# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9496e4c8-e8dd-527f-9741-1a8af4295cf8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 23.01.2024 R 2023 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2023-29_2024-01-23.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 23 29

5. Kammer 

Vorsitz Brun

RichterIn Audétat und Pedretti

Aktuar Gross

URTEIL       

vom 23. Januar 2024 

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Gian Luca Peng, Caviezel Partner,

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____,

Beschwerdegegnerin 

und

Amt für Raumentwicklung Graubünden, 

Beschwerdegegner 1

und

- 2 -

C._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg, SwissLegal Lardi & 

Partner,

Beschwerdegegner 2

betreffend Baueinsprache

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. C._____ (Bauherr) führt auf seiner Parzelle 1280, B._____, einen 

landwirtschaftlichen Betrieb. Vor einiger Zeit hat er die Milchwirtschaft 

aufgegeben und auf die Jungviehaufzucht und Pferdehaltung umgestellt. 

Zu diesem Zweck hat er im Inneren des bestehenden Stallgebäudes 

verschiedene (kleinere) Um- und Einbauten vorgenommen, einen 

Roundpen südwestlich des Stallgebäudes und südöstlich, am Stall 

angrenzend, einen Allwetterauslauf erstellt. Zudem will er nördlich, auf der 

angrenzenden (Fremd-)Parzelle 1279, einen Reitplatz mit zwei 

Beleuchtungskörpern errichten, wobei er die Hauptarbeiten inzwischen 

vollendet hat. Dieser soll zur Bewegung der Pensionspferde dienen, 

soweit sie sich nicht auf den Wegen der Umgebung oder auf der Alp 

befinden.

2. Mit BAB-Gesuch Nr. 2020-0581 vom 10. April 2020 ersuchte der Bauherr 

u.a. um Bewilligung der obgenannten Zweckänderung und Realisierung 

des Reitplatzes; die in diesem BAB-Gesuch zusätzlich um Bewilligung 

ersuchten Bauvorhaben [Roundpen und Allwetterauslauf] wurden im 

Rahmen des weiteren BAB-Gesuchs vom 29. April 2021 mit BAB-

Bewilligung vom 26. Januar 2022 genehmigt.

3. Nach Einholung der Stellungnahmen verschiedener Ämter, erteilte das 

Amt für Raumentwicklung Graubünden (ARE) mit Entscheid vom 10. 

Februar 2023 nachträglich unter Auflagen die BAB-Bewilligung für die 

Nutzungsänderung und die Neuerstellung des Reitplatzes und wies die 

von der Nachbarin, A._____ (Eigentümerin der Parzelle 1340), erhobene 

Einsprache ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.

4. Mit Baubescheid Nr. 16/20 vom 13. März 2023 erteilte der 

Gemeindevorstand B._____ die Baubewilligung unter Bedingungen und 

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Auflagen. Die BAB-Bewilligung mit Einspracheentscheid Nr. 2020-0581 

vom 10. Februar 2023 wurde als integrierender Bestandteil des 

Baubescheids erklärt. 

5. Gegen die BAB-Bewilligung und den Baubescheid erhob A._____ (fortan 

Beschwerdeführerin) am 28. April 2023 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht und verlangte deren Aufhebung. Die BAB-Bewilligung 

und die Baubewilligung seien nicht zu erteilen. Der Beschwerde sei die 

aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. Im Wesentlichen machte sie 

geltend, durch die unterlassene Zustellung der Stellungnahmen diverser 

Ämter an die Beschwerdeführerin sei das rechtliche Gehör verletzt 

worden. Der angefochtene Entscheid sei bereits aus diesem Grund 

aufzuheben. Es fehle ein Betriebskonzept, das darüber Aufschluss gebe, 

ob die geplante Änderung der Bewirtschaftung des 

Landwirtschaftsbetriebs betriebswirtschaftlich sinnvoll sei. Der Reitplatz 

sei nicht betriebsnotwendig, da sich die Pferde während der 

Sommermonate auf der Alp aufhielten und ansonsten auf den Reitwegen 

in der Umgebung bewegt würden. Sollte die Notwendigkeit des Reitplatzes 

bejaht werden, seien die entsprechenden Immissionen auf die Parzelle der 

Beschwerdeführerin zu berücksichtigen. Insbesondere sei ein 

Beleuchtungskonzept sowie ein Geruchs- und Lärmgutachten zu erstellen. 

Erst dann könne im Rahmen einer umfassenden Interessenabwägung 

beurteilt werden, ob der geplanten Anlage keine überwiegenden 

Interessen der Beschwerdeführerin entgegenstünden. Das Bauvorhaben 

sei auf den streitbetroffenen Parzellen unmittelbar vor einem ruhigen 

Wohnquartier mit Empfindlichkeitsstufe (ES) II unhaltbar. 

6. Nachdem der Bauherr mit den Bauarbeiten für den Reitplatz begonnen 

hatte, beantragte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 5. Mai 2023 

die superprovisorische Erteilung der aufschiebenden Wirkung. Diese 

gewährte der damals zuständige Instruktionsrichter am 8. Mai 2023. 

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7. In der Stellungnahme vom 12. Mai 2023 wies die Gemeinde (fortan 

Beschwerdegegnerin) insbesondere darauf hin, im angefochtenen 

Baubescheid sei festgehalten worden, dass während der Dauer eines 

allenfalls eingeleiteten Beschwerdeverfahrens mit dem Bau nicht 

begonnen werden dürfe. Daher sei nicht zusätzlich eine aufschiebende 

Wirkung anzuerkennen. Aufgrund der vorgenommenen Bautätigkeit habe 

die Beschwerdegegnerin am 9. Mai 2023 mündlich einen Baustopp 

verfügt. Die entsprechende Verfügung erging schriftlich am 16. Mai 2023.

8. In der Vernehmlassung vom 12., resp. 16. und 30. Mai 2023 beantragten 

das ARE (Beschwerdegegner 1), die Beschwerdegegnerin und der 

Bauherr C._____ (Beschwerdegegner 2) die Abweisung der Beschwerde 

und bestritten die Rügen der Beschwerdeführerin. 

9. Zur aufschiebenden Wirkung führte der Beschwerdegegner 2 im 

Wesentlichen aus, damit die Pferdebesitzer weiterhin auf seinem Hof die 

Pferde in Pension geben, sei das Vorhandensein eines Reitplatzes 

wichtig. Nachdem das Bauvorhaben seit über drei Jahren pendent sei, sei 

für ihn ein weiteres Zuwarten aus wirtschaftlichen Gründen kaum 

zumutbar. 

10. In der Replik vom 20. Juli 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen fest. 

11. Der Beschwerdegegner 1 verzichtete auf die Einreichung einer Duplik, 

wohingegen der Beschwerdegegner 2 am 22. August 2023 mit 

unveränderten Anträgen duplizierte. Er ersuchte das Gericht u.a. darum, 

möglichst bald über die aufschiebende Wirkung zu entscheiden.

12. Die Beschwerdegegnerin reichte keine Duplik ein.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Anfechtungsobjekt ist der 

Bauentscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. März 2023. Dem 

Beschwerdegegner 2 (Bauherr und Eigentümer der Parzelle 1280) wurde 

darin die Baubewilligung für die Zweckänderung des Stallbetriebs und die 

Erstellung eines Reitplatzes auf der nordwestlich in der 

Landwirtschaftszone gelegenen Nachbarzelle 1279 mit Bedingungen und 

Auflagen erteilt.  Gleichzeitig wurde der BAB-Entscheid des 

Beschwerdegegners 1 vom 10. Februar 2023 als integrierender 

Bestandteil dieses Entscheids erklärt und somit die Einsprache der 

Beschwerdeführerin (Eigentümerin der mit einem Einfamilienhaus [EFH] 

überbauten Parzelle 1340 in der Wohnzone 2 [W2], nördlich Parzellen 

1279/1280) abgewiesen. Dieser Bauentscheid vom 13. März 2023 ist 

weder endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten 

werden. Er stellt daher ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren 

vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die 

Beschwerdeführerin wird als Nachbarin in einer Entfernung von weit 

weniger als 100 m und direktem Sichtkontakt zur Stallbaute mit 

landwirtschaftlichem Betrieb und zum geplanten Reitplatz berührt und hat 

ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung, womit 

sie zur Beschwerdeerhebung legitimiert ist (Art. 50 VRG). Auf die im 

Übrigen frist- und formgerecht (Art. 52 Abs. 1 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 VRG) 

eingereichte Beschwerde vom 28. April 2023 ist demzufolge einzutreten.

 

2. Streitig ist zunächst, ob das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin 

durch die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin mitsamt Abklärungen 

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verletzt wurde. Weiter ist zu prüfen, ob die Umnutzung des Milchviehstalls 

in einen Jungvieh- und Pferdestall (auf Parzelle 1280) sowie die (Neu-

)Erstellung des Reitplatzes (auf Parzelle 1279) zu Recht bewilligt wurden 

und somit gesetzeskonform sind.  

3. Die Beschwerdeführerin macht vorab eine Gehörsverletzung geltend.

3.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) 

umfasst als Mitwirkungsrechte all jene Befugnisse, die einer Betroffenen 

einzuräumen sind, damit sie ihren Standpunkt wirksam zur Geltung 

bringen kann (BGE 144 II 427 E.3.1, 135 II 286 E.5.1). Daraus folgt das 

Recht auf Einsicht in die Akten (BGE 144 II 427 E.3.1, 132 II 485 E.3.1), 

sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur 

Sache zu äussern sowie der Anspruch auf Abnahme der rechtzeitig und 

formrichtig angebotenen rechtserheblichen Beweismittel (BGE 144 II 427 

E.3.1, 140 I 99 E.3.4). Die Behörde hat die Einwände der vom Entscheid 

in ihrer Rechtstellung Betroffenen tatsächlich zu hören, zu prüfen und in 

ihrer Entscheidfindung zu berücksichtigen (BGE 146 II 335 E.5.1, 136 I 

229 E.5.2; Urteile des Verwaltungsgerichts R 21 118 vom 14. März 2023 

E.1.2 und S 22 112 vom 20. Dezember 2022 E.4.1). Weiter folgt aus Art. 

29 Abs. 2 BV die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu 

begründen. Dabei ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne 

Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so 

abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des 

Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an 

die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigstens 

kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat 

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leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 146 II 335 E.5.1, 

143 III 65 E.5.2; Urteil des Bundesgerichts 2C_336/2022 vom 29. 

November 2022 E.4.1, je m.w.H.).

3.2. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin der Ansicht, durch die unterlassene 

Zustellung der Stellungnahmen des Amtes für Jagd und Fischerei 

Graubünden (AJF) vom 15. Mai 2020 (vgl. Akten des Amtes für 

Raumentwicklung Graubünden [ARE] = Beschwerdegegner 1 [Bg1-act.] 

14), des Amtes für Landwirtschaft und Geoinformatik (ALG) vom 4. April 

2022 (Bg1-act. 15), des Amtes für Lebensmittelsicherheit und 

Tiergesundheit Graubünden (ALT) vom 15. Januar 2021 (Bg1-act. 16) und 

des Amtes für Natur- und Umwelt (ANU) vom 30. März 2022 (Bg1-act. 17) 

im Einspracheverfahren sei das rechtliche Gehör verletzt worden. Die 

beiden Stellungnahmen des ALG (2. Stellungnahme zum Reitplatz) hätten 

sich ausdrücklich mit ihrer Einsprache auseinandergesetzt, sodass ihr 

diese zwingend hätten zugestellt werden müssen. Der angefochtene 

Entscheid sei deshalb bereits aus diesem formellen Grund aufzuheben.

3.3. Zur Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs hält der 

Beschwerdegegner 1 fest, dass die Beschwerdeführerin niemals 

Einsprachepunkte geltend gemacht habe, welche den Inhalt der 

kantonalen Stellungnahmen des AJF oder des ALT beträfen. Der Inhalt 

der zusätzlichen Stellungnahmen des ANU und ALG decke sich 

thematisch weitestgehend mit den Einsprachepunkten. Die 

Beschwerdeführerin habe sich zu sämtlichen relevanten Themen äussern 

können. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sei nicht ersichtlich. 

Andernfalls könne diese im vorliegenden Verfahren geheilt werden. Auch 

die kommunale Beschwerdegegnerin sieht keine Gehörsverletzung und 

hält eine allfällige Verletzung für geheilt. 

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3.4. Aus dem vorliegend vorrangig anwendbaren Raumplanungsgesetz für den 

Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) sowie der zugehörigen 

Raumplanungsverordnung (KRVO; BR 801.110) – wie im Übrigen auch 

aus dem kommunalen Baugesetz der Beschwerdegegnerin (BG; letztmals 

genehmigt von der Regierung mit RB Nr. 1102 vom 19. Dezember 2017) 

– ergeht keine Pflicht zur Zustellung von kantonalen Stellungnahmen an 

die Einsprecher. Diese ergibt sich aber aus den allgemeinen Grundsätzen 

zum rechtlichen Gehör (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, Zürich/St.Gallen 2020, 8. Aufl., Ziff. 4 Rz. 1001 ff.). 

Unter Umständen ist aber eine Heilung des Fehlers möglich 

(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1039 mit Verweis auf Rz. 1175). 

Aus Art. 29 Abs. 2 BV kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

allerdings kein Recht auf Kenntnisnahme von und Stellungnahmen zu 

Eingaben der übrigen Verfahrensbeteiligten auch im Verfahren der 

anderen als gerichtlichen Behörden abgeleitet werden (so ausdrücklich: 

BGE 138 I 154 E.2.5 am Ende). 

3.5. Nach Auffassung des Gerichts wäre jedoch eine allfällige Verletzung des 

rechtlichen Gehörs geheilt worden, weil die unterlassene Zustellung zur 

Einsichtnahme in die Stellungnahmen des AJF, ALT, ANU und ALG hier 

in einem Rechtsmittelverfahren nachgeholt wird, das eine Prüfung im 

gleichen Umfang wie durch die Vorinstanz erlaubt. Auch erscheint ein 

solches Vorgehen aus prozessökonomischen Gründen sinnvoll und 

angezeigt (vgl. BGE 138 I 484 E.2.1, 137 I 195 E.2.3.2, 133 I 201 E.2.2), 

zumal es sich nicht um eine schwerwiegende Verletzung des rechtlichen 

Gehörs gehandelt hat. Dem ist konkret umso mehr zuzustimmen, als die 

genannten Stellungnahmen in der BAB-Bewilligung mit 

Einspracheentscheid vom 10. Februar 2023 (Bg1-act. 27; vgl. lit. B S. 2, 

Ziff. 4, 4.1.-4.4, S. 5f.; dito Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 2) 

bereits detailliert aufgeführt und nachvollziehbar abgehandelt wurden. Die 

Beschwerdeführerin war somit nicht zur Beschwerdeerhebung gegen den 

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Bauentscheid vom 13. März 2023 (Bf-act. 3) gezwungen, um den Inhalt 

der eingereichten Stellungnahmen zu erfahren. Hat die 

Beschwerdeführerin in Kenntnis der Stellungnahmen im vorgelagerten 

BAB-Verfahren trotzdem Beschwerde erhoben, sind ihr deshalb somit 

keine unnötigen Kosten entstanden. 

4. Des Weiteren wird der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung für die Beschwerde mit der materiellen Beurteilung des 

Streitfalles R 23 29 obsolet. 

5. In materieller Hinsicht gilt es um die Qualifikation des Stalles bzw. des 

ganzen Betriebs infolge Zweckänderung sowie des Reitplatzes als 

landwirtschaftliches Gewerbe (E.5.1. ff.), die Einwände gegen die 

Zonenkonformität des gesamten Projekts (E.6.1. ff.), die 

umweltschutzrechtlichen Bedenken betreffend Luftreinhaltung bzw. 

Geruchsimmissionen (E.7.1. ff.), übermässige Lichtimmissionen infolge 

Beleuchtungsanlage (E.8.1.  ff.), die zu erwartenden Lärmimmissionen aus 

dem Reitplatzbetrieb (E.9.1. ff.), die Vorbringen betreffend 

Landschaftsschutz inkl. Gefahrenzone (E.10.1. ff.) sowie die 

Erschliessungs- und Zufahrtssituation zu den Parzellen 1279 und 1280 

(E.11.1. ff.) zu prüfen und zu klären.

 

5.1. Nach Art. 16abis des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 

700) werden Bauten und Anlagen, die zur Haltung von Pferden nötig sind, 

auf einem bestehenden landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des 

Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht 

(BGBB) als zonenkonform bewilligt, wenn dieses Gewerbe über eine 

überwiegend betriebseigene Futtergrundlage und Weiden für die 

Pferdehaltung verfügt (Abs. 1). Für die Nutzung der auf dem Betrieb 

gehaltenen Pferde können Plätze mit befestigtem Boden bewilligt werden 

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(Abs. 2). Mit der Nutzung der Pferde unmittelbar zusammenhängende 

Einrichtungen wie Sattelkammer oder Umkleideräume werden bewilligt 

(Abs. 3). Nach Art. 34b RPV gelten als landwirtschaftliche Gewerbe solche 

im Sinne von Art. 5 oder 7 BGBB (Abs. 1). Auf bestehenden 

Landwirtschaftsbetrieben, welche die Voraussetzungen nach Art. 5 oder 7 

BGBB hinsichtlich der Standardarbeitskräfte (SAK) nicht erfüllen, können 

bauliche Massnahmen für die Haltung von Pferden in bestehenden Bauten 

und Anlagen sowie die für eine tiergerechte Haltung notwendigen 

Aussenanlagen bewilligt werden, wenn eine überwiegend betriebseigene 

Futtergrundlage und Weiden für die Pferdehaltung vorhanden sind (Abs. 

2). Art. 34b Abs. 3 lit. a und b RPV definiert die Erfordernisse für den 

Allwetterauslauf. Art. 34b Abs. 4 RPV bestimmt: Die Plätze für die Nutzung 

der Pferde wie beispielsweise Reitplätze, Longierzirkel oder Führanlagen 

dürfen nur für die Nutzung der auf dem Betrieb gehaltenen Pferde 

verwendet werden (lit. a); können von mehreren Betrieben 

gemeinschaftlich genutzt werden (lit b); dürfen eine Fläche von höchstens 

800 m2 umfassen [ohne Führanlagen] (lit. c); sind in unmittelbarer Nähe 

der betrieblichen Bauten und Anlagen zu errichten (lit. d); dürfen weder 

überdacht noch umwandet werden [Ausnahme: Überdachung der 

Laufbahn bei Führanlagen ist zulässig] (lit. e); können mit einer 

angemessenen Beleuchtungsanlage ausgestattet werden (lit. f); dürfen 

nicht mit Lautsprechern ausgestatten werden (lit. g) und müssen ohne 

grossen Aufwand wieder entfernt werden können (lit. h).

5.2. In Art. 7 Abs. 1 BGBB wird das landwirtschaftliche Gewerbe allgemein 

definiert: Als landwirtschaftliches Gewerbe gilt eine Gesamtheit von 

landwirtschaftlichen Grundstücken, Bauten und Anlagen, die als 

Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion dient und zu deren 

Bewirtschaftung, wenn sie landesüblich ist, mindestens eine 

Standardarbeitskraft (SAK) nötig ist. Der Bundesrat legt die Faktoren und 

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die Werte für die Berechnung einer SAK in Abstimmung mit dem 

Landwirtschaftsrecht fest (siehe auch Fussnote: AS 2008 3585; BBl 2006 

6337).

5.3. Die Beschwerdeführerin stellt das Vorhandensein eines 

landwirtschaftlichen Gewerbes in Abrede. So ergebe sich nicht, warum der 

Betrieb zwei SAK benötige. Die Tiere würden sich während der 

Sommermonate auf der Alp aufhalten und die Pferde seien grösstenteils 

Pensionspferde, die von ihren Haltern gepflegt und versorgt würden. Der 

Beschwerdegegner 1 hält dem entgegen, das Vorliegen eines 

landwirtschaftlichen Gewerbes gehe eindeutig aus den Betriebsdaten des 

ALG hervor. Der Betrieb benötige zwei SAK. Im Übrigen sprächen auch 

die baulichen Dimensionen des betreffenden Betriebs für die Annahme 

eines landwirtschaftlichen Gewerbes. 

5.4. Aus der Sicht des streitberufenen Verwaltungsgerichts verhält es sich 

dazu wie folgt: Die Beschwerdeführerin behauptet nicht, dass nicht einmal 

eine SAK nötig sei. Auch kann sie nicht widerlegen, dass hier sogar zwei 

SAK benötigt werden. Wie vom Beschwerdegegner 2 vorgebracht, fällt im 

Übrigen auch auf der Alp Arbeit an, da dort neben den Pferden auch das 

Jungvieh den Sommer verbringt. Auch aufgrund der Grösse des Betriebs 

(vgl. Bg2-act. 12-13; 26.46 ha landwirtschaftliche Nutzfläche, 23 Pferde 

und 34 Jungviehstück [bzw. 25.24 GVE] ausgewiesen) kann das Vorliegen 

eines landwirtschaftlichen Gewerbes nicht bestritten werden, zumal ein 

solches vom ALG bejaht worden ist (vgl. angefochtener Entscheid S. 11; 

Bf-act. 3 sowie Akten Beschwerdegegnerin [Bg'in-act.] 6). Für die 

Qualifikation des umgenutzten Stalls bzw. des gesamten Betriebs kann 

zudem selbsterklärend auf den Stalleinteilungsplan (Bg1-act. 4) und die 

erstellten Pferdeboxenfotos einschliesslich Sattelkammer (Bg1-act. 5) des 

Beschwerdegegners 1 verwiesen werden. Diese Installationen wurden 

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allesamt ohne Vorbehalt als zonenkonform bewilligt, was es demnach als 

Nächstes zu prüfen gilt.

6.1. Die allgemeine Zonenkonformität ist in Art. 34 RPV geregelt und lautet wie 

folgt: In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, 

wenn sie der bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren 

Aufstockung dienen   oder – in den dafür vorgesehenen Gebieten gemäss 

Art. 16a Abs. 3 RPG – für eine Bewirtschaftung benötigt werden, die über 

eine innere Aufstockung hinausgeht, und wenn sie verwendet werden für 

die Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und 

Nutztierhaltung (Abs. 1 lit. a) oder für die Bewirtschaftung naturnaher 

Flächen (Abs. 1 lit. b). Laut Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur 

erteilt werden, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende 

Bewirtschaftung nötig ist (lit. a); der Baute oder Anlage am vorgesehenen 

Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b); und der 

Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit. c). Weiter wird in 

Art. 34 Abs. 5 RPV klargestellt: Bauten und Anlagen für die 

Freizeitlandwirtschaft gelten nicht als zonenkonform. Eine 

Freizeitlandwirtschaft liegt hier nicht vor. 

6.2. Die Beschwerdeführerin macht dazu geltend, dass die allgemeinen 

Voraussetzungen zur Zonenkonformität laut Art. 34 Abs. 4 lit.a-c RPV nicht 

erfüllt seien. Zur Notwendigkeit und längerfristigen Existenzfähigkeit des 

Betriebs bringt die Beschwerdeführerin vor: Der Pferdeplatz sei für den 

Betrieb nicht und erst recht nicht in den geplanten Dimensionen 

notwendig. Die Pferde seien von Mitte Mai bis Mitte Oktober nicht in 

Gebrauch, da die Pferde, wie im vorinstanzlichen Verfahren festgehalten, 

während der Sommermonate auf der Alp sömmerten. Der 

Beschwerdegegner 2 habe zudem selbst eingeräumt, dass selbst in der 

Zeit, in der sich die Pferde im Tal befänden, der Reitplatz nur selten 

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genutzt werde, da die Reiter mit ihren Pferden häufiger auf den nahen 

Feldwegen ausreiten würden. Nur wenn die Feldwege unbenutzbar seien, 

werde auf den Reitplatz ausgewichen. Lediglich eine Minderzahl der auf 

dem Hof gehaltenen Pferde werde zudem überhaupt intensiv von ihren 

Besitzern bewegt. Aktuell seien es acht (8) klassische Pensionspferde. Die 

restlichen Pferde seien Fohlen oder ältere Pferde, die auf dem Hof ihren 

Lebensabend verbringen würden. Das ALT habe ausserdem festgehalten, 

dass die Erstellung eines Reitplatzes tierschutzrechtlich nicht 

vorgeschrieben sei, sondern lediglich aus Sicht des Tierwohls zu 

befürworten sei. Die Beschwerdeführerin ist weiter der Ansicht, die 

Erteilung der BAB-Bewilligung für die zur Diskussion stehende 

(wesentliche) Zweckänderung setzte gemäss Arbeitshilfe des ARE ein 

Betriebskonzept des Plantahofs - mit Raumprogramm sowie Tragbarkeits- 

und Rentabilitätsnachweis der Investitionen inkl. einer Prognose zur 

Existenzsicherung des Betriebs – voraus. Dieser liege hier nicht vor. Die 

Schilderung des Beschwerdegegners 2 zeige auf, dass zahlreiche 

Konkurrenzbetriebe mit genügend Kapazitäten in der Region bestünden, 

sodass die Pferdehalter sehr einfach den Pferdestall wechseln könnten. 

Daraus folge, dass die Wirtschaftlichkeit und Rentabilität des Betriebs zu 

Recht in Frage gestellt worden seien. Vor Erteilung der Bewilligung müsse 

abgeklärt werden, wie hoch die Nachfrage nach Pferdepensionsplätzen 

sei. Es stelle sich die Frage, von wem und wann der Reitplatz dann 

überhaupt genutzt werden solle, denn gerade wenn die Feldwege wegen 

Schnee und Nässe nicht benutzbar seien, könne der Reitplatz aus 

denselben Gründen nicht genutzt werden.

6.3. Der Beschwerdegegner 1 erwidert darauf, die Behauptung des fehlenden 

Betriebskonzepts bzw. der längerfristigen Existenz(un)fähigkeit sei falsch. 

Es lägen Betriebsangaben von adgridea sowie ein Raum- und 

Funktionsprogramm vor. Zur längerfristigen Existenzfähigkeit des Betriebs 

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könne auf die Betriebskenndaten des ALG in der Stellungnahme vom 4. 

April 2022 verwiesen werden. Daraus gehe hervor, dass der 

Baugesuchsteller und Landwirt Jahrgang 1980 aufweise und Kinder habe, 

die in der landwirtschaftlichen Ausbildung stünden. 

6.4. Die Beschwerdeführerin hält entgegen, weder der Nachweis von agridea 

noch das Raum- und Funktionsprogramm äusserten sich zu 

betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und zur Rentabilität der Umnutzung 

des Landwirtschaftsbetriebs.

6.5. Nach Ansicht des Gerichts ist dazu festzuhalten: Wie der 

Beschwerdegegner 2 zunächst zu Recht vorbringt, fehlt es für die 

Forderung eines Betriebskonzepts an einer gesetzlichen Grundlage. Die 

ARE-Arbeitshilfe "Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen" besagt, 

dass Grundlage [für die Existenzsicherung] in der Regel (Anm. 

Unterstreichung/Hervorhebung durch Gericht) ein Betriebskonzept seitens 

des Beratungsdienstes Plantahof LBBZ ist mit Raumprogramm und einem 

Tragbarkeits- und Rentabilitätsnachweis der Investition inkl. einer 

Prognose zur Existenzsicherung des Betriebs (S. 21). Selbst ohne 

Betriebskonzept gibt es hier gestützt auf die Betriebskenndaten und 

angesichts der Ausbildung und Berufserfahrung des Beschwerdegegners 

2 und seiner Ehefrau ohnehin keinen Grund, um an der Rentabilität zu 

zweifeln. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist sowohl die 

Nutzungsänderung des Milchviehstalles in eine Jungviehaufzucht mit 

Pferdepension als auch die Notwendigkeit eines zugehörigen Auslaufs- 

und Reitplatzes zu bejahen. Praktisch alle (Konkurrenz-) Pensionen in der 

Umgebung, wie vom Beschwerdegegner 2 dargelegt, verfügen über einen 

Reitplatz. Dieser kann ganzjährig v.a. im Winterhalbjahr genutzt werden. 

Die Einwände gegen die Zonenkonformität erweisen demnach als 

unbegründet.  

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7.1. Zu den Einwänden der Beschwerdeführerin aus umweltschutzrechtlicher 

Sicht: Nach Art. 11 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz (USG; 

SR 814.01) werden Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und 

Strahlen durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt (Abs. 1; 

Emissionsbegrenzungen). Unabhängig von der bestehenden 

Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu 

begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich 

tragbar ist (Abs. 2; Vorsorgeprinzip). Die Emissionsbegrenzungen werden 

verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen 

unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich oder 

lästig werden (Abs. 3). Laut Art. 14 USG sind die Immissionsgrenzwerte 

für Luftverunreinigungen so festzulegen, dass nach dem Stand der 

Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte: 

(Abs. 1 lit.a) Menschen, Tiere und Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften 

und Lebensräume nicht gefährden; (lit. b) die Bevölkerung in ihrem 

Wohlbefinden nicht erheblich stören; (lit. c) Bauwerke nicht beschädigen; 

(lit. d) die Fruchtbarkeit des Bodens, die Vegetation und die Gewässer 

nicht beeinträchtigen. Gemäss Art. 2 Abs. 1 der Luftreinhalteverordnung 

(LRV; SR 814.318.142.1) gelten (begrifflich) als stationäre Anlagen: 

Bauten und andere ortsfeste Einrichtungen (lit. a). Übermässig sind 

Immissionen, die einen oder mehrere Immissionsgrenzwerte nach Anhang 

7 überschreiten (Art. 2 Abs. 5 Satz 1 LVR). Nach Art. 3 Abs. 1 LRV müssen 

neue stationäre Anlagen so ausgerüstet und betrieben werden, dass sie 

die im Anhang 1 festgelegten Emissionsbegrenzungen einhalten. In Art. 5 

LRV wird stipuliert: Ist zu erwarten, dass eine einzelne geplante Anlage 

übermässige Immissionen verursachen wird, obwohl die vorsorglichen 

Emissionsbegrenzungen eingehalten sind, so verfügt die Behörde für 

diese Anlage ergänzende oder verschärfte Emissionsbegrenzungen (Abs. 

1). Die Emissionsbegrenzungen sind so weit zu ergänzen oder zu 

verschärfen, dass keine übermässigen Immissionen verursacht werden 

- 17 -

(Abs. 2). Anhang 1 LRV enthält Vorgaben 'Allgemeine vorsorgliche 

Emissionsbegrenzungen'; Anhänge 2-4 LRV beinalten ergänzende und 

abweichende Emissionsbegrenzungen für besondere Anlagen [wie 

Feuerungsanlagen, Baumaschinenpartikelfiltersysteme, 

Verbrennungsmotoren etc.].

7.2. Die Beschwerdeführerin bemängelt diesbezüglich, dass die 

massgeblichen Interessen weder ermittelt noch abgewogen worden seien. 

Besonders hervorzuheben sei der Schutz vor unerwünschten 

Immissionen. Aufgrund des Quartierplans D._____, in dem infolge der 

Geruchsimmissionen des Landwirtschaftsbetriebs des 

Beschwerdegegners 2 Baufelder zur Einhaltung der Mindestabstände der 

LVR festgelegt worden seien, habe die Liegenschaft der 

Beschwerdeführerin auf dem nordöstlichen Teil der Parzelle 1340 erstellt 

werden müssen. Geruchsimmissionen durch den betreffenden 

Landwirtschaftsbetrieb seien somit bereits vor mehr als 15 Jahren ein 

Problem in diesem Gebiet gewesen. Mit Erstellung des Reitplatzes würde 

die Liegenschaft der Beschwerdeführerin zusätzlichen Immissionen 

ausgesetzt werden. Es sei daher ein erhöhtes Augenmerk auf diese 

Problematik zu legen. Die Mindestabstände von Tierhaltungsanlagen 

aufgrund von Geruchsimmissionen würden anhand der FAT-Richtlinien 

berechnet. Die Beschwerdeführerin zeigt die Berechnungsmethode auf 

und weist auf ihre Komplexität hin. Vorliegend sei eine Berechnung gar 

nicht bzw. nur rudimentär vorgenommen worden. Das ANU habe lediglich 

festgehalten, dass vom Reitplatz keine relevanten Immissionen 

ausgingen, sodass ein Abstand von 10 m ausreiche. Dies sei aus Sicht 

der Beschwerdeführerin fehlerhaft. Unabhängig davon, ob der Reitplatz 

für sich allein geruchsrelevante Immissionen produziere, hätte geprüft 

werden müssen, ob in Kombination mit dem Stall nicht doch ein anderer 

Mindestabstand einzuhalten sei. So sei der Reitplatz dazu geeignet, die 

- 18 -

vom Stall verursachten Geruchsimmissionen zu verstärken, was dazu 

führe, dass der Reitplatz einen grösseren Mindestabstand einzuhalten 

habe. Mit einer Verschiebung des Reitplatzes nach Südwesten könnte 

dieser Abstand verdoppelt werden. Eine Verschiebung hätte bereits 

aufgrund des Vorsorgeprinzips angeordnet werden müssen. 

  
7.3. Der Beschwerdegegner 1 gelangt übereinstimmend mit dem ANU zum 

Schluss, dass das Vorhaben aufgrund der verfügten Luftreinhalteauflagen 

mit den einschlägigen Vorschriften der LRV im Einklang stehe. Die von der 

Beschwerdeführerin genannte Verschiebung des Reitplatzes nach 

Südwesten sei aufgrund der Gefahrenzonensituation nicht möglich.

7.4. Für Tierhaltungen gelten die speziellen Anforderungen nach Anhang 2 Ziff. 

512 LRV (Art. 3 Abs. 2 lit. a LRV). Bei der Errichtung derartiger Anlagen 

müssen die nach den anerkannten Regeln der Tierhaltung erforderlichen 

Mindestabstände zu bewohnten Zonen eingehalten werden. Als solche 

gelten insbesondere die Empfehlungen der Eidgenössischen 

Forschungsanstalt für Betriebswirtschaft und Landtechnik (FAT; neu 

Agroscope) (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 1C_113/2022 vom 13. 

April 2023 E.6.1 in fine). 

7.5. Dass der Stall auf Parzelle 1280 mit einer Distanz von gut 20 m zur W2 

bzw. Parzelle 1340 der Beschwerdeführerin den Mindestabstand einhält, 

ist an sich unbestritten. Der Reitplatz auf Parzelle 1279 hält dagegen zwar 

den Mindestabstand nach FAT-Bericht nicht ein, jedoch gilt dieser, wie im 

angefochtenen Entscheid festgehalten, nur, falls er kombiniert als 

Allwetterplatz genutzt wird. Gemäss Bericht "Grundlagen zu Geruch und 

dessen Ausarbeitung für die Bestimmung von Abständen bei 

Tierhaltungsanlagen" der Agroscope vom 5. März 2018 ist der Reitplatz 

nicht geruchsrelevant (vgl. Anhang S. 37-40). So ist, wie der 

- 19 -

Beschwerdegegner 2 im angefochtenen Entscheid (S. 21) festgehalten 

hat, gemäss Auffassung des Plantahofs und des ANU (vgl. Bg1-act. 17) 

bei nicht permanent genutzten Reitplätzen kein Mindestabstand nach FAT 

einzuhalten. Der Beschwerdegegner 1 hat laut Empfehlung des ANU 

zudem diverse Auflagen zur vorsorglichen Optimierung der 

Geruchssituation verfügt, namentlich: Der Reitplatz darf nicht als 

permanenter Auslauf dienen; der auf dem Reitplatz anfallende Pferdekot 

muss fachgerecht unmittelbar nach jeder Nutzung entfernt werden, 

wodurch eine Vermischung des Pferdekots mit der Tretschicht verhindert 

werden kann; der Gesuchsteller wird darauf aufmerksam gemacht, dass 

ein fachgerechter Aufbau der Tretschicht des Reitplatzes sowie dessen 

regelmässige Pflege zur Geruchsvermeidung beiträgt und die Haltbarkeit 

des Platzaufbaus verlängert (vgl. angefochtenen Entscheid S. 12 und 

Dispositiv Ziff. 4). Während die angeordnete unmittelbare Entfernung des 

Kotes und die regelmässige Pflege der Tretschicht schwierig 

durchzusetzen sind, erscheint die Einhaltung der ersten Auflage (kein 

permanenter Auslauf) unproblematisch, da ein Allwetterplatz – eben für 

den Auslauf – bereits besteht. Im Licht dieser Auflagen ist nicht zu 

beanstanden, wenn das ANU und der Beschwerdegegner 1 davon 

ausgehen, dass bei Einhaltung einer Distanz von 10 m zwischen dem 

Rand (Einzäunung) des Reitplatzes und der Zonengrenze zur Wohnzone 

(W2) keine störenden Geruchsbelastungen zu erwarten sind. Auch gibt es 

keine Anhaltspunkte, dass die Geruchskombination aus Stall und Reitplatz 

eine störende Geruchsbelastung bewirken würde. Laut Bauplan beträgt 

der Abstand mindestens 11 m (vgl. Bg1-act. 20 mit Grundrissplan). 

Aufgrund der einzuhaltenden Distanz zum Böschungsfuss – von 

mindestens 3 m gemäss Art. 65 BG – kann der Reitplatz nicht weiter 

zurückversetzt werden (vgl. Bg'in-act. 9 Situationsplan mit Gefahrenzone 

2 [blau markiert] sowie Bg2-act. 3/1-3/3 [Fotos: Terrassierter Pferdeplatz 

ohne Einzäunung] und Bg2-act. 4/1-4/2 [Einzäunung Pferdekoppel mit 

- 20 -

Sichtdistanz zur W2, rechts davon Parzelle 1340 der 

Beschwerdeführerin]). 

8.1. Betreffend Lichtimmissionen infolge Beleuchtungsanlage sieht Art. 34b 

Abs. 4 lit. f RPV explizit vor, dass u.a. Reitplätze mit einer angemessenen 

Beleuchtungsanlage ausgestattet werden können. Strittig ist hier sowohl 

die Angemessenheit als auch die Notwendigkeit einer künstlichen 

Beleuchtung des Platzes.

8.2. Die Beschwerdeführerin weist darauf hin, dass der Beschwerdegegner 1 

lediglich eine Beschränkung der Leuchtzeiten (bis 22.00 Uhr) verfügt 

habe. In Bezug auf die Art und Stärke der Beleuchtung sei hingegen keine 

Auflage erfolgt. Das ANU, als Fachbehörde für die Beurteilung von 

solchen Lichtimmissionen, habe sich dazu nicht geäussert. Es sei deshalb 

schleierhaft, wie der Beschwerdegegner 1 seriös habe beurteilen können, 

ob die Beleuchtungsanlage angemessen und überhaupt notwendig sei. 

 
8.3. Der Beschwerdegegner 1 hält dem entgegen, dass sich die Notwendigkeit 

einer Beleuchtungsanlage aus dem Bedürfnis eines gefahrlosen Arbeitens 

mit Pferden in der Dämmerung ergebe. Die Anlage werde nach 

Südwesten ausgerichtet. Der Lichtkegel werde folglich weg von der 

Parzelle der Beschwerdeführerin strahlen, weshalb nicht mit erheblichen 

Lichtimmissionen zu rechnen sei. Die Anlage sei angemessen. Der 

Beschwerdegegner 2 fügt hinzu, wie aus den Plänen erkennbar würden 

die Lampen einzig am nordöstlichen Rand des Reitplatzes angebracht. Es 

handle sich um eine Standardbeleuchtung. 

8.4. Das Gericht stellt diesbezüglich fest: Es gibt für Lichtimmissionen weder 

Immissionsgrenzwerte zur Beurteilung der Schädlichkeit oder Lästigkeit, 

noch gelten vorsorgliche Anlagegrenzwerte oder Planungswerte. Die 

- 21 -

Behörden müssen die Lichtimmissionen daher im Einzelfall beurteilen, 

unmittelbar gestützt auf die Art. 11 bis 14 USG sowie Art. 16 bis 18 USG. 

Dabei kann sich die Vollzugsbehörde auf Angaben von Experten und 

Fachstellen abstützen. Dazu gehören etwa die vom Bundesamt für 

Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; heute BAFU) im Jahr 2005 

herausgegebenen Empfehlungen zur Vermeidung von Lichtemissionen. 

Seit 1. März 2013 gilt die SIA-Norm 491 zur Vermeidung von unnötigen 

Lichtemissionen im Aussenraum (vgl. BGE 140 II 214 E.3.3; für weitere 

Richtlinien: Urteil des Bundesgerichts 1C_475/2017 vom 21. September 

2018 E.5.3). In den BUWAL-Empfehlungen (Stand 2021) zur Vermeidung 

von Lichtemissionen 

(www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformatione

n/lichtemissionen--lichtverschmutzung-/massnahmen-gegen-

lichtverschmutzung.html) wird ein 7-Punkte-Plan beschrieben (1. 

Notwendigkeit, 2. Intensität/Helligkeit, 3. Lichtspektrum/Lichtfarbe, 4. 

Auswahl und Platzierung der Leuchten, 5. Ausrichtung, 6. 

Zeitmanagement/Steuerung, 7. Abschirmungen; vgl. BEATRIX SCHIBLI, 

Lichtrecht, ZBl 12/2023, S. 627 ff.).

8.5. Der Argumentation des Beschwerdegegners 1 kann mangels konkreter 

ergänzender Abklärungen nicht gefolgt werden. Dem Vorsorgeprinzip laut 

Art. 11 Abs. 2 USG wurde durch die Ausrichtung der Anlage nach 

Südwesten und die Einschränkung des Betriebs bis 22.00 Uhr aus Sicht 

des Gerichts (noch) nicht genügend nachgekommen (Bg1-act. 6 [zwei 

Beleuchtungskörper gegen SW; Reitplatz mit Bretterzaun [Fläche 512 m2; 

Länge 32 m; Breite 16 m]). Aufgrund der Ausrichtung und der 

Zeiteinschränkung dürfte die Lichtintensität keine unbedeutende Rolle 

spielen. Der Beschwerdegegner 2 hat zwar zugesichert, dass es sich um 

eine Standardbeleuchtung handle, doch diese Zusicherung allein ist nicht 

ausreichend. Bei dieser Ausgangslage konnte der Beschwerdegegner 1 

http://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/lichtemissionen--lichtverschmutzung-/massnahmen-gegen-lichtverschmutzung.html
http://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/lichtemissionen--lichtverschmutzung-/massnahmen-gegen-lichtverschmutzung.html
http://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/elektrosmog/fachinformationen/lichtemissionen--lichtverschmutzung-/massnahmen-gegen-lichtverschmutzung.html

- 22 -

die Angemessenheit nicht selber prüfen. Das ANU hat dazu noch 

genauere Abklärungen betreffend die zu erwartenden Lichtimmissionen 

sowie zwecktaugliche Massnahmen zu deren Eindämmung auflageweise 

zu treffen. Der Lichtkegel muss ausschliesslich den Reitplatz ausstrahlen 

und sich darauf fokussieren/konzentrieren. Vorliegend fehlen Angaben 

über Beleuchtungstyp und Helligkeit der Anlage, also 

Lichtstrom/Lichtstärke (wie viel die Lampen insgesamt in eine bestimmte 

Richtung in Lumen/Candela ausstrahlen) und Beleuchtungsstärke (wie 

stark der Reitplatz in Lux beleuchtet wird). Auch in dieser Beziehung sind 

die bisher getroffenen Abklärungen von den involvierten Fachbehörden 

ungenügend und somit noch entsprechend zu vervollständigen, zumal es 

sich um technische Fragen handelt, die das Ermessen der 

Beschwerdegegnerin übersteigen und weiterer Abklärungen durch das 

ANU bedürfen.  

9.1. Zur Lärmproblematik sind folgende Vorschriften massgebend und 

anwendbar: Nach Art. 15 USG sind Immissionsgrenzwerte für Lärm und 

Erschütterungen so festzulegen, dass nach dem Stand der Wissenschaft 

oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die Bevölkerung 

in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören. Art. 23 USG schreibt vor: 

Für die Planung neuer Bauzonen und für den Schutz vor neuen lärmigen 

ortsfesten Anlagen legt der Bundesrat Planungswerte für Lärm fest. Diese 

Planungswerte liegen unter den Immissionsgrenzwerten. Gemäss Art. 25 

Abs. 1 USG dürfen ortsfeste Anlagen nur errichtet werden, wenn die durch 

diese Anlage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte in der 

Umgebung nicht überschreiten; die Bewilligungsbehörde kann eine 

Lärmprognose verlangen. Nach Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV müssen die 

Lärmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage nach den Anordnungen 

der Vollzugsbehörde so weit begrenzt werden, dass die von der Anlage 

allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten. 

- 23 -

Zur Beurteilung der Belastungsgrenzwerte wird in Art. 40 LSV bestimmt: 

Die Vollzugsbehörde beurteilt die ermittelten Aussenlärmimmissionen 

ortsfester Anlagen anhand der Belastungsgrenzwerte nach den Anhängen 

3 ff. (Abs. 1). Fehlen Belastungsgrenzwerte, so beurteilt die 

Vollzugsbehörde die Lärmimmissionen nach Art. 15 USG. Sie 

berücksichtigt auch die Art. 19 und Art. 23 USG (Abs. 3). 

9.2. Das ARE und das ANU hätten sich laut Beschwerdeführerin mit den 

Ausführungen begnügt, dass bei Pferden akustische Lautäusserungen im 

Gesamtkommunikationssystem nur eine untergeordnete Rolle spielten. 

Demgegenüber gingen von Rindern grössere Lärmimmissionen aus. 

Diese pauschalen Ausführungen liessen ausser Acht, dass von einem 

Reitplatz gesamthaft gesehen höhere Emissionen ausgingen als von einer 

Weide, auf der Rinder grasen. Bei einem Reitplatz komme auch der 

menschliche Lärm in Form von Kommandos sowie allgemeine 

Lärmemissionen, die bei der Bewegung von Pferden entstünden, hinzu. 

Denkbar sei nicht nur Lärm von den Reitern, sondern auch von den 

Reitlehrern. Weiter sei nicht ausgeschlossen, dass auf dem Reitplatz für 

Springturniere trainiert werde. Aufgrund der hobbymässigen Nutzung der 

Pferde konzentriere sich die Nutzung des Reitplatzes zudem in erster Linie 

auf die Abendstunden, also ausgerechnet wenn ein erhöhtes 

Ruhebedürfnis bestehe. Diese Emissionen hätten in einem Lärmgutachten 

abgeklärt werden müssen.

9.3. Wie das ANU festgehalten hat, enthält die LSV keine 

Belastungsgrenzwerte für die Lärmimmissionen infolge Tierhaltung. 

Fehlen Belastungsgrenzwerte, so beurteilt die Vollzugsbehörde die 

Lärmimmissionen im Einzelfall nach Art. 15, 19 und 23 USG (Art. 40 Abs. 

3 LSV), unter Berücksichtigung des Charakters des Lärms, des Zeitpunkts 

der Lärmimmissionen, der Häufigkeit des Lärms, der Lärmempfindlichkeit 

- 24 -

und der Lärmvorbelastung der Zone (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1C_471/2021 vom 10. Oktober 2022 E.5.2).

9.4. Für die Lärmemissionen einer Anlage gilt der zulässige Störgrad der 

eigenen Zone; für die Lärmimmissionen (z.B. bei Wohnhäusern) gelten 

aber die Grenzwerte der betroffenen Zone. Zu berücksichtigen sind hier 

also auch die Grenzwerte der Zone, in der die Immissionen auftreten, 

namentlich der Wohnzone 2 mit ES II, wo das Haus der 

Beschwerdeführerin liegt. Selbst wenn hier keine spezifischen 

Belastungsgrenzwerte vorliegen, kann vorliegend auf die üblichen 

Planungswerte – weil neue Anlage – für die ES II zurückgegriffen werden, 

d.h. 55 dB am Tag und 45 dB in der Nacht (siehe LSV Anhang 3 

Belastungswerte). 

9.5. Der Beschwerdegegner 1 (und das ANU) gehen davon aus, dass der 

Reitplatz tagsüber und während der Ruhezeit (19:00 bis 22:00 Uhr) zu 

höchstens geringfügigen Störungen führe, womit der geltende und übliche 

Planungswert für die ES II im Wohngebiet (W2) der Beschwerdeführerin 

eingehalten werde.

9.6. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht die Feststellung des ANU, wonach 

die akustischen Lautäusserungen von Pferden im 

Gesamtkommunikationssystem nur eine untergeordnete Rolle spielten. 

Diese Feststellung stützt sich auf den österreichischen Praxisleitfaden 

"Schalltechnik in der Landwirtschaft", Forum Schall 2013, S. 67. Das ANU 

hat jedoch auch erwogen, dass sich Pferde akustisch bei bestimmter bzw. 

besonderer Gemütslage - positive oder negative situationsabhängige 

Erregung – äusserten. Zu Lautäusserungen komme es bspw. bei der 

Einzelhaltung der Pferde im Stall oder bei der Fütterung.

- 25 -

9.7. Vorliegend erscheint allerdings, wie die Beschwerdeführerin vorbringt, v.a. 

der Menschenlärm problematisch. Auch ist der Beschwerdeführerin darin 

zuzustimmen, dass der Reitplatz aufgrund der hobbymässigen Nutzung 

der Pferde – wenn nicht in erster Linie wie die Beschwerdeführerin 

behauptet, dann immerhin – auch in den Abendstunden, also wenn ein 

erhöhtes Ruhebedürfnis besteht, genutzt wird. Dass für den Reitplatz ein 

Bodenbelag aus Quarzsand vorgesehen ist und die Pferde im Sommer auf 

der Alp gehalten werden, spielt angesichts des zu erwartenden 

Menschenlärms keine Rolle.

9.8. Der aufgeworfenen Problematik der Lärmimmissionen durch Menschen 

entgegnet der Beschwerdegegner 2, dass die Kommandos beim Reiten in 

erster Linie mittels Druck durch die Beine der Reiter gegeben würden. 

Ergänzend würden Kommandos mit ruhiger Stimme gegeben, geschrien 

werde dabei jedenfalls nicht. Auch werde auf diesem Reitplatz nicht für 

Springturniere trainiert. Vielmehr sei der Reitplatz in erster Linie einfach 

dafür da, die Pferde zu bewegen. Damit gingen sicher keine erheblichen 

Lärmimmissionen einher. 

9.9. Nach Auffassung des Gerichts kann der Argumentation der 

Beschwerdegegner gefolgt werden. Dass auf dem Reitplatz 

herumgeschrien wird, ist nur eine Befürchtung der Beschwerdeführerin 

und nicht konkret. Zudem beträgt die Entfernung vom Wohnhaus der 

Beschwerdeführerin zum Rand des Reitplatzes gut 22 m (vgl. Bg1-act. 20 

[Berechnung der Mindestabstände laut FAT-Richtlinien Nr. 476/95]; 

ebenso im Detail Bg1-act. 26f sowie Bg2-act.8). Es ist deshalb kein 

Lärmgutachten nötig, da die Fakten allesamt erhoben und ausgewertet 

wurden.  

- 26 -

9.10. Zu den von der Beschwerdeführerin gerügten Widersprüchen bezüglich 

des Standorts und der Anzahl der Pferde (vgl. Replik S. 5 und 6) ist noch 

festzuhalten, dass der Beschwerdegegner 2 erklärt hat, warum gewisse 

Pferde diesen Sommer nicht auf der Alp waren. Damit wurden die von der 

Beschwerdeführerin entdeckten Widersprüche zu den Ausführungen vor 

der Vorinstanz ausgeräumt. Der Sachverhalt wurde von der Vorinstanz 

korrekt erfasst. 

10.1. Zu den Rügen der Beschwerdeführerin betreffend Gefahrenzone (Art. 38 

KRG; beinahe identisch Art. 59 BG) und Landschaftsschutz (Art. 34 KRG; 

ebenso Art. 57 BG) gilt es unter Bezugnahme auf die soeben erwähnten 

Vorschriften festzuhalten: Gefahrenzonen umfassen Gebiete, die durch 

Lawinen, Rutschungen, Steinschlag, Überschwemmungen oder andere 

Naturereignisse bedroht sind. Sie werden nach den kantonalen Richtlinien 

in eine Gefahrenzone mit hoher Gefahr (Gefahrenzone 1 [rote 

Markierung]) und in eine Gefahrenzone mit geringer Gefahr 

(Gefahrenzone 2 [blaue Markierung]) unterteilt (vgl. Art. 38 Abs. 1 KRG). 

In der Gefahrenzone 2 bedürfen neue Bauten und Anlagen, die dem 

Aufenthalt von Menschen und Tieren dienen, besonderer baulicher 

Schutzmassnahmen. Bei wesentlichen Änderungen an bestehenden 

Gebäuden sind die erforderlichen Schutzmassnahmen für das ganze 

Gebäude zu treffen (Abs. 3). Landschaftsschutzzonen umfassen 

Landschaften von besonderer Schönheit und Eigenart oder mit 

ökologischer Funktion (Art. 34 Abs. 1 KRG). In Art. 57 Abs. 1 BG wird zum 

Schutzbereich präzisierend aufgeführt: "wie Umgebung von Siedlungen, 

See- und Flussufer, Aussichtslagen und Baumbestände vor der 

Zerstörung und Verbauung". Ausgangspunkt müssen diese Vorgaben 

sein. 

     

- 27 -

10.2. Laut Beschwerdeführerin befinde sich ein Teil der Parzelle 1279, auf der 

der Reitplatz zu stehen kommen solle, aufgrund von Lawinengefahr in der 

Gefahrenzone 2. Mangels genauer Planunterlagen könne nicht 

ausgeschlossen werden, dass der Reitplatz in der Gefahrenzone 2 erstellt 

werden solle. Ohne taugliche Schutzmassnahmen sei dies nicht 

bewilligungsfähig. Dies gelte umso mehr, als der Reitplatz insbesondere 

in den Wintermonaten genutzt werden solle, in denen die Lawinengefahr 

am höchsten sei. Weiter befinde sich der Reitplatz teilweise in der 

Terrassenlandschaft E._____, was ebenfalls in die Gesamtbeurteilung 

einbezogen werden müsse. 

10.3. Der Beschwerdegegner 2 weist darauf hin, dass gemäss geogr.ch keine 

Gefahrenzone im Zonenplan eingetragen sei, was zutrifft. Und im ÖREB 

ist auch nur die Linie des Böschungsfusses eingetragen (vgl. Bg'in-act. 9, 

sowie Auszug aus dem ÖREB-Kataster, Grundstück Nr. 1280, S. 5, 

Böschungsfuss und Rainkante skizziert entlang der Parzellen 1279 und 

1280 im südwestlichen Randgebiet).

 
10.4. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Vernehmlassung festgehalten, dass 

laut dem behördenverbindlichen Plan der Gefahrenkommission (lediglich) 

der Hang innerhalb einer Gefahrenzone 2 liege. Die von ihr dargelegte 

Situation wird aktenkundig bestätigt (Bg'in-act. 9). Jedenfalls ist den 

Beschwerdegegnern darin zuzustimmen, dass eine Überlagerung der 

Gefahrenzonenkarte mit den Bauplänen fehlt und der Reitplatz ausserhalb 

der Gefahrenzone zu liegen kommt. 

10.5. Soweit noch eine Beeinträchtigung der Terrassenlandschaft geltend 

gemacht wird, ist festzuhalten, dass dieser Einwand nicht näher begründet 

wird und die Erstellung des Reitplatzes in der Terrassenlandschaft in einer 

Gesamtbetrachtung nicht gegen den Bau des Reitplatzes spricht (vgl. 

- 28 -

Bg1-act. 20 mit Grundriss und Schnittplänen i.S. Terrainveränderung für 

Reitplatz und Allwetterauslauf).

10.6. Im Übrigen hat der Beschwerdegegner 2 anhand einer Fotografie gezeigt, 

dass Parzelle 1279 bereits bis anhin für die Pferdehaltung genutzt wurde. 

Vor Erstellung des Reitplatzes konnten sich die Pferde dort frei bewegen. 

Rund um den Reitplatz wird nun Gras angesät, was, wie der 

Beschwerdegegner 2 anführt, aus ästhetischen Gründen eine 

Verbesserung darstellt (vgl. Fotos Bg2-act. 3/1-3/3 [Vorzustand mit 

Erdterrassierung]; 4/1-4/2 [Zustand danach mit Einfassung]; vgl. ebenso 3 

Fotos Bf-act. 5 [Reitplatz mit Rainkante; Terrassierungsarbeiten]).

11.1. Laut Art. 19 Abs. 1 (erster Halbsatz) RPG ist Land erschlossen, wenn die 

für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht. 

11.2. Die Beschwerdeführerin vertritt bezüglich der Erschliessungs- und 

Zufahrtsverhältnisse schliesslich die Meinung, dass der 

Beschwerdegegner 2 die Bewirtschaftung der Parzelle 1279, auf der sich 

Reitplatz befindet, über ihre Parzelle 1340 plane. Diese Erschliessung 

hätte im BAB- und Baubewilligungsverfahren zwingend geprüft werden 

müssen. Der Beschwerdegegner 2 hält dem entgegen, dass keine 

entsprechende Zufahrt zum Reitplatz geplant sei, eventuell wäre eine 

Zufahrt über Parzelle 1340 zur Bewirtschaftung der rund um den Reitplatz 

gelegenen Flächen sachdienlich (vgl. Bg1-act. 26d [Quartierplan D._____ 

mit QPV – Gestaltungsplan, Baufelder und Erschliessungs-

/Zufahrtsanlagen] sowie Bg1-act. 26f [Anhang 3 mit 

Erschliessungssituation und Abständen von 25 m]).

11.3. Eine Erschliessung oder gesonderte (Reitplatz-)Zufahrt über die Parzelle 

1340 der Beschwerdeführerin ist nicht Gegenstand des Baugesuchs bzw. 

- 29 -

des angefochtenen Entscheids, weshalb sich weitere Erörterungen dazu 

erübrigen. 

12. Zusammengefasst ergibt sich, dass die Zweckänderung des Stalles bzw. 

des gesamten Betriebs im Sinne der BAB-Bewilligung mit 

Einspracheentscheid lit. a (Stall: Grossviehstall zu Jungvieh- und 

Pferdestall) zu keinen Beanstanden Anlass gibt und der angefochtene 

Baubescheid vom 13. März 2023 somit zu bestätigen ist. Nicht zu 

bestätigen und deshalb aufzuheben ist hingegen die BAB-Bewilligung mit 

Einspracheentscheid lit. b (Pferdebewegungsplatz – Reitplatz 

[Neuerstellung]), weil die Bewilligung einer "Standardbeleuchtung" noch 

nicht aussagekräftig und präzise genug ist, um die zu erwartenden 

Lichtimmissionen abschliessend und verbindlich auch für die Parzelle 

1340 der Beschwerdeführerin festzulegen.  

13.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG je zur Hälfte der Beschwerdeführerin (1/2) sowie 

anteilsmässig und zu gleichen Teilen dem Beschwerdegegner 1 (1/6), der 

Beschwerdegegnerin (1/6) und dem Beschwerdegegner 2 (1/6) 

aufzuerlegen. Nach Art. 75 Abs. 1 VRG bestehen die Verfahrenskosten 

aus der Staatsgebühr, welche für die Beanspruchung der Behörde 

erhoben wird (lit. a); den Gebühren für die Ausfertigung und Mitteilung des 

Entscheids (lit. b) und den Barauslagen (lit. c). Die Staatsgebühr beträgt 

dabei gemäss Art. 75 Abs. 2 VRG höchstens 20'000 Franken. Sie richtet 

sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem 

Interesse und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der 

Kostenpflichtigen. Vorliegend erachtet das streitberufene 

Verwaltungsgericht ermessensweise eine Staatsgebühr von insgesamt 

CHF 4'800-- (zzgl. Kanzleiauslagen) für angemessen. Die 

Beschwerdeführerin hat somit die Hälfte (CHF 2'400.--), die 

- 30 -

Beschwerdegegnerin, der Beschwerdegegner 1 und der 

Beschwerdegegner 2 je einen 1/6 (je CHF 800.--), zusammen also die 

restlichen CHF 2'400.--, an die Gerichtskasse zu bezahlen.  

13.2. Nach dem gleichen Verteilschlüssel ist der Beschwerdeführerin (vgl. 

E.13.3.) und dem Beschwerdegegner 2 (E.13.4.) eine aussergerichtliche 

Entschädigung gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG zu gewähren. Die 

Parteientschädigung wird gemäss Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die 

Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte 

(Honorarverordnung [HV]; BR 310.250) i.V.m. Art. 19 des kantonalen 

Anwaltsgesetzes (AnwG; BR 310.100) durch die urteilende Instanz nach 

Ermessen festgesetzt. 

13.3. Ausgangspunkt ist die Honorarnote des Rechtsvertreters (RA Gian Luca 

Peng) der Beschwerdeführerin vom 31. August 2023 in der Höhe von CHF 

9'450.68 (bestehend aus Zeit-/Arbeitsaufwand 31.25 Std. x CHF 270.-- 

[8'437.50] zzgl. 7.7 % MWST [CHF 649.69] und Kleinspesenpauschale 4 

% von 8'437.50 [CHF 337.50] zzgl. 7.7 % auf 337.50 [25.99]). Nach Art. 3 

Abs. 1 HV beträgt der übliche Stundenansatz im Durchschnitt CHF 240.--

. Liegt eine Honorarvereinbarung nach Art. 4 HV vor, ist ein Stundenansatz 

von max. CHF 270.-- zulässig. Eine solche Honorarvereinbarung liegt bei 

den Akten, weshalb vorliegend der Stundenansatz von CHF 270.-- zur 

Anwendung kommt. Praxisgemäss kann aber nur eine 

Kleinspesenpauschale von max. 3 % (nicht 4 %) verrechnet werden (statt 

vieler: Urteil des Verwaltungsgerichts R 22 60 vom 13. September 2022 

E.2.3). Die Honorarnote ist daher noch entsprechend zu kürzen, was 

korrigiert den Betrag von gerundet CHF 9'359.80 (bestehend aus Zeit-

/Arbeitsaufwand 31.25 Std. x CHF 270.-- [8'437.50] zzgl. 7.7 % MWST 

[CHF 649.70] und Kleinspesenpauschale 3 % von 8'437.50 [CHF 253.125] 

zzgl. 7.7 % auf 253.125 [19.49]) ergibt. Weil die Beschwerdeführerin aber 

lediglich teilweise obsiegt, d.h. nach Ermessen des Gerichts zur Hälfte 

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obsiegt hat, ist die korrigierte Honorarnote noch entsprechend auf (½ von 

CHF 9'359.80) CHF 4'679.90 zu kürzen. Der Beschwerdegegner 1, die 

Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner 2 haben die 

Beschwerdeführerin anteilsmässig zu gleichen Teilen mit je 1/3 zu 

entschädigen, was pro Partei eine Parteientschädigung von aufgerundet 

je CHF 1'559.95 [= CHF 4'679.90 durch 3] ergibt.

13.4. Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner 2 sind ebenfalls noch zur 

Hälfte die durch den Rechtstreit verursachten notwendigen Kosten zu 

ersetzen. Laut Honorarnote dessen Rechtsvertreters (RA Reto Nigg) vom 

31. August 2023 beläuft sich die Honorarnote auf CHF 4'113.69 

(bestehend aus Zeit-/Arbeitsaufwand 14.8333 Std. x CHF 250.-- [CHF 

3'708.33] zzgl. 7.7 % MWST [CHF 285.54] plus Kleinspesenpauschale 3 

% von CHF 3'708.33 [CHF 111.25] zzgl. 7.7. % auf CHF 111.25 [CHF 

8.57]). Eine Honorarvereinbarung liegt ebenso bei den Akten, weshalb der 

Stundenansatz von CHF 250.-- in Ordnung geht. Da der 

Beschwerdegegner 2 aber bloss zur Hälfte obsiegt hat, ist die Honorarnote 

noch zu halbieren, was den Restbetrag von CHF 2'056.85 ergibt. In 

diesem Umfang hat die Beschwerdeführerin den Beschwerdegegner 2 

folglich noch zu entschädigen, wobei das eigene 

Parteientschädigungsguthaben der Beschwerdeführerin gegenüber dem 

Beschwerdegegner 2 von gerundet CHF 1'559.95 verrechnet werden 

kann. Damit verbleibt eine Differenz von CHF 496.90 zu Gunsten des 

Beschwerdegegners 2 und zu Lasten der Beschwerdeführerin.  

13.5. Dem Beschwerdegegner 1 wie auch der Beschwerdegegnerin stehen 

keine aussergerichtlichen Entschädigungen zu, da sie lediglich, falls 

überhaupt, im Rahmen ihres amtlichen Wirkungskreises hälftig obsiegt 

haben (Art. 78 Abs. 2 VRG). Eine Verrechnung mit der Entschädigung der 

Beschwerdeführerin entfällt somit.

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 

Baubescheid Nr. 16/20 vom 13. März 2023 inkl. BAB-Bewilligung mit 

Einspracheentscheid Nr. 2020-0581 vom 10. Februar 2023 betreffend lit. 

b) Pferdebewegungsplatz – Reitplatz (Neuerstellung) aufgehoben und die 

Angelegenheit zu weiteren Abklärungen betreffend Lichtimmissionen 

(Beleuchtung) an das Amt für Natur- und Umwelt bzw. an das Amt für 

Raumentwicklung sowie zu neuem Entscheid an die Gemeinde B._____ 

zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde gegen den 

Baubescheid mitsamt BAB-Bewilligung lit. a) abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 4'800.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 704.--

zusammen CHF 5'504.--

gehen einerseits hälftig zu Lasten von A._____ (1/2) und andererseits 

anteilsmässig zu gleichen Teilen zulasten der Gemeinde B._____ (1/6), 

des Amtes für Raumentwicklung (1/6) und C._____ (1/6).

3.1. Aussergerichtlich haben die Gemeinde B._____ und das Amt für 

Raumentwicklung A._____ mit je CHF 1'559.95, zusammen CHF 

3'119.90, zu entschädigen. 

3.2. Aussergerichtlich hat A._____ C._____ mit CHF 496.90 zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

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