# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff7a0ebf-7677-5bf1-a8ef-e13c97646bd4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.10.2017 200 2017 626
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-626_2017-10-27.pdf

## Full Text

200 17 626 UV
SCJ/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 2. Juni 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert. 
Gemäss Schadenmeldung vom 8. Januar 2016 rutschte der Versicherte am 
26. Dezember 2015 beim Wandern aus („gefrorener Schnee an dieser Stel-
le“) und fiel auf das Gesäss, wobei er beim Fall eine Drehbewegung ge-
macht habe. Als betroffener Körperteil wurde das linke Knie und als Art der 
Schädigung ein Meniskusriss angeführt (Akten der Suva; Antwortbeilage 
[AB] 1). Daraufhin holte die Suva, welche ihre Leistungspflicht hinsichtlich 
der Folgen des Sturzes vom 26. Dezember 2015 anerkannte (vgl. u.a. 
AB 2, 4), medizinische Unterlagen ein und liess den Sachverhalt durch den 
Kreisarzt Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, beurteilen (AB 45). Gestützt dar-
auf stellte sie die Versicherungsleistungen mit Schreiben vom 19. Juli 2016 
(AB 49) rückwirkend per 25. Februar 2016 ein, da die bestehenden Knie-
beschwerden links ab diesem Zeitpunkt nicht mehr unfallbedingt, sondern 
ausschliesslich krankhafter Natur seien. Nachdem der Versicherte eine 
einsprachefähige Verfügung verlangt hatte (AB 59), hielt die Suva nach 
Einholung einer ärztlichen Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. 
B.________ (AB 69) mit Verfügung vom 15. November 2016 (AB 71) an 
ihrer Beurteilung fest und stellte die bislang erbrachten Versicherungsleis-
tungen per 25. Februar 2016 ein. Damit zeigte sich der Versicherte nicht 
einverstanden und erhob Einsprache (AB 73).

Im weiteren Verlauf wurde der Suva am 14. März 2017 bezüglich des Stur-
zes vom 26. Dezember 2015 ein Rückfall gemeldet (AB 86).

Nach Einholung einer weiteren ärztlichen Beurteilung des Kreisarztes 
Dr. med. B.________ (AB 82) und einer Stellungnahme von PD Dr. med. 
C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, Leiter Fachgruppe Chirurgie der Abteilung Versiche-

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rungsmedizin der Beschwerdegegnerin (AB 96), wies die Suva die Ein-
sprache mit Entscheid vom 2. Juni 2017 (AB 97) ab.

B.

Hiergegen erhebt der Versicherte am 3. Juli 2017 Beschwerde und stellt 
folgende Anträge:

Es sei der genannte Einspracheentscheid aufzuheben. Die Suva habe 
die Kosten für die Behandlung eines Meniskusrisses (wegen Unfall 
vom 26. Dezember 2015) und der darauf folgenden Rückenbe-
schwerden zu übernehmen sowie – als weitere Unfallkomplikation – 
die Kosten für die Behandlung einer Osteonekrose samt Einbau einer 
Hemiprothese im vom Unfall betroffenen linken Kniegelenk.

Nebst den in der Einsprache erwähnten Kosten seien vorliegend wei-
tere Heilbehandlungskosten angefallen, welche von der Suva zu 
übernehmen seien. 

Die Rechnung der D.________ AG vom 26. Juni 2017 weise einen 
Gesamtbetrag von Fr. 15'285.85 aus; davon seien Fr. 15'263.85 (Kos-
ten für Teilprothesen-Operation am Knie links) von der Suva zu über-
nehmen. Allenfalls weitere anfallende Heilbehandlungskosten seien 
von der Suva zu tragen.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. September 2017 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 23. September 2017 hält der Beschwerdeführer an den 
Ausführungen in der Beschwerde fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hiernach). 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 2. Juni 2017 
(AB 97), mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einstellung der Versi-
cherungsleistungen per 25. Februar 2016 bestätigt hat. Streitig und zu prü-
fen ist, ob auch nach dem 25. Februar 2016 ein Anspruch auf Leistungen 
der Unfallversicherung besteht und dabei insbesondere, ob die darüber 
hinaus geklagten Beschwerden im linken Knie sowie die geltend gemach-
ten Rückenbeschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzu-
sammenhang zum Ereignis vom 26. Dezember 2015 stehen.

Soweit der Beschwerdeführer die Kostenübernahme für die Teilprothesen-
Operation am linken Knie vom 1. Juni 2017 beantragt, welche im Zusam-
menhang mit dem am 14. März 2017 gemeldeten Rückfall steht (AB 86), ist 
auf die Beschwerde nicht einzutreten. Denn die Beschwerdegegnerin hat 
mit Schreiben vom 16. März 2017 (AB 87) mitgeteilt, dass sie zum geltend 
gemachten Rückfall erst nach Beendigung des Verfahrens betreffend das 

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Ereignis vom 26. Dezember 2015 Stellung nehmen werde. Damit ist der 
Rückfall nicht Teil des Anfechtungsobjekts und daher in diesem Verfahren 
nicht Streitgegenstand.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

Es wird ein Ereignis vom 26. Dezember 2015 geltend gemacht (AB 1), wo-
mit auf den vorliegenden Fall die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene 
Rechtslage zur Anwendung gelangt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). 

2.3.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 7

cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b). 

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 26. Dezember 2015 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.2 hiervor) und danach 
unfallkausale Beschwerden am linken Knie aufgetreten sind. Die Be-
schwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen 
erbracht (vgl. AB 2 und 4).

Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer – basierend auf dem 
besagten Unfall – über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungseinstellung per 25. Februar 2016 hinaus weiterhin Anspruch auf Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob 
die darüber hinaus geklagten Beschwerden im Bereich des linken Knies 
und die geltend gemachten Rückenbeschwerden in einem anspruchsbe-
gründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall 
vom 26. Dezember 2015 stehen. Die massgeblichen medizinischen Unter-
lagen zeigen diesbezüglich das folgende Bild:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 8

3.1.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
25. Januar 2016 (AB 16) eine mediale Meniskusläsion links und einen 
Knorpelschaden Grad III retro-patellär links. Nach dem Sturz vom 26. De-
zember 2015 mit Torsionstrauma links persistierten Schmerzen medial. 

Am 26. Februar 2016 erfolgte durch Dr. med. E.________ eine Teil-
meniskektomie medial links sowie eine Plicaspaltung (AB 18).

3.1.2 Die erstbehandelnde Dr. med. F.________, Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 7. März 2016 (AB 27) 
eine mediale Meniskusläsion links und einen Knorpelschaden Grad III re-
tro-patellär links. Der Beschwerdeführer sei am 26. Dezember 2015 ausge-
rutscht und mit verdrehtem und forciert flektiertem linken Knie gestützt. Er 
habe sofort unter bewegungs- und belastungsabhängigen Schmerzen me-
dialbetont gelitten. Zudem habe eine leichte Schwellung bestanden. Als 
Befund führte die Ärztin einen geringen Gelenkerguss und eine Druckdo-
lenz am medialen Gelenkspalt auf.

3.1.3 Der Kreisarzt Dr. med. B.________ hielt am 31. Mai 2016 fest, der 
Schaden im MRI (vom 4. Januar 2016) sei eindeutig degenerativ. Auf den 
Fotos zur Operation vom 26. Februar 2016 sei keine frische Ruptur des 
Meniskus erkennbar. Die abgebildeten und operierten Schäden am Innen-
meniskus-Hinterhorn seien degenerativ. Es handle sich um eine vorüber-
gehende Verschlimmerung eines Vorzustandes von vier bis sechs Wochen 
(AB 45).

3.1.4 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Verlaufsbericht vom 20. Juli 
2016 (AB 51) Restschmerzen medial Knie links und eine hyperthrophe 
Facettengelenksarthrose L5/S1 mit möglicher Wurzelkompression links. 
Viereinhalb Monate postoperativ gehe es mit dem linken Kniegelenk eher 
besser. Gelegentlich träten noch einschiessende stechende Schmerzen 
auf, die nach einigen Tagen verschwänden. Heute sei das linke Knie reiz-
frei und frei beweglich. Ein Erguss bestehe nicht. Die Meniskuszeichen 
seien negativ. Unter Varusstress seien kaum Schmerzen medial auslösbar. 
Neu ab dem 28. Mai 2016 bestünden Rückenschmerzen mit lumbo-
radikulärer Ausstrahlung in den Oberschenkel links.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 9

Im weiteren Verlauf nahm Dr. med. E.________ am 22. August 2016 
(AB 57) zur Kausalität der Meniskusläsion Stellung. Der Beschwerdeführer 
habe am 26. Dezember 2015 einen Sturz mit Kontusion/Distorsionstrauma 
Knie links erlitten. Seitdem hätten Schmerzen medial sowie ein Blockade-
gefühl bestanden. Früher habe er nie Knieprobleme gehabt. Interoperativ 
hätten sich ein Radiärriss kombiniert mit Cleavageriss und insbesondere 
keine Zeichen einer fettigen Degeneration des Meniskus gezeigt. Zusätz-
lich sei eine Plica parapatellaris medialis partiell gespalten worden. Der 
beschriebene Knorpelschaden retro-patellär sei interoperativ nicht einzuse-
hen gewesen. Aufgrund der Anamnese und des interoperativ vorhandenen 
Befundes ohne Degenerationszeichen am Meniskus handle es sich eindeu-
tig um Unfallfolgen.

3.1.5 Der Kreisarzt Dr. med. B.________ stellte im Aktenbericht vom 
27. Oktober 2016 (AB 69) als unfallkausale Diagnose einen Status nach 
Kniegelenksdistorsion links am 26. Dezember 2015 fest. Als unfallfremd 
diagnostizierte er eine beginnende Gonarthrose linkes Kniegelenk, eine 
horizontale Innenmeniskushinterhorn-Degeneration linkes Kniegelenk und 
eine hypertrophierte Plica mediopatellaris (S. 2). Der beschriebene Unfall-
mechanismus mit Ausgleiten auf Glatteis und Fall auf das Gesäss mit ver-
drehtem und forciert flektiertem Kniegelenk sei per se nicht geeignet, einen 
Meniskusschaden hervorzurufen. Es sei unwahrscheinlich, dass im Rah-
men dieses Sturzes das Kniegelenk derart gewaltsam gegenüber dem 
Oberschenkel verdreht worden sei, dass es zu einem Meniskusschaden 
gekommen sei. Eher sei anzunehmen, dass der Fuss/Unterschenkel auf 
dem glatten Untergrund weggleite und nicht fixiert werde. So könne es 
nicht zu einer Gewalteinwirkung auf den fixierten Fuss kommen (S. 3). Das 
MRI des linken Kniegelenkes vom 4. Januar 2016 beschreibe einen klei-
nen, schräg vertikalen Unterflächenriss des Innenmeniskushinterhorns oh-
ne dislozierte Meniskusanteile. Übereinstimmend dazu werde im Operati-
onsbericht ein sogenannter „Cleavage-Riss“ beschrieben. Dabei handle es 
sich um eine horizontale Degeneration mit Aufspleissung des Meniskusge-
webes in horizontaler Richtung. Diese degenerativen Rissbildungen oder 
Auffaserungen führten auch zu kleinen radiären Einrissen am freien Rand 
des Meniskus. Zudem zeige das MRI vom 4. Januar 2016 kleine intrame-
niscale Gewebeauflockerungen im Sinne mukoider Degeneration. Ebenfalls 

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die intraoperative Fotodokumentation zeige die degenerative Randauffase-
rung des Meniskus und die horizontalen Strukturauflockerungen im Sinne 
einer Degeneration. Damit könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit davon ausgegangen werden, dass die Schäden am Innenmeniskushin-
terhorn unfallkausal seien (S. 6). Dies gelte auch für die bestehenden 
Knorpelschäden im Kniegelenk und für die operierte verdickte Plica medio-
patellaris. Ferner könne im Zusammenhang mit dem Sturz vom 26. De-
zember 2015 auch keine richtunggebende Verschlimmerung der Vorschä-
den angenommen werden, da keine frischen richtunggebenden strukturel-
len Läsionen im Kniegelenk nachgewiesen seien. Die geltend gemachten 
Rückenbeschwerden beruhten nachweislich auf degenerativen Verände-
rungen der Etagen L4/L5 und L5/S1. Eine richtunggebende Verschlimme-
rung dieser degenerativen LWS-Veränderung sei nicht herzuleiten, da sie 
anderenfalls direkt nach dem Trauma hätte auftreten müssen (S. 7). Da 
eine längerfristige Entlastung an Gehhilfen unfallbedingt nicht notwendig 
gewesen sei, könnten die erst ca. fünf Monate später aufgetretenen Be-
schwerden auch diesbezüglich nicht als unfallkausal gelten. Die Folgen der 
unfallbedingten Kniegelenksdistorsion seien erheblich früher ausgeheilt 
gewesen. Mangels struktureller Veränderungen des Kapsel-Bandapparates 
am Knie sei von einem vollständig reversiblen Schaden auszugehen. Die 
Folgen eines solchen heilten innerhalb von vier bis sechs Wochen aus. 
Somit sei der Vorzustand innerhalb dieser Zeit erreicht worden (S. 8). 

3.1.6 Nachdem der Beschwerdeführer gegen die Verfügung vom 15. No-
vember 2016 (AB 71) Einsprache (AB 73) erhoben hatte, nahm der Kreisa-
rzt Dr. med. B.________ am 27. Januar 2017 nochmals insbesondere zur 
Unfallkausalität Stellung (AB 82). Das Ausrutschen bzw. Stolpern mit 
Valgus-/Varusstress sei nicht ausreichend, einen isolierten Meniskusscha-
den hervorzurufen, hingegen der Beuge-Dreh-Sturz mit fixiertem Fuss 
schon. Aus der Schilderung zum Unfallhergang könne nicht eindeutig ge-
schlossen werden, dass der Fuss auf der Unterlage fixiert gewesen sei bei 
gleichzeitigem heftigem Verdrehen des Kniegelenkes, da der Untergrund 
glatt gewesen und der Beschwerdeführer letztendlich auf das Gesäss ge-
fallen sei. Bei den im MRI vom 4. Januar 2016 dargestellten Schäden 
handle es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um degenerative 
Schäden und nicht um einen frischen Einriss am Innenmeniskushinterhorn. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 11

Die typischen Zeichen für einen basisnahen Radiärriss seien nicht erkenn-
bar. Gegen eine frische Traumatisierung des Meniskus spreche auch die 
Tatsache, dass bei der bildgebenden Untersuchung kein Gelenkerguss 
vorgelegen habe (S. 2). Die Qualität des Meniskusrisses spreche mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit für eine Horizontaldegeneration. Entgegen 
den Äusserungen im Operationsbericht lägen bereits degenerative Knor-
pelveränderungen im Kniegelenk vor. Die intraoperative Fotodokumentati-
on zeige eine Aufrauung des Knorpels an der Tibiagelenkfläche im media-
len Kompartiment, welche einer Chondropathie Grad I nach Goutallier ent-
spreche. Ferner zeige das Kniescheibengleitlager einen durchaus tiefen 
Knorpelschaden, welcher einer Chondropathie Goutallier II - III entspreche. 
Durch das Ereignis seien diese Schäden erst symptomatisch geworden. 
Angesichts der ausführlich beschriebenen Schädigungen des Meniskus, 
welche als degenerativ und nicht als unfallkausal gelten müssten, sei auch 
eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorschadens 
durch das Ereignis auszuschliessen. Die geltend gemachten Beschwerden 
am linken Kniegelenk (Schmerzen) seien somit als vorübergehende Ver-
schlimmerung eines Vorzustandes zu werten. Bei geeigneter konservativer 
Therapie sei ein Rückgang der Beschwerden innerhalb von vier bis sechs 
Wochen zu erwarten gewesen (S. 3). 

3.1.7 PD Dr. med. C.________ bestätigte im Bericht vom 16. Mai 2017 
(AB 96) die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. B.________ hinsichtlich 
der Unfallkausalität der bestehenden Beschwerden im linken Knie. Die von 
Dr. med. E.________ im Bericht vom 25. Januar 2016 festgestellte „leichte 
Druckdolenz über dem medialen Gelenkspalt, positiver Mc Murrey Test“ 
spreche zwar für eine Pathologie des Innenmeniskus, aber nicht überwie-
gend wahrscheinlich für akut erlebte Unfallfolgen. Dies finde eine Bestäti-
gung durch das MRI vom 4. Januar 2016, welches vornehmlich degenerativ 
bedingte Befunde zur Darstellung bringe, ohne Hinweis auf eine stattge-
habte relevante Gewalteinwirkung neun Tage zuvor. Das geschilderte Un-
fallgeschehen sei „allenfalls möglich, geeignet“, potentiell die Menisken 
verletzende Kräfte zu entwickeln. Der gesamte Kontext spreche überwie-
gend wahrscheinlich für ein degeneratives Geschehen, welches durch das 
zur Diskussion stehende Ereignis eine vorübergehende Verschlimmerung 
erfahren habe (S. 1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 12

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Vorliegend erfüllen die Aktenberichte des Kreisarztes Dr. med. 
B.________ vom 27. Oktober 2016 (AB 69) und vom 27. Januar 2017 
(AB 82) die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweis-
wert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 
hiervor) und überzeugen. Dass der Facharzt keine eigene Untersuchung 
durchgeführt hat, schadet nicht. Denn die Voraussetzungen für einen 
rechtsgenüglichen Aktenbericht (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 
56 S. 371 E. 5b) sind vorliegend erfüllt. Insbesondere sind Anamnese und 
Verlauf ausführlich in den Akten dokumentiert. Dr. med. B.________ hat 
sich in seinen ärztlichen Beurteilungen in Kenntnis der medizinischen Vor-
akten sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwer-
deführers auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen insbesondere 
gestützt auf die bildgebende Untersuchung vom 4. Januar 2016 (AB 21) 
und die Fotodokumentation zur Operation vom 26. Februar 2016 (vgl. AB 

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18) getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Auf diese Einschät-
zung ist aus den nachfolgenden Überlegungen abzustellen.

3.3.1 Bezüglich der bestehenden Kniebeschwerden links hat Dr. med. 
B.________ unter Hinweis auf die einschlägige medizinische Literatur 
nachvollziehbar dargelegt, dass der vom Beschwerdeführer geschilderte 
Unfallmechanismus mit Ausgleiten auf Schnee und Fall auf das Gesäss mit 
verdrehtem und forciert flektiertem Kniegelenk nicht geeignet sei, einen 
isolierten Meniskusschaden hervorzurufen. Dies setze einen Beuge-Dreh-
Sturz mit fixiertem Fuss voraus. Ein solcher sei hier jedoch nicht überwie-
gend wahrscheinlich, da der Beschwerdeführer auf einer glatten Fläche 
(Schnee) ausgerutscht sei und damit anzunehmen sei, dass der Fuss auf 
dem Schnee weggerutscht und nicht fixiert gewesen sei (AB 69 S. 3; 82 
S. 2). Ferner hat Dr. med. B.________ schlüssig begründet, dass der Be-
schwerdeführer beim Sturz vom 26. Dezember 2015 (überwiegend wahr-
scheinlich) eine Kniegelenksdistorsion erlitten habe, welche zu einer vorü-
bergehenden, nach spätestens sechs Wochen abgeklungenen Verschlim-
merung eines degenerativen Vorzustandes am linken Knie geführt habe. 
Hinweise für eine richtunggebende Verschlimmerung bestünden nicht (AB 
69 S. 7 f.; 82 S. 3 f.). Diese Beurteilung ist nicht nur für sich allein nachvoll-
ziehbar und überzeugend, sondern sie wurde durch PD Dr. med. 
C.________ am 16. Mai 2017 (AB 96) explizit bestätigt. 

Der Beschwerdeführer bestreitet, dass der Unfallhergang (Verdrehung des 
Kniegelenks im Rahmen eines Beuge-Drehsturzes) nicht geeignet gewe-
sen sei, einen Meniskusriss zu verursachen (Beschwerde S. 2 f.). Dabei 
weist er insbesondere auf einen gemäss seiner Auffassung ähnlich gela-
gerten Fall eines „Bürokollegen“ hin, welcher einen gleichartigen Unfall und 
offenbar ähnliche Verletzungen (Meniskusriss) erlitten habe. In diesem Fall 
habe die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bejaht und die Kosten 
für die erfolgte operative Sanierung des Knies übernommen (Beschwerde 
S. 3 Ziff. 2.1). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass – entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers – von einem anderen Fall keine Rück-
schlüsse auf den Unfall des Beschwerdeführers und die dabei erlittenen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 14

Verletzungen gezogen werden können. Damit sind aus dem besagten Fall 
keine neuen oder zusätzlichen Erkenntnisse insbesondere zum stattgefun-
denen Unfallmechanismus zu erwarten, weshalb – entgegen dem Antrag in 
der Stellungnahme vom 23. September 2017 (S. 4) – auf eine Edition der 
besagten Unfallakten zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162). Darüber hinaus hat der Kreisarzt klar dargelegt, 
dass – selbst wenn der Sturz vom 26. Dezember 2015 geeignet gewesen 
wäre, einen Meniskusriss zu verursachen – aufgrund der Qualität des 
Meniskusrisses ein traumatisches Ereignis als Ursache nicht überwiegend 
wahrscheinlich sei. Dabei hat er insbesondere darauf hingewiesen, dass 
die neun Tage nach dem Sturz durchgeführte bildgebende Untersuchung 
(AB 21) weder die typischen Zeichen für einen basisnahen Radiärriss noch 
einen – für eine frische Traumatisierung typischen – Gelenkerguss gezeigt 
habe. Der Kreisarzt kam zum Schluss, dass der bestehende Schaden am 
Meniskus (überwiegend wahrscheinlich) degenerativer Natur sei (AB 69 
S. 6, 82 S. 2 f.). 

Daran ändert nichts, dass Dr. med. E.________ im Bericht vom 22. August 
2016 (AB 57) das Bestehen von Degenerationszeichen am Meniskus aus 
intraoperativer Sicht verneint hat. Denn weitere Ausführungen hinsichtlich 
der bestehenden (oder eben nicht bestehenden) degenerativen Verände-
rungen fehlen in diesem Bericht vollständig. Dagegen hat Dr. med. 
B.________ insbesondere gestützt auf die bildgebende Untersuchung vom 
4. Januar 2016 (AB 21), die Fotodokumentation zur Operation vom 26. Fe-
bruar 2016 (vgl. AB 18) und die einschlägige Fachliteratur einlässlich und 
detailliert dargelegt, dass beim Beschwerdeführer degenerative Verände-
rungen im linken Knie bestehen (AB 69 S. 4 – 6; 82 S. 2 f.). Dabei wies er 
insbesondere auf die in der intraoperativen Fotodokumentation erkennba-
ren degenerativen Knorpelveränderungen hin (AB 82 S. 3). Dass die bild-
gebende Untersuchung vom 4. Januar 2016 degenerative und keine trau-
matische Schäden am linken Knie zeigt, wurde schliesslich von 
PD Dr. med. C.________ im Bericht vom 16. Mai 2017 (AB 96 S. 1) 
bestätigt. 

Soweit der behandelnde Arzt – wie im übrigen auch der Beschwerdefüh-
rer – den angeblichen Kausalzusammenhang zwischen dem Meniskusriss 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 15

links und dem Sturz vom 26. Dezember 2015 damit begründet, dass der 
Beschwerdeführer vor dem Sturz beschwerdefrei gewesen sei (AB 57), ist 
darauf hinzuweisen, dass gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung für 
den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung die For-
mel "post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend ist, nach dessen Be-
deutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Un-
fall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 
E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

Nach dem Dargelegten erweist sich der Sacherhalt hinsichtlich der Frage 
eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Meniskusriss und dem Sturz 
vom 26. Dezember 2015 als hinreichend abgeklärt, weshalb auf weitere 
Beweiserhebungen – entgegen dem Antrag in der Stellungnahme vom 
23. September 2017 (S. 4 f.) – in antizipierter Beweiswürdigung zu verzich-
ten ist. Diesbezüglich bleibt darauf hinzuweisen, dass hier – entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers (Stellungnahme vom 23. September 
2017; S. 4) – kein vergleichbarer Fall wie im Urteil des Verwaltungsgerichts 
vom 20. Februar 2014, UV/2013/938 (vgl. AB 73 S. 67 ff.), vorliegt. Zwar 
lagen im besagten Fall auch zwei sich widersprechende ärztliche Beurtei-
lungen vor, jedoch hat sich der Kreisarzt Dr. med. B.________ – im Ge-
gensatz zum beratenden Arzt im VGE UV/2013/938 – im vorliegenden Fall 
einlässlich mit der Beurteilung von Dr. med. E.________ auseinanderge-
setzt und nachvollziehbar begründet, weshalb dieser nicht gefolgt werden 
kann.

3.3.2 Weiter hat der Kreisarzt schlüssig dargelegt, weshalb die bestehen-
den Rückenbeschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich eine Folge des 
Sturzes vom 26. Dezember 2015 darstellen, sondern degenerativer Natur 
seien. Ebenfalls eine richtunggebende Verschlimmerung des bestehenden 
Vorzustandes hat der Kreisarzt ausgeschlossen, da die Rückenbeschwer-
den nicht direkt nach dem Unfall – sondern rund fünf Monate später (vgl. 
AB 51) – aufgetreten seien (AB 69 S. 7 f.). 

Soweit Dr. med. F.________ in der an den Beschwerdeführer adressierten 
Email vom 8. September 2016 (Beschwerdebeilage [BB] R) einen natürli-
chen Kausalzusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden und dem 
Sturz insofern bejaht hat, als Erstere durch die Fehlbelastung bei rezidivie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 16

renden/protrahierten Knieschmerzen links ausgelöst worden seien, vermag 
dies die schlüssige Beurteilung des Kreisarztes – entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 10 Ziff. 16; Stellungnahme vom 
23. September 2017 S. 2) – nicht in Zweifel zu ziehen. Es erscheint zwar 
als durchaus möglich, dass die unbestrittenermassen bestehenden dege-
nerativen Veränderungen im Bereich des Rückens durch eine Fehlbelas-
tung im Zusammenhang mit den bestehenden Kniebeschwerden links 
symptomatisch geworden sind. Diesbezüglich hat Dr. med. B.________ 
jedoch nachvollziehbar dargelegt, dass eine längerfristige Entlastung durch 
Gehhilfen – und damit auch eine längerfristige Fehlbelastung – unfallbe-
dingt nicht notwendig gewesen sei, womit die erst fünf Monate nach dem 
Unfall aufgetretenen Rückenbeschwerden auch nicht unfallbedingt sein 
können (AB 69 S. 8).

3.4 Nach dem Dargelegten ist ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen den nach dem 25. Februar 2016 bestehenden Kniebeschwerden 
links resp. den geltend gemachten Rückenbeschwerden und dem Sturz 
vom 26. Dezember 2015 nicht überwiegend wahrscheinlich. 

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 2. Juni 2017 erweist sich da-
mit als rechtens, weshalb die Beschwerde – soweit darauf einzutreten ist – 
abzuweisen ist.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, UV/17/626, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.