# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b12a5b09-5e51-51f8-a5ac-837d556c0755
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 22.02.2023 A 2022 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2022-43_2023-02-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 22 43

4. Kammer 

Einzelrichterin Pedretti

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 22. Februar 2023

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

Dr. med. dent. A._____,

Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Kantons- und Gemeindesteuern

- 2 -

I. Sachverhalt:

1. A._____, wohnhaft in B._____ (Kanton ZH), ist Eigentümer einer 3.5-

Zimmerwohnung mit zwei Autoeinstellplätzen in der Gemeinde D._____, 

welche im Jahr 2020 während 60 Tagen vermietet wurde. Am 3. Februar 

2022 reichte er der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden 

(nachfolgend: Steuerverwaltung) seine Steuererklärung für das Jahr 2020 

ein. Darin gab er Mietzinseinnahmen von CHF 19'802.-- an und machte 

Liegenschaftsunterhaltskosten in der Höhe von insgesamt CHF 13'563.-- 

geltend. Unter dem Titel "Eigennutzung" führte er Folgendes an: CHF 0.-

-.

2. Die Steuerverwaltung erliess am 14. Februar 2022 die definitive 

Veranlagungsverfügung betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2020. 

Dabei gewährte sie von den Bruttoeinnahmen aus Vermietung einen 

Pauschalabzug von 10 % für Strom, Heizung, Reinigung etc. sowie vom 

Zwischentotal einen erneuten Abzug von einem Drittel für Mobiliar und 

Wäsche. Zu den daraus resultierenden Nettoeinnahmen aus Vermietung 

wurde die Differenz zum amtlich geschätzten Eigenmietwert als Anteil 

Eigennutzung hinzugerechnet. Die Steuerverwaltung führte aus, dass 

Strom, Wäsche, Gästetaxen, Haushaltsartikel etc. für die vermietete Zeit 

mit den erwähnten Pauschalabzügen abgegolten seien und für den Anteil 

Eigennutzung kein Abzug möglich sei, weil es sich dabei um private 

Lebenshaltungskosten handle. Schliesslich wurden die effektiven 

STWEG-Kosten als Unterhaltskosten zum Abzug zugelassen. 

3. Nachdem A._____ dagegen am 14. März 2022 Einsprache erhoben hatte, 

fand am 5. April 2022 ein Vortritt bei der Steuerverwaltung statt. Anlässlich 

dieses Gesprächs wurde A._____ insbesondere die Praxis in Bezug auf 

gemischt genutzte Zweitwohnungen dargelegt. Da A._____ mit den 

Ausführungen der Steuerverwaltung nicht einverstanden war, verlangte er 

einen beschwerdefähigen Entscheid. 

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4. Am 6. April 2022 forderte die Steuerverwaltung A._____ auf, zur 

Ergänzung der Einsprache weitere Unterlagen einzureichen. 

5. Mit E-Mail vom 12. April 2022 teilte A._____ der Steuerverwaltung unter 

anderem mit, dass der Grund der Einsprache nicht primär die amtliche 

Schätzung gewesen sei, sondern die Nichtgewährung der effektiven 

Abzüge. Am 13. April 2022 hielt er in seiner E-Mail an die 

Steuerverwaltung insbesondere fest, dass er die verlangten Unterlagen 

(unter anderem eine Kopie der Liegenschaftssteuern 2019 und 2020) per 

Post zusenden werde. Zudem sei nicht korrekt, zu behaupten, dass 

Pauschalabzüge gemacht werden könnten. Diese entsprächen vorliegend 

nämlich einem Betrag von CHF 0.--. 

6. Die Steuerverwaltung hiess die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 

31. Oktober 2022 hinsichtlich der nachträglich geltend gemachten 

Liegenschaftssteuer gut. Damit wurde diese zusammen mit den STWEG-

Kosten als Unterhaltskosten zum Abzug zugelassen. Im Übrigen wurde 

die Einsprache abgewiesen. 

7. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 30. November 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden und beantragte was folgt:

1. Es sei darzulegen, wo die Pauschalabzüge in der STE erscheinen.

2. Es sei die Steuereinschätzung zu korrigieren. 

3. Es sei eine neue Einschätzung des EMW zu forcieren, damit dieser in der STE 2022 

wirksam werden kann. Dieser sei entsprechend den Fakten unter Berücksichtigung 

des Gerichtsentscheides vom 26.08.2020 nach unten zu korrigieren.

4. Der verantwortlichen Sachbearbeiterin (Steuerkommissärin) soll klargemacht werden, 

dass nicht er es ist, der ihr beweisen muss, worin er steuerschuldig ist bzw. nicht, 

sondern dass sie es ist, die dafür zuständig ist.

5. Es sei ebenso ihr klarzumachen, dass sie schuldig ist, ihm bei fehlendem Abzug der 

Liegenschaftssteuer dies selbstverständlich nachzutragen. Das stritt sie entschieden 

- 4 -

ab, und er frage sich, weshalb sie – ausgebildet – dafür derart hoch bezahlt ist. Es ist 
klar eine Arroganz, sich als Beherrscher aufzuführen, denn als Diener des Bürgers. 

Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, dass 

er die 3.5-Zimmerwohnung lediglich als Renditeobjekt betreibe. 

Nachweislich habe er sich keinen einzigen Tag darin aufgehalten. Der 

Eigenmietwert müsse offenbar zu 100 % versteuert werden und nicht wie 

in seiner Wohngemeinde lediglich zu 60 bis 70 %. Die Pauschalabzüge 

von 10 % bzw. von einem Drittel für die angefallenen Nebenkosten 

könnten grundsätzlich nachvollzogen werden. Jedoch sei nicht ersichtlich, 

wo diese Abzüge in der Steuererklärung effektiv berücksichtigt worden 

seien. 

8. Die Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 5. Januar 2023 auf Abweisung der Beschwerde. Sie 

hielt zusammenfassend fest, dass die Einsprache zu Recht nur teilweise 

gutgeheissen worden sei.

9. In seiner Replik vom 17. Januar 2023 vertiefte der Beschwerdeführer 

seinen Standpunkt. 

10. Die Beschwerdegegnerin duplizierte am 25. Januar 2023 bei 

unveränderten Rechtsbegehren und nahm zur Replik des 

Beschwerdeführers Stellung. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, den 

angefochtenen Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 31. Oktober 2022 betreffend Kantons- und 

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Gemeindesteuern 2020. Ein solcher Entscheid kann mit Beschwerde an 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden weitergezogen werden 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der 

direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14] i.V.m. 

Art. 139 Abs. 1 des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden [StG; 

BR 720.000] und Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über die Gemeinde- und 

Kirchensteuern [GKStG; BR 720.200]). Die sachliche Zuständigkeit des 

angerufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das 

Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Dienststellen der 

kantonalen Verwaltung und von unselbständigen Anstalten des 

kantonalen Rechts beurteilt, soweit das kantonale Recht den direkten 

Weiterzug vorsieht, was vorliegend − wie gesehen (vgl. Art. 139 Abs. 1 

StG) − der Fall ist. Demzufolge fällt die Beurteilung der vorliegenden 

Streitsache in die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden. Der Beschwerdeführer ist als formeller und materieller 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids berührt und weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. 

Art. 50 VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit unter Vorbehalt der Erwägung 2 einzutreten.

1.2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in 

einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht 

überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da die 

Kantons- und Gemeindesteuern 2020 gemäss Einspracheentscheid vom 

31. Oktober 2022 zusammen CHF 1'610.-- erreichen (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 9) und seitens des 

Beschwerdeführers sinngemäss eine Reduktion dieses Betrags verlangt 

wird sowie die Streitsache nicht in Fünferbesetzung entschieden werden 

muss (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRG), ist die Zuständigkeit der Einzelrichterin 

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gegeben (vgl. Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin vom 5. Januar 

2023 S. 3).

2. Streitgegenstand bildet vorliegend die steuerliche Erfassung der 3.5-

Zimmerwohnung Nr. 18C.33 im 3. OG und der Autoeinstellplätze Nr. 66 

sowie 67 in der Garagenhalle. Soweit sich der Beschwerdeführer nicht 

damit befasst, sondern seine Anträge und Vorbringen ausserhalb des 

Streitgegenstands liegen (z.B. betreffend Termine, Ungleichbehandlung, 

Eigenmietwert Revisionsbewertung und Steuererklärung 2022, 

Steuerkommissärin), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

3.1. Nach Art. 22 Abs. 1 StG sind Erträge aus unbeweglichem Vermögen 

steuerbar, insbesondere Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, 

Nutzniessung oder sonstiger Nutzung (lit. a) und der Mietwert von 

Gebäuden oder Gebäudeteilen, die sich der Steuerpflichtige kraft 

Eigentums oder eines Nutzungsrechts für den Eigengebrauch zur 

Verfügung hält (lit. b). Die Besteuerung des Mietwerts einer Wohnung, die 

der Steuerpflichtige als Eigentümer im Sinne von lit. b der erwähnten 

Bestimmung selbst bewohnt oder die ihm zumindest zur jederzeitigen 

freien Verfügung steht (Eigengebrauch), entspricht dem Grundsatz der 

rechtsgleichen Behandlung der Wohnungseigentümer einerseits und der 

Mieter anderseits (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden [VGU] A 17 59 vom 31. August 2018 E.4.2, A 17 57 vom 27. 

März 2018 E.4b, A 14 4 vom 3. April 2014 E.2a; REICH, Steuerrecht, 3. 

Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, § 13 Rz. 52). Als Mietwert von Gebäuden 

und Gebäudeteilen gilt der Betrag, den der Eigentümer oder 

Nutzungsberechtigte bei einer Drittvermietung erzielen würde (Art. 22 Abs. 

2 StG). 

3.2. Die Besteuerung des Eigenmietwerts basiert im Kanton Graubünden auf 

den amtlichen Schätzungen. Der amtlich geschätzte Eigenmietwert beruht 

in der Regel auf der Vergleichsmethode. Mit den amtlichen Schätzungen 

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wird aufgrund von Vergleichsobjekten in der engeren Umgebung der 

Eigenmietwert ermittelt, der bei einer Drittvermietung erzielt werden 

könnte (vgl. VGU A 21 25 vom 27. Juli 2021 E.4.2, A 17 59 vom 31. August 

2018 E.4.2, A 16 37 vom 3. März 2017 E.4c; PVG 2008 Nr. 13 E.4c). Die 

Werte der rechtskräftigen amtlichen Schätzungen sind gemäss konstanter 

Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden grundsätzlich 

für die Steuerbehörden verbindlich (vgl. VGU A 21 25 vom 27. Juli 2021 

E.4.2 mit zahlreichen Hinweisen). Wenn jemand eine amtliche Schätzung 

akzeptiert, ohne diese anzufechten, kann er diese gestützt auf den 

Grundsatz von Treu und Glauben später in einem anderen Verfahren nicht 

mehr in Frage stellen (vgl. VGU A 21 25 vom 27. Juli 2021 E.4.2, A 17 59 

vom 31. August 2018 E.4.2, A 15 21 vom 22. März 2017 E.4a).

3.3. Wird eine Zweitwohnung nur teilweise vermietet, kann in der Hochsaison 

ein Mietertrag erzielt werden, der weit über dem anteiligen Eigenmietwert 

liegt. In der Nebensaison dagegen ist eine Vermietung entweder gar nicht 

oder nur zu einem weit unter dem anteiligen Eigenmietwert liegenden 

Preis möglich. Untersuchungen anhand von repräsentativen Objekten in 

den wichtigsten Tourismusgemeinden haben gezeigt, dass diese 

saisonalen Preisschwankungen in der amtlichen Schätzung bereits 

berücksichtigt sind. Daraus erhellt, dass mit der Erfassung des effektiven 

Mietertrags während der Saison und des Eigenmietwerts pro rata für die 

nicht vermietete Zeit in der Nebensaison ein Vermögensertrag erfasst 

würde, welcher bei einer Drittvermietung nicht erzielt werden könnte. Dies 

würde zu einer Überbesteuerung führen und den Grundsatz der 

Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verletzen. Aus 

diesem Grund wird davon ausgegangen, dass aus einer gemischt 

genutzten Zweitwohnung ein Vermögensertrag in der Höhe des 

Eigenmietwerts erzielt werden kann, wenn die Erträge aus 

Fremdvermietung diesen Wert nicht übersteigen (vgl. Praxisfestlegung der 

Beschwerdegegnerin "Zweitwohnungen: Gemischte Nutzung" vom 1. 

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Januar 2016, S. 1, abrufbar unter: https://www. 

gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEin 

kommenVermgen/022-01-b-01.pdf, zuletzt besucht am 22. Februar 2023). 

4.1. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er die Wohnung nur als 

Renditeobjekt betreibe und er sich nachweislich (Praxisagenda, 

Ferienbuchungen) keinen einzigen Tag darin aufgehalten habe. Soweit er 

damit geltend machen will, ihm sei kein Eigenmietwert anzurechnen, ist er 

nicht zu hören. Nach einhelliger Auffassung von Lehre und 

Rechtsprechung liegt Eigengebrauch nämlich nicht nur dann vor, wenn 

und soweit der Eigentümer das Haus oder die Wohnung tatsächlich 

bewohnt, sondern auch, wenn er sich eine solche Unterkunft zur freien 

Verfügung hält, um sie bei Bedarf jederzeit selbst zu nutzen. Aus diesem 

Grund geht es nicht an, bloss den Mietwert während der effektiven 

Benützungszeit zu berücksichtigen. Vielmehr muss sich der Eigentümer 

auch jene Zeit, während welcher die Wohnung unbenutzt ist und ihm somit 

zumindest zur Selbstnutzung offenstehen würde, anrechnen lassen. Die 

tatsächliche Nutzungsdauer zum Eigengebrauch ist dabei irrelevant. 

Anders wäre nur dann zu entscheiden, wenn die Wohnung leer stehen 

würde und der Eigentümer trotz intensiver Anstrengungen keinen Mieter 

finden könnte, die Wohnung zum Verkauf freigehalten würde, oder die 

Wohnung bloss teilweise nutzbar wäre (vgl. 

RICHNER/FREI/KAUFMANN/ROHNER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 

4. Aufl., Zürich 2021, § 21 Rz. 64 f., ZWAHLEN/LISSI, in: ZWEIFEL/BEUSCH 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 21 Rz. 23 f., 

RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., 

Zürich 2016, Art. 21 Rz. 77 f.; Urteil des Bundesgerichts 2C_773/2009 vom 

23. April 2010 E.2.1; VGU A 14 4 vom 3. April 2014 E.2b mit Hinweis auf 

VGU A 09 57 vom 2. Februar 2010 E.5a, A 99 15 vom 16. April 1999 E.1b, 

PVG 1988 Nr. 53 und 1986 Nr. 57). Der Beschwerdeführer macht 

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derartige Gründe im vorliegenden Beschwerdeverfahren aber weder 

geltend noch ergeben sich Hinweise für das Vorliegen solcher aus den 

Akten. Der von ihm in seiner Steuererklärung 2020 vorgebrachte Einwand, 

wonach die Eigennutzung infolge Corona nicht möglich gewesen sei (vgl. 

Bg-act. 1), verfängt ebenfalls nicht, zumal in der Schweiz wegen des 

Coronavirus nie eine Ausgangssperre verhängt wurde. 

4.2. Soweit der Beschwerdeführer ausserdem darauf hinweist, dass in seiner 

Wohngemeinde der Eigenmietwert bloss zu 60 bis 70 % versteuert werden 

müsse und der Kanton Zürich in der Zwischenzeit seine Steuererklärung 

für das Jahr 2020 samt Abrechnungen betreffend die Ferienwohnung in 

D._____ akzeptiert habe, ist ihm entgegenzuhalten, dass bezüglich der 

aufgrund des im Kanton Graubünden gelegenen Grundeigentums des 

Beschwerdeführers zu erhebenden Kantons- und Gemeindesteuern die in 

diesem Kanton geltenden Bestimmungen und Praxisfestlegungen (vgl. 

Erwägung 4.3) massgebend sind (vgl. Art. 1 Abs. 1 lit. a und Art. 7 Abs. 1 

lit. c StG sowie Art. 1 Abs. 2 und Art. 2 Abs. 1 lit. a GKStG; VGU A 15 16 

vom 15. Juli 2015 E.4b mit Hinweisen). Eine (allfällig) durch den Kanton 

Zürich entsprechend der Deklaration des Beschwerdeführers 

vorgenommene Besteuerung ist somit vorliegend unbeachtlich. Zudem 

werden im Kanton Graubünden für die am Wohnsitz dauernd selbst 

bewohnte Liegenschaft auch nur 70 % des Eigenmietwerts berechnet (vgl. 

Art. 22 Abs. 3 StG). Die hierfür erforderliche Voraussetzung ist allerdings 

vorliegend offensichtlich nicht gegeben. 

4.3. Der Beschwerdeführer vermietete seine 3.5-Zimmerwohnung in der 

Gemeinde D._____ im Jahr 2020 während 60 Tagen. Dabei wurde ein 

Bruttomietertrag in der Höhe von CHF 19'802.-- erzielt (vgl. Bg-act. 1). Die 

Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer in Bezug auf die 

sich aus der Vermietung ergebenden Kosten pauschale Abzüge, d.h. 10 % 

der Bruttoeinnahmen für die Kosten für Heizung, Strom, Wasser, 

Kurtaxen, Reinigung, Radio- und TV-Gebühren etc., sowie – zu seinen 

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Gunsten (vgl. Beschwerde vom 30. November 2022 S. 2, wonach die 

meisten Gäste ihre Wäsche selber mitnehmen würden) – 33 % der 

verbleibenden Einnahmen für die Abnützung der Einrichtung und Wäsche 

(vgl. Bg-act. 1 [Formular 1c], 2 und 9; Praxisfestlegung der 

Beschwerdegegnerin "Liegenschaftskosten" vom 1. März 2021, S. 18, 

abrufbar unter: https://www. 

gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEin

kommenVermgen/035-01.pdf, zuletzt besucht am 22. Februar 2023). Im 

Interesse der Praktikabilität und Veranlagungsökonomie ist eine gewisse 

Pauschalierung und Schematisierung des Steuerrechts unausweichlich 

und deshalb auch zulässig, auch wenn dabei die rechtsgleiche 

Behandlung nicht restlos gewährleistet wird (vgl. BGE 133 II 305 E.5.1, 

131 I 291 E.3.2.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_834/2015 vom 15. 

Februar 2016 E.2.4; VGU A 21 10 vom 13. Juli 2021 E.5.3 mit Hinweisen; 

Praxisfestlegung der Beschwerdegegnerin "Liegenschaftskosten" vom 1. 

März 2021, S. 18, abrufbar unter: [siehe weiter oben], zuletzt besucht am 

22. Februar 2023). Die von der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang 

mit den Kosten aus der Vermietung vorgenommenen Pauschalabzüge 

können denn auch vom Beschwerdeführer im Grundsatz nachvollzogen 

werden. Jedoch bringt er vor, dass nicht ersichtlich sei, wo diese 

Pauschalabzüge in der Steuererklärung effektiv zum Tragen kämen. 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin für die 

Ermittlung des steuerbaren Vermögensertrags auf die von ihr publizierte 

Praxisfestlegung "Zweitwohnungen: Gemischte Nutzung" vom 1. Januar 

2016 abstellte, wonach zum steuerbaren Ertrag aus Vermietung 

(Bruttomietertrag abzüglich pauschale Gewinnungskosten) ein 

Eigenmietwert in der Differenz zwischen höherem Eigenmietwert gemäss 

amtlicher Schätzung und steuerbarem Ertrag aus Vermietung als Anteil 

Eigennutzung hinzugerechnet wird (vgl. Praxisfestlegung der 

Beschwerdegegnerin "Zweitwohnungen: Gemischte Nutzung" vom 1. 

Januar 2016, S. 1 f., abrufbar unter: [siehe weiter oben], zuletzt besucht 

- 11 -

am 22. Februar 2023; siehe auch Bg-act. 1 [Formular 1c]). Entsprechend 

rechnete die Beschwerdegegnerin zum Nettoertrag aus der Vermietung 

von CHF 11'881.-- (CHF 19'802.-- - 10 % [= CHF 17'822.--], von diesen 

CHF 17'822.-- wiederum Abzug von 1/3) für die 300 Tage Eigennutzung 

bzw. die nicht vermieteten Tage einen Eigenmietwert von CHF 17'399.--, 

berechnet aus der Differenz zwischen dem unbestritten gebliebenen 

Eigenmietwert gemäss amtlicher Schätzung von CHF 29'280.-- und dem 

steuerbaren Ertrag aus der Vermietung von CHF 11'881.--, hinzu, was 

einen steuerbaren Vermögensertrag für die gemischt genutzte 3.5-

Zimmerwohnung von CHF 29'280.-- ergab (vgl. Bg-act. 2 und 9). Vor 

diesem Hintergrund erhellt, dass die im Zusammenhang mit den Kosten 

aus der Vermietung stehenden Pauschalabzüge entsprechend dem 

Formular 1c der beschwerdeführerischen Steuererklärung 2020 

Berücksichtigung fanden (vgl. Bg-act. 1); aufgrund der in der besagten 

Praxisfestlegung vorgesehenen Aufrechnung des Eigenmietwerts sind sie 

sodann wieder untergegangen. Dies ist nicht zu beanstanden und ergibt 

sich aus der in der erwähnten Praxisfestlegung festgehaltenen sowie 

nachvollziehbar und plausibel begründeten Schlussfolgerung, wonach 

davon ausgegangen wird, dass aus einer gemischt genutzten 

Zweitwohnung ein Vermögensertrag (mindestens) in der Höhe des 

Eigenmietwerts erzielt werden kann, wenn – wie vorliegend – die Erträge 

aus Fremdvermietung diesen Wert nicht übersteigen (vgl. 

Praxisfestlegung der Beschwerdegegnerin "Zweitwohnungen: Gemischte 

Nutzung" vom 1. Januar 2016, S. 1, abrufbar unter: [siehe weiter oben], 

zuletzt besucht am 22. Februar 2023). Das Gericht weicht denn auch nicht 

ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine 

überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen; 

insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen 

eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 

getragen (vgl. BGE 144 V 195 E.4.2, 133 V 346 E.5.4.2; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_53/2021 vom 30. Juni 2021 E.2.2; VGU A 17 23 vom 

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31. August 2017 E.2c, A 14 4 vom 3. April 2014 E.2c, A 12 43 vom 

11. Januar 2013 E.3). 

4.4. Lebenshaltungskosten sind die Aufwendungen, die nicht mit der 

Einkommenserzielung zusammenhängen, sondern der Befriedigung der 

persönlichen Bedürfnisse dienen und damit Einkommensverwendung 

darstellen (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/ROHNER, a.a.O., § 33 Rz. 5, 

REICH, a.a.O., § 13 Rz. 77, REICH/HUNZIKER, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], 

Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die 

direkte Bundessteuer, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 34 Rz. 3, 

RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., Art. 34 Rz. 4). Bei 

selbstgenutzten Liegenschaften sind verschiedene Betriebskosten als 

Lebenshaltungskosten zu qualifizieren und damit nicht abzugsfähig (z.B. 

Strom, Wasser, verursacherabhängige Abfallentsorgung wie bspw. 

Kehrichtsackgebühren) (vgl. Art. 37 Abs. 1 lit. a StG; Praxisfestlegung der 

Beschwerdegegnerin "Liegenschaftskosten" vom 1. März 2021, S. 5, 

abrufbar unter: [siehe weiter oben], zuletzt besucht am 22. Februar 2023). 

Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin – im 

Gegensatz zu den sich aus der Vermietung ergebenden Betriebskosten 

für Strom, Heizung, Reinigung etc., welche mit dem Pauschalabzug 

abgegolten wurden (vgl. Erwägung 4.3) – für die im Zusammenhang mit 

dem Anteil Eigennutzung stehenden Betriebskosten keinen Abzug 

gewährte (vgl. Bg-act. 2 und 9). Diese unterschiedliche Handhabung der 

Betriebskosten bei selbstgenutzten Liegenschaften und vermieteten 

Ferienwohnungen scheint der Beschwerdeführer zu verkennen, wenn er 

ausführt, dass es sich dabei um "ein und dieselbe Sache" handle bzw. 

dass die durch den Gebrauch der Mieter verursachten Kosten für die 

Abnutzung der Möbel, Energie etc. nicht seine Lebenshaltungskosten 

seien. 

4.5. Schliesslich ist der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass sowohl die 

vom Beschwerdeführer in seiner Steuererklärung 2020 geltend 

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gemachten STWEG-Kosten von insgesamt CHF 6'415.85 wie auch die 

von ihm im Einspracheverfahren geltend gemachte Liegenschaftssteuer in 

der Höhe von CHF 736.-- zu Recht als Unterhaltskosten gemäss Art. 35 

Abs. 1 lit. b StG zum Abzug zugelassen wurden (vgl. Bg-act. 1, 2, 8 und 9; 

siehe auch Praxisfestlegung der Beschwerdegegnerin 

"Liegenschaftskosten" vom 1. März 2021, S. 5, abrufbar unter: [siehe 

weiter oben], zuletzt besucht am 22. Februar 2023, mit Hinweis auf Art. 1 

Abs. 1 lit. a Ziff. 3 ESTV-Liegenschaftskostenverordnung [SR 642.116.2]). 

Dagegen bringt der Beschwerdeführer denn auch nichts Konkretes vor. 

5. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 31. Oktober 2022 als rechtens, weshalb die dagegen erhobene 

Beschwerde vom 30. November 2022 abzuweisen ist, soweit darauf 

eingetreten werden kann.

6. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die 

Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen 

aus der Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und 

Mitteilungen des Entscheids sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). 

Die Staatgebühr beträgt höchstens CHF 20'000.--; sie richtet sich nach 

dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse 

und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 

Abs. 2 VRG). Vorliegend erscheint eine Staatsgebühr von CHF 1'000.-- 

angemessen. Sie ist zusammen mit den Kanzleiauslagen dem 

unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Bund, Kanton und 

Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 

Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung 

zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 

78 Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, 

weshalb der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zusteht. 

- 14 -

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 284.--

zusammen CHF 1'284.--

gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilung]