# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edc68de7-8cf5-50dc-ac6e-51b6b53191c1
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-20
**Language:** de
**Title:** 8C_385/2025 20.01.2026
**Docket/Reference:** 8C_385/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-01-2026-8C_385-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
8C_385/2025
Urteil vom 20. Januar 2026
IV. ffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Viscione, Prsidentin,
Bundesrichterinnen Heine, Scherrer Reber,
Gerichtsschreiber Hochuli.
Verfahrensbeteiligte
A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Nicolas Simon, Landmann & Partner AG,
Beschwerdefhrerin,
gegen
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, 6002 Luzern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Unfallversicherung (Kausalzusammenhang),
Beschwerde gegen das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zrich vom 2. Mai 2025 (UV.2024.00028).
Sachverhalt:
A.
A.________, geboren 1990, zog sich bei einem Sturz als Inlineskaterin am 10. Juni 2007 unter anderem eine Hamulusfraktur an der dominanten rechten Hand zu. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) bernahm die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Auch fr zwei Rckflle (2009 und 2014) erbrachte sie die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Unfallfremd wurde 2016 eine Multiple Sklerose mit Erstmanifestation im Oktober 2015 diagnostiziert. In Bezug auf den im November 2014 angemeldeten Rckfall stellte die Suva smtliche Versicherungsleistungen (Heilkosten und Taggeld) per 29. Februar 2016 ein. Beim Abschluss des Rckfalles verneinte sie einen Rentenanspruch, sprach A.________ jedoch fr die ihr dauerhaft verbleibende unfallbedingte Beeintrchtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit nach der Hamulusexzision vom 10. September 2009 eine Integrittsentschdigung von 10% zu (Verfgung vom 10. September 2019 und Einspracheentscheid vom 27. Februar 2020). Nach Ankndigung einer reformatio in peius verneinte das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zrich mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil vom 25. Februar 2021 auch einen Anspruch auf eine Integrittsentschdigung und besttigte im brigen den folgenlosen Abschluss des Rckfalles.
Am 15. November 2022 meldete A.________ ab Oktober 2022 einsetzende Beschwerden als weiteren Rckfall an. Die Suva verneinte eine Leistungspflicht hierfr (Verfgung vom 22. Mrz 2023) und hielt mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2024 daran fest.
B.
Die hiergegen erhobene Beschwerde der A.________ wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zrich ab (Urteil vom 2. Mai 2025).
C.
Mit Beschwerde in ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten lsst A.________ beantragen, ihr seien unter Aufhebung des kantonalen Gerichts- und des Einspracheentscheides ab 27. Oktober 2022 angemessene Versicherungsleistungen auszurichten. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurckzuweisen. Subeventualiter sei die Sache zur weiteren Abklrung und Neuverfgung an die Suva zurckzuweisen. Zudem sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeistndung zu gewhren.
Das Bundesgericht zieht die vorinstanzlichen Akten bei.
Erwgungen:
1.
1.1. Die Beschwerde in ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gemss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwgungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begrndung abweisen. Immerhin prft das Bundesgericht, unter Bercksichtigung der allgemeinen Pflicht zur Begrndung der Beschwerde ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ), grundstzlich nur die geltend gemachten Rgen, sofern die rechtlichen Mngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 141 V 234 E. 1 mit Hinweisen).
1.2. Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Militr- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG ).
2.
2.1. Streitig ist, ob die Vorinstanz Bundesrecht verletzte, indem sie die von der Suva am 22. Mrz 2023 verfgte und mit Einspracheentscheid vom 11. Januar 2024 geschtzte Verneinung eines anspruchsbegrndenden Kausalzusammenhanges zwischen den ab Oktober 2022 rckfallweise zum Unfall vom 10. Juni 2007 geklagten Beschwerden an der rechten Hand mit angefochtenem Urteil besttigte.
2.2. Unbestritten ist, dass die Beschwerdefhrerin nach der operativen Hamulusexzision vom 10. September 2009 ab 11. Oktober 2009 wieder voll arbeitsfhig war, die Behandlung bei vollstndiger Beschwerdefreiheit am 2. Dezember 2009 abgeschlossen wurde und die Beschwerdefhrerin in der Folge bis Oktober 2014 keine rztliche Behandlung von Unfallfolgen mehr beanspruchte. Sodann steht gemss unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil des kantonalen Gerichts vom 25. Februar 2021 fest, dass die Suva hinsichtlich des im November 2014 angemeldeten Rckfalles ihre Leistungen (Heilkosten und Taggeld) unbestritten per 29. Februar 2016 eingestellt hatte.
3.
3.1. Das kantonale Gericht hat die massgebenden Bestimmungen und Grundstze ber die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers bei Unfllen (Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG) sowie bei Rckfllen und Sptfolgen korrekt dargelegt. Ebenso richtig wiedergegeben ist das Erfordernis eines natrlichen und adquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (BGE 142 V 435 E. 1; 129 V 177 E. 3.1 und 3.2). Gleiches gilt fr die beweisrechtlichen Anforderungen an einen rztlichen Bericht im Allgemeinen (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) und einen solchen versicherungsinterner rzte im Besonderen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 135 V 465 E. 4.4). Darauf wird verwiesen.
3.2. Zu betonen ist, dass der Unfallversicherer bei der Leistungspflicht gemss Art. 11 UVV fr Rckflle und Sptfolgen nicht auf der Anerkennung des natrlichen und adquaten Kausalzusammenhangs beim Grundfall oder bei frheren Rckfllen behaftet werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen knnen. Es obliegt dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem als Rckfall oder Sptfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalitt mit berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grsser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeintrchtigung ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.2.2; SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125, 8C_816/2009 E. 6, je mit Hinweis; Urteil 8C_802/2019 vom 23. Mrz 2020 E. 2.2).
4.
4.1. Laut unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil der Vorinstanz vom 25. Februar 2021 lag bis zum damals in tatschlicher Hinsicht massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides vom 27. Februar 2020 (vgl. BGE 143 V 168 E. 2; 130 V 445 E. 1.2; SVR 2014 IV Nr. 6 S. 25, 9C_656/2013 E. 3.1; vgl. auch Urteil 8C_556/2024 vom 4. August 2025 E. 6) seitens der Folgen des Unfalles vom 10. Juni 2007 keine erhebliche, strukturell-organische Schdigung und keine erhebliche Integrittseinbusse vor. Dieser materiell beurteilte Gesundheitszustand beruhte unter anderem auch auf der Verlaufs-MRI-Untersuchung vom 17. April 2019 und der Beurteilung des behandelnden Neurologen Dr. med. B.________, vom 5. September 2019. Die Untersuchung vom 17. April 2019 zeigte einen regelrechten Zustand nach Hamulusexzision ohne Anomalien. Dr. med. B.________ konnte sich gemss Bericht vom 5. September 2019 als Ursache fr die "schlaffe Lhmung" an der rechten Hand "lediglich ein zentrales Geschehen [...] somit die seit Oktober 2015 bekannte Multiple Sklerose" vorstellen. Ein direktes Korrelat vermochte er in den Akten allerdings nicht zu finden. Auf diese medizinischen Feststellungen zum Gesundheitszustand sttzte sich die Vorinstanz bereits mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil vom 25. Februar 2021 ab.
4.2. Demgegenber macht die Beschwerdefhrerin geltend, nach den Einschtzungen des Dr. med. B.________ und weiterer rzte msse als erstellt angesehen werden, dass der Unfall vom 10. Juni 2007 als das schdigende Ereignis zusammen mit der Operation vom 10. September 2009 "und die damit erfolgte Deponie eines Fremdkrpers in der Hand" fr die rckfallweise ab Oktober 2022 geklagten Beschwerden in anspruchsbegrndender Weise miturschlich seien. Die Beschwerdefhrerin argumentiert, ihre rechte Hand sei "einzig zwecks der [...] Operation im Jahr 2009 offen" gewesen. Deshalb seien neben den Unfallfolgen an und fr sich auch die ab Oktober 2022 rckfallweise angemeldeten Beschwerden im Zusammenhang mit dem anlsslich der Operation "zu diesem Zeitpunkt in die Hand gelangten [Fremdkrper] berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 10. Juni 2007 zurckzufhren".
4.3.
4.3.1. Die Beschwerdefhrerin sttzt sich dabei auf die unzulssige Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc" (vgl. BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2; 119 V 335 E. 2b/bb; SVR 2016 UV Nr. 18 S. 55, 8C_331/2015 E. 2.2.3.1; vgl. auch Urteil 8C_679/2024 vom 3. Oktober 2025 E. 5.2 i.f.). So argumentiert auch der behandelnde Psychotherapeut Dr. phil. h.c. C.________, welcher ohne fachrztlich-somatische Spezialkenntnisse - und abweichend vom Wortlaut gemss ursprnglichem Bericht zur MRT-Untersuchung vom 23. Dezember 2022 - von einem "Metallsplitter" spricht, der anders als durch die Operation nicht habe in die Hand gelangen knnen. Von der feststehenden "Entdeckung eines Metallsplitters in der Hand" kann jedoch entgegen dem behandelnden Psychotherapeuten keine Rede sein. Statt dessen beschrieb Prof. Dr. med. D.________, anlsslich der MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks vom 23. Dezember 2022 lediglich einen Suszeptibilittsartefakt palmar des Fexoren Retinakulums, den er differenzialdiagnostisch - also mglicherweise - einem "Metallabrieb oder Fremdkrper" zuordnete. Die behandelnde Handchirurgin Dr. med. E.________, welcher dieser Befund am 23. Dezember 2022 bereits bekannt war, vermochte mit der gleichentags durchgefhrten Ultrasonographie keine Hinweise fr Fremdkrper zu erheben. Mit Bericht vom 6. Mrz 2023 hielt sie ausdrcklich fest, "man [knne] weder beweisen noch ausschliessen", dass die Beschwerden unfallbedingt seien.
4.3.2. Zu Recht macht die Beschwerdefhrerin nicht geltend, Dr. med. E.________ sei bei der Abklrung der geklagten Beschwerden an der rechten Hand nicht lege artis vorgegangen. Selbst wenn die Magnetresonanztomographie (MRT) im Vergleich zum Ultraschall als sensitivere Bildgebungsmethode zu bezeichnen ist, bestreitet die Beschwerdefhrerin nicht, dass Prof. Dr. med. D.________ den gefundenen Suszeptibilittsartefakt lediglich differenzialdiagnostisch einem Metallabrieb oder Fremdkrper zuordnete. Im Gegensatz zum behandelnden Psychotherapeuten Dr. phil. h.c. C.________ (E. 4.3.1) und zum Psychiater Dr. med. F.________, verzichtete Prof. Dr. med. D.________ auf Spekulationen zum Kausalzusammenhang und zur Frage, weshalb dieser angeblich 2009 implantierte Fremdkrper (vgl. E. 4.2) nach anschliessend jahrelanger vollstndiger Beschwerdefreiheit und trotz mehrfacher MRI-Verlaufsuntersuchungen (2015, 2018, 2019) erst am 23. Dezember 2022 habe mutmasslich "entdeckt" werden knnen. Auch erlutert die Beschwerdefhrerin den Widerspruch der Kausalittsbeurteilungen des behandelnden Neurologen Dr. med. B.________ nicht. Dieser vermochte noch in seinem Bericht vom 5. September 2019 die rechtseitigen Handbeschwerden ausdrcklich nicht einer konkreten Ursache zuzuordnen (E. 4.1). Demgegenber bescheinigte er in seinen schriftlichen Erklrungen vom 7. Mrz 2023 und 12. April 2023 zuhanden der Beschwerdefhrerin, die Beeintrchtigungen an der rechten Hand seien "Folgen der am 30. Mai 2007 [recte: 10. Juni 2007] erlittenen Verletzung" und diese Beschwerden persistierten seit der Operation vom 10. September 2009 (vgl. E. 4.2). Letzteres steht in direktem Widerspruch zum aktenkundig dokumentierten und materiell gerichtlich beurteilten (vgl. E. 4.1 hiervor) Verlauf des Gesundheitszustandes (vgl. auch E. 2.2 hiervor), weshalb darauf insoweit nicht abzustellen ist. Nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag die Beschwerdefhrerin schliesslich aus der nicht nachvollziehbaren unbegrndeten Kurzbesttigung des Allgemeinmediziners Dr. med. G.________, vom 4. April 2023, wonach er sich "der Meinung von Kollege B.________ nur anschliessen" knne.
4.3.3. Mit ausfhrlich und sorgfltig begrndeter Aktenbeurteilung vom 8. Januar 2024 nahm die versicherungsinterne Handchirurgin Dr. med. H.________ nochmals umfassend auch zu den neueren Einschtzungen der Dres. med. E.________, B.________ und F.________ sowie zum Bericht des Dr. phil. h.c. C.________ vom 13. April 2023 Stellung. Die Versicherungsmedizinerin zeigte in Kenntnis der medizinischen Aktenlage schlssig und berzeugend auf, der anlsslich der MRT-Untersuchung vom 23. Dezember 2022 lediglich differenzialdiagnostisch als fraglicher Befund beschriebene "Metallabrieb oder Fremdkrper" stelle eine Vermutung, nicht aber eine sichere Diagnose dar. Die fachrztlich erfahrene Handchirurgin Dr. med. E.________ habe gleichentags in Kenntnis dieses Suszeptiblittsartefakts Fremdkrper verneint. Das kantonale Gericht schloss nach bundesrechtskonformer Wrdigung der Aktenlage Zweifel an der Aktenbeurteilung der Dr. med. H.________ aus. Insbesondere stellte es klar, die Objektivitt der Ausfhrungen des ohnehin nicht ber fachrztlich-somatische Spezialkenntnisse verfgenden Dr. phil. h.c. C.________ erscheine usserst fragwrdig angesichts des Umstands, dass er der Beschwerdefhrerin ein Darlehen ber Fr. 30'000.-- gewhrt und dazu bemerkt habe, in Erwartung von Rentenzahlungen der Suva und der Invalidenversicherung knne mit der Rckzahlung zugewartet werden.
4.3.4. Zusammenfassend sind die Berichte der Dres. med. B.________, F.________ und G.________ sowie des Dr. phil. h.c. C.________ - wie dargelegt (E. 4.3.1 ff.) - unter den gegebenen Umstnden insbesondere mit Blick auf das unangefochten in Rechtskraft erwachsene Urteil des kantonalen Gerichts vom 25. Februar 2021 nicht geeignet, die Schlussfolgerung der Versicherungsmedizinerin in Zweifel zu ziehen. Demnach stehen die rckfallweise ab Oktober 2022 geltend gemachten Beschwerden an der rechten Hand jedenfalls nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der berwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem anspruchsbegrndenden Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 10. Juni 2007. Die Beschwerdefhrerin zeigt nicht auf und es ist nicht ersichtlich, inwiefern bei gegebener Aktenlage von weitergehenden medizinischen Abklrungen hinsichtlich des Kausalzusammenhanges entscheidwesentliche neue Erkenntnisse zu erwarten gewesen wren, weshalb die Vorinstanz in zulssiger antizipierter Beweiswrdigung bundesrechtskonform (BGE 144 V 361 E. 6.5 i.f. mit Hinweisen) darauf verzichtete.
5.
5.1. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten der Beschwerdefhrerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
5.2. Dem Gesuch der Beschwerdefhrerin um unentgeltliche Rechtspflege kann entsprochen werden, da die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erfllt sind ( Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG ). Sie wird indessen ausdrcklich darauf hingewiesen, dass sie der Bundesgerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie spter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Der Beschwerdefhrerin wird die unentgeltliche Rechtspflege gewhrt und Rechtsanwalt Nicolas Simon wird als unentgeltlicher Anwalt bestellt.
3.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.- werden der Beschwerdefhrerin auferlegt, indes vorlufig auf die Bundesgerichtskasse genommen.
4.
Dem Rechtsvertreter der Beschwerdefhrerin wird aus der Bundesgerichtskasse eine Entschdigung von Fr. 3'000.- ausgerichtet.
5.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zrich und dem Bundesamt fr Gesundheit schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 20. Januar 2026
Im Namen der IV. ffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Prsidentin: Viscione
Der Gerichtsschreiber: Hochuli