# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41c95fed-ba62-5b28-9d6f-c1b8dff1d9f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.06.2008 E-3469/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3469-2008_2008-06-03.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3469/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichterin Therese Kojic, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; 
Gerichtsschreiberin Muriel Beck Kadima.

A._______, geboren (...),
Türkei,
Ausschaffungszentrum, 5000 Aarau,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 20. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3469/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 10. Juli 2002 in der Schweiz ein Asyl-
gesuch einreichte, 

dass er  am 11. und 13. Juli  2002 zu seinen Personalien und seinen 
Asylgründen befragt wurde,

dass auf den Inhalt dieser Anhörungen, soweit entscheidwesentlich, in 
den Erwägungen eingangen wird,

dass er am 23. April 2003 eine Schweizer Bürgerin ehelichte,

dass  er  in  der  Folge  auf  Anfrage  des  vormaligen  Bundesamts  für 
Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesamt für Migration [BFM])  vom 8. Mai 
2003 mit Erklärung vom 19. Mai 2003 sein Asylgesuch zurückzog,

dass das Bundesamt daraufhin das Asylverfahren mit Beschluss vom 
3. Juli 2003 abschrieb, 

dass sich der Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben im Januar 
2005 von seiner Ehefrau trennte, worauf das Migrationsamt des Kan-
tons Aargau am 29. August  2006 die  Nichtverlängerung von dessen 
Aufenthaltsbewilligung sowie die Wegweisung des Beschwerdeführers 
aus dem Kanton Aargau verfügte, 

dass  das  BFM  am  13.  August  2007  die  kantonale  Wegweisungs-
verfügung  auf  die  ganze  Schweiz  ausdehnte  und  den  Beschwerde-
führer anwies, bis am 12. Oktober 2007 die Schweiz zu verlassen,

dass er  am 7. März 2008 von einer  Patrouille  des Grenzwachtkorps 
angehalten und am 25. März 2008 aufgrund seines illegalen Aufent-
halts in der Schweiz in Ausschaffungshaft genommen wurde,

dass er anlässlich der polizeilichen Befragung vom 7. März 2008 er-
neut um Asyl ersuchte,

dass  das  BFM  mit  Zwischenverfügung  vom  14.  Mai  2008  das  ur-
sprüngliche Asylverfahren des Beschwerdeführers wieder aufnahm, 

dass der Beschwerdeführer am 15. Mai 2008 vom BFM direkt angehört 
wurde,

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dass der Beschwerdeführer anlässlich dieser Anhörung vorbrachte, er 
habe die Türkei im Juli 2002 verlassen, weil er gesucht werde, 

dass er während eines Militärdiensturlaubes – er sei seit Februar 2000 
im Dienst gewesen – wegen der Teilnahme an Newroz-Feierlichkeiten 
(kurdisches Neujahr) am 21. März 2001 gemeinsam mit weiteren Per-
sonen festgenommen und zwei Tage lang festgehalten worden sei, 

dass er in der Folge von seinen militärischen Vorgesetzten schikaniert 
und unterdrückt sowie wegen Ungehorsams mehrmals (einmal für fünf 
und einmal für zehn Tage) in Haft genommen worden sei,  

dass er nach Beendigung seines Militärdienstes von Zivilpolizisten zur 
Zusammenarbeit  (Auskundschaften  der  HADEP-Lokale  und  Nennen 
von Namen von deren Aktivisten) aufgefordert und nach Verweigerung 
seiner Zusammenarbeit bedroht, festgenommen und bis zum nächsten 
Morgen festgehalten worden sei, 

dass er Anfang 2002 erfahren habe, dass er gesucht werde, worauf er 
sich auf Anraten seines Vaters versteckt gehalten habe und schliess-
lich ausgereist sei,

dass  dem  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  Gelegenheit 
gegeben wurde, sich zu Widersprüchen zwischen seinen Aussagen in 
den Befragungen im Jahr 2002,  einer Befragung der kantonalen Be-
hörden  vom 9. März  2008  und  der  Anhörung vom 15. Mai  2008  zu 
äussern,

dass für den weiteren Inhalt der Befragungen auf die Vorakten verwie-
sen wird (Akte A1, A9 und A34),

dass das BFM mit Verfügung vom 20. Mai 2008 – eröffnet am 22. Mai 
2008 –  in  Anwendung  von  Art. 35a  Abs.  2  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Mai 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei unter anderem sinngemäss beantragte, die 
angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben  und  das  BFM  anzuweisen, 
auf sein Asylgesuch einzutreten,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Mai 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. die 
weiterhin  gültigen Entscheidungen und  Mitteilungen  der  vormals  zu-
ständigen Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 
34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 35a AsylG das Asylverfahren wieder aufgenommen 
wird, wenn eine Person, deren Asylgesuch abgeschrieben wurde, er-
neut ein Asylgesuch stellt (Abs. 1), und auf dieses Gesuch nicht einge-
treten  wird,  sofern  keine  Hinweise  bestehen,  die  geeignet  sind,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind (Abs. 2),

dass bei der Prüfung von Hinweisen auf für die Flüchtlingseigenschaft 
relevante Ereignisse, die gemäss Art. 35a Abs. 2 AsylG zum Eintreten 
auf  das  Gesuch  führen,  eine  summarische  materielle  Prüfung  der 
Glaubhaftigkeit der Vorbringen der asylsuchenden Person statthaft ist, 
wobei in Anlehnung an Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG die Anforderungen 
an das Beweismass tief anzusetzen sind (vgl. Botschaft des Bundes-
rats  zur  Änderung  des  Asylgesetzes  vom  4.  September  2002  [BBl 
2002 6845], S. 6883 und 6886; EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3. S. 16 f.),

dass sich dabei die Relevanz der geltend gemachten Verfolgung nicht 
an einem weiten Verfolgungsbegriff  bestimmt, sondern an jenem von 
Art. 3 AsylG, weshalb auf ein Asylgesuch mithin nicht eingetreten wird, 
wenn eines der Elemente des Flüchtlingsbegriffs gemäss Art. 3 AsylG 
offensichtlich nicht erfüllt ist (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.5. S. 18),

dass das Bundesamt vorliegend zu Recht zum Schluss gekommen ist, 
es lägen keine Hinweise vor, die geeignet wären, die Flüchtlingseigen-
schaft  zu  begründen  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden 
Schutzes relevant wären,

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dass nämlich im Rahmen einer summarischen Prüfung die Vorbringen 
des Beschwerdeführers als offensichtlich haltlos zu bezeichnen sind, 

dass insbesondere auffällt, dass der Beschwerdeführer – wie von der 
Vorinstanz festgestellt  – erst am Tag seiner Festnahme vom 7. März 
2008 ein weiteres Asylgesuch einreichte, obschon er bereits seit dem 
13. August 2007 wusste, dass er bis am 12. Oktober 2007 die Schweiz 
zu verlassen hatte, 

dass sich das BFM im Übrigen ausführlich und umfassend mit den Vor-
bringen  des  Beschwerdeführers  auseinandergesetzt  hat,  welcher  in 
der Beschwerde den Feststellungen und Schlussfolgerungen der Vor-
instanz nichts Stichhaltiges und insbesondere auch nichts Neues oder 
Klärendes  entgegenzuhalten  vermag,  weshalb  es  sich  vorliegend 
rechtfertigt, vorab auf die korrekten Erwägungen der Vorinstanz zu ver-
weisen, ohne sie in ihren Einzelheiten zu wiederholen,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Anhörung  im  Jahr  2002 
verschiedene Geschehnisse zwar detailreich zu schildern wusste, 

dass er sich jedoch hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse, die ihn 
zur Flucht veranlasst haben sollen, widersprüchlich äusserte,

dass er an den drei Befragungen namentlich unterschiedliche Gründe 
für seine angebliche Haft während des Militärdienstes angab,

dass er  bezüglich der  Aktivitäten für  die  HADEP und der  Personen, 
welche an der Neujahrsfeier vom 21. März 2001 gemeinsam mit ihm 
festgenommen worden sein sollen, unterschiedliche Aussagen machte,

dass er  bei  der  Erstbefragung und der  kantonalen Anhörung angab, 
anlässlich seiner Rückkehr in den Militärdienst im März 2001 drei Tage 
inhaftiert worden zu sein, weil er während seines Urlaubs an einem – 
verbotenen – Newroz-Fest teilgenommen habe (vgl. A1, S. 4; A9, S. 7), 
wohingegen er an der BFM-Anhörung diese Festnahme beziehungs-
weise  diesen  Grund  für  eine  Festnahme  im  Militärdienst  nicht  er-
wähnte (vgl. A34, S. 3 f. und 7),

dass er im Weiteren bei der Erstbefragung schilderte, während des Mi-
litärdienstes zehn (weitere)  Tage in Haft  gewesen zu sein,  während-
dessen er anlässlich der zweiten Befragung sagte, es seien total  18 
Tage gewesen, zuerst drei Tage wegen der Teilnahme an der Newroz-

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Feier, dann fünf Tage, weil er sich der Anordnung fünf Tage Wache zu 
halten widersetzt habe, und schliesslich zehn Tage, nachdem er einen 
unbekannten Schläger, der ihn während der Nacht misshandelt habe, 
beim Vorgesetzten angezeigt habe (vgl. A9, S. 7 f. und 10),

dass er bei der Anhörung vom 15. Mai 2008 im Gegensatz dazu vor-
brachte,  er  sei  einmal  für  fünf  Tage ins  Militärgefängnis  gekommen, 
weil er eine Offiziersfrau nicht gegrüsst habe, und ein weiteres Mal für 
zehn Tage, weil er sich geweigert habe, das Gras zu schneiden (A34, 
S. 4),

dass  er  ferner  vor  den  kantonalen  Behörden  angab,  im Vorfeld  des 
Newroz vom 21. März 2002 für die HADEP Plakate aufgehängt zu ha-
ben (vgl. A9, S. 10 und 14), dies dagegen an der Direktbefragung vom 
15. Mai 2008 auf Vorhalt hin bestritt (vgl. A34, S. 7),

dass er im Übrigen gegensätzlich vorbrachte, anlässlich der Neujahrs-
feier vom März 2001 gemeinsam mit drei bis vier Freunden (vgl. A1, S. 
4),  beziehungsweise mit  zwei Cousins und zwei  namentlich genann-
ten, nicht verwandten Bekannten, sowie mit weiteren Personen festge-
nommen worden zu sein (vgl. A9, S. 11), die er zudem unterschiedlich 
benannte (vgl. A9, S. 11; A34, S. 4),

dass  für  weitere  Ungereimtheiten  auf  die  Verfügung  des  BFM  vom 
20. Mai 2008 zu verweisen ist, 

dass zusammenfassend die in den Vorbringen des Beschwerdeführers 
zahlreichen, erheblichen Widersprüche den Eindruck eines übertriebe-
nen  konstruierten  Sachverhalts  erwecken,  so  dass  sie  als  offen-
sichtlich haltlos zu erachten sind, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 35a Abs. 2 AsylG zu 
Recht  auf  das  Asylgesuch  des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass es dem Beschwerdeführer deshalb zumutbar ist, in die Türkei – 
wo er überdies über ein familiäres und soziales Netz verfügt (vgl. A1, 

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S. 2; A9, S. 5 ; A34, S. 2 f.) – zurück zu kehren und sich dort wieder 
eine Existenz aufzubauen,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG), sofern er nicht bereits in deren Besitz ist,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein) 
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung (mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______, in Kopie)
- (kantonale Behörde)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Therese Kojic Muriel Beck Kadima

Versand: 

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