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**Case Identifier:** e7530743-97a0-5332-9c32-d67c769d5598
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.08.2017 730 17 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-17-43_2017-08-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. August 2017 (730 17 43) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Krankenversicherung 

 

 

Prämien- und Kostenbeteiligung / Mitwirkungspflicht 

 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin i.V. Andrea 

Scheidegger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Sanagate AG, Recht & Compliance, Tribschenstrasse 21, Postfach 
2568, 6002 Luzern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Prämien 
 
 
 
A. Mit Leistungsabrechnungen vom 7. August 2015 und 18. September 2015 stellte die 
Sanagate AG (Sanagate) A.____ die ausstehenden Kostenbeteiligungen in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 1‘249.45 in Rechnung. Nachdem sowohl Mahnungen vom 22. Oktober 2015 und 
15. November 2015 als auch Zahlungsaufforderungen vom 15. November 2015 und 
12. Dezember 2015 erfolglos geblieben waren, leitete die Sanagate am 21. April 2016 die Be-
treibung für die ausstehenden Kostenbeteiligungen im Umfang von Fr. 1‘249.45 zuzüglich 
Mahnspesen von Fr. 150.-- ein. Gegen den entsprechenden Zahlungsbefehl Nr. XXX der Zivil-

 

 
 
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rechtsverwaltung Basel-Landschaft, Betreibungs- und Konkursamt, Abteilung Betreibungen, 
(Betreibungsamt) Liestal, vom 9. Mai 2016 erhob der Versicherte am 18. Mai 2016 Rechtsvor-
schlag. Mit Verfügung vom 17. August 2016 beseitigte die Sanagate den erhobenen Rechtsvor-
schlag und verpflichtete den Versicherten zur Zahlung ausstehender Kostenbeteiligungen in der 
Höhe von Fr. 1‘249.45 sowie zu Mahnspesen in der Höhe von Fr. 150.-- und Betreibungskosten 
in der Höhe von Fr. 73.30. Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 
15. September 2016 fristgerecht Einsprache und beantragte sinngemäss deren Aufhebung mit 
der Begründung, die angeblich ausstehenden Kostenbeteiligungen bereits zweimal beglichen 
zu haben. Daraufhin verneinte die Sanagate mit Schreiben vom 25. Oktober 2016 den Erhalt 
der vom Versicherten behaupteten Zahlungseingänge. Sie verlangte bis am 
15. November 2016 die entsprechenden Bankbelege, die der Versicherte in der Folge jedoch 
nicht nachreichte. Am 15. November 2016 erhielt die Sanagate Zahlungen vom Versicherten in 
der Höhe von Fr. 1‘322.75. Die Sanagate teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 
29. November 2016 mit, dass in der Betreibung Nr. XXX die Spesen in der Höhe von Fr. 150.-- 
und die Betreibungskosten in der Höhe von Fr. 73.30 ausstehend seien und er den offenen Be-
trag von Fr. 223.30 bis am 20. Dezember 2016 begleichen solle, ansonsten die Inkassomass-
nahmen fortgesetzt würden. Die Sanagate wies nochmals darauf hin, die Bankbelege als 
Nachweis zu benötigen, um die vom Versicherten angeblich getätigten Zahlungen rückerstatten 
zu können. Dieser entgegnete jedoch mit Schreiben vom 18. Dezember 2016, dass die Betrei-
bungen (recte: die Betreibung) nicht rechtens gewesen seien und er die Mahnspesen und Be-
treibungskosten nicht zu bezahlen hätte. Die Sanagate erliess am 4. Januar 2017 den Ein-
spracheentscheid. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 6. Februar 2017 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Darin machte er im Wesentlichen geltend, dass er mit den Handlungen der Beschwerdegegne-
rin nicht einverstanden sei und die Mahnspesen in der Höhe von Fr. 150.-- unverhältnismässig 
hoch seien. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Februar 2017 beantragte die Sanagate die Abwei-
sung der Beschwerde und verwies hierzu auf den Einspracheentscheid vom 4. Januar 2017. 
Der Beschwerdeführer habe mehrmals mitgeteilt, diverse Zahlungen geleistet zu haben. Die 
Sanagate habe einen Teil der Zahlungen nicht auffinden können, weshalb sie ihn gebeten ha-
be, die entsprechenden Bankbelege zuzustellen. Schliesslich habe die Sanagate keine ent-
sprechenden Unterlagen erhalten, weshalb die Betreibung gerechtfertigt gewesen sei und die 
Mahnspesen sowie Betreibungskosten geschuldet seien. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Ver-
fügungen und Einspracheentscheide eines Sozialversicherungsträgers beim zuständigen Versi-
cherungsgericht innerhalb von 30 Tagen Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben werden. 

 

 
 
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Zuständig ist gemäss Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 
dem die versicherte Person zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Der 
Beschwerdeführer wohnt in Augst. Die örtliche und gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 auch die 
sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts sind damit gegeben. Auf die im Übrigen frist- und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2.  Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 10'000.--. 
Der vorliegende Streitwert beläuft sich abzüglich der beglichenen Kostenbeteiligungen in der 
Höhe von Fr. 1‘249.45 auf max. Fr. 223.30 (Mahnspesen von Fr. 150.-- und Betreibungskosten 
von Fr. 73.30). Die Angelegenheit ist daher präsidial zu entscheiden. 
 
3.1 Nach Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) vom 
18. März 1994 muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz für die Krankenpflege versi-
chern. Mit anderen Worten besteht ein gesetzlich vorgeschriebenes Versicherungsobligatorium. 
Gemäss Art. 61 ff. KVG in Verbindung mit Art. 90 der Verordnung über die Krankenversiche-
rung (KVV) vom 27. Juni 1995 ist jede versicherte Person ebenso verpflichtet, hierfür im Voraus 
(in der Regel monatlich) zu bezahlende Prämien zu entrichten. Gemäss Art. 64 Abs. 1 KVG hat 
sich die versicherte Person sodann an den Kosten der für sie erbrachten Leistungen zu beteili-
gen. Die Kostenbeteiligung besteht aus einem festen Jahresbetrag (Franchise) und 10 % der 
die Franchise übersteigenden Kosten (Selbstbehalt; vgl. Art. 64 Abs. 2 lit. a und b KVG). 
 
3.2 Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht, so hat 
ihr der Krankenversicherer nach mindestens einer schriftlichen Mahnung eine Zahlungsauffor-
derung zuzustellen, ihr eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und sie auf die Folgen des 
Zahlungsverzugs hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG in der seit 1. Januar 2012 geltenden Fas-
sung). Der Krankenversicherer hat von Gesetzes wegen bei Verzug in der Bezahlung der Prä-
mien das Vollstreckungsverfahren einzuleiten (Art. 64a Abs. 2 KVG). Dabei muss er die Zah-
lungsaufforderung bei Nichtbezahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen spätestens drei 
Monate ab deren Fälligkeit – getrennt von allfälligen anderen Zahlungsausständen – zustellen 
(Art. 105b Abs. 1 KVV, in der ab Januar 2012 geltenden Fassung). Bezahlt die versicherte Per-
son ihre fälligen Prämien oder Kostenbeteiligungen innerhalb der angesetzten Frist nicht, so 
muss der Krankenversicherer die Betreibung anheben (vgl. Art. 64a Abs. 2 KVG). Die in 
Art. 105b genannte Frist ist eine reine Ordnungsvorschrift, deren Nichteinhaltung weder den 
Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtlichen Durchsetzung verwirkt. 
Die einzige Konsequenz deren Nichteinhaltung ist, dass die Sanktionsfolgen von Art. 64a 
Abs. 2 KVG nicht eintreten können (vgl. dazu GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Ulrich Meyer [Hrsg.], 3. Auflage, 
Basel 2016, Rz. 1324). 
 
4.  Wurde das Vollstreckungsverfahren eingeleitet und wird durch die betroffene Person 
Rechtsvorschlag erhoben, so ist der Versicherer befugt, nachträglich eine formelle Verfügung 
zu erlassen und nach Eintritt der Rechtskraft die Betreibung fortzusetzen. Für eine direkte Fort-

 

 
 
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setzung der Betreibung ohne Durchlaufen des eigentlichen Rechtsöffnungsverfahrens nach 
Art. 80 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG) vom 11. April 1889, 
in der revidierten Fassung vom 16. Dezember 1994, gilt als Voraussetzung, dass das Dispositiv 
der Krankenkassenverfügung auf die hängige Betreibung Bezug nimmt und den Rechtsvor-
schlag ausdrücklich – gegebenenfalls auch nur teilweise – als aufgehoben erklärt. Die Kranken-
kasse hat deshalb in ihrer Verfügung nicht bloss einen sozialversicherungsrechtlichen Sachent-
scheid über die Verpflichtung der versicherten Person zu einer Geldzahlung zu fällen, sondern 
gleichzeitig als Rechtsöffnungsinstanz über die Aufhebung des Rechtsvorschlages zu befinden 
(vgl. BGE 119 V 331 E. 2b). Schliesslich hat das zuständige Versicherungsgericht im Rahmen 
eines allfälligen Beschwerdeverfahrens den Bestand und die Höhe der Forderung der Kranken-
kasse zu prüfen. Erst wenn dessen Urteil, welches auch die Rechtsöffnung bestätigt, in formelle 
Rechtskraft erwachsen ist, kann die Betreibung fortgesetzt werden. 
 
5.1 Der Sozialversicherungsprozess ist gemäss Art. 61 lit. c ATSG vom Untersuchungs-
grundsatz beherrscht, welcher besagt, dass das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen hat (BGE 122 V 158 
E. 1a mit Hinweisen; vgl. dazu auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich 2015, 
Art. 61 Rz. 96 f. und Art. 43 Rz. 13 m.w.H.). Der Untersuchungsgrundsatz gilt aber nicht unein-
geschränkt, sondern wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien ergänzt (vgl. BGE 122 V 158 
E. 1a mit Hinweisen). Dazu gehört auch die Substantiierungspflicht, welche besagt, dass die 
wesentlichen Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthalten sein 
müssen (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 208). 
 
5.2 Im Zusammenhang mit der Mitwirkungspflicht des mit der Prämien- oder Kostenbeteili-
gungsforderung belasteten Versicherten hat dieser substantiiert darzulegen, weshalb der von 
der Krankenkasse ermittelte Forderungsbetrag unzutreffend ist (vgl. ZAK 1991 S. 126 E. II/1b). 
Die erhobenen Einwände müssen überprüfbar sein (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG], seit dem 1. Januar 2007: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen, 
vom 29. September 2004, H 21/04, E. 4.3). Hat die Krankenkasse den eingeklagten Forde-
rungsbetrag zeitlich und masslich spezifiziert, genügt mit Blick auf das Verhältnis zwischen Un-
tersuchungsgrundsatz und Mitwirkungspflicht ein blosser Verweis des Versicherten in der Be-
schwerdebegründung auf eine eigene Aufstellung der von ihm getätigten Zahlungen den ge-
stellten Anforderungen nur dann, sofern der Versicherte im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht 
durch erläuternde Bezugnahme auf die Kontoübersicht und andere von der Krankenkasse ein-
gereichte Akten darzutun in der Lage ist, wie und gestützt worauf er einen abweichenden For-
derungsbetrag ermittelt hat. Zur Substantiierungspflicht gehört in diesem Zusammenhang 
schliesslich aufzuzeigen, dass die Krankenversicherung den Sachverhalt unrichtig, unvollstän-
dig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (vgl. KGE SV 
vom 10. März 2008, 730 06 138/86, E. 4.2 und vom 8. Februar 2008, 730 07 422/57, Nr. 57 
E. 4.2). 
 
5.3 Gemäss Art. 86 Abs. 1 des Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht [OR]) vom 30. März 1911 ist der 
Schuldner bei mehreren Schulden bei demselben Gläubiger berechtigt, bei der Zahlung mitzu-

 

 
 
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teilen, welche Schuld er tilgen will. Mangelt es an einer solchen Erklärung, wird die Zahlung an 
jene Schuld angerechnet, die der Gläubiger in seiner Quittung bezeichnet, vorausgesetzt, der 
Schuldner erhebt nicht sofort Widerspruch (Art. 86 Abs.2 OR). Dasselbe gilt, wenn ein Dritter 
anstelle des Schuldners leistet (Urteil des Bundesgerichts vom 4. April 2003, 4C.395/2002, 
E. 2.2). Wenn weder eine Erklärung des Schuldners noch eine Bezeichnung auf der Quittung 
vorliegt, kommt ergänzend Art. 87 OR zum Zug. Demnach ist die Zahlung an die fällige Schuld 
anzurechnen, bei mehreren fälligen Schulden an diejenige, für die der Schuldner zuerst betrie-
ben worden ist oder – wenn keine Betreibung vorliegt – an die früher verfallene (Art. 87 Abs. 1 
OR). 
 
6.1 Strittig ist, ob der Beschwerdeführer die Kostenbeteiligungen für den Behandlungszeit-
raum vom 2. April 2015 bis 25. Juni 2015 sowie für die Behandlung vom 10. August 2015 in der 
Höhe von Fr. 1‘249.45 bereits beglichen hat, bevor die Betreibung am 21. April 2016 in Gang 
gesetzt wurde. Der Beschwerdeführer bestreitet die von der Sanagate geltend gemachte Forde-
rung mit der bereits einspracheweise vorgebrachten Begründung, dass er den Betrag von ins-
gesamt Fr. 1‘249.45 beglichen habe. 
 
6.2 Es ist festzustellen, dass die Sanagate ihre Forderung zeitlich und masslich nachvoll-
ziehbar spezifiziert hat, weshalb sie nicht zu beanstanden ist. Zu prüfen ist das Vorbringen des 
Beschwerdeführers, er habe die Forderung am 5. April 2016 beglichen. Der Beschwerdeführer 
überwies der Sanagate am 5. April 2016 Fr. 1‘610.80. Diese Zahlung tätigte er mit der Refe-
renznummer der Prämienabrechnung vom 6. Februar 2016 im Betrage von Fr. 469.70. Auf-
grund des Verhaltens des Beschwerdeführers – die Referenznummer der Prämienabrechnung 
vom 6. Februar 2016 zu verwenden – konnte die Sanagate keine klare Zuordnung der Zahlung 
an die offene Schuld vornehmen. Für die Sanagate war schlichtweg nicht erkennbar, welchen 
Ausstand der Beschwerdeführer damit begleichen bzw. welche Geldschuld er damit tilgen woll-
te, zumal zu jenem Zeitpunkt nachweislich verschiedene Ausstände zu Lasten des Beschwer-
deführers existierten (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts Graubünden vom 24. November 2015, 
S 15 50, E. 2f). Der Sanagate stand es daher offen, die eingegangene Zahlung für andere For-
derungen einzusetzen. Damit ist eine Zahlung der betriebenen Forderung am 5. April 2016 zu 
verneinen. 
 
6.3 Mit Valuta vom 15. November 2016 überwies der Beschwerdeführer der Sanagate 
Fr. 1‘322.75. Eine frühere Überweisung der ausstehenden Forderung ist gestützt auf die vorlie-
genden Akten nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Die Sanagate forderte den Beschwer-
deführer mehrfach auf, entsprechende Bankbelege einzureichen. Dieser Aufforderung ist der 
Beschwerdeführer nicht nachgekommen. Die Folgen der Beweislosigkeit hat er zu tragen. 
 
6.4 Die Sanagate machte in ihrem Schreiben vom 29. November 2016 geltend, mit der Zah-
lung vom 14. November 2016 seien die Kostenbeteiligungen vom 7. August 2015 und 
18. September 2015 beglichen. Ausstehend seien die Mahnspesen in der Höhe von Fr. 150.-- 
sowie die Betreibungskosten in der Höhe von Fr. 73.30. Dieser Auffassung kann nicht vollum-
fänglich gefolgt werden. Der Feststellung, die ausstehenden Kostenbeteiligungen in der Höhe 
von Fr. 1‘249.45 seien beglichen, kann zugestimmt werden. Subtrahiert man vom einbezahlten 

 

 
 
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Betrag von Fr. 1‘322.75 den Betrag der ausstehenden Kostenbeteiligungen von Fr. 1‘249.45, 
ergibt sich ein Betrag von Fr. 73.30, der exakt dem Betrag der geforderten Betreibungskosten 
entspricht. Die Übereinstimmung zwischen Schuldbetrag und Zahlungssumme deutet darauf 
hin, dass der Wille des Beschwerdeführers auf die Tilgung der Betreibungskosten in der Höhe 
von Fr. 73.30 gerichtet gewesen ist (vgl. hierzu: HERMANN BECKER, Berner Kommentar, Band 
IV, 1. Abteilung: Allgemeine Bestimmungen, Kommentar zu Art. 1-183 OR, Bern 1945, 
Art. 86 OR, N. 416). Folglich ist der Einspracheentscheid durch die Beschwerdegegnerin inso-
fern zu korrigieren, als nur noch die Mahnspesen in der Höhe von Fr. 150.-- geschuldet sind, da 
der Beschwerdeführer die Betreibungskosten mit der Zahlung vom 14. November 2016 bereits 
beglichen hat. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer wendet weiter ein, dass die Mahnspesen nicht gerechtfertigt sei-
en. Es ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin diese in Rechnung stellen durfte. Wenn 
die versicherte Person Aufwendungen verschuldet, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstan-
den wären, kann der Versicherer gemäss Art. 105b Abs. 2 KVV in der ab 1. Januar 2012 an-
wendbaren Fassung angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen allge-
meinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versicherten eine entsprechende Re-
gelung vorsieht. Die Sanagate macht in diesem Zusammenhang Mahnkosten im Umfang von 
Fr. 150.-- geltend. Gemäss Art. 13.3 ihres Reglements für die Versicherungen nach KVG (Aus-
gabe 01.2015) fallen Auslagen von Sanagate für Mahnungen und Betreibungen zulasten der 
versicherten Person. Die Geltendmachung von Mahnkosten durch die Beschwerdegegnerin ist 
in Anbetracht dieser Bestimmung grundsätzlich nicht zu beanstanden. Was deren Höhe betrifft, 
erscheint es gerechtfertigt, dass die Versicherer in Fällen wie dem vorliegenden pauschalisierte 
Kosten geltend machen. Diese sind dem Gesagten zufolge (vgl. Art. 105b Abs. 2 KVV) dann 
zuzusprechen, sofern es sich im Einzelfall um nicht offensichtlich übermässige Beträge handelt. 
Dies ist hier zu verneinen, da der Aufwand des Versicherers unbesehen der Höhe der geltend 
gemachten Forderung anfällt. Unter diesem Gesichtspunkt kann bei den vorliegend geltend 
gemachten Mahnkosten von  Fr. 150.-- – zumal mehrere Mahnungen zugestellt werden muss-
ten – nicht von einem übermässig hohen Betrag gesprochen werden. 
 
7.2 Was schliesslich die Betreibungskosten betrifft, so bilden diese selber nicht Gegenstand 
des Rechtsöffnungsentscheides. Der Rechtsöffnungsrichter verfügt jedoch im Urteilsdispositiv 
über deren Zusprechung (vgl. ANDRÉ PANCHAUD/MARCEL CAPREZ, Die Rechtsöffnung, Zü-
rich 1980, § 164; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KG SV] 
i.S. S. vom 9. April 2003 [735 02 504] E. 6). Gemäss Art. 68 SchKG hat grundsätzlich der 
Schuldner die Betreibungskosten zu tragen. Dazu gehören in jedem Falle die Kosten für den 
Zahlungsbefehl (vgl. Urteil des EVG vom 2. Februar 2006, K 112/05 E. 5.1 mit weiteren Hinwei-
sen). Der Versicherte ist Schuldner im Betreibungsverfahren, weshalb auch die Kosten des 
Zahlungsbefehls von Fr. 73.30 (vgl. Zahlungsbefehl vom 9. Mai 2016, Beilage 4 zur Vernehm-
lassung der Beschwerdegegnerin) von ihm zu übernehmen sind. Die Sanagate erhielt – wie 
vorstehend in Erwägung 6.3 dargelegt – per 15. November 2016 vom Versicherten die Betrei-
bungskosten. 
 

 

 
 
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8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer verpflichtet ist, der Be-
schwerdegegnerin die Mahnspesen in der Höhe von Fr. 150.-- zu bezahlen. In diesem Umfang 
ist der Beschwerdegegnerin in der Betreibung Nr. XXX des Betreibungsamtes vom 
21. April 2016 die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. 
 
9. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das Verfahren kostenlos, sodass keine Verfahrenskosten 
zu erheben sind. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Beschwerde-
führer keine Betreibungskosten zu leisten hat. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen. 

 2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. XXX des Betreibungsamtes 
Basel-Landschaft vom 18. Mai 2016 wird im Betrag von  Fr. 150.-- 
aufgehoben und es wird der Sanagate Krankenversicherung die defini-
tive Rechtsöffnung in diesem Umfang erteilt. 

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 4. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

 
 
 
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