# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3717bed6-4ed0-5d93-abdf-212214fd9329
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.04.2024 SB230159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230159_2024-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230159-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, lic. iur. C. Maira und die 

Oberrichterin lic. iur. S. Fuchs sowie die Gerichtsschreiberin 

MLaw N. Hunziker

Urteil vom 8. April 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und I. Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X._____

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, 
vertreten durch Staatsanwalt MLaw L. Baici, 

Anklägerin und II. Berufungsklägerin

betreffend Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 
vom 18. Januar 2023 (DG220168)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 16. September 2022 

(Urk. D1/18) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 der Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 

und 2 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB sowie

 der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 21 Tage durch 

Untersuchungshaft erstanden sind.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt.

4. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für die Dauer 

von 5 Jahren aus dem Gebiet der Schweiz verwiesen.

Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssys-

tem (SIS) angeordnet.

5. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbeteiligten 

verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) den Betrag in der Höhe von CHF 73'010.– 

zuzüglich 5 % Zins ab 5. Mai 2021 als Schadenersatz zu bezahlen.

6. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbeteiligten 

verpflichtet, der Privatklägerin 2 (C._____) den Betrag in der Höhe von CHF 5'600.– 

als Schadenersatz zu bezahlen.

7. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbeteiligten 

verpflichtet, der Privatklägerin 3 (D._____) den Betrag in der Höhe von CHF 17'400.– 

zuzüglich 5 % Zins ab 30. April 2021 als Schadenersatz zu bezahlen.

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8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 beschlag-

nahmte Barschaft in der Höhe von CHF 1'000.– wird zur teilweisen Deckung der 

Verfahrenskosten verwendet.

9. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 

beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich lagernden Gegenstände werden 

eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils zur 

Vernichtung überlassen:

 Geldcouvert (Asservat-Nr. A014'997'092),
 Geldcouvert (Asservat-Nr. A014'997'138),
 Zeitung (Asservat-Nr. A014'997'161),
 Geldcouvert (Asservat-Nr. A014'997'229).

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 beschlag-

nahmten und bei der Kantonspolizei Zürich lagernden iPhones (Asservat-Nrn. 

A014'997'194 und A014'997'365) sowie die zwei Formulare PCR-Test (Asservat-Nr. 

A014'997'321) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 

auf erstes Verlangen herausgegeben und andernfalls nach Ablauf einer Frist von 

30 Tagen der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung bzw. zur Vernichtung 

überlassen.

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 beschlag-

nahmte und bei der Kantonspolizei Zürich lagernde Postkundenkarte, lautend auf 

E._____ (Asservat-Nr. A014'997'774), wird E._____ nach Eintritt der Rechtskraft die-

ses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und andernfalls nach Ablauf einer 

Frist von 30 Tagen der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 beschlag-

nahmte und bei der Kantonspolizei Zürich lagernde Aufenthaltsbewilligung B, lautend 

auf F._____ (Asservat-Nr. A014'997'343), wird F._____ nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und andernfalls nach Ablauf ei-

ner Frist von 30 Tagen dem Migrationsamt des Kantons Zürich zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen.

13. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

CHF 6'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

CHF 8'000.00   Gebühr für das Vorverfahren

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CHF 2'400.00   Rückwirkende Teilnehmeridentifikation

CHF 1'760.00   Kosten Auswertung Mobiltelefone

CHF 21'074.50   amtliche Verteidigung (inkl. Barauslagen und Mwst)

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

14. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, mit Ausnahme der 

Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

15. [Mitteilungen]

16. [Rechtsmittel]"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 3 ff.)

a) Der amtlichen Verteidigung:

(Urk. 57 S. 2 f. und Urk. 67 S. 1 f.)

1 Es seien die Dispositiv-Ziffern

1 (Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug der 

mehrfachen Geldwäscherei),

2 (Bemessung der Strafe),

3 (Vollzug der Strafe),

4. (Landesverweis und Ausschreibung im SIS),

5,6,7 (Zivilforderungen Dossiers 1-3),

8 (Verwendung beschlagnahmte Barschaft),

13 (Ansetzung der Verfahrenskosten),

14 (Kostenauferlegung),

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des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 18. Januar 2023 aufzuheben.

2 Zu Dispositiv-Ziffer 1: Dementsprechend sei der Beschuldigte vom Vorwurf 

der Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 

Abs. 1 und Abs. 2 StGB (Dossiers 1-3) freizusprechen.

3 Zu Dispositiv-Ziffer 1: Dementsprechend sei der Beschuldigte vom Vorwurf 

der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Dossiers 

1-3) freizusprechen.

4 Zu Dispositiv-Ziffer 1 (Eventualbegehren): Eventualiter sei in Gutheissung 

seiner Berufung jedenfalls vom Vorwurf der Gehilfenschaft zum gewerbs-

mässigen Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB freizusprechen; er 

sei in Korrektur des erstinstanzlichen Urteils wegen mehrfacher Geldwäsche-

rei schuldig zu sprechen und entsprechend milder zu bestrafen; von einer 

Landesverweisung und einer Ausschreibung im Schengener Informations-

system sei abzusehen.

5 Zu Dispositiv-Ziffern 2, 3 und 4 (Subeventualbegehren): Subeventualiter sei 

im Falle eines vollständigen oder teilweisen Schuldspruchs im Sinne von 

Ziffer 1 des erstinstanzlichen Urteils eine bedingte Freiheitsstrafe von unter 

12 Monaten auszusprechen (unter Anrechnung der 21 Tage Untersuchungs-

haft) und es sei auf die Ausschreibung im Schengener Informationssystem zu 

verzichten.

6 Zu Dispositiv-Ziffern 5, 6 und 7: Auf die Zivilforderungen (Dossiers 1-3) sei 

nicht einzutreten; eventualiter seien die Zivilforderungen auf den Zivilweg zu 

verweisen.

7 Zu Dispositiv-Ziffer 8: Die beschlagnahmte Barschaft in Höhe von 

CHF 1'000.00 sei dem Beschuldigten zur freien Verwendung herauszugeben.

8 Zu Dispositiv-Ziffer 13: Die Dolmetscherkosten gemäss Entschädigungsbe-

legt (Schreiben der Verteidigung an die Vorinstanz vom 2. Dezember 2022) 

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seien als Teil der Verfahrenskosten aufzunehmen und auf die Staatskasse zu 

nehmen.

9 Zu Dispositiv-Ziffer 14: Die Verfahrenskosten gemäss Ziffer 14 des 

vorinstanzlichen Urteils seien auf die Staatskasse zu nehmen.

10 In Bezug auf Dispositiv-Ziffern 9, 10, 11 und 12 sei im Sinne des erstinstanz-

lichen Urteils zu entscheiden.

11 Es sei der beschuldigten Person, Herrn A._____, im Falle des Freispruchs für 

die zu Unrecht erstandene Haft eine angemessene Genugtuung von mind. 

CHF 200.00 pro Tag (zuzgl. Verzugszins von 5% ab mittlerem Verfall) zu ent-

richten.

12 Eventualiter sei – für den Fall der Verurteilung zu einer höheren als 14-mona-

tigen Freiheitsstrafe – der teilbedingte Vollzug zu gewähren, wobei der 

unbedingt zu vollziehende Teil auf 6 Monate beschränkt werden soll, unter 

Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.

13 Es seien die Gebühren für die amtliche Verteidigung gemäss heute einge-

reichter Kostennote, zuzüglich der heute aufgewendeten Zeit, zu gewähren.

14 Die Anträge der Staatsanwaltschaft Ziffern 1-7 gemäss der Berufungs-

erklärung vom 8. März 2023 seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

15 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Staats-

kasse.

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 55 S. 2 und Urk. 66 S. 2.)

1. Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs wegen mehrfacher Geld-

wäscherei (Dispositiv Ziff. 1).

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2. Zusätzliche Schuldigsprechung von A._____ wegen gewerbsmässigen Be-

trugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB anstelle der Gehilfenschaft 

zum gewerbsmässigen Betrug (Dispositiv Ziff. 1).

3. Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 9 Monaten, wovon 

21 Tage durch Haft erstanden sind (Dispositiv Ziff. 2).

4. Vollzug der Freiheitsstrafe (Dispositiv Ziff. 3).

5. Anordnung einer Landesverweisung von 8 Jahren und Anordnung der Aus-

schreibung dieser Landesverweisung im Schengener Informationssystem 

(Dispositiv Ziff. 4).

6. Im Übrigen Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Dispositiv Ziff. 5 ff.).

7. Unter Kostenfolgen des zweitinstanzlichen Verfahrens zulasten des Beschul-

digten A._____.

Erwägungen:

I. Verfahrensgang und Prozessuales

1. Für den Verfahrensverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil wird auf die Erwä-

gungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verwiesen (Urk. 54 S. 4 ff.).

2. Gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

18. Januar 2023 meldeten der Beschuldigte und die Staatsanwaltschaft am 

21. bzw. 23. Januar 2023 Berufung an (Urk. 49 und 50). Nach Zustellung des 

begründeten Urteils erfolgten fristgerecht am 10. März 2023 die Berufungserklä-

rung der Staatsanwaltschaft (Urk. 53/1 und 55) sowie am 27. März 2023 diejenige 

des Beschuldigten (Urk. 53/2 und 57 [inklusive Begründung der Anträge]). 

Anschlussberufungen gingen keine ein (Urk. 58 und 59).  

3. Zur Berufungsverhandlung vom 8. April 2024 erschienen der Beschuldigte in 

Begleitung seiner amtlicher Verteidigerin MLaw X._____ sowie Staatsanwalt 

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MLaw Baici. Vorfragen und Beweisanträge waren keine zu behandeln. Das Verfah-

ren ist spruchreif.

4. Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen die Dispositivziffern 1 

(Schuldspruch), 2 (Strafe), 3 (Vollzug), 4 (Landesverweisung und Ausschreibung 

im SIS), 5 - 7 (Zivilforderungen), 8 (Einziehung), 13 und 14 (Kostenfestsetzung und 

- auflage) (Urk. 57, Urk. 67). Die Staatsanwaltschaft appelliert sodann gegen den 

Schuldspruch betreffend Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug (Dispositiv-

ziffer 1, Spiegelstrich 1), die Bemessung und den Vollzug der Strafe (Dispositiv-

ziffern 2 und 3) sowie die Dauer der Landesverweisung (Dispositivziffer 4 Abs. 1) 

(Urk. 55, Urk. 66). Folglich ist das vorinstanzliche Urteil vom 18. Januar 2023 im 

übrigen Umfang (Dispositivziffern 9 - 12) in Rechtskraft erwachsen, was mittels 

Beschluss festzustellen ist. 

5. Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies explizit Erwähnung 

findet. Ferner hat sich das Gericht nicht mit jedem Parteivorbringen einlässlich aus-

einanderzusetzen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte beschränken. 

Die Entscheidbegründung hat dabei die wesentlichen Überlegungen, von denen 

sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt, kurz zu 

nennen (vgl. BGE 146 IV 297 E. 2.2.7, mit weiteren Hinweisen).

II. Sachverhalt

1.1. Die Staatsanwaltschaft brachte für den Zeitraum 27. April 2021 bis 7. Mai 

2021 drei Sachverhaltskomplexe zur Anklage. Sie wirft dem Beschuldigten darin im 

Wesentlichen vor, sich zusammen mit nicht weiter bekannten Mittätern zum Nach-

teil der drei Privatklägerinnen B._____(Dossier 1), C._____ (Dossier 2) und 

D._____ (Dossier 3) des gewerbsmässigen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 in Verbindung 

mit Abs. 2 StGB) schuldig gemacht und mit dem ertrogenen Geld durch Einzahlun-

gen an Bitcoin-Automaten zusätzlich den Tatbestand der Geldwäscherei (Art. 305bis 

Ziff. 1 StGB) erfüllt zu haben. Dabei habe sich einer der weiteren beteiligten Täter 

(genannt "G._____") am Telefon gegenüber den Privatklägerinnen als Mitarbeiter 

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der Kantons- bzw. Stadtpolizei Zürich ausgegeben, die Privatklägerinnen dazu ge-

bracht, Bargeld von ihren Bankkonti abzuheben und in ihrem Milchkasten zu depo-

nieren. Die Aufgabe des Beschuldigten bestand gemäss Anklage jeweils darin, das 

Deliktsgut in den Milchkästen abzuholen, sich an einen oder mehrere Bitcoin-Auto-

maten zu begeben und dort mit einem Teil des ertrogenen Geldes Bitcoins zu kau-

fen, wobei er jeweils einen Teil des Deliktsgutes zur Deckung seiner eigenen Be-

dürfnisse einbehalten haben soll. Dabei sei er jeweils mit weiteren Beteiligten, die 

unter dem Namen "H._____" und "I._____" figuriert hätten, in Kontakt gestanden 

(Urk. 18). 

1.2. Die Vorinstanz erachtete den Anklagevorwurf grundsätzlich als erstellt und 

verurteilte den Beschuldigten in Abweichung zur Anklage wegen Gehilfenschaft 

zum gewerbsmässigem Betrug (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB i.V.m. Art. 25 StGB) 

und wegen mehrfacher Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Urk. 54 

S. 7 ff. und Dispositivziffer 1). 

1.3. Der Beschuldigte ist in Bezug auf den äusseren Sachverhalt grundsätzlich 

geständig. Namentlich anerkannte er, die Geldpakete abgeholt und danach an eine 

andere Person namens "I._____" übergeben und die Einzahlungen an den Bitcoin-

Automaten getätigt zu haben. Jedoch bestreitet er eine vorsätzliche Tatbegehung 

und macht geltend, nicht gewusst zu haben, dass sich Geld in den Zeitungspaketen 

befunden habe. Er sei selber Opfer und habe lediglich als Taxifahrer Kurierfahrten 

ausgeführt (Urk. D1/5/8 F/A 6, 39, 74 und 85 - 89, Urk. D1/5/9 F/A 7, Urk. 40 S. 10 

ff., Prot. I S. 15 f., Urk. 85 S. 5 ff., Prot. II S. 13 f.). Die Verteidigung argumentierte 

diesbezüglich, der Beschuldigte habe keinen Vorsatz gehabt, er habe die Betrugs-

masche "Falscher Polizist" nicht gekannt und damals auch nicht gewusst, dass 

Taxifahrer von Hintermännern wiederholt als "Abholer" benutzt würden. Er sei stets 

mit seinem Taxifahrzeug, welches gut und von weitem sichtbar mit der Mobiltele-

fonnummer beschriftet sei, zu den Privatklägerinnen gefahren, um dort die 

Zeitungspakete abzuholen. Eine Person, die wisse oder in Kauf nehme, dass sie 

ein Delikt begehe, werde wohl darauf bedacht sein, dass sie nicht erkannt werde. 

Er sei bereit gewesen, Zeitungspakete zu transportieren gegen Erhalt des recht-

mässigen Taxihonorars gemäss Taxameter und habe nicht in Kauf genommen, 

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dass er betrügerisch erlangte Vermögenswerte der Privatklägerinnen 1 - 3 trans-

portiere, da er gar nicht gewusst habe, was sich in den Zeitungspaketen befinde. 

Als er gemerkt habe, dass etwas nicht stimme, habe er dem Auftraggeber 

"H._____" gesagt, dass er keine Fahrten mehr machen wolle. Sodann sei eine Dro-

hung in der Türkei gegen seine beiden Schwestern erfolgt. Ab dem 5. Mai 2021 

habe sich der Beschuldigte dann in einer Zwangslage befunden und aus Angst vor 

Repressalien gegen seine jüngeren Schwestern in der Türkei bis zu seiner Fest-

nahme am 7. Mai 2021 noch weitere Anweisungen von "H._____" befolgt (Urk. 57 

Rz. 14 ff., Urk. 67 S. 4 ff., Prot. II S. 8 ff. und 12 f.).

1.4. Dem hielt die Staatsanwaltschaft in der Berufungsverhandlung entgegen, die 

Vorinstanz sei korrekt davon ausgegangen, dass der Anklagesachverhalt erstellt 

sei. Die Vorinstanz habe sich umfassend mit sämtlichen Beweismitteln auseinan-

dergesetzt und dabei insbesondere die sich in jeder Einvernahme ändernden 

Aussagen des Beschuldigten detailliert analysiert sowie aufgrund der ständigen 

Anpassung an die neue Beweislage als offensichtliche Märchengeschichten 

entlarvt. Zu ergänzen sei lediglich, dass der Beschuldigte nicht nur per Nachrichten, 

sondern auch telefonisch Instruktionen der Hintermänner entgegen genommen 

haben müsse, zumal sich die Namen der Privatklägerinnen 1 -3 und das Kuriergut 

nicht aus den Chatverläufen ergäben und der Beschuldigte ansonsten nicht 

gewusst hätte, bei welchem Briefkasten er welches Kuriergut abholen musste. 

Dass der Beschuldigte mit dem Taxifahrzeug zu den Privatklägerinnen gefahren 

sei, könne auch eine Tarnung sein, um nicht aufzufallen oder um eine Vertei-

digungsstrategie zu haben. Schliesslich sei nicht erwiesen, dass die beiden 

Schwestern des Beschuldigten tatsächlich bedroht worden seien. Die diesbe-

züglichen Ermittlungen der türkischen Behörden seien im Nichts verlaufen und mit 

einer Einstellungsverfügung beendet worden (Urk. 66 S. 2 f., Prot. II S. 7 und 10 

ff.).

1.5 Es bleibt nachfolgend zu prüfen, ob dem Beschuldigten ein vorsätzliches oder 

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zumindest eventualvorsätzliches Handeln wie in der Anklageschrift umschrieben 

nachgewiesen werden kann.

2.1. Zu den allgemeinen Grundsätzen der Sachverhaltserstellung und der Beweis-

würdigung wird vorab auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 

(Urk. 54 S. 8 f.).

2.2. Das erstinstanzliche Urteil hat die massgeblichen Beweismittel korrekt ange-

führt und deren Verwertbarkeit zu Recht bejaht (Urk. 54 S. 9 ff.). Sodann hat die 

Vorinstanz, worauf ebenfalls verwiesen wird, die Zeitabläufe und die damit ver-

bundenen Nachrichten des Beschuldigten mit den anderen Tätern bezüglich der 

Geldabholungen vom 27. April 2021, 29. April 2021, 30. April 2021, 3. Mai 2021 

und 4. - 7. Mai 2021 anhand der Auswertung des Mobiltelefons des Beschuldigten 

zutreffend rekonstruiert (Urk. 54 S. 12 ff.). 

2.3. Es ist der Vorinstanz vorbehaltlos beizupflichten, was die Würdigung der 

Aussagen der Privatklägerinnen 1 - 3 betrifft (Urk. 54 S. 19 f. und S. 33). Sie sind 

als glaubhaft und nachvollziehbar zu qualifizieren und stehen mit den objektiven 

Beweismitteln in Einklang. Es finden sich keinerlei Lügensignale oder anderweitige 

Hinweise, die auf falsche, übertriebene oder zu Unrecht belastende Depositionen 

hindeuten würden. Es kann ohne Weiteres auf die Aussagen der Privatklägerinnen 

1 - 3 abgestellt werden. Zum Anklagesachverhalt den Beschuldigten betreffend ist 

hervorzugeben, dass weder die Privatklägerin 1 noch die Privatklägerin 3 Aussa-

gen zur Person oder zum Tatbeitrag des Beschuldigten machen konnten, da sie 

die Abholungen nicht wahrgenommen hatten (Urk. D1/7/2 F/A 39 f. und Urk. D3/5 

F/A 62). Einzig die Privatklägerin 2 äusserte sich zur Abholung. So deponierte sie, 

beobachtete zu haben, wie der Abholer die Zeitung aufgemacht und hineinge-

schaut habe, ob etwas darin sein (Urk. D2/5 F/A 8 und 35 f.). Sodann beschrieb sie 

den Abholer und dessen Auto wie folgt: Der Abholer sei männlich, eher kleiner 

(ca. 160 bis 170 cm), ca. 40 bis 50 Jahre alt, osteuropäischer Typ, eher jugo-

slawischer Einschlag, habe eine ausländische Sprache gesprochen mit normaler 

männlicher Stimme, habe eine helle Hautfarbe, dunklere kurze Haare und keine 

Behaarung im Gesicht. Das Fahrzeug sei dunkel, vermutlich schwarz gewesen, 

eine ältere Limousine mit ZH-Kennzeichen, die erste Ziffer von links sei "7" gewe-

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sen, wie viele Stellen das Kennzeichen gehabt habe, könne sie nicht mehr sagen 

(Urk. D2/4 F/A 74 f.). Dieses Signalement trifft zumindest indiziell auf den Beschul-

digten und sein Fahrzeug (inklusive Kennzeichen) zu (Urk. D1/2/1) und korrespon-

diert mit dem Eingeständnis des Beschuldigten, an besagtem Datum aus dem 

Milchkasten an der Adresse der Privatklägerin 2 ein "Paket" abgeholt zu haben. 

2.4. Zu den Aussagen des Beschuldigten ist festzuhalten, dass die Vorinstanz 

diese ebenfalls mit zutreffendem Fazit wiedergegeben und gewürdigt hat 

(vgl. Urk. 54 S. 20 ff.). Sie hat sich einlässlich mit den Aussagen des Beschuldigten 

auseinandergesetzt und dabei minutiös und sehr schlüssig aufgezeigt, dass sie 

nicht mit den objektiven Beweismitteln und den Aussagen der Privatklägerinnen 1 

- 3 in Einklang zu bringen sind. Vielmehr, so die Vorinstanz richtig, könne den 

Bestreitungen des Beschuldigten kein Glaube geschenkt werden. Seine Aussagen 

seien geprägt von taktischen Weiterentwicklungen, Angleichungen an den Verfah-

rensstand, Minimierung seines Tatbeitrages bzw. Verneinung seiner Kenntnis an 

der Illegalität seines Handelns. Er habe sich fortan in Widersprüche verstrickt und 

diese bis zuletzt nicht aufzulösen vermocht (vgl. Urk. 54 S. 33 f.). Auf die vorin-

stanzlichen Erwägungen kann vorbehaltlos verwiesen werden. Die Aussagen des 

Beschuldigten zeigen sich, dies ergänzend, in der Tat als konstruiert, voller 

Ausflüchte und Inkonsistenzen und lassen auch immer wieder Strukturbrüche 

erkennen. Einerseits finden sich detaillierte Depositionen, wenn es um seine 

Entlastung geht, andererseits aber im Kerngeschehen über weite Strecken diffuse 

und ausweichende, was letztlich ein authentisches Aussageverhalten vermissen 

lässt. Zudem fehlt es der Darstellung des Beschuldigten immer wieder an Nähe zur 

Lebensrealität. Zusammenfassend erscheinen die folgenden Erkenntnisse noch-

mals besonders erwähnenswert:

Der Beschuldigte will glauben lassen, dass er völlig ahnungslos gewesen sei und 

erst am 5. Mai 2021 im Zusammenhang mit den Transporten bezüglich der Privat-

klägerin 1 gemerkt habe, dass etwas nicht stimme (vgl. Urk. D1/5/9 F/A 39, Urk. 40 

S. 18). Er habe lediglich Kurierfahrten gemacht und die "Pakete" jeweils I._____ 

übergeben und mit Geld, das dieser ihm wiederum gegeben habe dann Einzahl-

ungen an Bitcoinautomaten gemacht. Damit vermag der Beschuldigte nicht zu 

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überzeugen, seine Aussagen bezüglich seiner Ahnungslosigkeit erweisen sich 

nicht nur als unglaubhaft, sondern insbesondere bei der Würdigung der Auswer-

tung seines Mobiltelefons als schlichte Lüge. Aus der WhatsApp-Korrespondenz 

zwischen ihm und "I._____", die dem ersten Auftrag vom 27. April 2021 zugrunde 

liegt (Urk. D1/4/2), ergibt sich offenkundig, dass sich die Beiden nicht über einen 

regulären, einfachen Kurierauftrag zwischen einem Taxifahrer und einem Auftrag-

geber, welche in keinerlei Verbindung zueinander stehen, verständigten. Nicht nur 

die Anzahl von insgesamt 56 Nachrichten, welche der Beschuldigte mit H._____ 

und I._____ von 16.24 Uhr bis 20.08 Uhr austauschte, darunter auch diverse Fotos, 

ist einem solch simplen Auftrag – ein in Grösse und Gewicht sehr überschaubares 

und unkompliziertes Kuriergut von Wallisellen nach Zürich zu transportieren – völlig 

sachfremd, sondern auch die Nachricht "nimm du 600 Franken, Bruder". Ebenso, 

dass "I._____" dem Beschuldigten zwar die Adresse, wo das Kuriergut abzuholen 

ist, nicht aber den Namen mitteilt, sondern den Beschuldigten wissen lässt "der 

Mann wird dich anrufen" "ich habe dein Telefon angegeben". Schliesslich ist bei 

einem einfachen Kurierauftrag zwischen zwei sich völlig unbekannten Personen 

weiter unpassend, dass der Auftraggeber erst nach Abholung des Kuriergutes den 

Ort der Ablieferung bekannt gibt und dies im vorliegenden Fall sogar in Form von 

zwei möglichen Adressen, namentlich … [Adresse] und … [Adresse] und es gar 

dem Taxichauffeur überlässt, welchen der beiden Zielorte er ansteuern möchte 

("welches dir passt") und dann in diesem Zusammenhang je eine Nachricht einzig 

mit den Begriffen, mithin ohne weitere Kommentierung, "coin" und "atm", was der 

englischsprachigen Bezeichnung für Geldautomaten entspricht, übermittelt, um 

dann in der Folge den Taxifahrer wissen zu lassen "er/sie wird die Anweisung ge-

ben" und "redet auch darüber wie" (Urk. D1/4/2 S. 2, 3 und 6 - 8). Dies lässt einzig 

den Schluss zu, dass der Beschuldigte bereits im Vorfeld in irgendeiner Form in-

struiert worden sein musste und wusste, was zu tun war, ansonsten solche Nach-

richten lediglich Konfusion und Rückfragen auslösen würden. Ein ahnungsloser Ta-

xichauffeur, der lediglich Kurierfahrten ausführen wollte, wäre zudem aufgrund der 

sehr dubiosen Korrespondenz stutzig geworden. Auch wenn ein selbständigerwer-

bender Taxichauffeur verständlicherweise gerne möglichst jeden Auftrag annimmt, 

so ist lebensfremd, dass der Beschuldigte völlig ahnungslos und ohne etwas zu 

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hinterfragen, sich für einen vordergründig unkomplizierten Kurierauftrag in eine der-

art komplizierte Auftragsabwicklung verstricken und sich wie eine Marionette her-

umdirigieren lässt, ohne irgendwelche Gegen- oder Verständnisfragen zu stellen 

oder ein Minimum an Vorsicht und Skepsis walten zu lassen. Dies umso mehr, als 

der Beschuldigte sehr berufserfahren ist, seit mehreren Jahrzehnten in der Schweiz 

lebt und mit den hiesigen Gepflogenheiten vertraut sein muss. Dass der Beschul-

digte nicht ahnungslos sein konnte und seine Version der Geschehnisse, wonach 

er lediglich "Pakete" transportiert habe, ohne deren Inhalt zu kennen, diese jeweils 

immer I._____ gebracht habe, dieser die Pakete in seiner linken Manteltasche ver-

staut habe und ihm aus der rechten Manteltasche Geld für die Bitcoin-Automaten 

gegeben habe (vgl. etwa Urk. D1/5/9 F/A 25 ff., Prot. I S. 11 f.), nicht zutrifft, zeigt 

sich auch im weiteren Verlauf der Geschehnisse anhand von Nachrichten wie bei-

spielsweise am 5. Mai 2021. So erhielt der Beschuldigte von I._____ die Nachricht 

"Langstrasse" und sodann in einer zweiten Mitteilung "Bruder, mach den Vorgang 

von hier aus" (Urk. D1/4/16 S. 4 f.). Diese Nachrichten machen keinen Sinn, wenn 

man von der Version des Beschuldigten ausgeht, nämlich, dass er "Pakete" abge-

holt, dann I._____ getroffen und dann Geld für die Bitcoin-Einzahlungen erhalten 

habe. Vielmehr lassen sie den Schluss zu, dass der Beschuldigte mit dem abge-

holten Geld aus dem Milchkasten der Privatklägerin 1 den Bitcoin-Kauf an der 

Langstrasse abwickeln sollte. Ebenso machen Nachrichten des Beschuldigten 

– bei seiner Version der Geschichte – an H._____ keinen Sinn, die etwa lauten 

"hier gibt es 5000" und "4 einzahlen" und hernach von I._____ an den Beschuldig-

ten "dasselbe, 6, wieder, tausend" (Urk. D1/4/16 S. 6 und 9). Schliesslich sind die 

Darstellungen des Beschuldigten zur Frage, ob er gewusst habe, was sich in den 

"Paketen" befunden habe, inkonsistent. So bestand er darauf, nicht gewusst zu 

haben, dass Geld darin verpackt war (Urk.D1/ 5/8 F/A 80, Prot. S. 11). Gleichwohl 

gab er an, bei den Privatklägerinnen 2 und 3 gedacht zu haben, sie würden mit 

Bitcoin handeln, weil I._____ davon gesprochen habe "von Bitcoin für Menschen, 

die nicht mit Computern umgehen könnten" (Urk. D1/5/8 F/A 83). Angeblich habe 

aber I._____ für die Bitcoin-Einzahlungen nicht Geld etwa aus den "Paketen" 

genommen, sondern irgendwo anders aus seinem Mantel (Urk. D1/5/9 F/A 29 ff., 

Prot. I S. 13). Diese Angaben wirken konstruiert, geradezu abstrus und entbehren 

- 15 -

jeglicher Glaubhaftigkeit. Dem Beschuldigten kann insgesamt die von ihm vorge-

tragene Naivität nicht abgenommen werden. Den Beschuldigten vermag auch nicht 

zu entlasten, dass er die Kurierfahrten mit seinem Taxifahrzeug ausführte, zumal 

dies einerseits – mit der Staatsanwaltschaft (Prot. II S. 10) – ein Verschleierungs-

manöver gewesen sein könnte und andererseits Taxischilder jederzeit abmontiert 

werden können. Überdies hat nur die Privatklägerin 2 den Beschuldigten und 

dessen Auto wahrgenommen, wobei sich aus ihren diesbezüglichen Angaben er-

gibt, dass ihr nicht auffiel, dass es sich um ein Taxifahrzeug handelte (vgl. Urk. D2/4 

F/A 74 f., Urk. D2/5 F/A 8).

2.5. In Bestätigung der Vorinstanz ist nach dem Gesagten der Anklagesachverhalt 

grundsätzlich erstellt (Urk. 54 S. 33 f.), es bestehen keine rechtserheblichen 

Zweifel, dass der Beschuldigte in Kauf nahm, dass er bei seinen Kurierfahrten 

deliktisch erlangte Gelder abholte und die von den Hintermännern initiierten illega-

len Machenschaften zumindest unterstützte und durch die Einzahlungen an den 

Bitcoin-Automaten die Herkunft bzw. Spur der Gelder verwischte. Jedoch kann dem 

Beschuldigten aufgrund des Untersuchungsergebnisses bezüglich des gewerbs-

mässigen Betrugs nicht nachgewiesen werden, dass seine Tathandlung über eine 

Hilfeleistung hinausging. Auch diesbezüglich ist auf die Erwägungen der 

Vorinstanz, welche sich aufgrund des engen Konnexes mehrheitlich im Rahmen 

der rechtlichen Würdigung finden, zu verweisen (Urk. 54 S. 37 ff.) und sie in ihrem 

zutreffenden Ergebnis zum inneren Sachverhalt zu bestätigen. 

III. Rechtliche Würdigung

1. Die Vorinstanz qualifizierte das Verhalten des Beschuldigten als Gehilfen-

schaft zum gewerbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB in 

Verbindung mit Art. 25 StGB sowie als mehrfache Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Urk. 54 S. 34 und 71). Die Staatsanwaltschaft beantragt 

auch im Berufungsverfahren eine Verurteilung wegen gewerbsmässigen Betrugs 

im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB und Bestätigung des erstinstanzlichen 

Schuldspruchs betreffend mehrfache Geldwäscherei (Urk. 55 S. 2, Urk. 66 S. 2 ff., 

Prot. II S. 7). Die Verteidigung sieht die Tatbestände als nicht erfüllt und beantragt 

- 16 -

einen Freispruch, eventualiter einen Schulspruch wegen mehrfacher Geldwäsche-

rei (Urk. 57 S. 2, Urk. 67 S. 1 ff., Prot. II S. 8 ff.). 

2.1. Die rechtliche Subsumption der Vorinstanz ist zutreffend, es kann darauf 

sowie auf die allgemeinen rechtlichen Ausführungen zu den fraglichen Tatbestän-

den sowie zur Mittäterschaft, zur Gehilfenschaft und zur Gewerbsmässigkeit 

verwiesen werden (Urk. 54 S. 34 ff.). Ergänzend ist anzufügen, dass aus den zahl-

reichen WhatsApp-Nachrichten, darunter auch diverse Fotos, die der Beschuldigte 

mit H._____ und I._____ austauschte (Urk. D1/4/2, Urk. D1/4/5, Urk. D1/4/7, 

Urk. D1/4/12, Urk. D1/4/14, Urk. D1/4/16, Urk. D1/4/18, Urk. D1/4/20), offenkundig 

hervorgeht, dass die beiden Hintermänner dem Beschuldigten nicht vertrauten, sie 

ihn engmaschig betreuten und überwachten und er lediglich Handlanger und Bote 

bzw. ein Werkzeug der Hintermänner war. Der Beschuldigte musste auf die 

Aufträge der Hintermänner warten und diese sodann weisungsgemäss ausführen 

("der Mann wird dich anrufen" Urk. D1/4/2 S. 3, "wir reden, wenn der Job abge-

schlossen ist" Urk. D1/4/2 S. 5; "[…] ruf ja an, wenn du gegangen bist" Urk. D1/4/12 

S. 4, "rede und schicke es ihm je nachdem" Urk. D1/4/12 S. 5, "er/sie wartet auf 

deine Nachricht" Urk. D1/4/14 S. 1, "du solltest sofort anrufen" Urk. D1/4/16 S. 11, 

"Bruder, mach dich auf den Weg" Urk. D1/4/19 S. 5) sowie in Bezug auf sein 

Handeln ihr Einverständnis einholen ("ist das ok" Urk. D1/4/14 S. 2, "ist es okay" 

Urk. D1/4/16 S. 9). In Bezug auf den Betrugstatbestand ist das Verhalten des 

Beschuldigten somit – entgegen den Ausführungen der Staatsanwaltschaft 

(Urk. 55, Urk. 66 S. 3 f., Prot. II S. 7) – als Gehilfenschaft im Sinne von Art. 25 StGB 

zu qualifizieren.

2.2. Was die Gewerbsmässigkeit anbelangt, ist ergänzend und entgegen den 

Ausführungen der Verteidigung (vgl. Urk. 57 S. 7) anzufügen, dass bereits eine 

"nebenberufliche" deliktische Tätigkeit genügt. Das Bundesgericht definiert als 

wesentlich, dass sich der Täter, wie aus den gesamten Umständen geschlossen 

werden muss, darauf eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen Einkünfte zu 

erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner 

Lebensgestaltung darstellen; dann ist die erforderliche soziale Gefährlichkeit gege-

ben. Es ist notwendig, dass der Täter die Tat bereits mehrfach begangen hat, dass 

- 17 -

er in der Absicht handelte, ein Erwerbseinkommen zu erlangen, und dass aufgrund 

seiner Taten geschlossen werden muss, er sei zu einer Vielzahl von unter die 

fraglichen Tatbestände fallenden Taten bereit gewesen (vgl. BGE 123 IV 113 

E. 2b). Diese Voraussetzungen sind bei den dem Beschuldigten zur Last gelegten 

Taten erfüllt. Wie die Vorinstanz korrekt aufführte, generierte er innerhalb von rund 

11 Tagen mit 13 Abholungen bzw. Fahrten aus den Taxigebühren zirka Fr. 1'500.00 

zuzüglich Fr. 150.00 Trinkgeld. Zudem muss aufgrund der WhatsApp-Kommunika-

tion geschlossen werden, dass der Beschuldigte noch zusätzliche Entschädigun-

gen für seinen Tatbeitrag bzw. einen Anteil am Deliktserlös erhielt (vgl. etwa den 

Chatverlauf mit "I._____": "nimm du 600 Franken, Bruder", Urk. D1/4/2 S. 6). Auf-

grund der Häufigkeit und der Dichte der ausgeführten Abholungen und Ein-

zahlungen an den Bitcoinautomaten und ausgehend vom Umstand, dass der 

Beschuldigte als selbständigerwerbender Taxichauffeur nach eigenen Angaben im 

Durchschnitt monatlich einen Umsatz von Fr. 4'000.00 bis Fr. 5'000.00 erzielte bzw. 

ein monatliches Nettoeinkommen (ohne 13. Monatslohn) von Fr. 3'500.00 bis 

Fr. 4'000.00 (Urk. 40 S. 8 und Urk. 30), kann ohne Weiteres im Sinne der Recht-

sprechung von einer deliktischen Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausgegan-

gen werden. 

2.3.1. Sodann argumentiert die Verteidigung auch im Berufungsverfahren damit, 

der Beschuldigte habe sich in einem rechtfertigenden Notstand im Sinne von Art. 17 

StGB befunden. Sie wiederholt, der Beschuldigte habe aufgrund von Anrufen von 

"H._____" am 5. Mai 2021 seine beiden jüngeren Schwestern und allenfalls seine 

Stiefmutter in der Türkei in Gefahr gesehen. Es seien die Rechtsgüter Leben und 

körperliche Gesundheit der Schwestern dem Rechtsgut Eigentum gegenüber 

gestanden. Der Beschuldigte habe sich deshalb am 5., 6. und 7. Mai 2021 dazu 

entschieden, die Anweisungen von "H._____" weiterhin zu befolgen und damit all-

fällige Eigentums- bzw. Vermögensrechte einer ihm unbekannten Person zu 

verletzen (vgl. Urk. 57 S. 8 ff., Urk. 67 S. 5 ff.). 

2.3.2. Zum einen ist mit Verweis dem zutreffenden Ergebnis der Vorinstanz bei-

zupflichten, dass eine Notstandssituation zu verneinen ist (vgl. Urk. 54 S. 40). Das 

gesamte Aussageverhalten des Beschuldigten – wie an anderer Stelle bereits aus-

- 18 -

geführt – ist zu unzuverlässig und ergebnisorientiert, als dass ohne Weiteres auf 

seine Schilderungen abgestellt werden könnte. Auch bestätigt sich die Darstellung 

des Beschuldigten anhand objektiver Anhaltspunkte nicht. Der Beschuldigte erstat-

tete bei der Oberstaatsanwaltschaft Izmir aufgrund der von ihm vorgebrachten 

Telefonanrufe Strafanzeige wegen Drohung. Es wurde daraufhin von den türki-

schen Behörden eine Untersuchung durchgeführt und die Inhaber der drei Telefon-

nummern, mit welchen "H._____" die Schwestern angerufen haben soll, eruiert. 

Offenbar handelt es sich bei den formellen Inhabern der Telefonanschlüsse um 

syrische Staatsangehörige, die angaben, dass ihnen diese Anschlüsse nicht gehö-

ren würden und sie sie nicht benutzen. Mangels rechtsgenüglicher Beweise wurde 

das Strafverfahren schliesslich eingestellt und in der Einstellungsverfügung der 

Oberstaatsanwaltschaft Izmir festgehalten, es sei in der Türkei Praxis, dass für 

Telefonanschlüsse "Pseudoverträge" auf syrische Staatsangehörige ausgestellt 

würden. In welchem Kontext und aus welchen Beweggründen solche "Pseudover-

träge" gemacht werden, erschliesst sich aus der Verfügung nicht (Urk. 44/3 und 

44/5). Soweit der Beschuldigte geltend macht, er habe am 5. Mai 2021, nachdem 

ihm seine Schwestern mitgeteilt hätten, ein "H._____" habe sie angerufen, selber 

"H._____" angerufen, um zu fragen, was los sei (Urk. D1/5/7 F/A 6f., Urk. D1/5/8 

F/A 98, Urk. 43 S. 19), so findet dies in der Auswertung des Mobiltelefons des 

Beschuldigten keine Stütze. Der Beschuldigte hat in seinen Kontakten die Nummer 

1 auf den Namen "H._____ 2" und die Nummer 2 auf den Namen "H._____" ge-

speichert (Urk. D1/6/1). Es handelt sich dabei um besagten "H._____" (vgl. Urk. 

D1/5/7 F/A 20 ff.). Am 5. Mai 2021 ist kein Anruf von der Telefonnummer des Be-

schuldigten (3) auf eine dieser beiden Nummern verzeichnet. Jedoch erhielt der 

Beschuldigte von "H._____ 2" offenbar um 13.00 Uhr einen Anruf (Urk. D1/6/11) 

und ab 13.27 Uhr ist im Chatprotokoll der übliche Verlauf des Versandes von Fotos 

mit Bitcoin-Quittungen auf die Nummer von "H._____ 2" verzeichnet, wie dies auch 

dem modus operandi der Tat der Tage zuvor entsprach (Urk. D1/4/16). Insgesamt 

vermag der Beschuldigte deshalb mit seinem Vorbringen, seine Familienmitglieder 

seien bedroht worden und es sei ihm deshalb ab dem 5. Mai 2021 ein rechtferti-

gender Notstand im Sinne von Art. 17 StGB zuzugestehen, nicht zu überzeugend. 

Dass in diesem entlastenden Punkt nicht auf den Beschuldigten abgestellt werden 

- 19 -

kann, hat er sich letztlich denn auch selber zuzuschreiben, zumal sich seine Aus-

sagen durchwegs, mithin nicht nur zu Beginn der Untersuchung, als er wegen der 

angeblichen Drohung noch nicht aussagen konnte (vgl. Urk. D1/5/9 F/A 53 ff.), als 

diffus und inkonsistent erwiesen. Folglich erübrigt sich damit auch die Prüfung des 

eventualiter geltend gemachten Standpunktes, es habe ein Sachverhaltsirrtum (Art. 

13 StGB) vorgelegen.

2.4. Der Beschuldigte ist damit in Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils der 

Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 

StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB sowie der mehrfachen Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

IV. Sanktion

1. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit 22 Monaten Freiheitsstrafe, 

schob deren Vollzug auf und setzte eine Probezeit von 2 Jahren fest (Urk. 54 Dis-

positivziffer 2 und 3). Die Verteidigung beantragt auch im Berufungsverfahren einen 

Freispruch, subeventualiter eine bedingte Freiheitsstrafe von unter 12 Monaten 

(Urk. 57 S. 2). Die Staatsanwaltschaft erachtet eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren 

und 9 Monaten als adäquat (Urk. 55 S. 2). 

2. Zum anwendbaren Strafrahmen und den allgemeinen Grundsätzen der 

Strafzumessung kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 

werden (Urk. 54 S. 44 ff.). Beim gewerbsmässigen Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 

und 2 StGB ist in Anwendung des Grundsatzes der lex mitior (Art. 2 Abs. 2 StGB) 

vom alten Recht, welches eine Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren oder Geldstrafe 

nicht unter 90 Tagessätzen vorsieht, und nicht vom seit 1. Januar 2023 geltenden 

Strafrahmen (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren) auszugehen. 

3.1. Zunächst ist für die Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug die objek-

tive und subjektive Tatschwere zu gewichten und eine Einsatzstrafe festzulegen. 

Der Beschuldigte ist dabei als Gehilfe milder zu bestrafen, als die eigentlichen Täter 

(Art. 25 StGB). Die Vorinstanz hat das Verschulden als nicht mehr leicht eingestuft 

und 19 Monate Freiheitsstrafe als angemessen erachtet (Urk. 54 S. 47 f.). Diese 

- 20 -

Beurteilung ist in der Strafhöhe nicht zu korrigieren, jedoch in der Verschuldensbe-

wertung. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, hat der Beschuldigte innert 

kurzer Zeit von drei Privatklägerinnen Geldbeträge im Umfang von Fr. 96'000.00 

abgeholt und dabei ein grosses Risiko in Kauf genommen, ertappt zu werden, da 

er von den beteiligten Tätern bei der Ausführung der Tat als Einziger physisch in 

Erscheinung trat. Aufgrund des Beweisergebnisses kann sodann nicht nachgewie-

sen werden, dass der Beschuldigte massgeblich vom Deliktserlös von Fr. 96'000.00 

profitierte, sondern eine (nicht quantifizierbare) um einiges kleinere Beteiligung 

erhielt. Seine kriminelle Energie ist letztlich als gering einzustufen, da er lediglich 

auf Geheiss der Hintermänner tätig wurde und von deren Handeln und Aufträgen 

abhängig war. Er hatte letztlich eine klar untergeordnete, ausführende Rolle inne. 

Er war Bote und Handlanger, was sich auch aus den diversen Chatprotokollen er-

gibt (vgl. Urk. D1/4). Das objektive Tatverschulden ist als eher noch leicht einzu-

ordnen. In subjektiver Hinsicht ist sicherlich das eventualvorsätzliche Handeln, die 

egoistische, habgierige Motivation erwähnenswert und der Umstand, dass der 

Beschuldigte vom deliktischen Handeln ohne Weiteres hätte Abstand nehmen 

könne, was er aber, trotz mehrmaliger Gelegenheiten, nicht tat. Er hörte mit den 

Abholungen und den Einzahlungen erst auf, als er am 7. Mai 2021 verhaftet wurde, 

und damit aufgrund äusserer Umstände. Zutreffend legt die Vorinstanz dar, dass 

die behauptete Drohung durch "H._____" aufgrund des unglaubhaften Vorbringens 

des Beschuldigten folgerichtig auch bei der Strafzumessung keinen Eingang findet. 

Das subjektive Verschulden vermag das objektive insgesamt nicht zu relativieren 

und es ist mit der Vorinstanz eine Einsatzstrafe vom 19 Monaten Freiheitsstrafe 

festzusetzen.

3.2. Hinsichtlich der mehrfachen Geldwäscherei hat die Vorinstanz korrekt erwo-

gen, der Beschuldigte habe vom 27. April bis 6. Mai 2021 mehrmals Gelder in der 

Höhe von rund Fr. 96'000.00 gewaschen, indem er es an Bitcoin-Automaten einbe-

zahlt und die entsprechenden Belege an die Hintermänner zugestellt habe. Der 

Beschuldigte hat auch hierbei lediglich eine geringe kriminelle Energie an den Tag 

gelegt. Die Einzahlung der Gelder ist als Fortsetzung der Gehilfenschaft zum 

gewerbsmässigen Betrug zu sehen und nicht als eigenständiges, losgelöstes 

Delikt. Zudem war das Tatvorgehen einigermassen simpel und erforderte weder 

- 21 -

eine aufwändige Planung noch besondere betriebswirtschaftlichen oder sonstige 

spezifischen Fachkenntnisse. In subjektiver Hinsicht zeigt sich auch hier die egois-

tische Motivation. Der Beschuldigte war einzig auf seinen finanziellen Vorteil 

bedacht und hätte jederzeit mit dem deliktischen Handeln aufhören können. Die 

Vorinstanz hat im Ergebnis das Tatverschulden zu Recht als leicht und damit im 

unteren Drittel des Strafrahmens eingestuft. Jedoch ist die Einzelstrafe von 

6 Monaten Freiheitsstrafe in Anbetracht der Deliktssumme und der mehrfachen 

Begehung zu wohlwollend. Sie ist bei 8 Monaten festzusetzen und die Einsatzstrafe 

in Anwendung des Asperationsprinzips um 5 Monate zu erhöhen. 

3.3. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persön-

lichen Verhältnisse des Beschuldigten zutreffend angeführt (Urk. 54 S. 50 ff.). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung ergänzte und aktualisierte der Beschuldigte, 

er habe Herz- und neuerdings auch psychische Probleme, die insbesondere medi-

kamentös behandelt würden. Aufgrund der Medikamenteneinnahme könne er nicht 

mehr so oft Taxi fahren und verdiene noch ca. Fr. 1'000.00 bis Fr. 2'500.00. Sein 

Mietanteil betrage ca. Fr. 900.00. Weiter führte der Beschuldigte aus, seine Schul-

den beliefen sich auf ca. Fr. 50'000.00, wobei er diese in monatlichen Raten à 

Fr. 300.00 abzahle (Urk. 65 S. 1 ff., Urk. 68). Die persönlichen Verhältnisse und 

das Vorleben des Beschuldigten wirken sich nach wie vor strafzumessungsneutral 

aus. Vorstrafen liegen keine vor (Urk. 63). Die wenigen Zugeständnisse des 

Beschuldigten können sodann nicht strafmindernd berücksichtigt werden, zum 

einen stellte er sich dabei als angebliches Opfer der Hintermänner dar und distan-

zierte sich von einem deliktischen Handeln, zum anderen stiftete er durch sein 

Aussageverhalten mehr Verwirrung als dass er zur Klärung beitrug. 

3.4. Insgesamt ist damit der Beschuldigte für sein strafrechtlich relevantes Verhal-

ten mit 24 Monaten Freiheitsstrafe zu bestrafen. Die erstandene Untersuchungshaft 

von 21 Tagen ist ihm dabei anzurechnen (Art. 51 StGB). 

3.5. Was den Vollzug der Freiheitsstrafe betrifft, kann vollständig auf die Ausfüh-

rungen und das Fazit der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 54 S. 52 ff.). Mit einer 

Freiheitsstrafe von 24 Monaten sind die objektiven Voraussetzungen gemäss 

Art. 42 Abs. 1 StGB nach wie vor erfüllt. In subjektiver Hinsicht hat sich beim 

- 22 -

Beschuldigten zwischenzeitlich nichts ereignet, was zu einer ungünstigen 

Prognose führen würde. Dem Beschuldigten ist deshalb eine bedingte Strafe zu 

gewähren. Da es sich um einen Ersttäter handelt und keine weiteren Anzeichen 

bestehen, dass eine längere Bewährung notwendig erscheint, ist die von der 

Vorinstanz angesetzte Probezeit von 2 Jahren ohne Weiteres angemessen (Art. 44 

Abs. 1 StGB). 

V. Landesverweisung

1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für 5 Jahre des Landes verwiesen mit 

entsprechender Ausschreibung im Schengener Informationssystem (Urk. 54 Dis-

positivziffer 4). Der Beschuldigte ist mit der Landesverweisung nicht einverstanden, 

beantragt jedoch subeventualiter, es sei zumindest von der Ausschreibung im 

Schengener Informationssystem abzusehen (Urk. 57 S. 2, Urk. 67 S. 2). Die Staats-

anwaltschaft spricht sich auch im Berufungsverfahren für eine Landesverweisung 

aus, erachtet jedoch bei der Dauer 8 Jahre als angemessen (Urk. 55 S. 2, Urk. 66 

S. 2). 

2. Das erstinstanzliche Urteil hat die allgemeinen Voraussetzungen der Landes-

verweisung gemäss Art. 66a StGB umfassend ausgeführt, darauf wird vorab 

verwiesen.

3. Die Verteidigung macht im Berufungsverfahren, wie bereits anlässlich des 

erstinstanzlichen Verfahrens, geltend, es liege ein persönlicher Härtefall vor. 

Zudem könne nicht von einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder die öffent-

liche Ordnung ausgegangen werden. Konkret argumentiert sie, der 54-jährige 

Beschuldigte sei seit seinem 19. Lebensjahr in der Schweiz wohnhaft und sei nach 

der damaligen Gesetzeslage noch im Jugendalter gewesen. Während diesen 

34 Jahren sei er deliktsfrei gewesen, habe sich eine Existenz aufgebaut und sei nie 

sozialhilfeabhängig gewesen. Zuerst sei er mit einer Schweizerin verheiratet gewe-

sen und hernach mit einer schweizerisch-portugiesischen Doppelbürgerin, mit der 

er die gemeinsame Tochter J._____, geboren am tt. Mai 2003, habe. Von der 

Mutter der Tochter lebe er schon länger getrennt, sie würden aber ein freundschaft-

liches Verhältnis pflegen und hätten die Tochter gemeinsam gross gezogen. Zu 

- 23 -

seiner unterdessen erwachsenen Tochter pflege er ein sehr enges Verhältnis. 

Seine aktuelle Ehefrau, A._____, lebe in der Türkei. Er könne für sie nicht finanziell 

aufkommen, wenn sie in der Schweiz leben würde und wolle auf keinen Fall von 

der Sozialhilfe abhängig sein. Beruflich sei der Beschuldigte ein kontaktfreudiger 

und geschäftsorientierter selbständiger Taxichauffeur, der für seinen 

Lebensunterhalt, den Unterhalt seiner Frau und teilweise noch zur Unterstützung 

seiner Tochter aufkomme. Er spreche Deutsch, verstehe Schweizerdeutsch, und 

habe in der Schweiz Freunde im geschäftlichen und privaten Umfeld. Eine Landes-

verweisung würde es dem Beschuldigten verunmöglichen, seine Tochter regel-

mässig zu sehen, was die enge Tochter-Vater-Beziehung stark belasten würde. 

Was die Schulden des Beschuldigten betreffe, so würde er die mit monatlichen 

Abzahlungen verringern. Dies dürfe nicht dazu führen, dass seine gute wirtschaft-

liche Integration verneint würde. Sollte er die Schweiz verlassen müssen, würde er 

in der Türkei vor dem wirtschaftlichen Nullpunkt stehen. Anders als von der 

Vorinstanz angenommen, könne er in der Türkei seinen Lebensunterhalt und die 

(freiwillige) finanzielle Unterstützung seiner Tochter, seiner Ehefrau und den Abbau 

der Schulden durch die monatlichen Zahlungen durch eine Tätigkeit als Taxifahrer 

voraussichtlich nicht mehr bestreiten, da das erwartete Einkommen zu gering aus-

fallen würde. Zwar sei seine Verbindung zu seinen beiden jüngeren Schwestern 

und der Stiefmutter seit dem Tod seines Vaters stärker geworden, da er die drei 

Frauen finanziell und administrativ unterstütze, jedoch habe er vorwiegend mit 

seiner Kernfamilie, namentlich seiner Tochter J._____ eine enge Verbindung. Dass 

der Beschuldigte beabsichtige nach seiner Pensionierung, frühestens Ende 2034, 

zurück in die Türkei zu gehen, hänge damit zusammen, dass er dann seinen (frei-

willigen) finanziellen Verpflichtungen gegenüber seiner Ehefrau und den Familien-

mitgliedern in der Türkei und der Schweiz ohne Arbeit nachkommen könne. Zudem 

könne er dann jeweils nach Bedarf in die Schweiz kommen und seine dannzumal 

über 30-jährige Tochter J._____ besuchen. Zum Gesundheitszustand führte die 

Verteidigung sodann aus, dass sich dieser seit der Hauptverhandlung am 

18. Januar 2023 zunehmend verschlechtert habe. Der Beschuldigte habe Herzpro-

bleme, Kehlkopfprobleme und psychische Probleme (depressive Störung, 

posttraumatisches Belastungssyndrom, Angststörung und anhaltende Schmerz-

- 24 -

störung). Im Mittelpunkt stünden die psychischen Probleme. Gemäss Arztbericht 

vom 7. März 2023 fehlten in der Türkei geeignete Therapiemöglichkeiten, weshalb 

eine Landesverweisung seinen Gesundheitszustand verschlimmern und gar ein 

Suizid drohen könnte (Urk. 57 S. 9 ff., Urk. 67 S. 8 ff., Urk. 68). 

4. Die Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass eine Katalogtat nach Art. 66a 

Abs. 1 lit. c StGB vorliegt und der Beschuldigte, welcher nicht über die schweizeri-

sche Staatsangehörigkeit verfügt, grundsätzlich des Landes zu verweisen sei. 

Ebenso hat sie sehr differenziert und sorgfältig eine Härtefallprüfung vorgenommen 

und sich dabei sehr einlässlich mit den Kriterien "familiäre Verhältnisse/soziale 

Integration", "wirtschaftliche Integration", "Wiedereingliederung in der Türkei" und 

"Gesundheitszustand des Beschuldigten" auseinandergesetzt und mit zutreffen-

dem Fazit einen persönlichen Härtefall verneint (Urk. 54 S. 57 ff.). Das Ergebnis 

der Vorinstanz kann ohne Relativierung bestätigt werden. Daran vermögen auch 

die Vorbringen der Verteidigung im Berufungsverfahren nichts zu ändern, zumal 

sich bereits das vorinstanzliche Urteil weitestgehend damit auseinandersetzte. 

Dazu im Einzelnen Folgendes: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass der 

Beschuldigte als junger Erwachsener in die Schweiz kam und seit über drei 

Jahrzehnten hier lebt. Dies vermag jedoch für sich alleine betrachtet nicht einen 

persönlichen Härtefall zu begründen, was auch die Verteidigung richtigerweise 

erkennt (vgl. Urk. 57 S. 10). Die übrigen Gründe und Lebensumstände, die der 

Beschuldigte vorbringen lässt, sind insgesamt zu wenig stichhaltig und ausgeprägt, 

als dass in der Summe ein Härtefall bejaht werden könnte. Selbstverständlich ist 

nachvollziehbar, dass es den Beschuldigten hart treffen würde, wenn er die 

Schweiz nach über 35 Jahren verlassen und hier seine Selbständigkeit als Taxi-

fahrer aufgeben müsste sowie seine Tochter nicht mehr so oft sehen könnte. Was 

das wirtschaftliche Fortkommen betrifft, so verfügt der Beschuldigte über eine breit 

gefächerte berufliche Erfahrung und es spricht nichts dagegen, dass er sich auch 

in der Türkei oder anderswo als Taxichauffeur selbständig machen könnte. Sodann 

ist seine Tochter volljährig, hat eine Berufsausbildung als Kauffrau abgeschlossen 

und arbeitet bei der K._____ (Urk. 40 S. 4, Urk. 65 2). Sie steht auf eigenen Beinen 

und ist als erwachsene Frau nicht mehr auf die finanzielle Unterstützung oder 

Betreuung durch ihren Vater angewiesen. Selbstredend wird die Vater-Tochter-

- 25 -

Beziehung durch die Ausweisung des Beschuldigten stark tangiert und werden sie 

neue Wege finden müssen, namentlich Besuche durch die Tochter und Video-

telefonie, um ihre Beziehung zu pflegen. Dies ist jedoch unter dem Titel von Art. 66a 

StGB grundsätzlich hinzunehmen. Wie die Vorinstanz richtig feststellte, ist vor-

liegend im Falle einer Landesverweisung keine Verletzung von Art. 8 EMRK 

auszumachen. Zu den übrigen familiären Beziehungen ist festzuhalten, dass der 

Beschuldigte aktuell mit einer Frau verheiratet ist, welche in der Türkei lebt und die 

er regelmässig besucht. Auch wenn seine Ehefrau für ihn zweitrangig ist und er 

diese Ehe herunterspielt, so hat er A._____ doch immerhin 2021 geheiratet und 

finanziert ihren Lebensunterhalt (Urk. 40 S. 5 und 25, Urk. 65 S. 4 f.) und hat sich 

damit nicht etwa nur für eine lose, unverbindliche Beziehung entschieden, sondern 

für eine verbindende Lebensform. Zudem hat er acht in der Türkei lebende Ge-

schwister. Um zwei Schwestern kümmert er sich gemäss Ausführungen der Vertei-

digerin sowohl finanziell als auch administrativ. All diese Umstände sprechen für 

eine positive Wiedereingliederung in der Türkei, für seine Heimatverbundenheit und 

seine dortige familiäre Einbindung. Hinzu kommt, dass der Beschuldigte seine 

Zukunft mittelfristig nicht in der Schweiz, sondern in seinem Heimatland, der Türkei, 

sieht. Sodann erwecken sowohl die Ausführungen der Verteidigung als auch die 

Aussagen des Beschuldigten den starken Eindruck, dass der Beschuldigte vor 

allem aufgrund der wirtschaftlichen Vorteile in der Schweiz lebt und nicht, weil er 

sich derart stark integriert hat und sich mit der hiesigen Gesellschaft und Kultur 

identifiziert. So sagte er anlässlich der Hauptverhandlung auf die Frage, weshalb 

er noch in der Schweiz lebe, als erstes aus, um seinen Unterhalt zu finanzieren und 

wenn er nicht mehr arbeiten könne, gehe er in die Türkei, dort könne er mit seiner 

Pension gut leben, in der Schweiz hingegen nicht (vgl. Urk. 40 S. 10). Der Beschul-

digte lässt abschliessend gesundheitliche Gründe ins Feld führen. Gesundheitliche 

Probleme als solches reichen nicht aus, um einen persönlichen Härtefall zu beja-

hen. Auch reicht nicht aus, dass Psychotherapien in der Schweiz als solche besser 

als jene in der Türkei sind. Selbst wenn der Beschuldigte traumatisiert und behand-

lungsbedürftig ist, vermag die Verteidigung nicht darzulegen, inwiefern der Gesund-

heitszustand des Beschuldigten derart gravierend und im Gegenzug die Gesund-

heitsversorgung in der Türkei derart mangelhaft ist, dass mit Blick auf die bundes-

- 26 -

gerichtliche Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_25/2022 vom 

18. Oktober 2023 E. 3.2.3. mit weiteren Hinweisen) aus humanitären Gründen von 

einem Härtefall auszugehen wäre, weil im Fall der Rückschiebung die konkrete 

Gefahr bestünde, dass er aufgrund fehlender angemessener Behandlungsmöglich-

keiten oder fehlenden Zugangs zu Behandlungen einer ernsthaften, rapiden und 

irreversiblen Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgesetzt würde, die 

intensives Leiden oder eine wesentliche Verringerung der Lebenserwartung nach 

sich zöge. Vielmehr ist aufgrund des Gesundheitszustandes des Beschuldigten 

sowie der Behandlungsmöglichkeiten in der Türkei anzunehmen, dass sich der 

Beschuldigte auch dort adäquat behandeln lassen kann. Im Übrigen ist selbst dem 

von der Verteidigung eingereichten Arztbericht vom 7. März 2024 zu entnehmen, 

dass der Beschuldigte in der Türkei zumindest medikamentös behandelt werden 

kann (Urk. 68 S. 5). Der Beschuldigte ist intelligent und es ist anzunehmen, dass 

er weiss, wie er sich im dortigen Gesundheitssystem Hilfe holen kann. Unter diesen 

Umständen erübrigt sich an sich eine weitergehende Interessenabwägung. Gleich-

wohl ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass auch die öffentlichen Interes-

sen an einer Landesverweisung aufgrund der erstellten Delinquenz und des damit 

einhergehenden Gefährdungspotenzials die privaten Interessen des Beschuldigten 

an einem Verbleib in der Schweiz überwiegen.

5. Nach dem Gesagten ist die von der Vorinstanz angeordnete Landesver-

weisung zu bestätigen. Hinsichtlich der Dauer sind bei einem noch leichten 

Verschulden und bezüglich der Rolle als Gehilfe 5 Jahre durchaus angemessen 

und entsprechend anzuordnen.

6. Was die Ausschreibung im Schengener Informationssystem betrifft, so hat die 

Vorinstanz diese mit zutreffenden Argumenten vorgesehen (Urk. 54S. 63 ff.). Dar-

auf wird ohne Weiterungen verwiesen. Was die Einwände der Verteidigung betrifft 

(vgl. Urk. 57 S. 13), so sind diese nicht zu hören. Zum einen wurde eine Freiheits-

strafe von 24 Monaten ausgesprochen. Zum anderen setzt Art. 24 Abs. 2 Bst. a 

- 27 -

SIS-II-Verordnung weder eine Verurteilung zu einer Freiheitstrafe von mindestens 

einem Jahr voraus, noch einen Schuldspruch wegen einer Straftat, die mit einer 

Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr bedroht ist. Die Voraussetzung von Art. 24 

Abs. 2 Bst. a SIS-II-Verordnung ist vielmehr erfüllt, wenn der entsprechende Straf-

tatbestand eine Freiheitsstrafe im Höchstmass von einem Jahr oder mehr vorsieht 

(vgl. BGE 147 IV 340 E. 4.8).

VI. Einziehungen

1. Die Vorinstanz entschied, die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-

Sihl vom 2. Juli 2021 beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 1'000.00 zur 

teilweisen Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden.

2. Die Verteidigung hält dem im Berufungsverfahren entgegen, es handle sich 

dabei um einen Teilbetrag der Untermiete, welche der Beschuldigte von seinem 

Untermieter erhalten habe und nicht um deliktische Vermögenswerte. Entspre-

chend sei bei einem vollständigen Freispruch die Barschaft dem Beschuldigten her-

auszugeben.

3. Nachdem im vorliegenden Verfahren ein Schuldspruch erfolgt und im Übrigen 

auch nicht deliktisch erlangte Vermögenswerte im Sinne vom Art. 268 Abs. 1 StPO 

zur Deckung der Verfahrenskosten beschlagnahmt werden können, geht die Argu-

mentation der Verteidigung an der Sache vorbei. Die Vorinstanz hat sich zu Recht 

für eine Verwendung zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten ausgesprochen 

und der erstinstanzliche Entscheid ist entsprechend zu bestätigen. 

VII. Zivilforderungen

1. Der Beschuldigte wurde durch das vorinstanzliche Urteil verpflichtet, je in 

solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbeteiligten der Privatklägerin 1 

(B._____) Fr. 73'010.00 zuzüglich 5% Zins ab 5. Mai 2021, der Privatklägerin 2 

(C._____) Fr. 5'600.00 und der Privatklägerin 3 (D._____) Fr. 17'400.00 zuzüglich 

5% Zins ab 30. April 2021 als Schadenersatz zu bezahlen (Urk. 54 Dispositivziffern 

- 28 -

5 - 7).

2. Die Verteidigung moniert, der Beschuldigte habe die Forderungen nicht aner-

kannt und sie seien unzureichend substantiiert. Insbesondere für die Privatkläge-

rin 2 liege einzig ein Bankauszug der Credit Suisse vom 27. April 2021 vor, der 

Deliktsbetrag sei nicht gesichert worden und so bleibe unklar, wie hoch ein 

allfälliger Betrag im Couvert gewesen sei. Es handle sich um eine bestrittene und 

unsubstantiierte Parteibehauptung. 

3. Vorab wird auf die zutreffenden allgemeinen rechtlichen Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen (Urk. 54 S. 67 f.).

4. Entgegen der Verteidigung sind die Forderungen sehr wohl durch die Bank-

auszüge der Privatklägerinnen 1 - 3 belegt. Wie bereits im Rahmen der Sachver-

haltserstellung dargelegt, bestehen keine Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen 

der Privatklägerinnen 1 - 3. Zu Recht hat die Vorinstanz deshalb auf die Bankbe-

lege, welche mit den Aussagen der Privatklägerinnen 1 - 3 und in zeitlicher Hinsicht 

mit den Abholungen durch den Beschuldigten übereinstimmen, abgestellt und 

gestützt darauf die Schadenersatzbegehren gutgeheissen. Die Verpflichtung des 

Beschuldigten zur Leistung von Schadenersatz an die Privatklägerinnen 1- 3 ist 

entsprechend zu bestätigen. 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.1. Ausgangsgemäss sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstin-

stanzlichen Verfahrens unter Hinweis auf Art. 426 Abs. 1 StPO zu bestätigen. 

1.2. Was die Kosten für die schriftliche Übersetzung von 43 Seiten im Gesamtbe-

trag von Fr. 3'870.00 betrifft, welche die Vorinstanz als nicht entschädigungspflich-

tig erachtete (Urk. 54 S. 69 f.) und was von der Verteidigung im Berufungsverfahren 

nun gerügt wird (Urk. 57 S. 14 ff., Urk. 67 S. 12 f.), ist Folgendes festzuhalten:

Die Verteidigung geht davon aus, es handle sich bei den Auslagen, welche durch 

die von ihr in Auftrag gegebene schriftliche Übersetzung entstanden sind, um 

Verfahrenskosten im Sinne von Art. 422 Abs. 2 lit. b StPO und diese seien entspre-

- 29 -

chend auf die Staatskasse zu nehmen (vgl. Urk. 67 S. 2, Antrag 8, Urk. 57 S. 4, 

Antrag 8 und Urk. 43 S. 30 unten).

Verfahrenskosten nach Art. 422 StPO sind Gebühren und Auslagen, die in einem 

konkreten Straffall auf Seiten des Staates entstehen. Zu den Auslagen zählen 

namentlich die Kosten für die amtliche Verteidigung (Art. 422 Abs. 2 lit. a StPO) 

und Kosten für Übersetzungen (Art. 422 Abs. 2 lit. b StPO), welche von Behörden 

im Strafverfahren angeordnet wurden. Auslagen für Dolmetscherleistungen, welche 

durch die amtliche Verteidigung veranlasst wurden, sind demgegenüber Baraus-

lagen, die – sofern sie notwendig waren – im Rahmen der Entschädigung der 

amtlichen Verteidigung gestützt auf die Verordnung über die Anwaltsgebühren 

(AnwGebV) abzugelten sind (Art. 135 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 1 Abs. 2 

und § 22 Abs. 1 AnwGebV, vgl. auch BSK StPO-DOMEISEN, Art. 422 N 9). Die 

Vorinstanz verneinte eine Entschädigungspflicht zu Recht mit dem Argument, die 

von der Verfahrensleitung nicht autorisierten Kosten seien nicht Teil der Verfah-

renskosten. Wenn die Verteidigung im Berufungsverfahren nun vorbringt, es hätte 

am 25. Oktober 2022 ein 17-minütiges Telefonat mit der erstinstanzlichen Verfah-

rensleitung stattgefunden, welches die Übersetzungen zum Inhalt hatte und es sei 

dabei kein Widerspruch von Seiten der Verfahrensleitung erfolgt, so findet dies in 

den Akten keine Stütze. Weder ist in den erstinstanzlichen Akten eine Aktennotiz 

auszumachen, welche eine allfällige Autorisierung bestätigt, noch ergibt sich aus 

der Honorarnote der amtlichen Verteidigerin vom 16. Januar 2023, dass am 

25. Oktober 2022 ein Telefonat mit dem erstinstanzlichen Gericht stattfand 

(vgl. Urk. 46). Ob es sich bei den fraglichen Dolmetscherkosten sodann um not-

wendige und damit entschädigungspflichtige Auslagen im Sinne von § 1 Abs. 2 in 

Verbindung mit § 22 Abs. 1 AnwGebV handelt, kann vorliegend offengelassen wer-

den. Zum einen focht die amtliche Verteidigung das ihr zugesprochene Honorar 

von Fr. 21'074.50 (Urk. 54 Dispositivziffer 13) nicht an. Zum anderen wäre der ent-

sprechende Entschädigungsentscheid vom 18. Januar 2023 (Urk. 54) nach damals 

geltendem und auch auf das heutige Verfahren anwendbare Recht (vgl. Art. 453 

Abs. 1 StPO) nicht mit Berufung, sondern mit einer eigenständigen Beschwerde bei 

der Beschwerdeinstanz anzufechten gewesen (Art. 135 Abs. 3 lit. a aStPO) und es 

wäre auf den Antrag im Berufungsverfahren ohnehin nicht einzutreten. 

- 30 -

2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'600.00 festzu-

setzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 GebV 

OG). 

2.2 Die amtliche Verteidigung macht für das Berufungsverfahren eine Entschädi-

gung von Fr. 4'371.63 (inkl. Barauslagen und MwSt.) geltend (Urk. 64). Der Zeitauf-

wand für die Berufungsverhandlung (inkl. Weg und Nachbesprechung) ist darin 

noch nicht enthalten. Der Aufwand ist ausgewiesen und angemessen und in dieser 

Höhe, zuzüglich des Zeitaufwands für die Berufungsverhandlung, zu entschädigen. 

Entsprechend ist die amtliche Verteidigung mit Fr. 5'600.00 (inkl. Barauslagen und 

MwSt.) zu entschädigen.

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien grundsätzlich nach 

Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschul-

digte unterliegt mit seinen Anträgen vollumfänglich, die Staatsanwaltschaft was den 

Schuldspruch bezüglich der Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug und als 

Folge davon die Höhe der Strafe und die Dauer der Landesverweisung betrifft. Es 

rechtfertigt sich daher die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjeni-

gen der amtlichen Verteidigung, zu 4/5 dem Beschuldigten aufzuerlegen und im 

übrigen Umfang auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung sind – unter Vorbehalt der Rückzahlungspflicht gestützt auf Art. 135 

Abs. 4 StPO – im Umfang 4/5 einstweilen und im Umfang von 1/5 definitiv auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 18. Januar 2023 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

"Es wird erkannt:

1.-8. […]

9. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 

2021 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich lagernden Gegen-

- 31 -

stände werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils zur Vernichtung überlassen:

 Geldcouvert (Asservat-Nr. A014'997'092),
 Geldcouvert (Asservat-Nr. A014'997'138),
 Zeitung (Asservat-Nr. A014'997'161),
 Geldcouvert (Asservat-Nr. A014'997'229).

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 

beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich lagernden iPhones 

(Asservat-Nrn. A014'997'194 und A014'997'365) sowie die zwei Formulare 

PCR-Test (Asservat-Nr. A014'997'321) werden dem Beschuldigten nach 

Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und 

andernfalls nach Ablauf einer Frist von 30 Tagen der Lagerbehörde zur 

gutscheinenden Verwendung bzw. zur Vernichtung überlassen.

11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 

beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich lagernde Postkundenkarte, 

lautend auf E._____ (Asservat-Nr. A014'997'774), wird E._____ nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und an-

dernfalls nach Ablauf einer Frist von 30 Tagen der Lagerbehörde zur 

Vernichtung überlassen.

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 

beschlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich lagernde Aufenthaltsbe-

willigung B, lautend auf F._____ (Asservat-Nr. A014'997'343), wird F._____ 

nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgege-

ben und andernfalls nach Ablauf einer Frist von 30 Tagen dem Migrationsamt 

des Kantons Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen.

13. […]

14. […]

15. [Mitteilungen]

16. [Rechtsmittel]"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

- 32 -

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der Gehilfenschaft zum gewerbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 

Abs. 1 und 2 StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB sowie

- der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 21 Tage 

durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. 

4. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen.

5. Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung (Einreise- und Aufenthalts-

verweigerung) im Schengener Informationssystem angeordnet.

6. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 2. Juli 2021 

beschlagnahmten Fr. 1'000.00 werden zur Deckung der Verfahrenskosten 

verwendet.

7. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbe-

teiligten verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Fr. 73'010.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 5. Mai 2021 als Schadenersatz zu bezahlen.

8. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbe-

teiligten verpflichtet, der Privatklägerin 2 (C._____) Fr. 5'600.– als Schaden-

ersatz zu bezahlen.

9. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen weiteren Tatbe-

teiligten verpflichtet, der Privatklägerin 3 (D._____) Fr. 17'400.– zuzüglich 5 % 

Zins ab 30. April 2021 als Schadenersatz zu bezahlen.

- 33 -

10. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 13 und 14) 

wird bestätigt.

11. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'600.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 5'600.00   amtliche Verteidigung.

12. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden zu 4/5 dem Beschuldigten auferlegt und im 

Umfang von 1/5 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung werden zu 4/5 einstweilen und zu 1/5 definitiv auf die Gerichts-

kasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.

13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl (übergeben)
 den Rechtsvertreter der Privatklägerin 1 (B._____) im Doppel für sich 

und die Privatklägerschaft (versandt)
 die Privatklägerin 2 (C._____) (versandt)
 die Privatklägerin 3 (D._____) (versandt)

(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 

den Privatklägerinnen 1 - 3 nur zugestellt, sofern sie dies innert 

10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)

 das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 
8090 Zürich (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
 das Bundesamt für Polizei fedpol, Meldestelle für Geldwäscherei MROS, 

Guisanplatz 1A, 3003 Bern;

- 34 -

 die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA, Laupenstrasse 27, 
3003 Bern;

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 das Migrationsamt des Kantons Zürich, Berninastrasse 45, Postfach, 

8090 Zürich
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 

DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
 die Kasse des Bezirksgerichts Zürich betr. Dispositivziffer 6.

14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

- 35 -

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 8. April 2024

Der Präsident:

lic. iur. B. Gut

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Hunziker

Zur Beachtung:

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht:

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie 

die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheits-

strafe.

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 

Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB),

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht,

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.