# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d4d2fda-33e2-573e-b978-f95658a85225
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.07.2021 LY210005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY210005_2021-07-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LY210005-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichter lic. iur. T. Engler sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Würsch 

Urteil vom 8. Juli 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

 

gegen 

 

B._____, 
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Ehescheidung / vorsorgliche Massnahmen  
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfah-
ren des Bezirksgerichtes Pfäffikon vom 8. Februar 2021; Proz. FE200015 
 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

der Gesuchstellerin (act. 48 S. 1 f.): 
"1. Die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2010, und D._____, geboren 

am tt.mm.2013, seien unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen 
und es sei dem Gesuchsteller ein angemessenes Besuchsrecht einzu-
räumen bzw. es seien die Betreuungsanteile des Gesuchstellers festzu-
setzen. 

 2. Der Gesuchsteller sei mit Wirkung ab 1. August 2020 zu verpflichten, 
der Gesuchstellerin die folgenden monatlich im Voraus zahlbaren Un-
terhaltsbeiträge zuzüglich gesetzliche und / oder vertragliche Kinderzu-
lagen zu entrichten: 

 a) Fr. 990.– für C._____ 
 b) Fr. 1'460.– (wovon Fr. 670.– Betreuungsunterhalt) für D._____ 
 3. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin persönlich mit 

Wirkung ab 1. August 2020 monatlich im Voraus zahlbare Unterhalts-
beiträge in der Höhe von Fr. 205.– zu bezahlen; 

  alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchstel-
lers." 

des Gesuchstellers (act. 50 S. 2): 
"1. Die gemeinsamen Kinder C._____, geb. tt.mm.2010, und D._____, geb. 

tt.mm.2013, seien unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. Dem 
Gesuchsteller sei ein angemessenes Besuchsrecht in Form von zwei 
monatlichen Besuchswochenenden (samt angemessener Aufteilung der 
Feiertage) einzuräumen. 

 2. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin im vereinbar-
ten bisherigen Umfang Unterhalt für die Kinder zu bezahlen, nämlich je 
Fr. 850.– pro Monat pro Kind (zuzüglich Kinderzulagen). Im Mehrbetrag 
sei das Gesuch abzuweisen. 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchstel-
lerin." 

 
 

Verfügung des Einzelgerichtes: 

1. Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2010, und D._____, geboren 

am tt.mm.2013, wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens der Gesuchstellerin 

zugeteilt.  

2. Der Gesuchsteller ist für die Dauer des Scheidungsverfahrens berechtigt und ver-

pflichtet, die Kinder wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen:  

− an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend nach Schulschluss 
bis Sonntagabend, 18.00 Uhr, 

− jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr, 

- 3 - 

− während 2 Wochen Ferien pro Jahr. 
Die Gesuchsteller sprechen die Aufteilung der Ferien jeweils mindestens drei Mo-

nate im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in Jahren 

mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien 

zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter. 

Fällt das Betreuungswochenende des Gesuchstellers auf Ostern, beginnt seine Be-

treuungsverantwortung bereits ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, und dauert bis Os-

termontag, 18.00 Uhr.  

Fällt das Betreuungswochenende des Gesuchstellers auf Pfingsten, verlängert sich 

seine Betreuungsverantwortung bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr.  

Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach gegenseitiger Ab-

sprache bleiben vorbehalten. 

3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des Schei-

dungsverfahrens an den Unterhalt und die Erziehung der Kinder folgende Kinderun-

terhaltsbeiträge, zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu be-

zahlen: 

Für C._____: 

 Fr. 1'611.– (wovon Fr. 630.– Betreuungsunterhalt und Fr. 28.– 

Freibetrag) rückwirkend ab August 2020 bis und mit Oktober 

2020 

 Fr. 1'467.50 (wovon Fr. 198.50 Betreuungsunterhalt und Fr. 316.– 

Freibetrag) rückwirkend für November 2020 

 Fr. 1'163.50 (wovon Fr. 198.50 Betreuungsunterhalt und Fr. 12.– 

Freibetrag) rückwirkend ab Dezember 2020 für die weitere 

Dauer des Scheidungsverfahrens 

Für D._____: 

 Fr. 1'411.– (wovon Fr. 630.– Betreuungsunterhalt und Fr. 28.– 

Freibetrag) rückwirkend ab August 2020 bis und mit Oktober 

2020 

 Fr. 1'267.50 (wovon Fr. 198.50 Betreuungsunterhalt und Fr. 316.– 

Freibetrag) rückwirkend für November 2020 

- 4 - 

 Fr. 963.50 (wovon Fr. 198.50 Betreuungsunterhalt und Fr. 12.– Freibe-

trag) rückwirkend ab Dezember 2020 für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten 

über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Gesuchstellerin 

lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Gesuchsteller stellt bzw. keinen 

anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

4. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3 vorstehend basiert auf fol-

genden Grundlagen:  

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn: 

− Gesuchstellerin: Fr. 1'701.– bis Oktober 2020 (Stunden-
lohn, ca. 50%-Pensum) 

  Fr.  2'400.– ab November 2020 (Stunden-
lohn, ca. 55%-Pensum, inkl. Trink-
geld und Getränkeabzug) 

− Gesuchsteller:   Fr.  6'175.– (100%-Pensum, inkl. Pau-
schalspesen) 

− Kinder:   je Fr.  200.– gesetzliche Kinderzulage 

Vermögen: 
− Gesuchstellerin: nicht relevant 
− Gesuchsteller:  nicht relevant 
− Kinder:  nicht relevant 

Bedarf: 
− Gesuchstellerin: Fr. 2'961.– (bis Oktober 2020) 

bzw. Fr. 2'797.– (ab November 2020) 
− Gesuchsteller:  Fr. 3'125.– (bis November 2020) 

bzw. Fr. 4'035.– (ab Dezember 2020) 
− C._____:  Fr. 1'153.– 
− D._____:  Fr.  953.– 

5. Im Mehrbetrag (persönlicher Unterhaltsbeitrag) wird das Begehren der Gesuchstel-

lerin abgewiesen. 

6. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wird dem Endentscheid vor-

behalten. 

- 5 - 

7./8. [Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel: Berufung, 10 Tage, kein Fristenstillstand]. 

 
 

Berufungsanträge: 

des Gesuchstellers und Berufungsklägers (act. 2 S. 3 f.): 

"1. Dispo Ziff. 3. der Verfügung des Einzelgerichtes o.V. des Bezirksgerichts 

Pfäffikon vom 8. Februar 2021; Geschäfts-Nr.: FE200015, sei aufzuheben 

und durch folgende monatliche Unterhaltsbeiträge (zuzüglich Kinderzulagen) 

zulasten des Berufungsklägers zu ersetzen (Dispo Ziff. 3. S. 27): 

Für C._____: 

 – CHF 953 rückwirkend ab August 2020 bis und mit Oktober 2020 

 – CHF 1'224 rückwirkend für November 2020 

 – CHF 817.50 rückwirkend ab Dezember 2020 für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens 

Für D._____: 

 – CHF 1'963 (wovon CHF 1'210 Betreuungsunterhalt) rückwirkend 

ab August 2020 bis und mit Oktober 2020 

 – CHF 1'024 rückwirkend für November 2020 

 – CHF 617.50 rückwirkend ab Dezember 2020 für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens 

 2. Dispo Ziff. 4. der Verfügung sei entsprechend anzupassen (finanzielle Grund-

lagen) (S. 28). 

 3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% Mwst.) zulas-

ten der Berufungsbeklagten (erst- wie zweitinstanzlich)." 
 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien haben am tt. März 2010 geheiratet. Aus der Ehe gingen die 

gemeinsamen Söhne C._____, geb. tt.mm.2010, und D._____, geb. tt.mm.2013, 

hervor (act. 5/2). Seit dem 19. Februar 2020 stehen sich die Parteien vor dem 

- 6 - 

Einzelgericht des Bezirksgerichts Pfäffikon (nachfolgend Vorinstanz) im Verfahren 

betreffend Scheidung auf gemeinsames Begehren gegenüber (act. 5/1-2 und 

act. 5/4). Am 29. April 2020 fand eine Anhörung zum Scheidungspunkt und den 

Nebenfolgen statt (Prot. Vi S. 6-16). Mit Eingabe vom 18. Juli 2020 stellte die Ge-

suchstellerin und Berufungsbeklagte (fortan Berufungsbeklagte) ein Gesuch um 

Erlass vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens 

(act. 5/43). Am 29. September 2020 wurde über die beantragten vorsorglichen 

Massnahmen verhandelt; Vergleichsgespräche scheiterten (vgl. Prot. Vi S. 20 ff.; 

act. 48 und 50). Mit Schreiben vom 11. Dezember 2020 zeigte die Vorinstanz den 

Parteien an, dass – ohne Einreichung weiterer entscheidrelevanter Eingaben – 

nach 10 Tagen die Beratungsphase resp. der Aktenschluss eintreten werde 

(act. 5/55). Es folgte eine Eingabe des Gesuchstellers und Berufungsklägers (fort-

an Berufungskläger) vom 15. Dezember 2020 samt Beilagen (act. 5/56, 

act. 5/58/1-2). Die Berufungsbeklagte reagierte darauf mit Eingabe vom 

21. Dezember 2020 (act. 5/60). Mit Verfügung vom 8. Februar 2021 traf die Vo-

rinstanz den eingangs wiedergegebenen Entscheid über die beantragten vorsorg-

lichen Massnahmen (act. 5/63 = act. 4 S. 26 f.). 

2.1. Mit Eingabe vom 8. März 2021 (Datum Poststempel) erhob der Berufungs-

kläger Berufung gegen die von der Vorinstanz erlassenen vorsorglichen Mass-

nahmen; er verlangt eine Abänderung der ihm auferlegten Kinderunterhaltsbeiträ-

ge (act. 2 S. 3 f.). 

2.2. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 5/1-67). Mit Verfügung 

vom 15. März 2021 wurde dem Berufungskläger Frist zur Leistung eines Kosten-

vorschusses angesetzt (act. 6). Er leistete diesen in der Folge fristgerecht (act. 8). 

3. Auf die Einholung einer Berufungsantwort kann verzichtet werden (Art. 312 

Abs. 1 ZPO). Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Der Berufungsbeklagten 

ist mit dem vorliegenden Entscheid lediglich ein Doppel der Berufungsschrift samt 

Beilagen zuzustellen. Auf die Vorbringen des Berufungsklägers ist im Folgenden 

insoweit einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist. 

- 7 - 

II. 

1. Gegen erstinstanzliche Entscheide betreffend vorsorgliche Massnahmen ist 

die Berufung zulässig (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO). Gegenstand des vorliegenden 

Berufungsverfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen ist die Unterhaltspflicht 

des Berufungsklägers gegenüber den Söhnen C._____ und D._____. Damit liegt 

eine vermögensrechtliche Streitigkeit vor (vgl. BGE 133 III 393 E. 2, BGer 

5A_740/2009 vom 2. Februar 2010 E. 1). Der demzufolge vorausgesetzte 

Rechtsmittelstreitwert von Fr. 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO) ist gegeben (vgl. 

zum Streitwert nachstehende Erw. IV.1.).  

2.1. Die Berufung ist gemäss Art. 311 ZPO schriftlich, begründet und mit Anträ-

gen versehen einzureichen. Diesen Anforderungen genügt die Berufungsschrift. 

Im Berufungsverfahren wird der erstinstanzliche Entscheid überprüft. Dabei kann 

sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Ebenfalls gerügt werden 

kann die (blosse) Unangemessenheit des vorinstanzlichen Entscheides, da es 

sich bei der Berufung um ein vollkommenes Rechtsmittel handelt. Bei der Ermes-

sensüberprüfung auferlegt sich die Berufungsinstanz grundsätzlich insoweit Zu-

rückhaltung, als sie nicht eigenes Rechtsfolgeermessen ohne Weiteres an die 

Stelle des vorinstanzlichen stellt, insbesondere wo es örtliche und persönliche 

Verhältnisse zu berücksichtigen gilt, denen das Sachgericht nähersteht (vgl. 

BK ZPO-Sterchi, Bd. II, Bern 2012, Art. 310 N 3; Blickenstorfer, DIKE-Komm ZPO, 

2. A., Zürich/St. Gallen 2016, Art. 310 N 10). 

2.2. In Kinderbelangen, um welche es vorliegend geht, können Noven in Abwei-

chung von Art. 317 Abs. 1 ZPO auch noch im Berufungsverfahren vorgebracht 

werden (BGE 144 III 349 E. 4.2.1.; vgl. auch Urteil 5A_1032/2019 vom 9. Juni 

2020 E. 4.2). 

- 8 - 

III. 

1. Vorbemerkungen 

1.1. Für die Voraussetzungen zum Erlass vorsorglicher Massnahmen im Schei-

dungsverfahren kann auf die zutreffenden rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (act. 4 S. 4 ff., Erw. II.A.). Zusammenfassend resp. hervorhe-

bend ist festzuhalten, dass die (materiell- sowie verfahrensrechtlichen) Bestim-

mungen über die Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft sinnge-

mäss anwendbar sind (Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 271 ff. ZPO und Art. 172 ff. 

ZGB; Dolge, DIKE-Komm-ZPO, a.a.O., Art. 276 N 15). Es soll in einem raschen 

Verfahren – ohne Anspruch auf abschliessende Beurteilung – eine vorläufige 

Friedensordnung hergestellt werden. Es gelangt das summarische Verfahren zur 

Anwendung (vgl. Art. 248 lit. d ZPO); die entscheidrelevanten Tatsachen sind 

nicht strikte zu beweisen, sondern nur glaubhaft zu machen. Folglich genügt es, 

wenn aufgrund objektiver Anhaltspunkte eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das 

Bestehen der fraglichen Tatsachen spricht (vgl. BGer, 5A_813/2013 vom 12. Mai 

2014, E. 4.3; OGer ZH LY130038 vom 18. März 2014, E. 3.2). Weil vorliegend 

Kinderbelange betroffen sind, besteht keine Beweismittelbeschränkung. Es gilt die 

sog. uneingeschränkte Untersuchungsmaxime sowie die Offizialmaxime (Art. 254 

Abs. 2 lit. c ZPO, Art. 272 ZPO, Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO; vgl. etwa FamKomm 

Scheidung/Leuenberger, Anh. ZPO, 3. A., Bern 2017, Art. 276 N 1 und 21). 

1.2. Im vorliegenden Berufungsverfahren geht es um die Höhe der Kinderunter-

haltsbeiträge für C._____ und D._____. Der Berufungskläger beanstandet in Be-

zug auf die vorinstanzlichen Erwägungen, das Einkommen der Berufungsbeklag-

ten sei zu tief veranschlagt sowie einzelne Positionen in seinem Bedarf (Mobili-

tätskosten, monatliche Steuern und Krankenkassenprämie für das Jahr 2021) un-

genügend berücksichtigt worden (vgl. act. 2 S. 5 ff.).  

1.3. Vorauszuschicken ist, dass das Gericht bei der Festsetzung der Unterhalts-

beiträge in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen ist (Art. 4 ZGB). 

Die Bestimmung des Unterhalts entzieht sich einer exakten mathematischen Be-

rechnung. Das liegt daran, dass die der Berechnung zugrunde gelegten Beträge 

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zum Teil gerundete oder geschätzte Teilbeträge darstellen und die mathematisch 

genaue Berechnung auf der Basis (auch) solcher Pauschalen kein genaues Er-

gebnis liefern kann (vgl. BGer 5A_310/2010 vom 19. November 2010 E. 2.2). 

Dem Charakter des Summarverfahrens entsprechend empfiehlt es sich deshalb, 

für den Kinderunterhalt grundsätzlich gerundete Beträge festzulegen. 

2. Einkommen der Berufungsbeklagten 

2.1. Die Vorinstanz berücksichtigte bei der Berufungsbeklagten für die Monate 

August bis und mit Oktober 2020 ein Einkommen von Fr. 1'701.00 netto (inkl. 

13. Monatslohn). Sie errechnete dieses anhand eines Lohn-Durchschnittes aus 

den Monaten Februar bis August 2020. Die Berufungsbeklagte habe bis und mit 

Oktober 2020 als Verkäuferin und Serviceangestellte beim E._____ in F._____ 

[Ort] gearbeitet. Sie sei im Stundenlohn, zirka in einem 50%-Pensum angestellt 

gewesen. In den Monaten zuvor (das heisst vor Februar 2020) habe die Beru-

fungsbeklagte zwar etwas mehr verdient. Aufgrund der Corona-Situation sei ein 

Einkommen der Berufungsbeklagten im vorbestehenden Umfang jedoch nicht 

glaubhaft (act. 4 S. 10 f.).  

Ab dem 1. November 2020 sei der Berufungsbeklagten ein monatliches Nettoein-

kommen von Fr. 2'400.00 einzurechnen. Sie habe ab November 2020 eine neue 

Stelle im Restaurant G._____ in H._____ [Ort] im Stundenlohn angetreten. Ge-

mäss ihren glaubhaften und unbestritten gebliebenen Aussagen erziele sie dort 

Fr. 2'400.00 netto, inklusive 13. Monatslohn, Feier-/Ferientagsentschädigung, 

Trinkgeld sowie Getränkeabzug (act. 4 S. 11).  

2.2. Der Berufungskläger will der Berufungsbeklagten von August bis und mit 

Oktober 2020 einen Lohn von Fr. 1'751.00 angerechnet wissen. Nach seinem Da-

fürhalten sei es nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz zur Berechnung des 

Durchschnittslohnes der Berufungsbeklagten nur den Zeitraum Februar bis Au-

gust 2020 berücksichtigt und nicht ab Januar 2020 gerechnet habe (act. 2 S. 9). 

Im Weiteren führt der Berufungskläger aus, die Vorinstanz habe der Berufungs-

beklagten ab November 2020 ein monatliches Einkommen von Fr. 2'400.00 netto 

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(Stundenlohn, ca. 55%-Pensum, inkl. Trinkgeld und Getränkeabzug) eingesetzt. 

Dieser Betrag werde von ihm bestritten. Anlässlich der Verhandlung vom 

29. September 2020 habe erst der Arbeitsvertrag der Berufungsbeklagten vom 

8. August 2020 vorgelegen, sie habe die neue Arbeitsstelle noch nicht angetreten 

und ihr Rechtsvertreter habe lediglich einen monatlichen Zirka-Betrag von 

Fr. 2'400.00 geltend gemacht. Angesichts dieser Umstände könne eine fehlende 

konkrete Bestreitung seinerseits nicht als Anerkennung angesehen werden. Tat-

sächlich sei von einem höheren Einkommen der Berufungsbeklagten auszuge-

hen, nämlich einem solchen von Fr. 3'068 netto (inkl. Trinkgeld). Sie arbeite 100 

Stunden à Fr. 27.89 brutto, abzüglich der Abgaben für die Sozialversicherung von 

8.426% resp. Fr. 235.00 und zuzüglich einem Trinkgeldbetrag von Fr. 514.00 (4 

Arbeitstage pro Woche = 17.14 Arbeitstrage pro Monat à Fr. 30.00 Trinkgeld pro 

Tag). Dieser Trinkgeldbetrag sei umso realistischer, als die Berufungsbeklagte 

selber vor Vorinstanz ausgeführt habe, das Restaurant laufe "wahnsinnig gut" 

(act. 2 S. 5 f.). 

2.3. Die Corona-Situation begann sich in der Schweiz ab Februar 2020 zu ver-

schärfen und gipfelte schliesslich in einem Lockdown Mitte März 2020, während 

im Januar 2020 die pandemische Situation noch nicht akut schien und das Gast-

gewerbe noch keinen Einschränkungen unterworfen war. Diese Entwicklung wie-

derspiegelt sich in den Lohnzahlen der Berufungsbeklagten, so ist aus den vorlie-

genden Lohnabrechnungen ersichtlich, dass ihre Einkünfte beim E._____ im Zeit-

raum Juli 2019 bis Januar 2020 lediglich in zwei Monaten etwas unter 

Fr. 2'000.00 und ansonsten über Fr. 2'100.00 lagen (act. 5/7/7-8). Ab Februar 

2020 bewegte sich der Verdienst der Berufungsbeklagten dann nur noch zwi-

schen rund Fr. 1'550.00 bis Fr. 1690.00, mit einem einzigen Ausreisser nach oben 

im Juni 2020. Im August 2020 betrug das Einkommen der Berufungsbeklagten 

Fr. 1'560.00 (act. 5/45/1 und act. 5/49/1). Aufgrund der vorliegenden Einkom-

menszahlen der Berufungsbeklagten sowie der Entwicklung der Corona-Situation 

rechtfertigt es sich ohne Weiteres, eine Berechnung ab Februar 2020 vorzuneh-

men. Das von der Vorinstanz der Berufungsbeklagten angerechnete Einkommen 

von Fr. 1'701.00 für die Monate August bis und mit Oktober 2020 erscheint auf-

grund der ab Februar 2020 veränderten Umstände angemessen. Der Berufungs-

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kläger bringt denn auch keine stichhaltigen Argumente vor, weshalb ansonsten 

(nur) gerade der Lohn im Januar 2020 zusätzlich miteinberechnet werden sollte. 

Was die Einkünfte der Berufungsbeklagten ab November 2020 anbelangt, so ist 

festzuhalten, dass sich die nunmehr vom Berufungskläger im Berufungsverfahren 

eingenommene Haltung widersprüchlich präsentiert: Anlässlich der Verhandlung 

über die beantragten vorsorglichen Massnahmen vor Vorinstanz war klar, dass es 

sich beim Lohn der Berufungsbeklagten von monatlich Fr. 2'400.00 um einen Zir-

ka-Betrag gestützt auf den vorliegenden Arbeitsvertrag mit dem Restaurant 

G._____ in H._____ (act. 5/49/2) und die mit dem Arbeitgeber vereinbarten Wo-

chenstunden handelte. Der vormalige Rechtsvertreter des Berufungsklägers hielt 

anlässlich der Verhandlung über die beantragten vorsorglichen Massnahmen 

(ausdrücklich) fest, es werde mit Genugtuung zur Kenntnis genommen, dass die 

Berufungsbeklagte einen neuen Job habe und besser bezahlt werde, nämlich mit 

Fr. 2'400.00. Der Arbeitsvertrag sei beigelegt, das sei in Ordnung und werde an-

erkannt (act. 5/50 S. 9 vgl. handschriftliche Ergänzungen der Gerichtsschreiberin). 

Es kann der Vorinstanz damit nicht vorgeworfen werden, sie habe aus einer feh-

lenden konkreten Bestreitung des Berufungsklägers auf eine Anerkennung der 

Höhe des Einkommens der Berufungsbeklagten von Fr. 2'400.00 geschlossen; 

vielmehr anerkannte der damalige Vertreter des Berufungsklägers dies ausdrück-

lich. Eine falsche Tatsachenfeststellung durch die Vorinstanz liegt damit nicht vor. 

Vor diesem Hintergrund müsste nicht weiter auf die Vorbringen des Berufungs-

klägers zum Lohn der Berufungsbeklagten ab November 2020 eingegangen wer-

den. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass selbst die Berücksichtigung 

der Vorbringen nicht zur Anrechnung eines höheren Lohnes der Berufungsbeklag-

ten führen würde, denn den Berechnungen des Berufungsklägers kann nicht ge-

folgt werden. Im Rahmen einer konkreten Lohnberechnung ist vielmehr von Fol-

gendem auszugehen: Die Berufungsbeklagte gab in der vorinstanzlichen Ver-

handlung zu Protokoll, sie werde im Restaurant G._____ am Donnerstag sowie 

Freitag von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr und am Montag sowie Mittwoch drei Stunden 

über Mittag bis 14.00 Uhr arbeiten (Prot. Vi S. 26 und 28). Unter Berücksichtigung 

einer Mittagspause von (mindestens) 30 Minuten am Donnerstag sowie Freitag 

ergibt dies eine wöchentliche Arbeitszeit von rund 23 Stunden resp. bei einem 

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Brutto-Stundenlohn von Fr. 27.89 ein wöchentliches Salär von Fr. 641.50. Daraus 

resultiert ein monatlicher Bruttolohn von rund Fr. 2'780.00 (Fr. 641.50 x 52 : 12). 

Im Weiteren sind die Abzüge gemäss Arbeitsvertrag vorzunehmen, dies sind die 

Sozialversicherungsbeiträge von rund Fr. 234.00 (8.426 %), die Getränkepau-

schale von Fr. 60.00, ein Essensabzug von Fr. 60.60 (mindestens 2 Tage/Woche 

x 4.33 x Fr. 7.00), der Vollzugskostenbeitrag L-GAV von Fr. 7.40 sowie ein BVG-

Abzug in der Höhe von Fr. 49.60 (vgl. <www.gastrosocial.ch/sites/default/files/ 

file/05_Merkblaetter/1004_Lohnabzug_Uno_Basis.pdf>, zuletzt besucht am 

29. Juni 2021; act. 5/49/2). Damit resultiert ein Nettolohn von monatlich aufgerun-

det Fr.  2'370.00. Zwar darf als notorisch gelten, dass in der Schweiz im Gastro-

nomiebereich oft ein zusätzliches Trinkgeld – das meist unter der Belegschaft ge-

teilt wird – ausgerichtet wird, obschon dieses an sich im Preis inbegriffen ist. Ein 

vom Berufungskläger geltend gemachtes Trinkgeld von monatlich Fr. 514.00 

(Fr. 30.00 an 17.14 Tagen im Monat) erscheint jedoch wenig realistisch und wird 

auch nicht näher belegt. Anders als von ihm angenommen, kann nicht mit einem 

Trinkgeldverdienst an vier vollen Arbeitstagen ausgegangen werden, arbeitet die 

Berufungsbeklagte doch an zweien ihrer vier Arbeitstage lediglich für drei Stun-

den. Zudem ist für die Zeit ab November 2020 zu berücksichtigen, dass der Res-

taurantbetrieb zum Teil eingestellt resp. (infolge ausschliesslicher Terrassenöff-

nung) eingeschränkt war und die Corona-Situation voraussichtlich weiterhin einen 

nachhaltigen Einfluss im Gastgewerbe zeitigen dürfte. Wird weiter berücksichtigt, 

dass die Ferienvergütung bereits im Bruttolohn enthalten ist und die Berufungs-

beklagte demnach während ihrer fünf Wochen Ferien (vgl. act. 5/49/2 S. 1) keinen 

Lohn erhält, rechtfertigt es sich insgesamt betrachtet, der Berufungsbeklagten ab 

November 2020 und für die verbleibende Dauer des Scheidungsverfahrens ein 

durchschnittliches monatliches Nettoeinkommen von rund Fr. 2'400.00 anzurech-

nen.  

3. Bedarf des Berufungsklägers 

3.1. Der Berufungskläger strebt betreffend dreier von der Vorinstanz in seinem 

Bedarf berücksichtigten Positionen eine Anpassung in der Höhe an. Auf diese drei 

Bedarfspositionen und die diesbezüglichen Argumente des Berufungsklägers ist 

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nachfolgend einzugehen. Die weiteren unbeanstandeten Bedarfspositionen geben 

zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Da die Rügen ohne weiteres abzuwei-

sen sind, kann darauf verzichtet werden, die vorinstanzliche Unterhaltsberech-

nung der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Unterhaltsberechnung 

(zweistufige Berechnung mit Überschussverteilung) anzupassen. 

3.2. Mobilitätskosten 

a) Die Vorinstanz hielt zu den Mobilitätskosten des Berufungsklägers fest, er 

habe an seinem neuen Wohnort nur noch einen Parkplatz und könne den Ar-

beitsweg nicht mehr mit dem Geschäftsauto zurücklegen, weshalb er neu Kosten 

von Fr. 536.00 pro Monat geltend mache. Der Berufungskläger wohne in I._____ 

[Ort] und arbeite im 14.8 km entfernten J._____ [Ort]. Betrachte man die Verbin-

dungen des öffentlichen Verkehrs zwischen dem Wohn- und Arbeitsort des Beru-

fungsklägers, so ergebe sich ohne Weiteres, dass er nicht auf ein Auto angewie-

sen sei. Gemäss ZVV-Fahrplan betrage der Arbeitsweg zu Stosszeiten 

35 Minuten und ausserhalb der Stosszeiten 55 Minuten. Der Berufungskläger ha-

be nichts geltend gemacht, weshalb er für die Zurücklegung des Arbeitsweges auf 

ein Auto angewiesen wäre, wie beispielsweise unregelmässige Arbeitszeiten. Ihm 

seien somit Mobilitätskosten im Umfang eines 3-Zonen-Monatsabos in der Höhe 

von Fr. 125.00 anzurechnen (act. 4 S. 17 f.). 

b) Der Berufungskläger wendet ein, bei seiner Wohnung in I._____ habe er 

keine Möglichkeit – wie bisher auf seinem Grundstück –, den Transporter des Ge-

schäfts abzustellen. Der Berufungsbeklagten sei die Benützung eines Fahrzeuges 

für den Arbeitsweg einberechnet worden, während ihm die Benützung des öffent-

lichen Verkehrs zumutbar sein solle. Er müsse als Baustellenleiter vor 7.00 Uhr im 

Geschäft sein, um die notwendigen Vorbereitungsarbeiten zu machen und um 

das Geschäft um 7.00 Uhr mit den Mitarbeitern in Richtung Baustelle verlassen zu 

können. Um diese Zeiten einhalten zu können, müsste er bereits um 5.21 Uhr in 

I._____ mit den öffentlichen Verkehrsmitteln losfahren, damit er um 6.11 Uhr in 

J._____ eintreffe. Der rund einstündige Arbeitsweg und die frühe Abfahrt seien 

dem körperlich schwer arbeitenden Berufungskläger nicht zumutbar, zumal der 

Arbeitsweg mit dem Auto rund 20 Minuten dauern würde. Weiter sei zu beachten, 

- 14 - 

dass er wöchentlich am Donnerstagabend und vierzehntäglich am Freitagabend 

nach der Arbeit die Kinder bei der Berufungsbeklagten in J._____ bzw. bei seinen 

Eltern in K._____ abholen müsse, was ohne Auto gar nicht innert vernünftiger Zeit 

machbar sei. Ihm seien folglich monatliche Arbeitswegkosten von Fr. 536.00 ein-

zurechnen (17.6 km x 2 x 21.75 x 0.7; act. 2 S. 6 f.). 

c) Effektive Fahrzeugkosten im Sinne unumgänglicher Berufsauslagen können 

nur dann berücksichtigt werden, wenn einem Automobil Kompetenzcharakter 

(Notwendigkeit für die Berufsausübung) zukommt (Richtlinien für die Berechnung 

des betreibungsrechtlichen Existenzminimums [Notbedarf] nach Art. 93 SchKG 

der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 

2009, S. 2 [in: BlSchK 2009 S. 193 ff.]). Gleichbehandlungsgründe reichen hierfür 

jedenfalls nicht aus. Entgegen den Schilderungen des Berufungsklägers ist die 

Kompetenzqualität seines Fahrzeuges nicht ersichtlich. Wie die Vorinstanz erwog, 

hat er die Möglichkeit zu Stosszeiten in 35 Minuten und ausserhalb der Stosszei-

ten in 55 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu gelangen. 

Wie der Berufungskläger selber ausführt, hat es am Morgen bereits ab 5.21 Uhr 

Verbindungen. Es gibt insbesondere eine solche (spätere und schnellere) um 

6.25 Uhr, welche den Berufungskläger innert 35 Minuten zur Arbeit bringt. Er wäre 

zirka um 6.51 Uhr in J._____. Es ist nicht weiter dargetan und nicht ersichtlich, 

weshalb der Berufungskläger bereits um 6.11 Uhr vor Ort sein muss resp. er be-

hauptete Vorbereitungsarbeiten nicht am Vorabend vornehmen kann, damit er am 

Morgen pünktlich mit den Mitarbeitern zusammen Richtung Baustelle aufbrechen 

kann. Dies umso mehr, als er noch vor Vorinstanz ausführte, um 7.00 Uhr mit der 

Arbeit beginnen und etwas vorher im Geschäft sein zu müssen. Er nehme das für 

die Baustelle benötigte Material sowie einen Lehrling oder Mitarbeiter mit und fah-

re auf die Baustelle (Prot. Vi S. 33). Daraus ergibt sich keine Anwesenheitspflicht 

deutlich vor 7.00 Uhr und ebenso keine zeitaufwändigen Vorbereitungsarbeiten, 

welche – sollten sie denn anfallen – nicht am Abend vorher erledigt werden könn-

ten. 

Keine unumgänglichen Berufsauslagen sind Kosten für ein Auto, welches zur 

Ausübung der Besuchskontakte zu den Kindern benötigt wird. Auch ist zu berück-

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sichtigen, dass die Vorinstanz in der Verfügung vom 8. Februar 2021 – neben ei-

ner Ferien-/Feiertagsregelung – verbindliche Kontakte des Berufungsklägers mit 

seinen Söhnen an jedem zweiten Wochenende, jeweils ab Freitagabend nach 

Schulschluss bis Sonntagabend 18.00 Uhr festlegte. Kontakte am Donnerstag-

abend sind nicht geregelt (act. 4 S. 26). Der Berufungskläger hat die vorinstanzli-

che Kontaktregelung nicht angefochten. Vor Vorinstanz war es zwar von den Par-

teien angesprochen worden, dass der Berufungskläger die Kinder am Donnerstag 

und Freitag bei seinen Eltern resp. den Grosseltern der Kinder abhole und be-

treue bis die Berufungsbeklagte von der Arbeit nach Hause komme. Dies wurde 

von den Parteien so gehandhabt, da die Berufungsbeklagte damals donnerstags 

und freitags beim E._____ bis um 18.30 Uhr arbeitete. Der Berufungskläger 

wohnte dannzumal noch ganz in der Nähe der Berufungsklägerin und der Kinder. 

Ein direktes Abholen der Kinder bei den Grosseltern durch die Berufungsbeklagte 

hatten sich die Parteien überlegt (Prot. Vi S. 8-10, 12; act. 5/50 S. 4 f.). Seit No-

vember 2020 dauert der Arbeitstag der Berufungsbeklagten im Restaurant 

G._____ nur noch bis um 17.00 Uhr und per 1. Dezember 2020 zog der Beru-

fungskläger nach I._____. Die Notwendigkeit und Praktikabilität der Donnerstag-

regelung ist nicht mehr gleichermassen gegeben. Es ist zwar zu begrüssen, wenn 

sich die Parteien über die gerichtlich festgelegten Besuchszeiten hinaus auch auf 

weitere Kontakte des Berufungsklägers mit den Kindern einigen können. Solche 

müssen aber vor den bestehenden sowie festgelegten Gegebenheiten standhal-

ten und die Parteien haben sich dementsprechend zu organisieren. Im Rahmen 

des vorsorglichen Massnahmenverfahrens rechtfertigt es sich nicht, dem Beru-

fungskläger für die auf alle zwei Wochen festgelegten Wochenendbesuche der 

Kinder bei ihm, unter dem Titel "Mobilität" ein Fahrzeug einzuberechnen. Es wird 

im Rahmen des Hauptverfahrens zu klären sein, ob sich zusätzliche Besuche der 

Kinder beim Berufungskläger unter der Woche etablieren und wie die Kinder am 

besten sowie auf kosteneffizienteste Weise zu ihm kommen.  

3.3. Steuern 

a) Zur beim Berufungskläger berücksichtigten Bedarfsposition "Steuern" führte 

die Vorinstanz aus, dass einzig die laufenden Steuern in eine enge Bedarfsbe-

- 16 - 

rechnung gehörten, sofern es sich nicht um einen Mankofall handle. Die Steuern 

der Parteien müssten geschätzt werden. Aufgrund der erwarteten Einkommens-

verhältnisse und Unterhaltsleistungen erscheine ein Betrag von Fr. 200.00 als an-

gemessen (act. 4 S. 19). 

b) Der Berufungskläger reicht die Schlussrechnung vom 26. November 2020 

für die Staats- und Gemeindesteuern 2019 sowie die provisorische Steuerrech-

nung vom 1. März 2021 für die Direkte Bundessteuer 2020 ein. Er bringt dazu vor, 

ihm würden tatsächlich monatliche Steuern von Fr. 595.00 anfallen und nicht die 

von der Vorinstanz geschätzten Fr. 200.00 (act. 3/2-3). 

c) Die inskünftig anfallende steuerliche Belastung ist nicht anhand einer ge-

nauen Berechnung zu ermitteln, sondern aufgrund der Natur des summarischen 

Verfahrens durch das Gericht in Ausübung pflichtgemässen Ermessens zu schät-

zen (vgl. dazu etwa OGer ZH LE130039 vom 17. Dezember 2013 E. III.3.4.b so-

wie LE170026 vom 6. November 2017 E. III.2.4.1.c m.w.H.). Die vom Berufungs-

kläger in seiner Berufungsschrift angestellte konkrete Berechnung in Bezug auf 

den ihm im Bedarf zu berücksichtigenden Steuerbetrag von Fr. 595.00 stützt sich 

auf die Steuerfaktoren des Jahres 2019 (Schlussrechnung für die Steuerperiode 

2019 sowie die auf der vorjährigen Steuerveranlagung basierende provisorische 

Steuerrechnung 2020); es wird von einem steuerbaren Einkommen des Beru-

fungsklägers von Fr. 59'800.00 resp. Fr. 58'900.00 ausgegangen. Ein solches 

kann nicht mehr angenommen werden. Zum einen waren in der Steuerperiode 

2019 noch liegenschaftsbedingte Einkünfte sowie Abzüge berücksichtigt, welche 

– nach Verkauf der Liegenschaft – nicht mehr anfallen werden (vgl. act. 5/58/1 

und act. 5/ 39/13 S. 2 f.). Zum anderen war nur ein geringer Abzug für an die Kin-

der geleistete Unterhaltsbeiträge gemacht worden (siehe Steuererklärung 2019, 

act. 5/39/13). Das steuerbare Einkommen des Berufungsklägers wird im Vergleich 

zum Steuerjahr 2019 um einiges tiefer ausfallen und entsprechend zu einer deut-

lich tieferen Steuerbelastung führen. Dieser Umstand und insbesondere die finan-

ziellen Verhältnisse der Parteien (vgl. act. 4 S. 20 f., Erw. 5.4) lassen keine weite-

re resp. um Fr. 395.00 höhere Berücksichtigung von laufenden Steuern im Bedarf 

des Berufungsklägers zu.  

- 17 - 

3.4. Krankenkassenkosten 

a) Die Vorinstanz erwog unter Verweis auf die eingereichten Versicherungspo-

licen 2020, dass die Krankenkassenprämien (KVG und VVG) ausgewiesen und 

im Bedarf gerundet zu berücksichtigen seien. Die finanziellen Verhältnisse der 

Parteien würden eine Berücksichtigung der VVG-Prämien zulassen; die gerunde-

te Prämie KVG betrage für den Berufungskläger Fr. 255.00, jene für VVG 

Fr. 72.00 (act. 4 S. 15). 

b) Der Berufungskläger reicht neu seine Prämienabrechnung vom 9. Februar 

2021 für den Monat März 2021 ein und macht geltend, seine aktuelle monatliche 

Krankenkassenprämie sei für das Jahr 2021 mit Fr. 340.65 leicht höher als jene 

im Jahr 2020 (act. 2 S. 7 und act. 3/4). 

c) Es ist notorisch, dass Krankenkassenprämien in der Höhe von Jahr zu Jahr 

gewissen Schwankungen unterliegen. Der im vorsorglichen Massnahmenverfah-

ren zur Anwendung gelangenden Berechnungsweise ist zu einem gewissen Gra-

de immanent, dass nicht alle künftigen Schwankungen in den einzelnen Bedarfs-

positionen antizipiert und exakt mitberücksichtigt werden können, Schätzungen 

vorgenommen und Pauschalbeträge angewendet werden müssen (vgl. oben 

Erw. III. 1.3.). Eine leichte Prämienerhöhung kann als noch im Streubereich des 

dem Massnahmengericht zukommenden Ermessens liegend angesehen werden 

und gibt keinen Anlass, die vorinstanzliche Berechnung insgesamt anzupassen. 

Vor allen Dingen ist vorliegend aber zu beachten, dass der Vorinstanz eine Versi-

cherungspolice 2020 vorlag, auf welche sie sich abstützte (act. 5/39/11, act. 4 

S. 15). Der Berufungskläger reichte der Kammer dahingegen einzig (neu) eine 

Prämienrechnung und nicht die Police für das Jahr 2021 ein. Es ist damit nicht er-

sichtlich, ob eine Erhöhung der Prämienrechnung für dieselben Versicherungs-

leistungen vorliegt oder ob er zusätzliche Versicherungsleistungen abgeschlossen 

hat. Eine zu berücksichtigende höhere Kostenbelastung ist damit nicht glaubhaft 

gemacht, womit es bei dem von der Vorinstanz angerechneten Betrag für die 

Krankenkassenkosten des Berufungsklägers bleibt.  

- 18 - 

4. Fazit 

Zusammenfassend ist folglich festzuhalten, dass der Berufungskläger in der Beru-

fung keine Argumente vorträgt, welche eine Anpassung der von der Vorinstanz 

angenommenen Einkommenszahlen der Berufungsbeklagten und/oder seiner 

Bedarfszahlen gebieten würde. Es bleibt bei der Berechnung der Vorinstanz und 

der von ihr festgelegten Unterhaltsverpflichtung des Berufungsklägers gegenüber 

seinen Söhnen. Damit ist die Berufung des Berufungsklägers abzuweisen, und 

die Dispositiv-Ziffern 3-4 der vorinstanzlichen Verfügung vom 8. Februar 2021 

(FE200015-H/Z3) sind zu bestätigen.  

IV. 

1. Sind in einem Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen im Schei-

dungsprozess lediglich finanzielle Belange zwischen den Ehegatten strittig, so be-

rechnet sich die Entscheidgebühr nach § 4 Abs. 1-3, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 

und 2 der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV 

OG). Dabei bemisst sich die Gebühr nach Massgabe dessen, was vor der 

Rechtsmittelinstanz noch im Streit liegt. Dies ist vorliegend – bei einer schät-

zungsweisen Dauer des Scheidungsverfahrens von zwei Jahren (gerechnet ab 

Februar 2020) – ein Betrag von Fr. 11'185.00 (Kinderunterhaltsbeiträge gemäss 

vorinstanzlichem Entscheid insgesamt Fr. 43'706.00, berufungsweise beantragte 

Kinderunterhaltsbeiträge total Fr. 32'521.00). In Anwendung der genannten Best-

immungen ist die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren auf Fr. 1'000.00 

festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Berufungskläger aufzuerle-

gen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss zu 

verrechnen (Art. 111 Abs. 1 ZPO).  

2. Der Berufungsbeklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Berufungsver-

fahren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO), dem 

Berufungskläger nicht, weil er unterliegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

- 19 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen. Die angefochtenen Dispositiv-Ziffern 3-4 der 

Verfügung des Bezirksgerichtes Pfäffikon vom 8. Februar 2021 (FE200015-

H/Z3) werden bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt. 

3. Die Kosten werden dem Berufungskläger auferlegt und aus dem geleisteten 

Vorschuss bezogen.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge des Doppels der Berufungsschrift samt Beilagen (act. 2 und 3/1-4), sowie 

an das Bezirksgericht Pfäffikon, je gegen Empfangsschein, sowie an die Ab-

teilung Rechnungswesen des Obergerichts des Kantons Zürich (mittels elek-

tronischer Übermittlung). 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 11'185.00. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

- 20 - 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
 
versandt am:  

	Urteil vom 8. Juli 2021
	Rechtsbegehren:
	Verfügung des Einzelgerichtes:
	1. Die Obhut für die Kinder C._____, geboren am tt.mm.2010, und D._____, geboren am tt.mm.2013, wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens der Gesuchstellerin zugeteilt.
	2. Der Gesuchsteller ist für die Dauer des Scheidungsverfahrens berechtigt und verpflichtet, die Kinder wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen:
	 an jedem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend nach Schulschluss bis Sonntagabend, 18.00 Uhr,
	 jeweils am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr,
	 während 2 Wochen Ferien pro Jahr.

	3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des Scheidungsverfahrens an den Unterhalt und die Erziehung der Kinder folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen:
	Die Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar, und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Gesuchstellerin lebt un...
	4. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 3 vorstehend basiert auf folgenden Grundlagen:
	Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn:
	 Gesuchstellerin: Fr. 1'701.– bis Oktober 2020 (Stundenlohn, ca. 50%-Pensum)
	Fr.  2'400.– ab November 2020 (Stundenlohn, ca. 55%-Pensum, inkl. Trinkgeld und Getränkeabzug)
	 Gesuchsteller:   Fr.  6'175.– (100%-Pensum, inkl. Pauschalspesen)
	 Kinder:   je Fr.  200.– gesetzliche Kinderzulage
	Vermögen:
	 Gesuchstellerin: nicht relevant
	 Gesuchsteller:  nicht relevant
	 Kinder:  nicht relevant
	Bedarf:
	 Gesuchstellerin: Fr. 2'961.– (bis Oktober 2020) bzw. Fr. 2'797.– (ab November 2020)
	 Gesuchsteller:  Fr. 3'125.– (bis November 2020) bzw. Fr. 4'035.– (ab Dezember 2020)
	 C._____:  Fr. 1'153.–
	 D._____:  Fr.  953.–

	5. Im Mehrbetrag (persönlicher Unterhaltsbeitrag) wird das Begehren der Gesuchstellerin abgewiesen.
	6. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wird dem Endentscheid vorbehalten.
	7./8. [Schriftliche Mitteilung / Rechtsmittel: Berufung, 10 Tage, kein Fristenstillstand].
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen. Die angefochtenen Dispositiv-Ziffern 3-4 der Verfügung des Bezirksgerichtes Pfäffikon vom 8. Februar 2021 (FE200015-H/Z3) werden bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt.
	3. Die Kosten werden dem Berufungskläger auferlegt und aus dem geleisteten Vorschuss bezogen.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beilage des Doppels der Berufungsschrift samt Beilagen (act. 2 und 3/1-4), sowie an das Bezirksgericht Pfäffikon, je gegen Empfangsschein, sowie an die Abteilung Rechnungswese...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...