# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e5353139-c5dc-5bb5-abb8-f9bb1f28bd7c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-08-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.08.2017 D-4450/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4450-2017_2017-08-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4450/2017 

 

 
Bundes  

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A u g u s t  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Georgien,  

c/o SEM, Bundeszentrum (…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 2. August 2017 / N (…). 

 

 

 

D-4450/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der Beschwerdeführer – ein Staatsangehöriger von Georgien – am 

13. Juli 2017 um die Gewährung von Asyl in der Schweiz nachsuchte,  

dass vom SEM am 14. Juli 2017 aufgrund einer Abfrage der Eurodac-Da-

tenbank festgestellt wurde, dass sich der Beschwerdeführer vor der 

Schweiz bereits in vier anderen europäischen Staaten als Asylantragsteller 

aufgehalten hatte (Asylantrag in Deutschland verzeichnet per 9. Februar 

2016, in den Niederlanden per 16. April 2016, in Luxemburg per 21. Sep-

tember 2016 und in Belgien per 12. Januar 2017),  

dass vom SEM im Weiteren aufgrund einer Abfrage des zentralen europä-

ischen Visumssystems (CS-VIS) festgestellt wurde, dass ihm ehemals von 

Deutschland ein Schengen-Visum ausgestellt worden war (am 18. Januar 

2016 von der Botschaft in Tiflis, gültig vom 25. Januar 2016 bis zum  

24. Februar 2016 und für eine einmalige Einreise), 

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Gesuchseinreichung seine ge-

orgische Identitätskarte vorgelegt hat (ausgestellt am […] 2017), welche im 

Rahmen einer Dokumentenprüfung als echt erkannt wurde,  

dass der Beschwerdeführer am 20. Juli 2017 zu seiner Person, zu seinem 

Reiseweg und summarisch zu seinen Gesuchsgründen befragt wurde (vgl. 

dazu act. 7: Protokoll der Befragung zur Person),  

dass er dabei vorgängige Antragstellungen zuerst in Deutschland und dann 

in den Niederlanden, in Luxemburg und in Belgien bestätigte, wobei er an-

gab, er sei sowohl von den Niederlanden als auch von Luxemburg nach 

Deutschland rücküberstellt worden,   

dass er demgegenüber in Zusammenhang mit seiner Antragstellung in Bel-

gien am 12. Januar 2017 geltend machte, von diesem Staat sei er nicht 

nach Deutschland rücküberstellt worden, sondern nach rund drei Monaten 

Aufenthalt in Belgien habe er das dortige Asylverfahren abgebrochen, wo-

rauf er mit der Unterstützung der belgischen Behörden auf dem Luftweg in 

seine Heimat zurückgekehrt sei,  

dass er dabei auf Nachfrage hin vorbrachte, wann genau er nach Georgien 

zurückgekehrt sei, wisse er nicht mehr, aber er habe sich sicherlich wäh-

rend drei Monaten in seiner Heimat aufgehalten (vgl. a.a.O., Ziff. 2.06),  

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Seite 3 

dass er im Anschluss daran geltend machte, er sei am 12. Juli 2017 – aus-

gestattet mit einem neuen Reisepass – auf dem Luftweg von Georgien in 

die Schweiz eingereist, indem er von Tiflis (…) nach Zürich geflogen sei, 

wo er leider seinen neuen Reisepass versehentlich zusammen mit seinem 

Ticket weggeworfen habe (vgl. a.a.O., Ziff. 4.02 und 5.01),  

dass er auf die Frage nach seinen Gesuchsgründen vorbrachte, er ersuche 

in erster Linie aus gesundheitlichen Gründen um Asyl, zumal er sich hier 

behandeln lassen wolle (vgl. a.a.O., Ziff. 7.01 und 8.01 [Mitte]),  

dass er dabei auf Nachfrage hin über ein behandlungsbedürftiges Rücken-

leiden berichtete (vgl. a.a.O., Ziff. 8.02) 

dass für die weiteren Vorbringen auf die Akten verwiesen werden kann,  

dass sich der Beschwerdeführer abschliessend gegen eine Wegweisung 

in Anwendung der Bestimmungen zum Dublin-Verfahren aussprach, insbe-

sondere gegen eine Wegweisung nach Deutschland, da er dort nicht zu 

seinen Gesuchsgründen angehört worden sei, sondern er nur drei Tage 

nach seiner Gesuchseinreichung von Deutschland zum Verlassen des 

Landes aufgefordert worden sei (vgl. a.a.O., Ziff. 8.01),   

dass das SEM am 28. Juli 2017 mit einem Ersuchen um Wiederaufnahme 

des Beschwerdeführers an Deutschland gelangte,  

dass diesem Ersuchen von Deutschland mit Erklärung vom 1. August 2017 

entsprochen wurde (gestützt auf die Bestimmung von Art. 18 Abs. 1 Bst. b 

der Verordnung [EU] Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur 

Bestimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist [Dublin-III-VO]),  

dass das SEM im Nachgang dazu mit Verfügung vom 2. August 2017 (er-

öffnet am 7. August 2017) in Anwendung der Bestimmungen zum Dublin-

Verfahren und gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

das Gesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat und dessen Wegweisung 

aus der Schweiz nach Deutschland anordnete,  

dass das Staatssekretariat gleichzeitig eine Ausreisefrist auf den Tag nach 

Ablauf der Beschwerdefrist ansetzte, den Kanton B._______ mit dem Voll-

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Seite 4 

zug der Wegweisung beauftragte, dem Beschwerdeführer die gemäss Ak-

tenverzeichnis editionspflichtigen Akten aushändigte und festhielt, einer all-

fälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu.  

dass das SEM in seinem Entscheid im Wesentlichen zum Schluss ge-

langte, aufgrund der Aktenlage sei weder die Zuständigkeit Deutschlands 

in Zweifel zu ziehen, wo der Beschwerdeführer seinen ersten Asylantrag 

im europäischen Raum gestellt habe, noch seien Gründe ersichtlich, wel-

che gegen eine Überstellung in diesen Staat sprechen würden,  

dass das Staatssekretariat in seinen diesbezüglichen Erwägungen zum ei-

nen die vom Beschwerdeführer geltend gemachte zwischenzeitliche Rück-

kehr in die Heimat mangels Substanziierung des Vorbringens und Wider-

sprüchlichkeit der Angaben als unglaubhaft erklärte,  

dass das Staatssekretariat zum andern die vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten gesundheitlichen Probleme als nicht entscheidrelevant er-

kannte, da diese auch in Deutschland behandelt werden könnten, wo der 

Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung gewährleistet sei,  

dass der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid mit Eingabe vom 

10. August 2017 (Poststempel) Beschwerde erhoben hat, 

dass er in seiner Eingabe zur Hauptsache die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung und Rückweisung der Sache ans SEM zwecks Eintreten 

auf sein Asylgesuch beantragt,  

dass er in dieser Hinsicht zunächst geltend macht, in seinem Fall sei zu 

Unrecht ein Dublin-Verfahren durchgeführt worden, da er per Flugzeug von 

Georgien direkt in die Schweiz gekommen sei,  

dass er in diesem Zusammenhang unter Berufung auf das Urteil des EuGH 

vom 7. Juni 2016 in Sachen Mehrdad Ghezelbash gegen Staatssecretaris 

van Veiligheid en Justitie (Rechtssache C-63/15; Grosse Kammer) im We-

sentlichen vorbringt, er könne sich mit Recht darauf berufen, in seinem Fall 

sei die Bestimmung des zuständigen Staates rechtsfehlerhaft erfolgt,   

dass er sodann gegen eine Überstellung nach Deutschland einwendet, 

dort seien nach seinem Gesuch vom 9. Februar 2016 seine gesundheitli-

chen Probleme überhaupt nicht behandelt worden, sondern er habe in 

Deutschland innert nur drei Tagen einen Wegweisungsentscheid erhalten, 

und da er heute an noch viel grösseren Rückenschmerzen leide, sei eine 

Überstellung nach Deutschland als überaus problematisch zu erkennen, 

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zumal ihm in Deutschland eine mit Art. 3 EMRK unvereinbare Behandlung 

drohe, weshalb das SEM einen Selbsteintritt in Anwendung der Souverä-

nitätsklause zu prüfen habe,  

dass er in prozessualer Hinsicht um die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege ersucht, weil er bedürftig sei, und insbesondere um die Bei-

ordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes oder einer amtlichen Rechts-

beiständin, da er über keine juristischen Kenntnisse verfüge und er man-

gels Sprachkenntnissen in seiner Ausdrucksweise eingeschränkt sei, was 

ihm eine ordentliche Beschwerdeführung erschwere,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. August 2017 beim Bundesverwal-

tungsgericht eingetroffen sind (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter anderem zuständig für die Be-

handlung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM ist, wobei das 

Gericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig entscheidet, ausser – was vor-

liegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des 

Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht 

(vgl. Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG oder 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG; Art. 6 und 105 ff. AsylG),  

dass im asylrechtlichen Beschwerdeverfahren die Verletzung von Bundes-

recht (einschliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) so-

wie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),  

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, ein Gesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), die Beurteilungskompetenz des Gerichts grund-

sätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob das SEM zu Recht auf das Gesuch 

nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 m.w.H.), 

dass der Beschwerdeführer legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG) und sich 

seine Eingabe als frist- und formgerecht erweist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist,  

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dass die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensicht-

lich unbegründet zu erkennen ist, weshalb über diese in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 

Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass gleichzeitig auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Ent-

scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge und gemäss Ver-

zeichnung in der Eurodac-Datenbank seinen ersten Antrag um Gewährung 

internationalen Schutzes am 9. Februar 2016 in Deutschland gestellt hat, 

wobei aufgrund der Aktenlage davon auszugehen ist, er habe den Ausgang 

des dortigen Asylverfahrens nicht abgewartet, sondern er sei von dort in 

die Niederlande, nach Luxemburg und später nach Belgien weitergereist, 

wo er ebenfalls Asylanträge stellte,  

dass aufgrund der am 9. Februar 2016 in Deutschland erfolgten Asylan-

tragstellung dieser Staat für den Beschwerdeführer zuständig ist (vgl. dazu 

Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO), jedenfalls solange der Beschwerdefüh-

rer das Hoheitsgebiet der Dublin-Vertragsstaaten nicht für mindestens drei 

Monate verlassen hat (vgl. dazu Art. 19 Abs. 2 Dublin-III-VO),  

dass sich der Beschwerdeführer offenkundig auf die letztgenannte Bestim-

mung berufen will, nachdem er im erstinstanzlichen Verfahren geltend ge-

macht hat, er habe sich vor seiner Einreise in die Schweiz sicherlich drei 

Monat in seiner Heimat aufgehalten, und er auf Beschwerdeebene bekräf-

tigt, ein Dublin-Verfahren müsse ausser Betracht fallen, da er direkt von 

Georgien kommend in die Schweiz eingereist sei,  

dass allerdings aufgrund der Aktenlage das Vorbringen über eine angeblich 

länger als drei Monate dauernde Rückkehr in die Heimat – wie vom SEM 

zu Recht erkannt – nicht überzeugen kann,  

dass der Beschwerdeführer zunächst weder das Datum seiner angeblich 

von Belgien unterstützten Rückkehr nach Georgien nennen kann, noch er 

in diesem Zusammenhang zu nachvollziehbaren Detailschilderungen in 

der Lage ist,  

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Seite 7 

dass er darüber hinaus auch keine stichhaltigen Beweismittel vorgelegt 

hat, welche für einen länger als drei Monate dauernden Aufenthalt in der 

Heimat vor der erneuten Gesucheinreichung sprechen würde,  

dass daran auch die Vorlage einer neue Identitätskarte (ausgestellt am […] 

2017) nichts zu ändern vermag, zumal er diese auch über eine georgische 

Auslandvertretung erhalten haben kann,  

dass auch das Vorbringen über eine Einreise in die Schweiz angeblich über 

den Flughafen Zürich nicht zu überzeugen vermag (angeblich nach einer 

Flugreise von Georgien […] in die Schweiz), auch wenn Staatsangehörige 

von Georgien seit dem 28. März 2017 für einen Kurzaufenthalt im Schen-

gen-Raum (max. 90 Tagen innert 180 Tagen) kein Visum mehr benötigen, 

sofern sie über eine biometrischen Pass verfügen,  

dass das Vorbringen deshalb nicht zu überzeugen vermag, da der Be-

schwerdeführer weder mindeste Unterlagen zum angeblich genutzten Flug 

noch den für eine visumsfreie Einreise zwingend benötigten biometrischen 

Reisepass vorgelegt hat (welcher im Übrigen am Flughafen Zürich anläss-

lich der Einreise elektronisch erfasst worden wäre),  

dass er in diesem Zusammenhang zwar behauptet, seinen neuen Reise-

pass habe er am Flughafen leider versehentlich zusammen mit seinem ge-

samten Reiseunterlagen weggeworfen, was jedoch nicht überzeugen 

kann, da dieses Vorbringen als reine Schutzbehauptung zu erkennen ist,  

dass nach dem Gesagten nichts dafür spricht, die Zuständigkeit Deutsch-

lands für den Beschwerdeführer (nach Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO) 

wäre wegen eines mehr als dreimonatigen Aufenthalts ausserhalb des Ho-

heitsgebiets der Dublin-Vertragsstaaten erloschen (gemäss Art. 19 Abs. 2 

Dublin-III-VO), und Deutschland seine Zuständigkeit für den Beschwerde-

führer mit Erklärung vom 1. August 2017 ausdrücklich anerkannt hat,  

dass bei dieser Sachlage die Grundlage für einen Nichteintretensentscheid 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG gegeben ist,  

dass vom Beschwerdeführer gegen eine Wegweisung nach Deutschland 

zwar eingewendet wird, er habe dort eine mit Art. 3 EMRK unvereinbare 

Behandlung zu gewärtigen, jedoch weder aufgrund seiner Vorbringen noch 

aufgrund der Aktenlage Gründe ersichtlich sind, die in rechtserheblicher 

Weise gegen eine Überstellung in sein Erstasylland sprechen würden,  

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Seite 8 

dass Deutschland Signatarstaat der Konvention vom 4. November 1950 

zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101), 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der 

FK vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) ist und Deutschland seinen dies-

bezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommt, 

dass im Weiteren davon ausgegangen werden darf, Deutschland anerken-

ne und schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtli-

nien des Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Ju-

ni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) und 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass aufgrund der Aktenlage ohne weiteres davon ausgegangen werden 

darf, der Beschwerdeführer – ein (…)-jähriger Mann mit einem hohen Bil-

dungsgrad (vgl. dazu act. A7 Ziff. 1.17.04), welcher sich während der letz-

ten zwei Jahre schon in den verschiedensten europäischen Staaten aufge-

halten hat – sei durchaus in der Lage, in Deutschland gegenüber den dort 

zuständigen Behörden seine Rechte wahrzunehmen, und ebenso, von 

Deutschland werde ihm eine hinreichende Lebensgrundlage zur Verfügung 

gestellt und eine ausreichende medizinische Versorgung garantiert, zumal 

die anders lautende Vorbringen nicht zu überzeugen vermögen,  

dass daher keine zwingenden Gründe gegen eine Wegweisung ersichtlich 

sind, welche im Sinne der massgeblichen Praxis (vgl. dazu BVGE 2010/45 

E. 7.2) eine Anwendung der Ermessensklausel nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-

III-VO erfordern würden, was zum Selbsteintritt und zur Beurteilung des 

Antrags auf internationalen Schutz durch die Schweiz führen würde, 

dass sich das SEM sodann auf eine bloss summarische Würdigung der 

vorliegenden Sache unter dem Aspekt von Art. 29a Abs. 3 der Asylverord-

nung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) beschränken durfte, 

da der Beschwerdeführer aufgrund der Aktenlage nicht dem Kreis der be-

sonders verletzlichen Personen zuzurechnen ist, auch wenn er gesund-

heitliche Probleme respektive ein Rückenleiden geltend gemacht hat,  

dass den Vorbringen des Beschwerdeführers über seine angeblich ver-

stärkten Rückenschmerzen jedoch insofern Rechnung zu tragen ist, als 

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Seite 9 

dass das SEM und die zuständige kantonale Vollzugsbehörde anzuweisen 

sind, den Beschwerdeführer vor seiner Überstellung bei den zuständigen 

Behörden von Deutschland als sogenannten Medizinalfall anzumelden, 

womit sichergestellt wird, dass eine notwendige Behandlung auch nach der 

Überstellung gewährleistet ist (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

dass nach dem Gesagten der Nichteintretensentscheid in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG zu bestätigen ist,  

dass die Anordnung der Wegweisung nach Deutschland der Systematik 

des Dublin-Verfahrens entspricht, im Einklang mit der Bestimmung von 

Art. 44 AsylG steht und ebenfalls zu bestätigen ist,  

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu be-

stätigen und die Beschwerde vom 10. August 2017 als offensichtlich unbe-

gründet abzuweisen ist,  

dass sich mit vorliegendem Entscheid die Frage nach einer Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung (gemäss Art. 107a AsylG) nicht mehr stellt,  

dass das Gesuch um die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes oder einer amtlichen 

Rechtsbeiständin (im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) abzuweisen 

ist, da sich die Beschwerde von Anfang an als aussichtslos erwiesen hat, 

dass demnach und bei vorliegendem Ausgang des Verfahrens dem Be-

schwerdeführer die Verfahrenskosten von Fr. 750.– aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 des Reglements vom 22. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-4450/2017 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das SEM und die zuständige kantonale Vollzugsbehörde werden angewie-

sen, den Beschwerdeführer vor seiner Überstellung bei den zuständigen 

Behörden von Deutschland als Medizinalfall anzumelden. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Beiord-

nung eines amtlichen Rechtsbeistandes oder einer amtlichen Rechtsbei-

ständin wird abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

  

Contessina Theis Lorenz Mauerhofer 

 

 

Versand: