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**Case Identifier:** 2840bce5-c321-5824-8b9d-b103cf8e7c61
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 07.12.2021 BRGE II Nr. 0291/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-II-Nr--0291-202_2021-12-07.pdf

## Full Text

Baurekursgericht 
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

 

 

 
 
 
G.-Nr. R2.2021.00071 
BRGE II Nr. 0291/2021    

 
 
  Entscheid vom 7. Dezember 2021    
 
 
 

Mitwirkende Abteilungspräsident Peter Rütimann, Ersatzrichterin Ruth Büchi-Vögeli, Bau-
richter Daniel Willi, Gerichtsschreiberin Viviane Liebherr     

 
 
 

in Sachen Rekurrentin 

B. H., […]  

vertreten durch […] 

 

gegen Rekursgegnerschaft 

1. Gemeinderat X, […] 
2. Gemeinderat Y, […]  

beide vertreten durch […] 

3. Baudirektion Kanton Zürich, Walchetor, Walcheplatz 2, Postfach, 
8090 Zürich  

 

 
betreffend Beschluss des Gemeinderats X […], Beschluss des Gemeinderats Y […] so-

wie Verfügung der Baudirektion […]; Projektfestsetzung bzw. forstrechtliche, 
gewässerschutzrechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligung für Fuss- 
und Wanderweg […] 
_______________________________________________________ 

 

 

R2.2021.00071 Seite 2 

hat sich ergeben: 

A. 

Mit Beschlüssen vom 4. März 2021 und 16. März 2021 setzten die Gemein-

deräte X und Y je das Strassenprojekt für einen Fuss- und Wanderweg im 

B.-Tobel gemäss den zugehörigen Unterlagen und Plänen fest und wiesen 

die von B. H. gegen das Projekt erhobene Einsprache ab. Gleichzeitig mit 

den kommunalen Entscheiden wurden die forstrechtliche, die wasserbaupo-

lizeiliche, gewässerschutz- und naturschutzrechtliche Bewilligung sowie die 

Bewilligung betreffend die Bodenrekultivierungen und Terrainveränderungen 

der Baudirektion Kanton Zürich vom 12. März 2020 eröffnet. 

B. 

Gegen diese Entscheide gelangte B. H. mit Rekurseingabe vom 16. April 

2021 fristgerecht an das Baurekursgericht des Kantons Zürich und bean-

tragte das Folgende:  

" 1. Die angefochtenen Verfügungen seien aufzuheben. 

 2.  Es sei von einer Festsetzung des Fuss- und Wanderwegprojekts 
abzusehen. Eventuell sei auf das Teilstück "H" des Fuss- und 
Wanderwegs zu verzichten. 

 3.  Es sei ein Fachgutachten zur Bedeutung des B.-Tobels für den 
Biotopschutz, den Landschaftsschutz, die Ökomorphologie, den 
Artenschutz und den Waldschutz einzuholen. 

 4. Es sei ein Augenschein durchzuführen. 

 5.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Rekurs-
gegnerschaft." 

C. 

Mit Präsidialverfügung vom 21. April 2021 wurde vom Rekurseingang Vor-

merk genommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet. 

 

 

R2.2021.00071 Seite 3 

D. 

Mit gemeinsamer Eingabe vom 20. Mai 2021 beantragten die Rekursgeg-

ner 1 und 2 die Abweisung des Rekurses, soweit auf diesen einzutreten sei, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Rekurrentin. 

Die Rekursgegnerin 3 schloss mit Eingabe vom 25. Mai 2021 auf Abweisung 

des Rekurses. 

E. 

In den weiteren Rechtsschriften hielten die Parteien, soweit sie sich äusser-

ten, an ihren jeweiligen Anträgen fest.  

F. 

Am 23. September 2021 führte eine Delegation der zweiten Abteilung des 

Baurekursgerichts einen Augenschein vor Ort durch. 

Es kommt in Betracht: 

1. 

Die Gemeinden X und Y planen, den R.-Weg in X durch das B.-Tobel mit der 

Stiftung S. in Y mittels eines Fuss- und Wanderwegs zu verbinden. Die ge-

plante Wegführung zur Hangkante der S.-Weid soll zunächst circa auf Höhe 

der Liegenschaft H.-Strasse 62 nördlich des B.-Baches durchs Tobel führen, 

dann auf Höhe des Zuflusses des S.-Baches in den B.-Bach via einen Steg 

den B.-Bach queren und von dort über einen Treppenweg zur Hangkante der 

S.-Weid führen (sog. Teilstück H des geplanten Fuss- und Wanderwegs). 

Kurz vor der S.-Weid ist eine Wegverbindung zur B.-Strasse vorgesehen 

(Teilstück B). Von der S.-Weid soll der geplante Wanderweg das B.-Tobel 

erneut gegen Norden queren und anschliessend bis zur Sch.-Strasse in X 

führen (Teilstücke C, D, E, F und G; vgl. act. 19.60.1). Die gesamte Wegstre-

cke beträgt 1,2 km.  

 

 

R2.2021.00071 Seite 4 

2. 

Das streitbetroffene Projekt wurde durch die Gemeinderäte X und Y festge-

setzt (§ 15 Abs. 2 Satz 1 Strassengesetz [StrG]). Demzufolge ist das Baure-

kursgericht nach § 41 Abs. 1 StrG zur Behandlung des vorliegenden Rekur-

ses sachlich zuständig. Auch für die Behandlung der Rügen im Zusammen-

hang mit der kantonalen Gesamtverfügung ist das Baurekursgericht sachlich 

zuständig (vgl. § 329 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes [PBG]).  

Die Rekurrentin ist Eigentümerin der Parzelle Kat.-Nr. 1 in Y, welche im Nor-

den direkt an den B.-Bach und den S.-Bach angrenzt und damit nur durch 

diese Gewässer vom geplanten Fuss- und Wanderweg bzw. dessen Teil-

stück H getrennt ist. Unbestrittenermassen hat die Rekurrentin innerhalb der 

Auflagefrist Einsprache gegen das Projekt erhoben, womit diese Vorausset-

zung für die Rekurserhebung erfüllt ist (vgl. § 17 Abs. 1 und 4 StrG). Auf-

grund der vorgetragenen Rügen (u.a. unrechtmässige Beeinträchtigung des 

Tobels) und der räumlichen Beziehungsnähe zum geplanten Fuss- und Wan-

derweg ist die Rekurrentin mehr als beliebige Dritte von den angefochtenen 

Entscheiden betroffen und daher im Sinne von § 21 Abs. 1 des Verwaltungs-

rechtspflegegesetzes [VRG] bzw. § 338a PBG zur Rekurserhebung legiti-

miert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf den 

Rekurs einzutreten. 

3.1. 

Die Rekurrentin stellt sich zunächst auf den Standpunkt, das von den kom-

munalen Vorinstanzen bei der Q. GmbH eingeholte Fachgutachten vom Juni 

2019 beruhe auf falschen Annahmen und sei qualifiziert unvollständig.  

Das Gutachten gehe fälschlicherweise davon aus, dass der im Streit lie-

gende Weg im regionalen Richtplan […] verankert sei und messe dem Weg 

in der Folge aufgrund dieser falschen Annahme ein zu hohes öffentliches 

Interesse zu. Der Umstand, dass die Interessenabwägung primär Aufgabe 

der dafür zuständigen Behörde sei, ändere nichts daran, dass ein Gutachten 

vollständig und richtig sein müsse. Im Gutachten sei zudem auch die Tatsa-

che unberücksichtigt geblieben, dass es sich beim B.-Tobel um das letzte 

unberührte Bachtobel zwischen Y und Z handle. Zu Unrecht sei die regionale 

Bedeutung des Tobels im Gutachten vollends unberücksichtigt geblieben. 

Die Einzigartigkeit des B.-Tobels in der Region bzw. sein Situationswert hätte 

 

 

R2.2021.00071 Seite 5 

zwingend Gegenstand der gutachterlichen Abklärungen sein müssen. Im Üb-

rigen müsse ganz grundsätzlich bezweifelt werden, dass der effektive Prü-

fungsperimeter des Gutachtens tatsächlich 50 m beidseits des geplanten 

Wegs betragen habe, nachdem der Rekurrentin nicht bekannt sei, dass ihr 

Grundstück, welches innerhalb dieses Streifens liege, im Zuge der Begut-

achtung besichtigt worden sei. Ferner äussere sich das Gutachten zu Un-

recht auch mit keinem Wort zur Ökomorphologie im Tobel sowie zur Bedeu-

tung des Tobels als Vernetzungskorridor für gewässer- und gehölzgebun-

dene Tierarten. Selbst wenn die Ökomorphologie nur (aber immerhin) mit 

den geplanten zwei Brücken beeinträchtigt werde, hätte dieser Themenbe-

reich zwingend im Gutachten abgehandelt werden müssen. Es sei sodann 

offensichtlich, dass der geplante Weg die Vernetzungsfunktion im Tobel mit 

den zu erwartenden Störungen durch Fussgänger erheblich verschlechtere. 

Insbesondere bei Spaziergängern mit Hunden sei das Störungspotential be-

sonders gross. Hieran könne eine allfällige Leinenpflicht sowie ein Beleuch-

tungsverzicht im Tobel nichts ändern. Schliesslich blende das Gutachten 

auch aus, dass in unmittelbarer Nähe des geplanten Wegs bereits Wege vor-

handen seien, die in den kommunalen Verkehrsrichtplänen als Fusswege 

markiert seien.  

Weil die Sachverhaltsabklärungen damit insgesamt unvollständig seien, sei 

ein weiteres biologisches Fachgutachten einzuholen, welches diese Aspekte 

berücksichtige. 

3.2. 

Im Zuge der Planung des im Streit liegenden Wanderwegs beauftragten die 

kommunalen Vorinstanzen die Q. GmbH mit der Erstellung eines biologi-

schen Gutachtens, welches vom Juni 2019 datiert (nachfolgend Gutachten; 

act. 14.4). Die Q. GmbH hatte den Auftrag, die Auswirkungen des Bauvorha-

 

 

R2.2021.00071 Seite 6 

bens auf die Flora und Fauna im B.-Tobel zu beurteilen und detaillierte Infor-

mationen zum Vorkommen von geschützten und seltenen Arten sowie von 

schützenswerten Lebensräumen im Tobel aufzuzeigen (vgl. Gutachten S. 1).  

Für ein Gutachten wird allgemein verlangt, dass dieses vollständig, klar so-

wie gehörig begründet und widerspruchslos ist; ausserdem muss die sach-

verständige Person hinreichende Sachkenntnisse und die nötige Unbefan-

genheit bewiesen haben (VB.2010.00032, E. 5.2, in BEZ 2011 Nr. 21). 

3.2.1 

Unbestrittenermassen wird im Gutachten zwar fälschlicherweise davon aus-

gegangen, dass im überarbeiteten regionalen Richtplan […] der streitgegen-

ständliche Fussweg verankert sei (vgl. Gutachten S. 2). Wie die Rekurrentin 

zutreffend ausführt, wurde der Planeintrag bei der Überarbeitung des regio-

nalen Richtplans gelöscht. Die Rekurrentin verkennt indes, dass der feh-

lende Eintrag im regionalen Richtplan keinen Einfluss auf die biologische Be-

urteilung des Bauprojekts durch die Q. GmbH hatte, zumal es nicht Aufgabe 

der Q. GmbH war, eine Interessenabwägung vorzunehmen. Eine solche ist, 

wie die kommunalen Vorinstanzen zu Recht ausführen, allein den zuständi-

gen Behörden vorbehalten. Aufgabe der Q. GmbH war es einzig, ein biologi-

sches Fachgutachten zu erstellen. Sollte die Q. GmbH dem Weg tatsächlich 

ein "zu hohes öffentliches Interesse zugemessen haben", so die Rekurrentin, 

wäre dies daher irrelevant. Der vorliegende Schriftenwechsel zeigt sodann, 

dass sich die Rekursgegnerschaft durchaus bewusst ist, dass im regionalen 

Richtplan kein betreffender Planeintrag mehr existiert. Auch in den angefoch-

tenen Entscheiden wurde richtigerweise einzig davon ausgegangen, dass 

hinsichtlich des Projekts ein Planeintrag in den kommunalen Verkehrsplänen 

existiert.  

3.2.2. 

Sodann trifft es entgegen dem Dafürhalten der Rekurrentin gerade nicht zu, 

dass die regionale Bedeutung des Tobels nicht erkannt wurde. Im Gutachten 

wird explizit ausgeführt, dass das Tobel im Bereich des Bauprojekts von Er-

holungsdruck weitgehend unberührt sei, was für störungsanfällige Tierarten 

in der Region sehr selten sei (Gutachten S. 10). Die Besonderheit der Tobel-

situation im regionalen Kontext wurde damit durchaus – und im vorliegenden 

Kontext auch genügend – erkannt. Als Konsequenz davon wurde denn auch 

 

 

R2.2021.00071 Seite 7 

richtigerweise eine Anpassung der ursprünglich geplanten Wegführung ver-

langt (vgl. nachstehend E. 6.5.2). Eine tiefergehende Untersuchung des To-

bels im regionalen Kontakt erscheint nicht erforderlich, war man sich bei der 

Projektplanung doch, wie aufgezeigt, grundsätzlich bewusst, dass es sich – 

zumindest teilweise (siehe sogleich) – um eines der wenigen unberührten 

Tobel in der […]Region handelt. Abgesehen davon ist der Rekurrentin auch 

klar zu widersprechen, wenn sie mit ihren Ausführungen suggeriert, es 

handle sich um eines der letzten gänzlich unberührten Tobel in der Region. 

Wie anlässlich des Augenscheins festgestellt, existieren insbesondere beim 

Teilstück H bereits sehr umfangreiche zivilisatorische Eingriffe (siehe hierzu 

ausführlich nachstehend E. 3.2.4). Eine Begutachtung setzt sodann nicht 

zwingend die Begehung sämtlicher Grundstücke entlang des Untersu-

chungsperimeters voraus, sofern angenommen werden kann, dass sich die 

Verhältnisse bei den untersuchten Standorten bzw. Grundstücken vergleich-

bar präsentieren wie bei den umliegenden Grundstücken, oder aber, sofern 

die Verhältnisse auf einem fraglichen Grundstück auch von Drittstandorten 

aus genügend beurteilt werden können. Ob das Grundstück der Rekurrentin 

im Zuge der Begutachtung des Tobels tatsächlich begangen wurde, kann 

vorliegend offenbleiben. Aus biologischer Sicht scheint es gestützt auf die 

Eindrücke anlässlich des Augenscheins durchaus möglich, dass auf die Ver-

hältnisse auf dem rekurrentischen Grundstück auch von der angrenzenden 

Umgebung aus genügend geschlossen werden konnte.  

3.2.3. 

Auch was die Ökomorphologie betrifft, sind die Sachverhaltsabklärungen der 

Rekursgegnerschaft nicht zu beanstanden. Wie die Rekursgegnerschaft zu-

treffend ausführt, werden die Fliessgewässer (B.-Bach, Sch.-Bach und S.-

Bach) durch das Projekt nicht beeinträchtigt. Die beiden geplanten Bach-

überquerungen sind ohne Veränderungen des Bachbettes und unter Einbe-

zug des kantonalen Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) aus-

zuführen (vgl. act. 3.3, Dispositiv-Ziffer III. lit. a in Verbindung mit Erwägun-

gen lit. C). Die Brückenübergänge stellen einfache Fussgängerstege mit ge-

ringfügigen Verbauungen dar, welche den Tobelboden nicht nennenswert 

verändern (vgl. act. 14.3, S. 11; act. 14.5, S. 3); auf zusätzliche Verbauun-

gen der Bachböschungen muss gemäss den Nebenbestimmungen in der an-

gefochtenen kantonalen Verfügung verzichtet werden (vgl. act. 3.3, Disposi-

tiv-Ziffer II.2 lit. h). Abgesehen von diesen beiden zurückhaltenden Bach-

überquerungen kommt der Weg nur teilweise im Uferstreifen zu liegen 

 

 

R2.2021.00071 Seite 8 

(vgl. act. 19.60.1). In weiten Teilen besteht zudem keine Sichtverbindung 

zum Gewässer im Tobelgrund.  

3.2.4. 

Nicht anders verhält es sich mit der Vernetzungsfunktion des B.-Tobels zwi-

schen dem […]See und den wertvollen Lebensräumen […]. Auch wenn das 

Gutachten diesen Themenbereich nicht eigens abhandelt, erhellt aus den 

übrigen fachgutachterlichen Ausführungen insgesamt genügend, dass die 

Wanderung von Tieren und die Ausbreitung von Pflanzen auch mit dem ge-

planten Fuss- und Wanderweg erhalten bleibt. Mit der "Offizialisierung" der 

bereits bestehenden Trampelpfade im Tobel ist übereinstimmend mit dem 

Gutachten davon auszugehen, dass eine Situation für die Tiere geschaffen 

wird, an die sich diese besser gewöhnen können als an unregelmässige Stö-

rungen (vgl. Gutachten S. 10), wenn auch klar scheint, dass ein offizieller 

Fussweg regelmässig häufiger frequentiert werden dürfte als ein Trampel-

pfad. Wie anlässlich des Lokaltermins festgestellt, existieren beim Teil-

stück H viele bereits stark ausgetretene und damit sehr gut begehbare – in-

offizielle – Pfade (vgl. Protokoll, Fotos Nrn. 16-23), welche augenscheinlich 

aufzeigen, dass das Tobel bereits sehr rege von Spaziergängern betreten 

wird (so insbesondere der Abschnitt vom Eingang ins Tobel circa auf Höhe 

der Liegenschaft H.f.-Strasse 62 bis zur geplanten Bachüberquerung R. und 

dann anschliessend auf der anderen Seite des Gewässers auch hangauf-

wärts; vgl. Protokoll, Fotos Nrn. 16-23; vgl. auch act. 9, Abbildung 3 und 4). 

Mit der Feuerstelle beim Zufluss des S.-Baches in den B.-Bach konnten an-

lässlich des Augenscheins sogar auch Hinweise auf dauernde Freizeitau-

fenthalte von Spaziergängern festgestellt werden (vgl. Protokoll, Foto Nr. 18; 

derartige Installationen sind im Rahmen des Bauprojekts untersagt 

[vgl. act. 3.3, Dispositiv-Ziffer II.1 lit. c]). Die Fliessgewässer, welchen in 

puncto Vernetzungsfunktion eine entscheidende Bedeutung zukommt, wer-

den vom Bauprojekt, wie bereits ausgeführt, nicht direkt tangiert und lediglich 

an zwei Stellen mit zurückhaltenden Fussgängerstegen (einfache Holzstege 

mit beschichtetem Holzrost und einseitigen Geländern) überquert 

(vgl. act. 14.3, S. 11; act. 14.5, S. 3). Der Weg hat, wenn immer möglich, 

ausserhalb des Uferstreifens zu verlaufen (vgl. act. 3.3, Dispositiv-Ziffer II.1 

lit. b und III. lit. a). Auch wird auf eine Beleuchtung des Wegs verzichtet 

(vgl. act. 14.3, S. 14) und es soll ein Fahrverbot für Velos gelten (vgl. act. 3.3, 

Dispositiv-Ziffer III. lit. b). Damit die zu erwartenden Störungen auf ein Mini-

 

 

R2.2021.00071 Seite 9 

mum reduziert werden können, wurde die Wegführung sodann mehrfach an-

gepasst (siehe nachstehend E. 6.5.2). Angesichts dieser Umstände ist da-

von auszugehen, dass die Vernetzungsfunktion im Rahmen der rekursgeg-

nerischen Sachverhaltsabklärungen genügend berücksichtigt wurde und 

diese auch nach Erstellung des Wanderwegs weiterhin gewährleistet bleibt.  

3.2.5. 

Zusammengefasst sind die für die Beurteilung des Wegprojekts wesentli-

chen Sachverhaltsfeststellungen der Rekursgegnerschaft nicht zu beanstan-

den. Die Ausführungen der Rekurrentin vermögen keine für die Beurteilung 

des Wegprojekts massgebenden Lücken in den Sachverhaltsfeststellungen 

des Gutachtens bzw. der Rekursgegnerschaft aufzuzeigen. Zur biologischen 

Beurteilung des Wegprojekts durfte die Rekursgegnerschaft ohne Rechts-

verletzung auf das Gutachten abstützen. Eine Notwendigkeit, ein zusätzli-

ches Fachgutachten einzuholen, wie dies die Rekurrentin beantragt, besteht 

nicht.  

4.1. 

Die Rekurrentin bemängelt ferner, der geplante Wanderweg habe keine 

Grundlage im regionalen Richtplan [...]. Ursprünglich sei der Weg im regio-

nalen Richtplan zwar eingetragen gewesen. Im Zuge der Überarbeitung des 

regionalen Richtplans sei der betreffende Eintrag aber gelöscht worden. Da-

mit fehle dem strittigen Weg die Grundlage auf der höheren Planungsstufe. 

Auch sei aufgrund dieses Umstands in Zweifel zu stellen, ob die kommuna-

len Verkehrsrichtpläne der Gemeinden Y und X überhaupt noch eine Weg-

verbindung im B.-Tobel vorsehen dürften. Die Rekurrentin habe allgemein 

keine Möglichkeit gehabt, sich gegen die kommunalen Richtpläne zu weh-

ren, zumal ihr keine Rechtsmittel gegen die kommunalen Verkehrsrichtpläne 

zur Verfügung gestanden seien. Auch sei die Rekurrentin nicht individuell 

über das Auflageverfahren orientiert worden. Die kommunalen Richtpläne 

seien daher akzessorisch zu prüfen. Eine gerichtliche Klärung, ob und inwie-

weit an einem Wanderweg im B.-Tobel ein überwiegendes Interesse be-

stehe, habe bisher nicht stattgefunden. Auch wenn zwar nicht völlig ausge-

schlossen sei, dass die Gemeinden zusätzliche Wanderwegabschnitte in ih-

ren kommunalen Richtplänen aufnehmen könnten, könne es sich bei solchen 

Wegabschnitten von vornherein nur um isolierte Linienelemente von höchs-

 

 

R2.2021.00071 Seite 10 

tens kommunaler Bedeutung handeln. Dass am strittigen Weg ein hohes öf-

fentliches Interesse bestehe, sei sodann nicht erkennbar. Das Interesse am 

Weg sei höchstens von kommunaler Bedeutung und auch die Entstehungs-

geschichte des Wegs zeige, dass die Bevölkerung nur mässig am Bau des 

Wegs interessiert sei. 

Der geplante Wegverlauf weiche sodann stark von den kommunalen Ver-

kehrsrichtplänen ab. Die geplante Streckenführung liege sowohl in quantita-

tiver als auch in qualitativer Hinsicht ausserhalb des Anordnungsspielraums 

der kommunalen Behörden, weil der Weg bis zu 38 m von den Einträgen im 

kommunalen Verkehrsplan Y abweiche und bei der Bachüberquerung beim 

Teilabschnitt H auch eine andere Geländekammer erschliesse als dies in der 

Verkehrsrichtplankarte von Y vorgesehen sei. Insbesondere auch mit Bezug 

auf den kommunalen Verkehrsplan X seien die Richtplanabweichungen 

gross, zumal der Weg gemäss der Verkehrsrichtplankarte von X eigentlich 

permanent im Tobel verlaufen müsste. Insgesamt sei der Weg daher richt-

planwidrig.  

4.2. 

In regionalen Richtplänen werden gemeinhin Wanderwege von regionaler 

Bedeutung eingetragen. In diesem Zusammenhang ist vorliegend zunächst 

zwar, wie bereits ausgeführt, unbestritten, dass der im Streit liegende Weg 

heute nicht mehr im regionalen Richtplan eingetragen ist (vgl. E. 3.2.1). Die 

Rekurrentin verkennt indes, dass mit der Löschung des Eintrags im regiona-

len Richtplan die Wegführung "lediglich" ihre regionale Bedeutung verloren 

hat. Dass es damit einer Gemeinde aber im Ergebnis verwehrt sein soll, ohne 

Grundlage im regionalen Richtplan ein Wegprojekt von kommunaler Bedeu-

tung festzusetzen, so sinngemäss die Rekurrentin, leuchtet nicht ein. Wie die 

kommunalen Vorinstanzen zutreffend ausführen, wurde mit der Löschung 

des Eintrags im regionalen Richtplan die betreffende Planungsaufgabe 

grundsätzlich an die Gemeinden "delegiert" und es änderte sich lediglich der 

Bedeutungsgrad des Wegs. Die Planungskompetenz der Gemeinde blieb 

davon aber unberührt, zumal dem Weg nunmehr (lediglich, aber immerhin) 

eine kommunale Bedeutung zugesprochen werden kann. Nur wenn einer 

Wegführung ein Mehrwert für die (überkommunalen) Gesamtrouten zu-

kommt, ist von seiner regionalen Bedeutung auszugehen, die einen Eintrag 

im regionalen Richtplan aufdrängt. Dies wurde vorliegend offenbar seitens 

des Kantons als nicht gegeben erachtet, ansonsten der betreffende Eintrag 

 

 

R2.2021.00071 Seite 11 

im regionalen Richtplan im Jahre 2018 nicht gelöscht worden wäre. Damit 

übereinstimmend ist im erläuternden Bericht zur Gesamtrevision regionaler 

Richtplan [...] auch explizit festgehalten, dass Abschnitte ohne verbleibende 

kantonale Bedeutung in den kommunalen Verkehrsrichtplan aufgenommen 

werden können (vgl. den erläuternden Bericht zur Gesamtrevision regionaler 

Richtplan […]). Ein Eintrag im regionalen Richtplan ist daher vorliegend für 

die Festsetzung des umstrittenen kommunalen Fuss- und Wanderwegs nicht 

zwingend erforderlich, wie dies die Rekurrentin geltend macht.  

Aus denselben Gründen erübrigt sich deshalb auch eine akzessorische 

Überprüfung der kommunalen Richtpläne auf ihre Vereinbarkeit mit dem re-

gionalen Richtplan [...]. Mit dem Eintrag des strittigen Fusswegs in den bei-

den kommunalen Verkehrsrichtplänen fällt dessen Planung, Finanzierung 

und Erstellung den beiden Gemeinden X und Y zu. Ein Widerspruch zum 

übergeordneten regionalen Richtplan ist, wie ausgeführt, nicht zu erkennen.  

Schliesslich überzeugen auch die rekurrentischen Vorbringen zu den mo-

nierten Abweichungen der geplanten Wegführung von den Einträgen in den 

kommunalen Verkehrsrichtplänen nicht. Richtplanfestlegungen – etwa für 

Wege – sind gemeinhin nicht parzellenscharf und geben, wie der Begriff 

Richtplanung selbst schon sagt, lediglich eine gewisse Grobplanung vor; pla-

nungsbedingt ist für die spätere Detailplanung auf unterer Stufe ein gewisser 

Planungsspielraum zu belassen. Die kommunalen Verkehrsrichtpläne bzw. 

die kommunalen Verkehrsrichtplankarten wurden vorliegend im Mass-

stab 1:5'000 festgesetzt. Gestützt auf die Einträge in den kommunalen Richt-

plankarten lässt sich die genaue Linienführung eines Wegprojekts klarer-

weise nicht definitiv bestimmen, was sich schon daraus ergibt, dass sich eine 

metergenaue Wegführung aus den Plänen schlicht nicht einwandfrei heraus-

lesen lässt (die Differenz von wenigen Millimetern zwischen den beiden kom-

munalen Richtplanfestlegungen im Bereich des rekurrentischen Grundstücks 

im Massstab 1:5'000 spricht dabei für sich). Überdies hat die konkrete Stre-

ckenführung eines Wegprojekts nicht nur den Vorgaben der Richtplanung, 

sondern auch dem weiteren Normgefüge des Raumplanungs- und Baurechts 

zu genügen; wie vorliegend insbesondere den von Bundesrechts wegen gel-

tenden gewässerschutzrechtlichen und naturschutzrechtlichen (sowie nicht 

zuletzt auch den sicherheitstechnischen) Bestimmungen. Auch örtliche Be-

sonderheiten und Umstände müssen bei der Festsetzung eines Strassen-

projekts berücksichtigt werden können. Bei dieser Ausgangslage liesse sich 

 

 

R2.2021.00071 Seite 12 

ein Wegprojekt ohne entsprechende Ermessens- bzw. Anordnungsspiel-

räume unter Umständen gar nicht umsetzen. Insgesamt ist vorliegend davon 

auszugehen, dass die gewählte Streckenführung noch in den den kommu-

nalen Vorinstanzen zustehenden Ermessens- bzw. Anordnungsspielräumen 

bei der Umsetzung der Richtplanvorgaben liegt. Von vornherein unzutreffend 

sind die rekurrentischen Ausführungen betreffend die Abweichung der Stre-

ckenführung vom Richtplaneintrag X. Die mit dem strittigen Projekt geplante 

Überquerung des B.-Baches beim Teilstück H stimmt mit dem Richtplanein-

trag von X überein, zumal die Linienführung gemäss dem Richtplan unmit-

telbar nach der Einmündung des S.-Baches in den B.-Bach abrupt nach Os-

ten abzweigt und in der Folge nicht mehr auf dem Gemeindegebiet von X 

liegt. Mit Bezug auf den Richtplaneintrag von Y ist festzuhalten, dass sich die 

Linienführung des Wegs mit dem Verlauf des B.-Baches (und der Gemein-

degrenze) deckt. Aus diesem Eintrag kann keine Aussage hinsichtlich der 

Überquerung des B.-Baches nach Osten gemacht werden, auch wenn auf 

der Höhe des H.-Wegs eine Richtungsänderung (nach Osten) feststellbar ist. 

Zudem ist entgegen der Auffassung der Rekurrentin im – hierfür einzig mas-

sgebenden – Richtplaneintrag von Y ein Anstieg auf das "Plateau" der S.-

Weid erkennbar. Ein Treppenaufgang als solcher hat im Richtplan hingegen 

nicht konkret festgesetzt zu sein. Damit kann – unter Berücksichtigung der 

Parzellenunschärfe von Richtplaneinträgen – nicht von einer "Abweichung" 

von den Richtplänen der Gemeinden Y und X in Bezug auf den strittigen 

Teilstück H ausgegangen werden.  

Insgesamt vermag die rekurrentische Kritik im Zusammenhang mit den 

Richtplaneinträgen nicht zu überzeugen.  

5.1. 

Die Rekurrentin beanstandet ferner Fehler in der angefochtenen kantonalen 

Verfügung.  

So fehle insbesondere eine raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung 

gemäss Art. 24 des Raumplanungsgesetzes (RPG). Die Rekursgegnerin 3 

habe das Bauvorhaben unzulässigerweise einzig mit Blick auf die forstrecht-

lichen, gewässerschutzrechtlichen und naturschutzrechtlichen Spezialinte-

ressen geprüft. Eine umfassende raumplanerische Interessenabwägung sei 

 

 

R2.2021.00071 Seite 13 

nicht vorgenommen worden. Zwar habe das Baurekursgericht in seinem Ent-

scheid vom 13. August 2019 (BRGE II Nr. 0124/2019) festgehalten, eine 

raumplanungsrechtliche Ausnahmebewilligung sei für ein kommunales Weg-

projekt ausserhalb der Bauzone nicht erforderlich. Diese Ansicht stehe je-

doch im Widerspruch zur einschlägigen Literatur. Auch sei der betreffende 

Entscheid des Baurekursgerichts vom Verwaltungsgericht aufgehoben wor-

den. Nur mit Art. 24 PRG könne eine umfassende raumplanerische Interes-

senabwägung sichergestellt werden. Bei kommunalen Strassenprojekten sei 

das Projektsetzungsverfahren noch immer nicht vollständig auf die Anforde-

rungen des RPG abgestimmt. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 

16. November 2001 (VB.2001.00178) zeige zwar, dass bei einem kommu-

nalen Strassenprojekt eine kantonale Genehmigung eine fehlende Ausnah-

mebewilligung ersetzen könne. So sei im genannten Entscheid davon aus-

gegangen worden, dass die Prüfung des Vorhabens durch den Regierungs-

rat bzw. dessen Genehmigung die fehlende Ausnahmebewilligung habe er-

setzen können. Nachdem das Baurekursgericht allerdings nicht als kanto-

nale Behörde im Sinne von Art. 25 Abs. 2 RPG oder als kantonale Geneh-

migungsbehörde nach Art. 26 RPG in Betracht komme, sei die vorliegende 

kantonale Gesamtverfügung klar unrechtmässig.  

5.2. 

Ob für das vorliegende Bauvorhaben bzw. das kommunale Wegprojekt nebst 

dem strassenrechtlichen Projektierungsverfahren zusätzlich eine raumpla-

nungsrechtliche Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 RPG erforderlich ist, 

so die Rekurrentin, braucht vorliegend nicht beantwortet zu werden (sinnge-

mäss bejahte das Verwaltungsgericht diese Frage mit Entscheid 

VB.2001.00178 vom 16. November 2001; das Baurekursgericht verneinte 

die Frage im Entscheid BRGE II Nr. 0124/2019 vom 13. August 2019 

[vgl. E. 6.3]; im hierzu ergangenen Entscheid des Verwaltungsgerichts 

[VB.2019.00633 vom 14. Mai 2020] hatte sich die Beschwerdeinstanz nicht 

mit dieser Frage zu befassen). Denn selbst wenn eine Ausnahmebewilligung 

erforderlich wäre, ist nicht entscheidend, ob in der kantonalen Gesamtverfü-

gung ein formeller Hinweis auf Art. 24 RPG erfolgt. Massgebend ist vielmehr, 

ob insgesamt eine umfassende raumplanungsrechtliche Prüfung stattgefun-

den hat, welche zusätzlich zur Beurteilung des Vorhabens nach den jeweili-

gen Spezialgesetzen (wie jenen des Gewässerschutzes, der Waldschutzge-

setzgebung etc.) erfolgt. Hiervon ist vorliegend auszugehen. Auch wenn in 

 

 

R2.2021.00071 Seite 14 

der angefochtenen Gesamtverfügung (anders als noch im kantonalen Vor-

prüfungsbericht vom 26. Juli 2018 [vgl. act. 5.4]) ein expliziter Hinweis auf 

Art. 24 RPG fehlt, wurde eine vergleichbare Beurteilung des Projektes als 

Ganzes vorgenommen und spätestens mit den kantonalen Vernehmlassun-

gen im vorliegenden Rekursverfahren wurde die Begründung in der ange-

fochtenen Gesamtverfügung zulässigerweise ergänzt bzw. präzisiert (vgl. 

Kaspar Plüss, in: Kommentar VRG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, § 10 

Rz. 36). So liess das Amt für Raumentwicklung (ARE) vernehmlassungs-

weise unter Anderem ausführen, dass es die Interessenabwägungen des 

AWEL sowie des Amts für Landschaft und Natur (ALN) im Sinne einer Ge-

samtbeurteilung als mit Art. 24 RPG vereinbar erachte (vgl. act. 16, Rz. 8 ff. 

und act. 15 S. 2). Eine Rückweisung zur Prüfung der Anforderungen gemäss 

Art. 24 RPG würde vorliegend zu einem formalistischen Leerlauf und zu un-

nötigen Verzögerungen führen, nachdem klar ist, dass das ARE an seiner 

Beurteilung festhalten würde. 

6.1. 

Die Rekurrentin macht weiter geltend, der strittige Weg sei nicht auf einen 

Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen, weswegen er nicht standort-

gebunden im Sinne von Art. 24 Abs. 1 lit. a RPG sei. Auch innerhalb des 

Gewässerraums seien nur standortgebundene Anlagen bewilligungsfähig. 

Die Rekursgegnerin 3 sei in ihrem Vorprüfungsbericht vom 27. Juli 2018 nur 

deshalb von der Standortgebundenheit des Wegprojekts ausgegangen, weil 

der Wanderweg damals noch eine Grundlage im regionalen Richtplan ge-

habt habe. Ein Richtplaneintrag sei für sich allein indes allgemein nicht ge-

nügend, um die Standortgebundenheit einer Anlage zu begründen. Im tech-

nischen Bericht werde sodann zwar auf ein Variantenstudium für mögliche 

Alternativstandorte hingewiesen. Welche Alternativrouten indes konkret ge-

prüft worden seien, gehe aus dem Bericht nicht schlüssig hervor. Eine alter-

native Wegführung stelle die Strecke von der H.-Strasse über die B.-Strasse 

zur S.-Weid und weiter zum Wanderweg […] dar, von welchem der Teilab-

schnitt H nur gerade 40-70 m entfernt liege. Eine zweite Alternativroute sei 

in der Wegverbindung via R.-Weg […] zu sehen. Auch hier verlaufe der R.-

Weg im untersten Abschnitt nur gerade in einem Abstand von 15 m zum ge-

planten Wanderweg. Beide alternativen Wegstrecken seien in den kommu-

nalen Verkehrsrichtplänen eingetragen. Der R.-Weg sei schwach befahren 

und führe direkt am Waldrand entlang, was ihn als Fuss- und Wanderweg 

 

 

R2.2021.00071 Seite 15 

genauso attraktiv mache wie der geplante Wanderweg im Tobel. Auch die 

B.-Strasse sei oberhalb der H.-Strasse nur wenig befahren. Es bestehe ins-

gesamt kein Bedürfnis, parallel zu diesen zwei bereits vorhandenen Wander-

wegen in einem Abstand von nur wenigen Metern einen dritten Wanderweg 

zu errichten und dafür geschützte Lebensräume und den Gewässerraum in 

Anspruch zu nehmen. Dass beim Teilabschnitt H bereits ein Trampelpfad 

existiere, ändere nichts an der fehlenden Standortgebundenheit des Pro-

jekts. Der betreffende Trampelpfad sei nie bewilligt bzw. im Rahmen eines 

Strassenprojekts festgelegt worden. Ohnehin sei dieser Weg kaum erkenn-

bar und nicht markiert. Im Zuge der Planung sei sodann eine dritte Wegal-

ternative via eine Hängebrücke, welche vom R.-Weg zur S.-Weid hätte füh-

ren sollen, ausgearbeitet worden. Diese Variante wäre mit einer klar gerin-

geren Beeinträchtigung der wertvollen Lebensräume im Tobel, der Schaf-

fung einer attraktiveren (behinderten- und kinderwagengerechten) Wegver-

bindung zur S.-Weid sowie einer geringeren Richtplanabweichung verbun-

den gewesen. Die alternative Wegführung mit der Hängebrücke sei einzig 

aus politischen bzw. finanziellen Gründen verworfen worden. Es gehe nicht 

an, dass eine attraktivere Wegführung einzig aus finanziellen Überlegungen 

nicht in die weitere Planung miteinbezogen werde. Mit der Hängebrücke 

hätte der untere Abschnitt des B.-Tobels unberührt bleiben können und der 

aufwändige Zickzack-Treppenweg zur S.-Weid im Teilabschnitt H wäre nicht 

notwendig gewesen. Mit den drei aufgezeigten alternativen Wegführungen 

fehle dem strittigen Wegprojekt insgesamt die notwendige Standortgebun-

denheit.  

Der geplante Wanderweg betreffe sodann ein schützenswertes Biotop im 

Sinne der Natur- und Heimatschutzgesetzgebung, in welches unnötiger-

weise eingegriffen werde. Das Gutachten der Q. GmbH habe im Bereich des 

Teilabschnitts H geschützte Pflanzenarten und Brutvögel entdeckt, wobei 

zahlreiche Tierarten, insbesondere Amphibien, Reptilien, Insekten aber auch 

Säugtiere (Dachs, Igel) im Gutachten zu Unrecht unberücksichtigt geblieben 

seien. Es sei sodann erstellt, dass der Wegabschnitt H durch den schützens-

werten Lebensraum des Baumfalken führe. Das Tobel sei im Bereich des 

Wegprojekts weitgehend unberührt. Mit der Realisierung des Wanderwegs 

und den damit verbundenen Störungen für die Tiere und Pflanzen im Tobel 

würden wertvolle Lebensräume irreversibel zerstört. Auch die Rekursgegne-

rin 3 erachte das Tobel als weitestgehend unerschlossen und sei im Vorprü-

fungsbericht vom 26. Juli 2018 sowie im Hindernisbrief vom 7. November 

 

 

R2.2021.00071 Seite 16 

2019 zum Schluss gekommen, dass auf den Teilabschnitt H, wenn möglich, 

zu verzichten sei. Bei richtiger Betrachtung müsse auf den Teilabschnitt H 

auch dann verzichtet werden, wenn die Hängebrücke nicht realisiert werde. 

Wie erwähnt, sei das Bachtobel im Bereich des Teilabschnitts H bisher weit-

gehend unerschlossen und aufgrund seiner Unberührtheit besonders wert-

voll. Der Trampelpfad beim Wegabschnitt H sei kaum je frequentiert, da es 

sich um eine Sackgasse handle. Erst als das Wegprojekt ausgesteckt wor-

den sei, habe dies einige Fussgänger ins Tobel gelockt. Zuvor und auch jetzt 

werde das Tobel in diesem Abschnitt nicht betreten. Gerade in diesem Ab-

schnitt befände sich die geschützte Orchideenart Listera ovata, welche mit 

dem Bau des Wanderwegs irreversibel beeinträchtigt werde. Zwischen Z und 

Y stelle das Tobel, wie bereits mehrfach ausgeführt, das letzte unberührte 

Bachtobel dar, weswegen das Interesse am Biotopschutz höher gewichtet 

werden müsse als das Interesse an der Verwirklichung des Wegs. Der ge-

plante Wanderweg würde zudem die Vernetzungswirkung erheblich ver-

schlechtern, insbesondere wegen der Störung durch Fussgänger.  

Die Rekursgegnerschaft habe es allgemein unterlassen, die sich widerstrei-

tenden räumlichen Interessen zu ermitteln und gegeneinander abzuwägen. 

Dem öffentlichen Interesse am Wegprojekt könne allgemein nur ein geringes 

Gewicht zukommen, weil das Wegprojekt aus dem regionalen Richtplan ge-

strichen worden sei, die Wegführung massiv von den kommunalen Verkehrs-

plänen abweiche und drei Alternativrouten existierten, welche das B.-Tobel 

weitaus weniger stark beeinträchtigen würden. Demgegenüber sei das Inte-

resse an der Erhaltung der Lebensräume für gefährdete Pflanzen und Tiere 

im B.-Tobel höher zu gewichten, weil vorliegend ein ökomorphologisch na-

türlicher Bachabschnitt betroffen sei, das B.-Tobel aufgrund seiner Unbe-

rührtheit besonders wertvoll sei und es sich um das letzte unberührte Bachto-

bel zwischen Y und Z handle. Auch sei im Teilabschnitt H ein Eiben-Buchen-

wald und ein Ahorn-Eschenwald vorhanden, welche beide auf der Liste der 

schützenswerten Lebensraumtypen der Natur- und Heimatschutzverord-

nung (NHV) aufgeführt seien (Anhang 1). Entgegen dem Dafürhalten der Re-

kursgegnerschaft sei im Bereich des Wegabschnitts H ein Ahorn-Eschen-

wald vorhanden, was das von der Rekurrentin aufgenommene Foto be-

zeuge. Auch weil der Wanderweg in die Lebensräume von Tierarten ein-

greife, die in den Roten Listen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) aufge-

führt seien, dem Tobel eine wichtige Funktion als Vernetzungskorridor zu-

komme und weil das Tobel mit dem Weg irreversibel zerstört werde, sei das 

 

 

R2.2021.00071 Seite 17 

Interesse an der Erhaltung des Bachtobels höher zu gewichten als das Inte-

resse an der Verwirklichung des Wegs.  

In gewässerschutzrechtlicher Hinsicht müsse berücksichtigt werden, dass es 

sich beim B.-Bach um einen unverbauten Bach mit ausgeprägter Wasser-

spiegelbreitenvariabilität und gewässerechtem Uferbewuchs mit guter Be-

schattung handle, weshalb das Interesse an der ungeschmälerten Erhaltung 

des Gewässerraums klar höher gewichtet werden müsse als das Interesse 

an der Erstellung des Wanderwegs.  

Aus denselben Gründen komme schliesslich auch eine nachteilige Nutzung 

des Waldes im Sinne der Waldschutzgesetzgebung nicht in Frage. Im Übri-

gen fehle es auch an der notwendigen jagdschutzrechtlichen Beurteilung des 

Wegprojekts. 

6.2.1. 

Gemäss Art. 24 RPG kann die Errichtung von Bauten und Anlagen aus-

serhalb der Bauzonen sowie deren Zweckänderung abweichend von Art. 22 

Abs. 2 lit. a RPG bewilligt werden, wenn der Zweck der Bauten und Anlagen 

einen Standort ausserhalb der Bauzonen erfordert (lit. a) und der Bewilligung 

keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (lit. b). 

Eine Baute oder Anlage ist dann standortgebunden, wenn sie aus techni-

schen oder betrieblichen Gründen oder aber aus Gründen der Bodenbe-

schaffenheit auf einen bestimmten Standort ausserhalb der Bauzonen ange-

wiesen ist. Ausreichend ist eine relative Standortgebundenheit. Es ist dem-

nach nicht (im Sinne einer absoluten Standortgebundenheit) erforderlich, 

dass überhaupt kein anderer Standort in Betracht fällt. Es müssen jedoch 

besonders wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen 

Standort gegenüber andern Standorten innerhalb einer Bauzone als wesent-

lich vorteilhafter erscheinen lassen. An das Erfordernis der Stand-ortgebun-

denheit sind stets sehr strenge Anforderungen zu stellen, weil andernfalls die 

vom Raumplanungsgesetz bezweckte Trennung zwischen Bau- und Nicht-

baugebiet nicht mehr gewährleistet ist. 

 

 

R2.2021.00071 Seite 18 

6.2.2. 

Im Gewässerraum dürfen nur standortgebundene, im öffentlichen Interesse 

liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwege, Flusskraftwerke oder Brü-

cken erstellt werden (Art. 41c Abs. 1 Satz 1 der Gewässerschutzverordnung 

[GSchV]). Gemäss dem erläuternden Bericht des BAFU zur GSchV gelten 

Anlagen dann als standortgebunden, wenn sie "aufgrund ihres Bestim-

mungszwecks oder aufgrund der standörtlichen Verhältnisse nicht aus-

serhalb des Gewässerraums angelegt werden können" (BAFU, Erläuternder 

Bericht vom 20. April 2011, Parlamentarische Initiative Schutz und Nutzung 

der Gewässer – Änderung der Gewässerschutz-, Wasserbau-, Energie- und 

Fischereiverordnung, S. 14). Der Begriff der Standortgebundenheit ist dem 

Raumplanungsrecht (Art. 24 RPG) entnommen; die dort entwickelten 

Grundsätze lassen sich auch auf die Beurteilung der Standortgebundenheit 

im Gewässerraum übertragen (vgl. VB.2012.00644 vom 27. März 2013, E. 

3.2.1). 

6.2.3. 

Bauvorhaben, die den Waldboden dauernd oder vorübergehend zweckent-

fremden, bedürfen einer Rodungsbewilligung (Art. 4 des Waldgesetzes 

[WaG]). Rodungen sind gemäss Art. 5 Abs. 1 WaG grundsätzlich verboten. 

Eine Ausnahmebewilligung kann unter den Voraussetzungen von Art. 5 

Abs. 2 WaG erteilt werden. Auch für den Wald nachteilige Nutzungen, die 

keine Rodung darstellen, sind grundsätzlich unzulässig, dürfen aber von den 

Kantonen aus wichtigen Gründen unter Auflagen und Bedingungen bewilligt 

werden (Art. 16 WaG). Als solche Nutzungen gelten punktuelle oder unbe-

deutende Beanspruchungen von Waldboden für nichtforstliche Kleinbauten 

und -anlagen wie bescheidene Rastplätze, Feuerstellen, Sport- und Lehr-

pfade, erdverlegte Leitungen und Kleinantennenanlagen, die das Bestandes-

gefüge des Waldes nicht beeinträchtigten. Die nichtforstlichen Kleinbauten 

und Kleinanlagen benötigen somit zwar keine Rodungsbewilligung, weil sie 

den Wald nicht geradezu zweckentfremden. Da sie für diesen jedoch nach-

teilig sind, bedürfen sie einer Ausnahmebewilligung des Kantons (vgl. Art. 16 

Abs. 2 WaG) und, weil sie als nachteilige Nutzungen dem Zweck des Waldes 

jedenfalls nicht ganz entsprechen, einer Baubewilligung bzw. einer raumpla-

nungsrechtlichen Ausnahmebewilligung (vgl. BGE 139 II 134, E. 6.2). Nach 

Art. 5 Abs. 2 lit. a WaG muss ein Werk, für das eine waldrechtliche Ausnah-

mebewilligung beansprucht wird, auf den vorgesehenen Standort angewie-

 

 

R2.2021.00071 Seite 19 

sen sein. Die Standortgebundenheit ist nicht in einem absoluten Sinne auf-

zufassen, besteht doch fast immer eine gewisse Wahlmöglichkeit. Entschei-

dend ist, ob die Gründe der Standortwahl die Interessen der Walderhaltung 

überwiegen. Die Bejahung der relativen Standortgebundenheit setzt indes-

sen ebenfalls voraus, dass eine umfassende Abklärung von Alternativstand-

orten stattgefunden hat (BGE 120 Ib 400, E. 4c; BGE 119 Ib 397, E. 6a). 

6.3. 

Mit dem (zumindest die grobe Streckenführung betreffenden) Eintrag des 

strittigen Wegs in den beiden kommunalen Verkehrsrichtplänen liegt grund-

sätzlich ein wichtiges Argument für dessen Standortgebundenheit vor 

(vgl. VB.2013.00748 vom 21. August 2014, E. 5.3), auch wenn, wie die Re-

kurrentin grundsätzlich zu Recht ausführt, die Richtplaneinträge für sich al-

lein selbstredend noch keine Standortgebundenheit zu begründen vermö-

gen.  

Die kommunalen Vorinstanzen erhoffen sich mit dem strittigen Projekt einen 

attraktiven Wanderweg durch das B.-Tobel entlang der Gemeindegrenzen 

zu schaffen, der von der naherholungssuchenden Bevölkerung beider Ge-

meinden genutzt werden und an das regionale Wanderwegnetz beim R.-

Bach und bei der S.-Strasse anschliessen soll. Im Zentrum des Projekts steht 

die Erholungsnutzung für die Bevölkerung in der Natur. Dass dieser Zweck 

grundsätzlich nicht im Siedlungsgebiet erreicht werden kann, liegt auf der 

Hand und bestätigte sich anlässlich des Lokaltermins (bzw. der in diesem 

Zusammenhang erfolgten Begehung möglicher Alternativrouten ausserhalb 

des Tobels) eindrücklich (vgl. Protokoll, Fotos Nrn. 1-15 und 24-30). Entlang 

des R.-Wegs und des B.-Rains und damit entlang des Siedlungsgebiets wird 

der angestrebte Erholungszweck klarerweise nicht erreicht, nachdem diese 

von der Rekurrentin vorgeschlagenen Alternativrouten auf einem nicht uner-

heblichen Teil der Strecken einerseits nicht "direkt entlang des Waldrandes" 

führen und andererseits auch auf jenen Teilbereichen, die effektiv in Wald-

nähe sind, offensichtlich nicht das gleiche Erholungserlebnis bieten können 

wie die geplante Streckenführung im Tobel. Der auf den Alternativrouten 

deutlich wahrzunehmende motorisierte Verkehr, die weiteren siedlungsbe-

dingten Immissionen (insbesondere Lärm) und nicht zuletzt auch der Um-

stand, dass auf den geteerten Routen im Sommer die Sonneneinstrahlung 

(im Unterschied zur Wegführung im kühlen Wald) ungeschützt niederbrennt, 

verunmöglichen grösstenteils das mit dem Wegprojekt angestrebte Natur- 

 

 

R2.2021.00071 Seite 20 

und Erholungserlebnis. Der blosse (und streckenweise auch nur teilweise) 

Sichtkontakt vom R.-Weg, B.-Rain und der B.-Strasse ins Tobel vermögen 

dies nicht aufzuwiegen. Die Erlebbarkeit des Tobels fehlt auf diesen Wegen 

bzw. Strassen offensichtlich. Um das Tobel als Erholungsraum effektiv er-

fahrbar zu machen, ist der geplante Weg auf eine Streckenführung im Tobel 

und damit grundsätzlich auf eine gewässernahe Wegführung angewiesen, 

was nicht zuletzt auch aus der beispielhaften Aufzählung standortgebunde-

ner Anlagen in Art. 41c Abs. 1 GSchV erhellt.  

Diese grundsätzliche Standortgebundenheit vermag allerdings noch nicht zu 

begründen, an welchen spezifischen Stellen der Weg im Tobel verlaufen soll 

bzw. weshalb der Weg auf die im Tobel konkret projektierten Standorte beim 

Teilabschnitt H, von welchem die Rekurrentin (nebst einem Teilbereich der 

Abschnitte B und C, welche sie indes nicht substantiiert bemängelt), einzig 

direkt betroffen ist, angewiesen ist.  

Im ersten Abschnitt des Teilbereichs H bis zur Bachüberquerung ist der be-

waldete Bereich des Tobels vergleichsweise schmal. Erst nach der vorgese-

henen Bachüberquerung weist das Tobel einen grösser ausfallenden Flä-

chenbereich auf. Um das gewässernahe Naturerlebnis im ersten Abschnitt 

des Teilbereichs H für die Bevölkerung erfahrbar machen zu können, ist es 

angesichts dieser Verhältnisse unabdingbar, dass die Wegroute im Gewäs-

serraum (beidseitiger Uferstreifen von 8 m plus die Breite der Gerinnsohle; 

vgl. Abs. 2 lit. a der Übergangsbestimmungen der GSchV zur Änderung vom 

4. Mai 2011; vgl. act. 19.60.1) verläuft. Eine weiter nördlich ausfallende Weg-

führung wäre in diesem Bereich zu nahe am Siedlungsgebiet gelegen. Wie 

bereits ausgeführt, orientiert sich die konkrete Linienführung im Teilabschnitt 

H sodann unter anderem auch an den dort bereits bestehenden Trampelpfa-

den auf dem Abschnitt bis zur Bachüberquerung und auf dem anschliessen-

den Zickzack-Treppenweg nach der Bachüberquerung. Unberührte Bereiche 

des Tobels, wie der nördliche Tobelbereich nach dem Zufluss des S.-Baches 

in den B.-Bach, bleiben so weiterhin unberührt und bereits bestehende Ge-

ländeebnungen können aufgrund der existierenden Pfade schonend genutzt 

werden. Die Auffassung der Rekurrentin, dass die Trampelpfade "kaum er-

kennbar" seien, erscheint in diesem Zusammenhang unbegreiflich, sind die 

Pfade doch, wie anlässlich des Augenscheins festgestellt und bereits mehr-

fach ausgeführt, stark ausgetreten und weisen überaus deutliche Spurenver-

läufe auf. Der Zickzack-Treppenweg bzw. der Aufstieg zur S.-Weid orientiert 

 

 

R2.2021.00071 Seite 21 

sich schliesslich auch an den topographischen Verhältnissen der dortigen 

Hangkante und liegt zu einem nicht unerheblichen Teil ausserhalb des Ufer-

streifens. Aufgrund der ausgeprägten Hangsituation nach dem geplanten 

Bachübergang wären Wegalternativen dort nicht mit vernünftigen Mitteln 

durchführbar, nachdem in jenem Bereich, wie anlässlich des Lokaltermins 

festgestellt, steile und rutschgefährdete Bachböschungen existieren und da-

mit Wegalternativen nur mit massiven baulichen Eingriffen in die Hangsitua-

tion umsetzbar wären. Die von der Rekurrentin vorgeschlagene Linienfüh-

rung auf der anderen Seite des B.-Baches (vgl. act. 19.43) wurde im Zuge 

der Planung schliesslich zu Recht verworfen, nachdem derart effektiv (und 

anders als bei der nun geplanten Route) in unberührte Teile des Tobels ein-

gegriffen würde.  

Die im Zuge der Planung verworfene Idee der Hängebrücke, welche die Ver-

bindung von der H.f.-Strasse zur S.-Weid über den R.-Weg hätte herstellen 

sollen, vermag sodann das angestrebte Naturerlebnis und die Weganbin-

dung zur S.-Weid – gleich wie der Teilabschnitt H – sicherlich ebenfalls bes-

ser zu vermitteln als die Wegführungen auf dem R.-Weg, B.-Rain und der B.-

Strasse. Auch die Hängebrücke hätte das Tobel zu einem gewissen Grad 

erlebbar gemacht und eine Erholungsfunktion geboten. Nicht zuletzt hatte 

die Rekursgegnerin 3 in der vorgeschrittenen Planung den Teilabschnitt H 

und die Hängebrücke zu Recht auch als Alternativen zueinander betrachtet 

(vgl. act. 14.12). Es stimmt zwar, dass die Rekursgegnerin 3 zunächst davon 

ausging, dass auf das Teilstück H zu verzichten sei (vgl. act. 19.29, S. 7). Im 

Zuge der weiteren Projektplanung kam die Rekursgegnerin 3 dann aber zum 

Schluss, dass die Verwirklichung von insgesamt drei Brücken (d.h. der Hän-

gebrücke sowie der beiden Fussgängerstege bei den Bachübergängen R. 

und S.-Weid) als unverhältnismässig erachtet werden müsse, weswegen 

entweder die Hängebrücke oder aber der Teilabschnitt H (nicht aber beide 

Wegführungen) zu verwirklichen seien (vgl. act. 19.49). Dies leuchtet ange-

sichts des mit beiden Wegführungen verbunden Eingriffs in die Lebensräume 

im Tobel ohne Weiteres ein, nachdem sowohl der Teilabschnitt H als auch 

die Hängebrücke beide dasselbe Ziel – die S.-Weid zu erschliessen – verfol-

gen. Entscheidend ist in diesem Zusammenhang grundsätzlich nicht, ob die 

Wegführung zur S.-Weid via die Hängebrücke aus finanziellen Gründen ver-

worfen wurde, so die Rekurrentin, sondern vielmehr (nachdem die Rekurs-

gegnerin 3 ausdrücklich zwei Wegalternativen in Aussicht stellte), ob mit der 

 

 

R2.2021.00071 Seite 22 

Hängebrücke und dem Teilabschnitt H dasselbe Wegziel mit gleich intensi-

ven Eingriffen in die Lebensräume des Tobels erreicht wird.  

Hiervon ist auszugehen. Zwar trifft es ohne Weiteres zu, dass der Uferbe-

reich des Tobels mit einer Hängebrücke weniger stark tangiert würde. Aller-

dings stellt eine Hängebrücke ein massives Bauwerk dar, das insbesondere 

in den Baumkronen, welche für die Artenvielfalt eines Waldes eine entschei-

dende Rolle spielen, zu Veränderungen der dortigen Lebensräume führt. 

Nachdem sich die geplante Wegführung an den stark ausgetretenen Tram-

pelpfaden orientiert und bisher unberührte Teile des Tobels nach wie vor 

grösstenteils unberührt lässt, die Fliessgewässer mit dem geplanten Bach-

übergang R. nicht tangiert werden und auch sonst die Wegausführung zu-

rückhaltend ausgestaltet ist, fallen die Eingriffe mit dem Teilabschnitt H im 

Vergleich zur Projektalternative der Hängebrücke (trotz der Wegführung 

durchs Tobel) nicht stärker ins Gewicht. Zu Recht stellte die Rekursgegne-

rin 3 im Zuge der Planung daher diese Projektvarianten als Alternativen in 

Aussicht. Die Wegführung via die Hängebrücke kommt damit gegenüber 

dem Teilabschnitt H nicht als milderer Eingriff ins Tobel bzw. als Alternativ-

route in Betracht.  

Damit ist das Bauvorhaben aufgrund der kommunalen Richtplaneinträge im 

Verein mit dem angestrebten Erholungszweck auf einen Standort ausserhalb 

der Bauzonen und auf die konkret geplante Linienführung im Tobel bzw. im 

hier strittigen Teilabschnitt H sowohl aus raumplanungsrechtlicher Sicht als 

auch aus gewässerschutzrechtlicher Sicht angewiesen. Auch die erteilte 

forstrechtliche Bewilligung für die nachteilige Nutzung des Waldes in diesem 

Bereich ist nicht zu beanstanden. Der Waldboden wird mit den geplanten 

Pfaden nur punktuell beansprucht und orientiert sich auf einem nicht uner-

heblichen Teil der Strecke an bereits bestehenden Pfaden bzw. Gelände-

ebnungen. Die geplanten Fundamente fallen grundsätzlich eher bescheiden 

aus (vgl. act. 14.3, S. 9 ff.). Wie die Rekursgegnerin 3 zu Recht ausführt, wird 

das Bestandesgefüge des Waldes mit der vorgesehenen Anlage im Teilab-

schnitt H nicht beeinträchtigt.  

6.4. 

Der Weg erweist sich sodann auch mangels überwiegender entgegenste-

hender Interessen im Sinne von Art. 24 lit. b RPG als bewilligungsfähig. Eine 

Gewichtung und Gegenüberstellung der involvierten Interessen zeigt, dass 

 

 

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das Wegprojekt zu Recht bewilligt wurde. Auch unter Berücksichtigung der 

konkreten Auswirkungen auf die natürlichen Lebensräume im Tobel bzw. der 

Bestimmungen zum Schutz der einheimischen Tier- und Pflanzenwelt 

(Art. 18 ff. des Natur- und Heimatschutzgesetzes [Art. 18 ff. NHG]) ist das 

Wegprojekt nicht zu bemängeln.  

6.4.1. 

Eine Ausnahmebewilligung darf gemäss Art. 24 lit. b RPG nur dann erteilt 

werden, wenn einem Vorhaben keine überwiegenden Interessen entgegen-

stehen. Im Rahmen der Erteilung einer Ausnahmebewilligung müssen alle 

sich widerstreitenden räumlichen Interessen ermittelt, gegeneinander abge-

wogen und mit sachgerechten Erwägungen gewichtet werden. Ob diese Prü-

fung bereits unter dem Aspekt der Standortgebundenheit vorgenommen wird 

oder erst im Zusammenhang mit der Prüfung entgegenstehender Interessen, 

ist dabei im Ergebnis grundsätzlich nicht entscheidend. Soweit das positive 

Verfassungs- und Gesetzesrecht indes einzelne Aspekte der allgemeinen In-

teressenabwägung (Art. 24 Abs. 1 lit. b RPG) konkret regelt (wie hier u.a. die 

Natur- und Heimatschutzgesetzgebung; siehe sogleich), ist vorweg zu klä-

ren, ob das Vorhaben mit diesen Vorschriften zu vereinbaren ist. Erst wenn 

dies zutrifft, ist die Abwägung aller zu berücksichtigenden Interessen koordi-

niert durchzuführen (vgl. VB.2005.00226 vom 8. Dezember 2012, E. 5). 

6.4.2. 

Dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten ist durch die Erhal-

tung genügend grosser Lebensräume (Biotope) und andere geeignete Mas-

snahmen entgegenzuwirken (Art. 18 Abs. 1 NHG). Gemäss Art. 18 Abs. 1bis 

NHG sind Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaf-

ten, Hecken, Feldgehölze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine 

ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige 

Voraussetzungen für Lebensgemeinschaften aufweisen, besonders zu 

schützen. Lässt sich eine Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume 

durch technische Eingriffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden, 

so hat der Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem 

Schutz, für Wiederherstellung oder ansonsten für angemessenen Ersatz zu 

sorgen (Art. 18 Abs. 1ter NHG). Der Schutz und der Unterhalt der Biotope von 

regionaler und lokaler Bedeutung obliegt den Kantonen 

(Art. 18b Abs. 1 NHG). Der Biotopschutz soll insbesondere zusammen mit 

 

 

R2.2021.00071 Seite 24 

dem ökologischen Ausgleich (Art. 15 NHV) und den Artenschutzbestimmun-

gen (Art. 20 NHV) den Fortbestand der wildlebenden einheimischen Pflan-

zen- und Tierwelt sichern. Biotope werden aufgrund der durch Kennarten 

charakterisierten Lebensraumtypen, der nach Art. 20 NHV geschützten 

Pflanzen- und Tierarten, der nach der Fischereigesetzgebung gefährdeten 

Fische und Krebse, der gefährdeten und seltenen Pflanzen und Tierarten, 

die in den vom BAFU erlassenen oder anerkannten Roten Listen aufgeführt 

sind sowie aufgrund weiterer Kriterien wie Mobilitätsansprüche der Arten o-

der Vernetzung ihrer Vorkommen als schützenswert bezeichnet 

(Art. 14 Abs. 3 NHV). Ein technischer Eingriff, der schützenswerte Biotope 

beeinträchtigen kann, darf nur bewilligt werden, sofern er standortgebunden 

ist und einem überwiegenden Bedürfnis entspricht. Für die Bewertung des 

Biotops in der Interessenabwägung sind neben seiner Schutzwürdigkeit (ge-

mäss Art. 14 Abs. 3 NHV) seine Bedeutung für die geschützten, gefährdeten 

und seltenen Pflanzen- und Tierarten, seine ausgleichende Funktion für den 

Naturhaushalt, seine Bedeutung für die Vernetzung schützenswerter Biotope 

und seine biologische Eigenart oder sein typischer Charakter massgebend 

(Art. 14 Abs. 6 lit. a-d NHV). Wer einen Eingriff vornimmt oder verursacht, ist 

zu bestmöglichen Schutz-, Wiederherstellungs- oder sonstigen angemesse-

nen Ersatzmassnahmen zu verpflichten (Art. 14 Abs. 7 NHV). 

6.5.1. 

Zunächst trifft es entgegen den Vorbringen der Rekurrentin nicht zu, dass 

der streitgegenständliche Weg zwei gemäss der NHV zu schützende Wald-

typen (vgl. die Liste der schützenswerten Lebensraumtypen in Anhang 1 

NHV) direkt tangiert. Der zu schützende Ahorn-Eschenwald mit Bärlauch 

wäre lediglich von der ursprünglich geplanten Hängebrücke im Teilab-

schnitt A überspannt worden (vgl. Gutachten, Anhang 1). Von den geschütz-

ten Waldtypen ist nur der Eiben-Buchenwald durch das vorliegende Projekt 

betroffen (vgl. Gutachten S. 5). Wie die kommunalen Vorinstanzen zu Recht 

ausführen, erfolgt die Festlegung eines Waldstandorts nicht alleine aufgrund 

der Baumarten, sondern weitgehend aufgrund der krautigen Pflanzen in der 

Krautschicht sowie aufgrund der Ansprache des Bodentyps. Kartiert wird der 

potentiell natürliche Waldstandort, d.h. die natürlichen Waldgesellschaften, 

die ohne menschliche Eingriffe zu erwarten wären. Dabei kann die Bepflan-

zung mit ökonomisch wertvollen Baumarten oftmals vom ursprünglichen Zu-

stand abweichen. Aus diesem Grund ist das zu den Akten gereichte Foto der 

 

 

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Rekurrentin (vgl. act. 22.3), mit welcher sie die Bestockung des Wegab-

schnitts H mit Ahorn und Eschen belegen will, nicht aussagekräftig. Der Ei-

ben-Buchenwald wird sodann durch den bereits dargelegten, geringen bau-

lichen Eingriff ins Tobel keine ins Gewicht fallende Beeinträchtigung erfahren 

(vgl. Gutachten S. 5).  

Sodann wurde im Zuge der gutachterlichen Untersuchung des Tobels einzig 

der Baumfalke entdeckt, welcher auf der aktuellen "Rote[n] Liste Brutvögel" 

als potentiell gefährdet eingestuft wird (vgl. Art. 14 Abs. 3 NHV bzw. die vom 

BAFU erlassene Rote Liste Brutvögel, gefährdete Arten Schweiz, Stand 

2010). Im Gutachten wird davon ausgegangen, dass es sich beim beobach-

teten Exemplar wahrscheinlich um ein brütendes Paar handle (Gutachten 

S. 6 f.) Auch wenn selbstredend klar ist, dass menschliche Eingriffe negative 

Folgen für das Verhalten von Vögel haben können (vgl. Gutachten S. 10), so 

ist vorliegend zu berücksichtigen, dass es sich beim beobachteten Fundort 

des Paares bei der Parzelle Kat.-Nr. 2 (mit den dort vorhandenen Wohnbau-

ten gleich nördlich und südlich der Parzelle), um einen Standort handelt, der 

bereits menschliche Eingriffe erfahren hat und nicht unerhebliche Störungs-

sequenzen aufweist (vgl. Gutachten, Anhang 2). Wiederum ist sodann auch 

hier darauf hinzuweisen, dass Teile des Tobels (wie der bereits erwähnte 

Abschnitt beim Teilstück H ab der Bachüberquerung nördlich zum B.-Bach) 

auch mit dem Wegprojekt unberührt bleiben und den Vögeln damit nach wie 

vor ungestörte Rückzugsorte zur Verfügung stehen. Die zweite von der Re-

kurrentin angesprochene Rote-Liste Art, die Waldohreule, wurde schliesslich 

ausserhalb des fachkundig definierten Untersuchungsperimeters beobachtet 

(vgl. Gutachten S. 8). Dass der Untersuchungsperimeter für die Beobach-

tung von Brutvögeln auf einen 50 m beidseitig des geplanten Wegs verlau-

fenden Streifen festgelegt wurde (vgl. Gutachten S. 2), ist aus ornithologi-

scher Sicht nicht zu beanstanden. Der Einschätzung des Gutachtens, dass 

mit einem Beleuchtungsverzicht dem Lebensraumschutz der Eule genügend 

Rechnung getragen werden kann (vgl. Gutachten S. 10), ist zuzustimmen. 

Im Verein mit der bereits angesprochenen Weganpassung können die Ein-

griffe im Tobel auf ein verhältnismässiges Mass reduziert werden, weshalb 

der Fortbestand der beobachteten Waldohreule genügend gesichert er-

scheint.  

Was schliesslich die weiteren Tierartengruppen betrifft, welche die Rekurren-

tin thematisiert (Reptilien, Amphibien, Insekten), ist davon auszugehen, dass 

 

 

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diesbezüglich zu Recht seitens des Gutachtens auf weitergehende Untersu-

chungen verzichtet wurde. Bei den Amphibien ist zu berücksichtigen, dass 

an sämtlichen Fliessgewässern (abgesehen von den beiden in konstrukti-

onstechnischer Hinsicht bescheiden ausfallenden Bachüberquerungen; vgl. 

act. 14.3, S. 11) grundsätzlich keine baulichen Veränderungen geplant sind. 

Auch bei den Stillgewässern sind, wie die kommunalen Vorinstanzen zu 

Recht ausführen, keine baulichen Veränderungen geplant. Sodann ist kein 

Stillgewässer betroffen, das nicht schon heute anthropogen beeinflusst ist 

(S.-Weiher). Nachdem, wie bereits eingangs ausgeführt (vgl. E. 3.2.3), die 

Ökomorphologie höchstens marginal vom Projekt tangiert ist, ist auch davon 

auszugehen, dass die aquatischen Tiergruppen ebenfalls höchstens margi-

nal vom Wegprojekt betroffen sein werden. Die gewählte Wegführung beein-

flusst den Uferstreifen bei den beiden Stegüberquerungen baulich nur mini-

mal. Gleichermassen kann auch hinsichtlich der Reptilien davon ausgegan-

gen werden, dass die – vorstehend genannten – baulichen Eingriffe keine 

ins Gewicht fallende Auswirkungen auf die Lebensräume dieser Tiergruppen 

haben werden. Überdies haben die kommunalen Vorinstanzen eine Leinen-

pflicht für Hunde in Aussicht gestellt (vgl. § 11 Abs. 1 lit. d des kantonalen 

Hundegesetzes). Katzen mit ihren wegunabhängigen Jagdverhalten dürften 

überdies, wie die kommunalen Vorinstanzen zu Recht ausführen, für Repti-

lien und Amphibien das weitaus grössere Problem darstellen. Angesichts 

dieser Umstände und nachdem auf das Fällen von Bäumen verzichtet wird 

bzw. Fällungen höchstens dann in Betracht kommen, wenn aus baumdiag-

nostischer Sicht eine Baumfällung ohnehin, d.h. losgelöst vom Wegprojekt, 

erforderlich ist (vgl. Protokoll S. 11), erscheinen weitere Abklärungen zu an-

deren höhlenbewohnenden Tierarten nicht notwendig. Nach dem vorstehen-

den Gesagten hat das Wegprojekt erwartungsgemäss schliesslich auf die 

Insektenpopulation kaum einen Einfluss.  

Die geplante Wegführung führt nicht zuletzt auch dazu, dass ein Fundort des 

jungen Waldkauzes (welcher auf der vom BAFU erlassenen Roten Liste Brut-

vögel als nicht gefährdet markiert ist) von der Beeinflussung durch den ge-

planten Weg ausgenommen werden kann (vgl. Gutachten Anhang 2; 

act. 19.60.1). Auch hinsichtlich der bei der Wegführung vorhandenen Orch-

ideen (Cephalanthera longifolia und Listera ovata, welche als nicht gefährdet 

eingestuft werden), ist davon auszugehen, dass diese mit der Offizialisierung 

der Wegführung besser geschont werden können. Im Übrigen ist, wie die 

kommunalen Vorinstanzen zu Recht vorbringen, hierzu anzumerken, dass 

 

 

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sich die Orchideen trotz des Umstandes, dass der schon bestehende Tram-

pelpfad beim Teilabschnitt H direkt an ihnen vorbeiführt und sie damit bereits 

bisher menschlichen Einflüssen ausgesetzt waren, bemerkenswerterweise 

ansiedeln konnten. Durch kleinräumige Anpassungen der Wegführung kön-

nen die Orchideenstandorte ohne Weiteres erhalten werden.  

Damit erweist sich die rekurrentische Kritik zu den Auswirkungen des Weg-

projekts auf die einheimischen Tier- und Pflanzenwelt als unbegründet, was 

auch für die angeblich zu Unrecht fehlende Beurteilung nach Art. 7 des Jagd-

gesetzes (JSG) gilt. Nach Massgabe der vorstehenden Erwägungen ist vor-

liegend nicht von einer ins Gewicht fallenden Störung von Wildtieren auszu-

gehen. 

6.5.2. 

Schliesslich kann, wie die kommunalen Vorinstanzen zutreffend ausführen, 

das öffentliche Interesse an der Verwirklichung des Wegs grundsätzlich als 

gross qualifiziert werden, nachdem, wie ausgeführt, der Weg in den kommu-

nalen Verkehrsrichtplänen eingetragen ist. Richtplaneinträge liefern zwar 

keine konkrete Berechtigung für das weitere Vorgehen im nachgelagerten 

Verfahren zur Bewilligung oder Festsetzung eines Vorhabens. Ihnen kommt 

aber grundsätzlich eine zentrale Bedeutung als Abstimmungsinstrument für 

Vorhaben mit bedeutsamen Auswirkungen auf Raum und Umwelt zu 

(vgl. BGr 1C_356/2019 vom 4. November 2020, E. 7). Vorliegend ist der mit 

dem strittigen Projekt verfolgte Erholungszweck ausgewiesen. Allein des-

halb, dass es sich vorliegend um ein kommunales und kein regionales Weg-

projekt handelt, kann nicht, wie die Rekurrentin suggeriert, geschlossen wer-

den, dass die Rekursgegnerschaft bloss ein minderwertiges Interesse an der 

Verwirklichung des Wegs habe. Auch kommunale Interessen können selbst-

redend gewichtig sein. Ebenso ist die rekurrentische Argumentation, dass 

dem öffentlichen Interesse aufgrund der massiven Abweichung von den 

kommunalen Richtplänen und der vorhandenen Alternativrouten keine hohe 

Gewichtung zukommen könne, nicht überzeugend. Wie vorstehend darge-

legt, sind keine rechtserheblichen Abweichungen der Wegführung von den 

Linienführungen in den kommunalen Richtplänen erkennbar (vgl. E. 4.2). 

Auch kommen die von der Rekurrentin vorgeschlagenen (alternativen) Weg-

führungen nicht als taugliche Alternativrouten in Betracht (E. 6.3). Den 

grundsätzlich hohen Interessen an der Verwirklichung des Wegs stehen im 

Wesentlichen naturschutzrechtliche und raumplanungsrechtliche Interessen 

 

 

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(sowie die privaten Interessen der Rekurrentin) gegenüber, welche beim vor-

liegenden Projekt die Interessen an der Verwirklichung des Wegs indes nicht 

zu überwiegen vermögen.  

Wie bereits ausgeführt, sind die aus dem Fussweg resultierenden baulichen 

Eingriffe in die Landschaft überwiegend zurückhaltend. Auch ist nochmals 

hervorzuheben, dass beim Wegabschnitt H (von welchem die Rekurrentin, 

wie ausgeführt, überwiegend direkt betroffen ist) bereits auf einem Grossteil 

der geplanten Strecke stark ausgetretene Trampelpfade sowie weitere Land-

schaftseingriffe existieren, welche eindrücklich auf eine bereits bestehende 

Störungsfrequenz schliessen lassen (siehe vorstehend E. 3.2.4). Die rekur-

rentische Behauptung, wonach das Tobel "bisher weitestgehend unberührt 

sei" und vor der Projektauflage und auch heute im Teilabschnitt H nicht be-

treten werde, trifft – zumindest für einen überwiegenden Teil der Strecken-

führung (siehe sogleich) – klarerweise nicht zu. Es mag zwar stimmen, dass 

der Trampelpfad auf Höhe der geplanten Bachüberquerung nicht weiter ins 

Tobel führt und damit dieser anschliessende Tobelbereich unberührt ist. Auf 

der anderen Seite der Bachüberquerung sind mit der dortigen Feuerstelle 

und den hangaufwärtsverlaufenen Pfaden indes bereits offensichtlich weit-

greifende Eingriffe im Tobel vorhanden. Die im Talboden vorgesehene Bach-

überquerung ist, wie bereits dargelegt, mit keinen nennenswerten Verände-

rungen am Bachbett verbunden (vgl. act. 14.5, S. 9; act. 14.6). Gemäss den 

Vorgaben des AWEL muss auf massive Verbauungen der Bachböschungen 

verzichtet werden (siehe bereits vorstehend, E. 3.2.3). Die Detailplanung der 

Linienführung wurde aufgrund der Rückmeldungen der Rekursgegnerin 3 im 

Zuge der Planung sowie aufgrund der Empfehlungen des Gutachtens so-

dann mehrfach angepasst (vgl. u.a. act. 19.58). Während ursprünglich eine 

Wegführung auf der ganzen Länge des Tobels nah entlang der Bachufer ge-

plant war (vgl. act. 19.11), wurde in der anschliessenden Planung auf eine 

solche Linienführung direkt entlang der Fliessgewässer verzichtet. Durch die 

definitiv gewählte Wegführung zwischen den beiden geplanten Stegen über 

den B.-Bach auf dem Plateau am nördlichen Rand des Geländes der Stiftung 

S. ist der Schutz des Bachtobels im dortigen Abschnitt vor Störungen ge-

wahrt. Sämtliche ursprünglich zur Diskussion gestandenen Wegvarianten, 

die in Teilen tatsächlich entlang des B.-Baches oder des S.-Baches geführt 

hätten, wurden verworfen (vgl. Gutachten Anhang 2 und act. 19.60.1). Im 

Zuge der weiteren Planung wurde schliesslich auch, wie bereits ausgeführt, 

auf die Idee der Hängebrücke, welche die Verbindung von der H.f.-Strasse 

 

 

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zur S.-Weid über den R.-Weg hätte herstellen sollen, verworfen. Sinnvollere 

Streckenalternativen innerhalb des Teilabschnitts H sind, wie ausgeführt, 

nicht erkennbar.  

Insgesamt vermögen die Interessen an der Verwirklichung des Wegs damit 

die entgegenstehenden Interessen zu überwiegen. Die Rekursgegnerschaft 

durfte zu Recht davon ausgehen, dass dem Wegprojekt keine überwiegen-

den Interessen entgegenstehen. Mit dem Wegprojekt wird das Tobel entge-

gen dem Dafürhalten der Rekurrentin klarerweise nicht irreversibel geschä-

digt und die Eingriffe erweisen sich als verhältnismässig.  

7. 

Zusammenfassend ist der Rekurs abzuweisen. 

8.1. 

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten der Rekurrentin aufzuerlegen 

(§ 13 VRG).  

Nach § 338 Abs. 1 PBG bzw. § 2 der Gebührenverordnung des Verwaltungs-

gerichts (GebV VGr) legt das Baurekursgericht die Gerichtsgebühr nach sei-

nem Zeitaufwand, nach der Schwierigkeit des Falls und nach dem bestimm-

baren Streitwert oder dem tatsächlichen Streitinteresse fest. Liegt wie hier 

ein Verfahren ohne bestimmbaren Streitwert vor, beträgt die Gerichtsgebühr 

in der Regel Fr. 500.-- bis Fr. 50'000.-- (§ 338 Abs. 2 PBG; § 3 Abs. 2 

GebV VGr). In besonders aufwendigen Verfahren kann die Gerichtsgebühr 

bis auf das Doppelte erhöht werden (§ 4 Abs. 1 GebV VGr). Bei der Bemes-

sung der Gebührenhöhe steht der Rekursinstanz ein grosser Ermessens-

spielraum zu (Plüss, § 13 Rz. 25 ff.).  

Im Lichte des vorliegend gegebenen tatsächlichen Streitinteresses (1,2 km 

langes Wegprojekt, das zwei Gemeindegebiete betrifft), des getätigten Ver-

fahrensaufwandes (zwei Schriftenwechsel und Durchführung eines Augen-

scheins) und des Umfangs des vorliegenden Urteils ist die Gerichtsgebühr 

auf Fr. 7'000.-- festzusetzen (BGr 1C_566/2015 vom 18. Februar 2016, E. 2; 

BGr 1C_244/2013 vom 4. Juli 2013, E. 4; BRGE II Nrn. 0162 und 0163/2012 

vom 23. Oktober 2012, E. 16, in BEZ 2014 Nr. 36; Entscheid bestätigt mit 

 

 

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VB.2012.00774 vom 22. August 2013, dieser bestätigt mit BGr 1C_810/2013 

vom 14. Juli 2014; www.baurekursgericht-zh.ch). 

8.2. 

Die kommunalen Vorinstanzen beantragen die Zusprechung einer Umtriebs-

entschädigung. Vorliegend handelt es sich zwar nicht um einen einfachen 

Fall. Dessen ungeachtet hatte die Behörde im Rechtsmittelverfahren keinen 

besonderen, über die Bearbeitung im Bewilligungsverfahren erheblich hin-

ausgehenden Zusatzaufwand zu treiben. Die Voraussetzungen von § 17 

Abs. 2 lit. a VRG sind daher nicht erfüllt, so dass von der Zusprechung einer 

Umtriebsentschädigung an den Rekursgegner 1 und 2 abzusehen ist.  

Angesichts des Verfahrensausgangs ist der Rekurrentin von vornherein 

keine Umtriebsentschädigung zuzuerkennen.