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**Case Identifier:** 8f82d0fd-8e32-56bd-864c-20e4f67c610a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 03.12.2018 B 2018/174
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-174_2018-12-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/174

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 03.12.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 03.12.2018
ersicherungsleistung, Sturmwind; Art. 31 Abs. 2 GVG. Der Beschwerdeführer 
kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufzeigen, dass die 
Witterungseinflüsse derart intensiv waren, dass ihnen der Schopf auch in 
ordnungsgemässem Zustand nicht hätte standhalten können. Der adäquate 
Kausalzusammenhang zwischen den meteorologischen Einflüssen und dem 
eingetretenen und geltend gemachten Schaden wurde durch die fehlende 
bzw. ungenügende Konstruktion unterbrochen. Der Schaden geht damit auf 
eine "im Wesentlichen andere Ursache" im Sinn von Art. 31 Abs. 2 GVG 
zurück und ist nicht versichert. Bei einer Schadenssumme von ca. CHF 
13'000 wurden mit der Auferlegung der gesamten Kosten von knapp CHF 
11'000 für die Einholung eines Gutachtens die "vernünftigen Grenzen" 
offensichtlich verlassen. Anstrengungen seitens der GVA, die Kosten in 
einem vernünftigen Rahmen zu halten, etwa durch vorgängige Festlegung 
eines Kostendachs, sind nicht ersichtlich. Die dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegenden Kosten für das Gutachten sind deshalb zu reduzieren 
(Verwaltungsgericht, B 2018/174).

Entscheid vom 3. Dezember 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiberin Blanc Gähwiler

Verfahrensbeteiligte

A.__,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. David Brunner, Advokaturbüro Brunner Geiser 

Dudli, Hinterlauben 12, 9000 St. Gallen,

gegen

Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen, Verwaltungsrat, Davidstrasse 37, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Ablehnung Versicherungsleistungen

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.__ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000__, Grundbuch X.__. Das Grundstück 

ist mit einem Wohnhaus (Vers. Nr. 001__), einer daran angebauten Scheune (Vers. Nr. 

002__) und einem freistehenden Schopf (Vers. Nr. 003__) überbaut. Die 

Gebäudegruppe liegt auf einer Höhe von etwa 580 m ü. M. unter dem Weiler Y.__.

Um den 9. Februar 2016 wurden bei der Scheune (Vers. Nr. 002__) Ziegel weggeweht 

und der Schopf (Vers.-Nr. 003__) fiel gänzlich in sich zusammen. A.__ meldete den 

Schaden am 13. Mai 2016 der Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen (GVA). 

Gemäss Schadenermittlungsprotokoll vom 24. Mai 2016 belief sich die 

Schadensumme am Schopf auf CHF 14'600; der Schaden an der Scheune geht aus 

den Akten nicht hervor, wurde jedoch von der GVA anerkannt. Mit Schreiben vom 

24. Mai 2016 teilte der Leiter Schadendienst A.__ mit, für den Schaden am Schopf 

werde keine Versicherungsleistung erbracht. Nachdem A.__ dazu Stellung genommen 

hatte, lehnte die GVA mit Verfügung vom 20. Juni 2016 die Versicherungsleistung 

vollumfänglich ab. Zur Begründung führte sie zusammenfassend aus, der Schaden sei 

nicht in erster Linie auf das versicherte Ereignis Sturmwind zurückzuführen, sondern 

die Konstruktion sei geschwächt und anfällig auf Wind gewesen, weshalb der Schopf 

dem Sturmwind zum Vornherein nicht mehr habe standhalten können. Der Schaden sei 

somit letztlich nicht auf das Sturmereignis, sondern im Wesentlichen auf eine andere 

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Ursache zurückzuführen. Die GVA sei daher nicht leistungspflichtig. Die dagegen 

erhobene Einsprache wies die GVA mit Entscheid vom 15. September 2016 ab.

B. Gegen den Einspracheentscheid erhob A.__ Rekurs beim Verwaltungsrat der GVA. 

Er beantragte die Aufhebung des Entscheids über die Ablehnung der 

Versicherungsleistung sowie die vollumfängliche – allenfalls eine um höchstens 

50 Prozent gekürzte – Übernahme des Schadens am Schopf. Am 12. Mai 2017 

beauftragte der Verwaltungsrat der GVA Dr. B.__, dipl. Bauing. ETH, mit der Erstellung 

eines Gutachtens. Am 28. November 2017 fand eine Begehung durch den Experten in 

Anwesenheit der Parteien statt. Im daraufhin erstellten Gutachten vom 16. Dezember 

2017 kam der Experte zum Schluss, die am 9. Februar 2016 auf dem Schadenplatz 

aufgetretenen Windlasten seien etwa drei- bis fünfmal kleiner gewesen wie der 

Bemessungswert der Windlasten nach der heute gültigen Norm SIA 261. Der Schopf 

sei somit schon bei einer im Vergleich zum Bemessungswert nach Norm sehr tiefen 

Windlast eingestürzt, sodass davon auszugehen sei, dass das Gebäude generell, auch 

ohne Windbeanspruchung, eine stark ungenügende Tragsicherheit aufgewiesen und 

ein Sicherheitsrisiko dargestellt habe. Der Einsturz sei eindeutig nicht infolge zu hoher 

Windlasten erfolgt, sondern wegen gravierender Mängel an der Tragekonstruktion. Dies 

werde bestätigt durch die Tatsache, dass in der näheren und weiteren Umgebung des 

Schadenplatzes keine Sturmschäden an Tragkonstruktionen oder wesentlichen 

Tragwerksteilen von Gebäuden gemeldet worden seien. A.__ nahm am 15. Januar 

2018, die GVA am 5. Februar 2018 Stellung zum Gutachten. Am 20. Juni 2018 wies der 

Verwaltungsrat der GVA den Rekurs ab; die Entscheidgebühr von CHF 1'500 sowie die 

Gutachterkosten von CHF 10'972.30 wurden A.__ auferlegt.

C. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 11. Juli 2018 und Ergänzung vom 

31. August 2018 erhob A.__ (Beschwerdeführer) gegen den am 10. Juli 2018 

zugestellten Rekursentscheid des Verwaltungsrats der GVA (Vorinstanz) Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien 

der angefochtene Rekursentscheid sowie der Einspracheentscheid und die Verfügung 

über die Ablehnung der Versicherungsleistung aufzuheben. Der Schaden vom 

9. Februar 2016 am Schopf sei vollumfänglich und mindestens im Umfang des 

versicherten Zeitwerts (CHF 13'000) von der GVA zu übernehmen; allenfalls sei der 

Schaden gekürzt um höchstens 50 Prozent zu übernehmen oder die Sache zu neuem 

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Entscheid zurückzuweisen. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 

5. Oktober 2018 die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.

Auf die Ausführungen der Verfahrensparteien zur Begründung ihrer Anträge, den 

angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit wesentlich und erforderlich – in 

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. (…)

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer beantragt, die 

Verfügung der GVA vom 20. Juni 2016 sowie deren Einspracheentscheid vom 

15. September 2016 seien vollumfänglich aufzuheben. Die erstinstanzlichen 

Verfügungen sind durch den angefochtenen Rekursentscheid ersetzt worden; sie 

gelten im Beschwerdeverfahren zwar als inhaltlich mitangefochten, jedoch ist die 

selbständige Anfechtung ausgeschlossen ("Devolutiveffekt", vgl. VerwGE B 2015/87 

vom 26. April 2018 E. 1 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, 

www.gerichte.sg.ch).

2. In prozessualer Hinsicht beantragt der Beschwerdeführer die Durchführung eines 

Augenscheins.

2.1. Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen 

durch die entscheidende Instanz. Er dient der unmittelbaren Wahrnehmung von (in der 

Regel streitigen) Tatsachen oder dem besseren Verständnis des Sachverhalts. Der 

Entscheid darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im Ermessen der 

anordnenden Behörde. Es besteht nur dann eine Pflicht zur Durchführung eines 

Augenscheins, wenn die tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt 

werden können. Ergibt sich eine Tatsache zweifelsfrei aus den Akten, so braucht sie 

nicht durch einen Augenschein überprüft werden (Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 966; BGer 1C_192/2010 vom 8. November 

2010 E. 3.3; 1C_76/2012 vom 6. Juli 2012 E. 2.3).

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2.2. Im vorliegenden Fall liegen zahlreiche Fotografien des streitgegenständlichen 

Schopfes, Messwerte der Windgeschwindigkeiten und Windrichtungen, eine 

Verlaufsübersicht der Windströmungen und Windstärken am Schadenplatz bei Süd- bis 

Südwestwind sowie diverse Kartenausschnitte bei den Akten (vgl. Beilagen zu 

act. 10/37). Weiter führte der von der Vorinstanz beauftragte Gutachter am 

28. November 2018 im Beisein des Beschwerdeführers und seines Rechtsvertreters 

sowie eines Mitarbeiters des Schadendienstes der GVA bereits einen Augenschein 

durch (act. 10/32, 37). Der massgebliche Sachverhalt ergibt sich damit in hinreichender 

Deutlichkeit aus den genannten Unterlagen. Auf die Durchführung eines Augenscheins 

kann folglich ohne weiteres verzichtet werden.

3. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, der Schaden am Schopf 

Vers. Nr. 003__ sei auf ein versichertes Ereignis im Form eines "Sturmwinds" 

zurückzuführen. Die GVA erbringt gemäss Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG unter anderem 

Versicherungsleistungen, wenn Gebäudeschäden durch "Sturmwind" entstanden sind. 

Ausgenommen sind Schäden, die im Wesentlichen auf andere Ursachen zurückgehen 

(Art. 31 Abs. 2 GVG).

3.1.

3.1.1. Gebäude müssen alltäglichen Naturereignissen wie Regen, Wind oder Frost 

trotzen können. Bei den im Gesetz abschliessend aufgezählten versicherten 

Elementarereignissen handelt es sich demgegenüber um durch geologische, 

physikalische oder meteorologische Vorgänge ausgelöste Naturereignisse von 

ausserordentlicher Heftigkeit. Art. 32  lit. a der Verordnung zum Gesetz über die 

Gebäudeversicherung (sGS 873.11, GVV) definiert, welche Mindestanforderungen an 

die Widerstandsfähigkeit im Fall von Sturmwind erfüllt sein müssen, damit die GVA im 

Schadenfall eine Versicherungsleistung ausrichtet. Demnach setzt ein Sturmschaden 

im versicherungstechnischen Sinn voraus, dass ein Gebäude oder Gebäudeteile 

unverletzlich ist gegenüber einer Windgeschwindigkeit von bis zu 63 km/h im 

Zehnminutenmittel oder gegenüber einzelnen Böenspitzen von bis zu 100 km/h. Hält 

ein Gebäude oder Gebäudeteil diesen Windböen nicht stand, gewährt die GVA keine 

Deckung. Dort, wo Mindestanforderungen definiert werden, bezeichnen sie jene 

Grenzwerte, die erfüllt sein müssen, damit eine Versicherungsleistung überhaupt 

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erbracht wird. Hält ein Gebäude den betreffenden Mindestanforderungen nicht stand, 

so wird mit anderen Worten davon ausgegangen, dass ein natürliches Ereignis 

vielleicht zwar unmittelbarer Auslöser für einen Schaden war, dass dieser an sich – also 

im Wesentlichen – letztlich jedoch auf eine andere Ursache, nämlich auf eine 

konstruktive Unzulänglichkeit, zurückzuführen ist. Solche Schäden sind von der 

Versicherungsdeckung ausgenommen (vgl. Art. 31 Abs. 2 GVG; vgl. zum Ganzen 

Botschaft zum IV. Nachtrag zum Gesetz über die Gebäudeversicherung, ABl 2015 371, 

S. 380). Windmessungen können jedoch nur im Sinn eines Indizes Aufschluss darüber 

geben, welche Windstärke an einem bestimmten (anderen) Ort zu einem bestimmten 

Zeitpunkt geherrscht hat. Weil ein direkter Beweis in den meisten Fällen nicht möglich 

ist, kann er indirekt erbracht werden, das heisst durch den Beweis von 

Sachumständen, die den Schluss auf andere rechtserhebliche Tatsachen zulassen. Im 

Fall eines behaupteten Sturmschadens ist ein derartiger Sachumstand in erster Linie 

das Schadenbild, das sich in der Umgebung präsentiert (VerwGE B 2004/101 vom 

25. Januar 2005 E. 3c, a.a.O.).

3.1.2. Das Vorliegen einer die Leistungspflicht ausschliessenden "anderen Ursache" ist 

insbesondere dann anzunehmen, wenn der Schaden nicht unmittelbare Folge eines 

Elementarereignisses ist. Unter dem Begriff der "anderen Ursache" fallen somit 

namentlich alltägliche (Natur-)Ereignisse, welche zwar die Voraussetzungen eines 

Elementarereignisses in qualitativer und quantitativer Hinsicht nicht erfüllen, jedoch den 

Schadeneintritt begünstigen. In solchen Fällen ist die Kausalkette zwischen 

Naturereignis und Schaden durch eine Ursache unterbrochen, für die der Versicherte 

einzustehen hat. Folge davon ist, dass die Leistungspflicht gänzlich entfällt (GVP 2010 

Nr. 82 E. 4; VerwGE B 2015/87 vom 26. April 2018 E. 3.2, a.a.O.).

3.1.3. Anspruch auf Versicherungsleistung besteht nach Art. 45 der Verordnung zum 

Gesetz über die Gebäudeversicherung (sGS 873.11, GVV), wenn ein versichertes 

Ereignis vorliegt (lit. a), ein Gebäudeschaden entstanden ist, der unmittelbar auf das 

versicherte Ereignis zurückgeführt werden kann (lit. b), und die Ereigniseinwirkung nicht 

bestimmungsgemäss war (lit. c). "Bestimmungsgemäss" ist eine Ereigniseinwirkung, 

wenn sie zufolge ordentlicher Abnützung oder ordentlicher Erfüllung des Zweckes des 

Gebäudes oder Gebäudeteils eintritt (Art. 48 GVV). Die Frage, ob sich der 

Gebäudeschaden "unmittelbar" auf das versicherte Ereignis zurückführen lässt, ist 

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nach der Rechtsprechung nach den Regeln über den sog. "adäquaten 

Kausalzusammenhang" zu beantworten. Demnach hat ein Ereignis dann als adäquate 

Ursache eines Erfolgs zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und 

nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Erfolg von der Art des 

eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs somit durch das Ereignis 

allgemein als begünstigt erscheint (VerwGE B 2016/185 vom 28. Juni 2018 E. 3.1 mit 

Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

3.1.4. Art. 47 GVV regelt die Zurechnung des Schadens zum versicherten Ereignis: Ein 

Gebäudeschaden wird dem versicherten Ereignis zugerechnet, wenn er nicht im 

Wesentlichen auf andere Ursachen zurückzuführen ist (Abs. 1). Nicht vergütet werden 

insbesondere Schäden, die auf fortgesetztes Einwirken zurückgehen oder die nicht auf 

eine plötzliche, aussergewöhnlich heftige Einwirkung zurückzuführen sind, wie 

Schäden zufolge schlechten Baugrundes, ungenügender Fundamente, fehlerhafter 

Konstruktion oder verwahrlosten Zustandes (Abs. 2).

3.1.5. Nach der allgemeinen Regel von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 

(SR 210, ZGB) hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu 

beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Auch im Privatversicherungsrecht gilt der 

Grundsatz, wonach Personen, die gegenüber einem Versicherer einen 

Versicherungsanspruch erheben, im Sinn von Art. 8 ZGB bezüglich der Frage, ob ein 

Versicherungsfall eingetreten ist, grundsätzlich behauptungs- und beweispflichtig sind. 

Behauptet der Versicherer indessen eine die Leistungspflicht ausschliessende oder 

herabsetzende Tatsache, ist es an ihm, diese zu beweisen. Diese Beweislastverteilung 

gilt auch im öffentlichen Gebäudeversicherungsrecht, namentlich bei der Anwendung 

von Art. 31 Abs. 1 Ziff. 3 GVG (vgl. VerwGE B 2004/101 vom 25. Januar 2005 E. 2b, 

www.gerichte.sg.ch; VerwGE B 2016/185 vom 28. Juni 2018 E. 3.3 mit weiteren 

Hinweisen, a.a.O.).

Im Versicherungsrecht gilt generell die Beweiserleichterung der "überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit" (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 128 III 271 E. 2b/

aa). Entgegen dem Regelbeweismass, das erst erreicht ist, wenn das Gericht am 

Vorliegen der behaupteten Tatsache keine ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls 

verbleibende Zweifel als leicht erscheinen, sind die Anforderungen an das Beweismass 

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herabgesetzt. "Überwiegend wahrscheinlich" ist etwas dann, wenn für die Richtigkeit 

einer Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe 

sprechen, dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in 

Betracht fallen (vgl. K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 N 26-28 mit 

Hinweisen). Die Möglichkeit, dass es sich auch anders verhalten könnte, schliesst die 

überwiegende Wahrscheinlichkeit zwar nicht aus, darf aber für die betreffende 

Tatsache weder eine massgebende Rolle spielen noch vernünftigerweise in Betracht 

fallen. Dem Versicherer steht ein – aus Art. 8 ZGB abgeleitetes – Recht auf 

Gegenbeweis zu. Er hat Anspruch darauf, zum Beweis von Umständen zugelassen zu 

werden, die beim Gericht erhebliche Zweifel an der Richtigkeit der Gegenstand des 

Hauptbeweises bildenden Sachbehauptungen wachhalten und diesen dadurch 

vereiteln sollen. Für das Gelingen des Gegenbeweises ist mithin bloss erforderlich, 

dass der Hauptbeweis erschüttert wird und damit die Sachbehauptungen nicht mehr 

als überwiegend wahrscheinlich erscheinen (BGE 130 III 321 E. 3.3 f.).

3.2. Die Vorinstanz hielt – gestützt auf das Gutachten vom 16. Dezember 2017 – fest, 

die am 9. Februar 2016 auf dem Schadenplatz aufgetretenen Windlasten seien ca. drei- 

bis fünfmal kleiner gewesen als der Bemessungswert der Windlasten nach der Norm 

SIA 261; weiter seien die Mindestwerte der Windgeschwindigkeiten zur Bejahung eines 

versicherten Ereignisses nicht erreicht worden. Da mithin von einer fehlerhaften 

Konstruktion im Sinn von Art. 47 Abs. 2 GVV ausgegangen werden müsse und in der 

Umgebung des Schadenplatzes nur sehr wenige und kleine Gebäudeschäden 

gemeldet worden seien, sei erstellt, dass der Schaden vorliegend im Wesentlichen auf 

andere Ursachen als auf ein Sturmereignis zurückzuführen sei. Es handle sich beim 

Schaden um einen durch den Wind zwar ausgelösten, aber nicht adäquat kausal 

verursachten Schaden, da die fehlerhafte Konstruktion zu einer Unterbrechung des 

Kausalzusammenhangs zwischen Wind und Gebäudeschaden geführt habe. Ohne die 

fehlerhafte Konstruktion wäre der Schopf beim vorliegend vergleichsweise wenig 

starken Windereignis nicht eingestürzt. Der Schaden sei folglich nicht durch ein 

versichertes Ereignis verursacht worden, womit eine Entschädigungspflicht durch die 

GVA entfalle.

3.3. Hiergegen erhebt der Beschwerdeführer verschiedene Einwände.

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3.3.1. Der Beschwerdeführer – dem der Nachweis obliegt, dass das Schadensereignis 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit adäquat kausal auf ein Elementarereignis 

zurückgeht – macht geltend, der Gutachter habe nicht ausgeschlossen, dass 

gegenüber der nächstgelegenen Messstelle in Z.__ auf einer Höhe von 409 m ü. M. am 

Schadenplatz höhere Windgeschwindigkeiten geherrscht hätten.

Gemäss Gutachten vom 16. Dezember 2017 betrugen die Windgeschwindigkeiten 

während des Schadenereignisses am 9. Februar 2016 in der Nähe des Schadenplatzes 

höchstens 55.4 km/h (10-Min. Mittel) bzw. 89.6 km/h (Böenspitzen). Zutreffend ist zwar, 

dass aus dem Gutachten nicht gefolgert werden kann, die für "Sturmwind" geforderten 

Windgeschwindigkeiten seien am 9. Februar 2016 am Schadenort nicht erreicht 

worden. Allerdings hat der Experte auch nicht bestätigt, dass das Gegenteil der Fall 

gewesen sei. Der Experte geht vielmehr davon aus, dass am Schadenplatz, wenn 

überhaupt, nur unwesentlich höhere Windgeschwindigkeiten herrschten als bei der 

Messstation Z.__ (vgl. act. 10/37 Antwort 1 und 3). Daraus, dass die höchste 

Windgeschwindigkeit in der Schweiz am 9. Februar 2016 mit 167 km/h auf dem 

Kronberg gemessen wurde und sich die höchsten Windgeschwindigkeiten in tieferen 

Lagen im Bereich von 90 bis 120 km/h bewegten, kann der Beschwerdeführer nichts 

zu seinen Gunsten ableiten. Einerseits handelt es sich dabei um Böenspitzen, welche 

am 9. Februar 2016 im Flachland regelmässig nicht die geforderten 100 km/h 

erreichten; in der Ostschweiz bewegten sich die Werte um etwa 90 km/h. So wurde in 

der Stadt St. Gallen (776 m ü. M.) eine Spitze von 91 km/h, in Stein AR (813 m ü. M.) 

eine solche von 93 km/h und in Eichberg-Oberau (494 m ü. M.) ebenfalls 93 km/h 

gemessen. Andererseits belief sich selbst das Windmittel auf dem Kronberg am 

Schadentag lediglich auf 59 km/h (vgl. act. 10/37/16 mit Hinweis auf http://

www.kaikowetter.ch/Statistik/2016/Windspitzen_16/Sturm_09_02_2016.html).

Damit erscheint fraglich, dass am Schadentag am Schadenort Windgeschwindigkeiten 

von mindestens 63 km/h im Zehnminutenmittel oder einzelnen Böenspitzen von 

mindestens 100 km/h auftraten. Selbst wenn jedoch diese Windgeschwindigkeiten 

erreicht worden wären – ob die Vorinstanz deshalb oder aus Kulanz den Schaden an 

der Scheune des Beschwerdeführers anerkannte, lässt sich den Akten nicht 

entnehmen – ist es durchaus möglich, dass der Schaden am Schopf im Wesentlichen 

auf andere Ursachen zurückgeht, was eine Leistungspflicht der GVA ausschliessen 

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würde (vgl. Art. 31 Abs. 2 GVG). Nicht gefolgt werden kann diesbezüglich den 

Ausführungen des Beschwerdeführers, wonach der Gesetzgeber der Regierung keine 

Kompetenz gegeben habe, Leistungsausschlusstatbestände zu schaffen. Gestützt auf 

Art. 31 Abs. 2 GVG sind Schäden an Gebäuden, welche den Mindestanforderungen 

nicht standhalten, von der Versicherungsdeckung ausgenommen. Eine reduzierte 

Deckung ist erst im Fall von Gebäuden oder Gebäudeteilen vorgesehen, die die Soll-

Anforderungen nicht erfüllen, aber immerhin den Minimalanforderungen standhalten 

(vgl. ABl 2015 380; vorstehende E. 3.1).

3.3.2. Zu prüfen ist im Folgenden daher, ob das Schadenbild in der Umgebung darauf 

schliessen lässt, die Witterungseinflüsse am 9. Februar 2016 seien derart intensiv 

gewesen, dass ihnen der Schopf auch in ordnungsgemässem Zustand nicht hätte 

standhalten können. Denn wer Entschädigung beansprucht, muss nachweisen, dass 

am Versicherungsort oder in der Umgebung durch den Sturm Bäume gefällt oder 

Dächer abgedeckt worden sind. Der Grund liegt darin, dass oft ein fehlerhaft 

konstruiertes Gebäude Angriffsziel des Windes ist. Erleidet dieses Schäden oder fällt 

gar in sich zusammen, so ist die mangelhafte Konstruktion der Grund dafür und nicht 

der Sturm (GVP 2010 Nr. 82 E. 5.1).

Die Gebäude des Beschwerdeführers liegen nicht in dicht besiedeltem Gebiet, weshalb 

in unmittelbarer Nachbarschaft – bis auf weggewehte Ziegel an der eigenen Scheune – 

auch keine weiteren Gebäudeschäden aufgetreten sind. Dies schliesst indes nicht aus, 

dass zur Beurteilung der Frage, ob ein Versicherungsfall vorliegt, mitberücksichtigt 

werden darf, ob es in der weiteren Umgebung, an ähnlich ausgesetzter Lage, zu 

Gebäudeschäden gekommen ist, die von demselben Ereignis herrühren (VerwGE 

B 2004/101 vom 25. Januar 2005 E. 3d/bb, a.a.O.). Bei der Assekuranz des Kantons 

Appenzell Ausserrhoden gingen im Gebiet von Y.__ zwei Sturmschadenmeldungen ein, 

die Sonnenschutzeinrichtungen mit Schadensummen von CHF 850 bzw. CHF 1'100 

betrafen (vgl. act. 10/37/5). Die betroffenen Gebäude befinden sich dabei etwa auf 

700 m ü. M. (vgl. Höhenkurven-Karte auf www.geoportal.ch). In der Gemeinde X.__ 

wurden ebenfalls zwei weitere Schadenfälle durch Sturmwind registriert: Einerseits 

handelte es sich dabei um den Schaden an der Scheune des Beschwerdeführers, bei 

welchem lediglich wenige Ziegel im Umfang von rund CHF 1'500 ersetzt werden 

mussten. Andererseits wurden bei einer Scheune in 3'800 Meter Entfernung zum 

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Grundstück des Beschwerdeführers sechs Eternitplatten weggeweht und auf das Dach 

geschleudert. Die Wiederherstellungskosten beliefen sich dabei auf rund CHF 4'500 

(vgl. act. 10/37/8). In keinem der Fälle war dagegen die Tragstruktur oder wesentliche 

Tragwerksteile betroffen (vgl. act. 10/37/8). Der eingestürzte Schopf passt demnach 

nicht in das Schadenbild, das sich in der Umgebung präsentiert.

Unbestritten blieb, dass die nördliche Aussenwand des Schopfs bereits vor dem 

Schadenereignis vom Februar 2016 auf der Nordwestseite eine starke Schiefstellung 

aufgewiesen hatte. Gemäss den Ausführungen im Gutachten vom 16. Dezember 2017 

ist diese Schiefstellung auf eine ungenügende oder fehlende Aussteifung im 

Erdgeschoss der Giebelwand West zurückzuführen. Der Experte stellte gestützt darauf 

einen wesentlichen statischen Mangel an der Tragkonstruktion fest. Er rekonstruierte 

weiter den Einsturzmechanismus des Gebäudes wie folgt: Infolge der ungenügenden 

Aussteifung im Erdgeschoss der westlichen Giebelwand habe sich der obere steifere 

Teil des Gebäudes von oben her gesehen weiter im Gegenuhrzeigersinn gedreht. 

Durch die Verdrehung hätten die Schrägstellungen der Stützen der nördlichen und 

südlichen Aussenwände weiter zugenommen. Die Stützenköpfe hätten das Tragsystem 

nicht mehr aufnehmen können und die Aussenwände seien in Richtung Süden 

umgekippt. Durch die zunehmende Verdrehung des Obergeschosses seien hohe 

Beanspruchungen in der östlichen Giebelwand entstanden. Diese sei schliesslich auf 

etwa 2 Metern Höhe gebrochen. In der Folge sei das Dach in Richtung Südwest 

eingestürzt (act. 10/37 S. 4 f.). Die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schopf 

generell, das heisst auch ohne Windbeanspruchung, eine stark ungenügende 

Tragsicherheit aufwies, wird dadurch belegt, dass die am 9. Februar 2016 auf dem 

Schadenplatz auftretenden Windlasten drei- bis fünfmal kleiner wie der 

Bemessungswert der Windlasten nach der heute gültigen Norm SIA 261 waren.

3.3.3. Schliesslich kann der Beschwerdeführer aus dem Umstand der (vorbehaltlosen) 

bisherigen Versicherung nichts zu seinen Gunsten herleiten. Die Kompetenz der GVA, 

bestimmte Schutzmassnahmen ausdrücklich verlangen zu können, kommt 

ausschliesslich im Nachgang zu einem Schadenfall zum Tragen. Es wird mit anderen 

Worten bewusst darauf verzichtet, solche Auflagen im Rahmen einer systematischen 

Überprüfung des Gebäudebestandes, beispielsweise im Rahmen der regelmässig 

stattfindenden ordentlichen Gebäudeschätzungen, vorzunehmen. Eine systematische 

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Überprüfung des Gebäudebestandes unter dem Blickwinkel der 

Elementarschadengefährdung wäre aus praktischen Gründen mit einem vernünftigen 

Aufwand gar nicht durchführbar (ABl 2015 381; VerwGE B 2015/87 vom 26. April 2018 

E. 3.9, a.a.O.). Zu berücksichtigen ist schliesslich, dass der Schaden im Jahr 2015 

lediglich ein paar weggewehte Ziegel betraf, weshalb die GVA nicht gehalten war, die 

Tragkonstruktion des Schopfes zu überprüfen.

3.4. Zusammenfassend kann der Beschwerdeführer nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit aufzeigen, dass die Witterungseinflüsse am 9. Februar 2016 derart 

intensiv waren, dass ihnen der Schopf auch in ordnungsgemässem Zustand nicht hätte 

standhalten können. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

meteorologischen Einflüssen und dem eingetretenen und geltend gemachten Schaden 

wurde durch die fehlende bzw. ungenügende Konstruktion unterbrochen. Der Schaden 

geht damit auf eine "im Wesentlichen andere Ursache" im Sinn von Art. 31 Abs. 2 GVG 

zurück und ist nicht versichert. Dies ergibt sich aufgrund des in sich schlüssigen und 

ohne weiteres nachvollziehbaren Gutachtens. Die dagegen erhobenen Einwände 

eignen sich nicht, dieses grundsätzlich in Frage zu stellen bzw. eine andere Ursache als 

"überwiegend wahrscheinlich" erscheinen zu lassen.

4. Zusammen mit der Entscheidgebühr von CHF 1'500 auferlegte die Vorinstanz dem 

Beschwerdeführer die angefallenen Gutachtenskosten von CHF 10'972.30. Die Höhe 

der Entscheidgebühr bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Er wendet sich jedoch 

gegen die Kosten für das Gutachten im Wesentlichen mit der Begründung, einer 

Fachinstanz wie der Vorinstanz sei grundsätzlich die Rekurssachbearbeitung und die 

Aufarbeitung des Sachverhalts eines Rekursfalls ohne weiteres selbst bzw. durch 

Fachleute der eigenen Organisation zuzumuten. Weiter stünden die Expertenkosten 

von CHF 10'972.30 in einem offensichtlichen Missverhältnis zum geltend gemachten 

versicherten Gebäudewert von CHF 13'000.

Soweit der Beschwerdeführer einwendet, die Einholung eines Gutachtens bei einem 

externen Experten sei aufgrund des internen Fachwissens unverhältnismässig, ist ihm 

entgegenzuhalten, dass er sich im Rekursverfahren nicht gegen die Einholung eines 

Gutachtens stellte. Er wendete lediglich ein, dass ein Augenschein kaum mehr etwas 

bringe, da der beschädigte Schopf entsorgt worden sei. Allenfalls könne der Experte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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jedoch aufgrund der in den Akten liegenden Fotos den Schadenfall näher beurteilen 

(vgl. act. 10/20). Weiter war dem Beschwerdeführer der Fragekatalog bekannt (vgl. 

act. 10/25), wogegen er nicht opponierte. Zu berücksichtigen ist hingegen, dass für 

Sachverständige die Entschädigung nach der geleisteten Arbeit und der Bedeutung der 

Streitsache erfolgt (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 70). Mit dem Abstellen auf die 

Bedeutung der Streitsache wird dem sog. Äquivalenzprinzip Rechnung getragen. Nach 

diesem dürfen die Kosten nicht in ein offensichtliches Missverhältnis zum objektiven 

Wert der Leistung geraten und müssen sich in vernünftigen Grenzen bewegen (statt 

vieler vgl. K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 

Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 13 N 27 mit 

Hinweis auf BGE 132 II 371 E. 2.1). Bei einer Schadenssumme von ca. CHF 13'000 

wurden die "vernünftigen Grenzen" offensichtlich verlassen, wenn man sich vor Augen 

hält, dass die gutachterliche Abklärung der Schadensursache Sachverständigenkosten 

von knapp CHF 11'000 mit sich bringt. Anstrengungen seitens der GVA, die Kosten in 

einem vernünftigen Rahmen zu halten, etwa durch vorgängige Festlegung eines 

Kostendachs, sind nicht ersichtlich. Im Gegenteil war der Vorinstanz gemäss 

telefonischer Auskunft des Experten vom 6. September 2017 bekannt, dass sich die 

Kosten auf etwa CHF 10'000 belaufen werden (vgl. act. 10/28). Als maximal 

vernünftiger Wert erscheinen Abklärungskosten von CHF 7'000, das heisst ca. zwei 

Drittel des Streitwertes. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen, im 

Übrigen ist sie jedoch abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

5. (…)

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Ziffer 2 des angefochtenen 

Entscheids wird aufgehoben. Die Gutachtenskosten werden dem Beschwerdeführer im 

Umfang von CHF 7'000 auferlegt. Im Mehrbetrag sind sie von der Vorinstanz zu tragen. 

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000 bezahlt der 

Beschwerdeführer zu vier Fünfteln und die Vorinstanz zu einem Fünftel. Der auf den 

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Beschwerdeführer entfallende Anteil von CHF 1'600 wird mit dem geleisteten 

Kostenvorschuss von CHF 2'000 verrechnet. Der Restbetrag (CHF 400) wird ihm 

zurückerstattet.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Der Abteilungspräsident                  Die Gerichtsschreiberin

Zürn                                                 Blanc Gähwiler

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 03.12.2018
	ersicherungsleistung, Sturmwind; Art. 31 Abs. 2 GVG. Der Beschwerdeführer kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aufzeigen, dass die Witterungseinflüsse derart intensiv waren, dass ihnen der Schopf auch in ordnungsgemässem Zustand nicht hätte standhalten können. Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den meteorologischen Einflüssen und dem eingetretenen und geltend gemachten Schaden wurde durch die fehlende bzw. ungenügende Konstruktion unterbrochen. Der Schaden geht damit auf eine "im Wesentlichen andere Ursache" im Sinn von Art. 31 Abs. 2 GVG zurück und ist nicht versichert. Bei einer Schadenssumme von ca. CHF 13'000 wurden mit der Auferlegung der gesamten Kosten von knapp CHF 11'000 für die Einholung eines Gutachtens die "vernünftigen Grenzen" offensichtlich verlassen. Anstrengungen seitens der GVA, die Kosten in einem vernünftigen Rahmen zu halten, etwa durch vorgängige Festlegung eines Kostendachs, sind nicht ersichtlich. Die dem Beschwerdeführer aufzuerlegenden Kosten für das Gutachten sind deshalb zu reduzieren (Verwaltungsgericht, B 2018/174).

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