# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 479bca61-da1a-5f5b-8c9b-92f51140c167
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-08-20
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 20.08.2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-20--A_2019-08-20.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB  

 

 Feldeggweg 1, 3003 Bern 
Tel. 058 463 74 84, Fax 058 465 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

 

 
 

Bern, 20. August 2019 
 

 
 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

 
im Schlichtungsverfahren zwischen 

 
X,  

vertreten durch 
Y 

(Antragstellerin) 
 

und 
 

Schweizerische Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG 

 

I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Im Rahmen der Bearbeitung eines Versicherungsfalles teilte die Schweizerische Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) als obligatorischer Unfallversicherer dem Rechtsanwalt 
der Versicherten mit, dass sie zur Klärung des Leistungsanspruchs eine medizinische 
Begutachtung in Auftrag geben werde, und schlug zwei Gutachterstellen vor. Die Versicherte 
lehnte die Begutachtung durch die vorgeschlagenen Gutachterstellen ab, da die Mobiliar in der 
Vergangenheit regelmässig Gutachteraufträge an die beiden Gutachterstellen erteilt habe und 
diese deshalb von der Mobiliar wirtschaftlich abhängig seien.  

2. In der Folge hat die Versicherte (Privatperson, vertreten durch ihren Rechtsanwalt, nachfolgend 
Antragstellerin) zuerst mit Verweis auf die jeweiligen kantonalen Gesetze zum 
Öffentlichkeitprinzip und schliesslich am 9. April 2019 gestützt auf das Bundesgesetz über das 
Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) ein 
Zugangsgesuch bei der Mobiliar eingereicht. Das Zugangsgesuch lautet wie folgt:  
− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 

geben, wie viele Aufträge sie und ihre Tochtergesellschaften in den vergangenen 5 Jahren 
an die [A] erteilt hat." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 
geben, wie viele polydisziplinäre Aufträge sie und ihre Tochtergesellschaften in den 
vergangenen 5 Jahren gesamthaft erteilt hat." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 
geben, ob mit der [A] eine Leistungsvereinbarung oder sonstige Verträge bestehen." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 
geben, wieviel für die Gutachten in den letzten 5 Jahren an die [A] bezahlt wurde." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und alle Gutachten 
der [A] herauszugeben, bei welchen eine neuropsychologische Diagnose vorlag oder aber 
mitzuteilen, in wie vielen Fällen eine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde und in 

 

 

 

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wie vielen Fällen davon eine leistungsbegründende Invalidität abgeleitet worden ist."  
− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 

geben, wie viele Aufträge sie und ihre Tochtergesellschaften in den vergangenen 5 Jahren 
an die [B] erteilt hat." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 
geben, in wie vielen Fällen, welche der [B] zugewiesen wurden, der Zuweisungsvorschlag 
vom beratenden Arzt [C] stammte." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 
geben, ob mit der [B] eine Leistungsvereinbarung oder sonstige Verträge bestehen." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und bekannt zu 
geben, wieviel für die Gutachten in den letzten 5 Jahren an die [B] bezahlt wurde." 

− "Die Mobiliar als Unfallversicherer hat vollständig Auskunft zu erteilen und alle Gutachten 
der [B] herauszugeben, bei welchen eine neuropsychologische Diagnose vorlag oder aber 
mitzuteilen, in wie vielen Fällen eine unfallkausale Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde und in 
wie vielen Fällen davon eine leistungsbegründende Invalidität abgeleitet worden ist." 

3. In ihrer Stellungnahme vom 1. Mai 2019 an die Antragstellerin lehnte die Mobiliar den Zugang 
zu den verlangten Informationen und Dokumenten vollständig ab. Sie wendete vorab ein, dass 
es, soweit ersichtlich, bis heute keine Rechtsprechung dazu gebe, "ob und in welchem Umfang 
gegenüber privaten Versicherungsunternehmen gemäss Artikel 68 Absatz 1 Buchstabe a UVG 
[Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20)] gestützt auf das 
Öffentlichkeitsgesetz des Bundes der Zugang zu Dokumenten beansprucht werden kann". So 
ergebe sich die Verfügungskompetenz der Versicherungsunternehmen gemäss Art. 68 Abs. 1 
Bst. a UVG nicht aus dem Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 
(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021), wie dies Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ 
voraussetze. Dies zeige alleine schon der Blick auf die Rechtslage, wie sie vor Einführung des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) 
bestanden habe. Den Vorschriften des VwVG sei damals lediglich die Suva unterstanden, 
während für die anderen Versicherer die Verfahrensbestimmungen des UVG gegolten hätten.  
Selbst wenn die Mobiliar dem Öffentlichkeitsgesetz unterstehen würde, bestehe aufgrund 
dieses Gesetzes kein Anspruch auf die Mitteilung der verlangten Informationen, weil sie "[…] 
keine Statistiken zu den von ihr erteilten Gutachteraufträgen [führt], welchen die von Ihnen 
verlangten Angaben entnommen werden könnten. Es besteht auch keine gesetzliche 
Verpflichtung zur Führung derartiger Statistiken. Das Öffentlichkeitsprinzip bezweckt nicht, die 
Verwaltung zur Erstellung eines noch nicht existierenden Dokuments zu verpflichten."  
Hinsichtlich der Angaben zu den bezahlten Beträgen für die Gutachten führte die Mobiliar aus, 
dass zwar sämtliche Zahlungen in ihrem IT-System erfasst seien, ihr heutiges Informatiksystem 
jedoch keine Möglichkeit vorsehe, diese Zahlungsdaten auf einfache Weise hinsichtlich der 
beiden Gutachterstellen auszuwerten und herauszufiltern. "Eine Auswertung wäre nur durch 
den internen Beizug eines Informatikers möglich und würde pro Gutachterstelle 
schätzungsweise 1 ½ Arbeitstage beanspruchen." Ergänzend dazu führte die Mobiliar an, 
gemäss Art. 5 Abs. 2 BGÖ gelten als amtliche Dokumente nichtexistente elektronische 
Dokumente, die aus aufgezeichneten Informationen erstellt werden könnten. Ihrer Ansicht nach 
"[…] gilt [dies] jedoch nur, wenn dies durch einen einfachen elektronischen Vorgang möglich ist, 
was auf den vorliegenden Fall nicht zutrifft". Zudem bestünden mit keiner der beiden 
Gutachterstellen eine Leistungsvereinbarung oder sonstige Rahmenvereinbarungen. Überdies 
bestehe "[a]lleine schon aus datenschutzrechtlichen Gründen" kein Anspruch auf die von den 
beiden Stellen erstellten Gutachten der letzten 5 Jahre. 

4. Am 17. Mai 2019 reichte die Antragstellerin einen Schlichtungsantrag beim Eidgenössischen 
Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein. 

 

 

 

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5. Mit Schreiben vom 20. Mai 2019 bestätigte der Beauftragte gegenüber der Antragstellerin den 
Eingang des Schlichtungsantrages und forderte am 24. Mai 2019 die Mobiliar auf, ihm eine 
Kopie des Schriftenwechsels mit dem Vertreter der Antragstellerin zuzustellen und sich in einer 
Stellungnahme insbesondere zur Frage der Anwendbarkeit des Öffentlichkeitsgesetzes und zu 
ihrer Verfügungskompetenz zu äussern.  

6. Mit Schreiben vom 4. Juni 2019 legt die Mobiliar dem Beauftragten den Sachverhalt dar und 
verwies betreffend die Nichtunterstellung unters Öffentlichkeitsgesetz und die ablehnende 
Beurteilung des Zugangsgesuches vollumfänglich auf ihre Ausführungen vom 1. Mai 2019 an 
die Antragstellerin. Zudem stellte die Mobiliar wunschgemäss die Kopien des Schriftenwechsels 
mit dem Rechtsanwalt zu. Darüber hinaus stellte sie dem Beauftragten keine weiteren 
Dokumente zu.  

7. Am 21. Juni 2019 gab der Beauftragte der Antragstellerin die Gelegenheit, innerhalb von 10 
Tagen Stellung zu nehmen.  

8. Am 3. Juli 2019 reichte der Rechtsanwalt der Antragstellerin eine Stellungnahme ein, in der er 
im Wesentlichen auf das öffentliche Interesse am Zugang zu den verlangten Informationen 
hinweist. 

9. Auf die weiteren Ausführungen der Antragstellerin und der Mobiliar sowie auf die eingereichten 
Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

10. Die Antragstellerin reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ bei der Mobiliar ein. Diese 
verweigerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Die Antragstellerin ist als 
Teilnehmerin an einem vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines 
Schlichtungsantrags berechtigt (Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde 
formgerecht (einfache Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der 
Stellungnahme der Behörde) beim Beauftragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

11. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.1 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der 
Angelegenheit eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen  

12. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der 
Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die 
Angemessenheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.2  

13. Neben der Suva bieten auch private Versicherungsgesellschaften, öffentliche 
Unfallversicherungskassen und einige anerkannte Krankenkassen die obligatorische 

                                                   
1 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, 

BBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 
2  GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), 

Art. 13, Rz 8. 

 

 

 

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Unfallversicherung für jene Betriebe und Personen an, für deren Versicherung die Suva nicht 
zuständig ist (Art. 58 UVG und Art. 90 der Verordnung über die Unfallversicherung, UVV; SR 
832.202). Diese Personen werden entweder durch private Versicherungsunternehmen, die dem 
Bundesgesetz betreffend die Aufsicht über Versicherungsunternehmen (VAG ; SR 961.01) 
unterstehen, öffentliche Unfallversicherungskassen oder Krankenkassen im Sinne des 
Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) gegen Unfälle versichert 
(Art. 68 UVG). 

14. Wie die Mobiliar selbst festhält, ist sie ein obligatorischer Unfallversicherer nach Art. 68 Abs. 1 
Bst. a UVG. Als solcher wird sie denn auch auf der Liste der Unfallversicherer des 
Bundesamtes für Gesundheit BAG geführt, welches die rechtskonforme Durchführung der 
obligatorischen Unfallversicherung bei allen zugelassenen Versicherern (private UVG-
Versicherer, SUVA, Krankenkassen und öffentliche Unfallversicherungskassen) beaufsichtigt.3  

15. Die Mobiliar führt aus, dass gemäss Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ Organisationen und Personen des 
öffentlichen oder privaten Rechts dem Öffentlichkeitsgesetz lediglich unterstehen, soweit sie 
Erlasse oder erstinstanzlich Verfügungen im Sinn von Art. 5 VwVG erlassen. Die 
Verfügungskompetenz der Versicherungsunternehmen (Art. 68 Abs. 1 Bst. a UVG) werde indes 
nicht durch Art. 5 VwVG, sondern durch die Verfahrensbestimmungen des UVG geregelt.  

16. Für die Klärung der Frage, ob Unfallversicherer Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG 
erlassen, ist vorab auf die entsprechenden Gesetze abzustellen. Ausgangspunkt ist dabei das 
ATSG, welches gemäss seinem Art. 1 das Sozialversicherungsrecht des Bundes koordiniert, 
indem es u.a. ein einheitliches Sozialversicherungsverfahren festlegt und die Rechtspflege 
regelt. Die Bestimmungen des ATSG sind auf die bundesgesetzlich geregelten 
Sozialversicherungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze 
dies vorsehen (Art. 2 ATSG).4  

17. Art. 1 Abs. 1 UVG hält fest, dass die Bestimmungen des ATSG auf die Unfallversicherung 
anwendbar sind, soweit das UVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Art. 
1 Abs. 2 UVG bezeichnet die Anwendungsausnahmen des ATSG. Verfahren betreffend 
Leistungen einer Invalidenrente sind demnach nicht ausgenommen. Die mit dem 
Zugangsgesuch verlangten Informationen und Dokumente stehen in Zusammenhang mit 
Geldleistungen, insbesondere einer Invalidenrente (Art. 18 UVG ff).  

18. Gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. a UVV hat der Unfallversicherer eine schriftliche Verfügung 
insbesondere über die Zusprechung von Invalidenrenten, Abfindungen, 
Integritätsentschädigungen, Hilflosenentschädigungen, Hinterlassenenrenten und 
Witwenabfindungen sowie die Revision von Renten und Hilflosenentschädigungen zu erlassen. 
Im Folgenden gilt es zu klären, ob es sich dabei um Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG 
handelt. Weil das UVG das Verfügungsverfahren nicht explizit regelt, gilt es den Verweis von 
Art. 1 Abs. 1 UVG auf das ATSG und insbesondere auf die Bestimmungen zum 
Sozialversicherungsverfahren (Art. 34 ff. ATSG) zu beachten. Art. 49 Abs. 1 ATSG bezieht sich 
auf Verfügungen und jene Fälle, in denen sie erlassen werden müssen, der Artikel spezifiziert 
den Begriff der Verfügung jedoch nicht eingehender. Gemäss Rechtsprechung des 
Bundesgerichts bestimmt sich "der Begriff der Verfügung […] dabei mangels näherer 
Konkretisierung in Art. 49 Abs. 1 ATSG nach Massgabe von Art. 5 Abs. 1 VwVG […]. Als 
Verfügungen im Sinne von Art. 5 Abs. 1 VwVG gelten Anordnungen der Behörden im Einzelfall, 
die sich auf öffentliches Recht des Bundes stützen (oder richtigerweise hätten stützen sollen; 

                                                   
3  https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/unfallversicherung/uv-versicherer-aufsicht/aufsicht-

unfallversicherung.html (zuletzt besucht am 16.08.2019). 
4  SSV, Wegleitung zur obligatorischen Unfallversicherung UVG, 4. Auflage, S. 106.  

https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/unfallversicherung/uv-versicherer-aufsicht/aufsicht-unfallversicherung.html
https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/versicherungen/unfallversicherung/uv-versicherer-aufsicht/aufsicht-unfallversicherung.html

 

 

 

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BGE 116 Ia 266 Erw. 2a) und zum Gegenstand haben: Begründung, Änderung oder Aufhebung 
von Rechten oder Pflichten, Abweisung von Begehren auf Begründung, Änderung, Aufhebung 
oder Feststellung von Rechten oder Pflichten, oder Nichteintreten auf solche Begehren (BGE 
124 V 20 Erw.1, BGE 123 V 296 Erw. 31, je mit Hinweisen)."5  

19. Sollten die Unfallversicherer gemäss Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz6 ursprünglich noch 
vom Geltungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes ausgenommen werden, hat sich der 
Gesetzgeber in den parlamentarischen Beratungen letztlich gegen deren Ausnahme 
ausgesprochen. Seiner Ansicht nach waren die Bedenken derjenigen verwaltungsexternen 
Stellen, die sowohl hoheitlich als auch im freien Markt tätig sind, mit dem ausdrücklichen 
Verweis auf Art. 5 VwVG in Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ ausreichend berücksichtigt worden,7 zumal 
die Geltung des Öffentlichkeitsgesetzes für Personen und Organisationen ausserhalb der 
Bundesverwaltung ohnehin auf den hoheitlichen Bereich ihrer Tätigkeit begrenzt ist. Die Absicht 
des Gesetzgebers, die Unfall- und Krankenversicherer, soweit sie Erlasse oder erstinstanzliche 
Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG erlassen, dem Öffentlichkeitsgesetz zu unterstellen, ist 
damit klar.  

20. Auch gemäss Kreisschreiben 7.2 des BAG fallen "[…] die Kranken- und Unfallversicherer sowie 
die Gemeinsame Einrichtung KVG unter den Geltungsbereich des BGÖ und VBGÖ. […] Das 
Recht auf Zugang gilt dabei für jene amtlichen Dokumente, welche unmittelbar ein Verfahren 
auf Erlass einer Verfügung nach dem VwVG betreffen. Damit werden für diese Kategorien von 
Organisationen und Personen, die öffentlichen Aufgaben erfüllen, (nur) diejenigen Bereiche 
erfasst, in denen sie hoheitlich tätig sind. Andere Dokumente der Kranken- und 
Unfallversicherer sowie der Gemeinsamen Einrichtung KVG fallen somit nicht unter den 
Geltungsbereich des BGÖ sowie der VBGÖ."8  

21. Nach Ansicht des Beauftragten ist der Entscheid eines obligatorischen Unfallversicherers über 
die Zusprechung einer Geldleistung, insb. einer Invalidenrente, eine Verfügung im Sinne von 
Art. 5. VwVG. Die Mobiliar fällt somit in den Anwendungsbereich des Öffentlichkeitsgesetzes 
gemäss Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ.  

22. Selbst bei einer Unterstellung unter das Öffentlichkeitsgesetz spricht sich die Mobiliar gegen 
eine Zugangsgewährung heraus. So bringt sie zum einen vor, nicht im Besitz der verlangten 
Unterlagen (so etwa der Statistiken der erteilten Gutachteraufträge oder der Leistungs- resp. 
Rahmenvereinbarungen) zu sein. Zum andern bestätigt sie zwar das elektronische 
Vorhandensein der für die Gutachten bezahlten Beträge, hält dazu aber fest, aus diesen 
Aufzeichnungen lasse sich mittels eines einfachen elektronischen Vorganges kein amtliches 
Dokument erstellen (Art. 5 Abs. 2 BGÖ). Zudem bestehe keine Pflicht zur Erstellung von 
Statistiken. 
Überdies macht sie datenschutzrechtliche Gründe für die Zugangsverweigerung zu den 
Gutachten der letzten 5 Jahre geltend.  

23. Nach Art. 6 Abs. 1 BGÖ hat jede Person das Recht, amtliche Dokumente einzusehen und von 
den Behörden Auskünfte über den Inhalt amtlicher Dokumente zu erhalten. Gemäss dieser 
Bestimmung besteht eine widerlegbare gesetzliche Vermutung zugunsten des freien Zugangs 

                                                   
5  BGE 130 V 388, E. 2.3; BGE 133 V 50, E. 4.1.2; BGE 120 V 346, E. 2a; s.a. KIESER, ATSG Kommentar, 3. Auflage, 2015 

Zürich, Art. 49, Rz 4 und Art. 55, Rz 24; TSCHANNEN, VwVG Kommentar, Zürich, St. Gallen 2008, Art. 3, Rz 11. 
6  BBL 2003 1988. 
7  Amtliches Bulletin 2004, 592; STAMM-PFISTER, in : Basler Kommentar, Datenschutzgesetz, Öffentlichkeitsgesetz, 3. Auflage, 

Art. 2, Rz 22. 
8  BAG Kreisschreiben Nr 7.2 vom 14. Oktober 2014, Bundesgesetz und Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der 

Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ, und Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ), 1. Vorwort (zuletzt besucht am 16.08.2019). 

https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/kuv-aufsicht/rakv2/ks-7-2-boe-vbgoe.pdf.download.pdf/ks-7-2-boe-vbgoe.pdf
https://www.bag.admin.ch/dam/bag/de/dokumente/kuv-aufsicht/rakv2/ks-7-2-boe-vbgoe.pdf.download.pdf/ks-7-2-boe-vbgoe.pdf

 

 

 

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zu amtlichen Dokumenten. Jede Person hat ein generelles Recht auf Zugang zu amtlichen 
Dokumenten, über welche die Verwaltung verfügt, ohne dass ein besonderes Interesse 
nachgewiesen werden müsste. Es obliegt somit nicht mehr dem freien Ermessen der Behörden, 
ob sie Informationen oder Dokumente zugänglich machen wollen oder nicht.9 Der Zugang zum 
amtlichen Dokument kann jedoch eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert werden, wenn 
überwiegende öffentliche oder private Interessen an der Geheimhaltung einer Offenlegung 
entgegenstehen (Art. 7 BGÖ) oder wenn ein Ausnahmefall gemäss Art. 8 BGÖ vorliegt. Die 
objektive Beweislast zur Widerlegung der Vermutung des freien Zugangs obliegt der Behörde; 
sie hat darzulegen, dass bzw. inwiefern eine oder mehrere der gesetzlich vorgesehenen 
Ausnahmebestimmungen erfüllt sind. Ein pauschaler Verweis auf eine Ausnahmebestimmung 
genügt dabei in der Regel nicht, um den Tatbestand anzurufen. Misslingt der Behörde dieser 
Beweis, ist der Zugang grundsätzlich zu gewähren.10 

24. Als amtliches Dokument gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 BGÖ jede Information, die auf einem 
beliebigen Informationsträger aufgezeichnet ist (Bst. a), sich im Besitz einer Behörde befindet, 
von der sie stammt oder der sie mitgeteilt worden ist (Bst. b), und die Erfüllung einer 
öffentlichen Aufgabe betrifft (Bst. c). Nach Art. 5 Abs. 2 BGÖ gelten als amtliche Dokumente 
auch solche, die durch einen einfachen elektronischen Vorgang aus aufgezeichneten 
Informationen erstellt werden können, welche die Anforderungen nach Abs. 1 Bst. b und c BGÖ 
erfüllen (sog. virtuelle Dokumente).  
Das Recht auf Zugang zu amtlichen Dokumenten gilt vorliegend in Bezug auf jene 
Informationen, die in Zusammenhang mit der hoheitlichen Aufgabenerfüllung der Mobiliar als 
obligatorischer Unfallversicherer stehen und das Verfahren auf Erlass einer Verfügung 
betreffen.11  

25. Vor Erlass einer entsprechenden Verfügung über die Versicherungsleistungen muss der 
Versicherer die für die Leistungsfeststellung massgeblichen Tatsachen feststellen. Zu diesem 
Zweck muss der Versicherer von Amtes wegen die notwendigen Ermittlungsmassnahmen 
ergreifen. In diesem Zusammenhang kann der Versicherer zur Klärung des Sachverhaltes 
einen unabhängigen Gutachter beauftragen (Art. 44 ATSG und Art. 55 Abs. 2 UVV).12 Das 
Bundesgericht hielt in einem Entscheid betreffend Zugangsgesuche bei der IV-Stelle des 
Kantons Solothurn explizit fest, dass medizinische Gutachten den Leistungsentscheid 
prägten,13 und es anerkannte die einzelnen Gutachten und Leistungsentscheide als amtliche 
Dokumente.14 Aus den dem Beauftragten vorliegenden Unterlagen ergibt sich nicht, wieso es 
sich bei den hier verlangten Informationen grundsätzlich anders verhalten sollte.  

26. Das Öffentlichkeitsgesetz bezweckt nicht, die Verwaltung zur Erstellung eines noch nicht 
existierenden Dokumentes zu verpflichten.15 Um jedoch das Recht auf Zugang auch zu erst 
latent vorhandenen Dokumenten zu garantieren, sieht das Gesetz eine Ausnahme vor.16 Nach 
Art. 5 Abs. 2 BGÖ gelten als amtliche Dokumente auch solche, die durch einen einfachen 
elektronischen Vorgang aus aufgezeichneten Informationen erstellt werden können. Das 
Bundesverwaltungsgericht führt dazu in ständiger Rechtsprechung aus, dass der Gesetzgeber 
dabei in erster Linie an elektronische Datenbanken gedacht hat, da in diesen Fällen der zu 

                                                   
9  BBl 2003 2001. 
10  BVGer Urteil A-1732/2018 vom 26. März 2019, E. 8 (m.w.H.). 
11  NUSPLIGER, Handkommentar BGÖ, Art. 5, Rz 23; s.a. BBl 2003 1994. 
12  Suva, Wegleitung der Suva durch die Unfallversicherer, Luzern 2019, S. 72ff. 
13  BGE 144 I 170, E. 7.6f.; s.a. BGer Urteil 1C_467/2017 vom 27. Juni 2019. 
14  BGE 144 I 170, E. 8.4. 
15  BBl 2003 1992. 
16  BBl 2003 1996. 

 

 

 

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Einsicht verlangte Auszug als Dokument nicht existiert, die vorhandene Software jedoch darauf 
ausgerichtet ist, solche Auszüge zu generieren. "Dass hierfür ein Knopfdruck genügen muss, 
lässt sich weder dem Wortlaut von Art. 5 Abs. 2 BGÖ noch den Materialien entnehmen. Der 
Bundesrat hat hierzu in seiner Botschaft zum BGÖ lediglich festgehalten, der Begriff des 
einfachen elektronischen Vorgangs beziehe sich auf den Gebrauch durch einen 
durchschnittlichen Benutzer und könne deshalb durch die fortschreitende technische 
Entwicklung Änderungen erfahren […]. Daraus ist zu folgern, dass der für die Generierung 
eines Dokumentes im Sinne von Art. 5 Abs. 2 BGÖ erforderliche Vorgang durchaus mehrere 
Arbeitsschritte umfassen kann, solange ein gewöhnlicher Benutzer ohne spezielle 
Computerkenntnisse das gewünschte Dokument hierdurch aus vorhandenen Informationen 
generieren kann […]. Wie viel Zeit ein solcher Vorgang beanspruchen darf, um noch von Art. 5 
Abs. 2 BGÖ erfasst zu werden, beurteilt sich aufgrund der Zielsetzung des 
Öffentlichkeitsgesetzes, das Vertrauen und das Verständnis der Öffentlichkeit für die 
Verwaltung zu fördern, indem dem Einzelnen ein subjektives und durchsetzbares Recht auf 
Zugang zu amtlichen Dokumenten gewährt wird […]. Ansonsten ist jeweils aufgrund der 
Umstände des Einzelfalles zu entscheiden, ob der Aufwand, um ein Dokument aus 
vorhandenen elektronischen Daten zu generieren, als einfacher Vorgang im Sinne von Art. 5 
Abs. 2 BGÖ einzustufen ist […]."17 

27. Laut der Mobiliar kann eine Auswertung der bezahlten Beträge pro Gutachterstelle durch 
Beizug eines internen Informatikers in schätzensweise eineinhalb Arbeitstagen, für beide 
Stellen somit in 3 Arbeitstagen erstellt werden. Dieser Arbeitsaufwand alleine ist für das 
Vorliegen eines einfachen elektronischen Vorgangs aber nicht ausschlaggebend. Zu beachten 
gilt es u.a. auch, dass der Begriff des "einfachen elektronischen Vorganges" sich entsprechend 
der technologischen Entwicklung ändert.18 Mit der zunehmenden Digitalisierung haben sich 
neue, vielfältige Möglichkeiten für die Extraktion von spezifischen Informationen aus 
Datenbanken und Geschäftsverwaltungssystemen eröffnet. So müssen diese nicht zuletzt auch 
minimalen Standards zum Zwecke des behörden- resp. unternehmensinternen Controlling und 
Reporting genügen. Diese Entwicklung muss folglich in die Beurteilung des Tatbestandes von 
Art. 5 Abs. 2 BGÖ einfliessen. Nach Ansicht des Beauftragten hat die Mobiliar bis anhin nicht 
hinreichend dargelegt, weshalb vorliegend kein einfacher elektronischer Vorgang gegeben ist. 
Überdies kann der Botschaft zufolge bei Nichtvorliegen eines einfachen elektronischen 
Vorgangs (bspw. weil aufwändige Datenbankabfragen programmiert werden müssen) der 
Antragsteller den Zugang unter Vorbehalt der verschiedenen Ausnahmebestimmungen und 
unter Kostenfolge verlangen.19 

28. Soweit tatsächlich kein Anwendungsfall von Art. 5 Abs. 2 BGÖ vorliegt, kann das Gesuch auch 
als solches um Zugang zu den einzelnen Dokumenten bzw. Gutachteraufträgen verstanden 
werden.20 

29. Da der Beauftragte nicht im Besitz der vom Zugangsgesuch betroffenen Informationen und 
Dokumente ist, kann er sich nicht eingehender darüber aussprechen, ob die Anforderungen an 
ein oder mehrere amtliche Dokumente gemäss Art. 5 Abs. 1 und Abs. 2 BGÖ vorliegend erfüllt 
sind.  

30. Die mit dem Zugangsgesuch verlangten Informationen enthalten teilweise auch Personendaten 
(z.B. Gutachterstellen, in den Gutachten enthaltene Personendaten). Die Mobiliar lehnt die 

                                                   
17  BVGer Urteil A-7235/2015 vom 30. Juni 2016, E. 5.2 m.w.H. 
18  BBl 2003 1996. 
19  BBl 2003 1996; BVGer Urteil A-7874/2015 vom 15. Juni 2016, E 6.2.  
20  BGE 144 I 170, E. 8.4; BVGer Urteil A-3363/2012 vom 22. April 2013, E. 3.5.2. 

 

 

 

8/9 
 

Herausgabe der Gutachten ohne weitergehende Erklärungen "aus datenschutzrechtlichen 
Gründen" ab. Der Beauftragte kann sich mangels Zugang zu den verlangten Unterlagen nur 
allgemein zum Schutz der Personendaten bei Zugangsgesuchen äussern. 

31. Gemäss Art. 7 Abs. 2 BGÖ wird der Zugang zu amtlichen Dokumenten eingeschränkt, 
aufgeschoben oder verweigert, wenn durch seine Gewährung die Privatsphäre Dritter 
beeinträchtigt werden kann; ausnahmsweise kann jedoch das öffentliche Interesse am Zugang 
überwiegen. Der Schutz der Personendaten ist in Art. 9 BGÖ geregelt.  
Gemäss Art. 9 Abs. 1 BGÖ sind amtliche Dokumente, welche Personendaten enthalten, nach 
Möglichkeit vor der Einsichtnahme zu anonymisieren (was vorliegend insbesondere bei den 
gesundheitlichen Angaben anderer Personen gegeben sein dürfte).  
Soweit der Antragsteller explizit Zugang zu Personendaten (z.B. Gutachterstellen, Name eines 
Arztes) verlangt, mithin eine Anonymisierung also nicht möglich ist, ist eine umfassende 
Abwägung vorzunehmen zwischen dem öffentlichen Interesse an der Offenlegung der 
nachgesuchten Informationen und diesem entgegenstehenden Interessen, insbesondere 
demjenigen am Schutz der Privatsphäre bzw. der Daten derjenigen Personen, deren Angaben 
im Dokument enthalten sind und zugänglich gemacht werden sollen (Art. 9 Abs. 2 BGÖ i.V.m. 
Art. 19 Abs. 1bis des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz [DSG; SR 
235.1] bzw. Art. 7 Abs. 2 BGÖ).21 Dabei sind die betroffenen Personen grundsätzlich vor dem 
definitiven Entscheid über die Gewährung des Zugangs zu konsultieren mit der Gelegenheit zur 
Stellungnahme innert zehn Tagen (vgl. Art. 11 BGÖ). Erst danach kann die vom Gesetz 
vorgesehene Interessenabwägung zwischen dem öffentlichen Interesse an der 
Zugangsgewährung und dem Schutz der Privatsphäre der von der Datenbekanntgabe 
betroffenen Dritten korrekt vorgenommen werden.22  

32. Die Beurteilung des Zugangs zu Personendaten Dritter muss gegenüber dem Antragsteller und 
den Dritten letztlich durch die Mobiliar hinreichend begründet werden. Ein blosser Verweis auf 
datenschutzrechtliche Überlegungen reicht dafür nicht aus (s.o. Ziffer 23).  

33. Aufgrund des Ausgeführten gelangt der Beauftragte zum Schluss, dass die Mobiliar als 
obligatorischer Unfallversicherer in den persönlichen Geltungsbereich des 
Öffentlichkeitsgesetzes gemäss Art. 2 Abs. 1 Bst. b BGÖ fällt, soweit sie hoheitlich tätig ist und 
Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG erlässt.  
Der Beauftragte empfiehlt der Mobiliar die erneute Prüfung des Gesuchs im Sinne der 
vorangehenden Erwägungen und die Zugangsgewährung entsprechend den Vorgaben des 
Öffentlichkeitsgesetzes, insbesondere unter Beachtung des Verhältnismässigkeitsprinzips. Sie 
führt bei den betroffenen Dritten gegebenenfalls eine Anhörung durch.  

III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte:  

34. Die Mobiliar als obligatorischer Unfallversicherer fällt in den persönlichen Geltungsbereich des 
Öffentlichkeitsgesetzes (Art. 2 Abs 1 Bst. b BGÖ). 

35. Die Mobiliar prüft das Zugangsgesuch erneut und gewährt Zugang zu den verlangten 
Informationen und Dokumenten entsprechend den Vorgaben des Öffentlichkeitsgesetzes. Die 
Mobiliar führt gegebenenfalls eine Anhörung bei den betroffenen Dritten durch. 

36. Die Antragstellerin kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung bei der Mobiliar 
                                                   
21  BGer Urteil 1C_222/2018 vom 21. März 2019, E. 3.3. 
22  BVGer Urteil A-1732/2018 vom 26. März 2019, E. 10. 

 

 

 

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den Erlass einer Verfügung nach Art. 5  VwVG  verlangen, wenn sie mit der Empfehlung nicht 
einverstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

37. Die Mobiliar erlässt eine Verfügung, wenn sie mit der Empfehlung nicht einverstanden ist 
(Art. 15 Abs. 2 BGÖ). 

38. Die Mobiliar erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung oder nach 
Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

39. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am 
Schlichtungsverfahren Beteiligten wird der Name der Antragstellerin sowie der Drittpersonen 
anonymisiert (Art. 13 Abs. 3 VBGÖ). 

40. Die Empfehlung wird eröffnet: 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
X 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
Schweizerische Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG 
Bundesgasse 35 
3001 Bern 
 

 
 
 
Reto Ammann 
 
 
 
 

	I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte: