# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cc74627-1978-5978-b8d3-38f4bc8367b6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 25.05.2007 BRKE I Nrn. 0108-0109/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-I-Nrn--0108-010_2007-05-25.pdf

## Full Text

BRKE I Nrn. 0108 und 109/2007 vom 25. Mai 2007 in BEZ 2007 Nr. 36

Zur Beurteilung stand ein Stall mit einer Fläche von rund 3,5 m2 und einem den 
Stall umgebenden, rund 50 m2 grossen Freilaufgehege zur Haltung von vier Hühnern 
und einem Hahn.

Aus den Erwägungen:

7.1. Wohnzonen sind gemäss § 52 PBG in erster Linie für die Wohnnutzung und 
damit für Wohnbauten bestimmt. Die Zulässigkeit anderer Nutzweisen steht in 
Wohnzonen unter dem grundsätzlichen Vorbehalt, dass der Zonenzweck, nämlich 
ein gesundes und angenehmes Wohnen zu gewährleisten, nicht in Frage gestellt 
wird. Dabei sind insbesondere die zu erwartenden Immissionen, aber auch der funk-
tionelle Zusammenhang mit dem Hauptzweck der Zone zu prüfen (RB 1984 Nr. 75). 
Zonenkonform sind somit ohne Weiteres Bauten, die Wohnraum enthalten, aber 
auch diejenigen, die zum Wohnen zusätzlich nötig sind, wie Garagen oder Garten-
häuser. Ebenso fällt die Hobbynutzung unter den Begriff der Wohnnutzung im Sinne 
von § 52 Abs. 1 PBG (vgl. BEZ 1998 Nr. 32).

Hobbynutzung ist somit grundsätzlich als Teil der Wohnnutzung anzusehen. 
Das Wohnen in einer dafür bestimmten Zone wird unter anderem gerade dadurch 
charakterisiert, dass deren Bewohner im allgemeinen die Möglichkeit haben, in ihren 
Gärten verschiedenen Freizeitbeschäftigungen nachgehen zu können. Dies verhält 
sich auch dann nicht anders, wenn Nutztiere Gegenstand der hobbymässigen Be-
schäftigung bilden. Die hobbymässige Hühnerhaltung fällt daher – nicht anders als 
das Halten von Hunden oder das Basteln in einer Hobbywerkstatt – unter den Begriff 
der Wohnnutzung im Sinne von § 52 Abs. 1 PBG und erweist sich daher als zonen-
konform.

Wann eine Tierhaltung noch als hobbymässig bezeichnet werden kann, hängt 
von der Zweckbestimmung der Tiere ab. Nur diejenige Tierhaltung ist zonenkonform, 
die rein privaten Zwecken, also der eigenen Freizeitbetätigung dient (vgl. dazu C. 
Walker Späh, Pferdehaltung in der Wohnzone – Stand der Rechtsprechung, PBG 
aktuell 1/2004, S. 23 f.). Die vom Rekurrenten betriebene Hühnerhaltung mit fünf Tie-
ren dient offensichtlich ausschliesslich der privaten Freizeitbeschäftigung und verfolgt 
keine gewerblichen Ziele. Diese hobbymässige Tierhaltung und die dafür notwendi-
gen Bauten und Anlagen sind somit grundsätzlich Teil der Wohnnutzung und damit in 
der Wohnzone W2 zonenkonform.

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7.2. Auch wenn die Zonenkonformität einer geplanten Hühnerhaltung in der 
Wohnzone zu bejahen ist, darf diese im Interesse der Nachbarschaft nicht ein belie-
biges Ausmass annehmen. 

Die Haltung von Hühnern und insbesondere von Hähnen führt naturgemäss zu 
Immissionen. Die Tiere erzeugen durch Gackern und Krähen Lärm und produzieren 
Mist, der auch bei regelmässiger Abfuhr für eine gewisse Zeit gelagert werden muss. 
Die Frage, ob eine konkrete Hobbytierhaltung aufgrund der durch sie verursachten 
Immissionen durch Lärm und Geruch nicht oder nur unter Nebenbestimmungen zu-
lässig ist, betrifft nicht die Zonenkonformität, sondern ist für sich anhand der ein-
schlägigen Vorschriften der Umweltschutzgesetzgebung zu überprüfen und führt ge-
gebenenfalls zu grossen Einschränkungen.

Neben quantitativen Einschränkungen durch Bestimmungen der maximal zuläs-
sigen Anzahl Tiere können die Baubehörden im Rahmen des Umweltrechts auch 
weitere konkrete Massnahmen anordnen, um die Immissionen in Grenzen zu halten.

7.3. Geruchsemissionen sind für neue stationäre Anlagen durch die zuständige 
Behörde vorsorglich so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich 
sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 4 Abs. 1 der Luftreinhalteverordnung, LRV). Ist zu 
erwarten, dass die geplante Anlage trotz vorsorglicher Emissionsbegrenzung über-
mässige Immissionen verursachen wird, sind die Massnahmen durch die zuständige 
Behörde so weit zu verschärfen, dass keine übermässigen Immissionen verursacht 
werden (Art. 5 LRV). Gemäss Art. 2 Abs. 5 lit. b LRV gelten Immissionen beim Feh-
len von Grenzwerten dann als übermässig, wenn aufgrund einer Erhebung feststeht, 
dass sie einen wesentlichen Teil der Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich 
stören können. Für Gerüche, wie sie eine Hobbyhühnerhaltung mit sich bringt, be-
stehen keine Immissionsgrenzwerte. Für Anlagen der bäuerlichen Tierhaltung und 
der Intensivtierhaltung sind in Ziff. 5 Anhang 2 LRV Spezialbestimmungen aufgestellt 
worden, nicht hingegen für die Hobbytierhaltung in Wohngebieten. Zwar bestätigte 
das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zur Frage des einzuhaltenden Abstan-
des der Anlagen zu den Nachbargrundstücken in VB.2004.00462 das hilfsweise 
Herbeiziehen der so genannten FAT-Empfehlungen (Empfehlungen der Eidgenössi-
schen Forschungsanstalt für Betriebswirtschaft und Landtechnik aus dem Jahr 1995) 
zur Festlegung der Geruchsbelastung auch für Vorhaben, die weder die bäuerliche 
Tierhaltung noch die Intensivtierhaltung betreffen. Allerdings setzt die massgebliche 
Geruchsbelastung eine viel grössere Anzahl von Tieren voraus, als sie bei Hobby-
tierhaltungen innerhalb von Wohnzonen erreicht wird. 

Die umstrittene Hühnerhaltung umfasst fünf Tiere und bringt eine entsprechend 
kleine Menge an Mist hervor. Bei einer guten Pflege ist von dieser Tierhaltung nicht 
zu erwarten, dass sie zu übermässigen Immissionen führen wird. Dies bestätigte 
auch der Augenschein, in dessen Zusammenhang festgestellt werden konnte, dass 
die Hühner auch an einem sehr warmen Tag aus wenigen Metern Entfernung ge-
ruchlich nicht wahrnehmbar waren.

7.4. Zu grösseren Bedenken geben die Lärmimmissionen Anlass. Gemäss Art. 7 
Abs. 1 der Lärmschutzverordnung (LSV) ist der aus dem Betrieb neuer ortsfester An-
lagen resultierende Lärm ebenfalls so weit zu begrenzen, als dies technisch und be-
trieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (lit. a); zudem dürfen die von der An-
lage allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte nicht überschreiten (lit. b). 

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Fehlen Belastungsgrenzwerte, so beurteilt die Vollzugsbehörde die Lärmimmissionen 
nach Art. 15 USG und unter Berücksichtigung der Art. 19 und 23 USG (Art. 40 Abs. 3 
LSV).

Das Gackern von Hühnern ist als von geringer Intensität zu bezeichnen, wes-
halb das Halten von wenigen Hühnern ohne Hahn von vornherein als unproblema-
tisch erscheint. Das Krähen eines Hahnes indessen wird vom menschlichen Ohr als 
relativ intensiv empfunden. Insbesondere die frühmorgendlichen Rufe wecken die 
Nachbarn zu unerwünschter Stunde. Ein Hahn sollte deshalb seine Lautäusserungen 
in Wohngebieten nicht uneingeschränkt verbreiten können. Bei geeigneten baulichen 
Massnahmen und unter Berücksichtigung des konkreten Umfeldes bedeutet dies je-
doch nicht, dass das Halten eines Hahns in der Wohnzone gänzlich zu untersagen 
ist. Als wichtigste Massnahme ist die Beschränkung der Zeit, in der sich das Tier im 
Freien aufhält – insbesondere der frühen Morgenstunden – zu betrachten. Verbrin-
gen Hühner und Hahn die Nacht in einem Gebäude, ist dies mit einer Haustierhal-
tung vergleichbar, etwa jener eines Hundes, der sich tagsüber regelmässig im Gar-
ten aufhält und dabei zeitweise bellt. Da die Hühner jedoch nicht ins Wohnhaus ge-
holt werden, sind auch gewisse Anforderungen an das Hühnerhaus zu stellen, damit 
der Schall des krähenden Hahns in den Ruhezeiten entscheidend gedämmt wird. 

Beim streitbetroffenen Hühnerhaus handelt es sich um ein handelsübliches Mo-
dell besserer Ausführung, das mit einer doppelten Holzwand und einer 8 cm starken 
Isolationsschicht aus Steinwolle sowie Doppelverglasung ausgestattet ist. Diese 
Ausgangslage sollte gewährleisten, dass die Lärmimmissionen des Hahns deutlich 
verringert werden, vorausgesetzt, er hält sich zu den entscheidenden Zeiten im ge-
schlossenen Häuschen auf. Da die Anlage auf dem Dach der Tiefgarage nach allen 
Seiten hin sehr exponiert ist, könnte als zusätzlicher Schutz des Grundstückes der 
Beigeladenen eine dichte Hecke entlang der Grenze des Baugrundstückes zweck-
mässig sein. Eine weitere Verminderung der Immissionen in diese Richtung wäre 
erreichbar, wenn das Hühnerhaus mit der Rückwand zum Grundstück der Beigela-
denen hin stünde, was allerdings aufgrund der Abstandvorschriften die Erteilung ei-
nes Näherbaurechts durch die Beigeladene erfordern würde.

In die Beurteilung mit einzubeziehen ist alsdann auch die konkrete Umgebung 
des Baugrundstückes. Dieses befindet sich mitten in der Wohnzone W2, wobei west-
lich der B-Strasse nur eine einzige Bautiefe überbaut ist. Zwar kann nicht davon aus-
gegangen werden, dass dies so bleiben wird, doch wird das Gebiet um die B-Strasse 
mit seinen Einfamilienhäusern in üppig bewachsenen Gärten auch dann noch länd-
lich wirken, wenn weitere Überbauungen realisiert werden. Das Krähen eines tags-
über frei laufenden und nachts in einem isolierten Hühnerhaus untergebrachten 
Hahns ist (und bleibt) demnach mit dem Zonencharakter durchaus verträglich; es 
wird vom durchschnittlich empfindlichen Menschen noch als jenes Mass an Belär-
mung erlebt, welches allgemein zu ertragen ist. 

8.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die mit der fehlenden Zonenkon-
formität begründete Verweigerung der Bewilligung für die gesamte Hühnerhaltung 
auf dem Baugrundstück auch unter Berücksichtigung des der Vorinstanz zustehen-
den erheblichen Ermessensspielraums nicht mehr als vertretbar zu beurteilen ist. 
Daher ist in Gutheissung des Rekurses der angefochtene Beschluss aufzuheben. 
Die Vorinstanz ist einzuladen, die ersuchte Bewilligung unter Statuierung geeigneter 
Auflagen betreffend die Anzahl der Tiere, der Beschaffenheit des Hühnerhauses, der 

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verbindlich einzuhaltenden Nachtruhezeit sowie allfälliger weiterer Massnahmen zu 
erteilen. Dabei sind die Interessen der Nachbarn zu berücksichtigen; aber auch das 
Wohl der Tiere ist zu beachten.