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**Case Identifier:** daf1b885-2132-52f8-9796-6208a0f991fb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.02.2022 200 2021 828
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-828_2022-02-25.pdf

## Full Text

200 21 828 IV
FUE/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Februar 2022

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Oktober 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1986 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im April 2019 unter Hinweis auf depressive Sym-
ptome, ausgeprägte Erschöpfung und einen heftigen epileptischen Anfall 
(trotz anti-epileptischer Medikation) Ende Oktober 2018 bei bekannter ge-
neralisierter Epilepsie seit 2004 bei der Invalidenversicherung zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin; act. II] 1, 3.1 - 3.3, 4). Nach Vornahme erwerblicher 
und medizinischer Abklärungen gewährte die IVB am 7. November 2019 
(act. II 22) Beratung und Unterstützung beim Erhalt des derzeitigen Ar-
beitsplatzes und am 19. Februar 2020 ein Belastbarkeitstraining vom 17. 
Februar bis 16. Mai 2020 in der Abklärungsstelle C.________ (act. II 34), 
welches per 4. März 2020 abgebrochen wurde (act. II 40, 42). In der Folge 
liess die IVB die Versicherte durch die D.________ (MEDAS) psychiatrisch-
rheumatologisch begutachten (bidisziplinäre Expertise vom 12. Februar 
2021 inklusive psychiatrischem Teilgutachten vom 15. Januar 2021 und 
rheumatologischem Teilgutachten vom 8. Januar 2021 [act. II 68.1 - 68.4]). 
Eine Ergänzungsfrage der IVB hinsichtlich des empfohlenen Pensums für 
den Einstieg in die Eingliederung beantworteten die Gutachter mit Stel-
lungnahme vom 29. März 2021 (act. II 77), wobei ein Einstiegspensum von 
50 % befürwortet wurde. Nachdem die Versicherte mitteilte (act. II 79), sie 
sehe sich nicht in der Lage, ein Belastbarkeitstraining mit einem Pensum 
von 50 % zu beginnen, forderte die IVB die Versicherte am 3. Mai 2021 
(act. II 80) namentlich unter Androhung des Abschlusses der beruflichen 
Eingliederung im Unterlassungsfall dazu auf, mit einem Anfangspensum 
von 50 % an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen und ihre diesbe-
zügliche Bereitschaft bis 15. Mai 2021 schriftlich zu bestätigen. Nach unbe-
nutztem Ablauf der Frist stellte die IVB mit Vorbescheid vom 28. Mai 2021 
(act. II 87) die Verneinung des Anspruchs auf berufliche Massnahmen in 
Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, unter Beilage einer Stellungnahme der Klinik E.________ 
vom 16. Juni 2021 Einwände (act. II 88). Die IVB holte eine ergänzende 
Stellungnahme der MEDAS-Gutachter vom 30. September 2021 (act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 3

95.1) ein und verneinte mit Verfügung vom 28. Oktober 2021 (act. II 96) 
den Anspruch auf berufliche Massnahmen. Am 30. November 2021 ging 
bei der IVB eine weitere Stellungnahme der Klinik E.________ ein (act. II 
97). 

Mit Vorbescheid vom 10. Dezember 2021 (act. II 100) stellte die IVB der 
Versicherten die Zusprache einer vom 1. Oktober 2019 bis 30. November 
2020 befristeten ganzen Rente in Aussicht. 

B.

Am 30. November 2021 erhob die Versicherte, nach wie vor vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, gegen die Verfügung vom 28. Oktober 
2021 Beschwerde. Sie beantragt, unter Aufhebung der angefochtenen Ver-
fügung seien ihr die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen nach IVG, 
namentlich berufliche Massnahmen, zuzusprechen. Eventualiter seien die 
Akten unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung zur Vornahme weite-
rer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Januar 2022 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-

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anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – vorbehält-
lich der Ausführungen in E. 1.2 hiernach – auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 28. Oktober 2021 (act. II 96). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf berufliche Massnahmen. Soweit 
die Beschwerdeführerin sinngemäss weitere Leistungen beantragt (vgl. das 
Hauptbegehren der Beschwerde), ist darauf nicht einzutreten, da mit der 
angefochtenen Verfügung (act. II 96) allein über die beruflichen Massnah-
men verfügt wurde. Folglich fehlt es hinsichtlich weiterer Leistungen an 
einem Anfechtungsobjekt und damit an einer Sachurteilsvoraussetzung 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705, BBl 2017 2535) und die Änderung 
vom 3. November 2021 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die In-
validenversicherung (IVV; SR 831.201 [AS 2021 706]) in Kraft getreten. 
Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher 
Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die 

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bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 
210 E. 4.3.1 S. 213) und die angefochtene Verfügung vom 28. Oktober 
2021 (act. II 96) vor dem Inkrafttreten der genannten Änderungen datiert, 
ist der vorliegende Fall nach den bis zum 31. Dezember 2021 gültigen Be-
stimmungen (nachfolgend aArt) zu prüfen.

2.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem aus Integrations-
massnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (aArt. 8 
Abs. 3 lit. abis IVG) und aus Massnahmen beruflicher Art; letztere bestehen 
aus Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Ar-
beitsvermittlung und Kapitalhilfe (aArt. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

2.3 Die versicherte Person muss alles ihr Zumutbare unternehmen, um 
die Dauer und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) zu ver-
ringern und den Eintritt der Invalidität (Art. 8 ATSG) zu verhindern. Sodann 
muss sie an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des beste-
henden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in 
einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich dienen, aktiv 
teilnehmen, insbesondere an Massnahmen der Frühintervention, Integrati-
onsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, Mass-
nahmen beruflicher Art, medizinischen Behandlungen nach Art. 25 KVG 
und Massnahmen zur Wiedereingliederung von Rentenbezügerinnen und 
Rentenbezügern (Art. 7 Abs. 1 und 2 IVG). Als zumutbar gilt jede Mass-
nahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenom-
men sind Massnahmen, die ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen 
sind (Art. 7a IVG, in Kraft seit dem 1. Januar 2008). Nach den Gesetzge-
bungsmaterialien konkretisiert diese Bestimmung den bis anhin nur von der 
Rechtsprechung näher definierten Begriff der Zumutbarkeit und hält fest, 
dass jede Massnahme, die der Eingliederung einer versicherten Person 

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dient, grundsätzlich zumutbar ist, solange sie nicht ausdrücklich als unzu-
mutbar betrachtet werden muss. Damit wird die Beweislast in Bezug auf die 
Zumutbarkeitsfrage verschoben. Musste bis anhin dargelegt werden, dass 
eine Massnahme einer versicherten Person in ihrer konkreten Lage zumut-
bar ist, so kann neu davon ausgegangen werden, dass eine Massnahme 
prinzipiell zumutbar ist. Es liegt denn auch an der versicherten Person dar-
zulegen, inwiefern ihr eine bestimmte Massnahme nicht zumutbar sein soll. 
Allerdings wirkt sich diese Beweislastverteilung faktisch nur im Streitfalle 
aus, da die IV-Stelle aufgrund des in Art. 43 Abs. 1 ATSG geregelten Un-
tersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen verpflichtet ist zu prüfen, ob 
eine unzumutbare Massnahme vorliegt. Sodann wird in Art. 7a, 2. Satzteil, 
IVG ausdrücklich festgehalten, dass lediglich gesundheitliche Gründe dazu 
führen können, dass eine Massnahme im konkreten Einzelfall als unzumut-
bar erachtet werden muss (Botschaft des Bundesrates, BBl 2005 S. 4560).

2.4 Kommt die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder 
Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nach, können ihr die Leistungen vorübergehend 
oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich 
gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine ange-
messene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 7b Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 21 Abs. 4 
ATSG).

Beim Entscheid über die Kürzung oder Verweigerung von Leistungen sind 
alle Umstände des einzelnen Falles, insbesondere das Ausmass des Ver-
schuldens der versicherten Person, zu berücksichtigen (Art. 7b Abs. 3 
IVG). Vor allem ist auch das Gebot der Verhältnismässigkeit, namentlich 
die Relation zur günstigen Wirkung der streitbetroffenen Massnahme zu 
wahren. Mit anderen Worten darf eine Sanktion nicht weiter gehen, als 
wenn die Schadenminderungspflicht befolgt worden wäre (SVR 2019 IV Nr. 
16 S. 49 E. 3.2 und S. 50 E. 5.2.2).

2.5 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumut-
baren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentli-
che Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit 
verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu 
bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt 
oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die 

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Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit 
einzuräumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine 
Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (Art. 21 
Abs. 4 ATSG).

Der Tatbestand des Art. 21 Abs. 4 ATSG enthält verschiedene Elemente: 
Eine vorübergehende oder dauernde Kürzung oder Verweigerung der Leis-
tung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt einerseits die 
Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerb-
lichen Eingliederung voraus. Zum andern muss diese Vorkehr geeignet 
sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken. Hierfür 
bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine – je nach den 
Umständen zu konkretisierende – gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die 
Vorkehr erfolgreich gewesen wäre. Im Weiteren muss sich die versicherte 
Person einer solchen Massnahme widersetzt oder entzogen oder nicht aus 
eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beigetragen haben; ab welchem 
Zeitpunkt eine entsprechende Annahme getroffen werden darf, ist von der 
richtigen Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens abhängig. Im 
Übrigen muss die Sanktion in ihrer konkreten Gestalt verhältnismässig 
sein, indem das Kürzungsmass und die voraussichtliche günstige Wirkung 
der zumutbaren Massnahme auf den Erwerbsschaden einander entspre-
chen (SVR 2019 IV Nr. 16 S. 49 E. 3.3, 2017 IV Nr. 65 S. 204 E. 2.2 und 
4.1.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Oktober 2018, 
8C_865/2017, E. 3.3 und 5.2.2)

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1 Im psychiatrisch-rheumatologischen MEDAS-Gutachten vom 12. 
Februar 2021 (act. II 68.1 - 68.4) wurde in der bidiszplinären Gesamtbeur-
teilung die folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf-
geführt (act. II 68.1/6):

 Abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.7)

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Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die Fol-
genden festgehalten (act. II 68.1/6): 

 Neurasthenie (ICD-10: F48.0)
 Zerebrales Anfallsleiden, unter antikonvulsiver Medikation anfallsfrei (ICD-10: 

G40)
 Allgemeine Bandlaxität der peripheren Gelenke
 Wahrscheinlich bestehende muskuläre Haltungsinsuffizienz, insbesondere des 

Rumpfes
 Chronic Fatigue Syndrome primärer Genese

Die Gutachter gaben an (act. II 68.1/6 ff.), aus rheumatologischer Sicht 
hätten keine Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt wer-
den können. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine dependente Persön-
lichkeitsstörung (F60.7). Daraus resultiere eine Neigung zu Selbstüber-
forderung bei unzureichender Fähigkeit, sich von Wünschen und 
Bedürfnissen Dritter abzugrenzen und eigene Ansprüche und Bedürfnisse 
angemessen wahrzunehmen und durchzusetzen. Zusätzliche anankasti-
sche, ehrgeizige Züge verstärkten die Dekompensationsneigung. Eine in 
der Vergangenheit attestierte depressive Episode sei weitgehend remittiert. 
Die Diagnose eines neurasthenen Erschöpfungssyndroms (Neurasthenie, 
F48.0) könne zwar gestellt werden, aber die damit verknüpften funktionel-
len Einbussen seien gering, die Beschwerdeführerin verfüge, wie auch im 
psychiatrischen Gutachten ausgeführt, über Ressourcen mit denen sie in 
der Lage sei, ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit mit geringer Einschränkung 
ebenso zu verrichten wie auch andere Tätigkeiten auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt. Im Vordergrund stünden die weit in die Psychobiographie 
zurückreichenden Defizite in der Persönlichkeitsstruktur mit vordergründig 
asthen-dependenten Zügen und einzelnen ehrgeizig zwanghaften Akzen-
ten. Die aktuellen psychosozialen Kontextfaktoren seien nicht unproblema-
tisch. Insgesamt ergebe sich ein Belastungsprofil für Tätigkeiten 
durchschnittlicher geistiger Art mit durchschnittlicher Verantwortung. Arbei-
ten mit besonders hohen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit, 
besonderen Anforderungen an Konfliktfähigkeit, Durchhaltevermögen und 
Widerstandsfähigkeit seien allerdings vor dem Hintergrund der Persönlich-
keitsstruktur der Beschwerdeführerin zu vermeiden. In der bisherigen 
Tätigkeit bestehe gesamthaft eine Arbeitsfähigkeit von 70 % (sechs Stun-
den ohne Leistungsminderung) und in einer leidensangepassten Tätigkeit 

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bestehe gesamthaft eine Arbeitsfähigkeit von 100 %. Die eingeschränkte 
Arbeitsfähigkeit ergebe sich ausschliesslich aus der noch immer 
dekompensierten Persönlichkeitsstörung. In der bisherigen wie auch in 
einer leidensangepassten Tätigkeit habe eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % 
seit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit ab 29. Oktober 2018 bis zum Austritt aus 
der Klinik E.________ im August 2020 bestanden. Danach sei in der bishe-
rigen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 70 % (inte-
gral betrachtet) und in ein einer leidensangepassten Tätigkeit in der 
Grössenordnung von 100 % (integral betrachtet) festzustellen. 

3.2 In der ergänzenden Stellungnahme vom 29. März 2021 (act. II 77) 
hielten die MEDAS-Gutachter fest, eine stufenweise Wiedereingliederung 
möge unter Berücksichtigung der inzwischen bereits recht langen Absti-
nenz vom Arbeitsmarkt sinnvoll sein. Ein derart niedriges Einstiegspensum 
von zwei Stunden an vier Tagen in der Woche, welches auf 50 % innert 
drei Monaten gesteigert werden sollte, lasse sich aus psychiatrischer Sicht 
aber keineswegs begründen. Die von der Beschwerdeführerin vorgetrage-
nen asthenen Symptome mit Fatigue würden durch eine derart niedrige 
Einstiegsschwelle nur subjektiv Bestätigung einer hochgradig einge-
schränkten Leistungsfähigkeit bei der Beschwerdeführerin auslösen. Wenn, 
wie von der Teamleitung der IVB befürwortet, ein Einstieg im 50 %-Pensum 
ab sofort realisiert werden könne, so sei dies aus psychiatrischer Sicht zu 
begrüssen. Die von der Beschwerdeführerin subjektiv beklagten Be-
schwerden und ihre subjektiv wahrgenommene Leistungseinschränkung 
liessen sich weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht nach-
vollziehen. Eine stufenweise Reintegration in den Arbeitsprozess sei aus 
psychiatrischer Sicht zu befürworten, jedoch mit einem Einstieg von 50 % 
ab sofort. Dann sollte auch zügig auf die im Gutachten dargestellte Arbeits-
fähigkeit von 70 % in angestammter Tätigkeit gesteigert werden. Eine Stei-
gerung auf ein Pensum von 100 % in angepasster Tätigkeit innert drei bis 
vier Monaten dürfte erreichbar sein. 

3.3 Im Bericht der Klinik E.________ vom 16. Juni 2021 (act. II 88/3) 
wurde festgehalten, die Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin, dass 
sie aktuell nicht in der Lage sei, eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Ar-
beitsmarkt auszuüben, werde aktuell geteilt, insbesondere dann, wenn es 

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sich um ein Pensum handle, das 20 % übersteige. Das Chronic Fatigue 
Syndrom, auch CFS/ME (ICD-10: G93.3 Myalgische Enzephalomyelitis) 
genannt, sei ein kontrovers diskutiertes Syndrom, das bisher auf keine kla-
re Aetiologie habe zurückgeführt werden können. Ebenfalls seien bisher 
keine eindeutigen Biomarker identifiziert worden. Deswegen habe es als 
wenig nachvollziehbar angemutet, dass die Gutachter wiederholt die Prä-
senz von ausgelenkten Immunparametern für die Diagnose einforderten, 
denn diese seien nicht zwingend vorhanden bei einem CFS/ME. Von den 
Carruthers-Kriterien zur Diagnose einer Chronic Fatigue (CFS/ME) erfülle 
die Beschwerdeführerin das Kriterium eines definierten Beginns, also diese 
Erschöpfung in diesem Ausmass nach diesem grippalen Infekt. Sie bestäti-
ge auch eine post exertional malaise, also die verstärkte Müdigkeit, das 
Auftreten von Frösteln, grippeähnlichen Symptomen, Halsschmerzen nach 
geistiger oder körperlicher Anstrengung. Sie bestätige auch Schmerzen, 
allerdings seien diese noch relativ limitiert in der Ausbreitung. Sie bestätige 
auch eine vegetative Labilität im Sinne von Blutdruckschwankungen und 
eine erhöhte Reizsensibilität. Sie bestätige auch kognitive Schwierigkeiten 
im Sinne von kognitiver Ermüdung und Kurzzeitgedächtnisstörungen sowie 
einer situativ klar umschriebenen Langzeitgedächtnisstörung. Sie habe 
schon sehr lange einen unerholsamen Schlaf. Die Beschwerdeführerin lei-
de an einer CFS/ME, welche die aktuellen Beschwerden auslöse. Ihre ak-
tuelle Arbeitsunfähigkeit zu 80 % im ersten Arbeitsmarkt sei dadurch 
mitbedingt. Ein Belastbarkeitstraining zu 20 %, zur Reintegration mit einer 
vorsichtigen konsekutiven Pensumssteigerung, erscheine aber als möglich 
und gewünscht. Differenzialdiagnostisch könnten die Symptome der redu-
zierten Belastbarkeit und fehlenden Stresstoleranz auch im Sinne einer 
gewissen Chronifizierung der Erschöpfungsdepression verstanden werden, 
welche bekanntlich häufig bei stressinduzierten Depressionen beobachtbar 
sei. Anders als im Gutachten dargestellt, werde die zunächst fehlende Ar-
beitsfähigkeit über 20 % (im ersten Arbeitsmarkt) keinesfalls als Vermei-
dungshaltung interpretiert, denn die Beschwerdeführerin habe sich im 
ganzen Therapieverlauf als hochmotiviert gezeigt, wieder in den Arbeits-
prozess einzusteigen und ihre Arbeitsfähigkeit zu steigern. Dies habe sie 
gezeigt und zeige sie auch in ihren Arbeitsbemühungen für den ersten Ar-
beitsmarkt.

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Insgesamt sei aus heutiger Sicht zunächst von einer aktuell weiterbeste-
henden Arbeitsunfähigkeit von 80 % auszugehen, wobei eine vorsichtig 
positive Prognose angenommen werden könne, wenn dem Zustand und 
insbesondere der Belastbarkeit der Beschwerdeführerin individuell ange-
passt ein adäquater Wiedereinstieg ermöglicht werde. Das ursprünglich 
angedachte und nicht zustande gekommene Belastbarkeitstraining sei wei-
terhin als nächster logischer Schritt zum Erreichen einer langfristigen Ver-
besserung mit Wiedereingliederung am ersten Arbeitsmarkt anzusehen, 
letztlich auch um einer "Drehtürpsychiatrie" entgegenzuwirken. Denn so-
wohl bei einer CFS/ME als auch bei einer chronifizierten Erschöpfungsde-
pression sei das "Pacing", das heisse die angemessene Belastung nicht 
über die Belastungsgrenze hinaus, das Pausen machen und die nur sehr 
vorsichtige Steigerung der Belastung essenziell, um eine (Wieder)-
Erlangung einer nachhaltig erhöhten Leistungsfähigkeit zu erlangen. Eine 
zu frühe und zu hohe Leistungsanforderung sei komplett kontraproduktiv, 
führe zu Rückfällen und beeinträchtige die Regeneration zu einer erhöhten 
Leistungsfähigkeit meist langfristig.

3.4 Die MEDAS-Gutachter hielten in der Stellungnahme vom 30. Sep-
tember 2021 (act. II 95.1) zum Bericht der Klinik E.________ vom 16. Juni 
2021 (act. II 88/3) fest, die Einschätzung zur unklaren Ätiopathogenese des 
CFS werde geteilt. Bei dem Chronic Fatigue Syndrom handle es sich im 
Wesentlichen um subjektive Beschwerden, welche nicht auf einen eindeu-
tigen klinischen Befund zurückgeführt werden könnten. Neben der patho-
genetisch ätiologisch ungeklärten Ursache sei festzuhalten, dass auch 
klare psychiatrische Symptome fehlten, welche eine Chronic Fatigue-
Syndromatologie begründen könnten. Aus rheumatologischer Sicht sei im 
bidisziplinären Gutachten klar dargelegt worden, dass eine immunologisch 
rheumatologische Erklärung für das postulierte Chronic Fatigue Syndrom 
nicht vorliege. Es fänden sich keine somatischen, insbesondere keine im-
munologischen, neurologischen oder rheumatologischen Befunde, welche 
ein CFS, welches gemäss ICD-Klassifikation zu den neurologischen Er-
krankungen zähle (ICD-10: G93.3), nachwiesen. Auch aus psychiatrischer 
Sicht habe lediglich ein leicht ausgeprägtes, überwiegend von subjektiven 
Beschwerden geprägtes neurasthenes Zustandsbild festgestellt werden 
können. Vor diesem Hintergrund müsse eine erhebliche Selbstlimitierung 

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angenommen werden. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass der Be-
richt der Klinik E.________ nicht geeignet sei, objektive Kriterien aufzuzei-
gen, welche Einfluss auf die Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit der Be-
schwerdeführerin hätten. Die diagnostische Einschätzung werde im 
Wesentlichen auf subjektive Angaben der Beschwerdeführerin gestützt und 
nicht auf objektivierbare Befunde. Aus gutachterlicher Sicht habe das er-
wähnte Chronic Fatigue Syndrom keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. 
Es handle sich um eine durch subjektive Beschwerdeangaben geprägte 
Syndromatologie, für die es pathogenetisch ätiologisch kein nachweisbares 
Korrelat gebe. Aus gutachterlicher Sicht könne am Einstiegspensum von 
50 % festgehalten werden. Ebenso könne am Zielpensum von 100 % in 
angepasster Tätigkeit festgehalten werden. 

3.5 Im Bericht der Klinik E.________ vom 24. November 2021 (act. II 
97) wurde festgehalten, in der Antwort der Gutachter werde wiederholt 
bemängelt, dass sich die unterzeichnende Psychiaterin auf die „subjekti-
ven" Angaben der Beschwerdeführerin beziehe und keine objektivierbaren 
Messparameter aufführe. Es sei jedoch bei psychiatrischen Störungen in 
der Regel so, dass keine eindeutigen biologischen Marker existierten, die 
die Störung eindeutig nachwiesen. Die Diagnose Majore Depression wer-
de, entsprechend der Kriterien der ICD-10 (oder zukünftig ICD-11 oder der 
DSM5) aufgrund klar formulierter und wissenschaftlich exzellent nachge-
wiesener diagnostischer Kriterien schwerpunktmässig aufgrund der Sym-
ptomatologie (Anamnese, subjektive Symptome, klinische Beobachtung) 
gestellt. So verhalte es sich auch bei der Chronic Fatigue/Myalgischen En-
zephalomyelitis (CFS/ME). Dass kein einfacher biologischer Marker vorlie-
ge, negiere die Erkrankung, die grosses Leiden und eine offensichtliche 
Beeinträchtigung des ganzen Lebens und der Arbeitsfähigkeit verursache, 
nicht. Nach Rücksprache mit F.________ von der Abklärungsstelle 
G.________, Abklärungsverantwortlicher AMM „Ermittlung der Arbeits-
markfähigkeit", werde deutlich, dass die Beschwerdeführerin auch aus sei-
ner Sicht die 20 % vor Ort toleriere. Auf Wunsch der Beschwerdeführerin 
sei das Pensum letzte Woche versuchsweise auf 40 % erhöht worden. Der 
erste Versuch, an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zu arbeiten, habe am 
Mittag abgebrochen werden müssen, weil die Beschwerdeführerin deutli-
che Stresssymptome wie ein gerötetes Gesicht aufgewiesen habe. Sie ha-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 13

be sehr erschöpft gewirkt, habe sich offensichtlich bemüht, noch Haltung zu 
bewahren und habe sich zusammengerissen. Sie habe jedoch zerstreut 
und überfordert gewirkt. Ihre Belastung sei nach Angaben von Herrn 
F.________ im Kontakt spürbar geworden. Es sei weiterhin davon auszu-
gehen, dass die Beschwerdeführerin sehr von beruflichen Massnahmen in 
Form eines Belastbarkeitstrainings profitieren könnte. Entsprechend der 
Erfahrungswerte aus den Massnahmen in der Abklärungsstelle 
G.________ verdeutliche sich die Notwendigkeit einer der Leistungsfähig-
keit und Belastbarkeit angepassten Tätigkeit (mit der Möglichkeit zu einer 
angemessenen Steigerung), um der fragilen gesundheitlichen Ausgangsla-
ge Rechnung zu tragen und den leicht gebesserten Zustand, den sie in den 
letzten Monaten erreicht habe, nicht aufs Spiel zu setzen.

3.6 Dem Schlussbericht vom 24. November 2021 (Akten der Beschwer-
deführerin [act. I] 4) zu der vom 12. Oktober bis 22. November 2021 im 
Auftrag der Arbeitslosenversicherung durchgeführten AMM Ermittlung der 
Arbeitsmarktfähigkeit ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin für 
vier Wochen ein 20 %-Pensum wahrgenommen habe und für weitere zwei 
Wochen ein 40 %-Pensum. Sie sei während des 20 %-Pensums für die 
leichten Tätigkeiten des Abklärungsprogramms physisch und psychisch 
genügend belastbar gewesen. Die Fachkräfte im Arbeitsbereich hätten in 
diesem Pensum weder physische noch psychische Einschränkungen be-
obachtet. Die Beschwerdeführerin habe erzählt, dass sie sich abends nach 
den Arbeitseinsätzen körperlich müde, aber psychisch recht ausgeglichen 
gefühlt habe. Sie habe es geschätzt, im Programm Neues zu lernen und 
sich kompetent zu erleben. Allerdings habe sie sich jeweils am darauffol-
genden Tag stark erschöpft gefühlt und habe erhöhten Schlafbedarf gehabt 
(auch mehrere Stunden Schlaf durch den Tag). Die Erschöpfung sei teil-
weise auch noch am zweiten Folgetag stark ausgeprägt gewesen. Als die 
Beschwerdeführerin im 40 %-Pensum an zwei Tagen nacheinander gear-
beitet habe, habe sie am zweiten Tag mittags abbrechen müssen. Sie habe 
erzählt, dass sie sich vom Vortag schon morgens physisch und kognitiv 
erschöpft gefühlt habe. Mittags habe sie sich sehr schwach gefühlt, nicht 
mehr aufnahmefähig und sie habe Schwindel verspürt sowie ein innerliches 
Kältegefühl, das sich wie Fieber angefühlt habe. Im Gespräch mit dem zu-
ständigen Fallführenden habe sie einen überlasteten, zerstreuten und er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 14

schöpften Eindruck gemacht. Sie habe eine blasse Gesichtsfarbe und 
gerötete Augen gehabt. Sie habe eine Woche später erzählt, dass sie sich 
nach dem Abbruch die beiden nächsten Tage arbeitsunfähig gefühlt habe 
aufgrund der starken Erschöpfung und des erhöhten Schlafbedarfs. Ein 
sehr ähnliches Muster habe sich eine Woche später gezeigt, als die Be-
schwerdeführerin zwei Tage, mit einem eingeschobenen Ruhetag, gearbei-
tet habe. Den zweiten Arbeitstag habe sie aufgrund derselben Symptome 
um 14.30 Uhr abbrechen müssen. Sie habe danach mehrere Tage ge-
braucht, um sich zu regenerieren.

Zur Leistungsbeurteilung und zur Beurteilung der Arbeitsbereitschaft wurde 
festgehalten (act. I 4/3 f.), das 20 %-Pensum habe sie gut bewältigt, das 
40 %-Pensum habe nach 1.5 Arbeitstagen abgebrochen werden müssen, 
auch wenn zwischen den Arbeitstagen ein Ruhetag gewesen sei. Sie sei 
jeweils von 08.30 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr im Programm 
anwesend gewesen. Bei den Aufgabenstellungen des Abklärungspro-
gramms habe sie durchschnittliche Leistungen erzielt. Sie habe administra-
tives und handwerkliches sowie feinmotorisches Geschick bewiesen und 
habe in einem guten Arbeitstempo bei einer hohen Arbeitsqualität gearbei-
tet. Die Arbeitsbereitschaft der Beschwerdeführerin werde als hoch einge-
schätzt. Sie sei stets zuverlässig anwesend gewesen, sei interessiert 
gewesen, habe sich kooperativ verhalten und habe eine gut ausgeprägte 
Leistungsmotivation bewiesen. Sie habe trotz der eingeschränkten physi-
schen und kognitiven Belastbarkeit einen starken Durchhaltewillen gezeigt 
und habe bis zur Erschöpfung gearbeitet. Die Arbeitsmarktfähigkeit der 
Beschwerdeführerin werde hinsichtlich eines 20 %-Pensums als gegeben 
beurteilt. Es werde vermutet, dass bei genügend Erholungszeit zwischen 
den Arbeitstagen momentan maximal ein 40 %-Pensum möglich wäre. Sie 
bringe wichtige Ressourcen mit, um in verschiedenen Tätigkeitsgebieten 
durchschnittliche bis überdurchschnittliche Leistungen zu erbringen. Es 
werde ein Einstieg in einem niedrigen Pensum (20 - 30 %) empfohlen, das 
nach einer ersten Stabilisierung der physischen und kognitiven Belastbar-
keit langsam gesteigert werden könne. Dies wäre im Rahmen einer Ein-
gliederungsmassnahme (z.B. einem Belastbarkeitstraining) am besten 
umsetzbar. Zudem werde empfohlen, ein höheres Pensum als 20 % mit 
genügend Erholungszeit zwischen den Arbeitstagen zu planen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 15

4.

4.1 Zu Recht unbestritten ist vorliegend, dass ein Belastbarkeitstraining 
der Eingliederung der Beschwerdeführerin dienen würde bzw. geeignet 
wäre, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsfähigkeit zu bewirken (vgl. 
E. 2.3 und 2.5 hiervor; vgl. Beschwerde S. 4 III./Art. 4). Strittig ist indes, ob 
diese Eingliederungsmassnahme im Umfang eines 50 %-Pensums zumut-
bar ist, was die Beschwerdeführerin verneint, die lediglich ein Pensum von 
20 %, wie sie es im Rahmen der Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit durch 
die ALV geleistet hat, für zumutbar hält (Beschwerde S. 9 III./Art. 9). 

4.2

4.2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

4.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2.3 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 16

lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV Nr. 
10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

4.2.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.3 Das bidisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 12. Februar 2021 (act. II 
68.1 - 68.4) samt Stellungnahmen vom 29. März 2021 (act. II 77) und 
30. September 2021 (act. II 95.1) ist – jedenfalls soweit die hier interessie-
renden Aspekte betreffend – beweiskräftig, da es, beruhend auf allseitigen 
Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden, 
die streitigen Punkte umfassend abhandelt und in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben wurde. Weiter leuchtet es in der medizinischen Beurteilung ein 
und die darin gezogenen Schlussfolgerungen werden eingehend begründet 
(vgl. E. 4.2.2 hiervor).

Gestützt auf das MEDAS-Gutachten (sowie die ergänzenden Stellungnah-
men) ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin ein Einstiegspensum von 
50 % zumutbar ist bzw. ein niedrigeres Pensum gar eine Bestätigung der 
subjektiv hochgradig eingeschränkten Leistungsfähigkeit auslösen würde 
(act. II 77). In der Stellungnahme vom 30. September 2021 (act. II 95.1) 
verweisen die MEDAS-Gutachter zudem darauf, dass eine erhebliche 
Selbstlimitierung angenommen werden müsse. Ein Einstiegspensum von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 17

20 % steht – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (Beschwer-
deantwort S. 3 lit. b Ziff. 11) – im Widerspruch zu den von der Beschwerde-
führerin gegenüber dem psychiatrischen MEDAS-Gutachter zum Tagesver-
lauf gemachten Ausführungen (act. II 68.3/7 f.). Danach erledigt sie nach 
dem Frühstück die Hausarbeit (aufräumen, abstauben, putzen, Einkäufe 
und Besorgungen erledigen). Sie widme sich administrativen Dingen, bei-
spielsweise der RAV-Anmeldung oder der Kommunikation mit der IV. Sie 
schreibe auch Bewerbungen. In ihrer Freizeit gehe sie etwa zweimal in der 
Woche .... Alle zwei bis drei Wochen erfolge eine physiotherapeutische 
Behandlung. Sie ... und ... zweimal täglich für etwa fünf Minuten .... Nach 
dem Nachtessen telefoniere sie im Freundes- und Bekanntenkreis, 
manchmal ... sie, sie mache ..., manchmal ... sie .... Sie ... manchmal ... 
und interessiere sich für die Nachrichten und das Tagesgeschehen. An 
anderen Tagen ... sie selber ... (vgl. auch act. II 68.4/5 [rheumatologisches 
Teilgutachten]). 

Sodann enthalten die Stellungnahmen der Klinik E.________ vom 16. Juni 
2021 (act. II 88) und 24. November 2021 (act. II 97) zum bidisziplinären 
MEDAS-Gutachten keine unerkannt oder ungewürdigt gebliebenen Aspek-
te, die Zweifel am MEDAS-Gutachten zu wecken vermöchten (vgl. E. 4.2.3 
hiervor). Soweit die MEDAS-Gutachter und die behandelnden Ärzte der 
Klinik E.________ unterschiedliche Auffassung zur Diagnose eines Chronic 
Fatigue Syndroms vertreten, ist festzuhalten, dass im Austrittsbericht der 
Klinik E.________ vom 14. August 2020 (act. II 47) im Zusammenhang mit 
der Hospitalisation vom 22. Juni bis 4. August 2020 die Diagnose eines 
Chronic Fatigue Syndroms gar noch nicht aufgeführt wurde, dies im Ge-
gensatz zu den späteren Berichten (vgl. act. II 88 und 97; vgl. dazu auch 
die Stellungnahme von Dr. med. H.________ vom Regionalen Ärztlichen 
Dienst der IVB vom 11. Juli 2021 [act. II 91]). Sodann wurde im MEDAS-
Gutachten jedenfalls aus rheumatologischer Sicht ein Chronic Fatigue 
Syndrom primärer Genese diagnostiziert, jedoch ohne Relevanz für die 
Arbeitsfähigkeit (act. II 68.4/8). Im Übrigen ist festzuhalten, dass für die 
Bestimmung des Leistungsanspruchs grundsätzlich unbesehen der Dia-
gnose und der Ätiologie massgebend ist, ob und in welchem Ausmass eine 
Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit vorliegt (vgl. BGE 143 
V 409 E. 4.2.1 S. 413; Entscheid des BGer vom 29. April 2021, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 18

8C_761/2020, E. 5.3) bzw. entscheidend ist nicht die Diagnose, sondern 
der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik 
sowie die damit verbundenen Funktionseinschränkungen (Entscheid des 
BGer vom 4. März 2019, 9C_732/2018, E. 7). Folglich kann vorliegend die 
Frage nach der genauen diagnostischen Einordnung der Beschwerden der 
Beschwerdeführerin offen bleiben.

4.4 Schliesslich legt die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren 
den Schlussbericht vom 24. November 2021 (act. I 4) zu der vom 12. Okto-
ber bis 22. November 2021 im Auftrag der Arbeitslosenversicherung durch-
geführten AMM Ermittlung der Arbeitsmarktfähigkeit vor. Dieser Bericht ist 
vorliegend zu berücksichtigen, da die Massnahme noch vor dem hier 
massgebenden Überprüfungszeitpunkt, dem Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 28. Oktober 2021 (act. II 96; vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 
243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2008 IV Nr. 8 S. 25 E. 3.4) begonnen 
hat. 

Auch dieser Bericht vermag die Schlussfolgerungen der Gutachter nicht in 
Zweifel zu ziehen, basiert er doch nicht auf vertieften medizinischen Unter-
suchungen (an der Massnahme war kein Arzt beteiligt und die von der Be-
schwerdegegnerin getätigten Abklärungen wurden nicht einbezogen [act. I 
4/5]), sondern allein auf berufspraktischen Beobachtungen, welche in erster 
Linie die subjektive Arbeitsleistung der versicherten Person wiedergeben 
(Entscheid des BGer vom 16. März 2017, 9C_646/2016, E. 4.2.2). Zudem 
enthält der AMM-Bericht vom 24. November 2021 (act. I 4) keine objektiven 
Gesichtspunkte, die den MEDAS-Gutachtern entgangen wären (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 15. Februar 2019, 9C_534/2018, E. 4.2.2). So oder 
anders wird im genannten Bericht geschätzt, dass bei genügend Erho-
lungszeit zwischen den Arbeitstagen momentan ein 40 %-Pensum möglich 
wäre (act. I 4 S. 4), womit keine offensichtliche und erhebliche Diskrepanz 
zur Einschätzung der MEDAS-Gutachter, welche ein 50 %-iges Einstiegs-
pensum für angezeigt halten, besteht, weshalb die Einholung einer klären-
den medizinischen Stellungnahme nicht erforderlich ist (vgl. Umkehrschluss 
aus BGer 9C_534/2018, E. 2.2).

4.5 Hat sich die sachverständige Person bei der Einschätzung des 
Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 19

orientiert und genügt ihr Gutachten den allgemeinen Anforderungen an den 
Beweiswert ärztlicher Berichte (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232), sind die 
darin formulierten Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit von den Organen 
der Rechtsanwendung grundsätzlich zu übernehmen. Eine davon 
losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des 
strukturierten Beweisverfahrens (gemäss BGE 141 V 281) soll nicht 
stattfinden (Entscheid des BGer vom 22. Oktober 2019, 9C_520/2019, E. 
7.1). Vorliegend haben sich die Experten an den normativen Vorgaben 
gemäss BGE 141 V 281 orientiert (vgl. act. II 68.1/4 ff. 4.1 - 4.6; act. II 
68.3/13 ff. Ziff. 7.1 - 7.4; act. II 68.4/8 f. Ziff. 7.1 - 7.4). Namentlich haben 
sie die Anforderungen der Rechtsprechung erfüllt, wonach der Sachver-
ständige substanziiert darzulegen hat, aus welchen medizinisch-
psychiatrischen Gründen die erhobenen Befunde das funktionelle 
Leistungsvermögen und die psychischen Ressourcen in qualitativer, quanti-
tativer und zeitlicher Hinsicht zu schmälern vermögen (vgl. BGE 145 V 361 
E. 4.3 S. 368). Auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und dabei insbe-
sondere auf das Einstiegspensum für berufliche Massnahmen durch die 
MEDAS-Gutachter gemäss Expertise vom 12. Februar 2021 samt Stel-
lungnahmen vom 29. März 2021 (act. II 77) und 30. September 2021 (act. II 
95.1) ist somit – auch unter dem Gesichtspunkt der Indikatorenprüfung – 
vollumfänglich abzustellen.

4.6 Nach dem Dargelegten war es der Beschwerdeführerin zumutbar, 
an Eingliederungsmassnahmen bzw. an einem Belastbarkeitstraining mit 
einem Einstiegspensum von 50 % teilzunehmen. Schliesslich wurde das 
Mahn- und Bedenkzeitverfahren (vgl. E. 2.4 und 2.5 hiervor) korrekt durch-
geführt (act. II 80), was von der Beschwerdeführerin denn auch nicht be-
stritten wird. Da die Beschwerdeführerin an einer entsprechenden 
Eingliederungsmassnahme nicht teilgenommen hat, hat die Beschwerde-
gegnerin den Anspruch auf berufliche Massnahmen zu Recht verneint. Die 
Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. 
E. 1.2 hiervor). 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 20

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und dem geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 21

- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Feb. 2022, IV/21/828, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.