# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25530177-06b6-5ae4-98c2-e1b0ac875afa
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.01.2015 200 2013 1005
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1005_2015-01-29.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 30. September 2015 abgewiesen (8C_162/2015).

200 13 1005 IV
GRD/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Januar 2015

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. Oktober 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Der 1977 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) meldete sich mit undatierter (am 3. Dezember 2004 eingelangter) Ein-
gabe unter Hinweis auf einen SUVA versicherten Unfall vom 4. Dezember 
2003 bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IVB [act. II] 3). Diese sprach ihm nach 
erwerblichen und medizinischen Abklärungen mit Verfügung vom 24. April 
2007 (act. II 42) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab 1. Dezember 
2004 eine ganze Invalidenrente zu. Diesen Anspruch bestätigte sie im 
Rahmen von ordentlichen Rentenrevisionen mit formlosen Mitteilungen 
vom 25. Juli 2008 (act. II 68) und 18. Juni 2009 (act. II 74).

Anlässlich einer weiteren von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision 
(act. II 95) ermittelte die IVB gestützt auf eine bidisziplinäre Begutachtung 
(act. II 123 f.) einen Invaliditätsgrad von 30 % und stellte dem Versicherten 
mit Vorbescheid vom 24. April 2013 (act. II 126) die Rentenaufhebung in 
Aussicht. Nach erhobenem Einwand (act. II 130) und Rückfragen beim 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; act. II 132, 140) verfügte die IVB am 
11. Oktober 2013 (act. II 144) entsprechend dem Vorbescheid die Aufhe-
bung der Invalidenrente per Ende des der Verfügung folgenden Monats. 
Gleichzeitig entzog sie einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung 
die aufschiebende Wirkung.

B.

Mit Eingabe vom 12. November 2013 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte die kosten-
fällige Aufhebung der angefochtenen Verfügung, wobei er als Eventual-
beweisantrag um die Anordnung eines Gerichtsgutachtens ersuchte. Zu-
dem stellte er ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 4

Am 7. Februar 2014 hob die Beschwerdegegnerin die angefochtene Verfü-
gung nach Rücksprachen mit dem RAD (act. II 153, 158) wiedererwä-
gungsweise auf (act. II 160) und teilte in ihrer Beschwerdeantwort gleichen-
tags mit, sie beabsichtige ein neues Gutachten bei einer Medizinischen 
Abklärungsstelle (MEDAS) einzuholen.

In der Folge wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass die Wiedererwä-
gung nicht dem von ihm gestellten Rechtsbegehren entspreche und bean-
tragte, es sei ein Gerichtsgutachten einzuholen und hernach über den Leis-
tungsanspruch neu zu befinden; eventualiter sei festzustellen, dass der 
Entzug des Suspensiveffekts mit der Wiedererwägung der angefochtenen 
Verfügung dahingefallen sei. Aufforderungsgemäss reichte sein Rechtsver-
treter zudem die Kostennote ein.

Mit prozessleitender Verfügung vom 11. März 2014 stellte der Instruktions-
richter fest, dass die Wiedererwägungsverfügung vom 7. Februar 2014 
(act. II 160) nichtig sei und stattdessen ein Antrag der Beschwerdegegnerin 
auf Rückweisung der Sache vorliege. Zudem wies er den Beweisantrag auf 
Einholung eines Gerichtsgutachtens ab, hiess das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege gut und ordnete dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt bei. 

Am 2. Oktober 2014 orientierte der Beschwerdeführer unter anderem darü-
ber, dass er sich am 16. September 2014 einer Amputation des linken Vor-
fusses unterzogen habe und legte einen medizinischen Bericht vom 
22. September 2014 (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 17) ins Recht.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. Oktober 2013 
(act. II 144). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze 
Rente zulässigerweise auf Ende des der Verfügung folgenden Monats – 
mithin per 30. November 2013 – aufhob. 

1.3 Eine in Anwendung von 53 Abs. 3 ATSG pendente lite erlassene 
Verfügung beendet den Streit nur insoweit, als sie dem Begehren der be-
schwerdeführenden Person entspricht, andernfalls kommt sie bloss einem 
Antrag an das Gericht gleich (BGE 127 V 228 E. 2b bb S. 233, 113 V 237 
E. 1a S. 238; vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 2. Aufl. 2009, 
Art. 53 N. 47; SZS 1997 S. 448 ff., S. 454 f.). Vorliegend entsprach die 
Wiedererwägungsverfügung vom 7. Februar 2014 (act. II 160) nicht dem 
vom Beschwerdeführer gestellten Rechtsbegehren, welches auf ein kassa-
torisches Urteil hinzielte und im Falle einer fehlender Entscheidreife – in 
Nachachtung der Rechtsprechung von BGE 137 V 2010 – als Beweis-
massnahme die Anordnung eines Gerichtsgutachtens forderte. Aufgrund 
des (eingeschränkten) Devolutiveffektes war es der Verwaltung verwehrt, 
während der Litispendenz in diesem Sinne über den Anfechtungs- und 
Streitgegenstand zu disponieren, womit die neue Verfügung (act. II 160) 
zufolge funktioneller Unzuständigkeit nichtig ist. Wenngleich nun offenbar 

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beide Parteien die Auffassung vertreten, dass weitere Sachverhaltserhe-
bungen erforderlich sind, schliesst dies nicht aus, dass das angerufene 
Gericht die Sache nach materieller Prüfung für liquid hält und sogleich 
reformatorisch urteilt.

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.5 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aussch-
liesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti-
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind 
die bisher ungeschriebenen Rechtsgrundsätze und insbesondere die 
Rechtsprechung zur Ausscheidung der invaliditätsfremden Faktoren und 
zum Zumutbarkeitsprinzip neu ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 
140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-
Revision, BBl 2005 4530 ff.). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 7

und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 
E. 3.1.1).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 
IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 

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eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2). Die 
weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisions-
ergebnisses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 
IVV; bis 31. Dezember 2011 Art. 74quater IVV), in Bezug auf den Vergleichs-
zeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (SVR 2013 IV Nr. 
44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1).

3.

3.1 Der Anspruch auf die ursprünglich zugesprochene ganze Invaliden-
rente wurde mit formlosen Mitteilungen vom 25. Juli 2008 (act. II 68) und 
18. Juni 2009 (act. II 74) bestätigt. Auch eine blosse Mitteilung kann in Be-
zug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleichge-
stellt sein (vgl. E. 2.3.3 hievor). In den hier vorliegenden Verwaltungsakten 
ist jedoch keine rechtskonforme Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdi-
gung zu erblicken, es wurden jeweils lediglich Verlaufsberichte der behan-
delnden Ärzte (act. II 45 f., 51, 58, 71, 73) eingeholt bzw. von der Aus-
gleichskasse der Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; 
act. II 44) ediert. Folglich ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenverfü-
gung vom 24. April 2007 (act. II 42) mit jenem im Zeitpunkt der angefochte-
nen Revisionsverfügung vom 11. Oktober 2013 (act. II 144) zu vergleichen 
und zu prüfen, ob in den tatsächlichen Verhältnissen eine Änderung einge-
treten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsrelevanter Wei-
se zu beeinflussen (vgl. E. 2.3.1 hievor).

3.2 Die ursprüngliche Rentenverfügung vom 24. April 2007 (act. II 42) 
basierte in medizinischer Hinsicht auf den Berichten der behandelnden 
Ärzte. Im Wesentlichen lässt sich den Akten das Folgende entnehmen:

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3.2.1 Der nach dem Verkehrsunfall vom 4. Dezember 2003 (vgl. Akten 
der Beschwerdegegnerin [act. IIA], unpag.) und der Erstversorgung in der 
Notfallstation des Spitals C.________ nachbehandelnde Hausarzt Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vermerkte im 
Bericht vom 23. Juni 2005 (act. II 14/1-4) – unter Verweis auf diverse Ope-
rations- und Konsiliarberichte (act. II 14/5-17) – als Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ein leichtes Schädelhirntrauma, eine Femur-
schaftfraktur links, eine Kalkaneusfraktur rechts sowie eine komplexe zwei-
gradige offene Chopart- und Lisfranc-Luxationsfraktur mit Fraktur von Ca-
put Metatarsale II bis IV links. Er erklärte, der Beschwerdeführer klage über 
Ruhe- und Belastungsschmerzen im linken Fuss, hingegen bestünden 
nach der Metallentfernung im rechten Fuss zurzeit keine Beschwerden. Der 
Gang sei (schmerzbedingt sowie durch die posttraumatische Deformität 
des linken Fusses) hinkend und der Beschwerdeführer benötige einen 
Stock um sich fortzubewegen. Es bestehe seit dem Unfall eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit und auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit seien kei-
ne nennenswerten Verrichtungen zumutbar. Am linken Fuss seien weitere 
Operationen geplant, es sei jedoch bereits klar, dass die ursprüngliche be-
rufliche Tätigkeit nicht mehr unlimitiert möglich sein werde.

3.2.2 Am 21. Juni 2005 wurde der Beschwerdeführer im Spital 
E.________ psychiatrisch untersucht. Im Bericht vom 5. August 2005 (Ak-
ten der Beschwerdegegnerin [act. IIB], unpag.) diagnostizierte Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH sowie All-
gemeine Innere Medizin FMH, eine mittelschwere Depression (ICD-10: 
F32.1) und chronische Schmerzen nach Polytrauma und konsekutiv mehre-
ren Operationen im Bereich der unteren Extremitäten. Er bescheinigte auf-
grund der massiven Gehbehinderung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
in der angestammten Tätigkeit und gab an, eine höchstens sitzende Tätig-
keit sei eventuell zumutbar, sofern der Verlauf der Krankheitsverarbeitung 
und der Schmerzsymptomatik sich günstig entwickle.

3.2.3 Nach kreisärztlichen Untersuchungen vom 24. November 2004, 
23. Juni 2006 und 25. September 2006 veranlasste die SUVA eine statio-
näre Abklärung und Behandlung vom 18. Oktober bis 15. November 2006 
in der Rehaklinik G.________ (vgl. act. IIA unpag.; act. IIB unpag.; Akten 
der Beschwerdegegnerin [act. IIC], unpag.). Dem Austrittsbericht vom 

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21. November 2006 (vgl. act. IIB, unpag.) sind im Wesentlichen die folgen-
den Diagnosen zu entnehmen:

- Verkehrsunfall vom 4. Dezember 2003 mit komplexer Fussverlet-
zung links (Rückfuss und Metatarsalia), Femurschaftfraktur links, 
Kalkaneusfraktur rechts, MTBI (Mild Traumatic Brain Injury), 
Herzkontusion und Kontusion im Bereich des linken Auges 
mit/bei:

- Mittelfussfehlstellung links nach offener Luxationsfraktur im 
Chopart- und Lisfrancgelenk

- Restbeschwerden nach Vorfusstrauma links (dislozierte 
Frakturen Metatarsalia II-IV)

- Restbeschwerden nach Kalkaneusfraktur rechts
- geringfügigen Restbeschwerden am linken Oberschenkel
- Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion 

gemischt, zusätzlich psychosozialer Belastungssituation und 
chronischem Schmerzsyndrom

- Zervikozephales Schmerzsyndrom
- Verdacht auf arterielle Hypertonie
- Adipositas Grad II (Body-Mass-Index 35 kg/m2)
- Hyperlipidämie und Hyperurikämie

Es wurde ausgeführt, es liege eine psychische Störung mit Krankheitswert 
vor, welche jedoch keine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen 
könne. Es bestünden allerdings psychosoziale Belastungsfaktoren, welche 
die berufliche Eingliederung erschweren dürften. Die angestammte Tätig-
keit sei nicht mehr zumutbar und die Zumutbarkeit für andere beruflichen 
Beschäftigungen könne im Moment noch nicht definitiv festgelegt werden, 
vorläufig könnten aber ganztags mindestens sehr leichte vorwiegend sit-
zende Arbeiten (wechselbelastend ohne kniende oder kauernde Tätigkei-
ten) verrichtet werden.

3.3 Die Revisionsverfügung vom 11. Oktober 2013 (act. II 144) stützte 
sich hauptsächlich auf die bidisziplinäre Begutachtung durch die Dres. 
med. H.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates FMH, und I.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, von der MEDAS J.________ (fortan MEDAS 
J.________; act. II 123 f.), sowie die Stellungnahmen des RAD (act. II 132, 
140).

3.3.1 In der Expertise vom 28. März 2013 (act. II 123) hielten die Dres. 
med. H.________ und I.________ die nachstehenden Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest (act. II 123/31 Ziff. 8.1):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 11

- Chronisches Schmerzsyndrom des linken Fusses nach Operation 
nach Clayton II-IV mit Neurotomie intermetatarsal im August 2011 
und achtfacher Voroperation nach zweigradig offener Chopart- 
und Lisfranc-Luxationsfraktur mit dislozierten Frakturen der Meta-
tarsale II-IV-Köpfchen im Dezember 2003 bei Senk-/Spreizfuss 
und fraglicher Pseudoarthrose Os cuneiforme / Os Metatarsale III 
und IV

- Adipositas
- Chronische depressive Verstimmung (Dysthymie) bei Zustand 

nach Anpassungsstörungen mit Angst und depressiver Reaktion 
gemischt, bestehend seit etwa Januar 2006 (ICD-10: F34.1, 
F43.22)

- Hinweise für andauernde Persönlichkeitsänderung bei chroni-
schem Schmerzsyndrom (ICD-10: F62.8)

- Aktenanamnestisch rezidivierende depressive Störung mit leich-
ten bis mittelgradigen Episoden, bestehend seit etwa 2009, seit 
mindestens Oktober 2010 weitgehend remittiert (ICD-10: F33.4)

Die Gutachter gelangten zum Schluss, dass in der bisherigen Tätigkeit wei-
terhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe, leidensadaptierte Tätig-
keiten ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne 
erforderliche geistige Flexibilität und ohne überdurchschnittliche Dauerbe-
lastung jedoch seit Januar 2006 bei voller Stundenpräsenz zu 80 % zumut-
bar seien. Spätestens seit Oktober 2010 könnten zusätzlich körperlich 
leichte und vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Zwangshaltung des lin-
ken Fusses und ohne Vibrationsbelastung im selben Ausmass verrichtet 
werden, wobei im Rahmen der postoperativen Rehabilitation von August 
bis Dezember 2011 gesamthaft eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden 
habe (act. II 123/32 Ziff. 91 f.).

3.3.2 In seiner Stellungnahme vom 30. Mai 2013 (act. II 132) wies der 
RAD-Arzt Dr. med. K.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, darauf hin, dass bis Ende Juli 2013 eine Amputation des chronisch 
entzündeten und schmerzenden Fusses abgeklärt werde und sich das 
gutachterliche Zumutbarkeitsprofil durch eine Amputation allenfalls verän-
dere. Er empfahl der Verwaltung abzuwarten, ob diese Therapieoption nun 
gewählt werde oder nicht.

3.3.3 Nachdem die behandelnden Ärzte des Spitals L.________ im Be-
richt vom 10. Juni 2013 (act. II 138) eine transmetatarsale Vorfussamputa-
tion vorgeschlagen und darüber orientiert hatten, dass der Beschwerdefüh-
rer dies vorerst nicht wünsche, vertrat die RAD-Ärztin Dr. med. 
M.________ am 11. September 2013 (act. II 140) die Auffassung, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 12

nach wie vor auf die Beurteilung im MEDAS-Gutachten abgestellt werden 
könne, da sich der medizinische Sachverhalt nicht geändert habe – die 
Amputation werde schon seit langem als einzige Möglichkeit für eine 
Schmerzreduktion empfohlen.

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 
der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.5 Die gutachterliche Beurteilung der Dres. med. H.________ und 
I.________ (act. II 123 f.) erfüllt die höchstrichterlichen Beweisanforderun-
gen (vgl. E. 3.4 hievor) und erbringt damit vollen Beweis. 

3.5.1 Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers (Beschwerde 
S. 8 Ziff. IV Ziff. 7) liegt hinsichtlich der medizinisch-theoretischen Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit kein Widerspruch vor. Zwar ist zutreffend, dass Dr. 
med. I.________ aus rein psychiatrischer Sicht eine 20%ige Einschränkung 
(act. II 123/26 Ziff. 6.6.2; 124/19 Ziff. 6.6.2) und der Orthopäde Dr. med. 
H.________ eine somatische Einschränkung von 10 % (act. II 123/9 
Ziff. 6.2) postulierten. Die Folgerung des Beschwerdeführers, insgesamt 
liege damit mindestens eine 30%ige Einschränkung vor, lässt ausser Be-

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tracht, dass beim Zusammentreffen verschiedener 
Gesundheitsbeeinträchtigungen (zum Beispiel aus psychischen und 
somatischen Gründen) sich deren erwerbliche Auswirkungen in der Regel 
überschneiden, sodass jedenfalls eine blosse Addition der mit Bezug auf 
einzelne Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten 
Arbeitsunfähigkeitsgrade nicht zulässig ist (vgl. Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 30. Juni 
2006, I 904/05, E. 3.4). Die Dres. med. H.________ und I.________ 
schätzten die Restarbeitsfähigkeit in ihrer interdisziplinären Beurteilung ab 
Oktober 2010 integral auf 80 % (act. II 123/32 Ziff. 9.2), womit sie davon 
ausgingen, dass die somatische Einschränkung in der höheren psychi-
schen Einschränkung vollständig aufgeht.

3.5.2 Der Beschwerdeführer rügt (vgl. Beschwerde S. 5 f. Ziff. IV Ziff. 2-4 
bzw. S. 7 Ziff. IV Ziff. 5 f.), das MEDAS-Gutachten beziehe sich nicht hin-
reichend auf das revisionsrechtliche Beweisthema (vgl. SVR 2013 IV Nr. 44 
S. 135 E. 6.1.2) bzw. die Experten hätten eine unter revisionsrechtlichem 
Gesichtswinkel unerhebliche unterschiedliche Beurteilung eines im We-
sentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts vorgenommen (vgl. BGE 112 V 
371 E. 2b S. 372; SVR 2014 UV Nr. 7 S. 22 E. 2.2). Diesbezüglich gilt es 
anzumerken, dass die ursprüngliche Rentenzusprache im April 2007 
(act. II 42) nicht auf einer umfassenden tatsächlichen Entscheidgrundlage 
basierte. Die Beschwerdegegnerin liess mit Blick auf die noch laufende 
medizinische Behandlung eine nicht abschliessende Aktenlage für die Ren-
tenzusprache genügen: Zwar war absehbar, dass die angestammte …-
Tätigkeit unzumutbar bleiben würde, die Frage nach dem möglichen Ren-
dement in einer Verweisungstätigkeit war hingegen ungeklärt. Die Ärzte der 
Rehaklinik G.________ konnten die medizinisch-theoretische Arbeitsfähig-
keit im Austrittsbericht vom 21. November 2006 (vgl. act. IIB, unpag.) noch 
nicht definitiv festlegen, erachteten aber zumindest eine vollschichtige 
Tätigkeit in einer sehr leichten leidensadaptierten Beschäftigung für mög-
lich (wobei fraglich ist, ob angesichts dieser Beschränkung auf vorerst sehr 
leichte Tätigkeiten eine auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwertbare 
Restarbeitsfähigkeit bestanden hätte). Auch Dr. med. F.________ äusserte 
sich vage, bezog sich hauptsächlich auf die (fachfremde) somatische Ein-
schränkung der Gehfähigkeit und hielt eine Verweisungstätigkeit – je nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 14

Krankheitsverlauf – eventuell für zumutbar (vgl. Bericht vom 5. August 2005 
[act. IIB, unpag.]). Die Beschwerdegegnerin stützte sich offenbar haupt-
sächlich auf die vorläufige Einschätzung des Hausarztes (act. II 14/1-4) und 
behielt sich in der Rentenverfügung vom 24. April 2007 (act. II 42) explizit 
(in einem durch Fettschrift hervorgehobenen Hinweis) vor, Dauer und 
Ausmass der Invalidität im Zeitpunkt des Behandlungsabschlusses zu 
überprüfen. Damit trug sie dem Umstand Rechnung, dass weitere Operati-
onen anstanden und der Gesundheitszustand labil war. Bei einer derartigen 
erstmaligen Berentung auf vorläufiger Grundlage schliesst Art. 17 ATSG 
nicht aus, zu einem späteren Zeitpunkt eine eingehendere Abklärung der 
Sache vorzunehmen und gestützt auf deren Ergebnisse tatsächliche Natur 
über den laufenden Leistungsanspruch neu zu befinden (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 20. November 2008, 9C_342/2008, E. 3.2). 

Damit verfängt die Kritik bezüglich der unterschiedlichen Beurteilung eines 
im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts (vgl. Beschwerde S. 7 
Ziff. IV Ziff. 5 f.) von vornherein nicht, beschlägt diese doch einzig die Frage 
nach dem Vorliegen eines Revisionsgrundes und ist nicht geeignet, die 
beweisrechtliche Validität des Administrativgutachtens in Zweifel zu ziehen. 
Im Übrigen bleibt in diesem Zusammenhang anzumerken, dass zwar Dr. 
med. I.________ erklärte, die psychische Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit bestehe im betreffenden Umfang bereits seit etwa Januar 2006 
(act. II 123/26 Ziff. 6.2.2, 123/32 Ziff. 9.2; 124/19 Ziff. 6.6.2) – mithin schon 
vor der Rentenverfügung vom 24. April 2007 (act. II 42) –, und Dr. med. 
H.________ sich ausser Stande sah, die somatisch bedingte Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit vor Oktober 2010 retrospektiv eindeutig zu schätzen 
(act. II 123/32 Ziff. 9.2). Sowohl dem MEDAS-Gutachten wie auch den Ak-
ten ist jedoch zu entnehmen, dass im Symptomverlauf grössere Schwan-
kungen mit Remissionen und Exazerbationen bis hin zur fast therapiere-
fraktären Situation auftraten, die einen Revisionsgrund darstellen können. 
Denn nach Art. 88a Abs. 2 IVV ist nicht verlangt, dass eine Änderung, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat, 
voraussichtlich weiterhin andauern muss. Das Erfordernis einer auf Dauer 
gerichteten Änderung ist mit Ablauf der dreimonatigen Wartezeit grundsätz-
lich erfüllt (vgl. Entscheid des BGer vom 21. September 2012, 
9C_530/2012, E. 5.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 15

3.5.3 Es liegen keine medizinischen Berichte vor, die geeignet wären, den 
Beweiswert des Administrativgutachtens zu erschüttern. Vorab ist mit Blick 
auf den zeitlichen Überprüfungshorizont (vgl. BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140) 
unerheblich, dass sich der Beschwerdeführer am 16. September 2014 
nunmehr der bereits seit längerer Zeit von den behandelnden Ärzten emp-
fohlenen Fussamputation unterzogen hat (act. I 17). Es bleibt dem Be-
schwerdeführer unbenommen, diesbezüglich im Rahmen einer Neuanmel-
dung (Art. 87 Abs. 3 VVG) eine anspruchsrelevante Veränderung des Ge-
sundheitszustandes geltend zu machen. Sodann sind auch die neueren 
Berichte der behandelnden Ärzte, insbesondere des Dr. med. N.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, bzw. des neuen Haus-
arztes Dr. med. O.________, Facharzt für Anästhesiologie FMH (act. I 3 f.), 
nicht geeignet, die gutachterliche Beurteilung in Frage zu stellen.

Dr. med. N.________ kritisierte im Bericht vom 1. November 2013 (act. I 3) 
unter Hinweis auf die diagnostischen Leitlinien die von Dr. med. I.________ 
gestellte Diagnose einer Dysthymie und hielt die rezidivierende depressive 
Störung für nicht remittiert. Er vermochte dabei aber keine Aspekte zu be-
nennen, die im Rahmen der Administrativbegutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben wären, sondern gelangte lediglich zu einer anders-
lautenden Einschätzung, womit kein Anlass für weitere Abklärungen be-
steht (vgl. SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Bezüglich der von Dr. med. 
N.________ (in Anwendung der DSM-IV) postulierten «double depression» 
(vgl. NEDOPIL/MÜLLER, Forensische Psychiatrie, 4. Aufl. 2012, S. 195 
Ziff. 12.6.1.4; SCHAUENBURG/HOFMANN [Hrsg.], Psychotherapie der De-
pression, 2. Aufl. 2007, S. 6 und 66) gilt es zudem das Folgende zu beach-
ten: Eine Dysthymie kommt per se nach der Rechtsprechung nicht einem 
Gesundheitsschaden im Sinne des Gesetzes gleich und sie ist somit re-
gelmässig nicht invalidisierend (SVR 2011 IV Nr. 17 S. 45 E. 2.2.2). Tritt – 
im Sinne einer «double depression» – eine rezidivierende depressive 
Störung hinzu, die aktuell remittiert ist (ICD-10: F33.4), sind mit diesem 
Zustand die Kriterien für eine depressive Episode jeglichen Schweregrades 
nicht erfüllt (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifi-
kation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch diagnostische 
Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 180). Selbst bei einer depressiven Episode mitt-
leren Grades liegt definitionsgemäss ein vorübergehendes Leiden vor, wo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 16

mit es an der zur Begründung eines invalidenversicherungsrechtlich rele-
vanten Gesundheitsschadens nötigen Dauerhaftigkeit mangelt (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 26. Januar 2007, I 510/06, E. 6.3). Dass eine de-
pressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven 
Störung diagnostiziert wurde, ändert nichts daran, dass diesbezüglich 
rechtsprechungsgemäss ebenso wenig ein von depressiven Verstim-
mungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im Sinne 
eines verselbständigten Gesundheitsschadens vorliegt (vgl. Entscheid des 
BGer vom 26. Juni 2014, 8C_104/2014, E. 3.3.4). Eine «double 
depression» ist somit vorliegend nicht invalidisierend, da zur Dysthymie 
eine remittierte depressive Störung bzw. höchstens eine mittelgradige de-
pressive Episode hinzutrat. Dr. med. I.________ begründete die von ihm 
attestierte Arbeitsunfähigkeit denn auch nicht mit der diagnostizierten Dys-
thymie, sondern vor allem mit der anhaltende Persönlichkeitsänderung 
(act. II 124/19 Ziff. 6.6.2). Im Übrigen legte der RAD-Arzt Dr. med. 
P.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, in seiner 
Stellungnahme vom 9. Januar 2014 (act. II 153) mit überzeugenden Argu-
menten dar, weshalb auch den übrigen Ausführungen von Dr. med. 
N.________ nicht gefolgt werden kann.

Dr. med. O.________ vertrat im Schreiben vom 12. November 2013 
(act. I 4) die Auffassung, eine leidensadaptierte Tätigkeit sei höchstens 
noch zu 50 % zumutbar. Auch er vermochte keine wesentlichen neuen Tat-
sachen zu benennen, vielmehr entspricht seine Einschätzung der bereits 
im Bericht vom 11. April 2011 (act. II 106) geäusserten Ansicht, welche den 
Gutachtern bekannt war. 

Schliesslich empfahl Dr. med. M.________ in ihrer Stellungnahme vom 
30. Januar 2014 (act. II 158) gestützt auf einen Hinweis im MEDAS-
Gutachten (act. II 123/8 Ziff. 5.3) zur Vervollständigung der medizinischen 
Beurteilung eine zusätzliche neurologische Abklärung, was die Beschwer-
degegnerin veranlasste, die angefochtene Verfügung pendente lite in Wie-
dererwägung zu ziehen (act. II 160). Dr. med. H.________ bezeichnete 
eine zusätzliche neurologische Beurteilung eventuell als zielführend, um 
die bildgebend dargestellte fragliche Pseudarthrose zwischen den Mittel-
fussknochen und Keilbeinen (Fusswurzelknochen) des linken Fusses zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 17

erhärten (act. II 123/8 Ziff. 5.3, 123/29). Dabei ging es aber bloss um die 
Frage der Ätiologie der Beschwerdesymptomatik, die nicht entscheidwe-
sentlich ist, da die Gutachter sowohl die Beschwerdesymptomatik als auch 
die funktionellen Beeinträchtigungen bereits im medizinischen Zumutbar-
keitsprofil berücksichtigten. Auf weitere Sachverhaltserhebungen ist in anti-
zipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) demnach zu ver-
zichten (zumal die entsprechende neurologische Abklärung wohl inzwi-
schen nur noch beschränkt möglich wäre, da der linke Vorfuss transmeta-
tarsal [im Bereich der Mittelfussknochen] amputiert wurde [act. I 17]).

3.6 Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass auf die gutachterliche 
Beurteilung der Dres. med. H.________ und I.________ im MEDAS-
Gutachten vom 28. März 2013 (act. II 123) abzustellen ist. Damit ist in 
tatsächlicher Hinsicht nach dem massgebenden Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass 
dem Beschwerdeführer eine 80%ige Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit in 
einer leidensadaptierten Tätigkeit zumutbar ist. Zu prüfen bleiben die er-
werblichen Folgen dieser medizinischen Ausgangslage.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 18

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 
133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsscha-
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schwei-
zerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 
592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2 Die Beschwerdegegnerin ermittelte ein Valideneinkommen von 
Fr. 59‘393.-- (act. II 144) indem sie den in der ursprünglichen Verfügung 
vom 24. April 2007 (act. II 42) herangezogenen Wert – welcher auf den 
Angaben der letzten Arbeitgeberin (act. II 11) basierte – auf das Jahr 2010 
aufindexierte. Zwar wäre die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2013 zu 
berücksichtigen gewesen, im Ergebnis wirkt sich dies aber nicht ent-
scheidwesentlich aus, zumal auch für das Invalideneinkommen die Werte 
im Jahr 2010 herangezogen wurden (vgl. E. 4.3 hienach). Das Validenein-
kommen ist zwischen den Parteien denn auch unbestritten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 19

4.3 Basierend auf dem Totalwert der LSE 2010 für das Anforderungsni-
veau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) sowie unter Berücksichtigung 
der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 80 % und eines 
leidensbedingten Abzugs von 15%, berechnete die Beschwerdegegnerin 
ein Invalideneinkommen von Fr. 41‘592.-- (Fr. 4‘901.-- [LSE 2010, Tabelle 
TA1, Total, Männer, Anforderungsniveau 4] x 12 Monate / 40 Wochenar-
beitsstunden x 41.6 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeits-
zeit {BUA}, Total, 2010] x 80 % Restarbeitsfähigkeit ./. 15 % Leidensab-
zug). Den 15%igen Abzug begründete sie damit, dass der Beschwerdefüh-
rer keine Schwerarbeit mehr ausführen könne und sich die Behinderung 
«mittelschwer» auf eine Verweisungstätigkeit auswirke. Die Höhe dieses 
Abzugs vom Tabellenlohn für das Invalideneinkommen wird beschwerde-
weise nicht gerügt und es besteht keine Veranlassung, in das pflicht-
gemäss ausgeübte Ermessen der Beschwerdegegnerin einzugreifen, zu-
mal sich selbst bei einem – hier nicht gerechtfertigten – maximalen Abzug 
von 25 % kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergäbe.

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (vgl. 
E. 4.2 bzw. 4.3 hievor) resultiert ein rentenausschliessender (vgl. E. 2.2 
hievor) Invaliditätsgrad von 30 % ([Fr. 59‘393.-- ./. Fr. 41‘592.--] / 
Fr. 59‘393.-- x 100). Folglich hob die Beschwerdegegnerin die laufende 
ganze Invalidenrente zulässigerweise mit Verfügung vom 11. Oktober 2013 
(act. II 144) in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV per 30. November 
2013 auf. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 12. November 2013 
erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 20

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festzusetzen 
und grundsätzlich dem unterliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung 
aufzuerlegen. Da mit Verfügung vom 11. März 2014 das Gesuch um un-
entgeltliche Rechtspflege gutgeheissen wurde, wird der Beschwerdeführer 
– unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272), d.h. sobald er innert zehn Jahren nach Abschluss des Ver-
fahrens zur Nachzahlung in der Lage ist – von der Zahlungspflicht betref-
fend die Verfahrenskosten befreit.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss]). 

5.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt B.________ bleibt dessen amtliches Honorar fest-
zulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Die Kostennote von Rechtsanwalt B.________ vom 6. März 2014 gibt zu 
Bemerkungen Anlass. Vorab ist der darin geltend gemachte Aufwand für 
den von ihm in Auftrag gegebene Bericht von Dr. med. N.________ vom 
1. November 2013 (act. I 3) im Umfang von Fr. 273.55 (act. I 13 f.) nicht zu 
entschädigen, fehlt es hierfür doch an den Voraussetzungen im Sinne von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 21

Art. 45 Abs. 1 ATSG (vgl. SVR 2014 IV Nr. 11 S. 45 E. 5.1 und 5.4). In Be-
zug auf die Mehrwertsteuer scheint eine Missrechnung vorzuliegen, die zu 
korrigieren ist. Schliesslich rechtfertigt es sich, für den von Rechtsanwalt 
B.________ nach Eingang der Kostennote getätigten weiteren Aufwand 
zusätzlich pauschal eine Stunde abzugelten, mithin ist von insgesamt 12.5 
Stunden auszugehen. Massgebend ist somit ein Honorar von Fr. 3‘125.-- 
(12.5 Stunden x Fr. 250.--), zuzüglich Auslagen von Fr. 25.-- und 8 % 
Mehrwertsteuer (auf Fr. 3‘150.--) von Fr. 252.--, ausmachend Fr. 3‘402.--. 
Das amtliche Honorar wird auf Fr. 2‘500.-- (12.5 x Fr. 200.--), zuzüglich 
Auslagen von Fr. 25.-- und 8 % Mehrwertsteuer (auf Fr. 2‘525.--) von 
Fr. 202.--, somit total auf Fr. 2‘727.-- festgesetzt und Rechtsanwalt 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils aus der Gerichtskasse 
vergütet. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘402.-- (inkl. Auslagen und MWSt.) festgesetzt. 
Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘727.-- festgesetzte 
Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Jan. 2015, IV/13/1005, Seite 22

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.