# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 640a1de5-c152-53fa-b0b7-86cdc202c4e1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-08-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.08.2008 IV 2007/58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-58_2008-08-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/58

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 14.08.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2008
Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG (Fassung bis 31. Dezember 2007). Anforderungen 
an medizinische Gutachten. Einkommensvergleich. Bei der Bemessung des 
Invalideneinkommens einer zu 70% arbeitsfähigen Frau, die nach einer 
HWS-Distorsion unter anderem an verschiedenen neuropsychologischen 
Einschränkungen leidet, ist ein Abzug von 10% angemessen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2008, IV 
2007/58).

Vizepräsidentin Karin Huber-Studerus, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, 

Versicherungsrichter Franz Schlauri; Gerichtsschreiberin Miriam Lendfers

Entscheid vom 14. August 2008

in Sachen

W.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos-Niedermann, Postgasse 5, 

Postfach, 9620 Lichtensteig,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.   

A.a  W.___, Jahrgang 1965, zog sich am 11. September 2002 bei einem Auffahrunfall 

eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) zu. Am 22. September 2003 meldete sie sich 

zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an und beantragte 

Berufsberatung und Umschulung (IV-act. 1). Der behandelnde Arzt med. pract. A.___ 

attestierte am 3. November 2003 eine Arbeitsfähigkeit von bis zu sechs Stunden täglich 

bei um 20% reduzierter Leistungsfähigkeit (IV-act. 14-7). Am 20. September 2004 

berichtete er von einem verbesserten Gesundheitszustand. Regelmässiges 

Fitnesstraining im April 2004 und die Reduktion der Arbeitsfähigkeit (richtig: 

Arbeitstätigkeit) auf 50% hätten zu einer deutlichen Verbesserung der 

Allgemeinsituation geführt. Am Ziel der Arbeitsfähigkeit von 70-80% könne 

festgehalten werden (IV-act. 32-2).

A.b Mit Verfügung vom 19. November 2004 erklärte die IV-Stelle die beruflichen 

Massnahmen für abgeschlossen (IV-act. 37). Gleichentags lehnte sie den 

Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 25% ab (IV-act. 38). Auf Einsprache hin 

widerrief sie die Verfügungen am 3. März 2005 (IV-act. 51) und gab eine 

polydisziplinäre Begutachtung bei der MEDAS Ostschweiz in Auftrag (IV-act. 62, 63). 

Im Gutachten vom 5. Januar 2006 werden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit folgende 

Diagnosen genannt: leichte depressive Episode ohne somatisches Syndrom, leichte bis 

mittelschwere kognitive Funktionsstörungen, chronisches zerviko-zephales 

Schmerzsyndrom und Status nach HWS-Distorsionstrauma. Im zuletzt ausgeübten 

Beruf als kaufmännische Angestellte sei die Versicherte aufgrund der kognitiven 

Funktionsbeeinträchtigungen und der psychischen Störungen zu 50% reduziert. In 

einer anderen Tätigkeit halte man sie für zu 30% arbeitsunfähig (IV-act. 68-18, 68-22). 

Einige Rückfragen der IV-Stelle beantwortete der MEDAS-Arzt Dr. med. B.___ am 

26. Januar 2006 (IV-act. 71).

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A.c  Im März 2006 trat die Versicherte eine Anstellung mit einem Pensum von 50% als 

Automatenbetreuerin bei der C.___ an (IV-act. 76-1). Die IV-Stelle verfügte daraufhin 

am 3. April 2006 den Abschluss der beruflichen Massnahmen (IV-act. 84). Die 

Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Mit einer weiteren Verfügung vom 

12. Mai 2006 sprach die IV-Stelle der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 49% 

mit Wirkung ab 1. Mai 2006 eine Viertelsrente zu (IV-act. 90-1). Am 26. Mai 2006 

verfügte sie für die Zeit 1. September 2003 bis 30. April 2006 beim selben 

Invaliditätsgrad ebenfalls eine Viertelsrente (IV-act. 91-1). Gegen die beiden 

Rentenverfügungen erhob Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos am 9. Juni 2006 in 

Vertretung der Versicherten Einsprache. Er beantragte die Festsetzung des 

Invaliditätsgrads der Versicherten auf mindestens 54% (IV-act. 92-2; 93-16). Der 

Rechtsdienst der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen (SVA) wies die 

Einsprachen in Vertretung der IV-Stelle mit Entscheid vom 18. Dezember 2006 ab. Das 

MEDAS-Gutachten entspreche den Anforderungen der Rechtsprechung. Das 

Valideneinkommen belaufe sich auf Fr. 67'833.-. Ausgehend von einem 

Beschäftigungsgrad von 70% sei das Invalideneinkommen gestützt auf die 

Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) auf Fr. 34'809.- festzulegen. Die 

angefochtenen Verfügungen seien nicht zu beanstanden (act. G 1.1.1).

B.  

B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die Beschwerde des 

Rechtsvertreters der Versicherten vom 31. Januar 2007. Er beantragt die Aufhebung 

des Entscheids. Der Versicherten sei mit Wirkung ab 1. September 2003 eine ganze, 

eventualiter mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Das Verfahren sei bis zum 

rechtskräftigen Entscheid im Verfahren gegen die SUVA zu sistieren, alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Praxis, d.h. die seit den getroffenen 

medizinischen Abklärungen ausgeübten Tätigkeiten der Beschwerdeführerin zeigten, 

dass sie auch bei nicht kaufmännischen Tätigkeiten nicht in der Lage sei, mehr als 50% 

zu arbeiten. Insbesondere die im März 2006 aufgenommene Arbeit als 

Automatenbetreuerin habe sie noch während der Probezeit wegen Überforderung 

wieder verloren. Med. pract. A.___ habe am 14. November 2006 bestätigt, dass die 

Beschwerdeführerin nicht mehr als 50% arbeiten könne (act. G 1.1.4). Ab 1. Januar 

2007 arbeite die Beschwerdeführerin zu 40% bei der D.___ AG als Allrounderin Büro 

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und Hausabwartin. Der Rechtsvertreter bemängelt die Festsetzung des 

Invalideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin als nicht nachvollziehbar. 

Jedenfalls sei neben dem Abzug aufgrund des reduzierten Pensums von 50% ein 

weiterer Abzug von 15% vorzunehmen. Aufgrund eines Invaliditätsgrads von 70.23% 

habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine ganze Rente. Selbst wenn man von 

einer Arbeitsfähigkeit von 70% ausginge, resultiere unter Berücksichtigung eines 

Abzugs von 15% ein Invaliditätsgrad von 58.32% (act. G 1).

B.b Dem Gesuch der Beschwerdeführerin entsprechend sistierte die zuständige 

Verfahrensleitung des Versicherungsgerichts das IV-Verfahren am 1. Februar 2007 bis 

zur rechtkräftigen Erledigung des ebenfalls gerichtshängigen Prozesses UV 2006/53 

(act. G 2). Mit Entscheid vom 14. Februar 2007 wies die Abteilung III des 

Versicherungsgerichts die Beschwerde in jenem Verfahren ab. Das Bundesgericht 

bestätigte den kantonalen Entscheid mit dem Urteil 8C_131/2007 vom 3. Januar 2008.

C.  

C.a Das Versicherungsgericht hob daraufhin die Sistierung des Verfahrens IV 2007/58 

mit Schreiben vom 12. Februar 2008 auf (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin beantragt 

in der Beschwerdeantwort vom 10. April 2008 die Abweisung der Beschwerde. Das 

Bundesgericht habe sich im Urteil vom 3. Januar 2008 auf das MEDAS-Gutachten 

gestützt, weshalb auf die Einwände gegen jenes Gutachten nicht weiter einzugehen 

sei. Betreffend Bemessung des Invalideneinkommens sei darauf hinzuweisen, dass 

kein Abzug von den Tabellenlöhnen vorgenommen werden könne, weil sich die 

Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit primär auf das psychische Leiden beziehe. Auch 

ein teilzeitbedingter Abzug könne bei Frauen nicht gewährt werden (act. G 7).

C.b In der Replik vom 15. Juli 2008 lässt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

festhalten. Beim Invalideneinkommen sei von einem Monatslohn gemäss 

Tabellenlöhnen von Fr. 3'959.80 auszugehen. Dies sei sogar noch zu hoch bewertet, da 

die Einkommen in der Region Ostschweiz bis zu 15% unter dem schweizerischen 

Einkommensdurchschnitt lägen. Des Weiteren sei ein Abzug von 15% zu 

berücksichtigen. Der Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin liege damit über 70%, 

eventualiter aber über 50% (act. G 13).

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C.c Die Beschwerdegegnerin hält im Schreiben vom 28. Juli 2008 an ihrem Antrag fest 

und verzichtet auf weitere Ausführungen (act. G 15).

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind mit der 5. IVG-Revision verschiedene Änderungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) in Kraft getreten. Weil 

in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei 

der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 

467 Erw. 1), und weil bei der Beurteilung ferner auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

des streitigen Einspracheentscheids vom 18. Dezember 2006 eingetretenen 

Sachverhalt abzustellen ist (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid die bis dahin geltenden materiellen Bestimmungen anzuwenden.

2.   

2.1  Unter Invalidität wird bei als Gesunden voll erwerbstätigen Personen die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsunfähigkeit 

ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für einen allfälligen 

Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG durch einen 

Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die versicherte Person 

nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der notwendigen und 

zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, 

das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 2007 gültig 

gewesenen Fassung besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn der 

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Versicherte mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn er 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40% 

auf eine Viertelsrente (aArt. 28 Abs. 1 IVG).

2.2  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 Erw. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a).

2.3  Im vorliegenden Fall stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, die 

Realität habe gezeigt, dass sie nur noch zu 50% arbeitsfähig sei. Diesbezüglich 

verweist ihr Rechtsvertreter auf den gescheiterten Arbeitsversuch bei der C.___ im 

März/April 2006. Die dortige Personalverantwortliche hatte gegenüber der 

Beschwerdegegnerin am 5. Mai 2006 telefonisch ausgeführt, die Beschwerdeführerin 

sei der Tätigkeit nicht gewachsen gewesen und habe fast doppelt so viel Zeit 

gebraucht als dafür vorgesehen. Um ihr eine Hilfestellung anbieten zu können, habe 

man ihr den Vorschlag gemacht, das Pensum bei gleichbleibendem Arbeitsanfall von 

50% auf 60% zu erhöhen. Dies habe sie jedoch abgelehnt mit dem Hinweis, ihr Arzt 

habe ihr dies untersagt. Leider müsse der motivierte Eindruck aus den 

Einstellungsgesprächen revidiert und die Arbeitsmotivation eher in Frage gestellt 

werden (IV-act. 89). Im MEDAS-Gutachten vom 5. Januar 2006 wurde eine reduzierte 

Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin anerkannt. So führten die Gutachter aus, 

die zuletzt ausgeführte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte sollte zu 50%, und zwar 

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ganztags bei reduzierter Leistung, durchgeführt werden, um ausreichende Pausen zur 

Erholung zu gewährleisten (IV-act. 68-22). Für gut adaptierte Tätigkeiten, die nur 

niedrige Anforderungen an die geistige Leistungsfähigkeit wie Konzentration und 

Gedächtnis stellten, wie einfache manuelle Tätigkeiten, besteht gemäss den MEDAS-

Gutachtern eine Arbeitsfähigkeit von 70%, vorausgesetzt, sie müssten nicht unter 

einem besonderen Zeitdruck verrichtet werden (IV-act. 71-2). Der gescheiterte 

Arbeitsversuch im Frühjahr 2006 vermag nicht zu belegen, dass die im MEDAS-

Gutachten geschätzte Arbeitsfähigkeit zu hoch bemessen wäre. Viel eher ist 

anzunehmen, dass die Arbeit nicht optimal geeignet war und/oder die Arbeitgeberin 

möglicherweise nicht das nötige Verständnis, die nötige Rücksichtnahme aufbrachte.

2.4  Die Beschwerdeführerin hatte bei der Begutachtung durch die MEDAS Ostschweiz 

über Konzentrationsstörungen, eine Schwindelsymptomatik, linksseitige 

Schulterschmerzen mit Ausstrahlung in den linken Arm und Ausbreitung über den 

Nacken und Kopf mit Exazerbation bei körperlicher Anstrengung berichtet. Bei der 

neurologischen Untersuchung liessen sich keine fokal-neurologischen Ausfälle 

objektivieren; insbesondere hätten sich keine Hinweise für eine zervikale 

Radikulopathie oder Myelopathie ergeben, auch hätten keine Anhaltspunkte bestanden 

für eine peripher-vestibuläre oder zentrale Schwindelursache. Im Vordergrund seien ein 

zerviko-zephales Schmersyndrom sowie eine Migräne ohne Aura gestanden, aus der 

sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ableiten lasse. Radiologisch hätten sich 

keine posttraumatischen Veränderungen ergeben. Die weiterführende zerebro-

vaskuläre Dopplersonographie sei unauffällig und ohne Hinweise für atheromatöse 

Veränderungen oder Gefässstenosen gewesen. Der psychiatrische Teilgutachter sei zur 

Erkenntnis gelangt, dass eine akzentuierte Persönlichkeit mit perfektionistischen und 

anankastischen Zügen im Vordergrund stehe. Zusätzlich habe er eine depressive 

Symptomatik nachweisen können, die sich langsam entwickelt habe. Bei der 

orthopädischen Exploration habe am Bewegungsapparat kein pathologischer Befund 

aufgezeigt werden können. In der beruflichen Tätigkeit sollten keine Zwangshaltungen 

über längere Zeit eingenommen werden müssen. Die neuropsychologische 

Teilgutachterin habe leichte bis mittelschwergradige kognitive Funktionsstörungen 

erkannt. Sie habe leichte bis mittelschwere Störungen der Lern- und 

Gedächtnisfähigkeit im sprachlichen und nicht-sprachlichen Bereich, der 

Aufmerksamkeit und der exekutiven Funktionen sowie mittelschwere Störungen der 

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komplexen visuellen Verarbeitung aufgedeckt. Im Vordergrund stehe eine erheblich 

reduzierte allgemeine Belastbarkeit aufgrund von vegetativen und unspezifisch 

psychischen sowie körperlichen Symptomen. Nach Ansicht der Neuropsychologin 

wäre es möglich, dass bereits prämorbid ein knapp durchschnittliches kognitives 

Leistungsvermögen bestanden haben könnte (IV-act. 68-21 f.). Das MEDAS-Gutachten 

erscheint insgesamt als schlüssig und nachvollziehbar. Auf die Vorakten wird 

eingegangen. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und die Beurteilung 

der Gesamtsituation leuchten ein, das Gutachten erscheint als sorgfältig und 

umfassend.

2.5  Die Einschätzung von med. pract. A.___ steht nicht in direktem Widerspruch zu 

den Erkenntnissen der MEDAS-Gutachter. Am 20. September 2004 er hatte 

festgehalten, am Ziel der Arbeitsfähigkeit von 70-80% könne festgehalten werden (IV-

act. 32-2). Möglicherweise im Hinblick auf die IV-rechtliche Auseinandersetzung führte 

der Allgemeinmediziner am 14. November 2006 aus, aufgrund seiner Beobachtungen 

und Erfahrungen im Arbeitsprozess sei die Versicherte nicht in der Lage, mehr als 50% 

zu arbeiten. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50%, die auf den Autounfall vom 

September 2002 zurückzuführen sei (act. G 1.1.4). Diese Einschätzung vermag keine 

erheblichen Zweifel an der Zuverlässigkeit der MEDAS-Beurteilung auszulösen. Med. 

pract. A.___ verweist selbst explizit auf die von der Beschwerdeführerin berichteten 

Erfahrungen im Arbeitsprozess. Dabei handelt es sich um die subjektive Schilderung 

der Beschwerdeführerin, die die Einschätzung des Hausarztes offensichtlich 

massgeblich beeinflussten. Wie bereits erläutert, sind diese – nach Lage der Akten bis 

Dezember 2006 wenigen – Erfahrungen nicht geeignet, eine zuverlässige, vom MEDAS-

Gutachten abweichende Beurteilung zuzulassen. Auf den Einsatz der 

Beschwerdeführerin als Automaten-Betreuerin wurde bereits eingegangen. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin machte in der Beschwerde zudem geltend, der 

Wunsch der Beschwerdeführerin, neben einer Angestelltentätigkeit zusätzlich im 

Rahmen von 20% eine selbstständige Tätigkeit mit Ayurveda-Gesichtsmassagen 

aufzunehmen, habe sich als illusorisch und mit der Angestelltentätigkeit nicht vereinbar 

herausgestellt (act. G 1, S. 6 Rz. 21). Weder lässt sich belegen, noch wird geltend 

gemacht, noch ist wahrscheinlich, dass dieser Versuch aus gesundheitlichen Gründen 

scheiterte. Selbst wenn dem so wäre, liesse dies keine Rückschlüsse auf die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu. Bei dem die Beschwerdeführerin bereits 

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seit längerem betreuenden Hausarzt med. pract. A.___ ist im Übrigen der 

Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass sich behandelnde Ärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 

ihrer Patienten äussern (vgl. m.w.H. etwa den höchstrichterlichen Entscheid U 84/05 

vom 12. September 2006, Erw. 2.2.2.8). Mangels überzeugender gegenteiliger 

Anhaltspunkte ist für die vorliegende Beurteilung des Sachverhalts, wie er sich im 

relevanten Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheids zugetragen hat, nach 

dem Gesagten auf die MEDAS-Beurteilung abzustellen und somit davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin in einer optimal adaptierten Tätigkeit zu 70% arbeitsfähig 

ist.

3.   

3.1  Zu überprüfen bleibt die von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die MEDAS-

Beurteilung vorgenommene Invaliditätsbemessung. Vor dem Unfall erzielte die 

Beschwerdeführerin bei ihrer damaligen Arbeitgeberin einen Monatslohn von 

Fr. 5'100.- (x13). Im Jahr 2003 hätte sie gemäss Angaben im Arbeitgeberfragebogen 

vom 13. Oktober 2003 ein Einkommen von Fr. 5'595.- inkl. 13. Monatslohn erzielt (IV-

act. 12-2). Im Schlussbericht vom 13. März 2006 führte die IV-Eingliederungsberaterin 

an, gemäss Arbeitgeberfragebogen hätte die Beschwerdeführerin im Jahr 2003 ein 

Einkommen von Fr. 5'595.- x 13 erzielen können. Bei Anstellungsbeginn im Oktober 

1999 habe die Beschwerdeführerin lediglich ein Einkommen von Fr. 4'400.- erzielt. Bei 

unveränderter Funktionsstufe sei diese Lohnentwicklung als absolut unüblich zu 

bezeichnen und nicht begründbar. Für das Valideneinkommen werde das zuletzt 

erwirtschaftete Einkommen von Fr. 5'100.- bis 2005 aufgerechnet (IV-act. 78-1). Der 

Eingliederungsberaterin entging offensichtlich, dass im von der Arbeitgeberin 

angeführten Lohn von Fr. 5'595.- für das Jahr 2003 der 13. Monatslohn bereits 

eingerechnet war, was einen Jahreslohn von Fr. 67'140.- ergäbe. Im Jahr 2002 hätte 

der Jahreslohn Fr. 66'300.- betragen (Fr. 5'100.- x 13). Die Jahreslohnerhöhung von 

Fr. 840.- bzw. Monatslohnerhöhung von lediglich Fr. 70.- liegt damit deutlich unter den 

Lohnerhöhungen, die die Beschwerdeführerin bei jener Arbeitgeberin in den Vorjahren 

erzielt hatte (IV-act. 12-2) und kann nicht als unverhältnismässig hoch betrachtet 

werden. Vor diesem Hintergrund ist von einem Valideneinkommen von Fr. 67'140.- im 

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Jahr 2003 auszugehen. Die Nominallohnentwicklung belief sich im Jahr 2004 auf +0.9, 

sodass das Valideneinkommen 2004 Fr. 67'744.- betrug.

3.2  Bei der Bemessung des Invaliditätsgrads sind für die beiden Vergleichseinkommen 

Zahlen aus derselben Vergleichsperiode beizuziehen. Da davon auszugehen ist, dass 

sich die beiden Einkommen in etwa gleich entwickeln, kann direkt auf die Zahlen des 

Jahrs 2004 abgestellt werden, ohne dass eine Aufrechnung für spätere Jahre erfolgen 

müsste. In Bezug auf das Invalideneinkommens ist folgendes festzuhalten:

3.2.1 Die Beschwerdeführerin war zum Zeitpunkt des Erlasses des 

Einspracheentscheids nicht erwerbstätig. Somit ist nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin für die Bemessung des Invalideneinkommens auf die 

Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) abgestellt hat. Angemessen erscheint es auch, auf die 

Löhne für Frauen im tiefsten Anforderungsniveau (einfache und repetitive Tätigkeiten) 

abzustellen. Denn obwohl die Beschwerdeführerin früher während mehrerer Jahre als 

kaufmännische Angestellte gearbeitet und als solche auch recht gut verdient hatte, so 

reicht ihre berufliche Qualifikation dennoch nicht aus um anzunehmen, sie würde auf 

einem höheren Anforderungsniveau eine adaptierte Tätigkeit finden – d.h. eine 

qualifizierte Tätigkeit ohne grosse Anforderungen an Konzentrationsfähigkeit und 

Belastbarkeit –, die sie zu 70% ausüben könnte. Im Jahr 2004 erzielten Frauen im 

privaten Sektor im Anforderungsniveau 4 ein durchschnittliches Monatseinkommen von 

Fr. 3'893.-. Aufgerechnet auf die im Jahr 2004 betriebsübliche durchschnittliche 

Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden ergibt sich ein Jahreseinkommen von 

Fr. 48'585.-.

3.2.2 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin rügt, dass die Beschwerdegegnerin 

auf die Angaben der gesamtschweizerischen Tabellenlöhne abgestellt hat und nicht auf 

die durchschnittlich tieferen in der Ostschweiz. Das Bundesgericht hält in konstanter 

Rechtsprechung fest, dass üblicherweise auf die Tabelle TA1, also auf die 

gesamtschweizerischen und nicht die regionalen Zahlen abzustellen ist. Es lehnt die 

Berücksichtigung regionaler Löhne von Grossregionen ab, da die versicherte Person 

ihre Resterwerbsfähigkeit nicht bloss in einer bestimmten Region zu verwerten 

vermöge (Beschluss des Gesamtgerichts vom 10. November 2005; in SZS 2007 S. 64 

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publiziertes Urteil I 424/05 vom 22. August 2006, Erw. 3.2.3; siehe auch die Urteile 

9C_466/07 vom 25. Januar 2008, Erw. 4.2.1; 8C_610/07 vom 15. Mai 2008, Erw. 5.1). 

Auch wenn fraglich ist, ob diese Rechtsprechung zu überzeugen vermag, erscheint es 

im vorliegenden Fall nicht als sachgerecht, davon abzuweichen.

3.2.3 Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragt die Vornahme eines 

zusätzlichen Abzugs vom Invalideneinkommen von 15%. Der oftmals als 

"Leidensabzug" bezeichnete Abzug hat nichts mit dem Leiden zu tun. Vielmehr sollen 

damit jene Nachteile ausgeglichen werden, die der versicherten Person – neben der 

Arbeitsunfähigkeit – auf dem Arbeitsmarkt aufgrund ihrer Behinderteneigenschaft eine 

zusätzliche Lohneinbusse verursachen. In BGE 126 V 75 neues Fenster ff. hat das 

Bundesgericht festgestellt, dass die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 

herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des 

konkreten Einzelfalls (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) abhängig ist. Der Einfluss sämtlicher 

Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen, d.h. dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug 

zu quantifizieren ist und die einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Schliesslich ist 

der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen. Bei der Überprüfung des gesamthaft 

vorzunehmenden Abzugs darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht 

ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich 

somit auf Gegebenheiten abstützen können, die seine abweichende 

Ermessensausübung als nahe liegender erscheinen lassen. Die Beschwerdegegnerin 

betont in der Beschwerdeantwort zu Recht, ein "Teilzeitabzug" komme vorliegend nicht 

in Frage. Gemäss Statistik wirkt sich eine Teilzeitbeschäftigung bei Frauen mit einem 

Beschäftigungsgrad zwischen 50% und 74 % im Anforderungsniveau 4 eher 

lohnerhöhend, jedenfalls aber nicht lohnmindernd aus (vgl. Tabelle 6* der LSE 2004, S. 

25).

3.2.4 Vorliegend fällt aber ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin gegenüber einem 

gesunden Konkurrenten für einen bestimmten Arbeitsplatz ein deutlich höheres 

Krankheitsrisiko hat. Aus der Sicht eines ökonomisch denkenden Arbeitgebers senkt 

dieses Risiko, dessen Verwirklichung die Gesamtlohnkosten des Betriebes erhöhen 

würde, den "Wert" der Beschwerdeführerin als Arbeitnehmerin. Um dies zu 

https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75

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kompensieren und konkurrenzfähig zu bleiben, müsste sie mit einem entsprechend 

tieferen Lohn rechnen. Die Beschwerdeführerin weist eine deutlich verminderte 

Belastbarkeit auf, was sich offenbar auch bei ihrer Anstellung als Automaten-Betreuerin 

zeigte (IV-act. 89). Ihre Konzentrationsfähigkeit und die Gedächtnisleistung sind 

gemäss MEDAS-Gutachten vermindert und sie leidet unter mehreren weiteren leichten 

bis mittelschweren neuropsychologischen Einschränkungen (IV-act. 68-22). Die 

Notwendigkeit der Vermeidung langandauernder Zwangshaltungen spricht eher gegen 

die Verrichtung reiner Schreibtischarbeit (IV-act. 71-3). Die Beschwerdeführerin ist 

körperlich und psychisch gegenüber einem gesunden Konkurrenten mit gleichem 

Teilpensum klar benachteiligt, sodass sie eine Lohneinbusse wird in Kauf nehmen 

müssen. Ein Abzug von den Tabellenlöhnen von 10% erscheint im konkreten Fall 

jedenfalls als angemessen. Das Invalideneinkommen beläuft sich damit auf Fr. 30'609.- 

(Fr. 48'585.- x 0.7 x 0.9).

3.3  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 67'744.- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 30'609.- ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 55%. Die Beschwerdeführerin hat somit 

Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Selbst wenn man mit dem Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin von einem Abzug von den Tabellenlöhnen in der Höhe von 15% 

ausgehen wollte, würde sich am Anspruch auf eine halbe Rente nichts ändern, läge der 

Invaliditätsgrad in diesem Fall doch bei 57% (Invalideneinkommen: Fr. 28'908.-).

3.4  Im Beschwerdeverfahren informierte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

darüber, dass diese per 1. Januar 2007 eine neue Anstellung mit einem Arbeitspensum 

von 40% gefunden habe. Gemäss Arbeitsvertrag vom 20./22. Dezember 2006 erzielte 

sie dafür ein Einkommen von Fr. 1'720.- x 13 (act. G 1.1.5). Die Beschwerdegegnerin 

wird gegebenenfalls in einem Revisionsverfahren abzuklären haben, ob die 

Beschwerdeführerin diese Anstellung längerfristig behalten konnte und ob das 

Arbeitspensum von 40% von ihr im konkreten Fall auch mit einem durchschnittlichen 

Zeitaufwand von 40% bewältigt werden kann. Nur in diesem Fall wäre es 

gerechtfertigt, das Invalideneinkommen gestützt auf die konkret erzielten 

Einkommenszahlen unter Aufrechnung auf das zumutbare Pensum von 70% neu zu 

bemessen. Benötigt die Beschwerdeführerin jedoch für die von der Arbeitgeberin 

geforderte Leistung von 40% einen über dieser Grenze liegenden Zeitaufwand, wäre 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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dies zu berücksichtigen und das zumutbare Einkommen könnte nicht mit linearer 

Aufrechnung ermittelt werden.

4.   

4.1  Die Beschwerde ist gemäss den obigen Erwägungen unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 18. Dezember 2006 teilweise gutzuheissen. Die 

Beschwerdeführerin hat ab Rentenbeginn am 1. September 2003 bei einem 

Invaliditätsgrad von 55% Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.

4.2  Gemäss den Schlussbestimmungen des IVG zur Änderung vom 16. Dezember 

2005, in Kraft seit 1. Juli 2006, gilt für die am 1. Juli 2006 bei der IV hängigen 

Einsprachen das bisherige Recht (lit. b der Schlussbestimmungen). Somit gelangt 

Art. 69 Abs. 1  IVG zur Kostenpflicht von Streitigkeiten um die Bewilligung oder die 

Verweigerung von IV-Leistungen im kantonalen Gerichtsverfahren nicht zur 

Anwendung. Gerichtskosten sind demnach keine zu erheben.

4.3  Da sich die angefochtene Verfügung als rechtswidrig erwiesen hat und da die 

Beschwerdeführerin auf jeden Fall gezwungen gewesen ist, Beschwerde zu führen, um 

nicht rechtswidrig behandelt zu werden, muss in Bezug auf die Kostentragungspflicht 

unabhängig vom konkreten Beschwerdebegehren (in Analogie zur entsprechenden 

Regelung bei einer Rückweisung zur weiteren Abklärung, vgl. ZAK 1987 S. 266 Erw. 5a) 

von einem vollumfänglichen Obsiegen der Beschwerdeführerin ausgegangen werden. 

Sie hat somit Anspruch auf eine ungekürzte Parteientschädigung, die vom Gericht 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen wird (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. 

VRP/SG, sGS 951.1). Der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen 

erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

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1.  Die Beschwerde wird unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 18. Dezember 2006 teilweise gutgeheissen. Die Beschwerdeführerin hat Anspruch 

auf eine halbe Invalidenrente. Die Sache wird zur Festlegung der Rentenhöhe an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in 

der Höhe von Fr. 3'500.- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.08.2008
	Art. 16 ATSG, Art. 28 IVG (Fassung bis 31. Dezember 2007). Anforderungen an medizinische Gutachten. Einkommensvergleich. Bei der Bemessung des Invalideneinkommens einer zu 70% arbeitsfähigen Frau, die nach einer HWS-Distorsion unter anderem an verschiedenen neuropsychologischen Einschränkungen leidet, ist ein Abzug von 10% angemessen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2008, IV 2007/58).

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		2025-07-19T15:29:34+0200
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