# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5131bf98-e512-5227-9de4-92d82b4e79e1
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-13
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 13.01.2023 III 2022 92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-92_2023-01-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 92
III 2022 98

Entscheid vom 13. Januar 2023 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. Gemeinderat Morschach, Schulstrasse 6, 6443 Morschach, 
(Verfahren III 2022 92)

2. Flurgenossenschaft A.________, 
(Verfahren III 2022 98)
Beschwerdeführer,
Beschwerdeführer Ziff. 2 vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr.iur. B.________,

gegen

1. Gemeinderat Morschach, Schulstrasse 6, 6443 Morschach,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen (beide Verfahren),

4. C.________, 
Beschwerdegegner (beide Verfahren),

5. Flurgenossenschaft A.________, c/o D.________,
Verfahrensbeteiligte (im Verfahren III 2022 92),

2

vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,

6. E.________,

7. F.________,

8. G.________,

9. H.________,

10. I.________,

11. J.________,

12. K.________,
Beigeladene (im Verfahren III 2022 92),
Beigeladene Ziff. 7 bis 12 vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr.iur. B.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung Erschliessungsstrasse)

3

Sachverhalt:

A. Die drei Grundstücke KTN 01 (456 m2; Eigentümer: StWE L.________ 
[GB ____] M.________), KTN 02 (821 m2; Eigentümer: E.________) und KTN 03 
(1'643 m2; Eigentümer: StWE N.________ [____]) grenzen (von Nordost nach 
Südwest) südöstlich und damit talseitig an die O.________-strasse ([Strassen-
]Grundstück KTN 04). Östlich und weiter talwärts schliessen die Grundstücke 
KTN 05 (456 m2; im Eigentum von C.________) und KTN 06 (669 m2; im Mitei-
gentum von zwei Drittpersonen) sowie KTN 07 (1'008 m2; im Miteigentum von 
vier Drittpersonen) an. Diese sechs Grundstücke sind der Wohnzone für drei Ge-
schosse (W3) zugewiesen. Die Grundstücke KTN 07 und 02 sind noch nicht 
überbaut. Auf KTN 06, 05 und 01 steht je ein Wohnhaus. Das Wohnhaus auf 
KTN 06 wird ab der P.________-strasse über die Q.________-gasse und einen 
Fussweg erschlossen, die Wohnhäuser auf KTN 01 und 05 über die 
O.________-strasse. 

B.1 Gestützt auf den Gesamtentscheid des kantonalen Amtes für Raument-
wicklung (ARE) vom 7. Juni 2019 bewilligte der Gemeinderat Morschach der Ein-
fachen Gesellschaft R.________ (nachstehend Bauherrschaft) mit Beschluss 
(GRB Nr. 2019-0462) am 25. Juni 2019 den Neubau von zwei Mehrfamilienhäu-
sern (MFH) auf KTN 03 sowie einer Zufahrtsstrasse zur Tiefgarage, welche ab 
der O.________-strasse je rund zur Hälfte über KTN 03 und KTN 02 führt ("Vari-
ante links"), unter verschiedenen Auflagen, Bedingungen und Vorbehalten (Disp.-
Ziff. 3.a bis 3.g). In Erw. 4.7 hielt der Gemeinderat unter "Verkehrserschliessung / 
Einfahrtsbewilligung / Trottoirverlängerung" Folgendes fest:

Die Erschliessung der Überbauung und der unterirdischen Parkierungsanlage 
erfolgt gemäss Bauplänen ab der O.________-strasse (Gemeindestrasse). Da es 
sich um eine sehr steile Zufahrt handelt, wurde die Bauherrschaft gestützt auf 
Art. 37 BauR vom Gemeinderat aufgefordert, eine Alternativerschliessung 
aufzuzeigen. Mit einer Zufahrt weiter nordöstlich Richtung S.________ kann eine 
verkehrssichere und weniger steile Alternative realisiert werden. Gleichzeitig 
würden damit die umliegenden Liegenschaften, welche heute über keine 
Verkehrserschliessung verfügen, erschlossen werden.

Der Projektverfasser ist dieser Auflage nachgekommen und hat zu diesem Zweck 
die Gründung einer Flurgenossenschaft (Flurgenossenschaft "A.________") nach 
den Vorschriften der Verordnung über die Flurgenossenschaften vom 28. Juni 
1979 (SRSZ 213.110) in die Wege geleitet. (…).

Die in den Bauplänen eingetragene direkte Zufahrt darf nur als Baustellenzufahrt 
genutzt werden. Spätestens mit Bezug der Wohnungen muss die 
Alternativerschliessung, d.h. die Strasse der FG "A.________" betriebsbereit sein, 
es sei denn, eine allfällige Verzögerung sei auf Umstände zurückzuführen, die 
ausser des Einflussbereichs der FG A.________ liegen sollte (z.B. 

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Rechtsmittelverfahren). Diesfalls müsste dem Gemeinderat Antrag auf eine 
provisorische Zufahrt gemäss Baueingabeplan gestellt werden. 
(…). 

B.2 Die Bauherrschaft errichtete hierauf die Baustellenerschliessung mit einem 
von den bewilligten Bauplänen abweichenden Verlauf, was unter anderem Bau-
stopps mit anschliessenden Rechtsmittelverfahren nach sich zog. 

B.3 Die beiden MFH wurden zwischenzeitlich gebaut und ab dem 23. Februar 
2022 auch bezogen. 

C.1 Bereits am 24. Juni 2019 reichte die Flurgenossenschaft A.________ (in 
Gründung; nachstehend: Flurgenossenschaft; gegründet am 21.8.2019) beim 
Gemeinderat das Baugesuch für die Erschliessungsstrasse mit Stützmauer auf 
KTN 01, 02, 06, 07 und 03, Morschach ein. Am 21. September 2020 zog sie die-
ses Baugesuch jedoch wieder zurück. 

C.2 Im Amtsblatt Nr. __ vom ____ 2020 (S. ____) wurde ein neues Projekt der 
Flurgenossenschaft für eine Erschliessungsstrasse auf den Grundstücken 
KTN 03, 07 und 02 zur Erschliessung der Grundstücke KTN 06, 03, 07 und 02 
publiziert. Nachdem hiergegen von den Eheleuten C.________ Einsprache erho-
ben worden war, reichte die Flurgenossenschaft abgeänderte Projektunterlagen 
ein. Gestützt auf den Gesamtentscheid des ARE vom 27. Mai 2021 entschied der 
Gemeinderat mit Beschluss (GRB) Nr. 2021-0340 vom 8. Juni 2021 wie folgt: 

1. Die Einsprache (…) wird, soweit darauf eingetreten wird, im Sinne der 
Erwägungen abgewiesen.

2. Die Bewilligung für die neue Erschliessungsstrasse sowie für die beiden 
Autoabstellplätze und den Unterflurcontainer, auf den Liegenschaften KTN 02, 
06, 07 und 03, 6443 Morschach, wird unter Genehmigung der unter Bst. E 
aufgeführten Pläne mit folgender Auflage erteilt:
- Die Bauausführung hat sich an die Pläne mit Bewilligungsvermerk zu 

halten. 

2.1 (Einfahrtsbewilligung)

3.-4. (Integrierende Bestandteile der Baubewilligung; Meldepflichten). 

5. Die Bauherrschaft wird darauf hingewiesen, dass die prov. Baupiste nicht als 
Hauszufahrt für die bezogenen Wohnungen genutzt werden darf. Es liegt 
hierfür keine Bewilligung vor. Sollte die vorliegend bewilligte 
Erschliessungsstrasse dannzumal noch nicht zur Verfügung stehen, sind zur 
Nutzung als Hauszufahrt für die fertig erstellte Baute/n ein Baugesuch und 
eine Baubewilligung erforderlich.

6.-11. (Haftung, Gebühren/Auslagen, Geltungsdauer der Baubewilligung, 
Rechtsmittelbelehrung, Zustellung, Beilagen). 

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D. Gegen diesen GRB Nr. Nr. 2021-0340 vom 8. Juni 2021 erhoben 
C.________ am 2. Juli 2021 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Schwyz mit den folgenden Anträgen:

1. Die angefochtenen Entscheide des Amtes für Raumplanung und der 
Gemeinde Morschach seien aufzuheben und die Angelegenheit zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanzen zurückzuweisen. 

2. Eventualiter sei vom Regierungsrat entsprechend zu veranlassen bzw. 
aufzuerlegen, dass vorgängig einer Baufreigabe ein revidierter 
Entwässerungsplan für alle Grundstücke der Flurgenossenschaft unter 
Berücksichtigung Abwasserreglement & GEP der Gemeinde Morschach 
vorzulegen sei. Alles ebenfalls unter Gewährleistung des rechtlichen Gehörs 
der BF. 

3. Es sei die Empfehlung des AWN im Gesamtentscheid, die Stützmauer bei 
Querprofil 3 als Trockensteinmauer aus ortsüblichen Steinen auszubilden, 
verbindlich als Auflage in die Baubewilligung aufzunehmen im Sinne des 
Erfordernisses der "Erhöhten Anforderungen" nach BauR. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegner. 

E. Am 20. Dezember 2021 reichte die Flurgenossenschaft abgeänderte Plan-
unterlagen vom 12. Oktober 2021 ein, womit auf zwei Längsparkplätze entlang 
der O.________-strasse verzichtet wurde. 

Mit Beschluss (RRB) Nr. 425/2022 vom 24. Mai 2022 entschied der Regierungs-
rat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der angefochtene Gesamtentscheid der 
Vorinstanz 2 vom 27. Mai 2021 und die angefochtene Baubewilligung 
Nr. 2021-0340 der Vorinstanz 1 vom 8. Juni 2021 werden aufgehoben. 

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1500.-- 
werden je zur Hälfte (Fr. 750.--) der Gemeinde Morschach und der 
Beschwerdegegnerin auferlegt. (...).

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

F.1 Gegen diesen RRB Nr. 425/2022 (Versand am 31.5.2022) erhebt der Ge-
meinderat Morschach mit Eingabe vom 15. Juni 2022 (Postaufgabe am gleichen 
Tag) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit 
den folgenden Anträgen (Verfahren III 2022 92):

1. In Gutheissung der Beschwerde sei der Beschwerdeentscheid RRB Nr. 425 
vom 31. Mai 2022 aufzuheben und der Gesamtentscheid des Amtes für Rau-
mentwicklung und die Baubewilligung des Gemeinderates Morschach vom 8. 
Juni 2021 (Nr. 2021-0340) seien zu bestätigen. 

2. E.________, Eigentümer von KTN 02, sowie die T.________ seien beizula-
den. 

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3. Es sei ein gerichtlicher Augenschein anzusetzen. 

4. Unter Kostenfolge zu Lasten des Kantons Schwyz.

F.2 Mit Verfügung vom 17. Juni 2022 betreffend Fristansetzung zur Einrei-
chung einer Vernehmlassung wurden gleichzeitig E.________ und sechs weitere 
Stockwerkeigentümer(paare) ins Verfahren beigeladen (vgl. Rubrum Beigelade-
ne Ziff. 7 bis 12). 

G. Mit Eingabe vom 21. Juni 2022 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt 
auch die Flurgenossenschaft beim Verwaltungsgericht fristgerecht Beschwerde 
gegen den RRB Nr. 425/2022 vom 24. Mai 2022 mit den folgenden Anträgen 
(Verfahren III 2022 98): 

Der RRB Nr. 425 vom 24.5.2022 ist aufzuheben, dies mit gleichzeitiger 
Bestätigung der erfolgten Bewilligung des abgeänderten Projektplanes 
Nr. 1902_01 "Erschliessungsstrasse A.________, Verzicht auf Längsparkfelder" 
vom 12.10.2021, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der 
Beschwerdegegner und Vorinstanzen sowohl für das Verfahren vor dem 
Regierungsrat wie das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht. 

H. Mit zwei getrennten Schreiben vom 21. Juni 2022 im Verfahren III 2022 92 
beantragen einerseits die Flurgenossenschaft und anderseits die Beigeladenen 
Ziff. 7 bis 12 vernehmlassend die Gutheissung der Beschwerde des Gemeinde-
rates unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons Schwyz 
und der Beschwerdegegner sowie die Vereinigung der beiden Verfahren (dieser 
Antrag seitens der Flurgenossenschaft). 

Mit Schreiben vom 7. Juli 2022 teilt das ARE seinen Verzicht auf "eine ausdrück-
liche Antragstellung zu den beiden, zu vereinigenden Beschwerden Nr. III. 2022 
92 und 98" mit. 

Mit einer gemeinsamen Eingabe vom 8. Juli 2022 für die Verfahren III 2022 105, 
III 2022 96 und III 2022 98 verweist der Gemeinderat auf seine eigene Be-
schwerde (III 2022 92); er schliesst sich dem Antrag auf Vereinigung der beiden 
Verfahren III 2022 92 und III 2022 98 an. 

Das Sicherheitsdepartement beantragt mit einer gemeinsamen Vernehmlassung 
vom 11. Juli 2022 für die beiden Verfahren die Vereinigung derselben sowie die 
Abweisung der Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolgen 
zulasten der Beschwerdeführer. 

Der Beigeladene Ziff. 6 (Präsident der Flurgenossenschaft) beantragt mit Einga-
be vom 12. Juli 2022 im Verfahren III 2022 92 die Gutheissung der Beschwerde 
des Gemeinderates und Bestätigung der gemeinderätlichen Baubewilligung für 
die Erschliessungsstrasse der Flurgenossenschaft. Gleichzeitig bestätigt er unter 

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anderem seine Zustimmung zur teils über seine Parzelle KTN 02 verlaufenden 
neu geplanten Erschliessungsstrasse der Flurgenossenschaft. Diese erschliesse 
auch seine Parzelle; eine alternative Erschliessungsmöglichkeit sehe er nicht. 

Die Beschwerdegegner beantragen im Verfahren III 2022 92 mit Vernehmlas-
sung vom 13. Juli 2022, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter 
sei sie abzuweisen und der angefochtene RRB Nr. 425/2022 zu bestätigen, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Im Ver-
fahren III 2022 98 beantragen sie mit Eingabe ebenfalls vom 13. Juli 2022 die 
Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen RRB 
Nr. 425/2022 unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwer-
deführers. 

I. Replizierend im Verfahren III 2022 98 hält die Flurgenossenschaft mit Ein-
gabe vom 21. September 2022 an ihren Anträgen gemäss der Beschwerde vom 
21. Juni 2022 fest, ebenso die Beschwerdegegner duplizierend am 11. Oktober 
an den mit ihrer Eingabe vom 13. Juli 2022 gestellten Anträgen. 

J. Im Verfahren III 2022 92 gingen nach den Vernehmlassungen keine weite-
ren Eingaben der Verfahrensbeteiligten ein. 

K. Am 25. November 2022 führte das Verwaltungsgericht einen Augenschein 
durch. 

L. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2022 schliessen sich die Beschwerdeführe-
rin Ziff. 2 sowie die Beigeladenen Ziff. 7 bis 12 dem gerichtlichen Protokoll zum 
Augenschein an, weisen indessen auf vier "nicht entscheidrelevante und wohl 
nur reine Verschreiber" hin. Am 12. Dezember 2022 lässt sich das Sicherheits-
departement zum Protokoll zum Augenschein vernehmen. Hierzu äussern sich 
die Beschwerdeführerin Ziff. 2 sowie die Beigeladenen Ziff. 7 bis 12 mit Schrei-
ben vom 14. Dezember 2022. Mit Eingabe vom 15. Dezember 2022 macht auch 
der Gemeinderat eine Rückmeldung zum Augenscheinprotokoll. Am 27. Dezem-
ber 2022 geht beim Verwaltungsgericht ein Schreiben des Sicherheitsdeparte-
ments vom 23. Dezember 2022 an die Beschwerdegegner Ziff. 4 ein unter Beila-
ge eines Schreibens derselben vom 18. Dezember 2022 ans Sicherheitsdepar-
tement. Diese beiden Schreiben wurden den Parteien vom Verwaltungsgericht 
zur Kenntnisnahme zugestellt. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2022 liess sich 
das Sicherheitsdepartement noch einmal zum Augenschein vernehmen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

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1.1 Die Voraussetzungen (vgl. statt Vieler VGE III 2011 151 + 155 vom 
18.1.2012 Erw. 1; VGE 603 + 606/92 vom 23.09.1992, Erw. 1) für die im Verwal-
tungsrechtspflegegesetz (SRSZ 234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 nicht ausdrück-
lich erwähnte Verfahrensvereinigung sind gegeben. Die beiden Beschwerden be-
treffen das gleiche Baubewilligungsverfahren und richten sich gegen dieselbe 
Baubewilligung bzw. denselben RRB. Es gilt somit im Wesentlichen - wenn auch 
grundsätzlich abhängig von den geltend gemachten Rügen - gleiche Rechtsfra-
gen zu beurteilen, wofür unbestreitbar auf identische Sachverhaltselemente ab-
zustellen ist. 

1.2.1 Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale 
Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der 
Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine relativ erhebliche Entschei-
dungsfreiheit einräumt (vgl. BGE 126 I 136 Erw. 2 mit Hinweisen). Der geschütz-
te Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener 
kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der 
Anwendung des kantonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen. Der Schutz 
der Gemeindeautonomie setzt eine solche nicht in einem ganzen Aufgabenge-
biet, sondern lediglich im streitigen Bereich voraus (vgl. VGE III 2013 113 vom 
27.11.2013 Erw. 4.1; VGE III 2007 173 vom 24.1.2008 Erw. 1.1 f.; BGE 124 I 
227). 

Ob ein kantonales Vorgehen rechtens und mit der Gemeindeautonomie verein-
bar ist, ist nicht bei der Eintretensfrage, sondern im Rahmen der materiellen Be-
urteilung zu prüfen (vgl. dazu EGV-SZ 2007 B 8.2 bzw. VGE III 2007 25 vom 
19.4.2007 Erw. 1.3 mit Hinweisen auf ZBl 2003,S. 542; VGE III 2009 50 vom 
24.2.2010 Erw. 1.3; VGE 1008-1010/02 v. 20.1.2005 Erw. 3.3).

1.2.2 Voraussetzung einer Baubewilligung ist unter anderem, dass das Land er-
schlossen ist (Art. 22 Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes über die Raumplanung 
[Raumplanungsgesetz; RPG; SR 700] vom 22.6.1979). Die übrigen Vorausset-
zungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten 
(Art. 22 Abs. 3 RPG). Land ist erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung 
hinreichende Zufahrt besteht und die erforderlichen Wasser-, Energie- sowie 
Abwasserleitungen so nahe heranführen, dass ein Anschluss ohne erheblichen 
Aufwand möglich ist (Art. 19 Abs. 1 RPG). Die gleiche Definition kennt § 37 
Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. Mai 
1987.

"Erschliessung" ist ein bundesrechtlicher Begriff. Ausführendes kantonales Recht 
ist nicht notwendig. Die Details der Anforderungen an die Erschliessung ergeben 

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sich in der Regel jedoch aus dem kantonalen Recht - unter Einschluss der kan-
tonalen Gerichts- und Verwaltungspraxis -, weshalb dieses zur Bestimmung an 
die Anforderungen an die Erschliessung beizuziehen ist (Rey, in: FHB Öffentli-
ches Baurecht, Rz. 3.269 f.). Dies gilt insbesondere für das Ausmass der Er-
schliessungsanlagen und die Anforderungen an die genügende Zugänglichkeit 
(Urteile BGer 1C_489/2017 vom 22.5.2018 [i.Sa. ev.-ref. Kirchgemeinde Höfe vs. 
Gemeinderat Freienbach] Erw. 3.2; 1C_319/2021 vom 8.4.2022 Erw. 2.1). 

Die hinreichende Zufahrt bzw. die genügende Zugänglichkeit setzt eine rechtlich 
gesicherte und technisch hinreichende Zufahrt, ausnahmsweise einen blossen 
Zugang voraus. Technisch hinreichend ist eine Zufahrt, wenn sie verkehrssicher 
und so beschaffen ist, dass sie der zu erwartenden Beanspruchung durch Benüt-
zer und öffentliche Dienste gewachsen ist (§ 37 Abs. 3 PBG). Der Erschlies-
sungspflicht wird primär mit der Grob- und Feinerschliessung gemäss Art. 4 f. 
des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes (WEG; SR 843) vom 4. Okto-
ber 1974 nachgekommen. Die Feinerschliessung verbindet die einzelnen Bau-
grundstücke mit den Anlagen der Groberschliessung (§ 37 Abs. 5 PBG; Art. 4 
Abs. 2 WEG). Der bundesrechtliche Begriff der Erschliessung beschränkt sich 
grundsätzlich auf die Grob- und Feinerschliessung (Urteil BGer 1C_178/2014 
vom 2.5.2016 Erw. 3.1.1 m.w.H.). 

1.2.3 Bei der Beurteilung, ob eine Zufahrt ein Baugrundstück hinreichend er-
schliesst, steht den kantonalen und kommunalen Behörden rechtsprechungs-
gemäss ein erhebliches Ermessen zu (Urteil BGer 1C_290/2011 vom 1.2.2012 
Erw. 3.2 mit Hinweis auf BGE 121 I 65 Erw. 3a; Urteil BGer 1C_376/2010 vom 
1.2.2.11 Erw. 4.3).

Bei dieser Rechtslage ist die Gemeinde berechtigt, eine Verletzung ihrer Auto-
nomie zu rügen, unabhängig davon, ob Art. 36 des kommunalen Baureglements 
(BauR) vom 26. September 1997, auf welches sich die Gemeinde beschwerde-
weise (S. 3 lit. B.2) beruft, im Lichte der bundes- und kantonalrechtlichen Vorga-
ben eine eigenständige Bedeutung beigemessen werden kann (zur Unzulässig-
keit strengerer kantonalrechtlicher Vorgaben als gemäss Art. 4 f. WEG vgl. Rey, 
a.a.O., Rz. 3.283). Zu Unrecht wird mithin eine fehlende Beschwerdelegitimation 
der Gemeinde geltend gemacht und ein Nichteintreten auf die gemeinderätliche 
Beschwerde beantragt. Hieran kann nichts ändern, wenn bei der vorliegenden 
Erschliessungsproblematik der Fokus auf einen bestimmten Teilaspekt der Er-
schliessung wie die Verkehrssicherheit zu legen ist. 

1.3.1 Der Gemeinderat rügt, der Regierungsrat habe die Beschwerdebefugnis 
der Beschwerdegegner nicht geprüft (Beschwerde S. 4 Ziff. 3). Gemäss der 

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Rechtsprechung von VGE III 2014 3 vom 2. Oktober 2014 genüge eine räumliche 
Beziehung nicht; vielmehr müsse auch eine besondere Betroffenheit vorliegen. 
Der Regierungsrat hätte entsprechend auf die Verwaltungsbeschwerde nicht ein-
treten dürfen. 

1.3.2 Im Urteil 1C_139/2017 vom 6. Februar 2018 (i.S. Einwohnergemeinde Ud-
ligenswil vs. Bezirksrat Küssnacht) hat das Bundesgericht unter anderem ausge-
führt, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts seien Nachbarn von Bau-
projekten zur Beschwerdeführung legitimiert, wenn sie mit Sicherheit oder zu-
mindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, Staub, Erschütte-
rungen, Licht oder andere Einwirkungen), die der Bau oder Betrieb der fraglichen 
Anlage hervorruft, betroffen würden. Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der 
Betroffenheit diene in der Praxis die räumliche Distanz zum umstrittenen Bauvor-
haben. Die Rechtsprechung bejahe meistens die Legitimation von Nachbarn, de-
ren Liegenschaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 Metern befänden. 
Bei grösseren Entfernungen bedürfe der Nachweis der Betroffenheit regelmässig 
einer näheren Begründung, welche die Beeinträchtigung aufgrund der konkreten 
Gegebenheiten glaubhaft erscheinen lasse. 

Nichts anderes lässt sich genau besehen dem vom Gemeinderat erwähnten VGE 
III 2014 3 vom 2. Oktober 2014 entnehmen. So legte das Verwaltungsgericht un-
ter anderem dar (Erw. 1.3 mit Hinweisen), Nachbarbeschwerden gegen 
Baubewilligungen zählten zu den typischen Tatbeständen von Drittbeschwerden, 
auf welche grundsätzlich einzutreten sei (BGE 112 Ib 170 Erw. 5b; BGE 112 Ib 
409 Erw. 2d). Benachbart sei jedes Grundstück, das mit der Bauparzelle derart in 
einer räumlichen Beziehung stehe, dass eine Beeinträchtigung durch das 
Bauvorhaben oder die damit verbundene Nutzung möglich sei. Diese Möglichkeit 
einer Beeinträchtigung genüge, um die Einsprachebefugnis zu begründen. Ob 
tatsächlich eine Beeinträchtigung besteht, sei dann im Sachentscheid zu 
beurteilen. Es bedürfe auch keiner Legitimation zum Argument. Eine hinreichend 
enge nachbarliche Beziehung bzw. beachtenswerte nahe Beziehung werde in 
der Rechtsprechung in der Regel bejaht, sofern das Grundstück des 
Beschwerdeführers unmittelbar an das Baugrundstück angrenze oder sich in 
dessen unmittelbarer Nähe befinde.

1.3.3 Das Grundstück der Beschwerdegegner befindet sich in unmittelbarer 
Nähe der von der Erschliessungsstrasse betroffenen Parzellen. Die Möglichkeit 
einer Beeinträchtigung (z.B. Lärmimmissionen) ist evident. Ihre Legitimation kann 
nicht ernsthaft bestritten werden. Wenn der Regierungsrat die 
Beschwerdelegitimation der Beschwerdegegner im 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren nicht eigens geprüft hat, kann hierin ein 

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diesbezügliches qualifiziertes Schweigen des Regierungsrates erkannt werden. 
Der Regierungsrat hat die Begründungspflicht somit nicht verletzt. 

Gleichwohl ist festzuhalten, dass sich in den aktenkundigen Eingaben des 
Gemeinderates im Verwaltungsverfahren VB 146/2021 (entschieden mit dem 
vorliegend angefochtenen RRB Nr. 425/2022 vom 24.5.2022) entgegen seiner 
Aussage in der Beschwerdeschrift vom 15.6.2022 (S. 4 Ziff. 3), sich in seiner 
Vernehmlassung (in Ziff. 2) "eingehend" mit der Beschwerdebefugnis der 
Beschwerdegegner befasst zu haben, nichts dergleichen entnehmen lässt. Ziff. 2 
der Vernehmlassung vom 19. Juli 2021 (RR-act. II/01 [Sistierungsgesuch]) 
äussert sich zur Trockensteinmauer, Ziff. 2 der Eingabe vom 4. Februar 2022 
(RR-act. II/04) zur Frage der Entwässerung. Die Beschwerdebefugnis der 
Beschwerdegegner wurde weder im einen noch im anderen Schreiben 
thematisiert. Möglicherweise bezieht sich der Gemeinderat auf ein anderes 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren, womit sich (einmal mehr) die Berechtigung 
der klaren Differenzierung zwischen einzelnen Verfahren inklusive Vergabe von 
jeweils eigenen Verfahrensnummern verdeutlicht (vgl. Vernehmlassung des 
Gemeinderates vom 8.7.2022 zu den Verfahren III 2022 105, III 2022 96 und III 
2022 98, S. 3). 

2.1.1 Die geplante Erschliessungsstrasse A.________ zweigt rund 16 m süd-
westlich der Parzellengrenze KTN 03 und KTN 02 (gemessen ab der Mitte der 
Erschliessungsstrasse aus dem Plan-Nr. 1902_01 vom 23.12.2020, 1:200) mehr 
oder weniger senkrecht ab der O.________-strasse ab, verläuft dann parallel zur 
O.________-strasse in Richtung Nordosten bis zur Parzellengrenze KTN 03 und 
KTN 02, wo sie in einem rechten Winkel nach Südosten dreht und der Parzellen-
grenze von KTN 03 und KTN 02 - welche die Mitte der 5 m breiten Erschlies-
sungsstrasse bildet - bis zur Parzellengrenze zu KTN 07 folgt. Von hier ist einer-
seits ein nach Südwesten abzweigender Arm zur Einfahrt in die Tiefgarage der 
beiden MFH sowie ein nach Nordosten abzweigender Arm über die nördliche Pa-
rzellenecke KTN 07 zur Parzelle KTN 06 vorgesehen. Im gut 4 m breiten Bereich 
zwischen der Erschliessungsstrasse und der O.________-strasse waren zwei 
Parkfelder von 5 m x 2 m geplant.

Die Projektänderung vom 14. Januar 2021 betraf gegenüber dem publizierten 
Projekt vom 24. September 2020 (Planunterlagen vom 16.9.2020) namentlich die 
Entwässerung sowie leichte Anpassungen des Strassen- und Kurvenbereichs bei 
der Abzweigung von der O.________-strasse sowie die unterirdische Platzierung 
der zunächst oberirdisch vorgesehenen Entsorgungscontainer (vgl. Einsprache-
vernehmlassung der Flurgenossenschaft vom 14.1.2021, S.4 Ziff. 3.2, S. 5 
Ziff. 4.2). Wenn des Weiteren in dieser Einsprachevernehmlassung festgehalten 

12

wird, der revidierte Plan ersetze die bisherigen Planunterlagen "bezüglich der 
Strassenführung, den Parkplätzen und der Unterflurcontaineranlage" (S. 5 
Ziff. 4.2 unten), ist dies insofern zu ergänzen bzw. präzisieren, dass der revidierte 
Plan (Plan Nr. 1902_01 vom 23.12.2020) gegenüber dem ursprünglichen Plan 
(Pläne Nr. 2975-1 vom 16.9.2020 Situation 1:200 Ausführungsprojekt; Nr. 2975-4 
vom 16.9.2020, Ausführungsprojekt 1:200 Werkleitungen Ausführungsprojekt) ab 
der nach Südosten drehenden Kurve und weiter der Parzellengrenze von KTN 03 
und KTN 02 folgend neu eine Strassenbreite von 5.00 m statt ursprünglich 
4.00 m (je 2.50 m bzw. 2.00 m östlich und westlich der Parzellengrenze 
KTN 03/KTN 02 verlaufend) ausweist. 

Keine Änderung erfuhr das Längenprofil wie der Planvergleich zeigt (Plan 
Nr. 2975-1 vom 16.9.2020 Situation 1:200 Ausführungsprojekt; bewilligter Plan 
2975-2 vom 7.9.2020 Längenprofil Ausführungsprojekt 1:500/50). Auf den ersten 
5.44 m (ab Querprofil 1 [Schnittstelle Mitte der Einmündung Erschliessungsstras-
se/Grenze Strassenparzelle] bis Querprofil 2) beträgt das Gefälle 5.70%, auf den 
nächsten 26.29 m (bis Querprofil 4) 17.00% und auf den letzten 14.34 m bis zur 
Position "Anpassung an Überbauung" (Querprofil 5) 12.00%. 

2.1.2 Der beschriebene Verlauf der geplanten Erschliessungsstrasse 
A.________ entspricht im Wesentlichen demjenigen der sog. "aktuellen" Baupis-
te. Mit Einsprachezwischenbescheid VGE III 2022 105 vom 11. August 2022 hat 
das Verwaltungsgericht der Bauherrschaft bzw. den Bewohnern der beiden MFH 
erlaubt, diese Baupiste auf KTN 03 und KTN 02 für die Dauer des Beschwerde-
verfahrens III 2022 96 als Zufahrt zu den beiden MFH und zur Tiefgarage der 
MFH zu nutzen. 

2.1.3 Festzuhalten ist (vgl. auch Einsprachezwischenbescheid VGE III 2022 105 
vom 11.8.2022 Erw. 2.4.3; vgl. vorstehend Ingress lit. B.1), dass mit der Baube-
willigung vom 25. Juni 2019 entgegen der wiederholten Auffassung der Flurge-
nossenschaft (Beschwerde S. 4 ff. Ziff. 2 und Ziff. 2.1 f.; Replik S. 4 Ziff. 3; vgl. 
auch angefochtener RRB Erw. 6.2) keine Erschliessung für die beiden MFH 
(rechtskräftig) bewilligt wurde. Die in den Bauplänen eingetragene direkte Zufahrt 
darf explizit nur als Baustellenzufahrt und im Notfall, d.h. sofern die vorstehend 
zur Diskussion stehende Erschliessungsstrasse der Flurgenossenschaft nicht 
rechtzeitig erstellt werden kann, als provisorische Erschliessungsstrasse benutzt 
werden - und auch dies nur auf Antrag an die Baubewilligungsbehörde (und er-
teilte Bewilligung) hin. Es sollte mittlerweile auch klar sein - und wurde von der 
Gemeinde als Baubewilligungsbehörde anerkannt -, dass die Baubewilligung für 
die beiden MFH nur unter der Suspensivbedingung der von der Flurgenossen-
schaft zu erstellenden Erschliessungsstrasse hätte erteilt werden dürfen (vgl. 

13

Einsprachezwischenbescheid VGE III 2022 105 vom 11.8.2022 Erw. 2.4.2, 
Erw. 3.3, Erw. 3.4.5). Ebenso kann nicht ernsthaft bestritten werden, dass die 
"aktuelle" Baupiste nicht der Baustellenerschliessung gemäss den am 25. Juni 
2019 bewilligten Bauplänen entspricht. Die diesbezüglichen Ausführungen der 
Flurgenossenschaft (namentlich Beschwerde S. 6 f.) sind für die vorliegende Be-
urteilung indessen von nachrangiger Bedeutung. Soweit die Flurgenossenschaft 
in diesem Zusammenhang vorbringt, der angefochtene RRB basiere auf einer 
unrichtigen und unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhal-
tes und sei schon deshalb grundsätzlich falsch und aufzuheben (Beschwerde 
S. 9 unten), ist die Beschwerde der Flurgenossenschaft unbegründet. 

2.2.1 Der Gemeinderat hat in seiner Baubewilligung vom 8. Juni 2021 zunächst 
die Ausgangslage geschildert. Unter anderem hielt er fest, die Gesuchstellerin 
habe eigenen Aussagen zufolge verschiedene Erschliessungsvarianten geprüft. 
Die zur Bewilligung vorgelegte Strassenführung sei die einzig funktionierende 
Lösung, sämtliche beteiligten Parzellen zu erschliessen (S. 2 Ziff. 2). Die Er-
schliessungsstrasse sei zonenkonform (S. 2 Ziff. 3). Eine gewässerschutzrechts-
konforme Entwässerung sei vorgesehen (S. 3 Ziff. 4.1). Das Bauprojekt sei so 
überarbeitet worden, dass die Sichtweiten nach der VSS Norm SN 640 273 (ab 
Hinterkante eines möglichen Trottoirs) bei der zur Zeit geltenden Höchstge-
schwindigkeit von 50 km/h eingehalten werden könnten. Die nachgewiesenen 
Sichtweiten betrügen 50 m, was gemäss der VSS Norm SN 640 273 auf vortritts-
berechtigten Strassen mit signalisiertem Tempo 30 ausreichend sei. Der Unter-
flurcontainer beeinträchtige die Sichtweiten nicht (S. 3 Ziff. 4.2). Die Verkehrssi-
cherheit sei gewährleistet (S. 6 oben). 

2.2.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss im Wesentlichen er-
wogen, die Flurgenossenschaft verzichte mit dem abgeänderten Projektplan 
Nr. 1902_01 vom 12. Oktober 2021 auf die zwei Längsparkfelder. Im Übrigen 
entspreche die Projektänderung dem ursprünglichen Bauvorhaben, welches am 
8. Juni 2021 bewilligt worden sei. Da das Bauprojekt somit reduziert worden sei, 
habe von einer nochmaligen Publikation und öffentlichen Auflage abgesehen 
werden können (Erw. 1.2). 

Die Beschwerdeführer hätten in ihrer Beschwerde der Gemeinde fehlendes 
Fachwissen zur Beurteilung der Verkehrssicherheit vorgeworfen. Der Gemeinde-
rat habe daher im Verwaltungsbeschwerdeverfahren den Bericht "Erschlies-
sungsstrasse A.________" der U.________ AG (Bericht U.________) vom 
16. Juli 2021 eingeholt. Dieser Bericht stelle ein vom Gemeinderat eingeholtes 
behördliches Gutachten dar, dem erhöhte Beweiskraft zukomme. Dies entbinde 
den Regierungsrat jedoch nicht davon, das Gutachten pflichtgemäss und sorgfäl-

14

tig zu prüfen. Beim von der Flurgenossenschaft eingeholten Bericht der 
V.________ GmbH vom 20. Oktober 2021 (Stellungnahme V.________) handle 
es sich jedoch um ein Parteigutachten, bei dem die Gefahr bestehe, dass es den 
von der Flurgenossenschaft vertretenen Standpunkt untermauern soll 
(Erw. 2.2 f.). 

Die Erschliessungsstrasse A.________ mit einer Länge von 46 m erschliesse die 
vier Grundstücke KTN 03, KTN 02, KTN 07 und KTN 06 (vgl. vorstehend Ingress 
lit. A, C.2 sowie Erw. 2.1.1) mit einer Baulandfläche von insgesamt 4'141 m2, was 
bei einer zulässigen Ausnützung von 0.6 in der W3 zulässige Wohnflächen von 
2'484.6 m2 ergebe. Bei einer durchschnittlichen Wohnungsgrösse von 100 m2 
würden somit voraussichtlich rund 25 Wohneinheiten erschlossen. Die bereits 
bestehenden MFH auf KTN 03 verfügten über insgesamt sechs Wohneinheiten. 
Die Stellungnahme V.________ sei damit zu Recht von einem Zufahrtsweg aus-
gegangen, welcher für den Grundbegegnungsfall von einem Personenwagen 
(PW) und einem Fahrrad ausgebaut sein soll. Der Bericht U.________ habe eine 
Zufahrtsstrasse und damit den Grundbegegnungsfall von PW/PW angenommen. 
Insoweit könne nicht darauf abgestellt werden (Erw. 3.3.2). 

Die VSS Norm SN 640 110 ("Linienführung") gelte für alle Strassen. Die maxima-
le Längsneigung richte sich nach der Ausbaugeschwindigkeit. Bei einer Ausbau-
geschwindigkeit von 40 km/h dürfe die Längsneigung maximal 12% betragen. 
Müsse dieser Richtwert aus zwingenden Gründen überschritten werden, seien 
die Betriebs- und Unterhaltsprobleme vor allem im Winter zu beachten (Erw. 3.4). 

Die Schlussfolgerung gemäss dem Bericht U.________, dass die projektierte 
Steilheit der Strasse mit 17% auf einer Länge von 26.29 m kritisch sei, habe nicht 
entkräftet werden können (Erw. 4.2). Mit 17% sei die Erschliessungsstrasse auch 
für den Fussgängerverkehr, wofür sie ebenfalls vorgesehen sei, zu steil. Eine 
solche Steigung könne auch von Rollstuhlfahrenden trotz Unterstützung von 
Hilfspersonen nicht überwunden werden. Ob die Erschliessungsstrasse den ge-
setzlichen Vorgaben für hindernisfreies Bauen widerspreche, sei eine andere 
Frage und könne letztlich offen gelassen werden (Erw. 4.3). Eine Warnung vor 
dem Gefälle mittels der gebotenen Verkehrssignale wäre angezeigt (Erw. 4.4). 

Ein Kreuzen zweier PWs sei im oberen, 4 m breiten Bereich nicht möglich. Die 
Erschliessungsstrasse könne auch nicht mit einem LKW befahren werden und 
sei für eine solche Ausnahmesituation nicht ausgebaut (Erw. 5.1 f.). Auch ein 
Kreuzen eines Fahrrades mit einem PW sei im oberen Bereich nur knapp oder 
nicht mehr möglich (Erw. 5.3). Beim Begegnungsfall zweier Fahrzeuge mit voller 
Ladung sei ein Anfahren auf dem 17% steilen Strassenabschnitt je nach Ladung 
erschwert oder sogar unmöglich; erschwert seien auch Rückfahrmanöver. Hinzu 

15

komme die Höhenlage auf rund 640 m.ü.M. mit vermehrt Schnee und Eis im Win-
ter (Erw. 5.4 f.). Insgesamt sei die Verkehrssicherheit als ungenügend zu beurtei-
len. Ein Längsgefälle von 17% auf 26.29 m (zwischen Profil 2 und Profil 4) sei 
angesichts der dortigen Fahrbahnbreite von 4 m zu hoch. Es stelle sich aber die 
Frage, ob die Überschreitung des Richtwertes für Längsgefälle von 12% um bis 
zu 5% aus "zwingenden" Gründen angezeigt sei (Erw. 5.6). Dies sei nicht der 
Fall. Denkbar seien weitere Erschliessungsvarianten, welche verkehrssicherer 
als die geplante seien. Diese Varianten gelte es zunächst zu prüfen. Dabei stehe 
der Flurgenossenschaft in eigentumsrechtlicher Hinsicht die Möglichkeit der Er-
schliessungshilfe nach § 41 PBG offen (Erw. 6.1 ff.). Die Erschliessungsstrasse 
hätte demnach aus Gründen der Verkehrssicherheit nicht bewilligt werden dür-
fen. Auf die übrigen Rügen der Beschwerdeführer (Entwässerung; Einordnung) 
müsse daher nicht weiter eingegangen werden (Erw. 6.6). 

2.3.1 Der Gemeinderat rügt beschwerdeweise unter anderem den Verzicht auf 
einen Augenschein, nachdem die Erschliessungsstrasse als Baupiste bereits er-
stellt sei (S. 2 Ziff. 3). Zu Unrecht stütze sich der Regierungsrat auf die VSS-
Normen ab, für welche sich im BauR kein genereller Verweis finde. Zudem sei 
nicht eine Strasse, sondern ein blosser Zufahrtsweg gemäss VSS-Norm 
SN 40 050 betroffen (was der Regierungsrat richtig feststelle, S. 5 Ziff. 4.2; vgl. 
S. 7 Ziff. 4.7). Solche Normen seien nicht Gesetz (S. 8 oben). Bei topographisch 
schwierigen Verhältnissen seien situationsgerechte Lösungen zu treffen. Das 
BauR mache nur für den Einfahrtsbereich Vorgaben. Der Regierungsrat missach-
te das gemeinderätliche Ermessen. Die Verkehrssicherheit sei gewährleistet 
(S. 4 f. Ziff. 4.1). Der Zufahrtsweg entspreche den Vorgaben der VSS-Norm 
SN 40 050 (S. 5 f. Ziff. 4.2). Die Annahme des Regierungsrates von 25 zu er-
schliessenden Wohneinheiten sei nicht "faktenbasiert"; es sei von 13 Wohnein-
heiten auszugehen (S. 6 Ziff. 4.3). Zu beachten sei, dass der nur rund 60 m lan-
ge Zufahrtsweg keine dem Gemeingebrauch gewidmete Strasse sei, sondern nur 
von den Mitgliedern der Flurgenossenschaft und deren Besucher benutzt werden 
dürfe, also rein privat sei. Das Gefälle von 17% beschränke sich auf eine Distanz 
von gut 26 m (S. 6 f. Ziff. 4.5 sowie Ziff. 4.8). Aus keiner Norm könne abgeleitet 
werden, dass sich zwei Motorfahrzeuge kreuzen können müssten. Es bestünden 
Sichtkontakt sowie Warteräume bei der Einfahrt und vor der Garage. Ob bei den 
Querprofilen 2 und 3 eine Verbreiterungsmöglichkeit bestehe, erscheine nicht als 
zwingend (S. 7 Ziff. 4.6; vgl. S. 8 unten). Die VSS-Norm SN 640 110 ("Linien-
führung") sei auf einen Zufahrtsweg nicht anwendbar. Zudem sei zu beachten, 
dass sich die Richtwerte für eine maximale Längsneigung von 12% auf eine Ge-
schwindigkeit von 40 km/h bezögen. Hierfür wären Radien von rund 45 m erfor-
derlich, was beim Zufahrtsweg nicht erreicht werde, womit nur ein Befahren im 

16

Schritttempo möglich sei (S. 7 Ziff. 4.7). Morschach sei eine Berggemeinde. Alles 
sei eine Frage der Verhältnismässigkeit. So weise die Morschacherstrasse, eine 
Bezirksstrasse, nach dem grossen Rank unterhalb des W.________ Steigungen 
von 13% auf. Beim Sanierungsprojekt X.________-strasse seien es immerhin 
auch maximal 11.9%. In beiden Fälle gelte dies für längere Abschnitte von öffent-
lichen Strassen. Vergleichbare Steigungen gäbe es auch im Gestaltungsplange-
biet Y.________, wo 54 Wohneinheiten erschlossen würden und auf einer Länge 
von 21.90 m eine Steigung von 16% bestehe. Der Regierungsrat habe dies mit 
RRB Nr. 976 vom 19. Dezember 2017 nicht beanstandet (S. 8). Anpassungen 
bei der Detailplanung und -ausführung blieben möglich ohne neues Baubewilli-
gungsverfahren. Erschliessungsanlagen seien landsparend vorzunehmen. Der 
Regierungsrat weise bei der von ihm erwähnten - und vom Gemeinderat auch 
geprüften - Alternativerschliessung (via Z.________ und Q.________-gasse) auf 
die Gewässerraumproblematik hin und zweifle selbst an deren Realisierbarkeit 
(S. 9 mit Verweis auf den angefochtenen RRB Erw. 6.3 i.f.). Der Regierungsrat 
übersehe, dass die von ihm genehmigten Statuten der Flurgenossenschaft eine 
Erschliessung ab der O.________-strasse vorsähen. Die bisher der Baustellen-
erschliessung dienende Erschliessungsstrasse habe bis anhin von LKWs wie von 
den Bewohnern problemlos befahren werden können. Die Verkehrssicherheit 
werde nicht gefährdet (S. 10). 

2.3.2 Die Flurgenossenschaft weist in ihrer Beschwerde unter anderem vorab auf 
ihre Eigenschaft als juristische Person des öffentlichen Rechts hin, welche Ge-
währ für ein gesetzeskonformes Werk biete (S. 2 f. Ziff. 1.1). Der Gemeinderat 
als Bewilligungsbehörde sei bestens mit den örtlichen Verhältnissen vertraut und 
habe die nötige Erfahrung im Umgang mit noch steileren Zufahrtsstrassen (S. 4 
Ziff. 1.2). Der Regierungsrat habe sich daher bei der Beurteilung lokaler Verhält-
nisse zurückzunehmen (vgl. Replik S. 3 f lit. C.2). Der Regierungsrat beziehe sich 
auf veraltete VSS-Normen. Art. 36 Abs. 3 BauR erkläre die VSS-Normen für Zu-
fahrtswege wie vorliegend nicht für einschlägig (S. 10 Ziff. 5; vgl. Replik S. 6 ff. 
Ziff. 5 f.); auch nach der Stellungnahme V.________ handle es sich um einen 
reinen Zufahrtsweg mit nur einem nötigen Fahrstreifen. Erschlossen würden nicht 
25 Wohneinheiten, sondern höchstens deren 13 bis 14 (S. 10 f. Ziff. 6). Eine Ge-
schwindigkeit von 40 km/h sei auf dem 46 m langen Zufahrtsweg nicht möglich; 
es könne höchstens im Schritttempo gefahren werden. In Erw. 5.1 des angefoch-
tenen RRB spreche der Regierungsrat selber von maximal 20 km/h. Die maximal 
zulässige Längsneigung von maximal 12% gemäss der VSS-Norm SN 640 110 
könne daher nicht zur Anwendung kommen (S. 11 Ziff. 7). Es bestünden keine 
baureglementarischen Vorschriften zum Längsgefälle (Replik S. 4 oben und 
S. 7 ff. Ziff. 6 f.). Die Stellungnahme V.________ äussere sich auch zum Längs-

17

gefälle; deren Beurteilung habe die U.________ AG mit ihrer Stellungnahme vom 
1. Februar 2022 ausdrücklich als richtig bezeichnet (S. 11 f. Ziff. 7). Gemäss dem 
Bericht U.________ entspreche das Erschliessungskonzept den Normenabsich-
ten; das Längsgefälle von 17% werde nicht als Defizit beanstandet und werde 
von den Empfehlungen zur Projektausführung nicht tangiert (Replik S. 5 Ziff. 4). 

Bei der Überbauung Y.________ (Nordhang) gegenüber der an einem Südhang 
liegenden Erschliessungsstrasse A.________ sei vom Regierungsrat ein Längs-
gefälle von 17% gestattet worden; die Degenbalmstrasse weise ein Gefälle von 
grösstenteils über 12% auf einer Länge von rund 410 m, teils bis 18%, auf 
(S. 12 f. mit Hinweis auf RRB Nr. 783 vom 7.7.2019 [Genehmigung der Sonder-
bauvorschriften Gestaltungsplan "Y.________", Morschach]). Längsgefälle bis 
20% seien auch in anderen Gemeinden bekannt (Schwyz, Steinen, Gersau) 
(S. 13; vgl. Replik S. 7 f. Ziff. 6). Unrichtig sei die Feststellung des Regierungsra-
tes betreffend die Fussgänger. Die Erschliessungsstrasse A.________ könne 
von Fussgängern begangen werden, müsse aber nicht. Zudem seien Fusswege 
mit Längsgefällen von bis zu 18% an Hanglagen absolut üblich. Die Hauseingän-
ge befänden sich nördlich im direkten Bereich zur O.________-strasse und seien 
auch behindertengerecht. Gleich werde dereinst auch die Fussgängeranbindung 
einer Überbauung auf KTN 02 gestaltet. Die talseitigen Liegenschaften KTN 07 
und KTN 06 würden für Fussgänger über den öffentlichen Fussweg Nr. __ 
(Z.________, P.________-strasse) erschlossen (S. 14). Auf die private Er-
schliessung A.________ gelange die Signalisationsverordnung (SSV; 
SR 741.21) vom 5. September 1979 nicht zur Anwendung (S. 15 Ziff. 9). Eine 
Kreuzungsmöglichkeit von zwei PWs könne auf dem privaten Zufahrtsweg nicht 
verlangt werden. Zudem lasse der Regierungsrat die grosszügigen Bankett-
flächen ausser Acht, womit die Fahrbahnbreite im oberen Bereich über 4 m liege. 
Ein Befahren für LKWs sei nicht nötig; die Versorgung durch die öffentlichen 
Dienste erfolge über die O.________-strasse (S. 15 f. Ziff. 10 f.). Der Begeg-
nungsfall Fahrrad / PW sei problemlos möglich (S. 17 Ziff. 12). Jedes Motorfahr-
zeug könne heutzutage bei Steigungen bis 20% anhalten, wie die Beispiele 
Y.________ und Degenbalm zeigten. Diese Beispiele belegten auch die Winter-
tauglichkeit der Erschliessung, zumal der Unterhalt durch die Flurgenossenschaft 
gewährleistet bleibe. Zudem spiele die Eigenverantwortlichkeit (S. 17 Ziff. 13 f.). 
Die Verkehrssicherheit sei genügend; das Längsgefälle von 17% beschränke 
sich auf eine Distanz von lediglich 26.29 m (S. 18 Ziff. 15; vgl. S. 20 Ziff. 17; vgl. 
Replik S. 6 Ziff. 5). Den regierungsrätlichen Erwägungen zu Alternativerschlies-
sungen könne nicht gefolgt werden. Diese seien faktisch wie rechtlich - nament-
lich Verletzung des Gewässerraumes, fehlende Einwilligung des Eigentümers 
von KTN 337 - nicht möglich (vgl. Replik S. 9 f. Ziff. 7). Der Zweck der Flurgenos-

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senschaft bestehe in einer Erschliessung ab der O.________-strasse. Es ver-
stosse wider Treu und Glauben, wenn der Regierungsrat trotz Genehmigung der 
Statuten der Flurgenossenschaft die Zulässigkeit dieser Erschliessung negiere 
(S. 19 f.; vgl. Replik S. 3 lit. C.1 und S. 9 Ziff. 7). Haltlos seien die Rügen der Be-
schwerdegegner betreffend die Entwässerung und die Einordnung (S. 20 f. 
Ziff. 18). 

3.1.1 Art. 19 Abs. 1 RPG will mit dem Erfordernis der hinreichenden Erschlies-
sung vor allem polizeiwidrige Zustände verhindern. Im Vordergrund stehen ver-
kehrs-, gesundheits- und feuerpolizeiliche Überlegungen. Eine hinreichende Zu-
fahrt besteht, wenn die Zugänglichkeit sowohl für die Benützer der Bauten als 
auch für Fahrzeuge der öffentlichen Dienste (Feuerwehr, Krankenwagen, Keh-
richtabfuhr, Elektrizitäts- und Wasserwerke etc.) gewährleistet ist. Aus bundes-
rechtlicher Sicht genügt es, wenn eine Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an Bau-
ten und Anlagen heranführt. Die befahrbare Strasse muss nicht bis zum Bau-
grundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude reichen; vielmehr genügt es, 
wenn Benützer und Besucher mit dem Motorfahrzeug (oder einem öffentlichen 
Verkehrsmittel) in hinreichende Nähe gelangen und von dort über einen Weg 
zum Gebäude oder zur Anlage gehen können. Bei der Beurteilung der hinrei-
chenden Erschliessung steht den kantonalen und kommunalen Behörden - wie 
bereits erwähnt (vorstehend Erw. 1.2.3) - ein erhebliches Ermessen zu. Der Um-
stand, dass eine Erschliessung nicht einer Idealvorstellung entspricht, sondern in 
Einzelfällen gewisse Probleme aufweisen mag, macht sie nicht ohne weiteres im 
Sinne von Art. 19 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 1 lit. b RPG ungenügend (vgl. Bundes-
gerichtsurteile 1C_321/2017 vom 7.8.2018 [i.S. A. vs. RR Schwyz] Erw. 4.2; 
1C_489/2017 vom 22.5.2018 [i.S. Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Höfe] 
Erw. 3.2; 1C_273/2014 vom 13.11.2014 Erw. 4.3.2 [i.S. A. vs. RR Schwyz] mit 
Hinweisen; 1C_237/2007 vom 13.2.2008 Erw. 4.3; BGE 121 I 65 Erw. 3a; 
Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band 1, 
Bern 2013, Art. 7/8 N 15 f. [Wegstück zu Fuss nicht länger als 100 m]). Zufahrten 
müssen insbesondere auch verkehrssicher sein (vgl. vorstehend Erw. 1.2.2). 

3.1.2 Bauten und Anlagen sind so zu erstellen und zu unterhalten, dass sie we-
der Personen noch Sachen gefährden (§ 54 Abs. 1 PBG). Bauten und Anlagen 
müssen den Regeln der Baukunde und den Anforderungen des Gesundheits-
schutzes entsprechen (§ 54 Abs. 2 PBG). 

3.1.3 Gemäss Art. 36 Abs. 1 BauR (mit der Marginalie "Strassennetz") werden 
Strassen und andere Verkehrswege entsprechend den Verkehrsbedürfnissen er-
stellt und unterhalten. Erschliessungsstrassen, mit Ausnahme derjenigen inner-

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halb des Siedlungsgebietes Stoos, sollen in der Regel eine Fahrbahnbreite von 
4,5 m und eine Trottoirbreite von 1,5 m aufweisen. Höhere Anforderungen kön-
nen bei entsprechend höherer Verkehrsbelastung, tiefere bei besonders schwie-
rigen topografischen Verhältnissen und/oder geringer Verkehrsbelastung gestellt 
werden (Art. 36 Abs. 2 BauR). Für Wohnstrassen und verkehrsberuhigte Stras-
sen kann der Gemeinderat auf Antrag von Anstössern besondere Anordnungen 
treffen. Wegleitend für deren Ausbau sind die einschlägigen Normen der Vereini-
gung Schweizer Strassenfachleute (VSS) (Art. 36 Abs. 3 BauR). 

Art. 37 BauR normiert "Ein- und Ausfahrten, Garagenvorplätze". Ein- und Aus-
fahrten sind übersichtlich und gefahrenfrei zu gestalten und zu unterhalten 
(Art. 37 Abs. 1 Satz 1 BauR). Ausfahrten sind 3,0 m vor dem Strassenrand bzw. 
dem grundstückseitigen Trottoirrand auf höchstens 6% Gefälle zu reduzieren 
(Art. 37 Abs. 2 BauR). In topografisch schwierigem Gelände wird das zulässige 
Längsgefälle von der Baubehörde aufgrund der örtlichen Verhältnisse festgelegt 
(Art. 37 Abs. 5 BauR).

3.2 Die VSS-Richtlinien dienen lediglich als Indiz für die Beurteilung der Be-
lastbarkeit der betroffenen Strassen. Soweit das Gesetz nicht ausdrücklich auf 
VSS-Normen verweist, sind diese nicht direkt anwendbar, sondern im Sinne ei-
ner Orientierungshilfe zu berücksichtigen. Namentlich sind sie nicht schematisch 
und starr, sondern verhältnismässig und unter Berücksichtigung der örtlichen 
Verhältnisse anzuwenden, wobei den zuständigen Behörden auch insoweit ein 
erheblicher Spielraum zusteht (Urteile BGer 1C_445/2018 vom 27.2.2019 mit 
Hinweis auf BGE 136 III 130 Erw. 3.3.2 [allerdings nicht einschlägig]; 
1C_341/2018 vom 16.1.2019 Erw. 2.1; 1C_375/2011 vom 28.12.2011 
Erw. 3.3.3). Aus wichtigen Gründen kann davon abgewichen werden. Dies gilt 
auch bei der Anwendung dieser Normen bezüglich der hinreichenden Erschlies-
sung gemäss Art. 19 Abs. 1 RPG, da ihre Verneinung die Eigentumsgarantie 
(Art. 26 BV) beschränkt und daher eine Interessenabwägung vorzunehmen ist 
(Urteil BGer 1C_178/2014 vom 2.5.2016 Erw. 3.4 [i.S. A.AG vs. Gemeinderat 
Schwyz] mit Hinweisen). 

3.3.1 Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen hat mit Entscheid 
B 2011/141 vom 20. März 2021 die Verweigerung der Bewilligung für eine Er-
schliessungsstrasse mit einem Gefälle bis zu 22% bestätigt, bei der sich das Ge-
fahrenrisiko im Winter bei Schneematsch- und Eisbildung um ein Vielfaches er-
höhte und angesichts der Breite der Strasse von nur 2.50 bis 2.80 m ein Kreuzen 
mit einem anderen Fahrzeug auf der Strasse nicht möglich war und selbst der 
Begegnungsfall mit einem Fussgänger/Wanderer als risikobehaftet angesehen 
werden musste (Erw. 3.2.4). 

20

Das Verwaltungsgericht des Kantons Obwalden hat in einem Entscheid vom 
14. Oktober 1997 eine knapp drei Meter breite Quartierstrasse, die der Erschlies-
sung eines Dutzends Häuser dienen sollte, und die mit einem Gefälle von ca. 
15% und unübersichtlich in die Kantonsstrasse einmündete, als ungenügend be-
zeichnet (VVGE 1997/98 Nr. 44 Erw. 5.b/bb). 

Das Verwaltungsgericht Bern hatte im Verfahren VGE 2016 175 vom 1. März 
2017 zu prüfen, ob eine bestehende Erschliessung für 18 Autoabstellplätze auch 
für eine bauliche Erweiterung mit zwölf zusätzlichen, insgesamt also 30 Autoab-
stellplätzen sowie 29 neue Veloabstellplätze noch rechtsgenüglich sei. Die be-
treffende Erschliessungsstrasse (Privatweg) mündete in eine Basiserschlies-
sungsstrasse ein, wobei das Gefälle bei der Einmündung 15%, anschliessend 
über 85 m durchschnittlich rund 9% betrug. Auf den ersten 45 m bis zu den Bau-
grundstücken war der Weg 2.60 m breit. Teils sollte er auf 3 m (bei einem Gefälle 
von rund 11.5%) verbreitert werden. Nach der verwaltungsgerichtlichen Beurtei-
lung (in Bestätigung eines Fachberichtes des Tiefbauamtes) war die Unterschrei-
tung der gesetzlich vorgesehenen Mindestbreite von 3 m auf rund 45 m insge-
samt zwar gering und eine Unterschreitung grundsätzlich möglich. Problematisch 
sei jedoch unter anderem, dass beidseits der Strasse Hindernisse vorhanden 
seien, die ein Ausweichen für Fussgängerinnen bzw. Fussgänger und den Ve-
loverkehr verunmöglichten (Holzzaun und eine hohe Hecke bzw. Stützmauer von 
0,4 bis 1 m Höhe). Infolge der Kombination der vier Aspekte deutliche Unterbrei-
te, beidseitige Hindernisse, ein durchschnittliches Gefälle von rund 9% und Län-
ge wurde die Verkehrssicherheit auf dem rund 45 m langen Abschnitt als erheb-
lich eingeschränkt erachtet, obwohl das Verkehrsaufkommen insgesamt als rela-
tiv gering, der Abschnitt übersichtlich und die gefahrenen Geschwindigkeiten als 
tief eingestuft worden seien. Die Situation werde dadurch deutlich verschärft, 
dass der Strassenanschluss an die Basiserschliessungsstrasse weitab der 
Normvorgaben sei und die Sichtverhältnisse bei der Längsneigung auf den ers-
ten 5 m der einmündenden Strasse rund 15% eingeschränkt waren (Erw. 3.1 f.). 

Im Urteil 1C_375/2011 vom 28. Dezember 2011 bejahte das Bundesgericht die 
rechtsgenügliche Erschliessung mittels einer Erschliessungsstrasse (Waldgasse, 
Gemeinde Eich LU, GB-Nrn. 547, 412, 473 ,175, 855, 411, mit einer Fläche von 
insgesamt weit über 5'000 m2), die verschiedene Liegenschaften erschloss, eine 
Länge von weit über 100 m aufweist (gemessen aus dem geoportal.lu.ch, 
Grundbuchplan) und ein Gefälle von 14% bis 18% (vor der Neugestaltung rund 
20%) aufweist unter Berücksichtigung der rechtlichen Bedeutung der VSS-Norm 
640 110 (vgl. vorstehend Erw. 3.2). Unter anderem konnte das Bundesgericht 
keine Verletzung des Ermessensspielraumes der Vorinstanzen erkennen, wenn 
diese Schnee und Eis bzw. "extreme Wetterlagen nicht zur Richtschnur" genom-

21

men hatten. Angesichts der zu erschliessenden Parzellen erachtete das Bundes-
gericht auch das zu erwartende Verkehrsaufkommen als gering (Erw. 3.3.4). 

3.3.2 Die Flurgenossenschaft weist darauf hin, dass in Morschach Erschlies-
sungsstrassen mit einem vergleichbaren Gefälle nichts Ungewöhnliches sind. 
Gemäss dem von ihr eingereichten Längenprofil der bewilligten Erschliessung 
Y.________ (Plan Nr. 2294-1-104 vom 25.6.2014 = Flurgenossenschaft-act. 18) 
bestehen Gefälle von 15.5% bis 16.0% über rund 31 m und ein Gefälle von 17% 
über rund 30 m bei Fahrbahnbreiten von gut 4.0 m bis 4.50 m (vgl. Plan 
Nr. 2294_1-102A vom 25.6.2014, rev. 30.11.2015 = Flurgenossenschaft-act. 17; 
Baubewilligung GRB Nr. 2016-0313 vom 27.4.2016 Erw. 2.3.a = Flurgenossen-
schaft act. 15). Über diese Strasse werden insgesamt 60 Wohneinheiten sowie 
73 Autoeinstellplätze erschlossen (Erschliessung Y.________, Morschach, Bau-
beschrieb Erschliessungsstrasse und verkehrstechnisches Gutachten der 
AA.________ AG vom 25.6.2014, S. 9 Ziff. 3.2 = Verfahren III 2022 98 Bg-
act. 11; bzw. 54 Wohnungen, 72 Autoeinstellplätze und 12 Gästeparkplätze er-
schlossen gemäss Bewerbung https://Y.________-morschach.ch/, eingesehen 
am 20.10.2022). Das verkehrstechnische Gutachten konnte keine Mängel auf-
zeigen. 

Die Flurgenossenschaft führt vergleichsweise auch die Degenbalmstrasse an, 
welche Steigungsprozente bis zu 18% aufweist. Im Weiteren entspricht es auch 
einer Erfahrungstatsache und ist gerichtsnotorisch, dass etliche Gemeinden im 
Kanton in vergleichbaren Höhenlagen (Erschliessungs-)Strassen mit ähnlichem 
Gefälle - teils bei minderem Ausbaustandard - aufweisen (vgl. z.B. auch Gersau: 
zur an steiler Hanglage liegenden Überbauung/Gestaltungsplangebiet 
"AB.________" führende Quartierstrasse mit ebenfalls bis zu 17% Steigung). In-
sofern und angesichts der Tatsache, dass die Anforderungen an die Erschlies-
sung grundsätzlich bundes- und kantonalrechtlich vorgegeben werden, verwei-
sen die Beschwerdeführer berechtigterweise auch auf andere Gemeinden und 
sind diese Vergleiche im Zeichen der Gleichbehandlung mitzuberücksichtigen. In 
diesem Sinne wird in der Stellungnahme V.________ explizit klargestellt, dass 
die vorliegend vom Regierungsrat aufgehobene kommunale Baubewilligung im 
Einklang mit der kommunalen Bewilligungspraxis steht. 

3.3.3 Gemäss der "Richtlinie für Feuerwehrzufahrten, Bewegungs- und Stell-
flächen" von Feuerwehr Koordination Schweiz (FKS) vom 4. Februar 2015 (Ver-
sion 1.0) darf die Steigung/das Gefälle von Zufahrten maximal 20% betragen 
(Ziff. 5.2). 

22

4.1.1 Mit dem Bericht U.________ vom 16. Juli 2021 wurde das Erschliessungs-
projekt "verkehrstechnisch resp. bezüglich Trassierung" überprüft. Nach allge-
meinen Angaben zu Objekt/Ort, Auftrag, Grundlagen etc. wurden Ausführungen 
zu den Strassentypen/Anforderungen (2.), der Ausbaugrösse/geometrisches 
Normalprofil (3.), zur horizonalen Linienführung/Befahrbarkeit (4.) und vertikalen 
Linienführung (5.) sowie zum Knoten/Einmünder (6.) gemacht und abschliessend 
eine zusammenfassende Beurteilung/Empfehlung (7.) gegeben.

Die Bedeutung der O.________-strasse bzw. Erschliessung A.________ wird als 
"örtlich verbindend" bzw. "quartierintern", der Strassentyp als "Sammelstrasse" 
bzw. "Zufahrt Wohngebiet resp. Quartiererschliessung" definiert. Als "Norm-
merkmale" genannt werden zwei oder ein Fahrstreifen, eine reduzierte Ausbau-
grösse der Fahrstreifen, einseitiger Gehweg, evtl. als Längsstreifen oder Misch-
verkehrsfläche, als Wendemöglichkeit ein Wendplatz (bei Sackgassen; möglich 
auch unter Einbezug von Bankett, Gehweg- und Vorplatzflächen) sowie eine Be-
lastbarkeit von 100 Fahrzeugen pro Stunde (Ziff. 2). 

Als Grundbegegnungsfall der Erschliessung A.________ wird "PW/PW" (bei 
stark reduzierter Geschwindigkeit, vgl. Ziff. 2) genannt. Als realistisch werden 
fahrbare Geschwindigkeiten von maximal 20 km/h erachtet; im Sinne einer kon-
servativen Prüfung wird ein Geschwindigkeitsniveau von 30 km/h hinterlegt. Es 
ergibt sich so eine Mindestbreite (= minimal befestigte Breite) der Zufahrt von 
4.40 m und eine total minimal lichte Breite (inkl. ausserhalb Fahrbahn) von 
4.80 m. Für die Ausnahmesituation (LKW) ist eine Mindestbreite von 3.00 m und 
eine lichte Breite von 3.30 m erforderlich. Diese Breiten würden bei einer Fahr-
bahnbreite von 5.00 m gewahrt (Ziff. 3). 

Bei der horizontalen Linienführung könne der Nachweis betreffend die Einhal-
tung/projektgemässe Bereitstelllung hinsichtlich den fahrgeometrischen Anforde-
rungen für den Normalbetrieb (PW) erbracht werden, nicht aber für die Ausnah-
mesituation wie beispielsweise für einen Wohnungseinzug oder eine Notfallsitua-
tion (Blaulichtorganisation) (Ziff. 4). Laut der Beurteilung der horizontalen Linien-
führung entspricht diese "im Grundsatz den Normanforderungen und beinhaltet 
eine Führung die geschwindigkeitsdrosselnd wirkt". Örtliche Verbesserungen 
zwecks Gewährleistung der Anlagenfunktion sowohl für den Normalbetrieb als 
auch für die Ausnahmesituation werden als angezeigt erachtet. Es betrifft dies 
"geringfügige Aufweitungen in der Einmündertrompete" und örtliche Quer-
schnittsaufweitungen insbesondere im Bereich der zweiten 90°-Kurve. Im Ab-
schnitt, wo sich die Erschliessungsstrasse in Dammlage befindet, sollte dies ef-
fektiv baulich erfolgen. Die geometrischen Anpassungen seien geringfügig und 
könnten nach Einschätzung des Gutachters "durchaus im Rahmen der vertieften 

23

Projektentwicklung/Ausführungsprojektierung bewerkstelligt werden". Parallel 
könnten auch die erforderlichen Kreuzungsräume für den Normalbetrieb (Begeg-
nungsfall PW/PW) verbessert werden. 

Bei der vertikalen Linienführung wird der Bereich der projektierten Längsneigung 
von 17% "ab Einmünder resp. Querprofil 2" im Bereich der ersten Kurve insbe-
sondere für die kalten Wintermonate und hinsichtlich Schneeräumung/Eisbildung 
als kritisch beurteilt. Unter Berücksichtigung der Topographie könnten Verbesse-
rungen hierzu nur mittels Anpassung der Quergefällsorientierung (in Richtung 
Berg/O.________-strasse) sowie durch das Vorsehen von entsprechenden Auf-
halteausrüstungen (Fahrzeugrückhaltesysteme) erreicht werden (Ziff. 5).

Betreffend die Knotensichtweite/Sichtverhältnisse wurden namentlich die Dispo-
nierung des Unterflurcontainers sowie die auf Seite S.________ situierten 
Längsparkfelder als kritisch beurteilt. Die projektgemässe Ausgestaltung des 
Einmünders/Trompete sei zwar gemäss übergeordneter Normanforderung (VSS 
Norm SN 40 250) kompakt erfolgt, zeige jedoch bezüglich Verkehrssicherheit 
und Betriebsanforderungen massgebliche Defizite. Unter Berücksichtigung der 
Topographie und der Tatsache, dass Knoten Anlagenteile mit potenziell erhöhter 
Gefährdung in sich darstellten, gelte es diese Defizite zu lösen. Empfohlen wer-
den die Herrichtung der erforderlichen Sichtweiten (Gehweg zukünftig für Fuss-
gänger resp. fahrzeugähnlich Geräte), die Reduzierung des Längsgefälles 
zwecks Einhaltung der maximal zulässigen Längsneigung ab Strassenrand resp. 
Gehwegrand im Anschlussbereich sowie die lagemässige Aufweitung der Ein-
fahrtstrompete (zwecks Gewährleistung des Kreuzens zweier PWs im Ein-
fahrtgsbereich) (Ziff. 6). 

Gemäss der zusammenfassenden Beurteilung 
entspricht das gewählte Erschliessungskonzept gut den Normabsichten, welche für 
Strassenanlagen dieses Typs Linienführungslösungen auferlegen, welche 
einerseits geschwindigkeitsdrosselnd wirken und anderseits die beabsichtigte 
Mischnutzung und somit die Gleichstellung des nichtmotorisierten 
Verkehrsteilnehmers gegenüber dem motorisierten Verkehr vorsehen. 
Konsequenterweise sind auch die Ausbaugrössen (geometrischen Normal) inkl. 
die Ausbildung des Einmünders in geometrischer Hinsicht bewusst kompakt 
gehalten. 

Die bei den einzelnen Kapiteln angesprochenen Defizite werden noch einmal zu-
sammengefasst und mit konkreten Empfehlungen/Lösungsmöglichkeiten ver-
bunden. 

4.1.2 Mit der Stellungnahme vom 20. Oktober 2021 zum Bericht U.________ hält 
die für die Planung und Projektierung zuständige V.________ GmbH fest, dass 
der Bericht U.________ die Normen- und Rechtskonformität des Strassenpro-

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jekts in allen wesentlichen Aspekten bestätige. Lediglich in Teilaspekten würden 
Projektverbesserungen oder Optimierungen als reine Empfehlungen für die 
spätere Ausführungsprojektierung vorgeschlagen; hierfür werde stufengerecht 
auf die später erfolgende technische Detailplanung der Ausführungsphase ver-
wiesen (S. 1 f. Ziff. 2; vgl. Zusammenfassung S. 4 Ziff. 8). 

Der Planung zugrunde liege die Bewertung der Erschliessungsstrasse 
A.________ als Zufahrtsweg gemäss der VSS-Norm SN 40 045 C.8 und Tab. 1, 
dies zur Erschliessung von vorliegend deutlich weniger als 30 Wohneinheiten, 
ohne Durchgangsverkehr, mit lediglich einem nötigen Fahrstreifen, reduzierter 
Ausbaugrösse, stark reduzierter möglicher Geschwindigkeit, einer Belastbarkeit 
von weit unter 50 Fahrzeugen/Stunde (zur Erschliessung von nur rund 30 mögli-
chen Parkplätzen) und möglichem Einbezug der angrenzenden Bankettflächen 
auch für die seltenen Begegnungsfälle zwischen Motorfahrzeugen. Die Bewilli-
gung des Gemeinderates stehe im Einklang mit der kommunalen Bewilligungs-
praxis (Gebiet Y.________, Gebiet AC.________ (S. 2 Ziff. 3.1). Die im Bericht 
U.________ angesprochene Sichtweitenproblematik für Fussgänger werde durch 
den Verzicht auf die Erstellung der beiden Längsparkfelder entschärft (S. 3 
Ziff. 6.2). Der Unterflurcontainer werde so ausgeführt, dass er gemäss den 
massgebenden Normen nicht sichtbehindernd sei (S. 4 Ziff. 6.3). 

4.1.3 Mit Stellungnahme vom 1. Februar 2022 zur Stellungnahme V.________ 
bestätigte die U.________ AG dem Gemeinderat "mit der Projektreduktion und 
somit dem Entfall der Längsparkfelder entlang der O.________-strasse (…) die 
korrekte Baubewilligung". Unter Bezug auf ihren Bericht vom 16. Juli 2021 werde 
entsprechend bestätigt, "dass damit das massgebende Kriterium der Verkehrssi-
cherheitsanforderung eingehalten ist und zudem mit Blick in die Zukunft eine all-
fällige Erweiterung des Gehwegs uneingeschränkt ermöglicht wird". Hinsichtlich 
der weiteren Berichtsempfehlungen werde bei der Einschätzung verblieben, 
"dass diese vertiefte Projektierung bzw. deren Prüfung inkl. allfälliger Projektein-
bettung Bestandteil des Ausführungs- bzw. Detailprojekts" seien. Optimierungen 
dieser Art seien phasenkonform und entsprechend stufengerecht Sache der Aus-
führungsplanung. 

4.2.1 Die VSS Norm SN 40 045 legt Typen von Erschliessungsstrassen fest und 
gibt Hinweise zu deren Anwendung (Ziff. 2). Sie dient als Entscheidungshilfe zur 
Festlegung des geeigneten Strassentyps, enthält aber keine Richtwerte für die 
Projektierung. Diese sind "den entsprechenden Normen" zu entnehmen. Als ver-
kehrstechnische Grundsätze werden unter anderem genannt (Ziff. 5), dass die 
Sicherheitsanforderungen durch geringe Verkehrsmengen und niedrige Ge-
schwindigkeiten angestrebt werden; die Anforderungen an die Gestaltung von 

25

untergeordneter Bedeutung sind; die Belastbarkeit begrenzt ist; der Ausbaugrad 
entsprechend niedrig anzusetzen ist; lange und gestreckte Strassenabschnitte, 
die zu erhöhten Geschwindigkeiten verleiten, zu vermeiden sind, sie allen Ver-
kehrsteilnehmern offen stehen und daneben auch als Begegnungs- und Freizeit-
raum bzw. als Spielplatz dienen.

4.2.2 Mit dem Regierungsrat ist vorliegend von einem Zufahrtsweg im Sinne der 
VSS Norm SN 40 045 ("Projektierung, Grundlagen, Strassentyp: Erschliessungs-
strassen") auszugehen. 

Dieser Erschliessungstyp ist zur Erschliessung von Siedlungsgebieten "in der 
Grösse bis zu 30 Wohneinheiten" anzuwenden (Ziff. 8 der Norm). Es spielt daher 
keine Rolle, ob von einer Erschliessung von rund 25 Wohneinheiten (Regie-
rungsrat) oder von einer geringeren Zahl (Gemeinderat und Flurgenossenschaft) 
auszugehen ist. Immerhin ist festzuhalten, dass bei einer zulässigen Ausnützung 
von insgesamt 2'484.6 m2 auf den vier zu erschliessenden Grundstücken und der 
auf KTN 03 (mit einer zulässigen Ausnützung von 985.8 m2 entsprechend einem 
Potential von zehn Wohneinheiten) neu erstellten sechs Wohneinheiten nunmehr 
(hypothetisch) maximal 21 Wohneinheiten zu erschliessen sind. 

Des Weiteren führt die VSS Norm SN 40 045 zum Typ Erschliessungsweg aus 
(Ziff. 8), dass die Länge der Zufahrtswege (je nach Gebäudehöhe) - nicht zuletzt 
aufgrund ihrer Funktion als Notzufahrten (vgl. Fritzsche/Bösch/Wipf/Kunz, Zür-
cher Planungs- und Baurecht, 6. Aufl., Wädenswil 2019, S. 750 Ziff. 12.3.7) - auf 
etwa 40 bis 80 m begrenzt werden sollte. Bei diesem Typ handle es sich um 
Fusswege, die zum gelegentlichen Befahren mit Motorfahrzeugen vorgesehen 
und dementsprechend befestigt seien. Für die seltenen Begegnungsfälle zwi-
schen Motorfahrzeugen könnten angrenzende Bankettflächen und Vorplätze ein-
bezogen weden. 

In der Typenhierarchie werden an die Zufahrtswege nach der "Quartiererschlies-
sungsstrasse" (bis zu 300 Wohneinheiten) und der "Zufahrtsstrasse" (bis zu 150 
Wohneinheiten) die geringsten Anforderungen gestellt, wie die Tabelle 1 der VSS 
Norm SN 40 045 zeigt. So genügt ein Fahrstreifen, die Ausbaugrösse der bzw. 
des Fahrstreifens ist reduziert, eine Durchfahrtsmöglichkeit besteht nicht, in der 
Regel findet sich kein Wendeplatz und der Grundbegegnungsfall ist auf "Perso-
nenwagen/Fahrrad bei stark reduzierter Geschwindigkeit" ausgerichtet. Die Be-
lastbarkeit ist auf 50 Fahrzeuge/Stunde ausgerichtet. 

4.2.3 Dem Regierungsrat ist beizupflichten (Erw. 3.3.2), dass die Stellungnahme 
V.________ zu Recht davon ausgegangen ist, dass es sich um einen Zufahrts-
weg handelt, welcher für den Grundbegegnungsfall PW/Fahrrad ausgebaut sein 

26

soll. Der Bericht U.________ habe auf eine Zufahrtsstrasse erkannt und damit 
den Grundbegegnungsfall PW/PW angenommen; insoweit könne nicht auf die-
sen Bericht abgestellt werden. 

In der Folge stellt der Regierungsrat zum einen gleichwohl massgeblich auf den 
Bericht U.________ (betr. kritische Längsneigung) ab. Zum andern handelt er 
auch den Begegnungsfall PW/PW ab, der im oberen 4 m breiten Bereich nicht 
möglich sei (vgl. angefochtener RRB Erw. 4.2, Erw. 5.1 f., Erw. 5.4). Umgekehrt 
fällt auf, dass die Stellungnahme V.________ bei der regierungsrätlichen Beurtei-
lung keine Rolle spielt. Soweit ersichtlich einzig beim - angesichts der Strassen-
klassierung unmassgeblichen - Begegnungsfall PW/PW wird die in der Stellung-
nahme V.________ bejahte Kreuzungsmöglichkeit via Bankettflächen verneint 
(angefochtener RRB Erw. 5.2). 

Soweit der Bericht U.________ herangezogen wird - was angesichts seiner nicht 
zu beanstandenden Qualifikation als behördliches Gutachten (vgl. angefochtener 
RRB Erw. 2.3) nicht unzulässig ist -, ist bei dessen Würdigung zu berücksichti-
gen, dass er von überhöhten Anforderungen ausgeht, da eine Zufahrtsstrasse 
nicht nur grundsätzlich auf den Begegnungsfall PW/PW, sondern darüber hinaus 
auf bis maximal 150 zu erschliessende Wohneinheiten ausgerichtet ist.

4.3.1 Zur Beurteilung des Längsgefälles hat der Regierungsrat auf die VSS Norm 
SN 40 110 ("Linienführung, Elemente der vertikalen Linienführung") abgestellt 
(angefochtener RRB Erw. 3.4 und Erw. 4.1 f.). Gemäss dieser Norm (Ziff. 10 mit 
Tab. 1) gilt ein Richtwert einer maximalen Längsneigung von 12% bei einer ma-
ximalen Geschwindigkeit von 40 km/h). Muss dieser Wert aus zwingenden Grün-
den überschritten werden, sind die Betriebs- und Unterhaltsprobleme vor allem 
im Winter zu beachten. Allerdings gilt diese Norm gemäss der Umschreibung ih-
res Geltungsbereichs in Ziff. 1 "für alle Strassentypen gemäss VSS 40 040 'Pro-
jektierung, Grundlagen; Strassentypen' "), d.h. sie gilt gleichermassen für die 
Verbindungsstrassen nach der VSS Norm SN 40 043 wie der Erschliessungs-
strassen nach der VSS Norm SN 40 045. 

4.3.2 Es ist nicht zu übersehen, dass ein Gefälle von 17% das erwähnte Norm-
gefälle von (maximal) 12% erheblich übersteigt und nicht unterschätzt werden 
darf. Mit dem Bericht U.________ wurde dieses Gefälle insofern zu Recht als 
"kritisch" beurteilt. Wie erwähnt, wurde diese Einschätzung allerdings zum einen 
vor dem Hintergrund des Begegnungsfalles von PW/PW angenommen. Zum an-
dern erachtet der Bericht U.________ eine Geschwindigkeit von 20 km/h als rea-
listisch - was der Regierungsrat zu Recht als maximale Geschwindigkeit erachtet 
(angefochtener RRB Erw. 5.1) -, legt seiner Prüfung aber trotzdem ein Ge-

27

schwindigkeitsniveau von 30 km/h zu Grunde. Überdies wurde die kritische Wür-
digung namentlich unter Bezug auf die kalten Wintermonate (Schneeräu-
mung/Eisbildung) vorgenommen. Insgesamt kam der Bericht trotz dieser punktu-
ell kritischen Beurteilung zu einer insgesamt positiven Gesamtwürdigung, ohne 
dass die vorgeschlagenen Empfehlungen - sowohl hinsichtlich des Gefälles wie 
anderer Punkte - bzw. deren Realisierung als zwingende Voraussetzung für die 
Rechtskonformität vorbehalten wurden. Diese Rechtskonformität hat auch die 
Stellungnahme V.________ dem Bericht U.________ attestiert. 

4.3.3 Der Regierungsrat erachtet die Verkehrssicherheit insbesondere wegen 
des Längsgefälles von 17% "zwischen Profil 2 und 4 (…) angesichts der dortigen 
Fahrbahnbreite von nur 4 m" als ungenügend (Erw. 5.6). Die (Quer-)Profile sind 
im bewilligten Situationsplan (Plan Nr. 1902-01 vom 23.12.2020) indessen nicht 
ausgewiesen. Sie müssen daher aus dem durch diesen Plan vom 23.12.2020 er-
setzten Situationsplan (Plan Nr. 2975-1 vom 16.9.2020) abgelesen bzw. aus dem 
bewilligten Plan "Längenprofil" (Plan Nr. 2975-2 vom 7.9.2020) (mühsam) inter-
poliert werden, und es unverständlich ist, weshalb die Querprofile im bewilligten 
Situationsplan nicht mehr ausgewiesen werden bzw. dass die Baubewilligungs-
behörde - gerade auch angesichts der Einsprachen - keinen diesbezüglich nach-
gebesserten Situationsplan verlangt hat. Immerhin ergibt sich aus dem (interpo-
lierenden) Vergleich der Pläne zweifelsfrei, dass die Breite des geänderten (be-
willigten) Projektes bereits ab wenigen Metern (rund 4 m) nach Profil 3 eine 
Fahrbahnbreite von 5 m aufweist. Mithin geht die Vorinstanz von einer Fahr-
bahnbreite von nur 4 m über eine Distanz von 26.29 m aus statt (maximal) rund 
18 m, was im Zeichen der Beurteilung Verkehrssicherheit angesichts der kurzen 
Distanzen von erheblicher Bedeutung ist. 

4.4.1 Im Einklang mit dem Bericht V.________ kann festgehalten werden, dass 
die Anzahl zu erschliessender Wohneinheiten grundsätzlich eine Stundenfre-
quenz von (weit) unter (maximal) 50 Fahrzeugen zur Folge hat; andernfalls wür-
de dies mindestens zwei Fahrten pro Wohneinheit pro Stunde bedeuten. Die 
Kürze des Zufahrtsweges von rund 46 m unter Einschluss der beiden Kurven 
eingangs des Zufahrtsweges sowie des Gefälles führt zwangsläufig zu einer ent-
sprechend tiefen Geschwindigkeit und wirkt tempoverlangsamend, dies trotz des 
Gefälles. Wenn der Bericht V.________ von einer reduzierten Ausbaugrösse 
spricht, ist dies insofern zu relativieren, dass die bewilligte Erschliessung 
Y.________, welche erheblich mehr Wohneinheiten erschliesst, eine vergleich-
bare, jedenfalls keine grössere Ausbaugrösse, hingegen ein vergleichbares Ge-
fälle über längere Distanzen aufweist (vgl. vorstehend Erw. 3.3.2). 

28

4.4.2 Im Lichte der Erschliessung Y.________ ist entsprechend auch die regie-
rungsrätliche Beurteilung des Begegnungsfalles Fussgänger/PW wie auch Zwei-
rad/PW zu relativieren. 

Dass der Begegnungsfall Fussgänger/PW bei einer (mindestens) 4 m breiten 
Strasse (ohne gesonderten Fussgängersteig) grundsätzlich kein Problem darstel-
len kann, ist offensichtlich. Dabei ist unerheblich, ob der Zufahrtsweg auch für 
den Fussgängerverkehr vorgesehen ist oder nicht. Der Flurgenossenschaft kann 
dennoch beigepflichtet werden, dass der Zugang zu den neuen Wohneinheiten 
auf KTN 03 im Allgemeinen via die an der O.________-strasse gelegenen Ein-
gänge erfolgen wird. Sind die Fahrzeuge via die Zufahrtsstrasse in der Tiefgara-
ge platziert, kann der Zutritt gebäudeintern erfolgen. Eine ähnliche Zugänglichkeit 
dürfte sich bei der noch unüberbauten Parzelle KTN 02 aufdrängen. Die beiden 
talwärts gelegenen Parzellen KTN 07 (unüberbaut) und KTN 06 sind für Fuss-
gänger über den öffentlichen Fussweg Nr. 21 "Q.________-gasse" (vgl. Wegro-
del Plan 2 vom 1.2.2021) erschlossen und hierfür nicht auf den Zufahrtsweg an-
gewiesen. Mithin dürfte der Zufahrtsweg von Fussgängern nur im Ausnahmefall 
benutzt werden (müssen). 

Das Gleiche kann mutatis mutandis auch für die Erschliessung für behinderte 
Personen gesagt werden. Namentlich behält die VSS-Norm SN 640 075 betref-
fend "Fussgängerverkehr Hindernisfreier Verkehrsraum" in Ziff. 5 Abweichungen 
von der Norm vor, wenn deren Zweck auf andere Art nachweislich erreicht wird. 
Falls bei einem Bauvorhaben einzelne Bestimmungen der Norm nicht eingehal-
ten werden können (z.B. aufgrund der Topographie oder der technischen Mach-
barkeit), sind die zulässigen Abweichungen im Rahmen der Verhältnismässigkeit 
durch die zuständigen Instanzen festzulegen. Dies gilt vorliegend für das Gefäl-
le/Steigung von 17%, welche über dem für Rollstuhlfahrende üblichen Grenzwert 
von 12% liegt. Vorliegend sind - wie erwähnt - Fussgänger und somit auch geh-
behinderte Personen auf den Zufahrtsweg zwecks Zugang zu den Wohneinhei-
ten nicht angewiesen, sondern bestehen die angesprochen geeigneteren Zu-
gangsmöglichkeiten. Es kann daher nicht ernsthaft behauptet werden, dass der 
Zugang zu den Wohneinheiten für Behinderte aus baulichen Gründen nicht oder 
nur unter erschwerten Bedingungen möglich ist (vgl. Art. 2 Abs. 3 des Bundesge-
setzes über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinde-
rungen [Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG; SR 151.3] vom 13.12.2002). 
Abgesehen davon kommt das BehiG einerseits nur zur Anwendung bei Wohnge-
bäuden mit mehr als acht Wohneinheiten (Art. 3 lit. c BehiG), womit sich die Fra-
ge stellt, ob die vorliegende (private) Erschliessungsstrasse behindertengerecht 
ausgestaltet werden müsste, zum andern vermitteln weder das BehiG noch die 
SN-Norm 521 500 einen individuellen Anspruch auf eine bestimmte Ausgestal-

29

tung der Strasse (Entscheid VB.2009.00601 des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zürich vom 14.1.2010 Erw. 4.1).

4.4.3 Betreffend den Begegnungsfall PW/Zweirad geben die mathematischen 
Berechnungen der Vorinstanz, soweit bezogen auf ein bergwärts fahrendes 
Zweirad, an und für sich keinen Anlass zu Beanstandungen. Immerhin wird die 
(knappe) Möglichkeit eines Kreuzens auch für den oberen Bereich der Erschlies-
sungsstrasse mit den beiden Kurven nicht ausgeschlossen. Realistischerweise 
stellt sich allerdings vorab die Frage, welcher Radfahrer überhaupt in der Lage 
ist, gewissermassen aus dem Stand gleich eine Steigung von 17% in Angriff zu 
nehmen. Im Normalfall dürfte ein Radfahrer sein Fahrrad auf den betreffenden 
rund 46 m wohl schieben; vorbehalten bleiben dabei Nutzer von E-Bikes, wie sie 
in hügligem und bergigem Umfeld zum Regelfall werden. Angesichts der abseh-
baren Frequentierung des Zufahrtsweges darf dieser Begegnungsfall 
PW/Zweirad nicht überhöht werden. 

4.4.4 Was den Begegnungsfall PW/PW anbelangt, hat der Regierungsrat 
zunächst zwar zu Recht klargestellt, dass der Zufahrtsweg nicht auf diesen Be-
gegnungsfall ausgerichtet sein muss (vgl. vorstehend Erw. 4.2.3). Dennoch hat 
er auch diesbezüglich eine einlässliche Beurteilung vorgenommen und zu Un-
gunsten der Bewilligungsfähigkeit in die Waagschale geworfen (angefochtener 
RRB Erw. 5.4). Bei einer erforderlichen Mindestbreite von 4.0 m beim Begeg-
nungsfall PW/PW mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h bzw. von 4.4 m bei ei-
ner solchen von 30 km/h und lichten Breiten von 4.4 m bzw. 4.8 m stellt sich eine 
allfällige Problematik nur auf den ersten Metern ab der Einmündung von der 
O.________-strasse bis zur zweiten Kurve (bzw. gemäss dem angefochtenen 
RRB [Erw. 5.2] zwischen den Querprofilen 2 und 3, d.h. auf einer Länge von 
14.42 m [vgl. Plan Nr. 2975-2 "Längenprofil" vom 7.9.2020]) nicht aber auf dem 
längeren vertikalen Bereich (rund 26 m) mit einer Strassenbreite von 5.0 m. Da-
durch werden auch die vom Regierungsrat in den Vordergrund gerückten An-
fahrschwierigkeiten am Berg in den Hintergrund gerückt; angesichts der heute 
vielfach gefahrenen Automatikgetriebe und deren Qualität darf diese Schwierig-
keit ohnehin nicht überschätzt werden. Insofern kann es mithin auch keine Rolle 
spielen, ob die Bankettflächen des geplanten Zufahrtsweges auf den ersten rund 
20 m mit einer Strassenbreite von 4 m ein Kreuzen von PWs ermöglichen oder 
nicht. Festzuhalten ist schliesslich auch, dass weder der Bericht U.________ 
noch die Stellungnahme V.________ im Begegnungsfall PW/PW einen der Be-
willigungsfähigkeit entgegenstehenden Aspekt erkennen konnten. Insoweit hat 
sich die Vorinstanz über diese beiden fachlichen Beurteilungen hinweggesetzt. 

30

4.4.5 Mit der Entfernung der beiden Längsparkfelder entlang der O.________-
strasse und der nichtsichtbehindernden Platzierung der Unterflurcontainer kön-
nen auch die Sichtweiten im Einmündungsbereich des Zufahrtsweges in die 
O.________-strasse gemäss den beiden Gutachtern (Stellungnahme 
V.________; Stellungnahme der U.________ AG vom 1.2.2022) gewahrt und die 
Verkehrssicherheit in dieser Hinsicht gewährleistet werden. 

4.4.6 Es kann nicht in Abrede gestellt werden, dass infolge der Höhenlage der 
durch den Zufahrtsweg zu erschliessenden Bauparzellen auf 650 m.ü.M. im Win-
ter vermehrt mit Schnee und Eis auf der Fahrbahn zu rechnen ist (angefochtener 
RRB Erw. 5.5). Die diesbezüglichen Auswirkungen sind allerdings auf weniger 
steilen (12% wie auch darunter) Erschliessungsstrassen nicht erheblich anders 
als auf den vorliegenden Zufahrtsweg. Nutzer der jeweiligen Erschliessungs-
strassen können dadurch zu verschiedenstem Alternativverhalten gezwungen 
werden, sei es zum Verzicht auf den/das PW/Fahrrad (frühmorgens) oder zum 
temporären Abstellen des Fahrzeuges an einem anderen Ort (z.B. bei Rückkehr 
nach Einsetzen eines [starken] Schneefalles bis die jeweiligen Strassen von 
Schnee und Eis befreit und wieder befahrbar gemacht werden). Hinzu kommt, 
dass sich die Schneesaison in den letzten Jahrzehnten erheblich verkürzt hat. So 
hat das Bundesgericht im Verfahren 1C_505/2017 vom 15. Mai 2018 (= BauR 
2018, S. 299 Nr. 467 = URP 2018, S. 528 ff. = ZBl 2018, S. 650 ff.; i.S. S. vs. Be-
zirksrat Einsiedeln) die Feststellung des Verwaltungsgerichts als plausibel 
bestätigt, dass aufgrund der Klimaerwärmung aktuell von einer eher kürzeren 
Winterperiode auszugehen ist als im Mittel der Periode 1981-2010. Das Verwal-
tungsgericht beziehe sich zwar auf einen Artikel des Instituts für Schnee- und 
Lawinenforschung zu Gebieten oberhalb von 1100 m.ü.M.; die Aussage gelte 
aber erst recht für tiefer liegende Orte wie Willerzell (890 m.ü.M.). Dies muss um-
so mehr für Morschach gelten, das noch tiefer und überdies an Föhn exponierter 
Lage liegt. Der aktuelle "Winter" illustriert dies eindrücklich. Des Weiteren ist 
auch nicht zu verkennen, dass die vorliegend betroffenen Grundstücke eine Sü-
dost-Ausrichtung, die vergleichsweise genannten Liegenschaften im Gebiet 
Y.________ eine Nordwest-Ausrichtung haben mit entsprechend unterschiedli-
cher Besonnung mit Vorteil z.G. der vorliegend betroffenen Grundstücke. 

4.5 Befahrbar ist ein Gefälle von 17% auch von der Feuerwehr (vgl. vorstehend 
Erw. 3.3.3), womit von der Sicherstellung der Zugänglichkeit für Blaulichtorgani-
sationen ausgegangen werden darf. Indes ist dies grundsätzlich auch nicht erfor-
derlich, da sich die Eingänge in die Wohneinheiten auf dem Grundstück KTN 03 
wie auch ein Hydrant an der O.________-strasse befinden. Zu den beiden tal-
wärts gelegenen Grundstücken können Blaulichtorganisationen überdies über die 

31

für den Gemeingebrauch offenstehende Q.________-gasse bis auf eine Distanz 
von rund 25 m bzw. 65 m heranfahren, was (ebenfalls) als hinreichende Er-
schliessung zu betrachten ist. 

4.6 Es ist somit zusammenfassend festzuhalten, dass der vom Gemeinderat 
bewilligte Zufahrtsweg als rechtsgenügliche Erschliessung zu qualifizieren ist.

5. Ergänzend kommt Folgendes hinzu:

5.1 Mit RRB Nr. 746/2019 vom 22. Oktober 2019 hat der Regierungsrat die 
Gründung und Statuten der Flurgenossenschaft genehmigt. In den Erwägungen 
führt er unter anderem aus, die Flurgenossenschaft bezwecke 

"die Erstellung und den Unterhalt einer Erschliessungsstrasse ab der O.________-
strasse (inkl. Strassenentwässerung) und einer Abfallentsorgungsstelle" 

Die beabsichtigte Zusammenarbeit der Grundeigentümer erweise sich als sinn-
voll und entspreche der gesetzlichen Regelung gemäss § 40 Abs. 3 PBG. Das 
Perimetergebiet bilde zudem eine zweckmässige Abgrenzung (Erw 3). Genehmi-
gungsvoraussetzung sei zudem, dass die von der Gründungsversammlung an-
genommenen Statuten nicht gegen übergeordnetes Rechts verstiessen (Erw. 4). 

Während sich die Prüfungsbefugnis des Gemeinderates einzig auf die formale 
Vollständigkeit der Gründungseingabe beschränkt, hat der Regierungsrat in den 
beiden anschliessenden Genehmigungsverfahren (§ 4 Abs. 2 FlurG betr. Ge-
nehmigung der Gründung und der Statuten; § 10 Abs. 2 FlurG betr. Genehmi-
gung des Ausführungsprojektes, Plan des Einzugsgebietes und des Kostenvor-
anschlages) wie auch in einem allfälligen Beschwerdeverfahren umfassend zu 
prüfen, ob die materiellen Anforderungen ebenfalls erfüllt sind, beispielsweise 
hinsichtlich der Übereinstimmung des Werkes mit verbindlichen Planungsvor-
schriften (vgl. F. Huwyler, Flurgenossenschaften im Kanton Schwyz, erweiterter 
Vortrag anlässlich der Jahresversammlung des Schwyzerischen Gemeinde-
schreiberverbandes vom 13.10.1983 in Lachen, maschinengeschriebenes Manu-
skript, S. 7 Ziff. 4 sowie S. 11 f. Ziff. IV.2). 

5.2 Mit dem vorliegend angefochtenen RRB hat der Regierungsrat das konkre-
te Erschliessungsprojekt als widerrechtlich beurteilt. Alternative Erschliessungs-
möglichkeiten ab der O.________-strasse wurden vom Regierungsrat infolge des 
Gefälles ebenfalls verworfen (angefochtener RRB Erw. 6.1 f.). Auch ohne es ex-
plizit zu benennen, wird im angefochtenen RRB mithin von der Unmöglichkeit ei-
ner rechtsgenüglichen Erschliessung aller vier Grundstücke ab der O.________-
strasse ausgegangen. Hierfür spricht auch die Tatsache, dass der Fokus des 
Regierungsrates auf eine Erschliessung über die P.________-strasse und die 

32

Q.________-gasse, allenfalls unter Anrufung der planungs- und baurechtlichen 
Erschliessungshilfe (§ 41 PBG), gerichtet ist (angefochtener RRB Erw. 6.3 ff.). 

Bei dieser Sachlage ist fraglich, ob die Gründung bzw. die Statuten der Flurge-
nossenschaft, welche ausdrücklich eine Erschliessung ab der O.________-
strasse bezweckt, überhaupt hätten genehmigt werden dürfen, nachdem eine 
solche Erschliessung nach der Auffassung des Regierungsrates den Anforde-
rungen an die Verkehrssicherheit nicht genügt, d.h. gegen die Vorgaben des 
übergeordneten kantonalen wie Bundes-Rechts an eine rechtsgenügliche Er-
schliessung verstösst. Die Beschaffenheit des Geländes ergibt sich ohne weite-
res aus den allgemein zugänglichen Daten (Landestopographie, webGIS, u.ä.); 
zudem lag im Zeitpunkt der Genehmigung bereits ein konkretes Projekt vor (vgl. 
vorstehend Erw. C.1). Vor diesem Hintergrund wurde mit der Genehmigung der 
Statuten und insbesondere des Zweckes auch eine Vertrauensgrundlage ge-
schaffen, dass eine rechtsgenügliche Erschliessung ab der O.________-strasse 
zumindest möglich ist/sein muss. 

6. Das Amt für Gewässer hat die Entwässerung geprüft. Auflageweise hat es 
angeordnet, dass an die geplante Ableitung in die Versickerungsanlage nur nicht 
verschmutztes Abwasser angeschlossen werden darf, wobei für die Planung die 
Richtlinie "Abwasserbewirtschaftung bei Regenwetter" (VSA [Verband Schweizer 
Abwasser- und Gewässerschutzfachleute], 2019) einzubeziehen sei. Beim anfal-
lenden Meteorwasser der Erschliessungsstrasse handle es sich um nicht ver-
schmutztes Abwasser; dieses werde via Schlammsammler in einen Sicker-
schacht geleitet (vgl. Gesamtentscheid des ARE vom 27.5.2021, S. 3 f. Ziff. II.2). 
Die projektierte Regenabwasserleitung ist auch planerisch ausgewiesen, und 
zwar sowohl für das anfängliche Projekt (Plan Nr. 2975-4 Situation 1:200 Werk-
leitungen vom 16.9.2020) wie insbesondere auch für das überarbeitete, bewilligte 
Projekt (vgl. Plan Nr. 1902-01 betr. Anpassungen an Baueingabe Situation & 
Werkleitungen vom 23.12.2020). Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, welche 
gegen eine Unrechtmässigkeit der Entwässerung sprechen.

Ein Gleiches ist hinsichtlich der Einordnung zu sagen. Eine Beeinträchtigung des 
Orts-, Quartier- und Strassenbildes oder sogar des Landschaftsbildes (vgl. § 56 
Abs. 1 PBG; vgl. Art. 21 Abs. 1 BauR) durch den geplanten Zufahrtsweg ist nicht 
ersichtlich. Dies gilt selbst in Berücksichtigung der Hanglage der vier zu er-
schliessenden Grundstücke unbesehen davon, ob es sich um eine exponierte 
Hanglage handelt, an welchen erhöhte Anforderungen an die Einordnung gestellt 
werden (Art. 22 Abs. 1 lit. b BauR). 

Bei dieser Sachlage lässt sich eine Rückweisung an den Regierungsrat, der die-
se beiden Fragen nicht näher geprüft hat, nicht rechtfertigen, und müsste eine 

33

Rückweisung als überspitzt formalistisch und verfahrensökonomisch wenig sinn-
voll erachtet werden. 

7.1 Die Beschwerden erweisen sich mithin insgesamt als begründet und sind 
folglich gutzuheissen. 

7.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend (Unterliegen der Beschwerdegeg-
ner = Beschwerdeführer im regierungsrätlichen Verfahren) sind die Kosten und 
Entschädigungen des regierungsrätlichen Verfahrens neu zu verlegen und die 
Kosten und Parteientschädigungen des verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu 
regeln. 

7.3.1 Die Kosten für den Erlass eines Entscheides oder Zwischenbescheides 
werden in der Regel der unterliegenden Partei überbunden. Unterliegt sie nur 
teilweise, werden die Kosten auf die Parteien anteilsmässig verteilt (§ 72 Abs. 2 
VRP).

Die Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kanton 
Schwyz (GebO; SRSZ 173.111) vom 20. Januar 1975 regelt unter anderem die 
Gebühren für die Rechtspflege (vgl. § 1 Abs. 1 GebO). Die Verwaltungs- und Ge-
richtsgebühren sowie die Entschädigungen sind (unter Vorbehalt von § 3 Abs. 3 
[ausnahmsweise Überschreitung der Höchstansätze um bis zu 50 Prozent]) 
gemäss den gesetzlichen Ansätzen festzusetzen (§ 3 Abs. 1 GebO). Besteht ein 
Mindest- und Höchstansatz, so ist die Gebühr für den Einzelfall nach der Bedeu-
tung der Sache und nach Zeitaufwand festzusetzen (§ 3 Abs. 2 Satz 1 GebO). 
Gebühren und Auslagen können für Rechtsmittelverfahren als Pauschalbetrag 
festgesetzt werden (§ 3 Abs. 4 GebO). Für die Verwaltungsrechtsprechung gel-
ten die Ansätze des Verwaltungsgerichts (§ 24 Ziff. 26 GebO), d.h. für die Be-
handlung und den Entscheid einer Beschwerde gilt ein Gebührenrahmen von 
Fr. 100.-- bis Fr. 20'000.-- (§ 25 Ziff. 29 GebO). 

7.3.2 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens VB 146/2021 (RRB 
Nr. 425/2022) von insgesamt Fr. 1'500.-- werden neu den Beschwerdegegnern (= 
Beschwerdeführer des regierungsrätlichen Verfahrens) unter solidarischer Haft-
barkeit auferlegt. 

7.4.1 Im Rechtsmittelverfahren und in verwaltungsgerichtlichen Klagefällen hat 
die unterliegende der obsiegenden Partei eine dem Aufwand angemessene Ent-
schädigung auszurichten, welche die Behörde festsetzt (§ 74 Abs. 1 VRP). Die 
Vergütung an die Rechtsanwälte für die Parteivertretung vor den Gerichts-, Un-
tersuchungs- und Anklagebehörden sowie den Verwaltungsbehörden in Rechts-
mittelverfahren des Kantons Schwyz wird mit dem Gebührentarif für Rechtsan-

34

wälte (GebTRa; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975 geregelt. Die Vergütung 
umfasst das Honorar und die Auslagen (vgl. § 1 Abs. 1 GebTRa). Im Rahmen 
der in diesem Tarif festgesetzten Mindest- und Höchstansätze ist die Vergütung 
nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der 
Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand zu bemessen (§ 2 
Abs. 1 GebTRa). Wird die Vergütung pauschal zugesprochen, gilt die Mehrwert-
steuer als in diesem Betrag enthalten. Bemisst sich das Honorar nach dem zeitli-
chen Aufwand, ist die Mehrwertsteuer zusätzlich zu entschädigen (§ 2 Abs. 2 
GebTRa). Für die Vertretung in Rechtsmittelverfahren vor Verwaltungsbehörden 
beträgt das Honorar Fr. 200.-- bis Fr. 4'800.-- (§ 15 GebTRa); im Verfahren vor 
Verwaltungsgericht und vor den selbständigen Rekurskommissionen beträgt das 
Honorar Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRa). 

7.4.2 Die von den Beschwerdegegnern (= Beschwerdeführer im regierungsrätli-
chen Verfahren) der bereits im regierungsrätlichen Verfahren beanwalteten Flur-
genossenschaft unter solidarischer Haftbarkeit zu entrichtende Parteientschädi-
gung wird auf insgesamt Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) festgesetzt. 

7.5.1 Die Kosten der beiden verwaltungsgerichtlichen Verfahren (Gerichtsge-
bühr, Kanzleikosten und Barauslagen sowie Kosten des Augenscheines) von 
insgesamt Fr. 5'000.-- werden je zur Hälfte (je Fr. 2'500.--) dem Kanton und den 
Beschwerdegegnern - diesen unter solidarischer Haftbarkeit - auferlegt. 

7.5.2 Die von den Beschwerdegegnern - diese unter solidarischer Haftbarkeit - 
sowie vom Kanton der beanwalteten Flurgenossenschaft auszurichtende Partei-
entschädigung wird in Anwendung der vorgenannten Bemessungskriterien sowie 
des Honorarrahmens und in Ausübung des pflichtgemässen richterlichen Ermes-
sens auf insgesamt Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), d.h. je Fr. 1'500.--, 
festgesetzt. 

35

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerden wird der RRB Nr. 425 vom 24. Mai 2022 
aufgehoben. Der Gesamtentscheid des Amtes für Raumentwicklung vom 
27. Mai 2021 sowie die Baubewilligung des Gemeinderates Morschach 
vom 8. Juni 2021 (Nr. 2021-0340) werden bestätigt. 

2.1 Die Kosten des regierungsrätlichen Verfahrens von insgesamt Fr. 1'500.-- 
werden neu den Beschwerdegegnern (= Beschwerdeführer des regierungs-
rätlichen Verfahrens) unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt. 

2.2 Die Beschwerdegegner (= Beschwerdeführer des regierungsrätlichen Ver-
fahrens) haben - unter solidarischer Haftbarkeit - der beanwalteten Flurge-
nossenschaft für das regierungsrätliche Beschwerdeverfahren neu eine 
Parteientschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) zu be-
zahlen.

3. Die Kosten der beiden verwaltungsgerichtlichen Verfahren (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen sowie Kosten des Augenscheines) von 
insgesamt Fr. 5'000.-- werden je zur Hälfte (je Fr. 2'500.--) den Beschwer-
degegnern - diesen unter solidarischer Haftbarkeit - sowie dem Kanton auf-
erlegt. 

Die Beschwerdegegner haben ihr Betreffnis von Fr. 2'500.-- innert 30 Ta-
gen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 0900 
0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen. Auf die kan-
tonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 

Die Flurgenossenschaft hat am 29. Juni 2022 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- geleistet, der ihr aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist. 

4. Die Beschwerdegegner - diese unter solidarischer Haftbarkeit - sowie der 
Kanton haben der beanwalteten Flurgenossenschaft für das verwaltungs-
gerichtliche Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von je 
Fr. 1'500.-- (je inkl. Barauslagen und MwSt), insgesamt also Fr. 3'000.--, zu 
bezahlen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

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Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

6. Zustellung an:
- den Gemeinderat Morschach (R; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdeführerin Ziff. 2 sowie der Beigeladenen Ziff. 7 bis 12 vom 
14.12.2022 und der Eingabe des Sicherheitsdepartements vom 
20.12.2022)

- den Rechtsvertreter der Flurgenossenschaft sowie der Beigeladenen 
Ziff. 7 bis 12 (2/R; unter Beilage der Eingabe des Sicherheitsdeparte-
ments vom 20.12.2022)

- die Beschwerdegegner Ziff. 4 (R; unter Beilage der Eingabe der Be-
schwerdeführerin Ziff. 2 sowie der Beigeladenen Ziff. 7 bis 12 vom 
14.12.2022 und der Eingabe des Sicherheitsdepartements vom 
20.12.2022)

- den Beigeladenen Ziff. 6 (R; unter Beilage der Eingabe der Beschwer-
deführerin Ziff. 2 sowie der Beigeladenen Ziff. 7 bis 12 vom 14.12.2022 
und der Eingabe des Sicherheitsdepartements vom 20.12.2022)

- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB; unter 

Beilage der Eingabe der Beschwerdeführerin Ziff. 2 sowie der Beigela-
denen Ziff. 7 bis 12 vom 14.12.2022)

- und das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der 
Eingabe der Beschwerdeführerin Ziff. 2 sowie der Beigeladenen Ziff. 7 
bis 12 vom 14.12.2022 und der Eingabe des Sicherheitsdepartements 
vom 20.12.2022).  

Schwyz, 13. Januar 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts
Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.
Versand: 25. Januar 2023

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