# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7171dde3-dabb-5a06-ad37-863edb7685eb
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 06.10.2010 BE.2010.16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BE-2010-16_2010-10-06.pdf

## Full Text

Entscheid vom 6. Oktober 2010 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Joséphine Contu, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf 

   
 
Parteien 

  
EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 

 
Gesuchstellerin 

 
 gegen 
   

A. AG, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Behnisch 
und Rechtsanwalt Armin Zucker, 
 

Gesuchsgegnerin 
 
 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BE.2010.16 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die Gesuchstellerin gegen B. und gegen C. sowie gegen die D. AG, die 
E. AG und die F. AG eine besondere Steueruntersuchung gemäss Art. 190 
ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundes-
steuer (DBG; SR 642.11) führt wegen des Verdachts der schweren Steu-
erwiderhandlungen (act. 1.1); 

 
- sie am 9. Juni 2010 in den Räumlichkeiten der Gesuchsgegnerin eine 

Hausdurchsuchung vornahm, anlässlich derer eine Reihe von Unterlagen 
sichergestellt und auf Einsprache der Gesuchsgegnerin hin versiegelt wur-
den (act. 1.2); 

 
- die Gesuchstellerin mit Gesuch vom 15. September 2010 an die I. Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangte und beantragte, sie sei 
zu ermächtigen, die am 9. Juni 2010 bei der Gesuchsgegnerin sicherge-
stellten Unterlagen zu entsiegeln und zu durchsuchen, unter Kostenfolge 
zu Lasten der Gesuchsgegnerin (act. 1); 

 
- die Gesuchsgegnerin mit Schreiben vom 30. September 2010 an die Ge-

suchstellerin ihre Einsprache gegen die Durchsuchung zurückzog, nach-
dem Letztere bestätigte, dass sie die Anliegen der Gesuchsgegnerin auf 
Geheimhaltung der Unterlagen berücksichtigen werde (act. 4.1); 

 
- die Gesuchsgegnerin nunmehr beantragt, das vorliegende Gesuchsverfah-

ren sei als gegenstandslos abzuschreiben und es sei auf die Erhebung von 
Kosten zu verzichten (act. 4); 

 
- das vorliegende Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von 

der Geschäftskontrolle abzuschreiben ist (vgl. die Entscheide des Bundes-
strafgerichts BE.2009.20 vom 17. November 2009; BE.2008.6 vom 1. Ju-
li 2008, E. 2; BE.2008.2 vom 18. Februar 2008); 

 
- keine Gerichtskosten erhoben werden, nachdem die Gesuchstellerin signa-

lisierte, im Rahmen der Entsiegelung auf die von der Gesuchsgegnerin 
gemachten Vorbehalte bzw. auf deren berechtigte Geheimhaltungsinteres-
sen Rücksicht zu nehmen (vgl. bereits den Entscheid des Bundesstrafge-
richts BE.2009.20 vom 17. November 2009); 

 

- 3 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Das Verfahren wird infolge Gegenstandslosigkeit als erledigt von der Ge-

schäftskontrolle abgeschrieben.  
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 
 

Bellinzona, 6. Oktober 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Eidgenössische Steuerverwaltung 
- Rechtsanwalt Urs Behnisch und Rechtsanwalt Armin Zucker 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der I. Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen 
nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der 
Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).