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**Case Identifier:** db26e57f-14d5-5940-b138-af73a6a42004
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.09.2017 720 17 188 / 262
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-188---262_2017-09-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. September 2017 (720 17 188 / 262) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Gichtleiden 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Michael Kull, Advokat, 
Marktplatz 18, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1957 geborene A.____ arbeitete vom 13. Dezember 2004 bis 31. März 2011 bei der 
B.____ AG als Maschinenführer in der Falzerei. Am 1. November 2012 meldete er sich unter 
Hinweis auf Gicht und Rheuma bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug 
von Leistungen an. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle Basel-
Landschaft mit Verfügung vom 9. Mai 2017 einen Leistungsanspruch mangels rentenbegrün-
denden Invaliditätsgrades ab.  
 

 
 
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B. Gegen diese Verfügung reichte A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Kull, 
am 14. Juni 2017 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ein. Er 
beantragte, es sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung eine weitere Abklärung seines 
Gesundheitszustandes vorzunehmen, insbesondere sei ein interdisiziplinäres Gutachten in Auf-
trag zu geben, und es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen; alles unter o/e-Kostenfolge. 
Ausserdem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. In der Begründung wurde 
eine unvollständige und unrichtige Abklärung des medizinischen Sachverhalts gerügt. Das dem 
ablehnenden Rentenentscheid zugrunde liegende Gutachten des Spitals C.____ vom 5. August 
2014 sei nicht beweistauglich, da insbesondere nicht alle Leiden des Versicherten berücksich-
tigt worden seien. Zudem habe sich in der Zwischenzeit der Gesundheitszustand des Versicher-
ten verschlechtert. Beim Einkommensvergleich sei dem Versicherten aufgrund seiner mangel-
haften Deutschkenntnissen, fehlender Berufsausbildung und der Teilzeittätigkeit vom Tabellen-
lohn ein grosszügiger leidensbedingter Abzug zu gewähren. 
 
C. Am 27. Juni 2017 bewilligte das Kantonsgericht dem Versicherten die unentgeltliche 
Prozessführung und Verbeiständung. 
 
D. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 18. August 2017 unter Verweis 
auf die Stellungnahme des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 5. Juli 2017 die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
E. Mit Verfügung vom 31. August 2017 wurde der Fall dem Gericht zur Beurteilung über-
wiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 14. Juni 2017 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist. 
 

 
 
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2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität wird durch eine Beein-
trächtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei 
sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 
IVG; Art. 3 und 4 ATSG).  
 
2.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). 
 
2.4 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-
rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
2.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 

 
 
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3.1 Den medizinischen Akten ist im Wesentlichen zu entnehmen, dass der Versicherte 
erstmals am 10. November 1997 von Dr. med. D.____, FMH Innere Medizin, wegen einer hart-
näckigen und therapieresistenten Arthritis urica am linken Grundzehengelenk zur rheumatologi-
schen Untersuchung an Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, überwiesen wurde. Dieser  
diagnostizierte am 30. Januar 1998 ein prolongierter Gichtschub mit Podagra (= akuter Gichtan-
fall) des linken Grosszehengrundgelenks. Nach entsprechender Medikation sei der Versicherte 
anfalls- und schmerzfrei gewesen. Nach einem erneuten Gichtanfall am rechten Grosszehenge-
lenk im Sommer 2002 schrieb Dr. E.____ den Versicherten vom 15. bis 26. Juli 2002 zu 100 % 
arbeitsunfähig. Ein weiterer Gichtschub am rechten Knie und rechten Oberschenkelgelenk do-
kumentierte Dr. E.____ in seinem Untersuchungsbericht vom 30. Juni 2010. Der Anamnese ist 
zu entnehmen, dass der Versicherte 5 - 6 Gichtschübe pro Jahr habe. Auch Dr. D.____ hielt in 
seinem Überweisungsschreiben vom 2. Februar 2011 fest, dass der Versicherte immer wieder 
Gichtschübe habe, die zu Arbeitsunterbrüchen führten. Dr. E.____ vermerkte in seinem Bericht 
vom 16. Februar 2011, dass der Versicherte seine Gichtanfälle nicht nach der ärztlich empfoh-
lenen Medikation behandle. Bei einer ordnungsgemässen Medikamenteneinnahme sei nur mit 
1 - 2 Anfällen pro Jahr zu rechnen. Mit Bericht vom 20. November 2012 hielt Dr. D.____ fest, 
dass der Versicherte alle 2 - 3 Wochen einen Gichtanfall habe, welcher jeweils einige Wochen 
dauere. Während eines Anfalls sei er zu 100 % arbeitsunfähig. Desgleichen hielt Dr. E.____ in 
seinem Arztbericht vom 26. November 2012 fest, dass der Versicherte nur während eines 
Gichtschubs arbeitsunfähig sei. Ansonsten könne er seine angestammte Tätigkeit als Buchbin-
der uneingeschränkt ausführen. 
 
3.2 In der Stellungnahme vom 14. März 2013 hielt pract. med. F.____, RAD, fest, dass der 
Versicherte seit Jahren an Gichtanfällen leide, welche an Intensität und Häufigkeit zunähmen. 
Eine Beschwerdefreiheit bestehe jeweils nur für wenige Tage. 
 
3.3. Am 1. November 2013 beauftragte die IV-Stelle die rheumatologische Poliklinik, welche 
sich damals noch im Spital C.___ befand und am 19. Dezember 2013 ins Spital G.____ inte-
griert wurde, mit der Begutachtung des Versicherten. Im Gutachten des Spitals G.____ vom 23. 
April/16. Mai/15. August 2014 wurden als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
ein Pes plano valgus (= Knick-Senkfuss) rechtsbetont mit Insuffizienz der Tibialis posterior Seh-
ne, eine rezidivierende Oligoarthritis (Differentialdiagnosen: rezidivierende Gichtarthritis und 
beginnende rheumatoide Arthritis) und eine beidseitige Arthrose am MTP I (Meta-Tarso-
Phalangeal-Gelenk = Grosszehengrundgelenk) aufgeführt. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig-
keit seien die Vorderhornläsion des lateralen Meniskus rechts, die Adipositas und das mikro-
zytäre hypochrome Blutbild. Aufgrund der nachgewiesenen Harnsäurekristalle, der erhöhten 
Harnsäure im Blut und des adipösen Habitus sei von einer Gichtarthritis auszugehen. Es beste-
he die Indikation zur Harnsäuresenkung. Die dauerhaften brennenden Schmerzen über den 
Fussballen könnten mit einer Fussstrahlbelastung und der Insuffizienz der Tibialis posterior 
Sehne erklärt werden. Die Adipositas führe zu einer Mehrbelastung der Gelenke, welche Ursa-
che für die Insuffizienz der Tibialis posterior Sehne und des Knick-Senkfusses sei. Aufgrund 
dieser Beschwerden sei der Versicherte für mittelschwere und schwere körperliche Tätigkeiten 
mit einem Hebe- und Traglimit von 30 kg in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Rein stehen-
de Tätigkeiten sowie solche, die wiederholt Zehen- oder Fersenstand erforderten, seien nicht 

 
 
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möglich. Desgleichen seien ihm aufgrund des unsicheren Stands repetitives Treppensteigen 
und Überkopf-Arbeiten nicht mehr zumutbar. Für eine leichte, mehrheitlich im Sitzen auszu-
übende Verweistätigkeit mit nur gelegentlichem Stehen und für eine rein sitzende Arbeit beste-
he eine volle Arbeitsfähigkeit. Bei einer rein sitzenden Tätigkeit könne der Versicherte auch Ro-
tationsbewegungen ausführen. Bei der Ausübung einer Verweistätigkeit müsse er zudem die 
Möglichkeit haben, häufig kleinere Pausen zu machen. Kauern, Knien und Steigen auf Leitern 
sollten nur gelegentlich bis gar nicht ausgeführt werden müssen. In Bezug auf die Arbeitsfähig-
keit in der angestammten Tätigkeit an der Falzpresse könnten mangels detaillierter Beschrei-
bung der Arbeit keine genauen Angaben gemacht werden. Wenn davon ausgegangen werde, 
dass es sich dabei um eine wechselbelastende Tätigkeit handle, bestehe eine Leistungsein-
schränkung von 5 %. Bei einem akuten Gichtanfall sei keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. 
Eine dauerhafte und langfristige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe jedoch nicht. Auf-
grund der Akten habe dieses Belastungsprofil für die letzten drei Jahre Gültigkeit. Sollte sich in 
Zukunft eine rheumatoide Arthritis entwickeln, sei die Arbeitsfähigkeit neu zu beurteilen. Um 
häufige Fehlzeiten aufgrund der Gichtanfälle zu vermeiden, sei eine kritische Überprüfung der 
harnsäuresenkenden Medikation angezeigt. Die therapeutischen Möglichkeiten seien nicht aus-
geschöpft. Um die Fehlstellung im Bereich des Fusses zu vermeiden, werde eine Einlagenver-
sorgung mit medialem Support dringend empfohlen. Für eine Verbesserung der allgemeinen 
Mobilität sei eine Gewichtsreduktion notwendig. Nahrungs- und Alkoholexzesse sowie eine De-
hydratation seien zu vermeiden. Bei diesen Massnahmen sei eine Verbesserung der Be-
schwerdesymptomatik zu erwarten.  
 
3.4 Pract. med. F.____ führte in ihrer Stellungnahme zum Gutachten des Spitals G.____ am 
22. September 2014 aus, dass die angestammte Tätigkeit des Versicherten als Buchbinder 
häufiges Stehen erfordere, weshalb die im Gutachten attestierte 5%ige Leistungseinschränkung 
im angestammten Beruf zu tief sei. Aufgrund der Gichtproblematik und den arthrotischen Ver-
änderungen im Bereich der Grosszehengelenke sei er als Buchbinder zu 20 % in seiner Ar-
beitsfähigkeit eingeschränkt. Dagegen sei davon auszugehen, dass in einer leichten, wechsel-
belastenden, leidensangepassten Verweistätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. 
 
3.5 Im April 2015 holte die IV-Stelle bei Dr. D.____ einen weiteren Arztbericht ein. Dieser 
bestätigte am 22. April 2015, dass der Versicherte 5 - 6 Gichtanfälle im Jahr habe. Soweit beur-
teilbar, nehme der Versicherte die Medikamente zuverlässig ein. Durch die Gichtschübe, wel-
che beim Versicherten mehrere Wochen dauerten, käme es zu Schwellungen, so dass er keine 
Schuhe tragen könne. Bei sehr starken Schwellungen zögen die Schmerzen bis in die Schulter. 
Während eines solchen Schubs sei die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Zwischen den Anfällen 
klage der Versicherte neu über Schwindel und starke Schmerzen unter anderem an den Füssen 
und der linken Schulter. Die Beeinträchtigungen an der linken Schulter verminderten die Leis-
tungsfähigkeit des Versicherten dauerhaft. Aufgrund dieser Schulterschmerzen sei die Ausfüh-
rung einer schweren Arbeit nicht mehr zumutbar. Das genaue Belastungsprofil müsste aber 
arbeitsmedizinisch abgeklärt werden. 
 
3.6 Am 23. April 2015 berichtete Dr. med. H.____, FMH Rheumatologie und FMH Allgemei-
ne Innere Medizin, dass er den Versicherten vom 2. April 2013 bis 6. August 2013 behandelt 

 
 
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habe. In der Anamnese hielt er fest, dass der Versicherte im Jahr 2013 alle 15 - 20 Tage Gicht-
anfälle gehabt habe. Da die Harnsäurewerte dauernd erhöht seien, sei von einer mangelhaften 
Compliance des Versicherten auszugehen. Bei einer konsequenten Medikamenteneinnahme 
sei aus rheumatologischer Sicht keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu erwar-
ten.  
 
3.7 In der Aktennotiz vom 24. November 2015 berichtete die RAD-Ärztin F.____, dass ge-
mäss den telefonischen Angaben von Dr. D.____ der Versicherte im Jahr 2015 im Januar, Feb-
ruar und April einen Gichtschub gehabt habe. 
 
3.8 Dr. D.____ listete in seinem Bericht vom 4. Dezember 2015 die Konsultationen des Ver-
sicherten bei ihm auf. Danach sei der Versicherte erstmals am 5. März 2012 wegen eines 
Gichtanfalls am linken Fuss bei ihm in Behandlung gewesen. Danach folgten Konsultationen 
am 23. April 2012 (linkes Oberschenkelgelenk), 4., 7., 13. und 28. September 2012, 16., 23. 
und 30. Oktober 2012 (linker Fuss), 9. November 2012, 1. Februar 2013, 6. und 11. Juni 2013 
(linker Fuss und Lumbalgie), 8. und 16. Juli 2014 (Fussschwellungen und Knie), 21. April 2014 
(Schwindel, Schmerzen an der linken Schulter), 23. Januar 2015 (beide Kniegelenke), 18. Juni 
2015 (Husten) und 17. Juli 2015 (Husten). Gemäss den Angaben des Versicherten habe er seit 
1986/87 alle 2 - 3 Wochen Gichtanfälle. 
 
3.9 In der RAD-Stellungnahme vom 5. Juli 2017 hielt pract. med. F.____ daran fest, dass 
dem Gutachten des Spitals G.____ voller Beweiswert zukommt, weshalb darauf abzustellen sei. 
Die neuen geklagten Leiden wie Schwindel, die diskrete Skoliose, die Meniskusläsion, der 
Druckschmerz an der Achillessehne seien entweder ohne auffälligen Befund oder hätten keinen 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die belastungsabhängigen Fussschmerzen seien auf die 
Gichterkrankung zurückzuführen.  
 
4.1.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das 
Gutachten des Spitals G.____ vom 23. April/16. Mai/15. August 2014 ab. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass es dem Versicherten zuzumuten ist, eine körperlich leichte, wechselbelastende 
Tätigkeit mit gelegentlichem Stehen und überwiegendem Sitzen zu 100 % auszuführen. Eine 
länger anhaltende Arbeitsunfähigkeit bestehe aufgrund des Gichtleidens nicht. Diese Zumut-
barkeitsbeurteilung erweist sich in Bezug auf die Gichterkrankung als zu wenig differenziert. 
Zwischen den begutachtenden und behandelnden Ärzten besteht Einigkeit, dass in schubfreien 
Zeiten in einer leichten, mehrheitlich oder rein sitzenden leidensangepassten Verweistätigkeit 
keine und während eines Gichtanfalls aufgrund der Schmerzen und Schwellungen eine volle 
Arbeitsunfähigkeit besteht (vgl. dazu Gutachten des Spitals G.____, Bericht von Dr. D.____ 
vom 22. April 2015 und auch Stellungnahme von pract. med. F.____ vom 22. September 2014). 
Zur Häufigkeit und Dauer eines Gichtanfalls äussern sich die Ärzte unterschiedlich. In einigen 
Arztberichten ist von 5 - 6 jährlichen Anfällen die Rede (vgl. Berichte von Dr. E.____ vom 
30. Juni 2010 und von Dr. D.____ vom 22. April 2015). Gemäss anderen soll der Versicherte 
alle 2 - 3 Wochen (vgl. Berichte von Dr. H.____ vom 23. April 2015 sowie von Dr. D.____ vom 
20. November 2012 und vom 4. Dezember 2015) Schübe gehabt haben. Im Gutachten des Spi-
tals G.____ wurde in der Anamnese ausgeführt, dass der Versicherte zu Beginn seiner Gichter-

 
 
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krankung an 1 - 2 Anfälle pro Jahr gelitten habe. Danach hätten sich die Schübe deutlich ge-
steigert. Von welcher Anzahl an Gichtanfällen die Experten letztendlich ausgingen, ist dem Gut-
achten des Spitals G.____ nicht eindeutig zu entnehmen. Über die Dauer eines Gichtanfalls 
berichtete einzig Dr. D.____ in seinen Beurteilungen vom 20. November 2012 und 4. Dezember 
2015, wonach sich ein Schub über Tage bis einige Wochen hinziehe. Zu diesen Angaben ist zu 
bemerken, dass sie vorwiegend auf die Aussagen des Versicherten beruhen, da dieser nicht bei 
jedem Schub den Arzt aufsuchte. Aufgrund der unterschiedlichen Äusserungen zur Häufigkeit 
und Dauer der Gichtschübe in den Arztberichten stellt sich die Frage, ob vorliegend überhaupt 
noch eine Arbeitsfähigkeit vorliegt. Denn wenn der Versicherte mehr als 6 Monate im Jahr voll-
ständig arbeitsunfähig ist, ist von einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 
ATSG auszugehen (vgl. dazu UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2015, 
S. 129). Sollte ein Gichtanfall tatsächlich 4 - 6 Wochen dauern, so wäre der Versicherte unter 
der Annahme von 5 - 6 Anfällen zwischen 20 und 36 Wochen, also gegebenenfalls mehr als 
6 Monate im Jahr, arbeitsunfähig. Selbst bei 2 - 3 jährlichen Gichtschüben wäre der Versicherte 
insgesamt bis zu 18 Wochen, d.h. mehr als 4 Monate im Jahr, in seiner Arbeitsfähigkeit einge-
schränkt. Demzufolge bilden Anzahl und Dauer der Schübe einen wesentlichen Faktor, um die 
Arbeitsfähigkeit des Versicherten beurteilen zu können. Die Gutachter des Spitals G.____ tra-
gen diesem Faktor keine Rechnung, gelten doch ihre Ausführungen zur Arbeits- bzw. Erwerbs-
fähigkeit lediglich für anfallsfreie Zeiten. Da die Angaben über die Häufigkeit und Dauer eines 
Schubes auf den subjektiven Angaben des Versicherten beruhen, sind auch die übrigen Arztbe-
richte für eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht geeignet. Daraus ergibt sich, 
dass auf das Gutachten des Spitals G.____ und die vorliegenden medizinischen Berichte man-
gels Vollständigkeit nicht abgestellt werden kann.  
 
4.1.2 Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die Gutachter des Spitals G.____ aufgrund des po-
sitiven Rheumafaktors die Differentialdiagnose einer beginnenden rheumatoiden Arthritis in den 
Raum stellten (vgl. Seite 13 des Gutachtens). Dazu hielten sie fest, dass es unter Berücksichti-
gung der geklagten Schwellungen an den Händen möglich sei, dass der Versicherte sowohl an 
Gicht als auch an einer rheumatoiden Arthritis leide. Sollten sich in einem späteren Zeitpunkt 
neue Schwellungen zeigen, sei bei bestätigter Diagnose einer rheumatoiden Arthritis die Ar-
beitsfähigkeit neu zu beurteilen. Ein Jahr nach Vorliegen des Gutachtens des Spitals G.____ 
stellte Dr. D.____ am 22. April 2015 fest, dass der Versicherte nun auch über Schmerzen an 
der linken Schulter klage, welche nicht nur während eines Gichtanfalls beständen. Dr. D.____ 
kam zum Schluss, dass diese Schulterbeschwerden die Arbeitsfähigkeit des Versicherten dau-
erhaft einschränkten. Ob die Beeinträchtigungen an der Schulter mit einer rheumatoiden Arthri-
tis im Zusammenhang stehen, geht aus seinem Bericht nicht hervor. Es stellt sich daher die 
Frage, ob der von den Gutachtern des Spitals G.____ beschriebene Fall eingetreten ist, der 
eine weitere Abklärung in Bezug auf das Vorliegen einer rheumatoiden Arthritis erfordert.  
 
4.2 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorhandene Aktenlage keine abschliessende Beurtei-
lung des Rentenanspruchs des Versicherten zulässt. Die Abklärungsergebnisse aus dem Ver-
waltungsverfahren sind mit andern Worten nicht ausreichend beweiskräftig, der relevante medi-
zinische Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Demzufolge ist die angefochtene Ver-
fügung vom 9. Mai 2017 aufzuheben. Die IV-Stelle, an welche die Angelegenheit zurückzuwei-

 
 
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sen ist, hat den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Versicherten nochmals gut-
achterlich abklären zu lassen. Zur Abklärung der Häufigkeit und der Dauer der Gichtschübe 
empfiehlt sich eine mehrmonatige Verlaufsbeobachtung. In dieser Hinsicht ist der Versicherte 
auf seine Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG hinzuweisen, wonach er sich zumut-
baren ärztlichen oder fachlichen Untersuchungen zu unterziehen hat. Gleichzeitig ist zu prüfen, 
ob die neu aufgetretenen Schulterbeschwerden auf eine rheumatoide Arthritis zurückzuführen 
sind (vgl. Erwägung 5.1.2). Da der Versicherte - entgegen der Annahme der RAD-Ärztin in ihrer 
Stellungnahme vom 5. Juli 2017 nicht nur im Jahr 2010, sondern 5 Jahre später erneut über 
Schwindel klagte, sind auch in dieser Hinsicht entsprechende Untersuchungen notwendig. Ge-
stützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzlichen medizinischen Abklärungen wird die IV-Stelle an-
schliessend über den Rentenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegen-
de Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
5.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Beim 
Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den 
Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung 
auf und weist es die Angelegenheit  zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Be-
schwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der 
unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei 
grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu be-
achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht inte-
ressierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, 
dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden.  
 
5.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteientschädi-
gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten machte in 
seiner Kostennote vom 1. September 2017 einen Aufwand von 19 Stunden geltend. Hiervon ist 
der für das vorinstanzliche Einspracheverfahren ausgewiesene Aufwand von 2,5 Stunden ab-
zuziehen. Zudem befindet sich in der Honorarnote eine Bemühung im Umfang von 0,5 Stunden, 
welche auf den Kontakt des Rechtsvertreters mit der Rechtsschutzversicherung des Versicher-
ten zurückzuführen ist. Solche Aufwände würden im Falle einer nicht rechtsschutzversicherten 
Person nicht anfallen und müssen daher unberücksichtigt bleiben. Nach Abzug von insgesamt 
3 Stunden verbleibt ein Stundenaufwand von 16 Stunden, welcher sich in Anbetracht der sich 
stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen zwar als hoch, jedoch noch als knapp angemessen 
erweist. Dieser Aufwand ist zum in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur 
Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Zu kürzen sind des-
gleichen die ausgewiesenen Auslagen im Zusammenhang mit dem Einspracheverfahren in Hö-

 
 
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he von Fr. 21.55. Die übrigen Auslagen in der Höhe von Fr. 35.65 sind nicht zu beanstanden. 
Dem Versicherten ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4‘358.50 (16 Stun-
den à Fr. 250.-- + Fr. 35.65 inkl. 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
6.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
6.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
6.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil K. des 
Bundesgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil K. des Bundesge-
richts vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 
 

  

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 9. Mai 2017 aufgehoben und die Ange-
legenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zu-
rückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4'358.50 (inkl. Auslagen und 8 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.