# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65afcf50-bde5-5f8b-b2fc-ebfec7329cd6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.11.2008 C-3684/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3684-2007_2008-11-25.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3684/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 5 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richter Andreas Trommer, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

B._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jean-Marc von Gunten, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung der Einreisebewilligung in Bezug auf 
M._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3684/2007

Sachverhalt:

A.
Die aus der Dominikanischen Republik stammende M._______ (geb. 
1965,  nachfolgend:  Gesuchstellerin)  ersuchte  am  21. Februar  2007 
beim  Schweizerischen  Generalkonsulat  in  Santo  Domingo  um  eine 
Einreisebewilligung für einen dreimonatigen Besuchsaufenthalt bei ih-
rem Freund B._______ (Beschwerdeführer) in Spreitenbach (AG).
Nach formloser Verweigerung übermittelte die Schweizerische Vertre-
tung das Gesuch zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz.

B.
Nachdem die Migrationsbehörde des Kantons Aargau beim Beschwer-
deführer ergänzende Einkünfte eingeholt und an das BFM weitergelei-
tet hatte, wies die Vorinstanz das Einreisegesuch mit Verfügung vom 
24. April 2007 ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, 
infolge  der  wirtschaftlichen  und  soziokulturellen  Verhältnisse  in  der 
Herkunftsregion  sowie  der  persönlichen  Situation  könne  die  fristge-
rechte und anstandslose Wiederausreise aus der Schweiz nicht als ge-
sichert betrachtet werden.

C.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 30. Mai 2007 beantragt der Beschwerde-
führer die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Erteilung 
der Einreisebewilligung für einen Besuchsaufenthalt von drei Monaten. 
Eventualiter sei die Einreisebewilligung mit Auflagen zu versehen, die 
die ordnungsgemässe Wiederausreise der Gesuchstellerin zusätzlich 
absicherten. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung 
an das  BFM zurückzuweisen. Dabei  bringt  er  hauptsächlich  vor,  die 
angefochtene Verfügung enthalte zum grossen Teil allgemeine Erwä-
gungen, die nicht auf den konkreten Fall gemünzt seien. Erst in seiner 
Gesamtwürdigung  gehe  das  BFM  auf  die  persönlichen  Verhältnisse 
der Gesuchstellerin ein, wobei die Vorinstanz in Widerspruch zu den 
allgemeinen Erwägungen gerate. Tatsache sei, dass die Gesuchstelle-
rin in ihrer Heimat ein geregeltes Einkommen habe. Sie führe zusam-
men mit ihrer Schwester einen Coiffeursalon. Beide hätten zudem eine 
angestellte  Coiffeuse,  was  bedeute,  dass  die  Gesuchstellerin  einer-
seits genügend Motivation habe, die Schweiz nach dem ordentlichen 
Aufenthalt wieder zu verlassen. Andererseits habe sie auch die Mög-
lichkeit,  das  Geschäft  für  einige  Wochen zu verlassen. Auch sei  ein 
dreimonatiger  Besuchsaufenthalt  in  der  Schweiz  mit  ihren familiären 

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Verpflichtungen vereinbar. Sie habe einen Sohn, der über 14 Jahre alt 
sei und während ihrer Abwesenheit von ihrer Mutter betreut werde, die 
in unmittelbarer Nachbarschaft wohne. Ferner wäre der Beschwerde-
führer bereit, zusätzliche Auflagen (Kaution, Abgabe einer Wiederaus-
reisegarantie, Hinterlegung eines Rückreisetickets) zu befolgen.

D.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 9. August 2007 
auf  Abweisung der Beschwerde und führt  ergänzend aus,  dass kein 
Anlass bestehe, die Integrität  des Gastgebers (Beschwerdeführer)  in 
Frage zu stellen. Er bringe aber keine Gründe vor, die eine Wiederer-
wägung der negativen Verfügung veranlassen könnten. Zwar gehe die 
Gesuchstellerin einer Erwerbstätigkeit als Coiffeuse nach, was sie im 
Hinblick auf  das  wirtschaftliche Umfeld und den schlechten sozialen 
Absicherungen im Heimatland jedoch nicht davon abhalten könne, ins 
Ausland zu emigrieren. Der beliebige Zeitpunkt der Einreise, die beab-
sichtigte Aufenthaltsdauer von drei Monaten sowie der Umstand, dass 
sie  ihr  Kind während dieser  langen Zeit  im Heimatland zurücklasse, 
zeige auf, dass in persönlicher, familiärer und beruflicher Hinsicht kei-
ne engeren Bindungen zum Heimatland bestehen würden. Nachdem 
der Gastgeber  zudem bei  der kantonalen Migrationsbehörde am 15. 
März 2007 ausgeführt habe, dass mit der Einreise der Gesuchstellerin 
eine Heirat  vorgesehen sei,  sei  das Risiko einer  nicht  fristgerechten 
Wiederausreise nach Ablauf des Besuchervisums als relativ hoch zu 
gewichten.

E.
In seiner Replik vom 3. September 2007 hält der Beschwerdeführer an 
seinen Anträgen und deren Begründung vollumfänglich fest und fügt 
im Wesentlichen hinzu, dass eine beabsichtigte Heirat nichts Illegales 
sei  und es dem BFM nicht zustehe zu beurteilen, ob eine gefestigte 
Beziehung zwischen der Gesuchstellerin und dem Beschwerdeführer 
vorliege. Es stehe dem BFM auch nicht zu, eine allfällige Heirat zu ver-
hindern.

F.
Der weitere Akteninhalt  wird, soweit  rechterheblich, in den Erwägun-
gen Berücksichtigung finden.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Am 1. Januar  2008  traten  das  neue  Bundesgesetz  vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20)  sowie  die  dazugehörigen  Ausführungsverordnungen  in  Kraft 
(u.a. die Verordnung vom 24. Oktober 2007 über das Einreise- und Vi-
sumverfahren  [VEV,  SR  142.204]).  Gemäss  den  Übergangsbestim-
mungen richtet  sich das Verfahren nach dem neuen Recht  (Art. 126 
Abs. 2 AuG), womit nach Art. 112 Abs. 1 AuG die allgemeinen Bestim-
mungen der Bundesrechtspflege anwendbar sind. 

1.2 Verfügungen der Vorinstanz betreffend Verweigerung der Einreise-
bewilligung unterliegen demnach der Beschwerde an das Bundesver-
waltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [VGG,  SR  173.32]).  Gemäss 
Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungsge-
richtsgesetz  nichts  anderes bestimmt. Das Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts  ist  endgültig  (Art. 1  Abs. 2  VGG  i.V.m.  Art. 83  Bst. c 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde 
legitimiert; auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verlet-
zung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 
des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhaltes sowie die Unangemessenheit gerügt 
werden,  sofern nicht  eine kantonale Behörde als Beschwerdeinstanz 
verfügt hat (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren das  Bundesrecht  von Amtes wegen an. Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den gel-
tend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist 
grundsätzlich die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides  (vgl.  E. 1.2  des  in  BGE  129  II  215  teilweise  publ.  Urteils 
2A.451/2002 vom 28. März 2003). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt 

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auf  Gesuche,  die  vor  dem Inkraftreten des  AuG eingereicht  worden 
sind, aber das bisherige (materielle) Recht anwendbar. 

2.2 Da das der Beschwerde zugrunde liegende Gesuch um Einreise 
am 21. Februar 2007 eingereicht wurde, erfolgt die Beurteilung noch 
nach dem alten Recht. Einschlägig sind demnach das Bundesgesetz 
vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer 
(ANAG, BS 1 121, zum vollständigen Quellennachweis vgl. Ziff. I des 
Anhangs  zum AuG) sowie  die  gestützt  darauf  erlassenen  Durchfüh-
rungsvorschriften (Art. 25 ANAG), insbesondere die Verordnung vom 
14. Januar 1998 über die Einreise und Anmeldung von Ausländerinnen 
und Ausländern (VEA, AS 1998 194, zum vollständigen Quellennach-
weis vgl. Art. 39 VEV). 

3.
3.1 Die Schweizerische Rechtsordnung gewährt grundsätzlich keinen 
Anspruch  auf  Bewilligung  der  Einreise. Der  Entscheid  darüber  ist  – 
vorbehältlich nachfolgend zu erörternder Hinderungsgründe – von der 
Bewilligungsbehörde in pflichtgemässer Ausübung ihres Ermessens zu 
fällen  (Art. 4  und  Art. 16  Abs. 1  ANAG,  Art. 9  Abs. 1  VEA;  PETER 
UEBERSAX, Einreise und Anwesenheit, in: Peter Uebersax/Peter Münch/ 
Thomas Geiser/Martin Arnold (Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen 
und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Steuerrecht und So-
zialrecht  der  Schweiz,  Basel/Genf/München  2002,  S. 143;  URS BOLZ, 
Rechtsschutz im Ausländer- und Asylrecht,  Basel und Frankfurt  a.M. 
1990, S. 29 mit weiteren Hinweisen;  PHILIP GRANT,  La protection de la 
vie  familiale  et  de  la  vie  privée  en  droit  des  étrangers,  Basel/Genf/ 
München 2000, S. 24; BGE 133 I 185 E. 2.3).

3.2 Ausländerinnen  und  Ausländer  benötigen  zur  Einreise  in  die 
Schweiz einen Pass und ein Visum, sofern sie nicht aufgrund beson-
derer Regelung von diesem Erfordernis ausgenommen sind (vgl. Art. 1 
bis 5 VEA). 

3.3 Um ein Visum zu erhalten, müssen Ausländerinnen und Ausländer 
die in  Art. 1 Abs. 2 VEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 2 Bst. c VEA haben sie unter  anderem Gewähr für 
eine fristgerechte Wiederausreise zu bieten. Das Visum ist  aber bei-
spielsweise  auch  dann  zu verweigern,  wenn begründete  Zweifel  am 
(deklarierten) Aufenthaltszweck bestehen (Art. 14 Abs. 2 Bst. c zweiter 
Halbsatz VEA).

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3.4 Die Zuständigkeit des Bundesamts für Migration für die Visumer-
teilung richtet sich nach Art. 18 VEA.

4.
4.1 Die Gesuchstellerin kann sich auf keine Ausnahmeregelung beru-
fen; sie ist aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit visumspflichtig. Die Vor-
instanz verweigerte der Gesuchstellerin die Erteilung eines solchen Vi-
sums mit der Begründung, ihre fristgerechte Wiederausreise erscheine 
nicht als hinreichend gesichert. 

4.2 Wenn es zu beurteilen gilt, ob das Kriterium der gesicherten Wie-
derausreise erfüllt ist, muss ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. 
Dazu lassen sich in der Regel keine Feststellungen, sondern lediglich 
Prognosen treffen. Dabei rechtfertigt es sich durchaus, Einreisegesu-
chen von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten oder Regionen mit po-
litisch respektive wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Verhältnis-
sen zum Vornherein mit Zurückhaltung zu begegnen, da die persönli-
che  Interessenlage  in  solchen  Fällen  häufig  nicht  mit  dem Ziel  und 
Zweck einer zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht.

4.3 Nach mehr als zehn Jahren starken Wachstums und grosser Sta-
bilität  geriet  die  Dominikanische  Republik  im  Jahre  2003  in  eine 
schwere Wirtschaftskrise. Zu dieser Krise trug unter anderem die In-
solvenz einer der grössten Geschäftsbanken bei. Die Inflationsrate be-
trug allein in jenem Jahr 42,7%. Die Wirtschaftskrise traf die Bevölke-
rung empfindlich; der Anteil der unter der Armutsgrenze lebenden do-
minikanischen Bevölkerung stieg um 582'278 auf 5,71 Mio. Personen, 
bei  einer  Gesamtbevölkerung  von  ca.  9 Mio.  Personen  (Quelle: 
www.auswaertiges-amt.de, Stand März 2006). Die Krise konnte zwar 
inzwischen überwunden werden; die Dominikanische Republik erreicht 
seit 2005 wiederum hohe Wachstumsraten wie in den 90er Jahren und 
die Arbeitslosenquote sank seit 2005 und betrug im Jahre 2006 noch 
knapp 16,2%. Diese erfreuliche Entwicklung vermag aber nicht darü-
ber hinweg zu täuschen, dass sich die wirtschaftliche Situation der be-
dürftigen Schichten noch nicht spürbar verbessert hat. Deshalb wächst 
auch die Kritik der Bevölkerung, da das hohe Wachstum bisher nicht 
ausgereicht hat, um genügend neue Arbeitsplätze zu schaffen (Quelle: 
www.auswaertiges-amt.de, Stand Februar 2008).
Vor dem Hintergrund der fortbestehenden ungünstigen Lebensverhält-
nisse ist  nach wie vor ein starker Migrationsdruck feststellbar. Dabei 
gilt auch die Schweiz als Zielland vieler Auswanderer im erwerbsfähi-

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gen Alter, welche sich hier  unter  besseren Lebensbedingungen eine 
(neue) Existenz aufbauen möchten. Diese Tendenz zur Auswanderung 
wird erfahrungsgemäss dort  noch begünstigt, wo bereits ein soziales 
Beziehungsnetz (Verwandte, Freunde) im Ausland besteht.

5.
In Anbetracht dieser schwierigen wirtschaftlichen und soziokulturellen 
Situation und unter Berücksichtigung, dass die Bereitschaft, das Hei-
matland zu verlassen, erfahrungsgemäss dort begünstigt wird, wo be-
reits Verwandte oder Bekannte im Ausland leben, ist  die Beurteilung 
der Vorinstanz, die das Risiko einer nicht fristgerechten Wiederausrei-
se als relativ hoch einschätzte, nicht zu beanstanden. Bei der Risiko-
analyse sind aber nicht nur solche allgemeinen Umstände und Erfah-
rungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte des konkreten Einzel-
falles zu berücksichtigen. Obliegt einem Gesuchsteller bzw. einer Ge-
suchstellerin beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftli-
che oder familiäre Verantwortung, kann dieser Umstand durchaus die 
Prognose für  eine anstandslose Wiederausreise begünstigen. Umge-
kehrt muss bei Gesuchstellern und Gesuchstellerinnen, die keine der 
erwähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer möglichen Emigra-
tion abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das Risi-
ko eines fremdenpolizeilich nicht vorschriftsgemässen Verhaltens nach 
bewilligter  Einreise  zu  einem  Besuchsaufenthalt  hoch  eingeschätzt 
werden.

5.1 Bei  der  Gesuchstellerin  handelt  es  sich  um eine unverheiratete, 
43-jährige  Frau,  welche  gemäss  ihren  eigenen  Angaben  zusammen 
mit ihrer Schwester einen Coiffeursalon mit einer angestellten Coiffeu-
se betreibt, was ihr auch die Möglichkeit gebe, das Geschäft für einige 
Wochen zu verlassen. Obwohl nicht bezweifelt wird, dass sie ihren Le-
bensunterhalt  in  der  Heimat  mit  dem  Coiffeursalon  bestreiten  kann 
(nähere Angaben zu Erwerbseinkünften bzw. Vermögensverhältnissen 
sind  keine  gemacht  worden),  befindet  sie  sich  anscheinend  nicht  in 
derart günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen, welche das Risiko ei-
ner  fristgerechten Wiederausreise  aus  beruflichen Gründen merklich 
vermindern  könnten. Darüber  hinaus zeigt  die Erfahrung ganz allge-
mein, dass aufgrund des grossen Lohngefälles zwischen der Schweiz 
und der Dominikanischen Republik selbst ein für einheimische Verhält-
nisse guter Verdienst nicht nachhaltig davon abhalten kann, das Hei-
matland dauerhaft zu verlassen. An dieser Einschätzung vermag auch 
die Absichtserklärung der Gesuchstellerin, nach ihrem dreimonatigen 

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Besuchsaufenthalt in der Schweiz ihren Coiffeursalon weiterbetreiben 
zu wollen, nichts zu ändern. 

5.2 Der Beschwerdeführer verweist ferner auf eine enge familiäre Be-
ziehung zu ihrem inzwischen über 15-jährigen Kind in der Dominikani-
schen Republik, was die Gesuchstellerin motiviere, in die Heimat zu-
rückzukehren. Dieses Argument vermag nach Ansicht des Bundesver-
waltungsgerichts  schon  deshalb  nicht  zu  überzeugen,  weil  der  Um-
stand, dass gleich eine dreimonatige Landesabwesenheit geplant ist, 
nicht ohne weiteres darauf schliessen lässt, die Präsenz der Gesuch-
stellerin sei für die Belange ihrer Familie unverzichtbar. Aufgrund der 
Aktenlage ist eher davon auszugehen, die von ihr geleistete Unterstüt-
zung könne durchaus für längere Zeit auch auf andere Weise sicher-
gestellt werden. Insofern darf bezweifelt werden, dass der Gesuchstel-
lerin im Heimatland besondere familiäre Verpflichtungen obliegen, die 
sie  ernsthaft  von  einer  Emigration  abzuhalten  vermöchten. Vielmehr 
könnte die Absicht auszuwandern gar von der Hoffnung getragen sein, 
ihr in der Heimat lebendes Kind aus dem Ausland wirtschaftlich zu un-
terstützen und allenfalls später gar nachziehen zu können.

5.3 Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer gegenüber der kantona-
len  Migrationsbehörde  verlauten  liess,  er  beabsichtige,  die  Gesuch-
stellerin während des geplanten Besuchsaufenthalts zu heiraten (vgl. 
die  entsprechende  Antwort  des  Beschwerdeführers  vom  15.  März 
2007  auf  dem Auskunftsbogen  des  Migrationsamts  Kanton  Aargau). 
Insofern  bestehen  begründete  Zweifel  am  angegeben  Aufenthalts-
zweck (Besuchsaufenthalt; vgl. Art. 11 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Art. 14 Abs. 
2 Bst. c in fine VEA). Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers 
geht es in diesem Zusammenhang nicht darum, eine Heirat durch Ein-
reisebestimmungen zu verhindern. Wenn aber  – wie im vorliegenden 
Fall  – ein  Visum  für  einen  befristeten  Besuchsaufenthalt  beantragt 
wird, dessen Erteilung an eine fristgerechte Wiederausreise geknüpft 
ist, und der Besuch dann für eine Heirat benutzt würde, dann liegt es 
auf der Hand, dass eigentlich ein Daueraufenthalt in der Schweiz an-
gestrebt wird, was eben nicht dem Zweck eines befristeten Besuchs-
aufenthalts  entspricht.  Einreisgesuche  zwecks  Eheabschluss  richten 
sich  nach  eigenen  Verfahren  mit  besonderen  Zuständigkeiten  (vgl. 
Art. 18 Abs. 1 zweiter Satz VEA bzw. neu Art. 23 Abs. 1 zweiter Satz 
VEV).

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5.4 Der Beschwerdeführer hat sich bereit erklärt, für die Lebensunter-
haltskosten der Gesuchstellerin  während des geplanten Besuchsauf-
enthalts  aufzukommen. Gemäss Art.  7  Abs. 1 VEA umfasst  die  ent-
sprechende  Garantieerklärung  auch  allfällige  Kosten  für  Unfall  und 
Krankheit  während  des  Besuchsaufenthalts  sowie  die  Rückreisekos-
ten, wobei die Garantiesumme Fr. 20'000.- beträgt (Art. 7 Abs. 3 VEA). 
Weitere Auflagen (z.B. Kaution und die Abgabe einer speziellen Ga-
rantie bezüglich der fristgerechten Wiederausreise) sind nicht vorgese-
hen. Der Beschwerdeführer verkennt  dabei  auch,  dass in Bezug auf 
die Abwägung des Risikos einer  nicht  fristgerechten Wiederausreise 
nicht so sehr die Einstellung oder Ansichten des Gastgebers  – abge-
sehen davon, dass er mit der beabsichtigten Heirat wohl einen dauern-
den Aufenthalt der Gesuchstellerin in der Schweiz anstrebt – sondern 
in erster Linie das mögliche Verhalten des Gastes selbst von Bedeu-
tung ist. Nur  Letzterer  ist  in  der  Lage,  hinreichend Gewähr  für  eine 
fristgerechte und anstandslose Wiederausreise zu bieten. Der Gastge-
ber kann zwar für  gewisse finanzielle  Risiken Garantie  leisten,  nicht 
aber  – mangels rechtlicher und faktischer Durchsetzbarkeit  – für  ein 
bestimmtes Verhalten des Gastes (vgl. anstelle vieler Urteile des Bun-
desverwaltungsgerichts C-5488/2007 vom 19. August 2008 E. 5.3 und 
C-6493/2007 vom 9. Juni 2008 E. 5.3).

6.
Gestützt  auf  die  vorstehenden  Erwägungen ist  somit  nicht  zu  bean-
standen, dass die Vorinstanz das öffentliche Interesse sowie die Be-
achtung  der  geltenden  Bestimmungen  entsprechend  gewichtete  und 
der  Gesuchstellerin  die  Einreise  verweigerte. Daraus  folgt,  dass  die 
angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt. Der rechtserhebli-
che Sachverhalt wurde richtig und vollständig festgestellt, und die Vor-
instanz  hat  das  ihr  zustehende Ermessen  pflichtgemäss  und zutref-
fend gehandhabt (Art. 49 VwVG), weshalb es sich auch erübrigt,  die 
Angelegenheit dem BFM zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Die Be-
schwerde ist demzufolge vollumfänglich abzuweisen.

7.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind dem Beschwerdefüh-
rer  die  Kosten  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs. 1  VwVG).  Diese  sind  auf 
Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Seite 9

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem am 9. Juni 2007 geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] zurück)
- das Migrationsamt Kanton Aargau (ad AG [...])

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Rudolf Grun

Versand: 

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