# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66ca08c1-6a18-5ac1-a32c-9a2cbbef9dbb
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.09.2020 SB200185
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB200185_2020-09-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB200185-O/U/as 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Stiefel, Ober-

richterin lic. iur. Schärer sowie Gerichtsschreiberin MLaw Höchli 

Beschluss vom 16. September 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigte, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,  
Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

sowie 

 

B._____,  
Privatkläger 

 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

 

betreffend versuchte schwere Körperverletzung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 2. Oktober 
2019 (DG190027) 
 
 

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Erwägungen: 

 1. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 2. Oktober 2019 wurde die 

Beschuldigte der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 

Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und zu 

einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Gleichzeitig wurde eine stationäre 

therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB (Suchtbehandlung) ange-

ordnet, und der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde zugunsten der stationären Mas-

snahme aufgeschoben (Urk. 64). 

 2. Gegen dieses mündlich eröffnete Urteil liess die Beschuldigte mit Eingabe 

vom 3. Oktober 2019 Berufung anmelden (Prot. I S. 37 ff.; Urk. 59) und in der 

Folge mit Eingabe vom 24. April 2020 fristgerecht die Berufungserklärung erstat-

ten (Urk. 63/2; Urk. 66). Innert der mit Präsidialverfügung vom 29. April 2020 an-

gesetzten Frist erklärte die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 7. Mai 2020 An-

schlussberufung (Urk. 67; Urk. 69). 

 3. In der Folge wurden die Parteien auf den 12. Januar 2021 zur Berufungs-

verhandlung vorgeladen (Urk. 73). Mit Eingabe vom 9. September 2020 liess die 

Beschuldigte ihre Berufung zurückziehen (Urk. 75). Damit fällt auch die An-

schlussberufung der Staatsanwaltschaft dahin (Art. 401 Abs. 3 StPO). Das Ver-

fahren ist demzufolge als durch Rückzug erledigt abzuschreiben, und den Partei-

en ist die Vorladung zur Berufungsverhandlung abzunehmen. 

 4. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massga-

be ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf 

deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfah-

rens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltli-

chen Rechtsverbeiständung des Privatklägers, der Beschuldigten aufzuerlegen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie diejenigen der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung des Privatklägers sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, 

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wobei die Rückzahlungspflicht der Beschuldigten bezüglich der Kosten der amtli-

chen Verteidigung vorzubehalten ist. 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. 

Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft ist damit hinfällig. 

Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon vom 2. Oktober 

2019 rechtskräftig. 

2. Den Parteien wird die Vorladung zur Berufungsverhandlung vom 12. Januar 

2021 abgenommen. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 400.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'471.50   amtliche Verteidigung 

Fr. 543.60   unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung des Pri-

vatklägers, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen 

Verteidigung sowie diejenigen der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung 

des Privatklägers werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzah-

lungspflicht der Beschuldigten bezüglich der Kosten der amtlichen Verteidi-

gung bleibt im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

5. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Be-
schuldigten 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
− die unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklägers im Doppel für 

sich und zuhanden des Privatklägers 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 

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 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl-

liger Rechtsmittel an  

− die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten). 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 16. September 2020 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Höchli 
 

 

	Beschluss vom 16. September 2020
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird als durch Rückzug der Berufung erledigt abgeschrieben. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft ist damit hinfällig.
	2. Den Parteien wird die Vorladung zur Berufungsverhandlung vom 12. Januar 2021 abgenommen.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung des Privatklägers, werden der Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie diejenigen der ...
	5. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
	 die unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklägers im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten).

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.