# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d62ca15f-8e1f-5182-b023-c2228d458c43
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-11-08
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 08.11.2024 BB.2024.133
**Docket/Reference:** BB.2024.133
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2024-133_2024-11-08

## Full Text

Grundbuchsperre (Art. 266 Abs. 3 StPO); Gegenstandslosigkeit des Verfahrens;;Grundbuchsperre (Art. 266 Abs. 3 StPO); Gegenstandslosigkeit des Verfahrens;;Grundbuchsperre (Art. 266 Abs. 3 StPO); Gegenstandslosigkeit des Verfahrens;;Grundbuchsperre (Art. 266 Abs. 3 StPO); Gegenstandslosigkeit des Verfahrens

Beschluss vom 8. November 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Miriam Forni und Felix Ulrich, 

Gerichtsschreiberin Inga Leonova 

   
 

Parteien 

  

A. GMBH,  

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,   

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Grundbuchsperre (Art. 266 Abs. 3 StPO);  

Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2024.133 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest und zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend «BA») unter der Geschäftsnummer 

SV.23.0099 ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf Beteiligung an 

resp. Unterstützung einer kriminellen Organisation (Art. 260ter StGB), qualifi-

zierte Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) und qualifizierte Widerhandlungen 

gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 BetmG) führt (act. 2);  

 

- die BA am 2. September 2024 u.a. zwei auf die A. GmbH lautende Konten 

bei der Bank B. und der Bank C. beschlagnahmte (act. 7.2, 7.3); 

 

- die BA im Verfahren SV.23.0099 die Liegenschaften/Parzellen Nr. 1 und 

Nr. 2 an der […]-strasse […] in Z., deren Eigentümerin die A. GmbH ist, mit 

Verfügung vom 27. September 2024 mit Beschlag belegte und das Grund-

buchamt Luzern anwies, im Grundbuch auf diesen Liegenschaften eine 

Grundbuchsperre anzumerken (act. 2); 

 

- die A. GmbH gegen die Verfügung vom 27. September 2024 am 11. Oktober 

2024 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-

hob und um deren Aufhebung ersuchte (act. 1); 

 

- die BA in ihrer Beschwerdeantwort vom 6. November 2024 unter Beilage der 

Verfügungen vom 4. und 6. November 2024 ausführte, die Grundbuchsperre 

zu Lasten der oben erwähnten Liegenschaften sowie sämtliche Kontosper-

ren in Bezug auf die Beschwerdeführerin aufgehoben zu haben, weshalb die 

Beschwerde als gegenstandslos abzuschreiben sei (act. 7); 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-

den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG); 

 

- zur Beschwerde jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte mit 

einem rechtlich geschützten Interesse an der Aufhebung oder Änderung des 

angefochtenen Entscheides berechtigt ist (Art. 382 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 

Abs. 2 StPO);  

 

- das zur Beschwerdeführung berechtigende Rechtsschutzinteresse grund-

sätzlich ein aktuelles und praktisches sein muss (BGE 118 IV 67 E. 1c; 

TPF 2017 93 E. 2.2; 2004 40 E. 2.1 S. 43); 

 

- das Beschwerdeverfahren abzuschreiben ist, wenn die im Zeitpunkt der 

Beschwerdeeinreichung gegebene Beschwer im Verlauf des 

- 3 - 

 

 

Beschwerdeverfahrens dahinfällt und die Beschwerde gegenstandslos wird 

(GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 

2011, N. 554 m.w.H. in Fn. 1959); 

 

- das aktuelle Interesse der Beschwerdeführerin am vorliegenden Beschwer-

deverfahren nach Aufhebung der am 27. September 2024 verfügten Grund-

buchsperre weggefallen ist, weshalb das vorliegende Beschwerdeverfahren 

zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abzuschreiben ist; 

 

- die Beschwerdeführerin lediglich in der Begründung der Beschwerde auf die 

von der Beschwerdegegnerin angeordneten Kontosperren Bezug nimmt und 

sinngemäss deren Aufhebung verlangt (act. 1);  

 

- nachdem die Beschwerdegegnerin die angeordneten Kontosperren mit 

Verfügungen vom 4. und 6. November 2024 aufhob, das Interesse der 

Beschwerdeführerin an der Beschwerde auch diesbezüglich dahingefallen 

ist, sofern sich die vorliegende Beschwerde überhaupt gegen diese Konto-

sperren richtete; bei diesem Ergebnis dahingestellt bleiben kann, ob die 

Beschwerde gegen die bereits am 2. September 2024 verfügten Kontosper-

ren fristgerecht erhoben worden ist; 

 

- bei Eintritt der Gegenstandslosigkeit eines Beschwerdeverfahrens diejenige 

Partei kosten- und entschädigungspflichtig wird, welche die Gegenstandslo-

sigkeit des Rechtsmittels verursachte (TPF 2011 31 m.w.H.; vgl. u.a. Be-

schlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2019.49 vom 3. Mai 2019; 

BB.2017.218 vom 15. Februar 2018; BB.2016.366 vom 6. Dezember 2016; 

BB.2016.284 vom 7. September 2016; BB.2016.274 vom 26. Juli 2016); 

 

- vorliegend die Beschwerdegegnerin die Gegenstandslosigkeit zu vertreten 

hat und damit grundsätzlich kosten- und entschädigungspflichtig wird; 

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Gerichtsgebühr zu erheben ist; 

 

- die Beschwerdeführerin nicht anwaltlich vertreten ist, weshalb sie grundsätz-

lich keinen Anspruch auf Entschädigung hat (vgl. BGE 133 III 439 E. 4 

S. 446; Urteil des Bundesgerichts 1B_169/2015 vom 6. November 2015 

E. 4, nicht publ. in: BGE 141 I 211); 

 

- die Beschwerdeführerin auch keinen beträchtlichen Aufwand betrieben hat, 

der den üblicherweise zur Wahrung persönlicher Interessen anfallenden Auf-

wand merklich übersteigen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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- 4 - 

 

 

2C_240/2017 vom 18. September 2018 E. 4.2, nicht publ. in: BGE 144 II 

412); 

 

- aus diesen Gründen der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist. 

 

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- 5 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt ab-

geschrieben. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 

3. Der Beschwerdeführerin wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

 

 

Bellinzona, 8. November 2024 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. GmbH 

- Bundesanwaltschaft 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).