# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4f99aef-0be6-512a-8b29-8b54711e3c3a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.04.2013 720 2013 5 / 87 (720 13 5 / 87)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2013-5---87_2013-04-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. April 2013 (720 13 5 / 87) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Würdigung von Arztberichten und Gutachten; Ablehnung der IV-Rente bestätigt 

 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Barbara 
Vögtli 
 
 

Parteien A., Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die Versicherte A.____ war zuletzt bis 2010 in einem Teilzeitpensum als Reinigungshilfe 
bei zwei Reinigungsunternehmen beschäftigt. Am 11. April 2011 (Eingang) meldete sie sich 
unter Hinweis auf Rückenschmerzen zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) an und beantragte eine IV-Rente. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2012 
wies die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 

 
 
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(Vorbescheid vom 18. September 2012) und Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen 
Verhältnisse das Leistungsbegehren gestützt auf einen ermittelten Invaliditätsgrad von 20 % ab. 
 
B. Mit Eingabe vom 7. Januar 2013 erhob A.____ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen die Verfügung vom 
11. Dezember 2012 und den Vorbescheid vom 18. September 2012 und beantragte die Aufhe-
bung angefochtenen Entscheide. Es sei über die gesetzlichen Ansprüche und medizinischen 
Abklärungen nach durchgeführtem Einwandverfahren neu zu befinden. In der Begründung rügte 
sie sinngemäss, dass der medizinische Sachverhalt nicht nochmals neutral begutachtet worden 
sei. Die Berichte der behandelnden Spezialisten seien bei der Beurteilung der Arbeitsunfähig-
keit unberücksichtigt geblieben. Es bestehe eine grosse Diskrepanz zwischen der Arbeitsfähig-
keitseinschätzung der Beschwerdegegnerin und der behandelnden Ärzte. Der Gesundheitszu-
stand habe sich seit der Diagnose stetig verschlechtert. Die Beschwerdegegnerin habe keine 
realistische Beurteilung der Sachlage vorgenommen. Aus diesem Grund beantrage sie eine 
erneute gerichtliche Beurteilung des medizinischen Sachverhalts. 
 
C. Mit Verfügung vom 4. Februar 2013 wurde der Beschwerdeführerin für das vorliegende 
Verfahren die unentgeltliche Prozessführung bewilligt. 
 
D. Mit Vernehmlassung vom 7. Februar 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab-
weisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Auf die beim örtlich wie sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. 
 
1.2 Zu klären ist jedoch, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann, soweit die Be-
schwerdeführerin damit eine Überprüfung des Vorbescheids vom 18. September 2012 bean-
tragt. Der Vorbescheid als solches ist im Verfahren vor dem kantonalen Sozialversicherungsge-
richt nicht anfechtbar. Gemäss § 54 VPO Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 sind einzig Be-
schwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bun-
desgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 zulässig. Aus diesem 
Grund kann auf das Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin, soweit sie damit den Erlass und 
den Inhalt des Vorbescheids vom 18. September 2012 rügt, im vorliegenden Verfahren nicht 
eingetreten werden. Sie konnte zum Vorbescheid mit Einwandschreiben vom 10. Oktober 2012 
in materieller Hinsicht bereits Stellung nehmen (vgl. IV-Akte 36, 1/7). 
 
2. Zu prüfen bleibt der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin, den die Beschwerdegeg-
nerin in der angefochtenen Verfügung vom 11. Dezember 2012 abgelehnt hat. 
 

 
 
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3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre 
Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumut-
bare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid 
sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). 
 
3.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach dem im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen 
(Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über-
windbar ist (Satz 2).  
 
3.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 30 E. 1). 
 

 
 
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4.1 Die Abklärung des Sachverhalts hat das Gericht gemäss dem im Sozialversicherungs-
verfahren geltenden Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen vorzunehmen. Danach haben 
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von sich aus und ohne Bindung an die 
Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen 
(THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 2003, S. 443 f.). 
Durch die Mitwirkungspflichten der Parteien wird der Untersuchungsgrundsatz in gewisser Wei-
se ergänzt und gleichzeitig eingeschränkt (BGE 121 V 210 E. 6c). 
 
4.2 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversi-
cherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln sowie 
umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren hat dies zur Folge, 
dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel – unabhängig davon, von wem sie 
stammen – objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen 
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.  
 
4.3 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 115 V 142 E. 8b). 
 
4.4 Bei der Beurteilung der Frage, ob und allenfalls in welchem Umfang bei einer versicher-
ten Person eine Arbeitsunfähigkeit besteht beziehungsweise wie die verbleibende Arbeitsfähig-
keit verwertet werden kann, sind die Gerichte regelmässig auf entsprechende fachärztliche Ein-
schätzungen und Stellungnahmen angewiesen. Widersprechen sich medizinische Berichte, darf 
das Gericht den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 
die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 122 V 160 E. 1c; 
ALFRED BÜHLER, Versicherungsinterne Gutachten und Privatgutachten, in: Rechtsfragen der 
medizinischen Begutachtung in der Sozialversicherung, St. Gallen 1997, S. 179 ff.). Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch 
die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 122 V 160 f. E. 1c). 
 
Im Verwaltungsverfahren bei anerkannten Spezialärzten eingeholte Gutachten, welche auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten er-
stattet wurden und bei denen die Ärztinnen und Ärzte bei der Erörterung der Befunde zu 

 
 
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schlüssigen Ergebnissen gelangen, haben volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
 
5.1 Für die Beurteilung der Frage der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit der Beschwerdefüh-
rerin liegen die folgenden medizinischen Berichte vor: 
 
5.2 Mit rheumatologischem Konsilium vom 28. Januar 2010 zuhanden des Hausarztes der 
Beschwerdeführerin (IV-Akte 7, 14/16) hält Dr. med. B.____, Phys. Med., Spez. Rheumatologie 
FMH, fest, dass offenbar eine chronische Instabilitätsproblematik des lumbosacralen Über-
gangs vorliege mit echter Olisthesis L4 gegenüber L5 von gut 10 mm. Insgesamt bestehe ein 
orthopädisch/wirbelsäulenchirurgisches Problem, das durch Fachpersonen des Spitals C.____ 
zu beurteilen sei. Als Raumpflegerin bestehe langfristig wahrscheinlich eine zunehmende Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit und die Patientin könne die Arbeitsfähigkeit sicher nicht auf 
100 % steigern. 
 
5.3 Dr. med. D.____, Oberarzt des Behandlungszentrums Bewegungsapparat, Wirbelsäu-
lenchirurgie des Spitals C.____, diagnostiziert im Bericht vom 26. Mai 2010 (IV-Akte 7, 10/16) 
eine chronische Lumbalgie bei lytischer Spondylolisthesis L4/5 Grad I nach Meyerding, eine 
Spondylarthrose L4/S1 sowie ein radikuläres sensomotorisches Reiz- und Ausfallsyndrom L4 
rechts, fraglich L5/S1 rechts. Mit Berichten vom 4. Juni 2010 (IV-Akte 12, 9/12) und vom 30. 
März 2011 (IV-Akte 4, 1/3) hält Dr. D.____ als Diagnosen eine symptomatische lytische Spon-
dylolisthesis L4/5 Grad I nach Meyerding bei Spondylarthrose L4/S1, radikulärem sensomotori-
schem Reiz- und Ausfallsyndrom rechts, fraglich L5/S1 rechts, Foraminalstenose L4 rechts im 
Rahmen der Spondylolisthesis (MRI 05/2010) und Status nach diagnostisch-therapeutischer 
Wurzelinfiltration L3 rechts am 24. Januar 2011 fest. Zur Arbeitsfähigkeit äussert sich Dr. 
D.____ in keinem seiner Berichte. 
 
5.4 Dr. med. E.____, Allgemeine Medizin FMH, Hausarzt der Beschwerdeführerin, hält in 
seinem Bericht vom 16. Mai 2011 zuhanden des Vertrauensarztes des Krankentaggeldversi-
cherers (IV-Akte 12, 2/12) fest, dass die Belastungsbeschwerden im rechten Bein bereits bei 
kleinsten Arbeiten auftreten würden, weshalb die Arbeitsunfähigkeit nie auf 0 % komme, son-
dern bei 50 % bleibe. In seinem Bericht vom 18. Juni 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin 
(IV-Akte 7, 1/16) diagnostiziert er mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische 
Belastungs-Lumbago mit rec. Ischialgie rechts bei symptomatischer lytischer Spondylolisthesis 
L 4/5 Grad I nach Meyerding. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit würden eine begin-
nende Gonarthrose rechts sowie der Status nach Venenoperation im rechten Bein bei Varicose 
vorliegen. Als Putzfrau sei die Patientin vom 1. September 2010 bis 4. Oktober 2010 zu 50 % 
und ab dem 5. Oktober 2010 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig. Psychisch erscheine die 
Patientin unauffällig. Somatisch sei sie für Putzarbeiten sicher nicht voll belastbar. Es bestün-
den eindeutige Belastungsschmerzen bereits im Stehen und im Gehen. Eine Operation sei klar 
nötig, werde aber von der Patientin abgelehnt. Es sei diesbezüglich auch nicht sicher, ob die 
Arbeitsfähigkeit damit voll wiederhergestellt werden könne. Die bisherige Tätigkeit sei aus me-
dizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. In Bezug auf die Beurteilung der Tätigkeiten unter Be-

 
 
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rücksichtigung der gesundheitlichen Beschwerden (leidensangepasste Tätigkeiten) verweist 
Dr. E.____ darauf, dass zuerst ein orthopädisches Gutachten eingeholt werden müsse. 
 
5.5 In der Folge beauftragte die Beschwerdegegnerin Dr. med. F.____, Facharzt FMH Or-
thopädie, Sportmedizin SGSM, mit der Erstellung eines orthopädischen Gutachtens zur Abklä-
rung des Gesundheitszustands und der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Im Gut-
achten vom 14. Februar 2012 (IV-Akte 21) diagnostiziert Dr. F.____ mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit ein chronisches lumboradikuläres Schmerzsyndrom L4/5 rechts (ICD) mit/bei: Spondy-
lolisthesis Grad I nach Meyerding L4/L5 bei beidseitiger Spondylolyse L4, Osteochondrose 
L4/L5, Discusprotrusion L4/5 rechts und diskreter Spondylarthrose L5/S1. Ohne Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit sei eine diskret beginnende mediale Gonarthrose rechts (ICD). Im aktu-
ellen nicht operierten Gesundheitszustand bestehe für die angestammte Tätigkeit als Putzfrau 
im Reinigungsdienst eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. In den letzten zweieinhalb Jahren sei es zu 
einer kontinuierlichen Verschlechterung der Beschwerden gekommen. Körperlich wenig belas-
tende Tätigkeiten in vorwiegend sitzender Position mit der Möglichkeit, gelegentlich die Position 
zu wechseln (stehend und gehend), seien bezogen auf das angestrebte 40 % Pensum zu 
100 % zumutbar, bezogen auf ein theoretisches Pensum von 100 % zu 80 % zumutbar. Die 
Reduktion um 20 % ergebe sich aus einem etwas erhöhten Bedarf an Ruhepausen. Zu diesen 
alternativen Tätigkeiten zu zählen seien Büroarbeiten, leichte manuelle Arbeiten vorwiegend im 
Sitzen oder auch Tätigkeiten an einer Porte. 
 
5.6 Mit ärztlichem Attest vom 9. November 2012 hält Dr. E.____ fest, dass das Schmerz-
syndrom bei bekannter lytischer Spondylolisthesis L4/5 in den letzten Jahren derart zugenom-
men habe, dass seines Erachtens auch in vorwiegend sitzender Tätigkeit höchstens ein Ar-
beitspensum von 50 % zeitlich zugemutet werden könne. Er schliesse sich dem Einwand der 
Versicherten an und beantrage eine Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit. 
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des Gesundheitszustands und 
der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin vollumfänglich auf das Gutachten von Dr. F.____ 
vom 14. Februar 2012. Sie ging davon aus, dass es der Beschwerdeführerin zugemutet werden 
könne, eine angepasste Tätigkeit in einem Pensum von 80% auszuüben. Diese Beurteilung ist 
nicht zu beanstanden. Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass das Gutachten von 
Dr. F.____ für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist. 
Insbesondere trifft die Rüge der Beschwerdeführerin, Dr. F.____ habe die Berichte der behan-
delnden Spezialisten und des Hausarztes nicht berücksichtigt, nicht zu. Im Weiteren legt 
Dr. F.____ die medizinischen Zusammenhänge, die Diagnosen und deren Auswirkungen auf 
die körperlichen Fähigkeiten der Beschwerdeführerin, eine Arbeitstätigkeit auszuüben, einleuch-
tend und widerspruchsfrei dar. Hinzu kommt, dass es nach der Untersuchung durch Dr. F.____ 
keine weiteren ärztlichen Behandlungen oder Abklärungen mehr gab, weshalb das Gutachten 
von Dr. F.____ als einziges medizinisches Dokument umfassend und gleichzeitig bezogen auf 
den Verfügungszeitpunkt aktuell den Gesundheitszustand darstellt. Inwiefern das Gutachten 
nicht neutral ist, legt die Beschwerdeführerin nicht substantiell dar. Es lassen sich keine Hinwei-
se dafür finden, dass Dr. F.____ bei der Erstellung des Gutachtens befangen gewesen wäre. In 

 
 
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Bezug auf die Diagnosen sind alle involvierten Ärzte der gleichen Auffassung. Ebenso stimmen 
die Einschätzungen von Dr. E.____ und Dr. F.____ betreffend die Arbeitsfähigkeit im ange-
stammten Beruf als Reinigungskraft überein. Sie gehen beide von einer 100 %-igen Arbeitsun-
fähigkeit aus. Insoweit Dr. E.____ in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 50 %-ige Arbeits-
fähigkeit attestiert, kann seiner Auffassung nicht gefolgt werden. Zum Einen ist sein Verhalten 
insofern nicht ganz konsistent, als er vorgängig zu dieser Frage nicht selber Stellung nehmen 
wollte und die Abklärung der Verweistätigkeit durch ein orthopädisches Gutachten empfahl. 
Ausserdem begründet er nicht, weshalb die Beschwerdeführerin zu 50 % eingeschränkt ist. 
Seiner Stellungnahme können zudem auch keine neuen medizinischen Informationen bezüglich 
der aktuellen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit entnommen werden. Insoweit die 
Beschwerdeführerin gestützt auf seine Stellungnahme im Weiteren eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustands geltend macht, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Eine Verschlech-
terung zwischen Erstellung des Gutachtens und Verfügungszeitpunkt ist gestützt auf die Stel-
lungnahme von Dr. E.____ nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
ausgewiesen. Dr. E.____ spricht von einer kontinuierlichen Verschlechterung, die sich in den 
letzten Jahren bemerkbar gemacht habe, und nicht von einer akuten Verschlechterung, die in-
nert kurzer Zeit aufgetreten ist. Zusammenfassend liegen somit keine Indizien vor, die gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise von Dr. F.____ sprechen. 
 
6.2 Als Zwischenergebnis ist mit den Parteien festzuhalten, dass das Gutachten von 
Dr. F.____ den Anforderungen der Rechtsprechung an die Beweiskraft ärztlicher Gutachten 
entspricht und gestützt darauf die vorliegend strittige Frage entschieden werden kann. Von der 
Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen kann deshalb abgesehen werden. 
 
7.1 Damit ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer ange-
stammten Tätigkeit als Reinigungskraft nicht mehr arbeitsfähig ist. Sie verfügt aber über eine 
Restarbeitsfähigkeit von 80 %, da es ihr zuzumuten ist, eine Tätigkeit mit wenig belastenden 
Arbeiten in vorwiegend sitzender Position mit der Möglichkeit, gelegentlich die Position zu 
wechseln (stehend und gehend), auszuüben. 
 
7.2 Zu prüfen bleibt die Berechnung des Invaliditätsgrads. Wie bereits in Erwägung 3.5 hier-
vor ausgeführt, ist gemäss Art. 16 ATSG der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versicherten 
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das 
die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-
deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan-
der gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad 
bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
 
7.3 In der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin den Einkommensver-
gleich vorgenommen und dabei einen Invaliditätsgrad von 20 % ermittelt. Nachdem sich aus 

 
 
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den Akten keine Hinweise ergeben, dass im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
durch das Gericht eine andere Einschätzung vorzunehmen wäre und die konkrete Berechnung 
des Valideneinkommens und des Invalideneinkommens anhand der Tabellenlöhne der Schwei-
zerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) von der Beschwerdefüh-
rerin auch nicht bestritten worden ist, erübrigt sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit der 
Berechnung der Vergleichseinkommen. Es kann diesbezüglich vollumfänglich auf die entspre-
chenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung verwiesen 
werden. 
 
7.4 Der Einkommensvergleich ergibt einen Invaliditätsgrad von 20 %. Da der Invaliditätsgrad 
unter 40 % liegt, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht festgestellt, dass kein Rentenanspruch 
besteht. Da kein rentenbegründender IV-Grad vorliegt, kann die Frage, ob die Beschwerdefüh-
rerin aufgrund ihrer Schadenminderungspflicht den ihr empfohlenen operativen Eingriff vorneh-
men muss, offen gelassen werden. Die Beschwerde ist, soweit darauf einzutreten ist, abzuwei-
sen. 
 
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der 
unterliegenden Partei auferlegt. Im vorliegenden Verfahren hat die Beschwerdeführerin als un-
terliegende Partei zu gelten, weshalb ihr Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.– aufzuerle-
gen sind. Zufolge der mit Verfügung vom 4. Februar 2013 bewilligten unentgeltlichen Prozess-
führung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. Die ausserordentlichen Kos-
ten werden wettgeschlagen. 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

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