-302c4f5629b6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.04.2017 200 2016 64
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-64_2017-04-10.pdf

## Full Text

200 16 64 IV
LOU/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. April 2017

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. April 2017, IV/16/64, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1975 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) wurde im März 2010 mit Hinweis auf seit 2005 bestehende 
unfallbedingte (Sturz von einer Leiter) Rückenschmerzen bei der IV-Stelle 
Bern (nachfolgend IVB oder Beschwerdegegnerin) zur Früherfassung ge-
meldet (Akten der IVB [act. II] 1). Am 12. April 2010 (act. II 9) erfolgte die 
Anmeldung zum Leistungsbezug. Die IVB tätigte berufliche und medizini-
sche Abklärungen. Insbesondere wurde vom 21. Juni bis zum 16. Juli 2010 
eine Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung (AMA) durchgeführt (vgl. u.a. 
act. II 41 und 51). Im Anschluss sprach die IVB die Kostenübernahme gut 
für eine berufliche Abklärung, vorgesehen vom 16. August bis 14. Novem-
ber 2010 (act. II 46), die aus medizinischen Gründen nicht durchgeführt 
werden konnte (vgl. act. II 52 ff.). Der Versicherte unterzog sich am 5. April 
2011 (act. II 77/2) und am 31. Mai 2012 (act. II 118/5) jeweils einem opera-
tiven Eingriff am Rücken. Mit Vorbescheid vom 16. Mai 2013 (act. II 138) 
stellte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 4% die Abweisung des Ren-
tengesuchs in Aussicht mit dem Hinweis, die beruflichen Eingliederungs-
bemühungen (Stellenvermittlung) würden wieder aufgenommen, wenn er 
sich dazu subjektiv in der Lage fühle und bereit erkläre, entsprechend den 
medizinischen Vorgaben mitzuwirken. Hiermit zeigte sich der Versicherte 
am 23. Mai 2013 (act. II 141) ausdrücklich einverstanden und beantragte 
Unterstützung bei der Eingliederung. Mit Verfügung vom 19. Juli 2013 (act. 
II 142) entschied die IVB wie im Vorbescheid angekündigt. Die Verfügung 
blieb unangefochten. 

B.

Am 19. September 2013 (act. II 149) gewährte die IVB Kostengutsprache 
für ein Arbeitstraining vom 30. September bis 22. Dezember 2013. Mit Mit-
teilung vom 14. November 2013 (act. II 157) brach die IVB das Arbeitstrai-
ning ab mit dem Hinweis, dass die Massnahme aufgrund der gesundheitli-
chen Situation ab 5. November 2013 nicht weitergeführt werden könne und 

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der Versicherte sich in stationärer Behandlung befinde. Die Wiederaufnah-
me von beruflichen Massnahmen sei nicht absehbar. Sie wies den Versi-
cherten darauf hin, dass er sich, falls sich seine gesundheitliche Situation 
verändern sollte, wieder bei ihr anmelden könne. Mit Schreiben vom 11. 
Dezember 2013 (act. II 162) ersuchte dieser um Fortsetzung des begonne-
nen Arbeitstrainings. Am 13. Februar 2014 (act. II 171) gewährte die IVB 
Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 10. Februar bis zum 4. 
Mai 2014. Infolge Absenzen und attestierter Arbeitsunfähigkeiten wurde 
dieses per 21. März 2014 abgebrochen (act. II 174). Mit Vorbescheid vom 
7. April 2014 (act. II 177) stellte die IVB dem Versicherten in Aussicht, auf-
grund seines subjektiven Gesundheitszustandes den Anspruch auf berufli-
che Massnahmen abzulehnen. Der behandelnde Arzt Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bat am 17. Novem-
ber 2014 (act. II 181) um eine „Neubeurteilung der aktuellen Invalidität“, da 
die Rückenschmerzen seit der Operation vom 3. Juni 2014 nicht gebessert 
hätten. Mit Verfügung vom 25. November 2015 (act. II 184) entschied die 
IVB wie im Vorbescheid angekündigt. 

C.

Mit Eingabe vom 26. Dezember 2015 erhob der Versicherte hiergegen Be-
schwerde. Sinngemäss beantragt er, in Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung seien ihm unter Kosten- und Entschädigungsfolgen berufliche 
Massnahmen zuzusprechen. Weiter beantragt er die unentgeltliche Rechts-
pflege und amtliche Verbeiständung. Der Beschwerde sind diverse medizi-
nische Berichte beigelegt. 

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 5. Februar 
2016 auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 2. März 2016 hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gut und ordnete dem 
Beschwerdeführer Fürsprecher B.________ als amtlichen Anwalt bei.

Mit Replik vom 20. Mai 2016 bestätigte der amtliche Anwalt die in der Be-
schwerde gestellten Rechtsbegehren und ergänzte diese dahingehend, 

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dass die Beschwerdegegnerin anzuweisen sei, dem Beschwerdeführer ei-
ne angemessene Eingliederungsmassnahme zu gewähren. Eventualiter sei 
sie anzuweisen, die Eingliederungsfähigkeit neu abzuklären. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 22. Juni 2016 auf 
die Einreichung einer Duplik und hielt an den in der Beschwerdeantwort 
gestellten Rechtsbegehren fest. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. November 2015 
(act. II 184). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf berufliche Mass-
nahmen. 

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Vorab macht der Beschwerdeführer mit Replik vom 20. Mai 2016 sinn-
gemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs in Form ungenügender 
Sachabklärung geltend. 

2.1 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, ander-
seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Verfah-
rensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, die ihre Rechtsstellung 
betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der Betroffenen, sich vor 
Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 
äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu neh-
men, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhe-
bung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu 
beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2014 UV Nr. 32 S. 108 E. 
5.1).

Nach Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Person den 
vorgesehenen Entscheid über ein Leistungsbegehren oder den Entzug 
oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels Vorbe-
scheid mit. Die versicherte Person hat Anspruch auf rechtliches Gehör im 
Sinne von Art. 42 ATSG. 

Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen Einwände zum 
Vorbescheid vorbringen (Art. 73ter der Verordnung vom 17. Januar 1961 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

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Das Vorbescheidverfahren dient der (formellen) Gewährung des rechtli-
chen Gehörs vor Verfügungserlass (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum 
ATSG, 3. Aufl. 2015, Art. 42 N. 10). 

2.2 Mit der Eingabe von Dr. med. C.________ vom 17. November 2014 
(act. II 181) wurde auf eine zwischenzeitlich durchgeführte Operation vom 
3. Juni 2014 und die seither nicht besser gewordene Situation der Rücken-
beschwerden hingewiesen, „um eine Neubeurteilung der aktuellen Invali-
dität“ ersucht, eine vom involvierten obligatorischen Unfallversicherer der 
E.________ in Aussicht gestellte Unfallrente erwähnt und um „Wiedereröff-
nung des Verfahrens“ gebeten. Bis zu diesem Zeitpunkt war keine Verfü-
gung betreffend berufliche Massnahmen ergangen, weshalb weder eine 
Revision noch eine Wiedererwägung zur Diskussion stehen. Vielmehr ist 
die Eingabe vom 17. November 2014 als Wahrnehmung des rechtlichen 
Gehörs im Vorbescheidverfahren einzuordnen. Dass sie weit nach Ablauf 
der 30-Tage-Frist seit Erlass des Vorbescheids vom 7. April 2014 (act. II 
177) erfolgte, wirkt sich jedenfalls nicht zu Ungunsten des Beschwerdefüh-
rers aus. Dass danach bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 
25. November 2015 (act. II 184) während rund eines Jahres keine weiteren 
Abklärungen erfolgten (vgl. auch Protokoll der IVB [in den Gerichtsakten]), 
ist zwar auffällig, schadet jedoch nichts. Immerhin erachtete Dr. med. 
C.________ gemäss der Aktennotiz vom 18. November 2014 (act. II 182) 
die Sache als erledigt und bedurfte es insofern keiner weiteren Schritte. 
Zudem hatte er am 17. November 2014 (act. II 181) selbst mitgeteilt, die 
chronischen Rückenschmerzen seien trotz erfolgter Operation nicht besser 
geworden, was auf unveränderte Verhältnisse hindeutet, welche es als 
vertretbar erscheinen lassen, auf weitere Abklärungen zu diesem Zeitpunkt 
zu verzichten. Somit ist die in der Replik sinngemäss geltend gemachte 
Verletzung des rechtlichen Gehörs in Form ungenügender Sachabklärung 
jedenfalls bis zum November 2014 unbegründet. Ob mit der danach über 
ein Jahr anhaltenden Passivität der Beschwerdegegnerin bis zum Erlass 
der angefochtenen Verfügung vom 25. November 2015 das rechtliche 
Gehör verletzt wurde, kann letztlich offen bleiben. Indem der Beschwerde-
führer im Beschwerdeverfahren aktuelle medizinische Unterlagen einreich-
te, welche die Beurteilung der Rechtmässigkeit der angefochtenen Verfü-
gung erlauben, ist eine allfällige Gehörsverletzung praxisgemäss geheilt 

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(vgl. BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2). 

3.

3.1 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnah-
men, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliede-
rungsmassnahmen bestehen unter anderem in Integrationsmassnahmen 
zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung und in Massnahmen be-
ruflicher Art selber (Art. 8 Abs. 3 lit. abis und b IVG). Zu den Massnahmen 
beruflicher Art gehören u.a. Berufsberatung (Art. 15 IVG), erstmalige beruf-
liche Ausbildung (Art. 16 IVG), Umschulung (Art. 17 IVG), Arbeitsvermitt-
lung (Art. 18 IVG) und Arbeitsversuch (Art. 18a IVG). 

Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz keinen 
Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen gewährt 
werden können. Aus dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz ergibt sich aber, 
dass der voraussichtliche Erfolg einer Eingliederungsmassnahme in einem 
vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten stehen muss. Wenn es um keine 
besonders kostspielige Massnahme geht, genügt zur Anspruchsbegrün-
dung bereits ein relativ geringes Mass an gesundheitlich bedingter Beein-
trächtigung (BGE 122 V 377 E. 2b cc S. 380, 116 V 80 E. 6a S. 81, 115 V 
191 E. 4e cc S. 198).

3.2 Die Eingliederungsmassnahme muss sich nicht nur objektiv mit Be-
zug auf die Massnahme selbst (Eignung der Massnahme), sondern auch 
subjektiv mit Bezug auf die versicherte Person (Eignung der versicherten 
Person) zur Erreichung des angestrebten Eingliederungszieles eignen: Ein-
gliederungswirksam kann eine Massnahme nur sein, wenn die betroffene 
Person - bezogen auf die jeweilige Massnahme - selber wenigstens teilwei-
se objektiv eingliederungsfähig und subjektiv eingliederungsbereit ist (ob-
jektive und subjektive Eingliederungsfähigkeit; vgl. SILVIA BUCHER, Einglie-

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derungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 75. N. 124 und S. 278 N. 
539).

4.

4.1 Für die hier massgebliche Zeit ab Erlass der rechtskräftigen Verfü-
gung vom 19. Juli 2013 (act. II 142) ist den Akten im Wesentlich das Fol-
gende zu entnehmen:

4.1.1 Vom 13. August bis 5. September 2013 war der Versicherte in stati-
onärer Behandlung. Im Austrittsbericht vom 10. September 2013 (act. II 
148/2) wurde u.a. eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und 
somatischen Faktoren sowie eine mittelgradige depressive Episode dia-
gnostiziert. Insbesondere die Tagesstruktur sowie die zahlreichen Trai-
ningstherapien hätten zu einem verbesserten Schlafverhalten sowie einer 
Stabili-sierung des alterierten Tag-/Nachtrhythmus geführt. Die Schmerz-
problematik habe sich gesamthaft auch im Vergleich zur stationären Vor-
behandlung deutlich gebessert, die Beschwerden als solche würden nur 
geringfügig li-mitierend wirken. Offensichtlich würden jedoch bezüglich der 
Beurteilung der eigenen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit Vermei-
dungsängste eine entscheidende Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund 
und angesichts der ausgeprägten Dekonditionierung wurde sowohl physio- 
als auch psychotherapeutische Unterstützung des Versicherten in der an-
stehenden Wiedereingliederungsmassnahme empfohlen. Da ein enger 
Zusammenhang zwischen Alkoholgebrauch, Depressivität und fehlender 
Tagesstruktur zu bestehen scheine, sei die Wiedereingliederung als vor-
dringliches Ziel anzusehen (act. II 148/3). 

Am 19. September 2013 (act. II 149) gewährte die IVB Kostengutsprache 
für ein Arbeitstraining vom 30. September bis 22. Dezember 2013.

Wie dem definitiven Schlussbericht der D.________ vom 14. November 
2013 (act. II 158) entnommen werden kann, sei die gesundheitliche Stabi-
lität (psychisch und physisch) des Versicherten zum heutigen Zeitpunkt 
noch nicht konstant. Die berufliche Massnahme sei geprägt gewesen von 
häufigen Absenzen (5 Absenzen innerhalb der ersten 15 Arbeitstage). Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. April 2017, IV/16/64, Seite 9

Absenzen seien vom Versicherten mit seinem fehlenden Tag-/Nacht-Rhyth-
mus, woran auch seine Rückenschmerzen Schuld seien, begründet wor-
den. Es sei veranlasst worden, dass er nur noch nachmittags arbeite. Nach 
diesem Wechsel hätten die Absenzen kurzfristig minimiert werden können 
(1 Absenz auf 10 Arbeitstage). Nach dem Zwischenauswertungsgespräch 
vom 4. November 2013 hätte der Versicherte zwei Tage unentschuldigt 
gefehlt, woraufhin die Massnahme beendet worden sei (S. 2). Vom 5. No-
vember bis zum 10. November 2013 (act. II 156/2) wurde der Versicherte 
von seinem beratenden Arzt Dr. med. C.________ wegen einer akuten 
gesundheitlichen Krise arbeitsunfähig geschrieben.

Mit Mitteilung vom 14. November 2013 (act. II 157) brach die IVB die beruf-
liche Massnahme per 5. November 2013 ab. Sie begründete ihren Ent-
scheid wie folgt: Gemäss Verfügung vom 19. Juli 2013 werde dem Versi-
cherten ein Invaliditätsgrad von 4% bescheinigt und ein Arbeitspensum von 
100% zugemutet. Zur Angewöhnung an den Arbeitsprozess sei ein Arbeits-
training mit sukzessiver Steigerung des Pensums begonnen worden. Die 
Abklärungen hätten ergeben, dass der Versicherte die Massnahme auf-
grund seiner gesundheitlichen Situation seit 5. November 2013 nicht wei-
terführen könne. Aktuell befinde er sich in stationärer Behandlung. Somit 
sei die allfällige Aufnahme von beruflichen Massnahmen bis auf Weiteres 
nicht absehbar. 

4.1.2 Der Case Manager der E.________ führte im Bericht vom 3. De-
zember 2013 (act. II 164) aus, er habe den Versicherten anlässlich des 
Gesprächs vom gleichen Tag in einem sehr stabilen Zustand vorgefunden. 
Er sei klar und präzis in seinem Denken und habe realistische Vorstellun-
gen. Die Rückenschmerzen seien deutlich weniger und der psychische 
Zustand deutlich stabiler. Da „die zur Krisensituation geführten Faktoren“ 
geklärt seien und die Wohnsituation mit Ruhe und Entspannung gewähr-
leistet sei, seien die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Reintegration 
gegeben (S. 1). 

Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, wel-
che den Versicherten während des stationären Aufenthalts vom 13. bis 
zum 28. November 2013 psychiatrisch betreute und bei welcher er im An-
schluss eine ambulante psychiatrische Behandlung in Anspruch nahm, er-

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achtete im Bericht vom 7. Dezember 2013 (act. II 163) die berufliche Rein-
tegration und deren anhaltenden Erfolg als wesentliche Massnahme für ei-
ne dauerhafte Stabilisierung. Der Unfall vom 7. September 2005 und die in 
der Folge aufgetretene LWS-Schmerz-Symptomatik seien primär soma-
tisch bedingt gewesen. Die hierdurch hervorgerufene Arbeitsunfähigkeit ha-
be zu einer Reihe von Folgeveränderungen im Sinne einer somato-psychi-
schen Krankheitsverarbeitung geführt. Hierbei seien u.a. die fehlende Ta-
gesstruktur, die Entwicklung einer depressiven Symptomatik und einer 
Sucht-Problematik zu nennen. Unter stationären integrierten Therapie-
massnahmen wie auch einer antidepressiven Medikation sei es zu einer bis 
dato anhaltenden Verbesserung des psychischen Empfindens als auch der 
Schmerzproblematik gekommen (S. 1).

Am 11. Dezember 2013 (act. II 162) forderte der Versicherte aufgrund der 
Stabilisierung seines Zustandes die Wiederaufnahme der beruflichen 
Massnahmen. Die IVB machte den Versicherten am 6. Februar 2014 (act. II 
167) auf seine Schadenminderungspflicht aufmerksam, forderte ihn auf, an 
den vorgesehenen Eingliederungsmassnahmen aktiv teilzunehmen und 
wies ihn auf die Folgen der Nichterfüllung hin. Am 13. Februar 2014 (act. II 
171) erteilte sie Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining vom 10. 
Februar bis 4. Mai 2014. 

Gemäss dem definitiven Abschlussbericht der D.________ vom 27. März 
2014 (act. II 174) startete der Versicherte das Belastbarkeitstraining am 
10. Februar 2014 regulär mit einem Pensum von 2 Stunden pro Tag an 5 
Tagen pro Woche. Er habe diese Anforderungen dank häufiger Körperposi-
tionswechsel gemeistert. Trotz dieser Wechsel habe er gemäss eigener 
Aussage an wiederkehrenden Rückenschmerzen gelitten, welche er seit 
seiner Rückenoperation kenne. Diese hätten auch seinen Schlafrhythmus 
beeinträchtigt. In der vierten Woche habe der Versicherte seine Präsenz-
zeit auf 2.5 Stunden pro Tag gesteigert. In der fünften Woche habe er drei 
Tage gefehlt. In der sechsten Woche habe er sich für Montag wieder ab-
gemeldet. Im Anschluss sei ein Arztzeugnis einverlangt worden (act. II 
174/2). In der Folge wurde der Versicherte von Dr. med. C.________ für 
die Zeit vom 14. bis 31. März 2014 zu 100% arbeitsunfähig geschrieben. 
Als Grund für die Arbeitsunfähigkeit gab der Arzt den Unfall aus dem Jahre 

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2005 an (act. II 174/9-10). Anlässlich des Gesprächs vom 20. März 2014 
sei dem Versicherten mitgeteilt worden, dass er seine Arbeit am 21. März 
2014 wieder aufnehmen müsse, ansonsten die Massnahme abgebrochen 
würde. Da er zum vereinbarten Zeitpunkt nicht erschienen sei, sei die 
Massnahme per 21. März 2014 abgebrochen worden (act. II 174/2).

Mit Vorbescheid vom 7. April 2014 (act. II 177) stellte die IVB dem Versi-
cherten in Aussicht, da aufgrund seines subjektiven Gesundheitszustandes 
zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich seien, den Anspruch hier-
auf zu verneinen.

4.1.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
5. August 2014 (act. I 17) einen Status nach Metallentfernung L5/S1 beid-
seits am 3. Juni 2014. Der Versicherte berichte, dass die Wunden reizlos 
verheilt seien. Die Schmerzen im Rücken vor allem linksseitig lumbogluteal 
seien aber unverändert wie präoperativ. Er habe keine Perspektiven. 
Dr. med. G.________ attestierte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und führ-
te aus, er wüsste nicht, wie man den Versicherten aktuell in einen Arbeits-
prozess wieder reintegrieren könnte.

Im von der E.________ eingeholten polydisziplinären Gutachten der Be-
gutachtungsstelle H.________ (MEDAS) vom 15. August 2014 (Versand-
datum; vgl. act. I 13 ff.) wurden u.a. ein chronisches lumbovertebrales und 
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, eine leichte depressive Episode 
(ICD-10 F32.0) sowie ein chronisches Schmerzsyndrom mit somatischen 
und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) diagnostiziert (act. I 15 S. 18 
f.). Aus polydisziplinärer Sicht bestehe ab dem 17. Juni 2014 eine 90%-ige 
Arbeitsfähigkeit (S. 20). Anlässlich der orthopädisch-traumatologischen 
Untersuchung in der MEDAS habe der Versicherte permanente tieflumbale 
Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das linke Bein beklagt. Diese seien 
im Liegen erträglich und beim Stehen und Umhergehen sowie bei Rücken-
belastungen exacerbierend und im Übrigen witterungsabhängig. Er könne 
nicht lange sitzen und benötige ca. stündlich Bewegungspausen (S. 29 Ziff. 
2.1). Wie der Versicherte angegeben habe, sei nach der Implantatentfer-
nung L5/S1 dorsal im Juni 2014 eine wesentliche zusätzliche Beschwerde-
besserung nicht eingetreten (S. 30). Er könne sich seine bisherige Tätigkeit 

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(überwiegend Administration und somit sitzend auszuüben) beschwerde-
bedingt nicht mehr vorstellen. Vorerst könne er sich keine berufliche Tätig-
keit vorstellen (S. 31). Bei der neurologischen Untersuchung gab der Versi-
cherte an, die Schmerzen seien etwa seit einem Jahr unverändert, auch 
nach der Implantatentfernung im Juni 2014 (S. 39). Gegenüber dem psych-
iatrischen Gutachter gab er an, er könne sich eine Wiederaufnahme einer 
Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorstellen, dies setze aber vor-
aus, dass er eine nachhaltige Linderung seiner noch bestehenden Be-
schwerden erfahre (S. 50 Ziff. 2.5). Die beschriebene Symptomatik lasse 
sich gemäss interdisziplinärer Konsensbesprechung in einen engen Kon-
takt mit zahlreichen psychosozialen Belastungsfaktoren (z.B. Langzeitar-
beitslosigkeit, zurückliegende Partnerkonflikte, ungewisse berufliche Per-
spektive) bringen (S. 23 Ziff. 5). 

Am 17. November 2014 (act. II 181) teilte der behandelnde Arzt Dr. med. 
C.________ mit, seit der Rückenoperation seien die chronischen Rücken-
schmerzen nicht besser geworden. 

Gestützt auf das vorerwähnte polydisziplinäre Gutachten der MEDAS stell-
te die E.________ im Zusammenhang mit dem Unfall vom 7. September 
2005 mit Verfügung vom 19. Februar 2015 (act. I 10) die Leistungen für 
Heilbehandlung per 30. Juli 2014 ein, jene für Taggelder per 31. Januar 
2015. Weiter verneinte sie bei einem Invaliditätsgrad von 4.52% einen An-
spruch auf eine Invalidenrente der obligatorischen Unfallversicherung, 
sprach jedoch eine Integritätsentschädigung von 10% zu.

Gemäss dem Bericht des Kompetenzzentrums Wirbelsäulenchirurgie des 
Spitals I.________ vom 17. Juni 2015 (act. I 5) wurde der Versicherte 
schon mehrmals operiert. Er klage über chronische Rückenschmerzen seit 
diesen Operationen und auch ab und zu ausstrahlende Schmerzen im lin-
ken Bein im S1-Dermatom. Er berichte, dass die Schmerzmedikamente 
und Infiltrationen keine signifikante Verbesserung bringen würden. 

Im Schreiben vom 29. Juni 2015 (act. I 9) an die E.________ brachte der 
Versicherte vor, er sei wegen zum Teil unerträglichen Schmerzen, die zwei-
felsfrei mit dem Unfall vom 7. September 2005 in Verbindung zu bringen 
seien, nach wie vor zu 100% arbeitsunfähig geschrieben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. April 2017, IV/16/64, Seite 13

Mit Verfügung vom 25. November 2015 (act. II 184) entschied die IVB wie 
im Vorbescheid vom 7. April 2014 (act. II 177) angekündigt, d.h. sie lehnte 
den Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen ab, da auf-
grund seines subjektiven Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen 
Massnahmen möglich seien.

4.1.4 Prof. Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, erhob im Sprechstundenbe-
richt für Wirbelsäulenchirurgie vom 17. Dezember 2015 (act. I 7) als Befund 
eine ausgeprägte Dolenz im Bereich der paramedianen Inzision auf der 
linken Seite lokal. Es bestehe eine gewisse Schonhaltung. Bezüglich des 
Rückens bestehe wie schon vor fünf Jahren eine persistierend lokale 
Schmerzproblematik linksseitig mit einer Ausstrahlung in das linke Bein. Es 
sei ein Dauerschmerz vorhanden, der im Liegen etwas bessere und unter 
Belastung zunehme.

Dr. med. C.________ führte im Arztzeugnis vom 4. Januar 2016 (act. I 4) 
aus, der Versicherte sei wegen der bekannten Rückenschmerzen ab dem 
9. November 2009 bis zum 3. Februar 2010 zu 50% arbeitsunfähig gewe-
sen, seit dem 4. Februar 2010 bis heute (mit Ausnahmen lediglich für die in 
die Wege geleiteten arbeitsmarktlichen Abklärungen) habe eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Grund hierfür sei der Unfall von 2005. 

4.2 Bezüglich der Eingliederungsfähigkeit ergeben die Akten ein einheit-
liches Bild. Bereits ab Beginn des Arbeitstrainings am 30. September 2013 
kam es mehrfach zu gesundheitsbedingten Absenzen (5 Absenzen in den 
ersten 15 Arbeitstagen). Es wurde festgestellt, dass die gesundheitliche 
Stabilität (psychisch und physisch) nicht konstant war. Die fehlenden Ab-
senzen habe der Beschwerdeführer mit seinem fehlenden Tag-Nacht-
Rhythmus begründet, woran auch seine Rückenschmerzen Schuld seien. 
Aufgrund einer Anpassung der Arbeitszeit konnten die Absenzen anfäng-
lich minimiert werden (1 Absenz auf 10 Arbeitstage). Nachdem der Be-
schwerdeführer unentschuldigt zwei Tage fehlte, wurde die Massnahme 
per 8. November 2013 beendet. Vom 5. bis 10. November 2013 schrieb ihn 
sein behandelnder Hausarzt Dr. med. C.________ vollständig arbeitsun-
fähig (vgl. E. 4.1.1 hiervor). Nach einem stationären Aufenthalt wurde die 
berufliche Massnahme per 10. Februar 2014 wieder aufgenommen. Der 

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Beschwerdeführer startete das Belastbarkeitstraining regulär und meisterte 
die Anforderungen (2 Stunden/Tag an 5 Tagen pro Woche) dank häufiger 
Körperpositionswechsel. Trotz dieser Wechsel habe er gemäss seiner ei-
genen Aussage an wiederkehrenden Rückenschmerzen gelitten. Diese 
Schmerzen kenne er seit seiner Rückenoperation und sie würden auch sei-
nen Schlafrhythmus beeinträchtigen. In der fünften Woche fehlte der Be-
schwerdeführer drei Tage. Dr. med. C.________ attestierte in der Folge 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit ab 14. März bis 31. März 
2014. Als der Beschwerdeführer der Aufforderung, die Arbeit am 21. März 
2014 wieder aufzunehmen, ansonsten die Massnahme abgebrochen wer-
de, nicht nachkam, brach die Beschwerdegegnerin die Massnahme per 21. 
März 2014 ab (vgl. E. 4.1.2 hiervor). 

Aus dem Dargelegten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer ab Herbst 
2013 die verschiedenen Eingliederungsmassnahmen immer wieder unter-
brochen oder abgebrochen hat, mithin aus subjektiver Sicht nicht eingliede-
rungsfähig war. Daran hat sich bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Ver-
fügung vom 25. November 2015 (act. II 184) nichts geändert. So unterzog 
sich der Beschwerdeführer im Juni 2014 einem erneuten operativen Ein-
griff am Rücken. Wie den hierauf folgenden Akten zu entnehmen ist, haben 
die vom Beschwerdeführer geklagten Rückenbeschwerden in der Folge 
nicht gebessert und er hält sich deswegen nicht für arbeitsfähig. So führte 
etwa Dr. med. G.________ am 5. August 2014 (vgl. E. 4.1.3 hiervor) aus, 
er wüsste nicht, wie man den Beschwerdeführer wieder integrieren könne. 
Der behandelnde Arzt Dr. med. C.________ attestierte dem Beschwerde-
führer seit dem 4. Februar 2010 bis heute (d.h. 4. Januar 2016) - mit Aus-
nahmen für die Zeit der arbeitsmarktlichen Massnahmen - eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. E. 4.1.4 hiervor). 

Daran ändern die Aussagen in der Beschwerde nichts, zumal der Be-
schwerdeführer selbst vorbringt, er sei seit Mai 2010 ununterbrochen zu 
100% arbeitsunfähig geschrieben (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. 3). Dass das 
von der E.________ in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten der 
MEDAS vom Juli/August 2014 (vgl. E. 4.1.3 hiervor) eine 90%-ige Arbeits- 
und Erwerbsfähigkeit ab dem 17. Juni 2014 attestiert, ändert nichts am 
Umstand, dass es dem Beschwerdeführer an der für Eingliederungsmass-

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nahmen erforderlichen Voraussetzung der subjektiven Eingliederungs-
fähigkeit fehlt, gab er doch gegenüber den Gutachtern selber an, er könne 
sich aktuell schmerzbedingt keine berufliche Tätigkeit vorstellen und teilte 
er der E.________ am 29. Juni 2015 (vgl. E. 4.1.3 hiervor) mit, er sei nach 
wie vor zu 100% arbeitsunfähig geschrieben.

4.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass dem Beschwerdeführer in Be-
zug auf berufliche Massnahmen die hierfür erforderliche subjektive Einglie-
derungsfähigkeit fehlt. Daher hat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung 
vom 25. November 2015 (act. II 184) zu Recht einen Anspruch auf berufli-
che Massnahmen abgelehnt. Die angefochtene Verfügung ist nicht zu be-
anstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Soweit eine Besserung des Gesundheitszustandes eintreten sollte, kann 
sich der Beschwerdeführer jederzeit bei der Beschwerdegegnerin für beruf-
liche Massnahmen melden, worauf ihn die Beschwerdegegnerin in der an-
gefochtenen Verfügung durch die Formulierung, dass „zur Zeit“ keine beruf-
lichen Massnahmen möglich seien, implizit aufmerksam machte. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen (Art. 
108 Abs. 1 VRPG). Unter Berücksichtigung des gutgeheissenen Gesuchs 
um unentgeltliche Rechtspflege (vgl. prozessleitende Verfügung vom 2. 
März 2016) wird er – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 
123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. April 2017, IV/16/64, Seite 16

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG sowie Umkehrschluss aus Art. 
1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

5.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Verbeiständung bleibt in-
des das amtliche Honorar für Fürsprecher B.________ festzusetzen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 
1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtli-
chen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stunden-
ansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 9. August 2016 macht Fürsprecher B.________ ein 
ordentliches Honorar von Fr. 1‘923.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) geltend, 
was nicht zu beanstanden ist. Entsprechend dem geltend gemachten Auf-
wand von sieben Stunden wird das amtliche Honorar auf Fr. 1'400.-- 
(7 Stunden à Fr. 200.--), zuzüglich Auslagen von Fr. 31.30 und 8% Mehr-
wertsteuer (auf Fr. 1‘431.30) von Fr. 114.50, somit insgesamt auf 
Fr. 1'545.80 festgesetzt und Fürsprecher B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO (Art. 
113 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. April 2017, IV/16/64, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 1‘923.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Fürsprecher B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1'545.80 be-
stimmte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbe-
halten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.