# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ad09e9f-55a6-5684-a6f8-7213f9f377e6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.06.2020 200 2020 231
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-231_2020-06-16.pdf

## Full Text

200 20 231 IV
FUR/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Juni 2020

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Februar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2020, IV/2020/231, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) mel-
dete sich im Juni 2018 unter Hinweis auf eine bei einem Unfall am 17. Okto-
ber 2016 erlittene Handgelenksverletzung bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage 
[AB] 1). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte Abklärun-
gen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht; namentlich holte sie die Ak-
ten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) ein (AB 9.1-9.99, 
13.1-13.9, 26.1-26.30, 30.1-30.14, 36.1-36.19) und legte den Fall dem Regi-
onalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung vor. Gestützt auf den Bericht 
der RAD-Ärztin med. pract. C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere 
Medizin, vom 3. Juli 2019 (AB 40) sprach die IVB dem Versicherten nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 41) mit Verfügung vom 20. Fe-
bruar 2020 (AB 46) per 1. Dezember 2018 eine ganze Rente bei einem In-
validitätsgrad von 100 % zu. Per 20. Juni 2019 ermittelte die IVB einen Inva-
liditätsgrad von 28 %, weswegen sie die ganze Rente bis zum 30. September 
2019 befristete (vgl. AB 41 S. 4).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
B.________, mit Eingabe vom 17. März 2020 Beschwerde mit den folgenden 
Anträgen:

1. In teilweiser Aufhebung der angefochtenen Verfügung der IV-Stelle 
Bern vom 20.02.2020 sei die Beschwerdesache zur Neubeurteilung 
des Rentenanspruchs ab dem 01.10.2019 an die Beschwerdegeg-
nerin, unter der Weisung, dass beim Beschwerdeführer, gestützt auf 
die tatsächlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie der 
massgeblichen Einkommensdifferenz, von einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 60 % auszugehen sei, zurückzuweisen. 

2. Eventualiter sei in teilweiser Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung der IV-Stelle Bern vom 20.02.2020 dem Beschwerdeführer, 
rückwirkend ab 01.10.2019 und unter Berücksichtigung eines Inva-
liditätsgrades von mindestens 60 % eine Invalidenrente zuzuspre-
chen.

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. April 2020 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen 
nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Be-
schwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben 
(Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invali-
denversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 20. Februar 2020 
(AB 46). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Rente der Invalidenversicherung und dabei insbesondere, ob die Be-
schwerdegegnerin die ab Dezember 2018 zugesprochene ganze Rente 
zulässigerweise per 30. September 2019 befristet hat.

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In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete IV-Rente zu-
gesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leistungen 
angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht in dem 
Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbezugszei-
ten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 V 413; 
AHI 2001 S. 278 E. 1a; SVR 2019 IV Nr. 33 S. 100 E. 3.2). Folglich ist der 
generelle Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenver-
sicherung zu prüfen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 80 
lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss teil-
weise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähigkeit 
(BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades Erwerbstätiger wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegli-
chener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich wel-
cher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind ärzt-
liche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel-
che Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 
87 E. 4.2.1).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge-
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder 
die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an 
sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. 

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Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner un-
ter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung 
der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-
reichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 S. 10; 
SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.5.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-
benden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts-
schätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 200; 
SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit 
der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 
3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.5.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine an-
spruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass dann 
gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend eine ab-
gestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt 
des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist 
von Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung (IVV; SR 831.201) festzusetzende Zeitpunkt der Anspruchsände-
rung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 263 E. 6.1 S. 263; 
SVR 2019 IV Nr. 2 S. 4 E. 2).

3.

3.1 Den Akten ist bezüglich des Gesundheitszustandes des Beschwer-
deführers bzw. seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit – soweit entscheidwe-
sentlich – das Folgende zu entnehmen:

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3.1.1 Im Austrittsbericht des Spitals D.________ vom 8. November 2016 
(AB 9.87) wurde eine mehrfragmentäre intraartikuläre distale Radiusfraktur 
AO 23-C3 links (adominant) vom 17. Oktober 2016 diagnostiziert. In einem 
chirurgischen Eingriff am 20. Oktober 2016 seien eine offene Reposition, 
eine dorsale Plattenosteosynthese sowie eine Denervation des Nervus inte-
rosseus posterior links vorgenommen worden. Am 25. April 2017 erfolgte die 
Entfernung des Osteosynthesematerials. Anlässlich dieses chirurgischen 
Eingriffs wurde bei klinischem Verdacht auf ein Karpaltunnelsyndrom zudem 
eine Dekompression des Nervus medialis links vorgenommen (AB 9.66, 
9.95). Am 21. September 2017 wurde bei diagnostizierter radiokarpaler Ar-
throse eine diagnostische Handgelenksarthroskopie durchgeführt (AB 9.39).

3.1.2 Dem Bericht von Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine In-
nere Medizin und für Pneumologie, vom 29. August 2017 (AB 22 S. 15 f.) 
sind die Diagnosen leichte obstruktive Schlafapnoe und chronisch obstruk-
tive Lungenkrankheit Stadium II/B nach GOLD zu entnehmen. Nach oralem 
Steroidstoss und antiobstruktiver Inhalationsbehandlung mit Spiolto bestehe 
eine lungenfunktionelle Verbesserung und Normalisierung des Gasaustau-
sches. Aus sprachlichen Gründen seien die Symptomatik und der Leidens-
druck bezüglich der leichten Schlafapnoe nicht klar geworden. Bei 
Schlafapnoe-typischer Symptomatik und entsprechendem Leidensdruck 
wäre ein CPAP-Therapieversuch angezeigt.

3.1.3 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Chirurgie, 
diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 18. Juni 2018 (AB 13.2) eine 
distale intraartikuläre Radiusfraktur AO 23-C3 mit Ausläufer in den Schaft 
links vom 17. Oktober 2016 mit aktuell schmerzhaft eingeschränkter Hand-
gelenksbeweglichkeit und ein posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom links 
mit aktuell verminderter Sensibilität im Bereich der ganzen Hand einschliess-
lich Handrücken in handschuhförmiger Ausdehnung. Der Versicherte be-
richte über invalidisierende Handgelenksschmerzen links und eine hand-
schuhförmige Hypästhesie im Bereich der linken Hand. Bei der klinischen 
Untersuchung fänden sich reizlose Narbenverhältnisse. Die Handgelenksbe-
weglichkeit sei deutlich eingeschränkt, es bestehe eine verminderte Hand-
kraft. Radiologisch bestehe eine unregelmässige radiale Gelenkfläche mit 

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zum Teil Stufenbildung nach intraartikulärer Fraktur mit beginnender Ar-
throse. Diese sei symptomatisch. Zumutbar seien leichte Tätigkeiten mit der 
linken Hand ohne Tragen von Gewichten von mehr als 2 kg, Gewichte bis 1 
kg könnten mit der linken Hand manipuliert werden. Nicht zumutbar seien 
Tätigkeiten, welche ein kräftiges Zupacken mit der linken Hand erforderten 
und welche ein Abstützen des Körpergewichts auf die dorsal extendierte 
linke Hand verlangten.

3.1.4 Im Bericht vom 22. August 2018 (AB 26.10) führte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Chirurgie, für Plastische, Rekonstruktive und Äs-
thetische Chirurgie sowie für Handchirurgie, aus, die linke Hand sei trotz der 
guten Versorgung der stark abgekippten und imprimierten Gelenkfraktur 
nicht belastbar. Es bestünden glaubhafte Schmerzen in allen Richtungen. In 
das 1. Streckerfach rage eine Knochenschuppe hinein und verursache hier 
eine lokale Reizung. Zur Minderung der Schmerzhaftigkeit wäre eine Teilar-
throdese oder eine Panarthrodese notwendig. Zusätzlich müsste auch das 
1. Streckerfach revidiert sowie gespalten und die Knochenschuppe abgetra-
gen werden. Dieser Eingriff erfolgte am 20. Dezember 2018. Dem entspre-
chenden Operationsbericht (AB 30.14) ist zu entnehmen, dass postoperativ 
für zwölf Wochen keine Belastung erfolgen dürfe.

Aus dem Verlaufsbericht vom 18. Februar 2019 (AB 36.19) geht hervor, dass 
sich acht Wochen postoperativ an der Gesamtsituation gemäss Patienten 
nichts geändert habe. Er habe immer noch Schmerzen im Handgelenk, zu-
sätzlich würde das Handgelenk blockieren. Der Patient sei darüber aufge-
klärt worden, dass die Handgelenksbeweglichkeit nach der Arthrodese 
natürlich eingeschränkt bleiben werde. Die durchgeführte CT-Untersuchung 
zeige bereits jetzt einen doch recht zufriedenstellenden Durchbau der Ar-
throdese. Es bestünden achsengerechte Verhältnisse, das Osteosynthese-
material scheine die Nachbargelenke nicht zu stören und sei korrekt einge-
bracht.

3.1.5 Die RAD-Ärztin med. pract. C.________ diagnostizierte im Bericht 
vom 26. März 2019 (AB 32 S. 5 ff.) eine posttraumatische Arthrose des 
Handgelenkes links, ein posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom links, eine 
regrediente Schultersteife links, eine chronisch obstruktive Lungenkrankheit 

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COPD Stadium 2b nach Gold und eine leichte obstruktive Schlafapnoe. Kör-
perlich bestünden eine dauerhaft verminderte Handgelenksbeweglichkeit 
links bei kompliziertem Verlauf nach distaler Radiusfraktur und eine dauer-
haft verminderte Lungenfunktion durch eine strukturelle Lungenkrankheit mit 
Lungenüberblähung und wiederholter Atemstörung mit Bronchienveren-
gung. Psychisch und geistig seien keine Beeinträchtigungen dokumentiert. 
Die angestammte Tätigkeit als ..., eingestuft als körperlich mittelschwere, 
hand- und beinbelastende Tätigkeit, sei dauerhaft seit 09/2017 (richtig: Ok-
tober 2016 [AB 9.98 und AB 40 S. 6]) nicht mehr leistbar. Zumutbar seien 
körperlich leichte Tätigkeiten ganztags mit zusätzlich qualitativer Leistungs-
minderung bis höchstens 20 % (Verlangsamung, Pausenbedarf). Das vor-
läufige Zumutbarkeitsprofil des Suva-Kreisarztes vom 18. Juni 2018 könne 
übernommen werden und werde aufgrund der chronischen Lungenkrankheit 
ergänzt: Zu vermeiden seien Zwangshaltungen, vorwiegendes Stehen oder 
längeres Gehen, häufiges Treppensteigen, Tätigkeiten in Kälte und Nässe, 
unter starken Temperaturschwankungen, mit gestörtem Tag- und Nacht-
rhythmus (Nachtschicht), mit atmosphärischem Über- oder Unterdruck und 
Exposition von Dämpfen, Staub, Rauch und Gasen.

3.1.6 Am 2. April 2019 (AB 36.12) berichtete Dr. med. G.________, dass 
die durchgeführte CT-Untersuchung zwar eine gut fortschreitende Konsoli-
dation, gut aufgefüllte Defekte mit Spongiosa, allerdings noch keine vollstän-
dige Konsolidierung zeige.

Im Bericht vom 15. Mai 2019 (AB 36.5) hielt Dr. med. G.________ fest, der 
Patient berichte über immer noch vorhandene starke Schmerzen streckseitig 
und auch im Bereich des STT-Gelenkes, die ihm keinen Belastungsaufbau 
erlaubten. Bei dem zwischenzeitlich guten Durchbau könnte die Platte in we-
nigen Monaten entfernt werden, dann sollte es zu einer Besserung der 
Schmerzhaftigkeit kommen. Der Patient sei weiterhin zu 100 % arbeitsun-
fähig.

3.1.7 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. F.________ hielt im Bericht vom 
3. Juni 2019 (AB 36.4) die Arbeitsaufnahme prognostisch ca. vier bis acht 
Wochen nach der vorgesehenen Metallentfernung für möglich.

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3.1.8 Die RAD-Ärztin med. pract. C.________ hielt im Bericht vom 3. Juli 
2019 (AB 40) fest, aus handchirurgischer Sicht sei die angestammte Tätig-
keit im Lager dauerhaft seit dem Unfall vom 17. Oktober 2016 nicht mehr 
leistbar. Das vom Suva-Kreisarzt (am 18. Juni 2018) definierte Zumutbar-
keitsprofil habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ab Oktober 
2017 Gültigkeit, da die Handoperation links vom 21. September 2017 aus-
schliesslich eine diagnostische Gelenksspiegelung ohne weitere Eingriffe an 
der linken Hand (Hilfshand bzw. Zudienhand) gewesen sei. Die Rehabilitati-
onszeit nach der Versteifungsoperation vom 20. Dezember 2018 betrage 
sechs Monate. Während dieser Zeit bestehe eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit für jegliche Tätigkeiten. Nach radiologisch gutem Durchbau der Ar-
throdese seien ab dem 20. Juni 2019 wieder leichte Zudientätigkeiten (funk-
tionelle Einarmigkeit links) gemäss dem vom Suva-Kreisarzt definierten Zu-
mutbarkeitsprofil samt Ergänzungen des RAD (Bericht vom 26. März 2019) 
leistbar. Die anstehende Metallentfernung in einigen Monaten werde eine 
weitere Besserung der Handschmerzen bringen. Nach der Operation werde 
mit einer Arbeitsunfähigkeit von vier bis acht Wochen für jegliche Tätigkeiten 
gerechnet.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 
das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 

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Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässig-
keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstel-
lungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, wenn ein 
frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die Erstellung 
von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Es bedarf 
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilich-
keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf 
die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversiche-
rungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein 
strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte die hier angefochtene Verfügung 
(AB 46) in medizinischer Hinsicht auf die Berichte der RAD-Ärztin med. pract. 
C.________ vom 26. März 2019 (AB 32 S. 5 ff.) und vom 3. Juli 2019 
(AB 40). Diese erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen und erbringen vollen Beweis. Die RAD-Ärztin setzt sich in Kenntnis 
der Aktenlage mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden aus-
einander. Sie legt dabei nachvollziehbar und schlüssig dar, dass sich daraus 
nach sechsmonatiger Rehabilitationszeit nach der Versteifungsoperation 
vom 20. Dezember 2018 in einer angepassten Tätigkeit aufgrund von Ver-
langsamung und vermehrten Pausenbedarfs eine Leistungsminderung von 
höchstens 20 % begründen lässt. Das von ihr mit Hinweis auf die diesbezüg-
lichen Ausführungen des Suva-Kreisarztes Dr. med. F.________ definierte 
Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der Lungenerkrankung über-
zeugt. Nicht zu beanstanden ist, dass die RAD-Ärztin keine persönliche Un-
tersuchung des Beschwerdeführers durchgeführt hat, konnte sie sich doch 
hinsichtlich der handchirurgischen Befunde auf die fachärztliche Untersu-
chung durch den Suva-Kreisarzt abstützen und war es ihr doch möglich, sich 

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aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild be-
treffend Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status zu machen und be-
steht diesbezüglich auch keine Diskrepanz zu den Einschätzungen der be-
handelnden Ärzte (vgl. RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 
E. 5b).

Was der Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, führt zu keinem anderen Er-
gebnis. Er setzt sich mit den Ausführungen der RAD-Ärztin nicht vertieft aus-
einander, sondern macht unter Verweis auf die Ausführungen des behan-
delnden Arztes Dr. med. G.________ einzig geltend, die Beschwerdegegne-
rin schätze die Einschränkung am Handgelenk bzw. die entsprechende Leis-
tungsminderung unvollständig bzw. falsch ein, wenn sie bloss von einer Leis-
tungsminderung von 20 % ausgehe. Die medizinische Einschränkung sei er-
heblich höher (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 3). Bezüglich der referenzierten Aus-
sagen von Dr. med. G.________, es sei nach wie vor keine Belastbarkeit 
des Handgelenkes möglich und ein voller Faustschluss sei nur schwach 
möglich, ist festzustellen, dass die RAD-Ärztin bezüglich der linken Hand von 
der Zumutbarkeit lediglich leichter Zudientätigkeiten ausgeht und dies sogar 
einer funktionellen Einarmigkeit gleichsetzt (AB 40 S. 6). Die vom behandeln-
den Arzt erwähnten Einschränkungen wurden seitens der RAD-Ärztin damit 
durchaus in ihre Überlegungen miteinbezogen. Der Beschwerdeführer ver-
mag damit keine auch nur geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der Feststellungen der RAD-Ärztin med. pract. C.________ zu 
wecken, womit sich ergänzende medizinische Abklärungen – insbesondere 
ein handchirurgisches Gutachten (Beschwerde S. 7) – erübrigen (BGE 142 
V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

Nach dem Dargelegten ist somit für den Zeitraum von Dezember 2018 bis 
Mitte Juni 2019 von einer vollständig aufgehobenen Erwerbsfähigkeit auszu-
gehen. Ab dem 20. Juni 2019 besteht eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit 
einer Leistungsminderung von 20 % gemäss dem von med. pract. 
C.________ vom Suva-Kreisarzt übernommenen und unter Einbezug der 
nicht unfallbedingten körperlichen Beeinträchtigungen definierten Zumutbar-
keitsprofil (vgl. E. 3.1.5 hiervor). Gestützt auf diese medizinische Ausgangs-
lage ist nachfolgend die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2020, IV/2020/231, Seite 13

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs bzw. der allfälligen 
Rentenrevision massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf 
zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Ände-
rungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksich-
tigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 
12. Februar 2004, I 607/03, E. 7.2.1).

Aufgrund der im Juni 2018 erfolgten Anmeldung zum Rentenbezug (AB 1) 
ist – bei bereits im Oktober 2017 bestandener einjähriger Wartezeit (Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG) – der (hypothetische) Beginn des Rentenanspruchs auf 
Dezember 2018 festzusetzen (Art. 29 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin 
ist eine erste Invaliditätsbemessung vorzunehmen. Die Verbesserung des 
Gesundheitszustandes im Anschluss an den chirurgischen Eingriff vom De-
zember 2018 (AB 30.14) per 20. Juni 2019 (vgl. E. 3.4 hiervor) stellt einen 
Revisionsgrund dar und hat sodann eine weitere Invaliditätsbemessung zur 
Folge.

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 
Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; 
SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-
son konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 
sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der 
Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden 
(BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2020, IV/2020/231, Seite 14

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll 
leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 
E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne her-
abzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um-
ständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Al-
ter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). 
Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 
134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, 
dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit 
enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemes-
sung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten 
Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 
S. 145 E. 2.2).

4.4 Ab Dezember 2018 – dem frühestmöglichen Rentenbeginn (vgl. 
E. 4.1 hiervor) – bestand aufgrund des chirurgischen Eingriffs vom 20. De-
zember 2018 (AB 30.14) eine vollständige Erwerbsunfähigkeit (vgl. E. 3.4 
hiervor), woraus sich ab diesem Zeitpunkt ein Anspruch auf eine ganze 
Rente bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ergibt. Dies ist zwischen den 
Parteien zu Recht unbestritten und gibt zu keinen weiteren Bemerkungen 
Anlass.

4.5 Die Beschwerdegegnerin hat den Einkommensvergleich für den 
Zeitraum ab Juni 2019 dergestalt vorgenommen, als sie das Validen- und 
das Invalideneinkommen auf der Grundlage des gleichen Tabellenlohns 
gemäss Tabelle TA1 der LSE 2016, Totalwert, Kompetenzniveau 1, unter 
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung, der Leistungsminderung von 
20 % und eines Abzugs vom Tabellenlohn in der Höhe von 10 % bestimmt 
hat. Daraus ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 28 % (AB 41 S. 3 f.). Es 
kann offen bleiben, ob für die Bestimmung des Valideneinkommens mangels 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2020, IV/2020/231, Seite 15

Hinweisen für einen gesundheitsunabhängigen Arbeitsplatzwechsel korrek-
terweise auf das zuletzt erzielte Einkommen abzustellen gewesen wäre, da 
sich die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin mit dem Abstellen auf ei-
nen Tabellenlohn nach LSE zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkt: 
Beim Heranziehen des zuletzt erzielten, unter dem Tabellenlohn liegenden 
effektiven Einkommens (vgl. AB 9.4, 15, 39.8) würde nämlich ein deutlich 
tieferer Invaliditätsgrad resultieren.

Der Beschwerdeführer rügt bezüglich der Invaliditätsbemessung einzig die 
berücksichtigte Leistungsminderung von 20 %, welche seines Erachtens auf-
grund der körperlichen Einschränkungen mit mindestens 50 % zu veran-
schlagen wäre (Beschwerde S. 6). Die Kritik an der Invaliditätsbemessung 
erschöpft sich damit an einer Kritik am RAD-ärztlich formulierten Zumutbar-
keitsprofil, welches nach dem hiervor Dargelegten überzeugt (vgl. E. 3.4). 
Den vom Beschwerdeführer genannten zusätzlichen Abzug vom Tabellen-
lohn in der Höhe von 10 % hat die Beschwerdegegnerin vorgenommen und 
ist denn auch nicht zu beanstanden.

Die Invaliditätsbemessung per Juni 2019 mit einem dabei resultierenden In-
validitätsgrad von 28 % ist dementsprechend ebenfalls nicht zu beanstan-
den, womit unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV per 1. Oktober 
2019 kein Rentenanspruch mehr besteht. Die gegen die Verfügung vom 
20. Februar 2020 (AB 46) erhobene Beschwerde ist folglich abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Vorliegend sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen und dem 
unterliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Juni 2020, IV/2020/231, Seite 16

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.