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**Case Identifier:** 133fc598-cdb0-5868-ab5b-3537ef01220a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.05.2020 720 19 181/100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-181-100_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Mai 2020 (720 19 181 / 100) 

___________________________________________________________________ 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Wartejahr 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Christl Schaefer-
Lötscher, Advokatin, Baselstrasse 11, Postfach 722, 4125 Riehen 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Die 1977 geborene A.____ ist gelernte Zoofachhandel-Verkäuferin. Sie ist Mutter einer 
2003 geborenen Tochter und arbeitete bis 2011 sporadisch in verschiedenen Branchen teilzeit. 
Am 24. November 2015 meldete sie sich unter Hinweis auf Asthma, Arthrose, Schmerzen in 
den Handgelenken, im Rücken, in den Schultern und Knien sowie auf ein psychisches Leiden 
zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung an. Nach Abklärung der 
medizinischen und erwerblichen Verhältnisse sowie der Haushaltssituation und nach Durchfüh-
rung des Vorbescheidverfahrens sprach die IV-Stelle A.____ mit Verfügung vom 16. April 2019 
in Anwendung der gemischten Bemessungsmethode mit einer Gewichtung von 80 % Erwerb 
und 20 % Haushalt eine befristete ganze IV-Rente vom 1. Januar 2017 bis 31. Mai 2017 bei 

 
 
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einem IV-Grad von 82 %, basierend auf einer vollen Arbeitsunfähigkeit während der Zeit vom 
10. Oktober 2016 bis Ende Februar 2017. Da ab 1. März 2017 der IV-Grad noch 4 % betrage, 
verneinte sie einen Rentenanspruch ab 1. Juni 2017. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Monica Armesto, mit Eingabe vom 
28. Mai 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie bean-
tragte, die Verfügung vom 16. April 2019 sei dahingehend zu ändern, dass ihr vom 1. Juni 2016 
bis 31. Dezember 2016 eine halbe IV-Rente, vom 1. Januar 2017 bis 31. Mai 2017 eine ganze 
IV-Rente und mit Wirkung ab dem 1. Juni 2017 wieder eine halbe IV-Rente zu gewähren sei. 
Eventualiter sei die Verfügung vom 16. April 2019 aufzuheben und die Angelegenheit an die IV-
Stelle zurückzuweisen, damit diese nach Vornahme weiterer Abklärungen erneut über ihren 
Anspruch auf Leistungen entscheide. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, 
dass die IV-Stelle die angefochtene Verfügung einzig auf Einschätzungen des regionalärztli-
chen Dienstes abgestützt habe. Bereits geringe Zweifel an deren Zuverlässigkeit genügten, um 
den Beweiswert aufzuheben. Zumindest gegenüber der Beurteilung des RAD-Psychiaters Dr. 
med. B.____ seien solche Zweifel angebracht, nachdem dieser einerseits offenbar von einer 
überholten bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausgehe, wenn er sich auf eine fehlende dau-
erhafte Therapieresistenz der Depression berufe, und andererseits übersehe, dass alle behan-
delnden psychiatrischen Fachpersonen eine mittelgradige depressive Episode und damit eine 
Diagnose mit Krankheitswert attestiert hätten. Aktenwidrig und nicht nachvollziehbar sei ferner 
die Behauptung von Dr. B.____, dass sich die psychiatrische Situation stabilisiert habe. Auf 
seine Beurteilung könne nicht abgestellt werden, vielmehr sei aufgrund der mittelgradigen De-
pression von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % gemäss Bericht von Dr. med. C.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Februar 2016 auszugehen. Eventualiter sei ein exter-
nes Gutachten einzuholen. Zusätzlich zur psychiatrischen Problematik leide sie nachweislich 
auch an verschiedenen somatischen Beschwerden. Neben der Handgelenksproblematik be-
ständen eine Gonarthrose, LWS-Beschwerden und Beschwerden aufgrund eines Hallux valgus. 
Trotz entsprechender ärztlicher Berichte habe die IV-Stelle einen Einfluss der somatischen Di-
agnosen auf die Arbeitsfähigkeit verneint, ohne weitere Abklärungen zu veranlassen. Auch in 
somatischer Hinsicht bestehe somit ein Abklärungsdefizit, weshalb ein polydisziplinäres Ge-
richtsgutachten einzuholen sei. Sollte keine gerichtliche Expertise erfolgen, sei die Angelegen-
heit an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie nach Aktualisierung und Vervollständigung des 
medizinischen Dossiers über die Ansprüche erneut entscheide. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 18. Juli 2019 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der 
Beschwerde. Es sei zutreffend, dass die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung 
durch verschiedene psychiatrische Fachpersonen gestellt worden sei. Die Akten liessen jedoch 
darauf schliessen, dass eine graduelle Rückbildung der Symptome eingetreten sei. Die behan-
delnde Psychiaterin, Dr. med. D.____, habe einen schrittweisen, beruflichen Wiedereinstieg als 
dringend indiziert erachtet. Damit gehe sie klar von einem nicht dauerhaften Gesundheitsscha-
den aus. In Bezug auf die geltend gemachten somatischen Beschwerden habe RAD-Arzt Dr. 
med. E.____, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, bereits 
festgehalten, dass diese keine zusätzlichen Auswirkungen auf die Zumutbarkeit einer adaptier-
ten Tätigkeit hätten. 

 
 
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D. An der Urteilsberatung vom 30. Januar 2020 kam das Gericht zum Schluss, dass die 
Grundlage für die Zusprechung einer befristeten IV-Rente in der Verfügung vom 16. April 2019 
unzureichend sei. Einerseits sei nicht nachvollziehbar, auf welcher Basis die Vorinstanz das 
Wartejahr berechnet habe und andererseits sei der medizinische Sachverhalt ungenügend ab-
geklärt. Das Gericht zog deshalb in Erwägung, die Angelegenheit zur weiteren Abklärung mit-
tels eines polydisziplinären Gutachtens und anschliessender Neuentscheidung – auch hinsicht-
lich des Wartejahres – an die IV-Stelle zurückzuweisen. Damit wären Bestand und Umfang des 
Rentenanspruchs der Beschwerdeführerin wieder offen und die Möglichkeit einer Verschlechte-
rung ihrer Rechtsposition stand im Raum, insbesondere wenn erkannt werden würde, dass das 
Wartejahr nicht erfüllt wäre. Aus diesem Grund wurde der Fall ausgestellt und der Versicherten 
Gelegenheit gegeben, ihre Beschwerde zurückzuziehen. Darauf verzichtete sie. 
 
E. Mit Schreiben vom 10. Februar 2020 teilte Advokatin Christl Schaefer-Lötscher mit, dass 
sie die Interessen der Beschwerdeführerin vertrete, da die bisherige Anwältin nach Wahl zur 
Richterin ab Januar 2020 ihre Sozialversicherungsfälle abgegeben habe. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde ist einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 

 
 
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von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.4 Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität 
nach Art. 16 ATSG (Einkommensvergleich) festgelegt. Waren sie daneben auch im Haushalt 
tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG (Betätigungsvergleich) 
ermittelt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im 
Haushalt zu bestimmen und der IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Metho-
de der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). Vorliegend ging die IV-Stelle davon aus, 
dass die Versicherte als Gesunde zu 80 % einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen 
würde und zu 20 % im Haushalt beschäftigt wäre. Diese Aufteilung wird nicht bestritten, wes-
halb ohne weiteres darauf abgestellt werden kann. 
 
3.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zurecht von einer vom 1. Januar 2017 bis 
31. Mai 2017 befristeten ganzen IV-Rente ausgegangen ist und einen darüber hinausgehenden 
Anspruch abgelehnt hat. Voraussetzung für eine Rente ist gemäss Art. 28 IVG einerseits die 
Erfüllung des Wartejahres. Dies bedeutet, dass die versicherte Person während eines Jahres 
ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen ist 
und andererseits danach zu mindestens 40 % invalid ist. Besteht während mindestens 30 auf-
einanderfolgenden Tagen eine volle Arbeitsfähigkeit, so wird das Wartejahr unterbrochen und 
es beginnt erneut zu laufen (Art. 29ter der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] 
vom 17. Januar 1961). 
 
3.2 Die IV-Stelle legte gemäss Verfügung vom 16. April 2019 den Beginn des Wartejahres 
auf den 9. Oktober 2014. An diesem Datum operierte Dr. med. F.____, FMH Chirurgie, die Ver-
sicherte am rechten Handgelenk. RAD-Arzt Dr. E.____ ging von einer nachfolgenden 
100 %igen Arbeitsunfähigkeit bis 31. Dezember 2014 aus. Ab 1. Januar 2015 sei die Versicher-
te wieder in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen und zwar durchgehend bis 
zum 10. Oktober 2016, als Dr. F.____ einen erneuten operativen Eingriff am rechten Handge-
lenk vorgenommen habe (vgl. RAD-Bericht vom 26. Juli 2017). Das Wartejahr (9. Oktober 1914 
bis 9. Oktober 2015) wurde somit nicht erfüllt, sondern bereits im Januar 2015 unterbrochen. 
 
3.3 Neben der somatischen Diagnostik wurde von der Psychiaterin Dr. C.____ am 27. Feb-
ruar 2016 eine rezidivierende depressive Störung und eine Somatisierungsstörung diagnosti-
ziert und ab 16. September 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (eventuell 30 %) bis auf wei-

 
 
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teres attestiert. Würde man auf die Beurteilung von Dr. C.____ abstellen, so wäre das Warte-
jahr am 16. September 2016 erfüllt gewesen. Davon schien die IV-Stelle in ihrer Anfrage an den 
RAD vom 14. März 2017 noch auszugehen. RAD-Arzt pract. med. G.____, Facharzt für Psychi-
atrie und Psychotherapie, verneinte jedoch eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit mit 
der Begründung, dass lediglich eine Dekonditionierung vorliege. RAD-Arzt Dr. E.____ kam da-
raufhin in seinem Bericht vom 26. Juli 2017 zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer 
Sicht kein massgebender psychischer Gesundheitsschaden vorliege. 
 
3.4 Bei der vorliegenden Aktenlage könnte einzig die attestierte Arbeitsunfähigkeit auf-
grund der diagnostizierten, rezidivierenden depressiven Störung die Erfüllung des Wartejahres 
per 16. September 2016 begründen. In diesem Fall müsste aber per 1. September 2016 zumin-
dest eine Invalidität von 40 % und eine Viertelsrente resultieren, um – wie in der angefochtenen 
Verfügung – von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes (infolge einer vollen Ar-
beitsunfähigkeit vom 10. Oktober 2016 bis Ende Februar 2017 nach der zweiten Operation 
durch Dr. F.____) und einer befristeten Rentenerhöhung per 1. Januar 2017 nach Art. 88a Abs. 
2 IVV ausgehen zu können. 
 
4.1 Der Bestand der zugesprochenen Leistung sowie jede weitere Leistung hängen somit - 
unter anderem, aber zuallererst - davon ab, ob das Wartejahr erfüllt ist, d.h. ob die Versicherte 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 40 % ar-
beitsunfähig gewesen ist. 
 
4.2 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung 
und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen-
falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärz-
tin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be-
rücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Soll ein Versiche-
rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind an die Beweis-
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 
4.3 Die Frage, ob die Versicherte das Wartejahr aufgrund psychischer Einschränkungen 
erfüllt hat, lässt sich mit den vorliegenden Berichten nicht zuverlässig beantworten. Die RAD-
Berichte vom 14. März 2017, 8. Juni 2017 sowie vom 26. Juli 2017 sind diesbezüglich nicht 
schlüssig. Insbesondere überzeugt die Beurteilung von Dr. B.____ vom 8. Juni 2017 nicht. In 
den Berichten der Psychiatrie Baselland vom 28. April 2015, von Dr. C.____ vom 27. Februar 
2016 sowie von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 12. Januar 2017 
wurde übereinstimmend eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Epi-

 
 
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sode diagnostiziert. Zur Arbeitsfähigkeit in zeitlicher und prozentmässiger Hinsicht äusserte sich 
lediglich Dr. C.____. In Würdigung dieser Berichte hielt Dr. B.____ fest, dass in Übereinstim-
mung mit Dr. D.____ bestätigt werden könne, dass der Versicherten eine somatisch angepass-
te Tätigkeit zumutbar sei. Es trifft zu, dass Dr. D.____ der Versicherten die bisherige Tätigkeit 
aus psychiatrischer Sicht zumutete, allerdings sprach sie dabei von einer eingeschränkten Leis-
tungsfähigkeit aufgrund der somatischen und psychischen Beschwerden, deren Umfang noch 
zu evaluieren sei. Dr. B.____ ging darauf nicht ein und begründete auch nicht, weshalb trotz 
einer mittelgradigen Episode einer rezidivierenden depressiven Störung keine Einschränkung 
der Leistungsfähigkeit bestehen soll. Der psychiatrische Sachverhalt erweist sich damit als un-
genügend abgeklärt. Dazu kommt, dass der aktuellste psychiatrische Bericht vom Januar 2017 
datiert und damit im Zeitpunkt der Verfügung bereits mehr als zwei Jahre alt war.  
 
5. Aber nicht nur in psychiatrischer Hinsicht sind noch Fragen bezüglich der Arbeitsfähig-
keit offen, sondern auch in somatischer. Die Beschwerdeführerin hatte einige Operationen und 
leidet an verschiedenen körperlichen Beschwerden. So fand am 9. Oktober 2014 eine Opera-
tion am rechten Handgelenk infolge eines ulnokarpalen Ganglions volar und einer schweren 
Synovialitis an der tiefen Beugesehne statt (vgl. Bericht von Dr. F.____ vom 13. Oktober 2014). 
Am 12. Mai 2016 wurde eine Hallux valgus-Fehlstellung am rechten Fuss korrigiert (vgl. Bericht 
des Universitätsspitals Basel vom 13. Mai 2016). Schliesslich erfolgte am 10. Oktober 2016 ein 
Eingriff am rechten Unterarm zur Behandlung von Spätfolgen einer Unterarmfraktur. Dabei wur-
den der Processus styloideus ulnae rechts entfernt und der TFCC stabilisiert, um das Fort-
schreiten der Arthrose zwischen Processus styloideus und Triquetrum zu vermeiden. In Bezug 
auf die Arbeitsfähigkeit ist aber einzig erstellt, dass die Versicherte anlässlich des Eingriffes 
vom 10. Oktober 2016 längere Zeit arbeitsunfähig war. Dr. F.____ attestierte zwei Tage vor der 
Operation eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 10. Oktober 2016 bis 31. Januar 2017 und am 2. 
März 2017 eine volle Arbeitsunfähigkeit bis auf weiteres (vgl. Berichte vom 8. Oktober 2016 und 
2. März 2017). Ohne mit Dr. F.____ Rücksprache zu halten, kam RAD-Arzt Dr. E.____ zum 
Schluss, dass ab 1. März 2017 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit vorliege. Um die Arbeitsfähig-
keit unter Berücksichtigung aller körperlichen Beschwerden zu bestimmen, fehlt es vorliegend 
demnach an aussagekräftigen Berichten. 
 
6. Im Ergebnis ist somit festzustellen, dass die angefochtene Verfügung vom 16. April 
2019 aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren medizinischen Sachverhaltsabklärung 
mittels eines polydisziplinären Gutachtens und anschliessender Neuentscheidung – auch hin-
sichtlich des Wartejahres – an die IV-Stelle zurückzuweisen ist. 
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Be-
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO 
werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist 
die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. 
 
7.2 Lau Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da die Versicherte obsiegende Partei ist, ist ihr eine Parteientschädi-

 
 
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gung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Mit Schreiben vom 10. Februar 2020 teilte Advoka-
tin Christl Schaefer-Lötscher den Mandatswechsel mit. Eine allfällige Parteientschädigung wer-
de sie an die vorherige Rechtsvertreterin weiterleiten. In ihrer Honorarnote vom 20. August 
2020 macht Advokatin Monica Armesto einen Aufwand von 8,5 Stunden (inkl. eine Stunde für 
Studium des Urteils und Besprechung mit Klientschaft) à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 64.90 
geltend, was nicht zu beanstanden ist. Der Beschwerdeführerin ist deshalb eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 2'358.50 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der 
IV-Stelle zuzusprechen. Eine allfällige Aufteilung der Parteientschädigung wird den Anwältinnen 
überlassen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
8.2. Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt.  
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 16. April 2019 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 2'358.50 (inkl. Auslagen und 
7.7 % Mehrwertsteuer) auszurichten.