# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9c7c604-8f36-50de-805c-1dc3b21e23b3
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-03-06
**Language:** de
**Title:** Beweiswert eines MEDAS Gutachten. Genügende Ausbildung der Neuropsychologin strittig unter Bezugnahme auf das Schreiben des BSV vom 22. Februar 2017 «Fachliche Anforderungen für neuropsychologische Tätigkeit». Frage offen gelassen, da Erhebungen der Neuropsychologin im Ergebnis nicht relevant.
**Docket/Reference:** IV.2017.00691
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00691.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00691
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Daubenmeyer
Sozialversicherungsrichterin Fehr
Gerichtsschreiber Nef
Urteil
vom
6. März 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt David Husmann
schadenanwaelte.ch AG
Alderstrasse
40, Postfach, 8034 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1965 und Staatsangehöriger der Bundesrepublik Deutsch
land, reiste am 1
4.
Februar 2011 in die Schweiz ein (
Urk.
9/7).
Von Oktober 2012 bis Ende Februar 2014 war er bei der
Y.___
als Architekt/Ausführungsplaner angestellt (
Urk.
9/15). Ab März
2014 bezog er Tag
geld
leistungen der Arbeitslosenversicherung
(
Urk.
9/18/1). N
achdem er am
1
2.
Dezember
2014
einen Unfall (
Heckauffahrkollision
) erlitten hatte
(Urk.
9/14/200)
,
erbrachte die Suva
ihre Leistungen (
Heilbehandlungen und Tag
geld
leistungen
),
die sie
mit
Einspracheentscheid
vom 2
1.
September 2015
per 3.
August 2015 ein
stellte (
Urk.
9
/
14/31-38
)
. Dieser Entscheid
wurde mit
Urteil des hiesigen Gerichts vom
4.
April
2016
(
Prozess
UV.2015.00209
)
bestätigt
(
Urk.
9/22
/1-15
)
.
1.2
Am
1
6.
Februar 2016
meldete sich der Versicherte bei der Eidgenössischen Inva
lidenversicherung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
9
/6
). Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Ab
klärungen und zog die Akten der Suva
(
Urk.
9/10, 9/14, 9
/22) u
nd der Arbeits
losenkasse (
Urk.
9
/18)
bei.
Sodann liess sie den Versicherten im
Z.___
polydisziplinär a
bklären (Gutach
ten vom 2
0.
Februar 2017,
Urk.
9
/38). Mit Vorbescheid vom 1
7.
März 2017
(
Urk.
9
/
40
) stellte
sie
die
Vernein
ung eines Anspruchs auf Invalidenleistungen
in Aussicht und verfügte am 1
1.
Mai
2017 (
Urk.
2) in angekündigtem Sinne.
2.
Hier
gegen erhob der Versicherte am 1
5.
Juni
2017 Beschwerde mit den sinn
gemässen Anträgen (
Urk.
2 S. 2), die Verfügung sei aufzuheben und es sei ein neues MEDAS-Gutachten einzuholen, eventualiter sei eine Rente auszurichten. In prozessualer Hinsicht stellte er das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung.
Mit dem Hinweis auf Computer- und Druckprobleme
bei der Eingabe vom 1
5.
Juni 2017
reichte der Rechtsvertreter a
m 1
6.
Juni 2016 eine verbesserte Rechtsschrift
ein
(
Urk.
4/1 und
Urk.
4/2).
Die IV-Stelle schloss in
ihrer
Beschwerdeantwort vom 1
5.
August 2017 (
Urk.
8) auf Abweisung der Beschwerde
.
Das Doppel der Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung
2
0.
November 2017
zugestellt und das Gesuch um unentgeltliche Recht
sver
tre
tung abgewiesen (
Urk.
13
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburts
ge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung,
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsabweisung damit (
Urk.
2), dass die Abklärungen
im
Z.___
ergeben hätten, dass
zwar gesundheitliche Beeinträchtigungen bestünden, die
se
jedoch keinen Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers hätten.
Im Be
schwerdeverfahren trug sie weiter vor (
Urk.
8), dass die neuropsychologische Be
gut
achtung
–
die im Rahmen der polydisziplin
ären Abklärung stattgefunden habe
–
die Mindestanforderung
gemäss
d
em Schreiben des Bundesamtes für Sozial
versicherungen (B
SV) vom 2
2.
Februar 2017 erfülle
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
4
/1
S.
6
f.)
, auf das
Z.___
-Gutachten könne nicht abgestellt werden. Das neuropsy
chologische
(Teil-)
Gutachten
sei von
Dr.
sc.
hu
m.
A.___
erstellt und von
lic
. phil.
B.___
lediglich visiert worden.
Dr.
A.___
habe keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung als Neuropsychologin.
Dr.
A.___
leite in
ihren
Teilgutachten
den
Verdacht auf eine nicht-authentisc
he neuropsychologische Störung
und
Aggravation
von
leicht verzö
gert
e
n
Reaktions
zeiten
ab. Dies gehe
jedoch mit dem Befund eines erheblichen Schleu
dertraumas
einher
. Die
se
unrichtig
e
n
Ableitungen sei
en
von allen Gutachtern
übernommen worden,
weshalb nicht nur dem
ne
uropsychologischen Teil-
,
son
dern
dem ganzen
Gutachten
kein Beweiswert zukommen könne
(S.
9 f.
).
Es sei auch w
idersprüchlich, dass
keine
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit
gestellt
, aus rheumatologischen Gründen
dann
aber
auf eine Restar
beits
fähi
gkeit von 80
%
geschlossen worden sei
.
Auch wenn
der neurologische Gutachter ausgeführt habe, die
Diskushernie sei degenerativ
verursacht
worden
,
müsse
man
den Befund
abklären
(S.
12)
.
Die Gutachter hätten gemeint, nur Unfall
folgen berücksichtigen zu müssen.
I
nsofern der psychiatrische Gutachter von einem
Status nach depressiver Anpassungsstörung
gesprochen habe
,
stehe dies der Einschätzung
der
behandelnden
Dr.
C.___
entgegen
, welche
vom Auftreten einer depressiven Störung ab Juni 2015
ausgegangen sei
(S. 13
)
.
I
n Bezug auf die Einschränkungen und das Ausmass der
Arbeitsunfähigkeit
sei
im Gutachten auch kein Anforderungsprofil erhoben worden
(S. 15).
2.
3
Im Streit liegt die angefochtene Verfügung vom 1
1.
Mai 2017, mit der ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung verneint wurde (
Urk.
2). Die Anmeldung zum Leistungsbezug erfolgte am 1
6.
Februar 2016 (
Urk.
9/6/8). Damit fällt
in Bezug auf den
Antrag auf
Rentenleistungen (
Urk.
1 S. 2)
ein möglicher
A
nspruch
frühestens ab
August
2016 in Betracht. Mit Blick auf das Wartejahr sind die medizinisch
begründeten Arbeitsunfähigkeiten ab
August
2015 mit den entsprechenden Berichterstattungen relevant (vgl. E. 1.2 hiervor). Weiter zurück
liegende Berichte werden nur soweit wiedergegeben, als sie dem Sachverhalts
verständnis dienlich sind.
3.
3.1
Dr.
med.
C.___
,
Fachärztin für Allgemeinmedizin
,
wies im Zwischenbericht vom 2
8.
Juli 2015
zu Händen der Suva
auf einen Zustand nach
Halswirbelsäulen-
(
HWS
)
Schleudertrauma mit eher verzögerter Rekonvaleszenz hin. Der Beschwer
de
führer beklage Nacken- und Kopfschmerzen sowie Einschränkungen in der
Belastbarkeit und Konzentration. Manuelle Therapie mit Wärmean
wendung werde
gegenwärtig alle zwei
Wochen durchgeführt und es werde zu einer psycho
therapeutischen Unterstützung und Coaching geraten
(
Urk.
9
/
14/
78
-79
)
.
3.2
Dr.
med.
D.___
, Fachärztin für Neurologi
e und Psychiatrie, berichtete am 2
2.
August 2015 (
Urk.
9/14-44)
an die Suva
,
dass bis auf eine Hypästhesie der linken Gesichtsseite und fraglich auch einer leichten Hypästhesie am linken Arm neurologische Ausfallerscheinungen und Störungen nicht festzustellen gewesen seien. Von einem Folgezustand nach HWS-Distorsion mit Hirnleistungsschwäche sei auszugehen gewesen und die Behandlung mit
Venlafaxin
sei eingeleitet worden. Der Beschwerdeführer habe von der antidepressiven Therapie profitiert und habe im Rahmen eines Hirnleistungstrainings beim Ergotherapeuten seine Belastbarkeit testen können. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse gehe sie davon aus, dass eine berufliche Belastbarkeit mit ca. 50
%
ab Oktober 2015
möglich sein müsste.
3.3
Im Formularbericht
zu Händen der Invalidenversicherung vom 21.
April 2016 (
Urk.
9/19) hielt
Dr.
C.___
fest, seit dem Autounfall mit HWS-Schleuder
trauma habe sich ca. ab Juli 2015 eine reaktive
depressive Störung (ICD-
10 F
32.1) entwickelt. Der Beschwerdeführer leide unter rascher Ermüdbarkeit
und einer verminderten Leistungsfähigkeit. Er mache derzeit einen Arbeitsversuch in einem Architekturbüro und habe dabei festgestellt, dass er die volle Leistungsfähigkeit nicht erreiche. Er fühle sich morgens durchaus leistungsfähig, die Konzentration lasse aber gegen Mittag rapide nach und nachmittags falle es ihm schwer durch
zuhalten und abends sei er dann völlig erschöpft. Im Einvernehmen mit dem Beschwerdeführer werde die Leistungsfähigkeit derzeit auf 60
%
und an guten Tagen bis 80
%
eingeschätzt
, was im Widerspruch steht zur gegenüber der Arbeits
losenkasse bescheinigten uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ab 1. Januar 2016 (Urk. 9/18/7)
.
3.4
3.4.1
Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten
polydisziplinären
Gutachten
des
Z.___
vom 2
0.
Februar 2017 (
Urk.
9/38/1-73)
, beruhend auf
allgemein-internistischen, rheumatologischen,
neurologischen
, neuropsychologischen und
psychiatrischen
Untersuchungen, wurden folgende Diagnosen gestellt (S.
64
):
Diagnosen mit Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit:
1.
Keine
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
2.
Nicht näher spezifizierbare Restbelastbarkeitseinschränkung mit
zerviko
zephaler
Schmerzkomponente linksbetont bei Status nach nicht richtung
gebender HWS-Disto
rsion ohne sicheren Hinweis für eine Commotio cerebri am 1
2.
Dezember
2014 anläss
lich einer Heckauffahrkollision
3.
Status nach d
epressiver Anpas
sungsstörung (ICD-10
F
43.21)
4.
Dyslipoproteinämie
5.
Adipositas Grad I
(BMI 33.3 kg/m2) mit ungenügender
muskulärer
Konditionierung
3.4.2
Zur
Berufs- und Arbeitsanamnese ab dem Jahr 2010/2011 führten die Gutachter aus (S. 19
f.
), nachdem
der Beschwerdeführer
ein Jahr bei einem Dachdecker im Innendienst in
E.___
(Deutschland) gearbeitet habe und ihm aus betrieb
lichen Gründen gekündigt worden sei, seien zwei Jahre Arbeitslosigkeit gefolgt, dies sei ungefähr im Jahr 2010/2011 gewesen. Er habe jedoch in dieser Zeit verschiedene Fortbildungen beim Arbeitsamt zur Erhaltung der Tagesstruktur durchgeführt. Im Jahr 2011 sei er in die Schweiz gekommen und habe als Architekt in
F.___
bei der Firma
G.___
für ein bis zwei
Monate gearbeitet, sei jedoch aus betrieblichen Gründen gekündigt worden. Danach habe er bei der
H.___
in
I.___
als Zeichner für ein Jahr gearbeitet, sei dann wieder aus betrieblichen Gründen gekündigt worden. Im Anschluss daran habe er für ein Jahr bei
J.___
in Zürich als Architekt gearbeitet, diese Stelle sei abermals aus betrieblichen Gründen beendet worden. Danach sei der
Beschwerdefü
hrer
arbeitslos gewesen. Nach dem Unfall im Dezember 2014 habe er weiter Bewerbungen geschrieben, sei beim RAV gemeldet gewesen, habe ca. im April 2015 ein vierwöchiges Bewerbungstraining absolviert. Im Oktober 2015 sei ein Arbeitsversuch geplant gewesen. Seit April 2016 sei er als Architekt im
Architekturbüro
K.___
in
L.___
in Deutschland in einem Pensum zu 100
%
tätig. Die Tätigkeit dort umfasse vor allem das Zeichnen an einem Zeichenbrett, welche
er
sitzend während
80
%
der Arbeitszeit ausführe
. Die restlichen 20
%
w
ürde er am Schreibtisch sitzen,
Rechnungen prüfen und Projekte am PC korrigiere
n. Sehr selten müsse er mal auf eine Baustelle herausfahren
.
Zur sozialen Situation und zum Tagesablauf berichte der Beschwerdeführer, er wohne derzeit mit seinem Sohn in seinem 5-Zimmerhaus in
E.___
in Deutschland. Weiterhin habe er eine 3-Zimmerwohnung in Zürich gemietet, die er an 2 Personen untervermietet habe. In der Haushaltsführung sei er beim Waschen und Bügeln der W
äsche eingeschränkt. D
ies erledige seine Mutter und die Tante, die regelmässig vorbeikommen würden. Er habe einen 500 m2 grossen Garten, der eher verwildert sei. Hier habe er Probleme beim Besteigen von Leitern, habe dann Schwindel und Angst herunterzufallen.
Seine
Freizeitbeschäftigungen
sei
en Fussballschauen, a
b und zu gehe er in
ein Fitnessstudio
und
fast täglich mit dem
Hund der Mutter, die
vorbeikommen würde, spazieren
. Ein
bis zweimal pro Monat
gehe er zum Stammtisch.
Er fahre regelmässig Auto, wobei er wegen nach
lassender Konzentration nach einer Stunde eine Pause einlegen müsse. Die letzten Ferien habe er mit der Tochter im Sommer bei einem Badeurlaub in der Türkei verbracht. Er habe keine Partnerin, jedoch seit zwei Monaten eine Bekanntschaft, die eher auf sexueller Ebene bestehe (S. 20 f
.
).
Er stehe um 6 Uhr auf, frühstücke, lese Zeitung, gegen 7.45 Uhr fahre er mit dem Auto 16 km zur Arbeit. Die Ke
rnarbeitszeit sei zwischen 8 und
17 Uhr plus eine Stunde Mittagspause. Nach der Arbeit gehe er noch einkaufen, sei um ca. 18 Uhr zu Hause, esse dann, gehe noch 30 bis 60 Minuten mit der Mutter spazieren. Gegen 20 Uhr gehe er ins Bett, chatte noch ein bisschen oder schaue mal mit dem Sohn Fernsehen und schlafe spätestens um 21 Uhr ein (S. 21).
3.4.3
Der rheumatologische Sachverständige
,
Dr.
med.
M.___
, Fa
ch
arzt für Rheuma
tologie und Manuelle Medizin FMH,
führte aus
,
d
er Beschwerdeführer habe am 1
2.
Dezember 2014 eine HWS-Distorsion erlitten
,
wobei sich radiologisch keine Hinweise für eine richtung
s
gebende Veränderung der vorbestehend degenera
tiven Bandscheibenveränderung C6/C7 mit
erosiver
Chondrose
ergeben habe. Die jetzt beklagte Restsymptomatik sei ein häufiges Phänomen nach einem solchen Ereignis und es handle sich dabei um komplexe, pathophysiologische Mechanis
men im Bereiche der S
chmerzverarbeitung, vege
ta
tiven
Nervenkonektionen
im Bereiche de
r HWS mit Verschaltungen in den Hirnnerv
enbereich. Grundsätzlich
sei
die Prognose gut, zumal eine gute Mitwir
kung
bestehe
und
der Beschwer
de
führer
psychisch stabil
sei. D
er Endzustand
sei
noch nicht erreicht
und in den
nächsten ein bis zwei Jahre
n
dürfte wiederu
m eine volle Leistungsfähigkeit bestehen
(S. 33)
.
Zum jetzigen Zeitpunkt
schätze er
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein volles Pensum mit aber noch 20%iger Reduktion der Leistungsfähigkeit
(S. 34)
.
3.4.4
Aus neurologischer Sicht
legte
Dr.
med.
N.___
, Facharzt für Neurologie FMH
,
dar
(S. 36)
,
der Beschwerdeführer beklage als erstes und als gravierendstes Symptom
eine mangelnde Leistungsfähigkeit im Sinne einer verstärkten Müdigkeit. Morgens
sei seine produktivste Zeit, ab
der Mittagspause würde es
rapide
abwärtsgehen. Er fühle sich stark müde, könne
nicht mehr richtig sehen im Sinne eines
Ver
schwommen- und Doppeltsehen
s
,
und
wenn er könnte, würde er sofort ein
schlafen. Er habe es sich deshalb angewöhnt, seinen Büroarbeitsplatz zu verlassen und zum Beispiel zur Post zu gehen oder eine Baustelle zu besichtigen. Als weiteres P
roblem werde geschildert, dass
das Laufen nicht mehr richtig
rund gehe
und er gelegentlich ca. drei- bis viermal die Woche im linken Nackenbereich eine leichte Starre verspüre.
Den typischen Tagesablauf beschreibe
er, dass er
wieder
zu
100
%
als Architekt arbeite
(täglich von
8 bis 17 Uhr). Unter der Woche unter
nehme
er dann abends recht wenig, gehe
an den
Freitagen gelegentlich zu einem Stammtisch und auch am Wochenende stehe er gegen 6 Uhr auf, frühstücke,
hole die Zeitung, bearbeite
Emails, gehe
gegen 9 Uhr mit
dem Hund raus, danach ein
kaufen
und nach dem Mittagessen mache
er einen Mittagssch
laf. Am Nachmittag würde er
dann etwas am Haus erledigen oder auch s
einem Sohn beim Fussball
spielen zuschauen, g
egen 18 Uhr
die
Sportschau, dann tei
lweise noch Filme
schauen und zwischen 20 und 21 Uhr s
chlafen
gehen
(S. 37).
In der Begutachtung hätten keine Symptome erfragt werden können, die verdäch
tig für eine Schädigung von Nervenwurzeln im Bereich der Halswirbelsäule oder gar des Rückenmarks s
eien.
Radikuläre
Schmerzen
seien
weder
vom Beschwerde
führer
noch
in den Akten erwähnt
,
und
es sei
auch kein
radikulärer
Ausfall be
schrieben
worden
.
Di
e im MRI
beschriebene Diskushernie HWK 6/7
sei
degene
rativ verursacht
und eine Liquor-Zirkulationsstörung oberhalb C6/C7
halt
e
er
fü
r ausgeschlossen
, da eine solche eine Kompression des Rückenmarks bedinge, welche ganz sicher zu klinischen Symptomen führ
ten
, die jedoch weder anam
nestisch, noch in den Akten und auch nicht im neurologischen Befund nach
gewiesen
worden seien
. Der neurologische Befund sei bezüglich der Halswirbel
säule komplett unauffällig (S. 40 f.).
Der Beschwerdeführer arbeite wieder zu 100
%
als Architekt, gestalte
seine Freizeit nach seinen Wünschen und aus neurologischer Sicht sei die Arbeits
fähigkeit
im
angestammten Beruf
des Beschwerdeführers
nich
t eingeschränkt (S.
42).
3.4.5
Dr.
sc. h
um.
d
ipl.
p
sych.
A.___
führte zu den neuropsychologischen Untersu
chungs
befunden aus (S. 46), es sei leicht
,
mit dem Beschwerde
führer in Kontakt zu kommen, er sei freundlich und habe
umständlich und weit ausholend auf alle Fragen geantwortet. Biografische Dat
en habe er gut abrufen können und
Auf
fassung, Ausdauer und Konzentration seien intakt. Themenwechseln habe er folgen
,
aber auch bei einem Thema bleiben können. Die emotionale Schwin
gungs
fähigkeit sei erhalten, ein Leidensdruck sei nicht spürbar. Die S
childerung seiner Probleme sei
jedoch
vage geblieben und nicht nachvollziehbar. Sein Instruktionsverständnis sei unauffällig, seine Mi
tarbeit jedoch nicht motiviert
.
Aufgrund zweier Symptomvalidierungste
s
ts bestehe ein begründeter
Verdacht auf ni
cht
authentische neuropsychologische Störung
. Es seien die
folgenden
Kriterien
erfüllt:
A)
Präsenz eines substanziellen externen Anreiz
es
B)
Evidenz aus der ne
uropsychologischen Testung
C)
Evidenz aus der Beschwerdeschilderung
D)
Verhaltensweisen, welche die notwendigen Kriterien B und C erfüllen, aber nicht durch psychiatrische, neurologische oder entwicklungsbedingte Fak
to
ren erklärbar seien
Die Zusammenstellung der Befunde (Testergebnisse) lasse auf ein Aggravations
verhalten schliessen und daher
könnten
die Ergebnisse der Leistungstests inhalt
lich
nicht
ausgewertet werde
n. Aus neuropsychologischer Sicht könne wegen mangelnder Mitarbeit keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden (S. 48 f.).
3.4.6
Dr.
med.
O.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
führte aus
(S.
56
f.)
, der 51-jährige, biologisch altersentsprechend aussehende Beschwerde
führer erscheine pünktlich und alleine zum vereinbarten Untersuchungstermin. Die Anfahrt zur Untersuchung sei mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt. Während der Dauer der 120-minütigen Untersuchung habe
er sich
kooperativ verhalten und sei bemüht gewesen, zu seinen Problemen ausführlich Auskunft zu geben. Insgesamt habe er nicht schmerzgequält gewirkt. Die Kontaktaufna
hme sei insgesamt unkompliziert
erfolgt und er habe sich spontan und offen auf die Exploration eingelassen. Er
habe
dabei über die gesamte
Untersuchungszeit auf
merksam
das
Gespräch
ver
folgt und
die Konzentrationsspanne
sei
fokussiert und aufrechterhalten
geblieben. Er wirke seiner
Herkunft und Bildung entsprechend gebildet und ausre
ichend introspektionsfähig. Die
Intelligenz
werde
klinisch als
durchschnittlich eingeschätz
t. Ein guter affektiver Rapport
sei
problemlos zustande
gekommen und w
ährend der Exploration
habe er ohne
Verzögerung weitschwei
fige Antworten auf die gestellten Fragen
gegeben
,
die
Fragen oftmals nicht
beantwortet
, sondern über seine
allgemeine Lebenssituation und
Nebensäch
lich
keiten
berichtet
, die nur ent
fernt im Zusammenhang mit
der
gestellten
Frage
gestanden seien
. Er habe seine
Lebensgeschichte bzw. die Entwicklung der Be
schwerd
en fliessend
, aber umständlich geschildert und er
habe
einige zeitliche Daten nicht abrufen
können
. Im Gespräch
hätten sich keine Hinweise
auf rele
vante kognitive Schwierigkeiten ergeben.
Es
hätten sich
keine Beeinträchtigungen der
Bewusstseinsklarheit und Bewusst
seinshelligkeit
gezeigt und er
sei zu allen
Qualitäten (Ort, Zeit, Person und Situation) vollständig orientiert
gewesen
.
Die
Aufmerksamkeit
habe
für die Dauer des Gesprächs durchgehend aufrechterhalten
werden können
und
er habe
über die gesamte Zeitspanne von zwei
Stunden aufmerksam dem
Gespräch
f
olgen können
.
Dem
Untersuchungsverlauf
habe
er inhaltlich gut folgen
können
, d
ie Kon
zentration
sei durchgehend ungestört
gewesen
und es
bestünden
keine Störungen des Kurzzeitgedächtnisses
,
keine Merkfähigkeitsstörungen und das Lang
zeitgedächtnis
sei
klinisch unauffällig. Beim Benennen von Daten und Zeiträumen
hätten
nur leichtgradig
e Defizite festgestellt werden
können
ohne Zeitgitterstörungen und ohne
klinische
n
Hinweis auf Amnesie, Konfabulationen oder
Paramnesien
.
Der formale Gedankengang sei in
Kohärenz
und Stringenz sowie im Tempo ungestört, das formale Denken durchgehend geordnet, beweglich und gut struk
turiert
und es seien k
eine krankheitswertigen inhaltlichen Denkstörungen fest
stell
bar.
Es seien keine Hinweise in Form eines Fremdbeeinflussungserlebens zu finden und
Der
ealisations
- oder Depersonalisa
tionsphänomene seien nicht nach
weisbar. Es
ergäben sich auch
keine Hinweise auf eine hypochondrische Erlebnis
verarbeitung
im engeren Sinne, e
ine ausgeprägte Tendenz zur Selbstbeobachtung körperlicher Vorgänge im Sinne einer Aufmerksamkeitsfokussierung
oder
Hin
weise für Wahn oder Sinnestäuschungen in Form von Halluzinationen oder illu
sionären Verkennungen. Eine Affektpathologie im eigentlichen Sinne sei gegen
wärtig nicht feststellbar und der Beschwerdeführer sei in
euthymer
Mittellage und ausreichend schwingungsfähig. Die affektive Modulationsfähigkeit sei somit ausreichend vorhanden und er verfüge über das
Gesamtspektrum der Emotionen.
Psychomotorisch
sei eine lebendige Mimik und Gestik und ein
normaler Sprach
fluss
vorhanden
.
Die Psychometrische Testung nach der Montgomery-
Asberg
Skala der Depression (MADRS) entspreche mit 10/60 Punkten keiner depressiven Symptomatik und klinisch seien keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsakzentuierung oder Persön
lichkeitsstörung zu finden
(S. 59)
. Es bestünden Diskrepanzen zwischen der sub
jektiv geschilderten Intensität der Beschwerden und der Vagheit der Beschwerden und Diskrepanzen zwischen eigenen Angaben und den fremdanamnestischen Infor
mationen einschliesslich der Aktenlage. Ursächlich seien mangelndes Inte
resse und fehlende Vorbereitung anzunehmen. Es bestünden auch Diskrepanzen zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden und
der
Intensität der bisherigen Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe.
So nehme der Beschwerde
führer sein Antidepressivum nicht mehr regelmässig ein
,
obwohl es nach seinen Angaben eine positive Wi
rkung auf seine Befindlichkeit
ha
be
,
und
ausser
feh
lende
r
Erinnerung an einzelne
Daten
seien
keine Konzentrationsstörungen oder andere kognitive Störungen
in der Untersuchung festgestellt worden (S.
60
f.).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für die ange
stammte Tätigkeit (S. 62).
3.4.7
Zusammenfassend wurde festgehalten
(S. 71)
, unter Berücksichtigung
aller Gege
ben
heiten und Befunde se
i
der Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht zu 80
%
arbeitsfähig. Aus neurologischer, psychiatrischer und allgemein-internis
tischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und aus neuro
psychologischer Sicht könne wegen Aggravationsverhalten keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden
.
Betreffend
Verlauf bestehe
von
Oktober 2015 bis März 2016 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit und
seit
April 2016 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
(S. 71).
4.
4.1
Das umfangreiche
Z.___
-
Gutachten erfüllt die praxisgemäs
sen Kriterien (vor
steh
end E. 1.3
), setzt sich mit den Aspekten der gesundh
eitlichen Beeinträchtigungen des
Beschwerdeführ
ers
auseinander und berücksichtigt auch die medizinischen
Vorakten
und begründet Abweichungen, soweit die Beurteilung mit diesen nicht im Einklang steht. Insgesamt erweist sich das Gutachten als nachvollz
i
ehbar und vermag zu überzeugen.
Die
gutachterliche
Einschätzung
einer
80%
ige
n
Leis
tungs
fähigkeit bei einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit in angestammter Tätigkeit
folgt auch
der
eigenen
subjektiven
E
in
schätzung des Beschwerdeführers
, welcher sich
ebenso als
80
%
teilarbeitsfähig sieht
(vgl.
Urk.
9/38/68).
Die Beurteilung steht im überwiegenden Einklang mit jener der Hausärztin, die ab Januar be
ziehungsweise April 2016, jedenfalls im hier fraglichen Zeitraum zur Begrün
dung eines Rentenanspruches (vorstehend E. 2.3), eine uneingeschränkte Arbeits
fähig
keit bescheinigte, gestützt worauf der Beschwerdeführer ab Januar 2016 bei voller
Vermittlungsfähigkeit Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezog (Urk. 9/18/1
).
Im Weiteren stimmt
die
gutachterliche
Einschätzung
auch
mit
den tatsächlichen Gegebenheiten
insofern überein
,
als der Beschwerdeführer
in seiner angestam
m
ten Tätigkeit in einem
Architekturbüro
s
eit April 2016
wieder in
einem 100
%
Pensum
tätig ist
. D
abei ergeben sich aufgrund der Akten
keine
Anhaltspunkte, dass
er
bei dieser Tätigkeit
nicht seine
volle
Leistungsfähigkeit
von 100
%
er
bringt.
Dies
blieb
im Gutachten
z
u Gunsten des Beschwerdeführers insofern unbe
rücksichtigt
,
als
der Rheumatologe
lediglich aufgrund d
er
Selbsteinschätzung des
Beschwerdeführers, Leistungen
lediglich im Umfang von 80
%
erbringen
zu
könne
n
,
in
der angestammten
Tätigkeit eine Leistungsreduktion von 20 % zuge
standen
hat
(vgl. E.
3.4.2
hiervor).
Damit fällt
aber
selbst bei einer anerkannten Leistungseinbusse von 20 % ein
möglicher Rentenanspruch ab August 2016 (vgl. E.
2.
3) mangels einer invaliditäts
bedingten Erwerbseinbusse von
mindestens 40
%
ausser Betracht
.
Eine
invalidi
tätsrelevante
Erwerbseinbusse
ist
auch
nicht
darin
zu
erblicken
, als der Beschwer
deführer
bei seiner Tätigkeit in Deutschland
ein geringeres Einkommen als bei seiner letzten
Anstellung in der Schweiz
erzielt
. D
enn diese
Tätigkeit
verlor er
aus
Restrukturierung
sgründen
(vgl.
Urk.
9/1
5) und nicht gesundheitsbedingt
.
Mangels
einer
invaliditätsbedingte
n
Erwerbseinbusse
in rentenbegründender Höhe
fällt
somit
–
unabhängig
von
der medizinischen Beurteilung
–
ein Rentenanspruch zum vornherein
ausser
Betracht.
W
eitere medizinische Abklärungen
vermögen an diesem Ergebnis
nichts
zu
än
dern
,
weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b). Der Beschwerdeführer kann auch aus dem Hinweis seines Anwalts, die IV-Anmeldung trotz des Jobs aufrecht zu erhal
ten (Urk. 9/38/60), nichts zu seinen Gunsten ableiten, weil ihn jedenfalls die Schadenminderungspflicht trifft und er sich grundsätzlich die tatsächlichen Erwerbsverhältnisse
entgegen halten
lassen muss (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
4.2
Mit Blick auf die Tatsache, dass der Beschwerdeführer
im
entscheidrelevanten
Zeitraum bereits einer
rentenausschliessend
en Erwerbstätigkeit nachging
, ist
auch
nicht entscheidend
, welcher Stellenwert
dem
Schreiben des Bundesamtes
für
Sozialversicherungen (BSV) vom 2
2.
Februar 2017 (
Urk.
5/3)
zukommt
,
welches
ohnehin
erst
nach
dem
Z.___
-Gutachten vom 2
0.
Februar 2017
erstellt wurde
. Damit
kann auch
offen bleiben
, ob
die neuropsychologische Teilgutachterin
Dr.
sc. hum.
dipl.
p
sych.
A.___
die
entsprechende
n
Anforderungen
zu erfüllen
hat
respektive erfüllt
.
Immerhin ist festzuhalten
, dass neben
Dr.
A.___
auch
lic
. phil.
B.___
,
Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP,
das neuropsycholo
gische Teilgutachten mitunterzeichnet
hat
(
Urk.
9/38/83) und d
ie
Haupt
be
gu
t
ach
t
ung
unter anderem unter fachärztlicher Mitwirkung des Neurologen
Dr.
N.___
und des Psychiaters
Dr.
O.___
erfolgte (vgl.
Urk.
9/38/73).
D
ass den
Ergebnissen der
neuropsychologischen Tests
aufgrund von Validie
run
gs
verfahren
kein Aussagewert zugemessen
wurde
und
ein
Hinweis auf
Aggra
va
tion
s
verhalten
erfolgte
(vgl. E. 3.4.
5)
,
begründet auch nicht
, dass
von fachärzt
licher
Seite
keine
unabhängige
Einschätzung zur
Restarbeitsfähigkeit
mehr
abge
geb
en werden konnte.
Dafür ergeben sich
auch
keine Anhaltspunkte, erhoben doch ins
besondere auch die Ärzte in den
Fachgebiet
en
der
Neurologie
und Psychiatrie
auf
grund ihrer Untersuchungen eigene Befunde,
stellten
entsprechende
Diagno
sen und
legten
in diesem Zusammenhang die Restarbeitsfähigkeit in ihrem Fach
gebiet einzeln
sowie
im Gesamtkonsens fest.
Der Beweiswert des Gutachtens
ist damit
nicht Frage zu stellen.
4.3
Nach dem Gesagten besteht keine Veranlassu
ng, nicht auf das Gutachten des
Z.___
abzustellen. Es legt einleuchtend dar, dass
der Beschwerdeführer
im vorliegend
relevanten Zeitraum (ab August
2016
vgl. E. 3 hiervor)
einzig gestützt auf die rheumatologische Einschätzung in
der
Leistungsfähigkeit
bei
der
vollzeitig aus
geübten Erwerbstätigkeit
eingeschränkt ist
. Der Rheu
matologe sieht die Limitie
rung
in einer 20%ige
Reduktion der Leistungsfähigkeit
in einem 100
%
Arbeits
pensum gestützt
auf die Selbsta
ngaben des Beschwerdeführers
begründet
(
vgl.
Urk.
8/38/33), während auf
anderen
medizinischen
Fachgebieten kein
e Arbeits
un
fähigkeiten zu attestieren sind
.
Zusammenfassend steht
damit
fest, dass
weder
eine
medizinisch begründete
Arbe
its
unfähigkeit
noch eine erlittene Erwerbseinbusse zu ein
em Rentenanspruch führen kann
.
D
ie Beschwerde
ist damit
insgesamt
unbegründet, wa
s
zur
Abwei
sung der Beschwerde
führt
.
5.
Nach
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche
rungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig, wobei die
Kosten nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im R
ahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt werden.
Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die ermessensweise auf
Fr.
800.-- fe
stzusetzenden Gerichtskosten dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt David Husmann
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubNef