# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8dfafa81-8186-571b-a889-775667aa46fa
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-29
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 29.03.2022 Z2 2021 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z2-2021-57_2022-03-29.pdf

## Full Text

20220307_125704_ANOM.docx

II. Zivilabteilung Z2 2021 57

Oberrichter Dr.iur. A. Staub, Abteilungspräsident
Oberrichter lic.iur. P. Huber
Oberrichter lic.iur. St. Scherer
Gerichtsschreiberin MLaw K. Fotsch

Urteil vom 29. März 2022

in Sachen

A.________,
vertreten durch RA Dr.iur. B.________,
Gesuchsteller und Berufungskläger,

gegen

C.________ AG,
vertreten durch RA Dr.iur. E.________ und/oder RA lic.iur. D.________,
Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte,

betreffend

Massnahmen gemäss Art. 731b OR 
(Berufung gegen den Entscheid des Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 19. November 2021)

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Rechtsbegehren

Gesuchsteller und Berufungskläger

1. Es sei der Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 19. November 2021 (ES 2021 
608) vollumfänglich aufzuheben und das Gesuch des Gesuchstellers und Berufungsklägers vom 6. 
Oktober 2021 gemäss Hauptrechtsbegehren, eventualiter gemäss Eventualbegehren, gutzuheissen.

2. Eventualiter sei der Entscheid des Einzelrichters des Kantonsgerichts Zug vom 19. November 2021 
(ES 2021 608) vollumfänglich aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten.

Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte

1. Die Berufungsanträge von A.________ seien abzuweisen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur erneuten Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zulasten des Gesuchstellers.

Sachverhalt

1.1 Die C.________ AG (nachfolgend: Gesuchsgegnerin) bezweckt unter anderem die direkte 
oder indirekte Beteiligung an in- und ausländischen Unternehmungen. Ihr Verwaltungsrat 
setzt sich gemäss Handelsregister aktuell zusammen aus den Brüdern A.________ 
(Präsident des Verwaltungsrates; nachfolgend: Gesuchsteller) und F.________ sowie 
G.________ und H.________. Letzterer hat jedoch inzwischen seinen Rücktritt aus dem 
Verwaltungsrat bekanntgegeben (Vi act. 1 Rz 17).

1.2 Die Brüder A.________ und F.________ sind zerstritten. Vor März 2020 hielten sie je 50 % 
der Aktien an der Gesuchsgegnerin. Seit einer umstrittenen Kapitalerhöhung im März 2020, 
die Gegenstand anderer Gerichtsverfahren bildet, hält der Gesuchsteller 50,5 % und 
F.________ 49,5 % der Aktien an der Gesuchsgegnerin.

2.1 Am 6. Oktober 2021 reichte der Gesuchsteller beim Kantonsgericht Zug, Einzelrichter, gegen 
die Gesuchsgegnerin ein Gesuch mit folgendem Rechtsbegehren ein (Vi act. 1):

1.1 Es sei G.________ als Mitglied des Verwaltungsrats der Gesuchsgegnerin abzusetzen und ihm 
das Zeichnungsrecht zu entziehen, unter Anweisung an das Handelsregisteramt des Kantons 
Zug, das Handelsregister entsprechend nachzuführen.

1.2 Es sei eine unabhängige Drittperson mit Wohnsitz in der Schweiz in den Verwaltungsrat der 
Gesuchsgegnerin zu berufen und dieser Drittperson Einzelzeichnungsberechtigung 
einzuräumen, unter Anweisung an das Handelsregisteramt des Kantons Zug, das 
Handelsregister entsprechend nachzuführen.

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1.3 Diese unabhängige Drittperson sei damit zu beauftragen, die Gesuchsgegnerin in sämtlichen 
gegen sie hängigen Verfahren vor den Zuger Gerichten zu vertreten und sich um die 
unaufschiebbaren Belange der Gesuchstellerin unter Berücksichtigung des objektiven 
Gesellschaftsinteresses zu kümmern.

1.4 Das Mandat dieser unabhängigen Drittperson sei einstweilen bis zur rechtskräftigen Erledigung 
des vor dem Kantonsgericht Zug hängigen Verfahrens mit der Geschäfts-Nr. A3 2021 1 
betreffend Nichtigkeit und/oder Anfechtung von Generalversammlungs- und 
Verwaltungsratsbeschlüssen der Gesuchsgegnerin und der I.________ AG zu befristen.

1.5 Dem Gesuchsteller sei Gelegenheit zu geben, sich zur Person dieser unabhängigen Drittperson 
vor deren Berufung in den Verwaltungsrat der Gesuchsgegnerin zu äussern.

Eventualbegehren:

2.1 Es sei der Gesuchsgegnerin ein Sachwalter zu ernennen und diesem sei 
Einzelzeichnungsberechtigung einzuräumen, unter Anweisung an das Handelsregisteramt des 
Kantons Zug, das Handelsregister entsprechend nachzuführen.

2.2 Es sei den Mitgliedern des Verwaltungsrats sowie allfälligen Exekutivorganen der Gesuchs-
gegnerin zu verbieten, sich während der Dauer, für welche die Ernennung des Sachwalters 
gültig ist, im internen sowie im externen Verhältnis als Organe der Gesuchsgegnerin 
auszugeben und/oder Handlungen für diese vorzunehmen, unter Androhung der Bestrafung bei 
Widerhandlung mit Busse nach Art. 292 StGB wegen Ungehorsams gegen eine amtliche 
Verfügung, unter Anweisung an das Handelsregisteramt des Kantons Zug, die 
Zeichnungsberechtigung der im Handelsregister eingetragenen Mitgliedern des Verwaltungsrats 
zu streichen.

2.3 Es sei der Sachwalter damit zu beauftragen, die Gesuchsgegnerin in sämtlichen gegen sie 
hängigen Verfahren vor den Zuger Gerichten zu vertreten und sich um die unaufschiebbaren 
Belange der Gesuchstellerin unter Berücksichtigung des objektiven Gesellschaftsinteressens zu 
kümmern.

2.4 Das Sachwaltermandat sei einstweilen bis zur rechtskräftigen Erledigung des vor dem 
Kantonsgericht Zug hängigen Verfahrens mit der Geschäfts-Nr. A3 2021 1 betreffend Nichtigkeit 
und/oder Anfechtung von Generalversammlungs- und Verwaltungsratsbeschlüssen der 
Gesuchsgegnerin und der I.________ AG zu befristen.

2.5 Dem Gesuchsteller sei Gelegenheit zu geben, sich zur Person des Sachwalters vor dessen Er-
nennung zu äussern.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegnerin.

2.2 In der Gesuchsantwort vom 2. November 2021 beantragte die Gesuchsgegnerin die 
kostenfällige Abweisung des Gesuchs (Vi act. 7).

2.3 Am 15. November 2021 reichte der Gesuchsteller in Ausübung seines Replikrechts eine 
Stellungnahme ein (Vi act. 9).

2.4 Mit Entscheid vom 19. November 2021 wies der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug das 
Gesuch ab (Vi act. 10).

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3.1 Gegen diesen Entscheid reichte der Gesuchsteller am 2. Dezember 2021 beim Obergericht 
des Kantons Zug fristgerecht Berufung mit eingangs genanntem Rechtsbegehren ein (act. 1).

3.2 In der Berufungsantwort vom 13. Januar 2022 stellte die Gesuchsgegnerin ihrerseits das 
eingangs genannte Rechtsbegehren (act. 8).

3.3 Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt (act. 9). In Ausübung des unbedingten 
Replikrechts reichten hingegen sowohl der Gesuchsteller am 26. Januar (act. 10) und 10. Fe-
bruar 2022 (act. 12) als auch die Gesuchsgegnerin am 2. Februar 2022 (act. 11) weitere 
Stellungnahmen ein.

Erwägungen

1. Die Vorinstanz wies das Haupt- und das Eventualbegehren des Gesuchstellers mit folgender 
Begründung ab (Vi act. 10 E. 3 und 4):

1.1 Gemäss dem im Abschnitt über "Mängel in der Organisation der Gesellschaft" eingeordneten 
Art. 731b OR könne ein Aktionär, ein Gläubiger oder der Handelsregisterführer dem Richter 
beantragen, die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen, falls der Gesellschaft eines der 
vorgeschriebenen Organe fehle oder eines dieser Organe nicht rechtmässig 
zusammengesetzt sei (Abs. 1 Ingress). Eine nicht rechtsgenügende Zusammensetzung liege 
etwa dann vor, wenn ein gesetzlich vorgeschriebenes Organ nicht mehr funktionsfähig sei, 
so z.B. wenn aufgrund einer andauernden Pattsituation im Verwaltungsrat die Führung der 
Gesellschaft dauerhaft unmöglich geworden sei oder in aussergewöhnlichen Konstellationen 
bei Interessenkonflikten. Es handle sich um materielle Organmängel, welche nach der 
herrschenden Lehre den gesetzlich ausdrücklich geregelten Tatbeständen formeller 
Organmängel gleichzusetzen seien. 

1.2 Die Gesuchsgegnerin verfüge über drei (eingetragene) Verwaltungsräte. Auch wenn 
zwischen den beiden Aktionären, Verwaltungsräten und Brüdern A.________ und 
F.________ ein grosser, tiefschürfender Konflikt bestehe, sei zu beachten, dass die 
Gesuchsgegnerin mit G.________ über ein drittes Verwaltungsratsmitglied mit 
Einzelunterschrift verfüge. Selbst der Gesuchsteller gehe davon aus, dass G.________ 
derzeit als gültig gewählter Verwaltungsrat zu gelten habe. Eine Pattsituation liegt damit nicht 
vor. 

1.3 Zu prüfen sei daher [noch], ob ein massgeblicher Interessenkonflikt von G.________ 
vorliege, welcher ihn daran hindere, die Gesuchsgegnerin unabhängig zu vertreten, und 
deshalb die Gesuchsgegnerin handlungsunfähig mache. Mit seinen Ausführungen im Gesuch 
habe der Gesuchsteller keine aussergewöhnliche Konstellation dartun können, welche zur 
Funktionsunfähigkeit der Gesuchsgegnerin führen und die hohen Anforderungen an einen 
Organisationsmangel wegen Interessenkonflikten erfüllen könnte. Im sogenannten 
"Selbstbezichtigungsschreiben" von G.________ vom 17. April 2021 räume G.________ ein, 
dass er sich im Rahmen der Kapitalerhöhung unredlich verhalten und gegenüber F.________ 
täuschende Handlungen vorgenommen habe. Da dieses Schreiben im Anfechtungsverfahren 
[Verfahren betreffend Anfechtung der diesbezüglichen Generalversammlungsbeschlüsse] 

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möglicherweise von grosser Bedeutung sein werde, habe G.________ in jenem Verfahren 
um Einsetzung eines unabhängigen Rechtsvertreters ersucht. Dies bedeute aber nicht, dass 
G.________ per se nicht in der Lage wäre, die Gesuchsgegnerin zu vertreten oder in 
anderen Fällen einen Rechtsanwalt zu mandatieren. Dass sich G.________ alleine aus 
sozialem und familiärem Druck der Seite von F.________ zugewandt habe, sei eine blosse 
Vermutung des Gesuchstellers. Es sei ebenso gut möglich, dass G.________ einen 
allfälligen Fehler eingesehen habe und die Vorgänge aus Eigeninitiative habe klarstellen 
wollen. Gegen einen massgeblichen Interessenkonflikt, der G.________ oder die 
Gesuchsgegnerin handlungsunfähig mache, spreche auch Folgendes: Es sei unbestritten, 
dass G.________ in Zug anwesend sei und die Gesellschaft von dort aus administriere. Die 
bisherige Geschäftsführung durch G.________ sei vom Gesuchsteller mit keinem Wort 
kritisiert worden. Dass sich G.________ instrumentalisieren lasse, lasse sich im Weiteren 
auch nicht aus der blossen Ähnlichkeit im optischen Erscheinungsbild eines von G.________ 
verfassten Schreibens mit einer Eingabe der Anwaltskanzlei J.________ belegen. Der 
Gesuchsteller begründe dies mit einem Vergleich der Fristerstreckungsgesuche von 
G.________ vom 27. August 2021 mit einem Fristerstreckungsgesuch der Anwaltskanzlei 
J.________ vom 21. Mai 2021. Es sei nachvollziehbar, dass ein juristischer Laie für ein 
solches Gesuch ein bei seinen Unterlagen liegendes Schreiben einer Anwaltskanzlei in 
einem anderen Verfahren nachahme. Dies bedeute nicht, dass ihm das Schreiben als 
Vorlage zur Verfügung gestellt worden sei. Von einer dauerhaften Funktionsunfähigkeit der 
Gesuchsgegnerin könne schliesslich auch deshalb nicht ausgegangen werden, weil bislang 
erst eine Verwaltungsratssitzung – am 16. August 2021 – abgehalten worden sei, an welcher 
die Zusammensetzung des Verwaltungsrats überhaupt zur Diskussion gestanden habe. Da 
nebst den zerstrittenen ________-Brüdern noch ein dritter Verwaltungsrat eingetragen sei, 
könnten Beschlüsse gefällt werden und der Verwaltungsrat könne seine gesetzlichen 
Aufgaben erfüllen.

2. Der Gesuchsteller macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe ihre Begründungspflicht 
verletzt. 

2.1 Dazu führt er aus, die Vorinstanz habe sich einzig und allein mit einer [einzigen] 
Konstellation, nämlich mit der Konstellation "Interessenkonflikt" beschäftigt. Der 
Gesuchsteller begründe sein Gesuch allerdings nicht, jedenfalls nicht primär, mit dem 
Vorliegen einer Interessenkonflikt-Konstellation. Vielmehr habe er darauf hingewiesen, dass 
bei der Gesuchsgegnerin gar keine ordnungsgemässen Verwaltungsratsbeschlüsse mehr 
gefällt werden könnten, weil (1) F.________ "in seinem Paralleluniversum die Legitimität von 
A.________ als Mitglied des Verwaltungsrats" negiere, (2) F.________ angebliche 
"Beschlüsse" bzw. Nicht-Beschlüsse für die Gesuchsgegnerin fälle bzw. zu befürchten sei, 
dass er solche Beschlüsse fälle, ohne den Gesuchsteller in irgendeiner Form überhaupt 
einzubeziehen, und (3) diese Haltung von F.________ dem Gesuchsteller verunmögliche, 
ordnungsgemässe Verwaltungsratsbeschlüsse herbeizuführen (act. 1 Rz 12 f.).

2.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) folgt die grundsätzliche Pflicht 
der Gerichte, ihre Entscheide zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass 
der Betroffene den Entscheid sachgerecht anfechten kann. Die Begründung muss kurz die 
wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf 
die sich sein Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit 

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allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 
ausdrücklich widerlegt (BGE 133 III 439 E. 3.3; Steck/Brunner, Basler Kommentar, 3. A. 
2017, Art. 239 ZPO N 10). 

2.3 Grundsätzlich braucht an dieser Stelle nicht abschliessend geklärt zu werden, ob die Vorin-
stanz den Anspruch des Gesuchstellers auf rechtliches Gehör, wie von ihm gerügt, verletzt 
hat, weil dieser – allfällige – Mangel im Berufungsverfahren geheilt werden kann. Denn eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als geheilt gelten, wenn die 
betroffene Partei die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die 
sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann (Urteil des 
Bundesgerichts 9C_253/2021 vom 21. Juli 2021 E. 2 m.H. auf BGE 142 II 218 E. 2.8.1 und 
137 I 195 E. 2.3.2). Das Obergericht verfügt als Berufungsinstanz über volle Kognition zur 
Überprüfung des angefochtenen Entscheides. Eine Rückweisung an die Vorinstanz würde 
einen formalistischen Leerlauf verursachen und wäre auch nicht im Interesse des 
Gesuchstellers, weshalb im vorliegenden Fall so oder anders davon abzusehen ist.

2.4 Der Vollständigkeit halber ist dennoch festzuhalten, dass die Vorinstanz ihre 
Begründungspflicht nicht verletzt hat. Sie gab die erwähnten Argumente des Gesuchstellers 
in ihrem Entscheid wieder (vgl. Vi act. 10 Ziffer 2 des Sachverhaltes). Übersehen hat sie sie 
demnach nicht. Im Weiteren zählte sie jene Fälle auf, in denen eine nicht rechtsgenügende 
Zusammensetzung eines Organs einen Organisationsmangel darstellt, und prüfte in der 
Folge zwei der von ihr aufgezählten Fälle näher, nämlich ob ein Organisationsmangel wegen 
einer Pattsituation im Verwaltungsrat oder wegen Interessenkonflikten der Verwaltungsräte 
vorliegt. Beides hat sie verneint (Vi act. 10 E. 3.1 f. und E. 4). Die wesentlichen 
Überlegungen, von denen sich die Vorinstanz hat leiten lassen und auf die sie ihren 
Entscheid gestützt hat, gehen demnach aus E. 3 und 4 des angefochtenen Entscheids 
hervor. Indem die Vorinstanz den vom Gesuchsteller als Mangel geltend gemachten 
Tatbestand (Funktionsunfähigkeit des Verwaltungsrats wegen unterschiedlicher 
Auffassungen über dessen Zusammensetzung) in ihrer Aufzählung nicht erwähnt hat, hat sie 
zumindest implizit klargemacht, dass sie in diesem Tatbestand keinen Organisationsmangel 
erblickte. Damit war dem Gesuchsteller eine sachgerechte Anfechtung ohne Weiteres 
möglich. Dass die Vorinstanz die Argumentation des Gesuchstellers ausdrücklich widerlegt, 
war – wie erwähnt – nicht erforderlich.

3. Der Gesuchsteller rügt weiter, die Vorinstanz habe das Recht unrichtig angewandt, indem sie 
fälschlicherweise die Vertretungsmacht im Aussenverhältnis mit der 
Geschäftsführungsbefugnis im Innenverhältnis gleichgesetzt habe.

3.1 Zur Begründung macht der Gesuchsteller geltend, die Vorinstanz habe bei ihrer 
Einschätzung, wonach kein Organisationsmangel vorliege, darauf abgestellt, dass 
G.________ einzelzeichnungsberechtigt sei und er die Gesuchsgegnerin demnach vertreten 
könne. Damit verkenne die Vorinstanz die Unterscheidung zwischen der Geschäftsführung 
als interne Leitung der Gesellschaft (Art. 716 f. OR) und der Vertretung der Gesellschaft 
nach aussen, also dem Handeln gegenüber Dritten (Art. 718 OR). Bei der Gesuchsgegnerin 
sei die Geschäftsführung nicht auf G.________ übertragen worden. Entsprechend könne 
dieser nicht in Eigenregie Geschäftsführungsentscheide fällen. Wenn jedoch keine 
Geschäftsführungsentscheide mehr gefällt werden könnten, sei die Führung der Gesellschaft 

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nicht mehr möglich. Entsprechend liege ein (materieller) Organisationsmangel vor. Indem die 
Vorinstanz dies verkenne und darauf abstelle, dass pro forma noch jemand vorhanden sei, 
der die Gesellschaft – zumindest gegenüber einem gutgläubigen Dritten – nach aussen 
vertreten könne, verletze sie Bundesrecht (act. 1 Rz 17 ff.).

3.2 Dieser Rüge des Gesuchstellers liegt die Annahme zugrunde, mit der aktuellen Organisation 
der Gesuchsgegnerin könnten faktisch gar keine Geschäftsführungsentscheide mehr gefällt 
werden, weil G.________ nicht in Eigenregie Geschäftsführungsentscheide fällen könne. 
Damit weicht der Gesuchsteller aber von der Sachverhaltsfeststellung im angefochtenen 
Entscheid ab, ohne eine begründete Sachverhaltsrüge zu erheben. So hielt die Vorinstanz 
namentlich fest, bei der Gesuchsgegnerin könnten Beschlüsse [aller Art] gefällt werden und 
der Verwaltungsrat könne seine gesetzlichen Aufgaben erfüllen, da nebst den zerstrittenen 
Brüdern A.________ und F.________ noch ein dritter Verwaltungsrat eingetragen sei. Von 
einer dauerhaften Funktionsunfähigkeit der Gesuchsgegnerin könne nicht ausgegangen 
werden (Vi act. 10 E. 4.2, letzter Absatz). Im Übrigen hat der Gesuchsteller auch in seiner 
Berufung nicht näher begründet, weshalb mit der aktuellen Organisation der 
Gesuchsgegnerin angeblich keine Geschäftsführungsentscheide mehr gefällt werden 
könnten. Vielmehr beschränkt er sich darauf, dies pauschal zu behaupten. Insgesamt ist er 
seiner Begründungspflicht in diesem Punkt nicht nachgekommen, weshalb auf die Berufung 
insoweit nicht einzutreten ist (Art. 311 Abs. 1 ZPO; Urteile des Bundesgerichts 4A_258/2015 
vom 21. Oktober 2015 E. 2.4.1 und 5A_209/2014 vom 2. September 2014 E. 4.2.1, je 
m.w.H.).

3.3 Ohnehin ist aber nicht ersichtlich, inwiefern es vorliegend bei einem dreiköpfigen 
Verwaltungsrat nicht mehr möglich sein soll, Geschäftsführungsentscheide zu treffen. Nach 
dem gesetzlichen Grundkonzept können sowohl die Überwachungs- als auch die 
Geschäftsführungsfunktionen grundsätzlich durch den Verwaltungsrat in corpore 
wahrgenommen werden, sofern die Geschäftsführung nicht delegiert worden ist (Art. 716 
Abs. 2 OR; Watter/Roth-Pellenda, Basler Kommentar, 5. A. 2016, Art. 716b OR N 1). Die 
Vorinstanz hat zutreffend festgestellt, dass im Verwaltungsrat keine Pattsituation besteht. 
Damit können (Mehrheits-)Beschlüsse über die interne Leitung der Gesellschaft ohne 
Weiteres gefasst werden. Die Gesuchsgegnerin ist gegen innen wie gegen aussen 
handlungsfähig. Dass der Verwaltungsrat keine Beschlüsse fällen könne, weil die 
Auffassungen, wer überhaupt Verwaltungsrat sei, auseinandergingen (so der Gesuchsteller 
weiter [act. 1 Rz 24]), trifft nicht zu. Andernfalls würde ein Organisationsmangel stets bereits 
dann bestehen, wenn irgendjemand die Auffassung vertritt, die im Handelsregister 
eingetragenen Verwaltungsräte (oder einige von ihnen) seien zu Unrecht im Verwaltungsrat. 
Dass diese rechtliche Folgerung nicht zutrifft, ist selbsterklärend. Im Übrigen hat die 
Vorinstanz zutreffend dargelegt, dass Interessenkonflikte nur in aussergewöhnlichen 
Konstellationen zu einer Funktionsunfähigkeit der Organe führen (Vi act. 10 E. 3.2). Der 
Gesuchsteller legt diesbezüglich auch nicht dar, dass und weshalb die unterschiedlichen 
Ansichten darüber, ob der Verwaltungsrat rechtmässig zusammengesetzt ist, eine 
aussergewöhnliche Konstellation darstellen sollen.

4. Nach Auffassung des Gesuchstellers soll die Vorinstanz sodann das Recht unrichtig 
angewandt haben, indem sie verkannt habe, dass die Gesuchsgegnerin zufolge 

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gegensätzlicher Vorstellungen der verschiedenen potentiellen Verwaltungsräte über die 
Zusammensetzung des Verwaltungsrates handlungsunfähig sei.

4.1 Der Gesuchsteller macht diesbezüglich geltend, das Bundesgericht habe das Vorliegen eines 
Organisationsmangels in einem vergleichbaren Fall im Urteil 4A_380/2020 vom 25. August 
2020 bejaht. Die im vorliegenden Fall gegebene Sachlage stimme mit derjenigen gemäss 
Bundesgerichtsurteil weitestgehend überein: Der Gesuchsteller auf der einen Seite und 
F.________ (in eigenem Namen sowie durch sein "Sprachrohr" G.________) auf der 
anderen Seite würden betreffend eine fundamentale Grundsatzfrage – wer ist Verwaltungsrat 
der Gesellschaft? – systematisch unterschiedliche und nicht vereinbare Standpunkte 
vertreten. F.________ negiere die Verwaltungsratseigenschaft der übrigen Verwaltungsräte 
und führe sich als Allein-Verwaltungsrat auf. Dies mit der Folge, dass keine 
Verwaltungsratsbeschlüsse mehr zustande kommen könnten bzw. betreffend jeden künftigen 
"Beschluss" die gerichtliche Feststellung der Nichtigkeit beantragt würde (act. 1 Rz 25 ff.).

4.2 Das vom Gesuchsteller zitierte Bundesgerichtsurteil ist nicht einschlägig. Im vom 
Bundesgericht entschiedenen Fall wurde ein Sachwalter eingesetzt, weil die Gesellschaft 
über gar keinen rechtmässig gewählten Verwaltungsrat mehr verfügte. Dass dort die zwei – 
offenbar einzigen – bei der letzten gültigen Wahl eingesetzten Verwaltungsräte systematisch 
gegenläufige Interessen vertraten und damit den Verwaltungsrat blockierten, wurde bloss im 
Sinne eines obiter dictum als zusätzliches Argument für die Ernennung eines Sachwalters 
aufgeführt (Urteil 4A_380/2020 vom 25. August 2020 E. 5). Vorliegend verfügt die 
Gesuchsgegnerin jedoch, wie von der Vorinstanz zutreffend festgestellt, über drei (nicht 
zwei) eingetragene Verwaltungsräte, sodass trotz der Auseinandersetzung zwischen den 
Brüdern A.________ und F.________ keine Pattsituation vorliegt. Der (vor Gericht hängige) 
Streit um die rechtmässige Zusammensetzung des Verwaltungsrates hindert das 
Funktionieren des Verwaltungsrates nicht. Bloss weil ein Verwaltungsrat (wiederholt) 
behauptet, gewisse Verwaltungsratsbeschlüsse seien wegen unrechtmässiger 
Zusammensetzung des Verwaltungsrates ungültig oder nichtig, liegt noch kein 
Organisationsmangel im Sinne von Art. 731b OR vor (vgl. auch E. 3.2). 

5. Schliesslich rügt der Gesuchsteller, die Vorinstanz habe ihr Ermessen falsch ausgeübt bzw. 
die Beweismittel falsch gewürdigt, indem sie G.________ für nicht konfliktbelastet erklärt 
habe.

5.1 Dazu ist vorweg Folgendes festzuhalten: Der Gesuchsteller rügt an mehreren Stellen in der 
Berufungsschrift, G.________ befinde sich dauerhaft in einem Interessenkonflikt, weil er sich 
auf die Seite von F.________ und von dessen Vater K.________ geschlagen habe. Diesem 
Einwand ist jedoch bereits deshalb kein Erfolg beschieden, weil der Gesuchsteller nicht 
aufzeigt, inwiefern die Interessen von F.________ oder von dessen Vater überhaupt den 
Interessen der Gesuchsgegnerin widersprechen. Dies wäre die Grundvoraussetzung für 
einen unter Art. 731b OR relevanten Interessenkonflikt. Selbst wenn G.________ und 
F.________ andere Interessen als der Gesuchsteller vertreten würden, würde ein 
Interessenkonflikt bedingen, dass die Interessen konstant (nicht bloss begrenzt auf einzelne 
Themen oder gar Gerichtsverfahren; s. Urteil des Bundesgerichts 4A_717/2014 vom 29. Juni 
2015 E. 2.5.2) von jenen der Gesuchsgegnerin (und nicht von jenen des Gesuchstellers) 
abweichen würden und diese Abweichung nicht bloss von untergeordneter Bedeutung ist. 

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Beides begründet der Gesuchsteller in der Berufung nicht, weshalb insoweit nicht darauf 
einzutreten ist. Dennoch ist nachfolgend der Vollständigkeit halber auf die einzelnen 
Vorbringen des Gesuchstellers einzugehen.

5.2 Der Gesuchsteller macht unter anderem geltend, die Vorinstanz halte G.________ für nicht 
konfliktbelastet, weil "nicht genügend Anhaltspunkte" für die fehlende Unabhängigkeit 
vorlägen. Die Vorinstanz irre. Der Gesuchsteller habe die spätestens seit 2021 bestehende 
fehlende Unabhängigkeit anhand der Fristerstreckungsgesuche aufgezeigt, welche 
G.________ auf der Formatvorlage der Kanzlei J.________, der Rechtsvertreterin von 
F.________, erstellt habe. Dass es sich um eine Formatvorlage der Kanzlei J.________ 
gehandelt habe, habe der Gesuchsteller anhand der identischen Schriftart, Schriftbild, 
Buchstabengrösse, Fettdruck, Textanordnung und Wortwahl belegt. Die Vorinstanz meine, 
dass sich hieraus keine Instrumentalisierung ableiten liesse und nachvollziehbar sei, dass 
ein juristischer Laie für ein solches Gesuch ein Anwaltsschreiben einer anderen Kanzlei 
nachahme; dies bedeute aber nicht, dass ihm das Schreiben als Vorlage zur Verfügung 
gestellt worden sei. Im Umkehrschluss, so der Gesuchsteller, anerkenne somit auch die 
Vorinstanz zu Recht, dass eine Instrumentalisierung vorliege, sollten die Rechtsvertreter von 
F.________ tatsächlich G.________ das Schreiben als Vorlage zur Verfügung gestellt 
haben. Die Vorinstanz habe jedoch diesbezüglich die Tatsachen falsch gewürdigt. Als 
unabhängiger juristischer Laie hätte G.________ nicht das Layout, sondern höchstens den 
Wortlaut des Anwaltsschreibens nachgeahmt. Die Kanzlei J.________ müsse die Schreiben 
für G.________ entworfen bzw. vorgeschrieben haben. Anders lasse sich das Verwenden 
der "J.________-Vorlage" nicht erklären. Somit hätte die Vorinstanz nach ihrem eigenen 
Wertungsmassstab zum Schluss kommen müssen, dass F.________ bzw. die Kanzlei 
J.________ G.________ instrumentalisiert hätten. Das spreche deutlich gegen seine 
Unabhängigkeit bzw. für das Vorliegen eines Interessenkonflikts (act. 1 Rz 30 ff.).

5.2.1 Dieser Einwand ist unbegründet, weil der vom Gesuchsteller gezogene Umkehrschluss nicht 
zutrifft. Die Vorinstanz hat nicht (auch nicht implizit) ausgeführt, im Falle eines vorverfassten 
(und nicht bloss nachgeahmten) Schreibens würde ein Interessenkonflikt vorliegen. Die Vor-
instanz hat bloss nicht für glaubhaft befunden, dass G.________ das Schreiben als Vorlage 
zur Verfügung gestellt worden ist. Soweit also der Gesuchsteller in der Berufung behauptet, 
das Verwenden eines vorverfassten Schreibens würde einen Interessenkonflikt belegen, 
hätte er dies zusätzlich zu begründen. 

5.2.2 Im Rahmen der Berufung sind nur rechtlich relevante Tatfragen zu beurteilen, das heisst 
Tatfragen, die sich irgendwie auf den vorinstanzlichen Entscheid ausgewirkt haben, 
auswirken konnten oder hätten auswirken können (Reetz/Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/
Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. A. 
2016, Art. 310 ZPO N 24 und 27). Die rechtliche Relevanz der vom Gesuchsteller 
behaupteten Tatsache (ein von G.________ eingereichtes Fristerstreckungsgesuch sei von 
der Kanzlei J.________, die F.________ vertritt, vorformuliert worden) begründet der 
Gesuchsteller nicht. Sie liegt auch nicht auf der Hand, handelte es sich in casu doch 
ausschliesslich um ein Gesuch um eine zehntägige Erstreckung einer Frist, das G.________ 
in zwei Zivilprozessen mit identischer Form und identischem Inhalt eingereicht hat 
(Vi act. 1/7-8). Hätte G.________ dabei tatsächlich eine Vorlage aus der Kanzlei, die 

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F.________ vertritt, verwendet, würde dies zwar nahelegen, dass auch dieser bei diesem 
Vorgang in irgendeiner Form involviert war. Weshalb dies aber auf einen generellen 
Interessenkonflikt bzw. eine fehlende Unabhängigkeit von G.________ schliessen liesse, ist 
dennoch nicht ersichtlich. Insbesondere könnte daraus – entgegen der Ansicht des 
Gesuchstellers – keineswegs der Schluss gezogen werden, dass G.________ generell von 
F.________ instrumentalisiert werde. Mithin kann offenbleiben, ob das 
Fristerstreckungsgesuch bloss nachgeahmt oder vorverfasst war.

5.3 Weiter rügt der Gesuchsteller, er habe dargelegt, dass das "Selbstbezichtigungsschreiben" 
von G.________ vom 17. April 2021 dessen fehlende Unabhängigkeit manifestieren würde. 
Ein Organ, das sich selber eines Fehlverhaltens oder sogar einer strafbaren Handlung 
bezichtige, die es im Zusammenhang mit Gesellschaftsbeschlüssen begangen haben wolle, 
könne (unabhängig vom Wahrheitsgehalt dieser Selbstbezichtigung) sein Amt nicht mehr 
unabhängig ausführen. Die Vorinstanz wolle G.________ zugutehalten, dass "gut möglich 
sei", dass G.________ das "Selbstbezichtigungsschreiben" aus Einsicht und "Eigeninitiative" 
verfasst habe. Der Gesuchsteller habe [jedoch] dargelegt, dass G.________ im Juni 2020 
seine "Dienste" gegen eine Entschädigung von JPY 50 Mio. zunächst ihm [dem 
Gesuchsteller] angeboten habe. Der Gesuchsteller habe hierzu die Parteibefragung offeriert. 
Diesen Andienungsversuch habe die Vorinstanz mit keinem Wort behandelt, obwohl diese 
Anfrage schon für sich allein die Befangenheit von G.________ in sämtlichen Belangen der 
Gesuchsgegnerin belegt hätte, ebenso wie dessen fehlende Unabhängigkeit gegenüber 
F.________ und fehlende Unvoreingenommenheit gegenüber dem Gesuchsteller (act. 1 
Rz 36 ff.).

Dass die Vorinstanz den behaupteten Andienungsversuch "mit keinem Wort" behandelte, 
trifft nicht zu. Sie erwähnte das vom Gesuchsteller vorgebrachte "Andienen" ausdrücklich 
(vgl. Vi act. 10 E. 4.1). Sie erwähnte aber auch das Vorbringen des Gesuchstellers, wonach 
"die Vermutung im Raum" stehe, dass sich G.________ angesichts dessen, dass es beim 
Gesuchsteller "nichts zu holen" gegeben habe, dazu entschieden habe, dem sozialen und 
familiären Druck nachzugeben und sich auf K.________s (Vater von A.________ und 
F.________) bzw. F.________s Seite zu schlagen (Vi act. 10 E. 4.1). Der Gesuchsteller 
selbst sprach also in seinem Gesuch noch von einer "Vermutung" (vgl. Vi act. 1 Rz 52 und 
54). Folglich hielt die Vorinstanz zu Recht fest, dass das angebliche Zuwenden von 
G.________ auf die Seite von F.________ "eine blosse Vermutung des Gesuchstellers" sei 
(Vi act. 10 E. 4.2). Infolgedessen bestand für die Vorinstanz kein Anlass, näher auf diese 
"Vermutung" einzugehen. Der Gesuchsteller legt in der Berufungsschrift nicht dar, weshalb 
die Vorinstanz nicht auf die vom Gesuchsteller selbst gemachte Aussage, es handle sich um 
eine Vermutung, hätte abstellen dürfen. Dasselbe gilt im Übrigen auch für die Ausführungen 
betreffend den familiären und sozialen Druck, der gemäss Darstellung des Gesuchstellers im 
vorinstanzlichen Verfahren ebenfalls bloss eine "Vermutung" für das Andienen darstellen 
sollte (Vi act. 1 Rz 53 f.), gemäss Berufungsschrift nun aber mehr als eine Vermutung sein 
soll (act. 1 Rz 40). Auf die Frage, ob die Vorinstanz die vom Gesuchsteller in diesem 
Zusammenhang offerierten Beweise hätte abnehmen sollen, ist zurückzukommen (E. 6).

5.4 Der Gesuchsteller macht weiter geltend, die Vorinstanz habe ausgeführt, das im 
"Selbstbezichtigungsschreiben" beschriebene (angebliche) Fehlverhalten von G.________ 
betreffe lediglich das Anfechtungsverfahren A3 2021 1, wofür ein unabhängiger 

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Prozessvertreter bestellt worden und damit dem Interessenkonflikt genügend Rechnung 
getragen worden sei, und der Gesuchsteller habe die bisherige Geschäftsführung durch 
G.________ nicht kritisiert. Aus diesen Erwägungen gehe, so der Gesuchsteller, hervor, dass 
auch für die Vorinstanz unstrittig gewesen sei, dass das "Selbstbezichtigungsschreiben" 
grundsätzlich einen Interessenkonflikt seitens G.________ begründet habe. Ebenso habe die 
Vorinstanz (zu Recht) nicht ausgeführt, dass es sich dabei bloss um einen untergeordneten 
Interessenkonflikt handle (act. 1 Rz 41 f.).

Auch dieses Vorbringen des Gesuchstellers geht fehl. Die Vorinstanz hat weder explizit noch 
implizit zum Ausdruck gebracht, dass das "Selbstbezichtigungsschreiben" grundsätzlich (d.h. 
in allen Belangen) einen Interessenkonflikt begründet hätte. Die Vorinstanz hielt lediglich 
fest, dass dieses "Selbstbezichtigungsschreiben" im Anfechtungsverfahren möglicherweise 
von grosser Bedeutung sein werde. Deshalb habe G.________ in jenem Verfahren um 
Einsetzung eines unabhängigen Rechtsvertreters ersucht. Dies bedeute aber nicht, dass 
G.________ per se nicht in der Lage wäre, die Gesuchsgegnerin zu vertreten oder in 
anderen Fällen einen Rechtsanwalt zu mandatieren (Vi act. 10 E. 4.2). Einen möglichen 
Interessenkonflikt wegen des "Selbstbezichtigungsschreibens" ortete die Vorinstanz mithin 
einzig im Anfechtungsverfahren, nicht jedoch per se in der Organisation der 
Gesuchsgegnerin.

5.5 Der Gesuchsteller moniert ferner, es sei unzutreffend, dass die Wirkung des 
Interessenkonflikts sich strikt auf das Anfechtungsverfahren begrenze. Wenn G.________ 
bereit sei, sich selbst eines (angeblichen) Fehlverhaltens zu bezichtigen, um die Position von 
F.________ im Verfahren A3 2021 1 bestmöglich zu unterstützen, so sei kein Grund 
ersichtlich, warum er dies nicht auch in den übrigen Angelegenheiten der Gesuchsgegnerin 
tun sollte. Es sei daran erinnert, dass G.________ in seinem "Selbstbezichtigungsschreiben" 
F.________ und dessen Vater um "weitere Unterstützung und Begleitung" gebeten habe. 
Das zeige "in optima forma", dass G.________ auch in den übrigen Verfahren und ganz 
allgemein stets die Interessen von F.________ unterstütze und nicht diejenigen der 
Gesuchsgegnerin. Damit befinde er sich offensichtlich und dauerhaft in einem 
Interessenkonflikt (act. 1 Rz 43 ff.).

Mit diesem Vorbringen unterstellt der Gesuchsteller G.________, Letzterer habe das 
"Selbstbezichtigungsschreiben" verfasst, um die Position von F.________ im Verfahren A3 
2021 1 bestmöglich zu unterstützen. Woraus er diese Gesinnung von G.________ ableitet, 
begründet der Gesuchsteller jedoch nicht. Auch deshalb ist darauf nicht einzutreten. Im 
Übrigen ist auf die obigen Ausführungen zu verweisen (E. 5.1).

5.6 Weiter bringt der Gesuchsteller vor, die Vorinstanz habe unberücksichtigt gelassen, dass 
auch im Anfechtungsverfahren A3 2021 1 die Handlungsfähigkeit der Gesuchsgegnerin nicht 
gewährleistet sei. Zwar habe das Gericht in diesem Verfahren einen Prozessvertreter 
eingesetzt. Allerdings sei diese Einsetzung ungültig. Eine Rechtsgrundlage für das 
Aufoktroyieren eines Prozessvertreters böte einzig Art. 731b OR, was wiederum bestätige, 
dass das vorliegende Gesuch gutgeheissen werden müsse (act. 1 Rz 46).

5.6.1 Falls der Gesuchsteller mit dieser Rüge versucht, den prozessleitenden Entscheid des 
Referenten im Verfahren A3 2021 1 ausserhalb des ordentlichen Rechtswegs durch den 

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Organisationsmängelrichter überprüfen zu lassen, geht dieser Versuch fehl. Die II. 
Beschwerdeabteilung am Obergericht Zug ist auf eine Beschwerde des Gesuchstellers 
gegen diesen Entscheid nicht eingetreten (Entscheid vom 22. Februar 2022 im Verfahren 
BZ 2021 77). Damit hat es vorläufig sein Bewenden und der betreffende prozessleitende 
Entscheid ist dem vorliegenden Berufungsentscheid als gültig zugrunde zu legen. Zwar steht 
es dem Gesuchsteller offen, gegebenenfalls im Rahmen einer Berufung gegen den 
Endentscheid im Verfahren A3 2021 1 noch einmal geltend zu machen, die Bestellung eines 
Prozessvertreters sei ungültig erfolgt. Indessen ist es ausgeschlossen, dass einem solchen 
Entscheid im Organisationsmängelverfahren vorgegriffen wird. 

5.6.2 Falls der Gesuchsteller mit dieser Rüge indes zu begründen versucht, dass die im 
Anfechtungsverfahren festgestellte Handlungsunfähigkeit auch im vorliegenden Verfahren 
berücksichtigt werden müsste und die gesuchstellerischen Anträge daher gutgeheissen 
werden müssten, scheitert auch dieser Versuch. Denn der Gesuchsteller setzt sich nicht mit 
den Erwägungen der Vorinstanz auseinander. Letztere führte nämlich aus, ein 
Interessenkonflikt im Anfechtungsverfahren bedeute nicht, dass G.________ per se nicht in 
der Lage sei, die Gesuchsgegnerin zu vertreten oder in anderen Fällen einen Rechtsanwalt 
zu mandatieren (Vi act. 10 E. 4.2). Die Vorinstanz liess die Frage der Handlungsfähigkeit 
betreffend das Verfahren A3 2021 1 somit nicht offen. Damit hat es ebenfalls sein Bewenden. 
Ob die Einsetzung des Prozessvertreters im Anfechtungsverfahren zu Recht erfolgt ist, kann 
bzw. muss vorliegend offenbleiben.

6. Schliesslich rügt der Gesuchsteller, die Vorinstanz habe sein Recht auf Beweis verletzt.

6.1 Zur Begründung macht der Gesuchsteller geltend, im Organisationsmängelverfahren seien 
auch andere Beweismittel als Urkunden zu berücksichtigen. Der Gesuchsteller habe bereits 
erstinstanzlich aufgezeigt, dass G.________ ihm angeboten habe, sein "wohlwollendes 
Zeugnis" für JPY 50 Mio. bzw. umgerechnet rund CHF 416'000.00 zu kaufen. Dafür habe der 
Gesuchsteller seine Parteibefragung offeriert. Die Vorinstanz habe darüber keinen Beweis 
abgenommen und keine antizipierte Beweiswürdigung vorgenommen. Damit habe sie das 
Recht auf Beweis nach Art. 152 Abs. 1 ZPO sowie nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Dasselbe 
gelte für die familiäre Druckausübung auf G.________, welche der Gesuchsteller mit 
konkreten Äusserungen substanziiert und wofür er dessen Zeugnis offeriert habe. Trotzdem 
habe die Vorinstanz die Druckausübung ohne nähere Begründung als "blosse Vermutung" 
des Gesuchstellers abgetan (act. 1 Rz 47 ff.).

6.2 Wie bereits erwähnt (E. 5.3), war es der Gesuchsteller selbst, der in seinem Gesuch 
ausführte, es stehe "demnach die Vermutung im Raum", dass sich G.________ angesichts 
dessen, dass es beim Gesuchsteller nichts zu holen gegeben habe, dazu entschieden habe, 
dem sozialen und familiären Druck nachzugeben und sich auf die Seite F.________ / 
K.________s zu schlagen (Vi act. 1 Rz 54). Der Gesuchsteller legt nicht dar, weshalb die 
Vorinstanz über diese "blosse Vermutung" weitere Beweise als die eingereichten Urkunden 
hätte abnehmen müssen.

6.3 Im Übrigen könnte auch in diesem Fall eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs im 
Berufungsverfahren geheilt werden (vgl. vorne E. 2.3). Denn im Ergebnis hat die Vorinstanz, 

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wie zu zeigen ist, zu Recht auf die Abnahme des einzigen vom Gesuchsteller für seine 
Behauptung offerierten Beweismittels – seiner eigenen Befragung – verzichtet.

6.3.1 Der Beweisführungsanspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 8 ZGB bzw. Art. 152 ZPO 
verschafft zwar der beweispflichtigen Partei in allen bundesrechtlichen 
Zivilrechtsstreitigkeiten einen Anspruch darauf, für rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis 
zugelassen zu werden, soweit entsprechende Anträge im kantonalen Verfahren form- und 
fristgerecht gestellt worden sind. Diese Bestimmungen schreiben jedoch dem Gericht nicht 
vor, mit welchen Mitteln es den Sachverhalt abzuklären hat, und sie schliessen namentlich 
die antizipierte Beweiswürdigung nicht aus. Wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte 
Beweise abzunehmen, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine Überzeugung 
gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen kann, 
dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde, ist der 
Beweisführungsanspruch nicht verletzt (Urteil des Bundesgerichts 4A_601/2018 vom 
13. März 2019 E. 4.2.2 m.H.).

6.3.2 Die gesuchstellerische Behauptung, G.________ habe sich (zuerst) dem Gesuchsteller für 
JPY 50 Mio. bzw. umgerechnet rund CHF 416'000.00 andienen wollen, wurde von der 
Gesuchsgegnerin bestritten (Vi act. 7 Rz 94). Zum Beweis seiner Aussage offerierte der 
Gesuchsteller, wie erwähnt, ausschliesslich seine (rechtshilfeweise) Befragung in Japan. 
Gemäss Art. 254 Abs. 1 ZPO ist der Beweis in Summarverfahren grundsätzlich durch 
Urkunden zu erbringen. Im Organisationsmängelverfahren sind andere Beweismittel als 
Urkunden zwar nicht ausgeschlossen (BGE 138 III 166 E. 3.9 [= Pra 2012 Nr. 102]), doch 
hätte eine rechtshilfeweise Befragung des Gesuchstellers in Japan den Rahmen des 
summarischen Organisationsmängelverfahrens klar gesprengt. Im Summarverfahren gilt das 
aus Art. 29 Abs. 1 BV abgeleitete Beschleunigungsgebot akzentuiert. Bereits aus diesem 
Grund hat die Vorinstanz zu Recht auf die Abnahme dieses Beweismittels verzichtet.

6.3.3 Ausserdem ist Folgendes zu beachten: Hätte sich G.________ dem Gesuchsteller 
tatsächlich im Juni 2020 andienen wollen, hätte der Gesuchsteller dies wohl seinen 
Rechtsvertretern, mit denen er zu diesem Zeitpunkt in regem Kontakt gestanden haben 
muss, oder weiteren Personen, sofort bekannt gegeben. Mithin müsste er über 
entsprechende E-Mails verfügen oder zumindest weitere Zeugen offerieren können. Dass er 
dies nicht getan hat, spricht deshalb für sich. Dies gilt umso mehr, als einiges darauf 
hindeutet, dass der Gesuchsteller die Kontrollmehrheit über die Gesuchsgegnerin aus reinem 
Eigeninteresse und mit Machenschaften, die näherer Klärung bedürfen, hat übernehmen 
wollen (vgl. Urteil des Obergerichts Zug Z2 2021 15 vom 18. Februar 2022 E. 7 in Sachen 
F.________ gegen C.________ AG betreffend Sonderprüfung [Art. 697b OR]). Die 
Behauptung des Gesuchstellers, G.________ habe sich derjenigen Seite andienen wollen 
bzw. angedient, welche ihn bezahle, ist bei dieser Ausgangslage als reine Schutzbehauptung 
anzusehen. An dieser Überzeugung hätte die Einvernahme des Gesuchstellers, selbst wenn 
er unter Wahrheitspflicht das Gegenteil ausgesagt hätte, vorliegend nichts geändert.

7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei der Gesuchsgegnerin kein 
Organisationsmangel im Sinne von Art. 731b OR vorliegt, der zur Gutheissung der 
gesuchstellerischen Anträge hätte führen müssen. Die Vorinstanz hat dessen Anträge zu 

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Recht abgewiesen. Die Berufung ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und der 
Entscheid der Vorinstanz ist zu bestätigen.

8. Bei diesem Prozessausgang sind die Prozesskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen 
(Art. 106 Abs. 1 ZPO).

8.1 Bei einem Streitwert von unbestrittenermassen CHF 505'000.00, entsprechend dem 
nominellen Gesellschaftskapital der Gesuchsgegnerin, beträgt die Entscheidgebühr 
CHF 17'675.00 (§ 11 Abs. 1 i.V.m. § 15 Abs. 1 KoV OG). Da es sich um ein summarisches 
Verfahren handelt, ist die Gebühr gestützt auf § 12 Abs. 1 KoV OG ermessensweise auf rund 
die Hälfte zu reduzieren, ergebend CHF 9'000.00. 

8.2 Das Grundhonorar der Rechtsanwälte beläuft sich bei diesem Streitwert auf CHF 23'500.00 
(§ 3 Abs. 1 AnwT). Wegen des summarischen Verfahrens ist das Honorar ermessensweise 
um die Hälfte auf CHF 11'750.00 zu reduzieren (§ 6 Abs. 1 AnwT). Für die 
Rechtsmittelverfahren dürfen sodann ein bis zwei Drittel dieses Honorars, in besonderen 
Fällen ausnahmsweise das volle Grundhonorar berechnet werden (§ 8 Abs. 1 AnwT). 
Aufgrund der verhältnismässig umfangreichen Eingaben des Gesuchstellers sind zwei Drittel 
des Grundhonorars zu berechnen. Unter Hinzurechnung der Auslagenpauschale von 3 % 
(§ 25 Abs. 2 AnwT) sowie der Mehrwertsteuer von 7,7 % (§ 25a Abs. 1 AnwT) resultiert eine 
angemessene Parteientschädigung von gerundet CHF 8'690.00. Entgegen den Vorbringen 
des Gesuchstellers war G.________ berechtigt, für das vorliegende 
Organisationsmängelverfahren namens der Gesuchsgegnerin die Rechtsvertreter RA Dr.iur. 
E.________ und RA lic.iur. D.________ zu mandatieren.

Urteilsspruch

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und der Entscheid des 
Einzelrichters am Kantonsgericht Zug vom 19. November 2021 wird bestätigt.

2. Die Entscheidgebühr für das vorliegende Verfahren von CHF 9'000.00 wird dem 
Gesuchsteller auferlegt und mit dem Kostenvorschuss verrechnet.

3. Der Gesuchsteller hat der Gesuchsgegnerin eine Parteientschädigung von CHF 8'690.00 
(inkl. MWST) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid mit einem Streitwert von über CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in 
Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die 
Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist 
innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich, begründet und mit bestimmten 
Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach 
Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende Wirkung.

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5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (ES 2021 608) 
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Zivilabteilung

Dr.iur. A. Staub MLaw K. Fotsch
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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