# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19a2ee6e-601f-58a5-8620-a4b54ad5fe16
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-30
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 30.05.2017 100 2016 230
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2016-230_2017-05-30.pdf

## Full Text

100.2016.230U
DAM/BDE/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 30. Mai 2017

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Daum, Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Schuldenwirtschaft (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 17. Juni 2016; BD 230/14)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1979), Staatsangehöriger von Kosovo, reiste erstmals 
am 14. Dezember 1998 in die Schweiz ein und stellte erfolglos ein 
Asylgesuch. Nachdem er am 11. August 2000 in sein Heimatland ausge-
schafft worden war, heiratete er dort am 3. Mai 2001 eine hier niederlas-
sungsberechtigte Landsfrau. Am 24. August 2001 reiste er in die Schweiz 
ein, worauf ihm gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung erteilt 
wurde, zuletzt gültig bis 23. Februar 2013. Aus der Ehe stammen drei 
Kinder (geb. 2003, 2007 und 2009). Die Ehe wurde am 17. Dezember 2015 
geschieden. 

Am 15. November 2006 und 29. Oktober 2007 verwarnte das Amt für Mig-
ration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst 
(MIDI), A.________ wegen erheblicher Verschuldung. Mit Verfügung vom 
7. Juni 2010 wurde die Aufenthaltsbewilligung nur unter Auflagen ver-
längert; gleichzeitig wurde A.________ erneut verwarnt unter Androhung 
fremdenpolizeilicher Entfernungsmassnahmen für den Fall, dass er die 
Erwartungen betreffend Schuldensanierung nicht erfüllt. Aufgrund weiterer 
Verschuldung verweigerte das MIP (MIDI) mit Verfügung vom 24. Septem-
ber 2014 die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und 
wies ihn unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Hiergegen führte A.________ am 27. Oktober 2014 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM), welche das Rechts-
mittel mit Entscheid vom 17. Juni 2016 abwies und ihm eine neue Aus-
reisefrist bis zum 29. Juli 2016 ansetzte. Die POM verweigerte A.________ 
zudem mangels erstellter Prozessarmut die unentgeltliche Rechtspflege für 
das Beschwerdeverfahren.

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C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 21. Juli 2016 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben. Er beantragt die Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids und die Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilli-
gung. Gleichzeitig hat er um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung 
seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht. Die POM beantragt 
mit Vernehmlassung vom 23. August 2016 die Abweisung der Beschwerde; 
hinsichtlich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege hat sie sich eines 
Antrags enthalten. 

Am 6.  und 27. September 2016 hat A.________ eine Bestätigung seiner 
Wohnsitzgemeinde sowie Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen 
eingereicht. Der MIDI hat mit Eingaben vom 4. November 2016 und 3. April 
2017 weitere Unterlagen zu den Akten gegeben. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 

1.2 Gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG müssen Parteieingaben unter 
anderem eine Begründung enthalten. An die Begründung werden zwar 
praxisgemäss keine hohen Anforderungen gestellt. Sie muss sich aber 
wenigstens in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinan-
dersetzen und sinngemäss darauf schliessen lassen, welche Rechts-
normen oder Grundsätze der Ermessensausübung nach Auffassung der 

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opponierenden Partei verletzt oder inwiefern Sachverhaltselemente unrich-
tig oder unvollständig festgestellt worden sind (vgl. BVR 2006 S. 470 
E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 
1997, Art. 32 N. 15). – Der Beschwerdeführer beantragt, der angefochtene 
Entscheid «sei vollumfänglich aufzuheben» (Rechtsbegehren 1), ohne aber 
ausdrücklich die unentgeltliche Rechtspflege auch für das Verfahren vor 
der POM zu beantragen. In der Begründung der Rechtsschrift, die für die 
Auslegung der Anträge beizuziehen ist (statt vieler BVR 2016 S. 560 E. 2 
mit Hinweisen), setzt er sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen zur 
Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege kaum auseinander. Aus 
seinen Ausführungen ergibt sich jedoch die Rüge, die POM habe zu Un-
recht seine Angaben als nicht korrekt und den monatlichen Fehlbetrag als 
nicht ausgewiesen betrachtet (vgl. Beschwerde S. 10). Damit genügt die 
Beschwerde in diesem Punkt gerade noch den minimalen Begründungs-
anforderungen; auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist daher ohne Einschränkungen einzutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Aufgrund der Akten ist von folgendem Sachverhalt auszugehen:

2.1 Der am … 1979 geborene Beschwerdeführer, Staatsangehöriger 
von Kosovo, reiste erstmals am 14. Dezember 1998 in die Schweiz ein und 
stellte erfolglos ein Asylgesuch (Akten MIDI pag. 48 ff.). Am 11. August 
2000 wurde er in sein Heimatland ausgeschafft (Akten MIDI pag. 25). Dort 
heiratete er am 3. Mai 2001 eine in der Schweiz niederlassungsberechtigte 
Kosovarin (Akten MIDI pag. 19). Er gelangte daraufhin am 24. August 2001 
wieder in die Schweiz und erhielt gestützt auf die Ehe eine 
Aufenthaltsbewilligung (Akten MIDI pag. 12). Der Ehe entsprangen drei 
Kinder: B.________ (geb. ….2003), C.________ (geb. ….2007) und 
D.________ (geb. ….2009). Nach Aufhebung des gemeinsamen Haushalts 
am 18. Juni 2013 wurde die Ehe am 17. Dezember 2015 geschieden. Die 

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Kinder wurden unter der gemeinsamen elterlichen Sorge belassen und 
unter die Obhut der Mutter gestellt (Akten POM act. 7A4, Beilage 5 zur 
Eingabe vom 16.3.2016). Der Beschwerdeführer lebt seit 1. Januar 2016 
mit der hier aufenthaltsberechtigten Serbin E.________ […] und deren 
Tochter zusammen (act. 8A). Aus dieser Beziehung stammt der Sohn 
F.________ (geb. ….2015); gemäss den Akten ist das Anerken-
nungsverfahren noch hängig (Beschwerdebeilage 2; act. 1C).

2.2 Der Beschwerdeführer wurde am 15. November 2006 wegen Betrei-
bungen in der Höhe von Fr. 23'197.90 und Verlustscheinen über insgesamt 
Fr. 96'618.75 erstmals fremdenpolizeilich verwarnt (Akten MIDI pag. 128). 
Am 29. Oktober 2007 verwarnte ihn das MIP (MIDI) ein zweites Mal. Es 
hielt dabei fest, dass der Beschwerdeführer zwar einen in Betreibung ge-
setzten Betrag von ca. Fr. 6'200.-- zurückbezahlt, gleichzeitig aber neue 
Schulden von über Fr. 73'900.-- angehäuft habe; zudem hätten sich Ver-
lustscheine in der Höhe von mehr als Fr. 107'700.-- angesammelt (Akten 
MIDI pag. 143). Mit Schreiben vom 25. September 2008 stellte das MIP 
(MIDI) fest, dass der Beschwerdeführer sich um Schuldenabbau bemühe, 
weshalb es sich bereit zeigte, die Aufenthaltsbewilligung um ein weiteres 
Jahr zu verlängern (Akten MIDI pag. 158). Mit Verfügung vom 7. Juni 2010 
verlängerte das MIP (MIDI) die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerde-
führers bis 23. August 2011. Gleichzeitig sprach es erneut förmlich eine 
Verwarnung aus und verband diese mit der Erwartung, dass der Be-
schwerdeführer weiterhin die fachkompetente Hilfe für die Schuldensanie-
rung in Anspruch nimmt und keine weiteren Schulden entstehen lässt. Es 
stellte ihm die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegwei-
sung in Aussicht, sollte er diese Auflagen nicht einhalten (Akten MIDI 
pag. 201 ff.). Am 24. Februar 2012 zeigte sich das MIP (MIDI) bereit, die 
Aufenthaltsbewilligung um ein weiteres Jahr zu verlängern, da der Be-
schwerdeführer gemäss Stellungnahme der Schuldenberatungsstelle ins-
gesamt mehr Schulden abbezahlt als neu generiert habe (Akten MIDI 
pag. 248). Auf Nachfrage des MIDI teilte die Fachstelle Schuldensanierung 
am 3. März 2014 mit, dass zurzeit keine Zusammenarbeit mit dem Be-
schwerdeführer bestehe (Akten MIDI pag. 329). Mit Verfügung vom 
24. September 2014 verweigerte das MIP (MIDI) wegen Verschuldung die 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies ihn aus der Schweiz 

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weg (Akten MIDI pag. 353 ff.). Es führte an, dass der Beschwerdeführer 
inzwischen mit 34 Betreibungen in der Höhe von Fr. 113'290.40 sowie 137 
Verlustscheinen über insgesamt Fr. 272'142.80 verzeichnet sei; seit der 
letzten ausländerrechtlichen Verwarnung seien 77 neue Verlustscheine 
hinzugekommen. Der Beschwerdeführer zeige keinen Willen, seine finanzi-
elle Situation ernsthaft zu verbessern und eine Schuldensanierung anzu-
streben.

2.3 Im Betreibungsregister des Betreibungsamts Seeland war der Be-
schwerdeführer per 10. März 2016 mit total 61 Betreibungen in der Höhe 
von insgesamt Fr. 167'684.-- sowie 147 Verlustscheinen über total 
Fr. 306'543.80 verzeichnet (Akten POM act. 7A4 Beilage 1 zur Eingabe 
vom 16.3.2016); in demjenigen des Betreibungsamts Jura bernois war er 
per 20. April 2016 mit 16 Betreibungen in der Höhe von insgesamt 
Fr. 14'394.85 registriert (Akten POM pag. 138).

2.4 Gemäss Strafregisterauszug vom 21. April 2016 wurde der Be-
schwerdeführer zwischen März 2007 und Februar 2015 sechs Mal wegen 
Betrugs sowie Strassenverkehrsdelikten zu Geldstrafen zwischen 15 und 
65 Tagessätzen verurteilt; der Betrug wurde mit einer Geldstrafe von 
30 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 1'000.-- geahndet (Akten POM 
act. 7A5 Beilage 2 zur Eingabe vom 13.5.2016). Aktenkundig sind zudem 
16 weitere Strafbefehle und Strafmandate zu Bussen wegen Verstössen 
gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 4e mit Verweisen auf die Akten).

3.

Im Streit liegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

3.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) haben 
ausländische Ehegattinnen und Ehegatten von Personen mit Nieder-
lassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Bewilli-

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gungsanspruch besteht nach Auflösung der Ehegemeinschaft weiter, wenn 
diese mindestens drei Jahre bestanden und die betroffene ausländische 
Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG) oder 
wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der 
Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 Bst. b i.V.m. Abs. 2 AuG). Als 
Vater von drei hier niederlassungsberechtigten Kindern kann sich der Be-
schwerdeführer zudem auf Art. 8 der Europäischen Menschenrechts-
konvention (EMRK; SR 0.101) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung 
(BV; SR 101) berufen. Diese das Recht auf Achtung des Familien- und 
Privatlebens gewährleistenden Bestimmungen können verletzt sein, wenn 
die Pflege einer intakten familiären Beziehung zwischen der betroffenen 
Person und nahen Verwandten mit festem Anwesenheitsrecht in der 
Schweiz durch die Entfernungsmassnahme vereitelt wird (BGE 142 II 35 
E. 6.1, 139 I 330 E. 2.1). Ob dem Beschwerdeführer (auch) gestützt auf die 
Beziehung zu seiner (bloss) aufenthaltsberechtigten Freundin und dem 
gemeinsamen Kind ein gesetzlicher oder konventions- bzw. verfassungs-
rechtlicher Anspruch zukommt, muss mit Blick auf die nachfolgenden Er-
wägungen nicht abschliessend geklärt werden. Denn die Entfernungs-
massnahme kann selbst bei Bestehen eines solchen Anspruchs zulässig 
sein, sofern sie sich als verhältnismässig erweist, da entsprechende 
Ansprüche diesfalls ohnehin erlöschen würden (vgl. E. 3.2 ff. hiernach; 
BVR 2011 S. 289 E. 4). 

3.2 Ein allfälliger Anspruch nach Art. 50 AuG erlöscht unter anderem, 
wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 Bst. b 
AuG). Ein Widerrufsgrund ist unter anderem gegeben, wenn die betroffene 
ausländische Person erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche 
Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat 
oder diese gefährdet (Art. 62 Abs. 1 Bst. c AuG). Ein derartiger Verstoss 
liegt gemäss Art. 80 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über 
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE; SR 142.201) insbeson-
dere vor bei der Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und behörd-
lichen Verfügungen (Bst. a) oder bei mutwilliger Nichterfüllung der öffent-
lich-rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen (Bst. b). Der Tat-
bestand kann ebenfalls bei einer erheblichen, mutwilligen Verschuldung 
erfüllt sein; strafrechtliche Verurteilungen werden nicht zwingend voraus-

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gesetzt. Der Widerrufsgrund kann auch erfüllt sein, wenn einzelne strafbare 
Handlungen für sich allein betrachtet noch keinen Widerruf rechtfertigen, 
deren wiederholte Begehung aber darauf hinweist, dass die betreffende 
Person nicht bereit ist, sich an die geltende Ordnung zu halten. Das Inte-
resse an der Verhütung weiterer Straftaten ist dabei ebenfalls zu berück-
sichtigen (vgl. BGer 2C_526/2015 vom 15.11.2015 E. 3.1 mit zahlreichen 
Hinweisen). Anders als für den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
(Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG) ist nach Art. 62 Abs. 1 Bst. c AuG nicht erfor-
derlich, dass in schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit 
und Ordnung verstossen oder diese gefährdet worden ist; es genügt, wenn 
der Verstoss oder die Gefährdung (alternativ) «erheblich» oder «wieder-
holt» ist (vgl. BGer 2C_36/2009 vom 20.10.2009 E. 2.1; VGE 2015/55 vom 
8.9.2015 E. 2.2; zum Ganzen BGer 2C_159/2016 vom 26.9.2016 E. 3.2). 

3.3 Im Frühling 2016 war der Beschwerdeführer unbestrittenermassen 
mit total 77 Betreibungen in der Höhe von insgesamt Fr. 182'078.85 sowie 
147 Verlustscheinen über insgesamt Fr. 306'543.80 verzeichnet; bei der 
erstmaligen Verwarnung im November 2006 lagen die Betreibungen bei 
Fr. 23'197.90 und die offenen Verlustscheine bei Fr. 96'618.75 (vgl. vorne 
E. 2.2 f.). Demnach hat der Beschwerdeführer auch nach den Ermahnun-
gen und wiederholten Verwarnungen durch die Migrationsbehörde massiv 
weitere Schulden angehäuft. Es mag sein, dass seine Verschuldung auf-
grund erneut in Betreibung gesetzter Verlustscheine effektiv geringer aus-
fällt als das ermittelte Total an Betreibungen und Verlustscheinen. Der Be-
schwerdeführer legt aber auch im verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht 
dar, in welchem Umfang sich die Gesamtschuldsumme vermindert haben 
soll und welche Anstrengungen er zur Bereinigung der Schuldensituation 
unternimmt. Die POM wendet zudem zu Recht ein, dass selbst eine durch 
Doppelaufführungen allenfalls verminderte Schuldensumme als erhebliche 
Verschuldung zu betrachten ist (angefochtener Entscheid E. 4d). Ange-
sichts der zahlreichen Schulden ist eine mutwillige oder zumindest leicht-
fertige Nichterfüllung der finanziellen Verpflichtungen im Sinn von Art. 80 
Abs. 1 Bst. b VZAE zu bejahen (vgl. für eine vergleichbare Beurteilung 
BGer 2C_253/2015 vom 9.9.2015 E. 3.2). In strafrechtlicher Hinsicht 
musste der Beschwerdeführer – soweit aktenkundig – insgesamt 22 Mal 
verurteilt werden, letztmals am 24. Februar 2015 (vgl. vorne E. 2.4). Zwar 

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handelt es sich dabei teils um vergleichsweise untergeordnete Verfehlun-
gen, doch demonstriert deren Häufung eine nicht unerhebliche Gleich-
gültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung. Zudem ist die 
Verurteilung wegen Betrugs von einigem Gewicht. 

3.4 Wie die POM zutreffend erkannt hat (angefochtener Entscheid 
E. 4f), hat der Beschwerdeführer bei dieser Sachlage ohne weiteres den 
Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. c AuG gesetzt (vgl. auch 
BGer 2C_526/2015 vom 15.11.2015 E. 3.1 mit einer Übersicht zur entspre-
chenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung). Gegen das Vorliegen 
eines Widerrufsgrunds wendet der Beschwerdeführer denn auch nichts 
Substanziiertes ein. Er rügt allerdings, insbesondere mit Blick auf das Kin-
deswohl, die Unverhältnismässigkeit der Entfernungsmassnahme. 

3.5 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung unter Anordnung 
der Wegweisung ist auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nach Art. 62 
AuG nur zulässig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden 
Interessenabwägung als verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 BV und 
Art. 96 AuG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen 
an der Entfernungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit 
und Ordnung gegen die privaten Interessen der betroffenen Person am 
weiteren Verbleib in der Schweiz abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die 
Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall (vgl. 
BGer 2C_253/2015 vom 9.9.2015 E. 2.1 im Zusammenhang mit Art. 62 
Abs. 1 Bst. c AuG; allgemein BGE 139 I 145 E. 2.2, 135 II 377 E. 4.3; 
BVR 2013 S. 543 E. 4.1, 2011 S. 289 E. 5.1). Wird durch die Entfernungs-
massnahme die weitere Pflege familiärer Beziehungen bzw. das Privat-
leben im Sinn von Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV beeinträchtigt, 
bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und 
Art. 36 BV (vgl. etwa BGE 142 II 35 E. 6.1, 139 I 145 E. 2.2 und 2.4 mit 
Hinweisen auf die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für 
Menschenrechte [EGMR]; BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Hat die betroffene 
Person minderjährige Kinder, sind in diese Prüfung ausserdem die nach 
dem Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes 
(KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigenden Interessen im 
Zusammenhang mit dem Kindeswohl einzubeziehen und dem grund-

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legenden Bedürfnis des Kindes, in möglichst engem Kontakt mit beiden 
Elternteilen aufzuwachsen, Rechnung zu tragen (BGE 143 I 21 E. 5.5.1, 
135 I 153 E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1). 

4.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung und Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz ist Fol-
gendes festzuhalten:

4.1 Die POM hat erwogen, dass sich der Beschwerdeführer weder von 
fremdenpolizeilichen Verwarnungen noch von Strafurteilen hat beein-
drucken lassen. Wie sich während Jahren gezeigt habe, sei er offenbar 
nicht fähig oder willens, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen 
und sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Die ihm (mehrmals) ein-
geräumte Gelegenheit, seine finanzielle Situation in Griff zu bekommen, 
habe er nicht zu nutzen gewusst. Anstrengungen, an seiner Schuldensitua-
tion nachhaltig etwas zu ändern, seien über weite Strecken nicht feststell-
bar. Sowohl hinsichtlich der Schuldenmacherei als auch der strafrechtli-
chen Verfehlungen bestehe die Gefahr, dass er zukünftig damit fortfahre 
bzw. rückfällig werde (vgl. angefochtener Entscheid E. 6). 

4.2 Diesen zutreffenden Erwägungen hält der Beschwerdeführer nichts 
Wesentliches entgegen. Er bringt zwar vor, er bemühe sich um Schulden-
tilgung (Beschwerde S. 9); entsprechende Belege legt er aber nicht vor. 
Der Beschwerdeführer und seine damalige Ehefrau haben sich in den Jah-
ren 2010 und 2011 kurzfristig aktiv um eine Schuldensanierung bemüht 
(vgl. Akten MIDI pag. 241); längerfristige Bemühungen um Verbesserung 
seiner Schuldensituation, insbesondere ernsthafte Rückzahlungsbe-
strebungen, sind jedoch nicht aktenkundig (vgl. vorne E. 2.2). Der Be-
schwerdeführer hatte bereits im Jahr 2009 vorgebracht, die hohen Steuer-
schulden seien darauf zurückzuführen, dass er noch nie eine Steuererklä-
rung eingereicht habe und deshalb nach Ermessen zu hoch veranlagt 
werde (vgl. Akten MIDI pag. 172). Offenbar nahm er aber in den Folge-
jahren trotz der fremdenpolizeilichen Verwarnungen und der sich weiter 

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anhäufenden Steuerschulden keine Verhaltensänderung vor, wie er im vor-
instanzlichen Verfahren selber eingeräumt hat (vgl. Akten POM pag. 140). 
Auch wenn der Beschwerdeführer aktuell der Quellensteuer unterliegt und 
daher keine neuen Steuerschulden zu erwarten sind (vgl. Lohnabrechnun-
gen; act. 11A), hat er damit gegenüber seinen öffentlich-rechtlichen Ver-
pflichtungen eine beträchtliche Gleichgültigkeit an den Tag gelegt. Ange-
sichts der aktuellen Einkommensverhältnisse des Beschwerdeführers ist 
auch für die Zukunft keine massgebliche Schuldenreduktion zu erwarten 
(vgl. Lohnabrechnungen; act. 11A). Schliesslich stellt die gehäufte Delin-
quenz eine nicht vernachlässigbare Beeinträchtigung der öffentlichen Ord-
nung und Sicherheit dar. Der Beschwerdeführer delinquierte nicht nur im 
Bagatellbereich; insbesondere wurde er wegen Betrugs zu einer Geldstrafe 
von 30 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 1'000.-- verurteilt (vorne 
E. 2.4). Hiermit und mit seinen weiteren strafrechtlichen Verstössen hat er 
gezeigt, dass er nicht fähig oder willens ist, sich rechtsgetreu zu verhalten.

4.3 Insgesamt ist es unter diesen Umständen nicht rechtsfehlerhaft, 
wenn die POM von einem grossen öffentlichen Interesse an der Wegwei-
sung des Beschwerdeführers ausgegangen ist. 

5.

Bei den privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme ent-
gegenstehen, sind die Dauer der Anwesenheit, die Integration in der 
Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und seiner Familie drohenden 
Nachteile zu berücksichtigen.

5.1 An die Gründe für die Wegweisung aus der Schweiz sind umso 
strengere Anforderungen zu stellen, je länger eine Ausländerin oder ein 
Ausländer hier gelebt hat. Die Aufenthaltsdauer ist insofern zu relativieren, 
als die Jahre, welche die ausländische Person in der Illegalität, im Straf-
vollzug oder aufgrund einer vorläufigen Duldung verbracht hat, für die Inte-
ressenabwägung nicht ausschlaggebend sein können (BGE 137 II 1 E. 4.3, 
134 II 10 E. 4.3 [Pra 97/2008 Nr. 87]). Eine Entfernungsmassnahme ist 
auch nach längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die 

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Betroffenen in der Schweiz nicht integriert sind (BVR 2015 S. 487 
[VGE 2014/339 vom 23.3.2015] nicht publ. E. 4.1, 2013 S. 543 E. 5.1 mit 
Hinweis u.a. auf BGer 2A.119/2001 vom 15.10.2001 E. 2b).

5.2 Der heute 37-jährige Beschwerdeführer hielt sich im Zeitpunkt der 
Anordnung der Entfernungsmassnahme durch das MIP seit 13 Jahren ge-
stützt auf eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz auf (vgl. vorne E. 2.1). 
Sein Aufenthalt lässt sich damit zwar nicht mehr als kurz bezeichnen; er ist 
allerdings erst im Erwachsenenalter in die Schweiz eingereist und hat prä-
gende Abschnitte seines Lebens in seiner Heimat verbracht. Dass der Be-
schwerdeführer während seines Aufenthalts mehrheitlich erwerbstätig war, 
hat die POM positiv gewürdigt. Angesichts seiner massiven Verschuldung 
kann jedoch von einer gelungenen beruflich-wirtschaftlichen Integration 
keine Rede sein, auch wenn der Beschwerdeführer keine Sozialhilfe-
leistungen bezogen hat (vgl. zu dieser Würdigung BGer 2C_810/2016 vom 
21.3.2017 E. 4.1, 2C_14/2016 vom 6.6.2016 E. 2.3 mit zahlreichen Hin-
weisen). In sozialer Hinsicht ist weder geltend gemacht noch ersichtlich, 
dass der Beschwerdeführer hier abgesehen von den Beziehungen zu sei-
nen vier Kindern und zu seiner Freundin vertiefte Kontakte pflegen würde. 
Schliesslich sprechen auch die zahlreichen, wenn auch – abgesehen von 
der Verurteilung wegen Betrugs – (einzeln betrachtet) geringfügigen straf-
rechtlichen Verfehlungen gegen eine gelungene Integration, ist doch die 
Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein zentraler Aspekt jeglicher 
Integration (vgl. Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die In-
tegration von Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). Insge-
samt ist eine erfolgreiche Integration des Beschwerdeführers in die hiesi-
gen Verhältnisse zu verneinen. 

5.3 Zu würdigen sind weiter die dem Beschwerdeführer und seinen An-
gehörigen durch die Entfernungsmassnahme drohenden Nachteile:

5.3.1 Mit Blick auf die Rückkehr nach Kosovo hat die POM zutreffend 
erwogen (angefochtener Entscheid E. 7d), dass der Beschwerdeführer die 
ersten 22 Jahre seines Lebens im Heimatland verbracht hat; dort ist er auf-
gewachsen und wurde sozialisiert. Er reist regelmässig für mehrere 
Wochen nach Kosovo, letztmals im April 2017 (vgl. act. 6A, 14A; ange-
fochtener Entscheid E. 7b S. 14 mit Verweisen auf die Akten), weshalb 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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davon auszugehen ist, dass die Bindung zu seiner Heimat weiterhin eng ist 
und er nicht nur mit der Sprache, sondern auch mit den kulturellen und ge-
sellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Die vorinstanz-
liche Feststellung, wonach zum Heimatland auch eine familiäre Verbun-
denheit besteht, an welche der Beschwerdeführer anknüpfen kann, stellt er 
nicht in Abrede. Im Alter von 37 Jahren kann der Beschwerdeführer zudem 
ohne weiteres auch neue Kontakte aufbauen. Schliesslich ist davon auszu-
gehen, dass er grundsätzlich in der Lage ist, in seiner Heimat einer Er-
werbstätigkeit nachzugehen; seine hier gesammelten Erfahrungen sowie 
Sprachkenntnisse dürften ihm die berufliche Reintegration erleichtern. 

5.3.2 In familiärer Hinsicht steht zunächst die Beziehung des Beschwer-
deführers zu den drei hier lebenden, niederlassungsberechtigten Kindern 
aus der geschiedenen Ehe in Frage. Die POM hat erwogen, es fehle der 
Nachweis, dass mit der Entfernungsmassnahme in intakte, enge und inten-
sive persönliche sowie wirtschaftliche Beziehungen zwischen dem Be-
schwerdeführer und seinen Kindern eingegriffen werde; die Beziehungen 
könnten über die Grenzen hinweg gepflegt werden (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 7b). Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, 
dass er ein enges Verhältnis zu seinen Kindern pflege. Er sei nicht nur be-
suchs- sondern auch sorgeberechtigt (vgl. Beschwerde S. 5 f.). – Die drei 
13-, 9- und 7-jährigen Kinder stehen unter der gemeinsamen elterlichen 
Sorge; die Obhut liegt aber allein bei der Mutter (vgl. vorne E. 2.1). Gemäss 
der Scheidungskonvention steht dem Beschwerdeführer ein freies Be-
suchs- und Ferienrecht zu, mindestens aber das erste und dritte Wochen-
ende eines jeden Monats von Freitag- bis Sonntagabend sowie vier Wo-
chen Ferien pro Jahr (vgl. Akten POM 7A4 Beilage 5 zur Eingabe vom 
16.3.2016). Anders als der Beschwerdeführer zu meinen scheint (vgl. Be-
schwerde S. 7), spricht nicht bereits die gemeinsame elterliche Sorge ge-
gen die Entfernungsmassnahme. Massgeblich für das ausländerrechtliche 
Bewilligungsverfahren bleibt der Umfang des persönlichen Kontakts, also 
die tatsächlich gelebte Beziehung in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht 
und nicht allein die formelle Tragweite der Zuteilung bzw. der Abmachun-
gen der Eltern (grundlegend BGE 143 I 21 E. 5 mit zahlreichen Hinweisen; 
dazu auch Meier/Häberli, Übersicht zur Rechtsprechung im Kindes- und 
Erwachsenenschutzrecht [September bis Dezember 2016], in Zeitschrift für 

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Kindes- und Erwachsenenschutz [ZKE] 2017 S. 44 ff., 78 f.). Liegt die fakti-
sche Obhut zum überwiegenden Teil beim anderen (in der Schweiz ver-
bleibenden) Elternteil, ändert das gemeinsame Sorgerecht nichts daran, 
dass die familiäre Beziehung zwischen dem ausreisepflichtigen Elternteil 
und seinem Kind unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK grundsätzlich 
auch vom Ausland her gepflegt werden kann (vgl. BGer 2C_810/2016 vom 
21.3.2017 E. 5.2 f. mit Hinweisen u.a. auf BGE 143 I 21 und 140 I 145). 
Voraussetzung für den Bewilligungserhalt mit der Folge, dass das Recht 
auf persönlichen Umgang in der Schweiz gelebt werden kann, ist eine in 
affektiver Hinsicht zumindest normale und in wirtschaftlicher Hinsicht be-
sonders enge Eltern-Kind-Beziehung, wobei diese Beziehung wegen der 
Distanz zwischen der Schweiz und dem Staat, in welchen die ausländische 
Person auszureisen hätte, praktisch nicht mehr aufrechterhalten werden 
könnte. Die ausreisepflichtige Person muss sich zudem in der Schweiz 
bisher weitgehend «tadellos» verhalten haben (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.2; 
BGer 2C_1071/2016 vom 30.3.2017 E. 6.1, 2C_327/2015 vom 22.4.2016 
E. 5.4).

5.3.3 Unstrittig ist, dass hauptsächlich die Mutter die Kinder betreut, wes-
halb von einer gemeinsamen elterlichen Sorge ohne alternierende Obhut 
auszugehen ist. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach er ein 
enges Verhältnis zu seinen Kindern pflege und die Ausübung des gemein-
samen Sorgerechts wie auch des Besuchsrechts reibungslos verliefen (Be-
schwerde S. 5 f.), bleiben unbelegt. Gemäss einem Kurzbericht der Sozial-
pädagogischen Familienbegleitung vom 9. Mai 2016 (Akten POM 7A5 Bei-
lage 1 zur Eingabe vom 13.5.2016) ist der Beschwerdeführer ein herzlicher, 
wohlwollender und ruhiger Vater, der sich für die Kinder interessiere. Wie 
die POM zutreffend erwogen hat (angefochtener Entscheid E. 7b S. 13), 
basiert der äussert knapp gehaltene Bericht lediglich auf zwei Treffen zwi-
schen der Sozialpädagogin und dem Beschwerdeführer mit seinen Kindern 
und äussert sich insbesondere nicht zur Häufigkeit der Kontakte. Der (an-
waltlich vertretene) Beschwerdeführer weist auch im verwaltungsgericht-
lichen Verfahren nicht nach, dass er zumindest das in der Scheidungskon-
vention festgelegte (Mindest-)Besuchsrecht tatsächlich, kontinuierlich und 
reibungslos wahrnimmt. Er erklärt sich zwar für weitere Abklärungen bereit 
(Beschwerde S. 5); im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht (Art. 20 Abs. 3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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VRPG i.V.m. Art. 90 AuG) wäre es jedoch vorab Sache des Beschwerde-
führers, seine Vorbringen mit geeigneten Beweismitteln zu belegen (vgl. 
auch BGE 143 I 21 E. 5.5.4). Gestützt auf die Aktenlage stellt das Verwal-
tungsgericht nicht in Frage, dass die Beziehung des Beschwerdeführers zu 
seinen drei Kindern grundsätzlich intakt ist. Zugunsten des Beschwerde-
führers unterstellt es im Folgenden, dass er ein nach heutigem Standard 
übliches Besuchsrecht wahrnimmt, auch wenn die Häufigkeit, Art und In-
tensität der Vater-Kind-Kontakte unbelegt geblieben sind. 

5.3.4 Gemäss Scheidungskonvention hat der Beschwerdeführer an den 
Unterhalt seiner Kinder monatlich je Fr. 180.-- zu bezahlen; gleichzeitig 
wurde festgehalten, dass er dem Sozialdienst … Fr. 42'352.70 infolge 
nichtbezahlter Kinderalimente schuldet (vgl. Akten POM 7A4 Beilage 5 zur 
Eingabe vom 16.3.2016). Die POM erachtet es als nicht erstellt, dass der 
Beschwerdeführer seiner Unterhaltspflicht hinreichend nachkommt (ange-
fochtener Entscheid E. 7b S. 14). Der Beschwerdeführer bestreitet diese 
Ausführungen zwar (Beschwerde S. 6). Er bleibt aber auch im vorliegenden 
Verfahren den Nachweis schuldig, dass er seine Unterhaltsleistungen ver-
einbarungsgemäss erbringt, obwohl er mit Blick auf die vorinstanzlichen 
Erwägungen dazu Anlass hatte und damit rechnen musste, dass dem Krite-
rium der wirtschaftlichen Beziehungen bei der Würdigung der familiären 
Situation massgebliche Bedeutung zukommt (vgl. Art. 20 Abs. 3 VRPG 
i.V.m. Art. 90 AuG). Der gerichtlichen Aufforderung im Zusammenhang mit 
dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, eine detaillierte Aufstellung 
samt Belegen über seine regelmässigen Auslagen einzureichen (act. 2), ist 
der Beschwerdeführer mit seinen Eingaben vom 6. und 27. September 
2016 nur teilweise nachgekommen (act. 8 und 11); Belege für geleistete 
Unterhaltszahlungen hat er nicht beigebracht. Dass seine Exfrau sich an-
geblich weigert, den Erhalt der nach eigener Darstellung in bar ausgehän-
digten Unterhaltszahlungen zu bestätigen (vgl. Akten POM pag. 140), be-
freit den Beschwerdeführer nicht von der Pflicht, den entsprechenden 
Nachweis in anderer Form zu erbringen. Sodann bildet auch die vorüber-
gehende Ferienabwesenheit des zuständigen Sozialarbeiters keinen 
Grund, der Mitwirkungspflicht nicht nachzukommen (Beschwerde S. 6). Bei 
dieser Sachlage ist eine enge wirtschaftliche Beziehung des Beschwerde-
führers zu seinen drei Kindern aus der geschiedenen Ehe zu verneinen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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5.3.5 Schliesslich kann – wie die POM zutreffend erwogen hat (ange-
fochtener Entscheid E. 7b S. 14) – von einem «tadellosen» Verhalten keine 
Rede sein. Es ist richtig, dass das Bundesgericht in jüngeren Entscheiden 
teilweise davon spricht, dass diesem Kriterium keine eigenständige Be-
deutung zukomme (vgl. etwa BGE 140 I 145 E. 4.3 [Pra 103/2014 Nr. 90]) 
und allfällige Beeinträchtigungen der öffentlichen Ordnung von einer ge-
wissen Relevanz vorliegen müssten, um das öffentliche Interesse an der 
Wegweisung dem privaten vorgehen zu lassen, die persönliche Beziehung 
mit dem hier gefestigt anwesenheitsberechtigten Kind im Land selber leben 
zu können. Die Praxis, bei der Würdigung des tadellosen Verhaltens ge-
wisse «untergeordnete» Vorkommnisse in einer Gesamtbetrachtung etwas 
weniger stark zu gewichten, kommt indessen nur in spezifischen Situatio-
nen zur Anwendung; besondere Umstände müssen es ausnahmsweise 
rechtfertigen, allfällige (untergeordnete) Verstösse gegen die öffentliche 
Ordnung (z.B. nicht ins Gewicht fallende ausländer- oder ordnungsrecht-
liche Delinquenz; kurzer, unverschuldeter Sozialhilfebezug) nicht notwendi-
gerweise so stark zu gewichten, dass sie zum vornherein die anderen Kri-
terien (Grad der tatsächlichen affektiven und wirtschaftlichen Intensität der 
Beziehung zum Kind, zivilrechtliche Regelung der familiären Verhältnisse, 
Dauer der Beziehung und des Aufenthalts, Grad der Integration aller Betei-
ligten usw.) aufzuwiegen vermögen (vgl. zum Ganzen BGer 2C_1050/2016 
vom 10.3.2017 E. 6.5). – Im vorliegenden Fall kann angesichts der massi-
ven Verschuldung trotz wiederholter fremdenpolizeilicher Verwarnungen 
sowie der gehäuften strafrechtlichen Verfehlungen einschliesslich einer 
Verurteilung wegen Betrugs von einem geringfügigen Verstoss gegen die 
öffentliche Ordnung nicht mehr die Rede sein (vgl. vorne E. 4.2).

5.3.6 Der Beschwerdeführer hat sich vorzuwerfen, dass ihn auch seine 
Verantwortung als Vater und wiederholte fremdenpolizeiliche Verwarnun-
gen nicht von weiterer Verschuldung und strafrechtlichen Verstössen 
haben abhalten können. Die ihm durch die Ausländerbehörde gebotenen 
Chancen hat er nicht zu nutzen vermocht. Er kann sich unter diesen Um-
ständen nicht mit Erfolg auf sein eigenes Interesse an der Fortsetzung des 
Familienlebens bzw. der Beziehungen in der Schweiz berufen, sondern 
muss sich die familiären Konsequenzen seines Handelns selbst zuschrei-
ben. Was die Kinder anbelangt, ist nicht von der Hand zu weisen, dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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Wegweisung des Vaters sie wohl hart treffen würde, auch wenn die Vater-
Kind-Beziehung in affektiver Hinsicht nicht über das nach heutigem Mass-
stab für das Besuchs- und Ferienrecht Übliche hinausgeht. Entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers kann die Beziehung aber auch vom 
Ausland her aufrechterhalten werden, insbesondere mittels herkömmlicher 
Kommunikationsmittel sowie gegenseitigen Besuchen. Die Mutter stammt 
ebenfalls aus Kosovo und reist offenbar gelegentlich mit den Kindern ins 
Heimatland (vgl. Akten POM pag. 150). Die Kinder werden zudem nicht aus 
den vorhandenen Strukturen herausgerissen und können mit ihrer Mutter 
unter den hiesigen Lebensbedingungen aufwachsen. Insgesamt begründet 
die Beziehung zu den Kindern ein nicht unbedeutendes privates Interesse 
an einem weiteren Verbleib des Beschwerdeführers in der Schweiz; diesem 
Interesse kann aber aus den erwähnten Gründen nur beschränktes Ge-
wicht zukommen. Das in diesem Zusammenhang in der Beschwerdeschrift 
angeführte Urteil 3910/13 des EGMR vom 8. Juli 2014 i.S. M.P.E.V. et al. 
gegen Schweiz unterscheidet sich in wesentlichen Punkten vom vorliegen-
den Fall (prekärer Gesundheitszustand der ausreisepflichtigen Person, 
drastische Einschränkung des Vater-Kind-Kontakts aufgrund der Distanz), 
weshalb der Beschwerdeführer daraus nichts für sich ableiten kann.

5.3.7 Ähnliches ergibt sich mit Blick auf die jüngste familiäre Entwicklung: 
Der Beschwerdeführer beruft sich auf die Beziehung zur aufenthalts-
berechtigten Serbin E.________ und dem gemeinsamen Sohn 
F.________. Schriftenpolizeilich lebt das Paar seit 1. Januar 2016 
zusammen, nach Angaben von E.________ seit Frühling 2015 (vgl. 
act. 8A; Akten POM pag. 132, 134). Im vorinstanzlichen Verfahren hatte 
der Beschwerdeführer die neue Beziehung und das am … 2015 geborene 
Kind weder in seiner Eingabe vom 14. Dezember 2015 noch in derjenigen 
vom 22. April 2016 erwähnt (vgl. Akten POM pag. 95 ff. und 139 f.). Erst 
auf entsprechende Nachfrage der POM teilte er am 13. Mai 2016 mit, dass 
es sich bei E.________ um seine Lebenspartnerin und bei F.________ um 
den gemeinsamen Sohn handle, wobei die Vaterschaftsabklärung noch 
hängig sei (vgl. Akten POM pag. 147). Dass das Anerkennungsverfahren 
inzwischen abgeschlossen wäre, bringt er nicht vor. Vor diesem 
Hintergrund bestehen gewisse Zweifel an der Stabilität und Enge dieser 
Beziehungen; wie es sich damit im Einzelnen verhält, kann indes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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offenbleiben. Angesichts der Herkunft von E.________, ihrer noch nicht 
ausgesprochen langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz seit dem 
6. November 2006 (vgl. Akten POM 7A5 Beilage 3 zur Eingabe vom 
13.5.2016) sowie des anpassungsfähigen Alters des gemeinsamen Sohnes 
scheint es nicht ausgeschlossen, dass das Familienleben künftig in Kosovo 
geführt werden könnte. Dass die hier bloss aufenthaltsberechtigte 
E.________ über einen gefestigten Anspruch auf eine 
Aufenthaltsbewilligung verfügen würde, wird nicht geltend gemacht. Für 
den Fall, dass die Freundin mit dem Kind in der Schweiz verbleiben würde, 
wäre mit der Entfernungsmassnahme zwar eine erhebliche 
Beeinträchtigung des Familienlebens verbunden. Indes wurde das im Juli 
2015 geborene Kind gezeugt, als die Entfernungsmassnahme bereits an-
geordnet worden war; E.________ musste daher in jenem Zeitpunkt mit 
dem Verlust des Aufenthaltsrechts des Beschwerdeführers rechnen und 
damit, dass ihr Kind allenfalls ohne diesen würde aufwachsen müssen (vgl. 
allgemein zu dieser Überlegung etwa BGE 139 I 31 E. 3.2, 139 I 145 
E. 3.6; BGer 2C_679/2015 vom 19.2.2016 E. 6.3.2; VGE 2012/438 vom 
7.8.2013 E. 5.3.5 [bestätigt durch BGer 2C_764/2013 vom 15.4.2014]). Das 
private Interesse des Beschwerdeführers und seiner Freundin an seinem 
Verbleib in der Schweiz ist vor diesem Hintergrund deutlich zu relativieren. 
Bezüglich des gemeinsamen Sohnes ist anzuerkennen, dass dieser ein 
vorrangig zu berücksichtigendes Interesse daran hat, künftig mit seinem 
Vater aufzuwachsen. Die Vater-Kind-Beziehung könnte aber auch über die 
Distanz mittels gegenseitiger Besuche und den modernen Kommunikati-
onsmitteln (Skype, Facetime) gepflegt werden, selbst wenn sich der Sohn 
erst im Kleinkindalter befindet. Mit Blick auf das Kindeswohl ist überdies zu 
berücksichtigen, dass der Sohn in seinem vertrauten Umfeld bleiben und in 
den hiesigen Lebensbedingungen aufwachsen kann, sollte die Mutter nicht 
mit dem Beschwerdeführer nach Kosovo ausreisen. 

5.4 Insgesamt ist mit Blick auf die privaten Interessen festzuhalten, 
dass sich der Beschwerdeführer noch nicht ausgesprochen lang in der 
Schweiz aufhält. Zu integrieren hat er sich angesichts der massiven 
Verschuldung und der zahlreichen strafrechtlichen Verfehlungen nicht ver-
mocht. Der Rückkehr nach Kosovo stehen keine besonderen Hindernisse 
entgegen, zumal sich der Beschwerdeführer in den vergangen Jahren re-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
Seite 19

gelmässig während mehrerer Wochen in sein Heimatland begeben hat. 
Hinsichtlich der familiären Beziehungen begründet insbesondere das Kin-
deswohl ein privates Interesse von einigem Gewicht am Verbleib des 
Beschwerdeführers in der Schweiz, während der Beziehung zu seiner bloss 
aufenthaltsberechtigten Freundin und deren Interessen unter den konkre-
ten Umständen keine massgebliche Bedeutung zukommen. 

6.

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen 
ergibt Folgendes:

Der Beschwerdeführer hat während seines bisherigen Aufenthalts massiv 
Schulden angehäuft. Trotz mehrmaliger fremdenpolizeilicher Verwarnun-
gen liess er weitere Schulden entstehen und bemühte sich nur unzu-
reichend um einen langfristigen Schuldenabbau; per 10. März bzw. 
20. April 2016 war er mit total 77 Betreibungen in der Höhe von insgesamt 
Fr. 182'078.85 sowie 147 Verlustscheinen über total Fr. 306'543.80 ver-
zeichnet (vgl. vorne E. 2.3). Des Weiteren wurde er 22 Mal wegen straf-
rechtlicher Verfehlungen belangt. Sein Verhalten zeugt damit von Unein-
sichtigkeit und Unfähigkeit, sich an die hiesigen Gepflogenheiten zu halten; 
von bloss untergeordneten Verstössen gegen die öffentliche Ordnung kann 
keine Rede sein. Insgesamt besteht ein erhebliches öffentliches Interesse 
an der strittigen Massnahme. Die privaten Interessen am Verbleib des Be-
schwerdeführers in der Schweiz haben dagegen zurückzustehen. Zwar hält 
sich der Beschwerdeführer nicht mehr nur kurz hier auf, aber auch noch 
nicht ausgesprochen lang; er verfügt mit der Aufenthaltsbewilligung nur 
über einen vergleichsweise schwachen ausländerrechtlichen Status und 
konnte sich nicht der Aufenthaltsdauer entsprechend integrieren. Die Rück-
kehr nach Kosovo ist ihm zumutbar. Er ist in seinem Heimatland – in wel-
chem er sich regelmässig besuchsweise aufhält – aufgewachsen und mit 
der Sprache und Kultur nach wie vor vertraut. Der wirtschaftlichen Wieder-
eingliederung stehen keine unüberwindbaren Hindernisse entgegen. In 
familiärer Hinsicht sind mit der Entfernungsmassnahme nicht unerhebliche 
Einschränkungen verbunden. Insoweit ist aber von Bedeutung, dass auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
Seite 20

die Beziehung und die Verantwortung zu seinen Kindern den Beschwer-
deführer nicht vor weiterer massiver Verschuldung und Verstössen gegen 
die Rechtsordnung haben abhalten können. Auch unter besonderer Be-
rücksichtigung des Kindeswohls, insbesondere dem Bedürfnis der Kinder, 
engen persönlichen Kontakt zu beiden Elternteilen pflegen zu können, er-
scheint die Wegweisung des Beschwerdeführers nicht als unverhältnis-
mässig. Was die Beziehung zum jüngsten Kind F.________ angeht, konnte 
von Beginn an nicht auf den Verbleib des Beschwerdeführers in der 
Schweiz vertraut werden. Es erscheint sodann nicht unrealistisch, dass 
E.________ und F.________ mit dem Beschwerdeführer ausreisen und 
das Familienleben zukünftig in Kosovo geführt wird. Bezüglich der drei hier 
niederlassungsberechtigten Kinder aus der geschiedenen Ehe verfügt der 
Beschwerdeführer zwar über das (gemeinsame) Sorgerecht, nicht aber 
über die Obhut. Die Beziehung zu den drei Kindern scheint intakt zu sein; 
sie ist aber – namentlich in wirtschaftlicher Hinsicht – nicht ausgesprochen 
eng. Die Kontakte können in einem gewissen Rahmen auch über die 
Landesgrenzen hinweg mittels gegenseitiger Besuche und der modernen 
Kommunikationsmittel aufrechterhalten werden. Schliesslich können die 
Kinder immerhin im gewohnten Umfeld verbleiben und von den hiesigen 
Lebensbedingungen profitieren. Die Entfernungsmassnahme erweist sich 
somit in Würdigung der gesamten Umstände auch im Licht von Art. 8 
EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV sowie der KRK als verhältnismässig.

7.

Hat sich ergeben, dass die Entfernungsmassnahme im Licht eines allfälli-
gen gesetzlichen oder konventions- bzw. verfassungsrechtlichen Bleibe-
rechts verhältnismässig ist, scheidet die ermessensweise Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung (Art. 33 Abs. 3 AuG) bei Vorliegen des Widerrufs-
grunds nach Art. 62 Abs. 1 Bst. c AuG von vornherein aus (vgl. BVR 2011 
S. 289 E. 6 zum Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe; 
VGE 2015/55 vom 8.9.2015 E. 6). 

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Seite 21

8.

Der Beschwerdeführer rügt schliesslich, dass ihm die Vorinstanz die un-
entgeltliche Rechtspflege zu Unrecht verweigert habe.

8.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsbehörde oder die Verwal-
tungsjustizbehörde eine Partei von den Verfahrenskosten, wenn sie ihre 
Prozessbedürftigkeit nachweist und das Verfahren nicht von vornherein 
aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, 
ZPO; SR 272]). Unter den gleichen Voraussetzungen kann einer Partei 
überdies eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tat-
sächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 
VRPG). – Die Vorinstanz hat das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
ohne Prüfung der Prozessaussichten mangels Prozessbedürftigkeit abge-
wiesen. Zur Begründung hat sie erwogen, der Beschwerdeführer habe es 
unterlassen, seine Mittellosigkeit zu belegen und geeignete Beweismittel 
einzureichen (angefochtener Entscheid E. 9). Laut dem Beschwerdeführer 
ergibt sich seine Prozessbedürftigkeit aus den aktenkundigen Dokumenten; 
der monatliche Fehlbetrag sei «mit minimalem guten Willen auch ausge-
wiesen» (Beschwerde S. 10). 

8.2 Nach der Rechtsprechung gilt eine Partei als prozessbedürftig, 
wenn sie die Kosten eines Verfahrens nicht aufzubringen vermag, ohne 
Mittel anzugreifen, derer sie zur Deckung des notwendigen Lebensunter-
halts für sich und die Familie bedarf. Bei einem Überschuss sind Prozess-
kosten praxisgemäss bei weniger kostspieligen Prozessen innert Jahres-
frist, bei andern innert zwei Jahren zu tilgen. Die prozessuale Bedürftigkeit 
beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen Situation der recht-
suchenden Person im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung. Dazu gehören 
einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen sowie andererseits die 
Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BVR 2016 S. 65 E. 3.2.2, 2014 
S. 437 E. 7.2; vgl. auch BGE 135 I 221 E. 5.1 [Pra 99/2010 Nr. 25]). Bei 
unselbständig erwerbstätigen Personen ist die Prozessbedürftigkeit anhand 
der Gegenüberstellung des monatlichen Nettoeinkommens und des zivil-
prozessualen Zwangsbedarfs zu ermitteln, wobei allfälliges Vermögen zu 
berücksichtigen ist (Kreisschreiben Nr. 1 der Zivilabteilung des Oberge-

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richts und des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Januar 2011 
über die Ermittlung und den Nachweis der Prozessarmut [nachfolgend: 
KS 1], Bst. A-D, einsehbar unter: <www.justice.be.ch>, Rubriken «Verwal-
tungsgerichtsbarkeit», «Verwaltungsgericht», «Downloads & Publikatio-
nen»).

8.3 Der Nachweis der Prozessbedürftigkeit obliegt der gesuchstellen-
den Partei. Sie hat im Rahmen ihrer Mitwirkungspflicht ihre Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse umfassend darzulegen und soweit möglich 
auch zu belegen (BVR 2016 S. 65 E. 3.2.4, 2010 S. 283 E. 2.2). Dieser 
Mitwirkungspflicht der Partei steht eine aus Treu und Glauben fliessende 
Aufklärungspflicht der Behörde gegenüber. Diese hat die Betroffenen dar-
über zu informieren, worin die Mitwirkungspflicht besteht, welche Tragweite 
ihr zukommt und insbesondere welche Beweismittel sie beizubringen hat. 
Kann die Behörde den Sachverhalt nach Massgabe dieser Grundsätze 
nicht mit genügender Klarheit erstellen, kommt die allgemeine Beweislast-
regel zum Zug, wonach zu Ungunsten derjenigen Person zu entscheiden 
ist, die aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache hätte Rechte ableiten 
können (vgl. Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]; 
BVR 2016 S. 65 E. 2.3 und 2.8.1, 2013 S. 497 E. 4.6, je mit Hinweisen; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 18 N. 6).

8.4 Nach der Scheidung vom 17. Dezember 2015 forderte die POM den 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. Februar 2016 unter anderem auf, 
Belege über seine aktuellen, monatlich wiederkehrenden Ausgaben und 
Einnahmen einzureichen. In der Folge reichte der Beschwerdeführer 
Kopien seiner Lohnabrechnungen vom 17. Dezember 2015 bis 11. Februar 
2016 sowie eine unbelegte Aufstellung seiner Lebenshaltungskosten ein 
(vgl. Akten POM pag. 116 f., 121). Mit Verfügung vom 18. März 2016 ver-
langte die Vorinstanz sodann Belege zu den geltend gemachten Lebens-
haltungskosten sowie den tatsächlich geleisteten Unterhaltszahlungen 
(Akten POM pag. 123 f.). Mit Eingabe vom 22. April 2016 reichte der Be-
schwerdeführer unter dem Titel «Nachweis Lebenskosten» ein Schreiben 
von E.________ ein, worin aufgelistet ist, mit welchen Beträgen sich der 
Beschwerdeführer an den (gemeinsamen) Lebenshaltungskosten (Miete, 
Nahrungs- und Pflegemittel, gemeinsamer Sohn, Arbeitsweg, Kranken-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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kasse) beteilige; Unterlagen hierfür wurden nicht beigebracht (Akten POM 
pag. 134). Bezüglich der Unterhaltszahlungen für seine drei Kinder aus der 
geschiedenen Ehe gab der Beschwerdeführer an, diese jeweils bar ausge-
händigt zu haben, was seine Exfrau aber nicht bestätigen wolle (Akten 
POM pag. 140). Mit Verfügung vom 28. April 2016 wies die POM den Be-
schwerdeführer darauf hin, dass das Schreiben seiner Freundin vom 
21. April 2016 nicht geeignet sei, seine tatsächlichen monatlichen wieder-
kehrenden Ausgaben zu belegen. Unter Hinweis auf seine Mitwirkungs-
pflicht forderte sie ihn letztmals auf, seine Ausgaben mit aktuellen und ge-
eigneten Unterlagen zu belegen (Akten POM pag. 142 f.). Dieser Aufforde-
rung kam der Beschwerdeführer nicht nach. 

8.5 Der Beschwerdeführer ist unbestrittenermassen verschuldet; gegen 
ihn bestehen zahlreiche Betreibungen und Verlustscheine. Daraus kann 
jedoch nicht ohne weiteres auf seine Bedürftigkeit geschlossen werden 
(vgl. BGer 4A_694/2012 vom 5.3.2013 E. 6; Kaspar Plüss, in Alain Griffel 
[Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons 
Zürich, 3. Aufl. 2014, § 16 N. 38). Der Beschwerdeführer hat vorinstanzlich 
ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 3'356.40 ausgewiesen (Durch-
schnittslohn, berechnet auf der Basis der Bruttolöhne Juni 2015 bis Februar 
2016, abzüglich Sozialversicherungsbeiträge, Pensionskasse und Quellen-
steuer [vgl. Akten POM 7A3 und 7A4]). Auf Seiten des zivilprozessualen 
Zwangsbedarfs ist von einem um 30 % erweiterten monatlichen betrei-
bungsrechtlichen Grundbetrag von Fr. 1'430.-- auszugehen (Grundbetrag 
bei Wohn-/Lebensgemeinschaft: Fr. 1'100.-- zuzüglich 30 %; vgl. KS 1 
Bst. A i.V.m. Kreisschreiben Nr. B 1 des Obergerichts des Kantons Bern 
vom 1. April 2010 betreffend Richtlinien über die Berechnung des Exis-
tenzminimums [nachfolgend: KS B 1] Beilage 1 Ziff. I). Bezüglich der Zu-
schläge für die effektiven monatlichen Aufwendungen ist mit der POM einig 
zu gehen, dass die unbelegt gebliebene Auflistung von E.________ vom 
21. April 2016 nicht geeignet ist, die geltend gemachten Auslagen rechts-
genüglich nachzuweisen. Nachdem er wiederholt seiner Mitwirkungspflicht 
nicht nachgekommen ist, hat der Beschwerdeführer die sich hieraus er-
gebenden Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (vgl. vorne E. 8.3). Ge-
stützt auf die Akten ist lediglich die Krankenkassenprämie für die Grund-
versicherung ausgewiesen (Fr. 316.55; Akten POM 7A3). Anders als der 

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Beschwerdeführer meint, können die geltend gemachten Unterhaltsbei-
träge von je Fr. 180.-- für die drei Kinder aus der geschiedenen Ehe man-
gels entsprechender Zahlungsnachweise nicht berücksichtigt werden (vgl. 
BGE 121 III 20 E. 3a; BGer 5A_331/2016 vom 29.11.2016 E. 3.2.3; Frank 
Emmel, in Thomas Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 117 N. 11). Dasselbe gilt für 
die geltend gemachten, jedoch unbelegt gebliebenen Aufwände für seinen 
jüngsten Sohn und den täglichen Lebensunterhalt. Der prozessuale 
Zwangsbedarf des Beschwerdeführers beläuft sich damit auf Fr. 1'746.55. 
Werden noch die (ebenfalls) unbelegt gebliebenen Auslagen für die Woh-
nung (Fr. 430.--) und den Arbeitsweg (Fr. 400.--) berücksichtigt, erhöht sich 
der monatliche Zwangsbedarf auf Fr. 2'576.55. Selbst dann verbleibt dem 
Beschwerdeführer ein monatlicher Überschuss, der es ihm erlaubt, die 
Prozesskosten innert angemessener Frist zu bezahlen. Unter diesen Um-
ständen ist nicht zu beanstanden, wenn die POM dem Beschwerdeführer 
die unentgeltliche Rechtspflege verweigert hat.

9.

Zusammenfassend hat die POM kein Recht verletzt, indem sie die Aufent-
haltsbewilligung des Beschwerdeführers nicht verlängert und das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen hat. Die Beschwerde erweist 
sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. Dem Beschwerdeführer ist 
praxisgemäss eine neue Ausreisefrist anzusetzen.

10.

10.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der vollumfänglich unter-
liegende Beschwerdeführer kostenpflichtig und ihm ist kein Parteikosten-
ersatz zuzusprechen (Art. 108 Abs. 1 und 3 VPRG). Er hat indes im Verfah-
ren vor Verwaltungsgericht ebenfalls um unentgeltliche Rechtspflege unter 
Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 30.05.2017, Nr. 100.2016.230U, 
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10.2 Die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege setzt neben der 
Prozessbedürftigkeit voraus, dass das Verfahren nicht von vornherein aus-
sichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG). Ein Prozess ist nicht aussichtslos, 
wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das heisst wenn Ge-
winnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die Waage halten oder 
jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos sind nach der bun-
desgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren anzusehen, bei 
denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlust-
gefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. 
Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, 
sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen oder 
aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf 
eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austragen 
können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1; BGE 142 III 138 
E. 5.1). – Der Beschwerdeführer hat mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
grösstenteils die bisherigen Argumente wiederholt und nichts wesentlich 
Neues vorgebracht. Hinsichtlich des Kindeswohls unterlässt er es – wie 
bereits im vorinstanzlichen Verfahren – die Beziehung zu seinen Kindern 
detailliert und mit entsprechenden Belegen darzulegen. Unbelegt geblieben 
sind sodann auch seine Rügen zur verweigerten unentgeltlichen Rechts-
pflege. Mit Blick darauf und auf den im Übrigen zutreffend und sorgfältig 
begründeten Entscheid der Vorinstanz, was bei der Würdigung der Pro-
zessaussichten im Rechtsmittelverfahren berücksichtigt werden darf 
(BVR 2015 S. 487 E. 7.2), muss die Beschwerde als aussichtslos bezeich-
net werden. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren 
vor dem Verwaltungsgericht ist deshalb abzuweisen, ohne dass die Ände-
rungen in den wirtschaftlichen Verhältnissen seit dem angefochtenen Ent-
scheid unter dem Gesichtswinkel der Prozessarmut zu prüfen wären. 

10.3 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im Rah-
men des Endentscheids befunden wird und der Beschwerdeführer deshalb 
keine Gelegenheit hatte, die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs 
zurückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss 
bloss in der Höhe der üblichen Abschreibungsgebühr zu erheben 
(BVR 2014 S. 437 E. 7.9).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist angesetzt auf 13. Juli 2017.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das verwaltungs-
gerichtliche Verfahren wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden