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**Case Identifier:** b112c644-97d5-5e6e-9430-90aa2c9ecd65
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-21
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 21.10.2022 S 2020 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-150_2022-10-21.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 21. Oktober 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2020 150

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Urteil S 2020 150

A. Die 1977 geborene A.________ war als Lehrperson in einer Sonderschule 
teilzeitlich erwerbstätig. Mit Verfügung vom 25. September 2012 (IV-act. 22) wies die 
IV-Stelle Zug ein erstes Gesuch um Leistungen der Invalidenversicherung mangels 
Erfüllung der einjährigen Wartezeit ab.

Während einer stationären psychiatrischen Behandlung meldete sich die Versicherte am 
15. Februar 2016 bei der IV-Stelle Zug zur Früherfassung an (IV-act. 27). Am 21. Februar 
2016 stellte sie sodann ein Gesuch um berufliche Integration und Rente (IV-act. 31). Zur 
Begründung machte sie Burnout, Depression und eine posttraumatische 
Belastungsstörung geltend. Die IV-Stelle Zug trat auf die Neuanmeldung ein und tätigte 
Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht. Unter anderem zog sie die Akten 
des Krankentaggeldversicherers bei und klärte die Einschränkung im Haushaltsbereich ab. 
Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach sie der Versicherten mit Verfügung 
vom 6. Dezember 2017 (IV-act. 107) eine Dreiviertelsrente ab 1. Oktober 2016 zu. Auf 
Beschwerde des BVG-Versicherers hin hob das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit 
Urteil S 2018 11 vom 29. November 2018 die rentenzusprechende Verfügung auf und 
wies die Sache an die IV-Stelle Zug zur Ergänzung des psychiatrischen Gutachtens 
zurück. Daraufhin zog die IV-Stelle Zug aktuelle Auskünfte der behandelnden Ärzte bei. 
Nachdem der bereits involvierte Gutachter aufgrund fehlender Kapazität eine 
Ergänzungsbegutachtung abgelehnt hatte (IV-act. 126), liess die IV-Stelle Zug die 
Versicherte neu begutachten (IV-act. 130 und 148). Nach Durchführung des 
Vorbescheidverfahrens (IV-act. 156 ff.) wies sie mit Verfügung vom 20. Oktober 2020 das 
Leistungsbegehren ab (IV-act. 162).

B. Dagegen erhob A.________ am 9. November 2020 Beschwerde mit dem 
Rechtsbegehren um Zusprechung einer Dreiviertelsrente ab Oktober 2016, einer 
Viertelsrente ab November 2018 und einer halben Rente ab August 2020; eventualiter um 
Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur Gewährung von Umschulungsmassnahmen. 
Daneben stellte die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin ein Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege (act. 1 S. 2).

C. Dem Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege wurde mit 
Verfügung vom 12. November 2020 entsprochen (act. 2).

D. Mit Vernehmlassung vom 10. Dezember 2020 schloss die Verwaltung auf 
Abweisung der Beschwerde (act. 3).

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Urteil S 2020 150

E. Mit Replik vom 6. Januar 2021 (act. 5) und Duplik vom 27. Januar 2021 (act. 7) 
hielten die Parteien an den gestellten Anträgen fest.

F. Mit Eingaben vom 6. und 13. Juli 2022 sowie vom 20. Oktober 2022 orientierte die 
Beschwerdeführerin das Gericht über ihre erneute psychiatrische Hospitalisation und das 
bei der Beschwerdegegnerin gestellte Revisionsgesuch (act. 9, 11 und 13).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu: 20. Oktober 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). 
Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1). 

1.2 Am 1. Januar 2018 sind die geänderten Bestimmungen der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. Mit dieser Änderung wurde für 
die Festlegung des Invaliditätsgrades von teilerwerbstätigen Versicherten nach der 
gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
[IVG; SR 831.20]) in Art. 27bis Absatz 2–4 IVV ein neues Berechnungsmodell eingeführt. 

Die angefochtene Verfügung ist nach Inkrafttreten der Verordnungsänderung ergangen, 
wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten 
Verordnungsbestimmungen am 1. Januar 2018 begonnen hat. Daher und aufgrund 
dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht 
rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen 
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2017 auf die damals geltenden Bestimmungen über 
den Einkommensvergleich und ab diesem Zeitpunkt auf die revidierten 
Verordnungsbestimmungen abzustellen (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.2; vgl. EVG I 428/04 
vom 7. Juni 2006 E. 1).

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1.3 Am 1. Januar 2021 sind sodann die am 21. Juni 2019 verabschiedeten 
geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Für im Zeitpunkt des 
Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige 
Beschwerden gilt das bisherige Recht (Art. 82a ATSG). Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 9. November 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 
31. Dezember 2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung 
finden und in dieser Fassung zitiert werden. 

1.4 Am 1. Januar 2022 sind schliesslich die im Rahmen der Weiterentwicklung der IV 
revidierten Bestimmungen des IVG in Kraft getreten. Da die angefochtene Verfügung vor 
Inkrafttreten dieser Gesetzesänderung ergangen ist, finden die bis 31. Dezember 2021 
gültigen Normen des IVG auf den vorliegenden Fall Anwendung und werden in dieser 
Fassung zitiert.

2.
2.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG in Verbindung mit § 77 Abs. 1 des 
Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [Verwaltungsrechtspflegegesetz; 
VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu den Bundesgesetzen 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invalidenversicherung [EG 
AHVIVG; BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – Zuständigkeit am Ort der IV-
Stelle – gegeben, stammt doch die angefochtene Verfügung von der IV-Stelle Zug. Die 
Verfügung datiert vom 20. Oktober 2020 (BF-act. 1), ist am darauffolgenden Tag der Post 
übergeben worden und frühestens am Folgetag im Herrschaftsbereich der 
Beschwerdeführerin eingetroffen (act. 1 S. 3). In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG 
ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 9. November 2020 der Post übergeben und ging am 
darauffolgenden Tag beim Verwaltungsgericht ein. Damit ist die 30-tägige Frist gemäss 
Art. 60 Abs. 1 ATSG gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen 
Verfügung direkt betroffen und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält 
einen verständlichen Antrag und eine Begründung. Damit ist den formellen Anforderungen 
Genüge getan.

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2.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die 
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung 
beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit 
bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise 
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 
keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid ergangen ist (BGE 131 V 
164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).

Im vorliegenden Verfahren beantragt die Beschwerdeführerin sowohl die Zusprechung 
einer Invalidenrente als auch (im Eventualbegehren) die Durchführung von beruflichen 
Massnahmen (act. 1 S. 2). Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 20. Oktober 
2020 (BF-act. 1) ist jedoch nur der Rentenanspruch. Im vorliegenden Verfahren zu prüfen 
ist demzufolge lediglich der Rentenanspruch. Während auf den (Eventual-)Antrag um 
Zusprechung beruflicher Eingliederungsmassnahmen nicht einzutreten ist, kann im 
Übrigen auf die formell gültige Beschwerde (vgl. E. 2.1) eingetreten werden.

2.3 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.2 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:

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a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten 
oder verbessern können;

b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und

c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.

Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.3 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert oder 
aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im neuen 
Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären 
und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte 
Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen 
(BGE 117 V 198 E. 3a; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der 
Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung 
erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu 
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine 
anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 
V 198 E. 3a; 109 V 108 E. 2b).

3.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung 
des Invaliditätsgrades bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 134 V 131 E. 3 und 133 V 108 
E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; BGer 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit 
Hinweisen).

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3.5 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in 
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. 
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 
und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 
dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau 
ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

3.6 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und 
denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der 
Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie 
unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss 
anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische 
Methode; statt vieler BGE 141 V 15 E. 3.2). 

3.7 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität 
nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird 
die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind 
der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(Art. 28a Abs. 3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. 
BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen). 

4. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchsrelevanten Veränderung 
der gesundheitlichen Verhältnisse im Rahmen der Neuanmeldung (E. 3.3 und 3.4) bildet 
die leistungsablehnende Verfügung vom 25. September 2012, worin festgestellt wurde, 
dass bei der Beschwerdeführerin gemäss der damaligen Aktenlage und der Beurteilung 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) keine über ein Jahr andauernde Einschränkung 

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der Arbeitsfähigkeit bestanden habe, womit kein Anspruch auf Leistungen der 
Invalidenversicherung entstehen konnte (IV-act. 22).

5. Die von der Beschwerdegegnerin mit einer psychiatrischen Begutachtung 
beauftragte med. pract. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
stellte im Gutachten vom 18. Juli 2020 folgende Diagnosen (IV-act. 153/54):

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert, allenfalls zeitweilig in Form 
einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F33.4/F33.0)
DD: Bipolare II Störung (F31.8), gegenwärtig remittiert, allenfalls zeitweilig in Form 
einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F31.7)

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, ängstlichen und 
histrionischen Zügen (ICD-10 F 61.0)
DD: Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen, ängstlichen und 
histrionischen (infantilen) Anteilen (lCD-10 Z73.1)

- Anamnestisch Panikstörung (ICD-10 F41.0), remittiert

Unter Berücksichtigung der vom lic. phil. D.________ im neuropsychologischen Gutachten 
vom 12. November 2019 (IV-act. 135) festgestellten neuropsychologischen 
Einschränkungen und der eigens festgestellten psychischen Einschränkungen kam die 
Gutachterin zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin mindestens 4 bis 4 ½ Stunden pro 
Tag im Rahmen einer 5-Tage-Woche als Lehrperson für mehrfachbehinderte Kinder 
anwesend sein könnte. In diesem Zeitrahmen sei eine allenfalls geringgradige 
Leistungseinschränkung von ca. 10–15 %, bedingt durch einen vermehrten Pausenbedarf 
aufgrund der psychischen Einschränkungen und insbesondere der einzelnen 
neuropsychologischen Beeinträchtigungen anzunehmen. Bezogen auf ein Vollpensum 
schätzte die Gutachterin die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf mindestens ca. 
50 % (IV-act. 153/72).

Zum zeitlichen Verlauf der Entwicklung der Arbeitsfähigkeit gab die Gutachterin an, 
während der Hospitalisation in der Klinik E.________ vom 9. Dezember 2015 bis 
9. Februar 2016 (vgl. Austrittsbericht vom 31. März 2016; IV-act. 41), bzw. der 
anschliessenden zweiwöchigen tagesklinischen Behandlung habe bei der Explorandin 
definitionsgemäss eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vorgelegen. Die nachfolgend vom 
ambulant behandelnden Psychiater attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. Bericht 
von Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 21. Juni 
2016; IV-act. 51/1–5) könne retrospektiv nicht nachvollzogen werden. Aus gutachterlich-
psychiatrischer Sicht liege möglicherweise seit dem Klinikaustritt im Februar 2016, mit 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit seit der Reduktion der psychopharmakologischen 
Medikation ab Sommer 2018 und sicher seit November 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 
mindestens ca. 50 % in der angestammten Tätigkeit vor. Zwar erachtete die Gutachterin 
die angestammte langjährige Tätigkeit als Lehrperson für mehrfachbehinderte Kinder 
aufgrund des Belastungsprofils mit hohen Anforderungen an die Stress- und 
Frustrationstoleranz, an die emotionale Belastbarkeit und an besondere soziale 
Kompetenzen als nicht angepasst. Sie hob jedoch hervor, dass die Beschwerdeführerin in 
diesem Beruf über eine langjährige Routine verfüge. In einer an das Belastungsprofil 
besser angepassten Tätigkeit als Lehrperson z.B. in der Erwachsenenbildung müsste 
medizin-theoretisch eine höhere Arbeitsfähigkeit als mindestens ca. 50 % vorliegen. In 
einer angepassten anderen Tätigkeit unter Berücksichtigung des Belastungsprofils sei 
medizin-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von ca. 70 % anzunehmen und zu erwarten (IV-
act. 153/72 f.).

6.
6.1 Das psychiatrische Gutachten von med. pract. C.________ vom 18. Juli 2020 
entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (vgl. 
dazu BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). So ist es für die streitigen 
Belange umfassend, beantwortet es doch die Frage nach den gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Weiter beruht es auf 
einer eingehenden psychiatrischen Untersuchung, welche auch auf die Befunde der 
neuropsychologischen Abklärung vom lic. phil. D.________ im neuropsychologischen 
Gutachten vom 12. November 2019 (IV-act. 135) zurückgreifen kann. Die psychiatrische 
Gutachterin med. pract. C.________ schilderte ausführlich die von der 
Beschwerdeführerin erwähnten Leiden und Einschränkungen sowie den anlässlich der 
klinischen Untersuchung erhobenen psychopathologischen Befund. Sie setzte sich 
detailliert damit sowie mit dem Verhalten und der Lebensgeschichte der 
Beschwerdeführerin auseinander. Die Expertise wurde in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben (IV-act. 153/4–36). Insbesondere setzte sich die Gutachterin mit der 
Beurteilung der früheren psychiatrischen Gutachter sowie den Stellungnahmen der die 
Beschwerdeführerin behandelnden Ärzte und Therapeuten auseinander (IV-act. 153/56–
58 und 153/70). Weiter leuchtet sie in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge 
und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. In diesem Sinne vermögen sowohl 
die gestellten Diagnosen als auch die in Beachtung der Standardindikatoren erfolgte 
Arbeitsfähigkeitseinschätzung zu überzeugen. Auf das Gutachten kann somit abgestellt 
werden. 

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6.2 Gestützt auf die Ausführungen der Gutachterin med. pract. C.________ ging die 
Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 20. Oktober 2020 (IV-act. 162) davon aus, 
dass während der stationären Behandlung von Dezember 2015 bis Februar 2016 mit 
anschliessender zweiwöchiger tagesklinischer Behandlung eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen gewesen sei. Die seither durchgehend attestierte volle 
Arbeitsunfähigkeit könne aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht mehr nachvollzogen 
werden (IV-act. 162/5). Dem Bericht der Klinik E.________ vom 31. März 2016 (vgl. dazu 
IV-act. 41) über den Klinikaufenthalt der Beschwerdeführerin vom 9. Dezember 2015 bis 
9. Februar 2016 lasse sich entnehmen, dass die Depression bei Austritt teilremittiert 
gewesen sei und die BDI-II-Werte auf eine leichte Depression hingedeutet hätten. Die 
Beschwerdeführerin sei noch bis 29. Februar 2016 krankgeschrieben worden. Der 
psychiatrische Gutachter Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, habe im psychiatrischen Gutachten vom 28. Oktober 2016 (vgl. dazu IV-
act. 63/2–17) angegeben, dass bei der Beschwerdeführerin im Rahmen der 
Hospitalisation in der Klinik E.________ eine deutliche Verbesserung des Zustands 
eingetreten sei. Es könne zum Gutachtenszeitpunkt kaum mehr von einer 
krankheitswertigen psychischen Störung gesprochen werden. In Anbetracht dieser 
Angaben sowie der Feststellungen im Gutachten von med. pract. C.________ könne nicht 
davonausgegangen werden, dass erst ab Sommer 2018 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % für 
die angestammte und damit eine solche von 70 % für eine angepasste Tätigkeit gegeben 
sei. Vielmehr gebe es auch aus versicherungsrechtlicher Sicht gute Gründe für die 
Annahme, dass spätestens ab März 2016 die von med. pract. C.________ angegebenen 
Arbeitsfähigkeiten vorgelegen haben müssten. Somit habe mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit bei Ablauf des Wartejahres im Oktober 2016 eine Arbeitsfähigkeit von 
70 % für leidensangepasste Tätigkeiten bestanden (IV-act. 162/3–4 und act. 3 S. 3 f.).

Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Ausführungen der 
Gutachterin med. pract. C.________ sowie auf die Angaben in den echtzeitlichen 
Berichten eine bis im Sommer 2018 fortbestehende Arbeitsunfähigkeit geltend (act. 1 S. 9 
und 5 S. 3).

6.3 Bei den Akten liegen zwei vom Krankentaggeldversicherer eingeholten 
psychiatrische Gutachten: das Gutachten von Dr. G.________ vom 28. Oktober 2016 (IV-
act. 63/2–17) und dasjenige von Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 18. April 2017 (IV-act. 80). Dr. G.________ verneinte das Vorliegen 

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einer krankheitswertigen psychischen Störung und attestierte der Beschwerdeführerin eine 
– nach behutsamer stufenweiser Reintegration – uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (IV-
act. 63/14). Dr. H.________ dagegen erachtete die Beschwerdeführerin als zu 100 % 
arbeitsunfähig (IV-act. 80/5). Dabei schloss er sich der Einschätzung des die 
Beschwerdeführerin nach dem Klinikaufenthalt behandelnden Psychiaters 
Dr. F.________, welcher ebenfalls von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausging (vgl. 
dessen Bericht vom 21. Juni 2016; IV-act. 51/1–5).

Trotz dem Vorhandensein dieser fachärztlichen Beurteilungen sah sich die Gutachterin 
med. pract. C.________ nicht in der Lage, zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in der Zeit ab 
Entlassung aus der (tagesklinischen) Behandlung in der Klinik E.________ Ende Februar 
2016 bis zur Absetzung des Antidepressivums und Antipsychotikums Lithium Mitte Jahr 
2018 (vgl. dazu den Bericht von Dr. F.________ vom 14. Mai 2019; IV-act. 119) 
abschliessend Stellung zu nehmen. Sie stellte einerseits fest, dass die von 
Dr. F.________ attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar sei, erachtete 
eine höhere Arbeitsfähigkeit im März 2016 allerdings als lediglich wahrscheinlich. 

Zur Begründung einer höheren Arbeitsfähigkeit greift die Beschwerdegegnerin auf 
Dr. G.________s Schlussfolgerungen im Gutachten vom 28. Oktober 2016 zurück (IV-
act. 63/2–17). Bereits im Urteil S 2018 11 vom 29. November 2018 hielt das 
Verwaltungsgericht fest, dass Dr. G.________ Beurteilung die in den Akten wiederholt 
beschriebenen phasenweise immer wieder aufgetretenen Exzesse nicht zu erklären 
vermöge. Die vom Gutachter als Begründung angegebenen Traumatisierungen und 
emotionale Instabilität vermöchten zwar auffälliges Verhalten in den Jugendjahren zu 
erklären, liessen sich aber zur Deutung der ab 2011 erlebten Dekompensationen kaum 
noch heranziehen (E. 5.1). Daran kann auch nach der Begutachtung von med. pract. 
C.________ festgehalten werden, zumal sie die Unvollständigkeit dessen diagnostischer 
Einschätzung hervorhob (IV-act. 153/57). Vermag bereits Dr. G.________ Beurteilung des 
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin nicht zu überzeugen, kann auch auf 
dessen Arbeitsfähigkeitseinschätzung nicht abgestellt werden.

Ist eine Besserung der Arbeitsfähigkeit nach Abschluss der Behandlung in der 
Klinik E.________ Ende Februar 2016 nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erstellt, muss gestützt auf den echtzeitlichen Stellungnahmen von 
Dr. F.________ und Dr. H.________ von einer weiterhin vorhandenen 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Da nicht zu erwarten ist, dass weitere 

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Abklärungen zu diesem nunmehr sechs Jahre zurückliegenden Sachverhalt zu 
zusätzlichen Erkenntnissen führen würden, darf darauf verzichtet werden (antizipierte 
Beweiswürdigung). Eine Besserung mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit in 
angepasster Tätigkeit auf 70 % ist somit erst ab Juli 2018 rechtsgenügend nachgewiesen.

6.4 Den Beginn der 100%igen Arbeitsunfähigkeit setzte die Beschwerdegegnerin 
bereits in der (vom Verwaltungsgericht aufgehobenen) Verfügung vom 6. Dezember 2017 
auf den 30. Oktober 2015 fest (IV-act. 107; vgl. auch die Verfügungsbegründung in IV-
act. 106). Dies beruht auf den Angaben des Hausarztes Dr. med. I.________, Facharzt für 
Allgemeine Medizin, im Überweisungsschreiben vom 27. November 2015 (IV-act. 37; vgl. 
ferner die RAD-Stellungnahme vom 8. April 2016 [IV-act. 38]) sowie des behandelnden 
Psychiaters Dr. F.________ im Bericht vom 6. April 2017 (IV-act. 77, insbes. S. 11; vgl. 
ferner die RAD-Stellungnahme vom 1. Mai 2017 [IV-act. 84]). Nachdem dies von der 
Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt wurde, ist zusammenfassend von einer 
100%igen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Erwerbstätigkeit ab 30. Oktober 2015 und von 
einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten (Lehrer-)Tätigkeit ab Juli 2018 
auszugehen. Damit ist eine seit der Rentenablehnung im Jahr 2012 (E. 4) eingetretene 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin ausgewiesen, 
weshalb nachfolgend eine erneute Invaliditätsbemessung zu erfolgen hat (E. 3.3).

7.
7.1 Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der 
Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der 
Invaliditätsbemessung (Art. 28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2; 117 V 198 
E. 3b). Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, 
Betätigungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als 
ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt 
sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches 
Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet 
werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im 
Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen 
und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben 
gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die 
Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, 

13

Urteil S 2020 150

wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-
)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3; 141 V 15 E. 3.1; 137 V 334 E. 3.2; 
125 V 146 E. 2c; 117 V 194 E. 3b). 

Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, 
die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu 
berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig 
einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren 
Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).

7.2 Die Beschwerdegegnerin qualifiziert die Beschwerdeführerin gestützt auf deren 
Angaben anlässlich der Abklärung vor Ort als im Gesundheitsfall zu 54 % erwerbstätig und 
zu 46 % im Aufgabenbereich Haushalt tätig (vgl. dazu Bericht vom 22. Mai 2017; IV-
act. 86 insbes. S. 2). 

Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren geltend, dass sie 
nicht verheiratet und daher finanziell schlecht abgesichert sei, weshalb sie im 
Gesundheitsfall mit der Einschulung des jüngsten Kindes ihr Arbeitspensum erhöht hätte 
(act. 1 S. 11 f.). Bei der Abklärung vor Ort sei sie nicht nach der Entwicklung des 
Arbeitspensums gefragt worden. Ihr Partner habe sein Pensum mit dem Schuleintritt des 
jüngsten Kindes bereits erhöht (act. 5 S. 5).

7.3 Anlässlich der Abklärung vor Ort gab die Beschwerdeführerin an, die Betreuung 
der vier gemeinsamen Kinder bereits vor der Erkrankung mit ihrem zu einem Pensum von 
60 % erwerbstätigen Lebenspartner geteilt zu haben. Im Gesundheitsfall hätten sie dies 
weiterhin getan (IV-act. 86/3). Weitere Angaben der Beschwerdeführerin zum 
Arbeitspensum finden sich in den Akten nicht. Insbesondere äusserte sie sich weder ihrer 
Stellungnahme vom 26. April 2018 (Datum des Poststempels) im Verfahren S 2018 11 
(vgl. act. 11 im Verfahren S 2018 11) noch während der ausführlichen Anamneseerhebung 
durch med. pract. C.________ dazu. In den Akten finden sich somit keinerlei 
Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdeführerin vorgehabt hätte, ihr Arbeitspensum mit 
dem älter werden der Kinder zu erhöhen. Dagegen spricht unter anderem auch die Menge 
der in einem 6-Personen Haushalt mit 7 ½-Zimmer-Haus und Umschwung anfallenden 
Arbeit (vgl. dazu den Abklärungsbericht Haushalt vom 22. Mai 2017; IV-act. 86). Daran 
vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass ihr Lebenspartner sein Arbeitspensum 

14

Urteil S 2020 150

mit dem Schuleintritt des jüngsten Kindes auf 80 % erhöht habe, zumal dieser Schritt nicht 
zuletzt durch die finanzielle Notwendigkeit infolge der Erkrankung der Beschwerdeführerin 
bedingt sein könnte. Dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin als zu 54 % 
erwerbstätig und zu 46 % im Haushalt qualifiziert hat, ist somit nicht zu beanstanden.

8.
8.1 In Ausübung ihres Ermessens nahm die Abklärungsperson im Abklärungsbericht 
Haushalt vom 22. Mai 2017 eine Gewichtung der verschiedenen Aufgabenbereiche vor 
(IV-act. 86). Während die Beschwerdegegnerin im Rahmen der 2017 anhand der 
gemischten Methode durchgeführten Invaliditätsbemessung von dieser Gewichtung 
ausgegangen war (vgl. IV-act. 88), passte sie die Gewichtung drei Jahre später für die 
Invaliditätsbemessung ab 1. Januar 2018 an (IV-act. 155):

Gewichtung gemäss 
Abklärungsbericht

Gewichtung bei 
Invaliditätsbemessung ab 
1.1.2018

Haushaltsführung 5 %

Ernährung 40 % 40 %

Wohnungs- und Hauspflege 15 % 20 %

Einkauf u. weitere Besorgungen 5 % 5 %

Wäsche- und Kleiderpflege 15 % 15 %

Kinderbetreuung 15 % 20 %

Verschiedenes 5 %

Total 100 % 100 %

Der Grund für diese Anpassung liegt offensichtlich darin, dass die Abklärung 2017 anhand 
der damaligen Vorgaben in Rz. 3086 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit 
in der Invalidenversicherung erfolgte (KSIH). Rz. 3087 in der vom 1. Januar 2018 bis 
31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung desselben Kreisschreibens sah die 
Aufgabenbereiche "Haushaltsführung" und "Verschiedenes" nicht mehr vor, weshalb bei 
der Invaliditätsbemessung zweimal 5 % auf die übrigen Aufgabenbereiche verteilt werden 
mussten. Angesichts der bei einer sechsköpfigen Familie mit vier Kindern im Alter 
zwischen vier und vierzehn Jahren (Stand Mai 2017) anfallenden Haushaltsarbeit ist nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdeführerin die Aufgabenbereiche Wohnungs- und 
Hauspflege sowie Kinderbetreuung um je 5 % aufgewertet hat. Entgegen dem Vorgehen 
der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 20. Oktober 2020 (IV-

15

Urteil S 2020 150

act. 162) ist diese Gewichtung der Aufgabenbereiche auch der Ermittlung der vor 2018 
bestandenen Einschränkung im Haushalt zugrunde zu legen.

Für die von der Beschwerdeführerin angestrebte Gewichtung der Kinderbetreuung mit 
30 % (act. 1 S. 9 f.) besteht hingegen kein Anlass, denn zwei der vier Kinder waren im Mai 
2017 mit vierzehn und dreizehn Jahren bereits im Oberstufen- und ein weiteres mit acht 
Jahren im Primarschulalter. Nur noch das vierjährige Kind bedurfte einer erhöhten 
Betreuung, was mit einer Gewichtung der Kinderbetreuung mit 20 % angemessen 
berücksichtigt wurde.

8.2 Im Übrigen beanstandete die Beschwerdeführerin die Schlussfolgerungen im 
Abklärungsbericht vom 22. Mai 2017 (IV-act. 86) nicht. 

Für den Beweiswert des Abklärungsberichtes ist wesentlich, dass dieser von einer für 
Haushaltabklärungen zuständigen Mitarbeiterin der IV-Stelle verfasst wurde, die Kenntnis 
der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der sich aus den medizinischen 
Diagnosen ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hatte. Weiter wurden die 
Angaben der Beschwerdeführerin berücksichtigt. Schliesslich ist der Berichtstext plausibel, 
begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen und steht 
in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben. Klar feststellbare 
Fehleinschätzungen lassen sich nicht ausmachen, weshalb das Gericht nicht in das 
Ermessen der die Abklärung tätigenden Person einzugreifen hat. Der Bericht erfüllt somit 
die von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien für den Beweiswert eines 
Abklärungsberichts, weshalb er eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage darstellt (vgl. 
dazu u.a. BGer 8C_748/2019 vom 7. Januar 2020 E. 5.2 mit Hinweisen).

8.3 Demzufolge ist von einer Einschränkung von 80 % in dem mit 20 % gewichteten 
Aufgabenbereich der Kinderbetreuung und damit von einer Behinderung von 16 % (80 % 
x 20 %) im Haushaltbereich auszugehen. Bei einem Anteil von 46 % der Tätigkeit im 
Haushaltsbereich resultiert ein Teilinvaliditätsgrad von 7,36 %.

9. Vom 30. Oktober 2016 (Ablauf der einjährigen Wartezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG) bis 30. Juni 2018 bestand eine 100%ige Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit 
(E. 6.4). Die Kumulation des daraus resultierenden Teilinvaliditätsgrads von 54 % im 
Erwerbsbereich mit demjenigen von 7.36 % im Haushaltsbereich (E. 8.3) ergibt einen 
Invaliditätsgrad von rund 61 %. Dadurch ist der Anspruch auf eine Dreiviertelsrente ab 

16

Urteil S 2020 150

dem 1. Oktober 2016 (Art. 29 Abs. 3 IVG) bis 30. September 2018 (3. Monat ab Eintritt der 
Verbesserung; Art. 88a Abs. 1 IVV) ausgewiesen.

10. Die anschliessende Einschränkung im Erwerbsbereich ist anhand eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen.

10.1 Wie bereits erwähnt, trat am 1. Januar 2018 der revidierte Art. 27bis IVV in Kraft. 
Dessen Absätze 2 bis 4 bestimmen neu, dass der Invaliditätsgrad in Bezug auf die 
Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
weiterhin summiert werden (Art. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG, wobei das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet 
wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des 
Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre, gewichtet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. b IVV). Für die Berechnung des 
Invaliditätsgrades wird in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich der prozentuale 
Anteil der Einschränkungen im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht 
invalid geworden wäre, ermittelt (Art. 27bis Abs. 4 Satz 1 IVV). 

10.2
10.2.1 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des 
Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des 
frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 
zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen 
müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 
58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).

10.2.2 Die Beschwerdegegnerin setzte das Valideneinkommen für das Jahr 2018 auf 
Fr. 111'819.– fest (IV-act. 162/6; vgl. dazu IV-act. 155/1). Dieser Betrag wird von der 
Beschwerdeführerin unter Hinweis auf die Diskrepanz zwischen den Angaben im 
Arbeitgeberfragebogen vom 18. Mai 2016 (IV-act. 47) und dem mitgeschickten 
Kumulativjournal in Frage gestellt (act. 1 S. 10 und act. 5 S. 4). Tatsächlich lässt sich dem 

17

Urteil S 2020 150

Kumulativjournal ab der Erhöhung des Arbeitspensums auf 54 % im August 2015 ein 
Bruttolohn von monatlich Fr. 4'605.30 zuzüglich Anteil 13. Monatslohn in Höhe von 
monatlich Fr. 383.80 sowie einer zweimal jährlich ausgerichteten Treueprämie von 
Fr. 2'755.35 entnehmen (IV-act. 47/8). Beim 2016 unverändert gebliebenen Basisgehalt 
(IV-act. 47/9) ergibt dies ein hypothetisches auf ein Pensum von 54 % bezogenes 
Jahreseinkommen von Fr. 65'380.–. Unter Anpassung an die Entwicklung der 
Nominallöhne für Frauen resultiert für das Jahr 2018 ein auf ein Pensum von 100 % 
hochgerechnetes Valideneinkommen von Fr. 122'112.– (Fr. 65'380.– / 105,0 x 105,9 / 54 
x 100).

10.3
10.3.1 Strittig ist sodann das Invalideneinkommen. Dem von der Beschwerdegegnerin 
auf Fr. 58'517.– bemessenen Invalideneinkommen entgegnet die Beschwerdeführerin, 
dass das zugrunde gelegte Kompetenzniveau 3 im Bereich Erziehung/Unterricht nicht 
realisierbar sei, da sie in der angestammten Tätigkeit nicht oder nur sehr beschränkt 
arbeitsfähig sei und ihr keine Umschulung gewährt worden sei. Es sei daher entweder 
vom Anforderungsniveau 1 auszugehen, oder zumindest ein leidensbedingter Abzug von 
20 % wegen der mittelschweren neuropsychologischen Einschränkungen vorzunehmen 
(act. 1 S. 10 f. und 5 S. 4 f.).

10.3.2 Im Urteil 9C_339/2021 vom 27. Juli 2022 stellte das Bundesgericht fest, dass das 
Kompetenzniveau 3 laut der Tabelle TA1_tirage_skill_level Löhne aus komplexen 
praktischen Tätigkeiten umfasst, die ein grosses Wissen in einem Spezialgebiet 
voraussetzen. Das Kompetenzniveau 2 entspricht Löhnen für praktische Tätigkeiten wie 
Verkauf, Pflege, Datenverarbeitung und Administration, Bedienen von Maschinen sowie 
elektronischen Geräten, Sicherheitsdienst oder Fahrdienst (E. 4.3.1). Analog wie in jenem 
Fall (E. 4.3.3) ist für die Zuordnung der zumutbaren Tätigkeiten zu einem 
Kompetenzniveau des Tabellenlohnes auch vorliegend zu beachten, dass die 
Beschwerdeführerin im Jahr 1998 das Primarlehrdiplom erlangte (IV-act. 3/2); mithin liegt 
die Ausbildung im massgeblichen Zeitpunkt der Invaliditätsbemessung 20 Jahre zurück. 
Seit 2001 war die Beschwerdeführerin als Lehrperson in einer Sonderschule erwerbstätig 
(vgl. IV-act. 6 und 42). Diesen Beruf kann sie aber infolge ihrer gesundheitlichen 
Einschränkungen nicht mehr ausüben. Wohl lassen sich die in der Lehrerausbildung 
erworbenen Kompetenzen auch bei anderen Tätigkeiten nutzen. Indessen verfügt die 
Beschwerdeführerin in Bezug auf die ihr offenstehenden (leidensangepassten) Arbeiten –
 sei es in einer leidensangepassten Lehrertätigkeit wie z.B. in der Erwachsenenbildung 

18

Urteil S 2020 150

oder in einer sonstigen Tätigkeit – weder über eine direkt verwertbare Erfahrung noch über 
ein grosses Wissen im Spezialgebiet. Damit ist der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 2 
(Fr. 5'467.–) heranzuziehen. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen 
Arbeitszeit von 41,7 Stunden sowie wiederum der Nominallohnentwicklung und 
schliesslich des medizinisch zumutbaren Arbeitspensums von 70 % ergibt sich ein 
hypothetisches Jahreseinkommen von Fr. 48'285.– (Fr. 5'467.– x 12 / 40 x 41,7 / 105,0 
x 105,9 x 70 %). 

Ein leidensbedingter Abzug ist vorliegend nicht angebracht, wurden doch die 
gesundheitlichen Einschränkungen bereits qualitativ und quantitativ bei der Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit in einer dem Gesundheitsschaden angepassten Tätigkeit genügend 
berücksichtigt (vgl. E. 5). Weitere Gründe für einen Abzug liegen nicht vor und werden von 
der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht.

10.4 Aus dem Vergleich dieser beiden Einkommensgrössen (Valideneinkommen: 
Fr. 122'112.– [E. 10.2.2]; Invalideneinkommen: Fr. 48'285.– [E. 10.3.2]) resultiert eine 
Erwerbseinbusse von Fr. 73'827.–, beziehungsweise von 60,46 % (Fr. 73'827.– 
/ Fr. 122'112.– x 100). Bei einem 54%igen Anteil der Erwerbstätigkeit liegt der 
erwerbsbezogene Invaliditätsgrad bei 32.65 % (60.45 % x 54 %). 

Summiert man den erwerbsbezogenen Invaliditätsgrad von 32.65 % mit dem nicht 
erwerbsbezogenen Invaliditätsgrad von 7.36 % (E. 8.3), ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 
40 %. Damit hat die Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2018 Anspruch auf eine 
Viertelsrente.

11.
11.1 Das Verfahren ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG (in der bis 31. Dezember 2020 
gültig gewesenen Fassung) kostenpflichtig. Es ist demnach eine Spruchgebühr zu 
erheben, welche auf Fr. 800.– festgesetzt wird und entsprechend dem Ausgang des 
Verfahrens von der Beschwerdegegnerin zu tragen ist.

11.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat sodann im Verfahren vor dem kantonalen 
Versicherungsgericht die obsiegende Beschwerde führende Partei Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Bei deren Festsetzung hat das Gericht auf den Streitwert keine 
Rücksicht zu nehmen, hingegen die Bedeutung der Streitsache und den 
Schwierigkeitsgrad des Prozesses zu beachten. Unter Berücksichtigung der Anzahl Akten, 

19

Urteil S 2020 150

Bedeutung der Streitsache sowie des Schwierigkeitsgrades des Prozesses ist der 
Beschwerdeführerin ermessensweise eine Parteientschädigung von Fr. 3'300.– (inkl. 
MWST und Auslagen) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen.

20

Urteil S 2020 150

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 
20. Oktober 2020 aufgehoben und es wird festgestellt, dass die 
Beschwerdeführerin ab 1. Oktober 2016 Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und 
ab 1. Oktober 2018 Anspruch auf eine Viertelsrente hat. Im Übrigen wird auf die 
Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Es wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– erhoben, welche der 
Beschwerdegegnerin auferlegt wird. 

3. Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 3'300.– (inkl. 
MWST und Auslagen) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die 
IV-Stelle des Kantons Zug (unter Beilage je einer Kopie der Eingabe der 
Beschwerdeführerin vom 20. Oktober 2022 und des Berichts der Klinik 
E.________ vom 3. Oktober 2022; Rechnung folgt nach Rechtskraft des Urteils) 
sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen.

Zug, 21. Oktober 2022
Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am