# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66694606-e2d8-5e03-b578-2a7e2951ba8e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2009 C-2535/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2535-2008_2009-10-27.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2535/2008/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 12. März 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2535/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  16.  April  2008  die  Verfügung  der 
Eidgenössischen  Invalidenversicherung,  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland  (IVSTA),  vom  12.  März  2008  betreffend  Abweisung  eines 
Leistungsbegehrens angefochten hat,

dass das Gericht gemäss Art. 31  des Bundesgesetzes vom 17. Juni 
2006  über  das  Bundesverwaltungsgericht  (VGG,  SR  173.32) zur 
Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen 
gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 
32 VGG vorliegt,

dass die  IVSTA  als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  auszu-
machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b  des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG],  SR 831.20),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig ist,

dass die Prozessvoraussetzungen im Übrigen ohne Zweifel  gegeben 
sind,

dass die  IVSTA am 24. September 2009 eine zweite Duplik vorgelegt 
hat  und  beantragt,  die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  ange-
fochtene Verfügung sei  aufzuheben und die  Sache sei  im Sinne der 
Stellungnahme des regionalen ärztlichen Dienstes Rhone (RAD) vom 
19. September 2009 an die Verwaltung zurückzuweisen,

dass der RAD (Dr. med. A._______) in seiner Stellungnahme festhält, 
aus medizinischer Sicht sei die Einholung eines zusätzlichen psychia-
trischen Berichts angezeigt (act. 57),

dass – wie Dr. med. A._______ zu Recht festhält – aufgrund der Akten 
unklar ist, wie sich der psychische Gesundheitszustand vom 12. Feb-
ruar  2007  (Bericht  Dr.  med.  B._______)  bis  zum  Erlass  der 
angefochtenen Verfügung entwickelt hat, und angesichts des im Laufe 
des  Beschwerdeverfahrens  nachgereichten  Berichts  von  Mag. 
C._______ vom 19. Mai 2009 eine Verschlechterung zumindest nicht 
auszuschliessen ist,

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C-2535/2008

dass  damit  feststeht,  dass  der  medizinische  Sachverhalt  von  der 
IVSTA unvollständig erhoben worden ist,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) die  unvollständige 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  ausdrücklich  als 
Beschwerdegrund nennt,

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die IVSTA zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG) mit 
der  Anweisung,  den  erforderlichen  zusätzlichen  psychiatrischen  Be-
richt einzuholen und neu in der Sache zu verfügen,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und der Beschwerdeführerin der 
bereits  geleistete  Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.-  zurückzu-
erstatten ist,

dass der Beschwerdeführerin mangels verhältnismässig hoher Kosten 
keine  Parteientschädigung  auszurichten  ist  (Art.  7  Abs.  4  des  Reg-
lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  an-
gefochtene Verfügung vom 12. März 2008 aufgehoben und die Sache 
mit  der  Weisung  an  die  Vorinstanz  zurückgewiesen  wird,  den  er-
forderlichen zusätzlichen psychiatrischen Bericht einzuholen und neu 
in der Sache zu verfügen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleitete 
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- wird der Beschwerdeführerin 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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