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**Case Identifier:** e1dd2aac-ea68-5f5f-9033-c3d23061a629
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.06.2023 100 2021 353
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-353_2023-06-19.pdf

## Full Text

100.2021.353U
HAM//TST/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Juni 2023

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Häusler, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiber Tschumi

1. A.________

2. B.________

3. C.________

alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

D.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegner 1

und

Einwohnergemeinde Worb
Bauabteilung, Bärenplatz 1, Postfach, 3076 Worb
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 2

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

betreffend Baupolizei; Lüftung von Schweineställen (Entscheid der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 4. November 2021; BVD 
120/2020/57)

Prozessgeschichte:

A.

D.________ betreibt am nördlichen Dorfrand von … auf der Parzelle Worb 
Gbbl. Nr. 1________ in der Landwirtschaftszone einen Schweinehal-
tungsbetrieb mit rund 250 Tieren. Die Schweine werden in einem grossen 
und kleinen Abferkelstall mit angebautem Maststall (Gebäude 
Nr. 2________), einem Ferkelaufzuchtstall mit angebautem Galtsauenstall 
(Gebäude Nr. 3________) sowie einem Deckstall (Gebäude Nr. 4________) 
gehalten. Der Bau dieser Ställe ist von der Einwohnergemeinde (EG) Worb 
mit Gesamtentscheiden vom 10. August 2004 sowie vom 25. Januar 2013 – 
zum Teil nachträglich – bewilligt worden. Die Nachbarn, …, … und 
B.________, die ebenfalls in der Landwirtschaftszone wohnen, hatten gegen 
den Entscheid vom 25. Januar 2013 bei der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion 
des Kantons Bern [BVD]) Beschwerde geführt, welche diese im 
Wesentlichen abwies (Entscheid BVE Nr. 110/2013/259 vom 4.11.2013). 
D.________ realisierte in der Folge das Bauvorhaben; die Bauabnahme 
durch die Gemeinde fand im April und Mai 2014 statt.

B.

Am 2. Februar 2015 reichten …, … und B.________ zusammen mit 
C.________ bei der EG Worb wegen übermässiger Geruchsemissionen aus 

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den Schweineställen eine Baupolizeianzeige ein. Zur Begründung führten 
sie unter anderem aus, dass die Lüftung der Abferkelställe nicht gemäss der 
im Jahr 2013 erteilten Baubewilligung erstellt worden sei, weshalb die 
erforderliche Ausstosshöhe über dem Kamin (Quellhöhe) nicht erreicht 
werde. Am 22. April 2015 führte die Gemeinde mit den Verfahrensbeteiligten 
sowie verschiedenen beigezogenen Fachpersonen vor Ort einen 
Augenschein mit Besprechung durch. In der Folge liess sie bei der 
E.________ GmbH (heute: E.________ GmbH) ein Geruchsgutachten 
erstellen und holte dazu bei der kantonalen Immissionsschutzfachstelle 
mehrere Fachberichte ein. Mit Verfügung vom 18. Januar 2018 verzichtete 
die Gemeinde trotz festgestellter Abweichung der eingebauten 
Lüftungsanlage von der ursprünglich bewilligten auf den Erlass von 
baupolizeilichen Massnahmen. 

C.

Gegen die Baupolizeiverfügung vom 18. Januar 2018 führten …, … und 
B.________ sowie C.________ am 14. Februar 2018 Beschwerde bei der 
BVE. Diese hiess die Beschwerde mit Entscheid BVE Nr. 120/2018/6 vom 
23. April 2019 gut, soweit sie darauf eintrat, hob die Baupolizeiverfügung 
vom 18. Januar 2018 auf und wies die Angelegenheit zur Fortsetzung des 
Verfahrens an die EG Worb zurück (Dispositiv-Ziff. 1). Zudem wurde die 
Gemeinde angewiesen, Rauchversuche durchzuführen, um abzuklären, ob 
der Abferkelstall auch bei geringer Auslastung der Lüftung zuverlässig über 
den Kamin entlüftet wird und keine diffusen Emissionen über die Fassaden 
entweichen. 

Daraufhin führte die EG Worb am 16. August 2019 unter Anleitung der 
E.________ GmbH sowie unter Beteiligung der Parteien und von Vertretern 
der kantonalen Immissionsschutzfachstelle im grossen und kleinen 
Abferkelstall Nebelversuche durch. Gestützt auf die dabei gewonnenen 
Erkenntnisse entschied sie mit Verfügung vom 4. September 2020 erneut, 
dass sie auf die Anordnung von baupolizeilichen Massnahmen gegenüber 
D.________ verzichte (Dispositiv-Ziff. 1). Zudem erklärte sie das 
Baupolizeiverfahren für abgeschlossen (Dispositiv-Ziff. 5).

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D.

Dagegen reichten …, … und B.________ sowie C.________ am 5. Oktober 
2020 Beschwerde bei der BVD ein. Darin beantragten sie in der Hauptsache, 
Dispositiv-Ziff. 1 und 5 der Baupolizeiverfügung vom 20. September 2020 
seien aufzuheben und es seien geeignete Massnahmen zur Herstellung des 
rechtmässigen Zustands anzuordnen. Die BVD wies die Beschwerde mit 
Entscheid vom 4. November 2021 ab, soweit sie darauf eintrat.

E.

Gegen diesen Entscheid haben …, … und B.________ sowie C.________ 
am 3. Dezember 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben. Sie 
stellen die folgenden Rechtsbegehren:

«Der Entscheid […] der BVD vom 4. November 2021 sei aufzuheben und 
es [sei] die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und Anordnung der 
Massnahmen gemäss den Eventualbegehren 1 respektive 2 hienach an 
die zuständige Instanz zurückzuweisen.

Eventuell
1. seien in Bezug auf die Lüftung des grossen und des kleinen Abfer-

kelstalls […] geeignete, innert angemessener Frist umzusetzende 
Massnahmen zur Herstellung des rechtmässigen Zustandes anzu-
ordnen.

Subeventuell
2. seien innert angemessener Frist geeignete Massnahmen der ver-

schärften Emissionsbegrenzung nach Art. 9 Abs. 1 LRV anzuord-
nen, bzw. subsubeventuell mittels geeigneter Verfahren abzuklären, 
ob eine übermässige Geruchsbelastung für die Wohnräume an der 
H.______strasse 325 und/oder 326 vorliegt und gestützt darauf 
innert angemessener Frist gegebenenfalls geeignete Massnahmen 
der verschärften Emissionsbegrenzung nach Art. 9 Abs. 1 LRV 
anzuordnen.»

D.________ und die BVD beantragen mit Beschwerdeantwort vom 
1. Februar 2022 bzw. Vernehmlassung vom 16. Dezember 2021, die Be-
schwerde sei abzuweisen. Die EG Worb verweist mit Beschwerdeantwort 
vom 31. Januar 2022 auf ihre Baupolizeiverfügung vom 4. September 2020, 
ihre Stellungnahme an die BVD vom 2. November 2020 sowie auf den an-

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gefochtenen Entscheid und schliesst sinngemäss ebenfalls auf Beschwer-
deabweisung.

Am 7. Juni 2022 hat der Instruktionsrichter beim Amt für Umwelt und Energie 
des Kantons Bern (AUE) einen Fachbericht eingeholt. Dazu haben sich die 
Beschwerdeführenden am 26. August 2022 geäussert.

Mit Schreiben vom 28. Juli 2022 (richtig: 28. Juni 2022) hat … dem 
Verwaltungsgericht mitgeteilt, dass sie sich aufgrund ihrer Scheidung von 
A.________ vom Beschwerdeverfahren zurückziehe. Der Instruktionsrichter 
hat sie mit Verfügung vom 14. Juli 2022 aus dem Verfahren entlassen.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 49 Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 
[BauG; BSG 721.0]). Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, sind als direkte Nachbarn der streitbetroffenen 
Schweineställe durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG). Da auch die Bestimmungen über Form und Frist ein-
gehalten sind (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG), ist auf die Beschwerde 
einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). Im Rahmen der 
Rechtskontrolle auferlegt sich das Gericht eine gewisse Zurückhaltung, so-
weit für die Beurteilung besondere Sach- oder Fachkenntnisse erforderlich 
sind, über die es nicht gleichermassen verfügt wie die Verwaltungsbehörde 
mit ihren Fachleuten und -stellen (BVR 2016 S. 507 E. 1.4, 2014 S. 451 

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E. 1.3; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 80 N. 20, Art. 66 N. 18).

2.

2.1 Das Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz 
(Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) und die gestützt darauf erlassene 
Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1) 
haben zum Ziel, die Menschen vor schädlichen oder lästigen Luftverunreini-
gungen und damit auch vor erheblich störenden, übermässigen Geruchsbe-
lästigungen zu schützen (Art. 1 Abs. 1, Art. 7 Abs. 3 USG; Art. 1 Abs. 1 
LRV). Wie andere Einwirkungen werden Luftverunreinigungen durch Mass-
nahmen bei der Quelle begrenzt (Emissionsbegrenzungen; Art. 11 Abs. 1 
USG). Nach Art. 11 Abs. 2 USG sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge 
unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen, 
als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (vgl. 
auch Art. 4 Abs. 1 LRV). Wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Ein-
wirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung 
schädlich oder lästig werden, sind die Emissionsbegrenzungen gemäss 
Art. 11 Abs. 3 USG in einem zweiten Schritt zu verschärfen 
(Schrade/Loretan, in Kommentar USG, 2. Aufl. 2004, Art. 11 N. 3; BVR 2006 
S. 335 E. 5.2). Der Abgrenzung zwischen nicht übermässigen und übermäs-
sigen (d.h. schädlichen bzw. lästigen) Einwirkungen dienen die Immissions-
grenzwerte (IGW; Art. 13 Abs. 1 USG; BGE 126 II 480 E. 3a). Diese sind 
Massstab dafür, ob Emissionsbegrenzungen der zweiten Stufe notwendig 
sind (Peter Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 
7. Aufl. 2022, S. 410; Schrade/Loretan, a.a.O., Art. 13 N. 1). Auch die LRV 
unterscheidet die vorsorgliche Emissionsbegrenzung der ersten Stufe (Art. 3 
und 4 sowie Art. 7 LRV) von den verschärften Emissionsbegrenzungen der 
zweiten Stufe (Art. 5 und 9 LRV; BVR 2006 S. 335 E. 5.3).

2.2 Der Bundesrat hat in Bezug auf Geruchsimmissionen aus Tierhal-
tungsanlagen keine IGW festgelegt (BGE 126 II 43 E. 3). Es ist deshalb im 
Einzelfall und – wo die Vollzugsbehörde nicht über die nötige Sachkenntnis 
verfügt – unter Einbezug von Fachbehörden zu beurteilen, ob die Ge-

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ruchsimmissionen nach dem Stand der Wissenschaft oder der Erfahrung 
(Art. 14 USG) schädlich oder lästig und damit übermässig sind (vgl. BVR 
2006 S. 335 E. 7.1.1; Schrade/Loretan, a.a.O., Art. 11 N. 37, Art. 13 N. 3). 
Solche Immissionen gelten gemäss Art. 2 Abs. 5 LRV unter anderem dann 
als übermässig, wenn aufgrund einer Erhebung feststeht, dass sie einen we-
sentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich stören 
(Bst. b). Die Übermässigkeit von Geruchsimmissionen wird mit standardi-
sierten Verfahren beurteilt, insbesondere mit Modellrechnungen (Abschät-
zen der Ausbreitung von Geruchsimmissionen unter Einbezug der Windver-
hältnisse und der Topographie), Befragungen der Anwohnerschaft, Bege-
hungen mit geschulten Probandinnen und Probanden oder durch eine 
Olfaktometrie (Bestimmung der Geruchsschwelle eines Stoffgemischs durch 
Verdünnung von Geruchsproben; vgl. Entwurf des BAFU für eine 
Empfehlung zur Beurteilung von Gerüchen, 2015 [nachfolgend: Entwurf 
Geruchsempfehlung, einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken 
«Themen», «Luft», «Fachinformationen», «Massnahmen», «Industrie & 
Gewerbe», «Emissionsvorschriften»], S. 7 ff.; Alain Griffel, Umweltrecht in a 
nutshell, 2. Aufl. 2019, S. 107 f.).

2.3 Unter dem Artikeltitel «Erfassung und Ableitung von Emissionen» 
schreibt die LRV in Art. 6 weiter vor, dass Emissionen möglichst nahe am 
Ort ihrer Entstehung möglichst vollständig zu erfassen und so abzuleiten 
sind, dass keine übermässigen Immissionen entstehen (Abs. 1). Sie müssen 
in der Regel durch Kamine oder Abluftkanäle über Dach ausgestossen wer-
den (Abs. 2). Anhang 2 Ziff. 51 LRV enthält zudem spezielle Anforderungen 
für Anlagen der bäuerlichen Tierhaltung und der Intensivtierhaltung: Gemäss 
Anhang 2 Ziff. 512 LRV müssen bei der Errichtung solcher Anlagen vorsorg-
lich die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen Min-
destabstände zu bewohnten Zonen eingehalten werden; als solche Regeln 
gelten insbesondere die Empfehlungen der Eidgenössischen Forschungsan-
stalt für Betriebswirtschaft und Landtechnik (FAT, neu: Forschungsanstalt 
Agroscope Reckenholz-Tänikon [ART]) wie der hier interessierende FAT-Be-
richt Nr. 476 «Mindestabstände von Tierhaltungsanlagen - Empfehlungen für 
neue und bestehende Betriebe» aus dem Jahr 1995 (nachfolgend: FAT-
Bericht Nr. 476; einsehbar unter: <www.weu.be.ch>, Rubriken «Themen», 
«Umwelt», «Luft, Lärm & Strahlung», «Luft», «Luftemissionen aus der Land-

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wirtschaft»; vgl. BGer 1C_260/2016 vom 6.6.2017 E. 2.2 mit weiteren Hin-
weisen). Gemäss Bundesgericht sind die im Jahr 2018 publizierten Grundla-
gen zum Geruch und dessen Ausbreitung für die Bestimmung von Abstän-
den bei Tierhaltungsanlagen (Beat Steiner/Margret Keck/Matthias Frei, 
Agroscope Science Nr. 59, März 2018, nachfolgend: Empfehlungen 
Agroscope 2018, einsehbar unter: <www.agroscope.admin.ch>, Rubriken 
«Themen», «Umwelt und Ressourcen», «Klima und Luft», «Geruchsfor-
schung als Basis für Abstände von Tierhaltungsanlagen») dem FAT-Bericht 
Nr. 476 vorzuziehen (vgl. BGer 1C_113/2022 vom 13.4.2023 E. 6.2 und 6.8, 
1C_333/2019 vom 5.11.2021 E. 3.2.1). Für die Beurteilung, ob eine Baute 
gemäss der im Jahr 2013 erteilten Baubewilligung bzw. den damals gelten-
den umweltrechtlichen Regeln erstellt wurde, sind diese neueren Re-
geln/Grundlagen jedoch nicht einschlägig. Anhang 2 Ziff. 513 LRV sieht 
schliesslich vor, dass die Lüftungsanlagen von Tierhaltungsanlangen den 
anerkannten Regeln der Lüftungstechnik und insbesondere auch den Em-
pfehlungen der Schweizerischen Stallklima-Norm entsprechen müssen. 

2.4 Die Mindestabstände sind als Massnahmen der vorsorglichen Emis-
sionsbegrenzung konzipiert. Gemäss FAT-Bericht Nr. 476 sind sie gegen-
über reinen Wohnzonen voll einzuhalten (100 %); gegenüber bewohnten Zo-
nen, die neben der Wohnnutzung mässig störende Gewerbebetriebe zulas-
sen und denen deshalb ein höheres Mass an Immissionen zugemutet 
werden kann, sind 70 % des Mindestabstands einzuhalten (vgl. FAT-Bericht 
Nr. 476 Ziff. 2.3 S. 6; BGE 130 II 370 E. 6.1; BGer 1C_289/2018 vom 
8.7.2019 E. 2). Gilt die Mindestabstandsregelung – wie in der Landwirt-
schaftszone – nicht, werden die Mindestabstände dennoch als Hilfsmittel zur 
Beantwortung der Frage herangezogen, ob eine Tierhaltungsanlage voraus-
sichtlich übermässige Immissionen verursachen wird. Dies ist im Sinne einer 
Faustregel zu erwarten, wenn der halbe Mindestabstand unterschritten wird 
(FAT-Bericht Nr. 476 Ziff. 3 S. 7; BGer 1C_260/2016 vom 6.6.2017 E. 2.2, 
1A.58/2001 vom 12.11.2001, in URP 2002 S. 97 E. 2d). 

2.5 Die Beurteilung der Immissionen anhand der FAT-Mindestabstände 
beruht auf der Annahme einer zirkulären Geruchsausbreitung und berück-
sichtigt die Windrichtungen nicht. Bei Vorliegen von besonderen meteoro-
logischen oder räumlichen Verhältnissen (insb. bei Hinweisen auf Kaltluftab-

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flüsse oder einen Geruchsstau im umbauten Raum) reicht eine solche witte-
rungs- und richtungsunabhängige Beurteilung, die allein auf den berechne-
ten Mindestabständen beruht, nicht aus, um die Immissionen sachgerecht 
beurteilen zu können. Der FAT-Bericht sieht deshalb vor, dass in diesen Fäl-
len genauere Abklärungen im Hinblick auf die Geruchsausbreitung am kon-
kreten Standort vorzunehmen sind (sog. Sonderbeurteilung), was gegebe-
nenfalls zu einer nachträglichen Anpassung des berechneten Mindest-
abstands oder der Lage der relevanten Emissionspunkte führen kann (FAT-
Bericht Nr. 476 Ziff. 2.2 S. 6; vgl. BGer 1C_289/2018 vom 8.7.2019 E. 3.4; 
Keck/Steiner, Geruchsimmissionen aus Tierhaltungsanlagen – Erkenntnisse 
zu Geruch und dessen Ausbreitung für die Bestimmung von Abständen, in 
UPR 2019 S. 142, 147).

2.6 Im vorliegenden Verfahren ist zum einen umstritten, ob die in die Ab-
ferkelställe im Gebäude Nr. 2________ eingebaute Unterdrucklüftung so 
funktioniert, wie es in der Baubewilligung vorgesehen war, d.h. 
insbesondere, ob sie den anerkannten Regeln der Lüftungstechnik 
entspricht (dazu E. 3 hiernach). Auf die Baubewilligung selber ist dagegen 
nicht mehr zurückzukommen, da sie bereits in Rechtskraft erwachsen ist, 
nachdem die BVE die dagegen erhobene Beschwerde am 4. November 
2013 abgewiesen hatte (vgl. vorne Bst. A), und die Beschwerdeführenden 
die Rechtmässigkeit der Baubewilligung im Übrigen vor Verwaltungsgericht 
auch gar nicht (mehr) in Zweifel ziehen. Neben der Frage, ob die Lüftung 
gemäss der Baubewilligung erstellt wurde, ist auch streitig, ob die Gerüche 
des Schweinehaltungsbetriebs bei den Wohnungen der Beschwerde-
führenden übermässige Immissionen verursachen, was zur Anordnung von 
verschärften Emissionsbegrenzungen führen könnte (dazu hinten E. 4). 
Nicht strittig ist dagegen die Frage, ob zusätzliche vorsorgliche 
Emissionsbegrenzungen zu verfügen sind. Solche Massnahmen wurden 
auch nicht beantragt, weshalb auf diese Immissionsschutzmassnahmen der 
ersten Stufe im Nachfolgenden nicht vertieft einzugehen ist.

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3.

In der Sache ist zunächst zu prüfen, ob in Bezug auf die Lüftung der Abfer-
kelställe Massnahmen zur (Wieder-)Herstellung des bewilligten Zustands 
anzuordnen sind.

3.1 Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid festgehalten, dass 
die Lüftung im Wesentlichen in zwei Punkten vom bewilligten Projekt abwei-
che. Zum einen werde der Abluftkanal des kleinen Abferkelstalls nicht wie 
bewilligt über den Schopf, sondern über den grossen Abferkelstall in den ge-
meinsamen Kamin eingeleitet. Zudem weise dieser Kanal einen Durchmes-
ser von 0,40 m anstatt wie ursprünglich vorgesehen von 0,35 m auf (E. 2b). 
Trotz dieser unbestrittenen Abweichungen gelangte die Vorinstanz zum 
Schluss, dass keine Anpassung der Lüftung an die bewilligten Pläne erfor-
derlich sei. Denn die durchgeführten Nebelversuche hätten gezeigt, dass 
keine Emissionen über die Westfassade beziehungsweise die Fassaden all-
gemein entwichen, sondern dass die Geruchsluft zuverlässig über den Ka-
min abgegeben werde. Damit sei nachgewiesen, dass die eingebaute Lüf-
tung trotz der Abweichungen von der Baubewilligung richtig funktioniere 
(E. 3b). Folglich bestehe kein Grund für Wiederherstellungsmassnahmen in 
Bezug auf die Lüftungsanlage in den Abferkelställen (E. 3h). Dies gelte auch 
mit Blick auf die baulichen Abweichungen, da diese so gering seien, dass sie 
für sich allein kaum baubewilligungspflichtig seien und folglich nicht zum 
Gegenstand einer Wiederherstellungsverfügung gemacht werden könnten 
(E. 2b).

3.2 Die Beschwerdeführenden halten dem zunächst entgegen, dass die 
in die Abferkelställe eingebaute Lüftung nicht dem Stand der Technik ent-
spreche bzw. die «von einer zeitgemässen Lüftung zu erfüllenden Leistungs-
kriterien» nicht einhalte. Gemäss Anhang Ziff. 3.1 S. 12 des FAT-Berichts 
Nr. 476 sowie Ziff. 2.3.2 der Richtlinie Nr. 3471 «Emissionsminderung - 
Schweine» des Vereins Deutscher Ingenieure (nachfolgend: VDI-Richtlinie 
Nr. 3471) müssten grundsätzlich beim Kamin Abluftgeschwindigkeiten von 
10 m/s im Winter und von 20 m/s im Sommer (FAT-Bericht Nr. 476) bzw. von 
7 m/s (VDI-Richtlinie Nr. 3471) erreicht werden, was auch «gemeinhin so 
praktiziert» werde (Beschwerde Art. 2 Ziff. 4 S. 8). – Die Vorinstanz hat im 
angefochtenen Entscheid (E. 3e) eingehend dargelegt, weshalb sich nach 

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ihrer Auffassung weder dem FAT-Bericht Nr. 476 noch der VDI-Richtlinie 
Nr. 3471 eine allgemeine Minimalvorgabe zur Abluftgeschwindigkeit entneh-
men lasse. Diese Ausführungen leuchten ein und sind nicht zu beanstanden, 
zumal sich die Beschwerdeführenden damit nicht substanziiert auseinander-
setzen. In der Tat wird an der von den Beschwerdeführenden erwähnten 
Stelle des FAT-Berichts nur ausgeführt, dass die Abluftgeschwindigkeiten 
bei einer senkrechten Kaminlüftung mit Weitwurfdüse während der Sommer-
monate 10-15 m/s sowie bei einer zentralen Hochleistungslüftung im Som-
mer über 20 m/s bzw. im Winter immer noch 10 m/s erreichen könnten. An-
ders als die Beschwerdeführenden meinen, lässt sich dem Bericht jedoch 
nicht entnehmen, dass nur Anlagen den anerkannten Regeln der Lüftungs-
technik entsprechen würden, bei denen dies der Fall ist. Wie die Vorinstanz 
im angefochtenen Entscheid ebenfalls zutreffend festgehalten hat, ergibt 
sich zudem aus der Tabelle 7 auf S. 24 des Arbeitspapiers Nr. 126 des 
Kuratoriums für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (Vorakten BVD 
nach pag. 52), dass gemäss der VDI-Richtlinie Nr. 3471 Austrittsgeschwin-
digkeiten unterhalb von 7 m/s nicht bereits von vornherein unzulässig sind. 
Die Rüge, wonach die Lüftung der Abferkelställe in Bezug auf die Abluftge-
schwindigkeiten beim Kamin die (vermeintlichen) Minimalvorgaben aus dem 
FAT-Bericht Nr. 476 oder der VDI-Richtlinie Nr. 3471 nicht einhalten soll, er-
weist sich daher als unbegründet.

3.3 Die Beschwerdeführenden kritisieren weiter, die Vorinstanz habe 
nicht berücksichtigt, dass eine dem Stand der Technik entsprechende Lüf-
tung «in der Mehrzahl der Fälle einen sicheren Abtransport der Emissionen 
auch nach dem Kaminaustritt garantieren» müsse. Mit den durchgeführten 
Nebelversuchen habe die Gemeinde allerdings nur geprüft, ob die Emissio-
nen zuverlässig und vollständig über den Kamin abgegeben würden. Das 
Ausbreitungsverhalten der Gerüche bzw. des Nebels nach dem Kaminaus-
tritt sei dagegen weder «nach einem klaren Konzept visuell verfolgt» noch 
«systematisch mit Kameras festgehalten» worden. Der Vorinstanz sei des-
halb «in aller Deutlichkeit» zu widersprechen, wenn sie davon ausgehe, dass 
mit den Nebelversuchen die Zweifel an der Funktionstüchtigkeit der Lüftung 
ausgeräumt worden seien (Beschwerde Art. 3 Ziff. 1 ff. S. 10 ff.). – Entgegen 
den Beschwerdeführenden bestehen keine Anhaltspunkte, wonach die Ge-
meinde den Sachverhalt im Zusammenhang mit der Lüftung der Abferkel-

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ställe unzureichend abgeklärt hätte: Wie sich aus dem Rückweisungsent-
scheid der Vorinstanz vom 23. April 2019 ergibt, musste mit den Nebelver-
suchen im Wesentlichen nur noch geprüft werden, ob die Abferkelställe 
selbst bei geringer Auslastung der Lüftung trotz der von der Baubewilligung 
abweichenden Projektausführung zuverlässig über den Kamin entlüftet wer-
den (Entscheid BVE Nr. 120/2018/6 vom 23.4.2019 E. 3i f., unpag. Vorakten 
Gemeinde act. 4D). Es war daher nicht nötig, mit den Nebelversuchen das 
Ausbreitungsverhalten der Emissionen nach dem Kaminaustritt umfassend 
zu untersuchen, zumal auch nicht ersichtlich ist, weshalb dies zur Beurtei-
lung der Funktionstüchtigkeit der Lüftung erforderlich gewesen sein sollte. 
Abgesehen davon, dass die Emissionen so zu erfassen und abzuleiten sind, 
dass keine übermässigen Immissionen entstehen (vgl. dazu nachfolgende 
E. 4), ergeben sich weder aus den gesetzlichen Vorgaben noch aus der Bau-
bewilligung besondere Anforderungen an das Ausbreitungsverhalten der 
Gerüche nach dem Kaminaustritt. Wie dargelegt (vorne E. 2.3) wird in Bezug 
auf die Erfassung und Ableitung der Emissionen grundsätzlich nur verlangt, 
dass diese in der Regel durch Kamine oder Abluftkanäle über Dach ausge-
stossen werden. Dass dies bei der Lüftung der Abferkelställe der Fall ist, 
bestreiten die Beschwerdeführenden indessen nicht. Aus ihrer Kritik an den 
Nebelversuchen vermögen sie daher nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. 

3.4 Die Beschwerdeführenden machen sodann geltend, «mathematisch-
theoretische» Überlegungen deuteten darauf hin, dass die Lüftung in den 
Abferkelställen aufgrund der Abweichungen von der Baubewilligung «physi-
kalisch und strömungstechnisch» zentrale Eigenschaften verloren habe. So 
stelle einerseits der realisierte Verbindungskanal beim aktuellen Betriebsre-
gime die einzige Öffnung des grossen Abferkelstalls dar, über die Luft in den 
grossen Abferkelstall nachströmen könne. Das Fehlen weiterer grossflächi-
ger Öffnungen habe zur Folge, dass der Ventilator keine seiner Nennleistung 
entsprechende Fördermenge generieren könne, sondern durch den Volu-
menstrom der nachfliessenden Luft und entsprechend auch punkto Abluft-
geschwindigkeit beim Kaminaustritt begrenzt sei. Hinzu komme der Um-
stand, dass der Verbindungskanal 5 cm breiter sei als der ursprünglich be-
willigte, was ebenfalls eine Reduktion der Abluftgeschwindigkeit bewirke. 
Diese werde unter idealen Bedingungen nämlich mit der folgenden Formel 
berechnet: Abluftgeschwindigkeit (v) [m/s] = Volumenstrom (V) [m3/h] / (Lei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 13

tungsquerschnitt [m2] x 3'600 [s]). Aus diesem Zusammenhang ergebe sich, 
dass eine Vergrösserung des Leitungsquerschnitts die Abluftgeschwindig-
keit verringere. Unter diesen Umständen seien die Abweichungen in der 
Bauausführung entgegen der Auffassung der Vorinstanz keineswegs so 
marginal, wie dies auf den ersten (Laien-)Blick vielleicht vermutet werden 
könnte. Wie die BVD dennoch habe zum Schluss gelangen können, dass auf 
Wiederherstellungsmassnahmen bereits wegen Geringfügigkeit habe ver-
zichtet werden können, sei deshalb nicht nachvollziehbar (Beschwerde Art. 1 
Ziff. 2 ff. S. 3 ff.). 

3.5 Das AUE hat in seiner Stellungnahme vom 4. Juli 2022 (act. 15) vor 
Verwaltungsgericht den Standpunkt der Vorinstanz bestätigt. Es führt dabei 
präzisierend aus, dass sich das eingebaute vom geplanten Lüftungssystem 
rein physikalisch nicht wesentlich unterscheide. In beiden Varianten würden 
die Geruchsstoffe aus dem kleinen und dem grossen Abferkelstall zusam-
mengeführt und über einen gemeinsamen Kamin abgeleitet. In der realisier-
ten Variante finde die Vermischung zwar nicht wie ursprünglich vorgesehen 
im Kamin, sondern bereits im grossen Abferkelstall statt. Anhand der Nebel-
versuche sei aber nachgewiesen worden, dass auch dieses Prinzip funktio-
niere und die entstehenden Emissionen zuverlässig über den Kamin abge-
leitet würden. Dass für die Abluft aus dem kleinen Abferkelstall anstelle eines 
Bypasses über den Schopf und in Abweichung von der Baubewilligung eine 
begradigte Strecke in den grösseren Abferkelstall mit einem grösseren Ka-
naldurchmesser erstellt worden sei, habe bezüglich der zu erwartenden 
Emissionen an der Fortluftmündung keine Bedeutung. 

3.6 Für das Verwaltungsgericht besteht kein Anlass, diese nachvollzieh-
baren Ausführungen der Fachbehörde in Frage zu stellen (zum Beweiswert 
von Fachberichten amtlicher Stellen BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 
E. 1.5 mit Hinweisen; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 38): Soweit die Beschwer-
deführenden einwenden, dass die Luftnachfuhr in den grossen Abferkelstall 
in Folge der abgeänderten Bauausführung unzureichend sei, ist ihre Argu-
mentation von vornherein nicht nachvollziehbar. So wird gemäss den Aus-
führungen des AUE mit der realisierten Kanalführung ohne Bypass doch 
zusätzliche und nicht etwa weniger Zuluft in den grossen Abferkelstall einge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 14

führt. Für die Behauptung, wonach es in diesem – in Ergänzung zum Verbin-
dungskanal aus dem kleinen Abferkelstall – zu wenige (grossflächige) Zuluft-
öffnungen geben soll, liegen im Übrigen weder Belege noch konkrete An-
haltspunkte vor. Ebenso wenig leuchtet ein, weshalb der um 5 cm breitere 
Durchmesser des Verbindungskanals die Abluftgeschwindigkeit beim Ka-
minaustritt wesentlich beeinträchtigen sollte. Denn der Verbindungskanal 
führt die Luft vom kleinen in den grossen Abferkelstall und nicht – wie die 
Beschwerdeführenden wohl meinen – in den Abluftkanal bzw. den Kamin. 
Es besteht daher kein Grund, die Beurteilung des AUE in Frage zu stellen, 
wonach der Umstand, dass der Verbindungskanal mit einer Breite von 40 cm 
anstatt mit einer solchen von 35 cm erstellt wurde, keine Bedeutung für die 
zu erwartenden Emissionen an der Fortluftmündung hat (vgl. Stellungnahme 
AUE vom 4.7.2022, Antwort zur Frage 1b). Unter diesen Umständen gelingt 
es den Beschwerdeführenden entgegen ihrer Meinung nicht, mit ihren «ma-
thematisch-theoretischen» Überlegungen in Bezug auf die Funktionstüchtig-
keit der Lüftung Zweifel an der Einschätzung der Fachbehörde zu wecken.

3.7 Nach dem Gesagten liegen keine Anhaltspunkte vor, wonach die 
Vorinstanzen die Funktionstüchtigkeit der Lüftung falsch oder nicht «gemäss 
den geltenden juristischen Standards» abgeklärt hätten. Ebenso wenig gibt 
es konkrete Hinweise, die darauf hindeuteten, dass die Lüftung nicht dem 
Stand der Technik entsprechen würde. Auf die Durchführung von ergänzen-
den Sachverhaltsabklärungen wie namentlich Rauch- bzw. Nebelversuche 
oder eines «Augen- bzw. Nasenscheins» kann deshalb verzichtet werden 
(vgl. Beschwerde Art. 3 Ziff. 5 S. 11 f. und Stellungnahme vom 26.8.2022 
[act. 19] S. 2). Zudem ist darauf hinzuweisen, dass ein technischer Inspektor 
der kantonalen Immissionsschutzfachstelle an den Nebelversuchen teilge-
nommen hatte. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden muss 
deshalb keine (weitere) «Lüftungsfachperson» zur Beurteilung der Lüftung 
beigezogen werden (vgl. Beschwerde Art. 1 Ziff. 5 S. 5, Art. 1 Ziff. 7 S. 7). 
Schliesslich kann auch auf den Beizug von «Experten mit spezifischen 
Kenntnissen über die Tierhaltung» verzichtet werden, da es im vorliegenden 
Baupolizeiverfahren um die aus den Ställen des Beschwerdegegners stam-
mende Geruchsbelastung und nicht um die Gesundheit der dort gehaltenen 
Schweine geht (vgl. Beschwerde Art. 2 Ziff. 6 S. 9 f.). Die entsprechenden 
Beweisanträge werden deshalb alle abgewiesen (vgl. zur antizipierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
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Beweiswürdigung statt vieler BGE 144 II 427 E. 3.1.3; BVR 2021 S. 285 
E. 3.3.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.).

3.8 Zusammengefasst ist nicht zu beanstanden, dass die BVD die bauli-
chen Abweichungen von den bewilligten Plänen bei der Lüftungsanlage der 
Abferkelställe als geringfügig und damit baubewilligungsfrei erachtet hat, zu-
mal diese von aussen nicht sichtbar sind und sich nichts an der ursprüngli-
chen Nutzung oder der Funktionsfähigkeit der Lüftungsanlage ändert (vgl. 
Art. 6 Abs. 1 Bst. d des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilli-
gungsverfahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]). Die Rüge, wo-
nach die Vorinstanz in Bezug auf die Lüftungsanlage der Abferkelställe zu 
Unrecht auf die Anordnung von Massnahmen zur Wiederherstellung des be-
willigten Zustands verzichtet habe, erweist sich damit als unbegründet.

4.

Umstritten ist weiter, ob die Vorinstanz zu Recht auf die Anordnung von ver-
schärften Emissionsbegrenzungen verzichtet hat.

4.1 Die Vorinstanz hat ihren Standpunkt im angefochtenen Entscheid wie 
folgt begründet: Ausgangslage für die Beurteilung der Übermässigkeit der 
Immissionen sei die Mindestabstandsberechnung, die dem Gesamtent-
scheid vom 25. Januar 2013 bzw. dem Beschwerdeentscheid vom 3. No-
vember 2013 zu Grunde gelegen habe und die von den Beschwerdeführen-
den unterdessen nicht mehr bestritten werde. Nach dieser Berechnung seien 
die halben Mindestabstände gegenüber den Wohnungen der Beschwerde-
führenden eingehalten, weshalb grundsätzlich nicht mit übermässigen Im-
missionen zu rechnen sei (E. 5d). Diesbezüglich sei allerdings zu beachten, 
dass für eine störungsgerechte Beurteilung der Geruchsimmissionen im vor-
liegenden Fall nicht nur auf die FAT-Mindestabstandsberechnung abgestellt 
werden könne, sondern zusätzliche Abklärungen erforderlich seien (E. 5e). 
Eine solche ergänzende Beurteilung der Geruchsbelastung sei hier in Form 
des Geruchsgutachtens der E.________ GmbH erfolgt. Zwar finde sich im 
Gutachten der Hinweis, dass es letztlich nicht geeignet sei, um 
abschliessend zu entscheiden, ob eine übermässige Geruchsbelastung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 16

vorliege oder nicht. Gleichzeitig werde aber ebenfalls ausgeführt, dass 
gestützt darauf durchaus grundsätzliche Aussagen zur Geruchssituation 
gemacht werden könnten. Dazu gehöre die Feststellung, dass sich die 
Beschwerdeführenden gegenüber dem Betrieb des Beschwerdegegners in 
einer meteorologisch ungünstigen Lage befänden. Vor allem bei 
KaItluftabflüssen aus Nordosten seien die Geruchsimmissionen auf jeden 
Fall regelmässig wahrnehmbar. Die grösste Geruchsquelle 
(Ferkelaufzuchtstall) führe kaum zu lmmissionen, eine weitere wichtige 
Quelle (Abferkelstall) nur im Winterhalbjahr. Insgesamt würden laut dem 
Gutachten im Sommer mindestens die Hälfte und im Winter mehr als ein 
Drittel der Geruchsemissionen sicher abgeführt. Angesichts der Abschät-
zung der Häufigkeit der Windrichtungen sei eine Überschreitung von 15 % 
Geruchsstunden an den lmmissionspunkten (Wohnungen der Beschwerde-
führenden) durch die Emissionen des Betriebs des Beschwerdegegners 
möglich, eine Überschreitung von 30 % Geruchsstunden hingegen unwahr-
scheinlich (E. 5f). Gemäss dem Entwurf der Geruchsempfehlung des BAFU 
vom Dezember 2015 betrage die höchstzulässige Anzahl relative Geruch-
stunden (RGH) für landwirtschaftliche Gerüche im Jahresdurchschnitt in der 
Landwirtschaftszone 30 % (E. 5e). Es sei somit gestützt auf das Geruchs-
gutachten und in Übereinstimmung mit der Einschätzung des AUE davon 
auszugehen, dass der Schweinehaltungsbetrieb des Beschwerdegegners 
bei den Wohnungen der Beschwerdeführenden keine übermässigen Immis-
sionen verursache (E. 5i).

4.2 Wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 5d) bemängeln die Beschwerdeführenden vor Verwaltungsgericht 
die Mindestabstandsberechnung aus dem Jahr 2013 nicht (mehr). Darauf ist 
auch im Zusammenhang mit der Frage der verschärften Emissionsbegren-
zungen nicht mehr näher einzugehen, weil in Form des Geruchsgutachtens 
bereits eine situationsspezifische Sonderbeurteilung vorliegt (Beurteilung 
der Immissionen anhand der Geruchsstunden) und die Mindestabstände – 
die im Sinn einer Faustregel heranzuziehen sind (vorne E. 2.4 f.) – in einer 
kleinräumigen Konstellation wie der vorliegenden ohnehin nur beschränkt 
aussagekräftig sind (vgl. BGer 1A.58/2001 vom 12.1.2001 E 2d, wonach nur 
dann von der Faustregel auszugehen ist, solange nicht aufgrund genauerer 
Abklärungen etwas anderes zu erwarten ist; vgl. auch Geruchsgutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 17

S. 45 a.E. sowie Empfehlungen Agroscope 2018 Ziff. 4.3, wonach sich in 
kleinräumigen Konstellationen zu angrenzenden Gebäuden oder Objekten 
ein rechnerischer Abstand nicht ermitteln lässt). Zu beurteilen ist aber, ob 
der Sachverhalt mit dem Geruchsgutachten rechtsgenüglich erhoben wurde, 
was die Beschwerdeführenden bestreiten. Vorab rügen sie, dass die im Gut-
achten verwendeten (theoretischen) Lüftungsdaten nicht mit den in der 
Realität erzielten, viel tieferen Werten übereinstimmten, weshalb es 
«schlechterdings» ausgeschlossen sei, dass das Geruchsgutachten «eine 
zuverlässige Modellierung der Immissionslage mit zutreffenden Resultaten» 
enthalte (Beschwerde Art. 5 Ziff. 6 S. 14). – Diese Einwände überzeugen 
nicht: Es mag zutreffen, dass die Lüftung die dem Geruchsgutachten zu-
grunde gelegte Höchstleistung von 12'400 m3/h nicht erreichen kann, da es 
sich bei dieser Zahl nur um einen theoretischen Leistungswert handelt (vgl. 
Stellungnahme AUE vom 16.6.2021, Antwort zu Frage 2a Bst. c, Vorakten 
BVD pag. 76). Es besteht jedoch kein Grund zur Annahme, dass dieser Um-
stand dem Gutachter nicht bekannt gewesen ist. Wie bereits dargelegt 
(vorne E.3) gibt es im Übrigen auch keine Hinweise darauf, dass die 
Lüftungsanlage mangelhaft ist oder nicht den anerkannten Regeln der 
Lüftungstechnik entspricht. Inwiefern der Gutachter unter diesen Umständen 
von unzutreffenden Annahmen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der 
Lüftung ausgegangen sein soll, ist daher nicht ersichtlich (vgl. auch 
angefochtener Entscheid E. 5g).

4.3 Die Beschwerdeführenden bringen weiter vor, das im Gutachten an-
gegebene «Geruchsstundenspektrum» umfasse lediglich die aus den Anla-
gen des Beschwerdegegners stammenden Immissionen. Es sei aber akten-
kundig, dass es in der näheren Umgebung zusätzliche Geruchsquellen 
gebe, insbesondere weitere Landwirtschaftsbetriebe sowie Bewirtschaf-
tungsaktivitäten des Beschwerdegegners wie etwa das Ausbringen von Hof-
dünger. Bezüglich dieser anderen Quellen fehlten jegliche Angaben über die 
RGH, sodass die Gesamtbelastung, welche nach der Geruchsempfehlung 
aber ausschlaggebend wäre, bei den Wohnungen der Beschwerdeführen-
den unbekannt sei. Es könne deshalb nicht angehen, dass bereits die 
Schweinställe des Beschwerdegegners für sich allein das ganze Spektrum 
von 30 % RGH ausschöpften (Beschwerde Art. 5 Ziff. 7 S. 14). – Es ist un-
bestritten, dass neben dem Schweinehaltungsbetrieb des Beschwerdegeg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 18

ners weitere Geruchsquellen in der Umgebung der Wohnungen der Be-
schwerdeführenden bestehen. Gemäss den Ausführungen im Geruchsgut-
achten (Ziff. 3.2 S. 8 f. [Vorakten Gemeinde act. 4E pag. 62]) führt einerseits 
der Beschwerdeführer 1 selber einen Landwirtschaftsbetrieb. Dazu gehört 
ein Mutterkuhstall für 18 Tiere, der sich im gleichen Gebäude wie die Woh-
nungen der Beschwerdeführenden befindet, sowie ein Jungviehstall rund 
25 m nördlich davon. Zudem liegt rund 75 m westlich der Wohnungen ein 
weiterer Schweinezuchtbetrieb sowie 180 m südöstlich ein Landwirtschafts-
betrieb mit einer Hühneraufzucht und Rinderhaltung. Anders als die Be-
schwerdeführenden meinen, ist es aber nicht zu beanstanden, dass die Ge-
meinde die Emissionen aus diesen Betrieben im vorliegenden Fall nicht 
berücksichtigt hat: Denn gemäss der LRV sind verschärfte Emissionsbe-
grenzungen bei einer einzelnen Anlage nur dann anzuordnen, wenn zu er-
warten ist bzw. feststeht, dass diese Anlage allein für die übermässigen 
Immissionen verantwortlich ist (Art. 5 Abs. 1 bzw. Art. 9 Abs. 1 LRV). Verur-
sacht eine Anlage die übermässigen Immissionen dagegen nicht allein, son-
dern zusammen mit anderen Emissionsquellen, so sind die bei allen Verur-
sacherinnen und Verursachern erforderlichen Emissionsbegrenzungen 
aufeinander abzustimmen und diese durch einen Massnahmenplan zu koor-
dinieren (Art. 44a USG, Art. 9 Abs. 4 und Art. 31 ff. LRV; Zaugg/Ludwig, 
Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 24 N. 16b; 
Peter Hänni, a.a.O., S. 428 ff.; Alain Griffel, a.a.O., S. 103 ff.). Ein solcher 
Plan ermöglicht es insbesondere, alle Emittentinnen und Emittenten rechts-
gleich zu behandeln und zu einem anteilsmässigen Beitrag zur Verbesse-
rung der Situation anzuhalten (BGE 131 II 103 E. 2.5.1, 131 II 470 E. 4.1 f., 
127 II 238 E. 8b, 118 Ib 26 E. 5d). Die Beschwerdeführenden verlangen 
aber nicht, dass ein solcher Massnahmenplan auszuarbeiten sei. Entgegen 
ihrer Auffassung bestand für die Gemeinde nach dem Gesagten somit keine 
Veranlassung, um im Baupolizeiverfahren die Gesamtimmissionssituation 
umfassend zu erheben, zumal für die Ausarbeitung eines Massnahmenplans 
nicht die Gemeinde, sondern das AUE zuständig wäre (Art. 9 Abs. 1 Bst. b 
des Gesetzes vom 16. November 1989 zur Reinhaltung der Luft [Lufthygie-
negesetz, LHG; BSG 823.1] i.V.m. Art. 5 der Verordnung vom 25. Juni 2008 
zur Reinhaltung der Luft [Lufthygieneverordnung, LHV; BSG 823.111]). Da 
die verschärften Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 5 bzw. 9 LRV nach 
dessen Wortlaut nur Immissionen betreffen, die von Anlagen ausgehen, ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
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entgegen den Beschwerdeführenden überdies nicht zu beanstanden, dass 
das Ausbringen des Hofdüngers nicht berücksichtigt worden ist. Denn wäh-
rend Bauten für die Tierhaltung Anlagen im Sinn des Umweltschutzrechts 
des Bundes darstellen, gelten bewirtschaftete Felder und Äcker dagegen 
nicht als Anlagen im umweltschutzrechtlichen Sinn (BGE 133 II 370 E. 6.4 
mit Hinweis auf Roger Bosonnet, Luftreinhaltung in der Landwirtschaft: Mehr 
als die Bekämpfung übler Gerüche, in URP 2002 S. 565, 577). Entgegen den 
Beschwerdeführenden ist schliesslich auch nicht ersichtlich oder näher dar-
gelegt, inwiefern sich aus dem Entwurf der Geruchsempfehlung anderes er-
geben sollte. Soweit die Beschwerdeführenden rügen, die Vorinstanzen 
hätten zu Unrecht nur auf die von den Schweinställen des Beschwerdegeg-
ners stammenden Immissionen abgestellt, erweist sich ihr Einwand daher 
als unbegründet.

4.4 Streitig ist ferner, ob die Vorinstanz die Übermässigkeitsschwelle für 
die Schweinegerüche aus dem Betrieb des Beschwerdegegners zu Recht 
bei 30 % RGH angesetzt hat. 

4.4.1 Gemäss dem Entwurf der Geruchsempfehlung des BAFU gilt in 
Wohnzonen im Allgemeinen eine jährlich durchschnittliche Geruchsbelas-
tung von mehr als 10 % RGH als übermässig, in Misch- und Landwirtschafts-
zonen eine solche von mehr als 15% und in Industriezonen eine solche von 
mehr als 20% (Entwurf Geruchsempfehlung Anhang Ziff. 3.6 S. 27). Die Ge-
ruchsempfehlung sieht zusätzlich vor, dass diese Beurteilungswerte zur Be-
rücksichtigung der Hedonik (Gefälligkeit) angenehmer Gerüche um den Fak-
tor 1,5 erhöht werden können. Für landwirtschaftliche Gerüche in der Land-
wirtschaftszone können sie verdoppelt werden (Entwurf Geruchsempfehlung 
Anhang Ziff. 3.5 S. 27).

4.4.2 Die kantonale Immissionsschutzfachstelle hat im Fachbericht vom 
12. Januar 2017 dargelegt, dass die normale Geruchsbildung, wie sie bei 
einer gebräuchlichen und ordentlichen Führung eines herkömmlichen Land-
wirtschaftsbetriebs entstehe, gemäss Art. 3 LHG nicht als lästig gelte. Ge-
mäss dem Entwurf der Geruchsempfehlung könne in der Landwirtschafts-
zone die höchstzulässige Anzahl Geruchsstunden durch die Berücksich-
tigung der Hedonik für landwirtschaftliche Gerüche um den Faktor 2 erhöht 
werden. Sie gehe daher in Landwirtschaftszonen grundsätzlich ab einer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
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Schwelle von 30 % landwirtschaftlichen Geruchsstunden von übermässigen 
Geruchsimmissionen aus. Eine Belastung von 30 % RGH bezogen auf das 
Jahr halte sie im vorliegenden Fall deshalb für zumutbar (Fachbericht beco 
vom 12.1.2017 S. 3, Vorakten Gemeinde act. 4E pag. 36).

4.4.3 Die Vorinstanz ist dieser Einschätzung gefolgt und hat im angefoch-
tenen Entscheid ergänzend ausgeführt, dass es sich beim hier umstrittenen 
Schweinegeruch grundsätzlich um einen landwirtschaftlichen Geruch 
handle. Es sei folglich nicht einsichtig, weshalb im vorliegenden Fall ein 
Beurteilungswert von 30 % nicht vertretbar sein sollte. Entgegen den Be-
schwerdeführenden mache es geruchlich keinen Unterschied, ob dieser Ge-
ruch aus einem kleinen oder aus einem grossen Betrieb stamme. Wie sich 
aus den Amts- bzw. Fachberichten des Amtes für Gemeinden und Raumord-
nung (AGR) vom 23. November 2012 und des Amtes für Landwirtschaft und 
Natur (LANAT) vom 15. November 2012 ergebe, handle es sich bei der 
streitbetroffenen Schweinehaltung im Übrigen um einen Betrieb, der in der 
«normalen» Landwirtschaftszone zonenkonform sei und an sich nicht in eine 
Intensivlandwirtschaftszone gehöre (E. 5g).

4.4.4 Die Beschwerdeführenden sind der Auffassung, dass es sich beim 
monotonen Schweinegeruch aus dem Betrieb des Beschwerdegegners ent-
gegen der Meinung der Vorinstanz nicht um einen landwirtschaftlichen Ge-
ruch wie jeden anderen handle. Grosse Anlagen wie die vorliegende verur-
sachten aufgrund der höheren Anzahl Tiere nicht nur eine grössere Geruchs-
fracht als kleinere Anlagen, sondern häufig werde der Geruch etwa aufgrund 
der eingesetzten Futtermittel oder wegen der hormonellen Fracht auch als 
besonders unangenehm wahrgenommen. Gemeinhin würden etwa «Kühe 
oder Heu» als viel weniger störend empfunden als beispielsweise 
«Schweine oder Geflügel». Würden Immissionen aus diesen doch sehr un-
terschiedlichen Landwirtschaftsfeldern und insbesondere der immer gleiche 
Schweinegeruch und abwechselnde Gerüche gleich gewichtet bzw. werde 
in beiden Fällen auf die gemäss der Geruchsempfehlung für landwirtschaft-
liche Gerüche maximale Übermässigkeitsschwelle von 30 % RGH abge-
stellt, sei der Gleichbehandlungsgrundsatz zufolge mangelnder Vergleich-
barkeit des Beurteilungsgegenstands verletzt (Beschwerde Art. 3 Ziff. 7.3 
S. 15).

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4.4.5 Der Anspruch auf rechtsgleiche Behandlung wird insbesondere ver-
letzt, wenn hinsichtlich einer entscheidwesentlichen Tatsache Unterschei-
dungen unterlassen werden, die aufgrund der Verhältnisse hätten getroffen 
werden müssen (BGE 140 I 201 E. 6.5.1, 139 I 242 E. 5.1; BVR 2021 S. 417 
E. 7.1, je mit Hinweisen). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführen-
den liegt aber keine solche Verletzung der Rechtsgleichheit vor, weil die 
Vorinstanz im vorliegenden Fall auf dieselbe Übermässigkeitsschwelle ab-
gestellt hat, die auch für kleinere Betriebe mit weniger störenden Emissionen 
gilt: Wie das AUE zutreffend ausgeführt hat, gilt die normale Geruchsbildung, 
wie sie bei einer gebräuchlichen und ordentlichen Führung eines herkömm-
lichen Landwirtschaftsbetriebs entsteht, gemäss Art. 3 LHG als zulässig und 
ist deshalb grundsätzlich hinzunehmen. Dies entspricht dem raumplane-
rischen Sinn und Zweck der Landwirtschaftszonen, wonach die Errichtung 
von Anlagen zu landwirtschaftlichen Zwecken in diesen Zonen nicht über-
mässig erschwert werden soll (BGE 126 II 43 E. 4a). Vor diesem Hintergrund 
stellt es entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden keine rechts-
ungleiche Behandlung dar, wenn das AUE den Entwurf der Geruchsempfeh-
lung für alle Betriebe grundsätzlich unabhängig von Grösse und der von 
ihnen erzeugten Gerüche gleichermassen grosszügig interpretiert und auf 
eine Übermässigkeitsschwelle von 30 % RGH abstellt, solange sich die be-
troffenen Wohnungen – wie hier – ebenfalls in der Landwirtschaftszone be-
finden und es sich beim Emittenten noch um einen herkömmlichen Betrieb 
handelt. Mit Blick darauf, dass die Geruchsbelastung gemäss der Geruchs-
empfehlung auch bei diesen Betrieben bei höchstens 30 % RHG beschränkt 
bleibt, erscheint eine weitere Differenzierung zwischen den verschiedenen 
landwirtschaftlichen Geruchsarten hinsichtlich der Übermässigkeitsschwelle 
– jedenfalls in den Landwirtschaftszonen selber – als rechtlich nicht 
zwingend notwendig, zumal sich der Geruchsempfehlung kein Hinweis auf 
eine solche Unterscheidung entnehmen lässt und dies auch nicht mit den 
Vorgaben des LHG in Einklang stünde. Insofern haben das AUE bzw. die 
Vorinstanz – anders als die Beschwerdeführenden meinen – den ihnen zu-
stehenden Ermessens- bzw. Beurteilungsspielraum nicht überschritten und 
es fand keine rechtsungleiche Behandlung statt.

4.4.6 Soweit es die Beschwerdeführenden sodann für «stossend» halten, 
dass die Geruchshäufigkeit gemäss der Geruchsempfehlung in Intensivland-

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wirtschafts- und Industriezonen «strikte und ohne weitere Erhöhungsmög-
lichkeit» auf eine höchstzulässige RGH von 20 % begrenzt sein soll, während 
für zonenkonformes Wohnen in der «normalen» Landwirtschaftszone «un-
besehen der Geruchsart» eine Belastung von 30 % RGH hingenommen wer-
den müsse, hilft ihnen auch dies nicht weiter (vgl. Beschwerde Art. 5 Ziff. 7.2 
S. 15). Denn entgegen ihrer Behauptung trifft zunächst nicht zu, dass ge-
mäss der Geruchsempfehlung in der Landwirtschaftszone für alle Ge-
ruchsimmissionen unabhängig ihrer Art eine Übermässigkeitsschwelle von 
30 % RGH gelten würde. Der Beurteilungswert von 30 % ist im vorliegenden 
Fall vielmehr nur deshalb zustande gekommen, weil es um landwirtschaft-
liche Gerüche geht und aus diesem Grund nach der Geruchsempfehlung – 
anders als etwa in der Industriezone – eine Verdoppelung der allgemeinen 
Übermässigkeitsschwelle möglich ist (vgl. vorne E. 4.4.1 f.). Dass dieser Ver-
dopplungsfaktor nur in der Landwirtschaftszone angewendet werden kann 
bzw. hinsichtlich der landwirtschaftlichen Gerüche eine höhere Toleranz gilt, 
ist mit Blick auf das Gesagte (E. 4.4.5) jedoch nicht zu beanstanden. Die 
Beschwerdeführenden übersehen zudem, dass es sich bei Intensivlandwirt-
schaftszonen nicht um Industriezonen, sondern um spezielle Landwirt-
schaftszonen handelt, weshalb dort gemäss der Geruchsempfehlung diesel-
ben Vorgaben wie in der «normalen» Landwirtschaftszone gelten. Auch in-
sofern erweisen sich ihre Ausführungen als unzutreffend. Ihre Kritik an der 
Regelung im Entwurf der Geruchsempfehlung verfängt deshalb nicht.

4.5 Die Beschwerdeführenden machen schliesslich geltend, dass sich 
die komplexe meteorologische und bauliche Situation am Anlagestandort 
«durch herkömmliche Berechnungsweisen bzw. Modellierungen» kaum zu-
verlässig abbilden lasse. Zudem wäre ohnehin eine Begehung durchzufüh-
ren gewesen (Beschwerde Art. 5 Ziff. 6 S. 14).

4.5.1 Es ist unbestritten, dass im vorliegenden Fall aufgrund der kleinräu-
migen baulichen Betriebsstruktur mit verschiedenen Geruchsquellen sowie 
mit Blick auf die besonderen meteorologischen Verhältnisse eine eher kom-
plexe Situation besteht (vgl. Geruchsgutachen Ziff. 6 S. 45 [unten] f. [Vorak-
ten Gemeinde act. 4E pag. 62]). Im Gutachten wurden die relevanten Ge-
ruchsquellen auf dem Betrieb des Beschwerdegegners (Ziff. 3.1) sowie in 
dessen näheren Umgebung ermittelt (Ziff. 3.2) und die lokalmeteorologi-

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schen Verhältnisse anhand von Windmessungen, Wetterdaten sowie Mo-
dellierungen der lokalen Kaltluftabflüsse untersucht (Ziff. 4). Zur Beurteilung 
der räumlichen Situation wurde zudem das Ausbreitungsverhalten der ge-
fassten Emissionen aus den Kaminen des Abferkel- und des Ferkelauf-
zuchtstalls sowie der diffusen Emissionen aus den Freilaufbereichen des 
Galtsauen- und des Deckstalls gestützt auf ein 3D-Modell der umliegenden 
Gebäudestruktur anhand des hochauflösenden Modells MISKAM je separat 
berechnet (Ziff. 5.2). Gemäss den Einschätzungen des AUE wurde das Ge-
ruchsgutachten mit grosser Sorgfalt ausgeführt. Die Aufnahme der Situation, 
die Auswahl und der Einsatz von Berechnungsprogrammen sowie die Aus-
wertung und Darstellung der Ergebnisse seien nachvollziehbar, vollständig 
und korrekt ausgeführt worden (Fachbericht Immissionsschutz beco vom 
12.1.2017 S. 4). Indem es die spezifischen Gegebenheiten der Anlage, ihrer 
Emissionen und ihrer Umgebung viel genauer berücksichtige, gehe es viel 
weiter ins Detail als die Mindestabstandsberechnung nach dem FAT-Bericht 
Nr. 476 (Stellungnahme beco vom 25.10.2018 S. 1 f., unpag. Vorakten Ge-
meinde act. 4D). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden be-
steht vor diesem Hintergrund kein Grund zur Annahme, dass das Geruchs-
gutachten methodisch mangelhaft wäre oder die gestützt darauf erfolgte 
Sonderbeurteilung den besonderen meteorologischen Verhältnissen und der 
kleinräumigen baulichen Betriebsstruktur nicht ausreichend Rechnung ge-
tragen hätte, zumal es von einem spezialisierten und erfahrenen Unterneh-
men erstellt worden ist (E.________ GmbH).

4.5.2 Die Vorinstanz hat die Durchführung einer Begehung mit der Begrün-
dung abgelehnt, dass der zu erwartende objektive Erkenntnisgewinn in kei-
nem vernünftigen Verhältnis zu den Kosten stünde. Gemäss einer von der 
Gemeinde eingeholten Offerte beliefen sich die Kosten für eine Jahresbege-
hung auf rund CHF 22'000.--, wobei allenfalls auch eine Kurzbegehung von 
sechs Monaten ausreichen würde, was rund CHF 13'000.-- koste. Zudem sei 
zu berücksichtigen, dass auch eine Begehung die tatsächlichen Immissionen 
nur annäherungsweise erfassen könne. Weil im vorliegenden Fall zudem be-
reits ein fundiertes Geruchsgutachten vorliege, wonach übermässige Immis-
sionen unwahrscheinlich seien, erweise sich die Anordnung einer Begehung 
als unverhältnismässig (angefochtener Entscheid E. 5h). – Auch dieser 
Standpunkt ist mit dem Recht vereinbar: Es mag zutreffen, dass im vorlie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 24

genden Fall gemäss dem Entwurf der Geruchsempfehlung als mögliche 
Methode zur Ermittlung der Geruchsimmissionen bevorzugt eine Begehung 
mit ortsfremden Probandinnen und Probanden zu wählen wäre (vgl. etwa 
Entwurf Geruchsempfehlung Ziff. 4.4 S. 11). Der Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]), der für jede 
Staatstätigkeit und unter anderem auch im Interesse der Praktikabilität und 
der Leistungsfähigkeit der Verwaltung gilt, verlangt aber auch, dass Umwelt-
belastungen jeweils mit einem vernünftigen Aufwand zu ermitteln sind (BGer 
1A.138/1995 vom 11.12.1995, in URP 1996 S. 665 E. 2). Im vorliegenden 
Fall wurde zur Ermittlung der Geruchsbelastung im Einverständnis mit den 
Beschwerdeführenden bereits ein relativ umfassendes und aufwändiges 
Gutachten erstellt und in der Folge wurden weitere Abklärungen getroffen 
sowie namentlich Nebelversuche durchgeführt. Unter diesen Umständen ist 
nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz zur Auffassung gelangt ist, dass 
der zusätzliche Erkenntnisgewinn zu den bereits erfolgten Sachverhaltser-
hebungen im Vergleich zu den entstehenden Kosten als nicht mehr ange-
messen erscheint. Mit dem Verzicht auf die Durchführung einer Begehung 
hat sie daher kein Recht verletzt, zumal auch die Immissionsschutzfachstelle 
solche zusätzlichen Abklärungen zur genügenden Ermittlung der Immissio-
nen nicht für nötig hält (vgl. Stellungnahme vor der Vorinstanz vom 
12.1.2017, Vorakten Gemeinde act. 4E pag. 35). Die Rüge, der Sachverhalt 
sei unvollständig ermittelt worden, ist daher unbegründet. 

4.6  Nach dem Gesagten durfte die Vorinstanz gestützt auf das Geruchs-
gutachten davon ausgehen, dass der Schweinehaltungsbetrieb des Be-
schwerdegegners bei den Wohnungen der Beschwerdeführenden keine 
übermässigen Immissionen verursacht. Da es entgegen der Behauptung der 
Beschwerdeführenden im Übrigen auch keine konkreten Hinweise auf eine 
Überschreitung der Tierzahlen durch den Beschwerdegegner gibt (vgl. an-
gefochtener Entscheid E. 3h), hat sie zulässigerweise auf die Anordnung von 
verschärften Emissionsbegrenzungen verzichtet. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
Seite 25

5.

Soweit die Beschwerdeführenden schliesslich vor Verwaltungsgericht erst-
mals in verfahrensmässiger Hinsicht rügen, dass die Gemeinde für die Be-
handlung ihres Begehrens um Erlass der verschärften Emissionsbegrenzun-
gen gar nicht zuständig gewesen sei (Beschwerde Art. 3 Ziff. 4 S. 13 f.), drin-
gen sie auch damit nicht durch, zumal sie das baupolizeiliche Verfahren, in 
welchem sie solche verlangt haben, bei der Gemeinde doch selbst in Gang 
gesetzt haben. Wie sich zudem aus dem Beschwerdeentscheid der BVE 
vom 4. November 2013 ergibt, wurden die Schweinställe ausdrücklich unter 
dem Vorbehalt von nachträglich verschärften Emissionsbegrenzungen be-
willigt (Entscheid BVE Nr. 110/2013/259 vom 4.11.2013 E. 4g, Vorakten Ge-
meinde act. 4C pag. 249). Die Frage, ob bei den bewilligten Schweineställen 
solche Massnahmen anzuordnen sind, steht somit im direkten Zusammen-
hang mit der erteilten Baubewilligung und dient deren Durchsetzung. Folglich 
hat die Gemeinde das Begehren zu Recht im Rahmen ihrer baupolizeilichen 
Zuständigkeit gemäss Art. 45 BauG behandelt und überprüft, ob die im da-
maligen Baubewilligungsverfahren abgegebene Immissionsprognose mit 
den heutigen Erkenntnissen übereinstimmt (zur baupolizeilichen Zuständig-
keit bei der nachträglichen Korrektur einer Immissionsprognose vgl. auch 
VGE 22125 vom 3.10.2005 E. 4.7, 22278 vom 12.9.2005 E. 3.2.2 [bestätigt 
durch BGer 1A.266/2005 vom 13.3.2006] sowie Heidi Wiestner, Lärmschutz 
in der Praxis, in KPG-Bulletin 2011 S. 74, 77; zum Verfahren und zur Zustän-
digkeit zur Ausarbeitung eines Massnahmenplans zur Emissionsbegrenzung 
nach Art. 44a USG vgl. vorne E. 4.3). Inwieweit Art. 9 Abs. 2 LHG daran 
etwas ändern könnte, ist entgegen der Auffassung der Beschwerdeführen-
den nicht ersichtlich. 

6.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde in allen Punkten abzuweisen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführenden unter So-
lidarhaft die Verfahrenskosten zu tragen und dem Beschwerdegegner 1 die 
Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
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sowie Art. 106 VRPG). Die entsprechende Kostennote gibt zu keinen Bemer-
kungen Anlass.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Die Beschwerdeführenden haben dem Beschwerdegegner 1 die Partei-
kosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 3'836.30 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegner 1
- Einwohnergemeinde Worb
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Bundesamt für Umwelt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19.06.2023, Nr. 100.2021.353U, 
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und mitzuteilen:
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.