# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e95bc57a-3d62-51be-8c67-236c0c886658
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 01.09.2016 ZK1 2016 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-125_2016-09-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 1. September 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 125 8. September 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Pritzi und Schnyder
Aktuar Hitz

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 18. August 2016 wurde X._____, geboren am 
_____1988, durch den Arzt Dr. med. A._____, Facharzt für Allgemeine Medizin 
FMH, gestützt auf Art. 429 ZGB in der Klinik B._____, Psychiatrische Dienste 
Graubünden, O.1_____, fürsorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einwei-
sung führte der einweisende Arzt ein manisches Zustandsbild bei manisch-
depressiver Krankheit an. Es bestehe aktuell ein akutes psychotisches/mani-
formes Zustandsbild mit Verlust der Impulskontrolle, verbunden mit Feindseligkeit 
und Vorwarnzeichen wie Drohungen. Zudem bestünden Verfolgungsängste. 

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob X._____ am 20. August 
2016, Poststempel 22. August 2016, Rekurs (recte: Beschwerde) beim Kantons-
gericht von Graubünden.

C. Mit Schreiben vom 23. August 2016 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Klinik B._____ um Übermittlung 
eines kurzen Berichts zum Gesundheitszustand von X._____, zur Art der Behand-
lung und insbesondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine fürsorgerische 
Unterbringung noch gegeben seien. Gleichzeitig ersuchte der Vorsitzende um Ein-
reichung der wesentlichen Klinikakten von X._____, namentlich Eintrittsbericht, 
Behandlungsplan und Krankengeschichte. Er setzte hierzu Frist bis zum 25. Au-
gust 2016.

D. Am 25. August 2016 stellten die Psychiatrischen Dienste Graubünden die 
geforderten Unterlagen zu. In ihrem Kurzbericht führten die Psychiatrischen Diens-
te Graubünden aus, dass X._____ mit manisch-psychotischem Zustand durch Dr. 
med. A._____ per fürsorgerische Unterbringung zugewiesen worden sei. Im Vor-
dergrund seien starke Angetriebenheit mit verbaler Aggression, Impulskontrollver-
lust und Verfolgungswahn mit massiven Ängsten gestanden. Dies habe bereits zur 
dritten Hospitalisation in diesem Jahr bei bekannter bipolarer Störung und Ko-
kainabhängigkeit geführt. Unter der kontinuierlichen antipsychotischen Medikation 
und Reizabschirmung bessere sich der Zustand allmählich. X._____ werde weiter 
auf der geschlossenen Station behandelt, weniger einschneidende Massnahmen 
hätten den erneuten Rückfall mit Impulskontrollverlust und potentieller Eigen- und 
Fremdgefährdung zur Folge. 

E. Mit prozessleitender Verfügung vom 26. August 2016 betraute der Vorsit-
zende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden Dr. med. C._____, 

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O.1_____, mit der Begutachtung von X._____ und setzte ihm zur Einreichung ei-
nes Gutachtens eine Frist bis zum 30. August 2016. Im Gutachten sei darzulegen, 
ob und inwiefern ein Bedarf an der Behandlung einer festgestellten psychischen 
Erkrankung bzw. an der Betreuung der betroffenen Person bestehe und mit wel-
cher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person 
bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festge-
stellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbliebe. Ebenso sei darzulegen, ob eine 
stationäre Behandlung bzw. Betreuung unerlässlich ist oder allfällige ambulante 
Alternativen bestehen würden. Auch sei über die glaubwürdige Krankheits- und 
Behandlungseinsicht Auskunft zu erteilen. 

F. Mit Kurzgutachten vom 28. August 2016 beantwortete der beauftragte Gut-
achter die ihm gestellten Fragen. Gestützt auf ein Gespräch mit X._____ sowie in 
Kenntnis der Vorakten hielt Dr. med. C._____ fest, dass X._____ an einer bipola-
ren affektiven Störung mit gegenwärtig manischer Episode leide, was im Sinne 
des Gesetzes einer Geisteskrankheit entspreche. Aus psychiatrischer Sicht beste-
he ein dringender Handlungsbedarf, da sonst eine Selbstgefährdung bestehe. 
Durch seine Verfolgungsideen sei nicht ausgeschlossen, dass auch Dritte gefähr-
det werden könnten. Da er die Medikamente mangels Krankheitseinsicht nicht 
mehr einnehme, sei derzeit nur eine stationäre Behandlung möglich und erfolgs-
versprechend für eine Besserung. Neben der bipolaren Störung liege bei X._____ 
eine Kokainabhängigkeit vor. Aufgrund der psychiatrischen Diagnose der bipola-
ren Störung könne nur eine stationäre Behandlung die notwendige Sicherheit der 
Durchführung einer Behandlung bei mangelnder Krankheits- und Behandlungsein-
sicht gewähren. 

G. Mit Schreiben vom 29. August 2016 teilten die Psychiatrischen Dienste 
Graubünden dem Kantonsgericht mit, dass X._____ am 27. August 2016 am 
späteren Nachmittag von der offenen Station der Klinik abgängig gewesen sei und 
einen Rückfall mit Kokain (28. August 2016: positive Urinprobe) erlitten habe. Er 
sei somit weiter nicht absprachefähig und stark rückfallgefährdet. Weiter seien 
ihnen mittlerweile auch Informationen vom ehemaligen Lehrbetrieb in O.2_____ 
vorliegend, die konkrete Morddrohungen gegen die Besitzerfamilie beinhaltet hät-
ten und auf den Zeitraum unmittelbar vor der Klinikeinweisung datieren würden. 
Diese Familie habe mittlerweile auch Anzeige bei der Polizei erstattet. Vom ambu-
lanten Psychiater hätte die Klinik B._____ während des letzten Aufenthaltes in 
Erfahrung bringen können, dass er X._____ seit ca. zwei Jahren kenne und insge-
samt keine gute Compliance vorhanden sei, da es wiederholt zu Drogenrückfällen 

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komme. Aktuell sei dies die sechste Hospitalisation mit Eintritt per fürsorgerische 
Unterbringung am 18. August 2016. 

H. Am 1. September 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher X._____ per-
sönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird auf das separat ange-
fertigte Protokoll verwiesen. 

I. Am 1. September 2016 wurde X._____ und der psychiatrischen Klinik 
B._____ das vorzeitige Entscheiddispositiv zugestellt.

J. Auf die Aussagen von X._____ anlässlich der richterlichen Befragung sowie 
auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten wird, soweit er-
forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 426 ff. ZGB zugrunde liegt. Da das Kantonsgericht in sol-
chen Angelegenheiten die einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist (vgl. Art. 439 
Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgeset-
zes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sei-
ne Beschwerde an das hierfür zuständige Gericht eingereicht. 

b) Gegen die am 18. August 2016 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich 
angeordnete fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahe-
stehende Person innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Be-
schwerde erheben (vgl. Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist gemäss 
Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das Verfahren vor der ge-
richtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinn-
gemäss anwendbar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde die Beschwerde-
frist mit der ohne Begründung eingereichten Eingabe vom 20. August 2016, Post-
stempel vom 22. August 2016, gewahrt (vgl. act. 01). Als von der fürsorgerischen 
Unterbringung direkt Betroffener ist der Beschwerdeführer zur Beschwerdeerhe-
bung ohne weiteres legitimiert. Da keine Begründungspflicht besteht, ist auf die 
frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten. 

2. a) Art. 439 Abs. 3 ZGB sieht für die gerichtliche Überprüfung einer ärztlich an-
geordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe Anwendung der Be-

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stimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz vor (vgl. 
Art. 450a ff. ZGB). Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, der an 
sich das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines durch die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsentscheids behandelt (vgl. 
dazu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Vom Verweis nicht erfasst wird 
dagegen Art. 450 ZGB, weil die Vorinstanzen, die Legitimation und die Form der 
Beschwerde in Art. 439 ZGB selbständig und abschliessend geregelt wird (vgl. 
dazu Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N. 38 zu Art. 439 ZGB [zit. Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz]). Zu beachten sind sodann die allgemeinen 
Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (vgl. Art. 443 ff. ZGB), die 
auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, so-
weit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält 
(vgl. Daniel Steck, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 13 
zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneinge-
schränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festge-
schriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbe-
reich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren 
vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch 
teilweise in abgeschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozes-
ses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Chri-
stoph Auer/Michèle Marti, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., 
N. 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner der eben-
falls für alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmungen der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbar erklärt, soweit die 
Kantone nichts anderes bestimmen. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton 
Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB 
ebenfalls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf 
die entsprechende kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 
EGzZGB wird des Weiteren klargestellt, dass die Bestimmungen der ZPO über 
den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen und Beweismittel keine Anwen-
dung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen Beurteilung von fürsorgerischen 
Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen sind und das Gericht seinem 
Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, wie er sich im Zeitpunkt der 
Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch aus dem Grundsatz der Pro-
zessökonomie (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie 

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auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht so-
wohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei über-
prüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vor-
instanz jeweils keine Behörde, sondern entweder ein Arzt oder eine Einrichtung 
ist, hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vor-
instanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin refor-
matorisch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der 
Massnahme, wobei das Gericht die Massnahme aber auch abändern kann, indem 
es die betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung einweist. Allen-
falls kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zusätzlicher Mass-
nahmen als notwendig erweisen. Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann 
in einem solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, bis die zustän-
dige Behörde die für ein Leben ausserhalb der Einrichtung notwendigen Anord-
nungen getroffen hat (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Basler Kom-
mentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB, welcher aufgrund von Art. 439 Abs. 3 ZGB 
sinngemäss anwendbar ist, muss bei psychischen Störungen für den Entscheid 
über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein Gut-
achten eingeholt werden. Dieses muss von einem unabhängigen, im laufenden 
Verfahren noch nicht involvierten Sachverständigen erstellt werden und in dem 
Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden 
Fragen äussern muss (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Basler Kom-
mentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 48 ff. zu Art. 439 ZGB und Thomas 
Geiser, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 19 zu Art. 450e 
ZGB sowie BGE 137 III 289 und Urteil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 
7. Februar 2013 E. 5, jeweils noch zum bisherigen Recht und nunmehr zum neuen 
Recht Urteil des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem 
Kurzgutachten vom 28. August 2016 von Dr. med. C._____, Facharzt Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH (vgl. act. 07), welcher den Beschwerdeführer am 26. 
August 2016 in der Klinik B._____ persönlich untersuchte, wurde dieser Vorschrift 
Genüge getan. 

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N. 848 

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f.). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 1. September 
2016 vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden wurde diese 
Vorgabe umgesetzt. 

3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, 
dass der Arzt selber die Untersuchung vornehmen muss und diese nicht durch 
Hilfspersonen vornehmen lassen darf. Er darf seinen Unterbringungsentscheid 
nicht nur auf Angaben Dritter stützen. Ebenfalls hat die Untersuchung dem Ein-
weisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen (vgl. Thomas Geiser/Mario Et-
zensberger, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 20 ff. zu 
Art. 429/430 ZGB). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine klinische 
Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der betroffenen Per-
son eine Meinung bilden (vgl. Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], Erwachsenenschutz, FamKommentar, Bern 2013, N. 4 zu Art. 430 ZGB). 
Der Arzt Dr. med. A._____, FMH für Allgemeine Medizin, ist gemäss Art. 51 Abs. 1 
lit. a Ziff. 1 EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 lit. a der Verordnung zum 
Kindes- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) zur Anordnung einer für-
sorgerischen Unterbringung befugt. Was die verfahrensrechtlichen Minimalanga-
ben angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der angefochtene Unterbrin-
gungsentscheid des anordnenden Arztes, Dr. med. A._____, diesen grundsätzlich 
zu genügen vermag. So geht aus dem Entscheid selber hervor, dass der Be-
schwerdeführer vom vorerwähnten Arzt persönlich untersucht und angehört wor-
den ist. Alsdann enthält der entsprechende Entscheid die gemäss Art. 430 Abs. 2 
ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben wie Ort und Datum der Untersuchung, 
den Namen des Arztes, den Befund, die Gründe und den Zweck der Unterbrin-
gung sowie die Rechtsmittelbelehrung. Allerdings fehlt die unterschriftliche 
Bestätigung des Beschwerdeführers, ein Exemplar der Verfügung erhalten zu ha-
ben. Dieser Umstand ist letztlich unbeachtlich, da der Beschwerdeführer offen-
sichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtliche Verfahren zur Über-
prüfung seiner Unterbringung in der Klinik B._____ umgehend einzuleiten. Beden-
ken erweckt hingegen der Umstand, dass im Unterbringungsentscheid die  Dauer 
der Unterbringung nicht angegeben wurde. Insbesondere stellt sich damit die Fra-

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ge, ob diese Angabe zu den Minimalangaben des Unterbringungsentscheids 
gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB gehört und ob das Fehlen einer solchen zur Ungül-
tigkeit der Unterbringung führen könnte. Diese Frage kann vorliegend jedoch offen 
gelassen werden, da die Beschwerde ohnehin gutzuheissen ist, wie die nachfol-
genden Erwägungen aufzeigen. 

4. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (vgl. Abs. 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(vgl. Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, 
in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 6 vor Art. 426-439 
ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffenen Person 
und nicht der Umgebung (vgl. dazu: Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 
28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraussetzung für eine 
Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend genannten (vgl. Chri-
stof Bernhart, a.a.O., N. 262; Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Basler 
Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 12 zu Art. 426 ZGB; Olivier Guil-
lod, a.a.O., N. 34 zu Art. 426 ZGB) Schwächezustände: psychische Störung, geis-
tige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich 
aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung bezie-
hungsweise Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige 
Behandlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung 
beziehungsweise Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Ge-
setzlich verlangt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts 5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1; 5A_346/2013 vom 17. Mai 
2013 E. 1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind 
nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zu-
sammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vor-
liegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur geset-
zeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Mass-
nahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung 
für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzens-

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berger, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N. 7 zu Art. 426 
ZGB).

a/aa) Dr. med. C._____ stützte sich in seinem Kurzgutachten vom 28. August 
2016 (vgl. act. 07) nebst einer persönlichen Konsultation vom 26. August 2016 
zulässigerweise auch auf die telefonischen Auskünfte des Stationsarztes Dr. med. 
D._____ vom 26. August 2016, auf den Eintrittsstatus der Klinik B._____ vom 18. 
August 2016 und auf den Bericht der Klinik B._____ ans Kantonsgericht von 
Graubünden vom 25. August 2016. Der Gutachter gelangte zum Schluss, dass bei 
X._____ eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig manische Episode, ICD-10 
F31.1, und eine Kokainabhängigkeit, ICD-10 F14.2, vorlägen. In manischen Pha-
sen bestehe typischerweise auch keine Krankheitseinsicht, weshalb die Behand-
lung meist nur gegen den Willen der Exploranden erfolgen könne. Da er die Medi-
kamente mangels Krankheitseinsicht ambulant nicht mehr einnehme, sei derzeit 
nur eine stationäre Behandlung möglich und erfolgsversprechend für eine Besse-
rung. Nur mit einer längerfristigen zuverlässigen Medikamenteneinnahme könne 
eine Stabilisierung des Zustandsbildes erwartet werden. 

a/bb) Ähnliches lässt sich im Übrigen dem Bericht der ärztlichen Leitung der Kli-
nik B._____ vom 25. August 2016 entnehmen (vgl. act. 04). Aus diesem ergibt 
sich, dass X._____ mit manisch-psychotischem Zustand durch Dr. med. A._____ 
per fürsorgerische Unterbringung zugewiesen worden sei. Im Vordergrund seien 
starke Angetriebenheit mit verbaler Aggression, Impulskontrollverlust und Verfol-
gungswahn mit massiven Ängsten gestanden. Dies habe bereits zur dritten Hospi-
talisation in diesem Jahr bei bekannter bipolarer Störung und Kokainabhängigkeit 
geführt. Unter der kontinuierlichen antipsychotischen Medikation und Reizab-
schirmung bessere sich der Zustand allmählich. X._____ werde weiter auf der ge-
schlossenen Station behandelt, weniger einschneidende Massnahmen hätten den 
erneuten Rückfall mit Impulskontrollverlust und potentieller Eigen- und Fremdge-
fährdung zur Folge.

a/cc) In der Hauptverhandlung vom 1. September 2016 anerkannte der Be-
schwerdeführer die Diagnose der bipolaren affektiven Störung gemäss dem Kurz-
gutachten von Dr. med. C._____ (vgl. Protokoll vom 1. September 2016). Es ist 
somit erstellt, dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand in Form einer 
psychischen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

b) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 

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Behandlung bzw. Betreuung. Der Gutachter Dr. med. C._____ hält die bipolare 
affektive Störung als dringend behandlungsbedürftig (vgl. act. 07). Durch seine 
Verfolgungsideen sei nicht ausgeschlossen, dass auch Dritte gefährdet werden 
könnten. Die notwendige Sicherheit und Durchführung der Behandlung könne nur 
eine stationäre Behandlung gewährleisten. Auch im Bericht der Klinik B._____ 
vom 25. August 2016 wird die Notwendigkeit der Behandlung auf der geschlosse-
nen Station betont (vgl. act. 04). Angesichts des Berichts der Klinik B._____ und 
des Kurzgutachtens von Dr. med. C._____ erscheint die Behandlungsbedürftigkeit 
von X._____ zwar ausgewiesen, doch stellt sich die Frage, ob die fürsorgerische 
Unterbringung angesichts des schweren Eingriffs in die persönliche Freiheit des 
Beschwerdeführers vorliegend noch als verhältnismässig beurteilt werden kann. 

c/aa) Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur solange verfügt werden darf, als mit einer konkreten Selbst- 
oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das 
Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- bzw. 
Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesund-
heit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn 
die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung un-
terbliebe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verwei-
sen auf die Urteile des Bundesgerichts 5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 
5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3). Die Person hat mithin besonders schutz-
bedürftig zu erscheinen. Generell ist davon auszugehen, dass für eine stationäre 
Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigen- oder Fremdge-
fährdung vorliegen muss. Für eine Unterbringung muss die Gefahr gegenwärtig 
sein, d.h. Schäden müssen drohen, wenn keine Freiheitsentziehung erfolgt. Die 
Gegenwärtigkeit der Gefahr ist dabei gegeben, wenn ein schadenstiftendes Ereig-
nis unmittelbar bevorsteht. Ebenso muss für eine Unterbringung eine erhebliche 
Gefahr ausgewiesen werden (vgl. Christof Bernhart, a.a.O., N. 386 ff.).

c/bb) In Bezug auf die Fremdgefährdung ist festzuhalten, dass dem Schreiben 
der Klinik B._____ vom 29. August 2016 (vgl. act. 08) entnommen werden kann, 
dass der Beschwerdeführer unmittelbar vor seiner Klinikeinweisung angeblich 
Morddrohungen gegen seinen ehemaligen Lehrbetrieb ausgesprochen und die 
Familie deshalb Anzeige bei der Polizei erstattet habe. Der Beschwerdeführer 
führte dazu anlässlich der Hauptverhandlung vom 1. September 2016 aus, dass 
dies nicht stimme. Er selber habe eine Strafanzeige gegen den Lehrmeister ma-
chen wollen, da dieser während der Lehre nicht zu ihm geschaut und ihn in alko-
holisiertem Zustand zusammengeschlagen habe. Aus den Akten geht zu diesem 

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Vorfall nichts weiter hervor. Es ist nicht ersichtlich, ob die Klinik B._____ ihre In-
formationen vom ehemaligen Lehrbetrieb direkt oder von Drittpersonen erhielt. 
Vom Beschwerdeführer selber werden sowohl die ihm vorgeworfenen Morddro-
hungen als auch das Vorliegen einer gegen ihn gerichteten Strafanzeige in Abrede 
gestellt. Sollte letzteres dennoch zutreffen und ihr eine ernstzunehmende Drohung 
zugrunde liegen, darf davon ausgegangen werden, dass die Strafbehörden die 
erforderlichen Massnahmen ergriffen hätte. Unter diesen Umständen lässt sich 
aus dem nicht näher substantiierten Hinweis der Klinik ebenso wenig eine konkre-
te Fremdgefährdung herleiten wie aus den Ausführungen des Gutachters, es kön-
ne nicht ausgeschlossen werden, dass durch Verfolgungsideen, die der Be-
schwerdeführer anlässlich der Hauptverhandlung verneinte (vgl. Protokoll vom 1. 
September 2016), Dritte gefährdet werden könnten. Anlässlich der richterlichen 
Befragung vom 1. September 2016 waren seitens des Beschwerdeführers weder 
Aggressionen noch Gereiztheit zu spüren. Ebenso wenig war ein Verfolgungs-
wahn erkennbar. Vielmehr vermittelte der Beschwerdeführer trotz seiner sichtba-
ren Nervosität einen ruhigen und gefassten Eindruck. Das Kantonsgericht – soweit 
es dies beurteilen kann – konnte keine Fremdgefährdung erkennen. Was die Ei-
gengefährdung anbelangt, fehlen im Bericht vom 25. August 2016 (vgl. act. 04) 
konkrete Anhaltspunkte, worin diese Selbstgefährdung bestehen würde. In seinem 
Kurzgutachten vom 28. August 2016 verweist Dr. med. C._____ auf die Gefahr, 
dass sich der Beschwerdeführer ohne Behandlung massiv in seinen Fähigkeiten 
überschätzen könnte und es vor allem auch möglich sei, dass er Einkäufe tätige 
oder Verträge unterschreibe, die sein weiteres Leben negativ beeinflussen könn-
ten. In diesen Umständen kann jedoch nicht die geforderte konkrete, unmittelbare 
und erhebliche Selbstgefährdung abgeleitet werden, um die fürsorgerische Unter-
bringung zu rechtfertigen. Eine lediglich hypothetische Gefährdung kann unter 
dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit nicht genügen. Nichts anders gilt mit 
Bezug auf die Möglichkeit eines weiteren Kokainkonsums, zumal die Gefahr eines 
Drogenrückfalls mit einer weiteren Zurückbehaltung nicht verringert, sondern 
höchstens aufgeschoben würde, solange beim Beschwerdeführer mangels Be-
handlungsbereitschaft keine zielgerichtete Therapie der Kokainabhängigkeit in die 
Wege geleitet werden kann.

d/aa) Dr. med. C._____ hält in seinem Kurzgutachten wie bereits ausgeführt fest 
(vgl. act. 07), dass nur eine stationäre Behandlung die notwendige Sicherheit der 
Durchführung der Behandlung gewährleiste. Eine ambulante Therapie erachtet er 
somit als unzureichend. Dies aufgrund der fehlenden Krankheits- und Behand-
lungseinsicht und weil X._____ die Medikamente ambulant nicht mehr einnehmen 

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würde. Ebenso lässt sich dem Bericht der Klinik B._____ vom 25. August 2016 
(vgl. act. 04) entnehmen, dass eine weniger einschneidende Massnahme als die 
Unterbringung auf der geschlossenen Station derzeit nicht ersichtlich sei. 

d/bb) Auch wenn sich der Beschwerdeführer als behandlungsbedürftig erweist, 
rechtfertigt dies für sich allein noch keine fürsorgerische Unterbringung. Da vorlie-
gend keine hinreichend konkrete, unmittelbare und erhebliche Selbst- oder 
Fremdgefährdung besteht und sich der Beschwerdeführer an der Hauptverhand-
lung in einer relativ guten Verfassung gezeigt hat, kann die medikamentöse Be-
handlung grundsätzlich auch im Rahmen einer ambulanten Therapie weitergeführt 
werden. Anlässlich der richterlichen Befragung liess sich ferner feststellen, dass 
der Beschwerdeführer in abweichender Meinung zum Gutachter bezüglich der 
bipolaren affektiven Störung krankheitseinsichtig ist. Er anerkennt implizit das Vor-
liegen einer Erkrankung (vgl. Protokoll vom 1. September 2016). Überdies teilte er 
dem Gericht mehrmals glaubhaft mit, dass er sich in der Klinik wohl fühle und 
grundsätzlich freiwillig dort bleiben möchte, bis die Medikamente richtig eingestellt 
sind. Das neue Medikament würde ihm nämlich helfen. Er wolle aber mehr Frei-
raum und dass ihn seine Freundin besuchen dürfe. Nach dem Gesagten besteht 
somit zumindest eine gewisse Krankheits- und Behandlungseinsicht. Da der Be-
schwerdeführer sogar eine freiwillige Behandlung in der Klinik B._____ in Erwä-
gung zieht, besteht die Chance, dadurch den Weg zu einer weitergehenden Be-
handlung der Krankheit zu ebnen. Jedenfalls kann die Behandlung, wenn nicht im 
Rahmen einer freiwilligen stationären Aufenthalts, auch im Rahmen einer ambu-
lanten Behandlung erfolgen. Im Ergebnis erweist sich die Anordnung der fürsorge-
rischen Unterbringung somit auch unter diesem Gesichtspunkt als unverhältnis-
mässig. 

e) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für die 
Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung nicht erfüllt sind. Auch wenn ein 
behandlungsbedürftiger Schwächezustand des Beschwerdeführers besteht, ver-
mag dessen derzeitige gesundheitliche Verfassung, welche nach Meinung des 
Gerichts soweit als relativ stabil bezeichnet werden kann und auch keine konkrete 
Selbst- oder Fremdgefährdung, zumindest in rechtsgenügender Hinsicht, ersehen 
lässt, einen derart einschneidenden Freiheitsentzug wie die stationäre Unterbrin-
gung nicht zu rechtfertigen. Damit ist die ärztliche Einweisungsverfügung vom 
18. August 2016 aufzuheben. Die vorliegende Beschwerde gegen die fürsorgeri-
sche Unterbringung ist folglich gutzuheissen. 

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5. Allerdings ist der Beschwerdeführer angesichts der aus medizinischer Sicht 
ausgewiesenen Behandlungsbedürftigkeit und des bestehenden Rückfallrisikos 
(insgesamt sechs Klinikaufenthalte zwischen 2014 und heute, vgl. act. 08) nicht 
unbesehen aus der Klinik zu entlassen. Daher ist von dem anlässlich der An-
hörung vom 1. September 2016 geäusserten Willen des Beschwerdeführers Vor-
merk zu nehmen, bis zur Optimierung der medikamentösen Einstellung freiwillig in 
der offenen Abteilung der Klinik zu verbleiben (vgl. Protokoll vom 1. September 
2016). Des Weiteren haben gemäss Art. 436 ZGB die behandelnden Ärzte bei 
Vorliegen einer Rückfallgefahr mit der betroffenen Person ein Austrittsgespräch zu 
führen, um zu versuchen, mit ihr die Behandlungsgrundsätze für den Fall einer 
erneuten Unterbringung in der Einrichtung zu vereinbaren. Im Rahmen dieses 
Austrittsgespräches wird auch auf die Frage der Nachbetreuung einzugehen sein. 
Gestützt auf Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer been-
deten fürsorgerischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu können 
die Kantone gemäss Abs. 2 der vorerwähnten Bestimmung auch ambulante 
Massnahmen vorsehen. Da die Nachbetreuung im Einzelfall auf die individuelle 
Situation zugeschnitten werden muss, wurde auf die Aufzählung von geeigneten 
Massnahmen verzichtet (vgl. Botschaft der Regierung an den Grossen Rat betref-
fend die Teilrevision des EGzZGB [Umsetzung neues Kindes- und Erwachsenen-
schutzrecht] vom 20. September 2011 Heft Nr. 9/2011-2012, S. 1063). Nach der 
Intention des Gesetzgebers soll die Nachbetreuung in erster Linie in Zusammena-
rbeit mit der betroffenen Person und in gegenseitigem Einvernehmen festgelegt 
werden. Art. 54 Abs. 1 EGzZGB sieht deshalb vor, dass der behandelnde Arzt bei 
Bedarf mit der untergebrachten Person vor der Entlassung eine geeignete Nach-
betreuung vereinbaren kann. Kommt keine solche Vereinbarung zustande, kann 
die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde bei Rückfallgefahr auf Antrag des 
behandelnden Arztes eine geeignete Nachbetreuung für höchstens zwölf Monate 
anordnen (vgl. Art. 54 Abs. 2 EGzZGB). Mit dieser Vorgehensweise soll ein Rück-
fall auch dann möglichst vermieden werden, wenn die Kooperationsbereitschaft, 
beispielsweise mangels Krankheitseinsicht, fehlt (vgl. soeben zitierte Botschaft, 
a.a.O., S. 1063). Als Teil der Nachbetreuung kann die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde auch ambulante Massnahmen anordnen, die geeignet erscheinen, 
eine fürsorgerische Unterbringung zu verhindern oder einen Rückfall zu vermeiden 
(vgl. Art. 55 Abs.1 EGzZGB). Dazu gehört unter anderem die Verpflichtung, re-
gelmässig eine fachliche Beratung oder Begleitung in Anspruch zu nehmen und 
sich an die damit verbundenen Anweisungen zu halten oder sich einer medizinisch 
indizierten Behandlung oder Therapie zu unterziehen (vgl. Art. 55 Abs. 2 lit. a und 
lit. b EGzZGB). Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ hat daher im Rahmen des 

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Austrittsgesprächs gemäss Art. 436 ZGB auf den Abschluss einer Vereinbarung 
über eine geeignete stationäre oder ambulante Nachbetreuung hinzuwirken. Sollte 
der Beschwerdeführer zu einer derartigen Vereinbarung nicht Hand bieten, bleibt 
es den behandelnden Ärzten überlassen, bei der zuständigen Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde nötigenfalls die zur Verringerung der Rückfallgefahr 
erforderliche Nachbetreuung zu beantragen.

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Partei 
auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem sinngemässen Antrag auf sofortige 
Entlassung aus der Klinik B._____ umfassend durchgedrungen. Bei diesem Ver-
fahrensausgang verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 
CHF 2'916.00 (CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'416.00 Gutachterkosten) 
beim Kanton Graubünden. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben. 

2. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird angewiesen, im Rahmen des 
Austrittsgesprächs gemäss Art. 436 ZGB auf den Abschluss einer Verein-
barung über eine geeignete stationäre oder ambulante Nachbetreuung hin-
zuwirken. Des Weiteren wird davon Vormerk genommen, dass der Be-
schwerdeführer damit einverstanden ist, bis zur Optimierung der medika-
mentösen Einstellung freiwillig in der Klinik B._____ (offene Abteilung) zu 
verbleiben. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'916.00 (CHF 
1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'416.00 Gutachterkosten) verbleiben 
beim Kanton Graubünden. 

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: