# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c5e383e3-0202-53cb-ba24-0e6203582396
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-21
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018
**Docket/Reference:** DB.2021.20
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-db.2021.20--2-st.2021.25.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2021.20 
2 ST.2021.25 

Entscheid 

21. April 2021 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Griesser und Gerichtsschreiber Marius Obertüfer 

1.  A ,    

2.  B ,    

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/  
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2018 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2018 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A und B (nachfolgend die Pflichtigen) zogen in ihrer dem Steueramt einge-

reichten  Steuererklärung  2018  Kosten  für  die  Verwaltung  des  beweglichen  Privatver-

mögens  von  Fr. 6'000.-  ab.  Mit  Schreiben  vom  27. April  2019  verwiesen  sie  auf  die 

geänderte  Weisung  des  kantonalen  Steueramts  über  die  Abzugsfähigkeit  der  Kosten 

für die Verwaltung von Wertschriften des Privatvermögens vom 11. Juli 2017 (ZStB Nr. 

30.1,  nachfolgend  Weisung)  und  machten  –  statt  der  bisher  geltend  gemachten  Fr. 

6'000.-  –  höhere  Vermögensverwaltungskosten  geltend.  In  der  beiliegenden  Aufstel-

lung verwiesen sie auf die Bankspesen der Bank Julius Bär & Co. AG von Fr. 5'068.20, 

die  Vermögensverwaltungsgebühren  der  C  AG  im  Gesamtbetrag  von  Fr. 26'187.15 

und  die  Safegebühr  der  UBS  Switzerland  AG  von  Fr.  86.15.  Insgesamt  machten  die 

Pflichtigen  nunmehr  Vermögensverwaltungskosten  von  Fr.  31'341.60  geltend,  wovon 

unter Berücksichtigung der Weisung Fr. 16'094.- abzugsfähig seien.  

Das  kantonale  Steueramt  forderte  mit  der  Akteneinforderung  vom  27.  Okto-

ber 2020 diverse Unterlagen zu mittlerweile nicht mehr strittigen Punkten ein und erläu-

terte  gleichzeitig,  dass  nur  Vermögensverwaltungskosten  von  Fr.  6'000.-  abzugsfähig 

seien.  Im  Schreiben  vom  25. November  2020  hielten  die  Pflichtigen  an  den  geltend 

gemachten Vermögensverwaltungskosten fest. Infolgedessen versandte das kantonale 

Steueramt  am  4.  Dezember  2020  eine  zweite  Akteneinforderung  betreffend  die  Ver-

mögensverwaltungskosten.  Daraufhin  reichten  die  Pflichtigen  am  8.  Dezember  2020 

den Vermögensverwaltungsauftrag mit der C AG ein und hielten an ihrer Position fest.  

Mit Veranlagungsverfügung bzw. Einschätzungsentscheid für die Steuerperio-

de 2018 vom 18. Dezember 2020 gewährte die Steuerkommissärin  – neben weiteren 

Korrekturen  –  Vermögensverwaltungskosten  von  Fr. 6'000.-  statt  deren  Fr. 16'094.-. 

Die  Aufwendungen  der  C  AG  wurden  als  nicht  abzugsfähig  beurteilt.  

Im  Ergebnis  wurden  die  Pflichtigen  gestützt  auf  eine  entsprechende  Aufrechnung  mit 

einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr. 527'100.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw. 

Fr. 726'400.-  (Staats-  und  Gemeindesteuern;  davon  Ertrag  aus  qualifizierten  Beteili-

gungen  Fr. 500'000.-)  veranlagt  bzw.  eingeschätzt;  das  steuerbare  Vermögen  belief 

sich auf Fr. 6'387'000.-. 

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B. Die Pflichtigen erhoben hiergegen am 29. Dezember 2020 Einsprache und 

beanspruchten  weiterhin  die  Abzugsfähigkeit  von  Vermögensverwaltungskosten  im 

Gesamtbetrag von Fr. 16'094.-. Mit Einspracheentscheiden vom 20. Januar 2021 wies 

das kantonale Steueramt die Einsprachen ab. 

C.  Mit  Beschwerde  und  Rekurs  vom  25.  Januar  2021  hielten  die  Pflichtigen 

am  Abzug  der  Vermögensverwaltungskosten  über  Fr.  16'094.-  fest  und  beantragten 

betreffend  die  direkte  Bundessteuer  2018  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 517'000.- veranlagt zu werden. Betreffend die Staats- und Gemeindesteuern bean-

tragten  sie,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von  Fr.  716'300.-  (davon  Ertrag  aus 

qualifizierten Beteiligungen von Fr. 500'000.-) sowie einem steuerbaren Vermögen von 

Fr. 5'875'000.- eingeschätzt zu werden. 

Das  kantonale  Steueramt  schloss  mit  Beschwerde-  und  Rekursantwort  vom 

11. Februar  2021  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel.  Die  Eidgenössische  Steuerverwal-

tung  (ESTV)  liess sich nicht  vernehmen.  Die  Pflichtigen  bekräftigten  in ihrer  Stellung-

nahme  vom  21.  März  2021  ihren  Standpunkt  und  wiesen ergänzend auf  die Grenzen 

der Mitwirkungspflicht hin. Das kantonale Steueramt verzichtete auf weitere Äusserun-

gen. 

Auf  die  Parteivorbringen  in  den  verschiedenen  Rechtsschriften  wird  –  soweit 

erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  a)  Bei  beweglichem  Privatvermögen  können  die  Kosten  der  Verwaltung 

durch Dritte (vom Reineinkommen) abgezogen werden (Art. 32 Abs. 1 des Bundesge-

setzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14.  Dezember  1990  [DBG]  sowie  § 30 

Abs. 1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997  [StG]).  Nicht  abzugsfähig  sind  Kosten 

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und  Aufwendungen  für  die  Anschaffung,  Herstellung  oder  Wertvermehrung  von  Ver-

mögensgegenständen (Art. 34 lit. d DBG und § 33 lit. d StG). 

b)  Der  steuerrechtliche  Begriff  der  Vermögensverwaltung  ist  enger  als  der 

Begriff  des  allgemeinen  Sprachgebrauchs.  Darunter  fallen  alle  tatsächlichen  oder 

rechtlichen  Handlungen,  die  im  Rahmen  der  Bewirtschaftung  von  Vermögensgegen-

ständen  erforderlich  sind  und  der  Sicherung  und  Erhaltung  (im  Sinn  von  "Bewahren", 

nicht  jedoch  im  Sinn  von  "Erlagen";  Markus  Reich,  Steuerrecht,  3. A.,  2020,  §  13 

N 185)  des  ertragsbringenden  Vermögens  dienen  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 3. A., 2016, Art. 32 N 17 DBG, und Kommentar zum Zür-

cher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 30 N 16 StG, mit Hinweisen, auch zum Folgenden). 

Abziehbar sind demnach insbesondere Depot-, Schrankfach- und Safegebühren, Kos-

ten  für  die  Erstellung  von  Wertschriftenverzeichnissen  (Steuerverzeichnis)  sowie  von 

Rückforderungs-  und  Anrechnungsanträgen  für  ausländische  Quellensteuern  und  In-

kassospesen (vgl. auch ASA 67, 477). Dagegen sind Kosten für Finanz- und Anlagebe-

ratung,  für  Vermögensumlagerung,  Finanzierungskosten,  Entschädigungen  für  Treu-

handanlagen  und  Provisionen 

für  den  Erwerb  oder  die  Veräusserung  von 

Vermögenswerten  nicht  als  Vermögensverwaltungskosten  abziehbar  (vgl.  dazu  auch 

lit. C der Weisung). Kosten der Anlageberatung im Besonderen dienen – wie das Bun-

desgericht in ständiger Praxis erkannt hat (ASA 71, 44 = StR 2000, 515) – dem Erwerb 

bzw. der Veräusserung von Vermögensgegenständen und nicht primär der Werterhal-

tung, sondern der Wertvermehrung. Solche Aufwendungen sind nach Art. 34 lit. d DBG 

bzw.  §  33  lit.  d  StG  nicht  abzugsfähig.  Aber  auch  wenn  mit  der  Vermögensberatung 

keine  Wertvermehrung  bezweckt  wird,  können  die  Kosten  der  Anlageberatung  nicht 

einkommensmindernd  geltend  gemacht  werden,  sofern  die  Beratung  zur  Hauptsache 

auf Erwerb bzw. Verkauf und nicht auf das Halten des Vermögens, das den steuerba-

ren  Ertrag  generiert,  ausgerichtet  ist  (Peter  Locher,  Kommentar  zum  DBG,  I.  Teil, 

2019,  Art.  32  N  9  ff.).  Denn  in  diesem  Fall  liegen  Aufwendungen  für  die  Anschaffung 

und Veräusserung von Vermögensgegenständen vor, die nach Art. 34 lit. d DBG bzw. 

§ 33 lit. d StG nicht abzugsfähig sind. 

c) aa) Für das Sammeln, Analysieren, Vernetzen etc. von Informationen über 

das Portfolio und die Finanzmärkte zur Grundlage der Fällung von Anlageentscheiden 

wird oftmals auch der Begriff Portfoliomanagement (oder Asset Management) verwen-

det. Beim Letzteren geht es um die Frage, wie ein Investor seine verfügbaren finanziel-

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len Mittel zweckmässigerweise in die am Kapitalmarkt gehandelten Wertpapiere anle-

gen  sollte (StRG,  23.  Juni  2017,  1 DB.2016.258/1 ST.2016.311). Wenn einer  Vermö-

gensverwalterin das gesamte Portfolio zur selbstständigen Verwaltung anvertraut wird, 

handelt es sich damit steuerlich gesehen um Anlageberatung gemäss Art. 34 lit. d DBG 

und § 33 lit. d StG bzw. lit. C der Weisung (d.h. nicht abzugsfähige Kosten; StRG, 14. 

Februar  2020,  2  DB.2019.123/2  ST.2019.161,  a.z.F.).  Anlageberatung  ist  nämlich 

steuerlich  nicht  nur  in  dem  Sinn  zu  verstehen,  dass  ein  Vermögensverwalter  einem 

Privatanleger  im  Rahmen  einer  entgeltlichen  Beratung  (titelbezogene)  Empfehlungen 

für konkrete Vermögensanlagen abgibt. Beim Portfoliomanagement liegt gewissermas-

sen die extremste Form der Anlageberatung vor, indem sich die Beratung letztlich auf 

die  Wahl  der  Anlagestrategie  beschränkt  und  im  Übrigen  der  Vermögensverwalterin 

völlige Freiheit bei der Wahl der Anlagen bzw. der Verwaltung und Bewirtschaftung des 

Portfolios  eingeräumt  wird.  Dem  Anleger  geht  es  nicht  um  einzelne  Titel  und  deren 

Sicherung, 

sondern 

um 

die 

Erzielung 

einer 

guten  Rendite 

bzw.  

eines  Vermögenszuwachses  durch  entsprechende  Anlageentscheide,  wobei  er  sich 

bewusst ist, dass mit der Zunahme seiner diesbezüglichen Erwartungen auch das Ver-

lustrisiko ansteigt. Ein Verlustrisiko wird also in Kauf genommen im Bewusstsein, dass 

es  das  Ziel,  vorhandenes  Vermögen  nicht  bloss  zu  erhalten,  sondern  anwachsen  zu 

lassen,  gefährdet.  Wie  "aktiv  oder  passiv"  die  Vermögensverwalterin  bei  der  Bewirt-

schaftung des Vermögens vorgeht, hängt vom gewählten Anlageprofil ab. Hieraus folgt 

aber nicht, dass bei risikoarmem Anlageprofil und geringerer Bewirtschaftung die Kos-

ten für den Beizug eines Portfoliomanagers steuerlich abziehbar sind. So kann ein risi-

koarmes Portfolio ebenso auf die Erzielung von Kapitalgewinnen ausgerichtet sein wie 

ein  risikoreiches  Portfolio,  auch  wenn  die  Kapitalgewinne  bei  ersterem  in  der  Regel 

tiefer  ausfallen  mögen.  In  der  Praxis  wird  ein  Anleger,  der  das  Risiko  scheut  und  auf 

die  reine  Vermögenssicherung  mit  (bescheidenen)  Zinserträgen  ausgerichtet  ist,  aus 

Kostengründen  wohl  ohnehin  keinen  professionellen  Vermögensverwalter  beiziehen, 

sondern  die  entsprechenden  (einfachen)  Anlageentscheide  selber  oder  auf  Empfeh-

lung  seiner  Hausbank  treffen.  Entsprechende  Anlagen  sind  dabei  langfristiger  Natur, 

weshalb die Überwachung und Bewirtschaftung (z.B. Neuanlage bei Ablauf von mehr-

jährigen Obligationen) wenig intensiv ist.  

bb)  Entscheidend  ist,  dass  die  Vermögensverwalterin  den  Auftrag  hat,  durch 

Einsatz  ihres  Know-Hows  und  ihrer  Erfahrung  bezüglich  der  einzelnen  Investitionen 

fortwährend  oder  sporadisch  Halte-,  Kaufs-  bzw.  Verkaufsentscheide  zu  fällen.  Die 

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Kosten für die Entscheide betreffen damit aber von vornherein nicht die Pflege der ein-

zelnen  Werte  und  deren  Erhaltung  zur  Sicherung  eines  angemessenen  Ertrags,  son-

dern deren (allfälligen) Ersatz durch andere Investitionen (dazu gehören auch flüssige 

Mittel) und damit die Anschaffung neuer Vermögenswerte. Kosten im Zusammenhang 

mit  letzterer Tätigkeit  sind  wie gesehen gesetzlich  ausgeschlossen.  Aus steuerrechtli-

cher  Sicht  stellen  die  einzelnen  Komponenten  des  Portfolios  je  einzeln  Anlagen  dar, 

welche allenfalls Erträge abwerfen. Eine Gesamtbetrachtung des Portfolios findet nicht 

statt. Deswegen ist auch die Abzugsfähigkeit der Portfolio-Managementkosten zu ver-

neinen, auch wenn diese für das gesamte Portfolio als Gewinnungskosten erscheinen 

mögen. Indessen findet auch die Besteuerung der Erträge bzw. die nicht-Besteuerung 

der  Kapitalgewinne auf Basis  der  einzelnen  Titel  des  Portfolios statt. Im  Übrigen  wird 

die Tätigkeit des Portfoliomanagers in vielen Fällen der Erzielung von Kapitalgewinnen 

oder der Verhinderung von Kapitalverlusten dienen. Von steuerlich abzugsfähigen, mit 

aus  einem  Vermögensobjekt  fliessenden  steuerbaren  Erträgen  (Miete,  Pacht,  Zinsen, 

Dividenden)  unmittelbar  zusammenhängenden  Kosten  (Gewinnungskosten)  kann  da-

mit keine Rede sein. Die Abwägung, ob ein einzelner Vermögenswert gekauft bzw. neu 

flüssige  Mittel  gehalten  werden  sollen,  ist  grundsätzlich  der  privaten  Lebenshaltung 

zuzuordnen. Entsprechende Kosten sind steuerlich unbeachtlich. 

d) Vermögensverwaltungskosten sind als steuermindernde Umstände von den 

Steuerpflichtigen  darzutun  und nachzuweisen  (RB  1975  Nr.  64,  a.z.F. sowie ASA  46, 

512).  Die  Steuerpflichtigen  haben  mithin  nicht  bloss  die  Kosten  als  solche,  sondern 

auch  deren  Abzugsfähigkeit  aufgrund  der  obgenannten  Kriterien  zu  beweisen.  Dazu 

haben  sie  spätestens  im  Beschwerde-  und  Rekursverfahren  die  Abzüge  durch  eine 

substanziierte  Sachdarstellung  zu  behaupten  und  hierfür  beweiskräftige  Unterlagen 

einzureichen  oder  zumindest  entsprechende  Beweismittel  anzubieten.  Die  Weisung 

gewährt allerdings im Abschnitt D die folgenden Beweiserleichterungen: 

Für  die  Verwahrung  und  Verwaltung  von  Wertschriften  (ohne  Darlehen  und 

Bankguthaben aller Art) sowie für das Erstellen des Steuerverzeichnisses durch Dritte 

können für sämtliche abzugsfähigen Kosten pauschal, d.h. ohne Nachweis der tatsäch-

lichen  Kosten,  3  ‰  des  Steuerwerts  der  durch  Dritte  verwalteten  Wertschriften  des 

Privatvermögens,  maximal  jedoch  Fr.  6'000.-  (entspricht  einem  Depotwert  von 

Fr. 2'000'000.-), abgezogen werden. 

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Werden  höhere  Abzüge  geltend  gemacht,  sind  grundsätzlich  sowohl  die  tat-

sächlich bezahlten Kosten für die Vermögensverwaltung als auch deren Abzugsfähig-

keit in vollem Umfang nachzuweisen. 

Kann  indessen  bei  Belastung  einer  Pauschalgebühr  durch  den  verwaltenden 

Dritten die Aufteilung in abzugsfähige und nicht abzugsfähige Kosten nicht nachgewie-

sen werden, können bei Depotwerten über Fr. 2'000'000.- als Vermögensverwaltungs-

kosten  Fr.  6'000.-  plus  die  Hälfte  der  um  den  Betrag  von  Fr. 6'000.-  reduzierten  Pau-

schalgebühr in Abzug gebracht werden. 

2. a) Die Divergenzen der Parteien gründen offenkundig auf einer unterschied-

lichen Auslegung der Weisung. Strittig ist, ob die Entschädigungen im Gesamtumfang 

von Fr. 26'187.15, welche die Pflichtigen 2018 der C AG 2018 entrichtet hatten, bei der 

Berechnung des Pauschalabzuges mit zu berücksichtigen sind bzw. ob die von der C 

AG in Rechnung gestellten Aufwendungen zumindest teilweise unter den steuerrechtli-

chen Begriff der Vermögensverwaltungskosten fallen. 

b) Der Vertrag, den die Pflichtigen am 22. Dezember 2017 mit der  C AG ab-

geschlossen haben, enthält alle oberwähnten und erläuterten Elemente eines Portfolio-

Management-Auftrags:  

aa) Die C AG war in ihrer Wahl der Anlagen und des jeweiligen Ankaufs- bzw. 

Verkaufszeitpunkts und der Zusammensetzung des Portfolios im Rahmen des verein-

barten Anlagekonzeptes grundsätzlich völlig frei. Sie übte die Verwaltung nach freiem 

Ermessen sowie ohne Einholung von Instruktionen der Pflichtigen aus (R-act. 3/4 Ziff. 

3.1). Die Pflichtigen waren damit einverstanden, dass bezüglich der einzelnen Transak-

tionen  keine  weitere  Risikoaufklärung  stattfand  (R-act. 3/4  Ziff.  3.5).  Der  C  AG  stand 

zur Verwirklichung des Anlagekonzepts eine breite Palette von Anlageinstrumenten zur 

Verfügung  (u.a.  Aktien,  Obligationen,  Edelmetalle,  Notes,  Devisengeschäfte,  offshore 

Funds,  Kollektivanlagen,  Derivative,  alternative  Anlagen  [z.B.  Hedge-Fonds,  Immobi-

lien, Private Equity oder Rohstoffe]).  

bb) Die Pflichtigen haben der C AG, damit sie ihren Auftrag selbständig erfül-

len konnte, eine Vollmacht gegenüber der Bank Julius Bär & Co. AG erteilt (R-act. 3/4 

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Ziff. 2). Zudem wurde die Julius Bär & Co. AG verpflichtet, Kopien sämtlicher Mitteilun-

gen an die Kunden, auch an die C AG zu senden (R-act. 3/4 Ziff. 8.2). 

cc)  Die  Parteien  haben  weiter  gemäss  einer  -  nicht  aktenkundigen  -  Zusatz-

vereinbarung (Anlagekonzept)  die  Anlagestrategie festgelegt  (vgl.  R-act. 3/4  Ziff.  3.3). 

Der Fokus der Anlagetätigkeit liegt bei Schweizer Small- und Mid Caps.  

dd)  Die  durch  das  pauschale  Auftragshonorar  von  1.0  Prozent  (plus  MWSt.) 

des  gesamten  Depotwertes  abgegoltenen  Leistungen  umfassten  die  Erstellung  des 

Anlagekonzeptes,  die  Allokation  der  Vermögenswerte  (bzw.  Umsetzung  des  Kon-

zepts), die regelmässige Berichterstattung, die laufende Beobachtung der Finanzmärk-

te und Trends sowie eine periodische Rechenschaftslegung. Die Erstellung von zusätz-

lichen  Unterlagen,  Verzeichnissen  und  Bestätigungen  wären  separat  in  Rechnung 

gestellt worden (R-act. 3/4 Ziff. 7). 

ee)  In  ihrer  Beschwerde-  bzw.  Rekursschrift  machen  die  Pflichtigen  geltend, 

die  im  Jahr  2018  erzielten  Vermögenserträge  von  Fr. 46'913.-  seien  allein  den  Hand-

lungen der C AG zu zuschreiben (R-act. 2 S. 2). Die Tätigkeit der C AG stehe deshalb 

in  unmittelbarem  Zusammenhang  mit  den  steuerbaren  Vermögenserträgen  und  sei 

somit  zu  berücksichtigen.  Dieser  Einwand  verfängt  jedoch  nicht.  Dem  Steuerauszug 

2018  der  Bank  Julius  Bär  können  insgesamt  28  verschiedene  Anlagen  entnommen 

werden.  Davon  erfuhren  lediglich  deren  drei  im Jahr  2018 keine  Bestandesänderung. 

Die C AG veranlasste somit zahlreiche Käufe und Verkäufe.  

Die vereinbarten Beratungsdienstleistungen beziehen sich auf die Recherche 

und Fällung von Kaufs- und Verkaufsentscheiden und stellen - wie oben dargelegt - nur 

schon  aus  diesem  Grund  keine  mit  irgendwelchen  steuerbaren  Vermögenserträgen 

qualifiziert  zusammenhängende  Ausgaben  (Gewinnungskosten)  dar.  Hätte  die  C  AG 

tatsächlich  versprochen,  (steuerbares)  Einkommen  wie  Zinsen  oder  Dividenden  zu 

erwirtschaften,  wären  die  Pflichtigen  im  damals  wie  heute  herrschenden,  garstigen 

Zinsumfeld kaum  bereit gewesen,  ein Honorar  in  Höhe von  1.0 Prozent  (plus  MWSt.) 

des  Depotwertes  zu  entrichten.  Kein  vernünftiger  Anleger  wäre  mit  anderen  Worten 

bereit gewesen, ohne Aussicht auf Kapitalgewinne dieses Honorar bloss für professio-

nelle,  auf  das  "Bewahren"  ausgerichtete  Beratungsdienstleistungen  zu entrichten.  Die 

gesamthaft  erzielten  Dividendenerträge  sind  im  Vergleich  mit  der  durchschnittlichen 

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Dividendenrendite des Schweizer Aktienmarkts 2018 nicht überragend. Ohne die zahl-

reichen  Käufe  und  Verkäufe  hätten  die  Pflichtigen  ihre  Anlageentscheide  selber  oder 

auf Empfehlung ihrer Hausbank treffen können. Die Auswirkungen auf die Dividenden-

erträge 2018 wären vermutlich vernachlässigbar gewesen und unter Berücksichtigung 

des Honorars der C AG wäre möglicherweise ein höherer Nettoertrag erzielt worden. 

c) Die Pflichtigen bringen in ihren Eingaben (R-act. 2 und 11 sowie T-act. 12, 

14, 17) nichts vor, das im Licht der oben ausführlich beleuchteten Gesetzes- und Fak-

tenlage  für  die  steuerliche  Abzugsfähigkeit  der  Honorare  der  C  AG  sprechen  würde. 

Über  die  durch  die  C  AG  selber  im  Jahr  2018  ganz  konkret  getroffenen  Anlageent-

scheide, die genauen Beweggründe für die Entscheide und über die vertraglich verein-

barte Berichterstattung schweigen sie sich vollständig aus. Die Pflichtigen beschränken 

sich  vielmehr  darauf,  den  Steuerbehörden  vorzuwerfen,  sie  hätten  den  Abzug  ohne 

substanziierten Grund reduziert. Die Pflichtigen verkennen dabei, dass nicht die Steu-

erbehörde,  sondern  sie  selber  die  Abzugsfähigkeit  der  geltend  gemachten  Kosten 

durch eine detaillierte Sachdarstellung und die Vorlage von Beweismitteln nachzuwei-

sen  haben.  Falls  dies  nicht  bzw.  nicht  ausreichend  möglich  ist,  haben  die  Pflichtigen 

analog den privatrechtlichen Bestimmungen die Konsequenzen dieser Beweislosigkeit 

zu  tragen  (vgl.  Art. 8  des  Zivilgesetzbuches  vom  10. Dezember  1907  [ZGB];  E.  1d). 

Das  von  den  Pflichtigen  in  der  Stellungnahme  zur  Beschwerde-  und  Rekursantwort 

vorgebrachte Argument der Grenzen der Mitwirkungspflicht im Sinn von Art. 126 DBG 

bzw. § 135 StG sticht vorliegend nicht. Die Pflichtigen beantragen die Abzugsfähigkeit 

von Vermögensverwaltungskosten und haben dazu Unterlagen eingereicht. Diese Un-

terlagen  werden  vom  kantonalen  Steueramt  bzw.  im  Beschwerde-  und  Rekursverfah-

ren vom Steuerrekursgericht geprüft und führen zur Gewährung, teilweisen Gewährung 

oder Verweigerung des Abzuges. Die Grenzen der Mitwirkungspflicht sind in der Regel 

vor allem bei steuerbegründenden Sachverhalten wie z.B. die Dokumentation der Ein-

nahmen  aus  einer  selbständigen  Erwerbstätigkeit  von  Belang.  Ein  nicht  ausreichend 

durch Beweismittel untermauerter Abzug ist teilweise oder ganz zu verweigern. 

d) aa) Die Pflichtigen kritisieren die Auslegung der geänderten Weisung durch 

das  kantonale  Steueramt.  Die  Weisung  verkäme  durch  dessen  Auslegung  zu  einem 

"Rohrkrepierer"  (R-act. 2  und  11,  auch  zum  Folgenden).  Die  vom  kantonalen  Steuer-

amt eingenommene Haltung, wonach Honorarzahlungen im Zusammenhang mit einer 

aktiven  Vermögensverwaltung  per  se  vollumfänglich  nicht  abzugsfähig  seien,  sei  auf-

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grund der Auslegung der Weisung vom 11. Juli 2017 für sie nicht nachvollziehbar. Die 

von  ihnen  geltend  gemachten  Fr. 16'094.-  an  abzugsfähigen  Vermögensverwaltungs-

kosten  seien  absolut  im  Einklang  mit  der Weisung  und  die  Voraussetzungen  zur  Ab-

zugsberechtigung gemäss Abschnitt D.II Absatz 2 geradezu exemplarisch erfüllt, denn 

gestützt auf ihren Vermögensverwaltungsvertrag sei die C AG für ein Honorar von 1.0 

Prozent (plus MWSt.) beauftragt worden, sämtliche mit diesem Auftrag zusammenhän-

genden  Verwaltungshandlungen  vorzunehmen.  In  diesem  "gesamten  Handling"  seien 

abzugsfähige Vermögensverwaltungshandlungen und damit auch abzugsfähige Kosten 

enthalten,  wobei  sie  im  Einzelnen  die  Aufteilung  wegen  der  vereinbarten  pauschalen 

Kostenlösung nicht nachweisen könnten. Wegen der pauschalen Kostenlösung existie-

re auch kein Gebührenreglement von der C AG, welches deshalb, wie vom kantonalen 

Steueramt  in  der  Beschwerde-  und  Rekursantwort  bemängelt  (R-act.  7),  auch  nicht 

eingereicht werden könne. 

bb)  Das  Steuerrekursgericht  hat  sich  in  einem  neueren  Entscheid  jüngst  mit 

der  Auslegung  der  Neufassung  der  Weisung  auseinandergesetzt.  Dabei  befasste  es 

sich insbesondere auch mit dem Abzug pauschalierter Kosten gemäss Abschnitt D der 

Weisung  (ausführlich  StRG,  16. Februar  2021,  1  DB.2020.92/1  ST.2020.107,  E.  3c; 

www.strgzh.ch, auch zum Folgenden). Das Steuerrekursgericht betonte bei dieser Ge-

legenheit  insbesondere  auch,  dass  die  Beweiserleichterungen  von  Abschnitt  D  nur 

dann zum Zug kommen, wenn die steuerlichen Umstände zwar im Grundsatz nachge-

wiesen sind, d.h. im pauschal vereinbarten Verwaltungshonorar abzugsfähige Vermö-

gensverwaltungskosten  enthalten  sind,  hingegen  im  Quantitativen  der  Beweis  nicht 

erbracht  werden kann  und  der  abzugsfähige  Teil  demgemäss  zu  schätzen  ist  (StRG, 

16. Februar  2021,  1  DB.2020.92/1  ST.2020.107,  E.  1c;  mit  allgemeinem  Verweis  auf 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 130 N 42 ff. DBG und § 139 N 61 ff. StG).  

cc)  Diese  Erwägungen  erweisen  sich  als  zutreffend  und  auch  im  konkreten 

Fall als anwendbar. Dementsprechend hat die steuerpflichtige Person nach den allge-

mein geltenden Grundsätzen nachzuweisen, dass sich unter den ihr pauschal in Rech-

nung  gestellten  Kosten  auch  abzugsfähige  Vermögensverwaltungskosten  befinden 

(E. 1d). Eine diesbezügliche Beweiserleichterung ergibt sich weder aus den anwendba-

ren  Steuergesetzen  noch  aus  der  Weisung.  Dass  auch  bei  einem  externen  Vermö-

gensverwaltungsmandat beim Vermögensverwalter solche abzugsfähigen Vermögens-

verwaltungskosten  anfallen,  ist  dabei  nicht  die  Regel.  Vielmehr  ist  es  in  solchen 

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Konstellationen meist so, dass die Arbeitsaufteilung zwischen Vermögensverwalter und 

Bank  derart  ausgestaltet  ist,  dass  die  Bank  sämtliche  der  abzugsfähigen  technisch-

administrativen Depotverwaltungstätigkeiten übernimmt (namentlich die Aufbewahrung 

der  anvertrauten  Vermögenswerte  und  die  üblichen  Verwaltungshandlungen  wie  das 

Inkasso  der  Dividenden,  Zinsen  und  rückzahlbaren  Kapitalien  gehören),  die  sie  ihren 

Kunden  in  Rechnung  stellt  (geläufig  ist  auch  der  Begriff  "Administrativkosten";  vgl. 

StRG, 31. Januar 2017, 1 DB.2016.129 / 1 ST.2016.153; www.strgzh.ch; zum Ganzen 

auch VGr, 2. November 2014, SB.2014.00102, E. 3.5 ff. [nicht publiziert], mit Hinweis 

auf BGr, 1. März 2000, 2A.62/1999, StR 2000, 516 f., auch zum Folgenden). Der Ver-

mögensverwalter hingegen kümmert sich ausschliesslich um das eigentliche Portfolio-

management. Er hat mit der (weitgehend administrativen) Tätigkeit der Bank rund um 

die  Vermögenserträge  bzw.  diesen  ohnehin  weitgehend  automatisierten Abläufen  ge-

mäss Mandat  nichts  zu tun.  Damit  eine  (weitere  externe)  Verwalterin  zu  beauftragen, 

erscheint  überdies  nicht als  nützlich.  Die  Beweiserleichterung in Abschnitt  D  ist  damit 

insbesondere  für  Fälle  vorgesehen,  in  denen  eine  Bank  selbst  und  nicht  ein  externer 

Vermögensverwalter  das  Portfoliomanagement  eines  Depots  für  den  Kunden  über-

nimmt  und  diesem  gegenüber  pauschal  abrechnet  (so  z.B.  StRG,  16. Februar  2021, 

1 DB.2020.92/1 ST.2020.107). Die Auffassung der Pflichtigen, es handle sich auch bei 

der strittigen Konstellation geradezu exemplarisch um einen Fall, in welchem Abschnitt 

D der Weisung zum Zug komme, ist abzulehnen.  

dd) Unter diesen Voraussetzungen kann deshalb nicht ohne Weiteres auf die 

Behauptung  der  Pflichtigen,  ihr  Vermögensverwalter  übernehme  und  fakturiere  (pau-

schal)  im  "gesamten  Handling"  auch  Vermögensverwaltungshandlungen,  die  abzugs-

fähig seien (E. 2d), abgestellt werden. Erforderlich ist eine substanziierte Sachdarstel-

lung  zu  den  konkret  vorgenommenen  Handlungen  samt  entsprechendem  Nachweis 

von  den  Pflichtigen,  da  es  sich  um  eine  steuermindernde  Tatsache  handelt  (E.  1d). 

Diese Sachdarstellung samt Beweis haben sie vorliegend nicht erbringen können, wie 

dies das kantonalen Steueramt in der Beschwerde- und Rekursantwort zutreffend fest-

stellte (R-act. 7). Namentlich ergibt sich allein aus dem Vermögensverwaltungsvertrag 

nicht,  dass  die  C  AG  solche  Aufgaben  übernahm,  geschweige  denn,  dass  diese  mit 

dem  Pauschalhonorar  abgegolten  gewesen  wären.  Vielmehr  hält  der  Vermögensver-

waltungsvertrag namentlich fest, dass den Pflichtigen administrative Belange wie etwa 

die Erstellung von zusätzlichen Unterlagen, Verzeichnissen und Bestätigungen separat 

in Rechnung gestellt wird (R-act. 3/4 Ziff. 7).  

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ee)  Gegen  die  Behauptung  der  Pflichtigen,  dass  ihnen  die  C  AG  (pauschal) 

auch  abzugsfähige  Kosten  fakturiere,  spricht  sodann  auch  der  in  Rechnung  gestellte 

Betrag  selbst.  Im  zu  beurteilenden  Fall  liegt  ein  Depotwert  von  knapp  Fr. 2'160'000.- 

vor.  Die  von  den  Pflichtigen  geltend  gemachten  pauschal  abzugsfähigen  Kosten  von 

Fr. 16'094.-  würden  somit  einem  Pauschalabzug  von  7.45  ‰  entsprechen.  Dies  ist 

weitaus  mehr  als  die  durchschnittlichen  Erfahrungszahlen,  auf  denen  der  pauschali-

sierte Wert in der Weisung von 3 ‰ basiert (StRG, 16. Februar 2021, 1 DB.2020.92/1 

ST.2016.107,  E.  2c/aa).  Die  betragsmässige  Höhe  der  Kosten  ist  klares  Indiz  dafür, 

dass es sich dabei eben gerade nicht um eine Mischung aus abzugsfähigen und nicht 

abzugsfähigen  Kosten  handelt.  Weitaus  näher  am  durchschnittlichen  Erfahrungswert 

von 3 ‰ sind die bei einem Depotwert von ca. Fr. 2'160'000.- ausgewiesenen effekti-

ven  abzugsfähigen  Vermögensverwaltungskosten  der  Julius  Bär  &  Co  von  Fr. 5'068.- 

(T-act. 9/3), was einem Wert von ca. 2.34 ‰ entspricht. Dies ist klares Indiz dafür, dass 

auch  im  konkreten  Fall  von  der  eingangs  geschilderten  typischen  Arbeits-  und  auch 

Kostenteilung  zwischen  Bank  und  externem  Portfoliomanager  auszugehen  ist  (E. 

2d/cc), was gegen die Abzugsfähigkeit der Fr. 16'094.- spricht. 

e)  Ebenfalls  nicht  weiter  hilft  der  Hinweis  auf  mündliche  Äusserungen  eines 

leitenden  Angestellten  des  kantonalen  Steueramts.  Eine  mündliche  geäusserte 

Rechtsauffassung  eines  Angestellten  der  Steuerverwaltung  an  einem  Seminar  ist  pri-

mär eine private Meinungsäusserung. Die Voraussetzungen damit ein steueramtlicher 

Vorbescheid Bindungswirkung entfaltet, sind im Merkblatt des kantonalen Steueramtes 

betreffend Begehren um amtliche Auskunft und Vorbescheide (ZStB Nr. 106.2) detail-

liert  festgehalten.  Ein  entsprechender  Vorbescheid  ist  vorliegend  nicht  aktenkundig. 

Eine  private  Meinungsäusserung  eines  (ehemaligen)  Divisionschefs  des  kantonalen 

Steueramtes ist weder für die Steuerkommissärin noch den Richter des Steuerrekurs-

gerichts  bindend.  Massgebend  ist  einzig  die  richtige  Anwendung  und  Auslegung  der 

Rechtsnormen.  Zudem  ist  diesbezüglich  auf  die  allgemeine  Beweisregel  von  Art. 8 

ZGB  zu  verweisen.  Wer  aus  einer  behaupteten  Tatsache  (vorliegend  die  geltend  

gemachten  Äusserungen  dieses  leitenden  Angestellten  des  kantonalen  Steueramts) 

ein Recht ableitet, hat das Vorhandensein dieser Tatsache nachzuweisen. 

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3.  Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  von  der  C  AG  in  Rechnung 

gestellten  Aufwendungen  steuerrechtlich  nicht  Vermögensverwaltungskosten  zu  beur-

teilen sind. Das kantonale Steueramt hat aus den genannten Gründen richtig entschie-

den.  Deren  Entscheide 

sind 

zu  bestätigen,  was 

zur  Abweisung 

von  

Beschwerde und Rekurs führt.  

4. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen aufzuer-

legen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). 

[…] 

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