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**Case Identifier:** 23348ea3-9d34-560e-be91-ecc1b20a7c32
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.11.2022 100 2021 237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-237_2022-11-09.pdf

## Full Text

100.2021.237U
BUC/IMA/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. November 2022

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Imfeld

A.________ und B.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführende

gegen

C.________ AG
vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwältin …
Beschwerdegegnerin 1

D.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 2

und

Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern
Rechtsabteilung, Münsterplatz 3a, Postfach, 3000 Bern 8

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 2

betreffend gastgewerbliche Einzelbewilligung für Festwirtschaft (Entscheid 
der Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern vom 
5. Juli 2021; A2019-004)

Sachverhalt:

A.

Nach einem ersten erfolglosen nachträglichen Baubewilligungsverfahren be-
willigte die stellvertretende Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises 
Bern-Mittelland mit Gesamtentscheid vom 4. April 2018 die Umnutzung der 
ohne Bewilligung umgebauten «Heubüni Ortschwabe» in ein Bauernhof-
Restaurant («Besenbeiz») mit 30 Innensitzplätzen, in einen Hofladen und ei-
nen Besprechungs- und Schulungsraum. In den Nebenbestimmungen der 
Ausnahmebewilligung für Bauvorhaben ausserhalb des Baugebiets wurde 
festgehalten, dass im entsprechenden Gebäude keine Anlässe wie z.B. Kon-
zerte und Theater durchgeführt werden dürfen.

Am 25. Februar 2019 ersuchten die C.________ AG als Veranstalterin und 
D.________, Ehefrau des Eigentümers der Liegenschaft, als verantwortliche 
Person um Erteilung einer gastgewerblichen Einzelbewilligung 
(Festwirtschaftsbewilligung F). In der «Heubüni Ortschwabe» sollte am 7., 8. 
und 9. November 2019 jeweils von 11.00 bis 22.30 (7.11.2019) bzw. 
23.30 Uhr (8./9.11.2019) ein Kundenanlass der C.________ AG mit 
Konzerten stattfinden. Die Einwohnergemeinde (EG) Kirchlindach leitete das 
Gesuch am 26. Februar 2019 an das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittel-
land weiter und beantragte diesem, die Veranstaltungen zu bewilligen. Mit 
Verfügung vom 5. August 2019 erteilte das Regierungsstatthalteramt die 
nachgesuchte Festwirtschaftsbewilligung im beantragten Umfang.

B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ am 27. Sep-
tember 2019 Beschwerde bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons 

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Bern (VOL; heute: Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion [WEU]). Ne-
ben der Aufhebung der gastgewerblichen Einzelbewilligung beantragten sie 
als vorsorgliche Massnahme, die geplanten Veranstaltungen am 7., 8. und 
9. November 2019 seien zu untersagen. In ihren Beschwerdeantworten ver-
langten die C.________ AG und D.________ unter anderem, der 
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu entziehen. Mit 
Zwischenverfügung vom 28. Oktober 2019 wies die VOL das Gesuch von 
A.________ und B.________ um vorsorgliche Massnahmen ab, soweit sie 
darauf eintrat, und entzog der Beschwerde die aufschiebende Wirkung.

A.________ und B.________ beantragten überdies erfolglos zunächst bei 
der Baupolizeibehörde der EG Kirchlindach und darauf mit Beschwerde bei 
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute: 
Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]) ein Verbot der Veranstaltungen im Sinn 
einer vorsorglichen Massnahme.

Die Veranstaltungen fanden wie geplant am 7. und 8. November 2019 statt. 
Der 9. November 2019 war als (unbenutzt gebliebenes) Ersatzdatum vorge-
sehen.

Mit Entscheid vom 5. Juli 2021 wies die WEU die Beschwerde vom 27. Sep-
tember 2019 ab, soweit sie darauf eintrat.

C.

Hiergegen erhoben A.________ und B.________ am 2. August 2021 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, der Entscheid der WEU sei 
aufzuheben und es sei festzustellen, dass die gastgewerbliche Einzelbewil-
ligung vom 5. August 2019 rechtswidrig erteilt worden sei.

Sowohl D.________ als auch die C.________ AG sowie die WEU schliessen 
mit Beschwerdeantwort vom 31. August 2021 bzw. vom 22. September 2021 
bzw. mit Beschwerdevernehmlassung vom 1. September 2021 auf Abwei-
sung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig.

1.2 Nach Art. 79 Abs. 1 VRPG ist zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine 
Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Ver-
fügung oder den angefochtenen Entscheid besonders berührt ist (Bst. b) und 
ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfü-
gung oder des Entscheids hat (Bst. c).

1.2.1 Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen und sind daher formell beschwert. Sie verfügen über Grund-
eigentum bzw. wohnen in unmittelbarer Nähe zur «Heubüni Ortschwabe», 
wo die Veranstaltungen durchgeführt wurden, und sind deshalb vom ange-
fochtenen Entscheid besonders berührt. Ein Rechtsschutzinteresse vermag 
jedoch im Allgemeinen nur eine Partei darzutun, die auch noch im Zeitpunkt 
der Urteilsfällung ein aktuelles und praktisches Interesse an der Behandlung 
ihres Rechtsmittels hat. Das Gericht soll konkrete und nicht bloss theoreti-
sche Fragen entscheiden, was der Prozessökonomie dient (statt vieler 
BVR 2017 S. 437 E. 1.2; Michael Pflüger, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommen-
tar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 79 N. 6, Art. 65 N. 13 ff.). Die 
fraglichen Konzerte haben am 7. und 8. November 2019 stattgefunden; die 
Festwirtschaftsbewilligung F galt allein für diese Veranstaltungen und entfal-
tet heute keine Rechtswirkungen mehr, weshalb es den Beschwerdeführen-
den an einem aktuellen Interesse fehlt.

1.2.2 Ausnahmsweise ist auf die Beschwerde trotz Fehlens oder Hinfalls 
eines aktuellen und praktischen Rechtsschutzinteresses einzutreten, sofern 
es um eine Frage von grundsätzlicher Bedeutung geht, die sich jederzeit un-
ter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen und die wegen der 
Dauer des Verfahrens kaum je rechtzeitig einer endgültigen Beurteilung zu-

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geführt werden kann (statt vieler BVR 2019 S. 93 E. 5.1; Michael Pflüger, 
a.a.O., Art. 65 N. 20). Im Fall des ausnahmsweisen Verzichts auf ein aktuel-
les Rechtsschutzinteresse bleibt die nachträgliche Überprüfung auf jene 
Streitfragen beschränkt, die sich in Zukunft mit einer gewissen Wahrschein-
lichkeit erneut stellen dürften (BVR 2008 S. 569 E. 3.2; zur entsprechenden 
bundesrechtlichen Regelung vgl. BGE 147 I 478 E. 2.2).

1.2.3 Mit Gesamtentscheid vom 4. April 2018 bewilligte die stellvertretende 
Regierungsstatthalterin, die ehemalige Heubühne in eine «Besenbeiz» mit 
30 Innensitzplätzen, in einen Hofladen und einen Besprechungs- und Schu-
lungsraum umzunutzen. Der Entscheid umfasst neben der Baubewilligung 
und der gastgewerblichen Betriebsbewilligung A auch die Ausnahmebewilli-
gung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) 
für das Bauen ausserhalb des Baugebiets. Laut den Nebenbestimmungen 
zu dieser Ausnahmebewilligung dürfen im betroffenen Gebäude keine An-
lässe wie z.B. Konzerte und Theater durchgeführt werden (vgl. zum Sach-
verhalt ausführlich hinten E. 3). 2019 fanden fünf Veranstaltungen in der 
«Heubüni Ortschwabe» statt, für die jeweils eine gastgewerbliche Einzel-
bewilligung vorlag; 2020 waren es ebenfalls fünf und 2021 zwei (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 4.3; Beschwerdeantwort vom 31.8.2021 Rz. 42). Die 
«Heubüni Ortschwabe» wird auch weiterhin als Ort für Veranstaltungen be-
worben (vgl. <www…..ch>). Die hier interessierende grundsätzliche Frage, 
ob die Bewilligung eines grösseren Anlasses – insbesondere mit Blick auf 
den Gesamtentscheid und die erwähnte Nebenbestimmung sowie die 
Zweckbestimmung der betreffenden Zone – rechtlich überhaupt zulässig ist, 
kann sich nach dem Gesagten jederzeit unter ähnlichen oder gleichen Um-
ständen wieder stellen. Zudem dürfte sich die Frage der Bewilligungsfähig-
keit in der Zeit zwischen der Gesuchseinreichung und dem Anlass kaum je 
endgültig klären lassen. Die Beschwerdebefugnis ist somit trotz Fehlens ei-
nes aktuellen Interesses grundsätzlich zu bejahen (vgl. VGE 2010/497 vom 
30.3.2012 E. 1.1.3, 2009/25 vom 23.6.2009 E. 1.2.4).

1.3 Die Beschwerdeführenden verlangen nebst der Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids, es sei festzustellen, dass die gastgewerbliche Ein-
zelbewilligung vom 5. August 2019 rechtswidrig erteilt worden sei (vorne 
Bst. C). Feststellungsbegehren bedürfen eines ausgewiesenen Feststel-

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lungsinteresses. Sie sind gegenüber Leistungs- und Gestaltungsbegehren 
subsidiär und damit im Allgemeinen nur zulässig, wenn das schutzwürdige 
Interesse der um Feststellung ersuchenden Partei mit einem Leistungs- oder 
Gestaltungsbegehren nicht gewahrt werden kann (BVR 2022 S. 154 
E. 3.1.2, 2018 S. 310 E. 7.3; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 72 ff.). Streitgegen-
stand ist die Einzelbewilligung vom 5. August 2019 für die am 7. und 8. No-
vember 2019 durchgeführten Veranstaltungen. Sie ist bereits vollzogen. 
Wird die Beschwerde gutgeheissen, kann sie daher nicht mehr aufgehoben 
werden; in Betracht kommt bloss noch die Feststellung, dass die Bewilligung 
rechtswidrig erteilt worden ist. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auch auf 
zukünftige Veranstaltungen haben die Beschwerdeführenden ein hinreichen-
des Feststellungsinteresse (vgl. VGE 2017/60 vom 30.10.2017 E. 1.2.2, 
2014/336 vom 22.7.2015 E. 1.2.2).

1.4 Das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist auf den Streitgegen-
stand beschränkt. Dieser wird durch den angefochtenen Entscheid und in-
nerhalb dieses Rahmens durch die Beschwerdeanträge, allenfalls unter 
Rückgriff auf deren Begründung, bestimmt (vgl. BVR 2020 S. 59 E. 2.2; Ruth 
Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 84 N. 5, Art. 72 N. 12 f.). – Die WEU fällte einerseits einen 
Sachentscheid. Andererseits trat sie auf die Beschwerde wegen Verspätung 
und mangels separaten Feststellungsinteresses insoweit nicht ein als die Be-
schwerdeführenden um Feststellung ersucht hatten, dass für Anlässe wie die 
geplanten Konzerte keine Einzelbewilligungen ausgestellt werden dürften 
(vgl. angefochtener Entscheid E. 1.4). Die Beschwerdeführenden beantra-
gen zwar die vollständige Aufhebung des angefochtenen Entscheids (vgl. 
vorne Bst. C). Aus der Begründung ergibt sich aber, dass sie den Entscheid 
nur insoweit anfechten, als die Beschwerde abgewiesen wurde; zum Nicht-
eintreten unter anderem wegen verspätet gestelltem Rechtsbegehren äus-
sern sie sich nicht. Das unter Berücksichtigung seiner Begründung ausge-
legte Rechtsbegehren ist deshalb so zu verstehen, dass sie einzig die mate-
rielle Beurteilung durch die Vorinstanz anfechten wollen, nicht aber auch den 
Nichteintretensentscheid, der mithin nicht Streitgegenstand bildet. Die Be-
stimmungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 und Art. 32 
VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

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1.5 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG; vgl. allerdings hinten 
E. 2.3).

2.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Bewilligung für die Veranstaltungen vom 7., 
8. und 9. November 2019 zu Recht erteilt worden ist.

2.1 Die Erteilung der gastgewerblichen Einzelbewilligung im Sinn von 
Art. 7 des Gastgewerbegesetzes vom 11. November 1993 (GGG; BSG 
935.11) ist abgesehen von den Vorschriften gemäss Art. 15 ff. der Gastge-
werbeverordnung vom 13. April 1994 (GGV; BSG 935.111) an keine beson-
deren gastgewerblichen Voraussetzungen geknüpft. Sind die für die hier in-
teressierende Festwirtschaftsbewilligung F geltenden Voraussetzungen er-
füllt, besteht auf die Bewilligungserteilung grundsätzlich ein Rechtsanspruch. 
Es können allerdings auch andere als gastgewerbliche Gründe wie 
namentlich die mangelnde Zonenkonformität der gastgewerblichen Nutzung 
gegen die Bewilligungserteilung sprechen. Insofern besteht kein Anspruch 
darauf, solche Anlässe jederzeit und überall stattfinden zu lassen und kommt 
der Bewilligungsbehörde ein gewisser Ermessensspielraum zu (vgl. 
VGE 2009/25 vom 23.6.2009 E. 3.1, 23349 vom 25.2.2009 E. 3.4.1, 20788 
vom 22.12.1999 E. 1a und 2a). Das GGG knüpft jedoch nicht unmittelbar an 
die baurechtliche Zonenordnung an (VGE 2010/497 vom 30.3.2012 E. 3.1 
mit Hinweis auf VGE 20788 vom 22.12.1999 E. 2). Gastgewerbliche Einzel-
bewilligungen können daher ausnahmsweise auch für eine an und für sich 
zonenwidrige Nutzung erteilt werden. Dauer, Umfang und Häufigkeit ent-
sprechender Veranstaltungen müssen jedoch in einem zulässigen Mass blei-
ben, damit nicht eine Änderung der Zweckbestimmung der Zone infrage 
steht (vgl. VGE 2009/25 vom 23.6.2009 E. 3.2; Müller/Herrenschwand, Wirt-
schaftsverwaltungsrecht, in Müller/Feller [Hrsg.], Bernisches Verwaltungs-
recht, 3. Aufl. 2021, S. 834 f. N. 91).

2.2 Bei der Beurteilung eines Gesuchs um Erteilung einer gastgewerbli-
chen Einzelbewilligung ist stets eine Interessenabwägung vorzunehmen. 

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Dabei sind die verschiedenen, teilweise konträren Interessen der Betroffe-
nen zu berücksichtigen. In Ausgleich zu bringen sind vorab die wirtschaftli-
chen Interessen der Veranstalterinnen und Veranstalter sowie der Anlage-
betreiberinnen und -betreiber, die Anliegen – insbesondere das Ruhebedürf-
nis – der Anwohnerschaft und das öffentliche Interesse an der Vermeidung 
von bei grossen Menschenansammlungen häufig auftretenden Beeinträchti-
gungen anderer Art (wie beispielsweise Verunreinigungen oder Missachtung 
fremden Eigentums). Rechnung zu tragen ist darüber hinaus dem Interesse 
einer breiten Öffentlichkeit an Vergnügungsmöglichkeiten (vgl. BVR 2003 
S. 423 E. 4d; VGE 2009/25 vom 23.6.2009 E. 3.1, 23349 vom 25.2.2009 
E. 3.4).

2.3 Angesichts des Ermessensspielraums der lokalen Behörden aufer-
legt sich das Verwaltungsgericht eine gewisse Zurückhaltung bei der Beur-
teilung der Bewilligungserteilung, denn diese sind am besten in der Lage ab-
zuschätzen, welches Mass an Beeinträchtigung der dortigen Bevölkerung 
zugemutet werden kann (vgl. BVR 2003 S. 423 [VGE 21550 vom 14.4.2003] 
nicht publ. E. 2d, 2002 S. 356 E. 2c; VGE 2009/25 vom 23.6.2009 E. 3.4, 
20788 vom 22.12.1999 E. 2c und 2d).

3.

Aus den Akten ergibt sich folgender Sachverhalt:

3.1 Die «Heubüni Ortschwabe» befindet sich in einem Wohnhaus mit an-
gebauter Scheune auf einer Parzelle in der Landwirtschaftszone. 2002 hatte 
der Eigentümer, E.________, das Obergeschoss des Gebäudes, die ehema-
lige Heubühne, isoliert, die Galerie um- sowie eine Küche eingebaut und 
diese Baute als «Heubüni Ortschwabe» bzw. als Fest- und Veranstaltungs-
lokal genutzt. Am 23. Juni 2004 reichte er ein nachträgliches Bau- und Aus-
nahmegesuch für die Umnutzung und den Teilausbau der Heubühne ein und 
beantragte zusätzlich eine Gastgewerbebewilligung mit genereller Überzeit 
(vgl. VGE 23375 vom 26.6.2009 Bst. A und B). Das Gesuch für das in der 
Landwirtschaftszone nicht zonenkonforme Bauvorhaben wurde letztinstanz-
lich durch das Bundesgericht abgewiesen (BGer 1C_376/2009 vom 

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30.7.2010). Dieses erwog, dass der Eigentümer für das Überleben des 
Hauptbetriebs nicht auf das Zusatzeinkommen aus dem nichtlandwirtschaft-
lichen Nebenbetrieb «Heubüni Ortschwabe» angewiesen sei, weshalb für 
diesen keine nachträgliche Bewilligung erteilt werden könne (E. 4). Die Be-
willigung sei auch wegen des übermässigen Personalaufwands für ange-
stellte Dritte zu verweigern (E. 5).

3.2 Am 29. März 2010 beschloss die Gemeindeversammlung der EG 
Kirchlindach, die Ortsplanung anzupassen. Vorgesehen war unter anderem, 
den Zonenplan und das Baureglement mit einer Kulturzone («Heubühne 
Ausserortschwanden») zu ergänzen. Mit Entscheid vom 21. Oktober 2014 
hob die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK; 
heute: Direktion für Inneres und Justiz [DIJ]) jedoch die vom AGR dafür er-
teilte Genehmigung auf (vgl. Entscheid BVE vom 15.11.2019 Ziff. I./2., Akten 
BVE [act. 5D]). In der Folge nahm die EG Kirchlindach das für die Dauer 
dieses Verfahrens sistierte Wiederherstellungsverfahren betreffend die 
«Heubüni Ortschwabe» wieder auf (vgl. Verfügung vom 27.11.2015, Akten 
Baugesuch [act. 5C] pag. 6-9). Am 29. März 2016 stellte der Eigentümer ein 
nachträgliches Baugesuch für die Umnutzung der ehemaligen Heubühne in 
einen Hofladen, einen Besprechungs- und Schulungsraum und eine «Besen-
beiz», und ersuchte überdies um Erteilung einer gastgewerblichen Betriebs-
bewilligung, worauf die EG Kirchlindach das Wiederherstellungsverfahren 
erneut sistierte (vgl. Schreiben vom 31.3.2016 und Baugesuch vom 
29.3.2016 sowie Verfügung vom 25.5.2016, Akten Baugesuch [act. 5C] 
pag. 41-61, 85-89). In einem ersten Rechtsdurchgang wies die BVE die An-
gelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts an das Regierungs-
statthalteramt zurück, namentlich wegen ungenügender Angaben im Bau-
gesuch zur beabsichtigten Nutzung und zu den zu bewilligenden baulichen 
Massnahmen (vgl. Entscheid vom 30.5.2017 E. 5, Akten Baugesuch 
[act. 5C] pag. 426-441). Der Eigentümer überarbeitete alsdann Baugesuch 
und Betriebskonzept für die «Besenbeiz». Insbesondere sah er nicht mehr 
vor, diese abends für «Themenabende mit Anmeldung und exklusive An-
lässe» zu nutzen (vgl. Betriebskonzept vom 20.7.2017 S. 8, Akten Bau-
gesuch [act. 5C] pag. 473 ff., 477). Mit Gesamtentscheid vom 4. April 2018 
erteilte die stellvertretende Regierungsstatthalterin die Baubewilligung und 
die gastgewerbliche Betriebsbewilligung A (Akten Baugesuch [act. 5C] 

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pag. 592-603; Vorakten Regierungsstatthalteramt [RSA; act. 5B] pag. 10-
26). Gegenstand des Entscheids bildet auch die Ausnahmebewilligung für 
das Bauen ausserhalb des Baugebiets, die das AGR mit Verfügung vom 
12. Februar 2018 für den Besprechungs- und Schulungsraum, die «Besen-
beiz» und die damit verbundenen baulichen Massnahmen erteilt hatte. In den 
Nebenbestimmungen zu dieser Bewilligung ist festgehalten, dass im Ge-
bäude mit der Heubühne keine Anlässe wie beispielsweise Konzerte und 
Theater durchgeführt werden dürfen (vgl. Verfügung vom 12.2.2018 S. 4, Ak-
ten Baugesuch [act. 5C] pag. 573-577). Der Gesamtentscheid ist in Rechts-
kraft erwachsen.

3.3 Am 25. Februar 2019 stellte die Beschwerdegegnerin 2, Ehefrau des 
Eigentümers des streitbetroffenen Grundstücks, als verantwortliche Person 
ein Gesuch um eine gastgewerbliche Einzelbewilligung, Festwirtschafts-
bewilligung F, für Kundenanlässe am 7., 8. und 9. November 2019, veran-
staltet durch die Beschwerdegegnerin 1 (vgl. Vorakten RSA [act. 5B]). Ge-
plant waren «unplugged»-Konzerte mit Essen am 7. und 8. November 2019 
für Geschäftspartnerinnen und -partner der Beschwerdegegnerin 1, die über 
eine Website Eintrittskarten kaufen konnten. Die Platzzahl war begrenzt auf 
120 Personen pro Konzert. Der 9. November 2019 war bloss als Reserveda-
tum vorgesehen (vgl. Auszug Website vom 22.8.2019, Vorakten WEU 
[act. 5A] pag. 40; Beschwerdeantwort vom 22.9.2021 Rz. 4, 13, 18). Die EG 
Kirchlindach leitete das Gesuch mit dem Antrag, es zu bewilligen, an das 
Regierungsstatthalteramt weiter. Dieses erteilte am 5. August 2019 die Be-
willigung (vgl. Vorakten RSA [act. 5B]). Dagegen erhoben die Beschwerde-
führenden am 27. September 2019 Beschwerde bei der VOL (heute: WEU). 
Sie beantragten als vorsorgliche Massnahme, die Konzerte vom 7., 8. und 
9. November 2019 seien zu untersagen (Vorakten WEU [act. 5A] pag.1 ff.), 
was die VOL jedoch abschlägig beantwortete (vgl. Zwischenverfügung vom 
28.10.2019, Vorakten WEU [act. 5A] pag. 177-185). Die Beschwerde-
führenden hatten auch bei der Baupolizeibehörde der EG Kirchlindach und 
anschliessend bei der BVE (heute: BVD) erfolglos darum ersucht, die Ver-
anstaltungen vorsorglich zu untersagen. Die Gemeinde und die BVE begrün-
deten die Abweisung mit der erteilten gastgewerblichen Einzelbewilligung 
(Schreiben vom 17.9.2019, Vorakten WEU [act. 5A] pag. 8 f.; Entscheid vom 
15.11.2019, Akten BVE [act. 5D]). Am 7. und 8. November 2019 fanden die 

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Konzerte mit 64 bzw. 85 Gästen statt (vgl. Beschwerdeantwort vom 
22.9.2021 Rz. 4, 13).

4.

Zunächst stellt sich die Frage nach dem Verhältnis der vorangegangenen 
bau- und gastgewerberechtlichen Bewilligungsverfahren zur Erteilung der 
strittigen Einzelbewilligung (Festwirtschaftsbewilligung F).

4.1 Die Vorinstanz hat erwogen, in der Praxis würden Bau- und Betriebs-
bewilligung für Gastgewerbebetriebe häufig in einem koordinierten Verfah-
ren erteilt, wobei die entsprechende Verfügung vielfach einschränkende 
Nebenbestimmungen enthalte. Auch diesfalls müsse es aber möglich sein, 
für einmalige und spezielle Veranstaltungen, die über den baubewilligten 
Dauerbetrieb hinausgingen, nach einer Interessenabwägung gastgewerbli-
che Einzelbewilligungen zu erteilen. Da das GGG nicht unmittelbar an die 
baurechtliche Zonenordnung anknüpfe, würden Einzelbewilligungen auch 
regelmässig für Anlässe ausgestellt, die grundsätzlich zonenwidrige Nutzun-
gen darstellten. Die Betriebsbewilligung für die «Heubüni Ortschwabe» so-
wie die darin enthaltene Nebenbestimmung, die Anlässe wie Konzerte und 
Theater untersage, regelten den Dauerbetrieb. Dies schliesse Veranstaltun-
gen, die über den bewilligten Zustand hinausgingen, und entsprechende Ein-
zelbewilligungen nicht generell aus (angefochtener Entscheid E. 4.1 f.). 
– Die Beschwerdeführenden berufen sich zunächst auf die Baurechtswidrig-
keit: Eine Einzelbewilligung sei zu verweigern, wenn diese für die Nutzung 
einer widerrechtlich erstellten Baute beantragt werde. Baurechtliche Vorga-
ben dürften nicht einfach ignoriert werden. Im vorliegenden Fall zeigten die 
Umstände, dass allein um Bewilligung einer «Besenbeiz» ersucht worden 
sei, um den Rückbau des Konzertlokals zu umgehen. Das Restaurant werde 
nicht als «Passantenwirtschaft» geführt, sondern nur auf Voranmeldung für 
grössere Veranstaltungen genutzt, was zu einer Situation führe, wie sie vor 
der Verweigerung der nachträglichen Bewilligung für den Ausbau der Heu-
bühne zu einem Konzertlokal bestanden habe (vgl. Beschwerde S. 6 f.). Die 
Beschwerdeführenden rügen weiter die Zonenwidrigkeit der Veranstaltun-
gen: Zwar könnten Einzelbewilligungen auch für Anlässe erteilt werden, die 

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an sich eine zonenwidrige Nutzung darstellten. So wolle der Gesetzgeber in 
der Landwirtschaftszone Veranstaltungen wie etwa einen Brunch auf dem 
Bauernhof ermöglichen. Die dafür allenfalls gebrauchten Räumlichkeiten 
entsprächen jedoch der Zone, da sie sonst landwirtschaftlich genutzt wür-
den. Im Fall der «Heubüni Ortschwabe» widerspreche aber nicht nur deren 
Nutzung für ein Konzert dem Zonenzweck und den Nebenbestimmungen in 
der Betriebsbewilligung. Vielmehr seien auch die dafür notwendigen Räum-
lichkeiten zonen- und damit rechtswidrig, wobei erst Umfang und Ausstat-
tung der umgebauten Heubühne die Veranstaltungen überhaupt ermöglich-
ten (Beschwerde S. 8).

4.2 Die Beschwerdeführenden argumentieren weitgehend mit baupoli-
zeilichen und aufsichtsrechtlichen Gesichtspunkten im Zusammenhang mit 
den vorangegangenen (rechtskräftig erledigten) Bau- und Betriebsbewilli-
gungsverfahren und der danach zulässigen Nutzung der ehemaligen Heu-
bühne. Streitgegenstand ist jedoch die gastgewerbliche Einzelbewilligung F 
für die Veranstaltungen am 7., 8. und 9. November 2019, weshalb zu prüfen 
ist, wie weit das Vorgetragene hierfür relevant ist. – Der Eigentümer hatte 
die Heubühne unbestrittenermassen ohne Bau- und Betriebsbewilligung um- 
und ausgebaut und (damit widerrechtlich) als Fest- und Veranstaltungslokal 
genutzt. Im Verfahren um eine nachträgliche Bau- und gastgewerbliche Be-
triebsbewilligung (einschliesslich Überzeitbewilligung) entschieden Verwal-
tungs- und Bundesgericht, dass das Bauvorhaben in der Landwirtschafts-
zone nicht zonenkonform ist und die Voraussetzungen für eine Ausnahme-
bewilligung für das Bauen ausserhalb des Baugebiets nicht erfüllt sind, wes-
halb das Baugesuch abgewiesen wurde (vgl. vorne E. 3.1; BGer 
1C_376/2009 vom 30.7.2010 E. 3 ff.; VGE 23375 vom 26.6.2009 E. 7.1). Der 
Aus- bzw. Umbau für die dauernde Nutzung als Fest- und Konzertlokal im 
damals vorgesehenen Umfang erwies sich damit als nicht bewilligungsfähig. 
Hingegen erhielt der Eigentümer mit Gesamtentscheid vom 4. April 2018 die 
Baubewilligung (einschliesslich Ausnahmebewilligung) für die Umnutzung 
der Heubühne in einen Hofladen, einen Besprechungs- und Schulungsraum, 
eine «Besenbeiz» und für die damit verbundenen (bereits umgesetzten) bau-
lichen Massnahmen. Der Aus- und Umbau ist für die im Gesuch umschrie-
bene Nutzung («Besenbeiz» mit 30 Innensitzplätzen; Betrieb während den 
gesetzlich zulässigen Öffnungszeiten) nunmehr bewilligt und die Räumlich-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 13

keiten können insofern nicht (mehr) als widerrechtlich bzw. dem Bau- oder 
Planungsrecht widersprechend bezeichnet werden. Vor diesem Hintergrund 
erübrigen sich Äusserungen zu einer Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands in Bezug auf die Räumlichkeiten (vgl. Beschwerde S. 10 ff.), zumal 
eine solche nicht Gegenstand des vorliegenden gastgewerblichen Bewilli-
gungsverfahrens sein kann. Ebenso wenig ist hier die übliche Nutzung der 
«Besenbeiz» im Sinn der Einhaltung der Bau- und Betriebsbewilligung zu 
behandeln; diese müsste im Rahmen der gastgewerblichen Aufsicht 
(Art. 37 ff. GGG) oder der Baupolizei geprüft werden, wofür vorab die Ge-
meinde zuständig ist. Soweit die Beschwerdeführenden vorbringen, «die Be-
senbeiz [werde] völlig atypisch nicht als Passantenwirtschaft geführt, deren 
Öffnungszeiten anhand eines aufgestellten Besens zu erkennen» seien (Be-
schwerde S. 7), ist darauf nach dem Gesagten nicht weiter einzugehen. Fer-
ner ist das gerügte Vorgehen der EG Kirchlindach bzw. deren angebliche 
«seit Jahrzehnten wohlwollende Untätigkeit» (vgl. Beschwerde S. 7) hier 
nicht Thema, kommt doch dem Verwaltungsgericht keine Aufsichtsfunktion 
gegenüber Gemeinden zu.

4.3 Zu prüfen ist, ob die von den Beschwerdeführenden geltend ge-
machte Baurechts- und Zonenwidrigkeit der Erteilung der strittigen Einzelbe-
willigung F von vornherein entgegensteht (vorne E. 4.1). – Die Durchführung 
von Konzerten und ähnlichen Veranstaltungen ist in der Landwirtschaftszone 
grundsätzlich nicht zonenkonform. Es ist jedoch unbestritten, dass gastge-
werbliche Einzelbewilligungen ausnahmsweise auch für Anlässe erteilt wer-
den können, die eine zonenwidrige Nutzung darstellen (vgl. vorne E. 2.1 und 
4.1). Anders als die Beschwerdeführenden meinen, kommt hier zur zonen-
widrigen Nutzung nicht noch die Zonen- und Rechtswidrigkeit der dafür not-
wendigen Räumlichkeiten hinzu, sind diese doch für die dauernde Nutzung 
als «Besenbeiz» nunmehr bau- und gastgewerberechtlich bewilligt. Der ur-
sprünglich ohne Baubewilligung vorgenommene Um- und Ausbau der ehe-
maligen Heubühne bzw. deren Umfang und Ausstattung stehen der Erteilung 
der gastgewerblichen Einzelbewilligung für die Veranstaltungen am 7., 8. 
und 9. November 2019 nicht entgegen. Im Übrigen kann gegen Einzelbewil-
ligungen nicht generell eingewendet werden, die erforderlichen Einrichtun-
gen seien zonen- oder baurechtswidrig. So erfordern auch andere Anlässe 
mit Einzelbewilligung (z.B. «Public-Viewing» von Sportveranstaltungen) spe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 14

ziell dafür zu errichtende Einrichtungen, die – würden sie dauernd bestehen 
– regelmässig bau- und planungsrechtlich nicht bewilligungsfähig wären. Mit 
Blick darauf ist grundsätzlich unerheblich, ob die Einrichtungen für die aus-
nahmsweise (zonenwidrige) Nutzung bewilligt vorbestehen oder eigens für 
den Anlass aufgestellt wurden. Sodann ist nicht zu befürchten, dass eine 
Festwirtschaftsbewilligung sogar für eine einsturzgefährdete Baute erteilt 
werden dürfte (so aber Beschwerde S. 6 f.), würden diesfalls doch (im Rah-
men der erforderlichen Interessenabwägung zu berücksichtigende) gewich-
tige öffentliche und private Interessen wie namentlich der Schutz der öffent-
lichen Gesundheit einer gastgewerblichen Einzelbewilligung entgegen-
stehen.

4.4 Der Entscheid des Bundesgerichts, wonach «der Umbau der Heu-
bühne zu einem Konzertlokal nicht bewilligt werden» könne (vgl. Be-
schwerde S. 8), führt zu keiner anderen Beurteilung: Mit diesem Urteil wurde 
allein der Dauerbetrieb als nicht bewilligungsfähig beurteilt. Zu einzelnen, 
ausnahmsweise durchzuführenden Veranstaltungen hatte sich das Bundes-
gericht indes nicht zu äussern, womit die Erteilung gastgewerblicher Einzel-
bewilligungen nicht generell ausgeschlossen sein kann. Die Erkenntnisse 
aus den vorangegangenen Bewilligungsverfahren sind bei der Beurteilung 
gastgewerblicher Einzelbewilligungen jedoch insofern zu berücksichtigen, 
als nicht auf diesem Umweg faktisch ein baurechtswidriger Dauerbetrieb zu-
gelassen werden darf. Konkret ist im Rahmen der Interessenabwägung si-
cherzustellen, dass sich Häufigkeit und Dauer von Veranstaltungen in einem 
angemessenen Rahmen bewegen (vgl. vorne E. 2.1 f. und hinten E. 5). Der 
massvollen Erteilung gastgewerblicher Einzelbewilligungen steht auch der 
nebenbestimmungsgemässe Ausschluss von Anlässen wie Konzerten und 
Theatern in der Ausnahmebewilligung (vgl. vorne E. 3.2 a.E.) nicht entge-
gen, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 4.1 f.): Das AGR hatte für die Ausnahmebewilligung zu beurteilen, 
ob die «Besenbeiz» gemäss Betriebskonzept (Gastgewerbebetrieb mit 
30 Sitzplätzen; Angebot von saisonalen Speisen aus in erster Linie selbst 
hergestellten Produkten; ordentliche Öffnungszeiten gemäss GGG) einen 
nichtlandwirtschaftlichen Nebenbetrieb im Sinn des Raumplanungsrechts 
darstellt, was es bejahte. Dazu beurteilte es die gemäss Betriebskonzept be-
absichtigte Nutzung. Hingegen prüfte es nicht, ob (vereinzelt) auch beson-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
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dere Anlässe in der «Besenbeiz» zulässig wären, da solche nicht Gegen-
stand des Bewilligungsverfahrens bilden konnten. Bau- und Betriebsbewilli-
gungen werden stets für eine bestimmte dauernde Nutzung ausgestellt. 
Darüberhinausgehende Nutzungen sind gestützt auf diese Bewilligungen 
nicht zulässig, was nicht ausdrücklich festgehalten werden muss in der ent-
sprechenden Verfügung oder im entsprechenden Entscheid. Anlässe wie 
Konzerte und Theater wären auch ohne Auflage unzulässig gewesen im 
Rahmen der Bau- und Betriebsbewilligung, die für eine «Besenbeiz» erteilt 
wird (vgl. Gesamtentscheid RSA vom 4.4.2018 [nachfolgend: Gesamtent-
scheid] S. 11, Akten Baugesuch [act. 5C] pag. 592-603 und Vorakten RSA 
[act. 5B] pag. 10-26). Dass hier dennoch ein ausdrücklicher Hinweis aufge-
nommen wurde für Anlässe, wie sie im Betriebskonzept zunächst angedacht 
waren, erklärt sich mit der Vorgeschichte (vgl. vorne E. 3.1 f.). Das AGR be-
gründet die Nebenbestimmung in seiner Verfügung jedenfalls nicht näher 
(vgl. Verfügung vom 12.2.2018, Akten Baugesuch [act. 5C] pag. 573-577). 
Nach dem Gesagten wird mit der Auflage nur (aber immerhin) festgehalten, 
dass gestützt auf die Ausnahmebewilligung, die den Dauerbetrieb regelt, 
keine entsprechenden Anlässe durchgeführt werden dürfen. Hingegen steht 
die Nebenbestimmung der Erteilung gastgewerblicher Einzelbewilligungen 
für besondere Anlässe nicht generell entgegen.

4.5 Schliesslich bezieht sich der Gesamtentscheid bloss auf die gemäss 
dem überarbeiteten Betriebskonzept angedachte dauernde Nutzung der 
ehemaligen Heubühne. Die stellvertretende Regierungsstatthalterin hat aus-
drücklich festgehalten, dass eine andere Nutzung als die beantragte nicht 
geprüft wurde (Gesamtentscheid S. 11). Die ausnahmsweise Durchführung 
von Anlässen war damit nicht Gegenstand des Verfahrens, ebenso wenig 
der Dauerbetrieb als Konzertlokal. Dem Entscheid ist zudem Folgendes zu 
entnehmen (Gesamtentscheid S. 7):

«Über allfällige Gesuche, welche die Bauherrschaft zu einem späteren 
Zeitpunkt eventuell einreichen könnte, ist nicht im vorliegenden Verfah-
ren zu entscheiden, da sie nicht Verfahrensgegenstand bilden und damit 
auch nicht geprüft werden konnten. Über die Bewilligungsfähigkeit von 
allfälligen Gesuchen ist bei deren Einreichung zu entscheiden. Dies gilt 
überdies auch für die Erweiterung von Sitzplatzzahlen. […] Einem "vor-
sorglichen Verbot" fehlt jegliche Rechtsgrundlage, da eine solche Erwei-
terung weder Gesuchs- noch Prüfgegenstand ist.»

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
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Laut dem Entscheid wurden Gesuche zum Beispiel für Einzelbewilligungen 
nicht geprüft, weshalb daraus auch nicht abgeleitet werden kann, dass sol-
che Bewilligungen für Konzerte und ähnliche Anlässe grundsätzlich aus-
geschlossen wären. Bestätigt wird dies durch die Erwägung, wonach die 
Bauherrschaft nicht befugt ist, im Aussenraum Konzerte ohne entspre-
chende Festwirtschaftsbewilligung durchzuführen. Eine diesbezügliche Auf-
lage sei im Entscheid jedoch nach dem Gesagten nicht angezeigt (Gesamt-
entscheid S. 11). Die stellvertretende Regierungsstatthalterin schloss das 
Erteilen von Festwirtschaftsbewilligungen demnach explizit nicht aus.

4.6 Nach dem Gesagten stehen die vorangegangenen bau- und gastge-
werberechtlichen Verfahren, die erteilte Bau- und Betriebsbewilligung für 
eine «Besenbeiz» sowie die Auflage in der Ausnahmebewilligung des AGR 
dem Erteilen gastgewerblicher Einzelbewilligungen für besondere Veranstal-
tungen wie jene vom 7.-9. November 2019 klar nicht generell entgegen. Die 
Nebenbestimmung und die Vorgeschichte sind aber insofern zu beachten, 
als durch ausnahmsweise gastgewerbliche Bewilligung einzelner Anlässe 
nicht ein gemäss bundesgerichtlichem Urteil unzulässiger und über die Bau- 
und Betriebsbewilligung hinausgehender Dauerbetrieb entstehen darf. Dem 
ist insbesondere bei der Interessenabwägung mit Blick auf das Ausmass, die 
Häufigkeit und die Dauer der fraglichen Veranstaltungen Rechnung zu tra-
gen (dazu E. 5.2 ff.).

5.

In der Folge ist eine Interessenabwägung in Bezug auf die streitigen Veran-
staltungen vom November 2019 vorzunehmen.

5.1 Die Vorinstanz hat erwogen, die wirtschaftlichen Interessen der Be-
treiberinnen und Betreiber an Veranstaltungen, die Interessen von Veran-
stalterinnen und Veranstaltern, in der «Heubüni Ortschwabe» ihre Anlässe 
durchführen zu können, sowie das Bedürfnis der Öffentlichkeit an Vergnü-
gungsmöglichkeiten seien offensichtlich. Die fraglichen zwei Konzerte seien 
«unplugged» und mit beschränktem Personenkreis durchgeführt worden. 
Reklamationen habe es keine gegeben. Die Beschwerdeführenden machten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
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nicht geltend, sich durch bestimmte Immissionen gestört gefühlt zu haben. 
Zudem hätten die lokalen Behörden den beiden Veranstaltungen zuge-
stimmt. Insgesamt werde mit fünf Anlässen im Jahr 2019 das zulässige Mass 
an zonenwidriger Nutzung der «Heubüni Ortschwabe» nicht überschritten 
und liege keine Änderung der Zweckbestimmung der Zone vor (angefochte-
ner Entscheid E. 4.3). – Die Beschwerdeführenden sind hingegen der An-
sicht, die Behörden hätten ihr Ermessen bei der Interessenabwägung nicht 
pflichtgemäss ausgeübt, sondern überschritten. Die kommunalen Behörden 
könnten in der Angelegenheit ohnehin nicht als objektiv bezeichnet werden. 
Der Ausbau der Heubühne, der Anlässe wie die betroffenen erst ermögliche, 
widerspreche dem Raumplanungsrecht, was das Bedürfnis der Öffentlichkeit 
an Veranstaltungsmöglichkeiten überwiege. Die als genügend beurteilten 
Parkplätze auf dem Areal seien ebenfalls für die widerrechtliche Nutzung der 
Heubühne geschaffen worden. Die öffentlichen Interessen an der Durchset-
zung der bau- und planungsrechtlichen Vorgaben seien nicht berücksichtigt 
worden. Sodann könne bei 120 Teilnehmenden kaum von einem beschränk-
ten Personenkreis die Rede sein. Zweck des Ausschlusses von Konzerten 
und Theatern sei auch gewesen, die Nutzung des an sich widerrechtlichen 
Ausbaus zu begrenzen. Zu den fehlenden Reklamationen ihrerseits führen 
die Beschwerdeführenden aus, dass sie es nach rund zwei Jahrzehnten 
«leid seien», sich bei den lokalen Behörden über den Lärm zu beklagen, was 
von diesen ohnehin nicht ernst genommen werde. Zudem habe sich die Si-
tuation bis zum Gesamtentscheid im April 2018 und auch während der 
Covid-19-Pandemie beruhigt, wobei jedoch der vorliegende Fall und die 
Werbung für die Heubühne zeigten, wie diese künftig regelmässig genutzt 
werden solle (Beschwerde S. 9 f.).

5.2 Die wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdegegnerin 2 als Betrei-
berin, die Interessen der Beschwerdegegnerin 1 als Veranstalterin, ihre An-
lässe auf der umgebauten Heubühne durchführen zu können, sowie das In-
teresse der Öffentlichkeit an solchen Freizeit- bzw. Vergnügungsmöglichkei-
ten sind grundsätzlich unbestritten (vgl. auch vorne E. 2.2). Diesen steht hier 
namentlich das Bedürfnis der Anwohnerschaft nach Ruhe und Ordnung ge-
genüber (E. 5.3 hiernach). Soweit die Beschwerdeführenden ausserdem gel-
tend machen, die Vorinstanzen hätten die öffentlichen Interessen an der 
Durchsetzung der bau- und planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Ertei-

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lung einer Einzelbewilligung ausgeblendet, kann ihnen nicht gefolgt werden: 
Der Um- und Ausbau der Heubühne wurde nachträglich bewilligt; nicht mit 
dem Bau- und Planungsrecht vereinbar wäre bloss deren dauernde Nutzung 
als Veranstaltungsort. Die Bewilligung einzelner Anlässe, selbst wenn sie 
dem eigentlichen Zweck der betroffenen Zone nicht entsprechen, läuft dem 
nicht grundsätzlich zuwider (vgl. vorne E. 4.3 f.). Das von den Beschwerde-
führenden geltend gemachte Interesse unterstellt eine permanent wider-
rechtliche Nutzung, wovon hier aber nicht auszugehen ist.

5.3 Was die Anliegen der Anwohnerschaft betrifft, scheinen diese bezo-
gen auf die fraglichen Veranstaltungen und die konkrete Situation nicht der-
art tangiert, dass sie den anderen Interessen vorgehen würden: Bei den An-
lässen handelte es sich um «unplugged»-Konzerte. Zwischen den Liedern 
gab es auch Pausen für Gespräche zwischen Kunstschaffenden und Publi-
kum. Dieses war auf maximal 120 Gäste pro Konzert beschränkt. Die Ver-
anstaltungen wurde durchgeführt von der Beschwerdegegnerin 1 für deren 
Geschäftspartnerinnen und -partner bzw. Kundschaft, die vorgängig über 
eine Website Eintrittskarten kaufen konnten (vgl. Auszug Website vom 
22.8.2019, Vorakten WEU [act. 5A] pag. 40; Beschwerdeantwort vom 
31.8.2021 Rz. 28, 30; Beschwerdeantwort vom 22.9.2021 Rz. 4, 13, 18). Die 
Konzerte dauerten bis höchstens 22.30 bzw. 23.30 Uhr (vgl. Einzelbewilli-
gung vom 5.8.2019, Vorakten RSA [act. 5B]) und erforderten keine Überzeit-
bewilligung (vgl. Art. 11 und 14 f. GGG). Insgesamt fanden 2019 auf der 
«Heubüni Ortschwabe» fünf Veranstaltungen mit Einzelbewilligung F statt 
(neben jenen vom 7. und 8. November 2019 noch drei weitere). Offenbar 
kam es in Zusammenhang mit den Konzerten vom 7. und 8. November 2019 
zu keinen Reklamationen. Die Beschwerdeführenden bringen zwar vor, es 
habe sich als zwecklos erwiesen, sich bei den lokalen Behörden über den 
Lärm zu beschweren (vorne E. 5.1). Wie bereits vor der Vorinstanz, machen 
sie aber auch vor Verwaltungsgericht nicht geltend, inwiefern sie sich durch 
die fraglichen Anlässe konkret gestört gefühlt hätten (z.B. übermässiger 
Lärm, vermehrtes Verkehrsaufkommen, wildes Parkieren). Zu zwei anderen 
Veranstaltungen im Jahr 2019 (Geburtstagsfeier, Hochzeit) und einer im 
Jahr 2021 (Hochzeit) ist den Ausführungen der Beschwerdeführenden zu 
entnehmen, dass sie sich wegen des Lärms (Musik, Publikums- und Ver-
kehrslärm) zum Teil stark gestört fühlten und deswegen auch mindestens 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 19

einmal die Beschwerdegegnerin 2 kontaktierten (vgl. Stellungnahme vom 
23.1.2020 S. 6 f., Vorakten WEU [act. 5A] pag. 236-242; Beschwerde S. 5 
und Beschwerdebeilage 3). Wie diese darauf reagierte, ist nicht bekannt. Die 
Beschwerdeführenden haben zwar ein mit Blick auf die erwähnte Vorge-
schichte und Nebenbestimmung (E. 4 hiervor) gebührend zu beachtendes 
Interesse daran, dass solche Störungen möglichst vermieden werden. Über 
einen Zeitraum von mehreren Jahren erscheinen diese jedoch nicht derart 
gravierend, dass sie die hier entgegenstehenden Interessen zu überwiegen 
vermöchten. Nicht massgebend ist, welche Zustände die Beschwerdefüh-
renden in Zukunft erwarten und wie sie sich in der Zeit vor dem ersten nach-
träglichen Baugesuchsverfahren gestört gefühlt hatten, als die «Heubüni Ort-
schwabe» noch ohne Bewilligung und dauernd als Veranstaltungslokal be-
nutzt wurde.

5.4 Das Mass an zonenwidriger Nutzung ist nach dem Gesagten in Be-
zug auf die Veranstaltungen im November 2019 sowie auch insgesamt klar 
beschränkt. Von einem Dauerbetrieb mit regelmässigen grösseren Veran-
staltungen und Zuständen wie vor den Bewilligungsverfahren kann nicht die 
Rede sein. Wie die Vorinstanz (offensichtlich) zu Recht erwogen hat, liegt 
somit keine faktische Änderung der Zweckbestimmung der Zone oder Unter-
wanderung der Nebenbestimmung zum Gesamtentscheid vor. Das Ausmass 
der «Zonenwidrigkeit» erweist sich als hinnehmbar. Jedenfalls haben die EG 
Kirchlindach und der Regierungsstatthalter den ihnen als lokale Behörden 
zustehenden Beurteilungsspielraum klar nicht missachtet, wenn sie – unter 
Berücksichtigung der Art des Anlasses, der bisher gemachten Erfahrungen 
und der bereits bewilligten Anzahl Anlässe – die Einzelbewilligung für die 
Veranstaltungen an drei Tagen im November 2019 erteilt haben. Die ge-
nannten Kriterien werden sie auch bei allfälligen weiteren Gesuchen für die 
«Heubüni Ortschwabe» zu beachten haben. Insofern hat die Vorinstanz zu 
Recht festgehalten, dass auch zukünftige Anlässe in einem zulässigen Aus-
mass bleiben müssen (angefochtener Entscheid E. 4.4), womit zum Aus-
druck kommt, dass aufgrund der Vorgeschichte und angesichts der Neben-
bestimmung zum Gesamtentscheid zusätzliche Zurückhaltung angebracht 
ist bei der ausnahmsweisen gastgewerblichen Bewilligung von einzelnen An-
lässen in der «Heubüni Ortschwabe», die an sich zonenwidrig sind.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 20

6.

Zusammenfassend hat die Vorinstanz die Erteilung einer gastgewerblichen 
Einzelbewilligung F für die Veranstaltungen vom 7.-9. November 2019 in der 
«Heubüni Ortschwabe» (offensichtlich) zu Recht nicht beanstandet. Dabei 
hat sie den Sachverhalt weder unvollständig noch unrichtig festgestellt (vgl. 
aber Beschwerde S. 5 f.). Die WEU hat die Erkenntnisse aus den vorange-
gangen bau- und gastgewerberechtlichen Verfahren – soweit im Verfahren 
betreffend eine gastgewerbliche Einzelbewilligung überhaupt von Bedeutung 
(vgl. vorne E. 4.2 ff.) – berücksichtigt. Ihr lagen die Akten des Regierungs-
statthalteramts zum bau- und gastgewerblichen Verfahren (bbew 216/2016) 
betreffend Umnutzung der Heubühne unter anderem in eine «Besenbeiz» 
vor. Weitere Hinweise auch zum ersten Baugesuchsverfahren lieferten die 
entsprechenden Urteile des Verwaltungsgerichts (vgl. VGE 23375 vom 
26.6.2009) und des Bundesgerichts (BGer 1C_376/2009 vom 30.7.2010) so-
wie die Rechtsschriften im vorliegenden Verfahren. Die Vorgeschichte ist da-
mit hinreichend aktenkundig. Insbesondere ist bekannt und wurde – soweit 
relevant – berücksichtigt, dass die Heubühne 2002 ohne Baubewilligung 
umgebaut und ein nachträgliches Baugesuch für die dauernde Nutzung der 
umgebauten Heubühne als Konzertlokal vom Verwaltungsgericht und letzt-
instanzlich vom Bundesgericht abgewiesen wurde. Dem Verwaltungsgericht 
liegen die erwähnten Unterlagen ebenfalls vor. Aus den Akten des Verwal-
tungsgerichts zum ersten Baugesuchsverfahren (VGE 100.2008.23375) sind 
keine relevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb der Antrag der Be-
schwerdeführenden um Beizug dieser Unterlagen abzuweisen ist. Ebenso 
ist das Begehren um Edition der Akten der BVE zum zweiten Baugesuchs-
verfahren (RA Nr. 110/2017/6) abzuweisen, zumal deren Entscheid vom 
30. Mai 2017 in den vorliegenden Akten des Regierungsstatthalteramts ent-
halten ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 21

7.

7.1 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als offensichtlich 
unbegründet und ist abzuweisen. Das Verwaltungsgericht urteilt in einem 
solchen Fall in Zweierbesetzung (Art. 56 Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 
2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1]).

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdeführenden 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Sie haben zudem den Beschwerde-
gegnerinnen deren jeweiligen Parteikosten für das Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). 
Gemäss Art. 41 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) i.V.m. Art. 11 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Mai 2006 
über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, 
PKV; BSG 168.811) beträgt der Rahmentarif für das Honorar in Beschwer-
deverfahren Fr. 400.-- bis Fr. 11'800.-- pro Instanz. Innerhalb des Rahmen-
tarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen 
Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). Zum Parteikostenersatz gehören die not-
wendigen Auslagen (Art. 2 PKV), ersetzt werden aber nur die konkret ange-
fallenen Aufwendungen und kein bereits im Voraus festgelegter fixer Pro-
zentsatz des Honorars (BVR 2015 S. 15 [VGE 2012/422 vom 10.2.2014] 
nicht publ. E. 6.2.3; vgl. auch VGE 2021/93/94 vom 27.1.2022 E. 5.2). – Für 
das verwaltungsgerichtliche Verfahren macht die Rechtsvertretung der Be-
schwerdegegnerin 1 ein Honorar von Fr. 6'140.-- (zuzüglich 4 % Spesen-
pauschale von Fr. 245.60 und Fr. 491.70 MWSt) geltend (Kostennote vom 
26.8.2022, act. 11) und der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2 ein 
solches von Fr. 5'530.-- (zuzüglich Fr. 46.30 für Auslagen und Fr. 429.35 
MWSt; Kostennote vom 22.8.2022, act. 10). Diese Beträge erscheinen mit 
Blick auf die Bemessungskriterien nach Art. 41 Abs. 3 KAG übersetzt: Auch 
wenn dem Verfahren eine lange Vorgeschichte vorausging, waren die Fra-
gestellungen und der Streitgegenstand hier doch beschränkt. Weder sach-
verhaltlich noch rechtlich war die Sache komplex. Der gebotene Zeitaufwand 
war klar unterdurchschnittlich: Die Rechtsvertretungen waren mit der Ange-
legenheit bestens vertraut, da sie die Beschwerdegegnerinnen auch vor der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 09.11.2022, Nr. 100.2021.237U, 
Seite 22

Vorinstanz vertreten hatten. Ihr Aufwand beschränkte sich je auf das Verfas-
sen einer Beschwerdeantwort. Weder gab es einen zweiten Schriftenwech-
sel noch wurde ein Beweisverfahren durchgeführt. Unter Berücksichtigung 
der gesamten Umstände erscheint für das verwaltungsgerichtliche Verfahren 
sowohl für die Rechtsvertreterin bzw. den Rechtsvertreter der Beschwerde-
gegnerin 1 als auch den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 2 ein Par-
teikostenersatz von pauschal je Fr. 4'000.-- (inkl. Auslagen und MWSt) als 
angemessen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin 1 für das Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf 
Fr. 4'000.-- (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin 2 für das Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf 
Fr. 4'000.-- (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

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5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Beschwerdegegnerin 1
- Beschwerdegegnerin 2
- Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- Einwohnergemeinde Kirchlindach
- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.