# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59846663-4061-56eb-8ee0-b843899d5fb7
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 22.11.2022 F 2022 39
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2022-39_2022-11-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Adrian Willimann und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer 
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 22. November 2022 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Dr. B.________, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie 
Klinik C.________

Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2022 39

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Urteil F 2022 39

A. A.________, geboren 1961, wurde am 6. November 2022 von Dr. B.________, 
Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, mit ärztlicher fürsorgerischer 
Unterbringung in die Klinik C.________ eingewiesen. Dies nachdem die Polizei aufgrund 
telefonischer Meldung einer Drittperson an den Wohnsitz von Frau A.________ 
ausgerückt war und diese in ihrem Schlafzimmer auf dem Bett mit einer geladenen 
Faustfeuerwaffe angetroffen hatte, wobei sie wirre Aussagen machte (Laserstrahlen im 
Zimmer; Geheimdienst wolle sie umbringen, etc.; vgl. zum Ganzen Festnahmeverfügung 
der Zuger Polizei). Mit einer stationären Behandlung erklärte sie sich zunächst 
einverstanden. 

B. Mit Beschwerde datiert vom 12. November 2022 (Poststempel: 14. November 
2022; Eingang auf der Gerichtskanzlei am 15. November 2022) erklärte Frau A.________, 
mit der ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung nicht mehr einverstanden zu sein und 
verlangte ihre sofortige Entlassung. 

C. Am 22. November 2022 wurde die Beschwerdeführerin in den Räumlichkeiten der 
Klinik C.________ angehört. An der Verhandlung nahmen seitens der Klinik D.________, 
Oberarzt und Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie E.________, 
Pflegefachperson, teil. Als gerichtlicher Gutachter wirkte Dr. med. F.________, Facharzt 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit, der sein Gutachten im Anschluss an die 
Anhörung mündlich erstattete. Die Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung 
unterbrochen und der Urteilsspruch danach mündlich eröffnet. Es erfolgte eine 
Verdolmetschung Spanisch/Deutsch durch einen gerichtlich bestellten Dolmetscher. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die 
Beurteilung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b 
des Gesetzes betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches für den 
Kanton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Die Beschwerdeführerin ist in 
G.________ von einer in H.________ praktizierenden Fachärztin für Psychiatrie mit 

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kantonaler Berufsausübungsbewilligung eingewiesen worden, so dass die ärztliche 
fürsorgerische Unterbringung formell gültig (§ 51 Abs. 1 EG ZGB) und die örtliche und 
sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug gegeben ist (BGE 146 
III 377). Die Beschwerde genügt weiter den minimalen formellen Anforderungen (Art. 439 
Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB), so dass darauf einzutreten ist.

2.
2.1 Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind mit zu 
berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB; Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar 
Zivilgesetzbuch I, 6.Aufl. 2018, Art. 426 N 22 ff.; eine Fremdgefährlichkeit allein reicht nicht 
aus, vgl. BGE 145 III 441 E. 8.4). Die betroffene Person wird entlassen, sobald die 
Voraussetzungen für ihre Unterbringung nicht mehr erfüllt sind; über die Entlassung 
entscheidet bei ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 
und Art. 429 Abs. 3 ZGB). Die ärztliche fürsorgerische Unterbringung fällt spätestens nach 
sechs Wochen dahin, sofern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der 
Erwachsenenschutzbehörde vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 und 53 
Abs. 1 EG ZGB). Hat die betroffene Person gegen eine fürsorgerische Unterbringung 
Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Beschwerdeinstanz in der Regel als 
Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und entscheidet innert fünf Arbeitstagen seit 
Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss 
gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e 
Abs. 3 ZGB). 

2.2 Bei der fürsorgerischen Unterbringung handelt es sich um einen schweren Eingriff 
in die persönliche Freiheit der betroffenen Person, auch wenn ihre Dauer bei ärztlicher 
Anordnung befristet ist (Art. 10 Abs. 2 BV; BGE 143 III 189 E. 3.2 i.f.). Die Vor- und 
Nachteile, die sie der betroffenen Person bringt, sind sorgfältig gegeneinander 
abzuwägen. Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung 
das Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB; vgl. auch Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 8). Zu ermitteln ist auf 
tatsächlicher Ebene zunächst, ob ein Schwächezustand vorliegt und ob bzw. inwiefern 
deshalb ein Fürsorgebedarf hinsichtlich Behandlung und/oder Betreuung besteht. Der 

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Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, 
sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. 
Letzteres ist aufgrund der konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der 
betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, wenn die Behandlung der psychischen 
Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurteilen. Anhand dieser tatsächlichen 
Angaben ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Behandlung 
einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung zwingend erfolgen muss (vgl. 
BGer 5A_254/2013 vom 17. April 2013 E. 2.2). Dabei ist die Verhältnismässigkeit zu 
prüfen. Die fürsorgerische Unterbringung muss mit Blick auf den Schutzzweck erforderlich, 
geeignet und verhältnismässig im engeren Sinne sein (vgl. zur Verhältnismässigkeit 
ausführlich etwa BGer 5A_567/2020 vom 18. September 2020 E. 3.1). Ihre Zulässigkeit 
lässt sich deshalb auch immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 7). Im Auge zu behalten ist 
bei der Überprüfung der Geeignetheit der Massnahme das Ziel, die betroffene Person in 
die Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ihr ein 
menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen 
oder mindestens abschwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, 
dass die betroffene Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben 
nach ihren eigenen Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und 
organisieren kann (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung ist nur so lange und insoweit gesetzeskonform, als 
der Schutzzweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann. 

3. Zunächst ist zu prüfen, ob ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 
ZGB vorliegt. 

3.1 Durch Polizei, Notfallpsychiaterin sowie Klinik ist übereinstimmend dokumentiert, 
dass die Beschwerdeführerin sich unter anderem durch Laserstrahlen bedroht fühlte und 
sich ängstigte, dass der Geheimdienst von I.________ sie verfolge und umbringen wolle. 
In ihrer Anhörung vom 22. November 2022 gab sie zwar an, sich nicht mehr verfolgt zu 
fühlen. Den Verlaufsberichten der Klinik zufolge sowie nach Schilderung des zuständigen 
Oberarztes zeigt sie indes weiterhin intermittierend paranoides Verhalten (z.B. Öffnen 
einer neuen Wasserflasche jedes Mal, wenn sie trinken möchte; Schlafen unter dem Bett, 
Fluchtversuch bei begleitetem Ausgang mit Ehemann und Tochter, etc.). Dies komme 
jeweils plötzlich vor, wobei sie dazwischen durchaus eine intakte Fassade zu präsentieren 
vermöge. Gemäss Arbeitshypothese der Klinikärzte liegt bei der Beschwerdeführerin eine 

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paranoid halluzinatorische Schizophrenie vor. Die Genese ist offenbar noch ungeklärt, es 
seien weitere Abklärungen angezeigt (insbesondere MRI des Schädels sowie 
Lumbalpunktion zur Untersuchung des Nervenwassers). Diese Untersuchungen müssten 
z.B. im Kantonsspital erfolgen, was bei Fluchtgefahr der Patientin noch nicht habe 
organsiert werden können. Der gerichtliche Gutachter konnte diese Diagnostik 
nachvollziehen; sicherlich liege eine Erkrankung des schizophrenen Spektrums vor, wobei 
noch unklar sei, ob es sich um eine Erst- oder Einzelmanifestation einer Psychose handle. 
Der Sachverständige hob die auffallend grosse Diskrepanz hervor zwischen dem in den 
Klinikakten dokumentierten Verhalten der Beschwerdeführerin und ihrer Präsentation in 
der Anhörung, wobei er als mögliche Erklärung entweder bereits eine erste Wirkung der 
antipsychotischen Medikation (mit Risperidon) sah oder die Effekte der Reizabschirmung. 
Misstrauisch mache, so der Gutachter weiter, der deutliche Kontrast zwischen den 
Erklärungen der Beschwerdeführerin für ihr absonderliches Verhalten und den 
objektivierbaren Befunden (etwa: Verweis auf Asthma zur Erklärung, weshalb sie unter 
dem Bett schlafe, wobei eine solche Erkrankung gemäss dem behandelnden Arzt nicht 
vorliege). 

3.2 Insgesamt erachtet es das Gericht mit Blick auf die Ausführungen des 
behandelnden Oberarztes sowie des Gerichtsgutachters als erwiesen, dass bei der 
Beschwerdeführerin aktuell eine weiterhin akute, schwere psychische Störung aus dem 
schizophrenen Formkreis, vorliegt. Dass die konkret zutreffende Diagnose offenbar 
bislang noch nicht fixiert werden konnte, spielt dabei keine Rolle, solange aktuell ein 
Schwächezustand (psychotischer Zustand mit paranoiden Wahnvorstellungen und 
Ängsten) offensichtlich vorliegt. Damit ist die erste Voraussetzung für eine fürsorgerische 
Unterbringung in einer Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehende psychi-
sche Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem 
anhand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist. 

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob die betroffene Person daran ist, in ihrer Lebensgestaltung, ihrem 
Verhalten in ihrer Umgebung, ihrer persönlichen Hygiene und ihrer Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-

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spricht (vgl. noch zum alten Recht R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und 
Erwachsener im Sinne der FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

Hinweise auf Suizidalität lassen sich vorliegend weder den Akten entnehmen noch 
vermochten der Klinikvertreter oder der Gutachter solche konkret zu benennen. Die 
Beschwerdeführerin selber beteuerte glaubhaft ihre grosse Lebensfreude und ihren 
Lebenswillen. Insbesondere wolle sie ihr erst kürzlich geborenes Enkelkind (das in 
I.________ lebe) sehen. Bei sofortiger Entlassung in die häuslichen Verhältnisse sei – so 
die übereinstimmende Auffassung von Behandler und Gutachter – wahrscheinlich von 
einem Behandlungsabbruch auszugehen; und damit verbunden mit einem Rückfall. Der 
Klinikvertreter wies zudem auf die Gefahr einer Chronifizierung und des Verlusts geistiger 
Fähigkeiten hin, wenn die Behandlung abgebrochen werde. Die erhebliche Rückfallgefahr 
wiegt hier schwer, zumal die Beschwerdeführerin bereits aufgefallen ist durch einen 
paranoiden Wahn, der sie bewogen hat, sich mit einer geladenen Waffe auszurüsten. Mit 
Blick auf das im Klinikrahmen nach wie vor beobachtete, paranoide Verhalten der 
Beschwerdeführerin (etwa: Schlafen unter dem Bett, Verstecken unter dem Waschbecken, 
Öffnen einer neuen Wasserflasche für jeden Schluck Wasser; Fluchtdrang) sowie der 
grossen Wahrscheinlichkeit eines Behandlungsabbruchs und eines Rückfalls im Falle der 
Entlassung, ist die Gefahr, dass Frau A.________ sich selbst oder eine Drittperson 
erheblich oder gar tödlich verletzt als akut drohend einzuschätzen, solange der 
psychotisch-ängstliche Zustand andauert und eine zuverlässige Behandlungsadhärenz 
nicht gesichert ist. Damit ist eine Selbstgefährdung im Entlassungsfall gegeben im Sinne 
eines akuten Risikos einer akzidentellen Verletzung mit einer Schusswaffe oder einem 
anderen gefährlichen Gegenstand.

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch die Betroffene mit zu berücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (vgl. vorstehend 
E. 2.1). Das geltende Recht hält im Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht 
nur die Belastung, sondern auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 42).

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Gemäss Akten der Klinik hat die Beschwerdeführerin weiter im Rahmen eines Ausgangs 
in der Stadt ihren Ehemann tätlich angegriffen und am Arm verletzt, wonach sie in 
wahnhaftem, paranoidem Zustand von der Polizei auf die Station zurückgebracht und 
isoliert werden musste. Diesen Vorfall bestreitet sie nicht, verweist aber darauf, den 
Ehemann bloss aus einem Reflex heraus verletzt (gebissen) zu haben, während sie 
ansonsten eine sehr harmonische Beziehung führen würden. Nach ihrer eigenen Aussage 
ist der Ehemann aktuell froh, dass sie sich in der Klinik befindet, da er sich dadurch 
erheblich entlastet fühle. Gemäss dem Klinikvertreter sei er verunsichert und überfordert, 
aber unterstützend. Er besuche die Beschwerdeführerin regelmässig in der Klinik, 
informiere sich, wie er sich am besten verhalten und worauf er achten müsse. Zu 
verweisen ist auch unter dem Titel der Fremdgefährdung auf das frühere Verhalten von 
Frau A.________ in hoch psychotischem Zustand (Bewaffnung mit Faustfeuerwaffe zur 
Verteidigung gegen Geheimdienstmitarbeiter), woraus sich offensichtlich im Falle eines – 
von den Ärzten grundsätzlich als wahrscheinlich erachteten – Rückfalls eine erhebliche 
Fremdgefährlichkeit ergibt, selbst wenn die Beschwerdeführerin künftig keinen Zugang zu 
Schusswaffen mehr haben sollte, sondern nurmehr zu anderen gefährlichen 
Gegenstände, wie sie in jedem Haushalt zu finden sind. Festzuhalten ist immerhin, dass 
die Beschwerdeführerin – abgesehen vom erwähnten Vorfall mit dem Ehemann – bisher 
tatsächlich noch keine Drittpersonen verletzt zu haben scheint und auch innerhalb der 
Klinik offenbar nicht fremdaggressiv auffiel, sondern lediglich durch Störung des 
Gemeinschaftslebens auf der Station (Tätigen von Ton- und Bildaufnahmen von 
Mitpatienten und Personal, Ausbreiten ihrer persönlichen Effekten in den gemeinsamen 
Bereichen, lautes Telefonieren daselbst, etc.). Im Falle einer baldigen Entlassung muss 
nach dem Gesagten von einer erheblichen Belastung des Ehemannes ausgegangen 
werden. Weiter droht auch Lebensgefahr für weitere, unbeteiligte Drittpersonen, so lange 
der akut psychotische Zustand anhält, und die Beschwerdeführerin in unvorhersehbarer 
Weise gewisse ihr bislang unbekannte Personen in ihrer Wahnvorstellung mit dem 
Geheimdienst von I.________ in Verbindung bringt. Insgesamt besteht ein nicht zu 
unterschätzendes, akutes Risiko, dass die Beschwerdeführerin ihrem Ehemann oder 
Dritten im Rahmen ihres intermittierend nach wie vor auftretenden psychotischen Erlebens 
einen erheblichen Schaden zufügen könnte (BGE 145 III 441 E. 8.4 mit Verweis auf Urteil 
des EGMR Nr. 1760/15 vom 30. April 2019 i.S. T.B. gegen Schweiz § 54). 

4.3 Zusammenfassend ist das Vorliegen von Selbst- und Fremdgefährdung aufgrund 
des aktuellen Schwächezustands ausgewiesen. Daran ändert nichts, dass der 
psychiatrische Gutachter eine solche im Gespräch mit der Beschwerdeführerin nicht 

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konkret erkennen konnte, zumal auch er festhielt, es bestehe Anlass zu einer gewissen 
Vorsicht gegenüber den vordergründigen Beteuerungen der Patientin. Ebenfalls erhellt 
ohne Weiteres, dass die Beschwerdeführerin in ihrem aktuellen Zustand einer 
engmaschigen Betreuung bedarf. Daneben erfolgt aktuell die Behandlung mit einer 
antipsychotischen Medikation (Risperidon), womit die Beschwerdeführerin ihr 
Einverständnis erklärt und beteuert, das Medikament in den letzten Tagen tatsächlich 
eingenommen zu haben, was angesichts des offensichtlich bereits leicht gebesserten 
Zustands grundsätzlich glaubhaft ist (vgl. auch oben E. 3.1). Diese Behandlung ist gemäss 
dem psychiatrischen Gutachter lege artis. 

Die Klinik C.________ ist als psychiatrische Klinik eine geeignete Einrichtung zur 
Betreuung der Beschwerdeführerin in ihrem aktuellen Zustand und in der Lage, die 
angezeigten weiteren Abklärungen in Zusammenarbeit mit einem Akutspital zu 
veranlassen. Die Beschwerdeführerin wünschte sich zwar anlässlich ihrer Anhörung die 
Entlassung, damit sie sich in I.________ in einer Klinik behandeln lassen könne (wobei sie 
auf die bessere sprachliche Verständigung verwies), eventualiter die Verlegung in eine 
Frauenklinik (aktuell sei sie die einzige Frau auf der Station), bzw. subeventualiter den 
Übertritt auf die Psychotherapiestation der Klinik C.________ (da sie mehr Ruhe brauche). 
Bei alledem ist indes weder ersichtlich, dass mit der Patientin – die offensichtlich sowohl 
die deutsche als auch die englische Sprache ordentlich beherrscht, auch wenn es sich 
nicht um ihre Muttersprache handelt – eine hinreichende Kommunikation nicht möglich 
wäre, noch, dass ihr das Stationsmilieu abträglich wäre, und aus diesem Grund die 
Eignung der Klinik C.________ für ihre weitere Behandlung und Betreuung zu verneinen 
wäre. Selbstredend verhindert dies nicht, dass sich die Beschwerdeführerin mithilfe der 
behandelnden Ärzte um einen Übertritt in eine andere Klinik oder auf eine andere Station 
bemüht. Für eine entsprechende Anordnung besteht indes keine Grundlage, nachdem 
sich die Beschwerdeführerin aktuell bereits in einer geeigneten Einrichtung (mit 
entsprechendem Leistungsauftrag ihres Wohnkantons) befindet. 

5. Eine fürsorgerische Unterbringung gegen den Willen der Betroffenen ist 
schliesslich nur dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihr die nötige persönliche 
Fürsorge nicht anderweitig erwiesen werden kann, beispielsweise durch eine ambulante 
Psychotherapie und/oder eine ambulante Abgabe von Medikamenten. Bei der Beurteilung 
dieser Frage sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: 
Krankheitseinsicht, Bereitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale 
Begleitumstände (Wohnung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen 

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Entlassung in medizinischer und sozialer Hinsicht. Ob die fürsorgerische Unterbringung 
aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage im Zeitpunkt des jeweiligen 
Entscheides (vgl. etwa VGer ZG F 2013 60 vom 4. Dezember 2013 E. 4, in: GVP 2013 
1.1.9.2).

5.1 Eine Krankheitseinsicht der Beschwerdeführerin ist nach deren eigener Angabe 
gegeben; sie beteuert auch ihre Behandlungsbereitschaft im ambulanten Rahmen. Dies 
steht indes in starkem Kontrast dazu, dass sie gemäss Blutspiegelbestimmung 
nachweislich bis mindestens Freitag, 18. November 2022, die ihr verschriebene 
antipsychotische Medikation nicht eingenommen hat. Der behandelnde Oberarzt geht 
deshalb (noch) nicht von einer belastbaren Krankheitseinsicht und 
Behandlungsbereitschaft aus. Der gerichtliche Gutachter verweist einerseits auf die 
Schwierigkeit einer Prognose, anderseits auf die zu Beginn schizophrener Erkrankungen 
häufig fehlende Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft. Es sei wahrscheinlich, 
dass die Beschwerdeführerin die Medikamente im Falle der Entlassung wieder absetzen 
würde. Die Compliance sei erst von sehr kurzer Dauer, und es sei von einem Zeitraum von 
ca. zwei bis drei Wochen auszugehen, bis diese als stabil bezeichnet werden könne. Der 
behandelnde Arzt verwies seinerseits darauf, dass es ca. zwei Wochen dauere, bis die 
Medikation die volle Wirkung entfalte. 

Die Beschwerdeführerin konnte offenbar bislang noch nicht akzeptieren, dass der von ihr 
angestrebte Wechsel auf die Privatstation/Psychotherapiestation (bzw. ein Austritt in eine 
andere in- oder ausländische Klinik) erst möglich sein wird, wenn das akut psychotische 
Geschehen sich – nicht nur aus ihrer subjektiven, sondern auch aus objektiver Sicht –
stabil zurückgebildet hat. Der stationäre Aufenthalt auf der stärker gesicherten Station A6 
erscheint jedenfalls aktuell – auch mit Blick darauf, dass Frau A.________ offenbar 
wiederholt versuchte, von der Station zu entweichen und regelmässig den Schutz der 
abgeschirmten Bereiche auf der Station benötigt – angemessen; nach Auskunft des 
Klinikvertreters wird denn auch ein Übertritt auf die Privatstation von deren Seite aktuell 
abgelehnt. Angesichts eines nach wie vor intermittierend aufflammenden 
Verfolgungswahns und der aus der Dokumentation augenfälligen Ängste erscheint es als 
unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im ambulanten Rahmen – hier oder in 
I.________ – die nötigen Behandlungen und Abklärungen in die Wege leiten wird. 
Anlässlich ihrer Anhörung durch das Gericht machte sie denn auch insbesondere 
bezüglich der weiteren Behandlung in I.________ lediglich vage Ausführungen. Was 
schliesslich die sozialen Begleitumstände angeht, so lebt sie mit ihrem Ehemann 

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zusammen in J.________. Dieser scheint mit der aktuellen Situation überfordert zu sein, 
so dass von ihm kein stabilisierender Einfluss oder ein (rechtzeitiges) Erkennen erneuten 
paranoiden Verhaltens zu erwarten ist. Des Weiteren stellen die auf ihn registrierten 
Waffen – sofern er diese zurückerhalten sollte – eine erhebliche Gefahr dar.

5.2 Zusammenfassend ist die weitere Unterbringung der Beschwerdeführerin als 
verhältnismässig zu betrachten so lange, bis ihr akuter, paranoid psychotischer Zustand 
remittiert ist und eine hinreichende Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft auch 
für die ambulante Weiterbehandlung gesichert werden kann. Es versteht sich von selbst, 
dass dabei grundsätzlich auf eine langsame Hinführung der Beschwerdeführerin auf ihre 
Entlassung, also auf eine schrittweise Öffnung, des Settings hinzuweisen ist (vgl. oben 
E. 2.2), wie dies denn auch der verantwortliche Oberarzt in Aussicht gestellt hat und wie 
es bereits mit einem ersten unbegleiteten Ausgang auf dem Klinikgelände begonnen 
wurde. Da die weiteren Behandlungsmodalitäten wohl auch von den Resultaten der 
weiteren Abklärungen (MRI, Punktion) abhängen, ist davon auszugehen, dass auch diese 
im Verlauf organisiert werden. Insgesamt ist jedenfalls angesichts des Ausgeführten die 
weitere stationäre Unterbringung der Beschwerdeführerin zur Betreuung, Behandlung und 
zur weiteren Abklärung der Erkrankung im gegenwärtigen Zeitpunkt als notwendiges, 
mildest mögliches Mittel zur Abwendung akut drohender Gefahr von der 
Beschwerdeführerin selber sowie ihrem Umfeld und der Öffentlichkeit als verhältnismässig 
zu qualifizieren. Angesichts der nur schwer zum Voraus prognostizierbaren Dauer der 
akuten Krankheitsphase mit bedrohlichen Wahnideen, der Tatsache, dass sich die 
Beschwerdeführerin im Urteilszeitpunkt bereits seit etwas über zwei Wochen in der Klinik 
befand, sowie der ohnehin auf maximal sechs Wochen beschränkten Dauer der ärztlichen 
fürsorgerischen Unterbringung (vgl. oben E. 2.1), ist eine weitere Einschränkung der 
zulässigen Dauer der Unterbringung durch das Gericht nicht angezeigt. Demzufolge ist die 
Beschwerde abzuweisen. 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Die unterliegende, ohnehin nicht anwaltlich vertretene, 
Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an Dr. B.________ sowie an die ärztliche Leitung der Klinik C.________

Zug, 22. November 2022

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am