# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 959d6a94-3d1a-5c44-bbe2-001310bf84f2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.02.2024 725 2023 15 / 39 (725 23 15 / 39)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-15---39_2024-02-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. Februar 2024 (725 23 15 / 39) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Kausalzusammenhang zwischen Unfall und nachträglich geklagten Schulterbe-

schwerden mangels eines passenden Unfallmechanismus verneint.  

 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Der 1965 geborene A.____ war seit Mitte Mai 2019 als Lagermitarbeiter tätig und in 
dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherung (Suva) obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 31. Mai 2021 stürzte er beim Anheben 
einer schweren Last und erlitt dabei ein Distorsionstrauma der Lendenwirbelsäule (LWS). Die 
Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte zunächst die gesetzlichen Versicherungs-
leistungen namentlich in Form von Heilbehandlungskosten und Taggeldern. Mit Schreiben vom 

 
 
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2. November 2021 und anschliessender Verfügung vom 16. Juni 2022 stellte sie ihre Leistungen 
per 1. Dezember 2021 unter Hinweis auf den Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs 
ein. Eine dagegen erhobene Einsprache wies sie nach ergänzenden Abklärungen der gesund-
heitlichen Verhältnisse mit Entscheid vom 2. Dezember 2022 ab. Als Begründung hielt sie fest, 
dass das Unfallereignis vom 31. Mai 2021 lediglich zu vorübergehenden Beschwerden eines be-
reits vorbestehenden degenerativen Zustands an der LWS geführt habe. Soweit der Versicherte 
geltend gemacht habe, dass er nebst Rückenschmerzen zusätzlich auch an Beschwerden an 
seiner linken Schulter leide, sei es eher unwahrscheinlich, dass die mittlerweile dort erhobenen 
Befunde im Zusammenhang mit dem erlittenen Sturzereignis stünden, weil diese erst anfangs 
Januar 2022 geltend gemacht worden seien. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, am 20. 
Januar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozial-
versicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhe-
bung des angefochtenen Einspracheentscheids zu verpflichten, im Zusammenhang mit dem Er-
eignis vom 31. Mai 2021 die gesetzlichen Leistungen über den 1. Dezember 2021 hinaus zu 
erbringen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass die 
vertrauensärztliche Beurteilung der Suva insbesondere vom 8. Juni 2022 nicht beweistauglich 
sei. So werde bereits schon früh in den medizinischen Akten erwähnt, dass der Versicherte auf 
die linke Seite gestürzt sei und sich im weiteren Verlauf auch Schulterbeschwerden eingestellt 
hätten. Der behandelnde Orthopäde begründe die fortbestehende Unfallkausalität ausserdem 
damit, dass an der linken Schulter eine traumatische Pulley-Läsion vorliege. Hierzu nehme der 
Kreisarzt der Suva ebenso wenig Stellung wie zum Umstand, dass in der Magnet-Resonanzto-
mographie (MRI) vom 28. Februar 2022 ein Knochenödem diagnostiziert worden sei. 
 
C. Die Suva schloss mit Vernehmlassung vom 20. Februar 2023 unter Hinweis auf eine 
ergänzende Beurteilung ihres Kreisarztes vom 7. Februar 2023 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 26. Mai 2023 hielt der Beschwerdeführer an seinem bisherigen Rechts-
standpunkt fest. Mit Eingabe vom 7. Juni 2023 reichte er eine ergänzende Stellungnahme seines 
behandelnden Orthopäden vom 7. Juni 2023 ein.  
 
E. Mit Duplik vom 19. Juli 2023 hielt die Suva unter Hinweis auf eine weitere Beurteilung 
ihres Kreisarztes vom 17. Juli 2023 weiterhin am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
  

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

 
 
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vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwal-
tungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versiche-
rungsgericht und einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheent-
scheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist damit auch sachlich zur Behand-
lung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobene 
Beschwerde vom 20. Januar 2023 ist somit einzutreten. 
 
2. Materiell ist zu prüfen, ob die Suva zu Recht bereits anfangs Dezember 2021 ihre Leis-
tungen eingestellt hat. Umstritten ist dabei einzig, ob die Beschwerden an der linken Schulter des 
Versicherten über diesen Zeitpunkt hinaus mit dem am 31. Mai 2021 erlittenen Unfallereignis in 
einem rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang stehen.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt namentlich voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre-
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt daher, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds 
genügt mithin eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des 
obligatorischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil 
des Bundesgerichts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

 
 
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Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest und ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewie-
sen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, Letzterer also ausschliesslich 
nur noch auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 
aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor-
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist 
(Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 
206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbe-
gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 
mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Aus-
wirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallver-
sicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss 
indes nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es 
darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsscha-
den mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist 
allein, ob jegliche unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung 
verloren haben und dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
2.4 Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante (Gesundheitszustand, wie er vor dem 
Unfall vorlag, bzw. wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf früher oder später auch 
ohne Unfall eingestellt hätte) entfällt jegliche (Teil-)Ursächlichkeit für noch bestehende Beschwer-
den (SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125). Solange allerdings der Status quo sine vel ante noch nicht 
wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben 
den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch 
die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen. Dies gilt dem Gesagten zufolge (oben, Er-
wägung 2.4) selbst dann, wenn die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der konkurrie-
renden Ursachen zum stark überwiegenden Teil eine Krankheitsfolge darstellt. Dies bedeutet, 
dass die versicherte Person unter Umständen Anspruch auf einen operativen Eingriff mit an-
schliessender zweckmässiger Behandlung hat, wenn diese im Gesamtkontext gesehen letztlich 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit einer (vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest 
mitverursachten Beschwerden diente und dabei nicht gesagt werden kann, die Operation sei im 
selben Zeitpunkt auch ohne den durch den Unfall bewirkten Beschwerdeschub überwiegend 
wahrscheinlich notwendig geworden (Urteil des Bundesgerichts vom 24. Juni 2008, 
8C_326/2008). Art. 36 UVG setzt mit anderen Worten voraus, dass der Unfall und der Vorzustand 

 
 
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derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsschadens 
zu sprechen ist. Beide Ursachen sind in einem solchen Fall für den gleichen Schaden kausal. 
Keine gemeinsame Verursachung liegt jedoch vor, und Art. 36 UVG ist dann nicht anwendbar, 
wenn die beiden Einwirkungen einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so 
etwa wenn der Unfall und der Vorzustand verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die 
Krankheitsbilder gerade nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a). Mit Art. 36 UVG wird das 
Kausalitätsprinzip mit anderen Worten teilweise durchbrochen. Der Unfallversicherer hat diesfalls 
für Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie Taggelder und Hilflosenentschädigungen 
ohne Einschränkung aufzukommen (Art. 36 Abs. 1 UVG). Liegt eine gemeinsame Schadenver-
ursachung vor, kann deshalb auch keine Aufteilung der Leistungen nach Kausalitätsanteilen er-
folgen (BGE 121 V 326 E. 3c). 
 
2.5 Der Unfallversicherer hat grundsätzlich die Möglichkeit, seine durch Ausrichtung von 
Heilbehandlungen und Taggeld einmal anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc et pro 
futuro ohne die Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwägung oder der prozessualen 
Revision mit der Begründung wieder einzustellen, dass bei richtiger Betrachtung kein versichertes 
Ereignis vorliege oder der Kausalzusammenhang zwischen dem erlittenen Unfallereignis und 
dem leistungsbegründenden Gesundheitsschaden gar nie bestanden habe oder mittlerweile da-
hingefallen sei (Urteil des Bundesgerichts vom 3. September 2020, 8C_319/2020, E. 6.5). Nur 
wenn er seine bisherigen Leistungen zurückfordert, muss er den Rückkommenstitel der pro-
zessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen. Lässt er die seiner Ansicht nach bisher 
zu Unrecht ausgerichteten Leistungen jedoch stehen und verzichtet er auf deren Rückforderung, 
bildet der Streitgegenstand nur die zukünftige Leistungseinstellung (BGE 130 V 380 E 2.3.1).  
 
3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, un-
abhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 

 
 
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ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hin-
weis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
4.1 Während zwischen den Parteien unbestritten geblieben ist, dass in Bezug auf die ur-
sprünglich geklagten Rückenbeschwerden der Status quo sine anfangs Dezember 2021 einge-
treten ist, stützte sich die Suva im Zusammenhang mit den im Nachgang zum Unfallereignis vom 
31. Mai 2021 geklagten Beschwerden des Versicherten an dessen linken Schulter bei der Wür-
digung des medizinischen Sachverhalts im Wesentlichen auf die Stellungnahme ihrer Kreisärztin 
Dr. med. B.____, FMH Traumatologie und Allgemeinchirurgie, vom 8. Juni 2022 (Suva-Dok 84). 
Daraus geht hervor, dass weder in der Unfallmeldung noch im Fragebogen zum Unfallhergang je 
ein Sturz auf die linke Schulter erwähnt worden sei. Im Arztzeugnis UVG der Hausärztin seien 
ebenfalls keine Schmerzen an der linken Schulter erwähnt worden. Die Abklärung der LWS-
Beschwerden habe in der Bildgebung einzig leichtgradige degenerative Veränderungen insbe-
sondere im unteren LWS-Bereich ergeben. Zusätzlich sei ein Status nach LWK-1-Fraktur ersicht-
lich geworden, der jedoch bereits seit 2008 bekannt gewesen sei. Insgesamt hätten sich keine 
frischen strukturellen Läsionen zeigt. Schulterbeschwerden links seien gemäss dem Auszug aus 
der Krankengeschichte der Hausärztin erstmals anlässlich der Konsultation vom 4. Januar 2022 
und damit über sechs Monate nach dem Sturzereignis erwähnt worden. Im MRI vom 28. Februar 
2022 stelle sich eine aktivierte AC-Gelenksarthrose mit Knochenödem und diffuser Kapsel-
schwellung bzw. mit einem Ödem im Ligamentum acromioclaviculare dar. Zusätzlich zeige sich 
eine Teilläsion der Subscapularissehne im cranialen Abschnitt. Es sei ein Verdacht auf eine Pul-
ley-Läsion bei nicht mehr in der Kontur erhaltenem Ligamentum glenhumorale superius und dif-
fusem Weichteilödem am Rotatorenintervall erhoben worden. Der Knorpel im Bereich des Gleno-
ids sei verschmälert. Ausserdem stelle sich eine ausgedehnte Labrumläsion und ein Kapselödem 
sowie ein Weichteilödem im Bereiche des Rotatorenintervalls dar, welches auf eine adhäsive 
Kapsulitis hinweisen könne. Zusammengefasst sei der Hauptbefund eine aktivierte AC-
Gelenksarthrose, die schmerzbedingt wahrscheinlich zu einer adhäsiven Kapsulitis geführt habe. 
Dass diese Befunde im Zusammenhang mit dem Sturzereignis vom 31. Mai 2021 stünden, sei 
mit Blick auf die anfänglich nicht erwähnten Schulterschmerzen eher unwahrscheinlich. Bei der 

 
 
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Beurteilung der Gesundheitsschädigung im Bereich des Schultergelenks sei zu berücksichtigen, 
dass die strukturelle Degeneration des Subacromialraums einem physiologischen Prozess ent-
spreche, der im Leben früher oder später symptomatisch werde. Für eine traumatische Läsion 
der Rotatorenmanschette sei kein einziger Anhaltspunkt erfüllt, welcher für die Annahme einer 
wahrscheinlichen Unfallkausalität sprechen würde. Zusammengefasst sei betreffend das linke 
Schultergelenk eine Erstkonsultation erstmals nach über sechs Monaten erfolgt. Im MRI seien 
ausschliesslich chronisch-degenerative Läsionen, namentlich eine aktivierte AC-
Gelenksarthrose, ersichtlich. Eine adhäsive Kapsulitis sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
Folge dieser aktivierten AC-Gelenksarthrose. Unfallspezifische Befunde seien im MRI nicht nach-
gewiesen worden. Auch im Bereich der LWS würden sich nur degenerative Befunde finden las-
sen. Es sei somit daran festzuhalten, dass der Unfall weder an der LWS noch an der linken 
Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen unfallkausalen strukturell-objek-
tivierbaren Läsionen geführt habe. Unfallfolgen würden im Beschwerdebild des Versicherten nach 
spätestens zwei bis drei Monaten seit dem Unfall keine Rolle mehr spielen. Eine Kontusion ohne 
strukturelle Läsionen sei nach derzeitigem medizinischen Wissenstand nach dieser Zeit abge-
heilt. Durch das Ereignis vom 31. Mai 2021 könne es zu einer vorübergehenden Verschlimme-
rung im Sinne einer Schmerzauslösung während dieses Zeitraums gekommen sein. Beschwer-
den darüber hinaus seien mit den vorbestehenden degenerativen Befunden mehr als erklärt. 
Zwar könne eine Kontusion an der Schulter zu einer vorübergehenden Verschlimmerung im 
Sinne einer Aktivierung der AC-Gelenksarthrose führen. Die Beschwerden wären diesfalls aber 
nicht erstmals nach sechs Monaten, sondern zeitnah zum erlittenen Sturz aufgetreten. Eine AC-
Gelenksarthrose könne sich wie jede Arthrose auch ohne Unfallereignis aktivieren. Gestützt auf 
diese Beurteilung, so das Fazit der Beschwerdegegnerin in deren Einspracheentscheid vom 2. 
Dezember 2022, sei davon auszugehen, dass die Unfallkausalität der geklagten Schulterbe-
schwerden nach spätestens drei Monaten weggefallen sei.  
 
4.2 Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt, dass diese kreis-
ärztliche Beurteilung nicht überzeuge. Er stützt sich dabei auf die Berichte seines behandelnden 
Orthopäden Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie. Aus dessen Sprechstundenbericht 
vom 9. Februar 2022 geht hervor, dass der Patient berichte, am 31. Mai 2021 rücklings auf den 
Rücken und teilweise auf die linke Schulter gestürzt zu sein. Im weiteren Verlauf seien nun zu-
sammenhängende Beschwerden im Bereich des linken Schulter-Nackenbereichs, betont auch 
an der Schulter selbst, mit ausgeprägter schmerzhafter Bewegungseinschränkung geäussert 
worden. Der klinische Befund habe eine hohe Schmerzangabe bereits auf eine leichte Berührung 
des linken Schultergelenks sowie des Schulter-Nackenbereichs gezeigt. Dabei sei eine diffuse 
Schmerzangabe ohne eigentliches Punctum maximum festzustellen gewesen. Schürzen- und 
Nackengriff seien nicht möglich gewesen, ein Faustschluss der linken Hand nicht durchgeführt 
worden. Beim Versuch des passiven Durchbewegens habe im Bereich der Schulter eine musku-
läre Abwehrspannung bestanden. Weitere Tests seien nicht valide ausgefallen. Es bestehe eine 
unklare Pseudoparese der linken Seite. Die Beschwerden könnten nicht eindeutig objektiviert 
werden. Aufgrund des Zusammenhangs mit dem Unfall vom 31. Mai 2021 sowie aufgrund der 
ausgeprägten Symptomatik sei eine MRI-Untersuchung zur weiteren Verifizierung bzw. zwecks 
Ausschlusses einer Schulterpathologie geplant (Suva-Dok 54). 
 

 
 
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4.3 Dem in der Folge ergangenen MR-Bericht des linken Schultergelenks der D.____ vom 
28. Februar 2022 zufolge habe das MRI des linken Schultergelenks jeweils eine intakte Supra-
spinatus- und Infraspinatussehne gezeigt. Soweit ersichtlich, sei eine mutmasslich verlaufende 
Teilruptur der Subscapularissehne im kranialen Abschnitt zu ersehen. Eine Subluxation oder Lu-
xation der intakten langen Bizepssehne bestehe nicht, hingegen ein Verdacht auf eine Pulley-
Läsion bei fraglich klinischem Korrelat und bei nicht mehr eindeutig in der Kontur erhaltenem 
Ligamentum glenhumorale superius sowie bei diffusem ödematösem Weichteilplus auf Höhe des 
Rotatorenintervalls, so dass bei entsprechender Klinik eine adhäsive Kapsulitis möglich wäre. 
Weiter zeige sich ein ausgedehnter Labrumriss (Suva-Dok 71). 
 
4.4 Der Verlaufsdokumentation des behandelnden Orthopäden vom 8. März 2022 kann mit 
Blick auf die am 28. Februar 2022 durchgeführte Bildgebung ebenfalls entnommen werden, dass 
ein Verdacht auf eine Pulley-Läsion bei fraglich klinischem Korrelat und nicht mehr in der Kontur 
erhaltendem Ligamentum glenhumorale superius sowie bei diffusem Weichteilödem am Rotato-
renintervall vorliege. Nebst einem ausgedehnten Labrumriss sei ausserdem ein Kapsel- und 
Weichteilödem ersichtlich, so dass bei entsprechender Klinik eine adhäsive Kapsulitis möglich 
wäre (Suva-Dok 58). 
 
4.5 Dem am 3. November 2022 erneut durchgeführten MRI zufolge sei keine relevante Be-
fundänderung zu erkennen. Weiterhin bestünden ein Verdacht auf eine Pulley-Läsion bei nicht 
eindeutig erkennbarem Ligamentum glenhumorale superior, degenerative Veränderungen des 
AC-Gelenks sowie eine degenerative Veränderung des Labrums glenoidale. Die irreguläre Kon-
figuration spräche eher für eine Läsion (Beilage 2 zur Duplik der Suva). 
 
4.6 Der auf kreisärztliche Veranlassung erfolgten konsiliarischen Beurteilung des MRI vom 
28. Februar 2022 durch das E.____ vom 2. Februar 2023 ist zu entnehmen, dass die Subsca-
pularissehne intakt sei und keine Hinweise für eine Ruptur zeige. Auch die Supraspinatussehne 
sei intakt und die Infraspinatussehne stelle sich regelrecht dar. Das Labrum sei im Bereich des 
Bizepssehnenankers etwas von Flüssigkeit unterspühlt und signalgestört, was durchaus mit einer 
kleinen SLAP-Läsion vereinbar sei. Am inferioren Glenoidrand sei eine kleine Signalstörung des 
Labrums zu erkennen, wobei eine präzise Dokumentation schwierig bzw. unmöglich sei. Weiter 
sei eine leichte bis mässig hypertrophe AC-Arthrose zu erkennen. Hinweise für eine Pulley-Läsion 
würden sich jedoch nicht finden lassen (Separat-Beilage 1 zur Vernehmlassung der Suva).  
 
4.7 Der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie, vom 10. Februar 2023 kann im Wesentlichen entnommen werden, dass der Ver-
sicherte erstmals am 7. Februar 2022 bei Dr. C.____ vorstellig geworden sei und somit erstmals 
mehr als sieben Monate nach dem Unfallereignis eine schmerzhafte Funktionseinschränkung des 
linken Schultergelenks mit Pseudoparese beklagt habe. Eine sachgerechte Untersuchung sei je-
doch nicht möglich gewesen. Dem Auszug aus der Krankengeschichte der behandelnden Haus-
ärztin zufolge seien sodann erstmals am 4. Januar 2022 linksseitige Schulterschmerzen mit dem 
Unvermögen dokumentiert, den linken Arm anzuheben. Am 31. Januar 2022 sei eingetragen wor-
den, dass der Versicherte seit zwei Monaten an Schulterschmerzen leide. Entsprechende Be-
funde seien nicht aktenkundig. Für eine SLAP-Läsion ergebe sich kein hinreichender Verdacht. 

 
 
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Hinweise für eine Pulley-Läsion bestünden nicht. Angesichts der MRI-Untersuchung könne nicht 
von einer richtunggebenden strukturellen Unfallfolge am linken Schultergelenk ausgegangen wer-
den. Für eine Frozen Shoulder bestehe kein Hinweis. Selbst wenn eine solche bestanden hätte, 
wäre sie mit einem zeitlichen Abstand zum Unfallereignis von fünf bis sechs Monaten nicht mehr 
unfallkausal. Dem behandelnden Orthopäden könne deshalb nicht gefolgt werden (Separat-Bei-
lage 2 zur Vernehmlassung der Suva).  
 
4.8 Der im Nachgang zur Replik durch den Beschwerdeführer eingereichten Stellungnahme 
seines behandelnden Orthopäden Dr. C.____ vom 7. Juni 2023 zufolge sei die Subscapula-
rissehne radiologisch wiederholt eindeutig als auffällig beurteilt worden. Auch seien klare Zeichen 
einer entsprechenden Verletzung im Sinne einer Pulley-Läsion dargestellt worden. Das Gleiche 
gelte für die Verletzung des Labrums. Da die Läsionen mit einem Abstand von mehr als acht 
Monaten in den bildgebenden Untersuchungen konstant darstellbar gewesen seien, müsse mit 
Blick auf die Klinik und den Verlauf mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer bleibenden 
posttraumatischen Schädigung ausgegangen werden. Anlässlich der leider erst späten Erstkon-
sultation am 7. Februar 2022 habe ein eindeutiger Hinweis auf eine direkt bestehende, posttrau-
matische Frozen Shoulder bestanden. Diese sei sowohl klinisch als auch bildgebend dargestellt 
und durch weitere Befunde bestätigt worden. Durch diese bleibenden posttraumatischen Schä-
den in Kombination mit den bereits vorbestehenden degenerativen Veränderungen habe sich die 
entsprechende Funktionsstörung an der Schulter im Verlauf weiterentwickelt. Es handle sich so-
mit um eine richtungsweisende Verschlimmerung eines Vorzustandes (Einzelbeilage zur Eingabe 
des Beschwerdeführers vom 7. Juni 2023).  
 
4.9 Der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. F.____ vom 18. Juli 2023 zufolge habe der Ver-
sicherte gemäss Schadenmeldung vom 9. Juni 2021 in seiner angestammten Tätigkeit nach dem 
Unfall zunächst weitergearbeitet. Es sei deshalb nicht davon auszugehen, dass es anlässlich 
dieses Ereignisses zu einer akuten Zerreissung von Strukturen an der Rotatorenmanschette ge-
kommen sei, andernfalls bereits anlässlich der Erstbehandlung Schmerzen und eine Funktions-
einschränkung beklagt worden wären. Die MRI-Untersuchung vom 3. November 2022 zeige im 
Vergleich zur ersten Bildgebung keine Befundänderung. Zusammengefasst sei in Form einer hy-
pertrophen AC-Gelenksarthrose und eines verschmälerten glenhumoralen Gelenkspalts, allen-
falls auch in Form von Tendinosen der Rotatorenmanschette und einer Bursitis subacromialis, 
zweifellos von degenerativen Veränderungen am linken Schultergelenk auszugehen. Markante 
Hinweise auf eine adhäsive Kapsulitis bestünden hingegen nicht. Angesichts dieser MRI-Befunde 
könne nicht von einer strukturellen Unfallfolge ausgegangen werden. Zusammengefasst würden 
die Argumente des behandelnden Orthopäden nicht greifen. Auch lasse sich auf Grund des zeit-
lichen Abstands zwischen Unfall und der Geltendmachung der Schulterbeschwerden keine rich-
tunggebende Verschlimmerung ableiten (Beilage 5 zur Duplik der Suva). 
 
5. In Bezug auf den Unfallbeweis sind die einzelnen Umstände des Unfallgeschehens vom 
Leistungsansprecher glaubhaft zu machen. Kommt er dieser Forderung nicht nach, indem er un-
vollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfall-
mässigen Ereignisses oder Schadens als unglaubwürdig erscheinen lassen, besteht keine Leis-
tungspflicht des Unfallversicherers (SVR 2001 KV Nr. 50, S. 146 E. 4c; BGE 114 V 298 E. 5b). 

 
 
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Im Streitfall soll dabei berücksichtigt werden, dass die ersten Aussagen der versicherten Person 
erfahrungsgemäss unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst 
oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher Natur beeinflusst 
sein können (BGE 121 V 47 E. 2a, 115 V 142 E. 8b; SVR 2001 KV Nr. 50, S. 146 E. 4c). Zur 
Glaubhaftmachung eines Unfallereignisses müssen jeweils detaillierte Angaben über das kon-
krete Geschehen erfolgen, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die 
Tatumstände ein möglichst umfassendes Bild zu verschaffen und diese in objektiver Weise auch 
einzuschätzen. Im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmäs-
sigen Geschehens kommt den medizinischen Feststellungen dabei in der Regel nur die Bedeu-
tung von Indizien zu (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E.2). Diese Beweisregel hat sachlogisch auch 
im Zusammenhang mit den im Nachgang zu einem Unfallereignis geklagten Beschwerden zu 
gelten, andernfalls sich in Bezug auf ein von einem Schaden spezifisch betroffenes Körperteil 
kein Zusammenhang zwischen Unfall und daraus resultierenden Beschwerden herstellen lässt. 
 
6.1 Im hier vorliegenden Fall ist dem Beschwerdeführer zwar insofern beizupflichten, dass 
die nunmehr im Zentrum stehenden Schulterbeschwerden nicht erst anfangs Februar 2022 ak-
tenkundig geworden sind, sondern der Versicherte dem Eintrag in der Krankenakte seiner Haus-
ärztin vom 31. Januar 2022 zufolge offenbar bereits seit Ende November 2021 bestehende Schul-
terschmerzen beklagt hatte (Suva-Dok 79). Entgegen der von ihm vertretenen Auffassung fällt 
allerdings auf, dass er anlässlich des Arzttermins bei Dr. C.____ vom 9. Februar 2022 den ur-
sprünglichen Unfallhergang erstmals dahingehend relativiert hat, nicht nur auf den Rücken bzw. 
auf die linke Seite, sondern auch auf die linke Schulter gefallen zu sein. Vergleicht man diese 
mithin neue Hergangsschilderung mit den Angaben im Fragebogen der Suva vom 14. Juni 2021 
(Suva-Dok 11), ergeben sich jedoch keine entsprechenden Hinweise, dass sich der Versicherte 
anlässlich seines Sturzes auch an der Schulter verletzt hat. Dasselbe gilt in Bezug auf seine 
übrigen Angaben, welche sich zeitnah noch vor Ende Januar 2022 in den Akten finden lassen. 
So hat der Versicherte am 22. Juni 2021 angegeben, lediglich auf den Rücken gefallen zu sein 
(Suva-Dok 15). Den klinischen Angaben im Bericht der D.____ vom 25. Juni 2021 ist zu entneh-
men, dass er seit seinem Sturz einzig lumbale Schmerzen beklagt hat (Suva-Dok 23). Diese 
Aussage wiederum deckt sich mit den Angaben im Arztzeugnis UVG seiner behandelnden Haus-
ärztin vom 19. August 2021, wonach der Versicherte einzig von Rückenschmerzen bis in die linke 
Ferse berichtet habe und in diagnostischer Hinsicht deshalb von einem Distorsionstrauma der 
LWS auszugehen sei. Angaben über allfällige Klagen betreffend die linke Schulter fehlen gänzlich 
(Suva-Dok 29). Nichts anderes resultiert aus den Einträgen in den Physiotherapie-Verordnungen 
der Hausärztin vom 7. Juli 2021 und vom 10. November 2021. Auch hier ist lediglich von einer 
akuten Lumbalgie bei degenerativen Veränderungen an der LWS sowie von fortdauernden links-
seitigen Beschwerden ausschliesslich an der Wirbelsäule, nicht aber von allfälligen Beschwerden 
auch an der linken Schulter die Rede (Suva-Dok 34 und 46). Zumal unbestritten geblieben ist, 
dass der Versicherte in seiner angestammten Tätigkeit zunächst weitergearbeitet hat, ist bei die-
ser Aktenlage davon auszugehen, dass es beim fraglichen Unfallereignis nicht zu einer akuten 
Verletzung von Strukturen an der linken Schulter gekommen ist, andernfalls bereits anlässlich 
der Erstbehandlung Schmerzen und eine entsprechende Funktionseinschränkung beklagt wor-
den wären. Auffallend ist in diesem Kontext namentlich auch die zeitliche Koinzidenz zwischen 
der Mitteilung hinsichtlich der beabsichtigten Leistungseinstellung durch die Unfallversicherung 

 
 
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am 2. November 2021 betreffend die Rückenbeschwerden des Versicherten (Suva-Dok 35) und 
der in der Folge seit Ende November 2021 gegenüber der Hausärztin am 31. Januar 2022 erst-
mals geklagten Schulterbeschwerden (Suva-Dok 79). Es ist nicht ersichtlich, weshalb der Versi-
cherte vor diesem Hintergrund nach der Zuweisung durch die Hausärztin an das Kantonsspital 
X.____ anlässlich seiner anschliessenden Untersuchung am 9. Dezember 2021 noch immer aus-
schliesslich tieflumbale Rückenbeschwerden beklagt hat (Suva-Dok 50). Bei dieser Ausgangs-
lage verbleiben erhebliche Zweifel an der nachträglichen Schilderung des Unfallereignisses, bei 
welcher jedenfalls nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie durch nachträgliche Überlegun-
gen versicherungsrechtlicher Natur geprägt war (oben, Erwägung 5). 
 
6.2 Diese Zweifel verdichten sich mit Blick auf die Angaben des behandelnden Orthopäden. 
Aus dessen Mailschreiben an die Rechtsschutzversicherung des Versicherten vom 23. März 
2022 geht hervor, dass der Versicherte die neu geklagten Beschwerden an seiner linken Schulter 
klar im Zusammenhang mit dem Unfall vom 31. Mai 2021 sehe. Zunächst habe er seine lumbalen 
Beschwerden im Vordergrund gesehen; erst als diese abgeklungen seien, seien die Schulterbe-
schwerden in den Vordergrund getreten (Suva-Dok 65). Diese Darstellung aber widerspricht den 
zuvor zitierten anamnestischen Angaben des Versicherten, der anlässlich seiner Untersuchung 
vom 9. Dezember 2021 weder eine Regredienz seiner Rückenbeschwerden geäussert noch neu 
auftretende Schulterbeschwerden beklagt hat (Suva-Dok 50). Ein leistungsbegründender Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den Schulterbeschwerden lässt sich bei die-
sen Widersprüchen nicht herstellen. 
 
6.3 Eine unfallkausale Verletzung an der linken Schulter ist mit Blick auf die Stellungnahmen 
von Dr. C.____ aber auch in medizinscher Hinsicht zu verneinen. Dr. C.____ postuliert einen 
allfälligen Kausalzusammenhang zwischen Unfall vom 31. Mai 2021 und den Schulterbeschwer-
den unter Vorbehalt eines passenden Unfallmechanismus. Ein solcher liegt dem Gesagten zu-
folge mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aber gerade nicht vor (oben, Erwägungen 6.1 f.). 
Ausserdem begründet der Behandler den von ihm postulierten Kausalzusammenhang teilweise 
mit der lediglich subjektiven Überzeugung des Versicherten, dass die neu geklagten Beschwer-
den an der linken Schulter «klar» in einen Zusammenhang mit seinem Unfall vom 31. Mai 2021 
stünden (Suva-Dok 65; ebenso oben, Erwägung 4.2). Soweit der behandelnde Orthopäde in sei-
nem Mailschreiben an die Rechtsschutzversicherung vom 23. März 2022 sowie in seiner Stel-
lungnahme vom 7. Juni 2023 sein Postulat im Übrigen damit begründet, dass der radiologische 
Befund an der linken Schulter «grösstenteils» einer posttraumatischen Pulley-Läsion entspreche 
bzw. radiologisch wiederholt klare Zeichen einer Verletzung im Sinne einer Pulley-Läsion erwähnt 
und dargestellt worden seien, widerspricht er sich selbst und trifft seine Aussage in dieser Form 
nicht zu. Seinem eigenen Eintrag in der Krankengeschichte des Versicherten vom 8. März 2022 
zufolge (Suva-Dok 58) kann auf der Basis der am 28. Februar 2022 sowie 3. November 2022 
durchgeführten MRI-Bildgebungen (oben, Erwägungen 4.3 und 4.5) nämlich lediglich von einem 
Verdacht für eine solche Verletzung ausgegangen werden. Für die Annahme radiologisch klar 
vorhandener Zeichen für die von ihm postulierte Pulley-Verletzung besteht aber auch deshalb 
kein Raum, weil die am 28. Februar 2022 erfolgte konsiliarische Beurteilung der entsprechenden 
Bildgebungen allfällige Hinweise für eine Pulley-Läsion ausgeschlossen hat (oben, Erwägung 
4.6). Dass die MRI-Untersuchung den von Dr. C.____ vertretenen Befund einer Pulley-Läsion 

 
 
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zeige, kann bei dieser Aktenlage nicht gesagt werden. Eine solche Diagnose ist denn auch des-
halb umso unwahrscheinlicher, weil keine korrespondierende Klinik vorliegt (oben, Erwägung 
4.4). Ein entsprechendes klinisches Korrelat konnte vom behandelnden Orthopäden jedenfalls 
nicht erhoben werden, weil anlässlich seiner Untersuchung vom 8. März 2022 eine sachgerechte 
Exploration nicht möglich war und die diffusen Schmerzen mangels valider Testung gerade nicht 
objektiviert werden konnten (oben, Erwägung 4.2). Vor diesem Hintergrund ist auch die Diagnose 
einer adhäsiven Kapsulitis nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, zumal ein solches 
Krankheitsbild bereits auf Ebene der Bildgebung lediglich als möglich bezeichnet worden war 
(oben, Erwägung 4.4). Damit kann dem behandelnden Orthopäden ebenso wenig gefolgt werden, 
wenn er in seiner Stellungnahme vom 7. Juni 2023 erst nachträglich postuliert, eine anlässlich 
der Erstkonsultation bereits am 7. Februar 2022 als posttraumatisch erhobene Frozen Shoulder 
sei sowohl klinisch als auch bildgebend eindeutig dargestellt worden (oben, Erwägung 4.8). 
Schliesslich ist dem Behandler auch zu widersprechen, wenn er ausführt, dass klare Zeichen für 
eine unfallkausale Verletzung des Labrums vorlägen (oben, Erwägung 4.8). Der erhobene Lab-
rumriss ist der massgebenden MRI-Bildgebung zufolge offenbar vielmehr degenerativer Natur 
(oben, Erwägung 4.5). Alleine deshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem unfall-
kausalen Zusammenhang des Labrumrisses auszugehen, weil die entsprechende Läsion mit ei-
nem Abstand von mehr als acht Monaten wiederholt darstellbar gewesen sei, verbietet sich 
schliesslich alleine schon aus sachlogischen Überlegungen. 
 
6.4 Zusammengefasst greifen die Argumente des behandelnden Orthopäden nicht. Es er-
weist sich im Gegenteil als schlüssig, dass auch in medizinischer Hinsicht vom Fehlen der für 
fortdauernde Leistungsausrichtung erforderlichen Unfallkausalität ausgegangen werden muss 
(oben, Erwägungen 4.7 und 4.9). Hinzu tritt der zeitliche Abstand von mindestens rund fünf Mo-
naten zwischen dem erlittenen Unfall und der erstmaligen Geltendmachung der fraglichen Schul-
terbeschwerden, welche sich mit der ursprünglichen Hergangsschilderung des Versicherten letzt-
lich nicht in Einklang bringen lassen. Auch wenn an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 
zu stellen sind, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden soll, liegen mithin keine Zweifel vor, aufgrund welcher die kreisärztlichen Beurteilun-
gen in Frage zu stellen wären. Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Laut Art. 61 lit. g ATSG hat nur die obsiegende Beschwerde führende 
Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Dem unterliegenden Beschwerdeführer kann da-
her keine Parteientschädigung zugesprochen werden.  
 
Demgemäss wird   e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 
 
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 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.