# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e740c01-f78b-59e1-92bf-a3bc509fcfb2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.09.2021 IV 2018/233
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-233_2021-09-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/233

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.05.2022

Entscheiddatum: 22.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2021
Art. 28 IVG: Polydisziplinäres Gutachten durch das Gericht eingeholt. Kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. September 2021, 
IV 2018/233).

Entscheid vom 22. September 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

IV 2018/233

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich erstmals am 20. Dezember 2001 bei 

der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) für berufliche Massnahmen 

an. Sie gab an, an einer Fibromyalgie mit starken Schmerzen am ganzen Körper, 

Lähmungserscheinungen, ständiger Müdigkeit, Schlafstörungen sowie 

Konzentrationsschwäche zu leiden (IV-act. 1). Die gelernte B.___ (ausländischer 

Abschluss) war damals als Q.___ bei der R.___ AG angestellt gewesen (vgl. IV-act. 1 

und 6), jedoch seit Ende April 2000 – mit Ausnahme einer kurzzeitigen Wiederaufnahme 

der Tätigkeit in einem Pensum von 50 % – zu 100 % krankgeschrieben worden (vgl. IV-

act. 1 S. 5, 5 S. 1 und 15 S. 2). Nachdem der behandelnde Arzt med. pract. C.___, 

eidg. dipl. Arzt mit Naturheilverfahren, am 11. Juni 2002 kein konkretes 

Eingliederungspotential bestätigt hatte, leitete die IV-Stelle die Rentenprüfung ein 

(vgl. IV-act. 9 f.). Am 19. Juni 2003 erstattete die Medizinische Abklärungsstelle 

(MEDAS) Ostschweiz im Auftrag der IV-Stelle ein Gutachten. Die Sachverständigen 

nannten als Hauptdiagnosen ein primäres Fibromyalgiesyndrom sowie einen Verdacht 

auf eine undifferenzierte Somatisierungsstörung bei histrionischer 

Persönlichkeitsstörung. Weiter hielten sie fest, dass aus internistisch-

rheumatologischer Sicht für leichte bis höchstens mittelschwere Tätigkeiten unter 

Vermeidung von repetitivem Heben von Lasten über 12.5 kg keine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bestehe. Aus psychiatrischer Sicht sei eine Arbeitsunfähigkeit von 20 

% zu attestieren. Demnach bestehe sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

auch in sämtlichen leichten bis höchstens mittelschweren frauenspezifischen 

Tätigkeiten gesamthaft eine Arbeitsfähigkeit von 80 % (IV-act. 15). Dementsprechend 

verfügte die IV-Stelle am 17. Juli 2003, dass die Versicherte keinen Anspruch auf 

Rentenleistungen habe (IV-act. 18), und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 21. 

A.a. 

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November 2003 fest (IV-act. 35). Eine gegen diesen Einspracheentscheid erhobene 

Beschwerde wies das Versicherungsgerichtsgericht des Kantons St. Gallen mit 

Entscheid vom 15. Juni 2004 ab (IV-act. 43). Schliesslich wies auch das 

eidgenössische Versicherungsgericht die gegen den kantonalen Entscheid erhobene 

Beschwerde mit Urteil vom 6. Dezember 2004 ab (IV-act. 51).

Auf eine erneute IV-Anmeldung vom 11. März 2005 (IV-act. 52) trat die IV-Stelle 

am 1. Juli 2005 mangels einer glaubhaft gemachten Veränderung der tatsächlichen 

Verhältnisse seit der letzten Leistungsablehnung nicht ein (IV-act. 61).

A.b. 

Am 8. Januar 2008 meldete sich die Versicherte erneut für Leistungen bei der IV-

Stelle an (IV-act. 66). Zur Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustandes (vgl. IV-act. 71) wurde der IV-Stelle ein Bericht des 

behandelnden Psychiaters Dr. med. D.___, Psychiatrie/Psychotherapie, vom 10. 

Februar 2008 eingereicht, in welchem dieser auf eine sich in den vorangegangenen 

Jahren entwickelte depressive Störung hingewiesen hatte, die im Zeitpunkt der 

MEDAS-Begutachtung noch nicht feststellbar gewesen sei (IV-act. 73). Am 12. Juni 

2008 erstattete Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, der 

als psychiatrischer Sachverständiger bereits bei der letzten Begutachtung mitgewirkt 

hatte, ein psychiatrisches Verlaufsgutachten. Als psychiatrische Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine undifferenzierte 

Somatisierungsstörung, eine histrionische Persönlichkeitsstörung und einen Status 

nach einer depressiven Reaktion auf eine Belastung sowie eine Anpassungsstörung in 

Zusammenhang mit Eheproblemen. Dr. E.___ kam zum Schluss, dass sich der 

psychische Gesundheitszustand der Versicherten seit der letzten Begutachtung nicht 

wesentlich verändert habe. Der Verlauf habe die Diagnose einer zu Grunde liegenden 

histrionischen Persönlichkeitsstörung mit undifferenzierten körperlichen Beschwerden 

bestätigt. Die Arbeitsunfähigkeit betrage noch immer 20 % (IV-act. 82). Mit einem 

Vorbescheid vom 10. Oktober 2008 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Ablehnung 

ihres Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 20 % in Aussicht (IV-act. 90). Mit 

Schreiben vom 6. November 2008 teilte die Versicherte der IV-Stelle mit, dass sie den 

Entscheid betreffend Rentenanspruch zur Kenntnis genommen habe. Sie schlug in 

Anbetracht der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt die Belegung eines Kurses als 

Umschulungsmassnahme vor und bat die IV-Stelle um Prüfung einer finanziellen 

A.c. 

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Unterstützung für die Zeit der Umschulung (IV-act. 91). Mit Verfügung vom 20. 

November 2008 lehnte die IV-Stelle das Rentenbegehren im Sinne des Vorbescheids 

ab (IV-act. 92). Mit Schreiben vom 21. November 2008 teilte sie der Versicherten mit, 

dass es ihr nicht möglich sei, aufgrund der schwierigen Arbeitsmarktsituation 

Umschulungsmassnahmen zu finanzieren (IV-act. 93).

Am 21. Januar 2009 bat die Versicherte, vertreten durch die Procap, um 

Gewährung einer Arbeitsvermittlung (IV-act. 97). Eine Eingliederungsverantwortliche 

hielt in einem Schlussbericht vom 12. Oktober 2009 fest, dass sich die Versicherte 

nach eigenen Angaben aktuell nicht um Stellen bewerbe, da es keine geeigneten 

Stellen gäbe. Unter diesen Umständen sei eine aktive Unterstützung bei der 

Eingliederung nicht möglich. Die Versicherte lasse sich zur S.___ weiterbilden (IV-

act. 100). Mit Mitteilung vom 22. Oktober 2009 informierte die IV-Stelle die Versicherte 

darüber, dass die Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde, da sie keine 

Stellenanzeigen eingereicht habe, womit eine Unterstützung im Rahmen der 

Stellensuche nicht möglich sei. Bei einer Veränderung der Verhältnisse könne sie ein 

neues Gesuch stellen (IV-act. 102). In der Folge absolvierte die Versicherte eine 

Ausbildung als S.___ und fand ab dem .___ 2011 eine Anstellung bei der F.___ in einem 

Pensum von ca. 20 % (IV-act. 110 S. 6 und 115 S. 1 ff.).

A.d. 

Am .__ August 2015 wurde die Versicherte bei seit ca. einer Woche zuvor 

bestehenden progredient starken Schmerzen im Bereich der Gelenke der Klinik für 

Rheumatologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) zugewiesen, wo sie bis zum .__ 

September 2015 hospitalisiert wurde. Im Austrittsbericht nannten die behandelnden 

Ärzte als Diagnosen ein Fibromyalgiesyndrom, eine chronische Depression, eine 

subklinische Hyperthyreose bei Struma nodosa und cystica links, einen Verdacht auf 

eine psychophysiologische Insomnie sowie eine Wirbelkanalstenose C 5/6. Weiter ist 

dem Bericht zu entnehmen, dass die Versicherte im Rahmen des Aufenthaltes auch 

ophthalmologisch untersucht worden war, ausser einer nicht auskorrigierten Myopie 

jedoch kein auffälliger Befund entdeckt worden war. Die Immun- und Infektserologie 

hatte sich ebenfalls unauffällig gezeigt. In Absprache mit dem Schmerzzentrum war 

eine Anpassung der Medikation vorgenommen worden (IV-act. 143 S. 21 ff.). Vom .___ 

bis .___ 2015 nahm die Versicherte an einer konventionellen multimodalen 

Schmerztherapie teil. Im Austrittsbericht gingen die behandelnden Ärzte von einer 

A.e. 

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chronischen depressiven Symptomatik, derzeit mittelgradig ausgeprägt, und einem 

chronischen zervico- und thorakospondylogenen Schmerzsyndrom aus. Im Übrigen 

erwähnten sie dieselben Diagnosen, die bereits während des vorangegangen 

Aufenthaltes im KSSG gestellt worden waren. Weiter hielten die Ärzte fest, dass die 

Versicherte dem multimodalen Angebot kooperativ gegenübergestanden habe und an 

allen Gruppen- und Einzelbehandlungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten teilgenommen 

habe. Unter allen Behandlungsmassnahmen habe nur eine partielle Anpassung und 

Verbesserung der allgemeinen und spezifischen Beweglichkeit sowie der 

Schmerzausprägung erreicht werden können (IV-act. 143 S. 14 ff.). Seit dem 17. 

Februar 2016 schrieb Dr. med. G.___, Psychiatrie-Zentrum H.___, die Versicherte für 

den Beruf der S.___ zu 95 % arbeitsunfähig (IV-act. 126 S. 2 und 29). Ihr 

Arbeitspensum war seitens des Arbeitgebers aufgrund der vielen Krankheitsausfälle 

reduziert worden (vgl. IV-act. 126 S. 1 und 115 S. 4).

Am 18. März 2016 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle an (IV-act. 

110). Zusammen mit ihrer IV-Anmeldung reichte sie einen Bericht von Dr. G.___ vom 

16. März 2016 ein, in welchem dieser als Diagnosen eine nicht näher bezeichnete 

somatoforme Störung, eine Neurasthenie sowie den Verdacht auf eine 

psychophysiologische Insomnie genannt hatte. Weiter hatte er ausgeführt, dass es bei 

der Versicherten trotz einer ausgezeichneten Behandlungscompliance und der 

Absolvierung teilweise recht schmerzhafter alternativer Behandlungsformen zu einer 

deutlichen Chronifizierung des Beschwerdebildes mit einer Ausweitung der 

Symptomatik und einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität sowie der 

beruflichen, sozialen und privaten Leistungsfähigkeit gekommen sei. In der von der 

Versicherten gerne ausgeübten Tätigkeit als S.___ bestehe aktuell und voraussichtlich 

auch längerfristig lediglich noch eine Arbeitsfähigkeit von etwa 5 %. Aus 

psychiatrischer Sicht sei keine adaptierte Tätigkeit vorstellbar, in welcher die 

Versicherte eine höhere Arbeitsfähigkeit erreichen könnte (IV-act. 113).

A.f. 

Mit einer Mitteilung vom 20. Januar 2017 zeigte die IV-Stelle der Versicherten die 

Durchführung einer polydisziplinären Begutachtung an (IV-act. 128). Die Begutachtung 

wurde allerdings sistiert (vgl. IV-act. 135 f.), da sich die Versicherte am .__ Mai 2017 im 

KSSG einer Hemithyreoidektomie links unterzog, gefolgt von einem kurzen stationären 

Aufenthalt (IV-act. 140 S. 1 f. und 143 S. 6 f). Im Austrittsbericht des KSSG hiess es, 

A.g. 

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dass die Versicherte in den vorangegangenen Monaten immer wieder Beschwerden 

beim Schlucken gehabt habe. In der Folge sei eine Abklärung der Schilddrüse 

vorgenommen worden, wobei die Struma links punktiert worden sei. Im Rahmen dieser 

Punktion sei auch einiges an Zystenflüssigkeit abpunktiert worden. Im Anschluss an die 

Punktion und das Absaugen der Zyste hätten sich die Schluckbeschweren deutlich 

gebessert. Die vor der Entlassung durchgeführte Laryngoskopie habe einen normalen 

Larynxbefund ohne Hinweise für eine Rekurrensdysfunktion gezeigt. Die Versicherte 

habe in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können (IV-act. 143 

S. 6 f.). In einem Telefongespräch vom 13. Juni 2017 teilte die Versicherte der IV-Stelle 

mit, dass sie sich von der Operation gut erholt habe (IV-act. 141).

In einem der IV-Stelle am 13. Juli 2017 eingereichten Bericht nannte Dr. med. 

I.___, Ärztin für Allgemeinmedizin, J.___ AG, im Wesentlichen diejenigen Diagnosen, die 

in den Austrittsberichten des KSSG aufgeführt waren. Weiter hielt sie fest, dass die 

Arbeitsfähigkeit für sie nicht beurteilbar sei (IV-act. 143 S. 1 ff.). Dr. I.___ legte ihrem 

Bericht weitere medizinische Unterlagen bei (vgl. IV-act. 143 S. 6 ff.).

A.h. 

Am 21. Dezember 2017 erstattete die medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) 

Interlaken Unterseen im Auftrag der IV-Stelle ein polydisziplinäres (Allgemeine Innere 

Medizin, Psychiatrie und Rheumatologie) Gutachten (IV-act. 149). In ihrer 

interdisziplinären Beurteilung nannten die Gutachter als Diagnosen mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit ein seit über 17 Jahren chronisch erlebtes Körpersyndrom 

unterschiedlicher Entfaltung und Lokalisierung (aus rheumatologischer Sicht keiner 

spezifisch entzündlichen oder anderweitig differenzierten Störung zuordenbar), eine 

undifferenzierte Somatisierungsstörung, eine Neurasthenie und auffällige 

Persönlichkeitszüge. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erwähnten 

sie den Status nach Hemithyreoidektomie (IV-act. 149 S. 28). Weiter hielten sie fest, 

dass in der bisherigen Tätigkeit als S.___ im Konsens eine maximal um 20 % reduzierte 

Leistungsfähigkeit bei einem vollen zeitlichen Arbeitspensum festgestellt werden 

könne. Diese Angabe gelte, soweit anhand der Akten feststellbar, durchgängig seit 

2008. Eine angepasste Tätigkeit dürfe keine übermässigen Arbeiten über der 

Elevationsebene sowie Überkopfarbeiten erfordern. Das Bewältigen von Treppen sowie 

kniende, kauernde oder vorgebeugte Tätigkeiten seien in einem üblichen Masse 

möglich. Die Möglichkeit, bei der Arbeit Wechselpositionen einzunehmen, sei günstig. 

A.i. 

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Heben und Tragen von Lasten bis Lendenhöhe sei bis maximal 30 kg, in Brusthöhe bis 

maximal 20 kg möglich. Mit der oberen und unteren Extremität seien leichte bis 

mittelschwere (kurzfristig ausnahmsweise auch schwere) Tätigkeiten möglich. Zudem 

sollte die Tätigkeit einfach und strukturiert sein, keine besonderen Anforderungen an 

die Teamfähigkeit stellen und keine Stressspitzen, keinen besonderen Lärm und keine 

störenden Lichtverhältnisse beinhalten. In einer optimal angepassten Tätigkeit sei die 

Arbeitsfähigkeit grundsätzlich nicht eingeschränkt. Die Schätzung der Arbeitsfähigkeit 

für leidensangepasste Tätigkeiten gelte, soweit anhand der Akten feststellbar, ebenfalls 

durchgängig seit 2008 (IV-act. 149 S. 31). In einer Stellungnahme vom 22. Januar 2018 

hielt der regionale ärztliche Dienst (RAD) fest, dass das polydisziplinäre MEDAS-

Gutachten formal und inhaltlich den Konventionen entspreche, welche man an ein 

medizinisches Gutachten stellen dürfe (IV-act. 150).

Am 15. Februar 2018 ging bei der IV-Stelle ein Bericht von Dr. med. K.___, Klinik 

L.___, zu einer Kontrolluntersuchung vom 13. Februar 2018 ein. Diesem war zu 

entnehmen, dass bei der Versicherten bei einer schweren Osteochondrose und 

foraminalen Stenose C5/C6 linksbetont am 12. Januar 2018 eine Mikrodiskektomie mit 

Prothesenimplantation C5/6 durchgeführt worden war. Weiter hatte Dr. K.___ 

festgehalten, dass es der Versicherten gut einen Monat nach der Operation bezüglich 

der Armschmerzen deutlich besser gehe und aus objektiver Sicht insgesamt ein sehr 

guter Verlauf bestehe. Allerdings präsentiere die Versicherte das Bild eines 

Fibromyalgiesyndroms. Sie klage über diverse Schmerzen im Bereich des Gesichts, 

des Nackens, des Halses und der Beine. In zwei Monaten werde eine Verlaufskontrolle 

durchgeführt (IV-act. 151). Auf telefonische Nachfrage teilte die Klinik L.___ der IV-

Stelle am 23. April 2018 mit, dass die Versicherte den Kontrolltermin bei Dr. K.___ 

abgesagt habe und keine weiteren Abklärungen geplant seien (IV-act. 156).

A.j. 

Mit Vorbescheid vom 24. April 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten mit 

Verweis auf das gutachterliche Abklärungsergebnis die Abweisung des 

Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 11 % in Aussicht (IV-act. 159). 

Dagegen wandte die Versicherte am 18. Mai 2018 ein, dass sie den Kontrolltermin bei 

Dr. K.___ nicht abgesagt habe. Sie habe um eine Terminverschiebung gebeten, um 

eine bereits geplante zweiwöchige Behandlung in einem Schmerzzentrum absolvieren 

zu können. Die psychische Erkrankung beeinträchtige sie in ihrem Alltag massiv. Sie sei 

A.k. 

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B.  

in der Ausführung einer Erwerbstätigkeit stark belastet. Die Gutachter hätten dem 

Schweregrad ihrer Erkrankung nicht Rechnung getragen (IV-act. 160 S. 1). 

Diesbezüglich verwies sie auch auf einen Bericht von Dr. G.___ vom 28. Mai 2018, den 

sie ihrem Einwand beilegte (IV-act. 160 S. 1 ff.). In einer Stellungnahme vom 4. Juni 

2018 hielt der RAD fest, dass aus rein medizinischer Sicht an der bisherigen 

Einschätzung festgehalten werden könne. In der Stellungnahme von Dr. G.___ vom 28. 

Mai 2018 würden keine neuen wesentlichen medizinischen Erkenntnisse vorgebracht 

(IV-act.161). Mit Verfügung vom 5. Juni 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren 

der Versicherten ab (IV-act. 162).

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. R. Pedergnana, St. Gallen, am 5. Juli 2018 

Beschwerde mit dem Antrag, ihr sei eine IV-Rente auszurichten, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin). In 

formeller Hinsicht beantragte sie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung für das Verfahren vor Versicherungsgericht und ersuchte um 

eine Nachfrist für die Einreichung einer Zusatzbegründung (act. G 1). Am 31. August 

2018 liess die Beschwerdeführerin eine ergänzende Beschwerdebegründung 

einreichen mit den Anträgen, die Verfügung vom 5. Juni 2018 sei aufzuheben und ihr 

sei eine IV-Rente auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten-und Entschädigungsfolge 

zulasten der Beschwerdegegnerin. In formeller Hinsicht liess sie am Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung festhalten (act. G 3).

B.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. November 2018 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 7; zur nach der 

Beschwerdeerhebung eingeholten RAD-Stellungnahme vgl. IV-act. 170; zur 

Korrespondenz zwischen der Beschwerdegegnerin und der Gutachtensstelle vgl. IV-

act. 171 ff.).

B.b. 

Am 20. November 2018 entsprach das Versicherungsgericht dem Gesuch um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und 

B.c. 

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Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) für das Verfahren vor 

Versicherungsgericht (act. G 8).

In ihrer Replik vom 7. Januar 2019 liess die Beschwerdeführerin an den in der 

Beschwerde gestellten Rechtsbegehren festhalten (act. G 10).

B.d. 

In einem Schreiben vom 11. Januar 2019 hielt die Beschwerdegegnerin an dem in 

der Beschwerdeantwort gestellten Antrag fest und verzichtete auf die Erstattung einer 

ausführlichen Duplik (act. G 12).

B.e. 

Mit Schreiben vom 4. Februar 2019 liess die Beschwerdeführerin dem Gericht 

einen Bericht von Dr. G.___ vom 1. Februar 2019 zukommen, in welchem dieser die 

gutachterliche Beurteilung des Beschwerdebildes und der damit zusammenhängenden 

Funktionsstörungen kritisiert hatte (act. G 14 und 14.1). In einer ergänzenden 

Stellungnahme vom 9. Mai 2019 liess die Beschwerdeführerin an den bereits gestellten 

Anträgen festhalten und einen Bericht über eine am 17. April 2019 durchgeführte 2-

Phasen-Skelettzintigraphie einreichen, wonach der szinitgrafische Befund mit einem 

SAPHO-Syndrom vereinbar wäre (act. G 16 und 16.1.1). Am 23. Juli 2019 liess die 

Versicherte einen Austrittsbericht der Klinik M.___ vom 18. Juli 2019 über eine vom 8. 

Mai bis 11. Juni 2019 dauernde stationäre Behandlung zu den Akten geben (act. G 18 

und 18.1). In einer weiteren Stellungnahme vom 7. Oktober 2019 erneuerte die 

Beschwerdeführerin die von ihr gestellten Anträge und liess einen Bericht von Dr. med. 

N.___, Rheumatologie O.___, vom 4. Oktober 2019 einreichen, in welchem dieser unter 

anderem die Diagnose SAPHO-Syndrom gestellt und festgehalten hatte, dass aus 

rheumatologischer Sicht bei der Beschwerdeführerin für sehr leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten mit weiteren qualitativen Einschränkungen bis auf 

Weiteres keine wettbewerbsfähige Leistungsfähigkeit von über 20 % bestehe (act. G 

20 und 20.1).

B.f. 

Mit Schreiben vom 2. Januar 2020 reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin unter Hinweis auf einen überdurchschnittlich hohen Aufwand seine 

Honorarnote vom 31. Dezember 2019 über Fr. 8'991.85 (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) ein (act. G 22 und 22.1).

B.g. 

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Mit Eingabe vom 17. Januar 2020 liess die Beschwerdeführerin zwei weitere 

Arztberichte von Dr. N.___ einreichen, worin er unter anderem ihre Leistungsfähigkeit 

für leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit weiteren qualitativen Einschränkungen 

auf nicht über 20 % beurteilt hatte (act. G 24, 24.1 und 24.2).

B.h. 

Mit Schreiben vom 18. September 2020 stellte die verfahrensleitende Richterin den 

Parteien die Einholung eines Gerichtsgutachtens bei der asim Begutachtung in 

Aussicht, gab ihnen die vorgesehenen Fragen bekannt und gab ihnen Gelegenheit, sich 

zur vorgesehenen Begutachtung zu äussern, allfällige Ergänzungsfragen zu stellen 

sowie eventuelle Ausstandsbegehren hinsichtlich der bei der asim Begutachtung 

tätigen Sachverständigen mitzuteilen (act. G 27).

B.i. 

Mit Eingabe vom 29. September 2020 reichte die Beschwerdeführerin eine 

Ergänzungsfrage sowie zusätzliche Unterlagen ein (act. G 28 und 28.1 ff.).

B.j. 

Am 27. Oktober 2020 beauftragte die verfahrensleitende Richterin die asim 

Begutachtung mit der Durchführung einer rheumatologisch-psychiatrischen 

Begutachtung (allenfalls unter Beizug eines fallführenden Gutachters im Bereich 

Allgemeine Medizin; act. G 30).

B.k. 

Mit Schreiben vom 29. April 2021 machte die Beschwerdeführerin Spesen für die 

Fahrt zur Begutachtung in der Höhe von Fr. 90.-- und Essensausgaben von Fr. 50.-- 

geltend (act. G 35; vgl. dazu ferner act. G 33).

B.l. 

Am 30. April 2021 erstattete die asim Begutachtung das polydisziplinäre 

(internistische, rheumatologische und psychiatrische) Gutachten, in welchem die 

Sachverständigen der Beschwerdeführerin sowohl in den angestammten als auch in 

anderen leidensangepassten Tätigkeiten eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % attestierten 

(act. G 36).

B.m. 

Mit Eingabe vom 22. Mai 2021 nahm die Beschwerdeführerin (vgl. act. G 28) und 

mit Schreiben vom 4. Juni 2021 deren Rechtsvertreter zum asim-Gutachten Stellung 

(vgl. act. G 41). Gleichzeitig reichte dieser seine angepasste Honorarnote über Fr. 

10'085.05 ein (vgl. act. G 41.1).

B.n. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente.

2.  

Die Beschwerdegegnerin verzichtete implizit auf eine Stellungnahme zum 

eingegangenen asim-Gutachten (vgl. act. G 43).

B.o. 

Mit Schreiben vom 28. Juli 2021 reichte die Beschwerdegegnerin einen Bericht 

von Dr. N.___ vom 26. Januar 2021 ein und entschuldigte sich für die späte 

Übermittlung (vgl. act. G 46 und 46.1).

B.p. 

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird in Art. 7 Abs. 1 ATSG als der durch eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen 

Arbeitsmarkt definiert. Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen 

Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Art. 16 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

2.1. 

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3.  

von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

Um den Arbeitsfähigkeitsgrad bestimmen zu können, ist die Verwaltung - und im 

Beschwerdefall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

2.2. 

In beweisrechtlicher Hinsicht gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. 

Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen (BGE 125 V 

352 E. 3a). Der im Sozialversicherungsrecht geltende Untersuchungsgrundsatz 

schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur 

insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 

ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. 

Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im 

Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen und 138 V 221 f. E. 6 

mit Hinweisen). Die Verwaltung resp. das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als 

bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen).

2.3. 

Da das Gericht den Arbeitsfähigkeitsgrad gestützt auf die Aktenlage nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hat feststellen können, hat es die 

Beschwerdeführerin durch die asim Begutachtung polydisziplinär begutachten lassen 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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(zu den konkreten Gründen sowie zum Fragenkatalog vgl. act. G 27 und 30). Die asim 

Begutachtung hat das polydisziplinäre (internistische, rheumatologische und 

psychiatrische) Gutachten am 30. April 2021 erstattet (act. G 36). In ihrer 

interdisziplinären Gesamtbeurteilung haben die Sachverständigen als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine undifferenzierte Somatisierungsstörung, eine 

kombinierte Persönlichkeitsstörung mit histrionen und passiv-aggressiven Zügen sowie 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, genannt (act. G 

36; Gesamtbeurteilung S. 14). Sodann sind sie zum Schluss gekommen, dass sowohl 

in den angestammten Tätigkeiten als auch in anderen leidensangepassten Tätigkeiten 

eine 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Einschränkung sei 

psychisch bedingt durch die leicht eingeschränkte Ausdauerfähigkeit. Ausserdem sei 

die Beschwerdeführerin durch ihre Persönlichkeitsstörung in ihren familiären 

Beziehungen und ihrer Gruppenfähigkeit eingeschränkt, weshalb eine 

leidensangepasste Tätigkeit nicht ausschliesslich oder in hohem Ausmass Teamarbeit 

erfordern, sondern der Beschwerdeführerin auch Rückzugsmöglichkeiten einräumen 

sollte. Aus rheumatologischer Sicht seien körperlich leichte bis mittelschwere 

Tätigkeiten ohne die Notwendigkeit, Lasten über 12 kg zu heben, zu tragen oder zu 

stossen, möglich (act. G 36; Gesamtbeurteilung S. 15 und rheumatologisches 

Fachgutachten S. 19 f.). Der Gesundheitszustand habe sich seit der ersten 

Begutachtung im Jahr 2003 nicht relevant verändert. Insbesondere könnten die in der 

Zwischenzeit in den Raum gestellten Differentialdiagnosen eines SAPHO-Syndroms, 

eines Morbus Behçet oder einer anderen entzündlich-rheumatologischen Erkrankung 

nicht klar bestätigt werden. Die attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe 

demnach - mit Ausnahme von vorübergehenden höheren Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit im Rahmen der Hospitalisationen - seit der MEDAS Begutachtung im 

Jahr 2003 (act. G 36; Gesamtbeurteilung S. 15).

Das asim-Gutachten beruht auf eigenständigen Abklärungen. Die medizinischen 

Vorakten und die von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden sind berücksichtigt 

worden. Die gestellten und das Nichtvorliegen gewisser Diagnosen sind ausführlich 

begründet worden. Die bescheinigte Arbeitsfähigkeit leuchtet in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 

Mit den abweichenden Einschätzungen behandelnder Ärzte haben sich die asim-

Gutachter ausreichend auseinandergesetzt. Weiter gibt es keine Anhaltspunkte dafür, 

dass im Gutachten objektiv wesentliche Aspekte nicht berücksichtigt worden wären 

(zum Ganzen vgl. act. G 36).

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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Zwar ist es verständlich, dass die Beschwerdeführerin nur schwer nachvollziehen 

kann, weshalb die bei ihr von ärztlicher Seite teils diagnostizierte Fibromyalgie gemäss 

asim-Gutachten nicht vorliegen soll (vgl. act. G 38). Der rheumatologische asim-

Gutachter hat jedoch ausführlich begründet, weshalb er keine Fibromyalgie 

diagnostiziert hat und auch sonst keine Diagnosen aus dem rheumatologischen 

Formenkreis hat stellen können (act. G 36; rheumatologisches Fachgutachten S. 12 ff.). 

Der rheumatologische asim-Gutachter hat erklärend ausgeführt, dass sich die 

Diagnosekriterien zur Verifizierung einer Fibromyalgie seit dem MEDAS-Gutachten vom 

19. Juni 2003, als die Diagnose eines primären Fibromyalgiesyndroms noch gestellt 

worden sei, verändert hätten. Weiter hat er zutreffend festgehalten, bereits im Rahmen 

der MEDAS-Begutachtung im Jahr 2017 habe der damalige rheumatologische 

Gutachter anhand der neuen, aktuell geltenden Fibromyalgie-ACR-Kriterien 2016 keine 

befriedigende Korrelation mit den von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden 

finden können (vgl. dazu IV-act. 149 S. 74). Dieser klinische Eindruck sei auch 

anlässlich der rheumatologischen Untersuchung vom 15. Februar 2021 entstanden. Es 

bestehe eine ausgeprägte Schmerzintensität mit Werten zwischen 7 und 8/10 sowie 

mit monatlichen Schüben auf Werte von 9-10/10. Zudem erscheine der Fokus der 

Schmerzsymptomatik meist situativ bedingt zu sein mit einer Lokalisierung der 

Beschwerden auf bestimmte Körperteile je nach Situation. Eine ausgeprägte 

Schmerzhaftigkeit bei der Palpation, nämlich eine Allodynie, d.h. die Entstehung lokaler 

Schmerzen bei geringer, nicht schmerzerregender Berührung, die auch für eine 

Fibromyalgie typisch wäre, ohne zu den aktuellen Kriterien zu gehören, fehle 

vollständig. Die Tendenz einer motorischen Schonung/Rückhaltung, um 

belastungsabhängige Schmerzen zu vermeiden, wie sie Fibromyalgie-Patienten meist 

zeigen würden, sei bei der Beschwerdeführerin ebenfalls nicht ersichtlich. Sie habe sich 

spontan bewegt und sei während der gesamten Untersuchung in Mimik und Gestik 

unauffällig gewesen. Beim Vorliegen einer atypischen Schmerzsymptomatik könne ein 

Fibromyalgiesyndrom nicht bestätigt werden (zum Ganzen act. G 36; 

rheumatologisches Fachgutachten S. 13 f.). Aus diesen Ausführungen ist zu schliessen, 

dass auch der rheumatologische asim-Gutachter die Diagnose einer Fibromyalgie nicht 

kategorisch ausgeschlossen hat, aber keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür 

gefunden hat, die es ihm erlauben würden, eine solche zu bestätigen. Diese 

Einschätzung ist aufgrund der Befundsituation nachvollziehbar, zumal sie mit 

derjenigen des Vorgutachters übereinstimmt (vgl. IV-act. 149 S. 74). Auch ist im 

Gutachten ausführlich und nachvollziehbar dargelegt worden, weshalb die Diagnose 

eines SAPHO-Syndroms, die unter anderem Anlass zur Einholung eines 

Gerichtsgutachtens gegeben hatte (vgl. act. G 27 und 30), nicht gestellt wird (vgl. act. 

G 36; Gesamtbeurteilung S. 16 und rheumatologisches Fachgutachten S. 15 ff.). 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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Diesbezüglich hat auch Dr. med. P.___, Klinik für Rheumatologie, KSSG, in einem 

zwischenzeitlich ergangenen Bericht vom .__ März 2021 festgehalten, dass die 

Erosionen der Haut an den Händen, die nur aufgrund vorgelegter Fotos bewertet 

werden könnten, für ein SAPHO-Syndrom wenig typisch seien, da es sich nicht streng 

um eine palmare oder plantare Pustulose handle. Darüber hinaus seien die weiteren 

Kriterien für ein SAPHO-Syndrom in mehreren Untersuchungen nicht vorliegend 

gewesen. Die oralen Aphten im Bereich der Zahnhälse seien auch nicht typisch für ein 

Morbus Behçet. Ein solcher habe bisher auch nicht diagnostiziert werden können (vgl. 

act. G 38.4).

Wie die Beschwerdeführerin korrekt ausführt, kommt es für die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit aber ohnehin nicht in erster Linie auf die gestellten Diagnosen an (vgl. 

act. G 38 S. 4), sondern auf die mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit. Selbst wenn die Diagnose 

Fibromyalgie vorliegen würde, liesse sich daraus nicht automatisch auf eine 

invalidenversicherungsrechtlich relevante Arbeitsfähigkeit schliessen. Im MEDAS-

Gutachten vom 19. Juni 2003 ist aus rheumatologischer Sicht trotz der diagnostizierten 

Fibromyalgie für optimal angepasste Tätigkeiten keine Arbeitsunfähigkeit attestiert 

worden (vgl. IV-act. 18). Angesichts dessen, dass der rheumatologische asim-

Sachverständige keine Hinweise auf eine entzündliche Erkrankung des 

rheumatologischen Formenkreises (vgl. act. G 36, rheumatologisches Fachgutachten 

S. 17) und ganz generell keine relevanten, gravierenden rheumatologischen 

Erkrankungen gefunden hat (vgl. act. G 36, rheumatologisches Fachgutachten S. 12 

und 15), ist es erst recht nachvollziehbar, dass er, wie bereits die beiden 

rheumatologischen Vorgutachter (vgl. IV-act. 15 und 149), aus rheumatologischer Sicht 

keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit hat feststellen können (vgl. act. G 36, 

rheumatologisches Fachgutachten S. 15 und 19 f.). Der von der Beschwerdeführerin 

am 22. Mai 2021 (vgl. act. G 38) eingereichte Bericht von Dr. N.___ vom 8. März 2021 

(vgl. act. G 38.2) hat den asim-Gutachtern vorgelegen (vgl. act. G 36; 

Gesamtbeurteilung S. 23 und 61) und der rheumatologische Gutachter hat sich mit den 

Einschätzungen von Dr. N.___ einlässlich und in nachvollziehbarer Weise 

auseinandergesetzt (vgl. act. G 36; rheumatologisches Fachgutachten S. 18 f.). 

Widersprechen Berichte behandelnder Ärzte dem von der Verwaltung bei externen 

Spezialärzten eingeholten Gutachten, ist auch die unterschiedliche Natur von 

Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Ärzte einerseits und 

Begutachtungsauftrag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits zu 

beachten (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 6. April 2006, I 

803/05, E. 5.5, und vom 18. April 2006, I 783/05, E. 2.2). Es ist deshalb nicht zulässig, 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 

zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte später zu 

anderslautenden Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Vorbehalten bleiben aber Fälle, in denen sich 

eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und 

nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die 

im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 

Bundegerichts vom 27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.2 mit weiterem Hinweis). Solche 

Aspekte sind auch aus dem von der IV-Stelle am 28. Juli 2021 nachgereichten Bericht 

von Dr. N.___ vom 26. Januar 2021 nicht ersichtlich, zumal darin im Wesentlichen die 

subjektiven Beschwerden der Beschwerdeführerin wiedergegeben worden sind und 

keine Stellung zur Arbeitsfähigkeit genommen wird (vgl. act. G 46 und 46.1).

Soweit die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter einwenden lässt, das 

asim-Gutachten sei nicht nachvollziehbar, da kein Schmerzspezialist als Gutachter 

beigezogen worden sei (vgl. act. G 41), kann ihr nicht gefolgt werden. Zum einen ist die 

Beschwerdeführerin im Vorfeld der Begutachtung über die angedachten 

Fachdisziplinen informiert worden (act. G 27), wogegen sie keine Einwände erhoben 

hat (vgl. act. G 28 und 30). Namentlich hat sie keine Begutachtung durch einen 

Schmerzspezialisten beantragt (vgl. act. G 28 ff.). Zum anderen hat das 

Versicherungsgericht die asim-Gutachter im Gutachtensauftrag explizit um 

Rücksprache gebeten, falls sich im Rahmen der Begutachtung die Notwendigkeit des 

Einbezugs weiterer Fachdisziplinen oder eines externen Gutachters ergeben sollte (vgl. 

act. G 30). Eine entsprechende Rückfrage ist ausgeblieben. Folglich ist davon 

auszugehen, dass die Sachverständigen zur Beurteilung des Gesundheitszustandes 

der Beschwerdeführerin den Beizug weiterer Fachdisziplinen nicht als notwendig 

erachtet haben. Aus der Aktenlage ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern von einem 

Schmerzspezialisten bessere Erkenntnisse hinsichtlich der Frage der medizinisch-

theoretischen Arbeitsfähigkeit zu erwarten gewesen wären. Aus der vorgebrachten 

Kritik, wonach die Kriterien der Deutschen Leitlinien für Schmerzbegutachtung nicht 

eingehalten worden seien (vgl. act. G 41), kann die Beschwerdeführerin ebenfalls nichts 

zu ihren Gunsten ableiten, stellen Leitlinien generell doch in erster Linie eine 

Orientierungshilfe und keine verbindliche Regelung dar. Anhaltspunkte dafür, dass die 

vom Gericht in Auftrag gegebene asim-Begutachtung nicht lege artis durchgeführt 

worden wäre, liegen jedenfalls nicht vor.

3.5. 

Die dargelegten Einwände der Beschwerdeführerin vermögen die Beweiskraft des 

asim-Gutachtens vom 30. April 2021 somit nicht in Frage zu stellen. Gleiches gilt für die 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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4.

Die von der Beschwerdeführerin geäusserten Sorgen, dass es sich für sie schwierig 

gestalten könnte, eine Arbeitsstelle zu erhalten, mithin ihre medizinisch-theoretische 

Arbeitsfähigkeit praktisch zu verwerten, da in ihren Arbeitszeugnissen stehe, dass sie 

krankheitsbedingt entlassen worden sei, sind zwar nachvollziehbar (vgl. act. G 38 S. 3). 

Für die Invaliditätsbemessung ist es allerdings nicht massgeblich, ob eine invalide 

Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern 

einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn 

ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften bestünde 

(ausgeglichener Arbeitsmarkt, Art. 16 ATSG). An der Massgeblichkeit des theoretisch 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes vermag auch der Umstand nichts zu ändern, dass es 

für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im 

tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden. Der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und 

Arbeitsangebote, bei welchen mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des 

Arbeitgebers gerechnet werden kann. Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 

ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung erst in denjenigen Fällen anzunehmen, 

in denen die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie 

der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre 

und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen 

erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014, E. 2 und 

E. 3.3.1 mit Hinweisen). Unter Berücksichtigung der obgenannten Definition des 

weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin im Schreiben vom 22. Mai 2021, mit 

welchen sie in erster Linie eine subjektive Einschätzung ihrer gesundheitlichen und 

beruflichen Situation abgibt und schildert, wie sie das Gutachten wahrnimmt (vgl. act. 

G 38). Zwar sollen die von der Beschwerdeführerin subjektiv wahrgenommenen 

Beschwerden keinesfalls in Abrede gestellt werden. Zur Beurteilung des 

Rentenanspruchs ist die rein subjektive Einschätzung der Beschwerdeführerin jedoch 

nicht massgebend. Vielmehr ist es in erster Linie Aufgabe der Ärzte anhand der 

objektiven Befunderhebung die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die 

Leistungsfähigkeit festzulegen (vgl. BGE 140 V 195 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts 

vom 23. Mai 2018, 8C_874/2017, E. 5.2.2; vgl. E. 2.2).

Zusammenfassend ergibt sich, dass auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung der asim 

Begutachtung, wonach in optimal leidensangepassten Tätigkeiten eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. act. G 36), abzustellen ist.

3.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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ausgeglichenen Arbeitsmarktes kann das Auffinden einer entsprechenden Stelle im 

vorliegenden Fall nicht als aussichtslos betrachtet werden. Vielmehr ist anzunehmen, 

dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt ausreichend Stellen beinhaltet, welche dem von 

den asim-Gutachtern definierten Zumutbarkeitsprofil Rechnung tragen (vgl. E. 3.1). Zu 

denken ist beispielsweise an leichte Kontroll- oder Sortiertätigkeiten.

5.  

6.  

Ausgehend von der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung bleiben die 

erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Leiden zu prüfen (vgl. E. 2).

5.1. 

Die gutachterlich attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit bezieht sich sowohl auf 

angestammte als auch auf adaptierte Tätigkeiten (vgl. act. G 36; Gesamtbeurteilung S. 

15). Demnach ist vorliegend sowohl hinsichtlich des hypothetischen 

Valideneinkommens als auch bezüglich des Invalideneinkommens von derselben 

Lohnbasis auszugehen, weshalb der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten 

Prozentvergleichs vorgenommen werden kann. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad 

dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzugs vom 

Tabellenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 10. April 2017, 9C_804/2016, E. 2.2 

mit Hinweis; zum Tabellenlohnabzug vgl. BGE 126 V 75). Bei einer Arbeitsunfähigkeit 

von 20 % würde selbst bei einem Tabellenlohnabzug von 20 % ein 

rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultieren (100 % - 80 % x 80 % = 36 %). 

Gründe, die einen 20 % übersteigenden Abzug bzw. den maximal zulässigen Abzug 

von 25 % rechtfertigen würden (vgl. BGE 126 V 75), sind vorliegend nicht gegeben. 

Folglich hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch zu Recht verneint.

5.2. 

Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen.6.1. 

Hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen ist aufgrund des eingeholten 

Gerichtsgutachtens jedoch von einem vollständigen Obsiegen der Beschwerdeführerin 

auszugehen. Denn aufgrund des nicht vollständig abgeklärten Sachverhalts hat sich die 

Beschwerdeführerin zu Recht zur Erhebung der Beschwerde veranlasst gesehen und 

eine Rückweisung zur weiteren Abklärung hätte zu einem vollständigen Obsiegen der 

Beschwerdeführerin geführt (vgl. BGE 132 V 215 E. 6.2; vgl. ferner BGE 137 V 210 E. 

4.4.2; vgl. IV-Rundschreiben Nr. 314).

6.2. 

Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1 IVG). 

6.3. 
bis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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Die im vorliegenden Fall auf Fr. 800.-- festzusetzende Gerichtsgebühr ist der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. E. 6.2).

Auch hat die Beschwerdegegnerin die Kosten für das asim-Gutachten in der Höhe 

von Fr. 14'344.70 (inklusive Hotelkosten der Beschwerdeführerin) zu bezahlen (vgl. act. 

G 44), da die Einholung des Gutachtens für die Beurteilung des Leistungsanspruchs 

unerlässlich gewesen ist (vgl. Art. 45 Abs. 1 ATSG; BGE 137 V 210 E. 4.4.2; IV-

Rundschreiben Nr. 314). Weiter hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf den Ersatz 

der im Hinblick auf die Begutachtung angefallenen Spesen (vgl. Art. 45 Abs. 2 ATSG; 

IV-Rundschreiben Nr. 314). Die seitens der Beschwerdeführerin geltend gemachten, 

jedoch betragsmässig nicht belegten Spesen für die Hin- und Rückfahrt zwischen dem 

Wohnort und dem Ort der Begutachtungsstelle in der Höhe von Fr. 90.-- sind auf Fr. 

80.-- zu kürzen (vgl. www.(...) [besucht am 21. September 2021], wonach eine 

Tageskarte lediglich Fr. 40.-- kostet). Auch wenn die auf der Internetseite aufgeführten 

Kosten seit dem Kauf der Tageskarten geändert haben könnten, wird auf weitere 

Abklärungen, die mit Blick auf den in Frage stehenden Betrag einen unverhältnismässig 

hohen Aufwand bedeuten würden, verzichtet. Die geltend gemachten 

Verpflegungskosten in der Höhe von Fr. 50.-- (vgl. act. G 35 und 35.1) erscheinen 

angesichts dessen, dass die Beschwerdeführerin zwei Nächte auswärts verbracht hat 

(vgl. act. G 34 f.), als angemessen (vgl. dazu Art. 90 Abs. 3 und 4 der Verordnung über 

die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; Merkblatt 4.05 der Informationsstelle AHV/

IV, Stand 1. Januar 2020, S. 4). Sie hat folglich einen Anspruch auf Auslagenersatz in 

der Höhe von Fr. 130.-- (2 x Fr. 40.-- für die Tageskarten + Fr. 50.-- 

Verpflegungskosten).

6.4. 

Die Parteikosten werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 

15'000.--. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht in seiner Kostennote 

vom 4. Juni 2021 Aufwendungen im Gesamtbetrag von Fr. 10'085.05 geltend (vgl. act. 

G 41.1). Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hat er durch das Einreichen ärztlicher 

Berichte mit ergänzenden Stellungnahmen massgeblich dazu beigetragen, dass das 

Gericht eine Begutachtung in Auftrag gegeben hat (vgl. namentlich act. G 14, 14.1, 16, 

16.1.1, 18, 18.1, 20, 20.1, 20.2, 24. 24.1 und 24.2). Den dadurch entstandenen 

Mehraufwand gilt es im Rahmen der Bemessung der Parteientschädigung zu 

berücksichtigen. Ausserdem ist einzuräumen, dass eine durch das Gericht in Auftrag 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 800.-- und die Kosten für 

das Gerichtsgutachten (inklusive Hotelkosten der Beschwerdeführerin) von Fr. 

14'344.70 zu bezahlen.

3. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 8'130.-- zu 

entschädigen.

gegebene Begutachtung zusätzlichen Vertretungsaufwand mit sich bringt. Von daher 

rechtfertigt es sich, von der üblicherweise bei durchschnittlichen 

invalidenversicherungsrechtlichen Streitigkeiten zugesprochenen mittleren 

Entschädigung von Fr. 4'000.-- abzuweichen und der Beschwerdeführerin mit Blick auf 

die eingereichte Kostennote (vgl. act. G 41.1) ermessensweise eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 8'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Mit der Verdoppelung der mittleren Entschädigung 

sind die erforderlichen Aufwendungen jedenfalls ausreichend abgegolten, zumal einige 

geltend gemachten Positionen die Korrespondenz mit der Pensionskasse betreffen, die 

nicht zu diesem Verfahren gehört.

Zusammenfassend beläuft sich der Entschädigungsanspruch der 

Beschwerdeführerin also auf Fr. 8'130.-- (Fr. 130.-- Spesen + Fr. 8'000.-- 

Parteientschädigung).

6.6. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2021
	Art. 28 IVG: Polydisziplinäres Gutachten durch das Gericht eingeholt. Kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. September 2021, IV 2018/233).

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