# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6afd8b3b-17f6-5490-90d2-f7b971877e5b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2008 C-2683/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2683-2006_2008-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2683/2006/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

J._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Urban Bieri, 
Ober-Emmenweid 46, 6020 Emmenbrücke,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Rentenrevision 
(Einspracheentscheid vom 9. Februar 2006).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2683/2006

Sachverhalt:

A.
Die  1961  geborene  J._______  reiste  1988  aus  ihrem  Heimatland 
Spanien  in  die  Schweiz  ein,  wo  sie  teilweise  erwerbstätig  war  und 
Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtete. Im Jahr 1990 brachte sie 
Zwillinge zur Welt. Ab Dezember 1994 war sie mit einem 50%-Pensum 
als Raumpflegerin, ab August 1995 zudem als Küchenhilfe im Rahmen 
eines 35%-Pensums tätig. Seit  einem Sturz am 24. Februar 1995 litt 
sie an Rückenbeschwerden, worauf sie sich am 5. Januar 1999 zum 
Leistungsbezug  bei  der  Invalidenversicherung  anmeldete.  Mit  Verfü-
gung vom 11. Oktober  2000 sprach ihr  die  IV-Stelle  Luzern  ab dem 
1. August 1999 bei einem Invaliditätsgrad von 45% eine halbe Rente 
(Härtefall)  und  zwei  Kinderrenten  zu.  Die  dagegen  erhobene 
Beschwerde  wies  das  Verwaltungsgericht  des  Kantons  Luzern  mit 
Urteil  vom 30. April  2002 ab; diesen Entscheid bestätigte das Eidge-
nössische Versicherungsgericht (EVG) mit Urteil vom 9. Juli 2003 (IV-
Akt. 1  ff.,  87  und  92).  Nachdem  die  Versicherte  in  ihr  Heimatland 
Spanien zurückgekehrt  war, überwies die IV-Stelle  Luzern die Akten 
am  9. Oktober  2003  an  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland 
(nachfolgend: IV-Stelle IVSTA; IV-Akt. 96). Mit Verfügung vom 10. März 
2003 wurde die Rente mit Wirkung ab 1. April 2003 auf eine Viertels-
rente herabgesetzt (vgl. Kassenakten).

B.
Die  IV-Stelle  IVSTA  eröffnete  im  November  2003  ein  Rentenrevi-
sionsverfahren (IV-Akt. 99 f.); mit  Schreiben vom 21. Juni  2004 liess 
die  Versicherte  eine  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes 
geltend machen (IV-Akt. 11). Die Verwaltung holte unter anderem über 
den spanischen Sozialversicherungsträger den ausführlichen medizini-
schen Bericht (Formular CH/E 20) von Dr. A._______ vom 27. Januar 
2004  (IV-Akt. 111)  und  die  psychiatrische  Beurteilung  von 
Dr. B._______  vom 17. März  2004  (IV-Akt. 119)  ein.  Die  Versicherte 
liess  folgende  medizinische  Unterlagen  einreichen  (vgl.  IV-Akt. 110 
und  123):  Bericht  des  Hospital  de  León,  Röntgendiagnostik,  vom 
26. Februar  2004  (IV-Akt. 112),  Bericht  von  Dr. C._______, 
Rheumatologie  u.a.,  vom  2. Juni  2004  (IV-Akt. 113),  Gutachten  von 
Dr. D._______ vom 13. September 2004 (IV-Akt. 125), Bericht von Dr. 
E._______,  Facharzt  Psychiatrie,  vom  23. September  2004  (IV-
Akt. 126).  Gestützt  auf  die  Stellungnahmen  ihres  medizinischen 

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Dienstes  vom 15. Juli  2004,  21. Dezember  2004,  7. März  2005  (von 
Dr. F._______,  IV-Akt. 116,  121,  128)  und  vom  21. April  2005  (von 
Dr. G._______, IV-Akt. 130) stellte die IV-Stelle IVSTA fest, dass sich 
der  Invaliditätsgrad  nicht  in  anspruchserheblicher  Weise  geändert 
habe (IV-Akt. 133). Auf Wunsch der Versicherten erliess sie am 25. Mai 
2005 eine Verfügung, wonach die Versicherte weiterhin Anspruch auf 
eine  Viertelsrente  habe  (IV-Akt. 134).  Die  dagegen  erhobene 
Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 9. Februar 2006 ab 
(IV-Akt. 144).

C.
Mit  Datum  vom  10. März  2006  liess  J._______,  vertreten  durch 
Rechtsanwalt  Urban  Bieri,  Beschwerde  bei  der  Eidgenössischen 
AHV/IV-Rekurskommission  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen 
(nachfolgend:  Rekurskommission  AHV/IV) einreichen  und  –  unter 
Kosten-  und  Entschädigungsfolge  –  die  Aufhebung  des  Einsprache-
entscheides und die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen bean-
tragen. Weiter stellte sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
(Akt. 1).  In  formeller  Hinsicht  wird  eine  Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörs gerügt, weil die Vorinstanz sich auf ärztliche Stellungnahmen 
abstütze,  die  der  Beschwerdeführerin  nie  zur  Kenntnis  gebracht 
worden  seien.  Zum  Materiellen  wird  ausgeführt,  aufgrund  der 
gestellten  Diagnosen  wäre  die  Vorinstanz  gehalten  gewesen,  eine 
medizinische  Begutachtung  zu  veranlassen,  wenn  sie  nicht  auf  die 
eingereichten Unterlagen abstellen wolle.

D.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  24. März  2006  beantragte  die  Vor-
instanz, die Beschwerde sei abzuweisen. Der Vorwurf der Gehörsver-
letzung erweise sich als haltlos, weil dem Rechtsvertreter im Einspra-
cheverfahren volle Akteneinsicht gewährt und gleichzeitig Gelegenheit 
zur Einspracheergänzung eingeräumt worden sei (Akt. 4).

E.
Mit  Eingabe  vom  4. April  2006  liess  die  Beschwerdeführerin  das 
Formular  „Unentgeltliche  Rechtspflege“  des  Kantons  Luzern  mit 
Beilagen einreichen (Akt. 7). 

F.
Nachdem  dem  Rechtsvertreter  mehrere  Fristerstreckungen  gewährt 
worden  waren,  reichte  er  am  8. September  2006  die  Replik  ein 

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(Akt. 22).  Am  Vorwurf  der  Gehörsverletzung  werde  ebenso  festge-
halten wie an den Beschwerdeanträgen.

G.
Am 1. Februar 2007 teilte das Bundesverwaltungsgericht den Parteien 
mit,  dass  es  das  Verfahren  per  1. Januar  2007  übernommen  habe 
(Akt. 24).

H.
Mit Duplik vom 8. Februar 2007 bestätigte die Vorinstanz ihren Antrag 
auf Abweisung der Beschwerde (Akt. 25).

I.
Mit Verfügung vom 24. Juli 2008 forderte das Gericht die Parteien auf, 
zur  Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege ergän-
zende Unterlagen einzureichen (Akt. 27). Am 29. Juli 2008 wurden die 
Kassenakten  (Akt. 28)  und  am  7. Oktober  2008  die  Angaben  zur 
Unterhaltspflicht der Kinder eingereicht (Akt. 31). 

J.
Gegen die am 24. Juli 2008 bekannt gegebene Zusammensetzung des 
Spruchkörpers wurden keine Einwände erhoben.

K.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die 
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder  Schiedskommissionen  oder  bei  den  Beschwerdediensten  der 
Departemente  hängigen  Rechtsmittel.  Das  neue  Verfahrensrecht  ist 
anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]). 

1.1 Gemäss  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes 

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vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Die IV-Stelle des Bundes für Versicherte im Ausland ist eine Vorinstanz 
im Sinne von Art. 33  Bst. d  VGG. Die  Zuständigkeit  des  Bundesver-
waltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügun-
gen dieser  IV-Stelle  ist  zudem in  Art.  69  Abs. 1 Bst. b  des  Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG, SR 
831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

1.2 Im  Streit  liegt  der  Einspracheentscheid  der  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im  Ausland  vom  9. Februar  2006.  Das  Bundesverwaltungs-
gericht ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 
dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG;  zur  Anwendung  des 
VwVG im Verfahren vor der Rekurskommission AHV/IV siehe  Art. 69 
Abs. 2  IVG  in  Verbindung  mit  Art. 85bis des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1946 über die Alters-  und Hinterlassenenversicherung 
[AHVG, SR 831.10] in der bis Ende Dezember 2006 gültigen Fassung). 
Vorbehalten  bleiben  gemäss  Art. 3  Bst. dbis VwVG  die  besonderen 
Bestimmungen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1).

2.1 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht durch die ordentlich 
vertretene Beschwerdeführerin eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 
ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des ihre Einsprache abweisen-
den Entscheides ist  die  Beschwerdeführerin  durch die  angefochtene 
Verfügung berührt und sie hat ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung  oder  Änderung  (Art. 59  ATSG).  Auf  die  Beschwerde  ist 
daher einzutreten.

2.2 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

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3.
In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs.

3.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 42 ATSG haben die Parteien 
Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits 
der  Sachaufklärung,  andererseits  stellt  es  ein  persönlichkeitsbezo-
genes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in 
die Rechtsstellung einer  Person eingreift. Dazu gehört  insbesondere 
deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden 
Entscheids zur Sache zu äussern,  erhebliche Beweise beizubringen, 
Einsicht  in  die  Akten  zu  nehmen,  mit  erheblichen  Beweisanträgen 
gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entwe-
der mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 
wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 
368 E. 3.1  mit  Hinweisen). Ist  eine  Verfügung durch Einsprache  an-
fechtbar, genügt es, wenn die Parteien im Einspracheverfahren ange-
hört werden (Art. 42 Satz 2 ATSG; vgl. BGE 132 V 368 E. 4). 

3.2 Die  in  der  Beschwerde vorgebrachte  Rüge,  die  Vorinstanz  habe 
sich auf ärztliche Stellungnahmen abgestützt, welche der Beschwerde-
führerin nie zur Kenntnis gebracht worden seien, erweist sich – wie die 
IV-Stelle zu Recht bemerkte – als haltlos, wurde dem Rechtsvertreter 
doch im Einspracheverfahren  Akteneinsicht  gewährt  und (mehrmals) 
die Frist zur Ergänzung der Einsprache verlängert (IV-Akt. 136 ff.). In 
der Replik  hält  die  Beschwerdeführerin  diese Rüge denn auch nicht 
mehr  aufrecht,  bringt  nun  aber  vor,  die  Gehörsverletzung  bestehe 
darin, der Einspracheentscheid sei nicht nachvollziehbar begründet. 

3.3 Die Pflicht der Verwaltung, ihren Einspracheentscheid zu begrün-
den, ergibt sich einerseits aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör, 
andererseits  aus  Art. 52  Abs. 2  ATSG.  Die  Begründungspflicht,  soll 
verhindern,  dass  sich  die  Behörde  von  unsachlichen  Motiven  leiten 
lässt, und es den Betroffenen ermöglichen, den Entscheid gegebenen-
falls sachgerecht  anzufechten (Urteil  EVG I 3/05 vom 17. Juni  2005, 
publiziert  in  Sozialversicherungsrecht  – Rechtsprechung [SVR]  2006 
IV Nr. 27, E. 3.1.3; vgl. auch BGE 124 V 180 E. 1a). In der Regel sind 
die Anforderungen an die Begründungsdichte bei Einspracheentschei-
den  weniger  hoch  anzusetzen  als  bei  Gerichtsentscheiden  (soeben 
zitiertes Urteil I 3/05, E. 3.2.2).

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3.4 Aufgrund der Begründungspflicht ist die Verwaltung nicht gehalten, 
sich  mit  jeder  vorgebrachten  Diagnose auseinanderzusetzen und  zu 
begründen,  weshalb  daraus  keine  Arbeitsunfähigkeit  resultiere.  Im 
vorliegenden Fall  hatte die Vorinstanz zu beurteilen, ob mit  überwie-
gender Wahrscheinlichkeit eine anspruchserhebliche Veränderung des 
Invaliditätsgrades  eingetreten  ist  (siehe  nachfolgende  Erwägungen). 
Dafür  stützte  sie  sich  auf  die  Stellungnahmen  ihres  medizinischen 
Dienstes,  dessen Aufgabe es  ist,  den medizinischen Sachverhalt  zu 
würdigen (vgl. Art. 59 Abs. 2 IVG und Art. 49 Abs. 3 der Verordnung 
vom  17. Januar  1961  über  die  Invalidenversicherung  [IVV,  SR 
831.201],  je  in  der  vom 1. Januar  2004 bis  31. Dezember  2007 gül-
tigen Fassung). Aus dem Einspracheentscheid geht mit hinreichender 
Klarheit  hervor,  weshalb  eine  anspruchserhebliche  Veränderung  als 
nicht  ausgewiesen  erachtet  wurde.  Eine  sachgerechte  Anfechtung 
dieses Entscheides war ohne weiteres möglich. Von einer Verletzung 
des rechtlichen Gehörs kann daher keine Rede sein.

4.
In materieller Hinsicht streitig ist der Invaliditätsgrad bzw. die Höhe der 
Invalidenrente. Zunächst sind die massgebenden gesetzlichen Grund-
lagen und die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze dar-
zulegen. 

4.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides  (hier: 
9. Februar 2006) eingetretenen Sachverhalt  ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329).

4.1.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  spanische  Staatsangehörige, 
weshalb  das  am  1. Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  vom 
21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihrer  Mitglieds-
staaten andererseits über die Freizügigkeit  (FZA, SR 0.142.112.681) 
zu beachten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 
FZA  ausgearbeiteten  und  Bestandteil  des  Abkommens  bildenden 
(Art. 15  FZA)  Anhangs II  ("Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen 
Sicherheit")  des  FZA in  Verbindung mit  Abschnitt A  dieses  Anhangs 
wenden  die  Vertragsparteien  untereinander  insbesondere  die 

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Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  des  Rates  vom  14. Juni  1971  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: 
Verordnung Nr. 1408/71),  und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des 
Rates  vom  21. März  1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung 
(EWG)  Nr. 1408/71  über  die  Anwendung  der  Systeme  der  sozialen 
Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familien-
angehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 
0.831.109.268.11;  nachfolgend:  Verordnung  Nr. 574/72),  oder  gleich-
wertige  Vorschriften  an.  Dabei  ist  im  Rahmen  des  FZA  auch  die 
Schweiz  als  "Mitgliedstaat"  im  Sinne  dieser  Koordinierungsverord-
nungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 

4.1.2 Nach  Art. 40  Abs. 4  der  Verordnung  Nr. 1408/71  ist  die  vom 
Träger eines Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines 
Antragstellers  für  den Träger  eines  anderen betroffenen Staates  nur 
dann verbindlich,  wenn die in  den Rechtsvorschriften dieser  Staaten 
festgelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität  in Anhang V dieser 
Verordnung  als  übereinstimmend  anerkannt  sind.  Eine  solche  aner-
kannte Übereinstimmung besteht  für  das Verhältnis  zwischen einzel-
nen  EU-Mitgliedstaaten  und  der  Schweiz  nicht.  Der  Invaliditätsgrad 
bestimmt sich daher auch im Geltungsbereich des FZA nach schwei-
zerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4).

4.1.3 Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der IVV ist für 
die Beurteilung eines Rentenanspruchs vor dem 1. Januar  2004 auf 
die bis Ende 2003 gültige Fassung, danach auf die Fassung gemäss 
den  am  1. Januar  2004  in  Kraft  getretenen  Änderungen  (4.  IV-
Revision)  abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die  durch  die 
5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in 
Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die 
bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV 
zitiert.

4.2 Bei den im ATSG (in der Fassung vom 20. Oktober 2000, in Kraft 
seit  1. Januar  2003)  enthaltenen  Legaldefinitionen  der  Arbeitsun-
fähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommens-
vergleichsmethode handelt es sich um Kodifizierungen der bisherigen 
Rechtsprechung.  Die  von  der  Rechtsprechung  zu  den  einzelnen 

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Begriffen  entwickelten  Grundsätze  haben  unter  der  Herrschaft  des 
ATSG weiterhin Geltung (BGE 130 V 343). 

4.3 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 8  Abs. 1 
ATSG).  Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit 
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen 
Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeits-
unfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

4.4 Gemäss Art. 28  Abs. 1 IVG (in  der  bis  zum 31. Dezember  2003 
gültig  gewesenen  Fassung)  haben  Versicherte  Anspruch  auf  eine 
ganze Rente, wenn sie mindestens zu 66 2/3 %, auf eine halbe Rente, 
wenn sie mindestens zu 50 %, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie 
mindestens zu 40 % invalid sind. Die seit dem 1. Januar 2004 mass-
geblichen neuen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad 
von  mindestens  40 %  Anspruch  auf  eine  Viertelsrente,  bei  einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  60 %  Anspruch  auf  eine 
Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % 
Anspruch  auf  eine  ganze  Rente  (Art. 28  Abs. 1  IVG  in  der  vom 
1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung). 

Laut Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in  der  Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen 
eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit 
dem 1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der 
Europäischen  Gemeinschaft  und  der  Schweiz,  sofern  sie  in  einem 
Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft  Wohnsitz haben (siehe 
BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

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4.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder 
auf  Gesuch  hin  für  die  Zukunft  entsprechend  erhöht,  herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 
IVG). Das Institut der Revision von Invalidenrenten wurde vom Gesetz-
geber in Weiterführung der entsprechenden bisherigen Regelungen in 
Art. 17  Abs. 1 ATSG aufgenommen. Die  zu  altArt. 41  Abs. 1 IVG (in 
Kraft bis Ende 2002) entwickelte Rechtsprechung ist daher grundsätz-
lich weiterhin anwendbar (BGE 130 V 343 E. 3.5.4, in BGE 133 V 108 
nicht publizierte E. 2 [Urteil EVG I 465/05 vom 6. November 2006]).

4.5.1 Anlass  zur  Rentenrevision  gibt  jede  wesentliche  Änderung  in 
den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit  den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente 
ist  demgemäss  nicht  nur  bei  einer  wesentlichen  Veränderung  des 
Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-
heitszustandes  erheblich  verändert  haben  (BGE  130  V  343  E. 3.5, 
BGE 117 V 198 E. 3b mit Hinweisen). Dagegen stellt  nach ständiger 
Rechtsprechung  die  bloss  unterschiedliche  Beurteilung  der  Auswir-
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheits-
zustandes  auf  die  Arbeitsfähigkeit  für  sich  allein  genommen  keinen 
Revisionsgrund  im  Sinne  von  Art. 17  Abs. 1  ATSG dar  (Urteil  BGer 
9C_552/2007 vom 17. Januar 2008 E. 3.1.2; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 
E. 2 [I 574/02]; AHI 2002 S. 65 E. 2 [I 82/01]; vgl. auch BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

4.5.2 Ob eine unter  revisionsrechtlichen Gesichtspunkten  erhebliche 
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch den Vergleich des Sach-
verhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  letzten,  der  versicherten  Person 
eröffneten  rechtskräftigen  Verfügung,  welche  auf  einer  materiellen 
Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklä-
rung,  Beweiswürdigung  und  Durchführung  eines  Einkommensver-
gleichs  (bei  Anhaltspunkten  für  eine  Änderung  in  den  erwerblichen 
Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht,  mit  demjenigen zur 
Zeit  der streitigen Revisionsverfügung respektive des Einspracheent-
scheides; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung 
und prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4). 

5.
Zu prüfen ist,  ob  sich  der  Invaliditätsgrad in  der  Zeit  zwischen dem 

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11. Oktober  2000  (rentenzusprechende  Verfügung  aufgrund  eines 
Invaliditätsgrades  von  45 %)  und  dem  9. Februar  2006  (Datum  des 
Einspracheentscheides) in anspruchserheblicher Weise verändert hat. 
Streitig ist ausschliesslich, ob in dieser Zeit eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einge-
treten ist. 

5.1 Gemäss dem die Beschwerdeführerin betreffenden Urteil des EVG 
I 384/02  vom  9. Juli  2003  ist  der  Verfügung  vom  11. Oktober  2000 
folgender  Sachverhalt  zu  Grunde  zu  legen:  Die  Beschwerdeführerin 
wäre  im  Gesundheitsfall  zu  85 %  erwerbstätig  und  zu  15 %  im 
Haushalt tätig gewesen. Im Haushalt betrug die Beeinträchtigung 23 % 
(E. 2).  Im  erwerblichen  Bereich  war  sie  aufgrund  ihrer  somatischen 
Leiden in einer leichten Tätigkeit 50 % arbeitsunfähig. Eine psychische 
Überlagerung  bzw.  eine  psychisch  bedingte  Beeinträchtigung  der 
Arbeitsfähigkeit lag im Verfügungszeitpunkt nicht vor (E. 3). 

Dr. K._______ – auf dessen Arbeitsunfähigkeitsschätzung das höchste 
Gericht  im  Wesentlichen  abstellte  –  hatte  in  seinem  Bericht  vom 
4. April  1999  folgende  Diagnosen  aufgeführt:  1)  Rezidivierende 
Lumboischialgien  mit  Reizsyndrom  L5  links  bei/mit  mediolateraler 
Diskushernie L4/5 links mehr als rechts, degenerativen Veränderungen 
LWS, Status  nach  LWK-Fraktur  1  am 24. Februar  1995,  2)  Cervico-
brachialgien beidseits bei Verspannungen / Überbelastungen / degene-
rativen Veränderungen, 3)  Depressive Entwicklung nach Scheidung / 
Überforderungssituation  familiär,  4)  Status  nach  rezidivierender 
Urolithiasis  89/90/91/  92/97  Markschwammniere  ...,  5)  Status  nach 
Inguinalhernienoperation als Kleinkind / Status nach GIFT 1989 ..., 6) 
Orhostatische  Kreislaufsymptome  mit  epis.  Schwindel  /  Schwarz-
werden, 7) Nikotinabusus, 8) Status nach Sialoadenitiden links 1998 / 
rechts  1990 (IV-Akt. 25,  vgl. auch IV-Akt. 62). Dr. I._______,  Y-Klinik, 
diagnostizierte in seinem Bericht vom 9. Dezember 1999 (IV-Akt. 55) 
eine  fortgeschrittene  Segmentdegeneration  L4/5  sowie  Status  nach 
Kompressionsfraktur Th12/L1. 

5.2
In  dem  von  der  IV-Stelle  IVSTA mit  Formular  CH/E  20  eingeholten 
ärztlichen Bericht vom 27. Januar 2004, wozu auch die psychiatrische 
Beurteilung  von Dr. B._______  (Bericht  vom 17. März  2004)  gehört, 
werden  als  Diagnosen  eine  Diskushernie  L4/L5,  Spondylarthrosis, 
ängstlich-depressive  Störung  gemischt  und  Nierensteinleiden 

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aufgeführt (IV-Akt. 111, 119). 

Gemäss  Bericht  von  Dr. C._______  leidet  die  Patientin  an 
Spondylarthrosis  im Bereich L4-L5,  L5-S1 mit  Hemisakralisation von 
L5, Diskushernie L4-L5, Fibromyalgie (IV-Akt. 113). Im Gutachten von 
Dr. D._______ vom 13. September 2004 werden folgende Diagnosen 
genannt:  „I. Fibromialgia  crónica,  II. Neurosis  Depresiva  Crónica, 
III. Cervico-Dorso-lumbalgia  crónica  severa,  IV. Cervicobraquialgia 
derecha / Limitación funcional 35 %, V. Espondiloartrosis generalizada 
predominio  lumbar  distal,  VI. Discopatía  lumbar  multiple, 
VII. Aplastamiento  vertebral  lumbar  D.12-L.1,  VIII. Hernia  discal 
Lumbar L.4-L.5, IX. Sacralización parcial de L.5, X. Sindrome facetario 
Lumbar89 L.4-L.5 y L.5-S.1, XI. Limitación funcional lumbar del 50 %, 
XII. Lumbociática izquierda, XIII. Insuficiencia Venosa Crónica de EEII 
[Estremidades Inferiores]“ (IV-Akt. 125). Im Bericht des Psychiaters Dr. 
E._______  vom  23. September  2004  (IV-Akt. 126)  wird  eine 
chronische Depression diagnostiziert.

5.3 Unter  Berücksichtigung  der  vor  Erlass  der  Verfügung  vom 
11. Oktober  2000  und  der  im  Jahr  2004  gestellten  Diagnosen, 
erscheinen  die  Beurteilungen  des  medizinischen  Dienstes  der  IV-
Stelle,  wonach sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit nicht erheblich verändert 
haben,  nachvollziehbar.  Dr. F._______führt  in  ihrem  Bericht  aus,  im 
orthopädischen Bereich habe die klinische Untersuchung keine neuen 
Befunde,  insbesondere  keine  senso-motorischen  Defizite,  ergeben. 
Die  subjektiven  Klagen  entsprächen  den  früheren  Berichten  (IV-
Akt. 116).  Eine  Depression  war  bereits  im  Jahr  1999  diagnostiziert 
worden  (vgl.  IV-Akt. 25).  Die  Einschätzung  von  Dr. G._______,  die 
psychiatrische Störung habe sich angesichts der erhobenen Befunde 
nicht  verschlimmert  (IV-Akt. 130),  wird  im Übrigen  dadurch  gestützt, 
dass  die  Beschwerdeführerin  –  damals  wie  heute  –  ausschliesslich 
psychopharmakologisch  behandelt  wird,  eine  intensivere  psychiatri-
sche Behandlung jedoch nicht durchgeführt wird (vgl. IV-Akt. 126, 119, 
25). 

5.4 Neu diagnostiziert wurde hingegen die Fibromyalgie. 

5.4.1 Nach  der  Rechtsprechung  vermag  eine  Fibromyalgie  –  wie 
andere pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale Beschwerdebil-
der ohne nachweisbare organische Grundlage – nur ausnahmsweise 

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eine Invalidität zu begründen. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass 
die Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensan-
strengung überwindbar  sind  (BGE 132 V 65,  BGE 131 V 49 E. 1.2, 
BGE  130  V  352;  Urteil  BGer  I 70/07  vom  14. April  2008  E. 5). 
Bestimmte  Umstände,  welche  die  Schmerzbewältigung  intensiv  und 
konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess 
unzumutbar machen,  weil  die  versicherte  Person alsdann nicht  über 
die  für  den  Umgang  mit  den  Schmerzen  notwendigen  Ressourcen 
verfügt.  Ob  ein  solcher  Ausnahmefall  vorliegt,  entscheidet  sich  im 
Einzelfall  anhand  verschiedener  Kriterien.  Im  Vordergrund  steht  die 
Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer. Massgebend können  auch  weitere  Faktoren 
sein,  dazu  gehören  insbesondere:  chronische  körperliche  Begleiter-
krankungen;  ein  mehrjähriger,  chronifizierter  Krankheitsverlauf  mit 
unveränderter  oder  progredienter  Symptomatik  ohne längerdauernde 
Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein 
verfestigter,  therapeutisch nicht  mehr beeinflussbarer innerseelischer 
Verlauf  einer  an  sich  missglückten,  psychisch  aber  entlastenden 
Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krank-
heit");  das  Scheitern  einer  konsequent  durchgeführten  ambulanten 
oder  stationären  Behandlung  (auch  mit  unterschiedlichem therapeu-
tischem  Ansatz)  trotz  kooperativer  Haltung  der  versicherten  Person 
(BGE 130  V  352). Je  mehr  dieser  Kriterien  zutreffen  und  je  ausge-
prägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – 
ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensan-
strengung zu verneinen (BGE 131 V 49 E. 1.2).

5.4.2 Aufgrund der Akten ergeben sich keine Hinweise dafür, dass bei 
der  Beschwerdeführerin  ein  Ausnahmefall  im  Sinne  der  soeben 
zitierten  Rechtsprechung  vorliegen  könnte.  Dass  der  medizinische 
Dienst der IV-Stelle in seinen Stellungnahmen nicht von einer zusätz-
lichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Fibromyalgie 
ausgegangen  ist,  steht  daher  im  Einklang  mit  der  Rechtsprechung. 
Soweit  die  spanischen Sachverständigen unter  Berücksichtigung der 
Fibromyalgie eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 80 % attestieren 
(vgl. IV-Akt. 113, 125) kann darauf nicht abgestellt werden.

5.5 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  eine  wesentliche  Ver-
schlechterung  des  Gesundheitszustandes  mit  Auswirkung  auf  die 
Arbeitsfähigkeit  nicht  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  ausge-
wiesen ist. Andere Revisionsgründe sind nicht ersichtlich und werden 

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von der  Beschwerdeführerin  auch nicht  geltend gemacht. Bei  einem 
unveränderten Invaliditätsgrad von 45 % hat  die  Beschwerdeführerin 
weiterhin  Anspruch  auf  eine  Viertelsrente.  Der  Einspracheentscheid 
vom  9. Februar  2006  ist  daher  zu  bestätigen  und  die  Beschwerde 
abzuweisen.

6. Zu prüfen bleibt noch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

6.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG kann eine Partei, die nicht über die 
erforderlichen Mittel verfügt und deren Begehren nicht als aussichtslos 
erscheinen,  auf  Antrag  von  der  Bezahlung  der  Verfahrenskosten 
befreit  werden. Nach Abs. 2 dieser  Bestimmung kann der  Partei  ein 
Anwalt bestellt werden, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig 
ist.  Vorliegend  ist  ausschliesslich  über  das  Gesuch  um  Bestellung 
eines  unentgeltlichen  Rechtsbeistandes  zu  entscheiden,  weil  das 
Verfahren  noch  vor  dem  30. Juni  2006  bei  der  Rekurskommission 
AHV/IV  anhängig  gemacht  wurde  und  daher  kostenlos  ist  (vgl. 
Schlussbestimmungen vom 16. Dezember 2005 zur Änderung des IVG 
[Massnahmen zur Verfahrensstraffung] Bst. c in Verbindung mit Art. 69 
Abs. 1bis und Abs. 2 IVG). 

6.2 Die Bedürftigkeit  der Beschwerdeführerin ist aufgrund der einge-
reichten Unterlagen ausgewiesen, ist sie doch ohne Beeinträchtigung 
des für sie und ihre beiden Töchter nötigen Lebensunterhaltes nicht in 
der  Lage,  die  Prozesskosten  zu  bestreiten  (vgl.  BGE  128  I  225 
E. 2.5.1).  Die  Beschwerde  ist  nicht  als  aussichtslos  zu  bezeichnen 
(vgl.  BGE  129  I  129  E. 2.3.1  mit  Hinweis)  und  die  Vertretung  war 
angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen gebo-
ten. Das  Gesuch  um unentgeltliche  Verbeiständung  und  Beiordnung 
von  Rechtsanwalt  Urban  Bieri  als  Rechtsbeistand  ist  daher  gutzu-
heissen. 

6.3 Das  Honorar  für  amtlich  bestellte  Anwältinnen  und  Anwälte 
bemisst  sich  nach  dem  notwendigen  Zeitaufwand  (Art. 10  Abs. 1  in 
Verbindung mit Art. 12 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR  173.320.2]),  wobei  ein  anwaltlicher  Stundenansatz  von 
Fr. 200.-  bis  Fr. 400.-  geltend  gemacht  werden  kann  (Art. 10  Abs. 2 
VGKE). Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 
auf  Grund  der  Akten  festzusetzen (Art. 14  Abs. 2  Satz 2  VGKE). Zu 
berücksichtigen  ist,  dass  sich  vorliegend  keine  komplexen  Sachver-
halts-  und  Rechtsfragen stellten,  der  Rechtsanwalt  die  Beschwerde-

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führerin  auch in  den früheren Verfahren vertreten hatte  und demzu-
folge  mit  dem  Dossier  bereits  vertraut  war  sowie  der  eher  geringe 
Umfang  der  Beschwerdeschrift  und  der  Replik.  Für  das  vorliegende 
Verfahren erscheint  ein  zeitlicher  Aufwand  von 7 Stunden angemes-
sen. Bei einem Stundenansatz von Fr. 220.- ist dem Anwalt demnach 
eine Entschädigung von Fr. 1'540.- zu Lasten der Gerichtskasse zuzu-
sprechen.  Nicht  zu  entschädigen  ist  die  Mehrwertsteuer  (vgl.  Art. 5 
Bst. b  des  Bundesgesetzes  vom 2. September  1999  über  die  Mehr-
wertsteuer  [Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR  641.20]  in  Verbin-
dung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG; Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren die unent-
geltliche  Rechtspflege  gewährt  und  Rechtsanwalt  Urban  Bieri  zum 
Rechtsbeistand  bestellt.  Dem  Rechtsvertreter  wird  zu  Lasten  der 
Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 1'540.- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 
- die Luzerner Pensionskasse (Ref-Nr._______)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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