# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e9ecba29-f293-5176-8d23-2b81f8fbcc84
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Gesundheits-, Sozial und Integrationsdirektion 26.03.2025 2025.GSI.468
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Weitere/BE_VB_003_2025-GSI-468_2025-03-26.pdf

## Full Text

Kanton Bern  
Canton de Berne  

Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion 

Rathausplatz  1  
Postfach  
3000  Bern  8 
+41 31 633 79 41  (Telefon)  
+41 31 633 79 56 (Fax)  
info.ra.gsi@be.ch  
wvvw.be.ch/gsi  

Referenz: 2025.GSI.468 / tsa 

Zwischenentscheid vom  26.  März  2025 

in der  Beschwerdesache  

A. 	, 

Beschwerdeführer 

gegen 

Gesundheitsamt  (GA),  Rathausplatz  1,  Postfach,  3000  Bern  8  

Vorinstanz 

betreffend vorsorglicher Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung als Apotheker 

(Verfügung  der  Vorinstanz vom  7.  Januar  2025) 

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Kanton Bern 	 Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion  
Canton de Berne 	 2025.GSI.468  

I. 	Sachverhalt  

1. A. 	(nachfolgend: Beschwerdeführer) verfügt seit dem  1.  November  2010  über eine 

Berufsausübungsbewilligung als Apotheker im Kanton Bern.1  

2. Mit Schreiben vom  27.  Januar  2023  stellte  die  Kantonale Heilmittelkontrolle Zürich (KHZ) 

dem Gesundheitsamt  des  Kantons Bern  (GA,  nachfolgend: Vorinstanz) ihre Zwischenverfügung 

vom  27.  Januar  2023  zu. Aus  der  Verfügung geht hervor, dass dem Beschwerdeführer im Rahmen 

einer vorsorglichen Massnahme verboten wurde, im Kanton Zürich fachlich eigenverantwortlich 

als Apotheker tätig zu sein.2  

3. Die  Vorinstanz forderte  den  Beschwerdeführer mit Schreiben vom  28.  März  2023  auf, bis  

am 17.  April  2023  eine schriftliche Stellungnahme zur Zwischenverfügung  der  KHZ einzureichen.3  

4. Am 17.  April  2023  teilte  der  Beschwerdeführer mit, dass er  die  Zwischenverfügung vom  

27.  Januar  2023  angefochten habe. Zudem sei er momentan nicht  in der  Schweiz tätig, würde 

aber gerne im Kanton Bern arbeiten, sofern  die  Berufsausübungsbewilligung aufrechterhalten 

werde. Daher fragte  der  Beschwerdeführer, ob er mit seiner bestehenden Berufsausübungsbewil-

ligung im Kanton Bern tätig sein dürfe.4  

5. Mit Schreiben vom  9. Mai 2023  teilte  die  Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit, dass sie 

aufgrund  des  hängigen Verwaltungsverfahrens im Kanton Zürich und  des  hängigen Strafverfah-

rens  die  Aufnahme einer Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwortung im Kanton 

Bern nicht befürworten könne.5  

6. Das Verwaltungsgericht  des  Kantons Zürich hat  die  Beschwerde  des  Beschwerdeführers 

gegen  die  Zwischenverfügung  des  KHZ vom  27.  Januar  2023  mit Urteil vom  11.  Juli  2024  abge-

wiesen  .6  

7. Die  Apotheke  B. 	stellte  am 14.  Oktober  2024  bei  der  Vorinstanz ein Gesuch um Er- 

teilung einer Betriebsbewilligung für eine öffentliche Apotheke mit dem Beschwerdeführer als fach-

lich verantwortliche Person.7  

Berufsausübungsbewilligung vom  1.  November  2010  (Beschwerdebeilage  1) 
2  Zwischenverfügung vom  27.  Januar  2023  (pag.  1  ff.)  
3  Schreiben vom  28.  März  2023  (pag.  21) 
4  Schreiben vom  17.  April  2023  (pag.  25 f.) 
5  Schreiben vom  9. Mai 2023  (pag.  29) 
6  Urteil  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons Zürich VB.2023.00349 vom  11.  Juli  2024  (pag.  31  ff.) 

Gesuch vom  14.  Oktober  2024  (pag.  80) 

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8. 	Mit Schreiben vom  31.  Oktober  2024  eröffnete  die  Vorinstanz ein aufsichtsrechtliches 

Verfahren gegen  den  Beschwerdeführer betreffend Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung als 

Apotheker  in  eingener fachlicher Verantwortung.8  

9. 	Mit Schreiben vom  31.  Oktober  2024  teilte  die  Vorinstanz  der  Apotheke  B. 	mit, dass  

der  Beschwerdeführer nicht zur Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwortung be-

rechtigt sei und daher nicht als Betriebsleiter einer öffentlichen Apotheke tätig sein dürfe.8  

10. 	Mit Stellungnahme vom  20.  November  2024  beantragte  der  Beschwerdeführer 

sinngemäss,  es  sei  von  einem Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung abzusehen.1°  

11. 	Der  Beschwerdeführer hat  am 28.  Dezember  2024  beim Verwaltungsgericht  des  Kantons 

Bern Beschwerde gegen das Schreiben vom  31.  Oktober  2024  erhoben.  

12. 	Mit Urteil vom  6.  Januar  2025  ist das Verwaltungsgericht  des  Kantons Bern nicht auf  die  

Beschwerde vom  28.  Dezember  2024  eingetreten mit  der  Begründung, dass  die  Beschwerde ver-

spätet erhoben worden sei und  es  sich beim Schreiben vom  31.  Oktober  2024  nicht um eine an-

fechtbare Verfügung handle.11  

13. 	Mit Zwischenverfügung vom  7.  Januar  2025  verfügte  die  Vorinstanz Folgendes:  

1. A. 	 wird  die  vom  GA am 24.  November  2010  erteilte Berufsausübungsbewilligung vorsorglich entzo- 

gen.  Die  Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwortung und das Führen einer Apotheke ist 

ihm  per  sofort nicht mehr erlaubt.  

2. Diese Anordnung bleibt  in Kraft,  bis  der  endgültige Entscheid  in der  Hauptsache  in  Rechtskraft erwächst, 

sofern nicht vorher eine anderslautende Verfügung ergeht.  Der  endgültige Entscheid  in  dieser Sache 

wird ergehen, sobald  der  rechtserhebliche Sachverhalt abschliessend ermittelt ist.  

3. Einer allfälligen Beschwerde gegen diese Verfügung wird  die  aufschiebende Wirkung entzogen.  

4. Die  Kosten dieses Verfahren, bestimmt auf CHF  500,  werden  A. 	auferlegt. Sie werden separat  in  

Rechnung gestellt.  

14. 	Gegen diese Verfügung hat  der  Beschwerdeführer  am 7.  Februar  2025  bei  der  Gesund-

heits-, Sozial- und Integrationsdirektion  des  Kantons Bern (GSI) Beschwerde erhoben. Darin be-

antragt er Folgendes: 

Schreiben vom  31.  Oktober  2024  (pag.  91  ff.)  
9  Schreiben vom  31.  Oktober  2024  (pag.  99) 
10  Stellungnahme vom  20.  November  2024  (pag.  100  ff.)  
11  Urteil  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons Bern Nr.  100.2024.404  vom  6.  Januar  2025 

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1. Bitte stellen Sie fest, dass  die  vom  GA am 24.  November  2010  erteilte BAB wiederherzustellen ist.  Die  

Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwortung und das Führen einer Apotheke ist mir  per  

sofort zu erlauben.  

2. Bitte stellen Sie fest, dass  die  Verfügung ausser  Kraft  tritt bis  der  endgültige Entscheid  in der  Hauptsa-

che  in  Rechtskraft erwächst.  

3. Bitte stellen Sie  die  aufschiebende Wirkung meiner heutigen Beschwerde fest.  

4. Bitte stellen Sie fest, dass dem Gesuch  der B. 	, mich als Geschäftsführer und Apotheker  in  eigener 

Verantwortung arbeiten zu lassen, stattzugeben ist, damit das Arbeitsverhältnis  per  sofort aufgenom-

men werden kann.  

5. Bitte stellen Sie  den  Entschädigungsanspruch fest,  der  durch  die  volatilen und bis dato unbegründeten 

Entscheidungen und Mitteilungen  des  GSI-GA entstanden ist.  Er  beträgt bis heute CHF  34125.00  und 

läuft fortlaufend bis zur Wiederherstellung  der  BAB und Aufnahme  der  Tätigkeit auf.  

6. Bitte legen Sie  die  Kosten  des  vorliegenden Verfahrens  der  Einstweiligen Verfügung und Beschwerde  

der  Gegenseite auf. Bitte erteilen Sie einen Erlass, dass  die  vom GSI-GA erhobene Kostennote über 

CHF  500  hinfällig sei.  

15. Ebenfalls  am 7.  Februar  2025  hat  der  Beschwerdeführer beim Verwaltungsgericht  des  
Kantons Bern Beschwerde gegen  die  Zwischenverfügung  der  Vorinstanz vom  7.  Januar  2025  er-
hoben. Mit Schreiben vom  10.  Februar  2025  leitete das Verwaltungsgericht  des  Kantons Bern  die  

Beschwerde zuständigkeitshalber  der  GSI weiter.  

16. Die  Rechtsabteilung  des  Generalsekretariats, welche  die  Beschwerdeverfahren für  die  
GSI leitet,12  holte  die  Vorakten ein und führte  den  Schriftenwechsel durch.  

17. Mit Schreiben vom  13.  Februar  2025  hat  die  Vorinstanz dem Beschwerdeführer  die  feh-
lende Seite  2 der  Zwischenverfügung vom  7.  Januar  2025  zugestellt.  

18. Mit unaufgefordertem Schreiben vom  26.  Februar  2025  teilte  der  Beschwerdeführer mit, 

dass  der  Zustellungsmangel mit dem Nachsenden  der  fehlenden Seite nicht behoben sei.  

19. Ebenfalls  am 26.  Februar  2025  hat  der  Beschwerdeführer bei  der  Staatskanzlei  des  Kan-

tons Bern ein Schreiben betreffend  den  Zustellungsmangel eingereicht.  Die  Staatskanzlei hat die-

ses Schreiben  am 4.  März  2025 an die  GSI weitergeleitet.  

12  Art. 7  Abs.  1  Bst.  m  der  Verordnung vom  30.  Juni  2021  über  die Organisation  und  die  Aufgaben  der  Gesundheits-, 
Sozial- und lntegrationsdirektion (Organisationsverordnung GSI, OrV GSI; BSG  152.221.121)  i.V.m.  Art. 14a der  Direk-
tionsverordnung über  die  Delegation  von  Befugnissen  der  Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion vom  17.  Ja-
nuar  2001  (DelDV GSI; BSG  152.221.121.2)  und  Art. 6  Abs.  1  Bst.  e  des  Organisationsreglements  des  Generalsekre-
tariats  der  Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (OrgR  GS  GSI)  

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20. 	Die  Vorinstanz beantragt  in  ihrer undatierten Beschwerdevernehmlassung, eingegangen  

am 4.  März  2025, die  Abweisung  der  Beschwerde. 

Auf  die  Rechtsschriften und Akten wird, soweit für  den  Entscheid wesentlich,  in den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen  

1. 	Sachurteilsvoraussetzungen  

1.1 	Angefochten ist  die  Verfügung  der  Vorinstanz vom  7.  Januar  2025.  Verfügungen  der  Vor-

instanz sind gemäss  Art. 46  GesG13  i.V.m.  Art. 62  Abs.  1  Bst.  a  VRPG14  bei  der  GSI als  der in der  

Sache zuständigen Direktion anfechtbar. Somit ist  die  GSI zur Beurteilung  der  Beschwerde vom  

7.  Februar  2025  zuständig.  

1.2 	Eine Verfügung,  die  wie vorliegend  die  Anordnung einer vorsorglichen Massnahme  

(Art. 27  VRPG) und Anordnungen betreffend  die  aufschiebende Wirkung  (Art. 61  Abs.  1  Bst.  g  VRPG) 

zum Inhalt hat, gilt als Zwischenverfügung. Zwischenverfügungen sind gemäss  Art. 61  Abs.  3  VRPG 

selbstständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 

(Bst.  a)  oder wenn  die  Gutheissung sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden 

Aufwand  an  Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beschwerdeverfahren ersparen würde (Bst.  b).  Ein 

nicht wieder gutzumachender Nachteil wird praxisgemäss bejaht, wenn  die  opponierende Person ein 

schutzwürdiges Interesse  an der  sofortigen Aufhebung oder Abänderung  der  Zwischenverfügung hat. 

Ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse  an der  sofortigen Anfechtung  der  Zwischenverfügung ist be-

reits dann gegeben, wenn ein günstiger Endentscheid für  die  betroffene Person nicht jeden Nachteil 

zu beseitigen vermag. Dabei genügt auch ein tatsächliches — etwa bloss wirtschaftliches — Interesse.15  

Vorliegend hat  die  Vorinstanz dem Beschwerdeführer  die  Berufsausübungsbewilligung als Apotheker  

in  eigener fachlicher Verantwortung vorsorglich entzogen und einer Beschwerde gegen diese Verfü-

gung  die  aufschiebende Wirkung entzogen, sodass  der  Beschwerdeführer bis auf Weiteres kein Ein-

kommen erzielen kann. Damit hat  der  Beschwerdeführer zumindest ein tatsächliches Interesse und 

ein nicht wieder gutzumachender Nachteil ist zu bejahen.  

1.3 	Der  Beschwerdeführer ist als Adressat  der  Verfügung ohne Weiteres zur Beschwerdefüh-

rung befugt  (Art. 65  VRPG).  

13  Gesundheitsgesetz vom  2.  Dezember  1984  (GesG; BSG  811.01) 
14  Gesetz vom  23. Mai 1989  über  die  Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG  155.21) 
15  Michel Daum, in:  Kommentar zum Gesetz über  die  Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern VPRG,  2.  Aufl.  2020, 
Art. 61 N.39 

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1.4 	Die  Verfügung vom  7.  Januar  2025  besteht aus neun Seiten. Bei  der  Eröffnung  der  Verfü- 
gung  an den  Beschwerdeführer fehlte Seite  2,  ein Teil  des  Sachverhalts,  der  Verfügung. Damit liegt 

ein Eröffnungsmangel vor. Aus mangelhafter Eröffnung darf niemandem ein Rechtsnachteil erwach-

sen  (Art. 44  Abs.  6  VRP).  Dabei ist jeweils zu prüfen, ob  die  betroffene Partei durch  den  gerügten 

Eröffnungsmangel tatsächlich irregeführt und dadurch benachteiligt worden ist. Keinen Vertrauens-

schutz geniessen Rechtsuchende, wenn sie oder ihre Vertreterinnen bzw. Vertreter  den  Fehler er-

kannten oder bei zumutbarer Sorgfalt bzw. gebührender Aufmerksamkeit hätten erkennen müssen.16  
Vorliegend hat  der  Beschwerdeführer  am 7.  Februar  2025  fristgerecht Beschwerde gegen  die  Verfü-
gung vom  7.  Januar  2025  erhoben. Folglich ist dem Beschwerdeführer durch  den  Eröffnungsmangel 

kein Rechtsnachteil erwachsen. Zudem sind  die  Seiten mit Seitenzahlen versehen.  Der  Beschwerde-

führer konnte damit ohne Weiteres erkennen, dass  die  Seite  2 der  Verfügung fehlte.  Es  wäre dem 

Beschwerdeführer ohne grossen Aufwand möglich gewesen, vor Ablauf  der  Beschwerdefrist  die  Vo-
rinstanz auf  die  fehlende Seite aufmerksam zu machen und diese nachzufordern. Somit geniesst  der  

Beschwerdeführer keinen Vertrauensschutz und  der  Eröffnungsmangel ist als geheilt zu erachten.  

1.5 	Auf  die  gemäss  Art. 67  VRPG form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutre- 

ten.  

1.6 	Die  GSI prüft, ob  die  Vorinstanz  von  einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung  des  

Sachverhalts ausgegangen ist, ob sie Recht verletzt hat (einschliesslich allfälliger Rechtsfehler bei  der  
Ausübung  des  Ermessens) und ob  die  angefochtene Verfügung unangemessen ist  (Art. 66  VRPG).  
Der  GSI steht somit volle Kognition zu.  

2. 	Streitgegenstand  

2.1 	Beschwerden sind nur im Rahmen  des  Streitgegenstandes zulässig. Dieser braucht sich 

nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber auch nicht darüber hinausgehen. Streitgegen-

stand ist, was  die  beschwerdeführende Partei anbegehrt und  die  Behörde nicht zugestehen will. Zur 
Bestimmung  des  Streitgegenstandes ist das Rügeprinzip massgebend. Konkret bezeichnen  die  Par-
teien  den  Streitgegenstand durch ihre Eingaben.  Der  Streitgegenstand kann im Verlaufe  des  Verfah-

rens grundsätzlich nicht erweitert, sondern höchstens eingeengt werden. Ausserhalb  des  Anfech-

tungsobjekts liegende Rügen sind unzulässig, auf sie ist nicht einzutreten.17  

16  Daum,  a.a.O.,  Art. 44  N.  50 
17  Vgl. zum Ganzen:  Ruth Herzog, in  Kommentar zum bernischen VRPG,  2.  Auflage  2020, Art. 72  N.  12 if.  sowie  
Daum,  a.a.O.,  Art. 20a  N.  5  ff.  

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2.2 	Anfechtungsobjekt ist vorliegend  die  Verfügung  der  Vorinstanz vom  7.  Januar  2025.  Darin 

entzieht  die  Vorinstanz dem Beschwerdeführer vorsorglich  die  Berufsausübungsbewilligung und un-

tersagt ihm  per  sofort  die  Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwortung und das Führen 

einer Apotheke (Dispositivziffer  1).  Diese Anordnung bleibe  in Kraft,  bis  der  endgültige Entscheid  in 

der  Hauptsache  in  Rechtskraft erwachse, sofern nicht vorher eine anderslautende Verfügung ergehe.  

Der  endgültige Entscheid  in der  Sache werde ergehen, sobald  der  rechtserhebliche Sachverhalt ab-

schliessend ermittelt sei (Dispositivziffer  2). Die  Vorinstanz entzog einer allfälligen Beschwerde gegen 

diese Verfügung  die  aufschiebende Wirkung (Dispositivziffer  3).  Weiter auferlegte  die  Vorinstanz dem 

Beschwerdeführer Verfahrenskosten  von  CHF  500.00  (Dispositivziffer  4). 

2.3 	Der  Beschwerdeführer beantragt  in  seiner Beschwerde vom  7.  Februar  2025, es  sei festzu- 

stellen, dass dem Gesuch  der B. 	,  den  Beschwerdeführer als Geschäftsführer und Apotheker  in  

eigener fachlicher Verantwortung arbeiten zu lassen, stattzugeben sei, damit das Arbeitsverhältnis  per  

sofort aufgenommen werden könne (Antrag Nr.  4).  Dieser Antrag geht über das Anfechtungsobjekt 

hinaus. Auf dieses Rechtsbegehren ist folglich nicht einzutreten.  

2.4 	Bezüglich  des  Antrags,  es  sei ein Entschädigungsanspruch festzustellen,  der  durch  die  vola- 

tilen und bis dato unbegründeten Entscheidungen und Mitteilungen  der  Vorinstanz entstanden sei und 

bis heute CHF  34125.00  betrage und fortlaufend bis zur Wiederherstellung  der  Berufsausübungsbe-

willigung und Aufnahme  der  Tätigkeit auflaufe (Antrag  5),  ist festzuhalten, dass auch dieser Antrag 

über das Anfechtungsobjekt hinausgeht. Auf dieses Rechtsbegehren ist somit ebenfalls nicht einzu-

treten.  Der  Beschwerdeführer wird auf  die  Möglichkeit eines Staatshaftungsgesuchs nach  Art. 104  

PG18  hingewiesen.  

2.5 	Weiter beantragt  der  Beschwerdeführer,  es  sei festzustellen, dass  die  Berufsausübungsbe- 

willigung wiederherzustellen sei und ihm  die  Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwor-

tung und das Führen einer Apotheke  per  sofort zu erlauben (Antrag Nr.  1).  Weiter sei festzustellen, 

dass  die  Verfügung ausser  Kraft  trete, bis  der  endgültige Entscheid  in der  Hauptsache  in  Rechtskraft 

erwachse (Antrag Nr.  2)  und  es  sei  die  aufschiebende Wirkung seiner heutigen Beschwerde festzu-

stellen (Antrag Nr.  3).  Diese Anträge liegen innerhalb  des  Anfechtungsobjekts. Streitgegenstand und 

damit zu prüfen ist damit, ob  der  vorsorgliche Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung und das sofor-

tige Verbot  der  Tätigkeit als Apotheker  in  eigener fachlicher Verantwortung und  des  Führens einer 

Apotheke zu Recht erfolgt sind sowie ob  die  aufschiebende Wirkung wiederherzustellen ist.  

18  Personalgesetz vom  16.  September  2004  (PG; BSG  153.01) 

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3. 	Rechtliches  

3.1 	Vorsorgliche Massnahmen  

3.1.1 	Gemäss  Art. 27  Abs.  1  VPRG kann  die  instruierende Behörde auf Antrag oder  von  Amtes 

wegen  in  folgenden Fällen vor dem Erlass einer Verfügung oder eines Entscheides vorsorgliche Mas-

snahmen anordnen: zur Beseitigung gesetzeswidriger oder gefährlicher Anlagen und Zustände, zur 

Ausführung dringender Arbeiten und zum Schutz erheblicher öffentlicher oder privater Interessen 

(Bst.  a)  oder gegen  die  wesentliche Veränderung oder Veräusserung  der  Streitsache (Bst.  b). 

3.1.2 	Vorsorgliche Massnahmen bezwecken, einen umfassenden und effektiven Rechtsschutz zu 

gewährleisten. Sie sollen eigenmächtige Veränderungen  der  Sach- und Rechtslage — das Schaffen 

vollendeter Tatsachen — verhindern und so  die  angestrebte tatsächliche Überprüfung  von  Rechtsver-

hältnissen sicherstellen (sog. einstweiliger Rechtsschutz).  Die  Anordnungen gelten damit nur vorläufig, 

bis  die  Rechtslage mit dem späteren Hauptsacheentscheid, allenfalls abweichend vom einstweiligen 

Rechtsschutz, definitiv geregelt wird.19  Der  Behörde kommt bei  der  Entscheidfindung und  der  Ausge-

staltung  der  konkreten Massnahmen praxisgemäss ein erheblicher Beurteilungs- und Ermessensspiel-

raum zu.29  Der  provisorische Charakter vorsorglicher Massnahmen und ihre Dringlichkeit schliessen 

vertiefte Abklärungen aus. Über einstweiligen Rechtsschutz muss mithin  in der  Regel ohne weitere 

Beweiserhebungen — aufgrund  der  Akten entschieden werden.  Die  gesuchstellende Partei muss eine 

Gefährdung ihres Rechtsanspruchs bloss glaubhaft machen.  Es  genügt, wenn eine Gefährdung auf-

grund summarischer Prüfung  der  Sach- und Rechtslage zwar als wahrscheinlich erscheint,  die  Mög-

lichkeit einer Fehlannahme aber nicht ausgeschlossen werden kann.21  Stehen  den  Interessen  am  Er-

lass vorsorglicher Massnahmen andere private oder öffentliche Interessen gegenüber, so ist über  den  

vorläufigen Rechtsschutz aufgrund einer Interessenabwägung zu entscheiden  22 

3.2 	Berufsausübungsbewilligung 

3.2.1 	Apothekerin und Apotheker gilt als universitärer Medizinalberuf  (Art. 2  Abs.  1  

Bst.  d  MedBG23). Für  die  Ausübung eines universitären Medizinalberufes  in  eigener fachlicher Verant-

wortung bedarf  es  einer Bewilligung  des  Kantons, auf dessen Gebiet  der  Medizinalberuf ausgeübt wird  

(Art. 34  Abs.  1  MedBG).  Die  Bewilligung zur Berufsausübung  in  eigener fachlicher Verantwortung wird 

erteilt, wenn  die  Gesuchstellerin oder  der  Gesuchsteller: ein entsprechendes eidgenössisches Diplom 

besitzt (Bst.  a);  vertrauenswürdig ist sowie physisch und psychisch Gewähr für eine einwandfreie Be-

rufsausübung bietet (Bst.  b);  über  die  notwendigen Kenntnisse einer Amtssprache  des  Kantons, für  

19  Michel  Daum/David Rechsteiner,  in  Kommentar zum bernischen VRPG,  2.  Auflage  2020, Art. 27  N.  1 
20  Daum/Rechsteiner, a.a.O.,  Art. 27  N.  5 
21  Daum/Rechsteiner, a.a.O.,  Art. 27  N.  6 
22  Daum/Rechsteiner, a.a.O.,  Art. 27  N.  18 
23  Bundesgesetz vom  23.  Juni  2006  über  die  universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG;  SR 
811.11) 

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welchen  die  Bewilligung beantragt wird, verfügt (Bst.  c; Art. 36  Abs.  1  Bst.  a  bis  c  MedBG). Buchstabe  

b  umschreibt abschliessend  die  persönlichen Voraussetzungen für  die  Bewilligungserteilung. Demge-

mäss hat eine Person einerseits gut beleumundet bzw. allgemein vertrauenswürdig zu sein und an-

dererseits muss sie physisch und psychisch  in  einer Verfassung sein,  die  Gewähr für eine einwand-

freie Tätigkeit bietet.24  

3.2.2 	Welches Verhalten für  die  Vertrauenswürdigkeit  relevant  ist, muss mit Blick auf  den  massge- 

blichen Kontext, hier also  die  öffentliche Gesundheit, ermittelt werden. Dieser Kontext besteht im Kern 

aus gesundheitspolizeilichen Anliegen, geht aber etwas weiter. Denn  der  Schutzzweck  des  Erforder-

nisses  der  Vertrauenswürdigkeit besteht nicht nur im (unmittelbaren) Wohl  der  einzelnen Patientinnen 

und Patienten, sondern auch darin, deren kollektives Vertrauen zu rechtfertigen und zu erhalten.  Die 

in der  Botschaft zum MedBG verwendete Formulierung «allgemein vertrauenswürdig» weist darauf 

hin, dass das für  die  Vertrauenswürdigkeit relevante Verhalten nicht auf  die  berufliche Tätigkeit  in  kon-

kreten Fällen (beispielsweise auf  die  Heilbehandlung als solche) beschränkt ist. Umgekehrt kann nicht 

jedes (tadelnswerte) Verhalten für  die  Beurteilung  der  Vertrauenswürdigkeit herangezogen werden, 

sondern nur jenes, das einen Bezug zur selbstständigen Tätigkeit im medizinischen Sektor aufweist.  

Die  Ausübung dieser Tätigkeit setzt voraus, dass  der  Bewilligungsinhaber bzw. Gesuchsteller  in der  

Lage ist, einen Praxisbetrieb zu führen und dafür  die  Verantwortung zu tragen.25  Nach  der  Rechtspre-

chung sind  an die  Vertrauenswürdigkeit im Sinne  von Art. 36  Abs.  1  Bst.  b  MedBG hohe Anforderun-

gen zu stellen. Praxisgemäss muss  die  Vertrauenswürdigkeit sowohl im Verhältnis  des  Bewilligungs-

inhabers zu  den  Patientinnen und Patienten als auch zu  den  Behörden, vorwiegend  der  Gesundheits-

behörden, erfüllt sein.26  Für das Fehlen  der  Vertrauenswürdigkeit reicht  es  bereits aus, wenn sie ge-

genüber  den  Gesundheitsbehörden nicht mehr gegeben ist. Eine Prüfung  der  Vertrauenswürdigkeit 

gegenüber  den  Patientinnen und Patienten wäre unter diesen Umständen gar nicht mehr notwendig.27  

3.2.3 	Die  Bewilligung wird entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind oder nach- 

träglich Tatsachen festgestellt werden, auf Grund derer sie hätte verweigert werden müssen  

(Art. 38  MedBG).  Sind die  Voraussetzungen für  die  Bewilligungserteilung ganz oder teilweise nicht 

mehr erfüllt oder werden nachträglich Tatsachen festgestellt, aufgrund derer  die  Bewilligung hätte ver-

weigert werden müssen, so ist  die  Bewilligung zu entziehen. Dabei finden selbstverständlich  die  all-

gemeinen Grundsätze  des  Verwaltungsrechts, insbesondere  die  Beachtung  des  Verhältnismässig-

keitsprinzips und  die  Gewährung  des  rechtlichen Gehörs, Anwendung.28  

24  Botschaft vom  3.  Dezember  2004  zum Bundesgesetz über  die  universitären Medizinalberufe,  S. 226 
25  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_853/2013  vom  17.  Juni  2014  E.  5.4 
28  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_879/2013  vom  17.  Juni  2014  E.  4.5 
27  Urteil  des  Bundesgerichts  2C_1011/2014  vom  18.  Juni  2015E. 5.2 
28  Botschaft vom  3.  Dezember  2004  zum Bundesgesetz über  die  universitären Medizinalberufe,  S. 228 

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4. 	Argumente  der  Verfahrensbeteiligten  

4.1 	Die  Vorinstanz führt aus, dass genügend Hinweise vorliegend würden,  die  darauf schliessen 
liessen, dass dem Beschwerdeführer  die  Vertrauenswürdigkeit als Apotheker verloren gegangen sei. 

Aus dem Urteil  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons Zürich vom  11.  Juli  2024  gehe hervor, dass  der  
Beschwerdeführer  in  seiner Funktion als fachlich eigenverantwortlicher Apotheker mutmasslich  den  

illegalen Handel mit Makatussin-Hustensirup (das Betäubungsmittel Dihydrocodein enthaltend) er-

möglicht und  seine  Kompetenzen bewusst dafür eingesetzt habe. Zudem lasse sich dem Urteil ent-

nehmen, dass ein relevantes Risiko bestehe, dass  der  Beschwerdeführer bei einer erneuten Tätigkeit 

als fachlich eigenverantwortlicher Apotheker  seine  Befugnisse zum Bezug und zur Abgabe  von  Arz-
neimitteln missbrauchen und  seine  Sorgfaltspflichten vernachlässigen könnte.  Die  strafrechtlichen 
Vorwürfe,  die  gegen  den  Beschwerdeführer im Zusammenhang mit  der  Bestellung und Abgabe  von 
1844  Flaschen Makatussin im Zeitraum  von  Februar  2022  bis zum  10.  Juli  2022  erhoben wurden, 
seien schwerwiegend.  Die  Bestellung und Weitergabe  von  insgesamt  1844  Flaschen dieses Husten-
sirups stelle zweifellos eine erhebliche Gefährdung  der  öffentlichen Gesundheit dar und zeige eine 

Charaktereigenschaft,  die  sich mit einer gewissenhaften und sorgfältigen Berufsausübung nicht ver-

trage.29  Ein vorsorglicher Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung verfolge das Ziel, weitere miss-

bräuchliche Bestellungen und Abgaben  von  Arzneimitteln und somit  die  Gefährdung  der  öffentlichen 
Gesundheit zu verhindern. Dabei seien  die  Interessen  der  Öffentlichkeit (insbesondere  die  öffentliche 
Gesundheit) höher zu gewichten als  die  wirtschaftlichen Interessen  des  Beschwerdeführers oder Drit-

ten,  in  diesem Fall  der  Apotheke. Für ein vorsorgliches Verbot  der  fachlich eigenverantwortlichen Be-

rufsausübung reiche grundsätzlich eine abstrakte Gefährdung nicht aus;  es  müssten konkrete Hin-

weise auf ein tatsächliches Risiko vorliegen. Als Inhaber einer Berufsausübungsbewilligung könne  der  

Beschwerdeführer jederzeit eine neue Stelle als fachlich eigenverantwortlicher Apotheker im Kanton 

Bem antreten und  es  bestehe keinerlei Gewähr, dass sich solche widerrechtlichen Arznei- und Betäu-

bungsmittelbestellungen und -abgaben nicht wiederholen könnten. Bis zum rechtskräftigen Abschluss  
des  Strafverfahrens sei daher ein vorsorglicher Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung dringend an-

gezeigt. Zwar stelle  der  vorsorgliche Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung einen schweren Eingriff  
in die  Wirtschaftsfreiheit dar, allerdings stehe  es  dem Beschwerdeführer offen, weiterhin eine Tätigkeit 

als Apotheker unter Aufsicht auszuüben und somit ein Einkommen zu generieren. Zusammenfassend 

sei ein provisorischer Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung dringend angezeigt und rechtfertige 

sich im Rahmen  des  öffentlichen Interesses (insbesondere  der  öffentlichen Gesundheit). Diese Mass-

nahme erweise sich zudem als geeignet, erforderlich und verhältnismässig.39  In der  undatierten Be-

schwerdevernehmlassung hält  die  Vorinstanz ergänzend fest, dass  die  Erwägungen aus dem Urteil  
des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons Zürich vom  26.  Juli  2024  klar dafür sprechen würden, dass dem  

29  Verfügung vom  7.  Januar  2025,  Ziffer  B. 4., S. 6  
Verfügung vom  7.  Januar  2025,  Ziffer  B. 5., S. 7 

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Beschwerdeführer, zumindest bis zum Ausgang  des  Strafverfahrens, auch im Kanton Bern  die  Berufs-

ausübungsbewilligung entzogen werden müsse. Patientinnen und Patienten müssten sich auch im 

Kanton Bern darauf verlassen können, dass  die  Aufsichtsbehörden sie vor ungeeigneten Gesund-

heitsfachpersonen schütze.31  

4.2 	Der  Beschwerdeführer moniert, dass  die  Verfügung zur Unzeit ausgesprochen worden sei. 

Sie beruhe auf einem Entscheid aus dem Kanton Zürich  von  vor zwei Jahren, welcher nur  den  Kanton 

Zürich betreffe.  Die  Zürcher Instanzen hätten bewusst auf ein schweizweites Berufsausübungsverbot 

verzichtet, da nur so  die  Verhältnismässigkeit  der  extrem harten und immer noch fragwürdigen Mass-

nahme gegeben sei.  Die  Vorinstanz habe keine Berechtigung aus einer kantonalen Massnahme eine 

überkantonale, schweizweite Massnahme zu machen, zumal  der  Kanton Bern inhaltlich nicht betroffen 

und damit örtlich nicht zuständig sei. Weiter sei  der  Ausgang  des  Strafverfahrens nicht absehbar und  

die  zentrale  Rolle des  ehemaligen Arbeitgebers sei  von der  KHZ übersehen worden.  Der  Kanton Zü-

rich habe  die  vorsorgliche Massnahme vor zwei Jahren ausgesprochen. Warum sich  der  Kanton Bern 

während zwei Jahren dieser vorsorglichen Massnahme nicht angeschlossen habe, sei nicht nachvoll-

ziehbar und widerspreche dem vorsorglichen Charakter. Stattdessen habe  der  Kanton Bern mit dem 

Entzug gewartet, bis  der  Beschwerdeführer eine Tätigkeit  in  Bern habe aufnehmen wollen und  die  

Berufsausübungsbewilligung einen  Tag  vorher entzogen.  Die  Vorinstanz habe damit seinen Arbeitge-

ber irregeführt.32  Die  Verfügung stelle zudem einen schweren Eingriff  in seine  Wirtschaftsfreiheit dar, 

welcher  von der  Vorinstanz unzureichend begründet worden sei. Insbesondere könne nach zwei Jah-

ren zeitlichen Versäumens kein öffentliches Interesse  an der  Massnahme festgestellt werden.  Die  Vo-

rinstanz mache im Wesentlichen Argumente aus dem Urteil  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons 

Zürich vom  11.  Juli  2024  geltend. Dieser Zwischenentscheid beruhe auf einer Vorverurteilung und  es  

sei nicht nachvollziehbar, dass  der  Kanton Bern  die  Falschbeschuldigungen und Spekulationen auch 

für sich beanspruche. Indem  die  Vorinstanz unbegründet eine benötigte Fachkraft  von der  Arbeit fern-

halte und wirtschaftlichen Schaden anrichte, gefährde sie  die  gesundheitliche Versorgung  der  Schwei-

zer Bevölkerung und widerspreche ihrem eigentlichen Auftrag.33  Darüber hinaus seien im Strafverfah-

ren gegen  den  Beschwerdeführer erhebliche Mängel zu Tage gefördert worden, welche  von der  Vo-

rinstanz ignoriert worden seien.34  Dem Beschwerdeführer sei  die  Berufsausübungsbewilligung entzo-

gen worden, weil er als Beschuldigter  in  einer Strafuntersuchung involviert gewesen sei. Gegen  den  

Beschwerdeführer liege bis heute kein Strafbefehl, keine Anklage und kein Urteil vor. Alle Instanzen 

hätten ignoriert, dass  der  ursprünglichen Entscheidung teils grob falsche Sachverhaltsdarstellungen 

zugrunde liegen und auch  die  Unschuldsvermutung sei vollkommen ignoriert worden. Zudem hätten 

alle Instanzen das Prinzip  der  Verhältnismäßigkeit ignoriert und pauschal behauptet,  der  Entzug  der 

31  Undatierte Beschwerdevernehmlassung,  S. 3 
32  Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 3 f. 
33  Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 4 f. 
34  Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 6 

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Berufsausübungsbewilligung erweise sich als verhältnisrnässig.35  Der  Beschwerdeführer macht wei-

tere Ausführungen,  die die  Verfahren vor  den  Strafbehörden,  der  KHZ, dem Verwaltungsgericht  des  

Kantons Zürich und dem Bundesgericht betreffen.  Da  diese Verfahren nicht Streitgegenstand sind, 

wird auf eine Wiedergabe dieser Ausführungen verzichtet.  

5. 	Würdigung  

5.1 	Vorab ist festzuhalten, dass  in der  Verfügung vom  7.  Januar  2025  ein vorsorglicher Entzug  

der  Berufsausübungsbewilligung mit  der  Begründung  der  fehlenden Vertrauenswürdigkeit i.S.v.  

Art. 38  Abs.  1  i.V.m.  Art. 36  Abs.  1  MedBG verfügt wurde.  Es  handelt sich dabei nicht um einen vor-

sorglichen Entzug im Rahmen eines Disziplinarverfahrens i.S.v.  Art. 43  Abs.  4  MedBG, wie er  von der  

KHZ mit  der  Zwischenverfügung vom  27.  Januar  2023  verfügt und vom Verwaltungsgericht  des  Kan-

tons Zürich mit Urteil vom  11.  Juli  2024  bestätigt wurde. Entgegen  den  Vorbringen  des  Beschwerde-

führers handelt  es  sich somit nicht um eine Ausweitung  des  nur für  den  Kanton Zürich geltenden vor-

sorglichen Berufsverbots für  die  Berufsausübung  in  eigener fachlicher Verantwortung.36  Strittig und 

damit summarisch zu prüfen ist vorliegend, ob  die  Voraussetzungen für einen vorsorglichen Entzug  

der  Berufsausübungsbewilligung erfüllt sind. Dabei gilt das Beweismass  der  Glaubhaftmachung (vgl. 

Erwägung  3.1.2). 

5.2 	Vorliegend ist gegen  den  Beschwerdeführer ein Strafverfahren wegen Zuwiderhandlung ge- 

gen das BetmG37  und das HMG38  hängig ist. Dem Beschwerdeführer wird ein strafrechtlich relevantes 

Verhalten (Handel mit dem codeinhaltigen Hustensirup Makatussin)  in  Ausübung seiner Tätigkeit als 

Inhaber einer Berufsausübungsbewilligung und fachlich gesamtverantwortliche Person einer Apo-

theke vorgeworfen.39  

5.3 	Die  Vertrauenswürdigkeit kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden. So wird 

vorausgesetzt, dass keine berufsrelevanten Straftaten vorliegen.  Die  berufliche Relevanz einer Straftat 

bestimmt sich einerseits nach  der  Schwere und andererseits nach dem Zusammenhang mit  der  Aus-

übung  des  Medizinalberufs.49  Bei  der  vorgeworfenen Tat, widerrechtliche Bestellung und Abgabe  von  

codeinhaltigem Hustensirup Makatussin, ist  der  Zusammenhang mit  der  Berufsausübung  in  eigener 

fachlicher Verantwortung zweifelsohne gegeben und nach einer rechtskräftigen Verurteilung wäre 

dem Beschwerdeführer demnach  die  Berufsausübungsbewilligung mangels Vertrauenswürdigkeit zu 

entziehen. Vorliegend ist jedoch zu beachten, dass das Strafverfahren noch nicht abgeschlossen ist 

Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 7 f. 
38  Vgl. Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 3 f. 
37  Bundesgesetz vom  3.  Oktober  1951  über  die  Betäubungsmittel  und  die  psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelge-
setz, BetmG;  SR 812.121) 
38  Bundesgesetz vom  15.  Dezember  2000  über  Arzneimittel  und  Medizinprodukte (Heilmittelgesetz,  HMG; SR 812.21)  

Vgl. Zwischenverfügung vom  27.  Januar  2023  (pag.  1  ff.)  und  Beschwerde vom  7.  Februar  2025 
4°  Boris  Etter,  in:  Medizinalberufegesetz — MedBG, Stämpflis Handkommentar,  2006, Art. 36  N.  10 

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und damit  die  Unschuldsvermutung gilt. Als Inhaber einer Bewilligung zur Berufsausübung  in  eigener 

fachlicher Verantwortung besteht jedoch  die  Gefahr, dass  der  Beschwerdeführer  seine  Befugnisse zur 

Bestellung und Abgabe  von  Arzneimitteln missbrauchen könnte. Auch das Verwaltungsgericht  des  

Kantons Zürich hält  in  seinem Urteil vom  11.  Juli  2024  E.  3.2  fest, dass angesichts  des  Verhaltens  des  

Beschwerdeführers  der  Verdacht bestehe, dass er bei einer erneuten Tätigkeit als fachlich eigenver-

antwortlicher Apotheker wiederum  seine  damit einhergehenden Befugnisse zum Bezug und zur Ab-

gabe  von  Arzneimitteln mit und ohne kontrollierte Substanzen missbrauchen und  seine  Sorgfaltspflich-

ten missachten könnte. Diese Einschätzung wird vorliegend geteilt. Im Übrigen stellt  der  vorsorgliche 

Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung im  Sinn von Art. 38  Abs.  1  MedBG keine strafrechtliche Sank-

tion dar, auch wenn diese vom Beschwerdeführer gegebenenfalls so empfunden werden sollte.  Es  

handelt sich vielmehr um eine  administrative  Massnahme,  die der  Absicherung jener persönlichen 

Eigenschaften dient, über welche  der  Beschwerdeführer bereits bei  der  Bewilligungserteilung verfügen 

müsste.  Die  im Strafrecht geltenden Garantien  der  Selbstbelastungsfreiheit und  der  Unschuldsvermu-

tung kommen vorliegend somit nicht zum Tragen.41  Aufgrund  des  Geschriebenen ist das Fehlen  der  

Vertrauenswürdigkeit als glaubhaft zu beurteilen, selbst wenn vorliegend eine Fehlannahme nicht aus-

geschlossen werden kann.  Die  als glaubhaft beurteilte fehlende Vertrauenswürdigkeit sowie das Ri-

siko erneuter widerrechtlicher Bestellungen und Abgabe  von  Arzneimitteln stellen zweifelsohne eine 

schwere Gefährdung  der  öffentlichen Gesundheit dar.  

5.4 	Die  instruierende Behörde kann zum Schutz erheblicher öffentlicher oder privater Interessen 

vorsorgliche Massnahmen anordnen  (Art. 27  Abs.  1  Bst.  a  VRPG). Stehen  den  Interessen  am  Erlass 

vorsorglicher Massnahmen andere private oder öffentliche Interessen gegenüber, so ist über  den  vor-

läufigen Rechtsschutz aufgrund einer Interessenabwägung zu entscheiden.42  Angesichts  des  hohen 

Suchtpotenzials  von  Arznei- und Betäubungsmittel stellt  der  Schutz  der  öffentlichen Gesundheit ein 

erhebliches öffentliches Interesse dar. Daran ändert auch nichts, dass seit  der  Zwischenverfügung  der  

KHZ zwei Jahre vergangen sind.  Es  ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen43, dass  die  Vorinstanz 

aufgrund  der  Kenntnisse,  die  zum jetzigen vorsorglichen Entzug geführt haben, bereits früher hätte 

handeln können, insbesondere seit dem Urteil  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons Zürich vom  

11.  Juli  2024. Der  Beschwerdeführer war jedoch vor dem Gesuch  der B. am 14.  Oktober  2024  nicht 

im Kanton Bern tätig. Mit  der  Absicht  des  Beschwerdeführers im Kanton Bern als Apotheker  in  eigener 

fachlicher Verantwortung tätig zu sein, wurde  die  Gefährdung  der  öffentlichen Gesundheit aktuell und 

rechtfertigte damit  die  Dringlichkeit einer vorsorglichen Massnahme.  

41  Vgl. Urteil  des  Bundesgerichts  2C_387/2021  vom  4.  November  2021  E.  7.2.2. f. 
42  Daum/Rechsteiner, a.a.O.,  Art. 27  N.  18 
43  Vgl. Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 3 f. 

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5.5 	Schliesslich ist zu prüfen, ob öffentlichen Interesse (Schutz  der  öffentlichen Gesundheit) 

überwiegende private Interessen gegenüberstehen. Dem öffentlichen Interesse  am  Schutz  der  Bevöl-

kerung stehen  die rein  wirtschaftlichen Interessen  des  Beschwerdeführers  an  einem Einkommen ent-

gegen.44  Dieses  rein  finanzielle Interesse  des  Beschwerdeführers vermag das öffentliche Interesse  

am  Schutz  der  Gesundheit  der  Bevölkerung nicht zu überwiegen. Zudem hat  der  Beschwerdeführer 

weiterhin  die  Möglichkeit als Apotheker unter Aufsicht tätig zu sein. Mit dem vorsorglichen Entzug  der  

Berufsausübungsbewilligung ist ihm lediglich  die  Berufsausübung  in  eigener fachlicher Verantwortung 

untersagt. Damit besteht ein überwiegendes erhebliches öffentliches Interesse  an der von der  Vo-

rinstanz erlassenen vorsorglichen Massnahme im Sinne  von Art. 27  Abs.  1  Bst.  a  VRPG.  

6. 	Verhältnismässigkeit  

6.1 	Nach  Art. 5  Abs.  2  BV45  muss staatliches Handeln im öffentlichen Interesse liegen und ver- 

hältnismässig sein. Das  in Art. 5  Abs.  2  BV normierte Verhältnisrflässigkeitsprinzip besteht aus drei 

Teilgehalten,  die  jeweils kumulativ erfüllt sein müssen: Eine staatliche Massnahme muss geeignet und 

erforderlich sein, um das angestrebte, im öffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen. Überdies 

muss sie für  die  Betroffenen zumutbar sein.46  

6.2 	Das Ziel  der von der  Vorinstanz verfügten vorsorglichen Massnahme ist  der  Schutz  der  Be- 

völkerung vor dem missbräuchlichen Bezug und  der  missbräuchlichen Abgabe  von  Arznei- und Be-

täubungsmittel durch  den  Beschwerdeführer.  Der  vorsorgliche Entzug  der  Bewilligung zur Berufsaus-

übung  in  eigener fachlicher Verantwortung ist geeignet, um dieses Ziel zu erreichen. Vorliegend ist 

keine mildere Massnahme ersichtlich,  die  geeignet wäre, um das angestrebte Ziel zu erreichen.  Der  

vorsorgliche Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung ist damit  die  mildeste Massnahme, um das an-

gestrebte Ziel zu erreichen. Weiter ergibt  die  Interessenabwägung, dass  die  öffentlichen Interessen  

am  Schutz  der  Bevölkerung  die rein  finanziellen Interessen  des  Beschwerdeführers klar überwiegen, 

insbesondere weil  der  Beschwerdeführer weiterhin als Apotheker unter Aufsicht tätig sein darf. Folglich 

ist  der  vorsorgliche Entzug  der  Berufsausübungsbewilligung auch zumutbar und damit verhältnismäs-

sig.  

44  Beschwerde vom  7.  Februar  2025, S. 5 
45  Bundesverfassung vom  18.  April  1999 der  Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV;  SR 101) 
46  Griffel, Allgemeines Verwaltungsrecht im Spiegel  der  Rechtsprechung,  2.  Auflage  2022,  Rz.  158  mit weiteren Hin-
weisen  

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7. 	Aufschiebende Wirkung  

7.1 	Die  Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, wenn  die  Gesetzgebung nichts anderes be- 

stimmt  (Art. 68  Abs.  1  VRPG). Aus wichtigen Gründen kann  die  verfügende Behörde anordnen, dass 

einer allfälligen Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zukomme  (Art. 68  Abs.  2  VRPG). Eine 

solche Anordnung ist als Zwischenverfügung selbständig anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergut-

zumachenden Nachteil bewirken kann; diese Beschwerde hat keine aufschiebende Wirkung  (Art. 68  

Abs.  3  VRPG). Während  der  Rechtshängigkeit eines Beschwerdeverfahrens kann  die  instruierende 

Behörde  von  Amtes wegen oder auf Antrag  die  aufschiebende Wirkung aus wichtigen Gründen ent-

ziehen oder wiederherstellen  (Art. 68  Abs.  4  VRPG). Als wichtige Gründe gelten insbesondere ein 

öffentliches Interesse, das  den  sofortigen Vollzug einer belastenden Verfügung erfordert  (Art. 68  

Abs.  5  Bst.  a  VRPG) oder ein privates Interesse  an der  sofortigen Wirksamkeit einer begünstigenden 

Verfügung, sofern dadurch  der  Ausgang  des  Verfahrens nicht beeinflusst wird oder eine summarische 

Prüfung ergibt, dass  die  Beschwerde offensichtlich unbegründet ist  (Art. 68  Abs.  5  Bst.  b  VRPG).  

7.2 	Der  Entscheid über  den  Entzug  des  Suspensiveffekts bedingt  in der  Regel eine einzelfallbe- 

zogene Interessenabwägung. Nur wenn  die  Gründe,  die  für  die  sofortige Vollstreckung sprechen,  den  

Vorrang beanspruchen können, d.h. vordringlich bzw. gewichtiger sind als  die  Interessen  an  einem 

Aufschub, darf einer Beschwerde  der  Suspensiveffekt entzogen werden.47  Entsprechend dem vorläu-

figen Charakter  von  Anordnungen betreffend  die  aufschiebende Wirkung muss  die  Interessenabwä-

gung zumeist ohne zusätzliche Beweiserhebungen erfolgen, d.h. aufgrund  der  Akten. Herabgesetzt 

sind nebst  den  behördlichen Untersuchungspflichten auch  die  Beweisanforderungen. Das Glaubhaft-

machen  von  Anliegen genügt  in der  Rege1.48  

7.3 	Der  Entzug gilt längstens bis zum instanzabschliessenden Prozess- oder Sachentscheid." 

Auch  die  Beschwerdebehörden haben  die  Kompetenz, einer allfälligen Beschwerde  die  aufschiebende 

Wirkung zu entziehen und müssen  dies  tun, wenn ein Entzug weiterhin gelten so11.5°  

7.4 	Beim vorliegenden Entscheid handelt  es  sich um einen instanzabschliessenden Sachent- 

scheid. Somit wird  der von der  Vorinstanz verfügte Entzug  der  aufschiebenden Wirkung hinfällig.  Der  

Antrag auf Wiederherstellung  der  aufschiebenden Wirkung ist demzufolge als gegenstandslos abzu-

schreiben (vgl.  Art. 39  VRPG).  

47  Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 68 N. 24 
48  Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 68 N. 43 
48  Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 68 N. 30 
50  Daum/Rechsteiner, a.a.O., Art. 68 N. 20 

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7.5 	Aus  den  vorangehenden Erwägungen geht hervor, dass ein erhebliches, das  rein  finanzielle 

Interesse  des  Beschwerdeführers überwiegendes öffentliches Interesse  am  Schutz öffentlichen Ge-

sundheit besteht. Durch  die  aufschiebende Wirkung einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Ent-

scheid könnte dieser Schutz nicht gewährleistet werden.  Es  bestehen dementsprechend wichtige 

Gründe im Sinne  von Art. 68  VRPG. Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid ist daher  

die  aufschiebende Wirkung zu entziehen.  

8. Ergebnis 

Nach dem Geschriebenen ergibt sich, dass  der von der  Vorinstanz verfügte vorsorgliche Entzug  der  

Berufsausübungsbewilligung nicht zu beanstanden ist.  Die  Verfügung  der  Vorinstanz vom  7.  Ja-

nuar  2025  erweist sich als rechtmässig und verhältnismässig.  Die  Beschwerde vom  7.  Februar  2025  

ist entsprechend abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.  

9. Kosten  

9.1 	Die  Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr. Diese beträgt für Entscheide  in  

Verwaltungsjustizsachen CHF  200.00  bis  4000.00 (Art. 103  Abs.  1  VRPG i.V.m.  Art. 19  Abs.  1  und  

Art. 4  Abs.  2  GebV51).  Die  Verfahrenskosten werden  der  unterliegenden Partei auferlegt,  es  sei denn, 

das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder  die  besonderen Um-

stände rechtfertigen, keine Verfahrenskosten zu erheben  (Art. 108  Abs.  1  VRPG). Vorliegend ist  der  

Beschwerdeführer vollumfänglich unterliegend.  Die  Verfahrenskosten, pauschal festgesetzt auf 

CHF  700.00,  sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.  

9.2 	Parteikosten sind keine angefallen  (Art. 104  VRPG) und demzufolge keine zu sprechen  

(Art. 108  Abs.  3  VRPG).  

51  Verordnung vorn  22.  Februar  1995  über  die  Gebühren  der  Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG  154.21) 

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Entscheid  

1. Die  Beschwerde vom  7.  Februar  2025  wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

2. Der  Antrag um Wiederherstellung  der  aufschiebenden Wirkung wird als gegenstandslos 

abgeschrieben.  

3. Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid wird  die  aufschiebende Wirkung 

entzogen.  

4. Die  Verfahrenskosten, festgesetzt auf CHF  700.00,  werden dem Beschwerdeführer zur 

Bezahlung auferlegt. 

Eine separate Zahlungseinladung folgt nach Rechtskraft dieses Entscheides.  

5. Parteikosten werden keine gesprochen.  

IV. 	Eröffnung 

— Beschwerdeführer,  per  Einschreiben 

— Vorinstanz,  per  Kurier 

Gesundheits-, Sozial- und 
Integrationsdirektion  

Pierre Alain  Schnegg 
Regierungsrat 

Rechtsmittel beleh  rung  
Dieser Zwischenentscheid kann innert  30  Tagen seit seiner Eröffnung  mit  schriftlicher  und  begründeter Beschwerde 
beim Verwaltungsgericht  des  Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, Speichergasse  12, 3011  Bern, angefoch-
ten werden.  Die  Verwaltungsgerichtsbeschwerde,  die  mindestens  in 2  Exemplaren einzureichen ist, muss einen Antrag,  
die  Angabe  von  Tatsachen  und  Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift enthalten;  der  angefochtene 
Entscheid  und  greifbare Beweismittel sind beizulegen.  

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