# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72ad990d-000a-513c-ac66-7b0c1d24f05c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 27.02.2024 HG230158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG230158_2024-02-27.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich
  

Geschäfts-Nr.: HG230158-O U/ei

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Stephan Mazan, Vizepräsident, und Roland 

Schmid, Handelsrichter Patrik Howald, Handelsrichterin Verena Prei-

sig und Handelsrichter Marco La Bella sowie die Gerichtsschreiberin 

Zoë Biedermann

Urteil vom 27. Februar 2024

in Sachen

A._____ LLP, 
Klägerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____

gegen

B._____ SE, 
Beklagte

betreffend Forderung

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Rechtsbegehren:
(act. 1 S. 2)

"1) Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin zu bezahlen:
a. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 6. Mai 2022
b. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 3. Juli 2022
c. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 6. September 2022
d. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 6. Oktober 2022
e USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 6. November 2022
f. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 8. April 2023
g. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 5. Mai 2023
h. USD 50'000 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 5. Juli 2023.

2) Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuz. MWST) zulasten 
der Beklagten."

Sachverhalt und Verfahren

A. Sachverhaltsübersicht

a. Parteien und ihre Stellung

Die Klägerin ist eine Personengesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in 

C._____, D._____ [Land in Zentralasien]. Sie ist darauf spezialisiert, Unternehmen 

zu Werbezwecken den Zugang zu berühmten Personen zu verschaffen (act. 1 

Rz. 3; act. 2/2). Die Beklagte ist eine Europäische Aktiengesellschaft mit Sitz in 

E._____, F._____. Sie bezweckt insbesondere die Entwicklung, Erprobung, Pro-

duktion und Vermarktung von Fahrzeugen aller Art (act. 1 Rz. 4; act. 2/3).

b. Prozessgegenstand

Die Beklagte lancierte am 5. Mai 2022 ihr neues Automodell "G._____". Ausserdem 

beschloss sie, sich durch Fusion mit der Gesellschaft "H._____ Corp." an der Börse 

von New York kotieren zu lassen. Um für diese beiden Projekte die notwendige 

Öffentlichkeit zu erreichen, verpflichtete sie Herrn I._____ (nachfolgend I._____) 

als Markenbotschafter. Der Kontakt zu I._____ erfolgte über die Klägerin, welche 

den Vertrag vom 3. März 2022/7. April 2022/12. April 2022 zwischen der J._____ 

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Ltda. (nachfolgend: J._____) und der Beklagten vermittelte (act. 1 Rz. 5 ff.; 

act. 2/1). Der Vertrag verpflichtet I._____ während drei Jahren als Markenbotschaf-

ter, wofür er pro Jahr mit USD 3 Mio. entschädigt wird. Die Beträge sind in sechs 

Raten à USD 500'000.– geschuldet. Für die Vermittlung des Vertrages wird die Klä-

gerin mit 10 % der Summe des Hauptvertrages entschädigt, d.h. ebenfalls mit je-

weils sechs jährlichen Raten à USD 50'000.–. Die Klägerin macht geltend, bloss 

die erste Rate von USD 50'000.– von der Beklagten erhalten zu haben. Sie verlangt 

mit der Klage die Bezahlung der zweiten bis neunten Rate (act. 1 S. 2, Rz. 11 ff.).

B. Prozessverlauf

Am 10. August 2023 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin hierorts ihre Klage 

ein (act. 1; act. 2/1-15). Mit Verfügung vom 14. August 2023 wurde der Klägerin 

Frist zu Zahlung eines Kostenvorschusses sowie Nachfrist zur Einreichung eines 

vollständigen Beilagenverzeichnisses und einer streitbezogenen, aktuellen Voll-

macht angesetzt (act. 3). Nach Bezahlung des Kostenvorschusses und Nachrei-

chung des Beilagenverzeichnisses und der Vollmacht wurde der Beklagten mit Ver-

fügung vom 20. September 2023 Frist zur Klageantwort angesetzt. Gleichzeitig 

wurde sie zur Bezeichnung eines Zustellungsdomizils in der Schweiz oder Bezeich-

nung eines Rechtsvertreters aufgefordert, unter Androhung, dass im Säumnisfall 

weitere Zustellungen durch Publikation erfolgen würden (act. 5; act. 7; act. 8). 

Diese Verfügung wurde der Beklagten rechtshilfeweise am 18. Oktober 2023 zuge-

stellt (act. 9B). Nachdem innert Frist keine Klageantwort beim hiesigen Gericht ein-

gegangen war, wurde der Beklagten mit Verfügung vom 11. Januar 2024 eine kurze 

Nachfrist angesetzt, unter Androhung, dass bei Säumnis ein Endentscheid getrof-

fen werden könne (act. 10). Die Zustellung an die Beklagte erfolgte durch Publika-

tion im Schweizerischen Handelsamtsblatt (act. 13). Auch diese Frist liess die Be-

klagte ungenutzt verstreichen.

Da sich die Angelegenheit – wie zu zeigen sein wird – als spruchreif erweist, ist 

androhungsgemäss darüber zu entscheiden (Art. 223 Abs. 2 ZPO).

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Erwägungen

1. Formelles

1.1. Zustellung

Die Zustellung von Vorladungen, Verfügungen und Entscheiden erfolgt durch ein-

geschriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung 

(Art. 138 Abs. 1 ZPO). Ist eine Zustellung unmöglich oder mit ausserordentlichen 

Umtrieben verbunden, erfolgt die Zustellung durch Publikation im kantonalen Amts-

blatt oder im Schweizerischen Handelsamtsblatt. Diesfalls gilt die Zustellung am 

Tag der Publikation als erfolgt (Art. 141 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 ZPO).

Die Verfügungen vom 14. August 2023 und 20. September 2023 wurden der Be-

klagten auf dem Weg der internationalen Rechtshilfe am 18. Oktober 2023 zuge-

stellt (act. 3; act. 8; act. 9B). Mangels Bekanntgabe eines Rechtsvertreters oder ei-

ner Zustelladresse in der Schweiz, erfolgte die Zustellung der Verfügung vom 

11. Januar 2024 androhungsgemäss durch Publikation im Schweizerischen Han-

delsamtsblatt (act. 10; act. 13). Sämtliche Zustellungen an die Beklagte erfolgten 

damit rechtsgenügend.

1.2. Versäumte Klageantwort

Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageantwort 

einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Dabei gelten die Tat-

sachenbehauptungen der klagenden Partei als unbestritten (LEUENBERGER, in: Sut-

ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-

zessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 223 N 5). Damit eine Angelegenheit spruchreif ist, 

muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraus-

setzungen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt werden kann. Steht 

dem Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchreife, dass der Kla-

gegrund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinreichend substantiiert 

ist und – darüber hinaus – dass das Gericht an der Richtigkeit der klägerischen 

Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Un-

ter den gegebenen Umständen ist, wenn es die klägerische Sachdarstellung er-

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laubt, nach dem Klagebegehren zu erkennen, andernfalls ist die Klage abzuweisen. 

Dabei hat das Gericht auch rechtshemmende, rechtshindernde und rechtsaufhe-

bende Tatsachen zu berücksichtigen, soweit sie in der Klage selbst angeführt sind. 

Andere Tatsachen, die aus den Akten ersichtlich sind, dürfen nur insoweit berück-

sichtigt werden, als es für das Vorhandensein der von Amtes wegen zu prüfenden 

Prozessvoraussetzungen von Bedeutung ist (Art. 60 ZPO). An der erforderlichen 

Spruchreife fehlt es insbesondere dann, wenn das Klagebegehren oder die Begrün-

dung der Klage (noch) unklar, unbestimmt oder offensichtlich unvollständig ist 

(Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die Klagebegründung in erheblichem Masse als 

unglaubhaft erscheint und es darüber Beweis erheben will (Art. 153 Abs. 2 ZPO; 

WILLISEGGER, in: Spühler/Tenchio/Infanger, Basler Kommentar, Schweizerische Zi-

vilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 223 N 20 ff., m.w.H.).

1.3. Prozessvoraussetzungen

1.3.1. Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt 

sind (Art. 60 ZPO). Prozessvoraussetzungen sind insbesondere die sachliche und 

örtliche Zuständigkeit (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO).

1.3.2. Die Klägerin hat ihren Sitz in C._____ (D._____), die Beklagte hat ihren Sitz 

in E._____ (F._____). Damit liegt ein internationaler Sachverhalt vor. Anwendbar 

zur Bestimmung der örtlichen Zuständigkeit sind somit das Bundesgesetz über das 

Internationale Privatrecht (IPRG) sowie die einschlägigen Staatsverträge, nament-

lich das Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung 

und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen vom 30. Okto-

ber 2007 (LugÜ).

Der streitgegenständliche Vertrag zwischen der Beklagten und der J._____, ver-

mittelt durch die Klägerin, vom 3. März 2022/7. April 2022/12. April 2022 (act. 2/1; 

nachfolgend 'Talent Agreement') enthält in Ziff. 18 lit. c eine schriftliche Gerichts-

standsklausel, worin die Parteien für Streitigkeiten im Zusammenhang mit dieser 

Vereinbarung die Gerichte der Stadt Zürich für ausschliesslich zuständig erklären 

("Any controversies or disputes arising out of or relating to this Agreement shall be resolved exclu-

sively in either the state or federal courts located in the City of Zurich, […]"). Diese Gerichts-

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standsklausel erfüllt die Voraussetzungen von Art. 23 Abs. 1 LugÜ, womit das Han-

delsgericht Zürich örtlich zuständig ist.

1.3.3. Die sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts ist ebenfalls gegeben, da 

die Parteien in einem mit dem schweizerischen Handelsregister vergleichbaren, 

ausländischen Register eingetragen sind, die Streitigkeit die geschäftliche Tätigkeit 

der Parteien betrifft und der Streitwert CHF 30'000.– übersteigt (Art. 6 Abs. 2 ZPO 

i.V.m. § 44 lit. b GOG).

1.4. Anwendbares Recht

In Ziff. 18 lit. c des 'Talent Agreements' haben die Parteien ausdrücklich eine 

Rechtswahl zugunsten schweizerischen Rechts getroffen ("This Agreement shall be go-

verned by and construed in accordance with the laws of Switzerland […]"), weshalb dieses vor-

liegend zur Anwendung kommt (act. 2/1; Art. 116 IPRG).

2. Sachverhalt

2.1. Einleitung

Gemäss der unbestritten gebliebenen Darstellung der Klägerin, an deren Richtig-

keit zu zweifeln kein Anlass besteht (Art. 153 Abs. 2 ZPO), und in Übereinstimmung 

mit den von ihr eingereichten Urkunden (act. 2/1-15), ist von folgendem Sachver-

halt auszugehen:

2.2. Ausgangslage

Die Klägerin ist darauf spezialisiert, Unternehmen zu Werbezwecken den Zugang 

zu berühmten Persönlichkeiten zu verschaffen. Sie hat der Beklagten den Kontakt 

zu I._____ beziehungsweise dessen Gesellschaft, J._____, vermittelt (act. 1 

Rz. 10; act. 2/1 Ziff. 2). Die Klägerin macht die bis zur Klageeinleitung ausstehende, 

fällige Entschädigung für die Vermittlungstätigkeit aus dem 'Talent Agreement' gel-

tend (act. 1 S. 2, Rz. 11 ff.).

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2.3. Das 'Talent Agreement' vom 3. März 2022/7. April 2022/12. April 2022

Das 'Talent Agreement' sieht vor, dass sich I._____ für drei Jahre als Markenbot-

schafter der Beklagten verpflichtet, wofür er pro Jahr mit USD 3 Mio. entschädigt 

wird. Die Beträge sind jeweils in sechs Raten à USD 500'000.– geschuldet. Die 

erste Rate wurde mit Zustandekommen des Vertrages am 7. April 2022 fällig, die 

restlichen Raten bis zum Zeitpunkt der Klageeinleitung wie folgt (act. 2/1 Ziff. 9):

 zweite Rate: 5. Mai 2022
 dritte Rate: 5. Juli 2022
 vierte Rate: 5. September 2022
 fünfte Rate: 5. Oktober 2022
 sechste Rate: 5. November 2022
 siebte Rate: 7. April 2023
 achte Rate: 5. Mai 2023
 neunte Rate: 5. Juli 2023

Für die Vermittlung des Vertrages wird die Klägerin mit 10 % der Summe des 

Hauptvertrages entschädigt, d.h. ebenfalls mit jeweils sechs jährlichen Raten à 

USD 50'000.–, welche zu denselben Terminen fällig werden (act. 2/1 Ziff. 9 lit. c). 

Die Klägerin macht geltend, bloss die erste Rate von USD 50'000.– von der Be-

klagten erhalten zu haben und verlangt die Zahlung der zweiten bis neunten Rate 

aus dem 'Talent Agreement' (act. 1 S. 2, Rz. 11 ff.).

2.4. Mahnung der Klägerin

Die Klägerin hat sich ab dem 5. Mai 2022 bei Herrn K._____, Vorsitzender des 

Verwaltungsrates der Beklagten, nach dem Verbleib der Zahlungen erkundigt, wo-

bei sie mehrfach vertröstet wurde (act. 1 Rz. 4, Rz. 15 ff.; act. 2/12). Am 1. März 

2023 mahnte die Klägerin über ihren damaligen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt 

X1._____, die ausstehenden Beträge von damals USD 300'000.– (Raten zwei bis 

sieben; act. 1 Rz. 30; act. 2/13). Die Beklagte antwortete, die Leistungen von 

I._____ seien nicht zufriedenstellend erfolgt und bis zur zufriedenstellenden Leis-

tung würden auch keine Zahlungen an die Klägerin erbracht (act. 1 Rz. 32; 

act. 2/14). Am 30. April 2023 [recte: 30. März 2023] wurde der Beklagten eine wei-

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tere Frist bis 10. April 2023 angesetzt, für die Zahlung der ausstehenden Beträge, 

welche unbenutzt verstrichen ist (act. 1 Rz. 34; act. 2/15). Die Beklagte wirbt nach 

wie mit der Person von I._____, sowohl auf Social Media als auch in den Dokumen-

ten betreffend die Kotierung an der New Yorker Börse (act. 1 Rz. 7 ff., Rz. 33; 

act. 2/4-11).

3. Rechtliches

Durch den Mäklervertrag verpflichtet sich der Auftraggeber, dem Mäkler ein Entgelt 

zu leisten, wenn dessen Tätigwerden zum Abschluss des vom Auftraggeber ange-

strebten Vertrags führt oder beiträgt (Art. 412 Abs. 1 OR). Der Mäklerlohn ist ver-

dient, sobald der Vertrag infolge des Nachweises oder der Vermittlung des Mäklers 

zustande gekommen ist (Art. 413 Abs. 1 OR). Diese Bestimmung untersteht der 

Dispositionsfreiheit, weshalb die Parteien die Zahlung von weiteren Bedingungen 

abhängig machen oder die Fälligkeit abweichend vereinbaren können (BGE 106 II 

224 E. 5).

4. Würdigung

4.1. Qualifikation, Gültigkeit und Anspruch aus dem 'Talent Agreement'

Die Klägerin hat unbestrittenermassen den Kontakt zu I._____ hergestellt und so 

zum erfolgreichen Abschluss des 'Talent Agreements' beigetragen. Im Vertrag 

selbst wird sie als "Intermediary", d.h. Vermittlerin, bezeichnet (act. 2/1). Ausser-

dem wird vorgesehen, dass sie für ihre Vermittlungstätigkeit mit 10 % des Entgel-

tes, welches mit J._____ vereinbart wurde, entschädigt werden soll. Insofern ist mit 

der Klägerin davon auszugehen, dass es sich um einen gültig abgeschlossenen 

Mäklervertrag handelt. Die Parteien sind von der gesetzlichen Regelung der Fällig-

keit des Mäklerlohns abgewichen, indem sie vereinbart haben, dass dieser der Klä-

gerin – wie die Vergütung an J._____ – ebenfalls über drei Jahre hinweg in sechs 

monatlichen Raten ausbezahlt werden soll. Eine solche abweichende Regelung ist 

zulässig.

Die Klägerin hat dargelegt, dass ihr der bis zur Klageeinreichung verfallene, ausste-

hende Mäklerlohn von acht Raten à USD 50'000.– zusteht (act. 1 Rz. 10 ff.; act. 2/1 

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Ziff. 9 lit. b und lit. c). Ausserdem ist erstellt, dass die Beklagte bis zur Klageeinlei-

tung mit I._____ geworben hat (act. 1 Rz. 7 ff.; act. 2/4-11). Entsprechend schuldet 

die Beklagte der Klägerin das vertraglich vereinbarte Entgelt, was durch den Um-

stand, dass die erste Rate bezahlt wurde, noch verdeutlicht wird.

4.2. Verzugszins

Die Klägerin macht geltend, bei den vertraglich vereinbarten Zahlungsdaten der 

Raten handle es sich um Verfalltage im Sinne von Art. 102 Abs. 2 OR, weshalb die 

Forderungen nicht nur fällig seien, sondern sich die Beklagte ohne weitere Mah-

nung jeweils in Verzug befunden habe (act. 1 Rz. 40). Dieser Einschätzung ist bei-

zupflichten. Durch die vertraglich festgelegten Zahlungstermine werden die Raten 

nicht nur fällig, sondern die Beklagte befindet sich mit deren Ablauf in Verzug. Der 

Verzugszins beginnt am auf den Verfalltag folgenden Tag zu laufen. Entsprechend 

ist der gesetzlich vorgesehene Verzugszins von 5 % geschuldet (Art. 104 Abs. 1 

OR).

Die Klägerin geht bei der zweiten und vierten bis siebten Rate vom korrekten Start 

des Vollzugszinsdatums aus. Den Verzugszinsenlauf der dritten, achten und neun-

ten Rate will sie jedoch vor oder mit Ablauf des Verfalltages starten lassen. Eine 

nähere Begründung dafür findet sich in der Klageschrift nicht. Da der Start des Ver-

zugszinses der dritten, achten und neunten Rate offensichtlich falsch ist, ist er an-

zupassen. Entsprechend ist der Klägerin der Verzugszins für die dritte Rate ab 

6. Juli 2022, für die achte Rate ab 6. Mai 2023 und für die neunte Rate ab 6. Juli 

2023 zu entrichten. Insofern ist die Klage gutzuheissen; im Übrigen ist sie abzuwei-

sen.

5. Zusammenfassung der Tat- und Rechtsfragen

Zwischen den Parteien ist ein Mäklervertrag zustande gekommen, welcher der Klä-

gerin Anspruch auf das vertraglich vereinbarte Entgelt gemäss Ziff. 9 lit. b gewährt. 

Bis zur Klageeinleitung sind neun Raten à USD 50'000.– fällig geworden. Die Be-

klagte hat jedoch nur eine bezahlt. Insofern hat die Klägerin Anspruch auf die rest-

lichen acht Raten.

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Der Verzugszins ist jeweils ab dem Tag nach Ablauf des vertraglich vereinbarten 

Zahlungsdatums geschuldet. Entsprechend ist die Klage für die Raten zwei und 

vier bis sieben vollumfänglich gutzuheissen. Bei den Raten drei, acht und neun ist 

der Verzugszins entsprechend anzupassen. Für die dritte Rate ist er ab 6. Juli 2022 

anstatt 3. Juli 2022, für die achte Rate ab 6. Mai 2023 anstatt 5. Mai 2022 und für 

die neunte Rate ab 6. Juli 2023 anstatt 5. Juli 2023 geschuldet. In diesem Umfang 

ist die Klage gutzuheissen, im Übrigen ist sie abzuweisen.

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen

6.1. Gerichtskosten

Die Höhe der Gerichtskosten bestimmt sich nach der Gerichtsgebührenverordnung 

des Obergerichts (GebV OG; Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG). Sie richtet 

sich in erster Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Für die Um-

rechnung einer Fremdwährung zur Bestimmung des Streitwerts ist der Mittelkurs 

der Devisen zur Zeit der Rechtshängigkeit (= Datum Poststempel) massgebend. 

Der Streitwert (Umrechnungskurs vom 10. August 2023) beträgt demnach 

CHF 350'330.–. Die nach § 4 Abs. 1 GebV OG ermittelte Grundgebühr beläuft sich 

auf CHF 17'800.–. Sie ist infolge fehlenden Inlandbezugs um einen Drittel auf 

CHF 23'700.– zu erhöhen (§ 11 GebV OG). In Anwendung von § 10 Abs. 1 GebV 

OG und unter Berücksichtigung des Aufwands für das Verfahren ist die Gebühr um 

einen Viertel zu reduzieren und auf rund CHF 17'800.– festzusetzen. Die Zustel-

lungskosten sind in der Gerichtsgebühr enthalten (vgl. Art. 95 Abs. 2 lit. b ZPO).

Das geringfügige Unterliegen bei den Verzugszinsen wirkt sich auf die Kosten- und 

Entschädigungsfolgen nicht aus. Die Gerichtskosten sind der Beklagten aufzuerle-

gen (Art. 106 Abs. 1 ZPO), wobei sie vorab aus dem Kostenvorschuss der Klägerin 

zu beziehen sind. Der Klägerin ist in diesem Umfang das Rückgriffsrecht auf die 

Beklagte einzuräumen.

6.2. Parteientschädigungen

Die Höhe der Parteientschädigung ist nach der Verordnung über die Anwaltsge-

bühren zu bemessen (AnwGebV; Art. 105 Abs. 2 ZPO). Grundlage bildet der Streit-

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wert (§ 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Die Grundgebühr ist für die Begründung bezie-

hungsweise die Beantwortung einer Klage geschuldet (§ 11 Abs. 1 AnwGebV). Die 

Klägerin hat eine vollständige Klage erstattet, weshalb ihr die volle Grundgebühr 

als Parteientschädigung zuzusprechen ist. Die Beklagte ist demnach zu verpflich-

ten, der Klägerin eine Parteientschädigung von CHF 20'400.– (exkl. MwSt.) zu be-

zahlen (§ 4 i.V.m. § 11 Abs. 2 AnwGebV).

Ist einer mehrwertsteuerpflichtigen Partei eine Prozessentschädigung zuzuspre-

chen, hat dies zufolge Möglichkeit des Vorsteuerabzugs ohne Berücksichtigung der 

Mehrwertsteuer zu erfolgen. Ist die anspruchsberechtigte Partei nicht im vollen Um-

fang zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, ist die Parteientschädigung um den ent-

sprechenden Faktor anteilsmässig anzupassen. Solche aussergewöhnlichen Um-

stände hat eine Partei zu behaupten und zu belegen (Urteil BGer 4A_552/2015 

E. 4.5). Die Klägerin verlangt die Zusprechung einer Parteientschädigung zuzüglich 

Mehrwertsteuer, behauptet aber keine für die Zusprechung der Mehrwertsteuer er-

forderlichen aussergewöhnlichen Umstände. Daher ist der Klägerin die Parteient-

schädigung ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen.

Das Handelsgericht erkennt:

1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin USD 400'000.– zu bezahlen, zu-

züglich 5 % Verzugszins auf

 USD 50'000.– ab 6. Mai 2022
 USD 50'000.– ab 6. Juli 2022
 USD 50'000.– ab 6. September 2022
 USD 50'000.– ab 6. Oktober 2022
 USD 50'000.– ab 6. November 2022
 USD 50'000.– ab 8. April 2023
 USD 50'000.– ab 6. Mai 2023
 USD 50'000.– ab 6. Juli 2023

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 17'800.–.

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3. Die Gerichtskosten werden der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von 

der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Der Klägerin wird in die-

sem Umfang das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt.

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung in der 

Höhe von CHF 20'400.– zu bezahlen.

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte durch Publikation im 

Schweizerischen Handelsamtsblatt.

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der 

Streitwert beträgt (umgerechnet) CHF 350'330.–.

Zürich, 27. Februar 2024

Handelsgericht des Kantons Zürich

Vorsitzender:

Dr. Stephan Mazan

Gerichtsschreiberin:

Zoë Biedermann