# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38e01743-7362-5db2-8099-3f681e471a8a
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-13
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 13.10.2025 605 2024 172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2024-172_2025-10-13.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2024 172
605 2024 185

Urteil vom 13. Oktober 2025

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin,     

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz    

Gegenstand Invalidenversicherung – Hilflosenentschädigung; Nichteintreten auf 
Neuanmeldung

Beschwerde vom 21. Oktober 2024 gegen die Verfügung 
vom 26. September 2024

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1966, verheiratet, wohnhaft in B.________, wurde am 30. Mai 1996 
wegen eines somatischen Gesundheitsschadens (Rückenbeschwerden) eine halbe Invalidenrente 
(Invaliditätsgrad: 60%) mit Wirkung ab 1. September 1994 zugesprochen. Der Anspruch wurde per 
1. November 1997 auf eine ganze Rente erhöht und seither jeweils bestätigt.

Ein erstes Gesuch um Ausrichtung einer Hilflosenentschädigung wies die Invalidenversicherungs-
Stelle des Kantons Freiburg (IV-Stelle) am 22. Juni 2006 ab. Auf ein zweites Gesuch 
vom 19. Juni 2008 hin sprach sie ihr am 21. Juli 2009 ab 1. Juni 2007 eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades und ab 1. Mai 2008 eine solche mittleren Grades zu.

B. Im bidisziplinären (Orthopäde, Psychiatrie) Gutachten vom 30. August 2015 wurde eine Ver-
besserung bezüglich der Hilflosigkeit seit der Zusprache vom 21. Juli 2009 festgestellt. Gestützt 
darauf hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. März 2016 die Hilflosenentschädigung ab dem 
1. Juni 2016 auf. Eine dagegen beim Kantonsgericht Freiburg erhobenen Beschwerde wurde mit 
unangefochtenem Urteil 605 2016 114 vom 4. Dezember 2017 abgewiesen.

C. Mit Gesuch vom 21. September 2021 beantragte A.________ erneut die Zusprache einer Hilf-
losenentschädigung. Mit Verfügung vom 14. Juli 2023 lehnte die IV-Stelle den Antrag ab. Weder sei 
eine Hilflosigkeit noch die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung ausgewiesen. Mit Urteil 
605 2023 150 vom 23. Juli 2024 wies das Kantonsgericht eine gegen die Verfügung 
vom 14. Juli 2023 erhobene Beschwerde ab. Jedoch erklärte sich die IV-Stelle am 24. Januar 2024 
bereit, die während diesem Verfahren am 15. Dezember 2023 nachgereichten Arztberichte als 
Neuanmeldung entgegenzunehmen.

D. Gestützt auf diese Unterlagen und weitere im vorherigen Verfahren nachgereichten Arztbe-
richte trat die IV-Stelle indes mit Verfügung vom 26. September 2024 auf die Neuanmeldung vom 
15. Dezember 2023 nicht ein. Es sei nicht glaubhaft gemacht worden, dass sich die massgebenden 
Umstände seit dem letzten Leistungsgesuch geändert hätten.

E. Dagegen erhebt A.________ am 21. Oktober 2024 Beschwerde bei der IV-Stelle, welche 
diese zuständigkeitshalber am 21. Oktober 2024 an das Kantonsgericht Freiburg weiterleitet. In ihrer 
verbesserten Beschwerdeschrift vom 11. November 2024 beantragt die Beschwerdeführerin implizit, 
die Verfügung vom 26. September 2024 sei aufzuheben und ihr sei eine Hilflosentschädigung mittle-
ren Grades zuzusprechen. Ferner stellt sie den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege.

Die IV-Stelle bestätigt in ihren Bemerkungen vom 27. November 2024 die Ausführungen in ihrer 
Verfügung und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Am 11. Dezember 2024 reicht die Beschwerdeführerin diverse Arztberichte ein, ohne diese jedoch 
zu kommentieren. Die IV-Stelle hält in ihren Schlussbemerkungen vom 21. Januar 2025 an ihrer 
Sichtweise fest.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massgebend 
sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1.

Eintretensvoraussetzungen

Die Beschwerde vom 21. Oktober 2024 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 26. September 2024 
ist fristgerecht bei der IV-Stelle eingereicht worden, welche diese an die zuständige Beschwerde-
instanz weitergeleitet hat. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kan-
tonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die IV-Stelle zu Recht auf die Neuanmel-
dung nicht eingetreten ist.

Die Beschwerdeführerin stellt den Antrag auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades. Da es 
sich bei der hier streitigen Verfügung vom 26. September 2024 um einen Nichteintretensentscheid 
in Bezug auf eine Neuanmeldung handelt, ist der gestellte Antrag unzulässig. Das vorliegende 
Verfahren hat nicht die Abklärung eines allfälligen materiellen Leistungsanspruchs zum Inhalt, 
sondern beschränkt sich auf die Frage, ob die IV-Stelle auf die Neuanmeldung hätte eintreten müs-
sen oder nicht (vgl. Urteil BGer 9C_815/2014 vom 8. Dezember 2014). Implizit ist die Beschwerde 
aber so zu verstehen, dass die Beschwerdeführerin (ebenfalls) beantragt, die IV-Stelle habe auf ihre 
Neuanmeldung einzutreten.

Auf die Beschwerde ist mit dieser Einschränkung einzutreten.

2.

Anforderungen an eine Neuanmeldung, Nichteintreten auf Neuanmeldung

Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV; SR 831.201) eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenzbeitrag wegen eines 
zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen 
Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine neue An-
meldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen nach Abs. 2 erfüllt sind. Dieser sieht vor, dass 
wenn ein Gesuch um Revision eingereicht wird, so ist darin glaubhaft zu machen, dass sich der 
Grad der Invalidität oder Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes 
oder Hilfebedarfs des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

Im Verfahren der Neuanmeldung nach Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV spielt der Untersuchungsgrundsatz 
(Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], das hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] zur Anwendung gelangt) insoweit 
nicht, als die versicherte Person in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsäch-
lichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast 
trifft (Urteil BGer 8C_619/2022 vom 22. Juni 2023 E. 3.2 mit Hinweisen). Da für die beschwerde-
weise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung der Sachverhalt massgebend ist, wie er sich der 
Verwaltung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung darstellte, können die im kantonalen Beschwer-
deverfahren eingereichten Berichte für die Beurteilung der anspruchserheblichen Veränderung nicht 
berücksichtigt werden (Urteil BGer 8C_564/2024 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 130 V 64 E. 5.2.5).

Mit dem Beweismass des "Glaubhaftmachens" sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis 
verbunden; die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst 

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üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhan-
densein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhalts-
punkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender 
Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (Urteil BGer 8C_316/2024 
vom 12. März 2025 E. 2.3.2 mit Hinweisen).

Eine Pflicht der Verwaltung zur Nachforderung weiterer Angaben besteht nur, wenn den – für sich 
allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden – Arztberichten konkrete Hinweise entnom-
men werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen erstellbare rechtser-
hebliche Änderung vorliegt (Urteil BGer 8C_30/2017 vom 17. März 2017 E. 4.1 mit Hinweis). Bei der 
Prüfung, ob die Vorbringen glaubhaft sind, hat die Verwaltung u. a. zu berücksichtigen, ob die frühe-
re Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und wird dementsprechend an die 
Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen (vorerwähntes Urteil BGer 
8C_316/2024 E. 2.3.2 in fine mit Hinweis auf BGE 149 V 177 E. 4.3.2). An die Glaubhaftmachung 
sind nicht allzu hohe Anforderungen zu stellen, wenn eine Neuanmeldung mehr als 15 Monate nach 
einer rentenablehnenden Verfügung erfolgt (BGE 130 V 64 E. 6.2).

3.

Glaubhaftigkeit der rechtserheblichen Änderung

Es ist streitig, ob die IV-Stelle auf die Neuanmeldung vom 15. Dezember 2023 zu Recht nicht einge-
treten ist.

3.1. Für ihre letzte leistungsverneinende Verfügung vom 14. Juli 2023 (IV-Akten S. 877 ff.) stützte 
sich die IV-Stelle auf den Abklärungsbericht vom 11. Juli 2023 (IV-Akten S. 860 ff.), gemäss dem 
die Hilflosigkeit in allen Bereichen sowie auch die Notwendigkeit einer lebenspraktischen Begleitung 
verneint wurde. Der Beschwerdeführerin sei es möglich, weitere Hilfsmittel zu verwenden bzw. An-
passungen in der Wohnung vorzunehmen. Ferner stützte sich die IV-Stelle auf den Bericht von 
Dr. med. C.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (RAD), vom 12. Juli 2023 (IV-Akten 
S. 873 ff.), die darin die in ihren Vorberichten vom 23. September 2021 (IV-Akten S. 672 ff.), 29. Juni 
2022 (IV-Akten S. 745 ff.) sowie 10. Oktober 2022 (IV-Akten S. 814 ff.) geäusserte Meinung, 
wonach auch unter Berücksichtigung aktueller Arztberichte keine Hilflosigkeit ausgewiesen sei, 
bestätigte. Auch die neusten Arztberichte würden keine Hilflosigkeit begründen. Bei fehlendem 
neurologischen Korrelat für eine begründbare Einschränkung in den Aktivitäten des täglichen 
Lebens (ADL) und der Möglichkeit, seit Jahren bei Bedarf entsprechende Hilfsmittel zur Erhaltung 
der Autonomie einzusetzen (statt familiärer Hilfe einzufordern), könne und müsse eine Hilflosigkeit 
weiterhin verneint werden. Die elektrophysiologischen Untersuchungen der oberen (1/22) und 
unteren (4/22) Extremitäten hätten wie die Jahre zuvor keine neurologisch relevanten 
Nervenschädigungen gezeigt. Selbst ein Schädel-MRI habe keine wegweisenden Befunde erbracht 
und eine Polyneuropathie mit Auswirkungen auf die ADL bestehe weiterhin nicht. Nachdem die 
Beschwerdeführerin u. a. bei den neurologischen Untersuchungen in der Lage gewesen sei, allein 
normal zu gehen und nur bei den komplexen Gangarten (Zehen, Hacken und Strichgang) 
Unterstützung benötigt habe bei erhaltener Kraft und Motorik der Extremitäten, erschliesse sich kein 
Grund für eine Hilfe durch Dritte. Zudem sei es ihr zumutbar, entsprechende Hilfsmittel einzusetzen 
und sowohl ihr Bett als auch ihre Sitzmöbel den Bedürfnissen ihres Alters (57 Jahre) anzupassen.

3.2. In ihrer Stellungnahme vom 24. Januar 2024 (IV-Akten S. 967) im Rahmen des Verfahrens 
605 2023 150 war die IV-Stelle bereit, die beiden in diesem Verfahren nachgereichten nachfolgen-

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den Berichte des D.________ als Neuanmeldung entgegenzunehmen. Gemäss dem provisorischen 
Austrittsbericht des D.________ vom 31. Oktober 2023 (IV-Akten S. 956 ff.), nach Hospitalisation 
der Beschwerdeführerin vom 27. bis zum 31. Oktober 2023, konsultierte diese den Notfall wegen 
einer akuten Pankreatitis. Die Ursache hierfür konnte nicht gefunden werden und die Be-
schwerdeführerin wurde nach gutem Verlauf nach Hause entlassen. Am 5. Dezember 2023 konsul-
tierte sie erneut den Notfall des D.________. Gemäss dem provisorischen Austrittsbericht 
vom 13. Dezember 2023 (IV-Akten S. 959 ff.) war es aufgrund eines Verschlusses der vorderen 
interventrikulären Arterie zu einem Herzinfarkt gekommen, der namentlich mit einem Stent und 
medikamentös behandelt wurde. Gemäss der Kontrolluntersuchung vom 8. Dezember 2023 war es 
zu einer kompletten Erholung der linksventrikulären Auswurffraktion (LVEF) und Normalisierung der 
segmentalen Bewegungsstörung gekommen und es lagen keine Anzeichen für mechanische 
Komplikationen vor. In beiden Berichten wurde hinsichtlich der bekannten chronischen HWS- und 
LWS-Beschwerden jeweils folgendes angegeben: Subjektive Empfindungen von Kraftverlust in den 
Beinen, ohne objektiv nachweisbare neurologische Symptome und Chronifizierung, subjektiv stark 
eingeschränkte Mobilität, Gangunsicherheit, Dekonditionierung, ausgeprägte psychosoziale 
Probleme mit einer starken Tendenz zur Medikalisierung und der Abhängigkeit von Hilfe.

Auf Nachfrage des damaligen Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 26. April 2024 (IV-
Akten S. 978 f.) bestätigte die IV-Stelle am 1. Mai 2024 (IV-Akten S. 980), das Schreiben des 
Rechtsvertreters vom 15. Dezember 2023 (IV-Akten S. 952 ff.), dem die vorerwähnten Berichte des 
D.________ beigelegt waren, werde als Neuanmeldung für eine Hilflosenentschädigungen 
angesehen.

Am 2. Mai 2024 (IV-Akten S. 983 f.) reichte die Beschwerdeführerin weitere Berichte nach. Zum 
einen den Bericht zu einer am 29. April 2024 (IV-Akten S. 981 f.) durchgeführten Skelettszintigra-
phie. Gemäss diesem lag eine mässiggradige Anschlussdegeneration des Segmentes C3/C4 mit 
Osteochondrose und Unkovertebralarthrosen vor sowie morphologisch eine mässiggradige Einen-
gung des linksseitigen Neuroforamens, jedoch aktuell ohne entzündliche Aktivierung. Zudem be-
stand eine diffuse, reaktive Knochenstoffwechselsteigerung entlang der versorgten Wirbelsegmente 
C4–6, bei noch nicht signifikanter Stabilisierung des Segmentes C4/C5 ohne Materialbruch oder 
Lockerung sowie eine reizlose einliegende Bandscheibenprothese C7/Th1. Zum anderen ein aktuel-
les Zeugnis vom behandelnden Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Neurochirurgie, vom 
30. April 2024 (IV-Akten S. 986). Dieser bestätigte ohne weitere Begründung, die Hilflosigkeit habe 
im letzten Jahr langsam zugenommen und die Beschwerdeführerin benötige einen sehr hohen 
Pflegeaufwand zuhause. Der Ehemann helfe täglich beim Anziehen der Socken und Hosen.

Am 11. Juni 2024 (IV-Akten S. 1002 ff.) stellte die Beschwerdeführerin einen Antrag für folgende 
Hilfsmittel: medizinisches einstellbares Bett, Rollator, Brille, einstellbaren Sitz/Sessel.

Mit Vorentscheid vom 13. August 2024 (IV-Akten S. 1025 ff.) trat die IV-Stelle auf die Neuanmeldung 
vom 15. Dezember 2023 nicht ein. In der Folge reichte die Beschwerdeführerin keine weiteren Be-
richte ein und die IV-Stelle bestätigte mit der hier streitigen Verfügung vom 26. September 2024 
ihren Vorentscheid.

3.3. Die IV-Stelle stützte sich für ihren Entscheid auf den Bericht von Dr. med. F.________, 
praktische Ärztin des RAD, vom 8. Mai 2024 (IV-Akten S. 997 ff.). Darin nahm diese Stellung zu den 
vorgenannten Berichten und hielt fest, die Versicherte habe bekannte Beschwerden an der HWS mit 
Voroperationen 2022, 2019, 2008 (2x) und 1993. Es würden seit vielen Jahren nachvollziehbare 
Beeinträchtigungen der Beweglichkeit der HWS nach Versteifungsoperationen bestehen. Gezielter 

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Hilfsbedarf oder die Benutzung von Hilfsmitteln beim Ankleiden von einzelnen Kleidungsstücken, mit 
der Notwendigkeit von Bücken und starker Flexion der Wirbelsäule, wie z. B. beim Anziehen von 
Socken, sei nachvollziehbar. Hinzugetreten seien internistische Erkrankungen der Bauchspeichel-
drüse und des Herzens. Ein Herzinfarkt werde auch als potenziell lebensbedrohlich eingestuft. Den-
noch lasse sich eine Beeinträchtigung der ADL mit Hilfebedarf nicht aus den beiden Arztberichten 
[des D.________] ableiten. Eine dauerhafte Herzinsuffizienz mit resultierender Leistungsminderung 
und Atemnot bestehe nicht. Die RAD-Ärztin verneinte die Frage, ob die Beschwerdeführerin 
glaubhaft dargelegt habe, dass sich ihr Gesundheitszustand mit Einfluss auf einen regelmässigen 
und erheblichen Hilfsbedarf einer Drittperson gegenüber der Verfügung vom 14. Juli 2023 verändert 
habe.

3.4. Die Beschwerdeführerin bringt vor, 2008 seien durch Dr. med. G.________, Facharzt für 
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Implantate auf der Höhe 
C4/C5 und C5/C6 eingesetzt worden. Dennoch hätten ihre körperlichen Beschwerden 
zugenommen. Die Implantate hätten sich mit der Zeit gelockert, weshalb sie 2019 und 2021 durch 
Dr. med. E.________ operiert worden sei. Sie sei aktuell von der Halswirbelsäule bis zu den Füssen 
stark eingeschränkt. Damit verbunden seien Einschränkungen in den ADL. So gelinge es ihr nicht 
ohne Begleitung einen Spaziergang oder Einkäufe zu machen oder Kontakte zu pflegen. Bei der 
Körperpflege und beim Anziehen brauche sie Unterstützung durch den Ehemann und die Tochter, 
die auch die Mahlzeiten zubereiten würden. Sie sei deshalb auf eine Hilflosenentschädigung 
mittleren Grades angewiesen.

3.5. Zunächst ist daran zu erinnern, dass wenn seit der letzten leistungsablehnenden Verfügung 
erst kurze Zeit vergangen ist, an die Glaubhaftmachung einer Sachverhaltsänderung höhere Anfor-
derungen gestellt werden als bei einer länger zurückliegenden Verfügung. Vorliegend erfolgte die 
Neuanmeldung vom 15. Dezember 2023 knapp fünf Monate nach der Verneinung des Leistungsan-
spruchs durch die IV-Stelle mit Verfügung vom 14. Juli 2023, die mit Urteil vom 23. Juli 2024 be-
stätigt wurde. Somit sind hier an die Glaubhaftmachung höhere Anforderungen zu stellen.

Weiter ist bezüglich der Hilflosigkeit darauf hinzuweisen, dass aus ärztlich bescheinigten körperli-
chen oder psychischen Leiden in der Regel keine unmittelbaren Schlüsse hinsichtlich des Anspruchs 
auf eine Hilflosenentschädigung gezogen werden können. Dieser richtet sich nicht direkt nach den 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen, sondern misst sich an deren konkreten Auswirkungen auf die 
alltäglichen Lebensverrichtungen (Urteil EVG U 442/04 vom 25. April 2005 E. 2.3 mit Hinweisen). 
Insofern kann beim Vorliegen einer neuen Diagnose nicht automatisch auf eine erhöhte Hilflosigkeit 
geschlossen werden. Eine blosse Erschwerung oder verlangsamte Vornahme von Lebensverrich-
tungen vermag nicht bereits eine Hilflosigkeit zu begründen (Urteil BGer 8C_681/2014 
vom 19. März 2015 E. 5.3 mit Hinweis).

Die IV-Stelle ist im Ergebnis gestützt auf den überzeugenden RAD-Bericht vom 8. Mai 2024 auf die 
Neuanmeldung vom 15. Dezember 2023 zu Recht nicht eingetreten, da die bis zum Nichteintretens-
entscheid vom 26. September 2024 eingereichten Arztberichte nicht genügen, um eine Verschlech-
terung in Bezug auf die Hilflosigkeit glaubhaft zu machen. Das Gericht hatte schon in seinem Urteil 
vom 23. Juli 2024 betreffend das Verfahren 605 2023 150 darauf hingewiesen, dass sich aus den 
am 15. Dezember 2023 und 2. Mai 2024 nachgereichten Berichten keine Änderung bezüglich der 
Hilflosigkeit ergebe. Die Berichte des D.________ vom 31. Oktober und 13. Dezember 2023 
äussern sich nicht zur Hilflosigkeit, sondern diskutieren neue Fakten, aus denen sich, wie von der 
RAD-Ärztin festgehalten, keine direkten Auswirkungen auf die ADL ergeben und konnten durch das 
D.________ erfolgreich behandelt werden. Interessant sind bei den beiden D.________-Berichten 

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jeweils die Angaben zu den bekannten chronischen HWS- und LWS-Beschwerden, wonach eine 
Diskrepanz zwischen dem subjektiven Empfinden der Beschwerdeführerin und den objektiv 
nachweisbaren Beschwerden besteht. Auch aus dem Bericht zur Skelettszintigraphie vom 29. April 
2024 und dem Zeugnis von Dr. med. E.________ vom 30. April 2024 ergeben sich keine konkreten 
Hinweise auf eine Verschlechterung in Bezug auf die Hilflosigkeit. So wird im erst genannten 
namentlich eine aktivierte Entzündung verneint. Dr. med. E.________ seinerseits zieht auch 
weiterhin nicht in Betracht, dass es für die von ihm genannten und bekannten Probleme beim 
Anziehen von Socken und Hosen Hilfsmittel gibt, worauf bereits im Urteil vom 23. Juli 2024 
hingewiesen wurde.

3.6. Wie dargelegt (vgl. supra E. 3), legt im Fall eines Nichteintretens auf eine Neuanmeldung die 
Beschwerdeinstanz ihrer Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot. 
Deshalb können der zusammen mit der Beschwerde eingereichte Bericht von Dr. med. E.________ 
vom 25. Oktober 2024 sowie auch die weiteren im Verfahren nachgereichten Berichte (MRI OSG 
links vom 30. Oktober 2024, Dr. med. H.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 22. November 2024 und Dr. med. E.________ vom 
10. Dezember 2024) hier nicht berücksichtigt werden.

Der Beschwerdeführerin steht es frei, bei einer objektiv eingetretenen Verschlechterung hinsichtlich 
der Hilflosigkeit eine Neuanmeldung vorzunehmen. Dennoch sei basierend auf den dem Kantons-
gericht vorliegenden Akten der Vollständigkeit halber immerhin auf folgendes hingewiesen: Gemäss 
dem MRI des linken OSG vom 31. Oktober 2024 bestehe im Vergleich zur Voruntersuchung vom 
August 2023 weiterhin eine ganglionartige Zyste posterior des unteren und oberen Sprunggelenks, 
die sich weiter ausdehne, weshalb Dr. med. H.________ am 22. November 2024 eine operative 
Entfernung empfahl, aber keine diesbezüglichen Einschränkungen angab. Ferner war die OSG-
Problematik bei Erlass der Verfügung vom Juli 2023 bereits bekannt. Hinsichtlich der beiden Berichte 
von Dr. med. E.________ vom 25. Oktober und 10. Dezember 2024 fällt auf, dass er jeweils gestützt 
auf den Bericht zur Skelettszintigraphie von einer entzündlichen Aktivierung im Bereich der HWS 
ausging, was im genannten Bericht jedoch explizit ausgeschlossen wurde, weshalb sich bereits aus 
diesem Grund Zweifel an seinen Berichten ergeben. Weiter wurden die im Oktober 2024 geltend 
gemachten Einschränkungen (Körperpflege, Anziehen und Aufstehen aus Stuhl oder von Toilette) 
schon im Abklärungsbericht vom 11. Juli 2023 behandelt. Was die Probleme beim Gehen betrifft, 
werden diese durch den offenbar seit Monaten verwendeten Rollator vermindert. Schliesslich 
erklärte er im Dezember 2024, es lägen neue Pathologien vor, woraus jedoch, wie gesehen, nicht 
automatisch auf neue Einschränkungen hinsichtlich den ADL geschlossen werden kann.

4. Fazit

Zusammenfassend ist die IV-Stelle auf die Neuanmeldung vom 15. Dezember 2023 zu Recht nicht 
eingetreten. Die Verfügung vom 26. September 2024 ist zu bestätigen und die Beschwerde (605 
2024 172) abzuweisen.

Obwohl das Verfahren kostenpflichtig wäre, werden hier gestützt auf Art. 129 Bst. a kantonalen Ge-
setzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) ausnahmsweise keine Gerichtskosten 
erhoben.

Das Gesuch um teilweise unentgeltliche Rechtpflege (605 2024 185) erweist sich damit als gegen-
standslos und kann vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben werden.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (605 2024 172) von A.________ wird abgewiesen.

II. Es wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet.

III. Das Gesuch um teilweise unentgeltliche Rechtspflege (605 2024 185) wird als gegenstandslos 
vom Geschäftsverzeichnis gestrichen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem 
Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 13. Oktober 2025/bsc

Der Präsident Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter