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**Case Identifier:** a49e3c57-a12f-5dd1-9579-d94116d078e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.01.2015 C-1685/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1685-2014_2015-01-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-1685/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richter Daniel Stufetti,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 

 

 
 

Parteien 

 
A._______,  

vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Rentenbeginn; Verfügung vom 24. Februar 2014. 

 

 

C-1685/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die heute in ihrer Heimat Serbien wohnhafte A._______ (nachfolgend: Ver-

sicherte oder Beschwerdeführerin) war in den Jahren 1978 bis 1995 mit 

Unterbrüchen in der Schweiz erwerbstätig und bezog danach Leistungen 

der Arbeitslosenversicherung. Dabei leistete sie Beiträge an die schweize-

rische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV). Am 15. 

Januar 2001 meldete sie sich bei der IV-Stelle des Kantons B._______ 

(nachfolgend: kantonale IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Auf dem An-

meldeformular gab sie unter anderem an, am (…) 1949 geboren und ledig 

zu sein. Die kantonale IV-Stelle sprach ihr gestützt auf ein Gutachten der 

MEDAS Zentralschweiz vom 23. Januar 2002 mit Verfügung vom 11. April 

2002 bei einem Invaliditätsgrad von 50 % eine halbe Invalidenrente ab 

1. Januar 2002 zu.  

B.  

Eigenen Angaben zufolge hat die Versicherte die Schweiz am 1. Septem-

ber 2004 verlassen und ist in ihre Heimat Serbien zurückgekehrt. In der 

Folge konnte ihr die Invalidenrente für den Monat November 2004 nicht 

überwiesen werden. Laut einer Aktennotiz der Ausgleichkasse B._______ 

vom 17. November 2004 sei die Rente für den November 2004 mit dem 

Vermerk «Empfängerkonto aufgehoben» zurückgekommen. Die Versi-

cherte habe weder eine Wohnadresse noch eine Auszahlungsadresse an-

gegeben. Die Auszahlung der Rente werde per 30. Oktober 2004 einge-

stellt, solange die Wohn- und Auszahlungsadresse nicht bekannt sei (IV-

STA-act. 2 S. 7). 

C.  

Infolge Wegzugs der Versicherten ins Ausland überwies die kantonale IV-

Stelle das Dossier am 1. März 2005 der IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) zur weiteren Bearbeitung (IVSTA-

act. 1). Diese stellte der Versicherten mit Schreiben vom 7. November 2005 

(IVSTA-act. 8) und Mahnung vom 14. Dezember 2005 (IVSTA-act. 9) an 

eine Adresse in C._______/Serbien das Formular «Antrag auf Auszahlung 

der IV Leistungen auf ein persönliches Bankkonto» mit der Aufforderung 

zu, dieses ausgefüllt und unterschrieben zu retournieren. Darauf erfolgte 

keine Reaktion der Versicherten. Danach leitete die IVSTA ein Revisions-

verfahren ein und stellte der Versicherten am 18. Juli 2006 den Revisions-

fragebogen zu, mit der Aufforderung, diesen ausgefüllt zu retournieren (IV-

STA-act. 12). Am 11. September 2006 wiederholte sie diese Aufforderung 

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Seite 3 

unter Ansetzung einer Frist und drohte der Versicherten an, im Säumnisfall 

die Rente aufzuheben (IVSTA-act. 13). Nachdem keine Antwort der Versi-

cherten eingegangen war, wurde das «Format» gemäss einer internen No-

tiz am 17. Februar 2007 geschlossen (IVSTA-act. 15). 

D.  

Mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 zeigte lic. iur. Gojko Reljic an, dass 

er die Interessen der Versicherten vertrete. Er erkundigte sich danach, 

weshalb die IV-Rente kurz nach Ausreise der Versicherten aus der Schweiz 

eingestellt worden sei. Zudem wies er darauf hin, dass die Versicherte seit 

ihrem Wegzug aus der Schweiz am 1. September 2004 in Serbien in der 

Ortschaft D._______ lebe. Ihr korrektes Geburtsdatum sei der (…) 1949. 

Zudem sei sie seit 1966 verheiratet, obwohl sie während ihres Aufenthaltes 

in der Schweiz als ledig aufgeführt worden sei (IVSTA-act. 17). Nachdem 

die Versicherte ihre Bankverbindung mitgeteilt hatte (IVSTA-act. 31 S. 1), 

sprach ihr die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK) mit zwei Verfügun-

gen vom 24. Februar 2014 eine ordentliche Altersrente der AHV mit Wir-

kung ab 1. Februar 2013 zu (IVSTA-act. 27 und 28). Die IVSTA ordnete 

ebenfalls mit Verfügung vom 24. Februar 2014 die Nachzahlung der halben 

Invalidenrente vom 1. Dezember 2008 bis 31. Januar 2013 an (IVSTA-act. 

29). Mit Schreiben vom 3. März 2014 liess die Versicherte um eine Begrün-

dung ersuchen, weshalb die Nachzahlung der IV-Rente erst ab 1. Dezem-

ber 2008 und nicht bereits ab 1. November 2004 erfolge (IVSTA-act. 30). 

Die IVSTA teilte daraufhin am 20. März 2014 mit, dass der Anspruch auf 

ausstehende Leistungen nach fünf Jahren erlösche. Daher könne die Zah-

lung erst ab dem 1. Dezember 2008 rückwirkend wieder aufgenommen 

werden (IVSTA-act. 32). 

E.  

Gegen die Verfügung der IVSTA vom 24. Februar 2014 erhob die Versi-

cherte durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 28. März 2014 (Post-

stempel) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Anerkennung der IV-

Nachzahlungen bereits ab 1. November 2004 (BVGer-act. 1). 

F.  

Der mit Zwischenverfügung vom 4. April 2014 bei der Beschwerdeführerin 

eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.– (BVGer-act. 2) 

wurde am 15. April 2014 geleistet (BVGer-act. 4). 

C-1685/2014 

Seite 4 

G.  

Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 8. Mai 2014 auf Ab-

weisung der Beschwerde (BVGer-act. 6). 

H.  

Mit Replik vom 19. Mai 2014 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträ-

gen fest (BVGer-act. 8), worauf der Schriftenwechsel mit verfahrensleiten-

der Verfügung vom 23. Mai 2014 abgeschlossen wurde (BVGer-act. 9). 

I.  

Mit Verfügung vom 15. Dezember 2014 teilte das Bundesverwaltungsge-

richt mit, dass im gegenwärtigen Verfahrensstand beabsichtigt sei, die an-

gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung 

und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

was sich auch zu Ungunsten der Beschwerdeführerin auswirken könnte. 

Ihr wurde Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen und die Be-

schwerde allenfalls zurückzuziehen (BVGer-act. 10). Mit Eingabe vom 16. 

Dezember 2014 liess sie durch ihren Rechtsvertreter mitteilen, dass sie die 

Beschwerde vollumfänglich aufrecht erhalte (BVGer-act. 11). 

J.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]) und die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der ange-

fochtenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur 

Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch 

Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig 

geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

vom 28. März 2014 einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; 

siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

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Seite 5 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der Vorinstanz vom 24. Februar 2014, mit welcher die Nachzah-

lung der halben Invalidenrente vom 1. Dezember 2008 bis 31. Januar 2013 

an die Beschwerdeführerin angeordnet wurde. Obwohl die Beschwerde-

führerin die Nachzahlung für die Periode vom 1. Dezember 2008 bis 31. 

Januar 2013 nicht in Frage stellt und ausschliesslich die Nachzahlung der 

Rente ab einem früheren Zeitpunkt (1. November 2004) beantragt, wird 

damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem Sinne einge-

schränkt, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurtei-

lung ausgeklammert sind (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d). 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin kann im Rahmen des Beschwerdeverfahrens 

die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder 

der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unangemes-

senheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der Rechts-

anwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begehren der 

Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Beschwerde auch 

aus anderen als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den an-

gefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die 

von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. BVGE 2009/65 E. 2.1). 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerin ist Staatsangehörige von Serbien und hat dort 

ihren Wohnsitz, weshalb das im Verhältnis zur Republik Serbien bis heute 

gültige Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen der Schweizerischen Eid-

genossenschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über So-

zialversicherung (SR 0.831.109.818.1; nachfolgend: Sozialversicherungs-

abkommen) zur Anwendung kommt (vgl. BGE 139 V 263 E. 3). Nach Art. 2 

des Sozialversicherungsabkommens stehen die Staatsangehörigen der 

Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 genannten 

Rechtsbereichen, zu welchen auch die schweizerische Bundesgesetzge-

bung über die Invalidenrente gehört, einander gleich, soweit nichts anderes 

bestimmt ist. Hinsichtlich der Voraussetzungen des Anspruchs auf eine 

schweizerische Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrensvor-

schriften sieht das Sozialversicherungsabkommen keine im vorliegenden 

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Seite 6 

Verfahren relevanten Abweichungen vom Grundsatz der Gleichstellung 

vor. Demnach beantwortet sich die Frage, ob die Vorinstanz die Nachzah-

lung der Invalidenrente korrekt verfügt hat, allein aufgrund der schweizeri-

schen Rechtsvorschriften (vgl. Art. 4 des Sozialversicherungsabkom-

mens). 

4.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 24. Februar 2014) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

4.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 24. Februar 2014 in Kraft standen (so auch die Normen 

des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-Revi-

sion [IV-Revision 6a], AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, die zu 

jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beur-

teilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang sind. 

5.  

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

5.2 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Ren-

tenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-

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Seite 7 

such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho-

ben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invalidi-

tätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist 

die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszu-

standes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Aus-

wirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-

lich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Zeitliche Ver-

gleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des 

Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf ei-

ner materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach-

verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht 

(BGE 133 V 108 E. 5.4). 

6.  

6.1 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchfüh-

rungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem 

Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so 

dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leis-

tung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Auf dem Gebiet der Invalidenversiche-

rung obliegen diese Pflichten der (örtlich zuständigen) IV-Stelle (BGE 136 

V 376 E. 4.1.1). Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneinge-

schränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien 

(BGE 125 V 193 E. 2). Art. 28 Abs. 1 ATSG hält in einem allgemeinen 

Grundsatz fest, dass die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug 

der Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken haben. Wer 

Versicherungsleistungen beansprucht, muss nach Art. 28 Abs. 2 ATSG un-

entgeltlich alle Auskünfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur 

Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind (Auskunfts-

pflicht). Treten im Laufe des Leistungsbezugs wesentliche Änderungen in 

den für eine Leistung massgebenden Verhältnissen ein, sind diese nach 

Art. 31 Abs. 1 ATSG von den Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehö-

rigen oder Dritten, denen die Leistung zukommt, dem Versicherungsträger 

oder dem jeweils zuständigen Durchführungsorgan zu melden. Die Melde-

pflicht ist im Sinne einer Spezialnorm auch in Art. 77 IVV geregelt. 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=1.1.2010&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=bge+125+v+193+untersuchungsgrundsatz+korrelat&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-V-193%3Ade&number_of_ranks=0#page193

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Seite 8 

6.2 Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen 

beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuld-

barer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der 

Akten verfügen oder die Erhebung einstellen und Nichteintreten beschlies-

sen. Er muss diese Person vorher schriftlich mahnen und auf die Rechts-

folgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen 

(Art. 43 Abs. 3 ATSG). Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens kann 

ein Nichteintreten nicht erfolgen, sondern es kommt nur ein Entscheid auf-

grund der Akten in Betracht (vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 

2009, N 55 zu Art. 43). Die Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG in einem 

Fall, bei dem es um laufende Leistungen geht und wo die versicherte Per-

son in unentschuldbarer Weise ihrer Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht 

nicht nachkommt, indem sie die Ausführungsorgane der Invalidenversiche-

rung daran hindert, den rechtserheblichen Sachverhalt festzustellen, hat 

eine Umkehr der Beweislast zu Folge. Während es grundsätzlich Aufgabe 

der Verwaltung ist, eine erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades abzu-

klären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufheben will, wird ihr dies bei 

einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die versicherte 

Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser, nachzuwei-

sen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere entscheidwesentliche 

Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass 

verändert haben (vgl. Urteil des BGer 8C_733/2010 vom 10. Dezember 

2010 E. 3.2; SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94). 

6.3 Schliesslich darf der Sozialversicherungsträger die Zahlung der Versi-

cherungsleistungen einstellen, wenn die versicherte Person ihre Mitwir-

kungspflicht verletzt hat. Dieses Einstellungsrecht gilt als allgemeiner pro-

zessualer Grundsatz in der Bundessozialversicherung (vgl. Urteil des BGer 

9C_345/2007 vom 26. März 2008 E. 4 mit Hinweis auf BGE 107 V 24 E. 3 

und FRANZ SCHLAURI, Die vorsorgliche Einstellung von Dauerleistungen 

der Sozialversicherung, in: Die Revision von Dauerleistungen in der Sozi-

alversicherung, St. Gallen 1999, S. 208 f.; BVGE 2010/36 E. 4.1). Ein der-

artiges Vorgehen setzt aber voraus, dass die vergeblich einverlangten In-

formationen für die Abklärung der Verhältnisse oder die Festsetzung der 

Leistungen erforderlich, nicht ohne übermässigen Aufwand anderswo er-

hältlich und die in schuldhafter Verletzung der Mitwirkungspflicht verwei-

gerten Auskünfte für die Festsetzung des Invaliditätsgrades des Versicher-

ten relevant sind (vgl. BGE 9C_345/2007 vom 26. März 2008 E. 4; THOMAS 

FLÜCKIGER, Verwaltungsverfahren, in: Recht der Sozialen Sicherheit, 2014, 

S. 122 Rz. 4.102). Der mit der 5. IV-Revision neu eingefügte Art. 7b Abs. 2 

IVG sieht vor, dass Leistungen in Abweichung von Art. 21 Abs. 4 ATSG 

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Seite 9 

ohne Mahn- und Bedenkzeitverfahren gekürzt oder verweigert werden kön-

nen, wenn die versicherte Person unter anderem der Meldepflicht nach Art. 

31 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen ist (Bst. b) oder der IV-Stelle die 

Auskünfte nicht erteilt, welche diese zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Auf-

gabe benötigt (Bst. d). Von Art. 7b Abs. 2 IVG werden auch Sachverhalte 

erfasst, die nicht in den Anwendungsbereich von Art. 21 Abs. 4 ATSG fallen 

(vgl. KIESER, a.a.O., N 72 zu Art. 21). Nach Art. 7b Abs. 3 IVG sind dabei 

beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen alle 

Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Verschul-

dens und die wirtschaftliche Lage der versicherten Person zu berücksich-

tigen. 

6.4 Die Verfügung, mit welcher die Rentenzahlung während des Revisions-

verfahrens sanktionsweise wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht einge-

stellt wird, ist ein resolutiv bedingter Endentscheid (vgl. BVGE 2010/36 

E. 4.1), das heisst die Rechtswirksamkeit der Verfügung endigt mit Eintritt 

der Bedingung (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungs-

recht, 6. Aufl. 2010, S. 204 Rz. 908). Bei Eintritt der Bedingung (Mitwirkung) 

wird die Verfügung aufgehoben und das Revisionsverfahren wieder aufge-

nommen (Urteil des BVGer C-461/2011 vom 3. Dezember 2012 E. 2.6.3; 

SCHLAURI, a.a.O., S. 210).  

6.5 Die Renteneinstellung ist rechtsprechungsgemäss nicht als Sanktion 

sondern als Druckmittel zu verstehen, mit welchem der Versicherte – in 

Kenntnis der nachteiligen Folgen im Unterlassungsfalle – dazu gezwungen 

werden soll, die für die Durchführung des Revisionsverfahrens erforderli-

chen Unterlagen zu liefern. Sobald die Unterlagen eingereicht werden, fällt 

der Zweck der Renteneinstellung dahin und die Rente ist wieder auszurich-

ten (BVGE 2010/36 E. 3.4; Urteil des BVGer C-8802/2010 vom 8. Februar 

2013 E. 6.2.3). Wer eine Mitwirkungspflicht verletzt und so ein Revisions-

verfahren unterdrückt, verliert zwar nur sanktionsweise, aber doch (bis zum 

Eintritt der auflösenden Bedingung) definitiv und rechtsverbindlich die Wei-

terauszahlung der Rente. Kommt die versicherte Person der Mitwirkungs-

pflicht später wieder nach, so soll ihr bis zum sanktionsweisen Rentenstopp 

zurück im wieder aufgenommenen Revisionsverfahren nach Massgabe der 

materiellen Anspruchslage (einschliesslich der Verwirkung) eine Renten-

nachzahlung gewährleistet sein. Die Sanktionsverfügung muss dann wi-

derrufen werden. Sie wird durch die definitive Revisionsverfügung ersetzt, 

die ja bisher nicht ergehen konnte, weil die versicherte Person die Mitwir-

kung verweigert hat (SCHLAURI, a.a.O., S. 210 Fn. 19).  

C-1685/2014 

Seite 10 

6.6 Nach Art. 24 Abs. 1 ATSG (in Kraft seit 1. Januar 2003) erlischt der 

Anspruch auf ausstehende Leistungen oder Beiträge fünf Jahre nach dem 

Ende des Monats, für welchen die Leistung, und fünf Jahre nach dem Ende 

des Kalenderjahres, für welches der Beitrag geschuldet war. Diese Norm 

regelt die Verwirkungsfrist bei der Festsetzung von Leistungen und Beiträ-

gen, wobei sich der darin enthaltene Ausdruck "Anspruch auf ausstehende 

Leistungen" auf die einzelnen Betreffnisse und nicht auf das Leistungs-

stammrecht bezieht (BGE 133 V 9 E. 3.5 S. 12, 131 V 4 E. 3.3 S. 6; Urteil 

I 721/05 vom 12. Mai 2006 E. 2.3). 

7.  

7.1 Unumstritten ist, dass die Beschwerdeführerin die Schweiz im Septem-

ber 2004 verlassen hat und in ihre Heimat Serbien zurückgekehrt ist. Ihre 

halbe Invalidenrente wurde ihr bis Ende Oktober 2004 ausbezahlt. Die 

Rente für den November 2004 konnte die Vorinstanz nicht mehr überwei-

sen, weil das bisherige Empfängerkonto aufgehoben wurde. In der Folge 

wurde die Invalidenrente nicht mehr ausbezahlt. Aus den Akten ergibt sich, 

dass die Beschwerdeführerin ihren Wegzug nach Serbien der kantonalen 

IV-Stelle oder der Vorinstanz nicht gemeldet hat und ihre neue Wohn- und 

Auszahlungsadresse den Behörden nicht bekannt war. Abklärungen der 

kantonalen Ausgleichskasse beim Zivilstandsamt am letzten Wohnsitz der 

Beschwerdeführerin in der Schweiz haben ergeben, dass sie ihre Adresse 

in Serbien nicht habe mitteilen wollen. In einer Aktennotiz vom 17. Novem-

ber 2004 hielt die kantonale Ausgleichskasse fest: "Die IV-Rente wird per 

30.10.2004 eingestellt (Empfängerkonto aufgehoben). Solange keine Ad-

ressen bekanntgegeben werden, wird das Rentendossier nicht nach Genf 

weitergeleitet" (IVSTA-act. 2).  

7.2 Die Begründung eines neuen Wohnsitzes im Ausland ist für die Frage 

nach dem Fortbestehen des Leistungsanspruchs relevant. Die rentenzu-

sprechende Verfügung vom 11. April 2002 enthält einen ausdrücklichen 

Hinweis auf die Pflicht, jede Änderung in den persönlichen und wirtschaft-

lichen Verhältnissen, die den Leistungsanspruch beeinflussen kann, 

schriftlich mitzuteilen, unter anderem die Verlegung des Wohnsitzes ins 

Ausland. Durch das Unterlassen der Mitteilung des Wegzugs aus der 

Schweiz und der neuen Wohnadresse hat die Beschwerdeführerin somit 

ihre Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG und Art. 77 IVV verletzt (vgl. Ur-

teil des BVGer C-911/2009 vom 29. November 2011 E. 5.3). Es ergeben 

sich keine Anhaltspunkte aus den Akten, dass ihr dies nicht zumutbar ge-

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Seite 11 

wesen wäre. Mangels Kenntnis der neuen Wohnadresse war es der Vo-

rinstanz damit auch nicht möglich, die jährliche Lebenskontrolle durchzu-

führen (vgl. Ziffer 11006 ff. der Wegleitung über die Renten in der Eidge-

nössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung [RWL], 

Stand: 1. Januar 2014).  

7.3 Nachdem das Rentendossier am 1. März 2005 der Vorinstanz zur wei-

teren Bearbeitung überwiesen worden war, hat sie die Beschwerdeführerin 

mit Schreiben vom 7. November 2005 und Mahnung vom 14. Dezember 

2005 aufgefordert, das Formular «Antrag auf Auszahlung der IV Leistun-

gen auf ein persönliches Bankkonto» ausgefüllt zu retournieren. Adressiert 

waren die Schreiben an die – einzige aktenkundige –Anschrift in 

C._______, welche einer «AHV-ZIS Mutationsmeldung» vom 12. Novem-

ber 2004 zu entnehmen ist (IVSTA-act. 2 S. 6). Darauf hat die Beschwer-

deführerin nicht reagiert. Folglich konnte die Invalidenrente mangels eines 

gültigen Auszahlungskontos weiterhin nicht ausgerichtet werden. Das ist 

der Beschwerdeführerin anzulasten. Daran ändert auch nichts, dass sie 

gemäss Schreiben des Rechtsvertreters vom 5. Dezember 2013 seit ihrem 

Wegzug aus der Schweiz nach Serbien in der Ortschaft D._______ lebte 

und die Aufforderungen daher allenfalls an eine falsche Adresse in Serbien 

geschickt wurden. Es wäre an ihr gelegen, ihre korrekte Adresse mitzutei-

len. Die Vorinstanz musste keine weitergehenden Adressnachforschungen 

tätigen, die über die am 17. November 2004 getätigte Nachfrage beim Zi-

vilstandsamt am letzten Wohnsitz in der Schweiz hinausgehen (IVSTA-act. 

2 S. 7), da diese den zumutbaren Aufwand übersteigen würden (vgl. Urteil 

des BGer 8C_721/2013 vom 4. März 2014 E. 3.1). Im Übrigen hat sich die 

Beschwerdeführerin seit der Einstellung der Rentenzahlungen im Novem-

ber 2004 bis zum 5. Dezember 2013 nie bei der kantonalen IV-Stelle oder 

der Vorinstanz nach dem Schicksal ihrer Invalidenrente erkundigt. 

7.4 Im Sommer 2006 hat die Vorinstanz ein Revisionsverfahren eingeleitet 

und die Beschwerdeführerin mit einem – ebenfalls an die Adresse in 

C._______ gerichteten – Schreiben vom 18. Juli 2006 aufgefordert, den 

Revisionsfragenbogen ausgefüllt innert 30 Tagen zu retournieren (IVSTA-

act. 13). Da sie dieser Aufforderung nicht nachkam, forderte sie die Vo-

rinstanz am 11. September 2006 erneut auf, den Fragebogen ausgefüllt 

innert 30 Tagen zu retournieren, ansonsten sie gezwungen wäre, die Rente 

aufzuheben. Nachdem der Revisionsfragebogen von der Beschwerdefüh-

rerin nicht eingereicht worden war, hat die Vorinstanz das Dossier ge-

schlossen (IVSTA-act. 15). Infolge fehlender Mitwirkung der Beschwerde-

führerin konnte das eingeleitete Revisionsverfahren nicht durchgeführt 

C-1685/2014 

Seite 12 

werden. Die Vorinstanz hat auch keine Prüfung des Rentenanspruchs auf-

grund der Akten in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG vorgenommen. Sie 

hat vielmehr die Zahlung der bereits sistierten Rente infolge Verletzung der 

Mitwirkungspflicht unter der Resolutivbedingung einer allfälligen späteren 

Mitwirkung vorübergehend eingestellt (vgl. Urteil des BVGer C-461/2011 

vom 3. Dezember 2012 E. 3.2). 

7.5 Die Beschwerdeführerin hat sich erst am 5. Dezember 2013 über ihren 

Rechtsvertreter bei der Vorinstanz gemeldet. Damit kann zwar davon aus-

gegangen werden, dass sie ihrer Meldepflicht im Sinn von Art. 31 Abs. 1 

ATSG und Art. 77 IVG im Grundsatz wieder nachgekommen ist. Die Vo-

rinstanz hat in der Folge das noch nicht abgeschlossene Revisionsverfah-

ren aber nicht mehr aufgenommen und keine Prüfung des seit der ur-

sprünglichen Verfügung vom 11. April 2002 nicht mehr überprüften Renten-

anspruchs der Beschwerdeführerin vorgenommen, sondern direkt die Ren-

tennachzahlung verfügt. Die Begründung der angefochtenen Verfügung 

enthält keine Anhaltspunkte dafür, dass aufgrund der gesamten Aktenlage, 

unter Berücksichtigung anderer möglicher Beweismittel oder der Beweis-

lastumkehr nach einer materiellen Beurteilung der Invalidität gesucht 

wurde. Es rechtfertigt sich nicht, dass die Beschwerdeführerin besser ge-

stellt wird, als jene Versicherten, die sich korrekt verhalten und deren Be-

stand des Leistungsanspruchs regelmässig revisionsweise überprüft wird. 

Aufgrund der oben dargestellten Grundsätze hätte die Vorinstanz, bevor 

sie über die Nachzahlung der Rente entscheidet, das bereits im Sommer 

2006 eingeleitete, aber bis heute nicht weitergeführte und abgeschlossene 

Revisionsverfahren durchführen müssen, um zu klären, inwieweit über-

haupt noch ein Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bestanden hatte 

(vgl. Urteil des BVGer C-8802/2010 vom 8. Februar 2013 E. 6.3), und zwar 

unter Umkehr der Beweislast, es sei denn, es stelle sich heraus, dass sie 

ihrer Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht in entschuldbarer Weise nicht 

nachgekommen ist (vgl. E. 7.2).  

8.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung auf 

einer unvollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts be-

ruht (vgl. Art. 43 ff. ATSG und Art. 12 VwVG). Aus diesem Grund ist die 

Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung vom 

24. Februar 2014 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückzu-

weisen ist, damit diese das im Jahr 2006 eingeleitete Revisionsverfahren 

durchführt und anschliessend neu verfügt. Soweit weitergehend, ist die Be-

schwerde abzuweisen. 

C-1685/2014 

Seite 13 

9.  

9.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Art. 

69 Abs. 2 IVG), wobei das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 63 Abs. 

1 VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auf-

erlegt. Da eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde 

führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall der 

Beschwerdeführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Dieser ist der 

geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.– nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Da der Vorinstanz 

gestützt auf Art. 63 Abs. 2 VwVG ebenfalls keine Kosten aufzuerlegen sind, 

werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

9.2 Die obsiegende, vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss Art. 64 

Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu 

Lasten der Verwaltung. Da der nichtanwaltliche Vertreter keine Kostennote 

eingereicht hat, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen 

(Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensaus-

gangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der 

Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfah-

rens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen Ent-

schädigungen ist eine Parteientschädigung von Fr. 800.– (inkl. Auslagen, 

ohne Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urteil des BVGer C-6173/2009 vom 

29. August 2011 mit Hinweis]; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 

VGKE [Stundenansatz für nichtanwaltliche Vertreter und Vertreterinnen 

mindestens Fr. 100.– und höchstens Fr. 300.–]) gerechtfertigt. 

 

  

C-1685/2014 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 24. Februar 2014 aufgehoben und die Streitsache im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zum Erlass einer neuen Verfügung zurück-

gewiesen wird. Soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 400.– nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 800.– (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer) zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben, Beilage: Kopie der Eingabe 

der Beschwerdeführerin vom 16. Dezember 2014) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

 

 

  

C-1685/2014 

Seite 15 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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