# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4796aaf7-e45b-59b4-97a8-a36af4847247
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.08.2023 200 2023 488
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-488_2023-08-14.pdf

## Full Text

200 23 488 UV
MAK/GET/LEA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 14. August 2023

Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Germann

SWICA Krankenversicherung AG 
Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdeführerin

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG 
Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

in Sachen

A.________

betreffend Einspracheentscheid vom 5. Juni 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter) war bei der 
B.________ als … angestellt und dadurch bei der Allianz Suisse Versiche-
rungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Allianz bzw. Beschwerdegegnerin) 
obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versi-
chert, als er der Allianz mit Unfallmeldung vom 9. Mai 2022 folgendes Er-
eignis meldete: "Basketball -> Dorsalflexion re OSG -> Riss Achillessehne 
re" (Akten der Allianz [act. II] 1). Die Allianz klärte den Sachverhalt ab, in-
dem sie Berichte behandelnder Ärzte beizog, vom Versicherten ein "Frage-
blatt zur Verletzung" beantworten liess (act. II 23) und das Dossier ihrem 
beratenden Arzt PD Dr. med. 

C.________, Facharzt für Chirurgie, zur Beurteilung vorlegte. Gestützt auf 
dessen Bericht vom 4. Juli 2022 (act. II 26) verneinte die Allianz mit Schrei-
ben vom 19. Juli 2022 (act. II 29) formlos eine Leistungspflicht. In der Be-
gründung hielt sie fest, der Ereignishergang weise keine 
Aussergewöhnlichkeit auf, weshalb kein Unfall vorliege. Ferner sei auch 
der Tatbestand der unfallähnlichen Körperschädigung zu verneinen, weil 
die Verletzung überwiegend wahrscheinlich vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen sei. Damit war der Versicherte nicht ein-
verstanden (act. II 40), woraufhin die Allianz am 17. August 2022 (act. II 41) 
eine entsprechende Verfügung erliess. Dagegen erhoben der Versicherte 
und die SWICA Krankenversicherung AG (nachfolgend SWICA bzw. Be-
schwerdeführerin) jeweils Einsprache (act. II 47; 50). Nachdem die Allianz 
das Dossier dem beratenden Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Chir-
urgie, zur Beurteilung vorgelegt hatte (act. II 57), wies sie die Einsprachen 
mit Entscheid vom 5. Juni 2023 ab (act. II 58).

B.

Dagegen erhob die SWICA mit Eingabe vom 22. Juni 2023 Beschwerde. 
Sie stellt den folgenden Antrag: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 3

Der Einspracheentscheid vom 5. Juni 2023 sei aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, für die Kosten der Behandlung der Achil-
lessehnenbeschwerden als Folge des Ereignisses vom 6. Mai 2022 aufzu-
kommen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. Juli 2023 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde, wobei sie auf eine Begründung ver-
zichtete und auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. Juni 2023 
verwies. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, mit Blick auf den Streitgegenstand (vgl. E. 1.2 
sogleich) durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie zur Beschwerde 
befugt ist (Art. 59 ATSG; vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. 
Aufl. 2020, Art. 59 N. 56). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 
ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form 
(Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) 
eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 17. August 2022 (act. II 41) 
bestätigende Einspracheentscheid vom 5. Juni 2023 (act. II 58). Streitig ist 
der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im 

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Sinne der Gewährung von Heilungskosten in Zusammenhang mit dem Er-
eignis vom 6. Mai 2022. 

1.3 Die Beschwerdeführerin beantragt die Übernahme der Kosten für 
die Behandlung der Achillessehnenruptur rechts. Vor diesem Hintergrund 
liegt der Streitwert unter Fr. 20'000.--, womit die Beurteilung der Beschwer-
de in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 147 V 
161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181). 

2.2 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.3 Ferner erbringt die Versicherung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG ihre 
Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: 
Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse 
(lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), 
Bandläsionen (lit. g), Trommelfellverletzungen (lit. h). 

2.3.1 Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG 
hat der Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die 
Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG 

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zurückzuführen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis 
der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der 
Gesundheitsschaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 
Ursachen beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs 
nach Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine 
Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 
geltenden Fassung grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den 
Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung 
oder Erkrankung zurückzuführen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

2.3.2 Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor 
und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 
gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 
der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich 
bereits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte 
Körperschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei 
um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer 
übernommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 
UVG vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die 
Notwendigkeit der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu 
übernehmenden unfallähnlichen Körperschädigung von der abnützungs- 
und erkrankungsbedingten Ursache einer Listenverletzung und damit 
letztlich zur Leistungspflicht des Krankenversicherers. Insoweit ist die 
Frage nach einem initialen erinnerlichen und benennbaren Ereignis – nicht 
zuletzt auch aufgrund der Bedeutung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes 
– auch nach der UVG-Revision relevant. Lässt sich nach Eingang der 
Meldung im Rahmen der Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein 
initiales Ereignis erheben oder lediglich ein solches ganz untergeordneter 
resp. harmloser Art, so ver-einfacht dies zwangsläufig in aller Regel den 
Entlastungsbeweis des Unfallversicherers. Denn bei der in erster Linie von 
medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das 
gesamte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu 
berücksichtigen. Nebst dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des 
erstmaligen Auftretens der Beschwerden näher zu beleuchten. Die 
verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 6

sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden. Damit der 
Entlastungsbeweis gelingt, hat der Unfallversicherer gestützt auf 
beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche 
Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu mehr 
als 50%, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Besteht das 
Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für Abnützung oder 
Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass der 
Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere 
Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69).

3.

Die Parteien gehen übereinstimmend davon aus, dass das Ereignis vom 
6. Mai 2022 keinen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG; vgl. E. 2.2 vorne) 
darstellt, sondern im Rahmen von Art. 6 Abs. 2 UVG (unfallähnliche 
Körperschädigung) zu beurteilen ist (Beschwerde S. 5 Ziff. 4; act. II 58 E. 
13 S. 5). Dies ist mit Blick auf die noch vor der formlos erfolgten 
Leistungsverweigerung (act. II 29) gemachten Angaben des Versicherten 
(act. II 23), welchen praxisgemäss höherer Beweiswert zukommt als 
danach gemachten Darstellungen (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174), nicht 
zu beanstanden, handelt es sich beim geschilderten Ereignishergang 
(Ausfallschritt mit dem linken Fuss mit Gewichtsverlagerung und Flexion 
des rechten OSG ohne Fremdeinwirkung; act. II 23; vgl. auch act. II 47) 
doch um einen in der betreffenden Sportart nicht unüblichen 
Bewegungsablauf. Insbesondere hat der Versicherte auf die Frage, ob sich 
dabei etwas Besonderes (Sturz, Anschlagen, usw.) ereignet habe, lediglich 
angegeben "Ein Knall und anschliessend Unfähigkeit zu gehen". Damit 
fehlt es an der Voraussetzung eines in der Aussenwelt begründeten 
Umstandes, welcher den natürlichen Ablauf der Körperbewegung 
gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat (Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 20. September 2022, 8C_24/2022, E. 3.2). Zu prüfen bleibt 
damit die Frage nach dem Vorliegen einer unfallähnlichen 
Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. E. 2.3.2 vorne).

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4.

4.1 Der Beschwerdeführer zog sich beim Ereignis vom 6. Mai 2022 
unbestrittenermassen eine Achillessehnenruptur rechts zu. Zu deren Natur 
und den Umständen ihres Auftretens lässt sich den Akten im Einzelnen 
Folgendes entnehmen: 

4.1.1 Ein am 13. Mai 2022 durchgeführtes MRI der Achillessehne rechts 
wurde wie folgt beurteilt (act. II 19): "Totalruptur der Achillessehne rechts 
rund 5,8 cm oberhalb des Kalkaneus mit stark ausgefransten Seh-
nenstümpfen und Stumpfdehiszenz von gut 3 cm (aufgrund der ausge-
fransten Sehnenstümpfe schwierig ausmessbar)".

4.1.2 Dr. med. Jan E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Bericht 
vom 19. Mai 2022 (act. II 5) eine Ruptur der Achillessehne rechts vom 
6. Mai 2022 beim Basketball. In der Beurteilung hielt er fest, es zeige sich 
eine Totalruptur der Achillessehne mit deutlicher Dehiszenz im MRI trotz 
Spitzfussposition im Gipsstiefel, weshalb keine adäquate Adaptation der 
Sehnenenden gegeben sei.

Am 20. Mai 2022 erfolgte durch Dr. med. E.________ die operative Ver-
sorgung mittels Achillessehnennaht. Der postoperative Verlauf war zeitge-
recht (act. II 12 f.).

4.1.3 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, PD Dr. med. 
C.________, hielt im Bericht vom 4. Juli 2022 (act. II 26) fest, es liege eine 
unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG vor. 
Die Frage, ob diese Listenverletzung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
vorwiegend (zumindest 51%) auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen sei, beantwortete PD Dr. med. C.________ mit "ja, Tendinopathie". 
Weiter hielt er fest, es liege eine frische Achillessehnenruptur vor, die sich 
der Versicherte beim Basketballspiel zugezogen habe. Aufgrund der recht 
ausgeprägten Dehiszenz werde die Ruptur postprimär operativ mit einer 
Naht versorgt. Es liege eine Listenverletzung nach lit. f vor, die erfahrungs-
gemäss trotz des eher jungen Alters des Versicherten mit dem intraoperati-
ven Befund einer ausgefransten Sehne vorwiegend auf Abnützung 
zurückzuführen sei.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 8

4.1.4 Dr. med. E.________ berichtete am 17. August 2022 (act. II 43), 
eine Vorschädigung der Achillessehne habe nicht bestanden; intraoperativ 
habe sich eine vollständige Ruptur bei makroskopisch regelrechter Seh-
nenqualität ergeben. 

4.1.5 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, Vertrauensarzt der Beschwerde-
führerin, hielt in seiner Stellungnahme vom 30. August 2022 (Akten der 
Beschwerdeführerin [act. I] 3) fest, der …jährige Versicherte habe eine 
traumatische Achillessehnenruptur rechts erlitten. Der Unfallhergang sei 
klassisch gewesen, auch der hörbare Knall bei der Ruptur. Intraoperativ 
hätten sich keinerlei Veränderungen, die in irgendeiner Weise als degene-
rativ vorbestehend hätten beurteilt werden können, finden lassen. Der bera-
tende Arzt der Beschwerdegegnerin habe die Achillessehnenruptur als 
degenerativ beurteilt, weil die Sehnenenden ausgefranst gewesen seien. 
Es sei die Frage erlaubt, wie denn eine traumatisch rupturierte Achillesseh-
ne aussehen sollte, wenn nicht ausgefranst? Die Achillessehnenruptur stel-
le eine Listenverletzung dar (Sehnenriss), eine vorbestehende 
Degeneration sei nicht vorhanden gewesen und sei bei einem …-Jährigen 
ohne Vorgeschichte auch nicht zu erwarten, der Unfallmechanismus sei für 
eine Achillessehnenverletzung absolut klassisch. Auf die Frage, ob generell 
davon ausgegangen werden könne, dass eine Ruptur bei einem Befund 
einer ausgefransten Sehne vorwiegend auf Abnützung zurückzuführen sei, 
hielt Dr. med. F.________ weiter fest, eine Sehnenruptur sei aspektmässig 
immer ausgefranst, weil die Sehne anatomisch aus multiplen Faserbündeln 
bestehe, welche auf unterschiedlichen Niveaus rissen. Im Gegensatz dazu 
zeige sich die Schnittverletzung einer Sehne mit einem glatten und nicht 
ausgefransten Bild. Eine degenerative Ruptur zeige tendinitische Begleit-
veränderungen mit Nekrosen und möglichen intratendinösen Verkalkungen.

4.1.6 Im Bericht vom 8. Mai 2023 (act. II 57) hielt Dr. med. D.________ 
fest, aufgrund der Anamnese mit dem beschriebenen Ablauf und den zeit-
nahen bildgebenden Befunden im MRI vom 13. Mai 2022 könne nur von 
einer überwiegend wahrscheinlich vorbestehenden degenerativen Verän-
derung des Sehnengewebes ausgegangen werden. Es sei bekannt, dass 
das Gewebe der Achillessehne in vielen Fällen bereits im Vorfeld geschä-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 9

digt und weniger belastbar sei. So zeige sich, dass bei Messwerten gesun-
der Sehnenquerschnitte von 1 cm2 Belastungen von 700kg nötig seien, um 
eine Ruptur zu verursachen. Im vorliegenden Fall sei eine vorbestehende 
degenerative Veränderung zudem proximal und distal der Rupturstelle 
nachgewiesen. Diese Bildgebung sei mit weit überwiegender Wahrschein-
lichkeit mit dem Befund einer vorbestehenden Achillessehnentendinopathie 
vereinbar. Allein die mit Pfeilen bezeichneten Zonen entsprächen einer 
nachvollziehbaren, plausiblen, rupturierten Stelle, während die darüber 
(proximalen) und darunter (distalen) mit Klammern bezeichneten Stellen 
mit weit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorbestehend degenerativ ver-
ändertem Sehnengewebe (Tendinosen) entsprächen.

4.1.7 Dr. med. F.________ hielt in seiner Stellungnahme vom 15. Juni 
2023 (act. I 4) fest, der radiologische Befund der rupturierten Achillessehne 
erwähne mit keiner Silbe irgendwelche degenerativen Veränderungen. Es 
seien keine interstitiellen intratendinösen Läsionen beschrieben worden. 
Die Rupturstelle liege auf klassischer Höhe ca. 4cm proximal des calcanea-
ren Ansatzes; sie sei als stark ausgefranst beschrieben worden, was voll-
umfänglich einer frischen Achillessehnenruptur entspreche. Im Unterschied 
zur scharfen Durchtrennung einer Sehne komme es bei der traumatischen 
Ruptur zu einer Zerreissung der Faserbündel auf verschiedenen Niveaus, 
was den Aspekt der "Ausfransung" bewirke. Wie schon Dr. med. 
C.________ glaube auch Dr. med. D.________ in seiner Beurteilung vom 
8. Mai 2023, degenerative Veränderungen in der rupturierten Achillessehne 
zu erkennen. Dieser Argumentation könne nicht gefolgt werden, es sei in 
erster Priorität auf das Urteil des Radiologen und der intraoperativen Beur-
teilung des Operateurs abzustellen. Es sei nicht zulässig, allein aufgrund 
von MRI-Bildern bei einem …-Jährigen eine zu über 50% degenerativ be-
dingte Achillessehnenruptur zu postulieren, zumal der Unfallmechanismus 
absolut adäquat gewesen sei.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 10

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.3 Es steht mit Blick auf die Aktenlage fest und wird von der Be-
schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. Juni 
2023 ausdrücklich anerkannt (vgl. act. II 58 E. 15 S. 5), dass mit der Achil-
lessehnenruptur rechts eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. 
f UVG vorliegt. Wie in E. 2.3 vorne dargelegt, greift damit die Vermutung, 
es handle sich um eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfall-
versicherer bzw. von der Beschwerdegegnerin übernommen werden muss. 
Sie kann sich aber von ihrer Leistungspflicht befreien, wenn die Beschwer-
degegnerin den Nachweis erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf 
Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist. Damit der Entlastungsbe-
weis gelingt hat sie – mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit – nachzuweisen, dass die fragliche Listenverletzung im gesamten 
Ursachenspektrum zu mehr als 50% auf Abnützung oder Erkrankung 
zurückzuführen ist. 

Für die Prüfung des Entlastungsbeweises liegen diverse Berichte im Recht 
(vgl. E. 4.1 vorne), insbesondere zwei Berichte beratender Ärzte der Be-
schwerdegegnerin und zwei Berichte des Vertrauensarztes der Beschwer-
deführerin. Gestützt darauf lassen sich die vorliegend streitigen Tat- und 
Rechtsfragen zuverlässig beurteilen (vgl. E. 4.2 vorne). 

4.4 Wie in E. 2.3.2 vorne gezeigt, bedarf es für den Entlastungsbeweis 
einer Beleuchtung und Gewichtung des gesamten Ursachenspektrums, 
wozu namentlich die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwer-
den sowie der Vorzustand gehören. Daraus ergibt sich was folgt: 

4.5 Es ist unbestritten und steht fest, dass sich der Versicherte die 
Achillessehnenruptur beim Basketballspiel (bei forcierter Dorsalflexion des 
rechten Fusses [act. II 57 S. 1]) zuzog. Dr. med. F.________ beurteilte den 
Unfallmechanismus als für die Achillessehnenverletzung "absolut klas-
sisch" (act. I 3) bzw. "absolut adäquat" (act. I 4). Demgegenüber äusserten 
sich die beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin zum Unfallmechanis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 11

mus nicht näher, machten jedoch insbesondere auch nicht geltend, dieser 
sei grundsätzlich ungeeignet gewesen, eine Achillessehnenruptur (mit-) zu 
verursachen. Jedenfalls wird von keiner Seite in Abrede gestellt, dass das 
Ereignis vom 6. Mai 2022 als potentiell tatbestandsmässig im Sinne von 
Art. 6 Abs. 2 UVG respektive der dazu ergangenen Rechtsprechung zu 
betrachten ist und es insbesondere nicht als solches von ganz untergeord-
neter oder harmloser Art qualifiziert werden kann (vgl. Entscheid des BGer 
vom 22. Februar 2023, 8C_462/2022, E. 4.2.2). 

4.6

4.6.1 Im Zentrum des Streits steht jedoch die Frage nach dem Vorliegen 
eines degenerativen Vorzustandes. Während die beratenden Ärzte der 
Beschwerdegegnerin, Dres. med. C.________ und D.________, die Achil-
lessehnenruptur als vorwiegend auf degeneratives Gewebe der Sehne 
zurückgehende Verletzung ansehen (vgl. act. II 26; 57), woraus die Be-
schwerdegegnerin auf das Gelingen des Entlastungsbeweises schliesst 
(vgl. act. II 58 E. 20 S. 7), stellen sich sowohl der behandelnde Dr. med. 
E.________ als auch der Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. 
F.________, auf den Standpunkt, dass kein degeneratives Geschehen 
ausgewiesen und die Ruptur infolgedessen traumatisch bedingt sei (act. II 
43; act. I 3 f.).

4.6.2

4.6.2.1 Der … geborene Versicherte (act. II 1) war im Zeitpunkt des Ereig-
nisses vom 6. Mai 2022 …jährig, womit eine wesentliche Degeneration 
bzw. ein pathologischer Vorzustand der Achillessehne noch nicht ohne 
weiteres anzunehmen ist. Auf das noch relativ junge Alter des Versicherten 
nehmen denn auch Dr. med. F.________ in der Stellungnahme vom 
30. August 2022 (act. I 3), aber auch PD Dr. med. C.________ im Bericht 
vom 4. Juli 2022 (act. II 26) ausdrücklich Bezug. In der Tat liegen denn 
auch keine Berichte im Recht, welche einen degenerativen Zustand der 
Achillessehne des Versicherten für die Zeit (unmittelbar) vor dem Ereignis 
vom 6. Mai 2022 belegen würden. Im Gegenteil geht aus dem Bericht von 
Dr. med. E.________ vom 19. Mai 2022 hervor, dass der Versicherte vor 
dem Ereignis vom 6. Mai 2022 keine Achillesprobleme gehabt habe (act. II 

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5). Damit übereinstimmend verneinte der Versicherte im "Frageblatt zur 
Verletzung" vom 7. Juni 2022 die Frage, ob er schon früher unter ähnlichen 
Beschwerden gelitten habe (act. II 23). 

4.6.2.2 Die Dres. med. D.________ und C.________ begründen das Vor-
liegen von degenerativen Veränderungen mit den "zeitnahen bildgebenden 
Befunden […] im MRI vom 13.05.2022," welche "mit weit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit mit dem Befund einer vorbestehenden Achillessehnen-
tendinopathie vereinbar" sei (act. II 57) bzw. "mit dem intraoperativen Be-
fund einer ausgefransten Sehne" (act. II 26). 

Was die ins Feld geführte Tendopathie anbelangt, so findet sich im Opera-
tionsbericht vom 20. Mai 2022 jedoch kein Hinweis auf eine entsprechende 
Vorschädigung der Achillessehne (act. II 13), worauf Dr. med. E.________ 
im Bericht vom 17. August 2022 (act. II 43) ausdrücklich hinwies indem er 
festhielt, intraoperativ habe sich makroskopisch eine regelrechte Sehnen-
qualität ergeben. Auch Dr. med. F.________ hielt im Bericht vom 30. Au-
gust 2022 (act. I 3) fest, intraoperativ hätten sich keinerlei Veränderungen 
finden lassen, die "in irgendeiner Weise als degenerativ vorbestehend hät-
ten beurteilt werden können". Obschon Dr. med. D.________ in seinem 
Bericht vom 8. Mai 2023 den Operationsbericht in Teilen (in Zitatform) wie-
dergab, nahm er im Rahmen der Beurteilung keinerlei Bezug darauf. Ins-
besondere machte er nicht geltend, der intraoperative Befund würde 
entgegen den Dres. med. E.________ und F.________ degenerative Ver-
änderungen (im Sinne einer Tendopathie) dokumentieren. Dabei ist nicht 
ersichtlich und es wird weder von Dr. med. D.________ noch anderweitig 
vorgebracht, der Operationsbericht sei nicht lege artis erstellt worden ober 
aber gebe die Tatsachen falsch wieder. Vielmehr stützte sich der beratende 
Arzt der Beschwerdegegnerin für das von ihm postulierte Vorliegen einer 
vorbestehenden Achillessehnentendopathie ausschliesslich auf die vor 
dem operativen Eingriff erfolgte Bildgebung (MRI) vom 13. Mai 2022, deren 
Beurteilung durch den Radiologen jedoch ebenso wenig eine Tendopathie 
erwähnt (act. II 19). Wenn Dr. med. D.________ vor diesem Hintergrund 
entgegen dem Radiologen bzw. mittels eigener Interpretation der Bildge-
bung und entgegen dem von Dr. med. E.________ wiedergegebenen in-
traoperativen Befund eine vorbestehende Tendopathie als massgeblich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 13

ursächlich für den Achillessehnenriss ins Feld führte, überzeugt dies – wor-
auf Dr. med. F.________ in seinem Bericht vom 15. Juni 2023 hinwies (act. 
I 4) – deshalb nicht, zumal sich der beratende Arzt der Beschwerdegegne-
rin, wie dargelegt, nicht mit dem intraoperativen Befund auseinandersetzte. 
Soweit Dr. med. D.________ schliesslich ausführte, bei Messwerten ge-
sunder Sehnenquerschnitte von 1cm2 seien Belastungen von 700kg nötig, 
um eine Ruptur zu verursachen, und daraus auf eine vorbestehende Ten-
dopathie schloss, vermag diese allein allgemeine bzw. nicht fallbezogene 
Einschätzung nicht zu genügen, zumal die Tatbestandsmässigkeit des Er-
eignisses vom 6. Mai 2022 vorliegend dem Grundsatz nach gegeben ist 
(vgl. E. 4.5 vorne). Es wäre deshalb darzutun gewesen, weshalb das Er-
eignis – entgegen der (überzeugenden) Auffassung von Dr. med. 
F.________ – nicht geeignet gewesen sein soll, zumindest (teil-)kausal 
eine Achillessehnenruptur zu verursachen. 

Was ferner den von Dr. med. C.________ ins Feld geführten Befund "einer 
ausgefransten Sehne", welcher "vorwiegend auf Abnützung zurückzu-
führen" sei (act. II 26), anbelangt, so wird zwar zumindest im MRI vom 13. 
Mai 2022 eine starke Ausfransung der Sehnenstümpfe erwähnt (act. II 19), 
jedoch nicht mit einer degenerativen Vorschädigung assoziiert. Sodann 
widersprach Dr. med. F.________ der Einschätzung von Dr. med. 
C.________ bereits im Bericht vom 30. August 2022 (act. I 3), indem er 
ausführte, dass eine traumatisch rupturierte Achillessehne immer ausge-
franst sei, weil die Sehne anatomisch aus multiplen Faserbündeln bestehe, 
welche auf unterschiedlichen Niveaus rissen. Diese plausible Schlussfolge-
rung blieb in der Folge unwidersprochen. Obschon die Beschwerdegegne-
rin Dr. med. D.________ im Hinblick auf seine Stellungnahme auch die 
Einsprache der Beschwerdeführerin vorlegte, in welcher die Ausfransung 
der Sehnenenden thematisiert wurde (act. II 50; 57 S. 2), nahm er hierzu 
nicht Stellung bzw. führte diesen Aspekt nicht als Argument für das Vorlie-
gen einer degenerativen Vorschädigung an. 

4.6.3 Rechtsprechungsgemäss steht nicht in Frage, dass Achillesseh-
nenrupturen im Allgemeinen häufig bei aufgrund degenerativer Verände-
rungen geschwächten Sehnen auftreten, worauf auch Dr. med. 
D.________ hinweist (vgl. act. II 57 S. 2). Das Bundesgericht betont aber 

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ebenso, dass der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers bei Vorliegen 
einer Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG nicht bereits mit 
dem Nachweis von vorbestehenden degenerativen Veränderungen geleis-
tet ist, zumal bei Eintritt einer der Listenverletzungen praktisch immer 
krankheits- und/oder degenerative (Teil-) Ursachen im Spiel sind (vgl. 
BGer, 8C_462/2022 E. 4.2.2). 

Wie in E. 4.6.2 vorne dargelegt, scheitert vorliegend bereits der rechts-
genügliche Nachweis von vor dem Ereignis vom 6. Mai 2022 bestehenden 
degenerativen Veränderungen. Doch selbst unter Annahme einer (asym-
ptomatischen) vorbestehenden Tendopathie vermöchte die Beschwerde-
gegnerin gestützt auf die im Recht liegenden medizinischen Berichte unter 
Berücksichtigung des gesamten Ursachenspektrums – namentlich im Hin-
blick auf das noch junge Alter des Versicherten sowie dem Vorliegen eines 
nicht untergeordneten initialen Ereignisses – den Nachweis eines vorwie-
gend abnützungsbedingten Risses nicht zu erbringen. 

4.7 Schliesslich besteht für weitere Abklärungen kein Anlass: Der 
Sachverhalt ist hinsichtlich sämtlicher rechtserheblicher Aspekte – nament-
lich in Bezug auf allfällige Vorschädigungen, den Ereignishergang sowie 
die Natur des Gesundheitsschadens – hinreichend (bildgebend und intra-
operativ) dokumentiert, so dass sich die im Streit stehenden Tat- und 
Rechtsfragen zuverlässig beurteilen respektive die bestehenden und vor-
stehend diskutierten Divergenzen auf dem Wege der Beweiswürdigung 
auflösen lassen. Davon abgesehen erübrigten sich weitere Abklärungen 
zum Zustand der Achillessehne ohnehin, da sich durch aktuelle bildgeben-
de oder histologische Untersuchungen der im Zeitpunkt des Ereignisses 
vom 6. Mai 2022 (allfällig) bestehende Degenerationsgrad derselben ohne-
hin nicht mehr beurteilen liesse. 

5.

Zusammenfassend ist der Beschwerdegegnerin der Entlastungsbeweis 
nicht gelungen und sie ist gestützt auf Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG für das Ereig-
nis vom 6. Mai 2022 leistungspflichtig. Der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 5. Juni 2023 ist in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Aug. 2023, UV/23/488, Seite 15

und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, für die Folgen des Ereignis-
ses vom 6. Mai 2023 die Heilungskosten zu übernehmen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. fbis ATSG [Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639]).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für die unter-
liegende Beschwerdegegnerin noch für die obsiegende Beschwerdeführe-
rin ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 127 V 205 E. 3a S. 206).

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid der Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG vom 5. Ju-
ni 2023 aufgehoben und diese verpflichtet, die Heilungskosten für das 
Ereignis vom 6. Mai 2022 zu erbringen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- SWICA Krankenversicherung AG 
- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
- Bundesamt für Gesundheit

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.