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**Case Identifier:** 1f8de8b4-8f63-58a8-8031-8b506e819d36
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.11.2025 200 2024 553
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-553_2025-11-13.pdf

## Full Text

IV 200 2024 553 und
IV 200 2024 619 (2)
WIS/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. November 2025

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch B.________, C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 26. Juni und 14. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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Sachverhalt:

A.

Die 1984 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Dezember 2009 unter Hinweis auf unfallbeding-
te Nacken- und Bandscheibenprobleme bei der Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 2). Nach Abklärung des Leistungsanspruchs 
sprach die IVB der Versicherten mit zwei Verfügungen vom 7. Mai 2014 
(act. II 82 f.) je ab dem 1. August 2010 eine ganze Rente und eine Hilflo-
senentschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades aufgrund lebensprakti-
scher Begleitung zu. Diese Verfügungen blieben unangefochten. 

Im Rahmen einer Revision von Amtes wegen wurden sowohl die Rente als 
auch die Hilflosenentschädigung mit Mitteilungen vom 16. und 17. Novem-
ber 2016 (act. II 107 f.) im bisherigen Umfang bestätigt.

Im August 2017 meldete sich die Versicherte bei der IVB bezüglich Aus-
richtung eines Assistenzbeitrages an (act. II 114). Mit Verfügung vom 
2. Oktober 2019 (act. II 149) verneinte die IVB den Anspruch auf einen As-
sistenzbeitrag. Diese Verfügung blieb unangefochten. 

Da die Versicherte im April 2020 Mutter eines Sohnes geworden war, er-
liess die IVB am 25. Juni 2020 (act. II 154) eine Rentenverfügung wieder-
um mit einem Anspruch auf eine ganze Rente inklusive Kinderrente.

B.

Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Revision gab die Versi-
cherte am 10. August 2022 (act. II 160) an, ihr Gesundheitszustand habe 
sich verschlechtert. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren und der 
Einholung einer gutachterlichen Stellungnahme (act. II 194, 201, 206, 214) 
verfügte die IVB am 26. Juni 2024 (act. II 218) die Aufhebung der bisheri-
gen ganzen Rente mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der Verfü-
gung folgenden Monats. 

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Ebenfalls nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens verfügte die IVB 
am 14. August 2024 (act. II 225) die Aufhebung der bisherigen Hilflosen-
entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades mit Wirkung auf das Ende 
des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats. 

C.

Gegen die Verfügung vom 26. Juni 2024 (act. II 218) betreffend Rentenan-
spruch erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin C.________ 
vom B.________, am 23. August 2024 Beschwerde (Verfahren IV 200 
2024 553). Sie beantragt, unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
sei weiterhin eine IV-Rente auszurichten. Eventualiter sei der medizinische 
Sachverhalt angemessen abzuklären und auf dessen Grundlage der Ren-
tenanspruch neu zu beurteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 
Gleichzeitig stellt die Beschwerdeführerin ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin C.________ als amtli-
che Anwältin, unter Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2024 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Gegen die Verfügung vom 14. August 2024 (act. II 225) betreffend An-
spruch auf Hilflosenentschädigung erhob die Versicherte, ebenfalls vertre-
ten durch Rechtsanwältin C.________, am 13. September 2024 
Beschwerde (Verfahren IV 200 2024 619). Sie beantragt, unter Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung sei weiterhin eine Hilflosenentschädigung 
auszurichten. Eventualiter sei der medizinische Sachverhalt angemessen 
abzuklären und auf dessen Grundlage der Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung neu zu beurteilen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 
Gleichzeitig stellt die Beschwerdeführerin ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin C.________ als amtli-
che Anwältin, unter Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 18. November 2024 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

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Mit Replik vom 16. Dezember 2024 machte die Beschwerdeführerin weitere 
Ausführungen. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 27. Januar 2025 auf 
die Einreichung einer ausführlichen Duplik und verwies auf die Ausführun-
gen in der Beschwerdeantwort sowie auf die dort gestellten Rechtsbegeh-
ren.

Erwägungen:

1.

1.1 Die beiden Verfahren IV 200 2024 553 und IV 200 2024 619 betref-
fen die gleichen Parteien und hängen sachlich eng zusammen, so dass es 
sich rechtfertigt, die Verfahren zu vereinigen und in einem gemeinsamen 
Urteil zu erledigen (vgl. BGE 128 V 124 E. 1 S. 126; Urteil des Bundesge-
richts [BGer] 9C_764/2019, 9C_779/2019 vom 6. März 2020 E. 1).

1.2 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist in den vorinstanzlichen Verfahren mit ihren An-
trägen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-

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rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
den einzutreten. 

1.3 Angefochten sind die Verfügungen vom 26. Juni 2024 (act. II 218) 
und vom 14. August 2024 (act. II 225). Streitig und zu prüfen sind die An-
sprüche auf Invalidenrente und Hilflosenentschädigung.

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.5 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1

2.1.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). Vorbehältlich besonderer übergangsrecht-
licher Regelungen sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 150 V 
89 E. 3.2.1 S. 95, 323 E. 4.2 S. 328, 148 V 162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213). In Anwendung dieses intertemporalrechtlichen Grundsat-
zes ist bei einem dauerhaften Sachverhalt, der teilweise vor und teilweise 
nach dem Inkrafttreten der neuen Gesetzgebung eingetreten ist, der An-
spruch auf eine Invalidenrente und Hilflosenentschädigung für die erste 
Periode nach den altrechtlichen Bestimmungen und für die zweite Periode 
nach den neuen Normen zu prüfen. Besondere übergangsrechtliche Rege-
lungen bleiben vorbehalten (BGE 150 V 323 E. 4.2 S. 328). 

2.1.2 Für Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor 
Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten dieser 
Änderung das 55. Altersjahr noch nicht vollendet haben, was auf die 1984 
geborene (act. II 2/1 Ziff. 1.3) und seit dem 1. August 2010 eine Rente (und 

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eine Hilflosenentschädigung) beziehende Beschwerdeführerin (act. II 82 f.) 
zutrifft, bleibt der bisherige Rentenanspruch solange bestehen, bis sich der 
Invaliditätsgrad nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ändert (Abs. 1 der Übergangs-
bestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 [Weiterentwicklung der 
IV]).

In Revisionsfällen nach Art. 17 ATSG – wie dem vorliegenden – gilt 
gemäss Rz. 9102 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversi-
cherungen (BSV) über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 
(KSIR; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 
E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 
E. 4.4.2 S. 228) Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 
1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Ver-
ordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) in der Fassung gültig bis 31. Dezember 2021 Anwendung. 
Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Be-
stimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig ab 
1. Januar 2022 Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung 
bestimmt sich nach Art. 88a IVV (Urteil des BGer 8C_658/2022 vom 
30. Juni 2023 E. 3.2).

Vorliegend ist gemäss den MEDAS-Sachverständigen spätestens im März 
2019 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten (act. II 
186.1/9 ff. Ziff. 4.9/Ziff. 2 f. und 8 f.; vgl. E. 4.1 hiernach), womit eine mass-
gebende Änderung des Sachverhalts im Sinne von Art. 88a Abs. 2 IVV im 
Juni 20219 eingetreten ist. Folglich ist für die Beurteilung des Rentenan-
spruchs vorliegend das bis zum 31. Dezember 2021 gültige Recht (fortan: 
aArt.) anwendbar.

2.1.3 Da die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 19. Juni 2020 
des IVG (Weiterentwicklung der IV) keine besonderen übergangsrechtli-
chen Regelungen betreffend Hilflosenentschädigung enthalten, ist der An-
spruch auf Hilflosenentschädigung – wie bereits erwähnt (vgl. E. 2.1.1 
hiervor) – gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln für die 
Zeit bis zum 31. Dezember 2021 aufgrund der bisherigen (bis 31. Dezem-
ber 2021 geltenden) und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 
prüfen, wobei die Weiterentwicklung der IV in Bezug auf die Hilflosenent-

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schädigung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis zum 
31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtslage brachte.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.3 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch 
nicht gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies 
zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Ein-
fluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten 
Leidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb 
gilt eine objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berück-

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sichtigung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 
106 E. 4.4 S. 110). 

2.4 Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 
ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrach-
tungsweise von der grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person 
auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295). Die Sachverständigen 
sollen die Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollzie-
hen können, ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten 
sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 
Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken ver-
mag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen Prüfungsrasters 
(BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtli-
che psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 429).

2.5 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 

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im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in 
Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie un-
fähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 28a Abs. 2 IVG; 
spezifische Methode [Betätigungsvergleich]; BGE 142 V 290 E. 4 S. 293).

Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe-
gattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Metho-
de; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 23).

2.7

2.7.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG). Auch jede andere formell rechtskräftig zu-
gesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde lie-
gende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat (Art. 17 Abs. 2 
ATSG).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Da-
zu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöh-
nung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist ferner 

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unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemes-
sung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Auf-
gabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 2.3 
S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.7.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

2.7.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 165, 
9C_8/2010 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220, 9C_382/2018 
E. 2).

2.7.4 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV). Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeein-

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flussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Un-
terbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). Dabei ist im 
Unterschied zu dem in Art. 88a Abs. 1 IVV geregelten Tatbestand der Ver-
besserung der Erwerbsfähigkeit nicht verlangt, dass die Änderung, nach-
dem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat, 
voraussichtlich weiterhin andauern muss. Das gesetzliche Erfordernis einer 
auf Dauer gerichteten Änderung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit 
grundsätzlich erfüllt (SVR 2017 IV Nr. 71 S. 219, 9C_675/2016 E. 2.3.1).

2.7.5 Bei Versicherten, welche die Leistung weder unrechtmässig erwirkt 
noch die Meldepflicht verletzt haben, erfolgt die Herabsetzung oder Aufhe-
bung der Renten und Hilflosenentschädigungen frühestens vom ersten Tag 
des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis 
Abs. 2 IVV).

2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3). 

3.

3.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der leistungszusprechenden Verfügungen vom 7. Mai 2014 (act. II 82 f.) mit 
demjenigen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügungen vom 26. Juni und 
14. August 2024 (act. II 218, 225) zu prüfen, ob in den tatsächlichen Ver-
hältnissen eine Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch sowie den Anspruch auf 
Hilflosenentschädigung zu beeinflussen. Bejahendenfalls ist eine umfas-
sende freie Prüfung des Leistungsanspruchs vorzunehmen. Die Mitteilun-

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gen vom 16. und 17. November 2016 (act. II 107 f.), mit welchen über die 
weitere Ausrichtung der ganzen Rente und der Hilflosenentschädigung für 
Hilflosigkeit leichten Grades informiert wurde, bilden vorliegend keine Ver-
gleichszeitpunkte, da damals keine umfassende Prüfungen des Leistungs-
anspruches erfolgt waren (vgl. E. 2.7.3 hiervor). Gleiches gilt für die 
Verfügung vom 25. Juni 2020 (act. II 154) betreffend Rentenanspruch. Die-
se wurde erlassen, weil die Beschwerdeführerin im April 2020 Mutter eines 
Sohnes geworden war. Eine materielle Prüfung wurde nicht vorgenommen.

3.2 In medizinischer Hinsicht basierten die Verfügungen vom 7. Mai 
2014 (act. II 82 f.) auf dem interdisziplinären Gutachten der Dres. med. 
D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumato-
logie, und E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie 
für Neurologie, vom 20. August 2013 (act. II 68.1 - 68.3). Darin wurden die 
folgenden Diagnosen nach ICD-10 aufgeführt (act. II 68.1/3):

F20.0 Paranoide Schizophrenie, derzeit nicht adäquat behandelt
M51.2 Rezidivierendes lumbovertebrales/lumbospondylogenes 

Schmerzsyndrom bei generalisierter Dekonditionierung und 
Diskushernie L5/S1 links (M51.8)

G44.2 Migräniforme Kopfschmerzen, teilweise Spannungskopf-
schmerzen

Die Sachverständigen führten aus (act. II 68.1/3 f.), die in den Teildiszipli-
nen gestellten Diagnosen wiesen in gewisser Weise Überlappungen auf: 
Beim Vorliegen einer Schizophrenie solle zum Beispiel keine somatoforme 
Störung angenommen werden, weil somatoforme Beschwerden zu den 
Störungsbildern der Psychosen gehörten und deshalb der Hauptdiagnose 
zugeordnet würden. Das impliziere, dass nur die im rheumatologischen 
Teilgutachten objektivierbaren körperlichen Funktionsbeeinträchtigungen 
von Bedeutung für die interdisziplinäre Leistungsbeurteilung seien. Körper-
liche Funktionsbeeinträchtigungen beträfen den ganzen Körper infolge dif-
fuser Schmerzen. Objektivierbar sei eine Diskushernie L5/S1 links mit 
einem rezidivierenden lumbovertebralen/lumbospondylogenen Schmerz-
syndrom bei generalisierter Dekonditionierung. Psychische Funktionsbeein-
trächtigungen stellten sich als ängstlich-depressive Grundstimmung und 
eine angstvoll vermeidende Passivität dar, die zu dem subjektiven Gefühl 
völliger Leistungsunfähigkeit führten. Objektivierbar sei ein erheblicher und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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leistungsrelevanter psychischer Gesundheitsschaden durch eine paranoide 
Schizophrenie. Diese Diagnose sei erstmals im Rahmen des tagesklini-
schen Aufenthalts 2013 in den … gestellt worden und habe im Rahmen 
dieser Begutachtung vollumfänglich bestätigt werden können. Geistige 
Funktionsbeeinträchtigungen würden nur im Sinne von Konzentrations-
störungen geltend gemacht, was bei florider paranoider Schizophrenie 
durchaus typisch sei, weil die massiven Ängste, die Wahrnehmungsstörun-
gen (optische, akustische und haptische Halluzinationen) und die inhaltli-
chen Denkstörungen (Wahn) die Konzentration auf andere Inhalte 
beeinträchtigten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt seien der Beschwerdefüh-
rerin wegen ihrer floriden paranoiden Schizophrenie keine Erwerbstätigkei-
ten zumutbar. Insofern erübrigten sich derzeit auch Hinweise auf 
rückenergonomisch zu beachtende Funktionsbeeinträchtigungen. Die Wie-
derherstellung einer dauerhaften Leistungsfähigkeit im Berufsleben werde 
in ganz entscheidendem Mass von einer über Jahre anhaltenden therapeu-
tischen Compliance abhängen. Insbesondere sei die zuverlässige Einnah-
me von (vorzugsweise) atypischen Neuroleptika die entscheidende 
Voraussetzung für alle anderen psycho- und soziotherapeutischen Mass-
nahmen. Mit einem Erfolg und den dann sinnvoll werdenden Wiederein-
gliederungsmassnahmen sollte nicht vor ein- bis eineinhalb Jahren 
gerechnet werden.

3.3 Seit dem Erlass der Verfügungen vom 7. Mai 2014 (act. II 82 f.) ist 
den Akten in medizinischer Hinsicht – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende zu entnehmen: 

3.3.1 Dr. med. F.________ führte im psychiatrischen Gutachten vom 7. 
Mai 2019 (act. II 143.1) keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit auf (act. II 143.1/19). Der Gutachter hielt fest (act. II 143.1/38 f.), 
aufgrund der diversen Beurteilungsdimensionen könne zusammengefasst 
werden, dass bei der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht keiner-
lei qualitative Funktionseinbussen vorlägen. Dies betreffe gleichermassen 
die Haushalttätigkeiten der Beschwerdeführerin, für welche aus rein psych-
iatrischer Sicht ausreichend qualitative Funktionsfähigkeiten bestünden. In 
den bisherigen Tätigkeiten wie auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe 
aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Spezifische Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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beitsrahmenbedingungen müssten bei der Beschwerdeführerin nicht defi-
niert werden (act. II 143.1/39 Ziff. 8.1 und 8.2). 

Weiter führte der Gutachter aus (act. II 143.1/39 f. Ziff. 8.3), er habe darauf 
hingewiesen, dass insbesondere die beiden psychiatrischen Vorgutachten 
nicht nachvollziehbar seien, insbesondere sei die Diagnose einer paranoi-
den Schizophrenie, wie sie sodann auch in den Berichten des behandeln-
den Psychiaters aufgeführt werde, nicht nachvollziehbar. Entsprechend 
könnten die jeweiligen Arbeitsunfähigkeitsattestierungen nicht nachvollzo-
gen werden, weil sie versicherungsmedizinisch nicht abgestützt seien. Auf-
grund des Langzeitverlaufs ergäben sich keinerlei Hinweise dafür, dass die 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin jemals relevant eingeschränkt ge-
wesen sei. Weiter gab der Experte an (act. II 143.1/40 Ziff. 8.5), im Ver-
gleich zur medizinischen Aktenlage, die der Verfügung vom 7. Mai 2014 
zugrunde gelegen habe, habe sich keine Veränderung des Gesundheitszu-
standes ergeben, allerdings sei sie im bisherigen Verlauf ganz unterschied-
lich interpretiert worden, nämlich zunächst hauptsächlich als eine 
Schmerzausweitung beziehungsweise eine chronische Schmerzstörung, 
sodann aber als paranoide Schizophrenie. Die paranoide Schizophrenie 
könne nicht nachvollzogen werden und es liege auch keine anderweitige 
psychotische Störung vor. 

3.3.2 Im psychiatrisch-neurochirurgischen MEDAS-Gutachten vom 26. 
April 2023 (act. II 186.1 - 186.7) wurden in der bidisziplinären Gesamtbeur-
teilung die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
aufgeführt (act. II 186.1/6 Ziff. 4.3):

1. Rezidivierende Lumbalgien, zeitweise mit Ausstrahlung ins rechte Bein 
(Lumboischialgie; ICD-10: M54.4)

2. St. n. Operation Diskushernie L5/S1 links am 7. März 2019 (ICD-10: 
M51.1)

3. St. n. Diskektomie L4/5 links und Rezidiv L5/S1 links mit Hemilaminek-
tomie am 23. März 2022 (ICD-10: M51.1)

4. Degenerative Veränderungen der LWS im lumbalen Bereich und lumbo-
sakralen Bereich

5. V.a. Fazettensyndrom (ICD10: M48.86/.87)
6. Rezidivierende Zervikozephalgien (ICD-10: M53.0)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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Zur Begründung der Gesamtarbeitsunfähigkeit gaben die Sachverständi-
gen an (act. II 186.1/7 Ziff. 4.5), die Arbeitsunfähigkeit ergebe sich aus den 
Folgen der wirbelsäulenchirurgischen Interventionen sowie der Verände-
rung am Stütz- und Bewegungsapparat. Eine zusätzliche psychiatrisch be-
gründete Arbeitsunfähigkeit liege nicht vor. Weiter wurde festgehalten 
(act. II 186.1/7 f Ziff. 4.6 und 4.7), in der bisherigen Tätigkeit sei die Be-
schwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig. Diese Einschätzung bestehe 
seit der ersten Operation 2019. Retrospektiv ergebe sich aus der Datenla-
ge aus neurochirurgischer Sicht davor keine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit, soweit dies anhand der vorliegenden Unterlagen beurteilbar sei. 
In einer der Behinderung optimal angepassten Tätigkeit sei die Beschwer-
deführerin zu 100 % ohne zusätzliche Leistungsminderung arbeitsfähig. 
Aus neurochirurgischer Sicht gelte dies seit der Verfügung von 2014, aus-
ser den oben genannten Arbeitsunfähigkeitszeiten postoperativ. Es müsse 
sich um Tätigkeiten einfacher geistiger Natur handeln. Die Beschwerdefüh-
rerin sei für leichte körperliche Tätigkeiten in wechselnder Körperhaltung 
und Positionsausgleich einsetzbar. Vermieden werden sollten Tätigkeiten 
mit wiederholtem Heben, Tragen und Bewegen von Lasten über 10 kg. In 
qualitativer Hinsicht sei die dynamische Wirbelsäulenbelastbarkeit einge-
schränkt. Wirbelsäulenzwangshaltungen, Bewegungsmonotonie sowie 
Tätigkeiten mit häufiger freier Rumpfbeuge oder Rückneigung seien zu 
vermeiden. Tätigkeiten mit häufigeren längeren und repetitiven Zwangshal-
tungen, Bücken oder Kauern seien nicht möglich. Ideal hingegen seien 
Tätigkeiten im Wechsel mit Stehen, Sitzen und Gehen und dazwischen 
einschiebbaren Pausen zur Lockerung und Regeneration.

Die Frage, ob seit Mai 2014 (Vergleichszeitpunkt, letzte materielle Prüfung 
mit rechtskräftiger Rentenverfügung) aus objektiv medizinischer Sicht eine 
wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes mit einer wesentli-
chen und längerdauernden Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege, 
bejahten die MEDAS-Sachverständigen. Bei der Beschwerdeführerin seien 
2019 und 2022 Diskushernien-OPs im lumbosakralen Übergang bzw. an 
der lumbalen Wirbelsäule vorgenommen worden. Dies habe zu einer Ein-
schränkung der Wirbelsäule im lumbosakralen Übergang geführt. Diese 
Einschränkung der Belastbarkeit sei dauerhaft (act. II 186.1/9 
Ziff. 4.9/Ziff. 2). Aus neurochirurgischer Sicht habe sich die Arbeitsfähigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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in der bisherigen Tätigkeit durch die Operation eher verschlechtert und zu 
einer Einschränkung des Belastbarkeitsprofils geführt. Aus psychiatrischer 
Sicht sei eine massgebliche Veränderung nicht eingetreten (act. II 186.1/10 
Ziff. 4.9/Ziff. 3). Spätestens seit der Operation am lumbosakralen Übergang 
im März 2019 sei die Arbeitsunfähigkeit (richtig wohl Arbeitsfähigkeit) in der 
bisherigen Tätigkeit aufgehoben. Es bestehe seither auch eine stärkere 
Einschränkung des Belastbarkeitsprofils, soweit dies aus der Datenlage im 
Dossier erkennbar sei (act. II 186.1/11 Ziff. 4.9/Ziff. 9).

3.3.3 In der Stellungnahme vom 18. Dezember 2023 (act. II 206/4 ff.) zu-
handen der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin führte Dr. med. 
G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Prakti-
scher Arzt, aus, im MEDAS-Gutachten seien nicht sämtliche für die Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit relevanten Befunde erhoben und beurteilt worden. 
Aus seiner Sicht seien nicht die korrekten Diagnosen gestellt worden. Wei-
ter seien typische Fehlschlüsse gezogen worden. Dies könne durch das 
spezifische, gutachterliche Setting begründet werden: Fremde Personen 
mit Autoritätscharakter (Arzt), zu welcher situationsbedingt kein tiefes Ver-
trauen aufgebaut werden könne. Wie in der Literatur gut belegt, würden 
schambesetzte Themenbereiche dadurch nicht, unscharf oder nicht ausrei-
chend vom Patienten weitergegeben. Die Folge sei, dass ganze Sympto-
menkomplexe nicht, zu wenig stark oder gar nicht vom Gutachter erfasst 
werden könnten. Daraus müsse notgedrungen folgen, dass relevante Sym-
ptome für gewisse Diagnosen fehlen könnten. Diese könnten naturgemäss 
in solchen Situationen nur durch Informationen Dritter (Ärzte oder Angehö-
rige oder Betreuungspersonen, Aktenanamnese) gewonnen werden. Gera-
de die Symptome, welche zu einer Schizophrenie passten, welche jedoch 
stark schamhaft konnotiert seien, wie die Fremdbeeinflussungserlebnisse, 
körperliche Halluzinationen, die panikauslösenden Halluzinationen auf opti-
scher Ebene, sowie die Beeinflussungserlebnisse des Vergewaltigtwer-
dens, könnten kaum in einer gutachterlichen Situation erfragt bzw. 
mitgeteilt werden. Zusätzlich sei der kulturelle Hintergrund mitzuberücksich-
tigen, bei welchem psychiatrische Erkrankungen als Tabu gälten und Angst 
vor sozialer Ächtung bestehe, ein Grund warum die Beschwerdeführerin 
über die Symptome ihrer Familie gegenüber geschwiegen habe. Dazu die 
gleichzeitig grosse Abhängigkeit von der Familie. Zur quälenden Sympto-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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matik des "Schattens" sei festzuhalten, dass dieser sich als eine schwarze 
männliche Gestalt mit roten Augen zeige, welche sich seit Jahren in ihrer 
Nähe befinde, sich in akustischen, optischen und körperlichen Halluzinatio-
nen zeige. Diese Symptome seien seit Jahren aktenkundig. Seit der Geburt 
ihres Sohnes sei es zu einer Exazerbation gekommen. Diese schwarze 
Gestalt habe nun, nach Angaben der Beschwerdeführerin, begonnen nicht 
nur sie zu bedrohen, sondern auch ihren Sohn. Dies habe zu verstärkten 
Ängsten und Panikzuständen mit Atemnot, Herzklopfen, Schwitzen, Hyper-
ventilation geführt. Während den Konsultationen sei es auch zwei Mal zu 
einer objektivierten dissoziativen Symptomatik gekommen. Die negativen 
schizophrenen Symptome wie Verlangsamung, Passivität und Mangel an 
Initiative, Verarmung hinsichtlich Menge und Inhalt des Gesprochenen, 
geringe nonverbale Kommunikation durch Gesichtsausdruck, Blickkontakt, 
Modulation der Stimme und Körperhaltung (schmerzbedingte Körperpositi-
onsveränderungen hätten eine andere Ursache) seien objektivierbar. 

Es handle sich nach ICD-10 um eine Paranoide Schizophrenie F20.0 und 
eine Dissoziative Störung F44 im Zusammenhang mit den schweren, mas-
siv aversiven Halluzinationen.

Die Beschwerdeführerin werde bei Alltagsverrichtungen wie Körperpflege, 
Kochen und Haushaltsarbeiten wie Putzen durch ihre Familie unterstützt. 
Sie müsse zu jedem Termin mit dem Auto gebracht werden. Die 100%ige 
Arbeitsfähigkeit sei aus medizinischer Sicht völlig ausgeschlossen, wie dies 
auch der Gutachter Dr. med. E.________, welcher auch zur Diagnose pa-
ranoide Schizophrenie gelangt sei, eingeschätzt habe. Die Beschwerdefüh-
rerin sei nicht arbeitsfähig.

3.3.4 Im Bericht vom 25. Januar 2024 (act. II 205/3) zur Hilflosenentschä-
digung führte Dr. med. G.________ aus, vor dem Hintergrund einer disso-
ziativen Störung seien die folgenden Gefahren zu berücksichtigen: 
Bewusstseinsverlust mit Sturzgefahr. Wie durch die Beschwerdeführerin 
berichtet und vom Bruder bestätigt, seien bereits mehrere Stürze mit Be-
wusstseinsverlust und Verletzungen bekannt. Während der psychiatrischen 
Konsultation seien mehrere dissoziative Zustände beobachtet worden. Ob 
die Bewusstseinsverluste psychisch oder somatisch bedingt seien, sei nicht 
abschliessend zu beurteilen. Unabhängig davon bestehe ein erhöhter Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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treuungsbedarf. Dissoziative Zustände führten dazu zusätzlich zu situativer, 
örtlicher und zeitlicher Desorientierung, was weitere Gefahren berge, be-
sonders ausser Haus. 

3.3.5 In der Stellungnahme der MEDAS-Gutachter vom 22. Mai 2024 
(act. II 214) wurde festgehalten, aus Sicht des Referenten seien die von 
Dr. med. G.________ vorgetragenen Informationen (welche schlussendlich 
bereits zum Zeitpunkt der Gutachtenserstellung bekannt gewesen seien) 
nicht ausreichend, um zu einer eindeutigen Diagnose einer psychotischen 
Störung aus dem schizophrenen Formenkreis zu gelangen. Die bunte Mi-
schung der geschilderten Beschwerden und die von der Beschwerde-
führerin sehr demonstrativ vorgetragene Beschwerdesymptomatik anläss-
lich der Begutachtungen führe zu der Auffassung, dass es sich um 
Pseudohalluzinationen handle und die Mischung aus geschilderten Be-
wusstseinsverlusten, Ängsten sowie Pseudohalluzinationen lasse an eine 
bewusstseinsnahe Schilderung und Ausgestaltung denken. Auch die von 
der Beschwerdeführerin hier vorgetragene vollständige Hilflosigkeit und 
Rückzug aus dem Leben habe sich schlussendlich nicht plausibilisieren 
lassen. Auch mit dem Blick auf anlässlich der neurochirurgischen Begut-
achtung auffällige Diskrepanzen und Inkonsistenzen habe sich das Bild 
einer bewusstseinsnah vorgetragenen pseudopsychotischen Symptomatik 
ergeben. Die von der Beschwerdeführerin vorgetragene Symptomatik lasse 
sich insgesamt nicht einer paranoiden Schizophrenie, überdies in einer 
Kombination mit einer dissoziativen Störung, zuordnen.

Soweit Dr. med. G.________ auf die Diagnose einer paranoiden Schizo-
phrenie seitens des Gutachters Dr. med. E.________ hingewiesen habe, 
sei festzuhalten, dass dessen diagnostische Einschätzung keineswegs 
unwidersprochen geblieben sei. Dr. med. E.________ beschreibe in sei-
nem Gutachten vom 20. August 2013 (Untersuchung vom 18. Juni 2013 
[act. II 68.3]) das Bild einer nicht adäquat behandelten paranoiden Schizo-
phrenie. 2014 hingegen habe Dr. med. H.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, bei der Beschwerdeführerin eine somatoforme 
Schmerzstörung und eine Dysthymia gesehen, jedoch keinen Anhalt für 
eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis (act. II 85). Er habe 
unter anderem darauf verwiesen, dass das Verhalten, sämtliche Medika-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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mente als unverträglich abzuqualifizieren, bei einer Schizophrenie eher 
untypisch sei. Dr. med. F.________ sei in einem psychiatrischen Gutachten 
vom 7. Mai 2019 (act. II 143.1) auch nicht zur Diagnose einer Schizophre-
nie gelangt. Er habe der Auffassung klar widersprochen, es bestünde eine 
Schizophrenie und sei zur Einschätzung gelangt, es bestünde lediglich eine 
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 
ohne dass sich mit Blick auf den Längsschnittverlauf jemals Hinweise dar-
auf ergeben hätten, dass die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin rele-
vant eingeschränkt gewesen sei. Zusammenfassend sei aus psychiatri-
scher Sicht somit kein neuer Gesichtspunkt zu formulieren, welcher zu 
einer Abänderung des Gutachtens Anlass gebe. Vor diesem Hintergrund 
könne der diagnostischen Einschätzung von Dr. med. G.________ nicht 
gefolgt werden und es verbleibe bei der im Gutachten formulierten Beurtei-
lung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit.

Aus den neurochirurgischen und orthopädischen Berichten lasse sich keine 
wesentliche oder auch relevante klinische oder neurologische Veränderung 
bezüglich der vertebragenen Situation ableiten. Auch begründeten die so-
matischen Berichte die Indikation für die ausgestellten Unterstützungs-
massnahmen aus neurochirurgischer Sicht nicht. Die verschiedenen, von 
der Beschwerdeführerin durchgeführten Aktivitäten wie Speisen und Ge-
tränke zubereiten, ihren Sohn mitzuversorgen oder Besuche zu tätigen und 
Ähnliches seien im neurochirurgischen Fachgutachten dargelegt worden. 
Aus den vorgelegten fachärztlichen Berichten ergebe sich kein Hinweis, 
dass eine entsprechende Verschlechterung vorliege. Aus den vorgelegten 
Unterlagen lasse sich keine Notwendigkeit ableiten, die neurochirurgische 
Beurteilung zu revidieren.

3.3.6 Dr. med. G.________ führte in der Stellungnahme vom 2. Juli 2024 
(act. II 226/78 f.) zur Stellungnahme der MEDAS-Gutachter vom 22. Mai 
2024 (act. II 214) aus, bei der Beschwerdeführerin seien die Wahrnehmun-
gen dermassen real empfunden, dass sie massive Angst und Panik auslös-
ten. Er habe immer wieder versucht, die Thematik der monsterhaften 
Gestalt ("Schatten"), die sich der Beschwerdeführerin in ihren Halluzinatio-
nen auf verschiedene Arten zeige, im psychotherapeutischen Setting zu 
integrieren. Diese Versuche hätten immer wieder abgebrochen werden 

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müssen, weil die Beschwerdeführerin in dissoziative Zustände abzudrifte-
ten gedroht habe bis hin zu den beobachteten und dokumentierten Disso-
ziationen. Daraus folge, dass das Erleben dermassen real und aversiv sei, 
dass die Beschwerdeführerin die Wahl habe, entweder das Thema so kon-
sequent wie möglich zu vermeiden (im Setting des Gutachtens vage zu 
bleiben) oder zu dissoziieren. Dissoziation vor fremden Meschen (Gutach-
tern) sei sehr schambesetzt und noch verstärkt durch kulturbedingte Fakto-
ren (erst im vergangen Jahr habe die Beschwerdeführerin auf sein Drängen 
hin ihren Bruder als einzigen darüber informieren können). Die langjährige 
Erfahrung zeige, wie schwierig es sei, schambesetzte Themen in gutach-
terlichen Situationen zu äussern. Weiter sei es naheliegend, dass dadurch 
beim Gutachter der Eindruck von fehlender Kongruenz entstehe, was wie-
derum zu Fehldeutungen führen könne. Des Weiteren sei leider keine Stel-
lung bezogen worden hinsichtlich der diagnostizierten Dissoziativen 
Störung F44.

4.

4.1 Laut den MEDAS-Sachverständigen hat sich der Gesundheitszu-
stand der Beschwerdeführerin seit den leistungszusprechenden Verfügun-
gen vom 7. Mai 2014 (act. II 82 f.) spätestens seit der Operation der 
Diskushernie im März 2019 verschlechtert (act. II 186.1/9 ff. Ziff. 4.9/Ziff. 2 
f. und 8 f.). Folglich ist ein Revisionsgrund gegeben und es hat eine freie 
Prüfung des Leistungsanspruchs zu erfolgen (vgl. E. 2.7.2 hiervor). Entge-
gen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde im Verfahren IV 
200 2024 553 S. 3 IV./Ziff. 7; Beschwerde im Verfahren IV 200 2024 619 S. 
3 IV./Ziff. 9) muss die Veränderung nicht jenes Anspruchselement betref-
fen, welches ursprünglich zur Leistungszusprache geführt hat (vorliegend 
der psychische Gesundheitszustand; vgl. analog BGE 117 V 198 E. 4b S. 
200). 

4.2

4.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.2 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 
E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2). 

4.2.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.3

4.3.1 Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. Juni 2024 
(act. II 218) hinsichtlich des Rentenanspruchs stützte sich die Beschwerde-
gegnerin auf das psychiatrisch-neurochirurgische MEDAS-Gutachten von 
26. April 2023 (act. II 186.1 - 186.7). Dieses Gutachten erfüllt die an den 
Beweiswert einer medizinischen Expertise gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 4.2.1 hiervor). Es ist voll beweiskräftig, da es – beruhend auf allsei-
tigen Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geklagten Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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schwerden – die streitigen Punkte umfassend abhandelt und in Kenntnis 
der Vorakten abgegeben wurde. Weiter leuchtet es in der medizinischen 
Beurteilung ein und die darin gezogenen Schlussfolgerungen werden ein-
gehend begründet.

4.3.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend (Beschwerde S. 4 ff. IV./Ziff. 
10 ff.), auf das MEDAS-Gutachten könne nicht abgestellt werden, weil ihre 
Schilderungen den Gutachtern gegenüber nicht authentisch gewesen sei-
en; der Stellungnahme der Sachverständigen vom 22. Mai 2024 (act. II 
214) zu den Berichten des behandelnden Psychiaters komme kein Be-
weiswert zu, weil die Gutachter darin nicht dargelegt hätten, weshalb die 
Informationen nicht ausreichten, um zu einer eindeutigen Diagnose einer 
psychotischen Störung aus dem schizophrenen Formenkreis zu gelangen. 
Dem kann nicht gefolgt werden. 

Der psychiatrische Gutachter Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie sowie für Neurologie, setzte sich im psychiatrischen 
Teilgutachten vom 20. März 2023 (act. II 186.3) mit der früher gestellten 
Diagnose der Schizophrenie auseinander und legte schlüssig und nach-
vollziehbar dar, dass eine solche nicht gestellt werden kann. Er hielt dies-
bezüglich fest (act. II 186.3/13 Ziff. 6.2), die Beschwerdeführerin zeige 
keinerlei psychotische Negativsymptome. Die von ihr geschilderten Halluzi-
nationen seien keineswegs zweifelsfrei als psychotisches Phänomen zu 
interpretieren, sondern es handle sich vielmehr um pseudopsychotische 
Symptome, die bemerkenswerterweise hier, wie bereits anlässlich der Be-
gutachtung durch Dr. med. F.________, erst bei halboffener und insbeson-
dere geschlossener Nachfrage zur Darstellung gelangten. Auch eine 
schizophrene Affektverflachung oder gar Affektstarre bestehe keineswegs. 
Die Beschwerdeführerin schildere keine olfaktorischen, gustatorischen, 
haptischen oder kinästhetischen halluzinatorischen Phänomene und die 
Schilderung der Wahrnehmung des "Schatten" bleibe über Strecken eher 
blass und vage. Auch das gelegentliche Stimmenhören, welches auf Nach-
frage berichtet werde, lasse sich nicht als schizophrenes bzw. psychoti-
sches Symptom interpretieren. Ferner mangle es an psychotischen Ich-
Störungen. Fremdbeeinflussungserleben, beispielsweise 
Gedankeneingebung oder Gedankenentzug, würden nicht berichtet. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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Diagnose einer Schizophrenie könne aus Sicht des Referenten nicht ge-
stellt werden und dies stimme auch mit der Einschätzung von Dr. med. 
F.________ überein, der die Beschwerdeführerin zuletzt ausführlich begut-
achtet habe. Wie den vorstehenden Ausführungen des Gutachters zu ent-
nehmen ist, hat die Beschwerdeführerin ihre Wahnvorstellungen wie z.B. 
den "Schatten" geschildert und dem Gutachter waren auch die Vorakten 
bekannt, mit welchen er sich – soweit notwendig – auseinandersetzte. 

Zu den Einwänden von Dr. med. G.________ vom 18. Dezember 2023 
(act. II 206/4 ff.) haben die Sachverständigen am 22. April 2024 (act. II 214) 
ebenfalls nachvollziehbar Stellung genommen. Die gutachterliche Stellung-
nahme ist hinsichtlich der paranoiden Schizophrenie, wonach der Behand-
ler Dr. med. von H.________ bereits 2014 die Auffassung vertrat, dass 
keine Schizophrenie, sondern eine somatoforme Schmerzstörung und eine 
Dysthymia vorlagen (act. II 85), und auch der Gutachter Dr. med. 
F.________ im Gutachten vom 7. Mai 2019 (act. II 143.1) keine Schizo-
phrenie diagnostiziert hat, schlüssig und überzeugend. Überdies findet die 
psychiatrische Beurteilung von 2024 im psychiatrischen Gutachten von Dr. 
med. F.________ vom 7. Mai 2019 (act. II 143.1) Rückhalt.

Auch in somatischer Hinsicht haben die Sachverständigen in der Stellung-
nahme vom 22. April 2024 (act. II 214) überzeugend und schlüssig darge-
legt, dass sich aus den neu vorgelegten Berichten, datierend ab 2019 
(vgl. act. II 206), insbesondere aus denjenigen neurochirurgischer und or-
thopädischer Natur keine wesentliche oder auch relevante klinische oder 
neurologische Veränderung bezüglich der vertebragenen Situation seit dem 
Begutachtungszeitpunkt ergebe. So erwähnte Dr. med. J.________, Fach-
arzt für Neurochirurgie, in dem im Vorbescheidverfahren eingereichten Be-
richt vom 17. Oktober 2023 (act. II 206/9 f.), er habe der 
Beschwerdeführerin bereits Anfang dieses Jahres eine operative Behand-
lung in Form einer Dekompression mit Stabilisation in TLIF-Technik in Intu-
bationsnarkose vorgeschlagen, was im Bericht vom 22. Februar 2023 (act. 
II 186.7/1 f.) festgehalten wurde. Dieser Bericht war den MEDAS-
Gutachtern bekannt. Bezüglich Kniebeschwerden hielt Dr. med. 
K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, in dem ebenfalls im Vorbescheidverfahren einge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 24 -

reichten Bericht vom 12. April 2023 (act. II 206/1 f.) fest, sowohl klinisch als 
auch im CT sehe er keine Hinweise auf eine relevante Kniebinnenläsion, 
welche die Beschwerden erklären könnten. Die Beschwerdesymptomatik in 
beiden Beinen sei sicherlich im Rahmen einer muskulären Insuffizi-
enz/Überlastung zu interpretieren. Zudem denke er, dass ein übergeordne-
tes Problem im Sinne einer Schmerzverarbeitungsstörung vorliege. 

4.3.3 Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt hinrei-
chend abgeklärt. Folglich kann entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führerin (Beschwerde im Verfahren IV 200 2024 553 S. 2 I./Ziff. 2; 
Beschwerde im Verfahren IV 200 2024 619 S. 2 I. Ziff. 2) in antizipierter 
Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 
V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publizierte E. 5.2 des Urteils 
des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4) auf weitere Abklärungen verzichtet werden.

4.4 Vorliegend ist gestützt auf das voll beweiskräftige MEDAS-
Gutachten vom 26. April 2023 (act. II 186.1 - 186.7) inklusive der Stellung-
nahme vom 22. Mai 2024 (act. II 214) erstellt, dass bei der 
Beschwerdeführerin keine psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit be-
steht und die gegenteiligen Einschätzungen der behandelnden Ärzte an 
dieser Beurteilung keine Zweifel zu begründen vermögen. Folglich ist die 
Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens gemäss BGE 141 V 
281 (vgl. BGE 145 V 215 E. 7 S. 228; vgl. E. 2.4 hiervor) nicht erforderlich.

5.

5.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren 
Invaliditätsbemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 
3 IVG).

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 
anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 25 -

Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2020 IV Nr. 72 S. 250, 9C_157/2020 E. 4.1.1).

5.2 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die 
Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende 
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 
E. 3.2). Diese Rechtsprechung ist auf Abklärungsberichte für Ansprüche 
auf Hilflosenentschädigung, Intensivpflegezuschlag, Hilfsmittel oder Assis-
tenzbeitrag analog anwendbar. Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die 
Bemessung der Leistung ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit 
zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 
130 V 61 E. 6.2 S. 63).

5.3 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 17. Oktober 2023 
(act. II 190) erfüllt die an den Beweiswert eines solchen Berichts gestellten 
Anforderungen (vgl. E. 5.2 hiervor). Insbesondere sind der Status von 60 % 
Erwerbstätigkeit und 40 % Haushalt, die Beurteilung, dass im Haushalt 
keine Einschränkung besteht, der Einkommensvergleich (BGE 128 V 29 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 26 -

E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 62, 
9C_63/2018 E. 4.4.2; Valideneinkommen: BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 
134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12, 8C_134/2021 E. 3.2; 
Invalideneinkommen: BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296 f.) und die Invaliditätsbemessung (vgl. E. 2.5 und 2.6 hiervor sowie 
aArt. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV) insgesamt mit dem Resultat eines Invaliditäts-
grades von 0 % nicht zu beanstanden. Von der Beschwerdeführerin wur-
den diesbezüglich denn auch keine Einwände erhoben. 

Auch nicht zu beanstanden ist damit die Aufhebung der bisherigen ganzen 
Rente unter Berücksichtigung von Art. 88bis Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.7.5 hier-
vor) mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden 
Monats bzw. per Ende Juli 2024. 

5.4 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde im Verfahren IV 200 
2024 553 abzuweisen.

6.

6.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG).

Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit 
für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der per-
sönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Zu unterscheiden ist zwi-
schen schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 
IVG). Massgebend für die Höhe der Hilflosenentschädigung ist das Aus-
mass der persönlichen Hilflosigkeit (Art. 42ter Abs. 1 Satz 1 IVG).

Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu Hause lebt und wegen der 
Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebenspraktische Begleitung 
angewiesen ist. Liegt ausschliesslich eine Beeinträchtigung der psychi-
schen Gesundheit vor, so gilt die Person nur als hilflos, wenn sie Anspruch 
auf eine Rente hat (bzw. ist nur die psychische Gesundheit beeinträchtigt, 
so muss für die Annahme einer Hilflosigkeit mindestens ein Anspruch auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 27 -

eine Viertelsrente gegeben sein [aArt. 42 Abs. 3 Satz 2 IVG]). Ist eine Per-
son lediglich dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen, so liegt 
immer eine leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 Abs. 3 IVG).

6.2 Nach der herrschenden Praxis (BGE 151 V 1 E. 6.6.2 S. 12, 133 V 
450 E. 7.2 S. 463) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtun-
gen relevant: 

 Ankleiden, Auskleiden;
 Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
 Essen;
 Körperpflege;
 Verrichtung der Notdurft;
 Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

6.3 Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer 
Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige ver-
sicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung 
der Gesundheit ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbstständig woh-
nen kann (lit. a), für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung 
auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder ernsthaft ge-
fährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). 

Ziel der lebenspraktischen Begleitung ist es, den Eintritt einer versicherten 
Person in ein Heim nach Möglichkeit hinauszuschieben oder zu verhindern. 
Sie ist nicht auf Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen 
beschränkt; auch körperlich Behinderte können grundsätzlich lebensprakti-
sche Begleitung beanspruchen. Die Notwendigkeit einer Dritthilfe ist objek-
tiv nach dem Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen. 
Abgesehen vom Aufenthalt in einem Heim ist demgegenüber die Umge-
bung, in welcher sie sich aufhält, grundsätzlich unerheblich. Bei der le-
benspraktischen Begleitung darf keine Rolle spielen, ob die versicherte 
Person allein lebt, zusammen mit dem Lebenspartner, mit Familienmitglie-
dern oder in einer der heutzutage verbreiteten neuen Wohnformen. Mass-
gebend ist einzig, ob die versicherte Person, wäre sie auf sich allein 
gestellt, erhebliche Dritthilfe in Form von Begleitung und Beratung benöti-
gen würde. Von welcher Seite diese letztlich erbracht wird, ist ebenso be-
deutungslos wie die Frage, ob sie kostenlos erfolgt oder nicht. Dennoch ist 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 28 -

als Frage der Schadenminderungspflicht im Rahmen der lebenspraktischen 
Begleitung in einem zweiten Schritt auch die tatsächlich erbrachte resp. 
zumutbare Mithilfe von Familienangehörigen zu prüfen (BGE 146 V 322 
E. 2.3 S. 325, 133 V 450 E. 5 S. 461; Urteil des BGer 8C_741/2023 vom 
14. Juni 2024 E. 3.5, zur Publikation vorgesehen; SVR 2024 IV Nr. 26 
S. 86, 9C_444/2023 E. 2.3). 

6.4 Vorweg macht die Beschwerdeführerin geltend (Beschwerde im 
Verfahren IV 200 2024 619 S. 4 IV./Ziff. 11 f.), die Verfügung vom 14. Au-
gust 2024 (act. II 225) sei aus formellen Gründen aufzuheben, da die Be-
schwerdegegnerin entgegen den Vorgaben in Rz. 3134 des Kreisschrei-
bens des BSV über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI) das 
psychiatrisch-neurochirurgische MEDAS-Gutachten vom 26. April 2023 
(act. II 186.1 - 186.7) nach Eingang nicht dem Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) zur versicherungsmedizinischen Qualitätssicherung vorgelegt habe. 

Rz. 3134 KSVI sieht vor, dass die IV-Stelle innert 20 Tagen nach Eingang 
des Gutachtens unter Einbezug des RAD die versicherungsmedizinische 
Qualitätssicherung der eingegangenen Gutachten durchzuführen hat (poly-
disziplinäre und psychiatrische Gutachten stets vom RAD). Mit der Be-
schwerdegegnerin ist festzuhalten (Beschwerdeantwort im Verfahren 
IV 200 2024 619 S. 3 lit. C./Ziff. 8), dass der abschliessende Entscheid bei 
der Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 54a Abs. 2 
IVG bei der IV-Stelle liegt, welche Bestimmung besagt, dass der RAD den 
IV-Stellen für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leis-
tungsanspruchs zur Verfügung steht (vgl. auch Urteil des BGer 
9C_858/2014 vom 3. September 2015 E. 3.3.3). Der RAD ist somit nicht für 
den abschliessenden Entscheid zuständig. Folglich war es nicht zwingend 
notwendig, das MEDAS-Gutachten dem RAD vorzulegen. Die Verfügung 
vom 14. August 2024 (act. II 225) ist somit nicht aus formellen Gründen 
aufzuheben und das Gutachten hat trotzdem vollen Beweiswert (vgl. E. 4.3 
hiervor). 

6.5 Der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 17. Oktober 
2023 (act. II 191) inklusive der Stellungnahme vom 28. Mai 2024 (act. II 
224) erfüllt die an den Beweiswert eines solchen Berichts gestellten Anfor-
derungen (vgl. E. 5.2 hiervor). Er wurde von einer qualifizierten Person ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 29 -

fasst, die Kenntnis der konkreten Verhältnisse hatte, insbesondere der me-
dizinischen Diagnosen. Der Bericht ist bezüglich des jeweiligen Hilfsbedarfs 
angemessen detailliert und plausibel begründet. Zudem bestehen keine 
Anhaltspunkte für Fehleinschätzungen der Abklärungsfachperson. Entge-
gen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde im Verfahren IV 
200 2024 619 S. 7 f. IV./Ziff. 26 f.) ist es nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin für die Beurteilung des Anspruchs auf Hilflosenent-
schädigung auf das MEDAS-Gutachten vom 26. April 2023 (act. II 186.1 - 
186.7) abgestellt hat, da dieses voll beweiskräftig ist (vgl. E. 4.3.1 hiervor). 
Was die Frage der Diagnostik betrifft (Beschwerde im Verfahren IV 200 
2024 619 S. 4 ff. IV./Ziff. 15 ff.), kann auf die im Zusammenhang mit dem 
Rentenanspruch gemachten Ausführungen verwiesen werden (vgl. E. 4.3.2 
hiervor). 

6.6 Die Beschwerdeführerin macht geltend (Beschwerde im Verfahren 
IV 200 2024 619 S. 8 IV./Ziff. 28 f.), es seien die medizinischen Vorbringen 
von Dr. med. G.________, die Verordnung für Leistungen gemäss Art. 7 
Abs. 2 lit. c der Verordnung des EDI vom 29. September 1995 über Leis-
tungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (Krankenpflege-
Leistungsverordnung, KLV; SR 832.112.31) sowie die Einschätzung der 
L.________ AG angemessen in die Beurteilung des Anspruchs auf Hilflo-
senentschädigung miteinzubeziehen. 

6.6.1 Dem Bericht der L.________ AG vom 8. Januar 2024 (act. II 205/5 
ff.), verfasst von M.________, ist zu entnehmen, dass die Beschwerdefüh-
rerin bei der täglichen Körperpflege inklusive An- und Auskleiden, bei der 
Haarwäsche, beim Zehen- und Fingernägelschneiden und beim Toiletten-
gang inklusive Reinigung Unterstützung erhält. 

6.6.2 Im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 17. Oktober 2023 
(act. II 191) wurde zur alltäglichen Lebensverrichtung "An-/Auskleiden" 
festgehalten (act. II 191/4 Ziff. 6.1), gemäss Angaben der Beschwerdefüh-
rerin benötige sie direkte Hilfe beim Anziehen der Trainerhose, des T-Shirts 
und der Socken. Anmerkung der Abklärungsperson: Unter der Berücksich-
tigung der Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG) werde die Hilfe nicht an-
erkannt. Die Beschwerdeführerin könne sich entsprechende Hilfsmittel 
anschaffen, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten. Die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 30 -

sei auf diverse Hilfsmittel aufmerksam gemacht worden, wie zum Beispiel 
die Sockenanziehhilfe.

6.6.3 Zur alltäglichen Lebensverrichtung "Körperpflege" wurde ausgeführt 
(act. II 191/5 Ziff. 6.4), die tägliche Körperpflege könne sie selbstständig 
ausführen. Beim Kämmen sei sie vollständig auf Hilfe angewiesen, da sie 
mit dem Arm nicht bis zum Kopf komme. Gemäss der Beschwerdeführerin 
benötige sie beim Duschen vollumfängliche Hilfe. Beim Einstieg halte ihre 
Schwägerin ihr die Hand, bis sie sitze. Die Beschwerdeführerin wolle keine 
Haltegriffe installieren lassen, da dies etwas für alte Leute sei. Da die Woh-
nung ihrem Bruder gehöre, dürfe sie die Halterungen anbringen lassen. Ihr 
Bruder habe sie auch schon darauf aufmerksam gemacht, jedoch überlege 
sie sich das noch. Ihre Schwägerin wasche ihr die Haare, den Rücken und 
die Beine. Anmerkung der Abklärungsperson: Die Beschwerdeführerin ha-
be demonstriert, dass sie nicht bis zum Kopf habe greifen können. Jedoch 
sei sie in der Lage, ihren Arm bis zum Kopf zu heben und auch das "ima-
ginäre Kämmen" ohne Kamm zu demonstrieren. Sie habe sich bis zum Dutt 
und auch an die Schläfe gegriffen. Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb 
die Beschwerdeführerin sich nicht selbst die Haare kämmen könne, nicht 
selber duschen könne und auch weshalb sie keine Haltegriffe installieren 
lasse. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht sei es zumutbar, ent-
sprechende Hilfsmittel anzuschaffen. Beispielsweise eine Waschhilfe, Pfle-
gehand, Fusswaschbürste, Haltegriffe zur Erleichterung des Ein- und 
Ausstiegs beim Duschen.

6.6.4 Zur alltäglichen Lebensverrichtung "Verrichten der Notdurft" wurde 
festgehalten (act. II 191/6 Ziff. 6.5), die Beschwerdeführerin gehe selbst-
ständig auf die Toilette und nehme die Reinigung selbstständig vor. Ausser 
wenn sie Blockaden habe, dies komme zirka fünf Mal pro Monat vor. 

6.7 Wie im Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 17. Oktober 
2023 (act. II 191) und in der Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 
13. August 2024 (act. II 224) überzeugend und schlüssig festgehalten wur-
de, ist es der Beschwerdeführerin im Rahmen der Schadenminderungs-
pflicht zumutbar, die nötigen Hilfsmittel anzuschaffen, um bei der 
alltäglichen Lebensverrichtung "Körperpflege" eine Selbstständigkeit zu 
erlangen (vgl. Rz. 10001 des Kreisschreibens des BSV über Hilflosigkeit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 31 -

[KSH]). Gleiches gilt für die alltägliche Lebensverrichtung "An-/Ausziehen". 
Weiter liegt gemäss Rz. 2044 KSH keine Hilflosigkeit vor, wenn die versi-
cherte Person Hilfe beim Frisieren oder beim Lackieren der Nägel braucht. 
Auch die Hilfe bei nicht alltäglichen Verrichtungen wie Epilation und Nägel-
schneiden usw. kann nicht berücksichtigt werden. 

Der von der Beschwerdeführerin in den sechs alltäglichen Lebensverrich-
tungen geltend gemachten Hilfsbedarf ist mit Blick auf die im neurochirurgi-
schen MEDAS-Teilgutachten vom 10. März 2023 festgehaltenen überzeu-
genden und schlüssigen Ausführungen zur Konsistenz und Plausibilität 
(act. II 186.4/12 Ziff. 6.2) nicht nachvollziehbar. Die neurochirurgische Gut-
achterin Dr. med. N.________, Fachärztin für Neurochirurgie, führte dies-
bezüglich aus, die Darbietung der Beschwerdeführerin bei Befragung und 
Untersuchung imponiere demonstrativ schmerzgeplagt. Präzisierenden 
Fragen werde lange Zeit immer wieder ausgewichen oder auch bei ver-
schiedenen Fragen längere Zeit mit einer Antwort gewartet bzw. dann 
nachgefragt. Aus neurochirurgischer Sicht könne die angegebene ausge-
prägte Schmerzsymptomatik ubiquitär am Körper, auch am Rücken in der 
Intensität und Ausprägung und Ausdehnung nicht nachvollzogen werden. 
Gewisse Lumbalgien und auch Lumboischialgien im Sinne einer pseudora-
dikulären Symptomatik könnten nachvollzogen werden, allerdings nicht, 
dass Physiotherapie nicht helfe, auch Eigenübungen nicht erwähnt würden. 
Ausserdem könne nicht nachvollzogen werden, dass die Beschwerdeführe-
rin nicht in der Lage sei, mehr als zwei oder drei Paar Socken zusammen-
zulegen oder mal mit ihrem Sohn zu spielen, oder ihn zu Bett zu bringen. 
Andererseits könne sie durchaus zu ihrer Familie, die nahe wohne, gehen. 
Bei der Beschwerdeführerin sei offenbar eine grosse Unterstützung von 
Seiten der Familie vorhanden, was die Notwendigkeit der Durchführung 
verschiedener Tätigkeiten in Eigenregie nicht notwendig mache. Es schei-
ne eine ausgeprägte Vermeidungshaltung vorzuliegen. Auffällig sei auch, 
dass bei der aktuellen Laboruntersuchung die Einnahme von Dafalgan 
nicht habe nachgewiesen werden können, obwohl die Beschwerdeführerin 
angebe, dass sie täglich 3 x 500 mg Dafalgan einnehme. Auch in der Stel-
lungnahme vom 22. Mai 2024 (act. II 214) haben die MEDAS-Sachver-
ständigen nochmals darauf hingewiesen, dass die Indikation für die ausge-
stellten Unterstützungsmassnahmen aus neurochirurgischer Sicht nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 32 -

begründet sei und es ergebe sich auch kein Hinweis, dass eine entspre-
chende Verschlechterung vorliege.

Folglich liegt bei der Beschwerdeführerin in keiner der sechs alltäglichen 
Lebensverrichtungen (vgl. E. 6.2 hiervor) ein Hilfsbedarf vor. 

Auch sind die Voraussetzungen für lebenspraktische Begleitung (vgl. E. 6.3 
hiervor) nicht erfüllt, insbesondere kann die Beschwerdeführerin das Haus 
wieder ohne Begleitung verlassen (vgl. act. II 191/8 Ziff. 7.2), was bereits 
im Jahr 2018 der Fall war (act. II 124/12 Ziff. 8). 

6.8 Somit sind die Voraussetzungen für einen Anspruch auf Hilflosen-
entschädigung nicht mehr erfüllt und die Aufhebung der bisherigen Hilflo-
senentschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades unter Berücksichtigung 
von Art. 88bis Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.7.5 hiervor) mit Wirkung auf das Ende 
des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats bzw. per Ende Sep-
tember 2024 ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde im Verfahren 
IV 200 2024 619 ist somit ebenfalls abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Auch bei vereinigten Verfahren sind die Kosten so zu verlegen, wie 
wenn die verschiedenen Eingaben getrennt behandelt worden wären, wo-
bei einem allfälligen geringeren Bearbeitungsaufwand bei der Festsetzung 
der Verfahrenskosten Rechnung zu tragen ist (MICHEL DAUM, in: HER-
ZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechts-
pflege im Kanton Bern, 2. Aufl. 2020, Art. 17 N. 10).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt für beide Verfahren auf total 
Fr. 1'000.--, sind entsprechend dem Ausgang der Verfahren der Beschwer-
deführerin – vorbehältlich der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge – zur Bezahlung aufzuerlegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

- 33 -

7.2 Bei diesem Ausgang der Verfahren besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

7.3 Zu prüfen bleibt das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

7.3.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 
IV Nr. 22 S. 61, 9C_432/2010 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 21, 8C_22/2010 
E. 6.1).

7.3.2 Da die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin erstellt ist (vgl. Akten 
der Beschwerdeführerin im Verfahren IV 200 2024 553 [act. I] 4; Akten der 
Beschwerdeführerin im Verfahren IV 200 2024 619 [act. Ia] unpaginiert), 
die Verfahren nicht zum vornherein als aussichtslos erschienen und die 
anwaltliche Verbeiständung geboten ist, sind die Voraussetzungen für die 
Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege erfüllt. Die entspre-
chenden Gesuche der Beschwerdeführerin sind somit gutzuheissen und es 
ist der Beschwerdeführerin für die Verfahren IV 200 2024 553 und IV 200 
2024 619 Rechtsanwältin C.________ als amtliche Anwältin beizuordnen.

7.3.3 Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Stundenan-
satz amtlicher Anwältinnen und Anwälte gemeinnützig tätiger Rechtsbera-
tungsstellen unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
(BGE 135 I 1 E. 7.3 S. 3; SVR 2010 IV Nr. 3 S. 6 E. 5.4, 9C_415/2009 
E. 5.4) auf Fr. 130.-- festgesetzt. Dieser allgemeingültige pauschalisierte 
Stundenansatz wird im konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multi-
pliziert (vgl. Rundschreiben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung 
und der Abteilung für französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter 
www.justice.be.ch).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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Die beiden Kostennoten von Rechtsanwältin C.________ vom 11. Novem-
ber 2024 (Verfahren IV 200 2024 553) und 3. Dezember 2024 (Verfahren 
IV 200 2024 619) sind nicht zu beanstanden. Entsprechend dem geltend 
gemachten Aufwand von je 8 Stunden bzw. total 16 Stunden wird das amt-
liche Honorar von Rechtsanwältin C.________ auf Fr. 2'080.-- (16 h x Fr. 
130.--), zuzüglich zwei Mal Fr. 50.-- bzw. total Fr. 100.-- für Auslagen und 
zwei Mal Fr. 88.30 bzw. total Fr. 176.60 Mehrwertsteuer, somit für die bei-
den Verfahren IV 200 2024 553 und IV 200 2024 619 auf total Fr. 2'356.60, 
festgesetzt. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 113 VR-
PG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. De-
zember 2008 (ZPO; SR 272).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Verfahren IV 200 2024 553 und IV 200 2024 619 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde im Verfahren IV 200 2024 553 wird abgewiesen.

3. Die Beschwerde im Verfahren IV 200 2024 619 wird abgewiesen.

4. Die Gesuche um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin C.________ in den Verfahren IV 200 2024 553 und IV 
200 2024 619 als amtliche Anwältin werden gutgeheissen.

5. Die Verfahrenskosten für beide Verfahren von total Fr. 1'000.-- werden 
der Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin      
– unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – je-
doch von der Zahlungspflicht befreit.

6. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Nov. 2025, IV 200 2024 553

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7. Rechtsanwältin C.________ wird für beide Verfahren nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2'356.60 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

8. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwältin C.________ z.H. der Beschwerde-
führerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.