# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65bf1f95-f41a-57a2-ba2d-39cce686cbc0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.09.2015 100 2015 55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-55_2015-09-08.pdf

## Full Text

100.2015.55U
HER/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. September 2015

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied 
Verwaltungsrichter Häberli und Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Kummler 

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern 
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3000 Bern 7

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge wiederholter Verstösse gegen die öffentliche Sicherheit und Ord-
nung (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
21. Januar 2015; BD 127/14)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der am … 1981 geborene A.________, Staatsbürger von Marokko, reiste 
im April 2001 illegal in die Schweiz ein und stellte erfolglos ein Asylgesuch. 
Nachdem er aus der Schweiz weggewiesen worden war, kehrte er am 
12. April 2003 hierher zurück und erhielt gestützt auf die im Mai 2003 in … 
geschlossene Ehe mit einer Schweizerin eine Aufenthaltsbewilligung. Im 
April 2008 trennte sich das Ehepaar und am 16. September 2010 wurde die 
kinderlos gebliebene Ehe geschieden. Hierauf wurde A.________ die 
Aufenthaltsbewilligung vorderhand jeweils um ein weiteres Jahr verlängert, 
zuletzt bis am 29. April 2013. Weil er während seines Aufenthalts in der 
Schweiz mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten war und sich 
verschuldet hatte, hatte ihm die Einwohnergemeinde (EG) Bern, Ein-
wohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), in den Jahren 2008, 
2009, 2010 und 2011 die Erteilung einer Niederlassungsbewilligung jeweils 
verweigert. Ausserdem war A.________ am 5. Mai 2009, 20. August 2012 
und 23. Oktober 2012 fremdenpolizeilich verwarnt worden unter Androhung 
der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung, sollte er insoweit sein 
Verhalten nicht ändern. Am … 2013 wurde aus der Beziehung von 
A.________ mit der Schweizerin B.________ die Tochter C.________ 
geboren, welche unter der Obhut der allein sorgeberechtigten Mutter steht. 
Nachdem weitere Strafurteile gegen A.________ ergangen waren und sich 
dieser noch weiter verschuldet hatte, verweigerte die EG Bern mit 
Verfügung vom 15. Mai 2014 die Verlängerung seiner Aufent-
haltsbewilligung und wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der 
Schweiz weg. 

B.

Hiergegen erhob A.________ am 13. Juni 2014 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das 
Rechtsmittel mit Entscheid vom 21. Januar 2015 ab und setzte A.________ 
eine Ausreisefrist bis zum 5. März 2015. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 3

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 20. Februar 2015 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, es sei der angefoch-
tene Entscheid aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung zu verlän-
gern. Gleichzeitig hat er um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher An-
walt ersucht. 

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 5. März 2015 die Abweisung 
der Beschwerde; hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
unter Beiordnung eines amtlichen Anwalts hat sie sich eines Antrags ent-
halten. Die EG Bern hat sich mit Stellungnahme vom 20. März 2015 den 
Ausführungen der POM angeschlossen. 

Erwägungen:

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 4

2.

Im Streit liegt die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Dem Beschwerdeführer wurde der Aufenthalt in der Schweiz ur-
sprünglich gestützt auf die im Mai 2003 geschlossene Ehe mit einer 
Schweizerin bewilligt (vgl. Akten EG Bern pag. 76). Nachdem sich das 
Ehepaar im April 2008 getrennt hatte (vgl. Akten EG Bern pag. 170 und 
172), wurde die kinderlos gebliebene Ehe am 16. September 2010 geschie-
den (Akten EG Bern pag. 184). Seither wurde dem Beschwerdeführer die 
Bewilligung offenbar gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 42 AuG 
verlängert (vgl. angefochtener Entscheid E. 2a). Ein solcher nachehelicher 
Anspruch steht auch vorliegend in Frage, wiewohl der Beschwerdeführer 
die Verletzung von Art. 50 AuG nicht rügt. Er beruft sich auf einen An-
spruch nach Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101). Diese 
das Recht auf Achtung des Familien- und Privatlebens gewährleistenden 
Bestimmungen können verletzt sein, wenn die Pflege einer intakten familiä-
ren Beziehung zwischen der betroffenen Person und nahen Verwandten 
mit festem Anwesenheitsrecht in der Schweiz durch die Entfernungsmass-
nahme vereitelt wird (BGE 135 I 143 E. 1.3.1, 130 II 281 E. 3.1 mit Hin-
weisen; BVR 2010 S. 481 E. 5.2.1). Ob dem Beschwerdeführer ein ge-
setzlicher oder konventions- bzw. verfassungsrechtlicher Anspruch zu-
kommt, muss mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen indes nicht ab-
schliessend geklärt werden. Denn die Entfernungsmassnahme kann selbst 
bei Bestehen eines solchen zulässig sein, sofern sie sich im Rahmen der 
Rechtskontrolle als verhältnismässig erweist, da entsprechende Ansprüche 
diesfalls ohnehin erlöschen würden (vgl. E. 2.2 f. hiernach; BVR 2011 
S. 289 E. 4). 

2.2 Ein allfälliger Anspruch nach Art. 50 AuG erlöscht unter anderem, 
wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 vorliegen (Art. 51 Abs. 2 Bst. b AuG). 
Auch ein Eingriff in das verfassungs- und konventionsrechtlich geschützte 
Privat- und Familienleben durch Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung und Wegweisung aus der Schweiz ist statthaft, wenn er gesetzlich 
vorgesehen und in einer demokratischen Gesellschaft notwendig ist für die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 5

nationale oder öffentliche Sicherheit, für das wirtschaftliche Wohl des Lan-
des, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verhütung von Straftaten, zum 
Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und 
Freiheiten anderer. Ein ausländerrechtlicher Widerrufsgrund und damit ein 
– unter Vorbehalt der Prüfung der Verhältnismässigkeit (vgl. hinten E. 3 ff.) 
– gerechtfertigter Eingriff in den Anspruch nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 
Abs. 1 BV liegt unter anderem dann vor, wenn die betroffene ausländische 
Person erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ord-
nung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet 
(Art. 62 Bst. c AuG). Dies ist etwa der Fall bei der Missachtung von ge-
setzlichen Vorschriften und behördlichen Verfügungen (Art. 80 Abs. 1 
Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung Aufenthalt 
und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die Voraussetzungen für einen 
Widerruf können diesfalls auch dann erfüllt sein, wenn die einzelnen Hand-
lungen für sich allein noch keinen Widerruf rechtfertigen, deren wiederholte 
Begehung aber darauf hinweist, dass die betreffende Person nicht bereit 
ist, sich an die geltende Ordnung zu halten (vgl. etwa BGer 2C_376/2014 
vom 28.10.2014, E. 2.2, 2C_161/2013 vom 3.9.2013, E. 2.4.1.) In Betracht 
kommen etwa gehäufte Verurteilungen zu geringfügigen Freiheitsstrafen 
oder auch Geldstrafen (vgl. VGE 2010/277 vom 29.12.2010, E. 3.2.1, 
2009/402 vom 28.5.2010, E. 4.2). Das Interesse an der Verhütung weiterer 
Straftaten ist dabei ebenfalls zu berücksichtigen (vgl. BGer 2C_161/2013 
vom 3.9.2013, E. 2.4.1). Anders als für den Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung (Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG und dazu BGE 139 I 16 E. 2.1) ist 
nach Art. 62 Bst. c AuG nicht erforderlich, dass in schwerwiegender Weise 
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen oder diese ge-
fährdet worden ist; es genügt, wenn der Verstoss oder die Gefährdung 
(alternativ) «erheblich» oder «wiederholt» ist (vgl. BGer 2C_36/2009 vom 
20.10.2009, E. 2.1). 

2.3 Nach den Akten wurde der Beschwerdeführer wie folgt strafrechtlich 
verurteilt: 

– Urteil vom 4. März 2004 wegen Vergehens gegen das damalige 
Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung 
der Ausländer (ANAG; BS 1 121, in Kraft bis 31.12.2007; begangen vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 6

1.4.2003 bis 23.5.2003) und Diebstahls (begangen am 21.10.2003): be-
dingte Gefängnisstrafe von 15 Tagen bei einer Probezeit von zwei 
Jahren und Busse von Fr. 400.-- (Untersuchungshaft 9 Tage; Akten 
EG Bern pag. 293);

– Urteil vom 18. März 2009 wegen Diebstahls, begangen am 7.5.2008: 
bedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 60.-- bei einer Probezeit 
von zwei Jahren (Untersuchungshaft 1 Tag; Akten EG Bern pag. 293, 
187 und 145);

– Strafbefehl vom 16. August 2011 wegen Diebstahls (begangen am 
15.8.2011), Übertretung nach Art. 19a des Bundesgesetzes vom 
3. Oktober 1951 über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe 
(Betäubungsmittelgesetz; BetmG; SR 812.121) und Verletzung der Ver-
kehrsregeln (je begangen am 5.8.2011): Geldstrafe von 30 Tagessätzen 
zu Fr. 80.-- und Busse von Fr. 200.-- (Akten EG Bern pag. 292 und 
316 f.);

– Strafbefehl vom 28. Januar 2013 wegen Förderung des rechtswidrigen 
Aufenthalts (begangen vom 4.11.2011 bis 11.11.2011), mehrfachen 
Diebstahls (begangen am 11.4.2011 und 21.9.2012), Hinderung einer 
Amtshandlung (begangen am 21.9.2012), mehrfacher Verletzung der 
Verkehrsregeln (begangen am 12.9.2011, 1.9.2011 und 15.3.2012), 
Übertretung nach Art. 19a BetmG (begangen am 21.9.2012): Geldstrafe 
von 45 Tagessätzen zu Fr. 80.-- und Busse von Fr. 300.-- (Akten 
EG Bern pag. 292 und 301 f.);

– Urteil vom 23. Juni 2014 wegen Diebstahls, geringfügigen Vermögens-
delikts (Diebstahls), Hinderung einer Amtshandlung und Übertretung 
nach Art. 19a BetmG: Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und 
Busse von Fr. 1'500.-- (Beilage 16 zur Eingabe vom 31.12.2014 [Akten 
POM]);

– Urteil vom 15. September 2014 wegen Diebstahls und Widerhandlung 
gegen das BetmG (Übertretung): Geldstrafe von 25 Tagessätzen zu 
Fr. 50.-- und Busse von Fr. 200.-- (Beilagen zur Eingabe vom 
17.11.2014 pag. 17 [Akten POM]). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 7

Ausserdem sind für die Zeit von Juni 2004 bis März 2014 insgesamt 
49 Verurteilungen wegen total 59 Delikten (begangen zumindest auch noch 
im Jahr 2013) zu Bussen von Fr. 40.-- bis Fr. 600.-- aktenkundig; darunter 
insbesondere mehrfacher Diebstahl, Widerhandlungen gegen das (auf-
gehobene) Bundesgesetz vom 4. Oktober 1985 über den Transport im 
öffentlichen Verkehr (Transportgesetz) sowie Strassenverkehrsdelikte, u.a. 
Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit, unachtsames Fahren mit Per-
sonenwagen, Verkehrsregelverletzungen und Nichtbeachten von Vor-
schriftssignalen (vgl. Akten EG Bern pag. 262 ff., 296, 298 f.; Beilagen zur 
Eingabe vom 17.11.2014 pag. 13 ff.; vgl. auch Akten EG Bern pag. 304 ff., 
319, 321). 

2.4 Der Beschwerdeführer wurde demnach in der Zeit von 2004 bis 
2014 vorwiegend wegen Vermögens-, Strassenverkehrs- und Betäubungs-
mitteldelikten sowie Widerhandlungen gegen das Transportgesetz gegen 
60 Mal – zum Teil je mehrere Delikte umfassend – rechtskräftig straf-
rechtlich verurteilt, unter anderem auch zu beträchtlichen Geldstrafen von 
bis zu 120 Tagessätzen sowie einer kürzeren Freiheitsstrafe. Er hat damit 
sowohl (exzessiv) wiederholt als auch erheblich gegen die Rechtsordnung 
verstossen. Sein Verhalten bot überdies Anlass zu drei fremdenpolizeili-
chen Verwarnungen (vgl. vorne Bst. A; vgl. auch hinten E. 3.2). Wie die 
POM zutreffend erkannt hat (vgl. E. 2c), hat der Beschwerdeführer bei 
dieser Sachlage ohne weiteres den Widerrufsgrund nach Art. 62 Bst. c AuG 
gesetzt, wobei dahingestellt bleiben kann, ob die in den Akten enthaltenen 
Strafanzeigen vom 18. August 2014 und 10. Oktober 2014 unter anderem 
wegen Diebstahls, mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln sowie ver-
schiedener Strassenverkehrsdelikte (vgl. Akten POM pag. 40 ff.) schliess-
lich ebenfalls zu (rechtskräftigen) Verurteilungen geführt haben (vgl. auch 
hinten E. 3.2 f.). Gegen das Vorliegen eines Widerrufsgrunds wendet der 
Beschwerdeführer nichts ein. Er rügt allerdings die Unverhältnismässigkeit 
der Entfernungsmassnahme. 

2.5 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
ist auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 62 AuG nur dann 
zulässig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessen-
abwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 8

AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der 
Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ord-
nung gegen die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren 
Verbleib in der Schweiz abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit 
der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. BGer 2C.36/2009 vom 
20.10.2009, E. 2.1 betreffend Art. 62 Bst. c AuG; vgl. weiter BGE 135 II 377 
E. 4.3 und 4.5; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1). Wird durch 
die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen 
bzw. das Privatleben im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 
BV beeinträchtigt, bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 
Ziff. 2 EMRK und Art. 36 BV (vgl. etwa BGE 139 I 145 E. 2.2 und 2.4, 31 
E. 2.3.3, 16 E. 2.2.2, je mit Hinweisen auf die EGMR-Praxis, 137 I 247 
E. 4.1, 135 I 143 E. 1.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1, 
2008 S. 193 E. 5.3). Hat die betroffene Person minderjährige Kinder, sind 
in diese Prüfung ausserdem die nach dem Übereinkommen vom 20. No-
vember 1989 über die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV 
zu berücksichtigenden Interessen im Zusammenhang mit dem Kindeswohl 
einzubeziehen (BGE 135 I 153 E. 2.2.2 mit Hinweisen; BVR 2013 S. 543 
E. 4.1). Die KRK verleiht aber, anders als der Beschwerdeführer zu meinen 
scheint (vgl. Beschwerde S. 5), keine über Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 
BV hinausgehenden Ansprüche (vgl. etwa BGer 2C_376/2014 vom 
28.10.2014, E. 2.3.2). 

3.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung und Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Fol-
gendes festzuhalten: 

3.1 Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses sind Art 
und Ausmass der Beeinträchtigung oder Gefährdung der öffentlichen 
Sicherheit und Ordnung sowie namentlich im Fall von strafrechtlichen Ver-
urteilungen das Verschulden, welches die ausländische Person mit ihrem 
strafbaren Verhalten auf sich geladen hat (vgl. BGer 2C_36/2009 vom 
20.10.2009 mit Hinweis; vgl. auch BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 9

BVR 2013 S. 543 E. 4.1 f., 2011 S. 289 E. 5.1). Haben Personen mehrfach 
oder sogar regelmässig delinquiert, besteht aufgrund ihrer Einsichtslosig-
keit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches Interesse, sie aus der Schweiz 
wegzuweisen. Wiederholte oder gar notorische Delinquenz zeigt in beson-
derer Weise, dass sich die betreffende Person von Strafurteilen nicht hat 
beeindrucken lassen, und führt zum Schluss, dass sie nicht willens oder 
fähig ist, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten (vgl. BGE 137 II 297 
E. 3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). Mit Blick auf die Zukunft ist 
das Risiko einer weiteren Beeinträchtigung oder Gefährdung der öffentli-
chen Sicherheit und Ordnung zu beurteilen (vgl. BGer 2C_161/2013 vom 
3.9.2013, E. 2.4.1). Aus fremdenpolizeilicher Sicht ist eine solche Gefahr 
umso weniger hinzunehmen, je schwerer das bisherige Fehlverhalten der 
ausländischen Person gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit 
wiegt (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2, 16 E. 2.2.1, 137 II 233 E. 5.2.2) oder je 
hartnäckiger sie sich regelkonformen Verhaltens trotz strafrechtlicher Sank-
tionen oder fremdenpolizeilicher Verwarnungen verschlossen hat. General-
präventive Überlegungen dürfen in gleicher Weise wie bei Vorliegen einer 
längerfristigen Freiheitsstrafe mitberücksichtigt werden (vgl. 
BGer 2C_36/2009 vom 20.10.2009, E. 2.1; BGE 136 II 5 E. 4.2 im Umkehr-
schluss; BGer 2C_896/2014 vom 25.4.2015, E. 2.2). 

3.2 Der Beschwerdeführer hat sich – bei einer Aufenthaltsdauer von 
zwölf Jahren seit Erhalt der Aufenthaltsbewilligung – über einen Zeitraum 
von rund zehn Jahren mit gegen 60 Verurteilungen, welche teilweise je 
mehrere Delikte umfassen, einer grossen Zahl von Straftaten schuldig ge-
macht (vgl. vorne E. 2.3 f.). Seine regelrecht gewohnheitsmässige Delin-
quenz ist damit nicht mehr im Bagatellbereich anzusiedeln, wiewohl das 
Strafmass für einzelne Verstösse im Bagatellbereich liegt. Abgesehen da-
von hat ein Teil der Verurteilungen – darunter die zwei jüngsten aus dem 
Jahr 2014 – zu Geldstrafen in beträchtlicher Höhe (vgl. vorne E. 2.3) ge-
führt (vgl. hierzu auch Art. 132 Abs. 3 der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung vom 5. Oktober 2007 [Strafprozessordnung, StPO, SR 312.0]). Mit 
seinem Verhalten hat der Beschwerdeführer insbesondere durch Begehen 
zahlreicher Strassenverkehrsdelikte Leib und Leben anderer Menschen 
gefährdet und auch im Rahmen seiner unzähligen Vermögensdelikte 
Rechtsgüter Dritter verletzt. Der Beschwerdeführer hat trotz der zahlreichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 10

Verurteilungen und laufenden Probezeiten unbeirrt weiter delinquiert. Auch 
konnten ihn das vorliegende ausländerrechtliche Verfahren – das rechtliche 
Gehör wurde ihm diesbezüglich bereits im September 2013 gewährt (Akten 
EG Bern pag. 363) – sowie die in den Jahren 2009 und 2012 durch die 
städtische Fremdenpolizeibehörde und im 2012 zusätzlich durch das da-
malige Bundesamt für Migration (BFM; heute Staatssekretariat für Migra-
tion [SEM]) ausgesprochenen Verwarnungen unter Androhung der Nicht-
verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Akten EG Bern pag. 159, 
275 f. und 284) nicht zu regelkonformem Verhalten bewegen (vgl. hierzu 
auch die unbestrittenen Ausführungen der POM in E. 2c). Er hat damit 
während nahezu seiner ganzen Anwesenheit in der Schweiz eindrücklich 
gezeigt, dass er nicht fähig oder willens ist, sich rechtsgetreu zu verhalten; 
sein Verhalten zeugt von einer bedenklichen Gleichgültigkeit der hiesigen 
Rechtsordnung gegenüber und lässt auf ausgeprägte Uneinsichtigkeit und 
Unbelehrbarkeit schliessen. Der Beschwerdeführer hat unter diesen Um-
ständen die öffentliche Ordnung und Sicherheit insgesamt massiv be-
einträchtigt, auch wenn er nur einmal zu einer (kürzeren) bedingten Frei-
heitsstrafe verurteilt worden ist (vorne E. 2.3). Sein den Straftaten ins-
gesamt zugrunde liegendes Verschulden wiegt schwer und es besteht ein 
erhebliches Risiko, dass er sich auch zukünftig nicht an die Rechtsordnung 
halten wird. Insgesamt ist damit von einem sehr gewichtigen öffentlichen 
Interesse an der strittigen Entfernungsmassnahme auszugehen.

3.3 Der Beschwerdeführer kann sich nicht damit entlasten, dass er seit 
Januar 2015 offenbar (wieder) regelmässig eine Suchtberatung bei der 
Berner Gesundheit besucht (vgl. Beschwerde S. 6; Beschwerdebeilage 
[BB] 2; angefochtener Entscheid E. 5a): Abgesehen davon, dass Erfolg und 
Nachhaltigkeit wöchentlicher Gespräche allgemein nicht gewährleistet sind, 
hat der Beschwerdeführer nicht nur Betäubungsmitteldelikte, sondern na-
mentlich auch zahlreiche Strassenverkehrs- und Vermögensdelikte sowie 
Widerhandlungen gegen das Transportgesetz begangen; dass diese mit 
seiner angeblichen Sucht in unmittelbarem Zusammenhang stehen, ist we-
der ersichtlich noch geltend gemacht. Weiter sind seine jüngst aufge-
nommenen Bemühungen, ein straffreies Leben zu führen (vgl. BB 2), ins-
besondere auch vor dem Hintergrund der nunmehr unmittelbar drohenden 
Beendigung des Aufenthaltsrechts zu relativieren; gutes Verhalten erlaubt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 11

in solchen Situationen wenig Rückschlüsse auf die Bewährungsaussichten 
nach Ablauf der entsprechenden Zeitspannen (vgl. BGE 134 II 10 E. 4.3 
[Pra 97/2008 Nr. 87]; BGer 2C_768/2011 vom 4.5.2012, E. 4.3; vgl. auch 
BGE 137 II 233 E. 5.2.2; BGer 2C_466/2009 vom 13.1.2010, E. 5.2 mit 
Hinweis auf BGE 114 Ib 1 E. 3b, 2A.605/2005 vom 28.2.2006, E. 2.5.2; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.4.3). Es ist daher nicht ausschlaggebend zu berück-
sichtigen, dass für die letzten Monate keine strafrechtlichen Verurteilungen 
mehr aktenkundig sind. Schliesslich sind auch keine veränderten Um-
stände ersichtlich, welche auf eine fundamentale Änderung seiner Haltung 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit und die Chance einer 
nachhaltigen Deliktsabstinenz schliessen lassen würden; es konnte denn 
auch die Geburt seiner Tochter am … 2013 den Beschwerdeführer nicht 
von weiteren Straftaten abhalten (vgl. Akten EG Bern pag. 289; vgl. auch 
hinten E. 4.4.2 f.). Das Risiko, dass der Beschwerdeführer erneut straffällig 
wird, ist angesichts seiner erheblichen Mehrfachdelinquenz nicht 
hinzunehmen. Dies widerspräche auch generalpräventiven Gesichtspunk-
ten. 

3.4 Insgesamt besteht damit ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse 
an der strittigen Fernhaltemassnahme. 

4. 

Hinsichtlich der privaten Interessen am Verbleib des Beschwerdeführers in 
der Schweiz sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration in der 
Schweiz sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berück-
sichtigen (vgl. BGer 2C_36/2009 vom 20.10.2009, E. 2.1; vgl. auch 
BGE 135 II 377 E. 4.3 und 4.5; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 
E. 5.1). 

4.1 An die Gründe für die Wegweisung aus der Schweiz sind umso 
strengere Anforderungen zu stellen, je länger eine Ausländerin oder ein 
Ausländer hier gelebt hat. Die Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, 
als die Jahre, welche die ausländische Person in der Illegalität, im Strafvoll-
zug oder aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht hat, für die Interes-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 12

senabwägung nicht ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 E. 4.3, 
134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]). Eine Entfernungsmassnahme ist 
auch nach längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die 
Betroffenen in der Schweiz nicht integriert sind (vgl. betreffend Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001, E. 2b; zum 
Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1; VGE 2009/315 vom 13.10.2010, E. 5.1 
[bestätigt durch BGer 2C_893/2010 vom 24.3.2011]). 

4.2 Der heute knapp 34-jährige Beschwerdeführer hielt sich im Zeit-
punkt der Verfügung der Entfernungsmassnahme durch die EG Bern rund 
elf Jahre mit einer Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz auf (vgl. etwa 
Akten EG Bern pag. 15; Verfügung EG Bern vom 15.5.2014; vorne Bst. A). 
Aufgewachsen ist er in Marokko, wo er während insgesamt neun Jahren 
die Primar- und Sekundarschule sowie ein College absolvierte und sich 
anschliessend zum Gipser ausbildete (vgl. Lebenslauf in Akten EG Bern 
pag. 74). Sein Aufenthalt in der Schweiz lässt sich damit zwar nicht mehr 
als kurz bezeichnen; er ist allerdings erst im Erwachsenenalter in die 
Schweiz eingereist und hat prägende Abschnitte seines Lebens in seiner 
Heimat verbracht. 

4.3 Die POM hat sodann zu Recht geschlossen, der Beschwerdeführer 
habe sich nicht erfolgreich in die hiesigen Verhältnisse integriert (E. 5a): 

4.3.1 Wie sie zutreffend anführt, kann von einer gelungenen Integration 
angesichts der vielfachen, insgesamt erheblichen Delinquenz des Be-
schwerdeführers von vornherein keine Rede sein, stellt doch die Respektie-
rung der rechtsstaatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integra-
tion dar (Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die In-
tegration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). Ab-
gesehen davon hat der Beschwerdeführer zwar während seines Aufent-
halts in der Schweiz verschiedene, meist temporäre Arbeitsstellen innege-
habt (vgl. Akten EG Bern pag. 1, 5, 20, 23, 31, 39, 44 f., 47 f., 154, 165 ff., 
192 und 254; Akten POM pag. 13); dazwischen war er aber immer wieder 
arbeitslos (vgl. etwa Akten Bern pag. 25., 70, 81 f., 121 ff. und 125). Ab 
März 2012 war er infolge einer Unterarmverletzung zu 100 % arbeitsunfä-
hig und bezog bis 31. Mai 2014 Taggelder der Schweizerischen Unfall-
versicherung (SUVA; Akten EG Bern pag. 336 ff., 340 f., 355 und 409 ff.; 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 13

vgl. auch Beschwerde S. 7). Heute nimmt er nach eigenen Angaben an 
einem Programm zur beruflichen Reintegration teil und verfügt über kein 
Einkommen (vgl. Beschwerde S. 8). Auch wenn ihm die unfallbedingte Er-
werbslosigkeit nicht vorgehalten werden kann, hat die POM bei dieser 
Sachlage eine erfolgreiche wirtschaftliche Integration zu Recht verneint, 
kann doch angesichts der zuvor ausgeübten Tätigkeiten bzw. der wieder-
holten Arbeitslosigkeit von einer gefestigten Erwerbssituation nicht gespro-
chen werden. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer im Betreibungs-
register des Betreibungsamts Bern-Mittelland per 17. November 2014 mit 
63 Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 48'532.80 und 33 Verlust-
scheinen in der Höhe von insgesamt Fr. 14'896.90 registriert ist (Beilage 13 
zur Eingabe vom 31.12.2014 [Akten POM]). Dass er sich nicht «mutwillig» 
verschuldet haben will und sich seine finanzielle Situation einzig aufgrund 
der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit bis heute noch nicht verbessert habe 
(vgl. Beschwerde S. 7, auch zum Folgenden), vermag ihm insoweit nicht zu 
helfen. Abgesehen davon hat sich die Verschuldenssituation seit dem 
fraglichen Arbeitsunfall – trotz zweijährigem Bezug von SUVA-Taggeldern 
– noch weiter verschlechtert (vgl. Akten EG Bern pag. 109 f., 119 f., 188, 
287 f. und 344 ff.). Entgegen seiner Auffassung ist schliesslich auch nicht 
von entscheidender Bedeutung, dass er bislang keine Sozialhilfe bezogen 
hat (vgl. Akten EG Bern pag. 118, 152, 256); dieser Umstand ist zwar 
grundsätzlich anzuerkennen, er ist jedoch vor dem Hintergrund der Ver-
schuldung zu relativieren und stellt ohnehin keine besondere Integrations-
leistung dar. 

4.3.2 In sozialer Hinsicht ist weder geltend gemacht noch ersichtlich, dass 
der Beschwerdeführer hier abgesehen von der Beziehung zu seiner Toch-
ter (vgl. hinten E. 4.4.2) vertiefte Kontakte pflegen würde. Wohl hatte er 
gegenüber der EG Bern – ohne dies näher darzulegen – auf ein «soziales 
Umfeld» hingewiesen (vgl. Vorakten EG Bern pag. 162). Ein solches wird 
aber mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht mehr erwähnt und es wer-
den auch die diesbezüglichen Feststellungen der POM nicht in Abrede 
gestellt, wonach keine in besonderem Mass gefestigten sozialen Kontakte 
und Freundschaften zur einheimischen Bevölkerung dokumentiert sind. Die 
POM hat damit zu Recht auch eine gelungene sozial-gesellschaftliche 
Eingliederung verneint. Dass der Beschwerdeführer offenbar gute Deutsch-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 14

kenntnisse hat (vgl. Beschwerde S. 7; Akten EG Bern pag. 74), ist zwar 
grundsätzlich positiv zu werten, kann aber angesichts der mehrjährigen 
Aufenthaltsdauer ohne weiteres erwartet werden. Wenn er auch gewisse 
«erfolgreiche Integrationsschritte» unternommen haben mag (vgl. Be-
schwerde, S. 6 f.), ist mit der Vorinstanz vorab wegen der Delinquenz, aber 
auch insgesamt von einer nicht gelungenen Integration auszugehen.

4.4 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seinen An-
gehörigen durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile: 

4.4.1 Was seine Rückkehr nach Marokko anbelangt, hat die POM zutref-
fend erwogen (E. 5c), dass der heute knapp 34-jährige Beschwerdeführer 
seine gesamte Kindheit und Adoleszenz in seinem Heimatland verbracht 
hat (vgl. auch vorne E. 4.2). Er wurde dort sozialisiert und es ist davon aus-
zugehen, dass die Bindung zu seiner Heimat nach wie vor eng ist, er nicht 
nur mit der Sprache, sondern auch mit den kulturellen und gesellschaftli-
chen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Der Beschwerdeführer ist 
zudem nach eigenen Angaben in den Jahren 2008 und 2012 für je mehrere 
Wochen nach Marokko zurückgekehrt; beim letzten Mal erfolgte die Reise 
ausdrücklich zwecks Besuchs der Familie (vgl. Akten EG Bern pag. 90 und 
270). Es besteht damit zum Heimatland offensichtlich auch eine familiäre 
Verbundenheit, an welche der Beschwerdeführer anknüpfen kann; im Alter 
von 34 Jahren kann er zudem ohne weiteres auch neue Kontakte auf-
bauen. In beruflicher Hinsicht war der Beschwerdeführer zwar unfallbedingt 
für längere Zeit arbeitsunfähig (vgl. vorne E. 4.3.1). Ob und in welchem 
Umfang diese Arbeitsunfähigkeit heute nach wie vor anhält, ist unklar. Wie 
es sich damit verhält, kann aber letztlich dahingestellt bleiben. Aufgrund der 
Akten steht einerseits keineswegs fest, dass die fragliche körperliche Ein-
schränkung dauerhaft wäre. Andererseits unterzog sich der Beschwerde-
führer offenbar ab Januar 2015 einer 3-monatigen beruflichen Abklärung 
mit dem Ziel zu bestimmen, welche Tätigkeiten er trotz der erlittenen Unter-
armverletzung ausführen kann (vgl. Beschwerde S. 7; BB 3). Es ist dem-
nach – anderes ist weder geltend gemacht noch ersichtlich – anzunehmen, 
dass er künftig selbst bei dauerhafter Beeinträchtigung zumindest einer 
angepassten Arbeitstätigkeit nachgehen kann. Entsprechende Möglich-
keiten bestehen grundsätzlich auch in Marokko, wo er nebst der Grund-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 15

schule auch eine weiterführende Schulausbildung und eine Berufslehre 
absolviert hat (vorne E. 4.2). Die in der Schweiz gewonnenen Arbeitser-
fahrungen mögen ihm die Wiedereingliederung zusätzlich erleichtern. Wohl 
trifft zu, dass die Lebensumstände und die wirtschaftliche Situation im Hei-
matland schwieriger sind als in der Schweiz. Darin liegen freilich keine 
spezifischen persönlichen Umstände, welche eine Ausreise als unzumutbar 
erscheinen liessen, zumal hiervon die gesamte dort lebende Bevölkerung 
betroffen ist (BGer 2C_374/2013 vom 8.1.2014, E. 2.6; VGE 2013/309 vom 
19.12.2013, E. 4.3.1). Es ist somit in beruflich-wirtschaftlicher Hinsicht von 
keinen unüberwindbaren Hindernissen für eine Wiedereingliederung im 
Heimatland auszugehen. 

4.4.2 In familiärer Hinsicht steht ausschliesslich die Beziehung des 
Beschwerdeführers zu seiner heute gut 2-jährigen Tochter mit Schweizer 
Bürgerrecht in Frage, welche mit ihrer Mutter zusammenlebt. Die Mutter 
des Kindes wird mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde zwar (einmalig) als 
«Lebenspartnerin» bezeichnet (S. 5); abgesehen davon deutet aber nichts 
auf eine eigentliche Paarbeziehung hin (vgl. insb. auch deren Schreiben 
vom 31.1.2015 [BB 4]). – Die Tochter würde bei der Rückkehr des Be-
schwerdeführers ins Heimatland unbestrittenermassen in der Schweiz ver-
bleiben. Zunächst ist festzuhalten, dass dieser weder das Sorgerecht oder 
die Obhut hat noch je mit ihr zusammengelebt hat (vgl. Akten EG Bern 
pag. 335). Sein Interesse, nicht von der Tochter getrennt zu werden, ver-
mag daher weniger stark zu gewichten, als wenn er für diese verantwortlich 
wäre und mit ihr (ununterbrochen) zusammengelebt hätte. Gemäss der 
vom Sozialdienst vermittelten Vereinbarung vom 3. November 2013 betreut 
er das Kind jedes zweite Wochenende von Samstag 12.00 Uhr bis Sonntag 
18.00 Uhr; es ist geplant, das Besuchsrecht noch weiter auszudehnen, 
wenn das Kind den Kindergarten besucht (vgl. Akten EG Bern pag. 333 ff.). 
Nach seiner eigenen Darstellung sowie den Angaben der Kindsmutter soll 
er die Tochter wöchentlich zu fixen Zeiten betreuen und zu ihr eine innige 
Beziehung pflegen (vgl. Beschwerde S. 5; BB 4). Auch wenn nach den 
Akten keine Ferienregelung besteht, ist damit nicht ohne weiteres auszu-
schliessen, dass der Beschwerdeführer ungefähr ein nach heutigem Mass-
stab übliches Besuchsrecht wahrnimmt (vgl. dazu BGE 139 I 315 E. 2.3 
m.w.H.). Wie es sich damit verhält, kann aber letztlich offenbleiben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 16

4.4.3 Wie die POM zutreffend erwogen hat (vgl. E. 5b), fällt insoweit ins 
Gewicht, dass der Beschwerdeführer bereits vor Entstehen der Beziehung 
zu seiner Tochter in erheblichem Ausmass delinquiert hat und wiederholt 
fremdenpolizeilich verwarnt worden ist. Auch seine Verantwortung als Vater 
hat ihn nicht von weiterer Delinquenz abhalten können (vgl. vorne Bst. A; 
E. 2.3 f. und E. 3.2). Er kann sich unter diesen Umständen nicht mit Erfolg 
auf sein eigenes Interesse an der Fortsetzung des Familienlebens in der 
Schweiz berufen, sondern muss sich die familiären Konsequenzen seines 
Handelns selbst zuschreiben. Die Tochter kann mit ihrer Mutter unter den 
hiesigen Lebensbedingungen aufwachsen. Für die Mutter mag, wie sie dar-
legt, finanziell nachteilig sein, wenn der Beschwerdeführer während ihrer 
abendlichen Geschäftstermine die Betreuung nicht mehr sicherstellen kann 
(vgl. BB 4); dieses Interesse ist freilich von untergeordneter Bedeutung. Die 
Vater-Tochter-Beziehung kann schliesslich auch vom Ausland her ins-
besondere mittels herkömmlicher Kommunikationsmittel immerhin in einem 
gewissen Rahmen aufgebaut und aufrechterhalten werden. Auch wenn 
namentlich für die Tochter bedauerlich wäre, dass sie ohne ihren Vater 
aufwachsen müsste, kann dieser Beziehung aus den erwähnten Gründen 
kein grosses Gewicht zukommen. Dass der Beschwerdeführer laut dem 
Schreiben der Mutter vom 10. Juni 2014 (Akten EG Bern pag. 408; vgl. 
auch Beschwerde S. 7) für seine Tochter seit deren Geburt angeblich mo-
natlich einen Betrag von Fr. 470.-- in bar entrichtet, spielt unter den ge-
gebenen Umständen keine bedeutende Rolle; weitere Ausführungen hierzu 
erübrigen sich. 

4.5 Insgesamt sind die privaten Interessen am Verbleib des Beschwer-
deführers in der Schweiz zwar aufgrund der nicht mehr kurzen Aufenthalts-
dauer sowie der auf dem Spiel stehenden Vater-Tochter-Beziehung von 
einigem Gewicht; insbesondere hinsichtlich des Interesses an einem weite-
ren Verbleib in der Schweiz wegen der Tochter sind aber in verschiedener 
Hinsicht Relativierungen angebracht. Demgegenüber kommt der Integra-
tion des Beschwerdeführers in der Schweiz von vornherein keine grosse 
Bedeutung zu und es stehen auch der Rückkehr und Wiedereingliederung 
in sein Heimatland keine wesentlichen Hindernisse entgegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 17

5. 

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen 
ergibt Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde in der Zeit von 2004 bis 
2014 insgesamt gegen 60 Mal unter anderem wegen Strassenverkehrs-, 
Vermögens- und Betäubungsmitteldelikten strafrechtlich verurteilt, was eine 
massive Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit und ein 
schweres Verschulden zum Ausdruck bringt. Es besteht sodann eine 
erhebliche Rückfallgefahr und damit insgesamt ein sehr gewichtiges öffent-
liches Interesse an der strittigen Massnahme. Die Interessen am Verbleib 
des Beschwerdeführers in der Schweiz – dieser war stets nur im Besitz 
einer Aufenthaltsbewilligung und verfügt damit über einen vergleichsweise 
schwachen ausländerrechtlichen Status – haben hievor zurückzustehen: 
Zwar hält sich der Beschwerdeführer mit rund elf Jahren nicht mehr nur 
kurz in der Schweiz auf; er hat sich aber insbesondere nicht der Aufent-
haltsdauer entsprechend integrieren können. Die Rückkehr nach Marokko 
ist ihm zumutbar, zumal er dort aufgewachsen und sozialisiert worden ist, 
auf familiäre Beziehungen zurückgreifen kann und der wirtschaftlichen 
Wiedereingliederung keine unüberwindbaren Hindernisse entgegenstehen. 
Die Beziehung zu seiner heute gut 2-jährigen Tochter kann mit der Entfer-
nungsmassnahme zwar nur noch beschränkt gelebt werden. Dies ist auf-
grund der gewohnheitsmässigen Straffälligkeit des Beschwerdeführers 
aber hinzunehmen (vgl. auch BGE 139 I 315 E. 2.2 und 2.5). Insoweit ist 
von Bedeutung, dass von Beginn an nicht auf den Verbleib des Beschwer-
deführers in der Schweiz vertraut werden und ihn selbst seine Vaterschaft 
nicht von weiterer Delinquenz abhalten konnte. Die Tochter kann immerhin 
mit ihrer Mutter im gewohnten Umfeld verbleiben. Schliesslich können die 
Kontakte zwischen Vater und Kind in einem gewissen Rahmen auch über 
die Landesgrenzen hinweg aufgebaut und aufrechterhalten werden. Die 
Entfernungsmassnahme erweist sich somit auch im Licht von Art. 8 EMRK 
bzw. Art. 13 Abs. 1 BV sowie der KRK als verhältnismässig. 

Wie aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, ergibt sich der entscheid-
relevante Sachverhalt hinreichend aus den Akten und hängt die rechtliche 
Beurteilung nicht entscheidend vom persönlichen Eindruck ab (vgl. 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 18

Art. 21 N. 6). Der Beweisantrag des Beschwerdeführers auf eine 
Parteibefragung (vgl. Beschwerde S. 8) wird damit abgewiesen. 

6. 

Hat sich erwiesen, dass die Entfernungsmassnahme im Licht eines allfälli-
gen gesetzlichen oder konventions- bzw. verfassungsrechtlichen Bleibe-
rechts verhältnismässig ist, scheidet die ermessensweise Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung (Art. 33 Abs. 3 AuG) bei Vorliegen des Widerrufs-
grunds nach Art. 62 Bst. c AuG von vornherein aus (vgl. BVR 2011 S. 289 
E. 6 betreffend Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe). Die Be-
schwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. Da die 
von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisge-
mäss eine neue festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer an sich 
verfahrenskostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz hat er nicht 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat aber ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher An-
walt gestellt. 

6.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und 
das Verfahren nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; 
vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. De-
zember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht 
aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 19

auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb aus-
tragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 E. 5.2; 
BGE 139 III 475 E. 2.2).

6.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat im ange-
fochtenen Entscheid die hier massgebliche Praxis zutreffend wiederge-
geben und ausführlich begründet, weshalb die EG Bern dem Beschwerde-
führer angesichts dessen erheblichen Mehrfachdelinquenz auch unter Be-
rücksichtigung der privaten Interessen, darunter insbesondere die auf dem 
Spiel stehende Vater-Tochter-Beziehung, den weiteren Aufenthalt in der 
Schweiz verweigern durfte. Die insgesamt wenig substantiierten Vorbringen 
in der Beschwerde erschöpfen sich demgegenüber hauptsächlich in der 
Bagatellisierung der begangenen Straftaten sowie im Hinweis auf erfolg-
reiche Integrationsschritte und die Beziehung zur Tochter, setzen sich aber 
nicht mit der schlüssigen Argumentation der Vorinstanz im Licht der mass-
geblichen publizierten Praxis auseinander. Bei dieser Sachlage kann nicht 
gesagt werden, dass sich zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung im ver-
waltungsgerichtlichen Verfahren die Gewinn- und Verlustaussichten unge-
fähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren als diese 
(vgl. VGE 2014/339 vom 23.3.2015 E. 7.2 [zur Publ. bestimmt; bestätigt 
durch BGer 2C_338/2015, 2D_22/2015 vom 12.5.2015, E. 4]). Das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuweisen, ohne dass die Pro-
zessarmut zu prüfen wäre.

6.3 Da über das Gesuch erst im Rahmen des Sachentscheids befunden 
wird und der Beschwerdeführer keine Gelegenheit hatte, die Beschwerde 
nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit Kosten zu spa-
ren, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der üblichen Ab-
schreibungsgebühr zu erheben (BVR 2014 S. 437 E. 7.9). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf den 22. Oktober 2015. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.09.2015, Nr. 100.2015.55U, 
Seite 20

2. Das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-
wiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern 
- der Einwohnergemeinde Bern 
- dem Staatssekretariat für Migration 

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.