# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** db4cca05-2158-5e1c-af86-9cc9b05008d3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2008 C-3056/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3056-2006_2008-12-03.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3056/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richter Michael Peterli,
Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
vertreten durch lic. iur. Kurt Pfändler, Schifflände 22, 
Postfach 126, 8024 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, avenue Ed-
mond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz,

IV; Invalidenrente,

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3056/2006

Sachverhalt:

A.
Der  am  4.  April  1964  geborene  A._______ ist  deutscher  Staats-
angehöriger und in Deutschland wohnhaft. Ab 1. Februar 1995 arbeite-
te er als Küchenchef im Hotel Rebstock in Frick/AG. Am 24. Februar 
1999 erlitt er einen Autounfall mit Frontalkollision, bei welchem er sich 
neben  einer  Kontusion des  rechten  Handgelenks  insbesondere  eine 
Halswirbelsäulen-(HWS-)Distorsion  zuzog.  Die  wenige  Tage  danach 
auftretenden  Beschwerden  machten  eine  medikamentöse  Therapie, 
physiotherapeutische  Behandlungen  sowie  einen  stationären  Aufent-
halt in der Rehaklinik X._______ vom 26. Mai bis 23. Juni 1999 not-
wendig. In deren Austrittsbericht vom 2. August 1999 wurde beim Ver-
sicherten ein Status nach HWS-Distorsion und leichter traumatischer 
Hirnverletzung diagnostiziert. Seine Arbeit konnte der Versicherte nicht 
wieder aufnehmen; das Arbeitsverhältnis wurde per Ende September 
1999 aufgelöst. Im November 1999 meldete sich der Versicherte zum 
Leistungsbezug bei der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) an 
(act. 1 sowie Unfallversicherungsakten).

B. In der Folge sprach die IV dem Versicherten berufliche Eingliede-
rungsmassnahmen in Form von Berufsberatung sowie einer Umschu-
lung zum Innenausbauzeichner/Wohnberater, welche er im Mai 2002 
erfolgreich  abschloss,  zu.  In  diesem  Zusammenhang  leistete  die  IV 
auch Kostengutsprache für die Abgabe von Hilfsmitteln (act. 4 - 17).

C. Ein  Gesuch  des  Versicherten  um Kostenübernahme  für  eine  zu-
sätzliche Ausbildung zum Hochbauzeichner wies die IV-Stelle für Ver-
sicherte im Ausland (IV-Stelle) mit Verfügung vom 16. September 2002 
ab. Zur Begründung führte sie aus, der Versicherte sei in rentenaus-
schliessendem Masse eingegliedert (act. 23). Gegen diese Verfügung 
liess  der  Versicherte  Beschwerde  bei  der  Eidgenössischen  Rekurs-
kommission AHV/IV für  die  im Ausland wohnenden Personen (Eidg. 
Rekurskommission)  erheben,  wobei  er  neben  der  Kostengutsprache 
für  die  beantragte  Umschulung  eventualiter  die  Zusprechung  einer 
ganzen Invalidenrente beantragte. Die Eidg. Rekurskommission hiess 
die Beschwerde mit Urteil vom 7. April 2004 dahingehend gut, als sie 
die Verfügung vom 16. September 2002 aufhob und die Sache zur wei-
teren Abklärung des Sachverhalts und zum Erlass einer neuen Verfü-
gung an die Verwaltung zurückwies; dabei sei auch die Rentenfrage zu 

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prüfen (act. 32). Daraufhin leitete die Verwaltung weitere medizinische 
und berufliche Abklärungen ein (act. 33 ff.).

D. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2004 liess der Versicherte mittei-
len, dass er auf weitere berufliche Massnahmen verzichte (act. 40). Mit 
Verfügung vom 1. Dezember 2005 wies die IV-Stelle daraufhin das Be-
gehren  des Versicherten  um weitere  berufliche Eingliederungsmass-
nahmen  ab  (act.  55).  Diese  Verfügung  erwuchs  unangefochten  in 
Rechtskraft.

E. Mit Verfügung vom 14. März 2006 wies die IV-Stelle den Anspruch 
des Versicherten auf eine Invalidenrente ab. Der Versicherte sei durch 
berufliche  Massnahmen  der  IV  erfolgreich  umgeschult  worden  und 
deshalb in der Lage, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen 
zu erzielen (act. 58).

Eine Einsprache des Versicherten vom 19. April 2006, die er mit Ein-
gabe vom 16. Juni 2006 ergänzen liess, wies die IV-Stelle mit Einspra-
cheentscheid vom 16. Oktober 2006 ab (act. 59 - 69).

F. Mit  Eingabe  vom  16.  November  2006  liess  der  Versicherte  (Be-
schwerdeführer)  bei  der  Eidg.  Rekurskommission  Beschwerde  erhe-
ben und beantragen, es seien die Verfügung vom 14. März 2006 sowie 
der  Einspracheentscheid  vom 16. Oktober  2006  aufzuheben,  es  sei 
ihm ab 1. Mai 2002 eine Rente zuzusprechen und es seien ihm Gut-
achterkosten von CHF 4'580.- zu vergüten. In der Begründung führte 
er  aus,  die IV-Stelle  habe den medizinischen Sachverhalt  falsch ge-
würdigt  und zu Unrecht  nicht  auf  ein mit  der  Einsprache-Ergänzung 
eingereichtes  Gutachten  abgestellt.  Sie  habe  ihre  Abklärungspflicht 
und den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Auch gehe sie fälschlicher-
weise  davon  aus,  dass  er  vollständig  arbeitsfähig  sei;  dies  werde 
ebenso bestritten wie der durchgeführte Einkommensvergleich. Er sei 
erst seit dem 1. Juni 2006 rentenausschliessend eingegliedert. Für die 
Zeit vom 1. Mai 2002 bis 31. Mai 2006 sei ihm eine Dreiviertelsrente 
der IV auszurichten.

Seine Ausführungen präzisierte der Beschwerdeführer mit einem kur-
zen Ergänzungsschreiben vom 8. Dezember 2006.

G. In ihrer  Vernehmlassung vom 21. Dezember 2006 beantragte die 
IV-Stelle  (Vorinstanz)  unter  Hinweis  auf  eine  Stellungnahme der  IV-

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Stelle Aargau vom 19. Dezember 2006 die Abweisung der Beschwer-
de.

H. Mit Verfügung vom 23. Januar 2007 teilte das Bundesverwaltungs-
gericht den Parteien mit, dass es das vorliegende Verfahren per 1. Ja-
nuar 2007 übernommen habe und gab den Parteien den Spruchkörper 
bekannt. Des weiteren wurde dem Beschwerdeführer Frist  angesetzt 
zur Einreichung einer Replik oder zum Rückzug der Beschwerde.

I. In seiner Replik vom 5. Februar 2007 hielt der Beschwerdeführer an 
seiner Beschwerde fest und präzisierte seine Rechtsbegehren dahin-
gehend, als ihm mit Beginn ab 1. Mai 2002 für den Zeitraum bis zum 
31. Mai 2006 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen sei.

J. In der Duplik vom 5. März 2007 bestätigte die Vorinstanz ihren bis-
herigen Antrag.

K. Von der ihm gewährten Gelegenheit zur allfälligen Einreichung wei-
terer  Bemerkungen  und  Beweismittel  machte  der  Beschwerdeführer 
keinen Gebrauch.

L. Am 22. September 2008 teilte das Bundesverwaltungsgericht den 
Parteien eine Änderung im Spruchkörper mit. Es gingen keine Ableh-
nungsbegehren ein.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwer-
den gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu 
den  anfechtbaren  Verfügungen  gehören  jene  der  IV-Stelle  für  Versi-
cherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bundesverwaltungs-
gerichts gehört (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des 
Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  vom  19. Juni  1959 

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[IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme,  was das Sachgebiet  angeht,  ist 
vorliegend nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist,  die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen 
Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten 
der Departemente hängigen Rechtsmittel. Dies ist vorliegend der Fall. 
Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem  Verfahrensrecht  (vgl.  Art. 53 
Abs. 2  VGG). Das  VwVG findet  keine  Anwendung  in  Sozialversiche-
rungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) an-
wendbar ist (Art. 3 Bst. dbis VwVG).

1.2 Durch den angefochtenen Einspracheentscheid ist der Beschwer-
deführer besonders berührt. Sein schutzwürdiges Interesse an dessen 
Änderung  oder  Aufhebung  und  damit  seine  Beschwerdelegitimation 
sind zu bejahen (Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

1.3 Der  Beschwerdeführer  hat  frist-  und formgerecht  (Art. 60  ATSG; 
vgl. auch Art. 50 und 52 VwVG) Beschwerde erhoben. Auf das ergriffe-
ne Rechtsmittel ist grundsätzlich einzutreten.

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde insoweit, als der Beschwer-
deführer die Aufhebung der Verfügung vom 14. März 2006 beantragt; 
Anfechtungsobjekt  im  Beschwerdeverfahren  vor  dem  Bundesverwal-
tungsgericht  bildet  einzig  der  Einspracheentscheid  vom 16.  Oktober 
2006 (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute 
Bundesgericht] I 543/04 vom 26. Januar 2005 E. 1.1.2).

2.
Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im We-
sentlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG (vgl.  Art. 37 
VGG) sowie des ATSG. Dabei finden nach den allgemeinen intertem-
poralrechtlichen  Regeln  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche 
im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 
E. 3.2).

2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine Invalidenrente für die Zeit vom 1. Mai 2002 
bis 31. Mai 2006 zu Recht verneint hat.

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Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundesrecht 
einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermes-
sens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.2 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger eines Mitgliedstaates 
der  Europäischen  Gemeinschaft,  so  dass  vorliegend das am 1. Juni 
2002 in Kraft  getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit  (Freizügigkeitsabkommen;  FZA;  SR 0.142.112.681),  welches 
die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen  Abkommen  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen Mit-
gliedstaaten  der  Europäischen  Gemeinschaft  insoweit  aussetzt,  als 
darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird,  anzuwenden  ist  (Art. 20 
FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der 
die Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit  regelt  (Art. 8 
FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer 
einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen  bzw.  abkommensrechtlichen 
Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der An-
spruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grund-
sätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 
E. 2.4). Daraus folgt,  dass die Verwaltung und im Beschwerdefall das 
Gericht den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers grundsätzlich 
nach den für  schweizerische Staatsangehörige  geltenden Regeln zu 
beurteilen haben (Art. 1 Abs. 1 Anhang II FZA in Verbindung mit Art. 3 
Abs. 1  und  Art. 4  Abs. 1  Bst. b  der  Verordnung  [EWG]  Nr. 1408/71 
[SR 0.831.109.268.1]; BGE 128 V 315 ff.).

3.
3.1 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälli-
ger Leistungsanspruch ist  für die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf-
grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor-
men zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden 
Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, 
die  bei  Eintritt  der  Invalidität  des  Beschwerdeführers,  spätestens  je-
doch bei  Erlass des Einspracheentscheids vom 16. Oktober 2006 in 
Kraft standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeit-
punkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung 

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eines allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind 
(für das IVG: ab dem 1. Juni 2002 in der Fassung vom 8. Oktober 1999 
[AS 2002 701, sowie AS 2002 685]; ab dem 1. Januar 2003 in der Fas-
sung  vom  6. Oktober  2000  [AS  2002  3371  und  3453]  und  ab  dem 
1. Januar  2004  in  der  Fassung  vom 21. März  2003  [AS 2003 3837; 
4. Revision]). Für  die  Prüfung des Rentenanspruchs ab 2003 ist  so-
dann das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. Da 
die darin  enthaltenen Formulierungen der Arbeitsunfähigkeit,  der  Er-
werbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsmetho-
de den bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begrif-
fen in der Invalidenversicherung entsprechen und die von der Recht-
sprechung  dazu  herausgebildeten  Grundsätze  unter  der  Herrschaft 
des ATSG weiterhin Geltung haben (BGE 130 V 343), wird im Folgen-
den auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen.

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides  (hier: 
16. Oktober 2006) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweis).  Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetreten  sind, 
sind im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. 
Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt  seither  verändert 
haben,  unter  Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfü-
gung sein (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

4.
Der  Beschwerdeführer  hat  gemäss  Aktenlage  auch  gegenüber  dem 
Unfallversicherer Ansprüche auf Geldleistungen geltend gemacht. Ob 
jenes Verfahren nach wie vor pendent ist oder mit der einsprachefähi-
gen Verfügung des Unfallversicherers vom 27. Mai 2008 (vgl. die von 
der Vorinstanz am 30. Juni 2008 eingereichte Orientierungskopie) ab-
geschlossen werden konnte, ist nicht klar. Die Frage kann hier jedoch 
offen bleiben: Nach der Rechtsprechung hat zwar der Rentenentscheid 
der IV-Stelle für den Unfallversicherer in dem Sinne eine indirekte Wir-

kung, dass er abgeschlossene Invaliditätsbemessungen der Invaliden-

versicherung  nicht  unbeachtet  lassen  darf;  er  präjudiziert  indessen 

mangels Beschwerdebefugnis des Unfallversicherers weder die Leis-

tungspflicht  des Unfallversicherers als  solche noch -  im Sinne einer 

unmittelbaren Bindungswirkung des von der IV-Stelle festgesetzten In-

validitätsgrades - deren Umfang. Diese Praxis gilt auch unter der Gel-

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tung des ATSG, insbesondere von Art. 49 Abs. 4 ATSG (BGE 132 V 1 

E. 3.1 mit Hinweis auf BGE 131 V 362).

Mangels  einer  präjudizierenden Wirkung auf  das Verfahren vor dem 

Unfallversicherer  kann  das  vorliegende  invalidenversicherungsrecht-

liche Verfahren demnach fortgeführt werden.

5.
5.1 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat,  wer  invalid  im Sinn des  Gesetzes ist  (Art. 7,  8,  16  ATSG; 
Art. 4, 28, 29 IVG) und beim Versicherungsfall mindestens während ei-
nes vollen Jahres Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invali-
denversicherung  geleistet  hat  (Art. 36  Abs. 1  IVG).  Diese  zwei  Be-
dingungen  müssen  kumulativ  erfüllt  sein;  das  heisst,  fehlt  auch  nur 
eine, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt 
ist.

5.2 Der Beschwerdeführer hat während mehr als einem Jahr Beiträge 
an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-
rung  entrichtet,  so  dass er  die  gesetzliche Mindestbeitragsdauer  er-
füllt. Zu prüfen ist nachfolgend, ob er im Sinne des Gesetzes in renten-
begründendem Ausmass invalid geworden ist.

5.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für 
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche 
Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG).

5.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 gültig gewesenen 
Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 
versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, derjenige auf eine hal-
be Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine Vier-
telsrente,  wenn sie  mindestens  zu  40% invalid  ist. Die  ab 1. Januar 
2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG (heute: Art. 28 Abs. 2 IVG) geben bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem In-
validitätsgrad  von  mindestens  50 Prozent  Anspruch  auf  eine  halbe 
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch 
auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente.

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Viertelsrenten werden allerdings gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG nur an 
Versicherte  ausbezahlt,  die  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt  im  Sinne 
von Art. 13  ATSG in  der  Schweiz  haben. Nach  der  Rechtsprechung 
des EVG stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG nicht eine blosse Auszahlungsvor-
schrift,  sondern  eine  besondere  Anspruchsvoraussetzung  dar  (BGE 
121 V 275 E. 6c). Seit Inkrafttreten des FZA können indes Angehörige 
von EU-Staaten sowie dort lebende Schweizer Bürgerinnen und Bür-
ger ebenfalls eine Viertelsrente beanspruchen.

5.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Wei-
se  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenüberge-
stellt  werden,  worauf  sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit  die fraglichen Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  nicht  genau  ermittelt  werden  können,  sind  sie  nach 
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die 
so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allge-
meine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE  128  V  30  E. 1, 
BGE 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

5.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdeverfahren das Gericht)  auf  Unterlagen angewie-
sen, die der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfü-
gung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist  es, den Gesundheits-
schaden zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig 
ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 
für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicher-
ten noch zugemutet werden können. Es sind demnach nicht nur die Er-
werbsmöglichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumut-
baren Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bemessung der Invali-
dität ist auf die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Be-
hinderung abzustellen, welche nicht zwingend mit dem vom Arzt fest-

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gelegten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müs-
sen (BGE 110 V 275 E. 4a [= ZAK 1985 S. 462 E. 4A]).

5.7 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi-
cherungsrecht  geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 
ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger 
Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem ande-
ren Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen und anzunehmen,  soweit 
sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 
239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauens-
arzt  einer  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Ausmass  ein  Versi-
cherter seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und 
zumutbarem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten 
kann. Diese sogenannte Verweisungstätigkeit hat sich der Versicherte 
anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK 
1986 S. 204 f.).

5.8 Hinsichtlich der Entstehung des Anspruchs auf eine Invalidenrente 
schreibt Art. 29 Abs. 1 IVG vor, dass der Rentenanspruch nach Art. 28 
IVG frühestens in dem Zeitpunkt entsteht, in dem die versicherte Per-
son mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig geworden ist (Bst. a: 
Dauerinvalidität) oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unter-
bruch zu mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen war (Bst. b: lang-
dauernde Krankheit).

5.9 Bei einer im EU-Raum wohnenden Person kann nach dem Gesag-
ten ein Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG erst dann entstan-
den sein,  nachdem sie zu mindestens 40% bleibend erwerbsunfähig 
geworden ist  (Bst. a)  oder während eines Jahres ohne wesentlichen 
Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig gewe-
sen ist und die Erwerbsunfähigkeit nach Ablauf der Wartezeit weiterhin 
mindestens 40% beträgt (Bst. b).

6.
Unter den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in sei-
ner  ursprünglichen Erwerbstätigkeit  als  Chefkoch vollständig  arbeits-
unfähig ist. Uneinigkeit  besteht jedoch hinsichtlich der Frage, in wel-
chem Ausmass er noch angepassten Verweisungstätigkeiten nachgeh-
en kann. Während die Vorinstanz die Arbeit als Innenausbauzeichner/
Wohnberater als vollzeitlich zumutbar erachtet, vertritt  der Beschwer-
deführer die Auffassung, er sei als Wohnberater lediglich zu 40% ar-
beitsfähig und die als Hochbauzeichner realisierte Arbeitsfähigkeit von 

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60% liege an der Grenze des Zumutbaren (vgl. zum Ganzen Einspra-
cheentscheid vom 16. Oktober 2006, Ziff. 1.3-1.5, sowie Beschwerde, 
Ziff. 3.1).

6.1 Den Akten sind hierzu folgende relevante Berichte zu entnehmen:

- Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. B._______, diag-
nostizierte am 21. Juli 2000 einen Status nach Verkehrsunfall am 
24. Februar 1999 mit HWS-Distorsion und leichter traumatischer 
Hirnverletzung. Unter  intensiver  Therapie  seien  die  Schmerzen 
des  Patienten  erträglich  geworden.  Er  leide  nach  wie  vor  an 
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen (Unfallakten).

- Dr. B._______ berichtete am 9. Oktober 2000, nach einer Pause 
der Physiotherapie seien zunehmende Muskelverspannungen im 
Bereich des Nackens aufgetreten, weshalb der Beschwerdefüh-
rer wiederum mit passiver Physiotherapie behandelt werde. Laut 
Zwischenbericht  vom 29. Mai  2001  bestanden  damals  weniger 
Beschwerden als in den zwei Monaten zuvor. Der Beschwerde-
führer  leide insbesondere an Kopfschmerzen sowie Schmerzen 
im Nacken-/HWS-Bereich beidseits und im Schultergürtelbereich 
beidseits. Am 7. September 2001 notierte Dr. B._______, es be-
stünden weiterhin Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. 
Die Beschwerden im Bereiche der oberen Brustwirbelsäule und 
der HWS seien wechselnd ausgeprägt, aktuell gehe es dem Be-
schwerdeführer diesbezüglich relativ gut (Unfallakten).

- In  einem  weiteren  Zwischenbericht  wies  Dr.  B._______ am 
8. März 2002 darauf hin, dass der Verlauf betreffend Schmerzen 
wechselnd sei. Bei einer Zunahme der Schmerzen sei eine medi-
kamentöse Therapie und intensivierte Physiotherapie notwendig; 
bezüglich  Konzentrationsstörungen  und  Lernfähigkeit  sei  eine 
Besserung  eingetreten.  In  ähnlichem  Sinn  hielt  Dr. B._______ 
am 8. Juli  2002 fest, unter regelmässiger physiotherapeutischer 
Behandlung sei der Verlauf der Schmerzen in der letzten Zeit er-
freulich. Betreffend Gedächtnisstörung und Konzentrationsfähig-
keit  sei  der  Beschwerdeführer  subjektiv  ordentlich  bzw. etwas 
schwankend. Es bestünden nach wie vor rezidivierende Schmer-
zen  sowie  eingeschränkte  Konzentrations-  und  Gedächtnisleis-
tungen (Unfallakten).

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- C._______, Berufsberater der IV-Stelle Aargau, hielt am 10. Juli 
2002 fest, der Versicherte habe die Ausbildung zum Wohnbera-
ter/Innenausbauzeichner erfolgreich abgeschlossen. Nun wolle er 
die berufliche Massnahme weiterführen und eine verkürzte drei-
jährige Lehre als Hochbauzeichner absolvieren, weil er sich lang-
fristig  nicht  in  den  genannten  Berufen  sehe;  die  Tätigkeit  als 
Wohnberater entspreche ihm nicht und als Innenausbauzeichner 
sei er ein sog. ausführender Zeichner, was nicht seiner Persön-
lichkeit entspreche (act. 16). Am 16. Juli 2002 hielt der Berufsbe-
rater fest, eine Arbeitsstelle als Innenausbezeichner und Wohn-
berater sei dem Beschwerdeführer zumutbar (act. 17).

- D._______,  dipl. Berufsberater  SBV, empfahl  in  seinem Bericht 
vom 27. August  2002  die  Umschulung  des  Beschwerdeführers 
zum Hochbauzeichner, weil  er einerseits in diesem Bereich ein 
hohes Potential  habe und er  andererseits  als  Wohnberater  auf 
Dauer keine Leistung bringen könne, weil er sich permanent an-
passen  und  aus  Kundenfreundlichkeit  zurücknehmen  müsse 
(act. 21, Beilage 2).

- Im Bericht der Stiftung Schreinerschule Y._______ vom 18. Sep-
tember 2002 wird ausgeführt, der Beschwerdeführer habe dort in 
der Zeit vom 29. Mai 2000 bis 28. Mai 2002 die Wiederqualifizie-
rung  zum  Innenausbauzeichner/Wohnberater  erfolgreich  absol-
viert.  Er  habe  sich  in  verschiedenen  Fachgebieten  Kenntnisse 
und Fähigkeiten angeeignet. Ein Ausbildungsschwerpunkt sei die 
CAD-Anwendung gewesen,  der  andere  ein achtwöchiger  Fach-
kurs Wohnberater, den der Beschwerdeführer mit einer sehr gu-
ten Note abgeschlossen habe. Er verfüge heute über ein gutes 
Fachwissen im Innenausbau- und Einrichtungsbereich und über 
sehr  gute  CAD-Kenntnisse. Er  habe  grosses  Interesse  gezeigt 
und  unter  anderem auch  bei  seinen  Ausbildnern  Anerkennung 
und  Achtung  gewonnen.  Indessen  habe  er  im  Rahmen  seiner 
Ausbildung bemerkt, dass ihn rein ausführende Arbeiten und die 
Verkaufstätigkeit  kaum  befriedigen  können  und  deshalb  seine 
beruflichen Interessen auf den Bauplanungs- und Architekturbe-
reich  ausgeweitet.  In  diesem Bereich  sehe  er  seine  berufliche 
Zukunft, die ihn fordere und ihm den bisherigen beruflichen Sta-
tus  erhalten  könne.  Die  ihm dabei  noch  fehlenden  fachspezifi-
schen Grundlagen wolle und könne er sich in einer Zusatzlehre 
als Hochbauzeichner erarbeiten (act. 24).

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- Dr. B._______ attestierte dem Beschwerdeführer am 17. Oktober 
2002 eine Arbeitsunfähigkeit  als Hochbauzeichner von ca. 40% 
(act. 59, Beilage 5).

- Dr. med. E._______,  Oberarzt  der  Rehaklinik  X._______,  be-
richtete  am  7.  Februar  2003,  das  Beschwerdebild  sei  gemäss 
Angaben des Patienten seit  den Berichten der Jahre 1999 und 
2002 in etwa gleich geblieben, doch könne er inzwischen etwas 
besser mit  der Situation umgehen. Seit  August 2002 arbeite er 
von Montag bis Donnerstag sechs bis sechseinhalb Stunden täg-
lich als Hochbauzeichner in Ausbildung. Er leide nach wie vor an 
den  Restfolgen  des  Verkehrsunfalls  vom 24.  Februar  1999. Im 
Vordergrund  stünden  anhaltende  zervikozephale  und  rezidivie-
rende zervikothorakale Beschwerden, kognitive Einschränkungen 
und  eine  äusserst  stark  ausgeprägte  vegetative  Dysregulation 
(starke Transpiration). Diese Beschwerden limitierten die Arbeits-
fähigkeit  und  Lebensqualität  des  Beschwerdeführers  (act.  54, 
Unfallakten).

- Dr. B._______ berichtete am 14. April 2003 von einem wechseln-
den Verlauf. Im Verlaufe des Vormonats seien wieder vermehrte 
Schmerzen  im  Nacken  aufgetreten,  was  zu  Durchschlafstörun-
gen geführt habe. Es bestehe eine verminderte Belastbarkeit und 
verstärkte Ermüdbarkeit  bei  körperlichen Arbeiten wie auch bei 
geistig anspruchsvoller Tätigkeit (Unfallakten).

- Dr. B._______ hielt am 19. Januar 2004 fest, es sei in den letzten 
Monaten zu einer  Zunahme der  Beschwerden gekommen,  was 
im Zusammenhang mit  den gesteigerten  Anforderungen gegen 
Ende  der  Lehre  als  Hochbauzeichner  bzw. mit  den  Prüfungen 
stehen  dürfte. Es  bestünden  Gedächtnisstörungen,  die  mit  Zu-
nahme der Komplexität und Umfang des Lernstoffes progredient 
seien. Betreffend Schmerzsymptomatik im Bereich von Nacken, 
Kopf  und  Wirbelsäule  sei  der  Verlauf  wechselnd.  Mit  physio-
therapeutischen  Behandlungen  und  medikamentöser  Therapie 
hätten  sie  diese  Problematik  einigermassen  im  Griff  (Unfall-
akten).

- Im neuropsychologischen Bericht der Rehaklinik X._______ vom 
21. Januar  2004  hielten  Dr. E._______ und  lic.phil.  F._______, 
Neuropsychologe FSP, fest, der Beschwerdeführer sei aktuell im 
Rahmen einer Umschulung als Bauzeichner zu 60% arbeitsfähig. 

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Er berichte von chronischen Kopfschmerzen und geistigen Black-
outs bei Stress. Gestützt auf die durchgeführten Untersuchungen 
könnten die neuropsychologischen Minderfunktionen als minimal 
zusammengefasst  werden,  was  einer  Verbesserung  gegenüber 
der  Voruntersuchung  entspreche.  Unabhängig  davon  könne  es 
aufgrund  von  Schmerzen  und  Erschöpfung  situativ  zu  Einbrü-
chen der mentalen Leistungsfähigkeit kommen (act. 33 sowie Un-
fallakten).

- Am  17.  Februar  2004  hielt  Dr.  E._______ zuhanden  von 
Dr. B._______ fest, seit dem letzten Bericht sei das Beschwerde-
bild im Wesentlichen unverändert, der Patient habe aber gelernt, 
noch besser  mit  seinen Schmerzen umzugehen. Deutlich  mehr 
Sorgen machten ihm seine kognitiven Einschränkungen. Die ak-
tuellen Beschwerden seien im Wesentlichen mit denen vor Jah-
resfrist identisch. Im Vordergrund stünden aber für den Patienten 
die  starke  Vergesslichkeit  und  die  Unmöglichkeit,  mehrere  Sa-
chen gleichzeitig aufzunehmen. Zur Minimierung der Spannungs-
situation empfehle sich autogenes Training. Die Ausbildung zum 
Hochbauzeichner solle im bisherigen Rahmen, d.h. mit sechs bis 
sechseinhalb Stunden an vier Tagen bzw. mit einer Arbeitsfähig-
keit von 60% fortgeführt werden. Die Arbeitsfähigkeit solle bis auf 
weiteres nicht gesteigert werden, da der Patient für die Prüfungs-
vorbereitungen sehr viele Energien aufwenden müsse. Diese An-
gaben bestätigte Dr. E._______ in einem weiteren Schreiben an 
den Hausarzt des Beschwerdeführers vom 5. Juli  2004 (act. 33 
sowie Unfallakten).

- Am  5.  November  2004  hielt  Dr. med. G._______vom  medizini-
schen Dienst der IV-Stelle Aargau fest, medizinisch sei der Ge-
sundheitsschaden  klar:  anfänglich  mittelschwere,  jetzt  leichtere 
neuropsychologische  Ausfälle  nach  einem Gegenverkehrsunfall 
im Februar 1998 (recte: 1999). Die bestehenden Defizite im Ver-
balbereich würden als gebessert und minimal bezeichnet. Andere 
gesundheitliche Probleme wie chronische Kopfschmerzen sowie 
belastungsabhängie Nackenschmerzen, Anpassungsstörung und 
vegetative  Dysregulation  seien  aktenmässig  nur  am Rande er-
wähnt.  Damit  sei  der  Gesundheitsschaden  abschliessend  defi-
niert.  Minimale  neuropsychologische  Funktionsdefizite  würden 
den Patienten für Tätigkeiten mit  Hektik,  viel  Konzentration und 
Mehrfachaufmerksamkeit erheblich einschränken. Es sei nie fest-

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gestellt  worden,  ob aus diesen Funktionseinschränkungen eine 
Arbeitsunfähigkeit als Wohnberater/Innenausbauer (recte: Innen-
ausbauzeichner)  bestehe. Aktenmässig  stehe  die  fehlende  Be-
rufsausübung  in  diesem  Bereich  vor  allem im  Zusammenhang 
mit  der  Arbeitsmarktsituation,  was kein  medizinischer  Umstand 
sei und nicht zur Leistungspflicht der IV gehöre. Aufgrund allge-
meiner  medizinischer  Erfahrung  dürfe  bei  aller  Besserungsten-
denz in den letzten fünf Jahren ein spontanes Erreichen der un-
eingeschränkten  Leistungsfähigkeit  nicht  mehr  erwartet  werden 
(act. 37).

- D._______,  dipl. Berufsberater  SVB,  hielt  in  seinem Zwischen-
bericht  vom 1. Dezember 2004 zum bisherigen Rehabilitations-
prozess unter anderem fest, die Ausbildung zum Hochbauzeich-
ner sei das abschliessende Modul in der beruflichen Rehabilita-
tion. Während für  die IV der Beruf  eines Wohnberaters ein ad-
äquates  Berufsziel  für  den Beschwerdeführer  gewesen sei,  sei 
dies im Rehakonzept nicht als abschliessende berufliche Mass-
nahme vorgesehen  gewesen; es  sei  nie  angenommen worden, 
dass er als Wohnberater arbeiten könne, da das ganze Anforde-
rungsprofil  nicht  zu seinem Persönlichkeits-  und Leistungsprofil 
passe. Er könne in diesem Umfeld auch aus invaliditätsbedingten 
Gründen nicht bestehen. Beim Beschwerdeführer bestehe keine 
volle Arbeits- und Erwerbsfähigkeit (act. 39).

- Am 1. Juli  2005 hielt I._______, Schulleiter der Stiftung Schrei-
nerschule  Y._______,  fest,  die  Ausbildung  des Beschwerdefüh-
rers  zum  Innenausbauzeichner/Wohnberater  habe  seinerzeit 
plangemäss ohne Beeinträchtigung aus gesundheitlichen Grün-
den stattgefunden. Er habe alle ihm übertragenen Arbeiten aus-
führen können. Seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit als Wohn-
berater/  Innenausbauzeichner  habe  100% betragen und es  sei 
keinerlei Einschränkung der Arbeitsleistung festzustellen gewes-
en (act. 46).

- Prof. Dr. med. J._______,  Facharzt  FMH Physikalische Medizin 
und  Rehabilitation,  diagnostizierte  in  seinem  Gutachten  vom 
6. Juni 2006 insbesondere eine mittelschwere, zusätzlich irritier-
bare,  beschwerdemässig  zum  Teil  linksbetonte  Segmentbewe-
gungsstörung des cervikothorakalen Überganges im hypomobi-
len  Sinn,  einen  kombinierten  cervikogen-myotendinotischen 

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occipitoparietofrontalen Kopfschmerz sowie leicht bis mittelgradi-
ge,  zusätzlich  invalidisierend  wirksame  neuropsychologische 
Störungen  allgemeiner  Art.  Es  bestehe  ein  charakteristisches 
Vollbild  einer  erlittenen  HWS-Distorsionsverletzung.  Bis  heute 
manifest geworden seien das postkontusionelle Beschwerdebild 
mit den Symptomen der häufigen Kopfschmerzen, neuropsycho-
logischen  Defiziten  im  Bereiche  des  Gedächtnisses,  der 
Konzentration und der mentalen Belastbarkeit, begleitenden ve-
getativen  Dysregulationssymptomen,  mit  Nackenschmerzen  so-
wie  einer  ausgeprägten  Therapieresistenz.  Sämtliche  Befunde 
seien auf das Unfallereignis vom Februar 1999 zurückzuführen. 
Der aktuelle Arbeitsbereich als Hochbauzeichner entspreche ei-
nem qualitativen Ideal sowohl bezüglich Ausnützung der erwor-
benen Fähigkeiten als auch bezüglich des Wechsels der Belas-
tungen  zwischen  körperlichen und mentalen  Anforderungen. In 
dieser Funktion erreiche der Beschwerdeführer die bereits reali-
sierten 60%, wobei  in  bedenklicher Art  und Weise die Lebens-
qualität  und  damit  einhergehend  die  Freizeittätigkeit  minimiert 
werde. Als Wohnberater mit häufigem Kundenkontakt und häufi-
gem Herumstehen müsse eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 
40% in Kauf genommen werden. Die Durchführung komplexer Ar-
beiten unter zeitlichem Druck bleibe dem Beschwerdeführer auf 
Grund der neuropsychologischen Beeinträchtigungen verschlos-
sen.  Nicht  oder  nur  noch  eingeschränkt  zumutbar  sei  ihm das 
gleichzeitige Erfüllen paralleler, zu koordinierender Aufgaben be-
sonders unter zeitlichem Druck, Arbeitsleistungen ohne die Mög-
lichkeit zur Einhaltung von Entlastungs-Pausen, Arbeiten und das 
Begehen  von  Gerüsten  mit  besonderer  Beanspruchung  des 
Gleichgewichtes,  Arbeiten  auf  der  Schultergürtelebene  oder 
darüber, Arbeiten mit mittelschweren Belastungen der beiden Ar-
me und des Schultergürtels, Arbeiten unter Lärm- und übermäs-
siger Licht-Belastung sowie Ausführung mentaler Aufgaben unter 
gleichzeitigen multisensorischen Informationseinflüssen (act. 64).

6.2 Angesichts  der  soeben  erwähnten  Berichte  von  Ärzten  und  Be-
rufsberatern wie auch unter Verweis auf die nachstehend vorgenom-
mene  Beweiswürdigung  ist  der  relevante  Sachverhalt  vorliegend 
rechtsgenüglich  geklärt.  Soweit  der  Beschwerdeführer  eine  ungenü-
gende  Sachverhaltsabklärung  bzw.  eine  Verletzung  des  Untersu-
chungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 122 V 157 E. 1a) gel-
tend macht, kann ihm nicht gefolgt werden.

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6.3 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me-
dizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung  –  wie  alle  anderen  Beweismittel  –  frei,  d.h.  ohne  Bindung  an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-
gen. Dies bedeutet für das Gericht,  dass es alle Beweismittel,  unab-
hängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf 
es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial  zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ei-
nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten 
(Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der  Darlegung  der  medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Si-
tuation einleuchtet  und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  oder 
des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 
E. 1c mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Beweiswert 
umfasst  allerdings  nur  medizinische Fragen,  zu  deren Beantwortung 
Ärzte im Sozialversicherungsverfahren beigezogen werden, nicht aber 
weitere Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung.

6.4 Aus den oben (E. 6.1)  zitierten Akten ergibt  sich ohne weiteres, 
dass der Beschwerdeführer im hier interessierenden Zeitraum an ge-
sundheitlichen  Problemen litt,  deren  Ursache auf  den Verkehrsunfall 
vom Februar 1999 zurückzuführen ist. Insbesondere persistierten bei 
ihm nach wie  vor  die  von den  Dres. B._______ und E._______ be-
schriebenen und später auch von Prof. Dr. J._______ bestätigten Be-
schwerden. Unter den Parteien besteht indes Uneinigkeit  hinsichtlich 
der Folgen dieser gesundheitlichen Probleme auf die Arbeits- und Er-
werbsfähigkeit des Beschwerdeführers.

6.5 Vorab  umstritten  ist  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers 
als Innenausbauzeichner/Wohnberater. Während die Vorinstanz von ei-
ner vollzeitlichen Belastbarkeit ausgeht, vertritt der Beschwerdeführer 
die  Auffassung,  als  Wohnberater  mit  häufigem  Kundenkontakt  und 
Herumstehen sei er lediglich zu 40% arbeitsfähig.

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6.5.1 Aus den  Akten  ergibt  sich,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der 
Zeit  von Mai  2000  bis  Mai  2002  die  Umschulung  als  Innenausbau-
zeichner/Wohnberater erfolgreich abgeschlossen hat. Dass er dabei in 
zeitlicher Hinsicht eingeschränkt gewesen wäre, lässt sich den Akten 
nicht entnehmen. Zwar war vorgesehen, dass er sich ab Januar 2001 
jeweils am Freitag zu Hause aufhält, doch wurde dieser Wochentag im 
Rahmen der  Umschulung als  Zeitfenster  für  das Selbststudium aus-
geschieden,  zu  welchem  Zweck  die  IV  auch  Kostengutsprache  für 
Hilfsmittel in Form eines PC leistete (vgl. act. 13). Die Stiftung Schrei-
nerschule Y._______ bestätigte denn auch am 1. Juli  2005, dass die 
Ausbildung  des  Beschwerdeführers  plangemäss  ohne  Beeinträchti-
gung aus gesundheitlichen Gründen stattgefunden habe und er wäh-
rend  der  gesamten  Ausbildungszeit  nebst  den  Ferien  lediglich  drei 
Tage krankheitshalber gefehlt habe (act. 46).

Wie die Arztberichte von Dr. B._______ zeigen,  litt  der Beschwerde-
führer auch in jener Umschulungsphase zweifellos unter gesundheitli-
chen Problemen. Diese hatten jedoch keine Auswirkungen auf  seine 
Arbeitsfähigkeit.  Insbesondere  enthält  der  Abschlussbericht  der  Stif-
tung  Schreinerschule  Y._______ vom 18.  September  2002  keinerlei 
Anhaltspunkte, dass das Leistungsvermögen des Beschwerdeführers 
während der Umschulung eingeschränkt gewesen wäre; vielmehr wur-
den ihm in jeder Beziehung sehr gute Leistungen und eine grosse Ein-
satzbereitschaft bescheinigt (act. 24). Auch in den Zwischenberichten 
von  Dr. B._______  wurde  dem  Beschwerdeführer  jeweils  keine  Ar-
beitsunfähigkeit  attestiert;  der  Hausarzt  berichtete  im  Gegenteil  von 
aus  ärztlicher  Sicht  teilweise  erfreulichen  Ergebnissen  und 
Entwicklungen.

Dr. B._______ hielt immerhin fest, dass sich der Beschwerdeführer re-
gelmässig  medikamentös  und physiotherapeutisch behandeln  lassen 
musste.  In  diesem  Zusammenhang  ist  indessen  der  Grundsatz  der 
Schadenminderungspflicht (oben E. 5.7) bzw. der Selbsteingliederung 
zu beachten; danach hat die versicherte Person von sich aus das ihr 
Zumutbare  zur  Verbesserung  der  Erwerbsfähigkeit  beizutragen,  in 
erster  Linie  durch  Ausschöpfung  sämtlicher  medizinischer  Behand-
lungs- und weiterer therapeutischer Möglichkeiten (vgl. Urteil des EVG 
I  291/05  vom  31.  März  2006  E.  3.1  mit  Hinweisen).  Die  fraglichen 
Therapien hatten für  den Beschwerdeführer keine objektiv oder sub-
jektiv  unzumutbaren  Vorkehren  zur  Folge,  zumal  nach  der  Recht-
sprechung auch zu berücksichtigen ist, dass die Anforderungen an die 

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Schadenminderungspflicht  dort  strenger sind, wo - wie im vorliegen-
den Rentenverfahren - eine erhöhte Inanspruchnahme der Invaliden-
versicherung  in  Frage  steht  (BGE  113  V  28  Erw.  4a  und  4d).  Die 
Ausübung  der  Tätigkeit  als  Innenausbauzeichner/Wohnberater  war 
dem  Beschwerdeführer  demnach  während  seiner  Umschulung  voll-
zeitlich  zumutbar. Dies stellte  im Juli  2002 im Übrigen auch der  zu-
ständige Berufsberater fest (act. 17).

6.5.2 Für die hier interessierende Folgezeit bis Mai 2006 enthalten die 
Akten keine Hinweise auf eine Verschlechterung dieser Situation. So 
berichtete  Dr. E._______ im  Februar  2003  sowie  Februar  und  Juli 
2004 von einem im Wesentlichen unveränderten Beschwerdebild, mit 
welchem  der  Beschwerdeführer  jedoch  besser  umgehen  könne. 
Sodann sprach auch Dr. G._______ im November 2004 von einer in 
den  letzten  fünf  Jahren  eingetretenen  Besserungstendenz.  Auch 
leistete der Beschwerdeführer im Rahmen seiner zweiten Umschulung 
zum Hochbauzeichner stets das gleiche Pensum, war mithin keine Ver-
schlechterung seiner Arbeitsfähigkeit auszumachen.

6.5.3 Das  vom  Beschwerdeführer  eingereichte  Gutachten  von  Prof. 
Dr. J._______ vermag zu keinem anderen Schluss zu führen. Dieses 
wurde  mehrere  Jahre  nach  Abschluss  der  Umschulung  des 
Beschwerdeführers  zum  Innenausbauzeichner/Wohnberater  erstellt. 
Im  Gutachten  werden  einlässlich  die  im  Juni  2006  bestehenden 
gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers und deren Genese 
beschrieben,  welche  indes  auch  von  der  Vorinstanz  nicht  in  Frage 
gestellt  werden. Mit  Bezug auf  die Tätigkeit  eines Wohnberaters hält 
der Gutachter dafür, es müsse eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 
40%  in  Kauf  genommen  werden.  Diese  Einschätzung  ist  indes  nur 
schwerlich  vereinbar  mit  der  Liste  der  Tätigkeiten,  welche  dem 
Beschwerdeführer  gemäss  dem  gleichen  Gutachter  nur  noch 
eingeschränkt oder gar nicht mehr zumutbar sind (Gutachten S. 16). 
Vor  allem  aber  steht  sie  in  massivem  Widerspruch  zur  früheren 
Beurteilung  der  Dres. B._______ und  E._______,  welche  dem 
Beschwerdeführer in der Zeit, in welcher er die fragliche Tätigkeit auch 
tatsächlich ausgeübt hatte, keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten. Auf 
jene, dem massgebenden Sachverhalt zeitlich näher liegenden Atteste 
ist abzustellen.

6.5.4 Die weitere Umschulung des Beschwerdeführers zum Hochbau-
zeichner war nicht aus gesundheitlichen Gründen notwendig. Gemäss 

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den Berichten der beteiligten Berufsberater waren dafür vielmehr per-
sönliche Motive des Beschwerdeführers hinsichtlich seiner beruflichen 
Perspektiven ausschlaggebend. Dies ändert jedoch für die hier zu prü-
fende Rentenfrage nichts daran, dass dem Beschwerdeführer im Rah-
men seiner  Schadenminderungspflicht  die  Tätigkeit  als  Wohnberater 
zumutbar ist.

6.5.5 Es steht demnach fest, dass der Beschwerdeführer die Tätigkeit 
als Innenausbauzeichner/Wohnberater vollzeitlich ausüben kann.

6.6 Für den Einkommensvergleich ist gemäss dem Urteil der Eidg. Re-
kurskommission vom 7. April 2004 von einem Valideneinkommen von 
CHF 6'190.- x 13, ausmachend CHF 80'470.- (Stand 2002) auszuge-
hen (a.a.O., E. 6c S. 7). Dies wird auch vom Beschwerdeführer nicht 
bestritten.

Mit  Bezug auf das Invalideneinkommen hat die Eidg. Rekurskommis-
sion festgehalten, es sei grundsätzlich vom durchschnittlichen Lohn ei-
nes  Innenausbauzeichners  von  CHF 5'530.-  auszugehen,  wobei  die 
Verwaltung noch abzuklären habe, ob von diesem Betrag zufolge einer 
allfälligen Arbeitsunfähigkeit  des Beschwerdeführers noch ein Abzug 
vorzunehmen sei (vgl. Urteil  vom 7. April  2004 E. 6c S. 8). Letzteres 
kann jedoch klar verneint werden: Auf entsprechende Anfrage der Vor-
instanz  hielt  die  Stiftung  Schreinerschule  Solothurn  am 1. Juli  2005 
ausdrücklich fest, dass bei der Arbeitsleistung des Beschwerdeführers 
als Innenausbauzeichner/Wohnberater keinerlei Einschränkungen fest-
stellbar gewesen seien und seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit mit 
100% beurteilt werde (act. 46; vgl. auch oben E. 6.5-6.5.4). Damit ist 
ihm  ein  Invalideneinkommen  von  CHF 5'530.-  x 13,  ausmachend 
CHF 71'890.- (Stand 2002) anzurechnen.

Bei  einem Vergleich  des  Valideneinkommens  von  CHF 80'470.-  und 
des Invalideneinkommens von CHF 71'890.- resultiert ein Invaliditäts-
grad von 10,66%. Unter diesem Umständen hat der Beschwerdeführer 
keinen Rentenanspruch;daran würde sich selbst dann nichts ändern, 
wenn aufgrund des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers auf 
dem Invalideneinkommen noch ein leidensbedingter  Abzug von 10% 
vorgenommen würde. Insoweit ist die Beschwerde abzuweisen.

6.7 Entfällt  ein  Rentenanspruch des Beschwerdeführers  bereits  auf-
grund der ihm zumutbaren Erwerbstätigkeit als Innenausbauzeichner/
Wohnberater, kann die unter den Parteien ebenfalls umstrittene Frage, 

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in welchem Ausmass der Beschwerdeführer als Hochbauzeichner ar-
beitsfähig ist, offen bleiben.

7.
Der  Beschwerdeführer  beantragt  die  Übernahme  der  für  das  Gut-
achten  von  Prof.  Dr.  J._______  entstandenen  Kosten  durch  die 
Vorinstanz.

7.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die 
Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat 
er  keine  Massnahmen  angeordnet,  so  übernimmt  er  deren  Kosten 
dennoch,  wenn die  Massnahmen für  die Beurteilung des  Anspruchs 
unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leis-
tungen bilden.

7.2 Gestützt  auf  die  bei  den  Akten  liegenden  Berichte  der  Dres. 
B._______ und E._______ sowie die nach dem Urteil  der  Eidg. Re-
kurskommission  durchgeführten  Beweismassnahmen,  insbesondere 
den  nachträglich  zu  den  Akten  genommenen  neuropsychologischen 
Bericht vom 21. Januar 2004, den Bericht des medizinischen Dienstes 
vom 5. November  2004,  das Schreiben der  Stiftung Schreinerschule 
Y._______  vom  1.  Juli  2005  und  die  daran  anschliessenden 
wirtschaftlichen Abklärungen (act. 33, 37, 46 ff.) war der im vorliegen-
den Rentenverfahren relevante Sachverhalt genügend abgeklärt; eine 
Notwendigkeit für eine weitere Begutachtung bestand daher nicht. So-
weit im Gutachten von Prof. Dr. J._______ sodann Fragen der Kausali-
tät  aufgeworfen  werden,  sind  diese  wohl  für  die  Unfallversicherung, 
nicht  jedoch für  die  Belange der  Invalidenversicherung  relevant. Die 
vom  Beschwerdeführer  beantragte  Kostenübernahme  durch  die 
Vorinstanz ist daher nicht begründet; die Beschwerde ist auch in die-
sem Punkt abzuweisen.

8.
Verfahrenskosten sind nicht zu erheben (Art. 69 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1bis 

IVG; Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-
ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], 
SR 173.320.2).

9.
Bei diesem Verfahrensausgang ist  dem Beschwerdeführer keine Par-
teientschädigung  zuzusprechen  (Art. 64  Abs. 1  VwVG,  Art. 7  Abs. 1 

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VGKE e contrario). Der obsiegenden Vorinstanz steht ebenfalls keine 
Parteientschädigung zu (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen,  soweit  darauf  eingetreten werden 
kann.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (...)
- das Bundesamt für Sozialversicherung

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Jürg Kölliker Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG). Versand: 

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