# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4e99bb1-ff7a-54c4-be11-2a02d7f1190a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.06.2008 UV 2007/58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-58_2008-06-03.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/58

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 03.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2008
Art. 6 und 18 UVG: Leistungspflicht des Unfallversicherers mangels 
natürlicher Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden 
(Kniebeschwerden und thorako- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom) 
und einem Verkehrsunfall verneint. Adäquanz zwischen den psychischen 
Leiden und dem Unfallereignis ebenfalls abgelehnt. Revisionsweise 
Einstellung der Invalidenrente aufgrund fehlender Erwerbseinbusse nicht zu 
beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 3. Juni 2008, UV 2007/58). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_684/2008.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 3. Juni 2008

in Sachen

V.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Largier, Sonneggstrasse 55, 8023 Zürich,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Invaliditätsgrad und Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a Der 1973 geborene V.___ war als Service-Mitarbeiter bei der A.___ tätig und 

dadurch bei den Winterthur-Versicherungen (nachfolgend: Winterthur) obligatorisch 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 4. März 1996 als Lenker eines 

Personenwagens auf der Autobahn einen Selbstunfall verursachte und sich dabei eine 

komplexe Fussverletzung links mit mehreren Frakturen zuzog. Der Unfall machte am 

14. März 1996 einen operativen Eingriff notwendig (act. G 5.1.1 M 2). In der Folge 

bildete sich eine posttraumatische Sprunggelenksarthrose im oberen und unteren 

Sprunggelenk links, weshalb am 2. Mai 2000 eine weitere Operation durchgeführt 

wurde (act. G 5.1.1 M 31). Postoperativ kam es zu einem Wundinfekt und mehreren 

Debridements. Während der Hospitalisation in der Rheumaklinik und im Institut für 

Physikalische Medizin des Universitätsspitals Zürich (nachfolgend: Universitätsspital 

Zürich) vom 22. August bis 11. September 2000 wurde am linken Fuss eine 

Algodystrophie diagnostiziert (act. G 5.1.1 M 35). Vom 4. bis 25. Mai 2001 erfolgte eine 

weitere Hospitalisation im Universitätsspital Zürich. Im Austrittsbericht vom 30. Mai 

2001 (act. G 5.1.1 M 43) wurde ein chronisches Schmerzsyndrom am linken Fuss und 

ein chronisches Lumbovertebralsyndrom diagnostiziert. Gemäss Gutachten der 

Schulthess Klinik, Zürich, vom 25. Oktober 2002 (act. G 5.1.1 M 52) wurde u.a. ein 

Status nach einer komplexen Fussverletzung links und mehreren operativen Eingriffen 

mit zum Teil verzögerter Heilung festgestellt. Nach einer Konsultation im Schweizer 

Paraplegiker Zentrum, Nottwil, wurde mit Bericht vom 21. August 2003 (act. G 5.1.1 M 

53) ein chronifiziertes CRPS-Syndrom am linken Fuss mit begleitender Unter- und 

Oberschenkelatrophie links sowie ein konsekutives chronisches 

Lumbovertebralsyndrom (rechtsbetont) unter Beteiligung der Iliosakralgelenke 

diagnostiziert.

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A.b Mit Verfügung vom 4. Januar 2005 teilte die Winterthur dem Versicherten mit, dass 

die Taggeldleistungen per 30. September 2003 eingestellt würden. Bis der 

Invaliditätsgrad aufgrund eines noch ausstehenden Gutachtens definitiv festgelegt 

werden könne, würden Renten-à-Konto-Zahlungen aufgrund eines unpräjudiziellen 

Invaliditätsgrads von 40% erbracht. Nach Festsetzung der Rente würden im Rahmen 

von Art. 21 Abs. 1 UVG unfallkausale Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 

weiterhin bezahlt. Die Einschränkung der Integrität bezüglich der Fussverletzung links 

werde vergleichsweise auf 30% festgesetzt. Die Verfügung ist unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen.

A.c Im Gutachten des Zentrums AEH, Zürich, vom 27. Juli 2005 (act. G 5.1.1 M 65) 

wurden folgende Diagnosen festgehalten: Status nach komplexer Verletzung des linken 

Fusses, intermittierende linksseitige Kniebeschwerden, thorako- und lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung linksseitig bei Wirbelsäulenfehlform (Hohl-/

Rundrücken), Haltungsdysfunktion und Zeichen allgemeiner Dekonditionierung und 

Auswirkungen durch die veränderte Statik bei Funktionsstörungen des linken Fusses 

sowie eine prolongierte gemischte Anpassungsstörung mit Störung der Gefühle und 

des Sozialverhaltens und andauernder Persönlichkeitsveränderung nach psychischer 

Erkrankung.

A.d Mit Verfügung vom 24. Mai 2006 teilte die Winterthur dem Versicherten mit, die 

natürliche Kausalität der psychischen und körperlichen Diagnosen bzw. Beschwerden, 

ausgenommen bezüglich der Fussverletzung, seien nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 4. März 1996 zurückzuführen, weshalb 

diesbezüglich keine Leistungspflicht bestehe. Die UVG-Rentenzahlungen würden 

revisionsweise per 31. März 2006 eingestellt, da der Invaliditätsgrad bezüglich der 

Fussproblematik 0% betrage. Aufgrund von Art. 69 ATSG resultiere eine 

Überentschädigung von Fr. 37'461.05. Zusammen mit den vom 1. Januar 2004 bis 31. 

März 2006 zuviel bezahlten Renten ergebe sich ein Total von Fr. 73'008.05. Gemäss 

Art. 21 Abs. 1 UVG würden bezüglich der Fussproblematik ¼ der Kosten, welche im IV-

Gutachten erwähnt seien (MTT-Therapie während 4 bis 6 Monaten, anschliessend 

Kräftigungstherapien im Abonnement), während zwei Jahren übernommen.

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A.e Die gegen die Verfügung erhobene Einsprache wurde mit Einspracheentscheid 

vom 13. März 2007 in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass für die Periode vom 7. 

März 1996 bis 30. September 2003 keine Überentschädigung entstanden sei, weshalb 

dem Versicherten der Betrag von Fr. 37'461.05 auszubezahlen sei. Im übrigen wurde 

die Einsprache abgewiesen.

B.        

B.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Dr. André Largier, 

Zürich, für den Versicherten eingereichte Beschwerde vom 27. April 2007 mit den 

Anträgen, der Invaliditätsgrad sei auf 60% festzusetzen, dem Beschwerdeführer sei für 

seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Rücken und aufgrund der psychischen 

Leiden eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen sowie die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Kosten für die Behandlung der 

Rückenbeschwerden und der psychischen Beeinträchtigung zu übernehmen; unter 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wird im 

Wesentlichen ausgeführt, dass das Gutachten des Zentrums AEH vom 27. Juli 2005 

nachvollziehbar und überzeugend darlege, weshalb die bleibenden Funktionsstörungen 

des linken Fusses zu einer veränderten Statik geführt hätten. Wegen dieser veränderten 

Statik habe sich die vorbestehende Wirbelsäulenfehlform (Hohl-/Rundrücken) zu einer 

Haltungsdysfunktion und schliesslich zum thorako- und lumbovertebralen 

Schmerzsyndrom mit Ausstrahlung linksseitig entwickelt. Sodann müsse die 

allgemeine Dekonditionierung offenkundig eine Folge der schweren Fussverletzung 

sein. Die Wirbelsäulenfehlform mit Hohl-/Rundrücken hätte sich ohne Unfall nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit aus eigener Dynamik heraus auf die Arbeitsfähigkeit 

ausgewirkt. Die linksseitigen Knieschmerzen seien eine Folge der schweren Verletzung 

des linken Fusses und der damit verbundenen Fehlbelastung. Im Gutachten vom 21. 

Januar 2006 sei festgehalten worden, die psychische Störung sei mehrheitlich 

unfallfremd. Mit anderen Worten seien die psychischen Beeinträchtigungen somit 

wenigstens teilweise unfallbedingt. Weil sämtliche die Arbeitsfähigkeit 

beeinträchtigenden gesundheitlichen Beschwerden auch unfallbedingt seien 

(zumindest teilweise), rechtfertige es sich, den von der IV-Stelle St. Gallen ermittelten 

Invaliditätsgrad von 60% zu übernehmen. Die Höhe des Integritätsschadens aufgrund 

der übrigen Unfallfolgen (ohne Fussverletzung) sei gutachterlich abzuklären.

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B.b In der Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Aufgrund der Sach- und Beweislage stehe fest, dass die 

Rückenproblematik, die linksseitigen Knieschmerzen und die Beschwerden im Bereich 

der linkseitigen Scapula nicht auf den Unfall im Jahr 1996 zurückzuführen seien. Die 

psychische Problematik scheine sowohl zeitlich wie auch ursächlich eher eine "Reak­

tion" auf die durchgeführte Videoüberwachung als auf eine Langzeitfolge der 

somatischen Unfallbeschwerden zu sein. Die Kausalität zum Unfall sei zu verneinen, 

denn bei einer solchen Konstellation bilde der Unfall letztlich nur eine 

"Gelegenheitsursache" für die Auslösung der psychischen Entwicklung. Die Kriterien 

der Adäquanz seien nicht bzw. nur teilweise und in nicht ausgeprägter Weise gegeben, 

so dass dem Unfallereignis für die psychische Fehlentwicklung ab Dezember 2003 

keine massgebende Bedeutung zukomme.

B.c   Mit Replik vom 16. August 2007 lässt der Beschwerdeführer an seinem 

Rechtsbegehren und den bisherigen Ausführungen vollumfänglich festhalten.

B.d Die Beschwerdegegnerin hält mit Duplik vom 6. September 2007 ebenfalls an 

ihrem Antrag fest.

Erwägungen:

1.         

Streitpunkt im vorliegenden Verfahren bildet die Frage, ob die Einstellung der 

Invalidenrente per 31. März 2006 zu Recht erfolgte oder ob eine Rente aufgrund eines 

Invaliditätsgrads von 60% auszurichten ist.

Unbestritten geblieben ist, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 

aufgrund der Fussverletzung in einem natürlichen und adäquaten Zusammenhang zu 

dem Unfall vom 4. März 1996 stehen. Streitig ist hingegen, ob die weiteren geltend 

gemachten körperlichen Beschwerden (Kniebeschwerden, thorako- und 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom) und psychischen Leiden eine natürliche und 

adäquate Folge des Unfallereignisses bilden und eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin zur Folge haben. Der Beschwerdeführer lässt in der 

Beschwerdeschrift die Übernahme der Kosten für die Behandlung der 

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Rückenschmerzen und der psychischen Beeinträchtigung beantragen. Die 

Beschwerdegegnerin macht in der Beschwerdeantwort geltend, die Heilungskosten 

seien gar nicht Gegenstand des Einspracheverfahrens gewesen. Die Verfügung vom 

24. Mai 2006 sei diesbezüglich nicht angefochten worden bzw. die Anträge des 

Beschwerdeführers im Einspracheverfahren hätten nur die Rente und 

Integritätsentschädigung bezüglich Rückenschmerzen und psychischer Unfallfolgen 

sowie die Überentschädigung betroffen. Sodann werde mit der Beschwerde nicht 

dargelegt, welche Heilungskosten für welche Periode vor der Berentung konkret noch 

ausstehend seien. Anfechtungsgegenstand bildet im vorliegenden Verfahren der 

Einspracheentscheid vom 13. März 2007, mit dem die Beschwerdegegnerin eine 

Leistungspflicht für psychische und körperliche Beschwerden mangels natürlicher 

Kausalität verneint hat. Unter die Leistungspflicht fällt auch die Ausrichtung von 

allfälligen Heilkosten, weshalb auch sie Anfechtungsgegenstand im vorliegenden 

Verfahren bilden. Die Übernahme der Kosten für Behandlungen der 

Rückenbeschwerden liess der Beschwerdeführer – entgegen den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin – ebenso in der Einsprache vom 26. Juni 2006 beantragen wie für 

die Beschwerden am Knie und für die psychischen Leiden, weshalb auch diese 

Behandlungskosten Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden. 

Die Frage, ob es sich auch bei den Schmerzen in der Scapula linksseitig um 

Unfallfolgen handle, wurde beschwerdeweise weder im Rechtsbegehren noch in der 

anschliessenden Begründung thematisiert. Diese Schmerzen sind damit nicht 

Streitgegenstand der vorliegenden Beschwerde, wie auch die unangefochten 

gebliebene Kostenübernahme bezüglich der Fussproblematik gemäss Art. 21 Abs. 1 

UVG.

Soweit der Beschwerdeführer für die gesundheitliche Beeinträchtigung am Rücken und 

für die psychischen Beschwerden eine Integritätsentschädigung beantragt, kann darauf 

nicht eingetreten werden, da diese Leistungsart nicht Gegenstand des angefochtenen 

Entscheids bildet und mithin auch nicht Streitgegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens bilden kann (vgl. BGE 125 V 413).

2.         

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2.1    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1, 

119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen). Der für die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers zusätzlich erforderliche adäquate Kausalzusammenhang ist gemäss 

Rechtsprechung in der Regel dann gegeben, wenn ein Ereignis nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 

geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 

dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 

181 E. 3.2, 123 V 103 E. 3d, 122 V 416 E. 2a mit Hinweisen). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Besondere Regeln hat die Rechtsprechung für die 

Beurteilung der Adäquanz psychischer Fehlentwicklungen nach einem Unfall 

aufgestellt. Danach ist die Frage nach der generellen Eignung eines Unfallereignisses, 

eine psychisch bedingte Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit zu bewirken, aufgrund einer 

Würdigung der Gesamtheit der Umstände vor und nach dem Unfall zu beurteilen (BGE 

115 V 136 E. 4d). Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a; PVG 1984 

Nr. 82, 174).

2.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

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davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Beizug eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (RKUV 1997 Nr. U 281 S. 282 E. 1a).

3.         

3.1    Gemäss Bericht der Schulthess Klinik, Zürich, vom 7. Mai 2002 (act. G 5.1.1 M 

50) zeigten sich radiologisch eine Bogenschlussanomalie und ein horizontal gestelltes 

Sakrum, wodurch sich ungünstige statische Verhältnisse mit zunehmender Belastung 

vor allem der unteren Abschnitte der LWS ergeben würden, was dann die lumbale 

Beschwerdesymptomatik des Beschwerdeführers erkläre. Einem weiteren Schreiben 

der Schulthess Klinik vom 5. Dezember 2002 (act. G 5.1.1 M 51) ist zu entnehmen, 

dass ein direkter Zusammenhang zwischen den seit 1999 bestehenden lumbalen 

Rückenschmerzen und dem Unfall nicht sicher sei. Mit Schreiben vom 14. Februar 

2006 (act. G 5.1.1 M 70) bestätigten Dr. med. B.___, FMH Innere Medizin/

Rheumatologie, und Dr. med. C.___, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/

Rheumatologie, Zentrum AEH, ein thorako- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom 

mit Ausstrahlung linksseitig. Vordergründig bestehe ein Kausalzusammenhang mit der 

manifesten Wirbelsäulenfehlform (Hohl-/Rundrücken) und der Haltungsinsuffizienz. 

Andererseits würden durch die Funktionsstörungen des linken Fusses Auswirkungen 

auf die Statik mit schmerzhaften Triggerpunkten im Bereich der Gluteal- und der 

Hüftmuskulatur bestehen, was zumindest teilweise auch Ausstrahlungen bei 

Schmerzen erklären könnte. Insgesamt bestehe jedoch nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit eine Unfallkausalität. Die linksseitigen Kniebeschwerden würden als 

Überlastungssymptomatik imponieren. Diesbezüglich erscheine die verminderte 

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Kraftausdauer im gesamten linken Bein ursächlich mitzuspielen, es bestehe ein 

möglicher Zusammenhang zu dem Unfallereignis.

3.2    Die Aussagen von Dr. B.___ und Dr. C.___, wonach das thorako- und 

lumbovertebrale Schmerzsyndrom nicht mit überwiegender und die Kniebeschwerden 

nur mit möglicher Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen seien, beruhen auf 

einer Untersuchung des Beschwerdeführers vom 19. und 20. Mai 2005 mit zusätzlicher 

Durchführung einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit. Der Bericht vom 

27. Juli 2005 und die Beantwortung der Fragen der Beschwerdegegnerin vom 14. 

Februar 2006 stützen sich auf die vorhandenen Akten und Röntgenbilder, die Angaben 

des Patienten sowie auf die eigenen Untersuchungsbefunde. Die Beurteilung erfolgte 

somit in Kenntnis der Vorakten, unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden 

sowie unter allseitigen Untersuchungen. Die Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind begründet und 

nachvollziehbar. Den Einschätzungen von Dr. B.___ und Dr. C.___ kommt volle 

Beweiskraft zu, weshalb auf die Beurteilungen vollumfänglich abgestellt werden kann. 

Hingegen vermag die Beurteilung von Dr. med. D.___, Spezialarzt FMH für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom 11. Juli 

2001 (act. G 5.1.1 M 44) nicht überzeugend darzulegen, dass die Rückenprobleme eine 

Folge des Unfalls sind. Insbesondere wurden nicht sämtliche Diagnosen und 

Beschwerden bei der Beurteilung miteinbezogen. So wurden beispielsweise die 

Auswirkungen der vorbestehenden und nicht unfallbedingten Wirbelsäulenfehlform auf 

das thorako- und lumbovertebrale Schmerzsyndrom bei der Beurteilung von Dr. D.___ 

nicht mitberücksichtigt. Gemäss Bericht des Schweizer Paraplegiker Zentrums vom 12. 

Juni 2006 (act. G 5.1 B 1 204) provozierte die Immobilität und das jahrelange Gehen an 

Stöcken die LWS-Beschwerden. Der Bericht ist allerdings nicht hinreichend begründet 

und vermag an der schlüssigen Beurteilung von Dr. B.___ und Dr. C.___ nichts zu 

ändern. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist die Beurteilung von Dr. 

B.___ und Dr. C.___ nicht widersprüchlich. Die Ärzte des Zentrums AEH bejahen im 

Schreiben vom 14. Februar 2006 einen Kausalzusammenhang mit der 

Wirbelsäulenfehlform. Die Wirbelsäulenfehlform ist allerdings unbestrittenermassen 

nicht eine Folge des Unfalls vom 4. März 1996, sondern stellt einen vorbestehenden 

Zustand dar. Die Funktionsstörungen des linken Fusses mit Auswirkungen auf die 

Statik mit schmerzhaften Triggerpunkten im Bereich der Gluteal- und der 

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Hüftmuskulatur vermögen sodann schmerzhafte Ausstrahlungen nur möglicherweise zu 

begründen. Die Rückenprobleme sind somit nicht mit überwiegender und die 

Kniebeschwerden lediglich im Sinn einer möglichen Wahrscheinlichkeit auf das 

Unfallereignis zurückzuführen. Die geklagten Beschwerden vermögen somit keine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers zu begründen.

3.3    Bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem 

Unfall und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit 

Einschränkung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 

115 V 138 ff. Erw. 6, bestätigt unter anderem in SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31) vom 

Unfallereignis auszugehen. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs 

kommt dabei die Funktion einer Haftungsbeschränkung zu (BGE 123 V 102 Erw. 3b; 

SVR 1999 UV Nr. 10, SVR 2001 UV Nr. 8, je mit Hinweisen). Bei psychischen 

Gesundheitsschäden geht diese Beschränkung indessen nicht so weit, dass nur 

psychisch Gesunde des Schutzes der sozialen Unfallversicherung teilhaftig werden, 

vielmehr ist auf eine weite Bandbreite der Versicherten abzustellen. Hierzu gehören 

auch jene Versicherten, die auf Grund ihrer Veranlagung für psychische Störungen 

anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde. Im 

Rahmen dieser weit gefassten Bandbreite bilden somit auch solche Versicherte 

Bezugspersonen für die Adäquanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die 

erlebnismässige Verarbeitung eines Unfalls zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko 

gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal 

reagieren. Daraus ergibt sich, dass für die Beurteilung der Frage, ob ein konkretes 

Unfallereignis als alleinige Ursache oder als Teilursache nach dem gewöhnlichen Lauf 

der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, zu einer bestimmten 

psychischen Schädigung zu führen, kein allzu strenger Massstab, sondern im 

dargelegten Sinn ein realitätsgerechter Massstab angelegt werden muss. Umgekehrt 

kann auf das Erfordernis der Adäquanz aber auch nicht verzichtet werden (BGE 125 V 

462 f. Erw. 5c mit Hinweisen). Bei der Beurteilung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs hat im Hinblick auf die Gebote der Rechtssicherheit und der 

rechtsgleichen Behandlung der Versicherten eine objektivierte Betrachtungsweise Platz 

zu greifen. Sind die massgeblichen unfallbezogenen Kriterien erfüllt, hat die versicherte 

Person, bei der nach einem Unfall eine psychische Fehlentwicklung eintritt, unabhängig 

davon, ob sie aufgrund ihrer Veranlagung für psychische Störungen anfälliger ist, 

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Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung, ohne dass ihr diese besondere 

Veranlagung entgegengehalten werden könnte. Die objektivierte Beurteilung der 

Adäquanz anhand der von der Rechtsprechung entwickelten Kriterien führt gerade 

dazu, dass die Notwendigkeit entfällt, nach anderen Ursachen zu forschen, die 

möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mit begünstigt haben 

könnten (BGE 115 V 135 Erw. 4b, 141; RKUV 2000 S. 314 f. Erw. 5 mit weiteren 

Hinweisen; SVR 1999 UV Nr. 10).

3.4    Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGE 115 V 133) besteht ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall 

eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies 

trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 

ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 

2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 

140 Erw. 6c/aa): besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung, 

körperliche Dauerschmerzen, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen 

und Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

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3.5    Der Beschwerdeführer verursachte als Lenker eines Personenwagens auf der 

Autobahn einen Selbstunfall und kollidierte dabei mit der Mittel- und Aussenleitplanke. 

Aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs ist vorliegend von einem 

mittelschweren Ereignis im mittleren Bereich auszugehen (vgl. auch die 

Zusammenfassung der Rechtsprechung in RKUV 2003 Nr. U 481 S. 204 Erw. 3.3.2).

Der Unfall vom 4. März 1996 hat sich nicht unter besonders dramatischen 

Begleitumständen ereignet noch war er – objektiv betrachtet – von besonderer 

Eindrücklichkeit. Dem Kriterium der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls liegt der Gedanke zu Grunde, dass solche 

Umstände geeignet sind, bei der betroffenen Person während des Unfallgeschehens 

oder nachher psychische Abläufe in Bewegung zu setzen, die an der nachfolgenden 

psychischen Fehlentwicklung mitbeteiligt sein können. Dabei sind aber objektive 

Massstäbe anzuwenden. Nicht was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall 

psychisch vorgeht – sofern sich dies überhaupt zuverlässig feststellen liesse – ist 

entscheidend, sondern die objektive Eignung solcher Begleitumstände, psychische 

Vorgänge auszulösen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 Erw. 3b/cc). So wie sich der Unfall 

nach der aktenmässig erstellten Beschreibung abgespielt hat, entbehrt es ihm an einer 

besonderen Eindrücklichkeit oder Dramatik, selbst wenn ihm eine gewisse 

Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden kann. Der Beschwerdeführer erlitt beim 

Unfall eine komplexe Verletzung des linken Fusses mit mehreren Frakturen. Im 

Schreiben vom 7. August 2000 (act. G 5.1.1 M 33) diagnostizierte Dr. D.___ ein CRPS I 

am linken Fuss, welches gemäss Gutachten vom 27. Juli 2005 (act. G 5.1.1 M 65) als 

regredient beurteilt wurde. Laut Bericht vom 14. September 2000 (act. G 5.1.1 M 35) 

wurde im Universitätsspital Zürich u.a. die Diagnose einer Algodystrophie am linken 

Fuss erhoben. Das Schweizer Paraplegiker Zentrum in Nottwil bestätigte im Bericht 

vom 21. August 2003 (act. G 5.1.1 M 53) die Diagnose eines chronifizierten CRPS-

Syndroms am linken Fuss. Rechtsprechungsgemäss gilt es diesbezüglich zu beachten, 

dass einem ausgewiesenen CRPS bzw. einer Algodystrophie die Eignung zugebilligt 

werden muss, eine psychische Fehlentwicklung auszulösen (vgl. dazu E. Wehking: Das 

komplexe regionale Schmerzsyndrom [CRPS] in Abgrenzung psychogener Störungen, 

in: Versicherungsmedizin 59 [2007] Heft 1; Urteil des Versicherungsgerichts des Kanton 

St. Gallen vom 27. Juli 2007 i/S G.V. [2006/89] und vom 18. Oktober 2005 i/S K.M. [UV 

2005/28]. Somit liegen im Nachgang zum Unfallereignis vom 4. März 1996 

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Beschwerden vor, die erfahrungsgemäss geeignet sind, psychische Fehlentwicklungen 

auszulösen, weshalb das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen 

Verletzung als erfüllt betrachtet werden kann. Anhaltspunkte für eine ärztliche 

Fehlbehandlung liegen nicht vor und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend 

gemacht. Im Nachgang zur Operation der Unfallfolgen bildete sich eine obere und 

vorab schmerzhafte untere Sprunggelenks-Arthrose links. Am 2. Mai 2000 erfolgte 

deshalb ein operativer Eingriff (Arthrodese) mit anschliessender Metallentfernung am 

22. März 2003 (act. G 5.1.1 M 31, 40). Der postoperative Heilungsverlauf wurde durch 

einen tiefen Wundinfekt erschwert, welcher wiederholte Debridements und eine 

stationäre Wundbehandlung in der Klinik Sanitas notwendig machten. Prof. Dr. med. 

E.___, FMH Orthopädische Chirurgie, stellte im Bericht vom 3. Juli 2000 den 

vollständigen Wundverschluss fest. Die Röntgenkontrolle vom 28. Juni 2000 zeigte 

knapp zwei Monate postoperativ einen zeitgerechten Durchbau (act. G 5.1.1 M 32). 

Den medizinischen Akten sind somit zweifellos Schwierigkeiten im Heilungsverlauf zu 

entnehmen. Allerdings kann nicht von erheblichen Komplikationen oder einem 

besonders schwierigen Heilungsverlauf ausgegangen werden. Hiezu bedarf es 

besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil S. vom 10. Februar 

2006, U 79/05 mit weiteren Hinweisen). Solche Gründe sind vorliegend nicht gegeben. 

Dem Beschwerdeführer wurde ab Erstbehandlung am Unfalltag eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (G 5.1.1 M1). Gemäss Gutachten vom 25. Oktober 2002 

(act. G 5.1.1 M 52) wurde die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für eine 

angepasste Tätigkeit auf 50% festgelegt. Dr. med. F.___, Spezialarzt für Orthopädische 

Chirurgie FMH, Beratender Arzt der Winterthur-Versicherungen, erachtete den 

Beschwerdeführer mit Stellungnahme vom 18. November 2003 (act. G 5.1.1 M 56) in 

einer angepassten, teils sitzenden, teils stehenden/gehenden Tätigkeit für voll 

arbeitsfähig. Laut Gutachten des Zentrums AEH vom 27. Juli 2005 (act. G 5.1.1 M 65) 

ist dem Beschwerdeführer eine Tätigkeit in seinem angestammten Beruf als Kellner 

nicht mehr zumutbar. Eine den Behinderungen angepasste Tätigkeit ist ganztags 

zumutbar. Somit ist den Akten bis am 18. November 2003 eine zumindest 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit zu entnehmen, wodurch eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als 

ausgewiesen gelten kann. Das Kriterium des Grads und der Dauer physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit kann bejaht werden. Aufgrund der medizinischen Akten ist 

ersichtlich, dass sich der Beschwerdeführer seit dem Unfall über dauerhafte 

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Schmerzen beklagt. Die von der Winterthur veranlasste Observierung des 

Beschwerdeführers (act. G 5.1/126) zeigte allerdings eine Diskrepanz zwischen den 

geklagten und den tatsächlichen Beschwerden auf. Somit kann nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit vom Bestehen erheblicher Beschwerden ohne 

wesentlichen Unterbruch ausgegangen werden. Das Kriterium der körperlichen 

Dauerschmerzen ist dementsprechend nicht gegeben. Ebenfalls nicht erfüllt ist das 

Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung. Die 

Behandlungen verteilen sich zwar auf einen relativ langen Zeitraum, allerdings bestand 

zwischen den einzelnen Eingriffen und Behandlungen zum Teil ein erheblicher zeitlicher 

Unterbruch. Die ärztlichen Behandlungen betrafen zudem häufig therapeutische 

Massnahmen und Untersuchungen, weshalb das Kriterium nicht als erfüllt gelten kann. 

Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, wovon keines 

in besonders ausgeprägter Weise, ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zu 

verneinen (vgl. BGE 134 V 109).

3.6    Nachdem der Unfall vom 4. März 1996 nicht geeignet war, eine psychische 

Fehlentwicklung adäquat kausal zu bewirken und die Kniebeschwerden sowie das 

thorako- und lumbovertebrale Schmerzsyndrom ebenfalls nicht in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stehen, muss es bei der Beurteilung des 

Gutachtens des Zentrums AEH vom 27. Juli 2005 (act. G 5.1.1 M 65) bleiben, wonach 

dem Beschwerdeführer die Verrichtung einer knapp mittelschweren angepassten 

Tätigkeit (wiederholtes Sitzen, Stehen und Gehen maximal 1/3 der Arbeitszeit) ganztags 

zumutbar ist. Zu prüfen bleibt, ob sich aus dem dabei zu erzielenden 

Invalideneinkommen eine Erwerbseinbusse ergibt, welche dem Beschwerdeführer 

einen Anspruch auf die Ausrichtung einer Invalidenrente bringt.

4.         

4.1    Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt nach Art. 8 

Abs. 1 ATSG, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner 

Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

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Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei sind die Verhältnisse 

im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns massgebend; Validen- und 

Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des 

Einspracheentscheids zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174).

4.2    Gemäss Schreiben der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers vom 

14. Mai 1997 (act. G 5.1.1/15) betrug der Grundlohn des Beschwerdeführers 

Fr. 3'460.65 zuzüglich eines anteilsmässigen 13. Monatslohn von Fr. 288.30, also 

Fr. 3'748.95. Mit Schreiben vom 14. März 2006 (act. G 5.1/198) teilte sie dann mit, der 

Beschwerdeführer hätte im Jahr 2006 einen Grundlohn von Fr. 3'200.-- erhalten. Es ist 

nicht nachvollziehbar, warum er im Jahr 2006 weniger verdient haben sollte als im Jahr 

1996, weshalb von dem Lohn im Jahr 1996 - welchen er auch tatsächlich erhalten hat - 

auszugehen ist. Da das Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer 

Grundlage zu ermitteln ist und der Rentenbeginn, respektive die weitere Ausrichtung 

einer Rente, per 1. April 2006 zu prüfen ist, muss der Lohn aus dem Jahr 1996 unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung auf das Jahr 2006 angepasst werden. 

Der Nominallohnindex auf der Basis des Jahres 1993 belief sich für die Kategorie des 

Gastgewerbes im Jahr 1996 auf den Wert von 104.8 und im Jahr 2006 auf den Wert 

von 117.4. Daraus errechnet sich ein Valideneinkommen von Fr. 50'396.20 (3'748.95 x 

12 : 104.8 x 117.4).

4.3    Das zumutbare Invalideneinkommen ist anhand eines Tabellenlohnvergleichs 

gestützt auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu ermitteln 

und dabei auf Tabelle 1 (Privater Sektor) Niveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) 

abzustellen. Zugrunde zu legen sind - wie beim Valideneinkommen - die Zahlen des 

Jahres 2006. Der Beschwerdeführer wäre in der Lage seine Restarbeitsfähigkeit in 

sämtlichen Branchen zu verwerten, weshalb vom allgemeinen Durchschnittslohn aller 

Branchen auszugehen ist. Aus der LSE 2006 TA 1 Niveau 4 ist für Männer ein 

Monatssalär von Fr. 4'732.-- ersichtlich. Das hieraus errechnete Jahressalär von Fr. 

56'784.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die betriebsübliche 

durchschnittliche Arbeitszeit 2006, d.h. auf 41.7 Stunden, aufzurechnen, woraus sich 

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ein Betrag von Fr. 59'197.30 ergibt. Nach der Rechtsprechung ist ein Abzug vom 

Invalideneinkommen gerechtfertigt, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, 

dass ein Versicherter, der gesundheitsbedingt lediglich noch leichtere Hilfsarbeiten 

ausführen kann, seine Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg zu verwerten in der Lage ist. Zudem 

können weitere persönliche und berufliche Merkmale (Alter, Dauer der 

Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad) Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Den vorliegenden Akten 

sind keine Hinweise zu entnehmen, welche einen speziellen Leidensabzug rechtfertigen 

würden.

4.4    Bei einem Valideneinkommen von Fr. 50'396.20 und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 59'197.30 ergibt sich kein rentenbegründender Invaliditätsgrad. Die 

revisionsweise Einstellung der Invalidenrente per 31. März 2006 ist dementsprechend 

nicht zu beanstanden.

5.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 13. März 2007 abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 03.06.2008
	Art. 6 und 18 UVG: Leistungspflicht des Unfallversicherers mangels natürlicher Kausalität zwischen den geklagten Beschwerden (Kniebeschwerden und thorako- und lumbovertebrales Schmerzsyndrom) und einem Verkehrsunfall verneint. Adäquanz zwischen den psychischen Leiden und dem Unfallereignis ebenfalls abgelehnt. Revisionsweise Einstellung der Invalidenrente aufgrund fehlender Erwerbseinbusse nicht zu beanstanden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Juni 2008, UV 2007/58). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_684/2008.

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