# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0a8a6c9e-9209-56fa-87ee-db29f683c5d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.07.2023 A-4596/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4596-2022_2023-07-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-4596/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  J u l i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Keita Mutombo, Richterin Iris Widmer,    

Gerichtsschreiberin Katharina Meienberg. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Hauptabteilung Mehrwertsteuer,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Steuerperiode 2016. 

 

 

 

A-4596/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Steuerpflichtiger) war vom 1. Januar 1995 

bis 31. Dezember 2017 für das Führen eines Treuhandbüros im Register 

der mehrwertsteuerpflichtigen Personen bei der Eidgenössischen 

Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV oder Vorinstanz) eingetragen 

(Akten der Vorinstanz 2, 3 und 7 [nachfolgend: act.]). Die Abrechnung der 

Mehrwertsteuer erfolgte semesterweise nach der Saldosteuersatzmethode 

und nach vereinnahmten Entgelten (act. 2 und 3). 

A.b Für die Abrechnungsperioden des ersten und zweiten Semesters 2016 

reichte der Steuerpflichtige keine Abrechnungen bei der ESTV ein, wes-

halb diese den provisorisch geschuldeten Steuerbetrag mittels Ergän-

zungsabrechnungen vom 1. Februar 2017 (act. 4) und vom 23. Mai 2017 

(act. 5) nach pflichtgemässem Ermessen bestimmte und auf Fr. 3'000.- 

bzw. auf Fr. 4'000.- festsetzte. 

A.c Mit Verfügung vom 26. November 2021 setzte die ESTV die Mehrwert-

steuerforderung gestützt auf die Ergänzungsabrechnungen für das Jahr 

2016 auf gesamthaft Fr. 7'000.- fest (act. 8). 

B.  

B.a Am 30. Dezember 2021 erhob der Steuerpflichtige sinngemäss Ein-

sprache gegen diese Verfügung, indem er der ESTV die Mehrwertsteuer-

abrechnungen für das erste und zweite Semester 2016 nachreichte 

(act. 9).  

B.b Am 23. Juni 2022 erklärte die ESTV, die Eingabe als Einsprache ent-

gegen zu nehmen, wies den Steuerpflichtigen auf die Formerfordernisse 

einer Einsprache hin und setzte Frist an, um diverse Unterlagen betreffend 

die Steuerperiode 2016 für die Prüfung der Einsprache einzureichen 

(act. 11).  

B.c Innert Frist reichte der Steuerpflichtige keine Unterlagen ein und liess 

sich nicht vernehmen, weshalb die ESTV die Einsprache mit Einsprache-

entscheid vom 15. September 2022 abwies (act. 12). 

C.  

C.a Am 11. Oktober 2022 erhebt der Steuerpflichtige (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) am Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen besag-

ten Einspracheentscheid und beantragt, der Mehrwertsteuerbetrag für das 

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Seite 3 

Jahr 2016 sei auf Fr. 3'392.45 festzusetzten. Der Beschwerde legt er die 

mit Schreiben der Vorinstanz vom 23. Juni 2022 verlangten Unterlagen 

(insbesondere die Bilanz per 31. Dezember 2016, die Erfolgsrechnung 

2016 und ein Kontoblatt betreffend Honorareinnahmen 2016) bei. 

C.b Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 6. Dezember 

2022 die teilweise Gutheissung der Beschwerde. Die Steuerforderung 

betreffend die Steuerperiode 2016 sei auf Fr. 3'422.90 festzusetzen. Die 

Kosten des Verfahrens seien dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die Akten wird – soweit und 

sofern erforderlich – im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundes-

gesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, 

SR 173.32) Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesge-

setzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 

SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine 

solche liegt hier nicht vor. Die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von 

Art. 33 VGG. Die Beschwerde richtet sich gegen einen Einspracheent-

scheid der Vorinstanz und somit gegen eine Verfügung im Sinne von Art. 5 

VwVG. Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde sachlich zuständig.  

1.2 Der Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Einsprache-

entscheides zu dessen Anfechtung legitimiert (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Die Beschwerde wurde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist daher 

einzutreten.  

1.3 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht können die Verlet-

zung von Bundesrecht – einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 

des Ermessens (Art. 49 Bst. a VwVG) – die unrichtige bzw. unvollständige 

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Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) 

und die Unangemessenheit der vorinstanzlichen Verfügung (Art. 49 Bst. c 

VwVG) gerügt werden. 

1.4  

1.4.1 Die Vorschriften des VwVG sind – mit Ausnahme von Art. 2 Abs. 1 

VwVG – im Mehrwertsteuerverfahren anwendbar (Art. 81 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer vom 12. Juni 2009 [MWSTG, 

SR 641.20]). Im Verwaltungsverfahren und in der Verwaltungsrechtspflege 

gilt der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Behörde den 

rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat (Art. 12 

VwVG). Die Untersuchungsmaxime erfährt allerdings durch die 

Mitwirkungspflicht der Verfahrensparteien eine Einschränkung (Art. 13 

VwVG; vgl. MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 1.49 ff.). Im Mehrwert-

steuerverfahren wird die Untersuchungsmaxime insbesondere durch das 

Selbstveranlagungsprinzip als spezialgesetzlich statuierte Mit-

wirkungspflicht der steuerpflichtigen Person relativiert (vgl. Urteile des 

BVGer A-5186/2019 vom 28. August 2020 E. 1.3.1; A-2900/2014 vom 

29. Januar 2015 E. 1.3).  

1.4.2 Gemäss der Untersuchungsmaxime trägt die Behörde die Beweis-

führungslast (sog. subjektive oder formelle Beweislast). Gelangt der Rich-

ter aufgrund der freien Beweiswürdigung nicht zur Überzeugung, eine 

rechtserhebliche Tatsache habe sich verwirklicht, so stellt sich die Frage, 

ob zum Nachteil der Steuerbehörde oder der steuerpflichtigen Person zu 

entscheiden ist, mit anderen Worten, wer die Folgen der Beweislosigkeit 

zu tragen hat (sog. materielle Beweislast; Urteile des BVGer A-4878/2020 

vom 12. April 2022 E. 1.4.3 und A-2900/2014 vom 29. Januar 2015 E. 1.4).  

1.4.3 Im Steuerrecht gilt grundsätzlich, dass die Steuerbehörde für die 

steuerbegründenden und steuererhöhenden Tatsachen beweisbelastet ist, 

während der steuerpflichtigen Person der Nachweis der Tatsachen obliegt, 

welche die Steuerschuld mindern oder aufheben (BGE 140 II 248 E. 3.5; 

121 II 257 E. 4 c/aa und E. 3 c sowie Urteile des BVGer A-4878/2020 vom 

12. April 2022 E. 1.4.3 und A-3050/2015 vom 6. Oktober 2015 E. 1.4).  

1.5  

1.5.1 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrens-

rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeit-

punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben, unter Vorbehalt 

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spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen (vgl. BGE 130 V 1 E. 3.2). In 

materieller Hinsicht sind dagegen grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach-

verhalts Geltung hatten (vgl. BGE 134 V 315 E. 1.2, 130 V 329 E. 2.3; zum 

Ganzen: Urteil des BVGer A-553/2021 vom 8. Februar 2022 E. 1.2.1 

m.w.H.).  

1.5.2 Vorliegend ist die Steuerperiode 2016 (1. Januar 2016 bis 31. De-

zember 2016) zu beurteilen. Somit ist hier das MWSTG mitsamt der zuge-

hörigen Mehrwertsteuerverordnung vom 27. November 2009 (MWSTV, 

SR 641.201) in den für das Jahr 2016 gültigen Fassung massgebend, wo-

rauf nachfolgend – wo nicht anders vermerkt – referenziert wird (für das 

MWSTG vgl. AS 2015 5339 und für die MWSTV vgl. AS 2015 4917; vgl. 

zum Ganzen auch: Urteile des BVGer A 4569/2020 vom 4. Juli 2022 E. 2; 

A-553/2021 vom 8. Februar 2022 E. 1.2.2).  

2.  

2.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen die im Inland von steuerpflichtigen 

Personen gegen Entgelt erbrachten Leistungen; sie sind steuerbar, soweit 

das MWSTG keine Ausnahme vorsieht (Inlandsteuer, Art. 18 Abs. 1 

MWSTG). Als Leistung gilt die Einräumung eines verbrauchsfähigen wirt-

schaftlichen Wertes an eine Drittperson in Erwartung eines Entgelts (Art. 3 

Bst. c MWSTG). Sie besteht in einer Lieferung oder einer Dienstleistung 

(vgl. Art. 3 Bst. d und e MWSTG).  

2.1.1 Mehrwertsteuerpflichtig ist, wer unabhängig von Rechtsform, Zweck 

und Gewinnabsicht ein Unternehmen betreibt und nicht von der Steuer-

pflicht befreit ist. Ein Unternehmen betreibt, wer eine auf die nachhaltige 

Erzielung von Einnahmen aus Leistungen ausgerichtete berufliche oder 

gewerbliche Tätigkeit selbständig ausübt und unter eigenem Namen nach 

aussen auftritt (Art. 10 Abs. 1 Bst. a und b MWSTG). Befreit ist ein Steuer-

pflichtiger unter anderem, wenn er im Inland innerhalb eines Jahres weni-

ger als Fr. 100'000.- Umsatz aus steuerbaren Leistungen erzielt, sofern er 

nicht auf die Befreiung von der Steuerpflicht verzichtet (Art. 10 Abs. 2 Bst. a 

MWSTG).  

2.1.2 Die Mehrwertsteuer wird vom tatsächlich empfangenen Entgelt be-

rechnet (Art. 24 Abs. 1 Satz 1 MWSTG). 

  

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2.2  

2.2.1 Die Veranlagung und Entrichtung der Inlandsteuer erfolgt nach dem 

Selbstveranlagungsprinzip. Dies bedeutet, dass der Leistungserbringer 

selbst für die Feststellung der Mehrwertsteuerpflicht bzw. -forderung ver-

antwortlich ist (vgl. BGE 140 II 202 E. 5.4; daran ändert nichts, dass neuere 

Bundesgerichtsentscheide von «modifizierter Selbstveranlagung» spre-

chen [BGE 144 I 340 E. 2.2.1 m.w.H.]; zum Ganzen: Urteil des BVGer 

A-5126/2020 vom 1. September 2021 E. 3.6 m.w.H.).  

2.2.2 Wer als steuerpflichtige Person jährlich nicht mehr als Fr. 5,02 

Millionen Umsatz aus steuerbaren Leistungen erzielt und im gleichen 

Zeitraum nicht mehr als Fr. 109'000.- Steuern, berechnet nach dem 

massgebenden Saldosteuersatz, zu bezahlen hat, kann nach der 

Saldosteuersatzmethode abrechnen (Art. 37 Abs. 1 MWSTG [vgl. AS 2010 

2055]). Saldosteuersätze sind Branchen-sätze, welche im Sinne einer 

Pauschale die gesamte Vorsteuer berücksichtigen, die in den Bezügen von 

Waren, Dienstleistungen, Betriebsmitteln und Investitionsgütern sowie in 

den Gemeinkosten enthalten ist. Steuerpflichtige Personen, die mit 

Saldosteuersätzen abrechnen, müssen halbjährlich eine Abrechnung 

einreichen (Art. 35 Abs. 1 Bst. b MWSTG). Die Saldosteuersätze werden 

in der Mehrwertsteuerabrechnung im Sinne von Multiplikatoren 

angewandt, das heisst das Total aller steuerbaren Umsätze einschliesslich 

Mehrwertsteuer wird deklariert und für die Berechnung der Steuer mit dem 

Saldosteuersatz multipliziert. Die Saldosteuersätze werden von der ESTV 

festgelegt. Für Treuhandbüros ist ein Saldosteuersatz von 6.1 % 

anwendbar (Verordnung der ESTV vom 6. Dezember 2010 über die Höhe 

der Saldosteuersätze nach Branchen und Tätigkeiten [SR 641.202.62], in 

der im Jahr 2016 geltenden Fassung [AS 2010 6105]) 

2.3 Ein Prozessrechtsverhältnis verpflichtet die beschwerdeführende Per-

son als Verfahrenspartei, sich nach Treu und Glauben zu verhalten und 

dafür zu sorgen, dass ihr behördliche Akte zugestellt werden können. Sie 

hat ihre Post regelmässig zu kontrollieren, die Behörden über Abwesen-

heiten zu informieren und ihr gegebenenfalls einen Stellvertreter zu be-

zeichnen bzw. eine Zustelladresse anzugeben (BGE 138 III 225 E. 3.1; 

130 III 396 E. 1.2.3; 141 II 429 E. 3.1; Urteil des BGer 2C_101/2021 vom 

17. Februar 2022 E. 7.1).  

2.4 Als unverschuldet gilt ein Versäumnis dann, wenn der betroffenen Per-

son keine Nachlässigkeit vorgeworfen werden kann und objektive Gründe, 

d.h. solche, auf die sie keinen Einfluss nehmen kann, vorliegen. 

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Seite 7 

Massgeblich sind nur solche Gründe, welche einer Person die Wahrung 

ihrer Interessen auch bei Einsatz der gehörigen Sorgfalt gänzlich verun-

möglichen oder in unzumutbarer Weise erschweren. Die Verhinderung 

muss derart unvorhergesehen auftreten, dass es nicht mehr möglich ist, 

die Vornahme der geforderten Handlung durch eine Drittperson zu bewir-

ken (Urteile des BVGer A-643/2019 vom 11. September 2019 E. 2.6.2;  

A-1328/2018 vom 18. April 2018 E. 2.2 f.; STEFAN VOGEL, in: Auer/Mül-

ler/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-

tungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019 [nachfolgend: Kommentar VwVG] 

Art. 24 N. 10 f.). Nicht als unverschuldete Hindernisse gelten namentlich 

Unkenntnis der gesetzlichen Vorschriften, Arbeitsüberlastung, Ferienab-

wesenheit oder organisatorische Unzulänglichkeiten. Taugliche Entschul-

digungsgründe bilden etwa Naturkatastrophen, Militärdienst oder schwer-

wiegende Erkrankungen. Aus Gründen der Rechtssicherheit und eines ge-

ordneten Verfahrens darf ein Hinderungsgrund nicht leichthin angenom-

men werden (vgl. zum Ganzen: Urteil des BGer 2C_734/2012 vom 

25. März 2013 E. 3.3; Urteil des BVGer A-2656/2018 vom 19. Dezember 

2018 E. 3.4 m.w.H.; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, a.a.O., 

Rz. 2.139 ff.; VOGEL, Kommentar VwVG, a.a.O., Art. 24 N. 9 f.).  

3.  

Vorliegend ist unbestritten, dass aufgrund der im Rahmen des Beschwer-

deverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht vom Beschwerdeführer 

eingereichten Unterlagen eine Berechnung des für die Steuerperiode 2016 

geschuldeten Mehrwertsteuerbetrags grundsätzlich möglich ist. Zu prüfen 

bleibt, wie hoch der Steuerbetrag genau ist, da die Berechnungen des Be-

schwerdeführers und der Vorinstanz leicht voneinander abweichen. 

3.1 Der Beschwerdeführer beantragt gestützt auf seine Mehrwertsteuerab-

rechnungen einen Mehrwertsteuerbetrag von Fr. 2'211.20 für das erste Se-

mester 2016 und einen Betrag von Fr. 1'181.25 für das zweite Semester 

2016, zusammen ausmachend Fr. 3'392.45, festzusetzen. Dabei geht er 

von einem Umsatz von Fr. 36'248.80 im ersten Semester 2016 und von 

einem solchen von Fr. 19'364.50 im zweiten Semester 2016, zusammen 

ausmachend Fr. 55'613.30, aus.  

3.2 Die Vorinstanz führt im Rahmen der Vernehmlassung aus, die Erfolgs-

rechnung des Beschwerdeführers weise für die Zeit vom 1. Januar 2016 

bis 31. Dezember 2016 einen steuerbaren Umsatz von Fr. 55'613.30 aus, 

welcher mit den in der Einsprache vom 30. Dezember 2021 deklarierten 

Umsätzen übereinstimme. Aus den Unterlagen des kantonalen Steueramts 

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Zürich ergebe sich jedoch eine kleine Anpassung. In den Akten sei eine 

Quittung für eine «Revisionsarbeit Jahresrechnung 2015 der B._______» 

über Fr. 500.-, welche noch zu den Umsätzen aus dem Jahr 2016 hinzuzu-

rechnen sei. Ansonsten seien aus den Unterlagen keine Umsatzunstim-

migkeiten ersichtlich. Entsprechend liege ein steuerbarer Umsatz von 

Fr. 56'113.30 vor, was einen Steuerbetrag von Fr. 3'422.90 ergebe.  

3.3 Der Umsatz von Fr. 55'613.30 gemäss Kontoblatt (Konto 6000 – 

Honorareinnahmen; nicht nummerierte Beilage des Beschwerdeführers) ist 

grundsätzlich ausgewiesen. Zusätzlich liegt eine Quittung der B._______ 

über Fr. 500.- vom 26. April 2016 bei den Akten der Vorinstanz (act. 10, 

nicht nummerierte Seite). Diese weist als Grund «Revisionsarbeit 

Jahresrechnung 2015 durch A._______» aus. Auf der Quittung ist sodann 

vermerkt «Nebenerwerb». Durch den klaren Hinweis auf den 

Beschwerdeführer, respektive dessen Treuhandbüro, und den 

Rechtsgrund «Revisionsarbeit» ist ein Bezug zum Unternehmen des 

Beschwerdeführers gegeben. Die Honorareinnahme fällt zeitlich auch in 

den vorliegend relevanten Zeitraum, weshalb von einer steuerpflichtigen 

Leistung auszugehen ist. Nicht ganz klar ist, weshalb auf der Quittung der 

Vermerk «Nebenerwerb» angebracht ist und wieso der Beschwerdeführer 

dieses Honorar nicht auf dem Kontoblatt aufführte. Der Beschwerdeführer 

machte keine Ausführungen diesbezüglich und bestreitet die Ausführungen 

der Vorinstanz in der Vernehmlassung nicht. Der Beschwerdeführer hat 

auch keinen Nachweis dafür erbracht, dass insofern steuermindernde oder 

-aufhebende Tatsachen vorliegen, wofür er die Beweislast trägt (E. 1.4.3). 

Entsprechend ist von einer steuerbaren Leistung auszugehen. Die 

Einnahme ist beim Jahresumsatz auf dem Kontoblatt des 

Beschwerdeführers für 2016 nicht erfasst, weshalb der Betrag von Fr. 500.- 

zum Jahresumsatz 2016 hinzuzurechnen ist.  

3.4 Daraus ergibt sich, dass sich die geschuldete Steuerforderung aus 

dem Produkt des Jahresgesamtumsatzes von Fr. 56'113.30 (Fr. 55'613.30 

+ Fr. 500.-) und dem Saldosteuersatz von 6.1 % berechnet (vgl. E. 2.2.2 

vorstehend). Dies ergibt eine Steuerforderung von Fr. 3'422.90 

(abgerundet), was dem Antrag der Vorinstanz entspricht. Somit ist die 

Beschwerde im Umfang von Fr. 3'577.10 gutzuheissen, im Übrigen ist sie 

abzuweisen.  

4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Keine Verfahrens-

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Seite 9 

kosten zu tragen haben Vorinstanzen sowie beschwerdeführende und un-

terliegende Bundesbehörden (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

4.2 Indem der Beschwerdeführer erst im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren die relevanten Akten für die Berechnung der 

geschuldeten Steuer eingereicht hat, hat er im vorinstanzlichen Verfahren 

seine Mitwirkungspflichten verletzt (vgl. E. 2.2.1 vorstehend). Die 

Begründung, weshalb er die geforderten Unterlagen nicht bereits vor 

Vorinstanz einreichte, erfüllen die Anforderungen an ein unverschuldetes 

Versäumnis nicht (E. 2.4 vorstehend). Insbesondere hatte der 

Beschwerdeführer mit seiner Einsprache ein Prozessrechtsverhältnis 

begründet, sodass er verpflichtet war, die Zustellung von Schreiben 

sicherzustellen (E. 2.3 vorstehend). Zumindest hätte er sich vor seiner 

längeren Auslandsabwesenheit nach dem Verfahrensstand erkundigen 

müssen, respektive die Abwesenheit der Vorinstanz mitteilen müssen. 

Daraus ergibt sich, dass es trotz der teilweisen Gutheissung der 

Beschwerde gerechtfertigt ist, dem Beschwerdeführer die 

Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 800.- aufzuerlegen. Diese werden mit 

dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

4.3 Dem Beschwerdeführer ist – ebenfalls aufgrund der Verletzung seiner 

Mitwirkungspflichten und mangels Vertreters respektive Antrags – keine 

Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario).  

 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

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Seite 10 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 

2.  

Die Steuerforderung betreffend die Steuerperiode 2016 (1. Januar 2016 bis 

31. Dezember 2016) wird auf Fr. 3'422.90 festgesetzt. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Steiger Katharina Meienberg 

 

  

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Seite 11 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Seite 12 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)