# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c32e1146-48ef-5ed3-a7b7-305d6fa3df68
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LZ240025-O7
**Docket/Reference:** LZ240025-O7
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LZ240025-O7.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LZ240025-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Ersatzoberrichter lic. iur. T. Engler 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Faoro

Beschluss und Urteil vom 4. Juli 2025

in Sachen

A._____, 

Beklagter und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

1.

2.

B._____, 

C._____, 

Kläger und Berufungsbeklagte

1 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____, 

2 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Y2._____, 

betreffend Unterhalt

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 

Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, vom 16. Mai 2024 (FK220108-L)

- 2 -

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung – Einzelgericht, 
vom 16. Mai 2024:
(Urk. 6/59 S. 44 f. = Urk. 65 S. 44 f.)

1.

2

Auf den Antrag der Klägerin 2 um Erstattung der Kosten für die Erstaus-
stattung des Klägers 1 wird nicht eingetreten.

 Der Beklagte wird verpflichtet, für den Kläger 1 folgende monatliche Un-
terhaltsbeiträge (Barunterhalt) zu bezahlen:

- CHF 1'581.– vom tt.mm.2021 bis 31. August 2023,

- CHF 1'655.– vom 1. September 2023 bis 31. März 2024,

- CHF 1'573.– vom 1. April 2024 bis 31. August 2026,

- CHF 1'353.– vom 1. September 2026 bis tt.mm.2031,

- CHF 1'529.– vom tt.mm.2031 bis tt.mm.2033,

- CHF 1'484.– vom tt.mm.2033 bis 31. August 2034,

- CHF 1'112.– vom 1. September 2034 bis tt.mm.2037,

- CHF 0'795.– ab tt.mm.2037 bis zum Abschluss einer angemessenen 

Erstausbildung des Klägers 1.

Die  Unterhaltsbeiträge  (zzgl.  allfälliger  vom  Beklagten  für  den  Kläger 1 
bezogener Kinder-/Familienzulagen) sind zahlbar an die Klägerin 2 und 
zwar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats bis zum Ab-
schluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit 
hinaus, solange der Kläger 1 im Haushalt der Klägerin 2 lebt und keine 
eigenen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen 
Zahlungsempfänger bezeichnet.

3.

Die  Unterhaltsbeiträge  gemäss  Ziffer  2  basieren  auf  dem  Landesindex 
der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende April 
2024 von 107.4 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind 
jeweils  auf  den  1.  Januar  eines  jeden  Jahres,  erstmals  auf  den  1.  Ja-
nuar 2025, dem, Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres 
anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:

neuer Unterhaltsbeitrag =

alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index

alter Index

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Un-
terhaltsbeiträge gemäss Ziffer 1 nur proportional zur tatsächlichen Ein-
kommenssteigerung angepasst.

Fällt der Index unter den Stand von Ende April 2024, berechtigt dies nicht 
zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

4.

5.

Die Entscheidgebühr wird auf CHF 4'500.– festgesetzt.

Die Kosten werden der Klägerin 2 zu 1/9 und dem Beklagten zu 8/9 auf-
erlegt.

- 3 -

6.

7.

8.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

[Schriftliche Mitteilung.]

[Rechtsmittelbelehrung: Berufung; Frist 30 Tage]

Berufungsanträge:

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 64 S. 2):

1.

Dispositiv-Ziffer  2  Abs.  1  des  Entscheids  des  Bezirksgerichts  Zürich, 
2. Abteilung,  Einzelgericht  vom  16.  Mai  2024,  sei  aufzuheben  und  wie 
folgt neu zu fassen:

"2. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Kläger 1 folgende monatliche 

Unterhaltsbeiträge (Barunterhalt) zu bezahlen:

- CHF 1'108.00 vom tt.mm.2021 bis 31. August 2023,

- CHF 1'324.00 vom 1. September 2023 bis 31. März 2024,

- CHF 1'273.00 vom 1. April 2024 bis 30. September 2024,

- CHF 1'111.00 vom 1. Oktober 2024 bis 31. August 2026,

- CHF 0'893.00 vom 1. September 2026 bis tt.mm.2031,

- CHF 1'001.00 vom tt.mm.2031 bis tt.mm.2033,

- CHF 0'951.00 vom tt.mm.2033 bis 31. August 2034,

- CHF 0'841.00 vom 1. September 2034 bis tt.mm.2037,

- CHF 0'848.00 ab tt.mm.2037."

2.

Dispositiv-Ziffer  5  des  Entscheids  des  Bezirksgerichts  Zürich,  2.  Abtei-
lung, Einzelgericht vom 16. Mai 2024, sei aufzuheben und wie folgt neu 
zu fassen:

"5. Die Kosten werden der Klägerin 2 zu einem Drittel und dem Beklagten 

zu zwei Dritteln auferlegt"

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8.1% MwSt.) zu Las-
ten der Berufungsbeklagten.

des Klägers 1 und Berufungsbeklagten 1 (Urk. 72 S. 2):

"Das Rechtsbegehren Ziff. 1 des Beklagten/Berufungsklägers vom 1. Juli 2024 
sei  betreffend  die  von  ihm  beantragten  Unterhaltsbeiträge  von  monatlich 
Fr. 848.– für den Zeitraum ab tt.mm.2037 gutzuheissen. Im übrigen Umfang sei 
die Berufung abzuweisen.

Alles unter Kostenfolgen zulasten des Beklagten/Berufungsklägers."

prozessuale Anträge:

"1. Es seien dem Kläger 1/Berufungsbeklagten 1 unabhängig vom Prozessaus-

gang keine Kosten aufzuerlegen.

2. Ev. sei dem Kläger 1/Berufungsbeklagten 1 für das vorliegende Berufungs-

verfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren."

- 4 -

der Klägerin 2 und Berufungsbeklagten 2 (Urk. 73 S. 3):

"1.

In  teilweiser  Gutheissung  der  Berufung  sei  Dispositiv-Ziffer  2  des  Ent-
scheids  des  Bezirksgericht  Zürich  vom  16.  Mai  2024  (Geschäfts-Nr. 
FK220108-L) wie folgt neu zu fassen:

"2. Der Beklagte wird verpflichtet, für den Kläger 1 folgende monatliche 

Unterhaltsbeiträge (Barunterhalt) zu bezahlen:

– [unverändert]

– CHF 848.00 ab tt.mm.2037."

2.

3.

Im Übrigen sei der Entscheid des Bezirksgericht Zürich vom 16. Mai 2024 
(Geschäfts-Nr. FK220108-L) in Abweisung der Berufung zu bestätigen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten 
des Berufungsklägers."

prozessualer Antrag:

"Es sei der Berufungsbeklagten 2 für das vorliegende Berufungsverfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und in der Person des Unterzeichne-
ten ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen."

Erwägungen:

I.

1.

Der Beklagte und Berufungskläger (fortan Beklagter) sowie die Klägerin 2 und 

Berufungsbeklagte 2 (fortan Klägerin 2) sind die nicht miteinander verheirateten El-

tern  des  Klägers  1  und  Berufungsbeklagten  1  (fortan  Kläger 1),  geboren  am 

tt.mm.2021. Der Beklagte anerkannte die Vaterschaft am 19. April 2022 (Urk. 5/5). 

Am  26. August 2022  leiteten  die  Kläger  ein Verfahren betreffend Kinderunterhalt 

ein  (Urk. 1).  Am  10. März  2023  fand  die  Hauptverhandlung  statt  (Urk. 23;  Prot. I 

S. 4 ff.). Im Übrigen kann betreffend den vorinstanzlichen Prozessverlauf auf die 

entsprechenden  Erwägungen  im  angefochtenen  Entscheid  verwiesen  werden 

(siehe Urk. 65 E. II. S. 4 ff.). Am 16. Mai 2024 fällte die Vorinstanz das eingangs 

zitierte Urteil (Urk. 59 = Urk. 65).

2.

Hiergegen erhob der Beklagte mit Eingabe vom 1. Juli 2024 innert Frist Beru-

fung  (Urk. 64,  Anträge  vorstehend  wiedergegeben).  Der  einverlangte  Kostenvor-

schuss ging fristgerecht ein (Urk. 68 und Urk. 69). Die Berufungsantwort des Klä-

gers 1 datiert vom 4. September 2024 (Urk. 72, Anträge eingangs wiedergegeben), 

die  Klägerin 2  erstattete  die  Berufungsantwort  am  25. September  2024  (Urk. 73, 

- 5 -

Anträge  vorstehend  aufgeführt).  Am  25. November  2024  ging  eine  (Noven-)Ein-

gabe des Beklagten ein (Urk. 79 f.), welche den Klägern zur Kenntnisnahme zuge-

stellt wurde (Urk. 81/1 und Urk. 81/2). Mit Verfügung vom 7. März 2025 wurde der 

Beklagte aufgefordert, zu seinem aktuellen Einkommen Stellung zu nehmen und 

entsprechende  Belege  einzureichen  (Urk. 82).  Dieser  Aufforderung  kam  er  am 

14. März  2025  nach  (Urk. 83-85).  Seine  Stellungnahme  wurde  den  Klägern  am 

9. April 2025 zugestellt (Urk. 86/1 und Urk. 86/2). Weitere Eingaben sind nicht er-

folgt. 

3.

Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Die vorinstanzlichen Akten (Urk. 1-

63) wurden beigezogen.

II.

1. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist einzig die Unterhalts-

pflicht  des  Beklagten  (Disp. Ziff. 2  des  angefochtenen  Urteils).  Damit  untrennbar 

verknüpft ist die Indexklausel (Disp. Ziff. 3 des angefochtenen Urteils). Keine Vor-

merknahme der Teilrechtskraft erfolgt sodann mit Blick auf Art. 318 Abs. 1 lit. c und 

Abs. 3 ZPO hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen (Dispositiv-Ziffern 

4  bis  6  des  angefochtenen  Urteils).  Unangefochten  blieb  die  Dispositiv-Ziffer  1 

(Nichteintreten auf den Antrag der Klägerin 2 um Erstattung der Kosten für die Erst-

ausstattung des Klägers 1).

2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungs-

instanz  verfügt  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und  Rechtsfragen, 

einschliesslich  der  Frage  richtiger  Ermessensausübung  (Angemessenheitsprü-

fung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). In der schriftlichen Berufungs-

begründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erst-

instanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Was 

nicht  oder  nicht  in  einer  den  gesetzlichen  Begründungsanforderungen  entspre-

chenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht über-

prüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grund-

- 6 -

sätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, die in der schrift-

lichen  Begründung  formgerecht  gegen  den  erstinstanzlichen  Entscheid  erhoben 

werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.H.; BGer 5A_164/2019 vom 20. Mai 2020 

E. 5.2.3). In diesem Rahmen ist auf die Parteivorbringen einzugehen, soweit dies 

für  die  Entscheidfindung  erforderlich  ist  (BGE  134  I  83  E.  4.1  m.w.H.;  141  III  28 

E. 3.2.4).

3.

Bei Verfahren betreffend Kinderbelange können die Parteien im Berufungs-

verfahren  neue  Tatsachen  und  Beweismittel  bis  zur  Urteilsberatung  vorbringen 

(Art. 317 Abs. 1bis i.V.m. Art. 407f ZPO). 

III.

1.

Vorbemerkungen

Im vorliegenden Verfahren sind die von der Vorinstanz vorgesehenen Kinderunter-

haltsbeiträge  strittig.  Wie  nachfolgend  zu  zeigen  sein  wird,  ist  aufgrund  diverser 

Veränderungen (tieferes Einkommen des Beklagten sowie höherer Bedarf der Klä-

ger)  eine  weitere  (eingeschobene)  Phase  für  die  Zeit  vom  1. Oktober  2024  bis 

31. August 2031 vorzusehen. Um eine neue Nummerierung zu vermeiden und ei-

nen  Vergleich  mit  dem  vorinstanzlichen  Entscheid  zu  erleichtern,  wird  die  vorin-

stanzliche Phase 3 (1. April 2024 bis 31. August 2031) nachfolgend in die Phasen 

3a (1. April 2024 bis 30. September 2024) und 3b (1. Oktober 2024 bis 31. August 

2031) unterteilt. Zudem ist eine zusätzliche Phase 9 (ab tt.mm.2039 [Volljährigkeit 

des Klägers 1]) vorzusehen (siehe nachfolgend Ziff. III./7.3.4.).

2.

Einkommen des Beklagten

2.1. Die Vorinstanz hielt in Bezug auf den Beklagten fest, dass er als Koch- und 

Personalrestaurantbetreiber bei der D._____ AG in E._____ arbeite, und rechnete 

ihm gestützt auf die eingereichten Unterlagen ein (tatsächliches) monatliches Ein-

kommen  von  gerundet  Fr. 5'432.–  (inkl.  13. Monatslohn)  an  (Urk. 65  E. IV./2.4. 

S. 19 f.).

- 7 -

2.2. Der  Beklagte  macht  berufungsweise  geltend,  ihm  sei  mit  Schreiben  vom 

26. Juni 2024 von seiner Arbeitgeberin mitgeteilt worden, dass das Arbeitsverhält-

nis aus wirtschaftlichen Gründen unter Einhaltung der Kündigungsfrist von drei Mo-

naten per 30. September 2024 gekündigt werde, ihm aber per 1. Oktober 2024 ein 

neuer Arbeitsvertrag mit einem Bruttomonatslohn von Fr. 5'570.– angeboten wer-

den könne. Mit den neuen Vertragsbedingungen habe er sich gleichentags einver-

standen erklärt. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge sowie unter Einbe-

zug des 13. Monatslohns sei somit ab 1. Oktober 2024 ein anrechenbares Netto-

einkommen von Fr. 5'187.70 pro Monat zu berücksichtigen (Urk. 64 Rz. 7 ff.). 

Dem hält der Kläger 1 entgegen, es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass es 

der Arbeitgeberin des Beklagten schlechtgehe. Vielmehr lasse sich deren Home-

page das Gegenteil entnehmen. Abgesehen davon dürfte die Änderungskündigung 

eines Mitarbeiters im Personalrestaurant – insbesondere in einem solch beschei-

denen Ausmass – kaum eine geeignete Massnahme zur Gewinnsteigerung sein. 

Die Lohnkürzung sei daher nicht nachvollziehbar. Zudem treffe den Unterhaltsver-

pflichteten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine "besondere Anstren-

gungspflicht", mithin müsse er alle seine finanziellen, intellektuellen und/oder kör-

perlichen Ressourcen vollumfänglich ausschöpfen, um der Unterhaltspflicht nach-

zukommen. Der Beklagte habe am selben Tag, an dem er gemäss Wortlaut der 

Änderungskündigung  ein  persönliches  Gespräch  mit  dem  CEO  F._____  gehabt 

habe, sein Einverständnis zur Lohnreduktion gegeben. Dies im Wissen um seine 

im Urteil vom 16. Mai 2024 festgelegte Unterhaltspflicht gegenüber seinem Sohn. 

Mit seinem gleichentags gegebenen Einverständnis zur Änderungskündigung bzw. 

zur Lohnreduktion ohne weitere Verhandlung habe der Beklagte damit bewusst in 

Kauf genommen, seiner Unterhaltspflicht nur noch in vermindertem Umfang nach-

kommen zu können, und damit die erwähnte besondere Anstrengungspflicht ver-

letzt. Der Beklagte mache denn auch nicht geltend, keine andere Wahl gehabt zu 

haben. Es sei gerichtsnotorisch, dass aktuell in sämtlichen Wirtschaftszweigen – 

insbesondere  in  der  Gastronomie  –  Fachkräftemangel  herrsche.  Damit  hätte  der 

Beklagte seinen Entscheid zumindest überdenken können und als langjähriger Mit-

arbeiter hätte er auch eine gewisse Verhandlungsmacht gehabt. Folglich habe die 

Lohnreduktion unberücksichtigt zu bleiben und es sei dem Beklagten auch für die 

- 8 -

Zeit nach dem 1. Oktober 2024 das von der Vorinstanz festgestellte Einkommen 

anzurechnen. Eventualiter sei ihm das reduzierte Einkommen unter Berücksichti-

gung  einer  zweijährigen  Übergangsfrist  bis  zum  31. August  2026  anzurechnen. 

Das  (behauptete)  neue  (tatsächliche)  Nettoeinkommen  sei  zudem  auf  gerundet 

Fr. 5'302.– pro Monat zu beziffern (zur konkreten Berechnung sowie zum Ganzen 

siehe Urk. 72 Rz. 6 ff.).

Die  Klägerin 2  bringt  vor,  sie  sei  sich  angesichts  des  Zeitpunkts  der  Ände-

rungskündigung unsicher, ob die Vertragsänderung tatsächlich erfolgt oder nur si-

muliert sei, sei sie doch just während der laufenden Berufungsfrist ausgesprochen 

worden und habe in diesem Zeitpunkt kein Anlass für die Arbeitgeberin bestanden, 

das  Arbeitsverhältnis  anzupassen  bzw.  aufzulösen.  Unklar  sei  auch,  ob  der  Be-

klagte  mit  F._____,  der  die  Kündigung  ausgesprochen  habe,  befreundet  sei.  Es 

bestehe daher der Verdacht, dass die Änderungskündigung auf Wunsch des Be-

klagten erfolgt sei, um die ihm auferlegte Unterhaltspflicht zu reduzieren. Aber auch 

bei Vorliegen einer echten Änderungskündigung wäre dem Beklagten das bisherige 

Einkommen als hypothetisches Einkommen anzurechnen. So sei unbestritten, dass 

das neue – wie bereits das bisherige – Einkommen nicht ausreiche, um den Bar-

bedarf des Klägers 1 vollumfänglich zu decken. Anhaltspunkte, welche gegen die 

Zumutbarkeit der Erzielung eines höheren Einkommens sprechen würden, seien 

keine ersichtlich. Zudem habe der Beklagte bis und mit September 2024 ein Ein-

kommen von Fr. 5'432.– erwirtschaften können, womit die Erzielung eines solchen 

Einkommens auch möglich sei. Gegenteiliges mache der Beklagte nicht geltend. 

Entsprechende Suchbemühungen habe er nicht nachgewiesen und solche dürften 

bis anhin auch nicht erfolgt sein. Folglich sei dem Beklagten das bisherige monat-

liche Einkommen von Fr. 5'432.– auch zukünftig (eventuell als hypothetisches Ein-

kommen) anzurechnen und die (allenfalls tatsächlich eingetretene) Einkommens-

verminderung ab Oktober 2024 habe unbeachtlich zu bleiben (Urk. 73 Rz. 8 ff.). 

2.3. Den  vom  Beklagten  eingereichten  Unterlagen  lässt  sich  entnehmen,  dass 

dessen Arbeitgeberin am 26. Juni 2024 aus wirtschaftlichen Gründen unter Einhal-

tung  der  Kündigungsfrist  von  drei  Monaten  per  30. September  2024  kündigte, 

gleichzeitig  einen  neuen  Arbeitsvertrag  per  1. Oktober  2024  mit  einem  "neudefi-

- 9 -

nierten"  Bruttolohn  von  Fr. 5'570.–  anbot  und  der  Beklagte  dieses  Angebot  glei-

chentags akzeptierte (Urk. 67/2). Anhaltspunkte, dass diese Änderungskündigung 

(und  die  damit  einhergehende  Lohnreduktion)  lediglich  simuliert  ist,  liegen  keine 

vor. Die diesbezüglichen Ausführungen der Kläger erschöpfen sich denn auch le-

diglich in Mutmassungen. Auf die Einholung einer schriftlichen Auskunft – wie es 

die  Klägerin 2  fordert  (Urk. 73  Rz. 10)  –  kann  vor  diesem  Hintergrund  verzichtet 

werden. Folglich ist davon auszugehen, dass das bisherige Arbeitsverhältnis per 

30. September 2024 beendet wurde und per 1. Oktober 2024 ein neuer Arbeitsver-

trag mit einem Bruttolohn von Fr. 5'570.– pro Monat abgeschlossen wurde. Der Be-

klagte legte den Lohnausweis für das Jahr 2024 sowie die Lohnabrechnungen der 

Monate  Oktober  2024  bis  Februar  2025  ins  Recht  (Urk. 85/1-2).  Gemäss  diesen 

Unterlagen erzielt der Beklagten einen Nettolohn von Fr. 4'835.85 pro Monat zu-

züglich  eines  13. Monatslohns  (vgl.  Urk. 85/1:  Fr. 69'540.–  [9x  Fr. 5'870.–  +  3x 

Fr. 5'570.–] + [Fr. 69'540.– : 12] = Fr. 75'335.–). Damit ist ab 1. Oktober 2024 von 

einem effektiven Nettoeinkommen des Beklagten von Fr. 5'239.– pro Monat (inkl. 

13. Monatslohn) auszugehen (13x Fr. 4'835.85 [Urk. 85/2/4-5] dividiert durch 12). 

2.4. Ein hypothetisches Einkommen kann angerechnet werden, wenn das tatsäch-

lich erzielte Einkommen nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken 

und dieses zu erreichen zumutbar sowie möglich ist (BGE 143 III 233 E. 3.2). Ein 

hypothetisches Einkommen kann einem Elternteil auch im Fall der Verminderung 

des tatsächlich erzielten Verdienstes angerechnet werden. Dabei ist der Grund für 

die Einkommensverminderung unerheblich, sofern der betroffene Elternteil bei zu-

mutbarer Anstrengung mehr zu verdienen vermöchte, mithin bei voller Ausschöp-

fung  der  Leistungsfähigkeit  die  Einkommensverminderung  rückgängig  machen 

könnte. Diesfalls ist die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens auch bei 

einer  unverschuldeten  Einkommensverminderung  zulässig.  Ist  die  Verminderung 

des Einkommens dagegen tatsächlich unumkehrbar, darf ein hypothetisches Ein-

kommen nach der (jüngsten) Rechtsprechung nur angerechnet werden, wenn der 

betroffene  Elternteil  seinen  Verdienst  in  Schädigungsabsicht,  also  böswillig  und 

rechtsmissbräuchlich,  geschmälert  hat  (BGer  5A_403/2019  vom  12. März  2020 

E. 4.1  m.H.).  Eine  Schädigungsabsicht  ist  nur  mit  Zurückhaltung  anzunehmen 

(BGer 5A_403/2019 vom 12. März 2020 E. 4.3.2).

- 10 -

Der  Medianlohn  eines  36jährigen  (Personal-)Restaurantleiters  mit  abge-

schlossener Ausbildung EFZ beträgt gemäss Salarium im Kanton Zürich Fr. 6'053.– 

brutto (inkl. 13. Monatslohn) und im Kanton Aargau Fr. 5’849.– (inkl. 13. Monats-

lohn;  weitere  angewandte  Kriterien:  Ohne  Kaderfunktion,  40  Wochenstunden,  0 

Dienstjahre, weniger als 20 Beschäftigte, keine Sonderzahlungen). Der Medianlohn 

entspricht damit beinahe dem vom Beklagten aktuell erzielten (Brutto-)Einkommen 

von Fr. 6'034.– (inkl. 13. Monatslohn; Fr. 5'570.– x 13 : 12). Insofern erscheint die 

Erzielung  eines  höheren  als  des  von  ihm  effektiv  erwirtschafteten  Einkommens 

nicht möglich. Dass er bei seiner derzeitigen Arbeitgeberin früher einen höheren 

Lohn erhalten hatte, ändert nichts. Insbesondere erscheint angesichts der erfolgten 

Änderungskündigung ausgeschlossen, dass er dort den früheren Lohn erneut er-

zielen  könnte.  Anhaltspunkte  für  eine  Schädigungsabsicht  sind  sodann  nicht  er-

sichtlich. Entsprechend ist dem Beklagten kein hypothetisches Einkommen anzu-

rechnen. Angemerkt sei, dass die Differenz zwischen dem zuvor und dem derzeit 

erzielten Einkommen Fr. 193.– (netto) pro Monat beträgt. 

2.5. Zusammenfassend ist damit von folgendem monatlichen (Netto-) Einkommen 

(inkl. 13. Monatslohn) auszugehen:

-

-

bis 30. September 2024: Fr. 5'432.–

ab 1. Oktober 2024:

Fr. 5'239.–.

3.

Einkünfte der Kläger

Das von der Vorinstanz festgestellte Einkommen der Klägerin 2 blieb unbeanstan-

det. Entsprechend bleibt es diesbezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid. Auch 

die von der Vorinstanz festgestellten Einkünfte des Klägers 1 wurden nicht moniert. 

Indes  ist  in  Anwendung  der  Untersuchungsmaxime  zu  berücksichtigen,  dass  im 

Kanton Zürich per 1. Januar 2025 die Familienzulagen auf Fr. 215.– und die Aus-

bildungszulagen auf Fr. 268.– angehoben worden sind (vgl. www.svazuerich.ch). 

Um eine weitere Phasenbildung zu vermeiden, ist in Bezug auf die Einkünfte des 

Klägers 1  für  die  Phase  3b  (1. Oktober  2024  bis  31. August  2026)  ein  Durch-

schnittswert zu nehmen. Dieser ist auf Fr. 213.– (3x Fr. 200.– + 20x Fr. 215.– divi-

- 11 -

diert durch 23) zu veranschlagen. Ab der Phase 4 sind die aktuellen Familienzula-

gen zu berücksichtigen. 

4.

Bedarf des Beklagten

4.1. Die Vorinstanz rechnete dem Beklagten in sämtlichen Phasen Kommunikati-

onskosten  von  Fr. 100.–  pro  Monat  an.  Diesbezüglich  erwog  sie,  dass  zwar 

Fr. 120.–  beantragt  und  seitens  der  Klägerschaft  anerkannt  worden  seien.  Indes 

rechtfertige es sich, beim Beklagten den gleichen praxisgemässen Betrag wie bei 

den Klägern einzusetzen (Urk. 65 E. IV./3.2.6. S. 34).

Der  Beklagte  verlangt  berufungsweise  die  Anrechnung  eines  Betrages  von 

Fr. 120.–, da die Kläger im vorinstanzlichen Verfahren einen Betrag von Fr. 120.– 

anerkannt hätten (Urk. 64 Rz. 12 f.). Der Beklagte übersieht indes, dass das vorlie-

gende Verfahren der Offizial- und Untersuchungsmaxime unterliegt. Das Gericht ist 

insofern nicht an Zugeständnisse der Parteien gebunden. Nachdem der Beklagte 

nicht darlegt, weshalb der angerechnete Betrag von Fr. 100.– konkret nicht ange-

messen sein soll und dies auch nicht ohne Weiteres ersichtlich ist, bleibt es dies-

bezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid. 

4.2. Der  Beklagte  macht  geltend,  ab  1. Januar  2025  würden  die  Kosten  für  die 

Krankenversicherung Fr. 428.65 pro Monat – anstatt wie bisher Fr. 343.– pro Monat 

– betragen. Da er faktisch am Existenzminimum lebe und nebst den Prämien nicht 

auch noch Gesundheitskosten von Fr. 2'500.– pro Jahr tragen könne, habe er seine 

Franchise  auf  Fr. 300.–  reduzieren  müssen  (Urk. 79).  Die  Kläger  äusserten  sich 

hierzu nicht.

Den eingereichten Unterlagen lässt sich entnehmen, dass die Kosten für die 

obligatorische Krankenversicherung (KVG) des Beklagten ab 1. Januar 2025 auf 

monatlich  Fr. 428.65  zu  liegen  kommen,  wobei  die  Franchise  nunmehr  Fr. 300.– 

beträgt (Urk. 80; siehe auch Urk. 27/5, wonach die Franchise 2023 Fr. 2'500.– be-

trug).  Die  Begründung  des  Beklagten  für  die  Herabsetzung  der  Franchise  über-

zeugt indes nicht. Insbesondere macht er nicht geltend, dass ihm im Jahr 2025 und 

darüber hinaus in grösseren Umfang Gesundheitskosten anfallen werden. Insofern 

- 12 -

führt  die  Herabsetzung  lediglich  zu  unnötigen  höheren  Kosten.  Da  jedoch  keine 

Anhaltspunkte bestehen, dass die Reduktion der Franchise in Schädigungsabsicht 

– mithin mit dem einzigen Ziel, die Unterhaltsbeiträge zu reduzieren – erfolgt ist, 

sind die ausgewiesenen Kosten bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin und 

damit bis Ende Dezember 2025 zu berücksichtigen. Ab dem Jahr 2026 sind wieder 

die vormaligen Kosten von Fr. 343.– pro Monat im Bedarf vorzusehen. Es obliegt 

dem  Beklagten,  die  Franchise  für  die  obligatorische  Krankenversicherung  Ende 

2025 zu erhöhen. Der Beklagte macht überdies nicht geltend, dass er die Zusatz-

versicherung gekündigt hat. Entsprechend sind im Jahr 2025 noch die Prämien für 

die Zusatzversicherung in Höhe von Fr. 82.20 zu berücksichtigen. Damit resultieren 

für das Jahr 2025 Kosten für die Krankenversicherung (KVG und VVG) in Höhe von 

Fr. 510.– pro Monat. Ab 2026 sind wieder die Krankenkassenprämien in Höhe von 

Fr. 343.– pro Monat einzusetzen. 

Um eine weitere Phasenbildung zu vermeiden, ist für die Zeit vom 1. Oktober 

2024  bis  31. August  2026  (Phase  3b)  ein  Durchschnittswert  zu  nehmen.  Dieser 

beträgt Fr. 430.– ([12x Fr. 510.– + 11x Fr. 343.–] : 23).

4.3. Der Klägerin 2 ist im Weiteren beizupflichten (Urk. 73 Rz. 18 f.), dass die Kos-

ten für eine Rechtsschutzversicherung aus einem allfälligen Überschuss zu bezah-

len  sind  (vgl.  OGer  ZH  LZ210012  vom  29. Juni  2022  E. III./3.3.4.4.;  OGer  ZH 

LZ210030 vom 12. Januar 2023 E. II./3.6./8.). Im Bedarf des Beklagten ist daher 

der von der Vorinstanz hierfür berücksichtigte Betrag in Höhe von Fr. 20.– zu strei-

chen. 

4.4. Die weiteren Positionen im Bedarf des Beklagten wurden nicht beanstandet 

und erweisen sich auch nicht als offensichtlich unangemessen. Entsprechend bleibt 

es dabei. Somit ist auf Seiten des Beklagten von folgendem Bedarf auszugehen:

Phase 1

Phase 2

Phase 3a Phase 3b Phase 4

Phase 5

Phase 6

Phase 7

Phase 8

Beklagter

tt.mm.21- 
31.08.23

01.09.23- 
31.03.24

01.04.24-
30.09.24

01.10.24-
31.08.26

01.09.26-
tt.mm.31

tt.mm.31-
tt.mm.33

tt.mm.33-
31.08.34

01.09.34-
tt.mm.37

ab 
tt.mm.37

Grundbe-
trag
Mietzins
zus. Ne-
benkosten
KVG/VVG

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'200.–

1'565.–
22.–

1'660.–
22.–

1'730.–
22.–

1'730.–
22.–

1'730.–
22.–

1'730.–
22.–

1'730.–
22.–

1'730.–
22.–

1'730.–
22.–

343.–

343.–

343.–

430.–

343.–

343.–

343.–

343.–

343.–

- 13 -

Fahrkos-
ten
ausw. 
Verpfle-
gung
Rechts-
schutz-
vers.
Radio/TV
Versiche-
rungen
Tele-
fon/Inter-
net
Steuern
Total

96.–

0.–

96.–

0.–

96.–

0.–

96.–

0.–

96.–

0.–

96.–

0.–

96.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

96.–

96.–

0.–

0.–

0.–

0.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

263.–
3'647.–

278.–
3'757.–

290.–
3'839.–

290.–
3'926.–

318.–
3'867.–

290.–
3'839.–

290.–
3'839.–

342.–
3'891.–

362.–
3'911.–

5.

Bedarf der Klägerin 2

5.1. Weder der Beklagte noch der Kläger 1 beanstanden den Bedarf der Kläge-

rin 2. Die Klägerin 2 moniert hingegen mehrere Bedarfspositionen, wobei sich we-

der der Beklagte noch der Kläger 1 hierzu äussern. 

5.2. Zunächst macht die Klägerin 2 geltend, die Wohnkosten würden ab 1. Novem-

ber 2024 monatlich Fr. 1'591.– betragen (Urk. 73 Rz. 20 S. 8). Hierzu reichte sie 

die Kopie des Formulars für die Mitteilung von Mietzinsänderungen und/oder ande-

ren einseitigen Vertragsänderungen gemäss Art. 269d OR ein, welchem sich ent-

nehmen lässt, dass der monatliche Mietzins der von den Klägern bewohnten Woh-

nung  per  1. November  2024  infolge  Erhöhung  des  Referenzzinssatzes  auf 

Fr. 1'591.– gestiegen ist (Urk. 76/1). Entsprechend wären ab 1. November 2024 im 

Bedarf  der  Klägerin 2  Wohnkosten  in  Höhe  von  Fr. 1'061.–  (1/3  von  Fr. 1'591-–) 

und im Bedarf des Klägers 1 solche in Höhe von Fr. 530.– (2/3 von Fr. 1'591.–) in 

Anschlag zu bringen. Angesichts der sehr geringen Differenz zum bisher angerech-

neten Betrag sowie zur Vermeidung einer weiteren Phase sind die höheren Kosten 

bereits ab dem 1. Oktober 2024 anzurechnen. 

5.3.

Im Weiteren führt die Klägerin 2 aus, ihre monatlichen Kosten für die Kran-

kenversicherung  (KVG  und  VVG)  würden  ab  dem  1. Januar  2024  insgesamt 

Fr. 830.– betragen (Fr. 494.– KVG + Fr. 336.– VVG). Davon seien die Prämienbei-

träge der Arbeitgeberin in Höhe von Fr. 300.– abzuziehen, womit monatliche Kos-

ten von Fr. 530.– resultierten. Eine Prämienverbilligung werde die Klägerin 2 nicht 

- 14 -

mehr erhalten, wenn der Beklagte die von ihm geschuldeten Unterhaltsbeiträge be-

zahlen werde (Urk. 73 Rz. 20 S. 8 f.).

Der von der Klägerin 2 eingereichten Police lässt sich entnehmen, dass die 

Krankenversicherungsprämien ab dem 1. Januar 2024 gerundet Fr. 830.– betragen 

(Urk. 76/2). Indes erhielt die Klägerin 2 im Jahr 2024 für sich und den Kläger 1 eine 

individuelle  Prämienverbilligung  von  insgesamt  Fr. 164.65  monatlich  (Urk. 76/3). 

Diese ist zu berücksichtigen, zumal die Klägerin 2 die Prämienverbilligung bereits 

erhalten hat und im heutigen Zeitpunkt nicht feststeht, dass sie die erhaltene Prä-

mienverbilligung  definitiv  wird  zurückerstatten  müssen.  Wie  sich  der  Betrag  von 

Fr. 164.65 hinsichtlich der Kläger aufschlüsselt, lässt sich den Unterlagen nicht ent-

nehmen. Der Einfachheit halber ist er im Verhältnis der Prämienhöhe aufzuteilen, 

womit Fr. 131.– (gerundet 80 %) auf die Klägerin 2 und Fr. 33.– (gerundet 20 %) 

auf den Kläger 1 entfällt. Zudem erhält die Klägerin 2 einen monatlichen Prämien-

rabatt von Fr. 298.60, der ebenfalls in Abzug zu bringen ist (siehe Urk. 76/3). Folg-

lich ist ab 1. Januar 2024 von einer monatlichen Prämie von Fr. 400.– auszugehen. 

Ab dem 1. Januar 2025 ist die Prämienverbilligung nicht mehr zu berücksichtigen, 

zumal davon auszugehen ist, dass der Beklagte nach Rechtskraft des Urteils die 

von ihm geschuldeten Unterhaltsbeiträge bezahlt und die Klägerin 2 deshalb kei-

nen Anspruch mehr auf eine Prämienverbilligung haben wird. Entsprechend sind 

ab  dem  1. Januar  2025  Krankenkassenkosten  in  Höhe  von  Fr. 531.–  zu  berück-

sichtigen.

Um eine weitere Phase zu vermeiden, ist für die Phase 2 (1. September 2023 

bis 31. März 2024) sowie für die Phase 3b (1. Oktober 2024 bis 31. August 2026) 

ein  Durchschnittswert  zu  berechnen.  Die  Vorinstanz  ging  für  das  Jahr  2023  von 

einer  anrechenbaren  Gesamtprämie  in  Höhe  von  Fr. 432.85  aus  (Urk. 65 

E. IV./3.1.5. S. 24). Dies blieb unbeanstandet. Damit beträgt der Durchschnittswert 

für  die  Phase  2  (1. September  2023  bis  31. März  2024)  gerundet  Fr. 420.–  ([4x 

Fr. 432.85 + 3x Fr. 400.–] : 7 [Monate]) pro Monat. Der Phase 3b (1. Oktober 2024 

bis 31. August 2026) ist ein Durchschnittswert von Fr. 513.– ([3x Fr. 400.– + 20x 

Fr. 531.–] : 23 [Monate]) zugrunde zu legen.

- 15 -

5.4. Die Klägerin 2 bringt vor, die monatlichen Kosten für den von ihr bei ihrer Woh-

nung gemieteten Einstellplatz würden ab dem 1. November 2024 Fr. 10.– mehr und 

damit Fr. 160.– betragen (Urk. 73 Rz. 20 S. 9). Vorliegend ist ausgewiesen, dass 

die  monatlichen  Kosten  für  den  Einstellplatz  ab  dem  1. November  2024  infolge 

Mietzinserhöhung Fr. 160.– betragen (Urk. 76/4). Da die Vorinstanz dem Auto der 

Klägerin 2 Kompetenzqualität zugestanden hat (siehe Urk. 65 E. IV./3.1.8. S. 27) 

und dies im Rechtsmittelverfahren unbeanstandet blieb, wären im Bedarf der Klä-

gerin 2 ab dem 1. November 2024 Fr. 160.– für den Einstellplatz vorzusehen. An-

gesichts  der  geringen  Differenz  und  zur  Vermeidung  einer  weiteren  Unterhalts-

phase sind diese Kosten bereits ab dem 1. Oktober 2024 im Bedarf zu berücksich-

tigen.

5.5. Die Vorinstanz hielt fest, dass die von der Klägerin 2 für die "übrigen mit der 

Aussendiensttätigkeit verbundenen Ausgaben" geltend gemachten Autokosten in 

Höhe von Fr. 75.– nicht berücksichtigt werden könnten, da sie betragsmässig nicht 

im Einzelnen belegt worden seien. Gemäss Ziffer 8 des Arbeitsvertrages würden 

der  Klägerin 2  für  ein  100 %-Pensum  monatliche  Pauschalspesen  von  Fr. 200.– 

entrichtet, welche sämtliche Aufwendungen deckten, die im direkten Zusammen-

hang mit der Aussendienst- und Reisetätigkeit entstünden. Dazu gehörten z.B. Ver-

pflegung, Parkgebühren, privates Natel, Navigationssystem, Internetanschluss für 

den Heimarbeitsplatz usw. Wie bereits im Zusammenhang mit dem massgebenden 

Einkommen erläutert worden sei, seien die monatlichen Pauschalspesen als Ein-

kommen anzurechnen, da die Klägerschaft nicht dargelegt habe, dass bzw. welche 

effektiven  Auslagen  aus  der  Aussendienst-  und  Reisetätigkeit  der  Klägerin  2  mit 

den Spesen abgegolten würden. Solche Auslagen (für Aussendienst- und Reisetä-

tigkeit) könnten im Bedarf der Klägerin 2 folglich ohnehin nicht berücksichtigt wer-

den (Urk. 65 E. IV./3.1.8. S. 27 und E. IV./3.1.9. S. 29). 

Die  Klägerin 2  moniert,  die  Vorinstanz  verstricke  sich  in  Widersprüche.  So 

rechne sie ihr ausbezahlte Pauschalspesen als Einkommen an, weil diesen keine 

belegten  effektiven  Auslagen  entgegenstünden,  berücksichtige  indes  die  mit  der 

Aussendiensttätigkeit der Klägerin 2 einhergehenden effektiven Auslagen mit Ver-

weis auf die ausgerichteten Pauschalspesen nicht, obschon gerichtsnotorisch sein 

- 16 -

dürfte, dass für Aussendienstler zusätzliche über die vom Arbeitgeber entschädigte 

Kilometerpauschale hinausgehende Auslagen entstünden. Selbstverständlich wür-

den der Klägerin 2 die entsprechenden Kosten (Parkgebühren, zusätzliche Verpfle-

gung u.Ä.) erwachsen. Deshalb wäre es nur folgerichtig, diese im Bedarf anzurech-

nen, nachdem die Pauschalspesen, welche zur Deckung dieser Kosten dienten, als 

Einkommen angerechnet worden seien. Der von der Klägerin 2 im vorinstanzlichen 

Verfahren hierfür geltend gemachte Betrag von rund Fr. 75.– erscheine nach wie 

vor angemessen (Urk. 73 Rz. 20 S. 9 f.). 

Wie gesehen, berücksichtigte die Vorinstanz die von der Klägerin 2 geltend 

gemachten Kosten im Bedarf deshalb nicht, da sie von den Klägern betragsmässig 

nicht aus- bzw. nachgewiesen worden sind. Die Klägerin 2 legt weder dar, wo sie 

– entgegen der Vorinstanz – diese Kosten im vorinstanzlichen Verfahren betrags-

mässig nachgewiesen hat noch holt sie dies im Berufungsverfahren nach. Sie be-

gnügt sich vielmehr erneut damit, pauschal einen Betrag von Fr. 75.– geltend zu 

machen. Dies genügt jedoch nicht. Entsprechend bleibt es diesbezüglich beim vor-

instanzlichen Entscheid.

5.6. Schliesslich moniert die Klägerin 2, sie habe Kredite aufnehmen müssen, da 

der Beklagte seiner Unterhaltspflicht in den ersten zwei Jahren nicht nachgekom-

men sei und sie von der Alimentenhilfestelle noch keine Überbrückungshilfe erhal-

ten habe. Die Schuldzinsen (ohne Rückzahlungsanteil) hierfür hätten sich im Jahr 

2023 auf Fr. 1'948.– bzw. rund Fr. 162.– pro Monat belaufen und seien in dieser 

Höhe im Bedarf aufzunehmen (Urk. 73 Rz. 20 S. 10).

Schulden können bei knappen finanziellen Verhältnissen in der Regel keine 

Berücksichtigung im Bedarf des Unterhaltsschuldners finden, vielmehr ist diesfalls 

allein auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum abzustellen. Lassen die fi-

nanziellen  Mittel  indes  eine  Erweiterung  auf  das  familienrechtliche  Existenzmini-

mum zu, ist gegebenenfalls eine (angemessene) Schuldentilgung im Bedarf zu be-

rücksichtigen  (BGer  5A_581/2020  vom  1.  April  2021  E. 4.2.1.;  BGE  147  III  265 

E. 7.2.). Nichts anderes dürfte für die Zahlung von Schuldzinsen gelten.

- 17 -

Sie hat vorliegend weder (überprüfbar) dargelegt, wann und wofür die Kredite 

aufgenommen worden sind, noch geht dies aus den hierzu eingereichten Unterla-

gen (Steuererklärung, Urk. 76/5) hervor. Entsprechend ist nicht glaubhaft, dass es 

sich hierbei um angemessene und damit zu berücksichtigende Zahlungen handelt. 

Abgesehen davon hat die Klägerin 2 lediglich die im Jahr 2023 (bezahlten) Schuld-

zinsen belegt. Ob und in welchem Umfang davor und danach Schuldzinsen bezahlt 

wurden, bleibt offen. Insofern wäre von vornherein lediglich eine Anrechnung für 

das Jahr 2023 in Frage gekommen. Nach dem Ausgeführten sind die geltend ge-

machten Schuldzinsen somit nicht zu berücksichtigen.

5.7. Nachdem  beim  Beklagten keine  höheren  Kommunikationskosten  anzurech-

nen sind, bleibt es auch bei der Klägerin 2 beim von der Vorinstanz angerechneten 

Betrag von Fr. 100.– pro Monat, zumal die Klägerin 2 die Anrechnung von Fr. 120.– 

pro Monat nur für den – vorliegend nun nicht eingetretenen – Fall verlangt hat, dass 

die  dem  Beklagten  angerechnete  Pauschale  im  Berufungsverfahren  erhöht  wird 

(vgl. Urk. 73 Rz. 18 und Rz. 20 S. 10). 

5.8. Die  weiteren  Bedarfspositionen  blieben  unbeanstandet  und  erweisen  sich 

nicht als offensichtlich unangemessen. Entsprechend bleibt es dabei. Folglich ist 

der Unterhaltsberechnung folgender Bedarf der Klägerin 2 zugrunde zu legen:

Phase 1

Phase 2

Phase 3a Phase 3b Phase 4

Phase 5

Phase 6

Phase 7

Phase 8

tt.mm.21- 
31.08.23

01.09.23- 
31.03.24

01.04.24-
30.09.24

01.10.24-
31.08.26

01.09.26-
tt.mm.31

tt.mm.31-
tt.mm.33

tt.mm.33-
31.08.34

01.09.34-
tt.mm.37

ab 
tt.mm.37

1'350.–

1'350.–

1'350.–

1'350.–

1'350.–

1'350.–

1'350.–

1'350.–

1'350.–

931.–
395.–
177.–

1'029.–
420.–
165.–

1'045.–
400.–
165.–

1'061.–
513.–
165.–

1'061.–
531.–
165.–

1'061.–
531.–
165.–

1'061.–
531.–
165.–

1'061.–
531.–
165.–

1'061.–
531.–
207.–

165.–

175.–

175.–

175.–

175.–

175.–

175.–

175.–

220.–

100.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

150.–

150.–

150.–

160.–

160.–

160.–

160.–

160.–

160.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

28.–
30.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

100.–

Grund-
betrag
Mietzins
KVG/VVG
Fahrkos-
ten inkl. 
Autovers.
ausw. 
Verpfle-
gung
Leasing-
kosten
Einstell-
platz
Radio/TV
Versiche-
rungen
Tele-
fon/Inter-
net

- 18 -

Steuern
Total

372.–
3'798.–

195.–
3'642.–

191.–
3'634.–

191.–
3'773.–

234.–
3'834.–

244.–
3'844.–

246.–
3'846.–

267.–
3'867.–

455.–
4'142.–

6.

Bedarf des Klägers 1

6.1. Hinsichtlich der Wohnkosten kann auf das zuvor unter Ziffer 5.2. Ausgeführte 

verwiesen werden. Entsprechend sind im Bedarf des Klägers 1 ab dem 1. Oktober 

2024 Wohnkosten in Höhe von Fr. 530.– zu berücksichtigen.

6.2. Die Kosten der Krankenversicherungen (KVG und VVG) des Klägers 1 betra-

gen seit dem 1. Januar 2024 gemäss der eingereichten Police Fr. 216.45 pro Monat 

(Urk. 76/2).  Hiervon  sind  die  für  den  Kläger 1  erhaltenen  Arbeitgeberbeiträge  in 

Höhe von Fr. 29.20 (siehe Urk. 76/3) sowie für das Jahr 2024 die Prämienverbilli-

gung von Fr. 33.– (siehe vorstehend Ziff. 5.3.) in Abzug zu bringen. Damit sind für 

das Jahr 2024 Kosten für die Krankenversicherung (KVG und VVG) in Höhe von 

gerundet Fr. 154.– und ab dem Jahr 2025 von gerundet Fr. 187.– im Bedarf anzu-

rechnen. 

In den Phasen 2 (1. September 2023 bis 31. März 2024) und 3b ist – wie be-

reits bei der Klägerin 2 – ein Durchschnittswert vorzusehen. Die Vorinstanz ging – 

was im Rechtsmittelverfahren unbeanstandet blieb – für das Jahr 2023 von einer 

anrechenbaren  monatlichen  Prämie  von  Fr. 150.75  aus  (Urk. 65  E. IV./3.1.5. 

S. 24). Entsprechend ist für die Phase 2 von einem Durchschnittswert von gerundet 

Fr. 152.– ([4x Fr. 150.75 + 3x Fr. 154.25] : 7 [Monate]) auszugehen. Für die Phase 

3b (1. Oktober 2024 bis 31. August 2031) beträgt der Durchschnittswert gerundet 

Fr. 183.– pro Monat ([3x Fr. 154.25 + 20x Fr. 187.25] : 23 [Monate]). 

6.3. Die Klägerin 2 macht geltend, im Bedarf des Klägers 1 seien ab Vollendung 

des 12. Altersjahres Kommunikationskosten in Höhe von Fr. 30.– zu berücksichti-

gen (Urk. 73 Rz. 20 S. 10). Indes legt die Klägerin 2 nicht näher dar, weshalb und 

wofür  beim  Kläger 1  ab  dem  12. Altersjahr  Kommunikationskosten  in  Höhe  von 

Fr. 30.– anfallen sollen. Ausserdem wären derartige Auslagen des Kindes – insbe-

sondere für ein Mobiltelefon – ohnehin aus einem allfälligen Überschuss zu bezah-

len (FamKomm Scheidung-Maier/Vetterli, Art. 176 N 37l; BGE 147 III 265 E. 7.2). 

- 19 -

6.4. Die  weiteren  Bedarfspositionen  blieben  unbeanstandet  und  erweisen  sich 

nicht als offensichtlich unangemessen. Entsprechend bleibt es dabei. Somit ergibt 

sich für den Kläger 1 folgender Bedarf:

Phase 1

Phase 2

Phase 3a Phase 3b Phase 4

Phase 5

Phase 6

Phase 7

Phase 8

tt.mm.21- 
31.08.23

01.09.23- 
31.03.24

01.04.24-
30.09.24

01.10.24-
31.08.26

01.09.26-
tt.mm.31

tt.mm.31-
tt.mm.33

tt.mm.33-
31.08.34

01.09.34-
tt.mm.37

ab 
tt.mm.37

400.–

400.–

400.–

400.–

400.–

600.–

600.–

600.–

600.–

465.–
136.–
990.–

514.–
152.–
1'056.–

522.–
154.–
1'056.–

530.–
183.–
1'056.–

530.–
187.–
424.–

530.–
187.–
424.–

530.–
187.–
424.–

530.–
187.–
132.–

530.–
187.–
0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

0.–

186.–
2'177.–

133.–
2'255.–

125.–
2'257.–

125.–
2'294.–

119.–
1'660.–

138.–
1'879.–

143.–
1'884.–

118.–
1'567.–

135.–
1'452.–

Grundbe-
trag
Mietzins
KVG/VVG
Fremdbe-
treuung
Kommu-
nikation
Steuern
Total

7.

Unterhaltsberechnung

7.1. Übersicht über die finanziellen Verhältnisse

Nach dem Ausgeführten ist von folgenden Einkommens- und Bedarfszahlen sowie 

resultierendem Überschuss bei den Parteien auszugehen: 

Klägerin 2

Beklagter

Kläger 1

Phase 1

    Fr. 6'260.– 

tt.mm.21-

31.08.23

Phase 2

01.09.23-

31.03.24

./. Fr. 3'798.–

./. Fr. 2'462.–

./. Fr. 5'008.–

./. Fr. 3'642.–

./. Fr. 1'366.–

Phase 3a

./. Fr. 5'008.–

01.04.24-

30.09.24

./. Fr. 3'634.–

./. Fr. 1'374.–

Phase 3b

./. Fr. 5'008.–

./. Fr. 3'773.–

./. Fr. 1'235.–

/.  Fr. 5'432.–

./. Fr. 3'647.–

/.  Fr. 1'785.–

./. Fr. 5'432.– 

./. Fr. 3'757.–

/.  Fr. 1'675.–

./. Fr. 5'432.–

./. Fr. 3'839.–

/.   Fr. 1'593.–

./. Fr. 5'239.–

./. Fr. 3'926.–

/.   Fr. 1'313.–

./. Fr. 0'200.–

./. Fr. 2'177.–

 – Fr. 1'977.–

./. Fr. 0'200.–

./. Fr. 2'255.–

.– Fr. 2'055.–

./. Fr. 0'200.–

./. Fr. 2'257.–

– Fr. 2'057.–

./.Fr. 0'213.–

./.Fr. 2'294.–

– Fr. 2'081.–

01.10.24-

31.08.26

Phase 4

./. Fr. 5'008.–

01.09.26-

tt.mm.31

Phase 5

tt.mm.31-

tt.mm.33

Phase 6

tt.mm.33-

31.08.34

Phase 7

01.09.34-

tt.mm.37

Phase 8

ab tt.mm.37

./.  Fr. 3'834.–

./.  Fr. 1'174.–

./. Fr. 5'008.–

./. Fr. 3'844.–

./. Fr. 1'164.–

./. Fr. 5'008.–

./. Fr. 3'846.–

./Fr. 1'162.–

./. Fr. 5'008.–

./. Fr. 3'867.–

./. Fr. 1'141.–

./. Fr. 6'260.–

./. Fr. 4'142.–

./. Fr. 2'118.–

- 20 -

./. Fr. 5'239.–

./. Fr. 3'867.–

/.  Fr. 1'372.–

/. Fr. 5'239.–

./. Fr. 3'839.–

./. Fr. 1'400.–

./. Fr. 5'239.–

./. Fr. 3'839.–

./. Fr. 1'400.–

./. Fr. 5'239.–

./. Fr. 3'891.–

./. Fr. 1'348.–

./. Fr. 5'239.–

./. Fr. 3'911.–

./.  Fr. 1'328.–

./.Fr. 0'215.–

./. Fr. 1'660.–

– Fr. 1'445.–

./.Fr. 0'215.–

./. Fr. 1'879.–

– Fr. 1'664.–

./. Fr. 0'268.–

./. Fr. 1'884.–

./. Fr. 1'616.–

./. Fr. 0'268.–

./. Fr. 1'567.–

./. Fr. 1'299.–

./. Fr. 0'268.–

./. Fr. 1'452.–

./. Fr. 1'184.–

- 21 -

7.2. Betreuungsunterhalt

Die  Vorinstanz  hielt  fest,  dass  die  Klägerin 2  ihren  Bedarf  mit  ihrem  Einkommen 

vollumfänglich selbst decken kann und somit kein Betreuungsunterhalt geschuldet 

ist (Urk. 65 E. IV./3.3.1. S. 35). Daran ändert sich auch nach Korrektur verschiede-

ner Positionen im Bedarf der Klägerin 2 nichts. 

7.3. Überschussverteilung

7.3.1.  Die Vorinstanz erwog, der Beklagte sei in den Phasen 1-3 sowie 5 und 6 von 

vornherein nicht in der Lage, den gesamten Barbedarf des Klägers 1 zu decken. 

Indes sei kein Manko festzuhalten, da die Klägerin 2 in diesen Phasen über einen 

substantiellen Überschuss verfüge und für den Barunterhalt im ungedeckten Betrag 

aufkommen könne. In den Phasen 4, 7 und 8 resultiere auf Seiten des Beklagten 

ein Überschuss. Dieser sei gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu 

1/3 dem Kläger 1 zuzusprechen. Entsprechend erhöhe sich der Barunterhalt des 

Klägers 1 (Urk. 65 E. IV./3.3.3. S. 36).

Der  Beklagte  verfügt  aufgrund  des  geringeren  Einkommens  ab  1. Oktober 

2024  sowie  des  teilweise  höheren  (eigenen)  Bedarfs  nach  Deckung  des  Bar-

unterhalts  des  Klägers 1  einzig  in  den  Phasen  7  und  8  über  einen  Überschuss. 

Indes beträgt dieser Überschuss monatlich in der Phase 7 gerade einmal Fr. 49.– 

und in der Phase 8 Fr. 144.–. Angesichts der geringen Beträge ist auf eine Über-

schussverteilung zu verzichten. In den Phasen 1 bis 6 kann der Beklagte infolge 

ungenügender Leistungsfähigkeit nicht den gesamten Barunterhalt des Klägers 1 

decken. Da die Klägerin 2 jedoch für den ungedeckt bleibenden Barunterhalt des 

Klägers 1 selbst aufzukommen vermag, ist im Dispositiv keine Unterdeckung fest-

zuhalten.

7.4. Aufteilung des Barunterhalts

7.4.1.  Die Vorinstanz führte aus, die Klägerin 2 habe nach dem Mutterschaftsur-

laub eine Erwerbstätigkeit mit einem Pensum von 100 % aufgenommen und das 

Pensum per 1. September 2023 (zu Recht) auf 80 % reduziert. Sie arbeite somit 

seit  Ende  des  Mutterschaftsurlaubs  zu  50 %  oder  30 %  mehr  als  sie  gemäss 

höchstrichterlicher Rechtsprechung verpflichtet wäre. Dass sie jedoch in einem hö-

- 22 -

heren Ausmass erwerbstätig sei, habe nicht nur ein höheres anrechenbares Ein-

kommen zur Folge, sondern habe auch höhere Fremdbetreuungskosten mit sich 

gebracht. Dies werde voraussichtlich auch in Zukunft so sein. Müsste also der un-

terhaltsverpflichtete Beklagte gestützt auf die erwähnte Rechtsprechung (mit Ver-

weis  auf  BGE  147  III  265  E. 5.5)  –  soweit  er  überhaupt  leistungsfähig  sei  –  den 

gesamten Barbedarf des Kindes (inklusive der Fremdbetreuungskosten) alleine de-

cken,  hätte  dies  bei  den  vorliegenden  finanziellen  Verhältnissen  zur  Folge,  dass 

der Beklagte mit dem Barunterhaltsbeitrag den Überschuss der Klägerin 2 alimen-

tiere. Dies wäre stossend (Urk. 65 E. IV./3.4.4. S. 37). 

Vorliegend hätte ein Pensum von 60 % genügt, um den eigenen familienrecht-

lichen Bedarf zu decken. Die Klägerin 2 habe somit bei einem Pensum von 100 % 

zwei Tage und bei einem solchen von 80 % einen Tag mehr an Fremdbetreuungs-

kosten generiert. Diese Mehrkosten würden in der Phase 1 monatlich Fr. 396.–, in 

den Phasen 2 und 3 monatlich Fr. 264.– sowie in den Phasen 4 bis 7 monatlich 

Fr. 106.– betragen. Um diesen Betrag (abzüglich des von der Klägerin 2 zu tragen-

den Anteils am Barunterhalt infolge ungenügender Leistungsfähigkeit des Beklag-

ten) verringere sich in den erwähnten Phasen 1, 4, 5 und 6 der Unterhaltsanspruch 

gegenüber  dem  Beklagten  (zur  genauen  Berechnung  siehe  Urk. 65  E. IV./3.4.4. 

S. 38). In den Phasen 2 und 3 sei der Unterhaltsanspruch des Klägers 1 hingegen 

nicht  zu  reduzieren,  da  sich  die  alleinbetreuende  Klägerin 2  in  diesen  Phasen  in 

einem Umfang am Barunterhalt des Klägers 1 beteiligen müsse, der die Mehrkos-

ten für die Fremdbetreuung übersteige. 

Ab Übertritt in die Oberstufe (Phase 7) bedürfe der Kläger 1 angesichts seines 

Alters  immer  weniger  Betreuung.  Es  rechtfertige  sich  daher,  für  diese  Zeit  vom 

Grundsatz,  wonach  der  nichtbetreuende  Elternteil  den  gesamten  Barbedarf  des 

Kindes  zu  tragen  habe,  abzuweichen,  zumal  die  Klägerin 2  und  der  Beklagte  in 

diesen Phasen über einen ähnlichen hohen Überschuss verfügten bzw. die Kläge-

rin 2  über  einen  deutlich  höheren  Überschuss  verfüge.  Gestützt  auf  BGE  147  III 

265 sei der von der Klägerin 2 zu bezahlende Anteil am Barbedarf des Kindes so 

festzusetzen, dass der der Klägerin 2 verbleibende Überschuss rund zweieinhalb 

- 23 -

Mal so hoch sei wie derjenige des Beklagten (mithin 1 zu 2.5; zur genauen Berech-

nung und den Beträgen siehe Urk. 65 E. IV./3.4. S. 36 ff.). 

7.4.2.  Sowohl der Beklagte als auch die Klägerin 2 beanstanden die von der Vor-

instanz vorgesehene Aufteilung des Barunterhalts auf die Parteien.

a)

Steht das Kind unter der alleinigen Obhut des einen Elternteils, indem es in 

dessen Haushalt lebt und den anderen Elternteil nur im Rahmen des Besuchs- und 

Ferienrechts sieht, so leistet der obhutsberechtigte Elternteil seinen Unterhaltsbei-

trag bereits vollständig in natura, indem er dem Kind Pflege und Erziehung erweist 

(sog.  Naturalunterhalt).  Diesfalls  fällt  der  Geldunterhalt  vor  dem  Hintergrund  der 

Gleichwertigkeit  von  Geld-  und  Naturalunterhalt  vom  Grundsatz  her  vollständig 

dem  anderen  Elternteil  anheim,  wobei  in  bestimmten  Konstellationen  ein  Abwei-

chen vom Grundsatz geboten ist (BGE 147 III 265 E. 5.5). Von diesem Grundsatz 

kann und muss das Gericht jedoch ermessenweise abweichen, wenn der hauptbe-

treuende leistungsfähiger ist als der andere (BGE 147 III 265 E. 8.1). Ein Elternteil 

gilt als leistungsfähig, wenn er mit seinem eigenen Einkommen seinen Bedarf zu 

decken vermag und darüber hinausgehend über einen Überschuss verfügt. Freilich 

führt  das  Vorhandensein  eines  Überschusses  beim  hauptbetreuenden  Elternteil 

nicht ohne Weiteres zu einer Beteiligung am Barunterhalt des Kindes, ansonsten 

dem Prinzip der Gleichwertigkeit von Natural- und Geldunterhalt keine Nachach-

tung  verschafft  würde.  Vielmehr  kann  das  Gericht  einzelfallbezogen  und  ermes-

sensweise den hauptbetreuenden Elternteil dazu verpflichten, neben dem Natural-

unterhalt einen Teil des Barbedarfs des Kindes zu decken. Dabei stehen die Grös-

senordnung des Überschusses als solcher und das Verhältnis der Leistungsfähig-

keit zwischen den Eltern in einer Wechselbeziehung. Je besser die finanziellen Ver-

hältnisse sind und entsprechend höher der Überschuss des hauptbetreuenden El-

ternteils  ausfällt,  desto  eher  ist  eine  Beteiligung  desselben  am  Barunterhalt  des 

Kindes in Betracht zu ziehen. Andererseits kommt eine Beteiligung des hauptbe-

treuenden Elternteils in Frage, wenn er leistungsfähiger ist als der andere Elternteil. 

Ist der hauptbetreuende Elternteil sogar überproportional leistungsfähiger als der 

andere  Elternteil,  ist  er  am  Barunterhalt  des  Kindes  zu  beteiligen  (BGer 

5A_727/2018 vom 22. August 2019 E. 4.3.2.2.). 

- 24 -

b)

Der  Beklagte  moniert  zunächst,  aufgrund  des  "offensichtlichen  finanziellen 

Ungleichgewichts" zwischen den Parteien sei es angezeigt, ihn in sämtlichen Pha-

sen am Überschuss der Klägerin 2 partizipieren zu lassen. Mithin sei ihm in jeder 

Phase ein Überschuss zu belassen, der die Hälfte des in der jeweiligen Phase bei 

der Klägerin 2 verbleibenden Überschusses betrage (Urk. 64 Rz. 17 ff.). 

Mit seinen Ausführungen setzt sich der Beklagte nicht mit den ausführlichen 

Erwägungen der Vorinstanz auseinander, sondern verlangt mit Verweis auf das "fi-

nanzielle Ungleichgewicht" zwischen den Parteien pauschal eine weitere (höhere) 

Beteiligung der Klägerin 2 am Barunterhalt des Klägers 1. Damit genügt er den ein-

gangs dargelegten Begründungsanforderungen indes nicht. Entsprechend ist nicht 

weiter darauf einzugehen. Im Übrigen kann auf das nachfolgend Ausgeführte ver-

wiesen werden.

c)

Die  Klägerin 2  macht  geltend,  sie  habe  zunächst  zu  100 %  und  danach  zu 

80 %  mehr  gearbeitet,  als  sie  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ver-

pflichtet gewesen wäre (in der Phase 1 100 % anstatt 0 % und in den Phasen 2 und 

3 80% anstatt 0 %). Erst ab der Phase 4 habe sie 30 % "zu viel" gearbeitet. Des 

Weiteren sei es stossend, die mit dem Mehrpensum einhergehenden Kosten ein-

seitig ihr aufzuerlegen. Vom erhöhten Pensum habe nämlich in erster Linie der Be-

klagte profitiert. Andernfalls hätte er in den ersten drei Phasen nebst eines Barun-

terhaltes  auch  einen  Betreuungsunterhalt  zahlen  müssen,  wodurch  seine  Unter-

haltsschuld höher gewesen wäre und die Parteien am Existenzminimum hätten le-

ben müssen. Dadurch, dass die Klägerin 2 arbeite, reduziere sich der Unterhalts-

beitrag massiv. Und selbst wenn die Klägerin 2 nach einer vierjährigen Berufsab-

wesenheit eine gutbezahlte Arbeitsstelle hätte finden können – was jedoch nicht 

auf der Hand liege –, wäre nach wie vor ein Betreuungsunterhalt geschuldet gewe-

sen und es hätte lediglich mit einem nur knapp erweiterten Existenzminimum ge-

rechnet werden können. Ausserdem ignoriere die Vorinstanz, dass die Klägerin 2 

infolge der ausbleibenden Unterhaltszahlungen nach der Geburt des Klägers 1 ei-

nem erhöhten Pensum habe nachgehen müssen. Der Beklagte, welcher die Kläge-

rin 2 faktisch zur Weiterführung des erhöhten Pensums und zur Aufnahme von Kre-

diten  gezwungen  habe,  solle  nun  noch  damit  belohnt  werden,  sich  nicht  an  den 

- 25 -

dadurch  entstandenen  Mehrkosten  beteiligen  zu  müssen.  Zudem  verpflichte  die 

Vorinstanz mit dem vorliegenden Entscheid die Klägerin 2 im Ergebnis dazu, nur 

gerade  jenem  Pensum  nachzugehen,  welches  für  die  Deckung  ihres  eigenen  – 

knapp berechneten – familienrechtlichen Existenzminimums genüge, und im übri-

gen Umfang solle sie den Kläger 2 betreuen, damit der Beklagte einen möglichst 

tiefen Barunterhalt bezahlen müsse. Dies sei weder im Einzelfall noch gesamtwirt-

schaftlich überzeugend. Soweit die Vorinstanz dem Umstand, dass das Mehrpen-

sum  der  Klägerin 2  "einseitig"  zu  Lasten  der  Barunterhaltsschuld  des  Beklagten 

gehe, Rechnung tragen wolle, so wäre dies – wenn überhaupt – höchstens im Um-

fang von 50 % der zusätzlichen Kosten gerechtfertigt (Urk. 73 Rz. 22 ff.). Der Klä-

ger 1 sowie der Beklagte äussern sich hierzu nicht. 

Vorliegend muss die Klägerin 2 nach den im vorliegenden Verfahren vorge-

nommenen Korrekturen hinsichtlich des Einkommens und Bedarfs des Beklagten 

infolge seiner ungenügenden Leistungsfähigkeit einen Anteil am Barunterhalt des 

Klägers 1 aus ihrem Überschuss tragen, der die – von der Vorinstanz festgestellten 

und von den Parteien in der Höhe nicht beanstandeten – monatlichen Mehrkosten 

der  Fremdbetreuung  in  fast  sämtlichen  Phasen  übersteigt.  Der  (Gesamt-)Betrag 

dieses Anteils am Barunterhalt ist denn auch wesentlich höher als die (Gesamt-) 

Mehrkosten für die Fremdbetreuung infolge der "freiwilligen Mehrarbeit" der Kläge-

rin 2 betragen:

Phase 1
Phase 2
Phase 3a
Phase 3b
Phase 4
Phase 5
Phase 6
Phase 7

Anteil Barunterhalt
monatlich
Fr. 192.00
Fr. 380.00
Fr. 464.00
Fr. 768.00
Fr. 088.00
Fr. 279.00
Fr. 234.00
Fr. 000.00

insgesamt
Fr. 04'512.00
Fr. 02'660.00
Fr. 02'784.00
Fr. 17'664.00
Fr. 4'416.50
Fr. 06'336.00
Fr. 02'484.00
Fr.      000.00
Fr. 40'856.50

Mehrkosten Fremdbetreuung
insgesamt
Fr. 9'306.00
Fr. 1'848.00
Fr. 1'584.00
Fr. 6'072.00
Fr. 6'413.00
Fr. 2'544.00
Fr. 1'219.00
Fr. 3'869.00
Fr. 32'855.00

monatlich
Fr. 396.00
Fr. 264.00
Fr. 264.00
Fr. 264.00
Fr. 106.00
Fr. 106.00
Fr. 106.00
Fr. 106.00

Vor  diesem  Hintergrund  erscheint  es  nicht  angemessen,  die  Fremdbetreu-

ungskosten auf die Eltern aufzuteilen. Vielmehr sind sie vom Beklagten als nicht-

betreuenden Elternteil im Rahmen des Barunterhalts alleine zu tragen.

- 26 -

d)

Die Klägerin 2 bringt im Weiteren vor, die Vorinstanz habe für die Phasen 7 

und 8 mit Blick auf das Alter des Klägers 1 die Berechnung des Unterhalts davon 

abhängig gemacht, welcher Überschuss dem Beklagten nach Leistung der Unter-

haltsbeiträge im Vergleich zum Überschuss der Klägerin 2 nach Erhalt der Unter-

haltsbeiträge verbleibe. Damit stelle sie die Parteien zu Unrecht in eine Solidarität, 

zumal die finanziellen Verhältnisse des Beklagten und der Klägerin 2 so in ein ge-

genseitiges Abhängigkeitsverhältnis geraten würden. Aus den bundesgerichtlichen 

Ausführungen in BGE 147 III 265 E. 8.3 ziehe die Vorinstanz fälschlicherweise den 

Schluss, dass der Überschuss 2.5 zu 1 betragen müsse, was natürlich nicht den 

Überlegungen  des  Bundesgerichts  entspreche  und  eine  rechtlich  nicht  vorgese-

hene Solidarität zwischen zwei unverheirateten Personen herstelle. Die Vorinstanz 

hätte in den Phasen 7 und 8 vielmehr im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung die zu leistenden Unterhaltsbeiträge, die Überschüsse sowie die gesamten 

Verhältnisse würdigen und gestützt darauf angemessene Unterhaltsbeiträge finden 

müssen (Urk. 73 Rz. 27 ff.). 

Vorliegend liegen bei beiden Elternteilen eher knappe finanzielle Verhältnisse 

vor. Die alleinbetreuende Klägerin 2 ist zudem einzig in den Phasen 1 und 8 leis-

tungsfähiger als der Beklagte. Indes muss sie mit dem bei ihr resultierenden Über-

schuss bereits einen Teil des Barunterhalts des Klägers 1 übernehmen, da der Be-

klagte  mit  seinem  Überschuss  den  Barunterhalt  nicht  vollständig  zu  decken  ver-

mag. Darüber hinaus muss sie auch für sämtliche weitere Kosten wie Freizeit und 

Ferien  aufkommen.  Vor  diesem  Hintergrund  erscheint  eine  (zusätzliche)  Beteili-

gung  der  (alleinbetreuenden)  Klägerin 2  am  Barunterhalt  des  Klägers 1  nicht  als 

angemessen.

 Nach  dem  Ausgeführten  rechtfertigt  es  sich  vorliegend  nicht,  die  Klägerin 2  am 

Barunterhalt des Klägers 1 zu beteiligen, soweit es nicht darum geht, für den infolge 

fehlender  Leistungsfähigkeit  des  Beklagten  ungedeckt  gebliebenen  Barunterhalt 

des Klägers 1 aufzukommen. 

- 27 -

7.5. Unterhaltsbeiträge/Zahlungsmodalitäten

7.5.1.  Zusammenfassend  ist  der  Beklagte  zu  verpflichten,  an  den  Unterhalt  des 

Klägers 1 folgende monatliche Unterhaltsbeiträge (jeweils gerundet) zuzüglich all-

fälliger Familienzulagen zu bezahlen:

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Fr. 1'785.– vom tt.mm.2021 bis 31. August 2023,

Fr. 1'675.– vom 1. September 2023 bis 31. März 2024,

Fr. 1'595.– vom 1. April 2024 bis 30. September 2024

Fr. 1'315.– vom 1. Oktober 2024 bis 31. August 2026,

Fr. 1'370.– vom 1. September 2026 bis tt.mm.2031,

Fr. 1'400.– vom tt.mm.2031 bis tt.mm.2033,

Fr. 1'400.– vom tt.mm.2033 bis 31. August 2034,

Fr. 1'300.– vom 1. September 2034 bis tt.mm.2037,

Fr. 1'185.–  vom  tt.mm.2037  bis  zum  Abschluss  einer  angemessenen 

Erstausbildung des Klägers 1.

Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass die Parteien im vorlie-

genden  Rechtsmittelverfahren  zwar  übereinstimmend  beantragten,  der  Beklagte 

sei für die Zeit ab tt.mm.2037 zur Bezahlung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags 

von Fr. 848.– zu verpflichten (Urk. 64, Ziff. 1 der Anträge; Urk. 73, Ziffer 1 der An-

träge;  Urk. 72  S. 2).  Da  vorliegend  indes  die  Offizialmaxime  zur  Anwendung  ge-

langt, ist das Gericht nicht an diesen Antrag gebunden. Vielmehr kann das Gericht 

nicht nur weniger, sondern auch mehr als das im Rechtsbegehren Verlangte zu-

sprechen  (vgl.  ZK  ZPO-Seiler,  Art. 58  N 32).  Die  Offizialmaxime  gilt  sowohl  zu 

Gunsten als auch zu Lasten des Unterhaltsschuldners (BGE 128 III 411 E. 3.2.1). 

7.5.2.  Die  von  der  Vorinstanz  vorgesehenen  Zahlungsmodalitäten  (vgl.  Urk. 65 

Disp. Ziff. 2 Abs. 2 des Urteils) blieben unbeanstandet. Entsprechend bleibt es da-

bei. Die Indexklausel (Urk. 65 E. IV./3.5.3. S. 41 und Disp. Ziff. 3 des angefochte-

nen Urteils) wurde ebenfalls nicht moniert, ist jedoch zu aktualisieren. 

- 28 -

8.

Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

8.1. Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr unter Annahme eines Streitwerts 

von Fr. 307'673.– unangefochten auf insgesamt Fr. 4'500.– fest (Urk. 65 E. VI./3. 

S. 42  f.  und  Disp. Ziff. 4  des  angefochtenen  Urteils).  Sie  verteilte  diese  entspre-

chend dem Ausgang des vorinstanzlichen Verfahrens zu 8/9 dem Beklagten und 

zu 1/8 der Klägerschaft. Da – so die Vorinstanz – dem Kind praxisgemäss keine 

Kosten aufzuerlegen seien, seien die auf die Kläger entfallenden Kosten vollum-

fänglich der Klägerin 2 aufzuerlegen. Parteientschädigungen seien keine festzuset-

zen (Urk. 65 E. VI./4. S. 43).

8.2. Trifft  die  Berufungsinstanz  einen  neuen  Entscheid,  so  entscheidet  sie  auch 

über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO).

8.3. Der Kläger 1 beantragte vor Vorinstanz Kinderunterhaltsbeiträge von gesamt-

haft rund Fr. 307'500.– (gerechnet bis zur Volljährigkeit; vgl. auch Urk. 65 S. 2 und 

Urk. 65 E. VI./3. S. 42 f.). Demgegenüber verlangte der Beklagte die Zusprechung 

von Kinderunterhaltsbeiträgen in Höhe von insgesamt rund Fr. 144'000.– (gerech-

net bis zur Volljährigkeit, vgl. Urk. 26 S. 1 f.). Zugesprochen werden im Ergebnis 

gesamthaft  rund  Fr. 302'000.–  (gerechnet  bis  zur  Volljährigkeit;  vgl.  vorstehende 

Ziff. III./7.5.1.). Damit unterliegt der Beklagte fast vollumfänglich. Entsprechend ist 

die Entscheidgebühr vollumfänglich ihm aufzuerlegen. Parteientschädigungen sind 

keine zuzusprechen. Dem Beklagten nicht zufolge seines Unterliegens, der Kläge-

rin 2 nicht, da sie vor Vorinstanz nicht berufsmässig vertreten war (Art. 95 Abs. 3 

lit. b und Art. 68 Abs. 2 ZPO) und zudem keinen Antrag auf Ausrichtung einer (Um-

triebs-)Entschädigung gestellt hat (siehe insb. Prot. I S. 8 ff.). Der Kläger 1 war vor 

Vorinstanz durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ vertreten, welcher offensichtlich 

für  die  Sozialen  Diensten  Zürich  tätig  ist  (vgl.  Urk. 1, 3 und  4). Einen  Antrag  auf 

Ausrichtung einer Entschädigung hat er nicht gestellt (siehe Urk. 1 S. 2). Darüber 

hinaus ergibt sich weder aus dem Gebührentarif zum Kinder- und Jugendhilfege-

setz noch aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG), dass die Rechtsvertre-

tung  durch  einen  Beistand  als  gebührenpflichtige  Leistung  in  Rechnung  gestellt 

werden kann (vgl. OGer ZH LZ180028 vom 23. September 2019 E. III./2.3.; OGer 

ZH LZ170002 vom 8. Juni 2017 E. III./4.; OGer ZH LZ130010 vom 2. März 2015 E. 

- 29 -

III./1.). Es ist daher nicht davon auszugehen, dass dem Kläger 1 im vorinstanzli-

chen Verfahren zu vergütende Kosten für seine Rechtsvertretung angefallen sind.

III.

1.

Zweitinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.1. Abschliessend ist über die zweitinstanzlichen Kosten- und Entschädigungs-

folgen zu befinden. Gegenstand der vorliegenden Berufung ist die Unterhaltspflicht 

des  Beklagten  gegenüber  dem  Kläger 1.  Damit  liegt  eine  vermögensrechtliche 

Streitigkeit vor, bei welcher sich die Verfahrenskosten nach dem Streitwert richten. 

Der Streitwert wird durch das Rechtsbegehren bestimmt (Art. 91 Abs. 1 ZPO).

1.2. Die Vorinstanz sprach dem Kläger bis zum Erreichen seines 18. Altersjahres 

Unterhaltsbeiträge  von  gesamthaft  rund  Fr. 290'000.–  zu  (vgl.  Urk. 65  E. VI./4. 

S. 43  und  Disp. Ziff. 2  des  angefochtenen  Urteils).  Im  Berufungsverfahren  bean-

tragt der Beklagte für die nämliche Zeit die Zusprechung von Kinderunterhaltsbei-

trägen von rund Fr. 208'500.–. Die Kläger verlangen hinsichtlich der ab tt.mm.2037 

zu  zahlenden  Unterhaltsbeiträge  die  Gutheissung  der  Berufung,  womit  der  Be-

klagte  für  diese  Zeit  zu  geringfügig  höheren  Unterhaltsbeiträgen  zu  verpflichten 

wäre (Fr. 848.– anstatt – wie von der Vorinstanz vorgesehen – Fr. 795.–). im übri-

gen Umfang beantragen sie die Abweisung der Berufung (Urk. 72 S. 2 und Urk. 73 

S. 2). Der Streitwert der Berufung beträgt demnach rund Fr. 82'500.– (Fr. 290'000.– 

+ Fr. 1'272.– ./. Fr. 208'500.–; Urk. 64 S. 2, Urk. 72 S. 2 und Urk. 73 S. 2). Ausge-

hend von diesem Streitwert ist die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren auf 

Fr. 4'000.–  festzusetzen  (§ 12  Abs. 1  und  Abs. 2  in  Verbindung  mit  § 2  und  § 4 

Abs. 1  und  3  GebV  OG).  In  Anwendung  von  §  2  Abs. 1,  §  4  Abs. 1  und  3,  §  11 

Abs. 1 bis 3, § 12 Abs. 3 und § 13 Abs. 1 AnwGebV erscheint eine volle Parteient-

schädigung von Fr. 4'000.– zuzüglich Mehrwertsteuer, mithin Fr. 4'324.– (inklusive 

Mehrwertsteuer), als angemessen. 

1.3. Angesichts der beantragten sowie der im Ergebnis zugesprochenen Kinder-

unterhaltsbeiträge (gerechnet bis zur Volljährigkeit) unterliegt der Beklagte im Be-

rufungsverfahren.  Entsprechend  ist  die  Entscheidgebühr  ausgangsgemäss  ihm 

- 30 -

aufzuerlegen (Art. 106 ZPO). Zudem ist er zu verpflichten, der Klägerin 2 eine volle 

Parteientschädigung in Höhe von Fr. 4'324.– zu bezahlen. Der Kläger 1 war (auch) 

im Rechtsmittelverfahren durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ vertreten, welcher 

offensichtlich für die Sozialen Diensten Zürich tätig ist (vgl. Urk. 1, 3 und 4). Einen 

Antrag  auf  Ausrichtung  einer  Entschädigung  hat  er  im  Berufungsverfahren  nicht 

gestellt (siehe Urk. 72 S. 2). Im Übrigen kann in diesem Zusammenhang auf das 

unter Ziffer II./8.3. Ausgeführte verwiesen werden. 

2.

Unentgeltliche Rechtspflege

2.1. Die Klägerin 2 ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für 

das Berufungsverfahren (Urk. 73 S. 3). 

2.1.1.  Da  der  Klägerin 2  im  Rechtsmittelverfahren  ausgangsgemäss  keine  Ge-

richtskosten auferlegt werden, ist ihr Gesuch, soweit es sich auf die Befreiung von 

den Gerichtskosten bezieht, zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Das Ge-

such um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes darf gemäss bundes-

gerichtlicher  Rechtsprechung  hingegen  nicht  schon  deshalb  als  gegenstandslos 

geworden abgeschrieben werden, weil der bedürftigen Partei eine Parteientschädi-

gung zugesprochen wird. Ein solches Vorgehen ist lediglich dann zulässig, wenn 

die Solvenz der Gegenpartei ausser Zweifel steht und damit eine Parteientschädi-

gung ohne Weiteres als einbringlich gelten kann. Erweist sich die Zahlungsfähigkeit 

demgegenüber als unsicher, muss gewährleistet bleiben, dass der Anwalt der be-

dürftigen Partei nötigenfalls durch den Staat gemäss Art. 122 Abs. 2 ZPO entschä-

digt wird (BGer 5A_407/2014 vom 7. Juli 2014 E. 2.2. m.w.H.). Da die Solvenz des 

Beklagten  vorliegend  nicht  ausgewiesen  ist,  ist  über  das  Gesuch  um  Bestellung 

eines unentgeltlichen Rechtsbeistands zu befinden.

2.1.2. Eine Person hat gemäss Art. 117 ZPO Anspruch auf unentgeltliche Rechts-

pflege, wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (lit. a) und ihr Rechts-

begehren  nicht  aussichtslos  erscheint  (lit. b).  Unter  denselben  Voraussetzungen 

besteht  ein  Anspruch  auf  einen  unentgeltlichen  Rechtsbeistand,  soweit  dies  zur 

Wahrung der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Eine Person gilt als 

bedürftig, wenn sie die Kosten eines Prozesses nicht aufzubringen vermag, ohne 

- 31 -

jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eigenen notwendigen Lebensun-

terhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind. Die prozessuale Bedürftig-

keit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation der gesuchstellen-

den Person (BGE 141 III 369 E. 4.1; 135 I 221 E. 5.1; 128 I 225 E. 2.5.1). Dabei 

sind einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen und anderseits die Einkom-

mens- und Vermögensverhältnisse in Betracht zu ziehen (BGE 124 I 97 E. 3b mit 

Hinweisen).

2.1.3.  Gemäss vorstehender Gegenüberstellung von Einkommen und Bedarf ver-

fügt die Klägerin 2 derzeit über einen Überschuss von Fr. 1'235.– pro Monat (siehe 

Ziff. III./7.1.). Unter Berücksichtigung des von ihr infolge fehlender Leistungsfähig-

keit  des  Beklagten  zu  übernehmenden  Beitrags  am  Barunterhalt  des  Klägers 1 

(Fr. 768.–)  sowie  eines  Zuschlags  zum  Grundbetrag  in  Höhe  von  25 %  (rund 

Fr. 338.–) verfügt die Klägerin 2 noch über einen Überschuss von rund Fr. 130.– 

pro  Monat.  Mit  diesem  ist  es  ihr  offensichtlich  nicht  möglich,  die  ihr  anfallenden 

Anwaltskosten 

in  der  Grössenordnung  von  Fr. 4'000.–  (siehe  vorstehend 

Ziff. III./1.3.) innert zwei Jahren zu tilgen. Über Vermögen verfügt sie offensichtlich 

ebenfalls nicht (siehe Urk. 76/5). Damit ist sie als mittellos anzusehen. Die von ihr 

im Rechtsmittelverfahren gestellten Anträge können zudem nicht als aussichtslos 

bezeichnet werden und die rechtsunkundige Klägerin 2 war für die sachgerechte 

Wahrung ihrer Rechte vor der Rechtsmittelinstanz auf anwaltlichen Beistand ange-

wiesen. Entsprechend ist ihr in der Person von Rechtsanwalt MLaw Y2._____ ein 

unentgeltlicher  Rechtsbeistand  zu  bestellen.  Die  Nachzahlungspflicht  gemäss 

Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.

2.2. Da auf Seiten des Klägers 1 keine Gerichtskosten anfallen und er keine Par-

teientschädigung verlangt hat, erweist sich sein eventualiter gestellter Antrag um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 72 S. 2) als obsolet.

Es wird beschlossen:

1.

Der Klägerin 2 wird für das Berufungsverfahren in der Person von Rechtsan-

walt MLaw Y2._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Im Übrigen 

- 32 -

wird ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgeschrie-

ben.

2.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkennt-

nis.

Es wird erkannt:

1.

Der Beklagte wird verpflichtet, für den Kläger 1 folgende monatliche Unter-

haltsbeiträge (Barunterhalt) zu bezahlen:

-

-

-

-

-

-

-

-

-

Fr. 1'785.– vom tt.mm.2021 bis 31. August 2023,

Fr. 1'675.– vom 1. September 2023 bis 31. März 2024,

Fr. 1'595.– vom 1. April 2024 bis 30. September 2024

Fr. 1'315.– vom 1. Oktober 2024 bis 31. August 2026,

Fr. 1'370.– vom 1. September 2026 bis tt.mm.2031,

Fr. 1'400.– vom tt.mm.2031 bis tt.mm.2033,

Fr. 1'400.– vom tt.mm.2033 bis 31. August 2034,

Fr. 1'300.– vom 1. September 2034 bis tt.mm.2037,

Fr. 1'185.–  vom  tt.mm.2037  bis  zum  Abschluss  einer  angemessenen 

Erstausbildung des Klägers 1.

Die Unterhaltsbeiträge (zzgl. allfälliger vom Beklagten für den Kläger 1 bezo-

gener Kinder-/Familienzulagen) sind zahlbar an die Klägerin 2 und zwar je-

weils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats bis zum Abschluss einer 

angemessenen  Erstausbildung  auch  über  die  Volljährigkeit  hinaus,  solange 

der Kläger 1 im Haushalt der Klägerin 2 lebt und keine eigenen Ansprüche 

gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger be-

zeichnet.

2.

Die  Unterhaltsbeiträge  gemäss  Ziffer  2  basieren  auf  dem  Landesindex  der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Mai 2025 von 

107.6 Punkten (Basis Dezember 2020 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 

- 33 -

1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2026, dem Stand 

des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung 

erfolgt nach folgender Formel:

neuer Unterhaltsbeitrag =

alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index

alter Index

Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr Ein-

kommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unterhalts-

beiträge gemäss Ziffer 1 nur proportional zur tatsächlichen Einkommensstei-

gerung angepasst.

Fällt der Index unter den Stand von Ende Mai 2025, berechtigt dies nicht zu 

einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.

3.

Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden auf Fr. 4'500.– 

festgesetzt und dem Beklagten auferlegt.

4.

Für das erstinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5.

6.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt.

Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beklag-

ten  auferlegt  und  mit  seinem  Kostenvorschuss  verrechnet.  Im  Mehrbetrag 

stellt die Obergerichtskasse Rechnung. 

7.

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 4'324.– zu bezahlen.

8.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein.

Nach  unbenutztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

- 34 -

9.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
mehr als Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

Zürich, 4. Juli 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

lic. iur. C. Faoro

versandt am:
jo