# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca0d9be4-8c88-5f97-a94a-13f8020d303e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2008 E-1177/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1177-2008_2008-09-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1177/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker, 
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______,  geboren _______, und  ihr  Sohn  B._______, 
geboren _______, Kolumbien,
vertreten  durch  Ursula Singenberger,  SWISS-EXILE, 
_______,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM, vormals Bundesamt für 
Flüchtlinge, BFF), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägung); Verfügung 
des BFM vom 7. Februar 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1177/2008

Das Bundesverwaltungsgericht

stellt in Anwendung

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20)

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

fest, 

dass das BFF mit Verfügung vom 29. Juni 2000, die auf Beschwerde 
vom  4.  August  2000  hin  durch  das  Urteil  der  damals  zuständigen 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  vom  20.  November 
2000 bestätigt wurde, das Asylgesuch des Ehemannes der Beschwer-
deführerin,  der  Beschwerdeführerin  und  ihres  Sohnes  vom  4.  März 
1998 abwies und die Wegweisung aus der Schweiz und den Vollzug 
anordnete,

dass das BFF den Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 22. No-
vember 2000 Frist zur Ausreise bis 21. Februar 2001 angesetzt hat,

dass  das  BFF ein  erstes  Wiedererwägungsgesuch  der  Beschwerde-
führerin und ihres Sohnes vom 7. Februar 2001, das auf die Frage des 
Wegweisungsvollzuges beschränkt war, mit Verfügung vom 14. Febru-
ar 2001 abwies und die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit seiner Verfü-
gung vom 29. Juni 2000 feststellte,

dass der Ehemann der Beschwerdeführerin am 28. Februar 2001 kont-
rolliert nach Bogota, Kolumbien, ausgereist ist,

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dass die Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) mit Urteil  vom 
17. April 2001 auf eine gegen die Verfügung vom 14. Februar 2001 er-
hobene Beschwerde vom 13. März 2001 nicht eintrat,

dass das BFF für  die  Beschwerdeführerin  und ihren Sohn zwei  Mal 
Flugtickets nach Sao Paolo/Bogota beschaffte (20. März 2001 und 10. 
April  2001), ohne dass die Beschwerdeführenden von den Reservie-
rungen Gebrauch machten,

dass  die  Beschwerdeführenden  gemäss  Meldung  der  zuständigen 
kantonalen Fremdenpolizeit vom 14. Mai 2001 seit dem 15. April 2001 
unbekannten Aufenthalts waren, 

dass die Beschwerdeführenden mit Schreiben vom März 2006, ergänzt 
durch ein Schreiben vom 17. Mai 2006, das BFM um Wiederaufnahme 
des Asylverfahrens ersuchten, 

dass  die  Beschwerdeführerin  für  sich  und  ihr  Kind  im  Wesentlichen 
geltend machte, eine Rückkehr nach Kolumbien sei wegen Unzulässig-
keit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs ausgeschlossen, 

dass sie mit ihrem Ehemann in Kolumbien nicht leben könne, weil er 
Kolumbien mittlerweile verlassen habe und ihr schwerstes physisches 
und psychisches Leid angetan und angedroht habe, und dass ihr Sohn 
die obligatorische Schulzeit in der Schweiz bald erfüllt habe und ohne 
einen legalen Status in der Schweiz keine Chance auf eine gute Lehr-
stelle hätte, obwohl er in schulischer Hinsicht erfolgreich gewesen und 
in der Schweiz bestens integriert sei,

dass das BFM mit Schreiben vom 7. Februar 2007 dieses in Form ei-
nes einfachen Schreibens beantwortete, weil es die Begehren als aus-
sichtslos  qualifizierte,  und  anderseits  ein  unnötiger  Verwaltungsauf-
wand entstehen würde, der für die Beschwerdeführer unnötigerweise 
kostenpflichtig würde,

dass das BFM der Auffassung war, es gebe keinen Raum für ein eige-
nes Tätigwerden, und die Beschwerdeführenden darauf hinwies, allen-
falls  könnte  eine  Eingabe  an  die  kantonalen  Behörden  prüfenswert 
sein, weil kürzlich Art. 14 AsylG in Kraft getreten sei,

dass  in  der  Folge  die  Rechtsvertreterin  das  (kantonale  Amt)  mit 
Schreiben  vom  15.  August  2007  um  Erteilung  einer 

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Aufenthaltsbewilligung  für  den  Sohn  wegen  eines  schwerwiegenden 
persönlichen Härtefalls ersuchte,

dass das (kantonale Amt) am 23. August 2007 erklärte, ein allfälliges 
Gesuch  um  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  müsste  für  alle 
Familienmitglieder gemeinsam gestellt werden, und es sei nicht bereit, 
vorliegend  eine  Aufenthaltsbewilligung  gestützt  auf  Art.  14  Abs.  2 
AsyG  zu  erteilen  und  den  entsprechenden  Antrag  dem  BFM  zur 
Zustimmung zu unterbreiten, so lange die nötigen Massnahmen nicht 
geprüft beziehungsweise nicht eingeleitet werden könnten,

dass das (kantonale Amt) mit Schreiben vom 12. September 2007 von 
der Rechtsvertreterin die Bekanntgabe der aktuellen Anschrift der Be-
schwerdeführenden forderte,

dass die Rechtsvertreterin mit Schreiben vom 29. August 2008 die In-
terpretation  des  Art.  14  Abs.  2  AsylG  durch  das  (kantonale  Amt) 
kritisierte,  die  Adressangabe  verweigerte,  eigene  Ergänzungen  in 
Aussicht  stellte,  und  das  (kantonale  Amt)  um  Spezifizierung  der 
beabsichtigten Massnahmen anfragte, 

dass das (kantonale Amt) am 12. September 2007 präzisierte, es prüfe 
kein  Gesuch  um  Aufenthaltsbewilligung,  so  lange  der  aktuelle 
Aufenthaltsort und die Wohnanschrift der Beschwerdeführenden nicht 
bekannt  seien,  weshalb  aufgrund  der  momentanen  Rechtslage  die 
Ausreise der Beschwerdeführenden zu erfolgen habe, gegebenenfalls 
unter behördlicher Sicherstellung,

dass die Rechtsvertreterin am 15. September 2007 eine Ergänzung an 
das  (kantonale  Amt)  einreichte,  worin  sie  unter  Vermeidung  der 
Bekanntgabe  der  Wohnanschrift  eine  entsprechende 
Aufenthaltsbewilligung für beide Mandanten beantragte,

dass die Rechtsvertreterin  am 3. Oktober 2007 das (kantonale Amt) 
ersuchte,  die  Behandlung  des  Gesuchs  vom  15.  August  2007 
einstweilen  -  bis  nach  rechtskräftigem Abschluss  des  neu  hängigen 
Wiedererwägungsverfahrens  beim  BFM  -  auszusetzen  (vgl.  D  6/2: 
Sistierungsantrag),

dass die Beschwerdeführenden das BFM mit Eingabe vom 3. Oktober 
2007 um Wiedererwägung der  ablehnenden Verfügung vom 29. Juni 
2000 ersuchten und wegen Unzumutbarkeit (Beschwerdeführer) bezie-

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hungsweise  Unzulässigkeit  (Beschwerdeführerin)  des  Wegweisungs-
vollzugs die Anordnungen vorläufiger Aufnahmen beantragten,

dass sie um die sofortige Aussetzung des Wegweisungsvollzugs nach-
suchten,

dass  zur  Begründung  die  tatsächliche  Aufenthaltsdauer  (seit  1998), 
der hohe Integrationsgrad des Sohnes in der Schweiz (obligatorische 
Schulzeit in der Schweiz, entwurzelt  vom Heimatland),  die berufliche 
und soziale Stellung der Beschwerdeführenden (Alter, Sprache, Men-
talitäten,  Arbeitsmarkt,  Beziehungsnetz,  Lebensumstände,  gewalttäti-
ger Gatte und Vater) und der Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 8 
EMRK) ins Feld geführt wurden,

dass  das  BFM  am  5.  Oktober  2007  die  materielle  Behandlung  des 
Wiedererwägungsgesuchs von der Leistung eines Kostenvorschusses 
und der Mitteilung der aktuellen Wohnanschrift der Beschwerdeführen-
den bis zum 19. Oktober 2007 abhängig machte,

dass die Rechtsvertreterin das BFM mit Telefaxschreiben vom 17. Ok-
tober 2007 um Gewährung einer weiteren Zahlungsfrist bis 22. Okto-
ber 2007 ersuchte und gleichzeitig ankündigte, ihre Mandantin sei be-
reit,  die aktuelle Wohnanschrift  dem BFM zu nennen, wenn Letzeres 
verspreche, ihre Auskunft nicht an das (kantonale Amt) weiterzuleiten,

dass die Rechtsvertreterin gegenüber dem BFM am 19. Oktober 2007 
unter  anderem  als  aktuelle  Postanschrift  der  Beschwerdeführerin 
(Adresse) nannte, 

dass die Rechtsvertreterin das BFM am 27. Dezember 2007 anfragte, 
ob der Wegweisungsvollzug mittlerweile sistiert sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 7. Februar 2008 das Wiedererwä-
gungsgesuch der Beschwerdeführerin und ihres Sohnes vom 3. Okto-
ber 2007 abwies und die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit der Verfü-
gung vom 29. Juni 2000 feststellte,

dass das Bundesamt seine ablehnende Haltung im Wesentlichen da-
mit  begründete,  die  vorgebrachten neuen Tatsachen und Lebensum-
stände der Beschwerdeführenden seien offenkundig nicht geeignet, zu 
einer Änderung der Sachlage zu führen,

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dass sich die seit dem Jahr 2001 ausreisepflichtigen Beschwerdefüh-
renden offenbar unkontrolliert in der Schweiz aufgehalten hätten, was 
mit der im Schreiben vom 19. Oktober 2007 mitgeteilten Deckadresse 
untermauert  würde,  und gemäss eigenen Angaben die Beschwerde-
führerin in der Schweiz "schwarz" gearbeitet und der Beschwerdefüh-
rer die Schulen besucht hätten,

dass der minderjährige Sohn das rechtliche Schicksal seiner Mutter zu 
teilen habe, weshalb lediglich ein Hinweis auf eine während dieser Zeit 
möglicherweise eingetretene faktische Integration nichts am Ausgang 
des Wiedererwägungsverfahrens zu ändern vermöge,

dass  sich  aus  Gründen  der  Ungleichbehandlung  gegenüber  einem 
sich korrekt verhaltenden Ausländer in der Schweiz verbieten würde, 
jemanden  faktisch  dafür,  dass  er  sich  während  Jahren  rechtswidrig 
verhalten habe und in der Folge allein aus diesem Umstand eine nach-
trägliche  Unzumutbarkeit  oder  Unzulässigkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs geltend machen könne, noch mit einem Aufenthaltsrecht zu be-
lohnen,

dass im Übrigen die Zuständigkeit des BFM für das vorliegende Ver-
fahren fraglich sei, zumal an sich nur rein ausländerrechtliche Vorbrin-
gen, nicht aber materielle asylrechtliche Vorbringen zur Debatte stün-
den und kein zeitlicher oder sachlicher Zusammenhang zum früheren 
Asylgesuch bestehe,

dass es Sache der Beschwerdeführenden sei, sich mit ihrer Situation 
nüchtern auseinanderzusetzen und daraus die Konsequenzen zu zie-
hen,  nicht  zuletzt  auch  im  wohlverstandenen  Interesse  des  im  Jahr 
2009 volljährig werdenden Sohnes,

dass das BFM die Beschwerdeführer abschliessend auf die Möglich-
keit  eines  allfälligen  Gesuchs um Rückkehrhilfe  (Art.  93  AsylG)  hin-
wies,

dass die Beschwerdeführerin und ihr Sohn mit Eingabe vom 23. Februar 
2008 und Ergänzung/Korrektur vom 25. Februar 2008 ans Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhoben und im Wesentlichen beantrag-
ten, die Verfügung vom 7. Februar 2008 sei aufzuheben und die vorläu-
fige Aufnahme sei aus Gründen der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs anzuordnen, 

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dass in  formeller  Hinsicht  um Wiederherstellung der aufschiebenden 
Wirkung der Beschwerde - beziehungsweise sinngemäss um den Er-
lass vollzugshemmender vorsorglicher Massnahmen - und um unent-
geltliche  Prozessführung  (einschliesslich  den  Verzicht  auf  die  Erhe-
bung eines Kostenvorschusses) ersucht wurde,

dass für die Begründung auf die Akten und, soweit wesentlich, auf die 
Erwägungen verwiesen wird,

dass in der Folge das Bundesverwaltungsgericht dem sinngemässen 
Gesuch  um  Anordnung  vollzugshemmender  vorsorglicher  Massnah-
men mit Zwischenverfügung vom 5. März 2008 nicht stattgab, gleich-
zeitig das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 
abwies  und  den  Beschwerdeführenden  zur  Bezahlung  eines  Kos-
tenvorschusses  in  der  Höhe von Fr. 1'200.--  Frist  bis  zum 20. März 
2008 ansetzte, Letzteres unter Androhung des Nichteintretens im Un-
terlassungsfall (Art. 63 Abs. 4 VwVG), 

dass der Kostenvorschuss am 17. März 2008 geleistet wurde und die 
Rechtsvertreterin gleichentags eine Beschwerdeergänzung einreichte, 
zusammen  mit  Kopien  der  Schulzeugnisse  des  Beschwerdeführers 
von 1998 bis 2007, eines schulpsychologischen Berichts aus dem Jahr 
2001, Kopien von Referenzschreiben von Lehrpersonen und Privatper-
sonen aus den Jahren 2001 bis 2007 sowie der Beschwerdeführerin 
vom März 2006,

und erwägt:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG, 
i.V.m. Art. 31 - 34 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG) und praxisgemäss 
auch  im  Wiedererwägungsverfahren  in  diesen  Bereichen  als  Be-
schwerdeinstanz zuständig ist (Art. 105 AsylG, i.V.m. Art. 31 - 34 VGG 
und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass an dieser Stelle festzuhalten ist, dass die Vorinstanz im Rahmen 
eines  Wiedererwägungsverfahrens  grundsätzlich  nicht  verpflichtet 
wäre, auf in wiedererwägungsrechtlicher Hinsicht unerhebliche Anträ-
ge einzugehen, 

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dass die Vorinstanz gleichwohl - trotz Zweifel an der eigenen Zustän-
digkeit - den Anspruch der Beschwerdeführerin und ihres Sohnes auf 
Behandlung des Gesuchs nicht in Abrede gestellt hat,

dass  in  diesem Kontext anzumerken  ist,  dass  das  BFM mit  seinem 
Eintreten mithalf, einen allfälligen negativen Zuständigkeitskonflikt von 
vornherein zu verhindern,  und auf  diese Weise den Beschwerdefüh-
renden Klarheit hinsichtlich des asylrechtlichen Geltungsbereichs ver-
schaffte,

dass sich das Bundesverwaltungsgericht somit durchaus den die Zu-
ständigkeit  der Vorinstanz zur  Behandlung des Gesuchs im Resultat 
bejahenden Erwägungen anschliessen kann,

dass die Beschwerdeführerin und ihr Sohn am vorinstanzlichen Verfah-
ren teilgenommen haben,  durch die  angefochtene Verfügung beson-
ders berührt  sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der Be-
schwerde legitimiert sind (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten  Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass im Vorverfahren und in der Beschwerdeschrift einzig in Bezug auf 
die Frage des Vollzugs der Wegweisung (Zulässigkeit und Zumutbar-
keit  des  Wegweisungsvollzugs)  eine  Neubeurteilung  beantragt  wird, 
weshalb sich vorliegend die Prüfung auf das Vorhandensein allfälliger 

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Vollzugshindernisse respektive auf die Frage einer Anordnung der vor-
läufigen Aufnahme beschränkt,

dass  das  BFM  das  Anwesenheitsverhältnis  gemäss  Art.  44  Abs.  2 
AsylG nach den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Auf-
nahme nach dem AuG (Art. 83) regelt, wenn der Vollzug der Wegwei-
sung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist,

dass  ein  Anspruch  auf  Wiedererwägung  namentlich  dann  besteht, 
wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt  seit  dem ursprünglichen 
Entscheid beziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde ange-
rufenen Rechtsmittelinstanz (vgl. die nach wie vor zutreffende Praxis in 
Entscheidungen und Mitteilungen der  ARK [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 
1c) in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche 
(fehlerfreie)  Verfügung  an  nachträglich  eingetretene  Veränderungen 
der Sachlage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1),

dass keine Wiedererwägung erfolgen kann, wenn lediglich eine neue 
Würdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsachen 
herbeigeführt werden soll oder Gründe angeführt  werden, die bereits 
in einem ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen die frühere Verfü-
gung hätten geltend gemacht werden können (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 
E. 2b),

dass sich bei  einem Rechtsbehelf  wie dem Wiedererwägungsgesuch 
von  selbst  versteht,  dass  geltend  gemachte  Gründe  fundiert,  mithin 
nicht bloss behauptet, dargetan werden müssen,

dass  in  der  Beschwerde  und  in  der  Ergänzung  hauptsächlich  argu-
mentiert wird, die Beschwerdeführer würden sich seit ihrer Einreise im 
Jahr 1998 ununterbrochen in der Schweiz aufhalten, was für den Be-
schwerdeführer  die  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit,  für  die  Be-
schwerdeführerin die Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzug bewirke,

dass sie sich nach der rechtskräftigen Ablehnung ihres Asylgesuchs 
im November 2000 illegal in der Schweiz aufhalten würden, zumal sie 
dem gewaltbereiten Ehemann und Vater  nicht  ins Heimatland hätten 
folgen  wollen  und  alle  unter  diesem  schwierigen  Verhältnis  gelitten 
hätten,

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dass sich die Beschwerdeführerin damals in einer psychischen Notla-
ge befunden habe und noch heute objektiv und subjektiv begründete 
Furcht vor ihrem gewaltbereiten Partner habe,

dass die Beschwerdeführerin in den Jahren des Untertauchens bei Pri-
vatleuten gearbeitet und ihr Sohn lückenlos die Schulen besucht habe, 
mithin beide mittlerweile an schweizerische Verhältnisse als gewöhnt 
zu betrachten und heute integriert seien,

dass namentlich der Beschwerdeführer mentalitätsmässig und kulturell 
von seiner angestammten Heimat entfremdet sei, er bloss rudimentäre 
Kenntnisse des Spanischen besitze und beide Beschwerdeführenden 
kein Beziehungsnetz in Kolumbien vorfänden, 

dass im Jahr 2001 die Beschwerdeführerin für den minderjährigen Be-
schwerdeführer den Entscheid getroffen habe, in die Illegalität  abzu-
tauchen,  mithin  es  stossend  und  unzulässig  sei,  dass  der 
Beschwerdeführer für das damalige Fehlverhalten seiner Mutter heute 
zur  Rechenschaft  zu  ziehen  und  zu  bestrafen  sei,  zumal 
völkerrechtliche  Prinzipien  wie  insbesondere  das  Kindeswohl  einer 
Ausschaffung entgegenstehen würden,

dass  unbestrittenermassen  nach  erfolgtem  rechtskräftig  abgewiese-
nem Asylgesuch und Wiedererwägungsgesuch die Beschwerdeführen-
den  verpflichtet  gewesen  seien,  im  Jahr  2001  auszureisen,  und  sie 
sich der Ausschaffung oder Ausreise entzogen hätten, 

dass die Beschwerdeführenden seit dem Jahr 2001 unbekannten Auf-
enthalts  seien  und  sich  über  ihre  Rechtsvertreterin  erst  im  Herbst 
2007  gewagt  hätten,  sich  bei  der  kantonalen  Migrationsbehörde  zu 
melden,

dass für die Prüfung des Vorliegens veränderter Umstände, die es al-
lenfalls rechtfertigen würden, wiedererwägungsweise eine andere Be-
urteilung der festgestellten Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs vorzunehmen, die heutige Situation im Verhältnis zur Si-
tuation  im  Zeitpunkt  des  Entscheids  über  das  Wiedererwägungsge-
such (29. Juni 2000) zu betrachten ist,

dass die Behörden bis heute nicht mit Sicherheit wissen, wo sich die 
Beschwerdeführenden seit dem Jahr 2001 aufgehalten haben, zumal 

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bloss eine Deckanschrift  der  Beschwerdeführenden kürzlich  bekannt 
gegeben wurde,

dass aufgrund der eingereichten Beweismittel zwar nachgewiesen ist, 
dass  der  Beschwerdeführer  ohne  Unterbruch  die  Schulen  besuchte 
und  die  Beschwerdeführerin  die  Schulzeugnisse  jeweils  unterschrie-
ben und sich wohl auch in der Schweiz aufgehalten hat, der Nachweis 
des  lückenlosen Aufenthaltes seit dem Jahr 2001 allerdings nicht ge-
lungen ist, 

dass bei  der  Prüfung der  Wegweisungsvollzugshindernisse der  Blick 
stets auf die im Falle einer Rückkehr im Heimatland zu erwartenden 
Situation gerichtet ist, und die Integration in der Schweiz mithin bei der 
Zumutbarkeitsprüfung für sich allein kein relevantes Element darstellt, 
wobei allerdings eine schwierige - allenfalls durch die Integration in der 
Schweiz erschwerte - Reintegration im Heimatland grundsätzlich Be-
achtung finden kann (vgl. EMARK 2006 Nr. 13 E. 3.5, mit weiteren Hin-
weisen),

dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr nach Kolumbien nicht 
allein sein wird, sondern im Gegenteil zusammen mit seiner Mutter in 
das ihm in der Zwischenzeit fremd gewordene Heimatland zurückkeh-
ren  und  dort  mit  Hilfe  seiner  Mutter  und  ihren  Beziehungen  relativ 
schnell wieder Fuss fassen können wird,

dass  die  Behauptungen,  der  Beschwerdeführerin  fehle  in  Kolumbien 
ein soziales Beziehungsnetz, nicht glaubhaft ist und zudem nur dann 
von Bedeutung sein könnte, wenn es ihr seit dem Jahr 2001 abhanden 
gekommen wäre,

dass das seit 2001 bestehende Anwesenheitsverhältnis (illegaler Auf-
enthalt) kein Kriterium im Rahmen eines Wiedererwägungsverfahrens 
darstellt, und die Beschwerdeführenden keine (willkürliche) Milde des 
Bundesverwaltungsgerichts in Bezug auf die Folgen ihres unrechtmäs-
sigen Verhaltens erwarten können,

dass  der  Beschwerdeführerin  und  auch  dem  siebzehnjährigen  Be-
schwerdeführer zuzumuten ist, in Kolumbien, wo sich ihren Angaben 
zufolge der gewaltbereite Partner und Vater nicht mehr aufhalten soll, 
eine Arbeitsstelle zu suchen, 

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dass die  Beschwerdeführerin  in  verschiedenen Berufssparten  Erfah-
rungen  (Sekretärin,  Buchhaltungsgehilfin,  Raumpflegerin)  hat  sam-
meln können und es ihr durchaus zumutbar wäre, eine entsprechende 
Weiterbildung  ihrer  beruflichen  Fertigkeiten  ins  Auge  zu  fassen  und 
dort für ihren bald erwachsenen Sohn in Kolumbien zu sorgen,  womit 
kein Risiko erkennbar ist, dass beide in existenzieller Weise von Armut 
betroffen werden könnten,

dass somit unter dem Aspekt der Zumutbarkeit weder allgemeine noch 
individuelle Gründe gegen eine gemeinsame Rückkehr nach Kolumbi-
en sprechen,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig ist, da er offensichtlich und ent-
gegen den Ausführungen in  der Beschwerde keinen Verstoss gegen 
völker-  und  landesrechtliche  Grundsätze  -  namentlich  die  Prinzipien 
des  Kindeswohls  und  der  Familieneinheit  gemäss  der  Kinderrechts- 
beziehungsweise der Europäischen Menschenrechtskonvention -  dar-
stellt, zumal die Beschwerdeführerin mit ihrem Sohn gemeinsam in ei-
nen Heimatstaat zurückkehren kann, in dem sie den grössten Teil ihres 
Lebens verbracht hat, beide dort nicht verfolgt sind und keine Anhalts-
punkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Behandlung  oder  erhebliche 
Nachteile,  namentlich auch gesundheitlicher  oder beruflicher Art,  er-
sichtlich sind, 

dass  die  im Weiteren blosse Kritik  an  den Erwägungen im Wegwei-
sungspunkt der ergangenen Verfügung des BFM oder einem Urteil der 
Beschwerdeinstanz dem Sinn und Zweck einer Wiedererwägung von 
rechtskräftig  ergangenen Entscheiden  praxisgemäss entgegen steht, 
weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist,

dass ergänzend auf die Erwägungen vom 5. März 2008 datierten Zwi-
schenverfügung verwiesen wird,

dass die Beschwerdeführenden in Bezug auf die Zulässigkeit und die 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs somit keine erheblichen Grün-
de vorbringen, die allenfalls geeignet sein könnten, zur Anordnung ei-
ner vorläufigen Aufnahme zu führen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  ihren  Heimatstaat  schliesslich 
möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), 

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass die Kompetenz zu einer nachträglichen Regelung des Aufenthalts 
in der Schweiz bei der hierfür zuständigen kantonalen Stelle des Auf-
enthaltskantons liegt (Art. 14 AsylG), wo auch bereits ein zur Zeit sis-
tiertes Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG deponiert wurde, so dass eine allfällige Er-
messensunterschreitung durch das BFM kein Thema sein kann,

dass die kantonale Instanz bei  der Ausübung ihres Ermessens- und 
Handlungsspielraums  rechtsstaatliche  Überlegungen  nicht  ausklam-
mern wird,

dass  sie  allerdings  auf  die  Bekanntgabe  der  Wohnadresse  der  Be-
schwerdeführenden angewiesen sein wird,

dass die Aussage in der Beschwerdeergänzung vom 17. März 2008, 
die  Beschwerdeführerin  habe  "nie  gegen  das  Schweizer  Recht  ver-
stossen", unverständlich bleibt vor dem Hintergrund, dass der Verstoss 
gegen  die  Strafbestimmungen  des  Ausländerrechts  (mehrjährige 
rechtswidriger  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit  ohne  Bewilligung  im 
Sinne von Art. 115 AuG) zugegeben werden, und die zuständige kan-
tonale  Instanz  auch  diesen  Umstand  bei  der  Gesamtwürdigung  der 
Prüfung eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls im Sinne von 
Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG mitberücksichtigen wird,

dass  somit  keine  grundlegend  veränderte  oder  entscheidrelevante 
Sachlage seit  Abschluss des ordentlichen Verfahrens in  wiedererwä-
gungsrechtlicher  Hinsicht  im  Asylverfahren  vorliegt  und  es  den  Be-
schwerdeführenden insgesamt nicht  gelungen ist  darzutun,  inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserhebli-
chen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unange-
messen sei (Art. 106 AsylG), 

dass deshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE) den Beschwerde-
führenden aufzuerlegen, mit  dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher  Höhe  zu  verrechnen  und  damit  beglichen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

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E-1177/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt und mit dem am 17. März 2008 geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Stöckli Thomas Hardegger

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