# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3dadb9b-847e-5238-8858-107c8c43a9ee
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 13.11.2018 SB180057
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180057_2018-11-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB180057-O/U/cs 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Schärer 

und Ersatzoberrichter lic. iur. Meier sowie Gerichtsschreiberin MLaw 

Guennéguès 

Urteil vom 13. November 2018 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, vertreten durch Staatsanwalt 
Dr. Fischbacher,  

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

sowie 

 

B._____, 
Privatklägerin 

 

betreffend mehrfache sexuelle Handlungen mit einem Kind etc.   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 
1. November 2017 (DG170199) 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 18. Juli 2017 

(Urk. 46) ist diesem Urteil beigeheftet.  

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig  

- der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von 

Art. 187 Ziff. 1 StGB 

- der mehrfachen sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 

StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jah-

ren, wovon ein Tag durch Haft erstanden ist. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 21 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate, abzüg-

lich 1 Tag, der durch Haft erstanden ist) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 6'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 4'000.–   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 205.55   Auslagen Untersuchung (ärztliche Expertise) 

Fr.  281.25   Auslagen Untersuchung (Dolmetscher) 

Fr. 1'190.–   Auslagen Kantonspolizei Zürich (EDV-Auswertung) 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:  

(Urk. 93 S. 2 i.V.m. Urk. 109 S. 2) 

1. Es seien die Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 3 des angefochtenen Ur-
teils aufzuheben und es sei der Beschuldigte vom Vorwurf der 
mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind sowie der 
mehrfachen sexuellen Nötigung freizusprechen. Entsprechend sei 
die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft abzuweisen. 

2. Es seien die Abänderung von Ziffer 5 des angefochtenen Urteils 
die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens 
auf die Staatskasse zu nehmen.  

3. Es seien die Kosten des Berufungsverfahrens auf die Staatskas-
se zu nehmen.  

4. Es seien dem Beschuldigten eine Entschädigung für die entstan-
denen Anwaltskosten in Höhe von Fr. 29'437.40 sowie eine Ge-
nugtuung von Fr. 200.00 zuzusprechen. 

5. Für das Berufungsverfahren sei die amtliche Verteidigung des 
Beschuldigten aus der Gerichtskasse angemessen zu entschädi-
gen. 

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland:  

(Urk. 97, S. 2) 

1. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren zu be-
strafen, unter Anrechnung der bisher erstandenen Haft. 

2. Dem Beschuldigten sei der bedingte Vollzug von 2 Jahren Frei-
heitsstrafe zu gewähren, unter Ansetzung einer Probezeit von 
2 Jahren; 1 Jahr Freiheitsstrafe sei zu vollziehen. 

3. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 1. No-
vember 2017 zu bestätigen. 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang und Prozessuales 

1. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 

1. November 2017 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sin-

ne von Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie der mehrfachen sexuellen Nötigung im Sinne 

von Art. 189 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer (teil-)bedingten Frei-

heitsstrafe von 2.5 Jahren bestraft, wobei die Freiheitsstrafe im Umfang von 9 

Monaten unbedingt, unter Anrechnung eines Tages erstandener Untersuchungs-

haft, ausgesprochen wurde. Im Umfang von 21 Monaten wurde die Freiheitstrafe 

aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt (Urk. 92 S. 86). 

Gegen das am 1. November 2017 mündlich eröffnete Urteil hat der Beschuldigte 

mit Eingabe vom 13. November 2017 fristgerecht Berufung angemeldet (Urk. 83) 

und innert Frist mit Eingabe vom 5. Februar 2018 die Berufungserklärung einge-

reicht (Urk. 88/2, Urk. 93). Er beantragt einen vollumfänglichen Freispruch und 

stellte den Antrag, es sei ein aussagenpsychologisches Gutachten hinsichtlich der 

Aussagen der Privatklägerin einzuholen. Dieser Beweisantrag wurde mit Präsidi-

alverfügung vom 13. März 2018 einstweilen abgewiesen (Urk. 102). 

Innert der mit Präsidialverfügung vom 12. Februar 2018 angesetzten Frist hat die 

Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 21. Februar 2018 Anschlussberufung erho-

ben (Urk. 97). Sie beschränkt ihre Anschlussberufung auf die Bemessung und 

den Vollzug der Strafe und beantragt, der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstra-

fe von 3 Jahren zu bestrafen, den bedingten Vollzug von 2 Jahren Freiheitstrafe 

zu gewähren und 1 Jahr Freiheitsstrafe sei zu vollziehen. Die Privatklägerin liess 

sich innert Frist nicht vernehmen. 

Die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziffer 4) blieb unangefochten, in 

diesem Punkt ist der Eintritt der Rechtskraft festzustellen. In allen übrigen Punk-

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ten ist das Urteil der Vorinstanz angefochten und bildet Gegenstand des Beru-

fungsverfahrens. 

2. Beweisantrag 

Die Verteidigung stellte im Rahmen ihrer Berufungserklärung wie auch im Beru-

fungsverfahren den Beweisantrag, es sei ein aussagenpsychologisches Gutach-

ten über die Aussagen der Privatklägerin einzuholen (Urk. 93 S. 2 f., Prot. II 

S. 41). An der Berufungsverhandlung reichte sie eine von ihr eingeholte aussa-

genpsychologische Stellungnahme von Dipl.-Psych. C._____ zu den Akten 

(Urk. 110/1). Gestützt darauf brachte die Verteidigung vor, dass die Privatklägerin 

zu den eigentlichen Tatvorwürfen keine freie Schilderung liefere und die nähere 

Umschreibung der Übergriffe erst auf geschlossene Fragen hin erfolgt seien. Das 

Zustandekommen der Aussagen der Privatklägerin als Ergebnis hochgradig struk-

turierter und geschlossener Fragen verunmögliche es, die Glaubhaftigkeit der 

Aussagen einzuschätzen. Daher könne nicht zu Ungunsten des Beschuldigten 

von einer glaubhaften Darstellung des behaupteten Verhaltens ausgegangen 

werden. Die Erstellung des Sachverhalts könne daher nicht gestützt auf die Aus-

sagen der Privatklägerin erfolgen (Urk. 109 S. 11 ff.).  

Beweisanträge dürfen abgelehnt werden, wenn damit die Beweiserhebung über 

Tatsachen verlangt wird, die unerheblich, offenkundig, bekannt oder bereits 

rechtsgenügend erwiesen sind (StPO Kommentar-RICKLIN, Art. 331 StPO N 1, 

Art. 318 Abs. 2 StPO). Das Prüfen der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist Teil der 

Beweiswürdigung und gehört damit – wie von der Staatsanwaltschaft zutreffend 

vorgebracht (Urk. 97 S. 2) – zum Aufgabenbereich des Gerichts. Eine Begutach-

tung durch eine sachverständige Person drängt sich nur bei besonderen Umstän-

den auf. Dies ist etwa der Fall, wenn schwer interpretierbare Äusserungen eines 

Kleinkinds zu beurteilen sind, bei Anzeichen ernsthafter geistiger Störungen, wel-

che die Aussageehrlichkeit des Zeugen beeinträchtigen könnten, oder wenn An-

haltspunkte dafür bestehen, dass der Zeuge durch Drittpersonen beeinflusst wird. 

Dem Richter steht bei der Frage, ob aufgrund der konkreten Umstände eine Be-

gutachtung notwendig ist oder nicht, ein Ermessensspielraum zu (vgl. BGE 

6B_441/2013 vom 4. November 2013 E. 6.5.2 mit Hinweisen). 

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Bei der Privatklägerin handelt es sich nicht um ein Kleinkind, sondern um eine 

normal entwickelte junge Frau, deren Antworten weder unklar noch inadäquat 

sind. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, welche den Beizug eines Sachverständi-

gen notwendig erscheinen lassen. Wie ausgeführt, ist die Aussagenwürdigung 

zentrale Aufgabe des Gerichts. Dazu gehört auch die Bewertung der Qualität der 

Aussagen unter Berücksichtigung der Befragungstechnik und anderer denkbarer 

Einflussnahmen durch Dritte. Der Beweisantrag des Beschuldigten auf Einholung 

eines aussagenpsychologischen Gutachtens ist daher abzuweisen. Es gibt so-

dann keinen Grund, die Privatklägerin von Amtes wegen nochmals einzuverneh-

men. 

3. Beweisverwertbarkeit 

Vor der Vorinstanz liess der Beschuldigte geltend machen, die polizeiliche Ein-

vernahme der Privatklägerin vom 26. Juli 2016 sei nicht verwertbar, da ihm kein 

Teilnahmerecht gewährt worden sei (Urk. 79 S. 3).  

Im Untersuchungs- und Gerichtsverfahren gilt gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO der 

Grundsatz der Parteiöffentlichkeit der Beweiserhebungen. Danach haben die Par-

teien das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Ge-

richte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fragen zu stellen. Dazu 

zählen auch von der Staatsanwaltschaft delegierte polizeiliche Einvernahmen 

(Art. 312 Abs. 2 StPO). Bei Beweiserhebungen durch die Polizei, etwa bei polizei-

lichen Einvernahmen von Auskunftspersonen, sind die Parteien nicht zur Teil-

nahme berechtigt (Art. 147 Abs. 1 StPO e contrario, BGE 6B_1167/2017 vom 

11. April 2018 E. 2.1., BGE 139 IV 25 E. 4.2.) Beweise, die in Verletzung der Teil-

nahmerechte der beschuldigten Person erhoben worden sind, sind grundsätzlich 

nicht zulasten des Beschuldigten verwertbar (Art. 147 Abs. 4 StPO).  

Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die Einvernahme der Privatklägerin vom 

26. Juli 2016 vor Eröffnung der Untersuchung (welche am 11. August 2016 erfolg-

te, vgl. Urk. 26), und somit im selbständigen Ermittlungsverfahren, durchgeführt 

wurde. Daher liegt keine Verletzung von Teilnahmerechten vor. Die Aussagen der 

Privatklägerin sind somit verwertbar (vgl. Urk. 92 S. 8 f.).  

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II. Sachverhalt 

1. Anklagevorwurf 

Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, zwischen ca. Ende De-

zember 2010 und ca. Ende April 2013 seine damals 13- bis 15-jährige Stieftochter 

(Privatklägerin) jeweils drei- bis viermal pro Woche sexuell missbraucht zu haben, 

indem er sich zwischen 20.00 und 22.00 Uhr zur Privatklägerin in ihr Schlafzim-

mer begeben und sie – über und unter den Kleidern – an den Beinen, den Armen, 

am Bauch, an den Brüsten und im Intimbereich zwischen den Beinen gestreichelt 

und massiert habe. Auch habe er sie regelmässig am Nacken, an den Ohren, an 

den Händen und an den Brüsten geküsst. Ein- bis dreimal im Frühjahr 2013 habe 

sich ein solcher Übergriff tagsüber im Elternschlafzimmer und einmal im Sommer 

2012 in den Ferien in Florida in Anwesenheit der ganzen Familie ereignet. Wenn 

die Privatklägerin erklärt habe, dass sie dies nicht wolle, habe der Beschuldigte 

ihr Geschenke versprochen. Auch habe er ihr gesagt, dass sie mit niemandem 

darüber sprechen dürfe, ansonsten die Familie kaputtgehen würde bzw. er die 

Familie verlassen müsste (Urk. 46 S. 2 f.).  

2. Standpunkt des Beschuldigten 

Der Beschuldigte bestreitet sämtliche Vorwürfe. Als Motiv für die Anzeige bringt er 

vor, dass die Privatklägerin aus Rache handle, weil er nach der Trennung von 

D._____, der Mutter der Privatklägerin, im Frühjahr 2013 den Kontakt auch zur 

Privatklägerin abgebrochen habe. Weiter spielten seiner Meinung nach finanzielle 

Gründe eine Rolle, da er seiner Ex-Frau nach Oktober 2016 keine Unterhaltsbei-

träge mehr bezahlt habe. Die Privatklägerin wolle wohl eine Entschädigung raus-

schlagen, da sie von der Mutter finanziell abhängig sei und Letztere einen gros-

sen Einfluss auf sie habe (Urk. 8 S. 11 f.).  

3. Beweisgrundsätze 

Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze der Beweiswürdigung umfassend 

und zutreffend dargelegt. Es kann vollumfänglich darauf verwiesen werden 

(Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 92 S. 7 f.). Es gilt zu unterstreichen, dass die Aussagen 

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kritisch zu würdigen sind und insbesondere das Vorliegen von Realitätskriterien 

abzuklären ist. Da diese freie Würdigung Aufgabe des Gerichts ist, erübrigt sich 

wie erwogen die Einholung eines aussagenpsychologischen Gutachtens zur Ana-

lyse der Aussagen der Privatklägerin (vgl. vorstehend E.I.2.). Es ist in der Be-

weiswürdigung auf die Glaubhaftigkeit der entsprechenden Aussagen einzuge-

hen. 

4. Beweismittel 

Neben den Aussagen des Beschuldigten (Urk. 8, 9, 10, 12 und 75) liegen die 

Aussagen der Privatklägerin im Recht (Urk. 13, 14 [Video-Aufnahme davon: 

Urk. 15 und 16] und 74). Weiter wurden ihre Mutter D._____ (Urk. 17), ihre Ge-

schwister E._____ (Urk. 18 und 19) und F._____ (Urk. 20), ihr Ex-Freund 

G._____ (Urk. 21 und 76) und ihre Kollegin H._____ (Urk. 22 und 77) befragt. Es 

liegt zudem ein Bericht der Kantonspolizei Zürich vom 2. Februar 2017 betreffend 

die anlässlich der Hausdurchsuchung vom 29. November 2016 am Wohnort des 

Beschuldigten sichergestellten elektronischen Gerätschaften und Datenträger 

(Urk. 37/7) und die von der Verteidigung eingereichten Auszüge aus der SMS- 

und E-Mail-Korrespondenz zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerin 

(Urk. 38/13 und 14; Urk. 67/1-2) sowie Grundrisszeichnungen bzw. Fotografien 

aus dem ehemaligen Familienhaus im I._____ ... in Zürich (Urk. 38/11 und 12) bei 

den Akten. 

5. Würdigung der Aussagen 

5.1. Glaubwürdigkeit der Beteiligten 

Die Glaubwürdigkeit einer Person ergibt sich aus deren prozessualer Stellung, ih-

ren wirtschaftlichen Interessen am Ausgang des Verfahrens sowie vor allem an-

hand ihrer persönlichen Beziehungen und Bindungen zu den übrigen Prozessbe-

teiligten.  

Wie die Vorinstanz in Bezug auf die Glaubwürdigkeit des Beschuldigten zutref-

fend erwog, hat er ein legitimes Interesse daran, sich in einem für ihn günstigen 

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Licht darzustellen. Seine Glaubwürdigkeit ist aber dennoch nicht von vornherein 

grundsätzlich in Zweifel zu ziehen. 

Von der Verteidigung wurde geltend gemacht, die Privatklägerin habe ein finanzi-

elles Interesse am Ausgang des Verfahrens, zumal sie eine Zivilforderung von 

Fr. 3'000.– geltend gemacht habe, was ihre Glaubwürdigkeit nicht stärke (Urk. 79 

s. 14). Dieses Argument wurde mit dem Rückzug ihrer Zivilforderungen (Urk. 74 

S. 21) obsolet. Ohnehin können daraus keine Rückschlüsse auf die Glaubwürdig-

keit der Privatklägerin gezogen werden, zumal der ursprüngliche Betrag beschei-

den ausfiel. Insgesamt ist auch die Glaubwürdigkeit der Privatklägerin nicht 

grundsätzlich eingeschränkt. 

Die befragten Personen sind bzw. waren alle im engen Umfeld der Privatklägerin 

anzusiedeln. Der Beschuldigte lebte von 2007 bis zur Trennung 2013 mit der Mut-

ter der Privatklägerin zusammen bzw. war mit ihr verheiratet und somit der Stief-

vater der Privatklägerin. Weiter sind Aussagen der Mutter, der Geschwister, des 

Ex-Freundes sowie einer regelmässig bei der Familie verkehrenden Freundin der 

Privatklägerin als Beweismittel erhoben worden. Die Beteiligten stehen oder stan-

den demnach alle in persönlichen Beziehungen, was bei der Würdigung ihrer 

Aussagen zu beachten ist (vgl. Urk. 92 S. 9 ff.).  

Entscheidend ist grundsätzlich – wie bereits erwähnt und auch von der Vorinstanz 

zu Recht festgehalten wurde – die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen und 

weniger die generelle Glaubwürdigkeit der aussagenden Person. 

5.2. Glaubhaftigkeit der Aussagen 

5.2.1. Im Allgemeinen 

Die Aussagen der Beteiligten wurden von der Vorinstanz ausführlich zusammen-

gefasst, weshalb vollumfänglich darauf verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 

StPO, Urk. 92 S. 12 bis 42). Die Würdigung der entsprechenden Aussagen durch 

die Vorinstanz (Urk. 92 S. 43 ff.) erweist sich als zutreffend, weshalb ebenfalls da-

rauf zu verweisen ist, insoweit nachstehend nicht davon abgewichen wird. Es gilt 

Folgendes zu ergänzen oder zu konkretisieren. 

-  10  - 

5.2.2. Aussagen des Beschuldigten 

Die konkreten Anklagevorwürfe bestreitet der Beschuldigte vehement. Seine 

sonstigen Aussagen sind grösstenteils konstant und detailreich. So erklärte er, mit 

seinen drei Stiefkindern, also der Privatklägerin, ihrer Schwester E._____ und 

dem Bruder F._____ ein Gutenachtritual gehabt zu haben. Er sei zu jedem Kind 

ins Zimmer, um sich nach deren Tag zu erkundigen und ihnen eine gute Nacht zu 

wünschen. Er sei bei jedem Kind einige Minuten gewesen, jedoch sei E._____ 

aufgrund ihres Asperger-Syndroms jeweils kurz angebunden gewesen und 

F._____ habe eher eine Geschichte hören wollen. Die Privatklägerin sei die 

kommunikativste gewesen und habe ihm jeweils sehr ausführlich ihren ganzen 

Tag im Detail erzählt. Daher sei es möglich, dass er jeweils am längsten bei ihr 

gewesen sei. Er habe sie – wie auch die anderen Kinder – an den Armen und am 

Kopf gestreichelt und einen Gutenachtkuss auf die Stirn gegeben. In Überein-

stimmung damit räumte er an der Berufungsverhandlung ein, er habe sicher den 

besten Draht zur Privatklägerin gehabt (Prot. II S. 14). Zweifel an seiner Darstel-

lung ergeben sich einzig aber immerhin unter Berücksichtigung eines bei ihm si-

chergestellten Videos, das die Privatklägerin im Bad zeigt, und seiner Aussagen 

dazu.  

Auf die Frage, ob der Beschuldigte von der badenden Privatklägerin Bilder ge-

macht habe, erklärte er in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 

30. März 2017, dass dies absolut nicht stimme. Auf den darauffolgenden Vorhalt 

von auf seiner Festplatte sichergestellten Fotos der nackt in der Badewanne sit-

zenden Privatklägerin (Urk. 37/7 S. 10 f.), erklärte der Beschuldigte, ihm sei nicht 

bewusst, dass er solche Fotos gespeichert habe. Es habe sich um eine Family 

Harddisk gehandelt und es könne sein, dass die Fotos mit einem anderen Handy 

oder von einer anderen Person, insbesondere der Mutter der Privatklägerin, er-

stellt worden seien. Daraufhin wurde dem Beschuldigten die Videosequenz der 

nackten Privatklägerin in der Badewanne vorgehalten (DVD Urk. 37/8), woraufhin 

er erklärte, dass es scheine, als ob er die Aufnahme gemacht habe. Er sei offen-

bar dabei gewesen, für die Privatklägerin Zugverbindungen für den nächsten Tag 

herauszusuchen. An das Video erinnere er sich nicht, er anerkenne aber, dass 

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man seine Stimme und diejenige der Privatklägerin auf dem Video höre (Urk. 10 

S. 3 f.). An der Berufungsverhandlung führte er ergänzend aus, dass er über-

rascht gewesen sei, als er dieses Video bei der Staatsanwaltschaft gesehen ha-

be. Er habe nicht gewusst, dass es ein solches Video gebe. Er sei vielleicht unab-

sichtlich auf den Auslöser der Kamera gekommen (Prot. II S. 34 f.). 

Mit dem sichergestellten Videomaterial kann dem Beschuldigten das anklagege-

genständliche Verhalten nicht nachgewiesen werden. Die Anklagevorwürfe bezie-

hen sich nicht auf Vorgänge im Badezimmer, und von einer Videoaufnahme kann 

nicht ohne weiteres darauf geschlossen werden, dass (auch) andersartige Grenz-

überschreitungen sexueller Natur stattfanden. Allerdings überzeugt seine Aussa-

ge, er habe das Video unbeabsichtigt und unbemerkt aufgenommen, nicht. Hätte 

er auf seinem Handy eine Zugverbindung nachgeschaut, während eine App – un-

absichtlich – im Hintergrund filmte, wäre die Aufnahme viel verwackelter und nicht 

derart zielgerichtet. Die Aufnahme beginnt im Badezimmer, über dem Waschbe-

cken, schwenkt dann direkt in Richtung Privatklägerin, verweilt dort für eine ge-

wisse Zeit – wobei im Bild insbesondere der Bereich von Hals bis Oberschenkel 

der Privatklägerin zu sehen ist –, schwenkt dann wieder weg von ihr, verlässt das 

Badezimmer und wird beendet, sobald das Handy im Schlafzimmer auf das 

Nachttischchen gelegt wird. Die Aufnahme wirkt gesamthaft darauf ausgerichtet, 

die Privatklägerin (heimlich) zu filmen. Der vordergründig alltägliche Anlass für 

das Verweilen im Badezimmer und die zumindest zu Beginn entspannte Haltung 

der Privatklägerin ändern nichts an der Tatsache, dass dieses Video die Aussage 

des Beschuldigten in Frage stellt, dass er von Beginn weg darauf geachtet habe, 

eine genügende Distanz zu wahren, da er die Stiefvater-Stieftochter-Beziehung 

von vornherein als heikel betrachtet habe. Mit der mittels einer Alltagshandlung 

kaschierten Videoaufnahme der nackt in der Badewanne liegenden Privatklägerin 

wahrte er diese Distanz nicht. Seine Darstellung, wonach sein Verhältnis zur Pri-

vatklägerin ein zwar liebevolles aber von der nötigen Distanz geprägtes Stiefva-

ter-Stieftochter-Verhältnis gewesen sei, ist damit in Frage gestellt.  

 

 

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5.2.3. Aussagen der Privatklägerin 

Die Kernaussagen der Privatklägerin, wonach die Übergriffe grösstenteils drei- bis 

viermal pro Woche jeweils während dem Gutenachtritual geschahen und der Be-

schuldigte sie jeweils an den Brüsten und zwischen den Beinen streichelte oder 

massierte und ihr Küsschen in den Nacken, auf die Ohren und im Brustbereich 

gab, blieben konstant. Auch erklärte sie durchgehend, dass seine Berührungen 

grösstenteils sanft gewesen seien, Schmerzen habe er ihr nie verursacht. Er sei 

weder in sie eingedrungen noch habe er sie je auf den Mund geküsst. In Bezug 

auf diese, die grosse Mehrheit ausmachenden Vorfälle, welche sich im Rahmen 

des Gutenachtrituals abgespielt haben sollen, sind die Aussagen der Privatkläge-

rin grösstenteils identisch und wirken auch lebensnah. Allerdings ist auch zu be-

denken, dass gerade mit einer massvoll erweiterten Schilderung von alltäglichen 

Familienritualen Realität und Fiktion besonders einfach und auf den ersten Blick 

überzeugend zu sexuellen Grenzüberschreitungen verbunden werden können. 

Dass es der Beschuldigte möglicherweise gerade auf sexuelle Handlungen in ei-

nem Bereich anlegte, der es ihm stets ermöglichte, sich mit dem Hinweis auf ein 

Missverständnis auf die Position eines differenziert denkenden und handelnden, 

fürsorglichen Familienvaters zurückzuziehen, ändert daran nichts.  

In den Aussagen der Privatklägerin gibt es denn auch einige Widersprüche, die 

namentlich im Licht dieser Problematik zu besonderer Vorsicht mahnen, weil sie 

als Hinweis auf eine bereits zu Beginn des Vorverfahrens vorhandene Dramatisie-

rungstendenzen bei der Schilderung der sexuellen Übergriffe gewertet werden 

können. So gab die Privatklägerin in Widerspruch zu ihren am 26. Juli 2016 ge-

machten Aussagen bei der Polizei, der Beschuldigte habe sie im ganzen Intimbe-

reich und auch an der Klitoris massiert (Urk. 13 S. 8 [Fragen 62 und 63], 11 [Fra-

gen 96 bis 98]), in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 30. Januar 

2017 an, der Beschuldigte habe sie zwar zwischen den Beinen aber nie im Intim-

bereich angefasst (Urk. 14 S. 9 [Fragen 51 und 57]) und verneinte die Frage, ob 

der Beschuldigte sie an der Vagina berührt habe, ausdrücklich (Urk. 14 S. 10 

[Fragen 59 und 60]). Auf den Widerspruch angesprochen, erklärte sie, dass dies 

auch einmal vorgekommen sei, jedoch nach ihrer Einschätzung eher unabsicht-

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lich (Urk. 14 S. 22 [Frage 185]; vgl. auch Urk. 74 S. 13 f.). Ein weiterer Wider-

spruch in ihren Angaben ergibt sich in Bezug auf ihre anfängliche Aussage, wo-

nach sie bei den Übergriffen den harten Penis des Beschuldigten gespürt habe 

(Urk. 13 S. 11 f.). In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme schilderte sie die-

se Ereignisse nicht bzw. verneinte die dahingehenden Fragen, ob sie seinen Pe-

nis gespürt habe (Urk. 14 S. 12 [Frage 85]). Auf die Diskrepanz angesprochen, 

erklärte sie, es könne vielleicht sein, dass sie es einmal gespürt habe, aber heute 

sei ihr das nicht so gross in Erinnerung geblieben (Urk. 14 S. 22 [Frage 187]). 

Ferner bejahte sie bei der Polizei die Frage, ob der Beschuldigte jemals Gewalt 

angewendet habe und schilderte dann, dass das einmal gewesen sei. Er habe sie 

an den Haaren gerissen und an den Ohren gezogen, weil sie sich gewehrt habe. 

Er habe sie an den Haaren gepackt und daran gezogen. Sie habe zu ihm gesagt, 

er solle aufhören, und das habe er dann auch gemacht (Urk. 13 S. 12 f. [Fragen 

111 bis 113]). Bei der Staatsanwaltschaft verneinte sie das dann explizit (Urk. 14 

S. 15 [Fragen 123 bis 126]) und relativierte ihre ersten Aussage auf den Wider-

spruch angesprochen dahingehend, dass es nicht ein richtiges Ziehen, ein festes, 

gewesen sei, und das mit dem Ohr sei gewesen, als er am Nacken und den Oh-

ren geküsst habe, da habe er dann dort gezogen (Urk. 14 S. 22 [Frage 183]).  

Dazu kommt, dass die Privatklägerin in einem Fall auf Nachfrage eine Verbindung 

zu einem Alltagsritual herstellte, die so nicht überzeugt. So gab sie bei der Polizei 

an, die Übergriffe hätten jeweils in ihrem Zimmer stattgefunden. Einmal sei es 

auch im Elternzimmer passiert (Urk. 13 S. 5 [Fragen 35 bis 37]). Auf die spätere 

Frage, wo es passiert sei, wenn es am Mittag passiert sei, erklärte sie, so wie sie 

sich erinnern könne, seien dies ein- oder zweimal am Mittag im Elternzimmer ge-

wesen (Urk. 13 S. 6 [Frage 42]), ordnete den bzw. die Übergriffe im Elternzimmer 

also zeitlich am Mittag ein. In der staatsanwaltschaftliche Einvernahme sprach sie 

von "am Nachmittag vielleicht" (Urk. 14 S. 13 [Fragen 103 und 104]). Auf die Fra-

ge, weshalb sie sich in das Zimmer des Beschuldigten begeben habe, gab sie 

dann jedoch zu Protokoll, sie hätten am Morgen immer so Spiele gemacht 

(Urk. 14 S. 14 [Frage 109]).  

-  14  - 

Zusammengefasst belastete die Privatklägerin den Beschuldigten konstant und 

schilderte dabei auch gewisse Einzelheiten sowie Gedanken und Gefühle, die ih-

rer Darstellung Lebensnähe geben. Allerdings weist ihre Schilderung der sexuel-

len Übergriffe auch Widersprüche auf, die auf eine Dramatisierungstendenz hin-

weisen. Das ist vorliegend besonders problematisch, weil die zur Diskussion ste-

henden objektiv vergleichsweise harmlosen sexuellen Übergriffe aus alltäglichen 

Familienritualen entstanden sein sollen und sich in diesem Bereich Realität und 

Fiktion relativ einfach zu einer vordergründig glaubhaften Darstellung verbinden 

lassen.  

5.2.4. Weitere Aussagen 

Zu den Aussagen der weiteren befragten Personen ist vorab festzuhalten, dass 

diese aus erster Hand keine Angaben zum strafrechtlich relevanten Kerngesche-

hen machen konnte. Die Mutter der Privatklägerin konnte sich auf entsprechende 

Nachfrage auch nicht an die Situation in den Ferien in Florida und ihre Interventi-

on erinnern (Urk. 17 S. 8). E._____ und F._____ war damals ebenfalls nichts auf-

gefallen (Urk. 19 S. 6, Urk. 20 S. 7). Hingegen konnten sie zu den Familienver-

hältnissen und dazu Aussagen machen, wie sie von den Beschuldigungen der 

Privatklägerin erfuhren.  

Zum Gutenachtritual erklärte die Mutter der Privatklägerin, dass sie mehrmals von 

F._____ darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass der Beschuldigte mehr 

Zeit mit der Privatklägerin verbracht habe (Urk. 17 S. 4 f.). E._____ bestätigte 

ebenfalls, dass es ein Gutenachtritual gegeben habe, wobei sie nicht mitbekom-

men habe, bei wem der Beschuldigte wie lange blieb. Bei ihr sei er jeweils als ers-

tes gewesen und ca. 10 Minuten geblieben (Urk. 19 S. 5). F._____ sagte zum Gu-

tenachtritual, dass der Beschuldigte jeweils zuerst bei E._____ gewesen sei, dann 

bei der Privatklägerin, dann bei ihm und dann nochmals bei der Privatklägerin. Bei 

ihr sei er immer am längsten geblieben. F._____ sei deshalb eifersüchtig gewe-

sen und manchmal aufgestanden und zur Privatklägerin ins Zimmer gegangen, 

woraufhin der Beschuldigte nochmals zu ihm gekommen sei (Urk. 20 S. 5). Zur 

bevorzugten Behandlung der Privatklägerin durch den Beschuldigten bestätigte 

die Mutter der Privatklägerin, dass Letztere seine Favoritin gewesen sei (Urk. 17 

-  15  - 

S. 6). E._____ erklärte, dass die Privatklägern immer am meisten Aufmerksamkeit 

vom Beschuldigten bekommen habe und die beiden immer zusammen am Ku-

scheln gewesen seien, gemeinsam shoppen oder ins Kino gegangen seien 

(Urk. 18 S. 3 und 5). Auch F._____ sagte aus, dass die Privatklägerin vom Be-

schuldigten favorisiert worden sei, insbesondere bezogen auf das Gutenachtritual. 

Der Beschuldigte sei immer nur kurz bei ihm gewesen und länger bei der Privat-

klägerin (Urk. 20 S. 4 f.). Auch H._____, die Freundin der Privatklägerin, gab von 

sich aus an, dass die Privatklägerin immer der Liebling des Beschuldigten gewe-

sen sei (Urk. 22 S. 2). Auch die Privatklägerin bestätigte auf Nachfrage, dass er 

sie bevorzugt behandelte (Urk. 13 S. 17 f.). Die Aussagen decken sich im Ergeb-

nis mit den entsprechenden Schilderungen des Beschuldigten und der Privatklä-

gerin. Grundlegende zusätzliche Erkenntnisse ergeben sich daraus nicht. 

Zu den Ereignissen, welche zur Anzeige geführt haben, erklärte G._____, der 

damalige Freund der Privatklägerin, in seiner polizeilichen Einvernahme vom 

23. September 2016, dass er die Privatklägerin im Dezember 2015 kennengelernt 

habe und sie seit Mai 2016 zusammen seien. Im Februar 2016 habe sie ihm von 

den Übergriffen erzählt, da sie über Ex-Freunde gesprochen hätten und sie er-

wähnt habe, dass sie Mühe mit Geschlechtsverkehr habe. Beim ersten intimen 

Kontakt mit ihm Anfang Juni 2016 habe er sie nur berührt und massiert, aber be-

reits dies sei ihr unangenehm gewesen. Es falle ihr schwer, es zu geniessen. Sie 

habe ab und zu Flashbacks und beginne dann zu weinen und zu zittern (Urk. 21). 

Anlässlich der Hauptverhandlung erklärte G._____ – inzwischen Ex-Freund der 

Privatklägerin –, dass ihm die Privatklägerin im März oder April 2016, während ei-

nes tiefgründigen Gesprächs über ihre Kindheit, von den Übergriffen erzählt habe 

(Urk. 76 S. 10). Er ergänzte von sich aus, dass er bei der ersten Einvernahme ei-

ne zeitlich falsche Einordnung gemacht habe. Er habe die Privatklägerin am 

23. Februar 2016 kennengelernt, nicht schon im Dezember 2015. Das habe er auf 

Facebook nachgeschaut (Urk. 76 S. 15). H._____ erklärte, sie habe von den 

Übergriffen im April oder Mai 2016 erfahren. Die Privatklägerin habe ihr nicht viele 

Details erzählt, ausser dass der Beschuldigte sie beim Gutenachtsagen an den 

Brüsten berührt habe (Urk. 22 S. 3, Urk. 77 S. 11). E._____ erklärte bei der Poli-

zei, dass ihr die Privatklägerin erzählt habe, dass sie beim ersten Mal mit ihrem 

-  16  - 

Freund sehr emotional gewesen sei. In diesem Zusammenhang habe sie ihr von 

den Übergriffen des Beschuldigten erzählt. Sie habe aber keine Details genannt, 

ausser dass es in der Nacht gewesen sei und, dass sie teilweise erwacht sei und 

ihr T-Shirt hoch- und die Hosen runtergezogen gewesen seien, der Beschuldigte 

auf dem Bett gesessen sei, teilweise mit dem Handy. Von den Übergriffen habe 

sie ihr im Juli oder August 2016 erzählt (Urk. 18 S. 4). In der staatsanwaltschaftli-

chen Einvernahme erklärte E._____, sie glaube, es habe einen Streit mit der Mut-

ter gegeben. Die Privatklägerin sei dann nach Hause gekommen und habe es ihr 

erzählt. E._____ habe ihr dann geraten, es der Mutter zu erzählen (Urk. 19 S. 6). 

Die Mutter der Privatklägerin sagte aus, dass die Privatklägerin ihr am 4. Juli 2016 

(bevor sie Anzeige bei der Polizei erstattete) von den Übergriffen erzählt habe, 

weil der damalige Freund der Privatklägerin sie dazu bewegt habe (Urk. 17 S. 9). 

Diese Aussagen ergeben ein stimmiges und mit der Darstellung der Privatklägerin 

selber übereinstimmendes Bild davon, wie das Umfeld der Privatklägerin von den 

Beschuldigungen erfuhr. Über die im Rahmen des Strafverfahrens protokollierten 

Aussagen der Privatklägerin hinausgehende Erkenntnisse zu den angeklagten 

sexuellen Übergriffen ergeben sich daraus jedoch nicht. 

6. Weitere Beweismittel 

Weitere Beweismittel, welche relevant sind und nicht bereits berücksichtigt wur-

den, liegen nicht vor. 

7. Ergebnis 

Die Würdigung der relevanten Beweismittel ergibt, dass der Beschuldigte die An-

klagevorwürfe konstant von sich wies und das Gutenachtritual nachvollziehbar 

und im Wesentlichen im Einklang mit den übrigen Familienmitgliedern schilderte. 

Auch erklärte er selber, dass er mit der Privatklägerin einen zärtlichen Vater-

Tochter-Kontakt pflegte. Dass er womöglich ein sexuelles Interesse an der Privat-

klägerin hegte, indiziert das sichergestellte Video von der nackten Privatklägerin 

in der Badewanne. Zumindest widerlegt es seine Angaben, dass er die nötige Dis-

tanz zur Privatklägerin immer wahrte. Wie diese Videoaufnahme entstanden sein 

soll, kann er nicht nachvollziehbar erklären. Seine diesbezüglichen Aussagen 

-  17  - 

scheinen zweifelhaft. Jedoch bilden weder die Videoaufnahme noch andere Vor-

gänge im Bad Gegenstand der Anklage. Von der Videoaufnahme kann auch nicht 

ohne weiteres darauf geschlossen werden, dass (auch) andersartige Grenzüber-

schreitungen sexueller Natur stattfanden. Die Privatklägerin blieb zwar während 

des gesamten Verfahrens bei ihren Belastungen, und ihre Darstellung kann auch 

nicht einfach als lebensfremd bewertet werden. Ihre Schilderung weist jedoch Wi-

dersprüche auf. Diese betreffen direkt zwar nur einzelne Elemente, die, denkt 

man sie weg, nichts am Vorwurf sexueller Übergriffe ändern. Sie weisen aber auf 

Dramatisierungstendenzen hin, die zur Frage führen, ob nicht auch andere Teile 

der Schilderung der Privatklägerin nur teilweise realitätsbasiert sind. Dass unter 

den konkreten Umständen Realität und Fiktion relativ einfach zu einer glaubhaft 

wirkenden Schilderung sexueller Grenzüberschreitungen verbunden werden kön-

nen, wurde bereits erwogen. Eine zuverlässige Aussage darüber, welche Teile 

der Aussage der Privatklägerin realitätsbasiert sind und welche (allenfalls) nicht, 

lässt sich unter diesen Umständen nicht machen. Die Widersprüche in den Aus-

sagen der Privatklägerin begründen vor diesem Hintergrund so bedeutende Zwei-

fel an der Glaubhaftigkeit ihrer Belastung, dass der Beschuldigte in Anwendung 

des Grundsatzes in dubio pro reo freizusprechen ist.  

III. Sichergestellte Daten 

Am 15. März 2018 – und mithin nach Anmeldung bzw. Erklärung der Berufung – 

reichte die Staatsanwaltschaft dem Bezirksgericht die externe Festplatte (Marke 

Seagate 3.0 TB, Nr. …) mit Sicherungskopien der aus den beim Beschuldigten si-

chergestellten Datenträgern ausgelesenen Daten zu den Akten, um darüber zu 

verfügen. Das Bezirksgericht übermittelte diese zuständigkeitshalber an die hiesi-

ge Kammer. Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde den Parteien Gelegen-

heit gegeben, zu deren Verwendung Stellung zu nehmen; sie beantragten die 

Einziehung und Vernichtung (Prot. II S. 41).  

Die externe Festplatte gehört zu den Akten und ist daher als Urkunde 112 bei die-

sen zu belassen. 

-  18  - 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Ver-

fahren beider Instanzen, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, 

auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Das Honorar der amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren ist gestützt 

auf die eingereichte Honorarnote auf pauschal Fr. 10'000.– (inkl. MwSt.) festzu-

setzen.  

Sodann ist der Beschuldigte in Anwendung von Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO für die 

Kosten seiner erbetenen Verteidigung in der Untersuchung und im erstinstanzli-

che Verfahren ausgehend von der durch die Verteidigung eingereichten Honorar-

noten (Urk. 110/2-8) mit Fr. 29'437.40 zu entschädigen. Ferner ist ihm gestützt 

auf Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO infolge der zu Unrecht erlittenen Haft eine Genug-

tuung von Fr. 200.– zuzüglich 5 % Zins seit dem 29. November 2016 zuzuspre-

chen.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abtei-

lung, vom 1. November 2017 bezüglich der Dispositivziffer 4 (Kostenfestset-

zung) in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist der eingeklagten Delikte nicht schuldig und 

wird freigesprochen. 

2. Die externe Festplatte (Marke Seagate 3.0 TB, Nr. …) mit Sicherungskopien 

der aus den beim Beschuldigten sichergestellten Datenträgern ausgelese-

nen Daten wird bei den Akten belassen.  

-  19  - 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.  

4. Das Honorar für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren wird auf 

Fr. 10'000.– festgesetzt. 

5. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren beider 

Instanzen, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden auf 

die Gerichtskasse genommen. 

6. Dem Beschuldigten wird für die Untersuchung und das erstinstanzliche Ver-

fahren eine Prozessentschädigung von Fr. 29'437.40 aus der Gerichtskasse 

zugesprochen. 

7. Dem Beschuldigten werden Fr. 200.– (zuzüglich 5 % Zins seit 29. November 

2016) als Genugtuung aus der Gerichtskasse zugesprochen. 

8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (vorab per Fax) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (vorab per Fax) 
− die Privatklägerin 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
− die Privatklägerin 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils 
− die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 

Abs. 1 PolG) 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Kopie von Urk. 94 zur Entfernung 

der Daten 

-  20  - 

9. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 13. November 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Guennéguès 
 

 

	Urteil vom 13. November 2018
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- der mehrfachen sexuellen Handlungen mit einem Kind im Sinne von Art. 187 Ziff. 1 StGB
	- der mehrfachen sexuellen Nötigung im Sinne von Art. 189 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren, wovon ein Tag durch Haft erstanden ist.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 21 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (9 Monate, abzüglich 1 Tag, der durch Haft erstanden ist) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Verfahrensgang und Prozessuales

	1. Gegenstand des Berufungsverfahrens
	2. Beweisantrag
	3. Beweisverwertbarkeit
	Vor der Vorinstanz liess der Beschuldigte geltend machen, die polizeiliche Einvernahme der Privatklägerin vom 26. Juli 2016 sei nicht verwertbar, da ihm kein Teilnahmerecht gewährt worden sei (Urk. 79 S. 3).
	Im Untersuchungs- und Gerichtsverfahren gilt gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO der Grundsatz der Parteiöffentlichkeit der Beweiserhebungen. Danach haben die Parteien das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu s...
	Mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass die Einvernahme der Privatklägerin vom 26. Juli 2016 vor Eröffnung der Untersuchung (welche am 11. August 2016 erfolgte, vgl. Urk. 26), und somit im selbständigen Ermittlungsverfahren, durchgeführt wurde. Dah...
	II.  Sachverhalt

	1. Anklagevorwurf
	Dem Beschuldigten wird zusammengefasst vorgeworfen, zwischen ca. Ende Dezember 2010 und ca. Ende April 2013 seine damals 13- bis 15-jährige Stieftochter (Privatklägerin) jeweils drei- bis viermal pro Woche sexuell missbraucht zu haben, indem er sich z...

	2. Standpunkt des Beschuldigten
	Der Beschuldigte bestreitet sämtliche Vorwürfe. Als Motiv für die Anzeige bringt er vor, dass die Privatklägerin aus Rache handle, weil er nach der Trennung von D._____, der Mutter der Privatklägerin, im Frühjahr 2013 den Kontakt auch zur Privatkläger...

	3. Beweisgrundsätze
	Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze der Beweiswürdigung umfassend und zutreffend dargelegt. Es kann vollumfänglich darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 92 S. 7 f.). Es gilt zu unterstreichen, dass die Aussagen kritisch zu würdi...

	4. Beweismittel
	Neben den Aussagen des Beschuldigten (Urk. 8, 9, 10, 12 und 75) liegen die Aussagen der Privatklägerin im Recht (Urk. 13, 14 [Video-Aufnahme davon: Urk. 15 und 16] und 74). Weiter wurden ihre Mutter D._____ (Urk. 17), ihre Geschwister E._____ (Urk. 18...

	5. Würdigung der Aussagen
	5.1. Glaubwürdigkeit der Beteiligten
	Entscheidend ist grundsätzlich – wie bereits erwähnt und auch von der Vorinstanz zu Recht festgehalten wurde – die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen und weniger die generelle Glaubwürdigkeit der aussagenden Person.
	5.2. Glaubhaftigkeit der Aussagen
	5.2.1. Im Allgemeinen
	5.2.2. Aussagen des Beschuldigten
	Die konkreten Anklagevorwürfe bestreitet der Beschuldigte vehement. Seine sonstigen Aussagen sind grösstenteils konstant und detailreich. So erklärte er, mit seinen drei Stiefkindern, also der Privatklägerin, ihrer Schwester E._____ und dem Bruder F._...
	5.2.3. Aussagen der Privatklägerin
	Die Kernaussagen der Privatklägerin, wonach die Übergriffe grösstenteils drei- bis viermal pro Woche jeweils während dem Gutenachtritual geschahen und der Beschuldigte sie jeweils an den Brüsten und zwischen den Beinen streichelte oder massierte und i...
	In den Aussagen der Privatklägerin gibt es denn auch einige Widersprüche, die namentlich im Licht dieser Problematik zu besonderer Vorsicht mahnen, weil sie als Hinweis auf eine bereits zu Beginn des Vorverfahrens vorhandene Dramatisierungstendenzen b...
	Dazu kommt, dass die Privatklägerin in einem Fall auf Nachfrage eine Verbindung zu einem Alltagsritual herstellte, die so nicht überzeugt. So gab sie bei der Polizei an, die Übergriffe hätten jeweils in ihrem Zimmer stattgefunden. Einmal sei es auch i...
	Zusammengefasst belastete die Privatklägerin den Beschuldigten konstant und schilderte dabei auch gewisse Einzelheiten sowie Gedanken und Gefühle, die ihrer Darstellung Lebensnähe geben. Allerdings weist ihre Schilderung der sexuellen Übergriffe auch ...
	5.2.4. Weitere Aussagen
	Zu den Aussagen der weiteren befragten Personen ist vorab festzuhalten, dass diese aus erster Hand keine Angaben zum strafrechtlich relevanten Kerngeschehen machen konnte. Die Mutter der Privatklägerin konnte sich auf entsprechende Nachfrage auch nich...
	Zum Gutenachtritual erklärte die Mutter der Privatklägerin, dass sie mehrmals von F._____ darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass der Beschuldigte mehr Zeit mit der Privatklägerin verbracht habe (Urk. 17 S. 4 f.). E._____ bestätigte ebenfalls, dass...
	Zu den Ereignissen, welche zur Anzeige geführt haben, erklärte G._____, der damalige Freund der Privatklägerin, in seiner polizeilichen Einvernahme vom 23. September 2016, dass er die Privatklägerin im Dezember 2015 kennengelernt habe und sie seit Mai...

	6. Weitere Beweismittel
	7. Ergebnis
	Die Würdigung der relevanten Beweismittel ergibt, dass der Beschuldigte die Anklagevorwürfe konstant von sich wies und das Gutenachtritual nachvollziehbar und im Wesentlichen im Einklang mit den übrigen Familienmitgliedern schilderte. Auch erklärte er...
	III.  Sichergestellte Daten
	IV.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 1. November 2017 bezüglich der Dispositivziffer 4 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist der eingeklagten Delikte nicht schuldig und wird freigesprochen.
	2. Die externe Festplatte (Marke Seagate 3.0 TB, Nr. …) mit Sicherungskopien der aus den beim Beschuldigten sichergestellten Datenträgern ausgelesenen Daten wird bei den Akten belassen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz.
	4. Das Honorar für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren wird auf Fr. 10'000.– festgesetzt.
	5. Die Kosten der Untersuchung und der gerichtlichen Verfahren beider Instanzen, einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	6. Dem Beschuldigten wird für die Untersuchung und das erstinstanzliche Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 29'437.40 aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	7. Dem Beschuldigten werden Fr. 200.– (zuzüglich 5 % Zins seit 29. November 2016) als Genugtuung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (vorab per Fax)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (vorab per Fax)
	 die Privatklägerin
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Privatklägerin
	 die Vorinstanz
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Kopie von Urk. 94 zur Entfernung der Daten

	9. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.