# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b09a153-4d8d-5870-af1b-0ef491e0e2cd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.02.2024 III 2023 188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-188_2024-02-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 188

Entscheid vom 22. Februar 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________,

gegen

1. Amt für Migration, Steistegstrasse 13, Postfach 454, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Rückstufung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1974; Serbischer Staatsangehöriger) ist 1992 im Famili-
ennachzug in die Schweiz eingereist (AFM-act. 26). Er ist im Besitz einer Nieder-
lassungsbewilligung mit gültiger Kontrollfrist bis 15. Juni 2025 (AFM-act. 362).

B. Am 2. Dezember 2016 verwarnte das Amt für Migration (AFM) A.________ 
und drohte schwerer wiegende Massnahmen bis hin zum Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung an. Hintergrund waren 17 seit dem Jahr 2000 gegen 
A.________ ergangene Strafbefehle (AFM-act. 204). 

Am 12. Juni 2018 verwarnte das AFM A.________ neuerlich und drohte ihm den 
Widerruf der Niederlassungsbewilligung an. Es wurde von ihm erwartet, sich an 
die hiesige Rechtsordnung zu halten und die Gesetze zu respektieren. Hinter-
grund waren vier neue, seit der Verwarnung gegen A.________ ergangene 
Strafbefehle (AFM-act. 314).

C. Mit Schreiben vom 11. Januar 2023 eröffnete das AFM A.________ die 
Absicht, seine Niederlassungsbewilligung zu widerrufen und ihn aus der Schweiz 
wegzuweisen, da seit der letzten Verwarnung 18 weitere Strafbefehle gegen ihn 
ergangen seien und 146 nicht getilgte Verlustscheine aus Pfändungen der letzten 
20 Jahre im Gesamtbetrag von Fr. 335'745.95 gegen ihn vorlägen (AFM-act. 
448). Am 24. März 2023 liess A.________ eine Stellungnahme einreichen (AFM-
act. 550).

D. Am 6. Juli 2023 verfügte das AFM (AFM-act. 583):

1. Die Niederlassungsbewilligung von A.________ mit gültiger Kontrollfrist bis zum 
15. Juni 2025 wird per sofort widerrufen und durch eine Aufenthaltsbewilligung 
mit einer Gültigkeitsdauer von einem Jahr ersetzt.

2. A.________ hat seinen Ausländerausweis innert 30 Tagen nach Rechtskraft 
dieser Verfügung dem Einwohneramt der Gemeinde Schwyz zu retournieren. 
Kommt er dieser Aufforderung nicht nach, wird sein Ausländerausweis zur Ein-
ziehung ausgeschrieben.

3. Bis spätestens zum Zeitpunkt der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung wird 
vorausgesetzt, dass A.________ sämtliche der folgenden Bedingungen erfüllt:

a. A.________ generiert keine weiteren Schulden, welche Eingang im Betrei-
bungsregister finden;

b. A.________ treibt die Sanierung seiner Schulden voran und reduziert die 
Schuldenlast substanziell;

c. A.________ stellt jährlich bei der Ausgleichskasse Schwyz ein Gesuch um 
Prämienverbilligung.

d. A.________ hält sich an die schweizerische Rechtsordnung.

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4. Die Kosten dieser Verfügung, bestehend aus einer reduzierten Gebühr von Fr. 
500.00 sowie Auslagen von Fr. 10.00 (total Fr. 510.00), werden A.________ 
nach Eintritt der Rechtskraft dieser Verfügung in Rechnung gestellt.

[5./6. Rechtsmittelbelehrung und Zustellung]

E. Gegen diese Rückstufungsverfügung erhob A.________ am 23. August 
2023 Beschwerde beim Regierungsrat (AFM-act. 640), der die Beschwerde mit 
RRB Nr. 746/2023 vom 24. Oktober 2023 (Versand 31.10.2023) abwies (AFM-
act. 659).

F. Am 22. November 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Es sei der Beschluss Nr. 746/2023 der Vorinstanz im Verfahren VB 179/2023 
vom 24. Oktober 2023 und mithin die Verfügung SZ C.________der Erstinstanz 
vom 06. Juli 2023 vollumfänglich aufzuheben und es sei festzustellen, [dass] 
die Niederlassungsbewilligung (Ausweis C) des Beschwerdeführers weiterhin 
rechtsgültig sei.

2. Eventualiter sei die Aufenthaltsbewilligung mit einer Gültigkeitsdauer von zwei 
Jahren zu ersetzen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz bzw. zu-
lasten des Staates.

G. Mit Vernehmlassung vom 6. Dezember 2023 beantragt das Sicherheitsde-
partement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdefüh-
rers abzuweisen. Das AFM beantragt mit Vernehmlassung vom 15. Dezember 
2023, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers in 
allen Punkten abzuweisen.

Mit Replik vom 17. Januar 2024 bestreitet der Beschwerdeführer die Ausführun-
gen der Vorinstanzen und hält an seinen Ausführungen fest. Zudem belegt er die 
Einzahlung des Kostenvorschusses vom 18. Dezember 2023.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Regierungsrat den vom AFM 
verfügten Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und 
deren Ersatz durch eine Aufenthaltsbewilligung mit einer Gültigkeitsdauer von ei-
nem Jahr (Rückstufung) zu Recht bestätigt hat. 

2.1 Die Niederlassungsbewilligung kann nach Art. 63 Abs. 2 des Bundesgeset-
zes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- 
und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. Dezember 2005 widerrufen 

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und durch eine Aufenthaltsbewilligung ersetzt werden, wenn eine ausländische 
Person die Integrationskriterien nach Art. 58a AIG nicht (oder nicht mehr) erfüllt. 
Es handelt sich dabei um eine Rückstufung von der Niederlassungs- auf eine 
Aufenthaltsbewilligung. 

2.2 Mit der per 1. Januar 2019 in Kraft getretenen AIG-Revision haben die Aus-
länderbehörden mit der Rückstufung die Möglichkeit erhalten, situationsgerechter 
und differenzierter zu handeln, wenn nach Erteilung der bedingungslosen und 
unbefristeten Niederlassungsbewilligung die Integrationskriterien nicht (mehr) 
gegeben sind; dies gilt - mangels einer gesetzlichen Übergangsregelung - 
grundsätzlich auch für altrechtlich erteilte Niederlassungsbewilligungen (BGE 148 
II 1 E. 2.3.1 mit Hinweisen; vgl. auch Reiter: Die Rückstufung im Migrationsrecht, 
AJP/PJA 7/2022 S. 777 ff.). Der Zweck der Rückstufung besteht nach der parla-
mentarischen Beratung darin, nicht oder nur mangelhaft integrierte niedergelas-
sene Personen, denen unter dem bisherigen Recht die Niederlassungsbewilli-
gung nicht hätte entzogen werden dürfen, auf eine Aufenthaltsbewilligung 
zurückstufen zu können, um sie verbindlich an ihre Integrationsverpflichtungen 
zu erinnern. Der Rückstufung kommt dabei eine eigenständige, vom Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung unabhängige Bedeutung zu. Es soll 
mit ihr (präventiv) erreicht werden, dass die betroffene Person zukünftig ihr Ver-
halten ändert und sich besser integriert; es geht jeweils darum, ein ernsthaftes 
Integrationsdefizit zu beseitigen, wobei den persönlichen Umständen Rechnung 
zu tragen ist (vgl. Art. 58a Abs. 2 AIG; Art. 77f der Verordnung über Zulassung, 
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201] vom 24.10.2007; BGE 148 II 
1 E. 2.3.3, E. 2.4).

2.3 Die Rückstufung erfolgt somit aufgrund fehlender Integration. Als Integrati-
onskriterien nach Art. 58a AIG, deren Nichtbefolgung eine Rückstufung zur Folge 
haben kann, gelten die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (lit. 
a), die Respektierung der Werte der Bundesverfassung (lit. b), die Sprachkompe-
tenz (lit. c) und die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung 
(lit. d). 

Die Rückstufung kann gemäss Art. 62a VZAE mit einer Integrationsvereinbarung 
oder Integrationsempfehlung nach Art. 58b AIG verbunden werden (Abs. 1). Falls 
dies nicht geschieht, muss in der Rückstufungsverfügung festgehalten werden, 
welche Integrationskriterien die betroffene Person nicht erfüllt hat, welche Gültig-
keitsdauer die Aufenthaltsbewilligung hat, an welche Bedingungen der weitere 
Verbleib in der Schweiz geknüpft wird und welche Folgen die Nichteinhaltung der 
Bedingungen für den Aufenthalt hat (Abs. 2).

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2.4 Der Rückstufung kommt, wie erwähnt, eine eigenständige, vom Bewilli-
gungswiderruf mit Wegweisung unabhängige Bedeutung zu. Sie kann nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht als 'mildere' Massnahme angeordnet 
werden, wenn die Voraussetzungen für den Widerruf der Niederlassungsbewilli-
gung mit einer Wegweisung (Widerrufsgrund und Verhältnismässigkeit der auf-
enthaltsbeendenden Massnahme) erfüllt sind. Der Widerruf mit Wegweisung geht 
in diesem Sinn der Rückstufung vor (BGE 148 II 1 E. 2.5; Urteil BGer 
2C_30/2022 vom 29.11.2022 E. 5 je mit Hinweisen; Kamhi / Tran: La rétrograda-
tion de l’autorisation d’établissement en autorisation de séjour, AJP/PJA 03/2022 
S. 249 ff., S. 252). Die Rückstufung setzt denn auch die Erfüllung eines Wider-
rufsgrundes nicht voraus. Die Rückstufung ist bereits zulässig, wenn ein Integra-
tionsdefizit im Sinne von Art. 58a AIG besteht, wobei eine Gesamtbeurteilung 
sämtlicher Integrationskriterien vorzunehmen ist (Urteil BGer 2C_1053/2021 vom 
7.4.2022 E. 5.1). Es sind mithin alle Kriterien zu prüfen und gesamthaft zu würdi-
gen. Defizite bei einzelnen Kriterien können durch übertroffene Erwartungen in 
Bezug auf andere Gesichtspunkte aufgewogen werden. Anderseits können Inte-
grationskriterien, bei denen die Integration die üblichen Erwartungen nicht über-
steigt, keine Defizite bei anderen Kriterien aufwiegen. Sie sind also neutral zu 
gewichten. Die Rückstufungsverfügung muss zu ihrer Überprüfbarkeit ungeachtet 
der abschliessenden Gesamtbetrachtung darlegen, welche Kriterien inwiefern 
nicht erfüllt wurden (Reiter, a.a.O., S. 779; Kamhi / Tran, a.a.O., S. 253). 

2.5 Die Rückstufung muss, wie jedes staatliche Handeln und namentlich jede 
ausländerrechtliche Massnahme, verhältnismässig sein (Geeignetheit, Erforder-
lichkeit, Respektierung des Übermassverbots [Zumutbarkeit]), was jeweils im 
Einzelfall geprüft und begründet werden muss. Sie setzt sich aus einem Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung und der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu-
sammen, was in einem Akt als Einheit erfolgt. Entsprechend ist die Verhältnis-
mässigkeit der Rückstufung im kantonalen Verfahren jeweils als Ganzes zu beur-
teilen. Die Rückstufung kann deshalb auch als eigenständiger Akt mit einer Ver-
warnung angedroht werden - gegebenenfalls muss sie dies in Anwendung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips auch. Nach der Rückstufung ist ein Widerruf oder 
eine Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung möglich, wenn die mit der 
Bewilligung verbundenen Bedingungen oder eine Integrationsvereinbarung ohne 
entschuldbaren Grund nicht eingehalten werden (vgl. Art. 58a Abs. 2, Art. 62 
Abs. 1 lit. d und g AIG sowie Art. 77f VZAE). Eine allfällige künftige Nichtverlän-
gerung der Aufenthaltsbewilligung hat dannzumal - neben den Voraussetzungen 
für eine Bewilligungsnichtverlängerung (Art. 33 Abs. 3 i.V.m. Art. 62 Abs. 1 AIG) - 
wiederum als Ganzes verhältnismässig zu sein und insbesondere dem Über-

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massverbot (Verhältnismässigkeit im engeren Sinn) zu genügen (BGE 148 II 1 E. 
2.6).

2.6 Die Rückstufung einer altrechtlich, d.h. vor dem 1. Januar 2019 erteilten 
Niederlassungsbewilligung unter dem neuen Recht muss im Hinblick auf deren 
Unbefristetheit und Bedingungsfeindlichkeit sowie wegen des Grundsatzes des 
Vertrauensschutzes und des Rückwirkungsverbots an ein unter dem neuen 
Recht aktualisiertes, hinreichend gewichtiges Integrationsdefizit anknüpfen. Nur 
dann besteht ein genügendes öffentliches Interesse an der Rückstufung altrecht-
lich erteilter Niederlassungsbewilligungen unter dem seit 1. Januar 2019 gültigen 
Recht (Urteile BGer 2C_48/2021 vom 16.2.2022 E. 5.1; 2C_711/2021 vom 
15.12.2021 E. 4.2 mit Hinweisen). Dabei dürfen die vor dem 1. Januar 2019 ein-
getretenen Sachverhaltselemente mitberücksichtigt werden, um die neue Situati-
on im Licht der bisherigen würdigen und in diesem Sinn die Entstehung und das 
Fortdauern des Integrationsdefizits umfassend klären zu können (BGE 148 II 1 E. 
5). Die Rückstufung muss sich aber im Wesentlichen auf Sachverhalte abstüt-
zen, die sich nach dem 1. Januar 2019 zugetragen haben bzw. nach diesem Da-
tum fortdauern; andernfalls läge eine grundsätzlich unzulässige echte Rückwir-
kung vor (Urteil BGer 2C_711/2021 vom 15.12.2021 E. 4.2; vgl. auch Kamhi / 
Tran, a.a.O., S. 251 f.).

3.1 Die Rückstufung verfügte das AFM am 6. Juli 2023 (AFM-act. 583). Es 
verwies auf die im Jahr 2016 wegen zahlreicher Strafbefehle ausgesprochene 
Verwarnung und den im Jahr 2018 angedrohten Bewilligungswiderruf mit Weg-
weisung aus der Schweiz aufgrund der Straffälligkeit des Beschwerdeführers. Es 
sei von ihm erwartet worden, die Rechtsordnung und Gesetze der Schweiz ins-
künftig zu respektieren. Seither seien 18 weitere Strafbefehle gegen den Be-
schwerdeführer eingegangen und der Betreibungsregisterauszug vom Dezember 
2022 führe 141 nicht getilgte Verlustscheine der letzten 20 Jahre im Gesamtwert 
von Fr. 333'937.70 aus. 

Das AFM erwog, der Beschwerdeführer lebe seit mehr als 30 Jahren in der 
Schweiz wie auch seine vier Kinder, wovon zwei minderjährig seien. In Anbe-
tracht der persönlichen Verhältnisse sei ein Bewilligungswiderruf (mit Wegwei-
sung) unverhältnismässig. Art. 63 Abs. 2 AIG sehe die Möglichkeit einer Rückstu-
fung vor, wenn die gesetzlichen Integrationskriterien nicht erfüllt seien. 

3.1.1 Gemäss Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG i.V.m. Art. 77e Abs. 1 VZAE fehle die 
Teilnahme am Wirtschaftsleben, wenn die wirtschaftliche Selbsterhaltungsfähig-
keit nicht gegeben sei. Dies sei der Fall, wenn Sozialhilfe bezogen werde, aber 
auch dann, wenn keine Sozialhilfe bezogen und eine Erwerbstätigkeit ausgeübt 

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werde, aber die Krankenkassenkosten als Teil der Lebenserhaltungskosten nicht 
gedeckt werden könnten. Dies sei beim Beschwerdeführer der Fall; auch sei er 
arbeitslos und betreibe eine sehr hohe Schuldenwirtschaft; er vermöge seine Le-
benshaltungskosten nicht zu decken. Mithin bestehe ein Integrationsdefizit.

3.1.2 Eine Nichtbeachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Sinne von 
Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG liege gemäss Art. 77a Abs. 1 lit. b VZAE insbesondere 
vor, wenn die betroffene Person öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Ver-
pflichtungen mutwillig nicht erfülle. Der Betreibungsregisterauszug des Be-
schwerdeführers weise 141 nicht getilgte Verlustscheine aus Pfändungen der 
letzten 20 Jahre im Gesamtwert von Fr. 333'937.70 aus, weshalb offenkundig ein 
qualifiziertes Integrationsdefizit im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit.  b AIG vorliege. 
Diese Nichterfüllung seiner finanziellen Verpflichtungen sei nicht aufgrund von 
Schicksalsschlägen erfolgt. Mit der Schuldensanierung habe er erst begonnen, 
nachdem ihm der Bewilligungswiderruf angedroht worden sei. Auch seine vorge-
legten Arbeitsbemühungen würden erst von später datieren. Insgesamt sei von 
einer Mutwilligkeit auszugehen, weshalb das Integrationskriterium nicht erfüllt sei.

3.1.3 Weiter liege gemäss Art. 77a Abs. 1 lit. a VZAE eine Nichtbeachtung der 
öffentlichen Sicherheit und Ordnung dann vor, wenn die betroffene Person ge-
setzliche Vorschriften und behördliche Verfügungen missachte. Bis zur Verfü-
gung 2018 hätten gegen den Beschwerdeführer 25 Strafbefehle vorgelegen; 
seither seien 19 neue ergangen. Er sei nebst 70 Tagessätzen zu mehreren Bus-
sen von gesamthaft Fr. 1'250 verurteilt worden. Es sei auffallend, dass wieder-
kehrend dieselben Straftatbestände betroffen seien. Diese langjährige und be-
wusste Renitenz gegenüber den hiesigen Gesetzen stelle eine eindeutige Nicht-
beachtung der öffentlichen Ordnung und somit ein schwerwiegendes Integrati-
onsdefizit nach Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG dar.

3.1.4 Der Beschwerdeführer erfülle damit die Integrationskriterien nach Art. 58a 
Abs. 1 lit. a und d AIG nicht, weshalb eine Rückstufung begründet sei. Das AFM 
gelangte sodann zum Schluss, die Rückstufung sei auch verhältnismässig, wes-
halb die Niederlassungsbewilligung widerrufen und durch eine Aufenthaltsbewilli-
gung mit Gültigkeit von einem Jahr ersetzt wurde.

3.1.5 Das AFM verzichtete auf den Abschluss einer Integrationsvereinbarung 
nach Art. 62a Abs. 1 VZAE, sondern knüpfte die Aufenthaltsbewilligung an Be-
dingungen, welche in der Verfügung festgehalten wurden (vgl. Art. 62a Abs. 2 
VZAE; vgl. oben Ingress Bst. B Ziff. 3). Für den Fall der Nichterfüllung wurde dem 
Beschwerdeführer die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung aus der Schweiz angedroht.

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3.2 Mit dem angefochtenen Regierungsratsbeschluss (Nr. 746/2023 vom 
24.10.2023) bestätigte der Regierungsrat die Rückstufung (AFM-act. 659). Die 
hohe Anzahl an Strafbefehlen (seit der letzten Verwarnung zu den 21 bestehen-
den 19 weitere) deute einerseits darauf hin, dass der Beschwerdeführer Mühe 
habe, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten, und andererseits, dass er 
seinen finanziellen Verpflichtungen (mutwillig) nicht nachgekommen sei, weil er 
die ihm auferlegten Bussen konsequent nicht bezahlt habe. Eindrücklich sei auch 
der Betreibungsregisterauszug (am 14.2.2023 141 nicht getilgte Verlustscheine 
über Fr. 333'397.70). Allein im Zeitraum vom Januar 2019 bis Februar 2023 sei-
en 37 Verlustscheine im Gesamtwert von Fr. 50'771.80 verzeichnet. Vier weitere 
Forderungen im Umfang von Fr. 7'445.60 befänden sich in Pfändung und drei 
weitere Betreibungen im Umfang von Fr. 3'946.95 seien eingeleitet worden. Der 
Beschwerdeführer bestreite die hohe Schuldenlast nicht, mache aber Bemühun-
gen zur Schuldentilgung geltend, was anzuerkennen sei. Aufgrund des langen 
Zeitraums der Schuldenwirtschaft und der Höhe der angehäuften Schulden sei 
nach wie vor davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer das Integrationskri-
terium der Beachtung der gesetzlichen Vorschriften bzw. der öffentlichen Sicher-
heit und Ordnung im Sinne von Art. 58a Bst. a AIG in Verbindung mit Art. 77a 
Abs. 1 Bst. a und b VZAE nicht erfülle. Die massiven Schulden seien auch nicht 
aufgrund von verschiedenen Schicksalsschlägen entstanden, was das AFM zu 
Recht festgestellt habe. Offen gelassen hat der Regierungsrat die Frage, ob der 
Beschwerdeführer auch das Integrationskriterium Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG (aktive 
Teilnahme am Wirtschaftsleben) nicht erfülle, wie dies vom AFM festgestellt wur-
de. Der Beschwerdeführer habe mittlerweile eine Festanstellung gefunden. Aber 
allein schon die seit 2019 verzeichneten Verlustscheine sowie die seit der An-
drohung des Widerrufs 2018 ergangenen Strafbefehle würden eine Rückstufung 
ohne weiteres rechtfertigen. Hieran ändere die Tatsache, dass der Beschwerde-
führer über eine altrechtliche Niederlassungsbewilligung verfüge, nichts, da seit 
Januar 2019 37 Verlustscheine verzeichnet und 13 Strafbefehle hinzugekommen 
seien. Die verfügte Rückstufung knüpfe an ein aktuelles Integrationsdefizit an, 
weshalb Art. 63 Abs. 2 AIG zur Anwendung gelange. Schliesslich bestätigte auch 
der Regierungsrat die Verhältnismässigkeit der Massnahme.

4. Was der Beschwerdeführer gegen die vorinstanzlichen Erwägungen vor-
trägt, ist unbehilflich.

4.1 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer mutwilligen Schul-
denwirtschaft.

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4.1.1 Nach Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG in Verbindung mit Art. 77a Abs. 1 lit. a und b 
VZAE ist das Integrationskriterium der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und 
Ordnung unter anderem dann nicht erfüllt, wenn die betroffene Person gesetzli-
che Vorschriften und behördliche Verfügungen missachtet oder wenn sie öffent-
lich-rechtliche oder privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht erfüllt. Anders 
als der Bewilligungswiderruf mit Wegweisung aus der Schweiz setzt die Rückstu-
fung keinen erheblichen oder schwerwiegenden Verstoss gegen die öffentliche 
Ordnung und Sicherheit (vgl. Art. 62 Abs. 1 lit. c bzw. Art. 63 Abs. 1 lit. b AIG) 
voraus und somit keine Verschuldung in der praxisgemäss dafür jeweils erforder-
lichen Höhe; vielmehr sind hier betragsgemäss tiefere Anforderungen an die 
Verschuldung zu stellen. Ebenso wie in den genannten (Widerrufs-)Fällen muss 
diese jedoch mutwillig sein (VGer Zürich VB.2021.00587 vom 17.2.2022 E. 3.1).

Eine Verschuldung ist mutwillig, wenn sie selbstverschuldet und qualifiziert vor-
werfbar ist (BGE 137 II 297 E. 3.3; Urteil BGer 2C_628/2021 vom 21.10.2021 E. 
4.4). Von Mutwilligkeit ist nicht leichthin auszugehen. Es muss Absicht, Böswillig-
keit oder qualifizierte Fahrlässigkeit vorliegen; keine Mutwilligkeit liegt vor, wenn 
die Verschuldung auf Schicksalsschläge zurückgeht (Urteil BGer 2C_881/2021 
vom 9.5.2022 E. 5.2). Wurde bereits eine ausländerrechtliche Verwarnung (Art. 
96 Abs. 2 AIG) ausgesprochen, ist entscheidend, ob die ausländische Person 
danach weiterhin Schulden angehäuft oder sich um die Sanierung ihrer Situation 
bemüht hat. Positiv zu würdigen ist, wenn vorbestandene Schulden abgebaut 
werden, wobei sporadische geringfügige Rückzahlungen dafür nicht ausreichen 
(Urteile BGer 2C_994/2022 vom 22.6.2023 E. 5.4; 2C_185/2021 vom 29.6.2021 
E. 3.3). 

4.1.2 Die eigentliche Schuldenlast bestreitet der Beschwerdeführer nicht. 
Gemäss Betreibungsregisterauszug der Gemeinde Schwyz vom 15. Februar 
2023 liegen 141 nicht getilgte Verlustscheine aus Pfändungen der letzten 20 Jah-
re im Gesamtbetrag von Fr. 333'937.70 vor (AFM-act. 468). Seit 2019 sind 38 
Verlustscheine, 4 Pfändungen sowie zwei eingeleitete Betreibungen neu ver-
merkt. Gläubiger sind neben dem Staat Krankenversicherungen, Ausgleichskas-
se, Vorsorgeeinrichtung, Gesundheitsversorger, die Post, Telekomfirmen, Inkas-
sofirmen und weitere Privatfirmen (vgl. auch AFM-act. 575). Die gesamte Schul-
denlast muss als erheblich bezeichnet werden. Auffallend ist dabei auch, dass 
nicht einzelne grosse Beträge herausstechen, sondern sehr viele Forderungen 
gegenüber den unterschiedlichsten Gläubigern durch den Beschwerdeführer 
nicht beglichen wurden, was grundsätzlich auf eine tiefe Zahlungsmoral des Be-
schwerdeführers schliessen lässt. 

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4.1.3 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die Eheleute hätten sich nach 
der Ehelichung für eine klassische Rollenverteilung entschieden, so stellt dies 
keinen Schicksalsschlag, sondern eine bewusste Entscheidung dar. An dieser 
Entscheidung festzuhalten, obwohl der Beschwerdeführer angeblich unterdurch-
schnittlich verdiente und man im Existenzminimum lebte, ist auch nicht schick-
salshaft. Einer alleinerziehenden Mutter ist es rechtsprechungsgemäss zumut-
bar, sich ab dem 3. Altersjahr des Kindes um Arbeit zu kümmern (Urteil BGer 
2C_185/2019 vom 4.3.2021 E. 5.3.1). Entsprechendes muss erst recht für eine 
nicht alleinerziehende verheiratete Mutter resp. Eheleute gelten, wenn das Ein-
kommen eines Ehegatten zur wirtschaftlichen Selbsterhaltungsfähigkeit nicht 
ausreicht. Warum man trotz finanzieller Probleme beim "klassischen Rollenmo-
dell" verblieb, begründet der Beschwerdeführer nicht. 

4.1.4 Zu widersprechen ist der beschwerdeführerischen Behauptung, die Schul-
den seien allesamt auf notwendige Ausgaben zurückzuführen. Es gilt dies zwei-
fellos nicht für all die vom Beschwerdeführer nicht bezahlten Bussen, welche per 
se vermeidbar sind. In Anbetracht der Möglichkeit resp. des Anspruchs auf Prä-
mienverbilligung erscheinen auch die Schulden bei den Krankenversicherungen 
nicht zwingend, sondern mutwillig. Inwiefern Schulden im ausgewiesenen Aus-
mass bei Telekommunikationsfirmen notwendig sind, lässt sich mit Fug in Frage 
stellen. In der Regel gehen auch Forderungen gegenüber Inkassofirmen nicht auf 
lebensnotwendige Ausgaben, sondern Konsumgüter zurück. Schliesslich ist es 
auch nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat dem Beschwerdeführer 
vorwirft, genau dann die Selbständigkeit aufgenommen zu haben, als er finanziell 
ohnehin in einer schwierigen Situation war und damit nicht mit einem geregelten 
Einkommen rechnen konnte. Dies führte zu weiteren, vermeidbaren Schulden 
und ist nicht auf einen Schicksalsschlag zurückzuführen (vgl. ebenso die Staats-
anwältin in der Begründung des Strafbefehls vom 27.1.2023; AFM-act. 461).

4.1.5 Der Beschwerdeführer macht als Schicksalsschläge die Trennung und 
Scheidung von der Ehefrau, die damit einhergehenden psychischen Schwierig-
keiten, den Jobverlust, den Motorradunfall des Bruders, seine eigene notfallmäs-
sige Operation sowie Covid-19-Erkrankung geltend, was seine Schuldenlage 
massgeblich verschlimmert habe und erst auf ein migrationsrechtlich relevantes 
Niveau angehoben habe. Dieses Vorbringen hatte bereits der Regierungsrat zu 
Recht widerlegt. Schon im Zeitpunkt der Trennung (2017; vgl. AFM-act. 250) hat-
te die Schuldenlast ein erhebliches Niveau. Mit gerichtlicher Verfügung wurde der 
Beschwerdeführer verpflichtet, monatlich Unterhaltsbeiträge an die Kinder von to-
tal Fr. 1'660 zu leisten, so dass ihm bei hypothetischem Einkommen von 
Fr. 4'500 ein Betrag von Fr. 2'840 verblieb. Es ist wohl anzuerkennen, dass dies 

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nicht viel ist, rechtfertigt aber die danach folgende Anhäufung weiterer Schulden 
nicht. Mit dem Scheidungsurteil vom 29. Oktober 2021 reduzierte sich die Unter-
haltspflicht gar leicht (AFM-act. 397). Trotz dieser familienrechtlichen Verpflich-
tung nahm der Beschwerdeführer keine Vollzeitanstellung mit ordentlicher Sala-
rierung an, sondern unterstützte den ältesten Sohn beim Aufbau eines Trans-
portgewerbes, nahm somit finanzielle Schwierigkeiten geradezu in Kauf. Gemäss 
Beurteilung der Staatsanwältin wäre es dem Beschwerdeführer möglich und zu-
mutbar gewesen, sich um eine geeignete Arbeitsstelle zu bemühen; er habe kei-
ne Anstrengungen unternommen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, bei wel-
cher er ein regelmässiges Einkommen erzielen konnte (AFM-act. 461). Dass Ar-
beitslosigkeit die einzige Alternative zur Selbständigkeit war, wie der Beschwer-
deführer vor der Vorinstanz vorbrachte, stellt eine nicht zu hörende Schutzbe-
hauptung dar. Der Beschwerdeführer verfügt über die Führerausweise D1E, C 
und C1E, weshalb eine Anstellung in der Transportbranche mit bereits seit Jah-
ren ausgewiesenem Fachkräftemangel keineswegs unmöglich war (vgl. Gewer-
bezeitung 8.4.2022; Nachwuchsförderung à l'ASTAG; www.Gewerbezeitung.ch; 
ASTAG Jahresberichte 2021 und 2022; www.astag.ch; eingesehen am 
23.1.2024). Die Operation (Gallenblasenoperation) führte zu einem Arbeitsausfall 
von 1.5 Monaten (AFM-act. 427), was nur deshalb zu einem entsprechenden 
Lohnausfall führte, weil er bei der Firma seines Sohnes angestellt war und dieser 
offenbar weder über eine Krankentaggeldversicherung verfügte noch sonst der 
Lohnfortzahlungspflicht nachkam (vgl. Art. 324a OR). Das Nämliche gilt für die 
Coronaerkrankung. Die Firma des Sohnes, für welche der Beschwerdeführer 
über lange Zeit ohne Lohn arbeitete (vgl. AFM-act. 427), ist kein Schicksals-
schlag, sondern eine bewusste Entscheidung des Beschwerdeführers, weil er 
dem Sohn, der über keine Berufsausbildung verfügte, zu einer Transportfirma 
verhelfen wollte. Dies rechtfertigt das Eingehen von Schulden nicht. Wenn der 
Beschwerdeführer dann noch zu Protokoll gab, sofern er über Geld verfügt habe, 
habe er den unterhaltsberechtigten Kindern Bargeld gegeben und nicht die Ali-
menteninkassostelle bedient, so bezeugt auch dies mutwillige Schuldenanhäu-
fung gegenüber der Alimenteninkassostelle und ist nicht mit Schicksalsschlägen 
zu erklären. 

Insgesamt vermag der Beschwerdeführer keine Gründe darzulegen, welche die 
enorme Schuldenlast zu entschuldigen vermöchten. Vielmehr ist den Vorinstan-
zen beizupflichten, wenn sie auf mutwillige, dem Beschwerdeführer vorwerfbare 
Verschuldung erkannt haben. 

4.1.6 Der Beschwerdeführer beruft sich des Weitern auf Bemühungen zum 
Schuldenabbau. So habe er freiwillig im Februar 2023 die Schuldenberatung des 

12

Kantons Schwyz aufgesucht, um gemeinsam die Schuldensanierung herbeizu-
führen. Dass er bereits zuvor Anstrengungen gezeigt hätte, Schulden abzubau-
en, macht er selber nicht geltend. Auffallend ist sodann, dass die Kontaktnahme 
mit der Fachstelle erst erfolgt ist, nachdem ihm mit der Gewährung des rechtli-
chen Gehörs am 11. Januar 2023 Massnahmen angedroht, die enorme Schul-
denlast vorgehalten und er nach Sanierungsbemühungen befragt wurde. Zudem 
hat die Fachstelle gegenüber dem AFM am 8. Mai 2023 ausgeführt, der Be-
schwerdeführer habe wohl Kontakt aufgenommen und am 20. Februar 2023 ei-
nen Fragebogen von der Fachstelle erhalten, diesen aber bislang nicht retour-
niert (AFM-act. 551), was nicht auf ein intensives Bemühen um Schuldensanie-
rung rückschliessen lässt. Seine Erklärung vor der Vorinstanz, sein Sohn habe 
das Couvert im Auto liegen lassen, weshalb er es erst im August 2023 einge-
reicht habe, ändert an dieser Feststellung nichts. Wenn er sodann auf eine lange 
Wartezeit bei der Fachstelle verweist, so hängt die Schuldensanierung nicht von 
der Fachstelle ab; der Beschwerdeführer ist vielmehr gehalten, selbständige 
Bemühungen vorzunehmen und nachzuweisen. Diesbezüglich ist ihm immerhin 
positiv anzurechnen, dass er über die Ausgleichskasse betreffend Alimentenzah-
lungen eine Vereinbarung mit der Gemeinde treffen konnte (AFM-act. 603), für 
die Jahre 2023 und 2024 Prämienverbilligung beantragte (AFM-act. 592) und er 
per 1. September 2023 eine Anstellung antrat (AFM-act. 598). Zudem will er be-
züglich Zahlungsaufschub mit dem Amt für Justizvollzug Kontakt aufgenommen 
haben. Diese Bemühungen sind zweifellos zu begrüssen. Sie wären vom Be-
schwerdeführer jedoch schon seit Jahren zu erwarten gewesen und nicht erst un-
ter der drohenden ausländerrechtlichen Massnahme. Die Mutwilligkeit der Schul-
denwirtschaft, wie sie dem Beschwerdeführer durch die Vorinstanzen vorgewor-
fen wird, vermögen diese eben erst begonnenen Bemühungen nicht zu widerle-
gen. 

4.2 Der Beschwerdeführer bestreitet sodann den Vorwurf der Missachtung der 
hiesigen Rechtsordnung. 

4.2.1 Der Beschwerdeführer bestreitet die Anzahl der gegen ihn ausgestellten 
Strafbefehle nicht (17 bis zur ersten Verwarnung 2016, vier weitere bis zur Wider-
rufsandrohung 2018, sowie 19 weitere seither). Es handle sich aber praktisch 
ausschliesslich um Strassenverkehrsverletzungen im Rahmen seiner Arbeits-
tätigkeit, insbesondere geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen, Parkverbote, 
Parkzeitüberschreitungen und Fahrverbotsverletzungen. Hochwertige Rechts-
güter seien nicht betroffen und die Taten hätten nicht zu einer Gefährdung ande-
rer Verkehrsteilnehmer geführt. Es handle sich insgesamt um Bagatelldelikte; 
vom Beschwerdeführer gehe keine grosse kriminelle Energie aus. Er bestreitet, 

13

sich von den AFM-Verwarnungen nicht beeindruckt haben zu lassen. Er sei oft-
mals unter Druck gestanden, weshalb es aus Versehen zu den Übertretungen 
gekommen sei; er sei gewillt, vorsichtiger zu sein. Zudem sei es ihm aufgrund der 
finanziellen Lage nicht möglich gewesen, die Bussen zu bezahlen, was zu Straf-
befehlen geführt habe. Dasselbe gelte für den Strafbefehl wegen Nichtbezahlung 
der Alimente. Insgesamt könne nicht von einer migrationsrechtlich relevanten 
Straffälligkeit die Rede sein. Es könne ihm nicht vorgeworfen werden, nicht ge-
willt zu sein, die Rechtsordnung zu beachten. Ein qualifiziertes Integrationsdefizit 
liege nicht vor.

4.2.2 Der Darstellung des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. Er ver-
harmlost die schiere Unzahl an Strafbefehlen. Trotz zweifacher Verwarnung in-
klusive Androhung des Bewilligungswiderrufs musste sich der Beschwerdeführer 
auch ab 2019 weiterhin viele Regelverstösse vorwerfen lassen. Dass es sich da-
bei im Wesentlichen um Strassenverkehrsdelikte handelt, macht die Sache nicht 
besser, deuten doch gerade diese auf eine grosse Nachlässigkeit und Unverbes-
serlichkeit hin. Dass es dabei oftmals nicht bei Bussen blieb, sondern Strafbefeh-
le erlassen wurden, hatte zudem damit zu tun, dass er die Bussen nicht bezahlte, 
was wiederum vermeidbar gewesen wäre. Zudem könnten finanzielle Probleme 
sein Handeln vielleicht in Einzelfällen erklären, nicht aber in der gezeigten Stetig-
keit über Jahre hinweg. Auch die Verurteilung wegen Vernachlässigung von Un-
terhaltspflichten lässt sich nicht einfach mit finanziellen Problemen entschuldigen. 
Wenn der Beschwerdeführer in der Einvernahme hierzu ausführt, Geld den Kin-
dern bar übergeben zu haben anstelle der Alimentenzahlung, weil er nicht zuerst 
noch für die Einzahlung zur Post gehen könne, und wenn er sich auf Kontakt-
nahme der Gemeindeangestellten nicht zurückmeldet, weil deren E-Mails nicht 
zuoberst auf seiner Prioritätenliste stünden (vgl. AFM-act. 426), dann zeugt dies 
nicht gerade von einem Zahlungswillen (gemäss Staatsanwältin hatte er zumin-
dest billigend in Kauf genommen, seine Unterhaltspflichten zu vernachlässigen; 
AFM-act. 460). Es trifft wohl zu, dass der Beschwerdeführer mit seinem delikti-
schen Handeln keine gewichtigen Rechtsgüter verletzte (obwohl anzufügen 
bleibt, dass gerade SVG-Delikte nicht verharmlost werden dürfen und etwa bei 
Geschwindigkeitsüberschreitungen, Ruhezeitverstössen, Signalmissachtung 
schwerwiegendere Folgen mitunter zufällig nicht eintreten). Die Regelmässigkeit, 
mit welcher die Regelverstösse begangen wurden, und dies selbst nach zwei mi-
grationsrechtlichen Verwarnungen, zeugen jedoch in keiner Weise von Einsich-
tigkeit und dem Willen, sich an die hiesige Rechtsordnung halten zu wollen. 
Selbst wenn der Beschwerdeführer nun vorträgt, gewillt zu sein, sich konform zu 
verhalten, so ändert dies nichts an der Feststellung, dass bis zur Eröffnung des 
vorliegenden Verfahrens keine solche Tendenz festgestellt werden konnte. Viel-

14

mehr haben die Vorinstanzen zu Recht festgestellt, dass ein relevantes Integrati-
onsdefizit im Sinne der Missachtung der hiesigen Rechtsordnung besteht.

4.3 Schliesslich ist auch nicht zu beanstanden, wenn der Regierungsrat festge-
stellt hat, die altrechtliche Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers 
hindere die Rückstufung nicht. Rechtssprechungsgemäss muss sich die Rück-
stufung wesentlich auf Sachverhalte ab dem 1. Januar 2019 abstützen, wobei äl-
tere Sachverhaltselemente berücksichtigt werden dürfen, um das Integrationsde-
fizit umfassend zu klären (vgl. oben E. 2.6). Das Inkrafttreten der neuen Rückstu-
fungsnorm (per 1.1.2019) deckt sich beinahe mit der Androhung des Widerrufs 
vom 12. Juni 2018 (AFM-act. 314). Wenn dem Beschwerdeführer also vorzuwer-
fen ist, auch die zweitmalige Verwarnung und konkrete Androhung migrations-
rechtlicher Massnahmen sei wirkungslos geblieben, so bedeutet dies, dass die 
seitherige Nichtbeachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung für die Beur-
teilung des Integrationsdefizits sehr wohl beachtlich ist. Seither hatte der Be-
schwerdeführer weitere Schulden angehäuft und unzählige Strafbefehle provo-
ziert. Das bereits vor 2019 bestehende Integrationsdefizit lässt sich damit zwei-
fellos auch nach 2019 feststellen; die Rückstufung beruht nicht auf Verhaltens-
weisen des Beschwerdeführers, die er sich im Wesentlichen nur vor 2019 hatte 
vorwerfen lassen müssen, sondern trotz der zweifachen Verwarnung insbeson-
dere auch im Jahr 2019 und danach. Erst mit dem angedrohten Bewilligungswi-
derruf und Wegweisung vom 11. Januar 2023 lässt sich eine Veränderung fest-
stellen, indem der Beschwerdeführer Schritte zur Schuldentilgung machte, An-
stellungen suchte (und fand) und keine Straftaten mehr aktenkundig sind. 

4.4 Damit aber ist erstellt, dass der Beschwerdeführer ein relevantes qualitati-
ves Integrationsdefizit im Sinne der Nichtbeachtung der öffentlichen Sicherheit 
und Ordnung (Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG) aufweist. Dieses Defizit bleibt auch im 
Rahmen einer Gesamtbetrachtung relevant (vgl. oben E. 2.4). Das AFM beurteil-
te auch die Teilnahme am Wirtschaftsleben (Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG) als nicht 
erfüllt, wogegen der Regierungsrat diese Frage offenliess. Tatsache ist, dass der 
Beschwerdeführer während langer Zeit kein Erwerbseinkommen erwirtschaften 
konnte, welches seinen Konsum zu decken vermochte. Auch wenn er keine So-
zialhilfe beanspruchte (vgl. allerdings Auskunft der Gemeinde, wonach die Fami-
lie bis 31.3.2011 ordentlich unterstützt wurde und auch 2017 noch einmal; AFM-
act. 462), so zeigt der Betreibungsregisterauszug doch, dass er seinen Verpflich-
tungen, namentlich auch gegenüber den Krankenkassen und dem Staat, regel-
mässig nicht nachzukommen vermochte (AFM-act. 468; vgl. Urteile BGer 
2C_653/2021 vom 4.2.2022 E. 4.3.1; 2C_652/2020 vom 20.1.2021 E. 7.2.2). Die 
wirtschaftliche Selbsterhaltung ist daher, wenn überhaupt, nur knapp erfüllt, was 

15

das Defizit bei der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung keinesfalls 
aufzuwiegen vermag. Auch hinsichtlich der Sprachkompetenzen und Respektie-
rung der Werte der Bundesverfassung (Art. 58a Abs. 1 lit. b und c AIG), sind 
wohl keine Defizite bekannt; der Beschwerdeführer erfüllt diese aber auch nicht 
in derart ausgeprägter Weise, dass in Gesamtbetrachtung kein relevantes Inte-
grationsdefizit zu konstatieren wäre. 

4.5.1 Die Rückstufung hat schliesslich - wie alle migrationsrechtlichen Massnah-
men - verhältnismässig zu sein (vgl. oben E. 2.5). Der Beschwerdeführer bestrei-
tet auch die Verhältnismässigkeit der Rückstufung; es fehle an der Erforderlich-
keit, Geeignetheit und Verhältnismässigkeit im engeren Sinne. Da bereits die 
Androhung des Bewilligungswiderrufs eine Verhaltensänderung bewirkt habe, sei 
die Massnahme nicht erforderlich. Der Beschwerdeführer zeige klare Anzeichen 
einer Besserung; er habe zur Schuldensanierung Hilfe geholt und neue Bussen 
oder Strafbefehle lägen keine vor. Die Rückstufung sei einschneidend und für 
den Beschwerdeführer von erheblicher Bedeutung, weshalb die privaten Interes-
sen als hoch einzustufen seien. Er habe schwierige Jahre mit vielen Schicksals-
schlägen durchgemacht; eine Rückstufung würde ihn erneut psychisch stark be-
lasten, was in der aktuellen Situation keinesfalls förderlich wäre. Aufgrund der 
untergeordneten Bedeutung der Straftaten sowie der anhand genommenen 
Schuldentilgung sei das öffentliche Interesse an der Rückstufung gering. Die 
Rückstufung sei insgesamt somit unverhältnismässig.

4.5.2 Nach den obgenannten Ausführungen und entgegen der verharmlosenden 
Darstellung des Beschwerdeführers weist er - auch mit seinem Verhalten ab 
2019 - in einer Gesamtbetrachtung ein qualitativ relevantes Integrationsdefizit 
auf. Selbst wenn es grossmehrheitlich weniger schwerwiegende Delikte sind, 
welche sich der Beschwerdeführer zu Schulden kommen liess, so zeugt doch die 
grosse Menge und Regelmässigkeit von einer gewissen Nonchalance gegenüber 
der hiesigen Rechtsordnung. Wie ebenfalls ausgeführt, muss sich der Beschwer-
deführer auch die eindrückliche Schuldenlast vorwerfen lassen - sie ist nicht ein-
fach schicksalshaft verursacht, sondern war vermeidbar und damit mutwillig. Ent-
sprechend besteht ein erhebliches öffentliches Interesse, dieses Integrationsdefi-
zit zu beheben. Nachdem der Beschwerdeführer schon zweimal verwarnt wurde 
(2018 mit der expliziten Androhung des Bewilligungswiderrufs), erscheint die 
Rückstufung als geeignete und - aufgrund der Erfolglosigkeit der Verwarnungen - 
erforderliche Massnahme. Wohl hat der Beschwerdeführer seit Eröffnung des 
Verfahrens im Januar 2023 Zeichen der Besserung gezeigt, was es positiv zu 
werten gilt. Nachdem indes schon zwei Verwarnungen letztlich keine nachhaltige 
Besserung brachten, bleibt kein Platz für eine weitere Verwarnung. Soll die Ver-

16

warnung einen Sinn ergeben, kann ihre Missachtung grundsätzlich nicht ohne 
Konsequenzen bleiben, und muss sie die angedrohte Folge - falls verhältnismäs-
sig - nach sich ziehen, andernfalls die Verwarnung weitgehend ihren Sinn verlöre 
(vgl. Urteil BGer 2C_43/2018 v. 28.6.2018 E. 4.4.1; Reiter, a.a.O., S. 782 f.). Vor-
liegend beurteilten die Vorinstanzen den Bewilligungswiderruf mit Wegweisung 
als unverhältnismässig (was nicht strittig ist); die Rückstufung haben sie indes zu 
Recht als angemessene Massnahme angeordnet. Denn auch mit der Rückstu-
fung bleibt der Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz bewilligt. Es er-
folgt keine Trennung von seinen hier lebenden Familienangehörigen. Auch in der 
Erwerbstätigkeit ist er nicht eingeschränkt. Die Rechte, welche er mit dem Verlust 
der Niederlassungsbewilligung verliert, tangieren zwar unbestrittenermassen sein 
persönliches Interesse. Dies ist indes weniger zu gewichten als das öffentliche 
Interesse an der Behebung des Integrationsdefizites. Der Beschwerdeführer soll 
verbindlich an seine Integrationsverpflichtungen erinnert werden; er soll sein 
künftiges Verhalten ändern und sich besser integrieren, was der eigentliche 
Zweck der Rückstufung ist (vgl. oben E. 2.2).

4.6 Unbegründet ist ebenso der Eventualantrag, die Aufenthaltsbewilligung mit 
einer Gültigkeitsdauer von zwei Jahren zu erteilen (vgl. Ingress Bst. F Ziff. 2). 

Das AFM verband die Rückstufung nicht mit einer Integrationsvereinbarung (Art. 
62a Abs. 1 VZAE i.V.m. Art. 58b AIG), sondern definierte in der Verfügung vom 
6. Juli 2023, welche Integrationskriterien der Beschwerdeführer nicht erfüllt 
(gemäss Regierungsrat Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG), mit welcher Gültigkeitsdauer 
der Aufenthalt bewilligt wird (ein Jahr) und dass die Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung von den vier Bedingungen abhängig ist, dass der Beschwerde-
führer 
a. keine weiteren Schulden generiert, welche Eingang im Betreibungsregister 

finden;
b. die Sanierung seiner Schulden vorantreibt und die Schuldenlast substanziell 

reduziert;
c. jährlich Antrag auf Prämienverbilligung stellt und
d. sich an die schweizerische Rechtsordnung hält. 

Diese Bedingungen nehmen klarerweise Bezug auf das dem Beschwerdeführer 
vorgeworfene Integrationsdefizit und sind nicht vom Verhalten Dritter abhängig; 
mithin sind sie als zweckmässig zu beurteilen. Soweit die Frist (resp. die Gültig-
keitsdauer der Aufenthaltsbewilligung) auf ein Jahr festgelegt wurde, so kommt 
dies dem Beschwerdeführer bezüglich die Bedingungen a, c und d entgegen, da 
es eine kurze Zeit ist, während welcher von ihm Wohlverhalten verlangt wird 
(auch wenn er selbstverständlich die Integrationskriterien auch danach noch zu 

17

erfüllen hat; vgl. oben E. 2.5). Zudem entspricht es der Dauer der erstmaligen Er-
teilung (Art. 58 Abs. 1 VZAE), was es auch bei der Rückstufung zu beachten gilt 
(Kamhi / Tran, a.a.O., S. 254). Was die Bedingung b anbelangt, so wird die Beur-
teilung bei Fristablauf realistisch beurteilt werden müssen. Die Schuldenlast des 
Beschwerdeführers ist enorm. Gemäss vorliegendem Arbeitsvertrag verdient er 
Fr. 4'500 brutto (x 12) zzgl. Fr. 500 Pauschalspesen/Mt (AFM-act. 598). Er wird 
noch einige Jahre unterhaltspflichtig sein (für die Töchter mit Jahrgang 2008 und 
2011) und zusätzlich Rückstände abzahlen müssen (AFM-act. 601). Wie sub-
stantiell weitere Abzahlungen sein können, wird der Beschwerdeführer (auch mit 
der Fachstelle Schuldenberatung) zu klären haben. Die Bedingung b gemäss 
Verfügung wird daher anhand des Möglichen zu beurteilen sein. Der Beschwer-
deführer wird es dabei aber nicht bei blossen Wortbekundungen bewenden las-
sen können, sondern verbindliche Abzahlungsvereinbarungen resp. getätigte Ab-
zahlungen vorzeigen müssen. Auch wird er sich nicht auf Terminfindungsschwie-
rigkeiten bei der Fachstelle berufen können. Denn in der Pflicht steht er selber. 
Er wird den Nachweis liefern müssen, soviel wie zumutbar zum Schuldenabbau 
geleistet zu haben. Da das vorliegende Verfahren im Januar 2023 eröffnet wur-
de, wird ihm zur Erfüllung der Bedingung letztlich weit mehr als ein Jahr zur Ver-
fügung gestanden haben.

5. Schliesslich ist auch der auf Art. 29 Abs. 2 Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 sowie § 17 Abs. 2 
Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 gestütz-
te Antrag auf eine öffentliche mündliche Verhandlung abzuweisen. 

5.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) schliesst 
grundsätzlich kein Recht auf mündliche Anhörung ein (BGE 140 I 68 E. 9.6.1; 
BGE 134 I 140 E. 5.3). Im Verfahren betreffend Rückstufung sind zahlreiche Um-
stände objektiver Natur sowie das in der Vergangenheit liegende Verhalten des 
Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Dem persönlichen Eindruck kann dabei 
keine überwiegende Bedeutung zukommen, weshalb es verfassungsrechtlich 
zulässig ist, aufgrund der Akten zu entscheiden (Urteil BGer 2C_1186/2013 vom 
9.7.2014 E. 3.1).

Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreihei-
ten (EMRK; SR 0.101) vom 4. November 1950 ist nach ständiger bundesgericht-
licher Rechtsprechung auf ausländerrechtliche Verfahren nicht anwendbar, wes-
wegen auch kein Anspruch auf eine mündliche öffentliche Verhandlung besteht 
(vgl. statt vieler: BGE 137 I 128 E. 4.4.2; Zünd/Hugi Yar, Aufenthaltsbeendende 
Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, EuGRZ 2013 S. 1 ff. N 13 mit 
Hinweisen). Ein Anspruch auf eine mündliche Anhörung lässt sich im vorliegen-

18

den Zusammenhang weder aus Art. 30 BV noch aus Art. 29 Abs. 2 BV ableiten 
(vgl. Urteile BGer 2C_765/2018 vom 21.9.2018 E. 3.3; 2C_702/2016 vom 
30.1.2017 E. 3.3, mit zahlreichen Hinweisen).

Laut § 17 VRP ist das Verfahren vor den Verwaltungsbehörden, den selbständi-
gen Rekurskommissionen und dem Verwaltungsgericht unter Vorbehalt abwei-
chender Vorschriften schriftlich (Abs. 1). Die Behörde kann auf Antrag einer Par-
tei oder von Amtes wegen eine mündliche Verhandlung anordnen (Abs. 2). Aus 
dieser Bestimmung kann aber kein Rechtsanspruch auf Durchführung einer 
mündlichen Anhörung abgeleitet werden (VGE III 2018 207 vom 25.3.2019 E. 
2.1; Urteil BGer 2C_1186/2013 vom 9.7.2014 E. 3.1). 

5.2 Aus dem Gehörsanspruch lässt sich auch keine allgemeine Pflicht der 
Behörde zur Abnahme aller angebotenen Beweise und zur Würdigung sämtlicher 
Argumente ableiten. So kann ein Beweisantrag abgelehnt werden, wenn die 
Verwaltungs- oder Gerichtsbehörde sich ihre Meinung aufgrund zuvor erhobener 
Beweise bereits bilden konnte und sie ohne Willkür in vorweggenommener, anti-
zipierter Beweiswürdigung annehmen darf, die gewonnene Überzeugung werde 
durch weitere Beweiserhebungen nicht erschüttert (BGE 141 I 60 E. 3.3; 136 I 
229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 131 I 153 E. 3; Plüss, in: Alain Griffel, Kommentar 
zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 N 
19). Auch wenn der Beschwerdeführer explizit eine mündliche öffentliche Ver-
handlung und nicht eine Parteibefragung im Sinne einer Beweisabnahme bean-
tragt hat (vgl. § 24 Abs. 1 lit. b VRP), so kann dennoch angefügt werden, dass 
vorliegend aufgrund der im Recht liegenden Akten kein Grund für eine Parteibe-
fragung bestünde. Der Beschwerdeführer beabsichtigt, dem Gericht mit eigenen 
Worten erklären zu dürfen, dass er es unter den neuen Umständen mit festem 
Willen anstrebe, zukünftig seine Schulden zu reduzieren und nicht mehr straffäl-
lig zu werden. Zum einen bestätigt er damit implizit das Vorliegen des ihm vor-
geworfenen Integrationsdefizites, will er sich doch künftig wohlverhalten. Dies 
aber rechtfertigt die verfügte Rückstufung. Zum andern vermöchte selbst ein 
überzeugendes Darlegen seines festen - auf die Zukunft gerichteten - Willens 
nicht zu widerlegen, dass er die Integrationskriterien im Verfügungszeitpunkt 
nicht erfüllt hatte, was aber die Rückstufung rechtfertigte. Zudem braucht er dem 
Gericht nicht seinen Willen, seine Absicht für ein künftiges Wohlverhalten darzu-
legen; er wird die verfügten Bedingungen erfüllen und das Integrationsdefizit be-
heben müssen, was das AFM bei Fristablauf prüfen wird. 

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet. Mit 
seinem Verhalten, namentlich auch ab dem Jahr 2019 zeigt der Beschwerdefüh-
rer zweifellos ein relevantes Integrationsdefizit im Sinne der Nichterfüllung des 

19

Integrationskriteriums Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG und ebenso in Gesamtbetrach-
tung. Die deswegen verfügte Rückstufung ist in Anbetracht des öffentlichen In-
teresses, das Defizit zu beheben, und dem hierzu geringer einzustufenden per-
sönlichen Interesse am Beibehalt der Niederlassungsbewilligung verhältnismäs-
sig. Soweit schliesslich die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsbewilligung und die 
Frist zur Erfüllung der Bedingungen auf ein Jahr festgesetzt wurde, ist dies an-
gemessen, soweit nicht ohnehin im Interesse des Beschwerdeführers. Die Be-
schwerde ist daher abzuweisen.

7. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 1'500 festgelegt und dem Beschwerdeführer auferlegt (§ 72 VRP). 
Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung (§ 74 VRP).

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500 werden dem Beschwerdeführer aufer-
legt. Er hat am 19. Dezember 2023 einen Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe geleistet, so dass die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).
Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- das Amt für Migration (EB)
- den Regierungsrat (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (A)
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 22. Februar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

21

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 14. März 2024