# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e1dbfb8-6a5a-5cfc-886e-12f667b00763
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.04.2022 720 21 299/73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-299-73_2022-04-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 

vom 7. April 2022 (720 21 299 / 73) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Neuanmeldung. Ablehnung des Leistungsanspruchs infolge fehlender wesent-

licher Verschlechterung des Gesundheitszustandes.  

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Martina Somogyi 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 2102, 
4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  

Betreff IV-Rente 

 

 

 

A.1 Die bis 2016 als Mitarbeiterin in der Verpackung tätige A.____, geboren 1977, reichte 

erstmals am 4. August 2016 unter Hinweis auf eine Depression, eine Schmerz- und Traumafol-

gestörung sowie Ängste bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) ein Gesuch um Ausrich-

tung von Leistungen der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) ein. Nach Abklärung der 

erwerblichen und medizinischen Verhältnisse, insbesondere nach Einholung eines bidisziplinä-

ren, psychiatrisch-rheumatologischen, Gutachtens von Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie, 

 

 
 
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vom 6. September 2018 und Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 

6. Oktober 2018 sowie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens wies die IV-Stelle das 

Leistungsbegehren mit Verfügung vom 6. Februar 2019 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 

30 % ab. Die dagegen beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungs-

recht (Kantonsgericht) erhobene Beschwerde hiess dieses mit Urteil vom 17. Oktober 2019 

teilweise gut und sprach der Beschwerdeführerin eine befristete, ganze Invalidenrente ab 

1. Februar 2017 bis 30. November 2018 zu. 

 

A.2 Am 12. März 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin mit ärztlichem Kurzbericht der 

Klinik D.____ vom 4. März 2020 die IV-Stelle mit Verweis auf eine chronifizierte, aktuell schwe-

re depressive Episode, eine komplexe Traumafolgestörung sowie eine schwere Schmerzstö-

rung am ehesten im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung erneut um Ausrichtung von Leis-

tungen. Die IV-Stelle klärte den Sachverhalt wiederum ab, insbesondere mit dem anlässlich der 

Neuanmeldung erstellten bidisziplinären, psychiatrisch-rheumatologischen, Gutachten der Dres. 

C.____ und B.____ vom 23. Februar 2021 resp. 12. Mai 2021, und lehnte nach Durchführung 

des Vorbescheidverfahrens einen Rentenanspruch mit Verfügung vom 25. August 2021 in An-

wendung der allgemeinen Methode aufgrund eines Invaliditätsgrades von abermals 30 % ab. 

 

B. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, 

mit Eingabe vom 17. September 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie liess unter o/e-

Kostenfolge beantragen, es sei die Verfügung vom 25. August 2021 aufzuheben und die Be-

schwerdegegnerin zu verurteilen, an die Beschwerdeführerin ab März 2020 eine ganze Invali-

denrente zu zahlen, eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen und subeventualiter sei 

die Sache zur gutachterlichen Abklärung des rechtserheblichen medizinischen Sachverhalts an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In der Begründung brachte sie zusammenfassend 

vor, dass es dem bidisziplinären Gutachten der Dres. C.____ und B.____ vom 23. Februar 

2021 resp. 12. Mai 2021 an Beweiskraft mangle. 

 

C. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. 

 

 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  

 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 

vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-

rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 

Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-

keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 

über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-

teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 

Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-

handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte – Beschwerde vom 17. September 2021 ist demnach einzutreten. 

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2. Zwischen den Parteien ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Renten-

anspruch der Beschwerdeführerin ablehnte, wobei umstritten ist, ob der medizinische Sachver-

halt genügend abgeklärt wurde. 

 

3.1 Am 1. Januar 2022 ist eine Änderung des IVG («Weiterentwicklung der IV», WEIV) in 

Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze mas-

sgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben 

(vgl. BGE 127 V 466 E. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung 

eines Falls grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung – 

vorliegend der 25. August 2021 – eingetretenen Sachverhalt abstellt (vgl. BGE 130 V 138 

E. 2.1), sind im vorliegenden Fall die Bestimmung des IVG in der bis Ende 2021 geltenden Fas-

sung anwendbar (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweis). Nachfolgend werden sie jeweils in 

dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 

 

3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Er-

werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), wäh-

rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsun-

fähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind 

(lit. c). Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-

higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 

langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 

berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

 

3.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG 

sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines 

anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (BGE 145 V 215 E. 5.1, 

143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und 6). Eine fachärztlich einwandfrei 

festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vor-

liegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er-

werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus-

gewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend 

objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, 

eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 

E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

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3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 

anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-

rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-

men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Inva-

liditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 128 V 30 

E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). 

 

4.1 Gemäss Art. 17 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzu-

setzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 

Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-

flussen. Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des 

Invaliditätsgrades bildet die letzte der versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, 

welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-

abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 

133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). 

 

4.2 Bei der am 12. März 2020 eingereichten Anmeldung zum Leistungsbezug handelt es 

sich zwar nicht um eine Rentenrevision nach Art. 17 ATSG, sondern um eine Neuanmeldung, 

nachdem die IV-Stelle einen Rentenanspruch gestützt auf das Kantonsgerichtsurteil vom 

17. Oktober 2019 mit Verfügung vom 30.  März 2020 lediglich befristet von Februar 2017 bis 

November 2018, für die Zeit danach jedoch verneint hatte. Gleichwohl zielt auch die Neuanmel-

dung auf eine erneute Prüfung des Leistungsanspruchs aufgrund veränderter Verhältnisse ab. 

Dementsprechend hat die Verwaltung auf eine Neuanmeldung nach rechtkräftiger Verneinung 

eines Rentenanspruchs nur einzutreten, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass 

sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 

Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 17. Januar 1961 i.V.m. dessen 

Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2020, 8C_455/2020, E. 3.1). 

 

4.3 Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der An-

spruch auf eine Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als 

richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33. E. 2). Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung 

ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-

cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich einge-

treten ist (SVR 2011 IV Nr. 2 E. 3.2; BGE 117 V 198 E. 4b). Stellt sie fest, dass der Invaliditäts-

grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 

weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung 

genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies-

sen (zur Prüfung der Eintretensfrage vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a; 109 V 114 E. 2b, 

109 V 262 E. 3; für die materiellen Voraussetzungen vgl. BGE 130 V 64). Im Beschwerdefall 

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obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (SVR 2008 IV Nr. 35; BGE 

117 V 198 E. 3a). 

 

4.4 Die Gemeinsamkeiten sowohl bei einer Rentenrevision als auch bei einer Neuanmel-

dung legen es deshalb nahe, die entscheidende Frage nach einer anspruchserheblichen Ände-

rung des Invaliditätsgrads nach denselben Grundsätzen zu prüfen (BGE 133 V 108 E. 5.2). Die 

versicherte Person muss sich somit das Ergebnis der letztmaligen materiellen Überprüfung des 

Rentenanspruchs auch im Rahmen eines erneuten Leistungsgesuchs entgegenhalten lassen. 

 

4.5 Eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertieften Abklä-

rung des medizinischen Sachverhalts erfolgte letztmals im Rahmen der IV-Anmeldung vom 

4. August 2016. Entsprechend dem Kantonsgerichtsurteil vom 17. Oktober 2019 und gestützt 

auf das bidisziplinäre, rheumatologisch-psychiatrische, Gutachten der Dres. B.____ und C.____ 

vom 6. September 2018 resp. 6. Oktober 2018 sowie deren Konsensbeurteilung vom 

20. September 2018 eröffnete die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 30. März 2020, 

dass ab Dezember 2018 kein Anspruch auf eine Rente bestehe. Zeitliche Vergleichsbasis für 

die Beurteilung der Frage, ob bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 

25. August 2021 eine erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, 

die in Analogie zu Art. 17 ATSG eine Leistungszusprache rechtfertigen würde, bildet demnach 

die Situation, wie sie im Zeitpunkt der Verfügung der IV-Stelle vom 30. März 2020 bestanden 

hatte. 

 

5.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 

Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-

fähig ist. 

 

5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-

teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person sind die Verwaltung und das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 

zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-

teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren bilden die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 

 

5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-

prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 

bedeutet, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 

medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu 

würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizini-

sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

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dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-

den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-

zinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 

begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 

 

5.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-

gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 

Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 

dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit wei-

teren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 

externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-

suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-

de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-

kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 

 

5.5 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-

rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-

gen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-

peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten andererseits (vgl. BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 

2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets ins Frage 

zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab-

weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjek-

tiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutach-

tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 

2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 

 

6. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-

rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 

Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklä-

rung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lan-

ge, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinrei-

chende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 8C_163/2007, E. 3.2). 

Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Die Verwaltung als verfügende 

Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das 

Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines be-

stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

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wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 121 V 47 E. 2a, 115 V 142 E. 8b, je mit Hin-

weisen). 

 

7.1 Zur Beurteilung des Gesundheitsschadens und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde-

führerin liegen im Wesentlichen die folgenden ärztlichen Unterlagen vor. 

 

7.2.1 Im Urteil vom 17. Oktober 2019, mit welchem ein Rentenanspruch der Beschwerdefüh-

rerin lediglich von Februar 2017 bis November 2018 bejaht, ab November 2018 jedoch verneint 

wurde, stützte sich das Kantonsgericht bei der Beurteilung des psychischen Gesundheitszu-

standes der Beschwerdeführerin ab dem Zeitpunkt der Begutachtung auf das psychiatrische 

Teilgutachten von Dr. C.____ vom 6. Oktober 2018. Dieser diagnostizierte mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und ge-

genwärtig leicht- bis mittelgradiger Episode (ICD-10 F 33.0/1) sowie ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit akzentuierte (histrionische) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.1). Eine Post-

traumatische Belastungsstörung habe sich nicht bestätigen lassen, ebenso die Diagnose einer 

anhaltenden Persönlichkeitsveränderung infolge komplexer Traumatisierung in der Kindheit. 

Dr. C.____ attestierte der Beschwerdeführerin – auch auf Rückfrage im Rahmen des gerichtli-

chen Verfahrens – eine 30%-ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestamm-

ten als auch in einer angepassten Tätigkeit resp. eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit während 

allfälliger Klinikaufenthalte. 

 

7.2.2 Nach einem rund siebenwöchigen Aufenthalt in der Klinik D.____ meldete sich die Be-

schwerdeführerin am 12. März 2021 gestützt auf den ärztlichen Kurzbericht der Dres. med. 

E.____, FMH Innere Medizin und Psychotherapie, und F.____ vom 4. März 2020 unter Hinweis 

auf eine chronifizierte, aktuell schwere depressive Episode, auf dem Boden einer komplexen 

Traumafolgestörung, sowie eine schwere Schmerzstörung, am ehesten im Rahmen einer 

rheumatischen Erkrankung erneut bei der IV zum Leistungsbezug an. Die Ärzte attestierten 

eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. 

 

7.2.3 Mit ausführlichem Austrittsbericht vom 27. März 2020 diagnostizierten pract. med. 

G.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. F.____ der Klinik D.____ eine Posttrau-

matische Belastungsstörung (F 43.1) mit DD einer komplexen Traumafolgestörung bei mehr-

fach traumatisierenden Erlebnissen in der Kindheit und Jugend (Reaktivierungen im Februar 

2016) sowie Flashbacks und Albträumen mit schwerer vegetativer Symptomatik, eine rezidivie-

rende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome 

(F 33.2), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, eine 

Hyperlipidämie, eine chronische Niereninsuffizienz Grad II nach KDIGO, einen Vitamin D-

Mangel, einen Status nach Hysterektomie im Februar 2014 und Adnexektomie bei rez. Ovarial-

zyste und abdominalen Beschwerden, einen Status nach benignem Mammatumor links sowie 

einen Status nach einer Wirbelsäulenoperation im 2019. 

 

7.2.4 Pract. med. H.____, regionaler ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), hielt mit Stellung-

nahme vom 24. April 2020 fest, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich 

zuletzt relevant verschlechtert, so dass weitere Abklärungen indiziert seien. 

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7.2.5 Mit Arztbericht vom 30. Mai 2020 diagnostizierte Dr. med. I.____, FA Allgemeinmedizin 

(D), FMH delegierte Psychotherapie, mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische 

somatoforme Schmerzstörung, eine schwere rezidivierende Depression sowie eine Posttrauma-

tische Belastungsstörung. Er attestierte der Beschwerdeführerin eine fortlaufende Arbeitsunfä-

higkeit von 100 % seit 6. September 2018. 

 

7.2.6 Dr. med. J.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, stellte mit Arztbericht vom 

19. Juni 2020 eine Posttraumatische Belastungsstörung, dissoziativer Subtyp (DSM-5 : 309.81, 

ICD-10 F 43.10) mit einer anhaltenden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 

F 62.0), oder eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-11 : 6B41), eine rezidi-

vierende depressive Störung (F 33) sowie eine anhaltende chronische Schmerzstörung fest. 

Angesichts des chronischen Verlaufs der Störung sei prognostisch in absehbarer Zeit eine aus-

reichende Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt nicht zu erwarten. 

 

7.2.7 Mit psychologischem Bericht vom 26. Juni 2020 führte die diplomierte Psychologin 

K.____ aus, die Beschwerdeführerin leide an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (bzw. 

komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung nach ICD-11 F 43.1), einer rezidivierenden 

depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode (F 33.2), einer anhaltenden chronischen 

Schmerzstörung sowie einer andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (DD 

F 62.0). Sie führte aus, dass eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit aufgrund ausgeschöpf-

ter Behandlungsmöglichkeiten in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sei. 

 

7.2.8 Dr. med. L.____, FMH Rheumatologie, berichtete am 6. Juli 2020 über einen Verdacht 

auf eine rheumatoide Arthritis, DD Polyarthralgien im Rahmen eines generalisierten 

Schmerzsyndroms oder Eisenmangels, ein subakutes lumbospondylogenes Syndrom links bei 

einer lumbal rechtskonvexen Skoliose und einer linksseitigen ISG-Blockade, ein subakutes 

linksbetontes Zervikalsyndrom bei muskulärer Dysbalance, eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren, eine beidseitige subakute Epicondylitis humeroradialis 

und -ulnaris, eine beidseitige rezidivierende Periarthropathia humeroscapularis, eine Posttrau-

matische Belastungsstörung (F 43.1) mit komplexer Traumafolgestörung bei mehrfach trauma-

tisierenden Erlebnissen in der Kindheit und Jugend (Reaktivierung im Februar 2016) sowie mit 

rezidivierenden Flashbacks und Albträumen mit schwerer vegetativer Symptomatik, eine rezidi-

vierende depressive Störung, schwere Episode ohne psychotische Symptome im Februar 2020, 

eine chronische Niereninsuffizienz Grad II nach KDIGO, einen Status nach Hysterektomie im 

Februar 2017 sowie einen Status nach zweimaliger Ovarialzystenresektion im 2015 und 2018, 

einen Status nach linksseitigem benignem Mammatumor, eine arterielle Hypertonie, ED 2010, 

eine Hypothyreose sowie eine geplante Nasenseptumkorrektur im September 2020 infolge be-

hinderter Nasenatmung und vermutlich Traumatisierungen in der Kindheit. 

 

7.2.9 Mit Verweis auf die behandelnden Ärzte stellte Dr. med. M.____, FMH Psychiatrie und 

Psychotherapie, in seinem Bericht vom 8. Juli 2020 die Diagnose einer sich auf die Arbeitsfä-

higkeit auswirkenden Posttraumatischen Belastungsstörung, dissoziativer Subtyp (DSM-

5:309.81, ICD-10 F 43.10) mit einer anhaltenden Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastung 

(ICD-10 F 62.0), oder einer entsprechenden komplexen Posttraumatischen Persönlichkeitsstö-

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rung, einer persistierenden, depressiven Störung (DSM 5) sowie einer anhaltenden chronischen 

Schmerzstörung (ICD-10 F 45.4). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er 

eine Hyperlipidämie, eine chronische Niereninsuffizienz Grad II nach KDIGO, einen Vitamin D-

Mangel, einen Status nach Hysterektomie im Februar 2014, einen Status nach linksseitigem 

benignem Mammatumor 2018 sowie einen Status nach einer Wirbelsäulenoperation im 2019. 

Er attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit infolge überwiegend 

wahrscheinlicher Therapieresistenz, nachdem sämtliche rehabilitativen, psychotherapeutischen 

resp. psychiatrischen, pharmakologischen und stationären psychiatrischen Möglichkeiten aus-

geschöpft worden seien. 

 

7.2.10 Mit Stellungnahme vom 8. September 2020 würdigte die RAD-Ärztin Dr. med. N.____, 

FMH Psychiatrie und Psychotherapie, die seit der Erstbegutachtung im Oktober 2018 erstellten 

Arztberichte und zog den Schluss, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der 

Beschwerdeführerin nicht ausgeschlossen werden könne und dementsprechend eine bidiszipli-

näre, rheumatologisch-psychiatrische, Begutachtung empfohlen werde. 

 

7.2.11 Nach einem rund fünfwöchigen Klinikaufenthalt vom 16. November 2020 bis zum 

22. Dezember 2020 in der Klinik O.____ wurde mit Arztbericht vom 18. Januar 2021 aus psy-

chiatrischer Sicht eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, 

eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig schwerer Episode ohne psychotische 

Symptome und, gemäss Befund von Dr. J.____, eine Posttraumatische Belastungsstörung di-

agnostiziert, wobei letztere im Zeitraum der stationären Behandlung nicht habe objektiviert wer-

den können. Die Beschwerdeführerin habe die Klinik zwar bei kaum remittierter depressiver 

Symptomatik verlassen, jedoch habe eine Stabilisierung und Reduktion der suizidalen Gedan-

ken beobachtet werden können. 

 

7.2.12 In der Folge beauftragte die IV-Stelle die Dres. C.____ und B.____ mit der Erstellung 

eines bidisziplinären, psychiatrisch-rheumatologischen, Gutachtens. Dr. C.____ diagnostizierte 

mit psychiatrischem Teilgutachten vom 23. Februar 2021 mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

eine rezidivierende depressive Störung mit chronischem Verlauf und gegenwärtig leicht- bis 

mittelgradiger Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F 33.0/1) sowie ohne Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit akzentuierte (histrionische) Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z 73.1). Im 

Ergebnis attestierte er der Beschwerdeführerin sowohl in der angestammten als auch in einer 

angepassten Tätigkeit eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von 70 % resp. während der Hospi-

talisationen in den Klinik D.____ und O.____ eine solche von 0 %. Hinsichtlich einer angepass-

ten Tätigkeit liessen sich keine speziellen Merkmale nennen, welche bei der Tätigkeit berück-

sichtigt werden müssten. 

 

7.2.13 Dr. B.____ gelangte mit rheumatologischem Teilgutachten vom 12. Mai 2021 zum 

Schluss, die Beschwerdeführerin leide aus rheumatologischer Sicht an keiner Erkrankung mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Er diagnostizierte ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

jedoch ein nicht einem rheumatologischen Krankheitsbild entsprechendes, multilokuläres 

Schmerzsyndrom im Sinne einer Schmerzfehlverarbeitung und Symptomausweitung (positive 

Waddell-Zeichen, Fybromyalgie-Druckpunkte und Kontrollpunkte, pseudoneurologische Ausfäl-

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Seite 10  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

le und variable Bewegungsausmasse an der Wirbelsäule und an den peripheren Gelenken), 

einen Status nach beidseitiger mikrochirurgischer spinaler Dekompression L5/S1 bei rechts 

betonter degenerativer rezessaler Spinalkanalstenose L5/S1, Genua vara, einen beidseitigen 

Hallux valgus, beidseitige muskuläre Dysbalance am Schultergürtel (Trapezius) sowie einen 

Status nach Operation einer Bandläsion am rechten, lateralen Sprunggelenk im August 2019. 

Betreffend die bisherige Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin in der Verpackung seien keine Grün-

de ersichtlich, welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würden. Auch die Leistungsfähigkeit 

und die Anwesenheitszeit seien nicht eingeschränkt. Hinsichtlich einer Verweistätigkeit sei eine 

leichte bis mittelschwere Tätigkeit als angepasst anzusehen. Wegen der Diskushernien-

Operation im April 2019 sollten Arbeiten vorzugsweise rückenadaptiert sein, d.h. ohne länger 

dauernde oder wiederholt vornüber geneigte resp. reklinierte Arbeitshaltungen sowie unter Aus-

schluss von Arbeitsabläufen mit repetitiven Bück- oder Rotationsbewegungen. Darüber hinaus 

würden keine Gründe für eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, Leistungsfähigkeit oder An-

wesenheitszeit bestehen. 

 

7.2.14 In der Konsensbeurteilung vom 18. Mai 2021 stellten die Dres. C.____ und B.____ 

fest, dass die psychiatrische Beurteilung für beide Disziplinen als Gesamtbeurteilung massge-

bend sei. 

 

7.2.15 Die IV-Stelle ersuchte den RAD um Stellungnahme zum bidisziplinären Gutachten der 

Dres. C.____ und B.____. Am 5. Juni 2021 kam Dr. N.____ zum Schluss, dass dem Gutachten 

voller Beweiswert zukomme, weshalb darauf abgestellt werden könne. Mit Stellungnahme vom 

16. Juli 2021 bestätigte sie ihre Einschätzung. 

 

7.2.16 Infolge des zwischenzeitlich ergangenen Vorbescheids vom 9. Juni 2021 führte der 

behandelnde Arzt Dr. M.____ im von Dr. J.____ mitunterzeichneten Arztbericht vom 5. Juli 

2021 aus, dass Dr. C.____ zu Unrecht die Diagnose einer Posttraumatischen Störung verneint 

habe, sei doch zum Ausschluss einer Traumafolgestörung gemäss dem Fachzeitschriftartikel 

«Versicherungsmedizinische Begutachtung der Posttraumatischen Belastungsstörung» von 

Dr. med. P.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, (S. 15 f.), zwingend eine differenzierte 

psychometrische Diagnostik notwendig, welche Dr. C.____ nicht vorgenommen habe. Aufgrund 

dessen sei ein Obergutachten bei Dr. P.____ in Auftrag zu geben. 

 

8.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 25. August 2021 bei der 

Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vollumfänglich 

auf die Ergebnisse im Gutachten der Dres. C.____ und B.____ vom 23. Februar 2021 resp. 

12. Mai 2021. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Beschwerdeführerin die bisherige Tä-

tigkeit als Verpackerin weiterhin ausüben könne, dabei jedoch von einer 30%-igen Einschrän-

kung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden müsse. Während Klinikaufenthalten sei selbst-

redend eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit anzunehmen. Entsprechende Einschränkungen gelte 

es auch bei einer angepassten Verweistätigkeit zu berücksichtigen. Diese vorinstanzliche Be-

weiswürdigung ist trotz der Kritik der Beschwerdeführerin (vgl. dazu die nachfolgenden Erwä-

gungen 8.2.1 ff.) im Ergebnis nicht zu beanstanden. Wie in Erwägung 5.3 hiervor ausgeführt, 

prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streiti-

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gen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichts ist demnach 

entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-

gen beruht, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizini-

schen Zusammenhänge einleuchtet und seine Schlussfolgerungen begründet sind. Vorliegend 

sind keine Gründe ersichtlich, die Anlass geben könnten, die Ergebnisse im Gutachten der 

Dres. C.____ und B.____ in Frage zu stellen oder gar davon abzuweichen. Es ist vielmehr fest-

zuhalten, dass das Gutachten die rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an eine medizi-

nische Beurteilungsgrundlage erfüllt. So weist es weder formale noch relevante inhaltliche 

Mängel auf und beruht auf allseitigen Untersuchungen. Die Beschwerdeführerin wurde hinrei-

chend somatisch und psychiatrisch untersucht. Das Gutachten setzt sich mit den vorhandenen 

abweichenden ärztlichen Einschätzungen auseinander. Die entsprechenden Darlegungen im 

Gutachten der Dres. C.____ und B.____ vom 23. Februar 2021 resp. 12. Mai 2021 erweisen 

sich sodann als nachvollziehbar und schlüssig und vermögen im Ergebnis zu überzeugen. 

 

8.2.1 Daran ändern die in der Beschwerde vorgebrachten Einwände bezüglich des psychiat-

rischen Teilgutachtens von Dr. C.____ nichts. Die Beschwerdeführerin stellt sich einerseits auf 

den Standpunkt, Dr. C.____ habe der Chronifizierung, der Entwicklung mit wiederkehrenden 

Hospitalisationen, der fehlenden Stabilisierung trotz antidepressiver Medikation sowie der aus-

bleibenden genügenden Stabilisierung während der Klinikaufenthalte nicht Rechnung getragen. 

Im Sinne des Kantonsgerichtsurteils vom 17. Oktober 2019 sei für die Zeit wiederkehrender 

Hospitalisationen von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.  

 

8.2.2 Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin seit letztmaligem Begut-

achtungszeitpunkt (6. Oktober 2018) zwar zweimal stationär behandelt wurde. Der Aufenthalt in 

der Klinik D.____ vom 22. Januar 2020 bis zum 10. März 2020 dauerte rund sieben, jener in der 

Klinik O.____ vom 16. November 2020 bis zum 22. Dezember 2020 rund fünf Wochen. Weitere 

Hospitalisationen haben nicht stattgefunden. Aufgrund der geringen Anzahl und der relativ kur-

zen Dauer der Klinikaufenthalte sowie der dazwischenliegenden Zeit von rund acht Monaten 

ohne Notwendigkeit einer stationären Behandlung kann jedoch nicht mit überwiegender Wahr-

scheinlichkeit davon ausgegangen werden, die Beschwerdeführerin sei langfristig voll arbeits-

unfähig. Sowohl der Austrittsbericht der Klinik D.____ vom 27. März 2020 als auch jener der 

Klinik O.____ vom 18. Januar 2021 gehen zum Zeitpunkt des Aufenthaltes zwar von einer 

schweren depressiven Episode aus, weisen jedoch darauf hin, dass eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes im Sinne einer zumindest mässigen Stabilisierung habe erreicht werden 

können. Darauf bezugnehmend führt Dr. C.____ in seinem Teilgutachten aus, anlässlich der 

Untersuchung habe keine aufgehobene Schwingungsfähigkeit, keine andauernde Niederge-

schlagenheit oder Müdigkeit, keine Freudlosigkeit und keine starke Antriebsminderung festge-

stellt werden können. Insofern müsse es seit Klinikaustritt zu einer Verbesserung des psychi-

schen Zustandes gekommen sein. In diesem Sinne anerkennt Dr. C.____ sodann zu Recht eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit während der Dauer von Klinikaufenthalten und trägt der Chronifi-

zierung durch eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 30 % Rechnung. Dement-

sprechend gelingt es der Beschwerdeführerin nicht, ausreichende Zweifel an der gutachterli-

chen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zu begründen. Das Gutachten erweist sich diesbezüg-

lich als nachvollziehbar und schlüssig. 

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8.3.1 Die Beschwerdeführerin moniert weiter, dass die Beanstandungen von Dr. C.____ an 

den fachärztlichen Berichten der behandelnden Ärzte Dr. M.____, Dr. J.____ und der Psycho-

login Frau K.____ fehlgehen. Er lasse unberücksichtigt, dass sämtliche Behandler von einer 

vollständig eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auch nach den Klinikaustritten ausgehen. Es werde 

deutlich festgehalten, dass keine verwertbare Restarbeitsfähigkeit mehr bestehe und ein solche 

prognostisch auch nicht mehr zu erwarten sei. Die Kritik von Dr. C.____ bleibe oberflächlich und 

berücksichtige sämtliche Geschehnisse in der Zwischenzeit seit seiner letzten Begutachtung 

nicht. 

 

8.3.2 Dabei verkennt die Beschwerdeführerin die Erfahrungstatsache, dass zwischen Be-

handler und Patient eine Vertrauensbeziehung besteht, der Behandler i.d.R. von der Kranken-

kasse des Patienten bezahlt wird und dementsprechend ein auftragsrechtliches Abhängigkeits-

verhältnis zwischen Behandler und Patienten besteht, wohingegen ein unabhängiger Gutachter 

sich weniger von den subjektiv beklagten Beschwerden leiten lässt. Dr. C.____ hat die Be-

schwerdeführerin persönlich während rund eineinhalb Stunden befragt und untersucht und 

konnte sich so ein umfassendes Bild ihres Gesundheitszustands machen. Er konnte dabei ins-

besondere widersprüchliche Angaben zum Befinden und zum Tagesablauf beobachten, welche 

die Beurteilung einer gleichmässigen Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich-

baren Lebensbereichen verunmögliche. Im Anschluss an die Untersuchung erklärt Dr. C.____ 

in überzeugender Weise die unterschiedliche Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit damit, dass 

sich die von den Behandlern auf subjektiv geklagten Beschwerden beruhenden Diagnosen an-

lässlich der gutachterlichen Untersuchung nicht gleichermassen haben bestätigen lassen. So 

habe er anlässlich der Untersuchung keine Anzeichen für die von den Behandlern diagnostizier-

te anhaltende somatoforme Schmerzstörung feststellen können. Während der gesamten ein-

einhalbstündigen Untersuchung hätten Mimik und Gestik der Explorandin zu keinem Zeitpunkt 

ein Schmerzerleben angedeutet. Der Schreiausstoss beim Aufheben eines am Boden liegen-

den Tuches habe aufgesetzt und demonstrativ gewirkt, wenn die Versicherte die Praxisräum-

lichkeiten im Anschluss an die Untersuchung ohne äusserlich sichtbare Behinderung habe ver-

lassen können. Dr. M.____, Dr. J.____ und die Psychologin Frau K.____ würden in ihren Be-

richten vom 8. Juli 2020, 19. Juni 2020 resp. 26. Juni 2020 zwar die Diagnose einer anhalten-

den chronischen Schmerzstörung stellen, diese jedoch nicht weiter begründen, weshalb davon 

auszugehen sei, dass die Behandler sich von den subjektiv beklagten Beschwerden haben be-

einflussen lassen. Betreffend die von den Behandlern diagnostizierte schwere depressive Epi-

sode führt Dr. C.____ in Bezugnahme auf die Berichte der behandelnden Ärzte aus, dass sich 

während der persönlichen Untersuchung keine Konzentrations-, Aufmerksamkeits- und – soweit 

wegen der teilweisen Übersetzung beurteilbar – keine Auffassungsstörungen, vor allem keine 

Ermüdungszeichen hätten feststellen lassen. Insbesondere der Umstand, dass die Versicherte 

in der Lage gewesen sei, während der rund eineinhalbstündigen Untersuchung protokollartig 

Notizen zu machen, und am Ende der Untersuchung einen deutlich vitaleren Eindruck hinter-

lassen habe als zu deren Beginn, widerspreche einer schweren Episode. In diesem Sinne sei 

der Umstand, dass die Versicherte ihre Beschwerden subjektiv sehr ausgeprägt und katastro-

phal beschreibe, wohl als Ausdruck der gleichzeitig festzustellenden akzentuierten histrioni-

schen Persönlichkeitszüge im Sinne einer histrionischen Ausgestaltungstendenz zu betrachten.  

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8.3.3 Im Gegensatz zu Dr. C.____ lassen die behandelnden Ärzte diesen Aspekt unbeach-

tet. Sie nehmen keine Symptomvalidierung vor. Dass, wie von Dr. C.____ dargelegt, im Rah-

men der Untersuchung keine aufgehobene Schwingungsfähigkeit, keine andauernde Niederge-

schlagenheit oder Müdigkeit, keine Freudlosigkeit und keine starke Antriebsminderung hätten 

festgestellt werden können und es insofern zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes 

seit Klinikaustritt gekommen sein müsse, lässt Dr. M.____ in seinem von Dr. J.____ mitunter-

zeichneten Bericht vom 5. Juli 2021 sodann unkommentiert. Er verweist vielmehr pauschal auf 

mehrere vorbestehende Arztberichte, welche eine Zustandsverschlechterung belegen würden. 

Diese sind von Dr. C.____ bei der Erstellung seines Gutachtens jedoch eingehend gewürdigt 

worden. Dr. C.____ untermauert seine Einschätzung weiter damit, dass auch das Nichtvorlie-

gen einer Muskelatrophie dem von der Beschwerdeführerin beklagten extrem passiven Lebens-

stil widerspreche. Eine solche wird von den Behandlern denn auch nicht dargetan. Schliesslich 

gelangt auch die RAD-Ärztin Dr. N.____ mit Stellungnahme vom 16. Juli 2021 zum Schluss, 

dass dem Gutachten entsprechend nicht auf die defizitorientierten Angaben der Versicherten 

abgestellt werden könne, was im Sinne der Ausführungen nicht zu beanstanden ist. Im Ergeb-

nis dringt die Beschwerdeführerin auch mit dieser Rüge nicht durch. 

 

8.4.1 Schliesslich kritisiert die Beschwerdeführerin, dass Dr. C.____ die Diagnose einer 

Posttraumatischen Belastungsstörung entgegen den Behandlern verneinte, wobei sie in Rz. 14 

ihrer Beschwerde selbst einräumt, eine solche sei letztendlich nicht entscheidend. Diese Diag-

nose sei durch Dr. J.____ konsiliarisch abgesichert und überprüft worden. Dr. J.____ sei dabei 

nicht als behandelnder Arzt zu werten, da er die Beschwerdeführerin nur konsiliarisch sehe. 

 

8.4.2 Dass Dr. J.____ nicht als behandelnder Arzt einzustufen sei, findet kein Gehör. Er in-

formierte über den Gesundheitszustand der Versicherten infolge einer Zuweisung durch 

Dr. M.____, was die unabhängige, mit einem Gutachten vergleichbare Berichterstattung ebenso 

ausschliesst, wie der Umstand, dass Dr. J.____ für seine Dienste überwiegend wahrscheinlich 

von der Krankenkasse der Beschwerdeführerin bezahlt wurde. Für die Einstufung als behan-

delnder Arzt spricht zudem, dass der Arztbericht vom 5. Juli 2021 von Dr. M.____ und 

Dr. J.____ gemeinsam unterzeichnet und damit ein Näheverhältnis demonstriert wurde. Entge-

gen der Ansicht der Beschwerdeführerin setzte sich der Gutachter sodann auch bei der Beurtei-

lung der Posttraumatischen Belastungsstörung mit sämtlichen vorbestehenden Arztberichten 

eingehend auseinander. Dabei fällt einerseits auf, dass Dr. J.____ in seinem Arztbericht vom 

19. Juni 2020 erwähnt, die A1-Kriterien seien streng genommen nicht erfüllt. Weshalb er den-

noch eine Posttraumatische Belastungsstörung mit dissoziativem Subtyp mit anhaltender Per-

sönlichkeitsänderung nach Extrembelastung oder eine komplexe Posttraumatische Persönlich-

keitsstörung diagnostiziert, lässt sich nicht nachvollziehen. Eine Symptomvalidierung wird we-

der von Dr. J.____, von Dr. M.____ noch von Frau K.____ vorgenommen, weshalb davon aus-

gegangen werden muss, die Behandler haben sich wiederum von den subjektiven Angaben der 

Versicherten leiten lassen. Ausserdem hält der Austrittsbericht der Klinik O.____ vom 

18. Januar 2021 explizit fest, dass im Zeitraum des Klinikaufenthalts eine Posttraumatische Be-

lastungsstörung nicht habe objektiviert werden können. Schliesslich bezeichnet es Dr. C.____ 

als auffällig und mit der Diagnose einer Posttraumatischen Belastungsstörung nicht vereinbar, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der persönlichen Untersuchung über die traumatisie-

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renden Erlebnisse in der Schweiz und während des Kosovo-Krieges weitgehend ohne äusser-

lich sichtbare psychovegetative Mitbeteiligung berichte. Einzig beim Gespräch über die trauma-

tisierenden Erlebnisse in der Kindheit habe sie einmal kurzzeitig Tränen in den Augen. Es hät-

ten sich keine typischen Intrusionen, keine Gefühle des Betäubtseins oder der emotionalen 

Stumpfheit und Gleichgültigkeit anderen Menschen gegenüber nachweisen lassen. Darüber 

hinaus mache die Versicherte auch beim Gespräch über die traumatisierenden Erlebnisse an-

dauernd Notizen. Namentlich der zuletzt genannte Umstand schliesse auch laut Stellungnahme 

von Dr. N.____ vom 16. Juli 2021 eine Posttraumatischen Belastungsstörung aus. Schliesslich 

erbringt auch der von Dr. M.____ am 5. Juli 2021 angeführte Fachbericht, welcher für die Diag-

nose einer Posttraumatischen Belastungsstörung zwingend eine psychometrische Untersu-

chung voraussetze, den Nachweis einer ungenügenden Abklärung durch Dr. C.____ nicht. Der 

Fachbericht hält auf S. 15 f. ausdrücklich fest, dass eine psychometrische Untersuchung die 

klinische Untersuchung «sinnvoll ergänzen» könne, im Umkehrschluss gerade nicht zwingend 

erforderlich ist. Im Ergebnis erweisen sich auch die Schlussfolgerungen von Dr. C.____ zur 

Posttraumatischen Belastungsstörung als nachvollziehbar und schlüssig und halten der Kritik 

der Beschwerdeführerin stand. 

 

8.5 Gegen das rheumatologische Gutachten von Dr. B.____ werden von der Beschwerde-

führerin keine konkreten Einwände vorgebracht. Der Schluss des Gutachters, dass aus rheu-

matologischer Sicht keine Einschränkung bestehe, ist denn auch plausibel und schlüssig be-

gründet. 

 

9. Zusammenfassend steht fest, dass das bidisziplinäre Gutachten der Dres. C.____ und 

B.____ vom 23. Februar 2021 resp. 12. Mai 2021 eine zuverlässige Beurteilung des medizini-

schen Sachverhalts und der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt des Verfügungserlasses erlaubt. Es 

geht daraus auch hervor, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin trotz einer 

mithilfe von Berichten der behandelnden Ärzte glaubhaft gemachten Verschlechterung seit der 

letzten einlässlichen materiellen Prüfung im Rahmen der IV-Anmeldung vom 4. August 2016 

effektiv nicht verschlechtert hat. Die den Akten zugrundeliegenden Berichte vermögen die gut-

achterlichen Feststellungen nicht in Zweifel zu ziehen. Es besteht daher in antizipierter Beweis-

würdigung kein Grund, weitere (fach-)ärztliche Abklärungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts vom 12. August 2020, 8C_313/2020, E. 15 mit Hinweisen). Infolge dessen kann 

auch auf weitere Abklärungen im Sinne eines Gerichtsgutachtens verzichtet werden. 

 

10. In der angefochtenen Verfügung vom 25. August 2021 berechnete die IV-Stelle den 

Invaliditätsgrad gestützt auf Art. 16 ATSG anhand der allgemeinen Methode des Einkommens-

vergleichs (vgl. hierzu oben E. 3.4). Dabei stützte sie sowohl das Validen- als auch das Invali-

deneinkommen auf die Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik 2018, 

Tabelle TA1_triage_skill_level, privater Sektor Total, Kompetenzniveau 1, Spalte Frauen. Dem-

entsprechend ermittelte sie ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 54’681.-- resp. ein unter 

Berücksichtigung einer attestierten 70%-igen Restarbeitsfähigkeit jährliches Invalideneikommen 

von Fr. 38’277.-- (Fr. 54’681.-- x 0.7), was von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestritten 

wurde. 

 

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11. Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle in der angefoch-

tenen Verfügung vom 25. August 2021 einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invali-

denrente ab März 2020 ablehnte. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbe-

gründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

 

12.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-

wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 

denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-

renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 

fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-

tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende 

Partei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen sind. 

 

12.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-

gen. 

 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwerde-

führerin auferlegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss in 

Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

 

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