# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f5d0f77-3100-52a1-ab9c-3412863f1025
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.07.2023 SB220279
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220279_2023-07-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB220279-O/U/bs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Wenker, Präsident, Ersatzoberrichterin 

lic. iur. E._____ und Ersatzoberrichter Dr. iur. Bezgovsek sowie 

Gerichtsschreiber MLaw Dharshing  

 

Urteil vom 11. Juli 2023 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. P. Brunner,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend gewerbsmässiger Diebstahl etc.  
 
Berufung gegen eine Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung,  
vom 2. März 2022 (DG210191) 

-   2   - 

Anklage: 
(Urk. D1/94) 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 15. November 2021 

ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 47 S. 37 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB (Dossier 1 

und 2), 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 2) 

sowie 

− der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 

Abs. 1 des SVG (Dossier 3). 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, wovon 2 Tage 

durch Haft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-

setzt. 

4. Von der Anordnung einer Landesverweisung wird abgesehen. 

5. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Schadenersatz von 

Fr. 82'670.–, USD 300.– und EUR 150.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Privat-

klägerin 1 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

b) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Fr. 500.– als Ge-

nugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen. 

6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner teilweisen Anerkennung verpflichtet, der Privat-

klägerin 2 (C._____ GmbH) Schadenersatz von Fr. 32'000.–, zuzüglich 5% Zins ab 

22. Oktober 2014, zu bezahlen. 

-   3   - 

7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 6'080.–   Auslagen Gutachten 

Fr. 8'283.45   Akonto amtliche Verteidigung GB180069 (RA X._____), inklusive   Barauslagen und Mwst 

Fr. 10'071.40   amtliche Verteidigung (RA X._____), inklusive   Barauslagen und Mwst 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vor-

behalten. 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) für das gesamte Verfahren 

eine Prozessentschädigung von Fr. 16'000.– (inkl. Mwst) zu bezahlen. 

10. (Mitteilungen) 

11. (Rechtsmittel)" 

  

-   4   - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung: 

 (Urk. 49 S. 2 f.) 

Angefochten werden und abzuändern sind Ziffern 1., 2., 3., 5., 6., 8. 

und 9. des Urteilsdispositivs. 

− Diese sind dahingehend abzuändern, so dass der Beschuldigte von 

Schuld und Strafe freigesprochen wird und ihm keine Verfahrenskosten 

auferlegt werden Zudem sei ihm für die durchgeführte Untersuchung 

(zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer) eine vollumfängliche, an-

gemessene Entschädigung auszurichten. 

− Eventualiter sei der Beschuldigte vom Vorwurf der mehrfachen 

Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von 

Art. 94 Abs. 1 des SVG (Dossier 3) von Schuld und Strafe freizu-

sprechen. 

− Eventualiter sei der Beschuldigte betreffend die ihm in den 

Dossiers 1 und 2 zur Last gelegten Sachverhalte angemessen mit 

einer Freiheitsstrafe von höchstens 8 Monaten zu bestrafen. Die 

Strafe sei bedingt auszusprechen und dies unter Ansetzung einer 

Probezeit von längstens zwei Jahren. 

− Die Zivilforderungen gemäss Dispositiv Ziffer 5 und 6 seien auf 

den Zivilweg zu verweisen. 

− Ebenso sei Dispositiv Ziffer 9 entsprechend aufzuheben. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 55) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

-   5   - 

Erwägungen: 

I. Verfahren und Prozessuales 

1. Zum Verfahrensgang bis zum Erlass des erstinstanzlichen Urteils kann auf 

die zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden 

(Urk. 47 S. 4 ff.). Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

vom 2. März 2022 gemäss dem eingangs zitierten Urteilsdispositiv anklagege-

mäss schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 

18 Monaten bestraft. Direkt im Anschluss an die mündliche Eröffnung des vo-

rinstanzlichen Urteils liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidiger 

die Berufung anmelden (Prot. I S. 27; Art. 399 Abs. 1 StPO). Nachdem das be-

gründete Urteil den Parteien zugestellt worden war, liess der Beschuldigte mit 

Eingabe vom 1. Juni 2022 sodann fristgerecht die Berufungserklärung einreichen 

(Urk. 49; Art. 399 Abs. 3 StPO). Die Privatklägerschaft und die Staatsanwaltschaft 

verzichteten in der Folge auf eine Anschlussberufung und beantragten die Bestä-

tigung des vorinstanzlichen Urteils, wobei das Dispensationsgesuch der Ankläge-

rin gutgeheissen wurde (Urk. 53 + 55; Art. 400 Abs. 3 StPO). 

 Nach zwei Verschiebungen der anberaumten Berufungsverhandlung (vgl. 

Urk. 60 - 72), wurde die Verhandlung schliesslich auf den 11. Juli 2023 angesetzt 

(Urk. 73). Eine zwischenzeitlich angeordnete psychiatrische Begutachtung des 

Beschuldigten betreffend seine Verhandlungsfähigkeit ergab, dass er an einer An-

passungsstörung mit depressiver Reaktion aufgrund psychosozialer Belastungen 

leidet, welche jedoch weder seine Verhandlungsfähigkeit noch seine Verneh-

mungsfähigkeit tangieren (Urk. 78 S. 23 ff.). 

 Zur Berufungsverhandlung erschien der amtliche Verteidiger des Beschul-

digten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, während der Beschuldigte der Verhandlung 

unentschuldigt fernblieb (Prot. II S. 7; vgl. auch Urk. 82). 

2. Der Beschuldigte ficht mit seiner Berufung die vorinstanzlichen Dispositiv-

Ziffern 1 (Schuldspruch), 2 (Sanktion), 3 (Vollzug), 5 (Zivilansprüche Privatklä-

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gerin 1), 6 (Zivilansprüche Privatklägerin 2), 8 (Kostenauflage) und 9 (Prozess-

entschädigung an die Privatklägerin 1) an. Nicht gerügt und damit in Rechtskraft 

erwachsen sind demnach die Dispositiv-Ziffern 4 (Absehen von einer Landes-

verweisung) und 7 (Kostenfestsetzung), was vorab mittels Beschluss festzustellen 

ist. 

3. Der Beschuldigte ist unentschuldigt nicht zur Berufungsverhandlung erschie-

nen (Prot. II S. 7). Tritt die beschuldigte Person in zweiter Instanz als Berufungs-

kläger auf und erscheint zur Berufungsverhandlung nur deren Verteidigung, so ist 

die Berufungsverhandlung ohne die unentschuldigt säumige Person durchzu-

führen. Ein Abwesenheitsverfahren nach den Bestimmungen von Art. 366 ff. StPO 

findet bei dieser Konstellation nicht statt (vgl. Urteil 6B_1293/2018 vom 14. März 

2019, E. 3.3.2.).  

4. Die Verteidigung verlangte mit den Vorfragen, es sei Dr. D._____ aufzu-

fordern, einen schriftlichen Bericht über die frühere ärztliche Untersuchung des 

Beschuldigten zu verfassen, und es sei aufgrund der abweichenden Meinung von 

Dr. D._____ ein Obergutachten zum aktuellen Gutachten von Dr. E._____ 

betreffend die Verhandlungsfähigkeit zu erstellen, wobei über diese Anträge mit 

separatem (Zwischen-)Entscheid zu befinden sei (Urk. 85). Diesbezüglich gilt es 

festzuhalten, dass mit der Vorladung des Beschuldigten zur heutigen 

Verhandlung im Sinne eines (nicht anfechtbaren) prozessleitenden Entscheides 

von dessen Verhandlungsfähigkeit ausgegangen wurde, damit zeitnah erneut 

vorgeladen werden konnte, um eine weitere Verfahrensverzögerung zu 

vermeiden. Diese Einschätzung hat sich mit dem Ergebnis der Begutachtung, 

welche dem Beschuldigten volle Verhandlungs- und Vernehmungsfähigkeit 

attestiert (Urk. 78 S. 27), bestätigt. Es besteht mithin kein Grund, auf den 

vorgängigen Entscheid betreffend die Verhandlungsfähigkeit des Beschuldigten 

zurückzukommen oder gar einen neuen Zwischenentscheid in dieser Sache zu 

fällen, zumal ein solcher ohnehin nicht selbständig anfechtbar ist. Soll die Frage 

der Verhandlungsfähigkeit trotz klarer Stellungnahme der Fachperson nochmals 

aufgerollt werden, so müsste eine entsprechende Rüge mithin mit der 

strafrechtlichen Beschwerde gegen den zweitinstanzlichen Endentscheid beim 

-   7   - 

Bundesgericht angebracht werden. Ein schriftlicher Bericht oder gar eine 

Oberexpertise in dieser Frage ist aufgrund der sorgfältigen, ausführlichen und 

klaren Feststellungen im Gutachten nicht einzuholen, zumal es sich bei der 

früheren Einschätzung von Dr. D._____ im Januar 2023 explizit nur um eine 

zeitlich beschränkte (summarische) Beurteilung des Gesundheitszustandes des 

Beschuldigten handelte (vgl. Urk. 68 + 70) und diesbezüglich weder in 

quantitativer noch in qualitativer Hinsicht von einem Gutachten die Rede sein 

kann. Vielmehr handelt es sich dabei – wie im Übrigen auch bei der vorgängigen 

Einschätzung der Verhandlungsfähigkeit durch pract. med. F._____ (vgl. 

Urk. 60B) – um ein ärztliches Attest ohne umfassende Untersuchung des 

Beschuldigten, wobei auch darauf hinzuweisen ist, dass Dr. D._____ für seine 

summarische Einschätzung die Verfahrensakten nicht bekannt waren. Mit dem 

aktuellen amtlichen Gutachten vom 4. Juli 2023, deren einleuchtend begründete 

Schlussfolgerung auf Basis einer umfassenden – insbesondere in Kenntnis der 

gesamten Verfahrensakten erstatteten – Untersuchung vorgenommen wurde, ist 

die vormalige zeitlich beschränkte Einschätzung von Dr. D._____ definitiv als 

überholt anzusehen, weshalb auch bei schriftlicher Verdeutlichung des Attestes 

zum vornherein nicht zwei sich widersprechende gleichwertige Expertisen 

betreffend denselben Zeitraum vorliegen, welche eine weitere Begutachtung als 

diskutabel erscheinen lassen könnten. 

II.  Sachverhalt 

1. Dossier 1 

1.1. Dem Beschuldigten wird in Dossier 1 vorgeworfen, zwischen Herbst 2015 

(vgl. zur allseits anerkannten Korrektur des Tatzeitraumes: Urk. 37; Prot. I S. 10; 

Urk. 40 Ziff. 3.5. und Ziff. 3.8.; Prot. I S. 12 ff.; Urk. 38 S. 13) bis April 2017 in der 

Wohnung der Privatklägerin B._____ in Zürich mehrere Wertgegenstände, insbe-

sondere Schmuck und Uhren, im Wert von insgesamt Fr. 282'000.– sowie Bargeld 

in den Beträgen von ca. Fr. 1'800.–, EUR 150.– sowie USD 300.– gestohlen zu 

haben. In der Folge soll er die Wertgegenstände verkauft und den erzielten Erlös 

-   8   - 

sowie das entwendete Bargeld für die Bestreitung seines Lebensunterhalts ver-

wendet haben (Urk. D1/94 S. 2 ff.). 

1.2. Der Beschuldigte ist grundsätzlich geständig, in der Wohnung der Privat-

klägerin B._____ Schmuck und Bargeld entwendet zu haben. Ebenso räumt er 

ein, die an sich genommenen Schmuckstücke in der Folge verkauft und den 

daraus erzielten Erlös zusammen mit dem behändigten Bargeld zur Bestreitung 

seines Lebensunterhalts verwendet zu haben (Urk. D1/82/1 F/A 31 ff.; 

Urk. D1/82/4 F/A 39; Urk. 38 S. 13; Urk. 40 Ziff. 3.7.). In Abrede stellt er einzig die 

ihm vorgeworfene Deliktssumme, indem er einerseits den Wert der in der Anklage 

aufgeführten Vermögenswerte bestreitet und andererseits in Frage stellt, dass die 

Privatklägerin tatsächlich im Besitz all dieser Gegenstände gewesen sei bzw. 

diese alle durch ihn entwendet worden seien. Der Beschuldigte liess im 

Berufungsverfahren diesbezüglich insbesondere erneut vorbringen, dass die 

Vorinstanz zu Unrecht vom Eigentumsnachweis der Privatklägerin ausgegangen 

sei, indem sie in unzulässiger Weise auf deren Aussagen bzw. persönlich 

verfassten Listen abgestellt habe, wobei die Vorinstanz in diesem 

Zusammenhang auch die Opfermitverantwortung ausser Acht gelassen habe 

(Urk. 86 S. 17 ff.). Nachdem mithin die erwähnten Sachverhaltselemente nach wie 

vor umstritten sind, ist der Sachverhalt diesbezüglich in zweiter Instanz einer 

erneuten Prüfung zu unterziehen. 

1.3. Mit der Vorinstanz ist vorab festzustellen, dass der Beschuldigte betreffend 

das grundsätzliche Tatvorgehen geständig ist und sich die bei den Akten liegen-

den Videoaufnahmen mit dem diesbezüglichen Geständnis des Beschuldigten 

decken (Urk. 47 S. 8 mit Hinweis auf Urk. D1/7/1 ff.). Dass der Beschuldigte zwi-

schen Herbst 2015 und April 2017 Schmuckstücke und Bargeld aus der Wohnung 

der Privatklägerin B._____ entwendet hat, ist vor diesem Hintergrund ohne Weite-

res als erstellt zu erachten. 

1.4. Die Vorinstanz erwog weiter, die in der Anklage aufgeführten Werte der 

Schmuckstücke von gesamthaft Fr. 282'800.– beruhten auf einem Sachverständi-

gengutachten, welches inhaltlich detailliert, differenziert und schlüssig sei. Es set-

ze sich umfassend mit allen in der Anklageschrift aufgeführten Schmuckstücken 

-   9   - 

auseinander, wobei der Gutachter die Privatklägerin B._____ im Hinblick auf sei-

ne Einschätzungen umfassend befragt habe. Die Vorinstanz hält daher fest, dass 

keine Gründe ersichtlich seien, weshalb für die Beurteilung des fraglichen De-

liktswerts nicht auf die im Gutachten genannten Werte abzustellen sei (Urk. 47 

S. 11).  

 Mit der Vorinstanz ist das bei den Akten liegende Gutachten vom 

6. September 2021 betreffend den Wert der von der Privatklägerin angegebenen 

Schmuckstücke als überzeugend zu würdigen, zumal es detailliert auf die Eigen-

heiten, Beschaffenheiten und Materialzusammensetzungen der einzelnen 

Schmuckstücke eingeht (vgl. Urk. D1/84/6). Die Schlussfolgerungen des Gutach-

ters sind nachvollziehbar und die Schätzung des Wertes der Schmuckstücke auf 

gesamthaft Fr. 282'800.– liegt im Ergebnis nicht deutlich über der Schätzung der 

Privatklägerin B._____, welche bei der Anzeigeerstattung initial von einem Wert 

von Fr. 251'070.– ausging (Urk. D1/1 S. 3). Der jeweilige Wert der in der Anklage 

erwähnten Schmuckstücke ist demnach grundsätzlich ebenfalls rechtsgenügend 

erstellt. 

1.5. Betreffend die einzelnen in der Anklage aufgeführten Schmuckstücke ging 

die Vorinstanz davon aus, die Privatklägerin B._____ sei in der Lage, entspre-

chenden Schmuck zu kaufen, ihn selber herzustellen und ihn auch nachmachen 

zu lassen. Schmuckstücke von der Art, wie sie in der Anklage aufgeführt sind, 

seien auch auf eingereichten Fotos der Privatklägerin (z.B. bei ihrer Hochzeit) zu 

sehen. Zudem sei die Aufstellung der Privatklägerin B._____ zu den abhanden 

gekommenen Schmuckstücken teilweise sehr detailreich beschrieben worden 

(Urk. D1/36: "Goldring in Form einer Krone, durchbrochen von der Mutter ge-

schenkt."; "Grosser ovaler Ring, mit Bernstein in Roségold gefasst, selbst ge-

schmiedet."; "[…] Ring im Tessin gekauft vor 15 Jahren."; "selbst gekauft in Israel 

2016."). Ebenfalls kenne sich die Privatklägerin mit Edelsteinen aus, habe sie die-

se doch genau benennen können. Ausserdem sei es der Privatklägerin möglich 

gewesen, anschauliche Zeichnungen der Schmuckstücke anzufertigen. Solche 

Beschreibungen – so die Vorinstanz – könne man nicht einfach so erfinden 

(Urk. 47 S. 12). Die Privatklägerin sei eine wohlhabende Person, und es sei 

-   10   - 

durchaus nachvollziehbar, dass ihr viel an ihrem Schmuck liege, zumal es sich 

teilweise um Erbstücke handle. Schliesslich bestünden keinerlei Anhaltspunkte, 

dass sie diesbezüglich Falschangaben mache, zumal ihr die Geldnot des Be-

schuldigten bekannt und ihr entsprechend bewusst gewesen sei, dass sie von ihm 

keine Zahlung im Umfang des eingeklagten Schadenswertes werde erhältlich ma-

chen können. Die Angaben der Privatklägerin B._____ seien daher grundsätzlich 

glaubhaft (Urk. 47 S. 12 f.). 

 Diese Erwägungen der Vorinstanz erweisen sich als zutreffend und sind für 

den Berufungsentscheid zu übernehmen. Tatsächlich sind in einer Gesamt-

betrachtung keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche darauf hindeuten würden, 

dass die Privatklägerin B._____ Schmuckstücke als vermisst angegeben haben 

könnte, welche nicht in ihrem Eigentum standen. Dass sie die Liste im Laufe des 

Verfahrens angepasst hat, erscheint angesichts ihres Umfangs nachvollziehbar 

und beschränkt ihre Verwendbarkeit entgegen der Ansicht der Verteidigung nicht 

(vgl. Urk. 86 S. 18). Verdeutlicht wird die Glaubhaftigkeit der Angaben insbe-

sondere angesichts der auch von der Vorinstanz angeführten detaillierten, nahezu 

akribischen Beschreibungen und Zeichnungen der teilweise aussergewöhnlichen 

Schmuckstücke, was es praktisch als ausgeschlossen erscheinen lässt, dass die 

Privatklägerin deren Existenz frei erfunden hat. Hinweise, die auf eine Falsch-

belastung hindeuten könnten, sind mit der Vorinstanz nicht zu erkennen, da sich 

die Privatklägerin aufgrund der ihr bekannten finanziellen Verhältnisse des 

Beschuldigten in der Tat keine Hoffnungen auf monetären Ersatz der Schmuck-

stücke machen konnte. Entgegen der Argumentation der Verteidigung (Urk. 40 

S. 5) kann es vor diesem Hintergrund keine Rolle spielen, dass die Privatklägerin 

nicht mehr zu jedem einzelnen Schmuckstück einen schriftlich festgehaltenen 

Eigentumsnachweis vorzeigen konnte, zumal es sich teilweise auch um Eigen-

kreationen und Geschenke handelte und nicht etwa um einen katalogisierten 

Bestand eines Juweliergeschäftes. Zusammenfassend ist daher auch dies-

bezüglich dem Beweisresultat der Vorinstanz zu folgen, weshalb rechtsgenügend 

erstellt ist, dass die Privatklägerin B._____ Eigentümerin sämtlicher in der 

Anklage aufgeführten Schmuckstücke ist und diese im Tatzeitraum auch in Besitz 

hatte.  

-   11   - 

 Der diesbezügliche Verweis der Verteidigung auf zivilprozessuale Beweis-

regeln, wonach der Beweis im Eigentumsstreit durch Besitznachweis oder 

Urkunden zu erbringen sei (vgl. Urk. 86 S. 10, 19 + 21 f.), ist unbehelflich. Es trifft 

zwar zu, dass sich der strafrechtliche Begriff der Fremdheit auf die zivilrechtliche 

Güterzuordnung bezieht (vgl. BGE 122 IV 179, E. 3.c.aa.), was aber nichts am 

Umstand ändert, dass in einem Strafverfahren die strafprozessualen 

Beweisregeln Anwendung finden und damit insbesondere auch der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung gilt (vgl. Art. 10 Abs. 2 StPO). 

1.6. Schliesslich hielt die Vorinstanz hinsichtlich der konkreten Täterschaft des 

Beschuldigten zusammengefasst fest, es seien grundsätzlich keine Anhaltspunkte 

für eine Dritttäterschaft zu finden, da weder der Beschuldigte noch die Privat-

klägerin B._____ stichhaltige Hinweise auf andere in Frage kommende Personen 

vorgebracht hätten, welche die Schmuckstücke hätten entwenden können. Zwar 

sei es mithin wenig wahrscheinlich, dass sich eine andere Person in der Wohnung 

der Privatklägerin B._____ an deren Schmuck bedient habe, zumal der 

Beschuldigte sein Vorgehen sowie einen substantiellen Teil des dabei erlangten 

Deliktsgutes eingestanden habe, doch könne eine solche Täterschaft letztlich 

dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden, weshalb sich dem Beschuldigten 

lediglich der konkret erstellbare Deliktsbetrag rechtsgenügend nachweisen lasse 

(Urk. 47 S. 17 f.). 

 Auch diesen Erwägungen kann zugestimmt werden. Wie bereits ausgeführt, 

hat der Beschuldigte das in der Anklage umschriebene Tatvorgehen eingestan-

den, weshalb seine Täterschaft grundsätzlich erstellt ist. Im Laufe der Untersu-

chung hat er hinsichtlich zahlreicher Schmuckstücke sodann explizit eingeräumt, 

diese aus der Wohnung der Privatklägerin B._____ entwendet zu haben. Betref-

fend die vom Beschuldigten anerkannten Gegenstände besteht vor dem Hinter-

grund der überzeugenden Schilderungen der Privatklägerin mithin kein relevanter 

Zweifel, dass die Privatklägerin diese Wertgegenstände auch tatsächlich beses-

sen hat, zumal der Beschuldigte in der Schlusseinvernahme (Urk. D1/82/4 F/A 14) 

in keiner Weise nachvollziehbar dargelegt hat, aus welchen Gründen seine Ein-

geständnisse in den vorgängigen Einvernahmen als Falschangaben zu gelten 

-   12   - 

hätten. Da hierfür auch keine objektiven Anhaltspunkte ersichtlich sind, ist na-

mentlich von der Richtigkeit der nachstehend angeführten Zugaben des Beschul-

digten auszugehen.  

a) In der polizeilichen Einvernahme vom 3. Mai 2017 (Urk. D1/6) hat der Be-

schuldigte ausdrücklich anerkannt, die folgenden Schmuckgegenstände im Ge-

samtwert von Fr. 33'020.– in der Wohnung der Privatklägerin an sich genommen 

zu haben: 

Position: Beschreibung: Wert in Fr: 
4 Ring Gelbgold 750 mit Rubin (D1/6 F/A146) 4'200.00 
8 Ring Gelbgold 750 in Form einer Krone (D1/6 F/A147) 3'600.00 
17 Ring Horn und Roségold 750 ovaler Opal (D1/6 F/A148) 3'800.00 

22 
Anhänger Gelbgold 750 in Form eines Stierkopfes (D1/6 
F/A151) 11'250.00 

23 4 Ketten Gelbgold 750 (D1/6 F/A74; D1/30 F/A19; Entwendung 
der Ketten wurde eingestanden, wobei es sich hier um die ein-
zigen Ketten in der Auflistung der Anklageschrift handelt) 3'320.00 

24 Ketten in Überlänge Figaro Gelbgold 750 (D1/6 F/A74; D1/30 
F/A19; Entwendung der Ketten wurde eingestanden, wobei es 
sich hier um die einzigen Ketten in der Auflistung der Anklage-
schrift handelt) 6'000.00 

26 Armband Silber 925er linsenförmig (D1/6 F/A151) 850.00 
 Total  33'020.00 
 
b) In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. November 2021 

(Urk. D1/82/4 F/A 14; Urk. 36 S. 13) hat er weiter ausdrücklich eingeräumt, das 

folgende Deliktsgut im Wert von Fr. 10'350.– entwendet zu haben. 

Position: Beschreibung: Wert in Fr.: 
25 Collier Silber 925 in Form von Salamandern 1'000.00 
28 Armband Silber 925 in Form div. Figuren 500.00 
29 Anstecknadel Gelbgold 750 in Form eines Hirschkopfs 3'600.00 
33 Ohrstecker Paar Silber 92 in Form eines Salamanders 500.00 
35 Ohrstecker Gelbgold 750 mit einem hängenden Männlein 400.00 
38 Ohrhänger Silber 325 vergoldet 450.00 
40A Ohranhänger Gelbgold in Form einer Weintraube 2'500.00 
43 Ring Material Gelbgold 750 1'400.00 

 
Total 10'350.00 

c) Geständig ist der Beschuldigte zudem, im November 2016 Bargeld im 

Betrag von USD 300.– und EUR 150.– bei der Privatklägerin entwendet zu haben 

-   13   - 

(vgl. Urk. D1/6 F/A 83; vgl. auch Urk. D1/30 F/A 15 ff.). Ausserdem räumte er in 

der Untersuchung ein, zusätzliches Bargeld in der Höhe von Fr. 1'800.– in der 

Wohnung der Privatklägerin behändigt zu haben (Urk. D1/82/4 F/A 14, Position 

42). 

d) Des Weiteren lässt sich nebst der anerkannten Deliktsware gestützt auf die 

im Recht liegende Videoaufnahme sowie die von Schmuckhändlern edierten 

Unterlagen auch die Entwendung der folgenden Gegenstände im Gesamtwert von 

Fr. 37'500.– erstellen: 

 
 
Position: Beschreibung: Wert in Fr.: 
39 Uhr Rolex Stahl/Gold weisses Ziffernblatt (Urk. D1/7/2 S. 3: 

Bild mit Mitnahme einer Uhr Stahl/Silber) 11'100.00 
40B Uhr Modell unbekannt Roségold 750 (Urk. D1/34; 

Urk. D1/84/6 Scan-Zusatz; vgl. D1/7/2 S. 3: Bild mit 
Mitnahme einer Uhr Stahl/Silber) 24'000.00 

44 Ohrschmuck Creole Gelbgold 750 (Urk. D1/34; Urk. D1/84/6 
Scan-Zusatz) 2'400.00 

 Total  37'500.00 
 
 Zu den beiden erstgenannten Gegenständen ist mit der Vorinstanz zu 

bemerken, dass die Privatklägerin B._____ zwei fehlende Uhren als entwendet 

angab, wobei auf der Videoaufnahme (Urk. D1/7/2 S. 3) ersichtlich ist, wie der 

Beschuldigte eine Uhr aus Stahl/Silber in der Hand hält. Es besteht daher 

entgegen der Ansicht der Verteidigung (vgl. Urk. 86 S. 22) kein erheblicher 

Zweifel, dass der Beschuldigte diesen Gegenstand an sich genommen hat 

(Position 39). Die Position 44 (Ohrschmuck Creole) lässt sich dem Verkauf durch 

den Beschuldigten an die Münzenhandlung G._____ zuordnen (Urk. D1/34, 

insbesondere Blatt 7 und Urk. D1/84/6 [zweitletzte Seite = "Scan#Zusatz" unteres 

Bild]). Dasselbe gilt für die Position 40B (Uhr rosé-gold), wobei der Beschuldigte 

hier die Verlängerungsglieder des rosé-goldenen Armbandes veräusserte 

(Urk. D1/34, insbesondere Blatt 7 und Urk. D1/84/6 [zweitletzte Seite = 

Scan#Zusatz unteres Bild]). Da eine isolierte Entwendung der 

Verlängerungsglieder unter Zurücklassung der entsprechenden Uhr lebensfremd 

erscheint und der Beschuldigte auch nie eine nachvollziehbare Erklärung hierfür 

geliefert hat, bestehen – mit der Vorinstanz – keine erheblichen Zweifel daran, 

-   14   - 

dass er neben den Verlängerungsgliedern auch die dazugehörige rosé-goldene 

Uhr entwendet hat. 

1.7. Zusammenfassend ist dem Beweisresultat der Vorinstanz daher zu folgen, 

wonach gestützt auf die Zugeständnisse des Beschuldigten, die aktenkundige 

Videoaufnahme sowie die edierten Unterlagen diverser Schmuckhändler ein tota-

ler Deliktsbetrag von Fr. 82'670.–, USD 300.– und EUR 150.– erstellt werden 

kann, während hinsichtlich des eingeklagten Restbetrages zwar ebenfalls wahr-

scheinlich ist, dass Wertgegenstände in entsprechender Schadenshöhe vom Be-

schuldigten in der Wohnung der Privatklägerin unrechtmässig behändigt wurden, 

ohne dass diesbezüglich aber eine genügend sichere Beweislage betreffend des-

sen Täterschaft besteht. 

2. Dossier 2 

2.1. Dem Beschuldigten wird in Dossier 2 zusammengefasst vorgeworfen, als 

verantwortlicher Mitarbeiter der Weinhandlung "C._____ GmbH" Bargeldbeträge 

von insgesamt Fr. 32'000.– (einzeln betrachtet in der Höhe zwischen Fr. 70.– und 

Fr. 362.15) aus der Geschäftskasse entwendet zu haben, um diese für die 

Bestreitung seines Lebensunterhaltes zu verwenden. Zu diesem Zweck habe er 

jeweils – nachdem er Bargeldbeträge von Kunden einkassiert und korrekt 

verbucht habe – nach Ladenschluss das Kassensystem manipuliert und 

absichtlich unrichtige Stornos produziert. Dadurch habe er unwahre 

Kassenbelege erstellt, welche im Kassensystem gespeichert und zur Erstellung 

der Tagesabrechnung verwendet worden seien (Urk. D1/94 S. 6 f.). 

2.2. Den Sachverhalt zu Dossier 2 hat der Beschuldigte sowohl in der staats-

anwaltschaftlichen Schlusseinvernahme vom 4. November 2021 als auch an-

lässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung eingestanden (Urk. D1/82/1 

F/A 17 ff.; Urk. D1/82/4 F/A 40; Urk. 36 S. 11; Urk. 40 Ziff. 3.11). Am 

26. November 2014 hat er zudem eine Schuldanerkennung im Betrag von 

Fr. 32'000.– (plus Zinsen) unterzeichnet (Urk. D3/4). Das Geständnis des 

Beschuldigten deckt sich mit dem Untersuchungsergebnis, weshalb der 

Sachverhalt diesbezüglich rechtsgenügend erstellt ist. 

-   15   - 

2.3 Auf das Argument des Beschuldigten, wonach gewisse Teilhandlungen, 

welche sich auf einen Deliktsbetrag unter Fr. 300.– bezogen, bereits verjährt 

seien (Urk. 40 S. 9 f.), ist im Rahmen der rechtlichen Würdigung näher 

einzugehen. 

3. Dossier 3 

3.1. In Dossier 3 wird dem Beschuldigten zusammengefasst vorgeworfen, im 

Oktober 2016 bei drei Gelegenheiten das Fahrzeug der Privatklägerin B._____ 

behändigt zu haben und mit diesem gefahren zu sein, ohne dass diese vorgängig 

ihre Einwilligung hierzu gegeben habe (Urk. D1/94 S. 7). 

3.2. Der Beschuldigte hat diesbezüglich in der Untersuchung und anlässlich der 

erstinstanzlichen Verhandlungen bestätigt, das Fahrzeug der Privatklägerin 

B._____ für die drei in der Anklage aufgeführten Fahrten im Oktober 2016 benutzt 

zu haben (Urk. D1/82/4 F/A 31 ff.; Urk. 36 S. 18 ff.). Er sei dabei aber jeweils da-

von ausgegangen, dass die Privatklägerin ihm die Benützung erlaubt hätte, wenn 

er sie denn gefragt hätte. Dies habe er aber nicht getan, da ihm bewusst gewesen 

sei, dass er sie nicht innert nützlicher Frist hätte erreichen können (Urk. 36 

S. 19 f.). Konkret habe er das Auto benutzt, um die Katze der Privatklägerin zum 

Tierarzt zu bringen, zwei Mal habe sie ihn gebeten, das Auto zum Garagisten zu 

fahren, und zwei Mal habe er es gebraucht, als sie nichts davon gewusst habe 

(Urk. 36 S. 18 f.). Der Beschuldigte anerkennt mit diesen Ausführungen den An-

klagesachverhalt, zumal ihm einzig vorgeworfen wird, das Auto der Privatklägerin 

bei den in der Anklage aufgeführten Gelegenheiten benützt zu haben, ohne vor-

gängig um Erlaubnis gebeten bzw. eine Einwilligung eingeholt zu haben. Weitere 

Aspekte dieser Vorfälle sind im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu prüfen. 

III.  Rechtliche Würdigung 

1. Dossier 1 

1.1. Die Vorinstanz würdigt das Verhalten des Beschuldigten in rechtlicher Hin-

sicht als gewerbsmässigen Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 

-   16   - 

StGB. Mit ihren Erwägungen im angefochtenen Urteil ist der erstellte Sachverhalt 

ohne Weiteres als Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB zu qualifizieren. 

Die Strafbarkeit des Diebstahls begründet sich unter anderem durch den Bruch 

fremden Gewahrsams. Mit ihrem Verweis auf das Kriterium der Opfermitverant-

wortung (vgl. Urk. 86 S. 6 u. S. 11; Prot. II S. 9) verkennt die Verteidigung, dass 

eine solche die Tatbestandsmässigkeit gemäss Art. 139 StGB nicht entfallen 

lässt. Die von ihr angerufene Lehrmeinung stützt die Argumentation der Verteidi-

gung nicht, sondern diskutiert lediglich die These, ob das Erfordernis des Ge-

wahrsamsbruchs Ausdruck einer Opfermitverantwortung sei, wobei der Autor die-

se Ansicht im Ergebnis aber eher ablehnt (vgl. JEAN-RICHARD-DIT-BRESSEL, Starke 

Opfer - Schwache Täter, in: SCHWARZENEGGER / NÄGELI (Hrsg.), Schwachstelle 

Mensch: Prävention gegen alte und neue Formen der Kriminalität, 12. Zürcher 

Präventionsforum, Tagungsband 2021, S. 114). 

1.2. Der Beschuldigte macht zudem geltend, die Gewerbsmässigkeit des Dieb-

stahls sei zu verneinen (Urk. 40 S. 10). Nach der Rechtsprechung des Bundes-

gerichts liegt der Ansatzpunkt für die Definition der Gewerbsmässigkeit im berufs-

mässigen Handeln. Der Täter handelt berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und 

den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der 

Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten 

und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines 

Berufes ausübt (BGE 116 IV 319, E. 4.). Wesentlich für die Annahme der 

Gewerbsmässigkeit ist, dass sich der Täter, wie aus den gesamten Umständen 

geschlossen werden muss, darauf eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen 

Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten seiner 

Lebensgestaltung darstellen (BGE 129 IV 253, E. 2.1.; 119 IV 129. E. 3.a; 116 

IV 319. E. 4.c; Urteile 6B_409/2021 vom 19. August 2022 E. 2.2.2; 6B_259/2017 

vom 21. Dezember 2017, E. 5.1.; 6B_550/2016 vom 10. August 2016, E. 2.3. und 

6B_932/2015 vom 18. November 2015, E. 4.1.). 

 Der Beschuldigte hat während rund 1.5 Jahren Schmuck, Uhren und 

Bargeld im Wert von Fr. 82'670.– sowie Fremdwährungen im Wert von USD 300.– 

und EUR 150.– erbeutet. Er hat damit – wie er selbst einräumt (Urk. D1/82/4 F/A 

-   17   - 

18) – zumindest teilweise seine Rechnungen bezahlt, mithin seinen 

Lebensunterhalt bestritten. Aus der Höhe der Deliktssumme sowie der hohen 

Anzahl der Einzelakte ergibt sich sodann, dass der Beschuldigte die Diebstähle 

zu Lasten der Privatklägerin B._____ nach der Art eines Berufes begangen hat. 

Die Erlöse aus dem Verkauf des Deliktsgutes lassen sich zwar nicht exakt 

bestimmen, doch kann aufgrund der Häufigkeit der Taten geschlossen werden, 

dass sie für den Beschuldigten lukrativ waren und einen nicht zu 

vernachlässigenden Beitrag an seine Lebenshaltungskosten darstellten. Es liegt 

daher Gewerbsmässigkeit vor, weshalb der Beschuldigte insofern des 

qualifizierten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB schuldig 

zu sprechen ist. 

2. Dossier 2 

2.1. Die Vorinstanz würdigte den erstellten Sachverhalt zu Dossier 2 als mehr-

fache Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie gewerbs-

mässigen Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB, wobei sich 

der Beschuldigte hier auf den Standpunkt stellt, es liege angesichts des alleinigen 

Gewahrsams des Beschuldigten über die anvertrauten Wertsachen eher eine 

Veruntreuung vor (Urk. 40 S. 9 f.), und überdies geltend macht, auch in diesem 

Fall sei keine Gewerbsmässigkeit gegeben (Urk. 40 S. 10). Im Übrigen bringt er 

vor, einzelne Deliktsbeträge würden unter dem Grenzwert von Fr. 300.– liegen 

(bis zu welchem ein geringfügiges Vermögensdelikt angenommen wird), wobei 

diesbezüglich die Verfolgungsverjährung eingetreten sei (Urk. 40 S. 9). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung wurde dann auch betreffend Dossier 2 der Standpunkt 

vertreten, dass die Opfermitverantwortung der Privatklägerin 2 die Strafbarkeit 

entfallen lasse (vgl. Urk. 86 S. 13). 

2.2. Was den Einwand betreffend eine gegebene Veruntreuung anbelangt, kann 

auf die einschlägige Praxis des Bundesgerichts verwiesen werden, wonach ein 

angestellter Mitarbeiter lediglich untergeordneten Mitgewahrsam an den Tages-

einnahmen eines Geschäftes hat, welcher mit jenem der Privatklägerin nicht ver-

gleichbar ist. Hat aber der Beschuldigte mit der definitiven Entnahme des Geldes 

-   18   - 

für eigene Zwecke den übergeordneten Gewahrsam der Privatklägerin 

gebrochen, so liegt ein Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB vor (vgl. Urteil 

6B_943/2020 vom 19. Januar 2021, E. 2.4.2. f.). Wenn die Verteidigung sodann 

auch betreffend die Privatklägerin 2 geltend macht, diese habe sich (zu) 

leichtfertig verhalten, so ist erneut darauf hinzuweisen, dass sich die Frage der 

Opfermitverantwortung nicht auf die Tatbestandsmässigkeit gemäss Art. 139 

StGB (und im Übrigen auch gemäss Art. 251 StGB) auswirkt (vgl. vorne 

Ziffer III./1.1.). 

2.3. Zur bundesgerichtlichen Rechtsprechung hinsichtlich des 

Qualifikationsmerkmals der Gewerbsmässigkeit kann auf die vorstehenden 

Ausführungen betreffend Dossier 1 verwiesen werden. Der Beschuldigte entnahm 

in diesem Zusammenhang während eines Zeitraumes von rund 27 Monaten 

durchschnittlich zwei Mal wöchentlich Bargeldbeträge zwischen Fr. 70.– und 

Fr. 362.15 aus der Kasse der C._____ GmbH, womit er insgesamt den doch 

erheblichen Betrag von Fr. 32'000.– erbeutet hat. Die erlangten Vermögenswerte 

hat er nach eigenen Angaben für seinen "tagtäglichen Gebrauch" verwendet 

(Urk. D1/82/4 F/A 19), wobei angesichts der Deliktshöhe klar ist, dass diese 

Gelder für den Beschuldigten, welcher in knappen finanziellen Verhältnissen 

lebte, einen substantiellen Beitrag an seine Lebenshaltungskosten darstellten. 

Der Beschuldigte hat die deliktische Tätigkeit daher auch diesbezüglich nach der 

Art eines Berufes vollzogen. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, kann 

in casu auch nicht von Einzelhandlungen mit einem jeweils neu gefasstem 

Tatentschluss ausgegangen werden. Die Handlungen des Beschuldigten 

erstreckten sich über einen Zeitraum von ca. 27 Monaten, wobei sein 

Tatvorgehen im Wesentlichen stets gleich blieb. Es liegt vor diesem Hintergrund 

ein gewerbsmässiger Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB 

vor.  

 Da demnach ein qualifizierter Diebstahl gegeben ist, ist – entgegen der 

Argumentation der Verteidigung (Urk. 40 S. 9 f.) – die Annahme teilweise gering-

fügiger Diebstähle im Sinne von Art. 172ter StGB ausgeschlossen (Art. 172ter 

Abs. 2 StGB; vgl. auch WEISSENBERGER, BSK StGB II, 4. Aufl., N 11 zu Art. 172ter 

-   19   - 

StGB). Entsprechend vermag sich der Beschuldigte auch nicht auf die bei 

Übertretungen kürzere Verjährungsfrist gemäss Art. 109 StGB zu berufen. 

Nachdem der Beschuldigte die Taten gemäss Dossier 2 im Zeitraum von 

Juli 2012 bis Oktober 2014 begangen hat und bei gewerbsmässigem Diebstahl 

die Verjährung erst nach 15 Jahren eintritt (Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB), waren die 

Taten des Beschuldigten bis zum relevanten erstinstanzlichen Urteil (vgl. Art. 97 

Abs. 3 StGB), mithin noch nicht verjährt. 

2.4. Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz hinsichtlich der mehrfachen Urkun-

denfälschung ist zutreffend. Da einzeln abgrenzbare Tathandlungen vorliegen und 

diese zeitlich nicht unerheblich auseinanderliegen, ist von einer mehrfachen Tat-

begehung und nicht von einer Tateinheit auszugehen (vgl. BGE 133 IV 256, 

E. 4.5.3.). Im Übrigen wird die rechtliche Würdigung von der Verteidigung nicht 

substanziiert in Frage gestellt (Urk. 86 S. 28). Wenn diesbezüglich geltend 

gemacht wird, das Verfahren hinsichtlich der Vorwürfe mit einem Deliktsbetrag 

von bis zu Fr. 300.– sei ebenfalls einzustellen (Urk. 40 S. 11), so ist darauf 

hinzuweisen, dass Art. 172ter StGB nur in Bezug auf Vermögensdelikte, nicht aber 

in Bezug auf Urkundendelikte zur Anwendung gelangen kann 

(TRECHSEL/CRAMERI, PK StGB, 4. Aufl., N 5 zu Art. 172ter StGB), weshalb sich 

dieses Argument von vornherein als nicht stichhaltig erweist. Im Übrigen ist die 

rechtliche Würdigung in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO unter Hinweis auf 

die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz vollständig zu übernehmen (vgl. 

Urk. 47 S. 21). 

3. Dossier 3 

3.1. Grundsätzlich zutreffend ist auch die vorinstanzliche rechtliche Würdigung 

des Anklagesachverhaltes betreffend Dossier 3 als mehrfache Entwendung eines 

Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Abs. 1 SVG (vgl. Urk. 47 S. 22). 

3.2. Das anklagegegenständliche Fahrzeug war dem Beschuldigten namentlich 

auch nicht anvertraut, da seitens der Privatklägerin B._____ der Wille zur Gewäh-

rung der Verfügungsmacht fehlte, auch wenn – wie die Verteidigung vorbrachte 

(Urk. 86 S. 7) – der Beschuldigte grundsätzlich freien Zugang zum Fahrzeug-

-   20   - 

schlüssel hatte, während er die Wohnung hütete. Ein allfälliger Mitgewahrsam wä-

re bei der vorliegend gegebenen Konstellation im Übrigen im Sinne eines unter-

geordneten Gewahrsams zu deuten, in welchem Fall ebenfalls von einer Entwen-

dung auszugehen ist (vgl. BGE 101 IV 33, E. 2). Der privilegierte Tatbestand von 

Art. 94 Abs. 3 SVG fällt damit ausser Betracht. 

3.3. Mit Bezug auf die vorgeworfene Fahrt auf dem Gebiet der Stadt Zürich ist 

indes festzuhalten, dass der Beschuldigte, als er gemäss seinen unwiderlegbaren 

Behauptungen die Katze der Privatklägerin zum Tierarzt fuhr (vgl. Urk. D1/82/3), 

im Sinne eines Rechtfertigungsgrundes von der Einwilligung der Privatklägerin 

betreffend den Bruch ihres Gewahrsams am Fahrzeug ausgehen konnte, zumal 

im Falle einer dringlichen Situation eine vorgängige explizite Erlaubnis einer in 

den Ferien weilenden Person tatsächlich kaum erhältlich gemacht werden dürfte. 

Es liegt diesfalls für den Fall einer nachträglich verweigerten Genehmigung 

der Fahrzeugverwendung eine Putativrechtfertigung beim Beschuldigten vor (vgl. 

NIGGLI/MAEDER, BSK StGB I, 4. Aufl., N 12 zu Art. 13 StGB), da er mit guten 

Gründen von der Einwilligung der Eigentümerin des Fahrzeuges zu dessen Ge-

brauch ausgehen durfte. Im Ergebnis ist der Beschuldigte damit betreffend 

Dossier 3 hinsichtlich der Fahrt auf dem Gebiet der Stadt Zürich vom Vorwurf der 

Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Abs. 1 SVG 

zu entlasten. 

4. Fazit 

4.1. Der Beschuldigte ist demnach des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB (Dossiers 1 und 2), der mehrfachen 

Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 2) sowie der 

mehrfachen Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 

Abs. 1 SVG (Dossier 3 betreffend Fahrten nach H._____ / SZ und 

I._____ / Deutschland) schuldig zu sprechen. 

 Vom Vorwurf der Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne 

von Art. 94 Abs. 1 SVG (Dossier 3 betreffend Fahrt auf dem Gebiet der Stadt Zü-

rich) ist der Beschuldigte demgegenüber freizusprechen. 

-   21   - 

4.2. Die Frage, inwiefern aufgrund der gesonderten Tatserien gemäss den 

Dossiers 1 und 2 ein Schuldspruch des Beschuldigten wegen mehrfachem 

gewerbsmässigem Diebstahl in Betracht fällt, stellt sich im Übrigen angesichts 

des auch mit Bezug auf die rechtliche Würdigung geltenden Verbotes der refor-

matio in peius im vorliegenden Fall nicht mehr, weshalb sich eine nähere Befas-

sung mit dieser Problematik erübrigt. 

IV.  Sanktion 

1. Vorbemerkungen 

1.1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 18 Mo-

naten bestraft (Urk. 47 S. 37). Die massgebenden theoretischen Grundsätze der 

Strafzumessung hat sie vorweg grundsätzlich zutreffend dargelegt, weshalb vorab 

darauf zu verweisen ist (Urk. 47 S. 22 ff.).  

1.2. Zu ergänzen gilt es einzig, dass im vorliegenden Fall das alte Sanktionsrecht 

anwendbar ist, nachdem der Beschuldigte die inkriminierten Taten allesamt vor 

dem 1. Januar 2018 und somit sowohl vor dem Inkrafttreten des revidierten Allge-

meinen Teil des Strafgesetzbuches als auch vor der Strafrahmenharmonisierung, 

welche am 1. Juli 2023 in Kraft trat, begangen hat, da sich die entsprechend 

neuen Bestimmungen bei Anwendung von Art. 2 Abs. 2 StGB (Grundsatz der "lex 

mitior") nicht als milder erweisen. Namentlich hatte gemäss dem alten 

Sanktionenrecht die Geldstrafe einen weiteren Anwendungsbereich und konnte 

bis zu einem Strafrahmen von 360 Tagessätzen verhängt werden (vgl. Art. 34 

Abs. 1 aStGB), während umgekehrt keine Aspekte ersichtlich sind, welche das 

frühere Recht für die vorliegende Konstellation als strenger erscheinen liessen. 

1.3. Zu korrigieren gilt es sodann die erstinstanzlichen Erwägungen hinsichtlich 

der Strafart. So führt die Vorinstanz aus, die Deliktsmehrheit und deren teilweise 

mehrfache Begehung würden insgesamt den Rahmen sprengen, in welchem 

noch eine Geldstrafe ausgefällt werden könne. Zudem erscheine vorliegend hin-

sichtlich aller Delikte eine Freiheitsstrafe aus Gründen der präventiven Effizienz 

-   22   - 

erforderlich, da angesichts der wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten 

eine Geldstrafe nicht vollzogen werden könne (Urk. 47 S. 25). Das Bundesgericht 

hat indessen seine Rechtsprechung mehrfach bestätigt, wonach die Bildung einer 

Gesamtstrafe nur bei gleichartigen Strafen unter Anwendung der konkreten Me-

thode zulässig ist (BGE 144 IV 313, E. 1.1.2. mit Hinweis auf BGE 144 IV 217, 

E. 2.4. und E. 3.5.4.; vgl. auch Urteile 6B_59/2020 vom 30. November 2020 

E. 4.4. und 6B_619/2019 vom 11. März 2020, E. 3.4.). Zum methodischen Vorge-

hen präzisierte das Bundesgericht, dass in einem ersten Schritt (hypothetische) 

Einzelstrafen für die konkreten Delikte innerhalb ihres ordentlichen Strafrahmens 

festzulegen sind und anschliessend geprüft werden muss, aus welchen gleicharti-

gen Einzelstrafen allfällige Gesamtstrafen zu bilden sind. Dabei hat sich das Ge-

richt zur Wahl der Strafart für die einzelnen konkreten Delikte zu äussern und hat 

nach Festsetzung einer hypothetischen Einsatzstrafe für das schwerste Delikt 

namentlich bei alternativ zur Verfügung stehender Geld- oder Freiheitsstrafe für 

die weiteren Delikte im Hinblick auf das Gebot der Verhältnismässigkeit anzuge-

ben, warum sie für diese weiteren Taten jeweils eine Freiheitsstrafe für erforder-

lich hält (BGE 144 IV 217, E. 3.5.4., 4.1. und 4.3.). Bei der Wahl der Sanktionsart 

für Strafen zwischen sechs Monaten und einem Jahr ist als wichtiges Kriterium 

die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter 

und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen. Bei 

alternativ zur Verfügung stehenden Sanktionen ist indes entsprechend dem 

Prinzip der Verhältnismässigkeit die Geldstrafe als weniger eingriffsintensive 

Sanktion zu bevorzugen (BGE 134 IV 82 E. 4.1 S. 84 f.; Urteil 6B_112/2020 vom 

7. Oktober 2020 E. 3.2). Art. 41 Abs. 1 lit. b StGB sieht zwar vor, dass auf eine 

Freiheitsstrafe unter sechs Monaten erkannt werden könne, wenn eine Geldstrafe 

voraussichtlich nicht vollzogen werden kann. Der Vollzug der Geldstrafe gilt aber 

nicht schon deshalb als unmöglich, weil sie in der Zwangsvollstreckung 

voraussichtlich nicht erhältlich gemacht werden könnte (BGE 134 IV 60, E. 6.5.1.). 

Den schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen eines Beschuldigten ist daher in 

erster Linie bei der Bemessung des Tagessatzes Rechnung zu tragen. 

-   23   - 

 Vorliegend wird daher im Folgenden hinsichtlich jedes Delikts separat zu 

prüfen sein, ob eine Freiheitsstrafe oder eine Geldstrafe den Verhältnissen als 

angemessen erscheint. 

2. Gewerbsmässiger Diebstahl (Dossiers 1 und 2) 

2.1. In objektiver Hinsicht gilt es zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte über 

einen längeren Zeitraum von insgesamt ca. viereinhalb Jahren in zwei getrennten 

Phasen erhebliche Deliktssummen von zumindest Fr. 83'120.– (Fr. 82'670.–, 

USD 300.– und EUR 150.–) sowie  Fr. 32'000.– erbeutet hat, wobei die ent-

sprechenden Diebstähle sowohl für die Privatklägerin B._____ als auch für die 

Privatklägerin C._____ GmbH eine gewichtige Einbusse von teilweise auch 

emotionalem Wert darstellten, derer sie kaum wieder habhaft werden dürften, was 

dem Beschuldigten auch durchaus bewusst gewesen sein muss. Der 

Beschuldigte nutzte nichtsdestotrotz gegenüber beiden Privatklägerinnen das ihm 

jeweils entgegengebrachte Vertrauen schamlos aus und bereicherte sich zum 

Nachteil von Personen, welche ihm zuvor sehr gut gesinnt waren. Entgegen der 

Ansicht der Verteidigung (Urk. 86 S. 11) kann es niemandem zum Vorwurf 

gereichen, Schmuckstücke in den eigenen vier Wänden nicht vor dem Zugriff von 

Bekannten zu verstecken. Insbesondere die Diebstähle zum Nachteil der 

Privatklägerin B._____ erscheinen denn auch reichlich hinterhältig, da sie den 

Beschuldigten, mit welchem sie zuvor in einem Untermietsverhältnis 

zusammengewohnt hatte, im Rahmen einer grosszügig anmutenden Abmachung 

für die Zeit ihrer Abwesenheiten in ihrer Wohnung leben liess.  

2.2. Subjektiv handelte der Beschuldigte aus finanziellen Motiven, da er sich mit 

den erbeuteten Vermögenswerten einen Lebensstil finanzieren wollte, für den er 

selber nicht aufkommen konnte. Geradezu notleidend war der Beschuldigte indes 

zu keinem Zeitpunkt, zumal er stets ein Einkommen aus selbständiger Erwerbs-

tätigkeit als freischaffender Fotograf erzielt hat, welches er in der vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung für die Zeit ab dem Jahr 2015 auf Fr. 2'500.– bis Fr. 3'000.– 

pro Monat bezifferte (Urk. 36 S. 4). Während seiner Anstellung bei der C._____ 

GmbH erzielte er zudem ein Einkommen aus eben dieser Tätigkeit. Sein 

Vorgehen ist daher mit der Vorinstanz als ziemlich habgierig zu bezeichnen. 

-   24   - 

Sowohl beim Diebstahl zum Nachteil der Privatklägerin B._____ als auch bei 

jenem zum Nachteil der C._____ GmbH handelte der Beschuldigte mit direktem 

Vorsatz. Das subjektive Tatverschulden vermag das objektive mithin nicht zu 

relativieren, weshalb im Rahmen aller denkbaren gewerbsmässigen Diebstähle 

von einem Verschulden im mittleren Bereich auszugehen ist.  

2.3. Die Einsatzstrafe ist demzufolge innerhalb des bis zu 10 Jahren Freiheits-

strafe reichenden Strafrahmens im Bereich von 22 bis 24 Monaten festzusetzen, 

wobei aufgrund der Höhe des Verschuldens und der entsprechenden Strafhöhe 

als Strafart hier nur eine Freiheitsstrafe in Betracht fällt. 

3. Mehrfache Urkundenfälschung 

3.1. Der Beschuldigte hat während einer Dauer von rund 28 Monaten unzählige 

Male die Kassenbelege seiner Arbeitgeberin zu eigenen Zwecken verfälscht. Es 

handelt sich bei Kassenbelegen zwar nicht um in besonderem Masse geschützte 

Urkunden, dennoch sind sie offensichtlich rechtlich relevant, worüber sich der 

Beschuldigte schlicht hinwegsetzte, um unbemerkt an ihm nicht gehörende Ver-

mögenswerte zu gelangen. Bei seinem Handeln offenbarte der Beschuldigte –

 ebenso wie bei den Diebstählen, welche als eigentliche Motivation für die 

Urkundenfälschungen erscheinen – eine nicht zu unterschätzende kriminelle 

Energie, da er sich einen Lebensstil finanzieren wollte, welcher er sich selbst nicht 

hätte erlauben können. Insgesamt ist das objektive Tatverschulden im Rahmen 

aller denkbaren Tatvarianten aber noch als eher leicht zu taxieren. 

3.2. Subjektiv handelte der Beschuldigte zwar mit Vorsatz, doch stellten die 

Manipulationen des Kassensystems nicht sein eigentliches Handlungsziel dar. 

Dabei handelte der Beschuldigte aus rein egoistischen Motiven, um seine 

Entnahmen aus dem Kassensystem zu kaschieren. Das objektive Verschulden 

wird durch die subjektiven Verschuldenselemente demnach nicht relativiert, 

weshalb insgesamt von einem noch leichten Verschulden auszugehen ist. 

3.3 Im Rahmen des bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe reichenden Strafrahmens 

ist für die Urkundenfälschung hypothetisch eine isolierte Strafe von 6 Monaten 

-   25   - 

festzusetzen, welche aufgrund ihrer einheitlichen Begehung mit dem gewerbs-

mässigen Diebstahl im Rahmen einer Idealkonkurrenz ebenfalls als Freiheitstrafe 

auszufällen ist. Da die Urkundenfälschungen mit dem gewerbsmässigen Dieb-

stahl in einem engen sachlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen, rechtfer-

tigt es sich, die Einsatzstrafe in moderater Anwendung des Asperationsprinzips 

um insgesamt lediglich 3 Monate auf eine Höhe von 25 bis 27 Monaten zu erhö-

hen. 

4. Mehrfache Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch 

4.1. Der Beschuldigte entwendete das Fahrzeug der Privatklägerin B._____ bei 

mehreren Gelegenheiten und fuhr damit teilweise relativ weite Strecken, einmal 

gar ins nahe Ausland nach I._____ [Stadt in Deutschland]. Das Verschulden ist 

dennoch als noch leicht zu bezeichnen, zumal der Gewahrsamsbruch für den Be-

schuldigten aufgrund seines offenen Zuganges zum Fahrzeugschlüssel weniger 

offensichtlich gewesen sein mag. Hinsichtlich der Ausfahrten ist nicht näher be-

kannt, ob das Fahrzeug tatsächlich gefahren werden sollte, um Standschäden zu 

vermeiden. Es lag aber jedenfalls nicht am Beschuldigten, eigenmächtig hierüber 

zu entscheiden.  

4.2 Subjektiv handelte der Beschuldigte aus einer Laune heraus, zumal er keine 

Notwendigkeit für die Benutzung des Fahrzeugs der Privatklägerin B._____ 

darlegen konnte. Im Gegenteil war der Beschuldigte ja sogar im Besitz eines 

eigenen Fahrzeugs, welches er indessen lieber stehen lassen wollte, um 

stattdessen das Fahrzeug der Privatklägerin B._____ – welches er als schönes 

Fahrzeug bezeichnete, das gemäss Auskunft eines Garagisten zu wenig gefahren 

werde (Urk. D1/82/3 F/A 8) – zu benützen, was den Eindruck bestätigt, dass es 

der Beschuldigte im Zeitpunkt seiner Taten mit der Achtung fremden Eigentums 

nicht so genau nahm und nach Gutdünken darüber verfügte. Es rechtfertigt sich 

insgesamt, diesbezüglich eine Strafe in der Höhe von 30 Tagen bzw. 

Tagessätzen auszufällen. 

4.3. Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft (Urk. 48), weshalb nicht davon 

ausgegangen werden muss, eine Geldstrafe zeige bei ihm von vornherein keine 

-   26   - 

ausreichend abschreckende Wirkung. Im Übrigen führen knappe finanzielle 

Verhältnisse, wie sie beim Beschuldigten immer noch vorliegen (Urk. 86 S. 3), 

nicht automatisch dazu, dass aufgrund allfälliger Vollzugsschwierigkeiten gestützt 

auf Art. 41 Abs. 1 lit. b StGB stets eine Freiheitsstrafe auszusprechen wäre (vgl. 

vorstehend Ziffer IV./1.3.). Vor diesem Hintergrund erweist sich die Anordnung 

einer kurzen Freiheitsstrafe nicht angezeigt und es ist die weniger 

eingriffsintensive Sanktion der Geldstrafe zu wählen. 

4.4. Die Höhe des Tagessatzes ist angesichts der zuletzt ungünstigen finanziel-

len Verhältnisse des Beschuldigten knapp über dem regulären Mindestansatz 

festzusetzen (Art. 34 Abs. 1 StGB). Aufgrund seiner gelegentlichen Erwerbstätig-

keit (Urk. 36 S. 5; Urk. 78 S. 5) erscheint ein Tagessatz von Fr. 40.– angemessen, 

da angesichts minimaler gesetzlicher Finanzverpflichtungen von einem monatli-

chen Überschuss im Bereich von Fr. 1'200.– auszugehen ist. 

5. Täterkomponente / Beschleunigungsgebot 

5.1. Zum Vorleben und zu den persönlichen Verhältnissen kann auf die zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 47 S. 28). Strafzu-

messungsrelevante Faktoren sind daraus nicht ersichtlich. 

5.2. Vorbestraft ist der Beschuldigte nicht (Urk. 48), was indessen strafzu-

messungsneutral zu werten ist (vgl. BGE 136 IV 1). 

5.3. Zum Nachtatverhalten ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass der Be-

schuldigte weitgehend mit der Untersuchungsbehörde kooperierte. Bei den 

Diebstählen zum Nachteil der Privatklägerin B._____ gestand der Beschuldigte 

das Tatvorgehen stets ein und anerkannte im Laufe der Untersuchung auch die 

Entwendung zahlreicher Schmuckgegenstände, wobei er sein Geständnis in der 

Schlusseinvernahme, im vorinstanzlichen Verfahren hinsichtlich der Anzahl der 

entwendeten Schmuckstücke nicht mehr in vollem Umfang bestätigen wollte 

(Urk. D1/82/4 F/A 14; Urk. 36 S. 13 f.). Die Taten gemäss Dossier 2 zum Nachteil 

der Privatklägerin C._____ GmbH gestand der Beschuldigte aber von Beginn weg 

ein, wobei er die Deliktshöhe anfänglich noch in Zweifel zog. Insbesondere 

-   27   - 

hinsichtlich des gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Dossier 1 und 2 zeigte sich 

der Beschuldigte auch einsichtig und brachte wiederholt zum Ausdruck, dass er 

die Taten stark bereue und diese nie mehr vorkommen werden (Prot. I S. 22; 

Urk. D1/82/1 F/A 27; Urk. D1/82/4 F/A 56), was glaubhaft erscheint, zumal er sich 

bei den Geschädigten auch persönlich entschuldigt hat (vgl. Urk. 39/2). Das 

Nachtatverhalten des Beschuldigten ist somit durchaus strafmindernd im Umfang 

von 6 Monaten zu berücksichtigen.  

 Die Entwendung des Fahrzeuges der Privatklägerin B._____ zum Gebrauch 

hat der Beschuldigte zwar nicht bestritten, doch machte er stets geltend, zu den 

Fahrten berechtigt gewesen zu sein, ohne näher darlegen zu können, weshalb er 

von einer Einwilligung der Privatklägerin ausgehen konnte, so dass diesbezüglich 

für das Nachtatverhalten keine Strafminderung angezeigt erscheint. 

5.4. Unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zur Ver-

letzung des Beschleunigungsgebotes (Urk. 47 S. 28 f.) ist sodann unter diesem 

Titel eine weitere leichte Strafreduktion im Umfang von 3 Monaten vorzunehmen. 

5.5. Die aufgrund der Tatkomponente festgesetzte Freiheitsstrafe im Bereich von 

25 - 27 Monaten ist demnach angesichts der übrigen Strafzumessungsfaktoren 

um 9 Monate auf letztlich 17 Monate zu reduzieren.  

 Hinzu kommt die für die mehrfache Entwendung des Fahrzeuges zum 

Gebrauch festgesetzte Geldstrafe in der Höhe von 30 Tagessätzen zu Fr. 40.–.  

6. Vollzug 

 Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten für die Freiheitsstrafe unter 

Ansetzung der minimalen Probezeit von zwei Jahren den bedingten Strafvollzug 

gewährt (Urk. 47 S. 29 f. + 37). Infolge des Verschlechterungsverbots gemäss 

Art. 391 Abs. 2 StPO ist diese Regelung im Berufungsverfahren ohne Weiteres zu 

bestätigen, zumal es sich beim Beschuldigten um eine bisher gut beleumdete 

Person handelt. Nichts anderes kann für die heute festgesetzte Geldstrafe gelten, 

nachdem für die beiden Strafarten hinsichtlich des Vollzuges in casu letztlich 

dieselben Kriterien anwendbar sind. 

-   28   - 

V.  Zivilansprüche 

1.  Der Beschuldigte wurde im angefochtenen Urteil zur Leistung von Scha-

denersatz in der Höhe des in den einzelnen Anklagepunkten jeweils erstellten 

Sachschadens verpflichtet. Entsprechend hat die Vorinstanz den Beschuldigten 

verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz in der Höhe von 

Fr. 82'670.–, USD 300.– und EUR 150.– sowie der Privatklägerin C._____ GmbH 

Schadenersatz in der Höhe von Fr. 32'000.–, zuzüglich 5% Zins ab 

22. Oktober 2014, zu bezahlen (Urk. 47 S. 32 ff.). Weiter hat sie den Beschuldig-

ten verpflichtet, der Privatklägerin B._____ eine Genugtuung in der Höhe von 

Fr. 500.– zu bezahlen (Urk. 47 S. 35).  

2.  Der Beschuldigte liess im Berufungsverfahren mit Bezug auf den zuge-

sprochenen Schadenersatz einwenden, dass mangels eines entsprechenden 

Eigentumsnachweises der Privatklägerin B._____ sowie infolge von 

Forderungsabtretungen der Privatklägerinnen an ihre Versicherungen der 

Schaden im behaupteten Umfang nicht nachgewiesen sei und die 

entsprechenden Forderungen deshalb auf den Weg des Zivilprozesses zu 

verweisen seien (Urk. 86 S. 29). 

  Der Verteidigung ist insofern beizupflichten, als die Privatklägerin B._____ 

gemäss dem Schreiben des Vertreters der Privatklägerin von ihrer Versicherung 

bereits mit Fr. 17'800.– für den vorliegend eingeklagten Vorfall entschädigt 

worden ist (vgl. Urk. D1/89/2), was von der Vorinstanz in ihrem Urteil zwar 

erwähnt wurde, letztlich jedoch bei der Schadensfestsetzung unberücksichtigt 

blieb (vgl. Urk. 47 S. 35 + 37). Im Übrigen ist die vorinstanzliche Zusprechung von 

Schadenersatz an die beiden Privatklägerinnen hingegen zu bestätigen, zumal 

die Verteidigung insbesondere die Höhe des Sachschadens der Privatklägerin 

B._____ moniert, welcher jedoch gemäss den vorstehenden Erwägungen 

insoweit als erstellt zu erachten ist (vgl. vorne Ziffer II./1.7.). Wenn die 

Verteidigung sodann neu behauptet, dass die Privatklägerinnen B._____ und 

C._____ GmbH mutmasslich eine (noch weitergehende) 

Versicherungsentschädigung erhalten hätten (vgl. Urk. 86 S. S. 14 f. + 23 f.), so 

-   29   - 

ist darauf hinzuweisen, dass die Strafprozessordnung für den Adhäsionsprozess 

keine Regelung betreffend das Novenrecht im Berufungsverfahren enthält, 

indessen diesbezüglich die Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO Anwendung 

findet (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 15. September 2021 

[Geschäfts-Nr. SB190212], E. III.2.4.), wonach unechte Noven (d.h. Tatsachen, 

die sich vor dem erstinstanzlichen Entscheid verwirklicht haben) nur beachtlich 

sind, wenn die betreffende Partei zu beweisen vermag, dass sie die Noven trotz 

zumutbarer Sorgfalt nicht kannte bzw. nicht kennen konnte (SPÜHLER, BSK ZPO, 

3. Aufl., N 4 ff. zu Art. 317 ZPO). Die Verteidigung, die erstmals anlässlich der 

Berufungsverhandlung eine (weitergehende) Versicherungsentschädigung der 

beiden Privatklägerinnen behauptete, äusserte sich indessen nicht zu den 

Voraussetzungen der Zulässigkeit dieses Novums sowie zu einer allfälligen 

späteren Kenntnisnahme dieser weiteren Entschädigungen. Damit erweist sich ihr 

entsprechendes Vorbringen als verspätet, zumal ohnehin festzuhalten ist, dass es 

sich hinsichtlich der behaupteten (weitergehenden) Entschädigung der Privat-

klägerinnen um nicht näher begründete Mutmassungen der Verteidigung handelt. 

Betreffend die Privatklägerin B._____ ist nämlich aktenkundig, dass die 

Versicherung eine Zahlung von Fr. 17'800.– "per Saldo aller Ansprüche" geleistet 

hat (vgl. Urk. D1/89/2), während die Privatklägerin C._____ GmbH gemäss ihrer 

Formularerklärung über keine Versicherungsdeckung verfügt (Urk. D1/81). Im 

Übrigen beschlagen diese Einwendungen entgegen der Verteidigung (Urk. 86 

S. 24) auch nicht die Parteistellung der Privatklägerinnen, nachdem sich diese 

bereits im Untersuchungsstadium sowohl als Strafklägerinnen als auch als 

Zivilklägerinnen im hiesigen Verfahren ordnungsgemäss konstituiert haben (vgl. 

Urk. D1/35 + D1/81).  

  Entsprechend ist der Beschuldigte in zweiter Instanz zu verpflichten, der 

Privatklägerin B._____ Schadenersatz von Fr. 64'870.–, USD 300.– und 

EUR 150.– zu bezahlen, während im Mehrbetrag ein Verweis auf den Zivilweg zu 

erfolgen hat. Bezüglich der Privatklägerin C._____ GmbH bleibt es bei der Ver-

pflichtung zu Schadenersatz von Fr. 32'000.–, zuzüglich 5 % Zins ab 22. Oktober 

2014. 

-   30   - 

3.  Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, hat Anspruch auf 

Leistung einer Geldsumme als Genugtuung, sofern die Schwere der Verletzung 

es rechtfertigt und diese nicht anders wiedergutgemacht worden ist (Art. 49 Abs. 1 

OR). Die von der Vorinstanz zugesprochene Genugtuungssumme von Fr. 500.– 

an die Privatklägerin B._____ wurde von der Verteidigung heute in keiner Weise 

kritisiert (vgl. Urk. 86 S. 29). Es lässt sich denn auch ohne Weiteres rechtfertigen, 

der Privatklägerin B._____ mit Blick auf den zusätzlichen ideellen Wert der 

Schmuckstücke und die damit erlittene Unbill die genannte Genugtuung im Sinne 

einer materiellen Wiedergutmachung zuzusprechen. 

VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.  Ausgangsgemäss ist die erstinstanzliche Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 8) 

vollumfänglich zu bestätigen (vgl. Art. 426 Abs. 1 StPO), auch wenn der Beschul-

digte heute in einem Nebenpunkt freizusprechen ist, da dieser Punkt aufgrund der 

beiden gleichgelagerten Strassenverkehrsdelikte im bisherigen Verfahren ohnehin 

zu untersuchen und umfassend zu beurteilen war. 

  Ebenfalls zu bestätigen ist die Verpflichtung des Beschuldigten zur Be-

zahlung einer Prozessentschädigung an die Privatklägerin B._____ in der Höhe 

von Fr. 16'000.– für die anwaltliche Vertretung während der Untersuchung und 

des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens gemäss der vorinstanzlichen Dispositiv-

Ziffer 9, da die Privatklägerin mit ihren Zivilforderungen auch in zweiter Instanz 

grundsätzlich durchdringt und sich hier lediglich eine geringfügige weitere Reduk-

tion ihrer Forderungen ergibt. 

2.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

Fr. 3'000.– festzusetzen (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. § 16 Abs. 1 und § 14 

GebV OG). 

  Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Inwiefern eine Partei 

im Sinne dieser Bestimmung obsiegt oder unterliegt, hängt insbesondere davon 

ab, in welchem Ausmass ihre mit der Berufung gestellten Anträge gutgeheissen 

-   31   - 

werden (vgl. Urteil 6B_1025/2014 vom 9. Februar 2015, E. 2.4.1.). Der 

Beschuldigte unterliegt mit seinen Berufungsanträgen grundsätzlich und vermag 

mit Bezug auf den Schuld- und Strafpunkt lediglich marginale Verbesserungen 

seiner Position zu erzielen. Die Kosten des Berufungsverfahrens – mit Ausnahme 

derjenigen der amtlichen Verteidigung – sind ihm daher zu sieben Achteln 

aufzuerlegen und zu einem Achtel auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

3.  Die geltend gemachten Aufwendungen  der amtlichen Verteidigung sind 

ausgewiesen und das Honorar stimmt mit den Ansätzen der kantonalen Anwalts-

gebührenverordnung überein (vgl. Urk. 84), so dass dem Verteidiger eine gemäss 

Nachtragsbeschluss vom 14. August 2023 (Urk. 91) berichtigte Entschädigung in 

der Höhe von Fr. 9'300.– (inkl. MwSt) aus der Gerichtskasse auszuzahlen ist. 

Diese Kosten sind auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforderung im 

Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO ist im Umfang von sieben Achteln vorzubehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 2. März 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. (…) 

2. (…) 

3. (…) 

4. Von der Anordnung einer Landesverweisung wird abgesehen. 

5. (…) 

6. (…) 

-   32   - 

  7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'100.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 6'080.–   Auslagen Gutachten 

Fr. 8'283.45 Akonto amtliche Verteidigung GB180069 (RA X._____), inklusive Bar-auslagen und Mwst 

Fr. 10'071.40 amtliche Verteidigung (RA X._____), inklusive Barauslagen und Mwst 

  Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

 8. (…) 

 9. (…) 

10. (Mitteilung) 

11. (Rechtsmittel)" 

2. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 
    (berichtigte Fassung gemäss Nachtragsbeschluss vom 14. August 2023) 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von aArt. 139 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 2 StGB (Dossiers 1 und 2), 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 

(Dossier 2) sowie 

− der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sin-

ne von Art. 94 Abs. 1 SVG (Dossier 3 betreffend Fahrten nach 

H._____ / SZ und I._____ / Deutschland). 

-   33   - 

2. Vom Vorwurf der Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne 

von Art. 94 Abs. 1 SVG (Dossier 3 betreffend Fahrt auf dem Gebiet der 

Stadt Zürich) wird der Beschuldigte freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, 

wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu Fr. 40.–. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und 

die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

5. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Scha-

denersatz von Fr. 64'870.–, USD 300.– und EUR 150.– zu bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin mit ihrer Forderung auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen. 

b) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 500.– 

als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ GmbH Scha-

denersatz von Fr. 32'000.–, zuzüglich 5 % Zins ab 22. Oktober 2014, zu be-

zahlen. 

7. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 8) wird bestätigt. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ für die Unter-

suchung und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren eine Prozessentschädi-

gung in Höhe von Fr. 16'000.– zu bezahlen. 

9. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 250.–   Attest Dr. med. D._____ 

Fr. 5'676.–   Gutachten Dr. med. E._____ 

Fr. 9'300.–   amtliche Verteidigung. 

-   34   - 

10. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme jener der amtlichen 

Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu sieben Achteln auferlegt und zu 

einem Achtel auf die Gerichtskasse genommen.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von sieben Achteln vorbehalten. 

-   35   - 

11. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (vorab per IncaMail) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (vorab per IncaMail) 
− die Vertretung der Privatklägerin B._____ im Doppel für sich und die 

Privatklägerschaft 
− die Privatklägerin C._____ GmbH 

(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 
den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach 
Erhalt des Dispositivs verlangen.) 

 sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials". 

12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen. 

-   36   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
Zürich, 11. Juli 2023 

 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Wenker 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw Dharshing 
 

 
 
Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vorerst nicht bezahlt werden. 

Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen 

(Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden (Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 

StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 11. Juli 2023
	Anklage: (Urk. D1/94)
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 47 S. 37 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB (Dossier 1 und 2),
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 2) sowie
	 der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Abs. 1 des SVG (Dossier 3).

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Von der Anordnung einer Landesverweisung wird abgesehen.
	5. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Schadenersatz von Fr. 82'670.–, USD 300.– und EUR 150.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin 1 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	b) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Fr. 500.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
	6. Der Beschuldigte wird gemäss seiner teilweisen Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin 2 (C._____ GmbH) Schadenersatz von Fr. 32'000.–, zuzüglich 5% Zins ab 22. Oktober 2014, zu bezahlen.
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) für das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 16'000.– (inkl. Mwst) zu bezahlen.
	10. (Mitteilungen)
	11. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	Angefochten werden und abzuändern sind Ziffern 1., 2., 3., 5., 6., 8. und 9. des Urteilsdispositivs.
	 Diese sind dahingehend abzuändern, so dass der Beschuldigte von Schuld und Strafe freigesprochen wird und ihm keine Verfahrenskosten auferlegt werden Zudem sei ihm für die durchgeführte Untersuchung (zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer) eine v...
	 Eventualiter sei der Beschuldigte vom Vorwurf der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Abs. 1 des SVG (Dossier 3) von Schuld und Strafe freizusprechen.
	 Eventualiter sei der Beschuldigte betreffend die ihm in den Dossiers 1 und 2 zur Last gelegten Sachverhalte angemessen mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 8 Monaten zu bestrafen. Die Strafe sei bedingt auszusprechen und dies unter Ansetzung eine...
	 Die Zivilforderungen gemäss Dispositiv Ziffer 5 und 6 seien auf den Zivilweg zu verweisen.
	 Ebenso sei Dispositiv Ziffer 9 entsprechend aufzuheben.

	Erwägungen:
	I.  Verfahren und Prozessuales
	II.   Sachverhalt
	Der diesbezügliche Verweis der Verteidigung auf zivilprozessuale Beweisregeln, wonach der Beweis im Eigentumsstreit durch Besitznachweis oder Urkunden zu erbringen sei (vgl. Urk. 86 S. 10, 19 + 21 f.), ist unbehelflich. Es trifft zwar zu, dass sich ...
	Auch diesen Erwägungen kann zugestimmt werden. Wie bereits ausgeführt, hat der Beschuldigte das in der Anklage umschriebene Tatvorgehen eingestanden, weshalb seine Täterschaft grundsätzlich erstellt ist. Im Laufe der Untersuchung hat er hinsichtlich ...
	a) In der polizeilichen Einvernahme vom 3. Mai 2017 (Urk. D1/6) hat der Beschuldigte ausdrücklich anerkannt, die folgenden Schmuckgegenstände im Gesamtwert von Fr. 33'020.– in der Wohnung der Privatklägerin an sich genommen zu haben:
	b) In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. November 2021 (Urk. D1/82/4 F/A 14; Urk. 36 S. 13) hat er weiter ausdrücklich eingeräumt, das folgende Deliktsgut im Wert von Fr. 10'350.– entwendet zu haben.
	c) Geständig ist der Beschuldigte zudem, im November 2016 Bargeld im Betrag von USD 300.– und EUR 150.– bei der Privatklägerin entwendet zu haben (vgl. Urk. D1/6 F/A 83; vgl. auch Urk. D1/30 F/A 15 ff.). Ausserdem räumte er in der Untersuchung ein, zu...
	d) Des Weiteren lässt sich nebst der anerkannten Deliktsware gestützt auf die im Recht liegende Videoaufnahme sowie die von Schmuckhändlern edierten Unterlagen auch die Entwendung der folgenden Gegenstände im Gesamtwert von Fr. 37'500.– erstellen:
	Zu den beiden erstgenannten Gegenständen ist mit der Vorinstanz zu bemerken, dass die Privatklägerin B._____ zwei fehlende Uhren als entwendet angab, wobei auf der Videoaufnahme (Urk. D1/7/2 S. 3) ersichtlich ist, wie der Beschuldigte eine Uhr aus St...
	III.   Rechtliche Würdigung
	IV.   Sanktion
	V.   Zivilansprüche
	VI.   Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 2. März 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	7. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	2. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	(berichtigte Fassung gemäss Nachtragsbeschluss vom 14. August 2023)
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von aArt. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 StGB (Dossiers 1 und 2),
	 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 2) sowie
	 der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeuges zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Abs. 1 SVG (Dossier 3 betreffend Fahrten nach H._____ / SZ und I._____ / Deutschland).

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 17 Monaten, wovon 2 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 40.–.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. a) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz von Fr. 64'870.–, USD 300.– und EUR 150.– zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin mit ihrer Forderung auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	b) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Fr. 500.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin C._____ GmbH Schadenersatz von Fr. 32'000.–, zuzüglich 5 % Zins ab 22. Oktober 2014, zu bezahlen.
	7. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 8) wird bestätigt.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ für die Untersuchung und das erstinstanzliche Gerichtsverfahren eine Prozessentschädigung in Höhe von Fr. 16'000.– zu bezahlen.
	9. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	10. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme jener der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zu sieben Achteln auferlegt und zu einem Achtel auf die Gerichtskasse genommen.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt im Umfang von sieben Achteln vorbehalten.
	11. Schriftliche Eröffnung und Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (vorab per IncaMail)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (vorab per IncaMail)
	 die Vertretung der Privatklägerin B._____ im Doppel für sich und die Privatklägerschaft
	 die Privatklägerin C._____ GmbH
	(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)

	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".

	12. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.