# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b239a34-a8f8-5b26-90f1-e9958a26e2a5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 22.10.2021 510 21 48 (510 2021 48)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-21-48_2021-10-22.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 22. Oktober 2021 (510 21 48) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Projektierungskosten / Verfahrenskosten 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter Dr. L. Schneider 
(Ref.), M. Zeller, J. Felix, M. Angehrn, Gerichtsschreiber D. Kambanas 
 
 

Parteien A. ____ GmbH 
 
 Rekurrentin 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Grundstückgewinnsteuer 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 

 

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Die Pflichtige verkaufte die Parzelle Nr. xx, Grundbuch [GB] B. ____ mit öffentlich beurkunde-

tem Kaufvertrag vom 2. April 2020, wobei der Kaufpreis inkl. Bauprojekt auf Fr. 645’000.-- fest-

gesetzt wurde. Mit Veranlagungsverfügung der Grundstückgewinnsteuer vom 3. Februar 2021 

wurde der steuerbare Grundstückgewinn auf Fr. 145’000.-- und die geschuldete Grundstückge-

winnsteuer auf Fr. 64'041.-- festgelegt.  

 

 

B. 

Mit Schreiben vom 4. März 2021 erhob die Vertreterin der Pflichtigen Einsprache und begehrte 

im Wesentlichen, dass bei der Berechnung der Gestehungskosten die Planungsaufwendungen 

gemäss Rechnung Nr. I a vom 17. März 2020 zu berücksichtigen seien, sodass sich die gesam-

ten Gestehungskosten auf insgesamt Fr. 677'529.10 beliefen, wobei die gesamten Leistungen 

der Erwerberin Fr. 645'000.-- betrügen, wodurch kein Grundstückgewinn aus der Veräusserung 

von Parzelle Nr. xx, GB B. ____, entstehe. 

 

Mit Entscheid vom 15. Juni 2021 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache teilweise gut, wo-

bei sie zur Begründung unter anderem ausführte, dass die Planungskosten C. ____ in Höhe 

von Fr.  90’000.-- und Fr. 60'000.-- bereits im Kaufpreis der Liegenschaft gemäss Ziff. II Kauf-

preis des Kaufvertrages enthalten seien und nicht nochmals berücksichtigt werden könnten. 

Das Gleiche gelte für die Ingenieurleistungen D. ____ AG vom 31. Dezember 2018 in Höhe von 

Fr. 3'694.10. Die Planungskosten der Pflichtigen vom 17. März 2020 in Höhe von Fr. 145’000.-- 

könnten nicht als wertvermehrende Aufwendungen berücksichtigt werden, da diese bereits in 

den Planungskosten C. ____ enthalten seien. Dabei handle es sich um eine Planung, die be-

reits mit der Verrechnung beim Erwerb von der Erbengemeinschaft [EG] C. ____ vom 

29. Januar 2019 abgegolten worden sei. Auf dem Planbund sei der 24. Oktober 2018 als Erstel-

lungsdatum der Pläne sowie ein Revisionsdatum vom 18. Februar 2019 zu finden. Die Pflichtige 

habe die Liegenschaft jedoch erst am 29. Januar 2019 erworben. Ebenfalls zeige der Grundriss 

Kanalisation vom 22. Mai 2019 keine massgeblichen Änderungen. Schliesslich seien einige 

Planunterlagen eingereicht worden, auf denen der 24. Oktober 2018 als Planungsdatum ange-

geben sei, wobei die Spalte «revidiert» freigelassen worden sei, weshalb davon ausgegangen 

werden müsse, dass es sich beim Betrag von Fr. 145’000.-- Planung, A. ____ GmbH vom 

17. März 2020 nicht um eine eigentlich Neuplanung handle, vielmehr sei von einer nicht we-

sentlich anderen Planung auszugehen. 

Auch der zweite Planbund datiere fast ausnahmslos vor dem Erwerb von der EG C. ____ vom 

29. Januar 2019 durch die Pflichtige, ohne dass ein Revisionsdatum angegeben sei, sodass 

auch diese Planung den Planungskosten C. ____ zuzurechnen sei. 

 

 

C. 

Mit Schreiben vom 14. Juli 2021 erhebt die Vertreterin der Pflichtigen Rekurs und begehrt, (1) 

 
 
Seite 3   

es sei die Honorarrechnung Nr. I a vom 17. März 2020 als Anlagekosten für die Parzelle Nr. xx, 

GB B. ____, zu anerkennen und der Grundstückgewinn der Veranlagung sei mit Fr. 0.-- festzu-

legen, (2) unter o/e Kostenfolge. Zur Begründung führte sie aus, dass die Pflichtige 2015 durch 

E. ____ als Vertreter der EG C. ____ kontaktiert worden sei, um in deren Auftrag eine Mach-

barkeitsstudie für die bessere Nutzung der Parzelle Nr. yy, GB B. ____, zu erstellen. Dabei sei 

ein Umbau des Bauernhauses und die Positionierung einer Baute auf der Restparzelle unter 

Berücksichtigung architektonischer und denkmalpflegerischer Gesichtspunkte das Thema ge-

wesen. lm Zuge dieser Abklärungen sei ein Projekt für ein Mehrfamilienhaus mit sieben Woh-

nungen entstanden. Die Planung sei bis zur Erteilung der Baubewilligung geleistet worden. Das 

Projekt sei von den Auftraggebern aus Kosten- und Finanzierungsgründen verworfen worden. 

Für diese Planungsarbeiten seien vier Honorarrechnungen im Gesamtbetrag von Fr. 227’500.-- 

gestellt worden: Rechnung Nr. II a vom 9. März 2018 in Höhe von Fr. 40'000.--, Rechnung 

Nr. II b vom 25. Juli 2018 in Höhe von Fr. 60'000.--, Rechnung Nr. II c vom 7. Januar 2019 in 

Höhe von Fr. 90'000.-- und Rechnung Nr. II d vom 29. März 2019 in Höhe von Fr. 37'500.--. An 

die Honorarrechnungen Nr. II b und Nr. II c hätten die Auftraggeber keine Zahlungen geleistet. 

Sie seien letztlich im Rahmen des Grundstückerwerbes vom 14. Januar 2019 durch die Rekur-

rentin mit dem Kaufpreis verrechnet worden. 

Nach Verwerfung des Projekts Nr. I sei eine Planung mit der Projektauftragsnummer II für ein 

Doppeleinfamilienhaus in Angriff genommen worden. Dieses Projekt sei im Auftrag der EG 

C. ____ begonnen worden, weshalb auch die Projektdokumente auf diese lauteten. Für die 

mögliche Realisierung des Doppeleinfamilienhauses sei die Parzelle Nr. xx, GB B. ____, von 

der Parzelle Nr. yy, GB B. ____, abgetrennt worden, um eine Veräusserung an eine Drittperson 

zu ermöglichen. Überraschend habe am 19. März 2019 die EG C. ____ der Pflichtigen den Pla-

nungsauftrag entzogen. Für die Planungsleistungen für das Doppeleinfamilienhaus sei bis zu 

diesem Zeitpunkt jedoch keine Honorarrechnungen gestellt worden. lm Zuge dieser Auseinan-

dersetzung hätten sich die Parteien geeinigt, dass die Pflichtige die Nr. xx, GB B. ____, für ei-

nen Kaufpreis von Fr. 500'000.-- erwerben und die nicht bezahlten Planungsleistungen für den 

Auftrag Nr. II mit dem Kaufpreis verrechnen solle. 

Die Planungsleistungen für das Doppeleinfamilienhaus seien in der Rechnung Nr. I a vom 

17. März 2020 abgerechnet worden. Auf der Basis dieser Berechnung habe die F. ____ GmbH 

ein Übernahmeangebot für die Parzelle Nr. xx, GB B. ____, inklusive Bauprojekt unterbreitet. In 

der Kaufabsichtserklärung vom 27. August 2019 hätten die Erwerberin und die Rekurrentin 

ausdrücklich vereinbart, dass die Liegenschaft zu einem Preis von Fr. 500'000.-- zuzüglich des 

Bauprojektes für Fr. 145'000.-- übertragen werden sollte. Dieser Kaufpreis sei im Kaufvertrag 

vom 2. April 2020 dann mit Fr. 645'000.-- beziffert worden, wobei darin ausdrücklich das Bau-

projekt als Teil des Kaufpreises bezeichnet worden sei. 

Die von der Rekursgegnerin gemachte Feststellung, es handle sich bei den Leistungen, welche 

der Rechnung Nr. I a vom 17. März 2020 zugrunde lägen, um Planungsleistungen, welche be-

reits in den Rechnungen Nr. II b und Nr. II c enthalten seien, sei falsch. Schon die Auftrags-

nummern erhellten, dass es sich um zwei verschiedene Planungsprojekte handle. Sämtliche 

Leistungen dieser Rechnungen beträfen das verworfene Projekt Nr. II für das Mehrfamilienhaus 

auf Parzelle Nr. yy, GB B. ____. Über die Entschädigung dieser Leistungen habe sich die Re-

 
 
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kurrentin mit der EG C. ____ verständigt, eine Schlusszahlung von Fr. 37'500.-- erhalten und 

die beiden Rechnungen mit dem Kaufpreis für die Parzelle Nr. xx, GB B. ____, verrechnet. 

Die Rekurrentin habe Planungsaufwendungen im Betrage von Fr. 145'000.-- geleistet, welche 

durch die Käuferin übernommen und abgegolten worden seien. Der erzielte Mehrpreis auf dem 

Grundstück sei daher durch Leistung entstanden. Die von der Käuferin abgegoltene Leistung 

entspringe nicht einem Wertzuwachs und dürfe daher nicht mit der Grundstückgewinnsteuer 

belastet werden. Die Planungskosten gemäss Rechnung Nr. I a seien daher als Gestehungs-

kosten zum Abzug zuzulassen. 

 

Mit Vernehmlassung vom 23. September 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Gutheissung 

des Rekurses unter Kostenfolge zulasten der Rekurrentin. Zur Begründung führt sie aus, es 

zeige sich, dass es sich bei den geltend gemachten Planungs- und Projektierungskosten in Hö-

he von Fr. 145’000.-- für das Doppeleinfamilienhaus um zusätzliche Kosten handle, welche 

nicht bereits der EG C. ____ in Rechnung gestellt worden seien. Demgemäss seien diese Kos-

ten steuerlich grundsätzlich abzugsfähig. 

Hingegen sei es der Rekurrentin im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht ohne weiteres möglich 

gewesen, den konkreten Sachverhalt unter Beibringung der entsprechenden Beweismittel be-

reits im früheren Verfahrensstadium zu klären und zu erstellen. So habe es die Rekurrentin un-

terlassen, das für die Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer massgebliche Meldefor-

mular einzureichen. Zudem sei es die Rekurrentin selbst gewesen, die im Einspracheverfahren 

auf das Auftragsverhältnis mit der EG C. ____, die getroffene Vereinbarung und auf die im 

Rahmen des Erwerbs der Parzelle Nr. yy, GB B. ____, verrechneten Positionen in Höhe von 

Fr. 150'000.-- verwiesen habe. Erst dadurch sei der Eindruck entstanden, dass womöglich eine 

doppelte Verrechnung vorliege. Deshalb seien die gesamten Gerichtskosten der Rekurrentin 

aufzuerlegen und von der Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen. 

 

In ihrer Eingabe vom 18. Oktober 2021 stellt die Vertreterin den Antrag, es seien der Rekurs-

gegnerin die Gerichtskosten wie auch eine angemessene Parteientschädigung aufzuerlegen, 

wobei sie zur Begründung im Wesentlichen ausführte, dass sämtliche Rechnungen dargebracht 

worden seien und deren Verbuchung dokumentiert worden sei. Für die Rekursgegnerin sei hin-

gegen die Sachverhaltsdarstellung mit den Beweismitteln offenbar zu wenig verständlich gewe-

sen. In einer Beweisauflage mittels E-Mail vom 11. März 2021 seien jedoch lediglich fehlende 

Belege zu den aktivierten Anlagekosten einverlangt worden, obwohl für juristische Personen 

auch bei der Grundstückgewinnsteuer das Buchwertprinzip gelte. Obwohl die Einsprache un-

strittig die Aussage enthalte, es handle sich um zusätzliche Planungsleistungen und die Rekur-

rentin durch die Ausführungen in der Einsprache etwas verwirrt gewesen sei, sei ein Ein-

spracheentscheid erlassen worden, mit dem der Rekurrentin unterstellt werde, sie habe wis-

sentlich und willentlich Leistungen doppelt geltend gemacht. Bei diesen Widersprüchen sei von 

der Rekursgegnerin zu erwarten gewesen, zusätzliche Massnahme zur Klärung des Sachver-

halts zu ergreifen. Die Steuerbehörde habe sowohl im Veranlagungsverfahren wie auch im Ein-

spracheverfahren nicht über den Sachverhalt zu spekulieren, sondern ihn durch angemessene 

Untersuchungshandlungen zu klären. 

 

 
 
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An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest. 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1.  

Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 

Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 

zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 10’000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen 

und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stel-

lenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 

 

 

2.  

2.1. Gewinne aus Veräusserung von Grundstücken oder Anteilen an solchen unterliegen der 

Grundstückgewinnsteuer (§ 71 StG). Der Grundstückgewinn ist nach § 75 Abs. 1 StG der Be-

trag, um den der Veräusserungserlös die Gestehungskosten (Erwerbspreis und wertvermeh-

rende Aufwendungen) übersteigt. Als Aufwendungen gelten nach § 78 Abs. 1 lit. a StG u.a. 

Kosten für Bauten, Umbauten, Bodenmeliorationen und andere dauernde Verbesserungen, die 

eine Werterhöhung des Grundstückes bewirkt haben. Weiter können unter lit. b Grundeigentü-

merbeiträge für den Anschluss des Grundstückes an Strassen und öffentliche Werke sowie un-

ter lit. c Kosten, die mit dem Erwerb und der Veräusserung des Grundstückes verbunden sind, 

mit Einschluss der üblichen Mäklerprovision, vom steuerbaren Grundstückgewinn zum Abzug 

gebracht werden. 

 

In Bezug auf unausgeführte Bauprojekte gilt, dass diese grundsätzlich nicht als Gestehungskos-

ten anrechenbar sind, da ihnen kein wertvermehrender Charakter zukommt. Eine Anrechnung 

kommt nur in Frage, wenn dem Erwerber des Grundstücks das Bauprojekt rechtsgeschäftlich 

überlassen wurde. Eine Fortführung dieses übernommenen Bauprojekts seitens des Erwerbers 

ist nicht vorausgesetzt. Wesentliches Kriterium ist, dass dem Bauprojekt ein objektiver liegen-

schaftlicher Wert zukommt (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Basel-Landschaft 

[VGE] vom 17. Dezember 1997, E. 4a, publ. in: Basellandschaftliche und Baselstädtische Steu-

erpraxis [BStPra], Band XIV, Heft 2, S. 67 ff.; RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar 

zum Zürcher Steuergesetz, 4. Aufl., Zürich 2021, § 221 N 52 f.; WENK, in: Nefzger/Simonek/ 

Wenk [Hrsg.], Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, § 78 

N 7). 

 

2.2. Bezüglich der Beweislast ist festzuhalten, dass der Nachweis für steuerbegründende Tat-

sachen der Steuerbehörde, der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen 

grundsätzlich aber dem Steuerpflichtigen obliegt; dieser hat steuermindernde Tatsachen nicht 

nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. BGE 140 II 248, E. 3.5; BLUMENSTEIN/ 

 
 
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LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. A. Zürich 2016, S. 519; vgl. auch 

ZWEIFEL/CASANOVA/BEUSCH/HUNZIKER, Schweizerisches Steuerverfahrensrecht Direkte Steu-

ern, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2018, § 19 Rz. 8ff.). 

 

2.3. Im vorliegenden Fall unterliegt der Beurteilung, ob die von der Rekurrentin geltend gemach-

ten «Planungskosten» in Höhe von Fr. 145’000 (Rechnung Nr. I a vom 17. März 2021) zusätz-

lich als Gestehungskosten bei der der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer zu berücksich-

tigen sind. 

 

Ziff. II, 1. des öffentlich beurkundeten Kauvertrags vom 2. April 2020 ist eindeutig zu entneh-

men, dass als Bestandteil resp. als Vertragsobjekt des vereinbarten Kaufpreises von 

Fr. 645'000.-- sowohl die Parzelle Nr. xx, GB B. ____als auch das betreffende Bauprojekt ver-

einbart wurde. Das Übernahmeangebot vom 10. Juli 2019 spezifiziert, dass Fr. 500'000.-- als 

Kaufpreis für die Parzelle Nr. xx, GB B. ____und Fr. 145'000.-- für das Architekturhonorar Pha-

sen 31 - 51, Total 59 % gem. Honorarberechnung nach SIA, KBOB 2016 vorgesehen waren. 

 

Bei den Leistungen, welche mit der Rechnung Nr. I a vom 17. März 2020 fakturiert wurden, 

handelt es sich nicht um die Planungsleistungen, welche bereits in den Rechnungen enthalten 

sind. Es kann schon aus den Auftragsnummern gefolgert werden, dass es sich hier um zwei 

verschiedene Planungsprojekte handelt: Die Leistungen, die mit den Rechnungen Nr. II b und 

Nr. II c fakturiert wurden, betrafen das verworfene Projekt Nr. II für das Mehrfamilienhaus auf 

Parzelle Nr. yy, GB B. ____, welches schliesslich mittels einer Schlusszahlung in Höhe von 

Fr. 37'500.-- beendet wurde. 

 

Schliesslich können auch dem Detail des Kontos Nr. 3400 - Architekturvertrag die entsprechen-

den Buchungen entnommen werden: II b vom 25. Juli 2018 von Fr. 60'000.-- (inkl. Akontorech-

nung vom 9. März 2018 von Fr. 40'000.--), II c vom 7. Januar 2019 in Höhe von Fr. 90'000.--, 

die Schlussrechnung II e vom 29. März 2019 in Höhe von Fr.  37'500.-- und schliesslich I a vom 

17. März 2020 in Höhe von Fr. 145'000.--. Die Rechnung Nr. I a wurde dabei im Gegenkonto 

1200.1 vollständig aktiviert. 

 

Es kann somit als erstellt gelten, dass die Rekurrentin die geltend gemachten Planungsaufwen-

dungen im Betrage von Fr. 145'000.-- geleistet hat. Projektkosten für verwirklichte Bauprojekte 

stellen wertvermehrende Auslagen und damit Gestehungskosten dar (siehe E. 2.2.). Hier ist 

zwar das Bauprojekt noch nicht verwirklicht, dabei ist aber unstrittig, dass der Erwerber explizit 

Grundstück und Bauprojekt übernahm, um dieses auf dem erworbenen Grundstück zu realisie-

ren: Dieser Schluss kann unmissverständlich aus der Absichtserklärung und dem Kaufvertrag 

gezogen werden. Somit handelt es sich vorliegend um ein fertig geplantes und zu realisieren-

des Bauprojekt, dem wertvermehrender Charakter zukommt, weshalb die Auslagen aus der 

Architekturverpflichtung diesbezüglich anrechenbar sind (vgl. VGE vom 17. Dezember 1997, 

E. 4a, publ. in: BStPra, Band XIV, Heft 2, S. 67 ff). 

 

 

 
 
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3.  

3.1. Nach dem Ausgeführten ist der Rekurs gutzuheissen und zur Korrektur im Sinne der Erwä-

gungen an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. 

 

3.2.  

Der Grundsatz der Kostentragung im Rechtsmittelverfahren nach Massgabe des Obsiegens 

oder Unterliegens (Obsiegensprinzip), ist in § 20 Abs. 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 

über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Verwaltungsprozessordnung, VPO; 

SGS 271) enthalten. Verletzt der obsiegende Rekurrent seine ihm im Verfahren obliegenden 

Pflichten oder verlängert er durch sein Verhalten das Verfahren ungebührlich, so können ihm im 

Sinn des Verursacherprinzips ohne Rücksicht auf den Ausgang des Verfahrens die Kosten 

ganz oder teilweise auferlegt werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Steuer-

pflichtiger das Verfahren unnötigerweise verursacht hat, indem er zum Beispiel Beweismittel 

erst mit der Einsprache einreichte, die er längst zuvor hätte unterbreiten können (vgl. Archiv für 

Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 50 432 E. 1b; Entscheid der Eidgenössischen Steuerre-

kurskommission vom 18. September 1998, VPB 63.80, E. 2c).  

 

Bereits im Einspracheverfahren waren sowohl der Kaufvertrag, die fraglichen Rechnungen als 

auch die Buchhaltung der Rekurrentin aktenkundig. Die Steuerverwaltung trifft im Rahmen der 

Offizialmaxime und des Untersuchungsgrundsatzes eine gewisse Sorgfaltspflicht, der sie im 

vorliegenden Verfahren nicht vollständig nachgekommen ist. Aufgrund der Gesamtheit der Um-

stände rechtfertigt es sich hier deshalb nicht, vom Obsiegensprinzip abzuweichen und der Re-

kurrentin die Kosten des Verfahrens aufzuerlegen. 

 

3.3. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Partei in 

angemessenem Ausmass aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 

16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [Verwaltungspro-

zessordnung, VPO; SGS 271]). Vorliegend wurde der Rekurs gutgeheissen, weshalb die Ge-

richtskosten in der Höhe von Fr. 2'500.-- der Steuerverwaltung aufzuerlegen sind. Der bereits 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- ist der Rekurrentin zurückzuerstatten. 

 

Nach § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO kann bei Beschwerden in Steuersachen der ganz oder 

teilweise obsiegenden Partei für den Beizug eines Vertreters eine angemessene Parteientschä-

digung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Der Vertreter der Rekurrentin macht 

mit Eingabe vom 21. Oktober 2020 für das Verfahren eine Parteientschädigung in Höhe von 

insgesamt Fr. 3'972.75 geltend, welche sich aus dem Honorar von Fr. 3'633.75 (12,75 Stunden 

à Fr. 285.--), den Kosten für Material, Fotokopien, Porti etc. von total Fr. 54.50 und der Mehr-

wertsteuer (MWST, 7,7 %) von Fr. 284.-- zusammensetzt. Diese Berechnung kann nicht unbe-

sehen übernommen werden: So beträgt der gerichtlich anerkannte Stundensatz für Steuerbera-

ter und Treuhänder einheitlich Fr. 150.-- (vgl. Entscheid des Kantonsgerichts des Kantons Ba-

sel-Landschaft vom 17. Juni 2009, abgedruckt in: BStPra, Bd. XIX, S. 559 ff.). Mit einem Stun-

densatz von Fr. 150.-- abgegolten, wobei für die Teilnahme an der heutigen Verhandlung zu-

sätzlich zwei Stunden zuzusprechen sind, ergibt dies Fr. 2’212.50. Unter Berücksichtigung der 

 
 
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Kosten für Material, Fotokopien und Porti von Fr. 54.50 sowie der Mehrwertsteuer (MWST, 

7,7 %) rechtfertigt es sich die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 2’400.-- (inkl. Auslagen und 

MWST) festzusetzen. 

 

 
 
Seite 9   

wird erkannt: 

 

1.  

Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 

 

2.  

Die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 2’500.-- werden der Steuerverwaltung des Kantons Ba-

sel-Landschaft auferlegt. Der von der Rekurrentin bereits bezahlte Kostenvorschuss von 

Fr. 2’500.-- wird ihnen zurückerstattet. 

 

3.  

Die Steuerverwaltung hat der Rekurrentin eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 2'400.-- 

(inklusive Auslagen und MWSt) zu bezahlen. 

 

4.  

Mitteilung an die Vertreterin, für sich und zhd. der Rekurrentin (2) und die Steuerverwaltung des 

Kantons Basel-Landschaft (3).