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**Case Identifier:** 4a7bc3b8-6b68-5a4f-ad58-bc2f8aeb5875
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.05.2017 200 2017 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-148_2017-05-11.pdf

## Full Text

200 17 148 IV
SCJ/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Mai 2017

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2017, IV/17/148, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Mai 1995 unter Hinweis auf Rückenschmerzen bei der In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, Antwortbei-
lage [AB] 8.1 S. 134 ff.). Nach medizinischen und erwerblichen Erhebungen 
wies die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) das Rentenbegeh-
ren mit Verfügung vom 24. Dezember 1997 (AB 8.1 S. 32 f.) ab, da dem 
Versicherten eine angepasste Tätigkeit in mindestens rentenaus-
schliessendem Ausmass zumutbar sei. Diese Verfügung blieb unangefoch-
ten (vgl. AB 8.1 S. 21). Im weiteren Verlauf schrieb die IVB das Gesuch um 
berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 22. Juli 1999 (AB 8.1 S. 15) ab. 
Auf eine hiergegen erhobene (bedingte) Beschwerde trat das Verwaltungs-
gericht mit unangefochten gebliebenem Urteil vom 6. Dezember 1999 
(IV 56040; AB 8.1 S. 1 ff.) nicht ein. 

B.

Gemäss Schadenmeldung vom 21. April 2005 (AB 23.7) fiel der Versicher-
te am 4. April 2005 bei der Arbeit von einer Leiter und stürzte ca. 2.5 Meter 
in die Tiefe. Die C.________ als zuständiger Unfallversicherer richtete be-
züglich dieses Ereignisses die gesetzlichen Versicherungsleistungen aus. 
Mit Verfügung vom 2. Oktober 2007 (AB 23.2) sprach sie dem Versicherten 
eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 20% zu. Die 
Ausrichtung von darüber hinausgehenden Versicherungsleistungen wurde 
dagegen verneint (AB 23.1 S. 13).

C.

Am 4. April 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf den Unfall 
vom 4. April 2005 erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (AB 17). Dar-
aufhin führte die IVB medizinische und erwerbliche Erhebungen durch. Da-

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bei holte sie insbesondere eine Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD; AB 53) ein. Ferner fand vom 22. Februar bis am 21. Mai 
2016 ein Belastbarkeitstraining statt (AB 62, 66). Nach Einholung einer 
weiteren Stellungnahme des RAD (AB 72) stellte die IVB mit Vorbescheid 
vom 19. Oktober 2016 (AB 74) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-
Grad) von 20% die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Ferner 
verneinte sie mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 21. November 
2016 (AB 76) einen Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen.

Nachdem sich der Versicherte mit dem Vorbescheid vom 19. Oktober 2016 
nicht einverstanden gezeigt hatte (AB 77), holte die IVB eine weitere Stel-
lungnahme des RAD ein (AB 81) und wies das Rentenbegehren – wie an-
gekündigt – mit Verfügung vom 6. Januar 2017 (AB 82) ab.

D.

Hiergegen liess der Versicherte am 8. Februar 2017 Beschwerde erheben 
und folgende Anträge stellen:

1. Die Verfügung vom 6. Januar 2017 sei aufzuheben.
2. Die Sache sei zur weiteren Abklärung des Sachverhalts und zum 

Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück-
zuweisen.

3. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer ab 8. April 2014 eine halbe 
IV-Rente auszurichten.

unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Im weiteren Verlauf liess der Beschwerdeführer am 22. Februar 2017 ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsan-
walt B.________ als amtlicher Anwalt stellen.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. März 2017 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Verfügung vom 16. März 2017 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt gut.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. Januar 2017 
(AB 82). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdefüh-
rers. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen 
IV-Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 

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(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge-
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vor-
zugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad 
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung er-
fahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich 
noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. 
Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem 
Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 
Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 4. April 
2014 (AB 17) eingetreten. Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht 
zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). 

Ferner ist die Frage, ob zwischen der leistungsabweisenden Verfügung 
vom 24. Dezember 1997 (AB 8.1 S. 32 f.) und der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 6. Januar 2017 (AB 82) eine anspruchsbegründende Verände-
rung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.5 hiervor), ohne 
weiteres zu bejahen. Denn mit dem Unfall vom 4. April 2005, anlässlich 
welchem der Beschwerdeführer insbesondere eine erstgradig offene distale 
Radiustrümmerfraktur rechts, eine erstgradig offene distale intraartikuläre 
Vorderarmtrümmerfraktur links, eine Nasenbeinfraktur und ein stumpfes 

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Thorax- und Abdominaltrauma erlitten hat, der daraufhin erfolgten operati-
ven Eingriffe und langwierigen Behandlungen (vgl. u.a. AB 23.3 S. 1 ff., 
S. 38) sowie der damit einhergehenden Arbeitsunfähigkeit, ist seit der Ver-
fügung vom 24. Dezember 1997 offenkundig eine relevante Veränderung 
des Gesundheitszustands eingetreten. Folglich ist eine umfassende Prü-
fung des Rentenanspruchs vorzunehmen (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeitsfähigkeit lässt sich den 
Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht zur 
Untersuchung vom 13. Januar 2014 (AB 23.3 S. 1 ff.) insbesondere eine 
erstgradig offene distale Radiustrümmerfraktur rechts, eine erstgradig of-
fene distale intraartikuläre Vorderarmtrümmerfraktur links, ein lumbo-
vertebral-Syndrom und Schulterbeschwerden rechts (S. 6 f.). Zum Zumut-
barkeitsprofil führte er an, der Beschwerdeführer sei nicht mehr fähig, 
schwere und schwerste körperliche Arbeit zu leisten. Arbeiten mit Schlag-
belastung, mit Vibrationen oder die ein kräftiges Zupacken mit den Händen 
oder eine besondere Geschicklichkeit der Hände erforderten, seien nicht 
zumutbar. Chronisch repetitive monotone Tätigkeiten für die betreffenden 
Handgelenke, repetitive Umwendbewegungen, Arbeiten in ständiger 
Zwangshaltung der Hände und Handgelenke seien ebenfalls nicht mehr 
möglich. Die Gewichtslimite für beide Handgelenke betrage max. je 10kg. 
Bei Berücksichtigung dieser Einschränkungen sei von einer ganztägigen 
Präsenz auszugehen (S. 8).

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates und für Handchirurgie, diagnosti-
zierte im Bericht vom 18. Juni 2015 (AB 47) mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit einen Status nach bilateraler intraartikulärer Radiustrümmer-
fraktur und bilaterale AC-Gelenksarthrosen (S. 2). Gegenwärtig präsentiere 
sich der Beschwerdeführer mit Schmerzphasen beider Handgelenke, wel-
che auf die Arthrosen zurückzuführen seien. Es bestünden eine signifikante 
Bewegungseinschränkung beider Handgelenke, bewegungsabhängige 
Schmerzen und eine Kraftverminderung. Die Entwicklung einer progredient 
symptomatischen Arthrose sei wahrscheinlich. Die gegenwärtige Arbeitsun-

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fähigkeit sei nicht bekannt. Die Beurteilung dieser Frage müsse gutachter-
lich erfolgen (S. 3).

3.2.3 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht vom 
3. Juli 2015 (AB 52) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine sym-
ptomatische AC-Gelenksarthrose Schulter beidseits, einen Status nach 
distaler metaphysärer intraartikulärer Radiusfraktur rechts, einen Status 
nach Ulnaverkürzungsosteotomie, Débridement der Frakturfragmente so-
wie eine Klaustrophobie und Schlafstörung (S. 1). Insbesondere bezüglich 
der bestehenden Einschränkungen und der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
machte der Facharzt keine Angaben (S. 2).

3.2.4 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und für Rheumatologie, diagnostizierte im Aktenbericht vom 
10. November 2015 (AB 53) mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine 
bilaterale intra-artikuläre metaphysäre Radiustrümmerfraktur, eine aktivierte 
Arthrose der AC-Gelenke rechtsbetont und ein chronisches Lumboverte-
bralsyndrom. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er insbe-
sondere eine rezidivierende Epicondylopathie humero-radialis beidseits, 
eine Schwerhörigkeit rechts, einen Schwindel und Kopfschmerzen an 
(S. 2 f.). Im Zusammenhang mit der degenerativen Problematik des 
Rückens, den degenerativen Veränderungen der AC-Gelenke und der bila-
teralen Handproblematik sei eine mittelschwere bis schwere Tätigkeit und 
damit die Tätigkeit als … nicht mehr zumutbar. Eine leichte wechselbelas-
tende Tätigkeit (mit körpernahem Heben und Tragen von Lasten bis zu 
7.5kg) sei aufgrund der eingeschränkten Funktion der beiden Handgelenke 
zu 80% zumutbar. Nicht mehr zumutbar seien dagegen das körperferne 
Heben und Tragen von Lasten, die Arbeit auf Schulterhöhe, auf Leitern und 
Gerüsten, wiederholt bückende, kniende und kauernde Tätigkeiten (S. 4), 
Arbeiten mit Schlagbelastung oder Vibrationen, Arbeiten, die ein kräftiges 
Zupacken mit den Händen oder eine besondere Geschicklichkeit der Hän-
de erforderten, chronisch repetitive monotone Tätigkeiten für die Handge-
lenke, repetitive Umwendbewegungen sowie Arbeiten in ständiger 
Zwangshaltung der Hände und Handgelenke. Zusätzlich müsse mit einer 
Leistungsminderung von 20% gerechnet werden, da bei Konzentrations-

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störungen mit einer Verlangsamung des Ausübens einer Tätigkeit und bei 
degenerativen Veränderungen des Rückens mit einer vermehrten Pausen-
bedürftigkeit gerechnet werden müsse und es zudem bei eingeschränkter 
Funktion der beiden Hände keine Möglichkeit gebe, die eingeschränkte 
Funktion eines Handgelenks durch die andere zu ersetzen (S. 5).

3.2.5 Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine Inneren Medizin, 
führte im Bericht vom 11. Dezember 2015 (AB 59) aus, der Gesundheits-
zustand habe sich verschlechtert. Neu seien als Diagnose eine chronische 
Epicondylitis radialis beidseits, eine Bouchard Arthrose Dig. II links und 
eine beginnende Gonarthrose links dazugekommen (S. 1). Als Einschrän-
kungen bestünden verschiedene Gelenkbeschwerden. Die Ärztin attestierte 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Die bisherige Tätigkeit … sei nicht mehr 
zumutbar. Leichte Arbeiten seien voll möglich (S. 2). 

3.2.6 Der Beschwerdeführer war vom 14. Juni bis 16. August 2016 in der 
Klinik I.________ in Behandlung. Im Austrittsbericht vom 15. August 2016 
(AB 70) wurden ein depressives Zustandsbild, mittelschwer bei bekannter 
chronischer Schmerzstörung mit Agoraphobie ohne Panikstörung, und eine 
Belastungssituation durch längerdauernde Arbeitslosigkeit (ICD-10 F33.1, 
F40.00, Z56.0) diagnostiziert. Gegen Ende des Aufenthaltes hätten sich 
zum Teil deutliche Stimmungsaufhellungen mit Lachen gezeigt, wobei die 
Schmerzproblematik jeweils in den Hintergrund gerückt sei. Es sei davon 
auszugehen, dass die Gelenkschmerzen, die für den Beschwerdeführer die 
einzige Rechtfertigung dafür sei, um von seinen Kindern finanzielle Unter-
stützung zu bekommen, situationsbedingt stark aggraviert würden. Die auf-
grund der bestehenden Schmerzen und der vorhandenen Ängste gestarte-
te Therapie mit Lyrica® sei vom Beschwerdeführer eigenständig abgesetzt 
worden. Er habe als Nebenwirkungen starke Müdigkeit und Denkstörungen 
angegeben. Dem Remeron® (Antidepressiva) schreibe er hingegen positi-
ve Effekte zu (S. 2 f.).

3.2.7 Der RAD-Arzt Dr. med. G.________ wiederholte im Aktenbericht 
vom 20. September 2016 (AB 72) die zuvor gestellten Diagnosen. Neu dia-
gnostizierte er mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine beginnende 
Gonarthrose links mit medialer Meniskopathie, eine Bouchard Arthrose 
Dig. II links und ein depressives Zustandsbild (ICD-10 F33.1; S. 4). Mit der 

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aktuellen psychiatrischen Diagnose sollte die Arbeitsfähigkeit nicht weiter 
reduziert werden, besonders weil aus dem Bericht der Tagesklinik hervor-
gehe, dass sich der Beschwerdeführer von dieser depressiven Episode 
erholt habe. Es bestünden keine objektiven Argumente, die eine dauerhafte 
signifikante Arbeitsunfähigkeit begründen könnten. Ebenfalls die neu fest-
gestellte beginnende Gonarthrose links und die Bouchard Arthrose Dig. II 
links bewirkten keine neuen objektiven funktionellen Einschränkungen, die 
nicht wegen den anderen bekannten somatischen Gesundheitsschäden im 
Zumutbarkeitsprofil schon integriert worden seien (S. 6). Präzisierend zum 
bereits erstellten Zumutbarkeitsprofil führte der RAD-Arzt an, dass Nacht- 
und Schichtdienst nicht zumutbar seien. Die Arbeitszeiten sollten geregelt 
und regelmässig sein mit regelmässigen Pausen. Während den Pausen 
sollte sich der Beschwerdeführer zurückziehen können. Das Tätigkeitsfeld 
sollte klar definiert sein (S. 7).

Anlässlich des Vorbescheidverfahrens nahm der RAD-Arzt am 2. Januar 
2017 nochmals Stellung (AB 81). Auf der Basis des klaren medizinischen 
Sachverhalts, welcher vom Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt werde, 
sei es möglich gewesen, für alle medizinischen Probleme die entsprechen-
den objektiven funktionellen Einschränkungen zu definieren. Diese seien im 
Zumutbarkeitsprofil reflektiert worden. Die angestammte Tätigkeit sei nicht 
mehr zumutbar und in einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdefüh-
rer zu 80% arbeitsfähig mit einer zusätzlichen Leistungsminderung von 
20%. Das Erstellen eines Gutachtens sei medizinisch nicht indiziert (S. 7).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

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beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der vorliegend angefochtenen 
Verfügung massgeblich auf die Aktenberichte des RAD-Arztes Dr. med. 
G.________ vom 10. November 2015 (AB 53), 20. September 2016 
(AB 72) und 2. Januar 2017 (AB 81) gestützt. Diese Aktenberichte erfüllen 
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines 
medizinischen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor). Dass 
der Facharzt keine eigene Untersuchung durchgeführt hat, schadet – ent-
gegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 4 Ziff. 2) – nicht. Denn die 
Voraussetzungen für einen rechtsgenüglichen Aktenbericht (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b) sind vorliegend erfüllt. Insbe-
sondere sind Anamnese und Verlauf ausführlich in den Akten dokumentiert. 
Der RAD-Arzt hat gestützt auf die medizinischen Vorakten nachvollziehbar 
dargelegt, dass dem Beschwerdeführer eine mittelschwere bis schwere 
Tätigkeit und damit auch die angestammte Tätigkeit als … nicht mehr zu-
mutbar ist. Ferner hat er schlüssig begründet, dass in einer leichten ange-
passten Tätigkeit (wechselbelastend, mit körpernahem Heben und Tragen 
von Lasten bis zu 7.5kg, mit geregelten und regelmässigen Arbeitszeiten 
und regelmässigen Pausen, mit der Möglichkeit sich während den Pausen 
zurückzuziehen, mit klar definiertem Tätigkeitsfeld, ohne körperfernes He-
ben und Tragen von Lasten, ohne Arbeiten auf Schulterhöhe, auf Leitern 
und Gerüsten, ohne wiederholt bückende, kniende und kauernde Arbeiten, 
ohne Arbeiten mit Schlagbelastung oder Vibrationen, ohne Arbeiten, die ein 
kräftiges Zupacken mit den Händen oder eine besondere Geschicklichkeit 
der Hände erforderten, ohne chronisch repetitive monotone Arbeiten für die 
Handgelenke, ohne repetitive Umwendbewegungen, ohne Arbeiten in 
ständiger Zwangshaltung der Hände und Handgelenke, ohne Nacht- und 

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Schichtdienst) eine 80%-ige Arbeitsfähigkeit besteht mit einer zusätzlichen 
Leistungsminderung von 20% (AB 53 S. 4 f., 72 S. 7, 81 S. 7). Diese Ein-
schätzung ist nicht nur für sich allein nachvollziehbar und überzeugend, 
sondern sie steht auch (nahezu) im Einklang mit derjenigen des Arztes der 
C.________ im Bericht vom 13. Januar 2014 (AB 23.3 S. 8). Entgegen den 
Ausführungen in der Beschwerde (S. 3 Ziff. 1) hat der RAD-Arzt seine Be-
urteilung im Übrigen nicht nur aufgrund der bestehenden Einschränkungen 
der Handgelenke getroffen, sondern er hat das Zumutbarkeitsprofil unter 
zusätzlicher Berücksichtigung der bestehenden degenerativen Problematik 
des Rückens sowie der degenerativen Veränderungen der Schultergelen-
ke, des linken Kniegelenks und des linken Zeigefingers, sowie des depres-
siven Zustandsbildes, mittelschwer, erstellt (AB 53 S. 2 f.; 72 S. 4).

An der schlüssigen Einschätzung des RAD-Arztes ändert nichts, dass 
Dr. med. H.________ im Bericht vom 11. Dezember 2015 eine 100%-ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert hat (AB 59 S. 2 Ziff. 11). Denn aus dem Bericht 
geht weiter hervor, dass die behandelnde Ärztin leichte Arbeiten als voll 
zumutbar erachtet hat (S. 2 Ziff. 14), womit ihre Beurteilung in Einklang 
steht mit derjenigen des RAD-Arztes. Die weiteren Berichte der behandeln-
den Ärzte vermögen die Einschätzung des RAD-Arztes ebenfalls nicht in 
Zweifel zu ziehen, zumal sich weder Dr. med. E.________ im Bericht vom 
18. Juni 2015 (AB 47) noch Dr. med. F.________ im Bericht vom 3. Juli 
2015 (AB 52) zur bestehenden Arbeitsfähigkeit geäussert haben. Auch die 
vom Beschwerdeführer anlässlich des Belastbarkeitstrainings gezeigte ge-
ringe Leistungsfähigkeit (20% im Vergleich zu 100% im ersten Arbeits-
markt; AB 67 S. 2) ändert vorliegend nichts, konnte diese doch medizinisch 
nicht nachvollzogen werden. 

Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass der RAD-Arzt im Bericht vom 
20. September 2016 (AB 72) aufgrund des neu diagnostizierten depressi-
ven Zustandsbildes keine weitergehende Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit attestiert hat (S. 6), zumal sich insbesondere aus dem Bericht der Ta-
gesklinik vom 15. August 2016 (AB 70) keine Hinweise auf einen invalidi-
sierenden psychischen Gesundheitsschaden ergeben.

3.5 Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass in einer leichten 
angepassten Tätigkeit von einer 80%-igen Arbeitsfähigkeit mit einer ver-

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minderten Leistungsfähigkeit von 20% auszugehen ist. Der Sachverhalt ist 
gestützt auf die vorliegenden Arztberichte hinreichend erstellt, weshalb 
– entgegen dem Antrag in der Beschwerde (S. 1 Ziff. I) – auf weitere Be-
weiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162).

Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleich zu ermitteln. 

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2). Es gilt 
zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 
voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohn-
mässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittli-
chen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Ab-
zug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-

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lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und be-
ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter 
Berücksichtigung des Wartejahres und der Anmeldung im April 2014 
(AB 17) ist der frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf Oktober 2014 festzusetzen. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durchzuführen. 

4.2.1 Es ist unbestritten und aufgrund der Akten anzunehmen, dass der 
Beschwerdeführer bei guter Gesundheit weiterhin als (ungelernter) … tätig 
wäre. Da der Beschwerdeführer – soweit ersichtlich – letztmals im Jahr 
1994 als … in einem 100%-igen Arbeitspensum tätig war (AB 8.1 S. 129; 
vgl. auch AB 25), ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 
das Valideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne (LSE 2014, Tabelle 
TA1, Kompetenzniveau 1 [einfache Arbeiten körperlicher oder handwerkli-
cher Art], Total) ermittelt hat (AB 82 S. 2). 

4.2.2 Ferner hat der Beschwerdeführer keine Verweisungstätigkeit im 
zumutbaren Rahmen aufgenommen, weshalb das hypothetische Invaliden-
einkommen ebenfalls auf der Basis der LSE 2014 zu bestimmen ist (vgl. 
E. 4.1.2 hiervor).

Der Beschwerdeführer ist in einer leichten angepassten Tätigkeit zu 80% 
arbeitsfähig mit einer zusätzlichen Leistungsminderung von 20% (vgl. 
E. 3.4 und 3.5 hiervor). Das medizinisch-theoretische Zumutbarkeitsprofil 
ist – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 5) – verwertbar. Denn 
das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielba-

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re Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu er-
mitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der IV von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. 
Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses 
Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und 
weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und zwar sowohl be-
züglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzun-
gen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er umfasst auch so-
genannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei wel-
chen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Ar-
beitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatz-
möglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die 
unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gege-
benheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Ar-
beitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungs-
gemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 138 V 457 
E. 3.1 S. 459; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 6 E. 4.4, 2008 IV Nr. 62 S. 205 E. 5.1). 
Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG kann aber dort 
nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit nur in so ein-
geschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt 
praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegen-
kommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Fin-
den einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen 
erscheint (SVR 2016 IV Nr. 3 S. 10 E. 5.11, 2011 IV Nr. 6 S. 18 E. 4.2.4). 
Vorliegend wurde das medizinische Zumutbarkeitsprofil jedoch nicht derart 
eingeschränkt formuliert, dass davon ausgegangen werden müsste, auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt beständen keine Tätigkeiten mehr. 
Vielmehr existiert ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Ver-
weistätigkeiten, so z.B. einfache Überwachungs-, Prüf- oder Kontrolltätig-
keiten, die dem Fähigkeitsprofil des Beschwerdeführers ohne weiteres ent-
sprechen. Somit kann nicht auf die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähig-
keit geschlossen werden. Das Invalideneinkommen ist dementsprechend 
ebenfalls gestützt auf das Total des Kompetenzniveaus 1 der LSE 2014 zu 
bestimmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2017, IV/17/148, Seite 16

4.2.3 Da somit sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen auf 
der gleichen Basis zu ermitteln ist (LSE 2014, Tabelle TA1, Kompetenz-
niveau 1, Total), erübrigt sich die Durchführung eines zahlenmässigen Ein-
kommensvergleichs. Der IV-Grad entspricht dem Umfang der Arbeitsun-
fähigkeit (20%) und der Leistungsminderung (20%) unter Berücksichtigung 
eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [heute Bundesgericht] vom 15. April 2003, I 1/03, 
E. 5.2). Ein solcher Abzug ist vorliegend nicht gerechtfertigt. Die behinde-
rungsbedingten Einschränkungen sind bereits im Rahmen der einge-
schränkten Arbeits- und Leistungsfähigkeit berücksichtigt und allfällige in-
validitätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskatego-
rie, Beschäftigungsgrad) wären bei beiden Einkommen zu berücksichtigen 
(Entscheid des Bundesgerichts vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). 
Damit resultiert ein rentenausschliessender IV-Grad von 36% (vgl. E. 2.3 
hiervor).

4.3 Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung (im Ergeb-
nis) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde als un-
begründet abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der mit Verfügung vom 16. März 2017 
gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird er – unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2017, IV/17/148, Seite 17

5.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Festzu-
setzen bleibt indes das amtliche Honorar für Rechtsanwalt B.________.

5.2.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung der 
amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

5.2.2 Die Kostennote von Rechtsanwalt B.________ vom 21. März 2017, 
in welcher er einen Arbeitsaufwand von sechs Stunden à Fr. 250.-- (total 
Fr. 1‘500.-- ) geltend macht, ist nicht zu beanstanden. Somit ist der tarif-
mässige Parteikostenersatz auf Fr. 1‘731.80 (inkl. Auslagen von Fr. 103.50 
und Mehrwertsteuer von Fr. 128.30) festzulegen. Entsprechend ist das 
amtliche Honorar auf Fr. 1‘407.80 (Fr. 1‘200.-- [6 Stunden à Fr. 200.--] zu-
züglich Auslagen von Fr. 103.50 und Mehrwertsteuer von Fr. 104.30 [8% 
von Fr. 1‘303.50]) festzusetzen und Rechtsanwalt B.________ aus der Ge-
richtskasse zu vergüten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des 
Beschwerdeführers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Vor-
aussetzungen von Art. 123 ZPO (Art. 113 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Mai 2017, IV/17/148, Seite 18

Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 1‘731.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1‘407.80 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.