# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3dd5ec3-a2ec-573c-8baa-39a5b6041b81
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-01-02
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 02.01.2020 BP.2020.1
**Docket/Reference:** BP.2020.1
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BP-2020-1_2020-01-02

## Full Text

Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).;;Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO).

Verfügung vom 2. Januar 2020 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Präsident, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt André Kuhn, 

 
Gesuchstellerin 

 
 gegen 
   

1. KANTON ZÜRICH, Oberstaatsanwaltschaft,  
 
2. KANTON ST. GALLEN, Kantonales Untersu-
chungsamt,  

 
Gesuchsgegner 

  
 

Gegenstand  Aufschiebende Wirkung (Art. 387 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BP.2020.1 
(Hauptverfahren: BG.2020.1) 
 
 
 
 

- 2 - 

 

 

Der Präsident hält fest, dass: 
 

- die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis der Beschuldigten A. am 18. De-
zember 2019 mitteilte, sie verzichte auf eine Weiterführung der Gerichts-
standsauseinandersetzung mit dem Kanton St. Gallen und akzeptiere die 
konkludente Anerkennung des Gerichtsstands (BG.2020.1; act. 1.2); 

 
- A. dagegen mit Beschwerde vom 29. Dezember 2019 (Postaufgabe 30. De-

zember 2019) an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte 
und beantragte, das gegen Sie gerichtete Strafverfahren sei an den Kanton 
St. Gallen zu überweisen (act. 1); 

 
- sie zudem beantragt, der Beschwerde sei superprovisorisch die aufschie-

bende Wirkung zu erteilen und die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis sei 
umgehend anzuweisen, bis zur rechtskräftigen Erledigung der vorliegenden 
Beschwerde keine Untersuchungshandlungen vorzunehmen (act. 1). 
 
 
 
Der Präsident zieht in Erwägung, dass: 
 

- der Beschwerde, abweichende Bestimmungen der StPO oder Anordnungen 
der Verfahrensleitung der Beschwerdekammer vorbehalten, keine aufschie-
bende Wirkung zukommt (Art. 387 StPO); 

 
- der Verfahrensleitung bei ihren diesbezüglichen Entscheiden ein weiter Er-

messensspielraum zusteht, sie dabei aber sicherzustellen hat, dass ihr Ent-
scheid das Beschwerderecht nicht seines Inhalts beraubt und insbesondere 
den Rechtsstreit nicht gegenstandslos werden lässt (Urteil des Bundesge-
richts 1B_271/2013 vom 3. Oktober 2013 E. 2.1); 

 
- der Gesuchsteller zur Begründung seines Gesuchs darlegen muss, dass er 

ohne Gewährung der aufschiebenden Wirkung einen nicht wieder gutzuma-
chenden bzw. zumindest einen nur schwer wieder gutzumachenden Nachteil 
zu erleiden droht (vgl. u.a. die Verfügungen des Bundesstrafgerichts 
BP.2017.42 vom 23. August 2017; BP.2016.29 vom 4. Mai 2016; BP.2014.56 
vom 15. Oktober 2014 m.w.H.); 

 
- mit der angefochtenen Verfügung die Zuständigkeit zur Führung der gegen 

die Gesuchstellerin gerichteten Untersuchung bei der Staatsanwaltschaft 
Limmattal / Albis verbleibt, weshalb nicht erkennbar wird, wie der gewünsch-
te Suspensiveffekt überhaupt eine Auswirkung im Sinne der Beschwerdebe-
gehren entfalten soll; 

- 3 - 

 

 

 
- die Gesuchstellerin zur Begründung ihres Gesuchs einzig geltend macht, bei 

der für den 7. Januar 2020 vorgesehenen Einvernahme handle es sich nicht 
um eine unaufschiebbare Massnahme im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StPO 
(act. 1, Rz. 52 ff.); 
 

- der Gesuchstellerin durch die Weiterführung der gegen sie gerichteten Un-
tersuchung durch die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis während dem lau-
fenden Beschwerdeverfahren keinerlei Nachteile erwachsen, zumal entspre-
chende Untersuchungshandlungen auch dann gültig bleiben, wenn die Be-
schwerdekammer nachfolgend einen anderen Kanton als zuständig erklären 
sollte (SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 40 StPO 
N. 6a); 
 

- für die sinngemäss beantragte Sistierung der Strafuntersuchung von Geset-
zes wegen die Staatsanwaltschaft zuständig ist (Art. 314 Abs. 1 StPO); 
 

- das Gesuch demnach abzuweisen sind, soweit auf dieses überhaupt einzu-
treten ist; 
 

- die Kosten dieser Verfügung bei der Hauptsache verbleiben; 
 

- 4 - 

 

 

und verfügt: 
 
1. Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird abgewiesen, so-

weit darauf eingetreten wird.  
 
2. Die Kosten der vorliegenden Verfügung verbleiben bei der Hauptsache.  

 
 

Bellinzona, 2. Januar 2020 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt André Kuhn 
- Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 
- Kantonales Untersuchungsamt 
- Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diese Verfügung ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.