# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4c73314-4371-533b-98a2-0a658e5712dd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 02.11.2017 ZK1 2017 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-58_2017-11-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 2. November 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 58 9. November 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuar Guetg

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
8. März 2017, mitgeteilt am 21. März 2017, in Sachen der Y._____, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer, Kornplatz 2, 
7001 Chur,

betreffend Beistandschaft,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 20

I. Sachverhalt

A. Y._____ und X._____, beide deutsche Staatsangehörige, seit dem _____ 
1961 miteinander verheiratet, wiesen ihren früheren gemeinsamen Wohnsitz in 
O.1_____ aus (vgl. KESB act. 1 und 2). 

B. Am 20. April 2015 gab A._____, Heimleiter der Alterssiedlung B._____, bei 
der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (nachfolgend KESB 
Nordbünden) eine Gefährdungsmeldung betreffend Y._____ zu Protokoll (vgl. 
KESB act. 4). Y._____ sei auf der Demenzabteilung des Heims. Ihr Ehemann 
weigere sich trotz vorhandenem Vermögen, die Pflegekosten vollumfänglich zu 
bezahlen. Er bezahle lediglich Teilbeträge, weswegen sich die Ausstände bis dato 
auf CHF 11'000.00 beliefen. Die Einleitung einer Betreibung wäre möglich (vgl 
KESB act. 4 und 5). 

C. Mit Schreiben vom 22. April 2015 zeigte die KESB Nordbünden X._____ die 
Eröffnung eines Abklärungsverfahrens gestützt auf Art. 57 EGzZGB an (vgl. KESB 
act. 6). 

D. In der Steuererklärung 2014 wiesen die Eheleute X./Y._____ ein gemein-
sames steuerbares Einkommen von gegen CHF 40'000.00, ein Liegenschaftsver-
mögen in L.1_____ und L.2_____ von CHF 268'000.00 sowie ein Wertschriften- 
und Guthabenvermögen in Höhe von CHF 192'357.00 aus (vgl. KESB act. 13). 

E. Anlässlich des Erstgespräches vom 29. April 2015 mit C._____, KESB 
Nordbünden, bekräftigte X._____ seine Haltung, die Heimkosten von Y._____ 
nicht aus dem gemeinsamen Vermögen zu finanzieren, da er sonst in wenigen 
Jahren verarmen würde (vgl. KESB act. 18). 

F. Gegen den in der Folge gegen Y._____ ausgestellten Zahlungsbefehl in der 
Betreibung Nr. 2151801 erhob X._____, welchem der Zahlungsbefehl am 12. Mai 
2015 zugestellt wurde, gleichentags teilweise Rechtsvorschlag für den Betrag in 
Höhe von CHF 9'458.00. Mit Mail vom 12. Mai 2015 teilte er zudem dem Betrei-
bungsamt Imboden mit, dass er in ad-hoc-Vertretung seiner Frau pauschal 
Rechtsvorschlag erhebe und zukünftige Korrespondenz direkt seiner Frau zuzu-
stellen sei (vgl. KESB act. 23). 

G. Mit Schreiben vom 13. Mai 2015 teilte die KESB Nordbünden X._____ ihren 
Entscheid mit, nach Prüfung des Sachverhaltes zu den offenen Heimrechnungen 
keine Massnahmen zu ergreifen. Y._____ sei durch die offenen Heimrechnungen 

Seite  3 — 20

nicht derart gefährdet, als dass sich dringende Massnahmen aufdrängen würden 
(vgl. KESB act. 26). 

H. Am 15. Mai 2015 stellte Dr. med. D._____ der KESB Nordbünden ein 
Zeugnis betreffend Urteils- und Handlungsfähigkeit von Y._____ aus. Darin hielt 
sie insbesondere eine dementielle Entwicklung nach einer Hirnblutung 1995, v.a. 
TIA, Epilepsie und Hirnatrophie fest. Y._____ habe im MinimentalState 10 von 30 
Punkten und im Uhrentest 0 Punkte erreicht (KESB act. 29). 

I. Mit Entscheid vom 24. Juni 2015 der Einzelrichterin des damaligen Bezirks-
gerichts Imboden, mitgeteilt am 1. Juli 2015, wurde der Alterssiedlung B._____ in 
der Betreibung Nr. 2151801 des Betreibungsamtes Imboden gegen Y._____ die 
provisorische Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 10'479.15 erteilt (KESB act. 
35).

J. Mit in Einzelkompetenz ergangenem Entscheid der KESB Nordbünden vom 
2. Oktober 2015 wurde X._____ die nachträgliche Zustimmung für die Vertretung 
seiner Ehefrau Y._____ in obgenanntem Rechtsöffnungsverfahren sowie für die 
Erhebung der Beschwerde vor Kantonsgericht erteilt (vgl. KESB act. 36).

K. Mit Schreiben vom 2. Oktober 2015 teilte die KESB Nordbünden X._____ 
mit, dass sie prüfe, für Y._____ eine Vertretungsbeistandschaft zu errichten und 
eine geeignete Beistandsperson einzusetzen. Gleichzeitig wurde X._____ zur 
Stellungnahme bis zum 20. Oktober 2015 aufgefordert (KESB act. 45).

L. In seiner Stellungnahme vom 8. Oktober 2015 äusserte sich X._____ ge-
genüber einer Vertretungsbeistandschaft ablehnend und führte aus, dass er bes-
ser geeignet und vor allem kostengünstiger sei, die Belange seiner Ehefrau zu 
regeln (KESB act. 49). 

M. Am 7. Oktober 2015 reichte X._____ gegen den Entscheid der KESB Nord-
bünden vom 2. Oktober 2015 Beschwerde gegen den darin vorgesehenen Kos-
tenentscheid ein. Das Beschwerdeverfahren wurde infolge Beschwerderückzugs 
am 28. Oktober 2015 als gegenstandslos abgeschrieben. 

N. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 28. Oktober 
2015 wurde für Y._____ vorsorglich eine Beistandschaft errichtet (Art. 394 ZGB). 
Als Beiständin wurde Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer ernannt, da die 
Übernahme der Beistandschaft juristische Kenntnisse voraussetze (vgl. KESB act. 
55). Im Einzelnen wurde wie folgt entschieden:

Seite  4 — 20

1. Für Y._____ wird vorsorglich eine Beistandschaft errichtet (Art. 445 
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 390 ZGB), womit im Rahmen der Ver-
tretungskompetenzen und für die Dauer der vorsorglichen Massnah-
me das gesetzliche Vertretungsrecht des Ehemannes (X._____) ent-
fällt.

2. Die Beistandsperson erhält die Aufgaben und Kompetenzen, Y._____ 
im Rahmen einer vorsorglichen Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 
ZGB) bei allen mit den nachfolgend aufgelisteten Bereichen verbun-
denen Handlungen (Administration, Rechtsverkehr) zu vertreten:

a. Finanzen: insbesondere Klärung und Geltendmachung ehelicher Un-
terhalts- und anderer Leistungsansprüche gegenüber  
X._____, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsan-
sprüchen gegenüber Dritten, Bestreitung der Heimkosten, soweit 
notwendig Mitwirkung bei der Verwaltung des ehelichen Vermögens, 
Verkehr mit Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten;

b. Wohnen: stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für 
Y._____ besorgt zu sein (insbesondere Sicherstellung Aufenthalt Al-
terssiedlung B._____, Prüfung vorgeschlagener alternativer Wohnsi-
tuationen);

c. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, 
Gemeinden, Betreibungsamt;

d. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versiche-
rungsdeckung und Leistungssituation besorgt zu sein (insbesondere 
Sozialversicherungen, private Versicherungen, Krankenkassen);

e. soweit erforderlich die Post von Y._____ zu öffnen.

3. Bezüglich Ernennung einer Beistandsperson für Y._____ wird verfügt:

a. MLaw Flavia Brülisauer (Rechtsanwältin, Chur) wird zur Beiständin 
ernannt.

b. Der Aufwand im Rahmen der ordentlichen Mandatsführung wird mit 
einem Stundenansatz von Fr. 240.–, zuzüglich MWST und Spesen-
pauschale von 3 %, ohne Interessenwertzuschlag, entschädigt.

c. Der Bezug der Entschädigung aus dem Vermögen von Y._____ ist 
erst nach Festsetzung und entsprechender Ermächtigung durch die 
KESB zulässig.

4. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt die-
ses Entscheids bzw. der Ernennungsurkunde sich die zur Erfüllung 
der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaffen.

5. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. die KESB bei Bedarf bzw. bei Hinweisen auf massgebliche Verände-
rungen der Lebensumstände von Y._____, spätestens in sechs Mo-
naten mit einem schriftlichen Rechenschaftsbericht (Ausführungen 
über den Stand der Abklärungen, getätigte Vertretungshandlungen 
inkl. Belege, die Ausübung der Beistandschaft allgemein sowie die 
Lage der betroffenen Person) zu informieren und eine geeignete or-
dentliche Massnahme oder allenfalls die Aufhebung der vorsorglichen 
Massnahme zu beantragen;

Seite  5 — 20

b. die KESB vor Einleitung gerichtlicher Verfahren zu informieren und 
die Erteilung einer Prozessführungsermächtigung zu beantragen. 

6. Die Kosten im Verfahren Prüfung Erwachsenenschutzmassnahmen 
werden auf Fr. 800.– festgesetzt und beim Verfahren belassen.

7. Rechtsmittel.

8. Mitteilung.

O. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ Beschwerde ans Kantonsgericht 
von Graubünden und beantragte dessen Aufhebung. Mit einzelrichterlichem Ent-
scheid des Vorsitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde (ZK1 15 156 
vom 22. Januar 2016; vgl. KESB act. 73). Gegen diesen Entscheid reichte 
X._____ alsdann Beschwerde ans Bundesgericht ein, auf welche das Bundesge-
richt mit Urteil 5A_133/2016 vom 11. Mai 2016 nicht eintrat (KESB act. 86). 

P. Mit Verfügung der Sozialversicherungsanstalt Graubünden vom 25. Februar 
2016 wurde X._____ keine Ergänzungsleistung zugesprochen, während für 
Y._____ ab 1. Januar 2016 bis 29. Februar 2016 Leistungen im Umfang von 
CHF 1'702.00 zugesprochen wurden und ab 1. März 2016 wiederum keine Leis-
tungen zugesprochen wurden (vgl. KESB act. 85.19). Der Anspruch auf Ergän-
zungsleistungen endete wegen des Einsetzens der Taggeldleistungen aus der 
CURIA-Langzeitpflege-Versicherung (vgl. KESB act. 85 Ziff. 24 und 25). 

Q. Gemäss einem Bericht von E._____, Leitung Pflege der Alterssiedlung 
B._____, vom 23. März 2016 ist Y._____ auf eine 24-stündige Unterstützung in 
allen Bereichen angewiesen (vgl. KESB act. 85.13).

R. Mit Gesuch vom 3. März 2016 beantragte die Beiständin von Y._____ die 
Durchführung einer Schlichtungsverhandlung betreffend Durchführung der güter-
rechtlichen Auseinandersetzung (vgl. KESB act. 85.9).

S. Mit Entscheid vom 2. März 2016 hiess das damalige Bezirksgericht Imbo-
den die von Y._____ mit Eingabe vom 26. Februar 2016 gestellten Begehren um 
Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen gegen X._____ teilweise gut und ver-
fügte insbesondere superprovisorisch die Sperrung der auf X._____ lautenden 
Bankkonten bei der Graubündner Kantonalbank (KESB act. 85.7 und 85.8). 

T. Die Beiständin von Y._____ ersuchte die Gemeinde O.1_____ mit Schrei-
ben vom 22. Januar 2016 um Gewährung der Überbrückungsfinanzierung (Sozial-
hilfe). Da sich X._____ weigere, die Heimkosten vollumfänglich zu begleichen und 
Y._____ über keine Zugriffsberechtigung über die Bankkonten von X._____ verfü-

Seite  6 — 20

ge, würden sich die Forderungen stetig erhöhen. Die Alterssiedlung B._____ habe 
daher bereits die Kündigung des Heimplatzes sinngemäss angedroht (KESB act. 
85.5 und 85.6). Gegen die abschlägige Verfügung der Gemeinde vom 6. Oktober 
2016 erhob die Beiständin von Y._____ am 21. Oktober 2016 Beschwerde ans 
Verwaltungsgericht von Graubünden (KESB act. 101). Mit Urteil vom 26. April 
2017 wurde die Beschwerde gutgeheissen und die Angelegenheit bezüglich der 
anerkannten Anspruchsberechtigung von Y._____ auf sozialhilferechtliche Unter-
stützungsbeträge ab Januar 2016 an die Gemeinde O.1_____ zu neuem Ent-
scheid im Sinne der Erwägungen zurückgewiesen (vgl. act. C.10). 

U. Am 28. Januar 2016 vereinbarten Y._____, vertreten durch ihre Beiständin, 
und die Alterssiedlung B._____ die Stundung der ausstehenden Heimkosten in 
Höhe von CHF 38'593.45 bis zum 30. Juni 2016 (KESB act. 85.4). 

V. Mit Genehmigung der KESB Nordbünden kündigte die Beiständin von 
Y._____ den Mietvertrag betreffend 2 ½-Zimmerwohnung DG in O.1_____ (KESB 
act. 89 bis 91). 

W. Mit Entscheid des Einzelrichters des damaligen Bezirksgerichts Imboden 
vom 11. Mai 2016 betreffend Erlass von Eheschutzmassnahmen wurde erkannt, 
dass X._____ gegenüber Y._____ mangels eigener Leistungsfähigkeit zu keinen 
Unterhaltszahlungen verpflichtet werden könne, rückwirkend per 26. Februar 2016 
die Gütertrennung angeordnet werde, Verfügungssperren über drei Bankkonten 
angeordnet würden und eine umfassende Verfügungsbeschränkung betreffend die 
Liegenschaft in O.2_____ angeordnet werde (KESB act. 93.3). Der Entscheid 
wurde von beiden Parteien beim Kantonsgericht von Graubünden angefochten. 
Die entsprechenden Berufungsverfahren sind noch hängig (ZK1 16 118 und ZK1 
16 130). 

X. In ihrem Rechenschaftsbericht vom 29. April 2016 beantragte die vorsorg-
lich eingesetzte Beiständin von Y._____, Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer, 
die Einsetzung einer ordentlichen Beistandschaft für die Bereiche Finanzen (inkl. 
Führung eines Betriebskontos), Wohnen, öffentliche Verwaltung, Versicherungen 
und Öffnen von Post, unter Beibehaltung ihres Mandates hinsichtlich der ohnehin 
bereits hängigen Rechtsverfahren (KESB act. 85). Mit Entscheid vom 8. März 
2017 betreffend Errichtung einer ordentlichen Beistandschaft etc., am 21. März 
2017 mitgeteilt und X._____ am 6. April 2017 unter seiner deutschen Anschrift 
förmlich zugestellt (KESB act. 115), erkannte die Kollegialbehörde der KESB 
Nordbünden wie folgt:

Seite  7 — 20

1. Für Y._____ wird eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht 
(Art. 390 ZGB) errichtet, womit im Rahmen der erteilten Vertretungs-
kompetenzen das gesetzliche Vertretungsrecht des Ehemanns ent-
fällt.

2. Die Beistandsperson erhält Aufgaben und Kompetenzen, Y._____ im 
Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den nach-
folgend aufgelisteten Bereichen zu beraten, zu unterstützen und so-
weit nötig bei allen damit verbundenen Handlungen (Administration, 
Rechtsverkehr) zu vertreten:

a. Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB): Verwaltung des gesamten 
Einkommens und Vermögens (insbesondere Bestreitung der Lebens-
kosten, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsan-
sprüchen, sorgfältige Verwaltung sämtlicher Mobilien und Immobilien, 
Verkehr mit Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten);

b. Wohnen: stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft von 
Y._____ besorgt zu sein (insbesondere Sicherstellung Aufenthalt Al-
terssiedlung B._____, Prüfung vorgeschlagener alternativer Wohnsi-
tuationen);

c. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, 
Gemeinden, Betreibungsamt;

d. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versiche-
rungsdeckung und Leistungssituation besorgt zu sein (insbesondere 
Sozialversicherungen, private Versicherungen, Krankenkassen);

e. soweit erforderlich die Post von Y._____ zu öffnen;

f. Prozessführung (insbesondere Vertretung in den hängigen Verfahren, 
neue Prozesse).

3. Y._____ wird der Zugriff auf das bei der Berufsbeistandschaft Imbo-
den zu errichtende «Betriebskonto» entzogen (Art. 395 Abs. 3 ZGB).

4. Für Y._____ werden als alleine zuständige Beistandspersonen wie 
folgt ernannt:

a. Brigitta Darms (Berufsbeistandschaft Imboden) für Aufgabenbereiche 
gemäss Ziff. 2.a – 2.e);

b. MLaw Flavia Brülisauer (Rechtsanwältin, Chur) für den Aufgabenbe-
reich gemäss Ziff. 2.f;

c. Der Aufwand von MLaw Flavia Brülisauer im Rahmen der ordentli-
chen Mandatsführung wird mit einem Stundenansatz von 
CHF 240.00, zuzüglich MWST und Spesenpauschale von 3%, ohne 
Interessenwertzuschlag, entschädigt.

5. Brigitta Darms wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der Ernen-
nungsurkunde:

a. sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaf-
fen und mit MLaw Flavia Brülisauer sowie mit Y._____ persönlich 
Kontakt aufzunehmen;

b. Ein Betriebskonto zu eröffnen, über das grundsätzlich sämtliche Ein-
nahmen und Ausgaben abgewickelt werden und die KESB zusam-

Seite  8 — 20

men mit der Einreichung des Inventars über die Eröffnung zu infor-
mieren;

c. bei Bedarf ein persönliches Konto zu eröffnen oder ein bestehendes 
Konto zu bezeichnen, auf das Y._____ regelmässig Beträge zur frei-
en Verfügung überweisen werden, und die KESB zusammen mit der 
Einreichung des Inventars über die Eröffnung/Bezeichnung zu infor-
mieren;

d. in Zusammenarbeit mit der KESB im Sinne der Erwägungen per Da-
tum dieses Entscheids ein Inventar über sämtliche zu verwaltende 
Vermögenswerte aufzunehmen und dieses zusammen mit einem 
Budget, das über die mutmasslichen Einnahmen und Ausgaben Aus-
kunft gibt, spätestens zwei Monate nach Erhalt der Ernennungsur-
kunde zur Genehmigung einzureichen;

e. bei Banken und Versicherungen bestehende Vollmachten, Dauerauf-
träge, Lastschriftverfahren, Kontokarten, E-Banking-Verträge etc. zu 
prüfen und nötigenfalls zu widerrufen; die KESB ist zusammen mit 
dem Eingangsinventar darüber zu informieren;

f. Bargeld, Wertgegenstände und wichtige Dokumente sicher aufzube-
wahren.

6. Bezüglich Rechenschaftsablage wird verfügt:

a. Brigitta Darms ist gehalten, der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 
28. Februar 2019) die Rechnung samt Belegen sowie einen schriftli-
chen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Rechnungs-
führung und Vermögensentwicklung, die Lage von Y._____ und die 
Ausübung der Beistandschaft) und ein aktuelles Budget einzureichen;

b. MLaw Flavia Brülisauer ist gehalten, der KESB jährlich (erstmals per 
28. Februar 2018) einen schriftlichen Rechenschaftsbericht (Aus-
führungen über die Ausübung der Beistandschaft) einzureichen;

c. beide Beiständinnen sind gehalten, bei Hinweisen auf massgebliche 
Veränderungen der Lebensumstände von Y._____ während der Re-
chenschaftsperiode die KESB mit einem Bericht zu informieren und 
allenfalls eine geeignete Anpassung oder Aufhebung der Massnahme 
vorzuschlagen. 

7. Die gemäss Entscheid vom 28. Oktober 2015 erlassene vorsorgliche 
Massnahme (Beistandschaft) wird mit Vollstreckbarkeit dieses Ent-
scheids aufgehoben.

8. MLaw Flavia Brülisauer wird aufgefordert, der KESB spätestens in-
nert 2 Monaten nach vollstreckbarer Beendigung der vorsorglichen 
Beistandschaft den Schlussbericht über ihre Mandatsführung vom 
30. April 2016 bis und mit Ende der vorsorglichen Beistandschaft ein-
zureichen.

9. Die Kosten im Verfahren Errichtung ordentliche Massnahme werden 
auf CHF 500.00 festgesetzt und beim Verfahren belassen. 

10. (Rechtsmittel)

11. (Mitteilung)

Seite  9 — 20

Begründend führt die KESB Nordbünden aus, Y._____ sei aufgrund ihrer Demenz 
nicht mehr in der Lage, vernunftgemässe Entscheidungen zu treffen bzw. getrof-
fene Entscheidungen umzusetzen. Aufgrund der bestehenden vorsorglichen Bei-
standschaft sei das gesetzliche Vertretungsrecht von X._____ aufgehoben und 
aufgrund seines Verhaltens seit Errichtung der vorsorglichen Beistandschaft sei 
davon auszugehen, dass er die Interessen seiner Ehefrau auch in Zukunft nicht 
wahrnehmen werde. Aufgrund des dauerhaften Vertretungsbedarfs von Y._____ 
seien Unterstützungsmassnahmen auf freiwilliger Grundlage nicht zielführend, 
weswegen die Errichtung einer ordentlichen Beistandschaft angemessen sei. Da 
sich X._____ weigere, Vermögenswerte des Ehepaars zur Deckung der Lebens-
führungskosten heranzuziehen und noch nicht geklärt sei, welche Ansprüche 
Y._____ gegenüber dem gesamten ehelichen Vermögen geltend machen könne, 
sei der Beistandsperson ein Vertretungsrecht für die gesamte Einkommens- und 
Vermögensverwaltung einzuräumen. 

Y. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) 
mit Eingabe vom 2. Mai 2017 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubün-
den und stellte die folgenden Begehren (act. A.1):

1. Der angefochtene Entscheid vom 08.03.17 sei aufzuheben und die 
Kesb sei anzuweisen, die bestehende Beistandschaft für Y._____ er-
satzlos aufzuheben. Stattdessen sei eine Vertretung von Y._____ im 
Rahmen von Art. 374 ZGB einzurichten;

2. die bestehende vorsorgliche Beistandschaft für Y._____ auf Grund des 
Entscheids der KESB vom 28.10.15 sei bereits vor dem Erlass des 
Beschwerdeentscheids ausser Kraft zu setzen;

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens seien der KESB Nordbünden 
zu überbinden;

4. dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 
von Art. 117 ff. ZPO zu gewähren, sofern dem Antrag 3 nicht entspro-
chen werden kann.

Begründend führt er aus, dass er bis und mit September 2014 die ungedeckten 
Heimkosten vollumfänglich aus seinem eigenen Vermögen beglichen habe. Er sei 
dann aufgrund der hohen Kosten zur strikt getrennten Mittelverwendung gezwun-
gen worden. Er habe seit Oktober 2014 nur noch die der Gesuchsgegnerin zu-
fliessenden Einnahmen zur Begleichung der Heimkosten verwendet. Weiter 
bemängelt er die Begründung des angefochtenen Entscheides. Er vertrete sehr 
wohl die Interessen der Gesuchsgegnerin. So habe er für sie seit ihrem Heiman-
tritt die Gutsprache einer Hilflosenentschädigung sowie von Ergänzungsleistungen 
erstritten. Aufgrund der nunmehr mit der Gemeinde O.1_____ vorliegenden Ver-
einbarung würde wohl auch der monatliche Finanzbedarf abgedeckt. Er sei zur 

Seite  10 — 20

Betreuung seiner Ehefrau in der Lage. Im Übrigen bringt er vor, dass es bereits an 
der formellen Voraussetzung zur Errichtung einer Beistandschaft mangeln würde, 
zumal auf Seiten seiner Ehefrau kein Schwächezustand vorliegen würde, bzw. ein 
solcher bisher nicht rechtsgenüglich diagnostiziert worden sei. 

Z. In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2017 (Poststempel vom 23. Mai 
2017) beantragte die Beiständin von Y._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 
was folgt: 

1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einge-
treten werden kann.

2. Der Beschwerdeführer sei zu verpflichten, für die Parteientschädigung 
der Beschwerdegegnerin  eine Sicherheit von CHF 1'400.00 zu leisten.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerde-
führers.

Auf die darin enthaltene Begründung wird vorliegend lediglich verwiesen 
(vgl. act. A.1)

A.A. Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2017 stellte die KESB Nordbünden un-
ter Verweisung auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die 
Akten die folgenden Begehren:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden 
kann.

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verle-
gen.

Auf die darin enthaltenen Ausführungen wird lediglich verwiesen (vgl. act. A.4).

B.B. In seiner Beschwerdereplik machte der Beschwerdeführer geltend, Rechts-
anwältin MLaw Flavia Brülisauer sei nicht zur Vertretung der Beschwerdegegnerin 
befugt (act. A.4). Gleichzeitig stellte er ein Begehren um Akteneinsicht, welche ihm 
gewährt wurde. 

C.C. In der Folge gingen bei der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts weitere Ein-
gaben ein. Darunter auch die von der KESB Nordbünden für das vorliegende Be-
schwerdeverfahren zu Gunsten von Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer erteil-
te Prozessführungsermächtigung (act. D.9.1). Auf den übrigen Schriftenwechsel 
wird an dieser Stelle verwiesen (vgl. act. A.5 bis A.8).

D.D. Mit Verfügung vom 2. November 2017 wies der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden das Gesuch der Beschwerdegeg-
nerin um Sicherstellung der Parteientschädigung ab (ZK1 17 119). 

Seite  11 — 20

E.E. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird der Endentscheid der KESB 
Nordbünden vom 8. März 2017 betreffend Errichtung einer ordentlichen Beistand-
schaft, Auftragserteilung im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft sowie Er-
nennung einer Beiständin angefochten. Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) kann gegen einen derartigen Entscheid 
beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kan-
tonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Intern fällt 
die Zuständigkeit zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde der I. Zivilkammer 
zu (vgl. Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
[KGV; 173.100 in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 EGzZGB]).

1.2. Die Beschwerdefrist beträgt dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheids 
(Art. 450b Abs. 1 ZGB). Nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen und in Anlehnung 
an die Praxis zu Art. 420 aZGB und Art. 397d Abs. 1 aZGB läuft die Frist zur Be-
schwerde erst ab Kenntnisnahme des Entscheids (Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001 ff., Ziff. 2.3.3., S 7085 [zit.: Bot Rev 
ZGB 2006]; Daniel Steck, in: Breitschmid/Rumo-Jungo [Hrsg.], Handkommentar 
zum Schweizer Privatrecht, Personen- und Familienrecht, Partnerschaftsgesetz, 
Zürich/Basel/Genf 2016, 3. Auflage, N 4 zu Art. 450b ZGB [zit. CHK ZGB-Steck]). 
Vorliegend wurde der angefochtene Entscheid dem Beschwerdeführer am 6. April 
2017 durch das Amtsgericht Lörrach rechtshilfeweise zugestellt (KESB act. 115), 
womit er per diesem Datum Kenntnis des Entscheides genommen hat. Mit Einga-
be vom 2. Mai 2017 hat der Beschwerdeführer Beschwerde erhoben, wodurch die 
30-tägige Frist gewahrt wurde. 

1.3. Zur Erhebung der Beschwerde befugt sind die am Verfahren beteiligten 
Personen, die der betroffenen Person nahestehenden Personen sowie Personen, 
die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des an-
gefochtenen Entscheids haben (vgl. Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1-3 ZGB). Der Beschwer-
deführer gilt als Ehemann zweifellos als eine der betroffenen Person nahestehen-

Seite  12 — 20

de Person i.S.v. Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB (vgl. CHK ZGB-Steck N 20 ff. zu 
Art. 450 ZGB m.w.H.). Indessen wird die Legitimation durch die bundesgerichtliche 
Rechtsprechung insoweit eingeschränkt, als nahestehende Personen nur dann zur 
Beschwerde legitimiert sind, wenn Interessen der betroffenen Person wahrge-
nommen werden sollen (Urteil des Bundesgerichts 5A_112/2015 vom 7. Dezem-
ber 2015 E. 2.5). In seiner Beschwerde bringt der Beschwerdeführer vorwiegend 
finanzielle Gründe – und damit letztlich vor allem auch eigene Interessen – gegen 
die Errichtung der Beistandschaft vor, zumal er ausdrücklich geltend macht, er 
wolle nicht weiter mit seinem Einkommen und Vermögen für die Kosten seiner 
Ehefrau aufkommen. Ob er damit die Interessen seiner Ehefrau vertritt, kann in-
dessen offen gelassen werden. Die Beschwerdelegitimation ergibt sich nämlich 
aus Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB ("am Verfahren beteiligte Personen"). Darunter 
werden in erster Linie die von der Anordnung direkt betroffenen Personen ver-
standen. Im Verfahren beteiligt sind aber auch alle weiteren Personen, die sich im 
erstinstanzlichen Verfahren vor der KESB tatsächlich beteiligt haben, oder denen 
mindestens der Entscheid der KESB zugestellt wurde (Urteile des Bundesgericht 
5A_355/2014 vom 2. Juni 2014 E. 1.3; 5A_979/2013 vom 28. März 2014 E. 6; Ur-
teil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 16 102 vom 3. März 2017 E. 1.a)). 
Durch den auch dem Beschwerdeführer zugestellten Entscheid der KESB Nord-
bünden werden dem Beschwerdeführer die ihm gemäss Art. 374 ZGB als Ehe-
mann ex lege zustehende Vertretungskompetenzen weitreichend eingeschränkt. 
Er ist folglich durch den Entscheid unmittelbar betroffen und gestützt auf Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB beschwerdelegitimiert. 

Selbst wenn man den Beschwerdeführer nicht als am Verfahren beteiligte Person 
qualifizieren würde (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB), wäre er gemäss Ziff. 3 beschwer-
delegitimiert. Denn gestützt auf diese Ziffer können selbst der betroffenen Person 
nicht nahestehende Drittpersonen, die über ein rechtliches (Eigen-)Interesse ver-
fügen, gegen eine Anordnung der KESB vorgehen (CHK ZGB-Steck, N 23 zu 
Art. 450 ZGB). Wie dargelegt, verfügt der Beschwerdeführer vorliegend aufgrund 
des sein gesetzliches Vertretungsrecht einschränkenden Entscheides über ein 
ausgewiesenes rechtliches Interesse an dessen Aufhebung. Vor diesem Hinter-
grund ist der Beschwerdeführer zweifellos beschwerdelegitimiert. Die übrigen Pro-
zessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass, weswegen auf die – 
überdies schriftlich und begründet erfolgte – Beschwerde einzutreten ist.

1.4. Vorab gilt es auf die formelle Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, 
Rechtsanwältin Flavia Brülisauer sei mangels Prozessführungsbefugnis nicht zur 
Vertretung der Beschwerdegegnerin befugt, zumal die Ernennungsurkunde der 

Seite  13 — 20

KESB vom 28. Oktober 2015 als vorsorgliche Vertretungsbeiständin keine Pro-
zessführungsbefugnis umfasse und auch keine entsprechende Einzelermächti-
gung seitens der KESB Nordbünden vorliege (vgl. act. A.4, S. 1 Ziff. 1). Zwar trifft 
es zu, dass die Beiständin zu Beginn des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 
weder im Rahmen ihrer Vertretungsbeistandschaft zur Prozessführung befugt war, 
sieht doch die Ernennungsurkunde vom 8. Oktober 2015 weder eine entsprechen-
de Kompetenz vor, noch lag eine entsprechende Prozessführungsermächtigung 
i.S.v. Art. 416 Abs. 1 Ziff. 9 ZGB vor. Indessen wurde eine entsprechende Einze-
lermächtigung zur Prozessführung mit Entscheid vom 10. August 2017 für das 
vorliegende Beschwerdeverfahren erteilt (act. B.16). Da eine nachträgliche Pro-
zessführungsermächtigung – ebenso im Sinne einer Genehmigung bisheriger 
Handlungen – zulässig ist, gilt der anfänglich bestandene Mangel als geheilt, wes-
halb das beschwerdeführerische Vorbringen nicht verfängt (vgl. Urs Vogel, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Auflage, Ba-
sel 2015, N 33 zu Art. 416/417 ZGB [zit. BSK ZGB I-Bearbeiter]; Urteil des Ober-
gerichts des Kantons Zürich PF110061 vom 22. Dezember 2011, E. I.5.2, m.w.H. ; 
PKG 2015 Nr. 16 E. 1b). 

2. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
ferner die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des Verfahrens vor der Erwachse-
nenschutzbehörde (Art. 443 ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB 
keine abweichenden Vorschriften enthält (BSK ZGB I-Daniel Steck N 13 zu Art. 
450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränk-
te Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebe-
ne Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich die-
ser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der 
KESB und erstreckt sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf 
die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle 
Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 
2012, N 1 zu Art. 446 ZGB m.w.H.; Daniel Steck, FamKomm Erwachsenenschutz, 
N 7 ff. zu Art. 446 ZGB).

3. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB kann mit der Beschwerde gemäss 
Art. 450 ff. ZGB Rechtsverletzung (Ziff. 1), unrichtige oder unvollständige Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) oder Unangemessenheit (Ziff. 3) 
gerügt werden. Ferner kann wegen Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung 
Beschwerde geführt werden (Abs. 2). Bei der Beschwerde i.S.v. Art. 450 ff. ZGB 
handelt es sich mithin um ein vollkommenes Rechtsmittel, das die umfassende 
Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids sowohl in rechtlicher als auch in 

Seite  14 — 20

tatsächlicher Hinsicht ermöglicht. Die gerichtliche Beschwerdeinstanz hat für alle 
in Art. 450a Abs. 1 ZGB aufgeführten Beschwerdegründe freie Kognition (CHK 
ZGB-Steck, N 1 zu Art. 450 a ZGB). Indessen wird in Art. 450a Abs. 1 ZGB das 
Rügeprinzip festgehalten. Demnach erfährt der in Art. 446 ZGB statuierte strenge 
Untersuchungs- und Offizialgrundsatz insofern eine gewisse Einschränkung, als 
ein Weiterzug des erstinstanzlichen Entscheids nicht von Amtes wegen erfolgt, 
sondern eine Überprüfung des Entscheids die Erhebung einer förmlichen Be-
schwerde voraussetzt. Die gerichtliche Beschwerdeinstanz wird sich daher primär 
auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (Daniel Steck, Fam-
Komm Erwachsenenschutz, N 4 zu Art. 450a ZGB). 

4. In ihrem Entscheid vom 8. März 2017 erwog die KESB Nordbünden, dass 
die Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Demenz nicht mehr in der Lage sei, ver-
nunftgemässe Entscheidungen zu treffen bzw. getroffene Entscheidungen umzu-
setzen. Da das gesetzliche Vertretungsrecht ihres Ehemannes, dem Beschwerde-
führer, aufgrund einer vorsorglichen Massnahme aufgehoben sei und aufgrund 
seiner Äusserungen nicht davon ausgegangen werden könne, dass er in Zukunft 
die Interessen der Beschwerdegegnerin wahrnehmen werde, sei die Errichtung 
einer Vertretungsbeistandschaft i.S.v. Art. 394 ZGB und Art. 395 ZGB für die Be-
reiche Vermögensverwaltung, Wohnen, öffentliche Verwaltung, Versicherungen, 
Post und Prozessführung, angezeigt und gerechtfertigt. 

4.1. Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde die Aufhebung des 
angefochtenen Entscheides der KESB Nordbünden vom 8. März 2017 betreffend 
Errichtung einer ordentlichen Beistandschaft i.S.v. Art. 394 ZGB, Auftragserteilung 
im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft, Ernennung Beiständinnen. Stattdes-
sen sei eine Vertretung der Beschwerdegegnerin im Rahmen von Art. 374 ZGB 
einzurichten. Einerseits fehle es zur Errichtung einer Beistandschaft bereits an der 
rechtlichen Voraussetzung des Schwächezustandes. Dieser sei durch die Arztat-
teste nicht genügend dargetan, weswegen er überdies die Einholung eines neuro-
logischen Gutachtens bezüglich des aktuellen Stands der Demenzerkrankung der 
Beschwerdegegnerin stelle. Zum anderen sei der monatliche Finanzbedarf der 
Beschwerdegegnerin nunmehr gedeckt und gesichert, zumal die volle Abdeckung 
der entstehenden Pflege- und sonstigen Kosten durch eine Abmachung mit der 
Gemeinde O.1_____ sichergesellt sei. Eine ausserfamiliäre Beistandschaft sei 
nicht mehr angezeigt. Er sei selbst in der Lage, sich um die Beschwerdegegnerin 
zu kümmern. 

Seite  15 — 20

4.2. Nach Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB kann eine Beistandschaft bei Vorliegen 
einer psychischen Störung, einer geistigen Behinderung oder eines ähnlichen in 
der Person liegenden Schwächezustands angeordnet werden. Die psychische 
Störung umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, d.h. Psychosen 
und Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht, sowie Demenz, 
insbesondere Altersdemenz (Bot Rev ZGB 2006, S. 7043; BGE 134 III 385 E. 4. 
ff.). Der Ausdruck des "ähnlichen in der Person liegenden Schwächezustands" 
dient als Auffangnorm, mit der insbesondere bei betagten Personen auftretende 
Defizite erfasst werden sollen, wenn sie von der Art und Schwere her mit den 
Symptomen einer geistigen Behinderung oder einer psychischen Störung ver-
gleichbar sind (Bot Rev ZGB 2006, S. 7043; Urteil des Bundesgerichts 
5A_617/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 4.2). Indessen reicht das Vorliegen eines 
Schwächezustandes i.S.v. Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB als solcher für die Errich-
tung einer Beistandschaft noch nicht aus. Unabdingbar ist, dass der Schwächezu-
stand kausal dafür ist, dass die betroffene Person ihre Angelegenheiten nur noch 
teilweise oder gar nicht besorgen kann. Dies bedeutet, dass ein Schwächezustand 
dazu führen muss, dass der Betroffene der persönlichen Fürsorge bedarf und/oder 
seine vermögensrechtlichen Angelegenheiten nicht interessengerecht selbst erle-
digen kann (vgl. Christiana Fountoulakis, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Hand-
kommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich 2016, N 4 zu Art. 390 
ZGB). Mit "Angelegenheiten" sind persönliche und vermögensrechtliche Interes-
sen gemeint, wozu auch (prozess-)rechtliche Interessen gehören.

4.3. Die Beschwerdeinstanz betrachtet den Schwächezustand bzw. das Vorlie-
gen einer psychischen Störung im Unterschied zum Beschwerdeführer aufgrund 
der bereits fortgeschrittenen Demenz bei der Beschwerdegegnerin als gegeben. 
Dass eine demenzielle Erkrankung auf Seiten der Beschwerdegegnerin vorliegt, 
geht aus den sich bei den Akten befindlichen Arztberichten (KESB act. 85.14 ff.) 
sowie der Stellungnahme von E._____ (KESB act. 85.13), Leitung Pflege, vom 23. 
März 2016 eindeutig hervor. Selbst der Beschwerdeführer scheint von einem be-
stehenden Schwächezustand der Beschwerdegegnerin auszugehen, andernfalls 
nicht zu erklären wäre, dass er in seiner Beschwerde beantragt, ihn als Vertreter 
i.S.v. Art. 374 ZGB der Beschwerdegegnerin "einzusetzen". Damit bringt er selbst 
zum Ausdruck, dass auf Seiten der Beschwerdegegnerin ein Schwächezustand 
vorliege, welcher sie an einer adäquaten Vertretung ihrer Interessen hindere. In-
folgedessen ist denn auch der beschwerdeführerische Antrag auf Einholung eines 
neurologischen Gutachtens in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen. 

Seite  16 — 20

Überdies wird aus den erwähnten Arztberichten und der Stellungnahme der Pfle-
geleitung ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin infolge ihrer demenziellen Er-
krankung nicht in der Lage ist, ihre persönlichen Angelegenheiten interessenge-
recht selbstständig zu erledigen. So hält E._____ fest, dass die Beschwerdegeg-
nerin aus pflegerischer Sicht über die gesamten 24 Stunden auf Unterstützung, 
Beaufsichtigung und Anleitung durch Pflegepersonen angewiesen sei (KESB act. 
85.13). 

4.4. Vor dem Hintergrund des in E. 4.3. Gesagten erweisen sich denn auch die 
durch die KESB definierten Aufgaben der Beistandschaft nach Art. 394 und 
Art. 395 ZGB (Vermögensverwaltung, Wohnen, öffentliche Verwaltung, Versiche-
rungen, Post und Prozessführung) als ohne weiteres gerechtfertigt, ist doch die 
Beschwerdegegnerin gerade in diesen Bereichen aufgrund ihrer kognitiven und 
damit einhergehender physischen Beeinträchtigung nicht in der Lage, diese selbst 
adäquat zu verfolgen.

5. Von Amtes wegen zu prüfen bleibt indessen, ob die Errichtung einer Bei-
standschaft gemäss Art. 394 ZGB und Art. 395 ZGB im Hinblick auf den in 
Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB enthaltenen Subsidiaritätsgrundsatz gerechtfertigt ist. 
Der Beschwerdeführer rügt zumindest sinngemäss eine Verletzung dieses Grund-
satzes durch die Vorinstanz, weil er im Rahmen seines ehelichen Vertretungs-
rechts durchaus in der Lage wäre und auch gewillt sei, die Belange seiner Ehefrau 
in ihrem Interesse wahrzunehmen. Dies habe er bis zur Errichtung der vorsorgli-
chen Beistandschaft auch getan. Die Errichtung einer Beistandschaft sei daher 
nicht angezeigt. 

Gemäss Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB, welcher den Grundsatz der Subsidiarität 
festhält, ordnet die Erwachsenenschutzbehörde eine Massnahme (nur) an, wenn 
die Unterstützung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere naheste-
hende Personen, private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vorn-
herein als ungenügend erscheint. Zu einer behördlichen Massnahme darf nur ge-
griffen werden, wenn solche Hilfeleistungen fehlen, sich als unzureichend erwei-
sen oder a priori ungenügend sind (BGE 140 III 49 E. 4.3 ff; Urteile des Bundesge-
richts 5A_517/2014 vom 16. Juli 2014 E. 4.1; 5A_451/2014 vom 22. Juli 2014 E. 
8). 

Eine Vertretung der Beschwerdegegnerin durch den Beschwerdeführer erscheint 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden aufgrund des offenkundi-
gen Interessenkonflikts ausgeschlossen. Vor dem Kantonsgericht von Graubün-

Seite  17 — 20

den sind Berufungen beider Parteien gegen den Entscheid des damaligen Be-
zirksgerichts Imboden vom 11. Mai 2016 (KESB act. 93.1; ZK1 16 118 und ZK1 16 
130) hängig, in welchen es um eheschutzrechtliche Massnahmen geht und aus 
denen klar ersichtlich wird, dass die Parteien in finanzieller Hinsicht (Unterstüt-
zungsleistungen des Ehemannes, ehegüterrechtliche Auseinandersetzung etc.) 
sehr unterschiedliche Vorstellungen haben. Vor dem Hintergrund dieser Verfahren 
kann es selbstredend nicht angehen, dass dem Ehemann durch Verzicht auf eine 
Beistandschaft faktisch die alleinige Bestimmungsgewalt über die Verwendung der 
Einkünfte seiner Ehefrau und ihres Vermögens überlassen wird, wie er dies mit 
dem Hinweis auf Art. 374 ZGB offenbar bezweckt und wünscht, bildet doch gerade 
die Klärung der ehe- und güterrechtlichen Ansprüche der Beschwerdegegnerin 
gegenüber dem Beschwerdeführer Gegenstand der oben erwähnten Berufungs-
verfahren. Überdies gilt es dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Be-
schwerdeführer nunmehr in L.1_____ wohnhaft ist, wodurch die Gewährleistung 
der Betreuung sowie einer adäquaten (rechtlichen) Interessenvertretung zumin-
dest stark in Frage gestellt wird. 

In diesem Zusammenhang ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass es 
nicht nötig wäre, eine Vertretung "im Rahmen von Art. 374 ZGB einzurichten". Die 
dort aufgeführten Vertretungsrechte stehen den Ehegatten ex lege zu, sofern kei-
ne entsprechende Beistandschaft besteht, welche die Vertretungsrechte be-
schränkt (vgl. hierzu Roland Fankhauser, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Hand-
kommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich 2016, N 1 ff. zu Art. 374 
ZGB). 

Anhaltspunkte dafür, dass die Kinder der Beschwerdegegnerin sich ihrer annäh-
men, sind der Beschwerdeinstanz im Weiteren nicht ersichtlich und werden auch 
nicht dargetan. Damit ist die Voraussetzung der Subsidiarität erfüllt.

Aus den angeführten Gründen ist die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von 
Graubünden mit der KESB Nordbünden der Auffassung, dass auf eine Beistand-
schaft gemäss Art. 394 ZGB und Art. 395 ZGB für die Beschwerdegegnerin nicht 
verzichtet werden kann. Die Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt abzuwei-
sen. Es bleibt dem Beschwerdeführer indessen unbenommen, sich im Rahmen 
der ihm verbleibenden Kompetenzen um seine Ehefrau zu kümmern. Auch sei an 
dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Beistandschaft von Amtes wegen auf-
zuheben ist, sobald für die Fortdauer kein Grund mehr besteht (Art. 399 Abs. 
2 ZGB). 

Seite  18 — 20

6. Mit dem vorliegenden Hauptentscheid erübrigt sich die Prüfung des Be-
schwerdebegehrens Ziff. 2, die bestehende vorsorgliche Beistandschaft für die 
Beschwerdegegnerin bereits vor dem Erlass des Beschwerdeentscheides ausser 
Kraft zu setzen. 

7. Auf die mit Eingabe vom 29. August 2017 erhobene Beanstandung der der 
Beiständin von der KESB Nordbünden zugesprochenen Entschädigung ist vorlie-
gend nicht weiter einzugehen, da der Beschwerdeführer darin ausdrücklich auf 
eine förmliche Beschwerdeführung verzichtet. Im Übrigen sei darauf hingewiesen, 
dass die KESB Nordbünden im angefochtenen Entscheid vom 8. März 2017 für 
die ordentlichen Tätigkeiten im Rahmen der errichteten Beistandschaft Brigitta 
Darms von der Berufsbeistandschaft Imboden eingesetzt hat und Rechtsanwältin 
MLaw Flavia Brülisauer nur noch für die Vertretung in den hängigen (Gerichts-)
verfahren sowie für allenfalls notwendig werdende neue Prozesse als (Ver-
fahrens-)beiständin eingesetzt ist. Damit ist nicht zu erwarten ist, dass die Mass-
nahmekosten auch in Zukunft in dieser Höhe verbleiben. Anzumerken bleibt indes 
auch, dass die von Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer im Namen der Be-
schwerdegegnerin angehobenen Verfahren zu einem nicht unerheblichen Teil 
unmittelbar auf das Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen sind. 

8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin infolge 
ihrer demenziellen Erkrankung besonders schutzbedürftig ist und nicht in der Lage 
ist, ihre Interessen adäquat wahrzunehmen. Aufgrund des bestehenden Interes-
senkonfliktes, der durch die hängigen Berufungsverfahren zwischen dem Be-
schwerdeführer und der Beschwerdegegnerin vor dem Kantonsgericht akzentuiert 
wird, können die Interessen und das Wohlergehen der Beschwerdegegnerin der-
zeit nur durch die Errichtung einer externen Beistandschaft gewahrt bleibt. Der 
Entscheid der KESB Nordbünden vom 8. März 2017 betreffend Errichtung einer 
ordentlichen Beistandschaft (Art. 394 ZGB und Art. 395 ZGB) ist somit zu schüt-
zen und die dagegen erhobene Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen. 

9.1. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die 
Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei auferlegt. 
Der Beschwerdeführer ist mit seinen eingangs gestellten Anträgen nicht durchge-
drungen. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten des Beschwerdever-
fahrens, die in Anwendung von Art. 10 der Verordnung über die Gerichtsgebühren 
in Zivilverfahren (VGZ; BR 320.210) auf CHF 1'500.00 festgelegt werden, zu Las-

Seite  19 — 20

ten des Beschwerdeführers. Gemäss Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden 
entscheidet das Gesamtgericht gestützt auf Art. 63 Abs. 3 EGzZGB von Amtes 
wegen über die Befreiung von der Tragung von Gerichtskosten (PKG 2013 Nr. 9 
E. 5; Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 123 vom 24. April 
2015 E. 7.c)). Die Voraussetzungen für eine Kostenbefreiung gestützt auf 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB sind vorliegend allerdings nicht erfüllt, da die Beschwerde 
als völlig aussichtslos und somit als trölerisch zu beurteilen ist. 

9.2. Nachdem die Beschwerdeinstanz Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer in 
ihrer Funktion als Beiständin zur Stellungahme aufgefordert hat und im Sinne ihrer 
Anträge entschieden hat, erscheint es nicht gerechtfertigt, diese Aufwendungen 
der Beschwerdegegnerin anzulasten (Art. 404 ZGB) – zumal die Parteientschädi-
gung auch den Ersatz der notwendigen Auslagen (Art. 95 Abs. 3 lit. a ZPO) um-
fasst (Art. 404 ZGB; BGE 143 III 183 E. 4.2.4.). Folglich hat der unterliegende Be-
schwerdeführer die Beschwerdegegnerin für das vorliegende Verfahren ausserge-
richtlich zu entschädigen (Art. 60 Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 95 Abs. 1 
lit. b und Art. 106 Abs. 1 ZPO). Werden Leistungen aus dem Bereich der berufli-
chen Aktivität erbracht (z.B. juristische Dienstleistungen), ist die Entschädigung 
nach dem anwendbaren Tarif zu bemessen (Christiana Fountoulakis, a.a.O., N 3 
zu Art. 404 ZGB). 

Die Beiständin der Beschwerdegegnerin, Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer, 
reichte am 26. Oktober 2017 eine Honorarnote ein, worin sie einen Zeitaufwand 
von 7 Stunden geltend macht (CHF 1'680.00 zzgl. Kleinspesenzuschlag von 
CHF 50.40 und 8 % Mehrwertsteuer, Total CHF 1'868.85). Auszugehen ist von 
einem Stundenansatz von CHF 240.00 gemäss Entscheid der KESB Nordbünden 
vom 28. Oktober 2015, was dem mittleren Stundenansatz gemäss Art. 3 Abs. 1 
der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und 
Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) entspricht. Dieser Stundenansatz wird in der 
Honorarnote auch angewendet und ist damit nicht zu beanstanden. Ebenso gibt 
der von ihr geltend gemachte Stundenaufwand zu keinen Beanstandungen An-
lass. Die Entschädigung wird demnach auf CHF 1'868.85 inkl. MwSt. und Baraus-
lagen festgesetzt. 

Seite  20 — 20

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zulasten 
von X._____.

3. X._____ hat Y._____ eine Parteientschädigung in Höhe von CHF 1'868.85 
(inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: