# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 294b92bd-9de1-5c5f-8ee8-6a302b912e92
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.05.2024 III 2024 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-38_2024-05-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 38

Entscheid vom 29. Mai 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, 

gegen

1. Amt für Gesundheit und Soziales, Kollegiumstrasse 28, Post-
fach 2161, 6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

3. C.________
vertreten durch Rechtsanwalt D.________

4. E.________,
5. G.________,
6. F.________,
7. H.________,

Beigeladene,

Gegenstand Gesundheitsrecht (Entbindung von der beruflichen Schweigepflicht)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1999) wurde vom 21. Februar 2022 bis am 6. April 2022 
im I.________ Klinikum stationär behandelt. Während dieses Aufenthaltes kam 
im Rahmen seiner Behandlung auch sein Konsum von Kinderpornographie zur 
Sprache. Im Anschluss an den Klinikaufenthalt war A.________ betreffend des 
zu erstellenden Austrittsberichts in Kontakt mit G.________ (Psychologin und 
Psychotherapeutin, I.________ Klinikum). Nach einem Telefongespräch schrieb 
er ihr am 26. April 2022 (Bf-act. 7):

Ich bitte sie inständig nichts zu erwähnen, da ich sonst evtl. nicht mehr als Trainer 
tätig sein könnte. Es war nie etwas passiert und der Konsum war 1-2 Mal in der 
Klinik. Das Trainer sein bedeutet mir sehr viel!

PS: Ich bitte Sie die Berufsverschwiegenheitspflicht gegenüber Dritten zu wahren. 
Sie sind in Ihrer Funktion als "Geheimnishüterin" tätig.

B. Mit einem Gesuch vom 12. Mai 2022 gelangte das I.________ Klinikum, 
unterzeichnet durch J.________ (Spitaldirektor) und Dr.rer.nat. E.________ (Stv. 
des Ärztlichen Direktors, Leitender Psychologe), an das Amt für Gesundheit und 
Soziales (AGS) und bat um die Entbindung von der Schweigepflicht gegenüber 
den eigenen Anwälten (Kanzlei D.________ AG, Rechtsanwalt K.________) so-
wie um die Entbindung von der Schweigepflicht gegenüber den Strafverfol-
gungsbehörden (Kantonspolizei Schwyz, Polizeiposten Brunnen; Staatsanwalt-
schaft des Kantons Schwyz). Es bestünden bei A.________ Risikofaktoren, die 
in der Summe die Gefahr, dass es zu weiterem Konsum von kinderpornographi-
schem Material und damit zu weiteren Opfern komme, erhöhe. Zudem gehe man 
in der Gesamtschau von einer potentiellen Fremdgefährdung aus (Vi-act. II-
01/01). 

Mit Verfügung Nr. 140/2022 vom 7. Juni 2022 entband das AGS Dr.rer.nat. 
E.________ von der beruflichen Schweigepflicht betreffend A.________ zur Be-
kanntgabe der Personalien, des Patientenverhältnisses sowie zur detaillierteren 
Offenbarung der im Gesuch vom 12. Mai 2022 geschilderten Patientengeschich-
te, wobei die Entbindung gegenüber den Strafverfolgungsbehörden des Kantons 
Schwyz sowie der Rechtsanwaltskanzlei D.________ AG, RA K.________, gelte. 
Unter Verweis auf § 21 Abs. 3 lit. e Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 
234.110) vom 6. Juni 1974 verzichtete das AGS vor Verfügungserlass auf die 
vorgängige Anhörung von A.________, da diese die angestrebte Strafuntersu-
chung vereiteln könnte. Die Zustellung erfolgte an das I.________ Klinikum (Vi-
act. II-01/03). 

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C. Am 20. Juli 2022 ersuchte das I.________ Klinikum, unterzeichnet durch 
H.________ (Stv. Leitende Psychologin), F.________ (Oberpsychologin) und 
G.________ (Assistenzpsychologin), um Anpassung der Verfügung Nr. 140/2022 
vom 7. Juni 2022 insofern, als neben Dr.rer.nat. E.________ auch die drei Unter-
zeichneten von der beruflichen Schweigepflicht zu entbinden seien und die Ent-
bindung von der Schweigepflicht zusätzlich auch gegenüber weiteren ggf. zu-
ständigen Strafverfolgungsbehörden sowie weiteren Juristen der D.________ 
AG, nämlich L.________, RA M.________, RA N.________ und RA 
O.________, sowie deren Hilfspersonen gelte. Verfahrensmässig sei von einer 
Anhörung von A.________ abzusehen (Vi-act. II-01/02). 

Mit Verfügung Nr. 259/2022 vom 30. August 2022 hob das AGS die Verfügung 
Nr. 140/2022 vom 7. Juni 2022 wiedererwägungsweise auf und verfügte neu:

1. Dr.rer.nat. E.________ wird im Sinne der Erwägungen von der beruflichen 
Schweigepflicht betreffend A.________ entbunden zur Bekanntgabe der Perso-
nalien, des Patientenverhältnisses sowie zur detaillierteren Offenbarung der im 
Gesuch vom 12. Mai 2022 geschilderten Patientengeschichte.

2. Die Entbindung von der beruflichen Schweigepflicht nach Ziff. 1 gilt gegenüber 
den Strafverfolgungsbehörden der Kantone Luzern und Schwyz sowie der 
Rechtsanwaltskanzlei D.________ AG, L.________, M.________ sowie 
N.________ und deren Hilfspersonen.

3. G.________, M.Sc., Assistenzpsychologin; F.________, M.Sc., Oberpsycholo-
gin und eidgenössisch anerkannte Psychotherapeutin und H.________, M.Sc., 
stellvertretende leitende Psychologin und eidgenössisch anerkannte Psychothe-
rapeutin, werden von der beruflichen Schweigepflicht betreffend A.________ 
entbunden zur Bekanntgabe der Personalien, des Patientenverhältnisses sowie 
zur detaillierteren Offenbarung der im Gesuch vom 12. Mai 2022 geschilderten 
Patientengeschichte.

4. Die Entbindung von der beruflichen Schweigepflicht nach Ziff. 3 gilt gegenüber 
den Strafverfolgungsbehörden der Kantone Luzern und Schwyz sowie der 
Rechtsanwaltskanzlei D.________ AG, L.________, M.________ sowie 
N.________ und deren Hilfspersonen.

5. [Kosten]

6. [Rechtsmittelbelehrung]. Die von den Geheimnisempfängern verlangten Ge-
sundheitsdaten dürfen erst bekannt gegeben werden, wenn die Rechts-
mittelfrist unbenutzt abgelaufen ist, sprich diese Verfügung in Rechtskraft 
erwachsen ist.

Auf eine vor Verfügungserlass durchgeführte Anhörung von A.________ wurde 
unter Verweis auf § 21 Abs. 3 lit. e VRP und die Möglichkeit der Vereitelung der 
angestrebten Strafuntersuchung erneut verzichtet. Die Zustellung erfolgte an das 
I.________ Klinikum je z.Hd. der von der beruflichen Schweigepflicht entbunde-
nen Personen (Vi-act. II-01/04).

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Am 6. Oktober 2022 bestätigte die Staatskanzlei gegenüber RA N.________, 
dass gegen die beiden vorerwähnten Verfügungen keine Beschwerden beim Re-
gierungsrat eingegangen sind (Vi-act. II-01/07).

D. Am 7. Oktober 2022 reichte das I.________ Klinikum bei der Staatsanwalt-
schaft des Kantons Schwyz gegen A.________ sowie gegen unbekannt Strafan-
zeige betreffend harte Pornografie, Art. 197 Abs. 4 und 5 Schweizerisches Straf-
gesetzbuch (StGB; SR 311.0) vom 21. Dezember 1937, ein (Bf-act. 8). Anlässlich 
des Eintrittsgesprächs habe A.________ gegenüber der fallführenden Psycho-
therapeutin G.________ mitgeteilt, eine Neigung zu Kinderpornographie zu ha-
ben und in der Vergangenheit entsprechendes Material konsumiert und an Dritte 
weitergeleitet zu haben. Zudem habe er ihr im Austrittsgesprächs offenbart, 
während des Klinikaufenthalts einschlägiges Material konsumiert zu haben. 

E. Anlässlich der Akteneinsicht im Rahmen der Strafuntersuchung erhielt die 
Rechtsvertreterin von A.________ am 6. Februar 2023 Kenntnis von der vom 
AGS verfügten Entbindung von der Schweigepflicht vom 7. Juni 2022 resp. 30. 
August 2022. Am 15. Februar 2023 reichte A.________ gegen die beiden Verfü-
gungen Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat ein (Vi-act. I-01) mit den 
Anträgen:

I. In der Sache

1. Es sei festzustellen, dass die Verfügung Nr. 140/2022 vom 7. Juni 2022 und die 
Wiedererwägung vom 30. August 2022, Verfügung Nr. 259/2022, der Be-
schwerdegegnerin nichtig sind.

2. Eventualiter zu Antrag Ziff. 1: Die Verfügung Nr. 140/2022 vom 7. Juni 2022 
und die Wiedererwägung vom 30. August 2022, Verfügung Nr. 259/2022, seien 
aufzuheben und das Gesuch um Entbindung von der beruflichen Schweige-
pflicht für sämtliche im Gesuch aufgeführten Personen (Dr.rer.nat. E.________, 
G.________, F.________ und H.________) sei abzuweisen.

II. Im Verfahren

3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Es seien bei der Beschwerdegegnerin sämtliche Akten zu edieren. Ebenso sei-
en bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, 2. Abteilung, sämtliche Ak-
ten zu edieren. Der unterzeichnenden Rechtsanwältin sei nach Eingang der Ak-
ten bei der Beschwerdeinstanz die vollumfängliche Akteneinsicht zu gewähren 
und Gelegenheit zu geben, die vorliegende Beschwerde zu ergänzen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

6. Eventualiter zu Antrag Ziff. 5: Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende 
Verfahren die vollumfängliche unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und 
ihm sei die unterzeichnende Rechtsanwältin als unentgeltliche Rechtsbeistän-
din beizugeben.

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Mit RRB Nr. 115/2024 vom 20. Februar 2024 (Versand am 27.2.2024) wies der 
Regierungsrat die Beschwerde ab.

F. Am 18. März 2024 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Beschluss Nr. 115/2024 der Vorinstanz (Beschwerdeentscheid VB 
34/2023) sei aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass die Verfügung Nr. 140/2022 vom 7. Juni 2022 und die 
Wiedererwägung vom 30. August 2022, Verfügung Nr. 259/2022, der Be-
schwerdegegnerin nichtig sind.

3. Eventualiter zu Antrag Ziff. 1 [recte Ziff. 2]: Die Verfügung Nr. 140/2022 vom 7. 
Juni 2022 und die Wiedererwägung vom 30. August 2022, Verfügung Nr. 
259/2022, seien aufzuheben und das Gesuch um Entbindung von der berufli-
chen Schweigepflicht für sämtliche im Gesuch aufgeführten Personen 
(Dr.rer.nat. E.________, G.________, F.________ und H.________) sei abzu-
weisen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

5. Eventualiter zu Antrag Ziff. 4: Dem Beschwerdeführer sei für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren die vollumfängliche unentgeltliche Rechtspflege zu ge-
währen und es sei ihm die unterzeichnende Rechtsanwältin als unentgeltliche 
Rechtsbeiständin beizugeben. 

G. Das AGS und das Sicherheitsdepartement verzichten am 26. März 2024 
resp. 22. April 2024 auf die Einreichung einer Vernehmlassung. Mit Eingabe vom 
24. April 2024 verzichtet auch die Beigeladene Ziff. 3, zur Verwaltungsgerichts-
beschwerde inhaltlich Stellung zu nehmen. Dies mit dem Hinweis, der in der Be-
schwerde geschilderte Sachverhalt sei aus ihrer Sicht in verschiedener, relevan-
ter Hinsicht falsch. Sie biete an, dies zu spezifizieren, vorausgesetzt, die von der 
Schweigepflicht entbundenen Personen würden auch gegenüber dem Gericht 
(und den namentlich erwähnten Personen der D.________ AG) von der berufli-
chen Schweigepflicht betreffend den Beschwerdeführer, das Patientenverhältnis 
mit ihm und seine Patientengeschichte entbunden. Die weiteren Beigeladenen 
nehmen innert Frist keine Stellung zur Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Sachverhaltsmässig ist unbestritten, dass auf Ersuchen des I.________ 
Klinikum (ein erstes Gesuch unterzeichnet durch J.________ und Dr.rer.nat. 
E.________, ein zweites Gesuch unterzeichnet durch H.________, F.________ 
und G.________; vgl. Ingress Bst. B und C) das AGS Dr.rer.nat. E.________, 
G.________, F.________ und H.________ von der beruflichen Schweigepflicht 

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betreffend den Beschwerdeführer entbunden hat zur Bekanntgabe der Persona-
lien, des Patientenverhältnisses und der Patientengeschichte gegenüber den 
Strafverfolgungsbehörden der Kantone Luzern und Schwyz sowie der Rechtsan-
waltskanzlei D.________ AG, L.________, M.________ sowie N.________ und 
deren Hilfspersonen. Sachverhaltsmässig unbestritten ist ebenso, dass der Be-
schwerdeführer vor Erlass der Entbindungsverfügungen nicht angehört wurde 
und ihm die Verfügungen durch das AGS auch nicht eröffnet wurden. Erst im 
Rahmen der Strafuntersuchung gegen ihn erhielt er Kenntnis von den Entbin-
dungsverfügungen.

Der Beschwerdeführer rügt zum einen eine massive Verletzung seiner Verfah-
rensrechte, indem er vor Verfügungserlass nicht angehört wurde und ihm die 
Verfügungen nicht eröffnet wurden. Zum andern macht er geltend, die Geheim-
nisträgerinnen seien zu Unrecht vom Berufsgeheimnis entbunden worden. 

2.1.1 Verschiedene Berufsleute wie u.a. Ärzte oder Psychologen sowie deren 
Hilfspersonen, die ein Geheimnis offenbaren, das ihnen infolge ihres Berufes an-
vertraut worden ist oder das sie in dessen Ausübung wahrgenommen haben, 
werden auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft 
(Art. 321 Ziff. 1 StGB). Der Täter ist nicht strafbar, wenn er das Geheimnis auf 
Grund einer Einwilligung des Berechtigten oder einer auf Gesuch des Täters er-
teilten schriftlichen Bewilligung der vorgesetzten Behörde oder Aufsichtsbehörde 
offenbart hat (Art. 321 Ziff. 2 StGB). Vorbehalten bleiben die eidgenössischen 
und kantonalen Bestimmungen über die Melde- und Mitwirkungsrechte, über die 
Zeugnispflicht und über die Auskunftspflicht gegenüber einer Behörde (Art. 321 
Ziff. 3 StGB). 

2.1.2 Auch § 29 Gesundheitsgesetz (GesG; SRSZ 571.110) vom 16. Oktober 
2002 normiert die Verschwiegenheitspflicht für Inhaberinnen und Inhaber einer 
Berufsausübungsbewilligung nach GesG und ihre Hilfspersonen. Allerdings han-
delt es sich hierbei um kantonales Recht und eine kantonalrechtliche Schweige-
pflicht. Diese kann nur für Personen gelten, welche nicht schon bundesrechtlich, 
sondern einzig nach GesG der Schweigepflicht unterstellt sind (vgl. VGE III 2022 
184 vom 22.2.2023 E. 3.5 mit Verweis auf Urteil BGer 2C_1035/2016 vom 
20.7.2017 E. 4.3). Auf sie findet Art. 321 StGB keine Anwendung. Entsprechend 
enthält § 55 Abs. 1 lit. d GesG eine eigene Strafnorm für die Missachtung der 
Schweigepflicht nach § 29 GesG. Und mit § 29 Abs. 2 GesG besteht auch eine 
Grundlage für die Entlassung aus der Verschwiegenheitspflicht, indem der Ge-
heimnisträger durch den Geheimnisherrn oder durch gesetzliche Vorschrift aus 
der Pflicht entlassen wird; zur Wahrung überwiegender schutzwürdiger Interes-

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sen kann das Berufsgeheimnis auch durch das zuständige Amt aufgehoben wer-
den.

2.1.3 Soweit ein Arzt oder Psychologe oder ihre Hilfsperson dem Berufsgeheim-
nis bzw. der Strafbarkeit nach Art. 321 StGB unterliegt, ist die Entbindung vom 
Berufsgeheimnis ausschliesslich bundesrechtlich geregelt. Es ist das Verfahren 
nach Art. 321 Ziff. 2 StGB beachtlich; § 29 GesG bleibt diesfalls unbeachtlich 
(VGE III 2022 184 vom 22.2.2023 E. 3.5; vgl. auch BGE 147 IV 27; Urteil BGer 
1B_96/2013 vom 20.8.2013 E. 5.1).

2.2.1 Die Gesuchsteller (Dr.rer.nat. E.________, H.________, F.________ oder 
G.________) ersuchen um Befreiung vom Berufsgeheimnis, Schweigepflichten-
tbindung. Sie spezifizieren nicht, inwiefern sie dem Berufsgeheimnis unterliegen 
und worauf sich die Entbindung abstützen soll (vgl. Vi-act. II-01 01 und 02). 

Das AGS verweist in seinen Verfügungen vom 7. Juni 2022 und 30. August 2022 
undifferenziert auf die Verschwiegenheitspflicht nach Art. 321 StGB und § 29 
GesG sowie Melderechte nach § 30 Abs. 2 GesG und die Entbindung vom Be-
rufsgeheimnis durch das hierfür zuständige AGS. Es fehlen jegliche Ausführun-
gen, ob Dr.rer.nat. E.________, H.________, F.________ oder G.________ An-
gehörige einer Berufsgruppe nach Art. 321 StGB sind oder ggf. Bewilligungsin-
haber nach GesG, ohne der Strafbarkeit nach Bundesrecht zu unterliegen, und 
worauf sich die Entbindung vom Berufsgeheimnis stützt (vgl. Vi-act. II-01/03 und 
04). 

Auch der angefochtene RRB äussert sich hierzu nicht. Immerhin aber verweist 
der Regierungsrat auf das Berufsgeheimnis nach Art. 40 lit. f des Bundesgeset-
zes über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG; SR 
811.11) vom 23. Juni 2006, Art. 321 StGB und insbesondere die Befreiung eines 
Geheimnisträgers von der Geheimnispflicht mit Bewilligung der zuständigen 
Behörde, Art. 321 Ziff. 2 StGB. 

2.2.2 Ein Gesuch um Entbindung vom Berufsgeheimnis eingereicht haben 
Dr.rer.nat. E.________, H.________, F.________ und G.________. Von diesen 
übt soweit ersichtlich niemand einen universitären Medizinalberuf nach Art. 2 
MedBG aus. Keine dieser Personen ist im Medizinalberuferegister aufgeführt 
(www.medregom.admin.ch/medreg; eingesehen am 17.5.2024). Damit aber un-
terliegen sie nicht dem Berufsgeheimnis nach Art. 40 lit. f MedBG und sie sind 
auch nicht als Ärzte strafbar nach Art. 321 StGB. Ob sie als Hilfspersonen von 
Ärzten für Geheimnisverletzungen strafbar sind, ergibt sich aus den Akten nicht.

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Hingegen sind alle vier Personen im Psychologieberuferegister aufgeführt und 
verfügen sowohl über einen anerkannten inländischen oder ausländischen Hoch-
schulabschluss in Psychologie wie auch über eine Bewilligung als eidg. aner-
kannte Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeut (vgl. www.medregom.ad-
min.ch/psyreg; eingesehen am 17.5.2024). Auch Psychotherapeuten haben das 
Berufsgeheimnis nach Massgabe der einschlägigen Vorschriften zu wahren (Art. 
27 lit. e Bundesgesetz über die Psychologieberufe [Psychologieberufegesetz, 
PsyG; SR 935.81] vom 18.3.2011). Art. 321 StGB stellt auch die Verletzung des 
Berufsgeheimnisses durch Psychologen unter Strafe, wobei zu diesen die Träger 
eines nach dem Psychologieberufegesetz anerkannten Ausbildungsabschlusses 
in Psychologie zählen (BSK StGB-Oberholzer, Art. 321 N 9). 

2.3 Damit steht fest, dass sich die Entbindung vom Berufsgeheimnis der vier 
Gesuchsteller nach Art. 321 Ziff. 2 StGB richtet.

Gemäss Art. 321 Ziff. 2 StGB ist eine Befreiung eines Geheimnisträgers von der 
Geheimnispflicht mit Bewilligung der zuständigen Behörde zulässig. Diese Be-
stimmung nennt selber keine Kriterien, nach denen die Bewilligung erteilt oder 
verweigert werden soll; dies steht im pflichtgemässen Ermessen der Behörde 
(vgl. Urteil BGer 2C_37/2018 vom 15.8.2018 E. 6.4.2; Trechsel/Vest, in: Schwei-
zerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 4. Aufl. 2021, Art. 321 N 34). Da-
bei soll eine Befreiung grundsätzlich nur soweit gehen, als es im konkreten Fall, 
unter Berücksichtigung der Geheimsphäre des Geheimnisherrn, notwendig ist 
(Urteil BGer 2C_37/2018 vom 15.8.2018 E. 6.4.2 mit weiteren Hinweisen). Mate-
riell wegleitend ist die Rechtsgüter- und Interessenabwägung, wobei nur ein 
deutlich überwiegendes öffentliches oder privates Interesse eine Befreiung recht-
fertigt (vgl. BGE 142 II 307 E. 4.3.3; Urteile BGer 2C_270/2018 vom 15.3.2019 E. 
2.1.2 mit weiteren Hinweisen; 2C_215/2015 vom 16.6.2016 E. 5.1; Trech-
sel/Vest, a.a.O., Art. 321 N 34). Im Rahmen der Interessenabwägung ist insbe-
sondere zu berücksichtigen, dass das Berufsgeheimnis an sich ein gewichtiges 
Rechtsgut ist (Urteil BGer 2C_215/2015 vom 16.6.2016 E. 5.1). Das Bundesge-
richt stufte unter anderem die Absicherung vor möglichen Regressforderungen 
seitens eines operierenden Chefarztes im Staatshaftungsprozess gegen einen 
Spitalverband als ein überwiegendes Interesse ein (vgl. BGer 2C_361/2012 vom 
19.9.2012 E. 2.4). Weiter hat es - unter Beizug der Rechtsprechung zum An-
waltsgeheimnis - festgehalten, dass eine Entbindung des Arztes bewilligt werden 
könnte, wenn es darum geht, seine eigenen Forderungen gegenüber Patienten 
durchzusetzen oder umgekehrt Schadenersatzforderungen von Patienten abzu-
wehren. Das Interesse an der Ermittlung der materiellen Wahrheit ist jedoch per 
se kein überwiegendes Interesse (Urteile BGer 2C_37/2018 vom 15.8.2018 E. 

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6.4.2; 2C_215/2015 vom 16.6.2016 E. 5.2). Abgelehnt hat das Bundesgericht die 
Entbindung vom Arztgeheimnis im Falle von zwei Erben, die Einsicht in die Kran-
kengeschichte ihrer verstorbenen Eltern nehmen wollten, ohne dass ein unmit-
telbarer Zusammenhang zu einem hängigen zivilrechtlichen Verfahren bestanden 
hätte (vgl. Urteil BGer 2C_1035/2016 vom 20.7.2017). Im Sinne eines öffentli-
chen Interesses kann in die Prüfung auch einbezogen werden, dass verschiede-
ne kantonale Gesetze Meldepflichten oder Melderechte vorsehen, wenn Ge-
heimnisträger Wahrnehmungen machen, die etwa auf ein Verbrechen oder Ver-
gehen gegen Leib und Leben, die sexuelle Integrität von Personen oder gegen 
die öffentliche Gesundheit schliessen lassen (vgl. etwa § 30 GesG-SZ; § 15 Abs. 
4 GesG-ZH; § 27 GesG-LU; § 17 GesG-ZG; Art. 36 GesG-UR; Art. 28 GesG-BE).

3.1 Der Beschwerdeführer macht Nichtigkeit der Entbindungsverfügungen gel-
tend. Als Nichtigkeitsgrund anerkannt seien insbesondere schwere Verfahrens- 
oder Eröffnungsfehler. Ein besonders schwerwiegender Mangel liege vor, wenn 
der Betroffene von einer Entscheidung mangels Eröffnung gar nichts wisse, 
wenn er gar keine Gelegenheit erhalten habe, an einem gegen ihn laufenden 
Verfahren teilzunehmen. Dies sei vorliegend der Fall. Der Beschwerdeführer als 
Geheimnisherr und damit einzige direkt in seinen Rechten betroffene Person sei 
zu keinem Zeitpunkt in das Verfahren einbezogen worden. Weder habe er sich 
zum Entbindungsgesuch äussern können, noch seien ihm die Verfügungen 
eröffnet worden. Die von der Vorinstanz vorgetragene Begründung der Vereite-
lungsgefahr vermöge nicht zu überzeugen. Es käme dies einer Zwangsmass-
nahme gleich, wobei sich eine solche in Beachtung von Art. 197 der Schweizeri-
schen Strafprozessordnung (Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) vom 5. Ok-
tober 2007 nicht rechtfertigen liesse. Es fehle namentlich an der erforderlichen 
Verhältnismässigkeit. Die Verfügungen seien entsprechend nichtig.

3.2.1 Verwaltungsakte sind in der Regel nicht nichtig, sondern nur anfechtbar, 
und sie werden durch Nichtanfechtung rechtsgültig. Nichtigkeit, d.h. absolute 
Unwirksamkeit, einer Verfügung wird nach der sog. Evidenztheorie nur aus-
nahmsweise angenommen, wenn sie mit einem tiefgreifenden und wesentlichen 
Mangel behaftet ist, wenn dieser schwerwiegende Mangel offensichtlich oder 
zumindest leicht erkennbar ist und wenn zudem die Rechtssicherheit durch die 
Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. Fehlt einer Verfügung in 
diesem Sinne jegliche Rechtsverbindlichkeit, so ist das durch jede Behörde, die 
mit der Sache befasst ist, jederzeit und von Amtes wegen zu beachten. Verfah-
rensmängel, wie nachträglich heilbare Gehörsverletzungen, führen in der Regel 
nur zur Anfechtbarkeit des fehlerhaften Entscheids (Urteil BGer 8C_195/2022 
vom 9.8.2022 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).

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3.2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits 
stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der betroffenen Person 
beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen 
eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass 
eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubrin-
gen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu 
werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder 
sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den 
Entscheid zu beeinflussen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mit-
wirkungsrecht somit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie 
in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 
143 V 71 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Das Recht, vor Verfügungserlass ein-
bezogen und angehört zu werden, ist hierfür eine Grundvoraussetzung. 

3.2.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist auch durch das VRP gewährleistet, 
wobei § 21 VRP ausdrücklich die Anhörung regelt. So hat die Behörde den Par-
teien das Recht einzuräumen, sich zu den für die Verfügung oder den Entscheid 
massgebenden Tatsachen zu äussern und an den Beweisabnahmen teilzuneh-
men (Abs. 1) und die Parteiäusserungen sind zu würdigen (Abs. 2). Zugleich de-
finiert das VRP einen Katalog von Ausnahmen von der Anhörungspflicht. Dem-
gemäss hat keine Anhörung zu erfolgen bei Verfügungen, die ihrer Natur nach 
oder aus Gründen der Dringlichkeit den Ausschluss der Anhörung rechtfertigen 
(Abs. 3 lit. e). 

3.2.4 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur, womit seine Verlet-
zung grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sa-
che selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt (vgl. BGE 141 V 
557 E. 3; BGE 137 I 195 E. 2.2), soweit der Mangel nicht gar als derart schwer 
zu beurteilen ist, dass Nichtigkeit vorliegt. Eine nicht besonders schwerwiegende 
Verletzung des rechtlichen Gehörs kann aber ausnahmsweise als geheilt gelten, 
wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittel-
instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei 
überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus - im Sinne einer 
Heilung des Mangels - selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vor-
instanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der 
Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderli-

11

chen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 142 II 218 E. 
2.8.1; BGE 137 I 195 E. 2.3.2; Urteil BGer 2C_1259/2012 vom 22.4.2013 E. 2.2).

3.3 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer Geheimnisherr der Informa-
tionen ist, über welche die Gesuchsteller von der Schweigepflicht entbunden 
werden sollen. Als Geheimnisherr ist er vom Entbindungsverfahren zweifellos 
unmittelbar und relevant betroffen, weshalb er grundsätzlich auch Anspruch hat, 
noch vor Erlass der Verfügung, d.h. vor Entbindung der Gesuchsteller von der 
Schweigepflicht, angehört zu werden. Diese Anhörung ist zweifelsohne nicht er-
folgt. Ebenso wenig wurden ihm die zwei Verfügungen eröffnet, so dass er - bis 
zu deren Kenntnisnahme im Rahmen der Strafuntersuchung - auch keine Kennt-
nis hatte, was ihm ein Rechtsmittel verwehrte.

Dennoch liegt keine Nichtigkeit der Entbindungsverfügungen vor. Die Nicht-
Anhörung des Beschwerdeführers und Nicht-Eröffnung der Verfügungen stellen 
kein unentschuldbares Versäumnis des AGS dar. Vielmehr war ihm das Verfah-
rensrecht der Anhörungspflicht und Zustellung bekannt und es setzte sich auch 
damit auseinander. Das AGS qualifizierte die Entbindungsverfügung aber als von 
einer Natur, welche den Ausschluss der Anhörung zu rechtfertigen vermag (§ 21 
Abs. 3 lit. e VRP). So hält es dafür, eine vorgängige Anhörung könnte die ange-
strebte Strafuntersuchung vereiteln (vgl. Vi-act. II-01/04). Indem das AGS das 
rechtliche Gehör des Beschwerdeführers ausdrücklich nicht wahrte, sich hierfür 
aber explizit auf eine gesetzliche Grundlage abstützte, liegt keine Nichtigkeit der 
Verfügung vor, sondern lediglich Anfechtbarkeit, indem es zu prüfen gilt, ob die 
Natur der Entbindungsverfügung in vorliegendem Fall den Ausschluss der An-
hörung zu rechtfertigen vermag, wie es das AGS angenommen hatte.

3.4 Im Rahmen der stationären Behandlung des Beschwerdeführers im 
I.________ Klinikum offenbarte er seiner fallführenden Psychotherapeutin, eine 
Neigung zu Kinderpornographie und schon entsprechende Angebote konsumiert 
zu haben. In der Korrespondenz betreffend Redaktion des Austrittsberichts er-
suchte er sie, dies im Austrittsbericht nicht zu erwähnen. Zudem gestand er ei-
nen ein- bis zweimaligen Konsum während des Klinikaufenthaltes ausdrücklich 
ein (vgl. Ingress Bst. A). Ein solcher Konsum erfolgt regelmässig über elektroni-
sche Geräte wie Smartphones, Laptops, Notebooks, Tablets o.ä.. Der Besuch 
einschlägiger Angebote kann auf diesen Geräten auch nach dem Konsum noch 
nachgewiesen werden, solange entsprechende Inhalte und/oder Verweise nicht 
unwiederbringlich gelöscht und Spuren verwischt sind. 

Die Annahme des AGS, eine Anhörung des Beschwerdeführers im Rahmen des 
Entbindungsverfahrens würde ihm die Absicht eines Strafantrages resp. einer 

12

Strafuntersuchung unweigerlich zur Kenntnis bringen, worauf die Gefahr besteht, 
dass er noch vor Eröffnung eines Strafverfahrens Beweismittel vernichtet, er-
scheint naheliegend. Wohl liegt es nicht in der unmittelbaren Natur der Entbin-
dungsverfügung als solcher, dass der Ausschluss der Anhörung gerechtfertigt ist, 
d.h. es kann nicht in jedem Entbindungsverfahren auf die Anhörung des Ge-
heimnisherrn verzichtet werden. Wenn aber die Entbindung anbegehrt wird 
zwecks Einleitung einer Strafuntersuchung genau wegen derjenigen Information, 
welche dem Geheimnis unterliegt, von dem entbunden werden soll, und diese 
Strafuntersuchung vereitelt wird, wenn im Entbindungsverfahren eine Anhörung 
erfolgt, so kann im Einzelfall gestützt auf § 21 Abs. 3 lit. e VRP auf die Anhörung 
verzichtet werden.

3.5 Nachdem vorliegend der Ausschluss der Anhörung gestützt auf § 21 Abs. 3 
lit. e VRP im Rahmen eines Verfahrens um Entbindung von der Schweigepflicht 
strittig ist, ist der Verweis des Beschwerdeführers auf die Zwangsmassnahmen 
nach StPO nicht einschlägig. Aber selbst wenn Art. 197 StPO sinngemäss her-
angezogen würde, wäre der Verzicht auf die Anhörung vorliegend nicht zu bean-
standen. Mit § 21 Abs. 3 lit. e VRP besteht eine ausdrückliche gesetzliche Grund-
lage für den Ausschluss der Anhörung (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. a StPO). Mit der 
Offenbarung des Beschwerdeführers gegenüber der fallführenden Psychothera-
peutin und namentlich mit seiner schriftlich vorliegenden Aussage, während des 
Klinikaufenthaltes sei es zu einem ein- bis zweimaligen Konsum gekommen, liegt 
auch ein hinreichender Tatverdacht vor (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO). Das Ziel 
der Schweigepflichtentbindung war die Ermöglichung der Strafanzeige durch die 
Geheimnisträger. Zum einen war eine Strafanzeige auf diese Entbindung ange-
wiesen und zum andern hätte - wie zuvor aufgezeigt - bei Durchführung einer 
Anhörung des Beschwerdeführers im Rahmen des Entbindungsverfahrens die 
Gefahr der Vereitelung der Strafuntersuchung bestanden, weshalb der Aus-
schluss der Anhörung nicht durch eine mildere Massnahme hätte ersetzt werden 
können; insbesondere machte der Beschwerdeführer selber klar, dass er die Ge-
heimnisträger nicht entbindet (vgl. Art. 197 Abs. 1 lit. c StPO). Und schliesslich 
rechtfertigt auch die Bedeutung der vermeintlichen Straftat (Konsum von Kinder-
pornographie) den Ausschluss der Anhörung im Entbindungsverfahren (Art. 197 
Abs. 1 lit. d StPO), zumal dem Beschwerdeführer dadurch im Rahmen der Stra-
funtersuchung selbst keine Rechte entzogen werden. 

3.6 Bleibt zu ergänzen, dass das Ausgeführte auch für die Nichteröffnung der 
Entbindungsverfügungen durch das AGS gegenüber dem Beschwerdeführer zu-
trifft. Der Ausschluss der vorgängigen Anhörung lässt sich mit der Gefahr der 
Vereitelung der Strafuntersuchung rechtfertigen. Strafantrag stellen konnten die 

13

Geheimnisträger erst, nachdem die Entbindungsverfügung rechtskräftig wurde. 
Wäre die Entbindungsverfügung auch dem Beschwerdeführer (Geheimnisherr) 
zugestellt worden, durfte das AGS davon ausgehen, dass er zum einen die Ver-
fügungen angefochten hätte und zum andern wie bei vorgängiger Anhörung 
Massnahmen getroffen hätte, welche die Strafuntersuchung vereitelt hätten. Im 
Übrigen stellte der Regierungsrat zu Recht fest, dass für den Beschwerdeführer 
erst die Kenntnisnahme der Entbindungsverfügungen mit Einsicht in die Untersu-
chungsakten die Rechtsmittelfrist auszulösen vermochte, was gleichzeitig bedeu-
tet, dass der Beschwerdeweg gegen die Entbindungsverfügungen gewahrt bleibt. 

3.7 Zusammenfassend steht damit fest, dass die Entbindungsverfügungen vom 
7. Juni 2022 und 30. August 2022 infolge Ausschluss der Anhörung und Nich-
teröffnung weder nichtig, noch wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs aufzu-
heben sind. Beides lässt sich gestützt auf § 21 Abs. 3 lit. e VRP rechtfertigen.

4.1 Der Beschwerdeführer rügt auch die verfügte Entbindung von der Schwei-
gepflicht selbst als rechtsfehlerhaft. 

Er habe sich freiwillig in die ärztliche Obhut des I.________ Klinikum begeben. Er 
habe sich im Sinne eines Hilferufes an die fallführende Psychotherapeutin ge-
wandt und ihr von seiner Neigung bzw. von seinem Interesse an Fotos von 
Teenagermädchen berichtet im Vertrauen darauf, dass diese Informationen der 
Geheimhaltungspflicht entsprechend behandelt würden. Er habe sich Hilfe und 
erfolgreiche Therapie erhofft, um den - wie er selbst erkannt habe - für ihn schäd-
lichen Konsum von Kinderpornographie zu unterbinden. Den Hilferuf habe die 
fallführende Psychotherapeutin zwar offensichtlich gehört, jedoch habe der Be-
schwerdeführer keine Unterstützung erhalten; vielmehr sei eine Strafanzeige er-
folgt. 

Das Patienten-Arztverhältnis sei ein Vertrauensverhältnis, das einen hohen Stel-
lenwert geniesse. Grundsätzlich dürfe ein Patient davon ausgehen, dass die ei-
nem Arzt anvertrauten Informationen vertraulich behandelt würden. Er müsse 
nicht damit rechnen, dass diese den Strafverfolgungsbehörden weitergegeben 
würden. Eine Entbindung vom Berufsgeheimnis rechtfertige sich nicht bereits 
deshalb, weil ein Patient eine Straftat erwähne oder über eine mögliche Bege-
hung nachdenke, sondern erst dann, wenn es sich um schwere Straftaten hand-
le, deren Aufklärung von grossem öffentlichem Interesse sei. 

Die Vorinstanzen beschränkten sich gemäss Beschwerdeführer auf die Feststel-
lung, bei der offenbarten Tatsache handle es sich um den strafbaren Konsum 
von verbotener Kinderpornographie. Dies reiche für die Entbindung von der 
Schweigepflicht nicht aus. Die geforderte Interessenabwägung sei hingegen nicht 

14

vorgenommen worden. Die äusserst dünne und einseitige Begründung des AGS 
genüge in keiner Art und Weise den massgeblichen verfassungsrechtlichen, ge-
setzlichen und konventionsrechtlichen Anforderungen an eine genügende Inter-
essenabwägung und der Regierungsrat attestiere dem AGS zu Unrecht die 
Durchführung einer umfassenden Interessenabwägung. 

4.2 Es ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass die Entbindung der Ge-
suchsteller von der Schweigepflicht einer Rechtsgüter- und Interessenabwägung 
bedarf und nur ein deutlich überwiegendes öffentliches oder privates Interesse 
die Befreiung vom Berufsgeheimnis zu rechtfertigen vermag (vgl. oben E. 2.3 
sowie die allgemeinen Ausführungen in der Beschwerde Rz. 18 bis 21). Entge-
gen der Darstellung des Beschwerdeführers ist eine solche aber weder unter-
blieben noch wurde die Entbindung zu Unrecht erteilt.

4.3.1 Im Entbindungsgesuch vom 12. Mai 2022 (Vi-act. II-01/01) informieren die 
Gesuchsteller, während der Hospitalisation des Beschwerdeführers erfahren zu 
haben, dass er in der Vergangenheit Kinderpornographie konsumiert und Bildma-
terial auch weitergegeben habe. Bildkonsum habe auch während des Aufenthal-
tes stattgefunden. Er habe aber auch versichert, im Rahmen seiner Trainerfunk-
tion übergriffiges Verhalten seinerseits nicht zu tolerieren. Er sei seitens der Kli-
nik informiert worden, dass eine klinikinterne Abklärung stattfinde und inwiefern 
man vom Melderecht Gebrauch mache. Es sei ihm empfohlen worden, sich bei 
der Forio AG oder 'Kein Täter werden Schweiz' zu melden, um zum Selbstschutz 
und Schutz von besonders schützenswerten Personengruppen sowie zur Thera-
pie und Prävention fachspezifische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er sei motiviert 
worden, die empfohlenen Fachstellen zu kontaktieren, da auch ohne straffälliges 
Verhalten die pädophile Neigung weiterhin Teil seines Lebens sein werde und 
ihn eine entsprechende fachspezifische Behandlung begleiten und davor schüt-
zen könne, Täter zu werden. 

Sodann äusserten die Gesuchsteller ihre Überzeugung, beim Beschwerdeführer 
bestehe ein Bewusstsein dafür, dass der Konsum von Kinderpornographie einen 
illegalen Tatbestand darstelle. Fachliche Unterstützung könne das Rückfallrisiko 
senken und die Gesamtentwicklung günstig beeinflussen. Seitens Beschwerde-
führer bestehe aktuell aber keine Einsicht, dass eine fachliche Unterstützung in-
diziert sei. Die beim Beschwerdeführer bestehenden (und im Gesuch ausgeführ-
ten) Risikofaktoren erhöhten nach Ansicht der Gesuchsteller die Gefahr, dass es 
zu weiterem Konsum von kinderpornographischem Material und damit zu weite-
ren Opfern komme. In der Forschungslandschaft seien keine direkten kausalen 
Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Kinderpornographie und dem se-
xuellen Kindesmissbrauch zu finden, dennoch stelle der Konsum von Kinderpor-

15

nographie in sich bereits ein Risikofaktor für mögliche weitere Missbrauchsfor-
men dar. Bisher seien gemäss Aussagen des Beschwerdeführers tätliche Über-
griffe ausgeblieben. In der Gesamtschau gingen die Gesuchsteller von einer po-
tentiellen Fremdgefährdung diesbezüglich aus. 

Schliesslich führten die Gesuchsteller aus, den Beschwerdeführer nicht um Ent-
bindung ersucht zu haben, da er bereits deutlich gemacht habe, die Entbindung 
nicht zu erteilen. Er habe die fallführende Psychotherapeutin mehrfach gebeten, 
seinen Konsum von kinderpornographischem Material nicht weiter zu melden, da 
er Konsequenzen für seine Tätigkeit als Trainer fürchte. 

4.3.2 In der Entbindungsverfügung vom 7. Juni 2022 verwies das AGS auf die 
Strafbarkeit der Konsumation von Kinderpornographie. Es hielt fest, geschütztes 
Rechtsgut sei die sexuelle Integrität und Selbstbestimmung sowie der vorbeu-
gende Jugendschutz. Zentral sei die ungestörte sexuelle Entwicklung von Kin-
dern und Jugendlichen. Es bestehe ein schutzwürdiges Interesse zur Erstattung 
einer Strafanzeige, da es nicht nur um die blosse Wahrheitsfindung gehe, son-
dern letztlich um den Schutz möglicher weiterer Opfer. Angesichts der beim Be-
schwerdeführer diversen nach ICD diagnostizierten Krankheiten bzw. Gesund-
heitsprobleme (diese wurden im Entbindungsgesuch aufgelistet), sei zum derzei-
tigen Zeitpunkt von einer erhöhten Gefährdung auszugehen. Hierin liege ein 
überwiegendes schutzwürdiges Interesse (Vi-act. II-01/03 E. 2.4). Die nämliche 
Ausführung enthält auch die Verfügung vom 30. August 2022 (Vi-act. II-01/04 E. 
2.6). 

4.3.3 Der Regierungsrat bestätigte die Richtigkeit der vom AGS vorgenommenen 
Interessenabwägung. Es habe im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung aufgrund 
der beim Beschwerdeführer diversen nach ICD diagnostizierten Krankheiten bzw. 
Gesundheitsprobleme eine tatsächlich erhöhte Gefahr bestanden, dass es zu 
weiterem Konsum von kinderpornographischem Material und damit zu weiteren 
Opfern kommen könnte. Dazu komme, dass der Konsum von Kinderpornogra-
phie in sich bereits ein Risikofaktor für mögliche weitere Missbrauchsformen dar-
stelle. Im Weiteren habe der Beschwerdeführer die Empfehlung, sich an die Forio 
AG, oder 'Kein Täter werden Schweiz' zu wenden sowie zur Therapie und Prä-
vention fachspezifische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ausgeschlagen. Zudem 
habe der Beschwerdeführer nicht nur zugegebenermassen Kinderpornographie 
konsumiert, sondern gemäss den Gesuchstellenden mutmasslich auch weiterge-
geben bzw. verbreitet. Es handle sich dabei nicht um eine Straftat im Bagatellbe-
reich, sondern um ein Verbrechen bzw. um eine schwere Straftat. Eine Durch-
brechung des Arztgeheimnisses rechtfertigte sich daher auch unter diesem Ge-
sichtspunkt. Schliesslich stellte der Regierungsrat fest, es bestünden keinerlei 

16

Hinweise, dass der Beschwerdeführer seine Zustimmung zur Entbindung von der 
ärztlichen Schweigepflicht gegeben hätte bzw. dass sich der Beschwerdeführer 
in Behandlung begeben würde.

4.4 Was der Beschwerdeführer hiergegen vorträgt, verfängt nicht. 

Soweit er geltend macht, es bestünden keinerlei Verdachtsmomente, dass es je 
zu sexuellen Handlungen mit Kindern gekommen sei, ist dies unbehilflich. Sol-
ches wird ihm denn auch gar nicht vorgeworfen. Es ändert dies aber auch nichts 
daran, dass der Beschwerdeführer informierte und schriftlich bestätigte, Kinder-
pornographie konsumiert zu haben (betreffend Weiterleitung, welche die Ge-
suchsteller erwähnen, ist zu konstatieren, dass der Beschwerdeführer eine sol-
che gegenüber der Polizei am 22.1.2023 bestritt; Vi-act. IV-01/10.0.001 Frage 4). 
Dieser Konsum allein stellt bereits strafbares Verhalten dar. Und selbst wenn es 
zutreffen sollte, dass es bislang im Umfeld des Beschwerdeführers keine Opfer 
von sexuellen Handlungen mit Kindern gab und keine entsprechende Gefahr be-
stehe, so basiert entsprechend vom Beschwerdeführer konsumiertes Bildmaterial 
dennoch auf unerlaubten Handlungen mit Kindern, mithin zwingend auf Opfern. 
Zu Recht betonen die Vorinstanzen daher, das Verhalten im Sinne des Konsums 
(und der Weitergabe) von Kinderpornographie dürfe keinesfalls bagatellisiert 
werden. 

Betreffend Vorwurf, die Vorinstanzen würden aus diversen diagnostizierten 
Krankheiten eine erhöhte Gefahr ableiten, ohne sich mit dem Gesundheitszu-
stand wirklich auseinanderzusetzen, ist auf die Erläuterungen im Entbindungsge-
such zu verweisen. Die fachlich hierfür spezialisierten Gesuchsteller führen darin 
aus, welche Risikofaktoren beim Beschwerdeführer bestehen (Vi-act. II01/01). 
Auf diese Erläuterungen der Fachspezialisten durften die Vorinstanzen abstellen, 
da sie - wie der Beschwerdeführer ausführt - selber kaum über das notwendige 
Fachwissen verfügen. Das Abstellen auf die Erläuterungen der Gesuchsteller 
kommt damit nicht einer 'laienpsychologischen Vermutung ohne jegliche foren-
sisch-psychiatrische Grundlage' gleich. Warum die Beurteilung der Gesuchsteller 
(welche der Beschwerdeführer nota bene als Fachspezialisten aufgesucht hat) 
falsch sein sollte, zeigt der Beschwerdeführer im Übrigen nicht auf.

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, keinerlei Begierden, Absichten oder 
Pläne, welche auf künftiges delinquentes Verhalten hindeuten würde, geäussert 
zu haben, so ist dem entgegen zu halten, dass sein Konsum von einschlägigem 
Material (auch während des Klinikaufenthaltes) unbestritten, bzw. auch vom Be-
schwerdeführer schriftlich bestätigt ist. Zudem steht fest, dass der Beschwerde-
führer von den Gesuchstellern die Empfehlung erhielt, sich an zuständige Fach-
stellen zu wenden und Hilfe zu holen. Hiervon machte der Beschwerdeführer 

17

keinen Gebrauch. Im Gegenteil erhellt aus den Akten der Staatsanwaltschaft, 
dass der Beschwerdeführer gegenüber der Polizei am 22. Januar 2023 ausführ-
te, noch immer (einmal wöchentlich) einschlägiges Material zu konsumieren (Vi-
act. IV-01/10.0.001 Frage Nr. 7). D.h. obwohl das problematische Verhalten an-
lässlich seines stationären Aufenthaltes besprochen und ihm eine Empfehlung 
für das weitere Vorgehen abgegeben wurde, hat sich der Beschwerdeführer of-
fensichtlich weiter strafrechtlich verpönt verhalten, jedoch die empfohlene Hilfe 
nicht in Anspruch genommen. Damit bestätigte sich zum einen die Einschätzung 
der Gesuchsteller und zum andern ist die Darstellung des Beschwerdeführers, 
nichts würde auf künftiges delinquentes Verhalten hinweisen, widerlegt. Bleibt zu 
wiederholen, dass niemand vom Beschwerdeführer direkt missbraucht zu werden 
braucht (Hands-on-Delikte), damit Opfer bestehen oder Minderjährige gefährdet 
sind; der Konsum allein setzt Opfer voraus und gefährdet die sexuelle Integrität 
von Minderjährigen. Entsprechend irrelevant ist es, ob beim Beschwerdeführer 
dereinst die Gefahr von Hands-on-Delikten besteht; sein Konsum basiert auf De-
likten und stellt auch selbst Strafrechts relevantes Verhalten dar. 

Fehl geht des Weitern im vorliegenden Verfahren die Bagatellisierung des Kon-
sums von Kinderpornographie durch den Beschwerdeführer. Die Einordnung ob-
liegt letztlich den Strafrechtsbehörden. Damit diese aber den effektiven Tatbe-
stand überhaupt klären und beurteilen können, ist eine Strafuntersuchung not-
wendig. Diese kann indes nur dann einsetzen, wenn eine Strafanzeige vorliegt, 
was wiederum die Entbindung vom Berufsgeheimnis voraussetzt. Der Darstel-
lung, dass der entsprechende Konsum in der Gesellschaft generell weit verbreitet 
ist und zum Alltag der Staatsanwaltschaften zählt, ein Massengeschäft ist, ändert 
nichts daran, dass beim Konsum einschlägiger Bilder nach Art. 197 Abs. 5 StGB 
mindestens ein Vergehen vorliegt, sodass kein Raum für Bagatellisierungen 
bleibt. 

Beizupflichten ist dem Beschwerdeführer, dass ein erhebliches privates als auch 
öffentliches Interesse daran besteht, dass sich Personen mit pädophilen oder 
hebephilen Neigungen in einem geschützten Rahmen zu dieser sexuellen Präfe-
renz äussern können. Insofern ist es auch positiv zu würdigen, dass der Be-
schwerdeführer seine Neigungen der fallführenden Psychotherapeutin des 
I.________ Klinikum offengelegt hat. Vorliegend ist es nun aber nicht so, dass 
die Gesuchstellenden um Entbindung ersuchten, ohne dies anzuerkennen. Der 
Beschwerdeführer geht indes mit keinem Wort darauf ein, dass er beim 
I.________ Klinikum Hilfe betreffend seine Neigung gesucht hat, die Thematik in 
der Therapie erörtert wurde und dem Beschwerdeführer schliesslich insbesonde-
re weitergehende Hilfestellungen aufgezeigt und empfohlen wurden. Die Frage 
der Entbindung und ggf. Strafanzeige stellte sich erst, als feststand, dass der Be-

18

schwerdeführer trotz strafrechtlich relevantem Konsum auch während des Klinik-
aufenthaltes und trotz Kenntnis der möglichen Weiterbehandlung und Hilfestel-
lungen diese nicht in Anspruch nehmen wollte. Dies bestätigte sich in der polizei-
lichen Einvernahme vom 22. Januar 2023. Vor diesem Hintergrund ist die verfüg-
te Entbindung zu beurteilen. Sich gegenüber einer Fachkraft zu öffnen, darf Stra-
funtersuchungen nicht ausschliessen, wenn feststeht, dass die betroffene Person 
empfohlene Hilfestellungen ablehnt und weiter delinquiert. Dem Beschwerdefüh-
rer ist wohl zuzustimmen, dass für ihn keine Pflicht bestand, ein von den Ge-
suchstellern empfohlenes Hilfsangebot (Forio AG oder 'Kein Täter werden 
Schweiz') anzunehmen. Wenn er dann aber ergänzt, es sei festzuhalten, dass er 
sich bei der R.________ in ambulanter Therapie befinde und in diesem Setting 
auch seine Neigung Berücksichtigung finde, so muss auf den von ihm zu den Ak-
ten gereichten Abklärungsbericht R.________ vom 17. November 2022 verwie-
sen werden, in welchem seine Neigung mit keinem Wort Erwähnung findet, ana-
mnestisch vom Beschwerdeführer nicht erwähnt wurde (vgl. Bf-act. 9). Einen jün-
geren Bericht, der seine Darstellung bestätigen würde, legt er nicht ins Recht. 
Auch aus dem Polizeiprotokoll vom 22. Januar 2023 ginge nicht hervor, dass er 
bis dahin Hilfe beansprucht hätte. Mithin ist es nicht das Entbindungsgesuch, mit 
welchem das Vertrauen des Beschwerdeführers zerstört wurde, sondern das 
Gesuch erfolgte erst, nachdem sich ergab, dass der Beschwerdeführer keine Hil-
fe beanspruchte.

4.5 Anzuerkennen ist das private Interesse des Beschwerdeführers, das Be-
rufsgeheimnis zu wahren bzw. die Gesuchsteller von der Schweigepflicht nicht zu 
entbinden. Mit der Entbindung bezweckt war die Strafanzeige durch die Gesuch-
steller. Diese führt in aller Regel zu einer Strafuntersuchung und ggf. zu einer 
Bestrafung des Beschwerdeführers. Dass dies aufgrund des vermeintlichen De-
liktes (Konsum von Kinderpornographie) ggf. auch zu einem Tätigkeitsverbot als 
Q.________Trainer mit Minderjährigen führen könnte (vgl. Art. 67 Abs. 3 lit. d 
StGB), ist nicht zu bestreiten. Allein schon deshalb kann sein Interesse am Be-
rufsgeheimnis als hoch bezeichnet werden. Darüber hinaus kann eine Entbin-
dung auch sein Vertrauen in die medizinische Versorgung negativ beeinflussen, 
was im Übrigen auch nicht im öffentlichen Interesse liegt. Es ist dies im Rahmen 
einer Gesamtabwägung aber dennoch als geringer einzustufen als das Interesse 
an der Entbindung von der Schweigepflicht. Der Konsum von Kinderpornogra-
phie ist nicht einfach deliktisches Verhalten, sondern verletzt die Integrität der 
Opfer und gefährdet deren Gesundheit. Das Interesse an ihrem Schutz kann 
nicht überschätzt werden. Obwohl der Beschwerdeführer selber seine Neigung 
erkannt und mit dem Klinikeintritt Hilfe gesucht hat, hat er diese letztlich nicht in 
Anspruch genommen, indem er den Empfehlungen keine Folge leistete und kei-

19

ne weitergehende Hilfe suchte. Seine Aussage gegenüber der Polizei vom 22. 
Januar 2023 bekräftigt denn auch die Notwendigkeit der Geheimnisentbindung 
und Strafanzeige. Denn zum einen bestätigte er seinen anhaltenden Konsum von 
einschlägigem Material auch nach Klinikaustritt und trotz empfohlener Weiterbe-
handlung und zum andern führte er aus, aufgrund des Strafverfahrens mit dem 
Konsum nun umgehend zu stoppen (Vi-act. IV-01/10.0.001 Frage Nr. 7). Und so-
fern die Problematik nun tatsächlich auch im Rahmen der Behandlung der 
R.________ thematisiert wird, der Beschwerdeführer nun also Hilfe beansprucht, 
so ist auch dies Ergebnis des Verfahrens (vgl. hierzu oben E. 4.4). All dies 
bestätigt das überwiegende öffentliche Interesse an der Entbindung der Gesuch-
steller vom Berufsgeheimnis.

5. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit insgesamt als un-
begründet. Gestützt auf § 21 Abs. 3 lit. e VRP, wonach bei Verfügungen, die ihrer 
Natur nach den Ausschluss der Anhörung rechtfertigen, war das AGS vorliegend 
berechtigt, auf eine Anhörung des Beschwerdeführers als Geheimnisherr vor Er-
lass der Entbindungsverfügung zu verzichten und auch die Entbindungsverfü-
gung nicht zu eröffnen. Weder ist die Verfügung wegen schwerwiegender Verlet-
zung von Verfahrensrechten nichtig, noch ist sie wegen Verletzung des rechtli-
chen Gehörs aufzuheben. Zudem ist die Entbindung der Gesuchstellenden ge-
stützt auf Art. 321 Ziff. 2 StGB nicht zu beanstanden, nachdem das öffentliche In-
teresse an der Entbindung als relevant höher einzustufen ist als das private In-
teresse des Beschwerdeführers an der Geheimhaltung. Entsprechend ist die Be-
schwerde abzuweisen.

6. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und dem Verfahrensausgang entsprechend dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

7.1 Der Beschwerdeführer beantragt unentgeltliche Rechtspflege und Rechts-
verbeiständung durch RA B.________.

7.2 Gemäss Art. 29 Abs. 3 BV hat die bedürftige Partei in einem für sie nicht 
aussichtslosen Verfahren Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege; soweit es 
zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unent-
geltlichen Rechtsbeistand. 

Ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtsverbeiständung verlangt nach ständiger 
Praxis grundsätzlich das kumulative Vorliegen von drei Voraussetzungen, näm-
lich der finanziellen Bedürftigkeit des Rechtsuchenden, der Nichtaussichtslosig-
keit seines Parteistandpunktes und der sachlichen Notwendigkeit der Verbei-

20

ständung (vgl. Urteil BGer 1P.345/2004 vom 1.10.2004 E. 4.2 in fine, mit Verweis 
auf BGE 128 I 232 ff.; siehe auch ZB III 2010 103 vom 21.6.2010 E. 2.2 mit wei-
teren Hinweisen, u.a. auf VGE III 2009 54 vom 27.10.2009 E. 4.2.1). 

Vermag eine Partei, der die unentgeltliche Prozessführung oder Vertretung bewil-
ligt wurde, die Kosten und die Entschädigung zu decken, so ist sie zur Rückzah-
lung an die Gerichtskasse verpflichtet. Die Rückzahlungspflicht erlischt zehn Jah-
re nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheides (§ 75 Abs. 3 VRP). 

7.3 Gemäss Verfügung der Gemeinde P.________ vom 20. September 2022 
hat der Beschwerdeführer Anspruch auf wirtschaftliche Sozialhilfe, da er seinen 
Lebensbedarf nicht hinreichend mit eigenen Mitteln bestreiten kann (Bf-act. 11). 
Gemäss Erhebungsbogen zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege ver-
fügt er über ein Auto (Jg. 2012, rund 94'000 km) sowie liquide Mittel von rund 
Fr. 416. Seine finanzielle Bedürftigkeit ist damit ausgewiesen (vgl. hierzu BGE 
135 I 221 E. 5.1; VGE II 2022 20 vom 21.6.2022 E. 7.2.3). Nachdem die strittige 
Frage den Beizug einer Rechtsvertretung rechtfertigt und das Verfahren auch 
nicht als aussichtslos bezeichnet werden kann (vgl. BGE 142 III 138 E. 5.1), ist 
das Gesuch um URP gutzuheissen.

7.4 Dem Beschwerdeführer ist in der Person von Rechtsanwältin B.________, 
eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. Eine Kostennote für das ver-
waltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren liegt nicht vor; praxisgemäss ergeht 
durch das Gericht keine Aufforderung, eine solche einzureichen. Der Rechtsbei-
ständin ist in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (Geb-
TRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar in Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriteri-
en, in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens zulasten des Verwaltungsge-
richts ein Honorar (inkl. Auslagen und MwSt) von Fr. 1'500.-- zu entrichten. 

7.5 Der Beschwerdeführer wird die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- sowie die 
Kosten der Rechtsverbeiständung von Fr. 1'500.-- dem Gericht zurückzuerstatten 
haben, wenn er dazu innert 10 Jahren seit Rechtskraft dieses Entscheides in der 
Lage ist (vgl. § 75 Abs. 3 VRP).

21

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer aufer-
legt. Von einem Inkasso wird derzeit abgesehen, nachdem ihm die unent-
geltliche Prozessführung gewährt wird (siehe nachfolgend).

3. Dem Beschwerdeführer wird für das verwaltungsgerichtliche Verfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung) 
gewährt und Rechtsanwältin B.________ als unentgeltliche Rechtsbeistän-
din bestellt. Ihr ist zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar (inkl. 
Auslagen und MwSt) von Fr. 1'500.-- zu entrichten.

4. Der Beschwerdeführer hat die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- und die 
Kosten der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung von Fr. 1'500.-- dem Ge-
richt zurückzuerstatten, wenn er dazu innert 10 Jahren nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage ist (§ 75 Abs. 3 VRP). 

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- das Amt für Gesundheit und Soziales (EB)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- die Beigeladenen (je R)
- und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (z.K.)

Schwyz, 29. Mai 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

22

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 24. Juni 2024