# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32218626-f499-5366-a8d7-61f690de629c
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1994-09-07
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Rekurskommission Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement 07.09.1994 JAAC 59.81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_028_JAAC-59-81--_1994-09-07.pdf

## Full Text

JAAC 59.81

Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der
Rekurskommission EVD vom 7. September 1994 in

Sachen Jugendamt der Stadt X gegen Bundesamt für
Industrie, Gewerbe und Arbeit; 94/4I-002

Mesures préventives en matière d’assurance-chômage; nature d’une
décision de principe; qualité pour recourir; montants fixés pour les
rétributions des stagiaires; voies de droit.

1. Art. 5 al. 1 PA: décision de principe susceptible de recours.

Une décision de principe est susceptible de recours si elle fixe de manière
obligatoire les critères de calcul et le montant de la subvention garantie
(consid. 1.1).

2. Art. 102 al. 1 LACI, art. 48 let. a PA: qualité pour recourir.

Lorsqu’un point du dispositif n’exerce pas d’effets juridiques sur le
recourant, il doit être considéré comme une partie de la motivation de
la décision et ne peut pas être attaqué (consid. 1.4).

3. Légalité de la circulaire de l’Office fédéral concernant la fixation des
rétributions versées aux stagiaires.

- Un stage limité dans le temps ne peut pas être comparé à un emploi
régulier occupé par une personne ayant terminé un apprentissage;
partant, il n’y a pas de raison de privilégier les participants à un
programme d’occupation par rapport aux autres assurés dont le gain
assuré est déterminé par des montants forfaitaires (consid. 3.3).

- La règle selon laquelle la rétribution versée au stagiaire oscille entre
le gain assuré et le montant des indemnités journalières se justifie eu
égard au but visé par le programme d’occupation et elle octroie une
marge de manoeuvre suffisante pour des adaptations particulières
(consid. 3.3).

4. Art. 129 al. 1 let. c OJ, art. 74 let. c PA: voies de droit.

1

Le recours de droit administratif n’est pas recevable vu que la
législation fédérale ne confère pas un droit aux subventions contestées
(consid. 5).

Präventivmassnahmen in der Arbeitslosenversicherung; Natur eines
Zusicherungsentscheides; Beschwerdelegitimation; Ansätze für
Praktikumsgehälter; Rechtsmittel.

1. Art. 5 Abs. 1 VwVG: Zusicherungsentscheid als anfechtbare
Verfügung.

Ein Zusicherungsentscheid stellt dann eine anfechtbare Verfügung dar,
wenn er die Bemessungskriterien sowie die Höhe des zugesicherten
Beitrages verbindlich festsetzt (E. 1.1).

2. Art. 102 Abs. 1 AVIG, Art. 48 Bst. a VwVG: Beschwerdelegitimation.

Soweit ein Dispositivpunkt keine rechtlichen Auswirkungen auf den
Beschwerdeführer hat, ist er als Teil der Begründung aufzufassen und
kann nicht angefochten werden (E. 1.4).

3. Rechtskonformität der im Kreisschreiben des Bundesamtes
festgesetzten Ansätze für die Praktikumsgehälter.

- Befristete Praktikumsstellen können nicht mit regulären
Arbeitsplätzen von Lehrabgängern verglichen werden und es
besteht kein Anlass, die Teilnehmer von Beschäftigungsprogrammen
gegenüber denjenigen Versicherten zu privilegieren, für welche die
Pauschalansätze zur Bestimmung des versicherten Verdienstes
massgebend sind (E. 3.3).

- Die Regelung, wonach sich der Praktikumslohn zwischen versichertem
Verdienst und Taggeldanspruch zu bewegen habe, lässt sich angesichts
des Zwecks des Beschäftigungsprogramms rechtfertigen und schafft
genügend Spielraum für einzelfallweise Anpassungen (E. 3.3).

4. Art. 129 Abs. 1 Bst. c OG, Art. 74 Bst. c VwVG: Rechtsmittel.

Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht zulässig, weil das Bundesrecht
keinen Anspruch auf die streitigen Bundesbeiträge einräumt (E. 5).

Provvedimenti preventivi in materia di assicurazione contro la
disoccupazione; natura di una decisione di principio; diritto di
ricorrere aliquote fissate per la retribuzione dei praticanti; rimedi
giuridici.

1. Art. 5 cpv. 1 PA: decisione di principio quale decisione impugnabile.

Una decisione di principio costituisce una decisione impugnabile se
determina in modo vincolante i criteri di calcolo e l’importo del sussidio
garantito (consid. 1.1).

2. Art. 102 cpv. 1 LADI; art. 48 lett. a PA: diritto di ricorrere.

2

Se un punto del dispositivo non esercita alcun effetto giuridico
sul ricorrente, esso deve essere considerato come una parte della
motivazione della decisione e non può essere impugnato (consid. 1.4).

3. Legalità delle aliquote stabilite nella circolare dell’Ufficio federale
relative alle retribuzioni versate ai praticanti.

- Una pratica limitata nel tempo non può essere paragonata ad un
posto di lavoro regolare occupato da una persona che ha concluso un
tirocinio; di conseguenza non vi è motivo di privilegiare i partecipanti
a un programma di occupazione rispetto agli altri assicurati il cui
guadagno assicurato è determinato da aliquote forfetarie (consid. 6).

- La norma secondo cui la retribuzione versata al praticante oscilla
fra il guadagno assicurato e l’importo delle indennità giornaliere si
giustifica in considerazione dello scopo prefissato e accorda un margine
di manovra sufficiente per adattamenti particolari (consid. 3.3).

4. Art. 129 cpv. 1 lett. c OG; art. 74 lett. c PA: rimedi giuridici.

Il ricorso di diritto amministrativo non è ammissibile nella misura
in cui la legislazione federale non conferisce un diritto ai sussidi
contestati (consid. 5).

Aus dem Sachverhalt:

Im Kreisschreiben vom 22. April 1993 erweiterte das Bundesamt für Industrie,
Gewerbe und Arbeit im Rahmen eines befristeten Pilotprojektes den
Anwendungsbereich der Beschäftigungsprogramme auf privatwirtschaftliche
Praktikumseinsätze für Lehrabgänger.

In diesem Zusammenhang reichte das Jugendamt der Stadt X am 4. Mai 1993
beim zuständigen kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit ein
Beitragsgesuch über Fr. ... für ein sechsmonatiges Beschäftigungsprogramm
ein. Dieses leitete das Gesuch mit Antrag auf Gutheissung an das Bundesamt
weiter, das dem Gesuch mit Zusicherungsentscheid vom 26. Januar 1994
teilweise entsprach und einen Beitrag von Fr. ... zusicherte. Unter Hinweis
auf sein Kreisschreiben vom 1. Oktober 1993 bewilligte es die von der
Gesuchstellerin aufgeführten «Betreuungs- und Begleitungskosten» nur
«ausnahmsweise» und kürzte das ersuchte Praktikumsentgelt pro Teilnehmer
von Fr. 3000.- auf Fr. 2756.- je Monat.

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Dagegen führt das Jugendamt am 15. Februar 1994 Beschwerde bei der
Rekurskommission EVD und beantragt, die Praktikumslöhne seien bei
Fr. 3000.- je Teilnehmer zu belassen und die Kosten für Betreuung und
Begleitung nicht nur «ausnahmsweise», sondern «regulär» zu bewilligen.

Aus den Erwägungen:

1. Es stellt sich vorab die Frage, ob der angefochtene Zusicherungsentscheid
des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit (hiernach: Bundesamt)
vom 26. Januar 1994 eine anfechtbare Verfügung im Sinne von Art. 5 des
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren
(Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], SR 172.021) ist. Insbesondere ist
zu prüfen, ob der Zusicherungsentscheid unmittelbare Rechtswirkungen
im Sinne der Bst. a und c der vorgenannten Bestimmung zum Gegenstand
hat, oder ob über die ersuchten Beiträge in definitiver Weise erst nach
Abschluss des Beschäftigungsprogramms entschieden wird. Letzteres
deshalb, weil die Gesuchstellerin gemäss Bemerkung am Schluss des
Zusicherungsentscheides vom 26. Januar 1994 spätestens drei Monate
nach Abschluss des Beschäftigungsprogramms ein Auszahlungsgesuch
mit detaillierter Abrechnung, Kostennachweis und den vollständigen,
buchhalterisch geprüften Unterlagen beim kantonalen Arbeitsamt - wohl
zuhanden der Ausgleichsstelle - einzureichen hat. Im weiteren werden
sodann die übrigen Prozessvoraussetzungen geprüft, bevor eine materielle
Beurteilung erfolgen kann.

1.1. Gemäss Art. 75 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes
vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und
die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], SR
837.0) und Art. 99 Abs. 1 der Verordnung vom 31. August 1983 über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung
(Arbeitslosenversicherungsverordnung [AVIV], SR 837.02) haben die
Bewerber ihr Gesuch um Beiträge an die Kosten von Beschäftigungs- oder
Wiedereingliederungsprogrammen in der Regel mindestens zwei Wochen vor
Beginn des betreffenden Programms der kantonalen Amtsstelle zuhanden
der Ausgleichsstelle einzureichen. Aus den genannten Bestimmungen,
insbesondere aus Art. 64 Abs. 1 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes,
wonach die Beitragsgesuche begründet und rechtzeitig vor Beginn des Kurses
einzureichen sind, ist zu schliessen, dass das Bundesamt grundsätzlich vor
der Durchführung eines Arbeitsprogrammes über das entsprechende Gesuch
befindet.

Mit dem angefochtenen Entscheid sicherte die Vorinstanz der
Beschwerdeführerin für die Durchführung eines sechsmonatigen
Beschäftigungsprogramms für dreissig Berufspraktikanten einen
voraussichtlichen Beitrag von Fr. ... zu. Unter Mitteilung der vom
Bundesamt anerkannten Bruttokosten, des von den Unternehmern
zu übernehmenden Anteils sowie der nach Art. 97 Abs. 1 und 2 der
Arbeitslosenversicherungsverordnung anrechenbaren Kosten begründete
die Vorinstanz sodann gleichzeitig, weshalb und wie weit sie in bezug auf
die anrechenbaren Praktikumsentgelte und die ersuchten Betreuungs- und
Begleitungskosten von den im Gesuch angegebenen Beträgen abgewichen

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ist. Der Zusicherungsentscheid enthält nach dem Gesagten, ähnlich
einem Grundsatzentscheid, alle für einen Beitragsentscheid notwendigen
Bemessungsgrundlagen (vgl. dazu VPB 53.34). Die Vorinstanz hat somit über
die von ihr zu erwartenden Beiträge umfassend und detailliert verfügt.

Aus dem Gesagten erhellt, dass sich der Träger eines
Beschäftigungsprogrammes auf den im Gesuchsentscheid zugesicherten
Beitrag wird verlassen können, sofern sich die ihm zugrunde liegenden
Bemessungskriterien in der Zwischenzeit nicht erheblich geändert haben. Der
Gesuchsteller wird aufgrund eines Zusicherungsentscheides entsprechend
disponieren und Massnahmen zur Vorbereitung für die Durchführung des
Beschäftigungsprogrammes treffen. Der Zusicherungsentscheid könnte
allenfalls auch ausschlaggebend sein, ob sich der Träger eines Programmes
für die Durchführung eines solchen entschliesst oder nicht. Anderseits
setzt der Zusicherungsentscheid für den Gesuchsteller in verbindlicher
Weise die Maximalhöhe des zu erwartenden Beitrags fest. Der vom
Bundesamt auf Gesuch hin auszuzahlende Beitrag nach Abschluss des
Beschäftigungsprogramms wird folglich, gleichbleibende Verhältnisse
vorausgesetzt, nicht vom heutigen Zusicherungsentscheid abweichen dürfen.
Er wird sich insoweit nur noch auf eine blosse Vollzugsverfügung stützen
(vgl. dazu VPB 53.34). Das Bundesamt wird nur dann auf die Höhe des
zugesicherten Beitrages zurückkommen können, wenn die tatsächlichen
Bemessungsgrundlagen auf seiten der Gesuchstellerin in der Zwischenzeit
entsprechend geändert haben.

Nach dem Gesagten steht fest, dass der angefochtene Zusicherungsentscheid
nicht bloss ein unverbindlicher Vorentscheid, sondern eine Verfügung ist,
welche die Bemessungskriterien sowie die Höhe, gleichbleibende Verhältnisse
bis zum Auszahlungsentscheid vorausgesetzt, in verbindlicher Weise
festsetzt. Der angefochtene Entscheid begründet somit zumindest einen
entsprechenden Anspruch der Gesuchstellerin auf den zugesicherten Beitrag.
In Übereinstimmung mit der Lehre und Rechtsprechung ist der angefochtene
Zusicherungsentscheid somit als anfechtbare Verfügung im Sinne von Art. 5
Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes zu betrachten (vgl. hierzu Imboden
Max / Rhinow René A., Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 6. Aufl.,
Basel 1986, Bd. I, Nr. 35 III a und Gygi Fritz, Bundesverwaltungsrechtspflege,
Bern 1983, S. 137).

1.2. Die Rekurskommission EVD prüft ihre Zuständigkeit von Amtes
wegen (Art. 7 Abs. 1 VwVG). Gemäss Art. 75 Abs. 1 in Verbindung mit
den Art. 64 Abs. 3 und 89 Abs. 4 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes
entscheidet die Ausgleichsstelle, durch das Bundesamt geführt (Art. 83 Abs. 3
AVIG), über die Gewährung der Beiträge und richtet diese direkt aus. Die
Aufsichtskommission für den Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung
entscheidet über Beschäftigungsprogramme grösseren Umfanges. Art. 99
Abs. 2 der Arbeitslosenversicherungsverordnung, in der geänderten Fassung
vom 30. Juni 1993 (in Kraft seit 1. Juli 1993, AS 1993 2580), bestimmt, dass die
Ausgleichsstelle das Gesuch mit ihrem Antrag der Aufsichtskommission zum
Entscheid vorzulegen hat, wenn der zu gewährende Beitrag bei erstmaligen
Gesuchen Fr. 600 000.-, und bei Wiederholungsgesuchen Fr. 1 500 000.-
übersteigt. Aus den genannten Bestimmungen sowie aus dem zugesicherten
Beitrag von Fr. ... geht hervor, dass die Ausgleichsstelle befugt war, in eigener
Kompetenz über den ersuchten Beitrag zu befinden.

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Gestützt auf die auf den 1. Januar 1994 in Kraft getretene Änderung
von Art. 101 Bst. c des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (AS 1992 326)
entscheidet die Rekurskommission EVD über Beschwerden gegen Verfügungen
und Beschwerdeentscheide des Bundesamtes und Verfügungen der
Ausgleichsstelle. Die Zuständigkeit der Rekurskommission EVD für die
Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist somit zu bejahen.

1.3. Als Trägerin des Beschäftigungsprogrammes und als Gesuchstellerin in
bezug auf die nachgesuchten Bundesbeiträge ist die Beschwerdeführerin
als formelle und materielle Adressatin der angefochtenen Verfügung
zu betrachten. Träger öffentlicher Aufgaben sind dann Adressaten
im materiellen Sinn von Verfügungen, wenn sie durch die Verfügung
verpflichtet werden und sofern die Anfechtung sich gegen eine Verfügung
oder Entscheidung richtet, die nicht von ihnen stammt (Gygi, a. a. O.,
S. 170/171, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung). Bei dieser
Konstellation geht die Rechtsprechung davon aus, dass die Behörde wie eine
Privatperson betroffen ist. Im vorliegenden Fall wird das Beitragsgesuch
der Beschwerdeführerin in bezug auf die angerechneten Praktikumslöhne
nur teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin ist folglich ähnlich
einem Privaten durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein
als schutzwürdig anzuerkennendes Interesse an deren Änderung oder
Aufhebung. Ihre Beschwerdelegitimation ergibt sich aus Art. 102 Abs. 1 des
Arbeitslosenversicherungsgesetzes, der inhaltlich praktisch mit Art. 48 Bst. a
des Verwaltungsverfahrensgesetzes übereinstimmt.

1.4. Die Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss die Aufhebung und
Abänderung des angefochtenen Entscheides, soweit dieser die Anrechnung
eines monatlichen Praktikumsentgelts von Fr. 2756.- statt Fr. 3000.- vorsieht.
Diesbezüglich bringt sie implizit gültige Beschwerdegründe im Sinne von
Art. 49 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vor.

Soweit die Beschwerdeführerin in ihrem zweiten Begehren verlangt,
dass der bewilligte Beitrag für die Besoldung der Programmleitung und
für die Organisation nicht nur «ausnahmsweise, sondern regulär zu
bewilligen» sei, fehlt ihr ein unmittelbares und aktuelles Rechtsschutzinteresse
und somit die Beschwerdelegitimation. Die Mitteilung, wonach der
fragliche Beitrag nur ausnahmsweise zugesichert werden kann, steht
wohl im Dispositiv der angefochtenen Verfügung. Sie hat jedoch keine
unmittelbaren Auswirkungen auf die tatsächliche oder rechtliche Stellung
der Beschwerdeführerin, begründet oder ändert unmittelbar keine Rechte
oder Pflichten und ist somit vom Inhalt her als Teil der Begründung der
angefochtenen Verfügung zu betrachten. Damit steht fest, dass die Mitteilung,
wonach ein Beitragsteil nur «ausnahmsweise» zugesichert werden kann,
nicht einer Anfechtung zugänglich ist. Massgebend ist einzig, dass der
Beschwerdeführerin dieser Teilbeitrag in casu zugesichert wurde. Somit
fehlt der Beschwerdeführerin in diesem Punkt das Rechtsschutzinteresse,
weshalb auf das zweite in der Beschwerdeschrift vom 15. Februar 1994
gestellte Rechtsbegehren nicht eingetreten werden kann. Es bleibt der
Beschwerdeführerin unbenommen, eine Beitragsverfügung, welche die
Anrechnung von Besoldungs- und Organisationskosten tatsächlich verweigern
würde - so dass die Beschwerdeführerin effektiv davon berührt wäre - zu
gegebenem Zeitpunkt anzufechten.

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1.5. (...)

2. Unter den Leistungen für Massnahmen zur Verhütung und
Bekämpfung von Arbeitslosigkeit (Präventivmassnahmen) sieht
das Arbeitslosenversicherungsgesetz die sogenannten «weiteren
Massnahmen» (Art. 72 ff. AVIG) vor. Danach kann die Versicherung die
vorübergehende Beschäftigung von Arbeitslosen im Rahmen von Programmen
öffentlicher oder privater, nicht auf Gewinn gerichteter Institutionen,
zur Arbeitsbeschaffung oder Wiedereingliederung ins Erwerbsleben
durch finanzielle Beiträge fördern (Art. 72 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Die Beiträge
belaufen sich auf 20 bis 50% der anrechenbaren Kosten. Der Bundesrat
bestimmt die Einzelheiten, insbesondere die anrechenbaren Kosten und
die Beitragsabstufung. Zuständigkeit und Verfahren richten sich nach
Art. 64 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Art. 75 Abs. 1 AVIG). Bei
Beschäftigungsprogrammen für Arbeitslose, die ihren Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung noch nicht ausgeschöpft haben, kann der
Bundesrat die Beiträge nach Abs. 1 bis auf 85%, in Ausnahmefällen bis auf
100% erhöhen (Art. 75 Abs. 1bis AVIG gemäss Bundesbeschluss vom 19. März
1993 über Massnahmen in der Arbeitslosenversicherung, in Kraft seit 1. April
1993, AS 1993 1066). Das Bundesamt hat den Beitragssatz im vorliegenden
Fall in Anwendung von Art. 5 der Verordnung vom 24. März 1993 zum
Bundesbeschluss über Massnahmen in der Arbeitslosenversicherung (AS
1993 1268) zu Art. 75 Abs. 1bis des Arbeitslosenversicherungsgesetzes auf 85%
festgesetzt.

Die Zusprechung von Beiträgen an Beschäftigungsprogramme kann mit
Auflagen verbunden werden (Art. 96 Abs. 4 AVIV).

3. Im vorliegenden Fall dreht sich die Streitfrage um die Höhe der
angerechneten Praktikumslöhne. Der Beitragssatz sowie die übrigen nach
Art. 97 der Arbeitslosenversicherungsverordnung angerechneten Kosten sind
nicht bestritten.

3.1./3.2. (...)

3.3. Mit den Regelungen in Ziff. 2.3 Abs. c des Kreisschreibens vom 22. April
1993 sowie in Ziff. 1.2 des Kreisschreibens Nr. 4 vom 1. Oktober 1993
wollte die Vorinstanz die anzurechnenden Praktikumsgehälter in einen
gesamtschweizerischen Rahmen stellen. Danach bestimmt sich der
ausbezahlte Lohn auf der Basis der Taggelder, die der Praktikant vor der
Massnahme bezogen hat. Das Bruttogehalt soll sich dabei zwischen dem
Taggeldanspruch und dem versicherten Verdienst bewegen. Für Versicherte,
die im Anschluss an eine Berufslehre Arbeitslosenentschädigung beziehen
sowie für Personen, die von der Erfüllung der Beitragszeit befreit sind, setzt
der Bundesrat angemessene Pauschalansätze als Versichertenverdienst fest
(Art. 23 Abs. 2 AVIG). Gemäss Art. 1 Bst. b der Verordnung vom 3. Dezember
1990 über die Anpassung der Pauschalansätze in der Arbeitslosenversicherung
(SR 837.023) beträgt der momentane Pauschalansatz für den versicherten
Verdienst von Personen mit einer abgeschlossenen Berufslehre oder mit
gleichwertiger Ausbildung an einer Fachschule oder einer ähnlichen
Lehranstalt Fr. 127.- pro Tag. Der monatliche versicherte Verdienst beträgt
somit Fr. 2756.- (Fr. 127 x 21,7 Tage; Art. 40 a AVIV) und der Taggeldanspruch
Fr. 2205.- (80%; Art. 22 Abs. 1 AVIG). Das durch die Arbeitslosenversicherung
unterstützte Beschäftigungsprogramm richtet sich an Praktikanten

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beziehungsweise Lehrabgänger, welche im Anschluss an eine Berufslehre
arbeitslos geworden sind und noch keine Berufserfahrung sammeln
konnten. Die Beschwerdeführerin macht aber keine Gründe geltend und
solche liegen auch sonst nicht auf der Hand, dass die Teilnehmer von
Beschäftigungsprogrammen gegenüber anderen Versicherten, für die
gemäss Art. 23 Abs. 2 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes und Art. 41 der
Arbeitslosenversicherungsverordnung die Pauschalansätze massgebend
sind, finanziell privilegiert werden sollen. Zu Recht weist die Vorinstanz
darauf hin, dass die befristeten Praktikumsstellen nicht einfach mit regulären
Arbeitsplätzen von Lehrabgängern gleichgesetzt werden können. Dies gilt
besonders im vorliegenden Fall, da die Praktikanten einen Tag je Woche einen
Weiterbildungskurs geniessen können. Die vorgesehenen Praktikumseinsätze
sind auf sechs Monate befristet. Die Teilnehmer werden deshalb gemäss
Ziff. 2.3 Abs. c des Kreisschreibens vom 22. April 1993 nicht von der
Arbeitssuche entbunden. Gemäss zuletzt genanntem Kreisschreiben müsste
der anzuwendende Praktikumsvertrag die Möglichkeit einer jederzeitigen und
fristlosen Kündigung vorsehen, damit der Praktikant eine neue Stelle jederzeit
antreten könnte.

Mit der Regelung im vorgenannten Kreisschreiben, wonach sich
der Praktikumslohn zwischen dem versicherten Verdienst und dem
Taggeldanspruch, beziehungsweise zwischen Fr. 2756.- und Fr. 2205.-, zu
bewegen hat, orientierte sich das Bundesamt am gesetzlich vorgesehenen
Pauschalansatz für im Anschluss an eine Berufslehre arbeitslos gewordene
Versicherte und übernahm als Maximalansatz den für Personen mit einer
abgeschlossenen Berufslehre oder mit gleichwertiger Ausbildung an einer
Fachschule oder einer ähnlichen Lehranstalt vorgesehenen versicherten
Verdienst.

Dieser Rahmen lässt sich nach dem Gesagten, angesichts des vom
Beschäftigungsprogramm verfolgten Zwecks (u. a. Überbrückung der «toten»
Arbeitslosenzeit mit Sammeln von Berufserfahrung und mit Ausbildung)
mit sachlichen Gründen rechtfertigen. Er schafft auch genügend Spielraum,
damit der Art der Praktikumstätigkeit, der Ausbildung und den Fähigkeiten
des Praktikanten sowie den lokalen und regionalen Verhältnissen Rechnung
getragen werden kann. Zu Recht verweist das Bundesamt auf die Möglichkeit,
dass es den kantonalen und kommunalen Behörden freistehe, ob und wie
weit sie regionale Unterschiede zusätzlich ausgleichen wollen. Angesichts der
relativ kurzen Dauer der vorgesehenen Praktikumseinsätze ist die Gefahr,
dass die Arbeitgeber Praktikanten auf Kosten der ordentlich eingestellten und
eingearbeiteten Lehrabgänger einstellen, zum vornherein relativ gering.

3.4. Nach dem Gesagten kann für den Ansatz der Praktikumslöhne nicht
einfach auf die von den Fachverbänden empfohlenen branchenüblichen
Mindestanfangslöhne für Lehrabgänger abgestellt werden. Die
Praktikumseinsätze bezwekken wie erwähnt die Überbrückung der passiven
Stempelzeit während der Arbeitslosigkeit und sollen dem arbeitslosen
Lehrabgänger Gelegenheit bieten, sich wenigstens vorübergehend aus- und
weiterbilden zu lassen. Auch wenn ein «Hängenbleiben» beim jeweiligen
Arbeitgeber erwünscht ist, bleiben die eigentlichen Praktikumseinsätze doch
auf sechs Monate befristet. Die Konzipierung der Beschäftigungsprogramme
im Rahmen des vom Bundesamt lancierten Pilotprojektes ist sodann darauf
ausgerichtet, dass Arbeitgeber mitmachen, welche selber keine regulären

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Stellen frei haben. Die Anrechnung der Praktikumslöhne im Umfang von
maximal Fr. 2756.- trägt diesen Umständen Rechnung und nimmt auf den
aktuellen Status der Praktikanten als formell Arbeitslose Rücksicht. Dadurch,
dass das Bundesamt den nach Kreisschreiben höchstmöglichen Ansatz
bewilligte, hat es dem in der Stadt X überdurchschnittlich hohen Lohnniveau
genügend Rechnung getragen. Der vorliegend angerechnete Maximalansatz
für ein Praktikums-Monatsgehalt erweist sich insgesamt als rechtskonform,
verhältnismässig und angemessen. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.

4. (Verfahrenskosten)

5. Art. 72 Abs. 1 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes sieht vor, dass
die Versicherung die vorübergehende Beschäftigung von Arbeitslosen im
Rahmen von Programmen öffentlicher oder privater, nicht auf Gewinn
orientierter Institutionen zur Arbeitsbeschaffung oder Wiedereingliederung
ins Erwerbsleben durch finanzielle Beiträge fördern kann. Ein gesetzlicher
Anspruch auf solche Beiträge besteht nicht, da die gesetzlichen
Voraussetzungen der Beitragszusicherung nach Art. 75 in Verbindung
mit Art. 64 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes in einem so hohen
Mass unbestimmt sind, dass es weitgehend im Ermessen der verfügenden
Behörde, dem Bundesamt, liegt, ob und in welchem Umfang sie Beiträge
zusprechen will (VPB 51.17 mit weiteren Hinweisen auf Lehre und
Rechtsprechung). Somit handelt es sich bei den vorliegenden Bundesbeiträgen
um vermögensrechtliche Zuwendungen, auf die das Bundesrecht keinen
Anspruch einräumt und gegen deren Bewilligung oder Verweigerung
die Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das EVG unzulässig ist (Art. 129
Abs. 1 Bst. c Bundesrechtspflegegesetz, SR 173.110). Die Beschwerde an den
Bundesrat ist ebenfalls unzulässig (Art. 74 Bst. c VwVG). Der vorliegende
Entscheid ist demnach endgültig (Art. 27 der Verordnung vom 3. Februar
1993 über Organisation und Verfahren eidgenössischer Rekurs- und
Schiedskommissionen [SR 173.31, AS 1993 879 ff.]).

(Die Rekurskommission EVD weist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, ab)

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https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150000371.pdf?ID=150000371

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

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JAAC 59.81 - Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 7.

September 1994 in Sachen Jugendamt der Stadt X gegen Bundesamt für Industrie,

Gewerbe und Arbeit; 94/4I-002

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1995
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Band 59
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	Auszug aus dem Beschwerdeentscheid der Rekurskommission EVD vom 7. September 1994 in Sachen Jugendamt der Stadt X gegen Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit; 94/4I-002
	Aus dem Sachverhalt:
	Aus den Erwägungen: