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**Case Identifier:** ce2220a6-5635-52c3-bc24-5c4bb068811e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.12.2011 IV 2009/459
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-459_2011-12-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/459

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 29.10.2019

Entscheiddatum: 19.12.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2011
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 
2009/459).

Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2011

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg-Haltinner, Versicherungsrichterin Marie Löhrer,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 19. Dezember 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kaspar Noser, Marktstrasse 2, Postfach, 

8853 Lachen SZ,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ meldete sich am 28. September 2005 zum Bezug von IV-Leistungen an (act. 

G 7.1). Der behandelnde Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, 

berichtete am 30. November 2005, dass der Versicherte mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit an einer Arthrose am linken Ellenbogen, einem chronischen 

Lumbospondylogensyndrom und einer fortgeschrittenen koronaren Herzkrankheit leide. 

Die bisherige Tätigkeit als Pneumonteur sei dem Versicherten nicht mehr zumutbar 

(act. G 7.19). Im Verlaufsbericht vom 4. Mai 2006 beurteilte Dr. B.___ den 

Gesundheitszustand als stationär (act. G 7.41).

A.b   Am 11. September 2006 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für eine 

berufliche Abklärung vom 1. Oktober 2006 bis 31. Januar 2007 im Werk- und 

Technologiezentrum Linthgebiet (WTL, act. G 7.52). Die Abklärungspersonen kamen 

nach Durchführung dieser Massnahme zum Schluss, dass die beruflichen 

Möglichkeiten des Versicherten weit vom ersten Arbeitsmarkt entfernt seien. Sie 

empfahlen die Prüfung des Rentenanspruchs und von Arbeitseinsätzen im geschützten 

Rahmen (Austrittsgespräch vom 31. Januar 2007, act. G 7.59; vgl. auch act. G 7.60).

A.c   Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte vom 23. bis 25. Juli 2007 im 

Servizio Accertamento Medico (SAM) Bellinzona polydisziplinär (internistisch, 

psychiatrisch, orthopädisch und kardiologisch) begutachtet. Die Gutachter 

diagnostizierten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine ischämische Kardiopathie, 

eine Arthrose sowie Osteophytose an den Ellenbogen bilateral und ein chronisches 

lumbovertebrales Syndrom. Für die angestammte Tätigkeit als Pneumonteur sowie für 

schwere Arbeiten bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für leidensangepasste 

Tätigkeiten bescheinigten die Gutachter eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Vor der 

Aufnahme einer solchen Tätigkeit müsse eine stationäre Rehabilitation durchgeführt 

werden. Die mittel- bis langfristige Prognose sei mit Blick auf die Progression der 

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koronaren Krankheit und die nicht optimale Kontrolle der kardiovaskulären 

Risikofaktoren nicht günstig (act. G 7.71 und G 25.1).

A.d   Vom 29. Oktober bis 10. November 2007 befand sich der Versicherte zur 

Rehabilitation in der Klinik F.___ (Austrittsbericht vom 26. November 2007, act. 

G 7.78-16 ff). Der dort tätige Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 

FMH, berichtete am 27. November 2007, dass eine leidensangepasste Tätigkeit dem 

Versicherten nicht mehr als vier Arbeitsstunden pro Tag zumutbar sei. Aufgrund der 

pulmonalen Seite bestehe unter der aktuellen CPAP-Therapie keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit (act. G 7.76).

A.e   Der behandelnde Dr. B.___ gab im Verlaufsbericht vom 12. Januar 2008 an, dass 

sich der Gesundheitszustand des Versicherten verglichen mit dem 4. Mai 2006 

verschlechtert habe. Insbesondere sei ein schweres obstruktives Schlafapnoesyndrom 

hinzugekommen (act. G 7.78-1 ff.).

A.f    Der RAD-Arzt, Dr. med. D.___, Facharzt für Arbeitsmedizin, kam in der 

Stellungnahme vom 18. Januar 2008 zum Schluss, dass der Versicherte die von den 

SAM-Gutachtern bescheinigte 50%ige Arbeitsfähigkeit durch die stationäre 

Rehabilitation habe erreichen können. Das Schlafapnoesyndrom führe zu keiner 

Invalidisierung (act. G 7.79).

A.g   Mit Vorbescheiden vom 3. November 2008 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit, dass ihm ab 1. Oktober 2006 ein Anspruch auf eine halbe Rente zustehe (act. 

G 7.94) und die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da er sich subjektiv nicht 

arbeitsfähig fühle (act. G 7.96).

A.h   Gegen den Vorbescheid betreffend Rentenanspruch erhob der Versicherte am 

5. Januar 2009 Einwand. Darin stellt er sich auf den Standpunkt, dass der 

vorgenommene Leidensabzug von 10% zu niedrig sei. Des Weiteren liege die 

Arbeitsfähigkeit unter 50%. Auf das SAM-Gutachten könne nicht abgestellt werden, da 

es die Auswirkung der funktionellen Einarmigkeit praktisch nicht berücksichtige. Der 

Versicherte beantragte eine arbeitsmedizinische Begutachtung der konkreten 

Auswirkungen der funktionellen Einarmigkeit (act. G 7.101).

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A.i     Am 24. Februar 2009 verfügte die IV-Stelle, dass die Arbeitsvermittlung 

abgeschlossen sei (act. G 7.110).

A.j     In den Verfügungen vom 6. November 2009 sprach die IV-Stelle dem 

Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2006 eine halbe IV-Rente und entsprechende 

Kinderrenten für seine vier Kinder zu (act. G 7.119 ff. und act. G 7.114 ff.).

B.     

B.a   Gegen die Rentenverfügungen vom 6. November 2009 richtet sich die 

Beschwerde vom 7. Dezember 2009. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen deren Aufhebung und die Ausrichtung einer ganzen 

Rente für sich und entsprechende Kinderrenten für seine Kinder. Eventuell sei die 

Streitsache zur Ergänzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei eine mündliche Verhandlung 

durchzuführen. Die Begründung der Beschwerde lautet im Wesentlichen gleich wie 

diejenige des Einwands vom 5. Januar 2009. Ergänzend bringt der Beschwerdeführer 

vor, dass sich sein Gesundheitszustand seit der SAM-Begutachtung weiter und 

nachhaltig verschlechtert habe. So sei er vor ungefähr vier Monaten in der Uniklinik 

Balgrist am rechten Knie operiert worden. Seit einiger Zeit bestünden auch Probleme 

am linken Knie. Dazu kämen erhebliche kardiologische Probleme (act. G 1). Mit der 

Beschwerdeergänzung vom 10. Dezember 2009 reichte der Beschwerdeführer weitere 

Arztberichte ein (act. G 4; Stellungnahme Dr. B.___ vom 7. Dezember 2009 samt 

Medikamentenliste, act. G 4.26 f.; MRI-Befund des Spitals E.___ vom 20. Mai 2008, 

act. G 4.28; Bericht Universitätsklinik Balgrist Zürich betreffend Voruntersuchung für 

Knieoperation vom 11. November 2008, act. G 4.29; Operationsbericht vom 

8. Dezember 2009, act. G 4.31; Bericht der Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals 

Zürich vom 22. Juni 2009, act. G 4.30).

B.b   Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 9. Februar 

2010 die Beschwerdeabweisung. Sie bringt im Wesentlichen vor, dass sich der 

Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der SAM-Begutachtung nicht relevant 

verschlechtert habe. Die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsschätzung sei beweiskräftig. 

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Ferner seien keine Anhaltspunkte für eine Erhöhung des gewährten 10%igen 

Leidensabzugs ersichtlich (act. G 7).

B.c   Mit Präsidialverfügung vom 12. Februar 2010 wird dem Gesuch des 

Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten 

und Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 8).

B.d   In der Replik vom 29. März 2010 hielt der Beschwerdeführer unverändert an 

seinen Anträgen fest und reichte weitere medizinische Berichte ein (act. G 12 und 

G 12.35 ff.).

B.e   Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (act. G 14).

B.f    Der Beschwerdeführer reichte am 10. Mai 2010 einen weiteren Bericht der Klinik 

für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich vom 28. April 2010 ein (act. G 16.1). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 17).

B.g   Im Auftrag des Versicherungsgerichts wurde das in italienischer Sprache 

verfasste SAM-Gesamtgutachten vom 24. August 2007 ins Deutsche übersetzt (act. 

G 25.1).

B.h   Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Teilnahme an der mündlichen Verhandlung 

vom 19. Dezember 2011 verzichtet (act. G 30). Der Beschwerdeführer hielt anlässlich 

der mündlichen Verhandlung im Wesentlichen an den gestellten Anträgen fest. Er 

reichte einen Bericht des behandelnden Dr. B.___ vom 29. November 2011 (act. 

G 31.1) und der Uniklinik Balgrist vom 1. März 2011 (act. G 31.2) ein. Auf die einzelnen 

Vorbringen des Beschwerdeführers wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.      

Zwischen den Parteien ist die Höhe des Rentenanspruchs strittig. Die 

Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer in den angefochtenen 

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Verfügungen vom 6. November 2009 eine halbe Rente zu. Dieser beantragt die 

Ausrichtung einer ganzen Rente.

1.1    Am 1. Januar 2008 sind die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass 

der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den 

materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 

E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtenen Verfügungen sind am 

6. November 2009 (act. G 7.114 ff.) ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, 

der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 

1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine 

Dauerleistung betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend 

den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 

auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen 

Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil 

des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [seit 2007: Sozialrechtliche Abteilungen 

des Bundesgerichts] vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage 

zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des 

Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber 

der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden die 

seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben.

1.2    Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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1.3    Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.4    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss kommt 

einem Gutachten oder anderen medizinischen Beurteilungen schon dann kein voller 

Beweiswert zu, wenn Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen; es muss nicht 

feststehen, dass die medizinischen Beurteilungen effektiv nicht den Tatsachen 

entsprechen, was nicht mit medizinischen Fachpersonen besetzte Behörden in der 

Regel nicht beurteilen können (Urteil des EVG vom 16. Oktober 2002, I 779/01, E. 4.2).

2.      

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Vorab zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenügliche 

Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Rentenentscheid auf das SAM-Gutachten 

vom 24. August 2007 (act. G 7.71; Übersetzung act. G 25.1).

2.1    Die Gutachter bescheinigten dem Beschwerdeführer zusammenfassend eine 

50%ige Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten (act. G 7.71-20).

2.2    Gegen die gutachterliche Einschätzung bringt der Beschwerdeführer vor, es sei 

seine "funktionelle Einarmigkeit" nicht ausreichend berücksichtigt worden (act. 

G 7.101-2). Die Gutachter setzten sich mit den Schmerzen des Beschwerdeführers im 

linken Arm eingehend auseinander. Sie erhoben eine eingehende Schmerzanamnese 

(act. G 7.71-10) und unternahmen klinische und radiologische Untersuchungen (act. 

G 7.71-12 ff.; Radiographie der linken und rechten Ellenbogen, der linken Hand sowie 

der linken Schulter). Aufgrund der dadurch gewonnenen Erkenntnisse stellten sie mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnose: Arthrose und Ostephytose an den 

Ellenbogen bilateral, links markanter, rechts beginnend, mit chronischem Syndrom der 

linken Schulter-Hand (act. G 7.71-15 f.). Die Gutachter diskutierten die Beschwerden 

der oberen linken Extremität und berücksichtigten sie bei der Bestimmung der 

Restarbeitsfähigkeit (act. G 7.71-17 ff.). Es kann daher keine Rede davon sein, die 

Gutachter hätten die Leiden an der oberen linken Extremität nicht zuverlässig 

gewürdigt.

2.3    Die Beweiskraft des Gutachtens sieht der Beschwerdeführer auch dadurch 

geschmälert, dass die Abklärungspersonen des WTL keine Chance zur Eingliederung in 

den ersten Arbeitsmarkt sahen (act. G 7.101-2).

2.3.1           Im WTL-Abklärungsbericht "Verzahnungsprogramm" wurde ausgeführt, 

dass die Abklärungspersonen zur Zeit keine Chance für eine Eingliederung in den 

ersten Arbeitsmarkt sähen. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass dieser Eindruck vor 

allem auf Schmerzangaben des Beschwerdeführers beruhte ("ganzer 

Bewegungsapparat lahmt, schmerzt", act. G 7.60-3). Ferner wurde "speziell die 

Privatsituation" als "belastend" beschrieben (act. G 7.60-5) und darauf hingewiesen, 

dass der Beschwerdeführer "mit seiner Situation überfordert" sei (act. G 7.60-6). Die 

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Abklärungspersonen zogen bei ihrer Beurteilung auch die sprachlichen Probleme mit 

ein ("kommen erschwerend zu den körperlichen", act. G 7.60-7).

2.3.2           Daraus ergibt sich, dass die WTL-Abklärungspersonen bei ihrer 

Einschätzung zu einem grossen Teil nicht (versicherungs-)medizinisch relevante 

Gesichtspunkte miteinbezogen. Es fehlt damit an schlüssigen Angaben zur objektiv 

noch realisierbaren Leistung. Schon aus diesem Grund vermag der WTL-Bericht für 

sich allein die gutachterlich gezogenen Schlüsse nicht in Zweifel zu ziehen (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2010, 8C_468/2010, E. 3.2 am Schluss). Den 

Gutachtern waren die Ergebnisse des Arbeitstrainings im Übrigen bekannt (act. 

G 7.71-4). Sie berücksichtigten das Arbeitstraining im WTL auch im Rahmen der 

Diskussion (act. G 7.71-16).

2.4    Des Weiteren verweist der Beschwerdeführer auf die abweichende Beurteilung 

durch den behandelnden Dr. B.___ (act. G 7.101-3) vom 12. /14. Januar 2008. Darin 

hielt Dr. B.___ den Beschwerdeführer für nicht mehr arbeitsfähig (act. G 7.78-3 ff.). 

Diese Sichtweise äusserte er bereits in den Berichten vom 13. April und 14. Juni 2007 

(act. G 7.71-52 f.).

2.4.1           Rechtsprechungsgemäss kann es unter Beachtung der Divergenz von 

medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag nicht angehen, eine medizinische 

Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass 

weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden medizinischen 

Fachpersonen nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen 

vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich 

hingegen, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen objektiv feststellbare 

Gesichtspunkte vorbringen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und 

die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (vgl. Urteil des EVG 

vom 13. März 2006, I 676/05, E. 2.4 mit Hinweisen).

2.4.2           Dr. B.___ benennt keine objektiven Umstände, welche die gutachterliche 

Einschätzung in Zweifel ziehen. Gegen die Beurteilung von Dr. B.___ sprechen ferner 

die Erkenntnisse der Klinik F.___, wo sich der Beschwerdeführer vom 29. Oktober bis 

10. November 2007 zur stationären Rehabilitation befand (act. G 7.78-16). Denn die 

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dort behandelnden Ärzte bescheinigten dem Beschwerdeführer wie die Gutachter eine 

rund 50%ige Arbeitsfähigkeit (höchstens 4 Stunden pro Tag, act. G 7.76-8). Nach dem 

Gesagten wird der Beweiswert der gutachterlichen Einschätzung durch die 

anderslautenden Ausführungen von Dr. B.___ nicht erschüttert.

2.5    Bei der Würdigung der gutachterlichen Beurteilung fällt weiter ins Gewicht, dass 

sie auf eigenständigen Abklärungen sowie umfangreichen Untersuchungen beruht und 

für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet 

und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. 

Die Attestierung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten 

leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass 

objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Die 

Beschwerdegegnerin stellte daher zu Recht auf die gutachterlich bescheinigte 50%ige 

Restarbeitsfähigkeit ab. Der Eintritt der dauernden Arbeitsunfähigkeit (im 

angestammten Beruf) ist gestützt auf die unbestritten gebliebene Einschätzung der 

Gutachter (act. G 7.71-19) sowie des RAD-Arztes (act. G 7.72) auf Oktober 2005 

festzusetzen.

2.6    Indessen gilt es noch zu beachten, dass die Gutachter ihre 

Arbeitsfähigkeitsschätzung mit dem Erfordernis einer vorgängigen stationären 

Rehabilitation verbanden. Sie führten aus, um eine Wiedereingliederung gewährleisten 

zu können, benötige der Beschwerdeführer eine adäquate und stationäre 

Rehabilitation. Nach der Rehabilitation könne er eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in 

adaptierter Tätigkeit erreichen (act. G 7.71-20). Daraus ist mit dem RAD-Arzt, der 

ebenfalls von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit erst nach einer stationären 

Rehabilitation ausging (Stellungnahme vom 6. September 2007, act. G 7.72), zu 

schliessen, dass bis zur Durchführung der Rehabilitation keine Restarbeitsfähigkeit 

bestanden hat. Da die vorgeschlagene Rehabilitation schliesslich in der Klinik F.___ 

durchgeführt wurde und danach von den dort behandelnden Ärzten eine 50%ige 

Restarbeitsfähigkeit bestätigt werden konnte (act. G 7.76-8), ist erst per 11. November 

2007 (Tag nach dem Austritt aus der Rehabilitation, vgl. act. G 7.76-3) vom Bestehen 

der gutachterlich attestierten 50%igen Restarbeitsfähigkeit in leidensangepasster 

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Tätigkeit auszugehen (vgl. auch RAD-Stellungnahme vom 18. Januar 2008, act. 

G 7.79).

3.      

Der Beschwerdeführer stellt sich des Weiteren auf den Standpunkt, dass die 

gutachterliche Einschätzung nicht mehr aktuell sei, da sich sein Gesundheitszustand 

seit der Begutachtung erheblich verschlechtert habe (act. G 1). Dabei verweist er auf 

zahlreiche medizinische Berichte.

3.1    Der Beschwerdeführer benennt für den Nachweis einer Verschlechterung 

Probleme am linken und rechten Knie (act. G 1).

3.1.1           Bei der Beurteilung der Knie hielten die Gutachter fest, deren Beweglichkeit 

sei intakt. Die linke Wade sei schmerzhafter als die rechte (act. G 7.71-12 f.). Eine unter 

Belastung vorgenommene Radiographie des rechten Knies vom 23. Juli 2007 ergab 

eine Luxationstendenz der Patella. Die Gutachter erkannten fast keine Arthrosezeichen 

("quasi nulli"), anderes in der Norm (act. G 7.71-14).

3.1.2           Das spätere MRI des rechten Knies vom 20. Mai 2008 ergab eine 

ausgedehnte Rissbildung im Bereich der Pars intermedia sowie des Hinterhorns des 

medialen Meniskus, einen diskreten Kniegelenkserguss, eine deutliche mediale 

Gonarthrose und weniger ausgeprägt auch eine Retropatellararthrose (act. G 4.28). Am 

17. November 2008 wurde eine Kniearthroskopie rechts, partielle Meniskektomie 

Hinterhorn medial durchgeführt (act. G 4.31). Es ergibt sich aus diesen Akten sowie 

dem orthopädischen Bericht des Spitals Linth vom 8. Juli 2008 (act. G 12.36) indessen 

nicht, dass die Beschwerden am rechten Knie zu einer seit der Begutachtung 

zusätzlichen Einschränkung der Restarbeitsfähigkeit geführt hätten. Aus den Angaben 

von Dr. B.___ im Bericht vom 12. Januar 2008 geht im Weiteren hervor, dass andere 

Leiden im Vordergrund stehen (koronare Herzkrankheit, obstruktives 

Schlafapnoesyndrom, chronisches Schmerzsyndrom, act. G 7.78-5).

3.1.3           Die Beschwerden am linken Knie wurden dem behandelnden Dr. B.___ 

erstmals am 4. März 2009 geschildert. Der Arzt beschreibt indessen keine Einflüsse auf 

die Restleistungsfähigkeit, sondern spricht in diesem Zusammenhang vielmehr von 

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"Nebenproblemen", die ihn zu weiteren Abklärungen veranlasst hatten (Bericht vom 

24. März 2010, act. G 12.35). Damit geht einher, dass sich auch aus dem Bericht der 

Uniklinik Balgrist vom 18. Februar 2010, deren Ärzte einen Verdacht auf mediale 

Meniskusläsion erhoben, keine zusätzlichen Einschränkungen auf die 

Restleistungsfähigkeit ergeben (act. G 12.41).

3.1.4           Hinzu kommt, dass selbst bei bejahten dauerhaft verschlimmerten 

Kniebeschwerden kein weiterer Abklärungsbedarf besteht. Denn sogar bei massiven 

Kniebeschwerden geht die Rechtsprechung davon aus, dass diesem Leiden mit dem 

Zumutbarkeitsprofil einer wechselbelastenden Tätigkeit - wie sie vom RAD-Arzt 

umschrieben wurde (Stellungnahme vom 6. Juni 2008, act. G 7.83) - angemessen 

Rechnung getragen wird (Urteile des EVG vom 17. August 2004, I 643/03, E. 4.2 und 

des Bundesgerichts vom 31. Mai 2011, 9C_49/2011, E. 3.3, letzteres betreffend 

Kniearthrosen). Vorliegend bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Knieleiden 

des Beschwerdeführers in der für wechselbelastende leidensadaptierte Tätigkeiten 

bescheinigten 50%igen Arbeitsunfähigkeit nicht hinreichend Berücksichtigung finden. 

Ergänzend ist auf die Aussage des Beschwerdeführers hinzuweisen, wonach er sich 

abgesehen von der kardiopulmonalen Symptomatik "gut" fühle (Austrittsbericht der 

Klinik für Kardiologie des Universitätsspitals Zürich vom 29. Dezember 2009, act. 

G 12.40).

3.2    Was das vom Beschwerdeführer genannte schwere obstruktive Schlafapnoe-

Syndrom anbelangt (act. G 12, S. 4), so ist vorab darauf hinzuweisen, dass eine 

schlechte CPAP-Compliance besteht. Mit einer genügenden Geräte-Compliance 

könnte das Schlafapnoe-Syndrom "weitgehend" therapiert werden. Die behandelnden 

Pneumologen hielten denn auch fest, dass insgesamt das Schlafapnoe-Syndrom mit 

der CPAP-Therapie ausreichend behandelt erscheine (Bericht der Klinik F.___ vom 

24. September 2008, act. G 12.38; vgl. auch den Bericht der Klinik F.___ vom 

27. November 2007, wonach aufgrund der CPAP-Therapie keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bestehe, act. G 7.76-8). Es besteht daher auch mit Blick auf das 

Schlafapnoe-Syndrom keine relevante gesundheitliche Verschlechterung bis zum 

Verfügungserlass vom 6. November 2009.

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3.3    Zu prüfen bleibt damit noch die Frage, ob sich der Gesundheitszustand aus 

kardiologischer Sicht massgeblich verschlechtert hat. Dies ist indessen zu verneinen, 

wie sich aus einem Vergleich des SAM-Gutachtens vom 24. August 2007 mit den 

danach ergangenen medizinischen Einschätzungen ergibt. So sprachen die 

Kardiologen des Universitätsspitals Zürich nach einer komplikationslosen Durchführung 

des Eingriffs vom 22. Dezember 2009 (Koronarangiographie und PTCA in RIVP/RCA 

sowie PCI/1-fach BM-Stenting in proximaler RCA) davon, dass der postinterventionelle 

Verlauf, das EKG und die klinische Kontrolle unauffällig gewesen seien. Der 

Beschwerdeführer sei "bei guter Gesundheit" am 23. Dezember 2009 entlassen 

worden (act. G 12.40, S. 2). Gegen eine Veränderung spricht ferner die von den 

behandelnden Kardiologen am 28. April 2010 beschriebene erhaltene linksventrikuläre 

Funktion von "EF 65%" (act. G 16.1), die der von den Gutachtern gemessenen "EF 

63%" nahezu entspricht (act. G 7.71-14f.). Wie die behandelnden Kardiologen ("CCS II-

III", act. G 16.1) qualifizierten die Gutachter die Angina pectoris mit dem Wert CCS II im 

Wesentlichen gleich (act. G 7.71-18). Auch bei der Fahrradergometrie zeichnet sich ein 

ähnliches Bild: Anlässlich der SAM-Begutachtung brach der Beschwerdeführer den 

Test nach knapp einer Minute ab (act. G 7.71-14). In der Klinik für Kardiologie des 

Universitätsspitals resultierte am 16. Februar 2010 "nach wenigen Minuten" ein 

Testabbruch (unter Hinweis auf eine formal elektrisch unauffällige Untersuchung, act. 

G 12.42). Bei der Würdigung der von den behandelnden Kardiologen erstellten Berichte 

ist überdies Zurückhaltung geboten, da sich diese in wesentlichen Teilen zugunsten 

des Beschwerdeführers zur nicht medizinischen Rentenfrage äusserten (vgl. act. G 

16.1). Dabei übersehen die Kardiologen, dass bei der Rentenzusprache die für leichte 

leidensadaptierte Tätigkeiten (vgl. RAD-Stellungnahme vom 6. Juni 2008, act. G 7.83) 

bestehende Arbeitsunfähigkeit massgebend ist, wobei sie den gleichen Sachverhalt 

lediglich anders als die Gutachter würdigen, ohne sich mit deren Einschätzung 

auseinanderzusetzen.

3.4    Was die anlässlich der mündlichen Verhandlung eingereichten Berichte von 

Dr. B.___ vom 29. November 2011 (act. G 31.1) und der Uniklinik Balgrist vom 1. März 

2011 (act. G 31.2) anbelangt, so ergeben sich daraus keine Gesichtspunkte, die 

Rückschlüsse auf den vorliegend bis zum Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 

6. November 2009 eingetretenen Sachverhalt zuliessen. Deshalb erübrigen sich 

Weiterungen hierzu. Dem Beschwerdeführer steht es im Übrigen frei, die sich allfällig 

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daraus ergebenden Verschlechterungen im Rahmen eines von ihm einzuleitenden 

Revisionsverfahrens geltend zu machen.

3.5    Insgesamt ist im Vergleich zur Begutachtung vom 23. bis 25. Juli 2007 eine bis 

zum Erlass der angefochtenen Verfügungen vom 6. November 2009 eingetretene 

Verschlechterung des Gesundheitszustands, die einen weiteren medizinischen 

Abklärungsbedarf begründen würde, nicht ausgewiesen. Damit geht einher, dass der 

Beschwerdeführer im Einwand vom 5. Januar 2009 keinen verschlechterten 

Gesundheitszustand vorbrachte. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 

ab 11. November 2007 (vgl. vorstehende E. 2.6) über eine 50%ige 

Restleistungsfähigkeit verfügte.

4.      

Nach dem Gesagten ist bei der Prüfung der erwerblichen Auswirkungen für die Zeit ab 

1. Oktober 2005 bis 11. November 2007 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit und 

danach von einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

auszugehen (vgl. vorstehende E. 2.6).

4.1    Die Beschwerdegegnerin bemass beide Vergleichseinkommen auf der Grundlage 

der LSE-Löhne und nahm zur Ermittlung des Invaliditätsgrads einen Prozentvergleich 

vor. Dieser Berechnungsweise kann nicht gefolgt werden. Denn da der zuletzt erzielte 

Verdienst des Beschwerdeführers eine verlässliche Grundlage für die Bestimmung des 

Valideneinkommens darstellt, besteht keine Veranlassung für eine Parallelisierung der 

Vergleichseinkommen bzw. für die Vornahme eines Prozentvergleichs (zum 

grundsätzlichen Abstellen auf den zuletzt erzielten Verdienst vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/2009, E. 2.2.1).

4.2    Gemäss IK-Auszug verdiente der Beschwerdeführer im Jahr 2003 bei seinem 

Haupterwerb einen Jahreslohn von Fr. 66'300.-- (act. G 7.31). Zusätzlich erzielte er 

einen Nebenerwerb. Ein Nebeneinkommen ist rechtsprechungsgemäss dann als 

Validenlohn zu berücksichtigen, wenn ein solches bereits im Gesundheitsfall erzielt 

wurde und weiterhin erzielt worden wäre, falls die versicherte Person keine 

gesundheitliche Beeinträchtigung erlitten hätte (Urteil des Bundesgerichts vom 

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7. Oktober 2011, 8C_491/2011, E. 4.1 mit Hinweisen). Vorliegend bestehen keine 

Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seinen 1993 aufgenommenen 

Nebenerwerb im Gesundheitsfall aufgegeben hätte, weshalb das daraus erzielte 

Einkommen zu berücksichtigen ist. Da der Nebenverdienst im Gegensatz zum 

Haupterwerb Schwankungen unterlag, rechtfertigt es sich zur besseren 

Repräsentativität auf den Lohn der Jahre 2001 bis 2003 abzustellen. Dies ergibt ein 

Totaleinkommen von Fr. 35'959.-- (2001: Fr.12'163.--; 2002: Fr. 12'973.--; 2003: 

Fr. 10'823.--; act. G 7.31) bzw. ein zu berücksichtigendes durchschnittliches 

Jahreseinkommen von Fr. 11'986.-- (Fr. 35'959.-- / 3). Das Valideneinkommen für das 

Jahr 2003 beträgt damit Fr. 78'286.-- (Fr. 66'300.-- + Fr. 11'986.--). Zwar sind beim 

Einkommensvergleich grundsätzlich die Zahlen zur Zeit des frühestmöglichen 

Rentenbeginns (hier 2006) massgebend (BGE 134 V 325 E. 4.1). Vorliegend kann indes 

davon ausgegangen werden, dass sich Validen- und Invalideneinkommen prozentual 

gleich entwickelt hätten, weshalb auf die Einkommensangaben für 2003 abgestellt 

werden darf.

4.3    Von den Parteien unbestritten ist, dass der LSE-Tabellenlohn Grundlage des 

Invalideneinkommens bildet. Im Jahr 2003 betrug das anwendbare statistische 

Jahreseinkommen (unter Berücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 

41,7 Stunden) Fr. 57'745.-- (vgl. Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-Gesetzesausgabe 

der Informationsstelle AHV/IV).

4.3.1           Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne der LSE um bis 

zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte 

Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das 

durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) 

bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei 

handelt es sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 

E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

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gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

4.3.2           Die Beschwerdegegnerin gewährte einen 10%igen Abzug (act. G 7.91-2). 

Unter Hinweis auf eine stark beeinträchtigende Polymorbidität hält der 

Beschwerdeführer einen Abzug von 10% für zu niedrig (act. G 7.101-1). Der 

Beschwerdeführer vermag aufgrund seiner verschiedenen gesundheitlichen Leiden die 

Restarbeitsfähigkeit nur noch in einem eingeschränkten Bereich zu verwerten, und er 

ist hierzu auf eine ganztägige Präsenz angewiesen. In Anbetracht der mehrfachen 

Behinderungen erscheint ein Abzug von 15% als angemessen. Im Übrigen würde die 

Bestätigung eines 10%igen Abzugs - wie sich aus dem nachfolgenden 

Einkommensvergleich ergibt - zu keiner rentenrelevanten Veränderung führen.

4.3.3           Unter Berücksichtigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für die Dauer 

von Oktober 2005 bis November 2007 resultiert mangels anrechenbaren 

Invalideneinkommens ein Invaliditätsgrad von 100%. Für die Zeit danach ergibt sich bei 

Berücksichtigung eines 15%igen Tabellenlohnabzugs und einer 50%igen 

Restarbeitsfähigkeit eine Erwerbseinbusse von Fr. 53'744.-- (Fr. 78'286.-- - 

[Fr. 57'745.-- x 0.85 x 0.5]) und ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 69% 

([Fr. 53'744.-- / Fr. 78'286.--] x 100). Bei Einbezug eines 10%igen Tabellenlohnabzugs 

ergäbe sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 52'301.-- (Fr. 78'286.-- - [Fr. 57'745.-- x 0.9 

x 0.5]) und ein Invaliditätsgrad von aufgerundet 67% ([Fr. 52'301.-- / Fr. 78'286.--] 

x 100). Ein eine Dreiviertelsrente begründender Invaliditätsgrad würde selbst bei 

Nichtberücksichtigung des Nebeneinkommens und eines 10%igen Tabellenlohnabzugs 

resultieren (Erwerbseinbusse von Fr. 40'315.-- [Fr. 66'300.-- - Fr. 25'985.--]; 

Invaliditätsgrad von aufgerundet 61% [{Fr. 40'315.-- / Fr. 66'300.--} x 100]).

4.4    Unter Berücksichtigung des Wartejahres im Sinn von aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in 

der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung) ist der unbestritten gebliebene verfügte 

Rentenbeginn per 1. Oktober 2006 zu bestätigen (vgl. act. G 7.114 ff.). Der 

Beschwerdeführer hat demnach ab Oktober 2006 Anspruch auf eine ganze Rente samt 

entsprechenden Kinderrenten. Mit Blick auf die seit 11. November 2007 bestehende 

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50%ige Restarbeitsfähigkeit und einen Invaliditätsgrad von 69% (vgl. vorstehende 

E. 4.3.3) ist der ganze Rentenanspruch nach Ablauf der Dreimonatsfrist gemäss 

Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. März 2008 auf eine Dreiviertelsrente herabzusetzen.

5.      

5.1    In teilweiser Gutheissung der Beschwerde sind die angefochtenen Verfügungen 

vom 6. November 2009 aufzuheben, und dem Beschwerdeführer sind mit Wirkung ab 

1. Oktober 2006 bis 29. Februar 2008 eine ganze Rente sowie ab 1. März 2008 eine 

Dreiviertelsrente samt entsprechenden Kinderrenten zuzusprechen. Zur Festsetzung 

der Rentenleistungen ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- 

erscheint als angemessen. Da bei der Bemessung der Gerichtskosten wie bei der 

Bemessung der Parteientschädigung (vgl. nachstehende E. 5.3) von einem 

vollständigen Unterliegen der Beschwerdegegnerin auszugehen ist, hat die 

Beschwerdegegnerin die gesamten Gerichtskosten zu bezahlen. Die Kosten der vom 

Gericht veranlassten Gutachtensübersetzung könnten lediglich dann nicht der 

Beschwerdegegnerin auferlegt werden, wenn entsprechende Sprachkenntnisse ohne 

weiteres vorauszusetzen wären (vgl. dazu SVR-IV 2010 Nr. 9, 27 [9C_141/2009] E. 3.2). 

Im vorliegenden Fall wurden im Gutachten des SAM sprachlich anspruchsvolle 

Sachverhalte abgehandelt und gewürdigt, so dass sich zur sachgerechten Prüfung der 

Angelegenheit eine Übersetzung aufdrängte, zumal es um die Beurteilung einer 

allfälligen gesundheitlichen Verschlechterung ging und der fallführende RAD-Arzt 

lediglich eine äusserst knappe Wiedergabe des Gutachtensinhalts vornahm und nicht 

einmal die Diagnosen übersetzte. Vor diesem Hintergrund erscheint es gerechtfertigt, 

die Übersetzungskosten im Betrag von Fr. 3'865.70 (act. G 25) der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. BGE 128 V 34 sowie Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. Oktober 2011, IV 2010/70, 

E. 5.2).

bis

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5.3    Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht 

festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache 

und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Im Sinn der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zur Überklagung in sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen ist im 

vorliegenden Fall bei der Bemessung der Parteientschädigung von einem vollständigen 

Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen (Urteil des Bundesgerichts vom 

25. Januar 2008, 9C_466/2007, E. 5 mit Hinweisen). Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers reichte am 19. Dezember 2011 eine Honorarnote ein, worin er 

Barauslagen im Betrag von Fr. 203.80 sowie einen Stundenaufwand von 24 

2/3 Stunden geltend macht (act. G 31.3). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Verwaltungsgericht, Verwaltungsrekurskommission und 

Versicherungsgericht pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.-- (Art. 22 Abs. 1 lit. b der 

Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, HonO; sGS 963.75). Das 

mittlere Honorar bei einer Zeitaufwandbemessung beträgt Fr. 250.-- je Stunde (Art. 24 

Abs. 1 HonO). Vorab ist darauf hinzuweisen, dass nicht der geltend gemachte, sondern 

nur der notwendige Aufwand zu entschädigen ist (Urteil des EVG vom 1. Dezember 

2006, I 792/04, E. 5.2 mit Hinweis). Im vorliegenden Fall ist mit Blick auf das 

notwendige Studium des italienisch abgefassten pluridisziplinären Gutachtens und die 

erst im Beschwerdeverfahren eingeholte Übersetzung sowie aufgrund des 

umfangreichen Aktendossiers samt zusätzlichen Fremdakten von einem 

überdurchschnittlichen Aufwand des Rechtsvertreters auszugehen, weshalb sich unter 

Mitberücksichtigung des Aufwandes für die mündliche Verhandlung vom 19. Dezember 

2011 eine über der durchschnittlichen Pauschalentschädigung für 

Beschwerdeverfahren ohne mündliche Verhandlung von Fr. 3'500.-- liegende 

Entschädigung von pauschal Fr. 5'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) rechtfertigt. Ein weitergehender Aufwand kann in Anbetracht der 

Entschädigungspraxis in vergleichbaren Fällen nicht entschädigt werden, zumal  der 

Rechtsvertreter bereits im von ihm geführten Einwandverfahren Aktenkenntnis 

erworben und Instruktionsgespräche mit dem Beschwerdeführer geführt hatte (act. G 

7.122).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

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1.       In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die angefochtenen 

Verfügungen vom 6. November 2009 aufgehoben, und dem Beschwerdeführer werden 

mit Wirkung ab 1. Oktober 2006 bis 29. Februar 2008 eine ganze Rente sowie ab 

1. März 2008 eine Dreiviertelsrente samt entsprechenden Kinderrenten zugesprochen. 

Zur Festsetzung der Rentenleistungen wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- sowie die Kosten 

der Gutachtensübersetzung von Fr. 3'865.70 zu bezahlen.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 5'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.12.2011
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459).

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