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**Case Identifier:** 901f63b0-75c5-5f25-b1a3-a7ef0ac331af
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 29.07.2020 810 19 357
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-357_2020-07-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 29. Juli 2020 (810 19 357) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Erziehungsbeistandschaft / Verhältnismässigkeit der Massnahme  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Stefan 

Schulthess, Daniel Häring, Daniel Ivanov, Claude Jeanneret,  
Gerichtsschreiberin Yaël Heymann 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Erik Wassmer, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Anpassung der Beistandschaft / Wechsel der Beistandsperson / Ertei-

lung von Weisungen / Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und 
Verbeiständung  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
19. November 2019) 

 
 
 

A.  C.____ (geb. 2008) ist das gemeinsame Kind der unverheirateten Eltern A.____ und 
des am 9. Februar 2019 verstorbenen D.____. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde E.____ vom 30. Juni 2014 wurde das Besuchsrecht für C.____ und den nicht 
obhutsberechtigten Kindsvater geregelt und eine Erziehungsbeiständin gemäss Art. 308 Abs. 1 

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und 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. Dezember 1907 ernannt, welche 
insbesondere den Auftrag erhielt, die Kindseltern mit Rat und Tat zu unterstützen, das Besuchs-
recht zu organisieren und zu überwachen sowie bei Konflikten zu vermitteln. Mit Entscheid der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde E.____ vom 24. August 2015 wurde auf Antrag des 
Kindsvaters auf Wechsel der Beistandsperson F.____ als neuer Beistand ernannt. Aufgrund 
des Wohnsitzwechsels der obhutsberechtigten Kindsmutter übernahm die Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde B.____ (KESB) mit Entscheid vom 7. November 2017 die Weiterführung 
der kindsschutzrechtlichen Massnahme. 
 
B.  Mit Schreiben vom 16. Februar 2018 beantragte die Kindsmutter einen Wechsel der 
Beistandsperson, da sie mit der Zusammenarbeit nicht mehr einverstanden sei. Nachdem die 
KESB die Verfahrensbeteiligten zum Antrag persönlich anhörte und mit dem für C.____ zustän-
digen Schulsozialarbeiter Rücksprache nahm, wies sie mit Entscheid vom 9. Juli 2018 bzw. 
Rektifikat vom 18. Juli 2018 die Kindseltern nach Art. 307 Abs. 3 ZGB vorsorglich an, umge-
hend mit der Beratungsstelle G.____ zwecks Aufgleisung einer angeordneten Beratung, Kon-
takt aufzunehmen und eine angeordnete Beratung wahrzunehmen. Ziel der Beratung solle ins-
besondere die Erarbeitung einer adäquaten Gesprächskultur untereinander und die Erarbeitung 
eines Konfliktmanagements sein. Gleichzeitig wurde das Verfahren betreffend den Wechsel der 
Beistandsperson bis zur Beendigung der angeordneten Beratung sistiert. Die gegen den Ent-
scheid vom 9. Juli 2018 erhobene Beschwerde der Kindsmutter wurde mit Urteil des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), vom 
29. August 2018 abgewiesen.  
 
C.  Mit Schreiben vom 14. November 2018 informierte Beratungsstelle G.____ die KESB 
über den Abbruch der angeordneten Beratung der Kindseltern und teilte im Sinne einer Gefähr-
dungsmeldung mit, dass dringend weitere Schritte angezeigt seien und eine ernsthafte Gefahr 
von Entwicklungs- und Verhaltensproblemen bei C.____ bestehe. Mit Schreiben vom 3. De-
zember 2018 reichte der Beistand seinerseits eine Gefährdungsmeldung bei der KESB ein, wo-
rauf diese mit Verfügung vom 5. Dezember 2018 ein Verfahren zur Prüfung von Kindesschutz-
massnahmen eröffnete. 
 
D.  Mit Entscheid vom 31. Januar 2019, welcher aufgrund des Versterbens des Kindsva-
ters am 9. Februar 2019 mit Entscheid vom 22. Februar 2019 angepasst wurde, beauftragte die 
KESB die Praxis H.____, eine psychiatrische Begutachtung von C.____ und, soweit die Kinder-
belange betreffend, auch der Kindsmutter zu erstellen. 
 
E.  Mit Eingabe vom 5. August 2019 reichte die Kindsmutter ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege und Verbeiständung ein. 
 
F.  Das Gutachten der Praxis H.____, datiert vom 12. Juni 2019, wurde am 16. August 
2019 der Kindsmutter mündlich eröffnet. Mit Schreiben der KESB vom 29. August 2019 wurde 
ihr das weitere Vorgehen und den beabsichtigten Entscheid mitgeteilt, worauf die Kindsmutter, 
vertreten durch Erik Wassmer, Advokat in Liestal, mit Schreiben vom 27. September 2019 Stel-
lung nahm. 

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G.  Mit Entscheid vom 19. November 2019 verfügte die KESB die Weiterführung der Er-
ziehungsbeistandschaft für C.____ (Dispositiv-Ziff. 1). Die Beistandschaft umfasst neu die fol-
genden Aufgaben: (a) C.____und die Kindsmutter allgemein mit Rat und Tat zu unterstützen; 
(b) für C.____ eine psychotherapeutische Behandlung durch einen Therapeuten bei der Kinder- 
und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, zu installieren, zu begleiten und zu überwachen und 
sich mit der Therapieperson und der Kindsmutter über die Entwicklung von C.____ auszutau-
schen; (c) Ansprechperson für die Schule von C.____ und allfällige weitere involvierte Fachper-
sonen zu sein und nötigenfalls als Koordinations- und Vermittlungsperson zwischen diesen und 
der Kindsmutter mitzuwirken; (d) bei Bedarf Entlastungsmöglichkeiten, zum Beispiel eine Ent-
lastungsfamilie, zu organisieren und um deren Finanzierung besorgt zu sein (Dispositiv-Ziff. 
1.1). Als neuer Beistand wurde I.____, Sozialarbeiter KESB, ernannt (Dispositiv-Ziff. 1.2). Die 
Kindsmutter wurde gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angewiesen, (a) in Zusammenarbeit mit 
dem Beistand darum besorgt zu sein, dass C.____ die psychotherapeutische Behandlung bei 
der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, wahrnimmt; sowie (b) die Therapiestelle 
von der Schweigepflicht zu entbinden, sodass sie sich mit dem Beistand über die Umsetzung 
der psychotherapeutischen Behandlung sowie über die Entwicklung von C.____ austauschen 
kann (Dispositiv-Ziff. 2), wobei im Einverständnis mit der KESB auch eine andere Therapieper-
son oder Therapiestelle gewählt werden könne (Dispositiv-Ziff. 3). Der Beistand wurde ange-
wiesen, der Therapieperson das Gutachten vom 12. Juni 2019 vorzulegen (Dispositiv-Ziff. 3.1). 
Ferner sei der KESB bis spätestens am 20. Januar 2020 die Anmeldebestätigung von C.____ 
bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, oder einer anderen im Einverständnis 
mit der KESB gewählten Therapieperson inklusive Bekanntgabe des ersten Therapiesitzungs-
termins zu unterbreiten (Dispositiv-Ziff. 3.2). In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde einer allfäl-
ligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen (Dispositiv-Ziff. 4). Verfahrenskosten 
wurden keine erhoben (Dispositiv-Ziff. 5) und das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung 
der Kindsmutter wurde abgewiesen (Dispositiv-Ziff. 6).  
 
H.  Gegen diesen Entscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Erik Wassmer, Advo-
kat in Liestal, mit Eingabe vom 23. Dezember 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie be-
antragte, es sei die für C.____ geführte Erziehungsbeistandschaft aufzuheben (Ziff. 1) und die 
Beschwerdeführerin bei ihrer Bereitschaft zu behaften, (a) um die Wahrnehmung der psycho-
therapeutischen Behandlung von C.____ bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik 
K.____, besorgt zu sein; (b) die Therapiestelle von der Schweigepflicht gegenüber der KESB zu 
entbinden, damit sich die KESB über den Verlauf der psychotherapeutischen Behandlung orien-
tieren könne und die Therapiestelle diese orientieren dürfe; sowie (c) die KESB auf Wunsch der 
Therapiestelle von der Schweigepflicht zu entbinden, damit diese das Gutachten vom 12. Juni 
2020 (recte 12. Juni 2019) einsehen könne (Ziff. 2). Zudem sei die Beschwerdeführerin bei ihrer 
Bereitschaft zu behaften, der KESB bis spätestens 20. Januar 2020 die Anmeldebestätigung 
bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, oder einer anderen im Einverständnis 
mit der KESB gewählten Therapieperson inklusive Bekanntgabe des ersten Therapietermins 
vorzulegen (Ziff. 3). Weiter sei der Beschwerdeführerin für das erstinstanzliche Verfahren die 
unentgeltliche Verbeiständung zu gewähren und die Sache zur Festsetzung der Entschädigung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 6), alles unter o/e-Kostenfolge, wobei der Beschwerde-

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führerin auch für das Verfahren vor dem Kantonsgericht die unentgeltliche Prozessführung und 
Verbeiständung zu bewilligen sei (Ziff. 7). In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Be-
schwerdeführerin die superprovisorische Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung (Ziff. 
4).  
 
I.  Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 27. Dezember 2019 wurde der Verfahrensan-
trag der Beschwerdeführerin auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung superproviso-
risch abgewiesen. 
 
J.  Mit Eingabe vom 17. Januar 2020 reichte die Beschwerdeführerin das Formular «Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege» inklusive Belege ein. 
 
K.  In ihrer Vernehmlassung vom 17. Januar 2020 beantragte die KESB die vollumfängli-
che Abweisung der Beschwerde, unter o/e-Kostenfolge. 
 
L.  Mit Verfügung vom 12. Februar 2020 wurde der Beschwerdeführerin für das vorliegen-
de Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
 
M.   Am 18. März 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik zur Vernehmlassung 
der KESB vom 17. Januar 2020 ein und beantragte, es sei bei der Kinder- und Jugendpsychiat-
rie, Poliklinik K.____, ein Verlaufsbericht zur Therapie und zum aktuellen Befinden von C.____ 
einzuholen. 
 
N.  Mit Verfügung vom 6. Mai 2020 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen und die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, ersucht, einen Behandlungs- und 
Verlaufsbericht betreffend C.____ einzureichen.  
 
O.  Am 29. Mai 2020 reichte die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, den Be-
handlungs- und Verlaufsbericht ein. 
 
P.  Mit Eingabe vom 4. Juni 2020 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sei-
ne Honorarnote ein. Zusätzlich nahm die Beschwerdeführerin zum Behandlungs- und Verlaufs-
bericht vom 29. Mai 2020 Stellung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide einer Kin-
desschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. § 66 Abs. 1 des 
kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 
2006 erklärt für die Beurteilung von Beschwerden nach Art. 450 Abs. 1 ZGB das Kantonsge-
richt, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für zuständig. Das Verfahren richtet sich 
nach den Art. 450 bis Art. 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Ver-
waltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Per-

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sonen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Per-
son nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 
Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Als direkte Verfahrensbeteiligte und 
Kindsmutter von C.____ ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da 
auch die übrigen Prozessvoraussetzungen nach Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB 
und §§ 43 ff. VPO erfüllt sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden. 
 
2.  Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu.  
 
3.  Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Weiterführung der bestehenden 
Erziehungsbeistandschaft mit dem neu ernannten Beistand sowie die Verweigerung der unent-
geltlichen Verbeiständung für das vorinstanzliche Verfahren. Nicht bestritten und folglich nicht 
Streitgegenstand ist die Anordnung der psychotherapeutischen Behandlung von C.____. 
 
4.1  Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht die Weiterführung der bestehenden 
Erziehungsbeistandschaft angeordnet hat. 
 
4.2.1  Gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB ist die KESB dazu verpflichtet, bei einer Gefährdung des 
Kindeswohls die geeigneten Massnahmen zum Schutze des Kindes zu ergreifen, wenn die El-
tern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder dazu ausserstande sind. Der Begriff des Kindes-
wohls entzieht sich einer genauen Definition, vielmehr sind zu dessen Beurteilung sämtliche 
Umstände im Einzelfall zu beachten. Unter Gefährdung wird im Allgemeinen die objektiv fass-
bare Gefahr einer Beeinträchtigung des körperlichen, sittlichen oder geistigen Wohls verstan-
den. Diese muss – wenn auch regelmässig prognostische Elemente miteinzubeziehen sind – 
einigermassen konkret sein (YVO BIDERBOST, in: Peter Breitschmid/Alexandra Jungo [Hrsg.], 
Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht inkl. Partnerschafts-
gesetz, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N 9 zu Art. 307). Vorausgesetzt ist ferner eine Gefähr-
dung des Kindeswohls von bestimmter Erheblichkeit.  
 
4.2.2  Im Allgemeinen bezwecken die Kindesschutzmassnahmen also die Abwendung einer 
Gefährdung des Kindeswohls (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 
1999, N 27.09). Sie müssen zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sein (Subsidiarität), und es 
ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese 
sollen elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität, vgl. 
Art. 389 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB, s. zum Ganzen HEGNAUER, a.a.O., Rz. 27.10 ff.; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_701/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2.1). 
 
4.2.3  Besteht ein generelles Bedürfnis nach begleitender Hilfe und berücksichtigt die  
Massnahme alle Aspekte der Verhältnismässigkeit (BIDERBOST, a.a.O., N 3 zu Art. 308), er-
nennt die KESB dem Kind gestützt auf Art. 308 Abs. 1 ZGB einen Beistand, der die Eltern in 
ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt.  Die Beistandschaft zielt auf aktives, auto-

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ritatives und kontinuierliches Einwirken auf die Erziehungsarbeit der Eltern und das Gebaren 
des Kindes ab (PETER BREITSCHMID, in: Thomas Geiser/Christiana Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Aufl., Basel 2018, N 2 zu Art. 308). Wird bei der Erfüllung 
einer Einzelaufgabe ein besonderer Schwächezustand festgestellt, überträgt die KESB dem 
Beistand im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB zudem besondere Befugnisse (BIDERBOST, a.a.O., 
N 5 zu Art. 308). 
 
4.2.4  Die Erziehungsbeistandschaft soll durch Kontakt mit Eltern und Kind erzieherische 
Missstände abbauen. Dem Beistand stehen dafür Instrumente wie Vermittlung, Anleitung oder 
Weisung gegenüber den Eltern, dem Kind und Dritten zur Verfügung, wobei alle Beteiligten zur 
Zusammenarbeit mit dem Beistand verpflichtet sind. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt 
erhalten, soll aber durch stete persönliche Kontakte beobachtet werden. Der Beistand ist Ver-
trauens- und Ansprechperson aller Betroffenen und soll zum Kind eine tragfähige Beziehung 
aufbauen (BREITSCHMID, a.a.O., N 4 zu Art. 308). 
 
4.3.1  Die KESB führte in ihrer Begründung des angefochtenen Entscheids zusammenfas-
send aus, dass die Situation von C.____ nach wie vor äusserst schwierig und die erfolgreiche 
Bewältigung seiner Entwicklungsaufgaben ernsthaft gefährdet sei, was dem Gutachten vom  
12. Juni 2019 entnommen werden könne. Gemäss den gutachterlichen Feststellungen zeige 
sich die psychische Belastung von C.____ im Schulkontext und scheine sich in Anbetracht der 
erneuten Meldungen von der Schule zu bestätigen. Auch werde die Schulmotivation von 
C.____ als schwankend erachtet und müsse im Auge behalten werden. Zudem werde festge-
stellt, dass die fortbestehende Loyalität zur Kindsmutter den Trauerprozess um den verstorbe-
nen Kindsvater behindere und symbiotische und parentifizierende Aspekte in der Mutter-Sohn-
Beziehung bestehen würden. Aufgrund dieser anspruchsvollen Ausgangslage und in Anbe-
tracht der gutachterlich festgestellten erhöhten Erziehungsanforderungen bei C.____ gegen-
über den eingeschränkten mütterlichen Erziehungskompetenzen, seien ambulante Kindes-
schutzmassnahmen offensichtlich notwendig. Zur dringlichen Linderung der psychischen Nöte 
von C.____, der Verhinderung einer weitergehenden Gefährdung sowie zur künftigen Gewähr-
leistung und Überwachung des Kindswohls erscheine die Unterstützung durch eine aussenste-
hende Beistandsperson unabdingbar, welche zudem – mit Blick auf den Unterstützungsbedarf 
seitens der Kindsmutter – den Zweck habe, die aktuell dringend notwendige Hilfestellung für 
C.____ in Form einer psychotherapeutischen Behandlung zu installieren und deren Durchfüh-
rung zu überwachen und zu koordinieren. Die Beistandsperson solle sich sodann mit der 
Kindsmutter und der Therapieperson über die Entwicklung von C.____ austauschen, um über-
haupt in der Lage zu sein, mit einem differenzierten Blick die Situation laufend zu evaluieren, 
entsprechend zu reagieren und Unterstützung anbieten zu können. Ferner sei es im Hinblick 
auf die angespannte Schulsituation wichtig, dass die Beistandsperson als Ansprechperson für 
die Schule und allfällige weitere involvierte Fachpersonen sowie nötigenfalls als Koordinations- 
und Vermittlungsperson zwischen diesen und der Kindsmutter mitwirken könne. 
 
4.3.2   Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde auf den Stand-
punkt, dass die Erziehungsbeistandschaft nicht mehr notwendig sei. Zum einen sei diese in 
erster Linie errichtet worden, weil C.____ in einen Loyalitätskonflikt geraten sei, wobei aufgrund 

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des Versterbens des Kindsvaters am 9. Februar 2019 eine Beistandschaft zur Vermittlung bei 
Konfliktsituationen zwischen den Kindseltern sowie zur Organisation des Besuchsrechts zwi-
schen C.____ und dem Kindsvater nicht mehr benötigt werde. Zum anderen sei mit Verweis auf 
das Gutachten vom 12. Juni 2019 keine Kindswohlgefährdung zu sehen und im Übrigen könn-
ten der Schulsozialarbeiter und die Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, allfällige 
Krisen zuverlässig auffangen, sofern die Mutter wider Erwarten dazu nicht in der Lage sein soll-
te. Soweit überhaupt eine problematische, symbiotische Beziehung zur Kindsmutter bestehe, 
könne diesem Aspekt über die psychologische Betreuung, welche bereits eingerichtet sei, 
Rechnung getragen werden. Bei Problemen in der Schule könne die Psychologin die Lehrper-
sonen mit Empfehlungen unterstützen. Die Psychologin und der Schulsozialarbeiter seien näher 
als der Beistand "dran" und würden alle Bedürfnisse des Kindes abdecken. Die Lehrer würden 
zusammen mit der Kindsmutter als Frühwarnsystem fungieren, während der Beistand höchs-
tens administrative Hilfe mit grosser zeitlicher Verzögerung leisten könne. Nicht ersichtlich sei 
deshalb, welchen Zusatznutzen eine Beistandschaft neben der direkten und persönlichen Be-
treuung des Kindes durch den Schulsozialarbeiter und die Kinder- und Jugendpsychiatrie noch 
bewirken könnte. Zudem sei im angefochtenen Entscheid unberücksichtigt geblieben, dass sich 
die Situation in der Schule längst wieder massiv verbessert habe. Allenfalls sei nur für die Zu-
kunft – entsprechend der gutachterlichen Empfehlung – an die Möglichkeit einer Entlastungs-
familie zu denken.  
 
4.3.3  In ihrer Vernehmlassung vom 17. Januar 2020 führt die Vorinstanz zusammenfassend 
aus, dass aus dem Gutachten vom 12. Juni 2019 klar hervorgehe, dass ein "Misfit" zwischen 
den Erziehungsanforderungen von C.____ und der Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter beste-
he. Die Gefährdungslage manifestiere sich auch in der schulischen Situation, welche seit Juni 
2018 immer wieder angespannt sei. Die schulischen Schwierigkeiten seien anfangs Schuljahr 
2019 erneut in den Vordergrund getreten, was sich dadurch zeige, dass sich die Schule bis Ok-
tober 2019 wiederholt an die KESB gewandt und grosse Besorgnis über das Befinden von 
C.____ geäussert habe. Aus den Kontaktaufnahmen der Schule mit der KESB werde deutlich, 
dass es der Schule alleine in Zusammenarbeit mit dem Schulsozialarbeiter, den Lehrpersonen 
und der Beschwerdeführerin nicht möglich sei, Krisen in zufriedenstellender, nachhaltiger Form 
zu bewältigen und sich gerade in Krisensituationen die Zusammenarbeit mit der Beschwerde-
führerin teils sehr schwierig gestalteten würde. Die Schule sei in der Krisenbewältigung bereits 
an ihre Grenzen gestossen. Zudem habe sich der Schulsozialarbeiter mit Telefonat vom 6. Ja-
nuar 2020 an den Beistand gewendet und um Teilnahme an einem Gespräch zusammen mit 
der Beschwerdeführerin und dem Klassenlehrer ersucht. Daraus folge, dass die Hilfestellung 
durch eine aussenstehende Fachperson ganz aktuell sei, welche im schulischen Bereich hinzu-
gezogen werden könne. Dies umso mehr, als mit weiteren grösseren Krisen – nicht zuletzt auch 
im Hinblick auf den Eintritt der Pubertät bei C.____ – gerechnet werden müsse. Ferner sei da-
von auszugehen, dass die psychotherapeutische Behandlung ohne die behördliche Unterstüt-
zung gar nicht erst angefangen worden wäre, da die Beschwerdeführerin diesbezüglich zu-
nächst keine Einsicht gezeigt habe und schliesslich nicht geeignete oder zeitlich nicht verfügba-
re Therapeuten vorgeschlagen habe. Die Erfahrungen mit der Beschwerdeführerin würden zei-
gen, dass auch die Durchführung und der Verlauf der psychotherapeutischen Behandlung 
durch eine aussenstehende Fachperson begleitet und überwacht werden müssten.  

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4.3.4  In ihrer Replik vom 18. März 2020 bringt die Beschwerdeführerin zusammenfassend 
vor, dass sie die psychotherapeutische Behandlung von C.____ bereits vor Einreichung der 
Beschwerde eingerichtet habe. Es sei nicht einzusehen, welchen Beitrag der Beistand leisten 
könnte, zumal dieser mit C.___ maximal eine Besprechung pro Quartal führe. Zudem ergebe 
sich aus dem Gutachten vom 12. Juni 2019, welches bereits schon älter und von der Entwick-
lung überholt sei, keine Notwendigkeit für die Beistandschaft. In der von der KESB als Ver-
nehmlassungsbeilage eingereichten Aktennotiz des Beistands vom 6. Januar 2020 bestätige 
dieser, dass C.____ aus der Sicht des Schulsozialarbeiters einen zufriedenen Eindruck mache. 
Weiter sei für C.____ eine sozialpädagogische Unterstützung errichtet worden, wodurch eine 
weitere Fachperson involviert sei. 
 
4.4  Den Akten ist zu entnehmen, dass C.____ bereits seit mindestens Juni 2018 schuli-
sche Schwierigkeiten hat (vgl. Aktennotiz der KESB vom 20. Juni 2018). Gemäss der Gefähr-
dungsmeldung des Beistands vom 3. Dezember 2018 zeige sich dies insbesondere durch die 
Schulverweigerung von C.____, welcher jeweils am Montag die Schule nur teilweise besuche. 
Weiter erhellt, dass die schulischen Schwierigkeiten auch anfangs Schuljahr 2019/2020 wieder 
aktuell wurden. So habe gemäss Aktennotiz der KESB vom 11. September 2019 die Schulleite-
rin der Primarschule bei der KESB persönlich vorgesprochen und erklärt, dass die Situation mit 
C.____ in der Schule sehr schwierig sei und er depressiv wirke. Mit Telefonat vom 24. Septem-
ber 2019 habe sich die Schulleiterin erneut an die KESB gewandt und über den äusserst be-
sorgniserregenden Zustand von C.____ berichtet. Die Schulverweigerung sei seit Schuljahres-
beginn ein Thema und nehme immer mehr zu. Ihr mache der Zustand von C.____ grosse Sor-
gen, welcher geäussert habe, dass ihm alles egal sei, er keine Lust mehr habe und er von ihm 
aus auch unter der Brücke schlafen könnte (vgl. Aktennotiz der KESB vom 24. September 
2019). Im Gutachten vom 12. Juni 2019, welches die Vorinstanz aufgrund verschiedener Ge-
fährdungsmeldungen im Zusammenhang mit der Konfliktsituation zwischen den Kindseltern und 
der teilweisen Schulverweigerung von C.____ in Auftrag gegeben hat, wird zudem festgehalten, 
dass die Schulmotivation und der Schulabsentismus gute Gradmesser für C.____'s Befindlich-
keit seien, da psychische Belastungszeichen bei ihm oft im Schulkontext sichtbar würden (vgl. 
Gutachten vom 12. Juni 2019, S. 43). Zudem wird festgestellt, dass C.____ durch die jahrelan-
gen Loyalitätskonflikte psychisch verunsichert und belastet worden sei, was sich phasenweise 
im Sinne einer Anpassungsstörung inklusive Schulabsentismus gezeigt habe. Durch den Tod 
seines Vaters habe sich die Konfliktsituation zwischen den Eltern zwar aufgelöst, doch behinde-
re die fortbestehende Loyalität zu seiner Mutter den Trauerprozess um seinen verstorbenen 
Vater (vgl. Gutachten vom 12. Juni 2019, S. 50). Im Weiteren bestehe zwischen der mittelgradig 
eingeschränkten mütterlichen Erziehungskompetenz und den leicht bis mittelgradig erhöhten 
Erziehungsanforderungen von C.____ ein "Misfit", der zumindest so hoch sei, dass ambulante 
Kindesschutzmassnahmen installiert werden müssten. Empfohlen werde zum einen die Fortfüh-
rung der Erziehungsbeistandschaft, und zum anderen solle eine psychotherapeutische Behand-
lung für C.____ installiert werden, insbesondere mit dem Ziel und Inhalt, ihn im Trauerprozess 
um seinen Vater zu unterstützen, die Ambivalenzfähigkeit zu fördern und seine Sozial- und Au-
tonomieentwicklung zu unterstützen. Zudem sei C.____'s Schulmotivation im Auge zu behalten 
und ein regelmässiger Schulbesuch sicherzustellen, weshalb diesbezüglich die Therapieperson 

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mit der Kindsmutter, der Schule und der Beistandsperson zusammenarbeiten solle. Mit Hilfe 
dieser ambulanten Massnahmen könne ein Verbleib von C.____ in der Obhut der Kindsmutter 
verantwortet werden (vgl. Gutachten vom 12. Juni 2019, S. 52-53 und S. 55-56). Im Verlaufsbe-
richt der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, vom 6. Februar 2020 wird ferner 
festgehalten, dass C.____'s Stimmung teilweise gedrückt sei und er Ängste bezüglich der Ge-
sundheit seiner Mutter habe. C.____ habe zu der aktuellen Lehrperson ein belastetes Verhält-
nis, weshalb eine Empfehlung für einen Klassenwechsel an die Schulleitung abgegeben worden 
sei, damit C.____ im neuen Schuljahr mit einer neuen Lehrperson starten könne. Aufgrund der 
Abklärung und Behandlung werde eine weitere therapeutische Begleitung empfohlen, um den 
Übergang zu begleiten und auftretende Belastungen auffangen zu können. 
 
4.5.1 Die vorgehenden Auszüge aus den Akten lassen erkennen, dass sich die schulische 
Situation von C.____ noch immer schwierig gestaltet. In Entsprechung zu den gutachterlichen 
Feststellungen zeigen die wiederholten Meldungen der Schulleiterin gegenüber der KESB vom 
11. und 24. September 2019, dass sich die psychische Belastung von C.____ insbesondere in 
der schulischen Situation manifestiert und dies noch immer aktuell ist. Die Beschwerdeführerin 
bringt in ihrer Beschwerde und Replik zwar vor, dass das Gutachten von der Entwicklung über-
holt sei und sich die Situation in der Schule längst wieder massiv verbessert habe. Sie verweist 
dabei auf die von der Vorinstanz vernehmlassungsweise eingereichte Aktennotiz des Beistands 
vom 6. Januar 2020, wonach C.____ aus der Sicht des Schulsozialarbeiters in der Schule einen 
zufriedenen Eindruck mache, er aber "nur" beim Schulstoff nicht mitmache. Damit ist jedoch 
nicht aufgezeigt, dass entgegen den dem Kantonsgericht jüngst bekannten Meldungen der 
Schule gegenüber der KESB die Schulverweigerung nicht mehr aktuell und überholt ist. Im Üb-
rigen wird im Gutachten vom 12. Juni 2019 sehr wohl eine Gefährdung von C.____'s Wohl an-
genommen, welche sich aus seiner psychischen Belastung zusammen mit dem gutachterlich 
festgestellten "Misfit" zwischen seinen Erziehungsanforderungen und der Erziehungsfähigkeit 
der Kindsmutter ergebe. Gemäss dem Gutachten liege zwar keine deutliche Kindswohlgefähr-
dung vor, welche eine ausserfamiliäre Unterbringung indizieren würde, doch wird im Gutachten 
festgehalten, dass der "Misfit" zumindest so stark ausgeprägt sei, dass ambulante Kindes-
schutzmassnahmen installiert werden müssten. Damit wird zumindest implizit von einer Gefähr-
dungslage ausgegangen. Ohnehin wird das Vorliegen einer Kindswohlgefährdung nicht ernst-
lich bestritten, zumal die deswegen angeordnete psychotherapeutische Behandlung im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren nicht in Frage gestellt wird. Folglich ist entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin gestützt auf die nicht zu beanstandenden gutachterlichen Feststellungen 
und aufgrund der noch anhaltenden schulischen Schwierigkeiten von C.____ auf eine Gefähr-
dung seines Wohls zu schliessen. 
 
4.5.2  Die Beschwerdeführerin rügt weiter, der Beizug eines Beistands als weitere Fachper-
son sei weder notwendig noch verhältnismässig, da der Schulsozialarbeiter und die Kinder- und 
Jugendpsychiatrie, Poliklinik K.____, allfällige Krisen zuverlässig auffangen könnten und die 
Lehrer zusammen mit der Beschwerdeführerin als Frühwarnsysteme fungieren würden. Inzwi-
schen sei zudem eine sozialpädagogische Unterstützung für C.____ errichtet worden. 
 

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Unbestritten ist, dass eine dringende Notwendigkeit für C.____ besteht, sich der psychothera-
peutischen Behandlung zu unterziehen, um die notwendige Unterstützung unter anderem im 
Trauerprozess und in seiner Sozial- und Autonomieentwicklung zu erhalten. In diesem Zusam-
menhang ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit 
klar gegen eine psychotherapeutische Behandlung von C.____ ausgesprochen hat und keine 
Einsicht in die Notwendigkeit der gutachterlich empfohlenen psychotherapeutischen Unterstüt-
zung gezeigt hat. Gemäss dem Gesprächsprotokoll vom 16. August 2019 habe die Beschwer-
deführerin anlässlich der mündlichen Eröffnung des Gutachtens erklärt, dass ihr Sohn aktuell 
kein Bedürfnis habe, das Geschehen zu verarbeiten und er deshalb in Ruhe zu lassen sei, zu-
mal die Psychotherapie unter diesen Umständen nur kontraproduktiv sei. Gemäss Aktennotiz 
vom 24. September 2019 habe sie zudem der Schulleiterin mitgeteilt, dass der Gutachter ange-
geben habe, dass alles in Ordnung sei und C.____ nichts brauche. Wie die Vorinstanz zu Recht 
ausführt, wurde eine geeignete therapeutische Behandlung für C.____ erst auf entsprechende 
Weisung der KESB hin installiert. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die Beschwer-
deführerin die Behandlung vor Einreichung der vorliegenden Beschwerde selbst eingerichtet 
hat. Unter Berücksichtigung der dringenden Notwendigkeit der psychotherapeutischen Unter-
stützung erscheint es insofern angezeigt, dass eine aussenstehende Fachperson darum be-
sorgt ist, dass die nötige angeordnete Massnahme zur Verhinderung einer weiteren Gefährdung 
des Kindswohls in geeigneter Weise angegangen und umgesetzt wird und dass dieser folglich 
die Durchführung und der Verlauf der Behandlung begleitet und überwacht. Zu berücksichtigen 
sind zudem die gutachterlichen Feststellungen betreffend die eingeschränkte Erziehungsfähig-
keit der Beschwerdeführerin, wonach zwischen den Erziehungsanforderungen von C.____ und 
der Erziehungskompetenz der Beschwerdeführerin ein "Misfit" bestehe. Auch wird bei der Be-
schwerdeführerin eine eingeschränkte Belastbarkeit festgestellt, welche sich insbesondere im 
Zusammenhang mit Zusatzaufgaben zeige (vgl. Gutachten vom 12. Juni 2019, S. 47). Wie be-
reits ausgeführt, scheinen die schulischen Schwierigkeiten von C.____ noch immer anzuhalten 
(siehe Erwägung 4.5.1). Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, dass in Anbetracht der jüngsten 
Krisen in der Schule – und nicht zuletzt auch im Hinblick auf den Eintritt der Pubertät bei C.____ 
– nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die Situation noch weiter verschärfen wird. Die 
Zusammenarbeit mit der Beschwerdeführerin zur Bewältigung der schwierigen schulischen Si-
tuation scheint sich jedoch aus Sicht der Schule teils nicht einfach zu gestalten (vgl. Aktennotiz 
vom 24. September 2019). Dass folglich von Seiten der Schule ein aktuelles Bedürfnis besteht, 
eine aussenstehende Fachperson zu involvieren und durch sie unterstützt zu werden, zeigt sich 
insbesondere durch den Umstand, dass sich die Schule wiederholt an die KESB gewendet und 
gemäss Aktennotiz vom 6. Januar 2020 den Beistand aufgefordert hat, am Gespräch zusam-
men mit der Kindsmutter teilzunehmen. Es besteht der Anschein, dass die Beschwerdeführerin 
alleine nicht in der Lage ist, die Krisensituationen rasch und sachgerecht zu bewältigen. So wird 
auch im Gutachten festgehalten, dass es der Beschwerdeführerin in der Vergangenheit pha-
senweise nicht gelungen sei, C.____ zu einem regelmässigen Schulbesuch zu bewegen, was 
auf die moderate Grenzsetzungsfähigkeit zurückzuführen sei. Dies habe unter anderem zu ei-
ner Phase von Schulabsentismus geführt (vgl. Gutachten vom 12. Juni 2019, S. 46). Vor die-
sem Hintergrund scheint es nachvollziehbar, dass weiterhin eine Ansprechperson für die Mutter 
und die Schule zur Verfügung steht, um die Situation – unter anderem auch im Hinblick auf den 
Übergang in die neue Schulklasse – zu begleiten und bei Bedarf zu vermitteln. Bei dieser Aus-

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gangslage liegen gesamthaft gesehen hinreichend konkrete Anhaltspunkte vor, die den Beizug 
eines Beistands als erforderlich ansehen lassen. Insbesondere ist auch die gutachterliche Emp-
fehlung, die bestehende Beistandschaft fortzuführen, womit zusammen mit der psychothera-
peutischen Behandlung ein Verbleib von C.____ in der Obhut der Kindsmutter verantwortet 
werden könne, zu berücksichtigen, zumal das Gutachten in sich schlüssig und nachvollziehbar 
ist. Es sind ferner keine Gründe ersichtlich, welche die Fortführung der Erziehungsbeistand-
schaft als unverhältnismässig erscheinen lassen würden. Dass der Beistand nach Angabe der 
Beschwerdeführerin nur alle drei Monate mit C.____ im Kontakt trete, zeigt schliesslich auf, 
dass die angeordnete Beistandschaft auch vom Umfang her schonend ausgeübt wird und daher 
keinen unverhältnismässig schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der Kindsmutter und 
C.____ darstellt. Unter Gesamtwürdigung der Umstände ist es im jetzigen Zeitpunkt zur Ver-
meidung einer weiteren Gefährdung von C.____'s Wohl richtig und verhältnismässig, die beste-
hende Beistandschaft aufrechtzuerhalten. Im Übrigen ist festzuhalten, dass es nicht zum Ver-
antwortungsbereich des Schulsozialarbeiters und der Therapieperson gehört, im Hinblick auf 
die Krisenbewältigung die Entwicklung von C.____ sowohl im schulischen als auch ausserschu-
lischen Kontext zu überwachen und zu evaluieren, sowie die Durchführung der psychothera-
peutischen Behandlung mit allfälligen Terminen von C.____ beim Schulsozialarbeiter zu koordi-
nieren. Vielmehr ist es Aufgabe des Beistands, welcher als Vertrauens- und Ansprechperson 
die Betroffenen unterstützt und mittels den ihm zur Verfügung stehenden Instrumenten der kon-
kreten Gefährdungslage begegnet, sich über den Verlauf der psychotherapeutischen Behand-
lung zu orientieren, deren Durchführung zu überwachen sowie diese allenfalls mit den Terminen 
beim Schulsozialarbeiter zu koordinieren, welche gemäss gutachterlicher Empfehlung bei Über-
lastung des Terminkalenders von C.____ zugunsten der psychotherapeutischen Behandlung 
zurückgestellt werden könnten.  
 
4.6  Nach dem Gesagten erweist sich die Fortführung der Erziehungsbeistandschaft als 
sachgerecht, verhältnismässig und angemessen. Die Beschwerde ist demzufolge in diesem 
Punkt abzuweisen. 
 
5.1 Zu prüfen bleibt, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht die unentgeltliche 
Verbeiständung für das vorinstanzliche Verfahren verweigert hat. 
 
5.2 Gemäss § 69 Abs. 4 EG ZGB i.V.m. § 23 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsverfahrensge-
setzes des Kantons Basel-Landschaft (VwVG BL) vom 13. Juni 1988 ist einer Partei im Kindes-
schutzverfahren der kostenlose Beizug eines Anwaltes zu gewähren, wenn sie ihre Bedürftig-
keit glaubhaft macht, ihr Begehren nicht offensichtlich als aussichtslos und der Beizug eines 
Anwalts zur Wahrung ihrer Rechte als notwendig erscheint. Das kantonale Verwaltungsverfah-
rensrecht gewährt keinen weitergehenden Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung als 
Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999. Die Voraussetzungen, die gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die 
Bejahung eines verfassungsmässigen Anspruches auf unentgeltliche Verbeiständung erfüllt 
sein müssen, stimmen somit inhaltlich mit denjenigen überein, die der kantonale Gesetzgeber in 
§ 23 Abs. 2 VwVG BL normiert hat (KGE VV vom 29. Juni 2016 [810 15 122] E. 10.1; KGE VV 
vom 2. März 2016 [810 15 270] E. 1.4).  

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5.3  Die Vorinstanz sieht die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin in ihrem Entscheid vom 
19. November 2019 als gegeben an, sie verneint hingegen das Vorliegen einer sachlichen Not-
wendigkeit zum Beizug eines Anwalts. 
 
5.4. Die sachliche Notwendigkeit der unentgeltlichen Verbeiständung beurteilt sich nach 
den konkreten Umständen des Einzelfalles. Die Rechtsnatur des Verfahrens ist dabei ohne Be-
lang. Grundsätzlich fällt die unentgeltliche Verbeiständung für jedes staatliche Verfahren in Be-
tracht, in das der Gesuchsteller einbezogen wird oder das zur Wahrung seiner Rechte notwen-
dig ist (Urteil des Bundesgerichts 5P.79/2006 vom 31. August 2006 E. 3.1 m.w.H.). Dies ist der 
Fall, wenn der Betroffene seine Sache, auf sich allein gestellt, nicht sachgerecht und hinrei-
chend wirksam vertreten kann; andernfalls wird ihm zugemutet, das Verfahren selbständig zu 
führen (GEROLD STEINMANN, in: Ehrenzeller et al. [Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizeri-
schen Bundesverfassung, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2014, N 70 zu Art. 29 BV). Insbesondere 
wird die sachliche Notwendigkeit nicht bereits dadurch ausgeschlossen, dass das in Frage ste-
hende Verfahren vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht wird, die Behörde also gehalten ist, 
den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln (Urteile des Bundesgerichts 
5A_875/2014 vom 20. Mai 2015 E. 3; 5A_395/2012 vom 16. Juli 2012 E. 4.4.2; 5A_597/2010 
vom 6. Oktober 2010 E. 2.2; BGE 125 V 32 E. 4b). Dies schliesst jedoch nicht aus, dass der 
aus der Verfassung abgeleitete Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege je nach den Beson-
derheiten eines Verfahrens differenziert gehandhabt werden kann. Die bedürftige Partei hat 
Anspruch auf unentgeltliche Verbeiständung, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise 
betroffen sind und der Fall wegen der Komplexität der Rechtsfragen oder der Unübersichtlich-
keit des Sachverhalts Schwierigkeiten bietet, die den Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich 
machen. Droht das in Frage stehende Verfahren besonders stark in die Rechtsposition der be-
troffenen Person einzugreifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters grund-
sätzlich geboten, im Übrigen nur dann, wenn zur relativen Schwere des Falles besondere tat-
sächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen gesuchstellende Person auf 
sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre (BGE 130 I 180 E. 2.2; 128 I 225 E. 2.5; Urteile des 
Bundesgerichts 2C_880/2016 vom 10. Oktober 2016 E. 2.2; 5A_49/2015 vom 4. Mai 2015 
E. 3.3). Nach der Rechtsprechung rechtfertigt es sich, im nach Art. 446 Abs. 1 ZGB vom Unter-
suchungsgrundsatz beherrschten Verfahren vor der KESB einen strengen Massstab für die 
sachliche Notwendigkeit einer anwaltlichen Verbeiständung anzulegen (KGE VV vom 2. März 
2016 [810 15 270] E. 4.2; KGE VV vom 13. August 2015 [810 15 140] E. 6.1; Urteil des Bun-
desgerichts 8C_855/2016 vom 13. Februar 2017 E. 4.2; vgl. auch BGE 125 V 32 E. 4b; MARTIN 
KAYSER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwal-
tungsverfahren [VwVG], Zürich/St. Gallen 2008, N 33 zu Art. 65 VwVG). 
 
5.5.1  Die Vorinstanz lehnte das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung mit Entscheid 
vom 19. November 2019 ab, da im Zeitpunkt des Gesuchs vom 5. August 2019 bloss das weite-
re Vorgehen betreffend die bestehende Erziehungsbeistandschaft, der Wechsel der Beistands-
person sowie die Umsetzung der gutachterlichen Empfehlungen bezüglich einer psychothera-
peutischen Behandlung von C.____ zur Debatte gestanden seien. Diese Angelegenheiten wür-
den keinen starken Eingriff in die Rechtsstellung der Beschwerdeführerin darstellen, noch seien 

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besondere rechtliche Schwierigkeiten im Verfahren ersichtlich. Zwar sei mit Entscheid vom 22. 
Februar 2019 ein kinderpsychiatrisches Gutachten angeordnet worden, unter anderem zur Ab-
klärung der Frage, ob der Kindsmutter die Obhut entzogen und C.____ fremdplatziert werden 
müsse. Diese Fragen seien jedoch daraufhin im Gutachtensprozess, bei welchem es keiner 
Mitwirkung einer Rechtsvertretung bedürfe, abgeklärt und im Gutachten vom 12. Juni 2019 klar 
verneint worden.  
 
5.5.2  Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde und Replik demgegenüber geltend, 
dass die Vorinstanz zu Unrecht einen starken Eingriff in ihre Rechtsposition verneint habe. Im 
Gutachten vom 12. Juni 2019 sei für die Zukunft eine Platzierung in einer Ersatzfamilie empfoh-
len worden und im Vorbescheid vom 29. August 2019 sei diese Möglichkeit in Aussicht gestellt 
worden. Gerade das Gutachten mit seinen offenen Formulierungen und Empfehlungen lasse 
aus der Perspektive der Beschwerdeführerin Schlimmes befürchten. Die drohende Platzierung 
in einer Ersatzfamilie zusammen mit der Verlängerung der Erziehungsbeistandschaft, welche 
wiederum mit erheblichen Kosten verbunden sei, würden massive Eingriffe in das Privatleben 
und die persönliche Freiheit von Mutter und Kind bedeuten. Eine anwaltliche Unterstützung sei 
dringend geboten gewesen. Im Übrigen unterstütze diese auch die Akzeptanz des Entscheids 
und die Motivation zur Umsetzung des unbestritten gebliebenen Therapiekonzepts.  
 
5.5.3  In ihrer Vernehmlassung vom 9. Oktober 2015 hält die Vorinstanz in Ergänzung zu 
ihrem Entscheid vom 18. August 2015 fest, dass aus dem Gutachten vom 12. Juni 2019 un-
missverständlich hervorgehe, dass für zukünftige Phasen allenfalls an die Möglichkeit einer Ent-
lastungsfamilie gedacht werden solle, wobei es sich nicht um eine Platzierung in einer Ersatz-
familie handle, die tatsächlich einen schwerwiegenden Eingriff in die Rechtsstellung der Be-
schwerdeführerin darstellen würde. 
 
5.6  Die Beschwerdeführerin beantragte mit ihrem Gesuch vom 5. August 2019 (sinnge-
mäss) die unentgeltliche Verbeiständung für die Vorbereitung und allenfalls Begleitung der Be-
schwerdeführerin anlässlich der mündlichen Gutachtenseröffnung vom 16. August 2019 sowie 
für die Ausarbeitung der Stellungnahme vom 27. September 2019 zum Vorbescheid der KESB 
vom 29. August 2019. Im kinder- und jugendpsychiatrischen Gutachten, welches der Be-
schwerdeführerin bzw. ihrem Rechtsvertreter bereits mit Schreiben vom 25. Juni 2019 zuge-
stellt wurde, wurde im Interesse von C.____ und unter Berücksichtigung seiner Wünsche eine 
Fremdplatzierung klar abgelehnt und neben der psychotherapeutischen Behandlung die Fort-
führung der Erziehungsbeistandschaft empfohlen. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist 
festzuhalten, dass im Zeitpunkt der Gesuchsstellung und spätestens anlässlich der Gutachtens-
eröffnung eine Fremdplatzierung von C.____ aus Sicht der Fachpersonen nicht mehr zur Dis-
kussion stand und dies für die Beschwerdeführerin auch erkennbar war. Dies wurde sodann 
durch den Vorbescheid der Vorinstanz bestätigt, welcher den gutachterlichen Empfehlungen 
entspricht. Zwar wurde im Gutachten empfohlen, dass für zukünftige, nicht ausgeschlossene 
Phasen, in denen die Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sinken und gleichzeitig die Erzie-
hungsanforderungen von C.____ im Zuge seiner Pubertät ansteigen werden, frühzeitig an die 
Möglichkeit einer Entlastungsfamilie gedacht werden solle. In Anbetracht der klaren und un-
missverständlichen Formulierung und der eingehenden Erläuterung, dass es sich um eine hilf-

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reiche Möglichkeit zur Entlastung der Beschwerdeführerin handle, wenn C.____ in der Entlas-
tungsfamilie beispielsweise an einzelnen Tagen das Mittagessen einnehmen oder auch einzel-
ne Wochenenden und Ferienwochen verbringen könnte, kann der Auffassung der Beschwerde-
führerin, damit könnte eine Fremdplatzierung gemeint sein, nicht gefolgt werden. Damit drohte 
der Beschwerdeführerin weder nach den gutachterlichen Empfehlungen noch gemäss Vorbe-
scheid der Vorinstanz ein starker Eingriff in grundlegende Rechtspositionen, welcher nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung beispielsweise in Verfahren betreffend den Entzug der 
elterlichen Sorge angenommen wird (vgl. BGE 130 I 180 E. 3.3.2). Bei einer Erziehungsbei-
standschaft erweist sich die Eingriffsintensität als (deutlich) geringer als bei einem Entzug der 
elterlichen Sorge. Zu beachten ist ferner, dass im vorliegenden Fall auch keine besonderen 
rechtlichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten hinzukommen. Es kann festgestellt werden, dass 
die Akten weder besonders umfangreich noch kompliziert sind und sich in rechtlicher Hinsicht 
keine speziellen und komplexen Fragestellungen stellen. Es ist weiter darauf hinzuweisen, dass 
die Beschwerdeführerin jederzeit die Möglichkeit hat, sich an die KESB oder den Beistand zu 
wenden. Bei allfälligen Fragen betreffend die gutachterlichen Feststellungen und Empfehlungen 
hätte sie sich auch im Rahmen der mündlichen Gutachtenseröffnung direkt an den Gutachter 
wenden können. Zudem wäre die Beschwerdeführerin durchaus in der Lage gewesen, ihren 
Standpunkt ohne anwaltliche Vertretung im Rahmen eines einfachen Schreibens an die Vo-
rinstanz deutlich zu machen. Dass die Beschwerdeführerin aufgrund von tatsächlichen Schwie-
rigkeiten nicht fähig gewesen wäre, die Angelegenheit selber zu bewältigen, wird weder geltend 
gemacht noch ausgewiesen.  
 
5.7 Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass unter Berücksichtigung der konkreten Ver-
hältnisse sowie der Tatsache, dass an die Notwendigkeit der Verbeiständung im erstinstanzli-
chen Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ein strenger Massstab anzu-
legen ist, keine sachliche Notwendigkeit zum Beizug eines Anwalts im vorinstanzlichen Verfah-
ren vorlag. Die Vorinstanz hat den Antrag auf unentgeltliche Verbeiständung demnach zu Recht 
abgewiesen. Die Beschwerde ist demzufolge auch in diesem Punkt abzuweisen. 
 
6.1  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 
1'400.-- sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen und gehen zufolge Bewilli-
gung der unentgeltlichen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 
 
6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Par-
teikosten wettzuschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. In 
seiner Honorarnote vom 4. Juni 2020 macht der Rechtsvertreter einen Zeitaufwand von 12.92 
Stunden und Auslagen in der Höhe von Fr. 146.70 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Ge-
mäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 

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2003 beträgt das Honorar im Rahmen der unentgeltlichen Verbeiständung indes Fr. 200.-- pro 
Stunde. Demzufolge ist der Stundenansatz des Rechtsvertreters auf Fr. 200.-- zu reduzieren, 
womit ein Betrag von Fr. 2'940.95 (12.92 Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich Auslagen in der Höhe 
von Fr. 146.70 und 7.7 % Mehrwertsteuer) resultiert. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin ist folglich ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'940.95 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWST) aus 
der Gerichtskasse auszurichten. 
 
6.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichts-
kasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Ge-
setzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 
2001).  
 
 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt.  
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'940.95 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin