# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2bc730a5-c48a-5971-8bd3-be17c9c75e68
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.01.2014 SB130421
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130421_2014-01-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB130421-O/U/gs 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, Oberrichterin Dr. Janssen 

und Ersatzoberrichter lic. iur. Huizinga sowie der Gerichtsschreiber 

lic. iur. Iliev 

Urteil vom 31. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung, vom 
2. Juli 2013 (DG130103) 

-  2  - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 26. März 2013 

(Urk. HD 15) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 

Es wird beschlossen: 

1. Die Anklage betreffend Verkehrsregelverletzung am 14. Mai 2012 

(ND 8) wird eingestellt. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Eröffnung an 
beim Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Postfach 2401, 

8021 Zürich, schriftlich und begründet Beschwerde eingereicht wer-
den. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB (zwi-

schen dem 15. März 2012 und dem 12. Juli 2012) 

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB 

(am 15./16. März 2012, 17. März 2012, 16. Mai 2012, 10./11. Juli 

2012 und 12. Juli 2012) 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB (am 15./16. März 2012, 17. März 2012, 16. Mai 2012, 

10./11. Juli 2012 [zweifach], 12. Juli 2012 und 20. August 2012) 

-  3  - 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG (zwischen 

dem 7. April 2012 und dem 18. Mai 2012 sowie am 10./11. Juli 

2012) 

− der Entwendung zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Ziff. 1 al. 1 

SVG in der Fassung vom 19. Dezember 1958 (am 10./11. Juli 

2012) 

− der mehrfachen Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes im 

Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 

SVG, Art. 4a Abs. 1 VRV sowie teilweise Art. 22 Abs. 3 SSV (am 

13. März 2012, 15. März 2012, 9. Juli 2012 und 11. Juli 2012) und 

der Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von 

Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 4a 

Abs. 5 VRV sowie Art. 22 Abs. 1 SSV (am 4. April 2012). 

2. Bezüglich der Vorwürfe betreffend ND 7 (zweiter Einbruchdiebstahl bei 

B._____) und ND 9 (Pornografie) wird der Beschuldigte von Schuld 

und Strafe freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, 

wovon bis und mit Urteilsdatum 356 Tage durch Haft und durch vorzei-

tigen Strafantritt erstanden sind, und einer Busse von Fr. 1'000.00. Be-

zahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stel-

le eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 31. Oktober 

2012 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach 

Eintritt der Rechtskraft der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

− 2 Sturmhauben schwarz 
− 2 Paar Handschuhe Marke Lux-Tools 
− 1 Baseballmütze 
− 2 Lätthämmer Marke Lux-Tools, schwarz/blau 

-  4  - 

− 3 Steine 
− 4 Plastiktragtaschen OBI 
− 1 Schlüsselkarte für Renault Megane 
− 1 Pet-Flasche 0,5 l Nestea 
− 1 Pet-Flasche 0,5 l Sprite 
− 1 Steuergerät Abrites 
− 3 Schlüsselkarten Renault VelSatis, Renault Scenic und Renault 

Laguna 
− 1 Steuergerät Edilock LTD 
− 1 Steuergerät mit Blechgehäuse 
− 1 Anleitung zur Programmierung von Steuergeräten Renault 
− 2 Schrauben 
− 1 Etui schwarz/gelb mit diversen Schlüsseln 
− 1 Nothammer schwarz 
− 1 Schlüssel mit Innensechskant Gr. 10 
− 1 Schlüssel mit Innensechskant Gr. 113 
− 3 Schraubenzieher (2 Schlitz und 1 Tork) 
− 1 Laptop Fujitsu Siemens, silber/grau. 

6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 12. Februar 

2013 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach 

Eintritt der Rechtskraft der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen: 

− 3 DNA-Wattestäbchen 
− 2 Plastiksäcklein mit Glassplitter. 

7. Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 12. Februar 

2013 beschlagnahmte Gegenstand wird der berechtigten Person nach 

Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehändigt: 

− 1 Sunglass-Etui. 
 Hat sich während fünf Jahren keine berechtigte Person gemeldet, so ist 

der Gegenstand zu vernichten. 

8. a) Die Zivilklage des Privatklägers C._____ wird auf den Zivilweg 

verwiesen. 

-  5  - 

 b) Die Zivilklage der Privatklägerin D._____ AG wird auf den 

Zivilweg verwiesen. 

 c) Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte die 

Schadenersatzforderung der Privatklägerin Kantonspolizei Zürich 

von Fr. 600.00 anerkannt hat. 

 d) Die Zivilklage der Privatklägerin E._____ AG wird auf den Zivil-

weg verwiesen. 

 e) Die Zivilklage der Privatklägerin F._____ AG wird auf den Zivil-

weg verwiesen. 

9. Rechtsanwalt lic.iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher 

Verteidiger mit Fr. 15'242.35 aus der Gerichtskasse entschädigt. 

10. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 720.00   Kosten Kantonspolizei 

Fr. 2'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr.     Auslagen Untersuchung 

Fr. 421.70   ausserkantonale Untersuchungskosten 

Fr. 2'299.75   ausserkantonale Unt.kosten amtliche Verteidigung 

Fr. 15'242.35   amtliche Verteidigung gemäss Dispositiv-Ziffer 9 
  Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen diejenigen der Übersetzung und der amtlichen Verteidigung, 

werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Vertei-

digung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt 

eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. Die Kosten der 

Übersetzung werden auf die Gerichtskasse genommen. 

-  6  - 

Berufungsanträge: 

a) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat:  

(Urk. 58 S. 1) 

1. Bestätigung der vorinstanzlichen Schuld- und Freisprüche.  

2. Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren 

sowie einer Busse von Fr. 1'000.–. 

3. Vollzug der Freiheitsstrafe.  

4. Bestätigung des übrigen Urteils.  

b) Der Verteidigung des Beschuldigten:  

(Urk. 56 S. 2/3) 

 Die Verteidigung stellt folgende Berufungsanträge: 

1. Es seien die Ziff. 1 erster und vierter Spiegelstrich, Ziff. 3 erster Teil-

satz und Ziff. 4 des Urteils vom 2. Juli 2013 aufzuheben.  

2. Es sei der Beschuldigte schuldig zu sprechen 

- des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

(ND2, ND6, ND3, ND4); 

- des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (ND1). 

3. Es sei der Beschuldigte freizusprechen 

- des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 und Ziff. 3 al. 1 StGB (ND2, ND6, 

ND3, ND4, ND1); 

-  7  - 

- des mehrfachen Überlassens eines Fahrzeuges an eine nicht 

fahrberechtigte Person im Sinne von Art. 95 Abs. 1 Bst. e SVG 

i.V.m. Art. 10 Abs. 2 SVG (ND10). 

4. Es sei der Beschuldigte zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von drei 

Jahren, unter Anrechnung des Freiheitsentzuges bis zum Urteilsdatum 

infolge vorläufiger Festnahme, Untersuchungshaft und vorzeitigem 

Vollzug. 

5. Es sei die Freiheitsstrafe teilbedingt auszusprechen, wobei 18 Monate 

zu vollziehen und 18 Monate bedingt auszusprechen sind. 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

Im Hinblick auf die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft stellt die Ver-

teidigung folgende Anträge: 

1. Die Anschlussberufung sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

1. Der Beschuldigte A._____ wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 

10. Abteilung, vom 2. Juli 2013 des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB, des mehrfa-

chen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, der mehrfachen Sachbe-

schädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Fahrens ohne 

Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 

Abs. 2 SVG, der Entwendung zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Ziff. 1 al. 1 

-  8  - 

aSVG, der mehrfachen Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von 

Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 SVG, Art. 4a Abs. 1 VRV so-

wie teilweise Art. 22 Abs. 3 SSV und der Übertretung des Strassenverkehrsgeset-

zes im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 4a 

Abs. 5 VRV sowie Art. 22 Abs. 1 SSV schuldig gesprochen und mit einer Frei-

heitsstrafe von vier Jahren sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.– bestraft, wovon 

die Vorinstanz 356 Tage als durch Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafantritt 

erstanden erklärte. Demgegenüber wurde das Verfahren im Hinblick auf die ein-

geklagte Verkehrsregelverletzung vom 14. Mai 2012 (ND8) eingestellt und der 

Beschuldigte in Bezug auf die Vorwürfe des Einbruchdiebstahls zum Nachteil der 

B._____ vom 6. April 2012 (ND7) sowie der Pornografie (ND9) freigesprochen. 

Sodann wurden – mit Ausnahme eines "Sunglass-Etui" – sämtliche von der 

Staatsanwaltschaft beschlagnahmten Gegenstände gestützt auf Art. 69 Abs. 1 

und Abs. 2 StGB eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen. 

Schliesslich wurde davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte die Scha-

denersatzforderung der Privatklägerin Kantonspolizei Zürich anerkannt hatte, 

während die Zivilansprüche der Privatkläger C._____, D._____ AG, E._____ AG 

und F._____ auf den Zivilweg verwiesen wurden (Urk. 37 S. 31 ff.).  

2. Gegen das am 3. Juli 2013 mündlich eröffnete Urteil meldete die Verteidi-

gung mit Eingabe vom 8. Juli 2013 (Eingang: 10. Juli 2013; Urk. 30) innert Frist 

Berufung an. Das vollständig begründete Urteil wurde von ihr am 30. August 2013 

entgegengenommen (Urk. 35/2). Mit Eingabe vom 16. September 2013 (Eingang: 

17. September 2013) reichte sie ihre schriftliche Berufungserklärung fristgerecht 

ein (Urk. 38).  

3. Mit Präsidialverfügung vom 7. Oktober 2013 wurde den Privatklägern und 

der Anklagebehörde Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. zum An-

trag auf Nichteintreten auf die Berufung angesetzt (Urk. 43). Mit Schreiben vom 

11. Oktober 2013 erklärte die Staatsanwaltschaft rechtzeitig Anschlussberufung 

(Urk. 47). Da die Staatsanwaltschaft dabei jedoch keine Anträge auf Abänderung 

des erstinstanzlichen Urteils nannte, wurde sie mit Präsidialverfügung vom 

14. November 2013 aufgefordert, ihre Anträge nachträglich zu nennen (Urk. 48). 

-  9  - 

Mit Eingabe vom 22. November 2013 kam die Staatsanwaltschaft dieser Aufforde-

rung fristgerecht nach (Urk. 50). 

II. Prozessuales 

1. Im Rahmen seiner Berufungserklärung liess der Beschuldigte den Antrag 

stellen, es seien die Ziff. 1 erster und vierter Spiegelstrich, Ziff. 3 erster Teilsatz 

und Ziff. 4 des erstinstanzlichen Urteils aufzuheben und er sei von den Vorwürfen 

des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in 

Verbindung mit Ziff. 2 und Ziff. 3 al. 1 StGB (ND1, ND2, ND3, ND4, ND6) sowie 

des mehrfachen Überlassens eines Fahrzeuges an eine nicht fahrberechtigte 

Person im Sinne von Art. 95 Abs. 1 Bst. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 

SVG (ND10) freizusprechen bzw. des mehrfachen Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB (ND2, ND3, ND4, ND6) und des versuchten Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (ND1) 

schuldig zu sprechen. Zudem sei er mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei 

Jahren zu bestrafen, wobei 18 Monate zu vollziehen und 18 Monate bedingt aus-

zusprechen seien (Urk. 38 S. 3/4). Demgegenüber beantragte die Staatsanwalt-

schaft die Erhöhung der von der Vorinstanz ausgesprochenen Freiheitsstrafe auf 

fünf Jahre sowie der Busse auf Fr. 1'500.– und im Übrigen die Bestätigung des 

vorinstanzlichen Urteils (Urk. 50 S. 2). An diesen Anträgen wurde auch anlässlich 

der Berufungsverhandlung festgehalten, mit der Ausnahme, dass die Staatsan-

waltschaft keine Erhöhung der Busse mehr beantragte (Urk. 56 S. 2/3; Urk. 58 

S. 1). 

Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschieben-

de Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im Umfang der 

Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht erfassten Punk-

te in Rechtskraft erwachsen (Schmid, StPO Praxiskommentar, 2. Aufl., Art. 402 

N 1). Dispositivziffer 1 des Beschlusses (Verfahrenseinstellung betreffend die 

Verkehrsregelverletzung vom 14. Mai 2012) sowie die Dispositivziffer 1 zweiter, 

dritter, fünfter und sechster Spiegelstrich (Schuldsprüche wegen mehrfachen 

-  10  - 

Hausfriedensbruchs, mehrfacher Sachbeschädigung, Entwendung zum Ge-

brauch, mehrfacher Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes), Dispositivziffer 2 

(Freisprüche betreffend die Vorwürfe des Einbruchdiebstahls bei der B._____ 

vom 6. April 2012 und der Pornografie), Dispositivziffern 5, 6 und 7 (Entscheid 

über beschlagnahmte Gegenstände), Dispositivziffer 8 (Entscheid über Zivilan-

sprüche) sowie Dispositivziffern 9, 10 und 11 (Kosten- und Entschädigungsdispo-

sitiv) des Erkenntnisses vom 2. Juli 2013 wurden nicht angefochten. Diese Punkte 

des erstinstanzlichen Urteils sind somit in Rechtskraft erwachsen, was mittels Be-

schluss festzustellen ist. 

2. Mit Schreiben vom 16. September 2013 ersuchte die G._____ AG um "ad-

häsionsweise Verurteilung" des Beschuldigten zur Rückerstattung des Betrags 

von Fr. 6'764.10, welchen sie dem Privatkläger C._____ als Ersatz für den Scha-

den aus dem Ereignis vom 10./11. Juli 2012 (Entwendung eines Motorfahrzeuges 

zum Gebrauch bzw. Sachbeschädigung; HD) bezahlt hatte (Urk. 40 S. 2).  

Gemäss Art. 72 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag 

(VVG) geht der Ersatzanspruch, der dem Anspruchsberechtigten gegenüber Drit-

ten aus unerlaubter Handlung zusteht, auf den Versicherer insoweit über, als die-

ser dem Anspruchsberechtigten Entschädigung geleistet hat. Entgegen dem 

Randtitel von Art. 72 VVG handelt es sich dabei nicht um ein Regressrecht des 

Versicherers, sondern um eine Legalzession im Sinne von Art. 166 OR, da die 

dem Geschädigten gegenüber dem Schadensverursacher zustehenden Ansprü-

che im Moment der Zahlung ex lege auf den Versicherer übergehen (VVG –

Graber, Art. 72 N 26 und N 32). Im vorliegenden Fall bezahlte die G._____ AG 

den dem Privatkläger C._____ entstandenen Schaden zwar gemäss ihren Anga-

ben am 19. September 2012 (Urk. 52), womit sie noch während laufender Straf-

untersuchung in dessen zivilrechtliche Ansprüche gegenüber dem Beschuldigten 

eingetreten wäre (Art. 121 Abs. 2 StPO). Belege dazu reichte sie allerdings nicht 

ein. Entscheidend ist indessen, dass weder der Privatkläger C._____ noch die 

G._____ AG die von C._____ am 12. Juli 2012 erhobenen Zivilansprüche (Urk. 

HD 6/4) bis zu resp. während der vorinstanzlichen Hauptverhandlung bezifferten, 

wie dies in Art. 123 Abs. 2 StPO verlangt wird. Die Vorinstanz hat die Klage daher 

-  11  - 

in Anwendung von Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO zu Recht auf den Zivilweg verwie-

sen. Die Bezifferung kann nachträglich nicht mehr nachgeholt werden, weshalb 

auf das Schadenersatzbegehren der G._____ AG im Betrag von Fr. 6'764.10 

nicht einzutreten ist. 

3. Während die Staatsanwaltschaft im Hinblick auf das Berufungsverfahren 

ausdrücklich auf Beweisanträge verzichtete (Urk. 50 S. 2), stellte die Verteidigung 

in ihrer schriftlichen Berufungserklärung vom 16. September 2013 die Beweisan-

träge, es seien neben den – ohnehin beigezogenen – Akten aus dem vorinstanzli-

chen Verfahren gegen den Beschuldigten auch diejenigen aus dem Verfahren 

gegen dessen Komplizen H._____ (Geschäfts-Nr. DG130104-L) beizuziehen 

(Urk. 38 S. 5). Diesem Antrag wurde mit Präsidialverfügung vom 25. Januar 2014 

nicht entsprochen, da sich sämtliche für das vorliegende Verfahren relevanten Ak-

tenstücke, so insbesondere die polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Einver-

nahmen des Komplizen H._____ (Urk. HD 5/1-11; Prot. I S. 6 ff.), bereits in den 

Verfahrensakten des Beschuldigten befanden (Urk. 54). Die der Berufungserklä-

rung beigelegten Urkunden wurden dagegen antragsgemäss zu den Akten ge-

nommen (Urk. 39/1-3). 

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

A. Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl (ND1, ND2, ND3, ND4, ND6) 

1. Sachverhalt 

Die Vorinstanz betrachtete den dem vorerwähnten Titel zugrunde liegenden 

Sachverhalt betreffend die Einbruchdiebstähle gemäss ND1, ND2, ND3, ND4 und 

ND6 als erstellt. Dieser Sachverhalt ist von Seiten der Anklagebehörde wie auch 

von Seiten der Verteidigung grundsätzlich unbestritten und unangefochten, da 

sich die erhobenen Beanstandungen, klammert man die Frage der Höhe der De-

liktsumme resp. der Anzahl der gestohlenen Gegenstände aus, lediglich auf die 

rechtliche Würdigung des Sachverhalts als gewerbs- und bandenmässiger Dieb-

stahl beziehen (Urk. 25 S. 11; Urk. 38 S. 2; Urk. 50 S. 2; Urk. 56 S. 4 ff.; Urk. 58 

-  12  - 

S. 1; Prot. II S. 18/19). Insoweit die Verteidigung die vorinstanzlichen Feststellun-

gen zur Höhe der Deliktsumme bzw. zur Anzahl der gestohlenen Gegenstände 

rügt (Urk. 56 S. 9 ff.), ist auf die entsprechenden Ausführungen bei der rechtlichen 

Würdigung sowie der Strafzumessung zu verweisen. Im Übrigen ist der Sachver-

halt als rechtsgenügend erstellt zu betrachten. Um Wiederholungen zu vermei-

den, kann deshalb auf die Ausführungen der Vorinstanz zum Schuldpunkt verwie-

sen werden (Urk. 37 S. 5 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2. Rechtliche Würdigung 

2.1. Die Vorinstanz qualifizierte die im Berufungsverfahren noch zu beurteilenden 

Einbruchdiebstähle als gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB (Urk. 37 S. 18 ff., S. 31). 

Der Beschuldigte und sein Komplize hätten "Einbruchstourismus" betrieben, wel-

cher durch regelmässige Taten in kurzen deliktischen Zeiträumen gekennzeichnet 

sei. Sie hätten auch mit der Absicht, einen gewissen Gewinn daraus zu erzielen, 

gehandelt und ähnliche Überlegungen wie jemand, der ein kaufmännisches Un-

ternehmen aufbauen wolle, angestellt (Urk. 37 S. 19). Weiter hätten der Beschul-

digte und sein Komplize sämtliche Einbruchdiebstähle gemeinsam verübt, wobei 

sie vorgängig zusammen in die Schweiz gereist seien und gemeinsam ein Hotel-

zimmer belegt und ein Auto gemietet hätten. Erst die Verhaftung am 12. Juli 2012 

habe das Ende der Einbruchserie erzwungen. Es habe ein planmässiges und 

gemeinschaftliches Handeln vorgelegen (Urk. 37 S. 19/20).  

2.2. Zur Gewerbs- und Bandenmässigkeit führte die Anklagebehörde aus, dass 

der Beschuldigte und sein Komplize die Einbruchdiebstähle nach gemeinsamer 

Planung und durch gleichmassgebliches Zusammenwirken bei der Tatausführung 

begangen hätten, wobei ihre Absicht gewesen sei, sich dadurch einen möglichst 

hohen Vermögensvorteil zu verschaffen und damit zu einem Erwerbseinkommen 

zu gelangen, um sich den Lebensunterhalt (zumindest teilweise) zu finanzieren. 

Insbesondere habe der Beschuldigte nach eigenen Aussagen mit den Einbruch-

diebstählen innerhalb von vier Monaten insgesamt Fr. 10'000.– "verdient", wäh-

rend sein legales Einkommen in Polen im gleichen Zeitraum lediglich Fr. 2'800.– 

betragen habe. Damit seien die Einbruchdiebstähle als Hauptbeschäftigung und 

-  13  - 

die Gelegenheitsarbeiten in Polen als Nebenbeschäftigung zu betrachten. Des 

Weiteren gölten nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als Bande Zusam-

menschlüsse ab zwei Personen, und eine Gewerbsmässigkeit dürfte aufgrund der 

Anzahl der vom Beschuldigten zusammen mit seinem Komplizen begangenen Ta-

ten und des innert eines Zeitraums von lediglich vier Monaten erbeuteten Delikts-

guts ohne Weiteres gegeben sein. Zudem habe der Komplize H._____ gegenüber 

der Polizei anlässlich seiner Befragung vom 6. September 2012 angegeben, dass 

sie mit dem Verkaufserlös der gestohlenen Waren ihren Lebensunterhalt bestrit-

ten hätten (Urk. 23 S. 2, S. 4; Urk. 58 S. 2; Prot. II S. 18/19). 

2.3. Die Verteidigung ist hingegen der Ansicht, dass die Gewerbs- und Banden-

mässigkeit zu verneinen sei. Der Beschuldigte habe mit dem Erlös aus den Ein-

bruchdiebstählen nicht seinen Lebensunterhalt finanzieren, sondern damit seine 

Schulden zurückbezahlen wollen. Aus diesem Grund könne nicht auf die Bereit-

schaft zur Begehung einer Vielzahl von gleichgelagerten Taten geschlossen wer-

den. Auch habe sich der Beschuldigte in gewissem Sinne in einem Notstand be-

funden, da er oder seine Familie im Falle der Nichtbegleichung der Schulden "ein 

gefährliches Leben" geführt hätten. Sodann sei die von ihm begangene Anzahl 

von Einbruchdiebstählen nicht ausreichend, um daraus ein gewerbsmässiges 

Verhalten abzuleiten (Urk. 25 S. 11; Urk. 56 S. 4/5). Die Bandenmässigkeit sei 

deshalb nicht gegeben, weil die Zusammenarbeit des Beschuldigten und seines 

Komplizen weder besonders raffiniert noch speziell organisiert gewesen sei. Da 

der Beschuldigte mit dem Erlös aus den Einbruchdiebstählen nur seine Schulden 

habe zurückbezahlen wollen, habe er auch keinen Willen zur fortgesetzten Bege-

hung der Einbruchdiebstähle gehabt. Vielmehr habe er bei allen drei Besuchen in 

der Schweiz jeweils nur den Willen auf einen erfolgreichen Diebstahl gehabt und 

erst nachdem sich herausgestellt habe, dass ein Einbruchdiebstahl nicht genü-

gend Erlös abgeworfen habe, um die Privatschulden zu tilgen, habe sich der Be-

schuldigte zunächst zu einer zweiten und dann zu einer dritten Diebestour in die 

Schweiz entschlossen. Die einzelnen Delikte seien somit aus einer finanziellen 

Notlage heraus begangen worden. Schliesslich sei darauf hinzuweisen, dass 

nach richtiger Ansicht eine Bande aus mindestens drei Personen bestehe (Urk. 25 

S. 12; Urk 56 S. 5/6; Prot. II S. 20). 

-  14  - 

2.4. Gewerbsmässigkeit 

2.4.1. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte (Urk. 37 S. 18), ist Gewerbsmäs-

sigkeit bei berufsmässigem Handeln gegeben. Ein solches liegt vor, wenn sich 

aus der Zeit und den Mitteln, die der Täter für die deliktische Tätigkeit aufwendet, 

aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie 

aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tä-

tigkeit nach der Art eines Berufs ausübt. Diese abstrakte Umschreibung hat nur 

Richtlinienfunktion. Eine quasi "nebenberufliche" deliktische Tätigkeit kann genü-

gen. Wesentlich ist, dass sich der Täter, wie aus den gesamten Umständen ge-

schlossen werden muss, darauf eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen 

Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzie-

rung seiner Lebensgestaltung darstellen (BGE 123 IV 113 E. 2c; Urteil des Bun-

desgerichtes 6S.2/2005 vom 7. Juli 2005, E. 1.1). Ob dies der Fall ist, ist aufgrund 

der gesamten Umstände zu entscheiden. Zu berücksichtigen sind insbesondere 

Anzahl bzw. Häufigkeit der während eines bestimmten Zeitraums bereits verübten 

Taten, Entwicklung eines bestimmten Systems bzw. einer bestimmten Methode, 

Aufbau einer Organisation und Investitionen (Donatsch, Strafrecht III – Delikte 

gegen den Einzelnen, 10. Aufl., Zürich 2013, S. 104). Das Bundesgericht liess für 

die Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, einen monatlichen Betrag von 

Fr. 1'000.– für einen Automechaniker (BGE 119 IV 129 E. 3b) bzw. einen solchen 

von monatlich Fr. 500.– bei einem sonstigen Einkommen von Fr. 3'500.– genügen 

(BGE 123 IV 113 E. 2b und c) und bejahte die Gewerbsmässigkeit in einem Fall, 

in dem der Täter sich innert eines Monats an zwei versuchten und drei vollende-

ten Einbruchdiebstählen mit einem Deliktserlös von rund Fr. 45'000.–, welcher auf 

die Mittäter aufgeteilt wurde, beteiligte (Urteil des Bundesgerichtes 6S.2/2005 

vom 7. Juli 2005, E. 1.1). Es mag auch ein fünffach begangener Diebstahl mit ei-

ner Beute von total Fr. 2'000.– innerhalb einer Woche genügen (BSK StGB – Nig-

gli/Riedo, Art. 139 N 97). 

2.4.2. Der Beschuldigte verübte zusammen mit seinem Komplizen H._____ innert 

rund vier Monaten vor seiner Verhaftung fünf Einbruchdiebstähle. Was die De-

liktsbeute betrifft, bleibt mit der Vorinstanz anzumerken, dass sich ihr Umfang nur 

-  15  - 

der Grössenordnung nach bestimmen lässt (Urk. 37 S. 7, S. 9/10, S. 12), zumal 

der Beschuldigte die in der Anklageschrift unter ND2, ND3 und ND6 genannten 

Beträge bestreitet (Urk. HD 4/5 S. 2, HD 4/14 S. 4, Prot. I S. 16/17; Urk. HD 4/9 S. 

2, HD 4/14 S. 6/7, HD 5/10 S. 12, Prot. I S. 18; Urk. HD 4/14 S. 5, HD 5/10 S. 9, 

Prot. I S. 17; Prot. II S. 13/14). Die Anklage geht – basierend auf den Angaben 

der Geschädigten – von einem Deliktsbetrag von insgesamt Fr. 222'054.45 aus 

(ND1: Fr. 95'744.–, ND2: Fr. 17'451.45, ND3: Fr. 78'310.–, ND4: Fr. 1'800.–, ND6: 

28'749.–; Urk. HD 15 S. 3 ff.). Dagegen anerkennt der Beschuldigte lediglich die 

Beträge gemäss ND1 (Fr. 95'744.–; Urk. HD 4/12 S. 2, HD 4/14 S. 9, HD 5/10 

S. 19) und ND4 (Fr. 1'800.–; Urk. HD 4/11 S. 2, HD 4/14 S. 8, HD 5/10 S. 17). 

Hinsichtlich des Einbruchdiebstahls gemäss ND3 anerkennt er "etwa die Hälfte 

der angegebenen Summe" (Fr. 78'310.– / 2 = Fr. 39'155.–; Urk. HD 5/10 S. 12, 

Prot. I S. 18), während er in Bezug auf den Deliktsbetrag gemäss ND6 geltend 

macht, dieser sei zu hoch (Urk. HD 5/10 S. 9), da ein grosser Teil der Kameras 

wertlos gewesen sei und sie deshalb ca. 30 Prozent davon entsorgt hätten (Prot. I 

S. 17; Prot. II S. 14). Sein Komplize H._____ gab dazu in der Untersuchung an, 

dass der Wert der bei der Geschädigten B._____ gestohlenen Kameras "maximal 

Fr. 10'000.–" betragen habe (Urk. HD 5/4 S. 6). Schliesslich bestreitet der Be-

schuldigte auch die in der Anklage unter ND2 genannte Deliktsumme und macht 

dabei insbesondere geltend, nur wenige Kameras und kein Bargeld gestohlen zu 

haben (Urk. HD 4/14 S. 4, Prot. I S. 17; Prot. II S. 13). Ebenso stufte der Komplize 

H._____ den Deliktsbetrag von Fr. 17'451.45 als zu hoch ein (Urk. HD 5/10 S. 

7/8, HD 5/11 S. 4), da sie einerseits kein Bargeld entwendet (Prot. I S. 9) und an-

dererseits die von ihnen gestohlenen Digitalkameras in Polen einen Wert von ca. 

Fr. 7'000.– bzw. die Spiegelreflexkameras einen Wert von jeweils maximal 

Fr. 100.– hätten (Urk. HD 5/6 S. 4). 

Geht man von den (nicht immer überzeugenden) Angaben der Beschuldigten zu 

den einzelnen Deliktsbeträgen aus und berücksichtigt man weiter, dass die Han-

delspreise in Polen tiefer sind, die gestohlenen Objekte für 10 bis 15 % des Wa-

renwertes verkauft wurden (Urk. HD 5/5 S. 2, HD 5/11 S. 15; Prot. I S. 11; Prot. II 

S. 16) und der Erlös hälftig geteilt wurde (Urk. HD 4/14 S. 9, HD 5/5 S. 3; Prot. II 

S. 16), so verblieb dem Beschuldigten – selbst nach Abzug seiner Aufwendungen 

-  16  - 

für die Reisen in die Schweiz – noch immer ein "Gewinn" von mehreren tausend 

Franken aus den von ihm begangenen Einbruchdiebstählen. Anlässlich der Beru-

fungsverhandlung gestand der Beschuldigte denn auch ein, dass aus den Einbrü-

chen ein Gesamterlös von ca. Fr. 20'000.– resultiert habe (Prot. II S. 16). Ein sol-

cher Betrag genügt im Lichte der oben aufgeführten Praxis des Bundesgerichts 

für die Annahme der Gewerbsmässigkeit bei weitem. Dies gilt umso mehr, als der 

Beschuldigte im Laufe des Verfahrens mehrfach angab, dass er keine Ausbildung 

abgeschlossen habe und nur gelegentlich im Baugewerbe arbeite, weshalb er 

kein regelmässiges Einkommen erziele und bei seinen Eltern lebe, welche für 

seinen Lebensunterhalt aufkämen. Zudem habe er kein Vermögen, dafür aber 

Schulden im Umfang von rund Fr. 10'000.– (Urk. HD 4/3 S. 7, HD 4/6 S. 3, HD 

4/14 S. 16 ff., HD 10/6 S. 3; Prot. II S. 9 ff.). Unter diesen Umständen erzielte der 

in Polen lebende Beschuldigte durch die innerhalb von vier Monaten begangenen 

fünf Einbruchsdiebstähle einen erheblichen Betrag an seinen Lebensunterhalt, 

worunter selbstverständlich auch die Bezahlung von Schulden fällt. Daran vermag 

auch die vom seinem Arbeitgeber am 10. Mai 2013 ausgestellte "Bestätigung", 

welche ihm für den Zeitraum vom 4. April bis 27. Juli 2012 eine Anstellung als 

"Fahrer-Einkäufer" zu einen Monatslohn von PLN 1'800.– (damals ca. Fr. 500.–) 

attestierte (Urk. 22/2), nichts zu ändern. Im Gegenteil, aufgrund des im Vergleich 

zum Diebstahlserlös geringen Einkommens aus legaler Arbeit sind – der Argu-

mentation der Staatsanwaltschaft folgend (Prot. II S. 18) – die vom Beschuldigten 

begangenen Einbruchdiebstähle sogar als dessen Haupterwerbstätigkeit zu be-

trachten. Passend dazu gab H._____ in seiner polizeilichen Einvernahme vom 

6. September 2012 denn auch an, dass sie den Einbruch vom 16. Mai 2012 in 

Langenthal (ND3) begangen hätten, "um Gewinn zu machen und vom Geld zu le-

ben" (Urk. HD 5/5 S. 5/6), wobei diese Aussage zu Ungunsten des Beschuldigten 

verwertbar ist, weil der Verteidigung vor der Konfrontationseinvernahme vom 

22. Januar 2013 sämtliche polizeilichen Befragungen H._____s zugestellt worden 

waren (Urk. HD 5/10 S. 1) und dieser anlässlich der Konfrontationseinvernahme 

auf seine bei der Polizei gemachten Aussagen verwies (Urk. HD 5/10 S. 4). 

2.4.3. Weiter wird für die Annahme von Gewerbsmässigkeit vorausgesetzt, dass 

der Täter in der Absicht handelte, ein Erwerbseinkommen zu erlangen, und dass 

-  17  - 

aufgrund seiner Taten geschlossen werden muss, er sei zu einer Vielzahl von un-

ter die fraglichen Tatbestände fallenden Taten bereit gewesen (BGE 123 IV 113 

E. 2c). Diese Voraussetzungen sind vorliegend mit fünf Diebstählen in lediglich 

vier Monaten erfüllt, die erforderliche Intensität ist somit erreicht. Wenn der Be-

schuldigte und die Verteidigung geltend machen, auf eine Bereitschaft des Be-

schuldigten zur Begehung einer Vielzahl von gleichartigen Taten könne nicht ge-

schlossen werden, da dieser mit dem Erlös lediglich seine Schulden habe abbe-

zahlen wollen und sich erst nachdem der Erlös aus ersten beiden Diebstählen 

nicht einmal ausgereicht habe, um die Reisekosten zu decken, entschieden habe, 

erneut in der Schweiz Einbrüche zu begehen (Urk. HD 4/14 S. 4; Urk. 25 S. 10, 

S. 11; Urk. 56 S. 5), so vermag dies aus mehreren Gründen nicht zu überzeugen. 

Zunächst erscheint es schlicht lebensfremd, wenn der praktisch arbeitslose und 

sich in einer ungemütlichen finanziellen Situation befindende Beschuldigte glaub-

haft machen will, er habe nur solange finanziell lukrative Einbruchdiebstähle be-

gehen wollen, bis seine Schulden im Umfang von rund Fr. 10'000.– getilgt gewe-

sen wären. Gegen diese Argumentation spricht insbesondere auch, dass der Be-

schuldigte und sein Komplize beim Einbruchdiebstahl vom 10./11. Juli 2012 zum 

Nachteil des Restaurants "I._____" (ND4) Lebensmittel und Getränke im Wert von 

ca. Fr. 400.– erbeuteten. Sodann gab H._____ in der Untersuchung an, dass die 

Beute aus dem zweiten Einbruchdiebstahl in Dübendorf (ND6) dermassen gross 

ausgefallen sei, dass sie diese nicht mit nach Polen hätten nehmen können und 

deshalb beschlossen hätten, die gestohlenen Waren in einem Wald zu verstecken 

und erst "beim nächsten Mal" mitzunehmen (Urk. HD 5/4 S. 2). Demnach hatten 

die Beschuldigten, noch bevor sie überhaupt wissen konnten, wie hoch der Erlös 

aus ihrer ersten Diebestour in der Schweiz ausfallen würde, offenbar bereits die 

Absicht, zu einem späteren Zeitpunkt erneut in die Schweiz zu kommen, um wei-

tere Einbruchdiebstähle zu begehen. Übereinstimmend dazu erklärte der Be-

schuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung, dass er und H._____ Geld benö-

tigt und sich deshalb entschieden hätten, in der Schweiz Straftaten zu verüben 

(Prot. II S. 16). Zudem zeugen die professionelle Vorbereitung der Einbrüche und 

die nicht unerheblichen finanziellen Aufwendungen, welche im Vorfeld der Taten 

getätigt wurden, von einer eigentlich geplanten "Einbruchserie"; so wurden Flüge, 

-  18  - 

Carfahrten und Hotelzimmer gebucht, Fahrzeuge gemietet, Tatorte ausgekund-

schaftet (Urk. HD 5/3 S. 4, HD 5/4 S. 3, HD 5/10 S. 6), Alarmanlagen ausge-

schäumt (Urk. ND 3/1 S. 2), Fluchtfahrzeuge gestohlen (Urk. HD 5/1 S. 5) und zu 

diesem Zwecke Werkzeuge und Spezialgerätschaften wie Steuergeräte und 

Schlüsselkarten mitgeführt (Urk. HD 1/8 S. 4, HD 9/7 S. 2). Schliesslich ist darauf 

hinzuweisen, dass nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung lediglich die "Be-

reitschaft" (und nicht die Absicht) zur Verübung einer Vielzahl von Delikten der 

fraglichen Art vorausgesetzt wird (BGE 116 IV 319 E. 3b). Selbst wenn also der 

Beschuldigte aus seinen ersten beiden im März 2012 begangenen Einbruchdieb-

stählen tatsächlich keinen hinreichenden Erlös erzielt und sich erst danach ent-

schieden hätte, erneut in der Schweiz zu delinquieren, so manifestierte er gerade 

damit seine Bereitschaft, solange Einbruchdiebstähle zu begehen, bis der daraus 

erzielte "Gewinn" ausreichte, um seine Schulden zu tilgen. Unter diesen Umstän-

den sowie unter Berücksichtigung der einschlägigen Vorstrafe des Beschuldigten 

(Urk. HD 12/22) kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass es nur 

aufgrund der Verhaftung nicht zu weiteren Delikten kam, sondern bei fünf Taten 

blieb. Die Gewerbsmässigkeit ist somit zu bejahen. 

2.5. Bandenmässigkeit 

2.5.1. Nach Art. 139 Ziff. 3 al. 1 StGB wird ein Dieb mit Freiheitsstrafe bis zu zehn 

Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft, wenn er den Dieb-

stahl als Mitglied einer Bande ausführt, die sich zur fortgesetzten Verübung von 

Raub und Diebstahl zusammengefunden hat. Der Begriff der Bande ist – mit Blick 

auf den Zweck der Qualifikation und die massive Strafandrohung – eng auszule-

gen (BSK StGB – Niggli/Riedo, Art. 139 N 122). Wie die Verteidigung zutreffend 

ausführt, ist Stehlen als Mitglied einer Bande besonders gefährlich, weil der Zu-

sammenschluss zur fortgesetzten Verübung eines Raubes oder eines Diebstahls 

die Täter psychisch und physisch stärkt (BGE 78 IV 233; Urk. 25 S. 12). Durch 

den Zusammenschluss binden sich die Mitglieder auch an die verbrecherischen 

Ziele und erschweren sich gegenseitig die Umkehr (Trechsel/Crameri, in Trech-

sel/Pieth, StGB PK, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2009, Art. 139 N 16). Es ist erfor-

derlich, dass zwei oder mehrere Täter sich mit dem ausdrücklichen oder konklu-

-  19  - 

dent geäusserten Willen zusammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer 

selbständiger, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Diebstähle oder 

Raubtaten zusammenzuwirken (BGE 135 IV 158 E. 2). Was die Intensität der 

Verbindung zwischen den Bandenmitgliedern angeht, setzt die Annahme von 

Bandenmässigkeit eine gewisse Stabilität und Festigkeit der Gruppe voraus. Ist 

demgegenüber schon die Zusammenarbeit derart locker, dass von Anfang an nur 

ein sehr loser und damit völlig unbeständiger Zusammenhalt besteht, liegt keine 

Bande vor (BGE 124 IV 86 E. 2b). 

2.5.2. Auf das Vorbringen der Verteidigung, eine Bande müsse richtigerweise aus 

drei Personen bestehen (Urk. 25 S. 12; Urk. 56 S. 5/6), ist aufgrund der klaren 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 135 IV 158 E. 3.3) nicht weiter 

einzugehen. Sodann muss die Zusammenarbeit des Beschuldigten und seines 

Komplizen, im Rahmen welcher sie alle fünf Einbruchdiebstähle gemeinsam plan-

ten und ausführten, als stabil bezeichnet werden. Die Mindestanforderungen an 

eine Organisation waren damit bei weitem erfüllt. Ferner war der Beschuldigte 

– wie bereits beim Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit ausgeführt – 

zweifellos zu weiteren Delikten bereit. In kurzer Zeit verübte er zusammen mit 

seinem Komplizen H._____ fünf Diebstähle, bei denen die beiden Täter jeweils in 

den Grundzügen gleich vorgingen. Die genaue Zahl der Straftaten war offensicht-

lich nicht geplant bzw. die gemeinsame Delinquenz war nicht auf diese fünf Dieb-

stähle beschränkt. Im Gegenteil zeigt die Vorgehensweise des Beschuldigten und 

seines Komplizen klar, dass sie es auf ein längeres Zusammenwirken angelegt 

hatten und gemeinsam weiter delinquiert hätten, wenn sie nicht verhaftet worden 

wären. Die Bandenmässigkeit ist somit zu bejahen. 

2.6. Für den von der Verteidigung sinngemäss geltend gemachten (Nötigungs-) 

Notstand im Sinne einer Gefahr für die körperliche Unversehrtheit des Beschul-

digten oder dessen Familie im Falle der Nichtbezahlung der Schulden (Urk. 25 

S. 9/10; Urk. 56 S. 5) finden sich in den Akten keinerlei Anhaltspunkte. Ebenso 

war die finanzielle Situation des Beschuldigten angesichts der Umstände, dass er 

Schulden im Umfang von lediglich Fr. 10'000.– hatte, mit seinen Gelegenheitsar-

beiten ab und zu ein Einkommen erzielte und dazu noch kostenlos bei seinen El-

-  20  - 

tern leben durfte (Prot. II S. 10 f.), keinesfalls dermassen prekär, dass von einer 

"finanziellen Notlage" (Urk. 56 S. 6) gesprochen werden könnte, aufgrund welcher 

der Beschuldigte keine andere Wahl gehabt hätte, als die besagten Einbruchdieb-

stähle zu begehen. Wie von der Staatsanwaltschaft richtigerweise ausgeführt, wä-

re es dem Beschuldigten unter den genannten Umständen vielmehr möglich ge-

wesen, seine Schulden mit Hilfe von legaler Arbeit zurückzubezahlen (Prot. II 

S. 18/19). 

2.7. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist der Beschuldigte in Überein-

stimmung mit der Vorinstanz des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB schuldig zu 

sprechen.  

B. Mehrfaches Fahren ohne Berechtigung (ND10) 

1. Sachverhalt 

1.1. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten unter dem vorerwähnten Titel 

zusammengefasst vor, einerseits im Zeitraum zwischen dem 7. April und 18. Mai 

2012 sein Fahrzeug "VW Passat, Kennzeichen ..." und andererseits im Zeitraum 

zwischen dem 10. und 11. Juli 2012 das von ihm zuvor gemietete Fahrzeug "Opel 

Corsa, Kennzeichen ..." H._____ zum Gebrauch überlassen zu haben, obschon 

er gewusst habe, dass diesem der Ausweis entzogen worden sei (Urk. HD 15 S. 

22/23). 

1.2. Der Beschuldigte bestreitet diesen Vorwurf. Er macht geltend, sich nicht 

mehr erinnern zu können, H._____ jemals ein Fahrzeug überlassen zu haben. 

Auch habe er nicht gewusst, dass H._____ der Führerausweis entzogen worden 

sei. Zudem gehöre der fragliche VW Passat nicht ihm, sondern seiner Mutter (Urk. 

HD 4/8 S. 1 f., HD 4/14 S. 14, HD 5/10 S. 21; Prot. I S. 20/21; Urk. 25 S. 7; Prot. II 

S. 15; Urk. 56 S. 8). 

1.3. Die Vorinstanz sah den Sachverhalt als erstellt an und begründete dies da-

mit, dass gemäss der Auskunft von Interpol der VW Passat auf den Beschuldigten 

registriert sei und H._____ bis zum 24. Mai 2014 kein Fahrzeug lenken dürfe, da 

-  21  - 

er im Jahre 2012 in Polen in angetrunkenem Zustand gefahren sei. H._____ habe 

den Beschuldigten zwar zunächst konkret belastet, ihm das Fahrzeug trotz 

Kenntnis des Führerausweisentzugs überlassen zu haben. Im Laufe des Verfah-

rens habe er jedoch seine Aussagen relativiert. Die Relativierungen erschienen 

als Schutzbehauptung, da für H._____ ausser Zweifel gestanden habe, dass er 

seit dem 13. Januar 2012 nicht mehr habe Auto fahren dürfen. Entsprechend un-

missverständlich habe er den Beschuldigten darüber informiert. Dafür, dass der 

Beschuldigte über den Fahrausweisentzug von H._____ im Bilde gewesen sei, 

spreche auch der Umstand, dass dieser nur gefahren sei, wenn das zwingend er-

forderlich gewesen sei (Urk. 37 S. 16 ff.). 

1.4. Die Anklage bzw. die erstinstanzliche Verurteilung stützt sich – neben der 

erwähnten Auskunft von Interpol (Urk. ND 10/2) – insbesondere auf die Aussagen 

von H._____. Dieser gab anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 

17. September 2012 an, am 13. Januar 2012 von der Polizei in Polen "erwischt" 

worden zu sein, als er in angetrunkenem Zustand ein Fahrzeug gelenkt habe. 

Zwar sei er erst im Mai 2012 "definitiv verurteilt" worden, der Führerausweis sei 

ihm jedoch am 13. Januar 2012 "auf der Stelle" abgenommen worden. Trotzdem 

sei er danach zweimal in der Schweiz Auto gefahren, einmal davon habe er wäh-

rend seinem zweiten oder dritten Aufenthalt in der Schweiz den VW Passat des 

Beschuldigten von ihrer Unterkunft in der Nähe von Burgdorf bis zum Flughafen 

Zürich gelenkt. Er habe damals wegen seiner Arbeit "sehr schnell" nach Polen zu-

rückkehren müssen. Da man für die genannte Strecke mit dem Zug drei bis vier 

Stunden, mit dem Auto hingegen nur eine Stunde benötige, hätten sie sich ent-

schieden, mit beiden Fahrzeugen gleichzeitig zu fahren. Er habe dem Beschuldig-

ten erzählt, dass ihm der Führerausweis entzogen worden sei. Auch beim zweiten 

Mal sei es "eine Notwendigkeit" gewesen, das Fahrzeug persönlich zu lenken 

(Urk. HD 5/7 S. 1 ff.). 

In der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme vom 22. Januar 2013 

verwies H._____ vorab auf seine bei der Polizei gemachten Aussagen (Urk. HD 

5/10 S. 4). Der gegenüber dem Beschuldigten gemachte Vorwurf betreffend das 

Überlassen des VW Passat im Zeitraum zwischen April und Mai 2012 sei jedoch 

-  22  - 

unzutreffend, da ihm der Ausweis erst Ende Mai 2012 aberkannt worden sei und 

er somit erst ab dann nicht mehr habe fahren dürfen. Gegenüber dem Beschuldig-

ten habe er deshalb nur erwähnt, dass "etwas kommen werde", dass er "das Auto 

nicht mehr fahren dürfe". Hingegen sei es zutreffend, dass er mit dem vom Be-

schuldigten zuvor gemieteten Opel Corsa im Zeitraum zwischen dem 10. und 11. 

Juli 2012 gefahren sei. Er glaube, er habe "es" dem Beschuldigten gesagt, viel-

leicht habe dieser das nicht richtig wahrgenommen (Urk. HD 5/10 S. 20 f.). 

Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 2. Juli 2013 gab H._____ 

zu Protokoll, er sei sich nicht sicher, ob der Beschuldigte von seinem Führeraus-

weisentzug gewusst und ihm das Fahrzeug wissentlich zur Verfügung gestellt ha-

be. Er könne sich nicht mehr daran erinnern bzw. er sei sich nicht zu 100 % si-

cher, ob er überhaupt mit dem Beschuldigten darüber gesprochen habe. Heute 

denke er, dass er dem Beschuldigten nichts von seinem Führerausweisentzug 

gesagt habe. Er denke, der Beschuldigte hätte ihm das Lenken des Fahrzeugs 

nicht erlaubt, wenn dieser gewusst hätte, dass ihm der Führerschein entzogen 

worden sei (Prot. I S. 12 f.).  

1.5. Der Beschuldigte bestritt den Anklagevorwurf des mehrfachen Überlassens 

einer Motorfahrzeuges an eine nicht führungsberechtigte Person während der ge-

samten Dauer der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens konsequent. 

Insoweit erweisen sich seine Aussagen als konstant. Allerdings fällt bei näherer 

Betrachtung seiner Aussagen auf, dass die Bestreitungen in diesem Zusammen-

hang eher pauschal ausfielen. So brachte der Beschuldigte lediglich vor, er könne 

sich an nichts mehr erinnern (Urk. HD 4/8 S. 2, HD 4/14 S. 14; Prot. II S. 15) bzw. 

er habe nicht gewusst, dass H._____ der Führerausweis entzogen worden sei 

(Urk. HD 4/8 S. 1, HD 4/14 S. 14, HD 5/10 S. 21; Prot. I S. 20; Prot. II S. 15). Wei-

tere Ausführungen dazu machte er nicht. Auch zu den konkreten Belastungen 

H._____s äusserte er einzig die Vermutung, sein Kollege müsse sich täuschen 

(Urk. HD 5/10 S. 21). Des Weiteren erwies sich die Behauptung des Beschuldig-

ten, der fragliche VW Passat gehöre gar nicht ihm, sondern seiner Mutter (Urk. 

HD 4/14 S. 14; Prot. I S. 20), aufgrund der Auskunft von Interpol (Urk. ND 10/2 S. 

-  23  - 

2) als offensichtlich unzutreffend. Unter diesen Umständen sind seine Aussagen 

als wenig glaubhaft einzustufen. 

Demgegenüber fielen die Aussagen von H._____ zum Vorwurf des Überlassens 

eines Motorfahrzeuges an eine nicht führungsberechtigte Person insbesondere zu 

Beginn der Untersuchung ausführlich und stimmig aus. So gab er in der polizeili-

chen Einvernahme vom 17. September 2012 zunächst klar und unmissverständ-

lich an, dass ihm der Führerschein am 13. Januar 2012 wegen Fahrens in ange-

trunkenem Zustand "auf der Stelle abgenommen" und er deswegen im Mai 2012 

"definitiv verurteilt" worden sei (Urk. HD 5/7 S. 1). Davon habe er dem Beschul-

digten erzählt (Urk. HD 5/7 S. 3). Sodann schilderte H._____ detailliert und le-

bensnah die weiteren mit seinem Führerausweisentzug in Zusammenhang ste-

henden Ereignisse, wie beispielsweise, dass er nach dem 13. Januar 2012 trotz-

dem noch zwei Wochen lang mit seinem Auto herumgefahren sei und dieses 

dann verkauft habe, damit es ihn "nicht mehr lockt, damit herumzufahren" 

(Urk. HD 5/7 S. 2). Auch die Schilderung der Umstände, welche zu seinen unbe-

rechtigten Fahrten in der Schweiz führten, fiel detailliert und schlüssig aus. Er ha-

be damals wegen seiner Arbeit "sehr schnell" nach Polen zurückkehren müssen 

(Urk. HD 5/7 S. 4), weshalb sie sich zum Zwecke der Zeitersparnis entschieden 

hätten, beide Fahrzeuge gleichzeitig zu lenken anstatt mit dem Zug zu fahren 

(Urk. HD 5/7 S. 3). Für die Glaubhaftigkeit seiner bei der Polizei gemachten Aus-

sagen spricht ferner der Umstand, dass sich H._____ damit selbst im Sinne des 

Fahrens trotz Entzugs des Führerausweises belastete. Zudem bestätigte er auf 

Nachfrage hin in der Konfrontationseinvernahme vom 22. Januar 2013, dass sei-

ne bei der Polizei gemachten Aussagen der Wahrheit entsprächen (Urk. HD 5/10 

S. 3/4). Zwar schwächte H._____ seine ursprünglichen Aussagen mit zunehmen-

der Verfahrensdauer ab. So machte er gegen Ende der Konfrontationseinver-

nahme zum Vorwurf des Überlassens des VW Passat im Zeitraum zwischen dem 

7. April und 18. Mai 2012 geltend, ihm sei der Führerausweis erst Ende Mai 2012 

rechtskräftig entzogen worden und er sei bis dahin noch berechtigt gewesen, ein 

Fahrzeug zu lenken. Deshalb habe er gegenüber dem Beschuldigten vorgängig 

nur erwähnt, dass hinsichtlich seiner Fahrberechtigung "etwas kommen werde" 

(Urk. HD 5/10 S. 20/21). Im Hinblick auf den Vorwurf des Überlassens des gemie-

-  24  - 

teten Opel Corsa im Zeitraum zwischen dem 10. und 11. Juli 2012 gab H._____ in 

der gleichen Einvernahme nur noch an, er "glaube", gegenüber dem Beschuldig-

ten gesagt zu haben, dass er nicht fahren dürfe. Vielleicht habe es dieser aber 

nicht richtig wahrgenommen (Urk. HD 5/10 S. 21). An der erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung vom 2. Juli 2013 wollte sich H._____ dann nicht einmal mehr 

daran erinnern, jemals mit dem Beschuldigten über den Führerausweisentzug ge-

sprochen zu haben. Stattdessen erklärte er, er denke, er habe dem Beschuldigten 

nichts davon erzählt, ansonsten ihm dieser das Lenken des Fahrzeugs nicht er-

laubt hätte (Prot. I S. 13). Diese Vorbringen erscheinen jedoch aufgrund seiner 

klaren Aussagen bei der Polizei als unbehelflicher Versuch, den Beschuldigten 

vor einer Verurteilung wegen Überlassens einer Motorfahrzeuges an eine nicht 

führungsberechtigte Person zu schützen. Auf gleiche Weise zu werten ist die an 

der erstinstanzlichen Hauptverhandlung gemachte Äusserung H._____s, er sei 

anlässlich der Einvernahme bei der Polizei "sehr nervös" gewesen und habe 

deswegen womöglich "unpräzise Angaben" gemacht (Prot. I S. 13). 

In prozessualer Hinsicht ist auch hier festzuhalten, dass die den Beschuldigten 

konkret belastenden Aussagen H._____s vom 17. September 2012 im Hinblick 

auf die Bestimmung von Art. 147 StPO zu Ungunsten des Beschuldigten verwer-

tet werden können. Einerseits verwies H._____ in der Konfrontationseinvernahme 

vom 22. Januar 2013 auf seine bei der Polizei gemachten Aussagen (Urk. HD 

5/10 S. 4), andererseits wurden dem Verteidiger des Beschuldigten vor der Kon-

frontationseinvernahme sämtliche polizeilichen Befragungen H._____s zugestellt 

(Urk. HD 5/10 S. 1). Dadurch war es dem Beschuldigten in der Konfrontationsein-

vernahme möglich, dazu Stellung zu nehmen und Ergänzungsfragen an H._____ 

zu richten. Folglich wurde seinem rechtlichen Gehör Genüge getan. 

Zusammenfassend ist insbesondere gestützt auf die glaubhaften Aussagen 

H._____s vom 17. September 2012 davon auszugehen, dass dem Beschuldigten 

dessen Führerausweisentzug bekannt war, als er diesem im Zeitraum zwischen 

dem 7. April und 18. Mai 2012 seinen VW Passat und im Zeitraum zwischen dem 

10. und 11. Juli 2012 den zuvor von ihm gemieteten Opel Corsa überliess. Damit 

lässt sich im Übrigen auch logisch erklären, weshalb ansonsten immer nur der 

-  25  - 

Beschuldigte die jeweiligen Fahrzeuge lenkte (Prot. I S. 14, S. 21), obwohl er und 

H._____ zusammen im Rahmen ihrer Diebestouren in der Schweiz weite Stre-

cken mit dem Auto zurücklegten, wenngleich die diesbezüglichen Erklärungen 

des Beschuldigten anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung (Prot. I S. 

21) nicht widerlegt werden können. Der Sachverhalt ist somit erstellt.  

2. Rechtliche Würdigung 

Die Anklagebehörde sowie die Vorinstanz qualifizieren die Verhaltensweise des 

Beschuldigten als mehrfaches Fahren ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG. Diese Würdigung des 

Sachverhalts erweist sich als zutreffend und bedarf keiner weiteren Ergänzung. 

Folglich ist der Beschuldigte in Übereinstimmung mit der Vorinstanz im Sinne der 

vorerwähnten Bestimmungen schuldig zu sprechen. 

V. Strafzumessung 

1. Vorab ist zu bemerken, dass die Delinquenz des Beschuldigten, hinsichtlich 

welcher der Schuldspruch der Vorinstanz in Rechtskraft erwachsen ist, in die vor-

liegende Strafzumessung miteinzubeziehen ist. 

2. Bei der Bemessung der Strafe ist vom gesetzlichen Strafrahmen auszuge-

hen. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 

mehrere gleichartige Strafen erfüllt, sei es durch Wiederholung derselben strafba-

ren Handlung, sei es durch Begehung verschiedener strafbarer Handlungen, so 

verurteilt ihn das Gericht zur Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie ange-

messen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr 

als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafe 

gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB).  

2.1. Die schwerste vom Beschuldigten begangene Straftat ist vorliegend – wie 

von der Vorinstanz korrekt dargelegt (Urk. 37 S. 22) – der bandenmässige Dieb-

stahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 StGB. Dieser wird mit Freiheitsstrafe bis zu 

zehn Jahren oder mit Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft. Die mehr-

-  26  - 

fache Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 

aSVG (in Kraft gewesen bis Ende 2012) ist zwingend mit einer Busse bis 

Fr. 10'000.– zu bestrafen (Art. 90 Ziff. 1 aSVG i.V.m. Art. 333 Abs. 1 StGB und 

Art. 106 Abs. 1 StGB), weshalb die Strafe für diese Taten separat festzulegen ist. 

2.2. Strafschärfend fallen im vorliegenden Fall die Deliktsmehrheit sowie die 

mehrfache Tatbegehung in Bezug auf die vom Beschuldigten begangenen Delikte 

des Hausfriedensbruchs, der Sachbeschädigung und des Fahrens ohne Berechti-

gung in Betracht. Hingegen sind keine Strafmilderungsgründe ersichtlich. Insbe-

sondere ist der Umstand, dass der Einbruchdiebstahl vom 12. Juli 2012 in Zug 

(ND1) im Versuchsstadium stecken blieb, nicht strafmildernd zu berücksichtigen, 

weil der Beschuldigte und sein Komplize die Tathandlungen nicht von sich aus 

abbrachen, sondern das Delikt deshalb nicht vollendet wurde, weil die beiden Tä-

ter im Bereich der Eingangstür des Fotogeschäfts auf frischer Tat ertappt und 

verhaftet wurden (Urk. ND1/1 S. 4, ND 1/6, ND 1/7). Der Strafrahmen erstreckt 

sich daher von 182 Tagessätzen Geldstrafe bis zu 15 Jahren Freiheitsstrafe. Die-

ser erweiterte Strafrahmen ist aber nur in Ausnahmefällen anwendbar; in der Re-

gel sind Strafschärfungsgründe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens, dies 

dann aber zwingend, straferhöhend zu berücksichtigen (Schwarzenegger/Hug/ 

Jositsch, Strafrecht II – Strafen und Massnahmen, 8. Aufl., Zürich 2007, S. 74; 

BGE 136 IV 55 E. 5.8).  

3. Innerhalb des vorerwähnten Strafrahmens ist die Strafe nach dem Verschul-

den des Täters zu bemessen, wobei dessen Vorleben und persönliche Verhält-

nisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters zu berücksichtigen 

sind (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verlet-

zung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des 

Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie 

weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 

Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Für die Zumes-

sung der Strafe ist zwischen der Tat- und der Täterkomponente zu unterscheiden. 

Bei der Tatkomponente ist als Ausgangspunkt die objektive Schwere des Delikts 

festzulegen und zu bewerten. Dabei ist anhand des Ausmasses des Erfolgs sowie 

-  27  - 

auf Grund der Art und Weise des Vorgehens zu beurteilen, wie stark das straf-

rechtlich geschützte Rechtsgut beeinträchtigt worden ist. Ebenfalls von Bedeu-

tung sind die kriminelle Energie, der Tatbeitrag bei Tatausführung durch mehrere 

Täter sowie ein allfälliger Versuch. Hinsichtlich des subjektiven Verschuldens sind 

insbesondere das Motiv, die Beweggründe, die Willensrichtung sowie das Mass 

an Entscheidungsfreiheit des Täters zu beurteilen. Die Täterkomponente umfasst 

sodann die persönlichen Verhältnisse, das Vorleben, insbesondere frühere Stra-

fen oder Wohlverhalten, und das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, 

insbesondere gezeigte Reue und Einsicht, oder ein abgelegtes Geständnis (Hug, 

OFK-StGB, Art. 47 N 5 ff.). 

3.1. Bezüglich der Tatkomponente ist in objektiver Hinsicht zu bemerken, dass 

der Beschuldigte zusammen mit H._____ insgesamt fünf Einbruchdiebstähle 

(ND1-4, ND6) innerhalb eines Zeitraumes von rund vier Monaten beging, wobei er 

diese stets persönlich ausführte. Wie oben bereits dargelegt, ging der Beschuldig-

te dabei sehr professionell vor. So wurden im Vorfeld der Taten diverse finanzielle 

und organisatorische Aufwendungen getätigt, wie beispielweise ein Fahrzeug-

diebstahl. Die Einbrüche an sich liefen stets nach dem gleichen effizienten Muster 

ab, indem jeweils in der Nacht die Glasfassade der einzelnen Geschäftslokale 

eingeschlagen wurde und diese innert kurzer Zeit leergeräumt wurden. Der Ge-

samtwert der erbeuteten Gegenstände liegt zwischen dem eingeklagten Gesamt-

betrag von Fr. 222'054.45 und den vom Beschuldigten anerkannten Fr. 136'699.– 

(ND1: Fr. 95'744.– [Urk. HD 4/12 S. 2, HD 4/14 S. 9, HD 5/10 S. 19), ND2: keine 

Anerkennung [Urk. HD 4/5 S. 2, HD 4/14 S. 4, Prot. I S. 16/17; Prot. II S. 13], 

ND3: Fr. 78'310.– / 2 = Fr. 39'155.– [Urk. HD 5/10 S. 12, Prot. I S. 18], ND4: 

Fr. 1'800.– [Urk. HD 4/11 S. 2, HD 4/14 S. 8, HD 5/10 S. 17], ND6: keine Aner-

kennung [Urk. HD 4/14 S. 5, HD 5/10 S. 9; Prot. I S. 17; Prot. II S. 14]), somit je-

denfalls im sechsstelligen Bereich. Was den aus den Einbruchdiebstählen resul-

tierenden Gesamterlös durch den Verkauf der gestohlenen Gegenstände in Polen 

anbelangt, erweist sich der von der Vorinstanz errechnete Betrag von Fr. 20'000.– 

bis Fr. 40'000.– (Urk. 37 S. 23) als realistisch, zumal sogar der Beschuldigte einen 

solchen im Umfang von ca. Fr. 20'000.– eingestand (Prot. II S. 16). Damit erzielte 

der Beschuldigte bei einer Beteiligung von 50 % (Urk. HD 4/14 S. 9 f.; Prot. II 

-  28  - 

S. 16) – wie oben erwähnt – einen "Gewinn" von mehreren tausend Franken, was 

insbesondere unter Berücksichtigung seiner Lebensumstände in Polen einen we-

sentlichen Betrag darstellt. Dem Beschuldigten ist einzig zugute zu halten, dass er 

die Diebstähle dann beging, wenn sich keine Personen mehr in den Geschäften 

aufhielten, und dass er dabei keine Waffen oder ähnliche gefährliche Gegenstän-

de für den Fall des Entdecktwerdens auf sich trug. Das objektive Verschulden des 

Beschuldigten ist unter den gegebenen Umständen als erheblich zu bezeichnen. 

Wie von der Vorinstanz zum subjektiven Tatverschulden in zutreffender Weise 

festgestellt (Urk. 37 S. 24/25), besass der Beschuldigte trotz seiner wenig komfor-

tablen finanziellen Situation die völlige Entscheidungsfreiheit über die jeweilige 

Begehung der Tat und handelte dennoch mit voller Absicht. Aufgrund der unter 

dem Titel "Gewerbsmässigkeit" dargelegten Umstände war der Beschuldigte zur 

Begehung einer Vielzahl von Einbruchdiebstählen in der Schweiz bereit, deren Er-

lös nicht nur seine Schulden im Umfang von Fr. 10'000.– tilgen sollte. Es ist einzig 

seiner Verhaftung zuzuschreiben, dass es nicht zu weiteren Delikten kam, son-

dern bei fünf Taten blieb. Sodann zeugen die Vorgehensweise des Beschuldigten 

und sein Handeln aus rein finanziellen Motiven von einer erheblichen kriminellen 

Energie. Auch subjektiv ist somit von einem erheblichen Verschulden des Be-

schuldigten auszugehen. 

3.2. Unter Berücksichtigung des sowohl in objektiver als auch subjektiver Hin-

sicht erheblichen Verschuldens des Beschuldigten, erweist sich die von der Vor-

instanz festgesetzte Einsatzstrafe von dreieinhalb Jahren (Urk. 37 S. 25) als leicht 

überhöht, zumal diese sowohl das objektive als auch subjektive Verschulden als 

höher als erheblich gewichtete (Urk. 37 S. 24/25). Vielmehr erweist sich eine Ein-

satzstrafe von 3 ¼ Jahren als dem erheblichen Verschulden des Beschuldigten 

angemessen. 

3.3. Zum objektiven Verschulden in Bezug auf die vom Beschuldigten begange-

nen Delikte des mehrfachen Hausfriedensbruchs und der mehrfachen Sachbe-

schädigung (ND1-4, ND6), ist festzuhalten, dass es sich dabei quasi um "Begleit-

erscheinungen" zu den von ihm verübten Einbruchdiebstählen handelte. So wa-

ren die Sachbeschädigungen an und in den Geschäftslokalen sowie das Betreten 

-  29  - 

derselben notwendig, um überhaupt an die beabsichtigten Diebstahlsobjekte her-

anzukommen. Der dabei angerichtete Sachschaden belief sich auf einen Betrag 

zwischen den eingeklagten ca. Fr. 53'787.– (ND1: Fr. 38'162.–, ND2: Fr. 1'700.– 

ND3: Fr. 2'625.–, ND4: Fr. 8'500.–, ND6: 2'800.–) und den vom Beschuldigten 

mindestens anerkannten Fr. 20'625.– (ND1: Fr. 5'000.– bis Fr. 6'000.– [Urk. HD 

4/12 S. 2, HD 4/14 S. 10], ND2: Fr. 1'700.– [Urk. HD 4/5 S. 2, HD 5/10 S. 8], ND3: 

Fr. 2'625.– [Urk. HD 4/9 S. 3, HD 5/10 S. 13], ND4: Fr. 8'500.– [Urk. HD 4/11 S. 2, 

HD 4/14 S. 8, HD 5/10 S. 18], ND6: 2'800.– [Urk. HD 5/10 S. 10]). Auch im vorlie-

genden Zusammenhang ist zugunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen, 

dass er die Sachbeschädigungen und insbesondere Hausfriedensbrüche stets 

dann beging, wenn sich keine Personen in der Nähe der Einbruchsobjekte auf-

hielten. In Bezug auf das subjektive Verschulden kann aufgrund der Konnexität zu 

den Diebstählen auf die dortigen Ausführungen verwiesen werden. Wie von der 

Vorinstanz richtigerweise festgehalten (Urk. 37 S. 26), wirken sich die vom Be-

schuldigten im Rahmen der Einbruchdiebstähle begangenen Delikte des Haus-

friedensbruchs und der Sachbeschädigung deutlich straferhöhend aus. 

3.4. Auch die vom Beschuldigten begangene Entwendung zum Gebrauch sowie 

die damit verbundene Sachbeschädigung am Fahrzeug des Privatklägers 

C._____ (HD) standen in einem Zusammenhang zu den Einbruchdiebstählen, da 

das Fahrzeug im Vorfeld des Einbruchdiebstahls vom 12. Juli 2012 in Zug (ND1) 

zum Zwecke des Transports der Tatbeute und einer allfälligen Flucht gestohlen 

wurde (Urk. HD 5/1 S. 5, S. 7, HD 5/10 S. 14 f., HD 5/11 S. 8). Dabei ging der Be-

schuldigte unter Verwendung von eigens aus Polen mitgebrachten Werkzeugen 

und Spezialgerätschaften wie Steuergeräte und Schlüsselkarten (Urk. HD 1/8 

S. 4, HD 9/7 S. 2) äusserst professionell vor. Der von ihm verursachte Schaden 

beläuft sich auf Fr. 6'764.10 (Urk. 52). In subjektiver Hinsicht handelte der Be-

schuldigte mit direktem Vorsatz. Unter diesen Umständen wirken sich die Ent-

wendung zum Gebrauch sowie die weitere Sachbeschädigung ebenfalls in rele-

vanter Weise straferhöhend aus. 

3.5. In Bezug auf das mehrfache Überlassen eines Motorfahrzeuges an eine 

nicht führungsberechtigte Person (ND10) kann vollumfänglich auf die Ausführun-

-  30  - 

gen der Vorinstanz verwiesen werden, welche in diesem Zusammenhang das 

Verschulden in zutreffender Weise als noch nicht schwer einstufte (Urk. 37 S. 26). 

Dasselbe gilt auch für die vom Beschuldigten am 20. August 2012 zum Nachteil 

der Kantonspolizei Zürich begangene Sachbeschädigung (ND5), im Rahmen wel-

cher ein Sachschaden von "lediglich" Fr. 600.– entstand (Urk. ND 5/1 S. 2). Damit 

wirken sich diese beiden Delikte nur leicht straferhöhend aus. 

3.6. Nach Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Verschuldenskompo-

nenten sämtlicher gleichartigen Delikte und in Anbetracht dessen, dass die Straf-

schärfungsgründe der Deliktsmehrheit und der mehrfachen Tatbegehung in Be-

zug auf die vom Beschuldigten begangenen Delikte des Hausfriedensbruchs, der 

Sachbeschädigung und des Fahrens ohne Berechtigung straferhöhend zu veran-

schlagen sind (BGE 116 IV 302 E. 2a), ist die oben erwähnte Einsatzstrafe um 6 

Monate auf insgesamt 3 ¾ Jahre zu erhöhen. 

3.7. Die für die vom Beschuldigten mehrfach begangene Übertretung des Stras-

senverkehrsgesetzes im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG (ND10) auszusprechende 

Busse bemisst sich nach den finanziellen Verhältnissen und dem Verschulden 

des Täters (Art. 106 Abs. 3 StGB). Bei den Verhältnissen des Täters sind insbe-

sondere dessen Einkommen, dessen Vermögen, dessen Familienpflichten, des-

sen Alter und dessen Gesundheit zu berücksichtigen (BGE 129 IV 6 E. 6.1). 

3.7.1. Die Geschwindigkeitsüberschreitungen vom 13. März 2012 um 2 km/h in-

nerorts (Urk. ND 8/2), vom 15. März 2012 um 1 km/h innerorts (Urk. ND 8/3), vom 

14. Mai 2012 um 14 km/h auf der Autobahn (Urk. ND 8/5) sowie vom 9. Juli 2012 

um 3 km/h innerorts (Urk. ND 8/6) stellen geringe Geschwindigkeitsübertretungen 

dar, welche im Ordnungsbussenverfahren erledigt werden können (Ziff. 303.1-3 

Anhang 1 OBV). Hierbei wiegt das Verschulden, wie die Vorinstanz zu Recht 

festgehalten hat (Urk. 37 S. 27), noch leicht. 

3.7.2. Hingegen überschritt der Beschuldigte am 4. April 2012 die Geschwindig-

keit innerorts um 17 km/h (Urk. ND 8/4) und am 11. Juli 2012 sogar um 20 km/h 

(Urk. ND 8/7). Zwar erfolgte die Übertretung vom 4. April 2012 auf trockener 

Fahrbahn und im Bereich einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. 

-  31  - 

Allerdings wurden die Geschwindigkeitsüberschreitungen um 21.36 Uhr bzw. 

03.28 Uhr und damit jeweils bei eingeschränkten Sichtverhältnissen begangen. 

Dieser Umstand ist stark straferhöhend zu bewerten, weshalb sich die Einsatz-

busse der Vorinstanz von Fr. 1'000.– (Urk. 37 S. 28) in Anbetracht des nicht mehr 

leichten Verschuldens des Beschuldigten als eher mild erweist. Jedoch ist unter 

Berücksichtigung, dass das Verfahren betreffend die eingeklagte Verkehrsregel-

verletzung vom 14. Mai 2012 rechtskräftig eingestellt wurde (Urk. 37 S. 31) und 

auch die Staatsanwaltschaft an der Berufungsverhandlung nur noch die Bestra-

fung des Beschuldigten mit einer Busse von Fr. 1'000.– beantragte (Urk. 58 S. 1), 

die Einsatzbusse der Vorinstanz zu bestätigen. 

3.8. Im Hinblick auf die Täterkomponente ist festzuhalten, dass der Beschuldigte 

im Jahre 1981 in … (Polen) geboren wurde und nach wie vor dort lebt. Er ist ledig 

und hat keine Kinder. Nach der Grundschule und dem Gymnasium studierte er 

vier Jahre lang an der Wirtschaftsfakultät der Universität …. Aus persönlichen und 

gesundheitlichen Gründen brach er das Studium ab und arbeitete in der Folge 

knapp zwei Jahre lang in England in einem Hotel an der Rezeption. Nach seiner 

Rückkehr aus England arbeitete er bei Gelegenheit als Automechaniker oder auf 

dem Bau. Gegenwärtig ist er gelegentlich im Baugewerbe bei der Firma "…" tätig, 

welche Spengler und Dachdeckerdienstleistungen anbietet. Im Schnitt verdient er 

dabei ca. Fr. 500.– pro Monat. Aus diesem Grund lebt er nach wie vor bei seinen 

Eltern, welche für seinen Unterhalt aufkommen. Der Beschuldigte hat kein Ver-

mögen, dafür Schulden bei Privatpersonen im Umfang von rund Fr. 10'000.–, 

welche insbesondere aus seinem früheren Drogenkonsum herrühren. Er weist ei-

ne einschlägige, bedingt ausgesprochene Vorstrafe im Sinne einer Verurteilung 

wegen Diebstahls in einem besonders schweren Fall durch das Amtsgericht Mag-

deburg (Deutschland) vom 21. September 2009 auf (Urk. HD 4/3 S. 7, HD 4/14 S. 

15 ff., HD 10/6 S. 3, S. 8, HD 12/1-25; Urk. 22/2; Prot. I S. 15 f.; Prot. II S. 8 ff.). 

Die einschlägige Vorstrafe sowie die Tatbegehung während der laufenden Probe-

zeit fallen straferhöhend ins Gewicht. 

3.9. Dagegen ist das weitgehende, gegen Ende der Untersuchung abgelegte 

Geständnis des Beschuldigten strafmindernd zu berücksichtigen. Allerdings kann 

-  32  - 

diese Strafminderung nur in leichtem Umfang erfolgen, da er – wie die Vorinstanz 

bereits richtigerweise festgestellt hat (Urk. 37 S. 29) – die Sachverhalte jeweils 

nur insoweit anerkannte, als diese ihm ohnehin nachgewiesen werden konnten 

bzw. ihn sein Komplize H._____ konkret belastete. 

3.10. Insgesamt wirken sich die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten in 

Bezug auf die von ihm verübten Vergehen bzw. Verbrechen entgegen der Ansicht 

der Vorinstanz (Urk. 37 S. 29) leicht straferhöhend aus. Damit ist die vorerwähnte 

Einsatzstrafe von 3 ¾ Jahren um 3 Monate auf insgesamt 4 Jahre zu erhöhen. 

Demgegenüber haben die persönlichen Verhältnisse keine Auswirkungen auf die 

Einsatzbusse von Fr. 1'000.– im Zusammenhang mit den vom Beschuldigten be-

gangenen Übertretungen. 

4. Zusammenfassend ist der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jah-

ren sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.– zu bestrafen. In Anwendung von Art. 51 

StGB ist dabei festzuhalten, dass bis und mit heute 569 Tage durch Haft und vor-

zeitigen Strafantritt erstanden sind. Sodann ist der Beschuldigte darauf hinzuwei-

sen, dass für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen tritt (Art. 106 Abs. 2 StGB). 

VI. Vollzug 

Da heute eine Freiheitsstrafe von über 3 Jahren auszusprechen ist, kommt der 

bedingte bzw. teilbedingte Vollzug der Strafe bereits aus objektiven Gründen nicht 

in Betracht (Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 43 Abs. 1 StGB). 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 

Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte unterliegt 

im Berufungsverfahren vollumfänglich, die Anklagebehörde hinsichtlich ihres An-

trags auf Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren, 

doch dringt sie mit ihren Berufungsanträgen insoweit durch, als im Übrigen das 

-  33  - 

vorinstanzliche Urteil zu bestätigen ist. Unter diesen Umständen sind die Kosten 

des Berufungsverfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, 

zu 4/5 dem Beschuldigten aufzuerlegen und zu 1/5 auf die Gerichtkasse zu neh-

men. Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren sind auf 

die Gerichtskasse zu nehmen, unter Vorbehalt einer Nachforderung für 4/5 dieser 

Kosten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abtei-

lung, vom 2. Juli 2013 bezüglich Dispositivziffern 1 teilweise (zweiter, dritter, 

fünfter und sechster Spiegelstrich), 2, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 sowie der glei-

chentags ergangene Beschluss hinsichtlich der Dispositivziffer 1 in Rechts-

kraft erwachsen sind. 

2. Auf das Schadenersatzbegehren der G._____ AG im Betrag von 

Fr. 6'764.10 wird nicht eingetreten. 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Das Gericht erkennt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB sowie  

- des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, wovon 

bis und mit heute 569 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstan-

den sind, sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.–. 

-  34  - 

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'460.–   amtliche Verteidigung. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden zu 4/5 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/5 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung 

werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht im Um-

fang von 4/5 bleibt vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten (übergeben) 
− die amtliche Verteidigung (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben) 
− die Justizvollzugsanstalt Pöschwies (überbracht durch den zuführen-

den Beamten) 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste (gegen Empfangsschein) 
− die Privatklägerin G._____ AG im Dispositivauszug gemäss Beschluss 

Ziff. 2 und 3 betreffend Schaden-Nr. … (mit Gerichtsurkunde) 
− den Privatkläger C._____ im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 

1 und 3 (mit Gerichtsurkunde) 
− die Privatklägerin E._____ AG im Dispositivauszug gemäss Beschluss 

Ziff. 1 und 3 sowie Erkenntnis Ziff. 1 erster Spiegelstrich (mit Gerichts-
urkunde) 

− die Privatklägerin D._____ AG im Dispositivauszug gemäss Beschluss 
Ziff. 1 und 3 sowie Erkenntnis Ziff. 1 erster Spiegelstrich (mit Gerichts-
urkunde) 

− die Privatklägerin F._____ im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 
1 und 3 sowie Erkenntnis Ziff. 1 erster Spiegelstrich betreffend Police-
Nr. … (mit Gerichtsurkunde) 

− die Privatklägerin Kantonspolizei Zürich im Dispositivauszug gemäss 
Beschluss Ziff. 1 und 3 (mit Gerichtsurkunde) 

-  35  - 

(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer eige-
nen Anträge [Art. 84 Abs. 4 StPO] – wird den Privatklägern nur zuge-
stellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs ver-
langen.) 

in vollständiger Ausfertigung an 
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-

schuldigten  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmit-

tel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− die Kasse des Bezirksgerichts Zürich. 
 

7. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-
gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

-  36  - 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 31. Januar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Iliev 
 

	Urteil vom 31. Januar 2014
	Es wird beschlossen:
	1. Die Anklage betreffend Verkehrsregelverletzung am 14. Mai 2012 (ND 8) wird eingestellt.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	3. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Eröffnung an beim Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, schriftlich und begründet Beschwerde eingereicht werden.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB (zwischen dem 15. März 2012 und dem 12. Juli 2012)
	 des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (am 15./16. März 2012, 17. März 2012, 16. Mai 2012, 10./11. Juli 2012 und 12. Juli 2012)
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (am 15./16. März 2012, 17. März 2012, 16. Mai 2012, 10./11. Juli 2012 [zweifach], 12. Juli 2012 und 20. August 2012)
	 des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG (zwischen dem 7. April 2012 und dem 18. Mai 2012 sowie am 10./11. Juli 2012)
	 der Entwendung zum Gebrauch im Sinne von Art. 94 Ziff. 1 al. 1 SVG in der Fassung vom 19. Dezember 1958 (am 10./11. Juli 2012)
	 der mehrfachen Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von Art. 90 Ziff. 1 SVG in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 SVG, Art. 4a Abs. 1 VRV sowie teilweise Art. 22 Abs. 3 SSV (am 13. März 2012, 15. März 2012, 9. Juli 2012 und 11. Juli 2012) ...

	2. Bezüglich der Vorwürfe betreffend ND 7 (zweiter Einbruchdiebstahl bei B._____) und ND 9 (Pornografie) wird der Beschuldigte von Schuld und Strafe freigesprochen.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, wovon bis und mit Urteilsdatum 356 Tage durch Haft und durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind, und einer Busse von Fr. 1'000.00. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schul...
	4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 31. Oktober 2012 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 2 Sturmhauben schwarz
	 2 Paar Handschuhe Marke Lux-Tools
	 1 Baseballmütze
	 2 Lätthämmer Marke Lux-Tools, schwarz/blau
	 3 Steine
	 4 Plastiktragtaschen OBI
	 1 Schlüsselkarte für Renault Megane
	 1 Pet-Flasche 0,5 l Nestea
	 1 Pet-Flasche 0,5 l Sprite
	 1 Steuergerät Abrites
	 3 Schlüsselkarten Renault VelSatis, Renault Scenic und Renault Laguna
	 1 Steuergerät Edilock LTD
	 1 Steuergerät mit Blechgehäuse
	 1 Anleitung zur Programmierung von Steuergeräten Renault
	 2 Schrauben
	 1 Etui schwarz/gelb mit diversen Schlüsseln
	 1 Nothammer schwarz
	 1 Schlüssel mit Innensechskant Gr. 10
	 1 Schlüssel mit Innensechskant Gr. 113
	 3 Schraubenzieher (2 Schlitz und 1 Tork)
	 1 Laptop Fujitsu Siemens, silber/grau.

	6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 12. Februar 2013 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:
	 3 DNA-Wattestäbchen
	 2 Plastiksäcklein mit Glassplitter.

	7. Der folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 12. Februar 2013 beschlagnahmte Gegenstand wird der berechtigten Person nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen ausgehändigt:
	 1 Sunglass-Etui.

	Hat sich während fünf Jahren keine berechtigte Person gemeldet, so ist der Gegenstand zu vernichten.
	8. a) Die Zivilklage des Privatklägers C._____ wird auf den Zivilweg verwiesen.
	b) Die Zivilklage der Privatklägerin D._____ AG wird auf den Zivilweg verwiesen.
	c) Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin Kantonspolizei Zürich von Fr. 600.00 anerkannt hat.
	d) Die Zivilklage der Privatklägerin E._____ AG wird auf den Zivilweg verwiesen.
	e) Die Zivilklage der Privatklägerin F._____ AG wird auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Rechtsanwalt lic.iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger mit Fr. 15'242.35 aus der Gerichtskasse entschädigt.
	10. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der Übersetzung und der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; ...
	Berufungsanträge:
	1. Bestätigung der vorinstanzlichen Schuld- und Freisprüche.
	2. Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren sowie einer Busse von Fr. 1'000.–.
	3. Vollzug der Freiheitsstrafe.
	4. Bestätigung des übrigen Urteils.
	1. Es seien die Ziff. 1 erster und vierter Spiegelstrich, Ziff. 3 erster Teilsatz und Ziff. 4 des Urteils vom 2. Juli 2013 aufzuheben.
	2. Es sei der Beschuldigte schuldig zu sprechen
	- des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (ND2, ND6, ND3, ND4);
	- des versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (ND1).
	3. Es sei der Beschuldigte freizusprechen
	- des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 2 und Ziff. 3 al. 1 StGB (ND2, ND6, ND3, ND4, ND1);
	- des mehrfachen Überlassens eines Fahrzeuges an eine nicht fahrberechtigte Person im Sinne von Art. 95 Abs. 1 Bst. e SVG i.V.m. Art. 10 Abs. 2 SVG (ND10).
	4. Es sei der Beschuldigte zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren, unter Anrechnung des Freiheitsentzuges bis zum Urteilsdatum infolge vorläufiger Festnahme, Untersuchungshaft und vorzeitigem Vollzug.
	5. Es sei die Freiheitsstrafe teilbedingt auszusprechen, wobei 18 Monate zu vollziehen und 18 Monate bedingt auszusprechen sind.
	6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.
	Im Hinblick auf die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft stellt die Verteidigung folgende Anträge:
	1. Die Anschlussberufung sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
	2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	I. Verfahrensgang
	II. Prozessuales
	III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	2.6. Für den von der Verteidigung sinngemäss geltend gemachten (Nötigungs-) Notstand im Sinne einer Gefahr für die körperliche Unversehrtheit des Beschuldigten oder dessen Familie im Falle der Nichtbezahlung der Schulden (Urk. 25 S. 9/10; Urk. 56 S. 5...
	2.7. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist der Beschuldigte in Übereinstimmung mit der Vorinstanz des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB schuldig zu sprechen.
	Die Anklagebehörde sowie die Vorinstanz qualifizieren die Verhaltensweise des Beschuldigten als mehrfaches Fahren ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG. Diese Würdigung des Sachverhalts erweist s...
	V. Strafzumessung
	VI. Vollzug
	VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Das Gericht beschliesst:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 2. Juli 2013 bezüglich Dispositivziffern 1 teilweise (zweiter, dritter, fünfter und sechster Spiegelstrich), 2, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 11 sowie der gleichentags erg...
	2. Auf das Schadenersatzbegehren der G._____ AG im Betrag von Fr. 6'764.10 wird nicht eingetreten.
	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Das Gericht erkennt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 und 3 al. 1 StGB sowie
	- des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. e SVG in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 SVG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren, wovon bis und mit heute 569 Tage durch Haft und vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 1'000.–.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 10 Tagen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden zu 4/5 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/5 auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben)
	 die Justizvollzugsanstalt Pöschwies (überbracht durch den zuführenden Beamten)
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste (gegen Empfangsschein)
	 die Privatklägerin G._____ AG im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 2 und 3 betreffend Schaden-Nr. … (mit Gerichtsurkunde)
	 den Privatkläger C._____ im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 1 und 3 (mit Gerichtsurkunde)
	 die Privatklägerin E._____ AG im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 1 und 3 sowie Erkenntnis Ziff. 1 erster Spiegelstrich (mit Gerichtsurkunde)
	 die Privatklägerin D._____ AG im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 1 und 3 sowie Erkenntnis Ziff. 1 erster Spiegelstrich (mit Gerichtsurkunde)
	 die Privatklägerin F._____ im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 1 und 3 sowie Erkenntnis Ziff. 1 erster Spiegelstrich betreffend Police-Nr. … (mit Gerichtsurkunde)
	 die Privatklägerin Kantonspolizei Zürich im Dispositivauszug gemäss Beschluss Ziff. 1 und 3 (mit Gerichtsurkunde)
	(Eine begründete Urteilsausfertigung – und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge [Art. 84 Abs. 4 StPO] – wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 das Bundesamt für Polizei, Bundeskriminalpolizei
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kasse des Bezirksgerichts Zürich.

	7. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.