# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 562cae28-cd5a-5a4c-b608-e8feba5d6ad1
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-07-18
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 18.07.2024 SK.2024.27
**Docket/Reference:** SK.2024.27
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2024-27_2024-07-18

## Full Text

Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung; Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 2 und 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung; Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 2 und 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung; Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 2 und 3 VStrR);;Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung; Einstellung des Verfahrens (Art. 78 Abs. 2 und 3 VStrR)

Verfügung vom 18. Juli 2024 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Alberto Fabbri, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber David Heeb  

 

Parteien  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 

Stellvertretender Bundesanwalt Ruedi Montanari 

 

2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT, 

Generalsekretariat EFD, vertreten durch Christian 

Heierli, Leiter Strafrechtsdienst 

  

 
gegen 

 

  
A., litauische Staatsangehörige, amtlich verteidigt durch 

Rechtsanwalt Christian Geosits 

Gegenstand  
Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung; 

Einstellung des Verfahrens 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2024.27 

- 2 - 

SK.2024.27 

Der Einzelrichter erwägt, dass 

‒ das Eidgenössische Finanzdepartement (nachfolgend: EFD) mit Strafverfügung 

vom 15. April 2024 A. wegen fahrlässiger Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewil-

ligung gemäss Art. 44 Abs. 1 und 2 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 aBEHG, begangen 

vom 13. Januar 2016 bis zum 25. April 2017 schuldig sprach und zu einer Busse 

von Fr. 4'000.-- sowie zur Bezahlung der Spruch- und Schreibgebühren von 

Fr. 3'270.-- verurteilte (Art. 70 des Bundesgesetzes vom 22. März 1974 über das 

Verwaltungsstrafrecht [VStrR; SR 313.0]; EFD pag. 100 0001 ff.); 

‒ A. mit Schreiben vom 25. April 2024 beim EFD die gerichtliche Beurteilung gemäss 

Art. 72 VStrR verlangte (EFD pag. 100 0028 ff.); 

‒ das EFD in Anwendung von Art. 50 Abs. 2 FINMAG die Akten mit Schreiben vom 

7. Mai 2024 an die Bundesanwaltschaft zuhanden des Bundesstrafgerichts über-

wies (TPF pag. 5.100.003 ff.); 

‒ die Bundesanwaltschaft am 15. Mai 2024 die Akten des EFD zusammen mit dem 

Begehren um gerichtliche Beurteilung beim Bundesstrafgericht einreichte, wobei die 

Überweisung als Anklage gilt (Art. 50 Abs. 2 und Art. 53 FINMAG i.V.m. Art. 73 ff. 

VStrR sowie Art. 35 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Orga-

nisation der Strafbehörden des Bundes [StBOG; SR 173.71]; TPF pag. 5.100.001 

f.); 

‒ das Begehren um gerichtliche Beurteilung vom 25. April 2024 form- und fristgerecht 

erfolgte (Art. 72 Abs. 1 und 2 VStrR); 

‒ die Beschuldigte sowie ihre Verteidigung am 28. Juni 2024 zur Hauptverhandlung 

vom 5. September 2024 vorgeladen wurden; 

‒ A. ihr Begehren um gerichtliche Beurteilung mit Schreiben vom 8. Juli 2024 zurück-

zog (TPF pag. 5.521.005); 

‒ die Beschuldigte das Gesuch um gerichtliche Beurteilung zurückziehen kann, so-

lange das Urteil erster Instanz noch nicht eröffnet ist (Art. 78 Abs. 1 und 2 VStrR); 

‒ die Strafverfügung des EFD gegen A. vom 15. April 2024 infolge Rückzugs des Be-

gehrens um gerichtliche Beurteilung einem rechtskräftigen Urteil gleichsteht (Art. 72 

Abs. 3 VStrR) und das Verfahren SK.2024.27 infolgedessen einzustellen ist 

(Art. 78 Abs. 3 VStrR); 

‒ sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich 

nach Art. 73 – 81 VStrR bestimmen (Art. 82 VStrR);  

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SK.2024.27 

‒ die Beschuldigte die Einstellung des Verfahrens durch den Rückzug ihres Begeh-

rens um gerichtliche Beurteilung beantragt und demnach die Kosten des Verfahrens 

zu tragen hat; 

‒ der Rückzug des Begehrens um gerichtliche Beurteilung rund zwei Monate vor der 

Hauptverhandlung erfolgte und das Gericht im Rahmen der Prozessvorbereitung 

nur geringfügige Kosten und Auslagen hatte;  

‒ in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organi-

sation der Strafbehörden des Bundes (StBOG; SR 173.71) i.V.m. Art. 1 Abs. 4, Art. 5 

und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über 

die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; 

SR 173.713.162) eine Pauschalgebühr von Fr. 200.-- festzusetzen ist; 

‒ Rechtsanwalt Christian Geosits auf die Geltendmachung einer Entschädigung für 

seine Aufwendungen im gerichtlichen Verfahren verzichtet (TPF pag. 5.521.006 f.). 

  

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SK.2024.27 

Der Einzelrichter stellt fest: 

1. Die Strafverfügung des EFD vom 15. April 2024 ist rechtskräftig. 

2. Rechtsanwalt Christian Geosits verzichtet auf die Entrichtung einer Entschädigung. 

und verfügt: 

3. Das gerichtliche Verfahren SK.2024.27 gegen A. wird eingestellt. 

4. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird A. auferlegt. 

5. Dieser Entscheid wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

− Eidgenössisches Finanzdepartement EFD 

 

  

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SK.2024.27 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

Rechtsmittel der amtlichen Verteidigung und der Wahlverteidigung 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung das Rechtsmittel ergreifen, das gegen 

den Endentscheid zulässig ist (Art. 135 Abs. 3 StPO). 

 

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die Wahlverteidigung das Rechtsmittel ergreifen, das gegen den 

Endentscheid zulässig ist (Art. 429 Abs. 3 StPO). 

Einhaltung der Fristen 

Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist bei der Strafbehörde abgegeben oder zu deren Handen 

der Schweizerischen Post, einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung oder, im 

Falle von inhaftierten Personen, der Anstaltsleitung übergeben werden (Art. 91 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand: 18. Juli 2024