# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 754b6b0b-0576-51fc-b8cc-0f0d701e6221
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.06.2015 RT150099
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150099_2015-06-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150099-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter  

Dr. Dr. H.A. Müller und Oberrichter Dr. M. Kriech sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 8. Juni 2015 

 

in Sachen 

 
A._____, Dr. med.,  

Gesuchsteller und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 
Einwohnergemeinde B._____,  

Gesuchsgegnerin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Steuerverwaltung der Stadt B._____ 

 

betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht 
Zürich vom 9. März 2015 (EB150025-L) 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. a) Mit Zahlungsbefehl vom 21. November 2014 des Betreibungs-

amts Zürich 6 hatte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer für den Be-

trag von Fr. 97'700.-- aus einem Verlustschein (Nr. … der Betreibung Nr. … des 

Betreibungsamts Zürich 6) für bevorschusste Alimente für die Zeit von September 

1995 bis August 2004 betreiben lassen. Der Beschwerdeführer hatte dagegen 

Rechtsvorschlag erhoben, u.a. auch mit der Bemerkung "kein neues Vermögen" 

(Urk. 2a). Nachdem das Betreibungsamt den Zahlungsbefehl im Sinne von Art. 

265a Abs. 1 SchKG dem Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht Audienz (Vo-

rinstanz), überwiesen hatte, setzte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer mit Ver-

fügung vom 26. Januar 2015 Frist an zur Stellungnahme, wann die betriebene 

Forderung entstanden sei und ob nach diesem Zeitpunkt ein Konkursverfahren 

gegen ihn eröffnet und durchgeführt worden sei, unter der Säumnisandrohung, 

dass aufgrund der bisherigen Unterlagen davon ausgegangen werde, dass der 

Rechtsvorschlag mangels neuen Vermögens unzulässig sei (Urk. 4). Nachdem 

der Beschwerdeführer innert Frist nicht reagiert hatte, stellte die Vorinstanz mit 

Urteil vom 9. März 2015 fest, dass die in Betreibung Nr. … des Betreibungsamts 

Zürich 6 (Zahlungsbefehl vom 21. November 2014) erhobene Einrede des fehlen-

den neuen Vermögens unzulässig sei und deshalb kein Hindernis für die Fortset-

zung der Betreibung darstelle (Urk. 7 = Urk. 10).  

Hierauf reichte der Beschwerdeführer am 23. März 2015 beim Bezirksgericht 

Zürich, Einzelgericht für SchKG-Klagen, eine mit "Rechtsverzögerungs-/Rechts-

verweigerungs-Beschwerde/Rechtsvorkehr i.V.m. KLAGE auf Bestreitung neuen 

Vermögens" überschriebene Eingabe ein (Urk. 11/1). Mit Verfügung vom 7. April 

2015 setzte das Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht für SchKG-Klagen, dem Be-

schwerdeführer Frist an, um seine Eingabe nachzubessern, da diese unverständ-

lich, weitschweifig und ungebührlich sei, und um sich zur Erfüllung der Vorausset-

zungen der unentgeltlichen Rechtspflege zu äussern (Urk. 11/3). Nachdem der 

Beschwerdeführer am 2. April 2015 eine mit der Eingabe vom 23. März 2015 

weitgehend identische Eingabe eingereicht hatte (Urk. 11/6), wies das Bezirksge-

richt Zürich, Einzelgericht für SchKG-Klagen, mit Verfügung vom 28. April 2015 

- 3 - 

das Armenrechtsgesuch des Beschwerdeführers ab und entschied, dass die Ein-

gabe des Klägers vom 23. März 2015 als nicht erfolgt gelte und das Verfahren 

abgeschrieben werde (Urk. 11/7). Am 27. April 2015 hatte der Beschwerdeführer 

sodann beim Bezirksgericht Zürich, Einzelgericht für SchKG-Klagen, eine weitere, 

ebenfalls mit "Rechtsverzögerungs-/Rechtsverweigerungs-Beschwerde/Rechts-

vorkehr i.V.m. KLAGE auf Bestreitung neuen Vermögens" überschriebene Einga-

be eingereicht. Mit (Stempel-) Verfügung vom 30. April 2015 erachtete das Be-

zirksgericht Zürich, Einzelgericht für SchKG-Klagen, diese Eingabe als querulato-

risch / rechtsmissbräuchlich und schickte sie dem Beschwerdeführer in Anwen-

dung von Art. 132 Abs. 3 ZPO zurück (Urk. 2 in PE150001).  

b) Am 26. Mai 2015 überbrachte der Beschwerdeführer dem Obergericht 

des Kantons Zürich eine wiederum mit "Rechtsverzögerungs-/Rechtsverweige-

rungs-Beschwerde/Rechtsvorkehr i.V.m. KLAGE auf Bestreitung neuen Vermö-

gens" überschriebene Eingabe. Mit dieser hat er den Antrag gestellt, folgende vier 

Entscheide "ex tunc vollumfänglich nichtig zu erklären und vollständig unter KEF 

aufzuheben" (Urk. 3 S. 2 f.):  

– Verfügung vom 30. April 2015 (keine bezirksgerichtliche Verfahrensnummer); 

– Verfügung vom 7. April 2015 im Verfahren FO150003-L; 

– Urteil vom 9. März 2015 im Verfahren EB150025-L; 

– Verfügung vom 26. Januar 2015 im Verfahren FV[recte: EB]150025-L. 

Da die Beschwerde damit drei verschiedene erstinstanzliche Verfahren be-

trifft, waren drei Beschwerdeverfahren anzulegen: 

– PE150001 betr. die Verfügung vom 30. April 2015; 

– PE150002 betr. die Verfügung vom 7. April 2015 (FO150003-L); 

– RT150099 (das vorliegende Verfahren) betr. das Urteil vom 9. März 2015 und 

die Verfügung vom 26. Januar 2015 (EB150025-L). 

c) Die erstinstanzlichen Akten der genannten Verfahren FO150003-L und 

EB150025-L wurden beigezogen. Da sich die Beschwerde sogleich als offensicht-

lich unzulässig erweist, kann auf prozessuale Weiterungen verzichtet werden (Art. 

322 Abs. 1 ZPO). 

- 4 - 

2. a) Das vorliegende Beschwerdeverfahren betrifft die Verfügung vom 

26. Januar 2015 sowie das Urteil vom 9. März 2015. Die Vorinstanz hat mit der 

Verfügung, wie erwähnt, dem Beschwerdeführer Frist angesetzt zur Stellungnah-

me, wann die betriebene Forderung entstanden sei und ob nach diesem Zeitpunkt 

ein Konkursverfahren gegen ihn eröffnet und durchgeführt worden sei, und mit 

dem Urteil androhungsgemäss entschieden, dass die vom Beschwerdeführer er-

hobene Einrede des fehlenden neuen Vermögens unzulässig sei und deshalb 

kein Hindernis für die Fortsetzung der Betreibung darstelle (Urk. 4 und 7). 

b) Die vorliegende Beschwerdeschrift ist mit den vorgenannten Eingaben 

des Beschwerdeführers vom 23. März 2015 (Urk. 5/1) und 2. April 2015 (Urk. 5/6) 

fast vollständig identisch. Sie enthält praktisch ausschliesslich die sattsam be-

kannten, immer gleichen Vorbringen betreffend Ausstand von Gerichtspersonen, 

unmassgeblicher "Sekundärliteratur", Self-executing Völkerrecht und allgemeine 

theoretische Ausführungen zur EMRK (Urk. 1 passim). Es geht offensichtlich ein-

zig um Verfahrensverzögerung. Die Beschwerdeschrift vom 26. Mai 2015 präsen-

tiert sich damit als querulatorisch und ist dem Beschwerdeführer in Anwendung 

von Art. 132 Abs. 3 ZPO ohne Weiterungen zurückzuschicken. Dieses Vorgehen 

rechtfertigt sich umso mehr, als der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung 

vom 6. März 2015 im Verfahren FV150017-L ausdrücklich darauf hingewiesen 

wurde, dass bei Eingaben, welche einen solchen Inhalt aufweisen, in Zukunft ge-

mäss Art. 132 Abs. 3 ZPO verfahren werde (Urk. 4/3 S. 15 f. in PE150002). 

c) Das vorliegende Beschwerdeverfahren ist dementsprechend abzu-

schreiben. 

d) Bloss ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die angefochtene Verfü-

gung vom 26. Januar 2015 dem Beschwerdeführer am 7. Februar 2015 zugestellt 

wurde (Urk. 6) und das angefochtene Urteil vom 9. März 2015 am 19. März 2015 

(Urk. 8a). Die Beschwerdefristen wären damit im Zeitpunkt der Einreichung der 

Beschwerde (26. Mai 2015) längst abgelaufen gewesen und wären vom prozess-

erfahrenen Beschwerdeführer durch Einreichung irgendwelcher Eingaben bei der 

Vorinstanz nicht gewahrt worden. 

- 5 - 

3. a) Ausgangspunkt (auch) des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

ist die Betreibung der Beschwerdegegnerin über Fr. 97'700.-- (oben Erwäg. 1.a). 

Auch bei einem Vorgehen gemäss Art. 132 Abs. 3 ZPO entstehen Gerichtskos-

ten. Die Gerichtsgebühr ist unter Berücksichtigung des Aufwands auf Fr. 400.-- 

festzusetzen (Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG). Die Gerichtskosten sind 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 und Art. 108 ZPO). 

b) Der Beschwerdeführer hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

gestellt (Urk. 1 S. 3 Ziff. 7). Dieses ist jedoch zufolge Aussichtslosigkeit (vgl. vor-

stehende Erwägungen) abzuweisen (Art. 117 lit. b ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 und Art. 108 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerdeschrift vom 26. Mai 2015 gegen die Verfügung des Einzel-

gerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 26. Januar 2015 und das Ur-

teil des gleichen Gerichts vom 9. März 2015 wird als querulatorische Einga-

be dem Beschwerdeführer zurückgeschickt. 

2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das 

Beschwerdeverfahren wird abgewiesen. 

3. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben. 

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.-- festgesetzt. 

5. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde-

führer auferlegt. 

6. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

- 6 - 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdeführer im Verfah-

ren PE150001-O unter Beilage der Beschwerdeschrift (Urk. 1), sowie an die 

Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 97'700.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 8. Juni 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: js 

	Beschluss vom 8. Juni 2015
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerdeschrift vom 26. Mai 2015 gegen die Verfügung des Einzelgerichts Audienz am Bezirksgericht Zürich vom 26. Januar 2015 und das Urteil des gleichen Gerichts vom 9. März 2015 wird als querulatorische Eingabe dem Beschwerdeführer zurückges...
	2. Das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.
	3. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 400.-- festgesetzt.
	5. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
	6. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdeführer im Verfahren PE150001-O unter Beilage der Beschwerdeschrift (Urk. 1), sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...