# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** acf96cd3-22c1-5335-954a-07aadf355510
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2010 D-6251/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6251-2010_2010-09-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6251/2010
sch/bah/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Daniel Schmid;
Gerichtsschreiber Christoph Basler.

A.___________, geboren (...),
Nigeria,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 25. August 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6251/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer Nigeria eigenen Angaben zufolge im Mai 
2004 verliess, sich anschliessend im Niger und in Libyen aufgehalten 
und im September 2008 nach Italien begeben habe, wo er registriert 
worden sei,

dass er sich in B.__________ an die Behörden gewandt und um Asyl 
nachgesucht habe, worauf er  eine drei Monate gültige Aufenthaltsbe-
willigung erhalten habe, die ihm im September 2009 entzogen worden 
sei,

dass er am 7. Januar 2010 in die Schweiz einreiste und am selben Tag 
um Asyl nachsuchte,

dass er bei der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
Chiasso vom 20. Januar 2010 vorbrachte, an seinem Wohnort in Nige-
ria  habe  kein  Friede  geherrscht,  weshalb  er  sich  zur  Ausreise  aus 
seinem Heimatland entschieden habe,

dass es im Jahr 2004 zu einer Krise zwischen der christlichen und der 
muslimischen Bevölkerung gekommen sei,

dass  dabei  seine  Eltern  (am  12.  Mai  2004)  ums  Leben  gekommen 
seien,

dass auch er an den Auseinandersetzungen teilgenommen habe,

dass für  den weiteren Inhalt  seiner  Aussagen auf  die  Akten zu ver-
weisen ist,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  23.  April  2010  –  eröffnet  am 
27. April  2010  –  in  Anwendung von  Art. 34  Abs. 2  Bst.  d des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  vom 7.  Januar  2010  nicht  eintrat,  die  Weg-
weisung aus der Schweiz nach Italien verfügte, den Beschwerdeführer 
aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Be-
schwerdefrist zu verlassen und feststellte, einer allfälligen Beschwerde 
komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs und der 
Beschwerdeführer am 10. Juni 2010 nach Italien überführt wurde,

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dass der Beschwerdeführer am 21. Juni 2010 erneut  in die Schweiz 
einreiste und gleichentags zum zweiten Mal um Asyl nachsuchte,

dass er bei der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
Chiasso vom 2. Juli 2010 geltend machte, er sei nach seiner Rückkehr 
nach  Italien  von  den  italienischen  Behörden  zum Verlassen  Italiens 
aufgefordert worden,

dass er sich auf die gleichen Asylgründe berufe, die er bereits bei der 
Kurzbefragung vom 20. Januar 2010 genannt habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  25. August 2010  –  eröffnet  am 
27. August 2010 –  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf 
das  zweite  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  vom  21.  Juni  2010 
nicht eintrat,  die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien verfügte, 
den  Beschwerdeführer  aufforderte,  die  Schweiz  spätestens  am  Tag 
nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen und feststellte, einer all -
fälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer sei am 3. September 2008 in Italien angekommen und 
habe dort ein Asylgesuch gestellt, was aus seinen Aussagen und dem 
Eurodac-Treffer hervorgehe,

dass er bereits am 10. Juni 2010 im Sinne von Art. 34 Abs. 2 Bst. d 
AsylG nach Italien abgeschoben worden sei,

dass Italien gemäss dem Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des  zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (DAA;  SR 0.142.392.68)  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass  Italien  innerhalb  der  festgelegten  Frist  auf  das  Übernahme-
ersuchen nicht geantwortet habe, weshalb die Zuständigkeit  gestützt 
auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c VO Dublin auf Italien übergegangen sei,

dass die Übergabe – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung oder 
Verlängerung  (Art.  19f  VO Dublin)  –  bis  spätestens  am  28.  Januar 
2011 zu erfolgen habe,

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dass der  Beschwerdeführer  bei  der  Gewährung des rechtlichen Ge-
hörs erklärt habe, er habe nach seinem erneuten Eintreffen in Italien 
die Aufforderung erhalten, das italienische Territorium zu verlassen,

dass  dies  kein  Hindernis  für  den  Wegweisungsvollzug  darstelle,  da 
Italien nach rechtsstaatlichen Prinzipien gehandelt habe,

dass  der  Beschwerdeführer mit  englischsprachiger  Eingabe  vom 
1. September 2010  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte, 
die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  es  sei  seine  Flüchtlings-
eigenschaft  anzuerkennen  und  ihm  Asyl  zu  gewähren,  es  sei  fest-
zustellen,  dass der Wegweisungsvollzug undurchführbar  sei  und ihm 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren,  es sei  ihm die unentgeltliche 
Rechtspflege  zu  gewähren  und  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses zu verzichten, eventualiter sei die aufschiebende Wirkung 
wiederherzustellen, 

dass  er  zudem  beantragte,  die  zuständige  Behörde  sei  vorsorglich 
anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder 
Herkunftsstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu 
unterlassen und er sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe darüber in 
einer separaten Verfügung zu informieren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 6. September 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung;

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-

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schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  Parteieingaben  in  Verfahren  vor  den  Behörden  des  Bundes  in 
einer  Amtssprache  –  in  der  Regel  Deutsch,  Französisch  oder 
Italienisch – abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der  
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 BV, [SR 101] 
und Art. 33a Abs. 1 VwVG), 

dass  die  Rechtsmitteleingabe  des  Beschwerdeführers  zwar  nicht  in 
einer der erwähnten Sprachen verfasst ist, aus prozessökonomischen 
Gründen aber auf  eine Übersetzung verzichtet  werden kann,  da der 
Inhalt der in Englisch gehaltenen Beschwerdeeingabe verständlich ist,

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie  Art.  105 
AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  einzig  zu  prüfen  ist,  ob 
das BFM gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG auf das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  zu  Recht  nicht  eingetreten  ist  und  infolge-
dessen die Wegweisung aus der  Schweiz zu Recht  verfügt  hat  (vgl.  
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E.2.1 S. 240f.) ,

dass deshalb auf  die  Anträge,  es sei  die  Flüchtlingseigenschaft  des 
Beschwerdeführers  festzustellen  und  ihm  Asyl  zu  gewähren,  nicht 
einzutreten ist,

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich 
Missbrauch und Überschreitung des Ermessens,  die  unrichtige  oder 
unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art.  111a Abs. 2 
AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich aus den Akten ergibt, dass der Beschwerdeführer in Italien 
am  3.  September  2008  und  am  19.  März  2009  in  der  EURODAC 
Datenbank erfasst worden ist,

dass das BFM bei dieser Sachlage und der innert Frist seitens Italiens 
unbeantwortet  gebliebenen  (Art.  20  Abs.  1  Bst.  c  Verordnung 
Nr. 343/2003  des  Rates  vom 18.  Februar  2003  zur  Festlegung  von 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 
Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen in einem Mitgliedstaat 
gestellten Asylantrags zuständig ist [Dublin-II-VO]), gestützt auf Art. 16 
Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO erfolgten Anfrage um Wiederaufnahme des 
Beschwerdeführers  vom  13.  Juli  2010,  Italien  zu  Recht  als  für  die 
Durchführung des Asylverfahrens zuständig erachtet hat,

dass  in  der  Beschwerde  nichts  Stichhaltiges  geltend  gemacht  wird, 
das in Bezug auf die Zuständigkeit Italiens für die Durchführung des 
Asylverfahrens zu einer anderen Beurteilung führen könnte,

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  –  die  Aufenthalts-
bedingungen in der Schweiz seien besser als diejenigen in Italien und 
er  wolle  seine  Zukunft  mit  einer  in  der  Schweiz  lebenden  Frau ge-
stalten – nichts an dieser Einschätzung zu ändern vermögen,

dass  sein  Hinweis  auf  gesundheitliche  Probleme  ebenso  wenig  zu 
einem anderen Entscheid zu führen vermag, da die Gesundheitsver-
sorgung in Italien gewährleistet ist,

dass Italien unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 28. Juli  
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30), der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des Übereinkommens vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter  und andere grausame, unmensch-
liche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist,

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dass  das  italienische  Fürsorgesystem für  Asylsuchende  zwar  in  der 
Kritik  steht,  in  den Aufenthalts-  und Verfahrensbedingungen für  Per-
sonen,  welche  sich  im  Rahmen  eines  Asylverfahrens  in  Italien  auf-
halten, indessen kein Vollzugshindernis zu erkennen ist,

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen bezüglich Unter-
bringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden 
und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche private 
Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und  Flücht-
lingen annehmen,

dass  beispielsweise  die  Organisation  "Arci  con  Fraternità"  seit  dem 
1. Januar 2009 die Betreuung der Flüchtlinge im Flughafen Fiumicino 
(Rom)  organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose  Rechts-
beratung anbietet,

dass  unter  diesen  Umständen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür 
ersichtlich sind, die darauf hindeuten, der Beschwerdeführer würde im 
Falle einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten,

dass aufgrund der Akten auch sonst keine Gründe zur Ausübung des 
Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO) ersichtlich 
sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  ge-
setzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren  in  den für  die  Prüfung des  Asylgesuches  zustän-
digen Staat handelt, systembedingt kein Raum bleibt für Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

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dass eine entsprechende Prüfung soweit  notwendig vielmehr  bereits 
im Rahmen des Nichteintretensentscheides stattfinden muss, 

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet 
hat, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  mit  dem  negativen  Entscheid  in  der  Hauptsache  die  prozes-
sualen Anträge (Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, 
Wiederherstellung  der  aufschiebenden  Wirkung,  vorsorgliche  Anwei-
sung an die zuständige Behörde, die Kontaktaufnahme mit den Behör-
den  des  Heimat-  oder  Herkunftsstaates  sowie  jegliche  Datenweiter-
gabe  an  diese  zu  unterlassen,  eventualiter  –  bei  bereits  erfolgter 
Datenweitergabe – entsprechende Information des Beschwerdeführers 
in einer separaten Verfügung) gegenstandslos werden,

dass das Gesuch um Gewährung der vollumfänglichen unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) zufolge Aussichtslosigkeit 
der Beschwerde abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Hans Schürch Christoph Basler

Versand: 

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