# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ca6eb65-946c-5ebf-a2a9-6043f107f9d4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 26.10.2023 B 2023/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2023-50_2023-10-26.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/50

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 07.12.2023

Entscheiddatum: 26.10.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
Baurecht, Verfahren, Art. 25a RPG, Art. 133 Ingress und lit. f, Art. 135, 146, 
157 Abs. 1 und 2 PBG, Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 StrG. 
Fehlende Koordination zwischen dem Baubewilligungs- und 
Einspracheentscheid und der Erteilung einer strassenpolizeilichen 
Bewilligung für eine projektierte Parkplatzausfahrt in eine Gemeindestrasse 
im Rahmen des kommunalen Gesamtentscheids (E. 7). Teilweise 
Gutheissung und Rückweisung an die Baubehörde der politischen Gemeinde 
(Verwaltungsgericht B 2023/50).

Entscheid vom 26. Oktober 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Zindel,

Verwaltungsrichter Steiner; Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

A.__,

Beschwerdeführerin,

gegen

Bau- und Umweltdepartement des Kantons St. Gallen,

Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Vorinstanz,

B.___ gmbH,

Beschwerdegegnerin,

Politische Gemeinde Z.__, vertreten durch den Gemeinderat, Y.__,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Baubewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

F.__ und G.__, Z.__, sind Miteigentümer der 11'732 m  grossen, einzig mit dem 

ehemaligen Maiensäss Assek.-Nr. 0000_ überbauten Parzelle Nr. 0001_, Grundbuch 

Z.__, welche auf einer Höhe von 1'042 bis 1'094 m ü.M. liegt. Nach dem Zonenplan der 

Politischen Gemeinde Z.__ ist dieses Grundstück hauptsächlich dem übrigen 

Gemeindegebiet zugewiesen, soweit es nicht Wald ist. Entlang der (süd-)westlichen 

Grenze befindet sich das Grundstück Nr. 0001_ auf einer Fläche im Halte von 1'875 m

in der Wohnzone WEb. Im Übrigen ist es entlang der Nordgrenze der Kurzone II 

zugeordnet und wird von der Zone für Skiabfahrts- und Skiübungsgelände überlagert. 

Im Norden und Südwesten grenzt es an die H.__-strasse (Gemeindestrasse zweiter 

Klasse, Parzelle Nr. 0002_), über welche ein Rad- und Wanderweg führt. Im Sommer 

wird das Grundstück Nr. 0001_ über die H.__-strasse und im Winter hauptsächlich über 

die Mittelstation I.__ auf Parzelle Nr. 0003_ der 8er-Kabinenbahn J.__ der K.__ AG, 

Y.__, erschlossen. Laut der Gefahrenkarte des Kantons St. Gallen besteht auf dem 

Grundstück Nr. 0001_ eine mittlere Hochwasser- sowie eine geringe Rutschgefahr 

(act. 12/23, 14 Ziff. II/2, https://www.geoportal.ch, Stand: 18. September 2023).

B.

Am 25./27. August 2021 reichte die B.__ gmbH ein Gesuch für den Bau von drei 

Ferienhäusern innerhalb der Wohnzone WEb und der Kurzone II auf Parzelle Nr. 0001_ 

2

2

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ein. Während der öffentlichen Auflage vom 12. Oktober 2021 bis 25. Oktober 2021 ging 

eine Einsprache von A.__ ein, welche Eigentümerin der Stockwerkeinheit Nr. 0004_ auf 

dem westlich an das Baugrundstück Nr. 0001_ angrenzenden Stammgrundstück 

Nr. 0005_ ist. Am 3./4. Januar 2022 reichte die B.__-GmbH revidierte Baupläne vom 

23. Dezember 2021 ein. Am 22. Februar 2022 wies der Gemeinderat Z.__ die 

Einsprache ab und bewilligte das Vorhaben. Dagegen rekurrierte A.__ am 

14. März 2022 an das Bau- und Umweltdepartement. Am 24. Juni 2022 genehmigte 

das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation den Sondernutzungsplan 

Gewässerraum L.__. Nach Durchführung eines Augenscheins am 26. September 2022 

wies das Bau- und Umweltdepartement den Rekurs von A.__ mit Entscheid vom 

21. Februar 2023 ab, soweit es darauf eintrat (act. 2, 11, 12/6/Vorakten/10-36, 39, 

12/23 f., http://www.zefix.admin.ch, Stand: 18. September 2023).

C.

Gegen den Entscheid des Bau- und Umweltdepartements (Vorinstanz) vom 

21. Februar 2023 erhob A.__ (Beschwerdeführerin) am 8. März 2023 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es seien der angefochtene Entscheid 

sowie die Baubewilligung des Rates der Politischen Gemeinde Z.__ 

(Beschwerdebeteiligte) unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und die 

Baubewilligung entsprechend zu verweigern. Am 17. Mai 2023 bzw. 14. Juni 2023 

schlossen die Vorinstanz und die Beschwerdebeteiligte auf Abweisung der 

Beschwerde. Die B.__ GmbH (Beschwerdegegnerin) verzichtete stillschweigend auf 

eine Vernehmlassung (act. 1, 10, 14). Die Beschwerdeführerin verzichtete in der Folge 

auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme.

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids, die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe 

vom 8. März 2023 erfolgte rechtzeitig und erfüllt formell und inhaltlich die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). 

Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 111 Abs. 1 des 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [SR 173.110, BGG] und Art. 33 Abs. 3 

Ingress und lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung [SR 700, RPG] in 

Verbindung mit Art. 89 Abs. 1 BGG; Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf 

die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.

Aufgrund des Devolutiveffekts nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit darin 

die Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheids vom 22. Februar 2022 und die 

Abweisung des Baugesuchs der Beschwerdegegnerin vom 25./27. August 2021, 

revidiert am 23. Dezember 2021, verlangt wird (vgl. BGer, Urteil 8C_665/2022 vom 

15. Dezember 2022 E. 1.3; VerwGE B 2019/123 vom 28. Mai 2020 E. 1 je mit 

Hinweisen). Die entsprechenden Entscheide gelten jedoch inhaltlich als mitangefochten 

(BGE 136 II 539 E. 1.2; BGer, Urteil 1C_514/2018 vom 28. Januar 2019 E. 1.2).

Die Miteigentümer des Baugrundstückes Nr. 0001_ haben im vorinstanzlichen 

Rekursverfahren keine eigenen Anträge gestellt und deshalb stillschweigend von einer 

weiteren Verfahrensbeteiligung abgesehen. Sie sind daher im verwaltungsgerichtlichen 

Beschwerdeverfahren nicht mehr zu beteiligen (vgl. dazu VerwGE B 2022/173 vom 

12. Juli 2023 E. 1, mit Hinweisen).

2.

Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt (act. 1, S. 4 Ziff. III/9-11), der Verlauf des L.__ 

auf dem Baugrund auf Parzelle Nr. 0001_ sei zu klären und gegebenenfalls der 

Gewässerraum festzulegen, ist sie im vorliegenden Verfahren nicht zu hören. Entgegen 

ihrer Darstellung bildete die Frage, ob der L.__ südlich der H.__-strasse auf Parzelle 

Nr. 0001_ entspringe, Gegenstand des Sondernutzungsplanverfahrens Gewässerraum 

L.__ (vgl. dazu Planungsbericht vom 7. Juni 2022, act. 11, S. 18 Kap. 8). Es hätte ihr 

offen gestanden, ihre diesbezüglichen Einwände – insbesondere in Bezug auf den 

Vermerk "Abschnitt km 0.375 bis km 0.472" – in jenem (erst gerade abgeschlossenen) 

Verfahren klären zu lassen. Da sie dies unterliess, obgleich sie sich am diesbezüglichen 

Mitwirkungsverfahren noch beteiligt hatte (Beilagen zu act. 12/1), muss sie sich den 

Verlauf des L.__s, wie er in dem am 24. Juni 2022 rechtskräftig genehmigten 

Sondernutzungsplan Gewässerraum L.__ ab dem Grenzpunkt der Parzellen Nrn. 0006_ 

und 0007_ – nicht ab der Parzelle Nr. 0001_ (vgl. act. 11) – innerhalb der Bauzonen in 

L.__ festgelegt worden ist, entgegenhalten lassen. Dies umso mehr, als nicht ersichtlich 

ist und von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter dargetan wird, dass die 

Voraussetzungen für eine akzessorische Überprüfung des Sondernutzungsplan 

Gewässerraum L.__ im vorliegenden Fall erfüllt wären (vgl. dazu BGE 145 II 83 E. 5.1; 

144 II 41 E. 5.2, je mit Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.

Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten datiert vom 22. Februar 2022 

und erging damit nach Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) 

am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das strittige Bauvorhaben sind somit 

grundsätzlich die Bestimmungen des PBG anwendbar (vgl. Art. 173 Abs. 1 PBG). Die 

Anwendung "neuen Rechts" im Sinne von Art. 173 Abs. 2 PBG setzt allerdings nach 

der vom Verwaltungsgericht bestätigten Praxis der Vorinstanz voraus, dass die ans 

PBG angepassten kommunalen Rahmennutzungspläne in Kraft sind. Das 

Baureglement der Beschwerdebeteiligten (vom Baudepartement genehmigt am 

12. Mai 1997, Änderungen genehmigt am 27. September 2002, 18. Februar 2005, 

26. April 2016 und 19. Juli 2019; BauR) mit dazugehörendem Zonenplan (vom 

Baudepartement genehmigt am 12. Mai 1997) wurde noch nicht (vollständig) an das 

neue Recht angepasst. Von den neuen PBG-Regelungen kann daher vorerst nur 

Gebrauch gemacht werden, sofern sie direkt anwendbar sind. Ist dies nicht der Fall, ist 

das bis 30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über die Raumplanung und das 

öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 

1. Januar 2015) heranzuziehen (vgl. dazu VerwGE B 2022/120 vom 12. Mai 2023 E. 3.1, 

mit Hinweisen; BGer, Urteile 1C_597/2021 vom 18. April 2023 E. 3.2.1; 1C_614/2021 

vom 23. Februar 2023 E. 3.1 und 4.3).

4.

Die Beschwerdeführerin macht geltend (act. 1, S. 3 Ziff. III/3-6), das Bauvorhaben 

passe sich wegen der vorgesehenen, grossen Fenster auf der Nordseite sowie der 

unterschiedlichen Firstausrichtung und der fehlenden Parallelisierung der Firste nicht in 

die Landschaft bzw. die Umgebung ein resp. sei deswegen verunstaltend.

Art. 99 Abs. 1 PBG verbietet die Erstellung von Bauten und Anlagen, die das Orts- und 

Landschaftsbild verunstalten oder Baudenkmäler beeinträchtigen (vgl. dazu auch den 

in Bezug auf das Verunstaltungsverbot identischen Art. 93 Abs. 1 BauG). Laut Art. 99 

Abs. 2 PBG kann die politische Gemeinde für Kern- und Schutzzonen sowie für weitere 

konkret bezeichnete Gebiete vorschreiben, dass Bauten und Anlagen so gestaltet und 

eingeordnet werden, dass mit der Umgebung zusammen eine gute Gesamtwirkung 

entsteht (vgl. demgegenüber Art. 93 Abs. 4 BauG, wonach die Gemeinde für bestimmte 

Teile ihres Gebietes strengere Vorschriften aufstellen kann). Nach Art. 28 BauR sind an 

sämtlichen Bauten und Anlagen im Berggebiet (über 600 m ü.M.) an die Gestaltung und 

ihre Stellung im Gelände bezüglich der Einpassung in die Landschaft erhöhte 

Anforderungen gestellt. Es sind bei Hauptbauten nur geneigte Dächer mit einer 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Neigung zwischen 18° und 35° zulässig. Ihr Eindeckungsmaterial ist in dunklen 

Farbtönen zu halten; die Umfassungswände sind farblich unauffällig in die Landschaft 

einzufügen. Die Firstrichtung der Hauptbauten hat annähernd senkrecht zu den 

Höhenkurven zu verlaufen. Im Unterschied zu positiven (kommunalen) 

Bauästhetikvorschriften, wie hier Art. 28 BauR, verbietet das kantonalrechtliche 

Verunstaltungsverbot gemäss Art. 99 Abs. 1 PBG und Art. 93 Abs. 1 BauG nur 

erheblich störende Wirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild in dem Sinn, dass nur 

etwas qualifiziert Unschönes verhindert werden soll. Dabei ist das Bauvorhaben nicht 

isoliert zu betrachten, sondern in Bezug zu seiner baulichen und landschaftlichen 

Umgebung zu setzen. Verunstaltung bedeutet eine schwerwiegende Verletzung 

ästhetischer Werte; sie ist gleichbedeutend mit einer erheblichen Beeinträchtigung. 

Soweit, wie hier mangels Schutzobjekt (Art. 115 lit. g PBG), keine Beeinträchtigung 

denkmalgeschützter Bauten zur Diskussion steht, sind zur Beurteilung der 

städtebaulichen und architektonischen Gesamtwirkung eines Projekts keine speziellen 

Fachkenntnisse erforderlich. Den kommunalen Behörden kommt bei der Anwendung 

unbestimmter Rechtsbegriffe ein Beurteilungs- bzw. Ermessensspielraum zu, wenn 

Fragen zu beantworten sind, die lokale Umstände betreffen, mit denen diese Behörden 

vertraut sind (vgl. dazu VerwGE B 2020/243 vom 30. August 2021 E. 9.1, mit 

Hinweisen, bestätigt mit BGer, Urteil 1C_597/2021 vom 18. April 2023). Bei der 

Anwendung kantonaler Ästhetikvorschriften steht ihnen darüber hinaus ein von der 

Gemeindeautonomie geschützter besonderer Ermessensspielraum zu, der im 

Rechtsmittelverfahren zu beachten ist. Eine kommunale Behörde überschreitet den ihr 

bei der Anwendung von kantonalen Ästhetikvorschriften zustehenden Beurteilungs- 

und Ermessensspielraum insbesondere dann, wenn sie sich von unsachlichen, dem 

Zweck der Regelung fremden Erwägungen leiten lässt oder die Grundsätze der 

Rechtsgleichheit und Verhältnismässigkeit verletzt. Bei der Prüfung der 

Verhältnismässigkeit sind die lokalen ästhetischen Interessen gegenüber den privaten 

und den überkommunalen öffentlichen Interessen an der Errichtung der geplanten 

Baute abzuwägen (vgl. dazu BGE 145 I 52 E. 3.6, mit Hinweisen, allerdings in Bezug 

auf eine, hier nicht zur Diskussion stehende [vgl. dazu Art. 61 Abs. 1 VRP] 

Angemessensheitsüberprüfung durch das Baurekursgericht Zürich im Sinne von Art. 33 

Abs. 3 Ingress und lit. b RPG und § 20 Abs. 1 Ingress und lit. c des 

Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich, LS 175.2, VRG ZH).

Vorab erachtete die Vorinstanz Art. 28 BauR zu Recht als mit Art. 99 Abs. 2 PBG resp. 

Art. 93 Abs. 4 BauG vereinbar, welche für (positive) Gestaltungs- und 

Einfügungsvorschriften die Festlegung einer Gebietsbegrenzung verlangen (vgl. dazu 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

VerwGE B 2008/143; B 2008/149 vom 14. Mai 2009 E. 3.1.5 mit Hinweisen, vom 

Bundesgericht bestätigt mit BGer, Urteil 1C_519/2012 vom 14. August 2013; VerwGE 

B 2021/8 vom 12. Juli 2021 E. 3.1, mit Hinweis, je in Bezug auf Art. 93 Abs. 4 BauG). 

Wie sie in Erwägung 3.1.1 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 5 f.) zutreffend 

ausgeführt hat, schafft die Höhenlinie von 600 m ü.M. eine klare Abgrenzung des 

erfassten Gebietes, selbst wenn sich ein beträchtlicher Teil des Hoheitsgebietes der 

Beschwerdebeteiligten im "Berggebiet" befindet. Die Beschwerdeführerin kann sich 

deshalb auf Art. 28 BauR berufen. Zudem ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 

in dieser Hinsicht von einer Rückweisung an die Beschwerdebeteiligte zur Prüfung von 

Art. 28 BauR abgesehen und die Einhaltung der Anforderungen von Art. 28 BauR 

untersucht hat, obgleich die Beschwerdebeteiligte im Einspracheentscheid vom 

22. Februar 2022 die Anwendbarkeit von Art. 28 BauR verneint hatte (act. 12/6/1, S. 4), 

zumal sich die Beschwerdebeteiligte im Einspracheentscheid vom 22. Februar 2022 

inhaltlich trotz ihrer Rechtsauffassung zu der von der Beschwerdeführerin bemängelten 

Ausrichtung der strittigen Ferienhäuser im Sinne von Art. 28 Satz 4 BauR geäussert hat 

(act. 12/6/1, S. 4). Im Übrigen wurde die Einhaltung der Vorgaben von Art. 28 BauR von 

der Vorinstanz auch am Rekursaugenschein vom 26. September 2022 thematisiert 

(act. 12/23, S. 7 ff.).

Weiter wird (zu Recht) von keiner Seite in Abrede gestellt, dass die projektierten 

Ferienhäuser die Anforderungen von Art. 28 BauR punkto Dachneigung, 

Eindeckungsmaterial sowie Farbe der Umfassungswände einhalten und sich insoweit in 

die Landschaft einfügen (vgl. dazu act. 14 Ziff. II/1). Darüber hinaus hat die Vorinstanz 

in Einklang mit den diesbezüglichen Ausführungen der Beschwerdebeteiligten im 

Einspracheentscheid vom 22. Februar 2022 (act. 12/6/1, S. 4, vgl. dazu auch act. 14 

Ziff. II/1) gestützt auf die Skizze in der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 

11. November 2021 (act. 12/6/42, S. 2) sowie offenbar auf die Angaben der 

Beschwerdegegnerin in deren E-Mail vom 7. Oktober 2022 (act. 12/25) im 

angefochtenen Entscheid erwogen (act. 2, S. 6 f. E. 3.1.2.2 f.), das Gelände auf Parzelle 

Nr. 0001_ im fraglichen Bereich steige nicht gleichmässig an und die einzelnen 

Höhenlinien verliefen je weiter nördlich umso weniger horizontal. Es sei deshalb 

nachvollziehbar und mit Art. 28 Satz 4 BauR vereinbar, dass die Firstrichtungen der 

Ferienhäuser leicht unterschiedlich ausgerichtet seien. Inwiefern diese Einschätzung, 

insbesondere auch mit Blick auf die mehr oder minder vage Umschreibung in Art. 28 

Abs. 4 BauR – "annähernd senkrecht zu den Höhenkurven" – (vgl. zur hinreichenden 

und angemessenen Bestimmtheit der anzuwendenden Rechtssätze: BGE 146 I 70 

E. 6.2.2, mit Hinweisen), rechtsfehlerhaft (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP) sein sollte, ist nicht 

erkennbar (vgl. dazu auch Situationspläne je vom 23. Dezember 2021, act. 12/6/12, 14, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.

Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor (act. 1, S. 3 f. Ziff. III/7), das Bauvorhaben 

führe zu verunstaltenden Terrainveränderungen und Abgrabungen.

16, Fotos zum Augenschein vom 26. September 2022, act. 12/24, S. 1 f., 8, 

www.geoportal.ch). Ferner verneinte die Beschwerdebeteiligte im Einspracheentscheid 

vom 22. Februar 2022 (act. 12/6/1, S. 4) eine Verunstaltung, namentlich in Bezug auf 

die projektierten Fenster im Erd- und Dachgeschoss an den Nordfassaden (vgl. dazu 

Fassadenpläne je vom 2. August 2021, act. 12/6/13, 15, 17). Auch diesen Schluss der 

Beschwerdebeteiligten durfte die Vorinstanz unter Wahrung des der 

Beschwerdebeteiligten zustehenden Ermessensspielraums bestätigen, ohne Recht zu 

verletzen. In Erwägung 3.2.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 7) führte sie 

dazu gestützt auf ihre Wahrnehmungen am Augenschein vom 26. September 2022 (vgl. 

dazu Fotodokumentation zum Augenschein vom 26. September 2022, act. 12/24) 

sowie die von der Beschwerdebeteiligten am 17. Juni 2022 eingereichten Fotos 

(act. 12/9) aus, die von der Beschwerdegegnerin vorgesehene Fenstergestaltung und -

anordnung könne angesichts des umliegenden, durchaus wahrnehmbaren heterogenen 

Quartierbilds – die umliegenden Neubauten würden sich merklich sowohl in der 

architektonischen Gestaltung als auch im Volumen unterscheiden – sowie des 

Umstands, dass bereits drei der bestehenden Häuser im Gebiet L.__ giebelförmige 

bzw. den Giebel ausfüllende Fenster aufwiesen, nicht als verunstaltend bezeichnet 

werden. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Mangels direkter Anwendbarkeit von Art. 97 PBG und mangels Vorschriften im BauG 

sind in dieser Hinsicht ausschliesslich die Vorschriften des kommunalen 

Baureglements massgebend (vgl. dazu VerwGE B 2020/65 vom 28. April 2021 E. 4.2.1, 

mit Hinweisen; E. 4.1.4.1 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 9). Laut 

Art. 27 BauR sind Abgrabungen zur Freilegung des Untergeschosses für die Schaffung 

von Wohn-, Schlaf- und Arbeitsräumen gestattet, sofern die Abgrabungshöhe nicht 

mehr als 1,00 m beträgt. Wenn keine Beeinträchtigung der baulichen oder 

landschaftlichen Umgebung zu befürchten ist, gestattet der Gemeinderat für 

Garagenzufahrten oder Kellereingänge tiefere Abgrabungen, sofern sie gesamthaft die 

Länge der Hauptfassade nicht überschreiten (Abs. 1). Auffüllungen und Aufschüttungen 

dürfen nicht verunstaltend wirken (Abs. 2). Aufschüttungen dürfen zur Wahrung der 

baupolizeilichen Sicherheit, sofern dies nicht anderweitig sichergestellt ist, nicht näher 

als 0,50 m an die Grundstücksgrenze reichen (Abs. 3).

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.

Soweit die Beschwerdeführerin befürchtet (act. 1, S. 4 f. Ziff. III/12), der Baugrund sei 

mangels der erforderlichen Abwasserleitungen im Sinne von Art. 22 Abs. 2 Ingress und 

lit. b in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 RPG und Art. 66 Ingress und lit. a sowie Art. 67 

Ingress und lit. b PBG nicht hinreichend erschlossen, kann ihr nicht gefolgt werden. 

Wie sich den Plänen Werkleitungen Grundriss und Schnitt + PP Entwässerung je vom 

23. Dezember 2021 (act. 12/6/19 f.) entnehmen lässt, ist die Erschliessung der 

projektierten Bauten über die westlich davon verlaufende, bestehende 

Kanalisationsleitung der Beschwerdebeteiligten und nicht über die von der 

Beschwerdeführerin ins Feld geführte, neue Leitung östlich der Ferienhäuser 

vorgesehen.

Die Vorinstanz bestätigte im angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 8 f. E. 4.1.2, 4.1.4, 

4.1.4.2) basierend auf ihren Wahrnehmungen am Augenschein vom 

26. September 2022 zunächst den Schluss der Beschwerdebeteiligten im 

Einspracheentscheid vom 22. Februar 2022 (act. 12/6/1, S. 5), wonach weder die 

projektierten Abgrabungen noch die geplante Treppe oder die Böschung im Bereich 

der Grenze zum Grundstück Nr. 0005_ (vgl. dazu Fassaden- und Schnittpläne sowie 

Längsschnitt je vom 2. August 2021 und Umgebungsplan vom 23. Dezember 2021, 

act. 12/6/13, 15, 17, 21) verunstaltend seien und diese Anlagen die (bauliche und) 

landschaftliche Umgebung nicht beeinträchtigten. Überdies hielt die Vorinstanz 

zutreffend fest, dass höchstens die seitlichen Abgrabungen auf der Westseite des 

untersten und des mittleren der drei geplanten Häuser teilweise die Abgrabungshöhe 

zur Freilegung von Untergeschossen von 1,00 m überschritten. Diese Abgrabungen 

dienten indessen nicht der Schaffung von Wohn-, Schlaf- oder Arbeitsräumen, sondern 

sie seien bedingt durch die grundstücksinternen Zugänge und die Gewährleistung des 

Kellereingangs. Deshalb erfüllten sie die Anforderungen von Art. 27 Abs. 1 BauR. Es ist 

nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht weiter dargetan, dass 

diese Ausführungen der Vorinstanz rechtsfehlerhaft sind, weshalb es damit sein 

Bewenden hat.

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

7.

Sodann rügt die Beschwerdeführerin erstmals vor Verwaltungsgericht (act. 1, S. 4 

Ziff. III/8), die Sichtwinkel bei der Parkplatzausfahrt seien nicht eingehalten. In 

prozessualer Hinsicht ist dieses neue Vorbringen im Beschwerdeverfahren vor 

Verwaltungsgericht zulässig, zumal damit keine unzulässige Veränderung des 

Streitgegenstands einhergeht (vgl. VerwGE B 2022/181 vom 28. April 2023 E. 1.2).

Das Koordinationsgebot (Art. 25a RPG) verlangt eine materielle und soweit möglich 

formelle Koordination der für die Errichtung oder Änderung einer Baute erforderlichen 

Verfügungen (vgl. dazu BGer, Urteil 1C_348/2019 vom 27. April 2020 E. 5.3, mit 

Hinweisen). In materieller Hinsicht sind die Verfügungen inhaltlich abzustimmen 

(Art. 25a Abs. 2 Ingress und lit. d RPG) und sie dürfen keine Widersprüche enthalten 

(Art. 25a Abs. 3 RPG). In formeller Hinsicht sorgt die für die Koordination 

verantwortliche Behörde unter anderem möglichst für eine gemeinsame oder 

gleichzeitige Eröffnung der Verfügungen (Art. 25a Abs. 2 Ingress und lit. d RPG). In 

Umsetzung dieser bundesrechtlichen Vorgaben schreibt Art. 133 Ingress und lit. f PBG 

vor, dass die Baubehörde der politischen Gemeinde, welche nach Art. 135 PBG über 

das Baugesuch und die Einsprachen entscheidet, soweit Gesetz oder Verordnung 

nichts anderes bestimmen, im eigenen Zuständigkeitsbereich entscheidet und die 

Verfügung – zusammen mit einem allfälligen Einspracheentscheid (vgl. dazu Art. 157 

Abs. 1 und 2 PBG) – als Gesamtentscheid eröffnet. Der Gesamtentscheid soll ein 

Gesamtpaket der notwendigen Verfügungen und Stellungnahme der Behörden von 

Bund, Kanton und politischer Gemeinde darstellen (vgl. dazu S. Staub, in: Bereuter/

Frei/Ritter [Hrsg.], Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, 

Basel 2020, N 19 zu Art. 133 PBG).

Die Parteien gehen darin einig, dass der Baugrund auf Parzelle Nr. 0001_ über die 

H.__-strasse (Sommer) resp. die Mittelstation I.__ (Winter) im Sinne von Art. 22 Abs. 2 

Ingress und lit. b in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 RPG bzw. Art. 66 Ingress und lit. a 

sowie Art. 67 Ingress und lit. a PBG (strassenmässig) hinreichend erschlossen ist. 

Deshalb betrifft die Frage der Verkehrssicherheit der projektierten Parkplatzausfahrt 

nicht die Erschliessungsanforderungen (vgl. auch VerwGE B 2022/185 und 189 bzw. B 

2022/186 und 190 vom 6. Juli 2023 E. 4.2.2, mit Hinweisen), sondern die 

Bewilligungsfähigkeit nach Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 des 

Strassengesetzes (sGS 732.1, StrG). Für die entsprechende strassenpolizeiliche 

Bewilligung ist vorliegend (Zufahrt in Gemeindestrasse zweiter Klasse) die 

Beschwerdebeteiligte zuständig (vgl. dazu Art. 11 Abs. 1 StrG). Inhaltlich hat sie dabei 

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Vorgaben von Art. 32 Abs. 1 Satz 3 f. und Abs. 3 Satz 1 BauR zu beachten. Weiter 

kann sie dabei auch die VSS-Normen als Hilfsmittel bzw. als Richtwerte heranziehen 

(vgl. dazu VerwGE B 2023/6 vom 4. Mai 2023 E. 3.2.3, mit Hinweis).

Der Baubewilligungs- und Einspracheentscheid vom 22. Februar 2022 (act. 12/6/1) ist 

nicht mit einer separaten Dispositiv-Ziffer betreffend die Erteilung einer 

strassenpolizeilichen Bewilligung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie 

Abs. 2 StrG versehen. Auch wird darin (Dispositiv-Ziff. 2) ausdrücklich darauf 

hingewiesen, dass sich die Bewilligung ausschliesslich auf Art. 146 PBG stütze. Die 

Frage, ob die strassenpolizeiliche Bewilligung nach Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a 

sowie Abs. 2 StrG gleichwohl in der kommunalen Baubewilligung mitenthalten sein 

könnte, obwohl in der Baubewilligung formell darauf kein Bezug genommen wird, kann 

vorliegend offen bleiben. Denn im vorliegenden Fall haben weder die 

Beschwerdebeteiligte oder die Vorinstanz in ihren Vernehmlassungen vom 

14. Juni 2023 (act. 14 Ziff. II/2) und 17. Mai 2023 (act. 10 Ziff. II/1) dargetan noch ist bei 

gegebener Aktenlage ersichtlich, dass sich die dafür zuständige Beschwerdebeteiligte 

im erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren mit der Frage der Verkehrssicherheit der 

projektierten Parkplatzausfahrt und damit mit der Erteilung einer strassenpolizeilichen 

Bewilligung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 StrG inhaltlich 

auseinandergesetzt hätte. Bei dieser Ausgangslage ist es nicht Sache des 

Verwaltungsgerichts, die Erteilung einer solchen Bewilligung als erste und zugleich 

einzige kantonale Instanz zu prüfen. Vielmehr ist der angefochtene Entscheid und 

damit auch der Gesamtentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 22. Februar 2022 in 

teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Angelegenheit zur Prüfung 

der fraglichen, strassenpolizeilichen Bewilligung sowie zu neuer Entscheidung an die 

Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen.

Bei diesem Ergebnis könnte an sich dahingestellt bleiben, wie es sich mit dem Einwand 

der Beschwerdeführerin (act. 1, S. 5 Ziff. III/13) verhält, der Baugrund liege teilweise im 

Naturgefahrengebiet und sei für eine Überbauung ohne flankierende Massnahmen 

nicht geeignet (vgl. dazu auch act. 10 Ziff. II/4). Aus prozessökonomischen Gründe ist 

hierzu allerdings festzuhalten, dass sich der Baugrund – entgegen den Angaben im 

Baugesuch vom 25. August 2021 (act. 12/6/10, G1, S. 2) und der Stellungnahme der 

Beschwerdebeteiligten vom 14. Juni 2023 (act. 14 Ziff. II/5) – laut der auf dem 

Geoportal (https://www.geoportal.ch) abrufbaren Gefahrenkarte des Kantons St. Gallen 

tatsächlich zumindest im Bereich der geplanten Parkplätze (vgl. dazu Umgebungsplan 

vom 23. Dezember 2021, act. 12/6/21) in einem Gebiet mit mittlerer Hochwassergefahr 

7.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

8.

Die amtlichen Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens sind dem 

Verursacherprinzip entsprechend je zur Hälfte der Beschwerdebeteiligten (Verletzung 

wesentlicher Verfahrensvorschriften) und der Beschwerdeführerin (nachträgliches 

Vorbringen von Begehren, deren rechtzeitige Geltendmachung ihr bereits im 

erstinstanzlichen Verfahren möglich und zumutbar gewesen wäre) aufzuerlegen. Eine 

Entscheidgebühr von CHF 3'000 für das Beschwerdeverfahren ist angemessen (Art. 7 

Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Von der Beschwerdebeteiligten sind, 

da sie nicht überwiegend finanzielle Interessen verfolgt, keine Kosten zu erheben 

(Art. 95 Abs. 3 VRP). Die von der Beschwerdeführerin im Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüsse von CHF 1'800 und CHF 4'000 

sind an ihre Kostenanteile in der Höhe von CHF 1'750 (Rekursverfahren) – die Höhe der 

amtlichen Kosten des Rekursverfahren von CHF 3'500 (Dispositiv-Ziff. 2a des 

angefochtenen Entscheids) wurde von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet – 

und CHF 1'500 (Beschwerdeverfahren) anzurechnen und im Umfang von CHF 50 

(Rekursverfahren) und CHF 2'500 (Beschwerdeverfahren) zurückzuerstatten.

(blaues Gefahrengebiet) befindet (vgl. dazu auch den Hinweis auf die Gefährdung 

durch Oberflächenwasser in den Auflagen zur Baubewilligung, act. 12/6/2, S. 4). 

Bauliche Massnahmen in Gebieten mit mittlerer Gefährdung sind gemäss Art. 103 

Abs. 3 Ingress und lit. b PBG nur dann zulässig, wenn die Risiken durch angemessene 

Massnahmen im zulässigen Bereich gehalten werden können. Ein entsprechender 

Nachweis liegt nicht bei den Akten (vgl. dazu Leitfaden Objektschutznachweis der 

Naturgefahrenkommission und der Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen vom 

September 2022, siehe auch Leitfaden der Naturgefahrenkommission des Kantons 

St. Gallen für Vorsorge und Schutz vom September 2019, Gravitative Naturgefahren im 

Kanton St. Gallen, S. 30 ff., Checkliste der Naturgefahrenkommission und der 

Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen, Bauen in Gebieten mit gravitativen 

Naturgefahren, Ausgabe Juli 2019, S. 6 f., https://www.sg.ch > Umwelt und Natur > 

Naturgefahren, Stand: 18. September 2023). Im übrigen ist folgender Mangel 

offensichtlich: Unter der Nebenbestimmung Ziff. 6 ("Vorbehalt betreffend 

Autoabstellplätze") der Baubewilligung vom 22. Februar 2022 (act. 12/6/1, S. 6) wird 

vorgeschrieben, dass für den Neubau der drei Ferienhäuser fünf – nicht drei (vgl. dazu 

Auflagen zur Baubewilligung, Anhang 1 [act. 12/6/2, S. 4] und Umgebungsplan vom 

23. Dezember 2021 [act. 12/6/21]) – Autoabstellplätze notwendig sind, wobei im Winter 

dafür Ersatzabgaben geleistet werden könnten (vgl. dazu Art. 69 f. PBG in Verbindung 

mit Art. 33 BauR). Auch diese Ungereimtheit ist im Rahmen der angeordneten 

Rückweisung zu klären.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend hat die Beschwerdeführerin weder 

im Rekurs- noch im Beschwerdeverfahren Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung 

(Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP). Zudem beantragte sie weder den Ersatz 

notwendiger Auslagen noch sind Gründe für die Zusprache einer 

Umtriebsentschädigung dargetan, weshalb sie auch aus diesem Grund für beide 

Verfahren keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung hat (vgl. dazu 

Art. 98  VRP in Verbindung mit Art. 95 Abs. 3 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO; VerwGE B 2022/80 vom 15. Dezember 2022 E. 5.2, 

mit Hinweis).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, der 

angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zu neuer 

Entscheidung an die Beschwerdebeteiligte zurückgewiesen.

2.

Die amtlichen Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

CHF 3'500 und CHF 3'000 werden je zur Hälfte der Beschwerdebeteiligten und der 

Beschwerdeführerin auferlegt. Auf die Erhebung der Anteile der Beschwerdebeteiligten 

wird verzichtet. An die Kostenanteile der Beschwerdeführerin in der Höhe von 

CHF 1'750 und CHF 1'500 werden die im Rekurs- und Beschwerdeverfahren 

geleisteten Kostenvorschüsse in der Höhe von CHF 1'800 und CHF 4'000 angerechnet. 

Der Beschwerdeführerin werden CHF 50 (Rekursverfahren) und CHF 2'500 

(Beschwerdeverfahren) zurückerstattet.

3.  

Ausseramtliche Kosten für das Rekurs- und Beschwerdeverfahren werden nicht 

entschädigt.

bis

ter

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
	Baurecht, Verfahren, Art. 25a RPG, Art. 133 Ingress und lit. f, Art. 135, 146, 157 Abs. 1 und 2 PBG, Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 StrG. Fehlende Koordination zwischen dem Baubewilligungs- und Einspracheentscheid und der Erteilung einer strassenpolizeilichen Bewilligung für eine projektierte Parkplatzausfahrt in eine Gemeindestrasse im Rahmen des kommunalen Gesamtentscheids (E. 7). Teilweise Gutheissung und Rückweisung an die Baubehörde der politischen Gemeinde (Verwaltungsgericht B 2023/50).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T00:43:05+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen