# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33a5a2ef-ce0f-522e-9016-77f059949a65
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 05.09.2018 810 18 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-18-4_2018-09-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 5. September 2018 (810 18 4)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Raumplanung, Bauwesen 

 

 

Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG; Standortgebundenheit von Bauten und An-

lagen, die der Hippotherapie dienen  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Niklaus 

Ruckstuhl, Markus Clausen, Claude Jeanneret, Yves Thommen, Ge-
richtsschreiber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte A.____, B.____ und C.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel 
Knecht, Rechtsanwalt 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 
Stiftung D.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Roman Zeller, 
Advokat 
 

  
  
Betreff Ausnahmebewilligung für Bauten ausserhalb der Bauzone  

(RRB Nr. 1811 vom 19. Dezember 2017) 
 
 
 
 

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A. Im Rahmen der Revision der Zonenvorschriften Siedlung und Landschaft vom  
31. Mai 2010 und 26. September 2011 beschloss der Einwohnerrat Binningen unter anderem 
die Ausscheidung einer "Spezialzone Hippotherapie" auf dem Gebiet der in der Landwirt-
schaftszone gelegenen Parzelle Nr. 1042, Grundbuch Binningen. Mit Entscheid des Regie-
rungsrats des Kantons Basel-Landschaft vom 17. September 2013 wurde die Genehmigung 
dieser Spezialzone verweigert. Die von der Einwohnergemeinde Binningen gegen diesen Ent-
scheid erhobene Beschwerde wurde vom Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht, mit Urteil vom 21. Mai 2014 (810 13 320) abgewiesen. Gegen 
dieses Urteil erhob die Einwohnergemeinde Binningen – allerdings nicht in Bezug auf die Nicht-
genehmigung der "Spezialzone Hippotherapie" – Beschwerde beim Bundesgericht, welches 
diese mit Urteil vom 8. April 2015 (1C_520/2014) abwies.    
 
B. Am 7. September 2015 reichte die Stiftung D.____ bei der Bau- und Umweltschutzdi-
rektion des Kantons Basel-Landschaft (BUD) ein Baugesuch betreffend "Neu- und Umbau Hip-
potherapie-Zentrum" auf der Parzelle Nr. 1042 ein. Mit vom 1. September 2015 datierendem 
Begleitschreiben beantragte die Baugesuchstellerin, vertreten durch Roman Zeller, Advokat, 
das Bauvorhaben sei einerseits teilweise gestützt auf Art. 24c des Bundesgesetzes über die 
Raumplanung (RPG) vom 22. Juni 1979 als massvolle Erweiterung und anderseits nach Art. 24 
RPG zusätzlich als Neuanlage zu bewilligen.   
 
C. Gegen das Bauprojekt erhoben unter anderem A.____, B.____ und C.____ mit Einga-
be vom 30. September 2015 während der gesetzlichen Einsprachefrist Einsprache mit dem An-
trag, das Baugesuch sei nicht zu bewilligen. Am 3. März 2017 reichten die Einsprecher eine 
ergänzende Begründung ein. Sie machten im Wesentlichen geltend, dass das geplante Bau-
vorhaben die Voraussetzungen von Art. 24c RPG nicht erfülle, zumal die zonenwidrig genutzte 
Fläche um mehr als 30% erweitert werden solle. Die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewil-
ligung gestützt auf Art. 24 RPG seien ebenfalls nicht erfüllt. Das Bauvorhaben sei nicht stand-
ortgebunden und es stünden ihm überwiegende öffentliche Interessen entgegen.  
 
D. Mit Entscheid der BUD vom 30. Mai 2017 wurde die Einsprache abgewiesen (Ziff. 1) 
und die Ausnahmebewilligung erteilt (Ziff. 2). Das Grundbuchamt wurde gestützt auf Art. 44 
Abs. 1 lit. b und c der Raumplanungsverordnung (RPV) vom 28. Juni 2000 angewiesen, folgen-
de Auflagen und Bedingungen in das Grundbuch aufzunehmen: "Die Bewilligung für das neu 
erstellte Therapiehaus (Verwaltung) auf Parzelle 1042 GB Binningen, erlischt bei Aufgabe der 
bewilligten Nutzung als Therapie- und Verwaltungsgebäude des Hippotherapiezentrums. Die 
jeweiligen Grundeigentümer werden diesfalls zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustan-
des verpflichtet (Abbruch und Renaturierung, Wiederherstellung Fruchtfolgeflächen). Art. 44 
Raumplanungsverordnung, SR 700.1" (Ziff. 3). Zudem wurde verfügt, dass mit den Bauarbeiten 
erst begonnen werden dürfe, wenn die rechtskräftige Baubewilligung vorliege (Ziff. 4).  
 
E. Am 7. Juni 2017 erhoben A.____, B.____ und C.____ gegen den Entscheid der BUD 
vom 30. Mai 2017 Beschwerde beim Regierungsrat.  
 

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F. Mit Entscheid des Regierungsrats vom 19. Dezember 2017 wurde die Beschwerde 
vom 7. Juni 2017 abgewiesen. 
 
G. Gegen diesen Entscheid erhoben A.____, B.____ und C.____ mit Eingabe vom  
29. Dezember 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht. Sie stellen das Begehren, es sei der Entscheid des Regierungsrats vom 19. De-
zember 2017 aufzuheben und die Ausnahmebewilligung im Baugesuch Nr. 1478/2015 zu ver-
weigern. Dies unter o/e-Kostenfolge zulasten des Beschwerdegegners.  
 
H. Am 2. März 2018 reichten die Beschwerdeführer, neu vertreten durch Daniel Knecht, 
Rechtsanwalt, die Beschwerdebegründung ein.  
 
I. Mit Vernehmlassung vom 3. Mai 2018 beantragt der Regierungsrat die Abweisung der 
Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
J. Die Stiftung D.____, vertreten durch Roman Zeller, Advokat, beantragt in ihrer Ver-
nehmlassung vom 4. Mai 2018 ebenfalls die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
K. Mit Verfügung vom 7. Mai 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen.  
 
L. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung – mit vorgängigem Augenschein vor Ort – 
hielten die Parteien vollumfänglich an den gestellten Rechtsbegehren fest.   
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde gegeben.  
 
1.2.1 Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene 
Verfügung oder den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
der Änderung oder Aufhebung hat. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Nach-
barn zur Beschwerdeführung gegen ein Bauvorhaben legitimiert, wenn sie mit Sicherheit oder 
zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, Staub, Erschütterungen, Licht 
oder andere Einwirkungen) betroffen werden, die der Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage 
hervorruft. Als wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Betroffenheit dient in der Praxis die räum-
liche Distanz zum Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Rechtsprechung bejaht in der Regel die 
Legitimation von Nachbarn, deren Liegenschaften sich in einem Umkreis von bis zu rund 100 m 
befinden. Bei grösseren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung aufgrund der konkreten Ge-

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gebenheiten glaubhaft gemacht werden (vgl. BGE 140 II 214 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 
1C_340/2017 vom 25. Juni 2018 E. 1.2.2; jeweils mit Hinweisen).  
 
1.2.2 Die im Eigentum der Beschwerdeführer A.____ und B.____ stehende Parzelle  
Nr. XXXX, Grundbuch Bottmingen, liegt rund 25 Meter vom geplanten Neubau und den vorge-
sehenen 14 Parkplätzen entfernt. Diese unmittelbare räumliche Nähe begründet ohne weiteres 
eine besondere Betroffenheit im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (E. 1.2.1 hier-
vor). Die Beschwerdelegitimation von A.____ und B.____ im Sinne von § 47 Abs. 1 lit. a VPO 
ist demnach zu bejahen. Da sämtliche weiteren formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf 
die Beschwerde in Bezug auf A.____ und B.____ einzutreten. Ob auch die Legitimation von 
C.____ gegeben ist, kann angesichts des Umstands, dass im vorliegenden Fall eine gemein-
same Beschwerde eingereicht wurde und die Legitimation der übrigen Beschwerdeführer gege-
ben ist, offen gelassen werden.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3.1 Die Beschwerdegegnerin beabsichtigt die Errichtung eines zweigeschossigen Neubaus 
("Therapiehaus") auf der Parzelle Nr. 1042 mit einer Gebäudefläche von 281 m2 und einer Nut-
zungsfläche von 562 m2. Im geplanten Neubau sind diverse Räumlichkeiten mit unterschiedli-
chen Nutzungen vorgesehen (Therapie, Behandlung, Aufenthalt, Seminarraum, Ruheraum, 
Büro, WC/Dusche etc.). Im Weiteren sieht das Baugesuch Parkierungsflächen für 14 Parkplätze 
sowie den Umbau des bestehenden Gebäudes, welches aktuell Stallungen sowie Aufenthalts- 
und Büroräumlichkeiten umfasst, vor.  
 
3.2 Es ist unbestritten, dass für das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin die Erteilung 
einer ordentlichen Baubewilligung ausser Betracht fällt, da es in der Landwirtschaftszone nicht 
zonenkonform ist (Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG). Ebenfalls unbestritten ist, dass das Bauvorhaben – 
im Hinblick auf den vorgesehenen Neubau – über die Erweiterungsmöglichkeiten von Art. 24c 
RPG hinausgeht und gestützt auf diese Bestimmung nicht bewilligt werden kann. Strittig und zu 
prüfen ist, ob für das Baugesuch zu Recht eine Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG er-
teilt wurde.  
 
3.3.1 Die Beschwerdeführer machen zusammengefasst geltend, dass im geplanten Neubau, 
welcher der Administration sowie Therapien ohne Pferde diene, keiner standortgebundenen 
Tätigkeit nachgegangen werde. Die Nutzung des Neubaus sei auch nicht untrennbar mit der 
Nutzung am bisherigen Standort verbunden; die Notwendigkeit des Neubaus – im Gegensatz 
zu dessen Dienlichkeit – aus betrieblichen und technischen Gründen sei nicht gegeben. Der 
Argumentation der Vorinstanzen, wonach der Betrieb des Hippotherapie-Zentrums einerseits für 
eine Wohn- und Geschäftszone zu viele Immissionen verursache und anderseits die Industrie- 
und Gewerbezone dafür nicht leise genug sei, könne nicht gefolgt werden. Beides treffe nur in 

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extremen Fällen zu, da in vielen Wohn- und Geschäftszonen vergleichbare Immissionen be-
denkenlos hingenommen würden und weite Teile der Industrie- und Gewerbezone ohne 
schreckverursachenden Lärm betrieben würden. Die Nachteile der Landwirtschaftszone, welche 
ebenfalls Lärm ausgesetzt sei, seien zudem ausser Acht gelassen worden. Es gehe vorliegend 
auch nicht um den Bestand des Hippotherapie-Zentrums, sondern um die Frage, ob ein sub-
stantieller Ausbau mit einem zusätzlichen Gebäude zulässig sei. Einer Ausnahmebewilligung 
stünden sodann überwiegende öffentliche Interessen entgegen. Dies gelte einerseits in Bezug 
auf das öffentliche Interesse an der Einhaltung der Zonenvorschriften sowie den Umstand, dass 
ein nichtlandwirtschaftlicher Betrieb in eine Bauzone und nicht in die Landwirtschaftszone gehö-
re. Ein gewichtiger Punkt sei auch das öffentliche Interesse am Erhalt von Fruchtfolgeflächen. 
 
3.3.2 Der Regierungsrat schloss sich im angefochtenen Entscheid hinsichtlich der Frage der 
Standortgebundenheit vollumfänglich der Argumentation der BUD an (Entscheid des Regie-
rungsrats vom 19. Dezember 2017, E. 4.4). Letztere erwog in ihrem Entscheid zusammenge-
fasst, das Hippotherapie-Zentrum verfüge bereits heute am vorgesehenen Standort über eine 
Reithalle, eine Stallbaute und direkt daran angebaut diverse Verwaltungs-, Therapie- und Auf-
enthaltsräumlichkeiten. Zusätzlich befinde sich auf der Parzelle Nr. 1042 eine spezielle Reit-
bahn für das begleitete Reit-Therapie-Programm. Es sei mit der Bauherrschaft davon auszuge-
hen, dass eine solche Anlage in der Wohnzone oder der Wohn-/Geschäftszone aufgrund der zu 
erwartenden Lärm- und Geruchsimmissionen wohl nicht mehr als zonenkonform eingestuft 
werden könnte. Auch könne die Anlage nicht ohne weiteres in der Industrie- und Gewerbezone 
betrieben werden, da die Hippotherapie auf eine ruhige Umgebung angewiesen sei. Das Hippo-
therapie-Zentrum sei damit im Grundsatz sowohl negativ als auch positiv an einen Standort 
ausserhalb der üblichen Wohn- und Geschäftszonen sowie Industrie- und Gewerbezonen ge-
bunden. Ob sich der Standort damit zwingend auch ausserhalb der Bauzone befinden müsse, 
könne zu Recht hinterfragt werden. Grundsätzlich bestehe die Möglichkeit, für spezielle Nut-
zungen innerhalb des Siedlungsperimeters Spezialzonen auszuscheiden, wobei dies in Aus-
nahmefällen auch ausserhalb des Siedlungsperimeters erfolgen könne. Der Gemeinde Binnin-
gen sei mit Entscheid des Regierungsrats vom 17. September 2013 die Umzonung der Parzelle 
Nr. 1042 in eine "Spezialzone Hippotherapie" untersagt worden und das Kantonsgericht habe 
diesen Entscheid mit Urteil vom 21. Mai 2014 bestätigt. Die Verweigerung der Genehmigung 
einer Spezialzone schliesse die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG jedoch 
nicht per se aus. Im Rahmen der Abwägung zwischen dem effizienten Betrieb und einer Erwei-
terung des Hippotherapie-Zentrums, dem Erhalt des Landschaftsbildes und dem Verlust einer 
verhältnismässig kleinen Fruchtfolgefläche von 1'000 m2 würden die Interessen am Erhalt des 
Standortes und der beschränkten baulichen Erweiterung des Therapie-Zentrums überwiegen. 
Das Bauvorhaben sei aus betrieblichen Gründen standortbedingt und es stünden ihm keine 
überwiegenden Interessen entgegen. Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Ausnahmebewil-
ligung seien damit erfüllt. In seiner Vernehmlassung führt der Regierungsrat zusammengefasst 
aus, dass der geplante Neubau in einem engen betrieblichen Zusammenhang mit der Nutzung 
des bisherigen Standorts stehe und nicht losgelöst von diesem betrachtet werden könne. Na-
mentlich könne der Neubau nicht an einem anderen Standort realisiert werden, ohne dass da-
mit massive Nachteile für die Patienten verbunden wären. Es lägen damit wichtige und objekti-
ve Gründe vor, die den gewünschten Standort ausserhalb der Bauzone und an diesem Ort als 

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viel vorteilhafter erscheinen liessen als ein Standort innerhalb der Bauzone. Damit sei der 
Standort klar positiv standortgebunden. Im Weiteren entspreche der Betrieb des Hippotherapie-
Zentrums einem öffentlichen Interesse. Die Inanspruchnahme von 1000 m2 Fruchtfolgefläche 
stelle kein überwiegendes öffentliches Interesse dar, welches der Erteilung einer Ausnahmebe-
willigung entgegenstehe.   
 
3.3.3 Die Beschwerdegegnerin macht im Wesentlichen geltend, dass die Rahmenbedingun-
gen für die nicht genehmigte "Spezialzone Hippotherapie" nicht mit dem heutigen Baugesuch 
vergleichbar seien und daraus nichts gegen die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss 
Art. 24 RPG abgeleitet werden könne. Die Vorinstanzen hätten sodann Alternativstandorte ge-
prüft; so sei unter anderem geprüft worden, ob Standorte in der Wohn-, Geschäfts- oder Indust-
riezone in Frage kämen oder allenfalls andere Standorte ausserhalb der Bauzone. Die Vo-
rinstanzen hätten zutreffend festgehalten, dass die geplante Anlage des Hippotherapie-
Zentrums in einer Wohn-/Geschäftszone nicht zonenkonform sei und in einer Industrie- oder 
Gewerbezone – mit Blick auf deren störende Einflüsse – nicht betrieben werden könne. Gleich-
zeitig würde es dem öffentlichen Interesse an einer kompakten Siedlungsstruktur widerspre-
chen, den geplanten Neubau auf einer anderen Parzelle als der Parzelle Nr. 1042, wo bereits 
die übrigen Anlagen stünden, zu errichten. Die Behandlung sowie evtl. auch die Nachbehand-
lung der Patienten und die Vorbereitung für die pferdegestützte Therapie müssten notgedrun-
gen unmittelbar beim Betrieb stattfinden. Es sei nicht denkbar, die Patienten irgendwo in Bin-
ningen zu behandeln und zu betreuen, um sie dann einzelfallweise hin und zurück zu transpor-
tieren. Der Standort des Neubaus sei somit funktional untrennbar mit dem übrigen Therapiebe-
trieb verbunden. Die geplante Anlage (insbesondere der Neubau), die aufgrund der steigenden 
Nachfrage nach Therapiestunden notwendig geworden sei, könne demnach ohne Ausnahme-
bewilligung nicht errichtet werden, was zu einer ausserordentlichen Härte für die Stiftung und 
ihre Patienten führen würde.  
 
3.4.1 Die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG setzt voraus, dass der 
Zweck der Baute und Anlage einen Standort ausserhalb der Bauzone erfordert (lit. a) und keine 
überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). Diese Voraussetzungen müssen kumulativ 
erfüllt sein (vgl. BGE 124 II 252 E. 4; BGE 118 Ib 17 E. 2a; BGE 116 Ib 230 E. 3). 
 
3.4.2 An die Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24 lit. a RPG sind strenge Anforderun-
gen zu stellen, um der Zersiedelung der Landschaft entgegenzuwirken (vgl. BGE 124 II 252  
E. 4a mit Hinweis). Die Standortgebundenheit ist nach ständiger bundesgerichtlicher Praxis zu 
bejahen, wenn eine Anlage aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen oder wegen 
der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist (positive 
Standortgebundenheit), oder wenn ein Werk aus bestimmten Gründen in einer Bauzone ausge-
schlossen ist (negative Standortgebundenheit). Dabei genügt eine relative Standortgebunden-
heit: Es ist nicht erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt; es müssen 
jedoch besonders wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen Standort 
gegenüber anderen Standorten innerhalb der Bauzone als viel vorteilhafter erscheinen lassen 
(vgl. BGE 136 II 214 E. 2.1; BGE 129 II 63 E. 3.1; BGE 124 II 252 E. 4a; BGE 123 II 256 E. 5a; 
BGE 108 Ib 359 E. 4a; jeweils mit Hinweisen).  

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3.5.1 Die Beschwerdeführer wenden sich gegen die im Baugesuch der Beschwerdegegnerin 
vorgesehene Erstellung eines Neubaus ("Therapiehaus") auf der Parzelle Nr. 1042. Es ist un-
bestritten, dass der geplante Neubau für sich – als selbständiges Gebäude – nicht auf einen 
Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen ist. Das fragliche Gebäude, welches mehrheitlich 
Therapie- und Büroräumlichkeiten umfassen soll, könnte ohne weiteres auch in einer Bauzone 
erstellt werden. Die Standortgebundenheit kann sich vorliegend somit einzig aus einem betrieb-
lichen Zusammenhang mit den bestehenden, der Hippotherapie dienenden Bauten und Anla-
gen der Beschwerdegegnerin ergeben. Zu prüfen ist deshalb, ob bezüglich letzteren die 
Standortgebundenheit gemäss Art. 24 lit. a RPG gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, fällt eine 
allfällige "abgeleitete" Standortgebundenheit des geplanten Neubaus von vornherein ausser 
Betracht (vgl. BERNHARD WALDMANN/PETER HÄNNI, Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 24  
N 12 mit Hinweisen).       
 
3.5.2 Die Standortgebundenheit hobbymässiger oder nichtlandwirtschaftlicher, gewerblicher 
Pferdehaltungen ausserhalb der Bauzonen wird von der Praxis grundsätzlich verneint (vgl. BGE 
111 Ib 213 E. 3; BGE 124 II 391 E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 1C_234/2014 vom 6. Okto-
ber 2014 E. 2.3; 1C_153/2007 vom 6. Dezember 2007 E. 3.3; 1A.193/2001 vom 6. Mai 2002  
E. 2; 1A.210/2000 vom 1. Mai 2001 E. 5a; 1A.178/1992 vom 15. Oktober 1993, in: ZBl 95/1994 
S. 81 ff.; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich [VB.2009.00064] vom 4. Juni 2009 
E. 3.5.3; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2006, in: BVR 2006  
S. 444 ff. E. 3.3). Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat die massgebenden Ge-
sichtspunkte in der Wegleitung "Pferd und Raumplanung" zusammengefasst (vgl. ARE, Weglei-
tung "Pferd und Raumplanung", Bern 2003; aktualisierte Versionen 2011 und 2015). Danach 
sind Bauten und Anlagen für den Pferdesport, für die gewerbliche oder die hobbymässige Pfer-
dehaltung oder für andere zonenfremde Aktivitäten rund ums Pferd nicht auf einen Standort in 
der Landwirtschaftszone angewiesen. Ausnahmebewilligungen nach Art. 24 RPG kommen 
dementsprechend nicht in Betracht (Wegleitung 2015, S. 21). Bauten und Anlagen für die ge-
werbliche Pferdehaltung gehören in die Bauzone oder in eine Spezialzone gemäss Art. 18 RPG 
(Wegleitung 2015, S. 20; siehe auch Urteil des Bundesgerichts 1C_347/2017 vom 23. März 
2018 E. 3.4). Soweit sich für gewerbliche Pferdebetriebe in bestehenden Bauzonen keine ge-
eigneten Standorte finden lassen, haben die Gemeinden die Möglichkeit, Spezialzonen auszu-
scheiden. Solche Spezialzonen sind wenn möglich und sinnvoll innerhalb des bestehenden 
Baugebiets oder am Rand der Bauzonen vorzusehen (Wegleitung 2003, S. 8). Als gewerbliche 
Pferdehaltung – im Unterschied zur landwirtschaftlichen oder hobbymässigen Pferdehaltung – 
ist unter anderem auch eine solche zum Zweck der Hippotherapie zu qualifizieren (Wegleitung 
2003, S. 15). 
   
3.5.3 Die Vorinstanzen machen wie dargelegt (E. 3.3.2 hiervor) zur Begründung der 
Standortgebundenheit des Bauvorhabens der Beschwerdegegnerin geltend, dass der Betrieb 
des Hippotherapie-Zentrums in einer Bauzone nicht möglich sei. Einerseits komme die Wohn- 
und Geschäftszone angesichts der mit der Pferdehaltung verbundenen Immissionen dafür nicht 
in Betracht. Anderseits bestehe in der Gewerbe- und Industriezone die Gefahr von schreckver-
ursachendem Lärm, weshalb der Betrieb des Hippotherapie-Zentrums auch in diesen Zonen 

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nicht möglich sei (Entscheid der BUD vom 30. Mai 2017, Ziff. 21 f.). Hinsichtlich der von den 
Beschwerdeführern angeführten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur nichtlandwirtschaftli-
chen Pferdehaltung ausserhalb des Baugebiets wird ausgeführt, dass vorliegend nicht nur ein 
blosser Pferdehaltungsbetrieb, sondern in besonderem Masse auch die spezielle Nutzungsart 
der Pferde im Zusammenhang mit der Hippotherapie zu beurteilen sei. Hierbei bedürfe es in der 
Regel einer ruhigeren Umgebung, welche von ablenkenden Einflüssen weitgehend abgeschirmt 
sei. Diese Aspekte seien, soweit überblickbar, bisher in der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung noch nicht diskutiert worden (Entscheid der BUD vom 30. Mai 2017, Ziff. 23).  
 
3.5.4 Wie bereits dargelegt (E. 3.5.2 hiervor), ist die nichtlandwirtschaftliche bzw. gewerbli-
che Pferdehaltung nicht auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen. Sie gehört 
vielmehr in eine geeignete Bauzone oder in eine Spezialzone gemäss Art. 18 RPG. Dies gilt 
gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch in Bezug auf Bauten und Anlagen, wel-
che der Hippotherapie dienen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1A.210/2000 vom 1. Mai 2001  
E. 5a). Inwiefern die Pferdehaltung für die Hippotherapie – im Unterschied zur Pferdehaltung für 
andere nichtlandwirtschaftliche Zwecke – in besonderem Mass auf einen Standort ausserhalb 
der Bauzone angewiesen sein soll (Art. 24 lit. a RPG), ist denn auch nicht ersichtlich. Der Ver-
weis der Beschwerdegegner auf die besondere Lärmempfindlichkeit der Hippotherapie über-
zeugt in diesem Zusammenhang nicht. Namentlich ist nicht ersichtlich, dass die Hippotherapie 
nicht auch in einer – vor Lärmimmissionen geschützten – Reithalle durchgeführt werden könnte; 
dies ist offenbar auch beim Betrieb der Beschwerdegegnerin teilweise der Fall, verfügt diese 
doch auf der Nachbarparzelle Nr. 1576, Grundbuch Oberwil, über eine Reithalle. Die Hippothe-
rapie ausserhalb der Reithalle ist zudem auch am heutigen Standort in der Landwirtschaftszone 
möglichen Lärmimmissionen ausgesetzt. Inwiefern diesbezüglich ein massgeblicher Unter-
schied zu einer Gewerbezone bestehen soll, ist nicht ersichtlich, zumal für beide Zonen die 
Lärmempfindlichkeitsstufe III gilt.   
 
3.5.5 Für die gewerbliche Pferdehaltung besteht zudem die Möglichkeit der Ausscheidung 
einer Spezialzone gemäss Art. 18 RPG, soweit sich in bestehenden Bauzonen keine geeigne-
ten Standorte finden lassen (E. 3.5.2 hiervor). Das basellandschaftliche Recht sieht diese Mög-
lichkeit in § 28 des Raumplanungs- und Baugesetzes (RBG) vom 8. Januar 1998 ausdrücklich 
vor. Die Spezialzone im Sinne dieser Bestimmung umfasst Gebiete, die einer besonderen Nut-
zung dienen. Zwar wird die Hippotherapie im Katalog der Nutzungen von § 28 RBG nicht expli-
zit aufgeführt; es ist jedoch unbestritten, dass die Spezialzone gemäss § 28 RBG auch für diese 
Nutzungsart grundsätzlich zur Verfügung steht. Dem entspricht, dass die Gemeinde Binningen 
im Rahmen der Revision der Zonenvorschriften Siedlung und Landschaft die Ausscheidung 
einer "Spezialzone Hippotherapie" auf dem Gebiet der Parzelle Nr. 1042 vorsah. Die fragliche 
Spezialzone hätte im östlichen – nicht von der Freihaltezone überlagerten – Teil der Parzelle 
eine Überbauung zugelassen, wie sie auch im vorliegenden Fall vorgesehen ist. Der Umstand, 
dass der Regierungsrat die Genehmigung dieser Spezialzone verweigerte, ist für die Beurtei-
lung der Voraussetzungen von Art. 24 lit. a RPG bzw. der Standortgebundenheit des Bauvor-
habens der Beschwerdegegnerin grundsätzlich nicht relevant. Er ändert jedenfalls nichts an der 
Tatsache, dass Bauten und Anlagen für die Hippotherapie in Spezialzonen gemäss § 28 RBG 
mit entsprechender Zweckbestimmung erstellt werden können. Soweit das Kantonsgericht in 

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seinem Urteil vom 21. Mai 2014 im Zusammenhang mit der Festsetzung der "Spezialzone Hip-
potherapie" auf eine unzureichende raumplanerische Interessenabwägung der Gemeinde ver-
wies, wäre eine solche im Verfahren der Nutzungsplanung vorzunehmen und kann nicht im 
Rahmen der Beurteilung der Voraussetzungen von Art. 24 RPG erfolgen.  
 
3.5.6 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die bestehenden, der Hippotherapie die-
nenden Bauten und Anlagen der Beschwerdegegnerin nicht standortgebunden im Sinne von 
Art. 24 lit. a RPG sind. Entsprechend ist die Standortgebundenheit des Bauvorhabens der Be-
schwerdegegnerin von vornherein zu verneinen und es kann dafür keine Ausnahmebewilligung 
gestützt auf Art. 24 RPG erteilt werden.  
 
3.6 Die Beschwerde ist gutzuheissen und die Ausnahmebewilligung für das Baugesuch  
Nr. 1478/2015 der Beschwerdegegnerin ist zu verweigern. Der Beschwerdegegnerin steht es 
frei, ein neues, den Voraussetzungen von Art. 24c RPG entsprechendes Baugesuch einzu-
reichen. 
 
4.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Den kantonalen Behörden können in Fällen wie dem vorlie-
genden keine Verfahrenskosten auferlegt werden (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 2'200.-- sind dementsprechend zur Hälfte, d.h. im Umfang von Fr. 1'100.--, der 
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.   
 
4.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Verfahrensausgang ist den Beschwer-
deführern eine Parteientschädigung zulasten der Beschwerdegegner zuzusprechen. Im vorlie-
genden Fall erweist sich der in der Honorarnote vom 6. Juni 2018 geltend gemachte Aufwand 
von 14.50 Stunden zuzüglich 4 Stunden für die heutige Parteiverhandlung als angemessen, 
wobei praxisgemäss ein Ansatz von Fr. 250.-- pro Stunde zur Anwendung kommt. Die Partei-
entschädigung ist demzufolge auf Fr. 4‘981.10 (inkl. 7.7% MWST) festzusetzen und den Be-
schwerdegegnern jeweils zur Hälfte, d.h. im Umfang von je Fr. 2‘490.55, aufzuerlegen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid des Regierungsrats 

vom 19. Dezember 2017 aufgehoben und die Ausnahmebewilligung für 
das Baugesuch Nr. 1478/2015 der Beschwerdegegnerin wird verweigert.   

   
 2. Der Beschwerdegegnerin wird ein Verfahrenskostenanteil in der Höhe 

von Fr. 1'100.-- auferlegt.  
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'200.-- wird den 
Beschwerdeführern zurückerstattet.     

   
 3. Den Beschwerdeführern wird eine Parteientschädigung in der Höhe von 

Fr. 4‘981.10 (inkl. 7.7 % MWST) zugesprochen, welche jeweils zur Hälf-
te, d.h. im Umfang von je Fr. 2‘490.55, den Beschwerdegegnern aufer-
legt wird. 

 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber