# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc0c428a-fefc-5d00-b00f-11526fe5cb78
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-05-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.05.2024 C-5859/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5859-2023_2024-05-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung III 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 465 26 20 

Fax +41 (0)58 465 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. C-5859/2023 

web/jat/jat 

 
  

 Z w i s c h e n v e r f ü g u n g  

v o m  2 9 .  M a i  2 0 2 4  

 

  In der Beschwerdesache 

   
Parteien 

 Spitalverband Limmattal,  

vertreten durch lic. iur. Michael Waldner, Rechtsanwalt, und 

MLaw Barbara Meier, Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführer,  

  

  gegen 

  
Beschlussorgan der Interkantonalen Vereinbarung über 

die hochspezialisierte Medizin (HSM Beschlussorgan),  

vertreten durch lic. iur. Andrea Gysin, Advokatin, und  

MLaw Alexander Schwab, Advokat, 

Vorinstanz,  

  

Gegenstand 
 HSM, Leistungsauftrag im Bereich Komplexe Behandlungen 

in der Urologie bei Erwachsenen - Radikale und einfache 

Zystektomie; Beschluss des HSM-Beschlussorgans vom 

24. August 2023 und individuelle Verfügung vom 

22. September 2023, 

 

C-5859/2023 

Seite 2 

stellt das Bundesverwaltungsgericht fest: 

A.  

Im Bereich der hochspezialisierten Medizin (nachfolgend: HSM) haben 

die Kantone zur gemeinsamen Planung die Interkantonale Vereinbarung 

über die hochspezialisierte Medizin (IVHSM) vom 14. März 2008 abge-

schlossen. Im Rahmen der Umsetzung der IVHSM wurde am 

19. September 2023 der Beschluss vom 24. August 2023 betreffend die 

Zuteilung der Leistungsaufträge im HSM-Bereich der Komplexen Behand-

lungen in der Urologie bei Erwachsenen, Teilbereich Radikale und einfa-

che Zystektomie, im Bundesblatt publiziert. Im publizierten Beschluss 

wurde den nichtberücksichtigten Leistungserbringern eine separate an-

fechtbare Verfügung in Aussicht gestellt (vgl. BBl 2023 2139). 

B.  

B.a Nachdem dem Spitalverband Limmattal (nachfolgend: Beschwerde-

führer) mit individueller Verfügung vom 22. September 2023 eröffnet wor-

den war, dass ihm im Bereich der Komplexen Behandlungen in der Uro-

logie bei Erwachsenen, Teilbereich Radikale und einfache Zystektomie, 

kein Leistungsauftrag erteilt werde (Dispositiv-Ziffer 1) und er ab 1. Juli 

2024 in diesem Bereich keine Eingriffe mehr zulasten der OKP abrechnen 

dürfe (Dispositiv-Ziffer 2), erhob er, vertreten durch die Rechtsanwälte 

lic. iur. Michael Waldner und MLaw Barbara Meier, mit Eingabe vom 

25. Oktober 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. Neben 

den materiellen Rechtsbegehren stellte der Beschwerdeführer den Ver-

fahrensantrag auf Einsicht in die ungeschwärzten, vollständigen vor-

instanzlichen Akten (vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1), 

welcher – nach Einholung der Vernehmlassung der Vorinstanz sowie ei-

ner Stellungnahme des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) als Fachbe-

hörde (vgl. BVGer-act. 7; 14) – mit Zwischenverfügung vom 8. März 2024 

behandelt wurde (BVGer-act. 15). Bereits in der Beschwerde hatte der 

Beschwerdeführer darauf hingewiesen, er behalte sich vor, einen Verfah-

rensantrag auf Erteilung eines provisorischen Leistungsauftrags zu stel-

len, um seine berechtigten Interessen und Rechte für die Dauer des Ver-

fahrens zu wahren (vgl. BVGer-act. 1 Rz. 16).  

 

Mit Eingabe vom 21. März 2024 stellte der Beschwerdeführer schliesslich 

– während der zwischenzeitlich mit Zwischenverfügung vom 8. März 2024 

angesetzten Frist zur Einreichung allfälliger Schlussbemerkungen 

C-5859/2023 

Seite 3 

(BVGer-act. 15) – den folgenden Antrag betreffend vorsorgliche Mass-

nahme: 

«Es sei der Beschwerdeführerin für die Dauer des Beschwerdeverfahrens zu-

züglich einer angemessenen Übergangsfrist für den Fall einer Ablehnung der 

Beschwerde oder der Rückweisung an die Vorinstanz ein am 1. Juli 2024 in 

Kraft tretender, provisorischer Leistungsauftrag im Bereich der «Komplexen 

Behandlungen in der Urologie bei Erwachsenen – Radikale und einfache Zys-

tektomie» zu erteilen.» 

B.b Auf richterliche Aufforderung vom 28. März 2024 hin, mit welcher den 

Verfahrensparteien gleichzeitig die Frist zur Einreichung allfälliger 

Schlussbemerkungen einstweilen abgenommen wurde (BVGer-act. 18), 

stellte die Vorinstanz mit Eingabe vom 2. Mai 2024 die folgenden Anträge 

(BVGer-act. 20):  

«1. Der Antrag der Beschwerdeführerin auf Erteilung eines ab 1. Juli 2024 in 

krafttretenden, provisorischen Leistungsauftrags für die Dauer des Be-

schwerdeverfahrens zzgl. einer angemessenen Übergangsfrist für den Fall 

einer Ablehnung der Beschwerde oder Rückweisung an die Vorinstanz sei 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Folgende von der Beschwerdeführerin eingereichten Beweismittel seien 

gestützt auf die Novenregelung gemäss Art. 53 Abs. 2 lit. a KVG aus dem 

Recht zu weisen: Beilage 14 und 15 der Eingabe der Beschwerdeführerin 

vom 21. März 2024; 

 eventualiter seien die Beilagen 14 sowie 15 der Eingaben der Beschwer-

deführerin vom 21. März 2024 gestützt auf Art. 53 Abs. 2 lit. a KVG als 

verspätet vorgebracht und daher als unzulässig zu betrachten.» 

C.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

C-5859/2023 

Seite 4 

1.1. Im Rahmen der vorliegenden Zwischenverfügung ist lediglich über 

den Verfahrensantrag des Beschwerdeführers vom 21. März 2024 zu 

entscheiden, wonach dem Beschwerdeführer für die Dauer des Verfah-

rens ein ab 1. Juli 2024 in Kraft tretender provisorischer Leistungsauftrag 

für den Bereich der Komplexen Behandlungen in der Urologie bei Er-

wachsenen, Teilbereich Radikale und einfache Zystektomie zu erteilen 

sei. Der Verfahrensantrag der Vorinstanz, gemäss welchem die Beila-

gen 14 und 15 zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. März 2024 

aus dem Recht zu weisen beziehungsweise eventualiter als verspätet 

vorgebracht und damit als unzulässig zu betrachten seien, wird im En-

dentscheid zu behandeln sein. 

1.2. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich ge-

mäss Art. 37 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-

verwaltungsgericht (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) und 

Art. 53 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über die 

Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) grundsätzlich nach den Vor-

schriften des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021). Vor-

behalten bleiben allfällige Abweichungen des VGG und die besonderen 

Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG. 

2.  

Nachfolgend ist zu prüfen, ob dem Beschwerdeführer, wie beantragt, im 

Sinne einer vorsorglichen Massnahme ein ab 1. Juli 2024 in Kraft treten-

der provisorischer Leistungsauftrag für den Bereich der Komplexen Be-

handlungen in der Urologie bei Erwachsenen, Teilbereich Radikale und 

einfache Zystektomie (nachfolgend: provisorischer HSM-Leistungsauftrag 

Zystektomie), zu erteilen ist. 

2.1. Die Parteien äussern sich diesbezüglich folgendermassen: 

2.1.1. Der Beschwerdeführer verweist in seiner Eingabe vom 21. März 

2024 einleitend auf die am 28. Oktober 2023 ergangene Zwischenverfü-

gung des Bundesverwaltungsgerichts im Beschwerdeerfahren 

C-5038/2023 und bringt diesbezüglich insbesondere vor, die (implizite) 

Schlussfolgerung, dass das Bundesverwaltungsgericht im Beschwerde-

verfahren gegen eine ablehnende Verfügung des HSM-Beschlussorgans 

nicht für die Erteilung vorsorglicher Leistungsaufträge zuständig sei, so 

dass auf ein entsprechendes Gesuch nicht einzutreten sei, greife zu kurz 

(vgl. BVGer-act. 17 Rz. 6). Vielmehr sei das Bundesverwaltungsgericht 

C-5859/2023 

Seite 5 

ab Beschwerdeerhebung und als Folge des Devolutiveffekts zuständig, 

über die Erteilung des HSM-Leistungsauftrags zu entscheiden. Mit dieser 

Zuständigkeit gehe akzessorisch die Zuständigkeit zum Erlass vorsorgli-

cher Massnahmen einher, weshalb das Bundesverwaltungsgericht – je-

denfalls neben dem Kanton – für vorsorgliche Massnahmen, die den Zeit-

raum ab 1. Juli 2024 betreffen, zuständig sei. Hinzukomme in der vorlie-

genden Konstellation, dass der Beschwerdeführer – anders als im Verfah-

ren C-5038/2023 – nicht über einen kantonalen Leistungsauftrag für die 

streitgegenständlichen Zystektomien verfüge (vgl. Rz. 9 f.). Zur Begrün-

dung seines Verfahrensantrags macht er sodann geltend, gemäss der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts bestehe unter gewissen 

rechtlichen Voraussetzungen die Möglichkeit, einem Spital als vorsorgli-

che Massnahme auch einen Leistungsauftrag zu erteilen, über den die-

ses zuvor nicht verfügt habe (vgl. Rz. 25). Im konkreten Fall seien die 

rechtlichen Voraussetzungen – konkret eine hinreichende positive Haupt-

prognose, ein nicht wiedergutzumachender Nachteil, ein überwiegendes 

Interesse sowie Dringlichkeit – für die Erteilung eines provisorischen 

HSM-Leistungsauftrags Zystektomie erfüllt (vgl. Rz. 26; 29-40). 

2.1.2. Demgegenüber hält die Vorinstanz fest, dass die Spitallistenzulas-

sungen der Kantone gemäss Art. 9 Abs. 2 IVHSM erst ab (rechtskräftiger) 

Zuteilung der HSM-Leistungsaufträge im entsprechenden Umfang als 

aufgehoben gelten würden. Aufgrund der aufschiebenden Wirkung sei die 

kantonale Zuständigkeit folglich über den 30. Juni 2024 hinaus bis zur 

rechtskräftigen Erledigung des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ge-

geben. Weshalb die Erteilung eines vorsorglichen HSM-Leistungsauftrags 

durch das Bundesverwaltungsgericht vorliegend zulässig sein solle, er-

schliesse sich der Vorinstanz nicht. Auf den Antrag des Beschwerdefüh-

rers sei nicht einzutreten. Überdies ist die Vorinstanz der Ansicht, dass 

die rechtlichen Voraussetzungen ohnehin nicht erfüllt seien. Abschlies-

send sei festzuhalten, dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung bei beantragten, aber verweigerten Bewilligungen in der Regel 

nicht auf dem Weg der vorsorglichen Massnahme einstweilen die Erlaub-

nis zu erteilen sei, von der nachgesuchten Bewilligung Gebrauch zu ma-

chen, zumal dadurch oft der angestrebte Endzustand präjudiziert werde 

(BVGer-act. 20). 

2.2. Betreffend die Anordnung vorsorglicher Massnahmen ist zunächst 

auf die folgenden Grundsätze hinzuweisen: 

C-5859/2023 

Seite 6 

2.2.1. Gemäss Art. 56 VwVG kann die Beschwerdeinstanz oder der In-

struktionsrichter von Amtes wegen oder auf Begehren einer Partei andere 

vorsorgliche Massnahmen treffen, um den bestehenden Zustand zu er-

halten oder bedrohte Interessen einstweilen zu schützen. 

2.2.2. Die Anordnung vorsorglicher Massnahmen setzt sachliche und zeit-

liche Dringlichkeit voraus, das heisst, es muss sich als notwendig erwei-

sen, die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen. Sodann muss der Verzicht 

auf Massnahmen für den Betroffenen einen Nachteil bewirken, der nicht 

leicht wieder gutzumachen ist (BGE 130 II 149 E. 2.2). Das bedrohte Inte-

resse kann ein öffentliches oder ein schutzwürdiges privates sein, wobei 

ein tatsächliches, insbesondere wirtschaftliches Interesse genügt 

(HANSJÖRG SEILER, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar 

VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 56 Rz. 27). Erforderlich ist schliesslich, dass die 

Abwägung der verschiedenen Interessen den Ausschlag für den einstwei-

ligen Rechtsschutz gibt und dieser verhältnismässig erscheint (BGE 130 

II 149 E. 2.2). Ziel einer vorsorglichen Massnahme muss sein, einerseits 

den vom Gesetz angestrebten Zweck zu ermöglichen, andererseits den 

Rechtsschutz nicht illusorisch werden zu lassen. Der mit dem Endent-

scheid zu regelnde Zustand soll soweit möglich weder präjudiziert noch 

verunmöglicht werden (SEILER, a.a.O., Art. 56 Rz. 41). 

2.2.3. Entscheide über vorsorgliche Massnahmen beruhen auf einer bloss 

summarischen (prima facie) Prüfung der Sach- und Rechtslage. Die 

Hauptsachenprognose ist grundsätzlich nur zu berücksichtigen, wenn 

diese eindeutig ausfällt (vgl. BGE 130 II 149 E. 2.2; 124 V 82 E. 6a; 130 II 

149 E. 2.2; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER/KAYSER, Prozessieren vor dem 

Bundesverwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 3.27; SEILER, a.a.O., Art. 56 

Rz. 30). 

2.2.4. Bei negativen Verfügungen kann mit vorsorglichen Massnahmen 

der beantragte Zustand allenfalls provisorisch bewilligt werden, jedoch 

nur unter der Voraussetzung, dass der Endentscheid dadurch nicht irre-

parabel präjudiziert wird. Eine von der Vorinstanz verweigerte Bewilligung 

ist in der Regel nicht mittels vorsorglicher Massnahmen provisorisch zu 

erteilen. Wird beispielsweise eine beantragte Bewilligung verweigert, ist in 

der Regel – ausser bei dringlichen öffentlichen Interessen – nicht auf dem 

Weg der vorsorglichen Massnahme einstweilen die Erlaubnis zu erteilen, 

von der nachgesuchten Bewilligung Gebrauch zu machen, würde doch 

dadurch der angestrebte Endzweck präjudiziert. Geht es hingegen um die 

Nicht-Verlängerung einer befristeten Bewilligung, kann es sich rechtferti-

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Seite 7 

gen, die Bewilligung einstweilen zu verlängern, weil damit bloss ein bishe-

riger faktischer Zustand weitergeführt wird (zum Ganzen: SEILER, a.a.O., 

Art. 56 Rz. 45 ff. m.w.H.). 

2.2.5. Vorsorglich angeordnete Massnahmen gelten für die Dauer des 

Hauptverfahrens und fallen spätestens mit dem (rechtskräftigen) Ent-

scheid in der Hauptsache dahin. Vorsorgliche Massnahmen können wäh-

rend der Dauer des Verfahrens jederzeit von Amtes wegen oder auf An-

trag hin geändert werden, wenn sich dies aufgrund geänderter Umstände 

oder Prozessaussichten aufdrängt (SEILER, a.a.O., Art. 56 Rz. 55 ff. 

m.w.H.; vgl. auch REGINA KIENER, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], 

VwVG-Kommentar, 2. Aufl. 2019, Art. 56 Rz. 7 m.w.H.). 

2.3. Hinsichtlich der im vorliegenden Beschwerdeverfahren beantragten 

Erteilung eines provisorischen HSM-Leistungsauftrags Zystektomie ist 

Folgendes festzuhalten: 

2.3.1. Zunächst ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass 

der Beschwerde gegen eine Verfügung in der Regel aufschiebende Wir-

kung zukommt, sofern die Vorinstanz in ihrer Verfügung (oder nach Ein-

reichung der Beschwerde die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder 

der Instruktionsrichter) einer allfälligen Beschwerde nicht die aufschie-

bende Wirkung entzogen hat (Art. 55 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 VwVG).  

Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz die aufschiebende Wirkung zwar 

nicht entzogen, allerdings ändert die aufschiebende Wirkung bei einer – 

wie vorliegend – negativen Verfügung nichts an der Rechtslage (SEILER, 

a.a.O., Art. 55 Rz. 24). Im konkreten Fall bedeutet dies, dass der Be-

schwerdeführer aufgrund seiner Beschwerde gegen die Nichterteilung 

des HSM-Leistungsauftrags während des Beschwerdeverfahrens nicht 

automatisch über einen vorläufigen HSM-Leistungsauftrag verfügt.  

Speziell zu berücksichtigen ist im HSM-Bereich, dass ein noch bestehen-

der (subsidiärer) kantonaler Leistungsauftrag als Folge der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde gegen die Nichterteilung des HSM-

Leistungsauftrags vorerst weiterhin gültig bleibt. Dies gilt jedoch nur im 

Rahmen der erstmaligen Zuteilung von HSM-Leistungsaufträgen, da 

(erst) ab dem Zeitpunkt der erfolgten Bestimmung eines Bereiches der 

hochspezialisierten Medizin und seiner (rechtskräftigen) Zuteilung durch 

das HSM-Beschlussorgan an mit der Erbringung der betreffenden Leis-

tung beauftragte Zentren abweichende Spitallistenzulassungen der Kan-

C-5859/2023 

Seite 8 

tone im entsprechenden Umfang als aufgehoben gelten (vgl. Art. 9 Abs. 2 

der Interkantonalen Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin 

vom 14. März 2018; vgl. auch Urteil des BVGer C-3026/2019 vom 

6. September 2022 E. 5.6). Entsprechend besteht bis zur erstmaligen 

rechtskräftigen Zuteilung oder Nichterteilung eines HSM-

Leistungsauftrags – und somit auch während eines entsprechenden Be-

schwerdeverfahrens vor Bundesverwaltungsgericht – weiterhin (auch) ei-

ne kantonale Spitalplanungskompetenz, zumindest wenn ein subsidiärer 

kantonaler Leistungsauftrag im entsprechenden Bereich vorliegt. Der ent-

sprechende Kanton könnte somit einen – beispielsweise im Hinblick auf 

die Zuordnung des Leistungsbereiches zur HSM – befristet erteilten kan-

tonalen Leistungsauftrag, der während der Dauer des Beschwerdeverfah-

rens betreffend der Nichterteilung des HSM-Leistungsauftrags ausläuft, 

längstens bis zur rechtskräftigen Zuteilung oder Nichterteilung des HSM-

Leistungsauftrags verlängern (vgl. dazu auch Zwischenverfügung 

C-5038/2023 vom 27. Oktober 2023 E. 4.2).  

Im konkreten Fall verfügt der Beschwerdeführer weder über einen befris-

teten noch unbefristeten subsidiären kantonalen Leistungsauftrag im Teil-

bereich Radikale und einfache Zystektomie, der ihm für die Dauer des 

Beschwerdeverfahrens gegen die Nichterteilung des HSM-

Leistungsauftrags Zystektomie aufgrund der aufschiebenden Wirkung der 

Beschwerde die Leistungserbringung zulasten der Obligatorischen Kran-

kenpflegeversicherung erlauben würde. Damit unterscheidet sich der vor-

liegende Fall wesentlich von der mit Zwischenverfügung des Bundesver-

waltungsgerichts vom 27. Oktober 2023 im Verfahren C-5038/2023 be-

reits beurteilten Ausgangslage und die Verweisung an eine kantonale Be-

hörde fällt vorliegend ausser Betracht. 

2.3.2. Zu prüfen bleibt, ob dem Antrag des Beschwerdeführers über die 

Anordnung einer vorsorglichen Massnahme nach Art. 56 VwVG zu ent-

sprechen ist: 

2.3.2.1 Zutreffend ist zwar, dass das Bundesverwaltungsgericht im Urteil 

C-4358/2017 vom 5. März 2018 in Buchstabe Q unter Verweis auf die 

Zwischenverfügungen vom 21. September 2017 und 23. Januar 2018 im 

Wesentlichen festgehalten hat, dass die Begründung, der Weiterbestand 

einer aufgebauten Infrastruktur und die Aufbauarbeiten in einem Leis-

tungsbereich seien gefährdet, dann ins Gewicht fallen könnte, wenn auf-

grund einer hinreichend zuverlässigen Prognose in der Hauptsache fest-

gestellt werden könnte, dass die streitigen Leistungsaufträge zu Unrecht 

C-5859/2023 

Seite 9 

nicht erteilt worden wären. Betreffend die Berücksichtigung der Hauptsa-

chenprognose ist im Übrigen ergänzend auf die diesbezüglichen Ausfüh-

rungen in der obenstehenden Erwägung 2.2.3 zu verweisen.  

2.3.2.2 Im vorliegenden Fall kann nicht gesagt werden, dass die Haupt-

sachenprognose gestützt auf eine bloss summarische Prüfung eindeutig 

positiv ausfällt: Insbesondere hinsichtlich der Ausführungen des Be-

schwerdeführers, es habe als gesichert zu gelten, dass er als «Neube-

werber» zu behandeln sei und dementsprechend nicht allein aufgrund 

des Verfehlens von Mindestfallzahlen von der Leistungsvergabe ausge-

schlossen werden dürfe, weshalb die Verfügung der Vorinstanz rechts-

widrig sei, ist zumindest darauf hinzuweisen, dass das Bundesverwal-

tungsgericht diese Frage bislang noch nicht anhand eines konkreten Falls 

abschliessend zu entscheiden hatte, auch wenn den bisherigen Urteilen 

im HSM-Bereich diesbezüglich gewisse Hinweise zu entnehmen sind 

(vgl. z.B. Urteil des BVGer C-2759/2019 vom 6. September 2022 

E. 13.4). Ausserdem wird vorliegend im Hauptsachenentscheid insbeson-

dere die diesbezügliche Argumentation der Vorinstanz – wonach mangels 

weiterer Unterlagen beziehungsweise substantiierter Angaben des Be-

schwerdeführers zur Kooperation mit der A._______ AG sowie der ange-

gebenen Fallzahlen keine Prognose der künftigen Fallzahlen möglich ge-

wesen sei, weshalb das Vorgehen sachgerecht und nicht zu beanstanden 

sei – detailliert zu prüfen sein. Entsprechend liegt im konkreten Fall keine 

eindeutig positive Hauptsachenprognose vor, die zu Gunsten des Be-

schwerdeführers berücksichtigt werden könnte (vgl. dazu oben E. 2.2.3). 

2.3.2.3 Weiter vermag der Beschwerdeführer nicht darzulegen, weshalb 

vorliegend von der allgemeinen Regel, dass ein von der Vorinstanz ver-

weigerter Leistungsauftrag nicht mittels vorsorglicher Massnahmen provi-

sorisch zu erteilen ist (vgl. oben E. 2.2.4), abzuweichen wäre. Gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ist dem Kriterium der Kontinuität 

ein erhebliches Gewicht beizumessen (vgl. im Internet publizierte Zwi-

schenverfügung C-4231/2017 vom 28. November 2017 E. 2.2). Unter 

diesem Gesichtspunkt kann es sich rechtfertigen, einem Beschwerde füh-

renden Spital, welchem ein befristeter Leistungsauftrag nicht mehr erteilt 

wurde, den streitigen Leistungsauftrag provisorisch zu erteilen. Vorlie-

gend handelt es sich jedoch nicht um eine Nichtverlängerung eines be-

stehenden Leistungsauftrags. Vielmehr ist unumstritten, dass der Be-

schwerdeführer zuvor nicht über den entsprechenden (subsidiären) kan-

tonalen Leistungsauftrag im Teilbereich Radikale und einfache Zystekto-

mie verfügte (vgl. bereits oben E. 2.3.1 fünfter Absatz). Hieran nichts zu 

C-5859/2023 

Seite 10 

ändern vermag die Tatsache, dass der Beschwerdeführer im September 

2020 eine Kooperation mit der A._______ AG, welche ihre Zystektomie-

Patientinnen und Patienten noch bis zum 1. Juli 2024 im Rahmen des 

kantonalen Leistungsauftrags des Spitals B._______ behandelt, einge-

gangen ist (vgl. dazu BVGer-act. 1 Beilage 8; BVGer-act. 17 Rz. 16). Mit 

der Gutheissung des Antrags auf Erlass vorsorglicher Massnahmen wür-

de nämlich nicht der faktische Zustand wiederhergestellt – wie dies bei 

der Nichtverlängerung einer befristeten Bewilligung der Fall ist – sondern 

es wäre dem Beschwerdeführer ein (neuer) Leistungsauftrag für die Dau-

er des Beschwerdeverfahrens zu erteilen. 

2.3.2.4 Unter dem Gesichtspunkt der Kontinuität ist zudem zu berücksich-

tigen, dass bei einer Gutheissung des prozessualen Antrags die Rechts-

sicherheit tangiert wäre. Denn der provisorisch erteilte Leistungsauftrag 

müsste im Sinne der Publizitäts- und Transparenzvoraussetzung (Art. 39 

Abs. 1 Bst. e KVG; BVGE 2012/9 E. 3.2.6), an welche Rechtswirkungen 

geknüpft werden (BVGE 2010/15 E. 4.1), während der Dauer des Be-

schwerdeverfahrens in der Spitalliste aufgeführt werden. Für potentielle 

Patienten des Beschwerdeführers bestünde aufgrund des zurzeit noch of-

fenen Verfahrensausgangs die Unsicherheit, dass die Kosten der Be-

handlung beim Beschwerdeführer allenfalls nicht durch die OKP gedeckt 

wären, falls der Beschwerdeführer in der Hauptsache unterliegen sollte. 

2.3.2.5 Sodann haben sich vorsorgliche Massnahmen am Gesetzes-

zweck zu orientieren. Mit der kantonalen Spitalplanung soll einerseits die 

bedarfsgerechte Spitalversorgung der Bevölkerung gewährleistet werden, 

andererseits eine Kosteneindämmung und namentlich der Abbau von 

Überkapazitäten angestrebt werden (Urteil des BVGer C-1966/2014 vom 

23. November 2015 E. 4; C-6266/2013 vom 29. September 2015 

E. 4.3.4 ff. und E. 4.5). Nicht zu den Zielen des KVG gehört es hingegen, 

die Einkommen der Leistungserbringer auf Kosten der sozialen Kranken-

versicherung (und der öffentlichen Hand) zu sichern. Soweit es sich als 

nötig erweist, ein Spital oder einzelne seiner Abteilungen nicht (mehr) in 

die Spitalliste aufzunehmen, um den Abbau von Überkapazitäten zu er-

reichen, sind nach der Rechtsprechung die damit verbundenen wirtschaft-

lichen Einbussen dem Leistungserbringer zuzumuten (Urteil C-1966/2014 

E. 4.3 m.H.). Dem Beschwerdeführer war denn auch bewusst, dass er im 

Zeitpunkt der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit der 

A._______ AG nicht über den entsprechenden (subsidiären) kantonalen 

Leistungsauftrag verfügte. Dem im Rahmen des Antrags auf Erlass vor-

sorglicher Massnahmen eingereichten Zusammenarbeitsreglement vom 

C-5859/2023 

Seite 11 

(…) 2021 ist diesbezüglich insbesondere Folgendes zu entnehmen: 

«Dies (Anmerkung des Gerichts: Auftreten des Beschwerdeführers als 

Ansprechperson in diesem Leistungsbereich) würde ebenso gelten für die 

Leistungsgruppe URO 1.1.2 Radikale Zystektomie, falls der Leistungsauf-

trag am Standort wiedererlangt wird und die entsprechende notwendige 

Zuteilung gemäss IVHSM erfolgen sollte.» (vgl. dazu BVGer-act. 17 Bei-

lage 14 S. 7). Entsprechend ist zumindest fraglich, ob die Zusammenar-

beit mit der A._______ AG, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, 

gefährdet wird. Im Übrigen können die Interessen der A._______ AG als 

nicht Verfahrensbeteiligte vorliegend auch nicht als ausschlaggebend 

gewürdigt werden. Das wirtschaftliche Interesse eines Spitals kann das 

öffentliche Interesse an einer bedarfsgerechten Spitalversorgung kaum 

überwiegen. Dringliche öffentliche Interessen, die allenfalls eine vorsorgli-

che Erteilung des Leistungsauftrags begründen könnten, sind nach einer 

summarischen Prüfung der Sach- und Rechtslage auch nicht auszu-

machen. Anzufügen bleibt, dass nach konstanter Rechtsprechung kein 

Rechtsanspruch auf Aufnahme in die Spitalliste (oder Erteilung eines 

Leistungsauftrages) besteht und die Kantonsregierung beziehungsweise 

das HSM-Beschlussorgan beim Spitallistenbeschluss zwar die bundes-

rechtlichen Anforderungen zu beachten hat, im Übrigen aber ein erhebli-

cher Ermessensspielraum verbleibt (vgl. BVGE 2016/14 E. 1.6.2; 2012/9 

E. 4.3.3; Urteile des BVGer C-255/2015 vom 14. April 2017 E. 4.2.5; C-

490/2016 vom 10. Mai 2017 E. 7.3, je m.H.; vgl. auch FANKHAUSER/RUTZ, 

Spitalplanung und Spitalfinanzierung, SZS 3 / 2018, S. 289 mit Hinweisen 

auf die Rechtsprechung). Ob in der vorliegenden Fallkonstellation den-

noch ein entsprechender Anspruch des Beschwerdeführers besteht, wie 

er dies beschwerdeweise geltend macht (vgl. BVGer-act. 1 Rz. 88 f.), 

wird in der Hauptsache zu prüfen sein.  

2.4. Der Antrag des Beschwerdeführers ist aus den obgenannten Grün-

den abzuweisen. 

3.  

Die Stellungnahme der Vorinstanz zum Antrag auf Erlass vorsorglicher 

Massnahmen vom 2. Mai 2024 ist dem Beschwerdeführer zur Kenntnis-

nahme zuzustellen. Im Weiteren ist den Verfahrensparteien zur Einrei-

chung allfälliger Schlussbemerkungen eine neue Frist anzusetzen. 

4.  

Beschwerden in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-

richt gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das 

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Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG, 34 VGG i.V.m. 

Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, sind nach Art. 83 Bst. r des Bundesge-

setzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsge-

setz, BGG, SR 173.110) unzulässig und der vorliegende Zwischenent-

scheid somit letztinstanzlich. 

 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Verfahrensantrag der Vorinstanz hinsichtlich der Beilagen 14 und 15 

zur Eingabe des Beschwerdeführers vom 21. März 2024 wird im Endent-

scheid behandelt. 

2.  

Der Verfahrensantrag des Beschwerdeführers um Erlass einer vorsorgli-

chen Massnahme im Sinne der Erteilung eines ab dem 1. Juli 2024 in 

Kraft tretenden und für die Dauer des vorliegenden Verfahrens geltenden 

provisorischen HSM-Leistungsauftrags im Bereich der Komplexen Be-

handlungen in der Urologie bei Erwachsenen, Teilbereich Radikale und 

einfache Zystektomie, wird abgewiesen. 

3.  

Die Kosten für diese Zwischenverfügung werden zur Hauptsache ge-

schlagen. 

4.  

Ein Doppel der Stellungnahme der Vorinstanz vom 2. Mai 2024 geht zur 

Kenntnisnahme an den Beschwerdeführer. 

5.  

Den Verfahrensbeteiligten wird Gelegenheit eingeräumt, innert 30 Tagen 

ab Empfang der vorliegenden Verfügung allfällige Schlussbemerkungen 

in 2 Exemplaren einzureichen. Diese Frist kann nicht erstreckt werden 

(Art. 53 Abs. 2 Bst. c KVG). 

6.  

Diese Verfügung geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

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Der Instruktionsrichter:  

  

Beat Weber  

 

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