# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5248596e-1dfa-5d02-a960-fa889ec78c99
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.11.2025 E-8916/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8916-2025_2025-11-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8916/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Esther Marti, 

mit Zustimmung von Richter Mathias Lanz;  

Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, Solidaritätsnetz Bern, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 11. November 2025. 

 

 

 

E-8916/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 20. August 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach und reichte ein von den griechischen Behörden ausgestelltes «Travel 

Document» sowie einen Aufenthaltstitel für Griechenland ein (SEM-Akten 

[…] [A]4, ID-001 sowie ID-002). 

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass er am 31. Januar 2025 bereits in Griechenland 

ein Asylgesuch gestellt hatte. 

C.  

Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungs-Richtlinie) und das Abkommen zwi-

schen dem Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Helleni-

schen Republik über Rückübernahme von Personen mit irregulärem Auf-

enthalt vom 28. August 2006 (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die 

griechischen Behörden am 25. August 2025 um Rückübernahme des Be-

schwerdeführers. 

D.  

Anlässlich des Gesprächs zur Rückführung in einen sicheren Drittstaat 

vom 3. September 2025 (A17) befragte das SEM den Beschwerdeführer – 

im Beisein der zugewiesenen Rechtsvertretung – zu seinem Aufenthalt in 

Griechenland und gewährte ihm das rechtliche Gehör zum beabsichtigten 

Nichteintretensentscheid, zur voraussichtlichen Wegweisung nach Grie-

chenland sowie zum medizinischen Sachverhalt. Dabei führte er im We-

sentlichen aus, er sei mit seiner Ehefrau und den gemeinsamen drei Kin-

dern am 16. Januar 2025 nach Griechenland gelangt und sie hätten dort 

um Asyl ersucht. Als sie ihre Reisedokumente erhalten hätten, habe ihn 

seine Ehefrau mit den Kindern verlassen und sei nach Deutschland gereist. 

Sie hätten zuerst auf der Insel Leros in einem Camp gelebt. Dann habe er 

für sich und seine Familie in Athen eine Wohnung für 15 Tage gemietet. 

Diese Wohnung habe er über einen Telegrammkanal gefunden. Nachdem 

ihn seine Ehefrau verlassen habe, habe er für sich ein Zimmer gemietet. 

Fünf oder sechs Tage später habe er sich entschieden, in die Schweiz zu 

reisen. Er gab an, vergeblich versucht zu haben, Unterstützung durch den 

griechischen Staat zu erhalten; bei Nichtregierungsorganisationen oder 

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Seite 3 

kirchlichen Organisationen habe er es nicht versucht, zumal es ihm psy-

chisch schlecht gegangen sei, nachdem seine Familie ihn verlassen habe. 

Er habe sich auch nie an ein Migrant Integration Center (MIC) gewandt, um 

Unterstützung zu erhalten. Dass Personen mit Schutzstatus in Griechen-

land grundsätzlich einen Anspruch auf Sozialhilfe hätten, habe er nicht ge-

wusst.  

Er habe vergeblich versucht, auf der kleinen Insel Leros eine Arbeit zu fin-

den; dort habe er es in allen Supermärkten versucht. Auch in Athen habe 

er vergeblich nach Arbeit gesucht; er habe insbesondere bei Farsi spre-

chenden Personen nachgefragt. Die griechische Sprache habe er nicht ge-

lernt. Im Camp auf Leros sei zwar zweimal wöchentlich ein Sprachkurs an-

geboten worden, dieser habe jedoch nichts gebracht. In Athen sei es ihm 

psychisch schlecht gegangen, nachdem seine Familie ihn verlassen habe. 

Deshalb habe er sich dort nicht um einen Sprachkurs kümmern können.  

Wegen Nacken- und Zahnbeschwerden habe er im Camp einen Arzt auf-

gesucht. Dieser habe ihm eine Creme verschrieben, die er habe bezahlen 

müssen. Nach dem Erhalt des Schutzstatus habe er sich nicht mehr um 

medizinische Hilfe bemüht. Hier in der Schweiz gehe es ihm gut. Körperlich 

sei er gesund. Er habe sich bereits bei der Pflege im BAZ gemeldet und 

Medikamente erhalten. 

E.  

Die griechischen Behörden stimmten dem Rückübernahmeersuchen am 

4. September 2025 zu. Gleichzeitig informierten sie darüber, dass der Be-

schwerdeführer in Griechenland am 20. Juni 2025 als Flüchtling anerkannt 

worden sei und über eine bis am 19. Juni 2028 gültige Aufenthaltsbewilli-

gung verfüge. 

F.  

In der Stellungnahme zum Entscheidentwurf vom 11. November 2025 ver-

wies der Beschwerdeführer auf die schwierigen Bedingungen in Griechen-

land, insbesondere habe er dort keine medizinische Behandlung erhalten. 

Komme hinzu, dass in der Schweiz zusätzliche medizinische Abklärungen 

ausstehend seien. Er werde hier wegen seiner Schilddrüsenprobleme me-

dizinisch behandelt. Des Weiteren stünden Lungen- und Herzuntersuchun-

gen an. Er bezweifle, dass er in Griechenland die diesbezüglich erforderli-

che medizinische Betreuung erhalten könne. Eine Rückkehr nach Grie-

chenland sei zudem für seine mentale Gesundheit schädlich, da ihm die 

Perspektivlosigkeit schwer zu schaffen mache. Seine Rechtsvertretung 

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Seite 4 

wies daraufhin, dass von der Pflege des BAZ B._______ keine medizini-

schen Unterlagen übermittelt worden seien, obschon eine Entbindungser-

klärung eingereicht worden sei. Entsprechend sei es ihr nicht möglich, in-

nert der Frist zur Stellungnahme entsprechende Arztberichte zu den Akten 

zu reichen. 

F.  

Mit Verfügung vom 11. November 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch des 

Beschwerdeführers nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug an. 

G.  

Am 12. November 2025 teilte die zugewiesene Rechtsvertretung dem SEM 

die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit. 

H.  

Mit Eingabe vom 19. November 2025 erhob der Beschwerdeführer, han-

delnd durch den rubrizierten Rechtsvertreter, gegen den Nichteintretens-

entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragt, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und er sei wegen Unzulässigkeit 

und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz 

aufzunehmen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersucht er um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung und Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses.  

Der Beschwerde lagen unter anderem eine Vollmacht vom 13. November 

2025, eine die angefochtene Verfügung betreffende Abholquittung sowie 

ein Schreiben von in Griechenland tätigen NGO vom 8. Juli 2025 bei. 

I.  

Am 20. November 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.1  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

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Seite 5 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 VGG). 

Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, so-

weit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG; 

Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Ge-

stützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schrif-

tenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn Asylsu-

chende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG zurück-

kehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. a AsylG). 

4.2 Nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG gelten namentlich die Staaten der Eu-

ropäischen Union (EU) und damit auch Griechenland als sichere Drittstaa-

ten, in denen nach den Feststellungen des Bundesrates effektiver Schutz 

vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht. Es ist akten-

kundig, dass der Beschwerdeführer sich in Griechenland aufgehalten hat, 

er dort am 20. Juni 2025 als Flüchtling anerkannt wurde sowie eine bis am 

19. Juni 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung besitzt. Die griechischen Be-

hörden haben seiner Rückübernahme am 4. September 2025 sodann aus-

drücklich zugestimmt. 

4.3 Gemäss der Regelvermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 5 

Abs. 1 AsylG existiert in sicheren Drittstaaten keine asylrechtlich relevante 

Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG und es droht auch keine 

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Gefahr für die schutzsuchende Person, dass sie zur Ausreise in ein Land, 

wo eine solche Verfolgung besteht, gezwungen wird. Substanziierte Hin-

weise, die diese Regelvermutung umzustossen vermöchten, bringt der Be-

schwerdeführer nicht vor. Daran ändern auch die Verweise in der Be-

schwerde auf Textpassagen aus – teilweise veralteten – Berichten ver-

schiedener Organisationen, wie etwa der Asylum Information Database 

(AIDA) oder der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) nichts. Gleiches 

gilt für den zitierten Bericht einer deutschen Tageszeitung sowie die Hin-

weise auf die bei der Europäischen Kommission eingegangenen Be-

schwerden, denen zufolge Griechenland gegen das EU-Asylrecht und die 

EU-Grundrechts-charta verstossen habe. Im Übrigen betreffen die Ausfüh-

rungen des Beschwerdeführers grösstenteils die Fragen der Zulässigkeit 

und der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges, die nachfolgend zu be-

handeln sein werden (s. unten E. 6.2 und 6.3).  

4.4 Das SEM ist demnach in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten. 

5.  

Tritt das SEM auf das Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG). 

Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine ausländer-

rechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung 

einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht ange-

ordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9; je m.w.H.) 

6.  

6.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

6.2  

6.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

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Seite 7 

Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe [FoK, SR 0.105]) einer Weiterreise der 

Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 

Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

6.2.2 Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass der Vollzug der Wegweisung 

nach Griechenland sich gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Recht-

sprechung in Beachtung der völker- und landesrechtlichen Bestimmungen 

grundsätzlich als zulässig erweist. Griechenland hält sich als sicherer Dritt-

staat nicht nur an das Rückschiebungsverbot, sondern kommt als Signa-

tarstaat der EMRK, der FoK und der FK sowie des Zusatzprotokolls der FK 

vom 31. Januar 1967 (SR 0.142.301) auch seinen weiteren diesbezügli-

chen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Trotz schwerer 

Lebensbedingungen und beschwerlicher Alltagsbewältigung ist nicht von 

einer Situation auszugehen, in der jeder Person mit Schutzstatus eine un-

angemessene und erniedrigende Behandlung im Sinn einer Verletzung von 

Art. 3 EMRK drohen würde (vgl. einlässlich die Referenzurteile E-

3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.2 und E. 7, D-559/2020 

vom 13. Februar 2020 E. 8.2 und 9.1, je m.w.H., jüngst bestätigt durch das 

Referenzurteil des BVGer D-2590/2025 vom 11. September 2025 E. 8.1). 

Auf die ausführlichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung kann 

verwiesen werden und die sehr pauschalen Ausführungen in der Be-

schwerde sowie die angeführten Quellen vermögen die Regelvermutung, 

Griechenland ermögliche auch dem Beschwerdeführer eine menschen-

würdige Existenz, nicht umzustossen. Selbst wenn er bei seinem bisheri-

gen Aufenthalt in Griechenland mit schwierigen Lebensbedingungen kon-

frontiert war, ist davon auszugehen, er vermöge nach der Rückkehr – hin-

reichende Bemühungen vorausgesetzt – für seine Grundbedürfnisse auf-

zukommen. Bereits der Umstand, dass er sich nach der Schutzgewährung 

nur wenige Wochen in Griechenland aufgehalten hat, lässt darauf schlies-

sen, er habe sich nicht in einer Weise um eine wirtschaftliche und soziale 

Integration in Griechenland bemüht, die von ihm erwartet werden darf. Aus-

serdem ergibt sich aus seinen Aussagen am Rückübernahmegespräch, 

dass er nicht alle Unterstützungsmöglichkeiten in Anspruch genommen hat 

(z.B. A17 F32 ff.). Ebenso geht daraus hervor, dass er – auch nach dem 

Austritt aus dem Camp – über Wohnraum verfügt hat, sowohl zunächst mit 

der Familie als auch später alleine (ebd. F29 und F78). Was seinen Ge-

sundheitszustand betrifft, ergibt sich aus den Akten keine schwere Erkran-

kung im Sinne der massgeblichen Rechtsprechung, mit welcher die Ver-

mutung der Zulässigkeit umgestossen werden könnte, zumal die – im 

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Seite 8 

Rahmen der Stellungnahme zum Entscheidentwurf erstmals geltend ge-

machten – gesundheitlichen Probleme betreffend Schilddrüse, Lungen und 

Herz auch auf Beschwerdestufe nicht ansatzweise weiter konkretisiert, ge-

schweige denn hierzu medizinische Akten nachgereicht werden. Die vom 

Beschwerdeführer umschriebene psychische Belastung – namentlich habe 

er in Griechenland an Suizid gedacht (A17 F74) – soll nicht relativiert wer-

den. Dennoch ist der Hinweis des SEM in der Verfügung, in Griechenland 

habe der Beschwerdeführer Zugang zur notwendigen medizinischen Be-

handlung, zutreffend. Entgegen dem entsprechenden Einwand hatte der 

Beschwerdeführer in Griechenland auch bereits Zugang zu ärztlicher Ver-

sorgung,  wobei er sich später nicht mehr weiter darum bemüht hat (ebd. 

F59 ff.). Es darf aber von ihm erwartet werden, dass er entsprechende 

Schritte, auf die er bisher verzichtet hat (ebd. F63 ff.) unternimmt. Dies ge-

gebenenfalls, indem er sich an unterstützende Stellen wendet, oder auch 

an seine Tochter, zu welcher er Kontakt pflege, und die zusammen mit den 

positiven Entscheiden alle Informationen erhalten habe (ebd. F26, F48 f.). 

Sodann ist auf die Erwägungen des SEM zu verweisen, wonach die Rei-

sefähigkeit im Zeitpunkt der Überstellung festgestellt wird.  

6.3  

6.3.1 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG i.V.m. Anhang 2 zu Art. 18 der Verord-

nung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Ausweisung 

sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen (VVWAL; 

SR 142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung nach Grie-

chenland in der Regel zumutbar ist. Die betroffene Person hat die Möglich-

keit, diese Legalvermutung umzustossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte 

Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund von 

individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art 

in eine existenzielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil  

D-2590/2025 E. 8.3). 

6.3.2 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist festzustellen, dass der Be-

schwerdeführer die Legalvermutung der Zumutbarkeit nicht umzustossen 

und keine konkreten Anhaltspunkte dafür darzutun vermag, dass er im 

Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage 

geraten würde. Er hat, obschon zumutbare Möglichkeiten bestehen, keine 

ausreichenden Schritte unternommen, um in Griechenland eine Lebens-

grundlage aufzubauen. In diesem Zusammenhang stellt das Gericht nicht 

in Abrede, dass fehlende Sprachkenntnisse eine zusätzliche Herausforde-

rung, insbesondere bei der Arbeitssuche, darstellen können. Gleichwohl 

schliesst dieser Mangel nicht per se die Möglichkeit aus, eine 

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Seite 9 

Beschäftigung zu finden. Aus seinen Aussagen, die Sprachkurse im Camp 

hätten nichts gebracht und um solche in Athen habe er sich nicht geküm-

mert, geht sodann kein besonderes Bemühen hervor, die Sprache zu er-

lernen. Dies dürfte nicht nur damit zusammenhängen, dass es ihm psy-

chisch schlecht gegangen sei, sondern auch auf der Absicht einer baldigen 

Weiterreise fussen. Allein die zeitliche Komponente schliesst ein intensives 

Bemühen, allenfalls unter Zuhilfenahme der zur Verfügung stehenden Un-

terstützung, sich existenziell in Griechenland zurechtzufinden, aus. Mit 

Blick auf die zeitliche Komponente ist auch fraglich, inwiefern er für die 

griechischen Behörden überhaupt erreichbar gewesen wäre. Sein Vorwurf, 

wonach ihm als Schutzberechtigtem allfällig zustehende Leistungen nicht 

gewährt worden seien, ist auch deshalb zu relativieren. Im Übrigen steht 

ihm ein Beschwerderecht zu, sollte er sich von den griechischen Behörden 

ungerecht oder rechtswidrig behandelt fühlen. Auch unter dem humanitä-

ren Aspekt steht der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einem 

Vollzug der Wegweisung nach Griechenland nicht entgegen. Eine allfällig 

notwendige medizinische Behandlung steht ihm grundsätzlich auch in 

Griechenland zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich das Referenzurteil D-

2590/2025 E. 9.7). Daran vermag sein bereits in der Stellungnahme erho-

benes und in der Beschwerde wiederholtes Vorbringen, wonach er krank 

sei, eine Behandlung benötige und es in Griechenland schwierig sei, eine 

solche in Anspruch zu nehmen, nichts zu ändern. Der in der Stellungnahme 

erhobene Einwand, wonach er in Griechenland keine medizinische Be-

handlung erhalten habe ist ausserdem aktenwidrig. Ergänzend kann auf 

die auch unter dem Aspekt der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

ausführlichen und zutreffenden Erwägungen in der vorinstanzlichen Verfü-

gung verwiesen werden. Die unter Hinweis auf verschiedene – teilweise 

veraltete – Quellen pauschal erhobene Kritik in der Beschwerde vermag zu 

keiner anderen Einschätzung zu führen. 

6.4 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 4. Sep-

tember 2025 seiner Rückübernahme explizit zugestimmt haben und er 

über eine bis zum 19. Juni 2028 gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt (vgl. 

Art. 83 Abs. 2 AIG). Es obliegt dem Beschwerdeführer, nötigenfalls bei der 

Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG 

und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

6.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

E-8916/2025 

Seite 10 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ist mit 

vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden. Aus den vorstehenden Er-

wägungen ergibt sich sodann, dass sich die Beschwerdebegehren als aus-

sichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG erweisen, weshalb das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist. Beim 

vorliegenden Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-8916/2025 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem 

Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand 

des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

 

Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Esther Marti Ulrike Raemy 

 

 

Versand: