# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cbf3a310-ddfe-56bd-9878-45b6bfa397c7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 18.03.2014 R 2013 217
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-217_2014-03-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 217

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuarin ad hoc Brülisauer

URTEIL
vom 18. März 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Verein A._____,c/o Herr B._____,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde X._____,

Beschwerdegegnerin

und

Amt für Raumentwicklung Graubünden, 

Beigeladen

betreffend Baugesuch (BAB)

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1. Der Verein A._____ ersuchte die Gemeinde X._____ mit Baugesuch vom 

8. März 2013 um Bewilligung für die statische Sicherung und Zugäng-

lichmachung der Burgruine Y._____ auf der Parzelle U._____. Die Ruine 

soll gemäss Baueingabe in ihrem Bestand umfassend gesichert werden. 

Für deren Erschliessung sind ein Zugangsweg (Fussweg) sowie ein 

Rundgangweg, eine Feuerstelle mit einem kleinen Rastplatz, eine Infor-

mationstafel und ein Brunnen mit Wasserzu- und -wegleitung geplant. 

Das Bauvorhaben wurde im Amtsblatt des Kantons Graubünden publi-

ziert. Es gingen keine Einsprachen ein.

2. Die kommunale Baubehörde leitet das BAB-Gesuch an das Amt für Rau-

mentwicklung Graubünden (nachfolgend ARE) weiter, welches beim ARE 

am 9. April 2013 einging. Im Rahmen der Behandlung des Gesuchs nah-

men das Amt für Wald und Naturgefahren Graubünden (nachfolgend 

AWN), der Archäologische Dienst Graubünden (nachfolgend AD), das 

Amt für Natur und Umwelt Graubünden (nachfolgend ANU) und die 

Denkmalpflege Graubünden (nachfolgend DP) dazu Stellung. 

3. Anlässlich des am 4. Juni 2013 durch das ARE unter Anwesenheit insbe-

sondere des Vereins A._____, des AWN, des AD und der Grundeigentü-

mer durchgeführten Augenscheins stellte das ARE für das Bauvorhaben 

betreffend Sicherungsprojekt Y._____ unter Berücksichtigung der übli-

chen Auflagen eine Bewilligung für Bauten und Anlagen ausserhalb der 

Bauzone (nachfolgend BAB) in Aussicht. Hingegen könne für das Er-

schliessungsprojekt Y._____ unter anderem aus archäologischen Grün-

den und aus Gründen des Landschaftsschutzes zurzeit keine BAB-

Bewilligung in Aussicht gestellt werden. 

4. Nach Einholung der Stellungnahmen zum Augenschein, dem anlässlich 

dessen besprochenen Projektänderungsvorschlag und den beabsichtig-

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ten Auflagen, welche mit Schreiben vom 19. Juni 2013 den Parteien und 

beteiligten Ämtern eröffnet wurden, erteilte das ARE am 26. Juli 2013 die 

BAB-Bewilligung für die nachgesuchte statische Sicherung und die Er-

schliessung der Ruine Y._____. Die BAB-Bewilligung wurde unter ande-

rem mit folgenden unter Ziff. 3 des Dispositives aufgeführten Auflagen 

verbunden:
"f) Der Rundgang/Pfad und der Rastplatz mitsamt der vorgesehenen Anlagen 

Feuerstelle und Brunnen dürfen das TWW-Objekt Nr. W._____ "Ruine 
Y._____" nicht tangieren oder anderweitig beeinträchtigen. Für die Erstellung 
der Anlage sind nicht-störende Bodeneingriffe erlaubt. Der Rastplatz ist als 
Rasenplatz, der Rundgang/Pfad möglichst als Rasenweg auszugestalten. 
Insbesondere ist die Baupiste nach Ende der Sicherungs- resp. Bauarbeiten 
(Bauvorhaben a) zurückzubauen und für die Folgenutzung Rundgang/Pfad 
entsprechend zu renaturieren.

g) Für die Erstellung der bewilligten Wasserleitung durch das TWW-Objekt 
Nr. W._____ "Ruine Y._____", für die Begrünung des Rastplatzes und für die 
allenfalls zu begrünenden Bereiche des Rundgangs/Pfades ist eine fachlich 
kompetente Umweltbaubegleitung (UBB) beizuziehen und deren Name dem 
Amt für Raumentwicklung und dem Amt für Natur und Umwelt bekannt zu ge-
ben.

h) Die UBB hat nach Absprache mit dem archäologischen Dienst und der kanto-
nalen Denkmalpflege die Befugnis, der Bauleitung die für den Schutz von 
Umwelt, Natur und Landschaft erforderlichen Weisungen zu erteilen.

i) Die UBB hat dafür zu sorgen, dass der Rastplatz sowie die allenfalls zu be-
grünenden Bereiche des Rundgangs/Pfades mit lokalem Saatgut aus der an-
grenzenden Trockenwiese und -weide begrünt werden.

j) Nach Abschluss der Bauarbeiten ist der Gemeinde sowie im Doppel dem Amt 
für Raumentwicklung ein Bericht über die Umweltbaubegleitung einzureichen. 
Über die Leistung von allfälligen Ersatzmassnahmen sowie allenfalls zusätz-
lich notwendigen Wiederherstellungsmassnahmen wird gegebenfalls in einer 
separaten Verfügung entschieden."

5. Am 2. September 2013 erteilte die Gemeinde X._____ die Baubewilligung 

für die statische Sicherung der Ruine und für die Erschliessung mit Fuss-

weg und Rastplatz. Die BAB-Bewilligung vom 26. Juli 2013 bildete inte-

grierenden Bestandteil der kommunalen Bewilligung.

6. Dagegen erhob der Verein A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

15. Oktober 2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

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Graubünden und beantragte, es seien die Auflagen der Bewilligung so 

abzuändern, dass ein sicherer und auch für ältere und gehbehinderte Be-

sucher gangbarer Fussweg auf den Burghügel angelegt werden könne. 

Es sei zu prüfen, ob die geringfügigen Eingriffe beim Bau eines schmalen 

Fusswegleins und einer Wasserleitung einer Umweltbaubegleitung (nach-

folgend UBB) bedürften. Der Passus unter Ziff. 3 lit. j der BAB-Bewilli-

gung, wonach nach Abschluss der Bauarbeiten über die Leistung allfälli-

ger Ersatzmassnahmen und allenfalls zusätzlich notwendiger Wiederher-

stellungsmassnahmen separat verfügt werde, sei in dieser unbestimmten 

Formulierung zu streichen. Zudem sei zu prüfen, ob nicht auf Bewilli-

gungsgebühren verzichtet werden könne. Zur Begründung führte der Be-

schwerdeführer im Wesentlichen aus, dass das AWN sowie das ANU die 

Verbesserung des Zugangs zur Ruine verhindern wollten. Dazu solle eine 

Baupiste zurückgebaut werden, welche gar nicht beantragt worden sei. 

Es müsse eine gefällsarme Wegführung ohne Treppen festgelegt und der 

Einbau von Kies bewilligt werden. Die Ämter könnten entsprechende, 

ganz konkrete Auflagen in der Bewilligung machen anstatt eine UBB ein-

zusetzen, welche nicht konkretisierte und damit praktisch unbegrenzte 

Anweisungskompetenz habe. Der Passus, wonach nach Abschluss der 

Bauarbeiten über die Leistung allfälliger Ersatzmassnahmen und allenfalls 

zusätzlich notwendiger Wiederherstellungsmassnahmen separat ent-

schieden werde, sei unklar und schaffe im Ausmass unbegrenzte Unsi-

cherheit. Schliesslich bestehe zwar kein Rechtsanspruch auf Gebührener-

lass. Für das im öffentlichen Interesse liegende Bauvorhaben sollte ein 

Verzicht auf Gebühren aber – wie bereits in zwei BAB-Verfahren gemacht 

– möglich sein.

7. Am 31. Oktober 2013 verzichtete die Gemeinde X._____ (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) auf einen Antrag, verhehlte allerdings nicht, dass 

sie der Beschwerde gewisse Sympathien entgegenbringe.

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8. Das AWN hielt mit Vernehmlassung vom 1. November 2013 an den ver-

fügten Auflagen fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Es 

seien in der Praxis bewährte und standardisierte Auflagen. Ein gangbarer 

Fussweg werde dadurch nicht verhindert. Auch seien Treppenstufen nie 

verlangt worden. 

9. Mit Vernehmlassung vom 11. November 2013 beantragte das ARE die 

Abweisung der Beschwerde. Der umstrittene Fussweg sei nicht zonen-

konform, mithin stehe er im Widerspruch zu Natur- und Landschaftsinter-

essen. Auch bestehe hier gestützt auf das Behindertengesetz kein An-

spruch auf eine Realisierung des Fussweges im geforderten Ausmass. 

Um das Vorhaben als Ganzes nicht zu Fall zu bringen und im Sinne einer 

für alle Beteiligten tragbaren Lösung, habe das ANU zu Recht die Er-

schliessung in Form eines Rasenweges vorgeschlagen. Der Beizug der 

UBB sei sachlich gerechtfertigt, da in casu ein äusserst schutzwürdiger 

und sensibler Lebensraum mit heikler Vegetation betroffen sei. Die um-

strittene Formulierung der Ersatz- und Wiederherstellungsmassnahmen 

sowie die strittige Verfahrenskostenerhebung seien nicht zu beanstanden.

10. Das ANU beantragte mit Vernehmlassung vom 20. November 2013 die 

Abweisung der Beschwerde. Ein gut begehbarer Fussweg zur Burg werde 

durch die Auflagen nicht verhindert. Der Beizug der UBB entspreche bei 

Baustandorten wie dem vorliegenden ständiger Praxis und die nachträgli-

che Festlegung der Wiederherstellungs- und Ersatzpflicht sei rechtens.

11. Eine Replik wurde nicht eingereicht.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, im 

Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist die kommunale Baubewilligung vom 2. September 

2013 sowie die integrierenden Bestandteil bildende BAB-Bewilligung des 

kantonalen ARE, datiert vom 26. Juli 2013, mit welcher das Bauvorhaben 

des Beschwerdeführers (statische Sicherung und Zugänglichmachung der 

Burgruine Y._____) von den zuständigen kommunalen und kantonalen 

Instanzen unter verschiedenen Auflagen und Bedingungen bewilligt wor-

den ist. Das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund 

von Art. 87 Abs. 4 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubün-

den (KRG; BR 801.100) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung 

der Beschwerde zuständig. Der Beschwerdeführer ist als Verfügungs-

adressat beschwert und folglich zur Erhebung der Beschwerde legitimiert. 

Zu prüfen bleibt vorderhand, ob die formgerecht eingereichte Beschwerde 

innert Rechtsmittelfrist erhoben wurde.

2. a) Für das Verfahren vor Verwaltungsgericht gilt gemäss Art. 11 Abs. 1 VRG 

die Untersuchungsmaxime, d.h. der Sachverhalt ist von Amtes wegen zu 

ermitteln. Folglich wird auch die Einhaltung der Rechtsmittelfrist von Am-

tes wegen geprüft; dies selbst wenn sie – wie vorliegend – von den Par-

teien nicht bestritten wurde. 

b) Aktenkundig ist die kommunale Baubewilligung datiert vom 2. September 

2013 und mit "Verein A._____, c/o Herr C._____, " adressiert. Wie der 

Beschwerdeführer zu Recht ausführt, wurde die Baubewilligung somit an 

die falsche Adresse versandt, zumal gemäss Baugesuch die Bauherr-

schaft und damit der Beschwerdeführer unter einer anderen Adresse an-

zuschreiben gewesen wäre. Die Eröffnung einer Verfügung ist eine emp-

fangsbedürftige, nicht aber eine annahmebedürftige einseitige Rechts-

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handlung. Ihre Rechtswirkungen entfaltet die Verfügung vom Zeitpunkt 

der ordnungsgemässen Zustellung an. Unerheblich ist, ob der Betroffene 

vom Verfügungsinhalt tatsächlich Kenntnis nimmt oder nicht (BGE 105 III 

43 E.2; Urteil des Bundesgerichts 2A.293/2001 vom 21. Mai 2002 E.1b; 

RHINOW/KRÄHENMANN, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Er-

gänzungsband, Basel/Frankfurt a.M. 1990, S. 280, mit Hinweisen). Der 

Postverkehr ist nicht eingeschrieben erfolgt. Gemäss den Ausführungen 

des Beschwerdeführers ist die Bewilligung schliesslich auf Umwegen am 

17. September 2013 beim Vereinspräsidenten eingetroffen. Weder die 

Beschwerdegegnerin noch das ARE, das ANU oder das AWN äusserten 

sich hierzu. Aufgrund des Gesagten begann die 30-tägige Rechtmittelfrist 

demnach am 18. September 2013 zu laufen und endete am 17. Oktober 

2013 (Art. 7 Abs. 1 VRG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VRG). Die Frist gilt als ge-

wahrt, wenn die Eingabe spätestens am letzten Tag der Frist einer 

schweizerischen Poststelle, einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung oder innerhalb der Bürozeit der zuständigen 

Behörde übergeben wird (Art. 8 Abs. 1 VRG). Mit Eingabe am 15. Okto-

ber 2013 wurde die vorliegende Beschwerde somit fristgerecht erhoben, 

weshalb darauf einzutreten ist.

3. a) Materiellrechtlich ist streitig und nachfolgend zu prüfen, ob in der Baube-

willigung gemachten Auflagen und Bedingungen betreffend Fussweg, 

Beizug einer UBB, Kosten allfälliger Ersatz- respektive Wiederherstel-

lungsmassnahmen und die Bewilligungsgebühren gerechtfertigt sind. 

b) Die Ruine Y._____ sowie die unmittelbare Umgebung liegen in verschie-

dener Hinsicht – Natur- und Landschaftsschutz, archäologische Schutz-

zone – in einem sensiblen Gebiet. Gemäss geltendem kommunalem Zo-

nenplan liegt die Burg inklusive Umgebung einerseits in der Landwirt-

schafts- respektive Forstwirtschaftszone, wobei beide Zonen zusätzlich 

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von einer Landschaftsschutzzone überlagert werden. Gemäss Art. 55 

Abs. 2 des Baugesetzes der Gemeinde X._____ (nachfolgend BG) sind in 

der Landschaftsschutzzone die Erstellung von Bauten und Anlagen, Ter-

rainveränderungen, Abbauvorhaben, Materialablagerungen und andere 

bauliche Vorkehren, die dem Schutzzweck entgegenstehen, nicht gestat-

tet. Vorbehalten sind Bauten und Anlagen, soweit sie für die land- oder 

forstwirtschaftliche Nutzung des betreffenden Gebietes notwendig sind 

und ein Standort ausserhalb der Landschaftsschutzzone nicht zumutbar 

ist. Bestehende Bauten und Anlagen dürfen erneuert werden (vgl. auch 

Art. 34 KRG). Der Begriff der Erneuerung umfasst bauliche Vorkehrun-

gen, welche Bauten instandhalten, instandstellen oder an die Erfordernis-

se der Zeit angleichen, ohne dass Umfang, Erscheinung und Bestimmung 

des Werkes verändert werden (Eidgenössisches Justiz- und Polizeidepar-

tement/Bundesamt für Raumentwicklung [EJPD/BRP], Erläuterungen zum 

Bundesgesetz über die Raumplanung, Bern 1981, Art. 22 N. 14; ferner 

WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar zum Raumplanungsgesetz, Bern 

2006, Art. 22 N. 18, wonach die Erneuerung der Renovation gleichzustel-

len ist). 

c) Anderseits ordnet der geltende Zonenplan der Gemeinde die Ruine und 

deren unmittelbare Umgebung zusätzlich der archäologischen Schutzzo-

ne zu, welche die archäologischen Fundstellen vor willkürlicher Zer-

störung und Veränderung jeder Art schützen soll (Art. 53 Abs. 1 BG; vgl. 

auch Art. 36 KRG). Art. 53 Abs. 2 BG untersagt in der archäologischen 

Schutzzone Bauten und Anlagen, die den Zweck der Zone beeinträchti-

gen. Unumgängliche Bodeneingriffe jeglicher Art sind nur mit ausdrückli-

cher Bewilligung des AD gestattet. Hingegen ist die land- und forstwirt-

schaftliche Nutzung grundsätzlich gestattet (Art. 53 Abs. 3 BG).

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d) Auch wurde das betroffene Gebiet ins Bundesinventar der Landschaften 

und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (nachfolgend BLN) als 

Objekt Nr. V._____ "Trockengebiet im unteren Z._____" aufgenommen 

und liegt teilweise in der Trockenwiese und -weide (nachfolgend TWW) 

Objekt Nr. W._____ von regionaler Bedeutung. Gemäss Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) wird 

durch die Aufnahme in das BLN dargetan, dass es in besonderem Masse 

die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls aber unter Einbezug von Wie-

derherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen die grösstmög-

liche Schonung verdient. Ein Abweichen von der ungeschmälerten Erhal-

tung im Sinne der Inventare darf bei Erfüllung einer Bundesaufgabe nur in 

Erwägung gezogen werden, wenn ihr bestimmte gleich- oder höherwerti-

ge Interessen von ebenfalls nationaler Bedeutung entgegenstehen (Art. 6 

Abs. 2 NHG). Immer dann, wenn das zu einem Abweichen von der unge-

schmälerten Erhaltung vorgebrachte Interesse nicht von nationaler Be-

deutung ist, ist der Eingriff unzulässig. Diesfalls darf von der Entscheid-

behörde keine Interessenabwägung mehr durchgeführt werden (LEIMBA-

CHER, in: KELLER/ZUFFEREY/FAHRLÄNDER [Hrsg.], Kommentar zum Bun-

desgesetz über den Natur- und Heimatschutz, Zürich 1997, Art. 6 

N. 19 ff.).

4. Der beabsichtigte Fussweg ist zonenfremd. Denn entsprechend den Aus-

führungen des Beschwerdeführers soll die Ruine mit dem Fussweg als 

sanfter Kulturtourismus dem Publikum zugänglich gemacht werden. Der 

umstrittene Fussweg weist demnach weder einen land- noch forstwirt-

schaftlichen Zweck auf und fällt auch nicht unter den Begriff der Erneue-

rung, weshalb die geplante Weganlage nach dem Gesagten grundsätzlich 

nicht landschaftsschutzzonenkonform ist (vgl. Art. 55 Abs. 2 BG; Art. 34 

Abs. 2 KRG). Auch zeichnen sich – wie nachfolgend aufzuzeigen ist – 

Widersprüche zur archäologischen Schutzzone (vgl. Art. 53 BG; Art. 36 

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KRG) und zum Naturschutz (vgl. Art. 6 NHG) ab. Demnach fällt eine Be-

willigung unter dem Titel der Zonenkonformität nach Art. 22 Abs. 2 lit. a 

RPG ohne weiteres ausser Betracht. Das Bauvorhaben mit samt seinen 

Auflagen und Bedingungen ist damit unter dem Blickwinkel der Ausnah-

mebewilligungstatbestände gestützt auf Art. 24 ff. RPG zu prüfen.

5. a) Abweichend von Art. 22 Abs. 2 lit. a RPG können Bewilligungen erteilt 

werden, Bauten und Anlagen zu errichten oder ihren Zweck zu ändern, 

wenn der Zweck der Bauten und Anlagen einen Standort ausserhalb der 

Bauzonen erfordert und keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 

(Art. 24 RPG). 

b) Der Beschwerdeführer rügt im vorliegenden Fall sinngemäss einzig das 

Kriterium der Interessenabwägung, indem er gewisse in der BAB-

Bewilligung gemachten Auflagen und Bedingungen in Frage stellt. Er be-

gründet den Fussweg rudimentär damit, dass die Burgruine nicht per se 

für die Nachwelt gesichert werde, sondern den Menschen – und Steuer-

zahlern – von heute auch zugänglich gemacht werden solle. Dies erforde-

re eine gefällsarme Wegführung ohne Treppenstufen, mithin ein sicherer 

und auch für ältere und gehbehinderte Besucher gangbarer Fussweg. 

Zudem müsse der Pfad aus Sicherheitsgründen kiesgekoffert sein. Die-

sem Erschliessungsinteresse stehen unter anderem der Natur- und Land-

schaftsschutz sowie die Interessen der archäologischen Schutzzone ent-

gegen. Es gilt diese entgegenstehenden Interessen nachfolgend gegen-

einander abzuwägen.

c) Der Beschwerdeführer beabsichtigt einen sicheren und auch für ältere 

und gehbehinderte Besucher gangbaren Fussweg auf den Burghügel zu 

erstellen. Mit anderen Worten soll gemäss ARE ein rund 15 cm tief kies-

gekofferter, ca. 80 cm breiter und 500 m langer Zugangsweg (Rundgang 

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zusätzlich ca. 100 m) geschaffen werden. In der archäologischen Schutz-

zone sind allerdings unumgängliche Bodeneingriffe jeglicher Art nur mit 

ausdrücklicher Bewilligung des AD gestattet. Mit Stellungnahme vom 

30. April 2013 führt der AD hierzu aus, dass beim geplanten Zugangsweg 

mit Terrainveränderungen gerechnet werden müsse, welche zwangsläufig 

in den Bestand an archäologischen Strukturen und Kulturschichten ein-

greifen und diese durchschneiden würden – unter Umständen an Stellen, 

die für das Verständnis der Anlage von Bedeutung seien. Das gleiche gel-

te für den Rundweg um die Burg. Der Bau der Fusswege müsse aus die-

sem Grund aus archäologischer Sicht zwingend ohne Bodeneingriffe er-

folgen. Dieser Ansicht ist auch die DP, welche am 2. Mai 2013 respektive 

am 1. Juli 2013 untermauerte, dass das Projekt nur unter Auflagen ge-

nehmigt werden könne – insbesondere, dass Eingriffe in die historische 

Bausubstanz im Bereich Ringmauer zu vermeiden seien und die Auflagen 

des AD bezüglich Bodeneingriffe zu berücksichtigen seien. Daher steht 

der Zugangsweg in der geplanten Dimension archäologischen Schutzzie-

len entgegen. Der Fussweg fällt nicht unter den Ausnahmetatbestand der 

land- oder forstwirtschaftlichen Bodeneingriffe. Schliesslich führt das ARE 

zu Recht aus, dass kein Verfassungs- bzw. Gesetzesauftrag von nationa-

lem Interesse vorliegt, welches die Erstellung des Zugangspfades der In-

teressenabwägung mit dem Gebot der ungeschmälerten Erhaltung des 

BLN-Objekts Nr. V._____ im Sinne von Art. 6 NHG standhalten würde. 

Zudem steht dem Fussweg die Zuordnung des Gebiets in das TWW-

Objekt Nr. W._____ entgegen; die Trockenwiese ist von regionaler Be-

deutung. Ebenso sind ist die Gesetzgebung zum Schutz des Waldes zu 

berücksichtigen (vgl. Art. 27 Abs. 2 des Kantonales Waldgesetz [KWaG; 

BR 920.100]). Damit geht einher, dass Bauten und Anlagen zwar erreich-

bar sein müssen, jedoch wird die Beurteilung der im Einzelfall verlangten 

Erschliessung durch das Verhältnismässigkeitsprinzip bestimmt. Die An-

forderungen an eine genügende Erschliessung hängen einerseits von der 

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beanspruchten Nutzung und andererseits von den massgeblichen Um-

ständen des Einzelfalls ab (EJPD/BRP, a.a.O., Art. 19 N. 9; WALD-

MANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 19 N. 14). Eine Erschliessung muss nicht nur 

fachtechnischen Anforderungen genügen, sondern auch mit der Umwelt-

schutzgesetzgebung korrelieren (BGE 119 Ib 480 E.6a; BGE 118 Ib 66 

E.2a; BGE 116 Ib 159 E.6b; WALDMANN/HÄNNI, a.a.O., Art. 19 N. 15). 

Nach Ansicht des ANU ist die Erschliessung dementsprechend als Ra-

senweg ohne Kieskofferung auszugestalten; nur durch solche Massnah-

men könne der Fussweg in einem Bereich, der durch Wald und NHG-

Schutzgüter führe, als verträglich akzeptiert werden. Der Einwand des 

Beschwerdeführers betreffend Rutschgefahr bei Niederschlag vermag 

daran nichts zu ändern. Selbst gestützt auf das Bundesgesetz über die 

Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen 

(BehiG; SR 151.3) – aufgrund der nachfolgend Ausführungen kann an 

dieser Stelle offen bleiben, ob das BehiG im Kanton Graubünden direkte 

Anwendung findet (BGE 134 II 249 E.2.2; BGE 132 I 82 E. 2.3.2 f.) – kann 

kein Anspruch auf den hier umstrittenen Fussweg abgeleitet werden. Das 

BehiG sowie die dazugehörige Verordnung über die Beseitigung von Be-

nachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (BehiV; SR 151.31) 

legen die nähere Ausgestaltung der allgemeinen Erschliessungspflicht 

und damit die Rahmenbedingungen für den behindertengerechten Zu-

gang zu öffentlichen Bauten und Anlagen fest (Art. 1 und Art. 3 BehiG). 

Mit anderen Worten müssen öffentlich zugängliche Bauten und Anlagen, 

nach den anerkannten Fachnormen – insbesondere die SIA-Norm 500 

2009, Schweizer Norm 521 500 – so gestaltet werden, dass sie auch für 

Behinderte zugänglich sind (Art. 80 Abs. 1 KRG). Indes besteht kein ab-

soluter Anspruch auf Zugang zu öffentlichen Bauten und Anlagen. Die 

Gewährleistung eines behindertengerechten Zugangs wird dadurch ein-

geschränkt, dass das Gericht oder die Verwaltungsbehörde die Beseiti-

gung der Benachteiligung dann nicht anordnet, wenn der für Behinderte 

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zu erwartende Nutzen insbesondere in einem Missverhältnis zum wirt-

schaftlichen Aufwand (Art. 11 Abs. 1 lit. a BehiG) oder zu den Interessen 

des Umweltschutzes sowie des Natur- und Heimatschutzes steht (Art. 11 

Abs. 1 lit. b BehiG). Nach Art. 6 Abs. 1 BehiV muss zur Beurteilung der 

Frage, ob ein Missverhältnis im Sinne von Art. 11 Abs. 1 BehiG vorliegt, in 

der Interessenabwägung namentlich berücksichtigt werden: die Zahl der 

Personen, welche die Baute oder die Anlage benutzen oder die Dienst-

leistung in Anspruch nehmen (lit. a); die Bedeutung der Baute, der Anlage 

oder der Dienstleistung für die Menschen mit Behinderungen (lit. b); der 

provisorische oder dauerhafte Charakter der Baute, der Anlage oder der 

Dienstleistung (lit. c). Sind die Interessen der Behinderten gegen die In-

teressen des Umweltschutzes, des Naturschutzes oder des Heimatschut-

zes und der Denkmalpflege abzuwägen (Art. 11 Abs. 1 lit. b BehiG), so 

sind nach Art. 6 Abs. 2 BehiV zusätzlich die Bedeutung der Baute oder 

der Anlage aus der Sicht des Umweltschutzes, des Naturschutzes oder 

des Heimatschutzes und der Denkmalpflege (lit. a) und das Ausmass, in 

dem die verlangten Anpassungen die Umwelt beeinträchtigen und die 

Bausubstanz, die Struktur und das Erscheinungsbild der Baute oder der 

Anlage aus der Sicht des Naturschutzes oder des Heimatschutzes und 

der Denkmalpflege beeinträchtigen (lit. b), zu berücksichtigen. Wie das 

ARE zu Recht ausführt, steht der Fussweg in einem Missverhältnis zu 

den dadurch beeinträchtigten Natur- und Heimatschutzinteressen im Sin-

ne von Art. 11 Abs. 1 lit. b BehiG. Es darf davon ausgegangen werden, 

dass die zu erwartende Zahl der Personen mit Behinderungen, welche die 

Ruine Y._____ aufsuchen respektive die damit zusammenhängenden 

Dienstleistungen in Anspruch nehmen würden, die durch den umstrittenen 

Fussweg verursachten Beeinträchtigungen des sensiblen Lebensraums 

nicht zu rechtfertigen vermag. Dies gilt umso mehr, als bei einer behinder-

tengerechten und rollstuhlgängigen Wegführung weitaus mehr Land 

benötigt würde, als bisher projektiert. So müsste nach der SIA-Norm 500 

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2009, Schweizer Norm 521 500, die Rampe beispielsweise 1.2 m breit 

sein und nicht wie geplant bloss 80 cm (vgl. Ziff. 3.5.2). Bei Richtungsän-

derungen müsste der Weg sogar eine Breite von 1.9 m aufweisen (Ziff. 

3.4.3.1). Aus landschaftsschutztechnischen Gründen kann der Fussweg 

nicht um den Burghügel herum angelegt werden, sondern müsste – um 

den Höhenunterschied von ca. 30 m zu überwinden – im Zickzack-Kurs 

im Waldareal realisiert werden, was allenfalls eine Rodungsbewilligung 

voraussetzen würde. Alles in allem stünde der für die Behinderten zu er-

wartende Nutzen nicht nur die Natur- und Heimatschutz- sowie Walder-

haltungsinteressen (Art. 11 Abs. 1 lit. a BehiG) im Widerspruch, sondern 

auch im Missverhältnis zum wirtschaftlichen Aufwand (Art. 11 Abs. 1 lit. b 

BehiG). Im Übrigen ist der Beschwerdeführer darauf hinzuweisen, dass 

gemäss Tabelle 7 der einschlägigen SIA-Norm ein Kiesbelag betreffend 

Befahrbarkeit als nicht geeignet, betreffend Begehbarkeit als wenig ge-

eignet und betreffend Gleitsicherheit als beschränkt geeignet eingestuft 

wird. Nach dem Gesagten besteht selbst bei unmittelbarer Anwendung 

des BehiG kein Anspruch auf Realisierung des projektierten Fusswegs.

d) Aufgrund des Gesagten stehen dem Fussweg in seiner geplanten Dimen-

sion überwiegende Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie 

der archäologischen Schutzzone entgegen, weshalb das Bauvorhaben 

grundsätzlich nicht bewilligungsfähig wäre. Mittels den gemachten Aufla-

gen und Bedingungen – Rasenweg, Wegführung und Beizug einer UBB 

(wie nachfolgend aufzuzeigen ist) – kann diesen Interessen jedoch Rech-

nung getragen werden. Die Auflagen betreffend Rasenweg (und Weg-

führung) erweisen sich angesichts der hier vorhandenen verschiedenen 

Schutzobjekte – BLN-Objekt Nr. V._____, TWW-Objekt Nr. W._____ und 

die Burganlage Y._____ an sich – als sachgerecht und verhältnismässig. 

Es ist nicht ersichtlich, inwiefern durch die Auflagen ein gut begehbarer 

Weg verhindert würde. Treppenstufen wurden entgegen der Ausführung 

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des Beschwerdeführers nicht verlangt. Demnach erübrigt sich schliesslich 

auch die Frage, ob der Beschwerdeführer die Auflagen und Bedingungen 

betreffend Fussweg allgemein oder nur jene betreffend Zugangsweg ohne 

Rundgang angefochten hat, zumal sowohl der Zugangsweg wie auch der 

Rundpfad nur unter Auflagen bewilligungsfähig sind. 

6. a) Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren die Auflage betreffend Beizug 

einer UBB. Es sei selbst bei vergleichbaren Burgsanierungen keine exter-

ne und teure UBB verlangt worden. Die Ämter könnten entsprechende 

ganz konkrete Auflagen in der Bewilligung machen anstelle einer Um-

weltbaubegleitung einzusetzen, welche nicht konkretisierte und damit 

praktisch unbegrenzte Anweisungskompetenz habe. 

b) Die Burganlage Y._____ liegt in einem in verschiedener Hinsicht schutz-

würdigen und sensiblen Lebensraum mit heikler Vegetation (vgl. Erwä-

gung 3). Die materiellen Vorschriften des Umweltrechts verlangen, dass 

bei der Errichtung oder Änderung von Anlagen die jeweils nötigen Mass-

nahmen zum Schutz der Umwelt ergriffen werden (vgl. Art. 10b Abs. 2 

lit. b des Bundesgesetzes über den Umweltschutz [USG; SR 814.01]; fer-

ner Art. 46 Abs. 1 USG; BRUNNER, in: BAFU [Hrsg.], UVP-Handbuch Mo-

dul 6: Umweltbaubegleitung und Erfolgskontrolle, Bern 2009, Rz. 2.1). Im 

Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes fordert Art. 18 Abs. 1ter NHG 

vom Verursacher – d.h. der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat – 

ebenso, dass er sich um die bestmöglichen Schutz-, Wiederherstellungs- 

und Ersatzmassnahmen sorgt. Demnach müssen die gemachten Natur-

schutzauflagen mit entsprechendem Fachwissen und besonderer Rück-

sicht ausgeführt werden (BRUNNER, a.a.O., Rz. 1.2). Gemäss den 

Fachämtern – ANU und ARE – kann der Eingriff sachgerechterweise nur 

durch Beizug einer fachkompetenten UBB sichergestellt werden. In con-

trario würde mit weiteren Auflagen der Schutz des vorliegend äusserst 

- 16 -

sensiblen Lebensraums nicht in gleichem (respektive genügendem) Mass 

gewährleistet. Aus dem beschwerdeführenden – vom ARE bestrittenen – 

Hinweis auf andere BAB-Bewilligungen zur Sanierung von Burganlagen, 

bei welchen der Beizug einer UBB nicht verfügt worden sei, kann der Be-

schwerdeführer nichts für sich abzuleiten. Denn vorliegend verbietet sich 

die sinngemäss geltend gemachte Gleichbehandlung mit anderen Anla-

gen angesichts der hier vorhandenen speziellen Situation (Schutzobjek-

te). Indem das ARE den Beizug der UBB für die Erstellung der Wasserlei-

tung durch das TWW-Objekt Nr. W._____, die Wiederherstellung des In-

stallationsplatzes respektive die Begrünung des Rastplatzes sowie die 

Begrünung in den Bereichen des Rundgangs/Pfades – soweit dieser zu 

begrünen ist –, angeordnet hat, ist der Aufgabenbereich umfangmässig 

wie auch örtlich begrenzt. Die Formulierung der UBB-Kompetenz ist nicht 

zu beanstanden. Die Auflagen betreffend Beizug einer UBB erweisen sich 

dementsprechend als sachgerecht und verhältnismässig. Die Beschwerde 

ist diesbezüglich nicht begründet.

7. a) Zudem sei der Passus, wonach nach Abschluss der Bauarbeiten über die 

Leistung allfälliger Ersatzmassnahmen und allenfalls zusätzlich notwendi-

ger Wiederherstellungsmassnahmen separat entschieden werde, nach 

Ansicht des Beschwerdeführers unklar. Er schaffe im Ausmass unbe-

grenzte Unsicherheit und sei zu streichen. 

b) Wie bereits ausgeführt, schreibt Art. 18 Abs. 1ter NHG vor, dass wenn sich 

eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume durch technische 

Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden lässt, der Ver-

ursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem Schutz, 

für Wiederherstellung oder ansonst für angemessenen Ersatz zu sorgen 

hat. Die vorgesehenen (Ersatz-)Massnahmen stehen nicht wahlweise, 

sondern in einer festgelegten Reihenfolge zur Verfügung. Wenn das be-

- 17 -

troffene Objekt nicht geschützt werden kann, muss es möglichst wieder-

hergestellt werden (vgl. Art. 13 und Art. 18 des Gesetzes über den Natur- 

und Heimatschutz im Kanton Graubünden [KNHG; BR 496.000]). Anderer 

Ersatz ist nur und erst dann zulässig, wenn auch Wiederherstellungs-

massnahmen respektive Realersatz nicht in Frage kommen oder sich als 

unzweckmässig erweisen (vgl. Art. 14 und Art. 19 KNHG; zum Ganzen 

FAHRLÄNDER, in: KELLER/ZUFFEREY/FAHRLÄNDER [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über den Natur- und Heimatschutz, Zürich 1997, Art. 18 

N. 34). Wie das ANU ausführte, müssten die Grundlagen für die Festle-

gung prinzipiell im Baugesuch enthalten sein. Bei absehbaren kleinen 

Eingriffen in schutzwürdigen Lebensräumen sei es indessen durchaus 

Praxis, die Höhe der NHG-Ersatzpflicht und die allenfalls erforderlichen 

NHG-Ersatzmassnahmen nicht in der Baubewilligung, sondern erst 

nachträglich festzulegen. Die effektive Höhe der NHG-Ersatzpflicht und 

deren Tilgung mittels Realersatz oder Ersatzabgabe würden im UBB-

Schlussbericht dokumentiert. Sie orientiert sich an den Aufwendungen, 

die die Gesuchstellenden bzw. Verursacher für Realersatz zu leisten hätte 

(vgl. Art. 19 Abs. 2 KNHG; Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, 

Heft Nr. 3/2010-2011, S. 242). Es besteht kein Grund, weshalb an dieser 

Praxis nicht festgehalten werden sollte. Die in der BAB-Bewilligung ent-

haltene Auflage ist im Lichte von Art. 18 Abs. 1ter NHG gerechtfertigt. Im 

Übrigen geht das ARE sowie das ANU von geringfügigen Kosten für die 

UBB im Vergleich zum Gesamtprojektvolumen von Fr. 880'000.-- aus 

(0.3 % bis max. 0.6 % der budgetierten Baukosten).

8. Die Gemeinden erheben gemäss dem nach Art. 107 Abs. 2 Ziff. 6 KRG 

unmittelbar anwendbaren Art. 96 KRG für ihren Aufwand im Baubewilli-

gungsverfahren und in weiteren baupolizeilichen Verfahren Gebühren 

(Abs. 1). Auslagen für Leistungen Dritter wie Fachgutachten, Beratungen 

sowie Grundbuchkosten sind der Gemeinde zusätzlich zu vergüten. Die 

- 18 -

BAB-Behörde erhebt für BAB-Entscheide sowie für Buss- und Wiederher-

stellungsverfügungen bei Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen von 

den Gesuchstellenden beziehungsweise Parteien Gebühren, welche aus 

einer Staatsgebühr bis Fr. 3'000.--, einer Kanzleigebühr und dem Ersatz 

allfälliger Barauslagen bestehen. Bei ausserordentlichen Umständen kann 

die Staatsgebühr angemessen erhöht werden (Abs. 4). Der Beschwerde-

führer bringt nichts vor, dass die ihm auferlegten Verfahrenskosten als 

übermässig hoch und unzulässig erscheinen liesse. Im Gegenteil führt er 

selbst aus, dass kein Anspruch auf Gebührenerlass bestehe. Aus dem 

Verweis auf zwei andere BAB-Verfahren, in welchen angeblich auf die 

Gebührenerhebung verzichtet worden sei, kann er nichts zu seinen Guns-

ten ableiten. Dies gilt umso mehr, als die erteilte Bewilligung zur Siche-

rung der Ruine Y._____ und deren Erschliessung umfangreicher Ab-

klärungen bedurften. Die Beschwerde erweist sich auch diesbezüglich als 

unbegründet und ist daher abzuweisen.

9. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass laut Art. 49 Abs. 2 der 

Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; 

BR 801.110) die Fachstelle innert eineinhalb Monaten seit Eingang der 

vollständigen Baugesuchsakten über BAB-Gesuche entscheidet. Bei 

Bauvorhaben, die eine verwaltungsinterne Vernehmlassung oder eine 

Zusatzbewilligung erfordern, beträgt die Erledigungsfrist maximal drei 

Monate. Bei Bauvorhaben mit Einsprachen, UVP oder besonders gros-

sem Koordinationsbedarf beträgt die Erledigungsfrist maximal fünf Mona-

te. Vorliegend machte der Beschwerdeführer sinngemäss eine solche un-

zulässige Rechtsverzögerung durch die Vorinstanz geltend, weil zwischen 

der Gesuchseinreichung vom 8. März 2013, welche der Beschwerdefüh-

rer für dringlich bezeichnet habe, und der unter Auflagen erteilten BAB-

Bewilligung vom 2. September 2013 knapp sechs Monate verstrichen 

sind. Richtig ist, dass die Behandlung von Baugesuchen stets beförder-

- 19 -

lich, d.h. innert angemessen vernünftiger Frist durch die zuständigen 

Baubehörden erfolgen sollte. Im konkreten Fall wurde das Bauvorhaben 

im Amtsblatt des Kantons Graubünden vom T._____ publiziert. Nachdem 

keine Einsprache dagegen erhoben wurde, leitete die Beschwerdegegne-

rin das Gesuch dem ARE weiter. Das Gesuch ging am 9. April 2013 beim 

ARE ein, welches aufgrund des vielschichtigen Schutzobjekts von ver-

schiedenen Fachstellen – ANU, AWN, AD und PD – zunächst ihre Ver-

nehmlassungen zum Bauvorhaben einholen musste. Infolge der kritischen 

Rückmeldungen drängte sich die Durchführung eines Augenscheins zur 

sachdienlichen Erledigung der Angelegenheit auf. Anschliessend waren 

wiederum sämtliche Beteiligte zum Augenscheinprotokoll und der darin 

eröffneten voraussichtlichen Auflagen anzuhören. Nur schon deshalb hat 

das BAB-Bewilligungsverfahren unter der Federführung des ARE ver-

ständlicherweise knapp vier Monate in Anspruch genommen. Die Verfü-

gung des ARE datiert vom 26. Juli 2013, womit erstellt ist, dass das ARE 

keinesfalls unnötig lange zuwartete. Das ARE war an sich gewillt, die 

Ordnungsfristen gemäss Art. 49 Abs. 2 KRVO zu erfüllen. BAB-

Bewilligungen und allfällige Einspracheentscheide werden Gesuchstel-

lenden und Einsprechenden von der kommunalen Baubehörde nach Ein-

gang so rasch als möglich zusammen mit der Baubewilligung eröffnet 

(Art. 49 Abs. 3 KRVO). Es ist schon fraglich, weshalb die Beschwerde-

gegnerin von Ende Juli 2013 bis 2. September 2013, mithin rund einen 

Monat mit der Eröffnung der BAB-Bewilligung zugewartet hat. Dennoch ist 

es grundsätzlich Sache der Gesuchsteller und damit des Beschwerdefüh-

rers, sein Baugesuch frühzeitig einzureichen, damit er seinen Bauplan in 

zeitlicher Hinsicht wie projektiert umsetzen kann (vorliegend erste 

Maihälfte Bauinfrastruktur und Dokumentation des Vorzustandes durch 

den AD und zweite Maihälfte Beginn der Sicherung, Einweihung der An-

lage im Oktober). Der Beschwerdeführer musste aufgrund des vorliegend 

in verschiedener Hinsicht schutzwürdigen Lebensraums damit rechnen, 

- 20 -

dass verschiedene Ämter involviert sind, welche das Bauvorhaben unter 

den Aspekten des Landschafts- und Naturschutzes etc. genau prüfen 

werden, und damit die BAB-Bewilligung nicht innert eines Monats (Weiter-

leitung an ARE [9. April 2013] bis Erteilung BAB-Bewilligung durch ARE 

und Beschwerdegegner [Ende April 2013/anfangs Mai 2013]) ergehen 

würde. Und schliesslich hat der Beschwerdeführer gemäss Augenschein-

protokoll vom 19. Juni 2013 trotz mehrmaligen Nachfragens des ARE es 

abgelehnt, das Sicherungsprojekt vom Erschliessungsprojekt zu trennen 

respektive das Sicherungsprojekt dem Erschliessungsprojekt vorzuziehen 

und umgehend bewilligt zu erhalten. Dementsprechend kann weder den 

Fachstellen noch der Beschwerdegegnerin Rechtsverzögerung vorgewor-

fen werden.

10. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerde so-

wohl hinsichtlich des Rasenwegs, des Beizugs der UBB, der allfälligen 

Wiederherstellungs- respektive Ersatzmassnahmen als auch betreffend 

Gebührenverzicht unbegründet ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen 

ist. Der Beschwerdeführer hat kein Rechtsbegehren hinsichtlich der Bau-

piste gestellt; es muss demnach nicht weiter auf die diesbezüglich appel-

latorische Kritik eingegangen werden. Es sei einzig erwähnt, dass, selbst 

wenn der Beschwerdeführer die Baupiste nicht im Baugesuch beantragt 

hat, er diese jedoch gemäss Vernehmlassung des ARE vom 11. Novem-

ber 2013 anlässlich des Augenscheins erwähnt hat. Vor diesem Hinter-

grund ist es verständlich, dass das ARE den Beschwerdeführer (vorsorg-

lich) zu deren Rückbau verpflichtet hat. 

11. a) Die angefochtene kommunale Baubewilligung vom 2. September 2013 

sowie die integrierenden Bestandteil bildende BAB-Bewilligung des kan-

tonalen ARE, datiert vom 26. Juli 2013, ist demnach rechtens, was zur 

Abweisung der Beschwerde führt.

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b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 

betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel 

keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen 

Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein An-

lass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 504.--

zusammen Fr. 1'004.--

gehen zulasten des Vereins A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustel-

lung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubün-

den, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]