# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dcaeda3e-264b-57de-941e-89b8eae36970
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-10-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.10.2018 F-5958/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-5958-2018_2018-10-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-5958/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  O k t o b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,   

Gerichtsschreiberin Susanne Stockmeyer. 

   

Parteien 

 
X._______, geboren am […], 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 9. Oktober 2018 / […]. 

 

 

 

F-5958/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 13. September 2018 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte (Akten der Vorinstanz [SEM-act.] A1), 

dass er gemäss dem Ergebnis aus dem Abgleich mit der europäischen Fin-

gerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit Eurodac) am 4. Mai 2017 in den 

Niederlanden und am 30. April 2018 in Deutschland je ein Asylgesuch ge-

stellt hatte (SEM-act. A6), 

dass das SEM dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Per-

son vom 24. September 2018 das rechtliche Gehör zur allfälligen Zustän-

digkeit der Niederlande, Deutschlands und Frankreichs für die Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten Nichtein-

tretensentscheid sowie zur Wegweisung gewährte (SEM-act. A8/8), 

dass das SEM am 27. September 2018 die niederländischen Behörden um 

Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte (SEM-act. A11), 

dass die niederländischen Behörden das Übernahmeersuchen am 9. Ok-

tober 2018 guthiessen (SEM-act. A14), 

dass das SEM mit Verfügung vom 9. Oktober 2018 – eröffnet am 16. Ok-

tober 2018 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz in die 

Niederlande anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die 

Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig auf die einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid von Gesetzes wegen fehlende aufschiebende Wirkung hinwies, die 

Aushändigung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an 

den Beschwerdeführer anordnete und den Kanton Thurgau mit dem Voll-

zug der Wegweisung beauftragte, 

dass der Beschwerdeführer mit einer Eingabe vom 18. Oktober 2018 (Da-

tum des Poststempels) an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und 

beantragte, die Verfügung des SEM vom 9. Oktober 2018 sei aufzuheben 

und die Flüchtlingseigenschaft sei anzuerkennen und es sei Asyl zu ge-

währen,  

dass ein Vollzug der Wegweisung als unzulässig, unzumutbar und unmög-

lich zu erklären und eine vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,  

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dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung von aufschieben-

der Wirkung sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung 

samt Verbeiständung ersuchte; auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses sei zu verzichten,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 23. Oktober 2018 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 22. Oktober 2018 gestützt auf 

Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen aus-

setzte, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III als 

zuständiger Staat bestimmt wird, 

dass das Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Mitgliedstaates ein-

geleitet wird, sobald in einem Mitgliedstaat erstmals ein Asylantrag gestellt 

wird (Art. 20 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass im Fall eines sogenannten Aufnahmeverfahrens (engl.: take charge) 

die in Kapitel III (Art. 8–15 Dublin-III-VO) genannten Kriterien in der dort 

aufgeführten Rangfolge (Prinzip der Hierarchie der Zuständigkeitskriterien; 

vgl. Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO) anzuwenden sind, und dabei von der Situ-

ation in demjenigen Zeitpunkt auszugehen ist, in dem der Asylsuchende 

erstmals einen Antrag in einem Mitgliedstaat gestellt hat (Art. 7 Abs. 2 Dub-

lin-III-VO; vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2; FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Verord-

nung, Das Europäische Asylzuständigkeitssystem, Wien 2014, K4 zu 

Art. 7), 

dass im Rahmen eines Wiederaufnahmeverfahrens (engl.: take back) 

demgegenüber grundsätzlich keine (erneute) Zuständigkeitsprüfung nach 

Kapitel III stattfindet (vgl. BVGE 2012/4 E. 3.2.1 m.w.H.),  

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abgelehnt 

wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat  

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oder der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-

haltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder aufzu-

nehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),  

dass der Beschwerdeführer bereits in den Niederlanden und in Deutsch-

land Asylgesuche eingereicht hatte (SEM act. A8/5),  

dass das SEM die zuständige niederländische Behörde am 27. September 

2018 um Wiederaufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO ersuchte und die angegangene Behörde diesem 

Gesuch am 9. Oktober 2018 zustimmte, 

dass der Beschwerdeführer gegenüber der Vorinstanz bestätigte, in den 

Niederlanden ein Asylgesuch eingereicht zu haben, womit die grundsätzli-

che Zuständigkeit dieses Mitgliedstaates unbestritten bleibt,  

dass daran sein beschwerdeweiser Einwand, wonach er dort einen nega-

tiven Asylentscheid erhalten habe, nichts zu ändern vermag,  

dass die Niederlande gemäss Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO weiterhin 

für das Verfahren des Beschwerdeführers bis zu einem allfälligen Wegwei-

sungsvollzug bzw. einer Regelung seines Aufenthaltsstatus zuständig sind, 

und er allfällige Einwände respektive neue Asylgründe oder Wegweisungs-

hindernisse bei den zuständigen Behörden vor Ort vorzubringen hat, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in den Niederlanden 

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würden systemische Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer un-

menschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 

der EU–Grundrechtecharta mit sich bringen, 

dass die Niederlande Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) sind und den diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen nachkommen, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe einwendet, er 

wolle nicht in die Niederlande zurück, weil er dort einen negativen Asylent-

scheid bekommen habe und er das Land verlassen müsse,  

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), indessen eine Verpflichtung zum 

Selbsteintritt besteht, wenn die Überstellung an den zuständigen Dublin-

Mitgliedstaat zu einer Verletzung von völkerrechtlichen Verpflichtungen der 

Schweiz führen würde, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die niederländischen Behörden würden sich weigern ihn wieder 

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aufzunehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhal-

tung der Regeln der erwähnten Richtlinien zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

die Niederlande werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement 

missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, 

sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

gefährdet ist oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein sol-

ches Land gezwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer überdies anlässlich der BzP erklärte, er sei ge-

sund (SEM-act. A8/8),  

dass sich aus den vorinstanzlichen Akten ergibt, der Beschwerdeführer 

habe ein Zahnleiden (SEM-act. A7) sowie einen Sturz auf den Arm erlitten 

(SEM-act. A13),  

dass die Niederlande über genügend medizinische Einrichtungen und In-

stitutionen verfügen, welche auch Asylsuchenden zugänglich sind, wes-

halb eine (allfällige) adäquate Behandlung gesichert erscheint,  

dass insgesamt keine Umstände erkennbar sind, welche eine Überstellung 

des Beschwerdeführers in die Niederlande als unzulässig oder unzumutbar 

erscheinen liessen, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass nach dem bereits Gesagten kein Grund für eine Anwendung der Er-

messensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO besteht, zumal die Dublin-

III-VO den Schutzsuchenden insbesondere auch nicht ein Recht einräumt, 

den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 

2010/45 E. 8.3), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-  

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oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung in die Niederlande angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass unter diesen Umständen allfällige weitere Vollzugshindernisse ge-

mäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da 

das Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des 

Nichteintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. 

BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist, soweit darauf 

einzutreten ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass der am 22. Oktober 2018 angeordnete, vorsorgliche Vollzugsstopp 

mit dem vorliegenden Urteil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu betrachten wa-

ren, womit die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind, 

dass dem Gesuch um Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistands im 

Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG auch mangels Notwendigkeit nicht stattzu-

geben war,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Antonio Imoberdorf Susanne Stockmeyer 

 

 

Versand: