# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92525882-ac9c-5376-9376-32d5090d4965
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.06.2020 720 19 375/141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-375-141_2020-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Juni 2020 (720 19 375 / 141) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung des medizinischen Sachverhalts: Es kann weder auf das verwaltungsexterne 

psychiatrische Teilgutachten noch auf die diesbezügliche versicherungsinterne Beurtei-

lung, welche von der gutachterlichen Einschätzung abgewichen ist, abgestellt werden; 

Rückweisung zur weiteren Abklärung 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Esther Zäch 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ meldete sich mit Gesuch vom 31. Juli 2015 unter Hinweis 
auf einen Treppensturz erstmals bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an. Nachdem ihm jedoch bereits ab Oktober 2015 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 

 
 
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in einer angepassten Tätigkeit attestiert worden war, lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) mit Verfügung vom 12. September 2016 einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung ab. 
 
Am 26. Februar 2018 meldete sich A.____ erneut zum Bezug von Leistungen an. Zur Abklärung 
des medizinischen Sachverhalts holte die IV-Stelle insbesondere bei Dr. med. B.____, FMH 
Rheumatologie und Innere Medizin, und Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
ein bidisziplinäres (rheumatologisches/psychiatrisches) Gutachten ein. Darin attestierte 
Dr. B.____ in einer angepassten Tätigkeit aus rheumatologischer Sicht ab April 2019 eine 50%ige 
und ab Juli 2019 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Dr. C.____ ging aus psychiatrischer Sicht ab 
dem chirurgischen Eingriff im Juni 2018 von einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
von 60 % aus. Im Bericht vom 12. Juli 2019 kam Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), 
zum Schluss, dass das rheumatologische Teilgutachten von Dr. B.____ den Anforderungen an 
ein medizinisches Gutachten genüge. Aus psychiatrischer Sicht hingegen sei die von Dr. C.____ 
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % nicht nachvollziehbar. Er attestierte sodann aus psychiat-
rischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach 
die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom 16. Oktober 2019 – im Wesentlichen gestützt 
auf den Bericht von Dr. D.____ vom 12. Juli 2019 – eine vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Oktober 
2019 befristete halbe Rente zu. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____ mit Eingabe vom 12. November 2019 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantons-
gericht). Darin beantragte er, ihm sei über den 31. Oktober 2019 hinaus eine unbefristete Rente 
auf Basis eines Invaliditätsgrades von 50 % zuzusprechen; eventualiter sei bei einem anderen 
medizinischen Gutachter ein neues Gutachten einzuholen. Zur Begründung machte er im We-
sentlichen geltend, an seinem desolaten Gesundheitszustand habe sich nichts geändert. 
 
C. Auf Antrag des Beschwerdeführers bewilligte ihm die instruierende Abteilungspräsiden-
tin des Kantonsgerichts mit Verfügung vom 3. Dezember 2019 für das vorliegende Verfahren die 
unentgeltliche Prozessführung. 
 
D. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2020 auf Abweisung der Be-
schwerde. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, die Prüfung der Standardindikatoren 
ergebe, dass aus psychiatrischer Sicht ein invalidisierendes Leiden nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei. Ausserdem reichte sie eine Aktennotiz von 
Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, RAD, ein.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 2. April 2020 zog das Kantonsgericht in Betracht, die 
angefochtene Verfügung aufzuheben und die Angelegenheit zur Durchführung einer erneuten 
psychiatrischen Begutachtung und anschliessender Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzu-
weisen. Da dies möglicherweise zu einer Schlechterstellung (reformatio in peius) führen könne, 
stellte es den Fall aus und räumte dem Versicherten Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum 
Beschwerderückzug ein. 
 

 
 
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F. Mit Eingabe vom 5. Mai 2020 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er an seiner Be-
schwerde festhalte. Überdies reichte er zwei Arztberichte von Dr. med. F.____, FMH Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 21. Januar 2020 sowie vom 
10. Februar 2020 zu den Akten. 
 
G. An der Sitzung vom 2. April 2020 beriet das Kantonsgericht einlässlich über die Be-
schwerde des Versicherten. Der Fall wurde damals lediglich deshalb ausgestellt, weil dem Versi-
cherten vor der Urteilsfällung noch die Möglichkeit eingeräumt werden musste, allenfalls seine 
Beschwerde zurückzuziehen. In der Zwischenzeit erklärte der Versicherte am 5. Mai 2020, dass 
er an seinem Rechtsmittel festhalte. Auch wenn er in dieser Eingabe zusätzliche Arztberichte zu 
den Akten gereicht hat, ist es unter den gegebenen Umständen vertretbar, von der Ansetzung 
einer erneuten Urteilsberatung abzusehen und den vorliegenden Entscheid mit derselben perso-
nellen Besetzung des Spruchkörpers auf dem Zirkulationsweg zu fällen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 12. November 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zunächst ist darüber zu befinden, ob die mit Eingabe vom 5. Mai 2020 eingereichten 
Arztberichte im vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden können. Gemäss Art. 2 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 
2000 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG im Bereich der Inva-
lidenversicherung anwendbar. Nach Art. 61 Satz 1 ATSG bestimmt sich das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht unter Vorbehalt von Art. 1 Abs. 3 des Bundesgesetzes über das 
Verwaltungsverfahren (VwVG) vom 20. Dezember 1968 nach kantonalem Recht. So bestimmt 
§ 6 Abs. 2 VPO, dass die Parteien neue tatsächliche Behauptungen und Beweismittel bis zur 
gerichtlichen Beurteilung vorbringen können, sofern ihnen dies unverschuldet nicht früher möglich 
war. Verspätete Vorbringen werden aus dem Recht gewiesen. Vorliegend erhob der Beschwer-
deführer am 12. November 2019 Beschwerde. Nachdem das Kantonsgericht anlässlich der Ur-
teilsberatung vom 2. April 2020 den Fall ausgestellt und dem Beschwerdeführer die Möglichkeit 
zur Stellungnahme und zum Beschwerderückzug gegeben hatte, reichte dieser mit Eingabe vom 
5. Mai 2020 zwei Arztberichte ein datierend vom 21. Januar 2020 und 10. Februar 2020. Im Zeit-
punkt der Beschwerdeerhebung konnte der Beschwerdeführer diese Arztberichte somit noch 
nicht einreichen. Allerdings wurde ihm mit Schreiben vom 19. Februar 2020 angezeigt, dass die 

 
 
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Urteilsberatung am 2. April 2020 stattfinden wird. Es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
davon auszugehen, dass es ihm möglich gewesen wäre, die fraglichen Arztberichte vor der Ur-
teilsberatung dem Kantonsgericht einzureichen. Da der Beschwerdeführer diese Berichte erst mit 
Eingabe vom 5. Mai 2020 eingereicht hat, gelten diese als verspätet, weshalb sie aus dem Recht 
zu weisen sind. Anzufügen bleibt, dass selbst wenn diese Arztberichte Berücksichtigung finden 
würden, anzunehmen ist, dass es sich dabei um eine vorübergehende Beeinträchtigung handelt, 
welche vorliegend zu keiner anderen Beurteilung führen würde. 
 
3. Materiell streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Rente zu Recht bis 
zum 31. Oktober 2019 befristet hat. 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
4.3 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-
tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-

 
 
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sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine). 
 
5.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
5.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs 
(BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
6. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 

 
 
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umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
6.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Bei versicherungsinternen medizinischen Ent-
scheidungsgrundlagen sind strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung zu stellen. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, 
ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
7.1 Im Zentrum der medizinischen Aktenlage steht das rheumatologisch-psychiatrische Gut-
achten der Dres. B.____ und C.____ vom 26. Mai 2019 bzw. 24. Juni 2019. Im rheumatologi-
schen Teilgutachten vom 26. Mai 2019 erhob Dr. B.____ beim Versicherten als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom 
beidseits (ICD-10: 54.4) und eine mögliche intermittierende leichte radikuläre Reizsymptomatik 
L5 und S1 rechts (ICD-10: M51.1). Aufgrund der tomographischen Bildgebung müsse davon aus-
gegangen werden, dass die degenerativen Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule 
bereits länger vorbestehend gewesen seien. Dies stimme auch mit den anamnestischen Aussa-
gen des Versicherten überein und bilde die rezidivierenden lumbovertebralen Schmerzen gut ab. 
Nach der Kündigung seiner Arbeitsstelle per Juni 2017 seien vermehrt medizinische Abklärungen 
erfolgt. Am 21. Juni 2018 sei eine neurochirurgische Dekompression auf Höhe LWK4/5 rechts 
sowie eine Diskektomie LWK4/5 rechts und eine Foraminotomie L5 rechts erfolgt. Diese Opera-
tion habe jedoch keine wesentliche Besserung gezeigt. Die im Oktober 2018 durchgeführte trans-
foraminale Wurzelinfiltration L5 rechts sowie die additive medikamentöse Zugabe von Gabapen-
tin ab April 2019 hätten eine signifikante Besserung des Beschwerdebildes gezeigt. In der aktu-
ellen Untersuchung habe kein radikulärer Schmerz im Dermatom L5 provoziert werden können. 
Der Lasègue-Test sei im Liegen positiv angegeben worden, habe jedoch im Langsitz nicht repro-
duziert werden können. Hierbei handle es sich somit um eine Diskrepanz. Insgesamt könne in 
Folge der Untersuchung das diagnostisch indizierte Beschwerdebild bestätigt werden, wobei die 
Ausprägung desselben jedoch als gering zu werten sei. Der Versicherte zeige ein leichtes Schon-
verhalten. Eine Aggravation oder Simulation bestünden nicht, bzw. lägen lediglich im Rahmen 
der diskrepanten Untersuchungen vor. Die Kriterien für ein Wide-spread Pain Syndrom seien er-
füllt. Jedoch seien sie weniger im somatischen schmerzmedizinischen, sondern eher im Rahmen 

 
 
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der Erschöpfungssymptomatik zu interpretieren. Dies sei hinweisend für eine nicht somatische 
Beschwerdesituation und müsse separat psychiatrisch abgeklärt werden. Die Diagnose der chro-
nifizierten lumbospondylogenen Schmerzsymptomatik sei nicht ausreichend, um die subjektive 
Einschränkung und das Schmerzempfinden zu erklären. Der Haushalt und der Alltag könnten 
ohne Einschränkungen bewältigt werden. Um die körperlichen Beschwerden zu reduzieren, seien 
eine Wechselbelastung und eine Minderung der Maximalbelastung notwendig. Unter diesen Mas-
snahmen könne eine volle Reintegration auch ins Arbeitsleben erfolgen. Die bisherigen Tätigkei-
ten als Umzugsfachmann, Möbelträger, Betontechniker und Bau Allrounder könnten nicht mehr 
ausgeführt werden. Ab April 2019 bestehe in einer leichten bis intermittierend mittelschweren 
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Ab Juli 2019 liege die Arbeitsfähigkeit in einer leichten 
bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit bei 100 %. Dabei sei auf eine Wechselbelastung mit 
möglichst freier Positionswahl zu achten und gebückte Zwangshaltungen zu vermeiden.  
 
Dr. C.____ diagnostizierte in ihrem psychiatrischen Teilgutachten vom 24. Juni 2019 beim Be-
schwerdeführer mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, ge-
genwärtig leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) und eine anhaltende Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41). Der Versicherte erfülle zwei der typi-
schen Diagnosekriterien gemäss ICD-10 hinsichtlich einer leichten depressiven Episode in dem 
Sinne als er unter einer gedrückten wechselhaften Stimmung sowie einer Verminderung des An-
triebes und erhöhter Ermüdbarkeit leide. Überdies weise er drei der anderen häufigen Symptome 
auf: vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Gefühle der Wertlosigkeit sowie vermin-
derter Appetit. In Anbetracht des Verlaufes und der Aktenlage müsse die leichte depressive Epi-
sode als rezidivierend beurteilt werden. In Bezug auf die anhaltende Schmerzstörung erfülle der 
Beschwerdeführer die ICD-10-Kriterien des andauernden, schweren und quälenden Schmerzes, 
der durch einen physiologischen Prozess bzw. eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt 
werden könne. Zwar sei ein Grossteil der Schmerzen aus somatischer Sicht zu erklären. Dennoch 
müsse von einer anhaltenden chronischen Schmerzstörung mit Ausweitung der Schmerzen aus-
gegangen werden. Die depressive Symptomatik könne nicht losgelöst von den anhaltenden kör-
perlich bedingten Schmerzen interpretiert werden. Hätte der Versicherte nicht seit Jahren derar-
tige Schmerzen, so wäre er mit grosser Wahrscheinlichkeit nie depressiv dekompensiert. Die 
persönlichen Ressourcen seien durch die jahrelang andauernden Schmerzen und die fehlenden 
Therapieerfolge belastet und als reduziert einzuschätzen. Eine psychiatrische Behandlung habe 
bisher nicht stattgefunden. Das Eingliederungspotenzial bewertete Dr. C.____ als gut; es bestün-
den weitere Behandlungsoptionen. Aus psychiatrisch-gutachterlicher Sicht empfehle sie dringend 
eine integrierte psychiatrisch-psychotherapeutische, inkl. pharmakotherapeutische antidepres-
sive Behandlung. Für eine Aggravation würden keine Hinweise vorliegen. Der Versicherte zeige 
eine stabile Persönlichkeitsstruktur. Nicht medizinisch bedingte Funktionseinschränkungen be-
stünden nicht. Neben der langen Abwesenheit vom ersten Arbeitsmarkt und der finanziell engen 
Situation, lägen keine weiteren invaliditätsfremden sozialen Belastungen vor. Dr. C.____ stellte 
fest, dass ungeachtet der somatisch bedingten Beeinträchtigungen aus psychiatrischer Sicht in 
der angestammten bzw. bisherigen Tätigkeit als Möbelpacker bzw. Betonbauer eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit bestehe. Die Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit legte sie 
ab dem chirurgischen Eingriff im Juni 2018 auf 60 % fest. Dabei sei zu beachten, dass der Versi-

 
 
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cherte keine stark schwankenden Arbeitsbedingungen, keinen Leistungsdruck, Überzeitanforde-
rungen und Stress aushalte. Mit der geeigneten Therapie sollte innerhalb des nächsten Jahres 
diese Arbeitsfähigkeit auf 70 % gesteigert werden können. 
 
Im Rahmen ihrer bidisziplinären Konsensbesprechung gelangten die Dres. C.____ und B.____ 
zum Schluss, dass die psychiatrische Beurteilung der Arbeits- und Leistungseinschränkung und 
deren künftiger Verlauf im Rahmen der Wiedereingliederung unter Berücksichtigung der rheuma-
tologischen Einschränkungen massgebend sei. Die Teilarbeitsunfähigkeiten würden sich nicht 
addieren. 
 
7.2 In seiner Stellungnahme vom 12. Juli 2019 schloss sich der RAD-Arzt Dr. D.____ der 
gutachterlichen Beurteilung in Bezug auf die somatische Beurteilung an, wonach der Versicherte 
vom April 2019 bis Juni 2019 zu 50 % und ab Juli 2019 zu 100 % arbeitsfähig gewesen sei. 
Hinsichtlich der psychischen Beschwerden wich er hingegen von der gutachterlich attestierten 
Arbeitsfähigkeit ab und legte diese seit jeher auf 100 % fest. Dr. D.____ kritisierte, dass die von 
Dr. C.____ postulierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % gemessen an der Diagnose einer leichtgradi-
gen depressiven Episode und unter Einbezug der Standardindikatoren nicht nachvollziehbar sei, 
auch wenn die diagnostische Zuordnung einer leichten depressiven Episode zutreffen möge. Es 
seien keine massgeblichen kognitiven und auch innerpsychischen Einschränkungen nachvoll-
ziehbar, so dass sich mit den psychiatrisch inserierten Diagnosen letztlich keine massgebliche 
Minderung der Arbeitsfähigkeit begründen lasse. Der Beschwerdeführer gebe zwar an, sich sozial 
zurückzuziehen. Jedoch sei er in der Lage, für ihn wichtige soziale Kontakte weiter zu pflegen. 
Des Weiteren würden psychosoziale und damit IV-fremde Faktoren, wie die bereits zweijährige 
Abhängigkeit vom Sozialamt und die Arbeitslosigkeit, eine Rolle spielen. Die Gutachterin sei fach-
fremd und unzutreffend davon ausgegangen, dass ein Grossteil der Schmerzen aus somatischer 
Sicht erklärbar sei. Bei genauer Analyse der psychischen Ressourcen des Versicherten seien 
auch die psychischen Faktoren nicht als derart limitierend einzustufen, dass eine 40%ige Minde-
rung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar wäre. Bislang sei beim Versicherten weder eine psychi-
atrische Behandlung erforderlich gewesen noch sei Psychopharmamedikation verordnet worden. 
Der Versicherte sei motiviert genug den Haushalt zu führen und seinen Alltag ohne geregelte 
Arbeit zu organisieren und passend zum finanziell knappen Budget mit entsprechenden Unter-
nehmungen zu füllen. Massgebliche kognitive Einschränkungen als Korrelat einer psychischen 
Erkrankung mit massgeblichen Einschränkungen bildeten sich nicht ab. 
 
7.3 Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin eine wei-
tere Stellungnahme eines RAD-Arztes ein. Dr. med. E.____ stimmte in seiner Beurteilung vom 
11. Dezember 2019 den Ausführungen von Dr. D.____ in psychiatrischer Hinsicht zu. Er machte 
geltend, die psychiatrische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei nicht nachvollziehbar. Die Gut-
achterin habe mit ihrer Aussage, dass ungeachtet der somatisch bedingten Einschränkungen 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bestehe, die somatischen Beschwer-
den in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit eingeschlossen, was nicht Aufgabe des psychiatri-
schen Gutachters sei. Zudem könne anhand der Diagnose einer leichten depressiven Episode 
keine derart hochgradige Arbeitsunfähigkeit begründet werden, zumal keine massgebliche 

 
 
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Komorbidität bestehe. Bei der anhaltenden Schmerzstörung könne nicht von einer schwerwie-
genden Komorbidität gesprochen werden, da die Schmerzen überwiegend somatisch erklärbar 
seien. Der rheumatologische Gutachter habe bereits eine volle Arbeitsunfähigkeit aus somati-
schen Gründen attestiert. 
 
8.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeits-
fähigkeit des Versicherten im Wesentlichen auf die Ergebnisse, zu denen der RAD-Arzt 
Dr. D.____ in seiner Stellungnahme vom 12. Juli 2019 gelangte. Sie ging demzufolge davon aus, 
dass in einer Verweistätigkeit ab April 2019 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und seit Juli 2019 in 
einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. 
 
8.2 Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu beanstanden, solange es um die 
Auswirkungen allfälliger somatischer Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten geht. In dieser Hinsicht stützte sich die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung zu 
Recht auf das Gutachten von Dr. B.____ vom 26. Mai 2019 bzw. den Bericht des RAD-Arztes 
Dr. D.____ vom 12. Juli 2019. Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, ist einem im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen. Vorliegend liegen keinerlei Indizien, insbesondere auch 
keine dem Gutachten widersprechenden ärztlichen Berichte, vor, welche gegen die Zuverlässig-
keit des rheumatologischen Gutachtens von Dr. B.____ sprechen würden. Somit ist dem rheu-
matologischen Teilgutachten von Dr. B.____ vom 26. Mai 2019 voller Beweiswert zuzuerkennen. 
 
8.3 Nicht gefolgt werden kann hingegen der vorinstanzlichen Beurteilung des psychiatri-
schen Gesundheitszustands. Zwar ist der Beschwerdegegnerin dahingehend zuzustimmen, dass 
das psychiatrische Teilgutachten vom 24. Juni 2019 von Dr. C.____ insbesondere hinsichtlich 
der Zumutbarkeitsbeurteilung nicht zu überzeugen vermag. In Anbetracht der noch vorhandenen 
Ressourcen erscheint eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % in einer angepassten Tätigkeit als unge-
wöhnlich hoch. Insbesondere scheint der Versicherte seinen Alltag gut bewältigen zu können. 
Aus den medizinischen Akten ist ersichtlich, dass er jeweils versuche, seinen Tag zu strukturieren 
indem er Fahrradfahren gehe, einen Spaziergang mache, den Haushalt erledige, einkaufe, ko-
che, mit Freunden telefoniere oder sich mit ihnen treffe. Zwar ziehe er sich sozial etwas zurück, 
was auch einen finanziellen Hintergrund habe. Jedoch ergibt sich aus dem Gutachten, dass er 
trotzdem in der Lage ist, einen guten Kontakt zu seinen Freunden und seiner Tochter zu pflegen. 
Es ist nicht ersichtlich – und wird von Dr. C.____ nicht ausführlich begründet – weshalb trotz 
dieser noch vorhandenen Ressourcen eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 60 % vorliegen soll. 
 
Allerdings kann auch auf die RAD-Berichte nicht abgestellt werden, wonach der Beschwerdefüh-
rer in psychiatrischer Hinsicht zu 100 % arbeitsfähig sei. Wie in Erwägung 6.3 hiervor erwähnt, 
sind bei versicherungsinternen ärztlichen Beurteilungen bereits bei Vorliegen auch nur geringer 
Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen. Be-
züglich der Aussagen von Dr. D.____ ist festzuhalten, dass er der psychiatrischen Gutachterin 

 
 
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fachfremdes Vorgehen vorwirft, jedoch gleichzeitig sich selber als orthopädischer Chirurg psychi-
atrisches Fachwissen anmasst. Bereits dies mag geringe Zweifel an seinen Aussagen begrün-
den. Überdies greift es zu kurz, bei einer leichten depressiven Episode direkt auf eine Arbeitsfä-
higkeit von 100 % zu schliessen. Diesbezüglich hat Dr. D.____ die Schmerzen zu wenig mitbe-
rücksichtigt. Die Aktennotiz von Dr. E.____ ist zwar nicht fachfremd, allerdings ist sie inhaltlich 
nicht korrekt. Dr. E.____ geht davon aus, dass der rheumatologische Gutachter aus somatischen 
Gründen eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert habe. Jedoch ist dem rheumatologischen Gut-
achten zu entnehmen, dass lediglich in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfä-
higkeit besteht, hingegen in einer angepassten Tätigkeit ab Juli 2019 eine Arbeitsfähigkeit von 
100 % vorliegt. Zudem widerspricht seine Aussage jenen von Dr. D.____, wenn er ausführt, die 
Schmerzen seien überwiegend somatisch erklärbar. Damit bestehen auch an den Ausführungen 
von Dr. E.____ Zweifel. 
 
8.4 Daran vermögen auch die Ausführungen in der Vernehmlassung vom 24. Januar 2020 
nichts zu ändern. Zwar ist wie bereits erwähnt der Beschwerdegegnerin dahingehend beizupflich-
ten, als eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % bei einer leichten depressiven Episode als ungewöhn-
lich hoch erscheint. Allerdings wird diese Arbeitsunfähigkeit von Dr. C.____ nicht allein mit der 
depressiven Störung, sondern auch mit der Schmerzstörung begründet. Unter diesen Umständen 
rechtfertigt es sich nicht, in psychiatrischer Hinsicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen. 
Diesbezüglich ist anzumerken, dass selbst wenn die psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit 
unter 40 % liegt, noch immer ein möglicher Leistungsanspruch des Beschwerdeführers im Sinne 
einer beruflichen Massnahme bestehen könnte, da diese eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % vo-
raussetzt. Die Beschwerdegegnerin kritisiert ferner die Diagnose der anhaltenden Schmerzstö-
rung. In Anbetracht der Ausführungen von Dr. B.____ könne diese nicht gestellt werden. Von 
einem andauernden schweren und quälenden Schmerz könne nicht gesprochen werden, vor al-
lem dann nicht, wenn zusätzlich die Alltagsbewältigung mitberücksichtigt werde. Dem ist aller-
dings entgegenzuhalten, dass Dr. B.____ die Schmerzproblematik nicht in Abrede stellt, sondern 
vielmehr ausführt, die subjektive Einschränkung und das Schmerzempfinden seien somatisch 
nicht erklärbar und die Kriterien für ein Wide-spread Pain Syndrom erfüllt. Die Feststellungen von 
Dr. B.____ schliessen somit die Diagnose einer Schmerzstörung nicht aus.  
 
9. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die vorliegende medizinische Aktenlage keine ab-
schliessende Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten zulässt. Gemäss bundesge-
richtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, 
ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwer-
deinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im 
Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungs-
bedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht be-
weiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der 
notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn ledig-
lich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich 
ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff.). Die IV-Stelle wäre vorliegend verpflichtet gewesen, den medizi-
nischen Sachverhalt weiter abzuklären und den Beschwerdeführer insbesondere psychiatrisch 
erneut begutachten zu lassen. Davon hat sie jedoch abgesehen und im Ergebnis auf die nicht 

 
 
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schlüssigen Ausführungen ihrer RAD-Ärzte abgestellt. Da es nicht die Aufgabe des kantonalen 
Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte Abklärungen nachzuholen, steht einer Rück-
weisung an die Beschwerdegegnerin auch unter Berücksichtigung der zitierten Rechtsprechung 
des Bundesgerichts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit zur weiteren Abklärung 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird den Gesundheitszustand und die Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten in psychiatrischer Hinsicht nochmals umfassend durch ein versi-
cherungsexternes Gutachten abklären zu lassen haben. Der beauftragte Gutachter oder die be-
auftragte Gutachterin hat aufgrund der Wechselwirkung zwischen den somatischen und psychi-
schen Beschwerden Rücksprache mit Dr. B.____ zu nehmen. Anschliessend wird sie gestützt 
auf die Ergebnisse der Aktenergänzung über den Leistungsanspruch des Versicherten neu zu 
befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
10. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilli-
gung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein 
durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in 
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die Beschwerdegegnerin unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- 
werden somit ihr auferlegt. Eine Parteientschädigung wird dem anwaltlich nicht vertretenen Be-
schwerdeführer nicht zugesprochen. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Basel-
Landschaft vom 16. Oktober 2019 aufgehoben und die Sache im Sinne 
der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vo-
rinstanz zurückgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.