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**Case Identifier:** 6a8ffd42-65fa-51fc-a212-2be30c86677f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-24
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 24.01.2024 VBE.2023.331
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-331_2024-01-24.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2023.331 / nb / nl 
Art. 9 

 

 

Urteil vom 24. Januar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichter Roth  

Oberrichterin Gössi  

Gerichtsschreiber Battaglia 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____   

vertreten durch Alina Arul, Rechtsanwältin, Dornacherstrasse 10,  

Postfach, 4601 Olten 1 Fächer    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   FUTURA Vorsorgestiftung, Gass 2, Postfach, 5242 Lupfig 

 

 
    
Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 23. Juni 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 6. Dezember 2019 meldete sich der 1969 geborene Beschwerdeführer 

unter Hinweis auf Stuhlgangprobleme und Anusschmerzen bei der Be-

schwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen der Eidgenössischen Inva-

lidenversicherung (IV) an. Diese tätigte in der Folge medizinische und er-

werbliche Abklärungen; insbesondere liess sie den Beschwerdeführer po-

lydisziplinär begutachten (Gutachten der SMAB AG St. Gallen vom 16. No-

vember 2022). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren und einer er-

gänzenden gutachterlichen Stellungnahme verneinte die Beschwerdegeg-

nerin mit Verfügung vom 23. Juni 2023 den Anspruch des Beschwerdefüh-

rers auf eine Rente.  

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 23. Juni 2023 erhob der Beschwerdeführer mit 

Eingabe vom 11. August 2023 Beschwerde und stellte folgende Rechtsbe-

gehren: 

 

" 1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 23.06.2023 sei aufzuhe-
ben. 

 
 2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

eine ganze IV-Rente auszurichten. 
 
 3. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, weitere (me-

dizinische) Abklärungen zu initiieren. 
 
 4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 21. Sep-

tember 2023 die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 26. September 2023 wurde die 

berufliche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers im Verfahren bei-

geladen und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt, worauf diese 

mit Eingabe vom 6. Oktober 2023 verzichtete. 

 

  

 - 3 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Rente mit Verfügung vom 23. Juni 2023 (Ver-

nehmlassungsbeilage [VB] 151) zu Recht verneint hat.  

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen betreffend Weiterentwicklung der 

IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der IVV sind besondere 

Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbarkeit dieser Änderun-

gen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte mögliche Ansprü-

che des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu entnehmen. Es sind 

daher nach den allgemeinen übergangsrechtlichen Grundsätzen jene Be- 

stimmungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 

oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben beziehungs-

weise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_136/2021 vom 7. April 

2022 E. 3.2.1 mit Hinweis unter anderem auf BGE 144 V 210 E. 4.3.1 

S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchsbeginn vor dem 1. Januar 

2022 streitig sind, ist für deren Beurteilung die bis zum 31. Dezember 2021 

geltende Rechtslage massgebend (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_744/2022 vom 12. Mai 2023 E. 2.2). 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in 

medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das polydisziplinäre SMAB-

Gutachten vom 16. November 2022 in den Disziplinen Allgemeine Innere 

Medizin, Psychiatrie, Gastroenterologie und Orthopädische Chirurgie. Die 

Gutachter stellten folgende Diagnosen (VB 134.1/7): 

 

 "Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) 

1. Chronische Schmerzsymptomatik im Bereich des Analkanals/Becken-
bodens bei 

St. n. chronischer Analfissur mit St. n. Anfrischung, Fissurektomie so-
wie Botoxinjektion am 16.07.2019 

St. n. Fissuranfrischung mit partieller Naht sowie Drainagedreieck am 
23.08.2019 

St. n. Analvenenthrombose am 02.08.2019 

Akuter Analfissur 7/2021 

2. St. n. zweimaliger Rotatorenmanschettennaht linke Schulter am 
10.08.2021 und am 07.12.2021 mit Reruptur laur [sic] MRI 21.04.2022 
mit verbliebener massiver Bewegungseinschränkung 

3. V. a. auf Rotatorenmanschettenruptur rechts mit Bewegungseinschrän-

kung 

4. Neuroforaminale Enge auf Höhe HWK 3/4 beidseits laut MRI 

07.07.2022 

 

 - 4 - 

 

 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) 

1. Sonstige anhaltende affektive Störungen (ICD-10: F34.8) 

2. Reaktion auf schwere Belastung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: 

F43.9) 

3. Hämorrhoiden Grad II 

4. St. n. Schaftfraktur Os metatarsale V vom 08.08.2020 ohne signifikante 

Funktionseinschränkung 

5. St. n. OP BWS vor zehn Jahren (anamnestisch) ohne signifikante Funk-

tionseinschränkung 

6. Digitus saltans D3 links Hand ohne signifikante Funktionseinschrän-

kung 

7. Nierenfunktionseinschränkung Grad G2 

8. Adipositas Grad 2, BMI 39.5 kg/m2" 

 

Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer ab Juli 2019 in seiner ange-

stammten Tätigkeit als Kehrichtbelader noch zu 70 % und seit dem 8. Au-

gust 2020 nicht mehr arbeitsfähig gewesen. In einer angepassten Tätigkeit 

(Vermeidung emotional belastender Tätigkeiten, kein Heben und Tragen 

von Lasten über 10 kg, keine Arbeiten in Vorneige oder Zwangshaltungen, 

keine Überkopftätigkeit, keine knieende oder hockende Tätigkeit, kein Er-

steigen von Leitern und Gerüsten, Wechselbelastung zwischen Sitzen, Ste-

hen und Gehen, keine Dauerbelastung beider Arme) bestehe seit Juli 2019 

mit Ausnahme stationärer Behandlungen sowie jeweils 1-2 Wochen "nach 

den analen Eingriffen" eine ganztägige Arbeitsfähigkeit (8.5 Stunden/Tag) 

mit einer 10%igen Leistungseinschränkung aufgrund der gastroenterolo-

gisch bedingten Schmerzen (VB 134.1/8 f.).  

 

An dieser Beurteilung hielten die Gutachter mit Stellungnahme vom 12. Ap-

ril 2023 fest (VB 144). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

4.2. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten externer Spezialärzte darf Beweiswert zuerkannt werden, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_737/2019 vom 19. Juli 2020 

 - 5 - 

 

 

E. 5.1.4 mit Hinweis auf BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470). Den Gutachten 

kommt somit bei Abklärungen im Leistungsbereich der Sozialversicherung 

überragende Bedeutung zu (UELI KIESER, Kommentar zum Bundesgesetz 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2020, 

N. 13 zu Art. 44 ATSG; vgl. auch BGE 132 V 93 E. 5.2.8 S. 105). 

 

4.3. 

Der Beschwerdeführer wurde zur Erstellung des SMAB-Gutachtens fach-

ärztlich umfassend untersucht (VB 134.3/6 ff.; 134.4/4 f.; 134.5/5 ff.; 

134.6/5 f.). Dabei beurteilten die Gutachter die medizinischen Zusammen-

hänge sowie die medizinische Situation in Kenntnis der Vorakten 

(VB 134.2) und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 

(VB 134.3/3 ff.; 134.4/2 ff.; 134.5/3 ff.; 134.6/2 ff.) einleuchtend und gelang-

ten zu einer nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerung. Das SMAB-

Gutachten ist damit grundsätzlich geeignet, den Beweis für den anspruchs-

erheblichen medizinischen Sachverhalt zu erbringen (vgl. E. 4.1.). 

 

5. 

5.1. 

Der Beschwerdeführer bezweifelt zunächst die Objektivität der SMAB, da 

gegen diese ein Aufsichtsverfahren geführt worden sei, weshalb sich das 

"Abstellen auf das Gutachten […] in formellrechtlicher Hinsicht" verbiete 

(Beschwerde S. 4 f., Ziff. 4).  

 

Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, die Ergebnisse des entspre-

chenden Aufsichtsverfahrens zu kennen (vgl. VB 148/2). Dass ein auf-

sichtsrechtliches Verfahren durchgeführt wurde, vermag keinesfalls den 

Beweiswert sämtlicher Gutachten dieses Instituts in Frage zu stellen, an-

sonsten es dem Belieben einer versicherten Person anheimgestellt würde, 

sich des Beweiswertes eines für sie in seiner Beurteilung unerwünschten 

Gutachtens durch die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens zu ent-

ledigen. Die SMAB verfügt nach wie vor über eine Vereinbarung mit dem 

Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) zur Erstellung polydisziplinärer 

Gutachten im Sinne von Art. 72bis IVV (vgl. https://www.suisseme-

dap.ch/Pages/MedasMap.aspx; zuletzt besucht am 24. Januar 2024). Wei-

terungen erübrigen sich somit.  

 

5.2. 

5.2.1. 

Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die ergänzende gutachterliche 

Stellungnahme sei formell unverwertbar, da ihm deren Einholung zuvor 

nicht angekündigt worden sei und die Gutachter zufolge ihrer vorherigen 

Einschätzung befangen seien (Beschwerde S. 15 f, Ziff. 11). 

 

 - 6 - 

 

 

5.2.2. 

Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers durch das 

Einholen einer ergänzenden Stellungnahme der Gutachter ohne dessen 

vorgängige Information ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht 

nicht geltend, er hätte den Gutachtern eigene Ergänzungsfragen stellen 

wollen, sondern vertritt die Ansicht, die ergänzende Stellungnahme sei zu-

folge Befangenheit ohnehin nicht verwertbar. Vor diesem Hintergrund kann 

er aus der unterbliebenen Vorinformation nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_150/2022 vom 7. November 2022 

E. 7.2.2).   

 

5.2.3. 

Der Versicherer nimmt gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG die notwendigen Ab-

klärungen von Amtes wegen vor (BGE 132 V 93 E. 5.2.8 S. 105). Die me-

dizinische Abklärung der objektiven Gesundheitsschäden ist eine unab-

dingbare gesetzlich verankerte Voraussetzung für die Zusprache einer 

Leistung der Invalidenversicherung (vgl. Art. 7 Abs. 2, 16 und 43 Abs. 1 

ATSG). Der Versicherer befindet darüber, mit welchen Mitteln er den 

rechtserheblichen Sachverhalt abklärt. Im Rahmen der Verfahrensleitung 

hat er einen grossen Ermessensspielraum hinsichtlich Notwendigkeit, Um-

fang und Zweckmässigkeit von medizinischen Erhebungen (Urteil des Bun-

desgerichts 9C_28/2010 vom 12. März 2010 E. 4.1 mit Hinweis auf 

BGE 126 V 353 E. 5b S. 360). Das Stellen von Ergänzungsfragen an die 

Gutachter ist dabei eine rechtsprechungsgemäss explizit erwünschte Form 

der Klärung offener Sachverhaltselemente (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.3.1 

S. 245). Der Umstand, dass sich ein Gutachter schon einmal mit einer Per-

son befasst hat und er zu (für diese) ungünstigen Schlussfolgerungen ge-

langt ist, erweckt rechtsprechungsgemäss keinen Anschein der Befangen-

heit (vgl. BGE 132 V 93 7.2.2 S. 110 f.; SVR 2013 IV Nr. 30 S. 87, 

8C_978/2012 E. 5.3.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2017 vom 

14. Februar 2018 E. 5.2). Auch in der direkten Weiterleitung der vom Be-

schwerdeführer gegen das Gutachten erhobenen Einwände an deren Ver-

fasser liegt keine unzulässige Beeinflussung derselben, die zu seiner Vor-

befassung und demzufolge zum Ausstand führen würde (Urteil des Bun-

desgerichts 8C_112/2019 vom 30. April 2019 E. 4.3). Die ergänzende gut-

achterliche Stellungnahme vom 12. April 2023 kann daher für die Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhalts uneingeschränkt Berücksichti-

gung finden.  

 

5.3. 

5.3.1. 

Der Beschwerdeführer bemängelt das psychiatrische Teilgutachten in di-

versen Punkten. Dabei nimmt dessen Rechtsvertreterin in ihrer Beschwer-

deschrift über weite Strecken eine eigene medizinische Würdigung zum 

Vorliegen von Diagnosen und erfüllten Diagnosekriterien vor (Beschwerde 

S. 7 f., 10, 17). Diese Ausführungen sind mangels fachlicher Qualifikation 

 - 7 - 

 

 

der Rechtsvertreterin von Vornherein unbeachtlich (vgl. Urteile des Bun-

desgerichts 8C_409/2020 vom 5. Oktober 2020 E. 4.2.1; 8C_794/2017 

vom 27. März 2018 E. 4.2.2 mit Hinweisen), weshalb darauf nicht weiter 

einzugehen ist. 

 

Soweit der Beschwerdeführer dem psychiatrischen Gutachter eine überaus 

beschönigende Sachverhaltsdarlegung vorwirft (Beschwerde S. 6) ist dem 

nicht zu folgen. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers äus-

serte sich der Gutachter mehrfach zu der Thematik des Schlafes und der 

dafür eingenommenen Medikation (VB 134.3/4, 6, 8). Ebenso als aktenwid-

rig erweist sich die Behauptung der Rechtsvertreterin des Beschwerdefüh-

rers (Beschwerde S. 6 Ziff. 5), wonach dieser dem Gutachter nie mitgeteilt 

habe, dass sich "die Schlafstörung" unter der Medikation zurückgebildet 

habe (vgl. dazu die entsprechende Tonbandaufnahme ab 09:10 Minuten). 

Auch benannte der Beschwerdeführer – wie vom Gutachter zutreffend ge-

schildert (VB 134.3/10) und vom Beschwerdeführer in Abrede gestellt (Be-

schwerde S. 6 f. sowie S. 17) – seine Schmerzen als Grund für einen Freu-

denverlust und einen Rückgang der Freizeitaktivitäten (Minute 04:45-06:30 

insbesondere 05:35-06:00). Von einer "offensichtlich unzureichenden" 

Anamneseerhebung seitens des Gutachters auszugehen, ist damit vorlie-

gend genauso unzutreffend wie von einem "Nichtausredenlassen" des Be-

schwerdeführers oder dem Stellen von suggestiven Fragen (Beschwerde 

S. 9).  

 

5.3.2. 

Weiter stellt der Beschwerdeführer der gutachterlichen Einschätzung jene 

seiner behandelnden Psychiaterin gegenüber (Beschwerde S. 10).  

 

Da sich die behandelnden Ärzte in erster Linie auf die Behandlung zu kon-

zentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den ab-

schliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden 

objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb 

kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 

V 351 E. 3a S. 352. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstat-

sache, dass auch spezialärztlich behandelnde Medizinalpersonen im Hin-

blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen mitun-

ter eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. statt vieler: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_295/2017 vom 27. September 2017 E. 6.4.2 mit Hin-

weisen), wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt 

auf die Angaben der behandelnden Ärzte denn auch kaum je in Frage kom-

men (BGE 135 V 465 E. 4.5 S. 470 f.). Die unterschiedliche Natur von Be-

handlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 

Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 

andererseits (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175) lässt es nicht zu, ein Administra-

tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-

terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 

 - 8 - 

 

 

anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in 

denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandeln-

den Ärzte wichtige Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. statt vieler: SVR 2008 IV 

Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_425/2019 

vom 10. September 2019 E. 3.4 mit Hinweisen).  

 

Was den Bericht der behandelnden Psychiaterin vom 11. August 2023 (Be-

schwerdebeilage 3) anbelangt, fällt zunächst auf, dass dort nicht die Be-

schwerden des Beschwerdeführers, sondern einer Frau B._____ beschrie-

ben werden. Wie es sich aufgrund dieser Tatsache mit den anderen Fest-

stellungen (bspw. Psychostatus) im betreffenden Bericht verhält, bleibt un-

klar. Darüber hinaus sind ihm im Wesentlichen dieselben Diagnosen zu 

entnehmen wie bereits jenem vom 19. April 2021 (VB 79.2). Dieser lag den 

Gutachtern vor (VB 134.2/11) und der psychiatrische Gutachter hat sich mit 

jeder einzelnen darin gestellten Diagnose ausführlich auseinandergesetzt 

und nachvollziehbar aufgezeigt, weshalb er die entsprechende Einschät-

zung nicht teilt. So führte er betreffend eine depressive Störung aus, eine 

depressive Symptomatik liege durchaus vor. Es bestehe aber kein depres-

sionsbedingter Antriebsverlust, auch kein Verlust von Interesse und 

Freude. Selbst für eine auch nur leichte depressive Episode müssten min-

destens zwei der drei Hauptkriterien depressiver Episoden (Antriebsminde-

rung, depressive Stimmung, Verlust von Interesse und Freude) erfüllt sein, 

was nicht der Fall sei. Es handle sich vielmehr um eine inzwischen chroni-

fizierte depressive Verstimmung unterhalb des Schweregrades einer de-

pressiven Episode, welche in der ICD-10 durch die Diagnose F34.8 sons-

tige anhaltende affektive Störungen abgebildet werden könne. Das Vorlie-

gen einer somatoformen Schmerzstörung setze voraus, dass mindestens 

der Verlauf der Schmerzsymptomatik wesentlich durch emotionale Kon-

flikte oder psychosoziale Faktoren bedingt seien, was nicht der Fall sei. 

Posttraumatische Symptome lägen vor; das Vollbild einer posttraumati-

schen Belastungsstörung gemäss ICD-10 "aber bei Weitem nicht". Es fehl-

ten dafür typische Merkmale. Auch der Längsschnitt spreche gegen das 

Vollbild der Störung, da der Beschwerdeführer bis zur Erkrankung an der 

Analfissur 2019 beruflich uneingeschränkt leistungsfähig gewesen sei. Ent-

sprechend der ICD-10-Klassifikation liege noch die Restkategorie Reaktion 

auf schwere Belastung, nicht näher bezeichnet (ICD-10: F43.9) vor 

(VB 134.3/11 f.). Eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrem-

belastung (ICD-10: F62.0) liege – abgesehen davon, dass eine solche nicht 

gleichzeitig mit einer posttraumatischen Belastungsstörung diagnostiziert 

werden könne – nicht vor, da deren wesentliches Kennzeichen „feindliche 

und misstrauische Haltung der Welt gegenüber" nicht vorliege. Eine Per-

sönlichkeitsstörung (ICD-10: F62.8) mit Persönlichkeitsänderung liege 

beim Beschwerdeführer aber in gar keiner Weise vor. Die Albträume (ICD-

10: F51.5) seien als Teil der posttraumatischen Symptomatik anzusehen 

und eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) sei nicht plausibel; 

 - 9 - 

 

 

der Beschwerdeführer schildere keine Symptome in diese Richtung 

(VB 134.3/10 f.).  

 

Diesen überzeugenden gutachterlichen Ausführungen eine sich damit nicht 

auseinandersetzende anderslautende und bereits zuvor abgegebene Be-

urteilung der Behandlerin gegenüberzustellen, ist nicht geeignet, den Be-

weiswert der gutachterlichen Ausführungen zu schmälern. Es ergeben sich 

daraus keine Aspekte, welche im Gutachten unerkannt oder ungewürdigt 

geblieben wären. Dem psychiatrischen Teilgutachten kommt folglich unein-

geschränkt Beweiswert zu.  

 

5.4. 

5.4.1. 

Der Beschwerdeführer wendet gegen das gastroenterlogische Teilgutach-

ten ein, der Gutachter berücksichtige die von ihm anerkannten Schmerzen 

"offensichtlich nicht hinreichend" (Beschwerde S. 11). Es werde nicht be-

gründet, weshalb "lediglich" eine 10%ige Einschränkung vorliege (Be-

schwerde S. 18).  

 

5.4.2. 

Die vom Beschwerdeführer beklagten analen Schmerzen sind subjektive 

Angaben und kein Befund und waren daher auch nicht bei der Befunder-

hebung festzuhalten. Sie wurden vom Gutachter mit einer um 30 % vermin-

derten Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie einer 10%igen Leis-

tungseinschränkung in angepassten Tätigkeiten berücksichtigt 

(VB 134.4/8). Zur Begründung einer Invalidität darf nicht einzig auf subjek-

tive Schmerzangaben einer Person abgestellt werden (BGE 143 V 124 

E. 2.2.2 S. 127 mit Hinweis auf 130 V 396 E. 5.3.2 S. 398). Zudem ist darauf 

hinzuweisen, dass versicherte Personen als grundsätzlich gesund anzuse-

hen sind, sodass sie einer Erwerbstätigkeit nachgehen können 

(vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 54). Folglich ist nicht das Bestehen einer Ar-

beitsfähigkeit, sondern deren Einschränkung näher zu begründen. Der gut-

achterlichen Beurteilung widersprechende gastroenterologische Einschät-

zungen der Arbeitsfähigkeit liegen nicht vor, sodass sich eine weitere Aus-

einandersetzung damit erübrigt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_458/2021 vom 15. November 2021 E. 3.3; 8C_450/2018 vom 16. Ok-

tober 2018 E. 5.1) und auf das gastroenterologische Teilgutachten abge-

stellt werden kann.  

 

5.5. 

5.5.1. 

Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, auf das orthopädische Teilgutach-

ten könne nicht abgestellt werden, da lediglich Röntgenbilder erstellt wor-

den seien und kein MRI, obwohl vorliegend "anhand von Röntgenbildern 

der gesundheitliche Zustand offensichtlich nicht hinreichend abgestellt [sic] 

werden" könne. Zudem leide er unter "sehr starken Fussschmerzen", 

 - 10 - 

 

 

betreffend welcher der Gutachter lediglich auf die Funktionseinschränkung 

eingehe (Beschwerde S. 11 ff.).  

 

5.5.2. 

Dass der Gutachter einzig die Funktionseinschränkung des linken Fusses 

in seine Beurteilung miteinbezogen hat, entspricht gerade dessen Auftrag, 

müssen Schmerzangaben doch durch damit korrelierende, fachärztlich 

schlüssig feststellbare Befunde hinreichend erklärbar und zuverlässiger 

medizinischer Feststellung und Überprüfung zugänglich sein (BGE 143 

V 124 E. 2.2.2 S. 127; vgl. bereits E. 5.4.2. vorstehend). Der Gutachter 

stellte beidseits frei bewegliche Sprunggelenke und Füsse mit beidseits 

deutlicher seitengleichen Beschwielung der Fusssohlen ohne Hinweis für 

Mindergebrauch fest. Bei einer Funktionseinschränkung fänden sich an 

den Füssen gemäss der gutachterlichen Beurteilung keine seitengleichen 

Hornhautschwielen (VB 144/3).  

 

Inwiefern schliesslich die Empfehlungen des Gutachters betreffend weitere 

Therapieoptionen (keine Operation der rechten Schulter empfohlen 

[VB 134.5/9]; Beschwerde S. 12) die Schlüssigkeit seiner Arbeitsfähigkeits-

beurteilung zu beeinflussen vermöchte, ist nicht ersichtlich. Eine weitere 

Abklärung betreffend die Indikation einer Operation der rechten Schulter 

war bereits deshalb nicht angezeigt, weil es nicht Aufgabe der IV ist, versi-

cherte Personen einer Behandlung zuzuführen (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 8C_210/2019 vom 11. Juli 2019 E. 4.1.2). Soweit der Beschwerde-

führer kritisiert, dass lediglich Röntgenaufnahmen angefertigt worden 

seien, ist darauf hinzuweisen, dass dem Gutachter MRIs der linken Schul-

ter vom 12. November 2021 und 21. April 2022 vorlagen (vgl. VB 134.5/2). 

Dem Gutachter kommt zudem rechtsprechungsgemäss bei der Wahl der 

Untersuchungsmethoden ein weiter Ermessensspielraum zu (vgl. statt vie-

ler: Urteil des Bundesgericht 8C_136/2021 vom 7. April 2022 E. 6.1.2.). 

Letztendlich ist der Gutachter für die fachliche Güte und die Vollständigkeit 

der medizinischen Entscheidungsrundlage verantwortlich (BGE 139 V 349 

E. 3.3 S. 352 f.). In erster Linie ist zudem ohnehin der klinische und nicht 

der bildgebende Befund massgebend (Urteil des Bundesgerichts 

9C_284/2022 vom 11. April 2023 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Der Gutachter 

erkannte denn auch eine Einschränkung der Beweglichkeit sowie einen 

Druckschmerz über dem Acromium und dem AC-Gelenk (VB 134.5/6), hielt 

fest, es beständen Funktionseinschränkungen an beiden Schultern – wobei 

er explizit auf den MRI-Befund Bezug nahm (VB 134.5/8) – und trug diesen 

Beeinträchtigungen nachvollziehbar und schlüssig mit der attestierten Ar-

beitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit sowie dem Zumutbarkeitsprofil 

in einer Verweistätigkeit Rechnung (VB 134.5/11 f.). Das orthopädische 

Teilgutachten ist folglich nicht zu beanstanden. 

 

 - 11 - 

 

 

5.6. 

Bezüglich des internistischen Teilgutachtens kritisiert der Beschwerdefüh-

rer die Beurteilung, wonach das fehlende Auge sowie die Nierenfunktions-

störung keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten (Beschwerde S. 13).  

 

Mit diesen, wortwörtlich identisch bereits im Einwand zum Vorbescheid vor-

getragenen Rügen (VB 139/10) hat sich der internistische Gutachter in der 

Stellungnahme vom 12. April 2023 auseinandergesetzt und ausgeführt, bei 

einer Nierenfunktionseinschränkung Grad G2 handle es sich um eine la-

borchemische Diagnose ohne klinische Auffälligkeiten. Es bestehe dadurch 

keine Beeinträchtigung im Alltag, sondern lediglich ein Risiko für eine wei-

tere Verschlechterung, sodass primär eine Lifestylemodifikation (Gewichts-

reduktion) vorgenommen werden sollte. Trotz des fehlenden Auges habe 

der Beschwerdeführer nach primärer Tätigkeit im Forstdienst über viele 

Jahre Vollzeit bei der Müllabfuhr gearbeitet. In diesen Jahren habe das feh-

lende Auge offensichtlich auch zu keiner relevanten Beeinträchtigung ge-

führt (VB 144/3). Diese Ausführungen erweisen sich als schlüssig und 

nachvollziehbar. Ihnen ist zu folgen. Was an dieser ausweislich der Er-

werbsbiographie zutreffenden gutachterlichen Feststellung "schlicht falsch" 

(Beschwerde S. 18) sein sollte, wird weder dargetan noch ist solches er-

sichtlich. Gegenteilige ärztliche Einschätzungen liegen ohnehin nicht vor. 

Das internistische Teilgutachten ist demnach nicht zu beanstanden.  

 

5.7. 

Die interdisziplinäre Beurteilung betreffend rügt der Beschwerdeführer, es 

hätte eine neuropsychologische Begutachtung stattfinden müssen (Be-

schwerde S. 14). Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern – was 

die Wahl der Untersuchungsmethoden betrifft – jedoch ein weiter Ermes-

sensspielraum zu. Das beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden 

fachärztlichen Abklärungen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, 

ob der Beizug weiterer Experten notwendig ist oder nicht (Urteile des Bun-

desgerichts 9C_216/2018 vom 7. September 2018 E. 3.5; 8C_277/2014 

vom 30.Januar 2015 E. 5.2). Der psychiatrische Gutachter konnte keine 

Beeinträchtigungen von Konzentration und Aufmerksamkeit feststellen 

(VB 134.3/7). Vor diesem Hintergrund erwies sich eine neuropsychologi-

sche Begutachtung als entbehrlich. Ein detailliertes Eingehen auf Wechsel-

wirkungen der Diagnosen (vgl. Beschwerde S. 13 f. Ziff. 9) war sodann oh-

nehin nicht notwendig, ist die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten 

in quantitativer Hinsicht doch einzig aus gastroenterologischer Sicht einge-

schränkt. Eine mögliche Wechselwirkung der Diagnosen wäre im Übrigen 

in der interdisziplinären gutachterlichen Gesamtbeurteilung im Abschnitt 

"Synthese/Quintessenz aus allen Fachgebieten und funktionelle Ein-

schränkungen" sowie im Abschnitt "Begründung der Gesamt-Arbeitsunfä-

higkeit" (VB 134.1 8 f.) berücksichtigt worden. 

 

 - 12 - 

 

 

5.8. 

Zusammenfassend sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche gegen die 

Vollständigkeit und Schlüssigkeit des SMAB-Gutachtens vom 16. Novem-

ber 2022 inklusive ergänzender Stellungnahme vom 12. April 2023 spre-

chen. Der rechtserhebliche medizinische Sachverhalt erweist sich dem-

nach als hinreichend abgeklärt, weshalb sich weitere Beweisvorkehren 

(Beschwerde S. 19 Ziff. 13) erübrigen (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368 f.). Es 

ist somit seit Juli 2019 von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten 

Tätigkeiten (vgl. E. 3.) auszugehen. 

 

6. 

Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich 

unter Ermittlung eines Invaliditätsgrades von 0 % (VB 151/2) wird vom Be-

schwerdeführer nicht beanstandet (BGE 119 V 347 E. 1a S. 349 f.) und gibt 

ausweislich der Akten zu keinerlei Weiterungen Anlass. Die Beschwerde-

gegnerin hat demnach einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu 

Recht verneint, weshalb die gegen die Verfügung vom 23. Juni 2023 erho-

bene Beschwerde abzuweisen ist. 

 

7. 

7.1. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensausgang und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

 

7.2. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) keine Parteient-

schädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

 - 13 - 

 

 

   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 24. Januar 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Battaglia