# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b05fac72-d661-5aaf-b9a9-7f759c6fa668
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.06.2024 E-2609/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2609-2024_2024-06-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2609/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regina Derrer, 

mit Zustimmung von Richter Manuel Borla,    

Gerichtsschreiberin Janine Sert. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Algerien,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 2. April 2024 / N (…). 

 

 

 

E-2609/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 

am (…) 2022 verliess und am 24. Januar 2024 bei seiner Einreise in die 

Schweiz kontrolliert und – infolge einer früheren Verurteilung wegen Dieb-

stahls und rechtswidrigen Aufenthalts – in Haft genommen wurde, von wo 

aus er am 14. Februar 2024 um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Anhörung nach Art. 29 AsylG (SR 142.31) vom 

21. März 2024 zu den Asylgründen im Wesentlichen geltend machte, er sei 

algerischer Staatsangehöriger und habe bis zu seiner Ausreise mit seiner 

Familie in B._______ gewohnt, 

dass er eine intime Beziehung zu C._______ eigegangen sei, weswegen 

er von deren Brüder, die kriminell, im Drogenmilieu aktiv und mit dieser 

Beziehung nicht einverstanden gewesen seien, im Jahr 2015 mit dem Tod 

bedroht sowie körperlich angegriffen worden sei, wobei er (…) habe, wes-

halb er nun (…), 

dass er daraufhin die Beziehung zu C._______ beendet, im Jahr 2021 je-

doch wiederaufgenommen habe, und in der Folge von deren Brüder ent-

führt und mit einem Messer an der Hand verletzt worden sei, wobei er sich 

nach diesem zweiten Angriff, aus Angst vor noch Schlimmerem, zur Aus-

reise entschieden und Algerien im Juli 2022 verlassen habe, 

dass er beide Übergriffe nicht bei der Polizei gemeldet habe, aus Angst, 

dass sich die Brüder von C._______ an seinen Eltern rächen würden, und 

er deshalb seit seiner Ausreise aus Algerien auch keinen Kontakt mehr zu 

C._______ habe,  

dass seine Eltern nicht in den Konflikt miteinbezogen worden seien, weil 

die Brüder von C._______ im Wesentlichen die Beziehung zwischen 

C._______ und dem Beschwerdeführer hätten unterbrechen wollen und 

darüber informiert gewesen seien, dass er das Land verlassen und keine 

Beziehung zu C._______ mehr habe,  

dass eine Rückkehr nach Algerien für ihn nicht in Frage komme, weil er 

befürchte, die Brüder von C._______ würden ihm etwas antun oder ihm 

etwas anhängen,  

dass der Beschwerdeführer keine Identitätsdokumente oder Beweismittel 

zu den Akten reichte, 

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dass das SEM mit Verfügung vom 2. April 2024 – eröffnet am 3. April 

2024 – feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft 

nicht, sein Asylgesuch ablehnte sowie die Wegweisung aus der Schweiz 

und den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der algerische 

Staat sei grundsätzlich gewillt und in der Lage, Straftaten zu ahnden und 

Schutz zu gewähren, wobei der Beschwerdeführer nie Probleme mit den 

Behörden oder mit der Polizei gehabt habe und es ihm daher zumutbar und 

möglich gewesen wäre, die Polizei um Schutz zu ersuchen, 

dass er die Beziehung zu C._______ ferner abgebrochen habe, so dass 

nicht davon auszugehen sei, er werde von deren Brüder landesweit ver-

folgt, womit sich die von ihm geltend gemachten Nachteile ohnehin aus 

lokal oder regional beschränkten Verfolgungsmassnahmen ableiten wür-

den, denen er sich – sofern er nicht gar unbehelligt in B._______ weiterle-

ben könnte – durch einen Wegzug in einen anderen Teil seines Heimatlan-

des entziehen könne und er somit – gemäss dem Subsidiaritätsprinzip – 

nicht auf den Schutz der Schweiz angewiesen sei, 

dass seine Vorbringen damit den Anforderungen an die Flüchtlingseigen-

schaft gemäss Art. 3 AsylG nicht standhalten würden, weshalb sein Asyl-

gesuch abzulehnen sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. April 2024 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei ihm die 

Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und Asyl zu gewähren, eventualiter 

sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegwei-

sungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, sub-

eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache 

zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Verzicht auf die Erhebung ei-

nes Kostenvorschusses und um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung ersuchte, 

dass er zur Begründung im Wesentlichen geltend machte, er habe sich 

zwei Mal an den Polizeiposten in B._______ gewendet, die Polizei habe, 

trotz der von ihm erlebten Gewalt und seinen Schilderungen, jedoch nichts 

unternommen und ihn nicht ernstgenommen, womöglich weil die Brüder 

von C._______ in kriminellen Kreisen in B._______ gut vernetzt und Teil 

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einer Drogenmafia seien, womit ihm klar geworden sei, dass der algerische 

Staat ihn nicht vor dieser Gewalt schützen könne,  

dass sich die Vorinstanz in der Schilderung der allgemeinen Situation in 

Algerien auf veraltete Berichte aus dem Jahr 2013 stütze und damit den 

Sachverhalt nicht genügend abgeklärt habe, 

dass die in der Beschwerde zitierten Berichte «Country Report on Human 

Rights Practices: Algeria» des U.S. Department of State und «The State of 

the World’s Human Rights: Algeria» von Amnesty International, beide aus 

dem Jahr 2023, die prekäre Situation in Algerien aufzeigen und nahelegen 

würden, dass der algerische Staat nicht schutzfähig sei, womit die Aussa-

gen der Vorinstanz zur Schutzfähigkeit Algeriens widerlegt würden,  

dass er weitere Gewalt durch die Brüder von C._______ und der Drogen-

mafia sowie um sein Leben fürchte, zumal die Brüder von C._______ frü-

her oder später von seiner Rückkehr erfahren würden und der algerische 

Staat ihn nicht schützen könne beziehungsweise sein Schutzersuchen 

nicht ernstnehme, 

dass auch seine Familie von den kriminellen Mafia-Strukturen bedroht wor-

den sei,  

dass die Gewalt seitens der Brüder von C._______ gestoppt habe, weil er 

geflohen sei, und nicht, weil sie sich nicht mehr getroffen hätten, und dass 

es nicht sein könne, dass er und C._______ ihre Beziehung nicht würden 

ausleben dürfen, um sich vor Gewalt zu schützen, 

dass der Bericht des EDA zur allgemeinen Sicherheitslage in Algerien ver-

deutliche, dass es für den Beschwerdeführer auch keine innerstaatliche 

Fluchtmöglichkeit gebe, wie dies die Vorinstanz behaupte, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

29. April 2024 in elektronischer Form vorlagen, 

das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 29. April 2024 respek-

tive – mit korrigierter Adresse – vom 6. Mai 2024 den Eingang der Be-

schwerde bestätigte, 

 

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und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; zur vorliegend nicht erfüllten Ausnahme vgl. Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um 

ein solches Rechtsmittel handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu 

begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass das Bundesverwaltungsgericht bezüglich der formellen Rüge des 

nicht genügend abgeklärten Sachverhalts (vgl. Beschwerde, S. 4 ff.) zum 

Schluss gelangt, dass vorliegend der rechtserhebliche Sachverhalt korrekt 

und vollständig erhoben worden ist (vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG),  

dass neben dem von der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zitier-

ten Bericht aus dem Jahr 2013 zwar tatsächlich neuere Berichte verfügbar 

sein dürften, auf die sich die Vorinstanz hätte abstützen können, dass die 

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Rechtsmitteleingabe indes nicht aufzeigt, inwiefern die Vorinstanz damit 

den rechtserheblichen Sachverhalt nicht richtig abgeklärt hat,  

dass, soweit der Beschwerdeführer mit Verweis auf die Berichte «Country 

Report on Human Rights Practices: Algeria» des U.S. Department of State 

und «The State of the World’s Human Rights: Algeria» von Amnesty Inter-

national, beide aus dem Jahr 2023, bezüglich der Würdigung seiner Vor-

bringen im Ergebnis eine andere Auffassung vertritt, dies vielmehr Gegen-

stand der nachfolgenden materiellen Beurteilung bildet,   

dass nach dem Gesagten keine Veranlassung besteht, die angefochtene 

Verfügung aus formellen Gründen aufzuheben, weshalb das entspre-

chende Subeventualbegehren abzuweisen ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),  

dass das Bundesverwaltungsgericht in materieller Hinsicht die vorinstanz-

liche Einschätzung teilt und – wie nachfolgend dargelegt – zum Schluss 

gelangt, dass aufgrund der Aktenlage tatsächlich nichts dafürspricht, dass 

die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die Asylre-

levanz genügen würden,   

dass der Beschwerdeführer von Privatpersonen – den Brüdern von 

C._______ – ausgehende Verfolgungsmassnahmen geltend macht, 

dass Übergriffe von privaten Dritten nur dann flüchtlingsrechtlich relevant 

sind, wenn es der betroffenen Person nicht möglich ist, im Heimatland 

Schutz zu finden, und der Schutz dann als ausreichend zu qualifizieren ist, 

wenn eine Person effektiv Zugang zu einer funktionierenden staatlichen 

Infrastruktur hat und ihr deren Inanspruchnahme zumutbar ist, wobei von 

einem Staat nicht erwartet werden kann, dass er jederzeit präventiv in die 

Lebensbereiche seiner Bürger eingreifen kann (vgl. Urteil des BVGer 

E-5640/2022 vom 16. März 2023 E. 7.1), 

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dass die betroffene Person überdies einer landesweiten Verfolgung ausge-

setzt sein muss, das heisst nicht in einem anderen Teil ihres Heimatstaates 

Schutz findet (vgl. BVGE 2008/12 E. 7.2.6.1, sowie ferner BVGE 2008/4 

E. 5.2), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung im Ergebnis zutreffend 

ausführte, es handle sich bei Algerien um einen grundsätzlich schutzfähi-

gen und -willigen Staat (vgl. Urteile des BVGer E-2097/2024 vom 17. April 

2024 E. 8.1 und E-5640/2022 vom 16. März 2023 E. 7.1, m.w.H.). 

dass an dieser Einschätzung auch die in der Beschwerde zitierten Berichte 

«Country Report on Human Rights Practices: Algeria» des U.S. Depart-

ment of State und «The State of the World’s Human Rights: Algeria» von 

Amnesty International, beide aus dem Jahr 2023, nichts zu ändern vermö-

gen, da diesen nicht zu entnehmen ist, dass die algerischen Behörden 

nicht schutzwillig und schutzfähig wären, 

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift, 

wonach er zweimal vergeblich bei der Polizei um Schutz ersucht habe, als 

nachgeschoben zu qualifizieren ist und mithin nicht geglaubt werden kann, 

zumal er anlässlich der Anhörung explizit angab, die geschilderten Vorfälle 

nicht bei der Polizei gemeldet zu haben (vgl. SEM-Akte A10 F37), 

dass er anlässlich der Anhörung ebenfalls explizit verneint hat, dass seine 

Eltern in diesen Konflikt miteinbezogen wurden (vgl. SEM-Akte A10 F42), 

womit seine diesbezüglichen Vorbringen in der Beschwerde, wonach seine 

Familie von den kriminellen Mafia-Strukturen bedroht worden sei (vgl. Be-

schwerde, S. 3), ebenfalls als nachgeschoben und damit unglaubhaft zu 

qualifizieren sind,  

dass die Probleme mit den Brüdern von C._______ sodann – wie von der 

Vor-instanz zu Recht festgestellt – regional beschränkt sind, zumal weder 

den vorinstanzlichen Akten noch der Beschwerde Hinweise zu entnehmen 

sind, wonach der Beschwerdeführer landesweit verfolgt würde, 

dass der Bericht des EDA zur allgemeinen Sicherheitslage in Algerien, wel-

cher sich insbesondere auf die Grenzregionen bezieht, an dieser Einschät-

zung nichts zu ändern vermag, da daraus insbesondere nicht abgeleitet 

werden kann, dass sich der Beschwerdeführer nicht in einem anderen Lan-

desteil, allenfalls sogar in einem anderen Teil von B._______ aufhalten 

kann, 

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dass der Beschwerdeführer mit seiner Ausreise aus Algerien vor zwei Jah-

ren die Beziehung zu C._______ abgebrochen hat und seither nicht mehr 

in Kontakt zu ihr steht (vgl. SEM-Akte A10 F41), womit seine Aussage, wo-

nach es nicht sein könne, dass er und C._______ ihre Beziehung nicht 

würden ausleben dürfen, um sich vor Gewalt zu schützen, zu keiner ande-

ren Einschätzung der Vorbringen zu führen vermag,  

dass vielmehr davon auszugehen ist, dass seiner Ausreise aus Algerien 

ein finanzielles Motiv zugrunde liegt, zumal er selber angab, er sei gezwun-

gen, für seine Eltern zu sorgen, weshalb er hier arbeiten wolle (vgl. SEM-

Akte A10 F27 und F49), 

dass nach dem Gesagten die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht 

asylrechtlich relevant sind und das SEM zu Recht die Flüchtlingseigen-

schaft verneint und das Asylgesuch abgelehnt hat, 

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer weder über einen Aufenthaltstitel noch über einen Anspruch auf 

Erteilung eines solchen verfügt (Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 

E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je m.w.H.),  

dass somit zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Weg-

weisung entgegenstehen, da das SEM eine vorläufige Aufnahme von Aus-

ländern anzuordnen hat, wenn sich der Vollzug der Wegweisung als unzu-

lässig, unzumutbar oder unmöglich erweist (Art. 44 [zweiter Satz] AsylG 

i.V.m. Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass in diesem Zusammenhang festzuhalten bleibt, dass bezüglich der 

Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernissen gemäss Praxis 

des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei der 

Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Wegweisungshindernisse 

zu beweisen sind, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls we-

nigstens glaubhaft zu machen sind (BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

– auch nicht hinsichtlich der Gesundheit des Beschwerdeführers (vgl. 

hierzu Urteil des EGMR Paposhvili gegen Belgien vom 13. Dezember 

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2016, Grosse Kammer 41738/10, § 183) – für eine in der Heimat drohende 

menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich 

sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch zumutbar ist (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

da weder die allgemeine Lage in der Heimat des Beschwerdeführers noch 

individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr 

schliessen lassen,  

dass es sich beim Beschwerdeführer nach der Aktenlage um einen (…)-

jährigen Mann handelt, welcher über eine Ausbildung als (…) und (…) mit 

mehrjähriger Arbeitserfahrung als (…) verfügt (vgl. SEM-Akte A10 F18 ff.),  

dass seine Eltern nach wie vor in Algerien leben (vgl. SEM-Akte A10 

F16 f.), so dass er in seiner Heimat auch über persönliche Anknüpfungs-

punkte verfügt, wobei es ihm auch zumutbar ist, sich in einer anderen Re-

gion seines Heimatlandes niederzulassen, und davon auszugehen ist, 

dass ihn sein Bruder in D._______ bei Bedarf bei der wirtschaftlichen Wie-

dereingliederung in seinem Heimatstaat unterstützen kann (vgl. SEM-Akte 

A10 F20 und F27),  

dass auch die geltend gemachten physischen und psychischen Gesund-

heitsprobleme nicht gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges 

sprechen, 

dass aus gesundheitlichen Gründen nur dann auf die Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG geschlossen wer-

den kann, wenn eine dringend notwendige medizinische Behandlung im 

Heimatland nicht zur Verfügung steht und die fehlende Möglichkeit der Wei-

terbehandlung bei einer Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährden-

den Beeinträchtigung des Gesundheitszustands führt, wobei Unzumutbar-

keit  nicht bereits dann vorliegt, wenn eine im Heimatstaat grundsätzlich 

mögliche Behandlung nicht dem schweizerischen Standard entspricht (vgl. 

BVGE 2011/50 E. 8.3, 2009/2 E. 9.3.2),  

dass die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers ([…]) nicht 

dergestalt sind, dass eine solche medizinische Notlage vorläge, die zur Un-

zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs führen würde, 

dass vielmehr angenommen werden kann, dass das vom Beschwerdefüh-

rer geltend gemachte (…) sowie allfällige psychische Probleme auch in Al-

gerien behandelt werden können, zumal die medizinische Versorgung in 

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Algerien – auch bei psychischen Problemen – grundsätzlich gewährleistet 

ist und auch für Personen ohne Krankenversicherung die Möglichkeit be-

steht, beinahe kostenfrei staatliche medizinische Betreuung in Anspruch zu 

nehmen; zudem werden Medikamente subventioniert (vgl. Urteil des 

BVGer E-5640/2022 vom 16. März 2023 E. 9.3.4, m.w.H.), 

dass der Beschwerdeführer daher, sollte er tatsächlich auf medizinische 

Behandlungen angewiesen sein, gehalten ist, diese im Heimatstaat in An-

spruch zu nehmen, wobei ferner darauf hinzuweisen ist, dass er die Mög-

lichkeit hat, gegebenenfalls medizinische Rückkehrhilfe zu beantragen 

(Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG),  

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 

AIG), da es dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei der dafür zuständigen 

Vertretung seines Heimatstaates die für seine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; BVGE 2008/34 E. 12),  

dass nach den vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu 

bestätigen und die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet 

abzuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens, welche 

praxisgemäss auf Fr. 750.– festzulegen sind, aufzuerlegen sind (Art. 63 

Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.–  werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Janine Sert 

 

 

Versand: