# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71018729-4681-5f0f-a3c9-3e0abf703d5e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.03.2014 200 2013 774
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-774_2014-03-14.pdf

## Full Text

200 13 774 UV
KOJ/PES/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. März 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 14. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war als … im Altersheim B.________ angestellt und auf-
grund dieses Arbeitsverhältnisses bei der SUVA (nachfolgend SUVA bzw. 
Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-
len sowie Berufskrankheiten versichert, als er sich am 24. Februar 2003 … 
eine Schulterverletzung links zuzog (Antwortbeilage [AB] 50 – 52). Die SU-
VA nahm in der Folge die üblichen Abklärungen vor und erbrachte die ge-
setzlichen Leistungen (AB 51 – 69, 2, 3, 5 – 8).

Am 22. August 2006 fand auf Begehren des Versicherten zur Beurteilung 
einer allfälligen Integritätseinbusse (vgl. AB 9) eine (erneute) kreisärztliche 
Untersuchung statt. Diese ergab – abgesehen von einem schmerzlosen 
subacromialen Knirschen und einer leichten Verspannung des Pars hori-
zontalis des Trapezius – vollkommen normale Befunde (AB 11 S. 3). 

B.

Am 20. Februar 2009 liess der Versicherte einen Rückfall melden (AB 12). 
Die SUVA erbrachte in der Folge wiederum Leistungen und nahm Ab-
klärungen vor (AB 13 – 15, 17 – 20, 23 – 31). 

Am 24. Mai 2013 fand eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten 
statt. Anlässlich dieser Untersuchung gab der Versicherte an, dass sich die 
unmittelbar nach dem Unfall vom 24. Februar 2003 eingestellte stark ein-
geschränkte Schulterbeweglichkeit links normalisiert habe und dass die 
aktuelle Restsymptomatik im Bereich des oberen Randes des Schulterblat-
tes gegen die Brustwirbelsäule zu ziehend ca. sechs Jahre nach dem Un-
fall aufgetreten sei (AB 34 S. 5). Der Kreisarzt kam in der Folge zum 
Schluss, dass die anlässlich der Untersuchung vom 24. Mai 2013 geklag-
ten Beschwerden als komplett unfallfremd angesehen werden müssten, da 
diese erstmals circa sechs Jahre nach dem Unfallereignis aufgetreten sei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 3

en und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Zusammenhang mit 
den Unfallfolgen gebracht werden könnten (AB 35).

Mit Verfügung vom 10. Juni 2013 schloss die SUVA den Fall in der Folge 
per 30. Juni 2013 ab. Die bisherigen Versicherungsleistungen (Heilkosten) 
würden auf diesen Zeitpunkt hin eingestellt und ein Anspruch auf weitere 
Versicherungsleistungen werde abgelehnt (AB 36).

Dagegen erhob der Versicherte am 26. Juni 2013 (Datum der Postaufgabe) 
Einsprache (AB 37). Mit Entscheid vom 14. August 2013 (AB 42) wies die 
SUVA diese ab.

C.

Am 9. September 2013 erhob der Versicherte gegen diesen Einspra-
cheentscheid Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem sinngemässen An-
trag, die SUVA habe ihm für seine Beschwerden im Bereich der linken 
Schulter weiterhin Versicherungsleistungen auszurichten. Genau in dem 
Bereich, wo es 2003 geknackt habe, sacke die Schulter noch heute ersicht-
lich ab.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. November 2013 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 4

die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin 
vom 14. August 2013 (AB 42). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht 
der Beschwerdegegnerin aus UVG für die Behandlung der Beschwerden 
des Beschwerdeführers im Bereich der linken Schulter über den 30. Juni 
2013 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 
eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 5

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.4 Das Sozialversicherungsrecht kennt keinen allgemeinen Rechts-
grundsatz, wonach im Zweifelsfalle zugunsten der versicherten Person zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 6

entscheiden sei. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die Vor-
aussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 
1983 S. 260 E. 2b). 

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Der Fallabschluss hat in 
Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbrin-
gung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4 
S. 417; Art. 124 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. De-
zember 1982 [UVV; SR 832.202]). Erlässt der Versicherer stattdessen nur 
ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann recht-
liche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines 
Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem bestimmten 
Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch 
vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versi-
cherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein. In dieser Kon-
stellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegan-
gen werden konnte, es werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder 
Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex-ante-
Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen. 
Dabei kommt der Art der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine ent-
scheidende Rolle zu: Lag ein vergleichsweise harmloser Unfall mit günsti-
gem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen 
Anspruch auf Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem still-
schweigend erfolgten Abschluss auszugehen sein als nach einem kompli-
ziert verlaufenen Heilungsprozess. Andererseits ist der Leistungsanspruch 
unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter demjenigen eines Rück-
falls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien 
Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 7

hat bzw. wenn Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über 
das betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen

2.6 Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leis-
tungspflicht des Unfallversicherers nur dann, wenn zwischen den erneut 
geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Un-
fall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausa-
lzusammenhang besteht. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wie-
deraufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztli-
cher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 
im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen be-
wirkt, die zu einem völlig anders gearteten Krankheitsbild führen können 
(BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2). Bei einem 
Rückfall wie auch einer Spätfolge kann der Unfallversicherer nicht auf der 
Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder einem 
früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c S. 296; RKUV 
1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b). Vielmehr obliegt es dem Leis-
tungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 
zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und 
dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des 
Unfallversicherers (Entscheid des BGer vom 26. September 2008, 
8C_102/2008, E. 2.2). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Un-
fall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto 
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 
natürlichen Kausalzusammenhanges zu stellen (RKUV 1997 U 275 S. 191 
E. 1c). Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädi-
gung ist die Formel "post hoc, ergo propter hoc" nicht massgebend, nach 
deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch 
einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 
119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

2.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 8

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.8 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrschein-
lich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem 
feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weite-
rer Beweise zu verzichten. Gleiches gilt, wenn der Sachverhalt, den die 
Partei beweisen will, nicht rechtserheblich erscheint (BGE 122 V 157 E. 1d 
S. 162). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen das rechtli-
che Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236). Auch 
das Fairnessgebot von Art. 6 Ziff. 1 EMRK gewährt in diesem Zusammen-
hang keinen zusätzlichen Schutz (BGE 124 V 90 E. 4b S. 94).

3.

3.1 Am 24. Februar 2003 zog sich der Beschwerdeführer … eine Schul-
terverletzung links zu. … (vgl. AB 50, 51). Ein in der Folge durchgeführtes 
Röntgen ergab keine ossäre Pathologie (AB 52). Eine MRI-Untersuchung 
vom 14. April 2003 (AB 56) ergab als Diagnose eine massive Tendinopa-
thie und einen Verdacht auf eine ventrale Partialruptur der Supraspinatus-
sehne links (AB 53). In der Folge stellte sich eine posttraumatische frozen 
shoulder ein, welche konservativ behandelt wurde (AB 54, 57, 60, 61). Mit 
Bericht vom 8. Januar 2004 hielt der behandelnde Dr. med. C.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, einen deutlichen Rückgang der Bewegungseinschränkung 
fest und attestierte dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab dem 7. Januar 
2004 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (AB 62). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 9

3.2 Anlässlich einer kreisärztlichen Untersuchung vom 31. Mai 2005 
(AB 3) hielt der Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie 
FMH, eine völlig reizfreie linke Schulter fest. Die glenohumerale und globa-
le Schultergelenksbeweglichkeit links sei funktionell unbedeutend nur noch 
minimal eingeschränkt. Es bestünden keine Anhaltspunkte für eine Rotato-
renmanschetteninsuffizienz oder ein relevantes Impingementsyndrom. Die 
Kraftverhältnisse seien ausgezeichnet. Entsprechend fänden sich auch 
keine Muskelatrophien (AB 3 S. 3). 

3.3 Am 2. März 2006 fand auf Wunsch des Beschwerdeführers eine 
weitere kreisärztliche Untersuchung statt. Anlässlich dieser Untersuchung 
beschrieb der Beschwerdeführer eine unveränderte Situation an der linken 
Schulter mit Verspannungen bei gewissen Bewegungen. Die Beweglichkeit 
habe sich noch etwas verbessert. Analgetika brauche er keine mehr (AB 7 
S. 3). 

3.4 Der Beschwerdeführer gab gegenüber dem behandelnden Or-
thopäden Dr. med. C.________ am 28. März 2006 an, dass er von Seiten 
der linken Schulter eigentlich beschwerdefrei sei. Es bestehe lediglich noch 
ein hartnäckiger Schmerzpunkt im Bereich des Trapezius mit zum Teil 
Knacksensationen beim Ausstrecken des linken Armes (AB 8).

3.5 Am 22. August 2006 fand auf Begehren des Versicherten zur Beur-
teilung einer allfälligen Integritätseinbusse (vgl. AB 9) eine (erneute) 
kreisärztliche Untersuchung statt. Diese ergab – abgesehen von einem 
schmerzlosen subacromialen Knirschen und einer leichten Verspannung 
des Pars horizontalis des Trapezius – vollkommen normale Befunde. Das 
Ereignis vom 24. Februar 2003 habe keinen invalidisierenden oder die kör-
perliche Integrität beeinträchtigenden Zustand hinterlassen (AB 11 S. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 10

4.

4.1 Am 20. Februar 2009 liess der Versicherte einen Rückfall melden 
(AB 12). Mit Arztzeugnis UVG vom 16. März 2009 vermerkte dessen neue 
Hausärztin für die letzten Monate wieder zunehmende Schmerzen in der 
linken Schulter bei allen Tätigkeiten über Schulterhöhe sowie beim Stossen 
und Ziehen von Gegenständen (AB 13). Anlässlich konsiliarischer Konsul-
tationen von Dr. med. E.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medi-
zin sowie für Rheumatologie FMH, vom Februar und April 2009 gab der 
Versicherte bezüglich der linken Schulter neu Schmerzen im Bereich der 
Scapula an (AB 20). 

Ein Verlaufs-MRI vom 17. März 2009 zeigte unverändert eine subtotale 
Partialruptur der Supraspinatussehne nebst weiteren kleineren degenerati-
ven Veränderungen (vgl. AB 17). Klinisch fiel in erster Linie eine insuffizien-
te Scapula-Fixation durch die Rhomboidei auf. Dr. med. E.________ emp-
fahl in der Folge ein konsequentes Auftrainieren der Schultermuskulatur, 
insbesondere der Rhomboidei (AB 20). Am 9. Dezember 2011 erfolgte ein 
weiterer Bericht durch Dr. med. E.________. Im Status fänden sich vor 
allem Druckdolenzen an den Insertionsstellen des Levator scapulae links 
und der Rhomboidei am Scapularand bei voller und schmerzfreier Schul-
terbeweglichkeit ohne Hinweise für ein Impingement, wobei bei Flexion und 
Elevation die Scapula medial und caudal vom Thorax abhebe (AB 23).

4.2 Am 24. Mai 2013 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt. An-
lässlich dieser Untersuchung gab der Versicherte an, dass sich die unmit-
telbar nach dem Unfall vom 24. Februar 2003 eingestellte stark einge-
schränkte Schulterbeweglichkeit links normalisiert habe und dass die aktu-
elle Restsymptomatik im Bereich des oberen Randes des Schulterblattes 
gegen die Brustwirbelsäule zu ziehend ca. sechs Jahre nach dem Unfall 
aufgetreten sei und von Dr. med. E.________ präzise habe lokalisiert wer-
den können (AB 34 S. 5). 

Die klinische Untersuchung durch den Kreisarzt ergab eine seitengleiche 
Schulterbeweglichkeit und keine Hinweise für eine Insuffizienz der Rotato-
renmanschetten. Bezüglich der Beschwerden im Bereich des Schulterblat-
tes konnte vom Untersucher ein leichtes Knacken des Schulterblattes pal-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 11

piert werden. Im Bereich der Spina scapulae und des Margo medialis im 
proximalen Abschnitt fanden sich eine Verspannung und Druckdolenz, den 
momentanen Beschwerden des Versicherten entsprechend (AB 34 S. 5). 
Der Kreisarzt hielt in der Folge fest, dass die aktuell seit Jahren störende 
Symptomatik einer muskulären Dysbalance/Verspannung der Scapula sta-
bilisierenden Muskulatur und nicht einem unfallbedingten strukturellen 
Schaden vom Ereignis vom 24. Februar 2003 her zuzuordnen sei (AB 34 
S. 6). 

5.

Der Beschwerdeführer erlitt am 24. Februar 2003 einen vergleichsweise 
harmlosen Unfall mit in der Folge günstigem Heilungsverlauf. Ab dem 
7. Januar 2004 war er wieder voll arbeitsfähig (vgl. E. 3.1 – 3.4 hiervor). 
Nachdem die ärztliche Heilbehandlung wie auch die Physiotherapie bereits 
längere Zeit abgeschlossen waren (vgl. AB 7 S. 2), wurde am 22. August 
2006 auf Begehren des Beschwerdeführers ein allfälliger Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung geprüft, mit dem Ergebnis, dass das Ereignis vom 
24. Februar 2003 beim Beschwerdeführer keinen invalidisierenden oder die 
körperliche Integrität beeinträchtigenden Zustand hinterlassen hat. Abge-
sehen von einem schmerzlosen subacromialen Knirschen und einer leich-
ten Verspannung des Pars horizontalis des Trapezius ergab die kreisärztli-
che Untersuchung damals vollkommen normale Befunde (vgl. E. 3.5 hier-
vor). Spätestens in diesem Zeitpunkt standen somit keine Leistungen des 
Unfallversicherers mehr zur Diskussion. Die Beschwerdegegnerin durfte 
nach dem Dargelegten zum damaligen Zeitpunkt davon ausgehen, dass 
beim Beschwerdeführer aufgrund des Unfalls vom 24. Februar 2003 keine 
Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten wür-
de. Trotz Fehlens eines formellen Fallabschlusses ist somit von einem still-
schweigend erfolgten Abschluss im August 2006 auszugehen (vgl. E. 2.5 
hiervor). Die am 20. Februar 2009 (vgl. AB 12) als Rückfall gemeldeten 
Beschwerden sind daher in beweisrechtlicher Hinsicht – auch ohne Mittei-
lung des Fallabschlusses an den Versicherten – unter dem Gesichtspunkt 
eines Rückfalls bzw. einer Spätfolge und nicht des Grundfalls zu prüfen 
(vgl. E. 2.5 und 2.6 hiervor). Dies wird vom Beschwerdeführer angesichts 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 12

der Rückfallmeldung seiner Arbeitgeberin vom 20. Februar 2009 (vgl. 
AB 12) denn auch stillschweigend anerkannt.

6.

6.1 Der Bericht von Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 24. Mai 
2013 (AB 34) erfüllt sämtliche der unter Erwägung 2.7 hiervor genannten, 
von der Rechtsprechung an medizinische Expertisen gestellten Anforde-
rungen. Er ist im Hinblick auf die streitigen Belange umfassend, beruht auf 
allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist 
in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und ist in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtend und die getätigten Schlussfolgerungen sind begrün-
det.

Die Untersuchung durch Dr. med. F.________ vom 24. Mai 2013 ergab 
eine seitengleiche Schulterbeweglichkeit und keine Hinweise für eine Insuf-
fizienz der Rotatorenmanschetten. Bezüglich der Beschwerden im Bereich 
des Schulterblattes konnte von Dr. med. F.________ ein leichtes Knacken 
daselbst palpiert werden. Im Bereich der Spina scapulae und des Margo 
medialis im proximalen Abschnitt fanden sich eine Verspannung und 
Druckdolenz, den momentanen Beschwerden des Versicherten entspre-
chend (AB 34 S. 5). Der Kreisarzt hielt in der Folge fest, dass die aktuell 
seit Jahren störende Symptomatik einer muskulären Dysbalan-
ce/Verspannung der Scapula stabilisierenden Muskulatur und nicht einem 
unfallbedingten strukturellen Schaden vom Ereignis vom 24. Februar 2003 
her zuzuordnen sei (AB 34 S. 6). 

Dies wurde in der Folge durch Dr. med. G.________, Facharzt für Chirurgie 
FMH, am 7. Juni 2013 bestätigt, indem dieser explizit festhielt, dass die 
jetzigen Beschwerden des Beschwerdeführers als komplett unfallfremd 
angesehen werden müssten, da diese unstrittig (vgl. AB 34 S. 3, Angaben 
des Versicherten) so erstmals circa sechs Jahre nach dem Unfallereignis 
aufgetreten seien und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht in Zu-
sammenhang mit den Unfallfolgen gebracht werden könnten (AB 35).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 13

6.2 Die Vorbringen des Beschwerdeführers – soweit sie sich überhaupt 
auf den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt beziehen – ändern daran 
nichts, werden darin doch keine anderslautenden medizinischen Einschät-
zungen substanziiert geltend gemacht, geschweige denn belegt. Soweit der 
Beschwerdeführer geltend macht, vor dem Unfall im Februar 2003 habe er 
keine Probleme mit der linken Schulter gehabt (vgl. AB 37) und beim Unfall 
habe es genau an der Stelle geknackt, wo die heutige Symptomatik aufge-
treten sei (vgl. Beschwerde S. 1 f.), ist festzuhalten, dass weder die frühe-
ren noch die heutigen umfassenden Untersuchungen einen unfallbedingten 
strukturellen Schaden in diesem Bereich gezeigt haben, und eine gesund-
heitliche Schädigung nicht schon dann als durch einen Unfall verursacht 
gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. E. 2.6 hiervor). 

Der Sachverhalt ist durch die zahlreichen, in Kenntnis der übrigen medizi-
nischen Akten durchgeführten kreisärztlichen Untersuchungen, insbeson-
dere diejenige durch Dr. med. F.________ vom 24. Mai 2013 (vgl. E. 6.1 
hiervor), rechtsgenüglich abgeklärt. Anhaltspunkte, die gegen deren Zuver-
lässigkeit sprechen würden, liegen keine vor. Von weiteren medizinischen 
Abklärungen sind bei dieser Ausgangslage keine neuen Erkenntnisse mehr 
zu erwarten, weshalb auf solche in antizipierter Beweiswürdigung zu ver-
zichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). 

6.3 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistun-
gen mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zu Recht einge-
stellt, auch wenn sie auf die Rückfallmeldung vom 20. Februar 2009 
(AB 12) hin vorerst für die Heilbehandlung der Symptomatik im Bereich des 
Schulterblattes aufgekommen ist (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384). Die 
Beschwerde ist somit abzuweisen

7.

7.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2014, UV/13/774, Seite 14

ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.