# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 37fd44b4-0113-55a9-a3cd-16c0b13361c9
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.09.2008 SK.2008.10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2008-10_2008-09-10.pdf

## Full Text

Entscheid vom 10. September 2008 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Walter Wüthrich, Präsident, 
Sylvia Frei und Miriam Forni,  
Gerichtsschreiber Hanspeter Lukács  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Lucien-
ne Fauquex, Staatsanwältin des Bundes 
 

 gegen 

 
 A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Andreas 

Josephsohn,  
 

Gegenstand 
 

Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz; mehrfache Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz zum eigenen 
Konsum; mehrfache Geldwäscherei 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2008.10 
 

 

- 2 - 

Anträge der Bundesanwaltschaft: (cl. 38 pag. 38.910.21 f., 38.910.4) 

1. Der Angeklagte sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3, 4 und 5 BetmG, 
jeweils in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a und b BetmG, 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit 
Art. 19 Ziff. 1 Abs. 5 BetmG sowie 

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 305bis Ziff. 1 StGB. 

2. Der Angeklagte sei mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren zu bestrafen, unter 
Anrechnung der erstandenen Haft. 

3. Es sei der zuständige Kanton mit dem Vollzug der Freiheitsstrafe zu beauftragen. 

4. Es seien dem Angeklagten die Kosten des Verfahrens gemäss separater Aufstel-
lung aufzuerlegen. 

5. Das beim Angeklagten sichergestellte Mobiltelefon sei als Deliktswerkzeug einzu-
ziehen.  

Es seien die sichergestellten Ausweispapiere des Angeklagten dem Gefängnis 
bzw. der Vollzugsbehörde zuhanden der Effekten zuzustellen. 

6. Es sei nach Rechtskraft des Urteils die Mitteilung mittels Formular AFIS DNA 
betreffend gesetzlichen Löschungsgrund etc. vorzunehmen. 

Anträge der Verteidigung: (cl. 38 pag. 38.910.24 f.) 

1. A. sei der mehrfachen, qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-
gesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 und 5 BetmG in Verbindung mit Art. 19 
Ziff. 2 lit. a BetmG sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen. 

 Er sei vom Vorwurf der bandenmässigen Begehung im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 
lit. b BetmG freizusprechen. 

2. A. sei vom Vorwurf der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis StGB 
freizusprechen. 

3. A. sei mit einer Freiheitsstrafe von maximal 3 Jahren zu belegen. Die Strafe sei im 
Umfang von maximal 18 Monaten zu vollziehen, der Rest sei bedingt aufzuschie-
ben und es sei eine Probezeit von zwei Jahren anzusetzen. 

4. Es seien die beschlagnahmten Unterlagen A. herauszugeben. 

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Prozessgeschichte: 

A. Im Zusammenhang mit der mutmasslichen Einfuhr von Kokain aus der Dominika-
nischen Republik und dessen Handel in der Schweiz eröffnete die Bundesanwalt-
schaft am 27. September 2005 gegen A., B. und C. ein gerichtspolizeiliches Er-
mittlungsverfahren wegen Verdachts qualifizierter Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Ziff. 2 BetmG), ausgehend von einer kriminellen 
Organisation (Art. 260ter StGB), und der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB). A. wur-
de am 31. Januar 2006 verhaftet; am 25. April 2006 wurde er unter Anordnung 
von Ersatzmassnahmen aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Verfahren 
gegen C. wurde infolge Tod desselben am 6. November 2006 eingestellt (cl. 17 
pag. 22.1). Am 1. Dezember 2006 eröffnete das Eidgenössische Untersuchungs-
richteramt eine Voruntersuchung gegen A. und B. bezüglich der vorgenannten 
Tatbestände und versetzte A. mit Verfügung vom 2. Juli 2007 erneut in Haft; ge-
gen Letztere führte A. erfolglos Beschwerde bis vor Bundesgericht. Am 12. De-
zember 2007 schloss das Untersuchungsrichteramt die Voruntersuchung und er-
stellte seinen Schlussbericht. Darin beantragte es der Bundesanwaltschaft, beim 
Bundesstrafgericht Anklage gegen A. und B. zu erheben, und zwar je wegen 
mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 
Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3-6 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a-c BetmG, aus-
gehend von einer kriminellen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB, sowie 
wegen mehrfacher Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 und 2 StGB, 
ausserdem gegen A. wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 5 BetmG und gegen B. wegen Urkundenfälschung (cl. 27 pag. 1.47 ff., 1.84). 

B. Die Bundesanwaltschaft erhob am 30. April 2008 (Eingang: 14. Mai 2008) beim 
Bundesstrafgericht gegen A. Anklage wegen mehrfacher qualifizierter Widerhand-
lung gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfachem Konsum von Betäubungs-
mitteln und mehrfacher Geldwäscherei (cl. 38 pag. 38.100.1 ff.). In diesem Zu-
sammenhang erhob die Bundesanwaltschaft unter dem gleichen Datum auch (se-
parate) Anklage gegen B.; diese Anklage wird von der Strafkammer in einem ei-
genen Verfahren behandelt (Geschäftsnummer SK.2008.11).  

C. Der Präsident der Strafkammer bewilligte A. auf Gesuch hin mit Entscheid vom 
30. Juli 2008 (Geschäftsnummer SN.2008.20) den vorzeitigen Strafantritt (cl. 38 
pag. 38.880.43), dies nachdem er zuvor ein Gesuch um Haftentlassung (Ge-
schäftsnummer SN.2008.16) abgewiesen hatte (cl. 38 pag. 38.880.19).  

D. Am 10. September 2008 fand die Hauptverhandlung vor der Strafkammer am Sitz 
des Gerichts statt (cl. 38 pag. 38.910.1 ff.). Die Bundesanwaltschaft änderte die 
Anklageschrift in Ziff. I.2 betreffend den Zeitraum des mehrfachen Konsums von 

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Betäubungsmitteln (cl. 38 pag. 38.910.23). Die Akten wurden um je einen Strafre-
gister- und Betreibungsregisterauszug sowie u.a. um Unterlagen betreffend die 
(früheren) Wohn- und die finanziellen Verhältnisse von A. ergänzt. 

Die Strafkammer erwägt: 

1. Prozessuales 

1.1 Zuständigkeit 

1.1.1 Das Erfüllen der Prozessvoraussetzungen und das Fehlen von Prozesshindernis-
sen sind zwingende Erfordernisse für die Anhandnahme und Durchführung des 
Verfahrens. Sie sind von Amtes wegen zu prüfen und in jedem Stadium des Ver-
fahrens zu berücksichtigen (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Straf-
prozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, S. 179 N. 13; BGE 133 IV 235 E. 6.3). Sachli-
che, örtliche und funktionelle Zuständigkeit sind sogenannte positive Prozessvor-
aussetzungen. Sie müssen erfüllt sein, damit das Verfahren eingeleitet und 
durchgeführt werden kann (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., S. 117 f. N.4). 
Die sachliche Zuständigkeit bestimmt, welche Behörde oder Instanz sich mit der 
Strafsache zu befassen hat (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., S. 121 N. 1, 3). 
Die sachliche Zuständigkeit des Gerichts wird durch die Anklage begründet, wel-
che das Prozessthema fixiert (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., S. 136 N. 12; 
SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Zürich, 2004, N. 145). Beurteilt das Gericht 
die eingeklagte Tat anders als die Anklagebehörde, kann ein Urteil ergehen, auch 
wenn das angerufene Gericht für dieses Delikt an sich nicht zuständig wäre, son-
dern ein Gericht niederer Ordnung (BGE 133 IV 235 E. 6.3). 

1.1.2 Das Strafgesetzbuch regelt im Dritten Buch, Zweiter Titel, welche strafbaren 
Handlungen unter Bundes- und welche unter kantonale Gerichtsbarkeit fallen 
(Art. 336-338 StGB, bzw. Drittes Buch, Dritter Titel, Art. 340-343 aStGB). Sind die 
gesetzlichen Voraussetzungen der Bundeszuständigkeit nicht gegeben, verfolgen 
die Kantone die nach dem Strafgesetzbuch und dem Betäubungsmittelgesetz 
strafbaren Handlungen (Art. 338 StGB, Art. 343 aStGB; Art. 28 Abs. 1 BetmG). 
Die Bundesgerichtsbarkeit bildet die Ausnahme vom Grundsatz der kantonalen 
Gerichtsbarkeit; sie ist nur gegeben, wenn eine Bestimmung des Bundesrechts 
sie ausdrücklich vorsieht (BGE 125 IV 165 E. 5a; 122 IV 91 E. 3a). In einer Bun-
desstrafsache teilweise unter kantonale Gerichtsbarkeit fallende Straftaten können 
mittels Attraktionsverfügung der Bundesanwaltschaft in Bundeskompetenz über-
führt werden (Art. 18 Abs. 2 BStP). Eine Vereinbarung zwischen den eidgenössi-
schen und kantonalen Strafverfolgungsbehörden vermag Bundeszuständigkeit zu 
begründen; sie darf von der Strafkammer nur dann in Frage gestellt werden, wenn 

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sie auf einem eigentlichen Missbrauch des Ermessens beruht (BGE 132 IV 89 
E. 2 S. 94 m.w.H., bestätigt in BGE 133 IV 235 E. 7.1). Selbst bei Fehlen der ge-
setzlichen Voraussetzungen der Bundeszuständigkeit und/oder einer Vereinba-
rung zwischen den eidgenössischen und kantonalen Strafverfolgungsbehörden ist 
Bundesgerichtsbarkeit – erst recht nach abgeschlossener Untersuchung und er-
folgter Anklageerhebung – aus Zweckmässigkeitsüberlegungen grundsätzlich zu 
bejahen (BGE 133 IV 235 E. 7.1).  

1.1.3 Vorliegend wurde Anklage wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmit-
telgesetz und Geldwäscherei erhoben. Gemäss Art. 337 Abs. 1 StGB (bzw. 
Art. 340bis aStGB) unterstehen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelge-
setz dann der Bundesgerichtsbarkeit, wenn sie Verbrechen sind, die von einer 
kriminellen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB ausgehen, und wenn die 
strafbaren Handlungen entweder zu einem wesentlichen Teil im Ausland (lit. a) 
oder in mehreren Kantonen begangen wurden und dabei kein eindeutiger 
Schwerpunkt in einem Kanton besteht (lit. b). Der wesentliche ausländische Be-
gehungsort oder die Begehung der Tat in mehreren Kantonen, ohne Schwerpunkt 
in einem Kanton, bilden gemäss Art. 337 Abs. 1 StGB (Art. 340bis aStGB) auch 
Voraussetzung der Bundesgerichtsbarkeit bei der Geldwäscherei im Sinne von 
Art. 305bis StGB. Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes können in einer 
Bundesstrafsache mittels Attraktionsverfügung in Bundeskompetenz überführt 
werden (E. 1.1.2). Eine solche liegt hier nicht vor, ebenso wenig eine Zuständig-
keitsvereinbarung zwischen den kantonalen und eidgenössischen Strafverfol-
gungsbehörden über die Verfolgung der dem Angeklagten vorgeworfenen qualifi-
zierten Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei. 
Ob die gesetzlichen Voraussetzungen der Bundesgerichtsbarkeit erfüllt sind, kann 
indes offen bleiben: Zweckmässigkeitsüberlegungen gebieten, auf die Anklage 
einzutreten, da keine triftigen Gründe für eine nachträgliche Änderung der Zu-
ständigkeit ersichtlich sind. Namentlich kann nicht von einer offensichtlich miss-
bräuchlichen Annahme der Ermittlungskompetenz durch die Bundesanwaltschaft 
gesprochen werden (BGE 133 IV 235 E. 7.1 a.E.), dies umso weniger, also sich 
die Hinweise für die Annahme, die mutmasslichen Kokaineinfuhren seien von ei-
ner kriminellen Organisation ausgegangen, in der Voruntersuchung verdichteten 
(cl. 27 pag. 1.65 f., 1.68 f.). Hinsichtlich des Vorwurfes der Geldwäscherei ist zu-
sätzlich festzuhalten, dass die Abtrennung des Verfahrens für einen Teil der straf-
baren Handlungen des gleichen Täters sich nicht rechtfertigt (BGE 133 IV 235 
E. 8). Der Angeklagte hat überdies keine Einwendungen gegen die Bundesge-
richtsbarkeit erhoben (cl. 38 pag. 38.910.2 f.; BGE 133 IV 235 E. 7.1 a.E.). Eine 
Anklageerhebung durch eine kantonale Strafverfolgungsbehörde vor einem zu-
ständigen kantonalen Gericht könnte ausserdem zu einer unangemessenen Ver-
fahrensverzögerung führen (Art. 6 Ziff. 1 EMRK). 

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1.1.4 Nach dem Gesagten ist auf die Anklage in allen Punkten einzutreten. 

1.2 Verwertbarkeit von belastenden Aussagen 

1.2.1 Das Bundesgericht hält unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Europäi-
schen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) fest, ein Angeschuldigter in ei-
nem Strafverfahren habe gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK Anspruch darauf, bei 
der Befragung von Belastungszeugen anwesend zu sein und diesem Fragen zu 
stellen. Es handle sich dabei um einen besonderen Aspekt des Rechts auf ein fai-
res Verfahren nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Ziel sei es, dem Angeschuldigten in Ge-
währung eines fairen Verfahrens und zur Wahrung der Waffengleichheit eine an-
gemessene und hinreichende Gelegenheit einzuräumen, eine belastende Aussa-
ge zu bestreiten und den entsprechenden Zeugen zu befragen, sei es im Zeit-
punkt des Zeugnisses selbst oder später. Danach genüge es grundsätzlich, wenn 
der Beschuldige im Laufe des ganzen Verfahrens einmal Gelegenheit zum Stellen 
von Ergänzungsfragen erhalte. Damit die Verteidigungsrechte gewahrt seien, sei 
es erforderlich, dass die Gelegenheit zur Befragung angemessen und ausrei-
chend sei und die Befragung tatsächlich wirksam ausgeübt werden könne. Der 
Beschuldigte müsse namentlich in der Lage sein, die Glaubhaftigkeit einer Aussa-
ge zu prüfen und den Beweiswert in kontradiktorischer Weise auf die Probe und in 
Frage stellen zu können. Das Abstellen auf belastende Aussagen, welche unter 
Missachtung eines Verteidigungsrechtes (so z.B. die wirksame Ausübung des 
Fragerechtes) zustande gekommen seien, sei nur unter der Voraussetzung zuläs-
sig, dass es sich bei dieser Aussage nicht um das ausschlaggebende Beweismit-
tel für einen Schuldspruch handle. Seien die Zeugenaussagen hingegen für den 
Schuldspruch ausschlaggebend gewesen, so sei eine Konventionsverletzung zu 
bejahen, wenn die Gerichtsbehörden dem Angeklagten keine Möglichkeit gege-
ben hätten, den Belastungszeugen Fragen bzw. Ergänzungsfragen im Rahmen 
von rechtshilfeweise durchgeführten Befragungen zu stellen oder im Untersu-
chungsverfahren stellen zu lassen (BGE 131 I 476 E. 2.2 mit zahlreichen Hinwei-
sen auf die eigene und die Rechtsprechung des EGMR). 

1.2.2 Zwischen dem Angeklagten und D. als Zeugin fand mit Datum vom 18. April 2006 
eine Konfrontationseinvernahme statt (cl. 12 pag. 12.1.24 ff.), nachdem D. zuvor 
von der Bundeskriminalpolizei als Auskunftsperson einvernommen worden war 
(cl. 12 pag. 12.1.1 ff.) und die Bundesanwaltschaft vom Strafgericht Basel-Stadt 
rechtshilfeweise die Akten des Verfahrens gegen D. – und damit auch die von D. 
gemachten Aussagen – beigezogen hatte (cl. 16 pag. 18.3.1 f.; cl. 19 pag. 18.3.3 
ff.). Dadurch sollten insbesondere die Verteidigungsrechte des Angeklagten ge-
wahrt werden, indem diesem Gelegenheit gegeben wurde, in direkter Gegenüber-
stellung mit der – hinsichtlich einzelner Anklagesachverhalte – Hauptbelastungs-
zeugin mittels Ergänzungsfragen deren Aussagen auf ihren Wahrheitsgehalt hin 

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zu überprüfen. Anlässlich der Konfrontation verweigerte D. grundsätzlich sachbe-
zügliche Aussagen und beantwortete die gestellten Fragen materiell weitgehend 
nicht, womit der Angeklagte sein Fragerecht nicht effektiv hat ausüben können. 
Eine weitere Zeugeneinvernahme fand rechtshilfeweise in den USA statt; an die-
ser war weder der Angeklagte noch sein Verteidiger anwesend, obwohl diese auf 
dem Anwesenheitsrecht bestanden hatten. Aus dem Umstand, dass dem Vertei-
diger des Angeklagten schliesslich Frist zur Stellung schriftlicher Ergänzungsfra-
gen angesetzt wurde und dieser unter Hinweis auf sein Recht auf Anwesenheit 
keine Ergänzungsfragen gestellt hat, kann nicht geschlossen werden, durch das 
Nichtstellen von Ergänzungsfragen sei auf das dem Angeklagten zustehende Er-
gänzungsfragerecht verzichtet worden, zumal eine direkte Gegenüberstellung aus 
objektiven Gründen wohl erschwert, aber nicht unmöglich war (cl. 31 
pag. 16.2.58 ff.,16.2.67 ff., 16.2.114 ff.). Ob und inwieweit dies eine Nichtverwert-
barkeit der Aussagen von D. zur Folge hat, kann indes offen gelassen werden, 
wie sich im Rahmen der Beweiswürdigung zeigen wird. 

2. Anwendbares materielles Recht 

2.1 Die dem Angeklagten vorgeworfenen Straftaten – Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz und Geldwäscherei – sollen vor dem 1. Januar 2007, 
mithin vor Inkrafttreten des revidierten Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches, 
begangen worden sein. Aufgrund des strafrechtlichen Rückwirkungsverbots ist 
grundsätzlich das alte Recht anzuwenden (Art. 2 Abs. 1 StGB). Gemäss Art. 2 
Abs. 2 StGB ist jedoch das neue Recht anzuwenden, wenn es milder ist als das 
zum Zeitpunkt der Tat geltende Recht. Massgebend hierbei ist die konkrete Be-
trachtungsweise; es kommt also darauf an, nach welchem der beiden Rechte der 
Täter besser wegkommt (BGE 134 IV 82 E. 6.2.1 S. 87; 126 IV 5 E. 2c S. 8). An-
zuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe Tat nur entweder das alte oder das 
neue Recht (Grundsatz der Alternativität). Eine kombinierte Anwendung der bei-
den Rechte ist ausgeschlossen (BGE 134 IV 82 E. 6.2.3). Erst aus dem Zusam-
menspiel der verschiedenen Vorschriften des Besonderen Teils (bzw. des Neben-
strafrechts) und des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches bestimmt sich, wel-
ches Recht anwendbar ist. Steht fest, dass die Strafbarkeit des fraglichen Verhal-
tens unter neuem Recht fortbesteht, sind die gesetzlichen Strafrahmen bzw. 
Sanktionen zu vergleichen (BGE 134 IV 82 E. 6.2.1). Welche Sanktion milder ist, 
ergibt sich aus der mit ihr verbundenen Einschränkung in den persönlichen Frei-
heiten (RIKLIN, Revision des Allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches: Fragen 
des Übergangsrechts, in: AJP 2006 S. 1471 ff., S. 1473). Dabei ist auch die Voll-
zugsform zu berücksichtigen (BGE 134 IV 82 E.7.1 S. 89). 

2.2 Der zur Zeit der Tatbegehung massgebliche Art. 19 aBetmG stellte dieselben 
Handlungen unter Strafe wie der am 1. Januar 2007 in Kraft getretene neue 

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Art. 19 BetmG. Auch Art. 19a Ziff. 1 BetmG blieb hinsichtlich der Tatbestandsum-
schreibung unverändert (vgl. AS 2006 3537). Der Tatbestand der Geldwäscherei 
ist alt- und neurechtlich ebenfalls in gleicher Weise umschrieben (Art. 305bis StGB; 
Art. 305bis aStGB). Da bei allen Anklagepunkten die in Frage kommenden Straf-
bestimmungen mit Bezug auf die Tatbestandselemente somit unverändert geblie-
ben sind, das neue Recht insoweit nicht milder ist, ist die Frage des anwendbaren 
Rechts – soweit erforderlich – im Rahmen der Strafzumessung zu beantworten. 

3. Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (allgemein) 

3.1 Gemäss dem Grundtatbestand von Art. 19 Ziff. 1 BetmG sind alle Formen einer 
Beteiligung am unbefugten Drogenverkehr strafbar, das heisst sowohl die Verbrei-
tung wie auch schon der Erwerb von Betäubungsmitteln. Gesetzgeberisches Ziel 
ist die Verhinderung oder Eindämmung einer unkontrollierten Verbreitung der Be-
täubungsmittel (ALBRECHT, Die Strafbestimmungen des Betäubungsmittelgeset-
zes, 2. Aufl., Bern 2007, Art. 19 N. 1 ff.). Das Gesetz erwähnt in Art. 19 Ziff. 1 
Abs. 1-5 BetmG etwa das unbefugte Herstellen, Verarbeiten, Lagern, Befördern, 
Einführen, Anbieten, Verkaufen, Vermitteln, Abgeben, Besitzen, Aufbewahren  
oder Erlangen von Betäubungsmitteln. Die detaillierte Tatbestandsumschreibung 
erfüllt eine wichtige Beweisfunktion, indem sie die Rechtsanwendung erleichtert 
und Beweislücken möglichst vermeidet (ALBRECHT, a.a.O., Art. 19 N. 4). Bei den 
einzelnen Tathandlungen handelt es sich um verschiedene Entwicklungsstufen 
derselben deliktischen Tätigkeit (ALBRECHT, a.a.O., Art. 19 N. 185; STRATEN-
WERTH, Schweizerisches Strafrecht Allgemeiner Teil I, 3. Aufl., Bern 2005, § 18 
N. 8; TPF 2006 221 E. 2.1.1).  

3.2 Nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG liegt ein schwerer Fall vor, wenn der Täter weiss 
oder annehmen muss, dass sich die Widerhandlung auf eine Menge von Betäu-
bungsmitteln bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen 
kann. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung beträgt die relevante Grenz-
menge für Heroin 12 g, für Kokain 18 g (BGE 109 IV 143 E. 3b S. 144 f.). Ist diese 
Grenze nicht erreicht, ist die objektive Voraussetzung der Anwendung von Art. 19 
Ziff. 2 lit. a BetmG nicht erfüllt. Massgeblich ist stets die Menge reinen Stoffes 
(BGE 119 IV 180 E. 2d S. 185 f.; 111 IV 100 E. 2 S. 101 f.). Art. 19 Ziff. 2 BetmG 
erwähnt auch die bandenmässige Tatbegehung (lit. b) und den gewerbsmässigen 
Handel (lit. c) als schwere Fälle. Ist ein Qualifikationsgrund gegeben, muss nicht 
geprüft werden, ob allenfalls noch ein weiterer Qualifikationsgrund vorliegt 
(BGE 124 IV 286 E. 3 S. 295; 122 IV 265 E. 2c S. 267 f. m.w.H.). 

3.3 Nach der Rechtsprechung hat jede der in Art. 19 Ziff. 1 BetmG aufgeführten 
Handlungen die Bedeutung eines selbstständigen Straftatbestandes, so dass Tä-
ter ist und der vollen Strafdrohung untersteht, wer in eigener Person einen dieser 

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gesetzlichen Tatbestände objektiv und subjektiv erfüllt (BGE 133 IV 187 E. 3.2 
S. 193 mit Hinweisen). Mittäter ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, 
wer sogenannte „Tatherrschaft“ ausübt, d.h. wer bei der Entschliessung, Planung 
oder Ausführung eines Delikts vorsätzlich und in massgebender Weise mit ande-
ren Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Der Tatbeitrag 
begründet Tatherrschaft, wenn er nach den Umständen des konkreten Falles und 
dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesentlich ist, dass sie mit ihm 
steht oder fällt (BGE 133 IV 76 E. 2.7 mit Hinweisen; zum Mittäterschaftsbegriff 
vgl. DONATSCH/TAG, Strafrecht I, Verbrechenslehre, 8. Aufl., Zürich/Basel/Genf 
2006, S. 168 f.; TRECHSEL et al., Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskom-
mentar, Zürich/St. Gallen 2008, vor Art. 24 StGB N. 12 f.; TRECHSEL/NOLL, 
Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 6. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2004, 
S. 204; FORSTER, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, vor Art. 24 StGB 
N. 7 ff.). Bei Betäubungsmitteldelikten ist Täterschaft anzunehmen, wenn der 
Betreffende eine der gesetzlichen Tatformen in direktem Zusammenwirken verübt 
oder wenn er die Tatausführung anderer durch Planung respektive Schaffung von 
Rahmenbedingungen wesentlich prägt (Entscheide des Bundesstrafgerichts 
SK.2006.14 vom 5. April 2007 E. II.1.5 und SK.2007.15 vom 26. September 2007 
E. II.1.4).  

3.4 Widerhandlungen gegen Art. 19 Ziff. 1 und 2 BetmG sind gemäss Ziff. 1 Abs. 9 
dieses Artikels nur bei Vorsatz strafbar; Eventualvorsatz genügt (ALBRECHT, 
a.a.O., Art. 19 N. 230 f. m.w.H.). Der auf Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG bezogene Vor-
satz erfordert in erster Linie die Kenntnis des Täters über Art und Menge der von 
ihm in tatbestandsmässiger Weise tangierten Betäubungsmittel. Massgebend da-
für ist das Bewusstsein des Täters, dass diese Drogenmenge quantitativ erheblich 
ist und der Gebrauch des betreffenden Betäubungsmittels beträchtliche Schädi-
gungen der menschlichen Gesundheit zu bewirken vermag (BGE 104 IV 211 E. 2 
S. 214; ALBRECHT, a.a.O., Art. 19 N. 233 m.w.H.).  

4. Mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

4.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten im Hauptanklagepunkt (Anklage-
schrift Ziff. I.1) vorsätzlich in Mittäterschaft begangene, mehrfache qualifizierte 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz vor, indem ca. im Januar 2003 
und ca. im Juni 2003 D. von der Dominikanischen Republik her mit je 5'000 g 
(mindestens 3'000 g) Kokain mit ca. 70 % Reinheitsgrad in die Schweiz eingereist 
sei und das Kokain beide Male auftragsgemäss dem Angeklagten an einem nicht 
mehr näher bestimmbaren Ort in Zürich übergeben habe. Der Angeklagte habe 
daraufhin das Kokain zu einem nicht mehr näher bestimmbaren Zeitpunkt an nicht 
näher bestimmbare Personen übergeben oder verkauft. Durch seine Handlungs-
weise habe der Angeklagte eine nicht mehr bestimmbare Geldmenge erhalten; 

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dabei habe er mit dem Ziel gehandelt, sich auf diese Weise Vermögenswerte zu 
verschaffen. Der Angeklagte habe sich jeweils betreffend Ablauf und Vorgehens-
weise sowie seiner Tatbeiträge bezüglich der Kokaineinfuhren mit C. und/oder E. 
abgesprochen, wobei C. und/oder E. jeweils für die Besorgung des Kokains, die 
Rekrutierung der Kurierin und die Modalitäten von deren Reise zuständig gewe-
sen seien (cl. 38 pag. 38.100.2 f.). 

4.2  

4.2.1 Der Angeklagte ist bezüglich des in diesem Anklagepunkt interessierenden Sach-
verhaltes insoweit geständig, als er vor der Strafkammer anerkennt, im Jahre 
2003 bei zwei Gelegenheiten die Drogenkurierin D. im Auftrag seines Schwagers 
C. abgeholt und in eine von diesem gemietete Wohnung in Zürich gebracht zu ha-
ben, wo er von ihr beide Male jeweils einen Koffer – im Wissen darum, dass sich 
darin Betäubungsmittel befänden – übernommen und diesen ungeöffnet im zur 
Mietwohnung des Schwagers gehörenden Estrichabteil deponiert habe. Bezüglich 
der Menge des sich im Koffer befindenden Kokains sei er bei beiden Malen vor 
der Übernahme des Koffers von seinem Schwager dahingehend informiert wor-
den, dass sich darin 2 kg Kokain befinden würden. Für diese beiden Dienste habe 
er von C. je Fr. 1'000.– Belohnung erhalten. Ein gemeinsames Zusammenwirken 
mit C. und/oder E. bei der Planung dieser Drogeneinfuhren wie auch ein Weiter-
geben oder einen Verkauf des Kokains seinerseits in der Schweiz bestreitet er 
(cl. 38 pag. 38.520.3 ff., 38.910.3, 38.910.12 ff.). 

4.2.2 D. wurde, von der Dominikanischen Republik herkommend, anlässlich ihrer Ein-
reise in die Schweiz am 21. Januar 2004, bei welcher sie 4'991,97 g Kokain mit 
einem Reinheitsgrad von 71 % mitführte, in Basel verhaftet (cl. 19 pag. 18.3.3 ff., 
18.3.26, 18.3.57, 18.3.63, 18.3.70, 18.3.80 f.). Im gegen sie geführten, mit Urteil 
des Strafgerichts Basel-Stadt vom 18. Juni 2004 abgeschlossenen Strafverfahren 
sagte D. aus, sie sei zuvor bereits zweimal, im Januar 2003 und Juni 2003, mit ei-
nem ihr von einem Auftraggeber in der Dominikanischen Republik überreichten 
Koffer mit Drogen in die Schweiz gereist. Sie habe gewusst, dass sie jeweils ille-
gale Drogen transportiere, aber nicht, um was für Drogen es sich handle. Die ers-
ten beiden Male sei sie auf direktem Weg in Genf eingereist, mit dem Zug nach 
Zürich gefahren, dort von einem „Dominikaner“ namens „F.“ am Bahnhof abgeholt 
und in das jeweils gleiche Haus in Zürich gebracht worden. Den Koffer habe sie 
„F.“ übergeben; nach ca. vier Tagen bzw. einer Woche sei sie von Zürich wieder 
in die Dominikanische Republik gereist (cl. 19 pag. 18.3.114 ff., 18.3.150 ff., 
18.3.174 ff., 18.3.194 ff., 18.3.288 ff.).  

 Identische Angaben machte D. vor der Bundeskriminalpolizei: Sie sagte am 
14. Dezember 2005 als Auskunftsperson zusammengefasst aus, sie habe im Ja-

- 11 - 

nuar und Juni 2003 jeweils in einem Koffer 5 kg Kokain in die Schweiz gebracht, 
welches beide Male für den gleichen Abnehmer, „F.“, bestimmt gewesen sei 
(cl. 12 pag. 12.1.1 ff.); sie identifizierte bei einer Fotowahlkonfrontation „F.“ zwei-
felsfrei als den Angeklagten A. und gab an, sie erkenne ihn an seinen Augen 
(cl. 12 pag. 12.1.2, 12.1.5 f.). Im gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren sagte 
D. in direkter Konfrontation mit dem Angeklagten am 18. April 2006 als Zeugin 
aus, den Angeklagten unter dem Namen „F.“ zu kennen; hingegen bestätigte sie 
die anlässlich der Fotowahlkonfrontation gemachten Angaben, wonach „F.“ der 
Abnehmer der von ihr eingeführten Drogen gewesen sei, nicht. Auch ihre im ei-
genen Strafverfahren als Angeschuldigte bzw. Angeklagte gemachten Aussagen 
bestätigte sie nicht, wobei sie auf entsprechende Frage hin angab, ihre früheren 
Aussagen weder berichtigen noch ergänzen zu wollen. Schliesslich sagte sie 
aus, sie sei im Januar und im Juni 2003 mit einem Koffer mit Drogen von der 
Dominikanischen Republik in die Schweiz gereist, wo sie nach der Ankunft in 
Genf mit dem Zug nach Zürich gefahren und dort am Bahnhof von einem Mann 
abgeholt worden sei; diesem habe sie den Koffer jeweils in einer Privatwohnung 
in Zürich ausgehändigt (cl. 12 pag. 12.1.24 ff.). In der nach ihrer Entlassung aus 
dem schweizerischen Strafvollzug auf Begehren des Untersuchungsrichters 
rechtshilfeweise in den USA erfolgten Einvernahme vom 14. August 2007 sagte 
D. auf entsprechende Fragen hin aus, sie habe in der direkten Konfrontation mit 
„F.“ (dem Angeklagten) diesen fälschlicherweise nicht als Abnehmer der Drogen 
bezeichnet, weil er bei ihrer Befragung anwesend gewesen sei. Sie bestätige ihre 
früheren Aussagen, wonach sie die im Januar 2003 und im Juni 2003 in die 
Schweiz transportierten Drogen jeweils in Zürich an „F.“ übergeben habe, und 
gab zu Protokoll, sie sei in der Dominikanischen Republik von C. für die Trans-
porte beauftragt worden (cl. 33 pag. 18.5.354 ff., 18.5.360 ff.).  

4.2.3 Mit Bezug auf den Empfänger des durch D. in die Schweiz transportierten Kokains 
finden sich in den Akten Aussagen zweier weiterer Personen. So sagte G., wel-
cher ebenfalls Kokain in die Schweiz transportiert hatte und deswegen in der 
Schweiz verurteilt worden war, in einer auf Begehren des Untersuchungsrichters 
in den USA durchgeführten rechtshilfeweisen Einvernahme am 31. Mai 2007 
sinngemäss aus, er habe nie für C. gearbeitet und nie für ihn Drogen nach Europa 
oder in die Schweiz transportiert. D. sei eine Drogenkurierin gewesen und habe 
pro Transport 5 kg Drogen transportiert. Bei den Drogentransporten in die 
Schweiz sei es immer um Kokain gegangen, in Europa habe der Empfänger A. 
geheissen, er habe die Drogenlieferungen in der Schweiz entgegengenommen 
(cl. 33 pag. 18.5.336 ff. bzw. 18.5.261 ff.). E. sagte in einer in den USA rechtshil-
feweise am 31. Mai 2007 durchgeführten Einvernahme aus, er habe mit C. zu-
sammengearbeitet und für ihn auch mehrmals Drogen von der Dominikanischen 
Republik in die Schweiz transportiert. Er deponierte, D. habe schon vor ihm für C. 
gearbeitet und mehrmals Kokain von der Dominikanischen Republik in die 

- 12 - 

Schweiz transportiert. Er glaube, die Drogen seien in der Schweiz für A. bestimmt 
gewesen; da er diesen jedoch nie persönlich getroffen habe, könne er es nicht mit 
Sicherheit sagen (cl. 33 pag. 18.5.343 ff. bzw. 18.5.273 ff.). 

4.2.4 Die Sachverhaltsdarstellungen des Angeklagten und von D., welche durch die 
Aussagen von G. und E. partiell bestätigt werden, sind bezüglich der jeweiligen 
Übergabe des Koffers an den Angeklagten nach den beiden von D. im Januar und 
im Juni 2003 in die Schweiz gemachten Reisen, aber auch insoweit, als die bei-
den Koffer für den Angeklagten bestimmt gewesen seien, deckungsgleich. So gab 
der Angeklagte – wie bereits ausgeführt – an, er sei von seinem Schwager C. je-
weils vor Durchführung der Transporte gebeten worden, für ihn einen Koffer von 
einer Kurierin entgegenzunehmen. D. führte aus, Auftraggeber der beiden Trans-
porte sei C. gewesen, und die Koffer seien jeweils für den Angeklagten bestimmt 
gewesen. Da C. als Auftraggeber von D. diese dahingehend instruiert hatte, sie 
müsse die Koffer in Zürich dem Angeklagten übergeben, ist nachvollziehbar, dass 
D. als Folge dieser Instruktion in ihren Aussagen ausführte, die Drogen seien für 
den Angeklagten bestimmt gewesen; vor dem Hintergrund des Wissens von D. ist 
diese Darstellung auch wahrheitsgetreu. Der Angeklagte gab an, dass gemäss 
der von C. erhaltenen Information in den beiden Koffern jeweils Kokain enthalten 
gewesen sei, während D. angab, es sei ihr lediglich gesagt worden, dass sie mit 
den Koffern Drogen transportiere. Die Aussagen von G. und E. stützen die Dar-
stellung des Angeklagten, wonach es sich jeweils um Kokaintransporte gehandelt 
habe, zusätzlich. Die Aussagen von D. stellen hinsichtlich der behaupteten Entge-
gennahme von zwei Kokainlieferungen durch den Angeklagten im Januar und Juni 
2003 mithin nicht das auschlaggebende Beweismittel dar, weshalb sie bei der 
Beweiswürdigung mitberücksichtigt werden können (vgl. E. 1.2.1).  

4.2.5 Der eingeklagte Sachverhalt ist nach dem Gesagten bezüglich Entgegennahme 
der beiden Kokainlieferungen von D. durch den Angeklagten im Januar 2003 und 
im Juni 2003 erstellt. Der Angeklagte hat somit den Tatbestand des unbefugten 
Besitzes von Betäubungsmitteln im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 5 BetmG in ob-
jektiver Hinsicht mehrfach erfüllt. 

4.3 Unter demselben Anklagepunkt (Ziff. I.1) wirft die Bundesanwaltschaft dem Ange-
klagten, wie erwähnt, Übergabe oder Verkauf der seinerseits übernommenen Be-
täubungsmittel in unbestimmter Menge vor, wobei weder der Zeitpunkt der Wei-
tergabe noch der Ort noch die Personen näher bestimmbar seien. Dieser Vorwurf 
wird vom Angeklagten bestritten (cl. 38 pag. 38.520.4, 38.910.14). 

4.3.1 Es kann offen bleiben, ob die Anklageschrift in diesem Punkt den formellen, an sie 
zu stellenden Anforderungen genügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_421/2009 
vom 25. August 2009 E. 2). Auch wenn ein Weitergeben oder ein Verkauf von 

- 13 - 

entgegengenommenen Betäubungsmitteln dem gewöhnlichen Lauf der Dinge ent-
spräche, darf dies nicht ohne entsprechende Beweise angenommen werden. Ein 
Weitergeben oder ein Verkauf des entgegengenommenen Kokains durch den An-
geklagten findet in den Akten – wie nachfolgend ausgeführt – keine Stütze. 

4.3.2 Mit Bezug auf die Geschehnisse nach der Übergabe des Koffers machte D. fol-
gende Angaben: Sie sei für ihre beiden Drogentransporte im Januar 2003 mit 
USD 13'000.– und im Juni 2003 mit USD 10'000.– entschädigt worden. Im Juni 
2003 sei ihr ein Paket mit Geld zur Mitnahme in die Dominikanische Republik  
übergeben worden, wo ihr dann eine Person den ihr zugesicherten Lohn mit Geld 
von diesem Paket bezahlt habe. Im Januar 2003 habe sie ihren Lohn in der Woh-
nung in Zürich erhalten. Sie habe während vier Tagen auf ihr Geld warten müs-
sen; in dieser Zeit hätten die Leute die von ihr gebrachten Drogen verkauft. Beide 
Male habe sie in der Schweiz in Sachen Drogen nur mit dem Mann, der sie am 
Bahnhof abgeholt habe, Kontakt gehabt (cl. 19 pag. 18.3.160). Diesem Mann, F., 
habe sie beide Male den Koffer in Zürich übergeben (cl. 19 pag. 18.3.177). In der 
Einvernahme an der Gerichtsverhandlung in ihrer Strafsache bestätigte sie, dass 
sie F. den Koffer übergeben habe, sie wisse jedoch nicht, was dann damit passiert 
sei; ihre Kleider habe er in der Wohnung gelassen, und es sei ihr jeweils ein Kof-
fer für die Rückreise gegeben worden. Die Wohnung habe sie während ungefähr 
einer Woche nicht verlassen dürfen; sie habe dort weder Drogen noch Leute, wel-
che mit Drogen zu tun gehabt hätten, gesehen (cl. 19 pag. 19.18.3.290). In der 
Konfrontationseinvernahme deponierte sie, es seien jeweils keine anderen Leute 
in der Wohnung anwesend gewesen; sie wisse nicht, ob die Drogen verkauft wor-
den seien oder nicht (cl. 12 pag. 12.1.45). Diese Aussagen begründen keinen 
rechtsgenügenden Beweis für den eingeklagten Sachverhalt: Sie sind hinsichtlich 
der behaupteten Weitergabe oder des Verkaufs der Drogen durch den Angeklag-
ten widersprüchlich und unpräzise. Zudem gründen sie, soweit sie einen Verkauf 
der Drogen beinhalten, nicht auf eigener Wahrnehmung. Vielmehr schliesst die 
Zeugin offenbar aus dem Umstand, dass ihr beim ersten Mal der Kurierlohn nach 
einigen Tagen am Ort der Ablieferung der Drogen ausgehändigt wurde, auf deren 
Verkauf während ihres Aufenthalts in der Schweiz. Bei dieser Sachlage kann offen 
bleiben, ob die Aussagen von D. – welche insoweit das ausschlaggebende Be-
weismittel für einen allfälligen Schuldspruch bilden würden (siehe nachfolgende 
Ausführungen) – in formeller Hinsicht allenfalls einem Verwertungsverbot unterlä-
gen (vgl. E. 1.2.1).  

4.3.3 Weitere, den fraglichen Anklagesachverhalt stützende Beweismittel lassen sich 
den Akten nicht entnehmen; insbesondere kann den im Rahmen der Telefon-
überwachung erstellten Gesprächsprotokollen mit Bezug auf die Vorkommnisse 
im Januar 2003 und im Juni 2003 nichts entnommen werden, datieren die fragli-
chen Gespräche doch vom Herbst 2005 (cl. 1 pag. 5.1.1-5.1.125, 5.1.138 ff.). Die 

- 14 - 

Anklagebehörde vermag auch mit der – im Zusammenhang mit dem Vorwurf der 
Geldwäscherei erhobenen – Behauptung von Investitionen von angeblich aus der 
Weitergabe des Kokains erlangten Vermögenswerten in eine dem Angeklagten 
zuzurechnende Liegenschaft in der Dominikanischen Republik (cl. 38 
pag. 38.100.5) keinen Verkauf der fraglichen Drogen in der Schweiz nachzuwei-
sen: Das dazu angeführte Telefongespräch datiert vom 1. November 2005 (cl. 1 
pag. 5.1.123 = cl. 30 pag. 13.2.318). Der Angeklagte erwähnte darin gegenüber 
der Mutter einer gewissen H., dass er für immer nach Santo Domingo gehen 
möchte, und dass er das Haus fertig machen müsse, damit er dort bleiben könne. 
Vor dem Untersuchungsrichter gab er dazu an, es sei bei diesem Gespräch um 
notwendige Renovationsarbeiten im Haus der Stiefmutter seiner Frau gegangen; 
das Haus sei inzwischen bewohnbar, seine Stiefmutter wohne darin. In diesem 
Haus würden sie jeweils bleiben, wenn sie nach Santo Domingo gingen (cl. 30 
pag. 13.2.314). An der Hauptverhandlung erklärte der Angeklagte auf entspre-
chenden Vorhalt, dass er vom Haus seiner Schwiegermutter gesprochen habe, 
nicht von seinem Haus; er selber habe in seinem Heimatland kein Haus. Er ver-
neinte, Geld von C. erhalten, es in die Dominikanische Republik gebracht und in 
ein Haus investiert zu haben (cl. 38 pag. 38.910.11, 38.910.15). Das Telefonge-
spräch und die Aussagen des Angeklagten belegen mithin nicht, dass Letzterer 
Geld aus dem Verkauf oder der Weitergabe der ihm übergebenen Drogen erhal-
ten hätte. Als erstellt kann einzig gelten, dass der Angeklagte gemäss eigener 
Aussage von C. beide Male eine Belohnung von Fr. 1'000.–, also total Fr. 2'000.–, 
erhalten hat, dies für die Entgegennahme der beiden Koffer als solche (cl. 38 
pag. 38.910.14). Der Angeklagte, seine Ehefrau und deren zwei Kinder (Jahrgang 
2001 und 2004) werden seit Jahren für ihren Lebensunterhalt vollumfänglich von 
der Sozialhilfe unterstützt (cl. 38 pag. 38.270.2 ff.). In der hier interessierenden 
Zeit betrug die Sozialhilfe rund Fr. 4'000.– pro Monat (cl. 30 pag. 13.2.252 f.). Der 
Angeklagte hat vermögende Verwandte in der Schweiz, welche ihn im Jahr 2005 
bei zwei Reisen in seine Heimat finanziell unterstützten (cl. 13 pag. 13.2.6 f.); 
auch sein Vater, Inhaber einer Metallhandelsfirma (cl. 27 pag. 3.2.3.21), unter-
stützte ihn finanziell (cl. 13 pag. 13.2.7). Im Frühling 2007 nahm der Angeklagte 
eine Temporärstelle im Baugewerbe an (cl. 30 pag. 13.2.298, 13.2.313 f.). Diese 
Ausführungen zeigen auf, dass der Angeklagte über finanzielle Einkünfte ver-
schiedener Art verfügte. Soweit er im behaupteten Zeitraum in der Dominikani-
schen Republik Investitionen in eine Liegenschaft oder anderweitige Ausgaben 
getätigt haben sollte, liesse dieser Umstand allein daher noch nicht den Schluss 
zu, dass die verwendeten Mittel aus einer Weitergabe der fraglichen Drogen durch 
den Angeklagten stammten. 

4.3.4 Der Vorwurf betreffend Abgabe oder Verkauf der von D. übernommenen Betäu-
bungsmittel ist aus den genannten Gründen nicht bewiesen. Dies hat indes nicht 
einen Freispruch zur Folge, denn eine allfällige Weitergabe der entgegengenom-

- 15 - 

menen Betäubungsmittel stellte lediglich eine weitere Entwicklungsstufe ein und 
derselben deliktischen Tätigkeit dar und hätte nicht zu einem eigenständigen 
Schuldspruch führen können (vgl. TPF 2006 221 E. 2.2.2).  

4.4 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten im Zusammenhang mit der Über-
nahme der beiden Drogenlieferungen im Januar und im Juni 2003 vor, bei Ent-
schliessung, Planung und Ausführung dieser beiden Kokaineinfuhren durch D. 
aus der Dominikanischen Republik in die Schweiz in gleichmassgeblichem Zu-
sammenwirken mit C. und E. und, nach jeweiligen gemeinsamen Absprachen, in 
arbeitsteiliger Weise vorgegangen zu sein (cl. 38 pag. 38.100.2 f.). Dies wird vom 
Angeklagten bestritten; er stellt dabei in Abrede, E. zu kennen oder mit ihm zu tun 
gehabt zu haben (cl. 38 pag. 38.520.4 f.). Dieser Vorwurf ist – wie nachfolgend 
ausgeführt – beweismässig nicht erstellt.  

4.4.1 Was die Organisation der durch D. nachweislich durchgeführten Drogentransporte 
anbelangt, hielt D. zusammengefasst dafür, bei den ersten beiden Transporten im 
Januar und im Juni 2003 sei eine andere Person Auftraggeber gewesen als beim 
dritten Transport im Januar 2004 (cl. 19 pag. 18.3.121). Sie sagte diesbezüglich 
aus, C. sei diejenige Person gewesen, welche die beiden ersten Transporte in die 
Schweiz organisiert und sie beauftragt habe, C. sei die zuständige Person in der 
Dominikanischen Republik gewesen, C. und E. hätten sich gekannt, aber nicht 
zusammengearbeitet, E. habe mit den ersten beiden Transporten nichts zu tun 
gehabt, nur den Auftrag für den dritten Transport habe sie von E. erhalten (cl. 19 
pag. 18.3.121, 18.3.177 f., 18.3.195; cl. 33 pag. 18.5.361 f.). Aufgrund der Aussa-
gen von D. ist erstellt, dass E. bezüglich ihrer Drogentransporte im Januar und 
Juni 2003 nicht ihr Auftraggeber gewesen war, sondern dass C. sie beauftragt 
hatte; erst den dritten Drogentransport führte sie für E. aus. D. gab dazu weiter an, 
dass diese Drogen für jemanden in Basel bestimmt gewesen seien, sie wisse aber 
nicht für wen (cl. 33 pag. 18.5.362 f.). Weitergehende Angaben bezüglich einer 
drogengeschäftlichen Beziehung zwischen C., E. und dem Angeklagten machte 
D. nicht. Aufgrund ihrer den Angeklagten insoweit entlastenden und damit ohne 
weiteres verwertbaren (vgl. E. 1.2.1 e contrario) Aussagen kann nicht auf ein Zu-
sammenwirken von C., E. und dem Angeklagten bei der Planung und der Ausfüh-
rung der Kokaineinfuhren von Januar und Juni 2003 geschlossen werden. Das 
Entgegennehmen des Kokains durch den Angeklagten als solches kann auch 
nicht als eine der Einfuhr zuzurechnende Handlung gelten, ist doch die Tathand-
lung der Einfuhr mit der Überschreitung der Grenze vollendet, beendet allerdings 
erst in dem Zeitpunkt, in welchem die Betäubungsmittel im Inland zur Ruhe ge-
kommen sind, d.h., wenn sie ihrem Bestimmungsort und -zweck zugeführt worden 
sind. Bis zu diesem Zeitpunkt wäre zwar noch Gehilfenschaft möglich. Vorliegend 
hat der Angeklagte aber nachweislich die Betäubungsmittel von D. entgegenge-
nommen und in der Wohnung von C. bzw. im dazugehörigen Estrichraum depo-

- 16 - 

niert. Das ist als seine alleinigen, täterschaftlichen Handlungen zu werten, und für 
diese ist er auch – wie noch zu zeigen sein wird – schuldig zu sprechen.  

4.4.2 C. konnte zufolge seiner in der Dominikanischen Republik am 20. Juni 2006 er-
folgten Tötung zu den Beziehungen zwischen ihm, E. und dem Angeklagten nicht 
befragt werden (cl. 17 pag. 22.2; cl. 32 pag. 18.2.483 ff., 18.2.510).  

4.4.3 E. sagte aus, er habe mit C. zusammengearbeitet; er glaube, die für die Schweiz 
bestimmten Drogen seien für F. gewesen, was er aber nicht mit Bestimmtheit sa-
gen könne, da er diesen nie persönlich getroffen habe (vgl. E. 3.2.3). Diese Aus-
sagen stimmen mit denjenigen von D. insoweit überein, als E. und der Angeklagte 
zueinander keine Beziehung gehabt haben sollen. Bezüglich eines allfälligen ge-
meinsamen Zusammenwirkens zwischen dem Angeklagten und C. betreffend die 
fraglichen Drogeneinfuhren machte E. keine Angaben. 

4.4.4 G. sagte aus, er habe nie für C. gearbeitet, der Angeklagte sei ein Partner von C. 
gewesen, er (G.) habe in den Jahren 2002 und 2003 mit E. bei Kokaingeschäften 
zusammengearbeitet, wobei er die Empfänger der Drogenlieferungen nicht ge-
kannt habe, er habe lediglich beim Rekrutieren der Kuriere geholfen (cl. 33 
pag. 18.5.262 f.; vgl. E. 3.2.3). Auch diesen Aussagen ist nichts zu entnehmen, 
was hinsichtlich einer Einfuhr von Kokain in die Schweiz auf ein gleichmassgebli-
ches Zusammenwirken zwischen C., E. und dem Angeklagten oder zwischen C. 
und dem Angeklagten schliessen liesse. 

4.4.5 Mit Bezug auf das in der Anklageschrift behauptete Zusammenwirken des Ange-
klagten mit E. ist festzuhalten, dass aufgrund des Beweisergebnisses davon aus-
zugehen ist, dass sich der Angeklagte und E. nicht gekannt haben, mithin auch 
nicht gemeinsam gehandelt haben können. Was ein mittäterschaftliches Zusam-
menwirken zwischen C. und dem Angeklagten anbelangt, lassen die angeführten 
Aussagen diesen Schluss ebenfalls nicht zu. Weitere Umstände, welche die An-
klage grundsätzlich stützen könnten, bilden die Tatsachen, dass C. und der Ange-
klagte verwandtschaftlich verbunden waren, und dass der Angeklagte die beiden 
Kokainlieferungen für Ersteren in der Schweiz entgegennahm. Diese Umstände 
allein lassen aber weder den Schluss zu, dass der Angeklagte am Tatentschluss 
beteiligt war, noch dass er in irgendeiner Art an der Planung des Transportes be-
teiligt war. Hinsichtlich der Ausführung kann ihm, wie bereits festgehalten, ledig-
lich das blosse Entgegennehmen der Drogen in der Schweiz nachgewiesen wer-
den. Bezüglich der Einfuhr des Kokains kann dem Angeklagten nach dem Gesag-
ten kein mittäterschaftlicher Tatbeitrag nachgewiesen werden. 

4.5 Die Anklage lautet auf mengen- und bandenmässig qualifizierte Tatbegehung. 
Das Merkmal der mengenmässigen Qualifikation ist vorliegend erfüllt. Dies ist auf-

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grund der Akten, namentlich der Aussagen verschiedener Drogenkuriere wie auch 
des Angeklagten selbst, erstellt: So hätten sich laut Anklageschrift in den beiden 
vom Angeklagten entgegengenommenen Koffern je zwischen mindestens 3 kg 
und höchstens 5 kg Kokain befunden. Das wird durch die Aussagen von E. und G. 
gestützt, welche darauf hinwiesen, dass immer etwa die gleiche Menge Drogen, 
nämlich 5 kg, transportiert worden sei. Auch D. sagte aus, dass es sich jeweils um 
diese Menge gehandelt habe, während einzig der Angeklagte von einer geringe-
ren Menge – 2 kg – ausgeht. Die genaue Menge wie auch der Reinheitsgehalt des 
Kokains konnten bei diesen beiden Einfuhren zwar nicht eruiert werden; das bei 
der dritten Einreise durch D. in Basel eingeführte Kokain wies gemäss Gutachten 
des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Basel vom 2. Februar 2004 einen 
Reinheitsgehalt von 71 % auf (Kokaingehalt berechnet als Base: 71 % +/- 5 %, 
cl. 19 pag. 18.3.70 f.). Es kann aufgrund der erwähnten Aussagen grundsätzlich 
davon ausgegangen werden, dass das die beiden vorherigen Male durch D. trans-
portierte Kokain in etwa den gleichen Reinheitsgehalt aufgewiesen hat, zumal 
Herkunfts- und Bestimmungsland identisch sind. Da es sich nicht um den gleichen 
Auftraggeber gehandelt hat, könnte der Reinheitsgehalt aber auch weniger betra-
gen haben. Deshalb wird zu Gunsten des Angeklagten von einem Reinheitsgehalt 
von 50 % ausgegangen. Mit Bezug auf die vom Angeklagten entgegengenomme-
ne Bruttomenge kann unter dem Blickwinkel des subjektiven Tatbestandes (hinten 
E. 4.7) letztlich offen bleiben, welche Menge Kokain D. im Januar und im Juni 
2003 tatsächlich transportiert hatte, denn bereits bei einer Entgegennahme von – 
nach Darstellung des Angeklagten – gesamthaft 4 kg Kokain, was bei einem 
Reinheitsgehalt von 50 % 2 kg reinem Kokain entspricht, wird die Grenze zu ei-
nem mengenmässig schweren Fall bei Weitem übertroffen. Somit ist Art. 19 Ziff. 2 
lit. a BetmG formell anzuwenden. Weitere Qualifikationselemente, wie die in der 
Anklageschrift behauptete Bandenmässigkeit, sind nicht mehr zu prüfen (E. 3.1.2). 
Es kann immerhin erwähnt werden, dass aufgrund des erstellten Sachverhaltes, 
wonach sich die strafbaren Handlungen des Angeklagten in der zweimaligen Ent-
gegennahme von Kokain in der Schweiz erschöpften und der Angeklagte bei der 
Entschliessung, Planung oder Ausführung der beiden Drogeneinfuhren nicht mit-
täterschaftlich handelte, dieses letztgenannte Erfordernis für die Annahme einer 
bandenmässigen Tatbegehung schon in objektiver Hinsicht nicht erfüllt ist.  

4.6 Zusammenfassend hat der Angeklagte mit der Engegennahme von mindestens je 
1 kg reinen Kokains in zwei Fällen die objektiven Tatbestandsmerkmale des Be-
sitzes illegaler Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 5 BetmG erfüllt. 
Beide Male liegt ein mengenmässig schwerer Fall vor (Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG). 

4.7 In subjektiver Hinsicht hat der Angeklagte mit Wissen und Willen bezüglich aller 
objektiven Tatbestandsmerkmale gehandelt. Mit Bezug auf sein Wissen darum, 
dass sich in den von D. entgegengenommenen Koffern Kokain befand, ist der 

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Nachweis durch sein Eingeständnis erbracht. Was die Menge des jeweils entge-
gengenommenen Kokains anbelangt, gab der Angeklagte an, von seinem Schwa-
ger beide Male dahingehend instruiert worden zu sein, dass es sich um 2 kg 
handle. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, dass der Angeklagte konkret damit 
hätte rechnen müssen, dass sich in den Koffern eine grössere Menge Kokain als 
die ihm von seinem Schwager mitgeteilte hätte befunden haben können; Eventu-
alvorsatz scheidet insoweit aus. Demnach steht fest, dass der Angeklagte wis-
sentlich beide Male 2 kg Kokain übernommen hat. Der Angeklagte wusste ge-
mäss eigener Angabe, dass sein Schwager im hier interessierenden Zeitraum im 
Kokainhandel tätig war, auch wenn er dessen genauen Umfang nicht gekannt hat. 
Es war ihm bewusst, dass Kokainmengen dieser Grössenordnung zum Verkauf 
bestimmt sind (cl. 38 pag. 38.8910.14). Zudem wurde er 1996 in den USA wegen 
Drogendelikten mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren bestraft (cl. 38 
pag. 38.910.9 f.). Es muss ihm bekannt gewesen sein, dass es sich bei Kokain-
mengen, welche in dieser Grössenordnung zum Weitervertrieb eingeführt werden, 
nicht um schlechte Gassenqualität handeln kann; ein Reinheitsgehalt von mindes-
tens 50 % ist ihm somit auch in subjektiver Hinsicht anzulasten. Aufgrund dieser 
Umstände muss ihm überdies die gesundheitsschädigende Wirkung von Kokain 
bekannt gewesen sein; dies wird durch seine Aussage gestützt, ungefähr ab An-
fang 2005 wöchentlich Kokain konsumiert und schon seit langem um dessen ge-
sundheitsschädigende Wirkung gewusst zu haben (cl. 13 pag. 13.2.8 ff.). Der An-
geklagte sagte vor Gericht aus, dass er trotz einschlägiger Vorstrafe auf jeweilige 
Bitte seines Schwagers hin das Kokain von D. entgegengenommen habe, weil es 
nur um eine Tätigkeit von ganz kurzer Dauer gegangen sei; er habe jedoch ge-
wusst, dass dies etwas Illegales sei (cl. 38 pag. 38.8910.16). Der Angeklagte hat 
mithin bei den Kokaineinfuhren im Januar und Juni 2003 wissentlich und willent-
lich gehandelt. Demnach ist der qualifizierte Tatbestand des unbefugten Besitzes 
von Betäubungsmitteln in diesen Fällen in subjektiver Hinsicht erfüllt.  

4.8 Der Angeklagte ist nach dem Gesagten der mehrfachen qualifizierten Widerhand-
lung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 5 BetmG 
in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. 

5. Mehrfacher Konsum von Betäubungsmitteln 

5.1 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten in der Anklageschrift (Ziff. I.2) vor, 
im Zeitraum vom 1. Mai 2005 bis 30. Januar 2006 ca. einmal pro Woche Kokain 
konsumiert und zu diesem Zweck von nicht näher bekannten Personen solches 
gekauft oder erlangt zu haben (cl. 38 pag. 38.100.4). An der Hauptverhandlung 
begrenzte sie den massgeblichen Zeitraum des Kokainkonsums auf die Zeit vom 
10. September 2005 bis 30. Januar 2006 (cl. 38 pag. 38.910.5, 38.910.23). Die-
sen Vorwurf anerkennt der Angeklagte vorbehaltlos (cl. 38 pag. 38.910.16). 

- 19 - 

5.2 Die Verjährungsbestimmungen des Strafgesetzbuches finden im Nebenstrafrecht 
des Bundes Anwendung, sofern dieses keine anderslautenden Bestimmungen 
aufstellt (Art. 333 Abs. 1 StGB; Art. 333 Abs. 1 aStGB). Das Betäubungsmittelge-
setz enthält keine Bestimmungen über die Verjährung (Art. 19-28 BetmG), wes-
halb jene des StGB anzuwenden sind. Beim Konsum von Betäubungsmitteln – 
welcher in casu vor Inkrafttreten des revidierten Allgemeinen Teils des Strafge-
setzbuches am 1. Januar 2007 stattfand – handelt es sich sowohl alt- als auch 
neurechtlich um eine Übertretung (Art. 333 Abs. 3 StGB; Art. 103 StGB i.V.m. 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG; Art. 101 aStGB i.V.m. Art. 19a Ziff. 1 aBetmG). Die Verfol-
gungsverjährungsfrist für Übertretungen beträgt seit 1. Oktober 2002 drei Jahre 
(Art. 109 aStGB in der Fassung vom 22. März 2002; Art. 109 StGB in der Fassung 
vom 13. Dezember 2002). Sie beginnt mit dem Tag, an dem der Täter die strafba-
re Tätigkeit ausführt (Art. 98 lit. a StGB, Art. 71 lit. a aStGB). Der Tag, an welchem 
die Frist zu laufen beginnt, wird nicht mitgezählt. Die Frist läuft somit am Tag des-
selben Kalenderdatums ab (TRECHSEL et al., a.a.O., Art. 97 StGB N. 3). Übertre-
tungen gegen das Betäubungsmittelgesetz verjähren demnach drei Jahre nach 
der Tat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_421/2009 vom 25. August 2009 E. 4.1).  

5.3 Nachdem das Bundesgericht die Rechtsfigur der verjährungsrechtlichen Einheit 
aufgegeben hat (BGE 131 IV 83 E. 2.4), sind vorliegend alle dem Angeklagten 
vorgeworfenen Kosumhandlungen, welche dieser mehr als drei Jahre vor dem Ur-
teilsdatum begangen hat, verjährt; dies trifft auf den vor dem 10. September 2005 
erfolgten Konsum zu. Diesbezüglich hat gemäss ständiger Praxis der Strafkam-
mer – welche mit der jüngsten Rechtsprechung des Bundesgerichts überein-
stimmt (Urteil des Bundesgerichts 6B_421/2009 vom 25. August 2009 E. 4.2) – 
ein Freispruch zu erfolgen (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts SK.2009.7 
vom 8. September 2009 E. 1.5.7 mit Hinweisen). 

5.4 Der Angeklagte hat die ihm vorgeworfenen Konsumhandlungen vor dem 1. Januar 
2007 und damit unter Geltung des alten Rechts begangen, weshalb sich die Frage 
stellt, ob das neue Recht insoweit milderes Recht darstellt (Art. 2 Abs. 2 StGB). 
Diese Frage ist, nachdem die Tatbestandsumschreibung unverändert geblieben 
ist, im Rahmen der Strafzumessung zu beantworten (vgl. E. 2). In Vorwegnahme 
des Ergebnisses ist hier festzuhalten, dass das alte Recht anwendbar ist (E. 7.1).  

5.5 Ein mittelstarker Kokainkonsum des Angeklagten ist für die Zeit von etwa Mitte 
August 2005 bis Mitte Januar 2006 in objektiver Hinsicht gutachterlich erwiesen 
(cl. 11 pag. 10.1.2.13 ff.). Ein vorsätzlicher Konsum von ca. 1 g Kokain pro Woche 
ist für die hier interessierende Zeitspanne vom 10. September 2005 bis 30. Januar 
2006 aufgrund der Angaben des Angeklagten im Ermittlungsverfahren (cl. 13 
pag. 13.2.8 ff.), welche dieser an der Hauptverhandlung bestätigt hat (cl. 38 
pag. 38.910.16), erstellt. Die Annahme eines leichten Falles im Sinne von Art. 19a 

- 20 - 

Ziff. 2 aBetmG, was allenfalls ein Absehen von Strafe ermöglichen würde, ist 
schon aufgrund der Menge des konsumierten Kokains zu verneinen (vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 6B_816/2008 vom 4. Dezember 2008 E. 7 [Kokainkonsum] 
und 6S.6/2003 vom 28. März 2003 E. 2 [Mitführen von 0,9 g Marihuana]).  

5.6 Der Angeklagte ist demnach des mehrfachen Konsums von Betäubungsmitteln im 
Sinne von Art. 19a Ziff. 1 aBetmG, begangen in der Zeit vom 10. September 2005 
bis 30. Januar 2006, schuldig zu sprechen. Das mündlich eröffnete Urteilsdisposi-
tiv vom 10. September 2008 (Ziff. I.1), welches als Beginn dieser strafbaren Hand-
lungen fälschlicherweise den 11. statt den 10. September 2005 bezeichnet, ist 
vorliegend insoweit von Amtes wegen zu berichtigen (vgl. Art. 129 Abs. 1 BGG). 

6. Geldwäscherei 

6.1  

6.1.1 Wer eine Handlung vornimmt, die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die 
Auffindung oder die Einziehung von Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er 
weiss oder annehmen muss, aus einem Verbrechen herrühren, wird mit Freiheits-
strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 305bis Ziff. 1 StGB). Der 
Tatbestand der Geldwäscherei verlangt neben dem Nachweis der Geldwäsche-
reihandlung sowohl den Nachweis der Vortat als auch den Nachweis, dass die 
Vermögenswerte aus eben dieser Vortat herrühren (BGE 126 IV 255 E. 3a 
S. 261). Der Vortäter kann sein eigener Geldwäscher sein (BGE 122 IV 211 E. 3 
S. 217 ff.; 120 IV 323 E. 3 S. 325 ff.). Auch Täter und Mittäter des verbrecheri-
schen Betäubungsmittelhandels können sich zusätzlich der Geldwäscherei schul-
dig machen (BGE 122 IV 211 E. 3c S. 221). Durch Geldwäscherei wird in erster 
Linie die Einziehung, d.h. der Zugriff der Strafbehörden auf die Verbrechensbeute, 
vereitelt. Strafbar ist die Vereitelungshandlung als solche, unbesehen eines Verei-
telungserfolgs (BGE 126 IV 255 E. 3a S. 261; 124 IV 274 E. 2 S. 276). Der Trans-
fer von deliktisch erlangten Vermögenswerten über die Landesgrenzen ins Aus-
land gilt als Geldwäschereihandlung (ACKERMANN, Kommentar Einziehung, Orga-
nisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Art. 305bis StGB N. 315). Gleiches gilt für 
das Wechseln von Bargeld deliktischer Herkunft in eine andere Währung (ACKER-
MANN, a.a.O., Art. 305bis StGB N. 329; vgl. BGE 122 IV 211 E. 2c S. 215 f.).  

6.1.2 In schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe; 
mit der Freiheitsstrafe wird Geldstrafe bis zu 500 Tagessätzen verbunden 
(Art. 305bis Ziff. 2 StGB). Ein schwerer Fall liegt gemäss dieser Bestimmung ins-
besondere vor, wenn der Täter als Mitglied einer Verbrechensorganisation handelt 
(lit. a). Für die organisierte Tatbegehung genügt aber nicht, dass der Täter allein 
Mitglied ist. Er muss vielmehr als Mitglied der Verbrechensorganisation für diese 

- 21 - 

Geld waschen. Handeln für eigene Zwecke genügt nicht (ACKERMANN, a.a.O., 
Art. 305bis StGB N. 431). Ein schwerer Fall liegt weiter vor, wenn der Täter als Mit-
glied einer Geldwäschereibande handelt (lit. b) oder durch gewerbsmässige 
Geldwäscherei einen grossen Umsatz oder einen erheblichen Gewinn erzielt 
(lit. c).  

6.1.3 In subjektiver Hinsicht ist Vorsatz erforderlich; Eventualvorsatz genügt. Dieser 
muss sich auf alle objektiven Tatbestandsmerkmale beziehen, auch auf die Verei-
telungshandlung und die Herkunft des Geldes (TRECHSEL et al., a.a.O., Art. 305bis 
StGB N. 21). Dabei genügt es, wenn der Täter den Tatbestand der Vortat ent-
sprechend der „Parallelwertung in der Laiensphäre“ verstanden hat (BGE 129 IV 
238 E. 3.2.2 S. 243). So braucht er nicht zu wissen, dass die Handlung, aus wel-
cher der Wert stammt, ein Verbrechen im Sinne des Gesetzes ist (Art. 10 StGB), 
sondern nur, dass sie ein schwerwiegendes Unrecht bildet, welches erhebliche 
Sanktionen nach sich zieht (PIETH, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, 
Art. 305bis StGB N. 46).  

6.2 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, er habe sich der Geldwäsche-
rei strafbar gemacht, indem er D. vor deren Rückreise in die Dominikanische Re-
publik jeweils einen nicht näher bestimmbaren Geldbetrag, mindestens jedoch 
mehrere 10'000 USD, die aus dem Weiterverkauf bzw. der Weitergabe der zuvor 
vom Angeklagten in Besitz genommenen Drogen stammen würden, übergeben 
habe und D. diese Beträge in die Dominikanische Republik zurückgeführt habe 
(Anklageschrift Ziff. I.3.a). Der Angeklagte bestreitet den Vorwurf der Geldwäsche-
rei vollumfänglich (cl. 38 pag. 38.520.5, 38.910.14 f.). Dieser Vorwurf ist nicht er-
stellt, wie die nachfolgenden Erwägungen aufzeigen. 

6.2.1 Die Anklage stützt sich bei diesem Anklagevorwurf auf die Aussagen von D., und 
zwar als alleiniges und ausschlaggebendes Beweismittel für einen Schuldspruch. 
Ob diese Aussagen allenfalls einem Verwertungsverbot unterliegen (vgl. vorne 
E. 1.2), kann indes offen gelassen werden, denn selbst wenn von einer Verwert-
barkeit ausgegangen wird, ist dieser Anklagevorwurf nicht bewiesen. 

6.2.2 Die Aussagen von D. bezüglich einer Übergabe bzw. Rücknahme von Geld aus 
der Schweiz in die Dominikanische Republik sowie bezüglich der Aushändigung 
ihres „Kurierlohnes“ sind nicht in sich geschlossen, sondern – auch im Kerngehalt 
– widersprüchlich: So sagte D. im eigenen Strafverfahren im Kanton Basel-Stadt 
am 29. Januar 2004 aus, sie habe im Januar 2003 während vier Tagen auf ihr 
Geld warten müssen; in dieser Zeit hätten die Leute die von ihr gebrachten Dro-
gen verkauft, seien dann in die Wohnung gekommen und hätten ihr die abgezähl-
ten USD 13'000 übergeben. Im Juni 2003 hätten sie eingepacktes Geld mitge-
bracht; sie habe gewusst, dass es mehr als USD 10'000 gewesen seien. Sie habe 

- 22 - 

das Geld eingepackt lassen und zurückbringen müssen. Das Geld habe sie dann 
(in der Dominikanischen Republik) bei ihrer Mutter aufbewahrt. Es sei eine andere 
Person gekommen und habe das Geld abgeholt, ausgepackt und ihr den Lohn 
von USD 10'000 gegeben (cl. 19 pag. 18.3.160). Hinsichtlich der Höhe des Kurier-
lohnes stimmen diese Aussagen mit den an der ersten Befragung vom 22. Januar 
2004 gemachten Aussagen überein; Einzelheiten zur Übergabe des Kurierlohnes 
enthält jenes Protokoll indes nicht (cl. 19 pag. 18.3.120). Am 6. Februar 2004 gab 
D. an, sie habe im Januar und Juni 2003 jeweils einen Koffer für die Rückreise 
gekauft (cl. 19 pag. 18.3.178). Am 13. Februar 2004 gab sie demgegenüber an, 
die Leute hätten ihr in der Schweiz einen Koffer für die Rückreise gekauft. Auf 
entsprechenden Vorhalt gab sie zu Protokoll, beim zweiten Mal habe sie vor ihrer 
Rückreise Geld zum Mitnehmen erhalten, welches wie ein Geschenk verpackt 
gewesen sei. Sie habe nie ausgesagt, dass sie das Geld im Haus ihrer Mutter 
aufbewahrt habe; die Drogendealer hätten am Flughafen (in Santo Domingo, 
cl. 19 pag. 18.3.178 f.) gewartet und den Koffer mitgenommen. Dann seien sie ein 
paar Stunden später zum Haus ihrer Mutter gekommen und hätten ihr den Lohn 
ausgezahlt, das sei die übliche Vorgehensweise gewesen. Sie habe nicht gese-
hen, wie das Geld ausgepackt worden sei. Auch beim ersten Mal habe sie Geld 
von der Schweiz in die Dominikanische Republik mitgenommen, in einem Paket 
von ähnlicher Grösse wie beim zweiten Mal. Ihren Lohn habe sie nach dem Abho-
len des Geldpaketes erhalten, einmal eine Woche und ein anderes Mal fünf Stun-
den danach. Sie habe nicht sehen dürfen, wie viel Geld es gewesen sei, welches 
sie zurückgenommen habe; sie hätten das Geld jeweils sofort geholt (cl. 19 
pag. 18.3.200 ff.). Anlässlich der Verhandlung vor Strafgericht Basel-Stadt vom 
18. Juni 2004 führte D. aus, sie hätten ihr für die Rückreise zwei Koffer gekauft. 
Sie habe Geld in die Dominikanische Republik zurückgenommen, sie wisse nicht 
wie viel, sie hätten es in einen Koffer gepackt, es sei ein Paket gewesen, sie habe 
gewusst, dass es Geld gewesen sei. Sie sei allein zurückgeflogen und dann ins 
Haus ihrer Mutter gegangen. Sie sei abgeholt worden und sie hätten den Koffer 
mitgenommen (cl. 19 pag. 18.3.290).  

 Im Verfahren gegen den Angeklagten sagte D. als Zeugin in der direkten Konfron-
tation mit dem Angeklagten am 18. April 2006 aus, sie sei jeweils mit einem ande-
ren (als dem in die Schweiz mitgebrachten) Koffer in die Dominikanische Republik 
zurückgereist; diese Koffer habe sie in Zürich selber gekauft. Auf entsprechende 
Frage bestätigte sie, für ihre beiden ersten Drogenlieferungen in die Schweiz im 
Januar 2003 und im Juni 2003 USD 13'000 bzw. USD 10'000 erhalten zu haben. 
Auf weitere Frage hin, ob sie bei den ersten beiden Reisen auf dem Rückweg in 
die Dominikanische Republik Bargeld in Paketen, die wie Geschenkpakete aus-
gesehen hätten, mitgenommen habe, verneinte sie dies vorerst, hielt dann aber 
dafür, es sei so gewesen. Sie habe nicht gesehen, wie viel Geld sich in den Pake-
ten befunden habe; sie habe nicht sicher gewusst, dass sich in den Paketen Geld 

- 23 - 

befunden habe, sondern habe dies nur angenommen. Die Pakete habe sie beide 
Male von der gleichen Person erhalten, aber nicht von F., und habe diese beide 
Male der gleichen Person in Santo Domingo ausgehändigt (cl. 12 pag. 12.1.34-
12.1.38). Auf entsprechende Frage führte sie in der Konfrontationseinvernahme 
weiter aus, sie habe beide Male gleich nach der Aushändigung des Koffers, wel-
chen sie in die Schweiz transportiert habe, in der Wohnung im Gegenzug ihren 
Lohn erhalten und gleichzeitig auch das Paket für die Dominikanische Republik. 
Auf Vorhalt einer früheren Aussage hielt sie dagegen dafür, sie habe das Geld 
(gemeint ihren Lohn) beide Male an ihrem Abreisetag ausgehändigt erhalten, und 
habe das Geld noch in Zürich nachgezählt. Sie wisse nicht, was in den Paketen 
gewesen sei; sie habe jeweils neben dem Paket noch das Bargeld für sich ausge-
händigt erhalten (cl. 12 pag. 12.1.44 ff.). Als Zeugin am 14. August 2007 rechtshil-
feweise in den USA befragt gab D. zu Protokoll, der Drogenabnehmer habe ihr im 
Januar 2003 vor der Rückkehr in die Dominikanische Republik einen Koffer mit 
neuen Kleidern gegeben. Sie glaube jedoch, dass sich in diesem Koffer auch Geld 
befunden habe, denn sie habe die Anweisung erhalten, nicht in den Koffer zu 
schauen. Den Koffer habe sie bei der Ankunft in der Dominikanischen Republik 
C.’s Bruder, I., übergeben. Die Belohnung habe sie danach von C.’s Bruder in ei-
nem Restaurant in Santo Domingo erhalten. Bezüglich der Reise im Juni 2003 
sagte D. aus, der Drogenabnehmer habe ihr einen leeren Koffer gegeben, um ihre 
Kleider zu transportieren. Sie habe nur ihre Kleider im Koffer gehabt; den leeren 
Koffer habe sie dann in der Dominikanischen Republik I. gegeben, vor der Über-
gabe habe sie den Koffer bei sich zu Hause aufbewahrt (cl. 33 pag. 18.5.361 f.).  

6.2.3 Diese Aussagen sind nicht nur widersprüchlich, sondern wechselhaft und damit 
inkonsistent, sodass sich die Widersprüche auch nicht mit der längeren zeitlichen 
Distanz zum Geschehen oder allfälligen Erinnerungslücken erklären liessen; sol-
che machte D. überdies auch mehr als vier Jahre nach ihren Kurierdiensten nicht 
namhaft. Solche sich widersprechenden Aussagen der gleichen Person erbringen 
nicht den Nachweis, dass die Kurierin nach erfolgtem Drogentransport vor ihrer 
Rückkehr Geld zwecks Verbringen in die Dominikanische Republik erhalten hat – 
sei es Geld, welches sie dort hat abliefern müssen, sei es ihr eigener Kurierlohn. 
Ebenso wenig ist erstellt, dass es, wie von der Anklagebehörde behauptet, der 
Angeklagte war, welcher D. Geld zwecks Rücknahme übergeben oder ihr den Ku-
rierlohn in der Schweiz ausgehändigt hat. Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, 
ob die von D. erwähnten Gelder aus dem Verkauf des von ihr in die Schweiz 
transportierten Kokains, mithin aus einem Verbrechen, stammten und der Ange-
klagte dies auch gewusst hat. 

6.2.4 Der Angeklagte ist nach dem Gesagten vom Vorwurf der Geldwäscherei gemäss 
Anklagepunkt I.3.a freizusprechen. 

- 24 - 

6.3 Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten in Anklageziffer I.3.b. vor, er habe 
sich der Geldwäscherei schuldig gemacht, indem er zumindest einen Teil der von 
ihm mittels Entgegennahme sowie Verkaufs bzw. Weitergabe des Kokains erlang-
ten Vermögenswerte in eine ihm ganz oder teilweise als Vermögenswert zuzu-
rechnende Liegenschaft in der Dominikanischen Republik investiert habe. 

6.3.1 Es kann offen bleiben, ob die Anklageschrift in diesem Punkt den formellen, an sie 
zu stellenden Anforderungen genügt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_421/2009 
vom 25. August 2009 E. 2), denn ein Investieren von aus dem Drogenhandel 
stammendem Geld in eine dem Angeklagten zumindest teilweise zuzurechnende 
Liegenschaft in der Dominikanischen Republik ist aktenmässig nicht erstellt. 

6.3.2 Die Bundesanwaltschaft stützt sich zum Beweis auf das bereits vorne (E. 4.3.3) 
erwähnte Protokoll eines Telefongesprächs vom 1. November 2005, welches der 
Angeklagte mit einer Frau geführt hat (cl. 1 pag. 5.1.123 = cl. 30 pag. 13.2.318). 
Allein aufgrund dieses Telefongesprächs und der Aussagen des Angeklagten 
lässt sich – unter Hinweis auf die zitierte Erwägung – weder ein Geldfluss in die 
Dominikanische Republik, welcher als Geldwäschereihandlung unter den Tatbe-
stand von Art. 305bis StGB subsumiert werden könnte, nachweisen, noch dass es 
der Angeklagte war, welcher der Täter gewesen wäre, noch dass eine Investition 
von aus einem Verbrechen stammendem Geld stattgefunden hätte, noch dass der 
Angeklagte in irgendeiner Form an dem im Telefongespräch erwähnten Haus in 
Santo Domingo beteiligt gewesen wäre. Dieser Anklagevorwurf ist demzufolge 
nicht rechtsgenügend erstellt; weitere Aktenstellen, welche diesen Anklagevorwurf 
stützen könnten, werden weder namhaft gemacht noch sind solche ersichtlich. 

6.3.3 Der Angeklagte ist somit auch mit Bezug auf Anklagepunkt I.3.b freizusprechen. 

7. Strafzumessung 

7.1 Die hier interessierenden strafbaren Handlungen wurden vor dem Inkrafttreten der 
revidierten Allgemeinen Bestimmungen des Strafgesetzbuches am 1. Januar 2007 
begangen. Das neue Recht ist jedoch anzuwenden, wenn es für den Täter milder 
ist (Art. 2 Abs. 2 StGB). Diese Frage ist hier unter dem Blickwinkel der bei jedem 
Tatbestand angedrohten Sanktionen separat zu beantworten (vgl. vorne E. 2). 

7.1.1 Bei qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz drohte des-
sen alter Art. 19 Ziff. 1 Zuchthaus oder Gefängnis nicht unter einem Jahr, womit 
eine Busse bis zu 1 Mio. Franken verbunden werden konnte, an, wogegen seit 
1. Januar 2007 eine Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr, welche mit einer Geld-
strafe verbunden werden kann, angedroht ist (Art. 19 Ziff. 1 BetmG). Der Ange-
klagte hat mehrere Widerhandlungen begangen, weshalb der konkrete Strafrah-

- 25 - 

men anhand der Konkurrenzregel zu bestimmen ist. Diese sieht vor, dass das Ge-
richt den Täter zu der Strafe der schwersten Straftat verurteilt und diese ange-
messen erhöht; dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebun-
den (Art. 49 StGB; Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB). Die Strafschärfung bei mehrfa-
cher qualifizierter Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG führt weder nach al-
tem noch nach neuem Recht zu einer höheren Obergrenze des Strafrahmens; 
diese beträgt 20 Jahre Freiheitsstrafe (Art. 40 StGB; Art. 35 aStGB). Die Frage 
des milderen Rechts entscheidet sich somit anhand der Vollzugsform (E. 2.1). 
Nach neuem Recht ist der bedingte Vollzug einer Freiheitsstrafe von einer Dauer 
bis zu zwei Jahren möglich (Art. 42 Abs. 1 StGB); diese Grenze lag bisher bei 
18 Monaten (Art. 41 Ziff. 1 aStGB). Neu ist zudem der teilbedingte Vollzug von 
Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren möglich (Art. 43 Abs. 1 StGB). Die höchstzu-
lässige Geldstrafe beträgt Fr. 1'080'000.– (Art. 34 StGB) und ist damit Fr. 80'000.– 
höher als die unter altem Recht mögliche Busse von 1 Mio. Franken. Bei Aus-
sprechung einer Geldstrafe ist der bedingte Vollzug möglich (Art. 42 Abs. 1 StGB) 
– allerdings in Kombination nur mit bedingter Freiheitsstrafe (Urteil des Bundesge-
richts 6B_921/2008 vom 21. August 2009 E. 6.5) –, während eine Busse sowohl 
nach altem als auch nach neuem Recht nur unbedingt ausgefällt werden kann 
(Art. 48 f. aStGB; Art. 42 Abs. 4 StGB). Aufgrund des Tatverschuldens erscheint 
vorliegend eine Freiheitsstrafe in einem Bereich, in welchem nach neuem Recht 
der teilbedingte Vollzug möglich ist, nicht ausgeschlossen. Angesichts der finan-
ziellen Verhältnisse des Angeklagten ist eine zusätzliche pekuniäre Strafe ausge-
schlossen. Hinsichtlich der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz stellt das neue Recht somit das mildere dar.  

7.1.2 Anders verhält es sich bei der Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG: Dieser Tat-
bestand droht neu nur Busse an (vgl. AS 2006 3537), während altrechtlich neben 
Busse auch Haft angedroht war (wobei eine Verbindung dieser Strafen möglich 
war, Art. 50 Abs. 2 aStGB). Dieser Tatbestand ist somit neurechtlich in objektiver 
Hinsicht milder, da eine pekuniäre Strafe generell milder ist als eine Freiheitsstrafe 
(BGE 134 IV 82 E. 7.2.2 S. 90). In Konkurrenz mit der qualifizierten Widerhand-
lung gegen das Betäubungsmittelgesetz spielt indes die Regel von Art. 49 StGB 
nicht; diese gelangt nur bei gleichartigen Strafarten zur Anwendung. Dies hätte 
zur Folge, dass nebst einer Freiheitsstrafe für die vom Angeklagten begangenen 
Verbrechen zwingend eine Busse für dessen Übertretungen auszusprechen wäre 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_65/2009 vom 13. Juli 2009 E. 1.2). Da die Kon-
sumhandlungen vorliegend aufgrund des Verschuldens des Angeklagten in der 
auszufällenden Freiheitsstrafe aufgehen können, ohne dabei faktisch straferhö-
hend ins Gewicht zu fallen (E. 7.3), ist auf diese Übertretungen das alte Recht an-
zuwenden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_130/2008 vom 23. Mai 2008 E. 2.3). 

- 26 - 

7.2  

7.2.1 Der am 1. Januar 2007 in Kraft getretene neue Allgemeine Teil des Strafgesetz-
buches hat die bisher geltenden Strafzumessungsgrundsätze in Art. 47 Abs. 1 
beibehalten. Das Gericht misst danach die Strafe nach dem Verschulden des Tä-
ters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die 
Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens 
wird in Art. 47 Abs. 2 StGB – in Kodifizierung der Rechtsprechung zu Art. 63 
aStGB – dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung 
oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes, nach der Verwerflichkeit des Han-
delns, den Beweggründen und den Zielen des Täters sowie danach bestimmt 
wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage 
war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Das Gesetz führt dabei – wie 
schon in Art. 63 aStGB – weder alle in Betracht zu ziehenden Elemente detailliert 
und abschliessend auf, noch regelt es deren exakte Auswirkungen bei der Be-
messung der Strafe. Es liegt daher im Ermessen des Gerichts, in welchem Um-
fang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt (BGE 134 IV 
17 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_650/2007 vom 2. Mai 2008 E. 10.1). Tref-
fen ungleichartige Strafen zusammen, wie etwa Freiheitsstrafe und Geldstrafe, 
sind diese nebeneinander zu verhängen (Urteil des Bundesgerichts 6B_890/2008 
vom 6. April 2009 E. 7.1 mit Hinweisen; BGE 134 IV 82 E. 7.2.5; 102 IV 242 E. II.5 
S. 245 hinsichtlich Art. 68 aStGB), wobei das Gesamtmass der Strafen auch in 
diesem Fall dem Verschulden des Täters entsprechen muss (STRATEN-
WERTH/WOHLERS, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 2. Aufl., 
Bern 2009, Art. 49 N. 2; ebenso bei fakultativer Verbindung von „bedingter“ Frei-
heitsstrafe und pekuniärer Strafe gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB, vgl. BGE 134 IV 1 
E. 4.5.2; 134 IV 53 E. 5.2; 134 IV 82 E. 7.2.6).  

7.2.2 Auch im Betäubungsmittelstrafrecht ist die Strafe vor allem nach dem Verschulden 
des Täters zu bemessen und nicht allein nach der Gefahr, die von den jeweiligen 
Drogen ausgeht. Diese Gefahr ist zwar eines der Elemente, die das Verschulden 
des Täters ausmachen, doch muss sie zusammen mit den übrigen verschuldens-
relevanten Momenten gewertet werden. Weder dem Reinheitsgrad noch der Dro-
genmenge kommt bei der Strafzumessung eine vorrangige Bedeutung zu. Die ge-
naue Betäubungsmittelmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad werden umso 
weniger wichtig, je deutlicher der Mengen-Grenzwert im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 
lit. a BetmG (Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen) überschritten ist. Liegt 
nach dieser Bestimmung ein schwerer Fall vor, so sind der Organisationsgrad und 
der pekuniäre Zweck der Handlung in die Gewichtung des Verschuldens einzube-
ziehen, ohne dass es noch auf eine Subsumtion unter die weiteren Qualifikations-
gründe gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. b und c BetmG ankommt (vgl. E. 3.2). 

- 27 - 

7.3 Der Angeklagte hat sich der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 und 
Ziff. 2 lit. a BetmG und der mehrfachen Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 aBetmG 
schuldig gemacht. Der Strafrahmen umfasst somit Freiheitsstrafe von einem bis 
zu 20 Jahren, Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen und Busse bis Fr. 5'000.– 
(Art. 106 Abs. 1 aStGB). Die Tatmehrheit wirkt sich, wie bereits erwähnt (E. 7.1), 
strafschärfend aus (Art. 49 Abs. 1 StGB; vgl. auch Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1aStGB).  

7.3.1 Das Verschulden des Angeklagten kann nicht mehr als leicht bewertet werden. 
Der Angeklagte hat in zwei Malen eine beträchtliche Menge Kokain für seinen 
Schwager in der Schweiz entgegengenommen und so einen wesentlichen Beitrag 
geleistet, dass Betäubungsmittel in der Schweiz gelagert werden konnten, bei de-
ren Verkauf eine eigentliche Handelstätigkeit ausgeübt werden konnte. Strafmin-
dernd kann ihm angerechnet werden, dass er im Verhältnis zu seinem Schwager 
eine untergeordnete Rolle spielte und diesem einen „verwandtschaftlichen Dienst“ 
erbrachte, als dieser nicht in der Schweiz weilte. Sein Beweggrund lag auch in ei-
ner eigenen finanziellen Bereicherung, hat er doch nach eigenen Angaben für die 
beiden „Dienste“ von seinem Schwager jeweils Fr. 1'000.– erhalten, wobei seine 
Hemmschwelle aufgrund seiner damaligen Arbeitslosigkeit und seiner verwandt-
schaftlichen Beziehung zu C. tiefer angesetzt war. Auch kann ihm zu Gute gehal-
ten werden, dass er vom Schwager offenbar kurzfristig um seine „Dienste“ gebe-
ten wurde und ihm wenig Zeit zum Nachdenken blieb (cl. 38 pag. 38.910.16). Der 
Angeklagte war zur Tatzeit (2003) nicht Drogenkonsument. Er konsumierte ge-
mäss seinen Angaben von Anfang 2005 bis Ende Januar 2006 regelmässig Ko-
kain. Als Kind rauchte er einmal Marihuana (cl. 13 pag. 13.2.8 ff.; cl. 38 
pag. 38.910.16). Demgegenüber wiegt das Verschulden beim – wie er vorliegend 
zu beurteilen ist – rund viereinhalb Monate dauernden strafbaren Konsum gering; 
es ist zwar unklar, weshalb der Angeklagte mit dem Kokainkonsum begann, doch 
konsumierte er gemäss seinen glaubhaften Aussagen seit der Verhaftung – auch 
während der zwischenzeitlichen Haftentlassung – keine Betäubungsmittel mehr. 
Das Verschulden hinsichtlich der Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes 
fällt bei der Gesamtbetrachtung nicht entscheidend ins Gewicht. Die gesetzlich 
vorgesehene Strafschärfung führt demnach faktisch nicht zu einer höheren (Frei-
heits-)Strafe. 

7.3.2 Der Angeklagte ist 36 Jahre alt. Er ist in der Dominikanischen Republik geboren 
und mit mehreren Geschwistern aufgewachsen. Er besuchte dort die Primar- und 
Sekundarschule und danach das Gymnasium; insgesamt ging er zwölf Jahre zur 
Schule. Danach besuchte er Kurse im Bereich Verkauf medizinischer Produkte 
und arbeitete in seiner Heimat in einer Firma im Medikamentenvertrieb. Er heirate-
te erstmals im Jahr 1994, diese Ehe dauerte bis 1995. Im Mai 2002 kam er ein 
erstes Mal als Tourist in die Schweiz, wo er seine heutige Frau kennenlernte. 
Nachdem er für einige Monate in sein Heimatland zurückgekehrt war, reiste er am 

- 28 - 

4. November 2002 erneut in die Schweiz ein und heiratete am 28. Januar 2003 
seine heutige Frau. Aus dieser Ehe ging ein Kind, Jahrgang 2004, hervor. Im No-
vember 2003 kehrte der Angeklagte, offenbar wegen einer Erkrankung seines Va-
ters, in die Dominikanische Republik zurück; seit dem 10. April 2005 lebt er wieder 
in der Schweiz. Der Angeklagte und seine Ehefrau werden seit der Heirat vom 
Sozialamt unterstützt; seine von der Dominikanischen Republik stammende Ehe-
frau, welche ein Kind (Jahrgang 2001) in die Ehe mitbrachte, lebte schon zuvor in 
der Schweiz. Im Frühling 2007 nahm der Angeklagte eine Temporäranstellung an, 
dies bis zu seiner erneuten Verhaftung (cl. 38 pag. 38.910.9, cl. 30 pag. 13.2.312 
ff., cl. 27 pag. 3.2.3.15 ff., cl. 13 pag. 13.2.2 ff., mit leicht abweichenden Angaben 
betreffend Ausbildung). Der Angeklagte weist eine Vorstrafe wegen Betäubungs-
mitteldelikten in den USA aus dem Jahre 1996 (eventuell 1997, cl. 24 
pag. 18.5.24) aus; von der ihm auferlegten Freiheitsstrafe von drei Jahren ver-
büsste er bis März 1998 rund 16 Monate. Danach nahm er an einem militärischen 
Programm für Jugendliche teil, welches Wiedereingliederungszwecke verfolgte 
(cl. 27 pag. 3.2.3.22 f., cl. 30 pag. 13.2.285, cl. 38 pag. 38.910.9 f.). In der 
Schweiz weist der Angeklagte gemäss Strafregisterauszug vom 7. August 2008 
keine Vorstrafen auf (cl. 38 pag. 38.230.3). Die Bundesanwaltschaft beantragte 
den Beizug von Akten betreffend eines im Kanton Zürich im Jahr 2002 gegen den 
Angeklagten wegen Widerhandlung gegen das ANAG geführten Strafverfahrens 
(c. 38 pag. 38.510.4). Gemäss Auskunft der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons 
Zürich vom 31. Juli 2008 wurde kein Verfahren gegen den Angeklagten geführt 
(cl. 38 pag. 38.250.2). Während der Haft arbeitete der Angeklagte nach eigenen 
Angaben die ganze Zeit über im Hausdienst und belegte einen Deutschkurs 
(cl. 38 pag. 38.910.11). Der Angeklagte hat sich seit Verübung der Betäubungs-
mitteldelikte, mithin seit Ende Januar 2006, wohl verhalten und gab zu keinen wei-
teren Klagen Anlass. Im Hinblick auf die Hauptverhandlung kündigte er im Haupt-
anklagepunkt ein Teilgeständnis an, welches er an der Hauptverhandlung ablegte, 
während er den Betäubungsmittelkonsum von Anbeginn eingestand. Zum Beweg-
grund für sein Geständnis befragt erklärte der Angeklagte dem Gericht, dass es 
für ihn vorher schwierig gewesen wäre, über seinen Schwager zu sprechen. Nach 
dessen Tod habe er eine Trauerzeit einhalten und auch aus Respekt dem Toten 
gegenüber etwas zurückbehalten müssen (cl. 38 pag. 38.910.18). Er bezeichnete 
sich als „sehr reuig“ und beteuerte, dass es ihm „sehr leid“ tue. Er habe ein desor-
ganisiertes Leben geführt und wolle wieder einen geraden Weg gehen, auch we-
gen seiner Kinder; diesen wolle er eine gute Zukunft ermöglichen. Er bezahle ei-
nen hohen Preis, auch wegen der Kinder (cl. 38 pag. 38.910.5, 38.910.11, 
38.910.17).  

7.3.3 Dem nicht mehr als leicht zu gewichtenden Verschulden wegen mehrfacher quali-
fizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Übertretung des-
selben stehen sowohl straferhöhende als auch strafmindernde Faktoren gegen-

- 29 - 

über. Erhöhend fällt die einschlägige ausländische Vorstrafe ins Gewicht 
(WIPRÄCHTIGER, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 47 StGB N. 102). 
Der Angeklagte wurde trotz Verbüssung einer Freiheitsstrafe wegen Drogendelik-
ten und Teilnahme an einem Wiedereingliederungsprogramm nach wenigen Jah-
ren rückfällig. Mindernd wirken sich das Wohlverhalten seit der Tat, die gute Füh-
rung in der Untersuchungshaft, eine leicht erhöhte Strafempfindlichkeit aufgrund 
seiner familiären Situation (WIPRÄCHTIGER, a.a.O., Art. 47 StGB N. 118) sowie in 
geringem Masse das Geständnis aus; Letzteres erfolgte erst zu einem sehr spä-
ten Zeitpunkt im Verfahren, auch wenn der Angeklagte hiefür nachvollziehbare 
persönliche Gründe namhaft gemacht hat (WIPRÄCHTIGER, a.a.O., Art. 47 StGB 
N. 131). Die fehlende Kooperation im Verfahren ist nicht straferhöhend zu berück-
sichtigen; die vom Angeklagten sehr spät offenbarte Einsicht und Reue wirken 
sich noch leicht strafmindernd aus (WIPRÄCHTIGER, a.a.O., Art. 47 StGB N. 130). 

7.3.4 In Würdigung aller Umstände erscheint dem Verschulden eine Freiheitsstrafe von 
drei Jahren angemessen. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse des Angeklagten 
ist es nicht opportun, im Rahmen des Gesamtverschuldens Freiheitsstrafe mit 
Geldstrafe (für die Verbrechen) oder Busse (für die Übertretungen) zu verbinden. 
An die Freiheitsstrafe ist die ausgestandene Untersuchungshaft anzurechnen 
(Art. 51 StGB); diese dauerte 479 Tage (im Ermittlungsverfahren 85 Tage, cl. 27 
pag. 1.54, in der Voruntersuchung 163 Tage, cl. 27 pag. 1.64 f., danach bis zur 
Bewilligung des vorzeitigen Strafantritts 231 Tage, cl. 38 pag. 38.880.43 ff.).  

7.4  

7.4.1 Das Gericht kann den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr 
und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um 
dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 
StGB). Der unbedingt vollziehbare Teil darf die Hälfte der Strafe nicht übersteigen 
(Art. 43 Abs. 2 StGB). Sowohl der aufgeschobene wie auch der zu vollziehende 
Teil muss bei einer teilbedingten Freiheitsstrafe mindestens sechs Monate betra-
gen (Art. 43 Abs. 3 StGB). Ein Aufschub des Strafvollzugs in vollem Umfang der 
zu verhängenden Strafe fällt vorliegend schon objektiv nicht in Betracht, da hiefür 
bei einer Freiheitsstrafe die Obergrenze zwei Jahre beträgt (Art. 42 Abs. 1 StGB). 
Möglich ist nur ein teilweiser Aufschub: Gemäss Art. 43 StGB kommt bei einer 
Freiheitsstrafe von drei Jahren ein Aufschub der Strafe im Umfang von 18 bis 30 
Monaten in Betracht, denn der Rahmen für den zwingend zu vollziehenden Teil 
beträgt sechs bis 18 Monate. Im für den Täter günstigsten Fall können bei einer 
Freiheitsstrafe von drei Jahren Strafteile von sechs Monaten Freiheitsstrafe unbe-
dingt mit zweieinhalb Jahren bedingt verbunden werden (BGE 134 IV 1 E. 5.6).  

- 30 - 

7.4.2 Grundvoraussetzung für die teilbedingte Strafe im Sinne von Art. 43 StGB ist, 
dass eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. Zwar fehlt ein entspre-
chender Verweis auf Art. 42 StGB, nach welcher Bestimmung eine Freiheitsstrafe 
von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel aufzu-
schieben ist, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Tä-
ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten, doch ergibt 
sich dies aus Sinn und Zweck von Art. 43 StGB. Wenn und soweit die Legalprog-
nose des Täters nicht schlecht ausfällt, verlangt die Bestimmung, dass zumindest 
ein Teil der Strafe auf Bewährung ausgesetzt wird. Umgekehrt gilt, dass bei einer 
Schlechtprognose auch ein bloss teilweiser Aufschub der Strafe nicht gerechtfer-
tigt ist. Denn wo keinerlei Aussicht besteht, der Täter werde sich in irgendeiner 
Weise durch den – ganz oder teilweise – gewährten Strafaufschub beeinflussen 
lassen, muss die Strafe in voller Länge vollzogen werden. Die subjektiven Vor-
aussetzungen von Art. 42 StGB gelten mithin auch für die Anwendung von Art. 43 
StGB (BGE 134 IV 1 E. 5.3.1). Für Freiheitsstrafen, die über der Grenze für be-
dingte Strafen – also zwischen zwei und drei Jahren – liegen, sieht Art. 43 StGB 
einen eigenständigen Anwendungsbereich vor. An die Stelle des vollbedingten 
Strafvollzuges tritt der teilbedingte Vollzug, wenn die subjektiven Voraussetzun-
gen dafür gegeben sind. Der Zweck der Spezialprävention findet seine Grenze am 
gesetzlichen Erfordernis, dass angesichts der Schwere des Verschuldens wenigs-
tens ein Teil der Strafe zu vollziehen ist (BGE 134 IV 1 E. 5.5.1). Im Bereich der 
zwei Jahre übersteigenden Freiheitsstrafen ist bei der Bestimmung der Vollzugs-
form dem Verschuldenskriterium gemäss Art. 43 StGB mithin dadurch Rechnung 
zu tragen, als das Verhältnis der beiden Strafteile so festzusetzen ist, dass darin 
die Wahrscheinlichkeit der Legalbewährung des Täters einerseits und dessen 
Einzeltatschuld anderseits hinreichend zum Ausdruck kommen. Je günstiger die 
Prognose und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat, desto grösser muss der auf 
Bewährung ausgesetzte Strafteil sein. Der unbedingte Strafteil darf dabei das un-
ter Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht unterschrei-
ten (BGE 134 IV 1 E. 5.6).  

7.4.3 Dem Angeklagten kann trotz des Rückfalls noch eine günstige Prognose im Sinne 
von Art. 42 StGB gestellt werden: Eine allfällige Bereitschaft zu künftigem Delin-
quieren erscheint rein objektiv schon dadurch gemindert, als sein Schwager – 
mutmasslich im Zusammenhang mit Drogengeschäften – eines gewaltsamen To-
des starb und verwandtschaftliche „Dienste“ in dessen Auftrag nicht mehr möglich 
sind. Anderweitige Kontakte im Zusammenhang mit Drogen als zu seinem 
Schwager und zu D., welche mit 15 Jahren Landesverweisung belegt worden ist 
(cl. 19 pag. 18.3.301), hatte der Angeklagte nicht. Er versicherte an der Hauptver-
handlung glaubhaft, dass er sich vor den Entgegennahmen des Kokains zu wenig 
Gedanken über die Konsequenzen – sowohl für sich als auch für die Gesundheit 
von Mitmenschen – gemacht habe und sich künftig wohl verhalten wolle, dies na-

- 31 - 

mentlich auch, um seinen Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Unter dem 
Gesichtspunkt des Verschuldens ist festzuhalten, dass der Beitrag des Angeklag-
ten zum Gelingen der Drogeneinfuhren nicht von zentraler Bedeutung war; schon 
seine Rolle bei den Betäubungsmitteldelikten in den USA war, kann man seinen 
Darlegungen Glauben schenken, von eher untergeordneter Art. Dem dennoch 
nicht leichten Verschulden des Angeklagten ist unter diesen Umständen jedoch 
Genüge getan, wenn die Hälfte der Strafe vollzogen wird. Somit können 
18 Monate der Freiheitsstrafe aufgeschoben werden; der Rest ist zu vollziehen. 

7.4.4 Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt 
es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB). 
Vorliegend erscheint eine Probezeit von zwei Jahren angemessen.  

7.5 Der Kanton Zürich ist als Vollzugskanton zu bestimmen (Art. 241 Abs. 1 BStP). 

8. Einziehung 

8.1  

8.1.1 Das Gericht verfügt ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimmten Person 
die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat gedient haben 
oder bestimmt waren oder die durch eine Straftat hervorgebracht worden sind, 
wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öf-
fentliche Ordnung gefährden (Art. 58 Abs. 1 aStGB). Die Sicherungseinziehung ist 
vom Gericht unter diesen Voraussetzungen von Amtes wegen zu verfügen. Das 
Gericht hat dabei eine Prognose darüber anzustellen, ob es hinreichend wahr-
scheinlich ist, dass der Gegenstand in der Hand des Täters in der Zukunft die Si-
cherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ordnung gefährdet 
(BGE 130 IV 143 E. 3.3.1). Es kann die Vernichtung oder das Unbrauchbarma-
chen der eingezogenen Gegenstände anordnen (Art. 58 Abs. 2 aStGB).  

8.1.2 Gemäss Art. 59 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB hat das Gericht die Einziehung von Vermö-
genswerten zu verfügen, die durch eine strafbare Handlung erlangt worden sind 
oder dazu bestimmt waren, eine strafbare Handlung zu veranlassen oder zu be-
lohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustandes ausgehändigt werden. Eine Straftat im Sinne von Art. 59 Ziff. 1 aStGB 
ist nur gegeben, wenn der Tatbestand in objektiver sowie subjektiver Hinsicht er-
füllt ist; insbesondere Vorsatz ist unabdingbar, nur das Verschulden ist entbehrlich 
(BGE 129 IV 305 E. 4.2.1 S. 310). Nach Absatz 2 dieser Bestimmung ist die Ein-
ziehung ausgeschlossen, wenn ein Dritter die Vermögenswerte in Unkenntnis der 
Einziehungsgründe erworben hat und soweit er für sie eine gleichwertige Gegen-
leistung erbracht hat oder die Einziehung ihm gegenüber sonst eine unverhältnis-

- 32 - 

mässige Härte darstellen würde. Wenn die der Einziehung unterliegenden Vermö-
genswerte nicht mehr vorhanden sind, hat das Gericht gemäss Art. 59 Ziff. 2 
Abs. 1 aStGB auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe zu erkennen.  

8.1.3 Die seit 1. Januar 2007 geltenden Bestimmungen der Einziehung (Art. 69-72 
StGB) sind materiell unverändert geblieben und damit nicht milder; es ist somit 
das zur Tatzeit geltende Recht anzuwenden (Art. 2 Abs. 2 StGB, Ziff. 2 Abs. 1 der 
Schlussbestimmungen der Änderung vom 13. Dezember 2002 e contrario). 

8.2 Die Bundesanwaltschaft beantragt, die sichergestellten Ausweispapiere – auf den 
Namen des Angeklagten lautender Reisepass der Dominikanischen Republik so-
wie Identitäts- und Wahlberechtigungskarte der Dominikanischen Republik – seien 
dem Angeklagten zurückzugeben (bzw. zu diesem Zweck der Vollzugsbehörde zu 
übergeben), das sichergestellte Mobiltelefon sei als Deliktswerkzeug einzuziehen.  
 
Weder der sichergestellte Reisepass (cl. 7 pag. 8.2.1.35 f.) noch die sichergestell-
te Identitäts- und Wahlberechtigungskarte (cl. 7 pag. 8.2.1.6) haben zur Begehung 
einer Straftat gedient, noch wurden diese Dokumente durch eine strafbare Hand-
lung hervorgebracht. Dasselbe ist für das sichergestellte Mobiltelefon zu sagen. 
Den Akten kann nicht entnommen werden, dass dieses Telefon dem Angeklagten 
bei der Entgegennahme der beiden Kokainlieferungen gedient hätte oder dass es 
aus einer Straftat hervorgebracht worden wäre. Die Voraussetzungen für eine 
Einziehung sind daher nicht erfüllt. Die genannten Gegenstände sind demzufolge 
dem Angeklagten auszuhändigen (mit Entscheid der Strafkammer vom 21. Okto-
ber 2008 wurden die Ausweispapiere dem Verurteilten auf dessen Gesuch hin vor 
Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids ausgehändigt [SN.2008.38]).  
 
Sämtliche übrigen im Ermittlungsverfahren beim Angeklagten bzw. in dessen 
Wohnung sichergestellten Gegenstände (cl. 7 pag. 8.2.1.4 ff.) wurden bereits von 
der Bundesanwaltschaft dem Berechtigten zurückgegeben (cl. 7 pag. 8.2.1.47 ff.). 

8.3 Die Bundesanwaltschaft stellt keinen Antrag auf Einziehung von Vermögenswer-
ten bzw. verzichtet ausdrücklich darauf, die Festsetzung einer Ersatzforderung zu 
beantragen, dies unter Hinweis auf deren Uneinbringlichkeit (cl. 38 pag. 38.910.4).  

8.3.1 Es ist erstellt, dass der Angeklagte für die Entgegennahme der beiden Koffer, 
welche jeweils Kokain enthielten, von seinem Schwager im Jahr 2003 insgesamt 
Fr. 2'000.– erhalten hat (E. 4.3.3). Dieses Geld stellt eine Belohnung für strafbare 
Handlungen dar und ist grundsätzlich, sofern noch vorhanden, einzuziehen. Es ist 
aber ebenso erstellt, dass der Angeklagte von der Sozialhilfe lebt und über kein 
Barvermögen verfügt. Es muss daher davon ausgegangen werden, dass das er-
haltene Geld nicht mehr vorhanden ist; an der Hauptverhandlung gab der Ange-

- 33 - 

klagte zu Protokoll, dass er das Geld verbraucht habe (cl. 38 pag. 38.910.15), was 
angesichts seiner damaligen wie heutigen finanziellen Lage glaubwürdig er-
scheint. Eine Einziehung dieser Vermögenswerte ist somit nicht mehr möglich. 

8.3.2 Nach dem Gesagten wäre, da die der Einziehung unterliegenden Vermögenswer-
te nicht mehr vorhanden sind, grundsätzlich auf eine Ersatzforderung zu erkennen 
(Art. 59 Ziff. 2 Abs. 1 aStGB; E. 8.1). Das Gericht kann von einer Ersatzforderung 
ganz oder teilweise absehen, wenn diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder 
die Wiedereingliederung des Betroffenen ernstlich behindern würde (Art. 59 Ziff. 2 
Abs. 2 aStGB). Der Angeklagte verfügt über kein Erwerbseinkommen oder Ver-
mögen; er hat Schulden von Fr. 1'100.–. Er und seine Familie werden seit Jahren, 
auch im vorzeitigen Strafvollzug des Angeklagten, vollumfänglich von der öffentli-
chen Hand unterstützt (cl. 38 pag. 38.270.2 ff., 38.910.10). Demnach ist davon 
auszugehen, dass eine Ersatzforderung uneinbringlich wäre. Aus diesem Grund 
ist davon abzusehen. 

9. Kosten 

9.1 Dem Verurteilten werden in der Regel die Kosten des Strafverfahrens einschliess-
lich derjenigen des Ermittlungsverfahrens, der Voruntersuchung sowie der Ankla-
geerhebung und -vertretung auferlegt. Das Gericht kann ihn aus besonderen 
Gründen ganz oder teilweise von der Kostentragung befreien (Art. 172 Abs. 1 
BStP; vgl. ferner Art. 246 BStP). 

9.2 Der Ersatz der bei der Bundesanwaltschaft, bei der Bundeskriminalpolizei und 
beim Untersuchungsrichteramt entstandenen Verfahrenskosten (Gebühren und 
Auslagen) bestimmt sich nach der Verordnung vom 22. Oktober 2003 über die 
Kosten der Bundesstrafrechtspflege (SR 312.025). Diese gibt für die einzelnen 
Verfahrensschritte je einen Gebührenrahmen vor (Art. 4); bei der Festlegung der 
Gebühren sind die Bedeutung des Falls sowie der Zeit- und Arbeitsaufwand zu 
berücksichtigen (Art. 3 Abs. 1). Die Auslagen sind je so festzulegen, wie sie be-
züglich des einzelnen Angeklagten anfielen (Art. 5). Die Gebühr für das gerichtli-
che Verfahren bemisst sich nach dem Reglement vom 11. Februar 2004 über die 
Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32). 

9.2.1 Die Bundesanwaltschaft macht Gebühren für das gerichtspolizeiliche Ermittlungs-
verfahren von Fr. 5'700.–, für die Voruntersuchung von Fr. 5'000.– und für die An-
klagevertretung von Fr. 2'500.– geltend (cl. 38 pag. 38.710.7). Diese Gebühren 
erscheinen aufgrund des getätigten Aufwandes, namentlich angesichts des Aus-
landbezugs mit zahlreichen Rechtshilfeverfahren in verschiedenen Ländern, an-
gemessen. Für das Gerichtsverfahren ist die Gebühr auf Fr. 3'000.– festzusetzen. 

- 34 - 

9.2.2 Die Bundesanwaltschaft macht für das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren, 
die Voruntersuchung und die Anklagevertretung insgesamt Fr. 85’568.– Auslagen 
geltend (cl. 38 pag. 38.710.7 f.). Davon entfallen Fr. 21'031.05 auf die Kosten der 
amtlichen Verteidigung; diese sind separat zu behandeln (hinten E. 10). Die aus-
gewiesenen Kosten der Untersuchungshaft betragen bis zum 30. März 2008 
Fr. 56'935.– (Fr. 13'120.– für die Haft vom 3. Februar 2006 bis 25. April 2006, 
cl. 34 pag. 20.162 f.; Fr. 28'800.– für die Haft vom 5. Juli 2007 bis 31. Dezember 
2007, cl. 38 pag. 38.710.5 f.; Fr. 15'015.– für die Haft vom 1. Januar 2008 bis 
31. März 2008, cl. 34 pag. 20.278 = cl. 38 pag. 38.710.9). Hinzu kommen die 
Haftkosten bis zum Antritt des vorzeitigen Strafvollzugs, mithin vom 1. April 2008 
bis 29. Juli 2008, welche noch unbekannter Höhe sind (diese betragen gemäss 
einer Rechnung vom 27. Januar 2009 Fr. 19'800.–, cl. 38 pag. 38.710.13). Von 
den Kosten für die Überwachungsmassnahmen gegen insgesamt drei Verfah-
rensbeteiligte (vgl. Sachverhalt lit. A) von total Fr. 22'648.– (cl. 17 pag. 20.1 ff.) 
können für den Angeklagten Fr. 5'994.– ausgeschieden werden (cl. 38 
pag. 38.710.7). Die namhaft gemachten Übersetzerkosten sind vollumfänglich und 
endgültig vom Staat zu tragen (Art. 6 Abs. 3 lit. e EMRK; BGE 133 IV 324 E. 5.1 
S. 327; 127 I 141 E. 3a. S. 142). Dies gilt auf allen Stufen und bei allen Schritten 
des Verfahrens (BGE 106 Ia 214 E. 4b S. 217). Der Zweck der jeweiligen Über-
setzung ist nicht massgebend. Diese Kosten fallen somit zu Lasten des Staates. 
Für Betreibungsregisterauskünfte fielen Kosten von Fr. 43.– an (cl. 17 pag. 20.17, 
20.20). Die weiteren diversen Auslagen, wie Porti, sind nach gängiger Praxis 
durch die Pauschalgebühr abgegolten (vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts 
SK.2006.26 vom 11. Dezember 2008 E. VI.2.2, SK.2007.15 vom 26. Septem-
ber 2007 E. VI.2.1 und SK.2006.14 vom 5. April 2007 E. VI.2.1). Demnach betra-
gen die zu berücksichtigenden Auslagen insgesamt Fr. 62'972.–. Im Verfahren vor 
Bundesstrafgericht beinhalten die Auslagen die erwähnte Haft. 

9.3 Die dem Verurteilten gemäss Art. 172 Abs. 1 BStP grundsätzlich aufzuerlegenden 
Verfahrenskosten betragen mindestens Fr. 79’172.– (Fr. 16'200.– Gebühren, 
Fr. 62'972.– Auslagen). Aus besonderen Gründen kann der Verurteilte ganz oder 
teilweise von der Kostentragung befreit werden (Art. 172 Abs. 1 Satz 2 BStP). Das 
Gericht kann im Rahmen des ihm zustehenden weiten Spielraum des Ermessens 
von einer vollumfänglichen Kostenauferlegung unter anderem dann absehen, 
wenn die Wiedereingliederung des Täters ernsthaft gefährdet erschiene (Urteil 
des Bundesgerichts 6S.99/2007 vom 28. Juni 2007 E. 7.4.1). Aufgrund der per-
sönlichen Verhältnisse des Verurteilten (vorne E. 7.3.2) müssen die Verfahrens-
kosten als weitgehend uneinbringlich bezeichnet werden. Der Verurteilte hatte 
zwar von Frühling bis Juli 2007 vorübergehend eine Temporärstelle im Bauge-
werbe inne, doch befindet er sich seither in Haft bzw. im vorzeitigen Strafvollzug. 
Er wird, wie auch seine in der Schweiz lebende Familie, seit Jahren vom Sozial-
amt seiner Wohngemeinde unterstützt. Er verfügt nicht über einen Berufsab-

- 35 - 

schluss und nur über mangelhafte Deutschkenntnisse. Er konnte sich in den der 
Inhaftierung vorangegangenen Jahren hierzulande keine berufliche Existenz auf-
bauen. Es ist davon auszugehen, dass sich seine finanzielle Situation in absehba-
rer Zeit nicht wesentlich verbessern wird. Eine Eingliederung des Verurteilten in 
die hiesige Gesellschaft ist nicht oder lediglich minimal gegeben. Eine übermässi-
ge Kostenverpflichtung, welche angesichts seiner Erwerbslosigkeit in eine erhebli-
che Schuldenlast mutieren dürfte, wäre einer Integration sehr abträglich. Es recht-
fertigt sich demzufolge, dem Verurteilten mit Rücksicht auf seine soziale Wieder-
eingliederung nur einen Teil Kosten im Umfang von Fr. 40'000.– aufzuerlegen. 

10. Entschädigung 

10.1 Die Festsetzung der Entschädigung des amtlichen Verteidigers ist gemäss Art. 38 
Abs. 1 BStP vom Gericht vorzunehmen. Die Anwaltskosten umfassen das Hono-
rar und den Ersatz der notwenigen Auslagen (Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 
26. September 2