# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ecca4ce3-ae13-582e-be9b-5a913972f8ce
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 27.05.2020 PS200107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS200107_2020-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 
 

Geschäfts-Nr.: PS200107-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller so-

wie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck 

Beschluss vom 27. Mai 2020 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

betreffend Mitteilung des Verwertungsprotokolls und der Abrechnung 
vom 15. Januar 2020 / Pfändungen Nrn. 1, 2, 3, 4, 5 und 6 
(Beschwerde über das Betreibungsamt Zürich 11) 
 
Beschwerde gegen einen Beschluss der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes 
Zürich vom 8. April 2020 (CB200014) 
 

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Erwägungen: 
 

1.1. Der Beschwerdeführer arbeitet als selbständiger Taxichauffeur. Im Verlauf 

von verschiedenen Betreibungsverfahren gegen ihn kam es zu diversen Einkom-

mens- und Sachpfändungen durch das Betreibungsamt Zürich 11, unter anderem 

des Taxis des Beschwerdeführers. Am 15. Januar 2020 erstellte das Betrei-

bungsamt Zürich 11 das Verwertungsprotokoll und die Abrechnung der Pfändun-

gen Nrn. 1, 2, 3, 4, 5 und 6.  

1.2. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Januar 2020 

(act. 1) Beschwerde bei der 1. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich (nachfol-

gend: Vorinstanz). Im Verlaufe des Verfahrens ersuchte er sodann um Wieder-

herstellung der Fristen sowie um wiedererwägungsweise Prüfung aller Pfän-

dungs- und Betreibungsverfahren (act. 9). Mit Beschluss vom 8. April 2020 trat die 

Vorinstanz auf das Wiedererwägungs- und das Fristwiederherstellungsgesuch 

nicht ein und wies die Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat (act. 11 = act. 14).  

1.3. Mit Eingabe vom 18. Mai 2020 (Datum Poststempel) erhob der Beschwerde-

führer gegen diesen Entscheid Beschwerde bei der Kammer und stellte zahlrei-

che Anträge, u.a. das Urteil der Vorinstanz sei aufzuheben und das Betreibungs-

amt sei zu verpflichten, das Taxi als Kompetenzstück anzuerkennen, und es sei 

ihm der Verkaufserlös aus dem illegalen Freihandverkauf des Taxis von CHF 

2‘000.– zurückzuerstatten (act. 15). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen 

(act. 1-12). Das Verfahren ist spruchreif.  

2. Die Beschwerdefrist beträgt gestützt auf Art. 18 Abs. 1 SchKG zehn Tage. 

Es handelt sich um eine gesetzliche Frist.  

Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 21. April 2020 zu-

gestellt (act. 12/2). Die Rechtsmittelfrist begann damit am 22. April 2020 zu lau-

fen. Entgegen dem Beschwerdeführer (vgl. act. 15 S. 2) bestand zu dieser Zeit 

kein Fristenstillstand mehr. Der vom Bundesrat aufgrund der Corona-Pandemie 

verfügte Rechtsstillstand im Sinne von Art. 62 SchKG (Verordnung über den 

Rechtsstillstand gemäss Artikel 62 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung 

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und Konkurs vom 18. März 2020) wie auch der Fristenstillstand in Zivil- und Ver-

waltungsverfahren (Verordnung über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Ver-

waltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammenhang mit dem 

Coronavirus (COVID-19) vom 20. März 2020) sowie die Betreibungsferien ge-

mäss Art. 56 Ziff. 2 SchKG betrafen lediglich die Zeit von 19. März 2020 resp. 

21. März 2020 bis 19. April 2020. Nachdem die 10-tägige Beschwerdefrist am 

22. April 2020 begonnen hatte, lief sie unter Berücksichtigung des ersten Mai als 

eines Feiertages und des Wochenendes am Montag, 4. Mai 2020, ab. Die am 

18. Mai 2020 bei der Post aufgegebene Beschwerde wurde damit verspätet erho-

ben. Da es sich um eine gesetzliche Frist handelt, kann sie nicht erstreckt wer-

den. Die Vorwürfe des Beschwerdeführers, die Frist sei viel zu kurz, sie müsste 

30 Tage betragen und die Vorinstanz habe ihm absichtlich eine zu kurze Frist an-

gesetzt (vgl. act. 15 S. 2), verfangen deshalb nicht. Aus diesen Gründen ist auf 

die Beschwerde nicht einzutreten. 

3. Das Beschwerdeverfahren ist kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG und 

Art. 61 Abs. 2 GebV SchKG). Parteientschädigungen dürfen in diesem Verfahren 

nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, unter Rücksendung der 

erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Zü-

rich 11, je gegen Empfangsschein. 

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5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in Schuldbetrei-
bungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw C. Funck 
 
versandt am: 
28. Mai 2020 
 
 
 

	Beschluss vom 27. Mai 2020
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz sowie an das Betreibungsamt Zürich 11, je gegen Empfangsschein.
	5.  Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...