# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4db9c44-3624-52d0-bdce-570654aa60e5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.05.2021 715 2021 11 (715 2021 123)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2021-11_2021-05-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 7. Mai 2021 (715 21 11 / 123) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Es liegt nichts vor, was auf ein klar ausgewiesenes, fehlerhaftes Verhalten des Be-
schwerdeführers schliessen lassen würde. Folglich fehlt es an der beweismässigen Vo-
raussetzung für eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nach Art. 30 Abs. 1 lit. a 
AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV. 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 

A. Der 1997 geborene A.____ war seit dem 22. Januar 2018 bei der B.____AG in X.____ 
als Kundenberater angestellt. Am 28. April 2020 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhält-
nis per 31. Mai 2020. Am 15. Mai 2020 erhob A.____ bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse 
Baselland (Arbeitslosenkasse) ab 1. Juni 2020 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. We-

 

 
 
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gen einer krankheitsbedingten Absenz wurde die Kündigungsfrist unterbrochen und lief erst am 
30. Juni 2020 ab, weshalb der Anspruchsbeginn auf den 1. Juli 2020 verlegt wurde. Mit Verfü-
gung vom 16. September 2020 stellte die Arbeitslosenkasse A.____ ab dem 1. Juli 2020 wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 36 Tage in der Anspruchsberechtigung ein. Zur Begrün-
dung führte sie aus, der Versicherte habe Weisungen der Arbeitgeberin missachtet, wodurch er 
dieser Anlass zur Kündigung gegeben habe. Die dagegen erhobene Einsprache hiess die Ein-
spracheinstanz des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit Baselland (KIGA), 
Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, mit Entscheid vom 30. November 2020 teilweise gut 
und reduzierte die Einstelldauer auf 28 Tage. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, substituiert durch 
MLaw Nisrine Tizeroual, am 14. Januar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, in Gutheis-
sung der Beschwerde sei der Einspracheentscheid vom 30. November 2020 unter o/e-
Kostenfolge vollumfänglich aufzuheben. Zur Begründung hielt er im Wesentlichen fest, dass ihn 
kein Verschulden an der Beendigung des Anstellungsverhältnisses mit der B.____AG und der 
in der Folge eingetretenen Arbeitslosigkeit treffe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 6. April 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenver-
sicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zustän-
dig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 
der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädi-
gung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die 
versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kam 
der Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, weshalb die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, 
weshalb auch die sachliche Zuständigkeit zu bejahen ist. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde vom 14. Januar 2021 ist einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO, in der Fassung ab 1. Januar 2019, entscheidet die präsidie-
rende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu 
einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch Präsidialentscheid. Streitig und zu prüfen ist, ob die 

 

 
 
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Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosig-
keit für die Dauer von 28 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt hat. Bei einem Tag-
geld von Fr. 156.35 beläuft sich der Streitwert auf Fr. 4'377.80 (28 Tage à Fr. 156.35). Die An-
gelegenheit ist deshalb präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um eine Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
verfügen (Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versi-
cherung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als 
Verwaltungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschul-
densprinzip beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schind-
ler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicher-
heit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 828 ff.). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Dieser Tatbe-
stand erfasst Verhaltensweisen der versicherten Person, die kausal für den Eintritt der Arbeits-
losigkeit sind und eine Verletzung der Pflicht, Arbeitslosigkeit zu vermeiden, bedeuten. Art. 44 
Abs. 1 AVIV zählt in den lit. a-d beispielhaft Tatbestände auf, die unter den Begriff der selbst-
verschuldeten Arbeitslosigkeit fallen. So liegt selbstverschuldete Arbeitslosigkeit unter anderem 
dann vor, wenn die versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung 
arbeitsvertraglicher Pflichten, der Arbeitgeberin Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses 
gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV). Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Sinne 
von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV setzt keine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus wichti-
gen Gründen nach Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR) 
vom 30. März 1911 voraus. Das unkorrekte Verhalten muss auch nicht unbedingt eine eigentli-
che Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten darstellen, sondern es genügt, dass die versicherte 
Person durch ihr sonstiges Verhalten innerhalb und ausserhalb des Betriebs berechtigten An-
lass zur Kündigung gab (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 
1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen] vom 8. Oktober 2002, C 392/00, 
E. 3.1; ARV 1987 Nr. 7; 1982 Nr. 18). 
 
2.3 Gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens der Internationalen Arbeitsorganisation über 
Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (Überein-
kommen Nr. 168 der IAO), das für die Schweiz am 17. Oktober 1991 in Kraft getreten ist, kann 
eine Leistung, auf die eine geschützte Person bei Voll- oder Teilzeitarbeitslosigkeit oder Ver-
dienstausfall infolge einer vorübergehenden Arbeitseinstellung ohne Unterbrechung des Be-
schäftigungsverhältnisses Anspruch gehabt hätte, nur gekürzt werden, wenn die zuständige 
Stelle festgestellt hat, dass die betreffende Person vorsätzlich zu ihrer Entlassung beigetragen 
hat. Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO ist hinreichend bestimmt und klar, um 
als Grundlage eines Entscheids im Einzelfall dienen zu können, und ist daher direkt anwendbar 
(vgl. BGE 122 V 54 ff.; Urteil des EVG vom 17. Oktober 2000, C 53/00). Aufgrund des grund-
sätzlichen Primats des Völkerrechts geht Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO 

 

 
 
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Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV vor. Demzufolge führt nicht jedes schuldhafte Verhalten der versicher-
ten Person, das dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses gegeben hat, 
zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG. Das vor-
werfbare Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der IAO vielmehr 
vorsätzlich erfolgt sein, wobei auch Eventualvorsatz genügt (vgl. Urteil des EVG vom 4. Juni 
2002, C 371/01, E. 2b).  
 
2.4 Eventualvorsatz ist im Zusammenhang mit Art. 44 lit. a AVIV anzunehmen, wenn die 
versicherte Person vorhersehen kann oder damit rechnen muss, dass ihr Verhalten zu einer 
Kündigung durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin führt (NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 831). 
Im Rahmen von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIG darf somit bei blosser Fahrlässigkeit keine Einstellung 
in der Anspruchsberechtigung erfolgen (JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 76 f.). Im Entscheid vom 6. Juni 2012, 8C_872/2011, 
E. 4.2.1 f. hat das Bundesgericht – unter Hinweis auf den im Strafrecht geltenden Massstab – 
festgestellt, dass Eventualvorsatz und bewusste Fahrlässigkeit auf der Wissensseite überein-
stimmen, indem dem Täter oder der Täterin die Möglichkeit, das Risiko der Tatbestandsverwirk-
lichung bewusst ist. Die entscheidende Differenz liegt auf der Willensseite. Auch wer die Mög-
lichkeit der Tatbestandsverwirklichung – hier der Arbeitgeberkündigung – erkennt, kann sich, 
selbst leichtfertig, über sie hinwegsetzen, d.h. darauf vertrauen bzw. mit der Einstellung han-
deln, dass schon nichts passieren werde (bewusste Fahrlässigkeit). Demgegenüber erfordert 
der Eventualvorsatz, dass die versicherte Person sich für die Tatbestandsverwirklichung ent-
scheidet, sie in Kauf nimmt. Weitestgehend ausser Frage stehen dürfte das Willenselement nur, 
wenn die versicherte Person die Kündigung durch den Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin für so 
naheliegend hält, dass die Bereitschaft, sie als Folge ihres Verhaltens hinzunehmen, vernünf-
tigerweise nicht mehr bezweifelt werden kann; oder wenn sie ihr, im eigentlichen Sinn des Wor-
tes, erwünscht oder recht war, wie wohl auch noch im Falle schierer Gleichgültigkeit. Als Faust-
regel formuliert: Dass die versicherte Person die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen 
hat, liegt grundsätzlich näher, je wahrscheinlicher es ihr erschien, dass sie eintreten könnte, 
und je weniger sie sie innerlich ablehnte, und umgekehrt (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 16. Juni 2008, 8C_504/2007, E. 5.4 mit Hinweis). Zu den Umständen, die allenfalls auf 
eventualvorsätzliches Verhalten schliessen lassen, gehören die Grösse des der versicherten 
Person bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtver-
letzung, die Beweggründe und die Art der Tathandlung. Das Gericht darf vom Wissen der versi-
cherten Person auf deren Willen schliessen, wenn sich ihm der Eintritt des Erfolgs als so wahr-
scheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur 
als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann. Was die versicherte Person wusste, woll-
te und in Kauf nahm, betrifft innere Tatsachen und ist somit Tatfrage. Rechtsfrage ist hingegen, 
ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz berechtigt erscheint 
(BGE 138 V 74 E. 8.4.1 mit Hinweisen; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 
2012, 8C_872/2011, E. 4.2.1 f.). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde-
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

 

 
 
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Sachverhaltes zu sorgen (vgl. BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a). Dies bedeutet, dass in 
Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu 
aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hin-
reichender Anlass besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 
mit weiteren Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein 
Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundes-
gerichts vom 17. Juni 2009, 8C_412/2009, E. 1). Die Mitwirkungspflicht kommt als allgemeiner 
Verfahrensgrundsatz auch im kantonalen Beschwerdeverfahren zur Anwendung und bedeutet 
das aktive Mitwirken der Parteien bei der Feststellung des Sachverhalts (vgl. THOMAS LOCHER, 
Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2014, S. 542, 598; FRITZ GYGI, Bun-
desverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 284 f.). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 8C_552/2008, E. 2 mit Hinweis). Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes 
genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste 
würdigt (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). Eine 
Ausnahme hierzu bildet die Anwendung von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV (vgl. dazu Urteil des EVG 
vom 17. Oktober 2000, C 53/00, E. 3a). Praxisgemäss muss das der versicherten Person im 
Rahmen dieser Bestimmung zur Last gelegte Verhalten in beweismässiger Hinsicht klar fest-
stehen, ansonsten eine Einstellung ausser Betracht fällt (vgl. Urteile des EVG vom 7. November 
2002, C 365/01, E. 2 und vom 8. Oktober 2002, C 392/00, E. 3.1; siehe im Weiteren auch 
BGE 112 V 245 E. 1; SVR 1996 ALV Nr. 72 S. 220 E. 3b/bb; Nussbaumer, a.a.O., Rz. 829). 
 
4. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zur Kündigung Anlass gegeben und deshalb die 
Folgen der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Ver-
bindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV mithin die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu 
tragen hat. Insbesondere ist zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer zu Recht ein (eventu-
al)vorsätzliches Verhalten zur Last gelegt wurde. 
 
5.1 Aufgrund der vorliegenden Unterlagen stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie 
folgt dar:  
 
5.2 Der Beschwerdeführer war ab dem 22. Januar 2018 bei der B.____AG als Kundenbera-
ter tätig. Am 28. April 2020 kündigte die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis schriftlich und ohne 
Angabe eines Grunds per 31. Mai 2020. Zufolge Krankheit des Versicherten vom 22. bis 
25. Mai 2020 verlängerte sich das Arbeitsverhältnis bis 30. Juni 2020. Im Antrag auf Arbeitslo-
senentschädigung vom 15. Mai 2020 gab der Versicherte an, der Grund für die Kündigung sei 
unklar. In der Arbeitgeberbescheinigung vom 8. Juli 2020 vermerkte die ehemalige Arbeitgebe-
rin, der Versicherte habe Weisungen missachtet und seine Leistung nicht verbessert. Auf Nach-
frage der Beschwerdegegnerin konkretisierte die ehemalige Arbeitgeberin am 23. Juli 2020, der 

 

 
 
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Versicherte habe die vorgegebene Gesprächszeit überschritten. Zudem habe er sich geweigert, 
nach dem Lockdown wieder in X.____ zu arbeiten. Hinsichtlich der Frage, ob mit dem Versi-
cherten über die beanstandeten Punkte Gespräche geführt bzw. eine Verwarnung ausgespro-
chen worden sei, reichte sie diverse Unterlagen aus dem Personaldossier des Versicherten ein 
(vgl. act. 70-81). Daraus ergibt sich, dass der Versicherte am 4. April 2020 aufgefordert wurde, 
seine Leistung zu steigern und die durchschnittliche Gesprächs- und Nachbearbeitungsdauer 
zu reduzieren. Am 8. April 2020 wurde die Zielvorgabe evaluiert. In der gleichentags erlassenen 
schriftlichen Verwarnung wurde festgehalten, dass von allen Mitarbeitenden jederzeit eine sorg-
fältige und zuverlässige Ausführung der zugeteilten Aufgaben erwartet werde. Das Verhalten 
des Beschwerdeführers werde aber als mangelndes Pflichtbewusstsein interpretiert und dessen 
Arbeitshaltung nicht weiter toleriert. Konkret wurde der Versicherte angehalten, seine Leistung 
zu steigern und die durchschnittliche Gesprächs- und Nachbearbeitungsdauer zu senken. Zu-
dem wurde ihm aufgetragen, vor Ort in X.____ zu arbeiten. Weiter wurde festgehalten, hinsicht-
lich der „genannten Punkte“ werde per sofort eine einwandfreie Arbeitsleistung erwartet, an-
dernfalls weitere disziplinarische Massnahmen ergriffen und eventuell die Kündigung ausge-
sprochen (act. 75) würden. Den Unterlagen ist weiter zu entnehmen, dass der Versicherte am 
24. April 2020 abermals aufgefordert wurde, seine Gespräch- und Nachbearbeitungszeit zu 
reduzieren. Gleichzeitig wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass der Status „BackOffice“ 
nur für die Schriftgut-Bearbeitung verwendet werden dürfe (act. 72). Am 28. April 2020 wurde 
der Versicherte per E-Mail angefragt, weshalb er 4:23 Minuten auf dem Status „Meeting“ war 
und danach auf „Auszeit“ (act. 78). In der E-Mail vom 29. April 2020 (act. 81) trug der ehemalige 
Vorgesetzte des Versicherten zu Handen der HR-Verantwortlichen „einige Auffälligkeiten hin-
sichtlich der Kündigung für die Personalakte“ zusammen. Zunächst verwies er auf die Gesprä-
che mit dem Versicherten vom 4. und 8. April 2020 betreffend die Leistung resp. die Zielvorga-
be. Weiter hielt er fest, dass der Versicherte vom 6. bis 25. April 2020 insgesamt beim Status 
„Admin“ 2:58:10 war, ohne einer solchen Tätigkeit nachzugehen (vgl. den Auszug aus dem in-
ternen Buchungssystem für die Zeit vom 6. bis 25. April 2020 [act. 77], wonach der Versicherte 
eine durchschnittliche Gesprächsbearbeitungsdauer von 11:04 Minuten, beim Status „Admin“ 
2:58:10 Stunden und beim Status „Meeting“ 3:13:59 Stunden aufwies). Weiter verwies er auf 
zwei Grafiken vom 27. und 28. April 2020 [act. 79 und 80] und hielt fest, der Versicherte habe 
vor oder nach seinen Pausen den Status „Meeting“ angewählt, um seine Pausenzeit zu verlän-
gern. An beiden Tagen habe er – ohne eine Besprechung gehabt zu haben – diesen Status 
gewählt. Schliesslich wurde vermerkt, dass der Versicherte im laufenden Jahr zwölf Mal verspä-
tet zur Arbeit erschienen sei. Nach dem 4. Gespräche am 16. September 2020 [recte wohl: 
2018 oder 2019] gäbe es jedoch im laufenden Jahr keine Notizen zu weiteren Gesprächen oder 
Verwarnungen. 
 
5.3 Anlässlich des im Einspracheverfahren gewährten rechtlichen Gehörs führte der Versi-
cherte am 23. Oktober 2020 aus, bei der ehemaligen Arbeitgeberin zunächst als Callagent und 
später als Administrator für den Bereich Kundendienst zuständig gewesen zu sein. Vom 13. bis 
20. März 2020 sei er krank gewesen und ab dem 30. März 2020 habe er im Homeoffice gear-
beitet. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie habe der telefonische Kundenkontakt deutlich 
zugenommen. Am 27. März 2020 sei er deshalb gebeten worden, kurzfristig die Kolleginnen 
und Kollegen des Bereichs C.____ zu unterstützen. Da er in diesem Aufgabengebiet nicht ge-

 

 
 
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schult gewesen sei, habe er die Kunden nicht gut und speditiv beraten können, weshalb er da-
rum ersucht habe, wieder als Administrator arbeiten zu können. Aufgrund der hohen Arbeitslast 
habe er mehrere Zusatzstunden pro Woche geleistet. Später sei er dann doch noch im Bereich 
C.____ geschult worden. Diese Schulung sei aber wegen der erschwerten (technischen) Be-
dingungen, der beschränkten Berechtigung und des Zeit- resp. Arbeitsdrucks nicht befriedigend 
gewesen. Danach sei er nur noch in diesem neuen Bereich tätig gewesen. Seine bisherigen 
Aufgabengebiet sei ihm nicht bzw. während längerer Zeit nicht mehr zugänglich gewesen. Noch 
während des Lockdowns sei er aufgefordert worden, wieder im Büro in X.____ zu arbeiten, da 
die Geschäftsleitung mit seiner Leistung nicht zufrieden gewesen sei. Dies habe er aber wegen 
der Pandemie, seiner Erkrankung und weil er mit einer besonders gefährdeten Person im glei-
chen Haushalt wohne, nicht gewollt. Nachdem er erfolglos das Gespräch mit der Verantwortli-
chen des Büros in X.____ gesucht habe, sei er dann doch ins Büro zurückgekehrt. Am 8. April 
2020 sei er verwarnt und hernach gekündigt worden. 
 
6. Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. November 2020 begründete die Be-
schwerdegegnerin die Einstellung in der Anspruchsberechtigung damit, dass der Beschwerde-
führer seine Sorgfaltspflicht verletzt habe, indem er seine Pausenzeit unberechtigt verlängert 
habe und wiederholt verspätet zur Arbeit erschienen sei. Damit habe er seine Sorgfaltspflicht 
verletzt und die Kündigung eventualvorsätzlich in Kauf genommen. Hingegen seien die Vorwür-
fe der ehemaligen Arbeitgeberin nicht hinreichend erstellt, wonach der Versicherte seine Leis-
tungsvorgaben selbstverschuldet nicht erreicht und sich nach Ende des Lockdowns geweigert 
habe, wieder im Büro in X.____ zu arbeiten. Unter Berücksichtigung des Verhaltens der Arbeit-
geberin und der besonderen Umstände rechtfertige sich eine Reduktion der Einstelldauer von 
36 auf 28 Tage. Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass der 
Vorwurf der unberechtigt verlängerten Pausen nicht zutreffe und ihm wegen einer falschen Be-
zeichnung der Beschäftigungsart im internen System nicht vorgeworfen werden könne, seine 
Sorgfaltspflichten gegenüber seiner ehemaligen Arbeitgeberin verletzt und die Kündigung in 
Kauf genommen zu haben. Zudem sei der Vorwurf, wonach er im Jahr 2020 wiederholt verspä-
tet zur Arbeit erschienen sei, nicht belegt, weshalb ihm auch in diesem Zusammenhang kein 
Verschulden angelastet werden könne. 
 
7.1 Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit setzt ein vorwerfbares Fehlverhalten bezüglich 
des Nichterhalts bzw. des Verlustes einer Arbeitsstelle voraus. Ein Fehlverhalten zeichnet sich 
durch ein vermeidbares Handeln bzw. Nichthandeln aus. Wie in Erwägung 3.2 hiervor ausge-
führt, muss die selbstverschuldete Kündigung in beweismässiger Hinsicht klar feststehen, damit 
eine Einstellung in Betracht kommt. Dies bedeutet, dass es nicht darum geht, welcher Ereignis-
ablauf als überwiegend wahrscheinlich anzusehen ist, sondern darum, ob das fehlerhafte Ver-
halten des Beschwerdeführers erstellt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3. März 2016, 
8C_22/2016, E. 6.1 mit Hinweis). Ein einstellrechtlich relevantes Fehlverhalten im vorstehend 
umschriebenen Sinn, das dem Beschwerdeführer in Bezug auf den Eintritt der Arbeitslosigkeit 
zur Last zu legen wäre, ist aufgrund der vorliegenden Akten aber entgegen der Auffassung der 
Beschwerdegegnerin nicht erstellt. Die zwei ursprünglich von der Arbeitgeberin geltend ge-
machten Vorkommnisse, die zum Verlust der Arbeitsstelle führten (Leistungsvorgaben nicht 
erreicht; Weigerung des Beschwerdeführers, nach dem Lockdown wieder im Büro zu arbeiten) 

 

 
 
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hat die Beschwerdegegnerin denn auch mangels rechtsgenüglicher Belege zu Recht im Ein-
spracheverfahren fallengelassen. Es liegt aber auch kein weiteres für die die Arbeitslosenversi-
cherung relevantes Fehlverhalten vor, wie sich aus den nachstehenden Ausführungen ergibt. 
 
7.2 Soweit die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 30. November 2020 ge-
stützt auf die von der ehemaligen Arbeitgeberin eingereichten Unterlagen aus dem Personal-
dossier des Beschwerdeführers (vgl. act. 70-81) die Auffassung vertritt, dass die Kündigung 
(auch) wegen unberechtigt verlängerter Pausen und zufolge wiederholter Verspätungen erfolgt 
sei, ist ihr zunächst entgegenzuhalten, dass die ehemalige Arbeitgeberin die Kündigung weder 
in der Arbeitgeberbescheinigung vom 8. Juli 2020 noch in ihrer präzisierenden Stellungnahme 
vom 23. Juli 2020 explizit mit diesen Verfehlungen begründete. Schon unter diesem Aspekt 
rechtfertigt sich der Vorwurf nicht, die Kündigung sei (auch) aus diesen Gründen erfolgt. Dazu 
kommt, dass die vorliegenden Unterlagen aus dem Personaldossier des Beschwerdeführers 
wenig aussagekräftig sind und den Nachweis eines für eine selbstverschuldete Kündigung aus-
reichenden Grunds nicht zu erbringen vermögen. So ist die Aussage in der E-Mail vom 29. April 
2020 (act. 81), wonach der Versicherte im internen System jeweils den Beschäftigungsstatus 
„Meeting“ gewählt habe, um seine Pausen zu verlängern, weder mit den beigelegten Graphiken 
vom 27. und 28. April 2020 (act. 79 und 80), noch mit der E-Mail vom 28. April 2020 (act. 78) 
noch sonstwie nachvollziehbar dargetan. Daher verbietet sich der Schluss, der Beschwerdefüh-
rer habe seine Pausenzeit unberechtigt verlängert. Dies gilt umso mehr, als er dies bestreitet 
und ausführt, in zwei verschiedenen Bereichen tätig gewesen zu sein und den Beschäftigungs-
status „Meeting“ gewählt zu haben, um vor und/oder nach den Pausen den entstandenen 
Mehraufwand abzuarbeiten, was aufgrund der konkreten Umstände glaubhaft erscheint. Damit 
steht zumindest Aussage gegen Aussage, wobei die Glaubwürdigkeit der ehemaligen Arbeitge-
berin zweifelhaft anmutet, da sie keine stichhaltigen Beweise für den behaupteten unrechtmäs-
sigen Pausenbezug liefert. Soweit die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer unterstellt, 
sich nicht rechtzeitig nach dem korrekten Erfassen des Beschäftigungsstatus erkundigt zu ha-
ben, trifft es zwar zu, dass er aufgrund seiner Sorgfaltspflicht gehalten gewesen wäre, die Ein-
träge im internen System korrekt zu erfassen und sich bei Unklarheiten zeitnah zu informieren. 
Selbst wenn dem Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang ein Fehlverhalten vorgeworfen 
werden müsste, kann ihm unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse wegen der 
Corona-Pandemie deswegen aber noch keine (eventual-)vorsätzlich herbeigeführte Kündigung 
angelastet werden. Ein entsprechend schwerwiegendes Fehlverhalten ist nach der Lage der 
Akten nicht klar erstellt, auch wenn dem Beschwerdeführer in der Verwarnung vom 8. April 
2020 – jedoch in einem anderen Zusammenhang – mangelndes Pflichtbewusstsein vorgehalten 
wurde. Dasselbe gilt für den Vorwurf, der Versicherte sei im Jahr 2020 zwölf Mal verspätet zur 
Arbeit erschienen. Zwar ergibt sich aus den Unterlagen, dass mit dem Beschwerdeführer dies-
bezüglich in der Vergangenheit Gespräche geführt wurden. Es finden sich aber keine eindeuti-
gen Belege für Verfehlungen im Jahr 2020. Ein Mitarbeitergespräch oder gar eine aktuelle Ver-
warnung, welche das von der ehemaligen Arbeitgeberin erwähnte Fehlverhalten des Versicher-
ten untermauern würde, hat offenbar nicht stattgefunden. Dazu kommt, dass dieser Vorwurf 
nicht Gegenstand der Verwarnung vom 8. April 2020 war und die ehemalige Arbeitgeberin an-
dere Gründe für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses aufführte. Demnach ist auch dieser 

 

 
 
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Einwand nicht klar belegt und kann dem Beschwerdeführer demzufolge aus arbeitslosenversi-
cherungsrechtlicher Sicht nicht zur Last gelegt werden. 
 
7.3 Nach dem Gesagten liegt nichts vor, was auf ein klar ausgewiesenes, fehlerhaftes Ver-
halten des Beschwerdeführers schliessen lassen würde. Folglich fehlt es an der beweismässi-
gen Voraussetzung für eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung nach Art. 30 Abs. 1 lit. a 
AVIG i.V.m. Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 30. November 2020 ist aufzuheben. 
 
8.1 Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kos-
tenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht vor, kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Ge-
richtskosten auferlegen. Da das AVIG keine Kostenpflicht vorsieht und sich die Parteien weder 
mutwillig noch leichtsinnig verhalten haben, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
8.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dem Beschwerdeführer als obsiegende Partei ist demnach eine Par-
teientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 12. April 2021 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 3 Stunden und 15 Minuten (Rechtsvertreterin) sowie von 8 Stunden (Vo-
lontärin) geltend gemacht, was in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfra-
gen angemessen ist. Der Aufwand der Rechtsvertreterin wird mit dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- vergütet (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für An-
wältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Für den Aufwand der Volontärin werden an-
tragsgemäss Fr. 120.-- pro Stunde veranschlagt. Nicht zu beanstanden sind die ausgewiesenen 
Auslagen im Betrag von Fr. 39.80. Der Rechtsvertreterin ist demnach ein Honorar von 
Fr. 1'951.85 ([3,25 Stunden à Fr. 250.-- + 8 Stunden à Fr. 120.--] + Auslagen von Fr. 39.80 inkl. 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 30. November 2020 aufgehoben. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 1'951.85 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

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