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**Case Identifier:** 439507a8-556e-5545-a314-aaa7e481c2a1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.09.2014 200 2014 554
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-554_2014-09-17.pdf

## Full Text

200 14 554 IV
GRD/BOC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. September 2014

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Mai 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2014, IV/14/554, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1982 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) ist gelernte F.________ und leidet seit der Geburt an einer Erb-
krankheit des Blutes (…), welche die Voraussetzungen des Geburtsgebre-
chens Ziffer … des Anhangs der Verordnung über Geburtsgebrechen 
(GgV; SR 831.232.21 […]) erfüllt. Aufgrund dieser Erkrankung gewährte die 
Invalidenversicherung der Versicherten Leistungen, insbesondere wurde ihr 
mit Verfügung vom 24. Juni 2005 bei einem Invaliditätsgrad von 42 % 
rückwirkend ab dem 1. März 2003 eine halbe Härtefallrente (Besitzstand ab 
1. Januar 2004) zugesprochen (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage [AB] 23, 78/9, 86/6 ff. sowie 
Akten der IVB vor 1999). 

Anfang 2007 verlegte die Versicherte ihren Wohnsitz nach ... und die bishe-
rige halbe Härtefallrente wurde mit Verfügung vom 5. Januar 2007 per 1. 
Januar 2007 auf eine Viertelsrente herabgesetzt (AB 28/3, 61.1/80 ff.). Die 
Versicherte kehrte Anfang 2008 in die Schweiz zurück und nahm ab dem 1. 
März 2008 bei der G.________ eine Erwerbstätigkeit als H.________ im ... 
auf (AB 33; AB 61.1/11, 65). Aufgrund der Höhe des dabei erzielten Ein-
kommens und infolge einer Meldepflichtverletzung hob die Invalidenversi-
cherung die bisherige Viertelsrente rückwirkend per 1. März 2008 auf (Be-
schluss vom 10. Februar 2009 [AB 37]). Zusätzlich forderte die IVB von der 
Versicherten mit Verfügung vom 27. Februar 2009 zuviel ausbezahlte Ren-
tenleistungen im Betrag von Fr. 4‘450.-- zurück (AB 43). Die dagegen von 
der Versicherten erhobene Beschwerde wurde wieder zurückgezogen (AB 
44).

Nachdem die Versicherte ihre Stelle bei der G.________ per 31. März 2009 
verloren, anschliessend wieder eine Stelle als F.________ in einem 60 %-
Pensum aufgenommen und erneut einen Antrag auf eine Invalidenrente 
gestellt hatte (AB 39/1, 4 und 7 ff.; AB 52), verneinte die IVB mit Verfügung 
vom 29. Juni 2010 den Anspruch auf berufliche Massnahmen und sprach 

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der Versicherten mit Verfügung vom 27. Juli 2010 bei einem Invaliditäts-
grad von 40 % ab dem 1. April 2010 eine Viertelsrente zu (AB 65, 66). 

Per 1. Dezember 2010 trat die Versicherte eine neue Stelle wiederum als 
F.________ in einem 60 %-Pensum an (AB 67, 68) und im Jahr 2011 er-
langte sie berufsbegleitend das I.________ und das J.________ (AB 78/2 
und 3). 

B.

Im Januar 2012 meldete der behandelnde Arzt, Dr. med. B.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, die Versicherte bei der Inva-
lidenversicherung zur Früherfassung an und die Versicherte selber stellte 
ein Gesuch um Eingliederungsmassnahmen, dies unter Hinweis auf eine 
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes und den baldigen Verlust 
ihrer Arbeitsstelle (AB 73). Am 23. Februar 2012 reichte die Versicherte ein 
Anmeldeformular bei der IVB ein und am 2. August 2012 füllte sie einen 
Revisionsfragebogen aus (AB 76, 94). Von ärztlicher Seite wurde die bishe-
rige Tätigkeit als F.________ als nicht mehr zumutbar eingestuft (AB 86, 
95).

Mit Vorbescheid vom 21. Februar 2013 stellte die IVB der Versicherten bei 
einem Invaliditätsgrad von 32 % die Aufhebung der bisherigen Viertelsrente 
in Aussicht (AB 98), wogegen die Versicherte am 6. März 2013 Einwände 
erhob (AB 99). 

Am 1. Juli 2013 trat die Versicherte bei der K.________ eine neue Stelle 
als L.________ in einem 60 %-Pensum an (AB 103). Ausserdem erteilte 
die IVB Kostengutsprache für einen vom 16. August bis 7. Dezember 2013 
dauernden Kurs zur M.________ (AB 107).

Je nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren verfügte die IVB am 7. und 
8. Mai 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 15 % die Aufhebung der bishe-
rigen Viertelsrente mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der Verfü-
gung folgenden Monats sowie den Abschluss der beruflichen Massnahmen 
(AB 112 – 117).

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C.

Gegen die Aufhebung der Viertelsrente erhob die Versicherte am 6. Juni 
2014 Beschwerde. Sie beantragt die Weiterausrichtung einer Viertelsrente, 
wobei sie insbesondere die Festlegung des Valideneinkommens beanstan-
det. 

Nachdem die Beschwerdeführerin mit prozessleitender Verfügung vom 
11. Juni 2014 zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses aufgefordert 
worden war, stellte sie mit Eingabe vom 13. Juni 2014 ein Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege. 

Mit Beschwerdeantwort vom 6. August 2014 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 14. August 2014 hiess der Instrukti-
onsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege hinsichtlich der Pro-
zesskosten gut.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 7. Mai 2014 (AB 116). Streitig 
und zu prüfen ist die revisionsweise Aufhebung der bisherigen Viertelsren-
te.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

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zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

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Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

2.5

2.5.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli-
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 
349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.5.2 Kann eine rentenberechtigte Person neu ein Erwerbseinkommen 
erzielen oder ein bestehendes Erwerbseinkommen erhöhen, so wird die 
Rente nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert, wenn die Ein-
kommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1'500.-- beträgt (Art. 31 IVG).

Art. 31 IVG findet nur auf Revisionsfälle Anwendung, in denen die betroffe-
ne Person ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich ver-
wertet und dadurch – durch erneute Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder 
Erweiterung des bisherigen Arbeitspensums – ein entsprechendes Ein-
kommen erwirtschaftet. Nicht heranzuziehen ist die Bestimmung demge-
genüber in Fällen, in welchen dem Rentenbezüger oder der Rentenbe-
zügerin im Rahmen des Einkommensvergleichs lediglich ein hypothe-
tisches, auf der Basis von Tabellenlöhnen ermitteltes (erhöhtes) Invaliden-
einkommen angerechnet wird (BGE 136 V 216 E. 5.6.1 S. 223).

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2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.5.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.5.5 Bei Versicherten, welche die Leistung weder unrechtmässig erwirkt 
noch die Meldepflicht verletzt haben, erfolgt die Herabsetzung oder Aufhe-
bung der Renten frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung 
der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 der Verordnung über 
die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]).

3.

3.1 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhaltes im Zeitpunkt 
der erneuten Rentenzusprache mit Verfügung vom 27. Juli 2010 (AB 66) 
und demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 
7. Mai 2014 (AB 116) zu prüfen, ob eine wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invali-
ditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5.1 
und 2.5.3 hiervor). 

3.2 Die Beschwerdeführerin ist seit dem 1. Juli 2013 bei der 
K.________ in einem 60 % Pensum als L.________ angestellt und erzielt 
ein jährliches Einkommen von Fr. 40‘641.25 (13 x Fr. 3‘126.25 [AB 103]). 
Diesen Verdienst hat die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfü-
gung vom 7. Mai 2014 als Invalideneinkommen berücksichtigt (AB 116). In 
der Verfügung vom 27. Juli 2010 (AB 66) ging die Beschwerdegegnerin – 
basierend auf den Angaben der damaligen Arbeitgeberin der Beschwerde-
führerin (vgl. Fragebogen vom 19. März 2010 [AB 59]) – von einem Invali-

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deneinkommen von Fr. 25‘740.-- aus. Indexiert auf das Jahr 2013 resultiert 
ein Betrag von Fr. 26‘254.80 (Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011 – 
2013; Wirtschaftszweig R, S, 90 – 96, Kunst, Unterhaltung und Erholung, 
sonstige Dienstleistungen, Index Jahr 2010: 100 Punkte; Index Jahr 2013: 
102 Punkte). Verglichen mit dem bei der K.________ seit dem 1. Juli 2013 
erzielten Verdienst hat sich das jährliche Einkommen der Beschwerdefüh-
rerin seit der Verfügung vom 27. Juli 2010 klarerweise um mehr als Fr. 
1‘500.-- (vgl. Art. 31 IVG) verbessert, so dass in erwerblicher Hinsicht ein 
Revisionsgrund zu bejahen ist. Damit hat nachfolgend eine umfassende 
Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen (vgl. E. 2.5.4 hiervor). 

4.

4.1 In der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2014 (AB 116) ist die 
Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht davon ausgegangen, dass 
der Beschwerdeführerin die ursprüngliche Tätigkeit als F.________ nicht 
mehr zumutbar sei, in einer leidensangepassten Tätigkeit jedoch eine 
60 %-ige Arbeitsfähigkeit ohne zusätzliche Einschränkungen bestehe. Dies 
ist unbestritten und durch die voll beweiskräftigen (vgl. E. 2.4 hiervor) me-
dizinischen Berichte belegt. So führten die behandelnden Ärzte des Spitals 
E.________ am 9. März 2005 (AB 17) als Diagnose eine … (Erstdiagnose 
1990 [AB 17/1]) auf und hielten bereits damals fest, aufgrund der … und 
der jeweils akuten Verschlechterung im Rahmen der Infekte sowie auch der 
… mit langer Erholungszeit bestehe eine ausgeprägte Müdigkeit sowie Er-
müdbarkeit, die Belastbarkeit sei reduziert. Die bisherige Tätigkeit (und 
auch eine leidensangepasste Tätigkeit) sei noch 5 – 6 Stunden pro Tag 
zumutbar, wobei wahrscheinlich in den letzten Arbeitsstunden eine vermin-
derte Leistungsfähigkeit bestehe. Grundsätzlich sei die Tätigkeit als 
F.________ durchaus zumutbar, bei sitzenden Berufen würden trotzdem 
eine ausgeprägte Ermüdbarkeit und eine Konzentrationsschwäche bleiben. 
Dass diese Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weiterhin besteht, wurde am 
16. April 2012 durch die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), 
Dr. med. C.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
bestätigt (AB 85). Der behandelnde Arzt, Dr. med. D.________, Facharzt 
für Hämatologie FMH und Allgemeine Innere Medizin FMH, berichtete aus-

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serdem am 13. April 2012 (AB 86/1 ff.), als F.________ führe das lange 
Stehen zu krampfartigen Schmerzen in den Beinen, zudem sei die Be-
schwerdeführerin wegen der chronischen … vermehrt erschöpfbar. Die 
Schulter-Armhaltung während der Arbeit führe zu Schulter-Armschmerzen. 
Die bisherige Tätigkeit als F.________ sei nicht mehr zumutbar. Im Bericht 
vom 17. November 2012 (AB 95) hielt Dr. med. D.________ zudem fest, 
die (gegenwärtige) Tätigkeit als Sachbearbeiterin stelle eine gut adaptierte 
Tätigkeit dar. 

5.

Mittels Einkommensvergleichs ist der Invaliditätsgrad zu bestimmen.

5.1 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. 
Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermit-
telt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten 
Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte mitein-
ander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

5.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. 
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 
der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 134 V 322 E. 4.1 S. 
325).

Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müssen pra-
xisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte 
Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom-
men tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. So-

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dann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht. 
Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch konkrete 
Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prü-
fungen usw. kundgetan worden sein. Bei der Prüfung der mutmasslichen 
beruflichen Entwicklung können unter Umständen aus einer besonderen 
beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypotheti-
sche Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesund-
heitsschadens gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche 
Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit 
weitergeführt werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invali-
denkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgelei-
tet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare 
Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 2010 UV 
Nr. 13 S. 52 E. 4.1

5.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 
110 E. 4.1). Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Er-
werbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält-
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Ar-
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem 
das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als So-
ziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invaliden-
lohn (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 110 E. 4.1).

5.2 Da die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der allfälligen Ren-
tenrevision (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute BGer] vom 3. Juli 2006, I 86/06, E. 4) massgebend sind, sind 
Validen- wie Invalideneinkommen auf das Jahr 2014 hin festzulegen. Da für 
dieses Jahr noch keine statistischen Daten – soweit vorliegend relevant –
verfügbar sind, ist der Einkommensvergleich für das Jahr 2013 vorzuneh-
men.

5.3 Hier ist insbesondere die Festlegung des Valideneinkommens um-
stritten. Die Beschwerdeführerin bringt diesbezüglich im Wesentlichen vor, 
trotz ihres Geburtsgebrechens habe sie die Ausbildung als F.________ 

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gemacht und sich anschliessend im Beruf bewährt. Sie habe stets sehr 
gute Zeugnisse erhalten und bei ihrer letzten Stelle sei ihr auch die Lehr-
lingsbetreuung anvertraut worden. Wäre sie gesund gewesen, hätte sie auf 
jeden Fall die höhere Fachprüfung gemacht oder sich anderweitig weiter-
gebildet, wie sie es ja tatsächlich getan habe. Sie wäre nie einfache 
F.________ geblieben, zumal die Löhne viel zu tief seien. Deshalb habe 
sie auch in ... nicht eine Anstellung als F.________ gesucht, sondern eine 
solche in der N.________ angenommen und sich berufsbegleitend weiter-
gebildet. Folglich sei für das Valideneinkommen mindestens auf den Lohn 
ihrer aktuellen Tätigkeit beim L.________ der K.________ oder auf die 
Tabellenlöhne der LSE abzustellen, dabei seien die LSE TA1, Anforde-
rungsniveau 3, Total, Frauen, heranzuziehen, da sie in der Vergangenheit 
nicht ausschliesslich als F.________ gearbeitet habe und über einen Be-
rufsabschluss verfüge. Die Tatsache, dass sie ohne ...-Ausbildung einzig 
durch wiederholten Branchenwechsel und berufsbegleitende Weiterbildung 
ihr Einkommen erheblich habe steigern können, müsse sich auf das Vali-
deneinkommen auswirken.

Demgegenüber macht die Beschwerdegegnerin hauptsächlich geltend, 
nach dem Abschluss der Lehre hätten keine Anhaltspunkte für eine berufli-
che Weiterentwicklung im … Bereich bestanden, weshalb davon ausge-
gangen werden könne, dass die Beschwerdeführerin bei guter bzw. gleich-
gebliebener Gesundheit weiterhin als F.________ arbeiten würde. Die 
Tätigkeit als F.________ habe somit als angestammte Tätigkeit zu gelten. 
Selbst wenn der Verdienst als F.________ anhand der LSE ermittelt und 
auch von der Erlangung der höheren Fachprüfung ausgegangen würde, so 
würde kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren.

5.4 Die Rente der Invalidenversicherung ist grundsätzlich eine 
Erwerbsausfall-Versicherungsleistung. Versichert ist nicht der 
Gesundheitsschaden an sich, sondern der durch den Gesundheitsschaden 
verursachte Verlust der Erwerbsmöglichkeit (Art. 1a lit. b IVG; Art. 7 Abs. 1, 
Art. 8 Abs. 1 ATSG; BGE 135 V 58 E. 3.4.1 S. 60).

Das Valideneinkommen ist nach der Rechtsprechung im 
Rentenrevisionsverfahren frei überprüfbar. Als Bezugsgrösse bleibt 
grundsätzlich der zuletzt erzielte Verdienst bestehen, ausser es finden sich 

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genügend konkrete Anhaltspunkte für eine berufliche Weiterentwicklung. 
Indessen kann nicht jede tatsächlich erfolgte Lohnverbesserung als 
Invalider mit einer gleich verlaufenden Entwicklung des 
Valideneinkommens gleichgesetzt werden, kann dies doch eine Folge 
günstiger Umstände sein, die sich die versicherte Person im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht als neues Invalideneinkommen anrechnen 
lassen muss, ohne dass deswegen auch zugleich das Valideneinkommen 
auf der Grundlage neuer Bemessungskriterien zu bestimmen ist. Bei der 
Beurteilung, was die versicherte Person ohne versicherte 
Gesundheitsschädigung beruflich-erwerblich erreicht oder wie sich ihr Lohn 
seit der erstmaligen Rentenfestsetzung entwickelt hätte, sind die gesamten 
bis zum Revisionszeitpunkt eingetretenen Umstände massgebend 
(Entscheid des BGer vom 8. August 2011, 8C_90/2011, E. 5.3.2).

5.4.1 Die Beschwerdeführerin absolvierte eine Lehre als F.________ mit 
Eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und besuchte einen Kurs für … (AB 
78/8 und 9). Nach Abschluss der Lehre arbeitete sie auf dem erlernten Be-
ruf, bis sie Anfang 2007 ihren Wohnsitz nach ... verlegte (AB 77/3, 28/3). 
Dort war sie von Februar bis April 2007 im Bereich N.________ tätig und 
von August bis Dezember 2007 arbeitete sie wiederum als F.________ (AB 
77/3). Nach der Rückkehr in die Schweiz Anfang 2008 war die Beschwer-
deführerin vom 1. März 2008 bis 31. März 2009 bei der G.________ als 
H.________ im ... tätig (AB 39/4, 61.1/11, 78/5). Anschliessend trat sie 
wieder eine Stelle als F.________ an (AB 39/7 ff., 78/4), wobei per 1. De-
zember 2010 ein Stellenwechsel erfolgte (AB 67, 68). Im Jahr 2011 erlang-
te die Beschwerdeführerin zudem berufsbegleitend das I.________ und 
das J.________ (AB 78/2 und 3). Nachdem die Anstellung als F.________ 
arbeitgeberseitig per 31. März 2012 gekündigt worden war (AB 80/2), mel-
dete sich die Beschwerdeführerin bei der Arbeitslosenversicherung an und 
konnte im … Bereich in kleineren Pensen Zwischenverdienste erzielen (vgl. 
Protokoll der Beschwerdegegnerin per 6. August 2014, S. 3 ff. [im Ge-
richtsdossier]). Die Beschwerdeführerin trat am 1. Juli 2013 eine Stelle bei 
der K.________ als L.________ im Umfang eines 60 %-Pensums an (AB 
103) und absolvierte einen von der Invalidenversicherung finanzierten Kurs 
zur M.________ (AB 107).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2014, IV/14/554, Seite 14

5.4.2 Da bei der ursprünglichen Gewährung der Rente mit Verfügung vom 
24. Juni 2005 (AB 23/2 ff., 61.1/77) wie auch bei der erneuten Rentenzu-
sprache mit Verfügung vom 27. Juli 2010 (AB 66) keine konkreten Anhalts-
punkte für eine berufliche Weiterentwicklung gegeben waren, wurde der 
Berechnung des Invaliditätsgrades als Valideneinkommen der Verdienst als 
F.________ zugrunde gelegt (Fr. 40‘800.-- [AB 61.1/77] bzw. Fr. 42‘900.-- 
[AB 66/5]). Der von der Beschwerdeführerin als invalide Person durchlau-
fene beruflich-erwebliche Werdegang (vgl. E. 5.4.1 hiervor) zeigt insge-
samt, dass sie seit dem Rentenbeginn im Jahr 2003 grossmehrheitlich bzw. 
fast immer in ihrem erlernten Beruf als F.________ gearbeitet hat. Auch 
während ihres rund einjährigen Aufenthaltes in ... war sie – entgegen den 
Ausführungen in der Beschwerde – als F.________ tätig, dies während fünf 
Monaten, wohingegen sie lediglich drei Monate im Bereich N.________ 
arbeitete. Weiter folgte auf die dreizehnmonatige Tätigkeit als H.________ 
bei der G.________ wieder eine rund dreijährige Tätigkeit als F.________. 
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin gute Arbeitszeugnisse erhalten 
hat und ihr bei der letzten Stelle als F.________ die Lehrlingsbetreuung 
angeboten wurde, stellt keinen konkreten Anhaltspunkt für eine berufliche 
Weiterbildung dar. Auch die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin im 
Jahr 2011 berufsbegleitend das I.________ sowie das J.________ erlangte 
und im Jahr 2013 einen Kurs zur M.________ absolvierte, lässt keinen 
Rückschluss auf eine berufliche Weiterentwicklung in der ursprünglichen 
Tätigkeit als F.________ ohne Gesundheitsschaden zu. Daraus kann auch 
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abgeleitet werden, sie hätte im 
Gesundheitsfall einen Wechsel in den ... Bereich gemacht. Schliesslich 
kann die Beschwerdeführerin aus dem Entscheid des Bundesgerichts vom 
19. August 2008, 9C_189/2008, E. 4.2, nichts zu ihren Gunsten ableiten 
(vgl. Beschwerde S. 2), da dieser Fall nicht die Frage einer beruflichen 
Weiterentwicklung betraf, sondern die Problematik, dass das ursprünglich 
als Valideneinkommen herangezogene, beim letzten Arbeitgeber erzielte 
Einkommen nicht dem tatsächlich geleisteten Pensum entsprach, weshalb 
für die Bestimmung des Valideneinkommens das trotz Gesundheitsscha-
den bei hälftiger Arbeitsfähigkeit erzielte Einkommen verdoppelt wurde.

5.4.3 Demnach hat die Beschwerdegegnerin für die Festlegung des Vali-
deneinkommens zu Recht auf die Tätigkeit als F.________ abgestellt. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2014, IV/14/554, Seite 15

letzte Anstellung als F.________ hat die Beschwerdeführerin aus gesund-
heitlichen Gründen verloren, die Arbeitgeberin benötigte eine Arbeitskraft 
zu 100 % und die Beschwerdeführerin war aufgrund ihrer Erkrankung nicht 
in der Lage, ihr Pensum zu erhöhen (AB 83/2). Wird der bei dieser Anstel-
lung seit 2010 unverändert erzielte Verdienst (vgl. Fragebogen für Arbeit-
gebende vom 18. März 2012 [AB 83/3]) auf ein Vollpensum umgerechnet, 
resultiert ein Betrag von Fr. 48‘100.-- (13 x Fr. 2‘220.-- = Fr. 28‘860.-- / 
60 % x 100 %). Der Nominallohnindex des Jahres 2013 liegt minimal tiefer 
als jener des Jahres 2012 (Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011 – 2013; 
Wirtschaftszweig R, S, 90 – 96, Kunst, Unterhaltung und Erholung, sonsti-
ge Dienstleistungen, Index Jahr 2012: 102.1 Punkte; Index Jahr 2013: 102 
Punkte); da nicht davon auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin im 
Jahr 2013 weniger verdient hätte, ist auf eine entsprechende Anpassung zu 
verzichten. 

Für das Invalideneinkommen ist auf das seit dem 1. Juli 2013 bei der 
K.________ in einem 60 %-Pensum erzielte Einkommen von Fr. 40‘641.25 
abzustellen (AB 103), da diesbezüglich von besonders stabilen Arbeitsver-
hältnissen auszugehen ist, die Beschwerdeführerin mit dieser Tätigkeit ihre 
Restarbeitsfähigkeit vollumfänglich ausnutzt und keine Anzeichen dafür 
bestehen, dass die Entlöhnung Soziallohn darstellt (vgl. E. 5.1.2 hiervor). 
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 2) ist 
vom effektiv erzielten Invalideneinkommen kein Abzug von Fr. 1‘500.-- zu 
machen, denn Art. 31 IVG enthält seit Januar 2012 nur noch eine Voraus-
setzung zur Durchführung der Revision (vgl. E. 3 hiervor), stellt jedoch sel-
ber keine gesetzliche Grundlage dar, um vom effektiven Einkommen einen 
Abzug vorzunehmen (BVR 2013 S. 581 E. 5.2.2).

Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt einen 
nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von gerundet 16 % (100 / 
Fr. 48‘100.-- x [Fr. 48‘100.-- – Fr. 40‘641.25] = 15.51 %; zu den Rundungs-
regeln vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123).

5.5 Nach dem Dargelegten und mit Blick auf Art. 88bis Abs. 2 IVV ist die 
mit Wirkung auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Mo-
nats bzw. per Ende Juni 2014 erfolgte Aufhebung der bisherigen Viertels-
rente nicht zu beanstanden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2014, IV/14/554, Seite 16

Daran ändern die von der Beschwerdeführerin eingereichten ärztlichen 
Zeugnisse (AB 121/8 und 9), in welchen vom 12. bis 30. Mai 2014 
(O.______) und vom 26. Mai bis 1. Juni 2014 je eine 100 %-ige Arbeitsun-
fähigkeit attestiert wurde, nichts. Denn diese Atteste beziehen sich auf ei-
nen Zeitraum, der nach dem für das Gericht massgebenden Überprüfungs-
zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 2014 (vgl. BGE 130 V 
138 E. 2.1 S. 140) liegt; zudem enthalten sie keine nähere Begründung, 
welche allfällige Rückschlüsse auf die Zeit vor Verfügungserlass erlauben 
würde. Im Falle einer möglicherweise seit der angefochtenen Verfügung 
eingetretenen dauernden gesundheitlichen Verschlechterung steht es der 
Beschwerdeführerin frei, bei der Invalidenversicherung eine Neuanmeldung 
vorzunehmen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege (vgl. prozessleitende Verfügung vom 14. August 2014) ist die 
Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 
113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – von der Pflicht zur Zahlung der Ver-
fahrenskosten zu befreien.

6.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Sept. 2014, IV/14/554, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.