# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a5e5c7ba-6a55-5f73-ad99-82571af55434
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 09.05.2016 SB160027
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160027_2016-05-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160027-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, und lic. iur. Ch. Prinz, 

Ersatzoberrichterin Dr. iur. S. Bachmann sowie die  

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Bärtsch 

 

Urteil vom 9. Mai 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Fürsprecher lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. D. Kloiber,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 
 

betreffend  

Drohung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  

8. Abteilung - Einzelgericht, vom 28. September 2015 (GG140304) 

 

 

 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Dezember 2014 

(Urk. 21) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 54 = Urk. 57 S. 33 ff.) 

Es wird erkannt: 

1.   Der Beschuldigte ist schuldig der Drohung (Messer auf Brusthöhe) im Sinne von Art. 180 

StGB. 

2.   Vom Vorwurf der mehrfachen Drohung (verbale Drohung und Stichbewegungen mit dem 

Messer) im Sinne von Art. 180 StGB sowie vom Vorwurf der Tätlichkeiten im Sinne von 

Art. 126 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte freigesprochen.  

3.   Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 20.–, wovon 

bis und mit heute 29 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten.  

4.   Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

5.   Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 1'200.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'000.00   Gebühr Strafuntersuchung 

Fr. 353.10   Auslagen Untersuchung 

Fr. 7'956.35   Kosten amtliche Verteidigung (RA B._____) 

Fr. 5'970.25   Kosten amtliche Verteidigung (FS X._____) 

 
6.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte 

definitiv auf die Staatskasse genommen. 

7.   Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehal-

ten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang der Hälfte. Über die 

Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separater Verfügung entschieden. 

8.   Dem Beschuldigten wird keine Entschädigung zugesprochen.  

9.   (Mitteilungen) 

10.    (Rechtsmittel) 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:  

(Urk. 79 S. 1) 

1.  Das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 28. September 

2015 sei mit Ausnahme von Ziffer 2 des Dispositivs aufzuheben. 

2.  Der Berufungskläger sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

3.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

b) Der Staatsanwaltschaft:  

(Urk. 64, schriftlich) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales   

1.  Mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich (Einzelgericht) vom 28. September 

2015 wurde der Beschuldigte A._____ der Drohung (Messer auf Brusthöhe) im 

Sinne von Art. 180 StGB schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 

40 Tagessätzen zu Fr. 20.–, unter Anrechnung der geleisteten Haft, bestraft. Der 

Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre 

festgesetzt. Im Weiteren wurde der Beschuldigte von den Vorwürfen der mehrfa-

chen Drohung (verbale Drohung und Stichbewegungen mit dem Messer) im Sinne 

von Art. 180 StGB sowie vom Vorwurf der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 

Abs. 1 StGB freigesprochen. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen 

Verfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, wurden dem 

Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Staatskasse genommen. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung wurden unter dem Nachforderungsvorbe-

halt von Art. 135 Abs. 4 StPO für die Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. 

Dem Beschuldigten wurde keine Entschädigung zugesprochen (Urk. 54 = 57). 

- 4 - 

2.  Gegen dieses am 28. September 2015 eröffnete Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 8. Oktober 2015 innert Frist die 

Berufung anmelden (Urk. 50). Am 27. Januar 2016 liess der Beschuldigte durch 

Eingabe seines Verteidigers die Berufungsanträge einreichen und oberwähnte 

Anträge stellen (Urk. 60). In der Folge wurde dem Privatkläger und der Staatsan-

waltschaft mit Verfügung vom 1. Februar 2016 Frist angesetzt, um zu erklären, ob 

sie Anschlussberufung erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung beantra-

gen würden. In der gleichen Verfügung wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, 

um das Datenerfassungsblatt sowie Kopien der unterschriebenen Steuererklärun-

gen der beiden letzten Jahre, Lohnausweise/Lohnabrechnungen der letzten drei 

Monate bzw. Geschäftsabschlüsse der beiden letzten Jahre mit Aufstellung der 

Privatbezüge im laufenden Jahr, Ausweise über allfällige Nebeneinkommen und 

Unterlagen über seine Mietkosten einzureichen (Urk. 62). Innert Frist teilte die 

Staatsanwaltschaft mit, sie verzichte auf eine Anschlussberufung und beantragte 

die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 64). Ebenfalls innert Frist reich-

te der Beschuldigte das ausgefüllte Datenerfassungsblatt ein. Weitere Unterlagen 

wurden keine eingereicht (Urk. 65; Urk. 67). Der Privatkläger reichte keine Er-

klärung ein. 

3.  Beim vorinstanzlichen Urteil nicht angefochten wurden die Freisprüche be-

züglich mehrfacher Drohung (verbale Drohung und Stichbewegungen mit dem 

Messer) und Tätlichkeiten (vgl. Prot. II S. 6). Die Rechtskraft des vorinstanzlichen 

Entscheids in diesen Punkten ist entsprechend vorzumerken (Art. 404 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 402 StPO). 

4.  Gegenstand des Berufungsverfahrens bildet somit nur die dem Beschuldig-

ten vorgeworfene Drohung (Messer auf Brusthöhe) gegenüber dem Privatkläger. 

II.  Beweiswürdigung 

1. Ausgangslagen 

1.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vom 5. Dezember 2015 im 

Wesentlichen vorgeworfen, am 11. April 2014 den Privatkläger C._____ mit einem 

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Messer bedroht zu haben, als dieser D._____ in deren Wohnung begleitet habe, 

um das Untermietverhältnis mit dem dort wohnhaften Beschuldigten aufzulösen 

(Urk. 21). Der Beschuldigte bestreitet, den Privatkläger mit einem Messer oder 

sonst wie bedroht zu haben (Urk. 45 S. 5 ff.; Urk. 78 S. 7 f.).  

1.2. Die Verteidigung bringt im Wesentlichen vor, der Beschuldigte habe kon-

stant bestritten, ein Messer in der Hand gehalten zu haben. Bezeichnend sei 

auch, dass die behauptete Tatwaffe nicht sichergestellt worden sei (Urk. 79 S. 2). 

Die belastenden Aussagen des Privatklägers C._____ sowie von D._____ seien 

widersprüchlich. D._____ sei es gelungen, mit Hilfe ihres Freunds C._____ und 

der durch sie beide erstatteten Strafanzeige gegen den Beschuldigten, die an den 

Beschuldigten untervermietete Wohnung zu räumen, ohne den Weg der zivilpro-

zessualen Ausweisung beschreiten zu müssen (Urk. 79 S. 2 f.). Unabhängig da-

von stelle sich zudem die Frage der Widerrechtlichkeit des dem Beschuldigten 

vorgeworfenen Verhaltens. Der Privatkläger habe sich des Hausfriedensbruchs 

schuldig gemacht, indem er die Wohnung des Beschuldigten gegen dessen Wil-

len betreten habe, weshalb sich der Beschuldigte nach den Grundsätzen der 

Notwehr mit angemessenen Mitteln habe zur Wehr setzten dürfen (Urk. 79 

S. 6 f.). 

1.3. Betreffend die allgemeinen Grundsätze für die Beweiswürdigung kann auf 

die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 

StPO; Urk. 54 S. 14 f.). Das Gleiche gilt in Bezug auf die vorinstanzlichen Ausfüh-

rungen zur Glaubwürdigkeit des Beschuldigten, des Privatklägers und von 

D._____ (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 15 f.). Anzufügen bleibt, dass die von 

der Verteidigung geltend gemachte Interessenlage des Privatklägers und von 

D._____ (vgl. Urk. 79 S. 2; Urk. 46 S. 2 f.) richtig berücksichtigt worden ist 

(Urk. 54 S. 16). 

2. Aussagen des Privatklägers 

2.1. Der Privatkläger wurde am 11. April 2014 durch die Stadtpolizei (Urk. 5/4) 

und am 9. Mai 2014 durch die Staatsanwaltschaft einvernommen (Urk. 5/5). In 

beiden Einvernahmen führte er konstant und übereinstimmend aus, er habe  

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D._____ bei der Bäckeranlage getroffen. Sie seien dann gemeinsam zur Woh-

nung von D._____ gegangen, um mit deren Untermieter über das Mietverhältnis 

zu sprechen. Nachdem sie die Wohnung betreten hätten, hätten der Beschuldigte 

und D._____ laut über den Verbleib ihrer Möbel gesprochen. Der Beschuldigte 

habe den Privatkläger gefragt, wer er eigentlich sei, worauf der Privatkläger ge-

antwortet habe, dass sein Name keine Rolle spiele. Dann habe der Beschuldigte 

dem Privatkläger gedroht, dass er ihm etwas antun werde bzw. dass etwas 

Schlimmes passieren würde. Daraufhin habe ihn der Beschuldigte zur Seite ge-

schupft und ihm mit seinem Fuss einen Tritt in die Genitalien versetzt. D._____ 

habe zwar versucht, diesen Tritt etwas abzuwehren, dennoch habe der Privatklä-

ger diesen Tritt gespürt. Danach sei der Beschuldigte in die Küche gegangen und 

wieder zurück in den Korridor gekommen und habe ein Messer in der Hand ge-

habt. Der Beschuldigte habe das Messer mit einem Abstand von gut einem hal-

ben Meter in seine Richtung gehalten und ihn bedroht. Beim Messer habe es sich 

um ein ca. 20 cm langes Rüstmesser gehandelt, das man zum Tomatenschnei-

den bzw. zum Rüsten von Obst brauche. Die Hälfte des Messers sei ein dunkler 

Griff, die andere Hälfte habe aus der Hand des Beschuldigten geragt. Der Privat-

kläger sei dann einen Schritt rückwärts über die Türschwelle getreten, habe sich 

umgedreht und sei ins Treppenhaus gerannt. Von dort habe er gehört, dass der 

Beschuldigte und D._____ weiter diskutiert hätten. Aus Angst um D._____ sei er 

wieder hinaufgegangen und sei vor der geöffneten Wohnungstüre gestanden. Der 

Beschuldigte habe dann aus dem Korridor der Wohnung mehrere Stichbewegun-

gen gegen ihn ausgeführt. Er habe dann D._____ an Arm gepackt und versucht, 

sie zum Mitkommen zu bewegen. D._____ habe immer noch mit dem Beschuldig-

ten gestritten. Der Privatkläger habe D._____ gesagt, sie solle endlich mitkom-

men und habe sie bis zum Beginn der Treppe gezogen, sie aber dort losgelassen, 

damit sie nicht die Treppe hinunter stürze. 

2.2. Mit der Vorinstanz sind die Aussagen des Privatklägers in sich stimmig und 

weisen nur minime Widersprüche auf. Der auffälligste Widerspruch findet sich da-

rin, dass D._____ in der ersten Einvernahme an der Wohnungstüre geläutet 

(Urk. 5/4 S. 2), gemäss der zweiten Einvernahme dort geklopft hat (Urk. 5/5 S. 5). 

Dieser Widerspruch betrifft nicht das Kerngeschehen und ist daher von unterge-

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ordneter Bedeutung. Die Aussagen des Privatklägers sind konstant, chronolo-

gisch übereinstimmend und weisen keine wesentlichen Strukturbrüche auf. In sei-

nen Aussagen unterscheidet der Privatkläger klar zwischen Tatsachen, die er sel-

ber wahrgenommen hat und solchen, bei denen er sich nicht sicher war (z.B. 

Urk. 5/4 S. 2; Urk. 5/5 S. 4) bzw. welche er von D._____ erfahren hatte (z.B. 

Urk. 5/4 S. 2; Urk. 5/5 S. 3). 

2.3. Der vom Privatkläger geschilderte Ablauf der Auseinandersetzung ist 

nachvollziehbar und enthält zahlreiche Details. So führte der Privatkläger bei-

spielsweise aus, nachdem er das Messer in der Hand des Beschuldigten gesehen 

habe, sei er einen Schritt rückwärts über die Türschwelle der offenen Tür getre-

ten, habe sich umgedreht und sei ins Treppenhaus gerannt. Auf sicherer Distanz 

sei er dann stehengeblieben und habe nach oben geschaut. Er habe gesehen, 

dass D._____ ihm nicht gefolgt sei und habe gehört, dass der Beschuldigte noch 

immer mit D._____ am diskutieren sei. Er sei dann wieder nach oben gegangen 

und sei vor der geöffneten Wohnungstüre gestanden. Der Beschuldigte sei noch 

immer im Korridor gestanden und habe mehrere Bewegungen mit dem Messer in 

seine Richtung gemacht (Urk. 5/4 S. 3 f.). Besonders eindrücklich beschreibt der 

Privatkläger seine Reaktion auf den Anblick des Messers: Der Beschuldigte habe 

das Messer in seine Richtung gehalten und ihn damit bedroht. Was er dabei zu 

ihm gesagt habe, könne er nicht wiedergeben. Er sei so erschrocken und habe 

nur auf das Messer geblickt. Er habe die Klinge gesehen und gewusst, dass diese 

ausreichen würde, jemanden umzubringen. Er habe in diesem Moment echt 

Angst gehabt. Es sei ein Wechsel zwischen Angst und Wut gewesen. Die Bedro-

hungslage habe er sehr ernst genommen (Urk. 5/4 S. 3). Nachdem er (Privatklä-

ger) dann in das Treppenhaus geflüchtet und aus Angst um D._____ wieder vor 

der geöffneten Wohnungstüre gestanden sei, habe der Beschuldigte mehrere 

Bewegungen mit dem Messer in seine Richtung gemacht. Er sei auf sicherer Dis-

tanz geblieben. Vermutlich habe er etwas zu ihm gesagt. Er könne sich aber nicht 

mehr erinnern. Er sei gebannt wie in einem Film gewesen (Urk. 5/4 S. 4). Solche 

Schilderungen wirken extrem lebensnah und deuten auf tatsächlich Erlebtes hin.  

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2.4. Weitere Realitätskriterien in den Aussagen des Privatklägers finden sich in 

den zahlreich geschilderten eigenen Gefühlen. So führte er aus, er sei beim An-

blick des Messers so erschrocken, dass er nur auf dieses geblickt habe. Er habe 

echt Angst gehabt. Es sei ein Wechsel zwischen Angst und Wut gewesen 

(Urk. 5/4 S. 3). Er habe Angst um D._____ gehabt und dass der Typ ihr etwas an-

tun würde, weshalb er wieder nach oben gegangen sei (Urk. 5/4 S. 4; Urk. 5/5 

S. 7). Er sei negativ überrascht gewesen, dass alles so aggressiv gewesen sei 

(Urk. 5/5 S. 5). Er selbst sei aggressiv geworden, weil der Beschuldigte ihm in die 

Genitalien getreten habe (Urk. 5/5 S. 6). Er habe D._____ bis zum Treppengelän-

der gezogen und dort losgelassen, weil er befürchtet habe, sie könnten sonst die 

Treppe hinunterstürzen. D._____ sei zum Beschuldigten zurückgegangen und 

habe weiter mit ihm gestritten. Er habe Panik bekommen. Er habe die Vorstellung 

gehabt, der Beschuldigte würde sie nun niederstechen (Urk. 5/5 S. 7 f.). 

2.5. Der Privatkläger belastet den Beschuldigten nicht übermässig. Auf die ers-

te Äusserung des Beschuldigten, er werde ihm etwas antun, führte der Privat-

kläger aus, er habe dies zur Kenntnis genommen (Urk. 5/4 S. 3). Genauso gut 

hätte der Privatkläger den Beschuldigten belasten können, indem er ausgeführt 

hätte, er sei in Angst und Schrecken versetzt worden. Auch als der Beschuldigte 

das Messer auf Brusthöhe gegen den Privatkläger gehalten hat, machte der Pri-

vatkläger nicht geltend, der Beschuldigte habe Stichbewegungen gegen ihn aus-

geführt (Urk. 5/4 S. 3; Urk. 5/5 S. 7). Als der Beschuldigte das Messer in seine 

Richtung gehalten und ihn damit bedroht habe, habe der Beschuldigte etwas zu 

ihm gesagt. Er könne es allerdings nicht wiedergeben (Urk. 5/4 S. 3). Und als er 

das zweite Mal vor der Wohnungstüre gestanden sei und der Beschuldigte meh-

rere Bewegungen gegen ihn gemacht habe, habe er vermutlich auch etwas zu 

ihm gesagt. Er könne sich aber nicht mehr erinnern (Urk. 5/4 S. 4). Zu Beginn der 

Auseinandersetzung habe der Beschuldigte zu ihm gesagt, er solle verschwinden, 

sonst passiere etwas Schlimmes (Urk. 5/5 S. 8) bzw. er würde ihm etwas antun 

(Urk. 5/4 S. 3). Auch hier wären stärkere Belastungen möglich gewesen. Eben-

falls in Bezug auf D._____ entlastet der Privatkläger den Beschuldigten. So habe 

der Beschuldigte das Messer in seine Richtung gehalten (Urk. 5/4 S. 3). Seines 

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Wissens seien keine Stichbewegungen gegen D._____ ausgeführt worden 

(Urk. 5/5 S. 8). 

2.6. Für die Glaubwürdigkeit des Privatklägers und die Glaubhaftigkeit seiner 

Darstellung spricht auch, dass dieser sein Verhalten nicht nur positiv sieht. So 

führte er aus, er habe den Beschuldigten zum Verlassen der Wohnung aufgefor-

dert (Urk. 5/4 S. 3). Das Verhalten des Beschuldigten habe ihn aggressiv gemacht 

und er habe den Beschuldigten zum Kampf herausgefordert (Urk. 5/5 S. 6). 

2.7. Der Privatkläger beschönigt auch das Verhalten von D._____ nicht. Er sag-

te aus, D._____ habe dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe ihr Schlafzimmer 

umgebaut (Urk. 5/4 S. 3; Urk. 5/5/ S. 5). Der Beschuldigte und D._____ hätten 

gestritten und sich angeschrien (Urk. 5/4 S. 4). Beide hätten lautstark gesprochen 

bzw. diskutiert. Es sei immer lauter geworden (Urk. 5/5 S. 5). Die beiden hätten 

gestritten. Nachdem er D._____ gepackt und weggezogen habe, sei sie wieder 

zurück gegangen und habe weiter mit ihm gestritten (Urk. 5/5 S. 7). 

2.8. Fazit 

Die Aussagen des Privatklägers weisen zahlreiche Realitätskriterien auf, weshalb 

sie als sehr glaubhaft anzusehen sind. 

3. Aussagen von D._____: 

3.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen von D._____ korrekt zusammengefasst. 

Vorab kann zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden 

(Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 10 ff.). 

3.2. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend festgehalten hat, machte D._____ 

übereinstimmende und grösstenteils detaillierte Aussagen. Aus ihren Aussagen 

geht jedoch hervor, dass sie die ganze Situation um die Wohnung und den Be-

schuldigten als Untermieter sehr beschäftigte, drehen sich ihre Aussagen vor-

nehmlich um dieses Thema. Es scheint sie auch so sehr absorbiert und belastet 

zu haben, dass sie Teile des Kerngeschehens nur am Rande mitbekommen hat. 

Aus der Sicht von D._____ war es ihr seit einem halben Jahr nicht mehr möglich, 

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in ihrer Wohnung zu wohnen, weil der Umgang mit dem Beschuldigten schwierig 

war und er auch ihr Zimmer mit Beschlag belegte bzw. ihre Sachen in den Keller 

stellte und auch ihr Zimmer benutzte. Hinzu kommt, dass der Beschuldigte ihr im 

Rahmen der Auseinandersetzung damit drohte, er habe Aufnahmen, die sie mit 

einem angeblichen Drogendealer von nebenan zeigen würden bzw. er der Polizei 

erzählen würde, sie mache mit dem Drogendealer von nebenan Geschäfte. Es ist 

daher durchaus nachvollziehbar, dass D._____ Teile des eigentlichen Vorfalls von 

anderen Gefühlen überdeckt und nicht im Detail wahrgenommen hat. 

3.3. D._____ beschreibt sich selbst als konfliktvermeidend und versucht sich 

als diejenige darzustellen, die in der Auseinandersetzung die Ruhe bewahrte und 

nicht laut wurde. Sie habe immer versucht, zu beruhigen und eine friedliche Lö-

sung zu finden. Zwischen dem Beschuldigten und dem Privatkläger sei es laut 

geworden. Demgegenüber zeichnet D._____ kein gutes Bild vom Beschuldigten. 

Sie führte aus, aufgrund der aggressiven Art des Beschuldigten habe sie früher 

nichts gegen ihn unternommen (Urk. 5/2 S. 3). Wenn sie in die Wohnung gekom-

men sei, habe sie immer 5 bis 10 Minuten vor der Türe gewartet, bis er sie hin-

eingelassen habe. Der Beschuldigte habe vermutlich eine Persönlichkeitsstörung 

und sei sehr schnell beleidigt. Er sei auch sehr verletzend und narzisstisch. Sie 

vermute, er stecke in einer schwierigen Lebenslage, habe sehr starke Stim-

mungsschwankungen, ev. auch wegen dem Drogenkonsum. Er habe sicher eine 

Anpassungsstörung und sei hier nicht zuhause (Urk. 5/1 S. 6). Zudem habe er ih-

ren Namen vom Briefkasten entfernt, habe ihre Post geöffnet, ihre Sachen in den 

Keller gestellt und die Miete nicht bezahlt (Urk. 5/1 S. 2 f.). 

3.4. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festhielt, hat D._____ den Beschul-

digten hinsichtlich der Kernpunkte der Auseinandersetzung nicht unnötig und so-

gar weniger belastet, als es ihr möglich gewesen wäre. Sie sagte konstant aus, 

vom Beschuldigten nicht bedroht worden zu sein. Auch das Messer habe der Be-

schuldigte nicht gegen sie gerichtet. Hätte D._____ dem Beschuldigten Schaden 

zufügen wollen, hätte sie Gelegenheit gehabt, ihn zusätzlich zu belasten. Auch als 

die Polizei ein grosses Brotmesser sicherstellte, stellte D._____ klar, dass das bei 

der Auseinandersetzung verwendete Messer kleiner war. Ihre detaillierte Be-

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schreibung des Messers einmal als etwas grösser als ein Rüstmesser mit matt-

schwarzem Griff und "geraffter" Klinge mit einem Spitz, ca. 20 cm lang, ca. 10 cm 

der Schaft und ca. 12 cm die Klinge (Urk. 5/1 S. 4) und einmal mit der Länge wie 

ein A-5 Couvert, 3/5 gezackte Klinge und einen schwarzen Plastikgriff (Urk. 5/2 

S. 8) wirkt authentisch und die Umschreibung nicht auswendig gelernt. 

3.5. Fazit:  

Insgesamt überwiegen bei den Aussagen von D._____ die Realitätskriterien. Ihre 

Aussagen sind grundsätzlich als glaubhaft anzusehen. 

4. Aussagen des Beschuldigten: 

4.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Beschuldigten korrekt zusammenge-

fasst. Vorab kann zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden 

(Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 12 ff.). 

4.2. Der Beschuldigte machte grösstenteils übereinstimmende Aussagen. Auch 

ihn belastete die Situation mit der Wohnung, ging er doch davon aus, die Woh-

nung von D._____ übernehmen zu können. Auch fühlt er sich auf unrechtmässige 

Art und Weise aus der Wohnung geworfen worden zu sein. 

4.3. Der Beschuldigte äusserte sich lediglich in seiner Einvernahme vom 

29. April 2014 detailliert zum Kerngeschehen des inkriminierten Vorfalles. Seine 

Schilderung hat er von handgeschriebenen Blättern abgelesen (Urk. 4/3). An-

sonsten äussert sich der Beschuldigte zum Kerngeschehen sehr ausweichend. 

Anstatt Fragen zum Vorfall zu beantworten, schilderte er immer wieder, dass ihn 

die Polizei und die Staatsanwältin unwürdig behandelt hätten und die ganze Justiz 

in Zürich einem Drogenring angehöre (Urk. 4/5 S. 3 f.). Auch anlässlich der  

vorinstanzlichen Hauptverhandlung wich er wiederholt von der Auseinanderset-

zung vom 11. April 2014 ab und machte lange Ausführungen zum Drogenhandel 

in Zürich und wie er die Beteiligung der Justiz daran aufdecken möchte, anstatt 

sich zur Sache zu äussern (Urk. 45 S. 4). Auch an der Berufungsverhandlung 

führte er auf Befragung zur Sache zunächst aus, er befürchte, dass er umge-

bracht oder gefoltert werde. Falls er umgebracht werde, sei die Stadtpolizei Zürich 

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dafür verantwortlich. Das Messer sei ihm von der Stadtpolizei Zürich unterge-

schoben worden. Allenfalls würden der Privatkläger und D._____ mit der Stadtpo-

lizei zusammenarbeiten (Urk. 78 S. 7 f.). 

4.4. Beim Aussageverhalten des Beschuldigten fällt auf, dass er bei kritischen 

Fragen im Bereich des Kerngeschehens mit seiner Antwort nicht die gestellte 

Frage beantwortet. Immer wieder weicht der Beschuldigte gestellten Fragen aus. 

Auf die Frage, was er dazu sage, dass er die beiden bedroht haben soll, antwortet 

er zunächst: Er habe ja ein SMS zurückgeschickt, dass sie die Sache entscheiden 

müssen, dass er ja nicht auf der Strasse leben könne. Sie habe auch schon die 

Miete eingenommen (Urk. 4/2 S. 3). Auf die Frage, was er dazu sage, dass er am 

11. April 2014 dem Privatkläger gesagt habe, er würde ihm etwas antun, gab der 

Beschuldigte erst auf die dritte Aufforderung hin Antwort. Dies nachdem er zu-

nächst ausführte, es sei eigentlich umgekehrt gewesen. Als sie sich gegen-

übergestanden seien, habe der Privatkläger ihn draussen zu einem Kampf aufge-

fordert. Er habe gewusst, dass er keine Chance hätte und habe gedacht, wenn er 

aus der Wohnung wäre, könnte er die Türe einfach zumachen und das Problem 

sei erledigt. Und auf die zweite Aufforderung hin antwortete der Beschuldigte, auf 

jeden Fall habe er nicht angefangen. Sie seien sich sehr nahe gewesen und hät-

ten sich berührt, so wie zwei Hähne (Urk. 4/3 S. 5). Anlässlich der vorinstanz-

lichen Hauptverhandlung führte der Beschuldigte auf die gleiche Frage hin aus, er 

könne sich nicht daran erinnern. Wenn die Hündin aggressiv sei, sollte man sie 

nicht provozieren. Warum hätte er das provozieren sollen. Er sei nicht in der Lage 

gewesen, einen Kampf zu überstehen (Urk. 45 S. 6). Auf die Frage, ob er ver-

standen habe, dass er sich am nächsten Einvernahmetermin nochmals zur gan-

zen Geschichte äussern könne, antwortet der Beschuldigte mit : "Ja. Ich möchte 

noch mitteilen, dass mein Vater im Jahr 1991 in … ermordet wurde." (Urk. 4/3 

S. 8). An der Berufungsverhandlung sagte er schliesslich auf die Frage, ob er ein 

Messer in der Hand gehalten habe, aus, das stimme nicht. Der Privatkläger und 

D._____ würden zusammen mit der Stadtpolizei ihm etwas anhängen wollen, weil 

er mit Kameras die Drogendealer der …strasse überwache und aufgenommen 

habe, wie die Polizei mit Drogendealern verhandle (Urk. 78 S. 8). Dieses Nichtbe-

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antworten der gestellten Fragen tangiert die Überzeugungskraft seines Aussage-

verhaltens. 

4.5.  Überdies fällt auf, dass der Beschuldigte versucht, D._____ schlecht zu 

machen. So habe D._____ bei der Wohnungsbesichtigung gesagt, er könne Ko-

kain direkt in der Wohnung nebenan beziehen (Urk. 4/3 S. 2). Am fraglichen Tag 

hätten sowohl D._____ wie auch der Privatkläger nach Alkohol gerochen (Urk. 4/3 

S. 4). Bei der ersten Besichtigung der Wohnung sei D._____ betrunken und die 

Wohnung sehr schmutzig gewesen (Urk. 4/3 S. 2). D._____ sei jeden Tag betrun-

ken oder stehe unter dem Einfluss von Kokain (Urk. 78 S. 7). Auch auf dem Be-

treibungsamt sei sie bekannt (Urk. 4/3 S. 6). Zudem habe ihm die Verwaltung der 

Wohnung mitgeteilt, dass D._____ die Miete nicht bezahle und ihn nicht als Un-

termieter gemeldet habe (Urk. 4/3 S. 6; Urk. 45 S. 7). D._____ wohne in der Psy-

chiatrie (Urk. 4/2 S. 3) bzw. habe unter psychologischer Aufsicht gestanden 

(Urk. 78 S. 7). Wiederholt antwortete er auf die Frage, weshalb ihn D._____ und 

der Privatkläger betreffend dem inkriminierten Sachverhalt belasten sollten, sie 

hätten ihm eine Falle stellen wollen (Urk. 4/2 S. 2; Urk. 4/3 S. 4, Urk. 78 S. 8). 

4.6. Fazit  

Zusammengefasst sind die Aussagen des Beschuldigten mit der Vorinstanz 

überwiegend als nicht glaubhaft zu werten, da diese mehrere Lügensignale und 

nur wenige Realitätskriterien enthalten. 

5. Gesamtwürdigung 

5.1. Anhand der Aussagen der drei Beteiligten ist zu klären, wie sich der Ablauf 

des inkriminierten Vorfalles darstellt. Zu beachten ist dabei, dass im Berufungs-

verfahren lediglich noch umstritten ist, ob der Beschuldigte ein Messer in der 

Hand gehalten und dieses gegen den Oberkörper des Privatklägers gerichtet hat-

te, weshalb nachfolgend lediglich darauf einzugehen ist, ob der diesbezügliche 

Sachverhalt rechtsgenügend erstellt ist. 

5.2. Die Vorinstanz hat festgehalten, die Aussagen des Privatklägers und von 

D._____ seien zwar insbesondere was den chronologischen Ablauf des Vorfalls 

- 14 - 

betreffe nicht ganz deckungsgleich, würden jedoch in Bezug auf das Kerngesche-

hen – dass der Beschuldigte ein Messer in der Hand gehalten und gegen den Pri-

vatkläger gerichtet habe – sich nicht widersprechen und seien in sämtlichen Ein-

vernahmen konstant widergeben worden. Entsprechend gelangte die Vorinstanz 

zum Schluss, dass aufgrund der glaubhaften und grösstenteils deckungsgleichen 

Aussagen des Privatklägers und von D._____ keine Zweifel daran bestehen wür-

den, dass der Beschuldigte ein Messer ergriffen und dieses gegen den Oberkör-

per der Privatklägers gehalten habe, weshalb sie den diesbezüglichen Sachver-

halt als erstellt erachtete (Urk. 54 S.21 f.).  

5.3. Die Verteidigung kritisiert, betreffend die vorliegend relevante, angebliche 

Drohung mit einem Messer stehe die Aussage des Privatklägers C._____ in Wi-

derspruch zur Darstellung von D._____. Gemäss dem Privatkläger habe der Be-

schuldigte das Messer während des Streits aus der Küche geholt und hierzu sei-

nen Standort kurz verlassen, während sich D._____ nicht erinnern könne, dass 

der Beschuldigte den Flur verlassen habe, obwohl sie mit diesem in einen verba-

len Streit verwickelt gewesen sei. Diese habe ausgesagt, sie wisse nicht, woher 

der Beschuldigte das Messer gehabt habe, möglicherweise habe er es bereits zu-

vor in der Hand gehalten. Auch habe D._____ im Widerspruch zum Privatkläger 

ausgeführt, der Beschuldigte habe mit dem Messer in der Hand Stichbewegungen 

in Richtung des Privatklägers ausgeführt, während dieser ausgesagt habe, der 

Beschuldigte habe das Messer einfach in seine Richtung gehalten (Urk. 79 

S. 3 f.). 

5.4. Betreffend die Ereignisse, nachdem der Privatkläger und D._____ die 

Wohnung betreten hatten, schildern die drei Beteiligten übereinstimmend, dass 

D._____ festgestellt habe, dass ihr Zimmer umgebaut worden sei (Urk. 5/1 S. 4; 

Urk. 5/2 S. 6; Urk. 5/4 S. 3; Urk. 5/5 S. 5; Urk. 4/3 S. 3). Der Privatkläger führte 

aus, dass dann zwischen dem Beschuldigten und D._____ schnell laut gespro-

chen worden sei. Es sei immer lauter geworden. D._____ sagte aus, sie habe den 

Beschuldigten darauf angesprochen. Der Beschuldigte sei immer aufgeregter ge-

worden (Urk. 5/1 S. 4). Er habe ihr gesagt, er habe Fotos von ihr zusammen mit 

dem Kokaindealer von nebenan. Darauf habe sie gesagt, es reiche jetzt. Sie lasse 

- 15 - 

die Wohnung polizeilich räumen (Urk. 5/2 S. 7). Der Beschuldigte äusserte sich 

nicht zu diesem Sachverhaltsteil. Sowohl der Privatkläger wie auch D._____ füh-

ren aus, dass der Beschuldigte mit D._____ diskutiert habe. Zudem gilt es zu be-

denken, dass die Bemerkung des Beschuldigten, er habe Fotos, die D._____ zu-

sammen mit dem Kokaindealer von nebenan zeigen würden, D._____ derart be-

einflusste, dass sie sich nachher auf sämtliche Drogen testen liess. Es ist daher 

nachvollziehbar und aufgrund der glaubhaften Schilderung des Privatklägers da-

von auszugehen, dass die Diskussion zwischen dem Beschuldigten und D._____ 

laut war und immer lauter wurde. 

Der Privatkläger führte ferner aus, als er ins Schlafzimmer gekommen sei, sei der 

Beschuldigte auf ihn losgekommen und habe ihn gefragt, wer er eigentlich sei. Es 

sei auch darüber gesprochen worden, dass es Zeit sei, dass der Beschuldigte die 

Wohnung verlasse. Der Beschuldigte habe zu ihm gesagt, er solle aus der Woh-

nung verschwinden, weshalb er sich zur Wohnungstüre begeben habe (Urk. 5/5 

S. 5 f.). Dass es im Zimmer von D._____ zu einer verbalen Auseinandersetzung 

zwischen dem Privatkläger und dem Beschuldigten gekommen ist, bestätigt auch 

der Beschuldigte, ohne jedoch zu erwähnen, dass er den Privatkläger explizit auf-

gefordert habe, die Wohnung zu verlassen (Urk. 4/3 S. 3). Beide bestätigen auch, 

dass der Privatkläger den Beschuldigten zu einem Kampf draussen aufgefordert 

habe (Urk. 4/3 S. 3; Urk. 5/5 S. 6). D._____ bestätigt die Ausführungen des Pri-

vatklägers (ohne Kampfaufforderung), wobei gemäss ihr die Auseinandersetzung 

zwischen dem Privatkläger und dem Beschuldigten im Korridor stattgefunden hat 

(Urk. 5/2 S. 7). Die Schilderung des Privatklägers wird somit in einem Teil von 

D._____ und im andern Teil vom Beschuldigten bestätigt. Es ist daher von der 

glaubhaften Schilderung des Privatklägers auszugehen. 

Weiter führte der Privatkläger aus, der Beschuldigte habe sich von seinem Stand-

ort aus nach rechts in die Küche begeben und sei unvermittelt wieder zurück-

gekommen. Dabei habe er ein Messer in seiner Hand gehalten und dieses etwa 

einen halben Meter von ihm entfernt auf Brusthöhe in seine Richtung gehalten. Er 

habe echt Angst bekommen, sei einen Schritt rückwärts über die Türschwelle der 

offenen Türe getreten, habe sich umgedreht und sei ins Treppenhaus geflüchtet 

- 16 - 

(Urk. 5/4 S. 3). Auch D._____ führt aus, der Beschuldigte habe im Korridor plötz-

lich ein Messer in der Hand gehalten und sei damit auf den Privatkläger losge-

gangen. Auf Höhe des Bauches habe der Beschuldigte mehrere Stichbewegun-

gen in Richtung des Privatklägers gemacht. Die Distanz zwischen den beiden ha-

be ca. 80 cm bis einen Meter betragen (Urk. 5/1 S. 4). Der Beschuldigte bestrei-

tet, ein Messer in der Hand gehalten zu haben (Urk. 4/3 S. 5 f.). Die Ausführun-

gen des Privatklägers, dass der Beschuldigte ein Messer in der Hand hatte und 

dieses in Richtung des Privatklägers hielt, werden somit von D._____ gestützt. 

Zudem wirkt die Schilderung des Privatklägers in Bezug auf seine Gefühle beim 

Anblick des Messers – wie bereits vorne ausgeführt – extrem eindrücklich, le-

bensnah und zeugt von selbst Erlebtem. Kommt hinzu, dass sowohl D._____ wie 

auch der Privatkläger das Messer je zweimal beschreiben. Alle vier Beschreibun-

gen erfolgten mit unterschiedlichen Worten, beschreiben jedoch das gleiche Mes-

ser. Eine Absprache zwischen dem Privatkläger und D._____ kann somit in Be-

zug auf das Messer ausgeschlossen werden. Es ist daher nicht daran zu zweifeln, 

dass der Beschuldigte ein Messer zur Hand nahm und dieses gegen den Privat-

kläger richtete. Dagegen spricht entgegen der Verteidigung auch nicht, dass 

D._____ nicht bestätigen konnte, dass der Beschuldigte das Messer aus der Kü-

che holte. Sie war aufgebracht, dass der Beschuldigte ihr Zimmer geräumt sowie 

mit "Drogenpflanzen" vollgestellt hatte und deswegen mit diesem in einen verba-

len Streit verwickelt. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass sie in dieser Situation 

nicht jede Bewegung des Beschuldigten beobachtete, sondern sich auch auf die 

Veränderungen in ihrem Zimmer konzentrierte, welche sie in Aufruhr versetzten. 

Sodann bestehen zwischen den Schilderungen des Privatklägers und von 

D._____ Widersprüche in Bezug auf die Höhe auf welcher das Messer gehalten 

wurde und ob dieses still gehalten oder damit Stichbewegungen ausgeführt wur-

den. Diesbezüglich ist auf die glaubhafte Schilderung des Privatklägers abzustel-

len. Zudem wird der Beschuldigte durch den Privatkläger weniger stark belastet, 

da der Beschuldigte das Messer ruhig gehalten und nicht mehrere Stichbewegun-

gen ausgeführt hat. 

5.5. Ferner bringt die Verteidigung vor, der Beschuldigte habe konstant ausge-

sagt, der Privatkläger habe ihn zu einem Kampf aufgefordert, was dieser erst in 

- 17 - 

der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme eingeräumt habe. Es sei jedoch aus-

geschlossen, dass der Privatkläger den Beschuldigten zum Zweikampf aufgefor-

dert hätte, wenn dieser ein Messer in der Hand gehalten hätte. Vielmehr un-

termaure die aggressive Äusserung (Aufforderung zum Zweikampf) das illegale 

Vorhaben, den Auszug des Beschuldigten aus seiner Wohnung zu bewirken 

(Urk. 79 S. 5).  

In der Tat bestätigte der Privatkläger, dass er den Beschuldigten aufgefordert ha-

be, "es draussen zu klären" (Urk. 5/5 S. 6). Allerdings führt der Privatkläger aus, 

dass der Beschuldigte erst nach dieser Aufforderung – sozusagen als Reaktion 

darauf – das Messer aus der Küche geholt habe (Urk. 5/5 S. 6). Mithin hatte er 

noch kein Messer in der Hand, als der Privatkläger diesen aufforderte die Aus-

einandersetzung vor dem Haus zu klären.  

5.6. Schliesslich überzeugt auch das Argument der Verteidigung, die engen 

Platzverhältnisse im Flur hätten es nicht zugelassen, dass alle drei Beteiligten 

während der fraglichen Auseinandersetzung auf dieser Fläche von 1.20 m x 

1.20 m gestanden seien und der Beschuldigte dabei ein Messer in der Hand so-

wie einen halben Meter Distanz zum Privatkläger gehabt hätte, nicht (Urk. 79 

S. 6). Steht der Privatkläger am einen Ende des Flurs und der Beschuldigte am 

anderen Ende, so beträgt der Abstand zwischen ihnen ohne Weiteres einen  

halben Meter.  

5.7. Fazit 

Insgesamt ist mit der Vorinstanz der Sachverhalt, wonach der Beschuldigte ein 

Rüstmesser in einer Entfernung von etwa 50 cm zur Brust des Privatklägers hielt, 

wodurch dieser in Angst versetzt wurde und davonrannte, in rechtsgenügender 

Weise erstellt. 

III. Rechtliche Würdigung 

1. Die Staatsanwaltschaft qualifiziert das Verhalten des Beschuldigten (Messer 

auf Brusthöhe) als Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB. 

- 18 - 

2.  Gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB wird auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei 

Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer jemanden durch schwere Drohung in 

Schrecken oder Angst versetzt. Der notwendige Strafantrag liegt vor (Urk. 3). 

3.  Zur rechtlichen Würdigung kann auf die Erwägungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 24 ff.). Diese wurde seitens der 

Verteidigung nicht substantiiert gerügt und ist auch zutreffend. Es ist allerdings 

von direktem Vorsatz und nicht bloss von mindestens Eventualvorsatz auszu-

gehen (Urk. 54 S. 27). Ziel und Zweck der Drohung des Beschuldigten war aus-

schliesslich, den Privatkläger in Angst zu versetzen, damit dieser die Wohnung 

verliess. Der Beschuldigte hat die Ängstigung des Privatklägers deshalb nicht 

bloss als Nebenfolge in Kauf genommen. 

4. Die Verteidigung macht für den Fall, dass es als erstellt erachtet wird, dass 

der Beschuldigte ein Messer in der Hand gehalten hatte, geltend, der Beschuldig-

te könne sich auf einen Rechtfertigungsgrund berufen. Der Privatkläger habe sich 

des Hausfriedensbruches (und auch der Nötigung) schuldig gemacht, wenn er die 

Wohnung gegen den Willen des Privatklägers betreten habe. Gemäss den 

Grundsätzen der Notwehr sei jeder berechtigt, sich mit angemessenen Mitteln zur 

Wehr zu setzen. Die Drohung mit dem Messer sei verhältnismässig, weshalb sich 

der Beschuldigte auf einen Rechtfertigungsgrund im Sinne von Art. 15 StGB beru-

fen könne (Urk. 79 S. 6 f.). Diese Argumentation ist eigentlich widersprüchlich: 

Entweder beruft sich der Beschuldigte auf den Rechtfertigungsgrund der Notwehr 

(Art. 15 StGB), was jedoch voraussetzt, dass der Beschuldigte eingesteht, ein 

Messer in der Hand gehalten zu haben, um den drohenden Angriff durch den Pri-

vatkläger abzuwehren. Oder der Beschuldigte bestreitet, ein Messer in der Hand 

gehalten zu haben, womit sich auch weitere Ausführungen zum Rechtfertigungs-

grund der Notwehr erübrigen, da keine Notwehrhandlung vorliegt. Nichts-

destotrotz fällt eine Notwehrsituation vorliegend ohnehin ausser Betracht, weil 

dem Privatkläger weder Hausfriedensbruch noch Nötigung vorgeworfen werden 

kann. Entgegen der Verteidigung hat er die Wohnung nicht gegen den Willen des 

Beschuldigten betreten, sondern der Beschuldigte öffnete ihm sowie D._____ die 

Türe (Urk. 5/1 S. 4; Urk. 5/4 S. 2, Urk. 5/5 S. 5), was auch der Beschuldigte selber 

- 19 - 

so aussagte (Urk. 4/3 S. 3). Der Beschuldigte war sodann lediglich Untermieter 

der Wohnung an der …strasse … . Ihm wurde von D._____ ein Zimmer unter-

vermietet sowie Küche, Bad und Waschküche zur Mitbenützung (Urk. 5/3/1). 

D._____ war somit nach wie vor ebenfalls Mieterin der Wohnung und berechtigt, 

in dieser Wohnung anwesend zu sein. Sie hat denn auch den Privatkläger aus-

drücklich aufgefordert, ihr in die Wohnung zu folgen (Urk. 5/2 S. 6, Urk. 5/5 S. 5), 

womit dieser sich mit der Einwilligung einer an der Wohnung berechtigten Person 

dort aufhielt. Ferner liegt auch keine Nötigung durch den Privatkläger oder 

D._____ vor, weil D._____ und der Privatkläger den Beschuldigten an jenem Tag 

nicht aus der Wohnung werfen wollten. Vielmehr bat D._____ den Privatkläger 

aus Angst vor dem Beschuldigten, sie in die Wohnung zu begleiten, um mit dem 

Beschuldigten zu besprechen, wie das Mietverhältnis aufgelöst werden soll, da 

dieser auf ihre vorherigen schriftlichen Kündigungen hin nicht reagiert hatte. Somit 

fällt sowohl ein Hausfriedensbruch als auch eine Nötigung durch den Privatkläger 

und damit auch eine Notwehrsituation des Beschuldigten ausser Betracht.  

5.  Der Beschuldigte ist somit der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB 

schuldig zu sprechen ist. 

IV. Sanktion und Vollzug 

1.  Die Vorinstanz hat den gesetzlichen Strafrahmen von Art. 180 Abs. 1 StGB 

korrekt angeführt und die allgemeinen Grundregeln der Strafzumessung zutref-

fend umschrieben. Es kann darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; 

Urk. 54 S. 28). 

2.  In objektiver Hinsicht wiegt das Verschulden des Beschuldigten noch leicht. 

Zwar hielt der Beschuldigte dem Privatkläger ein Messer in einem Abstand von 

ca. einem halben Meter in Richtung Brust, womit ein nicht zu bagatellisierendes 

Gefahrenpotential bestand. Dies vor allem deshalb, weil der Beschuldigte in ei-

nem aggressiven Klima eines dynamischen Geschehens zum Messer griff. Der 

Privatkläger wusste somit nicht, womit er noch rechnen musste. Immerhin hat der 

- 20 - 

Beschuldigte mit dem Messer keine Stichbewegungen ausgeführt und auch keine 

verbalen Drohungen ausstiess. 

3.  Betreffend die subjektive Tatschwere hat der Beschuldigte mit direktem Vor-

satz gehandelt. Im Übrigen hat die Vorinstanz richtig gesehen, dass der Beschul-

digte in seiner Wohnung mit dem Besuch von D._____ und dem Privatkläger 

überrascht worden sein dürfte und dem Vorfall eine verbale Auseinandersetzung 

vorausging. Die Tat war nicht geplant. Es ist auch verständlich, dass sich der Be-

schuldigte durch die Konfrontation in Überzahl bedrängt fühlte und sich in eine 

Abwehrhaltung begab. Zudem hatte sich der Beschuldigte erst kurz vor der Aus-

einandersetzung von einem Krankheitsanfall erholt.  

4.  Durch die subjektive Tatschwere relativiert sich die objektive Tatschwere  

etwas. Das Verschulden des Beschuldigten wiegt insgesamt noch leicht. Die von 

der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 30 Tagessätzen Geldstrafe ist an-

gemessen. 

5.  Mit der Vorinstanz ergeben sich aus dem Werdegang und den persönlichen 

Verhältnissen des Beschuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren.  

Eine Vorstrafe (Busse von Fr. 1'200.– wegen einfacher Körperverletzung) wurde 

zu Recht leicht straferhöhend berücksichtigt. Das fehlende Geständnis sowie die 

fehlende Einsicht und Reue wurden strafzumessungsneutral berücksichtigt. Eine 

besondere Strafempfindlichkeit wurde trotz gesundheitlichen Beschwerden des 

Beschuldigten richtigerweise verneint. Weitere strafmindernde oder straferhöhen-

de Elemente aufgrund der Täterkomponente liegen nicht vor. Im Ergebnis erweist 

sich die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe von 40 Tagessätzen Geldstrafe als 

angemessen. Einer Anrechnung der Haft steht nichts entgegen, weshalb 

29 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten. 

6. Zur Bemessung der Höhe des Tagessatzes kann auf die Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 54 S. 31; Art. 82 Abs. 4 StPO), welche von 

der Verteidigung auch nicht kritisiert wurden. Im Berufungsverfahren bezifferte der 

Beschuldigte seine monatlichen Einkünfte wie bereits vor Vorinstanz auf 

Fr. 1'700.–, welche ihm vom Sozialamt ausgerichtet werden (Urk. 67). Seine 

- 21 - 

Krankenkassenkosten bezifferte der Beschuldigte vor Vorinstanz mit Fr. 300.– bis 

Fr. 400.– pro Monat. Auf die Frage, ob er sonstige regelmässige Ausgaben habe, 

nannte der Beschuldigte weder Berufsauslagen noch Steuern (Urk. 45 S. 2). Auf-

grund seiner Angaben erscheint die von der Vorinstanz festgelegte Tagessatz-

höhe von Fr. 20.– als angemessen. 

7.  Die Vorinstanz gewährte dem Beschuldigten den bedingten Strafvollzug, 

was schon aufgrund des Verschlechterungsverbotes zu bestätigen ist. Die Probe-

zeit wurde auf das gesetzliche Minimum von zwei Jahren beschränkt, was eben-

falls zu bestätigen ist. 

8.  In Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils ist der Beschuldigte mit einer be-

dingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 20.– zu bestrafen, wovon 

29 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten. Die Probezeit ist auf zwei Jahre 

anzusetzen. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.  Die von der Vorinstanz festgesetzte Entscheidgebühr wie auch die Gebühr 

für die Führung der Strafuntersuchung mit Anklageschrift (§ 14 Abs. 1 lit. a GebV 

OG; § 4 Abs. 1 lit. d GebV StrV) und die weiteren Kosten der Untersuchung sind 

angemessen und zu bestätigen. Nachdem der angefochtene Schuldspruch der 

Vorinstanz bestätigt wird, ist auch die vorinstanzliche Kostenauflage zu be-

stätigen. 

2.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– anzu-

setzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und §14 Abs. 1 lit. a 

GebV OG). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Rechtsmittelverfahrens voll-

umfänglich dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Davon aus-

genommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung. Diese sind unter Vorbe-

halt der Rückzahlungspflicht (Art. 135 Abs. 4 StPO) auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. 

- 22 - 

3. Der Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, reichte 

mit Eingabe vom 3. Mai 2016 die Honorarnote für seinen Aufwand im Be-

rufungsverfahren ein (Urk. 77). Die geltend gemachten Aufwendungen sind aus-

gewiesen. Zusätzlich ist die Zeit für die Nachbesprechung der Berufungsverhand-

lung zu entschädigen, weshalb der Verteidiger Rechtsanwalt lic. iur. X._____ mit 

Fr. 3'500.– (inkl. 8% MwSt.) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.  

4.  Der Beschuldigte hat eine Genugtuung von insgesamt Fr. 5'800.– für 

29 Tage erstandene Untersuchungshaft verlangt (Urk. 46 S. 9 f.; Urk. 79 S. 7). 

Nachdem der Beschuldigte vor Vorinstanz und heute zu einer Strafe verurteilt 

wird und die erstandene Untersuchungshaft vollumfänglich daran angerechnet 

wird, besteht kein Entschädigungsanspruch (Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO). 

5. Zudem beantragte der Beschuldigte gestützt auf Art. 431 Abs. 1 StPO 

Schadenersatz von Fr. 2'300.–, weil die Polizeibeamten dem Beschuldigten den 

Wohnungsschlüssel abgenommen und diesen D._____ übergeben hätten. Dies 

habe zu einem Verlust von einem Laptop mit einem intel-i7-Prozessor und einer 

Extra-Harddisc inkl. Software auf dem Computer, einem Bett, zwei Stühlen und 

diverser Kleidungsstücke geführt (Urk. 46 S. 9 f.; Urk. 79 S. 7). Gemäss  

Polizeirapport ergibt sich, dass die Polizeibeamten die Schlüssel zur Wohnung 

und zur Hauseingangstüre des Beschuldigten sichergestellt und D._____ überge-

ben haben (Urk. 1 S. 4), welche ohnehin bereits über solche Schlüssel verfügte 

(Urk. 5/1 S. 3; Urk. 5/2 S. 6; Urk. 5/5 S. 5). Damit entfällt die Kausalität zwischen 

der Übergabe der Schlüssel und einem allfälligen Schaden für abhandengekom-

mene Gegenstände, zumal nicht geltend gemacht wird, der Beschuldigte habe 

seine Sachen mangels Schlüssel zur Wohnung nicht abholen können. Somit er-

übrigt sich die Prüfung des Schadens bzw. dessen Höhe, die Widerrechtlichkeit 

des Handelns der Polizeibeamten sowie deren Verschulden. Die vom Beschuldig-

ten geltend gemachte Zusprechung eines Schadenersatzes ist daher abzuweisen. 

6. Insgesamt ist somit dem Beschuldigten keine Entschädigung zuzusprechen, 

weshalb der diesbezügliche Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen ist. 

- 23 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich (Einzel-

gericht) vom 28. September 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

 "1.  (...) 

2. Vom Vorwurf der mehrfachen Drohung (verbale Drohung und Stichbe-

wegungen mit dem Messer) im Sinne von Art. 180 StGB sowie vom Vorwurf 

der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte 

freigesprochen. 

3.-8. (…) 

9. (Mitteilungen) 

10. (Rechtsmittel)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Drohung im Sinne von Art. 180 

Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 

Fr. 20.–, wovon 29 Tagessätze als durch Untersuchungshaft geleistet  

gelten. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 

Jahre festgesetzt.  

4. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 5 bis 8) 

wird bestätigt. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

- 24 - 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'500.–   amtliche Verteidigung 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl  
− den Privatkläger 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
− den Privatkläger 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-
nichtung des ED-Materials" 

− die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG) 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 25 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 9. Mai 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. S. Volken 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Bärtsch 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 

	Urteil vom 9. Mai 2016
	Es wird erkannt:
	1.   Der Beschuldigte ist schuldig der Drohung (Messer auf Brusthöhe) im Sinne von Art. 180 StGB.
	2.   Vom Vorwurf der mehrfachen Drohung (verbale Drohung und Stichbewegungen mit dem Messer) im Sinne von Art. 180 StGB sowie vom Vorwurf der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3.   Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 20.–, wovon bis und mit heute 29 Tagessätze als durch Haft geleistet gelten.
	4.   Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5.   Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur Hälfte auferlegt und zur Hälfte definitiv auf die Staatskasse genommen.
	7.   Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang der Hälfte. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit separater Verfügung ...
	8.   Dem Beschuldigten wird keine Entschädigung zugesprochen.
	9.   (Mitteilungen)
	10.   (Rechtsmittel)
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	II.  Beweiswürdigung

	1. Ausgangslagen
	1.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vom 5. Dezember 2015 im Wesentlichen vorgeworfen, am 11. April 2014 den Privatkläger C._____ mit einem Messer bedroht zu haben, als dieser D._____ in deren Wohnung begleitet habe, um das Untermietverhä...
	1.2. Die Verteidigung bringt im Wesentlichen vor, der Beschuldigte habe konstant bestritten, ein Messer in der Hand gehalten zu haben. Bezeichnend sei auch, dass die behauptete Tatwaffe nicht sichergestellt worden sei (Urk. 79 S. 2). Die belastenden A...
	1.3. Betreffend die allgemeinen Grundsätze für die Beweiswürdigung kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 14 f.). Das Gleiche gilt in Bezug auf die vorinstanzlichen Ausführungen zur Glau...

	2. Aussagen des Privatklägers
	2.1. Der Privatkläger wurde am 11. April 2014 durch die Stadtpolizei (Urk. 5/4) und am 9. Mai 2014 durch die Staatsanwaltschaft einvernommen (Urk. 5/5). In beiden Einvernahmen führte er konstant und übereinstimmend aus, er habe  D._____ bei der Bäcker...
	2.2. Mit der Vorinstanz sind die Aussagen des Privatklägers in sich stimmig und weisen nur minime Widersprüche auf. Der auffälligste Widerspruch findet sich darin, dass D._____ in der ersten Einvernahme an der Wohnungstüre geläutet (Urk. 5/4 S. 2), g...
	2.3. Der vom Privatkläger geschilderte Ablauf der Auseinandersetzung ist nachvollziehbar und enthält zahlreiche Details. So führte der Privatkläger beispielsweise aus, nachdem er das Messer in der Hand des Beschuldigten gesehen habe, sei er einen Schr...
	2.4. Weitere Realitätskriterien in den Aussagen des Privatklägers finden sich in den zahlreich geschilderten eigenen Gefühlen. So führte er aus, er sei beim Anblick des Messers so erschrocken, dass er nur auf dieses geblickt habe. Er habe echt Angst g...
	2.5. Der Privatkläger belastet den Beschuldigten nicht übermässig. Auf die erste Äusserung des Beschuldigten, er werde ihm etwas antun, führte der Privatkläger aus, er habe dies zur Kenntnis genommen (Urk. 5/4 S. 3). Genauso gut hätte der Privatkläge...
	2.6. Für die Glaubwürdigkeit des Privatklägers und die Glaubhaftigkeit seiner Darstellung spricht auch, dass dieser sein Verhalten nicht nur positiv sieht. So führte er aus, er habe den Beschuldigten zum Verlassen der Wohnung aufgefordert (Urk. 5/4 S....
	2.7. Der Privatkläger beschönigt auch das Verhalten von D._____ nicht. Er sagte aus, D._____ habe dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe ihr Schlafzimmer umgebaut (Urk. 5/4 S. 3; Urk. 5/5/ S. 5). Der Beschuldigte und D._____ hätten gestritten und sich...
	2.8. Fazit
	Die Aussagen des Privatklägers weisen zahlreiche Realitätskriterien auf, weshalb sie als sehr glaubhaft anzusehen sind.

	3. Aussagen von D._____:
	3.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen von D._____ korrekt zusammengefasst. Vorab kann zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 10 ff.).
	3.2. Wie die Vorinstanz bereits zutreffend festgehalten hat, machte D._____ übereinstimmende und grösstenteils detaillierte Aussagen. Aus ihren Aussagen geht jedoch hervor, dass sie die ganze Situation um die Wohnung und den Beschuldigten als Untermie...
	3.3. D._____ beschreibt sich selbst als konfliktvermeidend und versucht sich als diejenige darzustellen, die in der Auseinandersetzung die Ruhe bewahrte und nicht laut wurde. Sie habe immer versucht, zu beruhigen und eine friedliche Lösung zu finden. ...
	3.4. Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festhielt, hat D._____ den Beschuldigten hinsichtlich der Kernpunkte der Auseinandersetzung nicht unnötig und sogar weniger belastet, als es ihr möglich gewesen wäre. Sie sagte konstant aus, vom Beschuldigten...
	3.5. Fazit:
	Insgesamt überwiegen bei den Aussagen von D._____ die Realitätskriterien. Ihre Aussagen sind grundsätzlich als glaubhaft anzusehen.

	4. Aussagen des Beschuldigten:
	4.1. Die Vorinstanz hat die Aussagen des Beschuldigten korrekt zusammengefasst. Vorab kann zur Vermeidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 54 S. 12 ff.).
	4.2. Der Beschuldigte machte grösstenteils übereinstimmende Aussagen. Auch ihn belastete die Situation mit der Wohnung, ging er doch davon aus, die Wohnung von D._____ übernehmen zu können. Auch fühlt er sich auf unrechtmässige Art und Weise aus der W...
	4.3. Der Beschuldigte äusserte sich lediglich in seiner Einvernahme vom 29. April 2014 detailliert zum Kerngeschehen des inkriminierten Vorfalles. Seine Schilderung hat er von handgeschriebenen Blättern abgelesen (Urk. 4/3). Ansonsten äussert sich de...
	4.4. Beim Aussageverhalten des Beschuldigten fällt auf, dass er bei kritischen Fragen im Bereich des Kerngeschehens mit seiner Antwort nicht die gestellte Frage beantwortet. Immer wieder weicht der Beschuldigte gestellten Fragen aus. Auf die Frage, wa...
	4.5.  Überdies fällt auf, dass der Beschuldigte versucht, D._____ schlecht zu machen. So habe D._____ bei der Wohnungsbesichtigung gesagt, er könne Kokain direkt in der Wohnung nebenan beziehen (Urk. 4/3 S. 2). Am fraglichen Tag hätten sowohl D._____ ...
	4.6. Fazit
	Zusammengefasst sind die Aussagen des Beschuldigten mit der Vorinstanz überwiegend als nicht glaubhaft zu werten, da diese mehrere Lügensignale und nur wenige Realitätskriterien enthalten.

	5. Gesamtwürdigung
	5.1. Anhand der Aussagen der drei Beteiligten ist zu klären, wie sich der Ablauf des inkriminierten Vorfalles darstellt. Zu beachten ist dabei, dass im Berufungsverfahren lediglich noch umstritten ist, ob der Beschuldigte ein Messer in der Hand gehalt...
	5.2. Die Vorinstanz hat festgehalten, die Aussagen des Privatklägers und von D._____ seien zwar insbesondere was den chronologischen Ablauf des Vorfalls betreffe nicht ganz deckungsgleich, würden jedoch in Bezug auf das Kerngeschehen – dass der Beschu...
	5.3. Die Verteidigung kritisiert, betreffend die vorliegend relevante, angebliche Drohung mit einem Messer stehe die Aussage des Privatklägers C._____ in Widerspruch zur Darstellung von D._____. Gemäss dem Privatkläger habe der Beschuldigte das Messer...
	5.4. Betreffend die Ereignisse, nachdem der Privatkläger und D._____ die Wohnung betreten hatten, schildern die drei Beteiligten übereinstimmend, dass D._____ festgestellt habe, dass ihr Zimmer umgebaut worden sei (Urk. 5/1 S. 4; Urk. 5/2 S. 6; Urk. 5...
	Der Privatkläger führte ferner aus, als er ins Schlafzimmer gekommen sei, sei der Beschuldigte auf ihn losgekommen und habe ihn gefragt, wer er eigentlich sei. Es sei auch darüber gesprochen worden, dass es Zeit sei, dass der Beschuldigte die Wohnung ...
	Weiter führte der Privatkläger aus, der Beschuldigte habe sich von seinem Standort aus nach rechts in die Küche begeben und sei unvermittelt wieder zurückgekommen. Dabei habe er ein Messer in seiner Hand gehalten und dieses etwa einen halben Meter vo...
	5.5. Ferner bringt die Verteidigung vor, der Beschuldigte habe konstant ausgesagt, der Privatkläger habe ihn zu einem Kampf aufgefordert, was dieser erst in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme eingeräumt habe. Es sei jedoch ausgeschlossen, dass d...
	In der Tat bestätigte der Privatkläger, dass er den Beschuldigten aufgefordert habe, "es draussen zu klären" (Urk. 5/5 S. 6). Allerdings führt der Privatkläger aus, dass der Beschuldigte erst nach dieser Aufforderung – sozusagen als Reaktion darauf – ...
	5.6. Schliesslich überzeugt auch das Argument der Verteidigung, die engen Platzverhältnisse im Flur hätten es nicht zugelassen, dass alle drei Beteiligten während der fraglichen Auseinandersetzung auf dieser Fläche von 1.20 m x 1.20 m gestanden seien ...
	5.7. Fazit
	Insgesamt ist mit der Vorinstanz der Sachverhalt, wonach der Beschuldigte ein Rüstmesser in einer Entfernung von etwa 50 cm zur Brust des Privatklägers hielt, wodurch dieser in Angst versetzt wurde und davonrannte, in rechtsgenügender Weise erstellt.
	III.  Rechtliche Würdigung
	IV.  Sanktion und Vollzug
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich (Einzel-gericht) vom 28. September 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.  (...)
	2. Vom Vorwurf der mehrfachen Drohung (verbale Drohung und Stichbewegungen mit dem Messer) im Sinne von Art. 180 StGB sowie vom Vorwurf der Tätlichkeiten im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte freigesprochen.
	3.-8. (…)
	9. (Mitteilungen)
	10. (Rechtsmittel)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 20.–, wovon 29 Tagessätze als durch Untersuchungshaft geleistet  gelten.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.
	4. Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Ziff. 5 bis 8) wird bestätigt.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul...
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 den Privatkläger
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 den Privatkläger
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials"
	 die Kantonspolizei Zürich, KIA-ZA, mit separatem Schreiben (§ 54a Abs. 1 PolG)

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.