# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a3d642e-50b9-5667-967d-929242f63493
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.09.2015 100 2015 133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-133_2015-09-24.pdf

## Full Text

100.2015.133U
MUT/HLO/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 24. September 2015

Verwaltungsrichter Müller
Gerichtsschreiberin Hostettler

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin …
Beschwerdeführerin

gegen

Kanton Bern 
handelnd durch die Gesundheits- und Fürsorgedirektion, Rathausgasse 1, 
3011 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Opferhilfe; Höhe der Genugtuung (Verfügung der Gesundheits- 
und Fürsorgedirektion des Kantons Bern vom 20. März 2015; 2013-11813)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.09.2015, Nr. 100.2015.133U, 
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Sachverhalt:

A.

Am frühen Morgen des 13. Mai 2012 verschaffte sich B.________, 
marokkanischer Staatsangehöriger, geboren am … 1991, Zutritt zur Woh-
nung von A.________, geboren am … 1986, welche zu diesem Zeitpunkt 
noch schlief und durch Geräusche aufgeweckt wurde. Im Wohnzimmer traf 
sie auf B.________, der mit einem Stein gegen ihren Kopf schlug, wobei 
sie sich mit der Hand schützen konnte. Mit dem Stein drohend versuchte er 
A.________ und eine im Wohnzimmer übernachtende Kollegin zum 
Oralverkehr zu nötigen. Da sich die Frauen mit einem Stuhl und einer Axt 
zur Wehr setzten, blieb es beim Versuch. B.________ flüchtete 
anschliessend aus der Wohnung.

Das Regionalgericht Bern-Mittelland sprach B.________ am 11. November 
2013 unter anderem wegen versuchter sexueller Nötigung unter 
Verwendung eines gefährlichen Gegenstands, versuchter schwerer Körper-
verletzung sowie Hausfriedensbruchs, begangen zum Nachteil von 
A.________, schuldig und verurteilte ihn für diese und weitere Delikte zu 
einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren und sechs Monaten sowie zu einer 
Busse von Fr. 300.--. Weiter verpflichtete das Gericht B.________ zur 
Leistung einer Genugtuung von Fr. 15ʹ000.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 
dem 13. Mai 2012 an A.________.

B.

Am 24. Juni 2013 reichte A.________ bei der Gesundheits- und Für-
sorgedirektion des Kantons Bern (GEF) zwecks Fristwahrung ein Gesuch 
aus Opferhilfe um Genugtuung ein. Wegen Rechtshängigkeit des Straf-
verfahrens gegen B.________ wurde das Opferhilfeverfahren am 1. Juli 
2013 durch die GEF sistiert. Mit Eingabe vom 8. Mai 2014 substantiierte 
A.________ ihr Gesuch und beantragte eine Genugtuung in der Höhe von 
Fr. 15ʹ000.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 13. Mai 2012. Mit Verfügung 
vom 20. März 2015 hiess die GEF das Gesuch teilweise gut und sprach 

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A.________ eine Genugtuung von Fr. 3ʹ000.-- zu. Soweit weitergehend 
wies sie das Gesuch ab.

C.

Gegen diese Verfügung hat A.________ am 22. April 2015 Beschwerde 
erhoben mit dem Antrag, Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung sei auf-
zuheben und ihr sei eine Genugtuung von mindestens Fr. 9ʹ000.-- bis maxi-
mal Fr. 15ʹ000.-- auszurichten. Zugleich ersucht sie um unentgeltliche 
Rechtspflege und Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin.

Die GEF beantragt namens des Kantons Bern mit Beschwerdeantwort vom 
11. Mai 2015 die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 15 des Einführungsgesetzes vom 
2. September 2009 zum Bundesgesetz über die Hilfe an Opfer von Strafta-
ten [EG OHG; BSG 326.1]). Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG).

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen und Unangemessenheit hin (Art. 80 VRPG i.V.m. 
Art. 29 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 23. März 2007 über die Hilfe an 
Opfer von Straftaten [Opferhilfegesetz, OHG; SR 312.5]).

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1.3 Beschwerden, deren Streitwert Fr. 20'000.-- nicht erreicht, behan-
deln die Mitglieder des Verwaltungsgerichts als Einzelrichterinnen oder 
Einzelrichter (Art. 57 Abs. 1 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Or-
ganisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Strittig ist die Ausrichtung einer Genugtuung von maximal 
Fr. 15'000.-- anstatt der zugesprochenen Fr. 3ʹ000.--. Der Streitwert beträgt 
mithin höchstens Fr. 12ʹ000.-- und der Entscheid fällt damit in die einzel-
richterliche Zuständigkeit (vgl. auch VGE 2013/408-411 vom 8.7.2015, 
E. 1.3).

2.

Gemäss Art. 22 Abs. 1 OHG hat das Opfer Anspruch auf eine Genugtuung, 
wenn die Schwere der durch eine Straftat erfolgten Beeinträchtigung es 
rechtfertigt; die Art. 47 und 49 des Schweizerischen Obligationenrechts 
(OR; SR 220) sind sinngemäss anwendbar. Die Genugtuung soll die im-
materielle Unbill abgelten, die dem Opfer aus der Straftat und deren Folgen 
erwächst (vgl. Peter Gomm, in Gomm/Zehntner [Hrsg.], Kommentar zum 
Opferhilfegesetz, 3. Aufl. 2009, Art. 22 N. 7). Ein Genugtuungsanspruch 
entsteht mithin nur bei Vorliegen einer Beeinträchtigung von einer gewissen 
Schwere, wobei zur Auslegung dieses Begriffs – wie bereits nach dem (al-
ten) Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über die Hilfe an Opfer von Straf-
taten (aOHG; AS 1992 S. 2465; vgl. BVR 2006 S. 241 E. 4.1) – sinnge-
mäss auf die zivilrechtliche Rechtsprechung und Lehre zu Art. 47 und 
49 OR zurückgegriffen werden kann (vgl. Botschaft des Bundesrats zur 
Totalrevision des Opferhilfegesetzes vom 9.11.2005, in BBl 2005 
S. 7165 ff., 7223 [nachfolgend: Botschaft OHG]; Peter Gomm, a.a.O., 
Art. 22 N. 5 und 7). – Die Beschwerdeführerin wurde Opfer einer 
versuchten sexuellen Nötigung unter Verwendung eines gefährlichen 
Gegenstands, einer versuchten schweren Körperverletzung sowie eines 
Hausfriedensbruchs (Beschwerdebeilage 3 [BB], S. 99). Indem der Täter 
die Beschwerdeführerin mit einem etwa 2 kg schweren Stein bedrohte, 
seine Hose öffnete und sein Glied herausnahm, verletzte er sie in ihrer 
sexuellen Integrität. Aufgrund dieses Vorfalls musste sie sich psychologisch 
behandeln lassen. Gemäss ihrer Therapeutin sei sie seither psychisch 

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labiler, leicht schreckhaft, misstrauisch und kontrollierend. Darüber hinaus 
habe sie Mühe, beruflich und privat Entscheidungen zu treffen, und fühle 
sich in ihrer Handlungsfähigkeit blockiert, d.h. weniger sicher und in ihrer 
Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Gegenüber Männern, die dem Täter 
ähneln, empfinde sie Ekel und Abwehr. Schliesslich leide sie an Bedrückt-
heit und Traurigkeit über den Verlust ihrer früheren Befindlichkeit, als «die 
Welt noch in Ordnung war» (Vorakten GEF pag. 117). Weiter erlitt die 
Beschwerdeführerin an ihrer rechten Stirn eine etwa 4 cm grosse Schwel-
lung mit blauvioletter Hautunterblutung und eine 1 cm grosse, oberfläch-
liche Hautabschürfung mit blassrotem Wundgrund. Zudem trug sie mehrere 
bis 0,5 cm grosse Hautabschürfungen am linken Ringfinger davon, dessen 
Grundgelenk handflächenwärts blauviolett unterblutet war und geschwollen 
wirkte (Vorakten GEF pag. 125). Zwar ist von keinen bleibenden körper-
lichen Schädigungen auszugehen; die GEF hat jedoch zu Recht eine 
schwere Beeinträchtigung angenommen und einen Genugtuungsanspruch 
bejaht.

3.

Die Beschwerdeführerin rügt in formeller Hinsicht eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs. Die GEF habe ihre Begründungspflicht gemäss Art. 52 
Abs. 1 Bst. b VRPG verletzt, indem sie weder näher begründete, inwiefern 
die zitierten Vergleichsfälle mit dem vorliegenden Einzelfall vergleichbar 
seien, noch einen Basisrahmen für die Genugtuung nannte, noch konkret 
auf die schwere Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin einging.

3.1 Der Umfang des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergibt sich in ers-
ter Linie aus Art. 21 ff. VRPG. Ergänzend greifen die verfassungsrechtli-
chen Mindestansprüche nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101) und Art. 26 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Bern (KV; 
BSG 101.1). Der Anspruch auf rechtliches Gehör verpflichtet die Behörde, 
die Vorbringen der in ihrer Rechtsstellung Betroffenen effektiv zu prüfen 
und beim Entscheid zu berücksichtigen. Folge dieser Prüfungspflicht und 
zugleich Bedingung einer wirksamen Selbstkontrolle ist die behördliche Be-
gründungspflicht (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung 

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muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Trag-
weite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der 
Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Dagegen 
wird nicht verlangt, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten 
einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 
widerlegt (statt vieler BGE 141 III 28 E. 3.2.4, 138 I 232 E. 5.1, 136 I 229 
E. 5.2; BVR 2013 S. 407 E. 3.2, 2012 S. 326 E. 4.1, S. 109 E. 2.3.3).

3.2 Die Rüge der Beschwerdeführerin trifft insoweit zu, als sich der an-
gefochtenen Verfügung nicht entnehmen lässt, von welcher Basisgenug-
tuung die GEF ausgegangen ist und welche Faktoren sie effektiv genug-
tuungserhöhend bzw. -mindernd miteinbezogen hat. In der Tat wäre es 
hilfreich, wenn sich die GEF bei der Festsetzung der Genugtuung an die 
Vorgehensweise des «Leitfadens des Bundesamts für Justiz zur Bemes-
sung der Genugtuung nach Opferhilfegesetz» vom Oktober 2008 (nachfol-
gend Leitfaden OHG) halten würde (vgl. hinten E. 4 und 5). Hingegen kann 
hier keine Rede davon sein, dass die Verfügung nicht sachgerecht ange-
fochten werden konnte. Die wesentlichen Elemente wie die schwere Beein-
trächtigung der Integrität der Beschwerdeführerin sowie der Beizug von 
Vergleichsfällen finden sich, wenn auch nur rudimentär, in der angefochte-
nen Verfügung wieder. Infolgedessen ist vorliegend die Begründungspflicht 
gemäss Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG und damit das rechtliche Gehör zwar 
strapaziert, aber nicht verletzt worden.

4.

Umstritten ist die Höhe der zugesprochenen Genugtuung.

4.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 OHG wird die Genugtuung nach der 
Schwere der Beeinträchtigung bemessen. Sie beträgt höchstens 
Fr. 70ʹ000.-- für das Opfer und Fr. 35ʹ000.-- für Angehörige (Art. 23 Abs. 2 
OHG). Ausgehend von diesem Höchstbetrag hat die Bemessung der Ge-
nugtuung unabhängig von den im Zivilrecht üblicherweise gewährten Beträ-

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gen nach einer degressiven Skala zu erfolgen (VGE 2015/14 vom 
13.5.2015, E. 3.1; Botschaft OHG, S. 7226). Da die opferhilferechtliche 
Genugtuung eine staatliche Hilfeleistung darstellt und nicht vom Täter be-
zahlt wird, sind die Art der Straftat, das Verschulden sowie täterbezogene 
Faktoren nicht massgeblich (BGE 132 II 117 E. 2.2.4 und 2.4.3; Botschaft 
OHG, S. 7224) Die im Zivilrecht gewährten Beträge können jedoch einen 
Hinweis darauf geben, welche Beeinträchtigungen höhere Genugtuungen 
rechtfertigen. Angesichts der Höchstbeträge ist der Spielraum indessen 
deutlich geringer als im Privatrecht, weshalb die kantonalen Behörden die 
Höchstsummen für die schwersten Beeinträchtigungen vorbehalten müs-
sen (Botschaft OHG, S. 7226). Gestützt auf diese Überlegungen bewegen 
sich die Genugtuungssummen für Opfer, die in ihrer sexuellen Integrität 
verletzt wurden, innerhalb folgender Bandbreiten (Leitfaden OHG, S. 10 f.):

Grad Beeinträchtigung des Opfers Genugtuung in Fr.

1 schwere Beeinträchtigung bis Fr. 10ʹ000.--

2 sehr schwere Beeinträchtigung Fr. 10ʹ000.-- bis 15ʹ000.--

Ausgehend von diesen Bandbreiten hat die Behörde zunächst die objektive 
Schwere und anschliessend die subjektiven Auswirkungen des Eingriffs in 
das verletzte Rechtsgut sowie die Besonderheiten des Einzelfalls zu be-
rücksichtigen (Leitfaden OHG, S. 10; Peter Gomm, a.a.O., Art. 23 N. 5). 
Dabei ist den Kriterien, die den Genugtuungsanspruch erhöhen oder redu-
zieren, angemessen Rechnung zu tragen. Insbesondere folgende Faktoren 
können eine Rolle spielen: Alter des Opfers, Dauer des Spitalaufenthalts, 
schmerzhafte Operationen, bleibende Narben, die Auswirkungen auf das 
berufliche und das private Leben, die Intensität und Dauer der psychischen 
Folgen, die Abhängigkeit von Dritten, wiederholte Taten oder der Umstand, 
dass die Täterschaft nicht ermittelt und verurteilt worden ist (Leitfaden 
OHG, S. 6).

4.2 Die Höhe der Genugtuung lässt sich freilich nicht nach einer Formel 
berechnen, sondern entspricht stets einer Schätzung, wobei den Behörden 
innerhalb der in E. 4.1 dargelegten Schranken ein gewisser Ermessens-
spielraum zusteht. Mittels Präjudizien lassen sich immerhin Anhaltspunkte 

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für die im Einzelfall angemessene Genugtuungssumme gewinnen. Da der 
Anspruch auf Genugtuung nach OHG bundesrechtlich geregelt ist, sind 
auch ausserkantonale Vergleichsfälle zu berücksichtigen. Die Praxis der 
bernischen Opferhilfebehörde ist insoweit massgebend, als sie sich im 
Licht der dargelegten Rahmenbedingungen (E. 4.1 hiervor) als haltbar er-
weist.

4.3 Die Analyse der in der Fallsammlung Meret Baumann/Blanca 
Anabitarte/Sandra Müller Gmünder, Genugtuungspraxis Opferhilfe, in Jus-
letter vom 1. Juni 2015, S. 10 ff. angeführten Fälle zeigt, dass nach dem 
geltenden OHG seit dem 1. Januar 2009 neben den von der GEF er-
wähnten Berner Fällen (angefochtene Verfügung E. 2.4.2) die nachfolgen-
den opferhilferechtlichen Genugtuungssummen zugesprochen wurden.

 Fr. 800.-- nach sexueller Nötigung, sexueller Belästigung und einfacher 
Körperverletzung. Der onanierende Täter beobachtete das weibliche 
Opfer beim Wäscheaufhängen. Als sie fliehen wollte, versperrte er ihr 
den Weg, drängte sie gewaltsam zurück und gab ihr eine Ohrfeige. Prel-
lungen an Gesicht und Hals, Hämatome und Nasenbluten, Symptome 
einer posttraumatischen Belastungsstörung, regelmässige Psychothera-
pie (16.11.2011, BS 1371);

 Fr. 1ʹ500.-- nach versuchter Vergewaltigung, Exhibitionismus, Hausfrie-
densbruch und  sexueller Belästigung. Schlafstörungen und Angstzu-
stände (1.10.2013, SO 2012/215);

 Fr. 2ʹ000.-- nach sexueller Nötigung und versuchter Vergewaltigung 
nachts auf dem Nachhauseweg. Das Opfer konnte sich befreien 
(14.11.2012, ZH 192/2012);

 Fr. 2ʹ000.-- nach versuchter Vergewaltigung und einfacher Körperverlet-
zung. Der Täter folgte dem Opfer nachts bis zum Hauseingang. Schwel-
lungen und Hämatome an Nase, Stirn und in der Jochbeinregion, psy-
chische Beschwerden (16.4.2013, ZH 132/2013);

 Fr. 2ʹ500.-- nach versuchter Vergewaltigung nach anfänglich einver-
nehmlichen sexuellen Handlungen. Schürfwunden, Kratzspuren, psychi-
sche Beeinträchtigungen, monatelange therapeutische Behandlung mit 
Antidepressiva und Schlafmitteln, 13 Tage zu 100 % und acht Tage zu 
50 % arbeitsunfähig (9.1.2013, ZH 483/2012);

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 Fr. 4ʹ000.-- nach versuchter Vergewaltigung in der eigenen Wohnung. 
Gegenwehr des Opfers, posttraumatische Belastungsstörung, Psycho-
therapie während elf Monaten (6.7.2012, ZH 61/2012);

 Fr. 5ʹ000.-- nach sexueller Nötigung. Der Täter zwang seine Ex-Partne-
rin mit (ungeladenem) Revolver und Drohung, sie zu erschiessen, zum 
Oralverkehr. Verschiedene psychische Beschwerden, Psychotherapie 
(6.5.2011, ZH 51/2010);

 Fr. 6ʹ000.-- nach Vergewaltigung, sexueller Nötigung und Diebstahl. Das 
Opfer wird auf einem Spaziergang mit einem Bekannten von diesem 
vergewaltigt. Der Täter droht mit Mord und stiehlt die Halskette. Post-
traumatische Belastungsstörung, depressive Episode, Psychotherapie 
(22.10.2012, BS 1411).

4.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Höhe der Genugtuung 
sei offenkundig unangemessen. Sie führt aus, die GEF halte eine Genugtu-
ung von Fr. 3ʹ000.-- für angemessen, ohne dies näher zu begründen. Ins-
besondere habe die GEF weder einen Basisrahmen genannt, noch sei sie 
konkret auf die schwere Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin einge-
gangen. Ebenso habe sie Vergleichsfälle, in denen den Opfern höhere Ge-
nugtuungssummen zugesprochen worden waren, ausser Acht gelassen. 
Überdies entspreche die opferhilferechtliche Genugtuung nur zu 20 % der 
vom Regionalgericht Bern-Mittelland zugesprochenen zivilrechtlichen Ge-
nugtuung, womit die GEF unzulässig weit von der im Adhäsionsverfahren 
zugesprochenen Genugtuung abweiche. Die zugesprochene Genugtuung 
reiche daher keineswegs aus, um die erlittene Unbill auch nur annähernd 
auszugleichen (Beschwerde S. 7 f.). – In ihrer Beschwerdeantwort führt die 
GEF aus, sie habe bei der Bemessung der Genugtuung die Schwere der 
Tat sowie die Verletzungen der physischen und psychischen Integrität der 
Beschwerdeführerin ebenso berücksichtigt wie die Tatsache, dass die 
Straftat in der eigenen Wohnung passierte (Beschwerdeantwort S. 3).

4.5 Der Beschwerdeführerin ist insofern zuzustimmen, als weder aus 
der angefochtenen Verfügung noch aus der Beschwerdeantwort eindeutig 
hervorgeht, von welcher Basisgenugtuung die Vorinstanz ausgegangen ist 
und welche Umstände die GEF in welchem Ausmass genugtuungserhö-
hend bzw. -mindernd gewertet hat (vgl. dazu vorne E. 3). Unbegründet ist 

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indes die Rüge, Fälle mit höheren Genugtuungssummen seien nicht be-
rücksichtigt worden. Die von der Beschwerdeführerin genannten Beispiele 
wurden alle nach dem aOHG entschieden, welches noch keine Plafonie-
rung kannte und nach dem die Genugtuungsbeträge im Grundsatz 30-40 % 
höher ausfielen als heute (VGE 2015/14 vom 13.5.2015, E. 3.5; Empfeh-
lungen der Schweizerischen Verbindungsstellen-Konferenz Opferhilfege-
setz vom 21.1.2010, Rz. 4.7.2). Vorliegend gelangt das revidierte OHG zur 
Anwendung, weshalb die vorgebrachten Fälle nur bedingt aussagekräftig 
sind und von der Vorinstanz bei der Genugtuungsbemessung nicht berück-
sichtigt werden mussten. Schliesslich kann der Beschwerdeführerin nicht 
gefolgt werden, wenn sie vorbringt, die Vorinstanz sei unzulässig weit von 
der zivilrechtlich zugesprochenen Genugtuung abgewichen. Auch wenn die 
im Zivilprozess gesprochenen Genugtuungen einen Hinweis darauf geben 
können, welche Beeinträchtigungen höhere Summen rechtfertigen, erfolgt 
die Bemessung der opferhilferechtlichen Genugtuung unabhängig von die-
ser Praxis (vgl. vorne E. 4.1). Demzufolge ist nicht zu beanstanden, wenn 
die Vorinstanz bei der Genugtuungsfestsetzung nicht bloss schematisch 
die gestützt auf das Zivilrecht adhäsionsweise zugesprochene Genugtuung 
um 30-40 % gekürzt, sondern die opferhilferechtliche Genugtuung im Rah-
men ihres Ermessensspielraums und unter Beachtung der Bemessungs-
vorgaben eigenständig bestimmt hat.

5.

5.1 Stehen Sexualdelikte, die unter Anwendung von Gewalt begangen 
werden, in Konkurrenz zu schweren Körperverletzungen, ist zu ermitteln, 
welche Beeinträchtigung schwerer wiegt und auf die passenden Bandbrei-
ten abzustellen. Der zusätzliche Unrechtsgehalt ist bereits bei der Festset-
zung der Basisgenugtuung erhöhend zu berücksichtigen (Klaus 
Hütte/Hardy Landolt, Genugtuungsrecht, Bd. 1, 2013, S. 163 f.). Da die Be-
schwerdeführerin keine bleibenden physischen Schäden davonträgt und 
hauptsächlich oberflächliche Verletzungen erlitten hat (vgl. vorne E. 2), 
wiegt die Verletzung der sexuellen Integrität bedeutend schwerer und es ist 
bei der Festsetzung der Basisgenugtuung auf diese abzustellen. Da sich 
die Beschwerdeführerin zur Wehr setzen konnte, kam es zu keinem direk-

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ten Körperkontakt mit dem Täter und es blieb beim Versuch der sexuellen 
Nötigung. Das Gleiche gilt bezüglich der schweren Köperverletzung, die 
wegen der Geistesgegenwart der Beschwerdeführerin vom Täter ebenfalls 
nicht ausgeführt werden konnte. Dementsprechend ist die Basisgenugtu-
ung am unteren Ende der dem Grad eins entsprechenden Bandbreite an-
zusiedeln (vgl. vorne E. 4.1). Im Schrifttum wird zwar teilweise die Meinung 
vertreten, bei versuchten Sexualdelikten sei erst die Gesamtgenugtuung zu 
reduzieren (Klaus Hütte/Hardy Landolt, a.a.O., S. 164); die Frage kann hier 
offen gelassen werden, da der Versuch, würde er nicht bereits zu Beginn, 
so jedenfalls bei der individuellen Bemessung als genugtuungsmindernder 
Faktor berücksichtigt. Das Verwaltungsgericht erachtet demzufolge vorlie-
gend unter Berücksichtigung beider Delikte eine Basisgenugtuung von 
Fr. 2ʹ500.-- als angemessen.

5.2 Ausgehend von der Basisgenugtuung sind die genugtuungs-
erhöhenden und -reduzierenden Faktoren zu ermitteln (vgl. vorne E. 4.1). 
Bei der Beschwerdeführerin fliessen namentlich drei genugtuungserhö-
hende Elemente in die Bemessung ein. Zunächst verwendete der Täter für 
die versuchte sexuelle Nötigung einen gefährlichen Gegenstand (etwa 2 kg 
schwerer Stein). Nur die abwehrende Reaktion der Beschwerdeführerin 
verhinderte gravierende oder bleibende physische Beeinträchtigungen. 
Weiter leidet die Beschwerdeführerin an fortwährender Unruhe und Ange-
spanntheit. Sie ist seit der Tat psychisch labiler, leicht schreckhaft, miss-
trauisch und kontrollierend. Insbesondere fühlt sie sich weniger sicher und 
in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Gegenüber Männern, die sie an 
den Täter erinnern, empfindet sie Ekel und Abwehr. Überdies hat sie Mühe, 
sowohl beruflich als auch privat Entscheidungen zu treffen. Infolgedessen 
musste sie sich in psychologische Behandlung begeben. Wohl nahm die 
Beschwerdeführerin nur zehn Stunden Therapie in Anspruch und stellt ihr 
die Fachpsychologin grundsätzlich eine gute Prognose hinsichtlich der Ver-
arbeitung der Tat; hingegen weist die Therapeutin auch darauf hin, dass 
die kurze Therapiedauer für eine vollständige Bewältigung möglicherweise 
nicht ausreicht (Vorakten GEF pag. 117 f.; vgl. vorne E. 2). Schliesslich ist 
zu beachten, dass der Täter, indem er in die Wohnung der Beschwer-
deführerin und damit in ihre Privatsphäre eingedrungen war, sie an einem 
Ort belästigte, an dem sie sich sicher fühlen durfte. Unbeachtlich ist 

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demgegenüber, «dass die Beschwerdeführerin den Täter nie zuvor gese-
hen hat und als Opfer völlig zufällig ausgesucht wurde». Diese Faktoren 
fallen unter die Art und das Motiv der Tatbegehung, welche als subjektive, 
täterbezogene Umstände bei der Bemessung nicht einzubeziehen sind 
(vgl. vorne E. 4.1). Angesichts dieser Umstände erscheint eine Erhöhung 
der Basisgenugtuung um Fr. 2ʹ500.-- als angemessen. Demnach ist die von 
der Vorinstanz festgesetzte Genugtuung um Fr. 2ʹ000.-- auf Fr. 5ʹ000.-- zu 
erhöhen.

5.3 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als teilweise be-
gründet und ist dahin gutzuheissen, dass Ziffer 1 der angefochtenen Verfü-
gung aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine Genugtuung von 
Fr. 5ʹ000.-- zuzusprechen ist. Soweit weitergehend ist die Beschwerde ab-
zuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 30 Abs. 1 OHG). Im 
Umfang ihres Obsiegens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf vollen 
Ersatz ihrer Parteikosten (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). 
Gemessen an ihrem Antrag ist die Beschwerdeführerin als zu einem Viertel 
obsiegend zu betrachten. Der Kanton Bern (Gesundheits- und Fürsor-
gedirektion) hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten im genannten 
Umfang zu ersetzen.

Soweit die Beschwerdeführerin unterliegt, hat sie die Parteikosten grund-
sätzlich selbst zu tragen. Sie hat indessen um unentgeltliche Rechtspflege 
und Beiordnung ihrer Rechtsvertreterin als amtliche Anwältin ersucht.

6.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den 
gleichen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder 
ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24.09.2015, Nr. 100.2015.133U, 
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Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht 
aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austra-
gen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2008 S. 97 E. 5.2; 
BGE 139 III 475 E. 2.2, 129 I 129 E. 2.3.1).

6.3 Nach den Akten ergibt sich ein durchschnittliches Einkommen der 
Beschwerdeführerin von Fr. 1ʹ734.45 pro Monat (Fr. 1ʹ389.10 aus selb-
ständiger Erwerbstätigkeit [Vorakten GEF pag. 132; BB 8], Fr. 345.35 aus 
unselbständigem Nebenerwerb [BB 9]). Es ist damit ohne weiteres von 
ihrer Prozessbedürftigkeit auszugehen. Die Verwaltungsgerichtsbeschwer-
de kann sodann schon deshalb nicht als von vornherein aussichtslos be-
zeichnet werden, weil sie teilweise gutzuheissen ist. Hinsichtlich der sich 
stellenden Fragen erscheint auch der Beizug einer Rechtsvertreterin als 
sachlich geboten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit 
gutzuheissen, und der Beschwerdeführerin ist für das verwaltungsgerichtli-
che Beschwerdeverfahren Rechtsanwältin … als amtliche Anwältin 
beizuordnen.

6.4 Der tarifmässige Parteikostenersatz ist im vorliegenden Fall ent-
sprechend der Kostennote vom 25. August 2015 von Rechtsanwältin …, 
welche mit Blick auf den in der Sache gebotenen Zeitaufwand, die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses zu keinen 
Bemerkungen Anlass gibt (vgl. Art. 41 Abs. 3 des Kantonalen 
Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]), auf Fr. 2ʹ729.15, 
zuzüglich Fr. 98.40 Auslagen und Fr. 226.20 MWSt (8 % von Fr. 2ʹ827.55), 
insgesamt Fr. 3ʹ053.75, festzusetzen (vgl. Art. 42a Abs. 3 KAG). Der 
Kanton Bern (Gesundheits- und Fürsorgedirektion) hat diese zu einem 

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Viertel (vgl. vorne E. 6.1), ausmachend Fr. 763.45, der Beschwerdeführerin 
zu ersetzen.

Von den verbleibenden drei Viertel der Parteikosten, ausmachend 
Fr. 2ʹ290.30 (inkl. Auslagen und MWSt), ist die amtliche Entschädigung auf 
Fr. 1ʹ848.20 (inkl. Auslagen und MWSt) festzusetzen (vgl. Art. 42 Abs. 1 
KAG sowie Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 
20. Oktober 2010 über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen und 
Anwälte [EAV; BSG 168.71]). Die Rechtsvertreterin ist für diesen Betrag 
aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Die Beschwerdeführerin ist für die 
Kosten des unentgeltlichen Rechtsbeistands nach Art. 30 Abs. 3 OHG nicht 
rückerstattungspflichtig.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1.  Die Beschwerde wird dahin gutgeheissen, dass Ziffer 1 der Verfügung 
der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern vom 
20. März 2015 aufgehoben und der Beschwerdeführerin eine Genugtu-
ung von Fr. 5ʹ000.-- zugesprochen wird. Soweit weitergehend wird die 
Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Der Kanton Bern (Gesundheits- und Fürsorgedirektion) hat der Be-
schwerdeführerin die Parteikosten für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht, bestimmt auf insgesamt Fr. 3ʹ053.75 (inkl. Auslagen 
und MWSt), zu einem Viertel, ausmachend Fr. 763.45, zu ersetzen.

4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht wird der Beschwer-
deführerin Rechtsanwältin … als amtliche Anwältin beigeordnet. Ihr wird 
für dieses Verfahren aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1848.20 (inkl. 
Auslagen und MWSt) festgesetzte Entschädigung vergütet.

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5. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- dem Beschwerdegegner
- dem Bundesamt für Justiz

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.