# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 809f4a01-a576-550e-bfea-c5f7981ca97d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2009 E-4824/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4824-2009_2009-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4824/2009/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Carmen Fried.

A._______, Nigeria,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4824/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am  (...)  auf  einem  Schiff  verliess  und  über  Italien  am 
14. Juni 2009  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  gleichentags  im 
B._______ um Asyl nachsuchte,

dass er am 29. Juni 2009 im C._______ summarisch befragt und am 
10. Juli  2009  gleichenorts  gemäss  Art. 29  Abs. 1  des  Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) zu seinen Asylgründen ange-
hört wurde,

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches gel-
tend  machte,  er  sei  nigerianischer  Staatsangehöriger  mit  letztem 
Wohnsitz in D._______,

dass er am (...) 2009 Zeuge eines Badeunfalles geworden sei, bei wel-
chem zwei Diener eines reichen und einflussreichen Mannes namens 
E._______ ums Leben gekommen seien,

dass E._______ ihn für den Tod seiner Diener verantwortlich gemacht 
und ihm vorgeworfen habe, er habe sie umgebracht, um sie zu opfern 
("as sacrifice"),

dass er am nächsten Tag von der Polizei  festgenommen und für die 
Dauer von zwei Tagen auf den Posten gebracht worden sei,

dass sein Freund F._______, welcher von seiner Mutter über den Vor-
fall  informiert  worden  sei,  durch  die  Bezahlung  einer  Kaution  seine 
Freilassung habe bewirken können,

dass E._______, nachdem er von der Freilassung erfahren habe, sei-
ne Mutter zur Rede gestellt habe und seinen Freund F._______ habe 
festnehmen lassen,

dass er Angst bekommen und sich zunächst in einer Kirche versteckt 
habe und später nach G._______ geflüchtet sei,

dass ihn dort ein ihm unbekannter Mann gepackt und anderen Leuten 
laut zugerufen habe, er werde gesucht,

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dass man ihn  zu  einer  Polizeistation  gebracht  und in  eine  Zelle  ge-
bracht habe, in welcher acht weitere Insassen, darunter drei Yorubas, 
gewesen seien,

dass es eines Nachts, als weitere Personen in die Zelle gebracht wer-
den sollten, zu einem Schusswechsel gekommen sei, und er aufgrund 
des allgemeinen Durcheinanders zusammen mit den drei Yorubas ha-
be fliehen können,

dass ein Bekannter der Yorubas für alle die Ausreise organisiert habe,

dass das BFM mit Verfügung vom 23. Juli 2009 – gleichentags eröff-
net – in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung ausführte, der Beschwerdefüh-
rer habe den Asylbehörden innerhalb der ihm eingeräumten Frist von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür kei-
ne entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass die Aussagen des Beschwerdeführers, er habe seine Identitäts-
karte  nicht  mitnehmen können, weil  er  habe fliehen müssen,  und er 
wolle  seine  Mutter  aus  Angst  nicht  kontaktieren,  kenne  die  Telefon-
nummer  seines  Stiefvaters  nicht  auswendig  und  könne  auch  nicht 
nach Hause schreiben,  weil  ihn sonst  im Falle eines Aufgreifens die 
Polizei umbringen würde, als stereotyp und als Standardvorbringen zu 
werten seien,

dass zudem für die bewusste Nichtabgabe von Papieren spreche, dass 
der Beschwerdeführer realitätsfremde Aussagen zu seinem Reiseweg 
gemacht habe,

dass er angegeben habe, seine Ausreise sei in nur einem einzigen Tag 
organisiert  worden und er sei ohne Reise- oder Identitätspapiere auf 
einem Schiff ausgereist und auch nie kontrolliert worden,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers anlässlich der Erstbefra-
gung  und  der  Anhörung  teilweise  widersprüchlich  ausgefallen  und 
wichtige Sachverhaltselemente erst im Verlaufe der Anhörung vorge-
bracht worden seien, weshalb die geltend gemachten Asylgründe nicht 
geglaubt werden könnten,

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dass der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3 
und 7 AsylG somit nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  Nigeria 
sprechen würden und der Vollzug der Wegweisung technisch möglich 
und praktisch durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 28. Juli 2009 
(Poststempel) gegen den vorinstanzlichen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht Beschwerde erhob und dieser sinngemäss zumindest 
ein  Antrag  auf  Asylgewährung  und  ein  Ersuchen  um  Zeitaufschub 
zwecks Beschaffung gültiger Reise- oder Identitätspapiere entnommen 
werden kann,

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Juli 2009 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen weiteren 
Schriftenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 

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Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (vgl. a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den und das BFM in der angefochtenen Verfügung in rechtsgenüglich-
er  Weise dargelegt  hat,  weshalb für  das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass aufgrund der realitätsfremden Ausführungen des Beschwerdefüh-
rers, er habe die Ausreise, für welche er nichts habe bezahlen müs-
sen,  ohne irgendwelche Ausweispapiere  angetreten und er  sei  auch 
nirgends kontrolliert worden,  davon auszugehen ist, er habe für seine 
Reise authentische Reise- und Identitätspapiere verwendet, welche er 
jedoch in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 
Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  nachträgliche  Einreichung  von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon 
existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

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dass der in der Beschwerde geforderte Zeitaufschub zur Beschaffung 
gültiger Reise- oder Identitätspapiere somit unbehelflich ist,

dass die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zweifelsfrei 
feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit in Fra-
ge gestellt ist,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b  und c 
AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an die 
Glaubhaftigkeit nicht standhalten, da er sich anlässlich der Befragun-
gen mehrfach in Widersprüche verwickelte,

dass er zunächst angab, E._______ sei nach zwei Tagen seit  seiner 
Entlassung zu ihnen nach Hause gekommen, kurz darauf aber erklär-
te, dies sei am Tag nach seiner Entlassung gewesen und schliesslich 
ausführte, E._______ habe seine Mutter noch am selben Abend auf-
gesucht (vgl. Akten BFM A 8/16 F87 und F97),

dass er zum einen zu Protokoll gab, er habe E._______ nach seiner 
Verhaftung nicht mehr gesehen, zum anderen indessen aussagte, er 
sei nach seiner Entlassung einmal mit der Polizei in seinen Shop ge-
kommen (vgl. A 8/16 F50 und F98),

dass der Beschwerdeführer bei der Erstbefragung angab, er habe den 
drei  Yorubas in der Zelle seine Geschichte erzählt,  worauf diese ge-
sagt hätten: "Kein Problem, wir werden Dir helfen, Du bist unser Bru-
der" (vgl. A 1/13 S. 7),

dass er im Gegensatz dazu bei der Anhörung aussagte, die drei Yoru-
bas hätten ihm sein Geld weggenommen und ihn geschlagen, wenn er 
es ihnen nicht hätte aushändigen können (vgl. A 8/16 F20),

dass sich die Rechtsmitteleingabe darin erschöpft, die Vorbringen an-
lässlich der Anhörungen im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens 

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zu  wiederholen,  ohne  in  überzeugender  Weise  auf  die  Erwägungen 
der Vorinstanz einzugehen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb die verfügte Wegweisung vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlich-
en Bestimmungen über  die  vorläufige Aufnahme von Ausländern  re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung im Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte  und  Grundfreiheiten  vom  4.  November  1950  (EMRK, 
SR, 0.101) oder Art. 1 des Übereinkommens gegen Folter und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
vom 10. Dezember 1984 (FoK, SR 0.105) ersichtlich sind, die dem Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe – der junge, alleinstehende und offenbar 
gesunde Beschwerdeführer verfügt eigenen Angaben zufolge in Nige-
ria mit seiner Mutter und seinem Stiefvater über ein familiäres Bezie-
hungsnetz  –  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im Falle  einer  Rückkehr 
schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zu-
mutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Fe-
bruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.  Dieser  Betrag ist  innert  30  Tagen ab Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Carmen Fried

Versand: 

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