# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9274bfcc-b15a-5f85-9586-08af599d3eb4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.05.2016 D-2198/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2198-2016_2016-05-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-2198/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  M a i  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner;   

Gerichtsschreiber Daniel Widmer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer, 

Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 30. März 2016 / N (…). 

 

 

 

D-2198/2016 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer, per Bahn von B._______ kommend, am 

8. November 2015 bei seiner illegalen Einreise in die Schweiz beim Grenz-

übergang C._______ von den schweizerischen Grenzbehörden (GWK) 

kontrolliert wurde, 

dass er dabei nebst seinem Bahnbillett B._______-D._______ vom selben 

Tag einen Laufzettel der Bundespolizeiabteilung E._______, Deutschland 

([…]), vom 7. November 2011, je ein Dokument der slowenischen und der 

kroatischen Behörden, beide vom 3. November 2015, sowie je ein solches 

der serbischen vom 2. November 2015 und der griechischen Behörden 

vom 28. Oktober 2015 mit sich führte (vgl. SEM-act. […]), 

dass er am 9. November 2015 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) F._______ um Asyl nachsuchte und dabei keinerlei Identitätspapiere 

zu den Akten reichte, 

dass er am 17. November 2015 zu seiner Person und zum Reiseweg be-

fragt wurde (BzP), 

dass er dort namentlich erklärte, auch sein minderjähriger Bruder 

G._______, (…) (N […]), sei im EVZ untergebracht, und um Zuweisung an 

den Kanton D._______, wo sich seine (…) aufhalte, ersuchte, woraufhin 

ihm die Befragerin zusicherte, dass sie veranlassen werde, dass er dem-

selben Kanton wie der minderjährige Bruder zugeteilt werde (vgl. a.a.O., 

S. […]), 

dass er anlässlich der BzP bezüglich seines Reisewegs erklärte, er habe 

Afghanistan (…) Monate vorher verlassen und sei über H._______, 

I._______, Griechenland, Mazedonien, Kroatien, Slowenien, Österreich 

und Deutschland in die Schweiz beziehungsweise via Kroatien illegal in 

das Hoheitsgebiet der Dublin-Staaten gelangt, wobei er in keinem dieser 

Drittstaaten um Schutz ersucht habe (vgl. a.a.O., S. […]), 

dass ihm ebenfalls bei der BzP unter Bezugnahme auf seine Aussagen und 

den Rapport des GWK C._______ das rechtliche Gehör zu einer allfälligen 

Wegweisung nach Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien 

oder Griechenland gewährte wurde, 

dass er bezüglich Deutschland erklärte, dieser Staat schaffe Afghanen 

nach Afghanistan aus, wohin er nicht zurückkehren könne, und deshalb 

nicht nach Deutschland gehen möchte, während kein bestimmter Grund 

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gegen eine Wegweisung nach Österreich spreche, er jedoch in keines der 

übrigen erwähnten Länder gehen möchte, weil er die Schweiz gewählt 

habe, da er hier Verwandte habe (vgl. a.a.O., S. […]), 

dass das SEM am 7. Dezember 2015 die slowenischen und am 13. Januar 

2016 die kroatischen Behörden um Übernahme ersuchte sowie am letzt-

genannten Datum ein Informationsersuchen gemäss Art. 34 der Verord-

nung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), an Deutsch-

land richtete (vgl. Aktenverzeichnis SEM […], […] und […]), 

dass Slowenien die Übernahme am 14. Januar 2016 ablehnte (vgl. SEM-

act. […]) und das SEM am 29. Januar 2016 um neuerliche Prüfung des 

Übernahmegesuchs gemäss Art. 5 Abs. 2 der Verordnung (EG) 

Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 mit Durchfüh-

rungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates [DVO 

Dublin] in der Fassung vom 30. Januar 2014; sog. Remonstration) ersuchte 

(vgl. SEM-act. […]), welches Ersuchen von den slowenischen Behörden 

noch gleichentags abgelehnt wurde (vgl. SEM-act. […]), 

dass Deutschland am 13. Februar 2016 eine negative Auskunft bezüglich 

des Informationsersuchens erteilte (vgl. SEM-act. […]), 

dass die kroatischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist nicht Stel-

lung nahmen, 

dass das SEM mit Schreiben vom 16. März 2016 den zwischenzeitlich voll-

jährig gewordenen Bruder G._______ des Beschwerdeführers um Einver-

ständnis für die gemeinsame Behandlung der Asylgesuche in Kroatien er-

suchte, 

dass der gemeinsame Rechtsvertreter des Beschwerdeführers und dessen 

Bruders in seiner Stellungnahme vom 23. März 2016 die Zuständigkeit Kro-

atiens bestritt (vgl. SEM-act. […]), 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. März 2016 – eröffnet am 6. April 

2016 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Kroatien 

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anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den Beschwer-

deführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom 

11. April 2016 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erheben und beantragen liess, unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolge sei die angefochtene Verfügung der Vorinstanz aufzuheben 

und die Sache für die Gewährung des rechtlichen Gehörs, insbesondere 

der Feststellung und Offenlegung des rechtsrelevanten Sachverhalts, der 

Gewährung des Akteneinsichtsrechts sowie der Anpassung des Aktenver-

zeichnisses an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei festzustel-

len, dass gemäss Dublin-III-VO Kroatien nicht zuständig für das vorlie-

gende Asylverfahren sei, und das SEM sei anzuweisen, sich für das vorlie-

gende Asylgesuch für zuständig zu erklären, 

dass in verfahrensrechtlicher Hinsicht im Sinne vorsorglicher Massnahmen 

die aufschiebende Wirkung zu erteilen sei und die Vollzugsbehörden anzu-

weisen seien, von einer Überstellung nach Kroatien abzusehen, bis das 

Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Beschwerde entschieden 

habe, 

dass – unter Beilage einer Fürsorgebestätigung vom 7. April 2016 – auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und dem Beschwerde-

führer die Prozessführung im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG zu bewilligen 

sowie diesem sein Rechtsvertreter als unentgeltlicher Rechtsbeistand ge-

mäss Art. 65 Abs. 2 VwVG zu bestellen sei, 

dass auf die Begründung, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Er-

wägungen eingegangen wird, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 12. April 2016 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 13. April 2016 den Vollzug der 

Überstellung per sofort einstweilen aussetzen liess, 

 

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und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

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dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-

ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende 

erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO; vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2; FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Verord-

nung, Wien 2014, K4 zu Art. 7), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) 

demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III stattfindet (vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2.1 m.w.H.), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

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wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass entweder der Mitgliedstaat, in dem ein Antrag auf internationalen 

Schutz gestellt worden ist und der das Verfahren zur Bestimmung des zu-

ständigen Mitgliedstaats durchführt, oder der zuständige Mitgliedstaat vor 

der Erstentscheidung in der Sache jederzeit einen anderen Mitgliedstaat 

ersuchen kann, den Antragsteller aus humanitären Gründen oder zum 

Zweck der Zusammenführung verwandter Personen aufzunehmen, wobei 

die betroffenen Personen dem schriftlich zustimmen müssen (Art. 17 

Abs. 2 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. humanitäre Klausel), 

dass in der Rechtsmitteleingabe vorab verschiedene Verletzungen des for-

mellen Rechts (rechtliches Gehör, Feststellung und Offenlegung des 

rechtserheblichen Sachverhalts und Akteneinsichtsrecht) durch die Vorin-

stanz gerügt werden, weshalb die Sache an das SEM zurückzuweisen sei, 

dass diese Rügen vorweg zu prüfen sind, da sie gegebenenfalls eine ma-

terielle Beurteilung verunmöglichen würden, 

dass das SEM – so der Beschwerdeführer – es unterlassen habe, den 

Sachverhalt genau darzustellen, zumal es weder erwähnt noch näher er-

läutert habe, dass es vor dem Übernahmeersuchen an Kroatien mit dersel-

ben Forderung erfolglos an Slowenien und Deutschland gelangt sei, wobei 

der Beschwerdeführer offensichtlich über einen gültigen Aufenthaltstitel in 

Slowenien und einen Wegweisungsentscheid von Kroatien verfüge, 

dass der Inhalt dieser beiden Dokumente unklar sei und in der angefoch-

tenen Verfügung diese Tatsache weder erwähnt noch erläutert oder be-

rücksichtigt worden sei, wobei man nicht wisse, in welchem Mitgliedstaat 

der Beschwerdeführer zuvor registriert worden sei, da die massgeblichen 

Dokumente nicht ediert worden seien und diese Aktenstücke gemäss Ak-

tenverzeichnis geheim (vgl. SEM-act. […]) oder unwesentlich (vgl. […]) 

seien, 

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dass das SEM zudem die Edition der Remonstration mit der Begründung, 

dieses Dokument sei geheim, unterlassen und das Übernahmeersuchen 

an Deutschland nicht ins Aktenverzeichnis aufgenommen habe (vgl. Be-

schwerde S. […]), 

dass die Tatsachen, dass vor dem Übernahmeersuchen an Kroatien ein 

solches an Slowenien erging, welches, wie auch die diesbezügliche Re-

monstration, negativ verlief und das SEM Deutschland um Information er-

suchte, im Sachverhalt der angefochtenen Verfügung in der Tat nicht ex-

plizit erwähnt werden, 

dass aber dem Beschwerdeführer – mit Ausnahme der Remonstration – 

Einsicht in die entsprechenden Aktenstücke gewährt und diesem mithin 

das erwähnte Vorgehen der Vorinstanz, welches im Übrigen dem Akten-

verzeichnis entnommen werden kann, durch das SEM auf diese Weise be-

kanntgegeben wurde, 

dass das die Remonstration betreffende Aktenstück (vgl. SEM-act. […]) im 

Aktenverzeichnis des SEM zutreffend als unwesentliche Akte gekenn-

zeichnet wurde, zumal dem Beschwerdeführer Einsicht in die Beantwor-

tung des Ersuchens um neuerliche Prüfung durch Slowenien gewährt 

wurde (vgl. SEM-act. […]), 

dass mithin die diesbezüglich gerügte Verletzung des Anspruchs auf recht-

liches Gehör, der Feststellung und Offenlegung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und der Gewährung des Akteneinsichtsrechts zu verneinen 

und der Rückweisungsantrag abzuweisen ist, 

dass das SEM das Informationsersuchen an Deutschland – entgegen den 

Beschwerdevorbringen handelt es sich nicht um ein Übernahmegesuch – 

(vgl. Aktenverzeichnis SEM: Bezeichnung von act. […]) zwar in das Akten-

verzeichnis aufnahm, indes unterliess, das entsprechende Aktenstück zu 

paginieren,  

dass jedoch aufgrund des Umstandes, dass das Aktenverzeichnis des 

SEM diesbezüglich keinen der Aktenedition entgegenstehenden Vermerk 

(Bst. A – E) trägt, davon auszugehen ist, dem Beschwerdeführer sei Ein-

sicht in dieses Dokument gewährt worden, 

dass das SEM mithin auch diesbezüglich den Anspruch des Beschwerde-

führers auf rechtliches Gehör nicht verletzt hat, weshalb dessen Antrag auf 

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Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Anpassung und Nachfüh-

rung des Aktenverzeichnisses abzuweisen ist, 

dass das SEM das Aktenstück nachträglich zu paginieren hat, wozu ein 

entsprechender Vermerk bei der Rücksendung der Vorakten an die Vorin-

stanz mit Abschluss des vorliegenden Beschwerdeverfahrens erfolgt, 

dass dem Beschwerdeführer entgegen den Ausführungen in der Rechts-

mitteleingabe vom SEM Einsicht in das vom 10. November 2015 datie-

rende Aktenstück A4/1 – das Aktenverzeichnis enthält keinen der Offenle-

gung entgegenstehenden Vermerk – gewährt wurde, während das vom 

9. November 2015 datierende Aktenstück (…) zutreffend als unwesentlich 

gekennzeichnet wurde, zumal es mit A4/1 identisch ist, ausser dass die in 

(…) aufgeführten Rubriken "Meldung von EURODAC" und "Meldung von 

CS-VIS" nicht darin enthalten sind, 

dass im Übrigen dem Beschwerdeführer der Inhalt der ausländischen Do-

kumente, welche er anlässlich bei der Einreise in die Schweiz mit sich 

führte (vgl. SEM-act. […]), bekannt ist, und es sich dabei um Beweise be-

ziehungsweise Indizien gemäss Anhang II Verzeichnis A beziehungs-

weise B der DVO Dublin handelt, 

dass deshalb auch in diesem Zusammenhang eine Verletzung des An-

spruchs auf rechtliches Gehör, der Offenlegung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und des Akteneinsichtsrechts zu verneinen und der diesbe-

zügliche Rückweisungsantrag des Beschwerdeführers abzuweisen ist, 

dass bezüglich der Zuständigkeit in der Beschwerde eingewendet wird, 

das Vorgehen des SEM, welches zeitlich sich überschneidende Übernah-

meersuchen an insgesamt drei Mitgliedstaaten gerichtet habe, in der Hoff-

nung, dass allenfalls einer davon durch Verfristung zuständig werde, sei 

unzulässig, 

dass gemäss der Dublin-III-VO immer nur ein einziger Mitgliedstaat für die 

Zuständigkeit eines Asylgesuchs in Frage komme, wobei gemäss der 

Rangfolge der Kriterien (Art. 7–15) in casu Slowenien zuständig wäre, zu-

mal der Beschwerdeführer im Besitz eines aktuell noch gültigen Aufent-

haltstitels dieses Staats sei, 

dass gemäss den Schlussanträgen vom 17. März 2016 der Generalanwäl-

tin im Verfahren C-63/15 vor dem EuGH (i. S. Ghezelbash) eine asylsu-

chende Person von einem nationalen Gericht überprüfen lassen können 

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müsse, ob die Zuständigkeitskriterien richtig angewandt worden seien (vgl. 

Beschwerde S. […]), 

dass der Beschwerdeführer aus diesen Einwänden nichts zu seinen Guns-

ten abzuleiten vermag, 

dass das SEM in Wahrung der Rangfolge der Kriterien zur Bestimmung 

des zuständigen Mitgliedstaats das erste Übernahmeersuchen vom 7. De-

zember 2015 in zutreffender Weise gestützt auf Art. 12 Abs.1 Dublin-III-VO 

an Slowenien richtete (vgl. SEM-act. […]), zumal der Beschwerdeführer für 

diesen Staat damals über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügte, und vor-

liegend Art. 8–11 Dublin-III-VO betreffend Minderjährige, Familienangehö-

rige und Familienverfahren nicht zur Anwendung gelangen (vgl. nachste-

hende Erwägungen), 

dass der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) im Urteil Abdullahi 

(Urteil des Gerichtshofes [Grosse Kammer] vom 10. Dezember 2013  

C-394/12 i.S. Shamso Abdullahi gegen das österreichische Bundesasylamt) 

die zu beantwortende Frage so formulierte, dass zu untersuchen sei, ob 

asylsuchende Personen das Recht hätten, im Rahmen eines Rechtsbe-

helfs gegen eine Überstellungsentscheidung die Überprüfung der Bestim-

mung des zuständigen Dublin-Staates zu verlangen und sich dabei auf 

eine fehlerhafte Anwendung der in Kapitel III genannten Kriterien zu beru-

fen (Urteil Abdullahi, Rn. 42), 

dass die Ausführungen des EuGH damit die Frage betrafen, ob die fehler-

hafte Anwendung der allgemeinen Dublin-Kriterien grundsätzlich gerügt 

werden könne, und der EuGH diese Frage verneinte, was mit der Recht-

sprechung des Bundesverwaltungsgerichts in BVGE 2010/27 E. 3.2 über-

einstimmt (welches Urteil zwar noch die Dublin-II-VO betraf, diese Recht-

sprechung indessen auch in Bezug auf die Dublin-III-VO zur Anwendung 

gelangt, vgl. BVGE 2015/19 E. 4.5, 2015/18 E. 3.4), 

dass im Übrigen das Verfahren C-63/15 vor dem EuGH noch nicht abge-

schlossen ist und es sich bei den in der Rechtsmitteleingabe erwähnten 

Schlussanträgen vom 17. März 2016 lediglich um eine Stellungnahme 

(opinion) der Generalanwältin handelt, 

dass nach der Sachverhaltsversteinerungsregel des Art. 7 Abs. 2 Dublin-

III-VO bei der Zuständigkeitsordnung lediglich jener Sachverhalt beachtlich 

ist, der zum Zeitpunkt der Stellung des ersten Antrags auf internationalen 

Schutz vorgelegen hat, wobei nachträgliche Änderungen im Rahmen des 

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Seite 11 

Kapitels III der Dublin-III-VO grundsätzlich unbeachtlich sind (vgl. FILZWIE-

SER/SPRUNG, Dublin III-VO, Das Europäische Asylzuständigkeitssystem, 

Wien/Graz 2014, K4 zu Art. 7), 

dass es sich bei Kroatien – abgesehen von Griechenland, in Bezug auf 

welchen Staat die Vermutung, er komme seinen völkerrechtlichen Ver-

pflichtungen nach, nicht mehr gilt (vgl. Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO; BVGE 

2011/35) – aufgrund der Schilderung des Reisewegs durch den Beschwer-

deführer und des Dokuments der kroatischen Behörden, welches er bei der 

Einreise in die Schweiz auf sich trug, um den "Dublin-Staat der ersten Ein-

reise in den Dublin-Raum" handelt, 

dass somit bezüglich des am 13. Januar 2016, mithin drei Wochen und 

sechs Tage vor Ablauf der Frist zur Stellung eines Aufnahmegesuchs an 

einen Mitgliedstaat (Art. 21 Abs. 1 Dublin-III-VO) erfolgten Übernahmeer-

suchens an Kroatien im Hinblick auf die Versteinerungsregel keine nach-

trägliche Änderung vorliegt und sich dieses Ersuchen als zulässig erweist, 

dass die Remonstration an Slowenien am 29. Januar 2016 innerhalb der 

der Frist von Art. 5 Abs. 2 DVO Dublin erfolgte, 

dass Slowenien die Remonstration noch am 29. Januar 2016 negativ be-

antwortete und es dem SEM unbenommen war, am 13. Januar 2016 ein 

Informationsersuchen gemäss Art. 34 Dublin-III-VO an Deutschland zu 

richten (vgl. SEM-act. […]), zumal es den Mitgliedstaaten rechtlich frei-

steht, ein Informationsersuchen zu stellen und nach dessen positiver Be-

antwortung ein Aufnahmeersuchen, gestützt auf diese Informationen, oder 

sogleich ein Aufnahmeersuchen zu übermitteln, solange es sich nicht um 

blosse "Verdachtsanfragen" handelt (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, a.a.O., K3 

zu Art. 34), 

dass es sich in Berücksichtigung der aktenkundigen Registrierung des Be-

schwerdeführers in Deutschland nicht um eine ohne konkrete Anhalts-

punkte erfolgte, in der Beschwerde sinngemäss unterstellte "Verdachtsan-

frage", sondern um ein Informationsersuchen gemäss Art. 34 Dublin-III-VO 

handelte,  

dass das Vorgehen des SEM, in Anbetracht mehrerer in Betracht kommen-

der Kriterien (von Slowenien ausgestelltes Dokument; Einreise in Kroatien) 

innert kurzer Zeit diese beiden Staaten um Übernahme des Beschwerde-

führers zu ersuchen, nicht zu beanstanden ist, zumal es galt, die in Art. 21 

Abs. 1 Dublin-III-VO festgelegten Fristen von drei beziehungsweise zwei 

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Seite 12 

Monaten auch für den Fall der Ablehnung des Übernahmegesuchs durch 

den einen angefragten Mitgliedstaat, dem dafür in der Regel zwei Monate 

zur Verfügung stehen (Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO), einzuhalten, 

dass bezüglich der Zuständigkeitsfrage in der Beschwerde schliesslich ein-

gewendet wird, der Beschwerdeführer und sein Bruder G._______ wohn-

ten aktuell zusammen in einer Wohnung in D._______, wobei die Befrage-

rin anlässlich der BzP für diesen die Unterbringung für einen unbegleiteten 

Minderjährigen veranlasst hätte, wenn sie die Meinung vertreten hätte, 

dass der Beschwerdeführer für seinen Bruder nicht verantwortlich sei, und 

nicht befugt gewesen wäre, diesen in die Verantwortung einer Person zu 

stellen, welche sie nicht für verantwortlich halte, 

dass indessen viel wichtiger sei, dass der Bruder aktuell nicht mehr min-

derjährig sei und das SEM ihm mit Schreiben vom 16. März 2016 das 

rechtliche Gehör bezüglich seines Einverständnisses betreffend Prüfung 

seines Asylgesuchs durch denselben Staat, welcher für den Beschwerde-

führer zuständig sei, ersucht habe, 

dass das SEM auf diese Weise vorgegangen sei, weil der Bruder am 1. Ja-

nuar 2016 volljährig geworden und dies mithin auch zum Zeitpunkt der Ge-

währung des rechtlichen Gehörs gewesen sei, wobei die Frist für die Be-

antwortung des Übernahmeersuchens durch Kroatien, drei Tage zuvor, am 

13. März 2016, abgelaufen sei, und sich das SEM von der Gehörsgewäh-

rung erhofft habe, mit dessen Zustimmung auch den Bruder nach Kroatien 

abschieben zu können (vgl. Beschwerde S. […]), 

dass diese Einwände des Beschwerdeführers nicht stichhaltig sind, 

dass das SEM diesbezüglich in der angefochtenen Verfügung zutreffend 

erwog, der Beschwerdeführer vermöge aus dem Umstand, dass er über 

Verwandte in der Schweiz verfüge, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, 

zumal es sich bei seinem Bruder und seiner Schwägerin nicht um Fami-

lienangehörige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO handle, 

dass daran auch der Umstand nichts zu ändern vermag, dass der Bruder 

des Beschwerdeführers zwischenzeitlich volljährig geworden ist, umso we-

niger, als es sich bei den diesbezüglichen Ausführungen in der Rechtsmit-

teleingabe um durch nichts belegte Unterstellungen handelt, 

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dass – auch wenn der Beschwerdeführer der gleichen Unterkunft wie sein 

Bruder zugewiesen worden sein soll – dies vorliegend für die Frage, wel-

cher Staat für die Behandlung des Asylgesuches des Beschwerdeführers 

zuständig ist, nicht relevant ist, 

dass die kroatischen Behörden das Übernahmeersuchen gestützt auf 

Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO innert der in Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO vorge-

sehenen Frist unbeantwortet liessen, womit sie die Zuständigkeit Kroatiens 

implizit anerkannten (Art. 22 Abs. 7 Dublin-III-VO), 

dass die Zuständigkeit Kroatiens somit gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer die sich aus der Dublin-III-VO ergebende Zu-

ständigkeit Kroatiens auch mit den Ausführungen in der Rechtsmittelein-

gabe nicht zu negieren vermochte, 

dass, wie bereits erwähnt, die Kriterien zur Bestimmung des zuständigen 

Mitgliedsstaats in Kapitel III der Dublin-III-VO abschliessend geregelt sind, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss 

dieser Bestimmung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln 

kann, wenn dafür gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass in der Rechtsmitteleingabe aus den darin genannten, vorstehend er-

wähnten Gründen die Ausübung des Selbsteintrittsrechts durch die 

Schweiz beantragt wird, 

dass diese Gründe, wie oben dargelegt, nicht zu überzeugen vermögen, 

dass Kroatien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK,  

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommt, 

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dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die kroatischen Behörden würden sich weigern, ihn aufzunehmen 

und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der Regeln 

der Verfahrensrichtlinie zu prüfen, 

dass in einem im Rahmen des "Asylum Information Database"-Projekts 

(AIDA) erstellten Länderbericht des Europäischen Flüchtlingsrates ECRE 

vom Dezember 2015 die Belastung des kroatischen Asylsystems durch die 

geografische Lage Kroatiens an der "Balkan-Route" und die grosse Anzahl 

von Flüchtlingen auf der Durchreise geschildert wird, aber auch festgehal-

ten wird, dass Asylsuchende, die im Rahmen des Dublin-Verfahrens nach 

Kroatien überstellt werden, grundsätzlich ohne Probleme Zugang zum kro-

atischen Asylverfahren erhalten (vgl. Aida Country Report: Croatia, Update 

vom Dezember 2015, Dublin, Ziff. 3.2., S. 27, < http://www.asylumineu-

rope.org/sites/default/files/report-download/aida_hr_update.ii_.pdf >, ab-

gerufen am 18.04.2016), 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Kroatien werde im Fall des Beschwerdeführers den Grundsatz des Non-

Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem 

sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 

Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, die bei einer 

Rückführung zu erwartenden Bedingungen in Kroatien seien derart 

schlecht, dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK 

führen könnten, 

dass er auch nicht konkret dargelegt hat, Kroatien würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden minimalen Lebensbedingun-

gen vorenthalten, 

http://www.asylumineurope.org/sites/default/files/report-download/aida_hr_update.ii_.pdf
http://www.asylumineurope.org/sites/default/files/report-download/aida_hr_update.ii_.pdf

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dass es dem Beschwerdeführer bei einer allfälligen vorübergehenden Ein-

schränkung offensteht, sich an die zuständigen kroatischen Behörden zu 

wenden und die ihm zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechts-

weg einzufordern (vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer gerate im Falle einer Rückkehr nach Kroatien wegen der dortigen 

Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Notlage, 

dass vorliegend auch kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne 

von Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO (wegen Schwangerschaft, eines neugebo-

renen Kindes, schwerer Krankheit, ernsthafter Behinderung oder hohen Al-

ters) ersichtlich ist und sich zudem den Aussagen des Beschwerdeführers 

nicht entnehmen lässt, zu welchen Verwandten ein solches Abhängigkeits-

verhältnis bestehen sollte, 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Kroatien würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Lan-

desrecht verstossen, 

dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerdeführer 

aus seinem Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz nichts zu seinen 

Gunsten ableiten kann, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. zum Ganzen das Grundsatzurteil BVGE 2015/9) und den 

Akten keine Hinweise auf eine gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. 

Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- 

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Kroatien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

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dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von 

Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensent-

scheids gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und Verfügung des 

SEM zu bestätigen ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich die Anträge auf Kostenvorschusserlass und Gewährung der 

aufschiebenden Wirkung als gegenstandslos erweisen, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG, ungeachtet der nachgewiesenen 

prozessualen Bedürftigkeit, abzuweisen ist, da die Beschwerde-

begehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu qualifizieren waren, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-

dung im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG mangels Erfüllung der 

Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG ebenfalls abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive 

Rechtsverbeiständung wird abgewiesen. 

 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Thomas Wespi Daniel Widmer 

 

 

Versand: