# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ec7e243a-5d7e-50e0-bef7-889694419de8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-07
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 07.01.2022 F 2022 1
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2022-1_2022-01-07.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Ersatzrichterin Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
lic. iur. Adrian Willimann und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: MLaw Patrick Trütsch

U R T E I L  vom 7. Januar 2022  [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

B.________ und C.________, beide Triaplus AG Ambulante 
Psychiatrie und Psychotherapie, Rathausstrasse 1, 6340 Baar

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, 8032 Zürich
Verfahrensbeteiligte

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2022 1

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Urteil F 2022 1

A. A.________, geb. 1952, wurde am 22. Dezember 2021 vom Notfallpsychiater 
C.________, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, sowie B.________, 
Assistenzärztin, Baar, mit fürsorgerischer Unterbringung (FU) in die Psychiatrische 
Universitätsklinik Zürich (PUK) eingewiesen.  

B. Gegen diese Einweisung beschwerte sich A.________ mit Schreiben datiert vom 
24. Dezember 2021 beim Bezirksgericht Zürich (Poststempel 27. Dezember 2021; 
Eingang beim Bezirksgericht Zürich am 29. Dezember 2021). 

C. Das Bezirksgericht Zürich trat auf die Beschwerde mit Verfügung vom 3. Januar 
2022 (FF210283-L/U) nicht ein und überwies die Sache zuständigkeitshalber an das 
Verwaltungsgericht des Kantons Zug. 

D. Am 7. Januar 2022 wurde die Beschwerdeführerin von der fürsorgerechtlichen 
Kammer des Verwaltungsgerichts in den Räumlichkeiten des Gerichts angehört. Die PUK 
verzichtete auf Teilnahme an der Anhörung und beantwortete die Fragen des Gerichts 
vorab per E-Mail vom 6. Januar 2022. An der Verhandlung nahm als gerichtlicher 
Gutachter Dr. med. D.________, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, 
E.________, teil, der sein Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich erstattete. 
Die Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung unterbrochen. Der Urteilsspruch 
wurde danach mündlich eröffnet.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 2 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurteilung 
von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des 
kantonalen Einführungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. 
Örtlich zuständig ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug, wenn die angefochtene 
Massnahme auf dem Hoheitsgebiet des Kantons Zug angeordnet worden ist (BGE 146 III 
377). Die Beschwerdeführerin ist in Baar, Kanton Zug, von dort praktizierenden Ärzten 
eingewiesen worden, sodass die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsge-

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richts gegeben und die fristgerecht beim unzuständigen Bezirksgericht Zürich eingereich-
te, von diesem am 3. Januar 2022 an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug 
überwiesene und den minimalen formellen Anforderungen genügende Beschwerde 
(Art. 439 Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) zu prüfen ist.

2.
2.1 Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind mit zu 
berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB; Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar 
Erwachsenenschutz, Art. 426 N 22 ff.; eine Fremdgefährlichkeit allein reicht nicht aus, vgl. 
BGE 145 III 441 E. 8.4). Die betroffene Person wird entlassen, sobald die 
Voraussetzungen für ihre Unterbringung nicht mehr erfüllt sind; über die Entlassung 
entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 Abs. 3 ZGB). Die ärztliche 
Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, sofern nicht ein vollstreckbarer 
Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB 
i.V.m. § 51 Abs. 3 und 53 Abs. 1 EG ZGB). Hat die betroffene Person gegen eine 
fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und ent-
scheidet innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei 
psychischen Störungen muss gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person 
entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.2 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann (vgl. auch 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 8). Zu ermitteln ist auf tatsächlicher Ebene 
zunächst ob ein Schwächezustand vorliegt und ob bzw. inwiefern deshalb ein 
Fürsorgebedarf hinsichtlich Behandlung und/oder Betreuung besteht. Letzteres ist anhand 
der konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von 
Dritten, die besteht, wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung 
unterbleibt, zu beurteilen. Anhand dieser tatsächlichen Angaben ist in rechtlicher Hinsicht 
zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Behandlung einer festgestellten geistigen 
Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. BGer 5A_254/2013 vom 17. April 2013 
E. 2.2). Dabei ist die Verhältnismässigkeit zu prüfen. Die fürsorgerische Unterbringung 

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muss erforderlich, geeignet und verhältnismässig im engeren Sinne sein. Der 
Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusam-
men mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Die Unterbringung muss für 
den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung 
lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte Einrichtung 
beurteilen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 7). Im Auge zu behalten ist bei der 
Überprüfung der Geeignetheit der Massnahme das Ziel der fürsorgerischen 
Unterbringung, das grundsätzlich darin besteht, die betroffene Person in die Selbstän-
digkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ihr ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (vgl. 
Geiser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die freiheitsbeschränkende 
Unterbringung ist schliesslich selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden 
kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der betroffenen Person bringt, sind 
gegeneinander abzuwägen. 

3. Zunächst ist zu prüfen, ob ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 
ZGB vorliegt. 

3.1 Den Akten lässt sich entnehmen, dass eine psychotische Symptomatik bei der Be-
schwerdeführerin erstmals im Jahr 1973 manifest und sie am 22. Dezember 2021 zum 
nunmehr 13. Mal in der PUK hospitalisiert wurde. Die Einweisung erfolgte am 22. 
Dezember 2021 durch die Notärzte C.________, Facharzt Psychiatrie und 
Psychotherapie, und B.________, Assistenzärztin, beide Triaplus AG Ambulante 
Psychiatrie und Psychotherapie (APP). Zuvor war die Beschwerdeführerin im Zug von 
Zürich nach Venedig von der Polizei im Pyjama, in der ersten Klasse mit Feuerzeug 
herumfuchtelnd, aufgegriffen worden. Die einweisenden Ärzte stellten bei ihr eine Selbst- 
und Fremdgefährdung bei vorbekannter schizoaffektiver Störung, aktuell hypoman 
anmutend mit Distanzminderung, Vorbeireden, fehlender situativer Orientierung und 
akustischen Halluzinationen, fest. Gemäss PUK liegt eine gemischte schizoaffektive 
Störung (ICD-10 F25.2) vor. Übereinstimmend mit der Aktenlage geht auch der 
gerichtliche Gutachter von einer seit längerem bestehenden schizoaffektiven Störung aus. 

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3.2 Gestützt auf die Vorgeschichte und die ärztlichen bzw. gutachterlichen Angaben 
steht fest, dass die Beschwerdeführerin an einer schweren psychischen Störung in Form 
einer chronischen schizoaffektiven Störung (ICD-10 F25) leidet. Mit dem Vorliegen eines 
Schwächezustands ist die erste Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung in 
einer Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die bei der Beschwerdeführerin bestehende psychi-
sche Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem 
anhand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob die betroffene Person daran ist, in ihrer Lebensgestaltung, ihrem 
Verhalten in ihrer Umgebung, ihrer persönlichen Hygiene und ihrer Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. noch zum alten Recht R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und 
Erwachsener im Sinne der FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Gemäss Aktenlage liegen keine Hinweise auf Suizidalität vor und auch dem 
psychiatrischen Gutachter zufolge besteht weder akute Suizidalität noch ist im Falle der 
Entlassung mit einer solchen zu rechnen. Gemäss Stellungnahme der PUK vom 6. Januar 
2022 besteht bei einer Entlassung die Gefahr einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes und manisch-psychotischer Fehlhandlungen. Der psychiatrische 
Gutachter weist indes darauf hin, dass die Gefahr einer Chronifizierung des 
Krankheitsbildes latent immer bestehe. Diese Entwicklung sei mit regelmässiger 
Medikamenteneinnahme aufzuhalten. Eine akute Gefahr sei nicht ersichtlich, 
insbesondere mit Blick auf die regen Kontakte der Beschwerdeführerin mit Freunden aus 
dem Umfeld ihrer (F.________sprachigen) Kirche, wo sie gut eingebettet sei. Entgegen 
der Klinik bejaht der psychiatrische Gutachter Krankheitseinsicht und 
Behandlungsbereitschaft der Beschwerdeführerin, wenngleich diese zuweilen eigene 
Vorstellungen davon habe, was sie an Medikamenten einnehmen möchte. Grundsätzlich 
sei es der Beschwerdeführerin zuzutrauen, für sich selbst zu sorgen. Die aktuelle Situation 
sei insbesondere nicht vergleichbar mit derjenigen Ende Februar bzw. Anfang März 2021, 
als sie nach Entlassung aus der PUK am 23. Februar 2021 bereits am 1. März 2021 
fürsorgerisch untergebracht werden musste, da sie von der Polizei nackt und schreiend 

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aufgefunden worden war. Der Sachverständige merkt an, er habe die Beschwerdeführerin 
schon damals begutachtet. Die Situation habe da bereits länger angedauert und sei auch 
länger akut gewesen vor der Einweisung. Die Beschwerdeführerin selber beteuert, die ihr 
verschriebenen Medikamente – mit Ausnahme des Benzodiazepins Temesta, von dessen 
Einnahme ihr Hausarzt aufgrund des Abhängigkeitspotenzials abrate – einnehmen zu 
wollen und erklärt, sie pflege sich die Medikamente jeweils für zwei Wochen zum Voraus 
am Sonntag zu richten. Weiter erläutert sie, dass sie seit September 2019 in einer 
Alterswohnung lebe. Nach ihren Ausführungen muss sie sich dort z.B. abmelden, wenn sie 
in die Ferien geht. Man sei dort sehr aufmerksam und auch das Verhältnis zu den 
Nachbarn sei gut. Mit ihrem Einkommen komme sie zurecht; eine Beistandschaft bestehe 
nicht mehr.

Nach Ausführung des Gerichtsgutachters sollten immerhin die Medikamente der 
Beschwerdeführerin noch besser eingestellt werden. Im Anhörungszeitpunkt wirke sie 
leicht übersediert. Es wäre deshalb wünschenswert, sie noch etwas länger in der Klinik zu 
behalten. In der PUK sei zunächst Olanzapin verabreicht worden, wohl aufgrund seiner 
stärkeren bzw. schnelleren antipsychotischen Wirkung. Das Medikament weise aber 
erhebliche Nachteile auf, einerseits im Sinne einer beträchtlichen Gewichtszunahme, 
anderseits im Sinne einer zusätzlichen Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten. Man 
werde deshalb wohl wieder auf Seroquel umstellen. Hier komme eine Dosiserhöhung in 
Betracht; ebenfalls zu prüfen sei ein Wechsel auf eine Depotmedikation wie Abilify oder 
eine Dosiserhöhung bei Seroquel. Die medikamentöse Einstellung an sich sei nicht sehr 
kompliziert, überfordere jedoch in der Tendenz einen Hausarzt, so dass eine 
psychiatrische Anbindung wünschenswert sei, etwa im Gerontopsychiatrischen Zentrum 
der PUK, wo die Beschwerdeführerin auch in der Vergangenheit (ambulant) behandelt 
worden sei.

4.1.2 Eine Selbstgefährdung im Sinne von akuter und erheblicher Suizidalität ist nach 
dem Gesagten weder im Klinikrahmen noch im Falle einer baldigen Entlassung zu 
erwarten. Auch die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne wird vom psychiatrischen 
Gutachter explizit verneint, solange die Beschwerdeführerin ihre Medikamente konsequent 
nehme, was ihr grundsätzlich zuzutrauen sei. Diese gutachterliche Einschätzung ist 
nachvollziehbar, weshalb auf sie abzustellen ist, darf doch ein Gericht in Fachfragen vom 
Gutachten eines gerichtlich bestellten Sachverständigen nicht ohne triftige Gründe 
abweichen (vgl. etwa BGE 132 II 257 E. 4.4.1; BGer 1C_575/2020 vom 30. Juli 2021 E. 
5.1). Solche sind hier nicht erkennbar.  

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4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mit zu berücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (vgl. vorstehend 
E. 2.1). Das geltende Recht hält im Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht 
nur die Belastung, sondern auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 42).

Nach Bericht der PUK ist es in der Klinik zu Fremdaggressivität tätlicher und verbaler Art 
gegenüber dem Personal gekommen sowie zur Aneignung fremder Gegenstände von 
Mitpatienten. Die Patientin trat auf der Station wiederholt störend in Erscheinung, z.B. 
durch Eintreten in die Zimmer der Mitpatienten sowie lautes Singen und Schreien in der 
Nacht. Aktuell verneint der Gutachter indes eine akute Fremdgefährdung sowohl in der 
Klinik als auch bei einer baldigen Entlassung und beurteilt auch die Belastung für das 
soziale Umfeld der Beschwerdeführerin als marginal. Darauf kann abgestellt werden. 
Tatsächlich erreichen die in den Klinikakten vermerkten Vorfälle (Kratzen, störendes 
Verhalten, Singen) im Kontext der Belastungssituation eines unfreiwilligen 
Klinikaufenthalts nicht ein Ausmass, das als so erheblich bezeichnet werden könnte, dass 
es eine Unterbringung der Beschwerdeführerin gegen ihren Willen rechtfertigen würde. 
Hierzu wäre vorausgesetzt, wegen des Zustands der Beschwerdeführerin bestehe ein 
bedeutendes Risiko, dass sie Dritten einen erheblichen Schaden zufügen könnte (BGE 
145 III 441 E. 8.4 mit Verweis auf Urteil des EGMR Nr. 1760/15 vom 30. April 2019 i.S. 
T.B. gegen Schweiz § 54). 

4.3 Zusammenfassend benötigt die Beschwerdeführerin zweifelsohne eine adäquate 
medikamentöse Behandlung, wie sie auch selber anerkennt. Solange diese gewährleistet 
ist, besteht ein Selbst- oder Fremdgefährdungspotenzial aber nicht akut, sondern 
höchstens latent, was grundsätzlich für eine fürsorgerische Unterbringung nicht ausreicht. 

5. So oder anders ist eine fürsorgerische Unterbringung gegen den Willen der 
Betroffenen nur dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihr die nötige persönliche 
Fürsorge nicht anderweitig erwiesen werden kann, beispielsweise durch eine ambulante 
Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von Medikamenten und eine betreute 

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Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage sind die folgenden Kriterien in die 
Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Bereitschaft, in eine medizinische Be-
handlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Wohnung, Arbeit, Beziehungsnetz) und 
die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer und sozialer Hinsicht. Ob die 
fürsorgerische Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage 
im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides (vgl. etwa VGer ZG F 2013 60 vom 4. Dezember 
2013 E. 4, in: GVP 2013 1.1.9.2).

5.1 Wie bereits festgestellt, sind Krankheitseinsicht und Behandlungsbereitschaft 
gegeben, insbesondere die Bereitschaft zur Medikamenteneinnahme. Auch die sozialen 
Begleitumstände sind günstig, wohnt die Beschwerdeführerin doch seit über zwei Jahren 
in einer Alterssiedlung, in der sie bei Bedarf auf ein breites Unterstützungs- und 
Betreuungsangebot zurückgreifen kann. Es kommt hinzu, dass sie einen regen Umgang 
und Austausch insbesondere mit Personen aus ihrem kirchlichen Umfeld sowie 
regelmässigen Kontakt mit ihren Kindern und Enkeln pflegt. Darin liegen erhebliche 
Ressourcen und auch eine zuvor bestehende Beistandschaft wurde – gemäss Angabe der 
Beschwerdeführerin – aufgehoben, wobei ihr in diesem Zusammenhang einzig das 
selbständige Ausfüllen der Steuererklärung Sorgen bereite. Mit ihren Einkünften komme 
sie aus. Es bestünden Daueraufträge für fixe Kosten wie Miete und Krankenkasse und im 
Übrigen brauche sie nicht viel.

5.2 Gemäss dem psychiatrischen Gutachter kann die medikamentöse Einstellung und 
Begleitung auch ambulant erfolgen, z.B. im Gerontopsychiatrischen Zentrum der PUK. Die 
Beschwerdeführerin bekundet glaubhaft, Termine dort – zusätzlich zur regelmässigen 
Betreuung durch den Hausarzt – wahrnehmen zu wollen. Angesichts dessen sowie der 
günstigen sozialen Begleitumstände ist eine stationäre Unterbringung zur Sicherstellung 
einer adäquaten Medikation nicht zwingend geboten. Die weitere stationäre Unterbringung 
erweist sich demzufolge als unverhältnismässig und damit unzulässig. Die Beschwerde ist 
begründet und gutzuheissen. 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin sind 
keine aussergewöhnlichen Aufwände entstanden; eine Parteientschädigung ist ihr deshalb 
nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als die fürsorgerische Unterbringung 
aufgehoben wird. Die Beschwerdeführerin ist umgehend aus der Klinik zu 
entlassen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung des 
begründeten Urteils beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne 
Beschwerde in Zivilsachen eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an Assistenzärzte C.________ und B.________ sowie an die ärztliche Leitung der 
PUK.

Zug, 7. Januar 2022

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am