# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ddb1927-41b3-5de8-9c66-883e6d9dc98a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2018 B-1650/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1650-2017_2018-11-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1650/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richter Pascal Richard, Richter Ronald Flury,    

Gerichtsschreiber Diego Haunreiter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Bildung,  

Forschung und Innovation SBFI, 

Vorinstanz, 

 

Prüfungskommission sportartenlehrer.ch,   

Erstinstanz,  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Berufsprüfung Sportartenlehrerin 2015. 

 

B-1650/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) meldete sich am 

26. Mai 2015 mit dem „Formular Bewerbung für die erleichterte Berufsprü-

fung (Bp)“ zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in an. Sie 

kreuzte auf besagtem Formular folgendes Feld an: „Ich bewerbe mich hier-

mit für die Teilnahme an der erleichterten Berufsprüfung für bereits ausge-

bildete Sportartenlehrer/innen“.  

Der Unterschied zwischen der regulären Berufsprüfung Schwimmsportleh-

rer/in und der erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in besteht 

darin, dass bei Letzterer der Prüfungsteil 1, die praktische Prüfungslektion, 

entfällt. Auf dem Anmeldeformular findet sich auf der ersten Seite die fol-

gende Erläuterung betreffend die erleichterte Berufsprüfung: „Innerhalb 

von 3 Jahren nach Inkrafttreten der vorliegenden Prüfungsordnung werden 

ausgebildete sowie anerkannte Sportartenlehrerinnen und Sportartenleh-

rer nach Ziff. 7.12, die ihren Beruf in der entsprechenden Sportart seit mehr 

als 3 Jahren vollamtlich oder mehr als 6 Jahren nebenamtlich ausüben, 

vom Prüfungsteil 1 dispensiert. Im Übrigen gilt die Prüfungsordnung sinn-

gemäss.“ Das Formular weist auf der ersten Seite zudem auf die möglichen 

Prüfungsdaten Mittwoch, 4. November 2015 oder Donnerstag, 5. Novem-

ber 2015 hin sowie auf die Prüfungsgebühr von Fr. 900.–. 

Unter Ziff. 2 auf Seite 2 des Formulars müssen die Kandidatinnen und Kan-

didaten die Nachweise in Bezug auf die Voraussetzungen betreffend Be-

rufsausbildung, Ausbildung als Lehrperson und Berufspraxis vermerken 

und die entsprechenden Dokumente beilegen. Betreffend Berufsausbil-

dung vermerkte die Beschwerdeführerin eine beigelegte persönlich Erklä-

rung vom 30. November 2014, wonach sie seit 22 Jahren jährlich mehr als 

250 Stunden Schwimmunterricht erteile. Die Ausbildung als Lehrperson 

belegte die Beschwerdeführerin mit Beilagen über besuchte Ausbildungen, 

Kurse und Seminare der Institutionen „Jugend und Sport“, „swiss swim-

ming“ und der „Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG“. In 

Bezug auf die Berufspraxis führte die Beschwerdeführerin wiederum ihre 

eigene Erklärung vom 30. November 2014 sowie eine Bestätigung des 

Sportamts der Stadt Zürich über eine Anstellung „Vikarin Schwimmen“ im 

Umfang von vier Wochenstunden an.  

B-1650/2017 

Seite 3 

A.b Die Trägerorganisation der Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in ist 

der Verein „sportartenlehrer.ch“, ein Zusammenschluss aus Sportverbän-

den und Berufsorganisationen des Sports. Zwei Mitglieder der Trägerorga-

nisation „sportartenlehrer.ch“ sind die Verbände „swimsports.ch“ und 

„swiss swimming“. Gemäss Statuten von „sportartenlehrer.ch“ kann der 

Vorstand die Administration des Vereins einer Geschäftsstelle übertragen.  

A.c Der Verband „swiss swimming“ teilte mit E-Mail vom 22. Juni 2015 der 

Beschwerdeführerin mit, sie habe das falsche Anmeldeformular für die Be-

rufsprüfung im November 2015 ausgefüllt. Sie solle doch bitte noch einmal 

das Formular „reguläre Berufsprüfung“ ausfüllen und dieses so schnell als 

möglich zusenden. 

A.d Mit E-Mail vom 10. Juli 2015 teilte die Geschäftsstelle von „sportarten-

lehrer.ch“ der Beschwerdeführerin mit, sie habe das Anmeldeformular für 

die erleichterte Berufsprüfung ausgefüllt. Die Bestätigung der „höchst mög-

lichen Ausbildung (Schwimminstruktorin)“ fehle. Um an der erleichterten 

Berufsprüfung teilnehmen zu können, sei dies allerdings Voraussetzung. 

Sollte das Diplom zur Schwimminstruktorin fehlen, bestehe die Möglichkeit 

an der regulären Berufsprüfung teilzunehmen. Hierzu seien die grün mar-

kierten Stellen auf den Seiten 1 - 3 des Anmeldeformulars im Anhang aus-

zufüllen und zu retournieren. Für die reguläre Berufsprüfung finde bereits 

am 11. September 2015 der praktische Prüfungsteil statt. Informationen 

dazu würde sie direkt von „swiss swimming“ erhalten. 

A.e Gemäss einer E-Mail des Geschäftsführers von „sportartenlehrer.ch“ 

vom 28. Juli 2015 an die Beschwerdeführerin verfolge die E-Mail vom 

10. Juli 2015 (vgl. E. A.d) den Zweck, dass sich „sportartenlehrer.ch“ letzte 

Klarheit über die Anmeldeunterlagen verschaffen könne. Sodann wurde in 

der E-Mail vom 28. Juli 2015 in Aussicht gestellt, dass sich der Geschäfts-

führer von „sportartenlehrer.ch“ in den nächsten beiden Tagen telefonisch 

bei der Beschwerdeführerin melden würde. Die Beschwerdeführerin wurde 

um Mitteilung gebeten, zu welchem Zeitpunkt und unter welchem An-

schluss sie erreichbar sei. 

A.f Mit E-Mail vom 30. Juli 2015 teilte die Beschwerdeführerin dem Ge-

schäftsführer von „sportartenlehrer.ch“ mit, sie sei bis Ende August telefo-

nisch nicht mehr erreichbar. Sie gehe jedoch davon aus, „dass sich alles 

Weitere wie auch die von Frau C._______ [die Verfasserin der oben er-

wähnten E-Mail vom 10. Juli 2015, vgl. E. A.d] formulierten Fragen Antwort 

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Seite 4 

durch die mehrfach mitgeteilten vollumfänglichen und vollständigen Dar-

stellungen u.a. in den bereits eingereichten und äusserst minutiös ausge-

führten Unterlagen befinden.“ 

A.g Mit Schreiben vom 4. August 2015 bestätigte die Geschäftsstelle von 

„sportartenlehrer.ch“ die Anmeldung der Beschwerdeführerin. Das Schrei-

ben trägt den Titel „Bestätigung Anmeldung/Zulassung unter Vorbehalt“ 

und enthält folgende Aussagen:  

„Bestätigung Anmeldung / Zulassung unter Vorbehalt 

[…] 

Besten Dank für Ihre Bewerbung mit Anmeldung für die Berufsprüfung sport-

artenlehrer.ch vom Mittwoch, 04. und Donnerstag, 05. November 2015 in 

CH-4622-Egerkingen. Die Prüfungskommission (PK) sportartenlehrer.ch hat 

entschieden, Sie zur erwähnten Berufsprüfung zuzulassen. Dies unter dem 

ausdrücklichen Vorbehalt, dass die von uns gemäss unseren individuellen 

Schreiben bei Ihnen nachgeforderten Unterlagen fristgemäss bei uns eintref-

fen (dies ist ein Standardbrief – falls Sie alles eingereicht haben, betrachten 

Sie die Hinweise unten als gegenstandslos).  

Wir weisen insbesondere auf folgende Vorbedingungen und Termine hin: 

 Prüfungsarbeit in drei Exemplaren […] eingereicht bei der Geschäfts-

stelle bis spätestens 23. September 2015 […] 

 Kursbestätigung über Ausbildung Sanität und Rettungswesen Kur-

sausweis eingereicht bis spätestens zum von der Geschäftsstelle 

Ihnen mitgeteilten Termin.  

Folgende weitere Informationen zur bevorstehenden Berufsprüfung: 

 Prüfungsort: Mövenpick Hotel Egerkingen […] 

 Programm / Zeitplan: folgen mit dem schriftlichen Aufgebot bis 

23. September 2015; […]; mit dem Aufgebot bekommen Sie auch eine 

Info-Dokumentation mit Wissenswertem über die BP und über die 

zwei von Ihnen zu absolvierenden Prüfungsteile. 

[…] 

p.s. Ihre Anmeldung ist mit der Zulassung verbindlich; die Kandidaten können 

sich bis spätestens 8 Wochen vor der Berufsprüfung aus wichtigen Gründen 

ohne weitere Konsequenzen zurückziehen (später nur mit einer Unkostenbe-

teiligung / gem. Information Sekretariat).“ 

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Seite 5 

A.h Mit Schreiben vom 7. August 2015 an sämtliche Kandidatinnen und 

Kandidaten der Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in wurden diese durch 

die Geschäftsstelle von „sportartenlehrer.ch“ zum praktischen Teil am Frei-

tag, 11. September 2015 im Hallenbad Seon eingeladen. Das Schreiben 

enthielt das Programm der praktischen Prüfung sowie diverse Informatio-

nen zu den Experten und der Möglichkeit der Kandidierenden, vorgängige 

Ausstandsbegehren zu stellen. 

A.i Mit Schreiben vom 20. August 2015 stellte die Geschäftsstelle von 

„sportartenlehrer.ch“ der Beschwerdeführerin Rechnung für die Berufsprü-

fung über Fr. 1'800.–. Die Beschwerdeführerin bezahlte die Rechnung. 

A.j Mit E-Mail vom 25. August 2015 informierte „swiss swimming“ die Kan-

didierenden über letzte Details zum Prüfungstag vom 11. September 2015. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet den Erhalt dieser E-Mail.  

A.k Mit Schreiben vom 1. September 2015 und gleichzeitig per E-Mail an 

die Geschäftsstelle von „sportartenlehrer.ch“ bedankte sich die Beschwer-

deführerin für die Korrespondenz. Sie hielt zudem fest, sie gehe „in berech-

tigter Weise davon aus“, dass das Schreiben vom 7. August 2015 

(vgl. E. A.h) zur praktischen Prüfung auf sie nicht zutreffe, da ihr die „Prü-

fungsanmeldungs- und zulassungsbestätigung“ bereits mit dem Schreiben 

vom 4. August 2015 (vgl. E. A.g) und der diesbezüglich längst bezahlten 

Rechnung vom 20. August 2015 (vgl. E. A.i) bestätigt worden sei. Zudem 

hätten sie keine „abweichenden Gründe“ gegen ihr unter anderem im 

E-Mail vom 30. Juli 2015 (vgl. E. A.f) gestelltes „Vorbringen“ „erreicht“.  

A.l Die Beschwerdeführerin blieb der praktischen Prüfung vom 11. Sep-

tember 2015 fern. 

A.m Am 22. September 2015 reichte die Beschwerdeführerin die ebenfalls 

verlangte Prüfungsarbeit ein. 

A.n Mit Schreiben vom 29. Oktober 2015 teilte die Geschäftsstelle von 

„sportartenlehrer.ch“ der Beschwerdeführerin mit, dem Anliegen um Zustel-

lung eines anfechtbaren Entscheids könne erst nach der nächsten Sitzung 

der Prüfungskommission vom 5. November 2015 Rechnung getragen wer-

den.  

A.o Mit Entscheid vom 5. November 2015, datiert mit 9. November 2015, 

hielt die „Prüfungskommission sportartenlehrer.ch“ (nachfolgend auch: 

Erstinstanz) Folgendes fest: 

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Seite 6 

„1. Es wird bestätigt, dass A._______ zur regulären BP [Berufsprüfung] 

unter dem Vorbehalt der Beibringung zusätzlicher Dokumente (Kopie 

der Berufsausbildung und AHV-Nummer) zugelassen ist. 

2. A._______ hat die praktische BP vom 11.9.2015 mangels Erscheinen 

oder ordnungsgemässer Abmeldung nicht bestanden […]. 

3. Die möglichen Daten für die Wiederholung der nicht bestandenen prak-

tischen BP im Jahr 2016 werden A._______ zwei Monate zum Voraus 

per Einschreiben bekanntgegeben. 

4. Die Kosten für die nicht bestandene BP von CHF 900.00 als Minimum 

werden A._______ auferlegt […].“ 

Zur Begründung machte die Erstinstanz geltend, sie habe zur Kenntnis ge-

nommen, dass sich die Beschwerdeführerin zur erleichterten Berufsprü-

fung angemeldet gehabt habe, ohne aber die Bedingungen dafür zu erfül-

len. Die Beschwerdeführerin habe die nachverlangten Unterlagen, insbe-

sondere der Nachweis der Ausbildung als Schwimminstruktorin, nicht ein-

gereicht.  

Deshalb sei die Beschwerdeführerin zur regulären Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in unter dem Vorbehalt der Nachreichung fehlender 

Unterlagen zugelassen worden. Sie sei ordnungsgemäss zur praktischen 

Prüfung vom 11. September 2015 im Rahmen der regulären Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in aufgeboten worden. An diese praktische Prüfung 

vom 11. September 2015 sei die Beschwerdeführerin ohne ausreichende 

Abmeldung und grundlos nicht erschienen. Dabei habe ihr bewusst sein 

müssen, dass Sie die Erfordernisse für die erleichterte Berufsprüfung nicht 

erfülle.  

Das Verwenden eines falschen Formulars, das Nichtnachreichen der erfor-

derlichen Bestätigung bzw. Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine er-

leichterte Berufsprüfung und die nicht nachvollziehbare Ablehnung des te-

lefonischen Kontakts habe zu einem stark erhöhten Aufwand des Prü-

fungssekretariats und der „Prüfungskommission sportartenleher.ch“ ge-

führt. Dies sei bei der Kostenverlegung zu beachten. 

B.  

B.a Mit Beschwerde vom 14. Dezember 2015 beantragte die Beschwerde-

führerin bei der Vorinstanz, der Entscheid der Erstinstanz vom 5. Novem-

ber 2015 sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und sie 

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Seite 7 

sei zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zuzulassen. Sie 

rügte insbesondere eine Verletzung von Treu und Glauben. 

B.b Nach Durchführung des Schriftenwechsels verfügte die Vorinstanz am 

14. Februar 2017 was folgt: 

„1. Die Beschwerde von A._______ wird abgewiesen. 

2. Die Verfügung der Prüfungskommission vom 9. November 2015 [recte: 

5. November 2015] wird bestätigt. 

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 860.- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. […]“ 

Die Vorinstanz prüfte zunächst, ob die Beschwerdeführerin die materiellen 

Voraussetzungen für die Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung erfülle. 

Zu diesem Zweck legte sie die Übergangsbestimmung in Ziff. 9.23 der an-

wendbaren Prüfungsordnung aus, die den gleichen Inhalt aufweist wie die 

Erläuterung auf dem Anmeldeformular zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in (vgl. E. A.a). Demnach werden bis zum 31. Dezem-

ber 2015 ausgebildete sowie anerkannte Sportartenlehrerinnen und Sport-

artenlehrer nach Ziffer 7.12, die ihren Beruf vollamtlich mehr als 3 Jahre 

oder nebenamtlich mehr als 6 Jahre ausüben, vom praktischen Prüfungs-

teil 1 dispensiert. Die Vorinstanz legte die Formulierung so aus, dass die 

Dispensationsmöglichkeit von der praktischen Prüfung auf zwei Personen-

gruppen zutreffe: zum einen auf nach Ziff. 7.12 der Prüfungsordnung be-

reits „anerkannte“ Sportartenlehrerinnen und Sportartenlehrer (Inhaber ei-

nes eidgenössischen Fachausweises in einer der Fachrichtungen Boots-

fahren, Judo, Ju-Jitsu, Karate, Klettern, Segeln, Tennis, Golf, Windsurfen 

oder Schwimmsport) sowie zum anderen auf „ausgebildete“ Sportartenleh-

rerinnen und Sportartenlehrer. Die Beschwerdeführerin sei keine „aner-

kannte“ Sportartenlehrerin in einer der in Ziff. 7.12 abschliessend aufge-

zählten Fachrichtungen. Welche Anforderungen eine „ausgebildete“ Sport-

artenlehrerin zu erfüllen habe, regle die Prüfungsordnung nicht. Es obliege 

aus diesem Grund den Prüfungsorganen, diese Anforderungen in sachli-

cher Hinsicht zu definieren und rechtsgleich anzuwenden. Es lasse sich 

daher nichts dagegen einwenden, wenn die „Prüfungskommission sportar-

tenlehrer.ch“ für die Fachrichtung Schwimmsportlehrer/in für die erleich-

terte Zulassung das Diplom als Schwimminstruktor/in voraussetze. 

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Seite 8 

Die Vorinstanz war im Zusammenhang mit der von der Beschwerdeführerin 

gerügten Verletzung von Treu und Glauben der Ansicht, aus den aktenkun-

digen Abläufen liesse sich kein Anspruch auf die Zulassung zur erleichter-

ten Berufsprüfung ableiten. Insbesondere sei der Beschwerdeführerin früh-

zeitig und klar kommuniziert worden, dass sie das geforderte Instruktorin-

nen-Diplom bisher nicht vorgewiesen habe und man dies von ihr verlange. 

Zudem habe der Geschäftsführer von „sportartenlehrer.ch“ der Beschwer-

deführerin diese Sachlage nicht persönlich erklären können, weil sie sich 

durch ihre „wenig glaubwürdige Meldung“, sie sei bis Ende August 2015 

telefonisch nicht erreichbar, jeglicher Gesprächsbereitschaft entzogen 

habe. In der Folge sei die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. Au-

gust 2015 zur praktischen Prüfung eingeladen worden. Die Beschwerde-

führerin sei nicht im Ungewissen gelassen worden. Auch aus der Tatsache, 

dass der Geschäftsführer von „sportartenlehrer.ch“ ihrer „ungewöhnlich for-

mulierten“ E-Mail vom 30. Juli 2015 nicht widersprochen habe, könne die 

Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Dies ergebe sich aus 

der Lehre und Rechtsprechung zur Problematik des kaufmännischen Be-

stätigungsschreibens, wonach der Verfasser einer Meldung nicht eindeutig 

erkennen dürfe, dass der Empfänger die Sachlage eindeutig anders sehe. 

Die Beschwerdeführerin habe im vorliegenden Fall eindeutig erkennen 

müssen, dass „sportartenlehrer.ch“ die Sachlage diametral anders ein-

schätze. Zudem habe die Beschwerdeführerin das Schreiben vom 4. Au-

gust 2015 nicht als absolute Zulassung verstehen dürfen, sondern hätte 

sich mit dem Inhalt des Vorbehalts auseinandersetzen müssen.  

Die Vorinstanz räumte überdies ein, die Erstinstanz habe Ziff. 3.32 der Prü-

fungsordnung verletzt, wonach die Kandidierenden spätestens drei Monate 

vor Beginn der Prüfung den förmlichen Zulassungsentscheid erhalten 

müssten. Aus der Verletzung dieser Ziffer der Prüfungsordnung könne die 

Beschwerdeführerin jedoch nichts zu ihren Gunsten ableiten, insbeson-

dere nicht hinsichtlich des materiellen Gehalts des Zulassungs-/Nichtzu-

lassungsentscheids. Selbst wenn der Beschwerdeführerin die Nichtzulas-

sung innerhalb der vorgeschriebenen Frist auf formell korrekte Weise kom-

muniziert worden wäre, hätte sich die Situation nicht verändert.  

Die Vorinstanz berücksichtigte in ihren Überlegungen insbesondere, dass 

sich die Beschwerdeführerin zu Unrecht für die erleichterte Berufsprüfung 

angemeldet gehabt habe. Zudem sei ihr die Erstinstanz entgegengekom-

men, da diese das Anmeldeformular zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in als Anmeldung zur ordentlichen Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in akzeptiert habe. Die Erstinstanz habe sich ferner in 

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Seite 9 

einer Warteposition befunden und habe, solange noch eine gewisse Wahr-

scheinlichkeit vorhanden gewesen sei, die von der Beschwerdeführerin 

verlangten Dokumente zu erhalten, keinen endgültigen Zulassungsent-

scheid gefällt. Die Beschwerdeführerin habe zudem erklärt, sie sei den 

ganzen August 2015 nicht erreichbar, weshalb die Erstinstanz bis kurz vor 

dem Termin der praktischen Prüfung nicht gewusst habe, ob die verlangten 

Unterlagen noch nachgereicht würden. Angesichts des nicht dem Normal-

fall entsprechenden Verlaufs des Anmeldeverfahrens bringe die Vorinstanz 

für die Erstinstanz Verständnis auf.  

In Bezug auf die Bestätigung der Zulassung der Beschwerdeführerin zur 

regulären Berufsprüfung unter dem Vorbehalt der Beibringung zusätzlicher 

Dokumente (Kopie der Berufsausbildung und AHV-Nummer) gemäss Dis-

positiv-Ziff. 1 der Verfügung der Erstinstanz vom 5. November 2015 

(vgl. E. A.o) hielt die Vorinstanz Folgendes fest: Die Beschwerdeführerin 

habe in ihren Anmeldeunterlagen eine von ihr persönlich verfasste Bestä-

tigung vermerkt, wonach sie in der eigenen Schwimmschule bereits seit 

22 Jahren jährlich weit mehr als 250 Stunden Schwimmunterricht erteile. 

Aus diesem Grund sei die Beschwerdeführerin der Ansicht, sie sei gemäss 

Absatz 2 der Ziff. 3.31 der Prüfungsordnung nicht verpflichtet, ihre Berufs-

ausbildung nachzuweisen. Die von ihr geleistete Praxis im Schwimmunter-

richt qualifiziere sie in gleichwertiger Weise. Die Verfügung der Erstinstanz, 

die Beschwerdeführerin unter Vorbehalt zur ordentlichen Berufsprüfung zu-

zulassen, sei nicht unrichtig. Die Erstinstanz werde aber „angewiesen“, die-

sen Aspekt nochmals eingehend zu prüfen. Insbesondere sei zu beurteilen, 

ob die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer eigenständigen Bestätigung des 

erteilten Schwimmunterrichts auf Ausweise über die frühere Berufsbildung 

verzichten könne.  

C.  

C.a Gegen den Entscheid vom 14. Februar 2017 der Vorinstanz erhob die 

Beschwerdeführerin am 17. März 2017 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen des-

sen Aufhebung sowie die Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheids vom 

5. November 2015. Daneben verlangt sie die Zulassung zur erleichterten 

Berufsprüfung Schwimmsportlehrerin. In formeller Hinsicht beantragt sie 

Einsicht in die betreffenden Fallakten bei der Vorinstanz und der Erstin-

stanz, vorbehaltlich weiteren „Vorbringens und Vortrages“. 

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Seite 10 

Die Beschwerdeführerin stellt sich zunächst auf den Standpunkt, dass aus 

einer Anmeldung zur erleichterten Berufsprüfung nicht eine Zulassung zur 

regulären Berufsprüfung folgen könne. Sie hält in dieser Hinsicht fest, auf 

einen Antrag oder eine Anmeldung müsse eine Zulassung oder eine an-

fechtbare Nichtzulassung erfolgen. Diese Vorgaben seien eindeutig.  

In Bezug auf die Akteneinsicht hält sie fest, sie habe die Erstinstanz nicht 

zur Einsicht in die dort „vorrätigen“ Akten bewegen können.  

Ferner hält die Beschwerdeführerin erstens dafür, es könne nicht sein, 

dass nur Schwimminstruktorinnen und Schwimminstruktoren zur erleich-

terten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zugelassen würden. Zweitens 

habe sie erfolgreich am „zweiten Ausbildungsmodul“ teilgenommen, das 

als Voraussetzung ein Praktikum vorsehe. Zu einem Praktikum gehöre im-

mer, auch in ihrem Fall, eine Prüfungslektion. Weil das Praktikum und die 

damit zusammengehörende Prüfungslektion des „zweiten Ausbildungsmo-

duls“ „Anerkennung gefunden habe“, gelte diese Anerkennung der Prü-

fungslektion auch für die Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung. Sie 

habe also auch aufgrund der Anerkennung der Prüfungslektion des „zwei-

ten Ausbildungsmoduls“ den praktischen Prüfungsteil 1 der Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in nicht zu absolvieren. Drittens gehe aus dem beige-

legten Ausbildungsvertrag vom 21. September 2014 hervor, dass die Be-

rufsprüfung vorliegend keine Prüfungslektion bzw. praktische Prüfung be-

inhalte. Viertens sei die verantwortliche Person von „swiss swimming“ auf 

ihre ursprüngliche Mitteilung zurückgekommen und habe keinen Bedarf 

mehr für eine praktische Prüfung gesehen.  

In Bezug auf den Ablauf des Verfahrens bzw. im Zusammenhang mit der 

geltend gemachten Verletzung von Treu und Glauben hält die Beschwer-

deführerin erstens fest, aus dem Nichtzustandekommen eines Gesprächs 

mit dem Geschäftsführer von „sportartenleher.ch“ könnten keine Folgen 

abgeleitet werden. Zweitens habe „sportartenlehrer.ch“ nicht auf ihre 

Schreiben und Eingaben reagiert. In diesem Zusammenhang habe die 

Vorinstanz das Recht falsch angewandt, indem sie von einem privatrecht-

lichen Rechtsverhältnis ausging und die Rechtspraxis zum kaufmänni-

schen Schreiben zur Anwendung brachte. Drittens habe nach Ziff. 3.32 der 

Prüfungsordnung ein Zulassungsentscheid drei Monate vor der Prüfung zu 

erfolgen. Viertens ergebe sich aus dem Schreiben der Erstinstanz vom 

4. August 2015, dass die „Prüfungskommission sportartenlehrer.ch“ sie zur 

„erwähnten“, also zur beantragten und damit erleichterten Berufsprüfung 

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Seite 11 

Schwimmsportlehrer/in zugelassen habe. Fünftens ergebe sich insbeson-

dere aus dem Erfordernis, dass ein Zulassungsentscheid drei Monate vor 

der Prüfung zu erfolgen habe und aus dem Schreiben vom 4. August 2015, 

dass das nachfolgende Einverlangen von fehlenden Unterlagen oder 

Nachweisen über erforderliche Prüfungsvoraussetzungen unzulässig ge-

wesen sei. Sechstens sei auch die Ankündigung vom 7. August 2015 zur 

praktischen Berufsprüfung nicht innerhalb der vorgegebenen Fristen er-

folgt und entspreche zudem auch nicht der Wegleitung, wonach die Kandi-

daten Unterlagen über eine Unterrichtslektion einzureichen haben. Sieb-

tens habe sie am 22. September 2015 fristgerecht die Prüfungsarbeit ein-

gereicht. Die Erstinstanz habe diese angenommen, was den Fortbestand 

bzw. wiederholte Bestätigung der Zulassung zur erleichterten Prüfung 

zeige.  

Ihre Begehren begründet die Beschwerdeführerin darüber hinaus mit man-

gelnden fachlichen und juristischen Qualifikationen der involvierten Instan-

zen. Ferner sei die Aufsicht der Erstinstanz durch die Vorinstanz mangel-

haft gewesen. Zudem verweist sie auf die negativen Auswirkungen des ih-

rer Ansicht nach zu langen Verfahrens, insbesondere der damit verbunde-

nen Einschränkung des Rechts auf Bildung und Weiterbildung.  

C.b Mit Vernehmlassung vom 20. Mai 2017 beantragt die Erstinstanz unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen die Abweisung der Beschwerde. Zur 

Begründung bringt sie vor, dass die Berufsprüfung damals neu geschaffen 

worden sei. Die erleichterte Berufsprüfung habe lediglich den Personen of-

fen gestanden, welche die bisher höchste Trainer-Ausbildung in ihrer Dis-

ziplin und in ihrem Sportverband im Bereich des Breitensports absolviert 

hätten. Im Bereich der Schwimmsportlehrer/innen sei dies zum massge-

benden Zeitpunkt das Diplom als Schwimminstruktor bzw. Schwimmin-

struktorin gewesen. Die Beschwerdeführerin erfülle mangels Schwimmin-

struktoren-Diplom die Voraussetzung für die Zulassung zur erleichterten 

Berufsprüfung nicht. Dass nicht eine formelle Abweisung des Gesuches 

und gleichzeitig eine erneute Anmeldung zur regulären Berufsprüfung ver-

langt worden sei, sei ein Entgegenkommen der Prüfungsleitung gewesen, 

um einen überspitzten Formalismus zu vermeiden.  

Die Argumentation der Beschwerdeführerin, dass ein Praktikum und eine 

Prüfungslektion zusammengehören würden, gehe ins Leere. Eine prakti-

sche Ausbildung sei in der Regel eine Voraussetzung um überhaupt zu ei-

ner Prüfungslektion zugelassen zu werden. Dies sei bei der vorliegenden 

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Seite 12 

Berufsprüfung der Fall. Würde der Auffassung der Beschwerdeführerin ge-

folgt, gäbe es gar keine Prüfungslektion mehr, da ja vorgängig die prakti-

sche Ausbildung zu absolvieren sei.  

Der von der Beschwerdeführerin eingereichte „Ausbildungsvertrag“ sei 

eine Anmeldung zu einer Ausbildung durch „swimsports.ch“ und habe 

keine bindende Wirkung bezüglich der Berufsprüfung. Die Anmeldung bzw. 

der „Ausbildungsvertrag“ habe sich im Übrigen auf die ordentliche Berufs-

prüfung bezogen. 

In Bezug auf die Prüfungsarbeit hält die Erstinstanz fest, diese sei auch bei 

der ordentlichen Berufsprüfung einzureichen. Sie verweist zudem auf die 

Wegleitung zur Prüfungsordnung, wonach die Prüfungsarbeit erst nach 

dem Bestehen der praktischen Prüfung bewertet und benotet werde.  

Schliesslich hält die Erstinstanz ohne Anbringen eines Vorbehalts fest, 

dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für die ordentliche Be-

rufsprüfung erfüllt habe und dass sie für die ordentliche Berufsprüfung zu-

gelassen worden sei. 

C.c Mit Vernehmlassung vom 22. Mai 2017 beantragt die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. Zudem reichte sie die ge-

samten Akten die Beschwerdeführerin betreffend ein. Sie bemerkt im Übri-

gen, dass die Vorakten dem Anwalt der Beschwerdeführerin, die im 

vorinstanzlichen Verfahren noch einen Rechtsvertreter hatte, zur Kenntnis 

gebracht wurden.  

C.d Das Bundesverwaltungsgericht stellte der Beschwerdeführerin die 

Vernehmlassungen der Vorinstanz vom 22. Mai 2017 (inkl. Kopie des Bei-

lagenverzeichnises) und der Erstinstanz vom 20. Mai 2017 (inkl. Beilagen) 

zu. Der Schriftenwechsel wurde unter Vorbehalt allfälliger Instruktionen 

und / oder Parteieingaben mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 23. Mai 2017 abgeschlossen.  

C.e  Mit Verfügung vom 26. Juni 2017 hiess das Bundesverwaltungsgericht 

das sinngemässe Gesuch der Beschwerdeführerin vom 22. Juni 2017 um 

einen weiteren Schriftenwechsel gut. 

C.f Das Bundesverwaltungsgericht hiess in der Folge mit Verfügungen 

vom 1. September 2017 und 3. Oktober 2017 zwei Fristerstreckungsgesu-

B-1650/2017 

Seite 13 

che der Beschwerdeführerin gut, die sie jeweils auch mit „hängigen Be-

schwerden zur Durchsetzung des vollständigen Daten- und Akteneinsichts-

anspruchs“ begründete.  

C.g Mit Verfügung vom 2. November 2017 hiess das Bundesverwaltungs-

gericht ein drittes, im Wesentlichen mit den vorausgegangenen Fristerstre-

ckungsgesuchen identisches Fristerstreckungsgesuch der Beschwerde-

führerin gut und wies darauf hin, dass die Akten der Erstinstanz bzw. das 

Beilagenverzeichnis der Vorinstanz der Beschwerdeführerin am 23. Mai 

2017 bereits zugestellt worden seien. Weiter teilte es mit, falls die Be-

schwerdeführerin in die im Beilagenverzeichnis aufgeführten Akten der 

Vorinstanz Einsicht nehmen wolle, sei dies dem Bundesverwaltungsgericht 

mitzuteilen. Ein weiteres Fristerstreckungsgesuch werde nur ausnahms-

weise gewährt. 

C.h Mit Replik vom 30. November 2017 teilte die Beschwerdeführerin ein-

leitend mit, die im erforderlichen Masse gebotene Akteneinsicht bei den 

Verbänden „sportartenlehrer.ch“, „swimsports.ch“ und „swiss swimming“ 

habe sich noch nicht durchsetzen lassen. Sie betont, dass die Entgegen-

nahme ihres Gesuchs als Anmeldung zur ordentlichen Berufsprüfung an-

stelle des Ausfällens eines Nichtzulassungsentscheids kein Entgegenkom-

men der Erstinstanz darstelle. Das Ausfällen eines Nichtzulassungsent-

scheids wäre nichts anderes als die Einhaltung der Prüfungsordnung ge-

wesen und nicht überspitzter Formalismus. 

Daneben führt sie aus, die Prüfungsordnung enthalte keinerlei Hinweise 

auf ein Schwimminstruktoren-Diplom als Voraussetzung für die Zulassung 

zur erleichterten Berufsprüfung.  

Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, das Vorgehen des Ge-

schäftsführers von „sportartenlehrer.ch“ stehe der Wahrung ihres guten 

Rufes entgegen bzw. verletze ihre Persönlichkeitsrechte und setze ihre 

Würde herab.  

C.i Mit Duplik vom 18. Dezember 2017 bestätigt die Vorinstanz ihren An-

trag, die Beschwerde unter Kostenfolge abzuweisen.  

C.j Mit Duplik vom 16. Januar 2018 hält die Erstinstanz an der Abweisung 

der Beschwerde fest. Sie hält in Bezug auf die ordentliche Berufsprüfung 

nochmals fest: „Es wäre an der Beschwerdeführerin gelegen, sich für die 

B-1650/2017 

Seite 14 

[ordentliche] Prüfung anzumelden, deren klare Voraussetzungen sie tat-

sächlich erfüllte, sowie dann diese Prüfung gemäss den Vorgaben und dem 

Aufgebot abzulegen.“ 

Die Erstinstanz bestreitet ferner die in der Beschwerde gemachten Ausfüh-

rungen, wonach die verantwortliche Person von „swiss swimming“ auf ihre 

ursprüngliche Mitteilung zurückgekommen sei und keinen Bedarf mehr für 

eine praktische Prüfung gesehen habe. Aber auch ein Meinungsum-

schwung der verantwortlichen Person von „swiss swimming“ könnte nach 

Ansicht der Erstinstanz an der Prüfungsordnung und Wegleitung nichts än-

dern und keine Ausnahme von den Voraussetzungen für die erleichterte 

Berufsprüfung begründen.  

C.k Der Schriftenwechsel wurde unter Vorbehalt allfälliger Instruktionen 

und / oder Parteieingaben mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 22. Januar 2018 erneut abgeschlossen. 

C.l Mit Schreiben vom 12. Februar 2018 beantragte die Beschwerdeführe-

rin die Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels.  

C.m Mit Verfügung vom 15. Februar 2018 sah das Bundesverwaltungsge-

richt von einer Fristansetzung für einen weiteren Schriftenwechsel ab. Es 

erwog, dass das Verfahren bereits weit fortgeschritten sei, ein dritter Schrif-

tenwechsel nur ausnahmsweise in Frage komme und die Beschwerdefüh-

rerin ihr Gesuch nicht begründet habe. Die Durchführung eines dritten 

Schriftenwechsels dränge sich nicht auf, insbesondere weil die Dupliken 

der Vorinstanz und Erstinstanz aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts 

keine neuen Vorbringen enthalten würden. Der Beschwerdeführerin stehe 

es grundsätzlich jedoch frei, weitere Eingaben zu machen. 

C.n Mit Schreiben vom 9. März 2018 ersuchte die Beschwerdeführerin er-

neut um vollumfängliche Akteneinsicht und einen weiteren Schriftenwech-

sel.  

C.o Mit Verfügung vom 13. März 2018 stellte das Bundesverwaltungsge-

richt der Beschwerdeführerin die Beilagen der Eingabe der Vorinstanz vom 

22. Mai 2017 zu und sah erneut von einer Fristansetzung für einen weiteren 

Schriftenwechsel ab. Zudem erwog das Bundesverwaltungsgericht, dass 

die Beschwerdeführerin keine konkreten Angaben darüber gemacht habe, 

welche Akten fehlen würden bzw. inwiefern weitere Akten entscheidrele-

vant sein könnten. Das Bundesverwaltungsgericht hielt erneut fest, der Be-

schwerdeführerin sei es nicht verwehrt, weitere Eingaben zu machen. 

B-1650/2017 

Seite 15 

C.p Am 3. April 2018 beantragte die Beschwerdeführerin den Ausstand des 

vorsitzenden Richters des vorliegenden Verfahrens. Mit Entscheid vom 

22. August 2018 wies das Bundesverwaltungsgericht das Ausstandsbe-

gehren ab, soweit darauf eingetreten wurde. Auf eine dagegen erhobene 

Beschwerde ist das Bundesgericht mit Entscheid vom 18. Oktober 2018 

nicht eingetreten.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Der Beschwerdeentscheid der Vorinstanz vom 14. Februar 2017 stellt eine 

Verfügung im Sinne von Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG; SR 172.021) dar. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache zuständig (Art. 31 

und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[VGG; SR 173.32] und Art. 61 des Berufsbildungsgesetzes vom 13. De-

zember 2002 [BBG; SR 412.10]). 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, 

ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung besonders berührt und hat 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung (Art. 48 

Abs. 1 VwVG). 

Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerde-

schrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kosten-

vorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die übri-

gen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt (Art. 49 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist daher unter Berücksichtigung der nachfolgenden Erwägung 

grundsätzlich einzutreten. 

2.  

Anfechtungsobjekt bildet vorliegend einzig der Entscheid der Vorinstanz 

vom 14. Februar 2017. Als Folge des Devolutiveffekts hat der Entscheid 

der Vorinstanz die angefochtene Verfügung der Erstinstanz vom 5. Novem-

ber 2015 ersetzt. Die Verfügung der Erstinstanz ist inhaltlich notwendiger-

weise mitangefochten, wenn der Sachentscheid der Vorinstanz mit Be-

schwerde ans Bundesverwaltungsgericht weitergezogen wird. Auf das 

Rechtsbegehren, der erstinstanzliche Entscheid vom 5. November 2015 

sei aufzuheben, ist daher nicht einzutreten (vgl. BGE 136 II 359 E. 1.2;  

B-1650/2017 

Seite 16 

134 II 142 E. 1.4; HANSJÖRG SEILER, in: Bernhard Waldmann/Philippe 

Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2016, Art. 54 N 17). 

3.  

Nach Art. 49 VwVG (i.V.m. Art. 37 VGG) kann mit der Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundesrecht, einschliess-

lich die Überschreitung oder der Missbrauch des Ermessens, die unrichtige 

oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes so-

wie die Unangemessenheit der angefochtenen Verfügung gerügt werden. 

Das Bundesverwaltungsgericht überprüft Rügen betreffend die Auslegung 

und Anwendung von Rechtsnormen mit umfassender Kognition (Art. 49 

VwVG; vgl. BVGE 2008/14 E. 3.3 m.H.; hinsichtlich der eingeschränkten 

Kognition bei der Bewertung von Prüfungsleistungen vgl. BVGE 2010/11 

E. 4.1).  

4.  

In formeller Hinsicht rügt die Beschwerdeführerin die Verweigerung der Ak-

teneinsicht. Sie macht mit Replik vom 30. November 2017 insbesondere 

geltend, die im erforderlichen Masse gebotene Akteneinsicht bei den Ver-

bänden „sportartenlehrer.ch“, „swimsports.ch“ und „swiss swimming“ habe 

sich noch nicht durchsetzen lassen. 

4.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV; 

SR 101]) umfasst als Mitwirkungsrecht all jene Befugnisse, die einer Partei 

einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam 

zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 135 II 286 E. 5.1). Die von einer Ver-

fügung betroffene Person hat insbesondere das Recht, zu den wesentli-

chen Punkten Stellung nehmen zu können, bevor der Entscheid gefällt 

wird; dazu muss sie vorweg Einsicht in die massgeblichen Akten nehmen 

können (vgl. BGE 132 II 485 E. 3.2). 

4.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat der Beschwerdeführerin mit Verfü-

gung vom 23. Mai 2017 die Akten der Erstinstanz sowie das Beilagenver-

zeichnis der Akten der Vorinstanz zugestellt. Mit Verfügung vom 2. Novem-

ber 2017 stellte das Bundesverwaltungsgericht klar, falls die Beschwerde-

führerin in die im Beilagenverzeichnis aufgeführten Akten der Vorinstanz 

Einsicht nehmen wolle, sei dies dem Bundesverwaltungsgericht mitzutei-

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B-1650/2017 

Seite 17 

len. Eine entsprechende Mitteilung seitens der Beschwerdeführerin er-

folgte nicht. Mit Verfügung vom 13. März 2018 stellte das Bundesverwal-

tungsgericht der Beschwerdeführerin dennoch die Akten der Vorinstanz zu.  

Die Beschwerdeführerin ist im Besitz aller von der Vorinstanz bzw. Erstin-

stanz eingereichten Akten. Die Beschwerdeführerin macht keine konkreten 

Angaben darüber, welche Akten fehlen bzw. inwiefern weitere Akten ent-

scheidrelevant sein könnten. Einzig in ihrer Eingabe vom 9. März 2018 

führt sie aus, sie hätte gerne Einsicht in Nachweisdokumente, die Auskunft 

über den Empfang, Verbleib und Aufbewahrung der Prüfungsarbeit geben 

würden oder die aufzeigen, wer, wann welche Unterlagen zu welchem 

Zweck bearbeitet habe. Es ist nicht ersichtlich, ob und inwiefern solche Do-

kumente, soweit derartige Nachweise überhaupt bestünden, für den Aus-

gang des Verfahrens von Relevanz wären.  

Darauf hinzuweisen ist ebenfalls, dass das Bundesverwaltungsgericht für 

eine Akteneinsicht, die über das vorliegende Verfahren hinausgeht, nicht 

zuständig ist. Insbesondere ist das Bundesverwaltungsgericht nicht zu-

ständig, die offenbar von der Beschwerdeführerin gestellten Aktenein-

sichtsgesuche bei Verbänden zu beurteilen, die nicht Parteien des vorlie-

genden Verfahrens sind. Zudem benennt die Beschwerdeführerin keine 

konkreten Dokumente, in die sie Einsicht nehmen will und es ist nicht na-

heliegend, dass Dokumente von Dritten für den Ausgang des vorliegenden 

Verfahrens relevant sein könnten.   

4.3 Insgesamt wurde das Akteneinsichtsrecht der Beschwerdeführerin 

nicht verletzt. Sie konnte ihren Standpunkt im vorliegenden Verfahren wirk-

sam zur Geltung bringen.  

5.  

5.1 Gemäss Berufsbildungsgesetz kann die höhere Berufsbildung durch 

eine eidgenössische Berufsprüfung, eine eidgenössische höhere Fachprü-

fung oder durch eine eidgenössisch anerkannte Bildung an einer höheren 

Fachschule erworben werden (Art. 27 Bst. a und b BBG). Die eidgenössi-

schen Berufsprüfungen und die höheren Fachprüfungen setzen eine ein-

schlägige berufliche Praxis und einschlägiges Fachwissen voraus (Art. 28 

Abs. 1 BBG). Die zuständigen Organisationen der Arbeitswelt (nach Art. 1 

Abs. 1 BBG), zu denen auch der Verein „sportartenlehrer.ch“ gehört 

(vgl. vom SBFI genehmigte „Prüfungsordnung über die Berufsprüfung für 

B-1650/2017 

Seite 18 

Sportartenlehrerinnen und -lehrer in den Fachrichtungen Bootsfahrleh-

rer/in, Judolehrer/in, Ju-Jitsulehrer/in, Karatelehrer/in, Kletterlehrer/in, Se-

gellehrer/in, Tennislehrer/in, Golflehrer/in, Windsurflehrer/in und Schwimm-

sportlehrer/in“ vom 24. November 2014 [nachfolgend: PO]), regeln die Zu-

lassungsbedingungen, Lerninhalte, Qualifikationsverfahren, Ausweise und 

Titel. Sie berücksichtigen dabei anschliessende Bildungsgänge. Die Vor-

schriften unterliegen der Genehmigung durch die Vorinstanz (Art. 28 Abs. 2 

BBG). 

Die von der zuständigen Organisation der Arbeitswelt erlassenen Normen 

beruhen nicht auf einer formellen gesetzlichen Delegation öffentlich-recht-

licher Rechtssetzungskompetenzen. Mit der Genehmigung der Vorinstanz 

werden sie im Beschwerdeverfahren dem öffentlichen Recht des Bundes 

aber gleichgestellt (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgericht B-7895/2007 

vom 23. Oktober 2009 E. 2).  

Die angefochtene Verfügung stützt sich auf die PO, die vom Verein „sport-

artenlehrer.ch“ erlassen, von der Vorinstanz genehmigt und rückwirkend 

auf den 1. März 2013 in Kraft getreten ist. Die Vereinbarkeit der PO mit 

höherrangigem Recht wird von keiner Seite in Frage gestellt und auch für 

das Bundesverwaltungsgericht ergeben sich keine Anhaltspunkte, die zu 

einem anderen Schluss führen könnten. Es ist daher auf die genannten 

Vorschriften abzustellen. 

5.2 Durch die Berufsprüfung für Sportartenlehrerinnen und -lehrer wird 

festgestellt, ob die Kandidierenden über die erforderlichen beruflichen 

Kenntnisse, Fähigkeiten und Eignung verfügen, um als Sportartenlehrer/in 

einer Sportart tätig zu sein (Ziff. 1.11 PO). Wer die Prüfung bestanden hat, 

erhält den eidgenössischen Fachausweis in der entsprechenden Fachrich-

tung und ist berechtigt den Lehrertitel mit dem Zusatz „mit eidgenössi-

schem Fachausweis“ zu führen (Ziff. 6.43, 7.11 und 7.12 PO). Sportarten-

lehrerinnen und -lehrer sind im Gesundheits-, Freizeit- und Breitensport tä-

tig (Ziff. 1.12 PO).  

Alle Aufgaben im Zusammenhang mit der Fachausweiserteilung werden 

der „Prüfungskommission sportartenlehrer.ch“ übertragen (Ziff. 2.11 PO). 

Sie entscheidet insbesondere über die Zulassung zur Prüfung und behan-

delt Anträge und Beschwerden (Ziff. 2.21 Bst. g und i PO). Ausserdem er-

lässt sie die Wegleitung zur Prüfungsordnung (Ziff. 2.21 Bst. a PO). Die 

„Prüfungskommission sportartenlehrer.ch“ kann die Administration und die 

B-1650/2017 

Seite 19 

Geschäftsführung dem Sekretariat der Trägerschaft übertragen (Ziff. 2.22 

PO), sprich der Geschäftsstelle von „sportartenlehrer.ch“ (vgl. E. A.b). 

Die Ziff. 3.31 und 3.32 PO regeln die Zulassung zur Berufsprüfung Sport-

artenlehrer und lauten wie folgt: 

„3.31 

Zur Prüfung wird zugelassen, wer: 

a)  über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis, ein Maturitätszeugnis, ei-

nen Fachmittelschulabschluss (FMS) oder über einen gleichwertigen 

Ausweis verfügt; 

b)  über eine berufliche Praxis von mindestens 2 Jahren als aktive / aktiver 

Lehrerin / Lehrer oder Leiterin / Leiter in der gewählten Fachrichtung 

verfügt und mindestens 250 Unterrichtseinheiten bzw. Lektionen inner-

halb der letzten 3 Jahre nachweist; 

c)  über die höchste J+S- und/oder esa-Anerkennung als Leiterin / Leiter 

(Weiterbildung 2) verfügt sowie die in ihrer/seiner Fachrichtung ange-

botenen Ausbildungsangebote erfolgreich abgeschlossen hat (für die-

jenigen Fachrichtungen, die nicht über J+S subventioniert werden, wird 

nur der Besuch und erfolgreiche Abschluss der fachrichtungsspezifi-

schen Ausbildungen verlangt); 

d)  die Ausbildung als Lehrerin / Lehrer oder Leiterin / Leiter in der gewähl-

ten Fachrichtung oder eine gleichwertige Ausbildung besitzt; 

e)  über eine niveaugerechte Ausbildung im Bereich Sanität und / oder 

Rettungswesen, die nicht älter als 5 Jahre ist, in der gewählten Fach-

richtung verfügt;  

f)  eine Empfehlung der zuständigen Fachrichtung (des zuständigen Ver-

bandes der jeweiligen Fachrichtung) nachweist. 

Zugelassen wird auch, wer die Bst. c bis f erfüllt und nach der Ausbildung 

gemäss Bst. c: 

-  seit mehr als 5 Jahren in entsprechender Funktion der gewählten Fach-

richtung ausübt und dabei mindestens 250 Unterrichts- oder Trainings-

einheiten während der letzten 3 Jahren nachweisen kann; 

-  mehr als 3 Jahre in der entsprechenden Funktion der gewählten Fach-

richtung tätig war, wenn sie oder er insgesamt mehr als 10 Jahre Be-

rufspraxis im Bereich der sportlichen Ausbildung verfügt. 

Vorbehalten bleibt die fristgerechte Überweisung der Prüfungsgebühr nach 

Ziff. 3.41 und die rechtzeitige und vollständige Einreichung der Unterlagen für 

B-1650/2017 

Seite 20 

die Prüfungslektion und der Prüfungsarbeit sowie eine von der Prüfungskom-

mission genehmigte Projektskizze. 

3.32 

Der Entscheid über die Zulassung zur Prüfung wird der Bewerberin oder dem 

Bewerber mindestens drei Monate vor Beginn der Prüfung schriftlich mitgeteilt. 

Ein ablehnender Entscheid enthält eine Begründung und eine Rechtsmittelbe-

lehrung.“ 

Die Ziff. 9.23 der Schlussbestimmungen der PO lautet wie folgt: 

„Bis 31.12.2015 werden ausgebildete sowie anerkannte Sportartenlehrerinnen 

und Sportartenlehrer nach Ziff. 7.12, die ihren Beruf in der entsprechenden 

Fachrichtung seit mehr als 3 Jahren vollamtlich oder mehr als 6 Jahren ne-

benamtlich ausüben vom Prüfungsteil 1 dispensiert. Im Übrigen gilt die Prü-

fungsordnung sinngemäss.“ 

Der Prüfungsteil 1 umfasst die praktische Prüfungslektion (vgl. Ziff. 5.11 

PO).  

Gemäss Ziff. 7.12 PO sind die Fachausweisinhaber berechtigt, nach er-

folgreicher Prüfung in ihren jeweiligen Fachrichtungen (Bootsfahren, Judo, 

Ju-Jitsu, Karate, Klettern, Segeln, Tennis, Golf, Windsurfen, Schwimm-

sport) den Lehrertitel mit dem Zusatz „mit eidgenössischem Fachausweis“ 

zu führen. 

Neben der praktischen Prüfungslektion, dem Prüfungsteil 1, umfasst die 

Berufsprüfung auch noch den Prüfungsteil 2, die Prüfungsarbeit, und den 

Prüfungsteil 3, eine Fallstudie (vgl. Ziff. 5.11 PO).  

5.3 Die Beschwerdeführerin verweist in den Beilagen ihrer Beschwerde auf 

Seite 34 der Wegleitung zur Prüfungsordnung in der Version vom 31. Ok-

tober 2012. Diese Version der Wegleitung basiert auf der Prüfungsordnung 

über die Berufsprüfung für Sportartenlehrer/innen vom 21. Mai 2012. Die 

Version der Wegleitung, welche gestützt auf die PO vom 24. November 

2014 erarbeitet und erlassen wurde, und auf der Internetseite der Erstin-

stanz abrufbar ist, stammt vom 18. Februar 2016. 

Sofern die Parteien auf die Wegleitung verweisen bzw. diese für das vor-

liegende Verfahren von Bedeutung ist, wird im Folgenden auf die relevan-

ten Unterschiede zwischen den Versionen hingewiesen. 

 

B-1650/2017 

Seite 21 

6.  

Die Beschwerdeführerin verlangt in erster Linie die Zulassung zur erleich-

terten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in.  

Sie macht geltend, es könne nicht sein, dass nur Schwimminstruktorinnen 

und Schwimminstruktoren zur erleichterten Berufsprüfung zugelassen wür-

den und keinen praktischen Prüfungsteil absolvieren müssten.  

6.1 Nach Ziff. 9.23 PO werden bis zum 31. Dezember 2015 „ausgebildete 

sowie anerkannte Sportartenlehrerinnen und Sportartenlehrer nach Ziffer 

7.12 PO“, die ihren Beruf vollamtlich mehr als 3 Jahre oder nebenamtlich 

mehr als 6 Jahre ausüben, vom praktischen Prüfungsteil 1 dispensiert.   

6.2 Dass die Vorinstanz mit Blick auf Ziff. 9.23 PO eine Dispensationsmög-

lichkeit für zwei verschiedene Personengruppen annahm, wird von der Be-

schwerdeführerin nicht bestritten und ist nicht zu beanstanden. Die Ausfüh-

rungen der Vorinstanz sind nachvollziehbar. Mithilfe einer grammatikali-

schen Auslegung, so die Vorinstanz, könne das Begriffspaar „ausgebildete 

sowie anerkannte […] nach Ziff. 7.12“ ohne weiteres so verstanden wer-

den, dass sich nur der Begriff „anerkannte“ auf die Ziff. 7.12 PO beziehe 

und daneben auch andere „ausgebildete“ Personen von der Erleichterung 

profitieren könnten. Eine solche Auslegung entspreche auch Sinn und 

Zweck der Bestimmung. Die eidgenössische Berufsprüfung Sportartenleh-

rer sei noch sehr jung. Es könne daher kaum die Absicht gewesen sein, 

dass nur Personen von der Erleichterung profitierten, die bereits einen eid-

genössischen Fachausweis Sportartenlehrer in einer anderen Fachrich-

tung hätten. 

Die Formulierung „ausgebildete sowie anerkannte Sportartenlehrerinnen 

und Sportartenlehrer nach Ziffer 7.12“ ist nach dem Gesagten so auszule-

gen, dass die Dispensationsmöglichkeit von der praktischen Prüfung auf 

zwei Personengruppen zutrifft: zum einen auf nach Ziff. 7.12 der Prüfungs-

ordnung bereits „anerkannte“ Sportartenlehrerinnen und Sportartenlehrer 

sowie zum anderen auf „ausgebildete“ Sportartenlehrerinnen und Sportar-

tenlehrer.  

6.3 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin in keiner anderen Fach-

richtung gemäss Ziff. 7.12 PO einen eidgenössischen Fachausweis besitzt 

und somit keine „anerkannte“ Sportartenlehrerin im Sinne von Ziff. 9.23 PO 

ist. 

B-1650/2017 

Seite 22 

6.4 Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerdeführerin eine „ausgebildete“ 

Sportartenlehrerin im Sinne von Ziff. 9.23 PO ist. Was unter einer „ausge-

bildeten Sportartenlehrerin“ zu verstehen ist bzw. ob dafür eine Ausbildung 

zur Schwimminstruktorin vorausgesetzt wird, regelt die PO nicht.  

Die Vorinstanz hält dafür, mangels Regelung in der Prüfungsordnung ob-

liege es der Erstinstanz die Anforderungen an eine „ausgebildete Sportar-

tenlehrerin“ in sachlicher Hinsicht zu definieren und rechtsgleich anzuwen-

den. Es lasse sich daher nichts dagegen einwenden, wenn die Erstinstanz 

für die Fachrichtung Schwimmsportlehrer/in für die erleichterte Berufsprü-

fung das Diplom als Schwimminstruktor/in voraussetze.  

Die Erstinstanz erläutert in ihrer Vernehmlassung vom 20. Mai 2017, die 

erleichterte Berufsprüfung habe lediglich den Personen offen gestanden, 

welche die bisher höchste Trainer-Ausbildung in ihrer Disziplin und ihrem 

Sportverband im Bereich des Breitensports absolviert hätten. Im 

Schwimmsport sei dies das Diplom als Schwimminstruktor/in gewesen. 

Mit ihrem Einwand, es könne nicht sein, dass nur Schwimminstruktorinnen 

zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zugelassen wür-

den, macht die Beschwerdeführerin implizit geltend, ihre Ausbildungsstufe 

genüge ebenfalls, um zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportleh-

rer/in zugelassen zu werden bzw. ihre Ausbildungsstufe genüge, um als 

ausgebildete Sportartenlehrerin zu gelten.  

Aus den bei der Erstinstanz eingereichten Bestätigungen und Belegen 

ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin als höchste Ausbildungsstufe die 

Anerkennung als Schwimmsportlehrerin A von „swiss swimming“ vorzuwei-

sen hat. Diese Ausbildung zur Schwimmsportlehrerin A hat die Beschwer-

deführerin im Anschluss zur Ausbildung Schwimmportlehrerin B absolviert. 

Die Anerkennung zur Schwimmsportlehrerin A entspricht dem von der In-

stitution „Jugend und Sport (J+S)“ anerkannten Titel Schwimmleiterin A 

(vgl. das auf dem Internet abrufbare Ausbildungskonzept von „swiss swim-

ming“, S. 18, abrufbar unter https://www.swiss-swimming.ch/Doku-

mente/Ausbildung/Ausbildungskonzept/Ausbildungskonzept-Swiss-Swim-

ming-2018.pdf, zuletzt besucht am 8. Februar 2018).  

6.5 Aus einem von „swimsports.ch“ im November 2014 im Internet veröf-

fentlichten Dokument zu ihrem Ausbildungsangebot im Jahr 2015 geht her-

vor, dass die Schwimminstruktoren-Ausbildung die umfassendste Ausbil-

B-1650/2017 

Seite 23 

dung im Bereich Schwimmunterricht ist. Die Schwimminstruktoren-Ausbil-

dung kann erst im Anschluss an die Schwimmleiter A-Ausbildung absolviert 

werden (vgl. https://www.erz.be.ch/erz/de/index/kindergarten_volksschule/

kindergarten_volksschule/sport/schwimmunterricht/sicherheit_und_quali-

taet/swimsports_ch.assetref/dam/documents/ERZ/AKVB/de/16_Schwim-

men/swim_swimsports_Ausbildungen_2015_d.pdf [nachfolgend: Ausbil-

dungen 2015], S. 15, zuletzt besucht am 2. August 2018). Das Schwimmin-

struktoren-Diplom wird beispielsweise von der Bildungsdirektion des Kan-

tons Zürich als Fachdiplom im Schwimmen anerkannt, während die Ausbil-

dungen Schwimmsportlehrerin A bzw. Schwimmleiterin A nicht anerkannt 

werden (Ausbildungen 2015, S. 5 und S. 15). Aus dem besagten Dokument 

wird ebenfalls ersichtlich, dass die Weiterbildung Schwimminstruktor/in auf 

der gleichen Stufe angesiedelt ist wie der mit der Berufsprüfung Schwimm-

sportlehrer/in angestrebte Titel „Schwimmsportlehrer/in mit eidg. Fachaus-

weis“. Beide Ausbildungsgänge werden als Spezialisierungen gekenn-

zeichnet, die nach der Ausbildung Schwimmleiter/in A absolviert werden 

können (Ausbildungen 2015, S. 13).  

Das Dokument Ausbildungen 2015 hält zudem fest, die Ausbildung 

„Schwimmsportlehrer/in mit eidgenössischem Fachausweis“ setze die Aus-

bildung Schwimminstruktor/in oder die Ausbildung Schwimmsportlehrer/in 

A voraus. Aktive Schwimminstruktoren/innen hätten aufgrund ihrer Tätig-

keit auf höchster Ausbildungsstufe im Jahr 2015 die Möglichkeit, eine ver-

kürzte Ausbildung „Schwimmsportlehrer/in mit eidg. Fachausweis“ zu ab-

solvieren. Diese verkürzte Ausbildung sei nur im Jahr 2015 möglich. Im 

Dokument Ausbildungen 2015 fehlt jedoch einen Hinweis darauf, dass 

Schwimmsportlehrer/innen A ebenfalls zu einer verkürzten Ausbildung 

„Schwimmsportlehrer mit eidg. Fachausweis“ zugelassen würden.  

Aus dem Dokument Ausbildungen 2015 geht zusammenfassend hervor, 

dass die Ausbildung Schwimminstruktor/in höher gewichtet wird als die 

Ausbildung Schwimmsportlehrer/in A. Im Jahr 2014, als das Dokument 

Ausbildungen 2015 im Internet aufgeschaltet wurde, musste zudem bereits 

davon ausgegangen werden, dass nur Personen mit einer Schwimmin-

struktoren-Ausbildung zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportleh-

rer/in zugelassen würden. 

6.6 Erwähnenswert ist ferner, dass es sich bei Ziff. 9.23 PO um eine über-

gangsrechtliche Regelung handelt, die nur bis Ende 2015 zur Anwendung 

gelangte. Nach 2015 sieht die PO keine Möglichkeit mehr vor, sich vom 

praktischen Prüfungsteil 1 dispensieren zu lassen. Ziff. 5.23 PO erwähnt 

B-1650/2017 

Seite 24 

nur noch ein abgekürztes Qualifikationsverfahren, das eine Dispensation 

von den nicht praktischen Prüfungsteilen 2 und 3 ermöglicht. 

Dieses abgekürzte Qualifikationsverfahren gemäss Ziff. 5.23 PO steht un-

ter anderem auch Personen offen, die über einen eidg. Fachausweis ge-

mäss Ziff. 7.12 PO verfügen. Weshalb Personen mit einem eidg. Fachaus-

weis gemäss Ziff. 7.12 PO übergangsrechtlich bis Ende 2015 vom prakti-

schen Prüfungsteil 1 und danach von den beiden anderen, nicht prakti-

schen Prüfungsteilen 2 und 3 dispensiert sind, ist nicht naheliegend und 

wurde von den Parteien nicht thematisiert.  

Es kann aus dem Gesagten aber zumindest geschlossen werden, dass die 

PO dem praktischen Prüfungsteil 1 ordentlich, d.h. nicht übergangsrecht-

lich, eine grosse Bedeutung zumisst, da eine Dispensation davon nicht 

mehr möglich ist. Es rechtfertigt sich vor diesem Hintergrund die über-

gangsrechtliche Regelung in Bezug auf die Dispensationsmöglichkeit vom 

praktischen Prüfungsteil 1 nicht extensiv auszulegen, da sie im Wider-

spruch zur ordentlichen Regelung steht. 

6.7 Nach dem bisher Gesagten kann festgehalten werden, dass die PO die 

Frage, wer übergangsrechtlich zur erleichterten Berufsprüfung zuzulassen 

ist bzw. was unter einer ausgebildeten Sportartenlehrerin zu verstehen ist, 

nicht abschliessend regelt. Insoweit hat die Erstinstanz, die gemäss 

Ziff. 2.21 Bst. g PO über die Zulassung zur Prüfung entscheidet, einen re-

lativ grossen Ermessensspielraum.  

Bereits im Jahr 2014 wurde kommuniziert, dass nur das Schwimmin-

struktoren-Diplom zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in 

im Jahr 2015 berechtigt. Diese Besserstellung der Inhaber eines solchen 

Diploms im Vergleich zu Personen, welche die Ausbildung Schwimmsport-

lehrer/in A erfolgreich absolviert haben, beruht auf sachlichen Unterschie-

den der beiden Ausbildungen. Bei der Ausbildung Schwimminstruktor/in 

handelt es sich um eine umfassendere Ausbildung, die beispielsweise 

auch von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich als Fachdiplom 

Schwimmen anerkannt wird. Die Ausbildung Schwimminstruktor/in kann 

erst im Anschluss an die Ausbildung Schwimmsportlehrer/in A absolviert 

werden.  

Zusammenfassend ist das Festlegen relativer hoher Voraussetzungen 

durch die Erstinstanz für die Zulassung zur übergangsrechtlich vorgesehe-

nen erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in, namentlich das 

B-1650/2017 

Seite 25 

Schwimminstruktoren-Diplom, nicht zu beanstanden, zumal die ordentliche 

Regelung keine Dispensation vom praktischen Prüfungsteil 1 erlaubt (vgl. 

Ziff. 5.23 PO).  

7.  

Dass sie vom praktischen Prüfungsteil 1 zu dispensieren sei und die er-

leichterte Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in absolvieren dürfe, begrün-

det die Beschwerdeführerin weiter damit, dass sie erfolgreich am „zweiten 

Ausbildungsmodul“ teilgenommen habe, das als Voraussetzung ein Prak-

tikum vorsehe. Zu einem Praktikum gehöre immer, auch in ihrem Fall, eine 

Prüfungslektion. Weil das Praktikum und die zusammengehörende Prü-

fungslektion im Rahmen des besagten „zweiten Ausbildungsmoduls“ Aner-

kennung fand, gelte dies auch für die Zulassung zur erleichterten Berufs-

prüfung.  

 

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin rechtfertigt die Zulas-

sung zu einem Ausbildungsmodul, das ein Praktikum voraussetzt, im Rah-

men der Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in keine Dispensation vom 

praktischen Prüfungsteil 1. Eine Dispensation drängt sich auch dann nicht 

auf, wenn – wie die Beschwerdeführerin es geltend macht – mit besagtem 

Praktikum eine Prüfungslektion verbunden gewesen sein sollte. Zum einen 

wird infolge Zulassung zu einem Ausbildungsmodul nicht die in Ziff. 9.23 

PO statuierte Voraussetzung erfüllt, wonach nur ausgebildete und aner-

kannte Sportartenlehrer/innen zur erleichterten Berufsprüfung zugelassen 

werden. Zum anderen könnte auch aus einer einmal erfolgreich abgelegten 

Prüfungslektion nicht gefolgert werden, dass ein praktischer Prüfungsteil 

im Rahmen der Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in nicht mehr notwen-

dig ist. In einer Prüfung können durchaus Teile integriert sein, welche be-

reits früher in vergleichbarer Art geprüft worden sind. Eine Wiederholung 

macht durchaus Sinn, um grundlegende Kompetenzen zu überprüfen, 

auch um beurteilen zu können, ob diese den Ansprüchen eines höheren 

Niveaus genügen.  

Die in Ziff. 9.23 PO statuierte Voraussetzung, wonach nur ausgebildete und 

anerkannte Sportartenlehrer/innen zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in zugelassen werden, erfüllt die Beschwerdeführerin 

auch nicht mit ihren Verweisen auf ein mit „Ausbildungsvertrag“ bezeich-

netes Dokument und auf einen angeblichen Meinungsumschwung der ver-

antwortlichen Person von „swiss swimming“. Beim „Ausbildungsvertrag“ 

handelt sich um eine „Ausschreibung zum Schwimmsportlehrer mit eidg. 

B-1650/2017 

Seite 26 

Fachausweis“ von „swimsports.ch“, die in Bezug auf die Zulassungsbedin-

gungen zur erleichterten Berufsprüfung keine bindende Wirkung entfaltet 

und zur Frage, wer zur erleichterten Berufsprüfung zugelassen wird, keine 

Angaben enthält. 

Auch aus dem angeblichen Meinungsumschwung der verantwortlichen 

Person von „swiss swimming“ kann keine Zulassung zur erleichterten Be-

rufsprüfung konstruiert werden; dafür ist – wie bereits erwähnt – die Erst-

instanz zuständig. Im Übrigen ist fraglich, ob sich aus der in dieser Hinsicht 

eingereichten E-Mail überhaupt ein Meinungsumschwung ableiten lässt. 

Zum einen datiert die besagte E-Mail vom 10. März 2015. Der Versand 

dieser E-Mail erfolgte also vor der Anmeldung der Beschwerdeführerin zur 

erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in am 26. Mai 2015 (vgl. 

E. A.a) und insbesondere vor der in E. A.c erwähnten E-Mail vom 22. Juni 

2015, in der „swiss swimming“ der Beschwerdeführerin mitteilte, sie habe 

das falsche Formular ausgefüllt. Zum anderen ist der Wortlaut des ver-

meintlichen Meinungsumschwungs wie folgt: „Vom Prüfungsteil 1 (prakti-

sche Prüfung) bist du laut Prüfungsordnung von sportartenlehrer.ch mit 

mehr als 3 Jahren Vollzeit oder mehr als 6 Jahren Teilzeit Erfahrung im 

Beruf, suspendiert (PO 9.23).“ Der Wortlaut deutet darauf hin, dass ledig-

lich – unvollständig – die Ziff. 9.23 PO wiedergegeben wird, ohne eine Aus-

sage darüber zu machen, ob die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen 

zur erleichterten Berufsprüfung tatsächlich erfüllt oder nicht.  

Es bleibt somit dabei, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen 

für die Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in 

nicht erfüllt.  

8.  

Die Beschwerdeführerin leitet zudem aus dem ihrer Ansicht nach mangel-

haften Ablauf des Anmeldeverfahrens die Zulassung zur erleichterten Prü-

fung ab. Insbesondere ergebe sich aus dem Erfordernis, dass ein Zulas-

sungsentscheid drei Monate vor der Prüfung zu erfolgen habe und aus dem 

Schreiben von „sportartenlehrer.ch“ vom 4. August 2015, dass sie zur er-

leichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zugelassen worden sei.  

Die erwähnten Vorbringen der Beschwerdeführerin in Bezug auf den Ablauf 

des Anmeldeverfahrens, mit welchen sie die Zulassung zur erleichterten 

Berufsprüfung begründen will, laufen letztlich auf die Frage des Vertrau-

ensschutzes hinaus. 

B-1650/2017 

Seite 27 

8.1 Der Grundsatz des Vertrauensschutzes als eine Ausprägung des Ge-

bots von Treu und Glauben (vgl. Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) bedeutet, dass 

Private Anspruch darauf haben, in ihrem berechtigten Vertrauen in behörd-

liche Zusicherungen oder in anderes, bestimmte Erwartungen begründen-

des Verhalten der Behörden geschützt zu werden (BGE 138 I 49 E. 8.3.1, 

131 II 627 E. 6.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 626 ff.; TSCHAN-

NEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 22 Rz. 3).  

Der Vertrauensschutz bedarf zunächst einer Vertrauensgrundlage, worun-

ter das Verhalten eines staatlichen Organs zu verstehen ist, das bei be-

troffenen Privaten bestimmte Erwartungen auslöst. Als Vertrauensgrund-

lage kommen u.a. Verfügungen, Rechtsetzungsakte, Raumpläne sowie die 

Verwaltungs- oder Gerichtspraxis in Frage. Ein besonders wichtiger An-

wendungsfall des Vertrauensschutzes stellen sodann unrichtige behördli-

che Auskünfte und Zusicherungen dar. Rechtsprechungsgemäss wird da-

bei vorausgesetzt, dass (a) die Behörde die Auskunft vorbehaltlos in einer 

konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte Personen erteilt hat, (b) sie 

für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder die rechtsu-

chende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als zuständig be-

trachten durfte, (c) die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres zu 

erkennen war, (d) im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositio-

nen getroffen oder unterlassen wurden, die nicht ohne Nachteil rückgängig 

gemacht oder nachgeholt werden können, und (e) die relevante Rechts- 

und Sachlage seit der Auskunftserteilung keine Änderung erfahren hat 

(BGE 131 II 627 E. 6, 129 I 161 E. 4.1, 121 V 65 E. 2b; HÄFELIN/MÜLLER/

UHLMANN, a.a.O., Rz. 631 ff. und Rz. 668 ff.; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜL-

LER, a.a.O., § 22 Rz. 10 ff.; BEATRICE WEBER-DÜRLER, Vertrauensschutz im 

öffentlichen Recht, Basel 1983, S. 79 ff.). Selbst wenn diese Voraussetzun-

gen erfüllt sind, muss das Interesse am Schutz des Vertrauens in die un-

richtige Auskunft das Interesse an der richtigen Rechtsanwendung über-

wiegen, damit die Berufung auf Treu und Glauben durchdringen kann (Ur-

teil des Bundesgerichts 8C_332/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 5.2 mit Hin-

weisen; Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-793/2011 vom 20. Feb-

ruar 2012 E. 4.2 und C-2335/2009 vom 28. März 2011 E. 2.5, je mit Hin-

weisen; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 696). 

Sind die erwähnten Voraussetzungen erfüllt, wirkt sich der Vertrauens-

schutz dahingehend aus, dass der Vertrauende keinen Nachteil erleiden 

soll, entweder indem die Behörde an die Vertrauensgrundlage gebunden 

wird oder indem ein Entschädigungsanspruch entsteht (HÄFELIN/MÜL-

B-1650/2017 

Seite 28 

LER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 697 ff.; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-6403/2010 vom 7. April 2011 E. 5.1). 

8.2 Ziff. 3.32 PO schreibt vor, dass der Entscheid über die Zulassung zur 

Prüfung der Bewerberin oder dem Bewerber mindestens drei Monate vor 

Beginn der Prüfung schriftlich mitgeteilt wird; ein ablehnender Entscheid 

hat eine Begründung und eine Rechtsmittelbelehrung zu enthalten. Die 

Erstinstanz hat, wie dies auch die Beschwerdeführerin geltend macht und 

die Vorinstanz feststellt, Ziff. 3.32 PO verletzt. Ziff. 3.32 PO unterscheidet 

nicht zwischen einer Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung Schwimm-

sportlehrer/in und einer Zulassung zur ordentlichen Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in. Der Beschwerdeführerin hätte die Nichtzulassung 

zur erleichterten Berufsprüfung spätestens 3 Monate vor dem Prüfungster-

min auf formell korrekte Art und Weise durch die Erstinstanz eröffnet wer-

den müssen. 

Das Nichtverfügen der Nichtzulassung rechtfertigt die Erstinstanz damit, 

dass dies ein Entgegenkommen ihrerseits gewesen sei. Sie habe die An-

meldung der Beschwerdeführerin zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in als Anmeldung zur ordentlichen Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in verstanden, da die Beschwerdeführerin die Vo-

raussetzungen für die erleichterte Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in 

nicht erfüllt habe.  

Es mag durchaus zutreffend sein, dass die Erstinstanz der Beschwerde-

führerin mit ihrem Vorgehen entgegenkommen wollte. Dies entbindet aber 

nicht von der Pflicht gemäss Ziff. 3.32 PO, wonach über die Zulassung ei-

nes Kandidierenden fristgerecht zu entscheiden ist. Es handelt sich dabei 

um eine zentrale Bestimmung des Anmeldeverfahrens zur Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in. Eine Vernachlässigung dieser Pflicht ist – wie auch 

das vorliegende Verfahren zeigt – mit einem nicht tolerierbaren Schwebe-

zustand für die Kandidierenden verbunden. Das Nichtverfügen innerhalb 

der vorgegebenen Frist führte in casu letzten Endes zu diesem Beschwer-

deverfahren.  

Entgegen ihrer Auffassung ist die Erstinstanz von der Pflicht gemäss 

Ziff. 3.32 PO auch nicht deshalb befreit, weil der Geschäftsführer von 

„sportartenlehrer.ch“ mit der Beschwerdeführerin ein klärendes Gespräch 

führen wollte, das letztlich nicht zustande kam. Aus dem Nichtzustande-

kommen eines solchen Gesprächs können keine negativen Folgen für die 

B-1650/2017 

Seite 29 

Beschwerdeführerin abgeleitet werden. Die erforderliche Schriftlichkeit be-

treffend wegweisende Entscheidungen wie der Entscheid über die Zulas-

sung bzw. Nichtzulassung zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsport-

lehrer/in dient gerade dazu, Missverständnisse und Unklarheiten zu besei-

tigen. Das Anbieten eines klärenden Gesprächs ist kein Ersatz für eine 

schriftliche Verfügung.  

Auch nachdem die Frist gemäss Ziff. 3.32 PO für einen Entscheid über die 

Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung durch die Erstinstanz bereits 

verpasst worden ist, hätte diese spätestens auf das Schreiben der Be-

schwerdeführerin vom 1. September 2015 reagieren müssen (vgl. E. A.k). 

Es kommt im besagten Schreiben klar zum Ausdruck, dass die Beschwer-

deführerin nach wie vor davon ausgeht, nicht an der praktischen Prüfung 

teilnehmen zu müssen und sie damit nach wie vor von der Zulassung zur 

erleichterten Berufsprüfung ausgeht. Nach Treu und Glauben hätte die 

Erstinstanz insbesondere unter Berücksichtigung des bisherigen Anmelde-

verfahrens, in dem ein Entscheid über die beantragte Zulassung zur er-

leichterten Berufsprüfung noch ausstand, auf ein solches Schreiben ant-

worten müssen. 

8.3 Trotz den Verfehlungen der Erstinstanz in Bezug auf die Fristen für das 

Anmeldeverfahren ist im Vorgehen der Erstinstanz nicht automatisch eine 

Vertrauensgrundlage zu erblicken. Die Voraussetzungen für eine Vertrau-

ensgrundlage sind in E. 8.1 dargestellt. Es ist zunächst zu prüfen, ob sich 

aus dem Anmeldeverfahren in dem Sinne eine vorbehaltlose Auskunft 

ergibt, wonach die Beschwerdeführerin zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in zugelassen wurde.  

Das Schreiben der Geschäftsstelle von „sportartenlehrer.ch“ vom 4. Au-

gust 2015, auf das sich die Beschwerdeführerin in erster Linie beruft, ist 

tatsächlich missverständlich geschrieben (vgl. E. A.g). Der Titel des Schrei-

bens lautet „Bestätigung Anmeldung / Zulassung unter Vorbehalt“. Das 

Schreiben enthält jedoch keinen Hinweis darauf, ob sich die Anmeldung 

bzw. die Zulassung unter Vorbehalt auf die erleichterte oder ordentliche 

Berufsprüfung bezieht. 

Der im Schreiben in Bezug auf die Zulassung erwähnte Vorbehalt ist dem 

Grundsatz nach klar formuliert. Allerdings wird der Vorbehalt selber so-

gleich wieder relativiert, so dass die Formulierung missverständlich und 

unklar erscheint. Der Wortlaut ist wie folgt:  

B-1650/2017 

Seite 30 

„Die Prüfungskommission (PK) sportartenlehrer.ch hat entschieden, Sie zur 

erwähnten Berufsprüfung zuzulassen. Dies unter dem ausdrücklichen Vorbe-

halt, dass die von uns gemäss unseren individuellen Schreiben bei Ihnen 

nachgeforderten Unterlagen fristgemäss bei uns eintreffen (dies ist ein Stan-

dardbrief – falls Sie alles eingereicht haben, betrachten Sie die Hinweise unten 

als gegenstandslos).“ 

Es bleibt damit für den Empfänger des Schreibens unklar, ob der ange-

brachte Vorbehalt zutrifft oder der Vorbehalt im Schreiben nur deswegen 

erwähnt ist, weil es sich um einen Standardbrief handelt. Auch soweit auf 

die „Hinweise unten“ verwiesen wird, bleibt unklar, was damit gemeint ist. 

Aus dem gesamten Schreiben sind jedenfalls keine Hinweise zu entneh-

men, wonach die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für die erleich-

terte Berufsprüfung nicht erfüllt habe.  

Auch mit der oben einleitend zitierten Formulierung, die Erstinstanz habe 

entschieden „Sie zur erwähnten Berufsprüfung zuzulassen“, bleibt es un-

klar, ob die Zulassung unter Vorbehalt die erleichterte oder die ordentliche 

Berufsprüfung betrifft. Die Beschwerdeführerin sieht im Wort „erwähnt“ 

zwar die Bestätigung, dass sich das Schreiben auf die erleichterte Berufs-

prüfung beziehe, da sie sich ja nur für diese angemeldet habe. Dieser Auf-

fassung kann jedoch nicht gefolgt werden. Es fehlt im Schreiben schlicht 

und einfach ein Anknüpfungspunkt, der entscheiden lässt, ob die erleich-

terte oder die ordentliche Berufsprüfung gemeint ist.  

Ferner wird im Schreiben vom 4. August 2015 die Anmeldung für die Be-

rufsprüfung vom 4. und 5. November 2015 verdankt, also es werden dieje-

nigen Daten erwähnt, die auf der Anmeldung zur erleichterten Berufsprü-

fung abgedruckt sind (vgl. E. A.a). Im gesamten Schreiben wird sodann der 

praktische Prüfungsteil, der nur bei der ordentlichen Berufsprüfung zu ab-

solvieren ist, nicht erwähnt. Im Gegenteil wird im Zusammenhang mit einer 

„Informations-Dokumentation mit Wissenswertem über die Berufsprüfung“ 

nur auf zwei Prüfungsteile Bezug genommen. 

Hätten die Verfahrensbeteiligten zwischen der Anmeldung zur erleichterten 

Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in der Beschwerdeführerin am 26. Mai 

2015 bis zum Erhalt des Schreibens vom 4. August 2015 keinen weiteren 

Kontakt gehabt, dürfte die Beschwerdeführerin im Schreiben vom 4. Au-

gust 2015 möglicherweise eine Vertrauensgrundlage für die Zulassung zur 

erleichterten Berufsprüfung erblicken. 

Jedoch wurde die Beschwerdeführerin bereits vor dem Schreiben vom 

4. August 2015 durch die Geschäftsstelle von „sportartenlehrer.ch“ mit 

B-1650/2017 

Seite 31 

E-Mail vom 10. Juli 2015 darüber informiert, dass ihre Anmeldung zur er-

leichterten Berufsprüfung nicht den Voraussetzungen entspräche und sie 

weitere Dokumente, insbesondere ein Schwimminstruktorinnen-Diplom, 

einreichen müsse. Andernfalls würde die Möglichkeit bestehen, die ordent-

liche Berufsprüfung zu absolvieren. Zuvor hatte bereits „swiss swimming“ 

der Beschwerdeführerin am 22. Juni 2015 mitgeteilt, sie habe das falsche 

Anmeldeformular für die Berufsprüfung ausgefüllt und sie solle doch bitte 

das Formular „reguläre Berufsprüfung“ ausfüllen.  

Sie durfte demnach entgegen ihrer in der E-Mail vom 30. Juli 2015 geäus-

serten Auffassung an den Geschäftsführer von „sportartenlehrer.ch“ eben 

gerade nicht davon ausgehen, dass sich „alles Weitere“ in den bereits mit 

der Anmeldung eingereichten Unterlagen befindet. Vor dem Hintergrund 

der beiden Schreiben von „swiss swimming“ vom 22. Juni 2015 und der 

Geschäftsstelle von „sportartenlehrer.ch“ vom 10. Juli 2015 ist auch der im 

Schreiben vom 4. August 2015 bereits im Titel des Schreibens angebrachte 

Vorbehalt verständlich. Die Beschwerdeführerin durfte im Schreiben vom 

4. August 2015 daher nicht eine vorbehaltlose behördliche Auskunft im 

Sinne einer Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung erblicken.  

Am Rande, weil von den Verfahrensbeteiligten bisher nicht thematisiert und 

sich im Ergebnis nichts ändert, sei erwähnt, dass gemäss Prüfungsord-

nung die „Prüfungskommission sportartenlehrer.ch“ für den Entscheid über 

die Zulassung zur Prüfung verantwortlich ist. Das Schreiben vom 4. August 

2015 wurde jedoch von der Geschäftsstelle bzw. vom Geschäftsführer von 

„sportartenlehrer.ch“ unterschrieben. 

8.4 Auch nach dem Schreiben vom 4. August 2015 findet sich keine vorbe-

haltlose behördliche Auskunft, auf die sich die Beschwerdeführerin berufen 

könnte. Im Gegenteil wurde der Beschwerdeführerin bereits mit Schreiben 

vom 7. August 2015, also sehr kurz nach der „Zulassung unter Vorbehalt“, 

nochmals vor Augen geführt, dass sie nicht von einer Anmeldung zur er-

leichterten Berufsprüfung ausgehen darf. Die Beschwerdeführerin wurde 

mit Schreiben vom 7. August 2015 nämlich zum praktischen Teil der Be-

rufsprüfung aufgeboten. Das Aufgebot war klar und eindeutig formuliert. 

Demnach war die Beschwerdeführerin eine von 4 Kandidierenden, die am 

11. September 2015 im Rahmen der Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in 

eine Prüfungslektion zu halten hatte.  

Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Ankündigung vom 7. August 

2015 zur praktischen Prüfung sei nicht innerhalb der vorgegebenen Fristen 

B-1650/2017 

Seite 32 

erfolgt und entspreche nicht der Wegleitung, wonach die Kandidierenden 

Unterlagen über eine Unterrichtslektion einzureichen haben, trifft zwar teil-

weise zu. So wird in Ziff. 3.3.1 PO am Schluss ausgeführt, die Kandidie-

renden müssten für die Prüfungslektion, also für den praktischen Prüfungs-

teil, Unterlagen vollständig einreichen. In der Version der Wegleitung vom 

31. Oktober 2012 wird in dieser Hinsicht unter Punkt 6.7 festgehalten, zehn 

Wochen vor der praktischen Prüfung müssten die Kandidierenden die Un-

terlagen zur praktischen Prüfung abgeben. In der Version der Wegleitung 

vom 18. Februar 2016 finden sich in Bezug auf die Abgabe der Unterlagen 

für die praktische Prüfung keine Hinweise mehr. Der Einwand der Be-

schwerdeführerin im Zusammenhang mit der Ankündigung zur praktischen 

Prüfung betrifft jedoch ohnehin nur das weitere Verfahren im Zusammen-

hang mit der ordentlichen Berufsprüfung. In Bezug auf die Frage, ob eine 

vorbehaltlose behördliche Auskunft für die Zulassung zur erleichterten Be-

rufsprüfung besteht, sind die Ausführungen ohne Relevanz. 

Auch die mit Schreiben vom 20. August 2015 gestellte Rechnung über 

Fr. 1'800.– schaffte keine vorbehaltlose behördliche Auskunft. Im Gegen-

teil: Auf dem von der Beschwerdeführerin ausgefüllten Anmeldeformular 

zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in war eine Prüfungs-

gebühr von Fr. 900.– angegeben. Die Beschwerdeführerin bezahlte die 

Rechnung über Fr. 1'800.–, die der Gebühr für die ordentliche Berufsprü-

fung Schwimmsportlehrer/in entspricht, jedoch anstandslos. Es bleibt in 

diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass sich die Beschwerde-

führerin – wie sie auch selber geltend macht – möglicherweise nicht dar-

über im Klaren war, wie hoch die Prüfungsgebühren für die erleichterte 

bzw. die ordentliche Berufsprüfung waren. Zu ihren Ungunsten kann dar-

aus daher ebenfalls nichts geschlossen werden. 

Wie die Erstinstanz ausführt und auch die Beschwerdeführerin nicht be-

streitet, ist sowohl im Rahmen der erleichterten als auch der ordentlichen 

Berufsprüfung eine Prüfungsarbeit abzulegen. Aus der Annahme der Arbeit 

im September 2015 kann die Beschwerdeführerin daher entgegen ihrer 

Auffassung nicht schliessen, sie sei zur erleichterten Berufsprüfung zuge-

lassen worden. Insbesondere ist aus der Annahme der Prüfungsarbeit 

auch kein Meinungsumschwung der Erstinstanz zu erblicken, wonach die 

Beschwerdeführerin doch zur erleichterten Berufsprüfung zugelassen wor-

den wäre. Dementsprechend kann aus der Einreichung bzw. der Nichtrück-

weisung der Prüfungsarbeit durch die Vorinstanz keine vorbehaltlose be-

hördliche Auskunft gesehen werden.  

B-1650/2017 

Seite 33 

8.5 Nach dem Gesagten war das Anmeldeverfahren unzulänglich, insbe-

sondere ist das Fehlen eines fristgerechten förmlichen Entscheids über die 

Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung durch die Erstinstanz zu bemän-

geln. Jedoch hat weder die Geschäftsstelle noch die Prüfungskommission 

von „sportartenlehrer.ch“ eine vorbehaltlose Auskunft erteilt, wonach die 

Beschwerdeführerin zur erleichterten Berufsprüfung zuzulassen sei. Aus 

den im Rahmen der Anmeldung verfassten Schreiben der Geschäftsstelle 

von „sportartenlehrer.ch“ geht vielmehr hervor, dass diese stets der Ansicht 

war, die Beschwerdeführerin sei nicht zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in zuzulassen. Die Erstinstanz ist daher nicht an eine 

Vertrauensgrundlage zu binden, wonach die Beschwerdeführerin zur er-

leichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zuzulassen ist.  

9.  

Zusammenfassend hat die Erstinstanz keine Vertrauensgrundlage ge-

schaffen, welche eine Zulassung zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in begründen könnte. Zudem ist die Beschwerdefüh-

rerin nicht im Besitz eines Schwimminstruktoren-Diploms. Sie ist damit 

keine ausgebildete Sportartenlehrerin im Sinne von Art. 9.23 PO und erfüllt 

die Voraussetzung für die erleichterte Berufsprüfung Schwimmsportleh-

rer/in nicht. Die Beschwerdeführerin ist nach dem Gesagten nicht zur er-

leichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zuzulassen und ihre Be-

schwerde ist insoweit abzuweisen.  

 

10.  

Nachdem das Begehren der Beschwerdeführerin um Zulassung zur er-

leichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in abzuweisen ist, bleibt 

das Begehren um Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids zu prüfen.  

Inhaltlich ist damit als nächstes die unter Vorbehalt gestellte Zulassung der 

Beschwerdeführerin zur regulären Berufsprüfung zu beurteilen. In dieser 

Hinsicht begründet die Beschwerdeführerin die Aufhebung des vorinstanz-

lichen Entscheids damit, dass aus einer Anmeldung zur erleichterten Be-

rufsprüfung Schwimmsportlehrer/in nicht eine Zulassung zur regulären Be-

rufsprüfung Schwimmsportlehrer/in folgen könne. 

10.1 Die Beschwerdeführerin meldete sich am 26. Mai 2015 zur erleichter-

ten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in vom 4./5. November 2015 an, 

bei dem kein praktischer Prüfungsteil zu absolvieren gewesen wäre. Mit 

Verfügung vom 5. November 2015 verweigerte ihr die Erstinstanz die Zu-

lassung zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in implizit. 

B-1650/2017 

Seite 34 

Sie liess die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt – zur regulären Berufs-

prüfung zu und wertete gleichzeitig ihr Fernbleiben vom zur regulären Be-

rufsprüfung gehörenden praktischen Prüfungsteil vom 11. September 2015 

mangels Erscheinen oder ordnungsgemässer Abmeldung als nicht bestan-

den. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin bei der Vorinstanz am 

14. Dezember 2015 Beschwerde und beantragte neben der Aufhebung der 

erstinstanzlichen Verfügung vom 5. November 2015 wiederum, sie sei zur 

erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in zuzulassen. Die 

Vorinstanz wies am 14. Februar 2017 ihre Beschwerde ab und bestätigte 

die Verfügung der Erstinstanz vom 5. November 2015. Damit wurde die 

Beschwerdeführerin erneut implizit nicht zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in zugelassen. Vor Bundesverwaltungsgericht bean-

tragt die Beschwerdeführerin erneut die bereits beurteilte Zulassung zur 

erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in (vgl. E. 9) sowie die 

Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 14. Februar 2017 (und 

der erstinstanzlichen Verfügung vom 5. November 2015, vgl. E. 2).  

10.2 Die Erstinstanz hat nach entsprechender Kritik im Entscheid der 

Vorinstanz vom 14. Februar 2017 im Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht die Zulassung zur ordentlichen Berufsprüfung – im Gegensatz 

zu ihrem Entscheid vom 5. November 2015 – nicht mehr unter einen Vor-

behalt gestellt. Der Vorbehalt bestand in der Beibringung einer Kopie der 

Berufsausbildung und der AHV-Nummer. Die Vorinstanz kritisierte in ihrem 

Entscheid, die Erstinstanz habe zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin auf-

grund ihrer eigenständigen Bestätigung des erteilten Schwimmunterrichts 

auf Ausweise über die frühere Berufsbildung verzichten könne und ver-

weist hierfür auf Ziff. 3.31 Abs. 2 PO. Diese Bestimmung sieht vor, dass für 

die Zulassung der Berufsprüfung unter anderem der Nachweis der Berufs-

ausbildung gemäss Ziff. 3.31 Abs. 1 Bst. b PO nicht mehr erbracht werden 

muss, wenn in entsprechender Funktion der gewählten Fachrichtung Er-

fahrung und Unterrichtseinheiten nachgewiesen werden.  

In der Folge hält die Erstinstanz in ihren Eingaben vor dem Bundesverwal-

tungsgericht fest, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für 

die ordentliche Berufsprüfung erfüllt habe und dass sie für die ordentliche 

Berufsprüfung zugelassen worden sei. In ihrer Replik vom 16. Januar 2018 

betont sie: „Es wäre an der Beschwerdeführerin gelegen, sich für die [or-

dentliche] Prüfung anzumelden, deren klare Voraussetzungen sie tatsäch-

lich erfüllte, sowie dann diese Prüfung gemäss den Vorgaben und dem 

Aufgebot abzulegen.“ Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich und die Erst-

instanz hat in keinem Verfahrensstadium geltend gemacht, dass die von 

B-1650/2017 

Seite 35 

der Beschwerdeführerin erstellte Bestätigung, wonach sie seit 22 Jahren 

jährlich weit mehr als 250 Stunden Schwimmunterricht erteile, unzutreffend 

wäre.  

Es kann damit davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin 

gemäss Auffassung der für die Prüfungszulassung verantwortlichen Erst-

instanz den Nachweis der Berufsausbildung entgegen Dispositiv-Ziff. 1 ih-

rer Verfügung vom 5. November 2015 nicht mehr erbringen muss. Das 

Bundesverwaltungsgericht hat keinen Anlass von dieser im Beschwerde-

verfahren geäusserten Auffassung der Erstinstanz abzuweichen. 

10.3 Die Beschwerdeführerin ist damit unter der Voraussetzung der Be-

kanntgabe ihrer AHV-Nummer zur ordentlichen Berufsprüfung Schwimm-

sportlehrer/in zuzulassen. Weil nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, 

ob die Beschwerdeführerin an der nächsten durchzuführenden ordentli-

chen Berufsprüfung überhaupt teilnehmen möchte, hat sie sich innerhalb 

von 4 Wochen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids gegenüber 

der Erstinstanz entsprechend zu äussern. Eine Frist von 4 Wochen ist an-

gemessen und entspricht insofern der PO, als ein Kandidat oder eine Kan-

didatin nach einem förmlichen Zulassungsentscheid mindestens 4 Wochen 

Zeit hat, um sich ohne Kostenfolgen von der Prüfung abzumelden. Sollte 

sich die Beschwerdeführerin für eine Teilnahme an der ordentlichen Be-

rufsprüfung entscheiden, ist sie durch die Erstinstanz gemäss anwendba-

rer Prüfungsordnung, insbesondere unter Wahrung der Fristen, zur nächs-

ten durchzuführenden ordentlichen Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in 

aufzubieten. 

Sollte sich die Beschwerdeführerin gegen die Teilnahme an der nächsten 

durchzuführenden ordentlichen Berufsprüfung entscheiden oder sich in-

nerhalb der 4 Wochen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids nicht 

bei der Erstinstanz melden, wäre eine Zulassung zur ordentlichen Berufs-

prüfung Schwimmsportlehrerin gestützt auf ihre Anmeldung vom 26. Mai 

2015 nicht mehr möglich. Damit verbunden ist die Konsequenz, dass, falls 

die Beschwerdeführerin die ordentliche Berufsprüfung in einem späteren 

Zeitpunkt absolvieren möchte, eine neue Anmeldung von ihr erforderlich 

ist. Eine neue Anmeldung hat zur Folge, dass alle dann geltenden Voraus-

setzungen für die Prüfungszulassung erfüllt und neu belegt sowie die dann 

vorgesehenen Prüfungsgebühren bezahlt werden müssen.   

10.4 Der Aufhebungsantrag der Beschwerdeführerin umfasst auch die Be-

stätigung der Verfügung der Erstinstanz durch die Vorinstanz soweit der 

B-1650/2017 

Seite 36 

praktische Prüfungsteil mangels Erscheinen oder ordnungsgemässer Ab-

meldung als nicht bestanden gewertet worden ist. 

Die Beschwerdeführerin hat in der Sache nie etwas anderes als die Zulas-

sung zur erleichterten Berufsprüfung verlangt. Einen förmlichen Nichtzu-

lassungsentscheid hat sie erst implizit mit der Verfügung der Vorinstanz 

vom 5. November 2015 erhalten, indem sie – noch unter Vorbehalt – zur 

ordentlichen Berufsprüfung zugelassen worden ist. Gleichzeitig mit der Zu-

lassung zur einer anderen als der beantragten Prüfungsart das Nichtbeste-

hen des damit verbundenen praktischen Prüfungsteils zu verfügen, wider-

spricht Treu und Glauben. Erschwerend kommt vorliegend hinzu, dass der 

praktische Prüfungsteil am 11. September 2015 und damit vor dem Ent-

scheid vom 5. November 2015 abzulegen gewesen wäre. Ausserdem 

schreibt Ziff. 3.32 PO, wie bereits mehrfach erwähnt, explizit vor, dass die 

Kandidatinnen und Kandidaten bis spätestens drei Monate vor Beginn der 

Prüfung den förmlichen Entscheid über die Zulassung zur Prüfung erhalten 

müssen. Daraus wird ebenfalls ersichtlich, dass in casu mit dem Entscheid 

über die Zulassung zur Prüfung nicht gleichzeitig ein Prüfungsteil als nicht 

bestanden gewertet werden darf.  

Bei diesen Überlegungen spielt es keine Rolle, dass sich die Erstinstanz 

damit zu rechtfertigen versucht, dass das Zulassen zur ordentlichen Be-

rufsprüfung ein Entgegenkommen ihrerseits gewesen sei. Zum einen wird 

damit die klare Regelung der Ziff. 3.32 PO ausgehebelt. Zum anderen be-

lastet das Nichtbestehen eines Prüfungsteils die Beschwerdeführerin, zu-

mal die Prüfung nicht unbegrenzt wiederholt werden darf (vgl. Ziff. 

6.51 PO).  

Auch die übrigen Hinweise der Erstinstanz den Ablauf des Anmeldeverfah-

rens betreffend vermögen ein Nichtbestehen des praktischen Prüfungsteils 

nicht zu rechtfertigen. Wie bereits zuvor in E. 8 gezeigt, haben sich beide 

Parteien nicht so verhalten, wie es zu erwarten gewesen wäre. Gleich wie 

die Beschwerdeführerin nicht eine Zulassung zur erleichterten Berufsprü-

fung aus dem Anmeldeverfahren abzuleiten vermag, kann sich die 

Vorinstanz auch nicht auf den Standpunkt stellen, einen Teil der ordentli-

chen Berufsprüfung sei nicht bestanden. Im ganzen Anmeldeverfahren be-

stand keine übereinstimmende Auffassung darüber, ob und zu welcher Art 

von Berufsprüfung die Beschwerdeführerin zugelassen worden ist. Es 

wäre an der Erstinstanz gelegen, diese Frage abschliessend und entspre-

chend der PO mit einer förmlichen Verfügung zu entscheiden. Aus diesem 

Versäumen darf der Beschwerdeführerin keinen Nachteil erwachsen.  

B-1650/2017 

Seite 37 

Die Bewertung des praktischen Prüfungsteils vom 11. September 2015 als 

nicht bestanden ist damit nicht zulässig. Die Bestätigung der entsprechen-

den Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung der Erstinstanz durch den Entscheid 

der Vorinstanz vom 14. Februar 2017 ist aufzuheben.  

10.5 Aus der Unzulässigkeit der Bewertung des praktischen Prüfungsteils 

als nicht bestanden ergibt sich auch die Aufhebung der Bestätigung des 

erstinstanzlichen Entscheids vom 5. November 2015 betreffend die Dispo-

sitiv-Ziff. 3 und 4. Der Beschwerdeführerin ist entgegen Dispositiv-Ziff. 3 

des erstinstanzlichen Entscheids nicht die Wiederholung der nicht bestan-

denen praktischen Berufsprüfung im Jahr 2016 bekanntzugeben, sondern 

sie ist – falls sie sich für eine Teilnahme entscheiden sollte – zur nächsten 

durchzuführenden ordentlichen Berufsprüfung gemäss PO aufzubieten 

(vgl. E. 10.3). Entgegen Dispositiv-Ziff. 4 des erstinstanzlichen Entscheids 

sind der Beschwerdeführerin auch keine Kosten für eine nicht bestandene 

Berufsprüfung aufzuerlegen. Entscheidet sich die Beschwerdeführerin für 

die Teilnahme an der nächsten durchzuführenden ordentlichen Berufsprü-

fung, sind die von ihr bereits bezahlten Fr. 1'800.– zur Deckung der Kosten 

zu verwenden. Sollte sich die Beschwerdeführerin gegen die Teilnahme an 

der nächsten durchzuführenden ordentlichen Berufsprüfung entscheiden, 

sind ihr die Fr. 1'800.– zurückzuerstatten. 

11.  

Im Übrigen übt die Beschwerdeführerin allgemeine Kritik (mangelnde fach-

liche und juristische Qualifikation der involvierten Parteien, mangelhafte 

Aufsicht der Vorinstanz über die Erstinstanz, Einschränkung ihres Rechts 

auf Bildung und Weiterbildung wegen der Verfahrensdauer, Verletzung ih-

rer Persönlichkeitsrechte und Rufschädigung). Sie zeigt nicht auf und es 

ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Kritik für die Beurteilung des vorliegen-

den Verfahrens von Bedeutung ist. Das Bundesverwaltungsgericht geht 

mangels Relevanz für den Ausgang des Verfahrens nicht näher auf die all-

gemeine Kritik ein, soweit es für deren Beurteilung überhaupt zuständig 

wäre.  

12.  

Zusammenfassend ist der die Verfügung der Erstinstanz vom 5. November 

2015 bestätigende Entscheid der Vorinstanz vom 14. Februar 2017 in teil-

weiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Namentlich sind der ver-

fügte Vorbehalt der Zulassung zur ordentlichen Berufsprüfung, das Nicht-

bestehen des praktischen Prüfungsteils vom 11. September 2015 sowie 

die Anordnung in Bezug auf die Wiederholung bzw. die diesbezügliche 

B-1650/2017 

Seite 38 

Kostenauflage unzulässig und aufzuheben. Die Beschwerdeführerin ist je-

doch weiterhin nicht zur erleichterten Berufsprüfung Schwimmsportleh-

rer/in zuzulassen. Hingegen ist sie zur ordentlichen Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in unter der Voraussetzung der Mitteilung ihrer 

AHV-Nummer zuzulassen. Sie hat innerhalb von 4 Wochen nach Rechts-

kraft des vorliegenden Entscheids ihre Teilnahme an der nächsten durch-

zuführenden ordentlichen Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in der Erst-

instanz mitzuteilen. Bleibt eine entsprechende Mitteilung seitens der Be-

schwerdeführerin aus, ist eine Zulassung zur ordentlichen Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrerin gestützt auf ihre Anmeldung vom 26. Mai 2015 nicht 

mehr möglich. 

13.  

Hinsichtlich der Kostenverteilung ist zu berücksichtigen, dass sich die Be-

schwerdeführerin zu Recht veranlasst fühlte, ein Rechtsmittel gegen die 

Verfügung der Vorinstanz vom 14. Februar 2017 zu ergreifen. Diese zog 

aus den im erstinstanzlichen Anmeldeverfahren festgestellten Unzuläng-

lichkeiten, wie aus den vorstehenden Erwägungen hervorgeht, die falschen 

Schlüsse. Es sind daher gestützt auf Art. 6 Bst. b des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) die Verfahrenskosten zu erlas-

sen. Was die Parteientschädigung betrifft, fehlt eine gesetzliche Grund-

lage, um der Beschwerdeführerin eine solche gestützt auf Billigkeitsüber-

legungen zusprechen zu können. Die Beschwerdeführerin ist nicht anwalt-

lich vertreten und hat damit gemäss Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts keinen Anspruch auf Entschädigung. Eine Parteientschädigung ist 

der unterliegenden Beschwerdeführerin daher nicht zuzusprechen (Art. 64 

Abs. 1 VwVG). Ebensowenig hat die Vorinstanz Anspruch auf eine Partei-

entschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

14.  

Vorliegend geht es um die Frage nach der Zulassung der Beschwerdefüh-

rerin zur (erleichterten) Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in und nicht um 

eine Leistungsbewertung. Die Ausnahmebestimmung von Art. 83 Bst. t 

des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) findet 

daher keine Anwendung, wonach Beschwerden an das Bundesgericht ge-

gen Entscheide über das Ergebnis von Prüfungen und anderen Fähigkeits-

bewertungen unzulässig sind (vgl. Urteil des BGer 2C_345/2014 vom 

23. September 2014 E. 1.3.3). Der vorliegende Entscheid kann mit Be-

schwerde an das Bundesgericht weitergezogen werden (Art. 82 ff., 90 ff. 

und 100 BGG).   

B-1650/2017 

Seite 39 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, 

wird der Entscheid der Vorinstanz vom 14. Februar 2017 aufgehoben. 

 

2.  

Die Beschwerdeführerin wird nicht zur erleichterten Berufsprüfung 

Schwimmsportlehrer/in zugelassen. 

3.  

Die Beschwerdeführerin erhält die Gelegenheit, der Erstinstanz innerhalb 

von 4 Wochen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids unter An-

gabe ihrer AHV-Nummer ihre Teilnahme an der nächsten durchzuführen-

den ordentlichen Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in mitzuteilen.  

Sollte sich die Beschwerdeführerin für eine Teilnahme entscheiden, ist sie 

durch die Erstinstanz gemäss anwendbarer Prüfungsordnung, insbeson-

dere unter Wahrung der Fristen, zur nächsten durchzuführenden ordentli-

chen Berufsprüfung Schwimmsportlehrer/in aufzubieten. Die von der Be-

schwerdeführerin bereits bezahlten Fr. 1'800.– decken in diesem Fall die 

Anmeldegebühr.  

Sollte sich die Beschwerdeführerin nicht für eine Teilnahme an der nächs-

ten durchzuführenden ordentlichen Berufsprüfung entscheiden oder sich 

innerhalb der gesetzten Frist bei der Erstinstanz nicht melden, sind ihr die 

Fr. 1'800.– durch die Erstinstanz zurückzuerstatten.  

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der bezahlte Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 1'200.– wird der Beschwerdeführerin nach Ein-

tritt der Rechtskraft zurückerstattet.  

 

5.  

Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

  

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Seite 40 

6.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: 

Rückerstattungsformular); 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde); 

– die Erstinstanz (Gerichtsurkunde). 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Francesco Brentani Diego Haunreiter 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 26. November 2018