# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a55aa214-d897-5489-8e1e-a0dc983b2778
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 01.07.2020 IV 2018/159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2018-159_2020-07-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/159

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.10.2020

Entscheiddatum: 01.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2020
Art. 28, 28a und 29 IVG; Art. 7, 8 16 und 61 ATSG. Beweiswert des 
Administrativgutachtens und Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 
2020, IV 2018/159).

Entscheid vom 1. Juli 2020

Besetzung

Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Marie-Theres 

Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren

Geschäftsnr.

IV 2018/159

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 8. September 2011 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 3). Er hatte am 30. März 2011 einen Unfall erlitten, bei 

dem er sich unter anderem eine mehrfragmentäre diaphysäre Unterschenkelfraktur 

rechts zugezogen hatte (vgl. IV-act. 9 und 32).

A.a. 

Am 27. Oktober 2011 kündigte die damalige Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis 

mit dem Versicherten auf den 31. Januar 2012, da absehbar war, dass dieser seine 

körperlich anspruchsvolle Arbeit bei ihr nicht wieder würde aufnehmen können (IV-

act. 67-1).

A.b. 

Der Heilverlauf der Unterschenkelfraktur gestaltete sich schleppend und der 

Gesundheitszustand des Versicherten war lange Zeit instabil (vgl. beispielhaft IV-

act. 19, 39 und 45). Insbesondere wurde eine Pseudarthrose festgestellt (vgl. IV-act. 

43-2) und der Versicherte wurde bis zum 9. Oktober 2014 siebenmal operiert (vgl. 

Suva-act. 24-53).

A.c. 

Vom 7. Januar 2014 bis 3. Februar 2014 fand eine berufliche Grundabklärung in 

der Rehaklinik Bellikon statt. Dabei zeigte der Versicherte sich motiviert, leistungsbereit 

und zuverlässig (vgl. IV-act. 78 und 81-5), klagte aber über Schmerzen. Mit Mitteilung 

vom 7. März 2014 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten berufliche Massnahmen (IV-

act. 86). Vom 17. Februar bis 17. Juli 2014 erfolgte eine berufliche Abklärung bei der 

B.___ (vgl. IV-act. 89 und 118). Eine stabile Steigerung des Arbeitspensums auf über 

60% gelang nicht (IV-act. 139-5 ff., insbesondere 139-10, und 141). Am 29. September 

2014 stellte die IV-Stelle die Eingliederungsmassnahmen ein (IV-act. 145).

A.d. 

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Mit Verfügung vom 18. Juni 2015 sprach die Suva dem Versicherten bei einem 

Erwerbsunfähigkeitsgrad von 11% eine entsprechende Invalidenrente sowie eine 

Integritätsentschädigung von 10% zu (Suva-act. 26-2 ff.). Diese Verfügung erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft (Suva-act. 27).

A.e. 

Mit Verfügung vom 13. Oktober 2016 wies die IV-Stelle den Antrag des 

Versicherten auf Invalidenrente ab (IV-act. 170). Dagegen erhob der Versicherte, 

vertreten durch Rechtsanwalt Adrian Rufener, am 17. November 2016 Beschwerde (IV-

act. 176). Daraufhin widerrief die IV-Stelle die Verfügung (IV-act. 195) und das 

Versicherungsgericht schrieb das Beschwerdeverfahren am 23. März 2017 ab (IV-

act. 198).

A.f. 

In der Folge führte die IV-Stelle weitere Abklärungen durch (IV-act. 200 ff.) und gab 

eine polydisziplinäre Begutachtung bei der Neurologie Toggenburg AG, Polydisziplinäre 

Begutachtungsstelle MEDAS, Wattwil (nachfolgend: Medas) in Auftrag (IV-act. 216).

A.g. 

Mit Gutachten vom 4. September 2017 stellten die Medas-Gutachter folgende 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: Fibulapseudarthrose rechts mit 

neuropathischer Schmerzkomponente im Bereich des lateralen distalen 

Unterschenkels (Polytrauma vom 30. März 2011). Sie attestierten dem Versicherten 

eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 31. März 2011 bis zum 15. September 2013. In der 

angestammten Tätigkeit als Schlosser attestierten sie ihm ab dem 16. September 2013 

eine Arbeitsfähigkeit von 25%, ab dem 1. April 2016 eine solche von 50%. In einer 

adaptierten Tätigkeit bestehe ab dem 16. September 2016 eine Arbeitsfähigkeit von 

100% (IV-act. 222-43 ff.).

A.h. 

Mit Schreiben vom 20. September 2017 stellte die IV-Stelle bei der Medas die 

Rückfrage, ab welchem Zeitpunkt aus orthopädischer Sicht in einer adaptierten 

Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe (IV-act. 224). Am 18. Oktober 2017 

antwortete der orthopädische Gutachter, die Ausheilung der Tibiapseudarthrose sei 

zum 15. September 2013 festgestellt worden. Nach dem 1. April 2016 sei keine 

Änderung der Arbeitsfähigkeit mehr eingetreten. In leidensadaptierter Tätigkeit bestehe 

fortlaufend eine Arbeitsfähigkeit von 100%. Diese habe bei geeigneter 

Leidensanpassung bereits ab dem 16. September 2013 vorgelegen. Die vorliegende 

A.i. 

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B.  

gutachtliche Konsensbildung ändere nichts an der orthopädischen Einschätzung einer 

vollen Arbeitsfähigkeit leidensadaptiert seit 16. September 2013 (IV-act. 227-3).

Nach einem entsprechenden Vorbescheid vom 29. Januar 2018 (IV-act. 234) wies 

die IV-Stelle das Gesuch um Invalidenrente mit Verfügung vom 12. März 2018 ab. In 

einer adaptierten Tätigkeit bestehe seit 16. September 2013 eine volle Arbeitsfähigkeit. 

Dem Versicherten sei es möglich, mindestens das gleiche Jahreseinkommen zu 

erzielen wie vor dem Unfallereignis vom 30. März 2011. Die Diskrepanz zwischen der 

sozialpraktischen Arbeitsfähigkeit von 60% gemäss Einsatzprogramm und der 

gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit von 100% bestehe aufgrund einer 

Selbstlimitierung (IV-act. 237).

A.j. 

Gegen diese Verfügung erhebt A.___ am 3. Mai 2018 Beschwerde. Er beantragt, 

die Verfügung vom 12. März 2018 sei aufzuheben und ihm seien die gesetzlichen 

Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 

Mehrwertsteuer. Seine Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr verwertbar (act. G1). Am 

6. Juli 2018 ergänzt der Beschwerdeführer seine Beschwerde, indem er den Beizug der 

Suva-Akten beantragt und geltend macht, nach der langen Heilungsphase seien alle 

Bemühungen, sich in den Arbeitsprozess zu reintegrieren, gescheitert. Dies sei nicht 

auf sein Verhalten zurückzuführen, sondern auf die Veränderungen des Arbeitsmarktes 

(act. G8).

B.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. September 2018 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Die 100%ige Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit sei unbestritten. In Anbetracht der relativ hohen Hürden, 

welche die Rechtsprechung für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 

älteren Menschen entwickelt habe, und aufgrund des aus medizinisch-theoretischer 

Sicht noch zumutbaren Tätigkeitsprofils sei das Finden einer Stelle auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt zwar erschwert, nicht aber zum Vornherein 

ausgeschlossen. Die schon früher ausgeübte Tätigkeit als Hauswart sei dem 

Beschwerdeführer nach wie vor neben einem Pensum von 100% zumutbar. Aus der 

Gegenüberstellung von Valideneinkommen und Invalideneinkommen resultiere keine 

Erwerbseinbusse (act. G10).

B.b. 

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Erwägungen

1.  

Mit Replik vom 11. Februar 2019 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen 

fest. Die beruflichen Massnahmen seien abgebrochen worden, weil sich eine 

Umschulung mangels genügender Ressourcen nicht gerechtfertigt habe und er nie 

mehr als ein Pensum von 60% habe bewältigen können. Das Medas-Gutachten weise 

erhebliche Mängel auf, sodass darauf nicht abzustellen sei. Selbst wenn die 

Arbeitsfähigkeit verwertet werden könnte, müsste seinem Alter und seinen 

bestehenden somatischen Einschränkungen, seinen Ressourcen sowie dem Umstand 

Rechnung getragen werden, dass er aufgrund der Erkenntnisse aus den 

Arbeitsversuchen realistischerweise höchstens ein Teilzeitpensum von 50% erledigen 

könnte (act. G22).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G23 f.).B.d. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) versicherte Personen, die ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 

können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid sind. Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 

(Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

1.2. 

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mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen). Im Sinne einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/

bb).

1.3. 

Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes ein Gutachten 

einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren 

oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen 

ablehnen und Gegenvorschläge machen (Art. 44 ATSG). Medizinische Gutachten, an 

denen drei oder mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, haben bei einer Gutachterstelle zu 

erfolgen, mit welcher das Bundesamt eine Vereinbarung getroffen hat. Die Vergabe der 

Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Art. 72  Abs. 1 und 2 der Verordnung über 

die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

1.4. 

bis

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 157 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

1.5. 

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2.  

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat 

vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 

195 E. 2, je mit Hinweisen).

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.6. 

Der Beschwerdeführer macht geltend, das Medas-Gutachten weise erhebliche 

Mängel auf, sodass es sich nicht rechtfertige, darauf abzustellen. Es ist daher zu 

prüfen, ob das Gutachten den rechtlichen Anforderungen genügt und beweiskräftig ist.

2.1. 

Soweit der Beschwerdeführer generell Zweifel an der Gutachtensvergabe geltend 

macht, ist darauf hinzuweisen, dass diese über MED@P erfolgte (vgl. IV-act. 211) und 

er gegen die Mitteilung vom 23. Juni 2017 (IV-act. 216) keine Einwände erhob. Allein 

der Umstand, dass die Medas im Zeitraum 1. Januar 2015 bis 31. Oktober 2018 für die 

Beschwerdegegnerin 100 Gutachten erstellte (act. G22.1.34) bzw. die 

Beschwerdegegnerin im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis 30. September 2018 der 

Medas 59 Begutachtungsaufträge zuteilte (act. G22.1.35), lässt diese nicht als 

befangen erscheinen.

2.2. 

Der Beschwerdeführer rügt, die Gutachter hätten sich nicht mit den Beurteilungen 

der Arbeitsfähigkeit der übrigen Ärzte auseinandergesetzt. Die behandelnden Fachärzte 

gingen indes wie die Gutachter von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit aus. So hielt Dr. med. C.___, Chefarzt Stv. Chirurgie, Spital D.___, am 3. 

September 2013 fest, in einer wechselbelastenden Tätigkeit würden kaum 

Einschränkungen vorhanden sein (IV-act. 200-29). Der Case Manager der Suva 

informierte den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers dementsprechend am 

18. September 2013, dass eine Arbeitsfähigkeit nun wieder gegeben sei (Suva-

act. 14-13). Auch die Ärzte der Rehaklinik Bellikon kamen zum Ergebnis, dass eine 

leichte adaptierte Arbeitstätigkeit dem Beschwerdeführer ganztags zumutbar sei 

(Austrittsbericht vom 17. Dezember 2013, Suva-act. 22-111 f.). Dr. med. E.___, 

2.3. 

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Facharzt für Chirurgie FMH, Spital D.___, ging im Juni 2014 ebenfalls von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit aus (Suva-act. 22-38; vgl. auch Telefonnotiz 

vom 24. März 2014, wonach Dr. E.___ gegenüber der Suva angegeben habe, die Tibia 

sei voll durchgebaut, der Durchbau der Fibula gehe ganz langsam voran, und er habe 

dem Beschwerdeführer erklärt, dass er wirklich nichts mehr kaputt machen könne, 

Suva-act. 22-65). Zwar wurde am 9. Oktober 2014 ein Marknagel aus der Tibia 

entfernt. Im Vorfeld dieser Operation wurde der Beschwerdeführer aber nicht 

arbeitsunfähig geschrieben. Danach durfte er bei Spitalaustritt am 15. Oktober 2014 

bereits wieder voll belasten und war gemäss Dr. E.___ (spätestens) ab 15. Dezember 

2014 wieder voll arbeitsfähig (Suva-act. 24-74 f., 24-79 f. und Suva-act. 24-64). Auch 

die Kreisärztin med. pract. F.___, Fachärztin für Chirurgie FMH, kam in ihrer 

Abschlussuntersuchung vom 12. Januar 2015 zum Schluss, der Beschwerdeführer sei 

zu 100% arbeitsfähig, wobei sie die Zumutbarkeitsbeurteilung an jene der Rehaklinik 

Bellikon anlehnte (Suva-act. 24-49 ff., insbesondere 24-55). Der Hausarzt des 

Beschwerdeführers fand im März 2015 offenbar reizlose Verhältnisse vor und erachtete 

dementsprechend eine erneute Zuweisung an das Spital nicht für nötig (vgl. Suva-act. 

24-2). Dass der Hausarzt am 27. März 2017 dennoch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

seit dem Unfall bescheinigte, ändert daran nichts, da er diese 

Arbeitsfähigkeitsschätzung einzig mit dem gescheiterten Arbeitsversuch und nicht 

medizinisch begründete (vgl. IV-act. 200-4). Nach dem Gesagten ist das Gutachten 

nicht wegen fehlender Auseinandersetzung mit den Beurteilungen der übrigen Ärzte 

mangelhaft, da diese im Wesentlichen zu keinem anderen Ergebnis gelangten als die 

Gutachter.

Der Beschwerdeführer zitiert in der Replik einige Passagen aus dem Gutachten. Er 

macht geltend, die Gutachter würden ein Schonhinken feststellen, was mit der 

ebenfalls gutachterlich diagnostizierten nur teilweise kompensierten posttraumatischen 

Beinlängenverkürzung rechts um 2.5 cm im Widerspruch stehe. Bereits in früheren 

Arztberichten wurde indes darauf hingewiesen, dass die Beinlängendifferenz durch 

Absatzerhöhung ausgeglichen worden sei, wobei weiterhin ein demonstratives 

hinkendes Gangbild mit rechtsseitigem Stockgebrauch bestehe (vgl. etwa Suva-

act. 24-64, 24-51 und 24-54). Dass ein Schonhinken festgestellt worden ist, steht 

deshalb nicht im Widerspruch dazu, dass die Beinlängenverkürzung möglicherweise 

nur teilweise kompensiert ist.

2.4. 

Dass der Beschwerdeführer, wie er selbst mehrfach betont, Schmerzen im rechten 

Bein verspürt, ist unstreitig. Dem wird aber sowohl von den Behandlern als auch von 

den Gutachtern insofern Rechnung getragen, als eine adaptierte Arbeitstätigkeit kein 

2.5. 

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Gehen oder Stehen von über einer Stunde beinhalten und Positionswechsel 

ermöglichen soll. Insofern erscheint das Gutachten nicht mangelhaft. Der 

Beschwerdeführer ist jedenfalls in der Lage, sein rechtes Bein zu benutzen (vgl. auch 

Suva-act. 22-65, wonach Dr. E.___ dem Beschwerdeführer erklärt hat, dass er wirklich 

nichts mehr kaputt machen könne), und tut das auch. So wurden anlässlich der 

kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 12. Januar 2015 lediglich „allenfalls 

diskrete Schonungszeichen der rechten unteren Extremität“ festgestellt (Suva-

act. 24-54). Auch der orthopädische Medas-Gutachter hielt fest, im Bereich beider 

unterer Gliedmassen sei keine deutliche einseitige Muskelverminderung erkennbar (IV-

act. 222-24).

Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in 

der angestammten Tätigkeit durch die Gutachter (50%) stehe im Widerspruch zur 

Beurteilung der Suva und der Rehaklinik Bellikon (0%). Dies ist korrekt. In den Suva-

Akten wird die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers durch seine letzte 

Arbeitgeberin beschrieben. Der Beschwerdeführer hatte regelmässig Gewichte von 25 

bis 30 kg heben und einige Meter weit tragen sowie mit einer 7 kg schweren 

Schleifmaschine arbeiten müssen. Die Tätigkeit wurde stehend ausgeübt (vgl. Suva-

act. 1-7 ff.). Diese Arbeit ist dem Beschwerdeführer gemäss den Adaptionskriterien, 

welche sowohl die Behandler wie auch die Abklärungsstellen, die Kreisärztin der Suva 

und die Gutachter zusammengestellt haben (vgl. insbesondere IV-act. 222-28 f.; Suva-

act. 24-55), nicht mehr zumutbar. Die Angaben der Gutachter zur Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit beziehen sich möglicherweise auf das allgemeine Berufsbild 

des Schlossers (welches aber ebenfalls schwere Arbeiten beinhaltet) statt auf die 

konkret zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Sie sind jedoch von untergeordneter Bedeutung, 

da jedenfalls klar ist, dass in dieser Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 40% 

besteht, womit die Voraussetzung gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zweifellos erfüllt ist. 

Unstreitig kann der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf kein 

rentenausschliessendes Einkommen mehr generieren. Es ist daher zu prüfen, ob in 

einer adaptierten Tätigkeit eine (höhere) Arbeitsfähigkeit gegeben ist und ob der 

Beschwerdeführer damit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen kann. 

Insofern wird der Beweiswert des Gutachtens nicht durch die Angaben zur 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zerstört.

2.6. 

Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, es erschliesse sich aus dem Gutachten 

nicht, wie der Zeitpunkt bestimmt worden sei, ab welchem die Gutachter von einer 

Arbeitsfähigkeit von 100% ausgingen. Tatsächlich wäre es wünschenswert gewesen, 

wenn die Gutachter sich hierzu umfassender geäussert hätten. Die 

2.7. 

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Beschwerdegegnerin hat zur Klärung von der seitens des RAD erkannten 

Widersprüchlichkeit eigens eine Rückfrage gestellt (IV-act. 224). Der Antwort des 

orthopädischen Gutachters ist zu entnehmen, dass er bereits ab dem 16. September 

2013 eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit attestiert (vgl. IV-

act. 227-3). Es ist anhand der weiteren Akten zu prüfen, ob eine volle Arbeitsfähigkeit 

ab diesem Zeitpunkt einleuchtet. Gemäss der Rehaklinik Bellikon ergab das Röntgen 

des Unterschenkels rechts schon am 11. September 2012 eine vollständige 

Konsolidation der Tibiafraktur (Suva-act. 22-110). Am 12. März 2013 fand der letzte 

grössere operative Eingriff (Pseudarthrosenresektion) statt (Suva-act. 9-25; die 

Marknagelentfernung ging nicht mit einer länger andauernden Arbeitsunfähigkeit 

einher, vgl. E. 2.2 vorstehend). Mit Bericht vom 3. September 2013 äusserte Dr. C.___ 

zur Arbeitsfähigkeit, in einer wechselbelastenden Tätigkeit seien kaum 

Einschränkungen vorhanden. Weitere operative Behandlungen seien kaum mehr 

zielführend. In diesem Sinne sei die Situation austherapiert (IV-act. 200-29). Diese 

Angaben wurden von der Rehaklinik Bellikon übernommen. Dort fand zuerst eine 

Rehabilitation statt (vgl. Suva-act. 22-110 ff.), danach eine berufliche Grundabklärung 

(IV-act. 78), wobei davon ausgegangen wurde, dem Beschwerdeführer sei eine leichte 

Arbeit ganztags zumutbar (vgl. IV-act. 78 und Suva-act. 22-111 f.). Dass seither (mithin 

seit September 2013) eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands 

eingetreten wäre (und dementsprechend erst ab dann eine volle Arbeitsfähigkeit 

gegeben wäre), wird weder behauptet noch aus den Akten ersichtlich. Insbesondere 

sollte mit der Entfernung des Marknagels am 9. Oktober 2014 nicht etwa eine 

Verbesserung der Belastbarkeit erreicht werden, sondern ein vom Beschwerdeführer 

beschriebenes Spannungsgefühl behoben werden (Suva-act. 22-17). Eine für die 

Arbeitsfähigkeit relevante Verbesserung des Gesundheitszustandes konnte damit 

jedoch nicht erreicht werden, zumal bereits zuvor eine Arbeitsfähigkeit von 100% in 

adaptierter Tätigkeit bestanden hatte. Wenn auch die Angaben im Medas-Gutachten 

zum Zeitpunkt der Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit nicht vollständig 

befriedigen, leuchtet es nach dem Gesagten ein, dass die Arbeitsfähigkeit per Mitte 

September 2013 wieder vollständig gegeben war, und es sich beim Datum 

"16. September 2016" wohl um einen Verschrieb bezüglich Jahr handelte (vgl. IV-

act. 222-45 und 222-29).

Unstreitig stützt sich das Gutachten auf die vollständigen Vorakten sowie auf eine 

persönliche Untersuchung. Es umfasst die Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, 

Orthopädie und Psychiatrie und erfüllt somit die Anforderungen, auf allseitigen 

Untersuchungen zu beruhen und in Kenntnis der Vorakten erfolgt zu sein. Die 

Gutachter setzten sich sowohl mit den Vorakten wie auch mit den Angaben des 

2.8. 

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3.  

Beschwerdeführers auseinander. Die Beurteilung der medizinischen Situation durch die 

Medas-Gutachter ist sodann begründet, nachvollziehbar und einleuchtend. 

Zusammenfassend ist das Medas-Gutachten als beweiskräftig anzusehen, sodass 

darauf abzustellen ist.

Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, selbst wenn seine Arbeitsfähigkeit 

verwertbar wäre, könnte er aufgrund der Erkenntnisse aus den diversen 

Arbeitsversuchen realistischerweise höchstens ein Teilzeitpensum von 50% erfüllen. 

Dem ist vorab entgegenzuhalten, dass der Beschwerdeführer bei der B.___ über 

längere Zeit ein Pensum von 60% aufrechterhalten konnte (vgl. IV-act. 139). Der 

Beschwerdeführer hat sowohl gegenüber der B.___ als auch gegenüber dem 

Eingliederungsberater der Beschwerdegegnerin im Mai 2014 angegeben, die 

Schmerzen seien gleich geblieben. Sie hätten weder durch den Einsatz in der 

Abklärung noch durch die Steigerung des Pensums von 50 auf 60% zugenommen. Die 

Dauer der Arbeit habe keine Auswirkungen auf seine Schmerzen. Zu Hause seien die 

Schmerzen gleich wie in der Abklärung. Die Schmerzen würden mit dem Wetter 

zusammenhängen (Kälte / Hitze). Erst nach der Steigerung des Pensums von 60 auf 

70% gab der Beschwerdeführer an, er habe stärkere Schmerzen, die mit der Belastung 

des rechten Beines zunehmen würden (IV-act. 139-7 bis 139-9 und 142-2). Der 

Eingliederungsverantwortliche der Beschwerdegegnerin hielt am 21. August 2014 im 

Verlaufsprotokoll noch einmal explizit fest, wichtig sei die Erkenntnis, dass der 

Beschwerdeführer die Schmerzen gleich empfinde, egal ob er zu Hause sei oder bei 

der Abklärung bei B.___ (IV-act. 142-6).

3.1. 

Bereits in einer RAD-Aktennotiz vom 10. Februar 2014 wurde mit Verweis auf die 

Abklärungen der Rehaklinik Bellikon festgehalten, der Beschwerdeführer schätze seine 

Einsatzfähigkeit zu tief ein. Dies nicht wegen mangelnden Willens, sondern wegen 

Zukunftsängsten und einer massiven Verunsicherung (IV-act. 80-3). Dass der 

Beschwerdeführer seine eigenen Ressourcen unterschätzt, wird auch aus den 

Wochenberichten der B.___ (IV-act. 139) ersichtlich. Im Rahmen dieses Arbeitstrainings 

musste er immer wieder ermuntert und bestärkt werden und konnte so bei guter 

Motivation und Leistungsbereitschaft sein Pensum steigern und gute Leistungen 

erbringen. Mit Stellungnahme vom 3. November 2017 hielt RAD-Arzt Dr. G.___ fest, aus 

Sicht des RAD könne die Diskrepanz zwischen der medizinisch attestierten vollen 

Arbeitsfähigkeit und dem bei der B.___ erreichten Pensum mit einer Selbstlimitierung 

erklärt werden. Der Versicherte neige gemäss orthopädischem Gutachten zu 

übertriebener Schmerzdarstellung. Der psychiatrische Gutachter gehe von 

3.2. 

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Diskrepanzen zwischen schwerer subjektiver Beeinträchtigung und weitgehend 

intaktem psychosozialem Funktionsniveau bei der Alltagsbewältigung aus. Es bestehe 

eine regressive Schonhaltung (IV-act. 228-3).

Sowohl der internistische als auch der orthopädische Medas-Gutachter stellten im 

Bereich des operierten Unterschenkels keinen Seitenunterschied, insbesondere keine 

deutliche einseitige Muskelverminderung fest (IV-act. 222-9 und 222-24). Die 

Beweglichkeit der Gelenke des rechten Beines war identisch zum linken mit allenfalls 

endgradiger Streck- und Beugehemmung (IV-act. 222-25). Dies ist ein Indiz dafür, dass 

der Beschwerdeführer sein rechtes Bein ähnlich belasten kann und auch tatsächlich 

belastet wie sein linkes. Der Internist führte sodann aus, die eigene Darstellung der 

Einschränkung der Belastbarkeit des verunfallten rechten Beines wirke im Wissen um 

das Behandlungsergebnis übertrieben, demonstrativ und widersprüchlich (Gangmuster 

mit und ohne Stock); ein bewusstseinsnahes, irreführendes Verhalten über das übliche 

Mass in der Begutachtungssituation werde jedoch nicht vermutet (IV-act. 222-10; 5.4). 

Demgegenüber stellte der orthopädische Gutachter kein besonders leidenszentriertes 

Auftreten fest, jedoch eine Betonung der körperlichen Befunde, insbesondere der 

Schmerzen, jedoch ohne Aggravationstendenz oder Simulation. Die Symptome seien 

offen und glaubhaft geschildert worden und in sich konsistent (IV-act. 222-26 f.). Auf 

die Frage, wie die Diskrepanz zwischen der gutachterlichen Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit und dem Resultat der beruflichen Abklärung erklärt werde, antwortete 

der orthopädische Gutachter: „Es besteht keine Diskrepanz. Die – wenn auch nicht 

fachorthopädischen – Einschätzungen gingen seit 2013 von einer 50% AF aus, die 

dann theoretisch erwartbare Steigerung auf 100% ab Januar 2014 wurde nie ernsthaft 

in Betracht gezogen und versucht. Für angepasste Tätigkeiten ist eine Minderung der 

AF schon ab 16.09.2013 nicht mehr erklärlich.“ (IV-act. 222-29). Der psychiatrische 

Medas-Gutachter ging bei einer Diskrepanz zwischen der schweren subjektiven 

Beeinträchtigung und dem weitgehend intakten psychosozialen Funktionsniveau bei 

der Alltagsbewältigung von Selbstlimitierung bei regressiver Schonhaltung aus (IV-

act. 222-39 und 42). Demnach sollte der Beschwerdeführer seit September 2013 in der 

Lage sein, einer adaptierten Tätigkeit im Vollzeitpensum nachzukommen. Nachdem 

das Medas-Gutachten in Kenntnis der Berichte aus den beruflichen Abklärungen 

erstellt wurde und die Diskrepanz zwischen der medizinischen Einschätzung und der in 

der beruflichen Abklärung beobachteten Leistung erklärt wird, ist weiterhin auf das 

Medas-Gutachten abzustellen. Der Umfang der Arbeitsfähigkeit kann deshalb nicht 

anhand des tatsächlich erreichten Pensums bei der B.___ bestimmt werden, sondern 

ist dem Gutachten zu entnehmen.

3.3. 

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4.  

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, seine Arbeitsfähigkeit sei aufgrund 

seines Alters eingeschränkt, kann ihm nicht gefolgt werden. Das Alter als solches 

beeinträchtigt die Arbeitsfähigkeit grundsätzlich nicht, wenn es nicht mit einem 

wesentlichen körperlichen oder geistigen Leistungsabbau einhergeht. Im Medas-

Gutachten wurde zudem festgehalten, die gesundheitliche Situation des 

Beschwerdeführers sei altersentsprechend gut (IV-act. 222-44). Der Beschwerdeführer 

weist darauf hin, dass seinen somatischen Einschränkungen und seinen (fehlenden) 

Ressourcen Rechnung getragen werden müsse. Dies geschieht bereits durch die 

festgesetzten Adaptionskriterien. Fehlende Sprachkenntnisse rechtfertigen es ebenfalls 

nicht, von der Arbeitsfähigkeitsschätzung abzuweichen. Für eine Vielzahl von 

Tätigkeiten sind keine weitergehenden Sprachkenntnisse nötig. Sofern der 

Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen einen Tabellenlohnabzug geltend machen 

wollte, ist auf die nachfolgenden Erwägungen zu verweisen (E. 5.5 nachfolgend).

3.4. 

Schliesslich besteht zwar keine Bindungswirkung der Invaliditätsbemessung der 

Unfallversicherung für die Invalidenversicherung. Zumindest rechtskräftig 

abgeschlossene Invaliditätsbemessungen dürfen jedoch als Indizien für eine 

zuverlässige Beurteilung gewertet und als solche in den Entscheidprozess erst später 

verfügender Versicherungsträger miteinbezogen werden (vgl. BGE 136 V 279 E. 4.1; 

BGE 133 V 549 E. 6 mit Hinweisen). Mit Verfügung vom 18. Juni 2015 stellte die Suva 

eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit von lediglich 11% fest (Suva-act. 26-2). 

Diese unfallversicherungsrechtliche Verfügung erwuchs in Rechtskraft (Suva-act. 27) 

und ist zumindest als Indiz für eine weitgehende Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit 

auch im Rahmen der Invalidenversicherung zu werten.

3.5. 

Der Beschwerdeführer bringt vor, seine Restarbeitsfähigkeit sei nicht mehr 

verwertbar. Dies ist nachfolgend zu prüfen.

4.1. 

Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der hypothetisch 

ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung handelt es 

sich dabei um einen theoretischen und abstrakten Begriff, der dazu dient, den 

Leistungsbereich der Invalidenversicherung von demjenigen der 

Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein 

bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach 

Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen 

Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar sowohl bezüglich der dafür 

verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des 

4.2. 

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körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob 

die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, 

und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 

110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b). Daraus folgt, dass für die 

Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den 

konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob 

sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die 

verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI-

Praxis 6/1998 S. 291). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 

Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer 

Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare 

Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt, oder sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheint (siehe 

zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2012, 8C_869/2011, E. 4.3.5 mit 

Hinweisen).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in 

der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren 

persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer 

versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird und dass ihr deren 

Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Der 

Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen 

Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend 

können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der 

absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang 

auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Von Bedeutung für 

die Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sind namentlich deren 

Ausmass und die verbleibende berufliche Aktivitätsdauer im Zeitpunkt des Feststehens 

der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit. Der für die Beurteilung 

relevante Zeitpunkt ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen eine zuverlässige 

4.3. 

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Sachverhaltsfeststellung erlauben (vgl. BGE 138 V 457 E. 3.3 f.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. Juli 2016, 8C_324/2016, E. 4.4).

Mit Blick auf die Massgeblichkeit des theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarktes 

ist eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht leichthin anzunehmen (Urteil 

des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 3.3.1). Hilfsarbeiten 

werden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich 

altersunabhängig nachgefragt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juni 2018, 

9C_862/2017, E. 3.3.3 mit Hinweis). Angesichts der strengen Bundesgerichtspraxis 

sind die Hürden für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auch bei älteren 

Arbeitnehmenden hoch (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 

9C_918/2008, E. 4.3; zur Rechtsprechung des Bundesgerichtes vgl. auch Entscheid 

des Versicherungsgerichts vom 7. Dezember 2017, IV 2015/384, E. 3.3.2)

4.4. 

Der Beschwerdeführer ist in einer angepassten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig und 

damit in quantitativer Hinsicht nicht eingeschränkt. In qualitativer Hinsicht kann er 

leichte bis mittelschwere, überwiegend sitzende Tätigkeiten ausführen, wobei Gehen 

auf unebenem Gelände, Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie Zwangshaltungen 

für das rechte Bein vermieden werden sollten (vgl. IV-act. 222-28 und Suva-act. 24-55). 

Der Beschwerdeführer ist damit nicht derart gravierend eingeschränkt, dass geeignete 

Stellen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr denkbar wären. Konkret 

zumutbar wären etwa die Kontrolle von Waren, die Überwachung von voll- oder 

halbautomatischer Maschinen oder Hilfsarbeiten im Montage-, Sortierungs- und 

Verpackungsbereich in Produktionsbetrieben. Dies ergibt sich auch aus den Suva-

Akten, die eine Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) enthalten, die dem 

Beschwerdeführer konkret zumutbar wären (Suva-act. 24-5 ff.).

4.5. 

Massgeblicher Zeitpunkt für die verbleibende berufliche Aktivitätsdauer ist 

vorliegend die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 12. Januar 2015, deren 

Ergebnis das Medas-Gutachten vom 4. September 2017 bestätigt hat (Suva-act. 24-49 

ff. und IV-act. 222). Damals war der Beschwerdeführer annähernd 57 Jahre alt. Er 

stand somit noch rund 8 Jahre vor der ordentlichen Alterspensionierung. Auch im 

Zeitpunkt der Medas-Begutachtung war der Beschwerdeführer noch keine 60 Jahre alt. 

Damit ist er zwar nicht leicht vermittelbar, Hilfsarbeiter werden aber gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung altersunabhängig nachgefragt. Zudem ist die 

verbleibende Zeit bis zur Altersrente mit Blick auf die strenge höchstrichterliche 

Rechtsprechung nicht dermassen kurz, dass eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit 

angesichts der konkreten quantitativen und qualitativen Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit nicht mehr möglich wäre (vgl. zur Rechtsprechung des Bundesgerichts 

4.6. 

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5.  

zur Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit in fortgeschrittenem Alter auch Entscheid des 

Versicherungsgerichts St. Gallen vom 7. Dezember 2017, IV 2015/384, E. 3.3.2 mit 

Hinweisen).

Nach dem Gesagten ist von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers auszugehen.

4.7. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie gesund geblieben wäre (Valideneinkommen; Art. 28a Abs. 1 IVG 

i.V.m. Art. 16 ATSG).

5.1. 

Vorliegend hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2012 (frühestmöglicher 

Rentenbeginn) in seiner angestammten Tätigkeit ein Einkommen von 13 x Fr. 4'550.--, 

mithin Fr. 59'150.--, verdient (Suva-act. 22-91). Hinzugekommen wären 

Überstundenentschädigungen von durchschnittlich Fr. 1'236.-- pro Jahr (Suva-

act. 24-43) sowie eine Entschädigung als Hauswart von Fr. 6'897.-- (IV-act. 6-2). Das 

Valideneinkommen beträgt somit Fr. 67'283.--.

5.2. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist auf die Tabelle TA1 der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Total 

sämtliche Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, abzustellen. Aus ihr ist für 

das Jahr 2012 ein Wert von Fr. 65'177.-- zu entnehmen (siehe Anhang 2 der vom 

Bundesamt für Sozialversicherungen herausgegebenen IV-Textausgabe, Ausgabe 

2019, S. 228, basierend auf der LSE).

5.3. 

Der Verdienst (bzw. die Mietzinsreduktion) aus der Hauswartung ist dem 

Beschwerdeführer nicht als zusätzliches Invalideneinkommen anzurechnen. Einerseits 

ist es die Ehefrau des Beschwerdeführers, welche die Hauswartung nun übernommen 

hat (vgl. IV-act. 222-33). Andererseits ist dem Beschwerdeführer diese Tätigkeit, 

welche nicht vorwiegend im Sitzen ausgeführt werden kann, auch nicht mehr 

zumutbar.

5.4. 

Dem Beschwerdeführer ist sodann ein Abzug vom Tabellenlohn zuzugestehen. Mit 

dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden Personen 

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen 

rechnen müssen. In BGE 126 V 75 ff. hat das Bundesgericht festgestellt, dass es von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalls 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie 

und Beschäftigungsgrad) abhängt, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne 

herabzusetzen sind. Bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit 

enthaltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung 

des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung 

desselben Gesichtspunkts führen. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 

Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, d.h. 

dass nicht für jedes Merkmal der entsprechende Abzug zu quantifizieren und die 

einzelnen Abzüge zusammenzuzählen sind. Der Abzug ist auf höchstens 25% begrenzt 

(Urteil des Bundesgerichts vom 20. April 2018, 9C_833/2017, E. 2.2; BGE 134 V 327 

E. 5.2). Der Beschwerdeführer hat während seiner beruflichen Tätigkeit schwere 

Arbeiten ausgeführt. Dies ist ihm nun nicht mehr möglich. Er kann nur noch körperlich 

leichte bis mittelschwere, leidensangepasste Tätigkeiten übernehmen. In diesem 

Bereich verfügt er über keine nennenswerte Berufserfahrung. Aufgrund seiner 

bescheidenen Sprachkenntnisse und (Berufs)Bildung sowie seines Alters dürfte es dem 

Beschwerdeführer nicht leichtfallen, eine neue Tätigkeit zu erlernen, selbst wenn diese 

an sich keine Vorkenntnisse erfordert. In Würdigung der gesamten Umstände erscheint 

ein Tabellenlohnabzug von 10% angemessen.

Das Invalideneinkommen ist somit ab 16. September 2013 auf Fr. 58'659.-- zu 

beziffern (Fr. 65'177.-- x 90%).

5.6. 

Aus der Gegenüberstellung des Validen- (Fr. 67'283.--) und des 

Invalideneinkommens (Fr. 58'659.--) ergibt sich ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von rund 13%.

5.7. 

Für den Zeitraum bis zum 15. September 2013 ist gestützt auf das Gutachten und 

mit Blick auf die lange instabile Situation mit vielen Operationen von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100% auch in einer adaptierten Tätigkeit auszugehen. Nachdem 

das Wartejahr am 29. März 2012 erfüllt wurde, hat der Beschwerdeführer in 

Anwendung von Art. 29 Abs. 3 IVG Anspruch auf eine ganze Invalidenrente für den 

Zeitraum von März 2012 bis Dezember 2013 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV).

5.8. 

https://swisslex.westlaw.com/search/Document.asp?DocService=DocLink&D=BGEx126xVx75_82&AnchorTarget=BGEx126xVx75

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6.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, die Verfügung vom 12. März 2018 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer eine befristete ganze Rente für die Zeit 1. 

März 2012 bis 31. Dezember 2013 zugesprochen.

Die angefochtene Verfügung vom 12. März 2018 ist folglich in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und dem Beschwerdeführer vom 1. März 

2012 bis 31. Dezember 2013 eine befristete ganze Rente auszurichten. Die Sache ist 

zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.9. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegenden Angelegenheit angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie zu zwei Dritteln vom Beschwerdeführer und zu einem 

Dritteln von der Beschwerdegegnerin zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer an seinen Anteil von Fr. 400.-- anzurechnen und in 

der Höhe von Fr. 200.-- zurückzuzahlen.

6.1. 

bis

Aufgrund des Obsiegens zu einem Drittel hat der Beschwerdeführer Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt 

das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für 

Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘500.-- bis 

Fr. 15‘000.--. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat keine Kostennote 

eingereicht. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erschiene bei 

vollständigem Obsiegen eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'600.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Auf Grund des nur teilweisen 

Obsiegens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Fr. 1'200.-- (inklusive Barauslagen 

und Mehrwertsteuer).

6.2. 

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2.

Die Gerichtskosten von Fr. 600.-- werden zu zwei Dritteln dem Beschwerdeführer und 

zu einem Drittel der Beschwerdegegnerin auferlegt. Dem Beschwerdeführer wird der 

von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- an seinen Anteil von Fr. 400.-- 

angerechnet. Die übrigen Fr. 200.-- werden ihm zurückerstattet.

3. .

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

1'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 01.07.2020
	Art. 28, 28a und 29 IVG; Art. 7, 8 16 und 61 ATSG. Beweiswert des Administrativgutachtens und Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Juli 2020, IV 2018/159).

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