# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b54b9ed4-e190-5534-ba31-d85cd8403f53
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.07.2018 200 2018 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-4_2018-07-04.pdf

## Full Text

200 18 4 UV
ACT/SCM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Juli 2018

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Geschäftsbereich Schaden, Postfach, 8085 Zürich 
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. November 2017 (Ref.: 272/11-
107.546)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2018, UV/2018/4, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1960 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
am 1. Januar 2011 über seine damalige Arbeitgeberin bei der Zürich Versi-
cherungs-Gesellschaft AG (Zürich bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er 
sich bei einem Sturz an der rechten Schulter verletzte (Akten der Zürich 
[act. II, IIA, IIB, IIC, IID, IIE] act. II z2). Die Zürich anerkannte ihre Leis-
tungspflicht zunächst (act. II z3 f., z6/1). Aufgrund der Uneinigkeit hinsicht-
lich der der Leistungsausrichtung zugrunde zu legenden Arbeitsfähigkeit 
(vgl. u.a. act. II z18, z20/1, z32, z36 [hierzu auch act. IID zm33], z40, z47, 
z80, z88, z135, z148) sah sie im Oktober 2012 unpräjudiziell die Übernah-
me der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen bis 31. Oktober 2012 vor 
(act. IIA z171, z174); auf diesen Zeitpunkt hin stellte sie in der Folge ihre 
Taggeldleistungen ein (Beschwerde S. 3 Ziff. II./2).

U.a. zur Festlegung weiterer Leistungen schlug die Zürich im April 2013 
eine medizinische Begutachtung vor (act. IIA z192, Gutachten vom 
31. März 2014 [act. IID zm88]), worauf sie am 1. Dezember 2014 (act. IIA 
z277) Kostengutsprache für die weitere Heilbehandlung der rechten Schul-
ter erteilte (act. IIA z267, z288) und ab dem 4. Dezember 2014 wieder 
Taggelder ausrichtete (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. II./2. und S. 38 Art. 43, 
Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 13). Eine Leistungsausrichtung im Zusam-
menhang mit den geltend gemachten zervikalen Beschwerden lehnte sie 
dagegen mit Verfügung vom 28. November 2014 (act. IIA z319a) bzw. Ein-
spracheentscheid vom 17. Juni 2015 (act. IIB z336) ab, was unangefochten 
blieb.

B.

Mit Verfügung vom 30. März 2017 (act. IIC z439) hielt die Zürich fest, dass 
sie für die Zeit vom 1. November 2012 bis 3. Dezember 2014 keine Tag-
geldleistungen erbringe (vgl. zur vorhergehenden Korrespondenz act. IIB 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Juli 2018, UV/2018/4, Seite 3

z388, z390, act. IIC z418). An den Fahrkosten von Dezember 2014 bis Au-
gust 2016 habe sie sich entgegenkommenderweise beteiligt; es würden 
keine weiteren Kosten übernommen. Die dagegen erhobene Einsprache 
(act. IIC z466) wurde mit Entscheid vom 30. November 2017 (act. IIC z486) 
soweit die Reise- und Transportkosten betreffend (teilweise) gutgeheissen, 
im Übrigen (Taggeldforderung) wurde sie abgewiesen, soweit darauf einge-
treten wurde. 

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 3. bzw. 8. Januar 2018 Beschwerde. Er liess die folgen-
den Anträge stellen:

Der Einspracheentscheid der Zürich vom 30. November 2017 sei betreffend den 
Taggeldern im Zeitraum vom 1. November 2012 bis 3. Dezember 2014 aufzuheben 
und es sei die Zürich zu verurteilen respektive darüber zu entscheiden:

- dass diese dem Beschwerdeführer die Taggelder für den Zeitraum vom 1. No-
vember 2012 bis 3. Dezember 2014, insgesamt Fr. 203‘499.-- (brutto) ausma-
chend,

- eventuell: dass diese dem Beschwerdeführer für den Zeitraum vom 1. Novem-
ber 2012 bis 3. Dezember 2014 Taggelder, welche betragsmässig und nach 
Abzug der Sozialabzüge nach richterlichem Ermessen festzulegen seien, 

zu gewähren und zu bezahlen habe.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2018 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Unter Hinweis auf eine falsche Berechnung liess der Beschwerdeführer die 
gestellten Rechtsbegehren mit Eingabe vom 19. April 2018 wie folgt än-
dern: 

...

- dass diese dem Beschwerdeführer die Taggelder für den Zeitraum vom 1. No-
vember 2012 bis 3. Dezember 2014, insgesamt Fr. 180‘609.-- (brutto) ausma-
chend,

...

Mit prozessleitender Verfügung vom 30. April 2018 wurde das am 25. April 
2018 gestellte Gesuch um Ansetzung einer Frist zur Einreichung einer Re-

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plik abgewiesen. Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer freigestellt, 
trotz ordentlicher Fortsetzung des Verfahrens eine Eingabe zu machen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist (grundsätzlich) auf die Be-
schwerde einzutreten. Soweit der Beschwerdeführer mit seinen Ausführun-
gen eine Rechtsverzögerung geltend machen sollte (Beschwerde S. 10 
Mitte), ist hierauf mangels eines Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten, 
denn die Beschwerdegegnerin hat einen Einspracheentscheid erlassen. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 30. November 2017 
(act. IIC z486). Streitig und zu prüfen ist der Taggeldanspruch für die Zeit 
vom 1. November 2012 bis 3. Dezember 2014 (Beschwerde S. 2). Nicht 
angefochten wurde der Entscheid insoweit, als darin über den Anspruch 
auf Reise- und Transportkosten befunden wurde (act. IIC z468 S. 7 - 9), 
weshalb diese vorliegend nicht (mehr) zum Streitgegenstand gehören 

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(BGE 125 V 413 E. 1b S. 414 f.) und der Einspracheentscheid in diesem 
Umfang in Rechtskraft erwachsen ist.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 
832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – wie vorlie-
gend – vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt 
ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der 
Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Ist der Versicherte infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsun-
fähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Arbeitsun-
fähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 

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langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 
oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S.115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.5 Über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind 
oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versi-
cherungsträger schriftlich Verfügungen zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG).

Hat der Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung von Leistun-
gen zu Unrecht nicht in Verfügungsform, sondern formlos mitgeteilt und ist 
die betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie dies grundsätzlich 
innerhalb eines Jahres zu erklären. Diesfalls hat der Versicherer eine Ver-
fügung zu erlassen, gegen welche Einsprache erhoben werden kann. Ohne 
fristgerechte Intervention erlangt der Entscheid rechtliche Wirksamkeit, wie 
wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51 Abs. 1 ATSG ergangen 
wäre. Eine längere Frist kommt allenfalls dann in Frage, wenn die Person – 

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insbesondere wenn sie rechtsunkundig und nicht anwaltlich vertreten ist – 
in guten Treuen annehmen durfte, der Versicherer habe noch keinen ab-
schliessenden Entscheid fällen wollen und sei mit weiteren Abklärungen 
befasst (BGE 134 V 145 E. 5 S. 149).

3.

Zunächst ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus-
geht, der Fallabschluss bzw. die Taggeldeinstellung per Ende Oktober 
2012 sei formlos erfolgt und mangels dagegen erhobener Rüge in Rechts-
kraft erwachsen (act. IIC z486 S. 5 f. E. 4, Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 3).

3.1 Mit Schreiben vom 1. Oktober 2012 (act. IIA z171) sah die Be-
schwerdegegnerin (unpräjudiziell) die Zahlung von Taggeldleistungen bis 
am 24. September 2012 auf der Grundlage einer 100%igen Arbeitsunfähig-
keit und vom 25. September bis 31. Oktober 2012 auf derjenigen einer 
50%igen Arbeitsunfähigkeit vor. Gleichzeitig ging sie von einer Einstellung 
der Heilbehandlungskosten ebenfalls per 31. Oktober 2012 aus. Mit der 
Annahme einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit war der Beschwerdeführer am 
5. Oktober 2012 (act. IIA z172) nicht einverstanden, woraufhin sich die Be-
schwerdegegnerin am 16. Oktober 2012 (act. IIA z174) bereit erklärte, die 
Taggelder und Heilungskosten bis am 31. Oktober 2012 zu übernehmen 
und gleichzeitig informierte, den Fall alsdann abzuschliessen. Am 26. Ok-
tober 2012 (act. IIA z177 f.) gelangte die Beschwerdegegnerin an die ope-
rierenden Ärzte (Operationen vom 1. Dezember 2011 an Halswirbelsäule 
und Schulter [act. IID zm55, zm56/1]) und stellte Fragen zur Nachvollzieh-
barkeit der vom Hausarzt attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Im 
Schreiben vom 19. November 2012 (act. IIA z181) erwähnte der Be-
schwerdeführer, dass es „[n]achdem die Taggeldleistungen getilgt worden 
sind“, noch darum gehe, die Interventionskosten zu regeln. Eine weitere 
(Heilbehandlungs-)Kostenübernahme lehnte die Beschwerdegegnerin am 
28. November 2012 jedoch ab (act. IIA z182; was sie auch gegenüber den 
Leistungserbringern kommunizierte bzw. auf die Krankenkasse verwies 
[act. IIA z183 - z186]). Mit Ausnahme der vorerwähnten Nachfragen bei 
den behandelnden Ärzten betreffend die Arbeitsfähigkeit (act. IIA z177 f.) 

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deuten die Akten darauf hin, dass die Beschwerdegegnerin den Fall per 
Ende Oktober 2012 als abgeschlossen betrachtete und dies auch der Be-
schwerdeführer bzw. sein damaliger Rechtsvertreter so sah.

Dennoch liegt kein innert Jahresfrist unwidersprochen gebliebener Fallab-
schluss vor (vgl. E. 2.5 hiervor). Denn der Rechtsvertreter des Beschwer-
deführers wandte sich am 21. Februar 2013 per E-Mail an die Beschwer-
degegnerin und schlug eine Besprechung des weiteren Vorgehens vor 
(act. IIA z187), was Letztere jedoch ablehnte, da sie den Fall als abge-
schlossen erachtete (E-Mail vom 4. März 2013 [act. IIA z188]). Auf eine 
neuerliche Anfrage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 
3. April 2013 um eine Besprechung (act. IIA z190) erkundigte sich die Be-
schwerdegegnerin nach dem gewünschten Gesprächsinhalt, da sie keine 
offenen Punkte sehe (act. IIA z191). Ob das Gespräch in der Folge stattge-
funden hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich, jedoch hielt die Beschwer-
degegnerin am 23. April 2013 fest, dass zur weiteren Abklärung des medi-
zinischen Sachverhalts und zur Prüfung zusätzlicher Behandlungsoptionen 
wie auch für die Festlegung weiterer Leistungen eine medizinische Begut-
achtung vorgesehen sei (act. IIA z192). Nachdem der Beschwerdeführer 
seinem Rechtsvertreter das Mandat entzogen hatte (act. IIA z198), orien-
tierte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer direkt über die „zur 
Klärung des aktuellen Gesundheitszustandes und der bestmöglichen Be-
handlung“ geplante Begutachtung (act. IIA z199). Die für die Gutachter 
vorgesehenen Fragen waren entsprechend offen formuliert (act. IIA z226) 
und umfassten die Abklärung der seit dem Unfall vom 1. Januar 2011 vor-
handenen gesundheitlichen Einschränkungen in genereller Weise. Die Ex-
perten der Klinik C.________ äusserten sich im in der Folge erstatteten 
Gutachten vom 31. März 2014 (act. IID zm88) denn auch ausführlich samt 
Einschätzung der seit dem Unfallereignis attestierten Arbeitsfähigkeit 
(S. 59 ff).

3.2 Nach Treu und Glauben kann bei der dargelegten Ausgangslage – 
insbesondere unter Berücksichtigung des auf eine umfassende medizini-
sche Abklärung der Unfallfolgen zielenden Begutachtungsauftrages – nicht 
davon ausgegangen werden, die Einstellung der Taggeldleistungen per 
Ende Oktober 2012 sei akzeptiert worden. Vielmehr durfte der Beschwer-

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deführer damit rechnen, dass nach Erstellung des Gutachtens neu über 
sämtliche Ansprüche entschieden werde. In der Folge ist die Frage eines 
Taggeldanspruchs – inklusive des Fallabschlusses – im hier streitigen Zeit-
raum grundsätzlich (vgl. jedoch E. 4.1 hiernach) frei zu prüfen und nicht 
allein unter dem Aspekt eines Rückkommenstitels (Wiedererwägung bzw. 
Revision [Art. 53 ATSG]), wie dies bei einem unwidersprochen gebliebenen 
formlosen Fallabschluss der Fall wäre.

4.

4.1 Nicht streitig ist, dass der Beschwerdeführer am 1. Januar 2011 
einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.2 hiervor), wofür die Be-
schwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt und die gesetz-
lichen Leistungen bis am 31. Oktober 2012 erbracht hat (act. II z3 f., z6/1, 
act. IIA z171, z174) bzw. seit dem 4. Dezember 2014 denn auch wieder 
erbringt (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. II./2. und S. 38 Art. 43, Beschwerdeant-
wort S. 4 Ziff. 13). Von vornherein besteht kein Anspruch auf Taggeldleis-
tungen gestützt auf die geltend gemachten Beschwerden an der Halswir-
belsäule (vgl. Beschwerde S. 11 - 13), denn im Einspracheentscheid vom 
17. Juni 2015 (act. IIB z336) hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungs-
pflicht in Bezug auf die zervikalen Beschwerden bzw. die Diskushernie 
mangels Kausalzusammenhangs zum Unfallereignis abgelehnt. Dieser 
Entscheid wurde nicht angefochten und ist damit in Rechtskraft erwachsen. 

4.2 Zu prüfen ist hingegen, ob der Beschwerdeführer – basierend auf 
dem besagten Unfall – gestützt auf die geltend gemachten Schulterbe-
schwerden auch für die Zeit vom 1. November 2012 bis 3. Dezember 2014 
Anspruch auf Taggelder hat. Zur Beantwortung dieser Frage hat sich die 
Beschwerdegegnerin massgeblich auf die folgenden medizinischen Unter-
lagen gestützt:

4.2.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, führte im Konsilium vom 17. Mai 
2011 (act. IID zm33) die nachstehenden Diagnosen auf (S. 4):

• Status nach Resektion der lateralen Clavicula bei traumatisierter AC-
Gelenksarthrose rechts am 13. Januar 2011

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• Status nach postoperativem Infekt mit Pseudomonas und Staphylokokken

• Status 30 Jahre nach Osteosynthese einer lateralen Claviculafraktur bei Poly-
trauma

Die aktuellen Beschwerden (belastungsabhängige Schmerzen, Nacht-
schmerzen, ausstrahlende Beschwerden bis in die Hand, Sensibilitätss-
törungen, Probleme bei der Drehung des Kopfes) seien zum Teil auf einen 
noch vorhandenen Knochenhöcker im Bereich des Acromions zurückzu-
führen (S. 4). Durch Entfernung des Acromionhöckers könnten die Restbe-
schwerden möglicherweise gebessert werden, was aber von einer erneuten 
klinischen Kontrolle abhängig gemacht werden müsste (S. 5). In allen Un-
tersuchungen seien keine Pathologien gefunden worden, die für die geltend 
gemachten massiven Schmerzen verantwortlich gemacht werden könnten. 
Demzufolge bestehe in einer angepassten Tätigkeit (keine schulterbelas-
tenden Arbeiten, Autofahren frei, keine Arbeiten über Kopf, kein Heben von 
Gewichten über 5 kg) ab dem 17. Mai 2011 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
(S. 4).

4.2.2 Im Gutachten vom 31. März 2014 (act. IID zm88), mit Beteiligung 
der Fachgebiete Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Psychiatrie, hielten die 
Experten der Klinik C.________ diagnostisch Folgendes fest (S. 59 f.):

• Keine neurologischen oder elektrophysiologischen Pathologien, keine Instabi-
litätszeichen bei Status nach Dekompression C5/6 von ventral und Spondylo-
dese C5/6 von ventral mit Titan-Cage bei nachgewiesener Diskushernie C5/6 
mit C6-Nervenwurzelkompression

• Restbeschwerden im Bereich der rechten Schulter

• Keine psychopathologische Diagnose

Im Zeitpunkt des Unfalls vom 1. Januar 2011 habe eine fortgeschrittene 
AC-Gelenksarthrose bestanden, die auf die mehrfragmentäre laterale Cla-
viculafraktur zurückgehe, welche im Rahmen eines Polytraumas von 1983 
erlitten worden sei. Die vorbestehende AC-Gelenksarthrose sei durch den 
Unfall symptomatisch geworden, wobei der Vorzustand ohne das Ereignis 
vom 1. Januar 2011 nicht überwiegend wahrscheinlich zum erwähnten 
Zeitpunkt symptomatisch geworden wäre. Ca. fünf Monate nach dem Unfall 
seien die anhaltenden Beschwerden im Bereich der rechten Schulter (und 
teilweise darüber hinaus) schwierig zu interpretieren; eine objektivierbare 
Pathologie habe bis auf eine Exostose im Bereich des dorsalen Acromions 

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orthopädisch oder neurologisch nicht nachgewiesen werden können. Trotz 
dieser Pathologie, welche die Beschwerden in einem gewissen Umfang 
erklären könnten, sei die Zumutbarkeitsbeurteilung im Bericht vom 17. Mai 
2011 durchaus als adäquat einzustufen (S. 55). Inwiefern eine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes, welcher letztlich überwiegend 
wahrscheinlich auf das Ereignis vom 1. Januar 2011 zurückgeführt werden 
müsse, durch weitere ärztliche Behandlungen zu erreichen sei, lasse sich 
nicht mit Sicherheit sagen. Ein operativer Eingriff zur Stabilisierung der ho-
rizontalen Instabilität könne erwogen werden, doch sei der Erfolg dieses 
Eingriffs ungewiss und auch nicht einmal arbiträr in Prozenten anzugeben 
(S. 62). In Unkenntnis des Stellenbeschriebs der bisherigen Tätigkeit als ... 
könne keine prozentuale Einschränkung angegeben werden. In einer an-
gepassten Tätigkeit entsprechend den Ausführungen im Bericht vom 
17. Mai 2011, das heisse bezogen auf eine Tätigkeit ohne schulterbelas-
tende Arbeiten, ohne Autofahren, ohne Arbeiten über Kopf sowie ohne He-
ben von Gewichten über 5 kg sei die Arbeitsfähigkeit bei vollem Prozent-
satz und ohne Leistungseinschränkungen gegeben (S. 63).

4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

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gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.4 Das hinsichtlich der hier zu beurteilenden Schulterbeschwerden 
umfassende Gutachten der Klinik C.________ vom 31. März 2014 (act. IID 
zm88) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen 
(E. 4.3 hiervor) und erbringt vollen Beweis (BGE 125 V 351 E. 3b bb 
S. 353). 

4.4.1 In Kenntnis der Vorakten (S. 2 ff.) führten die Gutachter bezogen 
auf die Schulterbeschwerden nachvollziehbar aus, dass gestützt auf die 
erhobenen klinischen Befunde und die Anamnese mit Zustand nach AC-
Gelenksresektion (13. Januar 2011 [act. IID zm4]) und Nachresektion 
(1. Dezember 2011 [act. IID zm56/1]) wegen persistierender Restbe-
schwerden mit u.a. Entfernung von Verknöcherungen im Bereich der cora-
coclaviculären Bänder, der Verdacht auf eine leichtgradige residuelle Res-
tinstabilität der lateralen Clavicula in der transversalen Ebene bestehe. 
Dafür sprächen die von den Experten erhobenen klinischen und radiologi-
schen Befunde (S. 46 - 48 und 50 f.), der bemängelte Kraftverlust und die 
Beschwerden insbesondere über der Horizontalen mit einem positiven 
Cross-arm-Adduction-Test (S. 46 und 56). Unter der gutachterlichen An-
nahme, dass sich die Restbeschwerden durch die erhobenen Befunde (al-
lein) teilweise erklären lassen (S. 56), ist ebenso überzeugend, wenn schul-
terbelastende Arbeiten, Autofahren, Arbeiten über Kopf sowie Arbeiten mit 
Heben von Gewichten über 5 kg vom Zumutbarkeitsprofil ausgenommen 
wurden. Nachvollziehbar gelangten die medizinischen Experten zum 
Schluss, dass das von Dr. med. D.________ am 17. Mai 2011 ermittelte 
Zumutbarkeitsprofil (act. IID zm33/4) weiterhin Gültigkeit hat und in einer 
entsprechend angepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit besteht (S. 63).

4.4.2 An diesem Ergebnis vermag die Stellungnahme des behandelnden 
Dr. med. E.________ (Allgemeine Medizin FMH) vom 11. August 2014 
(act. IID zm90) nichts zu ändern, enthalten seine Ausführungen doch keine 
konkreten Indizien, welche die Fachärzte der Klinik C.________ nicht be-
achtet hätten. Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des the-

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rapeutisch tätigen Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich 
bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es denn auch nicht 
zu, ein medizinisches Administrativgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (SVR 2017 IV Nr. 49 
S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Auch das vom Beschwerde-
führer veranlasste „fachunfallchirurgisch / orthopädische Gutachten“ von 
Dr. med. F.________ (...) vom 28. Dezember 2015 (Beschwerdebeilage 
[act. I] 7, vgl. hierzu Beschwerde S. 40 f. Art. 46) schränkt den Beweiswert 
des Gutachtens nicht ein, äussert sich dieses doch einzig zur gewählten 
Behandlungsmethode und nicht zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. 
act. I 7 S. 21 ff.). Ebenfalls nichts an der gutachterlichen Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit ändert, dass der Beschwerdeführer während der ganzen 
hier zu beurteilenden Zeit in medizinischer Behandlung stand oder unter-
sucht wurde (vgl. Beschwerde S. 11 Art. 9, S. 14 Art. 15, S. 15 Art. 17, 
S. 19 ff. Art. 19, S. 29 ff., S. 38 Art. 42), denn diese Tatsache lässt den 
Schluss auf eine zwangsläufig bestehende Arbeitsunfähigkeit nicht zu. So-
weit der Beschwerdeführer weiter geltend macht, ein im massgeblichen 
Zeitraum vorgenommener und gescheiterter Arbeitsversuch vermöge eine 
gesundheitlich begründete vollständige Arbeitsunfähigkeit zu belegen (vgl. 
Beschwerde S. 31 Art. 25), ist dieses Vorbringen mangels Dokumentation 
von vornherein nicht geeignet, den Beweiswert der gutachterlichen Beurtei-
lung zu erschüttern. Selbst wenn Berichte über Arbeitsversuche (bspw. der 
Invalidenversicherung) vorliegen würden, könnten diese zwar zur Ergän-
zung der medizinischen Unterlagen allenfalls dienlich sein, jedoch ist die 
Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach 
Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung rechtspre-
chungsgemäss in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliede-
rungsfachleute zu beantworten (vgl. Entscheide des Bundesgerichts [BGer] 
vom 21. Februar 2018, 8C_802/2017, E. 5.1.1, sowie vom 19. Mai 2016, 
9C_646/2015, E. 4.4). Da schliesslich von zusätzlichen Abklärungen keine 
neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, erübrigen sich die beschwerdeweise 
(S. 42 Art. 48) beantragten weiteren medizinischen Sachverhaltserhebun-
gen (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).

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4.4.3 Nach dem Ausgeführten ist während der hier zu beurteilenden Zeit 
resp. bereits vorher eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer den Be-
schwerden angepassten Tätigkeit erstellt (vgl. E. 2.3 und 4.4.1 f. hiervor). 
In den fraglichen Zeitraum fallen auch keine Operationen mit anschliessen-
der Rekonvaleszenzzeit (vgl. Beschwerde S. 29, Auflistung Arzttermine und 
Physiotherapie), welche zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hätten. Viel-
mehr hat die Beschwerdegegnerin die (Taggeld-)Leistungen im Zusam-
menhang mit der Operation vom 5. Dezember 2014 (act. IID zm98) wieder 
aufgenommen (vgl. E. 4.1 hiervor). 

4.5 Die Beschwerdegegnerin ging vom Fallabschluss per Ende Oktober 
2012 aus, was hinsichtlich der Schulterbeschwerden nicht in Rechtskraft 
erwachsen ist (vgl. E. 3 und 4.1 hiervor). In der Folge ist materiell zu prü-
fen, ob der Fall zu Recht auf diesen Zeitpunkt hin abgeschlossen wurde.

Obwohl der Beschwerdeführer auch im hier massgeblichen Zeitraum 
Schmerzen beklagte, ist allein entscheidend, ob Ende Oktober 2012 im 
Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG noch Erfolg versprechende ärztliche Be-
handlungen in Betracht fielen, welche eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit 
erwarten lassen konnten (vgl. E. 2.4 hiervor sowie Entscheid des BGer vom 
11. Dezember 2017, 8C_83/2017, E. 4.3). Nachdem Dr. med. D.________ 
in seiner Beurteilung von Mai 2011 eine mögliche Beschwerdeverbesse-
rung allein durch Entfernung des Acromionhöckers zur Prüfung vorschlug 
(act. IID zm33/5), wurde am 1. Dezember 2011 eine offene Osteophy-
tenentfernung sowie eine AC-Re-Resektion der Schulter rechts vorgenom-
men (act. IID zm56/1; gleichentags ausserdem Dekompression und Spon-
dylodese C5/6 [act. IID zm55]). Die Ärzte der Klinik G.________ hielten 
hierzu am 24. April 2012 einen stetig besser werdenden Verlauf fest 
(act. IID zm69) und gingen am 23. April 2012 bei einem regelrechten phy-
siotherapeutischen und chiropraktischen Heilungsverlauf von einer per An-
fang Mai 2012 eventuell zu prüfenden teilweisen Wiederaufnahme der Ar-
beit aus (act. IID zm70; vgl. zu einer Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit 
auch die Berichte von Dr. med. E.________ vom 29. Mai 2012 [act. IID 
zm72], 29. Juni 2012 [act. IID zm74] und 24. September 2012 [act. IID 
zm79]). Der Beschwerdeführer gab im September 2012 gegenüber Dr. 
med. E.________ an, per November 2012 definitiv wieder mit der Arbeit 

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beginnen zu wollen, was der behandelnde Arzt unterstützte; als medizini-
sche Massnahme wurde einzig noch Physiotherapie aufgeführt (act. IID 
zm79). Unter diesen Umständen ist bei einer prospektiven Betrachtungs-
weise gestützt auf die damaligen Verhältnisse der per Ende Oktober 2012 
vorgenommene Fallabschluss mit Einstellung der Taggeldleistungen und 
impliziter Ablehnung eines Rentenanspruchs (act. IIA z171, z174) nicht zu 
beanstanden. In der Folge besteht während des hier zu beurteilenden Zeit-
raums kein Anspruch auf Taggelder. Daran ändert nichts, dass die Be-
schwerdegegnerin im Zusammenhang mit den Schulterbeschwerden rechts 
die Heilbehandlungskosten rückwirkend auch während des strittigen Zeit-
raums übernommen hat (vgl. act. IIA z277, Beschwerde S. 29 unten), denn 
ein Anspruch auf Heilbehandlung schliesst eine vollständige Arbeitsfähig-
keit nicht aus.

5.

Nach dem Dargelegten besteht für die Zeit vom 1. November 2012 bis 
3. Dezember 2014 kein Taggeldanspruch, womit der Einspracheentscheid 
vom 30. November 2017 (act. IIC z486) zu Recht erfolgt und die dagegen 
erhobene Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (samt Kopie der Eingabe des 

Beschwerdeführers vom 4. Mai 2018)
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.

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«D_RGB»/«D_DNJ»/«D_DNN», Seite 17