# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09237d34-7154-561f-bb56-fcebfb9ce549
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.02.2012 D-559/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-559-2012_2012-02-03.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­559/2012

U r t e i l   v om     3 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichterin Contessina Theis,
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas,
Gerichtsschreiberin Bettina Schwarz.

Parteien A._______, geboren am (…),
Syrien, 
(…)
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 24. Januar 2012 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der Beschwerdeführer  am 24. November  2011  in  der Schweiz  um 
Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ vom 6. Dezember 2011 vorbrachte, 
er habe sein Heimatland am 10. November 2011 verlassen,

dass  er  von  C._______  aus  mit  einem  Auto  bis  zu  türkischen  Grenze 
gefahren sei, die er dann zu Fuss passiert habe,

dass  er  danach  mit  Hilfe  eines  Schleppers  mit  einem  Kleinbus  nach 
D._______  gereist  und  von  dort  mit  einem  Flugzeug  in  ein  ihm 
unbekanntes  Land  geflogen  sei, wo  er  vier  bis  fünf  Tage  verlieben  und 
sodann nach Frankreich geflogen sei,

dass  er  am  Flughafen  von  der  Polizei  aufgegriffen worden  sei,  die  ihm 
dann die Fingerabdrücke abgenommen und ihn dann nach einigen Tagen 
entlassen habe,

dass  er  in  der  Folge  fünf  Tage  lang  in  einem  Hotel  in  der  Nähe  des 
Flughafens gewohnt habe und anschliessend mit dem Zug in die Schweiz 
eingereist sei,

dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelheiten 
des  rechtserheblichen  Sachverhalts  auf  das  Protokoll  bei  den  Akten 
verwiesen wird (vgl. vorinstanzliche Akten A7/10.), 

dass  das BFM dem Beschwerdeführer  ebenfalls  am 6. Dezember  2011 
das rechtliche Gehör bezüglich einer allfälligen Zuständigkeit Frankreichs 
gewährte  und  dieser  geltend  machte,  er  habe  in  Frankreich  gar  kein 
Asylgesuch  gestellt  und  man  habe  gegen  seinen  Willen  seine 
Fingerabdrücke abgenommen,

dass  seine  Familie  in  Frankreich  Feinde  habe  und  er  aus  Angst  vor 
ihnen nicht nach Frankreich zurückkehren wolle,

dass  das  BFM  aufgrund  der  Angaben  des  Beschwerdeführers  und 
dessen  Daktyloskopierung  (Eurodac)  in  Frankreich  ein 
Übernahmeersuchen  an  die  französischen  Behörden  stellte,  welches 
diese am 12. Januar 2012 guthiessen, 

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dass  das  Bundesamt  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
mit  Verfügung  vom  24. Januar  2011  –  eröffnet  am  25. Januar  2012 – 
nicht  eintrat,  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach  Frankreich 
sowie  den  Wegweisungsvollzug  anordnete  und  gleichzeitig  feststellte, 
dass  einer  allfälligen  Beschwerde  keine  aufschiebende  Wirkung 
zukomme, 

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte, mit  der 
Umsetzung  des  DAA  (Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  [Dublin­Assoziierungsabkommen,  
SR  0.142.392.689])  habe  sich  die  Schweiz  verpflichtet,  die  VO  Dublin 
(Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18. Februar  2003  zur 
Festlegung  der  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaates,  der  für  die  Prüfung  eines  von  einem 
Drittstaatsangehörigen  in  einem  Mitgliedstaat  gestellten  Asylantrages 
zuständig ist [Dublin­II­VO]) anzuwenden, 

dass  angesichts  dessen,  dass  Frankreich  das Übernahmeersuchen  der 
Schweiz  gutgeheissen  habe,  die  Zuständigkeit  bei  diesem  Land  liege, 
das Asyl­ und Wegweisungsverfahren durchzuführen,

dass  die  Überstellung  nach  Frankreich  –  vorbehältlich  einer  allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung gemäss Art. 19 f Dublin­II­VO – bis am 
12. Juli 2012 zu erfolgen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  in  einen  Drittstaat  reisen  könne,  in  dem  er 
Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinne  von  Art. 5  Abs. 1  AsylG  finden 
würde, weshalb das Non­Refoulement­Gebot bezüglich des Heimat­ oder 
Herkunftsstaats  nicht  zu  prüfen  sei,  ferner  für  den  Fall  einer  Rückkehr 
nach  Frankreich  keine  Hinweise  auf  eine  Verletzung  von  Art. 3  der 
Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte 
und Grundfreiheiten  (EMRK, SR 0.101) bestehen würden und somit die 
Wegweisung nach Frankreich zulässig sei,

dass  weder  die  in  Frankreich  herrschende  allgemeine  Situation  noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  in 
diesen Staat sprechen würden, 

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dass  der  Wegweisungsvollzug  zudem  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer  dagegen  mit  Rechtsmitteleingabe  vom 
31. Januar 2012 (Poststempel) Beschwerde erhob und das Eintreten auf 
das Asylgesuch beantragte,

dass er dieses Begehren damit begründete, dass sich seine Geschwister 
und  deren  Ehepartner  in  der  Schweiz  befänden  und  die  Schweiz  von 
Anfang an sein Ziel gewesen sei, er aber fälschlicherweise in Frankreich 
gelandet sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  1.  Februar  2012  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33 
des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereicht  ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), 

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde  legitimiert  ist  (105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 48 
Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG), so dass auf die Beschwerde einzutreten ist,

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 
Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend 
– wie  nachfolgend  aufgezeigt  –  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 

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Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftwechsel 
verzichtet wurde, 

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen] 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr. 34  E. 2.1 
S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
indessen  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von 
Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den 
zuständigen      Staat)  –  in den Dublin­Verfahren bereits  vor Erlass des 
Nichteintretensentscheids stellen, 

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  sich  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  vor  seiner 
Einreise  in die Schweiz am 24. November 2011 während einigen Tagen 
in  Frankreich  aufgehalten  habe,  wo  er  aber  kein  Asylgesuch  gestellt 
habe,

dass gemäss den Bestimmungen der Dublin­II­VO vorliegend Frankreich 
für die Behandlung eines allfälligen Asylgesuchs des Beschwerdeführers 
zuständig  ist,  da  der  vorgängige  Aufenthalt  in  Frankreich  und  die 

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Zustimmung  Frankreichs  zur  Rückübernahme  des  Beschwerdeführers 
gemäss Art. 10 Abs. 1 Dublin­II­VO aufgrund der Aktenlage feststehen,

dass  Frankreich  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über 
die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der EMRK und des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105)  ist, und keine konkreten Anhaltspunkte dafür vorliegen, 
wonach  Frankreich  sich  nicht  an  die  daraus  resultierenden 
völkerrechtlichen  Verpflichtungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot, halten würde,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Gewährung  des  rechtlichen 
Gehörs  zu  einer  allfälligen  Wegweisung  nach  Frankreich  keine 
überzeugenden Einwände erhoben hat,

dass  er  auf  Beschwerdeebene  als  Grund  für  einen  Verzicht  auf  die 
Wegweisung  nach  Frankreich  anführte,  in  der  Schweiz  würden  sich 
Geschwister und deren Ehepartner aufhalten, weshalb die Schweiz auch 
für ihn das Zielland gewesen sei,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  Recht  festgehalten 
hat,  die  Ausführungen  im  EVZ­Protokoll  vermöchten  die  Zuständigkeit 
Frankreichs  zur  Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens 
nicht zu widerlegen,

dass  ergänzend  festzuhalten  ist,  dass  auch  die  Anwesenheit  von 
Geschwistern und deren Ehepartnern keine Zuständigkeit der Schweiz für 
die Durchführung  des Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  zu  begründen 
vermag,

dass  gemäss  den  Zuständigkeitskriterien  der  Dublin­II­VO  der  (andere) 
Mitgliedstaat  für  die  Prüfung  des  Asylantrags  zuständig  ist,  falls  der 
Asylbewerber  einen  Familienangehörigen  hat,  dem  das  Recht  auf 
Aufenthalt  im  Mitgliedstaat  in  der  Eigenschaft  als  Flüchtling  gewährt 
wurde,  und  die  betroffenen  Personen  dies  wünschen  (Art.  7  Dublin­II­
VO), beziehungsweise falls der Asylbewerber einen Familienangehörigen 
hat,  dessen  Asylgesuch  in  jenem  Mitgliedstaat  noch  erstinstanzlich 
hängig ist, sofern die betroffenen Personen dies wünschen (Art. 8 Dublin­
II­VO),

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dass Art. 2 Bst. i der Dublin­II­VO als "Familienangehörige" im Sinne der 
zitierten  Bestimmung  den  Ehegatten  beziehungsweise  dauerhaften 
Partner  der  asylsuchenden Person  und  die minderjähringen Kinder  von 
solchen Paaren oder des Antragstellers definiert,

dass  Geschwister  und  deren  Ehepartner,  die  sich  in  der  Schweiz 
aufhalten,  somit  keine  Familienangehörigen  im  Sinne  der  Dublin­II­VO 
sind,  weshalb  auch  unter  diesem  Aspekt  nichts  zu  Gunsten  des 
Beschwerdeführers abgeleitet werden kann,

dass denn auch die Ausnahmebestimmungen von Art. 34 Abs. 3 Bst. a – 
c  AsylG  bei  einem  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  gestützten 
Nichteintretensentscheid nicht anwendbar sind (vgl. die Auflistung in Art. 
34 Abs. 3 AsylG e contrario),

dass  mithin  die  Anwesenheit  von  Geschwistern  und  Schwagern  oder 
Schwägerinnen keine Relevanz entfaltet und der Rücküberstellung nach 
Frankreich nicht entgegensteht,

dass  nach  dem  Gesagten  kein  Anlass  ersichtlich  ist,  weshalb  vom 
Selbsteintrittsrecht  (Art.  3  Abs.  2  Dublin­II­VO)  Gebrauch  gemacht 
werden soll, 

dass  die  Wünsche  des  Beschwerdeführers  in  Bezug  auf  das 
Aufenthaltsrecht  ohne  Einfluss  auf  die  Frage  des  zuständigen  Staates 
sind, 

dass  Frankreich  seine  völkerrechtlichen  Verpflichtungen  einhält  und 
Flüchtlingen den ihnen zustehenden Schutz gewährt, 

dass den Akten auch sonst keine Gründe zu entnehmen sind, die einer 
Zuständigkeit Frankreichs zur Behandlung des vorliegenden Asylgesuchs 
entgegenstehen  könnten,  und  das  BFM  damit  zu  Recht  in  Anwendung 
von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat  (Art.  44 Abs. 1 AsylG),  vorliegend keine 
ausländerrechtliche  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  wurde  und  auch  kein 
Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht,  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach zu bestätigen ist, 

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dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren  in  den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuches 
zuständigen   Staat  handelt  –  systembedingt  kein  Raum  bleibt  für 
Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 
1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  sich  die  Frage  nach  dem  Bestehen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen  regelmässig  bereits  als 
Voraussetzung  (und  nicht  erst  als  Regelfolge)  des 
Nichteintretensentscheids  darstellt,  und  demnach  im  Rahmen  der 
Prüfung des Selbsteintritts beantwortet worden ist, 

dass  in  diesem  Sinn  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach 
Frankreich zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erklärte,

dass  ergänzend  zur  Argumentation  des  BFM  anzuführen  ist,  dass  der 
Beschwerdeführer  aus  der  Anwesenheit  einer  angeblich  verfeindeten 
Person in Frankreich kein Vollzugshindernis abzuleiten vermag,

dass dieser Einwand nämlich  als  äusserst  unsubstanziiert  zu werten  ist 
und dem Beschwerdeführer die Möglichkeit offensteht, die französischen 
Behörden  gegebenenfalls  um  Schutz  zu  ersuchen,  sollte  er  denn  im 
grossflächigen  und  bevölkerungsreichen  Frankreich  auf  diese  eine 
Person stossen,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder 
unangemessen  sei  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.­­ (Art. 
1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils 
zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 
Migrationsbehörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Contessina Theis Bettina Schwarz

Versand: