# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** daee0803-f45b-50ae-bc22-dfab375f2d9e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-01-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.01.2014 D-7208/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7208-2013_2014-01-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-7208/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  J a n u a r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Thomas Wespi, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;   

Gerichtsschreiberin Regula Frey. 

 

   Parteien 
 

A._______, geboren B._______, 

Somalia, 

C._______, 

Beschwerdeführer,  

 

 

  
gegen 

 

 

  
Bundesamt für Migration (BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 

Verfügung des BFM vom 16. Dezember 2013 / N _______. 

 

 

D-7208/2013 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der aus Somalia stammende Beschwerdeführer seinen Heimatstaat 

eigenen Angaben zufolge am 15. Juni 2007 verliess, nach Aufenthalten in 

D._______, E._______, F._______ und G._______ im Juni 2008 nach 

Italien gelangte, wo er um Asyl ersuchte und als Flüchtling anerkannt 

wurde,  

dass er am 6. August 2013 von Italien herkommend illegal in die Schweiz 

gelangte, wo er gleichentags im Empfangs- und Verfahrenszentrum 

(EVZ) H._______ ein Asylgesuch stellte, 

dass er anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 14. August 2013 

sowie der Anhörung vom 12. Dezember 2013 im Wesentlichen ausführte, 

Somalia habe er im Alter von zwölf Jahren aus Furcht vor den bewaffne-

ten Clans in seinem Dorf verlassen und zudem habe er sich eine bessere 

Zukunft gewünscht,  

dass er in Italien zwar Asyl erhalten, jedoch keine konstante Beherber-

gung gehabt habe, die Sprache nicht spreche und niemanden gekannt 

habe, 

dass die italienischen Behörden auf Anfrage des BFM vom 26. August 

2013 am 3. September 2013 die Anerkennung des Beschwerdeführers 

als Flüchtling bestätigten und einer Anfrage um dessen Rückübernahme 

vom 13. September 2013 am 28. Oktober 2013 zustimmten, 

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Dezember 2013 – eröffnet am 

20. Dezember 2013 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asyl-

gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers vom 6. August 2013 nicht eintrat und die Wegweisung 

aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 23. Dezember 2013 (Post-

stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde erhob und dabei unter Kosten- und Entschädigungsfolge bean-

tragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben, die Flüchtlingseigenschaft 

sei anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren, es sei weiter festzu-

stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und 

unmöglich sei, und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

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dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei die unentgeltliche 

Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 

zu gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzich-

ten, es sei eventuell die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder 

herzustellen, es sei die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen, die 

Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaates 

sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben zu unterlassen, und – falls 

Daten bereits weitergeleitet worden seien – sei er in einer separaten Ver-

fügung darüber zu informieren, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31 – 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – vor-

behältlich nachfolgender Ausführungen – einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 

AsylG und Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

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einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, 

weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 

das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 32 – 35 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwerde-

instanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2011/9 E. 5 

S. 116), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen mate-

riellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sa-

che zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 

2007/8 E. 2.1 S. 73 m.H.a. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-

zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass mithin auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin die 

Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Gewährung von Asyl bean-

tragt wird, 

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung (Art. 42 Abs. 1 AsylG) zu-

kommt und das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wir-

kung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb auf den (Even-

tual-)Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht 

einzutreten ist,  

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-

riell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 

Kognition zukommt, 

dass nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG der Bundesrat Staaten bezeichnen 

kann, in denen nach seinen Feststellungen effektiver Schutz vor Rück-

schiebung im Sinn von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht, 

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dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-

getreten wird, wenn eine asylsuchende Person in einen sicheren Dritt-

staat zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten hat, 

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Personen, zu de-

nen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-

gehörige in der Schweiz leben (Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG), die asylsu-

chende Person offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG 

erfüllt (Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG), oder wenn Hinweise darauf bestehen, 

dass im Drittstaat kein effektiver Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 

Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG),    

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Bundesrat 

habe Italien als sicheren Drittstaat bezeichnet, 

dass sich der Beschwerdeführer gemäss eigenen Aussagen vor der Ein-

reise in die Schweiz in Italien aufgehalten habe, er in Italien als Flüchtling 

anerkannt worden sei und sich Italien am 28. Oktober 2013 bereit erklärte 

habe, ihn wieder zurückzunehmen, 

dass keine Personen, zu denen der Beschwerdeführer eine enge Bezie-

hung habe, und keine nahen Angehörigen in der Schweiz lebten, 

dass Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG vorliegend nicht zur Anwendung gelange, 

weil es nicht die Absicht des Gesetzgebers gewesen sei, gerade jene 

Personen in die Ausnahmeklausel einzuschliessen, welche den asylrecht-

lichen Schutz nicht benötigten, weil sie ihn bereits in einem Drittland be-

anspruchen würden, 

dass in diesem Zusammenhang auf Art. 25 Abs. 2 VwVG zu verweisen 

sei, wonach einem Begehren um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 

in der Schweiz nur dann zu entsprechen sei, wenn ein schutzwürdiges In-

teresse nachgewiesen werde,  

dass dieser Nachweis aber offensichtlich nicht gelinge, wenn bereits ein 

Drittstaat die Flüchtlingseigenschaft festgestellt und der asylsuchenden 

Person den anbegehrten Schutz vor Verfolgung gewährt habe, 

dass auch keine Hinweise darauf bestehen würden, in Italien bestehe 

kein effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 

AsylG,  

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dass der Vollzug der Wegweisung nach Italien zulässig, zumutbar und 

möglich sei, 

dass Italien die Qualifikationsrichtlinie umgesetzt habe, welche unter an-

derem die Ansprüche anerkannter Flüchtlinge hinsichtlich Sozialleistun-

gen bestimme sowie den Zugang zu Wohnraum regle, 

dass der Beschwerdeführer von den italienischen Behörden als Flüchtling 

anerkannt worden sei, weshalb er gehalten sei, seine ihm zustehenden 

Ansprüche hinsichtlich Unterkunft und Unterstützung bei den italienischen 

Behörden einzufordern,  

dass neben den staatlichen Strukturen ebenfalls private Hilfsorganisatio-

nen, an die sich Drittstaatsangehörige in Italien wenden können, existier-

ten, 

dass er anlässlich der Anhörung auch erklärt habe, bei der Caritas zu-

mindest für einen beschränkten Zeitraum in einer Unterkunft unterge-

bracht worden zu sein, 

dass weiter festzuhalten sei, dass auch in der Schweiz kein einforderba-

rer Anspruch von Drittstaatsangehörigen auf eine Arbeitsstelle bestehe, 

weshalb eine Unzumutbarkeit der Rückführung auch dann nicht als ge-

geben zu erachten sei, wenn der Zugang zum Arbeitsmarkt in Italien auf-

grund der aktuellen wirtschaftlichen Situation erschwert sei, 

dass auf Beschwerdeebene gerügt wird, das BFM habe im Dispositiv 

nicht einmal aufgeführt, dass er nach Italien zurückgewiesen werde, 

dass gemäss Art. 45 Abs. 1 AsylG die Wegweisungsverfügung die Ver-

pflichtung der asylsuchenden Person enthält, die Schweiz zu verlassen, 

und gegebenenfalls die Bezeichnung der Staaten aufweist, in welche die 

asylsuchende Person nicht zurückgeführt werden darf, 

dass zudem anzumerken ist, dass das Dispositiv der Wegweisungsverfü-

gung gemäss Art. 26b Abs. 1 der Verordnung vom 11. August 1999 über 

den Vollzug der Weg- und Ausweisung von ausländischen Personen 

(VVWA, SR 142.281) folgende Angaben enthalten muss: die Verpflich-

tung der ausländischen Person, die Schweiz zu verlassen; den Zeitpunkt, 

bis zu dem sie die Schweiz verlassen haben muss; und die Androhung 

von Zwangsmassnahmen im Unterlassungsfall, 

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dass für die Rechtsbeständigkeit der Verfügung die Bezeichnung des 

Staates, in welchen eine asylsuchende Person weggewiesen wird, nicht 

erforderlich ist,  

dass somit das Dispositiv im angefochtenen Entscheid den gesetzlichen 

Anforderungen von Art. 45 Abs. 1 AsylG und Art. 26b Abs. 1 VVWA ent-

spricht,   

dass nämlich die Anordnung der Vorinstanz, wonach der Beschwerdefüh-

rer nach Italien zurückzuführen sei, klar aus den Erwägungen hervorgeht, 

jedoch – wie erwähnt – das BFM gesetzlich nicht verpflichtet ist, die Des-

tination der Wegweisung im Dispositiv zu nennen,  

dass überdies festzuhalten ist, dass die Beurteilung eines allfälligen Er-

läuterungsgesuchs hinsichtlich des Dispositivs eines Entscheids des BFM 

nicht in die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts fällt (vgl. Art. 48 

VGG), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe sodann an-

führt, sein Leben in Italien sei menschenunwürdig gewesen, 

dass er während dreieinhalb Jahren auf der Strasse habe leben müssen 

und ihm niemand geholfen habe, eine Arbeit oder eine Wohnung zu fin-

den, weshalb er es nicht mehr ausgehalten habe, 

dass der Aufenthalt des Beschwerdeführers in Italien und seine Anerken-

nung als Flüchtling in diesem Land aktenkundig und nicht bestritten sind, 

dass es sich bei Italien gemäss Beschluss des Bundesrates vom 14. De-

zember 2007 (in Kraft seit dem 1. Januar 2008) um einen verfolgungssi-

cheren Drittstaat im Sinn von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG handelt und die 

italienischen Behörden der Rückübernahme des Beschwerdeführers am 

28. Oktober 2013 ausdrücklich zugestimmt haben, 

dass damit die Grundvoraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid 

in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG gegeben sind, 

dass demnach auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einzu-

treten ist, es sei denn, es wäre eine der Ausnahmebestimmungen ge-

mäss Art. 34 Abs. 3 Bst. a-c AsylG erfüllt, 

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dass der Beschwerdeführer keinen engen persönlichen Bezug zu in der 

Schweiz lebenden Personen im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG gel-

tend macht, sondern lediglich zu Protokoll gab, ein Mann habe ihm ge-

sagt, eine dem gleichen Clan zugehörige Frau wohne in Zürich, er aber 

ihre Kontaktnummer nicht kenne (vgl. A 23/9, S. 6), 

dass die Ausnahmeregelung von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG nicht zum 

Tragen kommt, wenn einem Gesuchsteller bereits Asyl oder vergleichba-

rer effektiver Schutz in einem als verfolgungssicher bezeichneten Dritt-

staat gewährt wurde (vgl. BVGE 2010/56 E. 4-6), 

dass schliesslich keine Hinweise darauf bestehen, dass dem Beschwer-

deführer in Italien kein effektiver Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 

Abs. 1 AsylG zukommen würde (Art. 34 Abs. 3 Bst. c AsylG), da Italien 

sowohl Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) als auch der Konventi-

on vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-

freiheiten (EMRK, SR 0.101) ist, und vorliegend keine konkreten Hinwei-

se bestehen, wonach sich Italien im Falle des Beschwerdeführers nicht 

an seine völkerrechtlichen Verpflichtungen halten würde, 

dass diesem vielmehr in Italien die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt wur-

de, womit erstellt ist, dass ihm in diesem Staat keine Abschiebung droht, 

sondern er dort völkerrechtlichen Schutz geniesst, 

dass im Übrigen die pauschalen Vorbringen auf Beschwerdeebene, wo-

nach ihm in Italien niemand geholfen habe, eine Arbeit oder eine Woh-

nung zu finden, und er auf der Strasse habe leben müssen, in Wider-

spruch zu seinen eigenen, anlässlich der Anhörung, gemachten Aussa-

gen stehen, wonach er gemäss seinen protokollierten Angaben in Italien 

zunächst während sechs Monaten in einem Heim gelebt und manchmal 

in Wohnungen der Caritas übernachtet habe und vor dem Transfer nach 

I._______ in einem Camp untergebracht worden sei,  

dass er sodann angab, in I._______ während zweier Wochen in einem 

Heim gewohnt zu haben, in J._______ während zweier Wochen von der 

Caritas beherbergt worden sei, danach während zweier Monate bei 

{…….} und anschliessend während dreier Monate in einem leerstehen-

den Gebäude der {…….} gewohnt habe,  

dass er danach wiederholt für kurze Zeit in Gebäuden der Caritas gelebt 

habe  (vgl. A 23/9, S. 2–4),  

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dass aus den protokollierten Aussagen des Beschwerdeführers hervor-

geht, dass er Zugang zu Hilfsorganisationen hatte, welche ihm wiederholt 

Unterkunft und Verpflegung gewährleisteten, weshalb seine Vorbringen 

auf Beschwerdeebene, wonach er in Italien während dreieinhalb Jahren 

auf der Strasse habe leben müssen, als unbeholfene Schutzbehauptung 

zu qualifizieren sind, 

dass das BFM demnach zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-

führers nicht eingetreten ist, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-

gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-

steht (vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733 m.H.a. EMARK 2001 Nr. 21), wes-

halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestim-

mungen steht und demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde, 

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-

stimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn 

der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, 

SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Be-

weisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind 

zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist und andernfalls wenigs-

tens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 S. 502), 

dass vorliegend einzig der Vollzug der Wegweisung nach Italien einer 

Prüfung zu unterziehen ist, nicht aber ein solcher in das Heimatland des 

Beschwerdeführers, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

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Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK), 

dass dem Beschwerdeführer in Italien alle Rechte aus der Flüchtlings-

konvention zustehen – zu welchen auch die Gleichbehandlung mit italie-

nischen Bürgern, beispielsweise in Bezug auf Fürsorge, Arbeitsgesetz-

gebung und soziale Sicherheit gehört (vgl. Art. 23 f. FK) – und keine Hin-

weise vorliegen, wonach Italien als Signatarstaat dieses Abkommens sich 

nicht an seine entsprechenden völkerrechtlichen Verpflichtungen halten 

würde,  

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, bei den zuständigen Behörden 

seine Rechte geltend zu machen und nötigenfalls – mit Hilfe von Bera-

tungsstellen für Asylsuchende und Flüchtlinge – auf dem Rechtsweg 

durchzusetzen,  

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgebenden völ-

ker- und landesrechtlichen Bestimmungen daher zulässig ist,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situatio-

nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass eine Feststellung der Unzumutbarkeit die begründete Annahme ei-

ner konkreten und ernsthaften Gefährdung, mithin einer eigentlichen Not-

lage bedarf, 

dass eine solche durch den Beschwerdeführer nicht schlüssig dargetan 

wird und die blosse Geltendmachung eines gegenüber der Schweiz tiefe-

ren Sozial- und Betreuungsstandards für Schutzsuchende in Italien nicht 

zur Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in dieses 

Land führen kann, 

dass der Beschwerdeführer anzuhalten ist, allfällige Anliegen betreffend 

Unterstützung oder anderweitigen Behandlungsbedarf bei den in Italien 

zuständigen staatlichen Instanzen wie auch den vorhandenen privaten 

Hilfsorganisationen vorzubringen, und für den Fall, dass er aufgrund der 

Aufenthaltsbedingungen tatsächlich nicht in der Lage sein sollte, in Italien 

ein menschenwürdiges Leben zu führen, es an ihm liegen wird, seine 

Rechte bei den italienischen Behörden respektive beim Europäischen 

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Gerichtshof (EuGH) oder beim Europäischen Gerichtshof für Menschen-

rechte (EGMR) geltend zu machen (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.6.4), 

dass hinsichtlich der auf Beschwerdeebene geltend gemachten gesund-

heitlichen Probleme (in Italien zugezogene Verletzung an der K._______, 

die in der Schweiz {…….}) festzuhalten gilt, dass keine konkreten An-

haltspunkte vorliegen, Italien würde sich nicht an seine Verpflichtungen 

halten bzw. würde seinen Verpflichtungen im Rahmen des massgeblichen 

EU-Rechts in medizinischer Hinsicht nicht nachkommen, womit es dem 

Beschwerdeführer bei Mittellosigkeit und gesundheitlichen Problemen of-

fensteht, sich an die zuständigen italienischen Stellen zu wenden, 

dass der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben während seines Auf-

enthaltes in L._______ einen Monat lang im dortigen Spital nach einem 

M._______ behandelt wurde (vgl. A 23/9, S. 6), weshalb es ihm zumutbar 

und möglich ist, seine N._______ in Italien erforderlichenfalls weiter be-

handeln zu lassen, 

dass deshalb auf die ins Recht gelegte Kopie von Terminvereinbarungen 

– zwei Termine O._______ sowie ein weiterer, keiner medizinischen Be-

handlung zuordenbarer Termin – nicht weiter einzugehen ist,  

dass somit weder die in Italien herrschende allgemeine Lage noch sons-

tige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges spre-

chen,  

dass der Vollzug der Wegweisung schliesslich möglich ist, da die italieni-

schen Behörden einer Rückübernahme des Beschwerdeführers aus-

drücklich zugestimmt haben,  

dass nach den vorstehenden Erwägungen die Gewährung der vorläufigen 

Aufnahme ausser Betracht fällt, womit auch der vom BFM verfügte Voll-

zug der Wegweisung zu bestätigen ist,  

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 

inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unan-

gemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

soweit darauf einzutreten ist,  

dass der in der Beschwerde mit keinem Wort begründete Antrag, im Sin-

ne einer vorsorglichen Massnahme sei die Kontaktaufnahme mit dem 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2010/45

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Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jede Weitergabe von Daten an den-

selben zu unterlassen, mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos ge-

worden ist,  

dass den Akten keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Datenweitergabe 

durch das BFM zu entnehmen ist, weshalb der Antrag auf Offenlegung 

einer solchen Weitergabe mittels separater Verfügung ebenfalls gegen-

standslos ist,  

dass sodann auch das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird, weshalb 

darüber nicht mehr zu befinden ist, 

dass schliesslich das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuweisen ist, da die Beschwerdebe-

gehren als aussichtslos zu bezeichnen sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen. 

3.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Guns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Wespi Regula Frey 

 

 

Versand: