# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb29cb5f-f5a6-591c-9798-a152827f788e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 13.01.2014 SB120284
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120284_2014-01-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120284-O/U/cs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Burger, Ersatz-

oberrichter lic. iur. Flury sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. Laufer 

 

Urteil vom 13. Januar 2014 

 

in Sachen 

 
CA._____, 

Beschuldigter und Erstberufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. CX1._____ 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. CX2._____ 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. CX3._____, 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, vertreten durch Staatsanwältin 

lic. iur. Leu,  

Anklägerin und Zweitberufungsklägerin 

 

sowie 

 
1. DA._____ AG in Nachlassliquidation,  

2. DB._____ Holding AG in Nachlassliquidation,  
3. DC._____ Holding AG in Nachlassliquidation,  

4. ... 

5. Konkursmasse DD._____ AG, handelnd durch die ausseramtliche Kon-

kursverwaltung DN._____ AG,  

- 2 - 

6. Konkursmasse DE._____ AG, handelnd durch die ausseramtliche Kon-

kursverwaltung DO._____ AG ...,  

7. Konkursmasse DF._____ AG, handelnd durch die ausseramtliche Kon-

kursverwaltung DO._____ AG ...,  

8. Konkursmasse DG._____ AG, handelnd durch die ausseramtliche Kon-

kursverwaltung DO._____ AG ...,  

9. Konkursmasse DH._____AG, handelnd durch die ausseramtliche Konkurs-

verwaltung DO._____ AG ...,  
10. Staat Zürich und Stadt Winterthur, vertreten durch Steueramt Winterthur, 

Fürsprecherin Dr. iur. EX1._____,  

11.-22. … 

23. Konkursmasse CA._____, Konkursamt des Kantons Thurgau, handelnd 

durch EM._____,  

Privatkläger und Viertberufungskläger 

 

1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 23 vertreten durch lic. iur. EX2._____,  

 

sowie 

 

A. CC._____, geboren tt.mm.1959, von Winterthur ZH, … [Adresse],  
B. CD._____, … [Adresse],  

C. CE._____, geboren tt.mm.2002, … [Adresse],  
D. CF._____, geboren tt.mm.2002, … [Adresse],  

weitere Verfahrensbeteiligte und Drittberufungskläger 

 

A vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

B, C, D bisher vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ 

B, C, D neu vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____ 

 

betreffend gewerbsmässigen Betrug etc.  
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 22. März 

- 3 - 

2012 sowie gegen ein Ergänzendes Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur 

vom 9. Mai 2012 (DG110003) 

- 4 - 

Inhaltsübersicht 
Anklage 12 
Urteil der Vorinstanz  12 
Berufungsanträge  23 
I. Verfahrensgang 31 
II. Prozessuales / Umfang der Berufungen 40 
A. Anwendbares Verfahrensrecht 40 
B. Umfang der Berufungen 40 
C. Anwendbares materielles Recht / Verjährung 42 
D. Verletzung des Beschleunigungsgebots 45 
E. Gewährung der Verfahrensrechte (inkl. Gewährung des rechtlichen Gehörs) 51 
F. Anklageprinzip 53 
G. Beweisergänzungsanträge 60 
 a. Ergänzendes Gutachten 60 
 aa. Antrag und Begründung der Verteidigung 60 
 ab. Allgemeines zur Beweisergänzung  63 
 ac. Gesamtwirtschaftliche Sicht / Dominoeffekt  64 
 ad. Cash-Flow 69 
 ae. Überschuldung der CABC._____-Gruppe 74 
 aea. Bankschulden 74 
 aeb. Auslandinvestitionen 76 
 aeba. Wertschriften aus Konto ... 80 
 aebb. DU._____ 91 
 aebc. Obligation DV._____/H._____ 93 
 aebd. Erfolgte Sanierungszahlungen an EO._____-Gruppe (teilweise via  

EN._____ Zürich AG bzw. EN._____ London/Jersey) sowie geschul-
dete Sanierungszahlungen 94 

 aebe. Kalkulatorische Zinsen als Teil des Guthabens EN._____ Zürich  
gegenüber EN._____ London/Jersey  99 

 aebf. Sanierungszahlungen an AH._____-Gruppe 100 
 aec. Stille Reserven 102 
 af. Betrachtung zu Fort führungswerten 105 
 ag. Zusammenfassung 106 
 b. Beizug der Revisionsakten 106 
 c. Beizug weiterer bei Sach- und Konkursverwaltern liegende Akten 106 
 d. Beizug der 'übrigen Beweisakten' (Sekundärakten; Kellerakten) 110 
H. Verletzung des rechtlichen Gehörs zum Nachteil der weiteren Verfahrensbe- 

teiligten B-D (Einziehungsbetroffene) 114 

- 5 - 

III. Schuldpunkt 118 
A. Urkundenfälschung (Anklage lit. B) 118 
AA. Anklagevorwurf 118 
AB. Standpunkt des Beschuldigten 119 
AC. Organisationsstrukturen und Eigentumsverhältnisse  122 
AD. Allgemeine Beweiswürdigung und Beweismittel  126 
AE. Jahresabschlüsse  151 
 a. Jahresrechnungen DA._____ AG (Einzelabschlüsse 1998-2002) 154 
 aa. Jahresrechnung DA._____ AG 1998 154 
 ab. Jahresrechnung DA._____ AG 1999 160 
 ac. Jahresrechnung DA._____ AG 2000 165 
 ad. Jahresrechnung DA._____ AG 2001 171 
 ae. Jahresrechnung DA._____ AG 2002 176 
 af. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Einzelabschlüsse  

1998-2002 der DA._____ AG sowie sein Wissen 181 
 afa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten 181 
 afb. Vereinbarungen betreffend die Abtretung von Aktiven und  

Übernahme von Schuldverpflichtungen 182 
 afc. Vollumfängliche Wertberichtigung "TA Put"  188 
 afd. Vollumfängliche Wertberichtigung der sog. Treuhandguthaben  

gegen EN._____ London / Jersey  193 
 afe. Wertberichtigung der Forderungen gegen EN._____ Zürich AG (bzw.  

DP._____ Holding AG) im Umfang deren Überschuldung 196 
 aff. Rückstellung für Zahlungsgarantie gegenüber der EO._____ im  

Abschlussjahr 2002 197 
 afg. Dokument +CK._____ (DA._____ AG; 'Bemerkungen zu  

einzelnen Jahresrechnungen') 198 
 afh. Handschriftliche Änderungen 201 
 afi. Zusammenfassung  207 
 b. Jahresrechnungen DH._____ AG (Einzelabschlüsse 1998-2002) 207 
 ba. Jahresrechnung DH._____ AG 1998 207 
 bb. Jahresrechnung DH._____ AG 1999 211 
 bc. Jahresrechnung DH._____ AG 2000 214 
 bd. Jahresrechnung DH._____ AG 2001 217 
 be. Jahresrechnung DH._____ AG 2002 220 
 bf. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Einzelabschlüsse  

1998-2002 der DH._____ AG sowie sein Wissen 224 
 bfa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 224 
 bfb. Wertberichtigung des Guthabens gegenüber der DA._____ AG 227 
 bfc. Warendrittel 228 
 bfd. Abschlussgestaltung 228 
 bfe. Zusammenfassung 233 
 c. Konzernrechnungen DA._____-Gruppe (Konzernabschlüsse 1998-2002) 233 
 ca. Konzernrechnung DA._____-Gruppe 1998 233 
 cb. Konzernrechnung DA._____-Gruppe 1999 236 
 cc. Konzernrechnung DA._____-Gruppe 2000 238 
 cd. Konzernrechnung DA._____-Gruppe 2001 241 

- 6 - 

 ce. Konzernrechnung DA._____-Gruppe 2002 243 
 cf. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Konzernabschlüsse  

1998-2002 der DA._____-Gruppe sowie sein Wissen 246 
 cfa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 246 
 cfb. Wissen des Beschuldigten bezüglich Einzelabschlüsse der  

DA._____ AG und der DH._____ AG 246 
 cfc. Dokument +CK._____ (DA._____ Konsolidierung; 'Bemerkungen  

zu einzelnen Jahresrechnungen') 246 
 cfd. Handschriftliche Vermerke und Korrekturen 248 
 cfe. Zusammenfassung 251 
 d. Jahresrechnungen DB._____ Holding AG (Einzelabschlüsse 1998-2002) 251 
 da. Jahresrechnung DB._____ Holding AG 1998 251 
 db. Jahresrechnung DB._____ Holding AG 1999 256 
 dc. Jahresrechnung DB._____ Holding AG 2000 260 
 dd. Jahresrechnung DB._____ Holding AG 2001 264 
 de. Jahresrechnung DB._____ Holding AG 2002 268 
 df. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Einzelabschlüsse  

1998-2002 der DB._____ Holding AG sowie sein Wissen 272 
 dfa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 272 
 dfb. Wertberichtigung (bezüglich Guthaben gegenüber DA._____ AG;  

Darlehensforderung) 273 
 dfc. Rückstellungsbedarf [aus Garantieerklärungen und Patronatsverein- 

barungen (Sanierungsbeiträge an die EO._____-Gruppe)]/Wertberichtigungs- 
bedarf (DV._____-Wandelanleihe; Forderungen gegenüber EO._____-
Gruppe) 274 

 dfd. Dokument +CK._____ (DB._____ Holding AG; 'Bemerkungen zu  
einzelnen Jahresrechnungen') 278 

 dfe. Interne Schuldenverzeichnisse 279 
 dff. Handschriftliche Änderungen 280 
 dfg. Weitere Hinweise 286 
 dfh. Zusammenfassung 286 
 e. Jahresrechnungen DD._____ AG (Einzelabschlüsse 1998-2002) 286 
 ea. Jahresrechnung DD._____ AG 1998 286 
 eb. Jahresrechnung DD._____ AG 1999 290 
 ec. Jahresrechnung DD._____ AG 2000 294 
 ed. Jahresrechnung DD._____ AG 2001 297 
 ee. Jahresrechnung DD._____ AG 2002 301 
 ef. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Einzelabschlüsse  

1998-2002 der DD._____ AG sowie sein Wissen 304 
 efa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 304 
 efb. Vollumfängliche Wertberichtigung des Guthabens gegenüber  

DA._____ AG (Darlehensforderung) 305 
 efc. Vollumfängliche Wertberichtigung des Darlehens 'EN._____ AH._____' 305 
 efd. Vollumfängliche Wertberichtigung der (bereinigten) Position 'DU._____' 309 
 efe.  Umgliederungen und Verrechnungen sowie handschriftliche Änderungen 311 
 eff. Zusammenfassung  317 

- 7 - 

 f. Konzernrechnungen DB._____-Gruppe (Konzernabschlüsse 1998-2002) 318 
 fa. Konzernrechnung DB._____-Gruppe 1998 318 
 fb. Konzernrechnung DB._____-Gruppe 1999 321 
 fc. Konzernrechnung DB._____-Gruppe 2000 324 
 fd. Konzernrechnung DB._____-Gruppe 2001 327 
 fe. Konzernrechnung DB._____-Gruppe 2002 330 
 ff. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Konzernabschlüsse  

1998-2002 der DB._____-Gruppe sowie sein Wissen 333 
 ffa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 333 
 ffb. Wissen des Beschuldigten hinsichtlich Jahresrechnungen der DB._____  

Holding AG und der DD._____ AG, Restguthaben gegenüber DA._____ AG  
sowie bezüglich nicht konsolidierte Beteiligungen (EN._____, EO._____) 334 

 ffc. Dokument +CK._____ (DB._____ Konsolidierung; 'Bemerkungen  
zu einzelnen Jahresrechnungen') 335 

 ffd. Handschriftliche Korrekturen 336 
 ffe. Zusammenfassung  341 
 g. Jahresrechnungen EN._____ Zürich AG bzw. DP._____ Holding AG  

(Einzelabschlüsse 1998-2002) 341 
 ga. Jahresrechnung EN._____ Zürich AG 1998 341 
 gb. Jahresrechnung EN._____ Zürich AG 1999 346 
 gc. Jahresrechnung EN._____ Zürich AG 2000 349 
 gd. Jahresrechnung EN._____ Zürich AG 2001 352 
 ge. Jahresrechnung DP._____ Holding AG 2002 (ehemals EN._____ Zürich AG) 355 
 gf. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Einzelabschlüsse 1998-2002  

der EN._____ Zürich AG (bzw. DP._____ Holding AG) sowie sein Wissen 360 
 gfa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 360 
 gfb. Wertberichtigungsbedarf der Guthaben gegen EN._____ London / Jersey  360 
 gfc. Wertberichtigung der Wertpapierbestände bezüglich EO._____ 367 
 gfd. Mitwirkung des Beschuldigten bei der Abschlussgestaltung (inkl.  

handschriftliche Änderungen) 368 
 gfe. Eventualverpflichtung gegenüber GL._____ (Rückstellungsbedarf) 372 
 gff. Zusammenfassung  373 
 h. Jahresrechnungen DC._____ Holding AG (Einzelabschlüsse 1998-2002) 374 
 ha. Jahresrechnung DC._____ Holding AG 1998 374 
 hb. Jahresrechnung DC._____ Holding AG 1999 376 
 hc. Jahresrechnung DC._____ Holding AG 2000 378 
 hd. Jahresrechnung DC._____ Holding AG 2001 381 
 he. Jahresrechnung DC._____ Holding AG 2002 384 
 hf. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Einzelabschlüsse  

1998-2002 der DC._____ Holding AG sowie sein Wissen 387 
 hfa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 387 
 hfb. Vollumfängliche Wertberichtigung Kontokorrent DA._____ AG 388 
 hfc. Rückstellungen für Eventualverpflichtungen / Ausweis von  

Eventualverpflichtungen im Bilanzanhang 388 
 hfd. Dokument +CK._____ (DC._____ Holding AG; 'Bemerkungen  

zu den einzelnen Jahresrechnungen') 391 

- 8 - 

 hfe. Handschriftliche Änderungen / Schuldverpflichtung gegenüber  
GN._____ AG 392 

 hff. Zusammenfassung  398 
 i. Konzernrechnungen DC._____-Gruppe (Konzernabschlüsse 1998-2002) 398 
 ia. Konzernrechnung DC._____-Gruppe 1998 398 
 ib. Konzernrechnung DC._____-Gruppe 1999 401 
 ic. Konzernrechnung DC._____-Gruppe 2000 404 
 id. Konzernrechnung DC._____-Gruppe 2001 408 
 ie. Konzernrechnung DC._____-Gruppe 2002 411 
 if. Rolle des Beschuldigten bei der Erstellung der Konzernabschlüsse  

1998-2002 der DC._____-Gruppe sowie sein Wissen 415 
 ifa. Ausbildung und beruflicher Werdegang des Beschuldigten/ 

Standpunkt des Beschuldigten 415 
 ifb. Wissen des Beschuldigten bezüglich der Einzelabschlüsse der  

DC._____ Holding AG 415 
 ifc. Dokument +CK._____ (DC._____ Konsolidierungen;  

'Bemerkungen zu einzelnen Jahresrechnungen') 416 
 ifd. Handschriftliche Korrekturen 417 
 ife. Zusammenfassung 420 
AF. Versand der Jahresabschlüsse 421 
 a. Standpunkt des Beschuldigten 421 
 b. Jahresabschlüsse 1998 421 
 c. Jahresabschlüsse 1999 423 
 d. Jahresabschlüsse 2000 424 
 e. Jahresabschlüsse 2001 426 
 f. Jahresabschlüsse 2002 427 
 g. Zur weiteren Beteiligung des Beschuldigten beim Versand 428 
 h. Zusammenfassung 430 
AG. Zusammenfassung Anklageziffer lit. B 431 
AH. Rechtliche Würdigung 431 
 a. Tatbestand der Urkundenfälschung 431 
 b. Subsumtion in objektiver Hinsicht 433 
 c. Subsumtion in subjektiver Hinsicht 434 
 d. Zusammenfassung 439 
B. Gewerbsmässiger Betrug zum Nachteil diverser Kreditinstitute (Anklage lit. A) 439 
BA. Anklagevorwurf 439 
BB. Darstellung des Beschuldigten 441 
BC. Beweismittel 442 
BD. Allgemeine Darstellung des Straftatbestands 447 
BE. Täuschungshandlung (Irreführendes Verhalten) 448 
BF. Arglist 480 
BG. Irrtum 518 
BH. Vermögensdisposition 520 
BI. Vermögensschaden 529 
BJ. Vorsatz 532 
BK. Absicht unrechtmässiger Bereicherung 537 
BL. Gewerbsmässigkeit 541 

- 9 - 

BM. Konkurrenz/Zusammenfassung 542 
C. Gewerbsmässiger Betrug zum Nachteil der DS._____ Corporation (Anklage lit. C) 543 
CA. Anklagevorwurf 543 
CB. Standpunkt des Beschuldigten 545 
CC. DE._____ AG / Factoring 546 
CD. Vereinbarung zwischen DS._____ Corporation (UK) und DE._____ AG  

vom 2. Juli 1998 (Rahmenkredit) 547 
CE. Vorgang zur Ziehung einer Kredittranche / Grundlagen der konkreten  

Kreditziehung in den Ziehungsnachrichten 549 
CF. Tatsächliche und gegenüber der DS._____ UK kommunizierte Forderungsabtretungen  

(A/R bought) / erwirkte Kreditsumme 553 
CG. Verantwortlichkeit für den Inhalt der Ziehungsnachrichten / Wissen des Beschuldigten 559 
CH. Garantie der DB._____ Holding AG / Jahresrechnungen der DB._____ Holding AG 569 
CI. Zusammenfassung Anklagesachverhalt  570 
CJ. Rechtliche Würdigung 570 
 a. Betrug / Gewerbsmässigkeit  570 
 b. Subsumtion 570 
D. Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung (Anklage lit. D) 576 
DA. Anklagevorwurf 576 
DB. Standpunkt des Beschuldigten 577 
DC. Übersicht über die inkriminierten Vermögensübertragungen / Eröffnung des  

Konkurses über den Beschuldigten und über die DD._____ AG 577 
DD. Finanzielle Lage des Beschuldigten 580 
DE. Absehbarkeit des finanziellen Zusammenbruchs aus Sicht des Beschuldigten 582 
DF. Einzelne Vermögensübertragungen 594 
 a. Allgemeines 594 
 b. Privates Inventar (inkl. Automobile) Schloss CO._____ 595 
 c. Buchgeld und Wertschriften (ohne Aktien der DQ._____ AG) 598 
 ca. Graphische Darstellung der Transaktionen / Urheber der Transaktionen 598 
 cb. Vermögensübertragungen an CD._____, CE._____ und CF._____ 599 
 cc. Verpfändungen zu Gunsten Konto … 599 
 cd. DM._____ Trust  600 
 ce. DL._____ Stiftung (Vaduz)/DI._____ Consulting & Services S.A.L. 603 
 cf. Gründung DJ._____ AG 603 
 cg. Erklärungen zu den einzelnen Transaktionen und Würdigung 604 
 cga. Vermögensübertragungen an CD._____, CE._____ und CF._____ 604 
 cgb. Vermögensübertragungen in den DM._____ Trust 608 
 cgc. Vermögensübertragungen in die DL._____ Stiftung und anschliessend  

in die DI._____ Consulting & Services S.A.L. 609 
 cgd. Vermögensübertragungen in die DJ._____ AG und Rückübertragung  

in die DI._____ Consulting & Services S.A.L. 610 
 ch. Zusammenfassung 612 
 d. Diverse Liegenschaften sowie Aktien der DQ._____ AG 613 
DG. Sachverhaltliche Gesamtwürdigung 623 
DH. Rechtliche Würdigung 623 
 a. Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung 623 
 b. Subsumtion 625 

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 ba. Dispositionen aus dem Vermögen des Beschuldigten  
(Anklagekomplex lit. D/I) 625 

 bb. Disposition aus dem Vermögen der DD._____ AG (Anklagekomplex lit. D/II) 626 
E. Konkurrenz / mehrfache gewerbsmässige Tatbegehung 628 
F. Zusammenfassung Schuldpunkt (Anklagekomplexe lit. A-D) 628 

- 11 - 

IV. Sanktion 629 
A. Vorinstanzliche Sanktion / Anträge der Parteien 629 
B. Anwendbares Recht 629 
C. Strafrahmen / retrospektive Konkurrenz 631 
D. Allgemeine Grundsätze der Strafzumessung 632 
E. Umsetzung auf den konkreten Fall 635 
V. Beschlagnahme/Einziehung 646 
VI. Zivilforderungen 677 
VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 679 
A. Allgemeines 679 
B. Kostenauflage 679 
 a. Untersuchungskosten 679 
 b. Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens  683 
 c. Kosten des Berufungsverfahrens 684 
C. Entschädigungen 685 
 a. Für die Untersuchung und das erstinstanzliche Verfahren 685 
 b. Im Berufungsverfahren 686 
Dispositiv 689 

 

- 12 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 16. Dezem-

ber 2010 (Urk. 1) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:  

Es wird erkannt: 
(Urteil vom 22. März 2012) 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 

StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 

StGB sowie 

− der mehrfachen Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung 

im Sinne von Art. 164 Ziff. 1 Abs. 3, teilweise i.V.m. Art. 29 lit. a StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 

8 Jahren, wovon 1 Tag durch Haft erstanden ist. 

3. Der Entscheid betreffend beschlagnahmte Vermögenswerte wird später ge-

fällt (ausgenommen Ziffer 4 nachfolgend). 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

21. April 2005 bei der Credit Suisse Zürich beschlagnahmten Vermögens-

werte des Beschuldigten in einer Gesamthöhe von Fr. 3'087'754.80 (Valuta 

4. Juli 2008) auf den Konti / Depots Nr. …, … und … werden zur Deckung 

der dem Beschuldigten auferlegten Verfahrenskosten, einschliesslich Kosten 

der amtlichen Verteidigung, und hernach zur Deckung allfälliger Prozessent-

schädigungen verwendet. Der nach Deckung dieser Kosten übrig bleibende 

Betrag wird an die Konkursmasse CA._____ überwiesen. 

- 13 - 

Demzufolge wird die Credit Suisse Zürich - unter Hinweis auf den Vorrang 

der vorliegenden strafprozessualen Massnahmen gegenüber zwangsvoll-

streckungsrechtlichen Anordnungen - angewiesen, die auf den Beschuldig-

ten lautenden Bankverbindungen Nr. … (sämtliche Konti und Depots) zu 

saldieren und den Saldo auf das Konto des Obergerichts des Kantons Zü-

rich, Postfinance, PC Nr. 80-10210-7, mit dem Vermerk "Einziehung 

DG110003-K" zu überweisen. 

5. Die Mitteilungspflicht der EH._____ Freizügigkeitsstiftung hinsichtlich eines 

allfälligen Barauszahlungsbegehrens des Beschuldigten sowie die für diesen 

Fall bestehende Pflicht zur vorsorglichen Sperrung des Freizügigkeitskontos 

Nr. …, lautend auf CA._____, wird mit Eintritt der Rechtskraft des Urteils 

aufgehoben. 

6. Folgende Aktenstücke werden den jeweils Berechtigten nach Eintritt der 

Rechtskraft des Urteils auf entsprechendes Gesuch herausgegeben: 

 
Beschlagnahmeverfügung 

(Datum, Akturierung) 

Nummer Hausdurchsu-
chung / Aktenedition 
(HD Nr.; Akturierung) 

Ort und Datum der Sicherstellung sowie Art der Mas-
snahme (Aktenedition / Hausdurchsuchung etc.) 

01. November 2010 

(10003471-10003486) 

HD Nr. 1  
(07000000-07000087) 

in den Geschäftsräumlichkeiten der CL._____ AG in 
Zürich am 19. Dezember 2003 (Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003490-10003492) 

HD Nr. 2  
(07000088-07000155) 

in den Geschäftsräumlichkeiten von RA Z._____ in … 
am 19. Dezember 2003 (Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 

(10003495-10003500) 

HD Nr. 3 
(07000156-07000191) 

bei der DP._____ Holding AG in Winterthur am 19. De-
zember 2003 (Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003502-10003508) 

HD Nr. 4 
(07000192-07000236) 

am Wohnort des Beschuldigten CA._____ (Schloss 
CO._____) am 21. April 2004 (Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 

(10003509-10003511) 

HD Nr. 5 
(07000237-07000256.16) 

am Wohnort von CC._____ (… [Adresse]) am 21. April 
2004 (Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 
(10003512-10003513) 

HD Nr. 6 
(07000257-07000265) 

am Wohnort von +CG._____ in … am 21. April 2004 
(Aktenedition) 

01. November 2010 

(10003516-10003518) 

HD Nr. 7 
(07000266-07000283) 

am Wohnort von A._____ in … am 7. Dezember 2004 
(Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003520-10003534) 

HD Nr. 8 
(07000284-07000333) 

im Büro des Beschuldigten CA._____ in Winterthur (... 
[Adresse]) am 22. April 2004 (Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 

(10003535-10003537) 

HD Nr. 9 
(07000334-07000338) 

im Büro von Dr. Z1._____ in Winterthur (… [Adresse]) 
am 29. April 2004 (Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003538-10003541) 

HD Nr. 10  
(07000339-07000346) 

in den Büroräumlichkeiten der CABC._____-Gruppe in 
Winterthur (... [Adresse]) am 30. April 2004 (Hausdurch-

- 14 - 

suchung) 

01. November 2010 
(10003542-10003545) 

HD Nr. 12  
(07000347-07000351) 

in den Büroräumlichkeiten der CABC._____-Gruppe in 
Winterthur (... [Adresse]) am 30. April 2004 (Hausdurch-

suchung) 

01. November 2010 
(10003546-10003547) 

HD Nr. 14  
(07000352-07000359) 

bei B._____ AG / AD._____, Zürich, am 12. Januar 2005 
(Aktenedition) 

01. November 2010 

(10003549-10003551) 

HD Nr. 15  
(07000360-07000401) 

im Büro von +D._____ in … am 18. Mai 2005 und 19. Ju-
li 2006 (Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003553-10003555) 

HD Nr. 16  
(07000402-07000426) 

bei der F._____ AG in Zürich am 30. November 2005 
(Aktenedition) 

01. November 2010 

(10003557-10003559) 

HD Nr. 17  
(07000427-07000449) 

bei Dr. G._____ AG in … am 30. November 2005 (Akte-
nedition) 

09. Oktober 2008 
(10003470A-10003470C) 

HD Nr. 20  
(07000492-07000550) 

am Wohnort des Beschuldigten CA._____ (Schloss 
CO._____) am 11. Januar 2006 (Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 

(10003561-10003563) 

HD Nr. 21 
(07000551-07000556) 

in der Anwaltskanzlei N._____ in Zürich am 1. März 
2006 (Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 
(10003567-10003568) 

HD Nr. 25 
(07000597-07000617) 

bei I._____ in Genf am 16. Februar 2006 (Aktenedition) 

01. November 2010 

(10003570-10003572) 

HD Nr. 26 und 27 
(07000618-07000690) 

bei Z21._____ in … GE und … GE am 16. Februar 2006 
(Hausdurchsuchung) 

01. November 2010 
(10003574-10003576) 

HD Nr. 28 
(07000691-07000719) 

bei J._____ in Genf am 16. Februar 2006 (Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003578-10003580) 

HD Nr. 29  
(07000720-07000749) 

bei K._____ SA in Genf am 17. Februar 2006 (Aktenedi-
tion) 

01. November 2010 
(10003582-10003584) 

HD Nr. 34  
(07000911-07000942) 

bei der M._____ AG in Winterthur am 23. Januar 2007 
(Aktenedition) 

01. November 2010 
(10003586-10003588) 

HD Nr. 35 
(07000943-07000948) 

bei der N._____ GmbH in Winterthur am 15. Februar 
2007 (Aktenedition) 

01. November 2010 

(10003590-10003592) 

HD Nr. 36 
(07000949-07000968) 

bei Z23._____, Luzern, am 2. März 2007 (eingereicht an-
lässlich der Zeugenbefragung) 

01. November 2010 
(10003594-10003596) 

HD Nr. 37 
(07000969-07000972) 

in den Büroräumlichkeiten der CABC._____-Gruppe in 
Winterthur (... [Adresse]) am 14. April 2005 (Aktensicher-

stellung anlässlich Augenschein) 

01. November 2010 
(10003597-10003601) 

HD Nr. 39 
(07001035-07001045) 

im Archiv der CABC._____-Gruppe an der … [Adresse] 
in Zürich am 16. Mai 2006 (Hausdurchsuchung) 

Es läuft eine Abholfrist von drei Monaten nach Erhalt des rechtskräftigen Ur-

teils unter der Androhung der Vernichtung bzw. Entsorgung bei Fristver-

säumnis. 

7. Die folgenden Privatkläger werden mit ihren Schadenersatzbegehren auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen: 

a) GA._____ International AG, 

- 15 - 

b) GB._____ [Bank], 

c) Banque GC._____, 

d) GD._____ AG [Bank], 

e) GE._____ AG [Bank], 

f) GF._____ Kantonalbank, 

g) GG._____ Kantonalbank, 

h) GH._____ Kantonalbank AG, 

i) GI._____ AG [Bank]. 

Weitere Schadenersatzbegehren wurden im Strafverfahren nicht gestellt 

bzw. vor Abschluss der erstinstanzlichen Hauptverhandlung zurück gezo-

gen. 

8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 60'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 771'974.95  Auslagen Untersuchung (ohne Kostenanteil EB._____- 
 Gutachten) 

Fr. 67'734.20  amtlicher Verteidiger RA CX4._____ (bis 16.11.2009) 

Fr. 60'311.60  amtlicher Verteidiger RA CX1._____ (Stand 05.01.2011,   weitere Kosten ausstehend) 
Fr.   amtlicher Verteidiger RA CX2._____ (ausstehend) 

Fr. 310'341.75  Kostenanteil EB._____-Gutachten (3/4 der   Gesamtkosten von Fr. 413'789.–) 
Fr.   
 

9. Die Kosten der Untersuchung (ohne Kostenanteil des EB._____-

Gutachtens) und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Der Kostenanteil des EB._____-Gutachtens wird auf die Gerichtskasse ge-

nommen. 

- 16 - 

10. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

Über die Prozessentschädigung der Privatklägerinnen 1-3 und 5-10, alle ver-

treten durch Rechtsanwalt lic. iur. EX2._____, wird später entschieden. 

11. [Mitteilung] 

12. [Rechtsmittel] 

Sodann wird erkannt: 
(Urteil vom 9. Mai 2012) 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. Juni 

2005 mit Grundbuchsperren belegten Parzellen im Grundbuch CP._____-

Winterthur, Grundbuch Blatt …, Lb. …, Kat. Nr. …, und Grundbuch Blatt …, 

Lb. …, Kat. Nr. …, Grundbuch Blatt …, Lb. …, Kat. Nr. … (Liegenschaften 

CQ._____) werden der Verletzten (d.h. der Konkursmasse CA._____) zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt bzw. zurück 

übertragen. 

Demzufolge wird das Grundbuchamt CP._____-Winterthur angewiesen, die 

Konkursmasse CA._____ - unter gleichzeitiger Löschung der strafprozessu-

alen Grundbuchsperren - als Eigentümerin der Parzellen einzutragen. 

Zudem wird das Grundbuchamt CP._____-Winterthur angewiesen, die unter 

dem Datum des 1. April 2003 eingetragenen Vormerkungen (Rückfallsrechte 

zu Gunsten CA._____) zu löschen.  

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Nutzniessungsrecht 

CC._____ etc.) bleibt dem Zivilrichter vorbehalten. 

14. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. Juni 

2005 mit Grundbuchsperre belegte Parzelle im Grundbuch Kanton Schaff-

hausen, Gemeinde CR._____, Grundstück-Nummer … (mit den Gebäuden 

Nr. … und … …), … [Adresse], wird der Verletzten (d.h. der Konkursmasse 

CA._____) zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehän-

digt bzw. zurück übertragen. 

- 17 - 

Demzufolge wird das Grundbuchamt des Kantons Schaffhausen angewie-

sen, die Konkursmasse CA._____ - unter gleichzeitiger Löschung der straf-

prozessualen Grundbuchsperre - als Eigentümerin der Parzelle einzutragen. 

Zudem wird das Grundbuchamt des Kantons Schaffhausen angewiesen, die 

unter dem Datum des 1. April 2003 eingetragene Vormerkung und Dienst-

barkeit (Schenkungs-Rückfallsrecht sowie lebenslängliches und unentgeltli-

ches Nutzniessungsrecht, je zu Gunsten CA._____) zu löschen. 

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Nutzniessungsrecht 

CC._____ etc.) bleibt dem Zivilrichter vorbehalten. 

15. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. Juni 

2005 mit Grundbuchsperren belegten Parzellen im Grundbuch CS._____, 

Liegenschaften Nummern …, …, …, …, …, …, …, … und …, sowie die Par-

zellen im Grundbuch CT._____, Liegenschaften Nummern … und … 

(Schloss CO._____), werden der Verletzten (d.h. der Konkursmasse 

DD._____ AG) zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausge-

händigt bzw. zurück übertragen. 

Demzufolge wird das Grundbuchamt CU._____ angewiesen, die Konkurs-

masse DD._____ AG - unter gleichzeitiger Löschung der strafprozessualen 

Grundbuchsperren - als Eigentümerin der Parzelle einzutragen. 

Zudem wird das Grundbuchamt CU._____ angewiesen, die unter dem Da-

tum des 1. April 2003 eingetragenen Vormerkungen und Dienstbarkeiten 

(Rückfallsrecht sowie Nutzniessungsrecht, je zu Gunsten CA._____) zu lö-

schen. 

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Nutzniessungsrecht oder 

Wohnrecht CC._____ etc.) bleibt dem Zivilrichter vorbehalten. 

16. Die Aktien der DQ._____ AG werden der Verletzten (d.h. der Konkursmasse 

CA._____) zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehän-

digt. 

- 18 - 

Demzufolge werden CE._____ und CF._____ bzw. deren gesetzlichen Ver-

treterin CD._____ - unter Androhung von strafprozessualen Zwangsmass-

nahmen im Unterlassungsfall - angewiesen, sämtliche Aktien der DQ._____ 

AG (500 Namenaktien à Fr. 1'000.–) der Konkursmasse CA._____ sofort auf 

deren erstes Verlangen zu Eigentum herauszugeben. 

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Nutzniessungsrechte 

CA._____ und CC._____ an den Aktien etc.) bleibt dem Zivilrichter vorbehal-

ten. 

Mit Vollzug dieser Anordnung wird das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

III des Kantons Zürich vom 2. August 2005 an CF._____ und CE._____ so-

wie deren Vertreterin CD._____ erlassene Verbot, die Aktien der DQ._____ 

AG zu belehnen, zu verpfänden oder zu verkaufen, hinfällig. 

Sodann wird festgestellt, dass dasselbe Verbot hinsichtlich der Aktien der 

DR._____ AG und der Immobiliengesellschaft P._____ AG infolge Löschung 

dieser Gesellschaften in den Handelsregistern der Kantone Thurgau und 

Luzern hinfällig geworden ist. 

17. Das Grundbuchamt Winterthur-... wird angewiesen, nach erfolgter Übertra-

gung der Aktien der DQ._____ AG auf die Konkursmasse CA._____, die mit 

Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. Juni 2005 

angeordneten Grundbuchsperren auf folgenden Liegenschaften, lautend auf 

die DQ._____ AG, auf erstes Verlangen der Konkursmasse CA._____ auf-

zuheben: 

- 19 - 

a) … [Adresse], Grundbuch Blatt …, Kat. Nr. … 

b) … [Adresse], Grundbuch Blatt …, Kat. Nr. … 

c) … [Adresse], Grundbuch Blatt …, Kat. Nr. … und Grundbuch Blatt, …, 

Kat. Nr. … 

d) … [Adresse], Grundbuch Blatt …, Kat. Nr. … und … [Adresse] , 

Grundbuch Blatt …, Kat. … 

18. Das Grundbuchamt CV._____-Winterthur wird angewiesen, nach erfolgter 

Übertragung der Aktien der DQ._____ AG auf die Konkursmasse CA._____, 

die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. Juni 

2005 angeordnete Grundbuchsperre auf der Liegenschaft … [Adresse], 

Grundbuch Einzelblatt …, Kat. Nr. …, lautend auf die DQ._____ AG, auf ers-

tes Verlangen der Konkursmasse CA._____ aufzuheben. 

19. Das Grundbuchamt CP._____-Winterthur wird angewiesen, nach erfolgter 

Übertragung der Aktien der DQ._____ AG auf die Konkursmasse CA._____, 

die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. Juni 

2005 angeordneten Grundbuchsperren auf folgenden Liegenschaften, lau-

tend auf die DQ._____ AG, auf erstes Verlangen der Konkursmasse 

CA._____ aufzuheben: 

a) … [Adresse], Grundbuch Blatt …, Kat. Nr. … (…) 

b) … [Adresse], Grundbuch Blatt …, Kat. Nr. … (Überbauung …) 

20. Die folgenden, mit Einstellungsverfügung vom 16. Dezember 2010 gegen 

CC._____ beschlagnahmten und bei der Bezirksgerichtskasse Winterthur 

verwahrten Inhaberschuldbriefe (lastend auf Schloss CO._____) werden der 

Verletzten (d.h. der Konkursmasse DD._____ AG) zur Wiederherstellung 

des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt: 

- Inhaberschuldbrief über ursprünglich Fr. 600'000.-, herabgesetzt auf 

Fr. 400'000.-, ausgestellt am 09.02.1939 von der Q._____-Stiftung ..., 

- 20 - 

lastend auf EBI./Parzelle … in CS._____, … in …, … und … in 

CT._____ 

- Inhaberschuldbrief über Fr. 300'000.-, ausgestellt am 03.11.1947 bzw. 

03.11.1955 vom R._____ [Verband], lastend auf EBI./Parzelle … in 

CS._____, … in …, … und … in CT._____ 

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Eigentumsansprüche 

CC._____ etc.) bleibt dem Zivilrichter vorbehalten. 

21. Der mit Einstellungsverfügung vom 16. Dezember 2010 gegen CC._____ 

beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse Winterthur verwahrte In-

haberschuldbrief über Fr. 10 Mio., ausgestellt am 15.02.1989 von der 

DQ._____ AG, lastend auf der Liegenschaft … [Adresse] in Winterthur (…), 

wird der Verletzten (d.h. der Konkursmasse CA._____) zur Wiederherstel-

lung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt. 

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Herausgabeansprüche 

des Verwaltungsrates der DQ._____ AG etc.) bleibt dem Zivilrichter vorbe-

halten. 

22. Es wird davon Vormerk genommen, dass die folgenden mit Einstellungsver-

fügung vom 16. Dezember 2010 gegen CC._____ beschlagnahmten und bei 

der Bezirksgerichtskasse Winterthur verwahrten Inhaberschuldbriefe im 

Rahmen der Verwertung der Liegenschaft … [Adresse] in Winterthur ge-

löscht und damit wertlos geworden sind: 

- lnhaberschuldbrief über Fr. 60'000.-, ausgestellt von T._____ am 

07.11.1963, lastend auf Liegenschaft … [Adresse] in Winterthur 

- Inhaberschuldbrief über Fr. 7'000.-, ausgestellt am 08.01.1949 von 

V._____, lastend auf Liegenschaft … [Adresse] in Winterthur 

Diese Inhaberschuldbriefe verbleiben bei den Akten. 

23. Die folgenden Gegenstände des Schlossinventars sowie die folgenden 

Fahrzeuge werden der Verletzten (d.h. der Konkursmasse CA._____) zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt: 

- 21 - 

- Nr. 20: 1 Tisch Holz, 4 Stühle, 1 Beistelltisch mit Lampe;  
- Nr. 24: 1 Sofa mit 4 Stühlen, 1 Tabouret und 1 Beistelltisch;  
- Nr. 25: 1 Uhr goldfarbig und 1 Tischlampe;  
- Nr. 31: 1 Bild Gobelin;  
- Nr. 39: 2 Beistelltische mit Lampe;  
- Nr. 42: 1 Harfe;  
- Nr. 55: 1 Schreibpult mit Stuhl und Lampe;  
- Nr. 60: 1 Uhr und 2 Vasen;  
- Nr. 103: 1 Tischuhr bronce vergoldet, Löwe mit Hund;  
- Nr. 135: 1 Pult mit Stuhl und Lampe; 
- Nr. 213: 1 Toilettentisch mit Glasplatte, Spiegel und Lampe  

- 1 PW Rolls Royce, Jahrgang ca. 1927, grau, 
- 1 PW Rolls Royce, Jahrgang ca. 1932, grau,  
- 1 PW Aston Martin Volante V8, dunkelblau,  
- 1 PW Jaguar E V12, dunkelblau, Cabriolet,  
- 1 PW Mercedes Benz 450 SLC, dunkelblau,  
- 1 PW Ford Mustang, rot, Cabriolet,  
- 1 PW Maserati Quattroporte, dunkelblau,  
- 1 PW Lamborghini Espada, dunkelblau, Coupé,  
- 1 PW Maserati Ghibli, dunkelblau,  
- 1 PW Maserati Indy, dunkelblau,  
- 1 PW Mercedes Benz 300 SL, silber,  
- 1 PW Jaguar E 4.2 I, dunkelgrün. 

Demzufolge werden CE._____ und CF._____ und deren gesetzliche Vertre-

terin CD._____ - unter Androhung von strafprozessualen Zwangsmassnah-

men im Unterlassungsfall - angewiesen, sämtliche oben genannten Inven-

targegenstände bzw. Fahrzeuge der Konkursmasse CA._____ sofort auf de-

ren erstes Verlangen zu Eigentum herauszugeben. 

Mit Vollzug dieser Anordnung wird das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft 

III des Kantons Zürich vom 6. März 2006 an CF._____ und CE._____ und 

deren Vertreterin CD._____ erlassene Verbot, die erwähnten Gegenstände 

zu belehnen, zu verschenken, zu verpfänden, zu verkaufen oder in anderer 

Weise darüber zu verfügen, hinfällig. 

Die Beurteilung allfälliger weiterer Ansprüche (z.B. Eigentumsansprüche der 

Konkursmasse DD._____ AG etc.) auch hinsichtlich weiterer Inventargegen-

stände bleibt dem Zivilrichter vorbehalten. 

- 22 - 

24. Von den gestützt auf das Rechtshilfeersuchen vom 16. September 2004 an 

das Fürstliche Landgericht Vaduz bei der Banque EJ._____ SA auf den 

Konten Nr. …, Nr. … sowie Nr. … (lautend auf CD._____, CE._____ und 

CF._____) gesperrten Vermögenswerte sind die nachfolgenden als Delikts-

gut bzw. Surrogate der Verletzten (d.h. der Konkursmasse CA._____) zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes auszuhändigen: 

Nr. …:  54'100 Aktien der EP._____ 

Nr. …:  9'000 Aktien der EP._____ und 10'000 Aktien der EQ._____ 

Nr. …: 9'000 Aktien der EP._____ und 10'000 Aktien der EQ._____ 

Die übrigen, auf den Konti befindlichen Vermögenswerte sind freizugeben. 

Demzufolge wird das Fürstliche Landgericht Vaduz ersucht, die obenge-

nannten Vermögenswerte an die Konkursmasse CA._____ zu überweisen 

und danach die Kontosperren aufzuheben. 

25. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 2. No-

vember 2010 beschlagnahmte, derzeit bei der Bezirksgerichtskasse Win-

terthur eingebuchte Betrag von Fr. 2'054'446.34 (aus dem Libanon überwie-

senes Geld; zuzüglich zwischenzeitlich aufgelaufene Zinsen) wird der Ver-

letzten (d.h. der Konkursmasse CA._____) zur Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustandes ausgehändigt. 

26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägerinnen 1-3 und 5-10, alle 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. EX2._____, für das gesamte Verfahren 

eine Prozessentschädigung von Fr. 215'732.20 (inkl. MWST) zu bezahlen. 

Der Betrag wird aus den bei der Credit Suisse Zürich beschlagnahmten 

Vermögenswerten bezogen. 

Weitere Prozessentschädigungen werden nicht zugesprochen. 

27. [Mitteilung] 

28. [Rechtsmittel] 

- 23 - 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 220 S. 1 f.) 

1. CA._____ sei in allen Anklagepunkten von Schuld und Strafe freizu-

sprechen;  

2. Es seien sämtliche in diesem Verfahren angeordneten Grundbuchsper-

ren aufzuheben;  

es seien sämtliche mittels Einstellungsverfügung vom 16. Dezember 

2010 gegen CC._____ beschlagnahmten Inhaberschuldbriefe den je-

weils Berechtigten herauszugeben;  

es sei die Verfügungssperre vom 6. März 2006 über das Schlossinven-

tar und die Fahrzeugsammlung aufzuheben;  

es sei das mit Verfügung vom 2. August 2005 erlassene Verbot, die 

Aktien der DQ._____ AG, der P._____ AG und der DR._____ AG zu 

belehnen, zu verpfänden oder zu verkaufen, aufzuheben;  

es sei die Sperre über Vermögenswerte von CD._____, CE._____ und 

CF._____ bei der Banque EJ._____ SA aufzuheben;  

es sei die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

vom 2. November 2010 verfügte Beschlagnahme von Vermögenswer-

ten bei der … Kantonalbank aufzuheben;  

es sei die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

vom 21. April 2005 verfügte Beschlagnahme von Vermögenswerten bei 

der Credit Suisse, Zürich, aufzuheben. 

3. Auf allfällige Zivilforderungen sei nicht einzutreten.  

4. Die Verfahrenskosten sowie die Kosten für die amtliche Verteidigung 

seien ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen;  

- 24 - 

5. CA._____ sei für seine Aufwendungen im Zusammenhang mit seiner 

erbetenen Verteidigung und für die Erstellung der Privatgutachten an-

gemessen zu entschädigen;  

6. CA._____ sei wegen schwerer Beeinträchtigung im persönlichen An-

sehen eine angemessene Genugtuung zuzusprechen.  

b) Der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich:  

(Urk. 214 S. 1) 

1. Es sei der Beschuldigte in allen Anklagepunkten schuldig zu sprechen 

und damit das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.  

2. Es sei der Beschuldigte mit zehn Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen, 

unter Anrechnung von einem Tag erstandener Haft.  

3. Es sei mit Bezug auf die Einziehung der Vermögenswerte das erstin-

stanzliche Urteil zu bestätigen.  

4. Es seien dem Beschuldigten die Kosten für das Untersuchungs- und 

Gerichtsverfahren und seiner amtlichen Verteidigung aufzuerlegen.  

c) Der Privatkläger 1 - 3, 5 - 10 und 23: 

(Urk. 224 S. 58 ff.) 

Hauptantrag: 

1. Es seien die Ziffern 1 sowie 3 bis 28 des Urteils der Vorinstanz vom 

22. März / 9. Mai 2012 zu bestätigen.  

 

 

Zum Schuldspruch: 

- 25 - 

1.1. Es sei Ziffer 1 des Urteils der Vorinstanz vom 22. März 2012 zu bestä-

tigen und der Beschuldigte des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne 

von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung 

im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB sowie der mehrfachen Gläu-

bigerschädigung durch Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164 

Ziff. 1 Abs. 3, teilweise i.V.m. Art. 29 lit. a StGB, schuldig zu sprechen.  

Zur Vormerknahme von den rechtshängigen Zivilprozesses:  

1.2.1. Es sei entsprechend der Vorinstanz (Urteilsbegründung vom 

22.03/09.05.2012, Erw. IX., B., 3., S. 874) davon Vermerk zu neh-

men, dass die geschädigte Privatklägerschaft Konkursmasse der 

DD._____ AG ihren Eigentumsanspruch an Schloss CO._____ inkl. 

historischem Inventar und Inhaberschuldbriefen vor Anklageerhe-

bung beim Bezirksgericht Kreuzlingen mittels Vindikations- bzw. 

Grundbuchberichtigungsklage (und eventualiter paulianische An-

sprüche) gegen CE._____ und CF._____ (als im Grundbuch zu Un-

recht eingetragene Eigentümer von Schloss CO._____) sowie 

CD._____ geltend gemacht hat und der Beschuldigte infolge seines 

Nutzniessungs- und Rückfallsrechts an Schloss CO._____ ebenfalls 

Beklagter ist.  

1.2.2. Es sei entsprechend der Vorinstanz (Urteilsbegründung vom 

22.03/09.05.2012, Erw. IX., B., 3., S. 874) davon Vormerk zu neh-

men, dass die geschädigten Privatklägerschaften DA._____ AG in 

Nachlassliquidation, DB._____ Holding AG in Nachlassliquidation, 

DC._____ Holding AG in Liquidation, Konkursmasse der DD._____ 

AG, Konkursmasse der DE._____ AG, Konkursmasse der DF._____ 

AG, Konkursmasse der DG._____ AG, Konkursmasse der 

DH._____AG, Staat Zürich und Stadt Winterthur als Abtretungsgläu-

biger im Konkurs des Beschuldigten ihre Admassierungs- und pauli-

anischen Anfechtungsansprüche gegen CE._____, CF._____ und 

CD._____ bereits vor Anklageerhebung in zwei Prozessen beim Be-

zirksgericht Kreuzlingen geltend gemacht haben.  

- 26 - 

1.2.3. Es sei entsprechend der Vorinstanz (Urteilsbegründung vom 

22.03./09.05.2012, Erw. IX., B., 3., S. 874) davon Vormerk zu neh-

men, dass diese Zivilprozesse, welche allesamt von der Staatsan-

waltschaft in diesem Strafverfahren beschlagnahmte Vermögens-

werte betreffen, sistiert und noch nicht rechtskräftig abgeschlossen 

sind. 

Zu den von der Konkursmasse DD._____ AG beanspruchten beschlag-

nahmten Vermögenswerten:  

1.3.1. Es seien die Ziffern 15 und 20 des Urteils der Vorinstanz vom 9. Mai 

2012 (ergänzendes Urteilsdispositiv) zu bestätigen.  

1.3.2 . Eventualiter sei die strafprozessuale Beschlagnahme der zivilpro-

zessual provisorisch gesicherten Vermögenswerte gemäss Anhang 

1 zu diesem Rechtsbegehren aufzuheben, und diese Vermögens-

werte seien weder einzuziehen, noch Dritten herauszugeben, noch 

zur Deckung von Kosten, Entschädigungen und Bussen zu verwen-

den.  

1.3.3. Subeventualiter seien die von der Staatanwaltschaft beschlagnahm-

ten Vermögenswerte gemäss Anhang 1 zu diesem Rechtsbegehren 

einzuziehen und der Konkursmasse der DD._____ AG als zivilrecht-

liche Eigentümerin bzw. Vindikationsklägerin zuzusprechen.  

1.3.4. Subsubeventualiter seien die von der Staatsanwaltschaft beschlag-

nahmten Vermögenswerte gemäss Anhang 1 zu diesem Rechtsbe-

gehren einzuziehen und nach rechtskräftigem Abschluss der in Ziffer 

1.2. genannten Zivilprozesse der Konkursmasse der DD._____ AG 

auszuhändigen oder zuzusprechen.  

Zu den von der Konkursmasse CA._____ bzw. den Abtretungsgläubi-

gern im Konkurs CA._____ beanspruchten beschlagnahmten Vermö-
genswerten:  

- 27 - 

1.4.1 . Es seien die Ziffern 13, 14, 15, 16, 20, 21, 23, 24 und 25 des Urteils 

der Vorinstanz vom 9. Mai 2012 (ergänzendes Urteilsdispositiv) zu 

bestätigen.  

1.4.2 . Eventualiter seien die von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten 

Vermögenswerte gemäss Anhang 2 zu diesem Rechtsbegehren ein-

zuziehen und den geschädigten Privatklägerschaften Konkursmasse 

CA._____ bzw. DA._____ AG in Nachlassliquidation, DB._____ 

Holding AG in Nachlassliquidation, DC._____ Holding AG in Liquida-

tion, Konkursmasse der DD._____ AG, Konkursmasse der 

DE._____ AG, Konkursmasse der DF._____ AG, Konkursmasse der 

DG._____ AG, Konkursmasse der DH._____AG, Staat Zürich und 

Stadt Winterthur als Abtretungsgläubiger im Konkurs des Beschul-

digten zuzusprechen.  

1.4.3. Subeventualiter seien die von der Staatsanwaltschaft beschlag-

nahmten Vermögenswerte gemäss Anhang 2 zu diesem Rechtsbe-

gehren einzuziehen und nach rechtskräftigem Abschluss der in Ziffer 

1.2. genannten Zivilprozesse den geschädigten Privatklägerschaften 

Konkursmasse CA._____ bzw. DA._____ AG in Nachlassliquidation, 

DB._____ Holding AG in Nachlassliquidation, DC._____ Holding AG 

in Liquidation, Konkursmasse der DD._____ AG, Konkursmasse der 

DE._____ AG, Konkursmasse der DF._____ AG, Konkursmasse der 

DG._____ AG, Konkursmasse der DH._____AG, Staat Zürich und 

Stadt Winterthur als Abtretungsgläubiger im Konkurs des Beschul-

digten auszuhändigen oder zuzusprechen. 

 

 

Zu den beschlagnahmten Liegenschaften der DQ._____ AG: 

1.5.1. Es seien die Ziffern 17, 18 und 19 des Urteils der Vorinstanz vom 

9. Mai 2012 (ergänzendes Urteilsdispositiv) zu bestätigen.  

- 28 - 

1.5.2 . Eventualiter seien die Liegenschaften der DQ._____ AG gemäss 

Anhang 3 zu diesem Rechtsbegehren bis zum Abschluss des beim 

Bezirksgericht Kreuzlingen rechtshängigen Zivilprozesses 

Nr. K.2010.36 einzuziehen.  

Zu allfälligen Ersatzforderungen, Geldstrafen und Bussen:  

1.6. Im Sinne eines Eventualantrags seien allfällige Ersatzforderungen und 

eine allfällige vom Beschuldigten CA._____ zu bezahlende Geldstrafe 

oder Busse den geschädigten Privatklägerschaften Konkursmasse der 

DD._____ AG sowie Konkursmasse CA._____ bzw. DA._____ AG in 

Nachlassliquidation, DB._____ Holding AG in Nachlassliquidation, 

DC._____ Holding AG in Liquidation, Konkursmasse der DE._____ 

AG, Konkursmasse der DF._____ AG, Konkursmasse der DG._____ 

AG, Konkursmasse der DH._____AG, Staat Zürich und Stadt Win-

terthur zuzusprechen.  

Kosten- und Entschädigungsfolge: 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.).  

d) Des weiteren Verfahrensbeteiligten A: 

(Urk. 221 S. 1) 

1. Das ergänzende Urteil des BG Winterthur vom 09.05.2012 sei wie folgt 

aufzuheben, bzw. abzuändern:  

− Ziff. 16, mit der bestimmt wird, dass die Aktien der DQ._____ AG 

von CE._____ und CF._____, bzw. ihrer Mutter CD._____, der 

Konkursmasse CA._____ herauszugeben seien, sei ersatzlos zu 

streichen;  

− Ziff. 17, 18 und 19, mit denen das Grundbuchamt Winterthur-..., 

bzw. CV._____-Winterthur und CP._____-Winterthur angewiesen 

wird, nach erfolgter Übertragung der Aktien auf die Konkursmas-

- 29 - 

se CA._____ seien die auf verschiedenen Liegenschaften ange-

ordneten Grundbuchsperren auf 1. Verlangen der Konkursmasse 

aufzuheben, seien ebenfalls aufzuheben, wobei dem Gericht 

überlassen wird, ob diesfalls gleichwohl über die Aufhebung der 

Grundbuchsperren zu entscheiden ist oder ob die Aufhebung in 

einem neu anzustrengenden Verfahren von der DQ._____ AG 

verlangt werden muss;  

− Ziff. 20 sei aufzuheben und es sei die Kasse des Bezirksgerichtes 

Winterthur anzuweisen, die beschlagnahmten Inhaberschuldbrie-

fe über Fr. 400'000.00 und Fr. 300'000.00, lastend auf Schloss 

CO._____, CC._____ herauszugeben;  

− Ziff. 21 sei aufzuheben, und es sei die Bezirksgerichtkasse Win-

terthur anzuweisen, den bei ihr verwahrten, auf dem … [Adresse] 

lastenden Inhaberschuldbrief über Fr. 10 Mio. CC._____ als Ver-

waltungsratspräsident der DQ._____ AG herauszugeben.  

2. Die Verfahrenskosten betreffend die Anträge des Verfahrensbeteiligten 

CC._____ seien auf die Staatskasse zu nehmen;  

3. CC._____ sei für diesen Verfahrensteil eine Entschädigung zuzuspre-

chen, bzw. es seien die diesbezüglichen Kosten seines amtlichen Ver-

teidigers auf die Staatskasse zu nehmen.  

e) Der weiteren Verfahrensbeteiligten B - D: 

(Urk. 222 S. 56) 

1. In Aufhebung von Ziff. 13 des angefochtenen Urteils sowie der ent-

sprechenden Grundbuchsperren seien die in Ziff. 13 bezeichneten Par-

zellen (Liegenschaften CQ._____) den Eigentümern CF._____ und 

CE._____ freizugeben.  

- 30 - 

2. In Aufhebung von Ziff. 15 sowie der entsprechenden Grundbuchsper-

ren seien die in Ziff. 15 bezeichneten Parzellen (Liegenschaften 

CO._____) den Eigentümern CF._____ und CE._____ freizugeben.  

3. In Aufhebung von Ziff. 16 und Abänderung von Ziff. 17, 18 und 19 des 

angefochtenen Urteils seien die Aktien der DQ._____ AG den Eigen-

tümern CF._____ und CE._____ freizugeben, unter Aufhebung der 

entsprechenden Verfügungsbeschränkungen für die Aktien sowie der 

entsprechenden Grundbuchsperren für die Liegenschaften der 

DQ._____ AG.  

4. In Aufhebung von Ziff. 23 des angefochtenen Urteils seien das be-

zeichnete Schlossinventar sowie die bezeichneten Fahrzeuge der Ei-

gentümerin CD._____ freizugeben, unter Aufhebung der erlassenen 

Verfügungsbeschränkungen.  

5. In Aufhebung von Ziff. 24 des angefochtenen Urteils seien sämtliche 

Vermögenswerte auf den auf die Einziehungsbetroffenen lautenden 

Konten bei der Banque EJ._____ SA freizugeben.  

6. In Aufhebung von Ziff. 25 des angefochtenen Urteils seien die aus dem 

Libanon überwiesenen Geldbeträge von der Bezirksgerichtskasse Win-

terthur den Einziehungsbetroffenen freizugeben.  

7. Unter Übernahme der die Einziehungsfrage betreffenden Kosten des 

Berufungsverfahrens auf die Staatskasse.  

____________________________ 

 

 

- 31 - 

Erwägungen: 

I. 

Verfahrensgang 

1. Das Bezirksgericht Winterthur hat sich in seinem Urteil vom 22. März 2012 

und 9. Mai 2012 einlässlich und erschöpfend zum Gang des Verfahrens in der 

Untersuchung (bzw. im Vorverfahren) und auch vor Vorinstanz verbreitet; um 

Wiederholungen zu vermeiden, kann vollumfänglich auf diese Ausführungen ver-

wiesen werden (Urk. 74 S. 13-33; Art. 82 Abs. 4 StPO). Zu ergänzen ist Folgen-

des: Das Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, hat mit Beschluss 

vom 4. Januar 2012 die Beschwerde des Beschuldigten rechtskräftig abgewiesen, 

mit welcher er die Abweisung seines Antrages um Erteilung einer Kostengutspra-

che im Rahmen der amtlichen Verteidigung zwecks Beizugs eines Privatgutach-

ters zur Prüfung des amtlichen Gutachtens EA._____ bemängelte (Urk. 12/27; 

vgl. Urk. 98). 

2. Mit (Teil-)Urteil vom 22. März 2012 befand die Vorinstanz über den Schuld-

punkt, die Sanktion, einen Teil der Beschlagnahmungen, die Mitteilungspflicht der 

EH._____ Freizügigkeitsstiftung hinsichtlich eines Barauszahlungsbegehrens des 

Beschuldigten und damit zusammenhängend die bestehende Pflicht zur vorsorgli-

chen Sperrung des entsprechenden Freizügigkeitskontos, über die Herausgabe 

diverser Aktenstücke an den jeweils Berechtigten, die Schadenersatzbegehren 

sowie die Kostenfolgen (vgl. Urk. 60/1). Mit (Teil-)Urteil vom 9. Mai 2012 ent-

schied die Vorinstanz über weitere Beschlagnahmungen sowie die Entschädi-

gungsfolgen (vgl. Urk. 67/1). 

3. Das Bezirksgericht Winterthur sprach den Beschuldigten CA._____ mit den 

eingangs im Dispositiv wiedergegebenen (Teil-)Urteilen schuldig des gewerbs-

mässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB, der mehrfachen Ur-

kundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB sowie der mehrfachen 

Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung (recte: Vermögensminde-

rung) im Sinne von Art. 164 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, teilweise in Verbindung mit 

- 32 - 

Art. 29 lit. a StGB und bestrafte ihn mit einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 

acht Jahren, unter Anrechnung von einem Tag Haft. Des Weiteren wurde die Mit-

teilungspflicht der EH._____ Freizügigkeitsstiftung hinsichtlich eines allfälligen 

Barauszahlungsbegehrens des Beschuldigten und die für diesen Fall bestehende 

Pflicht zur vorsorglichen Sperrung des auf den Beschuldigten lautenden Freizü-

gigkeitskontos per Rechtskraft des Urteils aufgehoben, und es wurde entschie-

den, verschiedene Aktenstücke dem jeweils Berechtigten herauszugeben. Die 

Privatkläger, welche nach der Hauptverhandlung noch Schadenersatzbegehren 

anhängig hatten, wurden mit diesen auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

Sodann wurden verschiedene Liegenschaften den Verletzten (Konkursmasse 

CA._____ bzw. Konkursmasse DD._____ AG) zur Wiederherstellung des recht-

mässigen Zustandes ausgehändigt bzw. zurück übertragen unter Anweisung des 

entsprechenden Grundbuchamtes, die Verletzten als Eigentümerin der Liegen-

schaften ins Grundbuch einzutragen unter gleichzeitiger Löschung der Rückfalls- 

und Nutzniessungsrechte zu Gunsten des Beschuldigten. CE._____ und 

CF._____ bzw. deren gesetzliche Vertreterin CD._____ wurden - unter Andro-

hung von strafprozessualen Zwangsmassnahmen im Unterlassungsfall - ange-

wiesen, die Aktien der DQ._____ AG der Verletzten (Konkursmasse CA._____) 

zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes zu Eigentum auszuhändi-

gen. In diesem Zusammenhang wurden die entsprechenden Grundbuchämter 

angewiesen, nach erfolgter Übertragung der Aktien der DQ._____ AG auf die 

Konkursmasse CA._____ die durch die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich 

bezüglich diverser, auf die DQ._____ AG lautenden Liegenschaften angeordneten 

Grundbuchsperren aufzuheben. Des Weiteren wurde entschieden, zwei Inhaber-

schuldbriefe, lastend auf Schloss CO._____, der Konkursmasse DD._____ AG 

und ein Schuldbrief, lastend auf der Liegenschaft … [Adresse] in Winterthur, der 

Konkursmasse CA._____ je zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes 

auszuhändigen, und es wurde davon Vormerk genommen, dass zwei weitere In-

haberschuldbriefe, lastend auf der Liegenschaft ... [Adresse] in Winterthur, im 

Rahmen der Verwertung dieser Liegenschaft gelöscht und damit wertlos gewor-

den sind. CE._____ und CF._____ und deren gesetzliche Vertreterin CD._____ 

wurden - unter Androhung strafprozessualer Zwangsmassnahmen im Unterlas-

- 33 - 

sungsfall - angewiesen, verschiedene Gegenstände des Schlossinventars und 

verschiedene Fahrzeuge der Verletzten (Konkursmasse CA._____) zur Wieder-

herstellung des rechtmässigen Zustandes herauszugeben. Sodann wurde das 

Fürstliche Landgericht ersucht, diverse, auf drei Konti, lautend auf CD._____, 

CE._____ und CF._____, bei der Banque EJ._____ AG liegende Aktien als De-

liktsgut bzw. Surrogate der Verletzten (Konkursmasse CA._____) zur Wiederher-

stellung des rechtmässigen Zustandes unter Freigabe der übrigen auf den Konti 

befindlichen Vermögenswerte zu überweisen und danach die Kontosperren auf-

zuheben. Des Weiteren wurde entschieden, einen Betrag von rund Fr. 2 Mio. (aus 

dem Libanon überwiesenes Geld) der Verletzten (Konkursmasse CA._____) zur 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes auszuhändigen. Letztlich wur-

den dem Beschuldigten die Kosten der Untersuchungen (ohne Kostenanteil des 

EB._____-Gutachtens) und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjeni-

gen der amtlichen Verteidigung, auferlegt, und er wurde verpflichtet, den Privat-

klägerinnen 1-3 und 5-10, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. EX2._____, für 

das gesamte Verfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 215'732.20 (inkl. 

MWST) zu bezahlen, wobei entschieden wurde, bei der Credit Suisse Zürich be-

schlagnahmte Vermögenswerte des Beschuldigten in einer Gesamthöhe von ca. 

Fr. 3 Mio. zur Deckung der ihm auferlegten Verfahrenskosten, einschliesslich der 

Kosten der amtlichen Verteidigung, und hernach zur Deckung der Prozessent-

schädigung an den Rechtsvertreter der Privatklägerinnen 1-3 und 5-10 zu ver-

wenden und ein allfälliger Restbetrag an die Konkursmasse CA._____ zu über-

weisen (Urk. 74, insb. S. 924-939). 

4. Gegen die beiden (Teil-)Urteile vom 22. März 2012 und 9. Mai 2012, münd-

lich eröffnet am 22. März 2012 und 24. Mai 2012 (Prot. I S. 80-95, Prot. I S. 98-

109), liess der Beschuldigte innert Frist am 22. März 2012 mündlich bzw. mit Ein-

gabe vom 25. Mai 2012 schriftlich Berufung anmelden (Urk. 68/1; Prot. I S. 94 und 

S. 109). Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich ihrerseits meldete gegen 

das (Teil-)Urteil vom 22. März 2012 fristgerecht mit Schreiben vom 30. März 2012 

Berufung an (Urk. 61/1; Prot. I S. 95). Mit Eingabe vom 4. Juni 2012 liessen die 

Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 durch ihren Vertreter ebenfalls innert Frist gegen 

das (Teil-)Urteil vom 9. Mai 2012 'vorsichtshalber' Berufung anmelden (Urk. 68/5; 

- 34 - 

Prot. I S. 109). Die weiteren Verfahrensbeteiligten B-D liessen durch ihren Vertre-

ter mit Schreiben vom 29. Mai 2012 ebenfalls innert Frist gegen das (Teil-)Urteil 

vom 9. Mai 2012 Berufung anmelden (Urk. 68/3; Prot. I S. 109). Der Vertreter des 

weiteren Verfahrensbeteiligten A letztlich meldete namens seines Mandanten mit 

Schreiben vom 4. Juni 2012 ebenfalls fristgerecht Berufung an gegen das (Teil-

)Urteil vom 9. Mai 2012 (Urk. 68/8; Prot. I S. 109). 

5. Mit Eingabe vom 20. Juni 2012 reichte der Rechtsvertreter des weiteren Ver-

fahrensbeteiligten A rechtzeitig die Berufungserklärung ein, wobei er erklärte, ak-

tuell keine Beweisanträge zu stellen (Urk. 76; Urk. 70/1B). Die weiteren Verfah-

rensbeteiligten B-D liessen durch ihren Vertreter mit Eingabe vom 27. Juni 2012 

innert Frist die Berufungserklärung mit der Bemerkung einreichen, es würden kei-

ne Beweisanträge gestellt (Urk. 78; Urk. 70/1A). Die Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich reichte ebenfalls fristgerecht mit Eingabe vom 29. Juni 2012 ihre 

Berufungserklärung ein (Urk. 82; Urk. 70/1E). Mit Eingabe vom 29. Juni 2012 lies-

sen die Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 den Verzicht auf eine Berufungserklärung 

mitteilen (Urk. 83). Mit Eingabe vom 2. Juli 2012 liess schliesslich der Beschuldig-

te durch die amtliche Verteidigung fristgerecht seine Berufungserklärung einrei-

chen, verbunden mit verschiedenen Beweisanträgen (Urk. 84; Urk. 70/1F). 

6. Mit Präsidialverfügung vom 9. Juli 2012 wurden die verschiedenen Beru-

fungserklärungen je den Gegenparteien zugestellt und den Parteien wurde Frist 

angesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberufung erhoben werde oder um be-

gründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 85). Mit Schrei-

ben vom 3. August 2012 liess der weitere Verfahrensbeteiligte A innert Frist mit-

teilen, keine Anträge im Sinne von Ziffer 5 der Präsidialverfügung vom 9. Juli 

2012 zu stellen (Urk. 89; Urk. 86/7). Mit Eingabe vom 9. August 2012 liessen die 

Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 fristgerecht mitteilen, keine Anschlussberufung zu 

erklären, jedoch weiterhin am Berufungsverfahren unter Wahrung ihrer Partei-

rechte teilzunehmen. Des Weiteren nahmen sie (unaufgefordert) Stellung zu den 

Beweisanträgen des Beschuldigten (Urk. 90; Urk. 86/8). 

7. Mit Schreiben vom 17. Juli 2012 ersuchte die Verfahrensleitung das Fürstli-

che Landgericht in Vaduz, das Verfügungsverbot betreffend die Vermögenswerte 

- 35 - 

auf den Konten von CE._____, CF._____ und CD._____ bei der Banque 

EJ._____ SA bis auf Weiteres bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entschei-

des zu verlängern (Urk. 87; bezüglich des entsprechenden Vorgehens durch die 

Verfahrensleitung der Vorinstanz vgl. Urk. 74 S. 32 f.). Mit Brief vom 17. August 

2012 teilte das Fürstliche Landgericht des Fürstentums Liechtenstein mit, das 

Verfügungsverbot entsprechend dem obergerichtlichen Gesuch bis 30. Septem-

ber 2013 verlängert zu haben, begleitet vom Hinweis, dass - sollte über das ge-

nannte Datum hinaus eine weitere Verlängerung der Kontensperre erforderlich 

sein - hierfür zu gegebener Zeit wiederum ein entsprechendes Gesuch unter Be-

kanntgabe des Verfahrensstandes einzureichen wäre (Urk. 91). 

8. Im August 2012 wurden durch die Kanzlei der II. Strafkammer der Termin 

(8. bis 12. April 2013) sowie die beiden Reservetermine (27. bis 31. Mai 2013 und 

3. bis 7. Juni 2013) für die Berufungsverhandlung mit den Parteivertretern abge-

sprochen (vgl. Urk. 93) und Ende August 2012 entsprechend vorgeladen 

(Urk. 95). Mit Verfügung vom 24. Oktober 2012 wies die Verfahrensleitung die An-

träge des Beschuldigten auf Beweisergänzung gemäss Berufungserklärung vom 

2. Juli 2012 (vgl. Urk. 84 S. 6 ff.) einstweilen ab (Urk. 100). Mit Beschluss vom 

26. Oktober 2012 wurde eine Beweisergänzung (Einholung eines Schriftgutach-

tens beim Forensischen Institut Zürich) angeordnet (Urk. 103). Nach Beibringung 

der erforderlichen Unterlagen für die Gutachtenserstellung (vgl. Urk. 106 ff.) 

erging der entsprechende Gutachtensauftrag unter dem 18. Dezember 2012 

(Urk. 115). Mit Präsidialverfügung vom selben Tag wurde den Parteien Frist an-

gesetzt, um sich zur sachverständigen Person sowie zu den Fragen zu äussern 

und dazu allfällige Anträge zu stellen, unter der Androhung, dass bei Stillschwei-

gen Verzicht angenommen werde (Urk. 113). Mit Schreiben vom 10. Januar 2013 

liessen die Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 mitteilen, zur sachverständigen Person 

sowie zu den unterbreiteten Fragen keine Bemerkungen zu haben und auf Anträ-

ge dazu zu verzichten (Urk. 127). Innert erstreckter Frist (vgl. Urk. 126) liess der 

Beschuldigte erklären, in Bezug auf die Gutachterin seien zur Zeit keine Ableh-

nungsgründe ersichtlich und es ergäben sich zu den ihr unterbreiteten Fragen 

weder Beanstandungen noch Ergänzungen (Urk. 131). 

- 36 - 

9. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2012 hatte Rechtsanwalt Dr. CX3._____ 

der erkennenden Kammer unter Beilage einer Vollmacht angezeigt, dass ihn der 

Beschuldigte mit seiner Verteidigung beauftragt habe und dass Zustellungen wei-

terhin an die amtlichen Verteidiger erfolgen können (Urk. 118 f.). Mit Begleit-

schreiben vom 19. Dezember 2012 liess der Beschuldigte durch seine Verteidiger 

ein Privatgutachten von Prof. E._____ und AB._____ 'Zur Beurteilung der wirt-

schaftlichen Lage der CABC._____-Gruppe 1998 - 2002' zu den Akten reichen 

(Urk. 120 und Urk. 121). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2012 wurde die Ein-

gabe der Verteidiger vom 19. Dezember 2012 den übrigen Parteien zugestellt 

(Urk. 122; Urk. 123/1-5). 

10. Mit Eingabe vom 14. Januar 2013 ersuchte Rechtsanwalt Dr. Y1._____ mit 

Hinweis auf eine Interessenkollision, ihn als unentgeltlichen Rechtsvertreter der 

Einziehungsbetroffenen bzw. weiteren Verfahrensbeteiligten B-D zu entlassen 

und durch Rechtsanwalt Y2._____ zu ersetzen (Urk. 128). Mit Präsidialverfügung 

vom 18. Januar 2013 wurde Rechtsanwalt Dr. Y1._____ mit sofortiger Wirkung 

als unentgeltlicher Rechtsvertreter der weiteren Verfahrensbeteiligten CD._____ 

sowie CE._____ und CF._____ entlassen, und es wurde ihnen für das Verfahren 

betreffend Einziehung von beschlagnahmten Vermögenswerten und Grundstü-

cken Rechtsanwalt lic. iur. Y2._____ als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt 

(Urk. 132). 

11. Mit Schreiben vom 17. Januar 2013 hatte die Staatsanwaltschaft III des Kan-

tons Zürich ersucht, die beiden Reservetermine abzunehmen und einen neuen 

Reservetermin festzusetzen mit der Begründung, der verfahrensleitenden Staats-

anwältin sei es wegen Schwangerschaft nicht möglich, die beiden Reservetermine 

wahrzunehmen (Urk. 133). In der Folge wurde - ohne Abnahme der Reserveter-

mine im Mai/Juni 2013 - für die Berufungsverhandlung ein weiterer Reservetermin 

auf den 23. bis 27. September 2013 festgesetzt. 

12. Am 26. Februar 2013 ging das Handschriftengutachten des Forensischen 

Institutes Zürich vom 22. Februar 2013 hierorts ein (vgl. Urk. 142 f.). Mit Präsidial-

verfügung vom 28. Februar 2013 wurde das Gutachten den Parteien in Kopie zu-

gestellt (Urk. 146). Mit Eingabe vom 12. März 2013 reichte Rechtsanwalt lic. iur. 

- 37 - 

EX2._____ namens diverser Privatkläger zwei Klage- und Replikschriften bezüg-

lich der beiden Zivilprozesse vor dem Bezirksgericht Steckborn ins Recht 

(Urk. 150 und Urk. 151/1+2). 

13. Mit Eingabe vom 20. März 2013, hierorts gleichentags zunächst per Fax 

eingegangen, ersuchte die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich um Ver-

schiebung der Berufungsverhandlung vom 8. April bis 12. April 2013 auf den Er-

satztermin vom 23. September bis 27. September 2013 unter Abnahme der übri-

gen Reservetermine. Als Begründung wurde die mittels ärztlichem Zeugnis vom 

13. März 2013 für die Zeit bis 2. Juni 2013 attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

der langjährigen Verfahrensleiterin und fallführenden Staatsanwältin als Folge von 

Schwangerschaftskomplikationen ins Feld geführt (Urk. 153 und Urk. 154). Das 

Ersuchen wurde mit Präsidialverfügung vom 21. März 2013 bewilligt (vgl. Urk. 153 

S. 1, unten). Anfangs April 2013 wurden durch die Kanzlei der II. Strafkammer 

zwei neue Reservetermine (11. bis 15. November 2013 und 13. bis 17. Januar 

2014) für die Berufungsverhandlung mit den Parteivertretern abgesprochen, und 

es wurde für die Berufungsverhandlung auf den 23. bis 27. September 2013 vor-

geladen. 

14. Am 13. Mai 2013 beschloss die Kammer unter Hinweis auf das vom Be-

schuldigten eingereichte Privatgutachten von Prof. E._____ und AB._____ vom 

12. Dezember 2012 (Urk. 121), bei den amtlichen Sachverständigen, den dipl. 

Wirtschaftsprüfern lic. oec. AC._____ und lic. oec. HSG AD._____, ein ergänzen-

des Büchersachverständigengutachten zur amtlichen Expertise vom 18. Juni 

2010 bzw. zum ergänzenden amtlichen Gutachten vom 13. Dezember 2010 ein-

zuholen (Urk. 159). Der entsprechende Auftrag erging am 14. Mai 2013 

(Urk. 161). Mit Eingabe je vom 28. Juni 2013 liessen der Beschuldigte und die 

weiteren Verfahrensbeteiligten B-D je innert erstreckter Frist keine weiteren Fra-

gen an die amtlichen Gutachter stellen, wobei sie auch auf die Stellung von An-

trägen verzichteten (Urk. 176 und Urk. 178). Mit Eingabe vom 10. Juni 2013 lies-

sen die Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 beantragen, den amtlichen Experten ver-

schiedene, von ihnen formulierte Ergänzungsfragen zu unterbreiten (Urk. 169). 

- 38 - 

15. Mit Schreiben vom 1. Juli 2013 ersuchte die Verfahrensleitung das Fürstli-

che Landgericht in Vaduz, das Verfügungsverbot betreffend die Vermögenswerte 

auf den Konten von CE._____, CF._____ und CD._____ bei der Banque 

EJ._____ SA bis auf Weiteres bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entschei-

des zu verlängern (Urk. 179, bezüglich des entsprechenden Vorgehens durch die 

Verfahrensleitung der Vorinstanz vgl. Urk. 74 S. 32 f.). Mit Brief vom 24. Septem-

ber 2013 teilte das Fürstliche Landgericht des Fürstentums Liechtenstein mit, das 

Verfügungsverbot entsprechend dem obergerichtlichen Gesuch bis 30. Septem-

ber 2014 verlängert zu haben, begleitet vom Hinweis, dass - sollte über das ge-

nannte Datum hinaus eine weitere Verlängerung der Kontensperre erforderlich 

sein - hierfür zu gegebener Zeit wiederum ein entsprechendes Gesuch unter Be-

kanntgabe des Verfahrensstandes einzureichen wäre (Urk. 231). 

16. Am 4. Juli 2013 beschloss die erkennende Kammer, die amtlichen Gutachter 

zu ersuchen, die Ergänzungsfragen der Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 zu beant-

worten (Urk. 181). Unter dem 4. September 2013 ging die ergänzende amtliche 

Büchersachverständigenexpertise vom 2. September 2013 beim Gericht ein 

(Urk. 196; elektronische Fassung: Urk. 198). Die elektronische Fassung wurde 

den Parteien am 5. September 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 199A). 

17. Mit Begleitschreiben der erbetenen Verteidigung vom 31. Juli 2013 war am 

selben Tag ein vom Beschuldigten als 'Ergänzende Ausführungen' bezeichnetes 

Privatgutachten vom 29. Juli 2013 beim Gericht eingegangen, verfasst wiederum 

von Prof. Dr. E._____ und AB._____ (Urk. 188 ff.; elektronische Fassung auf CD 

in Urk. 191). Das ergänzende Privatgutachten wurde am 8. August 2013 den üb-

rigen Verfahrensbeteiligten in elektronischer Form zugestellt (vgl. Urk. 192). 

18. Am 23. September 2013 wurde ein aktueller Strafregisterauszug über den 

Beschuldigten eingeholt (Urk. 208). Zur Berufungsverhandlung vom 23. bis 

27. September 2013 erschienen die beiden Vertreter der Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich, der Beschuldigte in Begleitung seiner beiden amtlichen Ver-

teidiger sowie seines erbetenen Verteidigers, der Rechtsvertreter des weiteren 

Verfahrensbeteiligten A, der Rechtsvertreter der weiteren Verfahrensbeteiligten B-

D sowie der Vertreter der Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 (Prot. II S. 15 ff.). 

- 39 - 

19. Am 6., 7., 10. und 13. Januar 2014 fand die Urteilsberatung statt (Prot. II 

S. 122). Am 24. Oktober 2013 waren die Parteien zur Urteilseröffnung am 

15. Januar 2014 vorgeladen worden. Dazu erschienen die beiden Vertreter der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, der Beschuldigte in Begleitung seiner 

Verteidiger, der Rechtsvertreter des weiteren Verfahrensbeteiligten A, der 

Rechtsvertreter der weiteren Verfahrensbeteiligten B-D sowie der Vertreter der 

Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 (Prot. II S. 136). 

 

- 40 - 

II. 

Prozessuales / Umfang der Berufungen 

A. Anwendbares Verfahrensrecht 

1. Das vorliegende Berufungsverfahren richtet sich nach der seit 1. Januar 

2011 geltenden Schweizerischen Strafprozessordnung (Art. 454 Abs. 1 StPO). 

2. Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der Schweizerischen Strafpro-

zessordnung angeordnet oder durchgeführt wurden, behalten ihre Gültigkeit 

(Art. 448 Abs. 2 StPO). Diese Verfahrenshandlungen richten sich nach dem zür-

cherischen Verfahrensrecht (StPO ZH und GVG ZH). 

 

B. Umfang der Berufungen 

1. Der Beschuldigte verlangt einen vollumfänglichen Freispruch. Seine Beru-

fung richtet sich gegen den Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Betrugs, 

mehrfacher Urkundenfälschung und mehrfacher Gläubigerschädigung durch 

Vermögensminderung, die Sanktion, sämtliche Anordnungen im Zusammenhang 

mit Beschlag belegter Vermögenswerte (Immobilien; Aktiengesellschaft; Konto- 

bzw. Depotguthaben; Inhaberschuldbriefe; Schlossinventar; Fahrzeugsammlung), 

den Verweis der Privatkläger GA._____ International AG, GB._____ [Bank], 

Banque GC._____, GD._____ AG [Bank], GE._____ AG [Bank], GF._____ Kan-

tonalbank, GG._____ Kantonalbank, GH._____ Kantonalbank AG und GI._____ 

AG [Bank] mit ihren Schadenersatzforderungen auf den Weg des Zivilprozesses 

sowie gegen die den Beschuldigten treffenden Kosten- und (sinngemäss) Ent-

schädigungsfolgen (Urk. 84 S. 5; vgl. Art. 399 Abs. 3 und Abs. 4 StPO). 

2. Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich allein gegen das Strafmass 

(Urk. 82; vgl. Art. 399 Abs. 3 und Abs. 4 StPO). 

- 41 - 

3. Die Berufung des weiteren Verfahrensbeteiligten A richtet sich gegen die 

Anordnungen im Zusammenhang mit den Aktien der DQ._____ AG und deren 

Liegenschaften, gegen die Herausgabe der beiden auf Schloss CO._____ lasten-

den Inhaberschuldbriefe über Fr. 400'000 und Fr. 300'000 an die Konkursmasse 

DD._____ AG sowie die Herausgabe des auf der Liegenschaft … [Adresse] in 

Winterthur lastenden Inhaberschuldbriefes über Fr. 10 Mio. an die Konkursmasse 

CA._____ (Urk. 76 S. 3 f.; vgl. Art. 399 Abs. 3 und Abs. 4 StPO). 

4. Die Berufung der weiteren Verfahrensbeteiligten B-D wendet sich gegen die 

Anordnungen hinsichtlich der Liegenschaften CQ._____ und CO._____, der Ak-

tien der DQ._____ AG und deren Liegenschaften, des Schlossinventars, der 

Fahrzeugsammlung, der Vermögenswerte auf den Konti der Banque EJ._____ 

SA sowie der aus dem Libanon überwiesenen Gelder (Urk. 78; vgl. Art. 399 

Abs. 3 und Abs. 4 StPO). 

5. Nachdem die Privatkläger 1-3, 5-10 und 23 die Berufung anmelden liessen, 

liessen sie fristgerecht mitteilen, auf eine Berufungserklärung zu verzichten 

(Urk. 83; vgl. Art. 386 Abs. 1 StPO). Von diesem Verzicht ist Vormerk zu nehmen. 

6. Mit den Berufungen nicht angefochten sind somit die Aufhebung der Mittei-

lungspflicht der EH._____ Freizügigkeitsstiftung hinsichtlich eines allfälligen Bar-

auszahlungsbegehrens des Beschuldigten sowie die für diesen Fall bestehende 

Pflicht zur vorsorglichen Sperrung des Freizügigkeitskontos Nr. …, lautend auf 

CA._____ (Dispositiv Ziff. 5). Ebenfalls nicht angefochten ist die Herausgabe di-

verser Aktenstücke an den jeweils Berechtigten und die damit verbundene Abhol-

frist unter Androhung der Vernichtung bzw. Entsorgung bei Fristversäumnis (Dis-

positiv Ziff. 6). Nicht angefochten ist letztlich auch die Übernahme des Kostenan-

teils des EB._____-Gutachtens auf die Gerichtskasse (Dispositiv Ziff. 9, 2. Ab-

satz) sowie der Entscheid, neben den Privatklägerinnen 1-3 und 5-10 den weite-

ren Privatklägern keine Prozessentschädigung zuzusprechen (Dispositiv Ziff. 26, 

2. Absatz). 

7. Somit ist festzustellen, dass die beiden (Teil-)Urteile vom 22. März 2012 und 

9. Mai 2012 bezüglich Dispositivziffern 5 [Mitteilungspflicht der EH._____ Freizü-

- 42 - 

gigkeitsstiftung und Pflicht zur vorsorglichen Sperrung des auf den Beschuldigten 

lautenden Freizügigkeitskontos], 6 [Herausgabe diverser Aktenstücke und damit 

verbundene Abholfrist unter Androhung der Vernichtung bzw. Entsorgung bei 

Fristversäumnis], 9, 2. Absatz [Übernahme des Kostenanteils des EB._____-

Gutachtens auf die Gerichtskasse] und 26, 2. Absatz [soweit neben den Privat-

klägerinnen 1-3 und 5-10 den weiteren Privatklägern keine Prozessentschädigung 

zugesprochen wurde] in Rechtskraft erwachsen sind. 

 

C. Anwendbares materielles Recht / Verjährung 

1. Seit 1. Oktober 2002 gelten neue Verjährungsbestimmungen, welche mit In-

krafttreten der revidierten Normen des allgemeinen Teils des Strafgesetzbuches 

am 1. Januar 2007 (mit anderer Nummerierung) übernommen wurden (dazu auch 

die Vorinstanz in Urk. 74 S. 34). Das Bezirksgericht Winterthur hat zutreffend 

ausgeführt, dass - soweit Taten zur Diskussion stehen, welche vor dem 1. Okto-

ber 2002 begangen wurden - das frühere Recht als das für den Beschuldigten 

mildere Recht Anwendung finde und dass für sämtliche eingeklagten Delikte so-

wohl nach altem wie revidiertem Recht eine Verjährungsfrist von 15 Jahren gelte, 

wobei nach dem 1. Oktober 2002 begangene Delikte nicht mehr verjähren, sofern 

vor Ablauf der Verjährungsfrist ein erstinstanzliches Urteil ergehe. Die Vorinstanz 

hat zutreffend erwogen, dass bezüglich der vor dem 1. Oktober 2002 begangenen 

Taten davon auszugehen sei, dass die relative Verjährungsfrist infolge des lau-

fenden Strafverfahrens maximal verlängert worden und kein Grund für ein Ruhen 

der Frist gegeben gewesen sei (Urk. 74 S. 34 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

2. Die Anklagebehörde legt dem Beschuldigten in Anklagekomplex lit. C zur 

Last, mit Ziehungsnachricht vom 2. Oktober 1998 (Valuta 7. Oktober 1998) ge-

genüber der DS._____ Corporation UK das erste Mal in betrügerischer Weise ei-

nen um Fr. 4 Mio. überhöhten Kreditbedarf geltend gemacht zu haben (Anklage, 

S. 120, Randziffer 578). In Frage steht, ob dieser unter dem altrechtlichen Verjäh-

rungsregime zu beurteilende Anklagevorwurf bzw. -sachverhalt heute (absolut) 

verjährt ist. 

- 43 - 

2.1. Das Bundesgericht hat in seiner jüngeren Rechtsprechung - wie die Vor-

instanz zutreffend bemerkt hat (Urk. 74 S. 35 f.) - die Rechtsfigur der verjährungs-

rechtlichen Einheit aufgegeben (vgl. dazu BGE 131 IV 83, Erw. 2.4.1 ff.). Dies 

führt indessen nicht zu einem gänzlichen Verzicht, mehrere tatsächliche Handlun-

gen in gewissen Fällen rechtlich als Einheit zu qualifizieren. So ist zunächst an 

Fälle der tatbestandlichen Handlungseinheit zu denken, d.h. wenn das tatbe-

standsmässige Verhalten schon begrifflich, faktisch oder doch typischerweise 

mehrere Handlungseinheiten voraussetzt (z.B. sogenannte mehraktige Delikte, 

beispielsweise ein Raub). Die Verjährung beginnt mit der Ausführungen der letz-

ten Tätigkeit zu laufen (Art. 71 al. 2 aStGB in der Fassung vor dem 1. Oktober 

2002). Schliesslich bildet bei Dauerdelikten die Handlung, die den rechtswidrigen 

Zustand herbeiführt, eine Einheit mit den weiteren Akten, die zur Aufrechterhal-

tung des rechtswidrigen Zustandes notwendig sind. Nach Art. 71 al. 3 aStGB (in 

der Fassung vor dem 1. Oktober 2002) beginnt die Verjährung in diesem Fall mit 

dem Tag, an dem der rechtswidrige Zustand aufhört. Ausser den genannten Fall-

kategorien der tatbestandlichen Handlungseinheit sind mehrere Einzelhandlungen 

rechtlich ebenfalls als Einheit anzusehen, wenn sie auf einem einheitlichen Wil-

lensakt beruhen und wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zusammen-

hangs bei objektiver Betrachtung noch als ein einheitliches zusammengehören-

des Geschehen erscheinen (so genannte natürliche Handlungseinheit). Dazu zäh-

len namentlich Fälle der iterativen Tatbestandsverwirklichung (z.B. eine "Tracht 

Prügel") oder der sukzessiven Tatbegehung (z.B. Besprayen einer Mauer mit 

Graffiti in mehreren aufeinanderfolgenden Nächten). Eine natürliche Handlungs-

einheit fällt jedoch ausser Betracht, wenn zwischen den einzelnen Handlungen - 

selbst wenn diese aufeinander bezogen sind - ein längerer Zeitraum liegt. Mit 

Blick auf die Verjährung bewirkt die Bejahung einer natürlichen Handlungseinheit, 

dass der Lauf der Frist erst mit dem Tag beginnt, an dem die letzte Tätigkeit aus-

geführt wird (Art. 71 al. 1 und al. 2 aStGB in der Fassung vor dem 1. Oktober 

2002; zum Ganzen das Bundesgericht in BGE 131 IV 83, Erw. 2.4.5). 

2.2. Die Anklagebehörde listet im Anklagekomplex lit. C über eine Zeitspanne 

von fünf Jahren 48 Vorgänge bzw. Einzelsachverhalte auf, in deren Zusammen-

hang der Beschuldigte in den Kreditanfragen (sog. "Ziehungsnachrichten" bzw. 

- 44 - 

"Requests") gegenüber der DS._____ Corporation UK die Ausweisung zu hoher 

abgetreten erhaltener Händlerforderungen veranlasst haben soll, um derart unbe-

rechtigt bzw. betrügerisch Kredit, insgesamt rund Fr. 38 Mio., für die DE._____ 

AG bezogen zu haben (insb. Anklage S. 120 f., Randziffer 578). Wie im materiel-

len Teil noch zu erwägen sein wird (dazu unten Erw. III/C/CF/4), wurden lediglich 

bei rund zwei Dritteln der in der Anklage erwähnten Ziehungsnachrichten auch 

tatsächlich Kredittranchen bezogen. 

2.3. Keiner Weiterung bedarf, dass vorliegend keine Form der tatbestandlichen 

Handlungseinheit zur Diskussion steht. Indes besteht auch für die Annahme einer 

sogenannten natürlichen Handlungseinheit kein Raum. Auch wenn die Kreditge-

währungen grundsätzlich auf einer (einheitlichen) Rahmenkreditvereinbarung be-

ruhten (dazu unten Erw. III/C/CD), wurden die eigentlichen Kredittranchen über 

die Jahre hinweg u.a. abhängig von den abgetreten erhaltenen Händlerforderun-

gen gewährt. Die dazu jeweils mittels Ziehungsnachrichten an die DS._____ Cor-

poration UK gerichteten Anfragen konnten wöchentlich erfolgen. Damit wurde bei 

jeder einzelnen Ziehungsnachricht entschieden, in welcher Höhe abgetreten er-

haltene Händlerforderungen ausgewiesen wurden. Dabei lagen zwischen zwei 

Ziehungsnachrichten, in welchen im Zusammenhang mit Kreditbezügen zu hohe 

Händlerforderungen deklariert wurden, teilweise mehrere Wochen oder gar meh-

rere Monate, in welchen die abgetreten erhaltenen Händlerforderungen korrekt 

oder zu tief ausgewiesen wurden, wobei die einzelnen Kreditbezüge jeweils in 

sich abgeschlossene Vorgänge darstellten. Damit kann mit Bezug auf die Summe 

der eingeklagten Kreditziehungen als Ganzes nicht von einer natürlichen Hand-

lungseinheit gesprochen werden. Der Anklagevorwurf mit Bezug auf die Zie-

hungsnachricht vom 2. Oktober 1998 (Kreditbezug Valuta 7. Oktober 1998) ist 

daher heute (absolut) verjährt, und es ist diesbezüglich das Verfahren im Sinne 

von Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO einzustellen. 

 

 

 

- 45 - 

D. Verletzung des Beschleunigungsgebots 

1. Seitens der Verteidigung wurde vor Vorinstanz moniert, das Strafverfahren 

habe zu lange gedauert (implizit in Urk. 35/2 S. 18 und S. 20; demgegenüber: 

Prot. I S. 29). Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde dann explizit der Vor-

wurf der klaren Verletzung des Beschleunigungsgebots erhoben (Urk. 215 S. 3). 

Zur Begründung wurde dazu im Wesentlichen angeführt, zwischen der ersten, am 

29. Juli 2004 stattgefundenen, und der zweiten Befragung des Beschuldigten sei-

en mehr als dreieinhalb Jahre verstrichen; im Jahre 2008 hätten nur gerade vier 

Befragungen des Beschuldigten stattgefunden; erst ab April 2009 sei der Be-

schuldigte in regelmässiger Folge befragt worden und es hätten sich auch die Be-

fragungen von Zeugen und Auskunftspersonen intensiviert. Die Staatsanwalt-

schaft habe mit der Beauftragung eines befangenen Experten wertvolle Zeit ver-

plempert. Der Beschuldigte habe nichts verzögert; als er im Herbst 2010 mit dem 

medizinischen Befund einer massiven Herzinsuffizienz konfrontiert worden sei 

und man ihm gesagt habe, er habe nur noch wenige Monate zu leben, sei ver-

ständlich, dass er die Prioritäten anders gesetzt habe und nicht mehr willfährig je-

dem Wunsch der Staatsanwaltschaft nach Terminvereinbarungen nachgekom-

men sei. Es sei ein offenes Geheimnis, dass die Fall führenden Staatsanwälte 

von Seiten der Oberstaatsanwaltschaft unter Druck gesetzt und aufgefordert wor-

den seien, den Fall Ende 2010 endlich abzuschliessen. Dass die Staatsanwalt-

schaft diesen Druck ungefiltert auf den Beschuldigten gelenkt und ihm, der sich 

bis dahin jederzeit Einvernahmen gestellt habe, angesichts der erhaltenen 

Schockdiagnose und seines prekären Gesundheitszustandes keine Schnaufpau-

se von wenigen Monaten habe gönnen wollen, sei unverständlich. Es sei ungehö-

rig, wie die Vorinstanz in krasser Missachtung der Fakten, den Wunsch des Be-

schuldigten, Einvernahmen erst einige Zeit später durchzuführen, wenn er sich 

wieder dazu in der Lage fühlen würde, völlig verdrehe und ihn als Drückeberger 

und Verfahrensverzögerer hinstelle (Urk. 215 S. 3-5). 

2. Das Bezirksgericht Winterthur hat sich zutreffend zum Beschleunigungsge-

bot geäussert und ist unter Hinweis auf den aussergewöhnlichen Aktenumfang, 

die Komplexität des Verfahrens, das vom Beschuldigten angestrengte Siege-

- 46 - 

lungsverfahren, die Krankheit des Beschuldigten, welche Verschiebungen von 

Einvernahmen notwendig machte, die Unpässlichkeit weiterer ins Verfahren invol-

vierter Personen, die Verzögerungen im Zusammenhang mit dem Verteidiger-

wechsel, und nicht zuletzt mit Hinweis auf das Verhalten des Beschuldigten bzw. 

der Verteidigung im Untersuchungsverfahren, mit welchem die Untersuchung ver-

zögert bzw. zu verzögern versucht wurde (oft schwierig gestaltete Terminkoordi-

nation mit der Verteidigung), zum Schluss gelangt, die Verfahrensdauer (von ca. 

sechs Jahren und acht Monaten) bis zur Anklageerhebung und auch die erstin-

stanzliche Verfahrensdauer (von rund 16 Monaten) sei nicht als übermässig lange 

Verfahrensdauer zu betrachten, weshalb eine Verletzung des Beschleunigungs-

gebotes zu verneinen sei (Urk. 74 S. 37-40). 

3. Gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 1 BV hat jedermann Anspruch 

darauf, dass seine Sache innert einer angemessenen Frist ("within a reasonable 

time" beziehungsweise "dans un délai raisonnable") gehört wird (ZR 98 Nr. 56). 

Diese Bestimmungen verankern das strafprozessuale Beschleunigungsgebot, 

welches den Behörden die Pflicht auferlegt, das Strafverfahren ohne Verzögerung 

durchzuführen. Sie garantieren dem Einzelnen einen Anspruch auf Durchführung 

und Abschluss eines Verfahrens innert angemessener (beziehungsweise vernünf-

tiger) Zeit (Villiger, Handbuch der EMRK, 2. Aufl., Zürich 1999, § 20 N 447). Ein 

Anspruch auf Durchführung des Verfahrens innert einer Minimaldauer besteht je-

doch nicht. Vielmehr ist eine Konventionsverletzung nur dann gegeben, wenn die 

(im Einzelfall nicht sachgerechte) Verzögerung wesentlich ist (Gollwitzer, in: Die 

Strafprozessordnung und das Gerichtsverfassungsgesetz, 25. Aufl., Berlin/New 

York 2001, N 78 zu Art. 6 EMRK/Art. 14 IPBPR; Proff Hauser, Die Bedeutung des 

Beschleunigungsgebots im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK für das zürcherische 

Strafverfahren, Diss. Zürich 1998, S. 149 f. m.w.H.). Primär bezweckt Art. 6 Ziff. 1 

EMRK somit, dass das Strafverfahren insgesamt ohne unnötige beziehungsweise 

unangemessene Verzögerungen durchgeführt wird. Das Beschleunigungsgebot 

soll verhindern, dass ein Beschuldigter länger als notwendig den Belastungen ei-

nes Strafverfahrens, insbesondere der quälenden Ungewissheit über den Aus-

gang der Sache, ausgesetzt ist (Urteil des Bundesgerichts Nr. 1P.78/2001 vom 

1. Juni 2001; BGE 124 I 139 m.w.H.). Insofern ist im Sinne einer Gesamtbetrach-

- 47 - 

tung des ganzen Verfahrens zu beurteilen, ob das Beschleunigungsgebot verletzt 

wurde (vgl. zur Spruchpraxis der Strassburger Organe die Fallbeispiele bei Peu-

kert, in: Frowein/ Peukert, Europäische Menschenrechtskonvention, 2. Aufl., Kehl/ 

Strassburg/Arlington 1996, N 144, N 153 f. zu Art. 6 EMRK; Villiger, a.a.O., § 20 

N 462 ff.; Beispiele aus der schweizerischen Rechtsprechung: BGE 119 IV 107; 

Kass.-Nr. 94/287 S vom 20. Januar 1995, E. 3. d). 

Die Frist, deren Angemessenheit zu beurteilen ist, beginnt nach Art. 6 Ziff. 1 

EMRK im Zeitpunkt der "Anklage". Hinsichtlich der Berechnung der Frist wird der 

Anklagebegriff in der Praxis weit ausgelegt: Abgestellt wird regelmässig auf den 

Zeitpunkt, in dem die zuständige Behörde dem Betroffenen erstmals offiziell mit-

teilt, welche Vorwürfe gegen ihn erhoben werden (BGE 119 Ib 323 f.; BGE 117 IV 

124; Vogler, in: Internationaler Kommentar zur EMRK, Köln 1994, N 204 zu Art. 6 

EMRK). Für den Endzeitpunkt kommt es auf die letzte Entscheidung in der Sache 

an (Pra 1999 Nr. 4). Das Verfahren vor dem kantonalen Kassationsgericht zählt 

trotz seines ausserordentlichen Charakters zum Strafverfahren und ist deshalb 

bei der Berechnung seiner Gesamtdauer mit zu berücksichtigen (Hauser/Schweri/ 

Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel/Genf/München 

2005, § 58 N 5). Verletzt ist der Grundsatz, wenn die Behörde bei einer objekti-

vierten Betrachtungsweise der Umstände des Einzelfalles in der Lage sein sollte, 

den Fall innert wesentlich kürzerer Fristen abzuschliessen (Schmid, Strafprozess-

recht, 4. Aufl., Zürich 2004, N 226). Das Beschleunigungsgebot ist in allen Stadi-

en eines Strafverfahrens zu beachten. Weil das Strafverfahren bei rückwirkender 

Betrachtung eine Einheit bildet, ist es allerdings schwierig, einzelne Verfahrens-

abschnitte zu beurteilen (Trechsel, Die Verteidigungsrechte in der Praxis zur 

EMRK, in: ZStrR 96 [1979] S. 391). 

Sind indessen in einem Verfahrensabschnitt grössere Verzögerungen vorgekom-

men - insbesondere Perioden, in denen die entsprechenden Behörden untätig 

blieben -, kann darin ebenfalls eine Verletzung des Beschleunigungsgebots liegen 

(Villiger, a.a.O., § 20 N 460; Gollwitzer, a.a.O., N 77 f. [insbesondere FN 221] zu 

Art. 6 EMRK/Art. 14 IPBPR). Die EMRK-Organe und die schweizerischen Gerich-

te haben denn auch in verschiedenen Entscheiden geprüft, ob bezüglich eines 

- 48 - 

Verfahrensstadiums eine Verletzung von Art. 6 EMRK vorlag (Villiger, a.a.O., § 20 

N 460 m.w.H.; Proff Hauser, a.a.O., S. 146 f. m.w.H.; BGE 122 IV 111; Kass. G.-

Nr. 97/412 S vom 3. Juni 1998, E. II/3.2). Hinsichtlich dieser Beurteilung ist eine 

Gesamtwürdigung des entsprechenden Verfahrensabschnitts vorzunehmen. Die 

Tatsache, dass eine Verfahrenshandlung um einige Wochen hätte vorgezogen 

werden können, oder dass sich die Behörde mit der Sache nicht andauernd be-

fasste, begründet in der Regel noch keine Verletzung des Beschleunigungsgebots 

(Pra 1998 Nr. 117). Eine in einem Verfahrensabschnitt eingetretene Verzögerung 

kann unter Umständen dadurch ausgeglichen werden, dass die entsprechende 

Behörde andere Verfahrenshandlungen rasch vornimmt (Proff Hauser, a.a.O., 

S. 146 f. unter Verweis auf Kass.-Nr. 94/287 S vom 20. Januar 1995, E. 3. d). 

Für die Beurteilung der Verletzung des Beschleunigungsgebots sind die Umstän-

de des konkreten Einzelfalls massgebend. Von Bedeutung sind insbesondere fol-

gende Aspekte: Die Schwierigkeit beziehungsweise Komplexität des Falles sowie 

das Verhalten der Behörden und des Beschuldigten. Es ist in Betracht zu ziehen, 

inwiefern die Behörden oder der Beschuldigte mit ihrem Verhalten zur Verfah-

rensverzögerung beigetragen haben (vgl. BGE 124 I 142; BGE 119 Ib 325; Peu-

kert, a.a.O., N 144 zu Art. 6 EMRK) und die besondere Bedeutung der Sache für 

den Beschuldigten (Villiger, a.a.O., § 20 N 454 ff.; Peukert, a.a.O., N 144 ff. zu 

Art. 6 EMRK; Gollwitzer, a.a.O., N 77 zu Art. 6 EMRK/Art.14 IPBPR; Pra 1998 

Nr. 117; Kass.-Nr. 94/287 S vom 20. Januar 1995, E. 3.d; Kass. G.-Nr. 97/421 S 

vom 3. Juni 1998, E. II/3.2). Bezüglich des letztgenannten Aspekts ist unter ande-

rem die Schwere des Schuldvorwurfs (Donatsch, Das Beschleunigungsgebot im 

Strafprozess gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK in der Rechtsprechung der Konven-

tionsorgane, in: Aktuelle Fragen zur EMRK, Zürich 1994, S. 77 m.w.H.) sowie der 

Umstand, dass sich der Beschuldigte während des Verfahrens (beziehungsweise 

des beanstandeten Verfahrensabschnitts) in Haft befand (Villiger, a.a.O., § 20 

N 455 m.w.H.; Pra 1998 Nr. 65), von Bedeutung. 

Wird eine Verletzung des Beschleunigungsgebots festgestellt, ist diesem Um-

stand angemessen Rechnung zu tragen. Nach der Rechtsprechung kommen als 

Sanktionen folgende Möglichkeiten in Betracht (vgl. zum Ganzen das Urteil des 

- 49 - 

Bundesgerichts Nr. 6S.335/2004 vom 23. März 2005; BGE 130 IV 54; BGE 124 I 

139; BGE 117 IV 124; Pra 1999 Nr. 4): 

- die Berücksichtigung der Verfahrensverzögerung im Rahmen der Strafzu-

messung, 

- die Einstellung des Verfahrens zufolge eingetretener Verjährung, 

- die Schuldigsprechung des Täters unter gleichzeitigem Verzicht auf Strafe 

sowie 

- in extremen Fällen (mithin als ultima ratio) die Einstellung des Verfahrens. 

Bei der Frage nach der Sanktion einer Verletzung des Beschleunigungsgebots ist 

zu berücksichtigen, wie schwer der Beschuldigte durch die Verfahrensverzöge-

rung getroffen wurde, wie gravierend die ihm vorgeworfenen Straftaten sind und 

welche Strafe ausgesprochen werden müsste, wenn keine Verletzung des Be-

schleunigungsgebots vorläge. Der Richter ist verpflichtet, die Verletzung des Be-

schleunigungsgebots in seinem Urteil ausdrücklich festzuhalten und gegebenen-

falls darzulegen, in welchem Ausmass er diesen Umstand berücksichtigt hat. Bei 

einem komplexen Strafverfahren beispielsweise reicht bei einer fünfjährigen Ver-

fahrensdauer eine leichte Strafminderung (Entscheid des Bundesgerichtes 

6B_258/2009 vom 20. April 2009, E. 3.). 

4. Mit der Vorinstanz liegt noch keine Verletzung des Beschleunigungsgebotes 

vor. 

4.1. Die Ermittlungs- und Untersuchungsbehörden haben das Verfahren - soweit 

möglich - beförderlich geführt. Es handelt sich um einen äusserst umfangreichen 

und komplexen Strafprozess. Zu untersuchen waren anspruchsvolle strafrechtli-

che Tatbestände. Der Aktenumfang beträgt mehrere Hundert Bundesordner. Zu 

beachten ist, dass eine Vielzahl von umfangreichen Einvernahmen mit dem Be-

schuldigten (Urk. 13000089 ff.; Urk. 13000194 ff.; Urk. 13000377 ff.; 

Urk. 13000521 ff. etc.) sowie mit weiteren in die zu untersuchenden Sachverhalte 

involvierten Personen (vgl. Urk. 14000000-Urk. 14004464; Urk. 15000000-

- 50 - 

Urk. 15000199; Urk. 16000000-Urk. 16000676) durchzuführen waren. Dabei kam 

es - wie von der Vorinstanz zutreffend bemerkt (Urk. 74 S. 39) - immer wieder zu 

Friktionen bei der Terminabsprache mit der Verteidigung des Beschuldigten. Auch 

standen wegen des vom Beschuldigten (letztlich erfolglos) initiierten Siegelungs-

verfahrens während rund vier Jahren, d.h. bis im Juni 2008, wesentliche Akten 

den Behörden nicht zur Verfügung. Eigentliche Bearbeitungslücken sind nicht er-

sichtlich. Bezüglich der von der Verteidigung monierten Lücke in der Befragung 

des Beschuldigten während der Anfangsphase der Untersuchung hat die Staats-

anwaltschaft zu Recht darauf hingewiesen, dass eine Strafuntersuchung nicht nur 

aus Einvernahmen besteht (vgl. Urk. 225 S. 4). Dies gilt umso mehr bei komple-

xen Wirtschaftsstraffällen, bei welchen Einvernahmen regelmässig eine lange 

Vorbereitungsphase vorangeht. Im Übrigen wurden in der Anfangsphase der Un-

tersuchung verschiedene Personen (ein erstes Mal) untersuchungsrichterlich oder 

polizeilich befragt (vgl. Ordner 226 ff.). Die wegen der erneuten Beauftragung zur 

Erstellung einer Bücherexpertise verlorene Zeit wurde durch die anschliessend 

recht speditive Weiterführung und Abschliessung der Untersuchung bzw. (nach 

neuer Terminologie) des Vorverfahrens wie auch durch die äusserst speditive Er-

stattung des Gutachtens seitens die amtlichen Experten von EA._____ AG (vgl. 

dazu Urk. 17900004; Ordner 242 f.) wieder ausgeglichen. Das Untersuchungsver-

fahren wurde aber auch in der Zeitspanne, während welcher das (letztlich nicht 

verwertbare; vgl. unten Erw. III/A/AD/6.1.1. ff.) EB._____-Gutachten in Bearbei-

tung war, gefördert. So fanden beispielsweise zahlreiche Einvernahmen von Zeu-

gen und Auskunftspersonen durch die Staatsanwaltschaft und die Polizei statt 

(2005: 14 Befragungen; 2006: 14 Befragungen; 2007: fünf Befragungen; 2008: 15 

Befragungen). Auch tätigte die Staatsanwaltschaft in jener Periode zahlreiche 

weitere Untersuchungshandlungen (vgl. beispielsweise die Unterlagen im Ordner 

131-133 im Zusammenhang mit der Strafanzeige der DB._____ Holding AG; Viel-

zahl von Akteneditionsersuchen mit Sichtung der entsprechenden Unterlagen, vgl. 

Ordner 148 ff.; Durchführung diverser Amtshilfeverfahren, vgl. Ordner 159 ff.). 

4.2. Es mag sein, dass sich der Beschuldigte bzw. die Verteidigung gegen den 

Abschluss der Untersuchung bzw. des Vorverfahrens und damit gegen eine An-

klageerhebung mittels diverser Gesuche um Verschiebung von Beschuldigtenein-

- 51 - 

vernahmen infolge gesundheitlicher Probleme seitens des Beschuldigten - ohne 

indessen für die Zeit ab 12. November 2010 ein entsprechendes ärztliches Zeug-

nis zu den Akten zu reichen - und durch unentschuldigtes Nichterscheinen zu 

Einvernahmen sträubte (dazu einlässlich die Vorinstanz in Urk. 74 S. 47-65). Be-

zogen auf die gesamte Dauer des Untersuchungsverfahrens fällt diese geringe 

Verzögerung im Herbst 2010 - mag sie aus Sicht der Untersuchungsbehörde 

auch lästig gewesen sein - nicht mehr gross ins Gewicht. Sie manifestiert aber 

immerhin einen Aspekt der (damaligen) Verteidigungsstrategie. 

4.3. Auch die Vorinstanz hat das Verfahren mit der notwendigen Effizienz geför-

dert, insbesondere in Anbetracht der laufend von der Verteidigung eingereichten 

Eingaben, mit welchen versucht wurde, Zwischenentscheide zu provozieren. So 

dauerte der Prozess vor Vorinstanz, der mittels zwei Teilurteilen im Umfang von 

insgesamt rund 950 Seiten abgeschlossen wurde, rund 17 Monate. 

4.4. Das Verfahren vor der Berufungsinstanz wurde - gemessen am Akten- und 

dem zu prüfenden Urteilsumfang - ebenfalls ohne grössere Verzögerungen abge-

schlossen. Zu beachten ist, dass das Urteil des Bezirksgerichts - da sämtliche re-

levanten Punkte angefochten waren - praktisch in seiner Gänze zu überprüfen 

war. Zu berücksichtigen ist auch, dass im Berufungsverfahren diverse Beweiser-

gänzungen (Einholung eines Schriftgutachtens und einer ergänzenden amtlichen 

Expertise durch die Büchersachverständigen) zu tätigen waren. 

 

E. Gewährung der Verfahrensrechte (inkl. Gewährung des rechtlichen 
Gehörs) 

1. Das Bezirksgericht hat einlässlich dargelegt, dass die Staatsanwaltschaft III 

des Kantons Zürich im Untersuchungsverfahren die Verfahrens- bzw. Verteidi-

gungsrechte des Beschuldigten (einschliesslich Teilnahmerecht an Befragungen 

von Zeugen und Auskunftspersonen) respektierte und ihm auch das rechtliche 

Gehör (im Zusammenhang mit den Anklagevorwürfen) - insbesondere auch in der 

Schlussphase der Untersuchung - gewährte (Urk. 74 S. 42-66); um Wiederholun-

- 52 - 

gen zu vermeiden, kann vollumfänglich auf diese vorinstanzlichen Erwägungen 

verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Zur Präzisierung Folgendes: 

2. Im Zusammenhang mit den vom Beschuldigten gegen Ende der Untersu-

chung im Herbst 2010 geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden (Herz-

/Kreislaufprobleme) ist mit der Vorinstanz zu schliessen, dass das rechtliche Ge-

hör des Beschuldigten durch die Staatsanwaltschaft nicht verletzt wurde, wenn er 

ab 12. November 2010 gleichwohl zu persönlichen Einvernahmen (inkl. Schluss-

einvernahme) vorgeladen wurde. Aus einer präzisierenden Stellungnahme des 

den Beschuldigten (in der Klinik AZ._____) behandelnden Arztes PD Dr. med. 

C._____ vom 5. November 2010 zu seinem vorgängig verfassten undatierten 

Arztzeugnis (dazu Urk. 18020294A) geht hervor, dass der Beschuldigte bis am 

11. November 2010 (wegen weiterer Zusatzuntersuchungen bei Herzspezialisten) 

für Einvernahmen nicht verfügbar sei. Anschliessend - so der behandelnde Arzt - 

könne der Beschuldigte wieder zu Einvernahmen aufgeboten werden. Wegen der 

eingeschränkten Herzleistung und der damit verbundenen raschen geistigen und 

körperlichen Ermüdbarkeit seien ihm lediglich Einvernahmen von maximal drei 

Stunden zuzumuten (Urk. 18020304). Es ist daher mit der Vorinstanz nicht zu be-

anstanden, wenn die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich fortan für die wei-

teren Einvernahmen von einer beschränkten Verhandlungsfähigkeit des Beschul-

digten im Sinne dieses Arztzeugnisses (Einvernahmedauer jeweils drei Stunden) 

ausging und zu entsprechenden Befragungen vorlud bzw. dem Beschuldigten 

bzw. der Verteidigung die Fragen(-Kataloge) und Vorhalte in schriftlicher Form 

aushändigte zwecks Stellungnahme. Wenn der Beschuldigte unter Einreichung 

diverser medizinischer Diagnosen bzw. Unterlagen gleichwohl behauptete, nicht 

verhandlungsfähig zu sein, ohne dies indessen durch ein ärztliches Zeugnis zu 

belegen, und er mit der behaupteten Verhandlungsunfähigkeit eine Stellungnah-

me insbesondere zu den Anklagevorwürfen verweigerte bzw. sich auf sein Aus-

sageverweigerungsrecht berief (vgl. Urk. 13007967 ff., insb. Urk. 13007995; 

Urk. 18020346), wurde ihm durch die Vorhalte das rechtliche Gehör gleichwohl 

ausreichend gewährt. Dass dem Beschuldigten - der Verteidigung ohnehin - die 

Notwendigkeit der Einreichung eines Arztzeugnisses als Beleg für die geltend 

gemachte Verhandlungsunfähigkeit bekannt war, ergibt sich - wie die Vorinstanz 

- 53 - 

zutreffend dargelegt hat (Urk. 74 S. 48) - aus einer entsprechenden Aufforderung 

seitens der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einer Grippeerkrankung 

des Beschuldigten im Frühherbst 2009 - und im Übrigen auch aus den jeweiligen 

Vorladungen selber. 

3. Die Verteidigung stellte vor Vorinstanz den Antrag auf Erteilung einer Kos-

tengutsprache zwecks Beizugs eines Privatgutachters zur Prüfung des amtlichen 

Gutachtens EA._____ (Urk. 12/8). Die Vorinstanz wies diesen Antrag mit Be-

schluss vom 9. Dezember 2011 ab (Urk. 12/23). Eine Beschwerde des Beschul-

digten dagegen wies die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 

mit Beschluss vom 4. Januar 2012 rechtskräftig ab - ein Weiterzug dieses ab-

schlägigen Entscheides ans Bundesgericht erfolgte nicht (Urk. 12/27; vgl. 

Urk. 98). Auf die zu dem erwähnten Antrag anlässlich der Berufungsverhandlung 

gemachten Vorbringen der Verteidigung (vgl. Urk. 215 S. 6-9) ist deshalb nicht 

weiter einzugehen. Im Übrigen ist es dem Beschuldigten während des zweitin-

stanzlichen Verfahrens gelungen, ein Privatgutachten (einschliesslich einer pri-

vatgutachterlichen Ergänzung sowie einer Entgegnung) zu einzelnen ihn interes-

sierenden Fragen einzuholen (vgl. Urk. 121, Urk. 189 f. und Urk. 216). 

 

F. Anklageprinzip 

1. Die Verteidigung monierte vor Vorinstanz und auch im Berufungsverfahren 

in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung des Anklageprinzips. 

1.1. Im Wesentlichen machte sie zunächst bezüglich der eingeklagten Urkunden-

fälschungen (Anklage lit. B) geltend, der Anklageschrift sei weder zu entnehmen, 

dass CA._____ handschriftliche Änder