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**Case Identifier:** b57c1b1c-eb49-57b7-9934-0c1e00b5643f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 09.09.2021 720 19 358/247
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-358-247_2021-09-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 9. September 2021 (720 19 358 / 247) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung der Arztberichte 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Deborah Büttel, Rechts-
anwältin, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1971 geborene A.____ arbeitete zuletzt bis Ende März 2017 als Pflegeassistent 
beim B.____-Spital. Am 12. Juli 2016 meldete er sich unter Verweis auf eine depressive Entwick-
lung, Schwindel und starken Tinnitus beidseitig bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhält-
nisse und durchgeführtem Vorbescheidverfahren lehnte die IV-Stelle die Ausrichtung einer Rente 
aufgrund eines nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs ermittelten Invalidi-
tätsgrades von 32 % mit Verfügung vom 2. Oktober 2019 ab.  

 

 
 
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B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Deborah Büttel, mit Schreiben vom 
4. November 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2017 
basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze Invalidenrente zuzuspre-
chen und auszurichten. Eventualiter sei ein zufallsbasiertes polydisziplinäres gerichtliches Gut-
achten in den Fachrichtungen Neurochirurgie, Rheumatologie und Psychiatrie einzuholen und 
nach Vorliegen des Gutachtens neu über den Leistungsanspruch zu entscheiden. Subeventuali-
ter sei die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese zu verpflichten, ein 
zufallsbasiertes polydisziplinäres gerichtliches Gutachten in den Fachrichtungen Neurochirurgie, 
Rheumatologie und Psychiatrie einzuholen; alles unter o/e-Kostenfolge. Ausserdem ersuchte er 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.  
 
C. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2019 bewilligte das Kantonsgericht dem Beschwerde-
führer die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin 
Deborah Büttel als Rechtsvertreterin.  
 
D. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 16. Dezember 2019 die 
Abweisung der Beschwerde.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 19. März 2020 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische 
Aktenlage nicht möglich sei. Es beschloss deshalb, den Fall auszustellen und ein psychiatrisches 
Gerichtsgutachten bei Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, von der Academy 
of Swiss Insurance Medicine (asim) einzuholen. Gleichzeitig unterbreitete das Gericht den Par-
teien den vorgesehenen Fragenkatalog. Die Beschwerdegegnerin teilte mit Schreiben vom 8. Mai 
2020 mit, dass sie keine Einwände gegen die Gutachterin und keine Ergänzungsfragen habe. 
Nachdem der Beschwerdeführer innert peremptorisch angesetzter Frist keine Stellungnahme ab-
gegeben hatte, erteilte das Gericht Dr. C.____ mit Schreiben vom 8. Juli 2020 den Gutacherauf-
trag. 
 
F. Das von Dr. C.____ erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 21. Dezember 2020. In der 
Folge wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswirkun-
gen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch zu äussern.  
 
Die Beschwerdegegnerin führte mit Schreiben vom 26. Januar 2021 unter Hinweis auf eine Stel-
lungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) aus, es würden Anhaltspunkte dafür be-
stehen, dass die Gutachterin durch die Drohungen des Beschwerdeführers im Rahmen der Be-
gutachtung beeinflusst worden sein könnte. Es sei ausserdem kein Rückzug in allen Lebenslagen 
auszumachen. Weiter sei auf die bestehenden Ressourcen des Beschwerdeführers hinzuweisen. 
Sollte das Gericht auf das Gutachten abstellen, so ergebe sich gestützt auf die gutachterlich fest-
gelegte 50%ige Arbeitsunfähigkeit und aus dem vorzunehmenden Einkommensvergleich ein IV-

 

 
 
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Grad von 52 % und somit ein Anspruch auf eine halbe Rente. Eine allfällige Rente wäre frühes-
tens ab Januar 2017 auszurichten.  
 
Der Beschwerdeführer hielt mit Schreiben vom 13. Januar 2020 (Eingang am Kantonsgericht am 
28. Januar 2021) fest, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. C.____ lediglich eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit festgestellt habe und nicht auf den Ar-
beitsversuch auf der Bettenstation des B.____-Spitals abgestellt habe. Der Arbeitsversuch sei mit 
einem Pensum von täglich zwei Stunden begonnen worden. Eine Steigerung auf drei Stunden 
sei nicht möglich gewesen, sondern das Pensum habe nach kurzer Zeit wieder auf zwei Stunden 
reduziert werden müssen, bevor der Arbeitsversuch letztlich vorzeitig erfolglos habe beendet wer-
den müssen. Dr. C.____ habe lediglich die Einschränkungen durch die narzisstische Persönlich-
keitsstörung berücksichtigt, nicht jedoch die Beeinträchtigung durch die Schlafstörungen und den 
Tinnitus. Es sei davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer in einer leidensangepassten 
Tätigkeit ein Pensum von maximal zwei Stunden täglich zumutbar sei. Das Arbeitsplatzprofil sei 
mit derart viel Vorbehalten beschrieben, dass nicht von einer 20%igen Arbeitsfähigkeit auf dem 
ersten Arbeitsmarkt ausgegangen werden könne, sondern dass sich diese Arbeitsfähigkeit auf 
einen Arbeitsplatz im geschützten Rahmen beziehe. In Bezug auf den Verlauf sei davon auszu-
gehen, Dr. C.____ habe aufzeigen wollen, dass seit November 2015 auch in einer leidensange-
passten Tätigkeit maximal eine 20%ige Arbeitsfähigkeit habe attestiert und erreicht werden kön-
nen, weshalb ab 1. Januar 2017 ein Anspruch auf eine ganze Rente bestehe. Sollte das Gericht 
an der Beurteilung von Dr. C.____ festhalten, wäre bis Ende Dezember 2020 eine befristete 
ganze Rente und ab Januar 2021 eine halbe Rente zuzusprechen.  
 
G. Nachdem der Fall mit Verfügung vom 12. Februar 2021 dem Gericht erneut zur Beurtei-
lung überwiesen worden war, nahm der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. Januar 2020 
(Eingang am Kantonsgericht am 19. März 2021) nochmals Stellung. Er führte im Wesentlichen 
aus, dass eine allfällige verbleibende Arbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei.  
 
H. Mit Eingabe vom 14. April 2021 hielt die IV-Stelle fest, dass eindeutig von der Verwert-
barkeit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen sei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vor-
liegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte – Be-
schwerde vom 4. November 2019 ist demnach einzutreten. 

 

 
 
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2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente 
hat.  
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-hig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-sachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Geht es um psychische Erkrankungen wie eine anhaltende somatoforme Schmerzstö-
rung, ein damit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3) oder 
depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 143 V 409, 143 V 418), sind für die 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte Indikatoren beachtlich, die – unter Berücksichti-
gung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät-
zen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4-3.6 und 4.1). Gemäss altem Verfahrensstandard (z.B. BGE 130 
V 352) eingeholte Gutachten verlieren nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen 
einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den er-
hobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis-
grundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8). 
 
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 

 

 
 
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3.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-rung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-men), in 
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-
worden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 
erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau er-
mittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der In-
validitätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1). 
 
3.3 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad des Versicherten nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs bemessen, was vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht 
bestritten wird. 
 
4.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus-
künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-ge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 

 

 
 
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BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis 
nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung des medizinischen Experten ab, dessen 
Aufgabe es ist, seine Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen 
bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, 
wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingeholtes Obergut-
achten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine abweichende Be-
urteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserungen anderer 
Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung im Rahmen einer Oberexpertise für angezeigt 
hält, sei es, dass es ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). Im Weiteren ist laut diesen 
Richtlinien den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit 
weiteren Hinweisen).  
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6. Die IV-Stelle wies das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2. Oktober 2019 ab. Sie 
stützte sich dabei auf das von ihr zur Abklärung des medizinischen Sachverhaltes in Auftrag ge-
gebene polydisziplinäre Verwaltungsgutachten des BEGAZ vom 1. Februar 2019 in den Diszipli-
nen Psychiatrie, Otorhinolaryngologie und Neurologie sowie die Stellungnahme des BEGAZ vom 
12. März 2019. Die Gutachter kamen zum Schluss, dass in der angestammten Tätigkeit eine 
50%ige Arbeitsfähigkeit und in einer adaptierten Tätigkeit ohne Zeitdruck, ohne dass sich der 
Beschwerdeführer dauernd neuen Situationen anpassen müsse, wo keine starken sozialen Inter-
aktionsmöglichkeiten bestehen würden und der Beschwerdeführer nicht in einem Team arbeiten 
müsse, eine Arbeitsfähigkeit von 70 % bestehe. Gestützt auf das Gutachten ging die IV-Stelle 
davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer Verweistätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist.  
 
6.1 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 hiervor), ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen. Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 

 

 
 
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19. März 2020 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass den dazumal vorliegenden me-
dizinischen Unterlagen keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme.  
 
Das Kantonsgericht gelangte zum Schluss, dass dabei insbesondere auf das psychiatrische Teil-
gutachten von Dr. med. D.____ nicht abgestellt werden könne. So habe Dr. D.____ den Arbeits-
versuch nicht berücksichtigt bzw. habe eine Auseinandersetzung damit nicht stattgefunden. Wei-
ter sei aufgefallen, dass die von E.____, lic. phil., Psychotherapeutin FSP, attestierte narzissti-
sche Persönlichkeitsstörung vom Gutachter zwar durchaus habe nachvollzogen werden können. 
Eine Begründung, warum diese Diagnose keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben solle, 
sei aber ausgeblieben. Dr. D.____ habe neben der narzisstischen Persönlichkeit (ohne Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit) eine rezidivierende depressive Störung aktuell leicht bis mittelgradig 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert. Er habe dann aber ausgeführt, es sei an-
zunehmen, dass diese affektiven Schwankungen oder rezidivierenden depressiven Störungen im 
Rahmen der Persönlichkeit zu interpretieren seien und nicht als eigenständige Störung und daher 
auch ungenügend auf die medikamentösen Massnahmen ansprechen würden. Dies müsse wohl 
so verstanden werden, dass die Probleme letztlich durch die Persönlichkeitsstörung begründet 
seien. Das Gericht erachtete die Diagnosestellung nicht als schlüssig und hielt fest, dass eine 
eigentliche Herleitung der Diagnosen nicht bzw. nur sehr oberflächlich stattgefunden habe. Des 
Weiteren sei auch die Indikatorenprüfung sehr oberflächlich ausgefallen (vgl. dazu die ausführli-
che Begründung im Beschluss des Kantonsgerichts vom 19. März 2020). 
 
7. Am 21. Dezember 2020 ergeht das Gutachten von Dr. C.____ gestützt auf die Explora-
tion vom 14. September 2020. Dr. C.____ hält als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit eine narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD10: F60.8) sowie eine rezidivierende de-
pressive Störung, ggw. remittiert (ICD10: F33.4), fest. Eine Diagnose ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit wurde nicht gestellt. In der Beurteilung gelangt die Gutachterin zum Schluss, 
dass anhand der subjektiven Angaben des Exploranden, den zu objektivierenden Befunden in 
der Untersuchungssituation und vor allem auch anhand der Aktenlage beim Exploranden die Di-
agnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung nachvollzogen werden könne. Der narzissti-
schen Persönlichkeitsstörung zugrundeliegend sei ein brüchiges Selbstwertgefühl, das hinter ei-
ner selbstbewussten Fassade versteckt werde. Betroffene Personen würden vor allem im späte-
ren Arbeitsleben durch diverse Konflikte und Arbeitsleistungen auffallen, die hinter ihren eigenen 
Ansprüchen und auch Fähigkeiten liegen würden. Die betroffenen Personen könnten in existen-
tielle Krisen mit grosser innerer Verzweiflung geraten. Die Persönlichkeitsstörung weise eine 
hohe Suizidrate (ca. 14 %, je nach Literatur) auf. Anhand der biographischen Angaben lasse sich 
dieser typische Krankheitsverlauf beim Exploranden nachvollziehen. Das Verhalten zeichne sich 
hierbei durch einen Mangel an Empathie aus. Dies sei beim Exploranden im Rahmen der Schil-
derung von Konflikten deutlich geworden. Die eigenen Fähigkeiten würden häufig überschätzt 
und es bestehe ein gesteigertes Verlangen nach Anerkennung. Insbesondere bei den Schilde-
rungen verschiedener beruflicher Situationen sei aufgefallen, dass der Explorand seine eigenen 
Leistungen übermässig betont habe und sich von seinen Vorgesetzten und den anderen Mitar-
beitern nicht gebührend anerkannt bzw. belohnt gefühlt habe. Nicht zuletzt seien Arbeitsverhält-
nisse auch daran gescheitert, dass seine eingebrachten Ideen nicht die gewünschte Anerken-

 

 
 
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nung gefunden hätten oder seine Forderungen nicht akzeptiert worden seien. In Anbetracht sei-
ner damals bekleideten Position am Arbeitsplatz könne wahrscheinlich zu einem Teil von unge-
rechtfertigten Forderungen ausgegangen werden bzw. habe auch die Kommunikation der Forde-
rung an sich ein Konfliktpotential dargestellt. Auch im zwischenmenschlichen Bereich werde ein 
reduziertes Einfühlungsvermögen deutlich. Der Explorand lehne zwischenmenschliche Bezie-
hungen ab, bei welchen der Partner oder auch der Bruder die eigenen Probleme mit ihm bespre-
chen wollten. Er empfinde dies als ausgenutzt werden und "abladen". Ebenfalls liege ein deutlich 
erhöhtes Kränkungserleben vor. Er gebe an, generell keine Menschen mehr zu ertragen und mit 
dem System fertig zu sein. Auch dies stelle eine Vermeidung bzw. Abwehr im Umgang mit Kon-
flikten und zwischenmenschlichen Beziehungen bei Empfindlichkeit gegenüber Kritik und Krän-
kung dar. Er reagiere bei entsprechenden Konflikten mit einer Verweigerungshaltung, Bezie-
hungsabbruch oder impulsiven Handlungen. Es werde die Einschätzung der ambulanten Behand-
ler geteilt, dass sich der Explorand in eine Krisensituation hineinmanövriert habe, die vornehmlich 
durch eine Verweigerungshaltung gekennzeichnet sei. Es bestehe ein Teufelskreis aus Versa-
gensängsten, Angst vor Kritik und Ablehnung, einem erhöhten Kränkungserleben, einer verzerr-
ten Wahrnehmung zwischenmenschlicher Beziehungen, welche grösstenteils als feindselig wahr-
genommen würden, und den eigenen persönlichen Ansprüchen und Einschätzungen der eigenen 
Fähigkeiten. Weiter führt die Gutachterin aus, dass die depressiven Episoden im Rahmen der 
rezidivierend depressiven Störung an und für sich kein eigenständiges Krankheitsbild darstellen 
würden und im Sinne eines insuffizienten Copings im Rahmen der narzisstischen Persönlichkeits-
störung zu verstehen seien. Diese Einschätzung werde auch bereits durch den Vorgutachter Dr. 
D.____ postuliert. Aufgrund der Persönlichkeitssymptomatik würden limitierte Umgangsstrate-
gien bei der Bewältigung von Konflikten, Stress, Frustration und psychosozialer Belastung beste-
hen. Der Explorand reagiere in entsprechenden Situationen mit der Ausprägung einer depressi-
ven Symptomatik und Somatisierungstendenzen (u.a. Verstärkung des Tinnitus und der Schlaf-
störungen). Dennoch werde die Diagnose einer rezidivierend depressiven Störung als eigenstän-
diges Krankheitsbild mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt, da sie im Verlauf immer wie-
der einen Ausprägungsgrad erreicht habe, so dass auch die Diagnosekriterien einer eigenständig 
depressiven Episode erfüllt gewesen seien. In Bezug auf das Gutachten von Dr. D.____ hält die 
Gutachterin fest, dass die Kriterien einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung eingehend be-
schrieben und gemäss Diagnosesystem hergeleitet worden seien. Auch sei die Diagnose von Dr. 
D.____ kriteriengeleitet dargestellt worden. Vor dem Hintergrund der Schilderungen im Vorgut-
achten müsse unklar bleiben, warum die Diagnose einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung 
als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit deklariert werde. Es scheine zudem sehr widersprüch-
lich, dass die rezidivierend depressive Störung, welche gemäss Vorgutachter gar kein eigenstän-
diges Krankheitsbild darstelle, als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit attestiert werde. 
Zur Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Pflegeassistent führt Dr. C.____ aus, dass 
diese seit November 2015 zu 100 % eingeschränkt sei. Es sei unwahrscheinlich, dass der Explo-
rand in seiner angestammten Tätigkeit in einem Stationsteam mit komplexer sozialer Interaktion 
jemals wieder arbeitsfähig sein werde. Aus gutachterlicher Sicht bestehe in einer angepassten 
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % seit Erstellungsdatum des Gutachtens. Die 50%ige Ein-
schränkung sei durch die Schwere der Persönlichkeitsstörung und der intermittierenden Ausprä-
gung depressiver Symptome begründet. Die Tätigkeit sollte keine komplexen Interaktionen in ei-
nem Team erfordern und dem Exploranden bspw. die Möglichkeit geben, einen klar umrissenen 

 

 
 
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Arbeitsauftrag möglichst selbständig, in angemessener Zeit, durchführen zu können. Aus gut-
achterlicher Sicht habe es sich bei der Tätigkeit im Rahmen des letzten Arbeitsversuchs auf der 
Bettenstation um eine geeignete, angepasste Tätigkeit für den Exploranden gehandelt und das 
Scheitern erscheine nicht ohne weiteres nachvollziehbar. Die Leistungsfähigkeit werde auch 
durch krankheitsunabhängige Faktoren beeinflusst. Darüber hinaus könne aufgrund verschiede-
ner Hinweise im Verhalten und der Alltagsstrukturierung durchaus von einem gewissen Funkti-
onsniveau ausgegangen werden. Es sei davon auszugehen, dass sich im November 2015 eine 
Dekompensation des psychischen Zustandes mit vollständig aufgehobener Arbeitsfähigkeit ein-
gestellt habe. Die behandelnde Psychotherapeutin E.____ habe einen Wiedereinstieg in einer 
leidensangepassten Tätigkeit ab Herbst 2016 für realistisch gehalten, in der Folge habe sich je-
doch wieder eine Verschlechterung eingestellt. Im November 2017 habe E.____ weiterhin eine 
Verschlechterung mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit attestiert und von einem geplanten stationären 
Aufenthalt berichtet. Anfangs 2018 sei der Explorand zum stationären Aufenthalt in die Klink 
Schützen eingetreten mit aufgehobener Arbeitsfähigkeit. Bei Austritt sei eine Beschäftigungsfä-
higkeit von 20 % postuliert worden, welche auch durch die ambulante Behandlerin mit Bericht 
vom Juli 2019 aufgrund einer angstbedingten Verweigerungshaltung aufrechterhalten worden sei.  
 
8.1 Die IV-Stelle bringt mit Hinweis auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. E.____ vom 
4. Januar 2021 gegen das Gutachten vor, dass Anhaltspunkte dafür vorliegen würden, dass die 
Gutachterin bei ihrer Beurteilung durch die Drohungen des Beschwerdeführers im Rahmen der 
Begutachtung beeinflusst worden sein könnte. Diese Auffassung lässt sich mit Blick auf das Gut-
achten nicht erhärten. Auf Seite 13 des Gutachtens wird vielmehr festgehalten, dass das Verhal-
ten des Exploranden zu keinem Zeitpunkt aggressiv oder bedrohlich auf die Gutachterin gewirkt 
habe. Er sei während des Gesprächs mehrfach in einen aufgebrachten, wütenden Gemütszu-
stand geraten, dieser sei aber nach Beendigung der entsprechenden Schilderung sofort ver-
schwunden. Nach der freundlichen Verabschiedung habe er das Untersuchungszimmer verlas-
sen, um zum anschliessenden Labortermin begleitet zu werden. Damit kann zweifellos nicht da-
von ausgegangen werden, dass die Gutachterin durch Drohungen beeinflusst worden ist. Weiter 
bringt die IV-Stelle bzw. der RAD vor, dass beim Beschwerdeführer kein sozialer Rückzug in allen 
Lebenslagen bestehe, beim Beschwerdeführer Ressourcen auszumachen seien und auch inva-
liditätsfremde Faktoren vorliegen würden. Die Gutachterin führt aus, der Freizeitbereich sei nur 
insofern beeinträchtigt, als dass der Explorand nur wenige soziale Kontakte pflege und Interessen 
nachgehe, welche er alleine durchführen könne. Klinisch sei bekannt, dass bei der Möglichkeit 
zur Selbstgestaltung des Alltags und des Tagesablaufs mit der Wahrung der eigenen Interessen 
und Bedürfnisse, bei persönlichkeitsgestörten Personen ein gutes Funktionsniveau bestehen 
könne. Dem Exploranden sei es durchaus möglich, mit seinen Kindern Zeit zu verbringen und 
dabei Freude und Ruhe zu empfinden. Auch treffe er nahezu täglich seine Eltern, welche er auch 
unterstütze. Das Richten nach einem Diätplan und die dazugehörige Einkaufsorganisation seien 
ihm gut und auch erfolgreich möglich. Diese gutachterliche Einschätzung solle keinesfalls die 
Symptomatik des Exploranden abmildern und auch nicht eine gewisse Schwere der Persönlich-
keitsstörung in Frage stellen, sondern darauf hinweisen, dass trotz der Störung ein gewisses 
Funktionsniveau bestehe, welches für eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit spreche. Die Gutach-
terin hat also die Themen sozialer Rückzug, Ressourcen und invaliditätsfremde Faktoren berück-

 

 
 
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sichtigt und in ihre Beurteilung einbezogen. Dabei fällt auf, dass der Beschwerdeführer zwar ei-
nen guten Kontakt zu seinen Kindern und Eltern, also zur engsten Familie, jedoch keinen Kontakt 
zu Drittpersonen hat.  
 
8.2 Der Beschwerdeführer seinerseits bringt vor, die Gutachterin habe das Ergebnis des 
Arbeitsversuchs bzw. dessen vorzeitige Beendigung sowie die Konzentrationsstörungen infolge 
des Tinnitus und der Schlafstörungen nicht gebührend mitberücksichtigt. Die Gutachterin hielt 
fest, hinsichtlich des letzten, gescheiterten Arbeitsversuchs des Exploranden in der Bettenabtei-
lung des B.____-Spitals werde zumindest teilweise auch von einer negativen Beeinflussung der 
Leistungsfähigkeit durch die genannten, krankheitsunabhängigen Faktoren ausgegangen. Es sei 
nicht ohne weiteres nachvollziehbar, warum es dem Exploranden trotz seiner Erkrankung nicht 
gelungen sei, in einem solch geringen Pensum ohne Zeitdruck leichte körperliche Tätigkeiten 
auszuführen. Zudem seien auch keine komplexen sozialen Interaktionen im Tätigkeitsprofil er-
kennbar gewesen, welche den Exploranden derart eingeschränkt hätten. Die Leistungsfähigkeit 
des Exploranden werde auch durch krankheitsunabhängige Faktoren beeinflusst. Die Gutachte-
rin hat auch berücksichtigt, dass der Explorand in Stresssituationen mit der Ausprägung einer 
depressiven Symptomatik und Somatisierungstendenzen (u.a. Verstärkung des Tinnitus und der 
Schlafstörungen) reagiere. Es ist damit davon auszugehen, dass die Gutachterin entgegen der 
Auffassung des Beschwerdeführers sowohl die Konzentrationsstörungen infolge des Tinnitus und 
der Schlafstörungen mitberücksichtigt hat, wobei anzufügen bleibt, dass die Schlafstörungen be-
handelbar wären.  
 
Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, die von Dr. C.____ formulierten Arbeitsplatz-
anforderungen seien auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht zu finden. In einem ähnlich gelagerten 
Fall habe das Bundesgericht mit Urteil vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020 entschieden, dass 
es an der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt fehle, weshalb eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vorliege. In Bezug auf dieses 
Bundesgerichtsurteil ist vorweg festzuhalten, dass sich der dortige Sachverhalt in wesentlichen 
Punkten vom vorliegenden Fall unterscheidet. Insbesondere fällt auf, dass die Ausprägung der 
gesundheitlichen Störungen bzw. die gezeigten Verhaltensauffälligkeiten wesentlich stärker wa-
ren als beim Beschwerdeführer. Auch zeigt das im Bundesgerichtsurteil geschilderte Verhalten 
wesentliche Unterschiede zum Verhalten des Beschwerdeführers im vorliegenden Verfahren. 
Aus der Berufsbiographie des Beschwerdeführers ergibt sich, dass dieser immer wieder in mehr-
jährigen Anstellungen (z.B. 10 Jahre im B.____-Spital, 2,5 Jahre als Aussendienstmitarbeiter, 
4 Jahre im Patiententransport) tätig war, während die diversen Anstellungen der Betroffenen im 
Bundesgerichtsurteil offensichtlich konfliktbeladen und lediglich von kurzer Dauer gewesen sind. 
Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass die Betroffene im bundesgerichtlichen Urteil als Be-
triebsökonomin eine hohe Ausbildungsqualifikation aufwies  und das Bundesgericht deshalb er-
wogen hat, dass sich die Betroffene aufgrund der narzisstischen Anteile an ihrer Persönlichkeit 
gewiss nicht auf Tätigkeiten einlassen werde, die sie als ihrem intellektuellen Niveau unangepasst 
empfinden könnte, weshalb kein eigentlicher Fächer möglicher Tätigkeiten mehr verbleibe, son-
dern bloss noch ein von vornherein sehr limitiertes Angebot (vgl. E. 6.2.3 am Ende). Im vorlie-
genden Fall ist davon auszugehen, dass der Fächer möglicher Tätigkeiten für den Beschwerde-
führer deutlich grösser ist.  

 

 
 
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Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, stellt somit das gutachterlich erwähnte Erforder-
nis einer Tätigkeit mit klar umrissenem Arbeitsauftrag, der möglichst selbständig und in angemes-
sener Zeit durchgeführt werden kann, bei der Stellensuche keine unüberwindbare Hürde dar, 
weshalb das Finden einer passenden Stelle nicht als derart unrealistisch erscheint, dass es von 
vornherein als ausgeschlossen gelten muss. Im vorliegenden Fall ist somit nicht von einer Unver-
wertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auszugehen.  
 
9. Gestützt auf die obigen Ausführungen ist das Gutachten von Dr. C.____ sowohl formal 
als auch inhaltlich nicht zu beanstanden. Es ist überzeugend, schlüssig und nachvollziehbar be-
gründet und geht auf die anderslautenden Arztberichte ein. Wie bereits ausgeführt, ist von einem 
Gerichtsgutachten nur bei Vorliegen triftiger Gründe abzuweichen (vgl. E. 4.3 hievor). Solche 
Gründe liegen – wie oben dargelegt – nicht vor, weshalb auf das Gutachten abzustellen ist. Damit 
ergibt sich, dass der Beschwerdeführer seit November 2015 – dies gestützt auf die echtzeitlichen 
ärztlichen Unterlagen – zu 0 % und ab Erstellung des Gutachtens bzw. ab Begutachtungszeit-
punkt im September 2020 zu 50 % in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist.  
9.1 Da der Beschwerdeführer sein Leistungsbegehren am 12. Juli 2016 eingereicht hat, ist 
ihm ab Januar 2017 eine volle Invalidenrente zuzusprechen (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG, wonach der 
Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leis-
tungsanspruchs entsteht).  
 
9.2  Nachdem der Beschwerdeführer ab September 2020 nur noch zu 50 % arbeitsunfähig 
ist, ist der Invaliditätsgrad ab Januar 2021 (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV, wonach eine Verbesserung 
der Erwerbsfähigkeit für die Herabsetzung der Leistung zu berücksichtigen ist, wenn diese ohne 
wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat) gestützt auf die allgemeine Methode des 
Einkommensvergleichs zu berechnen (vgl. oben E. 3.2). Dabei werden die von der IV-Stelle her-
angezogenen Validen- und Invalideneinkommen vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestrit-
ten. Beide Parteien gehen dementsprechend von einem Invaliditätsgrad von 52 % aus, weshalb 
ein Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente ab Januar 2021 besteht.  
 
9.3 Gestützt auf die obigen Ausführungen hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
ganze Invalidenrente ab 1. Januar 2017 und auf eine halbe Invalidenrente ab 1. Januar 2021. In 
diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen und folglich die angefochtene Verfügung der IV-
Stelle Basel-Landschaft vom 2. Oktober 2019 aufzuheben.  
 
10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Ver-
fahrenskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass 
der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hat deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei die 

 

 
 
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Verfahrenskosten zu tragen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von  
Fr. 800.-- sind demnach der IV-Stelle aufzuerlegen.  
 
10.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das Bun-
desgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten 
eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es 
erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens 
der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich 
in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschie-
denen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen 
durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der me-
dizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Exper-
tise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle. Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz respektiert und ihre Auffas-
sung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse einer rechtsgenüglichen Ex-
pertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsgutachtens 
an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer erfolge (zum Beispiel aufgrund 
der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; zum Ganzen: BGE 139 V 496 
E. 4.4 mit Hinweisen).  
 
10.2.2 Vorliegend ist das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 19. März 2020 
zum Ergebnis gelangt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage 
nicht möglich war. Wie vorstehend in E. 6.1 ausgeführt, kam dem BEGAZ-Gutachten vom 1. Feb-
ruar 2019 bzw. dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. D.____ mit Blick auf die Anforderun-
gen an den Beweiswert ärztlicher Berichte und Gutachten keine ausschlaggebende Beweiskraft 
zu. Da auch die übrigen bei den Akten liegenden medizinischen Berichte in psychiatrischer Hin-
sicht keine verlässliche Entscheidungsgrundlage bildeten, waren die Abklärungsergebnisse aus 
dem Verwaltungsverfahren nicht ausreichend beweiskräftig. Demnach wies das Verwaltungsver-
fahren Untersuchungsmängel auf, die eine Gerichtsexpertise notwendig machten. Die Kosten des 
Gerichtsgutachtens, welche sich gemäss der eingereichten Honorarnote vom 31. Dezember 
2020 auf Fr. 6'882.95 belaufen, sind unter diesen Umständen der IV-Stelle aufzuerlegen. 
 
10.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die (ganz oder teilweise) obsiegende beschwerdefüh-
rende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei 
ist, ist ihm eine Parteientschädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin 

 

 
 
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des Beschwerdeführers, Advokatin Deborah Büttel, machte in ihrer Honorarnote vom 9. Juni 
2021 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 24 Stunden und 50 Minuten geltend, 
was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als zu hoch erweist, 
wobei dies insbesondere für den Aufwand von 14 Stunden für die Beschwerdeausarbeitung gilt. 
Ein Aufwand von 11 Stunden für die Beschwerdeausarbeitung sollte angesichts der nicht sehr 
umfangreichen Akten und der nicht allzu komplexen Rechtsfragen genügen, weshalb eine Kür-
zung des Aufwands um 3 Stunden vorzunehmen ist. Damit resultiert ein zu entschädigender Auf-
wand von 21 Stunden und 50 Minuten. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungspro-
zessen praxisgemäss zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädi-
gen. Zu keinen Bemerkungen Anlass geben sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Aus-
lagen von Fr. 54.20. Dem Beschwerdeführer ist folglich eine Parteientschädigung zu Lasten der 
IV-Stelle in der Höhe von Fr. 5'936.10 (21.83 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 54.20 zu-
züglich 7,7 % Mehrwertsteuer) zuzusprechen. 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 2. Oktober 2019 aufge-
hoben und festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 1. Januar 
2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente und ab 1. Januar 2021 auf 
eine halbe Invalidenrente hat. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 6'882.95 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 5'936.10 (inkl. 
Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer)zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
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