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**Case Identifier:** 80f4de96-6940-5ae5-a3f3-b98907f47736
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.07.2019 B-3066/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3066-2019_2019-07-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-3066/2019 

 

 
 

  E r l ä u t e r u n g  v o m  1 2 .  J u l i  2 0 1 9  

b e t r e f f e n d  U r t e i l  B - 5 4 7 3 / 2 0 1 7  

v o m  1 4 .  M a i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter Daniel Willisegger (Vorsitz), 

Richter Jean-Luc Baechler, Richter Pietro Angeli-Busi,    

Gerichtsschreiberin Astrid Hirzel. 
 

 
 

Parteien 
 Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,  

Gesuchstellerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

1. X._______ AG,  

2. X._______ Europe AG,  

3. X._______ Suisse GmbH,  

alle vertreten durch  

Gian Andri Töndury, Rechtsanwalt,  

Gesuchsgegnerinnen,  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Erläuterungs- und Berichtigungsbegehren betreffend  

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-5473/2017  

vom 14. Mai 2019. 

 

B-3066/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verfügung vom 25. August 2017 stellte die Eidgenössische Finanz-

marktaufsicht FINMA (nachfolgend: Gesuchstellerin) fest, dass die 

X._______ International AG, die X._______ Europe AG und die 

X._______ Suisse GmbH (nachfolgend: Gesuchsgegnerinnen) gemein-

sam als Gruppe ohne Bewilligung gewerbsmässig Publikumseinlagen ent-

gegengenommen und damit aufsichtsrechtliche Bestimmungen (Banken-

gesetz) schwer verletzt hätten (Dispositiv-Ziff. 1). Weiter verfügte sie ge-

genüber den Gesuchsgegnerinnen, unter Verweis auf die gesetzlich vor-

gesehenen Strafandrohungen des Finanzmarktaufsichts- und des Banken-

gesetzes, eine Unterlassungsanweisung (Dispositiv-Ziff. 2 und 3). Das 

Mandat der Untersuchungsbeauftragten wurde beendet (Dispositiv-Ziff. 4). 

Schliesslich auferlegte die Vorinstanz den Gesuchsgegnerinnen solida-

risch die bis zum Erlass der Verfügung angefallenen Kosten der mit super-

provisorischer Verfügung vom 16. Juni 2015 eingesetzten Untersuchungs-

beauftragten von Fr. 146'631.60 (inkl. MwSt.) sowie die Verfahrenskosten 

von Fr. 35'000.– (Dispositiv-Ziff. 5 und 6). 

B.  

Mit Urteil B-5473/2017 vom 14. Mai 2019 hiess das Bundesverwaltungs-

gericht die von den Gesuchsgegnerinnen dagegen geführten Beschwer-

den gut, soweit darauf eingetreten wurde, und hob die angefochtene Ver-

fügung vom 25. August 2017 auf (Dispositiv-Ziff. 1). Es wurden keine Ver-

fahrenskosten erhoben. Den Gesuchsgegnerinnen wurde zu Lasten der 

Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 25'598.25 zugesprochen. 

C.  

Mit Erläuterungs- und Berichtigungsbegehren vom 18. Juni 2019 beantragt 

die Gesuchstellerin, es sei ihr zu erläutern, ob Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils 

B-5473/2017 vom 14. Mai 2019 einen Rückweisungsentscheid beinhalte, 

damit sie über die Verlegung der Kosten (Kostenverfügung) hinsichtlich der 

Kosten der eingesetzten Untersuchungsbeauftragten und der erstinstanz-

lich auferlegten Verfahrenskosten neu entscheiden dürfe. Eventualiter sei 

Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils B-5473/2017 vom 14. Mai 2019 wie folgt zu 

berichtigen: "Die Beschwerden werden gutgeheissen, soweit darauf einge-

treten wird, und die angefochtene Verfügung vom 25. August 2017 wird 

aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen zwecks all-

fälligem neuen Entscheid über die Kostenverteilung hinsichtlich der von ihr 

B-3066/2019 

Seite 3 

erstinstanzlich auferlegten Verfahrenskosten und der Kosten der einge-

setzten Untersuchungsbeauftragten." Gleichzeitig hat die Gesuchstellerin 

gegen das Urteil B-5473/2017 vom 14. Mai 2019 Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht erhoben und beantragt, 

es sei Dispositiv-Ziff. 1 insofern aufzuheben, als dass sie die erstinstanzli-

chen Untersuchungs- und Verfahrenskosten betreffe, und die Sache sei 

zur Neubeurteilung an das Bundesverwaltungsgericht zurückzuweisen 

zwecks Neuentscheid über die Kostenverteilung. Zudem hat die Gesuch-

stellerin beantragt, das Beschwerdeverfahren sei bis zum Entscheid des 

Bundesverwaltungsgerichts über das Erläuterungs- und Berichtigungsbe-

gehren zu sistieren. 

D.  

Mit Verfügung vom 26. Juni 2019 brachte das Bundesverwaltungsgericht 

das Erläuterungs- und Berichtigungsbegehren den Gesuchsgegnerinnen 

zur Kenntnis und räumte ihnen Gelegenheit zur freigestellten Stellung-

nahme ein. 

E.  

Mit Eingabe vom 8. Juli 2019 äusserten sich die Gesuchsgegnerinnen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Zuständig für die Beurteilung eines Erläuterungsgesuchs ist die Be-

schwerdeinstanz, die den zu erläuternden Entscheid getroffen hat. Es ist 

allein Sache der entscheidenden Instanz, Sinn und Tragweite ihres Ent-

scheids klarzustellen (Urteil des BVGer C-6994/2013 vom 17. Dezember 

2013 E. 1.1). 

1.2 Zur Gesuchstellung legitimiert sind nach dem Wortlaut des Gesetzes 

die Parteien des Verfahrens, das mit dem Urteil abgeschlossen worden ist 

(vgl. Art. 48 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 

SR 173.32] i.V.m. Art. 129 Abs. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Gesuchstellerin war Vorinstanz im 

fraglichen Beschwerdeverfahren und hatte damit lediglich parteiähnliche 

Stellung. Dennoch erscheint es sachgerecht, über den engen Wortlaut der 

Bestimmung hinaus auch die Vorinstanz als Gesuchstellerin zuzulassen (in 

diesem Sinne STEFAN VOGEL, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], VwVG, 

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Seite 4 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Kommentar, 2. Aufl., Zü-

rich/St. Gallen 2019, Art. 69 Rz. 8 und ANDRÉ MOSER/MICHAEL 

BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, 2. Aufl., Basel 2013, Rz. 5.81 sowie KARIN SCHERRER REBER, in: 

Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensge-

setz, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 69 Rz. 5; vgl. zur Legitimation 

von Vorinstanzen im Erläuterungsverfahren vor Bundesgericht Urteil des 

BGer 4C.267/2005 vom 10. Oktober 2005 E. 3.1). 

1.3 Art und Umfang des Erläuterungsbedarfs sind im Gesuch substantiiert 

darzulegen; die blosse Behauptung, die Formulierung einer Entscheidung 

sei für eine Partei unverständlich, genügt zur Begründung des Erläute-

rungsgesuchs nicht (Urteile des BGer 2C_23/2010 vom 15. Januar 2010 

E. 2.2 und 4C.86/2004 vom 7. Juli 2004 E. 1.4). Die Anforderungen an das 

Erläuterungsgesuch sind vorliegend erfüllt. Das Erläuterungsbegehren ist 

an keine Frist gebunden und unterliegt nur insoweit einer zeitlichen Be-

schränkung, als ein solches nicht mehr zulässig ist, wenn die Vorinstanz 

bereits den neuen Entscheid getroffen hat (Art. 129 Abs. 2 BGG; Urteil des 

BGer 4G_2/2013 vom 3. Februar 2014 E. 1). 

2.  

2.1 Die Gesuchstellerin bringt vor, Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils sei ihrer Auf-

fassung nach unklar und widersprüchlich bzw. unvollständig. Das Bundes-

verwaltungsgericht entscheide im Beschwerdeverfahren praxisgemäss 

und von Gesetzes wegen auch über die Verlegung der Kosten der von der 

FINMA eingesetzten Untersuchungsbeauftragten und der erstinstanzlichen 

Verfahrenskosten. Das Gericht sei bisher regelmässig wie folgt vorgegan-

gen: 1) Es habe die Kosten im Urteil selber festgelegt, 2) es habe einen 

Rückweisungsentscheid im Kostenpunkt gefällt. Vorliegend habe sich das 

Gericht zur Verlegung der Verfahrens- und Untersuchungskosten weder in 

den Erwägungen noch im Dispositiv geäussert. Damit sei unklar, ob Dispo-

sitiv-Ziff. 1 einen Rückweisungsentscheid hinsichtlich der Kostenfrage ent-

halte oder ob das Urteil auch die Untersuchungs- und Verfahrenskosten 

vor Erstinstanz abschliessend regeln solle. Sowohl Untersuchungs- als 

auch Verfahrenskosten könnten gestützt auf die entsprechenden rechtli-

chen Grundlagen unabhängig vom Verfahrensausgang verlegt werden, 

was das Bundesverwaltungsgericht wohl versehentlich zu prüfen unterlas-

sen habe. 

B-3066/2019 

Seite 5 

2.2 Die Gesuchsgegnerinnen führen aus, für eine Erläuterung oder Berich-

tigung bestehe kein Anlass. Das Dispositiv des Urteils sei weder unklar, 

unvollständig oder zweideutig, noch enthalte es Widersprüche, Redakti-

ons- oder Rechnungsfehler. Die Beschwerde sei gutgeheissen und die an-

gefochtene Verfügung aufgehoben worden. Die bedeute nichts anderes, 

als dass die Gesuchsgegnerinnen weder die Kosten des vorinstanzlichen 

Verfahrens noch diejenigen der Untersuchungsbeauftragten zu tragen hät-

ten. Sollte es das Gericht tatsächlich irrtümlicherweise unterlassen haben, 

darüber zu entscheiden, könne dies weder mit einer Erläuterung noch mit 

einer Berichtigung behoben werden. Da in einem solchen Fall nicht nur das 

Dispositiv, sondern auch die Entscheidgründe zu ergänzen wären und die 

Korrektur daher auf eine Abänderung des Urteils hinauslaufe, sei eine Be-

richtigung ausgeschlossen. Das vorliegende Begehren sei nicht der rich-

tige Rechtsbehelf. Die Gesuchstellerin müsse statt dessen Beschwerde in 

öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erheben, was sie ja bereits getan 

habe. Dem Erläuterungs- und Berichtigungsbegehren sei daher nicht zu 

entsprechen. 

3.  

Gemäss Art. 48 VGG gilt für die Erläuterung und die Berichtigung von Ent-

scheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 BGG sinngemäss 

(Abs. 1). Erläutert oder berichtigt das Bundesverwaltungsgericht seinen 

Entscheid, so beginnt eine allfällige Rechtsmittelfrist neu zu laufen 

(Abs. 2). Die Bestimmung von Art. 129 Abs. 1 BGG hat folgenden Wortlaut: 

"Ist das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollstän-

dig oder zweideutig, stehen seine Bestimmungen untereinander oder mit 

der Begründung im Widerspruch oder enthält es Redaktions- oder Rech-

nungsfehler, so nimmt das Bundesgericht auf schriftliches Gesuch einer 

Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vor." 

Die Erläuterung eines Entscheids i.S.v. Art. 129 Abs. 1 BGG erfolgt in Be-

zug auf das Dispositiv. Dieses muss unklar, zweideutig oder unvollständig 

sein oder in sich oder mit der Begründung in Widerspruch stehen. Als un-

klar und zweideutig erweist sich ein Dispositiv, wenn es aus objektiver Sicht 

verschieden verstanden werden kann. Ein Widerspruch kann zwischen 

verschiedenen Ziffern des Dispositivs oder mit Blick auf die Urteilsmotive 

bestehen. Ein unvollständiges Dispositiv kann beispielweise vorliegen, 

wenn eine Beschwerde gutgeheissen wird, der angefochtene Entscheid 

aber nicht aufgehoben wird, oder wenn die Rückweisung an die Vorinstanz 

fehlt (BGE 110 V 222 E. 1; Urteil des BGer 4G_2/2009 vom 21. Oktober 

B-3066/2019 

Seite 6 

2009 E. 1.1 m.H.; ELISABETH ESCHER, in: Niggli/Uebersax/Wiprächti-

ger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 

3. Aufl., Basel 2018, Art. 129 Rz. 3). 

4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 (VwVG, SR 172.021; vgl. Art. 31 VGG). Die Beschwerdeinstanz 

entscheidet in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit ver-

bindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück (Art. 61 Abs. 1 VwVG). 

Nach Art. 61 Abs. 2 VwVG enthält der Beschwerdeentscheid die Zusam-

menfassung des erheblichen Sachverhalts, die Begründung (Erwägungen) 

und die Entscheidungsformel (Dispositiv). Der Beschwerdeentscheid be-

antwortet die Begehren der Parteien auf Aufhebung oder Änderung der an-

gefochtenen Verfügung durch das Dispositiv. 

4.2 Die Beschwerden richteten sich gegen die Verfügung der Gesuchstel-

lerin vom 25. August 2017. Diese enthielt die Feststellung einer unerlaub-

ten gewerbsmässigen Entgegennahme von Publikumseinlagen (Disposi-

tiv-Ziff. 1), eine Unterlassungsanweisung (Dispositiv-Ziff. 2), eine Strafan-

drohung für den Widerhandlungsfall (Dispositiv-Ziff. 3), die Beendigung 

des Mandats der Untersuchungsbeauftragten (Dispositiv-Ziff. 4) sowie die 

Auflage der Kosten der Untersuchungsbeauftragten (Dispositiv-Ziff. 5) und 

der Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziff. 6). 

Die Gesuchsgegnerinnen stellten mit Beschwerden vom 26. September 

2017 folgende Begehren: Dispositiv-Ziff. 1 bis 3 der angefochtenen Verfü-

gung seien aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdefüh-

rerinnen nicht gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenommen 

und keine aufsichtsrechtlichen Bestimmungen verletzt hätten (Hauptbe-

gehren). Eventualiter seien Dispositiv-Ziff. 1 bis 3 aufzuheben und es sei 

festzustellen, dass die Beschwerdeführerinnen keine schwere Verletzung 

gegen aufsichtsrechtliche Pflichten begangen hätten (Eventualbegehren). 

Subeventualiter seien Dispositiv-Ziff. 1 bis 3 für die Beschwerdeführerin 1 

aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 1 nicht 

gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegengenommen und keine auf-

sichtsrechtlichen Bestimmungen verletzt habe (Subeventualbegehren). 

Dispositiv-Ziff. 5 und 6 seien aufzuheben und es seien die Kosten der Un-

tersuchungsbeauftragten auf einen angemessenen, Fr. 50'000.– nicht 

übersteigenden Betrag zu reduzieren (Kostenbegehren). 

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Seite 7 

4.3 Das Bundesverwaltungsgericht hiess mit Urteil vom 14. Mai 2019 in 

Dispositiv-Ziff. 1 die Beschwerden gut, soweit es darauf eintrat, und hob 

die angefochtene Verfügung vom 25. August 2017 auf. Die Verfügung 

wurde ganz aufgehoben. Das Kostenbegehren wurde mit Aufhebung der 

angefochtenen Dispositiv-Ziff. 5 und Ziff. 6 beurteilt. Der 1. Halbsatz des 

Begehrens wurde ausdrücklich, der 2. Halbsatz sinngemäss beantwortet. 

Die Beurteilung bringt sinngemäss zum Ausdruck, dass der 2. Halbsatz 

nicht mehr behandelbar ist. Mit Aufhebung der Verfügung als Ganzes ent-

fiel die Grundlage, auf die sich die Kostenauflage der Vorinstanz stützte. 

Vor diesem Hintergrund ist zu klären, ob die Urteilsdispositiv-Ziff. 1 unklar 

oder unvollständig ist. 

5.  

5.1 Die Beschwerdeinstanz hat jedenfalls dann, wenn sie die angefochtene 

Verfügung ganz oder teilweise aufhebt und reformatorisch entscheidet, 

auch über die Kosten für das Verfahren vor der Vorinstanz zu befinden 

(PHILIPPE WEISSENBERBER/ASTRID HIRZEL, in: Waldmann/Weissenberger 

[Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl., Zü-

rich/Basel/Genf 2016, Art. 61 Rz. 45). Das Bundesverwaltungsgericht 

hatte keinen reformatorischen Entscheid gefällt, sondern die angefochtene 

Verfügung kassiert, womit das Verfahren ohne Verfügung endete. Wie es 

bei einer Kassation die Kosten von Vorinstanzen zu verlegen hat, ist – im 

Unterschied zu anderen Beschwerdeinstanzen des Bundes (vgl. Art. 6 der 

Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren 

vom 10. September 1969 [SR 172.041.0]) – für das Bundesverwaltungs-

gericht nicht gesetzlich geregelt (vgl. WEISSENBERBER/HIRZEL, a.a.O., 

Art. 61 Rz. 14). 

5.2 Die Kassation der angefochtenen Verfügung kann mit einer Rückwei-

sung an die Vorinstanz kombiniert werden. Eine Rückweisung zu neuem 

Entscheid über die vorinstanzlichen Kosten (inkl. Kosten für die Untersu-

chungsbeauftragte; vgl. Art. 36 Abs. 4 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes 

vom 22. Juni 2007 [FINMAG, SR 956.1]) ist möglich. Alsdann ist die Vor-

instanz an den Rückweisungsentscheid gebunden und muss die Kosten im 

Lichte des Beschwerdeentscheids neu festlegen. Für die Festlegung der 

Kosten durch die FINMA gilt die FINMA-Gebühren- und Abgabenverord-

nung vom 15. Oktober 2008 (FINMA-GebV, SR 956.122). Den Besonder-

heiten der FINMA-GebV ist bei einer Rückweisung Rechnung zu tragen. 

Nach Art. 5 Abs. 1 FINMA-GebV ist gebührenpflichtig, wer eine Verfügung 

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Seite 8 

veranlasst hat (Bst. a). Gebührenpflichtig ist auch, wer ein Aufsichtsverfah-

ren veranlasst hat, das ohne Verfügung endet oder das eingestellt wird 

(Bst. b). Die erste Konstellation von Bst. b, wenn ein Aufsichtsverfahren 

ohne Verfügung endet, liegt z.B. vor, wenn die Beschwerdeinstanz – wie 

hier – die Verfügung kassiert hat. Die zweite Konstellation von Bst. b, wenn 

ein Aufsichtsverfahren eingestellt wird, tritt z.B. ein, wenn die FINMA eine 

Einstellungsverfügung erlässt, nachdem die Beschwerdeinstanz die Verfü-

gung kassiert und eine Rückweisung anordnet. 

5.3 Das Urteil B-5473/2017 des Bundesverwaltungsgerichts hob die ange-

fochtene Verfügung auf, ohne die FINMA verbindlich anzuweisen, die Kos-

ten für das vorinstanzliche Verfahren neu zu verlegen. Das macht durchaus 

Sinn. Sehr wohl ist es nämlich möglich, dass die FINMA – in Anbetracht 

des Beschwerdeentscheids – zum Schluss kommt, die Voraussetzungen 

nach Art. 5 Abs. 1 Bst. b FINMA-GebV seien nicht erfüllt. Klar ist, dass das 

Bundesverwaltungsgericht diese Frage damals nicht entschieden hat. Sie 

war nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens, weil die angefochtene 

Verfügung sich im Kostenpunkt auf Art. 5 Abs. 1 Bst. a (nicht: Bst. b) 

FINMA-GebV stützte. Über die Frage nach Art. 5 Abs. 1 Bst. b FINMA-

GebV, ob im Zeitpunkt der Eröffnung des Aufsichtsverfahrens genügende 

Anhaltspunkte für die Veranlassung desselben vorlagen, spricht sich das 

Urteil nicht aus. Denn der Kostenpunkt konnte nach der Kassation im 

Hauptpunkt nicht mehr abschliessend beurteilt werden. Allerdings bringt 

das Urteil nicht zum Ausdruck, ob das Verfahren damit auch vor Vorinstanz 

abgeschlossen ist, denn eine Rückweisung zur Erledigung des erstinstanz-

lichen Verfahrens fehlt im Dispositiv. Insoweit ist Dispositiv-Ziff. 1 des Ur-

teils unvollständig und durch Erläuterung zu ergänzen. 

6.  

Das Erläuterungsgesuch ist gutzuheissen. Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils B-

5473/2017 des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. Mai 2019 ist durch fol-

gende Fassung zu ersetzen: 

"Die Beschwerden werden gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. 

Die angefochtene Verfügung vom 25. August 2017 wird aufgehoben und 

die Sache zur Erledigung des erstinstanzlichen Verfahrens an die Vor-

instanz zurückgewiesen." 

7.  

Nach Art. 48 Abs. 1 VGG beginnt eine allfällige Rechtsmittelfrist neu zu lau-

fen, wenn das Bundesverwaltungsgericht seinen Entscheid erläutert oder 

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Seite 9 

berichtigt. Die Frist läuft nur für denjenigen Teil des Dispositivs, der präzi-

siert wurde (vgl. VOGEL, a.a.O., Art. 69 Rz. 18). Der Entscheid, ob der Er-

läuterungsentscheid weiterziehbar ist, obliegt allein dem Bundegericht, 

weshalb die Rechtsmittelbelehrung entsprechend formuliert ist. 

8.  

Die Kosten- und Entschädigungsfolgen richten sich im Erläuterungs- und 

Berichtigungsverfahren vor Bundesverwaltungsgericht nach den allgemei-

nen Regeln (vgl. ESCHER, a.a.O., Art. 129 Rz. 7). Entsprechend dem Ver-

fahrensausgang sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 

VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Erläuterungsgesuch wird gutgeheissen. 

2.  

Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils B-5473/2017 vom 14 Mai 2019 wird durch fol-

gende Fassung ersetzt:  

"Die Beschwerden werden gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. 

Die angefochtene Verfügung vom 25. August 2017 wird aufgehoben und 

die Sache zur Erledigung des erstinstanzlichen Verfahrens an die Vor-

instanz zurückgewiesen." 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Gesuchstellerin (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde; Beilage: Kopie 

Stellungnahme Gesuchsgegnerinnen vom 8. Juli 2019) 

– die Gesuchsgegnerinnen (Gerichtsurkunde) 

– das Bundesgericht (Ref-Nr. 2C_571/2019) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Willisegger Astrid Hirzel 

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Seite 11 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 18. Juli 2019