# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5145107-393d-5612-9f30-b785f71e3e73
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 22.02.2021 KSK 2018 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2018-78_2021-02-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 22. Februar 2021

Referenz KSK 18 78

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Guetg, Aktuar

Parteien A._____ SA
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Gian G. Lüthi
Via Retica 26, Postfach 129, 7503 Samedan 

gegen

C._____ AG
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Reto Crameri
Kunz Schmid, Gäuggelistrasse 1, Postfach 341, 7001 Chur 

Gegenstand provisorische Rechtsöffnung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Maloja, Einzelrichter, vom 12.11.2018, 
mitgeteilt am 12.11.2018 (Proz. Nr. 335-2018-123)

Mitteilung 01. März 2021 

2 / 12

I. Sachverhalt

A. Die A._____ SA und die C._____ AG unterzeichneten am 15. August 2011 
einen Maklervertrag bezüglich der in B._____ gelegenen StWEG "A._____". In 
den Ziffern 3 und 4 des Maklervertrages vereinbarten sie eine vom Verkaufserlös 
abhängige Provision. In Ziffer 5 einigten sie sich auf eine Pauschalvergütung von 
CHF 10'000.00 für den Fall der vorzeitigen Vertragsauflösung. Mit Schreiben vom 
13. März 2017 kündigte die C._____ AG den Maklervertrag per Ende März 2017, 
ohne dass bis dahin ein Verkauf zustande gekommen wäre. Zugleich verlangte sie 
von der A._____ SA die Bezahlung der Pauschalvergütung gemäss Ziffer 5 des 
Vertrages, was diese ablehnte.

B. Mit Zahlungsbefehl vom 17. April 2018 leitete die C._____ AG gegen die 
A._____ SA Betreibung für den Betrag von CHF 10'000.00 nebst Zins ein. Die 
A._____ SA erhob Rechtsvorschlag.

C. In der Folge ersuchte die C._____ AG das Regionalgericht Maloja mit Ein-
gabe vom 27. Juli 2018, ihr in der betreffenden Betreibung Nr. _____ des Betrei-
bungs- und Konkursamtes der Region Maloja für den Betrag von CHF 10'000.00 
zuzüglich Zins provisorische Rechtsöffnung zu erteilen. Nachdem sich die Partei-
en je drei Mal schriftlich geäussert hatten ("Rechtsöffnungsgesuch" vom 27. Juli 
2018 – "Stellungnahme" vom 21. August 2018; "Replik" vom 03. September 2018 
– "Duplik" vom 19. September 2018; "freiwillige Replik" vom 08. Oktober 2018 – 
"quadruplizierende Stellungnahme" vom 31. Oktober 2018), erging am 12. No-
vember 2018 der Entscheid der Vorinstanz, mit dem das Rechtsöffnungsgesuch 
der C._____ AG unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der A._____ 
SA gutgeheissen wurde.

D. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ SA (fortan: Beschwerdeführe-
rin) mit Eingabe vom 21. November 2018 fristgerecht Beschwerde, wobei sie des-
sen Aufhebung verlangte. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Das 
Gesuch um aufschiebende Wirkung wurde mit Verfügung vom 22. November 2018 
einstweilen abgewiesen. Der ebenfalls mit Verfügung vom 22. November 2018 
von der Beschwerdeführerin verlangte Kostenvorschuss von CHF 450.00 ging 
fristgerecht ein. Die von der C._____ AG (fortan: Beschwerdegegnerin) fristwah-
rend erstattete Beschwerdeantwort mit dem Antrag auf kostenfällige Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, datiert vom 03. Dezember 2018 
und wurde der Beschwerdeführerin mit Brief vom 07. Dezember 2018 zur Kennt-
nisnahme zugestellt. Weitere prozessuale Anordnungen oder Eingaben sind nicht 
erfolgt.

3 / 12

II. Erwägungen

1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO).

2. In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin 
habe vor der Vorinstanz im Rahmen ihrer Triplik unzulässige Noven vorgebracht. 
Ausserdem habe die Vorinstanz einen dritten Schriftenwechsel angeordnet, was 
gegen das Prinzip der Verfahrensbeschleunigung (Art. 252 ff. ZPO) sowie der 
Rechtsgleichheit (Art. 8 und Art. 29 BV) und des Willkürverbots (Art. 9 BV) ver-
stosse (KG act. A.1 S. 4). 

2.1. Ob diese Rüge der Beschwerdeführerin hinreichend begründet ist, damit 
darauf eingetreten werden kann, ist zweifelhaft. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts ist in der schriftlichen Beschwerdebegründung (Art. 321 Abs. 1 
ZPO) hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in 
den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist, d.h. an einem der ge-
nannten Mängel (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-
lung des Sachverhalts) leidet. Das setzt (im Sinne einer Eintretensvoraussetzung) 
voraus, dass die beschwerdeführende Partei die vorinstanzlichen Erwägungen 
bezeichnet, die sie anficht, sich inhaltlich konkret mit diesen auseinandersetzt und 
mittels präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Be-
hauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus 
welchen Aktenstellen sich der geltend gemachte Beschwerdegrund ergeben soll 
(Urteile des Bundesgerichts 5A_488/2015 vom 21. August 2015 E. 3.2; 
5D_65/2014 vom 9. September 2014 E. 4.2.1; je mit Verweis auf BGE 138 III 374 
E. 4.3). Die Beschwerdeführerin beschränkt sich in ihrer Beschwerdeschrift auf die 
Feststellung, "alle" von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Triplik vorge-
brachten Tatsachen und Beweismittel stellten unzulässige Noven dar (KG act. A.1 
S. 4 oben). Die betreffende Textpassage in der Beschwerdeschrift entspricht prak-
tisch wörtlich dem Einwand, den die Beschwerdeführerin bereits im vorinstanzli-
chen Verfahren erhob (vgl. RG act. I.6 S. 2). Eine argumentative Auseinander-
setzung mit dem vorinstanzlichen Entscheid findet sich darin nicht. Überhaupt 
bleibt unklar, welche Erwägungen im vorinstanzlichen Entscheid die Beschwerde-
führerin mit der Novenrüge genau anficht. Solche pauschalen Vorbringen vermö-
gen der Begründungspflicht im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht zu genü-
gen. 

2.2. Die Frage, ob die Novenrüge der Beschwerdeführerin hinreichend begrün-
det ist, kann hier allerdings offen bleiben. Was den Ablauf des erstinstanzlichen 

4 / 12

Verfahrens betrifft, kann der Vorinstanz kein Vorwurf darin gemacht werden, dass 
sie nach Eingang der Stellungnahme der Beschwerdeführerin einen zweiten 
Schriftenwechsel durchführte. Zwar ist das Rechtsöffnungsverfahren als rasches 
Summarverfahren mit grundsätzlich nur einem einfachen Schriftenwechsel konzi-
piert (vgl. Art. 84 Abs. 2 SchKG). Laut Bundesgericht ist die Durchführung eines 
zweiten Schriftenwechsels jedoch auch im Summarverfahren zulässig, wenn er 
sich nach den Umständen als erforderlich erweist (BGE 146 III 237 E. 3.1 m.H.). 
Im Rechtsöffnungsgesuch behauptete die Beschwerdegegnerin schlüssig, wenn 
auch noch relativ kurz, sie habe den Maklervertrag mangels Erfolgs ihrer Ver-
kaufsbemühungen gekündigt, weshalb nun die Pauschalentschädigung geschul-
det sei. Darauf entgegnete die Beschwerdeführerin in ihrer ersten Stellungnahme, 
die vereinbarte Pauschalentschädigung sei nicht voraussetzungslos geschuldet, 
sondern hänge von einer Gegenleistung der Beschwerdegegnerin ab, die diese 
nicht erbracht habe. Dass die Vorinstanz in der Folge einen zweiten Schriften-
wechsel durchführte, erscheint bei dieser Ausgangslage vernünftig. Aus den Akten 
ergibt sich sodann, dass die Vorinstanz keinen formellen dritten Schriftenwechsel 
anordnete, sondern den Parteien mit der Fristansetzung nach der Duplik bloss das 
Replikrecht gewährte (vgl. RG act. V.6-8). Dieses Vorgehen der Vorinstanz ist im 
Hinblick auf einen geordneten Prozessablauf unter Wahrung des unbedingten Re-
plikrechts und der Gleichbehandlung der Parteien ebenfalls nicht zu beanstanden, 
zumal der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin bekannt sein musste, dass 
die Parteien ohnehin nur maximal zweimal die Möglichkeit haben, sich unbe-
schränkt zu äussern (vgl. BGE 146 III 237 E. 3.2; 144 III 117 E. 2.2; 140 III 450 
E. 3.1).

2.3. Wird im Summarverfahren ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet, sind 
darin unbeschränkt Noven zulässig. Der Aktenschluss tritt nach dem zweiten 
Schriftenwechsel ein. Nachher sind Noven nur noch unter den Voraussetzungen 
von Art. 229 Abs. 1 ZPO zulässig (BGE 146 III 237 E. 3.1). Diese Voraussetzun-
gen waren im vorliegenden Fall, was die von der Beschwerdegegnerin in der Tri-
plik neu geltend gemachten Vorbringen angeht, erfüllt. 

2.3.1 Die Behauptungen und Beweismittel, welche die Beschwerdegegnerin in 
ihrer Triplik neu vorbrachte, stellen unechte Noven dar. Für die Zulässigkeit von 
unechten Noven ist erforderlich, dass die Klägerin diese trotz zumutbarer Sorgfalt 
nicht bereits im Rahmen des doppelten Schriftenwechsels, also mit der Replik, 
vorbringen konnte (Art. 229 Abs. 1 lit. b ZPO). Dass unechte Noven trotz zumutba-
rer Sorgfalt nicht vorher haben vorgebracht werden können, bedeutet, dass der 
betreffenden Partei keine Nachlässigkeit bei der Behauptungs- und Beweis-

5 / 12

führungslast (bzw. der subjektiven Beweislast) vorzuwerfen ist (Urteil des Bundes-
gerichts 4A_259/2019 vom 10. Oktober 2019 E. 1.3). Dabei liegt es grundsätzlich 
an der Partei, die das Novenrecht beansprucht, im Einzelnen darzutun, weshalb 
die Verspätung entschuldbar ist, insbesondere warum ein früheres Vorbringen 
nicht möglich war; sie ist insoweit behauptungs- und beweisbelastet. Allerdings ist 
es der klagenden Partei weder möglich noch zumutbar, sozusagen auf Vorrat in 
ihrer Replik sämtliche denkbaren neuen Tatsachenvorbringen zu entkräften, mit 
denen der Prozessstoff in der Duplik noch ausgedehnt werden kann. Wenn in der 
Duplik neue Behauptungen aufgestellt werden, welche die klagende Partei ihrer-
seits mit unechten Noven entkräften will, so ist bei gegebener Kausalität anzu-
nehmen, dass die unechten Noven trotz zumutbarer Sorgfalt nicht vorher vorge-
bracht werden konnten. Zur Bejahung der Kausalität ist einerseits erforderlich, 
dass die Dupliknoven das Vorbringen der unechten Noven veranlasst haben, an-
dererseits dass die unechten Noven in thematischer Hinsicht als Reaktion auf die 
Dupliknoven aufzufassen sind (Urteil des Bundesgerichts 4A_38/2020 vom 22. Juli 
2020 E. 5.1.3 mit Verweis auf BGE 146 III 55 E. 2.5.2).

2.3.2. Wie erwähnt, bestritt die Beschwerdeführerin bereits in ihrer ersten Stel-
lungnahme, dass seitens der Beschwerdeführerin eine Gegenleistung erbracht 
worden wäre, dies jedoch noch generell und ohne Bezugnahme auf den Umfang 
der Verkaufsbemühungen (vgl. RG act. I.2 S. 2 f.). In der Replik erwiderte die Be-
schwerdegegnerin, die Pauschalentschädigung sei zwar voraussetzungslos ge-
schuldet, sie habe jedoch auch eine Gegenleistung erbracht, indem sie Verkaufs-
unterlagen erstellt und diese interessierten Käufern zur Verfügung gestellt habe 
(RG act. I.3 S. 3). In ihrer Duplik stellte sich die Beschwerdeführerin dann neu auf 
den Standpunkt, die Beschwerdegegnerin habe keine umfassenden Verkaufs-
bemühungen unternommen. Insbesondere trug sie nun vor, die Beschwerdegeg-
nerin hätte nicht nur eine Verkaufsdokumentation und Verkaufsprospekte erstel-
len, sondern diese auch in ihren Besitz und ihr Eigentum übertragen müssen, was 
nicht geschehen sei. Ausserdem hätten vertragswidrig keine Ortstermine stattge-
funden (RG act. I.4 S. 3 ff.). Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdeführerin 
nicht vorgeworfen werden, dass sie erst in der Triplik auf sämtliche Verkaufs-
bemühungen einging und diese mit zusätzlichen Beweismitteln untermauerte (vgl. 
RG act. I.5 S. 3 ff.). Es liegt mithin eine berechtigte Reaktion auf Dupliknoven vor, 
mit der Folge, dass die betreffenden Vorbringen als zulässige Noven zu qualifizie-
ren sind. Die Rüge, alle von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Triplik vor-
gebrachten Tatsachen und Beweismittel hätten aus dem Recht gewiesen werden 
müssen, erweist sich entsprechend als unbegründet.

6 / 12

3. In der Sache stellt sich vorab die Frage, ob die Pauschalentschädigung ei-
nerseits und die Verkaufsbemühungen andererseits in einem Austauschverhältnis 
stehen, mit der Folge, dass die Basler Rechtsöffnungspraxis zur Anwendung ge-
langt. Ist nämlich die Basler Rechtsöffnungspraxis anwendbar, muss der Schuld-
ner die Nichterfüllung der Gegenleistung bloss behaupten und nicht glaubhaft ma-
chen. Immerhin hat er glaubhaft zu machen, dass zwischen den fraglichen Leis-
tungen ein Austauschverhältnis besteht. Gelingt ihm dies und bringt er tatsächlich 
vor, die Gegenleistung sei nicht erfüllt worden, liegt es alsdann an der Gläubigerin, 
die Erfüllung zu beweisen, wobei Glaubhaftmachen hier wiederum nicht genügt 
(Dominik Vock, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, 
N 19 zu Art. 82 SchKG m.H.; vgl. statt vieler auch BGE 145 III 20 E. 4.3 m.H.). 

Bereits im vorinstanzlichen Verfahren war umstritten, ob zwischen der Pauscha-
lentschädigung und den Verkaufsbemühungen ein Austauschverhältnis besteht. 
Die Beschwerdegegnerin stellte sich jedenfalls ab der Replik auf den Standpunkt, 
die Pauschalentschädigung sei voraussetzungslos geschuldet für den Fall, dass 
das Vertragsverhältnis aufgelöst werde (RG act. I.3 Ziff. 5). Demgegenüber liess 
sich die Beschwerdeführerin bereits in ihrer ersten Stellungnahme dahin verneh-
men, die Pauschalentschädigung sei unter anderem von einer Gegenleistung sei-
tens der Beschwerdegegnerin abhängig, wobei sie als Beweisofferte auf den Mak-
lervertrag verwies (RG act. I.2 Ziff. 5). In der Duplik hielt sie sodann ausdrücklich 
fest, die gegenseitigen Pflichten würden in einem Austauschverhältnis stehen (RG 
act. I.4 S. 3). Diese Standpunkte bringen die Parteien im Beschwerdeverfahren 
erneut vor (vgl. KG act. A.1 S. 7 und KG act. A.2 Ziff. 5 und 54).

Die Vorinstanz ging in ihren Erwägungen auf die Frage, ob zwischen den in Zif-
fer 5 des Maklervertrags erwähnten Leistungen ein Austauschverhältnis besteht 
und entsprechend die Basler Rechtsöffnungspraxis anwendbar ist, nicht näher ein. 
Sie hielt zwar allgemein fest, dem Anspruch auf Lohn und Auslagenersatz des 
Maklers stehe keine im Austauschverhältnis stehende Verpflichtung gegenüber, 
es sei denn, er sei eine Leistungsverpflichtung eingegangen. Das habe zur Folge, 
dass dem Auftraggeber gegen Lohnforderungen des Maklers die Einrede des 
nicht erfüllten Vertrages nicht zukomme (KG act. B.1 E. 8 S. 4 f.). Dessen unge-
achtet prüfte sie im Anschluss, ob die Beschwerdegegnerin die einzelnen Ver-
kaufsbemühungen tatsächlich besorgte (KG act. B.1 E. 8 S. 5 f.), was nach den 
oben dargelegten Grundsätzen ohne die Annahme eines Austauschverhältnisses 
nicht nötig gewesen wäre. Aus der Entscheidbegründung ergibt sich demnach im-
plizit, dass die Vorinstanz das Vorliegen eines Austauschverhältnisses bejahte. 
Diese Schlussfolgerung ist mit Blick auf den Wortlaut von Ziffer 5 des Maklerver-

7 / 12

trages nachvollziehbar ("la committente versa all'incaricata la somma forfettaria di 
CHF 10'000.00 (diecimila) per l'allestimento della documentazione di vendita / 
volantini / prospetti e per sopralluoghi"). Wenn die Vorinstanz davon ausging, dass 
die Beschwerdegegnerin die Erbringung der Verkaufsbemühungen gemäss Zif-
fer 5 des Maklervertrags beweisen können muss, ansonsten für die Pauschalen-
tschädigung keine provisorische Rechtsöffnung erteilt werden kann, tat sie dies 
folglich zu Recht.

4. Was den Beweis der in Ziffer 5 des Maklervertrages erwähnten Verkaufs-
bemühungen betrifft, rügt die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe den Sach-
verhalt verschiedentlich falsch festgestellt (KG act. A.1 S. 4 ff.).

4.1. In dieser Hinsicht gilt es vorab festzuhalten, dass die Frage, ob eine im 
Prozess vor Erstinstanz behauptete Tatsache bewiesen wurde, eine Frage der 
Beweiswürdigung ist und – als Tatfrage – im Beschwerdeverfahren nur mit be-
schränkter Kognition überprüft wird. Die Beschwerdeinstanz kann mit anderen 
Worten lediglich prüfen, ob die Beweismittel von der Erstinstanz offensichtlich un-
richtig und damit qualifiziert falsch gewürdigt wurden; eine "bloss falsche" Be-
weiswürdigung genügt für den Beschwerdegrund von Art. 320 lit. b ZPO nicht. 
Diese besondere Voraussetzung scheint die Beschwerdeführerin zu verkennen. 
So führt sie in ihrer Beschwerde lediglich aus, dass ein bestimmter Beweis "nicht 
erbracht" oder eine bestimmte Tatsache "unerwiesen" sei (vgl. KG act. A.1 
S. 4 ff.). Dass die Beweiswürdigung der Vorinstanz offensichtlich falsch und damit 
geradezu willkürlich ausgefallen wäre, begründet sie nicht näher. Im Wesentlichen 
stellt sie jeweils nur ihre eigene Beweiswürdigung derjenigen der Vorinstanz ge-
genüber. Dies genügt im Beschwerdeverfahren nicht. Ob die als Beschwerdein-
stanz erkennende Kammer als Sachgericht im gleichen Sinne wie die Vor-instanz 
entschieden hätte, ist angesichts der im Beschwerdeverfahren auf Willkür be-
schränkten Kognition ohne Belang.

4.2. Im Einzelnen moniert die Beschwerdeführerin, es sei entgegen der Vor-
instanz nicht erwiesen, dass die Beschwerdegegnerin Verkaufsunterlagen erstellt 
und ausgedruckt habe. Bei der E-Mail-Korrespondenz zwischen D._____ (Mitar-
beiter der Beschwerdegegnerin) und E._____ (Mitarbeiterin der Beschwerdeführe-
rin) vom 15./16. November 2011 und bei der Rechnung der Beschwerdegegnerin 
vom 21. Mai 2012 handle es sich um "illiquide Beweismittel". Der E-Mail-
Korrespondenz von November 2011 sei zu entnehmen, dass die Beschwerdegeg-
nerin der Beschwerdeführerin noch eine Preisliste und einen Auftragsentwurf 
schulde (KG act. A.1 Ziff. 2 S. 4 f.). 

8 / 12

Die Vorinstanz erwog in diesem Zusammenhang, es würden sich Unterlagen für 
den Verkauf der Wohnungen in den Akten finden. Die Beschwerdeführerin selbst 
habe im November 2011 noch eine Korrektur der Formulierung der Verkaufsdo-
kumentation gewünscht. Aus ihrer Akteneinlage vom 19. September 2018 mit den 
Auflistungen von Verkaufsaktivitäten gehe hervor, dass die Beschwerdegegnerin 
bis April 2012 insgesamt 464 Verkaufsflyer versandt habe (KG act. B.1 S. 5). 

Diese Beweiswürdigung der Vorinstanz ist nicht offensichtlich falsch. Zwar ist in 
der E-Mail von D._____ vom 15. November 2011 noch davon die Rede, dass der 
Entwurf der Preisliste ("listino prezzi") und des Auftrags ("l'incarico") am folgenden 
Donnerstag erstellt würden (RG act. II.13). Ob diese Preisliste dann tatsächlich 
erstellt wurde und was mit dem Auftrag genau gemeint ist, geht aus den Akten 
nicht hervor. Doch unterbreitete D._____ in der gleichen E-Mail bereits den Ent-
wurf der Broschüre ("l'opuscolo"). E._____ zeigte sich sodann in ihrer Antwort vom 
16. November 2011 zufrieden mit diesem Entwurf ("sono 
contenta del risultato !!"). Offensichtlich blieb es in der Folge nicht bloss beim Ent-
wurf dieser Broschüre, denn in den Akten findet sich ein Exemplar einer zwölfsei-
tigen, farbig gedruckten Broschüre im Format A5 mit Fotos, Plänen und weiteren 
Angaben zu den Verkaufsobjekten (RG act. II.8). Dazu kommt eine Rechnung der 
Druckerei G.________ vom 28. November 2011 für den Druck von 500 Exempla-
ren der Broschüre (RG act. II.14). Dass die Vorinstanz auf dieser Grundlage den 
Schluss zog, die Beschwerdegegnerin habe die Broschüre und damit die Ver-
kaufsdokumentation tatsächlich erstellt, erscheint somit nicht offensichtlich unrich-
tig. Zu berücksichtigen ist überdies, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwer-
deführerin am 20. und 21. Mai 2012 Rechnung für die entstandenen Kosten für 
den Druck und den Versand der Broschüre sowie einer Verkaufsdokumentation im 
Format A4 stellte (vgl. RG act. III.1 und III.2), welche die Beschwerdeführerin – 
nach ihrer eigenen Darstellung (vgl. RG act. I.4 Ziff. 12) – widerspruchslos beglich. 
Wenn sie vier Jahre später, nachdem die Verkaufsbemühungen gescheitert sind 
und es um die Bezahlung der vereinbarten Pauschalentschädigung geht, plötzlich 
die Vornahme jeglicher Verkaufsbemühungen bestreitet, verhält sie sich wider-
sprüchlich und damit rechtsmissbräuchlich (Art. 2 Abs. 2 ZGB). Auch aus diesem 
Grund ist ihrem Einwand nicht zu folgen.

4.3. Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, für die Durchführung von Orts-
terminen lägen ebenfalls keine Beweise vor. Aus der E-Mail von D._____ vom 
15. Februar 2016, anhand welcher die Vorinstanz ihre Schlüsse ziehe, gehe kein 
Empfänger hervor. Die Ortstermine seien überdies nicht substantiiert worden; es 
sei nicht klar, mit welchen Interessenten diese Ortbesichtigungen wahrgenommen 

9 / 12

worden sein sollten, wann diese stattgefunden hätten und welche Wohnung be-
sichtigt worden sei (KG act. A.1 S. 5). 

Diesbezüglich nahm die Vorinstanz gestützt auf eine zwischen den Parteien ge-
führte E-Mail-Korrespondenz an, dass die Beschwerdegegnerin in Absprache mit 
der Beschwerdeführerin am 19. Februar 2016 einen Tag der offenen Türe durch-
führte (KG act. B.1 S. 5). 

Auch diese Würdigung ist nicht offensichtlich falsch. Was die E-Mail von D._____ 
vom 15. Februar 2016 selber angeht, ist festzuhalten, dass diese E-Mail Einladun-
gen zu einem Tag der offenen Tür bezüglich verschiedener zum Verkauf stehen-
der Zweitwohnungen beinhaltet. Aufgelistet sind darin auch die hier zur Diskussion 
stehenden _____ Zimmer-Zweitwohnungen "A._____". Laut der Einladung konn-
ten diese Wohnungen am 19. Februar 2016 von 16.00 bis 18.00 Uhr besichtigt 
werden. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt, geht aus der ins Recht 
gelegten Kopie der E-Mail nicht hervor, an wen diese geschickt wurde. Die vorin-
stanzliche Beweiswürdigung deswegen gleich als offensichtlich falsch zu qualifi-
zieren, ginge indes zu weit. Immerhin lässt sich der Urkunde entnehmen, dass die 
E-Mail am 15. Februar 2016 um 17.06 Uhr "gesendet" wurde. Darüber hinaus liegt 
eine E-Mail von D._____ vom 4. Februar 2016 im Recht, worin F._____ seitens 
der Beschwerdeführerin über die Organisation eines Tages der offenen Türe am 
19. Februar 2016 informiert wurde (RG act. II.15). In ihrer Antwort vom 5. Februar 
2016 bezeichnete F._____ diesen Vorschlag als "una buona idea" (RG act. II.15). 
Anhaltspunkte, dass dieser Tag der offenen Türe am 19. Februar 2016 planwidrig 
nicht stattgefunden hätte, sind nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund erscheint 
die Beweiswürdigung, wonach die Beschwerdegegnerin am 19. Februar 2016 
tatsächlich einen Tag der offenen Tür durchführte, weder aktenwidrig noch wider-
sprüchlich oder krass einseitig zugunsten der Beschwerdegegnerin. 

4.4. Weiter kritisiert die Beschwerdeführerin die vorinstanzliche Feststellung, 
wonach sie von der Beschwerdegegnerin zumindest eine erste Fassung der Ver-
kaufsunterlagen zugestellt erhalten habe. Freilich beschränkt sich die Beschwer-
deführerin in diesem Zusammenhang darauf, die vorinstanzliche Feststellung als 
"weiterhin bestritten" zu bezeichnen (KG act. A.1 S. 5 f.). Nähere Ausführungen 
dazu, weshalb die vorinstanzliche Feststellung offensichtlich falsch ist, gehen aus 
der Beschwerde nicht hervor. Solche pauschalen Vorbringen vermögen, wie be-
reits erwähnt, der Begründungspflicht im Beschwerdeverfahren zum Vornherein 
nicht zu genügen, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Im Übrigen erscheint die 
Schlussfolgerung selber, dass die Beschwerdeführerin die Verkaufsunterlagen 
ausgehändigt erhielt, nicht offensichtlich falsch, nachdem die Beschwerdegegnerin 

10 / 12

ihr mit E-Mail vom 15. November 2011 eine elektronische Fassung schickte (vgl. 
RG act. II.13). 

4.5. Ferner wendet sich die Beschwerdeführerin gegen die vorinstanzliche Fest-
stellung, wonach keine Abänderung der Pauschalabrede des Maklervertrages er-
wiesen sei (KG act. A.1 S. 6). Die Vorinstanz erwog dazu, dass keine Zahlung der 
effektiven Auslagen seitens der Beschwerdeführerin dargetan sei. Unter diesen 
Umständen sei eine Vertragsänderung nicht hinreichend erwiesen (KG act. B.1 
S. 5). Tatsächlich begnügte sich die Beschwerdeführerin auch im Beschwerdever-
fahren mit der blossen Feststellung, sie habe die "erfolgte Zahlung genügend sub-
stantiiert und glaubhaft gemacht, indem sie die von der Beschwerdegegnerin ge-
sandten Rechnungen beigelegt" habe (KG act. A.1 S. 6). Mit solch unspezifizierten 
Ausführungen wird die Beschwerdeführerin der Begründungspflicht im Beschwer-
deverfahren einmal mehr nicht gerecht. Im Übrigen ist hier festzuhalten, dass die 
blosse Vorlage einer Rechnung gemeinhin noch nicht deren Bezahlung beweist. 
Geht man mit der Beschwerdeführerin gleichwohl davon aus, sie habe die fragli-
chen Rechnungen tatsächlich bezahlt, so ist damit nach Treu und Glauben noch 
kein Konsens über die Abänderung der im Maklervertrag vom 15. August 2011 
vereinbarten Pauschalabrede dargetan. Die Schlussfolgerungen der Vorinstanz 
sind jedenfalls im Ergebnis nicht zu beanstanden. 

5. Schliesslich wirft die Beschwerdeführerin der Vorinstanz auch unrichtige 
Rechtsanwendung vor (KG act. A.1 S. 6 f.). Auch diese Rüge erweist sich als un-
zureichend begründet. Die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Kapitel "Un-
richtige Rechtsanwendung" stehen unter dem Untertitel "Beweiswürdigung", was 
dafür spricht, dass sie an der betreffenden Stelle in Tat und Wahrheit gar keine 
unrichtige Beurteilung einer Rechtsfrage rügt, sondern vielmehr eine unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts. In den darauffolgenden Ausführungen bleibt wie-
derum unklar, ob die Beschwerdeführerin der Vorinstanz eine Verletzung der 
Grundsätze über die freie Beweiswürdigung gemäss Art. 157 ZPO oder doch eher 
eine Verletzung der Art. 82 f. SchKG oder der Regeln über die Beweislastvertei-
lung gemäss Art. 8 ZGB vorwirft. Solche Widersprüche und Unklarheiten muss 
sich die beschwerdeführende Partei selber anlasten lassen, vor allem wenn sie – 
wie vorliegend – anwaltlich vertreten ist. Was in der Beschwerde nicht oder nicht 
in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügenden Weise bean-
standet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden und 
hat grundsätzlich Bestand. Im Übrigen beschränkt sich die Beschwerdeführerin an 
dieser Stelle erneut auf eine blosse Wiedergabe des vor Vorinstanz vorgetragenen 
Standpunktes, ohne sich mit dem vorinstanzlichen Entscheid argumentativ aus-

11 / 12

einanderzusetzen. Ein allgemeiner Verweis auf die vorinstanzlichen Akten oder 
die Auflistung verschiedener Beweismittel in einem separaten Kapitel, wie sie sich 
am Ende der Beschwerdeschrift findet (vgl. KG act. A.1 S. 7), vermag dieses Ver-
säumnis jedenfalls nicht zu beheben. Auf die Rüge ist folglich nicht einzutreten.

6. Zusammengefasst erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführerin als 
unbegründet, soweit auf sie überhaupt einzutreten ist. Bei diesem Ergebnis gehen 
die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens zu ihren Lasten (Art. 106 Abs. 1 
ZPO). Die Spruchgebühr ist beim vorliegenden Streitwert und angesichts des ver-
ursachten Aufwands mit CHF 450.00 zu bemessen (vgl. Art. 48 i.V.m. Art. 61 
GebV SchKG). Die Rechtsvertretung der Beschwerdegegnerin hat für das Be-
schwerdeverfahren eine Honorarnote über CHF 3'390.50, einschliesslich Spesen-
pauschale von 3 % und MwSt., eingereicht (KG act. G.2), welcher 11.32 Stunden 
Aufwand zum Stundenansatz von CHF 270.00 zugrunde liegen. Dieser zeitliche 
Aufwand scheint mit Blick auf die eingereichten Rechtsschriften und die Anzahl 
vorgebrachter Rügen angemessen (vgl. Art. 2 HV) und ist zum üblichen Höchst-
satz von CHF 270.00 pro Stunde zu entschädigen (vgl. Art. 3 HV), nachdem sich 
die Rechtsvertretung und die Beschwerdegegnerin gemäss Honorarvereinbarung 
vom 17. Juli 2018 auf einen Stundenansatz von CHF 300.00 geeinigt haben (RG 
act. VI.1). 

12 / 12

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 450.00 gehen zu Lasten 
der A._____ SA und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss 
in Höhe von CHF 450.00 verrechnet.

3. Die A._____ SA hat die C._____ AG für das Beschwerdeverfahren mit 
CHF 3'390.50 (inkl. Spesen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: