# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d487bd07-25a9-54ab-822f-876cdb6421e1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.12.2025 200 2024 344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-344_2025-12-10.pdf

## Full Text

UV 200 2024 344 
FRC/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Dezember 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. März 2024 (...)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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Sachverhalt:

A.

Die 1981 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war über ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend Mobiliar bzw. Beschwerde-
gegnerin) obligatorisch nach dem Bundesgesetz vom 20. März 1981 über 
die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) gegen die Folgen von Berufs- 
und Nichtberufsunfällen versichert, als sie gemäss Schadenmeldung UVG 
vom 3. März 2009 am 22. Februar 2009 vor ihrem Zuhause auf Eis ausge-
rutscht sei und sich dabei am rechten Knie (Innenband) verletzt habe (Ak-
ten der Mobiliar [act. II] 4).

Am 3. Mai 2010 (act. II 32) erfolgte ein operativer Eingriff am rechten Knie. 
Die Mobiliar anerkannte am 10. Juni 2010 (act. II 26) ihre Leistungspflicht 
für diesen Eingriff und richtete in der Folge Leistungen in Form von Taggel-
dern und Heilungskosten aus (vgl. etwa act. II 74, 275). In der Folge veran-
lasste sie bei der Rehaklinik C.________ eine bidisziplinäre neurologisch-
psychiatrische Begutachtung (vgl. Gutachten vom 25. Juli 2011 [act. II 
182]). Mit Schreiben vom 22. August 2011 (act. II 191) gewährte die Mobili-
ar der Versicherten das rechtliche Gehör und stellte in Aussicht, für die 
Gesundheitsstörungen, welche im Anschluss an die Operation vom 3. Mai 
2010 aufgetreten seien, einen Anspruch auf UVG-Versicherungsleistungen 
abzulehnen und die im Zusammenhang mit diesen Gesundheitsstörungen 
bereits erbrachten Leistungen bei den entsprechenden Leistungserbringern 
zurückzufordern. Hierzu äusserte sich der damalige Rechtsvertreter der 
Versicherten D.________ am 6. September 2011 (act. II 202). Mit Schrei-
ben vom 9. September 2011 (act. II 204) teilte die Mobiliar der Versicherten 
mit, die offenen Heilungskosten nicht mehr zu begleichen, für zukünftige 
Heilungskosten keine Vergütungen mehr zu erbringen und die bereits er-
brachten Leistungen in der Höhe von Fr. 90'000.-- nach Erlass der Verfü-
gung bei den Leistungserbringern zurückzufordern. Nach weiterem Schrif-
tenwechsel zwischen den Parteien (act. II 207, 208, 211, 213, 224) holte 
die Mobiliar bei der Rehaklinik C.________ eine ergänzende neurologische 
Stellungnahme vom 27. Januar 2012 (act. II 228) ein und veranlasste in der 

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Folge bei Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie, eine Unter-
suchung (vgl. Gutachten vom 15. Mai 2012 [act. II 291]). Mit Schreiben vom 
3. Juni 2013 (act. II 318) hob die Mobiliar ihren Ablehnungsentscheid vom 
22. August 2011 auf und anerkannte ihre Leistungspflicht für das Ereignis 
vom 22. Februar 2009 resp. für die Folgen der Operation vom 3. Mai 2010. 

Am 13. August 2013 (act. II 324) gingen der Mobiliar medizinische Unterla-
gen betreffend ein Anfangs 2003 diagnostiziertes Münchhausen-Syndrom 
zu (act. II 325, 327). Gleichentags (act. II 340) informierte diese Rechtsver-
treter D.________, es seien weitere Abklärungen angezeigt. Am 20. De-
zember 2013 (act. II 382) zeigte Rechtsanwältin F.________ von der 
G.________ der Mobiliar an, sie sei von der Versicherten für eine "sozial-
versicherungsrechtliche Zweitmeinung" mandatiert worden. Dieses Vertre-
tungsverhältnis wurde mit Schreiben vom 8. Juli 2014 (act. II 387) als be-
endet erklärt. Am 22. Dezember 2014 (act. II 398) teilte Rechtsanwalt 
D.________ mit, sein Vertretungsmandat mit der Versicherten sei erlo-
schen. Bereits am 9. Dezember 2014 (act. II 394) wies sich Fürsprecher 
H.________ als neuer Rechtsvertreter der Versicherten aus. Am 3. März 
2016 (act. II 414) wurde über einen weiteren Anwaltswechsel zu Rechts-
anwalt I.________ informiert. Diesen forderte die Mobiliar mit Schreiben 
vom 17. Februar 2017 (act. II 438) u.a. auf, im Rahmen der Mitwirkungs-
pflicht die im Zusammenhang mit den von der Versicherten behaupteten 
Schwangerschaften bzw. Fehlgeburten involvierten Ärzte/Spitäler zu be-
nennen und von ihrer Schweigepflicht zu entbinden. Weiter wurde auf die 
Folgen der Verletzung der Mitwirkungspflicht hingewiesen. Ein weiterer 
Anwaltswechsel erfolgte am 8. Juni 2017 zu Rechtsanwalt B.________ 
(act. II 444). Diesen wies die Mobiliar mit Schreiben vom 3. Juli 2017 (act. II 
445) und E-Mail vom 14. August 2017 (act. II 450) auf die noch ausstehen-
den Angaben inkl. Entbindung der Schweigepflicht hin. Bei Verletzung der 
Mitwirkungspflicht werde voraussichtlich eine leistungsablehnende Verfü-
gung erlassen. Nachdem Rechtsanwalt B.________ am 31. Oktober 2017 
(act. II 484) mitgeteilt hatte, die Versicherte sei psychisch nicht in der Lage, 
die verlangten Angaben zu liefern, verneinte die Mobiliar mit Verfügung 
vom 24. November 2017 (act. II 486) wegen Verletzung der Mitwirkungs-
pflicht einen Anspruch auf sämtliche Leistungen im Zusammenhang mit 
den geltend gemachten Folgen der Operation vom 3. Mai 2010, verzichtete 

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aber auf eine Rückforderung für diesbezüglich bereits erbrachte Leistun-
gen. So oder anders sei jedoch anhand der Akten die Operation vom 3. Mai 
2010 nicht wegen Unfallfolgen durchgeführt worden. Dagegen erhob der 
Rechtsvertreter am 12. Januar 2018 (act. II 496) vorsorglich Einsprache 
und beantragte eine Nachfrist von 30 Tagen zur Einsprachebegründung. 
Mit Einspracheentscheid vom 14. Februar 2018 (act. II 503) trat die Mobiliar 
auf die Einsprache nicht ein. Die dagegen erhobene Beschwerde 
(act. II 520) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil UV 
200 2018 230 vom 5. Juni 2018 (act. II 543) dahingehend teilweise gut, als 
es den Einspracheentscheid aufhob und die Sache an die Mobiliar zurück-
wies, damit diese auf die Einsprache vom 12. Januar 2018 eintrete und 
über diese materiell entscheide. Soweit weitergehend wies es die Be-
schwerde ab. Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

Am 5. März 2018 (act. II 506) reichte Rechtsanwalt B.________ der Mobili-
ar die Angaben der im Zusammenhang mit den von der Versicherten be-
haupteten Schwangerschaften bzw. Fehlgeburten involvierten Ärz-
te/Spitäler ein und entband diese von ihrer Schweigepflicht (act. II 504). In 
der Folge wurde eine bidisziplinäre neurologisch-psychiatrische Begutach-
tung bei der J.________ (nachfolgend MEDAS), veranlasst (vgl. Gesamt-
gutachten vom 7. Juni 2022 [act. II 763] inkl. Teilgutachten [act. II 731, 
684]). Zum Ergebnis äusserte sich Rechtsanwalt B.________ am 15. No-
vember 2022 (act. II 786). Nach Einholung eines Aktenberichts bei Dr. 
med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, vom 15. April 2023 (act. II 828) ver-
neinte die Mobiliar mit Verfügung vom 26. April 2023 (act. II 831) mangels 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom 22. Februar 2009 und 
der Operation vom 3. Mai 2010 einen Anspruch der Versicherten auf UVG-
Versicherungsleistungen und lehnte eine Haftung für allfällige Behand-
lungsfolgen ab. Weiter verneinte sie mangels Kausalzusammenhangs zwi-
schen der Operation vom 3. Mai 2010 und den geltend gemachten ansch-
liessenden Beschwerden einen Leistungsanspruch. Bereits ausgerichtete 
Leistungen würden nicht zurückgefordert. Die dagegen erhobene Einspra-
che (act. II 840) wies die Mobiliar mit Einspracheentscheid vom 15. März 
2024 (act. II 970) ab. 

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B.

Mit Eingabe vom 2. Mai 2025 erhob die Versicherte, weiterhin vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

" 1. Der Einspracheentscheid der Schweizerischen Mobiliar Versicherungs-
gesellschaft AG vom 15. März 2024 sei aufzuheben.

2. Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG sei zu verpflich-
ten, A.________ die gesetzlichen Leistungen auszurichten.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit mit der Anordnung an die Schweize-
rische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG zurückzuweisen, ein ver-
waltungsexternes medizinisches Gutachten unter Einbezug der Fach-
richtung orthopädische Traumatologie und Chirurgie einzuholen und 
über die Leistungspflicht (betreffend diagnostische Kniearthroskopie 
vom 3. Mai 2010 und deren Folgen) zu entscheiden.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen –"

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2024 
auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 58 ATSG). Da unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes 

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auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. a 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet der Einspracheentscheid vom 
15. März 2024 (act. II 970). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf UVG-Versicherungsleistungen im Zusammenhang 
mit dem Unfallereignis vom 22. Februar 2009 und dabei insbesondere, ob 
die Operation vom 3. Mai 2010 in einem Kausalzusammenhang zu diesem 
Ereignis steht und damit eventuell auch die Haftung für geltend gemachte 
Behandlungsfolgen gemäss art. 6 Abs. 3 UVG zu bejahen ist. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Für das Er-
eignis am 22. Februar 2009 gelangt daher das bis 31. Dezember 2016 gül-
tig gewesene Recht zur Anwendung.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 

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Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Gemäss Art. 6 Abs. 3 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen aus-
serdem für Schädigungen, die dem Verunfallten bei der Heilbehandlung im 
Sinne von Art. 10 UVG zugefügt werden. Danach hat die Unfallversiche-
rung für Schäden einzustehen, die durch Krankenpflegemassnahmen (Heil-
behandlung) im Anschluss an versicherte Unfälle herbeigeführt werden, oh-
ne dass diese behandlungsbedingte Schadensverursachung den Unfallbe-
griff, den Tatbestand des haftpflichtrechtlichen Kunstfehlers oder der straf-
rechtlich relevanten Körperschädigung erfüllen müsste (BGE 118 V 286 
E. 3b S. 292 f.). Diese Regelung kommt nur zur Anwendung, wenn die frag-
liche medizinische Massnahme der Behandlung einer Unfallfolge diente 
(Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_267/2021 vom 29. September 2021 
E. 3.3).

2.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 148 V 
356 E. 3 S. 358).

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al-
le Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

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2.3.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfra-
ge, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rah-
men der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 
S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 
8C_537/2009 E. 5.1).

2.3.3 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Un-
fall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften 
Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall u.a. nicht mehr die natürliche Ur-
sache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht 
ist (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 191).

2.3.4 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammen-
hang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungs-
recht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 150 V 188 E. 4.2 S. 192, 146 V 51 E. 5.1 
S. 56).

2.4

2.4.1 Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, 

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möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfol-
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem an-
ders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1 
S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296).

2.4.2 Liegt ein Rückfall oder eine Spätfolge vor, so besteht eine Leis-
tungspflicht im Sinne von Art. 11 UVV des Unfallversicherers nur dann, 
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der sei-
nerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung u.a. ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Dabei kann der Unfallversiche-
rer nicht auf der Anerkennung des Kausalzusammenhangs beim Grundfall 
oder einem früheren Rückfall behaftet werden (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 1994 U 206 S. 327 E. 2 und S. 328 E. 3b; SVR 2016 UV 
Nr. 15 S. 46, 8C_934/2014 E. 3.2, 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 
E. 2.1.2).

Bei Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, das Vor-
liegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Be-
schwerdebild und dem Unfall mit dem im Sozialversicherungsrecht gelten-
den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Bei 
Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus 
(SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.2.2; Urteil des BGer 
8C_61/2016 vom 19. Dezember 2016 E. 3.2).

2.5 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

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3.

3.1 Mit Unfallmeldung UVG vom 2. März 2009 liess die Beschwerdefüh-
rerin der Beschwerdegegnerin melden, sie sei am Sonntag, 22. Februar 
2009, um 14.00 Uhr vor ihrem Haus auf Eis ausgerutscht und habe sich ei-
ne Innenbandverletzung am rechten Knie zugezogen (act. II 3). Auch ge-
genüber dem erstbehandelnden Arzt, Dr. med. L.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, gab die Beschwerdeführerin an, beim Ausrut-
schen auf einer Eisplatte eine Distorsion des rechten Knies erlitten zu ha-
ben (vgl. Arztzeugnis UVG vom 9. März 2009 [act. II 12]). Soweit in der Fol-
ge die Beschwerdeführerin gegenüber Versicherungen, behandelnden und 
begutachtenden Ärzten wie auch Rechtsvertretern (erstmals im MRI-Be-
richt vom 24. Juni 2009 [act. II 81] und alsdann in den Berichten ab Januar 
2010) einen ...sturz mit Kniedistorsion im Januar/Februar 2009 angab (vgl. 
statt vieler act. II 15, 17, 18, 24, 28, 30, 34, 62, 81, 130, 154, 324, 343, 361, 
443, 715) – was von diesen mehrheitlich unreflektiert übernommen wurde–, 
erscheint diese Ereignisschilderung konstruiert und ist nicht glaubhaft. Der 
Grund, warum nach Abschluss der initialen Behandlung im März 2009 Mo-
nate später plötzlich ein stattgehabtes Ereignis beim ... geltend gemacht 
wird, bleibt unklar. Ob das diagnostizierte Münchhausen-Syndrom (vgl. 
hierzu auch E. 3.4 hiernach), nachträgliche Überlegungen versicherun-
rechtlicher Art oder andere Gründe hierfür verantwortlich sind, ist nicht eru-
ierbar. Gestützt auf die sogenannten ereignisnahen "Aussagen der ersten 
Stunde" (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47) ist mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwer-
deführerin am 22. Februar 2009 vor ihrem Haus auf Eis ausgerutscht ist – 
was unbestritten ein Unfall im Rechtssinne (art. 4 ATSG) darstellt – und 
dass für die hier fragliche Zeit kein Ereignis beim ... glaubhaft dargelegt 
wurde. 

3.2 Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden nachfolgend die wesent-
lichen medizinischen Berichte chronologisch, d.h. nach Datum der Erstel-
lung, aufgelistet, auch wenn sie teilweise erst zu einem (viel) späteren Zeit-
punkt der Beschwerdegegnerin zugegangen sind. Die medizinischen Ak-
tenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:

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3.2.1 Im Bericht der Klinik M.________ vom 5. Februar 2023, in welcher 
die Beschwerdeführerin vom 24. bis am 31. Januar 2003 mittels Fürsorge-
rischem Freiheitsentzug hospitalisiert war, (act. II 327), der Beschwerde-
gegnerin erst am 13. August 2013 zugegangen (act. II 340), wurde ein 
Münchhausen-Syndrom (ICD-10 F68.1) diagnostiziert. Die Beschwerdefüh-
rerin, die als ... in einem ... arbeite, habe eine Leukämie vorgetäuscht und 
sich wegen dieser angeblich auch behandeln lassen. Wegen eines ge-
fälschten Arztzeugnisses seien ihre Vorgesetzten darauf aufmerksam ge-
worden. Sie habe angegeben, das "Ganze" habe mit der Entfernung eines 
gutartigen Tumors am Rücken begonnen. Postoperativ habe sich die Wun-
de immer wieder entzündet. Schliesslich sei ein multiresistenter Staphau-
reus festgestellt worden. Der damalige behandelnde Assistenzarzt habe 
erstmals den Verdacht geäussert, dass die Beschwerdeführerin die Wunde 
manipuliere. Im Anschluss an diese Behandlung sei ihr irgendwann die 
Idee der Leukämie gekommen, von der sie sich dann nicht mehr habe di-
stanzieren können. 

3.2.2 Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. L.________ diagnostizierte am 
9. März 2009 (act. II 13) eine Distension/Teilruptur der medialen Kollateral-
bandes des rechten Knies. Nach bildgebenden Abklärungen habe eine os-
säre Läsion ausgeschlossen werden können. Als Befund beschrieb er 
Schmerzen am medialen Bandapparat. Er attestierte eine vollständige Ar-
beitsunfähigkeit ab dem 22. Februar bis zum 29. März 2009 bzw. eine 
vollständige Arbeitsfähigkeit ab dem 30 März 2009 und schloss die ärztli-
che Behandlung per 20. März 2009 ab (act. II 11, 14). 

3.2.3 Im Bericht des Spitals N.________ (nachfolgend Spital 
N.________) vom 13. Januar 2010 (act. II 17) wurde eine mediale Hinter-
hornläsion des rechten Knies bei Status nach Kniedistorsion diagnostiziert. 
Der Beschwerdeführerin sei empfohlen worden, in Anbetracht der er-
hobenen Befunde bei doch deutlicher Einschränkung der Lebensqualität ei-
ne diagnostische Kniearthroskopie durchführen zu lassen.

3.2.4 Der operative Eingriff am rechten Knie erfolgte am 3. Mai 2010 
(act. II 32) im Spital N.________. Im Austrittsbericht vom 12. Mai 2010 (act. 
II 28) wurden nach einem durchgeführten neurologischen Konsilium (vgl. 
Bericht vom 10. Mai 2010 [act. II 18]) folgende Diagnosen gestellt:

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1. Postoperative Miktionsstörung; sens Niveau ca. Th 11; L5-Ausfall bds., 
Hypparästhesie perianal

2. Mediale Hinterhornläsion Knie rechts 
3. Diabetes mellitus Typ 1, Insulinpumpe, s.c. mit Humalog
4. Erniedrigte Ery Folysäure, grenzwertig tiefes Vit B12

Es sei am Kniegelenk rechts eine minimale Resektion des medialen Menis-
kusrandes sowie Inzision der Plica mediopatellaris und Durchtrennung der 
Plica infrapatellaris durchgeführt worden. Der postoperative Verlauf habe 
sich zunächst komplikationslos gestaltet. In der postoperativen Phase sei 
es jedoch zu einer Miktionsstörung gekommen, welche als mögliche Kom-
plikation der Spinalanästhesie taxiert worden sei. Die Beschwerdeführerin 
habe sich über persistierende Symptome mit Parästhesien der Beine, peri-
anale Hypanästhesien, Miktionsstörungen und eine Schwäche L5 beidseits 
beklagt. Bei den in der Folge durchgeführten bildgebenden Abklärungen 
der LWS, HWS und BWS hätten keine Pathologien erkannt werden kön-
nen. Bei weiterhin persistierender Symptomatik sei die Beschwerdeführerin 
am 13. Mai 2010 ins P.________ überwiesen worden. 

3.2.5 Gemäss der Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 9. Juni 2010 
(act. II 35) habe anlässlich einer Besprechung ein Dr. med. O.________ 
angegeben, die mediale Hinterhornläsion am rechten Knie sei als Rückfall 
zum Ereignis vom 22. Februar 2009 zu übernehmen. 

3.2.6 Im Bericht des P.________ vom 24. Juni 2010 (act. 41) wurden fol-
gende Diagnosen gestellt:

1. Blasenfunktionsstörung bei kompletter Paraplegie sub Th10 seit dem 
13. Mai 2010

2. Diabetes Mellitus (insulinpflichtig) seit 1987

Die genaue Ursache der aktuellen Sensibilitätsstörung sei schwer erklär-
bar. Obwohl bei Diabetes Mellitus eine Blasensensibilitätsstörung aufgrund 
der peripheren Neuropathie nicht ungewöhnlich sei, so lasse sich hiermit 
der rasche Verlust der Sensibilität nicht gut erklären. 

3.2.7 Gemäss dem Kostengutsprachegesuch des P.________ vom 24. 
Juni 2010 (act. II 47) bestünden bei der Beschwerdeführerin eine Blasen-
funktionsstörung bei langjährigem Diabetes Mellitus und inkompletter Para-
plegie. Die Kombination beider Diagnosen habe zu einer neurogenen Bla-
senfunktionsstörung mit Sensibilitätsverlust und Inkontinenz geführt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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3.2.8 Im Bericht des P.________ vom 25. Juni 2010 (act. II 44) wurde die 
Ursache der Arbeitsunfähigkeit als unklar beurteilt. Die Beschwerdeführerin 
habe am 18. Juni 2010 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen 
werden können (ohne Rollstuhl und ohne Gehstöcke). In den oberen Ex-
tremitäten bestehe eine volle Muskelkraft, in den unteren Extremitäten eine 
reduzierte Muskelkraft mit unsicherem Gangbild. Gastrointestinal bestehe 
eine deutliche Verbesserung im Verlauf mit zwar reduziertem Appetit und 
Wiedereinsetzen der regulären Darmtätigkeit mit physiologischer Aus-
scheidung. Bei einer funktionellen Paraplegie bleibe der Verlauf abzuwar-
ten.

3.2.9 Im Austrittsbericht des P.________ vom 29. Juli 2010 (act. II 62) 
wurden folgende Diagnosen aufgeführt:

1. Unklare Blasenentleerungsstörung nach Spinalanästhesie am 3. Mai 
2010 bei Meniskusoperation rechts

2. Sensomotorische inkomplette Paraplegie sub Th8, eher funktionell be-
dingt bei normalem wiederholtem SEP-, ENMG- und MR-Befund

3. Diabetes mellitus Typ I

Die Fortführung der Psychotherapie sei angesichts des Verdachts auf eine 
funktionelle Paraplegie und aufgrund des Verlaufs dringend notwendig. Aus 
den neurologischen Berichten habe sich eine funktionelle Paraplegie ver-
muten lassen. Die urologisch durchgeführte Diagnostik sei unauffällig ge-
wesen. Es habe eine nicht sicher objektivierbare minimale Inkontinenz be-
standen. Eine Depression habe nicht nachgewiesen werden können. Die 
Angaben der Beschwerdeführerin hätten nicht immer der Wahrheit entspro-
chen und sie habe eine ausgeprägte Leidensbereitschaft gezeigt. Mögli-
cherweise handle es sich hierbei um eine gemischte dissoziative Störung 
(Sensibilität/Motorik). Insbesondere die Magen-Darmproblematik sei mit 
grosser Wahrscheinlichkeit psychosomatisch bedingt. Eine Persönlichkeits-
störung habe nicht diagnostiziert werden können, doch habe die Beschwer-
deführerin gewisse histrionische Züge aufgewiesen. Sie sei im Rollstuhl 
mobilisiert worden und habe im Verlauf des stationären Aufenthalts an Stö-
cken laufen können. Aktuell brauche sie keine Hilfsmittel und könne dem-
entsprechend ohne Hilfsmittel entlassen werden. Sie könne Treppenstei-
gen. Längere Strecken könne sie ohne Hilfsmittel zurücklegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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3.2.10 Im Bericht des P.________ vom 7. Oktober 2010 (act. II 102) wurde 
ausgeführt, die Beschwerdeführerin habe anlässlich der Dreimonatskontrol-
le vom 20. September 2010 über einen insgesamt erfreulichen Verlauf ihrer 
funktionellen Paraplegie seit dem Austritt am 18. Juni 2010 berichtet. Hin-
sichtlich Gangsicherheit und Mobilität sowie Selbstständigkeit hätten in den 
drei Monaten gute Fortschritte gemacht werden können. Die Erhebung ei-
nes Muskelstatus zur Objektivierung der Muskelkraft im Verlauf sei objektiv 
nicht möglich gewesen, da die Einzeltestungen nicht eindeutig reproduzier-
bar gewesen seien und sich Diskrepanzen zu physischen Aktivitäten wie 
Aufstehen und Gehen gezeigt hätten. Bei der Untersuchung des Bewe-
gungsapparates habe die Beschwerdeführerin in der Annahme, nicht be-
obachtet zu werden, ein deutlich flüssigeres Gangbild mit Blickrichtung ge-
radeaus gezeigt. 

3.2.11 Dr. med. L.________ führte im Bericht vom 21. Oktober 2010 (act. II 
80) aus, er habe damals im März 2009 bei noch Restbeschwerden am An-
satz des medialen Kollateralbandes bei ansonsten stabilem reizfreien 
Kniegelenk per 30. März 2009 wieder eine Arbeitsfähigkeit attestiert. Da-
nach habe er die Beschwerdeführerin nicht mehr gesehen. Diese habe am 
22. Juni 2009 vertretungshalber Dr. med. Q.________ konsultiert, welcher 
wegen Restschmerzen und einmaligem Giving-way-Phänomen eine MRI-
Abklärung veranlasst habe. Der weitere Verlauf entziehe sich seiner 
Kenntnis. 

3.2.12 Im Bericht des Spitals N.________ vom 15. Dezember 2010 (act. II 
109) wurde ausgeführt, vor vier Wochen sei eine deutliche Spastik am lin-
ken Bein aufgetreten. Der Fuss könne nach 30 bis 60 Minuten physiothera-
peutischer Behandlung wieder redressiert werden. Die Fehlstellung des 
Fusses bereite der Beschwerdeführerin beim Gehen Schmerzen. Bei der 
klinischen Untersuchung sei vor allem die linksseitige Kontraktur mit massi-
ver Verhärtung der Muskulatur auffällig gewesen. Es hätten sich Krallenze-
hen gezeigt; der Fuss sei in Supinationsstellung und in Vorfussadduktion. 
Passiv lasse sich das OSG resp. das USG kaum mobilisieren; hingegen 
seien die Zehen partiell mobilisierbar. 

3.2.13 Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 15. Dezember 2010 im 
P.________ (vgl. Bericht vom 28. Dezember 2010; act. II 106) wurde über 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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eine deutliche Verschlechterung der Mobilität des linken Fusses mit Absin-
ken der Umgebungstemperatur in den letzten vier Wochen berichtet. Die 
Beschwerdeführerin sei an zwei Unterarmstöcken mobil. Es bestehe der 
Verdacht auf eine ausgeprägte Somatisierungstendenz. Es sollte auf sämt-
liche Hilfsmittel verzichtet werden und allenfalls psychologische oder 
psychiatrische Unterstützung beigezogen werden.

3.2.14 Im Bericht der Klinik R.________ vom 28. Februar 2011 (act. II 126) 
wurde u.a. eine unklare Blasenentleerungsstörung nach Spinalanästhesie 
am 3. Mai 2010 bei Meniskusoperation rechts diagnostiziert. Ob es sich um 
eine Überdehnung der Blase nach Spinalanästhesie oder um eine funktio-
nelle Blasendysfunktion handle, könne aufgrund der Untersuchung nicht 
differenziert werden. Sicher sei, dass die durchgeführten Untersuchungen 
gegen eine Denervierung sprechen würden. 

3.2.15 Im bidisziplinären neurologisch-psychiatrischen Gutachten der Re-
haklinik C.________ vom 25. Juli 2011 (act. II 182) wurden eine Blasen-
/Darmfunktionsstörung unklarer Genese sowie eine Lähmungserscheinung, 
eine Tonuserhöhung und eine Sensibilitätsstörung beider Beine unklarer 
Genese diagnostiziert. Eine neurologische Diagnose könne nicht gestellt 
werden (act. II 166). Beim derzeitigen Stand der Abklärungen sei aus 
psychiatrischer Sicht festzuhalten, dass in positiver Weise keine psychiatri-
sche Diagnose hinsichtlich der in Rede stehenden Symptomatik gestellt 
werden könne. (act. II 170). Bei der klinischen Untersuchung der unteren 
Extremitäten sei ein deutlich erhöhter Muskeltonus festgestellt worden, 
wobei die Beschwerdeführerin zum Teil, insbesondere beim linken Bein, 
aktiv dagegen gehalten habe. Die getätigten Zusatzuntersuchungen hätten 
keine wegweisenden Auffälligkeiten gezeigt, die das klinische Störungsbild 
erklären könnten (act. II 174). Es hätten aber nicht alle Tests durchgeführt 
werden können, da die Beschwerdeführerin frühzeitig aus der Klinik ausge-
treten sei (act. II 173). Hinweise auf eine höhergradige Lähmungserschei-
nung der Muskulatur der Hüfte, der Oberschenkel und der Unterschenkel 
hätten sich nicht gefunden. Auch seien die Muskeleigenreflexe der Beine 
beidseits mittellebhaft erhältlich gewesen, was klar gegen eine erhebliche 
zentrale oder periphere Lähmungserscheinung spreche. Die Symptomatik 
könne nicht typisch auf ein einziges zugrundeliegendes Störungsbild 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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zurückgeführt werden. Die erhalte Kraft und erhaltenen Muskeleigenreflexe 
im Bereich der Beine belegten, dass dort keine hochgradige Beeinträchti-
gung der motorischen und sensiblen Funktionen vorgelegen haben könne. 
Für die Blasenfunktionsstörung hätte keine klare somatisch-strukturelle 
Schädigung objektiviert werden können. Vielmehr wäre der Befund zumin-
dest überwiegend auch im Rahmen einer nicht somatisch-organisch nach-
weisbaren Störung, d.h. z.B. einer psychiatrischen Störung, erklärbar. Aus 
neurologischer Sicht sei das vorliegende Störungsbild unter Einbezug aller 
Aspekte nicht somatisch-organisch erklärbar. Es bestehe ein zeitlicher Zu-
sammenhang zum operativen Eingriff am 3. Mai 2010, jedoch sei nicht er-
kennbar, dass es im Rahmen dieser Behandlung zu einer Schädigung des 
Nervensystems gekommen sein könnte. Es liege eine Gesundheitsstörung 
vor, die auch erhebliche Auswirkungen auf das Sozialleben und das beruf-
liche Leben hätten. Für dies Störung finde sich allerdings kein klarer orga-
nischer Erklärungsansatz. In diesem Zusammenhang sei auf das psychia-
trische Teilgutachten zu verweisen, aus dem hervorgehe, dass auch keine 
klare psychische Störung festgestellt werden könne, die geeignet wäre, die 
zur Rede stehende Symptomatik zu erklären (S. 167). Es könne davon 
ausgegangen werden, dass die Operation vom 3. Mai 2010 das Auftreten 
eines Störungsbildes getriggert habe, wobei dieses weder klar der Somatik 
noch der Psychiatrie zugeordnet werden könne. Ob dieses Störungsbild 
auch ohne die Operation aufgetreten wäre, könne nur spekulativ beantwor-
tet werden. Es gebe aus somatisch-organischer Sicht keinen Anhalt, dass 
die gesundheitlichen Störungen überwiegend wahrscheinlich oder mögli-
cherweise auf die Operation/Anästhesie vom 3 Mai 2010 im Sinne einer 
Allein- oder Teilursache zurückzuführen seien. Dies gelte auch aus psych-
iatrischer Sicht, wenngleich festzustellen sei, dass die Operation oder die 
Lebenssituation der Beschwerdeführerin im Kontext der Operation das Auf-
treten eines medizinischen Störungsbildes getriggert haben müsse, wel-
ches aber weder klar der Somatik noch der Psychiatrie zugeordnet werden 
könne (act. II 165 f.).

3.2.16 Dr. med. S.________, Facharzt für Neurologie, nahm am 28. No-
vember 2011 (act. II 222) Stellung zum Gutachten der Rehaklinik 
C.________ vom 25. Juli 2011. Er komme zum Schluss, dass eine nach-
weisliche Schädigung des Rückenmarks bestehe, welche patientenunab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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hängig klar dokumentiert sei. Er (Dr. med. S.________) habe Zusatzunter-
suchungen durchgeführt. Man habe mindestens drei Bereiche, welche eine 
krankhafte Veränderung des Rückenmarks einwandfrei und im selben Sin-
ne und bestens zu einem unteren thorakalen Querschnittsyndrom passend 
nachweisen könnten. An der somatischen Genese des Leidens sei nicht zu 
zweifeln. Eine neurotoxische Myelitis (Rückenmarksentzündung) nach ei-
ner spinalen Injektion eines Lokalanästhetikums im Rahmen der Operation 
vom 3. Mai 2010 sei die wahrscheinlichste Erklärung für das Krankenbild 
des unteren thorakalen Querschnittsyndroms (Paraplegie sub Th11). Diese 
Kombination nach spinaler Anästhesie sei zwar selten, aber in der Literatur 
hinlänglich beschrieben. Das Gutachten der Rehaklinik C.________ sei 
ungenügend. Die Untersuchungsbefunde würden nicht umfassend gewür-
digt. Die vorliegenden, bereits in der klinischen Untersuchung nachweisba-
ren krankhaften Befunde sowie die abnormen Werte in den Zusatzuntersu-
chungen würden in unzulässiger Weise herabgespielt, obwohl sie bekannt, 
einsehbar oder klinisch selber überprüfbar gewesen seien. Die naheliegen-
den medizinischen Zusammenhänge seien nicht erfasst worden und ent-
sprechend sei die Schlussfolgerung medizinisch nicht haltbar. Es müsse 
mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem natürlichen 
Kausalzusammenhang der Rückenmarksschädigung zur spinalen Anäs-
thesie vom 3. Mai 2010 (im Sinne einer Alleinursache) ausgegangen wer-
den. 

3.2.17 Der die Beschwerdeführerin in der Rehaklinik C.________ begut-
achtende Prof. Dr. med. T.________, Facharzt für Neurologie, nahm am 
27. Januar 2012 (act. II 228) Stellung zum Schreiben des Dr. med. 
S.________ vom 28. November 2011. Das anlässlich der Operation vom 3. 
Mai 2010 verwendete Lokalanästhetikum sei grundsätzlich geeignet, als in 
Rede stehende Komplikation der Injektion eine Schädigung des Rücken-
marks hervorzurufen. Die im Spital U.________ diesbezüglich durchgeführ-
te Untersuchung sei inkomplett, aufgrund der fehlenden Werte auch die 
Befundlage. Er schlage vor, die Beschwerdeführerin im Spital U.________ 
nochmals abklären zu lassen. 

3.2.18 Dr. med. S.________ diagnostizierte im Bericht vom 26. Januar 
2012 (act. II 231) ein unteres thorakales Querschnittsyndrom DD Neuroto-

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xische Myelitis. Seit der letzten Konsultation vor zwei Monaten habe die 
Spastik trotz nun zweimal wöchentlich durchgeführter Physiotherapie und 
Osteopathie zugenommen. Der Spitzfuss könne nicht mehr überwunden 
werden. Die Stehfähigkeit sei auch mit Gehstöcken eingeschränkt. 

3.2.19 Im Bericht des Notfallzentrums der Klinik R.________ vom 12. April 
2012 (act. II 253) wurde eine Commotio cerebri nach Sturz auf den Hinter-
kopf am 5. April 2012 diagnostiziert. Der Sturz habe sich anlässlich einer 
heftigen Spastik in den unteren Extremitäten ereignet. Eine Blutung oder 
eine Fraktur des Schädels habe bildgebend ausgeschlossen werden kön-
nen. Am Folgetag habe die Beschwerdeführerin entlassen werden können.

3.2.20 Im Operationsbericht der gynäkologischen Abteilung des Spitals 
V.________ vom 19. September 2012 (act. II 545), welcher der Beschwer-
degegnerin erst im Juli 2018 zuging, wurde eine unklare vaginale Blutung 
diagnostiziert. Die Beschwerdeführerin sei am Abend des 12. September 
2012 per Ambulanz auf die Notfallstation gebracht worden. Sie sei blutü-
berströmt (blutige Hose, Oberkörper und Hände) gewesen und habe be-
hauptet, in der 22. Schwangerschaftswoche und Paraplegikerin zu sein. In 
der vaginalen unter Narkose stattgefundenen Untersuchung habe sich der 
Uterus anteflektiert gezeigt, normal gross, ohne Hinweis auf die Blutungs-
ursache. Eine erneute Abdomensonographie habe keine Hinweise auf eine 
Schwangerschaft gezeigt. Das bei der Kürettage gewonnene Gewebe sei 
zur histologischen Untersuchung eingeschickt worden.

3.2.21 Im histopathologischen Befundbericht von Dr. med. W.________, 
Facharzt für Pathologie, vom 18. September 2012 (act. II 546), welcher der 
Beschwerdegegnerin erst im Juli 2018 zuging, wurde dargelegt, am über-
sandten Material sei eine morphologische Differenzierung zwischen 
menschlichem und fraglich tierischem Blut nicht möglich gewesen. Nir-
gends habe man Schwangerschaftsmaterial gesehen. 

3.2.22 Im Austrittsbericht des Spitals V.________ vom 13. September 
2012 (act. II 548), welcher der Beschwerdegegnerin erst im Juli 2018 zu-
ging, wurden folgende Diagnosen gestellt:

1. Verdacht auf schwere Persönlichkeitsstörung mit vorgetäuschter 
Schwangerschaft mit inszeniertem Abort am 12. September 2012

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2. Funktionelle Paraplegie sub Th10
3. Diabetes mellitus Typ 1

Der Beschwerdeführerin sei bei Eintritt der Name ihres Gynäkologen nicht 
eingefallen. Ein Ultraschallbild aus der 12. Schwangerschaftswoche habe 
eine altersentsprechende Schwangerschaft gezeigt, zudem habe die Be-
schwerdeführerin einen Mutterpass gehabt. Ihre Hebamme habe sie ins 
Spital begleitet. Der bisherige Schwangerschaftsverlauf sei gemäss Aussa-
ge der Beschwerdeführerin unauffällig gewesen. Wie die Gynäkologen des 
Spitals V.________ ausführten, konnte keine Ursache für die Blutung auf-
gezeigt werden; am ehesten handle es sich um eine vorgetäuschte 
Schwangerschaft mit inszeniertem Abort. In weiteren stationären Verlauf 
hätten sich widersprüchliche Aussagen der Beschwerdeführerin bezüglich 
der Schwangerschaft gezeigt. Auf Nachfragen sei diese ausgewichen. Der 
Verdacht einer vorgetäuschten Schwangerschaft habe sich bestätigt. Auch 
die Paraplegie erscheine fraglich. 

3.2.23 Prof. Dr. med. E.________ führte im neurologischen Gutachten vom 
15. Mai 2013 (act. II 291) aus, die Beschwerdeführerin sei am Explorations-
datum (29. August 2012) in der 17. Woche schwanger gewesen. Sie könne 
mit zwei Stöcken kleine Strecken gehen. Für weitere Strecken benutze sie 
den Rollstuhl. An der Organizität der Paraparese/Paraspastik sei kaum zu 
zweifeln. Selbst wenn man die Spastizität, Lähmungen und die sensiblen 
Ausfälle als "psychogen" interpretieren würde, so hätten mit dem positiven 
Babinskizeichen und dem Ausfall des Analreflexes zwei psychogen nicht 
beinflussbare Reflexanomalien bestanden, die nur durch eine organische 
Funktionsstörung erklärt werden könnten. Der Neurostatus sei beim aktuel-
len Untersuchungstermin parallel von einer erfahrenen Kollegin (Fachärztin 
für Neurologie) durchgeführt worden, welche die Geschichte der Be-
schwerdeführerin nicht gekannt habe. Sie sei zur gleichen Schlussfolge-
rung gekommen. Viele der bisherigen neurologischen Beurteilungen seien 
tendenziös gewesen, indem sie die Nicht-Organizität der Beschwerden 
forciert hätten. Bei der Beschwerdeführerin fände sich mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit eine im Rahmen der spinalen Anästhesie aufgetretene 
Schädigung des Rückenmarkes mit einer hochgradigen spastischen Para-
parese und neurogener Blasen- und Mastdarmstörung. Dass die Rücken-
marksläsion nicht bildgebend dargestellt werden könne, spreche nicht ge-

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gen deren "somatische" Natur. Es bestehe ein natürlicher Kausalzusam-
menhang zwischen dem Eingriff am 3. Mai 2010 und dem Beschwerdebild. 
Modifizierende Faktoren seien nicht ersichtlich. Ein ärztlicher Kunstfehler 
sei nicht begangen worden. Die Komplikation der Spinalanästhesie sei 
schicksalhaft gewesen. 

3.2.24 Im psychologischen Bericht von X.________, lic. phil., Psychologin 
FSP sowie Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, sowie Y.________, 
lic. phil., Fachpsychologin FSP, vom 26. Juni 2013 (act. II 325) wurde mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit allenfalls eine artifzielle Störung 
(Münchhausen-Syndrom; ICD-10 F68.1) diagnostiziert. Gemäss frem-
danamnestischen Angaben bestehe dieses Leiden seit ungefähr zehn Jah-
ren. Im April 2000 sei der damalige Freund der Beschwerdeführerin, mit 
welchem sie seit vier Jahren zusammen gewesen sei, während eines län-
geren ...-Aufenthalts tödlich verunglückt. Es sei ihr damals nicht möglich 
gewesen, richtig Abschied zu nehmen und sie habe auch nie die Unfallstel-
le besuchen können. Obschon es ihr sehr schlecht gegangen sei, habe sie 
die Ausbildung zur ... fortgesetzt, habe aber zu der Zeit erstmals eine Pha-
se eines Münchhausen-Syndroms erlebt. Da sie mit dem Partnerverlust 
nicht habe umgehen können, habe sie eine Leukämieerkrankung insze-
niert. In diesem Zusammenhang sei es zu einem stationären Aufenthalt 
gekommen (Aufgrund später erlangter fremdanamnestischer Angaben sei 
davon auszugehen, dass es nie einen Freund gegeben habe, der tödlich 
verunglückt sei). Im Jahr 2006 sei sie eine neue Beziehung eingegangen 
und 2007 schwanger geworden. In der 37. Schwangerschaftswoche sei es 
nach einem heftigen Bremsmanöver mit dem Auto zu einer Plazentaablö-
sung gekommen und das Kind sei im Mutterleib verstorben. Sie habe das 
Kind anschliessend tot gebären müssen (fremdanamnestisch sei keine 
Schwangerschaft resp. Totgeburt bekannt). Anfang 2012 habe sie einen 
Physiotherapeuten kennengelernt und sei mit diesem eine Beziehung ein-
gegangen. Dieser habe um Pfingsten 2012 die Beziehung beendet. Im Au-
gust 2012 habe sie erklärt, von diesem Ex-Partner schwanger zu sein. Mit-
te September 2012 habe sie berichtet, einen Abort gehabt zu haben. Nach 
eigener Einsicht in die von der Beschwerdeführerin vorgelegten Bilder sei 
davon auszugehen, dass diese entgegen ihren Aussagen die Bilder selber 
gemacht habe. Ihre Mutter habe sich gemeldet und angegeben, das 

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Münchhausen-Syndrom habe vor ca. zehn Jahren angefangen und nehme 
ein immer drastischeres Ausmass an. Sie sei sich sicher, dass nie eine 
Schwangerschaft stattgefunden habe und was die Paraplegie anbelange, 
so sei ihre Tochter durchaus in der Lage zu gehen. Einzig ein Fuss sei et-
was eingeschränkt. Die Psychologinnen kamen zum Schluss, das Münch-
hausen-Syndrom sei aus Sicht der Beschwerdeführerin nie Therapieanlass 
gewesen. Vielmehr habe ihr die Therapie für eine neue dramatische Insze-
nierung gedient, um Aufmerksamkeit zu erlangen.

3.2.25 Dr. med. S.________ führte im Schreiben vom 9. August 2013 
(act. II 347) an die Beschwerdegegnerin aus, er habe die Beschwerdefüh-
rerin seit dem Verlaufsbericht vom 26. Januar 2012 nur noch einmal am 
6. März 2012 gesehen. Der letzte Patientenkontakt datiere vom 31. Juli 
2012, als ihn diese telefonisch über ihre Schwangerschaft informiert habe. 

3.2.26 Dr. med. Z.________, Fachärztin für Neurologie sowie für Psychia-
trie und Psychotherapie vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IVB, 
stellte im Untersuchungsbericht vom 23. Juni 2013 (act. II 365) folgende 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

1. Schwere psychische Gesundheitsstörung mit seit mindestens 2003 be-
stehendem Münchhausen-Syndrom (artifizielle Störung; ICD-10 F68.1)

2 Im Rahmen der artifiziellen Störung funktionelle Paraplegie mit auf der 
Funktionsebene demonstriertem thorakalen Querschnittsyndrom mit 
multiplen angegebenen Funktionsstörungen (Blasen- und Mastdarm-
funktionsstörung unklarer Ätiologie, Erstsymptome nach Spinalanästhe-
sie am 3. Mai 2010)

Die Beschwerdeführerin habe bereits 2003 mittels eines von ihr gefälschten 
Arztzeugnisses eine Leukämie vorgetäuscht. Im weiteren Verlauf seien von 
ihr Schwangerschaften (2007/2008 und 2012) angegeben worden, welche 
nie ärztlich objektiviert worden seien. Sie sei nach anamnestischen Anga-
ben des P.________ und der Mutter in der Lage, zu gehen und Treppen-
stufen in normalem Gang zu überwinden. Auch sei die Beschwerdeführerin 
während des Aufenthalts im P.________ in der Lage gewesen, selbststän-
dig zu gehen, und sie habe gegen Ende des Aufenthalts die Harnblase 
selbstständig spontan ohne Hilfsmittel entleeren können. Bezüglich der 
Ursachenzuweisung bestünden seitens der neurologischen Experten er-
hebliche diskrepante Beurteilungen. Die Beschwerdeführerin könne weder 
als ... noch als in Ausbildung befindliche ... arbeiten. Sie sei in diesen Funk-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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tionen keinem Arbeitgeber zumutbar. Für alle Tätigkeiten in einem … Kon-
text sei sie als arbeitsunfähig einzustufen, da die Symptomatik des Münch-
hausen-Syndroms in einem … Kontext immer wieder mit Verstärkung er-
fahren werde. Ein 80%-Pensum in einem Tätigkeitsbereich ohne medizini-
schen Kontext sei zumutbar. Es brauche eine ständige Kontrolle, inwieweit 
ihre subjektiven Angaben der Wahrheit entsprächen. Daneben sei eine 
intensive Psychotherapie dringend angezeigt. Inwieweit es gelingen werde, 
die Beschwerdeführerin, welche medizinisch vorgebildet sei, vom Demons-
trieren funktioneller Störungen im medizinischen System abzubringen, kön-
ne derzeit nicht vorausgesagt werden. Neurologischerseits sei versiche-
rungsmedizinisch keine organisch begründbare Störung vorhanden, die 
eine Gutsprache von Hilfsmitteln zu begründen vermöchte. 

3.2.27 Dr. med. S.________ führte in der Stellungnahme vom 13. Septem-
ber 2013 (act. II 377) aus, sowohl klinisch als auch elektrophysiologisch 
lägen beweisende Untersuchungsergebnisse für eine Schädigung des Rü-
ckenmarks vor. Die Hypothese, dass die Paraplegie von der Beschwerde-
führerin im Rahmen eines Münchhausen-Syndroms oder einer anderen 
Psychopathologie artifiziell fabriziert oder vorgespielt werde, sei damit zu 
verwerfen. 

3.2.28 Dr. med. AA.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, für 
Arbeitsmedizin sowie für Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte in 
seiner Beurteilung vom 11. September 2016 (act. II 428) aus, das Vorliegen 
eines Münchausen-Syndromes (ICD-10 F68.1) scheine mindestens seit 
2003 als gesichert, finde aber in den bisherigen Gutachten keine Erwäh-
nung, was deren Aussagewert grundsätzlich in Frage stelle, denn eine der-
artige Diagnose müsse in die Beurteilung eines Gutachters miteinfliessen 
können. Deshalb sei an der Aussage von Prof. Dr. med. E.________, dass 
es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um eine neurotoxische Rü-
ckenmarkschädigung nach Spinalanästhesie handle, zu zweifeln. Für diese 
Aussage gebe es auch keine stichhaltigen Beweise, sie beruhe auf Aus-
schlusskriterien. Auch das bidisziplinäre Gutachten der Rehaklinik 
C.________ sei nicht schlüssig, da das Krankheitsbild weder im neurologi-
schen noch im psychiatrischen Fachgebiet angesiedelt werden könne. Das 
Münchhausen-Syndrom werde nicht zu Unrecht auch als "Koryphäen-Killer-

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Syndrom" bezeichnet. Viele Merkmale für selbstinduzierte krankhafte Zu-
stände (weibliches Geschlecht, paramedizinische Berufe, kooperatives 
Verhalten bei allen medizinischen Eingriffen [Knie-Operation], häufiger 
Wechsel von Ärzten und Kliniken, Ablehnung psychiatrischer Therapien 
[Einweisung per Fürsorgerischer Freiheitsentzug in die Klinik M.________]) 
seien bei der Beschwerdeführerin vorhanden. Es sei sogar zu überlegen, 
ob die Knieoperation nicht auch eine Folge des Münchhausen-Syndroms 
gewesen sei: Im MRI vom 23. Juni 2009 sei der Verdacht auf einen Riss im 
Meniskus geäussert worden, der sich gemäss Operationsbericht vom 3. 
Mai 2010 nicht bestätigt habe. Es sei ein nahezu normales Knie – "auf 
Drängen der Beschwerdeführerin?" – operiert und lediglich eine minimale 
Resektion des Randes (ca. 2 mm) des Meniskus am rechten Knie durchge-
führt worden. Aus dem P.________ sei die Beschwerdeführerin als Fuss-
gängerin und ohne Hilfsmittel (Rollstuhl, Gehhilfen, etc.) nach einer unter-
durchschnittlich kurzen Aufenthaltsdauer von rund einem Monat entlassen 
worden (bei einer inkompletten Paraplegie mit Blasen- und Darmfunktions-
störungen läge der Rehabilitationsaufenthalt normalerweise bei fünf bis 
sieben Monaten). Für das sich nach dem Austritt offenbar verschlechterte 
neurologische Zustandsbild gebe es absolut keine Erklärung. Dr. med. 
AA.________ empfahl weitere Abklärungen; neben medizinischen Ab-
klärungen erwog er namentlich eine Observation. 

3.2.29 Dr. med. K.________ teilte anlässlich einer Besprechung mit der 
Beschwerdegegnerin (vgl. Aktennotiz vom 16. September 2016 [act. II 
430]) mit, er teile die Ansicht von Dr. med. O.________ bezüglich Unfall-
kausalität der Arthroskopie nicht. Der im Operationsbericht beschriebene 
Verlust der Ringspannung könne konstitutionell bedingt sein. Die Annahme 
eines durchgemachten Meniskusrisses sei eine nicht belegbare Hypothese 
und daher lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich. Wenn 
ein interdisziplinäres Gutachten erfolge, müsse durch einen Knie-
Orthopäden das Thema der Rückfallkausalität nochmals ausführlich aufge-
rollt werden. 

3.2.30 Im bidisziplinären neurologisch-psychiatrischen MEDAS-Gutachten 
vom 7. Juni 2022 (act. II 763) wurden in Bezug auf die Operation vom 
3. Mai 2010 keine durch diese verursachten d.h. kausalen Diagnosen mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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oder ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Ereignisfremd bestehe 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein dringender Verdacht auf eine neu-
rodegenerative Grunderkrankung, DD HSP (hereditäre spastische Spinal-
paralyse), DD primäre Lateralsklerose (PLS) und ohne Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit eine artifizielle Störung (ICD-10 F68.1), DD andere neuroti-
sche Verhaltensstörungen mit körperlicher oder auch persönlichkeitsbezo-
gener Prägung sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen 
und abhängigen Anteilen (ICD-10 Z73.1; act. II 758 f. Ziff. 4).

Unabhängig von den psychiatrischerseits gestellten Diagnosen sei es bei 
der Beschwerdeführerin auf neurologischem Fachgebiet und nach der Spi-
nalanästhesie am 3. Mai 2010 zu einer progredienten spastischen Paraple-
gie gekommen. Anfänglich hätten sich im klinischen Untersuchungsbefund 
noch funktionelle resp. nicht eindeutig zuordenbare Aspekte gefunden. 
Spätestens ab Dezember 2010 hätten – kongruent zu ihren aktuellen Be-
schreibungen – Hinweise für eine organische Genese der Beschwerden 
vorgelegen, die zunächst fehlinterpretiert worden seien. So sei es zu einer 
Veränderung der klinischen Symptomatik im Bereich beider Füsse linksbe-
tont mit Krallenzehenbildung und Supinationsstellung gekommen. Im 
P.________ sei die Fehlstellung auf eine aktive Muskelfunktion und nicht 
auf eine Spastik zurückgeführt worden. Ab Juli 2011 würden die aktenana-
mnestischen sowie die eigenanamnestischen Angaben der Beschwerde-
führerin unzweifelhaft für eine organisch bedingte, progrediente spastische 
Paraplegie sprechen. Aus aktuell neurologischer Sicht sei von einer über-
wiegend wahrscheinlich neurodegenerativen Genese (DD HSP, DD primä-
re Lateralsklerose) der Beschwerden auszugehen und nicht von einer ia-
trogen und durch das applizierte Lokalanästhetikum verursachten Myelon-
schädigung mit konsekutiver Paraplegie (act. II 758). 

Auf psychiatrischem Fachgebiet würden aufgrund der eingeschränkten psy-
chiatrischen Dokumentationslage Unsicherheiten verbleiben, die auch im 
Zusammenhang zu dem rein somatischen Krankheitskonzept der Be-
schwerdeführerin mit einer starken Abwehr gegenüber der Thematisierung 
einer psychiatrischen Problematik stehe. In der Kindheit/Jugend hätten ver-
schiedene Belastungen bestanden, die als Hinweis auf eine möglicherwei-
se erhöhte Vulnerabilität zur Entwicklung einer psychischen Erkrankung im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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Erwachsenenalter angesehen werden könne. Bis zum Jahr 2003 würden 
sich keine gesicherten Hinweise auf eine relevante psychiatrische Sym-
ptombildung ergeben. Wohl im Zusammenhang zu einer durch die Be-
schwerdeführerin selbst erlebten Überforderungssituation im Rahmen ihrer 
Ausbildung, fraglich aber auch im Rahmen einer Beziehungsproblematik, 
sei es dann 2003 zu der ersten Episode eines Münchhausen-Syndroms ge-
kommen. Gemäss Akten habe es jedoch auch weitere Episoden gegeben: 
2007 (Abort), auch dies fraglich im Rahmen einer Beziehungsproblematik, 
sowie 2012 mit dem auch durch die involvierten Spitäler dokumentierten 
Nachweis einer artifiziellen Problematik (vorgetäuschter Abort). Neben die-
sen umschriebenen Ereignissen lasse sich eine psychiatrische Symptoma-
tik im Intervall nicht nachhalten, letztlich jedoch auch nicht ausschliessen. 
Dabei müsse festgestellt werden, dass die Beschwerdeführerin mit dem 
Unterbruch 2003 bis zur Spinalanästhesie am 3. Mai 2010 und nach einem 
etwas längeren Intervall auch danach im Rahmen ihrer Umschulung mit 
dem folgenden Neueintritt in den Beruf (2015) ein hohes Funktionsniveau 
aufgewiesen habe ohne Hinweis auf eine zusätzlich belastende psychiatri-
sche Problematik (act. II 757 f. Ziff. 5). 

Aus neurologischer Sicht liege zwar ein klar objektivierbarer organischer 
Gesundheitsschaden vor, dieser sei aber nicht mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit natürlich kausal zum Eingriff am 3. Mai 
2010 (act. II 757 Ziff. 6). Es bestehe gemäss der aktuellen psychiatrischen 
Expertise eine artifizielle Störung im Sinne eines Münchhausen-Syndroms. 
Von neurologischer Seite werde diese Diagnose nicht angezweifelt. Es lie-
ge aber auch eine davon unabhängig aufgetretene organische Störung vor, 
die klinisch, laborchemisch und apparativ-diagnostisch bestätigt werden 
könne. Die spastische Paraplegie mit neurogener Blasen-/Darm-/Sexual-
funktionsstörung sei organisch bedingt und nicht auf eine psychogene Ge-
nese zurückzuführen. Dafür hätten sich objektive klinische, laborchemische 
und apparativ-diagnostische Hinweise ergeben. Es lägen nur organische 
Faktoren vor, die das Ausmass des Beschwerdebildes vollumfänglich er-
klärten. Die artifizielle Störung und Persönlichkeitsakzentuierung seien in 
konsensualer Hinsicht im vorliegenden Fall als Nebendiagnosen anzuse-
hen (act. II 756 f. Ziff. 8). Aus neurologischer Sicht liege eine im Vorder-
grund stehende zentral-motorische Störung vor, deren Ursprung im Bereich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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des zentralen Nervensystems liege. Beim Diabetes mellitus könne es im 
Lauf der Zeit zu einer Beteiligung peripherer Nervenstrukturen im Besonde-
ren kommen. Die neurourologischen Befunde würden für einen zentralen 
und nicht für einen peripher-autonomen Ursprung der Störung sprechen. 
Das eingeschränkte Vibrations- und Lageempfinden im Bereich der unteren 
Extremitäten könnte zwar auch Korrelat einer sensiblen Polyneuropathie 
bei Diabetes mellitus Typ 1 sein, allerdings sei es ungewöhnlich, dass das 
Vibrations- und Lageempfinden im Bereich der unteren Extremitäten ganz 
aufgehoben sei (wie bei der Beschwerdeführerin) und ohne Gradienten (mit 
Besserung des Vibrationsempfindens nach proximal). Die Tiefensensibi-
litätsstörung spreche eher für eine Störung der langen sensiblen Bahnen 
(Hinterstränge), deute somit auf eine Störung im zentralen Nervensystem 
hin. Die neurologische Störung stehe überwiegend wahrscheinlich nicht in 
einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Eingriff am 3. Mai 2010. Aus 
neurologischer Sicht – und dazu passten insbesondere die unauffälligen 
Befunde der Bildgebung (Kopf, spinale Achsel) – liege eine neurodegene-
rative Grunderkrankung – HSP – ursächlich zugrunde. 

3.2.31 Prof. Dr. med. E.________ äusserte sich in der E-Mail vom 1. No-
vember 2022 (act. II 784) an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
zum MEDAS-Gutachten. Dass eine organische Störung vorliege, welche 
zur Spastizität der Beine und zur Blasen-/Harnentleerungsstörung führe 
(inkomplette Rückenmarks-Querschnittsyndrom), seien sich mittlerweile 
alle Beteiligten einig. Soweit im Gutachten dahingehend argumentiert wer-
de, dass das Querschnittsyndrom nicht durch eine toxische Wirkung des 
Anästhetikums bei der Operation am 3. Mai 2010 verursacht worden sei, 
sondern durch eine neurodegenerative Erkrankung, die mit dieser Anäs-
thesie nichts zu tun habe, sei der Sachverhalt nicht so klar, wie das ME-
DAS-Gutachten es erscheinen lasse. Es sei schlichtweg nicht möglich zu 
argumentieren, weil der Wert von Neurofilament light Protein im Serum 
(NfL) bei der Beschwerdeführerin leichtgradig erhöht sei, liege mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit eine degenerative Nervenkrankheit und nicht ein 
toxisches Rückenmarksyndrom vor. Ohne den NfL-Wert sei die Argumenta-
tion sehr viel komplizierter und unsicherer. Die Hauptquelle des Zweifels, 
dass es sich um eine degenerative Krankheit handle, sei der Umstand, 
dass das Beschwerdebild mit der Anästhesie losgegangen sei; da würden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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alle Gegenargumente nichts helfen. Auch wenn sich die Symptomatik nach 
der Anästhesie im Verlauf noch verschlechtert habe, spreche dies nicht 
gegen eine toxische Schädigung, denn Spastizität und Blasenstörung seien 
auch nach einmal etablierter Rückenmarksläsion dynamisch. Der Beweis-
grad "toxisch vs. degenerativ" sei höchstens 1:1, wenn nicht > 1 zugunsten 
toxisch. 

3.2.32 Dr. med. K.________ führte im Aktenbericht vom 15. April 2023 
(act. II 828) aus, es sei erstellt und unbestritten, dass sich die Beschwerde-
führerin am 22. Februar 2009 am rechten Knie verletzt habe. Die klinische 
Diagnose einer Verletzung am medialen Bandapparat durch Dr. med. 
L.________ sei einerseits lege artis gestellt und behandelt, andererseits 
aber auch bildgebend im Nachhinein (MRI vom 23. Juni 2009) explizit 
bestätigt worden. Es sei zwar aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin in 
Bezug auf die Diagnose/Verletzung zeitgerecht arbeitsfähig geworden sei 
(0 % Arbeitsunfähigkeit ab 30. März 2009), es bleibe aber unklar, weshalb 
das MRI durchgeführt worden sei. Die Indikation "Status nach Trauma am 
22.02.2009 mit der Frage nach Innenmeniskusschaden/Bakerzyste" sei 
durch klinische Befunde oder Hinweise nicht belegt oder hinreichend nach-
vollziehbar. Der MRI-Befund sei allerdings ganz klar gewesen. Einerseits 
sei das partiell verdickte bzw. geheilte/vernarbte mediale Seitenband er-
kannt und damit die ursprüngliche klinische Diagnose bestätigt worden, an-
dererseits sei definitiv keine meniskale Rissbildung erkennbar gewesen, 
was intraoperativ bestätigt worden sei. Es gebe keinen physikalisch denk-
baren Mechanismus, der eine ausschliesslich intrameniskale Veränderung 
an der betroffenen/beschriebenen Stelle bewirken könnte. Die Beurteilung 
von Dr. med. O.________ (9. Juni 2010 [act. II 35]), dass es sich bei der 
Problematik um einen "Rückfall" handle, sei demnach falsch. Daran ändere 
sich auch nichts, wenn der Radiologe zwar von einem degenerativen Ge-
schehen ausgehe, in Klammer aber eine "posttraumatische" Genese mit 
Fragezeichen anführe. Ausserdem könne intrameniskal, weil ebenda nicht 
innerviert, kein Schmerz ausgelöst werden und es sei mit Nachdruck darauf 
verwiesen, dass das angeblich "positive Meniskuszeichen" (welches der 
vielen?) nicht nachvollziehbar sei. Aufgrund der Tatsache, dass im Alltag 
keine Einschränkung bestanden habe, klinisch kaum verwertbare Hinweise 
auf eine Meniskusläsion bestanden hätten und dem klaren MRI-Befund, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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dass, ausser der abgeheilten medialen Seitenbandläsion, keine hinrei-
chend beschwerdeerklärende oder gar funktionell einschränkende Proble-
matik am Meniskus habe vorliegen können, sei die Schlussfolgerung "Indi-
kation zur Arthroskopie" (13. Januar 2010) nicht annähernd nachvollzieh-
bar. 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich im 
konkreten Einzelfall danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechtsre-
levanten Fragen beantworten lassen oder nicht (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 
S. 128).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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tergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel-
lungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 
9C_651/2019 E. 4.3). Zudem kann insbesondere (auch) die Kausalität im 
Rahmen eines Aktengutachtens erörtert werden (Urteil des BGer 
8C_383/2011 vom 9. November 2011 E. 4.2).

3.4 Nachfolgend ist auf die sich teilweise eklatant widersprechenden 
Aussagen der Beschwerdeführerin bzw. Inkonsistenzen einzugehen. Dies 
im Hinblick darauf, dass die damals zur Verfügung stehenden Informatio-
nen den jeweils behandelnden Ärzten kein vollständiges Bild erlaubten, 
bzw. wichtige Informationen – insb. die Diagnose eines Münchhausen-
Syndroms – fehlten.

3.4.1 Erstmals wurde die Beschwerdegegnerin am 13. August 2013 
(act. II 340), d.h. viereinhalb Jahre nach dem initialen Ereignis vom 9. Fe-
bruar 2009, darüber unterrichtet, dass bei der Beschwerdeführerin Anfangs 
2003 ein Münchhausen-Syndrom (ICD-10 F68.1) diagnostiziert wurde. Die 
Beschwerdeführerin habe damals angegeben, im Anschluss an die Be-
handlung eines gutartigen Tumors sei ihr die Idee gekommen, eine Leukä-
mie vorzutäuschen (act. II 327; vgl. E. 3.2.1 hiervor). Demgegenüber gab 
die Beschwerdeführerin ihren von Juni bis Oktober 2012 behandelnden 
Psychologinnen als Grund für die erfundene Leukämieerkrankung einen 
nichtverarbeiteten Partnerverlust (tödlicher Autounfall des Partners [vierjäh-
rige Beziehung] 2000 in ...) an. Die Psychologinnen erklärten jedoch, es sei 
davon auszugehen, dass es diesen Freund nie gegeben habe (act. II 325; 
vgl. auch E. 3.2.24 hiervor). Bezüglich dieses Freundes erwähnte sie an-
lässlich der MEDAS-Begutachtung 2021, diesen 1999 kennengelernt zu 
haben und er habe in ... einen Autounfall erlitten. Einen tödlichen Unfall 
erwähnte sie nicht (act. II 717). Auch den übrigen Akten sind Diskrepanzen 
bezüglich anderen Partnerschaften zu entnehmen: Anlässlich der RAD-
Untersuchung im Mai 2013 gab die Beschwerdeführerin an, seit 2006 in 
einer Partnerschaft zu stehen (act. II 360), gemäss Angaben der behan-
delnden Psychologinnen scheiterte diese Beziehung jedoch bereits im Ok-
tober 2011 (act. II 324). Weiter gab die Beschwerdeführerin bezüglich einer 
im Herbst 2011/Frühjahr 2012 bis Pfingsten dauernden Beziehung (act. II 
324, 359) an, diesen Freund habe sie anlässlich eines längeren Aufenthalts 

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im P.________ 2012 kennengelernt (act. II 324; gemäss Akten hat jedoch 
weder 2011 noch 2012 überhaupt ein Aufenthalt im P.________ stattge-
funden]) und die Beziehung sei infolge längeren Spitalaufenthalten im Früh-
jahr 2012 (Infektion aufgrund der Spirale sowie Schädelbruch) zerbrochen 
(längere Spitalaufenthalte im Frühjahr 2012 sind nicht aktenkundig, zudem 
hat kein Schädelbruch stattgefunden: Wegen eines Sturzes auf den Hinter-
kopf fand im April 2012 eine einzige Konsultation eines Notfallzentrums 
statt, und die Beschwerdeführerin wurde nach unauffälligen bildgebenden 
Befunden tags darauf bereits entlassen [act. II 253]).

Weitere Inkonsistenzen ergeben sich in Bezug auf die von der Beschwer-
deführerin behaupteten Schwangerschaften: In der psychiatrischen Begut-
achtung in der Rehaklinik C.________ im Januar/Februar 2011 gab die 
Beschwerdeführerin an, die psychisch am meisten belastende Situation in 
ihrer Vorgeschichte sei der Abort in der 19. Schwangerschaftswoche im 
April 2008 gewesen. Das Kind sei tot geboren (act. II 153; vgl. diesbezüg-
lich auch die detaillierten Angaben gegenüber den behandelnden Fachpsy-
chologinnen [act. II 324 sowie E. 3.2.24 hiervor]). In der psychiatrisch-
gutachterlichen Exploration bei der MEDAS im Juni 2021 gab die Be-
schwerdeführerin diesen Abort nicht an und verneinte diesen sogar auf 
konkrete Nachfrage des Gutachters hin (act. II 715). Soweit den behaupte-
ten Abort 2012 betreffend, wurde die Beschwerdeführerin anlässlich der 
MEDAS-Begutachtung im Juni 2021 von gutachterlicher Seite her darauf 
hingewiesen, dass damals eine Schwangerschaft nicht habe nachgewiesen 
werden können. Diese habe alsdann erwidert, einige Monate zuvor 
schwanger gewesen zu sein und wohl auch einen Abgang gehabt zu ha-
ben; die Vorstellung im Spital sei dann im Rahmen der ersten Regelblutung 
erfolgt (act. II 714). Diese nachträgliche Schilderung erstaunt doch bei 
Konsultation der ereignisnahen Unterlagen (vgl. E. 3.2.21-3.2.23 hiervor). 

3.4.2 Betreffend den Sturz vom 22. Februar 2009 vor ihrem Zuhause auf 
Eis und die diesbezügliche spätere Darstellung eines ...sturzes, welcher in 
der Folge von den involvierten Ärzten, Rechtsvertretern und teilweise auch 
Versicherungen unreflektiert übernommen wurde, wird im Wesentlichen auf 
die Ausführungen unter E. 3.1 hiervor verwiesen. Nur der Vollständigkeit 
halber ist auf den Umstand hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin an-

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lässlich der Konsultation im Spital N.________ am 12. Januar 2010 (vgl. 
act. II 17) angab, die initiale Behandlung habe im Spital AB.________ 
stattgefunden. Weiter seien während mehreren Wochen Physiotherapiesit-
zungen erfolgt. Für eine Erstbehandlung wie auch eine spätere Behandlung 
im Spital AB.________ sind den Akten keine Hinweise oder Berichte zu 
entnehmen; ebenfalls nicht, dass Physiotherapiebehandlungen stattgefun-
den hätten.

3.4.3 Die Beschwerdeführerin konnte am 18. Juni 2010 ohne Rollstuhl 
oder Stöcke entlassen werden und es wurde ärztlicherseits festgestellt, 
dass sie Treppensteigen und auch längere Strecken ohne jegliche Hilfsmit-
tel zurücklegen kann (act. II 60; vgl. auch E. 3.2.9 hiervor). In der Folge 
wurden im Herbst 2010 – auch wenn die Beschwerdeführerin angab, Un-
terarmstöcke zu verwenden – gute Fortschritte hinsichtlich Gangsicherheit 
und Mobilität sowie Selbstständigkeit festgestellt (act. II 102; vgl. auch 
E. 3.2.10 hiervor) und im Winter 2010/2011 sowohl von den behandelnden 
wie auch begutachtenden Ärzten bestätigt, dass die Beschwerdeführerin an 
zwei Unterarmstöcken mobil ist und im Rahmen ihrer Wohnung und für 
kleine Strecken keine Gehhilfe verwendet (act. II 106, 163; vgl. auch 
E. 3.2.13 hiervor). Insbesondere gab die Beschwerdeführerin selbst an, 
mindestens vier Mal täglich ihre Wohnung zu verlassen und die Treppe 
(13 Stufen) mit nur einer Gehhilfe zu bewältigen (act. II 158) bzw. mit Krü-
cken und Unterschenkel-Orthesen mehrere hundert Meter gehen zu kön-
nen (act. II 193). 

Nachdem die Beschwerdegegnerin in der Folge im August 2011 
(act. II 191) in Aussicht gestellt hatte, keine weiteren Leistungen mehr zu 
erbringen, der Beschwerdeführerin von Seiten Arbeitgeber im August 2011 
gekündigt worden war (act. II 201), und in der Folge weitere medizinische 
Abklärungen wie auch Korrespondenzen zwischen dem damaligen Rechts-
vertreter der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin folgten, 
machte die Beschwerdeführerin plötzlich eine Verschlechterung ihrer Mobi-
lität geltend (Stehfähigkeit auch mit Gehstöcken eingeschränkt, Benutzung 
eines Rollstuhls zur Linderung der Schmerzen und für längere Strecken 
[act. II 231 {vgl. E. 3.2.18 hiervor} sowie act. II 291 {vgl. E. 3.2.23 hiervor}]). 
Die behandelnden Fachpsychologinnen berichteten im Juni 2013 gar darü-

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ber, dass die Beschwerdeführerin in sämtlichen ambulanten Konsultationen 
von Ende Juni bis Mitte Oktober 2012 im Rollstuhl erschienen sei, deren 
Mutter ihnen gegenüber im September 2012 jedoch berichtet habe, ihre 
Tochter sei durchaus in der Lage zu gehen; einzig ein Fuss sei einge-
schränkt (act. II 324 [vgl. auch E. 3.2.24 hiervor]). Gegenüber Dr. med. 
Z.________ vom RAD gab die Mutter im Mai 2013 telefonisch an, sie wür-
de die Tochter im Haus bzw. ausserhalb des Hauses sehen, wie diese teil-
weise mit, teilweise ohne Gehhilfe umhergehen könne. Sie habe Kame-
raaufnahmen erstellt, auf welchen zu sehen sei, dass der Beschwerdefüh-
rerin freies Gehen möglich sei; bei Besuchen ... würde sie Gehhilfen benut-
zen (act. II 359). Bei der Untersuchung durch Dr. med. Z.________ am 
23. Mai 2013 benutzte die Beschwerdeführerin einen Rollstuhl. Diese 
sprach die Diskrepanzen in ihrem Bericht an (act. II 358; vgl. auch E. 3.2.26 
hiervor). Die Filmaufnahmen wurden in der Folge (act. II 404) von der IVB 
aus "beweisrechtlichen Gründen (keine Verwertbarkeit)" aus den IV-Akten 
verwiesen und wurden der Beschwerdegegnerin nicht zugestellt. Zu den 
bis dahin sich ergebenden Inkonsistenzen äusserte sich alsdann Dr. med. 
AA.________ im September 2016 und zog eine Observation in Betracht 
(act. II 427 f.; vgl. auch E. 3.2.28 hiervor). Schliesslich gab die Beschwer-
deführerin anlässlich der Begutachtung in der MEDAS im Juni 2021 an, 
vollständig auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein (vgl. act. II 719). 

Auch wenn sich aufgrund der Akten etliche Diskrepanzen zum Verlauf der 
Mobilität/Gehfähigkeit ergeben, erübrigen sich hierzu weitere Ausführungen 
bzw. Abklärungen, da sie für die hier massgebende Frage, ob die Operati-
on vom 3. Mai 2010 bzw. etwelche sich daraus ergebende Folgen mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem Zusammenhang zum Sturz 
vom 22. Februar 2009 vor ihrem Haus auf Eis stehen (vgl. E. 3.5.3 f. hier-
nach), irrelevant sind.

3.5 Wie unter E. 3.1. hiervor dargelegt, ist unter den Parteien unbestrit-
ten, dass das Ereignis vom 22. Februar 2009 (Sturz vor ihrem Zuhause auf 
Eis) einen Unfall im Rechtssinn darstellt. Strittig und nachfolgend in einem 
ersten Schritt zu prüfen ist, ob die Operation vom 3. Mai 2010 mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang 
zum initialen Ereignis vom 22. Februar 2009 steht (vgl. E. 3.5.3 hiervor). 

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Falls die Frage bejaht wird, ist in der Folge auch zu prüfen, ob die nach der 
Operation vom 3. Mai 2010 geltend gemachten Einschränkungen in einem 
überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zur besagten Ope-
ration stehen (vgl. E. 3.5.4 hiernach). 

3.5.1 Nachdem die Beschwerdeführerin am 22. Februar 2009 vor ihrem 
Zuhause auf Eis ausrutschte, konsultierte sie zwei Tage später, am 24. Fe-
bruar 2009, Dr. med. L.________. Radiologisch konnte eine Fraktur ausge-
schlossen werden. Dr. med. L.________ diagnostizierte eine Distensi-
on/Teilruptur des medialen Kollateralbandes im rechten Knie. Als Befund 
beschrieb er Schmerzen am medialen Bandapparat. Er verordnete eine 
Schiene sowie Stockentlastung, attestierte eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit vom 22. Februar bis zum 29. März 2009 bzw. eine vollständige 
Arbeitsfähigkeit ab dem 30. März 2009 und schloss die ärztliche Behand-
lung per 20. März 2009 bei noch bestehenden Restbeschwerden am An-
satz des medialen Kollateralbandes aber ansonsten stabilem reizfreien 
Kniegelenk ab. Danach hat Dr. med. L.________ die Beschwerdeführerin 
nicht mehr gesehen. Sie wurde aber vertretungshalber am 22. Juni 2009 
bei Dr. med. Q.________ wegen Restschmerzen und geltend gemachtem 
einmaligem giving way vorstellig, der ein MRI veranlasste (act. II 11, 12, 14, 
80; vgl. MRI-Bericht vom 24. Juni 2009 [act. II 81]). Dabei konnte weder 
eine ossäre Läsion noch eine Meniskusläsion nachgewiesen werden. Ne-
ben einer leichten Meniskusdegeneration zeigte sich einzig eine narbige 
Verdickung (Nachweis einer erfolgten Ausheilung der distorsionsbedingt 
zugezogenen Teilruptur) des medialen Kollateralbandes bei erhaltener 
Kontinuität. Vom Abschluss der Behandlung bei Dr. med. L.________ am 
20. März 2009 bis zur Konsultation des Spitals N.________ am 12. Januar 
2010 (act. II 17) sind den Akten ausser der Konsultation bei Dr. med. 
Q.________ und der Anfertigung eines MRI's (beides im Juni 2009) keine 
Hinweise für diesbezügliche ärztliche Konsultation sowie Beschwerden zu 
entnehmen, d.h. Brückensymptome wurden bis dahin echtzeitlich nicht 
festgehalten. Im Spital N.________ machte die Beschwerdeführerin offen-
sichtlich falsche Angaben über die initiale ärztliche Behandlung (vgl. bereits 
die Ausführungen unter E. 3.4.2 hiervor; von dieser Falschdarstellung geht 
unter anderem auch der jetzige Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
aus [vgl. Beschwerde III. Art. 3 S. 5 Ziff. 2]), weshalb dem diesbezüglichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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Bericht des Spitals N.________ vom 13. Januar 2010 (act. II 17), insbe-
sondere auch in Bezug auf die Aussage, es bestünde aufgrund der erho-
benen Befunde eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität bzw. die 
Frage, ob der vorliegende Fall als Rückfall oder unter dem Grundfall zu 
beurteilen ist, keine Beweiskraft zukommt. Vielmehr ist erstellt, dass ausser 
einer Konsultation bei Dr. med. Q.________ und der Anfertigung des MRI's 
(beides im Juni 2009) über neuneinhalb Monate keine ärztliche Konsultati-
on stattfand, d.h. ärztlicherseits keine echtzeitlichen Brückensymptome 
festgestellt wurden und die Beschwerdeführerin – entgegen dem Vorbrin-
gen in der Beschwerde (III. Art. 3 S. 5 Ziff. 2 sowie Art. 4 S. 5 f. Ziff. 1 f.) – 
für diese Zeit symptomfrei war. So war es ihr offensichtlich möglich, bis 
zum Operationstermin am 3. Mai 2010 ihrer Arbeit als ... im AC.________ 
(1. April 2009 bis 31. Januar 2010 [act: 475]) und beim AD.________ (ab 1. 
Februar 2010 [act. II 21, 475]) uneingeschränkt nachzugehen (vgl. diesbe-
züglich auch Schreiben der Beschwerdeführerin vom 23. Juli 2010, in wel-
chem sie eine vollständige Arbeitsfähigkeit vom 30. März 2009 bis zum 3. 
Mai 2010 bestätigte [act. II 52]). Damit ist entgegen dem Vorbringen der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde III Art. 3 S. 5 Ziff. 2 sowie Art. 4 S. 5 f. 
Ziff. 1 f.) nicht von durchgehend vorhandenen Beschwerden sondern von 
einem zwischenzeitlich – auch wenn nur stillschweigend – erfolgten Fallab-
schluss auszugehen. Aufgrund der konkreten damaligen Umstände ist die-
ses Vorgehen nicht zu beanstanden, konnte die Beschwerdegegnerin doch 
davon ausgehen, dass keine Behandlungsbedürftigkeit und keine Arbeits-
unfähigkeit mehr auftreten würden (vgl. zum Ganzen Urteil des BGer 
8C_400/2013 vom 31. Juli 2013 E. 4). Somit sind die ab Januar 2010 neu 
gemeldeten und zu Konsultationen und Behandlungen führenden Be-
schwerden unter dem Titel Rückfall zu prüfen und es besteht eine Leis-
tungspflicht der Beschwerdegegnerin nur, falls mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit ein natürlicher Kausalzusammenhang zum initialen Ereignis 
vom 22. Februar 2009 besteht. 

So oder anders hätte auch eine Prüfung unter dem Grundfall kein anderes 
Resultat zur Folge (vgl. E. 3.5.3 hiernach), da auch diesfalls die Operation 
vom 3. Mai 2010 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürli-
chen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 22. Februar 2009 stehen 
müsste, damit hierfür wie auch für etwaige Folgen dieser Operation eine 

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Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bestünde. Denn die einmal aner-
kannte/erstellte grundsätzliche Leistungspflicht betreffend der Teilruptur 
des Innenbandes – nur das wurde als vorübergehende Unfallfolge aner-
kannt – hat nicht zur Folge, dass im Verlauf eine Leistungspflicht auch für 
sämtliche Behandlungen per se besteht. Vielmehr ist auch für diese gefor-
dert, dass sie jeweils in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzu-
sammenhang zum Ereignis stehen.

3.5.2 Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Rückforderung der im Zusam-
menhang mit den ab Januar 2010 erneut geltend gemachten Kniebe-
schwerden wie auch der Operation vom 3. Mai 2010 und den im Anschluss 
diesbezüglich geltend gemachten Einschränkungen bereits ausgerichteten 
Leistungen verzichtet (vgl. etwa act. II 275, 298, 318, 485). Daher hat sie 
die Möglichkeit, die anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro 
futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder 
der prozessualen Revision einzustellen, mit dem Argument, der Kausalzu-
sammenhang zwischen Unfall und leistungsbegründendem Gesundheits-
schaden habe gar nie bestanden oder sei dahingefallen. Eine solche Ein-
stellung kann auch rückwirkend erfolgen (vgl. BGE 150 V 188 E. 7.2 S. 193 
und E. 7.3.5 S. 196, 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

3.5.3 Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrem Entscheid, die Opera-
tionsindikation für die am 3. Mai 2010 durchgeführte Arthroskopie könne 
nicht auf das initiale Ereignis vom 22. Februar 2009 zurückgeführt werden, 
auf den ausschliesslich zu dieser Frage bei Dr. med. K.________ in Auftrag 
gegebenen Aktenbericht vom 15. April 2023 (act. II 828). Dieser erfüllt die 
Voraussetzungen der Rechtsprechung an ein medizinisches Aktengutach-
ten (vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugt. Die darin gemachten Schlussfolge-
rungen sind schlüssig begründet und wurden unter Berücksichtigung und in 
Würdigung sämtlicher medizinischer Vorakten erstellt, so dass auf den Ak-
tenbericht abzustellen ist. Danach verletzte sich die Beschwerdeführerin 
anlässlich des Sturzes am 22. Februar 2009 vor ihrem Haus auf Eis am 
rechten Knie. Die klinische Diagnose einer Verletzung am medialen Band-
apparat durch Dr. med. L.________ wurde lege artis gestellt und behandelt 
und konnte auch bildgebend im Nachhinein (MRI vom 23. Juni 2009) 
bestätigt werden. Eine meniskale Rissbildung war auf dem MRI nicht er-

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kennbar, was intraoperativ bestätigt wurde. Aufgrund der Tatsache, dass 
im Alltag keine Einschränkung bestand, klinisch kaum verwertbare Hinwei-
se auf eine Meniskusläsion bestanden und dem klaren MRI-Befund, dass, 
ausser der abgeheilten medialen Seitenbandläsion, keine hinreichend be-
schwerdeerklärende oder gar funktionelle Problematik am Meniskus vorlie-
gen konnte, ist die Schlussfolgerung "Indikation zur Arthroskopie" des Spi-
tals N.________ vom 13. Januar 2010 (act. II 17) nicht annähernd nach-
vollziehbar. Die Operation vom 3. Mai 2010 steht in keinem überwiegend 
wahrscheinlichen Zusammenhang mit dem Ereignis vom 22. Februar 2009. 
An der angeblichen (ereigniskausalen) Indikation ändert sich letztendlich 
auch nichts durch den intraoperativen Erklärungsversuch, dass angeblich 
die Ringspannung des medialen Meniskus herabgesetzt gewesen sei (vgl. 
Operationsbericht vom 4. Mai 2010 [act. II 32]). Dies ist weder bildgebend 
belegt, noch ist die Bezeichnung "etwas in das Gelenk mobilisiert" verwert-
bar. Dass Dr. med. K.________ – als Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates – keine klinische Exploration 
der Beschwerdeführerin vornahm, ist nicht zu beanstanden, konnte er sich 
aufgrund der medizinischen Akten doch ein gesamthaft lückenloses Bild 
verschaffen. Zudem kann insbesondere die Kausalität im Rahmen eines 
Aktenberichts erörtert werden (vgl. E. 3.3 hiervor). Insgesamt sind seine 
Schlussfolgerungen schlüssig nachvollziehbar, in sich widerspruchfrei und 
– wie erwähnt – bildgebend gesichert. Die übrigen medizinischen Akten wie 
auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen (Beschwerde III 
Art. 4 S. 5 ff. Ziff. 1 ff. sowie Art. 5 S. 7 f. Ziff. 1 ff.) – wie nachfolgend dar-
gelegt – keine (auch nur geringen) Zweifel am Aktengutachten des Dr. 
med. K.________ zu wecken. 

Die in den Berichten des Spitals N.________ vom 12. Januar 2010 (act. II 
15) und 13. Januar 2010 (act. II 17) aufgeführten Untersuchungsergebnisse 
/ Befunde waren unauffällig in der Klinik. Es wurde lediglich aufgrund der 
Angaben der Beschwerdeführerin (eingeschränkt beim Bergabgehen, ... 
und ...; wie auch der offensichtlich falschen Angaben betreffend Ereignis-
hergang sowie diesbezüglich durchgeführten Behandlungen) und ohne 
Kenntnis des bei der Beschwerdeführerin vorliegenden Münchhausen-
Syndroms und den diesbezüglichen in der Vergangenheit sich abspielen-
den Begebenheiten eine weitergehende Untersuchung angeordnet. Diese 

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Umstände (vgl. insbesondere E. 3.1 und 3.4 hiervor) wären aber für die 
(Kontra-)Indikation der diagnostischen Arthroskopie wesentlich gewesen. 
Es ist mehr als fraglich, ob weitere Abklärungen getätigt worden wären, 
hätten die Behandler davon Kenntnis gehabt. Es darf auch nicht ausser 
Acht gelassen werden, dass es dem Krankheitsbild des Münchhausen-
Syndroms immanent ist, dass sich Patienten teilweise selber verletzen etc., 
um die gewünschte medizinische Aufmerksamkeit zu erhalten. Auch kann 
die Nachahmung von Schmerzen so überzeugend und hartnäckig sein, 
dass wiederholte Untersuchungen und sogar Operationen in verschieden 
Krankenhäusern oder Ambulanzen durchgeführt werden, trotz mehrfach 
negativer Befunde (vgl. auch DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internati-
onale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], klinisch-
diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 305). Die Beschwerdeführerin 
hat sich denn auch – wie bereits mehrfach in diesem Urteil dargelegt (vgl. 
insbesondere E. 3.1 und 3.4 hiervor) – bereits aufgrund des Ereignisses 
vom 22. Februar 2009 (ausgerutscht auf einer Eisplatte vor ihrem Haus vs. 
...unfall mit nach erfolgter Infragestellung der Leistungspflicht seitens der 
Beschwerdegegnerin [act. II 75] plötzlich in Bezug auf den angeblich statt-
gehabten ...sturz detaillierter, im Gesamtkontext und unter Berücksichti-
gung der Vorgeschichte [E. 3.4 hiervor] jedoch konstruiert erscheinenden 
und beschriebenen Ereignishergang [act. II 154]) in regelrecht abenteuer-
lich anmutende Widersprüche verstrickt, welche von den involvierten Ak-
teuren mehrheitlich überhaupt nicht in Frage gestellt wurden, sondern teil-
weise wohl auch die ärztlichen Beurteilungen insbesondere auch den Ent-
scheid für Behandlungen, namentlich die diagnostische Arthroskopie vom 
3. Mai 2010, wesentlich beeinflusst haben könnten. Dies hielt auch in der 
Folge an. Beispielhaft wurde etwa im Bericht des P.________ vom 29. Juli 
2010 (act. II 62), wo die Beschwerdeführerin über einen Monat stationär 
verbrachte, im Zusammenhang mit der diagnostizierten funktionellen Para-
plegie sub Th 8 über den Verdacht auf eine starke Somatisierungstendenz 
berichtet; im konkreten hätten die Angaben der Beschwerdeführerin nicht 
immer der Wahrheit entsprochen und sie habe eine ausgeprägte Leidens-
bereitschaft aufgewiesen (act. II 60). 

Soweit die Beschwerdeführerin auf ihre Einsprache vom 30. März 2023 
(act. II 840) verweist, und erneut vorbringt, der beratende Arzt der Be-

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schwerdegegnerin habe echtzeitlich einen Kausalzusammenhang zwischen 
dem initialen Ereignis vom 22. Februar 2009 und der Operation vom 3. Mai 
2010 bestätigt (Beschwerde III. Art. 1 S. 3 Ziff. 3), vermag sie daraus nichts 
zu ihren Gunsten abzuleiten. Wie Dr. med. K.________ zu Recht darlegte 
(act. II 825) erweist sich die damalige Einschätzung des Dr. med. 
O.________ ohne irgendeine fachärztlich nachvollziehbare Begründung als 
falsch. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt (act. II 980 Ziff. 
4.3), handelt es sich dabei um eine nota bene nicht unterzeichnete Akten-
notiz vom 9. Juni 2010 (act. II 35) betreffend eine stattgehabte Bespre-
chung mit einem Dr. med. O.________ (keine näheren weiteren Angaben 
zum Vornamen wie zur fachärztlichen Qualifikation desselben), auf welcher 
in kurzer Niederschrift mittels zweier Sätze sinngemäss postuliert wird, die 
– effektiv nicht vorliegende – mediale Hinterhornläsion am rechten Knie sei 
als Rückfall zum Unfall vom 22. Februar 2009 zu übernehmen und "Kos-
tengutsprache" für das "Spital N.________" sowie das "P.________" zu 
erteilen. Dabei handelt es sich um keine fundierte Prüfung des medizini-
schen Sachverhalts, sondern einzig um eine zeitlich beschränkte Kurzprü-
fung der Unterlagen (vgl. diesbezüglich act. II 986 Ziff. 4.4), welche in kei-
ner Weise geeignet ist, eine rechtsgenügliche Beurteilung des Kausalzu-
sammenhangs zwischen dem initialen Ereignis und der über ein Jahr 
später stattgehabten Operation abzugeben oder Zweifel an der Beurteilung 
des Dr. med. K.________ zu begründen; dies nicht zuletzt da Dr. med. 
O.________ offensichtliche wesentliche Informationen im vorliegenden Fall 
(insbesondere bezüglich Münchhausen-Syndrom) wie auch das Bildmateri-
al (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 3) nicht vorlagen. Soweit schliesslich 
die Beschwerdeführerin in Bezug auf das Aktengutachten des Dr. med. 
K.________ eine sachwidrige Fragestellung seitens der Beschwerdegeg-
nerin sieht und daher eine Verletzung der Offizialmaxime geltend macht 
(vgl. Beschwerde III. Art. 2 S. 4 Ziff. 1 und Art. 4 S. 6 ff. Ziff. 3 sowie Art. 5 
S. 7 Ziff. 1), ist ihr aufgrund des Gesagten daher nicht zu folgen. Insbeson-
dere ist diesbezüglich nicht wesentlich, ob Dr. med. K.________ der Be-
richt von Dr. med. L.________ vom 21. Oktober 2010 (act. II 80) vorgele-
gen hat oder nicht (vgl. diesbezüglich Beschwerde III. Art. 5 S. 8 Ziff. 2.3).

Aufgrund des Dargelegten ist gestützt auf den Aktenbericht von Dr. med. 
K.________ vom 15. April 2023 (act. II 828) erstellt, dass insbesondere 

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unter Berücksichtigung der Rückfallproblematik kein überwiegend wahr-
scheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 22. Fe-
bruar 2009 und der Operation vom 3. Mai 2010 besteht, woran der bloss 
zeitliche Konnex nicht ändert, d.h. die diagnostische Arthroskopie ist nicht 
Unfallfolge, sondern basiert auf anderen, hier nicht abzuklärenden Grün-
den. Auch dass es sich bei der Operation um eine diagnostische Arthro-
skopie handelte (vgl. etwa Beschwerde III. Art. 4 S. 6 f. Ziff. 2 ff.), spielt 
keine Rolle. Der operative Eingriff wurde unbestrittenermassen nicht von 
der Beschwerdegegnerin als Abklärungs- oder Heilmassnahme angeord-
net, zumal sie aufgrund des Versicherungsdossiers erst nach durchgeführ-
ter Operation erfuhr, dass seit Januar 2010 wieder wegen geltend gemach-
ten Kniebeschwerden Konsultationen stattfanden und sie somit für den 
besagten Eingriff auch nicht Kostengutsprache hätte erteilen können. Zu-
dem wurde aufgrund der initial durchgeführten (bildgebenden) Abklärungen 
ein struktureller Schaden ausgeschlossen bzw. ergab sich bloss eine un-
fallbedingte aber ausgeheilte Teilruptur des medialen Seitenbandes und 
waren die Ärzte, welche einzig aufgrund der Schilderungen der Beschwer-
deführerin die diagnostische Arthroskopie veranlassten, über das bei der 
Beschwerdeführerin bereits seit vielen Jahren bestehende unfallunabhän-
gige Münchhausen-Syndrom mit bereits diversen frei erfundenen Krankhei-
ten und Ereignissen nicht informiert. 

Die Beschwerdegegnerin hat den medizinischen Sachverhalt somit hinrei-
chend abgeklärt und von weiteren medizinischen Abklärungen insbesonde-
re dem eventualiter beantragten verwaltungsexternen medizinischen Gut-
achten unter Einbezug der Fachrichtung "orthopädische Traumatologie und 
Chirurgie" (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren Antrag 3 sowie III. Art. 5 
S. 7 f. Ziff. 1 f.) sind keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu 
erwarten, sodass darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; 
BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 
162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Die Beschwerdefüh-
rerin hat es sodann unterlassen, wie in der Beschwerde (III. Art. 4 S. 6 Ziff. 
2) ausdrücklich vorbehalten, weitere medizinische Unterlagen einzureichen, 
welche aufzeigten, dass mit der besagten Operation durch das Unfallereig-
nis vom 22. Februar 2009 verursachte Schäden behoben worden wären. 
Damit ist die Beschwerdegegnerin nicht nur von einer Kostenpflicht in Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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zug auf die Operation vom 3. Mai 2010 sondern auch für diesbezüglich 
eventuell eingetretene negative Folgen, insbesondere die danach geltend 
gemachten Lähmungserscheinungen per se nicht leistungspflichtig. Die 
nachfolgenden Ausführungen (E. 3.5.4 hiernach) erfolgen daher nur der 
Vollständigkeit halber. Schliesslich ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, 
dass die Beschwerdegegnerin die Kosten der Operation vom 3. Mai 2010 
übernommen hat (vgl. etwa act. II 485). 

3.5.4 In Bezug auf die Frage eines natürlichen Kausalzusammenhangs 
zwischen der Operation vom 3. Mai 2010 und der im Anschluss geltend ge-
machten Lähmungserscheinungen einschliesslich der Frage eines mögli-
chen Behandlungsfehlers stützt sich die Beschwerdegegnerin im Wesentli-
chen auf das bidisziplinäre psychiatrisch-neurologische Gutachten der 
MEDAS vom 7. Juni 2022 (act. II 763) inkl. Teilgutachten (act. II 721, 684). 
Dieses erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen und 
erbringt vollen Beweis (vgl. E. 3.3 hiervor). Die Feststellungen der Gutach-
ter beruhen auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis 
der Vorakten (act. II 753 ff.) sowie unter Berücksichtigung der geklagten 
Beschwerden getroffen worden. Danach konnte im Zusammenhang mit der 
Operation vom 3. Mai 2010 keine ereigniskausale Diagnose gestellt wer-
den. Aus neurologischer Sicht liegt zwar ein klar objektivierbarer organi-
scher Gesundheitsschaden vor. Dieser ist aber nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit natürlich kausal zum operativen Eingriff vom 3. Mai 
2010 (act. II 757). Die gutachterlichen Feststellungen sind überzeugend 
und schlüssig und es ist in der Folge darauf abzustellen. Die übrigen medi-
zinischen Berichte wie auch die Vorbringen der Beschwerdeführerin (Be-
schwerde III. S. 3 Art. 1 Ziff. 3 sowie S. 7 Art. 4 Ziff. 5) vermögen – wie 
nachfolgend dargelegt – daran nichts zu ändern.

Aus neurologischer Sicht befasste sich der MEDAS-Gutachter Literatur-
basiert mit sämtlichen potenziell vorstellbaren Schädigungsmechanismen 
(act. II 641 ff.):

1. Hypothese: "Durch die Spinalanästhesie kam es zu einer akzidentellen 
mechanischen Schädigung des Conus medullaris infolge einer Fehlein-
schätzung der korrekten Punktionshöhe" 

2. Hypothese: "Es kam zu einer toxischen Schädigung des Myelons auf-
grund eines neurotoxischen Effekts durch das applizierte Anästheti-
kum"(…).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Dez. 2025, UV 200 2024 344

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3. Hypothese: "Es kam zu einer entzündlichen (möglicherweise autoimmun 
getriggerten) Reaktion mit Schädigung des Rückenmarks infolge der Spi-
nalanästhesie"

4. Hypothese: "Es kam zu einer vaskulären Komplikation unter Annahme 
von Mikroembolien infolge Spinalanästhesie"

Alle vier Hypothesen wurden im neurologischen MEDAS-Gutachten nach 
ausführlicher Diskussion als unwahrscheinlich bezeichnet und festgehalten, 
unter Beizug internationaler Literatur sei der natürliche Kausalzusammen-
hang zwischen der durchgeführten Spinalkanalanästhesie vom 3. Mai 2010 
und den aktuell vorliegenden Beschwerden nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit zu bestätigen. Sämtliche hierfür in Frage kommenden und in 
der Literatur beschriebenen Schädigungsmechanismen würden auf die 
Beschwerdeführerin nach dezidierter Falleinsicht nicht zutreffen. Weiter 
nahm der Gutachter Stellung zur Frage, ob es eine andere, besser geeig-
nete Arbeitshypothese/Diagnose gebe, die sowohl den klinischen Be-
schwerdeverlauf, das Beschwerdebild per se und insbesondere die Erstma-
nifestation der Beschwerden nach der Spinalanästhesie plausibilisieren 
könne: Insgesamt müsse aus aktuell neurologischer Sicht festgestellt wer-
den, dass wahrscheinlicher erscheine, dass die Beschwerdeführerin unter 
einer neurodegenerativen Erkrankung z.B. einer HSP oder einer PLS leide 
als unter neurologischen Komplikationen infolge einer Spinalanästhesie, 
auch wenn erste Symptome in einem engen zeitlichen Zusammenhang zu 
der Spinalanästhesie aufgetreten seien. Am wahrscheinlichsten – und dies 
sei aus neurologischer Sicht die plausibelste Erklärung – liege bei der Be-
schwerdeführerin eine neurodegenerative Grunderkrankung, DD HSP, DD 
PLS, als Ursache der spastischen Paraplegie vor, die sich im Sinne einer 
Koinzidenz nach dem operativen Eingriff am 3. Mai 2010 erstmanifestierte. 
Es sei vorstellbar, dass vor dem Eingriff bereits latente Symptome vorgele-
gen hätten, die aber noch maskiert gewesen seien. Nach dem Eingriff hät-
ten sie sich demaskiert und seien von der Beschwerdeführerin erstmals 
wahrgenommen worden. Es sei nicht auszuschliessen (im Sinne einer hy-
pothetischen Erwägung/Möglichkeit), dass die potenzielle Neurotoxizität 
der Lokalanästhetika und allfälliger zellulärer/oxidativer Stress durch die 
Spinalanästhesie zur vermuteten Symptomdemaskierung beigetragen ha-
ben könnten. Er (der neurologische Gutachter) könne es jedoch nicht ver-
lässlich genug – im Sinne einer Beweisführung und abgestützt auf gesi-

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cherte wissenschaftliche Erkenntnisse – behaupten, zumindest nicht mit 
dem erforderliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. 

Was Prof. Dr. med. E.________ dagegen in seiner E-Mail vom 1. Novem-
ber 2022 an den Rechtsvertreter vorbringt (act. II 784), vermag den Be-
weiswert des Gutachtens nicht zu schmälern. Wie die Beschwerdegegnerin 
bereits in der Verfügung vom 26. April 2023 (act. II 831) zutreffend darleg-
te, widerspricht Prof. Dr. med. E.________ mit seiner Aussage, der erhöhte 
NFL-Wert sei unspezifisch und nicht beweisend für eine der diskutierten 
Differentialdiagnosen, nicht dem MEDAS-Gutachten bzw. widerlegt dieses 
– anders als von der Beschwerdeführerin behauptet (Beschwerde III. Art. 1 
S. 3 Ziff. 3 sowie Art. 4 S. 7 Ziff. 5) – keineswegs, zumal die Gutachter nie 
etwas anderes behaupteten. Soweit Prof. Dr. med. E.________ vorbringt, 
der sich verschlechterte Verlauf spreche nicht gegen eine toxische Schädi-
gung, belegt das Gutachten gerade das Gegenteil. In der im Gutachten 
aufgeführten Literatur ist jedenfalls kein einziger derartiger Fallverlauf nach 
einer Anästhesie beschrieben. Schliesslich scheint auch Prof. Dr. med. 
E.________ selbst nicht mehr so überzeugt von seiner K