# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f472842e-628a-5669-a1ae-3c4b995fb17a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 27.10.2017 BRGE I Nrn. 0160-0161/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRGE-I-Nrn--0160-016_2017-10-27.pdf

## Full Text

BRGE I Nrn. 0160 und 0161/2017 vom 27. Oktober 2017 in BEZ 2018 Nr. 8 

Der Gemeinderat X setzte mit Beschluss vom 29. Mai 2017 das 
Strassenprojekt für die Erstellung einer Glassammelstelle in X fest. Gleichzeitig 
wies er die gegen das Projekt erhobenen Einsprachen mehrerer Anwohner ab, 
soweit er darauf eintrat. Diese wandten sich mit Rekurs an das Baurekurs-
gericht des Kantons Zürich. 

Aus den Erwägungen: 

6. Der Standort der geplanten Glassammelstelle befindet sich im Bereich 
von vier Parkfeldern, die zur Verkehrsberuhigung in der fraglichen Tempo-30-
Zone schräg auf der H.-Strasse markiert sind. Die vier Sammelbehälter sollen 
auf den beiden mittleren Parkfeldern aufgestellt werden. Der Standort befindet 
sich in der zweigeschossigen Wohnzone (Empfindlichkeitsstufe II) am Rand 

eines Wohnquartiers, welches im fraglichen Strassenabschnitt an einen Wald 
angrenzt, in einer Distanz von ca. 16 m bzw. ca. 38 m zu den rekurrentischen 
Liegenschaften.  

Der erste Festsetzungsbeschluss vom 14. Dezember 2015 für die fragliche 
Glassammelstelle wurde mit Entscheid des Baurekursgerichts vom 10. Juni 
2016 aufgehoben (BRGE I Nrn. 0095/2016 und 0096/2016 = BEZ 2016 Nr. 44) 
und die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung und Neubeurteilung an den 
Gemeinderat zurückgewiesen. Grund dafür war eine unzureichende Abklärung 
der zu erwartenden Lärmemissionen und von Massnahmen zur vorsorglichen 
Emissionsbegrenzung (z.B. Schalldämmung der Behälter oder Wahl eines 
Unterflur- oder Halbunterflursystems). Sodann erwies sich, dass für das 
Vorhaben eine forstpolizeiliche Bewilligung fehlte. 

7.1 Der Rekurrent 1 beanstandet, der Gemeinderat stütze seinen 
Entscheid ausschliesslich auf «theoretische» Gutachten. Die konkreten 
Umstände seien nicht berücksichtigt worden und die berechneten Werte 
würden auf Annahmen und Umrechnungen von statistischen Werten beruhen. 
Es seien keine empirischen Erhebungen oder Messungen durchgeführt worden. 
Dieses Vorgehen entspreche keiner glaubhaften Begründung. Er erachte den 
durch den Einwurf in die Behälter entstehenden Lärm als störend. Das 
Schallmessprotokoll der SUVA sei für den in Frage stehenden Standort nicht 
relevant, da es keine vergleichbare Messung mit einer ebenso schützenswerten 
und ruhigen Wohnlage wie der vorliegend betroffenen gebe. Aussagekräftig und 
vergleichbar wäre demgegenüber je eine Messung der beiden Standorte H.-
Strasse und R.-Strasse beim Gewerbegebiet.  

7.2 Die Rekurrentschaft 2 macht unzumutbare Lärmimmissionen durch die 
Flascheneinwürfe und die regelmässige Leerung geltend. An der ruhigen Lage 
würden die zusätzlichen Lärmimmissionen sehr stark ins Gewicht fallen, da sie 
nicht in den anderen Hintergrundgeräuschen untergehen würden. Am 
Schallmessungsprotokoll der V. AG wird bemängelt, dieses nehme keinen 
Bezug auf die konkreten örtlichen Verhältnisse und blende weitere Lärmquellen 
(z.B. Zu- und Wegfahrverkehr, Leerung der Container) aus. Das Lärmgutachten 
der B. AG beruhe auf falschen Tatsachen hinsichtlich der künftigen 

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Nutzungsintensität und der Betriebszeiten. Aufgrund der ungünstigen Lage der 
Entsorgungsstelle A sei zu erwarten, dass nicht nur die unmittelbaren 
Anwohner, sondern zahlreiche Personen aus näheren und ferneren Gebieten 
die streitbetroffene Glassammelstelle aufsuchen würden, vorab mit 
Motorfahrzeugen. Dies führe zu mehr Einwürfen von Leergut und zu einem 
immensen Mehrverkehr. Auch bezüglich der Anwohner aus dem Quartier sei 
nicht davon auszugehen, dass die Sammelstelle zu einem grossen Teil zu Fuss 
oder mit dem Velo aufgesucht werde. Überdies sei aufgrund der Lage am 
Rande des Siedlungsgebiets direkt am Waldrand mangels sozialer Kontrolle 
damit zu rechnen, dass die Betriebszeiten missachtet würden. Sodann seien im 
Gutachten nicht die konkret gewählten Sammelcontainer berücksichtigt worden. 
Nicht nachvollziehbar sei, weshalb ein Halbunterflur- oder Unterflursystem nicht 
in Betracht gezogen worden sei. Zu prüfen seien sodann ergänzende bauliche 
Massnahmen zur Lärmeindämmung, wie die Errichtung einer Lärmschutzwand. 

7.3.1 Für eine Anlage der hier fraglichen Art fehlen Belastungsgrenzwerte. 
Demgemäss hat die Beurteilung der Lärmeinwirkungen nach Art. 40 Abs. 3 der 
Lärmschutzverordnung (LSV) unter Orientierung an den Kriterien von Art. 15, 
19 und 23 des Umweltschutzgesetzes (USG) im Einzelfall zu erfolgen. Dabei 
sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie 
die Lärmempfindlichkeit der Zone, in welcher die Immissionen auftreten, zu 
berücksichtigen (Art. 2 Abs. 5 LSV).  

Als neue Anlage muss die Sammelstelle den Anforderungen von Art. 23 in 
Verbindung mit Art. 15 und 13 Abs. 2 USG genügen, wonach die 
Lärmbelastung – spürbar – unter dem Niveau liegen muss, das die Bevölkerung 
in ihrem Wohlbefinden erheblich stören würde (Art. 25 Abs. 1 USG). 
Massgebend ist eine objektivierte Lärmempfindlichkeit, die zwar auch 
besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen berücksichtigt, aber nicht allein 
auf das Empfinden einzelner Nachbarn abstellt. In jedem Fall sind die technisch 
und betrieblich möglichen und wirtschaftlich tragbaren Massnahmen zur 
Emissionsbegrenzung im Sinn von Art. 11 Abs. 2 USG zu treffen 
(Vorsorgeprinzip). 

7.3.2 Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) gab bei der EMPA eine 
Untersuchung der Lärmermittlung bei Recyclingsammelstellen in Auftrag. Das 
Resultat dieser Untersuchungen ist im Untersuchungsbericht vom 19. Juni 2012 
«Lärmermittlung und Massnahmen bei Recyclingsammelstellen» (nachfolgend: 
Untersuchungsbericht; www.bafu.admin.ch) festgehalten. In Anlehnung an 
diesen Untersuchungsbericht kreierte das BAFU eine Orientierungshilfe für die 
Beurteilung des Lärms von Glassammelstellen nach Anhang 6 LSV (Excel-
Tabelle, Stand 7. Mai 2012; www.bafu.admin.ch). 

Die Zusammenfassung des Untersuchungsberichts lautet wie folgt: «Die 
aktuelle Gerichtspraxis schreibt für Recyclingsammelstellen eine Einzelfall-
beurteilung vor. Als Entscheidungshilfe kann dabei Anhang 6 der LSV 
beigezogen werden. Aus den bisherigen Erfahrungen kann abgeleitet werden, 
dass Recyclinginstallationen, welche sich in Abständen von mindestens 
50 Metern zu den Anwohnern befinden, in der Regel als unbedenklich zu 
beurteilen sind. Umgekehrt sind Abstände von unter 15 Metern nach 

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Möglichkeit zu vermeiden. Die Schallemissionen der Sammelbehälter variieren 
je nach System und Konstruktion beträchtlich. Auch die Lage und Organisation 
der Sammelstelle hat einen massgeblichen Einfluss auf die Lärmbelastung der 
Anwohner. Aus Beispielrechnungen und den bisherigen Erfahrungen lassen 
sich gleichwohl verschiedene Erkenntnisse ableiten: Falls die Entleerung der 
Sammelcontainer vor Ort erfolgt, so tritt dieser Arbeitsschritt bei einer 
Beurteilung nach Anhang 6 der LSV als Hauptlärmquelle in Erscheinung. 
Entfällt die Entleerung vor Ort so wird der Gesamtpegel durch den 
Flascheneinwurf sowie durch das Heben und Zurückstellen der Container 
dominiert. Von untergeordneter Bedeutung ist in der Regel die Anlieferung mit 
Personenwagen.» 

Die EMPA ermittelte für eine repräsentative Nebensammelstelle (vier 
kleine Container, durchschnittlich 50 Anlieferungen pro Tag, davon 10 Prozent 
mit dem Auto, durchschnittlich 300 Flascheneinwürfe pro Tag, 200 

Containerleerungen pro Jahr; s. Untersuchungsbericht Anhang A.5) und auf 
Grundlage eines Planungswertes von 55 dB(A) einen «Grenzabstand» von 
27 m (Untersuchungsbericht S. 15). Bei einem grösseren Abstand zu den 
betroffenen Anwohnern könne von einer Einhaltung des Planungswertes 
ausgegangen werden, sofern die eingesetzten Sammelsysteme dem Stand der 
Technik entsprächen. Bei einer Unterschreitung des Grenzabstandes werde 
eine detailliertere Abklärung empfohlen. Als dem Stand der Technik 
entsprechend bezeichnet die EMPA die geltenden Anforderungen für 
lärmgeminderte Altglascontainer nach dem deutschen Umweltzeichen «Der 
blaue Engel» (RAL-ZU 21). Demgemäss dürfe eine Glassammelstelle den 
Einzelereignis-Schalleistungspegel eines Flascheneinwurfs von 91 dB(A) nicht 
überschreiten (Messung gemäss Beschrieb in der Richtlinie 2000/14/EG des 
europäischen Parlaments und des Rats der europäischen Union und der Norm 
EN ISO 3744). Es existierten sowohl Oberflur-, Halbunterflur- und 
Unterflursysteme, die diese Anforderungen erfüllen würden. Für die 
Abschätzung der Grenzabstände ging die EMPA von einem Emissionswert für 
den Glaseinwurf aus, welcher den blauen Engel um 3 dB(A) überschreitet (d.h. 
LWAE = 94 dB(A)). 

Schliesslich stellte die EMPA grosse Unterschiede bei den Schallemis-
sionen zwischen verschiedenen Produkten mit vergleichbarer Funktion und 
Konstruktionsweise fest, was ein Hinweis auf das enorme Potenzial sei, das 
sich im Bereich des Lärmschutzes biete.  

7.3.3 Im Lärmgutachten der B. AG wurden die zu erwartenden 
Immissionen anhand des erwähnten Untersuchungsberichts der EMPA 
quantifiziert und beurteilt. Die erwartete Nutzung der Sammelstelle für das 
Gebiet B (ca. 1000 Einwohner) wurde aus der Nutzung der bisherigen 
Hauptsammelstelle abgeleitet. Demgemäss wird mit ca. 175 Einwürfen pro Tag 
gerechnet. Unter der Annahme, dass für 2/3 der Nutzung ein Auto verwendet 
wird und pro Zufahrt durchschnittlich 10 Gebinde entsorgt werden, ergeben sich 
laut Gutachten durchschnittlich 12 Fahrten pro Tag.  

Laut Gutachten ist der Anteil des Zu-/Wegfahrverkehrs an den 
Immissionen gegenüber demjenigen der Entleerung der Container und der 

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Flascheneinwürfe unbedeutend. Dies entspricht den Erkenntnissen im 
Untersuchungsbericht und ist vorliegend angesichts der geringen Anzahl 
Fahrten ohne Weiteres nachvollziehbar. Daran würde auch nichts ändern, wenn 
‒ wie die Rekurrentschaft 2 behauptet – mehr als zwei Drittel der Nutzer ein 
Motorfahrzeug benutzen würden. Sodann ist nicht zu erwarten, dass die 
Glassammelstelle in erheblichem Ausmass für Anwohner aus anderen 
Quartieren der Gemeinde X (auf ihrem Weg in die Stadt Zürich) oder für 
Anwohner aus der Nachbargemeinde Y attraktiv sein könnte, wie die 
Rekurrentschaft 2 befürchtet. Der geplante Standort liegt über 300 m weg von 
der Hauptverkehrsachse und dürfte dereinst den wenigsten quartierfremden 
Personen bekannt sein. Auf dem Weg in das Stadtzentrum von Zürich finden 
Ortskundige auf Stadtgebiet besser erreichbare Sammelstellen unmittelbar an 
der Zufahrtsachse. Jedenfalls dürfte ein derartiger «Abfalltourismus» die 
Ausnahme darstellen. Die Gemeinde Y verfügt über eigene Sammelstellen, die 
für die betreffenden Bewohner in aller Regel näher gelegen sind. Soweit ist 
festzuhalten, dass das Gutachten auf plausiblen Annahmen zur Nutzung der 
Sammelstelle beruht. 

7.3.4 Die Rekurrierenden beanstanden, dass die Lärmimmissionen anhand 
von Berechnungen und nicht mit konkreten Messungen ermittelt wurden. Die 
angewandte Methode ist indes allgemein üblich und bei der Gutachterin handelt 
es sich um ein gerichtsnotorisch fachkundiges Unternehmen. Ausgehend vom 
Schallleistungspegel einer Lärmquelle lassen sich die Immissionen am 
Empfangspunkt berechnen. Das Gutachten geht von einem Schallleistungs-
pegel pro Flaschenweinwurf von 94 dB(A) aus. Die Schallleistung des 
vorliegend tatsächlich gewählten Container-Typs City-Line CI 150 der Firma 
Villiger beträgt aber nur 90 dB(A) (Einzelereignis-Schallleistungspegel eines 
Flascheneinwurfs). Dies ergibt sich aus dem Schallmessprotokoll der SUVA. 
Die Kritik der Rekurrierenden am Schallmessprotokoll ist nicht gerechtfertigt, 
weil die Schallleistung nicht von der konkreten Umgebung abhängt. Sodann 
sind die weiteren mit der Nutzung der Sammelstelle verbundenen Lärmquellen, 
namentlich das Entleeren der Container, nicht Gegenstand des besagten 
Schallmessprotokolls, sondern wurden direkt im Lärmgutachten berücksichtigt. 
Dabei wurde auf Schallleistungspegel abgestellt, die dem Untersuchungsbericht 
der EMPA entnommen werden können.  

Der unabhängig von der Sammelstelle vorhandene Umgebungslärm ist bei 
der Ermittlung der Lärmeinwirkungen der neuen Anlage nicht einzurechnen; 
ermittelt wird nur der von dieser allein ausgehende Lärm. Erst bei der Be-
urteilung, ob die auf diese Weise ermittelten Immissionen – spürbar – unter 
dem Niveau liegen, das die Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden erheblich 
stören würde (Art. 25 Abs. 1 USG), ist die Lärmempfindlichkeit bzw. die 

Lärmvorbelastung der Umgebung zu berücksichtigen. Somit ist das 
Lärmgutachten auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden. Insgesamt lassen 
die Vorbringen der Rekurrierenden keine Zweifel an der Richtigkeit der im 
Lärmgutachten ermittelten Immissionen aufkommen. 

7.3.5 Im Lärmgutachten wurde für den nächstgelegenen Empfangspunkt in 
16 m Abstand (nächstgelegene Räume mit lärmempfindlicher Nutzung im 
Wohnhaus des Rekurrenten 1) ein Immissionspegel von 56.8 dB(A) ermittelt. 

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Die Immissionen der Entleerung der Container (Teilbeurteilungspegel 
56.2 dB(A)) würden rechnerisch den wesentlichen Teil der Gesamtimmissionen 
bilden. Die Immissionen durch den Flascheneinwurf seien beinahe 9 dB tiefer 
(Teilbeurteilungspegel einschliesslich PW-Anlieferung 47.6 dB(A)). Die 
Störwirkung der Containerleerung und des Flascheneinwurfs seien aber sehr 
unterschiedlich. Während die Containerleerung ca. alle 14 Tage konzentriert 
während kurzer Zeit stattfinde, verteile sich der Flascheneinwurf über den 
ganzen Tag. Deshalb sei die Störwirkung des Flascheneinwurfs höher zu 
gewichten, als die der Containerleerung. Ein Vergleich des Gesamtwertes 
(56.8 dB(A)) mit dem Planungswert (55 dB(A)) für Industrie- und Gewerbe-
anlagen gemäss Anhang 6 der Lärmschutzverordnung als Richtwert ergebe 
einen um 1.8 dB höheren Wert. Ziehe man die wesentlich geringere 
Störwirkung der konzentrierten Containerleerung in Betracht, so seien von der 
geplanten Anlage keine übermässigen Lärmimmissionen zu erwarten. 

Diese Beurteilungsweise ist sachgerecht und steht im Einklang mit den 
einschlägigen umweltrechtlichen Vorschriften und der diesbezüglichen 
Rechtsprechung im Zusammenhang mit Altstoffsammelstellen. Sie berück-
sichtigt den Charakter des Lärms, den Zeitpunkt und die Häufigkeit seines 
Auftretens und der Planungswert für Industrie- und Gewerbeanlagen wird 
lediglich als Wertungshilfe herangezogen. Insbesondere ist es sachgerecht, das 
Glaseinwerfen und das Einzelereignis der Containerleerung je auf ihre 
spezifische Störwirkung hin zu beurteilen (vgl. VGr, 7. November 2001, 
VB.2000.00238, E. 2c = RB 2001 Nr. 79). Da die Schalldämmung des 
gewählten Containertyps besser ist als sie dem Lärmgutachten zugrunde gelegt 
wurde, reduziert sich der Teilbeurteilungspegel für die Flascheneinwürfe 
inklusive PW-Anlieferungen auf 44.3 dB(A) und die Gesamtimmissionen 
betragen damit noch 56.5 dB(A) (Berechnung mit der Orientierungshilfe [Excel-
Tabelle] zur Beurteilung des Lärms von Glassammelstellen nach Anhang 6 
LSV, www.bafu.admin.ch > Themen > Thema Lärm > Fachinformationen > 
Ermittlung&Beurteilung > Übrige Lärmarten > Lärmermittlung und -beurteilung: 
Recyclingsammelstellen). 

Der Teilbeurteilungspegel der Flascheneinwürfe inklusive Anlieferung mit 
Autos, mithin der Pegel der weitaus häufigsten Lärmereignisse, liegt mit 
44.3 dB(A) somit weit unter dem Planungswert von 55 dB(A) und im Bereich 
von Umgebungsgeräuschen in einem ruhigen Wohngebiet. Der Teilbeur-
teilungspegel der Containerleerung liegt mit 1.2 dB geringfügig darüber; eine 
derart geringe Differenz von weniger als 2 dB ist kaum wahrnehmbar. Allerdings 
stellt diese Spitzenbelastung nicht den kritischen Punkt bezüglich der 
Lärmbelastung dar, denn sie tritt nur ca. alle zwei Wochen während sehr kurzer 
Zeit auf und zudem gemäss dem angefochtenen Beschluss nur zwischen 9:00 

– 11:00 Uhr und 14:00 – 17:00 Uhr. Ihre Störwirkung ist daher geringer als ihr 
rechnerischer Anteil an den Gesamtimmissionen. 

Im Zusammenhang mit einer Glassammelstelle in Münchenbuchsee ging 
das Bundesgericht davon aus, dass bei einem Teilbeurteilungspegel der 
Flascheneinwürfe von 47 dB(A) höchstens mit geringfügigen Störungen zu 
rechnen ist, auch wenn die betreffende Wohnzone eher ruhig sein soll 
(BGr, 12. Januar 2010, 1C_299/2009, E. 2.3.2). Die Vorinstanz geht somit 

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gestützt auf das Lärmgutachten zurecht davon aus, dass der von der geplanten 
Sammelstelle ausgehende Lärm deutlich unter dem Niveau liegt, das die 
betroffenen Anwohner in ihrem Wohlbefinden erheblich stören würde. Der 
zulässige Immissionspegel (Art. 25 Abs. 1 USG) wird somit eingehalten. 

An dieser Beurteilung ändert eine allfällige künftige Umnutzung der 
Wohnung des Rekurrenten 1 in eine «Lehranstalt für Kinder bis Unterstufe» 
(Kinderkrippe, Kindergarten, Unterstufe) und der mögliche künftige Betrieb 
eines Waldkindergartens im Wald neben der Glassammelstelle nichts. Weder 
ergeben sich daraus erhöhte lärmschutzrechtliche Anforderungen, noch ist bei 
der Beurteilung der streitbetroffenen Anlage auf bloss mögliche künftige 
Nutzungen abzustellen. 

7.3.6 Emissionen sind im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen, als 
dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 

Abs. 2 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV). Gehen jedoch die zu bekämpfenden 
Emissionen von anderen Quellen als von marktwirtschaftlich geführten 
Unternehmen aus, so fällt das Kriterium der wirtschaftlichen Tragbarkeit dahin 
und sind allfällige wirtschaftliche Gesichtspunkte im Rahmen der allgemeinen 
Verhältnismässigkeitsprüfung zu beachten. Falls die massgebenden 
Planungswerte eingehalten sind, lassen sich weitergehende Emissionsbe-
grenzungen gemäss der Rechtsprechung zudem nur dann rechtfertigen, wenn 
mit relativ geringem Aufwand eine wesentliche zusätzliche Reduktion der 
Emissionen erreicht werden kann (BGr, 12. Januar 2010, 1C_299/2009, E. 3.2, 
mit Hinweis auf BGE 127 II 306, E. 8). 

7.3.7 Die in der geplanten Sammelstelle verwendeten Sammelbehälter 
sind schallgedämmt. Der Schallleistungspegel eines Flascheneinwurfs beträgt 
90 dB(A). Er liegt damit unter dem maximalen Einzelereignis-Schallleistungs-
pegel eines Flascheneinwurfs von 91 dB(A) gemäss den Anforderungen für 
lärmgeminderte Altglascontainer nach dem deutschen Umweltzeichen «Der 
blaue Engel» (RAL-UZ 21; Messung gemäss Beschrieb in der Richtlinie 
2000/14/EG des europäischen Parlaments und des Rats der europäischen 
Union und der Norm EN ISO 3744). Gemäss Untersuchungsbericht der EMPA 
kann diese Anforderung als aktueller Stand der Technik betrachtet werden. 

7.3.8 Weil der Teilbeurteilungspegel der Flascheneinwürfe weit unter dem 
Planungswert von 55 dB(A) liegt, würden weitere Schalldämmmassnahmen wie 
etwa eine Lärmschutzwand bei der in Frage stehenden Nebensammelstelle 
nicht mehr zu einer erheblichen Verbesserung führen. Solche Massnahmen 
wären folglich unverhältnismässig. Dies gilt umso mehr auch für ein Unterflur- 
oder Halbunterflursystem anstelle der Oberflurbehälter. Der Gemeinderat 

schätzt die Mehrkosten auf Fr. 100'000.--, wobei er sich auf Erfahrungswerte in 
anderen Gemeinden stützt; demgegenüber kosteten die vier Oberflurcontainer 
nur Fr. 3'000.-- pro Stück. Wieviel die Mehrkosten genau betragen, kann 
offenbleiben. Jedenfalls ist offensichtlich, dass die Errichtung eines Unterflur- 
oder Halbunterflursystems ein Mehrfaches kosten würde, ohne eine 
wesentliche zusätzliche Reduktion der Emissionen zu bewirken, was gestützt 
auf das Vorsorgeprinzip aus Gründen der Verhältnismässigkeit nicht verlangt 
werden kann (vgl. dazu auch BGr, 1C_299/2009, E. 3.3.3). Wie der Gemeinde-

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rat zudem zu Recht vorbringt, hätte ein solches System keinerlei Einfluss auf 
den von den Rekurrierenden hauptsächlich ins Feld geführten Mehrverkehr, die 
Benutzung durch Dritte und die Lärmimmissionen des Zu- und Wegfahrver-
kehrs. 

7.3.9 Als weitere, betriebliche Massnahme zur Emissionsbeschränkung 
werden die Nutzungszeiten der Sammelstelle beschränkt (wochentags 8:00-
12:00 und 14:00-18:00 Uhr sowie samstags auf 8:00-12:00 und 14:00-
16:00 Uhr). Die Rekurrentschaft 2 moniert, dass die Nutzungszeiten missachtet 
würden. Dieser Einwand vermag die Rechtmässigkeit der angefochtenen 
Festsetzung oder die Zweckmässigkeit der Massnahme nicht in Frage zu 
stellen. Die Einschränkung von Nutzungszeiten ist bei Glassammelstellen 
allgemein üblich und durch die Behörden durchzusetzen. Es ist nicht davon 
auszugehen, dass dies im vorliegenden Fall nicht gelingen wird (vgl. 
VB.2000.00238, E. 3ee = RB 2001 Nr. 79). 

7.3.10 Sodann hält der Rekurrent 1 den gewählten Standort für ungeeignet 
und spricht sich für eine Platzierung an der R.-Strasse aus, unmittelbar neben 
den Gewerbebetrieben. Dieser Standort sei bereits mit einem hohen Lärmpegel 
belastet und der nächste betroffene Anwohner wohne in einer Entfernung von 
mehr als 50 m. Sodann sei nicht nachvollziehbar, welche anderen Standorte die 
Gemeinde geprüft und aus welchen Gründen sie diese verworfen habe. Auch 
seien für die von der Gemeinde erwähnten Alternativstandorte keine 
vergleichenden Lärmgutachten erstellt worden. 

Die Rekurrentschaft 2 macht geltend, alternative Standorte seien nicht 
ernsthaft geprüft worden. Es dürften einige bessere Standorte in Frage 
kommen, die weniger Zusatzverkehr erzeugen würden, da sie sich beispiels-
weise in der Nähe einer Durchfahrtsstrasse befänden. Als Beispiel nennt die 
Rekurrentschaft 2 den Standort beim Parkplatz C. Dieser Standort sei auch 
weniger lärmempfindlich. 

7.3.11 Es ist grundsätzlich Sache der Gemeinde als Bauherrin, den 
Standort der Anlage zu bestimmen. Dabei hat sie zwar dem Gesichtspunkt des 
umweltrechtlichen Vorsorgeprinzips Beachtung zu schenken. Dies geht 
allerdings nicht soweit, dass die Gemeinde gestützt auf das Vorsorgeprinzip 
gezwungen werden kann, den gewählten Standort zu Gunsten eines völlig 
anderen aufzugeben. Dies insbesondere dann nicht, wenn – wie im 
vorliegenden Fall – die Sammelstelle am vorgesehenen Ort höchstens zu 
geringfügigen Störungen führt und somit die lärmrechtlichen Anforderungen 
erfüllt sind. Hinzu kommt, dass sich die Grundstücke der von den 
Rekurrierenden ins Auge gefassten Standorte im Privateigentum befinden und 

der Gemeinde nicht zur Verfügung stehen. Weitere in Frage kommende 
Alternativstandorte sind nicht ersichtlich. Abschliessend ist festzuhalten, dass 
die geplante Glassammelstelle in lärmrechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden 
ist.