# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b55b01cc-fd3e-5a98-acd5-4e64f80a2a16
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-11-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.11.2015 A-6565/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6565-2015_2015-11-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-6565/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  N o v e m b e r  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 

Richter Michael Beusch,  

Richterin Marie-Chantal May Canellas,    

Gerichtsschreiber Beat König. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______ AG in Liquidation (gelöscht), 

2. B._______ AG,  

3. C._______,  

4. D._______ BV,  

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jörg Frei, 

dipl. Steuerexperte,  

Beschwerdeführende,  

 
 

 gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI, 

Amtshilfe,  

Vorinstanz.  
 

 
 

Gegenstand 
 Kostenentscheid. 

A-6565/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Belastingdienst der Niederlande (nachfolgend: BD) am 13. Juni 

2013 bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) ge-

stützt auf das Abkommen vom 26. Februar 2010 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und dem Königreich der Niederlande zur Ver-

meidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkom-

men (SR 0.672.963.61; nachfolgend: DBA-NL) ein Amtshilfegesuch ein-

reichte, das die A._______ AG (mit Sitz in E._______), die B._______ AG 

(mit Sitz in F._______), C._______ (wohnhaft in G._______, Niederlande) 

und die D._______ BV (mit Sitz in H._______, Niederlande) betraf; 

dass die ESTV am 21. Februar 2014 gegenüber der A._______ AG in Li-

quidation, der B._______ AG, C._______ und der D._______ BV eine 

Schlussverfügung erliess;  

dass die ESTV nach dieser Schlussverfügung dem BD Amtshilfe betreffend 

die A._______ AG (Dispositiv-Ziff. 1 der Schlussverfügung), betreffend die 

B._______ AG (Dispositiv-Ziff. 2 der Schlussverfügung), betreffend 

C._______ (Dispositiv-Ziff. 3 der Schlussverfügung) sowie betreffend die 

D._______ BV (Dispositiv-Ziff. 4 der Schlussverfügung) leistet;  

dass die ESTV in Dispositiv-Ziff. 5 der Schlussverfügung die dem BD zu 

übermittelnden Informationen und Unterlagen auflistete;  

dass Rechtsanwalt Frei am 26. März 2014 im Namen der A._______ AG 

(in Liquidation; nachfolgend auch: Beschwerdeführerin 1), der B._______ 

AG (nachfolgend auch: Beschwerdeführerin 2), der D._______ BV (nach-

folgend auch: Beschwerdeführerin 4) und im Namen von C._______ (nach-

folgend auch: Beschwerdeführer 3) Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht erhob;  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-1606/2014 vom 7. Okto-

ber 2014 die Beschwerde im Sinne der Erwägungen teilweise guthiess, 

soweit es darauf eintrat;  

dass das Gericht dabei Dispositiv-Ziff. 1 und 2 der angefochtenen Schluss-

verfügung vom 21. Februar 2014 aufhob und in diesem Zusammenhang 

weitere Anordnungen traf;  

dass es ferner die Verfahrenskosten von Fr. 7'000.- den Beschwerdefüh-

renden 2-4 im Umfang von Fr. 3'000.- auferlegte und die ESTV verpflich-

tete, diesen Beschwerdeführenden eine reduzierte Parteientschädigung in 

A-6565/2015 

Seite 3 

der Höhe von insgesamt Fr. 6'000.- zu bezahlen (Dispositiv-Ziff. 2 und 3 

des Urteils A-1606/2014 vom 7. Oktober 2014);  

dass die ESTV das erwähnte Urteil mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten vom 20. Oktober 2014 beim Bundesgericht ange-

fochten hat;  

dass das Bundesgericht mit Urteil 2C_963/2014 vom 24. September 2015 

diese Beschwerde guthiess, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 7. Oktober 2014 aufhob und die Schlussverfügung der ESTV vom 

21. Februar 2014 bestätigte (Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils);  

dass das Bundesgericht mit dem genannten Urteil ferner die Sache zur 

Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen 

Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht zurückwies (Dispositiv-Ziff. 3 

des Urteils);  

dass die Beschwerdeführerin 1 aufgrund ihrer bereits vor der Erhebung der 

Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht vom 26. März 2014 erfolg-

ten Löschung im Handelsregister ihre Rechtsfähigkeit verloren hat 

(vgl. Art. 746 OR in Verbindung mit Art. 643 OR und Art. 52 Abs. 1 ZGB) 

und damit als rechtlich inexistent zu betrachten ist;  

dass die Beschwerdeführerin 1 bei der Neuverlegung der Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen des Verfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht 

folglich nicht zu berücksichtigen ist;  

dass die Beschwerdeführenden 2-4 im Lichte des bundesgerichtlichen Ur-

teils im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht vollumfänglich un-

terliegen und ihnen daher die (nach wie vor) auf Fr. 7'000.- festzusetzen-

den Kosten jenes Verfahrens aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG); 

dass der einbezahlte Kostenvorschuss zur Bezahlung der Verfahrenskos-

ten zu verwenden ist;  

dass – dem neuen Ausgang gemäss – im Verfahren A-1606/2014 keine 

Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 

Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] 

e contrario); 

dass für den vorliegenden Kostenentscheid keine Kosten aufzuerlegen und 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind (vgl. Art. 6 Bst. b VGKE 

A-6565/2015 

Seite 4 

und Art. 7 Abs. 4 VGKE; Urteil des BVGer A-5515/2015 vom 13. Oktober 

2015 E. 7). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Kosten des Verfahrens A-1606/2014 werden auf Fr. 7'000.- festgesetzt 

und den Beschwerdeführenden 2-4 auferlegt. Der einbezahlte Kostenvor-

schuss wird zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

2.  

Im Verfahren A-1606/2014 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

3.  

Für das vorliegende Verfahren werden weder Kosten auferlegt noch Par-

teientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden 2-4 (Gerichtsurkunde); 

– die Vorinstanz (Ref.-Nr. […]; Gerichtsurkunde).  

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniel Riedo Beat König 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG han-

delt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b 

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BGG). In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Vorausset-

zung erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzu-

fassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-

mittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und 

die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, bei-

zulegen (Art. 42 BGG). 

 

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