# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2de369f-ca45-5e4a-82c5-bfc4266150a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2009 C-1500/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1500-2007_2009-11-02.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1500/2007/<ABR>  
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz, 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Portugal),
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Altersrente (Rentenberechnung); Verfügung der SAK 
vom 7. Februar 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1500/2007

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1941 geborene verheiratete Schweizer Bürger A._______ 
(nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer), der in der Schweiz 
tätig gewesen war, meldete sich per 23. März 2001 bei der Einwohner-
kontrolle Y._______ nach unbekannt ab (act. 16.13). Nach Vorsprache 
bei der AHV-Zweigstelle der Gemeinde Y._______ meldete er sich am 
15. März 2001 als Nichterwerbstätiger per 1. April  2001 und gab an, 
keinen festen Wohnsitz mehr zu haben (vgl. Fragebogen für Nichter-
werbstätige  der  Ausgleichskasse  der  Sozialversicherungsanstalt 
X._______  [nachfolgend:  SVA];  Beschwerdeakten  act.  16.3,  16.6, 
16.7). In der Folge leistete er für die Jahre 2002 – 2005 Beiträge für 
Nichterwerbstätige  in  der  Schweiz  (act.  16.8  –  16.11,  16.14,  16.15 
S. 2).

B.
Am 20. April 2006 meldete sich der nunmehr in Portugal lebende Ver-
sicherte bei der SVA zum Bezug einer Altersrente an. Daraufhin bat 
ihn die SVA um eine Bestätigung seines Wohnsitzes in Portugal (act. 
16.14). Aus dem in W._______ am 18. Mai 2006 ausgestellten Doku-
ment  geht  hervor,  dass  der  Versicherte  seit  März  2000  Wohnsitz  in 
Portugal hat (act. 16.2). Die SVA leitete die Anmeldung in der Folge an 
die  für  Versicherte  mit  Wohnsitz  im  Ausland  zuständige  Schweize-
rische  Ausgleichskasse  (nachfolgend:  SAK  oder  Vorinstanz)  weiter 
(act. SAK/1 – 11) und zahlte dem Versicherten bis am 8. August 2006 
die  für  die  Jahre  2002  –  2005  zuviel  geleisteten  Beiträge  inklusive 
Zinsen zurück (act. 16.15 – 16.17, 32.1).

Mit Verfügung der SAK vom 13. Dezember 2006 wurde dem Versicher-
ten  eine  ordentliche Altersrente  von Fr. 1'952.00 ab  1. Januar  2007 
unter Anrechnung von 43 vollen Versicherungsjahren bei 44 Versiche-
rungsjahren des Jahrgangs zugesprochen (act. SAK/14).

C.
Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch seine 
Tochter, B._______, Einsprache (undatiert,  Eingang bei der SAK am 
11. Januar 2007, act. SAK/15). Er begründete diese sinngemäss damit, 
dass  in  der  Rentenverfügung  die  anrechenbaren  Versicherungsjahre 
2002  –  2006  fehlen  würden,  diese  habe  er  aber  als 
Nichterwerbstätiger jährlich bezahlt. Demzufolge bat er um Zustellung 

Seite 2

C-1500/2007

einer korrekten Rentenverfügung.

Mit Einspracheentscheid vom 7. Februar 2007 wies die Vorinstanz die 
Einsprache  ab.  Sie  verwies  auf  die  IK-Kopie  der  Kasse  (Nr.  ...), 
X.________, wonach die Beiträge von 2003 bis  2005 wieder ausge-
bucht worden seien und die Beitragszeit demnach im Dezember 2001 
geendet habe. Da die Jahre 2002 – 2004 durch Jugendzeit-Beiträge 
aufgefüllt worden seien, würde nur ein Jahr für die Vollrentenskala 44 
fehlen (act. SAK/16, 18).

D.
Gegen diesen  Bescheid  reichte  der  Versicherte,  wiederum vertreten 
durch  seine  Tochter  B._______,  beim Bundesverwaltungsgericht  am 
26. Februar 2007 (Aufgabedatum) Beschwerde ein (act. 1). 

E.
In ihrer Vernehmlassung vom 4. April 2007 verwies die Vorinstanz auf 
die von der Verwaltung in W._______, Portugal, im März 2000 ausge-
stellte Wohnsitzbescheinigung (act. SAK/17 und Beschwerdeakte 16.2, 
Ausstellungsdatum recte: 18. Mai 2006) und die erfolgte Rückzahlung 
der Beiträge (act. SAK/18). Sie führte sinngemäss aus, dass aufgrund 
des Wohnsitzes in Portugal eine Erhebung von Beiträgen nicht mehr 
möglich gewesen sei. Sie beantragte deshalb die Abweisung der Be-
schwerde (act. 3).

F.
Das  Bundesverwaltungsgericht  übermittelte  dem  Beschwerdeführer 
die Vernehmlassung zur Replik und gab den Parteien den Spruchkör-
per  bekannt  (act.  4).  Innert  der  gesetzten  Frist  wurden  keine  Aus-
standsgründe geltend gemacht. 

G.
In  seiner  Replik  (Eingang  am  9.  Mai  2007)  machte  der  Beschwer-
deführer geltend, die angeblich nicht gerechtfertigten Zahlungen seien 
von der SVA jährlich akzeptiert und erst mit dem Rentenantrag zurück-
vergütet worden. Ausserdem hätte er niemals einen Wohnsitzwechsel 
ins Ausland in  Erwägung gezogen,  wenn er  von dem damit  verbun-
denen Verlust von AHV-Beitrittsjahren gewusst hätte (act. 5).

H.
In  ihrer  Duplik  verwies die Vorinstanz am 5. Juni  2007 auf  ihre Ver-
nehmlassung und hielt an ihrem Antrag fest (act. 7).

Seite 3

C-1500/2007

Mit Verfügung vom 14. Juni 2007 liess das Bundesverwaltungsgericht 
dem Beschwerdeführer die Duplik zur Kenntnis zukommen, setzte ihm 
Frist für allfällige Bemerkungen und schloss den Schriftenwechsel per 
3. Juli 2007 ab (act. 8).

I.
Am 9. Juni 2008 gab das Bundesgericht den Parteien den Wechsel im 
Spruchkörper  bekannt  (act. 11). Ausstandsgründe wurden keine gel-
tend gemacht. 

J.
Mit Zwischenverfügung vom 2. September 2008 forderte das Bundes-
verwaltungsgericht  die  Vorinstanz  auf,  die  bei  der  SVA X.________ 
befindlichen Akten ab dem Jahr  2000 inklusive  vorhandene Telefon-
notizen nachzureichen beziehungsweise entsprechende Akteneinsicht 
zu verschaffen und diverse Auskünfte zu erteilen (act. 13).

Mit Schreiben vom 17. Oktober 2008 wurden dem Bundesverwaltungs-
gericht  die  verlangten  Akten  und  Auskünfte  der  SVA  nachgereicht 
(act. 16 mit Beilagen).

K.
Auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts hielt der Beschwer-
deführer als Stellungnahme zu den nachgereichten Akten (Triplik, Ein-
gang am 27. November 2008, act. 19) sinngemäss an seinem Antrag 
auf Zusprechung einer vollen AHV-Rente fest. Er führte aus, weil die 
SVA  X.________  seine  Beitragszahlungen  für  Nichterwerbstätige 
jeweils angenommen habe, sei es ihm nicht möglich gewesen, sich in 
Portugal  anderweitig  zu  versichern.  Unter  den  [von  der  SAK  jetzt 
geltend  gemachten]  Umständen  wäre  er  [rückblickend]  während  der 
AHV-pflichtigen Zeit in der Schweiz geblieben. Er beantragte die Wie-
derherstellung der  Ausgangslage vom 2001 für  sich  und seine Ehe-
frau, da ihnen wegen Falschinformation durch die SVA jährlich über Fr. 
2'300.-- entgehen würden. 

L.
Mit  Verfügung  vom 12. Dezember  2008  forderte  das  Bundesverwal-
tungsgericht den Beschwerdeführer auf, verschiedene Fragen zur wei-
teren Erläuterung der tatsächlichen Verhältnisse im Jahr 2001 zu be-
antworten (act. 21). Mit  Schreiben vom 28. Dezember 2008 kam der 
Beschwerdeführer der Aufforderung nach (act. 23).

Seite 4

C-1500/2007

M.
Das  Bundesverwaltungsgericht  übermittelte  die  Stellungnahme  der 
Vorinstanz zu allfälligen weiteren Bemerkungen (act. 24).

Die Vorinstanz hielt mit Quadruplik vom 19. Januar 2009 sinngemäss 
an ihren Anträgen fest und führte aus, dass aus ihrer Sicht die irrtüm-
lich einverlangten Beiträge zu Recht zurückerstattet worden seien und 
nicht  in  die  Rentenberechnung  hätten  einbezogen  werden  können 
(act. 25).

N.
Gegen  den  mit  Verfügung  vom  21.  Juli  2009  bekannt  gegebenen 
Wechsel im Spruchkörper ging kein Ausstandsbegehren ein.

O.
Auf telefonische Nachfragen und Brief an die SVA vom 9. September 
2009 wurden dem Bundesverwaltungsgericht von der SAK am 9. Sep-
tember 2009 und von der SVA am 25. September 2009 fehlende Akten 
nachgereicht (act. 28 – 32).

Mit  Verfügung  vom  1.  Oktober  2009  liess  das  Bundesverwaltungs-
gericht  dem  Beschwerdeführer  die  Quadruplik,  das  Schreiben  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 9. September 2009 an die SVA sowie 
die Stellungnahmen der SAK und der SVA zur Kenntnis zugehen und 
schloss den Schriftenwechsel ab (act. 33).

P.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 
soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR  173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  lit.  d  VGG  und 
Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung vom 20. Dezember 1946 (AHVG, SR 831.10) sowie 
Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfügungen 

Seite 5

C-1500/2007

der Schweizerischen Ausgleichskasse. Eine Ausnahme im Sinne von 
Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt.  Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG 
keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das  Bundes-
gesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozial-
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was vorliegend 
auf Grund von Art. 1 Abs. 1 AHVG der Fall ist.

1.3 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch den angefochtenen Einspracheentscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Anfech-
tung; er ist daher zur Beschwerde legitimiert (Art. 59 ATSG).

1.4 Die Beschwerde wurde im Übrigen form- und fristgerecht  einge-
reicht (Art. 52 VwVG, Art. 60 Abs. 1 ATSG), weshalb darauf einzutreten 
ist.

2.
2.1 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht  einschliesslich  der  Überschreitung  oder  des  Missbrauchs  des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.2 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den  Tatbestandes  Geltung  haben,  und  weil  ferner  die  Gerichte  im 
Bereiche  der  Sozialversicherung  bei  der  Beurteilung  eines  Falles 
grundsätzlich auf  den im Zeitpunkt  des Erlasses des angefochtenen 
Verwaltungsaktes,  hier  des  Einspracheentscheids  vom  7.  Februar 
2007, eingetretenen Sachverhalt abstellen (vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 mit 
Hinweisen),  sind die Bestimmungen des AHVG, der Verordnung vom 
31. Oktober  1947  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung 
(AHVV, SR 831.101) sowie der Verordnung vom 26. Mai 1961 über die 
freiwillige  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (VFV, 
SR 831.111) anwendbar, die zum damaligen Zeitpunkt Geltung hatten 
und in der Folge zitiert werden.

2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht uneingeschränkt; er 

Seite 6

C-1500/2007

findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 
125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). Die 
Parteien tragen im Sozialversicherungsverfahren in der Regel insofern 
eine  objektive  Beweislast,  als  im  Falle  der  Beweislosigkeit  der  Ent-
scheid zu Ungunsten jener  Partei  ausfällt,  die  aus  dem unbewiesen 
gebliebenen Sachverhalt Rechte ableitet (BGE 117 V 261 E. 3b, 115 V 
133 E. 8a).

2.4 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt  den Beweisanfor-
derungen nicht. Das Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je 
mit Hinweisen).

3.
Im vorliegenden Fall sind folgende gesetzlichen Regelungen im Rah-
men des anwendbaren materiellen  Rechts  zum Zeitpunkt  der  Verfü-
gung vom 7. Februar  2007 (siehe oben E. 2.2)  massgebend,  wobei 
auch die Gesetzesänderung des AHVG vom 23. Juni 2000 (Revision 
der freiwilligen Versicherung; AS 2000 2677 2681; BBl 1999 4983) zu 
berücksichtigen ist (vgl. unten E. 4).

3.1 Gemäss Art. 1a Abs. 1 AHVG sind obligatorisch versichert: a.) die 
natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz; b.) die natürlichen 
Personen,  die  in  der  Schweiz  eine  Erwerbstätigkeit  ausüben; 
c.) Schweizer Bürger, die im Ausland tätig sind und im Dienste der Eid-
genossenschaft,  im  Dienste  der  internationalen  Organisationen,  mit 
denen der  Bundesrat  ein Sitzabkommen abgeschlossen hat  und die 
als Arbeitgeber im Sinne von Artikel 12 gelten sowie im Dienste priva-
ter, vom Bund namhaft subventionierter Hilfsorganisationen nach Arti-
kel 11 des Bundesgesetzes vom 19. März 1976 über die internationale 
Entwicklungszusammenarbeit  und  humanitäre  Hilfe  tätig  sind,  wobei 
der  Bundesrat  die  Einzelheiten  von  Absatz  1  Buchstabe  c  regelt 
(Art. 1a Abs. 1bis AHVG). Nicht versichert  sind gemäss Art. 1a Abs 2 
AHVG: a.) ausländische Staatsangehörige, die Privilegien und Immuni-
täten gemäss den Regeln des Völkerrechts geniessen; b.) Personen, 
die  einer  ausländischen  staatlichen  Alters-  und  Hinterlassenenversi-
cherung angehören,  sofern der Einbezug in die Versicherung für  sie 

Seite 7

C-1500/2007

eine nicht zumutbare Doppelbelastung bedeuten würde; c.) Personen, 
welche die in Absatz 1 genannten Voraussetzungen nur für eine ver-
hältnismässig kurze Zeit erfüllen. Die Versicherung können weiterfüh-
ren: a.) Personen, die für einen Arbeitgeber mit Sitz in der Schweiz im 
Ausland  tätig  sind  und  von ihm entlöhnt  werden,  sofern  dieser  sein 
Einverständnis  erklärt;  b.)  nicht  erwerbstätige  Studierende,  die  ihren 
Wohnsitz in der Schweiz aufgeben, um im Ausland einer Ausbildung 
nachzugehen, bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 
30. Altersjahr vollenden (Art 1a Abs. 3 AHVG).

3.2 Männer haben Anspruch auf  eine ordentliche Altersrente,  sofern 
sie  das  65. Altersjahr  vollendet  haben und ihnen für  mindestens  ein 
volles Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften an-
gerechnet  werden  können  (Art. 21  Abs. 1  Bst. a  in  Verbindung  mit 
Art. 29  Abs. 1  AHVG).  Grundsätzlich  werden  für  die  Rentenberech-
nung Beitragsjahre,  Erwerbseinkommen sowie  Erziehungs-  oder  Be-
treuungsgutschriften  der  rentenberechtigten  Person  zwischen  dem 
1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezem-
ber vor Eintritt des Versicherungsfalles berücksichtigt (Art. 29bis  Abs. 1 
AHVG). Die ordentlichen Renten werden als Vollrenten (für Versicherte 
mit vollständiger Beitragsdauer) oder als Teilrenten (für Versicherte mit 
unvollständiger Beitragsdauer) ausgerichtet (Art. 29 Abs. 2 AHVG). 

3.2.1 Die  Beitragsdauer  einer  versicherten  Person  bestimmt  sich  in 
der Regel nach den Einträgen in ihren individuellen Konten, die für alle 
beitragspflichtigen Versicherten geführt werden. Darin sind die für die 
Berechnung  der  ordentlichen  Renten  erforderlichen  Angaben  einzu-
tragen (Art. 30ter Abs. 1 AHVG). Die Beitragsdauer ist vollständig, wenn 
eine  Person  gleich  viele  Beitragsjahre  aufweist  wie  ihr  Jahrgang 
(Art. 29ter Abs. 1 AHVG). Die Teilrenten werden in Prozenten einer Voll-
rente,  entsprechend  dem  Verhältnis  zwischen  den  vollen  Beitrags-
jahren der versicherten Person und denjenigen ihres Jahrgangs, abge-
stuft (Art. 52 AHVV).

3.2.2 Als Beitragsjahre gelten gemäss Art. 29ter  Abs. 2 AHVG Zeiten, 
in welchen eine Person Beiträge geleistet hat (Bst. a) oder der Ehe-
gatte gemäss Art. 3 Abs. 3 AHVG mindestens den doppelten Mindest-
beitrag entrichtet  hat  (Bst. b)  sowie Zeiten,  für  die  Erziehungs-  oder 
Betreuungsgutschriften angerechnet werden können (Bst. c). Ein vol-
les Beitragsjahr liegt vor, wenn eine Person insgesamt länger als elf 
Monate  im  Sinne  von  Art. 1a  oder  Art. 2  AHVG versichert  war  und 

Seite 8

C-1500/2007

während  dieser  Zeit  den  Mindestbeitrag  bezahlt  hat  oder  Beitrags-
zeiten im Sinne von Art. 29ter  Abs. 2 Bst. b und Bst. c AHVG aufweist 
(Art. 50 AHVV). 

3.3 Gemäss Art. 10 AHVG Abs. 1 Satz 1 bezahlen Nichterwerbstätige 
Versicherte je nach ihren sozialen Verhältnissen einen Betrag von 324 
bis 8400 Franken pro Jahr (Fassung gemäss Gesetzesänderung vom 
23. Juni 2000, in Kraft seit 1. Januar 2001). 

Die Beiträge werden für  jedes Beitragsjahr festgesetzt. Als  Beitrags-
jahr gilt  das Kalenderjahr.  Die Beiträge bemessen sich aufgrund des 
im Beitragsjahr tatsächlich erzielten Renteneinkommens und des Ver-
mögens am 31. Dezember.  Die kantonalen Steuerbehörden ermitteln 
das  für  die  Beitragsbemessung  massgebende  Vermögen  auf  Grund 
der entsprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung. Sie be-
rücksichtigen  dabei  die  interkantonalen  Repartitionswerte.  Die  Aus-
gleichskassen ermitteln das Renteneinkommen; sie arbeiten dabei mit 
den kantonalen Steuerbehörden zusammen (Art. 29 Abs. 1 – 4 AHVV, 
Fassung gültig ab 1. Januar 2001, AS 2000 1441).

3.4 Gemäss Art. 41 AHVV kann jemand, der nicht geschuldete Beiträ-
ge entrichtet, diese von der Ausgleichskasse zurückfordern. Vorbehal-
ten bleibt die Verjährung gemäss Art. 16 Abs. 3 AHVG. Gemäss der 
Rechtsprechung  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichtes  EVG 
(heute  Bundesgericht)  findet  die  absolute  Verwirkungsnorm  gemäss 
Art. 16 Abs. 3 AHVG, wonach „zuviel bezahlte Beiträge“ nach fünf Jah-
ren nicht mehr rückzahlbar sind, keine Anwendung auf ungeschuldete 
Zahlungen Nichtversicherter, das heisst, diese Zahlungen sind von der 
Behörde im Rahmen der allgemeinen Verjährungsfrist von zehn Jahren 
zurückzuerstatten (BGE 97 V 144 E. 4b). 

3.5 Gemäss Art. 13 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 1 und 
2  des  Schweizerischen  Zivilgesetzbuchs  vom  10. Dezember  1907 
(ZGB, SR 210) befindet sich der Wohnsitz einer Person an dem Orte, 
wo sie sich mit der Absicht des dauernden Verweilens aufhält, wobei 
niemand an mehreren  Orten  zugleich  seinen  Wohnsitz  haben kann. 
Der einmal begründete Wohnsitz einer Person bleibt bestehen bis zum 
Erwerbe eines neuen Wohnsitzes (Art. 24 Abs. 1 ZGB).

3.6 In  Anwendung dieser gesetzlichen Regelungen ist  im Grundsatz 
festzustellen, dass bei Personen, die in der Schweiz obligatorisch ver-
sichert waren und die ihren Wohnsitz neu ausserhalb der Schweiz be-

Seite 9

C-1500/2007

gründen, die Versicherungspflicht der Alters-, Hinterlassenen- und In-
validenversicherung wegfällt. Zu Unrecht bezahlte Beiträge sind in die-
sen Fällen von der entsprechenden Ausgleichskasse zurückzuerstat-
ten.

4.
Unter gewissen Voraussetzungen besteht für versicherte Personen mit 
Wohnsitz  im  Ausland  die  Möglichkeit,  die  Beitragspflicht  bei  der 
Schweizer AHV freiwillig (Freiwillige Versicherung) weiterzuführen. Da-
bei ist für den vorliegenden Fall die gesetzliche Regelung mit Geltung 
vor und nach dem 1. April 2001 darzulegen.

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 2 AHVG (in der Fassung gültig gewesen bis 
zum 31. Dezember 2000 [Fassung gemäss BG vom 7. Oktober 1994, 
in Kraft seit 1. Januar 1997 [10. AHVG-Revision]) galt: Schweizer Bür-
ger, die aus der obligatorischen Versicherung ausscheiden, können die 
Versicherung ohne Rücksicht auf ihr Alter freiwillig weiterführen. 

Vom 1. Januar 2001 bis zum 31. Mai 2002 galt nunmehr in Art. 2 Abs. 
1 AHVG folgende Regelung (Änderung vom 23. Juni 2000): Schweizer 
Bürger  und  Staatsangehörige  der  Mitgliedstaaten  der  Europäischen 
Gemeinschaft,  die  in  einem Staat  ausserhalb der  Europäischen Ge-
meinschaft leben, können der freiwilligen Versicherung beitreten, falls 
sie unmittelbar vorher während fünf aufeinanderfolgenden Jahren obli-
gatorisch versichert waren (Ziff. I 3 des Bundesgesetzes vom 14. De-
zember 2001 betreffend die Bestimmungen über  die Personenfreizü-
gigkeit im Abkommen zur Änderung des Übereinkommens zur Errich-
tung der EFTA; AS 2000 2681 und AS 2002 700). 

Gemäss  Absatz  1  der  Schlussbestimmungen  der  Änderung  vom 
23. Juni  2000  (in  Kraft  seit  1.  April  2001,  AS  2000  2683)  können 
Schweizer  Bürger,  die  in  einem Mitgliedstaat  der  Europäischen  Ge-
meinschaft leben und bei Inkrafttreten dieses Gesetzes der freiwilligen 
Versicherung  angehören,  ihr  während  höchstens  sechs  aufeinander 
folgenden  Jahren  ab  dem  Zeitpunkt  des  Gesetzes  weiterhin  ange-
schlossen bleiben. Diejenigen Personen, die das 50. Altersjahr bei In-
kraftreten dieses Gesetzes bereits vollendet haben, können die Versi-
cherung bis zum Eintritt des ordentlichen Rentenalters weiterführen.

4.2 Konkretisiert  wurden  diese  Gesetzesbestimmungen  in  der  VFV: 
Auslandschweizer können ohne Rücksicht auf ihr Alter innert Jahres-

Seite 10

C-1500/2007

frist seit Wegfall der Voraussetzungen für die obligatorische Versiche-
rung den Beitritt  zur freiwilligen Versicherung erklären. Die freiwillige 
Versicherung erfolgt rückwirkend auf den Zeitpunkt des Ausscheidens 
aus der obligatorischen Versicherung; bei Fortführung der freiwilligen 
Versicherung wird diese nicht unterbrochen (Art. 10 Abs. 1 und 3 VFV 
in der bis 31. März 2001 in Kraft gewesenen Fassung). 

Gemäss Art. 7 der seit 1. April 2001 geltenden Fassung der VFV kön-
nen der freiwilligen Versicherung die Personen beitreten,  welche die 
Versicherungsvoraussetzungen nach Art. 2 Abs. 1 AHVG erfüllen, d.h. 
ausserhalb eines Staates der Europäischen Gemeinschaft leben. Die 
Beitrittserklärung muss schriftlich bei  der Ausgleichskasse oder sub-
sidiär bei der zuständigen Auslandsvertretung innerhalb eines Jahres 
ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus der obligatorischen Versiche-
rung eingereicht  werden. Nach Ablauf  dieser Frist  ist  ein  Beitritt  zur 
freiwilligen Versicherung nicht mehr möglich (Art. 8 Abs. 1 VFV). 

4.3 Massgebend ist  bei  nichterwerbstätigen Versicherten der  Vermö-
gensstand zu Beginn der Beitragsperiode sowie das im vorangehen-
den Jahr erzielte Renteneinkommen (Art. 14 Abs. 2 VFV in der Fas-
sung gültig bis 31. Dezember 2007). Gemäss Art. 2 Abs. 5 AHVG (in 
der  seit  1. Januar  2001 geltenden Fassung; Änderung vom 23. Juni 
2000) bezahlten Nichterwerbstätige je nach ihren sozialen Verhältnis-
sen einen Beitrag von 648 – 8400 Franken pro Jahr.

5.
Der  Beschwerdeführer  verlangt  die  Ausrichtung  einer  Vollrente.  Ge-
stützt auf die im März 2001 eingeholte Auskunft  bei der AHV-Zweig-
stelle der Gemeinde Y._______ habe er mit den in den Jahren 2002 – 
2005 geleisteten Beiträgen als Nichterwerbstätiger die vollen Beitrags-
jahre erfüllt. Es könne nicht sein, dass er  wegen des Fehlverhaltens 
der Ausgleichskasse X.________ nicht eine volle Rente erhalte. 

Demnach ist vorliegend zu prüfen, ob die SVA dem Beschwerdeführer 
die  geleisteten  Beiträge  2002  –  2005  zu  Recht  zurückerstattet  hat. 
Weiter ist  nach den Grundsätzen des Vertrauensschutzes zu prüfen, 
ob dem Beschwerdeführer im März 2001 bei der AHV-Zweigstelle eine 
unrichtige Auskunft erteilt wurde, und wenn ja, ob der Beschwerdefüh-
rer daraus Rechte zu seinen Gunsten ableiten kann (unten E. 6.4 ff.).

Seite 11

C-1500/2007

5.1 Der  Beschwerdeführer  rügt,  er  habe  im  Nachgang  der  ihm  im 
März 2001 in Y._______ bei der AHV-Zweigstelle erteilten Beratung für 
die Jahre 2002 – 2006 (recte: 2005)  Beiträge für  Nichterwerbstätige 
bezahlt (Beitragsjahr: 2002 Fr. 390.-- plus Fr. 12.-- Verwaltungskosten, 
Beitragsjahre 2003 – 2005: je Fr. 425.-- plus 12.60 Verwaltungskosten; 
act. 16.8 – 16.11, act. SAK/15, 30). Diese seien zu Unrecht nicht für 
die Rentenberechnung berücksichtigt worden. Die geleisteten Beiträge 
seien  ihm  im  Herbst  2006  ohne  Erklärung  zurückerstattet  worden 
(Beschwerdeakten act. 1).

Im Frühjahr 2000 hätten er [und seine Ehefrau] sich im Hinblick auf die 
Pensionierung  in  Portugal  ein  Häuschen  gekauft.  Die  Gemeinde 
[W._______] sei dahingehend informiert  gewesen und habe sich [bei 
der Wohnsitzbestätigung vom 18. Mai 2006] möglicherweise auf dieses 
Datum  gestützt.  Im  darauffolgenden  Jahr  hätten  sie  sich  dann  ent-
schieden,  den  Wohnsitz  schon  vor  der  Pensionierung  zu  verlegen 
(Beschwerdeakten act. 23).

Mitte  März  2001  sei  er  bei  der  Einwohnerkontrolle  Y._______ 
gewesen,  um sich  abzumelden. Dort  sei  er  auf  die  Zweigstelle  [der 
AHV]  verwiesen  worden.  Von  der  Zweigstelle  habe  er  die  Auskunft 
erhalten, die Weiterführung der AHV-Zahlungen sei in einem EU-Land 
grundsätzlich  nicht  mehr  möglich,  aber  bis  April  2001  bestehe  eine 
Übergangsfrist, weshalb eine Fortzahlung für die nächsten fünf Jahre 
möglich sei. Er habe anlässlich dieser Beratung seinen Wegzug nach 
Portugal mitgeteilt.

5.2 Die Vorinstanz führt in ihrer Quadruplik vom 19. Januar 2009 aus, 
die Bezahlung der obligatorischen Beiträge bei der kantonalen Kasse 
sei nach der Aufgabe des Wohnsitzes in der Schweiz nicht mehr mög-
lich gewesen. Die für  die Jahre 2003 (recte: 2002,  vgl. Beschwerde-
akten act. 32) bis 2005 irrtümlich einverlangten Beiträge seien deshalb 
zu Recht zurückerstattet worden und hätten somit nicht in die Renten-
berechnung einbezogen werden können. Bezüglich Beitritt zu der frei-
willigen Versicherung sei die in der Stellungnahme des Beschwerde-
führers  erwähnte  Auskunft  richtig  gewesen.  Weshalb  diese  Variante 
nicht bevorzugt worden sei, könne nicht beantwortet werden.

5.3 Mit der Vorinstanz ist einig zu gehen, dass der Beschwerdeführer 
nach  der  Aufgabe  seines  Wohnsitzes  in  der  Schweiz  nicht  mehr 
gemäss Art. 1a AHVG versichert war (vgl. E. 3.1). Somit war es nicht 

Seite 12

C-1500/2007

mehr  möglich,  in  der  Schweiz  AHV-Beiträge  als  Nichterwerbstätiger 
gemäss Art. 10 AHVG zu zahlen, weshalb die SVA die nicht geschul-
deten Beiträge unter diesen Umständen gemäss Art. 16 Abs. 3 AHVG 
in Verbindung mit Art. 41 AHVV e contrario (siehe oben E. 3.4) zurück-
gezahlt hat.

5.4 Der  Beschwerdeführer  rügt  indes,  man  habe  ihm  auf  der  AHV-
Stelle versichert, dass ihm mit der Übergangsfrist (betreffend die EU-
Staaten bis 2006) die volle AHV-Rente gewährleistet sei. Er habe die 
fraglichen Beiträge jeweils auf Aufforderung der SVA hin bezahlt, diese 
habe die Beiträge immer entgegengenommen und dann im Sommer 
2006 ohne Erklärung zurückerstattet (Beschwerdeakten act. 1). Somit 
ist  zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführer  aus  den  Grundsätzen  des 
Vertrauensschutzes Rechte zu seinen Gunsten ableiten kann.

5.4.1 Der  in  Art.  5  Abs.  3  und  Art.  9  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
verankerte  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  schützt  den  Bürger  in 
seinem berechtigten Vertrauen auf behördliches Verhalten und bedeu-
tet  u.a.,  dass  falsche Auskünfte  von Verwaltungsbehörden  unter  be-
stimmten Voraussetzungen eine vom materiellen Recht abweichende 
Behandlung des Rechtsuchenden gebieten. Gemäss Rechtsprechung 
und Doktrin ist eine falsche Auskunft bindend 1. wenn die Behörde in 
einer konkreten Situation mit  Bezug auf bestimmte Personen gehan-
delt  hat; 2. wenn sie für  die Erteilung der betreffenden Auskunft  zu-
ständig  war  oder  wenn  der  Bürger  die  Behörde  aus  zureichenden 
Gründen als zuständig betrachten durfte; 3. wenn der Bürger die Un-
richtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres erkennen konnte; 4. wenn 
er im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen getroffen 
hat,  die  nicht  ohne  Nachteil  rückgängig  gemacht  werden  können; 
5. wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunfterteilung keine Än-
derung  erfahren hat  (BGE 116  V 298 E. 3a mit  weiteren Hinweisen 
sowie  ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines Verwal-
tungsrecht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 668  und  ALFRED 
MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER,  Bundessozialversicherungs-
recht, 3. Auflage, Basel 2009, § 7 Rz. 9 ff.).

5.4.2 Mit Urteilen vom 30. Oktober 1990 und vom 30. August 1994 in 
Sachen W. S. hat das Eidgenössische Versicherungsgericht EVG AHV-
Beitragslücken des Betroffenen W. S. von 1950 bis 1958 gestützt auf 
den Grundsatz von Treu und Glauben geschlossen, indem es – unter 

Seite 13

C-1500/2007

der Annahme, dass der Beschwerdeführer im Jahre 1950 der freiwilli-
gen Versicherung beigetreten wäre, wenn er darüber von der zuständi-
gen Schweizerischen Gesandtschaft auf seine Anfrage hin richtige In-
formationen erhalten hätte, und nach seinem Beitritt auch die entspre-
chenden Beiträge geleistet hätte – die Berechnung der Rente so vor-
nahm, wie wenn der Beschwerdeführer gestützt auf eine richtige Aus-
kunft  der  Freiwilligen  Versicherung  schon  1950  beigetreten  und  ab 
1950 Beiträge gezahlt hätte (in: AHI-Praxis 1995 S. 109, 114 f.).

5.4.3 Wie das EVG im Urteil H 148/92 vom 17. Dezember 1992 E. 2, 
dargelegt hat, ist es denkbar, dass die nach dem Ausscheiden aus der 
obligatorischen  Versicherung  gutgläubig  fortgesetzte  Entrichtung  der 
zuvor als  Nichterwerbstätiger geschuldeten Beiträge der  schriftlichen 
Beitrittserklärung zur freiwilligen Versicherung nach aArt. 7 Abs. 3 VFV 
gleichzusetzen ist. Eine solche Frage kann sich jedoch nur dann stel-
len,  wenn  ein  nachträglicher  Übertritt  in  die  freiwillige  Versicherung 
möglich  ist  (Urteil  EVG H 245/04 vom 29. März 2005 E. 4.4,  Bestä-
tigung des Urteils AHV 60447 der Eidgenössischen Rekurskommission 
der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Aus-
land  wohnenden  Personen  [nachfolgend  Reko  AHV/IV]  vom 24. No-
vember  2004;  im  fraglichen  Fall  hatte  der  Beschwerdeführer  seinen 
neuen Wohnsitz in einem EU-Land erst nach dem 1. April 2001 erwor-
ben; vgl. auch Urteil EVG H 12/05 vom 19. Mai 2006 E. 4.2).

5.5 Der  Beschwerdeführer  war  unbestrittenermassen  im  März  2001 
auf der AHV-Zweigstelle in Y._______ und liess sich beraten. Auf dem 
am 15. März 2001 unterschriebenen „Fragebogen für Nichterwerbstä-
tige“  wurde  angegeben,  es  bestehe  ab  23.  März  2001  kein  fester 
Wohnsitz  mehr.  Ein  Grund für  den Auslandaufenthalt  findet  sich  auf 
dem Formular nicht, aber im auf dem Formular vorhandenen Feld un-
ter  „Zusatzfragen  für  Ehepartner/Ehepartnerinnen  von  verheirateten 
nichterwerbstätigen Personen“,  Rubrik  „Studenten und Studentinnen“ 
ist  angegeben: „23.3.01  nach  (V._______),  kein  fester  Wohnsitz, 
reisen umher, (...) 2001 folgt noch“ (act. 16.3 S. 4).

Der Beschwerdeführer war im Jahr 2001 über 50 Jahre alt. Falls er bis 
zum 31. März 2001 einen festen Wohnsitz  in  Portugal  gehabt  hätte, 
wäre er gemäss Art. 2 Abs. 2 AHVG in Verbindung mit Art. 1 SchlBst. 
vom  23. Juni  2000  und  Art.  7  VFV  in  der  damals  noch  geltenden 
Fassung berechtigt gewesen, der freiwilligen Versicherung beizutreten 
und Beiträge für Nichterwerbstätige gemäss Art. 2 Abs. 5 AHVG i.V.m. 

Seite 14

C-1500/2007

Art. 14  Abs. 2 VFV zu leisten. Bei  einer  Wohnsitznahme ab dem 1. 
April  2001 in  Portugal  (und allen  anderen Mitgliedstaaten der  Euro-
päischen Union) war dies indes nicht mehr möglich. Gleichzeitig hatte 
er  mit  Erwerb  eines  neuen Wohnsitzes  gemäss Art.  24  Abs. 1  ZGB 
keine Berechtigung mehr, sich in der Schweiz als Nichterwerbstätiger 
gemäss Art. 10 AHVG zu versichern, weshalb dem Beschwerdeführer 
nach Rückzahlung der – gemäss SVA unrechtmässig bezahlten Bei-
träge  –  eine  Beitragslücke  für  das  Jahr  2005  entstanden  ist  (siehe 
oben Sachverhalt C.).

Nachfolgend ist deshalb zu ermitteln, ob die Erklärung vom 15. März 
2001  in  Verbindung  mit  den  bezahlten  Beiträgen  2002  –  2005  (act. 
16.3, 16.15, SAK/18, 32) nach der obigen Bundesgerichtspraxis zum 
Vertrauensschutz in der freiwilligen Versicherung (oben E. 5.4) in eine 
schriftliche Beitrittserklärung für die freiwillige Versicherung umgedeu-
tet werden kann.

5.5.1 Gemäss Wohnsitzbescheinigung  vom 18. Mai  2006  (act. 16.2) 
hatte der Beschwerdeführer seit März 2000 einen (Ferien-)Wohnsitz in 
Portugal. Ausserdem war er – unbestrittenermassen – bis Mitte März 
2001 in der Schweiz ansässig und hatte bis zu diesem Zeitpunkt sei-
nen Lebensmittelpunkt gemäss Art. 23 Abs. 1 ZGB in Y._______, wes-
halb  die  Bescheinigung  der  Gemeinde  W._______  mit  Wohnsitz 
bereits  ab  März  2000  diesbezüglich  nicht  zutreffend  sein  kann 
(Beschwerdeakten act. 16.2, 16.3, 16.4 [Rückseite]). E contrario lässt 
die Wohnsitzbescheinigung aber auch nicht zwingend den Schluss zu, 
der Beschwerdeführer habe noch im März 2001 seinen Lebensmittel-
punkt gemäss Art. 24 Abs. 1 ZGB nach Portugal verlegt,  wie dies die 
SVA angenommen hat. 

5.5.2 Die Akten lassen folgenden Schluss zu: Der Beschwerdeführer 
wollte – gemäss dem am 15. März 2001 eingereichten „Formular  für 
Nichterwerbstätige“  –  vorerst  noch  nicht  im  Haus  in  Portugal  einen 
neuen  Wohnsitz  begründen  und  meldete  sich  bei  der  Gemeinde 
Y._______  nach  unbekannt  ab (act.  16.13). Er  reiste  im  März  2001 
nach V._______. Die Wohnsitzverlegung nach Portugal fand zu einem 
späteren Zeitpunkt statt und war spätestens bei seinem Rentenantrag 
vom 20. April 2006 vollzogen.

5.5.3 Die  von  ihm  wiedergegebene  Erklärung  betreffend  die  Über-
gangsfrist für die Weiterführung der Versicherung mit Wohnsitz in der 

Seite 15

C-1500/2007

Europäischen  Union  deutet  zwar  darauf  hin,  dass  der  Beschwerde-
führer der Zweigstelle angegeben hatte, nach Portugal zu ziehen, und 
die fragliche Information sich auf einen Beitritt zur freiwilligen Versiche-
rung  bezog.  Die  Vorinstanz  stellt  jedenfalls  im  Rahmen  ihrer  Quad-
ruplik fest, sie könne nicht beantworten, weshalb diese Variante nicht 
bevorzugt  worden  sei  (act.  25).  Weshalb  die  Zweigstelle  dem  Be-
schwerdeführer indes die Auskunft erteilt haben sollte, es bestehe bei 
Aufgabe des Wohnsitzes in  Y._______ die Möglichkeit  eines Beitritts 
zur freiwilligen Versicherung (bis zum 31. März 2001), ihm aber gleich-
zeitig einen Fragebogen für Nichterwerbstätige [in der Schweiz] ausge-
händigt  hat,  lässt  sich  heute  nicht  mehr  eruieren  bzw. lässt  darauf 
schliessen, der Beschwerdeführer sei nicht von einer definitiven Wohn-
sitznahme in Portugal ausgegangen und habe dies der Behörde auch 
so mitgeteilt (vgl. auch unten E. 5.7).

Folgt  man  den  Angaben  des  Beschwerdeführers  zur  Beratung  und 
seiner Behauptung, er habe die Zweigstelle über seinen Wegzug nach 
Portugal  informiert  (oben  E.  4.1),  lässt  sich  weiter  nicht  nachvoll-
ziehen, weshalb aus dem am 15. März 2001 eingereichten aktenkundi-
gen „Formular  für  Nichterwerbstätige“  keinerlei  Hinweise darauf  her-
vorgehen,  dass der Beschwerdeführer seit  Frühling 2000 in  Portugal 
ein Haus besass und zumindest  mittelfristig plante,  seinen Wohnsitz 
dorthin zu verlegen.

5.6
5.6.1 Den eingereichten Akten der  SVA ist  zu  entnehmen,  dass  die 
Beitragsverfügung  Akonto  vom 5. März  2002  für  das  Jahr  2002  auf 
Selbstangaben des Versicherten beruhte. In den Beitragsverfügungen 
2003 – 2006 fehlen Angaben, auf welcher Basis die zu entrichtenden 
Beiträge berechnet wurden. Insbesondere finden sich keine Hinweise 
dazu,  dass bei den Steuerbehörden Angaben eingeholt  wurden (vgl. 
oben E. 3.3) oder beim Versicherten selbst – der via Zustelladresse bei 
seiner  Tochter  erreichbar  war  –  nachgefragt  worden  wäre,  ob  seine 
Verhältnisse sich inzwischen geändert  hätten (Beschwerdeakten act. 
16.8 – 16.12).

5.6.2 Es lässt sich aufgrund der Akten nicht mehr klären, weshalb die 
SVA  während  vier  Jahren  die  Beiträge  anhand  der  sehr  knappen 
Selbstangaben des Versicherten erhob und ihn  als  „Weltenbummler“ 
führte, ohne je die Steuerverwaltung oder den Versicherten zu konsul-
tieren. Da die SVA die jährlichen Zahlungen 2002 – 2005 jeweils auch 

Seite 16

C-1500/2007

ohne  Weiteres  entgegennahm,  ist  nachvollziehbar,  dass  der  Be-
schwerdeführer angenommen zu haben scheint,  es sei  alles in Ord-
nung  und  er  könne  im  Rahmen  der  Übergangsfrist  seine  AHV 
weiterführen.  Dementsprechend  hat  er  der  SVA auch  seinen  neuen 
Wohnsitz  in  Portugal  nicht  mitgeteilt,  wie  er  dies  im  fraglichen 
Formular angekündigt hatte („LA 2001 Folgt noch“,  Beschwerdeakten 
act. 16.3) und es im Übrigen seine Pflicht gewesen wäre (vgl. Art. 28 
Abs. 1 ATSG sowie  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 
2009, Art. 28 Rz. 6 und 16).

5.7 Schliesslich ist fraglich, inwieweit die angefragte AHV-Zweigstelle 
Y._______  überhaupt  in  der  Lage  war,  den  Beschwerdeführer 
vorliegend  richtig  zu  informieren,  insbesondere  deshalb,  weil  nicht 
erstellt ist, über welche Angaben des Versicherten sie verfügte. Wenn 
der Beschwerdeführer nämlich angegeben hat, vorerst habe er keinen 
Wohnsitz und sei auf Weltreise, er habe in Portugal jedoch ein Ferien-
haus und werde sich mittelfristig dort niederlassen, dann war die Aus-
kunft  der Beratungsstelle  richtig. In diesem – für  das Bundesverwal-
tungsgericht wahrscheinlichen Fall – hätte er bis zu seiner Niederlas-
sung  in  Portugal  als  nichterwerbstätiger  Weltenbummler  gegolten. 
Ebenfalls als in der vorliegenden Konstellation und der vorhandenen 
Akten  am  Wahrscheinlichsten  erachtet  es  das  Bundesverwaltungs-
gericht, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt seiner Abmeldung 
am 15. März  2001 selbst  gar  noch nicht  wusste,  wann genau er  in 
Portugal Wohnsitz nehmen würde.

5.8 Ergänzend ist  zur  Klärung der  Aktenlage anzumerken,  dass  der 
Beschwerdeführer  für  das  Jahr  2002  den  Beitrag  in  Höhe  von 
Fr. 402.-- geleistet hat und dieser mit den späteren Beitragszahlungen 
im Sommer 2006 zurückerstattet wurde. Die Vorinstanz ist offensicht-
lich  davon  ausgegangen,  der  Beschwerdeführer  habe  jedenfalls  ab 
dem Jahre 2002 keinen Wohnsitz mehr in der Schweiz gehabt und im 
Ausland einen neuen Wohnsitz begründet. Nicht geklärt werden konn-
te, weshalb dieser Eintrag im IK-Auszug der Vorinstanz für das Jahr 
2002 fehlt (Beschwerdeakten act. 30, 32).

6.
Abschliessend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  auf  der 
Angabe im von ihm unterschriebenen Formular vom 15. März 2001, er 
habe  keinen  festen  Wohnsitz  mehr,  zu  behaften  ist,  auch  wenn  er 

Seite 17

C-1500/2007

damit eine andere Aussage gemacht hat, als er – wie er im Rahmen 
des Verfahrens behauptet – beabsichtigt haben mag.

6.1 Die Beweislast  der falschen Auskunft  trägt  diejenige Partei,  wel-
che aus ihrem Vorhandensein Rechte ableitet. Kann diese Partei  sie 
nicht genügend beweisen, so trägt sie die Folgen der Beweislosigkeit 
(siehe oben 2.3). Vorliegend ist  auf  die schriftliche Angabe auf  dem 
dafür richtigen Fragebogen für Nichterwerbstätige  („kein fester Wohn-
sitz,  reisen  umher“,  Abmeldung  bei  der  Gemeinde  nach  unbekannt, 
act. 16.3,  16.13)  abzustellen,  zumal  sich  für  den behaupteten Inhalt 
der erteilten Auskunft (Beitritt  zur freiwilligen Versicherung) keine ge-
nügenden Hinweise in den Akten finden.

6.2 Somit kann nicht abschliessend geklärt werden, ab welchem Zeit-
punkt der Beschwerdeführer tatsächlich seinen neuen Wohnsitz in Por-
tugal hatte. Aufgrund der Gesamtheit der Akten beurteilt es das Bun-
desverwaltungsgericht als überwiegend wahrscheinlich, dass der Be-
schwerdeführer seinen Wohnsitz nach dem 31. März 2001 nach Por-
tugal verlegt  hat  (siehe oben E. 2.4). Damit ist  die  Unterstellung als 
Nichterwerbstätiger gemäss Art. 10  AHVG korrekt  gewesen  und war 
ein  Beitritt  zur  Freiwilligen  Versicherung  mit  einem  Wohnsitz  in  der 
Europäischen Union nicht mehr möglich.

Aufgrund der dem Gericht vorliegenden Akten musste die SVA davon 
ausgehen, dass ab dem Jahr 2002 ein Wohnsitz in Portugal bestand, 
weshalb  der  Versicherte  ab  dann  keine  Beiträge  mehr  gestützt  auf 
Art. 1a i.V.m. Art. 10 AHVG bezahlen konnte. Die Rückerstattung der 
geleisteten Beiträge 2002 – 2005 erfolgte somit zu Recht. Anzumerken 
bleibt, dass der Beschwerdeführer der SVA seine neue Adresse nach 
Wohnsitzbegründung in Portugal nicht mitgeteilt hat.

6.3 Der Beschwerdeführer kann damit  seine Behauptung,  er  habe – 
gemäss Empfehlung der AHV-Zweigstelle – seine AHV-Beitragspflicht 
[in  der  freiwilligen  Versicherung]  weitergeführt,  nicht  rechtsgenüglich 
nachweisen. Somit kann er sich auch nicht auf den Vertrauensschutz 
gemäss Art. 9 BV berufen. Die Rückerstattung der bezahlten Beiträge 
als Nichterwerbstätiger gemäss Art. 10 AHVG erfolgte zu Recht, auch 
wenn sich  die damals noch zuständige SVA bei  der Rechnungsstel-
lung der vermeintlichen Beiträge auf sehr knappe Angaben abgestützt 
hat. 

Seite 18

C-1500/2007

Da im Übrigen bezüglich der Rentenberechnung keine weitere Rügen 
geltend  gemacht  werden,  besteht  für  das  Bundesverwaltungsgericht 
kein Anlass, dahingehende weitere Abklärungen zu veranlassen. 

Somit  ist  die  Beschwerde  abzuweisen  und  der  Einspracheentscheid 
vom 7. Februar 2007 zu bestätigen. 

7.
7.1 Das  Verfahren  ist  für  die  Parteien  kostenlos  (Art.  85bis Abs.  2 
AHVG), sodass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.

7.2 Weder  die  obsiegende  Vorinstanz  noch  der  unterliegende  Be-
schwerdeführer  haben  Anspruch  auf  Parteientschädigung  (Art.  64 
Abs. 1  VwVG  e  contrario  und  Art.  7  Abs.  3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Seite 19

C-1500/2007

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  wird  keine  Partei-
entschädigung zugesprochen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 20