# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ce36a2cb-03f6-5b24-bae2-2754570fd69f
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-30
**Language:** de
**Title:** Glarus Obergericht 30.06.2017 OG.2016.00038 (OGZ.2018.104)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_OG_001_OG-2016-00038_2017-06-30.html

## Full Text

Kanton Glarus

  
	
   

  
	
  Obergericht

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Beschluss
  und Urteil vom 30. Juni 2017

  
	
   

  
	
   

  
	
  Verfahren
  OG.2016.00038

  
	
   

  
	
   

  
	
  A.______

  
	
  Kläger und

  
	
  Berufungskläger

  
	
  vertreten
  durch C.______

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
  B.______

  
	
  Beklagte
  und

  
	
  Berufungsbeklagte

  
	
  vertreten
  durch D.______

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
  Einräumung
  eines Notwegrechts

  
	
   

   

  
	
  Anträge des Berufungsklägers (gemäss
  Eingabe vom 14. September 2016 [act. 34 S. 2]):

  
	
  	
    „1.

    	
    Es seien die Ziff. 2, 4,
    5, 6, 7 und 8 des Dispositivs des angefochtenen Urteils ZG.2015.00582 des Kantonsgerichts
    Glarus vom 22. Juli 2016 aufzuheben.

    
	
    2.

    	
    Es sei den Parz.-Nrn. www
    und xxx GB-V.______ (Gemeinde Glarus Nord), derzeit im Eigentum des
    Berufungsklägers stehend, ein Notwegrecht (allgemeines und unbeschränktes
    Fahrwegrecht) im Sinne der Ausführungen des Berufungsklägers über die
    Parz.-Nr. yyy GB-V.______ (Gemeinde Glarus Nord) einzuräumen, wobei
    die nähere Ausgestaltung des Weges gerichtlich zu bestimmen sei.

    
	
    3.

    	
    Eventuell sei der
    Parz.-Nr. www GB-V.______ (Gemeinde Glarus Nord), derzeit im Eigentum
    des Berufungsklägers stehend, ein Notwegrecht (allgemeines und
    unbeschränktes Fahrwegrecht) im Sinne der Ausführungen des Berufungsklägers
    über die Parz.-Nr. yyy GB-V.______ (Gemeinde Glarus Nord) und der
    Parz.-Nr. xxx GB-V.______ (Gemeinde Glarus Nord), derzeit im Eigentum
    des Berufungsklägers stehend, ein Notwegrecht (unbeschränktes Fahrwegrecht
    für Elektrofahrzeuge) im Sinne der Ausführungen des Berufungsklägers über
    die Parz.-Nr. yyy GB-V.______ (Gemeinde Glarus Nord) einzuräumen,
    wobei die nähere Ausgestaltung des Weges gerichtlich zu bestimmen sei.

    
	
    4.

    	
    Alles unter Kosten- und
    Entschädigungsfolge zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer zu Lasten der
    Berufungsbeklagten sowie unter dem Vorbehalt sämtlicher weiterer Rechte zu
    Gunsten des Berufungsklägers.“

    

  

  
	
  Anträge der
  Berufungsbeklagten (gemäss Eingabe vom 7. November 2016
  [act. 41 S. 2]):

  
	
  	
    „1.

    	
    Es sei die Berufung
    vollumfänglich abzuweisen.

    
	
    2.

    	
    Alles unter Kosten- und
    Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsklägers.“

    

  

  
	
  ____________________

  
	
   

  
	
  Das Gericht   zieht in Betracht:

  
	
   

  
	
  I.

  (Prozessgeschichte)

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    A.______ ist Alleineigentümer
    der Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx im U.______ in V.______,
    Gemeinde Glarus Nord. An seine erstgenannte Liegenschaft grenzt die Liegenschaft
    Nr. yyy, im U.______ in V.______, Gemeinde Glarus Nord, die im
    Alleineigentum von B.______ steht (vgl. z.B. act. 3/2-5).

    
	
    2.

    	
    Am 6. Mai 2015 leitete
    A.______ beim Vermittleramt Glarus Nord ein Schlichtungsverfahren gegen
    B.______ ein. In diesem verlangte er, dass zugunsten seiner Liegenschaften
    Nr. www und Nr. xxx und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy
    von B.______ ein Notwegrecht im Sinne eines allgemeinen Fuss-, Fahr- sowie
    Viehfahrwegrechts eingeräumt werde (act. 1). Die Parteien konnten sich
    an der Schlichtungsverhandlung nicht einigen (act. 1 S. 3).
    Daraufhin reichte A.______ am 28. Juli 2015 beim Kantonsgericht
    fristgerecht und unter Beilage der Klagebewilligung des Vermittleramts
    Glarus Nord vom 21. Mai 2015 (act. 1) eine Klage mit identischen
    Rechtsbegehren wie vor dem Vermittleramt ein (act. 2).

    
	
    3.

    	
    Am 6. Oktober 2015 hielt
    der Kantonsgerichtspräsident einen Augenschein im U.______ in V.______ und
    anschliessend eine Instruktionsverhandlung ab (act. 7-10). Danach nahm
    B.______ mit Eingabe vom 8. Februar 2016 zur Klage Stellung
    (act. 14). In der Folge fand am 3. Mai 2016 die Hauptverhandlung
    vor dem Kantonsgerichtspräsidenten statt (act. 20-25). Schliesslich
    fällte der Kantonsgerichtspräsident am 22. Juli 2016 in dieser Sache
    sein Urteil. Mit diesem räumte er zugunsten der Liegenschaften Nr. www
    und Nr. xxx von A.______ und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy
    von B.______ erstens ein Notwegrecht im Sinne eines unbeschränkten Fuss-
    und Viehfahrwegrechts auf dem bestehenden Weg zwischen den Liegenschaften
    Nr. zzz und Nr. www und zweitens auf ebendiesem Weg ein Notwegrecht
    im Sinne eines beschränkten Fahrwegrechts, das pro berechtigte Liegenschaft
    jährlich 48 Einzelfahrten resp. 24 Hin- und Zurückfahrten mit einem motorisierten
    Fahrzeug (ohne Quads und Motorfahrräder) umfasst und mit Ausnahme von
    unaufschiebbaren Krankentransporten sowie Feuerwehreinsätzen zwischen 7.00
    Uhr und 20.00 Uhr ausgeübt werden muss, ein. Weiter verpflichtete der
    Kantonsgerichtspräsident A.______, B.______ für diese Notwegrechte eine
    Entschädigung von insgesamt CHF 800.– zu bezahlen. Im Übrigen wies er
    die Klage ab (act. 31).

    
	
    4.

    	
    Am 14. September 2016
    erhob A.______ gegen diesen Entscheid rechtzeitig Berufung und stellte die
    einleitend wiedergegebenen Anträge (act. 34). Die Berufungsantwort von
    B.______ mit dem Antrag auf Abweisung der Berufung datiert vom
    7. November 2016 (act. 41). Hierauf hielt das Obergericht am
    9. Dezember 2016 im U.______ in V.______ einen Augenschein ab und
    gleichentags erstatteten die Parteien je ihre mündliche Berufungsreplik
    bzw. -duplik (act. 43-51/12-17). Ein von B.______ am 29. Mai 2017
    gestelltes Gesuch um Sistierung des Berufungsverfahrens (act. 54) wies
    der Obergerichtspräsident am 20. Juni 2017 ab (act. 59).

    

  

  
	
  II.

  (Prozessuales)

  
	
   

  
	
  	
    1. a)

    	
    Die Berufung hemmt die
    Rechtskraft des angefochtenen Entscheids im Umfang der Anträge
    (Art. 315 Abs. 1 ZPO).

    
	
    b)

    	
    Die Dispositiv-Ziffer 1
    des vorinstanzlichen Urteils vom 22. Juli 2016 (act. 31), in der
    dem Kläger zugunsten seiner Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx
    und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy der Beklagten Notwegrechte im
    Sinne unbeschränkter Fuss- und Viehfahrwegrechte eingeräumt wurden, blieb
    unangefochten. In diesem Umfang ist dieses Urteil somit in Rechtskraft
    erwachsen. Dies ist vorzumerken.

    
	
    c)

    	
    Ebenfalls von keiner Partei
    ausdrücklich angefochten wurde die Dispositiv-Ziffer 3 des
    vorinstanzlichen Urteils, in der der Kläger verpflichtet wurde, der Beklagten
    für die vorinstanzlich eingeräumten Notwegrechte (unbeschränkte Fuss- und
    Viehfahrwegrechte sowie beschränkte Fahrwegrechte) eine Entschädigung von
    insgesamt CHF 800.– zu bezahlen. Da aber die Höhe der Entschädigung
    für die Notwegrechtsbelastung vom Umfang der eingeräumten Notwegrechte
    abhängt (zu deren Berechnung vgl. hinten, E. IV.11. sowie z.B. Rey/Strebel,
    BSK ZGB II, Art. 694 N 24 ff. m.w.H.) und Letzteres
    Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bildet (vgl. vorne,
    S. 2), liegt in Bezug auf diese Dispositiv-Ziffer 3 des
    vorinstanzlichen Urteils keine Rechtskraft vor (vgl. z.B. auch OG ZH,
    PQ140028 vom 22. Juli 2014, E. 2.2.).

    
	
    2.

    	
    Im vorliegenden Verfahren gilt
    die Dispositionsmaxime. Demnach darf das Gericht einer Partei nicht mehr
    und nichts anderes zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger als die
    Gegenpartei anerkannt hat (Art. 58 ZPO). Dies hat zur Folge, dass im
    vorliegenden Berufungsverfahren das Verschlechterungsverbot (Verbot der
    reformatio in peius) gilt. Dieses besagt, dass die Berufungsinstanz das
    angefochtene erstinstanzliche Urteil nicht zu Ungunsten der Berufung erhebenden
    Partei abändern darf, es sei denn, die Gegenpartei habe – was hier nicht
    zutrifft – ebenfalls Berufung (oder Anschlussberufung) erhoben (vgl. z.B.
    BGer 5A_169/2012 vom 18. Juli 2012, E. 3.3 m.w.H.).

    

  

  
	
   

  III.

  (Sachverhalt im Überblick)

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Insbesondere folgende
    Sachverhaltsteile sind zwischen den Parteien nicht strittig (vgl. v.a.
    act. 2; act. 14; act. 21-22):

    
	
    a)

    	
    Der Kläger ist wie bereits
    erwähnt (E. I.1a) Alleineigentümer der Liegenschaften Nr. www und
    Nr. xxx im U.______ in V.______, Gemeinde Glarus Nord. An seine
    erstgenannte Liegenschaft grenzt die Liegenschaft Nr. yyy, im U.______
    in V.______, Gemeinde Glarus Nord, die im Alleineigentum der Beklagten
    steht und von ihren Eltern bewohnt wird. Von den beiden Liegenschaften des
    Klägers führt ein Weg über die Liegenschaft der Beklagten sowie über die
    Liegenschaft Nr. zzz, die im Alleineigentum der Genossame V.______
    steht, hin zur öffentlich befahrbaren, im Eigentum der Gemeinde Glarus Nord
    stehenden [...]-Strasse (Liegenschaft Nr.[..]). Indes lasten auf den
    Liegenschaften Nr. yyy der Beklagten und Nr. zzz der Genossame
    V.______ keine Dienstbarkeiten o.ä., die den Liegenschaften Nr. www
    und Nr. xxx die Benützung dieses Weges in irgendeiner Weise erlauben
    würden. Jedoch hat die Genossame V.______ ihre Bereitschaft geäussert,
    sämtlichen Anstössern ein unbeschränktes und unentgeltliches Fuss- und
    Fahrwegrecht über die Liegenschaft Nr. zzz einzuräumen (vgl.
    act. 23/55 und act. 31 E. II.4.). Abgesehen von diesem Weg
    bestehen im Übrigen von den Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx
    aus keine Wegverbindungen zu einer öffentlichen Strasse.

    
	
    b)

    	
    Der Kläger erwarb die
    Liegenschaft Nr. xxx am 2. August 1993 von […]. Im
    diesbezüglichen Kaufvertrag wird diese rund 820 m2 grosse
    Liegenschaft als „Ferien-/Wochenendhaus“ samt Wiese und Wegen beschrieben
    (act. 3/8). In der Folge baute der Kläger diese Liegenschaft
    Nr. xxx, die ihm und seiner Familie von nun an als (ständige)
    Familienwohnung diente, um und aus (act. 2 Rz. 12, 26 und
    act. 34 Rz. 11). Die Liegenschaft Nr. xxx ist vollständig
    von der Liegenschaft Nr. www umgeben und wurde nach eigenen,
    unstrittigen Angaben des Klägers im Jahr 1988 – offenkundig gemeint von der
    Liegenschaft Nr. www (vgl. nur die in den act. 3/2-3 enthaltenen
    Dienstbarkeitseintragungen vom 22. Juni 1988) – abparzelliert.
    Ebendiese Liegenschaft Nr. www pachtete der Kläger seit dem
    1. Januar 2002, bis er sie am 3. März 2008 von […] käuflich
    erwarb. Die Liegenschaft weist eine Fläche von rund 20‘600 m2
    auf und umfasst im Wesentlichen Wiesland (14‘310 m2), einen
    Stall, Weggebiet und geschlossenen Wald (5‘357 m2). 

    
	
    2.

    	
    Auf weitere unstrittige und
    strittige Sachverhaltselemente wird soweit erforderlich im Rahmen der
    nachstehenden Erwägungen eingegangen.

    

  

  
	
   

  IV.

  (Materielle Beurteilung)

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Die Vorinstanz erwog
    zusammengefasst Folgendes: Da sich die klägerischen Liegenschaften
    abgelegen ausserhalb V.______ respektive des Wohngebiets befänden und der
    Zugang zu ihnen dadurch gewährleistet sei, dass die Beklagte sowie die
    Genossame V.______ ein Fuss- und Viehfahrwegrecht zugunsten der Kläger
    anerkannten, könne dem Kläger kein genereller Anspruch auf eine allgemeine
    Zufahrt zu seinen Liegenschaften mit einem Motorfahrzeug eingeräumt werden.
    Sodann rechtfertigten Bedenken bezüglich Beschaffenheit bzw. Stabilität der
    den Zugangsweg auf der Liegenschaft Nr. yyy im Waldbereich talseitig
    abstützenden Stützmauer, ein allfälliges Fahrwegrecht angemessen zu
    beschränken. Indem der Kläger und dessen Familie die Liegenschaft
    Nr. xxx zu Wohnzwecken benütze, sei er auf eine Zufahrtsmöglichkeit
    mit Motorfahrzeugen höchstens insoweit angewiesen, als es um Notfälle sowie
    die Lieferung schwerer Gegenstände gehe, die für das Bewohnen des Hauses
    unentbehrlich seien (z.B. Möbel- und Heizmaterialtransporte). Die
    Seltenheit solcher Transporte rechtfertige es, das Notfahrwegrecht
    zugunsten der Liegenschaft Nr. xxx und zulasten der Liegenschaft
    Nr. yyy auf insgesamt jährlich 48 Einzelfahrten respektive
    24 Hin- und Zurückfahrten mit motorisierten Fahrzeugen zu beschränken.
    In Bezug auf die Liegenschaft Nr. www erwog die Vorinstanz, diese
    befinde sich weder in der Landwirtschaftszone noch werde sie vom Kläger im
    landwirtschaftlichen Sinne genutzt. Damit entspreche die gewählte
    Nutzungsart nicht der wirtschaftlichen Bestimmung, die dem Grundstück
    aufgrund der gesamten örtlichen Verhältnisse zukomme, weshalb der Kläger
    zugunsten seiner Liegenschaft Nr. www keinen Anspruch auf ein
    allgemeines Notfahrwegrecht habe. Auch ohne dass ihr die Eigenschaft eines
    landwirtschaftlichen Betriebes zukomme, könne aber die Bewirtschaftung
    dieser Liegenschaft angesichts von deren Grösse von 20‘672 m2
    mit sich bringen, dass der Kläger viel Heu oder schweres Holz abführen
    müsse, was mit Schubkarren schwierig zu bewältigen sei. Hingegen könne das
    Halten von Tieren (Zuführen von Futter, Abführen von Mist) aufgrund des
    geringen Tierbestandes der Familie des Klägers auch mit einer Schubkarre
    bewältigt werden. Demnach und aufgrund der wenig intensiven Bewirtschaftung
    der Liegenschaft Nr.www rechtfertige es sich, dem Kläger zugunsten der
    Liegenschaft Nr. www und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy ein
    beschränktes Notfahrwegrecht von insgesamt jährlich 48 Einzelfahrten
    respektive 24 Hin- und Zurückfahrten mit motorisierten Fahrzeugen
    einzuräumen. Mit derart beschränkten Notwegrechten sowie der zusätzlichen
    Anordnung, dass die Fahrten – mit Ausnahme von unaufschiebbaren
    Krankentransporten und Feuerwehreinsätzen – zwischen 07:00 Uhr und
    20:00 Uhr durchzuführen seien und die Benützung von Motorrädern und
    Quads zu untersagen sei, werde auch auf die Interessen der Beklagten
    hinreichend Rücksicht genommen (zum Ganzen: act. 31 E. III.).

    
	
    2.

    	
    Der Kläger rügt in seiner
    Berufung im Wesentlichen, die Vorinstanz habe das Recht unrichtig
    angewendet, indem sie ihm zugunsten seiner Liegenschaften und zulasten der
    Liegenschaft der Beklagten lediglich beschränkte Notfahrwegrechte
    eingeräumt habe. Entgegen der Vorinstanz sei die fragliche Stützmauer beim
    Zugangsweg genügend stabil, um diesen Zufahrtsweg problemlos auch mit
    schwerem Gerät zu befahren. Der Vater der Beklagten sowie der Pächter der
    Liegenschaft Nr. yyy beführen den Zufahrtsweg selber täglich mit
    verschiedenen Fahrzeugen und zu verschiedenen Zwecken. Ohnehin dürfe der
    Zustand der Stützmauer kein Grund dafür sein, ihm ein unbeschränktes und
    allgemeines Notfahrwegrecht zu verweigern. Denn die Mauer könne auch unter
    seiner Kostenmittragung saniert und verstärkt werden. Weiter habe die
    Vorinstanz, indem sie verneine, dass er (der Kläger) ein
    landwirtschaftliches Gewerbe betreibe, den Sachverhalt unrichtig
    festgestellt. Die Vorinstanz lasse bei ihren diesbezüglichen Erwägungen
    insbesondere 10 von ihm gehaltene Hühner unberücksichtigt und suggeriere zu
    Unrecht, dass die Liegenschaft Nr. www heute nicht dem Bundesgesetz
    über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB) unterstellt sei. Bereits sein
    Rechtsvorgänger habe auf der Liegenschaft Nr. www ein
    landwirtschaftliches Gewerbe betrieben. Unzutreffend seien auch die vorinstanzlichen
    Erwägungen, wonach sich seine Liegenschaften abgelegen im U.______ sowie
    nicht in der Landwirtschaftszone befänden und wonach keine der Liegenschaften
    im U.______ motorfahrzeugmässig erschlossen sei. Sodann sei die von der
    Vorinstanz festgelegte Beschränkung der Notfahrwegrechte auf insgesamt
    96 Fahrten pro Jahr jeweils zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr
    impraktikabel, untragbar, nicht vollstreckbar, nicht im Grundbuch
    eintragbar und in zeitlicher Hinsicht unangemessen. Insbesondere habe die
    Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass der Auszug seiner bereits über
    20-jährigen Söhne absehbar sei, weshalb künftig nicht mit unzumutbaren
    Immissionen beim Befahren des Zufahrtswegs zu rechnen sei. Ohnehin aber
    habe entgegen der Vorinstanz nie jemand mit Quads die beklagtische
    Liegenschaft befahren und erkläre er (der Kläger) sich bereit, die
    bestehende Zufahrtsstrasse auf seine Kosten bergseits weg vom auf der
    Liegenschaft Nr. yyy stehenden Wohnhaus zu versetzen, falls ihm ein
    unbeschränktes und allgemeines Fahrwegrecht eingeräumt werde. Schliesslich
    würde er im Sinne eines Entgegenkommens eventualiter in Bezug auf die
    Liegenschaft Nr. xxx ein zeitlich unbeschränktes Fahrwegrecht für
    Elektrofahrzeuge akzeptieren, während er hinsichtlich der Liegenschaft
    Nr. www auf einem unbeschränkten allgemeinen Fahrwegrecht bestehe (zum
    Ganzen: act. 34 Rz. 10 ff.).

    
	
    3. a)

    	
    Hat ein Grundeigentümer keinen
    genügenden Weg von seinem Grundstück auf eine öffentliche Strasse, so kann
    er beanspruchen, dass ihm die Nachbarn gegen volle Entschädigung einen
    Notweg einräumen (Art. 694 Abs. 1 ZGB).

    
	
    b)

    	
    Berechtigt zur Geltendmachung
    eines solchen Notweganspruchs ist primär der Eigentümer der notleidenden
    Liegenschaft. Der Notweganspruch richtet sich grundsätzlich gegen jeden
    benachbarten Grundeigentümer, d.h. nicht nur gegen den Eigentümer des
    direkt angrenzenden Grundstücks, sondern gegen all jene Eigentümer, deren
    Grundstücke zwischen dem notwegbedürftigen Grundstück und der öffentlichen
    Strasse liegen (vgl. im Detail Rey/Strebel, BSK ZGB II, Art. 694
    N 12-14 – zu den dortigen Ausführungen in Widerspruch steht die
    Bemerkung derselben Autoren in BSK ZGB II, Art. 694 N 5,
    wonach das zu berechtigende und das zu belastende Grundstück unmittelbar
    aneinander grenzen müssen; konsequent und zutreffend hingegen Rey, Die
    Grundlagen des Sachenrechts und das Eigentum, 3. Aufl., Bern 2007,
    N 1163, 1166).

    
	
    c)

    	
    Unstrittig (vgl. vorne,
    E. III.1a) sind der Kläger bzw. die Beklagte Alleineigentümer der in
    die vorliegende Sache involvierten, benachbarten Liegenschaften
    Nr. www und Nr. xxx bzw. Nr. yyy. Die Liegenschaft
    Nr. yyy der Beklagten befindet sich sodann zwischen den nach
    Auffassung des Klägers notwegbedürftigen Liegenschaften Nr. www und
    Nr. xxx und der öffentlichen Strasse (Liegenschaft Nr. 52; vgl.
    act. 3/5). Damit ist vorliegend die Aktiv- respektive die
    Passivlegitimation der Parteien unzweifelhaft gegeben.

    
	
    4. a)

    	
    Wegnot im Sinne von
    Art. 694 Abs. 1 ZGB liegt vor, wenn das berechtigte Grundstück
    mangels einer genügenden Verbindung zu einer öffentlichen Strasse weder
    bestimmungsgemäss genutzt noch im Rahmen dieser Nutzung rationell bewirtschaftet
    werden kann. Die bestimmungsgemässe Nutzung des Grundstücks ergibt sich zum
    einen aus seiner Beschaffenheit, Lage und Umgebung, zum andern aber
    insbesondere auch aus der Rechtsordnung, namentlich aufgrund des
    Raumplanungsrechts (BGer 5C.91/2005 vom 11. Oktober 2005
    E. 1. f.).

    
	
    b)

    	
    Das Notwegrecht bedeutet wie
    andere mittelbare gesetzliche Eigentumsbeschränkungen (z.B. Durchleitungen,
    Notbrunnen u.ä.) eine "privatrechtliche Enteignung". Das
    Bundesgericht hat die Gewährung eines Notwegrechts deshalb von strengen
    Voraussetzungen abhängig gemacht. Der Anspruch auf Einräumung eines
    Notwegrechts kann nur in einer eigentlichen Notlage geltend gemacht werden.
    Wegnot liegt bei einem Grundstück dann vor, wenn die zur
    bestimmungsgemässen Benutzung des Grundstücks erforderliche Verbindung zur
    öffentlichen Strasse überhaupt fehlt oder der vorhandene Weg sich als
    ungenügend erweist. Für die blosse Verbesserung nicht ganz vollkommener
    Wegverhältnisse kann kein Notweg beansprucht werden. Der Ansprecher hat sodann
    darzulegen, dass er erfolglos alles ihm Mögliche getan hat, um mit
    öffentlich-rechtlichen Mitteln einen Zugang zu seinem Grundstück zu
    erlangen (BGE 136 III 130 E. 3.3.1 m.w.H.). Nach heutiger Auffassung
    hat ein Grundeigentümer in einem Gebiet, wo Wohn- oder Ferienhäuser stehen,
    grundsätzlich Anspruch auf eine allgemeine Zufahrt zu seinem Grundstück mit
    einem Motorfahrzeug, sofern die topographischen Verhältnisse eine solche
    überhaupt zulassen. Bei Grundstücken ausserhalb des Bereichs von
    Ortschaften gilt dieser Grundsatz – unter denselben Voraussetzungen – nicht
    uneingeschränkt, aber immerhin insoweit, als es um die Ermöglichung von
    Transporten geht, die sich gewöhnlich nur mit Fahrzeugen ausführen lassen
    (BGer 5C.225/2003 vom 23. Dezember 2003 E. 7.1). Ausserhalb von
    Ortschaften bzw. eigentlichen Wohngebieten kann also ein Not-Fusswegrecht genügend
    sein, falls für ausserordentliche Transporte (z.B. Lieferung von
    Brennstoffen oder Möbeln, Fahrten des Arztes, der Ambulanz oder der
    Feuerwehr usw.) gleichwohl eine Befahrungsmöglichkeit besteht (Göksu, CHK
    ZGB, Art. 694 N 4 m.w.H.).

    
	
    c)

    	
    Für die Anwendung von Art. 694
    ZGB ist nicht die einmal gegebene Art der Benutzung und Bewirtschaftung
    eines Grundstücks auf alle Zeiten massgebend. Jedoch kann eine Änderung der
    Verhältnisse und Bedürfnisse nur Anlass zur Entstehung eines bisher nicht
    vorhandenen (unbeschränkten) Notwegrechts geben, sofern sie auf objektiven
    Gründen und nicht einfach auf persönlichen Wünschen oder Liebhabereien des
    Eigentümers beruht (BGE 107 II 323 E. 3; BGE 85 II 392 E. 1a).
    Die Änderung der bisherigen Benutzungsart eines Grundstücks ist nicht nur
    auf den persönlichen Wunsch des Eigentümers, sondern auf einen objektiven
    Grund zurückzuführen, wenn sie der Natur und Umgebung des Grundstücks
    entspricht, bzw. einem wirklichen wirtschaftlichen Bedürfnis des
    Grundstücks entspringt. Dies ist vor allem dann anzunehmen, wenn die
    Bewirtschaftungsart den veränderten örtlichen Verhältnissen oder einer
    allgemeinen Entwicklung angepasst wird. Entspricht die gewählte Nutzungsart
    nicht der wirtschaftlichen Bestimmung, die dem Grundstück aufgrund der
    gesamten örtlichen Verhältnisse zukommt, so kann allein aufgrund der
    persönlichen Bedürfnisse des Eigentümers kein (umfassendes) Notwegrecht abgeleitet
    werden. Ein solches kann sich immer nur aus der bestimmungsgemässen Benutzung
    eines Grundstücks ergeben (BGE 107 II 323 E. 3).

    
	
    d)

    	
    Inhalt des Notwegrechts ist ein
    Dulden der Traversierung des belasteten Grundstücks nach Massgabe des
    eingeräumten Rechts (z.B. Fuss- oder Fahrweg, zeitliche Beschränkungen, nur
    zu bestimmten Zwecken, etc.; Göksu, CHK ZGB, Art. 694 N 15). Der
    Umfang der Notwegberechtigung und die Lage des Notwegtrasses bestimmen sich
    nach den Umständen des Einzelfalles (Haab, ZK ZGB, Art. 694
    N 20). Dabei muss die Einräumung des Notwegrechts unter
    Berücksichtigung der entgegengesetzten Interessen verhältnismässig
    erscheinen (vgl. Art. 694 Abs. 3 ZGB). Sowohl bei der
    Beantwortung der Grundsatzfrage, ob überhaupt ein Anspruch auf ein
    Notwegrecht besteht, als auch bei der Klärung der konkreten Ausgestaltung
    des Notwegrechts ist folglich eine Interessenabwägung (berücksichtigend
    u.a.: Wichtigkeit des Wegs für den Ansprecher, Ausmass der
    Unannehmlichkeiten für den Belasteten) vorzunehmen (Göksu, CHK ZGB,
    Art. 694 N 7).

    
	
    5. a)

    	
    Die beiden Liegenschaften
    Nr. www und Nr. xxx des Klägers liegen im Weiler U.______
    oberhalb V.______ auf zirka 660 Metern über Meer. Das Dorfzentrum
    V.______ liegt auf zirka 430 Metern über Meer. Die Distanz vom Dorfzentrum
    V.______ bis zum Wohnhaus des Klägers beträgt zirka 1.37 Kilometer (Luftlinie)
    bzw. zirka 2.4 Kilometer (Fussgängerroute) bzw. zirka 3.1 Kilometer
    (Motorfahrzeugroute). Das Wohnhaus des Klägers steht vereinzelt im Gebiet
    U.______, betragen doch die Distanzen zwischen den insgesamt lediglich vier
    (und nicht „zahlreichen“, wie der Kläger behauptet [act. 34
    Rz. 47]) ständig bewohnten, im U.______ gelegenen Wohnhäusern je
    mindestens rund 110 Meter (zum Ganzen: act. 47 S. 3 und
    S. 8-15). Schliesslich ist festzuhalten, dass sich die Liegenschaften
    Nr. www und Nr. xxx entgegen den Erwägungen der Vorinstanz
    (act. 31 E. III.3.2.) in der Landwirtschaftszone befinden
    (unstrittig, vgl. act. 34 Rz. 62; act. 41 Rz. 45;
    act. 35/11). Aus dem Gesagten ergibt sich, dass sich das Gebiet
    U.______ in V.______, in dem die klägerischen Liegenschaften liegen, fernab
    der Ortschaft und fernab von eigentlichen Wohngebieten befindet und dort
    alles andere als eine dichte, geordnete Besiedelungsform, sondern vielmehr
    eine ungeordnete, dünne Zersiedelung besteht. Die Abstände zwischen den
    wenigen Häusern sind mit den genannten je mindestens 110 Metern zu
    gross, um zu konstatieren, dass ein Siedlungszusammenhang vorliegt.
    Ausserdem ist das Gebiet U.______ nahezu rundherum – eine kleinere waldfreie
    Lücke besteht einzig gegen den Parkplatz im „[…]“ hin – von Wald umgeben.
    Im Dorfbereich hingegen ist V.______ recht geschlossen bebaut (vgl. zum
    Ganzen illustrativ z.B. auch act. 47 S. 10-12, 14). 

    
	
    b)

    	
    Infolge dieser Feststellungen
    gelangen im vorliegenden Fall nicht die für bewohnte Gebiete massgebenden
    Notwegrechts-Kriterien (Anspruch auf eine allgemeine Zufahrt zum Grundstück
    mit einem Motorfahrzeug; vgl. vorne, E. IV.4b), sondern jene für
    Grundstücke ausserhalb von Ortschaften, wonach neben einem Not-Fusswegrecht
    eine Befahrungsmöglichkeit bzw. Fahrberechtigung für ausserordentliche
    Transporte genügen kann (vgl. wiederum vorne, E. IV.4b), zur Anwendung.
    Ebenfalls folgt aus dem Gesagten, dass die vom Kläger in seiner Berufungsschrift
    (act. 34 Rz. 45 ff.) zitierten Gerichtsentscheide allesamt
    nicht einschlägig sind: Im Gegensatz zum Sachverhalt, auf dem der Entscheid
    BGer 5C.142/2003 vom 28. August 2003 basiert, liegen die lediglich
    vier im U.______ stehenden Wohnhäuser abgeschieden und vereinzelt.
    Ähnliches gilt in Bezug auf die weiteren vom Kläger ins Feld geführten
    Bundesgerichtsentscheide BGE 93 II 167 und BGer 5A_500/2009 vom
    19. November 2009 (= BGE 136 III 130) sowie den Obergerichtsentscheid
    OG.2002.00040 vom 5. Dezember 2003. In allen diesen Fällen lagen die
    betroffenen Liegenschaften in Bauzonen, wohingegen die hier betroffene
    Liegenschaft Nr. xxx in der Landwirtschaftszone steht. Ausserdem
    bestand in diesen drei Fällen die bestimmungsgemässe Nutzung der klagenden
    Liegenschaft in einer Nutzung zum ständigen Bewohnen wohingegen in casu die
    bestimmungsgemässe Nutzung der klägerischen Liegenschaften – wie sogleich
    dargelegt wird (E. IV.6b f.) – in der Nutzung als
    Ferien-/Wochenendhaus bzw. in einer kleinlandwirtschaftlichen und
    kleinforstwirtschaftlichen Nutzung liegt. Im Übrigen ist zum vom Kläger
    getätigten Beizug (bundes-)gerichtlicher Präjudizien zu bemerken, dass –
    wie gerade im von ihm zitierten Entscheid BGer 5A_500/2009 (= BGE 136 III
    130), E. 3.3.3, betont wird – bei der Beurteilung von Notwegrechtsklagen
    ohnehin jeweils die Umstände des konkreten Einzelfalles entscheidend sind.

    
	
    6. a)

    	
    Sodann ist zu prüfen, welches
    die bestimmungsgemässe Nutzung bzw. Bewirtschaftung der Liegenschaften des
    Klägers ist. Wie erwogen, ergibt sich diese insbesondere aus der Beschaffenheit,
    Lage und Umgebung der Grundstücke, sowie aus der Rechtsordnung (vgl. vorne,
    E. IV.4a). 

    
	
    b)

    	
    Was die Liegenschaft
    Nr. xxx anbelangt, ist – wie bereits erwähnt (E. III.1b) – im
    Kaufvertrag vom 2. August 1993 (Käufer: Kläger; Verkäufer: Q.______) festgehalten,
    dass es sich bei dieser Liegenschaft um ein „Ferien-/Wochenendhaus“ mit
    Umschwung handelt (act. 3/8; unstrittig: act. 34 Rz. 11;
    act. 41 Rz. 11). Nach eigenen Angaben baute der Kläger diese
    Liegenschaft nach dem Erwerb fortlaufend um sowie aus und nutzte sie seit
    dem Kauf als Wohnhaus für sich und seine Familie (act. 2 Rz. 26;
    act. 34 Rz. 11 f.). Somit fand im Zeitpunkt des Erwerbs der
    Liegenschaft Nr. xxx durch den Kläger, d.h. im Herbst des Jahres 1993,
    eine Änderung der Nutzung dieser Liegenschaft statt: Vor diesem Zeitpunkt
    war sie als Ferien- bzw. Wochenendhaus beschaffen und wurde – wovon mangels
    anderslautender Parteivorbringen auszugehen ist – auch so genutzt,
    wohingegen sie seit dem Herbst des Jahres 1993 einer ganzen Familie als
    Dauerwohnsitz dient und ausgebaut wurde. Aufgrund ihrer ursprünglichen
    Beschaffenheit sowie Nutzung als Ferien- bzw. Wochenendhaus und ihrer
    peripheren Lage (vgl. soeben, E. IV.5a) in der Landwirtschaftszone
    samt entsprechender Umgebung liegt die bestimmungsgemässe Nutzung dieser
    Liegenschaft Nr. xxx somit in der Nutzung als Ferien- bzw.
    Wochenendhaus. Dass drei andere Häuser im Gebiet U.______ dauerhaft bewohnt
    sind, vermag an dieser Qualifikation entgegen der Auffassung des Klägers
    (act. 34 Rz. 56) nichts zu ändern. Die stattgefundene Änderung
    der Art der Benutzung hin zu einer Nutzung als Dauerwohnsitz beruht nicht
    auf objektiven Gründen bzw. auf einer Anpassung an veränderte örtliche
    Verhältnisse oder an eine allgemeine Entwicklung, sondern einzig und allein
    auf persönlichen Wünschen des Klägers und dessen Familie. Wie vorne
    ausgeführt (E. IV.4c), besteht in einer solchen Situation kein
    Anspruch auf ein umfassendes Not(fahr)wegrecht, sondern lediglich ein Anspruch
    auf ein solches Not(fahr)wegrecht für ausserordentliche Transporte.

    
	
    c)

    	
    Die Liegenschaft Nr. www
    erwarb der Kläger mit Kaufvertrag vom 3. März 2008 (act. 3/9).
    Zuvor, seit 1. Januar 2002, hatte er diese Liegenschaft bereits gepachtet
    (act. 2 Rz. 10, 27; act. 3/25). Vorab ist zu bemerken, dass
    entgegen der Vorinstanz (act. 31 E. III.3.5.2.) im
    Kaufvertrag vom 3. März 2008 (act. 3/9) nicht
    festgehalten wird, dass es sich bei der Liegenschaft Nr. www nicht um
    ein landwirtschaftliches Gewerbe im Sinne des Bundesgesetzes über das
    bäuerliche Bodenrecht (BGBB) handelt. Vielmehr heisst es dort lediglich,
    dass es für die Veräusserung dieser Parzelle der Feststellung, dass diese
    Liegenschaft nicht zu einem landwirtschaftlichen Gewerbe im Sinne des BGBB
    gehört, bedarf (act. 3/9 S. 2 unten). Dass diese Feststellung tatsächlich
    je getätigt wurde, mag zwar aufgrund der geschehenen Eigentumsübertragung
    (vgl. act. 3/3) wahrscheinlich sein, ist aber in den Akten nirgends
    eindeutig belegt. Folglich lässt sich aus der genannten Vertragsklausel im
    Hinblick auf die Ermittlung der bestimmungsgemässen Nutzung der
    Liegenschaft nichts Verlässliches ableiten. Dies, zumal hierfür wie erwähnt
    (E. IV.4a) nicht primär die BGBB-rechtlichen Qualifikation, sondern
    vor allem die Beschaffenheit, die Lage und die Umgebung der Liegenschaft sowie
    das Raumplanungsrecht massgebend sind. 

    Im – nur in nicht
    unterzeichneter und undatierter Form vorliegenden – Pachtvertrag zur
    Liegenschaft Nr. www ist u.a. Folgendes festgehalten: „Bodennutzung im
    Zeitpunkt des Pachtantrittes: Weidefläche“ (act. 3/25). Im Kaufvertrag
    vom 3. März 2008 (act. 3/9) wird die insgesamt rund 20‘600 m2
    grosse (act. 3/3) Liegenschaft Nr. www beschrieben als „Gebäude
    […] (Stall, Scheune)“ und „Acker, Wiese, geschlossener Wald,
    Fussweg/Radweg/Trottoir“. Ferner stellte das Gericht anlässlich des Augenscheins
    fest, dass das Gelände der sich in der Landwirtschaftszone befindenden
    Liegenschaft Nr. www vielerorts mit grösseren und kleineren
    Steinbrocken durchsetzt ist sowie abfallend verläuft (vgl. act. 47
    Abb.5-8 sowie S. 6 unten). Nach dem Gesagten liegt die
    bestimmungsgemässe Nutzung des Grundstücks Nr. www in einer Nutzung
    erstens als Weidefläche und für vergleichbare klein-landwirtschaftliche
    Zwecke und zweitens – soweit es mit Wald bewachsen ist (5‘357 m2;
    act. 3/3) – für kleinere forstliche Zwecke. Der vom Kläger getätigte
    Ausbau der Tierhaltung und des Stalles hin zu dem Umfang, wie er sich heute
    präsentiert (Tierbestand in den Jahren 2015 und 2016 gemäss nicht
    bestrittener [act. 14 Rz. 25; act. 41 Rz. 17-20]
    Darstellung des Klägers: 12 Lamas, 2 Minipig, 10 Hühner,
    1 Hahn, 2 Hunde und 4 Katzen, vgl. act. 2 Rz. 30
    und act. 34 Rz. 20), entspricht durchaus noch der bestimmungsgemässen
    Nutzung des Grundstücks. Insofern besteht ein Anspruch auf Einräumung eines
    Notwegrechts (auch) im Sinne eines Fahrwegrechts zugunsten des Grundstücks
    Nr. www (zu dessen konkretem Umfang vgl. hinten, E. IV.8a-g).

    
	
    7. a)

    	
    Für die genannten
    bestimmungsgemässen Nutzungen (Ferien- bzw. Wochenendhaus respektive
    kleinlandwirtschaftliche und kleinere forstliche Zwecke) verfügen die
    Liegenschaften Nr. xxx und Nr. www unstrittig weder über direkte
    Zufahrtswege zu einer öffentlichen Strasse noch über irgendwelche Zufahrtsrechte
    zu einer solchen via andere benachbarte Liegenschaften (vgl.
    act. 3/2-5; act. 2 Rz. 5; act. 14 Rz. 9 f.).
    Strittig ist zwischen den Parteien hingegen, ob der Kläger alles ihm
    Mögliche und Zumutbare tat, um mit öffentlich-rechtlichen Mitteln einen
    solchen Zugang von einer öffentlichen Strasse zu seinen Grundstücken zu
    erwirken.

    
	
    b)

    	
    Q.______, der frühere
    Eigentümer der Liegenschaft Nr. xxx reichte am 6. Juli 1993 ein
    Baugesuch gemäss Art. 32 aRBG/GL für die Erstellung
    eines Maschinenwegs ab der westlich der Liegenschaften Nr. xxx und www
    auf der Liegenschaft Nr. zzz verlaufenden […]-strasse (vgl. z.B.
    act. 3/5) ein (act. 3/12). Im Kaufvertrag vom
    2. August 1993 betreffend die Liegenschaft Nr. xxx vereinbarten
    Q.______ und der Kläger, dass es Sache des Letzteren sei, sich inskünftig
    beim Gemeinderat V.______ um den Anschluss an die […]-strasse zu bemühen
    (act. 3/8 S. 5; vgl. auch die Vollmacht in act. 3/12). Am
    29. November 1993 wies der Gemeinderat V.______ das Baugesuch gestützt
    auf Stellungnahmen des Kantonsforstamts, des kantonalen Amts für
    Umweltschutz sowie des kantonalen Meliorationsamtes (act. 3/13-18) ab
    mit der Begründung, dass die vorgesehene Waldrodung für den Bau des
    Maschinenwegs unverhältnismässig sei (act. 3/19). Gegen diesen
    Entscheid erhob der Kläger zunächst beim Regierungsrat und hernach beim
    Verwaltungsgericht Rechtsmittel. Letzteres wies die Sache zur
    Neubeurteilung an den Regierungsrat zurück. Daraufhin stellte der damalige
    Vorsteher der kantonalen Direktion für Landwirtschaft, Wald und Umwelt, mit
    ausführlichem Schreiben vom 18. Juli 1997 eine Ablehnung des im Zuge
    des Baugesuches eingereichten Rodungsgesuchs in Aussicht (act. 3/20).
    Der Kläger nahm in der Folge Abstand vom fraglichen Bau- und Rodungsgesuch,
    bis er im Jahr 2010 das Ingenieurbüro S.______ beauftragte, Abklärungen im
    Hinblick auf eine erneute Baueingabe für einen Bewirtschaftungsweg bzw.
    eine Hofzufahrt zu seinen Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx zu
    tätigen (vgl. act. 3/22-23). Im Zuge dieser Abklärungen ersuchte
    R.______ von der kantonalen Abteilung Wald das Ingenieurbüro S.______ bzw.
    den Kläger mit E-Mail vom 15. März 2010 (act. 3/21), von einem
    solchen erneuten Projekt abzusehen, insbesondere da sich die Rechtslage
    bezüglich Rodungsbewilligungen seit dem früheren Rodungsgesuch nicht verändert
    habe (zum Ganzen: act. 2 Rz. 12-24; unstrittig, vgl. act. 14
    Rz. 14-21).

    
	
    c)

    	
    Die Beklagte macht geltend, der
    Kläger habe nicht alles ihm Mögliche unternommen, um eine anderweitige
    Erschliessung seiner Liegenschaften zu erwirken. Insbesondere habe er
    erstens auf öffentlich-rechtlichem Weg nicht den gesamten Instanzenzug ausgeschöpft
    und es seien zweitens keine Bemühungen dazu belegt, dass er jemals versucht
    hätte, über die dritte Zugangsachse neben ihrer Privatstrasse (Beklagte) 
    und der […]-strasse (Genossame V.______), nämlich den u.a. über die
    Liegenschaften Nr. 112, Nr. 589 und Nr. 113 führenden Landesfussweg
    (vgl. u.a. act. 3/5 und act. 47 S. 2 unten), eine
    Erschliessung seiner Liegenschaften zu erwirken (act. 41 Rz. 15).
    Insbesondere habe der Kläger nicht dargelegt, weshalb er nach dem Schreiben
    von Regierungsrat […] vom 18. Juli 1997 das Baubewilligungsverfahren
    nicht weiterführte und sich nicht bemühte, einen der in diesem Schreiben
    vorgeschlagenen Lösungswege zu beschreiten. Der Kläger habe es sich selber
    anzulasten, dass er im damaligen Baubewilligungsverfahren einfach
    aufgegeben habe (act. 14 Rz. 19 f.).

    
	
    d)

    	
    Entgegen der Beklagten ist die
    Erwägung der Vorinstanz, dass der Kläger alles Zumutbare unternommen hat,
    um die motorfahrzeugmässige Erschliessung mit öffentlich-rechtlichen
    Mitteln zu bewirken (act. 31 E. II.2.), nicht zu beanstanden: Wie die vorstehende Chronologie (vgl. E. IV.7b)
    zeigt, beschritt der Kläger im Zusammenhang mit seinem Baugesuch vom
    6. Juli 1993 über mehrere Instanzen (Gemeinderat, Regierungsrat,
    Verwaltungsgericht) den Rechtsweg. Er verzichtete – vier Jahre nach
    Gesuchseinreichung – erst auf eine Weiterverfolgung dieses Gesuchs, nachdem
    ihm nach Rückweisung der Sache durch das Verwaltungsgericht der zuständige
    Regierungsrat mit ausführlichem Schreiben vom 18. Juli 1997 klar vor
    Augen führte, dass er dem Gesamtregierungsrat gleich aus mehreren Gründen
    (fehlende Standortgebundenheit, fehlendes öffentliches Interesse,
    Zweckentfremdung der Waldstrasse) erneut einen Antrag auf Ablehnung des
    Rodungsgesuchs stellen werde. Angesichts dieser deutlichen und schlüssigen
    abschlägigen Beurteilung der für die Bearbeitung des Rodungsgesuchs
    zuständigen, an den Regierungsrat antragstellenden Behörde kann vom Kläger
    entgegen der Auffassung der Beklagten nicht verlangt werden, dass er damals
    den Rechtsweg (noch) weiter – und mit hoher Wahrscheinlichkeit chancenlos –
    hätte beschreiten müssen. 

    Unzutreffend ist ferner der
    Einwand der Beklagten, die damals involvierten Behörden seien sich im
    Zeitpunkt ihrer Stellungnahmen im Baubewilligungsverfahren nicht bewusst
    gewesen, dass der Kläger keinerlei dingliche Zufahrtsrechte auf dem über
    die Liegenschaften Nr. zzz und Nr. yyy führenden Zugangsweg
    besass (act. 14 Rz. 18). Jedenfalls aus der jüngsten (und
    entscheidenden) in jenem Verfahren ergangenen behördlichen Stellungnahme,
    d.h. dem Schreiben von Regierungsrat [...] vom 18. Juli 1997, geht
    nämlich klar das Gegenteil hervor, heisst es doch dort (act. 3/20
    S. 2 Mitte): „Die vorgesehene Zufahrt ist aus unserer Sicht eindeutig
    nicht standortgebunden. Es ist so, dass rein technisch und kostenmässig
    günstigere Lösungen, wie der bestehende Weg über die Liegenschaft […] [=
    Liegenschaft Nr. yyy der Beklagten] möglich sind. Aus den
    privatrechtlichen Hindernissen dieser Erschliessung lässt sich keine
    Standortgebundenheit ableiten.“. Indem Regierungsrat [...] auf die
    „privatrechtlichen Hindernisse dieser Erschliessung“ ausdrücklich Bezug
    nimmt, ist offenkundig, dass auch dieser Aspekt in die Beurteilung des Bau-
    bzw. Rodungsgesuchs durch die kantonale Direktion für Landwirtschaft, Wald
    und Umwelt einfloss. 

    Sodann behauptete die Beklagte
    (act. 14 Rz. 17), gegenüber diesem ersten Baubewilligungsverfahren
    in den Jahren 1993 bis 1997 habe sich die Sach- und Rechtslage inzwischen
    wesentlich verändert. Indes beliess sie es dabei auch nach erfolgter
    Bestreitung durch die Gegenpartei (vgl. act. 22 Rz. 9) bei dieser
    unsubstantiierten blossen Behauptung (vgl. act. 21 S. 4 oben).
    Mangels gehöriger Substantiierung ist daher auf dieses Vorbringen nicht
    weiter einzugehen (zu den Anforderungen an die Substantiierung vgl. z.B.
    BGer 4A_155/2014 vom 5. August 2014, E. 7.3. m.w.H.). Immerhin
    ist aber auf die bereits erwähnte E-Mail von R.______ von der kantonalen
    Abteilung Wald vom 15. März 2010 (act. 3/21) hinzuweisen, wonach
    die gesetzlichen Grundlagen bezüglich Rodungsbewilligungen seither nicht
    geändert haben und auch „die Fakten heute dieselben wie dazumals“ sind.
    Weiter ist dem Kläger (act. 22 Rz. 9) darin beizupflichten, dass
    die raumplanungsrechtlichen Anforderungen an ein Erschliessungsprojekt wie
    das von ihm angedachte heute tendenziell strenger, jedenfalls aber nicht
    geringer sind als in den 1990er-Jahren (vgl. Art. 16 ff. RPG;
    vgl. auch die eigenen Ausführungen der Beklagten in act. 41
    Rz. 44). Ausserdem ist heute im Vergleich zur Situation in den 1990er-Jahren
    noch die Problematik hinzugetreten, dass das für den Bau eines Zufahrtswegs
    von der […]-strasse zu den Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx des
    Klägers beanspruchte Gebiet unstrittig (act. 22 Rz. 9;
    act. 21 S. 4; act. 23/56) nunmehr in der Gefahrenzone 1
    (rot) bzw. 2 (blau) liegt, was einer entsprechenden Baubewilligung zusätzliche
    Grenzen setzt (vgl. act. 23/57 v.a. S. 7-10). Aus diesen Gründen
    und ungeachtet dessen, ob man in der E-Mail von R.______ vom 15. März
    2010 ein Präjudiz erblickt (so der Kläger: act. 22 Rz. 9) oder
    aber diese für eine irrelevante persönliche Meinung eines Sachbearbeiters
    hält (so die Beklagte: act. 14 Rz. 21; act. 21 S. 4
    oben), ist auch nicht zu bemängeln, dass der Kläger nach der abschlägigen
    E-Mail von R.______ vom 15. März 2010 die Idee eines erneuten Erschliessungsprojekts
    bezüglich seiner Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx nicht weiterverfolgte.
    Zusammenfassend kann dem Kläger nicht
    entgegenhalten werden, er hätte bezüglich Erschliessung seiner
    Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx ab der […]-strasse auf
    öffentlich-rechtlichem Weg zusätzliche Bemühungen tätigen bzw. den
    Rechtsmittelweg bis zur letzten Instanz vollständig beschreiten müssen. Er
    hat sich um eine derartige Erschliessung seiner Liegenschaften soweit ihm zumutbar
    gekümmert, musste aber feststellen, dass diese offenkundig nicht
    bewilligungsfähig ist. Alternative realistische öffentlich-rechtliche
    Erschliessungsvarianten bestehen entgegen der Auffassung der Beklagten
    (act. 14 Rz. 19 f.) keine. Insbesondere würden die im
    Schreiben des damaligen Regierungsrats [...] vom 18. Juli 1997
    (act. 3/20 S. 3) genannten Varianten Quartierplanverfahren sowie
    Öffentlicherklärung bestehender Wege ebenfalls ein öffentliches Interesse
    voraussetzen, das aber vorliegend wie ausgeführt (vgl. E. IV.7d
    Abs. 2 sowie act. 3/20 S. 2) nicht vorhanden ist (vgl. auch
    die eigenen Ausführungen der Beklagten in act. 41 Rz. 47, wonach
    bezüglich Erschliessung der Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx
    einzig [private] Bequemlichkeitsinteressen des Klägers vorliegen). Bei der
    in demselben Schreiben ebenfalls vorgeschlagenen Variante einer
    „Erschliessung ab […]“ besteht sodann unter anderem dieselbe
    rodungsrechtliche Problematik wie bei einer Erschliessung ab der
    […]-strasse (vgl. act. 3/20 S. 3), sodass auch dies keine
    Alternative zu Letzterem darstellt.

    
	
    e)

    	
    Schliesslich ist zum Einwand
    der Beklagten (act. 41 Rz. 15), der Kläger hätte versuchen
    müssen, via den über die Liegenschaften Nr. ttt führenden
    Landesfussweg (vgl. u.a. act. 3/5 und act. 47 S. 2 unten)
    eine Erschliessung seiner Liegenschaften zu erwirken, Folgendes zu
    bemerken: Bei einer derartigen Erschliessung müssten andere Grundstücke,
    insbesondere zumindest die Liegenschaft Nr. ttt mit einem Wegrecht
    belastet werden (vgl. act. 3/5). In Situationen, bei denen mehrere
    Grundstücke für eine Belastung mit einem Wegrecht in Frage kommen und bis
    anhin keine genügende Zu- oder Wegfahrt zu einem Grundstück bestand, ist
    der Notwegrechtsanspruch zunächst gegenüber demjenigen Grundeigentümer
    geltend zu machen, der durch die Belastung am wenigsten beeinträchtigt wird
    (Art. 694 Abs. 2 ZGB; Rey/Strebel, BSK ZGB II, Art. 694
    N 15). Vorliegend existiert auf den Liegenschaften Nr. zzz und
    Nr. yyy ein mit Motorfahrzeugen befahrbarer Zufahrtsweg hin zu den
    Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx des Klägers, wohingegen zur
    Schaffung einer Notwegverbindung via den Landesfussweg auf der Liegenschaft
    Nr. ttt ein Fahrweganschluss zu den Liegenschaften Nr. www und
    Nr. xxx erst baulich erschaffen werden müsste (vgl. act. 3/5).
    Demnach wird die Eigentümerin der Liegenschaft Nr. yyy durch eine
    Belastung mit einem Notfahrwegrecht in deutlich geringerem Mass
    beeinträchtigt als die Eigentümer der Liegenschaften Nr. ttt. Der
    Kläger hat also auch insofern bezüglich der Notfahrwegrechte zu Recht die
    Beklagte eingeklagt.

    
	
    f)

    	
    Nach dem Gesagten lässt sich
    als Zwischenfazit festhalten, dass zugunsten der Liegenschaften
    Nr. xxx und Nr. www des Klägers und zulasten der Liegenschaft
    Nr. yyy der Beklagten Ansprüche auf Not(fahr-)wegrechte bestehen.
    Nachfolgend ist deren Umfang zu bestimmen. Dies hat – wie erwogen (vorne,
    E. IV.4d) – unter Würdigung der konkreten Umstände sowie Abwägung der
    involvierten Interessen zu geschehen. Nicht relevant ist hierfür
    demgegenüber entgegen der Auffassung des Klägers (act. 34
    Rz. 37 ff.), dass die Beklagte bzw. deren Vater früher mit
    Fahrten des Klägers und seiner Familie über den Zufahrtsweg einverstanden
    waren. Unstrittig bestanden zugunsten der Liegenschaften des Klägers gerade
    keine dinglichen oder obligatorischen Zufahrtsrechte, sodass allfällige
    frühere Zustimmungserklärungen zum Befahren des Zufahrtswegs lediglich als
    ein Dulden auf Zusehen hin und nicht als eine generelle Einwilligung zu
    unbeschränktem Befahren ausgelegt werden können (zutreffend insofern die
    Beklagte in act. 41 Rz. 28 ff.). Ebenfalls nicht relevant
    ist (entgegen dem Kläger, act. 34 Rz. 25 ff.) für die Bemessung
    des Umfangs der Notfahrwegrechte, aus welchen Gründen bzw. mit welchen
    Hintergedanken der Vater der Beklagten im Jahr 2012 dem Kläger sein
    Einverständnis gab, den fraglichen Zufahrtsweg auf der Liegenschaft
    Nr. yyy ab dem Wasserschieber südlich des Wohnhauses (vgl.
    act. 47 Abb. 4 sowie S. 9, südlich von Punkt 5) mit
    Kies zu bedecken.

    
	
    8. a)

    	
    In Bezug auf die Liegenschaft
    Nr. www vertritt der Kläger die Ansicht, deren landwirtschaftliche
    Bewirtschaftung mache eine unbeschränkte Zufahrt mit Motorfahrzeugen
    unabdingbar, so z.B. für Futtertransporte, Tierarztvisiten oder Maschinenwartungen
    (vgl. z.B. act. 22 S. 9 Mitte).

    
	
    b)

    	
    Wie bereits erwogen
    (E. IV.6c) liegt die bestimmungsgemässe Nutzung des mit rund 20‘600 m2
    zwar beachtlichen, aber nicht überaus grossen, mit zahlreichen grösseren
    und kleineren Steinbrocken durchsetzten und abfallenden Grundstücks
    Nr. www (act. 47 v.a. S. 6) in einer Nutzung als Weidefläche
    und für vergleichbare klein-landwirtschaftliche Zwecke sowie für kleinere
    forstliche Zwecke. Bei der von der Familie des Klägers betriebenen
    landwirtschaftlichen Bewirtschaftung dieser Liegenschaft handelt es sich
    denn auch um eine gleichsam hobbymässige Nebenbetätigung und nicht um einen
    auf Erwerb ausgelegten, umfassenden landwirtschaftlichen Betrieb. So
    verfügt die Familie des Klägers wie erwähnt (E. IV.6c) gegenwärtig
    über einen überschaubaren Tierbestand von 12 Lamas, 2 Minipig,
    10 Hühner, 1 Hahn, 2 Hunde und 4 Katzen. Mit zwei
    Transportern plus Zusatzgeräten und einem Balkenmäher (act. 2
    Rz. 28 f.; unstrittig: act. 14 Rz. 25) sind sodann
    nicht zahlreiche Bewirtschaftungsfahrzeuge vorhanden. Ausserdem arbeitet
    der Kläger nach eigenen Aussagen tagsüber auswärts (act. 34
    Rz. 77) und seine Ehefrau wird neben der landwirtschaftlichen
    Tätigkeit zumindest noch den Haushalt zu führen haben. Soweit sodann auf
    der Liegenschaft Nr. www Heu anfällt, lässt sich dieses in erster
    Linie als Futter für die gehaltenen Tiere verwenden, es braucht also
    grundsätzlich nicht über die Liegenschaften Nr. yyy und Nr. zzz
    hin zur öffentlichen Strasse ([...]) abgeführt zu werden. Da der Kläger
    seine Liegenschaft Nr. xxx mit Holz beheizt (act. 22
    Rz. 15), vermag er auf der Liegenschaft Nr. www anfallendes Holz
    primär für erstere Liegenschaft zu verwenden, sodass auch in dieser
    Hinsicht nur wenige Fahrten über den hier strittigen Zufahrtsweg
    erforderlich sind.

    
	
    c)

    	
    Im Wesentlichen fallen somit
    zur bestimmungsgemässen Nutzung der Liegenschaft Nr. www auf dem
    Zufahrtsweg Fahrten für die Zuführung von Futtermittel (soweit nicht auf
    der Liegenschaft geerntetes Heu verfüttert wird bzw. die gehaltenen Tiere
    nicht die Weideflächen abgrasen, vgl. act. 34 Rz. 22), für den
    Abtransport von Laub und Mist (Letzteres nur soweit dieser nicht auf der
    Liegenschaft ausgetragen werden kann) sowie für Tierarztbesuche und
    Maschinenwartungen an (andere Transportzwecke macht der Kläger hinsichtlich
    der Liegenschaft Nr. www nicht substantiiert geltend, vgl. act. 2
    Rz. 38 f.; act. 22 Rz. 15; act. 34
    Rz. 39 f.). Solche Fahrten fallen aber – wie der Kläger selber
    ausführte (act. 22 Rz. 16 S. 10 unten) – nicht täglich an.
    Aus all diesen Umständen ergibt sich, dass die bestimmungsgemässe Nutzung
    der Liegenschaft Nr. www nur vereinzelte Fahrten pro Woche über die
    Liegenschaft Nr. yyy (und Nr. zzz) hin zur öffentlichen Strasse
    (Hoh-rainstrasse) notwendig macht.

    
	
    d)

    	
    Zu berücksichtigen ist im
    Rahmen der Interessenabwägung bei der Festlegung des Umfangs des
    Notfahrwegrechts zugunsten der Liegenschaft Nr. www und zulasten der
    Liegenschaft Nr. yyy ferner, dass der fragliche Zufahrtsweg sehr nahe
    am auf letzterer Liegenschaft stehenden, von den Eltern der Beklagten bewohnten
    Wohnhaus entlangführt (vgl. u.a. act. 9 Fotos 6-7; act. 47
    Abb. 3). Bei diesem Wohnhaus handelt es sich um ein älteres Holzhaus
    (vgl. act. 9 Foto 7; act. 47 Abb. 3). Daher und
    aufgrund des anlässlich des Augenscheins gewonnenen Eindrucks ist für das
    Obergericht beweismässig erstellt, dass in diesem Wohnhaus anlässlich von
    Vorbeifahrten mit Motorfahrzeugen, insbesondere mit grösseren landwirtschaftlichen
    Fahrzeugen, erhebliche Immissionen zu verzeichnen sind (zu den
    diesbezüglichen Parteistandpunkten vgl. z.B. act. 14 Rz. 57,
    act. 22 Rz. 16 f. und act. 34 Rz. 73). Irrelevant
    ist dabei, ob die bereits bestehenden, aufgrund der rund
    200 Höhenmeter unterhalb der beklagtischen Liegenschaft Nr. yyy
    verlaufenden Autobahn A3 (vgl. z.B. act. 47 S. 11) auf diese
    Liegenschaft einwirkenden Lärmimmissionen stärker bzw. störender (so der
    Kläger, act. 22 Rz. 16 f. und act. 34 Rz. 78) oder
    geringer bzw. weniger störend ausfallen (so die Beklagte, act. 21
    S. 5 unten; vgl. zur Thematik auch act. 47 S. 3 Mitte). Denn
    so oder anders handelt es sich bei den infolge der genannten Vorbeifahrten
    entstehenden Immissionen um eine zusätzliche Belastung, die im
    Rahmen der Interessenabwägung zu berücksichtigen ist. Aus dem gleichen
    Grund ist – entgegen der Auffassung des Klägers (act. 34 Rz. 73)
    – auch unerheblich, dass die Liegenschaft der Beklagten bereits durch andere
    Wegrechte belastet ist (vgl. hierzu act. 3/4-5).

    
	
    e)

    	
    Aufgrund dieser Erwägungen,
    unter Berücksichtigung aller Umstände sowie in Abwägung der Interessen der
    Parteien erscheint es angemessen, das Not(fahr)wegrecht zu Gunsten der
    Liegenschaft Nr. www und zu Lasten der Liegenschaft Nr. yyy wie
    folgt auszugestalten: Einzuräumen ist ein Notfahrwegrecht im Sinne eines
    beschränkten Fahrwegrechts für landwirtschaftliche Zwecke, das maximal
    sechs Einzelfahrten bzw. drei Hin- und Zurückfahrten pro Woche zuzüglich
    Notfallfahrten wie notfallmässige Tierarztvisiten oder Feuerwehreinsätze
    umfasst, wobei in einer Woche nicht benützte Fahrberechtigungen nicht auf
    kommende Wochen übertragen werden dürfen. Dies entspricht im Durchschnitt
    zirka einer Hin- und Zurückfahrt pro zwei Arbeitstage. Dieses
    Notfahrwegrecht ist auf dem bestehenden Weg zwischen den Liegenschaften
    Nr. zzz und Nr. www auszuüben. Angesichts dessen, dass wie
    erwogen (E. IV.6b-c; E. IV.8e; vgl. auch nachfolgend,
    E. IV.9.) lediglich ein Anspruch auf eine begrenzte Anzahl Fahrten
    besteht, ist eine Versetzung dieses bestehenden Wegs, wie sie vom Kläger
    ins Spiel gebracht wurde (vgl. u.a. act. 2 Rz. 64; act. 22
    Rz. 16 f.; act. 34 Rz. 79), nicht verhältnismässig.

    
	
    f)

    	
    Ferner ist dieses
    Notfahrwegrecht aufgrund von dessen landwirtschaftlichem Zweck auf
    motorisierte landwirtschaftliche Fahrzeuge zu beschränken. Auszunehmen sind
    Traktoren, da für die bestimmungsgemässe Nutzung der Liegenschaft
    Nr. www (Nutzung als Weidefläche und für vergleichbare
    klein-landwirtschaftliche Zwecke sowie für kleinere forstliche Zwecke, vgl.
    vorne, E. IV.6c) eine Zufahrt mit Traktoren nicht erforderlich ist und
    solche bekanntlich besonders grossen Lärm erzeugen (vgl. auch act. 2
    Rz. 36, wo der Kläger selber vorbrachte, dass der frühere Eigentümer
    der Liegenschaft Nr. www diese stets [lediglich] mit einem Einachser
    bewirtschaftete).

    
	
    g)

    	
    Schliesslich ist anzuordnen,
    dass dieses Notfahrwegrecht mit Ausnahme von Notfallfahrten (insbesondere
    notfallmässige Tierarztvisiten oder Feuerwehr-einsätze) nur zwischen
    07:00 Uhr und 20:00 Uhr ausgeübt werden darf. Der Kläger hat zu
    dieser bereits von der Vorinstanz (act. 31 E. III.4.2. f.)
    vorgesehenen Einschränkung nur in unsubstantiierter Weise vorgebracht, er
    sei darauf angewiesen, vor und nach seiner tagsüber auswärts ausgeübten
    Arbeit die nötigen Fahrten zu seinen Liegenschaften durchzuführen, um sein
    Land bestimmungsgemäss bewirtschaften zu können (act. 34 Rz. 77).
    Ausführungen dazu, welche Arten von Fahrten er denn zwingend zwischen
    20:00 Uhr und 07:00 Uhr zu erledigen hätte und nicht etwa auf
    Samstage verlegen oder z.B. mittels Einsatzes seiner Ehefrau durchführen
    könnte, finden sich hingegen in der Berufungsschrift keine. Für diese
    Abend- bzw. Nachtzeit ist der Kläger im Übrigen auf das in Rechtskraft
    erwachsene unbeschränkte Fuss- und Viehfahrwegrecht zu verweisen, das auch
    das Benutzen des Wegs mit einachsigen Schub- und Handkarren sowie
    motorlosen Fahrzeugen beinhaltet (vgl. vorne, E. II.1b).

    
	
    9. a)

    	
    Ausgangspunkt für die
    Festlegung des Umfangs des zu Gunsten der Liegenschaft Nr. xxx
    einzuräumenden Notfahrwegrechts über die Liegenschaft Nr. yyy sind die
    vorne angestellten Erwägungen (E. IV.6b), dass sich dieses Notfahrwegrecht
    auf ausserordentliche Transporte sowie Notfallfahrten zu beschränken hat.
    Dies umso mehr, da seitens der zu belastenden Liegenschaft Nr. yyy der
    Beklagten die erwähnte (E. IV.8d) Immissionsproblematik besteht.

    
	
    b)

    	
    Aus diesen Gründen fällt in
    Bezug auf die Liegenschaft Nr. xxx ein Notfahrwegrecht für landwirtschaftliche
    Fahrzeuge, Quads, Motorräder, Motorfahrräder und dergleichen ausser
    Betracht (bezüglich 50 ccm-Kleinmotorrädern hält der Kläger selbst dafür,
    dass diese einen „nervenden Ton“ erzeugen, vgl. act. 22 Rz. 15 S. 10)
    und es kann auch kein unbeschränktes Notfahrwegrecht für Elektrofahrzeuge
    eingeräumt werden, wie dies der Kläger im Eventualstandpunkt beantragt
    (act. 34 Rz. 81). Dies, zumal der Zufahrtsweg im Bereich des von
    den Eltern der Beklagten bewohnten Wohnhauses nach eigenen Ausführungen des
    Klägers (act. 47 S. 4; act. 50 Rz. 40) durchaus
    beträchtlich ansteigt (vgl. auch act. 47 Abb. 3) und es eine
    offenkundige Tatsache (Art. 151 ZPO) darstellt, dass auch
    Elektrofahrzeuge beim Befahren von Steigungen durchaus erhebliche Geräusche
    von sich geben.

    
	
    c)

    	
    Dass der Kläger im Gebiet der
    Einmündung des Zufahrtswegs in die öffentliche Strasse ([...]) über keinen
    Unterstand für Motorräder verfügt (act. 34 Rz. 76), mag für ihn
    einen Nachteil bedeuten, ändert aber am Ergebnis der soeben vorgenommenen
    Interessenabwägung nichts. Denn Motorradfahrten sind für die
    bestimmungsgemässe Nutzung der Liegenschaft Nr. xxx (Ferien- bzw. Wochenendhaus)
    nicht unabdingbar. Im Übrigen ist zu bedenken, dass nach eigener
    Darstellung des Klägers einzig seine Söhne, nicht aber beispielsweise er
    selber oder seine Ehefrau Motorrad fahren (vgl. act. 2 Rz. 40;
    act. 34 Rz. 41), diese Söhne (Jahrgänge 1995 und 1996) aber
    inzwischen von Zuhause ausgezogen sind oder demnächst ausziehen werden
    (act. 22 Rz. 16 S. 11 oben; act. 34 Rz. 12, 80).

    
	
    d)

    	
    Aufgrund dieser Erwägungen und
    dieser Interessenabwägung sowie mit Blick auf die vorne (v.a.
    E. IV.4b) zitierte Rechtsprechung erscheint es angemessen, das
    Not(fahr)wegrecht zu Gunsten der Liegenschaft Nr. xxx und zu Lasten
    der Liegenschaft Nr. yyy wie folgt auszugestalten: Einzuräumen ist ein
    Notfahrwegrecht im Sinne eines beschränkten Fahrwegrechts für
    Motorfahrzeuge (wie erwähnt exklusive landwirtschaftliche Fahrzeuge, Quads,
    Motorräder und Motorfahrräder), das maximal sechs Einzelfahrten bzw. drei
    Hin- und Zurückfahrten pro Woche zuzüglich Notfallfahrten (Ambulanz, Arzt,
    Feuerwehr und dergleichen) umfasst, wobei in einer Woche nicht benützte
    Fahrberechtigungen nicht auf kommende Wochen übertragen werden dürfen.
    Dieses Notfahrwegrecht ist auf dem bestehenden Weg zwischen den
    Liegenschaften Nr. zzz und Nr. www auszuüben (vgl. hierzu soeben,
    E. IV.8e) und ist – mit Ausnahme von Notfallfahrten – beschränkt auf
    die Zeit zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr (vgl. auch hierzu
    soeben, E. IV.8g).

    
	
    e)

    	
    Mit einem Notfahrwegrecht in
    diesem Umfang lassen sich die in Bezug auf die Liegenschaft Nr. xxx
    anfallenden ausserordentlichen Transporte (z.B. Beförderung gehbehinderter
    Besucher, Anlieferung von Einkäufen, Brennstoffen oder Möbeln,
    Unterhaltsarbeiten an der Liegenschaft, Entsorgung; vgl. z.B. act. 22
    Rz. 15 S. 9, act. 34 Rz. 71) bewältigen. Daneben
    verfügt der Kläger wie erwähnt (E. II.1b) über ein unbeschränktes
    Fuss- und Viehfahrwegrecht, das auch das Benutzen des Wegs mit einachsigen
    Schub- und Handkarren sowie motorlosen Fahrzeugen beinhaltet. Auf dieses
    kann der Kläger – sollte die eingeräumte Fahrtenzahl nicht ausreichen –
    beispielsweise zurückgreifen, um täglich benötigte Güter (Lebensmittel, Getränke,
    etc.) mit einer Schubkarre von der [...] zu seinem Wohnhaus zu schaffen, so
    wie er dies gemäss eigenen Angaben auch in der Vergangenheit während
    22 Jahren stets tat (vgl. act. 2 Rz. 37; act. 34
    Rz. 38; widersprüchlich insofern die Ausführungen des Klägers in
    act. 22 Rz. 15 S. 9 unten).

    
	
    10.a)

    	
    Der Kläger hat in seiner
    Berufungsschrift beanstandet, eine Notfahrwegrechts-Regelung, bei der eine
    bestimmte Maximalzahl Fahrten festgelegt werde, sei nicht praktikabel bzw.
    nicht kontrollier- und vollstreckbar (act. 34 Rz. 75; vgl. auch
    act. 50 Rz. 46). Dem kann nicht gefolgt werden. Es ist eine
    allgemein kundige Tatsache (Art. 151 ZPO; vgl. nur die behördlichen
    Verkehrszählungen mittels am Strassenrand postierter Zählgeräte oder die
    beispielsweise bei der Projektierung von Einkaufszentren verlangten
    Fahrtenmodelle), dass heutzutage entsprechende technische,
    datenschutzkonforme Möglichkeiten bestehen, um auf einer Strecke die
    getätigte Anzahl Fahrten zu registrieren und dokumentieren (so auch die
    Beklagte in act. 41 Rz. 51). Selbst wenn solche
    Aufzeichnungsgeräte nicht erkennen können sollten, wann es sich um
    Notfallfahrten handelt (so der Kläger in act. 50 Rz. 46), wird es
    aufgrund der Geräte möglich sein, festzustellen, ob in einer bestimmten Woche
    die Anzahl getätigter Fahrten die oben (E. IV.8e und IV.9d)
    festgelegten Maxima übersteigt und anschliessend obliegt es dem Kläger
    nachzuweisen, dass und welche Fahrten davon Notfallfahrten waren. Im
    Übrigen liegt es in erster Linie an der Beklagten und nicht am Kläger, die
    angeordnete Notfahrwegrechts-Regelung auf deren Einhaltung zu kontrollieren
    und diese zu vollstrecken. Sollten also bezüglich Kontrollierbarkeit der
    mit dem vorliegenden Entscheid getroffenen Notfahrwegrechtsregelungen wider
    Erwarten Probleme auftreten, so gereicht dies dem Kläger nicht etwa zum
    Nachteil, sondern zum Vorteil.

    
	
    b)

    	
    Aus einer in den Akten
    dokumentierten Abklärung der Vorinstanz (act. 30) geht sodann hervor,
    dass die vorliegenden, bezüglich Fahrtenanzahl und weiterer Modalitäten
    beschränkten Notwegrechte entgegen der entsprechenden, unsubstantiiert
    vorgetragenen Rüge des Klägers (act. 34 Rz. 75) ohne Weiteres im
    Grundbuch eingetragen werden können.

    
	
    c)

    	
    Nicht weiter eingegangen zu
    werden braucht auf die Thematik der Stabilität der den Zufahrtsweg auf
    einem Teilstück abstützenden Stützmauer (vgl. hierzu z.B. act. 31
    E. III.3.3.3.). Es wird nämlich implizit auch von der Beklagten anerkannt,
    dass diese Stützmauer bzw. der Zufahrtsweg ein Befahren mit einer erheblich
    begrenzten Anzahl Fahrten, wie es mit dem vorliegenden Entscheid festgelegt
    wird, aushält (act. 14 Rz. 27 e contrario; act. 41
    Rz. 23). Dementsprechend ist auch nicht weiter relevant, wie die
    Beklagte bzw. deren Eltern und der Pächter ihre Liegenschaft Nr. yyy
    befuhren und befahren (der Kläger machte hierzu Ausführungen u.a. in
    act. 22 Rz. 15 S. 10 und act. 34 Rz. 33 ff.).
    Ohnehin könnte erforderlichenfalls die fragliche Stützmauer mittels
    baulicher Massnahmen verstärkt werden. In diesem Zusammenhang kann auf die
    zutreffenden und unangefochtenen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen
    werden, wonach bezüglich Unterhaltslast Art. 741 ZGB (analog) zur
    Anwendung gelangt (act. 31 E. III.6.).

    
	
    11.a)

    	
    Zu beurteilen bleibt die Höhe
    der geschuldeten Entschädigung im Sinne von Art. 694 Abs. 1 ZGB.
    Wie vorne erwogen (E. II.1c), ist diesbezüglich keine Rechtskraft
    eingetreten. Eine Neubeurteilung im vorliegenden Berufungsverfahren
    rechtfertigt sich, nachdem mit dem vorliegenden Entscheid verglichen mit
    jenem der Vorinstanz zugunsten der Liegenschaften Nr. www und
    Nr. xxx des Klägers und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy der
    Beklagten deutlich umfangreichere Notfahrwegrechte eingeräumt werden
    (Vorinstanz: je 48 Einzelfahrten pro Liegenschaft und Jahr [act. 31
    Dispositiv-Ziff. 2]; Obergericht: je 6 Einzelfahrten pro Liegenschaft
    und Woche [vorne, E. IV.8e, IV.9d]).

    
	
    b)

    	
    Gemäss
    Art. 694 Abs. 1 ZGB hat der Notwegberechtigte dem belasteten
    Grundeigentümer eine volle Entschädigung zu bezahlen. Für die
    Berechnung der Entschädigung werden die Grundsätze der Enteignung analog
    angewendet. Mit der Entschädigung soll in erster Linie die Differenz
    zwischen dem Verkehrswert des unbelasteten und demjenigen des mit dem
    Notweg belasteten Grundstücks ausgeglichen werden. Der Notwegbelastete soll
    im Ergebnis gleichgestellt werden, wie wenn sein Grundstück von keinem
    Notwegbegehren bedroht wäre; für die Berechnung der Entschädigung sind
    somit ausschliesslich die Nachteile des Notwegbelasteten massgeblich,
    während die Vorteile des Notwegberechtigten unbeachtlich bleiben (vgl.
    BGE 120 II 423 E. 7m.w.H.)

    
	
    c)

    	
    Durch die Notwegrechte wird auf
    der Liegenschaft Nr. yyy eine Fläche von rund 270 m2
    beansprucht (vgl. act. 31 E. III.5. [unangefochten]). Die
    Vorinstanz nahm einen massgeblichen Bodenpreis von CHF 3.–/m2  an,
    was von keiner Partei beanstandet wurde (act. 34; act. 41). Zu
    berücksichtigen ist, dass auch die Beklagte selber bzw. deren Eltern und
    der Pächter der Liegenschaft Nr. yyy den betreffenden Zufahrtsweg
    benützen. Somit beläuft sich die Verkehrswertdifferenz der vom Notweg
    beanspruchten konkreten Grundstücksfläche allein schätzungsweise auf wenige
    hundert Franken. Nicht ausser Acht zu lassen ist aber, dass die gesamte
    Liegenschaft der Beklagten bzw. insbesondere das Wohnhaus durch die zu
    gewährenden Notwegrechte eine nicht unerhebliche Entwertung infolge nicht
    mehr ungestörter Nutzung der Liegenschaft sowie zusätzlicher Immissionen
    (vgl. hierzu vorne, E. IV.8d) erfährt. Nur geringfügig fällt hingegen
    umgekehrt ins Gewicht, dass der Kläger den fraglichen Zufahrtsweg auf der
    Liegenschaft Nr. yyy im Jahr 2012 auf seine Kosten ab dem
    Wasserschieber südlich des Wohnhauses (vgl. act. 47 Abb. 4 sowie
    S. 9, südlich von Punkt 5) mit Kies bedeckte (act. 22
    Rz. 17), liegt dies doch bereits fünf Jahre zurück und diente dies
    angesichts der Lage dieser Teilstrecke südlich des Wohnhauses der Beklagten
    vor allem ihm selbst und nicht der Beklagten. Aufgrund all dieser Aspekte
    erscheint es angemessen, den Kläger zu verpflichten, der Beklagten für die
    Notwegrechte (unbeschränkte Fuss- und Viehfahrwegrechte sowie beschränkte
    Fahrwegrechte) eine Entschädigung von insgesamt CHF 2'000.‑ zu
    bezahlen. Die Eintragung der Notwegrechtsdienstbarkeiten im Grundbuch ist
    von der vorgängigen Hinterlegung dieser Entschädigung bei der Gerichtskasse
    abhängig zu machen (vgl. BGE 101 II 314 E. 5).

    

  

  
	
   

  V.

  (Kosten- und Entschädigungsfolgen)

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Trifft die Berufungsinstanz
    einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die Prozesskosten des
    erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Hat gemäss
    Entscheid der Berufungsinstanz keine Partei vollständig obsiegt, so werden
    die Prozesskosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens nach dem
    Ausgang des Verfahrens bzw. dem Erkenntnis der Berufungsinstanz verteilt
    (Art. 106 Abs. 2 ZPO; Reetz/Hilber, ZK ZPO, Art. 318 N 59).

    
	
    2.

    	
    Die Festsetzung der
    erstinstanzlichen Gerichtsgebühr auf CHF 3‘000.– durch die Vorinstanz
    (act. 31 Dispositiv-Ziff. 6) wurde von keiner Partei beanstandet
    und erscheint angemessen. Was das Berufungsverfahren anbelangt,
    rechtfertigt es sich, die pauschale Gerichtsgebühr in Anwendung der
    Art. 1 sowie Art. 3 Abs. 1 lit. a der Zivil- und
    Strafprozesskostenverordnung vom 22. Dezember 2010 auf
    CHF 2‘500.– festzusetzen.

    
	
    3.

    	
    Der Kläger verlangte vor
    Vorinstanz wie auch im Berufungsverfahren die Einräumung allgemeiner unbeschränkter
    Fuss-, Viehfahrweg- und Fahrwegrechte (Notwegrechte) zugunsten seiner
    Liegenschaften Nr. www und Nr. xxx sowie zulasten der
    Liegenschaft Nr. yyy der Beklagten (act. 2 S. 2;
    act. 34 S. 2). Die Beklagte anerkannte von Beginn weg (vgl.
    bereits act. 1 S. 2) die Klage insoweit, als sie auf die
    Einräumung allgemeiner unbeschränkter Fuss- und Viehfahrwegrechte (Notwegrechte)
    abzielt, und beantragte im Übrigen erst- und zweitinstanzlich die Abweisung
    der Klage (act. 14 S. 2; act. 41 S. 2). Mit dem vorliegenden
    Berufungsentscheid werden dem Kläger zusätzlich zu den anerkannten, bereits
    in Rechtskraft erwachsenen allgemeinen unbeschränkten Fuss- und
    Viehfahrwegrechten (Notwegrechten) zugunsten seiner Liegenschaften
    Nr. www und Nr. xxx sowie zulasten der Liegenschaft Nr. yyy
    der Beklagten erheblich beschränkte Notfahrwegrechte eingeräumt, wohingegen
    die Klage im Übrigen abgewiesen wird. Bei diesem Verfahrensausgang
    rechtfertigt es sich, die Kosten des erst- und des zweitinstanzlichen
    Verfahrens beiden Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und keine
    Parteientschädigungen zuzusprechen.

    
	
    4.

    	
    Die Gerichtskosten sind mit den
    vom Kläger für das erst- und für das zweitinstanzliche Verfahren
    geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 3‘000.– (act. 6) und
    CHF 2‘500.– (act. 37) zu verrechnen, die Beklagte hat dem Kläger
    jedoch die Gerichtskosten im Umfang von CHF 2‘750.– zu ersetzen
    (Art. 111 Abs. 1 und 2 ZPO).

    

  ____________________

  
	
   

  
	
  Das Gericht   beschliesst und erkennt:

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffer 1 des
    Urteils des Kantonsgerichtspräsidenten vom 22. Juli 2016 im Verfahren
    ZG.2015.00582 in Rechtskraft erwachsen ist.

    
	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    Die Dispositiv-Ziffern 2 bis 8
    des Urteils des Kantonsgerichtspräsidenten vom 22. Juli 2016 im Verfahren ZG.2015.00582 werden
    aufgehoben.

    
	
     

    	
     

    
	
    3.

    	
    In teilweiser Gutheissung der
    Berufung wird zugunsten der Liegenschaft Nr. www, Grundbuch V.______,
    Gemeinde Glarus Nord, ein Notwegrecht im Sinne eines beschränkten
    Fahrwegrechts für landwirtschaftliche Zwecke auf dem bestehenden Weg,
    zwischen den Liegenschaften Nr. zzz und Nr. www, beide Grundbuch
    V.______, Gemeinde Glarus Nord, und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy,
    Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord, eingeräumt. Dieses beschränkte
    Fahrwegrecht umfasst insgesamt maximal 6 Einzelfahrten resp. 3 Hin-
    und Zurückfahrten pro Woche (nicht kumulier- bzw. übertragbar) mit
    motorisierten landwirtschaftlichen Fahrzeugen (exklusive Traktoren), zuzüglich
    Notfallfahrten (Tierarzt, Feuerwehr und dergleichen). Das beschränkte
    Fahrwegrecht muss mit Ausnahme von Notfallfahrten (Tierarzt, Feuerwehr und
    dergleichen) zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr ausgeübt werden. 

    
	
     

    	
     

    
	
     

    	
    In teilweiser Gutheissung der
    Berufung wird zugunsten der Liegenschaft Nr. xxx, Grundbuch V.______,
    Gemeinde Glarus Nord, ein Notwegrecht im Sinne eines beschränkten
    Fahrwegrechts auf dem bestehenden Weg, zwischen den Liegenschaften
    Nr. zzz und Nr. www, beide Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus
    Nord, und zulasten der Liegenschaft Nr. yyy, Grundbuch V.______,
    Gemeinde Glarus Nord, eingeräumt. Dieses beschränkte Fahrwegrecht umfasst
    insgesamt maximal 6 Einzelfahrten resp. 3 Hin- und Zurückfahrten pro Woche
    (nicht kumulier- bzw. übertragbar) mit motorisierten Fahrzeugen (exklusive
    landwirtschaftliche Fahrzeuge, Quads, Motorräder und Motorfahrräder), zuzüglich
    Notfallfahrten (Ambulanz, Arzt, Feuerwehr und dergleichen). Das beschränkte
    Fahrwegrecht muss mit Ausnahme von Notfallfahrten (Ambulanz, Arzt,
    Feuerwehr und dergleichen) zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr ausgeübt werden.
    

    
	
     

    	
     

    
	
     

    	
    Die von den genannten
    Notwegrechten belastete Fläche ist auf dem nachstehenden Plan
    eingezeichnet:  […]

    
	
     

    	
     

    
	
    4.

    	
    Der Berufungskläger wird
    verpflichtet, der Berufungsbeklagten eine Entschädigung für die
    Notwegrechte gemäss vorstehender Dispositiv-Ziffer 3 und gemäss
    Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils des Kantonsgerichtspräsidenten vom
    22. Juli 2016 im Verfahren
    ZG.2015.00582 von insgesamt CHF 2‘000.– zu bezahlen. Die Anweisung an
    das Grundbuchamt durch das Gericht im Sinne der nachfolgenden
    Dispositiv-Ziffer 5 erfolgt erst nach Hinterlegung von CHF 2‘000.– bei
    der Gerichtskasse.

    
	
     

    	
     

    
	
    5.

    	
    Das Grundbuchamt des Kantons
    Glarus wird angewiesen, folgende Dienstbarkeiten als dinglich wirkend im
    Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord, einzutragen:

    
	
     

    	
    Unbeschränktes Fuss- und
    Viehfahrwegrecht (Notwegrecht) auf dem bestehenden Weg zwischen den
    Liegenschaften Nr. zzz und Nr. www, beide Grundbuch V.______,
    Gemeinde Glarus Nord, zugunsten der Liegenschaft Nr. www, derzeit im
    Alleineigentum von A.______, geboren am […], zulasten der Liegenschaft
    Nr. yyy, derzeit im Alleineigentum von B.______, geboren am […], beide
    Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord. Das unbeschränkte Fuss- und
    Viehfahrwegrecht (Notwegrecht) beinhaltet auch das Benutzen des bestehenden
    Weges mit einachsigen Schub- und Handkarren sowie mit motorlosen Fahrzeugen
    wie Fahrrädern.

    
	
     

    	
     

    
	
     

    	
    Beschränktes Fahrwegrecht
    (Notwegrecht) für landwirtschaftliche Zwecke für insgesamt maximal 6
    Einzelfahrten resp. 3 Hin- und Zurückfahrten pro Woche (nicht kumulier-
    bzw. übertragbar) mit motorisierten Fahrzeugen (exklusive Traktoren),
    zuzüglich Notfallfahrten (Tierarzt, Feuerwehr und dergleichen), auf dem
    bestehenden Weg zwischen den Liegenschaften Nr. zzz und Nr. www,
    beide Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord, zugunsten der Liegenschaft
    Nr. www, derzeit im Alleineigentum von A.______, geboren am […],
    zulasten der Liegenschaft Nr. yyy, derzeit im Alleineigentum von
    B.______, geboren am […], beide Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord.
    Das beschränkte Fahrwegrecht muss mit Ausnahme von Notfallfahrten
    (Tierarzt, Feuerwehr und dergleichen) zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr
    ausgeübt werden.

    
	
     

    	
     

    
	
     

    	
    Unbeschränktes Fuss- und
    Viehfahrwegrecht (Notwegrecht) auf dem bestehenden Weg zwischen den
    Liegenschaften Nr. zzz und Nr. www, beide Grundbuch V.______,
    Gemeinde Glarus Nord, zugunsten der Liegenschaft Nr. xxx, derzeit im
    Alleineigentum von A.______, geboren am […], zulasten der Liegenschaft
    Nr. yyy, derzeit im Alleineigentum von B.______, geboren am […], beide
    Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord. Das unbeschränkte Fuss- und
    Viehfahrwegrecht (Notwegrecht) beinhaltet auch das Benutzen des bestehenden
    Weges mit einachsigen Schub- und Handkarren sowie mit motorlosen Fahrzeugen
    wie Fahrrädern.

    
	
     

    	
    Beschränktes Fahrwegrecht
    (Notwegrecht) für insgesamt maximal 6 Einzelfahrten resp. 3 Hin- und
    Zurückfahrten pro Woche (nicht kumulier- bzw. übertragbar) mit
    motorisierten Fahrzeugen (exklusive landwirtschaftliche Fahrzeuge, Quads,
    Motorräder und Motorfahrräder), zuzüglich Notfallfahrten (Ambulanz, Arzt,
    Feuerwehr und dergleichen), auf dem bestehenden Weg zwischen den
    Liegenschaften Nr. zzz und Nr. www, beide Grundbuch V.______,
    Gemeinde Glarus Nord, zugunsten der Liegenschaft Nr. xxx, derzeit im
    Alleineigentum von A.______, geboren am […], zulasten der Liegenschaft
    Nr. yyy, derzeit im Alleineigentum von B.______, geboren am […], beide
    Grundbuch V.______, Gemeinde Glarus Nord. Das beschränkte Fahrwegrecht muss
    mit Ausnahme von Notfallfahrten (Ambulanz, Arzt, Feuerwehr und dergleichen)
    zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr ausgeübt werden.

    
	
     

    	
     

    
	
    6.

    	
    Im Übrigen wird die Klage
    abgewiesen.

    
	
     

    	
     

    
	
    7.

    	
    Die Gerichtsgebühr für das
    erst- und das zweitinstanzliche Verfahren wird auf insgesamt
    CHF 5'500.– festgesetzt.

    
	
     

    	
     

    
	
    8.

    	
    Die Gerichtskosten für das
    erst- und das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien je zur Hälfte
    auferlegt.

    
	
     

    	
     

    
	
    9.

    	
    Die Gerichtskosten für das
    erst- und das zweitinstanzliche Verfahren werden mit dem vom
    Berufungskläger im vorinstanzlichen Verfahren geleisteten Kostenvorschuss
    von CHF 3‘000.– und mit dem vom Berufungskläger im Berufungsverfahren
    einbezahlten Kostenvorschuss von CHF 2‘500.– verrechnet.

    
	
     

    	
    Die Berufungsbeklagte hat dem
    Berufungskläger die verrechneten Gerichtskosten im Umfang von
    CHF 2‘750.– zu ersetzen.

    
	
     

    	
     

    
	
    10.

    	
    Die Kosten des Grundbuchamtes
    des Kantons Glarus werden dem Berufungskläger auferlegt. Das Grundbuchamt
    des Kantons Glarus ist berechtigt, einen Kostenvorschuss zu verlangen.

    
	
     

    	
     

    
	
    11.

    	
    Für das erst- und das
    zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen
    zugesprochen.

    
	
     

    	
     

    
	
    12.

    	
    Schriftliche Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]