# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 262c4d26-f1b3-57b4-8a26-3f25737e62e1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-03-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 22.03.2005 B 2004/196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2004-196_2005-03-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2004/196

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 22.03.2005

Entscheiddatum: 22.03.2005

Entscheid Verwaltungsgericht 22.03.2005
Ausländerrecht, Art. 8 EMRK (SR 0.101), Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG (SR 
142.20). Es ist verhältnismässig, einen seit 1985 in der Schweiz ansässigen 
Mann aus Serbien und Montenegro (Kosovo), der wegen vorsätzlicher 
Tötung zu neun Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, auf unbestimmte Zeit 
aus der Schweiz auszuweisen, obwohl seine Ehefrau und die dreizehnjährige 
Tochter eine Niederlassungsbewilligung besitzen (Verwaltungsgericht, B 
2004/196).

Anwesend: Vizepräsidentin Dr. E. Oesch-Frischkopf, Verwaltungsrichter lic. iur. A. 

Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Ersatzrichter lic. iur. J. Diggelmann; 

Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

Z. S.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt X.,

gegen

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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betreffend

Ausweisung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Z. S., geboren 1961, ist Staatsangehöriger von Serbien und Montenegro (Kosovo). 

Er ist seit 1981 mit seiner Landsfrau P.S. verheiratet. Er hielt sich von 1985 bis 1988 als 

Saisonnier in der Schweiz auf. 1989 wurde ihm eine Jahresaufenthaltsbewilligung und 

1996 eine Niederlassungsbewilligung erteilt. Die Ehefrau kam 1990 mit den beiden 

Kindern F. geboren 1983, und G., geboren 1985, im Rahmen des Familiennachzugs in 

die Schweiz. 1992 wurde die Tochter A. geboren. Die Kinder und die Ehefrau besitzen 

seit 1996 bzw. 2001 Niederlassungsbewilligungen.

Am 28. März 1997 erschoss Z. S. im Treppenaufgang des Dancings Amnesia an der 

Oberen Bahnhofstrasse in Wil den mazedonischen Staatsangehörigen Z. Das 

Kantonsgericht St. Gallen sprach Z. S. mit Urteil vom 9. Dezember 1998 der 

vorsätzlichen Tötung, der mehrfachen Gefährdung des Lebens und des verbotenen 

Waffentragens schuldig und bestrafte ihn mit neun Jahren Zuchthaus und zehn Jahren 

Landesverweisung. Das Kassationsgericht wies eine Nichtigkeitsbeschwerde des 

Verurteilten mit Entscheid vom 11. August 1999 ab.

Mit Urteilen vom 4. Dezember 1999 wies der Kassationshof des Bundesgerichts eine 

Nichtigkeitsbeschwerde und eine staatsrechtliche Beschwerde von Z. S. gegen das 

Urteil des Kantonsgerichts und das Urteil des Kassationsgerichts ab, soweit es darauf 

eintrat.

Während eines Hafturlaubs lenkte Z. S. am 1. März 2003 in angetrunkenem und 

übermüdetem Zustand einen Personenwagen und verursachte dabei einen 

Selbstunfall. Das Kreisgericht Rheintal sprach ihn mit Urteil vom 25. September 2003 

des Führens eines Motorfahrzeuges in angetrunkenem Zustand und der einfachen 

Verkehrsregelverletzung schuldig und bestrafte ihn mit vier Wochen Gefängnis und 

einer Busse von Fr. 500.--.

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Mit Verfügung vom 9. Juli 2004 wies das Ausländer-amt Z. S. auf unbestimmte Dauer 

aus der Schweiz aus. Der Beginn der Ausweisung wurde auf die Entlassung aus dem 

Strafvollzug festgesetzt.

B./ Gegen die Ausweisung erhob der Betroffene Rekurs, der vom Justiz- und 

Polizeidepartement mit Entscheid vom 29. November 2004 abgewiesen wurde.

C./ Mit Eingaben vom 14. Dezember 2004 und 12. Januar 2005 erhob Z. S. durch 

seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der 

Rekursentscheid vom 29. November 2004 und die Verfügung des Ausländeramts vom 

9. Juli 2004 seien aufzuheben und von einer Ausweisung sei abzusehen. Zur 

Begründung der Beschwerde wird im wesentlichen vorgebracht, die Ausweisung sei 

unverhältnismässig. Es sei in bezug auf das Fehlverhalten des Beschwerdeführers im 

Strafvollzug lediglich auf Vermutungen abgestellt worden. Eine gegenwärtige und 

erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gehe vom 

Beschwerdeführer nicht aus. Zu seinen Gunsten sei weiter zu berücksichtigen, dass er 

sich seit sehr langer Zeit in der Schweiz aufhalte und sehr gut integriert sei. Auch hätte 

die Ausweisung eine Trennung der Familie zur Folge. Eine Uebersiedlung nach Kosovo 

sei für die Ehefrau und die minderjährige Tochter nicht zumutbar. Auf die weiteren 

Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

Mit Verfügung vom 14. Januar 2005 wurde Z. S. auf den 18. Februar 2005 bedingt aus 

dem Vollzug der Freiheitsstrafe entlassen. Gleichzeitig wurde der Vollzug der 

gerichtlichen Landesverweisung angeordnet.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 17. Januar 2005 unter Hinweis 

auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 14. Dezember 2004 

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und 12. Januar 2005 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 

VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2./ Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 

Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) kann ein Ausländer aus der Schweiz 

ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich 

bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen 

darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im 

Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b).

Die Ausweisung kann befristet, aber nicht für weniger als zwei Jahre, oder unbefristet 

ausgesprochen werden (Art. 11 Abs. 1 ANAG). Sie soll nur verfügt werden, wenn sie 

nach den gesamten Umständen angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).

Der Beschwerdeführer wurde gestützt auf Art. 55 StGB zu einer unbedingten 

Landesverweisung von zehn Jahren verurteilt. Mit Verfügung vom 14. Januar 2005 

gewährte die Strafvollzugsbehörde die bedingte Entlassung aus dem Vollzug der 

Freiheitsstrafe, sobald der Verurteilte ausgeschafft werden kann, frühestens am 18. 

Februar 2005. Die Landesverweisung wurde damit vollziehbar erklärt. Eine unbedingte 

Landesverweisung im Sinne von Art. 55 StGB ist nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichtes für die Fremdenpolizeibehörden bindend (vgl. BGE 124 II 289 mit 

Hinweis auf Art. 10 Abs. 4 ANAG; VerwGE vom 24. September 1998 i.S. E.S. und vom 

14. Dezember 1999 i.S. S.Z.). Die Ausweisung ist daher nur insoweit zu überprüfen, als 

sie auf unbestimmte Zeit und damit länger als die Dauer der strafrechtlichen 

Landesverweisung angeordnet wurde.

b) Art. 10 Abs. 1 ANAG ist eine typische "Kann-Bestimmung". Das Gesetz schreibt 

beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen nicht zwingend die Anordnung einer 

Ausweisung vor, sondern es räumt der Verwaltung diesbezüglich einen 

Ermessensspielraum ein. Das Verwaltungsgericht ist zur Ueberprüfung der 

Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheides nicht befugt (Art. 61 Abs. 1 

und 2 VRP). Es darf daher auch bei der Prüfung der Angemessenheit im Sinne von Art. 

11 Abs. 3 Satz 1 ANAG nicht sein eigenes Ermessen - im Sinne einer Prüfung der 

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Opportunität bzw. der Zweckmässigkeit der Massnahme - anstelle des Ermessens der 

Verwaltung stellen (VerwGE vom 11. November 2003 i.S. M.B.A. mit Hinweis auf 

VerwGE vom 17. August 1999 i.S. J. und S.R.; BGE 125 II 107). Es kann nur 

überprüfen, ob der Entscheid der Verwaltung auf einer Ueberschreitung bzw. einem 

Missbrauch des Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist (GVP 1996 Nr. 9 mit 

Hinweisen).

Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinne von Art. 11 Abs. 3 

ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens 

des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner 

Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der Vollzugsverordnung 

zum ANAG, SR 142.201, abgekürzt ANAV). In der Prüfung der Angemessenheit im 

Sinne von Art. 11 Abs. 3 ANAG, d.h. der Verhältnismässigkeit, geht auch diejenige auf, 

ob die Massnahme im Sinne von Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention 

(SR 0.101, abgekürzt EMRK) verhältnismässig bzw. als in einer demokratischen 

Gesellschaft notwendig erscheint (BGE 120 Ib 130 f.).

c) Der Beschwerdeführer wurde von der Strafkammer des Kantonsgerichts der 

vorsätzlichen Tötung und weiterer Delikte schuldig gesprochen und zu neun Jahren 

Zuchthaus verurteilt. Aufgrund dieser Verurteilung sind die Voraussetzungen für eine 

Ausweisung gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG unbestrittenermassen erfüllt.

d) Im folgenden ist zu prüfen, ob die angeordnete Ausweisung verhältnismässig ist.

aa) Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die 

fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE 

129 II 216).

Das Kantonsgericht hielt in seinem Urteil vom 9. Dezember 1998 fest, der 

Beschwerdeführer habe einen ihm bis dahin unbekannten Menschen ums Leben 

gebracht, weil er mit diesem eine zufällige Auseinandersetzung gehabt habe. Er habe 

bei seiner Reaktion eine weit übertriebene Empfindlichkeit und einen ungehemmten 

Geltungsdrang gezeigt. Er habe die Tat mit mehreren gezielten Schüssen konsequent, 

ja geradezu im

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Sinne eines "Overkills" zu Ende geführt.

Der Tat ging eine Auseinandersetzung im Dancing Amnesia voraus. Der 

Beschwerdeführer war am Abend im Ausgang und ohne besonderen Anlass mit einer 

geladenen Pistole bewaffnet, die er in den Hosenbund steckte. Er gab gegenüber der 

Polizei an, diese Waffe habe er überall mitgenommen, wo er hingegangen sei. Er stehe 

eben mit ein paar Leuten aus dem Kosovo "nicht so gut". Es sei ihm allerdings schon 

bekannt, dass man "ohne Schein" keine Schusswaffe tragen dürfe. Vor Gericht erklärte 

er dagegen, er habe die Pistole am besagten Abend nur ausnahmsweise und ganz 

zufällig dabei gehabt. Nach dem Aufsuchen mehrerer Lokale begab er sich um ca. 

21.00 Uhr in das Dancing Amnesia und trank Bier. Eine knappe Stunde später traf dort 

das spätere Opfer mit Angehörigen ein. Nachdem der Beschwerdeführer immer wieder 

zu dieser Gruppe hinüber geblickt hatte, bemerkte eine dieser Gruppe angehörende 

Frau, sie kenne den Beschwerdeführer von ihrem früheren Arbeitsort her; dieser habe 

sich schon damals als Frauenheld aufgespielt. Ihr Mann machte daraufhin Anstalten 

zum Aufstehen. An seiner Stelle ging dann das Opfer zum Beschwerdeführer hin, 

sprach mit ihm und klopfte ihm zuletzt auf die Schulter, so als wolle er ausdrücken, nun 

sei alles wieder gut. In der Folge begaben sich der Beschwerdeführer und Personen 

aus der gegnerischen Gruppe aus dem Lokal. In einer Mischung aus verletztem Stolz 

und der Befürchtung, einer zahlenmässigen Uebermacht in der erwarteten Schlägerei 

zu unterliegen, zog er seine Pistole und leerte das ganze Magazin. Das Kantonsgericht 

hielt fest, im Bestreben, sich die Flucht rücksichtslos freizuschiessen, liege eine 

enorme Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal Unbeteiligter. Umgekehrt seien zwei 

Strafmilderungsgründe zu beachten. Im Zweifel sei anzunehmen, dass der 

Beschwerdeführer doch im Glauben war, es entstehe eine Prügelei und diese werde 

mit seiner Niederlage enden. Ausserdem habe der Beschwerdeführer bei einem 

Blutalkoholgehalt von höchstens 2,22 Gewichtspromillen einen mittelschweren Rausch 

gehabt.

Auch in fremdenpolizeilicher Hinsicht ist das Verschulden des Beschwerdeführers als 

sehr schwer einzustufen. Insbesondere ist bei Gewaltdelikten ein strenger Massstab 

anzulegen (BGE 125 II 526). Aufgrund der Straftat bzw. der Verurteilung ist ein überaus 

gewichtiges öffentliches Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers 

gegeben.

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Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde ist eine gewisse Rückfallgefahr nicht 

von der Hand zu weisen. Das Kantonsgericht hielt fest, der Angeschuldigte weise nicht 

beeinflussbare Charakterzüge auf, insbesondere eine gesteigerte Bereitschaft zu 

gewaltsamen Konfliktlösungen. Die Tatumstände und das Vorleben sprächen gegen 

eine gute Prognose. Diese Beurteilung ist zutreffend. In Betracht fällt auch, dass der 

Beschwerdeführer 1989 nach einem Wirtshausstreit einem Landsmann mit einem 

Hammer derart heftig auf den Kopf schlug, dass dieser einen Schädelbruch erlitt. Er 

machte danach geltend, er sei dazu "praktisch gezwungen" gewesen, weil der andere 

ihn tief beleidigt und körperlich bedrängt habe. Das Kantonsgericht hielt fest, der 

Beschwerdeführer könne offenbar nicht verstehen, weshalb man "diese alte Sache 

wieder ausgräbt". Diese Haltung beweise zugleich seine Rücksichtslosigkeit und die 

fehlende Einsicht. Hinzu kommt ausserdem, dass der Beschwerdeführer während eines 

Hafturlaubs angetrunken einen Personenwagen lenkte und damit ein weiteres 

Vergehen beging.

Offen bleiben kann, inwiefern der Beschwerdeführer sich noch anderweitig im 

Strafvollzug ein Fehlverhalten zuschulden kommen liess. Immerhin steht fest, dass er 

die wegen der umstrittenen Drohung und der Teilnahme an einer 

Unterschriftensammlung ausgesprochene Versetzung akzeptiert hat. Bei der streitigen 

Drohung handelt es sich allerdings nicht um eine ausschlaggebende Tatsache, 

weshalb weitere Abklärungen nicht erforderlich sind.

bb) Zugunsten des Beschwerdeführers ist der lange Aufenthalt in der Schweiz zu 

berücksichtigen. Der Beschwerdeführer kam 1985 im Alter von rund 24 Jahren als 

Saisonnier in die Schweiz. 1989 wurde ihm eine Jahresaufenthalts- und 1996 eine 

Niederlassungsbewilligung erteilt. Der lange Aufenthalt von rund zwanzig Jahren fällt 

bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit der Ausweisung zu Gunsten des 

Beschwerdeführers ins Gewicht. Allerdings ist eine Ausweisung selbst bei Ausländern 

der zweiten Generation, welche in der Schweiz geboren wurden und zeitlebens hier 

ansässig waren, unter gewissen Umständen zulässig (BGE 122 II 436). Die lange 

Aufenthaltsdauer vermag jedenfalls eine Unverhältnismässigkeit der Ausweisung nicht 

zu begründen.

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Die Vorinstanz billigte dem Beschwerdeführer eine gewisse Integration zu. 

Demgegenüber wird in der Beschwerde geltend gemacht, der Beschwerdeführer sei in 

der Schweiz sehr gut integriert. Er spreche fliessend deutsch, sei mit den Sitten und 

Bräuchen in der Schweiz bestens vertraut und betrachte die Schweiz als seine Heimat. 

Zweifellos ist nach einem Aufenthalt von rund 20 Jahren in der Schweiz eine gewisse 

Integration ohne weiteres anzunehmen. Allerdings fällt auf, dass der Beschwerdeführer 

an der Gerichtsverhandlung von einem Dolmetscher unterstützt wurde und er unter 

anderem Fehler des Dolmetschers verantwortlich machte, weshalb das Strafmass in 

seinen Augen übersetzt ausgefallen war. Daher ist zumindest fraglich, ob der 

Beschwerdeführer über fliessende Deutschkenntnisse verfügt, wie in der Beschwerde 

behauptet wird. Gegen eine nachhaltige Integration spricht ausserdem der Umstand, 

dass der Beschwerdeführer entgegen den ihm bekannten gesetzlichen Vorschriften 

eine Waffe trug und eine gesteigerte Bereitschaft zu gewaltsamen Konfliktlösungen 

aufweist.

cc) Zugunsten des Beschwerdeführers fällt weiter ins Gewicht, dass seine Ehefrau und 

seine dreizehnjährige Tochter über Niederlassungsbewilligungen verfügen. 

Demgegenüber kann er aus den Niederlassungsbewilligungen seiner volljährigen 

Kinder keinen Rechtsanspruch auf Aufenthalt in der Schweiz ableiten (BGE 120 Ib 261).

dd) Aufgrund der Niederlassungsbewilligung der Ehefrau und der minderjährigen 

Tochter kann sich der Beschwerdeführer indessen auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK berufen. 

Diese Bestimmung verschafft einem Ausländer einen Anspruch auf Schutz des 

Familienlebens, wenn er nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in 

der Schweiz hat. Wird ihm selber die Anwesenheit in der Schweiz untersagt, kann dies 

Art. 8 EMRK verletzen. Soweit eine familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird und 

intakt ist, wird das der zuständigen Behörde durch Art. 4 ANAG eingeräumte freie 

Ermessen eingeschränkt (BGE 122 II 5 und 293, 127 II 64 f.).

Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Recht auf Schutz des Familienlebens 

statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer 

demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und 

Ordnung und das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung 

sowie Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral 

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sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die EMRK verlangt somit 

ebenfalls ein Abwägen der sich gegenüberstehenden privaten Interessen am Belassen 

der Bewilligung und dem öffentlichen Interesse an deren Entzug, wobei die öffentlichen 

Interessen in dem Sinn überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig 

erweist (BGE 122 II 6 mit Hinweisen). Bei der Interessenabwägung ist zu fragen, ob den 

hier anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem 

Ausländer, der ausgewiesen wird, ins Ausland zu folgen. Die Frage der Zumutbarkeit 

beurteilt sich nicht nach den persönlichen Wünschen der Betroffenen, sondern ist unter 

Berücksichtigung ihrer persönlichen Verhältnisse und aller Umstände objektiv zu 

beurteilen (BGE 122 II 6 mit Hinweis auf BGE 116 Ib 353 und 115 Ib 3). Eine allfällige 

Unzumutbarkeit der Ausreise für die hier lebenden Angehörigen ist mitabzuwägen, führt 

aber nicht zwingend für sich allein zur Unzulässigkeit einer Ausweisung. Wenn es den 

Familienangehörigen zumutbar ist, ihr Familienleben im Ausland zu führen, ist Art. 8 

Abs. 1 EMRK zum vornherein nicht verletzt (BGE 122 II 297 mit Hinweisen auf Literatur 

und Judikatur).

ee) Den öffentlichen Interessen sind somit die privaten Interessen des 

Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Je länger ein 

Ausländer in der Schweiz lebt und je gewichtiger sein Interesse an der 

Aufrechterhaltung der familiären Beziehung einzustufen ist, desto strengere 

Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung einer Ausweisung zu stellen. 

Entscheidend bleibt in jedem Fall die Verhältnismässigkeitsprüfung gestützt auf die 

gesamten wesentlichen Umstände des Einzelfalls.

Wie erwähnt, reiste der Beschwerdeführer 1985 im Alter von rund 24 Jahren erstmals in 

die Schweiz ein. 1989 erhielt er eine Aufenthaltsbewilligung. Somit ist er seit rund 16 

Jahren dauernd in der Schweiz ansässig. Allerdings ist anzunehmen, dass er mit 

seinem Herkunftsland nach wie vor verbunden ist. So verbrachte er seine gesamte 

Kindheit und Jugend in Kosovo, weshalb davon auszugehen ist, dass seine 

Beziehungen zu seiner Heimat niemals gänzlich abgebrochen sind. Der 

Beschwerdeführer baute zudem mit seiner Ehefrau in seinem Geburtsort in Kosovo ein 

Haus, das er mit Krediten finanzierte, die er in der Schweiz aufgenommen hatte. Unter 

diesen Umständen muss davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer 

trotz seines langen Aufenthalts in der Schweiz damit rechnete, dereinst nach Kosovo 

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zurückzukehren. Wer in seinem Herkunftsstaat ein Haus baut, der rechnet im 

allgemeinen damit, sich dort wieder niederzulassen. In der Beschwerde werden 

jedenfalls keine anderen Gründe angeführt, weshalb der Beschwerdeführer ein Haus in 

Kosovo baute.

ff) Von besonderer Bedeutung sind im vorliegenden Fall die Nachteile, welche eine 

Ausweisung für die Ehefrau und die Tochter des Beschwerdeführers hätte. Die Ehefrau 

weilt seit rund fünfzehn Jahren in der Schweiz und war bei der Einreise etwa 29-jährig. 

Da sie somit den grössten Teil ihres Lebens im Herkunftsstaat verbracht hat, dürfte 

eine Rückkehr nicht mit überdurchschnittlichen Schwierigkeiten verbunden sein, 

wenngleich nicht zu übersehen ist, dass mit einer Rückkehr schwerwiegende, 

namentlich auch wirtschaftliche Nachteile verbunden sind.

Problematischer ist die Zumutbarkeit der Ausreise nach Kosovo für die unmündige 

Tochter A.. Diese ist knapp dreizehn Jahre alt und in der Schweiz geboren. Allerdings 

ist davon auszugehen, dass sie die Sprache ihrer Eltern spricht und versteht. Jedenfalls 

wird in der Beschwerde nicht behauptet, sie sei der Sprache ihrer Eltern nicht bzw. 

nicht mehr mächtig. Obwohl sich die Tochter grundsätzlich in einem noch 

anpassungsfähigen Alter befindet, muss dennoch davon ausgegangen werden, dass 

ein Umzug insbesondere im schulischen Bereich mit schwierig zu überwindenden 

Problemen verbunden wäre. Dies gilt insbesondere deshalb, weil die Tochter die 

gesamte bisherige Schulzeit in der Schweiz absolviert hat. Auch ihr Freundeskreis und 

ihre älteren Geschwister befinden sich in der Schweiz. Ob eine Rückkehr nach Kosovo 

für die Tochter zumutbar ist, erscheint daher zumindest fraglich, kann aber offen 

bleiben. Eine allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise für die Tochter führt nämlich nicht 

zur Unzulässigkeit der Ausweisung (BGE 122 I 6 und 120 Ib 131).

e) Wägt man die öffentlichen Interessen an einer Ausweisung des Beschwerdeführers 

mit seinen privaten Interessen, und insbesondere denjenigen seiner Familie, an einem 

Verbleib in der Schweiz gegeneinander ab, so ist es nicht zu beanstanden, wenn die 

Vorinstanz zum Ergebnis kommt, die öffentlichen Interessen an der Ausweisung seien 

stärker zu gewichten. Aufgrund der Schwere der Straftat ist das öffentliche Interesse an 

der Ausweisung sehr gewichtig. Dies gilt namentlich deshalb, weil der 

Beschwerdeführer ein schwerwiegendes Gewaltverbrechen sowie weitere gravierende 

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Straftaten beging. Dieses öffentliche Interesse vermag im vorliegenden Fall auch eine 

allfällige Unzumutbarkeit der Uebersiedlung der Familienangehörigen nach Kosovo zu 

überwiegen. Aufgrund des Strafvollzugs ist das Familienleben bereits seit mehreren 

Jahren stark beeinträchtigt. Dass das familiäre Zusammenleben nach der 

Strafverbüssung weiter verunmöglicht wird, wenn die Ehefrau mit dem unmündigen 

Kind dem Beschwerdeführer nicht nach Kosovo folgen würde, ist einzig und allein dem 

Verhalten des Beschwerdeführers zuzuschreiben. Hinzu kommt, dass der Vollzug der 

strafrechtlichen Landesverweisung angeordnet wurde, weshalb es ihm auch aus 

diesem Grund nicht möglich ist, mit seiner Familie in der Schweiz zu leben.

Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht daher zum Schluss, dass die 

Ausweisung auf unbestimmte Zeit verhältnismässig ist, weshalb die Beschwerde als

unbegründet abzuweisen ist.

3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.

Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlt der 

Beschwerdeführer unter Verrechnung mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Die Vizepräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

 

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Zustellung dieses Entscheides an:

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Soweit eine Verletzung von Bundesrecht bzw. eines Rechtsanspruchs auf Erteilung 

einer Bewilligung geltend gemacht wird (Art. 100 lit. b Ziff. 3 und Art. 104 lit. a und b 

OG), kann gegen diesen Entscheid innert dreissig Tagen seit der Eröffnung 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 

14, eingereicht werden.

den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt X.)–

die Vorinstanz–

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		2025-07-19T17:11:13+0200
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