# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 099a9ab4-d289-558e-883c-d6b453bc3d01
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 31.01.2023 ZK1 2023 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2023-15_2023-01-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 31. Januar 2023

(Mit Urteil 5A_103/2023 vom 06. Februar 2023 ist das Bundesgericht auf eine ge-
gen diesen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.)

Referenz ZK1 23 15

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Cavegn, Vorsitzender

Parteien A._____
Beschwerdeführer

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung Arzt/Ärztin (FU) vom 04.01.2023

Mitteilung 31. Januar 2023

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In Erwägung,

– dass A._____ am 4. Januar 2023 aus dem Kantonsspital B._____ freiwillig in 
die Psychiatrische Klinik C._____ eingetreten ist,

– dass nach dem Austrittswunsch von A._____ ein Rückbehalt nach Art. 427 
ZGB angeordnet wurde,

– dass A._____ die Klinik C._____ dennoch verliess und in D._____ angetroffen 
wurde und derart auffällig war, dass er von Dr.med. E._____ am 4. Januar 
2023 für maximal sechs Wochen ärztlich fürsorgerisch in der Klinik F._____ 
untergebracht wurde mit der Begründung einer unbehandelten bipolaren 
Störung sowie einer latenten Eigengefährdung durch schwerwiegende Feh-
lentscheide,

– dass A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 26. Januar 2023 Be-
schwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erhob und den Antrag stell-
te, er sei sofort aus der fürsorgerischen Unterbringung zu entlassen,

– dass der Vorsitzende der I. Zivilkammer mit Schreiben vom 27. Januar 2023 
die Klinik F._____ um Erstattung der Unterlagen, um einen kurzen Bericht 
zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung 
und insbesondere darüber, inwiefern die Voraussetzungen für eine fürsorgeri-
sche Unterbringung aus ärztlicher Sicht gegen seien,

– dass die Unterlagen am 30. Januar 2023 beim Kantonsgericht eingingen,

– dass daraus sowie aus der Stellungnahme der Klinik vom 30. Januar 2023 
ersichtlich ist, dass die fürsorgerische Unterbringung bereits am 4. Januar 
2023 erfolgte, und zwar nach Anordnung eines Rückbehalts im Sinne von Art. 
427 ZGB,

– dass die Frist zur Erhebung einer Beschwerde auf dem Gebiet der fürsorgeri-
schen Unterbringung zehn Tage seit Mitteilung des Entscheids beträgt (Art. 
450b Abs. 2 ZGB),

– dass diese Frist am 26. Januar 2023, dem Tag der Beschwerdeeinreichung, 
längstens verstrichen war, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

– dass eine betroffene oder eine ihr nahestehende Person jederzeit um Entlas-
sung ersuchen kann (Art. 426 Abs. 4 ZGB), worüber ohne Verzug zu ent-
scheiden ist,

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– dass für die Behandlung dieses Gesuches die Klinik zuständig ist,

– dass die Eingabe somit unverzüglich an die Klinik F._____ zur weiteren Be-
handlung weiterzuleiten ist,

– dass die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 200.00 beim Kanton 
Graubünden verbleiben und auf die Gerichtskasse genommen werden,

– dass der vorliegende Entscheid, da die Beschwerde offensichtlich unbegrün-
det ist, in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht (Art. 18 Abs. 3 GOG),

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wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen der Klinik F._____ zur wei-
teren Behandlung als Entlassungsgesuch weitergeleitet.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 200.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: