# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 17adfbe0-f5c7-5a3b-a54d-2595ed9636b2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 24.11.2014 SB140369
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140369_2014-11-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer   

 

Geschäfts-Nr.: SB140369-O/U/jv 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Hürlimann 

Winterhalter 

Urteil vom 24. November 2014 

in Sachen 

1. A._____,

2. B._____,

Privatkläger und Berufungskläger 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X ._____

sowie 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, 
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

Anklägerin 

gegen 

C._____, 
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

betreffend 

Körperverletzung etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht, vom 
28. Januar 2014 (GG130028)

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 24. September 

2013 (Urk. 27) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 49 S. 38 f.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen einfachen Körperverletzung im

Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

2. Vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung sowie

der Sachbeschädigung wird der Beschuldigte freigesprochen.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu

Fr. 120.–.

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre

festgesetzt.

5. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1 (A._____) wird im

Umfang von Fr. 1'226.00 zuzüglich Zins zu 5% seit 1. Juni 2012 abgewiesen

und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.

6. Die Privatklägerin 2 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf

den Zivilweg verwiesen.

7. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 1 und 2 werden abgewiesen.

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'600.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'800.00   Gebühr Anklagebehörde, 

Fr. 112.60   Auslagen Untersuchung. 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

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9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden

dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und im Übrigen auf die Staatskasse

genommen.

10. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von

Fr. 8'000.00 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugespro-

chen.

11. Den Privatklägern wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.

12. (Mitteilung)

13. (Rechtsmittel)"

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 5 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 70):

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 58):

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

c) Der Privatklägerschaft (Urk. 68 S. 29):

1. Die Dispositivziffern 1-3, 5-7, 9 und 11 des Urteils des Bezirksgerichts

Dietikon vom 28. Januar 2014 seien aufzuheben und es sei wie folgt neu zu

entscheiden.

- Der Beschuldigte sei anklagegemäss (im Sinne des Hauptantrages) 

schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen.  

- Der Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Privatkläger für dessen 

Sachschaden Schadenersatz im Betrag von Fr. 1'226.00 zuzüglich 

Zins zu 5 % seit dem 1. Juni 2012 zu bezahlen. 

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- 

- 

- 

Der Beschuldigte sei zu verpflichten, den Privatklägern A._____ 

und B._____ den aus dem schädigenden Ereignis vom 5. Mai 2012 

entstandenen Personenschaden zu 100 % zu ersetzen, wobei die 

Schadenersatzbemessung auf den Zivilweg zu verweisen sei. 

Der Beschuldigte sei zu verpflichten, den Privatklägern A._____ 

und B._____ je eine Genugtuung im Betrag von Fr. 7'000.00 zu 

bezahlen. 

Die Kosten der Untersuchung und des vorinstanzlichen gerichtlichen 

Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

Der Beschuldigte sei zu verpflichten, den Privatklägern für ihre 

Parteikosten (Untersuchung, Vorinstanz) eine Entschädigung in der 

Höhe von Fr. 9'284.65 zu bezahlen. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Verfahrensgang

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Verfahren kann vorab auf 

die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden 

(Urk. 49 S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.2. Mit Urteil des Einzelgerichts in Strafsachen am Bezirksgericht Dietikon vom 

28. Januar 2014 wurde der Beschuldigte C._____ der mehrfachen einfachen

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. 

Vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung sowie der 

Sachbeschädigung wurde er hingegen freigesprochen. Die Vorinstanz bestrafte 

ihn mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.-- und schob den Vollzug 

dieser Strafe bei einer Probezeit von 2 Jahren auf. Das Schadenersatzbegehren 

des Privatklägers 1 wurde im Umfang von Fr. 1'226.-- abgewiesen und im übrigen 

Umfang auf den Zivilweg verwiesen. Die Privatklägerin 2 wurde mit ihrem 

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Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. Die Genugtuungsbegehren 

der Privatkläger 1 und 2 wurden abgewiesen. Die Vorinstanz auferlegte dem 

Beschuldigten die Hälfte der Untersuchungs- und Gerichtskosten und sprach ihm 

infolge der ergangenen Freisprüche eine Prozessentschädigung von Fr. 8'000.-- 

zu. Den Privatklägern wurde schliesslich keine Prozessentschädigung zugespro-

chen (Urk. 49 S. 38 f.). 

1.3. Gegen dieses Urteil liessen einzig die Privatkläger 1 und 2 mit Eingabe 

vom 7. Februar 2014 innert Frist Berufung anmelden (Urk. 44). In der Folge 

liessen sie am 25. August 2014 fristgerecht ihre Berufungserklärung einreichen 

(Urk. 51). Mit Präsidialverfügung vom 28. August 2014 wurden die Privatkläger in 

Anwendung von Art. 383 StPO aufgefordert, eine Prozesskaution in der Höhe von 

einstweilen Fr. 8'000.-- zu leisten (Urk. 53). Dieser Aufforderungen kamen sie 

mit Überweisung vom 9. September 2014 nach (Urk. 55). Nachdem der Anklage-

behörde und dem Beschuldigten mit Präsidialverfügung vom 12. September 2014 

Frist angesetzt wurde, um Anschlussberufung zu erklären respektive begründet 

ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 56), verzichteten sowohl 

die Anklagebehörde (Urk. 58) als auch der Beschuldigte (Urk. 60) auf die 

Erhebung einer Anschlussberufung respektive auf die Stellung eines Nichteintre-

tensantrages. Der Beschuldigte liess zudem mitteilen, dass er mit Verweis auf 

sein Aussageverweigerungsrecht auf das Ausfüllen des Datenerfassungsblattes 

verzichte. Er verweise diesbezüglich auf die Akten (Urk. 60 und Urk. 63).  

1.4. Am 24. November 2014 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher 

der Beschuldigte in Begleitung seines Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. 

Y._____ sowie die Privatkläger in Begleitung ihres Vertreters 

Rechtsanwalt lic. iur. X._____ erschienen sind (Prot. II. S. 5). 

2. Umfang der Berufung

2.1. Die Privatkläger haben in ihrer Berufungserklärung vom 25. August 2014 

die Aufhebung der Dispositivziffern 1-3, 5-7 sowie 9 und 11 verlangt (Urk. 51 

S. 1 f.; Urk. 68 S. 29).  

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2.2. Die Privatkläger beantragen unter anderem auch eine "angemessene" 

Bestrafung des Beschuldigten. Diesem Antrag steht prima vista die in Art. 382 

Abs. 2 StPO getroffene Regelung entgegen, wonach die Privatkläger einen 

Entscheid hinsichtlich der ausgesprochenen Sanktion nicht anfechten können. Die 

Privatklägerschaft wäre demnach nicht legitimiert, den Entscheid (allein) hinsicht-

lich der Sanktion anzufechten, zumal diese Regelungen keinen Einfluss auf 

die Beurteilung der Zivilansprüche hat. Ficht sie jedoch einen erstinstanzlichen 

Freispruch (oder einen ihres Erachtens auf unzutreffender rechtlicher Würdigung 

beruhenden Schuldspruch) an, kann sie insoweit auch eine Änderung des Straf-

masses beantragen (Lieber, in Donatsch/Hansjakob/Lieber, 2. Auflage, Zürich 

2014, StPO Komm., Art. 382 N. 17 mit weiteren Verweisen). Nachdem die Privat-

kläger unter anderem auch eine Schuldigsprechung des Beschuldigten wegen 

mehrfach versuchter schwerer Körperverletzung beantragen und Art. 122 StGB 

eine Sanktion von nicht unter 180 Tagessätzen Geldstrafe vorsieht, ist die Straf-

zumessung der Vorinstanz im Falle der Gutheissung der Anträge der Privatkläger 

ohnehin zu überprüfen.  Damit ist einzig die Kostenfestsetzung gemäss Disposi-

tivziffer 8 sowie die Festsetzung der Entschädigung des Beschuldigten gemäss 

Dispositivziffer 10 im Berufungsverfahren nicht angefochten. Allein in diesem 

Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in Rechtskraft erwachsen, was vorab festzu-

stellen ist (Art. 404 Abs. 1 StPO).  

3. Beweismittel

Die Ehefrau des Beschuldigten, D._____, wurde am 5. Juni 2012 durch die 

Polizei als Auskunftsperson zur Sache einvernommen. Weder der Beschuldigte, 

noch sein Verteidiger war bei dieser Einvernahme zugegen (Urk. 4/4).  Anlässlich 

ihrer Zeugeneinvernahme vom 19. März 2013 machte die Zeugin D._____ von 

ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch und verweigerte die Aussage 

(Urk. 18/1 S. 2). Entsprechend konnten der Beschuldigte respektive seine 

Verteidigung auch keine Ergänzungsfragen stellen. Damit ist die polizeiliche 

Einvernahme von D._____ zum Nachteil des Beschuldigten nicht verwertbar. 

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4. Prozessuales

4.1. Der Vertreter der Privatkläger führte im Rahmen der Berufungsverhandlung 

aus, falls die Aussagen des Zeugen E._____ zur Erstellung des Sachverhalts 

herangezogen würden, so müsse das vorliegende Verfahren bis zur rechts-

kräftigen Erledigung des Strafverfahrens gegen E._____ – derzeit sei ein 

Beschwerdeverfahren bei der III. Strafkammer des Obergerichts Zürich hängig – 

sistiert werden (Urk. 68 S. 22 f.). 

4.2. Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Ver-

fahren gewonnen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Damit sind vorliegend auch 

die Aussagen des Zeugen E._____ frei – und nicht abhängig von einer 

allenfalls widersprechenden Würdigung in einem anderen Verfahren – zu 

würdigen. Somit besteht kein Anlass, das vorliegende Verfahren bis zum 

rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens gegen den Zeugen E._____ zu 

sistieren.  

II. Sachverhalt

5. Vorbemerkungen

5.1. Wie die Vorinstanz vorab zutreffend festgestellt hat, war der Beschuldigte 

sowohl im Rahmen der Strafuntersuchung, als auch im gerichtlichen Verfahren 

geständig, den am Boden liegenden Privatkläger 1 ein- respektive maximal zwei-

mal mit den Füssen gegen das Bein oder den Rumpf getreten zu haben. Eben-

falls stellte der Beschuldigte nicht in Abrede, die Privatklägerin 2 einmal mit seiner 

rechten Faust gegen den Kopf geschlagen zu haben (Urk. 49 S. 5 mit weiteren 

Verweisen). Diese Zugabe sind nach wie vor unbestritten. Bestritten wird somit 

seitens des Beschuldigten der gesamte darüber hinausgehende Anklagesachver-

halt. Insbesondere hat der Beschuldigte stets und vehement in Abrede gestellt, 

dem Privatkläger 1 einen Faustschlag sowie mehrere Fusstritten gegen den Kopf 

versetzt zu haben. Schliesslich wies der Beschuldigte den Vorwurf mit aller 

Entschiedenheit von sich, der am Boden liegenden Privatklägerin einen Fusstritt 

gegen das linke Ohr versetzt zu haben. Soweit der eingeklagte Sachverhalt 

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also vom Beschuldigten bestritten wird, ist dieser hernach im Rahmen des 

Beweisverfahrens zu erstellen. 

5.2. Zur Erstellung des Sachverhalts sind zunächst die Aussagen des 

Beschuldigte sowie jene der Privatkläger heranzuziehen. Des weiteren liegen die 

Aussagen der Auskunftsperson D._____ und der Zeugen E._____ sowie 

F._____ vor, welche zur Sachverhaltserstellung heranzuziehen sind. Ferner 

befinden sich mehrere sachliche Beweismittel bei den Akten, welche 

ebenfalls zur Sachverhaltserstellung heranzuziehen sind und auf welche hernach 

im Einzelnen – soweit erforderlich – noch einzugehen sein wird. Die Vorinstanz 

hat sich – mit der Einschränkung betreffend die Aussage von D._____ 

(Ziff. I.3. vorstehend) – zu den vorhandenen Beweismitteln zutreffend geäussert, 

darauf kann verwiesen werden (Urk. 49 S. 5, Ziff. 1.2.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

5.3. Sodann hat die Vorinstanz die nötigen theoretischen Ausführungen 

zur Beweiswürdigung gemacht und richtigerweise darauf hingewiesen, dass nicht 

auf die allgemeine Glaubwürdigkeit der aussagenden Personen abzustellen ist, 

sondern, dass die Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen zu berücksichtigen 

ist. Auf diese grundsätzlichen Ausführungen kann ebenso verwiesen werden, 

wie auf die sehr einlässlichen und nicht zu beanstandenden Erwägungen zur 

Glaubwürdigkeit des Beschuldigten, der Privatkläger sowie der Zeugen. Einzig zu 

korrigieren ist in diesem Zusammenhang, dass die Ehefrau des Beschuldigten, 

D._____, als Zeugin von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch 

gemacht hat und es insofern nicht zutrifft, dass sie – wie dies die Vorinstanz 

ausführt – unter der strengen Strafandrohung von Art. 307 StGB ausgesagt 

habe, was ihre generelle Glaubwürdigkeit erhöhe. Abgesehen davon sind die 

vorinstanzlichen Erwägungen indes zutreffend und können übernommen werden. 

Weiterungen hierzu erübrigen sich (Urk. 49 S. 5 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

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6. Würdigung der Aussagen

6.1. Aussagen des Beschuldigten 

6.1.1. Während der Beschuldigte sowohl in der ersten polizeilichen Einvernahme 

vom 25. Mai 2012 (Urk. 4/1) als auch anlässlich der staatsanwaltschaftlichen 

Einvernahme vom 18. März 2013 (Urk. 15) ausführliche Angaben zur Sache 

zu Protokoll gab, machte er in der Einvernahme vom 9. Juli 2013 (Urk. 16) sowie 

anlässlich der Befragung im vorinstanzlichen Hauptverfahren (Prot. I. S. 4 ff.) von 

seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Auch im Berufungsverfahren hat 

der Beschuldigte die Aussage verweigert (Urk. 67) 

6.1.2. 20 Tage nach dem fraglichen Vorfall, schilderte der Beschuldigte die 

Geschehnisse anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 25. Mai 2012 im 

Kern wörtlich wie folgt (Urk. 4/1 S. 3): 

"[…] Da die AB._____s nicht aufhörten, ging ich ins Haus. Die AB._____s 

stritten mit meiner Frau weiter, weil sie auch wütend war und sich dies nicht 

gefallen liessen [recte: lassen wollte]. Plötzlich begannen die AB._____s über 

unseren Sohn zu schimpfen. Zu diesem Punkt möchte ich noch sagen, dass 

unser Sohn keine Aggressionen gegenüber den AB._____s hat und er sich 

nicht vorstellen kann, warum wir so Streit hätten [recte: hatten]. Weiter 

hatten ja die AB._____s bereits einmal an die Stadt Schlieren oder an die 

Polizei einen Brief geschrieben, in welchem sie ebenfalls über unseren Sohn 

wie auch über uns hergezogen hatten [recte: waren]. Das alles zusammen und 

dass sie nicht aufhörten, über unseren Sohn herzuziehen, brachte mich an 

diesem Abend dazu, dass ich explodierte. Ich kam aus dem Haus und ging auf 

Herr A._____ los. Ich rannte extra auf ihn los und dachte, dass er zurück 

weichen und aufhören würde. Ich erhob meine rechte Hand und machte die 

Faust, als ob ich ihn schlagen wollte. Zu diesem Zeitpunkt hatte er mich soweit 

provoziert, dass ich an einem Punkt angelangt war, ihm [recte: ihn] wirklich 

zu schlagen. Aber als ich ausgezogen hatte, liess sich Herr A._____ auf den 

Boden fallen, ohne dass ich ihn berührt hatte. Da hatte ich ihn halt, als er auf 

dem Boden lag, mit meinen Füssen getreten hatte [recte: ohne "hatte"]. 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ihn nur einmal getreten hatte. 

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Danach drehte ich mich um und sah, dass Frau B._____ auf mich los 

kam. Da schlug ich ihr halt mit der Faust an den Kopf geschlagen hatte 

[recte: ohne "geschlagen hatte"]. Sie legte sich sofort auf den Boden, 

nachdem ich sie getroffen hatte. Aber der Schlag war sicher nicht so heftig, 

dass sie deswegen zu Boden gestürzt wäre. Dann ging ich davon und sah 

noch, wie eine Person zu laufen kam. Die AB._____s sprachen dann mit 

dieser Person so quasi als Zeuge. Aber es gibt noch einen anderen Zeugen, 

E._____. Anschliessend gingen die AB._____s davon und später kam dann die 

Polizei." 
6.1.3. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahm vom 18. März 2013 

– also rund 10 Monate später – schilderte der Beschuldigte die Ereignisse im

Kern wie folgt (Urk. 15 S. 2 f.): 

"[…] Was soll ich sagen. Angefangen hat es, dass sie an unserem Haag gestan-

den sind und uns beschimpft haben. Ich ging dann zu ihnen hin und habe sie in 

einer ähnlichen Weise verbal angesprochen. Ich ging zurück ins Haus und meine 

Frau stritt weiter mit den AB._____s. Ich habe dies gehört und als es mir zu 

viel wurde, bin ich wieder nach draussen. Ich ging dann auf ihn zu, sehr 

bewusst, und sagte ihm er solle "verreisen". Er liess sich aber weder 

einschüchtern noch vertreiben. Dann habe ich die rechte Hand aufgezogen und 

wollte ihn schlagen. Ich schlug dann, traf ihn jedoch nicht, da er zu Boden fiel. 

Er hat sich selbst auf den Boden fallen gelassen. Dies ärgerte mich 

dermassen, dass ich ihm einen Fusstritt verpasste. Ich drehte mich um und 

wollte davon laufen, da kam Frau B._____ auf mich los. Ich habe ihr dann 

reflexartig einen Faustschlag gegeben, sie jedoch nicht richtig getroffen, weil sie 

ebenfalls von sich aus zu Boden ging." 

6.1.4. Diese Aussagen des Beschuldigten sind im Kern widerspruchslos, logisch 

und wirken durchwegs erlebnisbasiert. Der Beschuldigte beschreibt den 

Handlungsablauf konstant und stellt Aktionen und Reaktionen in einen nachvoll-

ziehbaren Zusammenhang. Zudem schildert der Beschuldigte seine eigenen 

psychischen Vorgänge indem er die ihn im Tatzeitpunkt beherrschenden, 

gefühlsbezogenen Abläufe beschreibt, welche ihrerseits mit dem geschilderten 

Tatablauf in Einklang stehen. Dabei rückt der Beschuldigte durchaus auch 

sein eigenes Verhalten in ein kritisches Licht, indem er sich belastet. All diese 

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Realkennzeichen sprechen für die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldig-

ten, was auch die Vorinstanz mit zutreffender Begründung resümierte, worauf 

ergänzend verwiesen werden kann (Urk. 49 S. 10; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

6.2. Aussagen des Privatklägers 1 

6.2.1. Der Privatkläger 1 wurde erstmals am 10. Mai 2012, also 5 Tage nach dem 

hier interessierenden Vorfall, zur Sache durch die Polizei einvernommen. Dabei 

gab er zum Kerngeschehen zusammengefasst, was folgt zu Protokoll (Urk. 4/2): 

"[…] Plötzlich sagte Frau D._____ etwas zu ihrem Mann, worauf er plötzlich 

in der Wohnung verschwand. Aber, er war dunkel bekleidet und als er wieder 

raus kam, hatte er eine graue Kleidung. Das war ca. drei Minuten später. In der 

Zwischenzeit hatte uns Frau D._____ mit irgendwelchen Sachen aufgehalten. 

Dabei beschuldigte sie uns auch, dass wir den Briefkasten immer zu schlagen 

würden. Meine Frau diskutierte noch weiter und ich hörte nicht mehr hin, weil es 

mir zu dumm wurde. Die Tür der Familie CD._____ ging auf, er kam raus und 

kam in schnellen Schritten zum Gartentor. Er riss das Gartentor auf und 

rannte auf mich zu. Ich sagte noch zu ihm, er solle aufpassen was er mache 

und sich zurück halten. Darauf sagte Hr. C._____ nur noch "ich will dir jetzt 

schon ... ". Ohne dass ich mich wehren konnte, schlug er mir bereits ins Gesicht, 

auf die Stirn, [recte: hatte er mich] geschlagen. Alles ging blitzschnell und der 

Schlag wahr so heftig, dass ich auf den Boden fiel. Als ich stürzte, verlor ich 

noch die Brille. Als ich am Boden lag, trat er mir mit den Füssen mehrfach gegen 

den Kopf, gegen das Ohr, gegen die Arm, mit welchen ich mich schützen 

wollte. Weiter trat er mit den Füssen auch gegen meinen Oberkörper und 

während dieser Zeit, stand Fr. D._____ die ganze Zeit auf der Treppe und 

unternahm nichts. Für mich machte es den Eindruck, als ob sie das Verhalten 

ihres Mannes billigen würde. Meine Frau rief zu Hr. C._____, er solle aufhören, 

ob er eigentlich spinne. Da liess Hr. C._____ von mir ab, ging auf meine Frau los 

und schlug diese ebenfalls. Sie fiel auf den Boden und er trat ebenfalls mit den 

Füssen gegen sie. Als ich wieder aufstand, bemerkte ich einen Mann, welcher 

in die ...-Strasse lief. Hr. C._____ verschwand blitzschnell in das Haus. Darauf 

meldete ich den Vorfall der Polizei." 

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6.2.2. Anlässlich seiner Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 18. März 

2013 gab der Privatkläger folgendes zu Protokoll (Urk. 17/1): 

"[…] Frau D._____ drehte sich zu ihrem Mann um, der schräg hinter ihr stand, 

und sagte ihm etwas ganz leise, was wir nicht verstanden haben. Herr 

C._____ verschwand ins Haus wobei er die Haustüre zu machte. Er ging 

dunkel angezogen ins Haus, das scheint mir wichtig zu erwähnen. Frau 

D._____ machte uns weitere Vorwürfe über andere Sachen und hat uns damit 

quasi wie aufgehalten. Plötzlich ging die Haustüre bei der Familie CD._____ 

auf. Das ging sehr schnell. Herr C._____ kam mit schnellen Schritten die 

Treppe hinunter und ging sofort zum Gartentor. Es fiel mir dabei auf, dass er 

nun so etwas wie einen grauen Hausdress anhatte. Er machte das Gartentor 

auf und kam mit schnellen Schritten auf mich zu. Aufgrund seiner Körpersprache 

und seines Gesichtsausdruckes war mir klar, dass er etwas vor hatte. Ich habe 

ihn aufgefordert sich zurückzuhalten. Bevor ich gewusst habe was passiert, hat 

es "getätscht". Hier möchte ich erwähnen, dass seitens der Polizei fälsch-

licherweise rapportiert wurde, er hätte mir mit der Faust auf die Stirn geschlagen. 

Er traf mich oben am Backenknochen links in der Nähe der Schläfe. Die 

Verletzungen an der Stirne habe ich durch seine Fusstritte erlitten. Ob er mir die 

Brille mit dem Faustschlag oder danach mit den Fusstritten weggeschlagen 

hat, weiss ich nicht mehr. Ich war einen Moment weg. […]  Nachdem ich auf dem 

Boden gelegen bin, hat er mich zuerst mit Tritten am Kopf traktiert. Ich 

versuchte dann mich mit den Armen zu schützen. Dann schlug er mit dem 

Fuss gegen meinen Ellenbogen (zeigt auf den linken Ellenbogen). Das hatte 

Folgen für mich. Ich habe einen Tennisarm erlitten, welcher nun schon seit 

Monaten behandelt wird. Wo er mich überall getreten hat, weiss ich nicht 

mehr. Er hat mich überall getroffen, auch am linken Bein. Im Spital sah ich 

dann auch wo ich überall Verletzungen hatte und dort wurden von diesen 

Verletzungen auch Photographien erstellt." 

6.2.2.1. Zunächst ist festzuhalten, dass sich die Vorinstanz sehr detailliert und 

gründlich mit den wesentlichen Aussagen des Privatklägers 1 auseinandergesetzt 

hat. Auf deren Erwägungen kann vorab vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 49 

S. 11 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die nachfolgenden, punktuellen Erwägungen ver-

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stehen sich daher als Präzisierungen respektive Ergänzungen zu den zutreffen-

den vorinstanzlichen Ausführungen. Beim Aussageverhalten des Beschuldigten 

fällt zunächst auf, dass er gegenüber dem Staatsanwalt ausführte, bei der polizei-

lichen Einvernahme sei eine Antwort von ihm falsch interpretiert worden, was er 

erst im Nachhinein gesehen habe. Die Polizei habe fälschlicherweise geschrie-

ben, der Beschuldigte habe ihn auf die Stirn geschlagen. In Tat und Wahrheit 

habe er ihn aber seitlich, oben am Backenknochen links, in der Nähe der Schläfe 

getroffen. Dass dieser Widerspruch aufgrund einer Fehlinterpretation des proto-

kollierenden Polizisten beruht, scheint eher unwahrscheinlich. Dies aus folgenden 

Gründen: Zunächst fällt auf, dass bei der betreffenden Passage von einem Schlag 

ins Gesicht und dann expressis verbis präzisierend von der "Stirn" die Rede ist 

(Urk. 4/2 S. 6 unten). Wieso der protokollierende Polizeibeamte von sich aus eine 

solche Präzisierung hätte vornehmen sollen, ist nicht erfindlich. Ebenso wenig 

ist nachvollziehbar, wie es bei dieser simplen Beschreibung des Ablaufs zu Inter-

pretationsschwierigkeiten hätte kommen können. Schliesslich fällt auf, dass der 

Privatkläger 1 das Protokoll im Anschluss an dessen Ausfertigung offenkundig 

genau durchgelesen hat. Dies geht namentlich aus den diversen handschriftlichen 

Korrekturen und Präzisierungen hervor, welche der Privatkläger 1 im Protokoll 

anbrachte (Urk. 4/2 S. 2, 4 und 5). Es erscheint als wenig plausibel, dass er just 

den entscheidenden Ablauf des inkriminierten Verhaltens unkorrigiert gelassen 

hätte, wenn der Inhalt durch den Polizisten falsch protokolliert worden wäre. 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der Privatkläger 1 nach offenkundig 

akribischer Durchsicht des Protokolls dessen Richtigkeit unterschriftlich bestätig-

te. Hier liegt vielmehr ein widersprüchliches Aussageverhalten des Privatklägers 1 

vor. 

6.2.2.2. Anlässlich der Einvernahme vom 18. März 2013 gab der Privatkläger 1 

gegenüber der Anklagebehörde zu Protokoll, die Verletzung an seiner Stirn habe 

er durch die Fusstritte des Beschuldigten erlitten. Davon war in seiner ersten 

Einvernahme noch keine Rede. Vielmehr führte der Privatkläger dort aus, der 

Beschuldigte habe mit den Füssen mehrfach gegen seinen Kopf, das Ohr und die 

Arme getreten, mit welchen er sich habe schützen wollen. Abgesehen davon, 

dass das Verletzungsbild der Stirn sich nur schwerlich mit einem Fusstritt in 

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Einklang bringen lässt, ist es auch nur schlecht vorstellbar wie der Beschuldigte 

den Privatkläger derart gegen die Stirn hätte treten können, wenn dieser seine 

Arme schützend vor seinen Kopf gehalten haben will. Das die Verletzung an 

der Stirn des Privatklägers 1 von Fusstritten herrührt, muss – insbesondere auch 

mit Blick auf die weiteren Beweismittel, worauf noch einzugehen sein wird – als 

unwahrscheinlich bezeichnet werden. Auffällig ist in diesem Zusammenhang auch 

die Aggravationstendenz im Aussageverhalten des Privatklägers 1. Während er 

zunächst angab, einen Faustschlag gegen die Stirn erhalten zu haben, brachte er 

gegenüber der Anklagebehörde seine Verletzung auf der Stirn mit mehreren 

Fusstritten in Verbindung. 

6.2.2.3. Die Aggravationstendenz im Aussageverhalten des Privatklägers 1 

schlägt sich auch dort nieder, wo er gegenüber der Anklagebehörde behauptete, 

er sei "einen Moment weg" gewesen. Davon, dass er für einen kurzen Augenblick 

das Bewusstsein verloren habe, war in seiner ersten Einvernahme bei der Polizei 

noch keine Rede. Hätte er tatsächlich das Bewusstsein kurz verloren, wäre zu 

erwarten gewesen, dass er dies bei der ersten Einvernahme gleich erwähnt hätte. 

Dass der einvernehmende Polizist just diese Aussage des Privatklägers 

wiederum nicht protokolliert haben soll (so der Vertreter des Privatklägers, Urk. 68 

S. 16), erscheint mit Verweis auf die vorstehenden Erwägungen unter 6.2.2.1. 

ebenfalls wenig plausibel.  

6.2.2.4. Auffällig ist des weiteren, dass der Privatkläger 1 gegenüber der Ankla-

gebehörde ausführte, der Beschuldigte habe "dann mit seinem Fuss gegen den 

Ellenbogen" des Privatklägers geschlagen, was zur Folge gehabt habe, dass er 

nun an einem Tennisarm leide. Von Fusstritten gegen den Ellenbogen war bei der 

ersten Einvernahme noch keine Rede. Auch hier kann man sich des Eindrucks 

nicht erwehren, dass der Privatkläger 1 eine Tendenz zur Dramatisierung 

aufweist, was wiederum gegen die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen spricht.   

6.2.2.5. Insgesamt muss mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass das 

Aussageverhalten des Privatklägers 1 nicht über alle Zweifel erhaben ist. 

Während er die Umstände, welche zur eigentlichen Eskalation führten, praktisch 

identisch schilderte wie der Beschuldigte, bestehen bei seinen Aussagen zum hier 

- 15 - 

interessierenden Kerngeschehen hinsichtlich der Glaubhaftigkeit seiner Deposi-

tionen erhebliche Zweifel. Auf seine Aussagen kann daher nicht unbesehen 

abgestellt werden. Dies umso weniger, als diese auch mit den medizinischen 

Erkenntnissen nicht respektive nur teilweise in Einklang zu bringen sind, wie 

nachfolgend noch darzutun sein wird. 

6.3. Aussagen der Privatklägerin 2 

6.3.1. Die Privatklägerin 2 wurde erstmals am 11. Mai 2012, also 6 Tage nach 

dem hier interessierenden Vorfall, zur Sache durch die Polizei einvernommen. 

Dabei gab sie zum eigentlichen Kerngeschehen zusammengefasst, was folgt zu 

Protokoll (Urk. 4/3): 

[…] Kurz darauf kam er [der Beschuldigte] aus Haus und hatte sich umgezogen. 

Er lief zielstrebig und schnell meinem Mann nach, welcher bereits auf dem 

Weg zu uns nach hause war. Ohne Vorwarnung und blitzschnell schlug Herr 

C._____ meinen Mann, worauf er auf den Boden fiel. Herr C._____ trat noch 

mehrmals mit den Füssen gegen meinen Mann, gegen den Kopf, Oberkörper, 

Arme, Beine. Irgendwann rief ich, dass er aufhören solle. Plötzlich kam 

Herr C._____ auf mich zu und schlug mich unvermittelt so heftig, dass ich zu 

Boden fiel. Weiter gab er mir einen Fusstritt gegen meinen Kopf, Höhe linkes 

Ohr. Dabei zog ich mir eine Rissquetschwunde zu, wo heute meine Ärztin die 

Fäden entfernte. Ich weiss nicht mehr genau, seit wann ein junger Mann bei uns 

stand. Der Mann sagte zu uns, er hätte alles gesehen […]. 

6.3.2. Anlässlich der am 18. März 2013 erfolgten staatsanwaltschaftlichen Ein-

vernahme führte die Privatklägerin zum inkriminierten Vorfall was folgt aus 

(Urk. 17/2): 

[…] Plötzlich kommt Herr C._____ aus dem Haus. Es ist mir aufgefallen, dass er 

sich umgezogen hat. Mit schnellen Schritten kam er die Treppe hinunter an mir 

vorbei, ging auf meinen Mann los. Er schlug dann mit der rechten Faust 

meinen Mann nieder und traf die linke Kopfseite meines Mannes. Mein Mann 

fiel auf seine rechte Seite und lag am Boden. Dann hat Herr C.____ 

mehrmals mit den Füssen gegen ihn getreten. Gegen den Kopf, den Arm, 

- 16 - 

Oberschenkel und den Rücken. Wie viele Male er getreten hat, weiss ich nicht 

mehr, es war aber mehrmals. Im ersten Moment habe ich nicht realisiert was er 

macht. Als ich es realisierte, sagte ich ihm er solle aufhören. Er drehte sich 

dann um zu mir und schlug mich mit seiner rechten Faust nieder. Er hat 

mich auch an der linken Seite des Kopfes getroffen. Ich ging ebenfalls zu 

Boden. Danach trat er noch gegen meinen Kopf beim linken Ohr. Es ging eben 

alles sehr schnell und ohne Vorwarnung. Ich habe dann später gemerkt, dass 

ich beim Ohr blute. Als ich bemerkte, dass er nicht mehr schlug, sah ich einen 

jungen Mann auf uns zu kommen […]. 

6.3.3. Die Aussagen der Privatklägerin 2 sind in sich stimmig und widerspruchs-

los, was grundsätzlich für die Glaubhaftigkeit ihrer Depositionen sprechen würde. 

Sie sind zudem im Wesentlichen mit den Aussagen ihres Ehemannes – des 

Privatklägers 1 – kongruent. Wie indes noch aufzuzeigen sein wird, finden ihre 

Aussagen kein Stütze in den weiteren Beweismitteln, was wiederum gegen die 

Glaubhaftigkeit ihrer Schilderungen spricht.  

6.4. Aussagen des Zeugen E._____ 

6.4.1. Der Zeuge E._____ gab anlässlich seiner Einvernahme zusammen-

gefasst was folgt zu Protokoll (Urk. 18/2): Zum Tatzeitpunkt habe er in 

seinem Garten Arbeiten verrichtet. Sein Garten befinde sich schräg gegenüber 

vom Wohnhaus des Beschuldigten und der Privatkläger. Er habe Lärm 

gehört. Man höre dort öfters Lärm wenn der Privatkläger 1 ausraste. Er habe 

dann seine Gartenarbeit unterbrochen und rüber geschaut. Er habe aus ca. 30 

Meter Entfernung gesehen, wie der Privatkläger 1 Richtung Westen gestanden 

und der Beschuldigte auf ihn zugelaufen sei. Der Beschuldige sei noch rund ein 

bis zwei Meter vom Privatkläger 1 entfernt gewesen, als dieser zu Boden ge-

gangen sei. Er habe nicht sehen können, ob der Privatkläger 1 gestolpert sei. 

Dann habe es einen grossen Lärm gegeben, sodass er sich gesagt habe, er 

müsse nun nachschauen gehen, sonst gebe es da vielleicht noch Tote. Zu 

diesem Zweck habe er um das Nachbarhaus herumlaufen müssen. Die Strecke 

habe rund 50 Meter betragen. Als er dann rund 20 Meter von den Streitenden 

entfernt auf der ...-Strasse gestanden sei, seien diese schon wieder am 

weglaufen gewesen. Ob der Beschuldigte die Faust gegen den Privatkläger  

- 17 - 

1 erhoben habe könne er nicht sagen. Er sei vor allem wegen des Lärms 

auf die Situation aufmerksam geworden. Er habe nicht gesehen, dass der 

Beschuldigte dem Privatkläger 1 Tritte verpasst habe. Seiner Meinung nach sei 

dieser auch ca. einen bis zwei Meter vom Privatkläger 1 entfernt gewesen. 

Dass der Beschuldigte der Privatklägerin 1 einen Faustschlag verpasst habe, 

habe er auch nicht gesehen. Von dem Moment wo er wegen des Lärms auf die 

Auseinandersetzung aufmerksam geworden sei, bis zum Moment wo er 

losgelaufen sei um an den Ort des Geschehens zu gelangen, sei weniger als 

eine Minute vergangen. Als er dann ums Nachbarhaus herumgekommen sei, sei 

der Privatkläger 1 gestanden und ebenso wie der Beschuldigte im Weglaufen 

begriffen gewesen. Verletzungen habe er keine gesehen, er sei aber auch zu weit 

weg gewesen.  

6.4.2. Die Aussagen des Zeugen E._____ wirken erlebt, sind in sich stimmig, 

widerspruchlos und nachvollziehbar. Soweit der Zeuge das Geschehen über-

haupt beobachten konnte – über weite Teile des Tatablaufes konnte er ja keine 

Aussagen machen, da er im fraglichen Augenblick um das Nachbarhaus herum-

lief – decken sich seine Aussagen mit jenen des Beschuldigten. Dennoch 

bestehen gewisse Divergenzen zwischen seinen Aussagen und jenen der 

übrigen Beteiligten. Mit Ausnahme des Zeugen E._____ gaben sämtliche 

Anwesende zu Protokoll, die tätliche Auseinandersetzung habe sich auf der ...-

Strasse nahe der gemeinsamen Grundstückgrenze respektive – so der Be-

schuldigte – etwas östlichen davon zugetragen, wobei die jeweiligen Angaben 

um ca. 10 - 12 Meter (Messungen vorgenommen mit dem GIS-Browser 

des Kantons Zürich, abrufbar unter: http://maps.zh.ch/) voneinander 

abweichen (Urk. 15, Urk. 17/1 und 2, Urk. 18/3 jeweils letzte Seite). E._____ 

dagegen stellte sich auf den Standpunkt, der Vorfall habe sich auf der ...-

Strasse in etwa im Bereich der westlichen Flucht der Liegenschaft der Privat-

kläger zugetragen (Urk. 18/2 letzte Seite). Die grösste Distanzabweichung, 

nämlich rund 20 Meter liegt zwischen den Angaben des Beschuldigten und 

jenen des Zeugen E._____. Aus diesen unterschiedlichen Angaben, lässt sich 

zweierlei ableiten. Erstens geht daraus hervor, dass sich der Zeuge E._____ 

und der Beschuldigte nicht abgesprochen haben, ansonsten würde die 

Bezeichnungen des Tatortes wohl kaum am weitesten auseinander liegen. Hätte 

- 18 - 

die Auseinandersetzung dort stattgefunden, wo sie der Beschuldigte auf der Luft-

bildaufnahme einzeichnete, dann hätte der Zeuge E._____ von seinem Garten 

aus gar keine eigenen Wahrnehmungen machen können. Berücksichtigt man 

hingegen, dass aufgrund des dynamischen Handlungsablaufes und der 

allgemeinen Hektik eine Abweichung von mehreren Metern bei der Bezeichnung 

des Tatortes auf einer Luftaufnahme durchaus nachvollziehbar ist, dann muss 

sich der Vorfall mit den Schilderungen der Privatkläger 1 und 2 sowie der 

Zeugen E._____ und F._____ (nachfolgend) – irgendwo auf der ...-Strasse im

Bereich zwischen der gemeinsamen Grundstückgrenze und dem westlichen 

Ende des Grundstücks der Privatkläger 1 und 2 zugetragen haben. Damit ist 

auch erstellt, dass der Zeuge E._____ von seinem Garten aus den Tatort 

einsehen konnte, was schliesslich für die Glaubhaftigkeit seiner Depositionen 

spricht. Entgegen dem Vertreter der Privatklägerin (vgl. Urk. 68 S. 21) ist es 

auch keineswegs so, dass sich der Zeuge E._____ gegenüber dem Polizisten 

am Telefon und hernach bei der Staatsanwaltschaft widersprüchlich geäussert 

hat. Bei der Staatsanwaltschaft bestätigte der Zeuge E._____ explicit nur, 

dass der erste Abschnitt der telefonischen Befragung (vgl. Urk. 1 S. 8) richtig 

protokolliert sei (Urk. 18/2 S. 7).  

6.5. Aussagen des Zeugen F._____ 

6.5.1. Zusammengefasst führte der Zeuge aus, er habe bloss gesehen, wie der 

Beschuldigte auf den Privatkläger mit erhobener Faust zugestürmt sei, danach sei 

der Tatort für kurze Zeit ausserhalb seines Blickfeldes gewesen. Nachdem er kurz 

darauf umgekehrt sei, habe er gesehen, wie der Beschuldigte dem Privatkläger 

einen Fusstritt in die Bauchgegend gegeben habe. Weitere Übergriffe seitens des 

Beschuldigten auf die Privatkläger habe er nicht gesehen und könne er entspre-

chend auch nicht bezeugen. Insbesondere habe er keinen Faustschlag gegen 

den Privatkläger gesehen, er habe diesen aufgrund der erhobenen Faust des Be-

schuldigten lediglich erahnt. Betreffend die Verletzungen des Privatklägers habe 

er nur Schürfwunden an der Stirn sowie entsprechende Spuren an der Kleidung 

des Privatklägers festgestellt. Weitere Verletzungen habe er keine gesehen. 

Die angeblich in die Brüche gegangene Brille hab er schliesslich ebenfalls nicht 

gesehen (act. 18/3 S. 3 ff.). 

- 19 - 

6.5.2. Der Vorinstanz erwog, die Aussagen des Zeugen F._____ seien klar und 

würden sich mit den Aussagen des Beschuldigten decken. Insbesondere falle auf, 

dass der Zeuge F._____ nur einen einzigen Fusstritt gegen den Privatkläger 

gesehen habe, was sich mit den betreffenden Depositionen des Beschuldigten 

decke. Weiter sei bemerkenswert, dass der Zeuge F.______ auch keinen Fuss-

tritt gegen die Privatklägerin gesehen habe. Da diese nach der Darstellung der 

Privatkläger nach den Tritten gegen den Privatkläger 1 erfolgt sein müssten, hätte 

sie der Zeuge registrieren müssen, was aber gerade nicht der Fall sei. Auch die 

Aussage, wonach er beim Privatkläger nur Schürfwunden an der Stirn gesehen 

habe, decke sich mit den Aussagen des Beschuldigten und untermaure den Ein-

druck, wonach diese Verletzung vom Sturz herrühre und nicht auf einen Fusstritt 

hindeute. Gleiches gelte für seine Aussage, wonach der Zeuge beim Privatkläger 

keine beschädigte Brille gesehen habe. Nachdem sich der Zeuge F._____ 

nach dem Vorfall unbestrittenermassen mit den Privatklägern unterhalten habe, 

hätte es diesem auffallen müssen, wenn die Brille des Privatklägers beschädigt 

gewesen wäre. Dies umso mehr, als dass er sich an die beschädigte Kleidung 

des Privatklägers zu erinnern vermöge. Dies spreche dafür, dass die Brille zum 

Tatzeitpunkt nicht beschädigt gewesen sei, was wiederum die Aussagen der 

Privatkläger unglaubhaft erscheinen lasse. Diese luziden Erwägungen der 

Vorinstanz sind vollständig und zutreffend. Sie bedürfen weder einer Ergänzung 

noch einer Korrektur und können vollumfänglich übernommen werden (Urk. 49 

S. 20; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

6.6. Aussagen der Zeugin D._____ 

6.6.1. Wie einleitend unter Ziffer I.3. dargetan sind die Aussagen von D._____ 

nicht zum Nachteil des Beschuldigten verwertbar. Im Rahmen ihrer polizeilichen 

Einvernahme vom 5. Juni 2012 schilderte sie den Sachverhalt über weite Teile 

gleich, wie dies der Beschuldigte tat. Insofern hier Übereinstimmungen bestehen, 

erhöhen diese Depositionen von D._____ die Glaubhaftigkeit der Dar-

stellungen des Beschuldigten. Darüber hinaus erübrigt sich eine weitergehende 

Auseinandersetzung mit ihren Schilderungen. 

- 20 - 

6.7. Fazit 

Im Sinne einer Zusammenfassung kann festgehalten werden, dass die konstan-

ten und widerspruchsfreien Aussagen des Beschuldigten neben den kongruenten 

Aussagen der Auskunftsperson D._____ auch durch die ebenfalls glaubhaften 

und überzeugenden Depositionen der Zeugen E._____ und F._____ gedeckt 

werden. Die Schilderungen der Privatkläger, wonach der Beschuldigte den 

Privatkläger 1 nach dessen Darstellung mit "mit voller Wucht" respektive 

"unglaublich hart" gegen den Kopf, den Rumpf und die Beine getreten haben 

soll, finden zudem auch in den medizinischen Berichten keine fundierte Stütze. 

Die Vorinstanz hat sich dazu ausführlich geäussert und sie hat in diesem 

Zusammenhang auch vollkommen zu recht auf das auffällige Aussageverhalten 

des Privatklägers 1 hingewiesen. Sowohl die offenkundig übertriebenen 

Schilderungen, was die Wucht der angeblichen Tritte anbelangt, wie die sich 

stetig mehrenden und verschlimmernden gesundheitlichen Folgen der 

angeblichen Übergriffe sprechen in der vorgetragenen Art und Weise gegen 

die Glaubhaftigkeit seiner Depositionen. Augenfällig wird dies namentlich dort, 

wo der Privatkläger 1 beispielsweise behauptet, er habe infolge eines Trittes 

des Beschuldigten gegen den linken Ellenbogen einen Tennisarm bekommen 

(Urk. 17/1 S. 4). Dem ärztlichen Befund des Spitals Limmattal lässt sich indes 

nicht entnehmen, dass der Beschuldigte am Tattag eine Verletzung am linken 

Ellenbogen erlitten hätte. Vielmehr ist die Rede davon, dass am rechten 

Ellenbogen ein Schürfung festgestellt wurde (Urk. 20/2 S. 1). Ähnlich 

unglaubhaft muten die Schilderungen des Privatklägers 1 im Zusammenhang 

mit der angeblichen Beschädigung seiner Brille an. Wie bereits die 

Vorinstanz zutreffend erwog, lassen sich die auf den Gläsern feststellbaren Kratz-

spuren in keiner Art und Weise mit dem vom Privatkläger 1 behaupteten Tat-

hergang in Übereinstimmung bringen. Beim Betrachten der zu den Akten gereich-

ten Brillengläser – welche in Tat und Wahrheit nicht aus Glas sondern aus Kunst-

stoff gefertigt sind – wird vielmehr deutlich, dass diese regelrechte Scheuerspuren 

aufweisen, welche keinesfalls dadurch entstanden sein können, dass die Brille 

infolge eines angeblichen Faustschlages zu Boden gefallen sein soll (Urk. 5/10). 

Entgegen der Ansicht der Privatkläger (Urk. 68 S. 17), ist zur Beurteilung dieser 

Kratzspuren kein Gutachten nötig. Hier entsteht unweigerlich der Eindruck, dass 

- 21 - 

die Gläser im Nachhinein manipuliert wurden, um den Beschuldigten einerseits zu 

belasten und andererseits einen ungerechtfertigten monetären Anspruch gegen 

diesen geltend machen zu können. So oder so lassen sich auch diese Schilde-

rungen des Privatklägers 1 nicht mit dem restlichen Beweisergebnis in Einklang 

bringen. Vielmehr müssen sie schlicht als unglaubhaft taxiert werden. Gleiches 

gilt auch für die Aussagen der Privatklägerin 2, welche sich erwartungsgemäss 

weitestgehend mit jenen ihres Ehemannes decken. Insgesamt kann mit Verweis 

auf die gründliche und in allen Teilen überzeugende Beweiswürdigung der Vor-

instanz festgehalten werden, dass sich der eingeklagte Sachverhalt nicht erstellen 

lässt. Zugunsten des Beschuldigten ist davon auszugehen, dass sich der 

Sachverhalt so zugetragen hat, wie er ihn geschildert und im übrigen auch längst 

schon eingestanden hat. Demnach ist für die rechtliche Würdigung davon auszu-

gehen, dass der Beschuldigte im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung mit 

den Privatklägern 1 und 2 die Fassung verlor, auf den Privatkläger 1 losstürmte 

um diesen mit erhobener Faust zu schlagen. Bevor er diesen indes schlagen 

konnte, fiel der Privatkläger 1 aus unbekannten Gründen zu Boden, woraufhin ihm 

der Beschuldigte ein bis zwei Tritte gegen den Rumpf respektive das Bein 

versetzte. In der Folge verpasste er der Privatklägerin einen Faustschlag gegen 

die linke Kopfseite. Da sich der eingeklagte Sachverhalt in Bezug auf die 

beschädigte Brille nicht erstellen lässt, ist der Beschuldigte vom Vorwurf der 

Sachbeschädigung freizusprechen.  

III. Rechtliche Würdigung

Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist zutreffend und nicht zu beanstanden. 

Darauf kann vollumfänglich verwiesen werden. Weiterungen hierzu erübrigen sich 

(Urk. 49 S. 22 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). In Übereinstimmung mit dem vorinstanzli-

chen Schuldspruch ist der Beschuldigte der mehrfachen einfachen Körper-

verletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. Vom 

Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung sowie der 

Sachbeschädigung ist der Beschuldigte freizusprechen.  

- 22 - 

IV. Sanktion

Nachdem es beim vorinstanzlichen Schuldspruch bleibt und die Privatkläger unter 

diesen Voraussetzungen den Entscheid hinsichtlich der ausgesprochenen Sank-

tion von Gesetzes wegen nicht anfechten können (Art. 382 Abs. 2 StPO), hat es 

bei der durch die Vorinstanz ausgefällten Sanktion sein Bewenden. Der Beschul-

digte ist daher mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.-- zu bestrafen, 

wobei der Vollzug der Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit von zwei 

Jahren aufzuschieben ist.  

V. Zivilforderungen 

7. Schadenersatz

7.1. Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zur adhäsions-

weisen Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gemacht. Auf diese 

Erwägungen kann vorab verwiesen werden (Urk. 49 S. 31; Art. 83 Abs. 4 StPO). 

7.2. Der Privatkläger 1 beantragt, der Beschuldigte sei zu verpflichten, ihm 

Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'226.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. Juni 

2012 zu bezahlen. Zur Begründung dieser Schadensposition lässt der Privatklä-

ger 1 sinngemäss ausführen, im Zuge des deliktischen Verhaltens des Beschul-

digten sei seine Brille zu Boden gefallen und dabei derart beschädigt worden, 

dass eine Neuanschaffung der Brillengläser notwendig gewesen sei (Urk. 35 

S. 14 und Urk. 68 S. 27). Wie bereits vorstehend unter Ziffer II. 5.7. dargetan, 

lässt sich die geltend gemachte Beschädigung schlicht nicht mit den 

Darstellungen des Privatklägers 1 in Übereinstimmung bringen. Eine wie auch 

immer geartete Kausalität zwischen dem inkriminierten Vorfall und den 

vorhandenen Beschädigungen an den Brillengläsern lässt sich nicht 

herstellen. Selbst wenn man die Schilderungen des Privatklägers als 

glaubhaft erachten und man davon ausgehen würde, dass die Brille infolge 

eines heftigen Schlages gegen die linke Kopfseite des Privatklägers zu 

Boden gefallen wäre, liessen sich damit die auffällig synchron 

verlaufenden Kratzspuren auf beiden Brillengläsern nicht einmal 

- 23 - 

ansatzweise erklären. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang auch 

der Vermerk des Optikers "Gläser stark zerkratz nach mechanischer Einwirkung" 

auf der Rechnung vom 9. Mai 2012 für die Ersatzbrillengläser (Urk. 36/1). Unter 

diesen Umständen ist das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1 mit der 

Vorinstanz ohne Weiterungen abzuweisen. 

7.3. Die Privatkläger 1 und 2 beantragen weiter, der Beschuldigte sei zu 

verpflichten, den "aus dem schädigenden Ereignis vom 5. Mai 2012 entstandenen 

Personenschaden zu 100 % zu ersetzen, wobei die Schadenersatzbemessung 

auf den Zivilweg zu verweisen sei" (Urk. 51 S. 2). Zur Begründung dieses Antra-

ges liessen die Privatkläger ausführen, beide Privatkläger hätten durch den Über-

griff des Beschuldigten massive Verletzungen davongetragen. Das Ausmass des 

erlittenen Personenschadens könne noch nicht abschliessend beurteilt werden 

(Urk. 35 S. 14). Wie vorstehend erwogen, ist durch das Beweisergebnis erstellt, 

dass der Privatkläger 1 nicht aufgrund eines durch den Beschuldigten verabreich-

ten Faustschlages, sondern aus anderen, unbekannten Gründen zu Boden ging. 

Nachdem die Privatkläger die von ihnen geltend gemachten gesundheitlichen Be-

einträchtigungen in einen kausalen Zusammenhang zu den von ihnen geschilder-

ten, aber nicht beweisbaren, körperlichen Übergriffen des Beschuldigten stellen 

und Letzterer auch heute vom betreffenden Vorwurf der mehrfachen versuchten 

schweren Körperverletzung freigesprochen wird, kann hinsichtlich der Zivilforde-

rungen nicht von einem spruchreifen Sachverhalt ausgegangen werden. Wird der 

Beschuldigte – wie vorliegend der Fall – freigesprochen und ist der Sachverhalt 

nicht spruchreif, so wird die Zivilklage in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 lit. d 

StPO auf den Zivilweg verwiesen, was die Vorinstanz zutreffenderweise erkannte. 

Dieser Entscheid ist zu bestätigen. 

8. Genugtuung

8.1. Wie bereits vor Vorinstanz, verlangen die Privatkläger auch im Berufungs-

verfahren eine Genugtuung in der Höhe von je mindestens Fr. 7'000.-- (Urk. 51 

S. 2). Zur Begründung machen sie erneut geltend, durch das deliktische Verhal-

ten des Beschuldigte seien sie in ihrer körperlichen und seelischen Integrität 

widerrechtlich verletzt worden (Urk. 68 S. 27; Urk. 35 S. 15). 

- 24 - 

8.2. Die Vorinstanz erwog hierzu zusammengefasst, die erlittenen Verletzungen 

der Privatkläger seien nicht derart schwer gewesen, dass sich die Zusprechung 

einer Genugtuung rechtfertigen würde. Zudem wäre aufgrund des provokativen 

Verhaltens der Privatkläger der Kausalzusammenhang nicht mehr ohne Weiteres 

zu bejahen, weshalb die Genugtuungsforderungen abzuweisen seien (Urk. 49 

S. 32 f.). 

8.3. Zunächst kann auch hier auf die korrekten Erwägungen der Vorinstanz zu 

den rechtlichen Grundlagen hinsichtlich der Zusprechung einer Genugtuung ver-

wiesen werden (Urk. 49 S. 32; Art. 82 Abs. 4 StPO). Wenn die Vorinstanz weiter 

erwägt, aufgrund der beim Privatkläger 1 am Tattag festgestellten Prellungen und 

Schürfungen sei nicht erstellbar, ob diese Verletzungen vom Fusstritt des 

Beschuldigten, oder vom Sturz des Privatklägers selbst herrührten, so ist ihr darin 

ohne weiteres beizupflichten. Ebenfalls übernommen werden können die Erwä-

gungen der Vorinstanz soweit diese die Verletzung der Privatklägerin 2 betreffen. 

Diese erlitt durch den Schlag des Beschuldigten eine kleine Rissquetschwunde 

am linken Ohrläppchen sowie eine Prellungsmarke und einen Bluterguss hinter 

dem linken Ohr. Bleibende Schäden waren bei beiden Privatklägerin von Beginn 

an nicht zu erwarten (Urk. 20/2 und Urk. 20/4). Die Art und Schwere dieser 

oberflächlichen und rasch abheilenden Verletzungen berechtigen für sich alleine 

betrachtet noch nicht zur Beanspruchung einer Genugtuungszahlung. Dies umso 

weniger als in Bezug auf den Privatkläger 1 höchst fraglich ist, ob die festgestell-

ten Verletzungen überhaupt dem Verhalten des Beschuldigten zugeordnet wer-

den können. Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz im ange-

fochtenen Entscheid erwägt, es könne nicht beurteilt werden, ob und inwiefern die 

Privatkläger aus den hier zu beurteilenden Ereignissen tatsächlich auch seelische 

Traumata davongetragen hätten. Entsprechend sei auch nicht abschätzbar ob 

der Beizug psychiatrischer Hilfe notwendig gewesen sei. Die Vorinstanz führt in 

diesem Zusammenhang aus, der Privatkläger habe bereits vor der in casu zu 

beurteilenden Tat ein Antidepressivum verschrieben erhalten, was auf eine vor-

bestehende depressive Verstimmung hindeute. Etwas Derartiges ergibt sich indes 

nicht aus den Akten. Korrekt ist, dass der behandelnde Arzt, Dr. med. G._____, 

anlässlich der neurologischen Konsultation vom 10. Oktober 2012 festhielt, dass 

- 25 - 

der Privatkläger 1 unter anderem einmal täglich Seropram 40 mg einnehme 

(Urk. 36/2). Seit wann der Privatkläger dieses Antidepressivum einnimmt, 

lässt sich dem Bericht hingegen nicht entnehmen. Entnommen werden kann 

demselben Bericht jedoch, dass der Privatkläger 1 im Jahre 2008 einen Schlag-

anfall erlitt (Hirnstamminsult). Als direkte Folge dieses Ereignisses klagte er 

dannzumal über Empfindungsstörungen (Dysästhesien) im Bereich der rechts-

seitigen Extremitäten sowie im Rumpfbereich. Diese Störungen hätten sich nach 

Darstellung des Privatklägers 1 zurückgebildet (regrediert) und seien seit dem 

Vorfall vom 5. Mai 2012 wieder aufgeflammt (exazerbiert). Inwiefern die von ihm 

geltend gemachten Beeinträchtigungen (Kopfschmerzen, Schmerzempfindlichkeit 

etc.) aufgrund seiner doch recht umfangreichen Krankengeschichte bereits 

vorbestehend waren, lässt sich nicht abschätzen. Aufgrund des erstellten Sach-

verhaltes ist jedoch mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die durch das Verhalten 

des Beschuldigten verursachen Verletzungen beider Privatkläger nicht derart 

schwer waren, dass sie zur Zusprechung einer Genugtuung berechtigen würden. 

Damit erübrigt es sich auch zu prüfen, inwiefern die Auseinandersetzung durch 

die Privatkläger provoziert respektive initiiert wurde und ob sie wegen ihres 

Verhaltens auf die Entstehung oder Verschlimmerung des Schadens eingewirkt 

haben. Die Genugtuungsforderungen der Privatkläger 1 und 2 sind nach dem 

Gesagten abzuweisen.  

VI. Kosten und Entschädigung

9. Vorinstanzliche Kosten und Entschädigungsregelung

9.1. Bei diesem Verfahrensausgang ist die vorinstanzliche Kostenauflage zu 

bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).  

9.2.  Bei diesem Verfahrensausgang besteht keine Veranlassung, von den 

durch die Vorinstanz getroffenen und wohl begründeten Erwägungen hinsichtlich 

einer allfälligen Entschädigung der Privatkläger abzuweichen. Auf die zutreffen-

den Ausführungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden (Urk. 49 

- 26 - 

S. 36: Art. 82 Abs. 4). Den Privatklägern ist für das Verfahren vor Vorinstanz 

keine Entschädigung zuzusprechen. 

10. Zweitinstanzliche Kosten und Entschädigungsregelung

10.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- zu 

veranschlagen. 

10.2. Da die Privatkläger 1 und 2 mit ihrer Berufung vollumfänglich unterliegen, 

sind ihnen die Kosten für das Berufungsverfahren je zur Hälfte aufzuerlegen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO).  

10.3. Wird die einzig von der Privatklägerschaft erhobene Berufung abgewiesen, 

hat jene die Verteidigungskosten der beschuldigten Person zu tragen (BGE 139 

IV 45 E. 1). Die Verteidigung des Beschuldigten hat ihre Honorarnote eingereicht 

und beziffert ihre Aufwendungen mit Fr. 2'911.40 (Urk. 71). Dieser Aufwand 

ist aufgrund der effektiven Dauer der Berufungsverhandlung um eine Stunde zu 

erhöhen. Der geltend gemachte Aufwand scheint angemessen, sodass die Privat-

kläger 1 und 2 als Folge ihres vollumfänglichen Unterliegens im Berufungsverfah-

ren je unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten sind, dem Beschuldigten 

für dessen Verteidigungskosten eine Prozessentschädigung in der Höhe von 

Fr. 3'213.-- inkl. 8 % MwSt. zu bezahlen.  

10.4. Für das zweitinstanzliche Verfahren haben die Privatkläger eine Prozess-

kaution in der Höhe von Fr. 8'000.-- zur Deckung von allfälligen Prozesskosten 

und Entschädigungen an die Gegenpartei geleistet (vgl. Urk. 53). Diese Prozess-

kaution ist ausgangsgemäss zur Deckung der Gerichtsgebühr sowie der Prozess-

entschädigung an den Beschuldigten gemäss vorstehenden Ziffern 10.1. und 

10.3. heranzuziehen. 

- 27 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom

28. Januar 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"1.-7. (…) 

8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'600.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'800.00   Gebühr Anklagebehörde, 

Fr. 112.60   Auslagen Untersuchung. 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

9. (…)

10. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 8'000.00 für

anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.

11.-13. (…)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen einfachen Körperverletzung im

Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

2. Vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung sowie

der Sachbeschädigung wird der Beschuldigte freigesprochen.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu

Fr. 120.--.

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre

festgesetzt.

- 28 - 

5. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1 (A._____) wird im 

Umfang von Fr. 1'226.-- zuzüglich Zins zu 5% seit 1. Juni 2012 abgewiesen 

und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.

6. Die Privatklägerin 2 (B._____) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf 

den Zivilweg verwiesen.

7. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 1 und 2 werden abgewiesen.

8. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 9 und 11)

wird bestätigt.

9. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--.

10. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden den Privatklägern je

zur Hälfte auferlegt.

11. Die Privatkläger werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, dem

Beschuldigten für seine anwaltliche Verteidigung im zweitinstanzlichen

Verfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'213.-- inkl.

8 % MwSt. zu bezahlen.

12. Die durch die Privatkläger geleistete Prozesskaution von Fr. 8'000.-- wird

zur Deckung der Gerichtskosten und Entschädigung gemäss vorstehender

Dispositiv Ziffern 9-11 verwendet. Der Restbetrag wird den Privatklägern

zurückerstattet.

13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
− den Vertreter der Privatkläger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ dreifach 

für sich und zuhanden der Privatkläger (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− 

− 

− 

die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  
den Vertreter der Privatkläger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ dreifach 
für sich und zuhanden der Privatkläger  

- 29 - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Kasse des Obergerichts Zürich hinsichtlich Dispositiv Ziffern 9-12 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG) 

14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

Zürich, 24. November 2014 

Der Präsident: 

Dr. iur. F. Bollinger 

Die Gerichtsschreiberin: 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 

- 30 - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 24. November 2014
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 49 S. 38 f.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	2. Vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung sowie der Sachbeschädigung wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.–.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1 (Fritz Kohler) wird im  Umfang von Fr. 1'226.00 zuzüglich Zins zu 5% seit 1. Juni 2012 abgewiesen und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	6. Die Privatklägerin 2 (Sinikka Kohler) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.
	7. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 1 und 2 werden abgewiesen.
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden  dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und im Übrigen auf die Staatskasse genommen.
	10. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 8'000.00 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	11. Den Privatklägern wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	12. (Mitteilung)
	13. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 5 f.)
	Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils
	1. Die Dispositivziffern 1-3, 5-7, 9 und 11 des Urteils des Bezirksgerichts  Dietikon vom 28. Januar 2014 seien aufzuheben und es sei wie folgt neu zu entscheiden.
	- Der Beschuldigte sei anklagegemäss (im Sinne des Hauptantrages) schuldig zu sprechen und angemessen zu bestrafen.
	- Der Beschuldigte sei zu verpflichten, dem Privatkläger für dessen Sachschaden Schadenersatz im Betrag von Fr. 1'226.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 1. Juni 2012 zu bezahlen.
	- Der Beschuldigte sei zu verpflichten, den Privatklägern Fritz und  Sinikka Kohler den aus dem schädigenden Ereignis vom 5. Mai 2012 entstandenen Personenschaden zu 100 % zu ersetzen, wobei die Schadenersatzbemessung auf den Zivilweg zu verweisen sei.
	- Der Beschuldigte sei zu verpflichten, den Privatklägern Fritz und  Sinikka Kohler je eine Genugtuung im Betrag von Fr. 7'000.00 zu  bezahlen.
	- Die Kosten der Untersuchung und des vorinstanzlichen gerichtlichen Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.
	- Der Beschuldigte sei zu verpflichten, den Privatklägern für ihre  Parteikosten (Untersuchung, Vorinstanz) eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 9'284.65 zu bezahlen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales

	1. Verfahrensgang
	1.1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Verfahren kann vorab auf die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 49 S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	1.2. Mit Urteil des Einzelgerichts in Strafsachen am Bezirksgericht Dietikon vom 28. Januar 2014 wurde der Beschuldigte Stefan Gyr der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen. Vom Vorwurf der...
	1.3. Gegen dieses Urteil liessen einzig die Privatkläger 1 und 2 mit Eingabe vom 7. Februar 2014 innert Frist Berufung anmelden (Urk. 44). In der Folge  liessen sie am 25. August 2014 fristgerecht ihre Berufungserklärung einreichen (Urk. 51). Mit Präs...
	1.4. Am 24. November 2014 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher der Beschuldigte in Begleitung seines Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. M. Uffer sowie die Privatkläger in Begleitung ihres Vertreters Rechtsanwalt lic. iur. W. Michel erschie...

	2. Umfang der Berufung
	2.1. Die Privatkläger haben in ihrer Berufungserklärung vom 25. August 2014 die Aufhebung der Dispositivziffern 1-3, 5-7 sowie 9 und 11 verlangt (Urk. 51  S. 1 f.; Urk. 68 S. 29).
	2.2. Die Privatkläger beantragen unter anderem auch eine "angemessene"  Bestrafung des Beschuldigten. Diesem Antrag steht prima vista die in Art. 382 Abs. 2 StPO getroffene Regelung entgegen, wonach die Privatkläger einen  Entscheid hinsichtlich der a...

	3. Beweismittel
	Die Ehefrau des Beschuldigten, Yvonne Gyr, wurde am 5. Juni 2012 durch die Polizei als Auskunftsperson zur Sache einvernommen. Weder der Beschuldigte, noch sein Verteidiger war bei dieser Einvernahme zugegen (Urk. 4/4).  Anlässlich ihrer Zeugeneinvern...

	4. Prozessuales
	4.1. Der Vertreter der Privatkläger führte im Rahmen der Berufungsverhandlung aus, falls die Aussagen des Zeugen Brem zur Erstellung des Sachverhalts herangezogen würden, so müsse das vorliegende Verfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung des Strafv...
	4.2. Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Damit sind vorliegend auch die Aussagen des Zeugen Brem frei – und nicht abhängig von einer allenfalls  widersprechenden Würdi...
	II.  Sachverhalt

	5. Vorbemerkungen
	5.1. Wie die Vorinstanz vorab zutreffend festgestellt hat, war der Beschuldigte sowohl im Rahmen der Strafuntersuchung, als auch im gerichtlichen Verfahren geständig, den am Boden liegenden Privatkläger 1 ein- respektive maximal zweimal mit den Füssen...
	5.2. Zur Erstellung des Sachverhalts sind zunächst die Aussagen des  Beschuldigte sowie jene der Privatkläger heranzuziehen. Des weiteren liegen die Aussagen der Auskunftsperson Yvonne Gyr und der Zeugen Jürg Brem sowie Thomas Berszieck vor, welche zu...
	5.3. Sodann hat die Vorinstanz die nötigen theoretischen Ausführungen  zur Beweiswürdigung gemacht und richtigerweise darauf hingewiesen, dass nicht auf die allgemeine Glaubwürdigkeit der aussagenden Personen abzustellen ist, sondern, dass die Glaubha...

	6. Würdigung der Aussagen
	6.1. Aussagen des Beschuldigten
	6.1.1. Während der Beschuldigte sowohl in der ersten polizeilichen Einvernahme vom 25. Mai 2012 (Urk. 4/1) als auch anlässlich der staatsanwaltschaftlichen  Einvernahme vom 18. März 2013 (Urk. 15) ausführliche Angaben zur Sache  zu Protokoll gab, mach...
	6.1.2. 20 Tage nach dem fraglichen Vorfall, schilderte der Beschuldigte die  Geschehnisse anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 25. Mai 2012 im Kern wörtlich wie folgt (Urk. 4/1 S. 3):
	"[…] Da die Kohlers nicht aufhörten, ging ich ins Haus. Die Kohlers stritten mit meiner Frau weiter, weil sie auch wütend war und sich dies nicht gefallen liessen [recte: lassen wollte]. Plötzlich begannen die Kohlers über unseren Sohn zu schimpfen. Z...
	6.1.3. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahm vom 18. März 2013  – also rund 10 Monate später – schilderte der Beschuldigte die Ereignisse im Kern wie folgt (Urk. 15 S. 2 f.):
	"[…] Was soll ich sagen. Angefangen hat es, dass sie an unserem Haag gestanden sind und uns beschimpft haben. Ich ging dann zu ihnen hin und habe sie in einer ähnlichen Weise verbal angesprochen. Ich ging zurück ins Haus und meine Frau stritt weiter m...
	6.1.4. Diese Aussagen des Beschuldigten sind im Kern widerspruchslos, logisch und wirken durchwegs erlebnisbasiert. Der Beschuldigte beschreibt den  Handlungsablauf konstant und stellt Aktionen und Reaktionen in einen nachvollziehbaren Zusammenhang. Z...
	6.2. Aussagen des Privatklägers 1
	6.2.1. Der Privatkläger 1 wurde erstmals am 10. Mai 2012, also 5 Tage nach dem hier interessierenden Vorfall, zur Sache durch die Polizei einvernommen. Dabei gab er zum Kerngeschehen zusammengefasst, was folgt zu Protokoll (Urk. 4/2):
	"[…] Plötzlich sagte Frau Gyr etwas zu ihrem Mann, worauf er plötzlich in der Wohnung verschwand. Aber, er war dunkel bekleidet und als er wieder raus kam, hatte er eine graue Kleidung. Das war ca. drei Minuten später. In der Zwischenzeit hatte uns Fr...
	6.2.2. Anlässlich seiner Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 18. März 2013 gab der Privatkläger folgendes zu Protokoll (Urk. 17/1):
	"[…] Frau Gyr drehte sich zu ihrem Mann um, der schräg hinter ihr stand, und sagte ihm etwas ganz leise, was wir nicht verstanden haben. Herr Gyr verschwand ins Haus wobei er die Haustüre zu machte. Er ging dunkel angezogen ins Haus, das scheint mir w...
	6.2.2.1. Zunächst ist festzuhalten, dass sich die Vorinstanz sehr detailliert und gründlich mit den wesentlichen Aussagen des Privatklägers 1 auseinandergesetzt hat. Auf deren Erwägungen kann vorab vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 49 S. 11 ff.; A...
	6.2.2.2. Anlässlich der Einvernahme vom 18. März 2013 gab der Privatkläger 1 gegenüber der Anklagebehörde zu Protokoll, die Verletzung an seiner Stirn habe er durch die Fusstritte des Beschuldigten erlitten. Davon war in seiner ersten  Einvernahme noc...
	6.2.2.3. Die Aggravationstendenz im Aussageverhalten des Privatklägers 1 schlägt sich auch dort nieder, wo er gegenüber der Anklagebehörde behauptete, er sei "einen Moment weg" gewesen. Davon, dass er für einen kurzen Augenblick das Bewusstsein verlor...
	6.2.2.4. Auffällig ist des weiteren, dass der Privatkläger 1 gegenüber der Anklagebehörde ausführte, der Beschuldigte habe "dann mit seinem Fuss gegen den Ellenbogen" des Privatklägers geschlagen, was zur Folge gehabt habe, dass er nun an einem Tennis...
	6.2.2.5. Insgesamt muss mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass das  Aussageverhalten des Privatklägers 1 nicht über alle Zweifel erhaben ist.  Während er die Umstände, welche zur eigentlichen Eskalation führten, praktisch identisch schilderte wi...
	6.3. Aussagen der Privatklägerin 2
	6.3.1. Die Privatklägerin 2 wurde erstmals am 11. Mai 2012, also 6 Tage nach dem hier interessierenden Vorfall, zur Sache durch die Polizei einvernommen. Dabei gab sie zum eigentlichen Kerngeschehen zusammengefasst, was folgt zu Protokoll (Urk. 4/3):
	[…] Kurz darauf kam er [der Beschuldigte] aus Haus und hatte sich umgezogen. Er lief zielstrebig und schnell meinem Mann nach, welcher bereits auf dem  Weg zu uns nach hause war. Ohne Vorwarnung und blitzschnell schlug Herr Gyr meinen Mann, worauf er ...
	6.3.2. Anlässlich der am 18. März 2013 erfolgten staatsanwaltschaftlichen Einvernahme führte die Privatklägerin zum inkriminierten Vorfall was folgt aus  (Urk. 17/2):
	[…] Plötzlich kommt Herr Gyr aus dem Haus. Es ist mir aufgefallen, dass er sich umgezogen hat. Mit schnellen Schritten kam er die Treppe hinunter an mir vorbei, ging auf meinen Mann los. Er schlug dann mit der rechten Faust meinen Mann nieder und traf...
	6.3.3. Die Aussagen der Privatklägerin 2 sind in sich stimmig und widerspruchslos, was grundsätzlich für die Glaubhaftigkeit ihrer Depositionen sprechen würde. Sie sind zudem im Wesentlichen mit den Aussagen ihres Ehemannes – des  Privatklägers 1 – ko...
	6.4. Aussagen des Zeugen Jürg Brem
	6.4.1. Der Zeuge Brem gab anlässlich seiner Einvernahme zusammengefasst was folgt zu Protokoll (Urk. 18/2): Zum Tatzeitpunkt habe er in seinem Garten  Arbeiten verrichtet. Sein Garten befinde sich schräg gegenüber vom Wohnhaus des Beschuldigten und de...
	6.4.2. Die Aussagen des Zeugen Brem wirken erlebt, sind in sich stimmig, widerspruchlos und nachvollziehbar. Soweit der Zeuge das Geschehen überhaupt beobachten konnte – über weite Teile des Tatablaufes konnte er ja keine Aussagen machen, da er im fra...
	6.5. Aussagen des Zeugen Thomas Berszieck
	6.5.1. Zusammengefasst führte der Zeuge aus, er habe bloss gesehen, wie der Beschuldigte auf den Privatkläger mit erhobener Faust zugestürmt sei, danach sei der Tatort für kurze Zeit ausserhalb seines Blickfeldes gewesen. Nachdem er kurz darauf umgeke...
	6.5.2. Der Vorinstanz erwog, die Aussagen des Zeugen Berszieck seien klar und würden sich mit den Aussagen des Beschuldigten decken. Insbesondere falle auf, dass der Zeuge Berszieck nur einen einzigen Fusstritt gegen den Privatkläger  gesehen habe, wa...
	6.6. Aussagen der Zeugin Yvonne Gyr
	6.6.1. Wie einleitend unter Ziffer I.3. dargetan sind die Aussagen von Yvonne Gyr nicht zum Nachteil des Beschuldigten verwertbar. Im Rahmen ihrer polizeilichen Einvernahme vom 5. Juni 2012 schilderte sie den Sachverhalt über weite Teile gleich, wie d...
	6.7. Fazit
	Im Sinne einer Zusammenfassung kann festgehalten werden, dass die konstanten und widerspruchsfreien Aussagen des Beschuldigten neben den kongruenten Aussagen der Auskunftsperson Yvonne Gyr auch durch die ebenfalls glaubhaften und überzeugenden Deposit...
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Sanktion
	V.  Zivilforderungen

	7. Schadenersatz
	7.1. Die Vorinstanz hat zutreffende theoretische Ausführungen zur adhäsionsweisen Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen gemacht. Auf diese  Erwägungen kann vorab verwiesen werden (Urk. 49 S. 31; Art. 83 Abs. 4 StPO).
	7.2. Der Privatkläger 1 beantragt, der Beschuldigte sei zu verpflichten, ihm Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'226.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. Juni 2012 zu bezahlen. Zur Begründung dieser Schadensposition lässt der Privatkläger 1 sinngemäss aus...
	7.3. Die Privatkläger 1 und 2 beantragen weiter, der Beschuldigte sei zu  verpflichten, den "aus dem schädigenden Ereignis vom 5. Mai 2012 entstandenen Personenschaden zu 100 % zu ersetzen, wobei die Schadenersatzbemessung auf den Zivilweg zu verweise...

	8. Genugtuung
	8.1. Wie bereits vor Vorinstanz, verlangen die Privatkläger auch im Berufungsverfahren eine Genugtuung in der Höhe von je mindestens Fr. 7'000.-- (Urk. 51 S. 2). Zur Begründung machen sie erneut geltend, durch das deliktische Verhalten des Beschuldigt...
	8.2. Die Vorinstanz erwog hierzu zusammengefasst, die erlittenen Verletzungen der Privatkläger seien nicht derart schwer gewesen, dass sich die Zusprechung einer Genugtuung rechtfertigen würde. Zudem wäre aufgrund des provokativen Verhaltens der Priva...
	8.3. Zunächst kann auch hier auf die korrekten Erwägungen der Vorinstanz zu den rechtlichen Grundlagen hinsichtlich der Zusprechung einer Genugtuung verwiesen werden (Urk. 49 S. 32; Art. 82 Abs. 4 StPO). Wenn die Vorinstanz weiter erwägt, aufgrund der...
	VI.  Kosten und Entschädigung

	9. Vorinstanzliche Kosten und Entschädigungsregelung
	9.1. Bei diesem Verfahrensausgang ist die vorinstanzliche Kostenauflage zu bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).
	9.2.  Bei diesem Verfahrensausgang besteht keine Veranlassung, von den durch die Vorinstanz getroffenen und wohl begründeten Erwägungen hinsichtlich einer allfälligen Entschädigung der Privatkläger abzuweichen. Auf die zutreffenden Ausführungen im ang...

	10. Zweitinstanzliche Kosten und Entschädigungsregelung
	10.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- zu  veranschlagen.
	10.2. Da die Privatkläger 1 und 2 mit ihrer Berufung vollumfänglich unterliegen, sind ihnen die Kosten für das Berufungsverfahren je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO).
	10.3. Wird die einzig von der Privatklägerschaft erhobene Berufung abgewiesen, hat jene die Verteidigungskosten der beschuldigten Person zu tragen (BGE 139 IV 45 E. 1). Die Verteidigung des Beschuldigten hat ihre Honorarnote eingereicht und beziffert ...
	10.4. Für das zweitinstanzliche Verfahren haben die Privatkläger eine Prozesskaution in der Höhe von Fr. 8'000.-- zur Deckung von allfälligen Prozesskosten und Entschädigungen an die Gegenpartei geleistet (vgl. Urk. 53). Diese Prozesskaution ist ausga...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 28. Januar 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.-7. (…)
	8. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	9. (…)
	10. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 8'000.00 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	11.-13. (…)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der mehrfachen einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
	2. Vom Vorwurf der mehrfachen versuchten schweren Körperverletzung sowie der Sachbeschädigung wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 120.--.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers 1 (Fritz Kohler) wird im  Umfang von Fr. 1'226.-- zuzüglich Zins zu 5% seit 1. Juni 2012 abgewiesen und im Übrigen auf den Zivilweg verwiesen.
	6. Die Privatklägerin 2 (Sinikka Kohler) wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.
	7. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 1 und 2 werden abgewiesen.
	8. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 9 und 11) wird bestätigt.
	9. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.--.
	10. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens werden den Privatklägern je zur Hälfte auferlegt.
	11. Die Privatkläger werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, dem  Beschuldigten für seine anwaltliche Verteidigung im zweitinstanzlichen  Verfahren eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 3'213.-- inkl. 8 % MwSt. zu bezahlen.
	12. Die durch die Privatkläger geleistete Prozesskaution von Fr. 8'000.-- wird  zur Deckung der Gerichtskosten und Entschädigung gemäss vorstehender Dispositiv Ziffern 9-11 verwendet. Der Restbetrag wird den Privatklägern  zurückerstattet.
	13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten(übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 den Vertreter der Privatkläger Rechtsanwalt lic. iur. W. Michel dreifach für sich und zuhanden der Privatkläger (übergeben)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 den Vertreter der Privatkläger Rechtsanwalt lic. iur. W. Michel dreifach für sich und zuhanden der Privatkläger
	 die Vorinstanz
	 die Kasse des Obergerichts Zürich hinsichtlich Dispositiv Ziffern 9-12
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)

	14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.