# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5c472e43-29f7-5f6c-847a-2e008aa7d7d7
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-02-28
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 28.02.2011 RR.2011.32
**Docket/Reference:** RR.2011.32
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2011-32_2011-02-28

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Rückzug der Beschwerde.;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Rückzug der Beschwerde.;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Rückzug der Beschwerde.;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Rückzug der Beschwerde.

Entscheid vom 28. Februar 2011 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 
Jean-Luc Bacher  und  Stephan Blättler ,     
Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 
Parteien 

  
A., 

Beschwerdeführer  
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT DES KANTONS 
ST. GALLEN, 

Beschwerdegegner  
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutsch-
land 
 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 
 
Rückzug der Beschwerde 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2011.32 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 
 

- beim Amtsgericht München ein Strafverfahren gegen A. wegen Miss-
brauchs von Titeln gemäss § 132a Abs. 1 des deutschen Strafgesetzbu-
ches hängig ist; 

 
- A. geltend gemacht hat, er sei aufgrund einer Herz-Kreislauferkrankung 

nicht verhandlungsfähig; 
 

- das Amtsgericht München mit Rechtshilfeersuchen vom 11. Juni 2010 an 
die Schweiz gelangte und darum ersuchte, A. durch den örtlich zuständigen 
Amtsarzt auf seine Verhandlungs- und Reisefähigkeit zu untersuchen; 

 
- der Untersuchungsbericht von Amtsarzt Dr. B. am 13. Januar 2011 bei der 

Staatsanwaltschaft St. Gallen eingegangen ist; 
 

- die Staatsanwaltschaft St. Gallen mit Schlussverfügung vom 17. Janu-
ar 2011 dem Rechtshilfeersuchen der deutschen Behörden entsprach und 
die Herausgabe des obgenannten Untersuchungsberichtes anordnete 
(act. 1.1); 

 
- A. mit Beschwerde vom 20. Januar 2011 an das Bundesstrafgericht ge-

langte und sinngemäss die Aufhebung der Schlussverfügung beantragte 
(act. 1); 

 
- mit Schreiben vom 24. Januar 2011 der Beschwerdeführer eingeladen wor-

den ist, bis zum 4. Februar 2011 einen Kostenvorschuss von Fr.4'000.-- zu 
leisten (act. 3); 

 
- der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 4. Februar 2011 ausführte, er kön-

ne das Kostenrisiko, das mit seiner Beschwerde verbunden sei, nicht ein-
gehen (act. 4); 

 
- der Beschwerdeführer gleichentags schriftlich aufgefordert worden ist, dem 

Gericht bis zum 14. Februar 2011 zu erklären, ob sein Schreiben vom 
4. Februar 2011 als Rückzug der Beschwerde zu verstehen sei oder ob er 
an der Beschwerde festhalten und ein Gesuch um unentgeltliche Prozess-
führung stellen wolle (act. 5); 

 
- der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Februar 2011 ausdrücklich den 

Rückzug der Beschwerde erklärte (act. 6); 

- 3 - 

 

 

- das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt 
abzuschreiben ist; 

 
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Be-
rechnung das Reglement BStKR zur Anwendung gelangt (Art. 39 Abs. 2 
lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 Abs. 1 lit. a StBOG); 
die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- anzusetzen ist.  

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Das Verfahren RR.2011.32 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-

digt abgeschrieben. 
 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 28. Februar 2011 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe  
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).