# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32263af9-2afb-5995-988d-7982cbb51151
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.11.2008 A-4084/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-4084-2007_2008-11-05.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-4084/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Thomas Stadelmann (Vorsitz), Pascal Mollard, 
Daniel Riedo, 
Gerichtsschreiber Keita Mutombo.

1. Wohlfahrtsfonds Z._______ AG, ...,
2. Vermögensbildungsstiftung Y._______, ...,
3. Stiftung X._______, ...,
4. Wohlfahrtsfonds W._______, ...,
5. Pensionskasse V._______, ...,
alle vertreten durch ...,
Beschwerdeführende,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV), 
Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 
Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Eigerstrasse 65, 
3003 Bern
Vorinstanz.

Rückerstattung der Verrechnungssteuer.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-4084/2007

Sachverhalt:

A.
Der  Wohlfahrtsfonds  Z._______  AG  (nachfolgend  „Wohlfahrtsfonds 
Z._______“),  die  Vermögensbildungsstiftung  Y._______  (nachfolgend 
„Vermögensbildungsstiftung“),  die  Stiftung  X._______  (nachfolgend 
„Stiftung  X._______“),  der  Wohlfahrtsfonds  W._______  (nachfolgend 
„Wohlfahrtsfonds  W._______“)  sowie  die  Pensionskasse  V._______ 
(nachfolgend  „PK  V._______“)  (gesamthaft  nachfolgend 
„A._______Vorsorgewerke“)  besassen  per  31.  Dezember  2003 
folgende Bestände an Inhaberaktien à nominal Fr. 1.-- der S._______ 
Holding AG, ...  (nachfolgend „S._______ Holding“  sowie „S._______ 
Holding Aktien“):

• PK V._______ 615'000

• Stiftung X._______ 50'000

• Vermögensbildungsstiftung 30'000

• Wohlfahrtsfonds Z._______ 15'000

• Wohlfahrtsfonds W._______ 15'000  

Total 725'000

B.
Im  Januar  2004  kontaktierte  die  S._______  Bankers  AG  (heute 
T._______ Bank AG; nachfolgend „S._______ Bank“),  Pfäffikon,  den 
Vertreter  der  A._______Vorsorgewerke  und  fragte  an,  ob  sie  bereit 
wären,  einen  Teil  ihrer  S._______  Holding  Aktien  zum  Zwecke  der 
Kapitalherabsetzung  an  die  S._______  Holding  anzudienen.  Der 
Vertreter stimmte diesem Anliegen zu, machte aber geltend, dass die 
A._______Vorsorgewerke in den S._______ Holding Aktien investiert 
bleiben  möchten. Er  erklärte  sich  bereit,  Aktien  aus  den  bisherigen 
Beständen der A._______Vorsorgewerke zur Kapitalherabsetzung an 
die S._______ Holding anzudienen und wieder einen gleichen Bestand 
von S._______ Aktien zu erwerben.
Die  S._______  Holding  und  die  S._______  Bank  standen  in  den 
Jahren  2003  und  2004  in  einem  Mutter-Tochter-Verhältnis  mit 
hundertprozentiger Beherrschung durch die S._______ Holding.
Am 12. Januar 2004, valuta 15. Januar 2004, verkaufte die S._______ 

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Bank  der  PK  V._______,  der  Stiftung  X._______  und  dem 
Wohlfahrtsfonds Z._______ insgesamt 195'000 S._______ Aktien zum 
Marktpreis von Fr. 84.35 je Aktie, wie folgt:

• PK V._______ 170'000

• Stiftung X._______ 10'000

• Wohlfahrtsfonds Z._______ 15'000

Am 20. Januar  2004,  valuta  23. Januar  2004,  kaufte  die  S._______ 
Bank im Namen und auf Rechnung der S._______ Holding insgesamt 
198'870 S._______ Aktien zurück; davon entfielen 195'000 zum Preis 
von Fr. 84.75 je Aktie auf die PK V._______, die Stiftung X._______ 
und den Wohlfahrtsfonds Z._______. Im Einzelnen stellt sich dies wie 
folgt dar:

• PK V._______: 170'000 Aktien zum Preis von total  Fr. 14'407'500.--. 
Die S._______ Bank rechnete auf  dem Preis  von Fr. 14'407'500.-- 
nach  Abzug  des  Nominalwertes  von  Fr. 1.--  pro  Aktie  eine 
Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 4'983'125.--  (35%  von 
Fr. 14'237'500.--) ab.

• Stiftung X._______: 10'000 Aktien zum Preis von total Fr. 847'500.--. 
Die S._______ Bank rechnete auf dem Preis von Fr. 847'500.-- nach 
Abzug  des  Nominalwertes  von  Fr. 1.--  pro  Aktie  eine 
Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 293'125.--  (35%  von 
Fr. 837'500.--) ab.

• Wohlfahrtsfond Führungskräfte: 15'000  Aktien  zum Preis  von total 
Fr. 1'271'250.--. Die S._______ Bank rechnete auf dem Preis von Fr. 
1'271'250.--  nach  Abzug  des Nominalwertes  von Fr. 1.--  pro  Aktie 
eine  Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 439'687.50  (35%  von 
Fr. 1'256'250.--) ab.

C.
Am 18. Februar 2004 vernichtete die S._______ Holding die am 20. 
Januar  2004  durch  die  S._______  Bank  von  den 
A._______Vorsorgewerken  erworbenen  195'000  Inhaberaktien  im 
Rahmen  einer  Kapitalreduktion,  durch  welche  insgesamt  198'870 
lnhaberaktien amortisiert wurden.

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D.
Später,  im  ersten  Halbjahr  2004,  kontaktierte  die  S._______  Bank 
wiederum  den  Vertreter  der  A._______Vorsorgewerke  und  fragte 
erneut  an,  ob  sie  bereit  wären,  einen  Teil  ihrer  S._______  Holding 
Aktien  zum  Zwecke  der  Kapitalherabsetzung  an  die  S._______ 
Holding anzudienen. Der Vertreter stimmte diesem Anliegen wiederum 
zu.

Am 14. Juli 2004, valuta 19. Juli 2004, verkaufte die S._______ Bank 
den A._______Vorsorgewerken insgesamt 500'000 S._______ Aktien 
zum Marktpreis von Fr. 77.-- je Aktie, wie folgt:

• PK V._______ 410'000

• Stiftung X._______ 50'000

• Vermögensbildungsstiftung 10'000

• Wohlfahrtsfonds Z._______ 15'000

• Wohlfahrtsfonds W._______ 15'000

Gleichentags  (und  ebenfalls  mit  valuta  19. Juli  2004)  kaufte  die 
S._______ Bank im Namen und auf Rechnung der S._______ Holding 
insgesamt  500'000  S._______  Aktien  von  den 
A._______Vorsorgewerken zum Preis von Fr. 78.-- per Aktie zurück. Im 
Einzelnen stellt sich dies wie folgt dar:

• PK V._______: 410'000 Aktien zum Preis von total  Fr. 31'980'000.-- 
Die S._______ Bank rechnete auf  dem Preis  von Fr. 31'980'000.-- 
nach  Abzug  des  Nominalwertes  von  Fr. 1.--  pro  Aktie  eine 
Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 11'049'500.--  (35%  von 
Fr. 31'570'000.--) ab.

• Stiftung  X._______:  50'000  Aktien  zum  Preis  von  total 
Fr. 3'900'000.--. Die  S._______  Bank  rechnete  auf  dem Preis  von 
Fr. 3'900'000.-- nach Abzug des Nominalwertes von Fr. 1.-- pro Aktie 
eine  Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 1'347'500.--  (35% von 
Fr. 3'850'000.--) ab.

• Vermögensbildungsstiftung:  10'000  Aktien  zum  Preis  von  total 
Fr. 780'000.--.  Die  S._______  Bank  rechnete  auf  dem  Preis  von 

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Fr. 780'000.-- nach Abzug des Nominalwertes von Fr. 1.-- pro Aktie 
eine  Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 269'500.--  (35%  von 
Fr. 770'000.--) ab.

• Wohlfahrtsfonds  Z._______:  15'000  Aktien  zum  Preis  von  total 
Fr. 1'170'000.--. Die  S._______  Bank  rechnete  auf  dem Preis  von 
Fr. 1'170'000.-- nach Abzug des Nominalwertes von Fr. 1.-- pro Aktie 
eine  Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 404'250.--  (35%  von 
Fr. 1'155'000.--) ab.

• Wohlfahrtsfonds  W._______:  15'000  Aktien  zum  Preis  von  total 
Fr. 1'170'000.--. Die  S._______  Bank  rechnete  auf  dem Preis  von 
Fr. 1'170'000.-- nach Abzug des Nominalwertes von Fr. 1.-- pro Aktie 
eine  Verrechnungssteuer  von  insgesamt  Fr. 404'250.--  (35%  von 
Fr. 1'155'000.--) ab.

E.
Am  23. Februar  2005  vernichtete  die  S._______  Holding  die  am 
14. Juli  2004  durch  die  S._______  Bank  von  den 
A._______Vorsorgewerken  erworbenen  500'000  Inhaberaktien  im 
Rahmen  einer  Kapitalreduktion,  durch  welche  insgesamt  500'000 
Inhaberaktien amortisiert wurden.

F.
In  den  Monaten  Februar  bis  Mai  2005  machten  die 
A._______Vorsorgewerke für die vorerwähnten Kapitalherabsetzungen 
die  Rückerstattung  der  Verrechnungssteuer  von  insgesamt 
Fr. 19'190'937.50 geltend. Im Einzelnen stellt sich dies wie folgt dar:

• PK  V._______:  Sie  beantragte  am  18. Februar  2005  eine 
Rückerstattung  im  Umfang  von  Fr. 16'032'625.--  (Fr. 4'983'125.-- 
plus Fr. 11'049'500.--).

• Stiftung  X._______:  Sie  beantragte  am  28. Februar  2005  eine 
Rückerstattung  im Umfang  von Fr. 1'640'625.--  (Fr. 293'125.--  plus 
Fr. 1'347'500.--).

• Vermögensbildungsstiftung: Sie  beantragte  am 27. April  2005 eine 
Rückerstattung im Umfang von Fr. 269'500.--.

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• Wohlfahrtsfonds  Z._______:  Er  beantragte  am  2. Mai  2005  eine 
Rückerstattung im Umfang von Fr. 843'937.50 (Fr. 439'687.50 plus 
Fr. 404'250.--).

• Wohlfahrtsfonds W._______: Er beantragte am 28. April  2005 eine 
Rückerstattung im Umfang von Fr. 404'250.--.

Die ESTV gab den entsprechenden Anträgen statt.

G.
Aufgrund  späterer  Abklärungen  erhielt  die  ESTV  Kenntnis  von  den 
vorerwähnten  Aktienkäufen  der  A._______Vorsorgewerke  bei  der 
S._______  Bank.  Mit  Schreiben  vom  9. Juni  2005  (vi.  Bel. 12) 
bestätigte die S._______ Bank der ESTV, dass die S._______ Holding 
zum  Zwecke  der  Kapitalherabsetzung  ausdrücklich  Titel  aus 
Altbeständen von Investoren unter  Verrechnungssteuerabzug gekauft 
habe. Die PK A._______bestätigte mit  Schreiben vom 20. Juni  2005 
(vi.  Bel.  2),  sie  habe  die  der  S._______  Holding  im  Rahmen  der 
Aktienrückkäufe vom Januar  2004 und Juli  2004 angedienten Aktien 
aus Altbeständen verkauft. Die vorbereitende Anfrage der S._______ 
Holding,  an  einem allfälligen  Aktienrückkauf  teilzunehmen,  habe  sie 
positiv  beantwortet  und sich bereit  erklärt,  Aktien anzudienen. Diese 
Zusage habe sie dann durch den Verkauf ihrer Altbestände im Januar 
2004  und  Juli  2004  auch  eingelöst.  Obschon  sie  der  S._______ 
Holding die  Zusage  zum Verkauf  eines  Teils  ihrer  S._______ Aktien 
gegeben  habe,  habe  sie  ihre  Gesamtbeteiligung  an  der  S._______ 
Holding  nicht  reduzieren  wollen.  Durch  Zukäufe  im  Januar  und  Juli 
2004 sei diese Absicht realisiert worden.

H.
Mit Schreiben vom 8. Februar 2006 (vi. Bel. 10) forderte die ESTV die 
A._______Vorsorgewerke zur Rückzahlung der vorerwähnten Rücker-
stattungsbeträge von insgesamt Fr. 19'190'937.50 auf. Mit  Schreiben 
vom 29. Juni 2006 (vi. Bel. 13) erklärten die A._______Vorsorgewerke, 
die  nunmehr  geleisteten  Rückzahlungen  per  28. Juni  2006  erfolgten 
unter ausdrücklichem Vorbehalt und der Bestand sowie die Höhe der 
Forderungen der ESTV sei in einem Rechtsmittelverfahren abschlies-
send  festzustellen.  Die  Bezahlung  erfolge  einzig  zum  Zwecke  der 
Begrenzung  des  Verzugszinses  und  stelle  keine  Anerkennung  der 
geltend gemachten Forderung dar.

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I.
Nach Wechsel diverser Korrespondenzen und Durchführung verschie-
dener Besprechungen entschied die ESTV am 20. Dezember 2006 (in 
je  separaten  Entscheiden)  gestützt  auf  Art. 51  des  Bundesgesetzes 
vom  13. Oktober  1965  über  die  Verrechnungssteuer  (VStG, 
SR 642.21),  dass  sie  den (einzelnen)  A._______Vorsorgewerken die 
Rückerstattung  der  Verrechnungssteuer  im  Betrag  von  insgesamt 
Fr. 19'190'937.50 auf den (jeweiligen) im Jahr 2004 fällig gewordenen 
Teilliquidationsanteilen  (von  gesamthaft  Fr. 54'831'250.--)  betreffend 
die  Kapitalreduktion  von  insgesamt  695'000  Aktien  der  S._______ 
Holding verweigere (für die anteilsmässigen Verhältnisse siehe Bst. B 
bis D hievor).

J.
Mit  Schreiben  vom  10. Januar  2007  ersuchten  die 
A._______Vorsorgewerke  um  Einsicht  in  sämtliche  Akten  des 
Verfahrens.

Am 31. Januar 2007 erhoben die A._______Vorsorgewerke gegen die 
Verfügungen vom 20. Dezember  2006 (je  separat  und entsprechend 
ihren  Anteilen)  Einsprache  und  beantragten,  ihnen  sei  die  Verrech-
nungssteuer von insgesamt Fr. 19'190'937.50 auf den im Jahre 2004 
fällig gewordenen Teilliquidationsanteilen aus der Kapitalherabsetzung 
von  gesamthaft  695'000  Aktien  der  S._______  Holding  zurück-
zuerstatten, zuzüglich des von ihnen (je) an die ESTV für die Zeit zwi-
schen  der  Rückerstattung  und  der  Wiedereinzahlung  der  Ver-
rechnungssteuer entrichteten Zinses, zuzüglich (je) eines Vergütungs-
zinses von 5% ab 28. Juni 2006. 

K.
Mit Entscheid vom 10. Mai 2007 wies die ESTV die Einsprachen – vor-
behältlich der beantragten Akteneinsicht – vollumfänglich ab und ent-
schied  in  der  Sache,  die  A._______Vorsorgewerke  hätten  ihr  den 
Betrag von insgesamt Fr. 19'190'937.50 zu Recht vergütet. Ausserdem 
würden diese ihr einen (anteilsmässigen) Verzugszins von fünf Prozent 
auf den besagten (Gesamt-)Betrag für die Zeitspanne der Rückerstat-
tung bis zum 28. Juni 2006 schulden.

Zur  Begründung  führte  die  ESTV  im  Wesentlichen  aus,  die  Ein-
sprecher  hätten  wirtschaftlich  nicht  frei  über  die  Zahlungen  der 
S._______  Bank  vom  20. Januar  2004  und  14. Juli  2004  verfügen 

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können und es sei ihnen das Recht zur Nutzung an diesen Zahlungen 
abzusprechen.  Zudem  kam  die  ESTV  zum  Schluss,  es  liege  eine 
Steuerumgehung vor. Zur Verzinsung führte die ESTV schliesslich aus, 
in Analogie zu Art. 16 Abs. 2 VStG würden zu Unrecht zurückerstattete 
Verrechnungssteuerbeträge  für  die  Zeitspanne,  in  welcher  sie  zu 
Unrecht bei den Einsprechern lagerten, einer Verzinsung unterliegen.

L.
Gegen  den  Einspracheentscheid  vom  10. Mai  2007  erhoben  die 
A._______Vorsorgewerke (Beschwerdeführende) je am 13. Juni 2007 
Beschwerde, in welchen sie die Anträge gemäss den am 31. Januar 
2007 erhobenen (vgl. diesbezüglich Bst. J hievor) – unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge – erneuerten.

M.
Mit  Verfügung vom 21. Juni  2007 vereinigte das Bundesverwaltungs-
gericht die Beschwerden und teilte den Beschwerdeführenden sowie 
der ESTV mit,  das Verfahren werde unter  der Nummer A-4084/2007 
weitergeführt. 

N.
In  Ihrer  Vernehmlassung vom 9. Oktober  2007 beantragte  die ESTV 
die kostenfällige Abweisung der Beschwerden.

O.
Mit Verfügung vom 5. November 2007 stellte das Bundesverwaltungs-
gericht den Beschwerdeführenden antragsgemäss eine Kopie der Ver-
nehmlassungsbeilage  Nr.  26  (anonymisierter  Auszug  aus  dem  Ent-
scheid  der  Eidgenössischen  Steuerrekurskommission  [SRK]  vom 
3. Oktober 2006) zu.

P.
Mit  Replik  vom 3. Dezember  2007  und  Duplik  vom 29. Januar  2008 
hielten die Parteien je an ihren Anträgen fest. Die Beschwerdeführen-
den beantragten zusätzlich die Vernehmlassungsbeilage Nr. 26 sei aus 
dem Recht zu weisen. 

Q.
Auf die Begründung der Eingaben an das Bundesverwaltungsgericht 
wird – soweit erforderlich – bei den Erwägungen eingegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Einspracheentscheide der ESTV unterliegen gestützt auf Art. 31 und 
33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesver-
waltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 173.32)  der 
Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Soweit das VGG nichts 
anderes  bestimmt,  richtet  sich  gemäss  Art. 37  VGG  das  Verfahren 
nach dem Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968  über  das  Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021). 

2.
Die  Beschwerdeführenden  haben  den  Einspracheentscheid  vom 10. 
Mai  2007  frist-  und  auch  formgerecht  angefochten  (Art. 50  und  52 
VwVG). Sie sind durch die angefochtene Verfügung beschwert und zur 
Anfechtung berechtigt (Art. 48 VwVG). Auf die Beschwerden ist daher 
einzutreten.

3.
Das Bundesverwaltungsgericht  kann den angefochtenen Einsprache-
entscheid grundsätzlich in vollem Umfange überprüfen. Die Beschwer-
deführenden können neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 
Bst.  a  VwVG) und  der  unrichtigen oder  unvollständigen  Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die 
Rüge  der  Unangemessenheit  erheben  (Art. 49  Bst. c  VwVG;  ANDRÉ 
MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren  vor  dem Bun-
desverwaltungsgericht,  Basel  2008,  Rz. 2.149;  ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich 
2006, Rz. 1758 ff.).

4.
Die  Beschwerdeführenden  stellen  in  ihrer  Replik  den  Antrag,  die 
Beilage 26 der Vorinstanz sei aus dem Recht zu weisen.
Das Bundesverwaltungsgericht stellt  den Sachverhalt  von Amtes we-
gen  fest.  Im  Verwaltungsbeschwerdeverfahren  gilt  im  Übrigen  der 
Grundsatz  der  Rechtsanwendung  von Amtes  wegen  (Art. 62  Abs.  4 
VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht ist verpflichtet, auf den festge-
stellten Sachverhalt die richtige Rechtsnorm anzuwenden (HÄFELIN/MÜL-
LER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 1632).
Die fragliche Beilage beschlägt rechtliche Ausführungen der Steuerre-
kurskommission, welche diese im Zusammenhang mit einem Verfahren 
betreffend Rückerstattung der Verrechnungssteuer gemacht  hat. Das 

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Bundesverwaltungsgericht  wird  gestützt  auf  den  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  direkt  auf  dieses  Urteil  Bezug 
nehmen, soweit es einschlägig ist. Es besteht daher keinerlei Anlass, 
die Beilage 26, welche lediglich einen Auszug aus diesem Urteil dar-
stellt und welche von der ESTV zur Unterstützung ihres Standpunktes 
ins Recht gelegt wurde, formell aus dem Recht zu weisen.

5.
5.1 Der Bund erhebt eine Verrechnungssteuer unter anderem auf dem 
Ertrag  beweglichen  Kapitalvermögens  (Art. 1  Abs. 1  VStG).  Gegen-
stand der Verrechnungssteuer auf dem Ertrag beweglichen Kapitalver-
mögens sind die Zinsen, Renten, Gewinnanteile und sonstigen Erträge 
der  von  einem  Inländer  ausgegebenen  Obligationen,  Serienschuld-
briefe, Seriengülten und Schuldbuchguthaben sowie Aktien, Anteile an 
Gesellschaften  mit  beschränkter  Haftung,  Genossenschaftsanteile, 
Partizipationsscheine  und  Genussscheine,  der  von  einem  Inländer 
oder von einem Ausländer in Verbindung mit einem Inländer ausgege-
benen Anteile an einem Anlagefonds oder an einem Vermögen ähnli-
cher  Art  sowie  der  Kundenguthaben  bei  inländischen  Banken  und 
Sparkassen  (Art. 4  Abs. 1  VStG).  Steuerpflichtig  ist  nach  Art. 10 
Abs. 1 VStG der Schuldner der steuerbaren Leistung. Diese ist bei der 
Auszahlung,  Überweisung,  Gutschrift  oder  Verrechnung  ohne  Rück-
sicht auf die Person des Gläubigers um den Steuerbetrag zu kürzen 
(Art. 14 Abs. 1 VStG).

5.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 Bst. b VStG unterliegen der Verrechnungs-
steuer unter anderem die Zinsen, Renten, Gewinnanteile und sonsti-
gen  Erträge  der  von  einem  Inländer  ausgegebenen  Aktien.  Nach 
Art. 20  Abs. 1  der  Vollziehungsverordnung  vom  19. Dezember  1966 
zum Bundesgesetz über die Verrechnungssteuer (VStV, SR 642.211) 
gilt als steuerbarer Ertrag von Aktien jede geldwerte Leistung der Ge-
sellschaft  an  die  Inhaber  gesellschaftlicher  Beteiligungsrechte  oder 
ihnen nahestehende Dritte, die sich nicht als Rückzahlung der im Zeit-
punkt der Leistung bestehenden Anteile am einbezahlten Grundkapital 
darstellen.

5.2.1 Für eine besondere Art von geldwerten Leistungen, den Erwerb 
eigener  Aktien,  enthält  das  Verrechnungssteuergesetz  in  der  vorlie-
gend anwendbaren Fassung eine spezielle Regelung in Art. 4a VStG. 
Art. 4a  Abs. 1  und  2  VStG  (eingefügt  durch  Ziff.  I  4  des  Bun-
desgesetzes  vom 10. Oktober  1997  über  die  Reform  der  Unterneh-

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mensbesteuerung  1997,  in  Kraft  seit  1. Januar  1998  [AS  1998  669 
677,  BBl  1997 II  1164]),  bestimmen was folgt: „Erwirbt  eine  Gesell-
schaft  oder  Genossenschaft  gestützt  auf  einen  Beschluss  über  die 
Herabsetzung  des  Kapitals  oder  im  Hinblick  auf  eine  Herabsetzung 
ihres  Kapitals  eigene  Beteiligungsrechte  (Aktien,  Stammanteile  [...], 
Partizipationsscheine oder Genussscheine), so unterliegt die Differenz 
zwischen dem Erwerbspreis  und dem einbezahlten  Nennwert  dieser 
Beteiligungsrechte der Verrechnungssteuer. Dasselbe gilt,  soweit  der 
Erwerb  eigener  Beteiligungsrechte  den  Rahmen  der  Artikel  659 
(oder ...)  des Obligationenrechts (vom 30. März 1911 [OR, SR 220]) 
überschreitet“  (Abs. 1)  und  wenn  „eine  Gesellschaft  oder  eine  Ge-
nossenschaft im Rahmen der Artikel 659 (oder ...)  des Obligationen-
rechts  eigene  Beteiligungsrechte  (erwirbt),  ohne  anschliessend  ihr 
Kapital  herabzusetzen,  so  gilt  Absatz  1  sinngemäss,  wenn  die 
Gesellschaft  oder die Genossenschaft  diese Beteiligungsrechte nicht 
innerhalb von sechs Jahren wieder veräussert“  (Abs. 2). Werden die 
Beteiligungsrechte fristgerecht wieder veräussert, erfüllt sich die letzte 
Bedingung  für  die  definitive  Qualifizierung  des  Ertrags  aus  dem 
vorangehenden  Rückkauf  als  Kapitalgewinn,  denn  im  Zeitpunkt  des 
Rückkaufs  wurde  der  Kapitalgewinn  –  für  die  Verrechnungssteuer  – 
vorbehältlich  dieser  Wiederveräusserung  als  solcher  qualifiziert. 
Werden  die  Beteiligungsrechte  hingegen nicht  innerhalb  dieser  Frist 
veräussert, bleibt diese letzte Bedingung unerfüllt und der Ertrag aus 
dem vorgängigen Erwerb eigener Beteiligungsrechte wird auf den Zeit-
punkt des Fristablaufs in einen Liquidationsüberschuss umqualifiziert 
(JULIA VON AH,  Die  Kapitalherabsetzung von Publikumsgesellschaften, 
Zürich 2001, S. 314 f.). 

Vermögensertrag wird sogleich und unbedingt realisiert, wenn Beteili-
gungsrechte  gestützt  auf  einen  Kapitalherabsetzungsbeschluss  oder 
im Hinblick auf einen solchen erworben werden (VON AH, a.a.O., S. 314 
f., auch zum Folgenden). Werden die Beteiligungsrechte bei Fristablauf 
noch immer von der Gesellschaft  gehalten, wird die für die bedingte 
Realisation  notwendige  Voraussetzung  erfüllt  und  ebenfalls  Vermö-
gensertrag  realisiert.  Eine  zweite  alternative  Voraussetzung  einer 
bedingten  Realisation  ist  die  Kapitalherabsetzung  vor  Fristablauf, 
welche  im  Zeitpunkt  des  Erwerbs  weder  beschlossen  noch  geplant 
war. Diese Voraussetzung ergibt sich aus Sinn und Zweck des Geset-
zes;  bliebe  eine  spätere  Kapitalherabsetzung  ohne  Einfluss  auf  die 
Realisierung  eines  Vermögensertrages,  würde  eine  Kapitalherabset-
zung unmittelbar  nach dem Rückkauf  steuerlich  anders  beurteilt  als 

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eine  Kapitalherabsetzung,  welche  im  Rückkaufszeitpunkt  noch  nicht 
geplant war. Die Leistung, aufgrund der die Verrechnungssteuer erho-
ben wird, gründet dabei auf einem Kaufvertrag zwischen der rückkau-
fenden Gesellschaft und dem Anteilsinhaber, welche bereits zuvor fäl-
lig geworden ist (vgl. VON AH, a.a.O., S. 317).

Der  Begriff  des  Erwerbs  eigener  Beteiligungsrechte  wird  in  Art.  4a 
VStG nicht definiert. Aufgrund des Umstandes, dass eine besondere 
Art  der geldwerten Leistung zur Diskussion steht, ergibt sich jedoch, 
dass Gegenstand von Art. 4a VStG der derivative Erwerb ist. Als deri-
vativer Erwerb im Sinne von Art. 659 OR werden alle jene Vorgänge 
bezeichnet,  durch  welche  die  aktienrechtliche  Mitgliedschaft  von 
einem Rechtsvorgänger  (Anteilsinhaber)  –  allenfalls  via  Börse  –  auf 
die Gesellschaft übergehen (ERNST GIGER, Der Erwerb eigener Aktien, 
Bern 1995, S. 30 ff.). Der Erwerb beinhaltet insbesondere die entgeltli-
che Übertragung durch Kauf und Tausch.

5.2.2 Die  aktienrechtlichen  Einschränkungen  des  Erwerbs  eigener 
Beteiligungsrechte  gelten  auch für  den durch eine Untergesellschaft 
getätigten  Erwerb  von  Beteiligungsrechten  einer  Obergesellschaft, 
sofern die Obergesellschaft an der Untergesellschaft mehrheitlich be-
teiligt  ist  (JULIA VON AH/MARCO DUSS,  in:  Kommentar  zum  Schweizeri-
schen Steuerrecht, Bd. II/2, Basel 2005, N 19 ff. zu Art. 4a VStG, mit 
weiteren Hinweisen,  auch zum Folgenden). Der  Wortlaut  von Art. 4a 
VStG enthält den indirekten Erwerb nicht, wohl aber der Normsinn. Der 
indirekte  Erwerb  ist  dem  direkten  Erwerb  steuerlich  gleichzustellen. 
Andernfalls  liessen  sich  die  Steuerfolgen  einer  Teilliquidation  durch 
Halten der  Beteiligungsrechte  in  einer  Untergesellschaft  in  einfacher 
Weise umgehen. Dies entspricht im Übrigen auch der zivilrechtlichen 
Regelung, hält doch Art. 659b Abs. 1 OR unter der Marginalie „Erwerb 
durch Tochtergesellschaften“ fest: Ist  eine Gesellschaft an Tochterge-
sellschaften  mehrheitlich  beteiligt,  so  gelten  für  den  Erwerb  ihrer 
Aktien durch diese Tochtergesellschaften die gleichen Einschränkun-
gen und Folgen wie für den Erwerb eigener Aktien.

5.3
5.3.1 Gemäss Art. 21 Abs. 1 Bst. a VStG hat ein nach Art. 22 bis 28 
VStG Berechtigter Anspruch auf Rückerstattung der ihm vom Schuld-
ner  abgezogenen  Verrechnungssteuer  auf  Kapitalerträgen,  wenn  er 
bei Fälligkeit der steuerbaren Leistung das Recht zur Nutzung des den 
steuerbaren Ertrag abwerfenden Vermögenswertes besass. Die Rück-

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erstattung ist indessen in allen Fällen unzulässig, in denen sie zu einer 
Steuerumgehung  führen  würde  (Art. 21  Abs. 2  VStG).  Nach  Art. 32 
Abs. 1 VStG erlischt der Anspruch auf Rückerstattung, wenn der An-
trag nicht innert  drei Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem 
die steuerbare Leistung fällig geworden ist, gestellt wird.

Wer Rückerstattung der Verrechnungssteuer beansprucht, hat sie bei 
der  zuständigen  Behörde  schriftlich  zu  beantragen  (Art. 29  Abs. 1 
VStG). Juristische Personen haben ihren Rückerstattungsantrag (auf 
dem entsprechenden amtlichen Formular) bei der ESTV einzureichen 
(Art. 30  Abs. 2  VStG  i.V.m.  Art. 64  Abs. 1  VStV).  Diese  erlässt  die 
allgemeinen  Weisungen  und  trifft  die  Einzelverfügungen,  die  für  die 
Rückerstattung  der  Verrechnungssteuer  durch  den  Bund  erforderlich 
sind  (Art. 63  Abs. 1  VStV). Entspricht  die  ESTV einem Antrag  nicht 
oder nur teilweise, und lässt sich der Anstand nicht auf andere Weise 
erledigen, so trifft  sie einen Entscheid. Art. 42 bis 44 VStG über das 
Einsprache- und Beschwerdeverfahren sowie die Verfahrenskosten (im 
Rahmen der Erhebung der Steuer) finden dabei sinngemässe Anwen-
dung (Art. 51 Abs. 1 und 4 VStG).

5.3.2 Die Rückerstattung der Verrechnungssteuer auf dem Ertrag be-
weglichen Kapitalvermögens an eine juristische Person setzt demnach 
unter anderem voraus, dass diese bei Fälligkeit der steuerbaren Leis-
tung das Recht zur Nutzung des den steuerbaren Ertrag abwerfenden 
Vermögenswertes  besessen  hat  (Art. 21  Abs. 1  Bst. a  und  Art. 24 
Abs. 2 VStG). 

Gegenstand  einer  Nutzung  sind  Sachen  oder  nutzbare  Rechte,  die 
Früchte (in der Regel zeitlich wiederkehrende Erzeugnisse oder Erträ-
ge) abwerfen. Neben dem Eigentümer der Sache, der in den Schran-
ken der Rechtsordnung über sie nach seinem Belieben verfügen kann 
und auch das Eigentum an ihren natürlichen Früchten hat (Art. 641 ff. 
des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907 
[ZGB,  SR 210])  haben eine derartige  Nutzung diejenigen Personen, 
denen  sie  nach  Zivilrecht  (Gesetz,  Vertrag)  oder  nach  öffentlichem 
Recht  zusteht  oder denen sie vom Eigentümer oder seinem Rechts-
nachfolger übertragen worden ist  (W. ROBERT PFUND/BERNHARD ZWAHLEN, 
Die  Eidgenössische  Verrechnungssteuer,  II. Teil,  Basel  1985, 
Rz. 2.26). So hat das Recht zur Nutzung eines zinstragenden Gutha-
bens  derjenige,  der  darüber  ausschliesslich  „effektiv“  verfügungsbe-
rechtigt  ist,  d.h.  den  umfassenden  Anspruch  auf  jeden  möglichen 

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Nutzen,  den  der  Vermögenswert  in  irgendeiner  Form  abwirft,  hat 
(PFUND/ZWAHLEN, a.a.O., Rz. 2.23). Das verrechnungssteuerlich relevan-
te Nutzungsrecht darf weder bloss vorgegeben noch lediglich von vor-
übergehender Dauer sein. Es muss nicht dinglich, sondern kann auch 
bloss obligatorisch sein, weshalb nicht unbedingt entscheidend ist, ob 
der den steuerbaren Ertrag abwerfende Vermögenswert im Eigentum 
des Antragstellers stand (vgl. Archiv für schweizerisches Abgaberecht 
[ASA] 54 S. 394 f. E. 4b). Demnach hat derjenige, der – wie z.B. der 
blosse  Verwalter  eines  Vermögens  –  vertraglich  verpflichtet  ist,  den 
Nettoertrag einem Dritten (spontan oder auf Abruf) zuzuwenden, nicht 
das  Recht  zur  Nutzung  des  betreffenden  Stammrechtes.  Insoweit 
enthält  Art. 21  Abs. 1 Bst. a  VStG mit  der  Umschreibung „Recht  zur 
Nutzung“  nicht  einen  zivilrechtlichen,  sondern  einen  wirtschaftlichen 
Anknüpfungspunkt  und  ist  demzufolge  in  wirtschaftlicher  Betrach-
tungsweise  auszulegen  (vgl.  zum Ganzen: Urteil  des  Bundesverwal-
tungsgerichts A-2163/2007 vom 30. Oktober 2008 E. 3.3 mit weiteren 
Hinweisen insbesondere zur damaligen Rechtsprechung der SRK).

Dementsprechend ist es durchaus möglich, dass das Recht zur Nut-
zung einem andern als dem (formellen) Eigentümer des Vermögens-
werts zusteht, etwa wenn dieser vertraglich verpflichtet ist, den Kapi-
talertrag an Dritte  weiterzuleiten,  ja  sogar  wenn zwar keine formelle 
Verpflichtung zur Weiterleitung des Ertrags besteht, sich aber aus der 
Gesamtheit  der  Umstände  schliessen  lässt,  dass  der  Kapitalertrag 
dem Eigentümer  nicht  verbleibt  (nicht  veröffentlichter  Entscheid  des 
Bundesgerichts vom 26. Juli 1985 i.S. F. , zitiert in CONRAD STOCKAR/HANS 
PETER HOCHREUTENER [Hrsg.],  Die  Praxis  der  Bundessteuern,  II.  Teil: 
Stempelabgaben  und Verrechnungssteuer,  Band  2,  Loseblatt,  Basel, 
Nr. 34 und 35 zu Art. 21 Abs. 1 Bst. a VStG; vgl. auch  PFUND/ZWAHLEN, 
a.a.O., Rz. 2.23, ASA 54 S. 394 f. E. 4a und 4b, ASA 43 S. 465 f. E. 5, 
ASA 42 S. 339 E. 3, ASA 39 S. 388 f. E. 5, ASA 28 S. 114 f. E. 2). Ins-
besondere wer bloss treuhänderisch Eigentümer eines Vermögenswer-
tes ist,  hat  nach der gegebenen Umschreibung des Rechts zur Nut-
zung keinen Anspruch auf Rückerstattung der Verrechnungssteuer, die 
vom Ertrag der treuhänderisch übereigneten Werte abgezogen wurde. 
Die Steuer kann nur zurückerstattet werden, wenn die Voraussetzun-
gen zur Rückerstattung beim Treugeber erfüllt sind, denn dieser ist der 
„wirtschaftliche Herr der Sache“, während der Treuhänder als solcher 
nie ein Recht zur Nutzung der übereigneten Werte hat (Art. 61 Abs. 1 
VStV). Die Praxis der ESTV für die Steuererhebung mit ihren strengen 
formellen Anforderungen für die Anerkennung eines Treuhandverhält-

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nisses  (vgl.  das  von  der  ESTV  im  Oktober  1967  herausgegebene 
Merkblatt  „Treuhandverhältnisse“)  bleibt  bezüglich  des  Rückerstat-
tungsanspruchs  ohne  Belang.  Massgebend  ist  die  wahre  Natur  des 
Rechtsverhältnisses  (ASA  48  S. 270  E. 2;  PFUND/ZWAHLEN,  a.a.O., 
Rz. 2.24 mit  Hinweisen). Zusammenfassend kann somit  festgehalten 
werden, dass nur derjenige zur Nutzung des den besteuerten Ertrag 
abwerfenden Vermögenswertes berechtigt ist, welcher den um die Ver-
rechnungssteuer  gekürzten Nettoertrag bezieht  und über  diesen frei 
verfügen,  ihn  insbesondere  behalten  kann und  als  solchen  nicht  an 
einen Dritten weiterzuleiten hat (vgl. zum Ganzen: Entscheide der SRK 
vom 3. Oktober 2006 [SRK 2005-097] E. 2c/cc, vom 19. Februar 2001, 
veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 65.112 
sowie vom 9. August  2005,  veröffentlicht  in  VPB 70.11 E. 2b/bb, 3a, 
auch betreffend die nachfolgenden Ausführungen).

5.3.3 Beim  Erwerb  eigener  Aktien  besteht  die  Besonderheit  darin, 
dass der den steuerbaren Ertrag abwerfende Vermögenswert dem An-
spruchberechtigten  bei  Fälligkeit  der  steuerbaren  Leistung  regel-
mässig  nicht  mehr  gehört;  er  bezieht  mit  dem  Verkauf  der  Betei-
ligungsrechte  nämlich  seinen „letzten“  Nutzen aus den Beteiligungs-
rechten. Erwirbt  eine  Gesellschaft  eigene Beteiligungsrechte  zwecks 
Kapitalherabsetzung, so steht das Recht zur Nutzung gemäss Steuer-
praxis  dem Veräusserer  der  Beteiligungsrechte zu,  der  den entspre-
chenden Erlös als Liquidationsdividende auch zur Besteuerung brin-
gen muss (Urteil des Bundesgerichts 2A.660/2006 vom 8. Juni 2007, 
publiziert in Steuer Revue [StR] 9/2008 S. 643 ff. mit Hinweisen, auch 
zum Folgenden). Entscheidend ist damit, ob der Veräusserer der Betei-
ligungsrechte den Nettoertrag tatsächlich bezieht und behalten kann. 
Das Recht zur Nutzung ist nicht nur dann zu verneinen, wenn eine for-
melle  Rechtspflicht  zur  Weiterleitung  der  Nettoerträge  besteht,  son-
dern  auch  dann,  wenn  sich  aus  der  Gesamtheit  der  Umstände 
schliessen lässt, dass ihm der Kapitalertrag nicht verbleibt.

5.3.4 Auch wenn die  Voraussetzungen  gemäss Art. 21  Abs. 1  Bst. a 
VStG erfüllt  sind und insbesondere das Recht  zur Nutzung des den 
steuerbaren  Ertrag  abwerfenden  Vermögenswerts  dem  Antragsteller 
zukommt,  ist  die  Steuerrückerstattung  nach  Art. 21  Abs. 2  VStG 
gleichwohl unzulässig in all den Fällen, in denen sie zu einer Steuer-
umgehung führen würde. Diese Bestimmung soll verhindern, dass in-
ländische Defraudanten oder Ausländer die gesetzliche Ordnung, die 
ihnen keinen Rückerstattungsanspruch gibt, umgehen, indem sie Ver-

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mögenswerte, die einen der Verrechnungssteuer unterliegenden Ertrag 
abwerfen, auf einen inländischen Dritten übertragen und von diesem 
die  Rückerstattung  der  Verrechnungssteuer  erwirken  lassen  (PFUND/ 
ZWAHLEN,  a.a.O.,  Rz. 4.2  und  4.5,  je  mit  Hinweisen;  CONRAD STOCKAR, 
Übersicht und Fallbeispiele zu den Stempelabgaben und zur Verrech-
nungssteuer, 4. Aufl.,  Basel  2006,  S. 193 f. [Fallbeispiel  Nr. 21]). Die 
Rückerstattung soll wegen Steuerumgehung verweigert werden, wenn 
der  originäre  Leistungsempfänger  entweder  ein  im  Ausland  Steuer-
pflichtiger oder ein inländischer Defraudant ist und die ursprünglichen 
Verhältnisse im Hinblick auf  den verrechnungssteuerbelasteten Leis-
tungsfluss  missbräuchlich,  im  Sinne  der  Steuerumgehungskriterien, 
dergestalt  arrangiert  worden  sind,  dass  nunmehr  formell  ein  vorge-
schobener steuerehrlicher Inländer als Rückerstattungsberechtigter er-
scheint,  die Rückerstattung wirtschaftlich aber einem Ausländer oder 
einem inländischen Defraudanten zugute kommt (MAJA BAUER-BALMELLI, 
in:  Martin  Zweifel/Peter  Athanas/Maja  Bauer-Balmelli  [Hrsg.],  Kom-
mentar zum Schweizerischen Steuerrecht II/2, 2004, N. 39 zu Art. 21 
VStG, mit Hinweisen). Dies gilt in gleicher Weise, wenn infolge beson-
derer Konstellation die Leistungserbringerin verrechnungssteuerbelas-
tet wäre und mit dem vorgeschobenen rückerstattungsberechtigten In-
länder deren Verrechnungssteuerlast  beseitigt  werden soll  (vgl. dazu 
Entscheid der SRK vom 3. Oktober 2006 [SRK 2005-097] E. 2c/dd). 

Nach der  Rechtsprechung des Bundesgerichts,  die  es  auch  bei  der 
Auslegung von Art. 21 Abs. 2 VStG anwendet (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts  2A.660/2006  vom  8. Juni  2007  E. 5.1;  vgl.  auch  ASA  42 
S. 342 f. E. 7 und ASA 40 S. 516 f. E. 2), liegt eine Steuerumgehung 
vor, wenn a) die von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als un-
gewöhnlich, sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftli-
chen Gegebenheiten völlig unangemessen erscheint, b) anzunehmen 
ist,  dass diese Wahl missbräuchlich,  lediglich deshalb getroffen wor-
den ist, um Steuern einzusparen, welche bei sachgemässer Ordnung 
der Verhältnisse geschuldet wären und c) das gewählte Vorgehen tat-
sächlich zu  einer  erheblichen Steuerersparnis  führen würde,  falls  es 
von der Steuerbehörde hingenommen würde.

Sofern diese Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind, wird der Besteue-
rung auch dann, wenn die gewählte Rechtsform unter zivilrechtlichen 
Gesichtspunkten als gültig und wirksam erscheint, nicht die tatsächlich 
erfolgte Gestaltung zu Grunde gelegt,  sondern die Ordnung, die der 
sachgemässe Ausdruck des von den Beteiligten erstrebten wirtschaftli-

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chen Zwecks gewesen wäre, was im Falle von Art. 21 Abs. 2 VStG zur 
Verweigerung der  Rückerstattung führt. Dabei  ist  zu  beachten,  dass 
die beiden erstgenannten Bedingungen nicht unabhängig nebeneinan-
der  stehen,  sondern  miteinander  verbunden  sind  und  sich  teilweise 
überschneiden, wobei die Frage im Vordergrund steht, ob die Rechts-
gestaltung  missbräuchlich  erscheint.  Das  objektive  Merkmal  (die 
Ungewöhnlichkeit  des  Vorgehens)  hat  somit  indizielle  Bedeutung  für 
den  Nachweis  der  Steuerumgehungsabsicht.  Dieser  Indizienbeweis 
kann dadurch entkräftet werden, dass der Steuerpflichtige die beson-
deren Umstände glaubhaft macht, die ihn – ohne Steuereinsparungs-
absicht  –  zu  seinem  ungewöhnlichen  Vorgehen  veranlassten  (ERNST 
BLUMENSTEIN, Das subjektive Moment der Steuerumgehung, in: ASA 18 
S. 201). Ob das gewählte Vorgehen tatsächlich  zu  einer  erheblichen 
Steuerersparnis führen würde, sofern es von der ESTV hingenommen 
würde, ist auf Grund der entsprechenden, strittigen Steuernachforde-
rung der ESTV – bzw. im Falle  von Art. 21 Abs. 2 VStG der Steuer, 
deren  Rückerstattung  beantragt  wird  –  zu  beurteilen  (vgl.  ASA  46 
S. 199  E. 3b  betreffend  Warenumsatzsteuer;  vgl.  auch  ASA  50 
S. 588 f. E. 2c, ASA 50 S. 152 E. 3b, ASA 42 S. 344 f. E. 8b).

Als Essentialia für die Vermutung einer Steuerumgehung bei der Rück-
erstattung der  Verrechnungssteuer  ergeben sich  aus den vorstehen-
den Ausführungen einerseits  die entgeltliche Übertragung eines Ver-
mögenswertes oder des Anspruches auf dessen verrechnungssteuer-
pflichtigen Ertrag von einem Ausländer oder inländischen Defraudan-
ten – oder auch vom grundsätzlich (mangels Kenntnis des konkreten 
Leistungsempfängers)  definitiv  verrechnungssteuerbelasteten  Leis-
tungserbringer  (vgl.  Entscheid  der  SRK  vom 3. Oktober  2006  [SRK 
2005-097] E. 2c/dd) – auf einen steuerehrlichen Inländer, andererseits 
die  zeitliche  Nähe dieser  Übertragung zum späteren,  relevanten Er-
tragsfluss,  sowie  allenfalls  eine  unübliche Finanzierung des Erwerbs 
des Vermögenswertes respektive des Rechtes auf den Ertrag. Gefor-
dert  ist  mithin ein klarer Konnex zwischen Übertragung und verrech-
nungssteuerbelastetem  Ertrag  (vgl.  BAUER-BALMELLI,  a.a.O.,  N. 40  zu 
Art. 21 VStG).

Ob die Rückerstattung der Verrechnungssteuer zu einer Steuerumge-
hung führen würde (Art. 21 Abs. 2 VStG), braucht indessen dann nicht 
geprüft zu werden, wenn die Rückerstattung bereits deshalb abzuleh-
nen ist, weil  der Antragsteller bei Fälligkeit  der steuerbaren Leistung 
das Recht zur Nutzung des den steuerbaren Ertrag abwerfenden Ver-

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mögenswerts (im Sinne von Art. 21 Abs. 1 Bst. a VStG) nicht besass 
(nicht veröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juli 1985 i.S. 
F. GmbH et al. [A328/83, A329/83 und A334/83] E. 7c; ASA 39 S. 389 
E. 6, ASA 28 S. 114 E. 2).

5.3.5 Die  Grenzziehung  zwischen  dem  Steuerumgehungsvorbehalt 
und  der  Aberkennung  des  Anspruchskriteriums  Recht  zur  Nutzung 
liegt letztlich beim missbräuchlichen Vorgehen (BAUER-BALMELLI, a.a.O., 
N. 52  zu  Art. 21  VStG). In  der  publizierten  Rechtsprechung wird  die 
Verweigerung der Rückerstattung der Verrechnungssteuer infolge Feh-
lens des Rechts zur Nutzung einerseits und gestützt auf das Vorliegen 
einer Steuerumgehung andererseits allerdings zum Teil nicht völlig klar 
auseinander  gehalten.  So  hat  das  Bundesgericht  beispielsweise  er-
klärt, ein Notar, der Gelder von Klienten auf Bankkonti überweist, die 
auf seinen Namen lauten und den Klienten die von der Bank bezahlten 
Zinsen in  Erfüllung seines Auftrags gutschreibt,  könne in  Bezug auf 
diese Gelder nicht das Recht zur Nutzung im Sinne von Art. 21 Abs. 1 
Bst. a VStG besitzen. Würde man ihm die Verrechnungssteuer zurück-
erstatten, während er die entsprechenden Bruttozinsen als Aufwand in 
Abzug  bringe,  so  würde  dies  darauf  hinauslaufen,  den  Klienten  die 
Möglichkeit zu geben, die Steuer zu umgehen, so dass dieser Rücker-
stattung Art. 21 Abs. 2 VStG entgegenstehe, zumal nicht ausgeschlos-
sen sei, dass gewisse Klienten des Notars die Rückerstattung der Ver-
rechnungssteuer  nicht  hätten  beanspruchen  können,  namentlich 
wegen fehlenden Wohnsitzes in der Schweiz (BGE 118 Ib 315 E. 2e; 
vgl. sodann namentlich auch ASA 48 S. 270 E. 2 und 3, ASA 42 S. 339 
f. E. 3 - 5 sowie ASA 342 ff. E. 7 und 8). So wird denn auch die Auffas-
sung vertreten, die Steuerumgehung gemäss Art. 21 Abs. 2 VStG bilde 
eigentlich  – jedenfalls  wo die Umgehung der  Verrechnungssteuer  im 
Spiele stehe und hier zumindest in der Mehrzahl der Fälle – eine Art 
Auffangtatbestand. Die dem Sinne der gesetzlichen Ordnung entspre-
chende Lösung ergebe sich bei  genauem Hinsehen schon aufgrund 
des  Kriteriums  des  „Rechts  zur  Nutzung“  (PFUND/ZWAHLEN,  a.a.O., 
Rz. 4.7).

Was  indessen  die  Konstellationen  betrifft,  wo  die  Erträge  eines 
Vermögenswertes  demjenigen,  der  die  Rückerstattung  der  Verrech-
nungssteuer  beantragt,  obwohl  er  zivilrechtlich  Eigentümer  dieses 
Vermögenswertes ist, nicht verbleiben, weil er zu deren Weiterleitung 
verpflichtet  ist,  so  ist  das  Bundesgericht  regelmässig  zum  Schluss 
gekommen,  dem  Antragsteller  fehle  bereits  das  Nutzungsrecht,  so 

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dass sich die Prüfung der Frage, ob darüber hinaus auch noch eine 
Steuerumgehung  vorliege,  jeweils  erübrigt  hat.  So  hat  es  etwa 
entschieden,  wer  auf  Grund  eines  Reportgeschäftes  vertraglich 
verpflichtet  sei,  die  Dividende  dem  Gegenkontrahenten  abzuliefern, 
habe nicht das Recht zur Nutzung der Aktie (ASA 28 S. 114 f. E. 2). 
Wer  sodann  (im  damals  zu  beurteilenden  Falle  gestützt  auf  eine 
Optionsklausel) vertraglich verpflichtet sei, den ganzen ihm zufliessen-
den Nettoertrag an Dritte  weiterzuleiten,  besitze das Recht  zur Nut-
zung des den steuerbaren Ertrag abwerfenden Vermögensgegenstan-
des (Art. 21 Abs. 1 Bst. a VStG) nicht (ASA 39 S. 387 ff. E. 5; im glei-
chen Sinne auch ASA 43 S. 465 ff. E. 5 – 7, ASA 42 S. 339 E. 3). In 
einem  weiteren  Entscheid  hat  das  Bundesgericht  erkannt,  der  die 
Rückerstattung  beanspruchende  Leistungsempfänger  besitze  das 
Recht  zur  Nutzung  gemäss  Art. 21  Abs. 1  Bst. a  VStG  klarerweise 
nicht in Bezug auf die Erträge der ihm von einem Ausländer zwecks 
Anlage bei  einer schweizerischen Unternehmung in  Form eines ver-
zinslichen „Darlehens“ überlassenen Gelder (ASA 48 S. 269 f. E. 2). 
Schliesslich hat das höchste Gericht auch entschieden, Art. 21 Abs. 1 
Bst.  a  VStG  sei  –  wie  bereits  gesagt  (oben  E. 5.3.2)  –  in  wirt-
schaftlicher  Betrachtungsweise  auszulegen.  Es  sei  daher  möglich, 
dass der  zivilrechtliche Eigentümer das Nutzungsrecht  nicht  besitze, 
etwa wenn er vertraglich verpflichtet  sei,  den Kapitalertrag an Dritte 
weiterzuleiten  oder  wenn  sich  aus  der  Gesamtheit  der  Umstände 
darauf  schliessen  lasse,  dass  ihm  der  Kapitalertrag  nicht  verbleibe 
(nicht veröffentlichter Entscheid vom 26. Juli 1985 i.S. F. GmbH et al., 
a.a.O.,  E. 7b;  vgl.  STOCKAR/HOCHREUTENER,  a.a.O.,  Nr. 34  und  35  zu 
Art. 21 Abs. 1 Bst. a VStG; vgl. auch  STOCKAR, a.a.O., S. 195 [Fallbei-
spiel 22]). Im zuletzt ergangenen Urteil,  welches sich mit der Proble-
matik des Nutzungsrechts im Rahmen der Verrechnungssteuerrücker-
stattung bzw. der Steuerumgehung in diesem Bereich beschäftigte, hat 
schliesslich das Bundesgericht darauf hingewiesen, dass bei der Ver-
rechnungssteuer  im  inländischen  Verhältnis  ein  lückenloses  System 
der  Nutzungsberechtigung  bestehe  (Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.660/2006 vom 8. Juni 2007 E. 4.2 mit Verweis auf JONAS MISTELI, Di-
videndenstripping, Diss. SG 2001, S. 105). Das bedeutet, bezogen auf 
das inländische Verhältnis, dass bei Aberkennung des Nutzungsrech-
tes  dieses  Nutzungsrecht  zwingend  einer  anderen  Person  zustehen 
muss.

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6.
Im vorliegenden Fall  ist  unbestritten,  dass die Beschwerdeführenden 
an die Tochtergesellschaft der S._______ Holding im Hinblick auf von 
der  S._______  Holding  im  Jahre  2004  geplante 
Kapitalherabsetzungen  am  20. Januar  2004  gesamthaft  195'000 
Aktien  zum  Preis  von  total  Fr. 16'448'250.--  sowie  am  14. Juli  2004 
gesamthaft  500'000  Aktien  zum  Preis  von  total  Fr. 38'500'000.-- 
veräusserten. Im weiteren ist unbestritten, dass die S._______ Holding 
in  der  Folge  jeweils  ihr  Kapital  herabsetzte  und  dabei  u.a.  die 
vorerwähnten  Aktien  vernichtete,  sowie  dass  die 
Beschwerdeführenden  informiert  waren,  dass  die  Aktienkäufe  zum 
Zwecke  der  Kapitalherabsetzung  erfolgten.  Sodann  ist  unbestritten, 
dass  die  S._______  Bank  bei  diesen  Aktienkäufen  vom  Kaufpreis 
Verrechnungssteuern von total Fr. 19'190'937.50 (Fr. 5'715'937.50 bei 
der  ersten  Transaktion  und  Fr. 13'475'000.--  bei  der  zweiten 
Transaktion)  in  Abzug  brachte  und  die  Beschwerdeführenden  – 
grundsätzlich  fristgerecht  –  die  Rückerstattung  dieser  Verrech-
nungssteuern  beantragten. Schliesslich  ist  unbestritten,  dass  jeweils 
kurz  vor  diesem  Aktienverkauf  –  bzw.  bei  der  zweiten  Transaktion 
gleichentags  –  die  S._______  Bank  den  Beschwerdeführenden  die 
nämliche Anzahl Aktien der S._______ Holding verkauft hatte. 
Umstritten ist,  ob die Beschwerdeführenden berechtigt sind,  die Ver-
rechnungssteuern von insgesamt Fr. 19'190'937.50, welche durch die 
Käuferin  S._______ Bank vom Kaufpreis in Abzug gebracht wurden, 
zurückerstattet zu erhalten.

6.1 Es  ist  vorab  festzustellen,  dass  der  Kauf  der  fraglichen  Aktien 
nicht durch die S._______ Holding erfolgte, welche die Aktien für die 
Kapitalherabsetzung  benötigte,  sondern  durch  deren  Tochter-
gesellschaft. Es handelte sich damit  um einen indirekten Erwerb der 
fraglichen  Aktien. Dies  ist  allerdings  irrelevant,  unterliegt  doch  auch 
der  vorliegend zu  beurteilende  indirekte  Erwerb  den  Bestimmungen 
von Art. 4a VStG (vgl. E. 5.2.2). Die Vorinstanz ging daher zu Recht 
davon  aus,  es  handle  sich  beim  Kauf  der  Aktien der  S._______ 
Holding durch die S._______ Bank zum Zwecke der Vornahme einer 
Kapitalherabsetzung  bei  der  S._______  Holding  um  den  Erwerb 
eigener  Beteiligungsrechte  im  Sinne  von  Art.  4a Abs. 1  VStG  und 
demnach unterliege die Differenz zwischen dem Erwerbspreis dieser 
Aktien und deren einbezahltem Nennwert der Verrechnungssteuer.

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6.2 Die ESTV vertrat im angefochtenen Einspracheentscheid ihre Auf-
fassung,  die  Rückerstattung  der  Verrechnungssteuer  sei  zu  Unrecht 
erfolgt bzw. verlangt worden, gestützt auf zwei unterschiedliche Argu-
mentationen. Zum einen  brachte  sie  vor,  den  Beschwerdeführenden 
habe das gemäss Art. 21 Abs. 1 Bst. a VStG erforderliche Recht zur 
Nutzung des den steuerbaren Ertrag abwerfenden Vermögenswertes 
gefehlt. Zum anderen erkannte sie gestützt  auf  Art. 21 Abs. 2 VStG, 
der  verlangten  Rückerstattung könne  nicht  stattgegeben  werden,  da 
sie zu einer Steuerumgehung führen würde. Aufgrund des vorstehend 
unter E. 5.3.5 Ausgeführten ist vorab auf die Frage des Nutzungsrech-
tes einzugehen.

6.3 Die ESTV verneint das Nutzungsrecht der Beschwerdeführenden 
mit  der  Begründung,  unter  Berücksichtigung  der  gesamten  für  die 
steuerliche Beurteilung des Falles wesentlichen Elemente würden sich 
die Parteien, welche der S._______ Bank die anschliessend über die 
A._______Vorsorgewerke  an  die  S._______  Holding  geleiteten  Titel 
verkauft  hätten,  steuerlich  als  die  wahren  Empfänger  der  durch  die 
S._______  Holding  im  Rahmen  ihrer  Kapitalherabsetzung 
ausgerichteten  Leistungen  erweisen.  Dies  zeige  sich  insbesondere 
aufgrund  der  Zahlungsflüsse  auf  Seiten  der  Einsprecher,  d.h.  mit 
spezifischem Bezug auf  das für  das Recht  zur  Nutzung wesentliche 
Thema  der  Weiterleitung:  Indem  die  Einsprecher  der  S._______ 
-Gruppe  die  in  Rede  stehenden  Aktien  –  ausdrücklich  im 
Zusammenhang mit den Kapitalreduktionen – vorher abkauften, hätten 
sie an die S._______ Bank flüssige Mittel abgeführt. Die Einsprecher 
seien  somit  im  Rahmen  der  Teilnahme  an  den  in  Rede  stehenden 
Kapitalherabsetzungen  der  S._______  Holding  im  Voraus  eine 
Belastung  in  Form eines  erlegten  Kaufpreises  eingegangen,  welche 
durch  den  beim  Rückverkauf  der  Titel  an  die  S._______  Holding 
erhaltenen  Verkaufserlös  lediglich  ausgeglichen  worden  sei.  Damit 
erweise  sich  der  durch  die  S._______  Holding  an  die  Einsprecher 
bezahlte  Rückkaufspreis  letztlich  als  neutralisierte  Zahlung. 
Demgegenüber hätten die Personen, die der S._______ -Gruppe die 
Aktien, welche den Umweg über die Beschwerdeführenden machten, 
vorgängig  verkauften,  diese  Titel  steuerlich  nicht  als  Kaufsobjekt, 
sondern  gestützt  auf  Art. 4a  VStG  im  Rahmen  einer  Kapi-
talherabsetzung veräussert, mit der Folge, dass der entsprechende Er-
lös  gemäss  dieser  Bestimmung  sowie  auch  unter  dem  Aspekt  des 
Rechts zur Nutzung als  Teilliquidationsdividende zu qualifizieren sei. 
Unter  dem  Blickwinkel  des  Verrechnungssteuerrechts  hätten  somit 

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diese Personen den in  Rede stehenden steuerbaren Ertrag erhalten 
und hätten sie diesen auch im Sinne des Rechts zur Nutzung behalten 
können.

Mit dieser Argumentation verkennt die ESTV das Problem, welches die 
Rechtsprechung mit dem Thema der Weiterleitung des Ertrages aufge-
nommen hat. Massgebend ist bei derartigen Konstellationen nämlich, 
dass eine solche Weiterleitung vom bloss vorgeblich Rückerstattungs-
berechtigten  an  den  wahren  wirtschaftlich  Berechtigten  erfolgt.  Das 
heisst,  in den von der Rechtsprechung bisher unter dem Aspekt des 
fehlenden Nutzens beurteilten Fällen war es jeweils so, dass der vor-
geblich  Rückerstattungsberechtigte  die  Nettoerträge  nicht  selber  be-
hielt,  sondern dass er  sie  – aufgrund einer rechtlichen Verpflichtung 
oder  aufgrund der  wirtschaftlichen Gestaltung der  Verhältnisse – an 
den wahren wirtschaftlich Berechtigten weiterleitete. In diesen Fällen 
war mit anderen Worten jeweils eine andere Person beteiligt, welcher 
das Nutzungsrecht zustand (vgl. dazu E. 5.3.5 a.E.). An einer solchen 
Konstellation fehlt es jedoch vorliegend. Es sind keinerlei Mittelflüsse 
von den Beschwerdeführenden an Dritte ersichtlich, sondern die Be-
schwerdeführenden  haben  ausschliesslich  von  der  S._______  Bank 
Aktien erworben bzw. dieser Aktien veräussert. Daran vermag nichts 
zu ändern, dass infolge der kurzen Fristen zwischen Kauf und Verkauf 
der Aktien sich die gegenseitigen Zahlungen im Ergebnis weitgehend 
neutralisierten.  Dies  bedeutet  nicht,  dass  Dritte  als  wahre 
Nutzungsberechtigte in  die Transaktion einbezogen wurden. Aus den 
Ausführungen der ESTV ergibt sich denn auch, dass sie nicht auf die 
Transaktionen  zwischen  den  Beschwerdeführenden  und  der 
S._______ Bank abstellen, sondern im Ergebnis – zumindest mit Blick 
auf  die  Aktien,  welche  die  S._______  Bank  aus  dem Eigenbestand 
entnahm  –  offenbar  erreichen  möchte,  dass  diejenigen  Personen, 
welche  ursprünglich  die  bei  der  Kapitalherabsetzung  verwendeten 
Aktien  an  die  S._______  Bank  verkauft  hatten,  als  wahre  Leis-
tungsempfänger zu qualifizieren sind. Mit dieser Überlegung der ESTV 
hat sich das Bundesgericht bereits in einem analogen Fall (Urteil des 
Bundesgerichts  2A.660/2006  vom  8. Juni  2007)  auseinandergesetzt 
und festgehalten, für eine derartige „Weiterentwicklung der Praxis“ feh-
le die gesetzliche Grundlage (a.a.O., E. 4.3.3). Daran ist auch vorlie-
gend festzuhalten.

Die  Beschwerdeführenden  haben  die  fraglichen  Aktien  von  der 
S._______  Bank  zu  Eigentum  erworben  bzw. haben  entsprechende 

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Aktien bereits in ihrem Eigentum gehalten. Es sind sodann weder for-
melle rechtliche Verpflichtungen zur Weiterleitung der Nettoerträge aus 
diesen  Aktien  behauptet  oder  ersichtlich,  noch  geben  sich 
irgendwelche Anhaltspunkte aus den gesamten Umständen, die darauf 
schliessen liessen, es sei ihnen der Kapitalertrag grundsätzlich nicht 
verblieben. An  letzterer  Feststellung  vermag nichts  zu  ändern,  dass 
bei  einer  derart  kurzen  Haltedauer  wie  sie  vorliegt,  der  allfällig 
verbleibende Kapitalertrag klein ist. Das heisst, die kurze Haltedauer 
lässt für sich alleine nicht den Schluss zu, dass es am Nutzungsrecht 
fehlt.

Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführenden 
bei Fälligkeit der steuerbaren Leistung das Recht zur Nutzung des den 
steuerbaren  Ertrag  abwerfenden  Vermögenswertes  gemäss  Art.  21 
Abs. 1 Bst. a VStG besassen und insofern grundsätzlich Anspruch auf 
Rückerstattung der Verrechnungssteuer hatten.

6.4 Es bleibt  somit  zu  prüfen,  ob  die  beantragte  Rückerstattung  im 
Sinne von Art. 21 Abs. 2 VStG unzulässig war, weil sie zu einer Steu-
erumgehung führen würde. 

6.4.1 Die  ESTV  begründet  die  Annahme  einer  Steuerumgehung 
damit, das Hin und Her von zahlenmässig identischen und als Inhaber-
aktien  ohnehin  nicht  individuell  ausscheidbaren  Titeln  zwischen  der 
S._______ Bank und den Beschwerdeführenden als identischen Par-
teien  im  Vorfeld  von  Kapitalherabsetzungen,  für  welche  die  als 
Erstverkäuferin  auftretende  Partei  (die  S._______  Bank)  bereits 
beinahe  sämtliche  benötigten  Titel  besass,  müsse  im  Vergleich  zu 
einer  einfachen,  direkten  Verwendung  dieser  Titel  für  die  Kapital-
herabsetzungen  der  S._______  Holding  als  absonderlicher  Umweg 
qualifiziert  werden. Dabei habe das Zusammenwirken der S._______ 
Bank  und  der  Beschwerdeführenden  bezweckt,  verrech-
nungssteuerliche  Überwälzungsprobleme  der  S._______  -Gruppe 
sowie  allenfalls  Rückerstattungsprobleme  urspünglicher 
Aktienverkäufer und/oder direkt-steuerliche Probleme infolge fälschlich 
geltend  gemachter  steuerfreier  Kapitalgewinne  zu  lösen,  indem  die 
Zweitverkäufer,  d.h.  die  Beschwerdeführenden,  nach  Vollendung  der 
gegenläufigen  Verkäufe  als  Lieferanten  der  bei  den 
Kapitalherabsetzungen vernichteten Titel erschienen seien und dabei 
gleichzeitig formell korrekt als rückerstattungsberechtigte Antragsteller 
hätten  auftreten  können.  Es  liege  ein  Zusammenwirken  zweier 

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Parteien vor, welche sich im Voraus bereits über Kauf und Rückverkauf 
an die Erstverkäuferin abgesprochen hätten. Die betroffenen Parteien 
hätten  im  Voraus  vereinbart,  dass  das  jeweils  gleiche  Geschäft 
zwischen ihnen allein wieder rückgängig zu machen war. 

6.4.2 Ziel der zu beurteilenden Transaktionen vom 12. und 20. Januar 
2004 und vom 14. Juli 2004 waren unbestrittenermassen zwei Kapital-
herabsetzungen,  welche  die  S._______  Holding  im  Jahre  2004 
vornehmen  wollte  und  in  der  Folge  2004  und  anfangs  2005  auch 
vornahm.  Das  Vorgehen  im  Einzelnen  ist  im  Sachverhalt  und  im 
angefochtenen Entscheid nachgezeichnet; es kann darauf  verwiesen 
werden. 
Allein schon aufgrund der zeitlichen Abwicklung und der damit verbun-
denen  Umstände,  wie  sie  im  Sachverhalt  dargelegt  wurden,  ergibt 
sich, dass die gewählte Vorgehensweise ungewöhnlich ist; den diesbe-
züglichen  Ausführungen  der  ESTV  ist  vollumfänglich  zuzustimmen. 
Dabei ist zu beachten, dass die ESTV zu Recht eine Gesamtbetrach-
tung der Geschäftsabwicklung vorgenommen hat und sich nicht bloss 
auf  die  Verkaufstransaktionen  konzentriert  hat,  welche  zur  Verrech-
nungssteuerbelastung führten. In einer solchen Gesamtbetrachtung ist 
festzustellen, dass die S._______ Bank Aktien der S._______ Holding, 
welche sie für deren vorgesehene Kapitalherabsetzung benötigte und 
die sie entweder bereits besass oder die sie sich kurzfristig auf dem 
Markt  beschaffte,  an  die  Beschwerdeführenden  veräusserte,  um sie 
kurz darauf – bzw. bei der zweiten Kapitalherabsetzung gleichentags – 
von  diesen  wieder  zurückzukaufen  und  anschliessend  für  die 
Kapitalherabsetzungen  zu  verwenden.  Diese  Vorgehensweise  macht 
aus  Sicht  der  S._______  Bank  und  der  S._______  Holding 
wirtschaftlich keinerlei  Sinn und die Beschwerdeführenden vermögen 
denn  auch  nicht  aufzuzeigen,  welches  die  wirtschaftlichen  Gründe, 
ausserhalb  einer  allfälligen  Steuerersparnis,  für  die  Wahl  dieser 
Vorgehensweise gewesen sein sollten. An dieser Feststellung vermag 
der Hinweis der Beschwerdeführenden auf die Tätigkeit der S._______ 
Bank als Marketmakerin und Blockhändlerin nichts zu ändern. Auch in 
diesen  Funktionen  ergibt  es  keinen  Sinn,  Aktien  zu  verkaufen  und 
unmittelbar  –  oder  auch  mit  unbedeutender  Verzögerung  –   wieder 
zurückzukaufen,  welche bereits  ab Beginn der  Transaktionen für  die 
geplanten Kapitalherabsetzungen bestimmt waren und der S._______ 
Bank  zur  Verfügung  standen  bzw. zu  diesem Zweck auf  dem Markt 
erworben wurden. Dies ergibt sich insbesondere vor dem Hintergrund 
der eigenen Ausführungen der Beschwerdeführenden, welche geltend 

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gemacht haben, der Verwaltungsrat der S._______ Holding habe dem 
CEO  der  S._______  Bank  mündlich  den  Auftrag  erteilt,  einen 
Aktienrückkauf  zwecks  Kapitalherabsetzung  zur  Eigenkapitalrückfüh-
rung von ca. Fr. 16  –  20 Mio. vorzubereiten  (vgl. Beschwerde S. 5). 
Nicht  von Bedeutung  ist  im  weiteren  die  Behandlung  der  fraglichen 
Aktien bei der S._______ Bank in Bezug auf die Umsatzabgabe. Die 
ESTV  weist  diesbezüglich  zu  Recht  auf  den  Umstand  hin,  bei  der 
Umsatzabgabe handle es sich um eine Selbstdeklarationssteuer und 
aus  der  Nichtentrichtung  der  Umsatzabgabe  könne  gegenüber  der 
ESTV nicht  abgeleitet  werden,  sie habe der  Nichtbesteuerung zuge-
stimmt  und  damit  die  Käufe  dem  Handelsbestand  zugerechnet.  Ob 
dem so ist,  ist  zudem nicht  relevant. Zu beachten ist  vielmehr, dass 
vorliegend  die  Transaktion  mit  Verkauf  der  fraglichen  Aktien  an  die 
Beschwerdeführenden,  deren  Rückkauf  durch  die  S._______  Bank 
und  deren  nachträgliche  Verwendung  für  die  Kapitalherabsetzungen 
zur  Diskussion  steht.  Es  kann  kein  Zweifel  bestehen  und  ist 
unbestritten,  dass  die  fraglichen  Aktien  für  die  Kapitalherabsetzung 
verwendet  wurden  und  dass  dementsprechend  irrelevant  ist,  ob  die 
Aktien  bei  ihrem  ursprünglichen  Erwerb  dem  Handelsbestand 
zuzurechnen  waren  (vgl.  oben  E. 5.2.1).  Wenn  die 
Beschwerdeführenden sodann aus dem Umstand, dass die S._______ 
Bank teilweise für den Verkauf der Aktien an sie eine Short-Position 
einging, etwas zu ihren Gunsten ableiten wollen, gehen sie ebenfalls 
fehl.  Auch  insofern  als  die  S._______  Bank  im  Moment  der  Ver-
äusserung der zum Wiederkauf und zur Kapitalherabsetzung bestimm-
ten Aktien noch nicht über dieselben verfügte, hätte das wirtschaftlich 
sinnvolle  Vorgehen  darin  bestanden,  diese  Aktien  zu  erwerben  und 
direkt für die Kapitalherabsetzung zu verwenden. Nicht nachvollziehbar 
ist  dagegen,  welche  wirtschaftliche  Vorteile  der  Weg  über  die 
Beschwerdeführenden  der  S._______  Bank  oder  der  S._______ 
Holding brachte. Soweit die Beschwerdeführenden sodann in diesem 
Zusammenhang darauf verweisen, die Erwerbsgrenzen nach Art. 659 
Abs.  1  OR  seien  auf  Effektenhändler  oder  in  Bezug  auf  den 
Handelsbestand  nicht  anwendbar,  sind  ihre  Ausführungen irrelevant: 
Sie  übersehen  dabei,  dass  vorliegend  Transaktionen  zu  beurteilen 
sind, welche unbestrittenermassen im Hinblick auf geplante und auch 
vorgenommene Kapitalherabsetzungen erfolgten. Das heisst, dass die 
Frage der Erwerbsgrenzen nach Art. 659 Abs. 1 OR gar keine Rolle 
spielt. 
Die Beschwerdeführenden machen im weiteren geltend, es sei üblich 
und zulässig, dass sich eine rückkaufende Gesellschaft an Einzelaktio-

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näre wende und zwar an solche, welche die Verrechnungssteuer zu-
rückfordern könnten. Diese Feststellung mag zutreffend sein, geht je-
doch  an  der  Sache  vorbei.  Relevant  ist  vorliegend  nicht,  dass  die 
S._______  Bank  den  Rückkauf  von  rückerstattungsberechtigten 
Einzelaktionären vornahm, sondern dass sie Aktien, über welche sie 
bereits verfügte oder welche sie sich beschaffte und welche sie für die 
fraglichen  Kapitalherabsetzungen  verwenden  wollte,  an  die 
Beschwerdeführenden  veräusserte,  um  sie  umgehend  wieder 
zurückzukaufen.  Dieser  Vorgang  wurde  von  der  ESTV zu  Recht  als 
ungewöhnlich qualifiziert. 

An der Sache vorbei gehen sodann die Ausführungen der Beschwer-
deführenden,  wonach  es  sich  bei  den  fraglichen  Aktien  um  solche 
handle, welche börsenkotiert seien und wonach ausländische Investo-
ren  oder  andere  nicht  rückerstattungsberechtigte  Aktionäre  diese 
hätten verrechnungssteuerfrei  über die Börse verkaufen können. Bei 
dieser  Argumentation  übersehen  die  Beschwerdeführenden,  dass 
solche Transaktionen zwar durchaus möglich gewesen wären, dass sie 
aber die Konsequenz gehabt hätten, dass auf Seiten der S._______ 
Holding in der Folge bei der Verwendung der derart  zurückgekauften 
Aktien für die Kapitalherabsetzung – gestützt auf Art. 4a Abs. 1 VStG – 
Verrechnungssteuern  angefallen  wären  (vgl.  oben  E. 5.2.1).  Bei 
Erwerb  der  Aktien  via  die  Börse  wäre  es  zudem  der  S._______ 
Holding bzw. der  für  sie  handelnden S._______ Bank nicht  möglich 
gewesen,  die  Verrechnungssteuern  auf  die  –  grundsätzlich 
steuerbelasteten – Verkäufer zu überwälzen, was einerseits zu einer 
definitiven  Belastung  der  S._______  Holding  und  andererseits  – 
gestützt auf Art. 14 Abs. 1 VStG – zu einer Aufrechnung der Steuer 
„ins  Hundert“  (vgl.  dazu  MARKUS REICH,  in:  Kommentar  zum 
Schweizerischen Steuerrecht, Bd. II/2, Basel 2005, N. 17 ff. zu Art. 14 
VStG) geführt hätte. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführenden 
ergibt  sich  daher,  dass  die  S._______  Bank  bzw.  die  S._______ 
Holding mit  dem von ihnen gewählten  Vorgehen tatsächlich  Steuern 
sparen  könnten,  wenn  dieses  akzeptiert  würde.  Diese  Sachlage  ist 
offensichtlich.  Es  ist  ohne  weiteres  davon  auszugehen,  dass  diese 
rechtliche Situation  auch für  die  Beschwerdeführenden klar  war  und 
ihnen  bewusst  sein  musste,  dass  die  S._______  Bank  bzw.  die 
S._______  Holding  die  drohende  Verrechnungssteurbelastung 
vermeiden  konnten,  wenn  sie  die  Transaktion  mit  Verkauf  und 
Rückkauf  via  die  Beschwerdeführenden  abwickelten.  Auf  jeden  Fall 
steht  ausser  Zweifel,  dass  die  Beschwerdeführenden  im  Detail 

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Kenntnis von der Gesamttransaktion hatten und daran mitwirkten. Die 
Beschwerdeführenden gehen fehl, wenn sie die Auffassung vertreten, 
ihnen  selber  müsse  eine  Steuerumgehung  nachgewiesen  werden 
können und die Frage, ob die S._______ Bank oder andere Investoren 
eine  rechtsmissbräuchliche  Rückerstattung  der  Verrechnungssteuer 
(Steuerumgehung) beabsichtigt hätten, sei irrelevant. Massgebend ist 
vielmehr in einer Gesamtbetrachtung der Transaktionen, ob die Rück-
erstattung  der  Verrechnungssteuer  an  die  Beschwerdeführenden  zu 
einer Steuerumgehung führen würde, an welcher die Beschwerdefüh-
renden massgeblich beteiligt  wären (vgl. in  diesem Sinne Urteil  des 
Bundesgerichts 2A.660/2006 vom 8. Juni 2007 E. 5.4.4 ff.). Dass dies 
der Fall  ist,  steht  nach dem Ausgeführten zweifelsfrei  fest. Auch mit 
Blick auf die Beschwerdeführenden selber ergeben sich keine Anhalts-
punkte  dafür,  dass  diese  an  den  fraglichen  Transaktionen  in  erster 
Linie aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen teilnahm. Die Beschwer-
deführenden tragen zwar vor, mit der Veräusserung der von ihnen be-
reits zuvor gehaltenen Aktien hätten sie ihren Gewinnausweis verbes-
sert, und mit dem Kauf neuer Aktien in gleicher Anzahl hätten sie ihre 
künftige Gewinnchancen gewahrt und an der Kapitalverdichtung teilge-
nommen. Was die letztgenannten Punkte  anbelangt  ist  festzustellen, 
dass für dieses Ergebnis die fraglichen Transaktionen, also Kauf weite-
rer Aktien und Verkauf der selben Anzahl von Aktien unnötig war. Was 
den erstgenannten Punkt, die Verbesserung des Gewinnausweises an-
belangt,  ist  zwar  festzustellen,  dass  die  Beschwerdeführenden  tat-
sächlich mittels der fraglichen Transaktionen einen Gewinn erzielten. 
Dieser  Umstand  muss  jedoch  in  einer  Gesamtwürdigung  der  abge-
wickelten  Geschäfte  –  insbesondere auch des Umstandes,  dass die 
Transaktion  für  die  S._______  Gruppe  keinen  wirtschaftlichen  Sinn 
machte  –  als  untergeordnet  qualifiziert  werden.  Bzw. es  kann  ohne 
Weiteres  angenommen werden,  dass  die  den Beschwerdeführenden 
durch  die  S._______  Bank  gewährte  Marge  bei  Kauf  und 
Wiederverkauf eine Vergütung für deren Mitwirkung an der fraglichen 
Abwicklung darstellte. Schliesslich ist  festzuhalten,  dass der Verweis 
der Beschwerdeführenden auf das Prinzip „First In – First Out“ in der 
hier  zu  beurteilenden  Konstellation  irrelevant  ist.  Wird  eine 
Gesamtbetrachtung  der  verschiedenen  Transaktionen  vorgenommen, 
so  ist  massgebend,  dass  die  Beschwerdeführenden  weder  einzeln 
noch  gesamthaft  ihre  Bestände  an  Aktien  der  S._______  Holding 
verändert haben. 

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6.4.3 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  eine  Rückerstattung 
der Verrechnungssteuer an die Beschwerdeführenden zu einer Steuer-
umgehung führen würde, an welcher die Beschwerdeführenden mass-
geblich  beteiligt  waren. Die  Rückerstattung ist  deshalb  gemäss dem 
klaren Wortlaut von Art. 21 Abs. 2 VStG unzulässig und die ESTV hat 
richtigerweise festgehalten,  die einzelnen Beschwerdeführenden hät-
ten ihr die jeweiligen Verrechnungssteuerbeträge zu Recht zurückver-
gütet.

7.
Im Einspracheentscheid  vom 10. Mai  2007 wurden die  Beschwerde-
führenden zusätzlich verpflichtet,  einen Verzugszins von 5% auf  den 
zurückerstatten  Beträgen  für  die  Zeitspanne  der  Rückerstattung  bis 
zum 28. Juni 2006,  dem Zeitpunkt  der  Rückvergütung durch die Be-
schwerdeführenden, zu bezahlen.
In ihrer Replik halten die Beschwerdeführenden fest, dass sie auf dem 
zurückerstatteten  Verrechnungssteuerbetrag  ab  dem  Zeitpunkt  der 
Rückerstattung  bis  zur  Wiedereinzahlung  keinen  Verzugszins  ent-
richtet hätten.

7.1 Art. 51 VStG, der die Rückerstattung durch den Bund regelt, ent-
hält  zur Frage der Verzinsung keine Bestimmung. Anderseits können 
aber  die  Beschwerdeführenden  auch nicht  aus  Art. 31  Abs. 4  VStG, 
wonach  die  zu  verrechnenden  oder  zurückzuerstattenden  Beträge 
nicht  verzinst  werden,  etwas zu ihren Gunsten ableiten,  denn  diese 
Vorschrift bezieht sich ausschliesslich auf die Rückerstattung durch die 
Kantone oder  den Bund. Bei  der  Verrechnungssteuer  ist  auf  fälligen 
Steuerbeträgen generell,  ohne Mahnung, ein Verzugszins geschuldet 
(Art. 16  Abs. 2  VStG,  in  der  hier  anwendbaren,  seit  1. Januar  1998 
geltenden Fassung, AS 1998 669 677).

7.2 Ist  infolge  Widerhandlung  gegen  die  Verwaltungsgesetzgebung 
des Bundes eine Abgabe nicht erhoben worden, so sind die Abgabe 
und  der  Zins,  ohne  Rücksicht  auf  die  Strafbarkeit  einer  bestimmten 
Person,  nachzuentrichten  (Art. 12  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
22. März  1974  über  das  Verwaltungsstrafrecht  [VStrR,  SR  313.0]). 
Leistungspflichtig ist, wer in den Genuss des unrechtmässigen Vorteils 
gelangt  ist,  insbesondere  der  zur  Zahlung  der  Abgabe  Verpflichtete 
(Art. 12 Abs. 2 VStrR). Ein Verschulden und erst recht eine Strafverfol-
gung ist nicht Voraussetzung der Nachleistungspflicht; es genügt, dass 
der durch die Nichtleistung der Abgabe entstandene unrechtmässige 

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Vorteil seinen Grund in einer Widerhandlung im objektiven Sinn gegen 
die  Verwaltungsgesetzgebung  des  Bundes  hat  (vgl.  ASA  68  S. 440 
E. 2b mit Hinweisen).

7.3 Den Anträgen der  Beschwerdeführenden auf  Rückerstattung der 
Verrechnungssteuer  wurde  vorerst  entsprochen.  Die  Rückerstattung 
hat sich in der Folge als unzulässig im Sinn von Art. 21 Abs. 2 VStG 
erwiesen,  weil  sie  zu  einer  Steuerumgehung  führen  würde.  Somit 
haben die Beschwerdeführenden im Umfang des ihnen rückerstatteten 
Steuerbetrags  einen  unrechtmässigen  Vermögensvorteil  erlangt,  der 
seinen  Grund  in  einem  objektiven  Verstoss  gegen  die  einschlägige 
Verwaltungsgesetzgebung des Bundes hat (vgl. in diesem Sinne auch 
Urteil des Bundesgerichts 2A.660/2006 vom 8. Juni 2007 E. 6).

7.4 Die  konkrete  Ermittlung  der  Zinsforderung  (Zinsenlauf,  Zinssatz, 
Zinsbetrag) ist nicht bestritten. Der Einspracheentscheid vom 10. Mai 
2005 ist somit auch in dieser Hinsicht zu bestätigen.

8.
Dem Gesagten zufolge sind die Beschwerden abzuweisen. Bei diesem 
Verfahrensausgang sind den Beschwerdeführenden als unterliegende 
Partei  sämtliche  Verfahrenskosten  für  das  Beschwerdeverfahren  vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht  aufzuerlegen  (vgl.  Art. 63  Abs. 1 
VwVG). Diese werden nach Art. 4  des  Reglements  vom 21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  auf  Fr. 40'000.--  festgesetzt  und 
mit  dem geleisteten Kostenvorschuss in  derselben Höhe verrechnet. 
Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG 
und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 40'000.-- werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt. Sie werden mit  dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 40'000.-- verrechnet. 

3.
Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Stadelmann Keita Mutombo

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. 
Art. 42 BGG).

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