# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e11d598f-31b5-56f3-bde3-3d1653791e96
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 08.01.2018 KSK 2017 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_KSK-2017-53_2018-01-08.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 8. Januar 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 17 53 8. Februar 2018

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Michael Dürst
Aktuar Nydegger

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

der X._____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus 
Janett, Schulstrasse 1, 7302 Landquart, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters SchKG am Regionalgericht Prättigau/Davos vom 
2. Oktober 2017, mitgeteilt am 2. Oktober 2017, in Sachen der 
Beschwerdeführerin gegen Y._____, Beschwerdegegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, Gäuggelistrasse 16, 7001 Chur,

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Prättigau/Davos vom 16. August 
2017 mit der Betreibungs-Nr. _____ setzte X._____ gegen Y._____ einen Betrag 
von CHF 3'600.00 in Betreibung. Als Forderungsurkunde bzw. Grund der 
Forderung genannt wurde:

"Unterhaltsbeitrag gemäss Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten 
Prättigau/Davos Hinterrhein vom 24. September 2014"

B. Der Zahlungsbefehl wurde Y._____ am 17. August 2017 zugestellt, 
woraufhin dieser gleichentags Rechtsvorschlag erhob.

C. Mit Eingabe vom 21. August 2017 an den Rechtsöffnungsrichter am 
Regionalgericht Prättigau/Davos ersuchte X._____ um Beseitigung des 
Rechtsvorschlags und Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für den in 
Betreibung gesetzten Betrag von CHF 3'600.00 zuzüglich Kosten des 
Zahlungsbefehls von CHF 73.30, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten 
von Y._____.

D. Mit Stellungnahme vom 1. September 2017 beantragte Y._____, was folgt:

"1. Das Gesuch sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf dieses 
eingetreten werden kann.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Gesuchstellerin. Dem Gesuchsgegner sei eine Parteientschädigung 
von Fr. 1053.00 zulasten der Gesuchstellerin zuzusprechen."

E. Mit Replik vom 12. September 2017 hielt X._____ an ihren Anträgen fest.

F. Mit Duplik vom 19. September 2017 hielt Y._____ am Antrag um 
Abweisung des Gesuchs fest, soweit darauf eingetreten werden könne, und 
beantragte die Zusprechung einer Parteientschädigung zu Lasten von X._____ in 
der Höhe von neu CHF 1'390.00.

G. Der Einzelrichter SchKG am Regionalgericht Prättigau/Davos erkannte mit 
Rechtsöffnungsentscheid vom 2. Oktober 2017, gleichentags mitgeteilt, was folgt:

"1. Das Gesuch betreffend Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _____ 
des Betreibungsamtes Prättigau/Davos wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 150.00 
gehen zulasten der X._____ geb. X.1_____ und werden mit dem von 
ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

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3. X._____ geb. X.1_____ hat Y._____ für seine Umtriebe eine 
Parteientschädigung von CHF 1'390.00 (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]"

H. Dagegen erhob X._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe 
vom 9. Oktober 2017 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden und 
stellte folgende Rechtsbegehren:

"1. Der angefochtene Rechtsöffnungsentscheid des 
Regionalgerichtspräsidenten Prättigau/Davos vom 2. Oktober 2017, 
eingegangen am 3. Oktober 2017 (Proz. Nr. _____), sei aufzuheben.

2. Der Rechtsvorschlag von Dr. Y._____ in der Betreibung Nr. _____ des 
Betreibungsamtes Prättigau/Davos sei aufzuheben.

3. Der Beschwerdeführerin und Rechtsöffnungsklägerin sei in der 
Betreibung Nr. _____ des Betreibungsamtes Prättigau/Davos für den 
Betrag von CHF 3'600.00 zuzüglich Kosten des Zahlungsbefehls von 
CHF 73.30 die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8 % MwSt.) zu 
Lasten des Beschwerdegegners und Rechtsöffnungsbeklagten."

I. Mit Beschwerdeantwort vom 23. Oktober 2017 beantragte Y._____ 
(nachfolgend: Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- 
und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

J. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im 
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen ein-gegangen.

II. Erwägungen

1.1. Gegen erstinstanzliche Entscheide über Rechtsöffnungsbegehren ist die 
Berufung unzulässig, weshalb für deren Anfechtung einzig das Rechtsmittel der 
Beschwerde zur Verfügung steht (Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO i.V.m. Art. 319 lit. a 
ZPO). Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden (Art. 7 Abs. 1 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 
320.100]), wobei die Beurteilung in die Zuständigkeit der Schuldbetreibungs- und 
Konkurskammer fällt, wenn es um Streitsachen auf dem Gebiet des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts geht, für welche das summarische 
Verfahren gilt (Art. 8 Abs. 2 der Verordnung über die Organisation des 
Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). Letzteres ist namentlich bei 

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Rechtsöffnungssachen der Fall (Art. 251 Abs. 1 ZPO). Infolgedessen beträgt die 
Beschwerdefrist zehn Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerde ist bei der 
Rechtsmittelinstanz einzureichen, und zwar schriftlich, begründet sowie unter 
Beilegung des angefochtenen Entscheides (vgl. Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO).

1.2. Der (begründete) Rechtsöffnungsentscheid des Einzelrichters SchKG am 
Regionalgericht Prättigau/Davos vom 2. Oktober 2017, gleichentags mitgeteilt, 
wurde der Beschwerdeführerin am 3. Oktober 2017 zugestellt (KG act. B.2). Die 
dagegen erhobene Beschwerde vom 9. Oktober 2017 (Datum Poststempel) 
erweist sich somit als fristgerecht. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu 
keinen weiteren Bemerkungen Anlass, weshalb auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

2. Da der Streitwert des vorliegenden Verfahrens CHF 5'000.00 unterschreitet, 
ergeht der Entscheid gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO in einzelrichterlicher 
Kompetenz.

3.1. Nach Art. 320 ZPO kann mit der Beschwerde die unrichtige 
Rechtsanwendung (lit. a) und die offensichtlich unrichtige und damit willkürliche 
Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. In Rechtsfragen verfügt die 
Rechtsmittel-instanz im Beschwerdeverfahren daher über eine freie Kognition, die 
derjenigen der Vorinstanz entspricht, wohingegen die Kognition der 
Rechtsmittelinstanz in Tatfragen im Beschwerdeverfahren auf eine Überprüfung, 
ob Willkür vorliege, beschränkt bleibt (vgl. Myriam A. Gehri, in: Gehri/Jent-
Sørensen/Sarbach [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. 
Aufl., Zürich 2015, N 2 zu Art. 320 ZPO; Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: 
Sutter-Somm/Hasen-böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 3 ff. zu Art. 320 ZPO). Im 
Beschwerdeverfahren gilt ferner die Rügepflicht. Die beschwerdeführende Partei 
hat mit anderen Worten in der Beschwerdeschrift im Einzelnen darzulegen, an 
welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leide und auf welche 
Beschwerdegründe sie sich beruft (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 15 zu Art. 321 
ZPO). Was nicht gerügt wird, hat demzufolge Bestand.

3.2. Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, 
neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel anders als bei der Berufung 
(vgl. Art. 317 ZPO) ausgeschlossen. Es gilt mithin im Beschwerdeverfahren unter 
dem Vorbehalt besonderer gesetzlicher Bestimmungen (Art. 326 Abs. 2 ZPO) ein 
umfassendes Novenverbot. Die Beschwerde hat im Gegensatz zur Berufung nicht 

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den Zweck, das vorinstanzliche Verfahren weiterzuführen, sondern dient einer 
Rechtskontrolle des angefochtenen Entscheids. Massgebend ist somit der 
Prozessstoff, wie er im Zeitpunkt der Ausfällung des erstinstanzlichen Entscheids 
bestanden hat (Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 3 f. zu Art. 326 ZPO). Das 
Novenverbot gilt nicht nur bei Verfahren, welche der Verhandlungsmaxime 
unterliegen, sondern auch bei jenen, welche vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht sind. Zulässig sind hingegen neue rechtliche Erwägungen (vgl. 
Freiburghaus/Afheldt, a.a.O., N 3 zu Art. 326 ZPO; Dominik Gasser/Brigitte Rickli, 
Schweizerische Zivil-prozessordnung, Kurzkommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 
2014, N 1 zu Art. 326 ZPO).

4.1. Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens nach Art. 80 ff. SchKG bildet 
die Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der 
die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlags zu beseitigen vermag. Das 
Rechtsöffnungsverfahren hat ausschliesslich betreibungsrechtlichen Charakter. 
Über den materiellen Bestand der Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter 
hingegen nicht zu entscheiden (vgl. BGE 135 III 315 E. 2.3; PKG 1996 Nr. 24 E. 
3b; PKG 1995 Nr. 25; Kurt Amonn/Fridolin Walther, Grundriss des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. Aufl., Bern 2013, § 19 N 22). Das 
Rechtsöffnungsverfahren dient demnach nicht dazu, den Bestand der in 
Betreibung gesetzten Forderung festzustellen, sondern lediglich der Beurteilung, 
ob ein Vollstreckungstitel vorliegt (BGE 136 III 583 E. 2.3 = Pra 2011 Nr. 55).

4.2. Beruht die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Urteil, so 
kann der Gläubiger definitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 Abs. 1 SchKG). 
Diese kann nur erteilt werden, wenn das Urteil den Schuldner zur definitiven 
Zahlung einer bestimmten Geldleistung verpflichtet (Daniel Staehelin, in: 
Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. Aufl., Basel 2010, N 38 zu Art. 80 SchKG). Die 
zu bezahlende Summe muss im Urteil beziffert werden oder muss sich zumindest 
in Verbindung mit der Begründung oder aus dem Verweis auf andere Dokumente 
klar ergeben (BGE 135 III 315 E. 2.3; Staehelin, a.a.O., N 41 zu Art. 80 SchKG). 
Die durch Urteil festgestellte Forderung muss zum Zeitpunkt der Zustellung des 
Zahlungsbefehls ausserdem fällig gewesen sein, ansonsten für diese Betreibung 
keine definitive Rechtsöffnung erteilt werden kann (Staehelin, a.a.O., N 39 zu Art. 
80 SchKG).

4.3. Grundlage der von der Beschwerdeführerin erhobenen Betreibung bildet 
der Eheschutzentscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos 

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(seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Prättigau/Davos) vom 24. September 2014, 
mitgeteilt am 29. September 2014 (RG act. 1.2). Die Beschwerdeführerin macht 
geltend, mit diesem Entscheid sei der Beschwerdegegner verpflichtet worden, an 
den Unterhalt der Kinder A._____, B._____ und C._____ monatlich je CHF 
1'800.00 und an den Unterhalt der Beschwerdeführerin monatlich CHF 4'000.00 
zu bezahlen. Das Ehescheidungsverfahren sei im Dezember 2015 eingeleitet 
worden, wobei keine vorsorglichen Massnahmen angeordnet worden seien, 
sodass nach wie vor die Anordnungen des Eheschutzrichters gälten. Der 
Beschwerdegegner habe die Unterhaltszahlungen für den Sohn A._____ ab Juli 
2017 eingestellt. In der Folge sei für die Unterhaltsbeiträge für die Monate Juli und 
August 2017 (2 x CHF 1'800.00) im Betrag von CHF 3'600.00 die Betreibung 
eingeleitet worden. Zur Erleichterung der Inkassobemühungen habe A._____ 
seine Unterhaltsansprüche gegen den Vater an die Beschwerdeführerin 
abgetreten. Dieser Entscheid sei ein Titel im Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG, der 
zur definitiven Rechtsöffnung berechtige. Der Entscheid enthalte keine Befristung 
der Unterhaltspflicht des Beschwerdegegners (Beschwerde, S. 3 f.).

4.4. Der Vorderrichter erwog, in besagtem Entscheid sei der Beschwerdegegner 
zur Zahlung von monatlich je CHF 1'800.00, zuzüglich allfälliger Kinder- bzw. 
Ausbildungszulagen, an den Unterhalt seiner damals minderjährigen drei Kinder 
A._____, B._____ und C._____ verpflichtet worden. Ferner sei er zu einer 
Zahlung von monatlich CHF 4'000.00 an den Unterhalt der Beschwerdeführerin 
verpflichtet worden. Für die Monate Juli und August 2017 habe der 
Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin jeweils CHF 7'600.00 überwiesen. 
Das entspreche dem gerichtlich festgesetzten Unterhalt der Beschwerdeführerin 
und der zwei minderjährigen Kinder B._____ und C._____. Die Regelung der 
Unterhaltspflicht im Ehetrennungsverfahren - obwohl nicht ausdrücklich im 
Entscheid festgesetzt - beschränke sich gegenüber den Kindern auf die Zeit vor 
Eintritt deren Volljährigkeit. Am 10. März 2016 sei A._____ volljährig geworden, 
weshalb die Regelung des Eheschutzgerichts mit Bezug auf allfällige 
Unterhaltsansprüche von A._____ am 10. März 2016 seine Wirkung verloren 
habe, ohne dass es eines Abänderungsurteils oder ähnlichem bedurft hätte. 
A._____s Unterhaltsansprüche hätten sich seitdem nach Art. 277 Abs. 2 ZGB 
gerichtet. Der von der Beschwerdeführerin ins Feld geführte Eheschutzentscheid 
könne somit nicht zum definitiven Rechtsöffnungstitel taugen (angefochtener 
Entscheid, E. 5).

4.5. Unbestritten ist, dass A._____ am 10. März 2016 volljährig geworden ist. 
Bei der in Betreibung gesetzten Forderung für A._____s Unterhaltsbeiträge für die 

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Monate Juli und August 2017 geht es somit um Mündigenunterhalt. Strittig unter 
den Parteien ist, ob ein solcher auch vom Eheschutzrichter angeordnet werden 
kann bzw. ob eine solche Anordnung im vorliegenden Fall erfolgt ist.

4.5.1. Gemäss Art. 133 Abs. 3 ZGB kann das Scheidungsgericht den Unterhalt 
des Kindes über den Eintritt der Volljährigkeit hinaus festlegen. Es darf einen 
Unterhaltsbeitrag auch noch zusprechen, wenn das Kind im Laufe des Verfahrens 
erwachsen wird, aber damit einverstanden ist, dass es weiterhin von einem 
Elternteil als Prozessstandschafter vertreten wird (BGE 129 III 55). Als unzulässig 
erachtet wird demgegenüber, wenn das Scheidungsgericht Beiträge für Kinder 
festsetzt, die bei Einleitung des Verfahrens bereits mündig sind (vgl. Cyril 
Hegnauer, in: Berner Kommentar, Band II, 2. Abteilung, 2. Teilband, 1. 
Unterteilband, Bern 1997, N 140 zu aArt. 279/280 ZGB; Philipp Maier, Aspekte bei 
der Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen im Familienrecht, in: AJP 10/2007, S. 
1223 ff., S. 1228; Jann Six, Eheschutz, Bern 2014; Rz. 2.52; ZR 100/2001 Nr. 49). 
Soll das Scheidungsurteil als Rechtsöffnungstitel für den in Betreibung gesetzten 
Mündigenunterhalt taugen, so muss die Höhe des Unterhalts bis zum Abschluss 
der Ausbildung beziffert sein; der blosse Verweis auf Art. 277 ZGB genügt nicht. 
Ebensowenig reicht das Bestehen der Mündigenunterhaltspflicht als solcher aus 
(vgl. zum Ganzen Staehelin, a.a.O., N 47 zu Art. 80 SchKG; ferner Hegnauer, 
a.a.O., N 60 zu aArt. 289 ZGB). Es bedarf vielmehr einer expliziten Regelung des 
Mündigenunterhaltes. Fehlt eine solche, kann nicht angenommen werden, der für 
das unmündige Kind festgesetzte Unterhaltsbeitrag gelte auch über den Eintritt 
der Mündigkeit hinaus. Denn die Bemessung des Mündigenunterhalts folgt 
anderen Kriterien (vgl. hierzu auch Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, Art. 1-456 ZGB, 5. Aufl., Basel 2014, 
N 30 zu Art. 133 ZGB).

4.5.2. Bei der Regelung des Getrenntlebens trifft das Gericht gemäss Art. 176 
Abs. 3 ZGB die nötigen Massnahmen mit Bezug auf die vorhandenen 
minderjährigen Kinder. Beim Wort genommen berechtigt die Bestimmung den 
Eheschutzrichter damit nur zur Regelung des Unterhalts unmündiger Kinder. Eine 
analoge Bestimmung zu Art. 133 Abs. 3 ZGB, wonach der Scheidungsrichter den 
Unterhaltsbeitrag über den Eintritt der Volljährigkeit hinaus festlegen kann, besteht 
weder im Eheschutzrecht noch im Zusammenhang vorsorglicher Massnahmen 
während des Ehescheidungsverfahrens. Die eine Auffassung geht indes dahin, 
dass nicht nur das Scheidungsgericht, sondern auch der Massnahme- bzw. 
Eheschutzrichter Unterhaltsbeiträge über die Mündigkeit hinaus festlegen könne. 
Die für das Scheidungsgericht geltenden Regeln seien auf das Massnahme- bzw. 

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Eheschutzverfahren analog anzuwenden (vgl. ZR 105/2006 Nr. 40; Tarkan 
Göksu/Adrian Heberlein, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N 10 zu Art. 176 ZGB; 
Hegnauer, a.a.O., N 146 zu aArt. 279/280 ZGB; Maier, a.a.O., S. 1228). Die 
andere Auffassung lehnt eine Regelung des Mündigenunterhalts durch den 
Massnahme- bzw. Eheschutzrichter dagegen ab, mit der Begründung, dass eine 
analoge Anwendung von Art. 133 Abs. 3 ZGB aufgrund der unterschiedlichen 
Natur eines Eheschutz- und eines Scheidungsverfahrens ausgeschlossen sei. So 
würde im summarischen Massnahme- bzw. Eheschutzverfahren der 
Mündigenunterhalt definitiv geregelt (vgl. Six, a.a.O., Rz. 2.51; Rolf Vetterli, in: 
Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Band I: ZGB, 3. Aufl., 
Bern 2017, N 42 zu Art. 176 ZGB).

4.5.3. Der Vorderrichter lehnte die Kompetenz des Eheschutzrichters zur 
Regelung des Mündigenunterhalts mit Verweis auf die Verfügung des 
Kantonsgerichtspräsidiums von Graubünden PZ 07 96 vom 18. Juni 2007 ab. Dem 
Entscheid liegt ein Fall zugrunde, in dem eine Mutter im Eheschutzgesuch 
Unterhaltsbeiträge für den bereits bei Einleitung des Eheschutzverfahrens 
mündigen Sohn verlangt hatte. Die Aussage in besagtem Entscheid, im 
Eheschutzverfahren könne kein Mündigenunterhalt zugesprochen werden (vgl. E. 
2b), bezieht sich somit nur auf diese Konstellation. Dies entspricht denn auch 
anerkannter Auffassung (vgl. Erwägung 4.5.1). Der vom Vorderrichter zitierte 
Entscheid erweist sich für den vorliegenden Fall gerade nicht als einschlägig, geht 
es doch hier um eine nach Einleitung des Eheschutzverfahrens eingetretene 
Mündigkeit. Im Urteil SKG 06 55 vom 4. Oktober 2006 hielt der 
Kantonsgerichtsausschuss im Sinne eines obiter dictums fest, dass auch im 
Eheschutzverfahren der Kindesunterhalt über die Mündigkeit hinaus festgelegt 
werden könne, soweit das Kind zum Zeitpunkt der Entscheidung noch nicht 
mündig sei. Über die weiteren Voraussetzungen, unter denen eine solche 
Anordnung zulässig sein könnte, äussert sich der Entscheid indes nicht. In seinem 
Urteil ZK1 15 69 vom 30. Mai 2016 hat das Kantonsgericht von Graubünden die 
Frage dagegen offen gelassen (vgl. E. 6g). Die Streitfrage muss an dieser Stelle 
nicht abschliessend entschieden werden, wie aus den nachfolgenden 
Ausführungen hervorgeht. Es bleibt lediglich anzumerken, dass eine für die Zeit 
nach Eintritt der Mündigkeit fortdauernde Wirkung des Eheschutzentscheides als 
vorsorgliche Massnahme im Scheidungsverfahren allenfalls - aber wohl auch nur 
dann - denkbar wäre, wenn das Scheidungsverfahren vor Eintritt der Mündigkeit 

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eingeleitet und im Scheidungsverfahren Kindesunterhalt über die Mündigkeit 
hinaus beantragt wurde.

4.5.4. Der von der Beschwerdeführerin ins Feld geführte Eheschutzentscheid 
legte den Unterhaltsbeitrag in Höhe von monatlich CHF 1'800.00 des damals noch 
nicht volljährigen Sohnes A._____ lediglich mit Blick auf Art. 176 ZGB fest (vgl. 
Erwägung 5 des Entscheides). Eine Auseinandersetzung mit Art. 277 Abs. 2 ZGB 
erfolgte nicht und es findet sich auch keine explizite Regelung eines allfälligen 
Mündigenunterhaltes. Wie dargelegt (vgl. oben Erwägung 4.5.1), kann vor diesem 
Hintergrund grundsätzlich nicht angenommen werden, der für die Zeit der 
Unmündigkeit geltende Unterhaltsbeitrag gelte auch nach Eintritt der Mündigkeit 
fort. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Beschwerdeführerin im 
Scheidungsverfahren ausdrücklich geltend machte, der Mündigenunterhalt von 
A._____ sei nicht Gegenstand des Verfahrens ("Obwohl nicht mehr in diesem 
Verfahren über seinen Unterhalt entschieden wird…", vgl. RG act. 4.5, S. 12). Ist 
aber der Mündigenunterhalt nicht Thema des Scheidungsverfahrens, so fehlt zum 
einen der Annahme, dieser sei im Eheschutzverfahren geregelt worden, umso 
mehr ihre Grundlage. Zum anderen kann damit der Eheschutzentscheid keine 
Wirkung im zuvor dargelegten Sinne (vgl. Erwägung 4.5.3 in fine) als vorsorgliche 
Massnahme im Scheidungsverfahren entfalten. Daraus folgt, dass es an einer 
(expliziten) Regelung des Mündigenunterhalts im der Betreibung zugrunde 
gelegten Eheschutzentscheid fehlt. Selbst wenn man also dem Eheschutzrichter 
die Kompetenz zur Regelung des Mündigenunterhalts grundsätzlich zugestehen 
würde, sofern das entsprechende Kind bei Einleitung des Verfahrens noch nicht 
volljährig war, änderte dies nichts am Entscheid des Vorderrichters, wonach der 
vorliegend als Rechtsöffnungstitel präsentierte Eheschutzentscheid den Unterhalt 
von A._____ lediglich für die Zeit vor Eintritt der Mündigkeit regle.

4.5.5. Unterhaltsbeiträge sind von Gesetzes wegen resolutiv bedingt. So fällt der 
Ehegattenunterhalt etwa im Falle einer Wiederverheiratung dahin. Ebenfalls als 
Resolutivbedingungen können der Zeitablauf und der Tod bei unvererbbaren 
Renten im Rechtsöffnungsverfahren geltend gemacht werden (vgl. Staehelin, 
a.a.O., N 47 zu Art. 80 SchKG). Eine Kinderunterhaltsrente, die gemäss Urteil zu 
bezahlen ist, bis es dem Kind zugemutet werden kann, seinen Unterhalt selbst zu 
bestreiten (Art. 276 Abs. 3 ZGB), ist resolutiv bedingt durch das eigene 
Einkommen des Kindes (PKG 1990 Nr. 30). Der Schuldner hat den Beweis 
grundsätzlich mittels Urkunden zu erbringen (PKG 1990 Nr. 30; Staehelin, a.a.O., 
N 47 zu Art. 80 SchKG). Dasselbe muss auch mit Bezug auf den Eintritt der 
Mündigkeit gelten: Tritt die Mündigkeit eines Kindes ein, so endet die Verpflichtung 

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zur Zahlung von Unterhalt für das unmündige Kind, was der unterhaltspflichtige 
Schuldner im Betreibungsverfahren mit den zugelassenen Beweismitteln geltend 
machen kann. Die zeitliche Limitierung gilt von Gesetzes wegen, sodass ein 
entsprechender Hinweis im Dispositiv nicht nötig ist (vgl. hierzu PKG 1990 Nr. 30; 
PKG 1983 Nr. 20 mit Verweis auf BGE 104 II 295; i.E. auch Six, a.a.O., Rz. 5.05). 
Dem Vorderrichter ist damit im Ergebnis beizupflichten, wenn er festhält, die 
Regelung im Eheschutzentscheid habe mit Bezug auf allfällige 
Unterhaltsansprüche von A._____ am 10. März 2016 ihre Wirkung verloren, ohne 
dass es eines Abänderungsurteils oder ähnlichem bedurft hätte, zumal 
unbestritten ist, dass A._____ am 10. März 2016 volljährig geworden ist. Daran 
vermag entgegen dem, was die Beschwerdeführerin anzunehmen scheint (vgl. 
Beschwerde, S. 4), nichts zu ändern, dass Anordnungen, die das 
Eheschutzgericht vor Eintritt der Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens 
getroffen hat, während des Scheidungsverfahrens in Kraft bleiben, solange und 
sofern sie nicht durch vorsorgliche Massnahmen abgeändert werden. Diese Praxis 
besagt lediglich, dass eheschutzrechtliche Anordnungen mangels abweichender, 
vom Massnahmerichter erlassener Regelungen während des 
Scheidungsverfahrens ihre Gültigkeit behalten; über die Fortdauer dieser 
Regelungen bei Eintritt der Mündigkeit eines unterhaltsberechtigten Kindes ist 
damit nichts gesagt. Ebenfalls keinen Einfluss auf das vorliegende Verfahren kann 
der Umstand haben, dass der Beschwerdegegner dem mündigen Sohn A._____ 
für einen gewissen Zeitraum offenbar freiwillig einen Unterhaltsbeitrag bezahlt hat.

4.5.6. Mit dem Vorderrichter ist somit festzuhalten, dass der der Betreibung 
zugrunde gelegte Eheschutzentscheid nicht zum definitiven Rechtsöffnungstitel im 
Sinne von Art. 80 Abs. 1 SchKG taugt, sofern es der Beschwerdeführerin darum 
geht, Unterhaltsbeiträge für A._____ für die Zeit nach Eintritt dessen Mündigkeit 
(konkret: Juli und August 2017) einzufordern. Der Vorderrichter hat das Gesuch 
um Beseitigung des Rechtsvorschlages bzw. Erteilung der definitiven 
Rechtsöffnung deshalb zu Recht abgewiesen, sodass auch die dagegen 
gerichtete Beschwerde abzuweisen ist.

5.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die Beschwerdeführerin für das 
Beschwerdeverfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten 
für das Beschwerdeverfahren werden vorliegend in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 
i.V.m. Art. 48 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung 
und Konkurs (GebVSchKG; SR 281.35) auf CHF 300.00 festgelegt und der 
Beschwerdeführerin auferlegt. Sie werden mit dem von ihr geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 300.00 verrechnet.

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5.2. Die Beschwerdeführerin hat den Beschwerdegegner sodann für die im 
Beschwerdeverfahren entstandenen Auslagen und die Kosten der 
Rechtsvertretung zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 ZPO). Der 
Rechtsvertreter des Beschwerdegegners macht ein Honorar in Höhe von CHF 
1'182.80 (inkl. Barauslagen und MWSt.) geltend (vgl. KG act. E.2). Dies erscheint 
angemessen, sodass die Beschwerdeführerin verpflichtet wird, den 
Beschwerdegegner mit CHF 1'182.80 ausseramtlich zu entschädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 300.00 gehen zu Lasten 
von X._____ und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 300.00 verrechnet.

    b) X._____ hat Y._____ für das Beschwerdeverfahren mit CHF 1'182.80 (inkl. 
Barauslagen und MWSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von 
grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden 
Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: