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**Case Identifier:** 09d7f484-1762-565e-a517-dc826ed85a45
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.09.2015 200 2015 397
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-397_2015-09-01.pdf

## Full Text

200 15 397 IV
KNB/REL/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. September 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Fürsprech B.________ 
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. März 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1979 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
seit dem 1. Dezember 2011 bei der C.________ angestellt und wurde 
durch seinen Arbeitgeber am 27. März 2012 unter Hinweis auf psychische 
Störungen zur Früherfassung angemeldet (Antwortbeilage der IV-Stelle 
Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; AB] 1). Am 19. April 2012 meldete 
der Versicherte sich selber zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) an (AB 5). In der Folge nahm die IVB Abklärun-
gen in beruflicher und medizinischer Hinsicht vor und liess eine Arbeits-
marktliche-Medizinische Abklärung (AMA) durchführen (AB 38), welche 
aufgrund des Verhaltens des Versicherten abgebrochen werden musste 
(AB 47). Nach einer Untersuchung durch den Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (AB 56) stellte die IVB mit 
Vorbescheid vom 6. Juni 2013 (AB 61) die Ablehnung des Leistungsbegeh-
rens in Aussicht, da keine IV-relevante Erkrankung vorliege. Damit zeigte 
sich der Versicherte mit Einwand vom 13. August 2013 (AB 69) nicht ein-
verstanden und reichte eine Stellungnahme der Psychiatrischen Dienste 
D.________ (AB 70) und weitere medizinische Berichte zu den Akten 
(AB 74 und AB 80). Die IVB liess den Versicherten in der Folge polydiszi-
plinär begutachten (AB 86). Das entsprechende Gutachten datiert vom 
18. November 2014 (AB 99.1). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfah-
ren (AB 103) verfügte die IVB am 25. März 2015 dem Vorbescheid ent-
sprechend und verneinte den Anspruch auf Leistungen der IV bei einem 
Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 30 % (AB 104). 

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte – vertreten durch Fürsprech 
B.________ – am 7. Mai 2015 Beschwerde. Er beantragt die Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung, die Zusprache einer IV-Rente auf der Basis 
eines IV-Grades von mindestens 44 % sowie die Gewährung der unentgelt-

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lichen Rechtspflege mit unentgeltlicher Verbeiständung durch Fürsprech 
B.________. 

Aufforderungsgemäss liess der Beschwerdeführer am 19. Mai 2015 weitere 
Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zu den Akten rei-
chen.

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2015 beantragt die Beschwerdegegne-
rin unter Hinweis auf die angefochtene Verfügung die Abweisung der Be-
schwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. Juni 2015 hiess der Instruktions-
richter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung 
gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. März 2015 
(AB 104). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invaliden-
versicherung vom 19. Juni 1959 (IVG; SR 831.20) besteht der Anspruch 
auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, der-
jenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei 
einem IV-Grad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Ren-
te und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

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2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres 
Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr 
nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 
verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem 
weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 281).

2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgaben-
bereich des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu 
äussern, da der Begriff der Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern 
auch von erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG).

3.

3.1 Bezüglich des Gesundheitszustandes sowie der Arbeits- und
Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ist den medizinischen Akten im 
Wesentlichen das Folgende zu entnehmen:

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3.1.1 Die behandelnde Psychiaterin der Psychiatrischen Dienste 
D.________ Dr. med. E.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH und Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnos-
tizierte in ihrem Bericht vom 16. August 2012 (AB 22 S. 2 Ziff. 1.1) eine 
paranoide Schizophrenie (ICD-10: F22.0), sowie differentialdiagnostisch 
eine Psychose im Rahmen einer Traumafolgestörung (ICD-10: F43.1). Die 
Arbeitsfähigkeit betrage 50 % seit dem 1. Februar 2012 (S. 4 Ziff. 1.6) und 
es sei auf längere Sicht mit einer Erhaltung dieser Arbeitsfähigkeit zu rech-
nen (Ziff. 1.5).

3.1.2 Die psychiatrische Gutachterin Dr. med. F.________, Fachärztin 
für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in ihrem Gutachten vom 
7. Dezember 2012 (AB 29.1) einen dringenden Verdacht auf kombinierte 
emotional-instabil impulsive und paranoide Persönlichkeitsstörung (ICD-10: 
F61.0), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige 
depressive Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10: F32.00), eine 
Störung durch Cannabinoide, Status nach Cannabisabhängigkeit, nach 
eigenen Angaben gegenwärtig abstinent (ICD-10: F12.20) sowie einen Sta-
tus nach überwiegend wahnhafter, drogeninduzierter psychotischer 
Störung (ICD-10: F12.51 [S. 13 Ziff. 6.1]). Eine abschliessende versiche-
rungsmedizinische Beurteilung sei angesichts der verbleibenden diagnosti-
schen Unsicherheit zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich (S. 16). Die 
differentialdiagnostische Einordnung (Persönlichkeitsstörung versus Psy-
chose aus dem schizophrenen Formenkreis) habe eine grosse Bedeutung 
für die Beurteilung der Symptomatik, der Arbeitsfähigkeit, der Zumutbarkeit 
medizinischer Massnahmen und der Besserungsfähigkeit der klinischen 
Symptomatik. Es könne nicht abschliessend festgestellt werden, ob die 
psychosozialen Belastungsfaktoren nur eine Teilursache darstellten oder 
für die Krankheitsentwicklung ganz überwiegend verantwortlich seien. Um 
eine abschliessende versicherungspsychiatrische Beurteilung zu ermögli-
chen, empfehle die Gutachterin eine stationäre Begutachtung.

3.1.3 Der RAD-Psychologe Dr. phil. G.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, hielt in seinem neuropsychologischen Untersu-
chungsbericht vom 13. März 2013 (AB 40) fest, dass die vom Beschwerde-
führer in der Testuntersuchung produzierten Befunde aufgrund ihrer Wider-

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sprüchlichkeit und Inkonsistenz für eine neuropsychologische Interpretation 
nicht verwertbar seien (S. 4). Die vorgegebenen Leistungseinschränkungen 
würden bei Weitem jegliche Plausibilitätsgrenze von zerebral verursachten 
Funktionsstörungen übersteigen (S. 5). Zusammenfassend könnten die 
beklagten und produzierten Störungen in der mentalen Leistungsfähigkeit 
nicht objektiviert werden und liessen sich mit keinem neuropsychologischen 
Störungsbild vereinbaren, bzw. widersprächen auf logisch zwingende Wei-
se den möglichen Folgen von zerebralen Dysfunktionen. Eine IV-relevante 
Intelligenzminderung sei in Anbetracht der Tatsache, dass der Beschwer-
deführer in der Schweiz einen soliden Realschulabschluss gemacht habe 
und einige Jahre als Geschäftsführer eines … tätig gewesen sei, hoch un-
wahrscheinlich. Als Diagnose nannte er eine neuropsychologisch unplausi-
ble und logisch inkonsistente Symptomproduktion ohne eigenen Krank-
heitswert, deren Art und Ausmass sich weder schlüssig noch hinreichend 
als Folge einer zerebralen Affektion oder Dysfunktion erklären liessen.

3.1.4 In ihrem Untersuchungsbericht vom 22. Mai 2013 (AB 56) führte 
die RAD-Psychiaterin Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH und Fachärztin für Anästhesiologie, aus, dass keine 
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen (S. 7). Ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Status nach psychischer 
und Verhaltensstörung durch Cannabinoide, inzwischen mehrfach nachge-
wiesene Abstinenz (ICD-10: F12.20), Probleme bei der Lebensführung 
(ICD-10: Z72.8) sowie Personen, die das Gesundheitswesen aus andern 
Gründen in Anspruch nehmen (ICD-10: Z76). Es habe sich anlässlich der 
aktuellen psychiatrischen RAD-Untersuchung keine Psychopathologie ge-
funden (S. 8). Die wesentlichen Kriterien, die für die Diagnose einer Per-
sönlichkeitsstörung gefordert wären, seien ausgeschlossen. Der Be-
schwerdeführer habe keine emotionale Instabilität, wie sie bei Persönlich-
keitsstörungen immer vorhanden sei. Es hätten sich auch keine Befunde 
gefunden, die einer psychiatrisch affektiven Erkrankung wie Depression, 
Angststörung oder Zwangserkrankung entsprechen würden. Es hätten 
auch keine Befunde aus dem schizophrenen Bereich bestanden. Wenn der 
Beschwerdeführer in der Vergangenheit täglich mehrere Joints geraucht 
habe, so könne dies eine vormals erlebte, zeitlich befristete Psychose, wie 
sie in den Akten erwähnt sei, erklären (S. 9). Damit sei ein anhaltender 

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Gesundheitsschaden nicht vorhanden und soziale Faktoren stünden im 
Vordergrund der Problematik. Für jede seiner Ausbildung entsprechende 
Tätigkeit sei der Beschwerdeführer nach einer Eingewöhnungszeit und 
Anlernzeit voll arbeitsfähig. Es liege weder eine Psychopathologie noch 
eine psychiatrische Diagnose vor, welche das Nichtmitwirken während der 
AMA und bei der neuropsychologischen Untersuchung erkläre.

3.1.5 Nach dem stationären Aufenthalt in der Rehaklinik I.________ 
vom 19. August bis zum 20. September 2013 hielten die Fachärzte in ihrem 
Bericht vom 4. Dezember 2013 (AB 74) die Diagnosen eines Status nach 
vorübergehender psychotischer Störung, am ehesten im Rahmen von ex-
zessivem Cannabiskonsum (ICD-10: F13.51), akzentuierte Persönlichkeits-
züge mit paranoiden, emotional-instabilen, narzisstischen und dependenten 
Anteilen (ICD-10: Z73.1), einen Status nach schädlichem Gebrauch von 
Cannabis (ICD-10: F12.1), differentialdiagnostisch Abhängigkeitssyndrom, 
eine ausgeprägte Schlafstörung (ICD-10: F51.9) sowie ein chronisches 
Lumbovertebral-Syndrom fest. Dem Beschwerdeführer sei es gelungen, 
sein körperliches Befinden, seine Leistungsfähigkeit deutlich zu verbes-
sern, die Schmerzen zu reduzieren und an psychischer Stabilität zu gewin-
nen. Der Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess solle baldmöglichst erfol-
gen, aus körperlicher und psychischer Sicht stehe dem nichts entgegen.

3.1.6 Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. E.________ führte in ih-
rem Bericht vom 4. März 2014 (AB 80) die Diagnosen eines Status nach 
vorübergehender psychotischer Störung mit Wahngedanken (ICD-10: 
F23.0), akzentuierte Persönlichkeitszüge mit paranoiden, emotional instabi-
len und narzisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1), differentialdiagnostisch 
eine Persönlichkeitsstörung bei Traumatisierung in der Kindheit, einen Sta-
tus nach Suizidversuch 1998, einen Status nach schädlichem Gebrauch 
von Cannabis (ICD-10: F12.1), differentialdiagnostisch ein Abhängigkeits-
syndrom, eine ausgeprägte Schlafstörung (ICD-10: F91.9) sowie ein chro-
nisches Lumbovertebral-Syndrom (ICD-10: Z87.3) auf. Es bestehe seit dem 
1. Februar 2012 bis auf weiteres bei gleichbleibender Arbeitssituation eine 
50 %ige Arbeitsfähigkeit.

3.1.7 Die Gutachter der J.________ (MEDAS), hielten in ihrem polydis-
ziplinären (allgemeininternistischen, neuropsychologischen, neurologi-

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schen, psychiatrischen ) Gutachten vom 18. November 2014 (AB 99.1) als 
Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Per-
sönlichkeitsstörung mit schizoiden, grössenphantastischen und narzissti-
schen Anteilen fest (ICD-10: F61.0 [S. 55 Ziff. III]). Als Diagnosen ohne 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie Störungen durch 
Alkohol (episodischer Substanzgebrauch), Status nach Störungen 
durch Cannabinoide (episodischer Substanzgebrauch mit Status nach 
psychotischen Störungen), einen Verdacht auf eine minimale bis 
leichte neuropsychologische Störung, anamnestisch unspezifische 
Rückenschmerzen, unspezifische Dysästhesien der unteren 
Extremitäten, Probleme in der Beziehung zum Ehepartner, 
Probleme in Verbindung mit Ausbildung und Bildung mit Lehrabbruch 
(keine Berufsausbildung), Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit 
und Arbeitslosigkeit sowie Probleme in Verbindung mit 
Wohnbedingungen und ökonomischen Verhältnissen. Aus 
gesamtmedizinischer Sicht kamen die Gutachter zum Schluss (S. 57), 
dass dem Beschwerdeführer bezogen auf ein vollschichtiges 
Arbeitsvolumen eine 30 %ige Einschränkung attestiert werden könne. 
Zum Beispiel an einem … könne er durchaus im Produktionsbereich 
eingesetzt werden.

Der neuropsychologische Gutachter lic. phil. K.________, Neuropsycholo-
ge FSP und Psychotherapeut FSP, hielt in seinem neuropsychologischen 
Teilgutachten vom 29. Juni 2014 (AB 99.2 S. 12) fest, dass beim 
Beschwerdeführer – mit Ausnahme des schweren, aber klinisch 
eindeutig auf mangelnde Leistungsbereitschaft zurückzuführenden 
Defizites in der Daueraufmerksamkeit – eine lediglich geringe bis leichte 
linkshemisphärische, frontotemporal betonte Hirnfunktionsschwäche 
vorliege. Das diesbezügliche Befundbild wirke in sich zwar kohärent, 
könne aber angesichts der sowohl psychometrisch als auch klinisch 
auffälligen Befunde aus der Beschwerdevalidierung nicht als 
authentisch, respektive hinreichend gesichert gelten. Es könne hier 
deshalb keine eigene neuropsychologische Diagnose, sondern lediglich 
der Verdacht auf eine minimale bis leichte neuropsychologische Störung 
geäussert werden. Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, dass lediglich 
ein Verdacht auf eine Diagnose bestehe: wenn diese zutreffen würde, 

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würde sich jedoch daraus keine wesentliche Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit herleiten oder begründen 
lassen.

Der neurologische Gutachter Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie 
FMH, hielt in seinem Teilgutachten vom 18. Juni 2014 (AB 99.3 S. 7 
Ziff. 4.1) fest, dass keine neurologischen Diagnosen mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit beständen. Ohne Auswirkungen seien anamnestisch 
unspezifische Rückenschmerzen und eine unspezifische Dysästhesie der 
unteren Extremitäten (Ziff. 4.2). Es lasse sich weder eine Funktionsstörung 
des zentralen Nervensystems noch eine periphere Neuropathie nachwei-
sen. Zusammenfassend bestehe beim Beschwerdeführer keine neurologi-
sche Erkrankung (S. 8) und bei Fehlen einer solchen könne aus neurologi-
scher Sicht keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit festgestellt werden 
(Ziff. 6).

Im psychiatrischen Gutachten vom 29. Juni 2014 (AB 99.4) hielt der psych-
iatrische Gutachter Dr. med. M.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitss-
törung mit schizoiden, grössenphantastischen und narzisstischen Anteilen 
(ICD-10: F61.0) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (S. 12 Ziff. 4.1). 
Der Beschwerdeführer leide nicht an einer paranoiden Schizophrenie, was 
aufgrund der klinischen Untersuchung ausgesagt werden könne, da es ihm 
durchaus möglich sei, trotz der narzisstischen Anteile, trotz der Spaltungs-
tendenz und trotz der mangelnden Kollaboration immer wieder realistisch 
zu reagieren und ein Realitätsbewusstsein aufrecht zu erhalten (S. 18). 
Aufgrund der Untersuchung und weil der Beschwerdeführer nicht willens 
und fähig gewesen sei, über seine innere, medizinische, familiäre und die 
Berufsanamnese Auskunft zu geben, müsse davon ausgegangen werden, 
dass ein Gesundheitsschaden „mit invalidisierenden Ausmassen“ auf die 
Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 20). Er zeige Hinweise auf eine Persönlich-
keitsstörung mit paranoiden, narzisstischen, grössenphantastischen Antei-
len. Der Gutachter ging davon aus, dass eine psychiatrische Störung aus-
gemacht werden müsse und im Verlaufe der Jahre Inkonstanzen und Wi-
dersprüchlichkeiten aufgetreten seien, die eher krankheitsbedingt und nicht 
nur psychosozialen Umständen oder einem möglichen Rentenbegehren 

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zuzuschreiben seien. Der Beschwerdeführer sei erschwert fähig, sich in 
Teams einzufügen und sich in Stresssituationen – vor allem in emotionalen 
Stresssituationen mit interpersonellen Kontakten – einzulassen und 
adäquat zu reagieren. Es sei davon auszugehen, dass die Steuerungs-
fähigkeit des Beschwerdeführers in gewissen eskalierten Momenten nicht 
mehr vollumfänglich gegeben sei, weshalb darauf geachtet werden solle, 
dass keine übermässige Eskalation auftrete. Wegen der Persönlichkeitss-
törung und dem inkonstanten Verhalten könne er erschwert in der freien 
Wirtschaft eingesetzt werden. Allerdings könne nicht von einer vollen Ar-
beitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit ausgegangen werden. Aus psychiatri-
scher Sicht könne eine 30 %ige Arbeitsunfähigkeit angenommen werden, 
wobei der Beschwerdeführer ganztags und/oder reduziert stundenmässig 
eingesetzt werden könne, wobei das Gesamtrendement 70 % Arbeitsfähig-
keit nicht überschreiten sollte (S. 21).

3.1.8 In ihrem Bericht vom 8. Januar 2015 (AB 102) fasste die RAD-
Psychiaterin Dr. med. H.________ alle medizinischen Akten zusammen 
und hielt als einzige Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
diejenige einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit schizoiden, grös-
senphantastischen und narzisstischen Anteilen fest (S. 4). Ohne Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit wiederholte sie die im MEDAS-Gutachten 
vom 18. November 2014 (AB 99.1 S. 55) festgestellten Diagnosen. Der 
Beschwerdeführer sei erschwert fähig sich in Teams einzulassen, er-
schwert fähig sich vor allem in emotionale Stresssituationen mit interperso-
nellen Kontakten einzulassen und adäquat zu reagieren. Es sei davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer wegen seiner Persönlichkeitsstörung 
erschwert in der freien Wirtschaft eingesetzt werden könne. Allerdings kön-
ne aufgrund der Klinik, der kognitiven Leistungsfähigkeit, der Anpassungs-
fähigkeit, wenn es darauf ankomme, und wegen seinem inkonstanten Ver-
halten nicht von einer vollen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit ausgegan-
gen werden. Er müsse sicher dazu angehalten werden, sich einer kontinu-
ierlichen psychiatrischen Behandlung zu unterziehen. Jedoch könne davon 
ausgegangen werden, dass die Compliance des Beschwerdeführers zu 
einem guten therapeutischen Bündnis wegen seinen Persönlichkeitsfakto-
ren nicht optimal gegeben sei. Der psychiatrische Gutachter habe eine Ar-
beitsunfähigkeit von 30 % attestiert, wobei der Beschwerdeführer entweder 

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ganztags mit reduzierter Leistung oder entsprechend einem Gesamtpen-
sum von 70 % stundenweise eingesetzt werden könne.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 25. März 2015 (AB 104) massgeblich auf das polydisziplinäre 
Gutachten der MEDAS vom 18. November 2014 (AB 99.1) und die dazu-
gehörenden Teilgutachten (AB 99.2 bis AB 99.4) gestützt. 

3.3.1 Dieses MEDAS-Gutachten basiert auf einer allgemeininternisti-
schen, einer neuropsychologischen, einer neurologischen sowie einer 
psychiatrischen Untersuchung und erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestell-
ten Anforderungen (E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen 
beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten und 

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den Erkenntnissen aus der Arbeitsmarktlichen-Medizinischen Abklärung 
(AMA [AB 54]) sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 
getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen 
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerun-
gen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar, umfassend und 
einlässlich begründet. Die einzelnen Teilbeurteilungen stehen untereinan-
der wie auch mit den übrigen Arztberichten in Übereinstimmung. Die Er-
kenntnisse der Gutachter flossen sodann in die gemeinsame Einschätzung 
ein (S. 56), weshalb darauf abzustellen ist. Wenn der Beschwerdeführer 
bemängelt (vgl. Beschwerde vom 7. Mai 2015 S. 7 f. Ziff. 7), dass die Ex-
pertise nicht als korrektes polydisziplinäres Gutachten angesehen werden 
könne, sondern vielmehr als Ansammlung dreier Einzelgutachten, kann 
dem nicht gefolgt werden. Entscheidend ist, dass die Gutachter ihre jewei-
ligen Erkenntnisse aus den Teilgutachten zusammengetragen haben und 
diese anhand einer gemeinsamen Einschätzung durch alle involvierten 
Ärzte beurteilt (vgl. S. 57 „Diese Einschätzung ist durch alle involvierten 
Ärzte gemeinsam erfolgt“) und danach unterschriftlich bestätigt worden ist. 

Mit den MEDAS-Gutachtern ist damit davon auszugehen, dass als Diagno-
se mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung mit schizoiden, grössenphantastischen und narzisstischen 
Anteilen (ICD-10: F61.0) vorliegt (S. 55 Ziff. III) und dem Beschwerdeführer 
aus gemeinsamer Sicht bezogen auf ein vollschichtiges Arbeitsvolumen 
eine 30 %ige Einschränkung attestiert werden kann (S. 57). Diese Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit ergibt sich aus der psychiatrischen Evaluation, 
konnten doch in den übrigen Fachgutachten keine Diagnosen mit Auswir-
kungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden (S. 56).

3.3.2 In seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 29. Juni 2014 
(AB 99.4) legte Dr. med. M.________ einlässlich und nachvollziehbar dar, 
dass der Beschwerdeführer lediglich Hinweise auf eine Persönlichkeitss-
törung zeige, welche paranoide, narzisstische und grössenphantastische 
Anteile habe (S. 20). Der Beschwerdeführer habe nur einer rudimentären 
Untersuchung unterzogen werden können, da er nicht willens und fähig 
gewesen sei, über seine innere, die medizinische, die berufliche sowie die 
familiäre Anamnese Auskunft zu geben. Damit müsse davon ausgegangen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 14

werden, dass ein Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit bestehe. Sodann führt der Gutachter auch aus, dass eine schizoi-
de Tendenz vorliege, sich zurückzuziehen und offenbar immer wieder mit 
paranoiden Gedankenwahrnehmungen zu reagieren. Diese Wahrneh-
mungsphänomene könnten möglicherweise sowohl Folgen der Drogenein-
nahmen als auch der Auslöser für den dokumentierten Cannabis- und Al-
koholkonsum sein, um so die Spannungszustände und die psychische In-
stabilität auszuhalten. Ebenso sind psychosoziale Umstände auszuma-
chen, welche nicht allein, aber immerhin auch für die Inkonstanzen und 
Widersprüchlichkeiten, die bei diversen Untersuchern und Beteiligten auf-
getreten seien, verantwortlich sein können. 

3.3.3 Weder der psychiatrische Gutachter, noch die behandelnden Ärzte 
konnten die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Beschwer-
de vom 7. Mai 2015 (S. 5 f. Ziff. 5) aufgeworfene Diagnose einer Schizo-
phrenie feststellen. So qualifizierten die Ärzte der Rehaklinik I.________ in 
ihrem Bericht vom 4. Dezember 2013 (AB 74) die vorhandenen Beschwer-
den als einen Status nach vorübergehender psychotischer Störung, wobei 
sie den exzessiven Cannabiskonsum als Ursache hierfür sahen (ICD-10: 
F13.51). Zwar hatte Dr. med. E.________ in ihrem Bericht vom 16. August 
2012 (AB 22) ursprünglich die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie 
nach der Anmeldung zum Leistungsbezug genannt, doch ist sie im Verlaufe 
der Zeit von dieser Diagnose abgekommen und hat im Bericht vom 4. März 
2014 (AB 80) ebenfalls einen Status nach vorübergehender psychotischer 
Störung genannt, wobei sie diesen jedoch in Zusammenhang mit Wahnge-
danken (ICD-10: F23.0) stellte. Daneben diagnostizierte sie lediglich akzen-
tuierte Persönlichkeitszüge mit paranoiden, emotional instabilen und nar-
zisstischen Anteilen (ICD-10: Z73.1), einen Status nach Suizidversuch 
1998, einen Status nach schädlichem Gebrauch von Cannabis (ICD-10: 
F12.1), eine ausgeprägte Schlafstörung (ICD-10: F91.9) sowie ein chroni-
sches Lumbovertebral-Syndrom (ICD-10: Z87.3). Ebenso hatte die RAD-
Psychiaterin Dr. med. H.________ in ihrem Untersuchungsbericht vom 
22. Mai 2013 (AB 56) keine Befunde aus dem schizophrenen Bereich fest-
stellen können (S. 8).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 15

Ebenso konnte der Neuropsychologe des RAD in seinem Untersuchungs-
bericht vom 13. März 2013 (AB 40) lediglich eine neuropsychologisch un-
plausible und logisch inkonsistente Symptomproduktion ohne eigenen 
Krankheitswert, deren Art und Ausmass sich weder schlüssig noch hinrei-
chend als Folge einer zerebralen Affektion oder Dysfunktion erklären lies-
sen, feststellen (S. 5).

3.3.4 Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt da-
mit als genügend abgeklärt und die Akten ergeben ein schlüssiges Bild. 
Von weiteren Beweismassnahmen und insbesondere von der Erstellung 
einer psychiatrischen Oberbegutachtung – wie sie vom Beschwerdeführer 
beantragt wird (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. 5) – sind keine zusätzlichen Er-
kenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162), so dass von diesen abzusehen ist (vgl. SVR 2008 UV Nr. 30 
S. 113 E. 5.1).

3.4 Auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 18. Novem-
ber 2014 (AB 99.1) und dabei insbesondere das psychiatrische Teilgutach-
ten vom 29. Juni 2014 (AB 99.4) kann deshalb nach den vorstehenden 
Ausführungen abgestellt werden. Es ist damit von einer vollschichtigen Ar-
beitsfähigkeit mit einer 30 %igen Einschränkung (vgl. AB 99.1 S. 57) aus-
zugehen. 

4.

4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 16

fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 
30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). 

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter 
Berücksichtigung der Anmeldung zum Leistungsbezug im April 2012, bei 
der Beschwerdegegnerin eingegangen im Mai 2012 (AB 5), und in Anwen-
dung von Art. 29 Abs. 1 IVG fällt der hypothetische Rentenbeginn auf Ok-
tober, bzw. November 2012. Der Einkommensvergleich ist deshalb für das 
Jahr 2012 vorzunehmen. 

4.4

4.4.1 Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer in seiner 
letzten Arbeitsstelle zunächst krankgeschrieben war und danach nicht mehr 
gearbeitet hat, mithin seine Stelle aus gesundheitlichen Gründen verloren 
hat (AB 40 S. 2). Da er aber schon davor in verschiedenen … ausschliess-
lich kurze Anstellungen als … hatte, ist nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich bei dieser Anstellung um 
ein stabiles Vertragsverhältnis gehandelt hat und es kann damit nicht ohne 
weiteres angenommen werden, dass der Beschwerdeführer ohne Gesund-
heitsschaden noch immer dort tätig wäre. Übereinstimmend gehen die Par-
teien deshalb zu Recht davon aus, dass für die Ermittlung des Validenein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 17

kommens auf die LSE 2012, Total, Männer, Kompetenzniveau 1, abzustel-
len ist (vgl. E. 4.1 vorstehend).

4.4.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das hypothetische Invalideneinkommen 
ebenfalls auf der Basis der statistischen Lohnangaben der LSE 2012 , To-
tal, Männer, Kompetenzniveau 4, zu bestimmen (vgl. E. 4.2 hiervor).

4.4.3 Damit erübrigt sich die genaue Ermittlung des Validen- und Invali-
deneinkommens, da beide aufgrund des gleichen Tabellenlohnes festzule-
gen sind, weil sich mögliche, angepasste Invalidentätigkeiten mit möglichen 
Arbeiten ohne Eintritt des Gesundheitsschadens decken: der IV-Grad ent-
spricht demnach dem Grad der Leistungseinschränkung von 30 % bei einer 
vollzeitlichen Tätigkeit (vgl. E. 3.4 vorstehend) unter Berücksichtigung eines 
allfälligen Abzuges (Entscheid des EVG vom 15. April 2003, I 1/03, E. 5.2). 
Die Beschwerdegegnerin hat auf die Vornahme eines solchen leidensbe-
dingten Abzuges beim Invalideneinkommen verzichtet, da eine entspre-
chende Leistungseinschränkung bereits bei der medizinischen Beurteilung 
mit einbezogen worden ist (vgl. Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2015, S. 2 
Ziff. 4). Dies ist nicht zu beanstanden, besteht doch selbst bei reduziertem 
Beschäftigungsgrad bzw. einer Vollzeittätigkeit mit reduzierter Leistung – 
entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers – kein Anlass, vorlie-
gend einen Abzug zu gewähren.

4.5 Nach dem Dargelegten beträgt der IV-Grad somit 30 % und der 
Beschwerdeführer hat damit keinen Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 
und E. 2.3 hiervor).

5.

Nach dem Ausgeführten erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
25. März 2015 (AB 104) als rechtens und ist nicht zu beanstanden. Die 
dagegen erhobene Beschwerde ist deshalb abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 18

6.

6.1 Abweichend von Art. 61 lit. a ATSG ist das Beschwerdeverfahren 
vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilli-
gung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis 
IVG). Der Beschwerdeführer hat damit grundsätzlich die Verfahrenskosten 
zu bezahlen, die auf Fr. 700.– festgesetzt werden.

Mit Verfügung vom 16. Juni 2015 wurde das vom Beschwerdeführer ge-
stellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gutge-
heissen. Der Beschwerdeführer wird damit – unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht be-
treffend die Verfahrenskosten befreit (Art. 113 VRPG).

6.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). Festzusetzen bleibt indes das amtliche Honorar von Für-
sprech B.________.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.–. 

Die Kostennote von Fürsprech B.________ vom 3. Juli 2015 und insbe-
sondere der geltend gemachte zeitliche Aufwand von 7 Stunden und 50 
Minuten ist nicht zu beanstanden, weshalb der tarifmässige Parteikostener-
satz auf Fr. 2‘446.– festgesetzt wird. Davon ist Fürsprech B.________ aus 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 19

der Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 1'566.65 (75/6 x Fr. 200.– ) 
zuzüglich Auslagen von Fr. 71.50 und Mehrwertsteuer von Fr. 131.05, total 
somit eine Entschädigung von Fr. 1'769.20, auszurichten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.– werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2'446.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
festgesetzt. Davon wird Fürsprech B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1'769.20 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) ver-
gütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Fürsprech B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, IV/15/397, Seite 20

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.