# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fcfb1f2-9825-5442-ad48-4ce41400ac89
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.12.2017 810 17 112
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-112_2017-12-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 13. Dezember 2017 (810 17 112) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Erlöschen/Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung/mangelnde 

erfolgreiche Integration  

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Christian  

Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Beat Walther,  
Gerichtsschreiberin Elena Diolaiutti 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Denis G. Giovannelli, 
Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Erlöschen/Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegwei-

sung (RRB Nr. 0519 vom 25. April 2017) 
 
 
 
A. Der türkische Staatsangehörige A.____, geboren am XX.XX.1975, heiratete am 
28. Dezember 2007 seine im Kanton Basel-Landschaft niederlassungsberechtigte Landsfrau 
B.____, geboren am XX.XX.1973. Am 10. Mai 2008 reiste er im Rahmen des Familiennachzugs 
in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Die 

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Aufenthaltsbewilligung wurde regelmässig verlängert, letztmals bis zum 30. Juni 2015. A.____ 
und B.____ haben zwei Töchter, C.____, geboren am XX.XX.2010, und D.____, geboren am 
XX.XX.2011.  
 
B. Die Ehefrau erstattete am 17. November 2012 Anzeige gegen ihren Ehemann wegen 
einfacher Gefährdung des Lebens und Drohung und am 22. Februar 2013 wegen einfacher 
Körperverletzung, Drohung und Tätlichkeit. Die Polizei Basel-Landschaft (Polizei) verfügte nach 
beiden Anzeigen jeweils eine zeitlich beschränkte Wegweisung des Ehemannes sowie nach der 
ersten Anzeige zusätzlich ein Betretungsverbot der gemeinsamen Wohnung und nach der zwei-
ten Anzeige zusätzlich ein Kontaktverbot. Auf Antrag der Ehefrau wurden beide Verfahren ge-
gen ihren Ehemann am 2. Juli 2014 eingestellt.  
 
C. Am 16. Juli 2013 verwarnte das Amt für Migration des Kantons Basel-Landschaft (AfM) 
A.____ mit der Begründung, dass er eingestanden habe, seine Ehefrau am 17. November 2012 
im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung am Hals gepackt und mit dem Tode bedroht 
sowie sie am 21. Februar 2013 mit einem Messer bedroht und sie mit der Faust auf den Hinter-
kopf geschlagen zu haben. Durch die wiederholte Gewalttätigkeit gegenüber der Ehefrau habe 
er gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung der Schweiz verstossen.  
 
Am 1. Oktober 2014 trennten sich die Ehegatten. Der Ehemann verliess die eheliche Wohnung 
in H.____ und mietete sich am 20. Oktober 2014 in einem Hotel in E.____ ein. Am 24. Juni 
2015 suchte A.____ um Verlängerung seiner am 30. Juni 2015 ablaufenden Aufenthaltsbewilli-
gung nach. Der Aufforderung des AfM einen aktuellen Arbeitsvertrag einzureichen, kam A.____ 
nicht nach. Am 3. Dezember 2015 meldete die Gemeinde E.____ A.____ rückwirkend per 
30. Juni 2015 nach unbekannt ab, nachdem sie erfahren hatte, dass dieser seit drei bis vier 
Monaten nicht mehr im Hotel in E.____ wohnhaft war.  
 
D. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 10. Februar 2016 wurde 
A.____ rechtskräftig wegen mehrfacher einfacher Körperverletzung zu einer bedingt vollziehba-
ren Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 30.--, bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu 
einer Busse von Fr. 1‘000.-- verurteilt. Hinsichtlich der Adresse war auf dem Strafbefehl der 
Hinweis “unbekannten Aufenthalts“ vermerkt.  
 
E. Mit Schreiben vom 13. April 2016 ersuchte A.____ das AfM erneut um Verlängerung 
seiner Aufenthaltsbewilligung, da er ohne Adresse weder eine Wohnung noch eine Arbeit finden 
könne. Im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs betreffend die in Aussicht gestellte 
Nichtverlängerung bzw. das Erlöschen der Aufenthaltsbewilligung nahm A.____ mit Schreiben 
vom 9. Juni 2016 Stellung. Mit Schreiben vom 8. August 2016 forderte das AfM diesen auf, un-
ter anderem zu belegen, wo er sich von August 2015 bis Dezember 2015 aufgehalten habe. 
Dieser Aufforderung kam er nicht nach. In der Folge gingen beim AfM zwei Dokumente ein, auf 
welchen als Zustelladresse von A.____, Frau F.____, DE-XXXXX G.____, genannt war. Am 
23. September 2016 sprach A.____ beim AfM vor und verlangte erneut eine Aufenthaltsbewilli-
gung. Auf Frage hin erklärte er, jeden Tag bei einem anderen Kollegen zu wohnen. Die Namen 
und Adressen dieser Kollegen gab er jedoch nicht bekannt. Am 29. September 2016 teilten die 

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Einwohnerdienste E.____ dem AfM mit, dass sie A.____ die Anmeldung in E.____ verweigert 
hätten, da er keinen Mietvertrag habe vorlegen können. Am 12. November 2016 nahm die Ehe-
frau im Rahmen des ihr gewährten Anspruchs auf rechtliches Gehör betreffend Nichtverlänge-
rung der Aufenthaltsbewilligung ihres Ehemannes Stellung. Da A.____ ein Untermietvertrag für 
eine Wohnung in H.____ in Aussicht gestellt worden war, stellte das AfM diesem am 21. No-
vember 2016 eine Bestätigung über die Anwesenheitsberechtigung gültig bis 21. Dezember 
2016 unter dem Vorbehalt aus, dass er sich zeitnah bei der Gemeinde H.____ anmelde. Der 
Vermieter erklärte dem Mieter in der Folge jedoch, mit der Untermiete nicht einverstanden zu 
sein, da A.____ keine gültige Aufenthaltsbewilligung besitze.  
 
F. Am 14. Dezember 2016 verfügte das AfM die Nichtverlängerung sowie das Erlöschen 
der Aufenthaltsbewilligung von A.____ und ordnete dessen Wegweisung aus der Schweiz bis 
spätestens am 15. Januar 2017 an. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, 
A.____ erfülle mit den beiden Vorfällen der häuslichen Gewalt gegenüber seiner Ehefrau, für 
die er zwar nicht verurteilt worden sei, die jedoch unbestritten seien, sowie mit der Verurteilung 
wegen mehrfacher einfacher Körperverletzung den Widerrufsgrund des erheblichen oder wie-
derholten Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung nach Art. 62 lit. c des Bun-
desgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) vom 16. Dezember 2005. Diese 
Vorfälle würden das Gewaltpotential von A.____ aufzeigen. Zudem sei die Aufenthaltsbewilli-
gung ohnehin erloschen, da aus verschiedenen Indizien geschlossen werden könne, dass 
A.____ seinen Lebensmittelpunkt vermutlich im August 2015 nach Deutschland verlegt habe 
und sich seit über einem Jahr mehrheitlich dort aufhalte. Schliesslich sei die Wegweisung auch 
verhältnismässig.  
 
G. Gegen diese Verfügung erhob A.____, nachfolgend immer vertreten durch Denis 
G. Giovanelli, Advokat, mit Eingabe vom 27. Dezember 2016 beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) Beschwerde. Er beantragte unter o/e-Kostenfolge, es sei die 
angefochtene Verfügung vollumfänglich aufzuheben und das AfM anzuweisen, die Aufenthalts-
bewilligung zu verlängern bzw. zu erteilen; eventualiter sei er letztmalig zu verwarnen. Sube-
ventualiter sei ihm ermessensweise eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Für den Fall des 
Unterliegens sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu bewilligen.  
 
H. Mit Beschluss Nr. 519 vom 25. April 2017 wies der Regierungsrat die Beschwerde ab 
und ordnete an, dass A.____ die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft des Ent-
scheids zu verlassen habe. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wurde abgewiesen 
und A.____ die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- auferlegt. Der Regierungsrat kam 
zum Schluss, dass offen gelassen werden könne, ob A.____ die Schweiz für sechs Monate 
verlassen habe und damit der Erlöschensgrund der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 61 Abs. 2 
AuG erfüllt sei. Aufgrund der strafrechtlichen Vorkommnisse sei seine Aufenthaltsbewilligung zu 
Recht nicht verlängert worden. Die Wegweisung sei überdies auch angemessen und verhält-
nismässig. Ein persönlicher Härtefall liege nicht vor.  
 
I. Mit Eingabe vom 8. Mai 2017 erhob A.____ gegen den Regierungsratsbeschluss beim 
Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde. 
Er beantragte, es sei der Regierungsratsbeschluss vom 25. April 2017 vollumfänglich (Ziffern 

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1 - 4) aufzuheben und dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung ab 30. Juni 2015 zu 
erteilen, allenfalls sei eine zweite Verwarnung auszusprechen. Ferner sei ihm eine reduzierte 
Parteientschädigung auszurichten und er sei zur Bezahlung einer angemessenen reduzierten 
Gebühr zu verpflichten. Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege mit un-
entgeltlicher Rechtsverbeiständung zu gewähren. Des Weiteren beantragte er die Befragung 
verschiedener Personen sowie den Beizug der Akten zum Eheschutzverfahren.  
 
Innert gewährter Frist reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Juli 2017 eine ergän-
zende Beschwerdebegründung ein und stellte folgendes Rechtsbegehren: “Es sei der Be-
schluss des Regierungsrates Nr. 0519 vom 25. April 2017 vollumfänglich (Ziffern 1 - 4) aufzu-
heben und es sei dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung ab 30. Juni 2015 zu ertei-
len, allenfalls sei eine zweite Verwarnung auszusprechen. Ferner (recte: Eventualiter) sei Ziffer 
4 aufzuheben und dem Beschwerdeführer eine angemessene reduzierte Parteientschädigung 
auszurichten und er sei zur Bezahlung einer angemessenen reduzierten Gebühr zu verpflich-
ten.“ Der Beschwerdeführer legte der ergänzenden Beschwerdebegründung eine Verfügung der 
Sozialhilfebehörde H.____ vom 11. Mai 2017 bei. Im Wesentlichen machte er geltend, dass er 
Kontakt zu seinen Töchtern hätte, wenn seine Ehefrau sich nicht querstellen würde. Die Aussa-
ge des Beschwerdegegners, dass zwischen ihm und seinen Töchtern keine besonders enge 
Beziehung bestünde, stütze sich lediglich auf die Aussagen seiner Ehefrau. Die Unterhaltsbei-
träge habe er überdies unverschuldeterweise nicht bezahlen können. Die Vorfälle zwischen ihm 
und seiner Ehefrau würden viele Jahre zurückliegen. Ein Mitverschulden der Ehefrau sei nie 
geprüft worden. Beim Vorfall vom 11. Oktober 2014 handle es sich um einen einmaligen Vorfall. 
Das sei seine erste und einzige strafrechtliche Verurteilung. Das habe der Beschwerdegegner 
nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem habe es der Beschwerdegegner unterlassen darzule-
gen, woran er die angeblich “schlechte Beherrschung der Sprache“ des Beschwerdeführers 
festmache. Die Vorinstanz habe auch das ihm vorgeworfene “grosse Gewaltpotential“ nicht be-
legt. Des Weiteren sei das Verhalten des AfM ausschlaggebender Grund dafür, dass er seit nun 
rund einem Jahr keine Arbeitsstelle mehr finde, sei es doch gerichtsnotorisch, dass es für Aus-
länder ohne Bewilligung praktisch unmöglich sei, eine Arbeitsstelle zu finden. Im Übrigen unter-
halte er im Gegensatz zur Feststellung des Beschwerdegegners nur noch wenige Kontakte in 
der Türkei. Des Weiteren habe er sich betreffend seine Wohnsituation gegenüber dem AfM 
nicht unkooperativ gezeigt. Die prekäre Wohnsituation sei Folge der Tatsache, dass er weder 
über eine Aufenthaltsbewilligung noch über eine Duldungsbescheinigung des AfM verfügt habe. 
Sinngemäss machte er geltend, dass die Nichterteilung bzw. Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung und Wegweisung unverhältnismässig seien.  
 
J. Der Regierungsrat beantragte in seiner Vernehmlassung vom 7. August 2017 die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde. 
 
K. Mit präsidialer Verfügung vom 11. August 2017 überwies das Kantonsgericht den Fall 
der Kammer zur Beurteilung im Rahmen einer Urteilsberatung und verfügte den Beizug der Ak-
ten des Eheschutzverfahrens des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau ab Zivilkreisgericht 
I.____ (Zivilkreisgericht). Die Beweisanträge des Beschwerdeführers auf Partei- und Zeugenbe-

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fragung und Befragung der Töchter wurden abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wurde für das 
vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g: 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Demnach ist 
das Kantonsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zustän-
dig. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdi-
ges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, 
so dass auf die Beschwerde eingetreten werden kann. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können nach § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO). 
 
3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten.  
 
4.1. Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und Art. 1 AuG; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet in 
den Fällen nach Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Ver-
träge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit 
oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilli-
gung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völker-
rechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER UEBERSAX, in: Uebersax/
Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 7.84 ff.). 
 
4.2. Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und der Türkei keine staatsver-
tragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Aufenthalt 
in der Schweiz einräumen würde. 
 
5. Ein gesetzlicher Anspruch einer ausländischen Person auf Anwesenheit in der Schweiz 
liegt gemäss Art. 43 Abs. 1 AuG insbesondere dann vor, wenn diese mit einer Person mit Nie-
derlassungsbewilligung verheiratet ist und mit ihr zusammenwohnt. Der Beschwerdeführer hei-
ratete am 28. Dezember 2007 seine Ehefrau, welche über eine Niederlassungsbewilligung ver-
fügte. Er reiste am 10. Mai 2008 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und er-
hielt eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau. Mit Entscheid vom 18. De-
zember 2014 bewilligte das Zivilkreisgericht den Ehegatten das Getrenntleben und stellte fest, 

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dass sie dieses durch Auszug des Ehemannes aus der ehelichen Wohnung am 1. Oktober 
2014 aufgenommen hatten. Die Kinder der Ehegatten wurden für die Dauer des Getrenntlebens 
unter die Obhut der Mutter gestellt. Aus der Verfügung des Zivilkreisgerichts vom 10. August 
2017 geht hervor, dass in der Zwischenzeit auch das Scheidungsverfahren eingeleitet wurde. 
Damit ist der ursprüngliche Anspruch des Beschwerdeführers auf Anwesenheit nach Art. 43 
Abs. 1 AuG unstreitig spätestens am 1. Oktober 2014 weggefallen. Es ist jedoch zu prüfen, ob 
der Beschwerdeführer einen anderweitigen Rechtsanspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewil-
ligung geltend machen kann. 
 
6.1. Gemäss Art. 50 Abs. 1 AuG besteht nach Auflösung der Familiengemeinschaft der An-
spruch des ausländischen Ehegatten auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
nach Art. 43 AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und 
eine erfolgreiche Integration vorliegt (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weite-
ren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Art. 50 AuG kommt erst zur Anwen-
dung, wenn mindestens faktisch von einer definitiven Auflösung der Familiengemeinschaft aus-
zugehen ist. Massgeblicher Zeitpunkt für die retrospektive Berechnung der Dauer der ehelichen 
Gemeinschaft ist gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel die Aufgabe 
der Haushaltsgemeinschaft; demgegenüber ist nicht relevant, wie lange die Ehe nach Beendi-
gung des Zusammenlebens formell noch bestanden hat (BGE 136 II 113 E. 3.2). Im vorliegen-
den Fall hat die Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG über drei Jahre bestan-
den, womit die Voraussetzung der dreijährigen Dauer erfüllt ist.  
 
6.2. Die zweite in Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG genannte Voraussetzung ist das Erfordernis der 
erfolgreichen Integration. Nach Art. 77 Abs. 4 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und 
Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Oktober 2007 liegt eine erfolgreiche Integration nach Art. 50 
Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die Ausländerin oder der Ausländer namentlich die rechtsstaatliche 
Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnah-
me am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache be-
kundet (lit. b). Bei einem Ausländer, der in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste 
Anstellung hat, immer finanziell unabhängig war, sich korrekt verhält und die örtliche Sprache 
beherrscht, bedarf es ernsthafter besonderer Umstände, um eine erfolgreiche Integration zu 
verneinen (Urteile des Bundesgerichts 2C_748/2014 vom 12. Januar 2015 E. 3.2; 2C_749/2011 
vom 20. Januar 2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Das Bundesgericht 
hat z.B. die Integration verneint bei einem Ausländer, der zeitweilig arbeitslos war, die Unter-
haltsbeiträge für seinen Sohn teilweise nicht leistete und sich mehrere Verstösse gegen die 
Strassenverkehrsgesetzgebung hatte zu Schulden lassen kommen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_723/2014 vom 6. August 2015 E. 2.1). In einem anderen Fall hat das Bundesgericht die 
erfolgreiche Integration verneint, weil der Ausländer wegen eines Vergehens gegen das Ar-
beitslosenversicherungsgesetz zu einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von 14 Tagen 
verurteilt worden war und weil der Ausländer Schwierigkeiten hatte, seinen finanziellen Pflichten 
nachzukommen (Schulden, vollzogene Pfändungen von bisher rund Fr. 25'000.--, bestehende 
Lohnpfändung von Fr. 1'500.-- pro Monat; Urteil des Bundesgerichts 2C_359/2011 vom 6. Okto-
ber 2011 E. 2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 2C_983/2011 E. 3.3.1 ff.). Auch bereits län-
ger zurückliegende Verurteilungen haben bei der Gesamtbetrachtung im Rahmen der erfolgrei-

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chen Integration Berücksichtigung zu finden (siehe Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Ver-
fassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 23. Juli 2014 [810 14 29] E. 5.4, welches mit 
Urteil des Bundesgerichts 2C_1031/2014 vom 1. Dezember 2014 geschützt wurde).  
 
6.3. Die Ehefrau erstatte am 17. November 2012 Anzeige gegen ihren Ehemann wegen 
einfacher Gefährdung des Lebens und Drohung und am 22. Februar 2013 wegen einfacher 
Körperverletzung, Drohung und Tätlichkeit. Beide Verfahren wurden zwar auf Antrag der Ehe-
frau wieder zurückgezogen und am 2. Juli 2014 eingestellt. Der Beschwerdeführer hat jedoch 
eingestanden, seine Ehefrau am 17. November 2012 im Rahmen einer verbalen Ausein-
andersetzung am Hals gepackt und mit dem Tode bedroht sowie sie am 21. Februar 2013 mit 
einem Messer bedroht und sie mit der Faust auf den Hinterkopf geschlagen zu haben. Gemäss 
Schreiben des AfM vom 13. Dezember 2013 an die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft hat 
der Beschwerdeführer den Besuch des Lernprogramms gegen häusliche Gewalt vorzeitig ab-
gebrochen. Nachdem das AfM den Beschwerdeführer am 16. Juli 2013 verwarnt hatte, wurde 
der Beschwerdeführer mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 10. Febru-
ar 2016 wegen eines Vorfalls am 11. Oktober 2014 rechtskräftig wegen mehrfacher einfacher 
Körperverletzung zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 30.--, bei 
einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1‘000.-- verurteilt. Beim Vorfall 
vom 11. Oktober 2014 schlug der Beschwerdeführer gegen die rechte Kopfhälfte einer älteren 
Frau und versetzte einem älteren Mann eine Ohrfeige und riss ihn an den Haaren nach hinten, 
so dass dieser mit dem Stuhl zu Boden fiel. Danach trat er ihn mit den Füssen. Gemäss Arztbe-
richt trug die Frau durch den Schlag ein leichtes Schädelhirntrauma davon. Der Mann erlitt 
durch den Angriff eine Rippenserienfraktur 6 - 8 links sowie eine Kontusionsblutung im Bereich 
der linken Lunge. Durch die wiederholte Gewalttätigkeit gegenüber seiner Ehefrau und den im 
Vorfall vom 11. Oktober 2014 involvierten Personen hat der Beschwerdeführer gegen die öffent-
liche Sicherheit und Ordnung der Schweiz verstossen und – entgegen der vom Beschwerdefüh-
rer vertretenen Ansicht – seine Gewaltbereitschaft gezeigt. 
 
6.4. Der Beschwerdeführer spricht sehr schlecht Deutsch. Dies wird in verschiedenen Ak-
ten erwähnt, so z.B. im Protokoll betreffend Einvernahme vom 18. November 2012 und in der 
Chronologie des AfM vom 8. Juli 2013. Im Bericht der Eidgenössischen Zollverwaltung vom 
19. September 2016 wird ausgeführt, dass aufgrund sprachlicher Barrieren keine Aussage habe 
aufgenommen werden können. Im Schreiben des Regionalen Sozialdienstes J.____ vom 
18. Oktober 2016 wird festgehalten, der Beschwerdeführer spreche praktisch kein Deutsch. 
Auch aus den Gerichtsakten des Zivilkreisgerichts betreffend Gerichtsverhandlung vom 
6. Oktober 2016 i.S. Eheschutz geht hervor, dass eine Dolmetscherin anwesend gewesen sei. 
In den Akten finden sich noch einige weitere Anmerkungen, dass der Beschwerdeführer 
schlecht Deutsch spreche. Der Beschwerdeführer erklärt in seiner Stellungnahme vom 9. Juni 
2016, nie einen Deutschkurs besucht zu haben. Der vom Beschwerdeführer in seiner Be-
schwerdebegründung gemachte Vorwurf, es sei nicht genügend nachgewiesen, dass der Be-
schwerdeführer die deutsche Sprache schlecht beherrsche, ist somit nicht zu hören.  
 
6.5. Aus den Akten geht hervor, dass der Wohnort des Beschwerdeführers nach Wegzug 
aus dem Hotel K.____ unbekannt blieb. Das AfM hat den Beschwerdeführer drei Mal aufgefor-

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dert, Belege über seinen aktuellen Wohnort beizubringen (am 10. Mai 2016, 8. August 2016 
und 23. September 2016). Diesen Aufforderungen ist er nicht nachgekommen bzw. hat nach-
weislich falsche Angaben gemacht. So hat er angegeben bis Dezember 2015 im Hotel K.____ 
gewohnt zu haben, obwohl er nachweislich nur bis August 2015 dort gewohnt hat. Seine Be-
hauptung, er habe bei verschiedenen Kollegen gewohnt und kenne die Namen und Adressen 
nicht bzw. diese wollten nicht genannt werden, erscheint aufgrund der gesamten Umstände als 
nicht glaubwürdig. Vielmehr liegt der Schluss nahe, dass er bei seiner Freundin in G.____ in 
Deutschland wohnte. Gemäss Protokoll der Gerichtsverhandlung vor dem Zivilkreisgericht vom 
6. Oktober 2016 hat der Beschwerdeführer ausgeführt, dass er manchmal in Basel und 
manchmal am Wochenende bei seiner Freundin in G.____ in Deutschland wohne. Nach der 
Scheidung seiner Freundin wünschten er und seine Freundin gemeinsam in der Schweiz zu 
leben. Unabhängig davon, wo der Beschwerdeführer in jener Zeit effektiv wohnte, hat er seine 
Mitwirkungspflicht bezüglich Bekanntgabe seines Aufenthaltsortes verletzt. Daran vermag auch 
der Umstand nichts zu ändern, dass er nachträglich, so z.B. in der Beschwerdebegründung an 
das Kantonsgericht, Personen nennt, die bezeugen sollen, dass er ab August 2015 bei ihnen 
gewohnt habe. 
 
6.6. Auf den Namen von A.____ sind gemäss Auszug aus dem Betreibungsregister ZBL-
BA, Online-Serviceplattform, im Zeitraum vom 21. Juli 2011 bis 21. Juli 2016 Betreibungen in 
der Gesamthöhe von Fr. 26‘273.80 und Verlustscheine im Gesamtbetrag von Fr. 20‘805.20 re-
gistriert. Der Beschwerdeführer bestreitet dies in seiner Beschwerde nicht.  
 
6.7. Am 2. November 2015 bat die Motorfahrzeugkontrolle Basel-Landschaft die Polizei um 
Einzug der Kontrollschilder des auf den Namen des Beschwerdeführers ausgestellten Fahr-
zeugs, da der Beschwerdeführer als Fahrzeughalter trotz vorgängiger Verfügung der Aufforde-
rung zur Bezahlung von Verkehrssteuern und/oder Gebühren nicht nachgekommen war.  
 
6.8.1. Das AfM verwarnte den Beschwerdeführer am 16. Juli 2013, verlängerte die am 9. Mai 
2012 abgelaufene Aufenthaltsbewilligung bis 31. Dezember 2013 und forderte ihn auf, sich um 
Arbeit zu bemühen. Per 20. Januar 2014 nahm der Beschwerdeführer eine 100 % Stelle als 
Brandschutzmonteur bei der L.____ AG, Basel, auf. Einsatzort war die M.____ AG in N.____. 
Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers wurde bis zum 30. Juni 2015 verlängert. 
Gemäss Stellungnahme vom 9. Juni 2016 an das AfM hat der Beschwerdeführer bis zum Unfall 
vom 11. September 2014 bei der O.____ GmbH gearbeitet. Dies sei seine letzte Arbeitsstelle 
gewesen. Diese Aussage deckt sich mit dem Auszug aus dem individuellen Konto des Be-
schwerdeführers der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 18. Mai 2016. Gemäss genann-
tem Auszug sind die Eingänge bis Oktober 2014 erfolgt. Nach dem Unfall vom 11. September 
2014 hat der Beschwerdeführer bis April 2016 Geld von der SUVA erhalten. Im Entscheid des 
Kantonsgerichts, Abteilung Zivilrecht, vom 7. März 2017 betreffend Berufung des Beschwerde-
führers gegen den Entscheid der Präsidentin des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2016 ist zu 
lesen, der Beschwerdeführer habe ausgeführt, dass ihm nach dem Unfall vom 11. September 
2014 SUVA Taggelder ausgerichtet worden seien. Infolge Selbstverschuldens seien die Tag-
gelder ab 24. März 2015 um 20 % und ab 7. August 2015 um 50 % gekürzt worden. Ab 1. April 
2016 seien die Taggelder wegen vollständiger Arbeitsfähigkeit eingestellt worden. Gemäss 

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Schreiben der SUVA vom 10. Februar 2016 wurde der Beschwerdeführer per sofort auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt für eine ganztägige mittelschwere Tätigkeit für arbeitsfähig befunden. 
Gegen die diesbezüglich erlassene Verfügung vom 1. April 2016 erhob der Beschwerdeführer 
Einsprache.  
 
6.8.2. Gemäss Schreiben des AfM vom 6. August 2015 stellte der Beschwerdeführer nach 
Ablauf seiner Aufenthaltsbewilligung per 30. Juni 2015 ein Gesuch um Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung. Das AfM forderte den Beschwerdeführer auf, dem AfM eine aktuelle Ar-
beitsbestätigung zukommen zu lassen oder falls er nicht arbeiten sollte, eine Erklärung betref-
fend Kündigungsgrund sowie Arbeitsbemühungen beim AfM einzureichen. Dieser Aufforderung 
kam der Beschwerdeführer nicht nach. Am 13. April 2016 stellte der Beschwerdeführer erneut 
ein Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Daraufhin wurde dem Beschwerde-
führer im Rahmen des rechtlichen Gehörs ein Fragekatalog zugestellt. Mit E-Mail vom 30. Sep-
tember 2016 gelangte das AfM an den Beschwerdeführer und erklärte diesem, dass das AfM 
einer ausländischen Person nur dann eine Aufenthaltsbestätigung ausstellen könne, wenn die-
se tatsächlich in Kanton Basel-Landschaft wohne. Trotz wiederholter Aufforderung habe der 
Beschwerdeführer nicht angegeben, wo er sich in den vergangenen 12 Monaten aufgehalten 
habe. Weiter führte das AfM aus, die Erklärung des Beschwerdeführers, er habe bei verschie-
denen Kollegen gewohnt, deren Adresse er nicht kenne, genüge nicht.  
 
6.8.3. Der Beschwerdeführer ist nicht erwerbstätig. Im Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 
6. Oktober 2016 ist zu lesen, dass der Beschwerdeführer für die Zeit zwischen der Verfügung 
der SUVA (10. Februar 2016 bzw. 1. April 2016), gemäss welcher er keinen Anspruch mehr auf 
Leistungen habe, und dem 6. Oktober 2016 genau eine einzige Arbeitsbemühung, nämlich die 
von der L.____ AG vom 5. Oktober 2016, nachgewiesen habe. Die L.____ AG bestätigte mit 
Schreiben vom 5. Oktober 2016, dass sie bemüht sei, für den Beschwerdeführer eine Anstel-
lung zu finden, seine Vermittlung jedoch schwierig sei, da ohne gültige Aufenthaltsbewilligung 
keine Arbeitsaufnahme erlaubt sei. Das AfM erteilte dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
21. November 2016 eine Bestätigung über seine Anwesenheitsberechtigung inklusive Erwerbs-
tätigkeitsberechtigung bis zum 21. Dezember 2016. Mit Schreiben vom 17. Februar 2017 erteil-
te das AfM dem Beschwerdeführer wiederum die gleichen Berechtigungen bis zum 15. Mai 
2017 und mit Schreiben vom 19. Mai 2017 bis zum 30. September 2017. Gemäss den der Be-
schwerdebegründung beigelegten Unterlagen wird der Beschwerdeführer seit Dezember 2016 
von der Sozialhilfe der Gemeinde H.____ unterstützt.  
 
6.8.4. Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde geltend, dass das Verhalten des 
AfM ausschlaggebender Grund sei, weshalb der Beschwerdeführer seit Frühjahr 2016 keine 
Arbeitsstelle mehr finde. Es sei nämlich gerichtsnotorisch, dass es für Ausländer ohne Bewilli-
gung praktisch unmöglich sei, eine Arbeitsstelle zu finden. Noch weniger sei der Antritt einer 
Arbeitsstelle realistisch, wenn sich das Migrationsamt weigere, überhaupt ein Duldungsschrei-
ben auszustellen, was in der Zeitspanne vom 1. August 2015 bis November 2016 der Fall ge-
wesen sei. Dadurch, dass sich das AfM geweigert habe, dem Beschwerdeführer ein Duldungs-
schreiben auszustellen, habe sich der Beschwerdeführer in der Vergangenheit zwischen Früh-
jahr 2016 (Einstellung der SUVA-Taggelder) und Dezember 2016 (Anmeldung bei der Gemein-

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de H.____) nirgends anmelden und auch keine Unterstützung geltend machen können. Der 
Beschwerdeführer hätte nämlich Anspruch auf Arbeitslosentaggelder gehabt, was ihm infolge 
der Weigerung diverser hiesiger Gemeinden, ihn anzumelden, nicht möglich gewesen sei. Es 
sei aktenkundig, dass der Beschwerdeführer sich am 12. April 2016 bei der Gemeinde E.____ 
zum Bezug von ALV-Leistungen persönlich angemeldet habe, diese ihn aber abgewiesen habe.  
 
6.8.5. Die obigen Darlegungen zeigen, dass das AfM dem Beschwerdeführer keine Bestäti-
gung über seine Anwesenheitsberechtigung erteilt hat, weil er trotz wiederholter Aufforderung 
unter anderem nicht bekannt gab, wo er sich im Kanton Basel-Landschaft aufhielt. Der Be-
schwerdeführer hat die Tatsache, dass er über längere Zeit keine Bestätigung erhalten und 
damit auch seine Arbeitschancen sehr stark beeinträchtigt hat, der Verletzung seiner Mitwir-
kungspflicht zuzuschreiben. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, das AfM sei dafür verantwort-
lich, dass er keine Arbeitsstelle gefunden habe, ist somit nicht zutreffend.  
 
6.9. Aus den obigen Ausführungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer durch die Ge-
waltanwendung gegenüber seiner Ehefrau und zweier älterer Menschen die rechtsstaatliche 
Ordnung nicht respektiert hat. Er hat überdies Schulden, hat seine Mitwirkungspflichten gegen-
über den Behörden verletzt, spricht sehr schlecht Deutsch und hat auch nie einen Deutschkurs 
besucht, ist nicht arbeitstätig und ist sozialhilfeabhängig. Diese Umstände lassen keinen ande-
ren Schluss zu, als dass der Beschwerdeführer nicht erfolgreich integriert ist, weshalb er keinen 
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG hat.  
 
7.1. Ein weiterer Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 AuG 
kann sich nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft ergeben, wenn wichtige per-
sönliche Gründe einen weiteren Landesaufenthalt erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, 
der sogenannte nacheheliche Härtefall). Als wichtiger Grund kommt vorliegend einzig eine 
schützenswerte Beziehung des Beschwerdeführers zu seinen in der Schweiz anwesenheitsbe-
rechtigten Töchtern in Frage (vgl. BGE 139 I 315 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 
2C_873/2013 vom 25. März 2014 E. 3.4.1). Bei der Beurteilung, ob eine schutzwürdige Eltern-
Kind-Beziehung vorliegt, ist auf die Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK abzustellen, können doch 
die wichtigen persönlichen Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG, die einen weiteren 
Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen, nicht einschränkender verstanden werden als 
ein aus Art. 8 EMRK abgeleitetes Recht auf Erteilung und Verlängerung einer Aufenthaltsbewil-
ligung (Urteile des Bundesgerichts 2C_723/2014 vom 6. August 2015 E. 2.3; 2C_930/2012 vom 
10. Januar 2013 E. 4.1; HUGI YAR, Von Trennungen, Härtefällen und Delikten - Ausländer-
rechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Jahrbuch für Migration 2012/2013, 
2013, S. 80).  
 
7.2. Ob das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999, welcher einen inhaltlich identi-
schen Anspruch vermittelt (BGE 126 II 425 E. 4c/bb), geschützte Rechtsgut überhaupt betroffen 
ist und gegebenenfalls welche Interessen in Anwendung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK gegeneinander 
abzuwägen sind, ist jeweils im Einzelfall zu beurteilen. Dem Kindesinteresse kommt bei der 
Interessenabwägung regelmässig eine gewichtige Bedeutung zu. Das private Interesse eines 

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ausländischen Elternteils am Verbleib im Land vermag das öffentliche Interesse an einer ein-
schränkenden nationalen Einwanderungspolitik regelmässig zu überwiegen, wenn zwischen 
dem ausländischen Elternteil und seinem im Inland lebenden Kind eine besonders enge Bezie-
hung in affektiver und wirtschaftlicher Hinsicht besteht und sich dieser Elternteil in der Schweiz 
tadellos verhalten hat bzw. dessen bisheriges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei Klagen An-
lass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten"; BGE 140 I 147 E. 3.2; 139 I 319 E. 2.2; vgl. be-
reits BGE 120 Ib 5 f. E. 3c; vgl. zum Kriterium des tadellosen Verhaltens: Urteile des Bundesge-
richts 2C_723/2014 vom 6. August 2015 E. 2.3; 2C_728/2014 vom 3. Juni 2015; BGE 140 I 145 
E. 4 publiziert in: Die Praxis 2014 Nr. 90; MARC SPESCHA, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], 
Kommentar Migrationsrecht, 4. Auflage, Zürich 2015, Rz. 8 zu Art. 50 AuG). Das Kindesinteres-
se, wenn möglich mit beiden Elternteilen in der Schweiz aufwachsen zu können, überwiegt 
demnach in einer Gesamtbetrachtung, wenn im Wesentlichen ausschliesslich Gründe der Zu-
wanderungssteuerung den privaten Interessen bereits anwesenheitsberechtigter Personen ge-
genüber stehen, nicht indessen, wenn es zusätzlich darum geht, die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung vor der Gefahr weiterer (gewichtiger) Straftaten zu schützen (Urteile des Bundesge-
richts 2C_723/2014 vom 6. August 2015 E. 2.3; 2C_387/2014 vom 3. März 2015 E. 4.4.1; 
2C_740/2014 vom 27. April 2015 E. 4.2.5). Das Bundesgericht hat das Kriterium des tadellosen 
Verhaltens bisher streng gehandhabt (vgl. BGE 139 I 321 E. 2.5, Urteil des Bundesgerichts 
2C_728/2014 vom 3. Juni 2015 E. 4.1).  
 
7.3. Eine Berufung auf einen nachehelichen Härtefall und die konventionsrechtliche Garan-
tie von Art. 8 EMRK setzt eine familienrechtliche Beziehung von einer gewissen Intensität vo-
raus (BGE 139 I 315 E. 2.1 ff.). Das Konventionsrecht begründet keinen Anspruch darauf, das 
Familienleben in einem bestimmten Staat verwirklichen zu können (Urteil des EGMR M.P.E.V. 
gegen Schweiz vom 8. Juli 2014 [3910/13] § 51). Das Recht auf Achtung des Familienlebens ist 
berührt, wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und 
tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtig-
ten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser von vornherein ohne Schwierigkeiten möglich 
bzw. zumutbar wäre, das entsprechende Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 140 I 145 
E. 3.1; BGE 139 I 330 E. 2.1; BGE 135 I 153 E. 2.1; vgl. zum Ganzen KGE VV vom 27. August 
2014 [810 14 167] E. 4.5 ff.). 
 
7.4. Der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausländische Elternteil kann die familiäre Be-
ziehung mit seinem Kind von vornherein nur in beschränktem Rahmen pflegen, nämlich durch 
Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu können, ist es in 
der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil dauerhaft im selben Land wie das 
Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Unter dem Gesichtswinkel des Schutzes 
des Anspruchs auf Familienleben genügt, dass der Kontakt zum Kind über Kurzaufenthalte, 
Ferienbesuche bzw. die traditionellen oder modernen Kommunikationsmittel vom Ausland her 
grenzüberschreitend gelebt werden kann; gegebenenfalls sind die Modalitäten des Besuchs-
rechts den ausländerrechtlichen Vorgaben anzupassen (BGE 139 I 315 E. 2.2).  
 
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts hat der nicht sorge- bzw. obhutsbe-
rechtigte ausländische Elternteil dann einen Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung der Auf-

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enthaltsbewilligung, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Bezie-
hung zum Kind besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Herkunftsland der ausländi-
schen Person praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte und deren bisheriges Verhalten in 
der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat. Der Begriff der besonderen Intensität der 
affektiven Beziehung wurde für bereits in der Schweiz ansässige ausländische Personen da-
hingehend präzisiert, dass das Erfordernis erfüllt ist, wenn der persönliche Kontakt im Rahmen 
eines nach heutigem Massstab üblichen Besuchsrechts ausgeübt wird (Urteil des Bundesge-
richts 2C_614/2014 vom 5. Mai 2015 E. 5.1.1; BGE 139 I 319 ff. E. 2.3 ff.). Nach wie vor bleibt 
aber erforderlich, dass auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung 
zwischen dem Kind und dem nicht sorgeberechtigten Elternteil besteht und dass dessen bishe-
riges Verhalten in der Schweiz zu keinerlei wesentlichen Klagen Anlass gegeben hat (BGE 139 
I 315 E. 2.5 S. 321; Urteil des Bundesgerichts 2C_547/2014 vom 5. Januar 2015 E. 3.2 mit 
Hinweisen).  
 
7.5. Mit Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2016 wurde in Bestätigung des 
Entscheids vom 18. Dezember 2014 festgehalten, dass der Ehemann weiterhin berechtigt sei, 
die Kinder jeden zweiten Sonntagnachmittag zu sehen. Die Bestätigung des Umfangs des Be-
suchsrechts wurde damit begründet, dass eine Ausdehnung der geltenden Besuchsregelung 
aufgrund der unklaren Wohnsituation des Ehemannes und dem jungen Alter der beiden Kinder 
von fünf und sechs Jahren sowie der Tatsache, dass der Ehemann die beiden Kinder seit über 
einem Jahr nicht mehr getroffen habe, unangebracht sei. Zudem wurde mit Entscheid des Zivil-
kreisgerichts vom 6. Oktober 2016 die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
ersucht, für die Kinder des Beschwerdeführers eine Beistandschaft zu errichten. Die Beiständin 
solle damit beauftragt werden, die Kontakte zwischen Vater und Kindern anzubahnen und den 
persönlichen Verkehr zu überwachen. Der persönliche Kontakt wurde damit in einem weit ge-
ringeren Massstab ausgeübt als üblich. Eine besondere Intensität der affektiven Beziehung ist 
damit zu verneinen. Aus dem Entscheid vom 6. Oktober 2016 geht hervor, dass ein umfassen-
deres Besuchsrecht auch aufgrund der unklaren Wohnsituation des Beschwerdeführers abge-
lehnt wurde. Damit hat auf jeden Fall auch der Beschwerdeführer einen Grund gesetzt, weshalb 
das Besuchsrecht nicht ausgeweitet wurde. Es ist entgegen den Ausführungen des Beschwer-
deführers nicht so, dass es grundsätzlich Schuld der Ehefrau ist, dass er keinen engeren Kon-
takt zu den Kindern hat.  
 
7.6. Aus den Akten des Eheschutzverfahrens ist auch ersichtlich, dass der Beschwerdefüh-
rer nicht oder zumindest nicht im verfügten Mass seinen Unterhaltspflichten gegenüber den 
Kindern nachgekommen ist. Wie im Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2016 und 
in demjenigen des Kantonsgerichts, Abteilung Zivilrecht, vom 7. März 2017, festgehalten, hat 
der Beschwerdeführer die Tatsache, dass er seinen Unterhaltspflichten nicht nachkommen 
konnte, zumindest zu einem grossen Teil selbst verschuldet. Dadurch, dass er seinen Aufent-
haltsort nicht bekannt gegeben hat, konnte er sich lange in keiner Gemeinde anmelden und 
keine Bestätigung über eine Anwesenheitsberechtigung erwirken und hat damit auch seine 
Chancen, eine Arbeitsstelle zu finden, verschlechtert. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, das 
Verhalten des AfM sei ausschlaggebend dafür, dass er keine Arbeitsstelle mehr finde, ist nicht 

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stichhaltig. Damit liegt auch in wirtschaftlicher Hinsicht keine besonders enge Beziehung zu 
seinen Kindern.  
 
7.7. Im Übrigen hat sich der Beschwerdeführer auch nicht klaglos Verhalten, hat er sich 
doch gegenüber seiner Ehefrau gewalttätig verhalten. Zudem wurde er mit Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 10. Februar 2016 wegen mehrfacher einfacher Kör-
perverletzung zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen à Fr. 30.-- verur-
teilt. Des Weiteren hat er Schulden.  
 
7.8. Der Beschwerdeführer hat in der Beschwerdebegründung den Verfahrensantrag ge-
stellt, seine Töchter und er seien zu seinem Verhältnis zu seinen Töchtern zu befragen. Da sich 
der Beschwerdeführer nicht klaglos verhalten hat und in wirtschaftlicher Hinsicht keine enge 
Beziehung zwischen ihm und seinen Töchtern vorliegt, hätte das Ergebnis einer Befragung der 
Töchter und des Beschwerdeführers zur affektiven Beziehung keine fallrelevante Bedeutung 
haben können. Damit ist auch der Antrag auf Befragung abzuweisen.  
 
7.9. Aus den obigen Darlegungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer auch aus Art. 50 
Abs. 1 lit. b AuG keinen Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz hat.  
 
8.1. Besteht nach dem Gesagten kein Rechtsanspruch des Beschwerdeführers auf Er-
teilung der Aufenthaltsbewilligung, so liegt deren Verlängerung im Ermessen der Behörde (vgl. 
Art. 33 Abs. 3 AuG). Dazu bedarf es eines Ermessensentscheids, welcher nach den allgemei-
nen Grundsätzen pflichtgemäss und unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls zu 
treffen ist (vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], a.a.O., Rz. 8.44; BENJAMIN SCHINDLER, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesge-
setz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 96 Rz. 7). Im Rahmen ihrer Er-
messensausübung haben die Behörden gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen 
und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration zu berücksichtigen.  
 
8.2. Im angefochtenen Entscheid vom 25. April 2017 (E. 5) hat der Regierungsrat die rele-
vanten Kriterien ausführlich geprüft, unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände des Einzelfal-
les beurteilt und seinen Entscheid nachvollziehbar begründet. Es ist demzufolge nicht zu bean-
standen, dass es der Regierungsrat abgelehnt hat, dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbe-
willigung ermessensweise zu verlängern. 
 
9.1. In einem weiteren Schritt gilt es zu beurteilen, ob die Nichtverlängerung der Aufent-
haltsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) gestützt 
auf eine umfassende Güterabwägung verhältnismässig erscheinen. Nach dem Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit muss eine Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen 
Interesse liegenden Ziels geeignet und notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte 
Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten auferlegt 
werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 
7. Aufl., Zürich 2016, Rz. 514 ff.). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung sind die be-
kannten Kriterien wie Dauer der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz, berufliche 

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Situation, Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrationsgrad zu 
berücksichtigen (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 ff.; Urteil des Bundesgerichts 2C_705/2013 vom 
11. November 2013 E. 3.2). 
 
9.2. Es steht ausser Frage, dass eine Wegweisung für die Erreichung der fremdenpolizeili-
chen Ziele eine geeignete Massnahme darstellt. Ausländer, deren Aufenthaltszweck weggefal-
len ist, haben die Schweiz unter bestimmten Umständen zu verlassen. Es ist zu prüfen, ob die 
Massnahme als verhältnismässig im engeren Sinne zu qualifizieren ist, ob also der angestrebte 
Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen steht, die dem Beschwerdeführer 
mit der Wegweisung auferlegt werden. Diesbezüglich muss eine Interessenabwägung vorge-
nommen werden. 
 
9.3. Als zulässiges öffentliches Interesse fällt insbesondere das Durchsetzen einer re-
striktiven Einwanderungspolitik in Betracht. Eine solche rechtfertigt sich im Hinblick auf ein aus-
gewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer und ausländischer Wohnbevölkerung, auf die 
Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die Eingliederung der in der Schweiz bereits an-
sässigen Ausländer und die Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst 
ausgeglichene Beschäftigung (BGE 135 I 153 E. 2.2.1; BGE 135 I 143 E. 2.2). 
 
9.4. Der Beschwerdeführer reiste im Mai 2008 und damit im Alter von 33 Jahren im Rah-
men des Familiennachzugs in die Schweiz. Er wohnt somit seit über neun Jahren in der 
Schweiz. Aufgrund der fast 10-jährigen Anwesenheit in der Schweiz ist von einem starken per-
sönlichen Interesse am Verbleib in der Schweiz auszugehen. Zu berücksichtigen ist jedoch in 
diesem Zusammenhang, dass er seine Kindheit und Jugend und einen Teil seines Erwachse-
nenalters in der Türkei verbracht hat und mit den dortigen Bräuchen und mit der örtlichen Spra-
che vertraut ist. Seine Eltern leben noch in der Türkei. Zudem ist er ferienhalber in seine Heimat 
zurückgekehrt.  
 
9.5. Der Beschwerdeführer verfügt nicht über eine Berufsausbildung und ist keine gesuchte 
Fachkraft auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt. Er geht auch keiner Erwerbstätigkeit nach. 
Durch die wiederholte Gewaltanwendung gegenüber seiner Ehefrau, aber auch gegenüber 
zweier fremder älterer Menschen hat er gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der 
Schweiz verstossen. Der Beschwerdeführer ist trotz mehrmaliger Aufforderung seiner Mitwir-
kungspflicht gegenüber den Behörden nicht nachgekommen. Er spricht sehr schlecht Deutsch 
und gegen ihn liegen Betreibungen in der Gesamthöhe von Fr. 26‘273.80 und Verlustscheine im 
Gesamtbetrag von Fr. 20‘805.20 vor. Zudem kommt er seinen Unterhaltspflichten gegenüber 
seinen Töchtern nicht oder zumindest nur in ungenügender Weise nach.  
 
9.6. Unbestritten ist, dass eine Wegweisung des Beschwerdeführers sich auf das Verhältnis 
zwischen ihm und seinen Töchtern auswirken würde. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass der 
Beschwerdeführer den Kontakt zu seinen Töchtern nur im Rahmen des ihm zustehenden Be-
suchsrechts ausüben kann. Um dieses wahrzunehmen, ist es nach der Rechtsprechung nicht 
erforderlich, dass der nicht obhutsberechtigte Elternteil dauerhaft im selben Land lebt und dort 
über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Es ist ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen 

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von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann. Dabei sind allenfalls die Modali-
täten des Besuchsrechts einer geeigneten Form anzupassen. Im Übrigen kann die Beziehung 
nicht nur besuchsweise, sondern auch vom Ausland aus über Telefonate oder Internet (Skype 
etc.) gepflegt werde. Einer Rückkehr des heute 42-jährigen Beschwerdeführers steht somit 
nichts im Wege. Insgesamt überwiegt demnach das öffentliche Interesse an der Gleichbehand-
lung der Ausländerinnen und Ausländer im Rahmen der Ausländergesetzgebung sowie an der 
Durchsetzung der Rechtsordnung das private Interesse des Beschwerdeführers an einem wei-
teren Verbleib in der Schweiz. Der angefochtene Entscheid erweist sich als verhältnismässig im 
engeren Sinn. 
 
9.7. Zu prüfen ist, ob dieses fremdenpolizeiliche Ziel auch durch eine weniger einschnei-
dende Massnahme und damit – wie vom Beschwerdeführer beantragt – durch eine Verwarnung 
erreicht werden kann. Das AfM verwarnte den Beschwerdeführer am 16. Juli 2013 nach den 
Gewalttätigkeiten gegenüber seiner Ehefrau. Nach dieser Verwarnung wurde der Beschwerde-
führer mit Strafbefehl vom 10. Februar 2016 aufgrund eines Vorfalls vom 11. Oktober 2014, 
welcher sich somit nach der Verwarnung ereignete, wegen mehrfacher einfacher Körperverlet-
zung verurteilt. Er verletzte nach der Verwarnung auch seine Mitwirkungspflicht unter anderem 
in Bezug auf die Offenlegung seines Wohnortes und bemühte sich auch nicht genügend um 
eine Arbeitsstelle (vgl. Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 6. Oktober 2016), des Weiteren 
kam er auch seinen Unterhaltsverpflichtungen gegenüber seinen Töchtern nicht nach. Damit ist 
aufgezeigt, dass die erste Verwarnung den erwünschten Erfolg nicht bewirkt hat. Eine Verwar-
nung ist folglich keine mildere taugliche Massnahme, weshalb die Wegweisung auch erforder-
lich ist. Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als verhältnismässig.  
 
10. Das Vorliegen eines Härtefalles im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG wird vom Be-
schwerdeführer nicht geltend gemacht und ist im Übrigen zu verneinen. Diesbezüglich kann auf 
den angefochtenen Regierungsratsbeschluss (E. 7) verwiesen werden. 
 
11. Damit erweisen sich die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Weg-
weisung als rechtmässig. Der Beschwerdeführer hat die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach 
Rechtskraft dieses Urteils zu verlassen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann offen blei-
ben, ob der Beschwerdeführer auch den Tatbestand des Art. 61 Abs. 2 AuG (Erlöschen der 
Aufenthaltsbewilligung aufgrund des Verlassens der Schweiz für sechs Monate) erfüllt hat. 
Demzufolge sind auch die Verfahrensanträge des Beschwerdeführers auf Befragung verschie-
dener Personen, die darauf abzielten zu beweisen, dass der Beschwerdeführer die Schweiz 
nicht verlassen hatte, abzuweisen.  
 
12.1. Der Beschwerdeführer rügt den Beschluss des Regierungsrates auch in Bezug auf die 
Auferlegung der Verfahrenskosten, die Nichtzusprechung einer Parteientschädigung und die 
Ablehnung der unentgeltlichen Rechtspflege. 
 
12.2.1. Das AfM begründete die Nichtverlängerung sowie das Erlöschen der Aufenthaltsbewil-
ligung des Beschwerdeführers einerseits damit, dass er aufgrund der beiden Vorfälle häuslicher 
Gewalt und der Verurteilung wegen mehrfacher einfacher Körperverletzung den Widerrufsgrund 

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des erheblichen oder wiederholten Verstosses gegen die öffentliche Ordnung erfülle. Anderer-
seits sei die Aufenthaltsbewilligung ohnehin erloschen, da der Beschwerdeführer seinen Le-
bensmittelpunkt (vermutlich im August 2015) nach Deutschland verlegt habe und sich über ei-
nem Jahr mehrheitlich dort aufhalte. Der Regierungsrat kam bezüglich der Verlegung des 
Wohnsitzes nach Deutschland zum Schluss, dass dafür keine auseichenden Belege vorliegen 
würden. Ob der betreffende Erlöschensgrund vorliege, könne jedoch offen gelassen werden, 
weil die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung auch aus anderen Gründen zu verweigern sei.  
 
Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerdebegründung an das Kantonsgericht geltend, 
er habe faktisch teilweise obsiegt, weil der Regierungsrat nicht mehr den Erlöschensgrund auf-
grund einer Wohnsitzverlegung festgestellt habe. Damit hätte ihm eine reduzierte Parteient-
schädigung zugesprochen sowie eine reduzierte Entscheidgebühr auferlegt werden müssen. In 
diesem Punkt werde beantragt, den vorinstanzlichen Entscheid ermessensweise abzuändern.  
 
12.2.2. Obsiegen und Unterliegen richten sich grundsätzlich nach den von der beschwerdefüh-
renden Partei gestellten Anträgen (Urteil des Bundesgerichts C_435/2013 vom 18. Oktober 
2013 E 2.4). Das AfM verfügte am 14. Dezember 2016 die “Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung, Erlöschen der Aufenthaltsbewilligung, Ausreise bis spätestens 15. Januar 2017“. 
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 27. Dezember 2016 beim Regierungs-
rat Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 14. Dezember 2016 vollumfänglich 
aufzuheben und es sei das AfM zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilli-
gung zu verlängern bzw. zu erteilen. Eventualiter sei der Beschwerdeführer letztmalig zu ver-
warnen. Subeventualiter sei dem Beschwerdeführer ermessensweise eine Aufenthaltsbewilli-
gung zu erteilen. Der Regierungsrat wies die Beschwerde mit Beschluss vom 25. April 2017 ab. 
Auch wenn der Regierungsrat offen liess, ob die Aufenthaltsbewilligung erloschen war, so ent-
sprach der Beschluss des Regierungsrats nicht den Rechtsbegehren des Beschwerdeführers. 
Der Regierungsrat hob die Verfügung der Vorinstanz nicht auf, was zur Folge hatte, dass dem 
Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilligung nicht verlängert und er weggewiesen wurde. Der 
Beschwerdeführer unterlag demzufolge vollumfänglich, womit der Regierungsrat dem Be-
schwerdeführer zu Recht keine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen und ihm die vol-
len Verfahrenskosten auferlegt hat. 
 
12.3. Der Beschwerdeführer moniert in seiner Beschwerde an das Kantonsgericht, der Be-
schwerdegegner habe dem Beschwerdeführer zu Unrecht die unentgeltliche Rechtspflege ver-
weigert. Er habe im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung vom 27. Dezember 2016 weder über ein 
Einkommen noch über ein Zusatzeinkommen verfügt. Dies könne entgegen der Auffassung des 
Beschwerdegegners nicht belegt werden, da dies negative Tatsachen darstellen würden. Der 
Beschwerdeführer habe im damaligen Zeitpunkt auch nicht über Vermögenswerte verfügt. Der 
Regierungsrat hat die Abweisung der unentgeltlichen Rechtspflege damit begründet, dass der 
Beschwerdeführer geltend mache, er bestreite seinen Lebensunterhalt mit seinen Ersparnissen. 
Jedoch habe er diese Ersparnisse nicht belegt. Behauptete Ersparnisse sind im Gegensatz zum 
geltend gemachten fehlenden Einkommen keine negativen Tatsachen und wären somit durch-
aus belegbar gewesen. Damit ist die Schlussfolgerung des Regierungsrates, der Beschwerde-
führer habe nicht alle Unterlagen bezüglich Einkommens- und Vermögenssituation eingereicht 

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und damit seine Bedürftigkeit nicht glaubhaft dargelegt, nicht zu beanstanden. Die Beschwerde 
ist somit in allen Punkten abzuweisen.  
 
13.1. Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Vorliegend sind die Verfahrenskosten 
in der Höhe von insgesamt Fr. 1‘400.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege sind die Verfahrenskosten der Gerichts-
kasse zu überbinden.  
 
13.2. Die Parteikosten sind nach § 21 Abs. 1 VPO wettzuschlagen. Der Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers macht in seiner Honorarnote vom 11. September 2017 einen Zeitaufwand 
von 8.5 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen in der Höhe von Fr. 91.50 geltend, was nicht zu be-
anstanden ist. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ist dem Rechtsvertreter 
des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘934.30 (8.5 Stunden à Fr. 200.-- zu-
züglich Auslagen von Fr. 91.00 und 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Gerichtskasse auszu-
richten.  
 
13.3. Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [GOG] vom 22. Februar 2001).  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  

 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘934.30 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.  
 

 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 9. Mai 2018 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 2C_400/2018) erhoben.