# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c38c9d96-1f70-5a06-acc3-4e57d76ffa78
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 06.04.2022 IV 2021/135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2021-135_2022-04-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2021/135

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.11.2022

Entscheiddatum: 06.04.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2022
Art. 28 IVG: Beweiswert eines monodisziplinären orthopädischen Gutachtens 
bejaht. Anhaltspunkte dafür, dass eine Begutachtung in weiteren Disziplinen 
erforderlich wäre, liegen nicht vor. Einkommensvergleich (gemischte 
Methode). Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch der 
Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 
2022, IV 2021/135).

Entscheid vom 6. April 2022

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2021/135

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 10. April 2019 bei der IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen und 

Rentenleistungen an (IV-act. 1). Sie war seit dem .___ 2016 als Mitarbeiterin Reinigung 

in einem Pensum von 80 % beim B.___ angestellt (vgl. IV-act. 1-6, 8-1 und 14-2 f.), 

jedoch seit dem 31. Januar 2019 von Dr. med. C.___, Facharzt Allgemeine Innere 

Medizin, bzw. von ihrem Hausarzt Prof. Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeinmedizin 

FMH, zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben worden (vgl. IV-act. 2-1 f. und 1-4). Am 22. 

Februar 2019 hatte auf Zuweisung von Prof. D.___ (vgl. IV-act. 12-2, unten) eine 

Vorstellung bei Dr. med. E.___, Facharzt FMH Handchirurgie, Facharzt FMH 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, stattgefunden. 

Im dazu ergangenen Bericht vom 25. Februar 2019 hatte er die Diagnosen 

generalisierte Schmerzen mit beginnender STT-Arthrose und klinisch beginnender 

Rhizarthrose links mehr als rechts sowie eine Epicondylitis humeri medialis links 

genannt. Weiter hatte er festgehalten, dass die Versicherte die Schmerzen an den 

Händen schon länger kenne. Sie sei bereits im Juni 2016 in einer handchirurgischen 

Sprechstunde gewesen, in welcher eine STT-Arthrose linksbetont diagnostiziert 

worden sei. Vorerst sei ein Termin bezüglich Ellenbogen bzw. Schulter abzuwarten (IV-

act. 16-5). Am 8. März 2019 war die Versicherte bei Dr. med. H.___, Spezialarzt FMH 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vorstellig geworden. Dieser hatte im 

gleichentags erstellten Sprechstundenbericht anamnestisch festgehalten, dass die 

Versicherte seit mehreren Jahren über Schmerzen an den Ellenbogengelenken, neu 

auch an den Schultern klage. Als Diagnosen hatte er eine Epicondylitis humeri medialis 

A.a. 

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und lateralis Ellenbogen rechts mehr als links sowie ein Impingement-Syndrom an 

beiden Schultern mit Bursitis subacromialis festgestellt. Aufgrund kürzlich 

stattgehabter Infiltrationen im Rückenbereich und einer geplanten Infiltration beider 

Daumen bei Sattelgelenksarthrose hatte Dr. H.___ auf weitere Cortikoid-Applikationen 

verzichtet und stattdessen Physiotherapie verordnet. Da die Beschwerden an den 

Händen und am Rücken im Vordergrund gestanden hatten, waren vorerst keine 

weiteren Termine mehr bei ihm vereinbart worden (vgl. IV-act. 15-3 f). Anlässlich einer 

weiteren Sprechstunde bei Dr. E.___ vom 15. März 2019 war eigentlich eine Infiltration 

an den Händen geplant gewesen. Da sich die Versicherte aber nach stattgehabter 

lumbaler Infiltration mit systemischen Nebenwirkungen wie Hautrötung und Schwellung 

sowie Hypertonie vor einer weiteren Infiltration gefürchtet hatte, war vorerst darauf 

verzichtet worden (vgl. IV-act. 16-3).

In einem Bericht an die IV-Stelle vom 25. April 2019 nannte Prof. D.___ als 

Diagnosen eine STT-Arthrose links mehr als rechts (2016), eine Diskushernie L5/S1 

(2018), eine Osteochondrose L5/S1 (2019), eine Epicondylitis humeri radialis (2019) 

sowie ein Impingement beider Schultern mit Bursitis subacromialis (2019). Weiter hielt 

er fest, dass die Erstvorstellung der Versicherten bei ihm am 18. Februar 2019 erfolgt 

sei. Als Funktionsausfälle, welche die Arbeitsfähigkeit einschränkten, nannte er lumbale 

Rückenschmerzen (ziehend bis ins linke Bein), beidseitige Schmerzen an den 

Ellenbogen sowie beidseitige Schmerzen und eine beidseitige Schwellung an der 

Daumenbasis. Er attestierte der Versicherten für sämtliche Tätigkeiten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit, gab jedoch auch an, dass keine Gründe gegen einen sofortigen 

Beginn der Wiedereingliederung sprächen (IV-act. 12-2 f.).

A.b. 

In einem Bericht an die IV-Stelle vom 16. Mai 2019 erklärte Dr. med. I.___, 

Facharzt FMH für Neurochirurgie, die Versicherte sei bei ihm im Jahr 2019 bisher 

zweimalig, am 28. Februar und 21. März, vorstellig geworden. Im Jahr 2017 seien bei 

ihr Lumbalgien aufgetreten. Die damalige MRT-Untersuchung habe eine Diskushernie 

L5/S1 links gezeigt. Durch eine konservative Behandlung sei eine Besserung 

eingetreten. Seit anfangs 2019 bestünden linksseitige Lumboischialgien gemäss dem 

Dermatom S1. Eine erneute MRT-Untersuchung der LWS vom 28. Februar 2019 habe 

eine progrediente Osteochondrose L5/S1, aber eine regrediente Diskushernie L5/S1 

gezeigt. Klinisch bestünden keine Defizite, jedoch mehrere Druckschmerzpunkte, 

A.c. 

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insbesondere an den grösseren Gelenken. Die Rückenbeschwerden und linksseitigen 

Lumboischialgien stünden aktuell nicht im Vordergrund. Aus neurochirurgischer Sicht 

sei eine Wiedervorstellung nur bei Beschwerdeverschlechterung bzw. 

Operationswunsch sinnvoll. Körperlich anstrengende Arbeiten, wie beispielsweise die 

Arbeit in der Reinigung, seien aus neurochirurgischer Sicht nicht zu empfehlen. In der 

angestammten Tätigkeit sei die Versicherte aktuell nicht arbeitsfähig. In einer 

leidensangepassten Tätigkeit sei sie zu 50 % arbeitsfähig. Im Haushalt sei die 

Versicherte nicht eingeschränkt (vgl. IV-act. 17).

In einer Aktenbeurteilung vom 22. Mai 2019 kam der regionale ärztliche Dienst 

(RAD) zum Schluss, dass die Versicherte in einer die Hände schonenden Tätigkeit 

vorerst über eine 50%ige Arbeitsfähigkeit verfüge. Bei einem guten Anforderungsprofil 

sei die Arbeitsfähigkeit steigerungsfähig. Es müsse sich um eine vorwiegend im Sitzen 

auszuübende Tätigkeit handeln, bei welcher beide Arme und Hände geschont würden 

(vgl. IV-act. 18-2).

A.d. 

Am 28. Mai 2019 fand eine weitere Sprechstunde bei Dr. E.___ statt. Im 

entsprechenden Untersuchungsbericht vom 29. Mai 2019 hielt er fest, dass aufgrund 

der anderweitigen Beschwerden eine Kortisonbehandlung durchgeführt worden sei, die 

offenbar auch in der linken Handwurzel einen positiven Effekt gezeigt habe. Die 

Versicherte sei anlässlich der letzten Konsultation schmerzarm gewesen. Aktuell habe 

sie wieder starke Schmerzen. Die Verlaufsröntgenuntersuchung habe passend zur 

Klinik einen Fortschritt der bekannten STT-Arthrose gezeigt. Aktuell könnten daher nur 

eine permanente Stabilisierung mit einer Schiene nach Massgabe der Beschwerden 

oder eine Resektionsarthroplastik empfohlen werden (IV-act. 33-12).

A.e. 

Anlässlich des Assessmentgesprächs mit der Eingliederungsverantwortlichen der 

Invalidenversicherung (IV) vom 5. Juni 2019 erklärte die Versicherte, dass zuerst ihre 

Schmerzen in den Daumengelenken anzugehen seien. Es sei eine Operation mit einem 

Arbeitsausfall von bis zu sechs Monaten geplant. Die Beschwerden an den Händen 

und am Rücken stünden im Vordergrund. Bei guter Gesundheit würde sie in einem 

Pensum von 80 % arbeiten wollen. Aufgrund der aktuellen Beschwerden strebe sie ein 

Pensum von 50-60 % an. Sie erhalte eine Witwenrente und müsste in Zukunft ein 

A.f. 

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Einkommen von mindestens Fr. 2'800.-- bis Fr. 3'000.-- erzielen, um ihren Unterhalt zu 

finanzieren (vgl. IV-act. 21-1 f.).

Am 1. Juli 2019 wurde die Versicherte an der linken Hand operiert (vgl. IV-act. 

21-7, 24-1 und 33-13). Anlässlich einer Verlaufsuntersuchung bei Dr. E.___ vom 18. 

September 2019 zeigte sich postoperativ ein schöner Verlauf mit einer zwar noch 

moderaten Schwellung, jedoch war die Versicherte bereits beschwerdearm. Allerdings 

wies Dr. E.___ im Sprechstundenbericht darauf hin, dass in der Reinigung frühestens in 

einem Monat eine Teilarbeitsfähigkeit zu erwarten sei. In der Regel könne die 

angestammte Tätigkeit erst sechs Monate nach der Operation wieder ausgeübt 

werden. Ein früherer Arbeitseinsatz hätte aber therapeutischen Charakter, da die Hand 

nun zunehmend belastet werden müsse. Dr. E.___ bat Prof. D.___, die Situation an den 

Händen in seine Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit miteinfliessen zu lassen (vgl. IV-act. 

33-14). In einem Telefonat vom 10. Oktober 2019 teilte Dr. E.___ der IV-Stelle mit, dass 

aktuell die linke und später auch die rechte Hand im Vordergrund der diversen 

orthopädischen Probleme stünden. Die am 1. Juli 2019 vorgenommene 

Rekonstruktionsplastik im Bereich des linken STT-Gelenkes bei beginnender 

Rhizarthrose sei zwar gelungen, jedoch werde es vier Monate dauern, bis die 

Versicherte allein aufgrund dieses Eingriffs die Arbeitsfähigkeit wiedererlangen könne. 

Anschliessend werde ein weiterer Eingriff an der rechten Hand erforderlich sein. Bis 

zum Erreichen einer signifikanten Verbesserung der Funktion der Hände würden 

mindestens zwei Jahre verstreichen (IV-act. 24-1). In einem Sprechstundenbericht vom 

7. November 2019 hielt Dr. E.___ fest, dass die Versicherte eine erheblich 

eingeschränkte Beweglichkeit im Daumen zeige. Die Schmerzen würden allerdings als 

noch adäquat im Bereich des vormaligen Sattelgelenkes und des Daumens 

angegeben. Nach den Budapest-Kriterien sei noch nicht oder nicht mehr von einem 

CRPS zu sprechen, jedoch bestehe sicherlich ein Rehabilitationsdefizit. Er empfehle die 

Wiederaufnahme der Handtherapie und bei Bedarf das Tragen einer Neoprenbandage. 

Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 33-6). Im Bericht vom 

11. Dezember 2019 über eine Verlaufskontrolle vom 10. Dezember 2019 hielt Dr. E.___ 

fest, dass seit der Operation nun fast sechs Monate verstrichen seien. Allmählich trete 

eine Besserung ein. Die Opposition gelinge noch nicht ganz vollständig, jedoch könne 

die Versicherte die Hand im Alltag schon wieder ordentlich einsetzen. Die Beschwerden 

A.g. 

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an der rechten Hand seien moderat. Die Röntgenuntersuchung zeige eine kaum 

fortgeschrittene STT-Arthrose. Eine weitere Belastungssteigerung nach Massgabe der 

Beschwerden an beiden Händen sei angezeigt. Offenbar bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit wegen eines Rückenleidens. Er habe kein 

Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgestellt. Er werde die Versicherte gerne zur 

Jahreskontrolle, bei Bedarf natürlich auch früher, sehen (vgl. IV-act. 36-2).

Mit einem Schreiben vom 4. Februar 2020 (vgl. IV-act. 27) informierte Prof. D.___ 

die IV-Stelle über ein aufgetauchtes Nierenproblem und reichte einen Bericht von Dr. 

med. J.___, Fachärztin Nephrologie und Innere Medizin, vom 3. Dezember 2019 ein. 

Darin war unter anderem festgehalten worden, dass die Zuweisung bei wiederholter 

Mikrohämaturie und positiver Familienanamnese auf Oxalose erfolgt sei. Eine 

Oxatalablagerung in den Organen sei aktuell sehr unwahrscheinlich und sicher nicht die 

Ursache der Schulterschmerzen (vgl. IV-act. 28). In einem Zeugnis vom 26. Februar 

2020 attestierte Prof. D.___ der Versicherten für den März 2020 eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten. Als solche seien Tätigkeiten mit 

Wechselbelastungen zu verstehen ohne Heben von schweren Gegenständen (über 5 

kg), ohne Rotationen im Oberkörper (z.B. nicht den ganzen Tag den Boden nass 

aufnehmen) sowie ohne längeres Stehen an den gleichen Stellen (vgl. IV-act. 30). In 

einem Bericht vom 10. März 2020 stellte sich Prof. D.___ auf den Standpunkt, dass der 

Versicherten aktuell weder die angestammte noch eine leidensangepasste Tätigkeit 

zumutbar seien. Als Option zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnte er eine 

eintägige Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in Valens (vgl. IV-act. 

33).

A.h. 

Im Bericht zur Sprechstunde vom 22. Juni 2020 führte Dr. E.___ aus, dass die 

Ergotherapie im Dezember 2019 abgeschlossen worden sei und die Versicherte keine 

Bandage mehr trage. Sie beklage aber noch Restbeschwerden im Bereich des Sattel­

gelenkes. Radiologisch zeige sich eine gut erhaltene Aufhängung und eine ordentliche 

Beweglichkeit. Die Opposition sei fast symmetrisch möglich. Die Versicherte sollte bei 

Bedarf wieder die Bandage tragen. Die Arbeitssituation sei offenbar schwierig, sodass 

die Versicherte und deren Arbeitgeberin von einer dauerhaften Arbeitsunfähigkeit 

ausgehen würden. Inwiefern diesbezüglich weitere Massnahmen erfolgt seien und 

weshalb die Handtherapie nicht weitergeführt oder wenigstens ein Versuch mit einer 

A.i. 

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Bandage unternommen worden sei, sei unklar. Eine periodische Kontrolle sei in einem 

Jahr geplant. Vielleicht habe sich dann die Situation an der rechten Hand verändert. 

Aktuell bestehe diesbezüglich kein Handlungsbedarf (vgl. IV-act. 37-1; zu einer 

eingeholten Zweitmeinung bzgl. Hände vgl. IV-act. 38-11).

In einem Bericht vom 6. Juli 2020 (vgl. IV-act. 38-2 ff.) erklärte Prof. D.___, dass 

grundsätzlich eine unveränderte Situation vorliege. Noch immer bestünden Schulter- 

und Handschmerzen. Betreffend Schulterproblematik sei Ende Mai 2020 eine 

Infiltration durchgeführt worden, welche nur zu einer leichten, partiellen Linderung der 

Schmerzen geführt habe. Die Beweglichkeit sei noch immer eingeschränkt. Von Dr. 

H.___ sei eine operative Intervention empfohlen worden, wozu die Versicherte jedoch 

noch immer nicht bereit sei (zum Sprechstundenbericht von Dr. H.___ vom 24. Juni 

2020 vgl. IV-act. 38-10; zur durchgeführten MRT-Untersuchung vom 20. Mai 2020 vgl. 

IV-act. 41-7). In der Sprechstunde vom 1. Juli 2020 habe die Versicherte ihm, Prof. 

D.___, mitgeteilt, dass sie mit diesen Schmerzen leben könne (vgl. IV-act. 38-2). In der 

angestammten Tätigkeit bestehe noch immer keine Arbeitsfähigkeit, in einer 

leidensangepassten Tätigkeit, bei welcher die Versicherte keine schweren Gewichte 

heben müsse, sei sie teilarbeitsfähig mit verminderter Leistungsfähigkeit (vgl. IV-act. 

38-4 f.).

A.j. 

Nach Erhalt des Berichts zur MRT-Untersuchung des linken Handgelenks vom 24. 

August 2020 (vgl. IV-act. 41-5) kam Prof. D.___ in einem Bericht vom 27. August 2020 

zum Schluss, dass es der Versicherten aktuell unmöglich sei, ihrer bisherigen Tätigkeit 

nachzugehen. Eine leidensangepasste Tätigkeit mit kompletter Schonung der Hände 

wäre allenfalls in einem Teilzeitpensum möglich. Eine Tätigkeit zu finden, in welcher die 

Hände nicht benötigt würden, sei allerdings schwierig (vgl. IV-act. 41-2 ff.).

A.k. 

Mit Mitteilung vom 10. September 2020 wies die IV-Stelle das Begehren der 

Versicherten um berufliche Massnahmen ab, da aufgrund des Gesundheitszustandes 

aktuell keine beruflichen Massnahmen möglich seien (vgl. IV-act. 47).

A.l. 

Mit Mitteilung vom 12. Januar 2021 zeigte die IV-Stelle der Versicherten die 

Durchführung einer orthopädischen Begutachtung an (vgl. IV-act. 56). Am 23. Februar 

2021 fand diese bei Dr. med. K.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

A.m. 

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Traumatologie des Bewegungsapparates, zertifizierter med. Gutachter SIM, L.___ AG, 

statt (vgl. IV-act. 59-1). Im Gutachten vom 24. Februar 2021 (zum Datum der Erstellung 

vgl. IV-act. 59-1) nannte Dr. K.___ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit: eine Funktionsstörung des linken Handgelenkes bei nachgewiesener 

speichenwärts betonter Handgelenksarthrose und operierter Rhizarthrose, geringe 

Funktionsstörungen des rechten Handgelenkes bei radiologisch nachweisbaren 

Aufbrauchveränderungen im Daumensattelgelenk und geringe Funktionsstörungen 

beider Schultergelenke und Ellenbogengelenke bei Ansatzreizungen der dort 

inserierenden Muskulatur (IV-act. 59-14). Sodann kam Dr. K.___ zum Schluss, dass in 

der angestammten Tätigkeit als Reinigungsfrau seit der Handoperation vom 1. Juli 

2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Aus der Zeit vor dem 1. Juli 2019 lägen 

keine aussagekräftigen Befunde vor, die eine Arbeitsunfähigkeit in relevantem Ausmass 

begründen könnten. In einer leidensangepassten Tätigkeit (kein Heben, Tragen und 

Greifen von Lasten über 5 kg, keine manuellen Tätigkeiten mit Greifen und Halten von 

Gegenständen mit einem Gewicht von über 5 kg, kein häufiges Bücken und keine 

Überkopftätigkeiten) habe mit einer therapiebedingten Unterbrechung mit 100%iger 

Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 2019 infolge der 

Handoperation seit jeher eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden (vgl. IV-act. 59-17 

f.). Im Haushalt habe die Versicherte keine bedeutsamen Einschränkungen 

hinzunehmen. Eventuell auftretende Beschwerden könnten durch eine breite Palette 

von angebotenen ergonomischen Hilfsmitteln kompensiert werden. Gegebenenfalls sei 

für die Einzeltätigkeiten ein erhöhter Zeitbedarf anzusetzen (vgl. IV-act. 59-19 f.). In 

einer Aktenbeurteilung vom 6. April 2021 bezeichnete der RAD das monodisziplinäre 

orthopädische Gutachten als umfassend, widerspruchsfrei sowie fachlich untadelig. 

Die auf einer sauberen Abklärung beruhenden versicherungsmedizinischen 

Konklusionen seien nachvollziehbar, sodass auf das Gutachten abgestellt werden 

könne (vgl. IV-act. 60).

Mit Vorbescheid vom 20. April 2021 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 12.37 % 

(Teilinvaliditätsgrad Erwerb von 12.37 % und Teilinvaliditätsgrad Hausfrau von 0 %) in 

Aussicht. Die Versicherte wurde als im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig eingestuft 

(vgl. IV-act. 63).

A.n. 

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B.  

Gegen diesen Vorbescheid erhob die Versicherte am 11. Mai 2021 einen Einwand, 

in welchem sie geänderte Gesundheitsverhältnisse geltend machte. Die IV-Stelle habe 

vorwiegend die Einschränkungen an der linken Hand und am linken Arm beurteilt. 

Inzwischen sei auch die rechte Hand durch die Arthrose stark betroffen (vgl. IV-act. 65). 

Sie legte ihrem Einwand ein Zeugnis von Prof. D.___ vom 26. April 2021 bei, wonach im 

Mai 2021 für leidensangepasste Tätigkeiten eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe 

(vgl. IV-act. 66; zum Zeugnis für den Juni 2021 vgl. IV-act. 70). Auf eine entsprechende 

Aufforderung der IV-Stelle (vgl. IV-act. 67) wurde am 28. Mai 2021 ein Bericht von Dr. 

E.___ vom 19. Mai 2021 eingereicht. In diesem waren die Diagnosen STT-Arthrose 

rechts, Arthritis Pisotriquetralgelenk Hand rechts, Arthrose zwischen Os scaphoideum 

und Os trapezoideum Hand links bei Status nach Resektionsarthroplastik Sattelgelenk 

links vom 1. Juli 2019 sowie Verdacht auf eine Tendovaginitis stenosans Dig V Hand 

rechts aufgezählt worden. Weiter hatte Dr. E.___ ausgeführt, dass sich in der von Prof. 

D.___ zwischenzeitlich veranlassten MRT-Untersuchung neben der bekannten STT-

Arthrose auch Zeichen einer Pisotriquetralarthrose oder wenigstens einer Arthritis 

hätten finden lassen. Im Pisotriquetralgelenk wäre eine Kortisoninfiltration möglich. Am 

STT-Gelenk könnten lediglich eine weitere Ruhigstellung oder die 

Resektionsarthroplastik angeboten werden. Aktuell zeige sich die Versicherte für eine 

Intervention wenig offen, weshalb nur die Ruhigstellung und Schonung bleibe (vgl. IV-

act. 69). In einer Aktenbeurteilung vom 14. Juni 2021 kam der RAD zum Schluss, dass 

die eingereichten Berichte keine Befunde enthielten, welche die gutachterliche 

Einschätzung wesentlich zu verändern vermöchten (vgl. IV-act. 71).

A.o. 

Mit Verfügung vom 15. Juni 2021 wies die IV-Stelle das Rentengesuch der 

Versicherten ab (vgl. IV-act. 72).

A.p. 

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. Gallen, am 14. Juli 2021 

Beschwerde (vgl. act. G 1). Sie beantragte, die Verfügung vom 15. Juni 2021 sei 

aufzuheben und ihr sei eine halbe Rente zuzusprechen. Eventualiter sei durch das 

Gericht beim asim oder der Medas eine Begutachtung durchführen zu lassen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der IV-Stelle (nachfolgend: 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente.

2.  

Beschwerdegegnerin) (vgl. act. G 1 S. 2). Der Beschwerde wurden zwei Berichte der 

Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG zu 

Untersuchungen vom .___ September und .___ Oktober 2020 (vgl. act. G 1.4 f.) sowie 

ein Bericht über eine CT-Untersuchung der Nasennebenhöhlen vom 13. April 2021 (vgl. 

act. G 1.3) beigelegt.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 28. September 2021 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (vgl. act. G 4). Zusammen mit 

ihrer Beschwerdeantwort reichte sie eine Stellungnahme des RAD vom 27. September 

2021 ein (vgl. act. G 4.1).

B.b. 

In ihrer Replik vom 26. November 2021 hielt die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest (vgl. act. G 8).

B.c. 

In ihrer Duplik vom 11. Januar 2022 hielt die Beschwerdegegnerin an dem in der 

Beschwerdeantwort gestellten Antrag unverändert fest (vgl. act. G 10).

B.d. 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

2.1. 

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Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen 

Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist bei einer im Gesundheitsfall 

vollzeiterwerbstätigen Person grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu 

ermitteln (vgl. Art. 16 ATSG). Wenn eine versicherte Person auch ohne die 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht voll, sondern nur teilerwerbstätig gewesen wäre, ist 

der Invaliditätsgrad gemäss der langjährigen Praxis des Bundesgerichts nicht anhand 

eines reinen Einkommensvergleichs (vgl. Art. 16 ATSG) zu berechnen, sondern anhand 

der gemischten Methode. Hierbei ist der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der 

Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 

zu bemessen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; BGE 141 V 20 f. E. 3.2). Ob eine versicherte 

Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig 

einzustufen ist, ergibt sich gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus der 

Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 

gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 

2019, 8C_820/2018, E. 3.2).

In der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin die 

Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall zu 80 % erwerbstätig und zu 20 % als 

Hausfrau eingestuft (vgl. IV-act. 72). Diese Qualifikation hat die Beschwerdeführerin 

erstmals in ihrer Replik bemängelt. Sie hat geltend gemacht, ihr Pensum infolge 

gesundheitlicher Probleme per .___ November 2016 von 100 % auf 80 % reduziert zu 

haben. Einerseits hat sie behauptet, sie habe ihr Pensum per .___ November 2016 

aufgrund der Probleme am Bewegungsapparat reduzieren müssen, da die Arbeit als 

Reinigungskraft eine zu hohe physische Belastung dargestellt habe. Andererseits hat 

sie vorgebracht, sie habe den Vollzeitjob möglicherweise auch aufgrund ihres 

Blutdruckes aufgegeben, um sich zu schonen. Die Blutdruckprobleme habe sie bereits 

in der IV-Anmeldung erwähnt. Sinngemäss beantragt die Beschwerdeführerin also die 

Einstufung als im Gesundheitsfall Vollerwerbstätige (vgl. act. G 8 S. 3).

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Duplik zutreffend darauf hingewiesen, dass 

die Beschwerdeführerin in ihrer IV-Anmeldung vom 8. April 2019 zwar als 

gesundheitliche Beeinträchtigung einen seit anfangs 2016 bestehenden Bluthochdruck 

angegeben habe, als Zeitpunkte des Beginns der Beschwerden jedoch erst den 

Sommer 2017 (vgl. IV-act. 1-6) und der Arbeitsunfähigkeit den 31. Januar 2019 (vgl. IV-

act. 1-4) angegeben habe. Aus den medizinischen Unterlagen gehe sodann hervor, 

dass die Beschwerdeführerin unter regelmässiger Einnahme eines Antihypertensivums 

einen Blutdruck im normalen Bereich habe (vgl. IV-act. 28). Zu Recht hat die 

Beschwerdegegnerin auch ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe anlässlich des 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/19

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3.  

Assessmentgesprächs vom 5. Juni 2019 (vgl. IV-act. 21) angegeben, ihre Arbeitsstelle 

aus persönlichen Gründen (…) gewechselt zu haben und auch im Gesundheitsfall in 

einem Pensum von 80 % arbeiten zu wollen. Aufgrund der Witwenrente und der 

anlässlich des Assessmentgesprächs gemachten Angaben zu den 

Lebensunterhaltskosten sei denn auch anzunehmen, dass ihr die Bestreitung des 

Lebensunterhaltes mit einem Pensum von 80 % ohne weiteres möglich wäre (zum 

Ganzen vgl. act. G 10 S. 2).

Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen ist die Annahme der 

Beschwerdegegnerin, wonach die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 80 % 

erwerbstätig und zu 20 % im Haushalt tätig wäre, nicht zu beanstanden.

2.4. 

Die Beschwerdegegnerin stützt sich zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin sowohl hinsichtlich des Erwerbsteils (Gewichtung 80 %) als auch 

hinsichtlich des Aufgabenbereichs (Gewichtung 20 %) auf die gutachterliche 

Einschätzung von Dr. K.___ vom 24. Februar 2021 (vgl. IV-act. 72; vgl. act. G 4 und 10). 

Dieser hat der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als 

Reinigungsfachfrau seit dem 1. Juli 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. 

Für eine optimal leidensangepasste Tätigkeit ist er jedoch - abgesehen von einer 

vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 1. Juli bis 31. Dezember 

2019 - von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Auch für den 

Aufgabenbereich Haushalt hat Dr. K.___ keine quantitative Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit angenommen (vgl. IV-act. 59-17 ff.).

3.1. 

Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 und 115 V 134 E. 2). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/19

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Die Beschwerdeführerin bestreitet den Beweiswert des Gutachtens von Dr. K.___. 

Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nur ein 

monodisziplinäres orthopädisches Gutachten eingeholt habe. Ihr heterogenes, teils 

asymptomatisches Beschwerdebild lasse erahnen, dass die Ursachen ihrer 

Beschwerden nicht ausschliesslich orthopädischer Natur seien, sondern partiell auch 

psychosomatisch bedingt sein könnten. Die bei ihr diagnostizierten Leiden seien zwar 

zweifelsfrei schmerzhaft und führten zu Einschränkungen der Beweglichkeit und 

Belastbarkeit. Die diagnostizierten Krankheiten alleine könnten jedoch ihr ausgeprägtes 

Leiden nicht ausreichend erklären. Beispielsweise habe die Infiltration im Rahmen der 

Behandlung der Arthrose an der linken Hand zu keiner Besserung geführt. Auch die 

Trapezoidektomie habe die Schmerzen an der linken Hand nicht lindern können, 

obwohl die Operation komplikationslos verlaufen sei und zwei Ärzte unabhängig 

voneinander von einem guten Heilungsverlauf ausgegangen seien. Folglich sei es 

wahrscheinlich, dass sie an einer somatoformen Störung leide. Diese habe sich wohl 

mit zunehmender Dauer der Krankheit entwickelt (vgl. act. G 1 S. 4 f.). Ausserdem 

befinde sie sich aktuell in Behandlung bei einem Neurologen. Dieser führe 

Schmerzbehandlungen mit chinesischer Medizin, Akupunktur und Strom durch. Durch 

diese Behandlungen habe sich eine Beschwerdebesserung eingestellt. Daher gehe sie 

davon aus, dass bei ihr ein neurologisches Problem vorliege. Folglich hätte sie auch 

neurologisch abgeklärt werden müssen (vgl. act. G 8 S. 4).

3.3. 

Zunächst ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin die orthopädische 

Begutachtung angezeigt worden ist (vgl. IV-act. 56). Wäre sie bereits damals der 

Ansicht gewesen, dass eine weitere Fachdisziplin notwendig gewesen wäre, hätte sie 

dies geltend machen können, was sie nicht getan hat (vgl. IV-act. 56 ff.). Folglich hat 

sie sich damals mit der monodisziplinären orthopädischen Begutachtung 

stillschweigend einverstanden erklärt. Aufgrund der Aktenlage ist es sodann 

nachvollziehbar, dass sich die Beschwerdegegnerin für eine monodisziplinäre 

orthopädische Begutachtung entschieden hat. Im hausärztlichen Bericht von Prof. 

D.___ vom 25. April 2019 sind die Diagnosen STT-Arthrose, Diskushernie, 

Osteochondrose, Epicondylitis humeri radialis sowie Impingement beider Schultern mit 

Bursitis subacromialis aufgeführt worden. Als Funktionseinschränkungen hat er 

lumbale Rückenschmerzen (ziehend bis ins linke Bein), beidseitige Schmerzen an den 

Ellenbogen sowie beidseitige Schmerzen und eine beidseitige Schwellung an der 

Daumenbasis angegeben (vgl. IV-act. 12-2 f.). Am 6. Juli 2020 hat Prof. D.___ weiterhin 

von Schulter- und Handschmerzen sowie Beschwerden an den Ellenbogen berichtet 

(vgl. IV-act. 38-2). Psychische, psychosomatische oder neurologische Probleme hat er 

nicht angesprochen. Es ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass er als intensiv mit 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/19

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der Beschwerdeführerin befasster Hausarzt einen allfälligen weiteren Abklärungsbedarf 

erkannt und das Nötige oder Sinnvolle in die Wege geleitet hätte. Auch die übrige 

Aktenlage deutet in erster Linie auf orthopädische Probleme hin. Berichte von 

Neurologen oder Psychologen finden sich in den Akten, soweit ersichtlich, nicht. 

Anlässlich des Assessmentgesprächs vom 5. Juni 2019 hat die Beschwerdeführerin 

auch selber angegeben, die Beschwerden an den Händen und am Rücken stünden im 

Vordergrund. Psychische Probleme oder darauf hindeutende subjektive 

Beeinträchtigungen hat auch sie nicht erwähnt (vgl. IV-act. 21-1 f.; vgl. dazu auch die 

RAD-Stellungnahme vom 27. September 2021 in act G 4.1). Schliesslich räumt die 

Beschwerdeführerin auch in ihrer Beschwerde ein, dass sie sich bis zur Begutachtung 

nie in psychologischer Behandlung befunden und keine depressiven Verstimmungen 

aufgewiesen habe (vgl. act. G 1 S. 4 f.). Auch nach der Begutachtung ist keine 

psychologische oder neurologische Behandlung dokumentiert. Zwar hat die 

Beschwerdeführerin in der Replik vorgebracht, sich bei einem Neurologen in 

Behandlung zu befinden, ohne jedoch entsprechende Berichte einzureichen oder 

neurologische Diagnosen anzugeben (vgl. act. G 8 S. 4). Der Beschwerdegegnerin ist 

darin zuzustimmen, dass nicht allein aufgrund einer von der Beschwerdeführerin 

behaupteten und als wirksam empfundenen alternativen Behandlung (chinesische 

Medizin, Akupunktur und Strom) durch einen Neurologen auf das Vorliegen einer 

neurologischen Gesundheitsschädigung geschlossen werden kann (vgl. act. G 10 S. 3). 

Gleiches gilt für die von der Beschwerdeführerin bzw. deren Rechtsvertreter 

angestellten Mutmassungen über eine aus ihrer Sicht denkbare somatoforme Störung 

(vgl. act. G 1 S. 5). Diesbezüglich ist unter Hinweis auf die RAD-Stellungnahme vom 27. 

September 2021 (vgl. act. G 4.1) auch anzumerken, dass die fehlende 

Beschwerdebesserung durch bisher durchgeführte Therapien nicht automatisch belegt, 

dass eine andere, namentlich eine psychische, gesundheitliche Einschränkung 

vorliegen muss. Dazu gilt es schliesslich auch zu berücksichtigen, dass Dr. K.___ im 

Rahmen seiner Begutachtung keine Notwendigkeit für den Beizug einer weiteren 

Fachdisziplin gesehen hat (vgl. IV-act. 59). Anhaltspunkte dafür, dass eine 

Begutachtung in weiteren Disziplinen erforderlich wäre, liegen nicht vor. Sollten in 

weiteren Untersuchungen neue gesundheitliche Probleme entdeckt werden, steht es 

der Beschwerdeführerin selbstverständlich offen, sich erneut bei der 

Beschwerdegegnerin anzumelden.

Weitere konkrete Einwände gegen das orthopädische Gutachten von Dr. K.___ hat 

die Beschwerdeführerin nicht erhoben (vgl. act. G 1 und 8). Nicht ersichtlich ist, was die 

Beschwerdeführerin mit ihren Vorbringen, wonach die Arbeitsfähigkeitsschätzung von 

Dr. I.___ vom 16. Mai 2019 (vgl. IV-act. 17) nur mit Vorsicht zu geniessen sei und die 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/19

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4.  

RAD-Beurteilung vom 22. Mai 2019, in welcher ihr eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert worden sei (vgl. IV-act. 18-2), auf einer unvollständigen Würdigung des 

medizinischen Sachverhaltes beruhe, zu ihren Gunsten ableiten will (vgl. act. G 8 S. 3 

f.). Diese beiden Beurteilungen sind beide vor der Erstellung des Gutachtens 

entstanden (zum Datum der Gutachtenserstellung vom 24. Februar 2021 vgl. IV-act. 

59-1) und haben offensichtlich vorläufige Einschätzungen dargestellt (act. 17-3, Ziff. 2.7 

und act. 18-2). Die Beschwerdegegnerin hat sich im Übrigen bei der Ablehnung des 

Rentenanspruchs nicht auf diese gestützt (vgl. IV-act. 72).

Das orthopädische Gutachten, auf welches die Beschwerdegegnerin abgestellt hat 

(vgl. IV-act. 72; vgl. act. G 4 und 10), beruht auf eigenständigen Abklärungen und ist in 

Berücksichtigung der medizinischen Vorakten sowie der geklagten Beschwerden 

erstellt worden. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche 

Tatsachen im Gutachten nicht berücksichtigt worden wären (vgl. IV-act. 59). Auch der 

RAD ist in seiner Aktenbeurteilung vom 6. April 2021 zum Schluss gekommen, dass 

das monodisziplinäre orthopädische Gutachten als umfassend, widerspruchsfrei sowie 

fachlich untadelig zu bezeichnen sei (vgl. IV-act. 60). Die gutachterliche Einschätzung, 

wonach in der angestammten Tätigkeit seit der Handoperation vom 1. Juli 2019 eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit, in leidensangepassten Tätigkeiten nach einer operativ 

bedingten 100%igen Arbeitsunfähigkeit im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2019 

jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit und auch im Haushalt eine in quantitativer Hinsicht 

uneingeschränkte Leistungsfähigkeit vorliege (vgl. IV-act. 59-17 ff.), leuchtet in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Auf diese gutachterliche Einschätzung kann folglich 

abgestellt werden.

3.6. 

Weiter bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei für sie unvorstellbar, in welcher 

Tätigkeit sie die ihr medizinisch theoretisch attestierte volle Arbeitsfähigkeit praktisch 

verwerten könne (vgl. act. G 8 S. 4).

4.1. 

Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ist unter 

Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bestimmen. Der Begriff des 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und 

abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 

V 70 f. E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem 

Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen 

Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen 

4.2. 

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5.  

offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 

110 V 276 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 

2.2; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 3. Dezember 2003, I 

349/01, mit Hinweisen). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen mit einem 

sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden kann (Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2.2 mit Hinweis auf 

Urteil vom 29. August 2007, 9C_95/2007, E. 4.3). Von einer Arbeitsgelegenheit kann 

allerdings nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so 

eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch 

nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden 

Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts 

vom 28. April 2010, 8C_1050/2009, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen).

Als leidensangepasste Tätigkeiten hat Dr. K.___ Tätigkeiten ohne Heben, Tragen 

und Greifen von Lasten über 5 kg, ohne manuelle Tätigkeiten mit Greifen und Halten 

von Gegenständen mit einem Gewicht von über 5 kg, ohne häufiges Bücken und ohne 

Überkopfarbeiten bezeichnet (vgl. IV-act. 59-18). Es ist davon auszugehen, dass der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt, wie er soeben umschrieben worden ist, Tätigkeiten, die 

dem Zumutbarkeitsprofil der Beschwerdeführerin entsprechen, bereithält. Zu denken 

ist beispielsweise an leichte Kontroll- oder Sortiertätigkeiten. Von einer 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, die praxisgemäss nicht leichthin 

angenommen wird, ist somit nicht auszugehen.

4.3. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades im Erwerbsbereich wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Entscheidend 

für den Einkommensvergleich sind grundsätzlich die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

Beginns des Rentenanspruchs (vgl. BGE 129 V 222).

5.1. 

Die Anmeldung der Beschwerdeführerin ist bei der Beschwerdegegnerin am 10. 

April 2019 eingegangen (IV-act. 1-1). Der früheste Beginn eines allfälligen 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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Rentenanspruchs im Sinne von Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG fällt somit auf den 1. Oktober 

2019. Das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist zu diesem Zeitpunkt allerdings 

noch nicht verstrichen gewesen, da die Arbeitsunfähigkeit gemäss dem Gutachten von 

Dr. K.___ erst ab dem 1. Juli 2019 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen 

ist (vgl. E. 3.6). Unter Berücksichtigung des Wartejahres fällt der frühestmögliche 

Rentenbeginn somit auf den 1. Juli 2020 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. 29 Abs. 3 IVG). 

Für den Einkommensvergleich massgebend ist somit das Jahr 2020. Dies wäre auch 

dann der Fall, wenn man für den Beginn des Wartejahres auf die echtzeitlichen 

Krankschreibungen der Dres. C.___ und D.___ ab 31. Januar 2019 (IV-act. 2; 12-2; vgl. 

für das Fortdauern auch die Einschätzung von Dr. I.___ in IV-act. 17-3) abstellen würde 

(Ablauf des Wartejahres und frühestmöglicher Rentenbeginn im Januar 2020). Da 

vorliegend ein vor dem 1. Januar 2022 beginnender Rentenanspruch im Streit liegt, 

finden die am gleichen Tag in Kraft getretenen Anpassungen im IVG sowie in der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) keine Anwendung (siehe 

das Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen über Invalidität und 

Rente in der Invalidenversicherung, gültig ab 1. Januar 2022, Rz. 9100 ff.).

Für das Valideneinkommen ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns hätte verdienen können, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 

ATSG; BGE 135 V 59 E. 3.1 und 139 V 30 E. 3.3.2, je mit Hinweisen). Ausgehend von 

dem für das Jahr 2018 im Auszug der Sozialversicherungsanstalt (SVA) des Kantons 

St. Gallen aus dem individuellen Konto der Beschwerdeführerin aufgeführten 

Jahreseinkommen von Fr. 51'649.-- (vgl. IV-act. 8-1) hat die Beschwerdegegnerin 

hochgerechnet auf ein Pensum von 100 % (vgl. Art. 27  Abs. 2 lit. a IVV) ein 

Valideneinkommen von jährlich Fr. 64'561.-- ermittelt (vgl. IV-act. 61-1, 63-2 und 72-2), 

was grundsätzlich nicht zu beanstanden ist. Angepasst an die Indexierung bis zum 

Jahr 2020 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 65'789.85 (Fr. 64'561.-- / 2732 x 

2784; vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der 

Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2020).

5.3. 

bis

Für die Ermittlung des Invalideneinkommens hat die Beschwerdegegnerin sodann 

zu Recht auf den Medianlohn der schweizerischen Lohstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik (LSE) für die im Kompetenzniveau 1 beschäftigten Frauen 

abgestellt, da keine Umschulung durchgeführt worden ist (und eine solche weder 

beantragt worden ist noch mit Blick auf die Gesamtsituation realistisch erscheint) und 

die Beschwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf nicht mehr tätig sein kann. Den 

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

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6.  

LSE-Werten folgend ergibt sich unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

bis ins Jahr 2020 für ein Pensum von 100 % (bei einer betriebsüblichen wöchentlichen 

Arbeitszeit von 41.7 Stunden) ein Jahreseinkommen von Fr. 55'722.-- (vgl. Anhang 2 

der von der Informationsstelle AHV/IV herausgegebenen Gesetzesausgabe 

"Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts", Ausgabe 

2022). Gründe, die einen Tabellenlohnabzug erforderlich machen, sind, soweit 

ersichtlich, nicht geltend gemacht worden (vgl. act. G 1 und 8) und sind auch nicht 

erkennbar.

Bei einer Gegenüberstellung von Valideneinkommen (Fr. 65'789.85) und 

Invalideneinkommen (Fr. 55'722.--) resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 10'067.85 

und ein Invaliditätsgrad von gerundet 15.3 % (Fr. 10'067.85 x 100 / Fr. 65'789.85). Der 

für den Teilbereich Erwerb errechnete Invaliditätsgrad ist schliesslich noch 

entsprechend dem für den Erwerbsbereich anzunehmenden Pensum zu gewichten. Bei 

einer Gewichtung des Erwerbsbereichs von 80 % und einem Teilinvaliditätsgrad im 

Erwerbsbereich von 15.3 % ergibt sich ein gewichteter Teilinvaliditätsgrad von 12.24 % 

(80 x 15.3 / 100). Die leichte Abweichung von dem von der Beschwerdegegnerin 

errechneten Teilinvaliditätsgrad von 12.37 % (vgl. IV-act. 72-2) dürfte darauf 

zurückzuführen sein, dass die Beschwerdegegnerin die Jahreslöhne nicht bis zum Jahr 

2020 indexiert hat.

5.5. 

Im Haushaltsbereich besteht entsprechend der gutachterlichen Einschätzung keine 

quantitative Einschränkung (vgl. E. 3.6). Folglich beträgt der Teilinvaliditätsgrad im 

Aufgabenbereich 0 %. Gleiches gilt für den entsprechend dem Pensum von 20 % 

gewichteten Teilinvaliditätsgrad.

5.6. 

Zusammenfassend resultiert bei der Anwendung der gemischten Methode für die 

Zeit ab dem Juli 2020 (frühestmöglicher Rentenbeginn; vgl. E. 5.2) ein Invaliditätsgrad 

von rund 12 %. Folglich hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht 

verneint.

5.7. 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen die angefochtene Verfügung 

abzuweisen.

6.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in 

6.2. 

bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; der in 

gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird angerechnet.

der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen, jedoch sind sie durch den in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss bereits gedeckt.

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

6.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.04.2022
	Art. 28 IVG: Beweiswert eines monodisziplinären orthopädischen Gutachtens bejaht. Anhaltspunkte dafür, dass eine Begutachtung in weiteren Disziplinen erforderlich wäre, liegen nicht vor. Einkommensvergleich (gemischte Methode). Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht abgelehnt. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. April 2022, IV 2021/135).

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