# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8eeba2d-0ddc-51f6-bbe0-2f1c84bd8029
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2009 D-6121/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6121-2009_2009-09-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6121/2009/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren [...], Serbien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 15. September 2009 /
N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6121/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 15. Februar 2009 verliess und am 17. Februar 2009 in der Schweiz 
um Asyl nachsuchte,

dass er  am 27. Februar  2009 im Empfangs-  und Verfahrenszentrum 
(EVZ) Z._______ summarisch befragt und in der Folge für die Dauer 
des Verfahrens dem Kanton Y._______ zugewiesen wurde,

dass das Bundesamt den Beschwerdeführer am 16. Juni 2009 gestützt 
auf  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) direkt zu den Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen zur Begründung sei-
nes Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, sein Vater sei bei 
der Befreiungsarmee des Kosovo (UÇK) und Kommandant bei der Be-
freiungsarmee von Preshevë, Medvedje und Bujanovac (UÇPMB) ge-
wesen, werde deswegen von der serbischen Polizei gesucht und sei 
daher nach X._______ (Kosovo) geflohen,

dass  sein  älterer  Bruder  aus  demselben  Grund  (Angehöriger  der 
UÇPMB) geflohen sei,

dass beide aber immer wieder nach Hause (W._______), einem Dorf 
unweit  der  serbisch-kosovarischen  Grenze,  zurückgekehrt  seien  und 
sich manchmal auch längere Zeit (Monate) dort aufgehalten hätten,

dass ungefähr einen Kilometer entfernt  vom Dorf Gendarmen statio-
niert  gewesen seien, welche bei ihren täglichen Fahrten durchs Dorf 
die Einwohner beleidigt, bedroht und – wenn sie betrunken gewesen 
seien – Flaschen gegen die Türen der Häuser geworfen hätten, 

dass es aufgrund weiterer Schikanen nicht ratsam gewesen sei, sich 
früh morgens oder abends ausser Hause aufzuhalten,

dass seine Mutter unter anderem aufgefordert  worden sei, in der Öf-
fentlichkeit auf das Tragen eines Kopftuches zu verzichten,

dass er  mehrmals anlässlich von Kontrollen angehalten,  befragt  und 
beschimpft worden sei, 

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dass Ende Dezember 2008 mehrere Personen in V._______ und Um-
gebung verhaftet, geschlagen und anschliessend nach U._______ ge-
bracht worden seien, 

dass nach diesem Vorfall vermehrt Gendarmen im Dorf herumgefahren 
seien, was aus Sicherheitsgründen den Wegzug des sich im Dorf auf-
haltenden Vaters und Bruders nach X._______ veranlasst habe,

dass er zwischen Februar und Dezember 2008 von maskierten Gen-
darmen auf der Strasse angehalten, nach dem Aufenthaltsort  seines 
Vaters  und  Bruders  befragt  und  dabei  von  diesen  Leuten  mit  ihren 
Waffen bedroht worden sei, 

dass er nach Bekanntgabe des Aufenthaltsortes aufgefordert  worden 
sei, mit der Familie das Land zu verlassen,

dass er vor diesem Hintergrund ausgereist sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 15. September 2009  – eröffnet am 
18. September 2009 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG auf das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, Serbien sei 
vom  Bundesrat  als  verfolgungssicherer  Staat  im  Sinne  von  Art.  6a 
Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet worden,

dass sich aus den Akten keine Hinweise ergäben, welche die in Bezug 
auf Serbien bestehende Vermutung der Verfolgungssicherheit widerle-
gen könnten,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  im  zentralen  Punkt  seiner  Asylbe-
gründung (Anhaltung auf  der  Strasse durch Gendarmen und Bedro-
hung durch diese mit Waffen im Dezember 2008) zum Zeitpunkt dieses 
Vorfalls und auch zu den Gesamtumständen im Vorfeld dieses Ereig-
nisses unterschiedlich geäussert habe, weshalb zwingend davon aus-
zugehen sei, dass seine Vorbringen unglaubhaft seien,

dass im Übrigen gemäss gesicherten Kenntnissen des BFM sämtliche 
UÇPMB-Kämpfer am 4. Juni 2002 amnestiert worden seien, womit die 
Verfolgungsmotive betreffend seinen Vater und Bruder hinfällig gewor-
den seien,

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dass das Verhalten des Beschwerdeführers nach dem angeblich zen-
tralen,  fluchtauslösenden Vorfall  bis  zur Ausreise (er  habe noch den 
Führerschein gemacht und die Ausstellung seiner Identitätskarte abge-
wartet) jeglicher Lebenserfahrung und Logik widerspreche und mithin 
die Unglaubhaftigkeit seiner Vorbringen zusätzlich erleuchte,

dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar und zumutbar sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  25. September 2009 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerde erhob und unter  Kosten-  und Entschädigungsfolge 
beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren,

dass festzustellen sei,  dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, 
unzumutbar und unmöglich sei und dass die vorläufige Aufnahme an-
zuordnen sei,

dass die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren  (VwVG,  SR 172.021)  zu  gewähren und  auf  die  Erhebung eines 
Kostenvorschusses zu verzichten sei,

dass eventualiter die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen sei,

dass die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei, die Kontakt-
aufnahme mit  den Behörden des Heimat-  oder Herkunftstaats  sowie 
jegliche Weitergabe von Daten an dieselben zu unterlassen,

dass eventualiter bei bereits erfolgter Datenweitergabe die beschwer-
deführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu informie-
ren sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. September 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass – unter Vorbehalt der nachstehenden Ausführungen – auf die im 
Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  nach  dem  Gesagten  auf  die  Begehren  um  Anerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  sowie der Gewährung von Asyl nicht einzutre-
ten ist,

dass  der  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung 
zukommt (vgl. Art. 42 AsylG) und die angefochtene Verfügung keine 
diesbezüglich  anderslautende  Anordnung  enthält,  weshalb  auf  das 
Eventualbegehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
ebenfalls nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfol-
gung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  unbestrittenermassen serbischer  Staats-
angehöriger  ist,  der  Bundesrat  Serbien  mit  Beschluss  vom  6. März 
2009 zu einem verfolgungssicheren Staat im obgenannten Sinn erklärt 
hat und auf diese Einschätzung im Rahmen der periodischen Überprü-
fung (vgl. Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,

dass somit die formellen Voraussetzungen für den Erlass eines Nicht-
eintretensentscheids auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG erfüllt 
sind,

dass zu prüfen bleibt, ob Hinweise auf eine Verfolgung vorliegen,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff zur Anwendung kommt wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b 
und  Art.  35  AsylG  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile 
im Sinne von Art. 3 AsylG, sondern darüber hinaus auch die von Men-
schenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44  Abs. 2  AsylG i.V.m. Art.  83  Abs. 3  und  4  AuG umfasst  (vgl. 
EMARK  2004  Nr.  35  E.  4.3  S. 247,  EMARK  2004  Nr.  5  E.  4c.aa 
S. 35 f.),

dass dabei ausserdem ein im Vergleich zum – bereits erleichterten – 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 
anzuwenden ist,

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dass  demzufolge  auch  bei  Asylsuchenden  aus  verfolgungssicheren 
Staaten einlässlich geprüft werden muss, ob sie die Flüchtlingseigen-
schaft erfüllen, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung er-
geben, deren Unglaubhaftigkeit  nicht bereits auf den ersten Blick er-
kannt werden kann (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass das BFM zu Recht erwogen hat,  die vorgebrachten Asylgründe 
seien nicht glaubhaft,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich darlegt, in-
wiefern  die Vorbringen des Beschwerdeführers bei  den Befragungen 
unterschiedlich  beziehungsweise nicht  nachvollziehbar  oder  jeglicher 
Lebenserfahrung und Logik widersprechend ausgefallen sind und vor 
diesem Hintergrund feststellt,  die  Vorbringen des Beschwerdeführers 
würden insgesamt den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit gemäss 
Art. 7 AsylG nicht standhalten, 

dass sich aufgrund der Akten die vorinstanzlichen Erwägungen als zu-
treffend erweisen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen somit auf die nicht zu bean-
standenden Ausführungen des BFM in der angefochtenen Verfügung 
verwiesen werden kann,

dass ergänzend lediglich auf die aufschlussreichen Antworten des Be-
schwerdeführers anlässlich der Bundesbefragung im Zusammenhang 
mit einem allfälligen Wegweisungsvollzug hinzuweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  festhielt,  in  den  Kosovo  (ebenfalls  safe 
country) und nicht nach Serbien zurückkehren zu wollen,

dass er  die Schweiz nach zwei Jahren Aufenthalt  freiwillig  verlassen 
werde, weil er denke, nach zwei Jahren harter Arbeit (Aufbauarbeit) im 
Kosovo dürfte es soweit sein, dass man dort leben könne,

dass die Familie ihm gesagt habe, er solle höchstens zwei Jahre im 
Ausland bleiben (A17 S. 13 f. F126 und 127),

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelein-
gabe  nicht  geeignet  sind,   eine  Änderung  der  angefochtenen  Verfü-
gung zu bewirken, zumal er es grundsätzlich bei der Wiedergabe des 
festgestellten Sachverhalts bewenden lässt,

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dass eine Auseinandersetzung mit den dem Beschwerdeführer von der 
Vorinstanz  vorgehaltenen  Unglaubhaftigkeitselemente  unterbleibt  re-
spektive die in diesem Zusammenhang von ihm erhobenen Einwände, 
wonach er anlässlich der Befragungen phasenweise von den geschil-
derten Ereignissen derart  mitgenommen gewesen sei,  dass er diese 
habe vergessen wollen und aufgrund von Konzentrationsmängeln auch 
vergessen  habe,  als  unbehelfliche  Erklärungsversuche  zurückzuwei-
sen sind, 

dass die  jeweils  mehrstündigen Anhörungen des Beschwerdeführers 
in  dessen  Muttersprache  durchgeführt  wurden und er  die  Verständi-
gung mit  dem Dolmetscher im EVZ wiederholt  als  gut  und diejenige 
anlässlich  der  Bundesbefragung  als  "super"  bezeichnete  (A17 
S. 2 F2),

dass den diesbezüglichen Protokollen sodann keine Anhaltspunkte zu 
entnehmen sind, wonach der Beschwerdeführer Konzentrationsmängel 
gehabt hätte,

dass diese Feststellung noch dadurch an Gewicht erfährt, als dass die 
bei  der  Bundesbefragung  anwesende  Hilfswerkvertretung  keine  Ein-
wände anzumelden oder weitere Abklärungen anzuregen hatte, 

dass sich bei dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 AsylG im Er-
gebnis zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht ein-
getreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-

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desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Serbien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Serbien noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  junge  –  soweit  aktenkundig  –  gesunde  Beschwerdeführer 
nach der Grundschule (8 Jahre) während zwei Jahren eine Lehre als 
Möbelschreiner  absolvierte  und  nach  deren  Abbruch  mehrere  Jahre 
vor seiner Ausreise seinen Lebensunterhalt  mit Gelegenheitsarbeiten 
verdiente (A1 S. 2, A17 S. 4 F.16 und 17),

dass  er  bei  einer  allfälligen Rückkehr  ins  Heimatland auf  ein  relativ 
umfangreiches familiäres Beziehungsnetz (Mutter, Brüder, Onkels) zu-

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rückgreifen kann (A1 S. 3, A17 S. 4 f. F31 und 32), was ihm eine Rein-
tegration erleichtern dürfte,

das gemäss Angaben des Beschwerdeführers zudem zahlreiche Ver-
wandte in verschiedenen Drittstaaten leben, von denen einige ihn und 
die Familie bereits vor seiner Ausreise finanziell unterstützten (A1 S. 4, 
A17 S. 5 F33 ff. und F64 und 109), mithin gute Aussichten für ein wirt-
schaftliches Fortkommen im Fall von Anfangsschwierigkeiten bei einer 
Rückkehr ins Heimatland vorhanden sind,

dass in Anbetracht dieser Sachlage keine Gründe vorliegen, die dem 
Vollzug  der  Wegweisung  unter  dem  Zumutbarkeitsaspekt  entgegen 
stehen würden, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  mit  dem vorliegenden  letztinstanzlichen  Endentscheid  das  Ge-
such des Beschwerdeführers, die Vollzugsbehörden seien anzuweisen, 
die Kontaktaufnahme mit den Heimat- oder Herkunftsbehörden sowie 
jede Weitergabe von Daten an dieselben bis zum Endentscheid über 
die Beschwerde zu unterlassen, gegenstandslos geworden ist,

dass es sich ebenso verhält in Bezug auf das Gesuch um Verzicht auf 
die Erhebung eines Kostenvorschusses,

dass aus den dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren keine 
ernsthaften Erfolgsaussichten beschieden waren, weshalb das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unabhängig von der 

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Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  demnach  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 

Kurier; in Kopie)
- [die zuständige kantonale Behörde] (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand:

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