# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63d0900f-426e-5d81-89b6-883bc5806b70
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 29.05.2024 SB230278
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230278_2024-05-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230278-O/U/bs

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. M. Knüsel, Präsidentin, Oberrichter lic. iur. 

K. Vogel und Oberrichterin Dr. iur. E. Borla sowie der 

Gerichtsschreiber MLaw S. Zuber

Urteil vom 29. Mai 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigte und Berufungsklägerin

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt X._____

gegen

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, 
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. C. Bouvard, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte sowie Anschlussberufungsklägerin

betreffend gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, 
vom 14. Dezember 2022 (DG220003)

-   2   -

Anklage:

Die Anklage der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 7. März 2022 

(Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 56 S. 45 ff.)

" Es wird erkannt:

1. Die Beschuldigte ist schuldig

 des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB sowie

 der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 29 Tage durch Haft er-

standen sind. Die Freiheitsstrafe ist zu vollziehen.

3. Die Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a  Abs. 1 lit. c StGB für 10 Jahre des 

Landes verwiesen.

4. Von einer Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem wird 

abgesehen.

5. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger einen Schadenersatz von Fr. 200'000.– 

zu bezahlen. 

6. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger eine Genugtuungssumme in der Höhe 

von Fr. 10'000.– zu bezahlen.

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:

Fr. 2'500.–   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 4'050.–   Kosten Kantonspolizei Zürich

Fr. 1'005.–   Auslagen Strafuntersuchung

Fr. 9'422.15   amtl. Verteidigungskosten 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

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8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche 

einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse 

übernommen werden.

9. [Mitteilungen]

10. [Rechtsmittel] "

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 7 f.)

a) Der Verteidigung der Beschuldigten (Urk. 57 sowie Prot. II S. 9 und S. 11): 

(sinngemäss)

Die Beschuldigte sei für den gewerbsmässigen Diebstahl im Sinne von 

Art. 139 Ziffer 1 und Ziffer 2 aStGB zu verurteilen und mit einer schuldan-

gemessenen Strafe von 16 Monaten zu bestrafen.

b) Der Staatsanwaltschaft (Urk. 84):

" Die Ziffern 1 und 2 des vorinstanzlichen Urteiles vom 14. Dezember 2022 

seien abzuändern, so dass diese wie folgt lauten:

1. Die Beschuldigte ist schuldig

 des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls i.S.v. Art. 139 Ziff. 1, 2 

und 3 StGB sowie

 der schweren Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 und Ziff. 2 

Abs. 1 und 2 lit. a (eventualiter lit. b) StGB.

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 32 Monaten Freiheitsstrafe, abzüglich 

der erstandenen Untersuchung- und Sicherheitshaft. "

c) Der Privatklägerschaft:

[keine Anträge.]

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Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Berufungsumfang, Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Für die Prozessgeschichte bis zum erstinstanzlichen Urteil kann auf die 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 56 S. 3). Mit dem eingangs 

im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 14. Dezember 2022 

wurde die Beschuldigte des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziffer 1 und 2 aStGB sowie der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 

StGB schuldig gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten bestraft. 

Die Beschuldigte wurde zudem für 10 Jahre des Landes verwiesen. Gegen diesen 

Entscheid liess die Beschuldigte mit Eingabe vom 22. Dezember 2022 (Post-

stempel) innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; 

Urk. 50). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetz-

licher Frist am 5. Mai 2023 bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; 

Urk. 57 und Urk. 55).

1.2. Mit Präsidialverfügung vom 24. Mai 2023 wurde der Staatsanwaltschaft und 

dem Privatkläger Frist für die Anschlussberufung oder einen Nichteintretensantrag 

angesetzt (Urk. 59). Die Staatsanwaltschaft hat mit Eingabe vom 12. Juni 2023 

Anschlussberufung erhoben (Urk. 61). Der Privatkläger liess sich nicht vernehmen 

(Urk. 60).

1.3. Am 9. Februar 2024 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 29. Mai 2024 

vorgeladen (Urk. 64). Am 23. April 2024 wurde die Beschuldigte gestützt auf ein 

weiterhin geltendes Auslieferungsgesuch von den französischen Behörden wieder 

den Schweizer Behörden zugeführt (Urk. 67 und Urk. 68/1-4). Sie wurde gleichen-

tags von den Schweizer Behörden am Grenzübergang B._____ übernommen und 

am 24. April 2024 nach Zürich überführt. Mit Präsidialverfügung vom 24. April 2024 

wurde die Beschuldigte in Sicherheitshaft versetzt (Urk. 71). An der Berufungsver-

handlung nahmen die Beschuldigte in Begleitung ihres amtlichen Verteidigers, 

Rechtsanwalt X._____, sowie die Staatsanwaltschaft teil (Prot. II S. 7). Das Urteil 

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wurde im Anschluss an die Berufungsverhandlung mündlich eröffnet und erläutert 

(Urk. 86; Prot. II S. 13 ff.).

2. Anwendbares Recht 

2.1. Am 1. Januar 2024 traten die revidierten Bestimmungen der StPO in Kraft. 

Gemäss Art. 453 Abs. 1 StPO (unverändert belassen) werden Rechtsmittel gegen 

Entscheide, die vor Inkrafttreten der neuen Regelungen gefällt wurden, nach bis-

herigem Recht beurteilt. Demgemäss ist für das vorliegende Rechtsmittelverfahren 

das alte Recht massgebend. 

2.2. Vorliegend sind die Änderung des Sanktionenrechts, in Kraft seit 1. Januar 

2018 (BBl 2012 4721 ff.), sowie die Harmonisierung der Strafrahmen, in Kraft seit 

1. Juli 2023 (BBl 2018 2827 ff.), zu berücksichtigen. Die Ziffer 2 von Art. 139 StGB 

wurde mit der Teilrevision des Strafgesetzbuches zur Harmonisierung der Strafrah-

men aufgehoben. Die Gewerbsmässigkeit bei Diebstahl wurde dabei in die Ziffer 3 

des Artikels integriert (neu Art. 139 Ziff. 3 lit. a StGB; Bandenmässigkeit neu Ziff. 3 

lit. b) und damit unter dem strengeren Strafrahmen von 6 Monaten bis 10 Jahren 

Freiheitsstrafe eingegliedert. Eine Geldstrafe für gewerbsmässigen Diebstahl ist 

mithin unter geltendem Recht nicht mehr vorgesehen (Strafrahmen vor 1. Juli 2023: 

Nicht unter 90 Tagessätze Geldstrafe bis 10 Jahre Freiheitsstrafe). Die Beschul-

digte hat die inkriminierten Taten allesamt vor dem Inkrafttreten der Harmonisie-

rung der Strafrahmen (mit Wirkung seit 1. Juli 2023) begangen. Es gelangt dem-

nach – mit Blick auf das Endergebnis (vgl. E. III.2.7.) – gemäss Art. 2 Abs. 2 StGB 

das alte Recht zur Anwendung, weil sich dieses als milder erweist (Grundsatz der 

lex mitior).

3. Berufungsumfang

3.1. Im Wesentlichen richtet sich die Berufung der Verteidigung gegen den 

Schuldspruch wegen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 StGB sowie 

die ausgefällte Strafe von 28 Monaten Freiheitsstrafe. Zusammengefasst bean-

tragte die Verteidigung, die Beschuldigte sei für den gewerbsmässigen Diebstahl 

im Sinne von Art. 139 Ziffer 1 und Ziffer 2 aStGB zu verurteilen und mit einer 

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schuldangemessenen Strafe von 16 Monaten zu bestrafen. Im Übrigen verwies 

die Verteidigung auf ihre Anträge, die sie anlässlich des vorinstanzlichen Haupt-

verfahrens gestellt hatte (Urk. 57; Prot. II S. 7 und S. 9).

3.2. Mit ihrer Anschlussberufung beantragte die Staatsanwaltschaft, die Beschul-

digte sei bezüglich Dossier 1 zusätzlich wegen bandenmässigen Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziffer 3 aStGB (Urk. 84 S. 6) und schwerer Geldwäscherei im 

Sinne von Art. 305bis Ziffer 2 lit. a (evtl. lit. b) StGB (lit. a: Mitglied einer kriminellen 

oder terroristischen Organisation; lit. b: Mitglied einer Bande) schuldig zu sprechen 

und zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten zu verurteilen (Urk. 84; Prot. II S. 7).

3.3. Gemäss den Anträgen der Verteidigung sowie der Staatsanwaltschaft sind 

im Berufungsverfahren somit nicht angefochten:

 die Landesverweisung von 10 Jahren (Dispositiv-Ziffer 3),

 das Absehen von einer Ausschreibung der Landesverweisung im 

Schengener Informationssystem (Dispositiv-Ziffer 4),

 die Schadenersatz- und Genugtuungsforderung des Privatklägers 

(Dispositiv-Ziffern 5 und 6) sowie

 die Festsetzung und die Verlegung der vorinstanzlichen Kosten 

(Dispositiv-Ziffern 7 und 8).

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu neh-

men (Art. 404 StPO). Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid zur Disposition.

II. Sachverhalt

1. Vorbemerkung

1.1. Zunächst kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz zum Schluss ge-

langte, dass bezüglich der Diebstähle Dossier 3 (recte: und Dossier 4) der Sach-

verhalt als erstellt gelten könne. Die Beschuldigte sei hier vollumfänglich geständig 

gewesen und ihr Geständnis decke sich mit dem Untersuchungsergebnis (Urk. 56 

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III. E. 5 S. 16). Diese vorinstanzliche Schlussfolgerung wurde weder von der Ver-

teidigung noch von der Staatsanwaltschaft in Frage gestellt (Urk. 57 S. 3; Urk. 61; 

Prot. II S. 9 ff.). Demnach kann als erstellt gelten, dass die Beschuldigte anklage-

gemäss am 16. Oktober 2008 in C._____ bei der Bijouterie D._____ zusammen mit 

einem unbekannten Mittäter ("E._____") im Rahmen eines Trickdiebstahls eine 

Herrenarmbanduhr der Marke Maurice Lacroix im Wert von Fr. 7'700.– entwendet 

und diese hernach F._____ geschenkt hat. Weiter hat sie – ebenfalls 

anklagegemäss – am 17. Oktober 2008 bei der Bijouterie G._____ in H._____ 

zusammen mit ihrem Bruder I._____ sowie F._____ und J._____ vier goldene 

Fingerringe und vier goldene Halsketten im Wert von insgesamt Fr. 18'265.– 

entwendet (vgl. Anklageschrift; Urk. 24 S. 2 f.).

1.2. Bezüglich des Anklagesachverhalts von Dossier 1 (Diebstahl und Geld-

wäscherei) sah es die Vorinstanz als erstellt an, dass die Beschuldigte am 31. Juli 

2020 am Wohnort des Privatklägers mit dem Mitbeschuldigten K._____ erschienen 

sei, um dort angeblich das Vorhandensein einer Provision/ Vermittlungsgebühr von 

Fr. 200'000.– für den Verkauf von Oldtimer-Fahrzeugen des Privatklägers zu 

überprüfen. Vor diesem Treffen habe die Beschuldigte einen Umschlag gefüllt mit 

Papierschnitzeln vorbereitet. Während des Treffens in der Wohnung des 

Privatklägers habe sie die Noten im Wert von Fr. 200'00.– gebündelt und in einen 

Umschlag gesteckt und diesen mit Klebeband verschlossen. Als der Privatkläger 

und seine Ehefrau abgelenkt gewesen seien, habe sie den Umschlag mit den 

echten Geldnoten gegen den gleichartigen, unter ihrer Jacke mitgebrachten 

Umschlag gefüllt mit reinen Papierschnitzeln, ausgetauscht. Hernach habe sie den 

Umschlag mit den echten Geldnoten unter ihrer Jacke versteckt vom Wohnort des 

Privatklägers weggebracht und ihn an den Mitbeschuldigten K._____ aus-

gehändigt. Für ihre Tathandlung habe sie einen Anteil von Fr. 25'000.– vom 

Mitbeschuldigten K._____ erhalten, welchen sie ins Ausland gebracht habe 

(Urk. 56 E. III.4.1. S. 9).

1.3. Die Anklage warf der Beschuldigten vor, dass sie in die Hintergründe der 

Tat und in den Tatplan der unbekannten Hintermänner eingeweiht gewesen sei 

(Urk. 24 S. 4). In Abweichung von diesem Anklagesachverhaltsteil kam die 

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Vorinstanz zum Schluss, dass die Beschuldigte erst zwei Tage vor der Tat vom 

Mitbeschuldigten K._____ gefragt worden sei, ob sie ihn zu dieser Tat begleiten 

würde. Sie sei somit erst kurz vor der Tat über ihren Beitrag informiert worden. Es 

sei weiter davon auszugehen, dass die Beschuldigte die Hintermänner nicht ge-

kannt und nicht mit ihnen vorgängig kommuniziert habe (Urk. 56 E. III.4.8. S. 16).

1.4. Der von der Vorinstanz erstellte Sachverhalt wurde von der Verteidigung in 

ihrer Berufungserklärung vollumfänglich anerkannt. Anerkannt wurde ebenfalls der 

Tatbeitrag der Beschuldigten und dass sie keine Kenntnisse von den Hinter-

männern gehabt und weder an der Planung noch an der Organisation der Tat mit-

gewirkt habe. Die Darlegungen im Urteil würden im Wesentlichen den wahren 

Sachverhalt wiederspiegeln, so die Verteidigung. Hingegen bestritt sie nach wie 

vor, dass die Beschuldigte für ihren Tatbeitrag 25'000.– Euro bzw. Franken erhalten 

habe. Die Beschuldigte habe nur einen Gehilfenlohn von 5'000.– Euro erhalten 

(Urk. 57 S. 2; Prot. II S. 11).

1.5. Vorliegend steht u.a. zur Diskussion, ob die Beschuldigte bezüglich des 

Dossiers 1 (Diebstahl zum Nachteil des Privatklägers) bandenmässig vorgegangen 

ist. Die Qualifizierung des Delikts als "bandenmässig" im Sinne von Art. 139 Ziffer 3 

aStGB ist Rechts- und nicht Tatfrage. Dennoch ist nachfolgend im Rahmen der 

Sachverhaltserstellung erneut auf diesbezügliche vorinstanzliche Erwägungen (ob 

die Beschuldigte Kenntnisse von den Hintermännern gehabt und ob sie an der 

Planung oder der Organisation der Tat mitgewirkt habe) zurückzukommen. Eben-

falls ist die Frage zu klären, welchen Geldbetrag sie für ihre Tatbeteiligung erhalten 

hat (Fr. 25'000.– oder Fr. 5'000.–). 

2. Sachverhaltserstellung Dossier 1 (Diebstahl zum Nachteil des Privatklägers)

2.1. Wie bereits erwähnt, hat die Vorinstanz festgehalten, dass die Beschuldigte 

zusammen mit dem Mitbeschuldigten K._____ beim Privatkläger erschienen ist, 

dort einen Umschlag mit den echten Geldnoten im Wert von Fr. 200'00.– gegen 

einen gleichartigen, unter ihrer Jacke mitgebrachten Umschlag gefüllt mit reinen 

Papierschnitzeln, ausgetauscht und dann den Umschlag mit den echten Geldnoten 

unter ihrer Jacke versteckt vom Wohnort des Privatklägers weggebracht hat. Dieser 

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Sachverhaltsteil kann gestützt auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz als 

erstellt gelten (Urk. 56 E. III.4.1 S. 9 und E. III.4.7 S. 15). Er wurde von der Vertei-

digung im Übrigen nicht bestritten bzw. war die Beschuldigte diesbezüglich gestän-

dig (Urk. 57 S. 2; Urk. D1/2.2/2 S. 5).

2.2. Die Vorinstanz erwog, die Beschuldigte sei erst zwei Tage vor der Tat vom 

Mitbeschuldigten K._____ gefragt worden, ob sie ihn begleiten würde. Es sei zu-

dem davon auszugehen, dass die Beschuldigte nicht selber mit den Hintermännern 

kommuniziert habe und diese auch nicht gekannt habe.

2.3. Die Vorinstanz stützte diese Erkenntnis einerseits auf die Aussagen der Be-

schuldigten, die sie als grundsätzlich glaubhaft qualifizierte (Urk. 56 E. III.4.6.2.1. 

S. 14) und andererseits auf diejenigen des Mitbeschuldigten K._____, die sie eben-

falls als glaubhaft einstufte (sogar glaubhafter, als diejenigen der Beschuldigten; 

Urk. 56 E. III.4.6.2.2. S. 14). Dazu führte die Vorinstanz alle Aussagen der Beschul-

digten auf, wo diese zu Protokoll gab, dass sie weder an der Planung noch an der 

Organisation des Delikts mitgewirkt und auch die Hintermänner nicht gekannt habe 

(Urk. 59 S. 9 ff.; mit den entsprechenden Hinweisen). Die Aussagen der Beschul-

digten seien vom Mitbeschuldigten K._____ bestätigt worden (Urk. 59 E. III.4.5.2. 

S. 12), so die Vorinstanz weiter.

2.4. Die vorinstanzlichen Erwägungen sind zutreffend. Übereinstimmend gaben 

die Beschuldigte und der Mitbeschuldigte K._____ an, dass K._____ von Serben 

kontaktiert und für die Tat instruiert worden sei. Danach sei K._____ mit der 

Beschuldigten in die Schweiz gefahren. Augenfällig ist hier, dass nur K._____ 

angab, dass er mit den eigentlichen Auftraggebern / den Hintermännern, welche 

das Delikt beim Privatkläger initiiert hatten, in Kontakt stand. Die Beschuldigte 

selber gab an, sie sei erst vom Mitbeschuldigten K._____ instruiert worden, wie sie 

beim Privatkläger vorzugehen habe. Sie gab ferner an, dass ihr der Mitbeschuldigte 

K._____ gesagt habe, sie solle das Couvert mit den Papierschnipseln vorbereiten 

(Urk. D1/2.2/2 F35; Urk. D1/2.2/5 F12 f.). In der Schweiz hätten sie vor der Tat noch 

an einer Tankstelle zwei Jugoslawen oder Serben getroffen, die sie instruiert 

hätten. Dann seien sie zusammen mit dem Taxi zum Privatkläger gefahren, wo sie 

die Tat verübt hätten. Der Tatbeitrag der Beschuldigten wurde vom 

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Mitbeschuldigten K._____ nicht abweichend dargestellt. Ergänzend gab er an, dass 

er die Beschuldigte mitgenommen habe, um beim Privatkläger als Paar zu 

erscheinen (Urk. D1/2.1/1 F11). Die Beschuldigte habe ihn bei der Sache 

unterstützen wollen (Urk. D1/2.1/5 F3). Es ist somit mit der Vorinstanz festzuhalten, 

dass die Beschuldigte weder die Hintermänner der Tat kannte, noch, dass sie an 

der Planung oder Organisation des Deliktes mitgewirkt hat. Den Akten lassen sich 

keinerlei Hinweise entnehmen, die einen anderen Schluss zuliessen.

2.5. Bezüglich ihres Anteils am Deliktserlös, stellte sich die Beschuldigte fort-

während auf den Standpunkt, sie habe lediglich Fr. 5'000.– erhalten (Urk. D1/2.2/2 

F29; Urk. D1/2.2/5 F5 und Urk. D1/2.2/6 F23 und F55) und nicht Fr. 25'000.–, wie 

dies der Mitbeschuldigte K._____ angab (Urk. D1/2.1/1 F30; Urk. D1/2.1/5 F6; 

Urk. 83 S. 9). Die Vorinstanz qualifizierte diese Aussagen der Beschuldigten als 

Schutzbehauptungen. Es gebe keinen Hinweis darauf, weshalb der Mitbeschul-

digte K._____ diesbezüglich falsche Bezichtigungen machen sollte (Urk. 56 

E. III.4.7.2. S. 15). 

2.6. Es ist – zusammen mit der Vorinstanz – nicht ersichtlich, weshalb in diesem 

Punkt den Aussagen der Beschuldigten mehr Glauben zu schenken ist, als den-

jenigen des Mitbeschuldigten K._____. Dieser war vollständig geständig und hat 

zur Aufteilung des Deliktserlöses widerspruchsfreie Aussagen gemacht. Denkbar 

ist zweifellos, dass der Mitbeschuldigte K._____ die Summe von Fr. 50'000.– nicht 

hälftig zwischen sich und der Beschuldigten geteilt hat, sondern mehr Geld für sich 

selber genommen hat. Dafür gibt es jedoch keine Hinweise. Die Beschuldigte hat 

die Geldbeträge gekannt und hätte eine Aufteilung von Fr. 5'000.– für sich und 

Fr. 20'000.– für den Mitbeschuldigte K._____ nicht ohne Weiteres akzeptiert. Somit 

ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Beschuldigte für ihren Tatbeitrag 

einen Betrag von Fr. 25'000.– vom Mitbeschuldigten K._____ erhalten hat.

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III. Rechtliche Würdigung

1. Vorbemerkungen

1.1. Die Vorinstanz würdigte das der Beschuldigten zur Last gelegte Verhalten 

bei den Dossiers 1, 3 und 4 als gewerbsmässigen Diebstahl im Sinne von Art. 139 
Ziffer 1 und 2 aStGB sowie als Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 

StGB.

1.2. Die Staatsanwaltschaft beantragte, die Beschuldigte sei bezüglich Dossier 1 

zusätzlich wegen bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziffer 3 
aStGB (Urk. 84 S. 6) und bezüglich Dossier 1 wegen schwerer Geldwäscherei im 
Sinne von Art. 305bis Ziffer 2 lit. a (evtl. lit. b) StGB (lit. a: Mitglied einer kriminellen 

oder terroristischen Organisation; lit. b: Mitglied einer Bande) schuldig zu sprechen.

1.3. Die Vorinstanz machte zutreffende Ausführungen zu den Grundlagen beim 

Tatbestand des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziffer 1 aStGB, dort zu doppelt 

qualifizierten (gewerbs- und bandenmässigen) Diebstählen (Ziffer 2 und Ziffer 3 

Abs. 1 und Abs. 2) sowie bei der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 

StGB, und dort zur schweren Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 2 lit. a 

(evtl. lit. b), auf welche vorab verwiesen werden kann (Urk. 56 E. IV.2.1. ff.).

2. Zum gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl

2.1. Die Vorinstanz würdigte den Tatbeitrag der Beschuldigten bei 

Dossier 1 (Urk. 56 E. IV.2.1.1.2. ff.), Dossier 3 (E. IV.4.1.2. ff.) und Dossier 4 
(E. IV.3.1.2. ff.) als Diebstähle begangen in Mittäterschaft. Ebendiese Tat-

begehungen wurden von der Vorinstanz zutreffend als "gewerbsmässig" im Sinne 

von Art. 139 Ziffer 1 und 2 aStGB qualifiziert (E. IV.2.2.1., E. IV.3.3.2. und 

E. IV.4.3.2.). Diese rechtliche Würdigung ist im Ergebnis zu bestätigen. Zur 

Vermeidung von Wiederholungen kann vollumfänglich auf die einlässlichen 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO), zumal sie 

von der Verteidigung sowie der Staatsanwaltschaft im Hauptverfahren und im 

Berufungsverfahren nicht in Frage gestellt wurden.

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2.2. Fraglich ist nun, ob beim Diebstahl (Dossier 1) eine weitere Qualifikation 

(bandenmässig) im Sinne von Art. 139 Ziffer 3 Abs. 2 aStGB vorliegt.

2.3. Die Staatsanwaltschaft brachte dazu im Wesentlichen vor, die Beschuldigte 

gehöre einer Tätergruppierung an, die bereit sei, unzählige Diebstahlsdelikte zu 

begehen. Die familiär zusammengesetzte Gruppierung, in der hierarchische Struk-

turen mit klaren Rollen- und Aufgabenverteilungen herrsche, zeuge von Festigkeit 

und Stabilität. Anlässlich der Berufungsverhandlung zeigte die Staatsanwaltschaft 

zudem auf, dass der Beschuldigten die Gruppierung um das Rip-Deal-Delikt 

bekannt gewesen sei und die Beschuldigte nicht eine unbedeutende Nebenfigur 

gewesen sei. Auch sei der Umstand, dass sie nur zwei Tage vor dem Delikt ange-

fragt worden sei, kein Hinweis darauf, dass sie nicht Teil der Bande gewesen sei. 

Sie habe ihr Handwerk beherrscht und das Zusammenspiel mit den ihr familiär 

verbundenen Personen schon öfters geübt (Urk. 84 S. 6).

2.4. Die Vorinstanz verneinte bei allen Dossiers das Vorliegen von banden-

mässigem Vorgehen. Zur Hauptsache führte sie dazu aus, die Beschuldigte habe 

bei Dossier 1 erst zwei Tage vor der Tat vom Mitbeschuldigten K._____ vom 

Vorhaben erfahren. Die Beschuldigte habe weder an der Organisation und Planung 

des Delikts mitgewirkt, noch habe sie die unbekannten Hintermänner gekannt. In 

den Akten liessen sich auch keine Hinweise finden, die darauf hindeuten würden, 

dass sich die Beschuldigte einer Bande angeschlossen habe (Urk. 56 E. IV.2.2.2.5. 

S. 22). Bei den Dossiers 3 und 4 würden ebenfalls keine rechtsgenügenden Be-

weise vorliegen, die aufzeigen würden, dass sich die Beschuldigte einer Bande 

angeschlossen habe (E. IV.3.4.3. S. 27 und E. IV.4.4.3. S. 30).

2.5. Gemäss erstelltem Sachverhalt bei Dossier 1 wurde die Beschuldigte vom 

Mitbeschuldigten K._____ wenige Tage vor der Tat angefragt, ob sie ihn 

unterstützen wolle. Die Tat war zu diesem Zeitpunkt bereits geplant und organisiert. 

Der Mitbeschuldigte K._____ wusste, wie alles abzulaufen hatte. Die Beschuldigte 

wurde dementsprechend instruiert. Es wäre ihr jederzeit die Abkehr von der 

Tatbegehung offengestanden. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass sie 

vom Schwiegersohn oder Lebensgefährten der Tochter angefragt wurde. Sie war 

in diesem Sinne beliebig austauschbar. Ebenfalls bleibt unbekannt, ob die Hinter-

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männer die Beschuldigte gekannt haben. Vor diesem Hintergrund sind – entgegen 

den Ausführungen der Staatsanwaltschaft – keine Ansätze einer Organisation 

erkennbar, welcher sich die Beschuldigte fest angeschlossen hätte, oder dass sie 

Teil eines stabilen Teams gewesen wäre. Es sind auch keine weiteren Taten oder 

Pläne zu Taten vor und nach diesem Delikt bekannt, welche die Beschuldigte in 

gleicher oder ähnlicher personeller Konstellation begangen hätte. Damit kann 

zusammen mit der Vorinstanz festgehalten werden, dass bezüglich Dossier 1 keine 

Bandenmässigkeit im Sinne von Art. 139 Ziffer 3 Abs. 2 aStGB vorliegt.

2.6. Gemäss eingestandenem und erstelltem Sachverhalt bei den Dossiers 3 

und 4 hat die Beschuldigte mit einem Mittäter namens "E._____" – welchen sie in 

L._____ Italien kennengelernt habe – am 16. Oktober 2008 in C._____ in der 

Bijouterie D._____ eine Herrenarmbanduhr im Wert von ca. Fr. 7'700.– gestohlen 

(Dossier 3). Am 17. Oktober 2008 hat sie zusammen mit ihrem Bruder I._____ so-

wie mit F._____ und J._____ in der Bijouterie G._____ in H._____ vier goldene 

Fingerringe und vier goldene Halsketten im Wert von insgesamt ca. Fr. 18'265.– 

gestohlen (Dossier 4). Die Einvernahmen der Beschuldigten sowie der Mitbeschul-

digten (wobei der Mittäter "E._____" nicht identifiziert werden konnte) blieben in 

Bezug auf einen gemeinsamen Tatplan und ein Zusammenwirken widersprüchlich 

(vgl. insbesondere Urk. 2/4 F12 ff und Urk. 4, S. 16 ff.: man sei als Touristen in die 

Schweiz eingereist; man habe in der Schweiz nach Arbeit gesucht; man habe 

Schmuck für eine Hochzeit kaufen wollen; man habe die Uhr zusammen mit 

E._____ gestohlen und sie dann F._____ geschenkt; etc.). Anhand der Akten lässt 

sich nicht mehr nachvollziehen, ob sich hier mehrere Personen zur Verübung 

mehrerer selbständiger Straftaten zusammengeschlossen hatten, insbesondere, 

weil an den beiden Tatbegehungen nicht dieselben Personen beteiligt waren. 

Zufolge des Zeitablaufs lässt sich auch nicht mehr aufklären, wer wann an welchen 

Taten auch noch mitgewirkt hat. Damit ist bei den Dossiers 3 und 4 eine 

Bandenmässigkeit im Sinne von Art. 139 Ziffer 3 Abs. 2 aStGB zu verneinen.

2.7. Damit hat die Beschuldigte mit ihrem Verhalten den objektiven und subjek-

tiven Tatbestand des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziffer 1 

und 2 aStGB erfüllt. Es hat ein entsprechender Schuldspruch zu ergehen.

-   14   -

3. Zur (schweren) Geldwäscherei

3.1. Die Vorinstanz würdigte den Tatbeitrag der Beschuldigten bei Dossier 1 
sodann als Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 StGB.

3.2. Zur Begründung hat die Vorinstanz ausgeführt, dass sich die Beschuldigte 

und der Mitbeschuldigte K._____ mit dem zuvor beim Privatkläger ausgetauschten 

Geld zur Autobahnraststätte M._____ begeben und den unbekannten Mittätern 

Fr. 150'000.– übergaben hätten. Danach seien sie und der Mitbeschuldigte 

K._____ mit dem restlichen für sie beide bestimmten Anteil von insgesamt 

Fr. 50'000.– nach N._____ (F) weitergereist. Die Beschuldigte habe mit ihrem Anteil 

offene Rechnungen beglichen. Wie vorstehend ausgeführt wurde, erhielt die Be-

schuldigte einen Anteil von Fr. 25'000.–. Von der Vorinstanz wurde weiter – wie-

derum zutreffend – festgehalten, dass die Vortat des Diebstahls ein Verbrechen 

darstelle (Art. 10 Abs. 2 StGB), womit die erlangten Vermögenswerte aus einem 

Verbrechen herrühren würden. Indem die Beschuldigte und der Mitbeschuldigte 

K._____ die unrechtmässig erlangten Vermögenswerte den Mittätern an der 

Autobahnraststätte überreicht und die restlichen Vermögenswerte selbst ins 

Ausland gebracht hätten, um damit u.a. Schulden zu tilgen, seien diese nicht mehr 

aufzufinden gewesen und hätten nicht mehr eingezogen werden können. Die 

Beschuldigte habe aufgrund ihrer Beteiligung an der Vortat gewusst, dass sie sich 

die Vermögenswerte des Privatklägers unrechtmässig angeeignet habe. Zudem sei 

ihr bewusst gewesen, dass die Übergabe des Geldes an die unbekannten Mittäter 

– bzw. der Transport des Geldes ins Ausland – dessen Auffindung und Einziehung 

erschwert bzw. verunmöglicht habe (Urk. 56 E. IV.2.3.1. f. S. 23).

3.3. Aus den neuerlichen Vorbringen der Verteidigung ist keine einleuchtende 

Begründung ersichtlich, weshalb von diesen zutreffenden vorinstanzlichen 

Erwägungen abgewichen werden sollte. Es bleibt unklar, was die Verteidigung zu-

gunsten der Beschuldigten ableiten will, wenn sie vorbringt, die Beschuldigte habe 

nicht gewusst, wohin die unbekannten Mittäter den Beuteanteil gebracht hätten. 

Ebenfalls ist es aktenwidrig, wenn die Verteidigung ausführt, dass bei der Beschul-

digten selbst in der Schweiz kein Geld verblieben sei, das sie hätte ins Ausland 

bringen können (Urk. 57 S. 4). Die Beschuldigte hat Fr. 25'000.– aus dem deliktisch 

-   15   -

erlangen Geldbetrag erhalten und diesen Betrag ins Ausland gebracht, um private 

Schulden abzuzahlen (Urk. 2.2/6 S. 6).

3.4. Fraglich ist, ob hier eine schwere Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis 

Ziffer 2 lit. a (evtl. lit. b) StGB (lit. a: Mitglied einer kriminellen oder terroristischen 

Organisation; lit. b: Mitglied einer Bande) vorliegt.

3.5. Die Vorinstanz verneinte das Vorliegen einer schweren Geldwäscherei. Die 

Beschuldigte sei erst zwei Tage vor der Tat vom Mitbeschuldigten K._____ zur Tat 

hinzugezogen worden. Sie habe an der Organisation und Planung der Tat nicht 

mitgewirkt und auch die unbekannten Mittäter nicht gekannt. Die Zugehörigkeit zu 

einer Organisation könne der Beschuldigten nicht nachgewiesen werden (Urk. 56 

E. IV.2.4.4. S. 26).

3.6. Hier kann auf die vorstehenden Erwägungen (E. III.2.5) verwiesen werden. 

Zwar gab es eine im Hintergrund wirkende organisierte Struktur. Diese plante die 

Tat jedoch ohne Mitwirkung der Beschuldigten. Die Beschuldigte wurde erst wenige 

Tage vor der Tat vom Mitbeschuldigten K._____ beigezogen. Ebenfalls bleibt un-

bekannt, ob die Beschuldigte selber die Hintermänner kannte und ob sie in gleicher 

oder ähnlicher personeller Konstellation an weiteren Taten beteiligt war. In Über-

einstimmung mit der Vorinstanz hat hier ein Schuldspruch wegen Geldwäscherei 

im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 StGB zu ergehen.

IV. Strafzumessung

1. Vorbemerkungen

1.1. Die Vorinstanz hat eingangs das Notwendige zum anwendbaren Recht, zu 

den Strafzumessungsgrundsätzen und zum anwendbaren Strafrahmen angeführt, 

worauf verwiesen wird (Urk. 56 E. V.1. ff. S. 31).

1.2. Für den gewerbsmässigen Diebstähl hat die Vorinstanz eine Einsatzstrafe 

festgelegt. Die Beschuldigte sowie ihre Mittäter seien jeweils planmässig und 

routiniert vorgegangen. Der Tatbeitrag der Beschuldigten sei für die Ausführung 

und den Erfolg sehr wesentlich gewesen und sie habe dabei eine nicht uner-

-   16   -

hebliche kriminelle Energie an den Tag gelegt. Zugutezuhalten sei ihr, dass keine 

Menschen physisch geschädigt worden seien. Der Beschuldigten sei es einzig um 

die Finanzierung ihres Lebensunterhalts gegangen. Wenn die Vorinstanz mit 

diesen zutreffenden Erwägungen das Verschulden als nicht mehr leicht be-

zeichnete und die Strafe bei 26 Monaten festsetzte (Urk. 56 E. V.3.3. S. 34), so ist 

ihr darin ohne Weiteres zu folgen.

1.3. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz die persönlichen Verhältnisse der 

Beschuldigten angeführt, worauf zunächst verwiesen werden kann (Urk. 43 S. 31). 

An der Berufungsverhandlung wurde dazu nichts Wesentliches aktualisiert: Die Be-

schuldigte sei in Rumänien bei ihrer Grossmutter aufgewachsen. Ihre Mutter sei, 

als die Beschuldigte neun Jahre alt war, verstorben. Die Beschuldigte habe insge-

samt vier Jahre lang die Primarschule besucht. Eine Ausbildung habe die Beschul-

digte nicht abgeschlossen. Mit 16 Jahren habe sie nach Roma-Art geheiratet. Aus 

der Ehe seien vier Töchter hervorgegangen. In Rumänien habe sie ohne sozialver-

sicherungsrechtliche Registrierung in einem Hotel als Reinigungshilfe und in der 

Küche gearbeitet. Vor 12 Jahren habe sie sich von ihrem Mann getrennt. Sie habe 

zwei Enkelkinder betreut und bis zu ihrer Krebserkrankung in Frankreich gearbeitet. 

Vor ihrer Verhaftung habe sie von der Sozialhilfe und der Unterstützung ihrer Kinder 

gelebt. Aus der Lebensgeschichte der Beschuldigten lässt sich nichts entnehmen, 

was sich auf die Strafzumessung auswirken würde (Urk. D12.2/4; Urk. 83). Die 

Vorinstanz beurteilte die mehreren einschlägigen Vorstrafen als straferhöhend, das 

Geständnis jedoch als leicht strafmildernd. Insgesamt beurteilte sie die Täterkom-

ponenten als strafzumessungsneutral. Dies ist im Schluss zutreffend und bedarf 

keiner weiteren Ergänzungen (Urk. 56 E. V.4. S. 35 f.).

1.4. Zur Geldwäscherei erwog die Vorinstanz, es sei klar gewesen, dass die Be-

schuldigte mit ihrem Deliktserlös ins Ausland zurückkehren werde. Sie habe bei der 

Tat geplant und routiniert gehandelt, was von einer nicht unerheblichen kriminellen 

Energie zeuge. Das Mass an Entscheidungsfreiheit sei jedoch für die Beschuldigte 

gering gewesen, da sie den Hauptteil des Deliktserlöses habe übergeben müssen 

und nur ihren (geringeren) Anteil im Ausland zur Finanzierung ihres Lebensunter-

halts habe verwenden können. Das Verschulden stufte die Vorinstanz nach diesen 

-   17   -

Ausführungen als leicht ein und asperierte – eingedenk der strafzumessungs-

neutralen Täterkomponenten – die Einsatzstrafe von 26 Monaten Freiheitsstrafe 

mit zwei weiteren Monaten Freiheitsstrafe. Es besteht keine Veranlassung von 

diesen zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz abzuweichen, womit eine Frei-

heitsstrafe von 28 Monaten als angemessen erscheint.

1.5. Die Strafe ist zu vollziehen (Art. 42 Abs. 1 StGB). Für einen teilbedingten 

Strafvollzug besteht – wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat – aufgrund der 

Vorstrafen kein Raum (Urk. 56 E. VI.2.2. S. 39).

1.6. Die Beschuldigte befand sich 29 Tage in Untersuchungshaft in Bezug auf 

den Vorwurf in Dossier 1 (Urk. D1/14/18; Urk. D1/14/27). Anzurechnen sind ihr so-

dann die Untersuchungshaft vom 17. Oktober 2008 bis zum 27. November 2008 

(Urk. 9/1; Urk. 9/17). Am 28. März 2024 wurde die Beschuldigte erneut festgenom-

men und befindet sich seither in Auslieferungs- bzw. Sicherheitshaft (Urk. 69; 

Urk. 74; Urk. 80/2). Insgesamt sind der Beschuldigten 134 Tage Haft an die Strafe 

anzurechnen (Art. 51 StGB).

V. Kosten und Entschädigung

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist praxisgemäss auf 

Fr. 3'600.– festzusetzen.

2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Die Verteidigung beantragte einen Frei-

spruch von der Geldwäscherei sowie eine tiefere Strafe. Die Staatsanwaltschaft 

beantragte zusätzlich eine Verurteilung wegen bandenmässigen Diebstahls sowie 

wegen schwerer Geldwäscherei und beantragte eine höhere Strafe. Die Beschul-

digte wie auch die Staatsanwaltschaft unterliegen zu denselben Teilen. Es 

erscheint somit angemessen, die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme 

derjenigen der amtlichen Verteidigung, der Beschuldigten zu ½ aufzuerlegen und 

im Umfang von ½ auf die Gerichtskasse zu nehmen. Vorbehalten bleibt die 

Rückforderung bei der Beschuldigten im Umfang von ½ (Art. 135 Abs. 4 StPO).

-   18   -

3. Die amtliche Verteidigung machte für ihre Aufwendungen und Barauslagen im 

Berufungsverfahren Fr. 4'155.60.– (inkl. Berufungsverhandlung) geltend (Urk. 85). 

Das geltend gemachte Honorar steht im Einklang mit den Ansätzen der Anwaltsge-

bührenverordnung und erweist sich grundsätzlich als angemessen. Rechtsanwalt 

X._____ ist entsprechend zu entschädigen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

im Berufungsverfahren sind im Umfang von ½ einstweilen und im Umfang von ½ 

definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen. Ein staatlicher Rückzahlungsanspruch 

über ½ der Kosten ist vorzubehalten (Art. 135 aAbs. 4 StPO).

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, 

vom 14. Dezember 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

" Es wird erkannt:

  1. […]

  2. […]

  3. Die Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a  Abs. 1 lit. c StGB für 10 Jahre des 

Landes verwiesen.

  4. Von einer Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informationssystem 

wird abgesehen.

  5. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger einen Schadenersatz von 

Fr. 200'000.– zu bezahlen. 

  6. Die Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger eine Genugtuungssumme in der 

Höhe von Fr. 10'000.– zu bezahlen.

-   19   -

  7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:

Fr. 2'500.–   Gebühr für das Vorverfahren

Fr. 4'050.–   Kosten Kantonspolizei Zürich

Fr. 1'005.–   Auslagen Strafuntersuchung

Fr. 9'422.15   amtl. Verteidigungskosten 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

  8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der Beschul-

digten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, 

welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der 

Gerichtskasse übernommen werden.

  9. [Mitteilungen]

10. [Rechtmittel] "

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Die Beschuldigte A._____ ist schuldig

 des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziffer 1 

und 2 aStGB sowie

 der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziffer 1 StGB.

2. Die Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

134 Tage durch Haft (Untersuchungshaft, Auslieferungshaft, Sicherheitshaft) 

erstanden sind. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

-   20   -

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 4'155.60   amtliche Verteidigung (nicht MwSt pflichtig)

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden zu ½ der Beschuldigten auferlegt und zu ½ auf 

die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden zu ½ einstweilen und zu ½ definitiv auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten im Unfang von ½ bleibt 

gemäss Art. 135 aAbs. 4 StPO vorbehalten.

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (übergeben)
 den Privatkläger (versandt)
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste (versandt)
 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
 den Privatkläger

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste
 das Migrationsamt des Kantons Zürich
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

-   21   -

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebe-

nen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 29. Mai 2024

Die Präsidentin:

lic. iur. M. Knüsel

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Zuber