# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55651edc-a281-5909-918f-42f7f5a98be9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.10.2020 110 2020 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-82_2020-10-16.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/82

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 16. Oktober 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

B.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern, Bauinspektorat, Bundesgasse 38, Postfach,
3001 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern vom 5. Mai 2020 
(Baukontroll-Nr. 2020-0032; Umbau und Umnutzung eines Arbeitsraums in ein Personal-Training 
Studio)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 23. Januar 2020 bei der Stadt Bern ein Baugesuch 
ein für den Umbau und die Umnutzung des bestehenden Arbeitsraums im Untergeschoss bzw. 
rückwärtigen Gebäudeteil der Liegenschaft H.________strasse 9 (Parzelle Bern Grundbuchblatt 
Nr. A.________) in ein Personal-Training Studio. Die Parzelle liegt in der Dienstleistungszone 
(D) und ist den Empfindlichkeitsstufen II und III zugeordnet. Gegen das Bauvorhaben erhoben 
die Beschwerdeführenden Einsprache. Mit Entscheid vom 5. Mai 2020 erteilte die Stadt Bern die 
Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 2. Juni 2020 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen, die Baubewilligung der 
Stadt Bern vom 5. Mai 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei dem Baugesuch der 

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Beschwerdegegnerin der Bauabschlag zu erteilen. Zur Begründung machen sie insbesondere 
geltend, die geplante Anzahl Abstellplätze sei ungenügend. Zudem sei zu befürchten, dass das 
Bauvorhaben zu erheblichen bzw. unzulässigen Lärmimmissionen führe. Ferner sei auch die 
Belüftung ungenügend.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,1 führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer 
Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2020 die Abweisung der Beschwerde. Die Stadt Bern 
beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 26. Juni 2020, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit 
darauf eingetreten werden könne. Mit Eingabe vom 24. August 2020 nahmen die 
Beschwerdeführenden schliesslich zur Vernehmlassung der Stadt Bern und zur 
Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin Stellung.

4. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Die Beschwerdeführenden haben sich im vorinstanzlichen Verfahren als Einsprechende beteiligt 
und sind mit ihrer Einsprache nicht durchgedrungen. Sie sind daher formell beschwert. Als 
Miteigentümerin und Miteigentümer sowie Bewohnerin und Bewohner der Parzelle 
Nr. F.________, die im Süden unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt, sind sie durch den 
vorinstanzlichen Entscheid auch materiell beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

2. Autoabstellplätze

a) Die Beschwerdeführenden rügen, die geplante Anzahl Autoabstellplätze sei ungenügend 
und führe letztlich zu einer Überlastung der umliegenden Parkplätze. Die betreffende 
Liegenschaft sei zudem nicht deutlich überdurchschnittlich durch den öffentlichen Verkehr 
erschlossen, weswegen sich unter diesem Titel auch keine Abweichung vom Grundbedarf an 
Autoabstellplätzen rechtfertige. Die Baubewilligung sei folglich wegen Verletzung von Art. 49 ff. 
BauV3 aufzuheben und dem Baugesuch sei der Bauabschlag zu erteilen.

b) Wird durch die Erstellung, die Erweiterung, den Umbau oder die Zweckänderung von 
Bauten und Anlagen ein Parkplatzbedarf verursacht, so ist dafür auf dem Grundstück oder in 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
3 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1).

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seiner Nähe eine ausreichende Anzahl von Abstellplätzen für Motorfahrzeuge, Fahrräder und 
Motorfahrräder zu errichten (Art. 16 Abs. 1 BauG).

Nach Art. 49 ff. BauV wird die Anzahl der Abstellplätze durch eine Bandbreite begrenzt, welche 
namentlich die Abstellplätze für die Motorfahrzeuge der Beschäftigten, der Besucherinnen und 
Besucher sowie der Behinderten umfasst. Innerhalb der Bandbreite legt die Bauherrschaft die 
Anzahl fest (Art. 50 Abs. 1 und 2 BauV). Die Bandbreite für andere Nutzungen als Wohnen 
berechnet sich gemäss Art. 52 Abs. 1 Bst. a BauV für «Städte und Agglomerationen» nach der 
Formel (0.6 x GF/n) + 5 für das Maximum und nach der Formel (0.45 x GF/n) - 3 für das 
Minimum. Mit «GF» ist die Geschossfläche gemäss Art. 49 Abs. 2 BauV gemeint. Der Wert «n» 
ergibt sich aus der Auflistung in Art. 52 Abs. 1 Bst. c BauV und variiert je nach Art der Nutzung.

Kann eine Nutzung wenigstens sinngemäss Art. 52 Abs. 1 Bst. c BauV zugeordnet werden, so 
ist diese Bestimmung anzuwenden und das Ergebnis soweit nötig im Rahmen von Art. 54 BauV 
zu korrigieren.4 Gemäss letzterer Bestimmung kann von der berechneten Bandbreite 
abgewichen werden, wenn besondere Verhältnisse vorliegen, das heisst bei deutlich über- oder 
unterdurchschnittlichem Parkplatzbedarf, wie z.B. bei besonders guter oder schlechter 
Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr, soweit dies nicht schon mit der Unterscheidung 
Stadt/Land gemäss Art. 52 Abs. 1 BauV berücksichtigt ist. Ferner ist zu beachten, dass gewisse 
Abweichungen vom Durchschnittlichen bereits durch die Bandbreite aufgefangen werden, 
weshalb nur deutliche Abweichungen eine Korrektur nach Art. 54 BauV rechtfertigen.5

Die Bauherrschaft ist schliesslich nicht selten aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse nicht in 
der Lage, die für ihr Bauvorhaben verlangten Abstellplätze bereitzustellen. Die Anlage von 
Abstellplätzen kann aber auch an rechtlichen Hindernissen scheitern. In diesen Fällen ist die 
Bauherrschaft gemäss Art. 55 Abs. 1 BauV im erforderlichen Umfang von der Erfüllung der 
Parkplatzpflicht zu befreien, sofern sie die verlangte Abstellfläche auch nicht in einem Umkreis 
von 300 m bereitzustellen vermag. Eine Befreiung ist jedoch nicht möglich, wenn 
verkehrsgefährdende Zustände drohen, denen weder mit Bedingungen und Auflagen noch mit 
Projektänderungen zu begegnen ist; in diesem Fall ist der Bauabschlag zu verfügen (Art. 55 
Abs. 2 BauV).6

c) Gemäss Parkplatznachweis vom 16. Januar 20207 besteht für das Bauvorhaben der 
Beschwerdegegnerin ein Bedarf von (gerundet) 4 bis 15 Abstellplätzen für Motorfahrzeuge. Die 
Bandbreite bzw. Berechnungen, die dieser zu Grunde liegen (für die Nutzung «Einkaufen, 
Freizeit, Kultur» wurde eine Geschossfläche von 310 m2 und für die Nutzung «Arbeiten, 
Gewerbe, Dienstleistungen» eine Geschossfläche von 30 m2 eingesetzt), sind angesichts der 
von der Vor-instanz bewilligten Baupläne nachvollziehbar bzw. plausibel und werden von den 
Beschwerdeführenden denn auch nicht in Frage gestellt. Ebenso unbestritten ist, dass für das 
Bauvorhaben lediglich zwei Abstellplätze für Motorfahrzeuge zur Verfügung stehen. Der 
Mindestbedarf an Autoabstellplätzen wird mit anderen Worten vorliegend um zwei Plätze 
unterschritten. Die Beschwerdegegnerin hat daher im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens 
sowohl ein Gesuch um Abweichung von der Bandbreite nach Art. 54 BauV sowie ein Gesuch um 
Befreiung der Erstellungspflicht gemäss Art. 55 BauV eingereicht. Zur Begründung führte sie im 
Wesentlichen enge Platzverhältnisse, die Lage und Erschliessung der Liegenschaft durch den 
öffentlichen Verkehr sowie das geringe Kundenaufkommen im geplanten Personal-Training 

4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 16–18 
N. 14.
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16–18 N. 16.
6 Vgl. zum Ganzen: Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16–18 N. 25 mit Hinweis.
7 Vgl. Vorakten, pag. 22.

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Studio an.8 Die Vor-instanz kam im angefochtenen Entscheid zusammengefasst zum Schluss, 
dass die beengte Hofsituation die Erstellung von zwei zusätzlichen Parkplätzen für 
Motorfahrzeuge verunmögliche. Mit einer Tram- und Bushaltestelle in 150 m Gehdistanz sei das 
Bauvorhaben zudem deutlich überdurchschnittlich durch den öffentlichen Verkehr erschlossen. 
Angesichts des Betriebskonzepts entstehe gegenüber der vormals bewilligten Arbeitsnutzung 
schliesslich kein Mehrverkehr. Dem Gesuch um Befreiung von der Erstellungspflicht und dem 
Gesuch um Abweichung von der Bandbreite für bzw. um zwei Autoabstellplätze werde daher 
entsprochen. Die beiden nachgewiesenen Autoabstellplätze seien folglich ausreichend.

d) Die «Befreiung» von der Parkplatzpflicht nach Art. 55 BauV ist eine sog. unechte 
Ausnahme; sie bedarf also keiner Ausnahmebewilligung nach Art. 26 BauG. Die fehlende 
tatsächliche oder rechtliche Möglichkeit der Erfüllung der Parkplatzpflicht genügt als 
Rechtfertigungsgrund. In einem solchen Fall kann die Befreiung (und damit allenfalls die 
Baubewilligung) nur verweigert werden, wenn das Fehlen ausreichender Parkplätze 
polizeiwidrige Verhältnisse zur Folge hätte. Das ist nur bei erheblicher Verkehrsgefährdung 
anzunehmen. Insbesondere genügt die Wahrscheinlichkeit, dass die Befreiung zu einer 
vermehrten Beanspruchung öffentlichen Parkraums im Umfeld des Baugrundstücks führen wird, 
nicht als Ablehnungsgrund. Nachbarliche Interessen spielen im Rahmen der 
Verkehrsgefährdung eine Rolle; ihnen ist insoweit Rechnung zu tragen.9

Aus dem Situationsplan vom 18. Dezember 201910, dem Grundrissplan vom 16. Januar 202011 
und dem Inventarblatt bzw. den Fotos zur Liegenschaft H.________strasse 9 im Bauinventar der 
Stadt Bern12 wird ersichtlich, dass die Platzverhältnisse auf der Bauparzelle in der Tat sehr 
beengt sind. Im Vorgarten zur H.________strasse sowie im Bereich der kleinen Grünanlage im 
westlichen Teil der Bauparzelle könnten theoretisch zwar zwei weitere Autoabstellplätze erstellt 
werden. Letztlich dürfte ein solches Vorhaben aber bereits am Ortsbild- und Baumschutz 
scheitern (vgl. Art. 16 Abs. 3 BauG). Dies gilt umso mehr, als die Stadt Bern Eingriffe in 
Vorgärten und Baumfällungen nur ausnahmsweise bzw. nur unter besonders strengen 
Voraussetzungen zulässt (vgl. Art. 11 BO13 und Art. 3 ff. BSchR14). Die Erstellung von zwei 
zusätzlichen Autoabstellplätzen auf der Bauparzelle ist mit anderen Worten aus tatsächlichen 
und rechtlichen Gründen nicht möglich. Dies wird von den Beschwerdeführenden auch nicht 
bestritten. Ferner ist in der Stadt Bern die Nachfrage nach Parkplätzen notorischerweise generell 
grösser als das Angebot. Es ist daher davon auszugehen, dass auch im Umkreis von 300 m 
keine entsprechende Abstellfläche erhältlich ist. Einen gewissen Suchverkehr gibt es schliesslich 
in der ganzen Stadt, vor allem in zentrumsnahen Quartieren wie dem vorliegenden. Es ist nicht 
ersichtlich und wird von den Beschwerdeführenden auch nicht geltend gemacht, dass im 
betroffenen Quartier die Situation schlimmer ist als anderswo bzw. wegen mangelnden 
Parkplätzen verkehrsgefährdende Zustände herrschen würden. Daran dürfte auch das Fehlen 
zweier Parkplätze nichts ändern. Dies gilt umso mehr, als die Liegenschaft H.________strasse 9 
zentral gelegen und sehr gut durch den öffentlichen Verkehr erschlossen ist. Es ist daher davon 
auszugehen, dass viele Trainierende (und teilweise wohl auch das Personal) mit dem Fahrrad, 
zu Fuss oder mit dem öffentlichen Verkehr anreisen werden. Im Übrigen ist bei einem Personal-
Training Studio mit maximal sieben gleichzeitig Trainierenden15 (vgl. dazu auch E. 3a) ohnehin 

8 Vgl. Vorakten, pag. 23 f.
9 Vgl. zum Ganzen: Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16–18 N. 25 mit Hinweisen.
10 Vgl. Vorakten, pag. 89.
11 Vgl. Vorakten, pag. 94.
12 Abrufbar unter: <https://bauinventar.bern.ch/>.
13 Bauordnung der Stadt Bern vom 24. September 2006 (BO; SSSB Nr. 721.1).
14 Baumschutzreglement der Stadt Bern vom 7. Juni 1998 (BSchR; SSSB Nr. 733.1).
15 Vgl. diesbezüglich die Bedingungen/Auflagen (Umweltschutz) im Bauentscheid der Stadt Bern vom 5. Mai 2020, 
S. 6.

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kein hohes Verkehrsaufkommen zu erwarten. Die Voraussetzungen für eine «Befreiung» von der 
Parkplatzpflicht nach Art. 55 BauV sind somit vorliegend gegeben.

Es kann folglich offen bleiben, ob auch besondere Verhältnisse im Sinne von Art. 54 BauV (bei 
dieser Bestimmung handelt es sich ebenfalls um eine unechte Ausnahme bzw. 
Ermächtigungsnorm16) vorliegen bzw. das Bauvorhaben deutlich überdurchschnittlich durch den 
öffentlichen Verkehr erschlossen ist.

e) Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die 
Beschwerdegegnerin gestützt auf Art. 55 Abs. 1 BauV von der Pflicht zur Erstellung zweier 
zusätzlicher Autoabstellplätze befreit hat. Es liegt keine Verletzung von Art. 49 ff. BauV vor. Die 
diesbezügliche Rüge erweist sich als unbegründet.

3. Lärmschutz

a) In der Stadt Bern wird für Fitnessbetriebe praxisgemäss eine Lüftungsanlage verlangt. Im 
Fitnessbereich des vorliegend umstrittenen Personal-Training Studios ist jedoch keine solche 
Anlage vorgesehen; lediglich die Nasszellen und Umkleidekabinen sollen mittels einer 
mechanischen Lüftungsanlage entlüftet werden.17 Die Frischluftzufuhr für den Fitnessbereich 
erfolgt über Lüftungsklappen bei den Oblichtern. Die Vorinstanz hat das Bauvorhaben daher nur 
unter Einhaltung insbesondere folgender Auflagen bewilligt:

- Personaltraining in der eins zu eins Betreuung
- max. 7 Trainierende gleichzeitig
- ab 4 Trainierende und bei lauteren Trainingseinheiten sind die Türen, Oblichter etc. unbedingt zu 

schliessen
- keine Musik
- kein Verkauf von Speisen
- Trainingszeiten: Mo-Fr 07.00-21.30 Uhr, Sa 08.00-14.00 Uhr, So 10.00-12.00 Uhr.

Diese Auflagen werden weder von den Beschwerdeführenden noch von der 
Beschwerdegegnerin in Frage gestellt bzw. angefochten.

b) Die Beschwerdeführenden machen nun aber geltend, der Betrieb des Personal-Training 
Studios könne auch unter Einhaltung der betreffenden Auflagen zu beträchtlichen 
Lärmbelastungen führen. So würden beispielsweise in Fitnesstrainings bei gewissen Übungen 
regelmässig (bewusst) Gewichte auf den Fussboden fallen gelassen, was durch das 
Aneinanderschlagen der Gewichtsscheiben erheblichen Lärm verursache. Zudem könne sich bei 
gewissen Fitnessübungen auch der Trittschall sehr störend auswirken. Gruppenfitnesskurse, wie 
sie die Betreiberin des Personal-Training Studios anbieten wolle, würden erfahrungsgemäss 
schliesslich regelmässig mit Anfeuerungen durch die Kursleitung, oft verstärkt durch Mikrofone, 
durchgeführt. Diese seien von den Auflagen in der Baubewilligung nicht ausdrücklich erfasst, 
weshalb sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellen könnte, dass sie zulässig 
seien. Die erwähnten Beispiele hätten im Übrigen nur illustrierenden Charakter und seien nicht 
abschliessend. Das Bauvorhaben und insbesondere die Ausrichtung der Fenster zum 
Grundstück der Beschwerdeführenden liessen aufgrund des Gesagten befürchten, dass die 
Lärmimmissionen trotz der verfügten Auflagen erheblich sein würden. Dass die Fenster bei 
«lauteren Trainingseinheiten» zu schliessen seien, nütze den Beschwerdeführenden angesichts 

16 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16–18 N. 16.
17 Vgl. Vorakten, pag. 70 und 73.

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der unbestimmten und auslegungsbedürftigen Bestimmung nur wenig. Die Trainings drohten, die 
zulässigen Grenzwerte zu überschreiten und dadurch an Sonn- und Feiertagen – wenn das 
Ruhebedürfnis der Anwohnerschaft am Grössten sei – die Nachbarschaft im Allgemeinen und 
die in unmittelbarer Nähe domizilierten Beschwerdeführenden im Besonderen erheblich zu 
stören. Gemäss den Bauakten sei sodann grundsätzlich nicht nachgewiesen, dass die 
Immissionsgrenzwerte gemäss der Umweltschutzgesetzgebung, insbesondere der LSV18, stets 
bzw. sowohl während als auch nach dem Bau eingehalten würden. Auch aus diesem Grund sei 
dem Baugesuch der Bauabschlag zu erteilen.

c) Die Ermittlung und Beurteilung von Lärmimmissionen ortsfester Anlagen erfolgt anhand 
der sog. Belastungsgrenzwerte (Art. 36 Abs. 1 und Art. 40 Abs. 1 LSV). Zu den 
Belastungsgrenzwerten gehören die Immissionsgrenzwerte, die Planungswerte und die 
Alarmwerte, welche nach der Lärmart, der Tageszeit und der Lärmempfindlichkeit der zu 
schützenden Gebäude und Gebiete festgelegt werden (Art. 2 Abs. 5 LSV). Für einige Schall- 
bzw. Lärmquellen wie u.a. Strassenverkehr, Flugplätze, Industrie- und Gewerbebetriebe hat der 
Bundesrat in den Anhängen 3 bis 9 der LSV Belastungsgrenzwerte erlassen. Für den durch den 
Betrieb eines Fitness- bzw. Personal-Training Studios verursachten Lärm fehlen jedoch 
spezifische Belastungsgrenzwerte. Daher sind die möglichen Lärmimmissionen im Einzelfall 
nach Art. 15 USG19 (Immissionsgrenzwerte) unter Berücksichtigung von Art. 19 USG 
(Alarmwerte) und Art. 23 USG (Planungswerte) zu beurteilen (Art. 40 Abs. 3 LSV).20 Im Rahmen 
dieser Einzelfallbeurteilung sind neben der zonenmässigen Zuordnung und der entsprechenden 
Empfindlichkeitsstufe auch der Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens 
sowie die Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmvorbelastung der Zone (d.h. der normale 
Hintergrundpegel), in der die Immissionen auftreten, zu berücksichtigen.21 Dabei ist nicht auf das 
subjektive Lärmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte 
Betrachtung unter Berücksichtigung von Personen mit erhöhter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 
USG) vorzunehmen.22 Als grundsätzlich problematisch erachtet das Bundesgericht hingegen 
schliesslich die «sinngemässe» Anwendung von Grenzwerten, namentlich der Grenzwerte für 
Industrie- und Gewerbelärm gemäss Anhang 6 LSV. So setzen Belastungsgrenzwerte 
typisierbare Situationen voraus, die sich auf einfache Weise durch akustische 
Beschreibungsgrössen zuverlässig erfassen lassen.23

d) Mitentscheidend ist weiter, ob es sich um eine Neuanlage oder um eine Änderung einer 
bestehenden Anlage handelt. Die Räumlichkeiten, in welchen das umstrittene Personal-Training 
Studio eingerichtet werden soll, wurden früher zu Arbeits- bzw. Bürozwecken genutzt. Der 
Zweck der Räumlichkeiten würde durch das Bauvorhaben somit vollständig geändert, weshalb 
es sich dabei um eine neue ortsfeste Anlage handelt (Art. 2 Abs. 1 und 2 LSV). Die 
Lärmemissionen einer neuen ortsfesten Anlage sind zunächst im Rahmen der Vorsorge so weit 
zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 7 
Abs. 1 Bst. a LSV). Zudem dürfen die Lärmimmissionen neuer ortsfester Anlagen grundsätzlich 
die Planungswerte nicht überschreiten (Art. 7 Abs. 1 Bst. b LSV). Die Rechtsprechung hat 
festgelegt, dass – in Ermangelung spezifischer Planungswerte – neue ortsfeste Anlagen 

18 Lärmschutz-Verordnung des Bundesrats vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41).
19 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01).
20 BGE 133 II 292 E. 3.3, 126 II 300 E. 4c/aa und 126 II 366 E. 2c; BVR 2002 S. 356 E. 2c.
21 BGE 133 II 292 E. 3.3 mit Hinweisen; BVR 2002 S. 356 E. 2c und 2000 S. 122 E. 4c.
22 BGE 133 II 292 E. 3.3 mit Hinweisen.
23 BGE 133 II 292 E. 3.3 mit Hinweis; Urs Walker, Umweltrechtliche Beurteilung von Alltags- und Freizeitlärm, in URP 
2009 S. 64, 80 f.

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höchstens geringfügige Störungen verursachen dürfen.24 Das Personal-Training Studio darf 
folglich zu höchstens geringfügigen Störungen führen.

e) Gutachten von Fachleuten können Grundlagen für die Beurteilung liefern; der Entscheid, 
der auf einer Wertung beruht, muss jedoch stets von der zuständigen Behörde getroffen werden. 
Im Rechtsmittelverfahren hat das Gericht ferner dem Umstand Rechnung zu tragen, das den mit 
den örtlichen Verhältnissen vertrauten Bewilligungsbehörden ein gewisser 
Beurteilungsspielraum zusteht.25 Wenn nach einer vorweggenommenen (vorläufigen) Würdigung 
der Lärmsituation Grund zur Annahme besteht, dass die massgebenden Belastungsgrenzwerte 
überschritten sind oder ihre Überschreitung zu erwarten ist, so ist die Behörde zur Durchführung 
eines Beweis- und Ermittlungsverfahrens nach den Art. 36 ff. LSV und den Anhängen der LSV 
verpflichtet, ohne dass ihr insoweit noch ein Ermessensspielraum zustünde. Für neue Anlagen 
im Sinne von Art. 25 Abs. 1 USG ist dabei einzig massgebend, ob die zu erwartenden 
Lärmimmissionen des Vorhabens die Planungswerte überschreiten können. Dabei dürfen keine 
hohen Anforderungen an die Wahrscheinlichkeit einer Überschreitung gestellt werden. Eine 
Lärmprognose ist schon dann erforderlich, wenn eine Überschreitung der Planungswerte 
möglich erscheint, d.h. beim aktuellen Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann.26

f) Die Bauparzelle befindet sich in der Dienstleistungszone (D) und ist den 
Empfindlichkeitsstufen II und III zugeordnet. Die Zuordnung zur Empfindlichkeitsstufe III umfasst 
jedoch nicht den vom Bauvorhaben betroffenen Liegenschaftsteil. Die nördlich angrenzende 
Parzelle Nr. F.________, auf der sich die Liegenschaft der Beschwerdeführenden befindet, liegt 
in der Wohnzone (W) und ist ebenfalls der Empfindlichkeitsstufe II zugeordnet. Die 
Räumlichkeiten, in welchen das umstrittene Personal-Training Studio eingerichtet werden soll, 
befinden sich im Untergeschoss bzw. rückwärtigen Gebäudeteil der Liegenschaft 
H.________strasse 9. Der betreffende Gebäudeteil verfügt über ein Flachdach sowie diverse 
Oblichter, die als Scheddach («Sägezahndach») ausgeführt sind. Das Flachdach befindet sich in 
etwa auf derselben Höhe wie der zur Liegenschaft der Beschwerdeführenden gehörende Garten 
mit Sitzplatz. Einige der Oblichter lassen sich über eine seitliche Lüftungsklappe für die 
natürliche Lüftung öffnen.

g) Wie erwähnt (E. 3a), hat die Vorinstanz das Bauvorhaben mangels einer Lüftungsanlage 
im Fitnessbereich nur unter Einhaltung strenger Auflagen bewilligt. So ist insbesondere 
Personaltraining nur in der eins zu eins Betreuung zulässig und maximal sieben Trainierende 
gleichzeitig. Ferner darf keine Musik abgespielt werden. Dies gilt unabhängig davon, ob die 
Türen und Oblichter geöffnet bzw. geschlossen sind. Das bewilligte Personal-Training Studio ist 
folglich nicht mit einem herkömmlichen Fitnessstudio und den von einem solchen erzeugten 
Lärmemissionen vergleichbar. Da gemäss angefochtenem Bauentscheid Personaltrainings nur 
in der eins zu eins Betreuung erlaubt sind, kommt es insbesondere zu keinen Lärmemissionen 
von Gruppenfitnesskursen. Dass es bei einem Personaltraining in der eins zu eins Betreuung zu 
lautstarken Anfeuerungen kommt, ist zudem sehr unwahrscheinlich; der Einsatz von Mikrofonen 
erscheint unter den gegebenen Umständen gar als ausgeschlossen. Ferner bestehen keinerlei 
Anhaltspunkte dafür, dass im umstrittenen Personal-Training Studio bewusst Gewichte auf den 
Fussboden fallen gelassen werden sollen. Sollte es dennoch zu lauteren Trainingseinheiten 
kommen, sieht der angefochtene Entscheid schliesslich vor, dass die Türen und Oblichter des 
Studios geschlossen werden müssen; dasselbe gilt ab vier Trainierenden gleichzeitig. Die sehr 
allgemeine Befürchtung der Beschwerdeführenden, dass sich bei gewissen Fitnessübungen der 

24 BGE 130 II 32 E. 2.2 [= URP 2004 S. 220]; BGer 1C_161/2013 vom 27.2.2014, E. 3.3; VGE 2011/333 vom 3.4.2012, 
E. 3.3.
25 VGE 2011/333 vom 3.4.2012, E. 3.3 mit Hinweisen.
26 BGE 137 II 30 E. 3.4 [= URP 2011 S. 1]; BGer 1C_39/2017 vom 13.11.2017, E. 4.4, 1C_95/2016 vom 29.9.2016, 
E. 2.1.2 und 1C_534/2011 vom 29.5.2012, E. 2.4; VGE 2013/351 vom 30.1.2014, E. 2.2.

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Trittschall sehr störend auswirken könne, ist insoweit ebenfalls unbegründet. Dies gilt umso 
mehr, als im angefochtenen Entscheid auch die Auflage aufgenommen wurde, wonach der 
Schallschutz bei Aussenbauteilen und Trennbauteilen lärmempfindlicher Räume sowie bei 
Treppen und haustechnischen Anlagen, soweit sie umgebaut, ersetzt oder neu eingebaut sowie 
Räume umgenutzt werden, den Anforderungen nach Art. 32 und 33 LSV sowie der SIA-
Norm 181 zu entsprechen hat. Letztere enthält insbesondere auch Anforderungen an den 
Trittschall. Nach dem Gesagten ist nicht davon auszugehen, dass das bewilligte Personal-
Training Studio zu unzulässigen Lärmimmissionen bzw. mehr als geringfügigen Störungen 
führen wird.

h) Zu keinem anderen Schluss gelangt das im Nachgang zum angefochtenen Entscheid 
erstellte Lärmgutachten der G.________ AG vom 7. Mai 2020, das die Beschwerdegegnerin 
gemäss Abmachung mit den Beschwerdeführenden in Auftrag gegeben hat. In diesem wird die 
Lärmsituation bei der Liegenschaft der Beschwerdeführenden sogar als nicht störend beurteilt 
und dies unter der Annahme, dass im geplanten Personal-Training Studio direkt unterhalb des 
gegenüber der Liegenschaft der Beschwerdeführenden exponiertesten Oblichts 
Hintergrundmusik abgespielt wird und alle Oblichter durchgehend geöffnet sind, mithin bei einem 
Szenario, das gemäss Auflagen des angefochtenen Entscheids gar nicht zulässig ist. Bei einem 
normalen Musikschallpegel (Gespräche beinahe normal führbar/Hintergrundmusik) sei die Musik 
bei der Liegenschaft der Beschwerdeführenden (Sitzplatz und Fenster Obergeschoss) nicht 
hörbar. Bei einem erhöhten Musikschallpegel (Gespräche mit erhöhter Anstrengung führbar) sei 
die Musik bei der Liegenschaft der Beschwerdeführenden in Phasen mit wenig Umgebungslärm 
und bei konzentriertem Zuhören knapp wahrnehmbar. Bei einem lauten Musikschallpegel (keine 
normalen Gespräche führbar) sei die Musik bei der Liegenschaft der Beschwerdeführenden 
schliesslich wahrnehm- und der Rhythmus hörbar, jedoch bestehe keine Sprachverständlichkeit. 
Im Lärmgutachten vom 7. Mai 2020 wird weiter festgehalten, dass die Immissionen der 
Musikbeschallung auf dem Sitzplatz der Beschwerdeführenden messtechnisch gar nicht ermittelt 
werden konnten, da sich diese selbst bei einem lauten Musikschallpegel nicht vom 
Umgebungsgeräusch abgehoben hätten. Damit die Immissionen der Musikbeschallung beim 
Sitzplatz der Beschwerdeführenden messtechnisch ermittelt werden könnten, müsste das 
Umgebungsgeräusch deutlich tiefer liegen (10-15 dBA). Dies wäre höchstens in den ruhigsten 
Nachtstunden (01.00 bis 03.00 Uhr) der Fall; mithin zu einer Zeit, in der im Personal-Training 
Studio gemäss Auflagen im angefochtenen Entscheid gar nicht trainiert werden darf.

i) Angesichts der strengen Auflagen im angefochtenen Entscheid und des Lärmgutachtens 
vom 7. Mai 2020 sind durch das von der Vorinstanz bewilligte Personal-Training Studio nicht 
mehr als geringfügige Störungen zu erwarten. Daran ändert auch die gegenteilige, subjektive 
Wahrnehmung der Beschwerdeführerin 2 anlässlich der Lärmmessungen der G.________ AG 
nichts. Weitere Abklärungen hinsichtlich der zu erwartenden Lärmimmissionen sind nicht 
erforderlich. Soweit sich die Beschwerdeführenden im Zusammenhang mit den befürchteten 
Lärmimmissionen auf Art. 24 BauG berufen, gilt zu beachten, dass diese Bestimmung 
hinsichtlich des Schutzes vor Umweltbelastungen, wozu insbesondere schädliche oder lästige 
Einwirkungen durch Lärm gehören (Art. 1 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 1 USG sowie Art. 1 Abs. 1 
LSV), nicht zur Anwendung gelangt. Vielmehr befasst sich Art. 24 BauG mit Fragen der 
Zonenkonformität.27 Die Zonenkonformität des Bauvorhabens wird von den 
Beschwerdeführenden jedoch nicht in Frage gestellt und es ist auch sonst nicht ersichtlich, 
inwiefern das Personal-Training Studio nicht zonenkonform sein sollte. Soweit die 
Beschwerdeführenden unzulässige Lärmimmissionen während der Bauphase befürchten, ist 
schliesslich auf die Auflage im angefochtenen Entscheid zu verweisen, wonach übermässige, 
vermeidbare Belästigungen durch Lärm auf Baustellen in der Stadt Bern verboten sind und der 

27 Vgl. Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 3 und 9.

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Einsatz lärmintensiver Maschinen und Geräte generell bewilligungspflichtig ist. Gemäss dieser 
Auflage gelten für die Ausführung von Bauarbeiten zudem Sperrzeiten (vgl. in diesem 
Zusammenhang auch E. 6d). Nach dem Gesagten erweist sich die Rüge betreffend unzulässige 
Lärmimmissionen als unbegründet.

4. Lüftung

a) Die Beschwerdeführenden rügen ferner, die Belüftung des Personal-Training Studios sei 
trotz den von der Vorinstanz verfügten Bedingungen und Auflagen ungenügend. Im 
angefochtenen Entscheid werde denn auch explizit festgehalten, dass das Bauvorhaben 
bezüglich Lüftungsanlage nicht der Vollzugspraxis für Fitnessbetriebe in der Stadt Bern 
entspreche. Dem Bauvorhaben sei folglich auch aus diesem Grund der Bauabschlag zu erteilen.

b) Es trifft zwar zu, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid festhält, das 
Bauvorhaben entspreche bezüglich Lüftungsanlage nicht der Vollzugspraxis für Fitnessbetriebe 
in der Stadt Bern. Wie bereits erwähnt (E. 3g), ist das bewilligte Personal-Training Studio aber 
nicht mit einem herkömmlichen Fitnessstudio vergleichbar. So sind im vorliegend umstrittenen 
Studio Personaltrainings nur in der eins zu eins Betreuung erlaubt und maximal sieben 
Trainierende gleichzeitig. Die Anforderungen an eine fachgerechte Belüftung sind mit anderen 
Worten tiefer als bei einem Fitnessstudio, in welchem viele Personen gleichzeitig und in 
Gruppen trainieren. Wie im Übrigen bereits erwähnt (E. 3a), werden die Nasszellen und 
Umkleidekabinen mittels einer mechanischen Lüftungsanlage entlüftet. Es mag zwar sein, dass 
mangels Lüftungsanlage im Fitnessbereich die Oblichter zwecks Belüftung häufiger geöffnet 
werden müssen. Die Befürchtung der Beschwerdeführenden, dass es dadurch bei ihnen zu 
verstärkten Lärmimmissionen komme, ist jedoch unbegründet. So ist dem Lärmgutachten der 
G.________ AG vom 7. Mai 2020 zu entnehmen, dass nicht einmal die Immissionen einer lauten 
Musikbeschallung – gemäss angefochtenem Entscheid darf im Personal-Training Studio gar 
keine Musik abgespielt werden – auf dem Sitzplatz der Beschwerdeführenden messtechnisch 
ermittelt werden konnten, obwohl bei der Messung sämtliche Oblichter geöffnet waren (E. 3h). 
Gemäss den von der Vorinstanz verfügten Auflagen müssen bei lauteren Trainingseinheiten 
sowie ab vier Trainierenden gleichzeitig zudem sämtliche Türen und Oblichter geschlossen 
werden. Folglich ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Bauvorhaben ohne 
Lüftungsanlage für den Fitnessbereich bewilligt hat und damit ausnahmsweise von seiner 
Vollzugspraxis betreffend Lüftungsanlagen in Fitnessbetrieben abgewichen ist. Dies gilt umso 
mehr, als der Verzicht auf eine Lüftungsanlage gemäss angefochtenem Entscheid bei 
Nichteinhaltung der Auflagen oder berechtigten Klagen widerrufen werden kann und der 
Vorinstanz bei der Auslegung ihrer eigenen Vollzugspraxis gestützt auf Art. 50 Abs. 1 BV28, 
Art. 109 KV29 und Art. 3 GG30 Autonomie zukommt.

c) Nach dem Gesagten erweist sich auch die Rüge betreffend die Belüftung des Personal-
Training Studios als unbegründet.

5. Einhaltung weiterer baurechtlicher Vorschriften

28 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101).
29 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1).
30 Gemeindegesetz vom 16. März 1998 (GG; BSG 170.11).

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Soweit die Beschwerdeführenden vorbringen, es sei von Amtes wegen zu prüfen, ob das 
geplante Projekt die gesetzlichen Vorgaben des BauG und der BauV sowie der BO bezüglich 
weiterer relevanter Faktoren (wie beispielsweise die Erschliessung inkl. 
Wasseranschluss/Abwasser, Kanalisation etc.) einhalte, was weiterhin bestritten werde, gilt 
Folgendes festzuhalten: Gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG31 müssen Parteieingaben begründet 
werden. Obwohl an die Begründung praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt werden, 
muss aus einem Rechtsmittel ersichtlich sein, in welchen Punkten und weshalb der 
angefochtene Entscheid beanstandet wird. Es genügt nicht, lediglich zu behaupten, der 
angefochtene Entscheid sei falsch. Vielmehr muss hervorgehen, welche Rechtsnormen oder 
Grundsätze der Ermessensausübung nach Auffassung der Beschwerdeführenden verletzt sind 
oder inwiefern Sachverhaltselemente unrichtig oder unvollständig festgestellt worden sind.32 
Eine beispielsweise Aufzählung von baurechtlich relevanten Themenkreisen genügt ebenso 
wenig den Anforderungen, die Art. 32 Abs. 2 VRPG an die Begründung von Parteieingaben 
stellt, wie pauschales Bestreiten. Das Vorbringen der Beschwerdeführenden betreffend 
Einhaltung weiterer baurechtlicher Vorschriften ist mit anderen Worten zu wenig substantiiert 
bzw. eine Verletzung baurechtlicher Vorschriften wird damit nicht substantiiert geltend gemacht. 
Dies gilt umso mehr, als die Beschwerdeführenden das genau gleiche Vorbringen bereits in ihrer 
Einsprache angeführt haben.33 Insoweit ist also nicht auf die Beschwerde einzutreten.

6. Rechtsverwahrung / Rissprotokoll / Schutzmassnahmen / Nutzungsverbot

a) Die Beschwerdeführenden halten für den Fall, dass die Baubewilligung bzw. der 
angefochtene Entscheid bestätigt wird, an ihrer Rechtsverwahrung fest. Zudem beantragen sie 
die Erstellung eines Rissprotokolls für sämtliche Bauten auf ihrer Parzelle, die Ergreifung der 
nötigen Massnahmen zum Schutz ihrer Liegenschaft vor Immissionen jeglicher Art 
(insbesondere Lärm, Staub, Erschütterungen, Geruch und Sichtschutz) sowie eine Auflage, mit 
welcher der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wird, dass auf dem Grundstück der 
Beschwerdeführenden zu keiner Zeit Fahrzeuge, Baumaschinen sowie Baumaterialien abgestellt 
werden dürfen.

b) Privatrechtliche Einwände und Ansprüche im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben 
können im Baubewilligungsverfahren lediglich als Rechtsverwahrung angemeldet werden (vgl. 
Art. 32 Abs. 1 BewD34). Von dieser Möglichkeit haben die Beschwerdeführenden mit ihrer 
Einsprache vom 6. März 2020 Gebrauch gemacht und die Vorinstanz hat die Rechtsverwahrung 
in den angefochtenen Entscheid aufgenommen. Es besteht folglich auch kein Anlass für eine 
Auflage, mit welcher der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wird, dass auf dem 
Grundstück der Beschwerdeführenden zu keiner Zeit Fahrzeuge, Baumaschinen sowie 
Baumaterialien abgestellt werden dürfen. Im Übrigen gilt zu beachten, dass Nachbarinnen und 
Nachbarn gemäss Art. 79o Abs. 1 EG ZGB35 das Betreten oder die vorübergehende Benützung 
ihres Grundstücks zu gestatten haben, wenn dies erforderlich ist für die Errichtung oder den 
Unterhalt von Bauten längs der Parzellengrenze. Die Nachbarinnen und Nachbarn sind jedoch 
rechtzeitig zu benachrichtigen und haben Anspruch auf möglichste Schonung und vollen 
Schadenersatz.

c) Das von den Beschwerdeführenden geforderte Rissprotokoll hat den Zweck, im Falle einer 
Schädigung ihrer Bauten das Ausmass des Schadens und somit auch das Ausmass des 

31 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
32 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 15 mit Hinweisen.
33 Vgl. Vorakten, pag. 44.
34 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
35 Gesetz vom 28. Mai 1911 betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (EG ZGB; BSG 211.1).

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geschuldeten Schadenersatzes zu bestimmen. Es handelt sich bei dieser Massnahme also 
einzig um eine vorzeitige Beweissicherung für einen allfälligen späteren Zivilrechtsstreit. Ein 
öffentliches Interesse an der Erstellung von Rissprotokollen ist nicht gegeben. Diese 
Beweissicherung kann daher nicht Gegenstand des öffentlichrechtlichen Baubewilligungs- und 
Beschwerdeverfahrens sein. Auf den betreffenden Antrag ist folglich nicht einzutreten.

d) Baulärm und weitere mit der Erstellung von Bauten und Anlagen verbundene Immissionen 
müssen in der Regel in Kauf genommen werden. Ausnahmen gelten für Einwirkungen, die nach 
ihrer Art, Stärke oder Dauer aussergewöhnlich sind und zu einer beträchtlichen Schädigung von 
Nachbarn führen würden.36 Es ist weder ersichtlich noch wird von den Beschwerdeführenden 
näher begründet, weshalb beim vorliegenden Bauvorhaben in der Bauphase mit derart 
aussergewöhnlichen Immissionen zu rechnen ist, dass diese von ihnen nicht in Kauf zu nehmen 
sind. Die Vorschriften des Umweltschutzrechts über den Baulärm und die Sicherheitsvorschriften 
beim Bauen nach BauG und BauV sowie die Normen, auf die die BauV verweist, gelten zudem 
für jedes Bauvorhaben. Diese müssen nicht im Bauentscheid aufgeführt werden, da sie von 
Gesetzes wegen gelten. Nichtsdestotrotz hat die Vorinstanz in Bezug auf Lärmimmissionen 
während der Bauphase eine Auflage im angefochtenen Entscheid aufgenommen (E. 3i). Soweit 
sich die Beschwerdeführenden bei ihrem Antrag betreffend Ergreifung von Schutzmassnahmen 
auf den privatrechtlichen Immissionsschutz berufen, ist schliesslich ebenfalls nicht darauf 
einzutreten. Die Beschwerdeführenden sind diesbezüglich vielmehr auf den Zivilrechtsweg zu 
verweisen.

7. Zusammenfassung und Kosten

a) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist daher 
abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Bauentscheid der Stadt Bern vom 
5. Mai 2020 ist zu bestätigen.

b) Die massgeblichen Sachverhaltselemente konnten anhand der zur Verfügung stehenden 
Akten genügend überprüft bzw. festgestellt werden. Auf den von den Beschwerdeführenden 
zusätzlich beantragten Augenschein kann daher verzichtet werden, da von diesem keine neuen 
relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind.

c) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 1'600.– (Art. 103 Abs. 1 und 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV37). Die 
Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Parteikosten werden keine 
gesprochen (Art. 104 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der 
Bauentscheid der Stadt Bern vom 5. Mai 2020 wird bestätigt.

36 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 31 Bst. i mit Hinweisen.
37 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'600.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine 
separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- B.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Stadt Bern, Bauinspektorat, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.