# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5317978e-5ae2-54d4-bfc8-e0e9cf20fe5e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.05.2025 F-2935/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2935-2025_2025-05-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2935/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  M a i  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Christa Preisig (Vorsitz), 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner, 

Richterin Regula Schenker Senn,    

Gerichtsschreiberin Maria Wende. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Somalia,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren – Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 15. April 2025 / N (…). 

 

 

 

F-2935/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 31. Januar 2025 in der Schweiz um 

Asyl. Ein Abgleich seiner Fingerabdrücke mit der europäischen Finger- 

abdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass er am 29. Dezember 2024 in 

Spanien daktyloskopisch erfasst worden war. 

B.  

Am 27. Februar 2025 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer im 

Rahmen der Erstbefragung für unbegleitete Minderjährige (UMA) das 

rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und der 

Möglichkeit der Überstellung nach Spanien, dessen Zuständigkeit für die 

Behandlung des Asylgesuchs grundsätzlich in Frage komme. 

C.  

Am 6. März 2025 ersuchte das SEM die spanischen Behörden gestützt auf 

Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO) um Informationen zum Registrierungsprozess des Be-

schwerdeführers in Spanien.  

D.  

Am 10. März 2025 gab die Vorinstanz ein rechtsmedizinisches Gutachten 

zur Altersschätzung in Auftrag. Dieses wurde vom Institut für Diagnostische 

und Interventionelle Radiologie des Universitätsspitals Zürich am (…). 

März 2025 erstattet. 

E.  

Die Vorinstanz gewährte dem Beschwerdeführer am 24. März 2025 schrift-

lich das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Änderung seines Geburtsda-

tums auf den 1. Januar 2007 (anstatt […] 2008). Dieser nahm mit Schrei-

ben vom 31. März 2025 Stellung.  

F.  

Am 1. April 2025 passte die Vorinstanz das Geburtsdatum des Beschwer-

deführers im Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den 

1. Januar 2007 an und versah es mit einem Bestreitungsvermerk. 

F-2935/2025 

Seite 3 

G.  

Am 10. April 2025 nahmen die spanischen Behörden zum Informationser-

suchen der Vorinstanz (s. Bst. C) Stellung und führten aus, der Beschwer-

deführer sei dort gestützt auf seine eigenen Aussagen mit dem Geburtsda-

tum(...) Januar 2002 erfasst worden. 

H.  

Die spanischen Behörden hiessen das Gesuch des SEM vom 1. April 2025 

um Aufnahme des Beschwerdeführers gemäss Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO 

am 14. April 2025 gut.  

I.  

Mit Verfügung vom 15. April 2025 (eröffnet am nachfolgenden Tag) trat die 

Vorinstanz auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein, ordnete 

seine Überstellung nach Spanien an und forderte ihn auf, die Schweiz am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen (Dispositivziffern 1–3). 

Gleichzeitig stellte sie fest, das Geburtsdatum des Beschwerdeführers im 

ZEMIS laute auf den 1. Januar 2007 (Dispositivziffer 5) und dass einer all-

fälligen Beschwerde gegen den Entscheid keine aufschiebende Wirkung 

zukomme. 

J.  

Am 24. April 2025 gelangte der Beschwerdeführer ans Bundesverwal-

tungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 

und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten und 

das Asylverfahren in der Schweiz durchzuführen. Eventualiter sei der Ent-

scheid der Vorinstanz aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren 

Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ihm sei die 

unentgeltliche Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses zu gewähren. Der Beschwerde sei im Sinne vorsorglicher 

Massnahmen die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Vollzugsbe-

hörden seien anzuweisen, von seiner Überstellung nach Spanien abzuse-

hen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die Beschwerde entschieden 

haben werde.  

In der Beschwerdebegründung beantragte der Beschwerdeführer ferner, 

die Vorinstanz sei anzuweisen, sein Geburtsdatum auf den (…) 2008 zu 

ändern. 

K.  

Am 25. April 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp an. 

F-2935/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich sowohl gegen den Nichtein-

tretensentscheid gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) betref-

fend das Asylgesuch des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung 

(Dispositivziffern 1–3) als auch gegen die ZEMIS-Datenänderung betref-

fend dessen Geburtsdatum (Dispositivziffer 5). Das Beschwerdeverfahren 

betreffend ZEMIS-Datenänderung wird separat vom vorliegenden Verfah-

ren unter der Geschäftsnummer F-3014/2025 geführt. Die diesbezüglichen 

Beschwerdebegehren sind somit nicht im Rahmen des vorliegenden Ver-

fahrens zu behandeln. 

1.2. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.3. Das Gericht entscheidet über die Beschwerde endgültig (Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG). 

1.4. Auf die Durchführung eines Schriftenwechsels wurde verzichtet (Art. 

111a Abs. 1 AsylG). 

2.  

2.1. Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). In diesem Fall verfügt das SEM in der Regel die Weg-

weisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

2.2. Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). Das Verfahren zur Bestimmung des zuständi-

gen Mitgliedstaates wird eingeleitet, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals 

ein Asylantrag gestellt wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO). Im Fall eines un-

begleiteten Minderjährigen ist der Mitgliedstaat zuständig, in dem sich ein 

Familienangehöriger oder ein Geschwister rechtmässig aufhält, sofern es 

dem Wohl des Minderjährigen dient (Art. 8 Abs. 1 und 2 Dublin-III-VO). Be-

stehen keine familiären Anknüpfungspunkte (zu einem anderen Mitglied-

staat), ist gemäss Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO der Staat zuständig, in wel-

chem er seinen Antrag gestellt hat.  

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Seite 5 

2.3. Die Minderjährigkeit ist vom Betroffenen – der allgemeinen asylrecht-

lichen Beweisregel folgend – zumindest glaubhaft zu machen (vgl. Art. 7 

AsylG, BVGE 2023 VI/4 E. 6.3; vgl. bereits Entscheidungen und Mitteilun-

gen der Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 31 E. 5, 6.2 und 7.3; 

2004 Nr. 30 E. 5-6; 2001 Nr. 23 E. 6c; 2000 Nr. 19 E. 8b). Seitens der 

Asylbehörden ist im Rahmen einer Gesamtwürdigung eine Abwägung 

sämtlicher Anhaltspunkte vorzunehmen, die für oder gegen die Richtigkeit 

der betreffenden Altersangaben sprechen. Wesentlich sind dabei für echt 

befundene Identitätspapiere oder eigene Angaben der betroffenen Person 

(vgl. Urteil des BVGer E-4931/2014 vom 21. Januar 2015 E. 5.1.1 m.H.a. 

EMARK 2004 Nr. 30). 

3.  

3.1. Einleitend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer sein geltend 

gemachtes Geburtsdatum nicht anhand rechtsgenüglicher Identitätsdoku-

mente zu belegen vermag. Er hat eine Geburtsurkunde und ein «Certificate 

of Identity Confirmation» eingereicht. Darin wird das Geburtsdatum (…) 

2008 vermerkt. Beide Dokumente wurden am 26. Februar 2025 in Moga-

dischu ausgestellt. Der Vorinstanz ist zuzustimmen, dass nicht nachvoll-

ziehbar erscheint, wie in Abwesenheit des Beschwerdeführers eine Identi-

tätsbestätigung inklusive seines Fingerabdrucks hat ausgestellt werden 

können. Seine Ausführungen zur Ausstellung der beiden Dokumente sind 

nicht geeignet, die Zweifel an deren Authentizität auszuräumen, im Gegen-

teil: In seiner Beschwerdeschrift hält er fest, er habe nach seiner Erstbe-

fragung seinen Bruder beauftragt, eine neue Ausstellung einer Geburtsur-

kunde zu beantragen. Dies erkläre das Ausstellungsdatum 26. Februar 

2025. Die Erstbefragung UMA fand jedoch am 27. Februar 2025 statt. Die 

Geburtsurkunde wurde somit (einen Tag) vor und nicht nach der Erstbefra-

gung UMA ausgestellt. Überdies handelt es sich bei Identitätsdokumenten 

aus Somalia nicht um fälschungssichere Dokumente. Deshalb ist hinsicht-

lich der Frage der Identität von Inhabern eines solchen Dokuments praxis-

gemäss von einem geringen Beweiswert auszugehen (vgl. Urteil des 

BVGer D-2481/2017 vom 3. August 2018 E. 4). 

3.2. Die Vorinstanz hat ferner korrekt erwogen, dass der Beschwerdeführer 

widersprüchliche Angaben zu seinem Alter gemacht hat. Er konnte zwar 

Fragen zum Altersunterschied zu seinen Geschwistern korrekt beantwor-

ten. Jedoch gab er im Rahmen der Erstbefragung UMA am 27. Februar 

2025 zu Protokoll, er sei am (…) 2008 geboren worden. Im Widerspruch 

dazu führte er aus, im Jahr 2019, als er 12 Jahre alt gewesen sei, einge-

schult worden zu sein. Würde das vom Beschwerdeführer geltend ge-

machte Geburtsdatum zutreffen, wäre er im Jahr 2019 maximal 11 Jahre 

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Seite 6 

alt gewesen. Im Rahmen seiner Stellungnahme vom 31. März 2025 führte 

er denn auch aus, irrtümlicherweise angegeben zu haben, mit 12 Jahren 

eingeschult worden zu sein. Korrekt sei das Alter von 11 Jahren. Im Wider-

spruch dazu erklärt er jedoch auf Beschwerdeebene zunächst, laut seiner 

Familie sei er mit 12 Jahren im Jahr 2019 eingeschult worden (s. Be-

schwerdeschrift S. 3). In der Folge widerspricht er dem Gesagten, indem 

er festhält, bei der Einschulung elf Jahre alt gewesen zu sein (s. Beschwer-

deschrift S. 4). Ferner gab er im Rahmen der Erstbefragung UMA an, So-

malia am 9. September 2024 verlassen zu haben und damals 15 Jahre und 

ein paar Monate alt gewesen zu sein. Ausgehend vom geltend gemachten 

Geburtsdatum wäre er aber im September 2024 16 Jahre alt gewesen. 

Auch auf Beschwerdeebene wiederholt der Beschwerdeführer, am 9. Sep-

tember 2024 «im Alter von 15 Jahren und einigen Monaten» gewesen zu 

sein (Beschwerdeschrift S. 3), um dann wiederum auszuführen, bei seiner 

Ausreise 16 Jahre und einen Monat alt gewesen zu sein (Beschwerde-

schrift S. 4).  

3.3. Für das Vorliegen der Volljährigkeit spricht ferner, dass die spanischen 

Behörden – wo der Beschwerdeführer nota bene mit dem Geburtsdatum 

5. Januar 2002 registriert wurde – dem Gesuch um Aufnahme zugestimmt 

haben, im Wissen darum, dass dieser vorbringt, minderjährig zu sein. Da-

mit lassen die spanischen Behörden erkennen, dass sie keine Zweifel an 

der Volljährigkeit des Beschwerdeführers haben. 

3.4. Zu den vom Beschwerdeführer angeführten Vorbehalten zum Alters-

gutachten gilt es Folgendes festzuhalten: Praxisgemäss sind von den in 

der Schweiz angewandten Methoden der medizinischen Altersabklärung 

nur die Schlüsselbein- respektive Skelettaltersanalyse und die zahnärztli-

che Untersuchung (nicht jedoch die Handknochenaltersanalyse und die 

ärztliche körperliche Untersuchung) zur Bestimmung der Minder- bezie-

hungsweise Volljährigkeit einer Person geeignet. Relevant für die Beurtei-

lung sind mithin die Ergebnisse betreffend das festgestellte Mindestalter 

der Schlüsselbeinanalyse sowie der zahnärztlichen Untersuchung. Medizi-

nische Altersabklärungen stellen – je nach Ergebnis – unterschiedlich zu 

gewichtende Indizien für das Vorliegen der Minder- respektive Volljährigkeit 

einer Person dar (vgl. BVGE 2018 VI/3).  

3.5. Das Altersgutachten vom Institut für Diagnostische und Interventio-

nelle Radiologie des Universitätsspitals Zürich vom (…) März 2025 stützt 

sich auf eine körperliche Untersuchung, ein Röntgenbild der Hand, eine 

Computertomographie der Schlüsselbeine und eine Panoramaschichtauf-

nahme des Kiefers. Es kommt zusammenfassend zum Schluss eines 

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Lebensalters von 18.5 – 22.9 Jahren und eines Mindestalters von 17.4. 

Jahren. Dabei ergab die Computertomographie der Schlüsselbeine ein 

durchschnittliches Alter von 19.6 Jahren und ein Mindestalter von 16.4 Jah-

ren. Das durchschnittliche odontologische Alter betrug 22.9 Jahre, das Min-

destalter 17.4 Jahre.  

3.6. Gemäss dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts BVGE 

2018 VI/3 E. 4.2.2 lässt sich anhand der medizinischen Altersabklärung 

keine Aussage zur Minder- respektive Volljährigkeit einer Person machen, 

wenn das Mindestalter bei der Schlüsselbein- respektive Skelettaltersana-

lyse und der zahnärztlichen Untersuchung unter 18 Jahren liegt. In einem 

solchen Fall ist sowohl eine Voll- als auch eine Minderjährigkeit möglich, 

ohne dass sich eine verlässliche Aussage darüber machen lässt, was 

wahrscheinlicher ist. Folglich vermag das vorliegende Altersgutachten we-

der ein Indiz für die geltend gemachte Minderjährigkeit darzustellen, noch 

die Volljährigkeit mit Sicherheit festzustellen. 

3.7. Zusammenfassend erscheinen die Aussagen des Beschwerdeführers 

zu seinem Alter nicht glaubhaft. Die einzigen objektiven Beweismittel, die 

Kopie der Geburtsurkunde und das «Certificate of Identity Confirmation», 

sind von geringem Beweiswert. Zudem kann aufgrund des Ausstellungs-

datums und der in diesem Zusammenhang widersprüchlichen Aussagen 

des Beschwerdeführers nicht ausgeschlossen werden, dass es sich hierbei 

um Fälschungen handelt. Es hätte dem Beschwerdeführer oblegen, kon-

sistente Angaben zu seiner Biographie und seinen Personalien zu machen. 

Seine Aussagen weisen jedoch Widersprüche auf. 

3.8. Die Vorinstanz ging nach dem Gesagten zutreffend von der Volljährig-

keit des Beschwerdeführers aus. Aufgrund der Volljährigkeit ist eine vor-

rangige Zuständigkeit der Schweiz gestützt auf Art. 8 Abs. 4 Dublin-III-VO 

zu verneinen. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes ist entge-

gen des nicht substantiierten Vorbringens des Beschwerdeführers in die-

sem Zusammenhang nicht erkennbar, weshalb auch keine Veranlassung 

besteht, die Angelegenheit zu weiteren Sachverhaltsabklärungen an die 

Vorinstanz zurückzuweisen.  

4.  

4.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gemäss Art. 13 Abs. 1 Dub-

lin-III-VO grundsätzlich Spanien für die Behandlung des Asylgesuchs des 

Beschwerdeführers zuständig ist, dass das spanische Asylsystem recht-

sprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer 

die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz 

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Seite 8 

überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshinder-

nisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie das Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers, sein Cousin lebe in der Schweiz berücksich-

tigt und korrekt erwogen, dass dieser nicht unter den Begriff der Familien-

angehörigen im Sinn von Art. 9 Dublin-III-VO (Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO) 

fällt und sich aus der geltend gemachten psychischen Belastung bei einer 

Trennung auch kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinn von Art. 

16 Dublin-III-VO ableiten lässt. Somit kann die Anwesenheit des Cousins 

des Beschwerdeführers in der Schweiz deren Zuständigkeit nicht begrün-

den. Dessen Ausführungen zur schlechten Behandlung durch die spani-

schen Behörden hat die Vorinstanz berücksichtigt und rechtsprechungs-

konform gewürdigt. Gleiches gilt für die vom Beschwerdeführer angeführ-

ten gesundheitlichen Beschwerden (Gastritis, Duodenitis, Schlafstörun-

gen, Kopfschmerzen und Müdigkeit, Verdacht auf […] und unklare Harn-

blasenfunktionsstörung) in Bezug auf welche die Vorinstanz ferner zu 

Recht festgehalten hat, es stehe dem Beschwerdeführer frei, in Spanien 

ein Asylgesuch einzureichen und dadurch Zugang zur medizinischen Infra-

struktur zu erhalten. Darüber hinaus hat sie in rechtsfehlerfreier Ausübung 

des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylver-

ordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Er-

messens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie 

ist demnach zu Recht gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das 

Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwen-

dung von Art. 44 AsylG seine Wegweisung nach Spanien angeordnet. Zur 

näheren Begründung wird auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen. 

4.2. Auf Beschwerdeebene wiederholt der Beschwerdeführer im Wesentli-

chen seine bereits im vorinstanzlichen Verfahren gemachten Vorbringen, 

weshalb auf das Vorgesagte verwiesen werden kann.  

5.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 15. April 2025 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde betreffend den Nichteintretens- 

und Wegweisungsentscheid abzuweisen. 

6.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 25. April 2025 angeordnete Vollzugs-

stopp dahin. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der 

Beschwerde ist gegenstandslos geworden. 

F-2935/2025 

Seite 9 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wäre der Beschwerdeführer grund-

sätzlich kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die in der Rechtsmittelein-

gabe formulierten Begehren waren allerdings nicht als aussichtslos zu be-

trachten und von der prozessualen Bedürftigkeit ist aufgrund der Akten 

auszugehen. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

rung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist daher gutzuheissen. Der Be-

schwerdeführer wird somit von der Bezahlung der Verfahrenskosten be-

freit. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-2935/2025 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren betreffend ZEMIS-Datenänderung wird vom 

vorliegenden Verfahren getrennt und unter der Geschäftsnummer 

F-3014/2025 geführt. 

2.  

Die Beschwerde betreffend den Nichteintretens- und Wegweisungsent-

scheid wird abgewiesen. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird gut-

geheissen. 

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Preisig Maria Wende 

 

 

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