# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93762b0b-c562-513f-af0e-e76464c9690c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Praxis des Kantonsgerichts 00.00.0000 PKG 1998 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_001_PKG-1998-41_0000-00-00.pdf

## Full Text

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e) Entscheide der Beschwerdekammer 
des Kantonsgerichts

Fahrlässige Körperverletzung (Art. 125 StGB). Sorgfalts- 
pflichten des Veranstalters eines Hindernislaufs beim Bau 
und Betrieb der Hindernisse (Sorgfaltspflichtverletzung in 
casu verneint).

Aus dem Sachverhalt:
Der Turnverein X. führte am 10. August 1997 eine «Jubiläums-

Sport- stafette» durch. Im zehnten, gemäss Wettkampfreglement jeweils 
von einer Frau zu absolvierenden Teilstück, dem Ziellauf, waren nach der 
Stabüberga- be zwei Hürden zu überspringen, sodann ein aus 
Langbänken und Matten gebildeter Tunnel zu bewältigen, ein Korbwurf 
auszuführen und schliesslich durch das Ziel zu laufen. Der Boden des 
Tunnels bestand aus zwei mit PVC überzogenen Turnmatten mit einer 
Länge von insgesamt 3,20 m, die Wände aus zwei links und rechts der 
Turnmatten aufgestellten, 4 m langen Lang- bänken, die Decke aus drei 
je 1,10 m breiten, quer über die Langbänke ge- legten, ebenfalls mit 
PVC überzogenen Turnmatten. Der Tunnel mass zwi- schen den inneren 
Holzkanten der Bänke 90 cm, die Höhe der Bänke betrug 37,5 cm, die 
quergelegten Matten waren 7 cm dick und hingen in der Mitte leicht 
durch. Bei der Durchführung der Sportstafette, für die sich 73 Mann- 
schaften angemeldet hatten, herrschte schönes Wetter. Eine 
Funktionärin kontrollierte die korrekte Absolvierung des Ziellaufs, zwei 
weitere Funk- tionärinnen waren für das Richten der Matte und das 
Zurücklegen des Korbballs zuständig. Zielläuferin des SC Y. war, wie 
bereits im Vorjahr, die sechzehnjährige L. Sie konnte den Ziellauf vor 
ihrem Einsatz zwei bis drei Mal üben. Sie trug absichtlich eine 
Regenjacke, um besser durch den Tunnel zu gleiten. Beim Üben stelle 
sie gemäss ihren Angaben fest, dass die Decke des Tunnels aus drei und 
nicht wie im Jahr zuvor aus zwei quergelegten Mat- ten bestand, weshalb 
man nicht in einem Zug durch den Tunnel habe gleiten können. Etwa um 
16.30 Uhr wurde der Stab an L. übergeben. Nachdem sie beide Hürden 
übersprungen hatte, wollte sie mit einem Hechtsprung in den Tunnel 
gelangen. Dabei stiess sie mit dem Kopf gegen die Stirnseite der ers- ten 
oberen Matte und zog sich dabei durch den Bruch des fünften Hals- 
wirbelkörpers eine inkomplette Querschnittlähmung unterhalb des 
vierten Halswirbelkörpers zu. Mit Verfügung vom 14. Januar 1998 stellte 
die Staats- anwaltschaft die gegen die Veranstalter eingeleitete 

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Strafuntersuchung ein. Die von L. gegen diese Einstellungsverfügung 
erhobene Beschwerde wies die Beschwerdekammer ab aufgrund 
folgender

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Erwägungen:
2. Fahrlässig im Sinne von Art. 18 Abs. 3 StGB handelt derjenige, 

wel- cher seine Sorgfaltspflichten missachtet. Einige dieser 
Sorgfaltspflichten sind gesetzlich festgelegt, andere werden durch 
aussergesetzliche Vorschriften oder Übung umschrieben, wie zum 
Beispiel Sportregeln oder anerkannte Regeln für die Ausübung 
gefährlicher Tätigkeiten. Bei den sogenannten ge- fährlichen 
Tätigkeiten spielt es aber keine Rolle, ob überhaupt eine Regel über die 
im konkreten Fall erforderliche Sorgfalt bekannt ist. Als Grund- lage 
für die Bemessung der anzuwendenden Sorgfalt dient hier nämlich der 
aus Art. 41 OR fliessende allgemeine Gefahrensatz, dessen Verletzung 
nicht nur zivilrechtliche, sondern auch strafrechtliche Folgen haben 
kann (vgl. auch PKG 1985 Nr. 7 sowie S. Trechsel, Kurzkommentar 
zum Schweizeri- schen Strafgesetzbuch, 2. Aufl., Zürich 1997, Rz 29 zu 
Art. 18 StGB).

Im konkreten Fall geht es um die Durchführung einer 
Sportstafette, anlässlich derer ein Hindernisparcours zu bewältigen 
war; zur Frage steht mithin eine Sportveranstaltung. 
Unbestrittenermassen stellen nun aber ge- rade sportliche 
Veranstaltungen sowohl für den Zuschauer als auch insbe- sondere für 
den Teilnehmer ein gegenüber dem sonstigen Leben erhöhtes Risiko 
dar. Sportveranstaltungen müssen demnach als sogenannte gefähr- 
liche Tätigkeiten im oben beschriebenen Sinne qualifiziert werden. Das 
be- deutet, dass auch im vorliegenden Fall mit der Durchführung des 
Hinder- nisparcours in Arosa ein gefährlicher Zustand geschaffen wurde. 
Vorliegend ist somit für die Feststellung des Masses der 
anzuwendenden Sorgfalt ent- sprechend den vorstehenden 
Ausführungen auf den Gefahrensatz abzustel- len.

3. Der Grundsatz des allgemeinen Gefahrensatzes gemäss Art. 41
OR bestimmt, dass derjenige, welcher einen Zustand der Gefahr schafft, 
im Rahmen des Zumutbaren dafür verantwortlich ist, dass diese 
Gefahr sich nicht verwirklicht (vgl. BGE 106 IV 81). Mit andern 
Worten begründet er eine gewisse Verkehrssicherungspflicht, welche 
unter anderem auch den Veranstalter beziehungsweise Leiter eines 
Sportanlasses trifft. Dabei stellt sich allerdings die Frage, wie weit die 
anzuwendende Sorgfaltspflicht kon- kret geht beziehungsweise, 
welche Massnahmen konkret zu treffen sind, damit sich die durch die 
gefährliche Tätigkeit geschaffene Gefahr nicht verwirklicht. 
Diesbezüglich geht man grundsätzlich davon aus, dass die Ausübung 
einer mit einem gewissen Risiko für fremde Rechtsgüter behaf- teten 
Tätigkeit nicht sorgfaltswidrig ist, solange dabei im Rahmen des Zu- 
mutbaren wie auch der Kenntnisse und Erfahrungen des Handelnden 

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jede unnötige Erhöhung der Gefahr vermieden wird («erlaubtes 
Risiko»). Dem- entsprechend gilt es zu beachten, dass jede Sportart 
ein unterschiedlich hohes sportartspezifisches Grundrisiko in sich 
birgt. Dabei wird man grundsätzlich davon ausgehen dürfen, dass 
Dritte, also auch die Leiter und

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Veranstalter, im allgemeinen nicht verpflichtet werden können, das 
akzep- table Grundrisiko einer Sportart für eigenverantwortlich 
handelnde Sport- ler zu vermindern. Jedoch hat der Veranstalter all 
jene zumutbaren Mas- snahmen zu treffen, die objektiv für die 
betreffende Sportart und konkrete Veranstaltung notwendig erscheinen. 
Er ist verantwortlich für die richtige Instruktion der Teilnehmer, die 
Koordination und Leitung des Wettkampfes selber, sowie insbesondere 
die unfallverhindernde Vorbereitung der Sport- anlagen. Daraus 
ergeben sich vor allem Anforderungen in Bezug auf die Auswahl und 
den Einsatz technischer Hilfsmittel, die Art und Weise der Vor- nahme 
der Handlung und die zu treffenden Schutzvorkehren (vgl. J. Reh- 
berg, Strafrecht 1, Verbrechenslehre, 6. Aufl., Zürich 1996, S. 241; A. 
Do- natsch, Gedanken zum strafrechtlichen Schutz des Sportlers, 
ZStrR 107 (1990), S. 416 f).

Eine Verletzung der Sorgfaltspflicht kann dem Täter allerdings 
nur

dann vorgeworfen werden, wenn der unter Strafe gestellte Erfolg 
vermeid- bar gewesen wäre. Dies ist dann der Fall, wenn dem Täter im 
Tatzeitpunkt eine Verhaltensweise zur Verfügung gestanden hätte, bei 
welcher der ver- pönte Erfolg vermeidbar gewesen wäre. Solche 
Alternativhandlungen kön- nen Sicherungen, Ersatzhandlungen und so 
weiter und im Extremfall das Unterlassen der gefährlichen Handlung 
bedeuten. Allerdings kann die Ver- meidbarkeit des Erfolgseintritts 
allein nicht genügen, um dem Täter eine Sorgfaltspflichtsverletzung 
vorzuwerfen. Ein Alternativverhalten kann näm- lich unter Umständen 
einen derartig unverhältnismässigen und unüblichen Aufwand 
bedeuten, dass es unzumutbar wird (vgl. M. Heierli, Zürcher Stu- dien 
zum Strafrecht, Die Bedeutung des Vertrauensprinzips im Strassenver- 
kehr und für das Fahrlässigkeitsdelikt, Zürich 1996, S. 64 ff.). 
Zusammenfas- send ist ein Verhalten somit dann als sorgfaltswidrig zu 
bezeichnen, wenn der Täter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der 
Umstände sowie seiner Fähig- keiten und Kenntnisse die damit bewirkte 
Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte erkennen können und 
müssen und zugleich die Grenzen des er- laubten Risikos überschritt (vgl. 
BGE 121 IV 14). Welche Anforderungen diesbezüglich an die Sorgfalt 
des Veranstalters oder Leiters zu stellen sind respektive welche 
Massnahmen dieser zur Sicherung der Sportveranstaltung zu ergreifen 
hat, kann nicht allgemein, sondern lediglich anhand des kon- kreten 
Einzelfalles festgestellt werden.

Die Vorinstanz geht in concreto, wie weiter oben (vgl. Erw. 2) als 
zu- treffend erachtet, vom Gefahrensatz und damit von einer 
bestehenden Ver- kehrssicherungspflicht der Veranstalter des 

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Hindernisparcours beziehungs- weise der betreffenden Leiter aus. 
Dabei stützt sich die Staatsanwaltschaft in ihren Erwägungen auf die in 
Lehre und Rechtsprechung im Zusammen- hang mit der 
Verkehrssicherungspflicht von Skipistenbetrieben entwickelten 
Grundsätze ab und überträgt diese auf den vorliegenden Fall. Die 
Be-

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schwerdeführerin macht nun jedoch geltend, die vom 
Untersuchungsrichter vergleichsweise herangezogene Gerichtspraxis zur 
sogenannten Pistensiche- rungspflicht sei im konkreten Fall nicht 
relevant.

a) Im Bereiche der Pistensicherungspflicht ist gemäss Lehre und 
Rechtsprechung primär von der Eigenverantwortlichkeit des Sportlers aus- 
zugehen. Die Sicherungspflicht des verantwortlichen Unternehmens bezie- 
hungsweise Veranstalters beschränkt sich demnach auf die Beseitigung 
von Gefahren, die auch bei gehöriger Aufmerksamkeit nicht oder nicht 
rechtzei- tig erkannt werden können. Dementsprechend müssen atypische 
Hindernis- se, die nicht voraussehbar, aussergewöhnlich, versteckt, 
tückisch oder über- raschend sind und sich als eigentliche Falle entpuppen, 
entfernt oder durch geeignete Warnungen entschärft werden. Niemand ist 
demgegenüber ver- pflichtet, für den Skifahrer erkennbare typische 
Geländeschwierigkeiten zu entfernen, welche er bei pflichtgemässer 
Sorgfalt meistern kann. Mit solchen Hindernissen muss jeder Skifahrer 
rechnen. Der Verkehrssicherungspflichti- ge darf davon ausgehen, dass der 
Skifahrer die gegebene Vernunft und Vor- sicht walten lässt. Soweit es für 
die Bergbahnunternehmen zumutbar ist, ha- ben sie allerdings zu 
verhindern, dass die Gefahren des Skifahrens, welche auch bei 
vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden werden können, nicht zu einer 
Schädigung der Skifahrer führen (BGE 121 III 361, PKG 1993 Nr. 37).

In den nachfolgenden Erwägungen geht es nun darum, 
ausgehend vom allgemeinen Gefahrensatz zu überprüfen, ob die 
genannten Grundsät- ze aus dem Bereiche der Verkehrssicherung von 
Skipisten auch im vorlie- genden Fall Anwendung finden.

b) Laut Gefahrensatz muss derjenige, welcher einen 
Gefahrenzu- stand schafft, alles Zumutbare tun, damit die Gefahr zu 
keiner Verletzung fremder Rechtsgüter führt. Demgemäss hatten die 
Veranstalter der Sport- stafette als gefährlicher Täfigkeit die 
Veranstaltung in zumutbarer Weise so zu sichern, wie es die unter den 
konkreten Umständen gebotene Vorsicht er- forderte. Die Veranstalter 
der Sportstafette hatten mithin den zu bewälti- genden 
Hindernisparcours entsprechend dem allgemeinen Gefahrensatz so zu 
gestalten und zu sichern, dass die Teilnahme an der Sportstafette nicht 
über das erlaubte Grundrisiko hinausging. Bei der im konkreten Fall 
durch- geführten Hindemisstafette handelt es sich wie auch beim 
Skifahren um eine sportliche Betätigung. Jedoch können die hinsichtlich 
der Verkehrssiche- rungspflichten im Skisport von Lehre und 
Rechtsprechung entwickelten Grundsätze nicht unbesehen für einen 
Sportwettkampf mit Hindernisbahn übernommen werden. Entsprechend 
den Ausführungen der Beschwerde- führerin trifft es nämlich durchaus 

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zu, dass gewisse Unterschiede zwischen der Benützung einer Skipiste 
und der Teilnahme an einer Hindernisbahn- Stafette bestehen, welche 
nicht einfach ausser Acht gelassen werden dürfen.

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Dies ergibt sich gerade auch aus der oben erwähnten Tatsache, dass bei 
je- der Sportart von einem unterschiedlich hohen Grundrisiko 
auszugehen ist. Dementsprechend gilt es mitzuberücksichtigen, dass 
eine Pistenanlage ein allgemein nutzbares Sportgelände darstellt, 
welches der breiten Öffentlich- keit zur Verfügung gestellt wird. Bei 
einer Sportveranstaltung wie der vor- liegenden ist demgegenüber der 
Teilnehmerkreis eingeschränkt auf einzelne Mannschaften, welche in 
Konkurrenz zueinander stehen. Es handelt sich also um einen 
sportlichen Wettkampf. Aufgrunddessen muss hier in gewis- sem Masse 
mit einem anderen, konkret mit einem eher wettkampfmässigen 
Verhalten gerechnet werden, was auf den ersten Blick gerade im 
Zusam- menhang mit dem Grundsatz «Je näher die Wahrscheinlichkeit 
einer Verlet- zung und je höher die zu befürchtenden Schädigung, desto 
grösser muss die anzuwendende Sorgfalt sein» (vgl. S. Trechsel, a.a.O., 
Rz 30 zu Art. 18 Abs. 3 StGB) durchaus nach gesteigerten 
Sorgfaltsmassnahmen ruft.

Bei näherer Betrachtung der Sachlage ergibt sich jedoch ein 
diffe- renzierteres Bild. Allein die Tatsache, dass es sich bei der 
fraglichen Sport- stafette im Gegensatz zum Pistenskifahren um einen 
Wettkampf handelt, im- pliziert nämlich noch lange nicht zwingend die 
grössere Wahrscheinlichkeit einer Verletzung. Gerade die Tatsache, dass 
jeder Sportler in gewissem Mas- se eigenverantwortlich handelt, sobald 
er eine bestimmte Sportart ausübt, rückt diese zu absolute und 
allgemeine Sichtweise in ein modifiziertes Licht. Eigenverantwortliches 
Handeln setzt nämlich zunächst voraus, dass der Handelnde 
grundsätzlich fähig ist, die Risiken seines Tuns in etwa zutreffend 
einzuschätzen. Dabei sind generell an die Risikokenntnis und den 
Risiko- willen eines geübten Wettkampfsportlers höhere Anforderungen 
zu stellen, als bei einem Freizeitpistenskifahrer (vgl. A. Donatsch, a.a.O., 
S. 413 f.). Ent- sprechend ist auch bei den Teilnehmern der «Jubiläums-
Sportstafette» Aro- sa von einem hohen Mass an Eigenverantwortung 
auszugehen. Es handelt sich dabei vorwiegend um aktive Mitglieder 
von Turn- und Sportvereinen aus der ganzen Schweiz. Dementsprechend 
darf generell davon ausgegangen werden, dass die einzelnen Athleten 
über sportartspezifische Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen und damit 
eine gewisse Übung im Bewältigen von Hindernisparcours hatten (vgl. 
A. Donatsch, a.a.O., S. 414). Mit anderen Worten erlaubten die 
genannten Fähigkeiten und Kenntnisse den Teilneh- mern eine bessere 
Einschätzung der Situation sowie des bestehenden Risi- kos, was die 
Gefahr einer Verletzung eben nicht erhöht, sondern vielmehr 
vermindert. Unter diesem Aspekt betrachtet ist somit nicht ersichtlich, 
dass die Verletzungsgefahr bei einem Sportstafettenwettkampf mit 

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Hindernispar- cours zwingend näher liegt, als auf einer Skipiste, wo 
sich vorwiegend die breite Masse beziehungsweise der 
durchschnittliche Skipistenbenutzer auf- hält, welcher keine besonderen 
sportspezifischen Kenntnisse und Fähigkei- ten aufweist. Es kann somit 
nicht gesagt werden, dass beim vorliegend zur

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Frage stehenden Sportanlass von einem gegenüber dem Pistenskifahren 
we- sentlich erhöhten Grundrisiko auszugehen ist, auch wenn es sich 
hierbei in Abweichung dazu um einen Wettkampf handelt. In diesem 
Zusammenhang sei überdies erwähnt, dass vorliegend zwar von einem 
Konkurrenzverhältnis zwischen den einzelnen Mannschaften und somit 
von einem Wettkampf aus- zugehen ist. Jedoch handelt es sich bei der 
«Jubiläums-Sportstafette» in Aro- sa um einen freizeitmässigen 
Amateurwettkampf, welcher - entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin - gerade hinsichtlich des erlaubten Ri- sikos 
keinesfalls mit Wettkämpfen in der Art eines FIS-Skirennens oder ähn- 
lichem verglichen werden kann.

Im Ergebnis lässt sich somit folgendes feststellen. Einerseits ist zu
berücksichtigen, dass hinsichtlich des bei Ausübung der Sportart 
einzuge- henden Grundrisikos zwischen dem als Beispiel angeführten 
Pistenskifahren und dem vorliegenden Hindernislauf keinerlei 
wesentlichen Abweichungen bestehen. Unter diesem Blickwinkel 
betrachtet kann somit in Bezug auf die anzuwendende Sorgfalt auch für 
den vorliegenden Fall zumindest sinn- gemäss durchaus auf die 
elementarsten Grundsätze aus dem Bereiche der 
Pistensicherungspflicht abgestellt werden. Allerdings darf das 
Zurückgreifen auf die Lehre und Rechtsprechung auf dem Gebiete der 
Pistensicherung nicht in einer unkritischen Übertragung von 
skisportspezifischen Grundsät- zen im Verhältnis eins zu eins auf den im 
konkreten Fall veranstalteten Hin- dernisparcours münden. Vielmehr 
sind diese Grundsätze als mehr oder we- niger grobe Leit- und 
Richtlinien zu verstehen, welche für die Festlegung der anzuwendenden 
Sorgfalt im konkreten Fall eine Art Grundgerüst respek- tive eine 
Orientierungshilfe bilden. Dabei ist wohl der oberste und wesent- 
lichste Grundsatz der Sorgfaltspflicht auf Skipisten darin zu erblicken, 
dass
atypische Hindernisse, die nicht voraussehbar, aussergewöhnlich, 
versteckt, tückisch oder überraschend sind und sich als eigentliche 
Falle entpuppen, entfernt oder durch geeignete Warnungen entschärft 
werden müssen. Nichtsdestotrotz muss man sich aber bei der 
Bestimmung des notwendigen Sorgfaltsmasses immer vor Augen 
halten, dass der fragliche Hindernispar- cours als Wettkampfstafette für 
einander konkurrenzierende Mannschaften ausgestaltet war, so dass auf 
jeden Fall ergänzende Richtlinien aus dem Be- reiche des 
Hindernisturnens für die Bemessung der erforderlichen Sorgfalt 
hinzuzuziehen sind.

4. Ausgangspunkt für die weiteren Erwägungen bildet somit ent-
sprechend dem Gesagten der Grundgedanke, dass die Veranstalter 

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bezie- hungsweise Leiter der Sportstafette den Hindernisparcours so 
einzurichten hatten, dass sich die teilnehmenden Sportler nicht 
überraschend mit untypi- schen, fallenartigen Hindernissen konfrontiert 
sahen. Mit andern Worten ist zu verlangen, dass die Hindernisbahn 
sowie die einzelnen Hindernisse für den Sportler übersichtlich und 
einigermassen voraussehbar angelegt sind, so

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dass der Teilnehmer nicht in unerwartete und aussergewöhnliche 
Situatio- nen gerät. Demgegenüber waren die Veranstalter des Anlasses 
jedoch nicht verpflichtet, für die Teilnehmer des Hindernisparcours 
erkennbare Schwie- rigkeiten zu entfernen, welche diese bei 
pflichtgemässer Sorgfalt meistern konnten. Ob diese Voraussetzungen 
beim zur Frage stehenden Sportanlass erfüllt waren, gilt es nun in den 
nachfolgenden Erwägungen anhand des kon- kreten Falles zu beurteilen.

a) Beim vorliegend zur Frage stehenden Hindernis handelt es 
sich um eine Art Tunnel, welcher gemäss Akten aus zwei seitlich 
angeordneten Bänken bestand. Zwischen den Bänken hatte man in 
Laufrichtung zwei mit PVC überzogene Turnmatten auf den Kunstrasen 
gelegt. Quer über den Langbänken wurden als Tunneldecke drei 
ebenfalls mit PVC überzogene Turnmatten plaziert, welche in der Mitte 
leicht durchhingen. Solche Tunnel- hindernisse sind laut diverser 
fachspezifischer Publikationen im Bereiche des Turnsportes und der 
Konditionsschulung anerkannt und verbreitet. So wird beispielsweise 
im «Handbuch für die Ausbildung im Militärsport» der 
Schweizerischen Armee unter dem Kapitel «Hindernisbahn» unter 
«Lek- tionsbeispiele» als möglicher Posten für einen Hindernisparcours 
ein «Kriech- hindernis» vorgeschlagen, welches aus zwei parallel 
aufgestellten Langbän- ken mit drei quer darübergelegten Matten 
besteht. Unter dem Kapitel
«Testübungen» figuriert ebenfalls ein Hindernisparcours, zu welchem ein 
als
«Tunnel» bezeichnetes identisches Hindernis gehört, unter das 
hindurchzu- kriechen ist. Im Kapitel «Übungen an Geräten» wird 
ebenfalls ein solches Hindernis beschrieben (vgl. Handbuch für die 
Ausbildung im Militärsport, S. 156 ff., 164,170,249). In einer Publikation 
von Klaus Stillger wird wiederum ein ähnliches Hindernis dargestellt. 
Dieses besteht aus vier Kasteneinsätzen, über welche eine Matte gelegt 
wird (vgl. K. Stillger, Die Hindernisbahn als Mittel der 
Konditionsschulung, Sport Praxis 2/98, S. 19). Auch der als Zeuge 
befragte Turnlehrer Martin Grischott sagte anlässlich der 
untersuchungs- richterlichen Einvernahme aus, dass er solche 
Hindernisse im Rahmen sei- ner Tätigkeit schon mehrmals aufgestellt 
habe, sowie dass dies allgemein oft getan werde (vgl. act. 4.10, S. 4). 
Selbst die Tatsache, dass die Decke des Hin- dernisses im Gegensatz 
zum Vorjahr mit drei statt zweier Matten gebildet wurde, vermag dem 
vorliegend zu beurteilenden Hindernis nicht den An- schein eines für 
die Teilnehmer des Wettkampfes aussergewöhnlichen oder unerwarteten 
Elementes zu verleihen. Bezieht man sich nämlich auf die er- wähnte 
Fachliteratur, so wird deutlich, dass bei den Hindernisdarstellungen in 

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den diversen Publikationen in mehreren Fällen von einer aus drei Matten 
gebildeten Tunneldecke die Rede ist (vgl. bspw. Handbuch für die 
Ausbil- dung im Militärsport, S. 164, 166). Mit andern Worten kann 
eine aus drei Matten bestehende Decke nicht als unüblich bezeichnet 
werden, auch wenn die Decke in den Vorjahren jeweils nur aus zwei 
Matten bestanden hat, und

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es entsprechend den Ausführungen der Beschwerdeführerin durchaus 
mög- lich ist, dass eine Decke mit drei Matten die Bewältigung des 
Hindernisses erschwert haben mag.

Ausserdem gilt es diesbezüglich mitzuberücksichtigen, dass sich die
Teilnehmerinnen im Vorfeld des Wettkampfes durch wiederholtes Üben 
mit dieser Art von Hindernis vertraut machen und auf die Erschwerung 
einstel- len konnten. Aufgrund des Gesagten sind somit die Vorbringen 
der Be- schwerdeführerin, es stelle eine unüberlegte Steigerung des 
Unfallrisikos dar, dass der Tunnel im Unterschied zum Vorjahr mit 
einer dritten oberen Matte versehen wurde, unbehelflich. Angesichts 
der relativ hoch einzustu- fenden Eigenverantwortung der Teilnehmer 
(vgl. weiter oben Erw. 3 b)) ver- mag daran auch die Tatsache nichts zu 
ändern, dass das fragliche Hindernis mit einem Hechtsprung und nicht 
kriechenderweise bewältigt wurde. Dar- auf wird allerdings später 
nochmals ausführlich einzugehen sein.

Zusammenfassend steht somit fest, dass es sich beim zur Frage 
ste- henden Hindernis um ein in Sportfachkreisen geläufiges und oft 
benutztes Parcours-Element handelt. L. und die anderen Teilnehmer 
sahen sich also nicht mit einem aussergewöhnlichen, unvorhersehbaren 
Hindernis konfron- tiert. Vielmehr muss der fragliche «Tunnel» 
entsprechend seiner mehrfachen Erwähnung in verschiedenen 
Fachpublikationen geradezu als typisches und oft verwendetes Element 
einer Hindernisbahn gelten. In den nachfolgenden Erwägungen geht es 
nun aber darum, zusätzlich zu überprüfen, ob das frag- liche Hindernis 
auch gemessen an den spezifisch auf den vorliegenden Hin- dernisbahn-
Wettkampf anzuwendenden Sorgfaltsrichtlinien als hinreichend 
gesichert bewertet werden kann.

5. Die Beschwerdeführerin macht diesbezüglich zunächst 
geltend, dass in den erwähnten Fachpublikationen im Zusammenhang 
mit dem hier zur Frage stehenden Hindernis stets von einem 
«Kriechhindernis» die Rede sei und immer bloss von einer Bewältigung 
mittels «Kriechen» beziehungs- weise von «Durchwälzen» gesprochen 
werde, nie aber von einem «Hecht- sprung». Mit andern Worten will die 
Beschwerdeführerin damit sinngemäss geltend machen, dass das 
Hindernis, so wie es in den Publikationen be- schrieben und an der 
Sportstafette auch aufgebaut wurde, lediglich insoweit genügende 
Sicherheit biete, als es kriechend bewältigt werde. Im Hinblick auf die 
Tatsache, dass sich die Teilnehmerinnen bereits beim Einüben mittels 
Hechtsprung in den Tunnel stürzten und diesen nicht kriechenderweise 
überwanden, hätten die Organisatoren voraussehen können, dass die 
Teil- nehmerinnen sich auch im Wettkampf des Hechtsprungs bedienen 
würden. Infolgedessen hätten die Veranstalter die Anlage entsprechend 

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sichern oder aber dafür sorgen müssen, dass nur gekrochen wird. 
Gerade aber für eine Bewältigung mittels Hechtsprung sei das fragliche 
Hindernis, so wie es an- gelegt wurde, nicht genügend gesichert 
gewesen. Im Übrigen weist die Be-

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schwerdeführerin auf die gemäss Fachliteratur immens grosse 
Bedeutung der Sicherheit von Hindernisanlagen sowie auf den hohen 
Gefährdungsfak- tor hin, welchen ein gesteigertes Tempo innerhalb 
eines Hindernisparcours mit sich bringen soll.

a) Diesbezüglich kann zunächst folgendes festgestellt 
werden. Tatsächlich trifft es zu, dass sowohl im bereits erwähnten 
Handbuch der
Schweizer Armee (vgl. S. 164, 249), dem Aufsatz von Klaus Stillger (vgl. 
S. 19 d, Station 3) sowie einer weiteren Publikation zum Hindernisturnen 
(vgl. G. Seifert/C. Vörtler, Neue Ideen zum Hindernisturnen, 
Körpererziehung 39 [1989] S. 31) stets die Bezeichnungen 
«Kriechhindernis», «kriechen» und

«durchwälzen» verwendet werden, soweit von tunnelartigen 
Hindernissen

die Rede ist. Allerdings gilt es dabei folgendes zu beachten. In allen drei 
er- wähnten Publikationen bildet nicht die Gestaltung respektive der 

Ablauf ei- nes Hindernislaufs in Form eines Wettkampfes das 
Hauptthema. Vielmehr geht es hier im Unterschied dazu ganz 

grundsätzlich um die Schulung von Kondition und Kraft im 
Turnunterricht beziehungsweise in der militärischen Ausbildung. Mit 

andern Worten geht es hier um die Anleitung zum Hinder- nisturnen in 
Bezug auf Schüler und Militärpersonen in der Ausbildung. 

Dementsprechend können die hier erwähnten Grundsätze nicht 
unbesehen auf den Wettkampf zwischen im Hindernislauf geübten, 
bereits wettkampf- erfahrenen, in Sportvereinen aktiven Athleten 

übertragen werden, wie es generell die Teilnehmer der Sportstafette 
Arosa waren. Allein die Tatsache, dass Publikationen, welche für den 
Schulunterricht und die Militärausbil- dung herausgegeben wurden, 

stets die Bezeichnung «Kriechhindernis» wählen, impliziert 
infolgedessen nicht schon die Prämisse, dass solche Hin- dernisse nur 

kriechenderweise bewältigt werden könnten, ohne das ein gros- ses 
Unfallrisiko entsteht. Zwar ist es entsprechend den Ausführungen der 

Beschwerdeführerin durchaus zutreffend, dass die PVC-Turnmatten, 
welche die Decke des zur Frage stehenden Hindernisses bildeten, 

insbesondere an der Vorderkante eine eher geringe Materialelastizität 
aufweisen und daher in diesem Bereiche weitgehend formstabil sind. 
Dennoch kann das vorlie- gende Tunnelhindernis hinsichtlich seiner 

Formstabilität respektive Mate- rialelastizität nicht mit den 
Hindernisbeispielen verglichen werden, wie sie im Aufsatz 

Seifert/Vörtler aufgeführt sind. Es handelt sich dabei durchwegs um 
Hindernisse, deren Decke aus vollkommen unflexiblen beziehungsweise 

harten und unelastischen Materialien besteht, wie zum Beispiel 

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Kastenteile, Bock, Schwebebalken und so weiter (vgl. Seifert/Vörtler, 
a.a.O., S. 31, 32, 34). Solche Tunnelhindernisse bergen ohne Zweifel 

bereits auf Grund ihrer Be- schaffenheit ein derart hohes Unfallrisiko in 
sich, dass sie kaum anders als kriechend bewältigt werden können. Das 

vorliegend zur Frage stehende Hindernis weist nun aber aus den eben 
genannten Gründen im Unterschied dazu kein erhöhtes Unfallrisiko auf. 

Dies gerade auch im Hinblick darauf,

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dass das fragliche Hindernis in sämtlichen oben genannten 
Fachpublikatio- nen als Beispiel aufgeführt wird, und dessen Decke 
gemäss den entspre- chenden Darstellungen respektive Anleitungen 
zum Aufbau stets von eben- solchen PVC-Matten gebildet wird, wie sie 
vorliegend verwendet wurden. Mit anderen Worten ist die Verwendung 
von PVC-Matten zur Bildung von Decke und Boden eines 
Tunnelhindernisses in Fachkreisen durchaus üblich. Hinzu kommt, um es 
nochmals zu erwähnen, dass sich die Teilnehmerinnen, so auch L., im 
Vorfeld des Wettkampfes durch wiederholtes Üben mit dieser Art von 
Hindernis vertraut machen und auf die Erschwerung einstellen 
konnten. Überdies nahm die Beschwerdeführerin bereits zum 
wiederholten Male an der «Jubiläums-Sportstafette» teil, wobei das 
fragliche Hindernis bereits in den Vorjahren ein Element des zu 
absolvierenden Parcours bilde-
te. Unter diesen Umständen war der Schadenseintritt, konkret 
ausgedrückt also der Unfall von L. respektive die Verletzung ihres 5. 
Halswirbelkörpers mit der Folge einer inkompletten 
Querschnittlähmung, für die Veranstalter und Leiter weder naheliegend 
noch voraussehbar. Insofern war es auch nicht erforderlich, die 
Teilnehmer der Sportstafette mit einem Helm zu schützen. Abgesehen 
davon wird das Tragen eines Helmschutzes in den von der Be- 
schwerdeführerin angeführten Publikationen, wie auch sonst in 
Sportfach- kreisen, nicht einmal bezogen auf die Wettkampfform des 
Hindernislaufens empfohlen. Das Helmtragen auf Hindernisbahnen 
stellt demnach eine der-
art unübliche Sicherheitsmassnahme dar, dass sie als unzumutbar 
bewertet werden muss (vgl. dazu M. Heierli, a.a.O., S. 67).

b) Was die Behauptungen der Beschwerdeführerin in Zusammen-
hang mit hohen Geschwindigkeiten innerhalb eines Hindernisparcours 

an- belangt, ist folgendes anzumerken. Im Aufsatz von Klaus Stillger sind 
in Be- zug auf das Thema Geschwindigkeit mehrere Aussagen zu 

finden. So wird zum Beispiel auf Seite 19 empfohlen, «den Rundgang 
in immer kürzerer Zeit hinter sich zu bringen». Auf Seite 18 findet sich 

die Bemerkung: «Wird die Hindernisbahn mit hohem Tempo 
durchlaufen, so kontrollieren sie nach Beendigung der Belastung den 

Puls». Wohlgemerkt beziehen sich diese Aus- sagen, wie bereits weiter 
oben erwähnt, auf den gewöhnlichen Turnunter- richt. Es wird also 

gemäss diesen Zitaten bereits im Schulunterricht davon ausgegangen, 
dass die beschriebenen Hindernisbahnen mit hoher Ge- schwindigkeit 

durchlaufen werden können. Entsprechend darf angenommen werden, dass 
die Hindernisse beziehungsweise die ganze Anlage, so wie sie in den 

Fachpublikationen zum Aufbau empfohlen werden, auch in Bezug auf ein 

178

Durchlaufen mit gesteigertem Tempo dem erforderlichen Sorgfaltsmass- 
stab genügen. Es ist also davon auszugehen, dass die entsprechenden 
An- weisungen bezüglich Sicherheit der Anlage/Geräte auch auf eine 
Hindernis- bewältigung mit gesteigertem Tempo ausgerichtet sind 

respektive, dass die Möglichkeit die Hindernisse mit hoher 
Geschwindigkeit zu überwinden, bei

179

der Ausarbeitung der Sicherheitsbestimmungen angemessen berücksichtigt 
wurde. Überdies hatten sich auch die Veranstalter diesbezüglich durchaus 
ihre Gedanken gemacht. So erwähnte der ehemalige OK-Präsident H. an- 
lässlich der polizeilichen Einvernahme vom 20. August 1997, dass man beim 
Festlegen des Abstandes zwischen den Hürden und dem fraglichen Tunnel- 
hindernis speziell darauf geachtet habe, dass die Sportler nicht mit zu hoher 
Geschwindigkeit auf den Tunnel zulaufen konnten. Dementsprechend bleibt 
somit lediglich zu überprüfen, ob die Veranstalter und Leiter der Sportsta- 
fette die in der entsprechenden Fachliteratur angeführten Sicherheitsvor- 
schriften im vorliegenden Fall eingehalten haben.

aa) Betrachtet man sich die Sicherheitshinweise in den Fachpublika- 
tionen im Detail, so finden sich im erwähnten Aufsatz von Klaus Stillger re- 
spektive in weiteren Veröffentlichungen zum Thema folgende Anweisungen 
(vgl. K. Stillger, a.a.O., S. 18; G. Seifert/C. Vörtler, a.a.O., S. 31): «Alle Gerä- 
te sind mit ausreichenden Matten auszulegen. Bei einer kritischen Station 
sollte der Lehrer sichern.» «Bevor eine Hindernisbahn durchlaufen wird, ist 
diese vom Lehrer oder Übungsleiter eingehend auf Sicherheit zu überprü- 
fen.» «Mit Nachdruck muss beim Hindernisturnen auf die Massnahmen zum 
Sichern und Helfen hingewiesen werden.»

Im konkreten Fall wurden sowohl Decke als auch Boden des frag- 
lichen Hindernisses, entsprechend den Anweisungen von Klaus Stillger, von 
flexiblen PVC-Matten gebildet. Es waren zudem zwei Funktionärinnen pos- 
tiert, welche die Matten jeweils zurechtgerückt haben, wenn sie verschoben 
wurden (vgl. act. 4.1, S. 2, act. 4.4, S. 1). Überdies wurde die Hindernisbahn 
beziehungsweise jedes einzelne Hindernis nach dem Aufbau vom OK-Präsi- 
denten P zusammen mit dem ehemaligen OK-Präsidenten H. eingehend auf 
ihre Sicherheit überprüft. Das zur Frage stehende Hindernis war für die Teil- 
nehmerinnen auch nicht etwas Überraschendes oder gar  Verstecktes,  mit 
dem sie sich unerwarteterweise plötzlich konfrontiert sahen. Schliesslich hat- 
ten sie Gelegenheit gehabt, den Ziellauf vor dem Einsatz mehrmals zu üben. 
Mit andern Worten konnten sie sich mit dem Hindernis vertraut machen und 
herausfinden, wie es am besten zu bewältigen war.

bb) Wie die Beschwerdeführerin ausserdem zutreffend ausführt, gibt 
Klaus Stillger in seinem Aufsatz weiter zu bedenken, dass ein gesteigertes 
Tempo auf Hindernisbahnen nur dort angewendet werden sollte, wo kein ho- 
hes Mass an Kraft abverlangt wird und ein Unfall aufgrund eines Absturzes 
ausgeschlossen ist. Weiter macht die Beschwerdeführerin darauf aufmerksam, 
dass laut Klaus Stillger Niedersprünge auch aus geringen Höhen mit Weich- 
böden abzusichern sind, und macht geltend, dies habe analog auch für den in 
concreto ausgeführten Hechtsprung zu gelten (vgl. K. Stillger, a.a.O., S.18,19).

Die Hindernisbahn, wie sie für die Sportstafette aufgebaut wurde, 
entspricht durchaus den Vorgaben von Klaus Stillger, wonach ein hohes

176

Tempo auf Hindernisbahnen nur dort angewendet werden sollte, wo kein 
ho- hes Mass an Kraft abverlangt wird und ein Unfall aufgrund eines 
Absturzes ausgeschlossen ist. Die im konkreten Fall gewählte 
Hindernisbewältigung mittels Hechtsprung erfordert nämlich weder eine 
gesteigerte Kraftanstren- gung, noch besteht die Gefahr eines Absturzes. 
Schliesslich kann ein Absturz nur erfolgen, soweit sich der Athlet an 
einer gegenüber dem Boden erhöh- ten Stelle befindet. Dies war jedoch 
vorliegend nicht der Fall, zumal die Teil- nehmerinnen den Hechtsprung 
aus dem Laufen ausführten und nicht aus er- höhter Lage in den Tunnel 
hinabhechteten. Auch kann der vorliegend durchgeführte Hechtsprung, 
entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh- rerin, nicht mit einem 
Niedersprung aus geringer Höhe verglichen werden. Allein schon 
aufgrund der Tatsache, dass der als Beispiel angeführte Nie- dersprung 
aus erhöhter Position erfolgt, wirken hier viel stärkere Kräfte auf den 
Körper der Athletin ein, als im Falle des aus dem Laufen durchgeführ- 
ten Hechtsprunges. Infolgedessen können, entgegen der Ansicht der 
Be- schwerdeführerin, die entsprechenden Hinweise bezüglich 
Abfederung respektive Sicherung des Sprunges durch Weichböden 
nicht auf die Hindernisbewältigung mittels Hechtsprung übertragen 
werden.

cc) Schliesslich verweist der Rechtsvertreter von L. auf die 
schemati- schen Übungsbeispiele auf Seite 164,166 und 249 im 
Handbuch für die Aus- bildung im Militärsport und macht geltend, 
daraus sei erkennbar, dass tun- nelartige Hindernisse nicht im 
Hechtsprung mit Anlauf angegangen werden sollen, sondern entweder 
kurz nach einem Bärentritt oder dann nach einer rechtwinkligen 
Richtungsänderung. Im Übrigen weist die Beschwerdeführe- rin auf den 
ebenfalls im Handbuch für den Militärsport angeführten Aus- 
führungsgrundsatz hin, wonach bei der Einführung der verschiedenen 
Hin- dernisse immer alle Möglichkeiten des Überwindens berücksichtigt 
werden sollen. Bei der wettkampfmässigen Ausführung könne die Art 
des Überwin- dens festgelegt oder freigestellt werden (vgl. 5.169). 
Daraus schliesst die Be- schwerdeführerin, dass die Veranstalter den 
Hechtsprung als zu riskante Möglichkeit der Hindernisbewältigung 
durch explizite Vorschrift oder fakti- sche Verunmöglichung hätten 
ausschliessen müssen.

Dazu gilt es zu bemerken, dass es sich bei den von der 
Beschwerde- führerin angeführten Beispielen lediglich um 
Übungsbeispiele in der Mi- litärausbildung für Turnlektionen in der 
Halle handelt, welche nicht ohne weiteres für die Wettkampfform 
übernommen werden können. Vielmehr ist davon auszugehen, dass ein 
solches Übungsbeispiel lediglich Vorlagefunk- tion für die 

177

Turnausbildung hat und somit als blosse Grundform einer Hinder- nisbahn 
auf niedriger Schwierigkeitsstufe gelten kann. Dementsprechend ist für 
den Wettkampf durchaus von der Möglichkeit auszugehen, ein solches 
Beispiel einer Hindernisbahn angemessen zu modifizieren. In 
Anbetracht der besonderen Fähigkeiten und Kenntnisse eines trainierten 
Sportlers sind

178

solche Modifikationen sogar geradezu angebracht respektive notwendig. 
Dementsprechend kann aus der von der Beschwerdeführerin relativ be- 
scheidenen Anzahl dargelegter Beispiele zur Ausbildung im Militärsport 
nicht auf die identische Beschaffenheit einer Hindernisbahn im 
Wettkampf geschlossen werden. Mit andern Worten kann aus den 
genannten Beispielen nicht abgeleitet werden, die zur Frage stehenden 
Hindernisse könnten nicht unter Anlauf und mittels Hechtsprung 
bewältigt werden.

In Bezug auf die von der Beschwerdeführerin angeführten 
Grund- sätze zu den unterschiedlichen

Möglichkeiten der Hindernisbewälti- gung kann zudem 
folgendes gesagt werden. Wie bereits erwähnt, führt Klaus Stillger in 
seinem Aufsatz aus: «Bei der wettkampfmässigen Ausführung kann die 
Art des Überwindens festgelegt oder freigestellt werden.» Das be- 
deutet nichts anderes, als dass es dem einzelnen Athleten - vorausgesetzt 
es sind angemessene Sicherheitsmassnahmen getroffen worden - 
freigestellt werden kann, wie er ein Hindernis überwinden will, welches 
Bestandteil ei- nes Wettkampfes bildet. Gerade aber, weil nach dem 
bisher Gesagten deut- lich wird, dass das fragliche Tunnelhindernis 
selbst in Bezug auf die Bewäl- tigung im Hechtsprung hinreichend 
gesichert war, waren die Veranstalter im vorliegenden Falle nicht dazu 
verpflichtet den Hechtsprung zu verbieten oder durch entsprechende 
räumliche Anordnung der Posten zu verunmög- lichen. Diesbezüglich 
ist auch der Verweis der Beschwerdeführerin auf Grundsätze aus der 
Turnlehrerausbildung an der ETH Zürich unbehelflich. Der Hinweis, es 
sei darauf zu achten, dass keine gefährlichen Gerätekombi- nationen 
aufgestellt werden sowie die Anweisung zu erteilen, keine riskan- ten 
Varianten zu wählen, bezieht sich nämlich auf Schüler. Keinesfalls darf 
jedoch aus den bereits mehrmals dargelegten Gründen aus diesen 
Grundsät- zen abgeleitet werden, entsprechende Weisungen seien seitens 
der Leiter re- spektive Veranstalter auch anlässlich eines Wettkampfes an 
geübte Athleten zu erteilen. Die einzelnen Wettkampfsportler sind im 
Bereiche ihrer durch sportartspezifische Kenntnisse und Fähigkeiten 
gesteigerten Eigenverant- wortlichkeit im Unterschied zu einem Schüler 
durchaus in der Lage, die Ri- siken verschiedener 
Bewältigungsmöglichkeiten richtig einzuschätzen und 
dementsprechend die im Rahmen der gegebenen Sicherheitsvorkehren 
an- gemessene Art der Hindernisbewältigung zu wählen.

c) Nach dem Gesagten steht somit fest, dass das zur Frage 
stehende Hindernis, selbst für den Fall der Bewältigung mittels in hoher 
Geschwin- digkeit ausgeführtem Hechtsprung, genügend gesichert war. 
Die Veranstal- ter respektive Leiter haben all jene ihnen zumutbaren 

179

Massnahmen getrof- fen, die objektiv für die betreffende Sportart und 
konkrete Veranstaltung notwendig erscheinen. Mit andern Worten 
wurden seitens der Veranstalter beziehungsweise Leiter der 
Sportstafette Arosa alle in Bezug auf die Aus- wahl und den Einsatz 
technischer Hilfsmittel, die Art und Weise der Vor-

180

nahme der Handlung und die zu treffenden Schutzvorkehren geltenden 
Sorgfaltsrichtlinien eingehalten. Auf Grund des Gesagten lag somit eine 

Hindernisbewältigung mittels Hechtsprung durchaus im Bereiche des 
er- laubten Grundrisikos. Dies insbesondere auch im Hinblick auf das 

Mass an Eigenverantwortung, welches L. in ihrer Eigenschaft als 
Sportlerin zuzu- sprechen ist. Die Beschwerdeführerin ist mehrjähriges 
aktives Mitglied eines Sportvereines, wo sie als begabte und trainierte 

Sportlerin mit überdurch- schnittlichen Fähigkeiten gilt. Sie konnte sich 
als Mitglied des SC Y fun- dierte sportspezifische Fähigkeiten und 

Kenntnisse aneignen und hat zudem Übung im Bewältigen von 
Hindernisparcours, zumal sie zumindest an der Sportstafette bereits 
zum wiederholten Male teilnahm. Aufgrund all dieser Eigenschaften 

von L. muss, selbst in Anbetracht des jugendlichen Alters der 
Beschwerdeführerin, auf ein hohes Mass an Eigenverantwortung 

geschlos- sen werden. Die Beschwerdeführerin hätte das fragliche 
Hindernis auch kriechend bewältigen können. Sie entschied sich jedoch 
für einen Hecht- sprung. In Anbetracht ihrer Erfahrung und Kenntnisse 

als mehjähriges Mit- glied eines Sportvereins, welches bereits mehrmals 
an Sportstafetten teilge- nommen hat, ist ihr Entscheid, den Tunnel 

mittels eines Hechtsprunges zu überwinden, als eigenverantwortliches 
Handeln zu bewerten und lag somit im Bereiche des von ihr selbst zu 

tragenden Eigenrisikos. Schliesslich ver- weist selbst der 
Rechtsvertreter von L. in der Beschwerdeschrift auf

S. 7 Ziff. 5.1 auf ein Zitat im Handbuch für die Ausbildung im 
Militärsport hin, wonach sich die Anforderungen an die 
Sicherheitsvorschriften unter an- derem nach dem Können der Sportler zu 
richten haben (vgl. Handbuch für die Ausbildung im Militärsport, S. 169). 
In diesem Zusammenhang sei über- dies nochmals darauf hingewiesen, 
dass Sportwettkämpfe, allein auf Grund der Tatsache, dass sich 
gegenseitig konkurrenzierende Athleten mit über- durchschnittlichen 
sportspezifischen Fähigkeiten gegenüberstehen, zwin- gend mit einem 
gewissen Grundrisiko verbunden sind. Entsprechend muss von einem 
adäquaten Mass an Eigenverantwortlichkeit des einzelnen Ath- leten 
ausgegangen werden. Mit andern Worten hat der Wettkampfsportler als 
solcher ein gewisses, gegenüber dem Freizeitsportler gesteigertes Eigen- 
risiko zu tragen. Wollte man dieses teilweise Überwälzen des Risikos auf 
den Wettkampfteilnehmer ablehnen, so müsste die Gesellschaft in 
logischer Konsequenz dieser Ablehnung auf die Durchführung jeglicher 
Sportwett- kämpfe verzichten.

Zusammenfassend lässt sich somit feststellen, dass sich aus den 
vor- liegenden Umständen nicht genügend Anhaltspunkte dafür ergeben, 
dass im konkreten Fall der Tatbestand der schweren Körperverletzung im 

181

Sinne von Art. 125 Abs. 2 StGB erfüllt ist. Mit andern Worten kann 
angesichts des vor- liegenden Beweisergebnisses nicht davon ausgegangen 
werden, dass die Ver- anstalter respektive Leiter bei der Durchführung und 
Organisation des zur

179

Frage stehenden Hindernisparcours fahrlässig im Sinne von Art. 18 
Abs. 3 StGB gehandelt haben, so dass die verantwortlichen Personen 
strafrechtlich nicht zur Rechenschaft gezogen werden können.

6. Im Ergebnis wird somit deutlich, dass vorliegend nicht 
genügend Anhaltspunkte für das Vorliegen einer straf- beziehungsweise 
verfolgbaren Handlung gegeben sind. Demzufolge musste die 
Vorinstanz mit einem Frei- spruch rechnen. Die Einstellung der 
Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung zum Nachteile 
von L. erfolgte daher aus triftigen Grün- den. Die angefochtene 
Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden ist deshalb 
zu Recht ergangen. Erweist sich demnach die Be- schwerde als 
unbegründet, so muss sie abgewiesen werden.
BK 98 5 Entscheid vom 16. Februar 1998

Die gegen diesen Entscheid eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde wurde 
vom Bundesgericht mit Urteil vom 2. Februar 1999 abgewiesen.

42 - Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen (Art. 292 
StGB). Auffangtatbestand, der nur subsidiär eingreift,
wenn der Ungehorsam keine speziellere Strafvorschrift 
des eidgenössischen oder kantonalen Rechts erfüllt. Aus- 
schliessliche Anwendbarkeit der Strafbestimmungen des 
Art. 59 KRG und des kommunalen Baugesetzes bei den 
von diesen Vorschriften erfassten Widerhandlungen gegen 
Verfügungen der Baubehörde.

Erwägungen:
Gemäss Art. 292 StGB wird wegen Ungehorsams gegen 

amtliche Verfügungen mit Haft oder mit Busse bestraft, wer der von 
einer zuständi- gen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter 
Hinweis auf die Straf- drohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet. Art. 292 StGB hat unbestrittenermassen 
den kriminalpolitischen Sinn, Behörden und Beamten die Durchsetzung 
ihrer Anordnungen zu erleichtern. Die Pra- xis versteht ihn als 
Blankettstrafdrohung; das verbotene oder gebotene Ver- halten wird 
indes nicht vom Strafgesetz selber, sondern durch die jeweilige 
Verfügung umschrieben. Bei einer Verfügung im Sinne vorliegender 
Norm handelt es sich um einen konkreten Entscheid einer zuständigen 
Behörde gegenüber bestimmten Personen. Nach Rechtsprechung und 
herrschender Lehre gilt Art. 292 StGB als Auffangtatbestand, der nur 
subsidiär eingreift, wenn der Ungehorsam als solcher keinen speziellen 

180

Straftatbestand des eid- genössischen oder kantonalen Rechts erfüllt 
(BGE 106 IV 279 E. 2, BGE 90 IV 206 E. 3, je mit Hinweisen; 
Stratenwerth, Schweiz. Strafrecht, Bes. Teil II,