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**Case Identifier:** 4d5ad184-4743-502a-9681-1f00b1e0a00a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.04.2016 200 2015 1119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1119_2016-04-26.pdf

## Full Text

200 15 1119 IV
FUR/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. April 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/1119, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 8. Juni 2007 mit Hinweis auf eine seit Juni 
2006 bestehende depressive Verstimmung mit Körpersymptomen im Rah-
men einer Erschöpfung bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB oder Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). Nach Abklärungen beruflicher und medizinischer Art sprach ihr die 
IVB nach vorgängig durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 21) insbe-
sondere gestützt auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 10. 
Juni 2008 (AB 18) sowie den Abklärungsbericht Haushalt vom 16. Juni 
2008 (AB 19/2) mit Verfügung vom 11. März 2009 (AB 28) bei einem in 
Anwendung der gemischten Methode (80% Erwerb, 20% Haushalt) ermit-
telten Invaliditätsgrad von 50% ab 1. August 2007 eine halbe Invalidenrente 
zu. Die Verfügung blieb unangefochten. 

Die IVB bestätigte nach 2009 (AB 29) und 2013 (AB 37) durchgeführten 
Rentenrevisionsverfahren jeweils (AB 34 und 44) den weiteren Anspruch 
auf eine halbe Invalidenrente aufgrund eines unveränderten Invaliditäts-
grads. 

B.

Mit Eingabe vom 12. Juli 2014 (AB 45) stellte die Versicherte mit Hinweis 
auf eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes den Antrag auf 
eine Rentenerhöhung. Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen, 
insbesondere nach einer psychiatrischen Verlaufsbegutachtung durch Dr. 
med. C.________ (AB 60.1), stellte die IVB der Versicherten mit Vorbe-
scheid vom 14. September 2015 (AB 62) in Aussicht, das Rentener-
höhungsgesuch abzuweisen, mit der Begründung, seit der ursprünglichen 
Verfügung vom 11. März 2009 (AB 28) sei weder in medizinischer noch 
wirtschaftlicher Sicht eine wesentliche Veränderung eingetreten. Mit 

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Schreiben vom 18. September 2015 (AB 64) wies sich Fürsprecher 
B.________ als Rechtsvertreter der Versicherten aus. Dieser erhob am 13. 
Oktober 2015 (AB 67) Einwände gegen den Vorbescheid. Mit Verfügung 
vom 18. November 2015 (AB 69) entschied die IVB wie im Vorbescheid 
angekündigt. 

C.

Mit Eingabe vom 18. Dezember 2015 liess die Versicherte, weiterhin vertre-
ten durch Fürsprecher B.________, hiergegen Beschwerde erheben mit 
folgenden Rechtsbegehren:

Die Verfügung vom 18. November 2015 sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin 
sei gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100% ab Juli 2014 eine ganze Rente aus-
zurichten, allenfalls unter Rückweisung der Akten an die Beschwerdegegnerin 
zwecks Vornahme weiterer Abklärungen;

- unter Kostenfolge -

Der Beschwerde beigelegt war der Bericht von Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH, 
sowie E.________, Psychotherapeutin FSP, vom 4. Dezember 2015 (Akten 
der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 5). 

Mit Beschwerdeantwort vom 19. Januar 2016 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 

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(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. November 2015 
(AB 69). Streitig und zu prüfen ist die revisionsweise Bestätigung der bisher 
laufenden halben Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli-
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den In-
validitätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invali-
denrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb-
lichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im übli-
chen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben. Dazu gehört die Verbesserung der Ar-
beitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behin-
derung. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gege-
ben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung 
gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349). Eine weitere Diagnosestel-
lung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich relevante Gesundheitsver-
schlechterung oder eine weggefallene Diagnose eine verbesserte gesund-
heitliche Situation, wenn diese veränderten Umstände den Rentenanspruch 
berühren (BGE 141 V 9 E. 5.2 S. 12).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

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2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der rentenzusprechenden Verfügung vom 11. März 2009 (AB 28) mit 
demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 18. November 
2015 (AB 69) zu prüfen, ob in den für den Leistungsanspruch relevanten 
Tatsachen eine wesentliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Mittei-
lungen vom 4. März 2010 (AB 34) und 6. Juni 2013 (AB 44), mit welchen 
jeweils der Invaliditätsgrad von 50% bestätigt wurde, stellen keine Ver-
gleichsbasis dar, da damals keine materielle Überprüfung des Leistungs-
anspruchs tatsächlich stattgefunden hat (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114).

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3.2 Die ursprüngliche, unangefochten gebliebene Verfügung vom 
11. März 2009 (AB 28) stützte sich im Wesentlichen auf das psychiatrische 
Gutachten von Dr. med. C.________ vom 10. Juni 2008 (AB 18). Darin 
diagnostizierte diese mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgra-
dige bis schwere depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 
F32.11; S. 9 Ziff. 4). 

Zum Zeitpunkt der klinischen Untersuchung habe sich eine deutlich de-
pressive Frau mit gravierender affektiver Störung, mit deutlichen formalen 
Denkstörungen, mit psychomotorischer Hemmung und mit chronischer Sui-
zidalität gezeigt. Anamnestische Angaben würden zudem auf Zustände von 
Derealisation und Depersonalisation hinweisen. Eine gewisse vegetative 
Übererregbarkeit sei durchaus objektivierbar. Nicht objektivierbar seien die 
in den Akten erwähnten Flashbacks, wobei deren Vorhandensein durchaus 
plausibel sei angesichts der Vorgeschichte und des Gesamteindrucks. Die 
anderweitig ebenfalls in den Unterlagen postulierte posttraumatische Belas-
tungsstörung könne demzufolge nicht wirklich bestätigt werden. Ob eine 
solche zusätzlich zur gravierenden Depressivität bestehe, habe auf die 
Leistungsfähigkeit und die versicherungsmedizinische Beurteilung aber 
letztlich auch keinen Einfluss. Unbestritten sei eine schwerwiegende Trau-
ma-Anamnese in frühen Kindheitsjahren und ein objektiver deutlich patho-
logischer psychiatrischer Befund, welcher auf das Vorliegen einer schwe-
ren affektiven bzw. depressiven Störung hinweise, die zurzeit ausreichend 
und umfassend behandelt sei (S. 8). 

In ihrer angestammten Tätigkeit als …, noch dazu im Schichtbetrieb, sei die 
Beschwerdeführerin aufgrund ihrer psychiatrischen Störung vollständig 
arbeitsunfähig, was sich im Wesentlichen durch kognitive und formalge-
dankliche sowie antriebsmässige Limitierungen begründen lasse. Durch die 
limitierten kognitiven Funktionen könnten Fehler unterlaufen, welche im … 
rasch fatale Folgen zeitigen könnten. Hinzu komme, dass Nachtarbeit im 
Falle von depressiv kranken Menschen grundsätzlich obsolet sei. In allen 
anderen Tätigkeiten, welche mit einer geringen Verantwortlichkeit und mit 
einer geringen kognitiv-intellektuellen Belastung einhergehen würden, sei 
sie „nur“ aufgrund ihrer Antriebsstörung und ihrer affektiven Beeinträchti-
gungen limitiert (S. 9). In einer derart angepassten Tätigkeit könne ihr ein 

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Pensum von 50% zugemutet und innerhalb dessen eine volle Leistungs-
fähigkeit erwartet werden (S. 10 Ziff. 5.10-14).

3.3 Für den Zeitraum zwischen Erlass der Verfügung vom 11. März 
2009 (AB 28) und der hier angefochtenen Verfügung vom 18. November 
2015 (AB 69) präsentiert sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen 
wie folgt: 

3.3.1 Die behandelnde Hausärztin, Dr. med. F.________, Fachärztin für 
Allgemeine Innere Medizin FMH, stellte in ihrem Verlaufsbericht vom 17. 
Februar 2010 (AB 33) fest, im Vergleich zu ihrem Bericht vom 8. Oktober 
2007 (vgl. AB 11) / 2008 sei keine Änderung der Diagnosen, des Gesund-
heitszustandes oder der Arbeitsfähigkeit eingetreten (S. 1 Ziff. 1-2). Nach 
einer teilstationären Behandlung von Oktober 2008 bis Januar 2009 und 
nachfolgender Weiterführung der ambulanten Psychotherapie hätte sich 
sicher eine Stabilisierung jedoch keine wesentliche Besserung eingestellt. 
Die Beschwerdeführerin habe im weiteren Verlauf eine reduzierte Teilzeit-
stelle angenommen, wo sie nun zu ca. 30% arbeite, was aktuell weiterhin 
an der oberen Grenze bezüglich Belastbarkeit liege (Ziff. 3). 

Im Verlaufsbericht vom 22. Mai 2013 (AB 43) gab Dr. med. F.________ an, 
der Gesundheitszustand habe sich seit 2010 eher verschlechtert (S. 1 Ziff. 
1), in der Diagnosestellung habe sich keine Änderung ergeben (Ziff. 2). Die 
Beschwerdeführerin sei mit ihrem aktuellen Arbeitspensum von ca. 30% 
ausgelastet. Zusätzliche soziale Kontakte oder Freizeitaktivitäten seien 
massiv eingeschränkt (S. 2 Ziff. 1). 

Dr. med. F.________ diagnostizierte in ihrem Bericht vom 9. Juli 2014 (AB 
45/2) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit neben einer mittelschweren 
bis schweren depressiven Verstimmung mit schwerem psychophysischem 
Erschöpfungszustand, zunehmender latenter Suizidalität und ausgeprägter 
Körpersymptomatik (ICD-10 F32.11) eine posttraumatische Belastungs-
störung nach Missbrauch (ICD-10 F43.1). Bei der „Rentenrevision“ vor ei-
nem Jahr habe sie bereits festgehalten, dass sich die gesundheitliche Si-
tuation trotz allen therapeutischen Bemühungen verschlechtert habe. Diese 
Verschlechterung habe sich nun leider im Verlauf des letzten Jahres akzen-
tuiert. Die depressive Verstimmung habe deutlich zugenommen, mit aus-

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geprägter Erschöpfung, Rückzug und Verstärkung der latenten Suizidalität. 
Das bisherige Teilpensum als … in einem … von 30% sei bisher nur mit 
grosser Mühe möglich gewesen. Per 1. Juli 2014 habe der Grad der Ar-
beitsunfähigkeit auf 80% erhöht werden müssen, weshalb der Antrag auf 
vorzeitige Rentenrevision erfolge (S. 1). 

3.3.2 Dr. med. D.________ sowie die Psychotherapeutin FSP Frau 
E.________ diagnostizierten im Bericht vom 18. August 2014 (AB 47) eine 
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine posttraumati-
sche Belastungsstörung (ICD-10 F43.1; S. 1). Trotz Therapie leide die Be-
schwerdeführerin allerdings nach wie vor an massiven Schlafstörungen mit 
Alpträumen. Immer wiederkehrende Ekelgefühle würden sie in der Nacht 
kaum Ruhe finden und entspannen lassen. Sie leide an Flashbacks und 
sich aufdrängenden Bildern. Die körperlichen Beeinträchtigungen seien 
erheblich und würden die Lebensqualität zusätzlich einschränken. Heute 
vergehe kein Tag mehr ohne Schmerzen. Die Grenzen der möglichen 
Tätigkeiten seien eng gesteckt, die Suizidalität sei ein ständiges Thema. 
Die Komplexität der Symptomatik und die bereits seit Jahren bestehenden 
Beschwerden würden eine Prognose schwierig machen. Traumatische 
Kindheitserlebnisse und sexueller Missbrauch würden meist einen langen 
Verarbeitungsprozess erfordern. Die Fortschritte seien auf psychischem 
Gebiet sichtbar, aber - wie aus der Biografie zu erwarten - nicht spekta-
kulär. Die chronischen Schmerzen hätten zugenommen und würden mögli-
che Prozesse verlangsamen. Es sei nicht mit einer raschen gesundheitli-
chen Verbesserung zu rechnen. Auch das 30%-ige Arbeitspensum sei von 
der Beschwerdeführerin nicht mehr zu bewältigen. Die physische Erschöp-
fung und die Schmerzen würden die Depression und die Suizidalität ver-
stärken. Eine ganze Invalidenrente könnte hier Entlastung bringen und die 
Heilungsprozesse weiterbringen (S. 3). 

3.3.3 Dr. med. F.________ führte in ihrem Schreiben vom 2. Oktober 
2014 (AB 49) aus, der Gesundheitszustand habe sich seit den Berichten 
vom 22. Mai 2013 (AB 43) und 9. Juli 2014 (AB 45/2) verschlechtert (S. 1 
Ziff. 1). In den letzten Monaten habe die Erschöpfbarkeit und die latente 
Suizidalität deutlich zugenommen (Ziff. 3). Die Psychotherapie finde 
wöchentlich statt, teilweise auch zweimal pro Woche. Daneben fänden re-

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gelmässige hausärztliche Konsultationen statt. Allenfalls müsse doch eine 
Hospitalisation erfolgen. Die Arbeitsunfähigkeit habe im September 2014 
von 80% auf 100% erhöht werden müssen (Ziff. 4). 

Dr. med. F.________ teilte Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) im Januar 
2015 (AB 54) telefonisch mit, die Verschlechterung bestehe in der Zunah-
me der Depression im Rahmen der posttraumatischen Belastungsstörung. 
Die somatischen Befunde müssten bei der Einschätzung des funktionellen 
Zumutbarkeitsprofils nicht berücksichtigt werden, da die Schmerzen für die 
Beschwerdeführerin zwar ein Thema seien, jedoch im Rahmen der De-
pression zu sehen seien. Nun liege eine schwere und keine mittelgradige 
Depression vor, auch wenn dies im Psychostatus nicht zum Ausdruck 
komme.

3.3.4 Dr. med. C.________ diagnostizierte im psychiatrischen Verlaufs-
gutachten vom 9. Juli 2015 (AB 60.1) neben einer mittelgradigen depressi-
ven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) eine posttrauma-
tische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1; S. 7 Ziff. 4). Im Vordergrund stehe 
eine psychophysische Erschöpfung, körperlich wie seelisch wahrgenom-
men. Damit einhergehen würden Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit und Sui-
zidalität. Weiter würden sich Hinweise auf eine posttraumatische Belas-
tungsstörung in Form von Alpträumen, szenischem Erinnern und Wiederer-
leben, olfaktorischen Triggern mit nachfolgend Einigelungs-/Abkapselungs-
zuständen von überwältigenden körperlichen Reaktionen wie Ekel, Brech-
reiz, Starre und Paralysiertheit ergeben (S. 6). Die depressive Symptomatik 
im engeren Sinne stehe nicht im Vordergrund, sondern die Erschöpfung, 
das ausgelaugt sein, der Schmerz sowohl körperlich als auch seelischer Art 
und damit einhergehend die zunehmende Hoffnungs- und Sinnlosigkeit. 
Der Verlauf sei progressiv, die Ressourcen und die Lebensperspektiven 
würden schwinden, die Aktivität werde nach und nach eingestellt (wegen 
der überlagerten Erschöpfung) und es würden therapeutische Fortschritte 
fehlen (Aussichtslosigkeit). Ein eigentlicher Auslöser für die Verschlechte-
rung, welche seit Sommer 2014 geltend gemacht werde, lasse sich nicht 
finden. Von der Beschwerdeführerin werde die Verschlechterung als 
schleichender Prozess beschrieben, welcher sich über die vergangenen 

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Jahre erstreckt habe, zunächst aber noch teilweise habe kompensiert wer-
den können. Obschon der psychopathologische Befund heute eher diskret 
sei, liege die Verschlechterung des Zustandes auf der Hand, indem die 
soziale Desintegration fortgeschritten sei, das subjektive Befinden schlech-
ter geworden sei und die therapeutischen Bemühungen demgegenüber 
verstärkt worden seien. Die Verschlechterung sei damit lediglich am Para-
meter sozialer Integration zu objektivieren, währenddem sie in psychopa-
thologischen Befunden kaum Niederschlag finde. Angesichts des Krank-
heitsverlaufs, der psychosozialen Entwicklung und der Befunderhebung 
müsse leider konstatiert werden, dass das chronisch-progressive Leiden 
fortgeschritten und die soziale Desintegration grösser geworden sei. Die 
Plausibilität sei vollständig gegeben, die Beschwerdeführerin vermöge ihre 
verbleibenden Kräfte nicht mehr in Tätigkeiten, die den Begriff Arbeit recht-
fertigen würden, umzusetzen. Sie würde schon an der Haushaltsführung 
und Körperpflege scheitern. Ihre ganze Energie verwende sie in therapeuti-
sche Bemühungen, welche aber ebenfalls mässig erfolgreich zu verlaufen 
scheinen würden. Gegenüber der Vorbegutachtung müsse leider festge-
stellt werden, dass die verbleibende Arbeitsfähigkeit weiter geschwunden 
und auch im geschützten Rahmen keine Arbeitstätigkeit mehr zumutbar sei 
(S. 7). 

3.3.5 Gemäss dem Bericht von Dr. med. D.________ und der Psychothe-
rapeutin FSP Frau E.________ vom 4. Dezember 2015 (BB 5) zeige die 
Beschwerdeführerin anamnestisch und aktuell erkennbar die Symptome 
einer posttraumatischen Belastungsstörung. Eine solche sei bereits von 
ihrer früheren Therapeutin 2007 diagnostiziert worden (S. 1). Mit den Jah-
ren hätten die körperlichen Symptome stark zugenommen, so dass diese 
im Moment im Vordergrund stünden, da die Schmerzen die Beschwerde-
führerin in ihrem Alltag stark einschränken würden. Die Symptomatik um-
fasse bei ihr das gesamte Spektrum einer posttraumatischen Belastungs-
störung. Im Laufe der Therapie seien immer mehr Erinnerungsbilder aufge-
taucht, so dass das Beschwerdebild einer posttraumatischen Belastungs-
störung klar hervorgetreten sei neben der Depression als Komorbidität. Aus 
der Literatur sei bekannt, dass Kindesmisshandlungen, insbesondere se-
xuelle Kindesmisshandlungen im Vergleich zu anderen traumatischen Er-
eignissen als besonders belastend erlebt würden und dass sie die Wahr-

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scheinlichkeit einer Erkrankung an Symptomen oder am Syndrom einer 
posttraumatischen Belastungsstörung sowie komorbiden Störungen deut-
lich erhöhen würden. Die Gutachterin Dr. med. C.________ habe bereits im 
ersten Gutachten 2008 (vgl. E. 3.2 hiervor) posttraumatische Symptome 
erwähnt. Die Grenze gemäss ICD-10, wonach die Symptomatik einer post-
traumatischen Belastungsstörung selten später als sechs Monate nach 
dem traumatischen Erlebnis auftreten würde, lasse sich nach neueren For-
schungen nicht mehr so halten. Selbst das ICD-10 und DSM-IV würden 
unter bestimmten Voraussetzungen explizit auch die Möglichkeit sehr viel 
längerer Latenzzeiten zwischen Traumaereignis und Erstmanifestation ei-
ner posttraumatischen Belastungsstörung vorsehen (S. 2). Die Beschwer-
deführerin habe durchaus bereits als Kind Auffälligkeiten gezeigt, die von 
den Eltern hätten wahrgenommen werden können und die man heute als 
Traumasymptome interpretieren müsse. 

Neben der posttraumatischen Belastungsstörung sei weiterhin die Diagno-
se der mittelgradigen Depression zu stellen. Das Zusammenspiel der bei-
den Beschwerdekomplexe (posttraumatische Belastungsstörung und De-
pression) hätten je zum Fortschreiten der sozialen Desintegration beigetra-
gen. Zusammenfassend würden sich diagnostisch folgende Themenkom-
plexe zeigen: posttraumatische Belastungsstörung, Depression, soziale 
Desintegration, körperliche Schmerzproblematik und fundamentale Verlet-
zungen in der körperlichen Integrität mit Beginn in frühester Kindheit, mit 
massgeblicher Prägung der gesamten Persönlichkeitsentwicklung. Diese 
Diagnosekomplexe würden zusammenhängen sowie sich bedingen und 
verstärken (S. 3). Die dissoziative Verarbeitung und die zweifellos vorhan-
denen Stärken der Beschwerdeführerin hätten zwar eine kurzzeitige „Nor-
malität“ erlaubt, in welcher eine normale Schulbildung, der Abschluss der 
gewünschten Ausbildung und der Anfang eines erfolgreichen Berufslebens 
möglich gewesen sei. Allerdings sei die Grundlage fragil gewesen und ha-
be nicht Bestand haben können. Als dann im mittleren Lebensalter offen-
sichtlich wurde, dass sich ihre positiven Zukunftspläne nicht erfüllten, sei 
das ganze fragile Konstrukt kaskadenartig zusammengebrochen. Der ab-
gespaltene Körper habe sich mit massiven Schmerzen gemeldet und habe 
nicht länger ignoriert werden können. Durch den Verlust der Arbeit als … 
habe sie viel von ihrem Selbstwert und den stützenden Teil ihres Lebens 

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verloren. In der Folge sei die soziale Desintegration fortgeschritten. In die-
ser belastenden Situation hätten sich die Schmerzen verstärkt und auch die 
Symptome der posttraumatischen Belastungsstörung (Flashbacks, Alp-
träume, Intrusion) seien drängender geworden, da es keine psychischen 
Kompensationsmöglichkeiten im Aussen mehr gegeben habe. Schliesslich 
seien die Schmerzen und die Erschöpfung so stark geworden, dass die 
Beschwerdeführerin im Sommer 2014 von ihrer Hausärztin krank geschrie-
ben worden sei. Die im Gutachten gestellten Diagnosen der Depression 
und der posttraumatischen Belastungsstörung seien in der äusserlichen 
Symptomatik nicht gravierender geworden (im subjektiven Erleben aller-
dings schon). Die Schmerzproblematik und soziale Desintegration hätten 
aber noch einmal massiv zugenommen. Es sei keine Arbeitstätigkeit, auch 
nicht in geschütztem Rahmen, mehr möglich (S. 4). 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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3.5 Aufgrund der nachfolgenden Ausführungen ist seit der Verfügung 
vom 11. März 2009 (Ab 28) keine wesentliche Veränderung in den medizi-
nischen Verhältnissen erstellt. 

3.5.1 Sowohl Dr. med. F.________ (AB 33, 43, 45/2 und 49), Dr. med. 
D.________ und die Fachpsychologin FSP Frau E.________ (AB 47 und 
71) als auch Dr. med. C.________ (AB 60.1) stellten in ihren Berichten u.a. 
die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F 43.1). 
Diese Diagnosestellung überzeugt nicht.

3.5.2 Eine posttraumatische Belastungsstörung gemäss ICD-10 F43.1 
setzt rechtsprechungsgemäss voraus, dass sie mit einer Latenz von weni-
gen Wochen bis Monaten nach dem Ereignis mit aussergewöhnlicher Be-
drohung und katastrophenartigem Ausmass auftritt, das bei fast jedem eine 
tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Prädisponierende Faktoren können 
die Schwelle zur Entwicklung dieses Syndroms zwar senken und den Ver-
lauf erschweren, sind aber weder notwendig noch ausreichend, um dessen 
Auftreten erklären zu können (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale 
Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapital V [F], Klinisch-
diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 208). Eine weniger einschränken-
de Formulierung des Belastungskriteriums und damit die Berücksichtigung 
von Ereignissen, die weder eine aussergewöhnliche Bedrohung noch eine 
Katastrophe darstellen, dennoch aber im Erleben einer versicherten Person 
eine Traumatisierung auslösen können, mag therapeutisch Sinn machen. 
Dasselbe gilt für eine weniger einschränkende Formulierung der zeitlichen 
Latenz mit Berücksichtigung von einem erst lange nach den traumatischen 
Ereignissen beginnenden Krankheitsverlauf. Hingegen verlangt die Leis-
tungsberechtigung in der Invalidenversicherung zwangsläufig eine gewisse 
Objektivierung, weshalb solche Konstellationen ausser Betracht bleiben 
müssen (vgl. u.a. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 26. Juni 2013, 
9C_228/2013 E. 4.1.2 f.).

3.5.3 Dr. med. F.________ (vgl. Bericht vom 8. Oktober 2007; AB 11) und 
die damals behandelnde Fachpsychologin für Psychotherapie FSP Frau 
H.________ (vgl. Bericht vom 16. November 2007; AB 12), diagnostizierten 
bereits vor Erlass der unangefochten gebliebenen rentenzusprechenden 
Verfügung vom 11. März 2009 (AB 29) eine posttraumatische Belastungs-

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störung. Die Beschwerdegegnerin stützte ihren erstmaligen Rentenent-
scheid jedoch im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten von Dr. 
med. C.________ vom 10. Juni 2008 (AB 18). Diese kam darin zum über-
zeugenden Schluss, dass die gestellte Diagnose einer posttraumatischen 
Belastungsstörung nicht bestätigt werden kann. Somit erfolgte die Renten-
zusprache 2009 lediglich auf der Diagnose einer mittelgradigen bis schwe-
ren depressiven Episode mit somatischen Symptomen. 

Wenn nun im Rentenrevisionsverfahren insbesondere auch von der Gut-
achterin Dr. med. C.________ eine posttraumatische Belastungsstörung 
diagnostiziert wird, überzeugt dies mit Blick auf die unter E. 3.5.2 hiervor 
wiedergegebene höchstrichterliche Rechtsprechung nicht. Daran ändert 
der von der Beschwerdeführerin vorgebrachte Einwand, Dr. med. 
C.________ habe bereits anlässlich der Begutachtung 2008 eine Vielzahl 
posttraumatischer Symptome festgestellt (vgl. Beschwerde S. 8 B. Ziff. 3) 
und die Diagnose sei bereits 2007 von der Hausärztin gestellt worden (S. 9 
Ziff. 5), nichts. An seiner Rechtsprechung hat das Bundesgericht festgehal-
ten, im Wissen, dass in der Fachliteratur darauf hingewiesen wird, in ge-
wissen Fällen trete die Symptomatik einer posttraumatischen Belastungs-
störung mit erheblicher, zum Teil mehrjähriger Verzögerung auf (BGer 
9C_228/2013 E. 4.1.2). Diese bundesgerichtliche Praxis ist denn auch auf 
Fälle wie denjenigen eines weit zurückliegenden sexuellen Missbrauchs 
anwendbar. Im vorliegenden Fall beruht die Diagnose einer posttraumati-
schen Belastungsstörung auf den erstmals im Rahmen der Leistungsan-
meldung bei der Beschwerdegegnerin im Jahre 2007 aktenkundigen Anga-
ben der Beschwerdeführerin von in der Kindheit erlittenen sexuellen Über-
griffen und Vergewaltigungen (vgl. u.a. AB 12/2). Eine diesbezügliche län-
gerdauernde Arbeitsunfähigkeit bis April 2006 ist medizinisch nicht belegt. 
Somit fehlen im Zeitraum zwischen den geltend gemachten Missbrauchs-
vorfällen in der frühen Kindheit und der aufgetretenen psychischen Dekom-
pensation 2006 während rund 30 Jahren rechtsgenügliche Hinweise auf 
eine regelmässige, wegen des sexuellen Missbrauchs erforderlich gewor-
dene psychiatrische Behandlung und eine (psychisch bedingte) Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit. Auch war die Beschwerdeführerin in dieser Zeit 
in der Lage die Ausbildungen zur …, zur dipl. … und dipl. … zu absolvieren 
und ein nicht unerhebliches Einkommen zu erzielen. In diesem Zeitraum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/1119, Seite 16

sind denn auch keine Anzeichen einer psychischen Störung aktenkundig 
und aufgrund der nachgewiesenen Ausbildungen und Berufstätigkeiten 
anzunehmen. Somit erweist sich die ausschliesslich auf die anamnesti-
schen Angaben der Beschwerdeführerin gestützte Diagnose einer post-
traumatischen Belastungsstörung als nicht hinreichend ausgewiesen. In 
diesem Sinne erweist sich die entsprechende frühere Einschätzung von Dr. 
med. C.________ (AB 18 S. 8) als zutreffend. Nichts zu ihren Gunsten ab-
leiten kann die Beschwerdeführerin, dass Dr. med. C.________ 2015 die 
posttraumatische Belastungsstörung u.a. mit Hinweis auf Albträume, szeni-
sches Erinnern und Wiedererleben sowie olfaktorisches Triggern mit nach-
folgend Einigelungs-/Abkapselungszuständen von überwältigenden körper-
lichen Reaktionen wie Ekel, Brechreiz, Starre und Paralysiertheit begründet 
(vgl. AB 60.1 S. 6 Ziff. 3 und Beschwerde S. 9 B. Ziff. 4). Denn die Be-
schwerdeführerin machte diese Beschwerden grösstenteils bereits vor der 
rentenzusprechenden Verfügung von 2009 geltend (vgl. u.a. AB 12 und 
18). Da seit dieser Zeit auch keine Retraumatisierung eingetreten ist, han-
delt es sich bei den Ausführungen zur posttraumatischen Belastungs-
störung von Seiten der involvierten Mediziner um eine unterschiedliche 
Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes, der 
aus revisionsrechtlicher Sicht unbeachtlich ist. 

3.5.4 Die geltend gemachte Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
begründet Dr. med. C.________ im Wesentlichen mit einer fortgeschritte-
nen Desintegration, dem subjektiv schlechter gewordenen Befinden und 
der Verstärkung der therapeutischen Bemühungen. Damit kann jedoch eine 
wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes nicht nachvollziehbar 
belegt werden. Aufgrund der Schilderung ihres Alltags durch die Be-
schwerdeführerin und dem Umstand, dass sie einen kleinen Bekannten-
kreis (AB 47 S. 2), insbesondere drei gute Freundinnen (AB 60.1 S. 5 Ziff. 
2.1.6), hat, kann eine Desintegration wie gutachterlich beschrieben, nicht 
nachvollzogen werden. Zudem kann bereits dem Bericht von Dr. med. 
F.________ vom 8. Oktober 2007 (AB 11) entnommen werden, dass die 
Beschwerdeführerin in ihrer Alltagsbewältigung und vor allem in der Freizeit 
massiv eingeschränkt sei, so dass sie kaum noch soziale Kontakte pflege 
und die Zeit neben der Arbeitszeit weitgehend zur Erholung benötige (S. 2 
Ziff. 2). Weiter ist die beschwerdeweise geltend gemachte zunehmende 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/1119, Seite 17

Überforderung im Haushalt (Beschwerde S. 10 Ziff. 6) im vorliegenden Fall 
nicht ausgewiesen, bzw. hat sie sich seit der Rentenzusprache 2009 nicht 
wesentlich verändert. So gab die Beschwerdeführerin anlässlich der Begut-
achtung 2015 beim Beschreiben des Tagesablaufs an, sie erledige den 
Haushalt und koche. Auch bereits anlässlich der Haushaltsabklärung 2007 
(AB 19) hatte sie zudem angegeben, die Haushaltsarbeiten, welche sie 
früher nebenbei erledigt hätte, müsse sie nun planen und auf die ganze 
Woche verteilen, da sie rasch ermüde und sich kraft- sowie energielos 
fühle (S. 3 Ziff. 1). 

3.5.5 Weiter kommt Dr. med. C.________ in ihrem Gutachten vom 9. Juli 
2015 zum Schluss, im Vordergrund stehe die Erschöpfung, das ausgelaugt 
sein, der Schmerz sowohl körperlich als auch seelischer Art und damit ein-
hergehend die zunehmende Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit. Auch mit 
diesen Ausführungen ist jedoch keine wesentliche Veränderung des Ge-
sundheitszustandes seit 2009 zu postulieren. So gab die Beschwerdeführe-
rin anlässlich der gutachterlichen Untersuchung am 28. Mai 2015 an, die 
körperlichen Beschwerden seien gleichermassen vorhanden wie anlässlich 
der Begutachtung 2008 (S. 3 Ziff. 2.1.1). Was die geklagten Konzentrati-
onsschwierigkeiten betrifft, so konnte Dr. med. C.________ anlässlich der 
Untersuchung 2015 keine Hinweise für Auffassungs- oder Gedächtniss-
törungen eruieren. Sie gab denn auch an, die Konzentrationsfähigkeit sei 
nur subjektiv eingeschränkt. Objektiv habe sie sich auch nach anderthalb 
Stunden des Gesprächs wenig bemerkbar gemacht (S. 6 Ziff. 2.3.1 f.). Zu-
dem machte die Beschwerdeführerin 2015 wie bereits 2008 Müdigkeit und 
Schlafprobleme geltend (AB 18 S. 3 Ziff. 2.1.1) und bereits damals hatte 
Dr. med. C.________ auf eine chronische Suizidalität hingewiesen (S. 8 
Ziff. 3). 

3.6 Aufgrund des Ausgeführten hat sich im vorliegenden Fall seit der 
ursprünglichen Rentenverfügung vom 11. März 2009 (AB 28) keine wesent-
liche Änderung des Gesundheitszustandes ergeben. Die ärztlicherseits 
postulierte Verschlechterung des Gesundheitszustandes beruht vielmehr 
auf der nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung vorliegend nicht haltba-
ren Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie den sub-
jektiven Angaben der Beschwerdeführerin. Indessen sind, wie die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/1119, Seite 18

schwerdegegnerin zutreffend darlegt (vgl. Beschwerdeantwort S. 3), einzig 
die objektiven Befunde, welche sich vorliegend im relevanten Zeitraum 
nicht verschlechtert haben, massgebend. Somit kann auch von der be-
schwerdeweise geforderten (Beschwerde S. 10 Ziff. 6) erneuten Haus-
haltsabklärung abgesehen werden. Weiter ist aufgrund der Akten keine 
Veränderung in den erwerblichen Verhältnissen erstellt, die eine umfas-
sende Neuprüfung des Rentenanspruchs zur Folge hätte. Bei gleich ge-
bliebenen Verhältnissen hat somit auch keine neue Berechnung von Vali-
den- bzw. Invalideneinkommen und Invaliditätsgrad zu erfolgen und der in 
der Beschwerde verlangte Abzug vom Tabellenlohn (Beschwerde S. 10 
Ziff. 6) ist im vorliegenden Verfahren unbeachtlich. Die Beschwerdeführerin 
hat weiterhin Anspruch auf die zugesprochene halbe Invalidenrente. Daher 
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht mit Verfügung vom 18. November 
2015 (AB 69) das Rentenerhöhungsgesuch abgewiesen. Die hiergegen 
erhobene Beschwerde ist unbegründet und somit abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. April 2016, IV/15/1119, Seite 19

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.