# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87e495ca-d835-5fac-82d4-67fd6978d699
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.08.2014 S 2014 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-14_2014-08-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 14 14

3. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Verwaltungsrichter 

Stecher und Audétat, Aktuar Gross

URTEIL
vom 26. August 2014 

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____ AG,
Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin
und

B._____,

Beigeladener

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. B._____ (hiernach Versicherter), geb. 1997, wurde aufgrund einer ersten 

Anmeldung vom 21. November 2003 mit Verfügung vom 15. März 2004 

durch die IV-Stelle des Kantons Graubünden (IV-Stelle) eine Kostengut-

sprache für Sonderschulmassnahmen gewährt. Mit Schreiben vom 22. 

Juli 2013 stellte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C._____, FMH 

allgemeine Medizin, bei der IV-Stelle einen Antrag um Kostengutsprache 

für das Geburtsgebrechen Ziff. 152 (Keilwirbelbildung). Diesem Schreiben 

wurde ein Kurzbericht von Dr. med. D._____, Leitender Oberarzt für Wir-

belsäulenchirurgie einer Klinik, vom 19. Juni 2013 beigelegt, woraus her-

vorgeht, dass der Versicherte am 5. Juni 2013 am Rücken operiert wurde. 

Es wurde eine kyphotische Fehlstellung L1/2 korrigiert, wobei diese 

hauptsächlich durch die keilförmige Konfiguration der LWK 1 bedingt ent-

standen war. Am 6. April 2013 erfolgte die entsprechende IV-Anmeldung 

durch den Versicherten. 

2. Nach Einholung weiterer Arztberichte und Stellungnahmen durch den 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid 

vom 21. Oktober 2013 die Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aus-

sicht. 

3. Mit Verfügung vom 18. Dezember 2013 lehnte die IV-Stelle eine Kosten-

gutsprache für die beantragten medizinischen  Massnahmen ab. Laut den 

vorhandenen medizinischen Unterlagen liege kein Geburtsgebrechen vor. 

Das erworbene Rückenleiden sei am ehesten durch den vom Versicher-

ten ausgeübten Sport (Ringen) ausgelöst worden. Die Rückenschmerzen 

hätten mit dem Ringen und nach einem Wettkampf (mit Heben erhebli-

cher Gewichte) begonnen. Erneute medizinische Abklärungen hätten den 

Zusammenhang zwischen den Rückenschmerzen und dem ausgeübten 

Ringsport noch bestätigt.  

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4. Dagegen erhob die A._____ AG (hiernach Beschwerdeführerin) am 31. 

Januar 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den Begehren um Aufhebung der angefochtenen Verfü-

gung und um Verpflichtung der IV-Stelle, das Geburtsgebrechen Ziff. 152 

GgV (Keilwirbelbildung) anzuerkennen und dementsprechend die gesetz-

lichen Leistungen zu erbringen. Eventuell sei die Angelegenheit an die IV-

Stelle zur weiteren Abklärung und zur Neuverfügung zurückzuweisen. 

Dieser Beschwerde war noch eine versicherungsmedizinische Stellung-

nahme von Dr. med. E._____, Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin, 

vom 14. Januar 2014 beigefügt. Zur Begründung der Anträge brachte die 

Beschwerdeführerin vor, dass sowohl der Rückenoperateur Dr. med. 

D._____, der Hausarzt Dr. med. C._____ als auch ihr eigener Vertrau-

ensarzt Dr. med. E._____ der Meinung seien, beim Versicherten sei das 

leistungsbegründende Geburtsgebrechen Ziff. 152 ausgewiesen. Der 

RAD-Arzt habe keine medizinisch schlüssigen oder nachvollziehbaren 

Argumente dagegen vorgebracht; vielmehr stünde seine Beurteilung im 

Widerspruch zu den übrigen Ärzten (Dres. med. D._____, C._____ und 

E._____). Ausserdem habe der RAD-Arzt, im Gegensatz zum Rücken-

spezialisten Dr. med. D._____, nicht über die notwendigen fachlichen 

Qualifikationen zur Beantwortung der vorliegend gestellten Fragen ver-

fügt. Eventualiter sei die Sache daher nochmals zur weiteren medizini-

schen Abklärung an die IV-Stelle zurückzuweisen. Es gehe nämlich nicht 

an, Leistungsbegehren ohne versicherungsexterne fachärztliche Ab-

klärung – entgegen anderslautender fachärztlicher Beurteilung – abzu-

weisen; andernfalls eine Verletzung der behördlichen Abklärungspflicht zu 

bejahen wäre. Aufgrund der Abklärungsberichte der Dres. med. D._____, 

C._____ und E._____ seien erhebliche Zweifel an der Beurteilung des 

RAD-Arztes entstanden und damit noch auszuräumen. 

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5. In der Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle (nachfolgend Beschwer-

degegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Unbestritten sei, dass beim 

Versicherten ein Gesundheitsschaden am Lendenwirbelkörper (LWK) 1 

bestehe und dieser erstmals im Frühjahr 2013 diagnostiziert worden sei. 

Zuvor habe der Versicherte nie über körperliche Gebrechen geklagt. Über 

Rückenschmerzen habe er sich (erst) ab 2010 respektive 2012 beklagt. 

Das Vorliegen eines Geburtsgebrechens sei erstmals am 6. Juni 2013 

von der Beschwerdegegnerin zur Sprache gebracht worden, worauf der 

Kurzbericht der Klinik (Dr. med. D._____) vom 19. Juni 2013 erstellt wor-

den sei. Darin werde - entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

und der Annahme ihres Vertrauensarztes Dr. med. E._____ – nicht fest-

gehalten, dass ein Geburtsgebrechen gemäss Ziff. 152 vorliege. Im Ein-

klang mit den Befunden des RAD sei daher mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit davon auszugehen, dass hier nicht ein Geburtsgebrechen, 

sondern nur ein (durch den Ringsport erst später) erworbenes Rückenlei-

den vorliege. Die Begründung des Vertrauensarztes Dr. med. E._____ 

beruhe auf falschen Annahmen. Entgegen der Darstellung der Beschwer-

deführerin hätten die übrigen involvierten Ärzte auch nicht ein Geburtsge-

brechen als ausgewiesen erachtet. Angesichts des Alters des Versicher-

ten und der erfolgten Rückenoperation am 5. Juni 2013 könnten weitere 

medizinische Abklärungen nicht mehr zuverlässig Aufschluss über die 

sich stellende Abgrenzungsfrage betreffend Ursache und Herkunft der 

Rückenprobleme beim Versicherten geben.

6. Am 31. März 2014 wurde der Versicherte vom Gericht zur Teilnahme am 

Verfahren beigeladen, und es wurde ihm Gelegenheit zur Stellungnahme 

eingeräumt, worauf er jedoch verzichtete. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist die Verfügung vom 18. Dezember 2013, worin die 

Beschwerdegegnerin eine Kostengutsprache für die beantragten medizi-

nischen Massnahmen verweigerte. Strittig und zu klären ist, ob beim Ver-

sicherten das geltend gemachte Geburtsgebrechen Ziff. 152 (angeborene 

Wirbelmissbildung) vorliegt oder nicht; und damit, ob ein Anspruch auf 

Leistungen laut Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) samt zugehöriger Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV; SR 

831.232.21) besteht oder die Beschwerdegegnerin ein solches Gebre-

chen zu Recht verneint hat. Dabei gilt es insbesondere zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin die Herkunft der geklagten Rückenprobleme - an-

geboren oder erworben - ausreichend abgeklärt hat.

2. a) Nach Art. 13 Abs. 1 IVG haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Al-

tersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen not-

wendigen medizinischen Massnahmen. Laut Art. 13 Abs. 2 IVG bezeich-

net der Bundesrat die Geburtsgebrechen, für welche diese Massnahmen 

gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, falls das Geburts-

gebrechen von geringfügiger Bedeutung ist. Nach Art. 3 Abs. 2 des Bun-

desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) gelten diejenigen Krankheiten als Geburtsgebrechen, 

die bei vollendeter Geburt bestehen (BGE 129 V 207 E.3.3, 105 V 21 

E.a). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang zur GgV aufge-

führt. Nach Art. 1 Abs. 1 Satz 2 und 3 GgV gilt die blosse Veranlagung zu 

einem Leiden noch nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein 

Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich. Als medizini-

sche Massnahmen, die für die Behandlung und Beseitigung eines Ge-

burtsgebrechens notwendig sind, gelten alle Vorkehren, die nach bewähr-

ter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den 

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therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben 

(Art. 2 Abs. 3 GgV). Nach Ziff. 152 GgV Anhang gelten namentlich ange-

borene Wirbelmissbildungen (hochgradige Keil-/Blockwirbel wie Klippel-

Feil-Syndrom bzw. aplastische/hochgradig dysplastische Wirbel) als Ge-

burtsgebrechen. Vorliegend gilt es zu prüfen, ob beim 1997 geborenen 

Versicherten hinreichend bestimmte Anhaltspunkte für eine geburtsbe-

dingte Wirbelfehlstellung bestehen, um das Vorliegen eines leistungs-

pflichtigen Geburtsgebrechens gemäss Ziff. 152 GgV bejahen zu können.

b) Zum Beweiswert medizinischer Berichte und Gutachten sei noch erwähnt, 

dass es zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsan-

sprüche verlässlicher medizinischer Entscheidungsgrundlagen bedarf. 

Wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind, ist in BGE 125 V 351 

E.3 S. 352 ff. festgelegt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts 

ist danach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 

ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-

den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 

worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1). Untersuchungsberichte regionaler ärztlicher Dienste können, so-

fern sie diesen Anforderungen genügen, einen vergleichbaren Beweiswert 

wie Gutachten haben (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_764/2012 vom 

7. Juni 2013 E.1.1.2). Ferner ist der im Sozialversicherungsrecht übliche 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit massgebend. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisan-

forderungen nicht. Die Richter haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstel-

lung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

wahrscheinlichste würdigen (BGE 125 V 193 E.2). 

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c) Ausgangspunkt für die Fallbeurteilung müssen hier aus medizinischer 

Sicht die vorhandenen Arzt- und RAD-Berichte über den Gesundheitszu-

stand und die allfällige Herkunft der geklagten Rückenleiden beim Versi-

cherten sein, die im Einzelnen wie folgt lauten und zeitlich in folgender 

Reihenfolge erstellt wurden:

➢ Im Abklärungsbericht vom 16. Mai 2013 stellt Dr. med. D._____, Lei-
tender Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie einer Klinik, dem Versicherten 
folgende Diagnose: Rezidivierende Lumbalgien mit/bei segmentaler 
Kyphose L1/2. Zur Anamnese wird ausgeführt, dass leichte Rücken-
schmerzen erstmals vor etwa 3 Jahren mit Beginn des Ringens aufge-
treten seien; diese seien in den letzten Jahren aber etwas stärker ge-
worden. Eine Deformität des Rückens sei ihm oder seiner Umgebung 
nicht aufgefallen. Nach einer grösseren Belastung durch Heben vor 
einem Monat seien stärkere Schmerzen aufgetreten, weshalb eine 
Röntgenaufnahme und anschliessend eine MRI-Untersuchung der 
Lendenwirbelsäule (LWS) durchgeführt worden sei. Aktuell bestünden 
im Sitzen und in Ruhe Schmerzen im oberen LWS-Bereich ohne 
Ausstrahlungen. Nach Belastungen beim (Ring-) Sport – wobei letzte-
rer deutlich reduziert worden sei – verspüre der Versicherte keine 
Schmerzen. Gelegentlich Einnahmen von Spiralgin 500 mg. Für den 
Versicherten wäre wichtig als Nachwuchsringer (aktuell 2x die Woche 
Training) weiterkämpfen zu dürfen bzw. später Landwirt werden zu 
dürfen. Unter Befund wird vermerkt: Der Versicherte sei in gutem All-
gemeinzustand. Kräftiger Habitus. Grösse 163.5 cm. Die Wirbelsäule 
stehe etwa 1 cm nach links aus dem Lot. L1 Dornfortsatz deutlich 
tastbar als Ausdruck einer regionalen Kyphose. Abgeflachte thorakale 
Kyphose. Keine Druck- oder Klopfdolenz über die Dornfort-sätze der 
Wirbelsäule. In der Bauchlage Durchfederungsschmerzen etwa auf 
Höhe L1/2 mit Angaben der typischen Schmerzen. Die neurologische 
Untersuchung zeige an den oberen Extremitäten schwach, an den un-
teren Extremitäten mittellebhaft, seitengleich auslösbare Eigenreflexe. 
Keine pathologischen Reflexe. Gute Muskelkraft. An der rechten unte-
ren Extremität werde eine diffuse Hyperästhesie auf Berührung ange-
geben, während der Untersuchung nur begrenzt reproduzierbar: Keine 
Hinweise auf Koordinationsstörungen. Radiologisch wird vermerkt: [1] 
GWS Aufnahmen in zwei Ebenen (EOS) vom 15. Mai 2013: Es zeige 
sich eine hochlumbale segmentale Kyphose, L1 zu L2 betrage diese 
21° nach Cobb gemessen. Substanzdefekt ventro-basal dem LWK 1 
entsprechend. Kompensatorische thorakale Hypokyphose Th5 zu 
Th12 betrage diese knapp 10°  nach Cobb gemessen. Die ap-
Aufnahmen zeigten eine leichte linkskonvexe lumbale Fehlhaltung, 
wahrscheinlich hauptsächlich bedingt durch die segmentale Rotation 
L1/2. Die Wirbelsäule stehe radiologisch etwa 15 mm nach links aus 

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dem Lot. [2] MRI LWS vom 1. Mai 2013: Reaktive Deckplattenverän-
derungen auf Höhe L1/2 am ehesten im Rahmen einer juvenilen Auf-
baustörung. Destruktion der ventralen unteren Hälfte des L1 Wirbel-
körpers. Keine Hinweise auf eine eindeutige Spondylodiszitis. Keine 
Kompression neutraler Strukturen. Unter Beurteilung und Prozedere 
wird abschliessend festgehalten: Zur weiteren Abklärung sei eine CT-
Untersuchung des thorako-lumbalen Übergangs mit 2D und 3D Re-
konstruktion zu organisieren und (wohnortsnah) zusätzlich noch seitli-
che Extensions- und Flexionsaufnahmen im Stehen, sowie Hypo-
mochlionaufnahmen in der Rückenlage der LWS inkl. thorako-
lumbaler Übergang durchzuführen. Sollten sich hier Zeichen einer 
deutlichen Beweglichkeit im Segment L1/2 zeigen, wären chirurgische 
Therapieoptionen zu besprechen (Beilage der Beschwerdeführerin [Bf-
act.] 1).

➢ Mit Schreiben/Kurzbericht vom 19. Juni 2013 stellt Dr. med. D._____ 
noch klar, dass beim Versicherten am 5. Juni 2013 eine (Rücken-) 
Operation durchgeführt worden sei und die kyphotische Fehlstellung 
L1/2 korrigiert werden konnte. Die Kyphose sei hauptsächlich durch 
die keilförmige Konfiguration der LWK 1 bedingt entstanden. Das IV-
Geburtsgebrechen laute Nummer 152 (Keilwirbelbildung) (Bf-act.3).

➢ Im Abschlussbericht der Klinik vom 17. Juli 2013 hält Dr. med. 
D._____ unter Diagnose präzisierend fest: Status nach Aufrichtungs-
spondylodese mittels lateraler transforaminaler lumbaler intersomati-
scher Fusion auf Höhe L1/2 und Spongiosaentnahme linker dorsaler 
Beckenkamm am 6. Juni 2013 bei erosiver Osteochondrose bedingte 
segmentale Kyphose. Zum Verlauf wird vermerkt: Der Versicherte 
komme in Begleitung seiner Mutter zur ersten regulären postoperati-
ven Kontrolle. Mittlerweile sei er beschwerdefrei; habe sich gemäss 
ärztlicher Empfehlung geschont. Unter Befund wird festgehalten: Flüs-
siges Gangbild. Reizlose Narbenverhältnisse thorako-lumbal und links 
über dem Beckenkamm. Keine Palpations- oder Druckdolenz in die-
sem Gebiet. Radiologisch erkannt: LWS Aufnahmen in zwei Ebenen: 
Es zeige sich eine regelrechte Implantatlage, zeitgerechte knöcherne 
Durchbauung, kein Korrekturverlust. Unter Beurteilung und Prozedere 
wird noch vermerkt: Beim Versicherten zeige sich ein sehr guter Ver-
lauf, er sei beschwerdearm. Die histologische Untersuchung (klinische 
Pathologie USZ) habe massiv degenerativ verändertes Bandschei-
bengewebe ohne Hinweise auf eine floride Entzündung oder Malignität 
ergeben. Es werde weiterhin Schonung bis zur nächsten Kontrolle An-
fang September empfohlen; eine Turndispens für den Schulunterricht 
wurde ebenfalls mitgegeben. Bis dahin dürfe der Versicherte seine Ak-
tivitäten langsam steigern, derzeit seien Fahrradfahren und leichtes 

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Joggen erlaubt. Die vollständige Ausheilung/volle Belastung sei vor-
aussichtlich 1 Jahr postoperativ erreicht (Bf-act.4).

➢ Im Arztbericht vom 21. September 2013 hält der Hausarzt Dr. med. 
C._____ fest, dass der Versicherte an einer Kyphose L1/2 mit osteo-
chondrotischen Endplattenreaktionen und sekundärer Infraktion als 
Anlage-Anomalie mit Überlastungssituation leide (Diagnose Ziff. 1.1). 
Dieser Gesundheitszustand wirke sich weder auf den Schulbesuch 
noch die berufliche Ausbildung aus (Ziff. 1.2). Es liege das Geburtsge-
brechen Ziff. 152 vor (Ziff. 1.3). Der Gesundheitszustand des Versi-
cherten sei verbesserungsfähig (Ziff. 1.4). Die Möglichkeit, durch me-
dizinische Massnahmen die spätere Eingliederung ins Erwerbsleben 
wesentlich zu verbessern, werde bejaht (Ziff. 1.5). Der Versicherte sei 
in einer Klinik am 6. Juni 2013 operiert worden und befinde sich jetzt in 
Rehabilitation (Ziff. 1.6). Behandlungsgeräte oder Hilfsmittel benötige 
er nicht (Ziff. 1.7). Ein behinderungsbedingter Mehraufwand im Ver-
gleich zu einem Nichtbehinderten werde verneint (Ziff. 1.8). Seit dem 
25. April 2013 sei der Versicherte andauernd in Behandlung und die 
letzte Untersuchung in der Klinik datiere vom 11. September 2013 
(Ziff. 2.2). Zur Anamnese (chronologischer Verlauf, bisherige Thera-
pie, aktuelle Symptome) wird vermerkt: Lumbale Kyphose mit Dolenz 
L1/2 und radiologisch nachweisbarer Kyphosierung mit Endplattenre-
aktionen und Substanzdefekt LWK 1 (MRI vom 1. Mai 2013; Ziff. 2.4). 
Betreffend Prognose wird festgehalten: Weitgehende Restitution nach 
Fusion der Wirbel L1/2 mit Beckenkammspongiosa in der Klinik am 6. 
Juni 2013 (Ziff. 2.5). Zum Behandlungsplan wird abschliessend ver-
merkt: Versicherter operiert, aktuell Rehabilitation mit Therapie, könne 
zusehends belastet und bewegt werden (Ziff. 2.7; vgl. Beilage der Be-
schwerdegegnerin [Bg-act.]18). 

➢ Laut Beurteilung des RAD-Arztes vom 14. Oktober 2013 traten bei 
dem zum Zeitpunkt der zweiten IV-Anmeldung nicht ganz 16 Jahre al-
ten Versicherten – der seit 3 Jahren in der Freizeit als Nachwuchs-
ringer 2x pro Woche trainiert – nach einem Ringerturnier/Wettkampf 
im Frühling 2013 deutliche Rückenschmerzen auf, worauf die 
hausärztliche Behandlung ab dem 25. April 2013 aufgenommen wor-
den sei. Die Rückenschmerzen seien bereits mit Beginn des Ringens 
gelegentlich aufgetreten (s. Bericht der Klinik vom 16. Mai 2013). Eine 
Deformität der Wirbelsäule sei bisher weder der Umgebung noch dem 
Versicherten aufgefallen. In der CT/MRI-Untersuchung als auch im 
OP-Bericht werde von einem Substanzdefekt an der Vorderkante ge-
sprochen; nicht aber von einer Keilwirbelbildung. Auch beim Röntgen 
keine Nennung „Keilwirbel“ etc. Intraoperativ sei nach Ursachen für die 
Veränderung gesucht worden; das entnommene Gewebe histologisch 

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untersucht und kein Hinweis für eine floride Entzündung oder Mali-
gnität gefunden worden (s. Bericht der Klinik vom 17. Juli 2013). 
Summarisch komme der RAD-Arzt zum Ergebnis, dass es sich um ein 
erworbenes Leiden handle – ausgelöst am ehesten durch den vom 
Versicherten ausgeübten Sport des Ringens. Die Rückenschmerzen 
hätten mit Beginn des Ringens angefangen und seien jetzt nach ei-
nem Wettkampf/Heben erheblich geworden. Die Suche nach dem 
Auslöser für die Skoliose (Entzündung, bösartige Tumore) weise auf 
die Suche nach einem erworbenen Leiden hin. Es gebe aber keinen 
dokumentierten Hinweis für eine WS-Veränderung bzw. WS-
Beschwerden vor den drei Jahren (Beginn des Ringer-Trainings). Wei-
ter seien die im MRI/CT-Röntgen sichtbaren Veränderungen nicht ty-
pisch für einen Keilwirbel. Es werde deshalb die Ablehnung des Vor-
liegens eines Geburtsgebrechens (GG) empfohlen. Es handle sich mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht um ein angeborenes Leiden, 
sondern um ein erworbenes Leiden (Bf-act.7 S. 4; Bg-act. 24 S. 4). 

➢ Mit Stellungnahme vom 12. Dezember 2013 hält der RAD-Arzt – als 
Antwort auf die gegen den IV-Vorbescheid vom 21. Oktober 2013 er-
hobenen Einwände – fest, dass ein Zusammenhang der Rücken-
schmerzen mit dem Ringen in den echtzeitlichen medizinischen Unter-
lagen dokumentiert und somit keine Spekulation sei (s. auch Bericht 
der Klinik vom 16. Mai 2013 sowie Bericht des Hausarztes Dr. med. 
C._____ vom 21. September 2013). Die gegenteilige Argumentation 
der Beschwerdeführerin sei somit falsch und zurückzuweisen (1). Die 
Tatsache, dass das intraoperativ entnommene Material histologisch 
(feingeweblich) und bakteriologisch (Entzündung) untersucht worden 
sei, zeige, dass die behandelnden Ärzte keineswegs von einem Ge-
burtsgebrechen ausgegangen seien, sondern auf der Suche nach an-
deren Krankheitsursachen gewesen seien (2). Im MRI vom 1. Mai 
2013  (s. Bericht der Klinik vom 16. Mai 2013) werde von einer reakti-
ven Deckplattenveränderung - am ehesten im Rahmen einer jugendli-
chen Aufbaustörung – gesprochen (4). Im Schreiben der Klinik vom 5 
Juni 2013 stehe explizit, dass das CT vom 23. Mai 2013 keinen weite-
ren Hinweis bezüglich möglicher Ätiologie geliefert habe und dass die 
möglichen Ursachen ausführlich diskutiert worden seien; womit klar 
werde, dass die Ärzte keineswegs ein angeborenes Leiden als Ursa-
che ansähen. Vielmehr werde damit faktisch die spätere histologische 
Abklärung vorbereitet (5). Im Schreiben der Klinik vom 17. Juli 2013 
wird von erosiver Osteochondrose gesprochen und in der histologi-
schen Untersuchung sei ein massiv degenerativ verändertes Band-
scheibengewebe gefunden worden (6). Unter „Degeneration“ werde 
dabei die Rückbildung und der Verfall vorwiegend ganzer Gewebe od-
er ganzer Organe subsumiert. Das vorhandene Datenmaterial zeige, 
dass der Versicherte sich seit 3 Jahren als Ringer sportlich betätige. 

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Schon durch die Lebenserfahrung/Sportsendungen dürfte klar sein, 
dass Ringen auch mit deutlichen körperlichen Beanspruchungen ein-
hergehe, speziell mit „Würfen“ auf den Rücken und dgl. Die Be-
schwerden hätten – je nach konsultiertem Arzt – entweder vor 3 Jah-
ren mit Beginn des Ringens oder erst seit 1 Jahr (Dr. med. C._____) 
begonnen. Auch die Verstärkung der Beschwerde hänge mit einem 
Ringer-Turnier zusammen (Dr. med. C._____). In den medizinischen 
Unterlagen der Experten sei der histologische Beweis für das degene-
rative Geschehen erbracht worden. Eine Degeneration könne definiti-
onsgemäss nur stattfinden, wenn Gewebe schon da sei. Eine anlage-
bedingte Keilwirbelbildung hätte aber von Anfang an kein Gewebe ge-
habt. In der Vorgeschichte des Versicherten sei keine Kyphose aufge-
fallen, obwohl der Cobb-Winkel mit 21° schon recht ansehnlich sei. Im 
Gegensatz zur Beschwerdeführerin sei der RAD-Arzt der Meinung, 
dass jede Menge Hinweise auf ein erworbenes Leiden vorlägen und 
keine Hinweise auf ein angeborenes Leiden bestünden (Bf-act.7 S. 6; 
Bg-act.24 S. 5f.).

➢ Mit versicherungsmedizinischer Stellungnahme vom 14. Januar 2014 
äussert sich auch noch der Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin 
(Dr. med. E._____) zur Angelegenheit. Aus den Akten geht seiner Auf-
fassung nach klar hervor, dass die Ärzte von einer angeborenen Keil-
wirbelbildung ausgegangen sind. Im Bericht der ersten Vorstellung in 
der Klinik sei ausgeführt worden, dass die Rückenbeschwerden, wenn 
auch geringgradiger ausgeprägt, bereits bei Beginn des Ringersports 
bestanden hätten. Sie hätten sich im weiteren Verlauf dann durch die 
Belastungen – die in diesem Sport aufträten – verschlechtert. Nach 
radiologischer Abklärung sei dann die Indikation zur Operation gestellt 
worden. Intraoperativ sei Bandscheibengewebe, kein Knochengewebe 
entnommen und zur histologischen Untersuchung eingesandt worden. 
Im Schreiben an den behandelnden Hausarzt Dr. med. C._____ sei 
klar gesagt worden, dass das Geburtsgebrechen Ziff. 152 vorliege. 
Diese vorliegenden Berichte der Klinik interpretiere die Beschwerde-
gegnerin falsch. Radiologisch sei eindeutig eine Keilwirbelbildung 
ausgewiesen. Auch bei einer Keilwirbelbildung bestünden normal an-
gelegte Bandscheiben. Das entnommene Bandscheibengewebe im 
betroffenen Segment zeige hochgradig degenerative Veränderungen. 
Derartig ausgeprägte Veränderungen träten im Allgemeinen erst nach 
langjähriger Fehlbelastung auf. Daher sei es nicht wahrscheinlich, 
dass diese massiven Degenerationen des Bandscheibengewebes in-
nerhalb von 3 Jahren bei einem Jugendlichen entstanden seien. Auch 
die Aussage, dass die Beschwerden durch die Aufnahme des Ringer-
sports akzentuiert aufgetreten seien, könne nicht erklären, dass es 
sich um ein erworbenes Leiden handle. Ebenso gut könne es sich um 
eine angeborene Fehlbildung handeln, zumal bereits vor Aufnahme 

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des Ringersports Rückenschmerzen bestanden hätten. Dies sei bei 
einem 13-jährigen gesunden Versicherten eher als ungewöhnlich zu 
betrachten. Insofern leuchteten die Aussage der Beschwerdegegnerin 
in ihrer Verfügung vom 18. Dezember 2013 nicht ein, dass bei einer 
Keilwirbelbildung kein Gewebe vorhanden gewesen sei. Diese Aussa-
ge könne sich nur auf den Knochen beziehen, untersucht sei aber das 
Bandscheibengewebe worden. In Würdigung aller eingangs zitierten 
Befunde komme Dr. med. E._____ zum Schluss, dass mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit eine angeborene Keilwirbelfehlbildung vor-
liege. Diese Deutung der Befunde durch die Beschwerdegegnerin 
vermöge nicht zu überzeugen. Entgegen jener Deutung hätten die Rü-
ckenschmerzen (bereits) vor der Aufnahme des Ringersports bestan-
den. Der Hinweis darauf, dass die Entnahme histologischen Materials 
auf das Vorliegen einer anderen Verdachtsdiagnose schliessen lasse, 
sei medizinisch unhaltbar. Sofern bei einer Operation Gewebe ent-
nommen werde, aus dessen histologischem Befund sich eine Behand-
lungsindikation ableiten lasse, gehöre dies zum routinemässigen ärzt-
lichen Vorgehen im Rahmen der gebotenen Sorgfaltspflicht und habe 
keinerlei Aussagewert bezüglich einer angenommenen oder vermute-
ten Verdachtsdiagnose. Die Interpretation der Beschwerdegegnerin, 
dass die Erhöhung aller denkbaren Vorgehensweisen nach Anferti-
gung des CT’s der LWS zur Vermutung führe, dass die Ärzte nicht von 
einem angeborenen Leiden ausgingen, könne anhand der vorhande-
nen Unterlagen nicht nachvollzogen werden. Zusammenfassend er-
gebe sich damit, dass die Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin, 
wonach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein erworbenes Leiden 
vorliege, von ihm (Dr. med. E._____) nicht geteilt werde. Seiner Mei-
nung nach liege stattdessen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ei-
ne angeborene Missbildung vor (Bf-act.12 S. 3). 

d) In Anbetracht und Würdigung der soeben aufgeführten Arzt- und Klinikbe-

richte ist das Verwaltungsgericht zum Schluss gelangt, dass die Stellung-

nahmen des RAD-Arztes vom 14. Oktober 2013 und 12. Dezember 2013 

inhaltlich schlüssig, umfassend und an sich überzeugend ausgefallen 

sind. Zu bemängeln ist einzig, dass jene ärztlichen Einschätzungen ledig-

lich auf einer Aufarbeitung der Krankengeschichte des Versicherten ba-

sieren. Es liegt diesen Beurteilungen namentlich keine eigenständige und 

somit unabhängige medizinische Untersuchung zugrunde. Ausserdem ist 

anzumerken, dass es sich beim RAD-Arzt nicht um einen Spezialisten auf 

dem Gebiet der „Wirbelsäulenchirurgie“ handelt und er sich für seine me-

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dizinischen Beurteilungen auf Quellen aus dem Internet gestützt hat, die 

zwar durchaus richtig sein können, indessen nur schwer überprüfbar sind. 

Im Gegensatz dazu ging der Facharzt für Wirbelsäulenchirurgie, Dr. med. 

D._____, – speziell im Kurzbericht vom 19. Juni 2013 - offenkundig davon 

aus, dass es sich bei der Keilwirbeldeformation des Versicherten (mögli-

cherweise) um ein Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 152 GgV im An-

hang handeln könnte. Die entsprechende Formulierung im Kurzbericht 

hiess: "Das IV Geburtsgebrechen Nummer lautet 152 (Keilwirbelbildung)". 

Die Beurteilung ist somit aber nicht eindeutig ausgefallen und lässt einen 

Interpretationsspielraum offen, welcher nur mittels erneuter An-/Rückfrage 

beim vorbefassten Rückenspezialisten Dr. med. D._____ noch geschlos-

sen werden kann. Die bisherige Aktenlage ist mit anderen Worten unvoll-

ständig und bedarf deswegen noch einer entsprechenden Klärung durch 

den genannten Facharzt, welcher auch die Rückenoperation am 5. Juni 

2013 durchführte und folglich das Beschwerdebild des Versicherten am 

besten kennt. Die Beschwerdegegnerin (IV-Stelle) hätte aufgrund der bei 

den Akten liegenden Arzt- und Klinikberichte also unerlässlich noch er-

gänzende Erläuterungen und Erklärungen bei Dr. med. D._____ über die 

Herkunft der Rückenprobleme bzw. das Vorliegen oder Nichtvorliegen ei-

nes Geburtsgebrechens gemäss Ziff. 152 GgV einholen müssen. Dieses 

Versäumnis muss bereits zwingend zur Gutheissung der Beschwerde und 

zur Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zur ver-

tieften Abklärung der Ursachen der festgestellten Keilwirbeldeformationen 

beim Versicherten führen. Mithin muss fachärztlich noch bestimmt wer-

den, ob tatsächlich der Ringsport der Auslöser für die seit Jahren geklag-

ten Rückenbeschwerden darstellt (sog. erworbenes Leiden) oder aber 

eben mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur ein Geburtsgebrechen 

nach Ziff. 152 GgV für die festgestellte Keilwirbeldeformation (mit Cobb-

Winkel von 21° auf Höhe L 1) in Frage kommen kann. An einer solch ab-

schliessenden Beurteilung führt hier kein Weg vorbei, da der Hausarzt Dr. 

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med. C._____ ebenfalls nur auf die unklare Formulierung von Dr. med. 

D._____ abstellte. Hinzu kommt, dass auch aus den übrigen medizini-

schen Berichten keine eindeutigen Schlüsse für das Vorliegen eines Ge-

burtsgebrechens nach Ziff. 152 GgV gezogen werden können. Laut der in 

Art. 43 ATSG statuierten Abklärungspflicht ist die Versicherungsträgerin 

(hier Beschwerdegegnerin) von Amtes verpflichtet, die notwendigen Ab-

klärungen vorzunehmen und die erforderlichen Auskünfte einzufordern, 

um allfällige Unklarheiten oder Unvollständigkeiten in der Beweiserhe-

bung möglichst zu vermeiden und damit eine absolut zuverlässige und 

aussagekräftige Grundlage für die Fallbeurteilung zu schaffen (so auch 

bereits: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 

11 21 vom 31. Mai 2011 E. 3d, E.4). Diese Grundlage muss hier noch er-

arbeitet werden.

3. a) Zusammengefasst ergibt sich demnach, dass die Beschwerdegegnerin 

vorliegend zu Unrecht davon ausging, dass die geklagten Rückenbe-

schwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen 

des Geburtsgebrechens Ziff. 152 GgV zurückgeführt werden könnten. 

Angesichts der nicht eindeutigen Angaben im Kurzbericht von Dr. med. 

D._____ vom 19. Juni 2013 hätte die Beschwerdegegnerin aufgrund der 

ihr obliegenden Abklärungspflicht nach Art. 43 ATSG zusätzliche Erläute-

rungen und Erklärungen aus fachärztlicher Sicht einholen müssen. Dies 

ist von ihr nun noch nachzuholen, insbesondere im Sinne der vorstehend 

unter E.2d gemachten Ausführungen. Die von der Beschwerdegegnerin 

erlassene Verfügung vom 18. Dezember 2013 erweist sich damit als nicht 

rechtmässig, weshalb sie aufzuheben und die Beschwerde gutzuheissen 

ist. Die Sache ist zur weiteren Behandlung und Neubeurteilung an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen.

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b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Ver-

weigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden nach dem je-

weiligen Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Umfang 

von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Vorliegend hat die unterliegende 

Beschwerdegegnerin die Kosten von Fr. 500.-- zu übernehmen (zur Kos-

tenfolge bei Rückweisung: BGE 132 V 215 E.6.1; Urteil des Bundesge-

richts 8C_671/2007 vom 13. Juni 2008 E.4.1). Ein Ersatz der Parteikosten 

steht der obsiegenden, nicht anwaltlich vertretenen sowie eine öffentliche 

Aufgabe (als Organisation) erfüllenden Beschwerdeführerin gemäss Art. 

61 lit. g ATSG nicht zu, weil nach diesem Gesetzeswortlaut nur die obsie-

gende Beschwerde führende "Person" Anspruch auf aussergerichtliche 

Entschädigung hat. Eine Parteientschädigung an den beigeladenen Ver-

sicherten entfällt ebenfalls, zumal sich dieser nicht am Verfahren beteiligt 

hat und ihm daher auch keine unnötigen Aufwendungen oder Kosten ent-

standen sind.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Verfügung vom 18. 

Dezember 2013 aufgehoben und die Angelegenheit zur weiteren Ab-

klärung und zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen an die IV-

Stelle des Kantons Graubünden zurückgewiesen.  

2. Die Kosten von Fr. 500.-- gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

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