# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15e8a4e4-36c1-586c-8aaa-5c5121d0064a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.01.2024 C-4782/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4782-2021_2024-01-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4782/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  J a n u a r  2 0 2 4    

 

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richterin Caroline Gehring,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich),   

vertreten durch Ernst Michael Lang, Rechtsanwalt,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Neuanmeldung  

(Verfügung vom 1. Oktober 2021). 

 

 

 

C-4782/2021 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) wurde am 

(…) 1962 geboren, ist österreichischer Staatsangehöriger und wohnt in Ös-

terreich. Er war in den Jahren 1987 bis 2014 als Grenzgänger in der 

Schweiz erwerbstätig und leistete dabei Beiträge an die schweizerische Al-

ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV; vgl. vorinstanz-

liche Akten, Aktennummer [im Folgenden: IVSTA-act.] 7 und 187 S. 5). Zu-

letzt arbeitete er seit dem 11. Juni 2007 (seit dem 1. Januar 2009 in einem 

Pensum von 90 %) als Schreiner/Lackierer bei der B._______ AG in (…) 

(Schweiz). Nachdem er vom 22. Dezember 2014 bis zum 22. März 2015 

krankheitsbedingt nicht gearbeitet hatte, kündigte die Arbeitgeberin das Ar-

beitsverhältnis am 26. März 2015 auf den 30. Juni 2015. Ab dem 30. März 

2015 wurde der Versicherte von seinem Hausarzt wieder zu 100 % krank-

geschrieben, weshalb das Arbeitsverhältnis aufgrund der verlängerten 

Kündigungsfrist erst am 31. Dezember 2015 endete (Urteil des BVGer C-

2932/2018 vom 17. Dezember 2019, Sachverhalt Bst. A; vgl. IVSTA-act. 46 

S. 1). 

B.  

Ein erstes Leistungsgesuch vom 4. Dezember 2015 hat die IV-Stelle für 

Versicherte im Ausland IVSTA (im Folgenden auch: Vorinstanz) mit Verfü-

gung vom 20. April 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 30 % abgewiesen 

(IVSTA-act. 115). Die vom Versicherten hiergegen erhobene Beschwerde 

vom 17. Mai 2018 (vgl. IVSTA-act. 157) hiess das Bundesverwaltungsge-

richt mit Urteil C-2932/2018 vom 17. Dezember 2019 teilweise gut, hob die 

angefochtene Verfügung vom 20. April 2018 auf und sprach dem Versicher-

ten für die Zeit vom 1. Juni 2016 bis zum 31. Oktober 2017 eine ganze 

Rente, für die Zeit vom 1. November 2017 bis zum 30. November 2017 

eine halbe Rente und für die Zeit vom 1. Dezember 2017 bis zum 31. De-

zember 2017 eine Viertelsrente zu. Dieses Urteil trat in der Folge unange-

fochten in Rechtskraft. Daraufhin gewährte die IVSTA dem Versicherten mit 

Verfügungen vom 21. Juli 2020 die entsprechenden Rentenleistungen (IV-

STA-act. 186-189).  

C.  

Am 29. Januar 2021 reichte der Versicherte beim österreichischen Versi-

cherungsträger ein neues Leistungsgesuch ein. Das Formular E 204 AT 

«Bearbeitung eines Antrags auf Invalidenrente» vom 3. Februar 2021 ging 

am 12. Februar 2021 bei der IVSTA ein (IVSTA-act. 193). Ebenfalls am 

C-4782/2021 

Seite 3 

12. Februar 2021 (vgl. das bei den Vorakten liegende Inhaltsverzeichnis 

[«Bordereau de pièces»]) ging bei der IVSTA das ärztliche Gutachten zum 

Antrag auf Weitergewährung der lnvaliditätspension der Anstalt I._______ 

von Dr. med. C._______, Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chi-

rurgie, vom 5. Oktober 2020 (IVSTA-act.194) ein. Mit Schreiben vom 15. 

Februar 2021 bestätigte die IVSTA den Eingang der Neuanmeldung (IV-

STA-act. 195). In der Folge holte sie mit Schreiben vom 15. März 2021 

(IVSTA-act. 199) beim Versicherten insbesondere die Fragebogen für den 

Versicherten sowie den Arbeitgeber vom 14. April 2021 respektive 30. April 

2021 (IVSTA-act. 200, 202) ein. Nachdem ausserdem Dr. med. D._______, 

Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation des regionalen ärzt-

lichen Dienstes (im Folgenden: RAD), am 15. Juni 2021 zum Dossier Stel-

lung genommen hatte (IVSTA-act. 209), kündigte die IVSTA dem Versicher-

ten mit Vorbescheid vom 5. August 2021 an, sein Leistungsbegehren 

werde abzuweisen sein. Zur Begründung führte sie aus, der Versicherte 

sei am 8. und 17. Januar 2018 bei der E._______ AG, (…) begutachtet 

worden. Das Bundesverwaltungsgericht habe in seinem Urteil vom 17. De-

zember 2019 bereits festgestellt, dass auf das E._______-Gutachten ab-

gestellt werden könne und dass das Gutachten von Dr. med. C._______ 

vom 10. Oktober 2018 nicht geeignet sei, die Beurteilung der Gutachter 

des E._______ betreffend den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähig-

keit in Zweifel zu ziehen. Gemäss dem Gutachten von Dr. med. C._______ 

vom 5. Oktober 2020 bestehe keine Änderung zum Vorgutachten vom 10. 

Oktober 2018, weshalb weiterhin auf das vom Bundesverwaltungsgericht 

überprüfte E._______-Gutachten abgestellt werden könne. Die ange-

stammte Tätigkeit als Schreiner könne nach wie vor nicht ausgeübt wer-

den. Eine leichte angepasste Tätigkeit könne jedoch nach wie vor voll-

schichtig ausgeübt werden. Es würden keine neuen Arbeitsunfähigkeiten 

festgestellt als die, die im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

17. Dezember 2019 anerkannt worden seien. Somit liege nach wie vor ein 

nicht rentenbegründender lnvaliditätsgrad von 9 % vor (IVSTA-act. 212). 

Am 1. Oktober 2021 erliess die IVSTA eine dem Vorbescheid entspre-

chende Verfügung (IVSTA-act. 215). 

D.  

D.a Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Oktober 

2021 (Eingang: 1. November 2021) Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht mit dem sinngemässen Antrag, es seien neue medizinische Abklä-

rungen vorzunehmen und über seine Rentenansprüche neu zu befinden. 

Zur Begründung führt er im Wesentlichen aus, die Vorinstanz beziehe die 

Ablehnung unter anderem auf eine interdisziplinäre Gesamtbeurteilung 

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Seite 4 

von Vorgutachten des Jahres 2018 bzw. 2020. Eine Gesamtbeurteilung 

des Krankenhauses F._______ vom 27. September 2021 widerlege indes-

sen die von Dr. med. C._______ mit Gutachten vom 5. Oktober 2020 ge-

troffenen Feststellungen und zeige auf, dass er im Bereich der Halswirbel-

säule und auch der Schulter starke Schmerzen habe und in der Beweglich-

keit eingeschränkt sei. Aufgrund dieser Feststellungen sei eine neue Be-

gutachtung einzuholen zwecks neuer Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit. 

Gleichzeitig stellt der Beschwerdeführer den Antrag auf Kostenbefreiung 

des Verfahrens, da er nicht in der Lage sei, die Kosten des Verfahrens zu 

übernehmen (Akten im Beschwerdeverfahren, Aktennummer [im Folgen-

den: BVGer-act.] 1). 

D.b Mit Zwischenverfügung vom 10. Februar 2022 wies das Bundesver-

waltungsgericht das Gesuch des Beschwerdeführers um teilweise Gewäh-

rung der unentgeltlichen Rechtspflege (Befreiung von den Verfahrenskos-

ten) ab mit der Begründung, dass der Beschwerdeführer innert der ihm an-

gesetzten Fristen zur Einreichung des Formulars «Gesuch um unentgeltli-

che Rechtspflege» nicht reagiert habe und sich auch in den eingeholten 

Vorakten keine beweistauglichen Belege zu den aktuellen Einkommens- 

und Vermögensverhältnissen sowie zum Bedarf des Beschwerdeführers 

finden. Gleichzeitig setzte sie dem Beschwerdeführer eine Frist von 30 Ta-

gen zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.– in der Höhe der 

mutmasslichen Verfahrenskosten. Dieser Betrag ging am 10. März 2022 

bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 7 und 9). 

D.c In ihrer Vernehmlassung vom 13. April 2022 beantragt die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefochtenen 

Verfügung. Zur Begründung verwies sie hinsichtlich der Vorgeschichte auf 

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Dezember 2019 und 

führte aus, ein vom Beschwerdeführer am 29. Januar 2021 eingereichtes 

neuerliches Leistungsgesuch habe sie am 1. Oktober 2021 abgewiesen, 

da seit dem im vorhergehenden Beschwerdeverfahren als voll beweiskräf-

tig beurteilten polydisziplinären Gutachten von Februar 2018 in Bezug auf 

den Gesundheitszustand und die Erwerbsfähigkeit keine relevante Verän-

derung eingetreten sei. Der ärztliche Dienst habe das Fehlen einer an-

spruchsbegründenden Invalidität bestätigt. Den beschwerdeweise neu ein-

gereichten Arztbericht vom 27. September 2021 habe sie dem ärztlichen 

Dienst zur Stellungnahme unterbreitet. Hiernach ergäben sich aus diesem 

keine neuen Erkenntnisse. Es würden die bekannten Halswirbelsäulen- 

und Schulterprobleme beschrieben, die Befunde seien weitgehend unver-

ändert und kompatibel mit einer leichten, leidensangepassten Tätigkeit. 

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Seite 5 

Von einer neuerlichen Begutachtung wären keine wesentlichen neuen und 

IV-relevanten Erkenntnisse zu erwarten (BVGer-act. 13). 

D.d Mit Replik vom 7. Juni 2022 stellt der nunmehr durch Rechtsanwalt 

Ernst Michael Lang vertretene Beschwerdeführer die folgenden Rechtsan-

träge: 

1. Es sei die Verfügung vom 01.10.2021 der IVSTA (…) aufzuheben und die 

Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen und die Beschwerdegegnerin 

anzuweisen, den rechtserheblichen Sachverhalt durch Einholung eines 

polydisziplinären Gutachtens, insbesondere aus den Fachgebieten der 

Orthopädie, Neurologie und Neurochirurgie, Innere Medizin, physikalische 

Medizin, Psychologie sowie Psychiatrie weiter abzuklären und in der Folge 

das Gesuch noch einmal zu prüfen und neuerlich zu entscheiden. 

2. Dem Beschwerdeführer sei in der Folge eine volle Rente der Eidg. Invali-

denversicherung auszurichten. 

3. Eventualiter sei eine mündliche Verhandlung anzuberaumen. 

4.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zugunsten des Beschwer-

deführers. 

Der Beschwerdeführer liess verschiedene neue medizinische Berichte der 

ihn behandelnden Ärzte einreichen und geltend machen, sein Gesund-

heitszustand habe sich seit dem Gutachten vom 10. Oktober 2018 in ver-

schiedenen Hinsichten verschlechtert. Bei der Beurteilung sei jedoch ne-

ben seinen gesundheitlichen Einschränkungen auch sein vorgerücktes Al-

ter zu berücksichtigen. Er habe immer als ungelernter Arbeiter in Möbel-

bauunternehmen gearbeitet, zuletzt als Möbellackierer. Lediglich weil auf-

grund seiner körperlichen Einschränkungen eine volle Berufstätigkeit in 

den letzten fünf Jahren seiner Berufstätigkeit nicht mehr möglich gewesen 

sei, habe er in diesem Zeitraum nur zu 90 % gearbeitet. Es verblieben  

theoretisch nur sehr wenige Tätigkeiten, die der 60-jährige Beschwerde-

führer mit seinen körperlichen Einschränkungen durchführen könne. Die 

bisherige berufliche Tätigkeit im Holzbaubereich sei ihm nicht mehr mög-

lich, eine Umschulung scheine aufgrund des fortgeschrittenen Alters unre-

alistisch. Darüber hinaus sei er aufgrund seiner starken Schmerzen an vie-

len Tagen überhaupt nicht in der Lage, irgendetwas zu tun. Seine Restar-

beitsfähigkeit sei daher realistischerweise nicht mehr verwertbar (BVGer-

act. 21). 

D.e Mit Duplik vom 11. Juli 2022 verwies die Vorinstanz auf die von ihr ein-

geholte Stellungnahme des ärztlichen Dienstes vom 27. Juni 2022 und die 

Anmerkungen des Dienstes für wirtschaftliche Invaliditätsbemessung vom 

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Seite 6 

8. Juli 2022. Betreffend die Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähig-

keit verwies die Vorinstanz ferner auf das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts C-2932/2018 vom 17. Dezember 2019 E. 8.4.3. Zusätzlich führte 

sie den Schadenminderungsgrundsatz an, wonach die Invalidenversiche-

rung nicht dafür einzustehen habe, wenn die Arbeitsfähigkeit aus invalidi-

tätsfremden Gründen nicht verwertet werde. Es falle damit in die Verant-

wortung des Beschwerdeführers, wenn sich dieser nicht darum bemühe, 

seine seit Herbst 2017 bestehende volle Arbeitsfähigkeit in leidensange-

passten Verweisungstätigkeiten zu verwerten, weshalb er sich vergeblich 

auf sein mittlerweile etwas vorgerücktes Alter berufe (BVGer-act. 23).  

D.f Mit Stellungnahme (Triplik) vom 14. September 2022 liess der Be-

schwerdeführer darauf hinweisen, dass auch Dr. med. D._______ nurmehr 

leichteste wirbelsäulen- und schulterschonende, leidensangepasste Tätig-

keiten für möglich halte. Dr. med. D._______ sei zwar der Meinung, dass 

dies keine IV-relevante Verschlechterung der klinischen Befunde darstelle, 

habe indessen nur die vorgelegten Befunde und nie den Beschwerdeführer 

persönlich untersucht. Ausserdem sei das Fachgebiet von Dr. med. 

D._______ die physikalische Medizin; eine Untersuchung durch Fachärzte 

für Orthopädie und Innere Medizin wäre jedoch am besten geeignet, eine 

fundierte Einschätzung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers 

zu ergeben. Reine Aktenberichte könnten nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung unter Umständen zwar beweiskräftig sein. Bei geringen 

Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter-

nen ärztlichen Feststellungen seien jedoch ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen, was vorliegend der Fall sei. Für ein aktuelles und vollständiges 

Bild seines Gesundheitszustands sei eine persönliche Untersuchung durch 

die begutachtenden Ärzte und Ärztinnen erforderlich. Hierfür sei ein neues 

polydisziplinäres Gutachten erforderlich (BVGer-act. 25).  

D.g Mit abschliessender Stellungnahme (Quadruplik) vom 27. September 

2022 hielt die Vorinstanz an den gestellten Anträgen sowie an ihren bishe-

rigen Ausführungen fest (BVGer-act. 27). 

D.h Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

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Seite 7 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG [SR 173.32]; Art. 69 

Abs. 1 Bst. b IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der 

angefochtenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb 

er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG [SR 

172.021]; siehe auch Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Nachdem auch der Kos-

tenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, ist auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 

Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 1. Oktober 2021, mit welcher die Vorinstanz das neue Leis-

tungsgesuch vom 29. Januar 2021 mit der Begründung, dass keine Invali-

dität vorliege, die einen Rentenanspruch zu begründen vermöge, abgewie-

sen hat. Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine schweizerische Invalidenrente im Rahmen ei-

ner Neuanmeldung zu Recht abgewiesen hat. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). Es ist gemäss 

dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Be-

gründung der Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 1. Oktober 2021) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

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Seite 8 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 21. Oktober 2021 in Kraft standen; weiter aber auch 

Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, 

die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprü-

che von Belang sind. Noch keine Anwendung finden vorliegend die am 

1. Januar 2022 in Kraft getretenen Änderungen des IVG und des ATSG 

(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705; BBl 2017 2535). 

3.4 Der Beschwerdeführer ist österreichischer Staatsangehöriger, wohnt in 

Österreich und war in der Schweiz erwerbstätig. Damit gelangen vorlie-

gend das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, 

SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinie-

rung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, ins-

besondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verord-

nungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 

(SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung (vgl. Art. 80a Abs. 1 IVG). Seit 

dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) 

Nr. 1244/2010 (AS 2015 343), Nr. 465/2012 (AS 2015 345) und 

Nr. 1224/2012 (AS 2015 353) erfolgten Änderungen in den Beziehungen 

zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-

liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im 

Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4; Art. 46 Abs. 3 und Anhang VII der 

Verordnung [EG] Nr. 883/2004). Für die Beurteilung des Rentenanspruchs 

sind Feststellungen ausländischer Versicherungsträger, Krankenkassen, 

Behörden und Ärzte bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für 

die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. 

BGE 130 V 253 E. 2.4). Denn nach Art. 46 Abs. 3 der Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 ist eine vom Träger eines Staats getroffene Entscheidung 

über den Grad der Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines an-

deren betroffenen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechts-

vorschriften dieser Staaten festgelegten Definitionen des Grads der Invali-

dität im Anhang VII dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt 

sind, was für das Verhältnis zwischen Österreich und der Schweiz (ebenso 

wie für das Verhältnis zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der 

Schweiz) nicht der Fall ist. Vielmehr unterstehen auch aus dem Ausland 

stammende Beweismittel der freien Beweiswürdigung des Gerichts (zum 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung, vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). 

C-4782/2021 

Seite 9 

3.5 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche So-

zialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach ha-

ben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen 

für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachverhalts 

zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1; 144 V 427 E. 3.2; 137 V 210 

E. 1.2.1 und 2.1.1). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorlie-

gen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu ent-

scheiden ist (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, 

S. 43 und 273; BGE 117 V 282 E. 4a). Sofern das Gesetz nicht etwas Ab-

weichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6). 

4.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).  

4.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Unter Arbeitsunfä-

higkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG ist die Einbusse an funktio-

nellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu 

verstehen (vgl. BGE 130 V 97 E. 3.2; SVR 2007 IV Nr. 38 S. 130; BGE 105 

V 156 E. 2). Zusätzliche kumulative Voraussetzung für einen Rentenan-

spruch ist, dass die versicherte Person im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG 

beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die 

Alters- Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat, 

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Seite 10 

was vorliegend unbestritten und aktenkundig der Fall ist (vgl. IVSTA-act. 

13 überprüfen). 

4.3 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invalidi-

tätsgrads bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-

prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 

Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 

(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV [SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neu-

anmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver-

gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verän-

derung des Invaliditätsgrads auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem-

nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 

ATSG vorzugehen (Urteil des BGer 9C_570/2018 vom 18. Februar 2019 

E. 2.2.1). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 

rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 

das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 

festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 

Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 

obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 

V 198 E. 3a; SVR 2008 IV Nr. 35 E. 2.1). 

4.4 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Änderung 

des Invaliditätsgrads von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revisionsbe-

gründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszustands 

oder der erwerblichen Auswirkungen sein. Eine lediglich unterschiedliche 

Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts ist im 

revisionsrechtlichen Kontext nicht massgeblich (BGE 141 V 9 E. 2.3). Ob 

eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad er-

heblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-

fahren – analog zur Rentenrevision – durch einen Vergleich des Sachver-

halts, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung und rechts-

kräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen 

neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3; 130 V 71 E. 3.2.3; vgl. dazu un-

ten E. 5.8).  

4.5 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist somit dem Durchfüh-

rungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem 

Untersuchungsgrundsatz abzuklären, und zwar richtig und vollständig, so 

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Seite 11 

dass gestützt darauf die Verfügung über die jeweils in Frage stehende Leis-

tung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1). 

4.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

4.7 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 

E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson muss über die not-

wendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des BGer 

9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen).  

4.8 Der Beweiswert eines zwecks Prüfung einer Neuanmeldung erstellten 

Gutachtens hängt, analog zu in Revisionsverfahren eingeholten Experti-

sen, wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema – 

erhebliche Änderung(en) des Sachverhalts – bezieht. Die Feststellung ei-

ner revisionsbegründenden Veränderung erfolgt durch eine Gegenüber-

stellung eines vergangenen und des aktuellen Zustands. Gegenstand des 

Beweises ist somit das Vorhandensein einer entscheidungserheblichen 

Differenz in den medizinischen Unterlagen zu entnehmenden Tatsachen. 

Die Feststellung des aktuellen gesundheitlichen Befunds und seiner funk-

tionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangspunkt der Beurteilung; sie erfolgt 

aber nicht unabhängig, sondern wird nur entscheidungserheblich, soweit 

sie tatsächlich einen Unterschied auf der Seinsebene zum früheren Zu-

stand wiedergibt. Einer für sich allein betrachtet vollständigen, nachvoll-

ziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die im Hinblick auf 

eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend wäre, 

mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 

wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung 

C-4782/2021 

Seite 12 

nicht hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung 

des Gesundheitszustands stattgefunden hat. Wegen des vergleichenden 

Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernis-

ses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewer-

tungen abzugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen 

die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene 

Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verän-

dert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung einge-

tretene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztli-

chen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in 

der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer 

neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrads 

der Störungen geführt haben (Urteile des BGer 8C_170/2017 vom 13. Ok-

tober 2017 E. 5.2 m. H.; 9C_143/2017 vom 7. Juni 2017 E. 4.1). 

4.9 Soll über einen Rentenanspruch ohne Einholung eines externen Gut-

achtens, sondern gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich 

vom Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen ent-

schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 

in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. BGE 135 V 

465 E. 4.4; Urteil des BGer 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.2). 

4.10 Bei Vorliegen psychischer Erkrankungen fordert die neue bundesge-

richtliche Praxis für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten 

Person die Prüfung systematisierter Indikatoren (Beweisthemen), die es – 

unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren 

einerseits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – erlau-

ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 

141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis 3.6 und 4.1; 143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangspunkt 

der Prüfung und damit erste Voraussetzung bildet eine psychiatrische, lege 

artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und 

E. 8.1). Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erwähnten Indikatoren 

hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): 

Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Ge-

sundheitsschädigung» (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und 

Symptome; Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz; 

Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsentwicklung 

und -struktur, grundlegende psychische Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozia-

ler Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des 

C-4782/2021 

Seite 13 

Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren gleichmässige Einschränkung des 

Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und 

behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens-

druck (E. 4.4.2). 

5.  

Mit Urteil vom 17. Dezember 2019 hat das Bundesverwaltungsgericht im 

Verfahren C-2932/2018 in Aufhebung der angefochtenen vorinstanzlichen 

Verfügung vom 20. April 2018 dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 

1. Juni 2016 bis 31. Dezember 2017 eine rückwirkend abgestufte befristete 

IV-Rente zugesprochen. Auf die Neuanmeldung vom 29. Januar 2021 ist 

die Vorinstanz eingetreten und hat nach einer materiellen Prüfung mit der 

vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1. Oktober 2021 einen Renten-

anspruch verneint. Die Eintretensfrage ist damit vorliegend nicht zu beur-

teilen (BGE 109 V 108 E. 2b). Zu prüfen ist nachfolgend, ob im vorliegend 

massgeblichen Vergleichszeitraum, d. h. zwischen dem 20. April 2018 und 

der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 1. Oktober 2021 eine an-

spruchserhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands des Be-

schwerdeführers eingetreten ist, und in diesem Zusammenhang vorab, ob 

die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachverhalt in medizinischer Hin-

sicht rechtsgenüglich abgeklärt hat. 

5.1 Im Urteil C-2932/2018 vom 17. Dezember 2019 hat das Bundesverwal-

tungsgericht in medizinischer Hinsicht auf das in den Akten liegende und 

als beweiskräftig beurteilte E._______-Gutachten des Jahres 2018 abge-

stellt.  

5.1.1 Im bidisziplinären E._______-Gutachten vom 7. Februar 2018 stell-

ten Dres. med. G._______, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, und H._______, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, nach durchgeführter orthopädischer (8. 

Januar 2018) und psychiatrischer Untersuchung (17. Januar 2018) fol-

gende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätig-

keit): 

– Cervikalsyndrom ohne radikuläre Reizung mit geringer Bewegungseinschrän-

kung bei Status nach ventraler Spondylodese C5 bis C7 und Cage-Implanta-

tion C5/6 und C6/7 am 3. Mai 2016; 

– pseudoradikuläres Lumbalsyndrom beidseits bei Status nach dorsaler Spon-

dylodese BWK 9 bis LWK 2 am 24. November 2016; 

C-4782/2021 

Seite 14 

– Einschränkung der Seitwärtsbewegung beider Schultergelenke bei Status 

nach Rotatorenmanschetten-Naht linkes Schultergelenk 1993, Rotatorenman-

schetten-Naht rechtes Schultergelenk 1994, Rotatorenmanschetten-Naht lin-

kes Schultergelenk am 30. Juli 2008, Rotatorenmanschetten-Naht rechtes 

Schultergelenk am 10. Januar 2013, arthroskopische subakromiale Dekom-

pression und perkutane Tenotomie der langen Bizepssehne linkes Schulter-

gelenk am 9. Februar 2017. 

Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) 

nannten die Gutachter:  

– Chondrokalzinose und geringe retropatellare Chondropathie des rechten 

Kniegelenks bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik im April 1998; 

– geringe retropatellare Chondropathie des linken Kniegelenks, Status nach 

Arthroskopie des linken Kniegelenks am 16. Februar 2001; 

– Achillodynie links; 

– Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss beidseits, Status nach Cheilotomie des linken 

Grosszehengrundgelenks am 16. Februar 2015, Arthrodese des linken 

Grosszehengrundgelenks am 5. Juli 2016 und Osteosynthesematerial-Entfer-

nung am linken Grosszeh am 4. Juli 2017; 

– posttraumatische ulnare Achsabweichung im PIP-Gelenk des linken Kleinfin-

gers; 

– Mb. Dupuytren D IV rechte Hand ohne Gelenkkontraktur; 

– übergewichtiger Ernährungszustand (BMI 30.9 kg/m2). 

Im Gutachten wurde festgehalten, der Beschwerdeführer klage über 

Schmerzen im Nacken, im gesamten Rücken mit Ausstrahlung in beide 

Beine (rechtsbetont) bis zu den Waden, in beiden Kniegelenken, im linken 

Grosszeh, der linken Achillessehne, in den Fingergrundgelenken beider 

Hände (rechtsbetont) und in beiden Schultern. Aus orthopädischer Sicht 

wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Beweglichkeit der Halswirbelsäule 

sei gering eingeschränkt; Hinweise auf eine akute Reizung zervikaler Ner-

venwurzeln bestünden nicht. Aufgrund des klinischen und radiologischen 

Untersuchungsbefundes seien gelegentlich auftretende, belastungsabhän-

gige Nackenschmerzen nachvollziehbar. Die Beweglichkeit der Brustwir-

belsäule sei frei, die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule bezüglich der 

Seitneigung und Rotation des Oberkörpers gering eingeschränkt. Die sei-

tengleiche Beschwielung beider Hände sei Ausdruck eines regelmässigen 

Gebrauchs. In psychiatrischer Hinsicht konnte im Rahmen des erhobenen 

C-4782/2021 

Seite 15 

psychopathologischen Befundes keine relevante psychische Störung fest-

gestellt werden.  

Die Gutachter kamen in der bidisziplinären Konsensbesprechung zum 

Schluss, dass die angestammte schwere Tätigkeit als Lackierer und 

Schreiner seit dem 20. Dezember 2014 dauerhaft nicht mehr zumutbar sei. 

In einer leidensadaptierten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit ab Mitte 

September 2017 100 %. Das Belastungsprofil legten die Gutachter wie 

folgt fest: Körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangs-

haltungen der Hals- und Lendenwirbelsäule, ohne häufige Über-Kopf-Ar-

beiten, Seitwärtsheben beider Arme oberhalb der Horizontalen sowie häu-

figes Bücken und Knien (IV-act. 79 S. 40 f.).  

5.1.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil C-2932/2018 vom 

17. Dezember 2019 im Rahmen der Beweiswürdigung festgehalten, dass 

das ebenfalls in den Vorakten liegende Gutachten von Dr. med. C._______ 

vom 10. Oktober 2018, das auf einer Untersuchung vom 29. August 2018 

beruhte, nicht geeignet sei, die Beurteilung der Gutachter der E._______ 

betreffend den Gesundheitszustand sowie die Arbeitsfähigkeit in Zweifel zu 

ziehen (Urteil des BVGer C-2932/2018 vom 17. Dezember 2019 E. 7.8).  

5.2 Für die Beurteilung des Gesundheitszustands im vorliegenden Ver-

gleichszeitpunkt liegen die nachfolgenden medizinischen Unterlagen vor: 

5.2.1 Im mit Neuanmeldung am 12. Februar 2021 bei der Vorinstanz ein-

gegangenen ärztlichen Gutachten zum Antrag auf Weitergewährung der 

lnvaliditätspension der Anstalt I._______ vom 5. Oktober 2020 gab Dr. 

med. C._______ an, die Beschwerden an der Lendenwirbelsäule seien an-

haltend und gemäss dem Versicherten zunehmend. Das Kribbeln in den 

Beinen sei unverändert beidseits vorhanden. Es handle sich um einen Dau-

erschmerz, der bei Belastung verstärkt auftrete. Die Gehstrecke sei auf 30 

Minuten limitiert. Stehen sei wie vorbestehend 15 Minuten möglich; dann 

sei ein Lagewechsel nötig. Eine Lähmung oder Schwäche in den Beinen 

sei nicht bemerkt worden. Der Versicherte berichte auch bezüglich der 

Halswirbelsäule von anhaltenden Schmerzen im Nacken. Es sei eine Ein-

schränkung der Rotation mit Ausstrahlung in Richtung Oberarm lateral 

beidseits gegeben. Bezüglich Brustwirbelsäule und Thorax bestehe seit 

Monaten ein unverändertes thorakales Druckgefühl in Bauch-, Rückenlage 

und bei Flexion der Halswirbelsäule. Auch bei den Schultern beidseits sei 

keine Besserung der Beschwerden eingetreten. Insbesondere das Heben 

des Armes über Schulterhöhe sei gemäss dem Versicherten deutlich 

C-4782/2021 

Seite 16 

eingeschränkt und schmerzhaft. Auch bezüglich des Knies rechts bestün-

den unverändert Schmerzen beim Treppensteigen, beim Knien und bei Be-

lastung. Ausserdem beklage der Versicherte auch bezüglich des linken 

Knies unverändert seit vier Jahren Beschwerden. Die Schmerzen seien 

beim Treppensteigen, beim Knien und bei Belastung medial und retropa-

tellar lokalisiert. Im Fuss links bestehe ein Schmerz im Bereich des IP-Ge-

lenks der Grosszehe.  

Dr. med. C._______ stellte als Hauptdiagnose: 

- ICD-10 M511: Lumboischialgie bds. bei Osteochondrose in den Bereichen 

L2/L3 und L3/L4, Scheuermannresiduen mit Keilwirbel in den Bereichen Th12 

und L1, dorsale Spondylodese Th9-L2 von November 2016  

sowie die folgenden Nebendiagnosen:  

– Zervikobrachialgie rechts bei Neuroforamenstenose rechts C5/C6 und C6/C7, 

Diskushernie C5/C6, Protrusion C6/C7, Zustand nach ventraler zervikaler 

Spondylodese C5-C7 von Mai 2016 (ICD-10 M501); 

– Varusgonarthrose beidseits, patellofemorale Arthrose beidseits, Zustand nach 

vorderer Kreuzbandplastik (ICD-10 M170); 

– lmpingement Schulter beidseits, Zustand nach Rotatorenmanschettennaht 

beidseits (ICD-10 M755). 

Als weitere Diagnosen führte er auf: 

– Hallux rigidus links, Arthrodese GZGG 2016, Zustand nach Cheilektomie links; 

– Achillessehnentendinopathie links; 

– Zustand nach Quetschfraktur D V links. 

Dr. med. C._______ gab an, es bestehe ein anhaltender starker Schmerz 

im Bereich des Nackens und eine Einschränkung der Beweglichkeit. Die 

Beweglichkeit der Halswirbelsäule sei im Vergleich zur Voruntersuchung 

mässig gebessert. Bezüglich der Schultern sei beidseits eine anhaltende 

Einschränkung der Beweglichkeit über Schulterhöhe gegeben. Sonst sei 

keine wesentliche Änderung der Symptomatik eingetreten. Ein sensomo-

torisches Defizit könne nicht festgestellt werden. Die Fehlstellung des 

Kleinfingers links sei unverändert. Bezüglich der Knie bestehe beidseits 

unverändert ein Druckschmerz am medialen Gelenkspalt; eine Besserung 

im Vergleich zur Voruntersuchung sei nicht eingetreten. Die Grosszehe 

C-4782/2021 

Seite 17 

rechts zeige ebenfalls eine unveränderte Symptomatik und einen unverän-

derten Befund. Am IP-Gelenk liege derzeit eine Druckdolenz vor; eine Fehl-

stellung sei nicht sichtbar und die Bewegung sei endlagig schmerzhaft ein-

geschränkt. Es sei kein Hämatom und keine Prellmarke sichtbar. Insge-

samt sei es zu keiner wesentlichen Besserung des Leistungskalküls ge-

kommen. Geregelte Tätigkeiten seien derzeit nicht zumutbar (IVSTA-act. 

194).  

5.2.2 Mit Stellungnahme vom 15. Juni 2021 hielt RAD-Arzt Dr. med. 

D._______ fest, gemäss dem E._______-Gutachten vom 7. Februar 2018 

seien leichte Tätigkeiten möglich; als Schreiner bestehe eine Arbeitsunfä-

higkeit von 100 % seit dem 20. Dezember 2014. In Zusammenfassung der 

im E._______-Gutachten gestellten Befunde gab er an: Halswirbelsäule 

30-0-3 Rotation, Schürzen-/Nackengriff möglich. Abduktion 120 Grad 

rechts und 80 Grad links, Jobe negativ, HG frei, Achsabweichung 30 Grad 

PIP D5. BWS frei, FBA bis Knie, psychiatrisch keine Einschränkung. Die 

Befunde des Gesamtgutachtens (gemeint Gutachten von Dr. C._______ 

vom 10. Oktober 2018, vgl. IVSTA-act. 158) vom 29. August 2018 fasste er 

wie folgt zusammen: Halswirbelsäule Spondylodese 2016, Lendenwirbel-

säule Spondylodese November 2016. Arthrodese Grosszehengrundgelenk 

2016, ME 23017 (sic). Dekompression Schulter links 2017. Halswirbel-

säule Rotation 20-0-20 Grad, Seitneigung 5-0-5 Grad, Kraft normal, 

Lasègue negativ, Zehen/Fersengang normal, Sensomotorik unauffällig. 

Abduktion Schulter 110 Grad. Keine Überkopfarbeiten. Kein neurologi-

sches Defizit. Achillessehne deutlich gebessert. GZGG gut kompensiert. 

Keine regelrechte Tätigkeit möglich. Das Gesamtgutachten vom 26. Au-

gust 2020 (gemeint Gutachten von Dr. C._______ 5. Oktober 2020) habe 

keine Änderung zum Vorgutachten festgestellt. Er gab die im Gesamtgut-

achten vom 26. August 2020 gestellten Befunde wie folgt wieder: Halswir-

belsäule Rotation 40-0-40 Grad, Seitneigung 5-0-5, Reflexe seitengleich, 

Lasègue negativ, Sensomotorik unauffällig, Abduktion Schulter 100 Grad. 

Jobe-Test negativ. Als Hauptdiagnose führte er auf:  

– Halswirbelsäulensyndrom bei Status nach Spondylodese C5-C7 und Cage am 

3. Mai 2016; 

– Lendenwirbelsäulensyndrom bei Status nach Spondylodese Th9-L2 am 

24. November 2016; 

– lmpingement Schulter beidseits bei Arthroskopie links 2008, rechts 2013, und 

links am 9. Februar 2017. 

C-4782/2021 

Seite 18 

Nebendiagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er: 

– Chondrokalzinose rechtes Knie; 

– Chondropathie linkes Knie; 

– Achillodynie links; 

– Status nach Arthrodrese GZGG vom 5. Juli 2016 und OSME am 4. Juli 2017; 

– ulnare Achsabweichung PIP DIG IV links. 

Dr. med. D._______ stellte eine volle Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit ab dem 20. Dezember 2014 fest. Es sei eine Verweisungstätigkeit 

zumutbar unter Ausschluss von Rumpfrotation, Überkopfarbeit, Heben von 

Gewichten (Maximalgewicht: fünf Kilogramm), repetitiven Bewegungen, 

Klettern auf Leiter/Gerüst, Treppensteigen und unebenem Gelände (vgl. 

Tabelle betreffend funktionelle Einschränkungen in IVSTA-act. 209 S. 2 f.). 

Die beiden österreichischen Gutachten stünden im Widerspruch zum 

schweizerischen Gutachten der E._______ von 2018. Dieses sei sehr aus-

führlich und entspreche den Anforderungen und Leitlinien für Begutachtun-

gen in der Schweiz. Es sei daher stärker zu gewichten als die knappen 

österreichischen Gutachten. Die Befunde sowohl der österreichischen Gut-

achten als auch des Schweizer Gutachtens seien mit einer leichten, ange-

passten Tätigkeit kompatibel. Die Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätig-

keit bestehe nur in der Rekonvaleszenzzeit nach den Operationen. Die Ar-

beitsunfähigkeit in der angestammten Schreinertätigkeit sei dauerhaft seit 

2014. In einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer ab dem 18. 

September 2017 zu 0 % eingeschränkt (IVSTA-act. 209).  

5.2.3 Mit seiner Beschwerde hat der Beschwerdeführer den Bericht des 

Krankenhauses F._______ vom 27. September 2021 eingereicht. Hiernach 

wurde der Versicherte vom 20. September 2021 bis zum 28. September 

2021 aufgrund bewegungsabhängiger Schmerzen im Bereich der linken 

Schulter bei deutlicher Bewegungseinschränkung hospitalisiert. Als Diag-

nosen bei der Entlassung wurden aufgeführt:  

– beginnende Frozen Shoulder links (ICD-10 M75.0) mit/bei  

– Z. SSP-repair vor Jahren,  

– Zustand nach subacromialer Dekompression und Tenotomie der lan-

gen Bizepssehne 2017; 

C-4782/2021 

Seite 19 

– lmpingementsyndrom rechte Schulter mit/bei Zustand nach subacromianaler 

Dekompresssion vor Jahren; 

– Zervikalgie mit/bei  

– Zustand nach ventraler Spondylodese C5-C7 2016, 

– muskulärer Dysbalance, 

– chronischer Lumbalgie mit/bei Zustand nach dorsaler Spondylodese 

TH9-L2 2016, 

– Grosszehengrundgelenksarthrodese links; 

– Metatarsalgie MT 2 und 3 distal (ICD-10 M77.4) mit/bei Ausschluss eines Mor-

ton Neuroms; 

– Verdacht auf Gonarthrose – rechts mehr als links – (ICD-10 M17.9) mit/bei  

– Zustand nach VKB-Rekonstruktion rechts vor vielen Jahren, 

– Zustand nach Meniskusoperation beider Knie vor vielen Jahren; 

– Zustand nach malignem Melanom Bauchdecke 2007; 

– Zustand nach CHE (Cholinesterase); 

– Zustand nach Funduplicatio-Operation. 

Im Rahmen des stationären Aufenthaltes sei die analgetische Therapie 

umgestellt worden mittels einer Opiatrotation, sodass hierbei der Wirkstoff-

spiegel habe konstant gehalten werden können. Der Versicherte habe in 

gutem Allgemeinzustand und mit einer deutlichen Schmerzbesserung nach 

Hause entlassen werden können (Beilage zu BVGer-act. 1). 

5.2.4 Mit Stellungnahme vom 11. April 2022 hielt RAD-Arzt Dr. med. 

D._______ fest, aus dem nachgereichten Austrittsbericht ergäben sich 

keine neuen Erkenntnisse. Die beschriebenen Befunde der bekannten 

Halswirbelsäulen- und Schulterprobleme seien weitgehend unverändert 

und kompatibel mit einer leichten angepassten Tätigkeit, wie im 

E._______-Gutachten festgehalten. Von einem neuen Gutachten seien 

keine wesentlichen neuen und IV-relevanten Erkenntnisse zu erwarten 

(Beilage zu BVGer-act. 13). 

5.2.5 In seiner Replik (BVGer-act. 21) hat der Beschwerdeführer die nach-

folgenden Berichte eingereicht: 

C-4782/2021 

Seite 20 

5.2.5.1 Auf dem Karteiausdruck von Dr. med. J._______ (ohne Unter-

schrift), wurde mit Datum vom 22. September 2020 verzeichnet, dass eine 

ankylosierende Spondylose im Bereich C3/4, eine diskrete Spondylose im 

Bereich C4/5 und etwas ausgeprägter im Bereich C7/Th1, gleichfalls wie 

eine Spondylodese im Bereich Th10 bis L3 (anders oben Th9 bis L2, vgl. 

E. 5.1.1) ohne ankylosierende Verknöcherung im Spatium intervertebrale, 

Keilwirbel und teils ankylosierende Osteochondrose und Spondylose samt 

Fehlhaltung und als Normvariante sechs Lendenwirbelkörper vorlägen. 

Rechts bestehe eine aktivierte, gering ausgeprägte Retropatellararthrose 

sowie links allenfalls eine inzipiente minimal aktivierte Retropatellararth-

rose. Beidseits liege eine prominente Arteriosklerose vor. Ausserdem 

wurde darauf hingewiesen, dass der Versicherte keine Physiotherapie 

mehr machen solle; Radfahren sei auf niedrigem Niveau möglich (Beilage 

4 zu BVGer-act. 21). 

5.2.5.2 Im Arztbericht vom 27. August 2020 erkannte Dr. med. K._______, 

Facharzt für Orthopädie, eine Spondylodese im Bereich Th10 bis L3 ohne 

ankylosierende Verknöcherung im Spatium intervertebrale, Keilwirbel und 

teils ankylosierende Osteochondrose und Spondylose samt Fehlhaltung 

und als Normvariante sechs Lendenwirbelkörper, bei im Übrigen normalem 

Befund, sowie einen Zustand nach Rekonstruktion des vorderen Kreuz-

bandes rechts, Chondrocalcinosis meniscorum ausgeprägt rechts und 

links diskret im Bereich des Corpus des Aussenmeniskus, rechts aktivierte 

gering ausgeprägte Retropatellararthrose, links allenfalls inzipiente mini-

mal aktivierte Retropatellararthrose, beidseits prominente Arteriosklerose, 

bei im Übrigen normalem Befund (Beilage 5 zu BVGer-act. 21).  

5.2.5.3 Dem Ambulanzbericht des Krankenhauses F._______ vom 31. Mai 

2020 ist zu entnehmen, dass der Versicherte berichtet habe, er sei ausge-

rutscht und dabei auf die linke Zehe gestürzt. Seitdem stehe die Zehe weg. 

Ein Röntgenbild habe eine Luxation des PIP-Gelenks der Grosszehe links 

gezeigt, woraufhin eine Reposition mit guter Stellung erfolgt sei. Anlässlich 

der Kontrolle vom 21. Dezember 2020 habe der Versicherte weiterhin 

Schmerzen im Bereich des linken Vorfusses bei Arthrose des Grosszehen-

grundgelenks beklagt. Hinweise für eine rheumatische Erkrankung bestün-

den nicht. Auch anlässlich der Kontrolle am 5. Februar 2021 habe der Ver-

sicherte weiterhin Schmerzen im Bereich des rechten (recte: linken) Fus-

ses und zwar am Köpfchen des II. Mittelfussknochens beklagt (Beilage 6 

zu BVGer-act. 21). 

C-4782/2021 

Seite 21 

5.2.5.4 Gemäss dem Ambulanzbericht Rheumatologie des Krankenhau-

ses F._______ vom 10. Dezember 2020 wurde aktuell kein sicherer Hin-

weis für das Vorliegen – einer primär entzündlichen – Systemerkrankung 

aus dem rheumatologischen Formenkreis erkannt (Beilage 7 zu BVGer-

act. 21). 

5.2.5.5 Im Ambulanzbericht des Krankenhauses F._______ vom 24. Juni 

2021 wurde die Diagnose unspezifische Schulterschmerzen links bei be-

kanntem multimodalem Schmerzsyndrom und Zustand nach SAD und 

LSP-Tendotomie der Schulter links 2017 gestellt. Ein Röntgenbild der 

Schulter links habe keine frische knöcherne Verletzungszeichen aufge-

zeigt. Dem Bericht ist weiter zu entnehmen, dass anlässlich der Kontrolle 

vom 10. Februar 2022 eine degenerative Ruptur der Rotatorenmanschette 

links mit lmpingmentsyndrom diagnostiziert wurde, die mittels Schmerzthe-

rapie behandelt worden sei (Beilage 8 zu BVGer-act. 21).  

5.2.5.6 Im Befundbericht vom 23. August 2021 führte Dr. med. L._______, 

Fachärztin für Allgemeinmedizin, die nachfolgenden Diagnosen auf:  

– 21. Januar 2021: short Barrett Ösophagus; 

– 11. September 2018: Dexa 09/2018 (Normalbefund); 

– 14. Juni 2018: Zustand nach Melanom, Zustand nach lap CHE (laparoskopi-

sche Cholezystektomie); 

– 16. Mai 2018: Niereninsuffizienz G2; 

– 22. März 2018: Zustand nach dorsaler Spondylodese Th9-L2, Zustand nach 

ventraler Spondylodese C5-C7, Zustand nach Operation RM-Refixation 

Schulter links, Zustand nach Arthrodese Grosszehengrundgelenk links; 

– 8. August 2016: arterielle Hypertonie. 

Sie hielt fest, in den letzten Jahren sei es trotz therapeutischer Interventio-

nen zu einer weiteren Verschlechterung der Beschwerden gekommen, mit 

der Notwendigkeit einer entsprechend starken analgetischen Therapie 

(Beilage 9 zu BVGer-act. 21). 

5.2.6 Mit Stellungnahme vom 27. Juni 2022 hielt RAD-Arzt Dr. med. 

D._______ hierzu fest, die nachgereichten Berichte datierten vor der letz-

ten Stellungnahme vom 11. April 2022. Vorliegend habe bereits 2018 die 

Spondylosis der Lendenwirbelsäule und der Halswirbelsäule bestanden. 

Auch die Chondropathie und die geringe Retropatellararthrose hätten 2018 

C-4782/2021 

Seite 22 

bereits vorgelegen. Der Rechtsanwalt führe an, es läge eine Arterioskle-

rose des Kniegelenks vor. Eine Arteriosklerose sei eine Gefässerkrankung, 

eine Arteriosklerose des Kniegelenks gebe es nicht. Entscheidend seien 

nicht die radiologischen Befunde und deren naturgemässe Zunahme im 

Laufe der Zeit, sondern die klinischen Auswirkungen. Ein Vergleich der Be-

funde von 2018 mit jenen von 2020/2021 zeige, dass sich der ROM der 

Halswirbelsäule nicht verschlechtert, sondern sogar verbessert habe (Ro-

tation 2018: 30-0-30 Grad, 2021: 45-0-45 Grad; Seitneigung 2018: 30-0-20 

Grad, 2021: 20-0-30 Grad). Radikuläre Ausfälle seien auch 2021 nicht be-

schrieben worden. Das Schulterimpingement habe bereits 2018 und früher 

vorgelegen, die Abduktion habe 2018 90 Grad und 2021 100 Grad betra-

gen. Der Kniegelenksbefund 2021 zeige ein reizloses Knie, keine Schwel-

lung, keine Überwärmung, kein Erguss, stabil, Meniskuszeichen negativ. 

Es handle sich um einen völlig unauffälligen Kniebefund. Somit könne von 

keiner ausgeprägten, IV-relevanten Befundverschlechterung im Vergleich 

zu 2018 die Rede sein. Auch die Behauptung, die Schmerzmedikation sei 

wesentlich erhöht worden, treffe nicht vollständig zu (2018: Fentanyl 25 

mg, Hydal 2,6 mg; 2021: Durogesic 50 uG [sic], Hydal 2,6 mg). Eine Ab-

setzung der Opiate sei bereits 2018 empfohlen worden. Es scheine hier 

eher ein Abhängigkeitsproblem vorzuliegen. Zusammenfassend liege 

keine wesentliche, IV-relevante Verschlechterung der klinischen Befunde 

vor. Eine leichteste, wirbelsäulen- und schulterschonende, leidensadap-

tierte Tätigkeit sei nach wie vor möglich und mit den vorliegenden Befun-

den kompatibel (Beilage zu BVGer-act. 23). 

5.3 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung ausgeführt, im Gut-

achten von Dr. C._______ vom 5. Oktober 2020 bestehe keine Änderung 

zum Vorgutachten vom 10. Oktober 2018. Somit könne weiterhin auf das 

vom Bundesverwaltungsgericht überprüfte E._______-Gutachten abge-

stellt werden. Neue Arbeitsunfähigkeiten, welche über die im Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 17. Dezember 2019 hinausgehen, seien 

nicht festgestellt worden.  

Nachdem der Beschwerdeführer dem beschwerdeweise entgegengehal-

ten hatte, der Arztbericht des Krankenhauses F._______ vom 27. Septem-

ber 2021 würde die von Dr. med. C._______ mit Gutachten vom 5. Oktober 

2020 getroffenen Feststellungen widerlegen und aufzeigen, dass sowohl 

im Bereich der Halswirbelsäule als auch im Bereich der Schulter starke 

Schmerzen vorhanden seien und auch die Beweglichkeit deutlich herab-

gesetzt sei, hatte die Vorinstanz den Arztbericht vom 27. September 2021 

dem ärztlichen Dienst zur Stellungnahme unterbreitet. Dieser hatte 

C-4782/2021 

Seite 23 

aufgeführt, aus dem Arztbericht vom 27. September 2021 würden sich 

keine neuen Erkenntnisse ergeben, denn es würden die bekannten Hals-

wirbelsäulen- und Schulterprobleme beschrieben; die Befunde seien weit-

gehend unverändert und kompatibel mit einer leichtesten, leidensange-

passten Tätigkeit (vgl. oben E. 5.2.4). Gestützt darauf hielt die Vorinstanz 

in ihrer Vernehmlassung an der angefochtenen Verfügung fest. 

5.4 Diesbezüglich lässt der Beschwerdeführer replizieren, die Vorinstanz 

habe zwar den neu eingereichten Arztbericht des Krankenhauses 

F._______ vom 27. September 2021 dem ärztlichen Dienst zur Stellung-

nahme unterbreitet. Allerdings habe dieser wahrscheinlich übersehen, 

dass sich die Schmerzen und die erforderliche Schmerzmedikation des Be-

schwerdeführers massgeblich erhöht hätten. Er müsse starke Morphi-

umpflaster (Fentanyl 50 μg/h TTS) verwenden, die er durchgehend trage 

und alle 72 Stunden wechsle. Ausserdem seien zu den bisherigen umfang-

reichen körperlichen Beschwerden zwischenzeitlich eine beginnende Fro-

zen Shoulder links und eine Zervikalgie im Bereich C6-C7 dazu gekom-

men. Die Schmerzen in der linken Schulter seien im September 2021 der-

art stark gewesen, dass eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus 

F._______ erforderlich gewesen sei. Ausserdem habe sich seine Wirbel-

säule in relevanter Weise verschlechtert und auch seine abgenutzten Knie-

gelenke würden zur Schmerzsymptomatik beitragen. Ein Vergleich des 

Gutachtens von Dr. med. C._______ vom 26. August 2020 (recte 5. Okto-

ber 2020) mit dem Gutachten vom 10. Oktober 2018 zeige folgende Ver-

änderungen des Gesundheitszustands: Die Beschwerden an der Lenden-

wirbelsäule hätten zugenommen; 2018 sei noch eine Gehstrecke von einer 

Stunde möglich gewesen, nurmehr sei diese auf 30 Minuten limitiert; das 

Ent- und Ankleiden sei anlässlich der Untersuchung im Jahr 2018 selbstän-

dig erfolgt, 2020 sei dies auch ohne Hilfe, jedoch mit Schmerzzeichen er-

folgt; im Bereich des Nackens bestünden 2020 neu anhaltende Schmerzen 

und eine Einschränkung der Beweglichkeit mit Einschränkung der Rotation 

und lateral beidseitiger Ausstrahlung in Richtung der Oberarme; bei beiden 

Schultern sei das Heben des Armes laut Gutachten 2020 deutlich einge-

schränkt. Gemäss seinen Angaben hätten die Schmerzen gegenüber 2018 

wieder zugenommen. Laut den Ausführungen von Dr. med. C._______ im 

Gutachten des Jahres 2018 habe die Versteifung an der Lendenwirbel-

säule langfristig keine Besserung der Beschwerdesituation gebracht. Die 

Haupteinschränkung der Leistungsfähigkeit sei durch die Schmerzen der 

Lendenwirbelsäule und deren Einschränkung der Beweglichkeit bedingt. 

Dennoch habe Dr. med. C._______ im Gutachten des Jahres 2020 zu die-

sem Umstand nichts angemerkt. Es sei davon auszugehen, dass dies 

C-4782/2021 

Seite 24 

deshalb nicht vertieft untersucht worden sei, weil der Gutachter ohnehin 

von Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sei und daher keine weiteren Befunde 

erhoben habe. Auch die Hausärztin des Beschwerdeführers Dr. med. 

L._______ bestätige im Befundbericht vom 23. August 2021, dass es in 

den letzten Jahren trotz therapeutischer Interventionen zu weiteren Ver-

schlechterungen der Beschwerden gekommen sei, mit der Notwendigkeit 

einer entsprechend starken analgetischen Therapie. Aus diesem Befund-

bericht ergebe sich auch die zusätzliche neue Diagnose „short Barret Öso-

phagus" (BVGer-act. 21). 

Soweit der Beschwerdeführer aufgrund eines Vergleichs der beiden Gut-

achten von Dr. med. C._______, Pensionsversicherungsanstalt 

M._______, der Jahre 2018 und 2020 auf einen veränderten Gesundheits-

zustand schliesst, ist ihm entgegenzuhalten, dass im vorliegenden Aus-

gangspunkt das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-2932/2018 vom 

17. Dezember 2019 das E._______-Gutachten des Jahres 2018 als mas-

sgebende medizinische Grundlage betrachtet und explizit festgehalten hat, 

dass das ebenfalls in den Vorakten liegende Gutachten von Dr. med. 

C._______ vom 10. Oktober 2018 nicht geeignet sei, die Beurteilung der 

Gutachter der E._______ betreffend den Gesundheitszustand sowie die 

Arbeitsfähigkeit in Zweifel zu ziehen (vgl. oben E. 5.1.2). Entgegen der Auf-

fassung des Beschwerdeführers ist damit zur Beantwortung der Frage, ob 

sich der Gesundheitszustand seit der letzten Verfügung erheblich verän-

dert hat, für den vorliegenden Ausgangspunkt nicht auf das Gutachten von 

Dr. med. C._______ aus dem Jahr 2018 abzustellen.  

5.5 In Bezug auf die Argumentation der Vorinstanz fällt demgegenüber auf, 

dass RAD-Arzt Dr. med. D._______ in seiner Stellungnahme vom 15. Juni 

2021 ausgeführt hat, die beiden Gutachten aus Österreich würden in Wi-

derspruch zum schweizerischen Gutachten der E._______ stehen. Er hat 

insbesondere darauf hingewiesen, dass das E._______-Gutachten sehr 

ausführlich sei und den Anforderungen und Leitlinien der Begutachtung in 

der Schweiz entspreche. Er ist damit davon ausgegangen, dass auf die 

kurzen Gutachten aus Österreich nicht abgestellt werden könne. Somit hat 

er insbesondere auch für den vorliegenden Vergleichszeitpunkt nach wie 

vor auf das E._______-Gutachten des Jahres 2018 und nicht auf das Gut-

achten von Dr. med. C._______ des Jahres 2020 abgestellt. Unter diesen 

Umständen erscheint es widersprüchlich, dass die Vorinstanz gestützt auf 

das Gutachten aus Österreich von 2020 auf einen unveränderten Gesund-

heitszustand schliesst, zumal Dr. med. C._______ in diesem die Feststel-

lung eines unveränderten Gesundheitszustands implizit auf einen 

C-4782/2021 

Seite 25 

Vergleich des aktuellen Gesundheitszustands mit jenem, wie er sich an-

lässlich seiner früheren, im Jahr 2018 vorgenommenen Begutachtung ma-

nifestierte, abgestützt hat. Ausserdem haben die beiden Gutachten von Dr. 

med. C._______ aus Österreich dem Beschwerdeführer jeweils eine volle 

Arbeitsunfähigkeit in jeglicher beruflichen Tätigkeit (2020: «Leistungskal-

kül: geregelte Tätigkeiten sind nicht mehr zumutbar» [vgl. IVSTA-act. 194 

S. 8]; 2018: «Im Rahmen der polytopen Beschwerden am ganzen Körper 

ist derzeit eine regelrechte Tätigkeit nicht möglich» [IVSTA-act. 158 S. 6]) 

bescheinigt, anders als das E._______-Gutachten von 2018, welches den 

Beschwerdeführer als seit September 2017 in einer Verweisungstätigkeit 

voll arbeitsfähig eingestuft hat. Entsprechend hat der RAD in seiner Stel-

lungnahme vom 15. Juni 2021 noch eine volle Arbeitsfähigkeit in einer an-

gepassten Tätigkeit festgestellt. In seiner im Rahmen des vorliegenden Be-

schwerdeverfahrens von der Vorinstanz eingeholten Stellungnahme vom 

27. Juni 2022 hat er hingegen nurmehr eine leichteste wirbelsäulen- und 

schulterschonende, leidensadaptierte Tätigkeit als zumutbar bezeichnet. 

Der Beschwerdeführer weist sodann zu Recht darauf hin, dass der von ihm 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichte Arztbericht des Kran-

kenhauses F._______ vom 27. September 2021 Hinweise darauf enthält, 

dass zu den bisherigen körperlichen Beschwerden eine beginnende Fro-

zen Shoulder links hinzugekommen sei. Aus dem entsprechenden Bericht 

geht hervor, dass der Beschwerdeführer aufgrund bewegungsabhängiger 

Schmerzen im Bereich der linken Schulter bei deutlicher Bewegungsein-

schränkung hospitalisiert und im Rahmen des stationären Aufenthalts die 

analgetische Therapie mittels einer Opiatrotation umgestellt worden ist, um 

den Wirkstoffspiegel konstant zu halten. Später wurde gemäss Bericht vom 

10. Februar 2022 eine degenerative Ruptur der linken Rotatorenman-

schette diagnostiziert. Bei fortschreitenden degenerativen Leiden ist es da-

mit nicht ausgeschlossen, dass sich der Gesundheitszustand und die Ar-

beitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der E._______-Begutachtung 

verändert haben könnten. Es überzeugt daher nicht, dass der RAD nach 

wie vor auf das E._______-Gutachten aus dem Jahres 2018 abgestellt und 

das Gutachten aus Österreich von 2020 als hierzu widersprüchlich be-

zeichnet hat. Indem Dr. med. C._______ in seinem Gutachten von 2020 

einen Vergleich lediglich mit seinem früheren Gutachten von 2018 zieht 

und der RAD das Gutachten von Dr. med. C._______ von 2020 überdies 

als widersprüchlich zum E._______-Gutachten bezeichnet, fehlt vorliegend 

eindeutig eine gutachterliche Auseinandersetzung mit dem Verlauf des Ge-

sundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit dem 

E._______-Gutachten des Jahres 2018. Ausserdem fehlt in den vorliegen-

den Akten ein Vergleich des aktuellen Gesundheitszustands des 

C-4782/2021 

Seite 26 

Versicherten mit jenem, wie er in dem für den vorliegenden Ausgangspunkt 

massgebenden E._______-Gutachten des Jahres 2018 beschrieben 

wurde. Auch die vom Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdever-

fahren eingereichten medizinischen Unterlagen erlauben keine umfas-

sende Beurteilung seines aktuellen Gesundheitszustands sowie seiner Ar-

beitsfähigkeit, dies insbesondere auch aus dem Grunde, dass keiner der 

vom Beschwerdeführer eingereichten Berichte Angaben zu seiner Arbeits-

fähigkeit enthält (vgl. oben E. 5.2.3 und 5.2.5 ff.). Der Beschwerdeführer 

hat ferner in seiner Triplik vom 14. September 2022 zu Recht darauf hin-

gewiesen, dass die bei ihm vorliegenden Beschwerden (insbesondere) in 

die Fachbereiche der Orthopädie und der Inneren Medizin fallen, womit 

RAD-Arzt Dr. med. D._______ als Facharzt für physikalische Medizin nicht 

die erforderliche Fachkompetenz aufweist, um die verschiedenen gesund-

heitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers zu beurteilen (vgl. 

Sachverhalt Bst. D.g). Erforderlich wäre vielmehr eine interdisziplinäre Be-

urteilung unter Einbezug sämtlicher Facharztbereiche gewesen. Nach dem 

Gesagten fehlt damit vorliegend in den Akten ein aktuelles interdisziplinä-

res Revisionsgutachten, das insbesondere zum Verlauf des Gesundheits-

zustands und der Arbeitsfähigkeit des Versicherten seit dem E._______-

Gutachten des Jahres 2018 Stellung nimmt und den aktuellen Gesund-

heitszustand des Versicherten unter Einbezug sämtlicher erforderlichen 

medizinischen Fachgebiete umfassend abklärt.  

6.  

6.1 Da die angefochtene Verfügung gestützt auf eine unvollständige Sach-

verhaltsabklärung ergangen ist, ist die Sache in Gutheissung des Haupt-

antrags des Beschwerdeführers sowie in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 

VwVG zur Vornahme der notwendigen erwerblichen und medizinischen 

Abklärungen und zu anschliessendem neuem Entscheid an die Vorinstanz 

zurückzuweisen. Diese Rückweisung an die Vorinstanz erfolgt in Überein-

stimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, gemäss welcher 

eine solche insbesondere im Falle der notwendigen Erhebung einer bisher 

vollständig ungeklärten Frage möglich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), was 

vorliegend eindeutig der Fall ist, nachdem die Vorinstanz bezüglich der 

Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der 

letzten materiellen Rentenprüfung erheblich verändert hat, nicht rechts-

genüglich abgeklärt hat. Überdies würde dem Beschwerdeführer mit dem 

Verzicht auf ein Administrativgutachten im Verwaltungsverfahren der dop-

pelte Instanzenzug nicht gewahrt (vgl. Urteil des BVGer C-1882/2017 vom 

3. April 2018 E. 6.1).  

C-4782/2021 

Seite 27 

6.2 Die Vorinstanz ist anzuweisen, nach Aktualisierung und Vervollständi-

gung der medizinischen Akten eine interdisziplinäre Begutachtung des Be-

schwerdeführers zu veranlassen. Mit Blick auf die im Raum stehenden Be-

funde und Diagnosen erscheinen Expertisen in den Fachbereichen Allge-

meine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie erforderlich. 

Hierbei sind betreffend allfällige psychiatrische Diagnosen für die objekti-

vierte Einschätzung des zumutbaren Leistungsvermögens die Standardin-

dikatoren gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 143 V 418; 

143 V 409; 141 V 281 E. 10.2; vgl. oben E. 4.9) massgebend. Ob neben 

den genannten Fachdisziplinen auch noch weitere Spezialisten beizuzie-

hen sind, ist dem pflichtgemessen Ermessen der Gutachter zu überlassen, 

zumal es primär ihre Aufgabe ist, aufgrund der konkreten Fragestellung 

über die erforderlichen Untersuchungen zu befinden (vgl. dazu BGE 139 V 

349 E. 3.3; Urteil des BGer 9C_752/2018 vom 12. April 2019 E. 5.3 m. 

w. H.; Urteil des BVGer C-4537/2017 vom 20. August 2019 E. 8).  

6.3 Die polydisziplinäre Begutachtung hat vorliegend in der Schweiz zu er-

folgen, da die Abklärungsstelle mit den Grundsätzen der schweizerischen 

Versicherungsmedizin vertraut sein muss (vgl. dazu Urteil des BGer 

9C_235/2013 vom 10. September 2013 E. 3.2; statt vieler Urteil des BVGer 

C-3864/2017 vom 11. März 2019 E. 7.5 m. w. H.). Es sind vorliegend keine 

Gründe ersichtlich, die eine Begutachtung in der Schweiz als unverhältnis-

mässig erscheinen liessen. Im Weiteren ist die Gutachterstelle nach dem 

Zufallsprinzip gemäss Zuweisungssystem «SuisseMED@P» zu ermitteln 

(vgl. dazu BGE 139 V 349 E. 5.2.1 und Art. 72bis Abs. 2 IVV) und es sind 

dem Beschwerdeführer die ihm zustehenden Mitwirkungsrechte einzuräu-

men (vgl. BGE 137 V 210 E. 3.4.2.9).  

6.4 Da die neuen Abklärungen der Beantwortung der Frage, ob eine erheb-

liche Veränderung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers ab 

20. April 2018 eingetreten ist, dienen sollen, wird das einzuholende poly-

disziplinäre Gutachten auch die Anforderungen an ein Revisionsgutachten 

zu erfüllen haben. Das Gutachten wird sich mithin insbesondere auch dar-

über auszusprechen haben, ob und inwiefern gegenüber dem vorliegen-

den Ausgangspunkt April 2018 eine effektive Veränderung des Gesund-

heitszustands des Versicherten stattgefunden hat und dazu wie auch zur 

Krankheitsentwicklung sowie zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit konkrete und 

begründete Angaben zu machen haben (vgl. oben E. 4.8). Dabei ist zu be-

rücksichtigen, dass weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Ein-

schätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschied-

liche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt, 

C-4782/2021 

Seite 28 

um auf einen erheblich veränderten Gesundheitszustand zu schliessen; 

notwendig ist vielmehr eine veränderte Befundlage (vgl. dazu Urteil des 

BGer 8C_703/2020 vom 4. März 2021 E. 5.2.1.1 m. H.; vgl. auch Urteil des 

BVGer C-920/2019 vom 25. Juni 2020 E. 5.7).   

6.5 Damit ist die Beschwerde im Hauptantrag gutzuheissen, die Verfügung 

vom 1. Oktober 2021 aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zurück-

zuweisen ist, damit sie respektive - da es sich beim Beschwerdeführer um 

einen ehemaligen Grenzgänger handelt (vgl. Urteil des BVGer C-

2932/2018 vom 17. Dezember 2019 E.2) - die für die Abklärung zuständige 

kantonale IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt im Sinne der Erwägun-

gen ergänzend abkläre und die Vorinstanz anschliessend neu verfüge. In-

folge Gutheissung des Hauptantrags wird der Eventualantrag gegen-

standslos. 

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da eine 

Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der beschwerdeführenden Par-

tei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem Beschwerdeführer keine Verfah-

renskosten aufzuerlegen. Der geleistete Verfahrenskostenvorschuss im 

Betrag von Fr. 800.– ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden 

Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfah-

renskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

7.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG i. V. m. Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

(VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten 

der Vorinstanz. Da seitens des Rechtsvertreters keine Kostennote einge-

reicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen 

(Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensaus-

gangs, der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des vorliegend zu 

beurteilenden Verfahrens sowie auch des gebotenen und aktenkundigen 

Aufwands, dies insbesondere in Anbetracht des Umstands, dass die Man-

datierung zwar erst mit Schreiben vom 28. März 2022 – und damit nach 

Einreichung der Beschwerde – erfolgte, in der Folge jedoch ein zusätzli-

cher Schriftenwechsel durchgeführt wurde und sich der anwaltlich vertre-

tene Beschwerdeführer in seiner Replik vom 7. Juni 2022 (BVGer-act. 21) 

sowie in seiner Triplik vom 14. September 2022 (BVGer-act. 25) einlässlich 

(auf insgesamt 11 Seiten) zur Beschwerdesache geäussert hat, erscheint 

C-4782/2021 

Seite 29 

vorliegend eine Parteientschädigung von Fr. 2'800.– (inkl. Auslagen; Art. 9 

Abs. 1 i. V. m. Art. 10 Abs. 2 VGKE) angemessen. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die Verfügung vom 1. Ok-

tober 2021 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen 

wird, damit sie den medizinischen Sachverhalt im Sinne der Erwägungen 

weiter abkläre und anschliessend neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2'800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das BSV. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Marion Sutter 

 

C-4782/2021 

Seite 30 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

Versand: