# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca86fb24-132a-5b1a-888d-8c36e07213f5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.09.2008 D-5692/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5692-2008_2008-09-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5692/2008/
{T 0/2} 

U r t e i l  v o m  1 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, Äthiopien,
vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, 
Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, (Adresse),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 1. September 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5692/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest:

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Äthiopien am 2. 
April 2008 auf dem Luftweg in Richtung (Ausland) verliess, von wo er 
ebenfalls auf dem Luftweg am 3. April 2008 nach Genf gelangte,

dass er am 1. Mai 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
(Ort)  um  Asyl  nachsuchte  und  am  21.  Mai  2008  im  Transitzentrum 
(Ort)  zum ersten Mal befragt sowie am 18. Juni 2008  in Anwendung 
von Art. 29 Abs. 1 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) durch das Bundesamt in Bern-Wabern zu den Asylgründen 
angehört wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
er sei äthiopischer Staatsangehöriger aus (Ort), gehöre der Ethnie der 
Oromo an und habe sich seit  dem Jahr 1999 als aktives Mitglied für 
den Oromo-Studentenverein betätigt,

dass er am 28. August 2006 (gemäss äthiopischem Kalender am 22. 
Nahase 1998) von Soldaten festgenommen, während einiger Tage im 
Gefängnis von (Ort) festgehalten und dabei misshandelt worden sei,

dass er am 21. September 2007 (10. Meskerem 2000) erneut zuhause 
festgenommen und während einiger Tage festgehalten worden sei, bis 
sein Vater interveniert und seine Freilassung erwirkt habe,

dass er vor diesem Hintergrund seinen Heimatstaat am 2. April 2008 
über den Flughafen von Addis Abeba verlassen habe,

dass der Beschwerdeführer, da er bei der Meldung des Asylgesuchs 
keine Ausweispapiere abgab, am 5. Mai 2008  schriftlich  aufgefordert 
wurde,  innert  48 Stunden Ausweispapiere nachzureichen,  verbunden 
mit  der  Androhung,  im  Unterlassungsfall  werde auf  das  Asylgesuch 
nicht eingetreten (vgl. A2/1),

dass  er  gemäss  einem  vom  BFM  am  21.  Mai  2008  veranlassten 
Fingerabdruckvergleich in (Ausland) erkennungsdienstlich nicht erfasst 
ist,

dass  das BFM  mit  Verfügung  vom  1.  September  2008  gestützt  auf 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwer-

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deführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
anordnete,  wobei  er  diese  am  Tag nach  Eintritt  der  Rechtskraft  zu 
verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass der Beschwerdeführer erklärt habe, Äthiopien mit einem gültigen 
Reisepass verlassen,  dieses  Dokument  jedoch am 27. April  2008 in 
der Schweiz verloren zu haben, und zuhause in seiner Mietwohnung 
eine Identitätskarte zu besitzen,

dass er dieses Dokument dem BFM ohne hinreichende Erklärung nicht 
ausgehändigt habe,

dass  demnach  davon  auszugehen  sei,  dass  er  über  relevante 
Identitätspapiere verfüge, diese dem Bundesamt jedoch vorenthalte,

dass  mithin  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  welche  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere ein-
zureichen,

dass  sich  die  beiden  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten 
Festnahmen auf den ersten Blick als offenkundig unglaubhaft erweisen 
würden,  zumal  er  die  Umstände  dieser  Vorbringen  in  mehrfacher 
Hinsicht widersprüchlich geschildert habe,

dass auch aufgrund der Tatsache, wonach ihm am 5.  März 2008 ein 
Reisepass ausgestellt wurde und er Äthiopien am 2. April  2008 nach 
am  Flughafen  von  Addis  Abeba  durchlaufener  behördlicher 
Personenkontrolle  ungehindert  verlassen  konnte,  ersichtlich  werde, 
dass  er  sich  offenkundig  nicht  im  Visier  der  äthiopischen  Behörden 
befinde,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

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dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  8.  September  2008 
(Datum  des  Poststempels)  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen 
diesen Entscheid durch seine Rechtsvertreterin Beschwerde erheben 
liess, worin er  unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragte, es 
sei die Verfügung des BFM aufzuheben und die Sache zwecks neuer 
Entscheidung mit der Anweisung, auf das Asylgesuch einzutreten, an 
die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  eventualiter  die  Unzulässigkeit  oder 
Unzumutbarkeit  der  Wegweisung  festzustellen  und  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  der  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  sowie  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege beantragt wurde,

dass er gleichzeitig einen Ausweis sowie zwei Notenblätter der (Ort) 
University in Kopie zu den Akten reichte,

dass  darauf  sowie  auf  die  Begründung,  soweit  für  den  Entscheid 
wesentlich, in den Erwägungen einzugehen sein wird,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  9.  September  2008  vollständig 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34  des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 

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Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass in der Beschwerde wiederholt wird, der Beschwerdeführer habe 
nach einem Anruf aus einer Telefonkabine in Genf dort unter anderem 
seinen Reisepass vergessen, welcher bei seiner Rückkehr, ebenso wie 
seine  anderen  zurückgelassenen  Gegenstände,  verschwunden 
gewesen sei,

dass  seine  Eltern  die  in  seiner  Mietwohnung  in  Äthiopien 
zurückgelassene  Identitätskarte  nicht  gefunden  hätten  und  die 
verlassene Wohnung inzwischen geräumt worden sei,

dass  er  per  Telefax  eine  Kopie  seines  Universitätsausweises  sowie 
seiner  Noten  von  Anfang  2008  erhalten  habe  und  sich  die 
Originaldokumente  seit  längerer  Zeit  auf  dem  Weg  in  die  Schweiz 
befinden und bei ihrem Eintreffen unverzüglich nachgereicht würden,

dass  er  seine  Identität  mit  dem  Universitätsausweis  nachweisen 
könne,

dass sich diese Ausführungen des Beschwerdeführers als unbehelflich 
erweisen,

dass in diesem Zusammenhang vorweg seine Aussagen anlässlich der 
Befragung vom 18. Juni 2008 in Erinnerung zu rufen sind, wonach es 
ihm nicht möglich sei,  seine Identitätskarte einzureichen, weil seinen 
Eltern die Adresse seiner Mietwohnung nicht bekannt sei, obwohl sich 
diese in derselben Gegend befinde,

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dass sodann nicht nachvollziehbar ist, dass seine Eltern nunmehr die 
Identitätskarte in der Mietwohnung des Beschwerdeführers, welche in 
der Folge geräumt worden sei, nicht gefunden haben, dieser jedoch in 
der Lage ist, sich seinen Universitätsausweis samt Notenblättern per 
Telefax übermitteln zu lassen,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  aus  diesen  erst  auf 
Beschwerdeebene  eingereichten  Dokumenten  nichts  zu  seinen 
Gunsten abzuleiten vermag, zumal es sich dabei zum einen lediglich 
um Kopien und nicht um amtliche Dokumente im Sinne von Art. 1 Bstn. 
b  und  c  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über 
Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) handelt,

dass  zum  andern  diese  Dokumente  auch  im  Original  den 
Anforderungen  der  erwähnten  Bestimmung  an  ein  Reisepapier 
beziehungsweise  einen  Identitätsausweis  oder  ein  Identitätspapier 
nicht genügen würden, zumal grundsätzlich nur Reisepapiere (-pässe) 
und  Identitätsurkunden  die  genannten  Anforderungen  erfüllen,  nicht 
aber  von  den  heimatlichen  Behörden  zu  anderen  Zwecken  als  zum 
Identitätsnachweis  ausgestellte  Dokumente  wie  Führerausweise, 
Berufs- und Schulausweise sowie Geburtsurkunden (vgl. BVGE 2007/7 
insb. E. 6 S. 69 f.),

dass  bereits  aus  diesem  Grund  im  Zusammenhang  mit  der  in  der 
Beschwerde in Aussicht gestellten Nachreichung der Dokumente auf 
eine Fristansetzung zu verzichten ist,

dass  zudem  auch  deshalb  darauf  zu  verzichten  ist,  weil  die 
diesbezüglichen  Ausführungen  in  der  Beschwerde  nicht  auf  den 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung  und  die  folgenden  48  Stunden 
Bezug  nehmen,  sondern  die  nachträgliche  Ausweisbeschaffung zum 
Thema haben,

dass es aber bei der 48-Stunden-Frist von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der 
schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere 
geht (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.), weshalb sich an die-
ser  Beurteilung selbst  dann nichts  ändern  würde,  wenn nachträglich 
Reise- oder Identitätspapiere eingereicht werden sollten,

dass die im Zusammenhang mit  der Identitätsfrage abgefassten vor-
instanzlichen Erwägungen nach einer Prüfung der Akten und unter Be-

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rücksichtigung  der  Beschwerdeeingabe  als  zutreffend  zu  erachten 
sind,  und zwecks Vermeidung von Wiederholungen darauf  verwiesen 
werden  kann  (Art.  109  Abs.  3  BGG  i.V.m.  Art.  6  AsylG  und  Art.  4 
VwVG),

dass  es  dem Beschwerdeführer  nicht  gelingt,  entschuldbare  Gründe 
für  die  Nichteinreichung  der  erforderlichen  Dokumente  glaubhaft  zu 
machen,

dass  an  dieser  Einschätzung  auch  die  Beschwerdeausführungen 
nichts zu ändern vermögen,

dass sie in keiner Weise geeignet sind, an den unsubstanziierten  Aus-
sagen des Beschwerdeführers bezüglich des Fehlens beziehungswei-
se  nicht  möglichen  Beschaffens  von  Reise-  oder  Identitätspapieren 
etwas zu ändern,

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG,

dass - wie bereits erwähnt - seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG die Flüchtlingseigenschaft Prozessge-
genstand  des  Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der 
summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigen-
schaft und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen zu beurteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die 
Asylrelevanz beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass  die  Überprüfung  der  Akten  diesbezüglich  ergibt,  dass  die 
Vorinstanz  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu  Recht  und 
zutreffend  als  offenkundig  unglaubhaft  qualifizierte,  wobei  vorab 
wiederum  auf  die  entsprechenden  Erwägungen  des  BFM  in  der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben,  die  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnten,  und  die 
darin enthaltenen Ausführungen an der offensichtlichen Unglaubhaftig-
keit  der  geltend  gemachten  Verfolgungsvorbringen  nichts  zu  ändern 
vermögen,

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dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass  entgegen  den  Ausführungen  in  der  Beschwerde  keine  Rede 
davon sein kann, die Befragung im Transitzentrum - namentlich zu den 
Gründen,  welche  den  Beschwerdeführer  zum  Verlassen  des 
Heimatlands bewogen haben - sei sehr summarisch ausgefallen,

dass  eine  Überprüfung  des  entsprechenden  Befragungsprotokolls 
vielmehr das Gegenteil beweist,

dass  in  der  Beschwerde  weiter  eingewendet  wird,  der 
Beschwerdeführer  sei  bei  seiner  Ausreise  aus  Äthiopien  genau 
kontrolliert worden,

dass  gerade  die  Tatsache,  dass  die  äthiopischen  Behörden  den 
Beschwerdeführer  trotz  genauer  Kontrolle  nicht  daran  gehindert 
haben,  seinen  Heimatstaat  im  Besitz  seines  Reisepasses  auf  dem 
Luftweg zu verlassen, ein weiteres starkes Indiz dafür bildet, dass er 
von den dortigen Behörden offensichtlich in keiner Weise verfolgt wird,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb  die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 

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menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den Heimat-
staat unzumutbar wäre,

dass die Eltern und die Geschwister des Beschwerdeführers nach wie 
vor  in  Äthiopien  wohnhaft  sind  und  dieser  dort  ein  familiäres 
Beziehungsnetz besitzt,

dass der Beschwerdeführer noch jung und - soweit aktenkundig - bei 
bester Gesundheit ist,

dass er  eine höhere  Ausbildung (mit  College-Diplom) absolviert  hat, 
ein Jahr vor dem Abschluss des Universitätsstudiums steht und über 
berufliche Erfahrung im Forschungsbereich verfügt,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde bei einer Rückkehr in eine Existenz vernichtende Situation gera-
ten,  die  als  konkrete Gefährdung im Sinne der  zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als aussichtslos 
darstellte,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements  vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten (per Telefax; mit den Akten Ref.-Nr. N_______

- (kantonale Behörde) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: 

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