# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f0b71f05-cbd5-5f12-abdd-25b6ed78b0d9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-12-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 31.12.2005 PVG 2005 23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2005-23_2005-12-31.pdf

## Full Text

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Ortsplanungsrevison. Genehmigung einer projektbezoge- nen 
Teilrevision der Ortsplanungen für eine auf Gebiet von zwei 
Gemeinden gelegene 18-Loch-Golfplatzanlage mit Driving 
Range.
– Ausgangslage ( E.2 )
– Planerischer Stufenbau ( E.3b)
– Formelle Einwände gegen die Genehmigung ( E.4 )

– Verzicht auf Augenschein im vorinstanzlichen Verfah- ren 
( lit. a)

– Interessenkollisionen von Beteiligten ( lit. b)
– Verfahrensmängel bei der Genehmigung des Re- 

gionalen Richtplans ( lit. c)
– Fehlende Prüfung von Alternativstandorten ( lit. d)
– Unzulässiger Verzicht auf Etappierung und Priorisie- 

rung ( lit. e)
– Unzulässiges Absehen vom Nachweis der Finanzier- 

barkeit ( lit. f )
– Unzulässiges Absehen vom Nachweis der Verfügbar- keit 

des Bodens ( lit. g)
– Verletzung der Mitwirkungsrechte ( lit. h)
– Unzureichende Sachverhaltsabklärungen ( lit. i )

– Beurteilung der Nutzungsplanung ( NUP ) im konkre- ten 
Fall
– Voraussetzungen für Golfanlagen ( E.5 )
– Rechtmässigkeit der NUP ( E.6 )
– Verhältnismässigkeit der NUP ( E.7 )
– Wirtschaftliches Interesse an der Golfanlage ( E.8 )
– Umweltverträglichkeitsprüfung und -bericht ( E.9 )
– Landschafts- und Ortsbildschutz ( E.10 )
– Naturschutz ( E.11, 15 )

– Moorschutz
– Flachmoor von Nationaler Bedeutung ( E.12 )
– Pufferzonenproblematik ( E.13, 14 )

– Vorkommen geschützter Vogelarten ( E.16 )
– Vorkommen geschützter Pflanzenarten ( E.17 )
– Ersatz- und Ausgleichsmassnahmen, Dreidrittels-Re- gel ( 

E.18 )
– Landwirtschaft

– Auswirkungen der Anlage auf landwirtschaftliche 
Nutzung ( E.19 )

– Fruchtfolgeflächen ( E.20 )
– Weitere Fragen ( E.21 )

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– Umweltrechtliche Belange
– Erschliessungsproblematik/Lärm ( E.22 )
– Wasserbedarf ( E.23 )

– Gesamtinteressenabwägung im konkreten Fall ( 
E.24, 25 )

Revisione della pianificazione locale. Approvazione di una 
revisione parziale delle pianificazioni locali riferite ad un 
progetto che prevede un campo da golf di 18 buche con 
driving range sul territorio di due comuni.
– Situazione iniziale ( cons. 2 )
– Stadi della pianificazione ( cons. 3b) 
– Censure formali contro l’approvazione ( cons. 4 )

– Rinuncia al sopralluogo nell’ambito della procedura 
davanti all’istanza inferiore ( lett. a)

– Collisione d’interessi dei coinvolti ( lett. b)
– Vizi procedurali nell’ambito della decisione di ap- 

provazione del piano direttore regionale ( lett. c)
– Mancata valutazione di ubicazioni alternative ( lett. d)
– Inammissibile rinuncia a suddividere in tappe e a 

operare con priorità ( lett. e)
– Inammissibile rinuncia alla comprova della finanzia- 

bilità ( lett. f )
– Inammissibile rinuncia alla comprova della disponi- 

bilità del terreno ( lett. g)
– Violazione dei diritti di partecipazione ( lett. h)
– Insufficiente accertamento della fattispecie ( lett. i )

– Valutazione del piano delle zone ( PZ ) nel caso concreto
– Presupposti per un campo da golf ( cons. 5 )
– Liceità del PZ ( cons. 6 )
– Proporzionalità del PZ ( cons. 7 )
– Interessi economici al campo da golf ( cons. 8 )
– Esame dell’impatto sull’ambiente e rispettivo rap- 

porto (cons. 9 )
– Protezione del paesaggio e del quadro locale ( 

cons.10 )
– Protezione della natura ( cons. 11, 15 )

– Protezione delle paludi
– Palude d’importanza nazionale ( cons. 12 )
– Problematica delle zone cuscinetto ( cons. 13, 14 )

– Presenza di specie protette di uccelli ( cons. 16 )
– Presenza di specie protette di piante ( cons. 17 )

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– Misure sostitutive e compensative, regola dei tre terzi 
(cons. 18 )

– Agricoltura
– Impatto dell’impianto sullo sfruttamento agricolo 

(cons. 19 )
– Superfici per l’avvicendamento delle colture 

(cons. 20 )
– Altre questioni (cons. 21 )

– Questioni relative alla protezione dell’ambiente
– Problematica delle infrastrutture viarie e dei rumori 

(cons. 22 )
– Fabbisogno di acqua (cons. 23 )

– Ponderazione globale degli interessi nel caso con- creto 
( cons. 24, 25 )

Erwägungen:
2. Der Förderverein Golfplatz Sagogn-Schluein plant die 

Erstellung und den Betrieb einer 18-Loch-Golf-Platzanlage mit Dri- 
ving Range im Gebiet Plaun ( auf Gebiet der Gemeinden Sagogn 
und Schluein). Die Anlage selbst erstreckt sich über eine Fläche 
von rund 56 ha. Das Clubhaus und die Parkierungsanlage ( ca. 100 
Abstellplätze) sind am westlichen Siedlungsrand von Sagogn in 
einer Bauzone ( Gewerbezone) vorgesehen. Unbestritten ist, dass 
Golfplatzanlagen dieser Grössenordnung bereits aufgrund ihrer 
Auswirkungen auf Raum, Umwelt und Erschliessung der Pla- 
nungspflicht ( Richt- und Nutzungsplanung) unterliegen. Die 
raumplanerische Voraussetzung der Richtplanung wurde für das 
streitige Projekt mit dem von der Regierung am  19. November 
2002 ( RB  Nr. 1621 ) genehmigten Regionalen Richtplan  Surselva
« Konzept Golfanlagen» geschaffen. Der geplante Golfplatz bildet 
dabei Bestandteil des regionalen Golfkonzeptes, welches den Bau 
von drei  neuen  18-Loch-Golfplätzen  vorsieht.  Das Vorhaben  ist 
( wie auch die beiden anderen) mit dem Koordinationsstand « Fest- 
setzung» enthalten, wobei die regierungsrätliche Genehmigung 
sowohl des Konzeptes als auch der einzelnen Standortfestlegun- 
gen unter dem generellen Vorbehalt der Ergebnisse einer UVP er- 
folgte. Der vorgesehene Standort stimmt konzeptionell mit den 
Zielsetzungen der kantonalen Raumordnung ( vgl. RIP GR 2000, 
Kap. 4.4 « Spezielle Freizeitanlagen und -nutzungen»; Bezeichnung 
als Tourismusraum ) überein. Mit der streitigen projektbezogenen 
Nutzungsplanung haben die Standortgemeinden nun auf Stufe 
Grundordnung   mit   aufeinander   abgestimmten  Nutzungsplänen

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( Zonenplan, Genereller Gestaltungsplan, Genereller Erschlies- 
sungsplan) die planerischen Voraussetzungen geschaffen, um in 
einer nachfolgenden Verfahrensphase nach Massgabe eines noch 
auszuarbeitenden konkreten Bauprojektes das erforderliche Bau- 
bewilligungsverfahren sowie das Bewilligungsverfahren nach 
Spezialgesetzgebung durchführen zu können.

3. a) Anfechtungsobjekt bildet die von der Regierung mit 
Beschluss Nr. 1128 vom 10. / 11. August 2004 mit diversen Bedin- 
gungen und Auflagen genehmigte Teilrevision auf Gebiet der Ge- 
meinden Sagogn und Schluein. Die Besonderheit dieser Teilrevi- 
sion der Ortsplanung Golfplatzbereich ( bestehend aus einer 
Änderung des Baugesetzes, dem Zonenplan 1: 5000, dem Gene- 
rellen Gestaltungsplan und dem  Generellen  Erschliessungsplan 
1: 5000 ) liegt im Wesentlichen darin, dass es sich um eine projekt- 
bezogene Nutzungsplanung handelt. Im erwähnten Entscheid hat 
die Regierung die von den Rekurrenten 2–6 erhobenen Beschwer- 
den abgewiesen und die Planung genehmigt. Mit separatem Be- 
schluss ( Nr. 1130 ) hat sie gleichentags auch die Beschwerde des 
heutigen Rekurrenten 1 abgewiesen. Gegen den Genehmigungs- 
und Beschwerdeentscheid kann gestützt auf Art. 61 Abs 2 KRG Re- 
kurs an das Verwaltungsgericht erhoben werden. Praxisgemäss 
erstreckt sich die Überprüfungsbefugnis des Verwaltungsgerichtes 
im Rekursverfahren auf Rechtsverletzungen einschliesslich Über- 
schreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des Sachverhaltes. Das Verwaltungs- 
gericht überprüft somit den Sachverhalt und die Rechtsfragen frei. 
Dagegen beurteilt es nicht, ob der angefochtene Entscheid zweck- 
mässig oder angemessen sei. Amtete die Regierung nicht nur als 
Genehmigungs-, sondern – wie vorliegend – auch als erste Be- 
schwerdeinstanz und ist das Verwaltungsgericht somit zweite kan- 
tonale Rechtsmittelbehörde, gilt auch in Ortsplanungssachen die 
Kognition nach Art. 53 lit. a VGG ( PVG 1999 Nr. 44, 1997 Nr. 49, 1996 
Nr. 42 ).

b) Ausgehend von der im eidgenössischen Raumpla- 
nungsgesetz statuierten allgemeinen Planungspflicht ( Art. 2 RPG ) 
liegt die Kompetenz zur Festlegung der Nutzungsordnungen bei 
den Kantonen. Der Kanton Graubünden hat diese Aufgabe den 
Gemeinden übertragen ( Art. 4 Abs. 1 KRG ), welchen u.a. bei der 
Ausscheidung von Zonen und der Festlegung der massgeblichen 
Zonenbestimmungen ein erheblicher Ermessens- und Beurtei- 
lungsspielraum zugestanden wird. Das Festsetzungsverfahren  
wird durch eine umfassende Interessenabwägung und durch de-

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mokratische Mitwirkungsrechte ( vgl. Art. 37 Abs. 2 KRG ) geprägt. 
Während die Interessenabwägung der Konkretisierung des Pla- 
nungsermessens und der Wahl des optimalen Standorts ( BGE 117 
Ia 363 ) dient, sichern die Mitwirkungsrechte die demokratische 
Abstützung des Planungsentscheides. Sie stellen sicher, dass die 
Bevölkerung über die Ziele und den Ablauf der Planung orientiert 
wird ( Art. 4 Abs. 1 RPG ) und in angemessener Weise an der Ent- 
scheidfindung teilhaben kann ( Art. 4 Abs. 2 RPG ). Das Bundesrecht 
verlangt ferner, dass die Nutzungspläne durch eine kantonale 
Behörde zu genehmigen sind ( Art. 26 Abs. 1 RPG; Art. 37 Abs. 3 
KRG ); dabei sind die Bestimmungen über die Verfahrenskoordina- 
tion sinngemäss anwendbar ( Art. 25a Abs. 4 RPG; Schmid Gian, 
Projektbezogene Nutzungsplanung im Gebiet ausserhalb der Bau- 
zonen, Dissertation, Zürich 2001, S. 57 f. mit weiteren Hinweisen). 
Die Raumpläne ( z.B. die Sachpläne und Konzepte des Bundes, 
Art. 13 RPG; die Richtpläne der Kantone und Regionen, Art. 6 RPG; 
die kommunalen Nutzungspläne, Art. 14 ff. RPG, die Sondernut- 
zungspläne) stellen zusammen mit der Baubewilligung, der Aus- 
nahmebewilligung für Bauten ausserhalb der Bauzonen und wei- 
teren raumrelevanten Grundlagen ( u.a. Handlungsbeiträge der 
öffentlichen Hand; Normen des Baupolizeirechts, des Landschafts- 
schutzes, der Erschliessung und Ausstattung) in ihrer Gesamtheit 
ein System zur Bewältigung räumlicher Aufgaben dar. Jedes 
Instrument hat einen eigenen Anwendungsbereich, welcher sich 
wiederum aus dem Anwendungsbereich der übrigen Instrumente 
ergibt. Lehre und Rechtsprechung bezeichnen das Zusammenspiel 
der erwähnten Instrumente als « planerischen Stufenbau». Wer- 
den die Instrumente in eine Reihe gestellt, zeigt sich vereinfacht
« ein gleitend sich änderndes Verhältnis von Gemein- und Indivi- 
dualbezug». Je stärker ein Instrument die Raumordnung zu be- 
einflussen vermag, desto höher sind die rechtsstaatlichen Anfor- 
derungen an das Verfahren. Der planerische Stufenbau sichert 
damit nicht nur die sachadäquate Bewältigung räumlicher Aufga- 
ben, sondern auch die Einhaltung der demokratischen Rechte und 
des Gewaltenteilungsprinzips. Dabei erfolgt die Einordnung be- 
dingt durch die offene Normierung nicht nach starren Kriterien, 
sondern nach der Typik der zu lösenden Aufgabe. Der Umstand, 
dass das RPG die Zuordnung einer Aufgabe nicht schematisch vor- 
nimmt, besagt aber nicht, dass die Instrumente untereinander 
gleichwertig sind. Vielmehr gehen Lehre und Rechtsprechung vom 
Grundsatz des Vorrangs der Planung aus, ohne diese aber zu ver- 
absolutieren ( vgl. zum Ganzen: Schmid, a.a.O., S. 64 ff. mit weite-

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ren Hinweisen). Eine eigentliche Wahlmöglichkeit zwischen den 
Instrumenten besteht zwar nicht, doch steht den Behörden bei der 
Bestimmung des massgeblichen Instrumentes ein gewisser Er- 
messensspielraum offen. So ist es möglich, dass der Entscheid zu- 
gunsten eines bestimmten Instrumentes ausfällt, obschon bei ei- 
ner anderen Gewichtung der Interessen auch die Wahl eines 
anderen Instrumentes denkbar gewesen wäre ( BGE 115 Ib 313 ). 
Eine Rechtsverletzung liegt daher erst dann vor, wenn der Ent- 
scheid betreffend der Wahl des ( raumplanerischen) Instrumentes 
nicht mehr sachlich begründbar ist ( Schmid, a.a.O., S. 69 ). Unter 
dieser Optik sind im Folgenden die verschiedenen von den Rekur- 
renten gegen den ausführlich begründeten Genehmigungsent- 
scheid vorgebrachten formellen und materiellen Rügen zu prüfen.

Formelle Einwände
4. a) Verzicht auf Augenschein im  Beschwerdeverfahren 
In formeller Hinsicht beklagen sich die Rekurrenten dar-

über, dass die Vorinstanz in der Sache selbst entschieden habe, 
ohne den von ihnen beantragten Augenschein durchzuführen. An 
ihrem Antrag haben sie auch nach dem vom Verwaltungsgericht 
am 12. November 2004 durchgeführten Augenschein festgehalten. 

Mit ihrem Einwand machen sie sinngemäss eine Verlet-
zung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 
BV und der für das Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz 
massgeblichen kantonalrechtlichen Verfahrensvorschriften ( Art. 4 
ff. VVG ) geltend. Ihrem Einwand ist jedoch kein Erfolg beschieden. 
Weder aus den erwähnten kantonalrechtlichen Bestimmungen 
noch aus der bundesrechtlichen Mindestgarantie von Art. 29 Abs. 2 
BV ergibt sich eine Pflicht der Behörde, auf Antrag einer Partei in 
jedem Fall einen Augenschein durchzuführen. Vielmehr ist eine 
Behörde befugt, einen Beweisantrag abzulehnen, wenn sie in will- 
kürfreier Würdigung der bereits erhobenen Beweise zur Überzeu- 
gung gelangt, der rechtlich erhebliche Sachverhalt sei genügend 
abgeklärt und die weitere Beweisführung werde ihre Überzeu- 
gung nicht mehr ändern ( vgl. BGE 124 I 241 E. 2; 122 V 157 E. 1d; 
119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 ). Insbesondere ist es einer urteilenden 
Behörde nicht verwehrt, auf einen Augenschein zu verzichten, 
wenn aufgrund der gesamten Umstände feststeht, dass dieser am 
Ergebnis nichts zu ändern vermöchte ( BGE 112 Ia 198 E. 2b). Vor- 
liegend ist die Vorinstanz angesichts der ihr zur Verfügung stehen- 
den, umfangreichen Projekt- und Genehmigungsunterlagen ( u.a. 
diverse  Berichte,  Planunterlagen,  Fotodokumentationen,  verwal-

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tungsinterne Stellungnahmen und Beurteilungsbericht, etc.) zum 
Schluss gelangt, dass sich der rechtserhebliche Sachverhalt mit 
hinreichender Klarheit aus den Akten ergebe und dass der 
beantragte Augenschein daran nichts zu ändern vermöchte. Diese 
Beurteilung erscheint durchaus vertretbar und der Verzicht auf die 
Durchführung eines Augenscheins im Beschwerdeverfahren lässt 
sich nicht beanstanden.

Selbst wenn jedoch darin eine Verletzung des Anspruchs 
auf rechtliches Gehör erblickt werden müsste, vermöchten sie dar- 
aus nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten. Das Verwaltungs- 
gericht kann nämlich den angefochtenen Entscheid in rechtlicher 
und tatsächlicher Hinsicht frei überprüfen ( PVG 1999 Nr. 44; zu den 
Voraussetzungen der Zulässigkeit einer ausnahmsweisen Heilung 
im Rechtsmittelverfahren: BGE 126 I 72 E. 2, 116 Ia 95 E. 2 ) und den 
Rekurrenten ist aus dem Verzicht auf Durchführung eines Augen- 
scheins im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren auch kein recht- 
lich relevanter Nachteil entstanden. Dies umso weniger, als im 
vorliegenden Rekursverfahren ein Augenschein durchgeführt 
wurde und ihnen umfassend die Möglichkeit geboten wurde, sich 
zu allen Fragen sowohl schriftlich als auch mündlich umfassend zu 
äussern. Ein allfälliger Mangel dürfte daher, nicht zuletzt auch aus 
prozessökonomischen Überlegungen, als nachträglich geheilt er- 
achtet werden.

b) Interessenkollisionen der beteiligten Gemeindepräsi- 
denten

Die Rekurrenten kritisieren, dass der das Golfplatzprojekt 
vorantreibende Präsident des Golfplatz-Fördervereins zugleich 
Gemeindepräsident von Schluein und der Vizepräsident des Ver- 
eins zugleich Gemeindepräsident von Sagogn sei. In dieser Kon- 
stellation offenbare sich eine Interessenkollision, welche grösser 
kaum sein könne. Denn als Vorstandsmitglied des Fördervereins 
müsse man darauf hinwirken, dass die erforderlichen Bewilligun- 
gen erteilt würden; wohingegen man als Gemeindepräsident ver- 
pflichtet sei, sämtliche auf dem Spiel stehende Interessen unvor- 
eingenommen gegeneinander abzuwägen, was bei dieser Kon- 
stellation weder möglich noch rechtlich zulässig sei.

Mit ihrem Einwand der Interessenkollision machen die Re- 
kurrenten sinngemäss eine Verletzung von kommunalen und/oder 
kantonalen Ausstandsregeln ( im Sinne von Art. 23 Abs. 1 des 
kantonalen Gemeindegesetzes [ GG ] sowie den analogen Be- 
stimmungen in den kommunalen Verfassungen [ vgl. Art. 13 GV 
Sagogn]) geltend. Gemäss den erwähnten Bestimmungen hat ein

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Mitglied einer Gemeindebehörde oder der Gemeindeversamm- 
lung bei Verhandlungen und Abstimmungen über eine Angele- 
genheit in Ausstand zu treten, wenn es selbst oder einer seiner 
Verwandten bis zu einem bestimmten Grad daran ein unmittelba- 
res und persönliches Interesse hat. Vorliegend können sie daraus 
jedoch nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten. Abgesehen da- 
von, dass sich aus der Funktion der beiden Gemeindepräsidenten 
als leitende Funktionäre des Fördervereins noch kein unmittelba- 
res und persönliches Interesse im Sinne der erwähnten Bestim- 
mungen ableiten lässt, erweist sich der rekurrentische Einwand 
aber auch aus einer anderen Überlegung als unbegründet. Wie 
das Verwaltungsgericht nämlich in einem ähnlich gelagerten Fall    
( VGU U 04 123 ) erkannt hat, finden bei der Beschlussfassung über 
den Erlass oder die Abänderung kommunaler Bauordnungen oder 
Zonenpläne an Gemeindeversammlungen die Ausstandsvor- 
schriften von Art. 23 GG ( bzw. jene des kommunalen Rechts) gar 
keine Anwendung, weil es sich um ein Gesetzgebungsverfahren 
handelt, in welchem die Ausübung des Stimmrechts gewährleistet 
sein muss. In jenem Entscheid hat es ausgeführt:

« Die Gesetzgebung in Gemeindeangelegenheiten obliegt 
in Gemeinden ohne Gemeinderat gemäss Art. 9 lit. b GG unent- 
ziehbar der Gemeindeversammlung oder der Urnenabstimmung. 
Aus diesen Bestimmungen erhellt, dass der kantonale Gesetzge- 
ber einem demokratischen kommunalen Gesetzgebungsverfah- 
ren grosse Bedeutung beimisst. Der Entscheid über kommunale 
Erlasse, bei denen öfters eine gewisse Anzahl Stimmbürger ein 
mehr oder weniger starkes persönliches Interesse am Verhand- 
lungsgegenstand aufweist, ist vom kantonalen Gesetzgeber dem- 
nach bewusst in den Zuständigkeitsbereich der Gemeindever- 
sammlung bzw. der Urnenabstimmung gelegt worden. Dass die 
betroffenen Eigentümer ihr Stimmrecht hier uneingeschränkt aus- 
üben können, entspricht dem Sinn dieser demokratischen Einrich- 
tung. Das muss besonders im Bereich der Ortsplanung Geltung 
haben. Sonst müssten beim Erlass von Bauvorschriften oder 
Plänen der Grundordnung, welche vielen Eigentümern Vor- und 
Nachteile bringen, diese konsequenterweise alle in den Ausstand 
treten. In kleineren Gemeinden, in denen das Eigentum in der 
Regel breit gestreut ist, würde jedoch mit einer derart weitgehen- 
den Ausstandsbestimmung die Funktionsfähigkeit der Versamm- 
lungsdemokratie in Frage gestellt, weil so grosse Teile der Stimm- 
bürgerschaft von der Mitwirkung ausgeschlossen wären.»

Im Lichte der geschilderten Praxis erweist sich daher der

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von den Rekurrenten erhobene Einwand der unzulässigen Interes- 
senkollision der beiden Behördenvertreter so oder anders als nicht 
entscheidrelevant.

c) Verfahrensmängel bei der Genehmigung des RRIP
Die Rekurrenten stellen sich auf den Standpunkt, dass 

die projektbezogene Nutzungsplanung nicht genehmigt werden 
dürfe, weil bereits der regionale Richtplan, auf welchem die strei- 
tige Planung basiere, ohne die vorgeschriebene Interessenabwä- 
gung durch die Regierung zustande gekommen sei. Sie verlangen 
daher im vorliegenden Verfahren die vorfrageweise Überprüfung 
des regionalen Richtplans mit dem übergeordneten Recht.

Praxisgemäss können im Rechtsschutzverfahren, das be- 
troffenen Grundeigentümern u.a. gegenüber den nachfolgenden 
Nutzungsplänen zur Verfügung steht, auch Anweisungen des 
Richtplanes überprüft werden, sofern und soweit geltend gemacht 
wird, diese verletzten verfassungsmässige Rechte der Betroffenen 
( BGE 107 Ia 77 ff.). Hält man sich nun den vom RPG vorgegebenen 
planerischen Stufenbau « Richtplanung – Nutzungsplanung – Bau- 
bewilligungsverfahren» ( vgl. dazu BGE 115 Ia 148 ff.), die jeweili- 
gen Zuständigkeiten und den mit Planungsaufgaben betrauten 
Behörden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zustehenden Ermes- 
sensspielraum vor Augen ( vgl. Art. 2 Abs. 3 RPG ), erhellt jedoch, 
dass der rekurrentische Einwand ins Leere zielt. Abgesehen davon, 
dass weder der ( vom Bundesrat genehmigte) Kantonale Richtplan 
noch der Regionale Richtplan ( Planungsträger: Gemeindever- 
band) mit Blick auf die nachfolgende Planungsphase, nämlich die 
Ausarbeitung und Inhalt der das Grundeigentum direkt beschrän- 
kenden Nutzungspläne, irgendwelche erhebliche Vorwirkungen 
ausüben, ist nicht ersichtlich, inwiefern die Rekurrenten in ihren 
verfassungsmässigen Rechten verletzt worden sein könnten. Im 
Lichte der planungsrechtlichten Ordnung und Zuständigkeiten war 
die Regierung jedenfalls nicht gehalten, die tangierten Interessen 
eigenständig zu erheben. Ihre Aufgabe bestand vielmehr darin, 
nachzuprüfen, ob der regionale Planungsträger stufengerecht und 
umfassend die Interessen erhoben und abgewogen hat. Die Über- 
prüfung und Interessenabwägung hat die Regierung in der Folge 
pflichtgemäss vorgenommen. In Respektierung des der Region 
zustehenden Ermessensspielraumes ( Art. 2 Abs. 3 RPG ) hat sie 
den Regionalen Richtplan « Konzept Golfanlagen» im Sinne der 
Erwägungen und mit verschiedenen Auflagen für die Folgeverfah- 
ren ( Abklärungen hinsichtlich der Finanzierbarkeit, der betriebs- 
wirtschaftlichen Nachhaltigkeit, der Regelung der Rückbauthema-

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tik, der Auswirkungen auf die Land- und Alpwirtschaft) sowie u.a. 
unter dem generellen Vorbehalt der Ergebnisse der erforderlichen 
UVP genehmigt. Davon, dass die Regierung im Zusammenhang 
mit der Genehmigung des regionalen Richtplans keine genü- 
gende, stufengerechte Interessenabwägung vorgenommen habe, 
kann keine Rede sein.

d) Fehlende Prüfung von Alternativstandorten 
Unzutreffend ist der Einwand, es seien keine besseren

Standorte in der Region gesucht worden. Notorisch ist, dass in der 
Region Surselva seit den frühen 90er Jahren verschiedene Stand- 
orte für Golfprojekte diskutiert, näher geprüft und zum Teil auch 
wieder verworfen wurden ( so z.B. ein Projekt auf Gemeindegebiet 
Laax). Das Ergebnis der intensiven Diskussionen und umfangrei- 
chen Abklärungen ( u.a. zu den Standortfragen) innerhalb der Re- 
gion fand bereits 1993 Eingang in das Bestandteil des Regionalen 
Richtplanes bildende regionale Konzept Golfanlagen, mit den seit- 
her erfolgten Änderungen ( so 1997 und 2001). Die Weichen für den 
vorliegenden strittigen Standort wurden bereits in dem vom Bun- 
desrat am 19. September 2003 genehmigten Richtplan Graubün- 
den 2000 « gestellt», indem dort im Kapitel 44 « spezielle Freizeit- 
anlagen und -nutzungen» ( S. 87 ff. ) die generellen Leitüber- 
legungen ( Zielsetzungen, Grundsätze) und Verantwortungsberei- 
che für spezielle Freizeitanlagen ( so u.a. Golfanlagen) festgelegt 
wurden. Spezielle Freizeitanlagen zeichnen sich durch einen grös- 
seren Flächenbedarf und grössere räumliche Auswirkungen aus. 
Eine solche spezielle Freizeitanlage (Golf) ist in der Bestandteil 
des RIP 2000 bildenden Thematischen Karte Tourismus im Gebiet 
Sagogn/Schluein ( als Tourismusraum/städtischer Raum ausge- 
schieden) bezeichnet worden. Die konzeptionelle Koordination  
und Festsetzung dieses Standortes ( wie auch der weiteren im 
Bündner Oberland vorgesehenen) Golfanlagen erfolgte ( u.a. un- 
ter Vorbehalt der Ergebnisse der UVP ) in dem von der Regierung 
am 19. / 20. November 2002 genehmigten Regionalen  Richtplan 
Nr. 2540 ( neues Konzept Golfanlagen). Der Einwand der fehlenden 
Prüfung von Alternativstandorten geht offenkundig fehl. Festzu- 
halten bleibt, dass mit dem innerhalb der Tourismusregion Flims- 
Laax ( vgl. RIP 2000, Thematische Karte Tourismus ) gelegenen 
Standort angesichts der diversen rechtlichen und tatsächlichen 
Vorgaben an eine attraktive, nachhaltig betreibbare Golfanlage in 
der Gruob wohl ein Optimum gefunden wurde. Der Standort be- 
findet sich in unmittelbarer Nähe der grössten touristischen Desti- 
nation der Surselva ( Flims-Laax-Falera), und die  geplante Anlage

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wird als einzige alle Vorgaben erfüllen, die es erlauben, dass ins- 
künftig wettkampfmässig auf höchstem Niveau Golf gespielt wer- 
den kann. Kein anderer Standort, weder in der Surselva noch in 
der Gruob, ist auch nur annähernd in der Lage, die an eine solche 
Anlage gestellten Anforderungen zu erfüllen. Auch seitens der Re- 
kurrenten, welche von den Planungsträgern aller Stufen bereits 
frühzeitig in die Planungen einbezogen wurden, konnte denn auch 
kein anderer, vergleichbarer Alternativstandort bezeichnet wer- 
den, und ein solcher ist für das Gericht auch nicht ersichtlich.

e) Etappierungs- und Priorisierungsproblematik
Die Rekurrenten bringen unter Hinweis auf die BUWAL- 

Empfehlung Golf ( Empfehlung 1) vor, der regionale Richtplan
« Konzept Golfanlagen» verstosse gegen Art. 1 und 3 RPG, weil 
trotz nicht nachgewiesener Rentabilität von einer ( behördlichen) 
Etappierung und Priorisierung abgesehen worden sei. Damit  
werde letztlich eine sachgerechte Interessenabwägung verunmög- 
licht.

Wie es sich damit verhält, kann letztlich offen bleiben. Ab- 
gesehen davon, dass die BUWAL-Empfehlungen für das Gericht 
nicht verbindlich sind und dass von einer ( behördlichen) Etappie- 
rung der einzelnen in der Golfregion Surselva geplanten Golf- 
plätze bereits im Genehmigungsbeschluss zum Regionalen Richt- 
plan « Konzept Golfanlagen» ( vgl. RB Nr. 1621 vom 19. November 
2002, S. 5 ff. ) unter bestimmten Bedingungen ( Nachweis der Fi- 
nanzierbarkeit der Errichtung sowie der betriebswirtschaftlichen 
Nachhaltigkeit jedes einzelnen Golfplatzes; Einbezug der Rück- 
bauthematik und Sicherstellung finanzieller Rückstellungen) ab- 
gesehen worden ist, kommt der von den Rekurrenten aufgeworfe- 
nen Frage aktuell keine entscheidrelevante Bedeutung mehr zu. In 
den anderen drei Standortgemeinden der Surselva sind nämlich 
die Golfanlagen z.T. bereits erstellt ( Sedrun) worden, resp. ist die 
Baubewilligung bereits erteilt und der Spatenstich erfolgt ( Brigels,
7. Mai 2005 ). Die projektbezogene Nutzungsplanung Obersaxen/ 
Dachli/Armsch  wiederum  hat  die  Regierung  mit  Beschluss vom
26. April 2005 genehmigt. Nachdem die Umweltschutzorganisatio- 
nen diesbezüglich von vornherein auf einen Weiterzug verzichtet 
haben und dem Vorhaben auch sonst keine Opposition erwachsen 
ist, ist der Genehmigungsbeschluss zwischenzeitlich denn auch 
unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

Selbst wenn im Übrigen die konkrete Umsetzung der vier 
in der Golfregion Surselva geplanten Anlagen noch nicht derart 
weit fortgeschritten wäre, liesse sich der vorinstanzliche Verzicht

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

108

auf Anordnung einer ( behördlichen) Etappierung und Priorisie- 
rung zugunsten einer « natürlichen» Etappierung ohne weiteres 
vertreten. Anstelle langer Wiederholungen kann hierzu auf die 
zutreffenden, von der Regierung im erwähnten RB Nr. 1621 ( vom
19. /20. November 2002, S. 5 ff. ) zum Regionalen Richtplan ge- 
machten Ausführungen sowie auf die im angefochtenen Geneh- 
migungsentscheid ( vgl. S. 6/7 ) unter Hinweis auf den im Auftrag 
des Gemeindeverbandes Surselva erarbeiteten Fachbericht Wirt- 
schaftlichkeit» der H.P. AG vom 4. August 2003 vorgebrachten 
Überlegungen verwiesen werden. Danach ist im Falle der Golfre- 
gion Surselva auf eine Etappierung verzichtet worden, weil die im 
Bericht geforderte intensive Zusammenarbeit ( u.a. Schaffung ge- 
meinsamer Angebote, gemeinsame Vermarktung der Angebote, 
enge Zusammenarbeit mit anderen regionalen Tourismusan- 
bietern, Erschliessung kostenseitiger Synergiepotentiale) mit der 
Vereinbarung von Mai/Juni 2002 und mit dem Gesellschaftsver- 
trag Golfregion Surselva vom Herbst 2003 samt zugehörigem 
Strategiepapier geschaffen worden ist. Hinzu kommt, dass im 
Rahmen des jeweiligen Nutzungsplan-Genehmigungsverfahrens 
die Rechtmässigkeit ( insbesondere die Umweltverträglichkeit) je- 
der einzelnen Anlage überprüft und festgestellt wurde.

Soweit die Rekurrenten in diesem Zusammenhang noch ver- 
langen, dass lediglich derjenige Golfplatz erstellt werden dürfe, wel- 
cher die geringsten Auswirkungen auf die Natur und Umwelt habe, 
vermögen sie daraus nichts zu Gunsten ihrer Begehren ableiten. Ab- 
gesehen davon, dass – wie eben erwähnt – bei drei der vier geplanten 
Anlagen bereits rechtskräftig feststeht, dass ihnen keine umweltrecht- 
lichen oder sonstigen Ausschlussgründe entgegenstehen, bilden all- 
fällige negative Auswirkungen eines Projektes nur ein Element in der 
erforderlichen Gesamtinteressenabwägung. Gleichrangig sind die 
weiteren in Art. 1 und 3 RPG aufgeführten Planungsziele und
-grundsätze, was im Rahmen der Gesamtinteressenabwägung zu be- 
achten sein wird ( vgl.Tschannen, Kommentar RPG, Art. 3, N 15 ff. ). Da- 
bei wird zu beachten sein, dass angesichts der grossen strukturellen 
Probleme in der Surselva dem wirtschaftlichen Interesse an der Reali- 
sierung der Anlage(n) eine grosse Bedeutung zukommt. Hinzu 
kommt, dass im vorliegenden Verfahren lediglich die von der Vorin- 
stanz hinsichtlich der streitigen Nutzungsplanung vorgenommene Prü- 
fung der Umweltauswirkungen einer Anlage, nämlich jener in Sagogn/ 
Schluein, sowie die aufgrund der Erkenntnisse vorgenommene vorin- 
stanzliche Gesamtinteressenabwägung zu überprüfen sind.

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

109

f) Nachweis der Finanzierbarkeit
Die Rekurrenten erachten es als unzulässig, wenn die 

Regierung im angefochtenen Nutzungsplan-Genehmigungsbe- 
schluss ( Ziff. 1 lit. a) den Nachweis der längerfristigen betriebs- 
wirtschaftlichen Nachhaltigkeit ( Finanzierbarkeit) des Golfplatzes 
erneut auf ein nachfolgendes Verfahren, das Baubewilligungsver- 
fahren, verschoben hat, statt den Nachweis bereits als Vorausset- 
zung für die Genehmigung der Nutzungsplanung zu verlangen.  
Ein solches Vorgehen sei nicht stufengerecht und verhindere zu- 
dem eine regional oder überregional koordinierte Anwendung der 
Planungsgrundsätze. Aus ihrem Einwand vermögen die Rekurren- 
ten jedoch nichts zugunsten ihrer Begehren ableiten. Dies aus fol- 
genden Überlegungen:

Gemäss Art. 14 Abs. 1 RPG ordnen die Nutzungspläne die 
zulässige Nutzung des Bodens, wobei sich diese wiederum an den 
Anordnungen im Richtplan auszurichten hat. Das nachgelagerte 
Baubewilligungsverfahren dient wiederum der Feststellung, dass 
dem Bauvorhaben kein baupolizeiliches Hindernis entgegensteht, 
es insbesondere den im Nutzungsplan ausgedrückten räumlichen 
Ordnungsvorstellungen ( BGE 116 Ib 53, 113 lb 374 ) sowie allen 
übrigen planerischen wie auch den baupolizeilichen Vorschriften 
entspricht ( so bereits BGE 103 lb 209, 108 la 5 ). Vorliegend ange- 
fochten ist nun nicht eine allgemeine Nutzungsplanung ( mit den 
darin aufzunehmenden grundsätzlichen räumlichen Ordnungsvor- 
stellungen), sondern eine das Gebiet zweier Gemeinden tangie- 
rende, bereits sehr viele individuelle und konkrete Elemente auf- 
weisende, projektbezogene Nutzungsplanung. In dieser sind die 
konkrete Nutzung des Bodens bzw. die räumlichen Ordnungsvor- 
stellungen bereits sehr detailliert festgelegt worden. Der relativ 
hohe Detaillierungsgrad der Planung und die damit einhergehen- 
den vertieft erfolgten Abklärungen lassen es nun durchaus zu, 
dass die abschliessende Beantwortung von Fragen ( wie z.B. jene 
der betriebswirtschaftlichen Nachhaltigkeit) ins Baubewilligungs- 
verfahren verlagert wird. Gerade in Fällen wie dem vorliegenden, 
wo das Thema der Wirtschaftlichkeit von vier Golfplätzen auf Stufe 
Regionaler Richtplan bearbeitet worden ist und wo hinsichtlich der 
Machbarkeit der einzelnen Anlagen dann vom GVS parallel zum 
Nutzungsplanverahren weitere vertiefte, grundsätzliche Abklärun- 
gen getroffen worden sind ( vgl. den erwähnten Bericht BHP mit 
den darin gezogenen und von der Region umgesetzten Schlüs- 
sen), erscheint es zweckmässig und sachgerecht, den Nachweis 
der Finanzierbarkeit der konkreten Anlage erst im Baubewilli-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

110

gungsverfahren beibringen zu lassen. Von einem nicht stufenge- 
rechten Vorgehen könnte dann gesprochen werden, wenn allge- 
meine raumwirksame und/oder umweltrelevante Fragen und 
Sachverhaltsabklärungen ( z. B. der Einfluss des Projektes auf 
Natur und Umwelt [ vgl. BGE 120 lb 214 E. 6; URP/DEP 1997
S. 149 ], auf die Erschliessung, auf die Landschaft) ins Baubewilli- 
gungsverfahren verlagert worden wären. Solches ist vorliegend – 
wie nachstehend noch aufzuzeigen ist – jedoch nicht der Fall. Die 
Verlagerung der Erbringung des konkreten Nachweises der Finan- 
zierbarkeit der Anlage ins Baubewilligungsverfahren erweist sich 
angesichts der bereits getätigten, umfangreichen Abklärungen 
und der daraus resultierenden zahlreichen und sehr fundierten 
Unterlagen aber auch unter der Optik des Verhältnismässigkeits- 
prinzips als richtig. Dies umso mehr, als im Rahmen der Baube- 
willigung die in der angefochtenen Nutzungsplanung festgelegte 
Golfanlage nur soweit zum Bau freigegeben werden darf, als de- 
ren Betrieb als finanziell abgesichert eingestuft werden kann. 
Sodann ist der erforderliche Nachweis im Rahmen eines BAB-Zu- 
stimmungsverfahrens zu erbringen, in welchem Betroffene wie- 
derum die Möglichkeit haben, allfällige Bedenken und Einwände 
einzubringen. Auch aus dieser Sicht betrachtet, erweist sich das 
vorinstanzliche Vorgehen als richtig und stufengerecht. Im Übri- 
gen ist auch keine gesetzliche Bestimmung ersichtlich, welche – 
wenn wie vorliegend genügende Sachverhaltsabklärungen getrof- 
fen worden sind – die Verlagerung dieser ( und vergleichbarer) Fra- 
gen ins Baubewilligungsverfahren verbieten würde ( vgl. oben 
Ziff. 3 in fine). Der Einwand der fehlenden Stufengerechtigkeit er- 
weist sich damit als unbegründet.

g) Nachweis der Verfügbarkeit des Bodens
Die Rekurrenten bemängeln in diesem Zusammenhang 

auch die ihres Erachtens für eine Genehmigung unzureichenden 
Abklärungen hinsichtlich der Verfügbarkeit des für den Golfplatz 
benötigten Landes. Dies sei umso problematischer, als bereits 
jetzt feststehen würde, dass Rekurrent 1 und seine Verwandten der 
Trägeschaft ihr Land für diesen Zweck nicht zur Verfügung stellen 
würden. Die Regierung handle in dieser Frage inkonsequent, 
wenn sie das Genehmigungsverfahren bezüglich des westlichen 
Teils des Beizugsgebiets gerade mit dem Argument der noch lau- 
fenden Verhandlungen zwischen Förderverein und Bewirtschaf- 
tern sistiert habe. Auch dieser Einwand geht im Ergebnis fehl.

Wie sich bereits dem Plan « Golfplatzprojekt /Stand Lan- 
derwerb September 2004 » entnehmen lässt, sind sehr weitge-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

111

hende Abklärungen hinsichtlich der Verfügbarkeit des Bodens ge- 
troffen worden. Die konkrete ( vertragliche) Sicherung des für den 

Golfplatz erforderlichen Bodens  ist  bereits  sehr  weit  gedie- 
hen, weshalb hinsichtlich der Realisierbarkeit des Projekts keine 
grundsätzlichen Bedenken mehr bestehen. Dies umso weniger, als 

am Augenschein die Rekursgegner anhand des bei den Akten 
liegenden Plans und der Golfplatzprojektunterlagen nachvollzieh- 
bar darlegen konnten, dass der Bau und der Betrieb der geplanten 

18-Loch-Golfanlage durch den Umstand, dass Rekurrent 1 und 
seine Verwandten ihr Land der Trägerschaft für diesen Zweck nicht 
zur Verfügung stellen wollen, nicht gefährdet ist, zumal im Rah- 
men des GGP auch noch kleinräumig Ergänzungen möglich sind. 

Die Vorinstanz hat im Übrigen erkannt, dass nur ein kleiner Teil der 
betroffenen Grundeigentümer ( noch) nicht Hand zu einer Lösung 

geboten hat. Unter der Optik des Verhältnismässigkeitsprinzipes 
betrachtet, war es aber geradezu geboten, die Planung unter die- 

sem Aspekt trotzdem zu genehmigen. Es wäre jedenfalls ange- 
sichts der Grösse des Projektperimeters ( rund 56 ha) und der be- 
reits äusserst weit fortgeschrittenen Sicherung des Landes völlig 
unverhältnismässig, wenn sie verlangt hätte, dass dieTrägerschaft 

bereits auf Stufe Nutzungsplanung den Nachweis über die Siche- 
rung der Verfügbarkeit sämtlicher Grundstücke zu erbringen habe. 

Unter dem Aspekt der fehlenden Verfügbarkeit des für den 
Golfplatz erforderlichen Landes hat lediglich der rekurrentische 

Einwand etwas für sich, dass die Vorinstanz in dieser Frage inkon- 
sequent handle, weil sie das Genehmigungsverfahren im Bereich 
der Bahnen 4– 7 sistiert habe. Im Lichte des oben Ausgeführten 
hätte sich jedenfalls auch die Genehmigung der Planung in die- 
sem Bereich durchaus vertreten lassen. Nachdem die zur Diskus- 
sion stehende Sistierung für diesen Bereich jedoch auf ausdrückli- 

chen Wunsch und nach Absprache mit den betroffenen Ge- 
meinden sowie der Golfträgerschaft erfolgte und auch nichts er- 

sichtlich ist, was aus planungsrechtlicher Sicht einer Sistierung 
entgegenstehen würde, kann von weiteren Ausführungen hierzu

abgesehen werden.
h) Verletzung der Mitwirkungsrechte
Die Rekurrenten machen hinsichtlich der streitigen Nut- 

zungsplanung eine Verletzung ihrer im RPG verankerten Mitwir- 
kungsrechte geltend. Die Berichte der Firma A. (Golfregion Sur- 
selva, Auswirkungen auf die Bereiche Landwirtschaft /Natur und 
Landschaft) vom Juli 2003 und der Bericht der Firma H.P. AG vom
4. August 2003 ( BHP ) hätten nämlich den Berechtigten weder im

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

112

Zeitpunkt der kommunalen Beschlussfassung im April 2003, noch 
im Zeitpunkt der öffentlichen Auflage der Beschlüsse ( Oktober 
2003 ) zur Verfügung gestanden. Die Gemeindeversammlungsbe- 
schlüsse seien daher in Unkenntnis wesentlicher Entscheidgrund- 
lagen zu zwei wesentlichen Bereichen ( Auswirkungen auf die ört- 
liche und ausserörtliche Landwirtschaft sowie die Wirtschaftlichkeit 
der Anlage) gefällt worden. Darin sei ein schwerer Verfahrensfeh- 
ler zu erblicken.

Gemäss Art. 4 RPG unterrichten die mit Planaufgaben be- 
trauten Behörden die Bevölkerung über Ziele und Ablauf der Pla- 
nung nach diesem Gesetz ( Abs. 1). Sie sorgen dafür, dass die 
Bevölkerung bei Planungen in geeigneter Weise mitwirken kann     
( Abs. 2 ). In Konkretisierung der bundesrechtlich vorgesehenen 
Mitwirkungsrechte sieht Art. 37 Abs. 2 KRG vor, dass der Gemein- 
devorstand die Stimmberechtigten vor der Abstimmung ange- 
messen orientiert und den Interessierten ermöglicht, Wünsche  
und Anträge einzureichen. Im Lichte dieser den Rahmen des An- 
spruchs auf Mitwirkung umschreibenden Bestimmungen erweist 
sich der rekurrentische Einwand als unzutreffend. Gemäss den 
Vorgaben im regierungsrätlichen Bericht zum Regionalen Richt- 
plan Golfanlagen sind von dem durch den Gemeindeverband 
Surselva eingesetzten Golfrat ( mit Einsitz von zwei Vertretern der 
Rekurrenten 2–6 ) im Einvernehmen mit denselben zur Komplet- 
tierung der Unterlagen noch zwei Studien in Auftrag gegeben und 
nach Vorliegen derselben ins Genehmigungsverfahren einbezo- 
gen worden, was zur umfassenderen Beurteilung zweifellos rich- 
tig und geradezu geboten war. Bei den beiden Berichten handelte 
es sich jedoch nicht um Unterlagen, die zur Ortsplanungsrevision 
gehörten und bereits daher zum Zeitpunkt der Abstimmung den 
Stimmberechtigten auch nicht vorgelegt werden mussten. Im 
Übrigen kommt es in der Praxis regelmässig vor, dass im Geneh- 
migungsverfahren ( wie auch im nachfolgenden Rechtsmittelver- 
fahren) noch ergänzende Berichte und Stellungnahmen eingeholt 
werden, welche zum Zeitpunkt der Beschlussfassung vor der Ge- 
meinde noch nicht vorhanden waren. Der Vorwurf einer Verletzung 
der vom RPG garantierten Mitwirkungsrechte der Stimmberech- 
tigten zielt aus dieser Sicht betrachtet ins Leere. Unbestritten ist, 
dass die Rekurrenten 2–6 angesichts ihrer Einsitznahme im Golf- 
rat umgehend mit den beiden Berichten bedient worden sind und 
zudem Gelegenheit erhalten haben, dazu Stellung zu nehmen. 
Ohne Belang ist, dass sie diesen Einwand erstmals im vorliegen- 
den Verfahren vorgebracht haben, da sie als zum Rekurs Legiti-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

113

mierte grundsätzlich alle Rügen anbringen dürfen, die für ihre 
Position Vorteile erwarten lassen und den Streitgegenstand be- 
treffen ( vgl. PVG 2003 Nr. 34 E. 2d).

i) ) Unzureichende Sachverhaltsabklärungen
aa) Land- und Alpwirtschaft / fehlende landwirtschaftliche 

Planung
Die Rekurrenten machen geltend, dass der Sachverhalt 

hinsichtlich der Auswirkungen des Golfplatzes auf die Alp- und 
Landwirtschaft unzureichend abgeklärt worden sei. Ihres Erach- 
tens hätte eine landwirtschaftliche Planung erarbeitet werden 
müssen, welche konkrete Aussagen hinsichtlich der direkten und 
indirekten Auswirkungen auf die lokale/regionale Landwirtschaft 
mit und ohne Golfplatz enthalte. Ihnen kann nicht gefolgt werden. 
Zu diesem Thema sind ( vgl. die Ausgangslage im UVB, Stand 
2001, S. 41 ff.; Technischer Bericht, S. 18 ff.; Bericht der Firma A.) 
auf breiter Ebene ergänzende Unterlagen ( vgl. z. B. die Übersicht 
der Betriebe in den Standortgemeinden – aktualisierte Version 
Herbst 2004, oder die Übersicht Landwirtschaftsbetriebe Sagogn, 
Schluein und Valendas mit Projektauswirkungen 2003/2004 ) erar- 
beitet und Stellungnahmen ( Beurteilungsbericht des Amtes für 
Natur und Umwelt vom 31. März 2004, beinhaltend u.a. auch die 
Stellungnahmen des LBBZ Plantahof sowie des Amtes für Land- 
wirtschaft, Strukturverbesserung und Vermessung) eingeholt wor- 
den, welche insgesamt betrachtet die Auswirkungen des Golfplat- 
zes auf die bestehenden Landwirtschaftsbetriebe und deren 
Entwicklungsmöglichkeiten mit oder ohne Golfplatz mit der für ein 
Nutzungsplangenehmigungsverfahren erforderlichen Tiefe hinrei- 
chend beurteilen lassen ( zum Materiellen, nachstehend 19 ff.). Von 
einer ungenügenden Abklärung des rechtserheblichen Sachver- 
haltes zufolge Verzichts auf Erarbeitung einer landwirtschaftlichen 
Planung im Sinne der rekurrentischen Vorbringen kann daher 
keine Rede sein. Dies umso weniger, als die Landwirtschaft auf- 
grund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und des da- 
mit verbundenen Strukturwandels generell im Rückgang begriffen 
ist und dass andere ( Voll- und Neben-) Erwerbsmöglichkeiten 
resp. alternative Beschäftigungsmöglichkeiten ( z.B. imTourismus ) 
in den Vordergrund getreten sind. Diese Entwicklung zeigt sich ein- 
drücklich auch in der Landwirtschaft von Sagogn und Schluein ( so
z.B. anhand der unabhängig vom Golfplatz bereits erfolgten 
und/oder anstehenden Betriebsschliessungen bzw. -umstellun- 
gen). Diese Entwicklung lässt sich letztlich auch mit einer land- 
wirtschaftlichen Planung nicht aufhalten.

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

114

bb) Vegetation und Avifauna
Auch soweit die Rekurrenten in tatbeständlicher Hinsicht 

ungenügende Abklärungen hinsichtlich Vegetation und Avifauna 
rügen, vermögen sie daraus nichts zu Gunsten ihrer Begehren ab- 
leiten. Abgesehen von einer detaillierten Umschreibung des Ist- 
Zustandes, des Zustandes mit Projekt und einer Beurteilung ( vgl. 
UVB, Kapitel 55 Biosphäre, S. 19 – 37 ) enthält der UVB in Anhang 6 
eine relativ detaillierte Vegetationskartierung; zutreffend ist, dass 
hinsichtlich der Fauna im Allgemeinen und der Avifauna im Be- 
sonderen von einer Kartierung abgesehen wurde. Im vorliegen- 
den Rekursverfahren wurden nun am Augenschein seitens der Re- 
kurrenten verschiedene  Detailkartierungen  im  Massstab  1: 5000 
( so z.B. Brutreviere des Braunkehlchens 2001 und 2002, des 
Neuntöters 1999, 2000, 2001 und 2002 ) sowie weitere Unterlagen 
zu den Akten gegeben und auf Standorte geschützter Orchideen- 
arten im Bereich des Projektperimeters hingewiesen. Im Nach- 
gang an den Augenschein erhielten die Parteien Gelegenheit, sich 
dazu zu äussern ( zum Materiellen, nachstehend 16 f.). Ein allfälli- 
ger Mangel in der Abklärung erweist sich damit als nicht entschei- 
dend.

j ) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von den 
Rekurrenten geltend gemachten formellen Einwände keinen An- 
lass geben, den vorinstanzlichen Entscheid aufzuheben. Zu prüfen 
sind mithin die materiellrechtlichen Rügen.

Beurteilung Nutzungsplanung Golfanlage
5. Nutzungsplanung als Voraussetzung für Golfanlagen 
Dass Golfanlagen dieser Grössenordnung wegen ihrer

Auswirkungen auf Raum und Umwelt eine Nutzungsplanung vor- 
aussetzen, wobei dies auch im Rahmen einer projektbezogenen 
Nutzungsplanung erfolgen kann, ist unbestritten ( vgl. Ziff. 2 lit. a 
vorstehend). Bereits ausgeführt wurde sodann, dass kein Wider- 
spruch zwischen der vorliegend angefochtenen, projektbezogenen 
Nutzungsplanung einerseits und den Festlegungen im KRIP resp. 
im Regionalen Richtplan besteht und dass die diesbezügliche Kri- 
tik der Rekurrenten unzutreffend ist.

6. Rechtmässigkeit der Nutzungsplanung
Der für den geplanten Golfplatz beanspruchte Projektperi- 

meter befindet sich grossräumig betrachtet zwischen den Kultur- 
landschaften « Platta Pussenta» im Norden und der Naturland- 
schaft der « Ruinaulta» im Süden. Er beschlägt rund 72 ha Land, 
wovon im Zuge der streitigen Nutzungsplanung ca. 56 ha der

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

115

eigentlichen Golfplatzzone zugeschieden wurden. Gemäss gelten- 
dem Zonenplan gehören die im Projektperimeter befindlichen 
landwirtschaftlichen Nutzflächen der Landwirtschaftszone, zum  
Teil überlagert mit einer Landschaftsschutzzone, an. Im Zentrum 
des Gebiets befindet sich ein Flachmoor von nationaler Bedeutung 
( Objekt Nr. 1458, « Quadras»), für welches bis anhin planerisch 
noch keine Schutzmassnahmen getroffen worden waren. Die Ebe- 
ne südlich Sagogn ist im kantonalen Natur- und Landschafts- 
schutzinventar ( Objekt L 236, « Plaun Sagogn») enthalten; sie liegt 
am Rand des geschützten BLN-Objekts « Ruinaulta» ( Objekt Nr. 
1902 ) und des erwähnten Moorgebietes « Quadras». Gemäss 
ISOS-Inventar ist der Dorfbereich Sagogn als Objekt von nationa- 
ler Bedeutung eingestuft. 56 ha der innerhalb der Projektperime- 
ter liegenden Landwirtschaftsflächen sind im Kantonalen Richt- 
plan als Fruchtfolgeflächen ausgeschieden. Keine dieser Vorgaben 
steht der für die Projektrealisierung erforderlichen Nutzungspla- 
nung entgegen. Soweit es sich dabei um kommunales Recht han- 
delt, sind Änderungen im Rahmen der Nutzungsplanung möglich, 
weil es sich um Recht auf gleicher Ebene handelt. Soweit die er- 
wähnten Festlegungen übergeordnetes Recht beinhalten, ist – wie 
nachstehend noch näher auszuführen sein wird – kein Konflikt 
auszumachen, welcher der Anlage entgegenstehen würde. Abge- 
sehen von den im Richtplan vorgesehenen Fruchtfolgeflächen – 
welche zwar grösstenteils im Bereich der ausgeschiedenen Golf- 
platzzone liegen, der Anlage jedoch, sofern sich die Rückbaupro- 
blematik angemessen lösen lässt, nicht entgegenstehen – befin- 
den sich die Anlageteile ausserhalb der vom Bundesrecht 
festgelegten Schutzbereiche ( so u.a. Moor von nationaler Bedeu- 
tung « Quadras», das BLN-Objekt « Ruinaulta»; Brutreviere von 
geschützten Vogel- oder Pflanzenarten.) Andere relevante Normen 
auf Stufe Bundesrecht und kantonalem Recht, welche der streiti- 
gen projektbezogenen Nutzungsplanung Golf dem Grundsatz  
nach entgegenstehen würden, sind keine ersichtlich und werden 
auch keine geltend gemacht.

7.Verhältnismässigkeit der Nutzungsplanung 
Praxisgemäss vermag der Umstand, dass keine Normen

des positiven Rechts entgegenstehen, die angefochtene Pla- 
nungsmassnahme noch nicht zu rechtfertigen. Verlangt ist viel- 
mehr, dass sie sich unter Berücksichtigung der im positiven Recht 
normierten Ziele und Grundsätze ( z.B. die Umschreibung in Art. 1 
und 3 RPG ), als in einem überwiegenden öffentlichen Interesse 
stehend erweist und unter allen betroffenen Aspekten ( so u.a.  der

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

116

Landwirtschaft, des Natur- und Landschaftsschutzes, des Boden- 
schutzes) verhältnismässig ist. Erheblich sind u.a. Bestrebungen, 
die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, die räumlichen 
Voraussetzungen für die Wirtschaft zu schaffen, das wirtschaftliche 
Leben in den einzelnen Landesteilen zu fördern, eine ausreichende 
Versorgungsbasis zu sichern, der Landwirtschaft genügende Flä- 
chen geeigneten Kulturlandes zu erhalten, Anlagen in die Land- 
schaft einzuordnen, naturnahe Landschaften und Lebensräume zu 
erhalten, regionale Bedürfnisse zu berücksichtigen und störende 
Ungleichheiten abzubauen und leicht erreichbare Freizeitanlagen 
zu schaffen ( Art. 1 Abs. 2 lit. a – d, Art. 3 Abs. 2 lit. a, b und d,  
Abs. 4 lit. a RPG ).

Diesen Grundsätzen kommt für sich allein jedoch keine ab- 
solute Bedeutung zu. Es sind vielmehr Zielvorstellungen, Wer- 
tungshilfen und Entscheidungskriterien, die bei der Schaffung und 
Revision von Nutzungsplänen zu beachten sind und eine umfas- 
sende Berücksichtigung und Abwägung verlangen. Bei der Durch- 
führung einer Planung sind alle Interessen, seien es öffentliche 
oder private, zu beachten; Planungsmassnahmen sind nur dann 
verfassungskonform, wenn neben den Planungsgrundsätzen auch 
die konkreten, für den einzelnen Fall massgebenden Gesichts- 
punkte bei der Interessenabwägung berücksichtigt werden ( vgl. 
BGE 117 la 307 E. 4b mit weiteren Hinweisen). Damit ist gesagt, 
dass entgegen der von den Rekurrenten vertretenen Auffassung, 
im Rahmen der vorliegend erforderlichen Gesamtabwägung 
grundsätzlich kein Vorrang zugunsten des Natur- und Landschafts- 
schutzes oder der Landwirtschaft besteht.

8. Wirtschaftliches Interesse an der Golfanlage 
Unbestritten ist, dass eine Golfanlage wie die zur Diskus-

sion stehende von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für die Re- 
gion Surselva ist. Das regionale Interesse an der Schaffung von 
neuen Impulsen für den Sommertourismus bildete denn auch 
Anlass für die Überarbeitung des Regionalen Richtplans, welcher 
als generelle Zielsetzung daher denn auch die Schaffung einer 
Golfregion « Surselva» mit gemeinsamer Vermarktung und Ver- 
netzung der unterschiedlichen Anbieter zur Förderung der Som- 
mersaison und zur besseren Auslastung der vorhandenen Betten 
und Infrastrukturen enthält. Dieser Zielsetzung liegt letztlich die 
Erkenntnis zugrunde, dass in der Surselva – wie praktisch fast im 
ganzen Kanton Graubünden – nur der Tourismus noch eine nach- 
haltige wirtschaftliche Perspektive bietet. Die Industrie spielt tradi- 
tionell überhaupt keine Rolle ( kantonsweit gibt es lediglich einige

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

117

wenige Standorte im Churer Rheintal und im Vorderprättigau) und 
das Gewerbe ist nur insoweit existenzfähig, als von Seiten des 
Tourismus Impulse erfolgen. Lediglich die Landwirtschaft stellt 
noch einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor dar; doch ist auch 
ihre Bedeutung abnehmend. Notorisch ist, dass die Zahl der Be- 
schäftigten, die in diesem Sektor überhaupt noch ein gesichertes 
Auskommen finden, angesichts der wirtschaftlichen und struktu- 
rellen Probleme ( mit Betriebsaufgaben und/oder Betriebsumstel- 
lungen) seit Jahren stark rückläufig ist. Entsprechend bildet denn 
auch der Tourismus den Hauptpfeiler der Wirtschaft im Kanton 
Graubünden im Allgemeinen und in der Surselva im Speziellen, 
wobei das Hauptgewicht wiederum im Wintertourismus liegt. Das 
öffentliche Interesse an einem gut funktionierenden und florieren- 
den Tourismus ist unbestrittenermassen ein äusserst gewichtiges. 
Auch der Tourismus ist einem steten Wandel unterworfen und die 
Ansprüche der Gäste und der Benützer von touristischen Infra- 
strukturanlagen sind im Vergleich zu früher stark gestiegen. Die 
Angebote anderer ( nationaler und internationaler) Destinationen 
werden ständig angepasst und erweitert, um konkurrenzfähig zu 
bleiben. Erfolgreich kann nur jene Destination sein, welche eine at- 
traktive, breit gefächerte Palette an Angeboten ( bestehend z.B. aus 
diversen Sport-, Erholungs- und Wellnessmöglichkeiten, Kulturan- 
gebot etc.) vorzuweisen hat.

In der Surselva sind die Beschäftigungsmöglichkeiten aus- 
serhalb des Tourismus sehr gering; der Region sind in den letzten 
10 bis 15 Jahren in allen Sektoren bereits mehr als 1000 Arbeits- 
plätze verloren gegangen. Die zunehmende Verschärfung der wirt- 
schaftlichen Lage in der Surselva hat daher dazu geführt, dass sich 
die touristischen Leistungsträger um eine Verbesserung des An- 
gebots bemühen, weil ansonsten vor allem im Sommer Infra- 
strukturen brach liegen. Immer mehr Hotels und Restaurants, aber 
auch Bergbahnen haben den Sommerbetrieb ganz oder teilweise 
einstellen müssen, was wiederum dringend erforderliche ( Voll- 
und Teilzeits- ) Arbeitsplätze in Frage stellt. Um diesem Trend ent- 
gegenzuwirken, sind in der Surselva auf verschiedenen Ebenen 
Bestrebungen erfolgt, mit welchen die Attraktivität der Region 
verbessert werden soll ( Projekte Ruinaulta und Park Adula; Schaf- 
fung der Golfregion Surselva). Diesen Bestrebungen gemeinsam 
ist, dass die heutigen Gäste übers Jahr behalten und neue ange- 
worben werden sollen, um die Wertschöpfung auch ausserhalb 
der Wintersaison verbessern zu können. Das breitere Tourismus- 
angebot entspricht unbestrittenermassen einem grossen Be-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

118

nützerbedürfnis und hat zweifellos auch nachhaltige Auswirkun- 
gen auf die Region. Während mit beiden erstgenannten Projekten 
der sanfte Tourismus angekurbelt werden soll, verspricht sich die 
Region mit den verschiedenen Golfstandorten in der Golfregion  
ein besseres, abwechslungsreicheres und attraktiveres Angebot 
für die zahlreichen golfspielenden Gäste. Zentrales Element der 
Golfregion ist die vorgesehene Anlage am vorgesehenen Standort 
im Gebiet « Plaun». Dieser Standort ist – wie der Augenschein be- 
stätigt hat – angesichts der terrassenartigen  Geländekammern, 
der eine lange jährliche Spielzeit garantierenden Höhenlage und 
Exposition des Geländes, der vorhandenen und für eine attraktive 
18-Loch-Anlage erforderlichen Landflächen hervorragend geeig- 
net, um die von der Region angestrebten Ziele nachhaltig zu errei- 
chen. Dies umso mehr, als damit auch der oben umschriebenen 
gesteigerten Nachfrage nach attraktiven touristischen Angeboten 
Rechnung getragen werden kann und sich die erforderlichen Ein- 
griffe in die Natur und die Landschaft am besten minimieren las- 
sen.

Der attraktive Standort wird zweifellos auch ein Garant 
dafür, dass die Golfanlage mittel- und langfristig erfolgreich be- 
trieben werden kann, was wiederum unweigerlich direkt oder 
indirekt positive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft haben 
wird. Zu denken ist dabei an das Generieren von zusätzlichen 
Umsätzen in Hotels, Restaurants ( gemäss BHP, S. 75, bei vollem 
Betrieb aller vier Anlagen: Fr. 8,2 Mio. bis 12,1 Mio. p.a.), an die 
Sicherung von bestehenden Arbeitsplätzen sowie die Schaffung 
von neuen Arbeitsplätzen beim tourismusabhängigen Gewerbe 
und Dienstleistungsbereich ( BHP, a.a.O.: 50 – 74 Vollzeitstellen), an 
das Festhalten bzw. das Verlängern der Sommersaisonöffnungs- 
zeiten, an zusätzliche Einkommenseffekte ( BHP, a.a.O., in der 
Grössenordnung von ca. Fr. 2,8 – 4 Mio. p.a.), aber auch an die 
damit verbundenen zusätzlichen Steuererträge für den Kanton 
und die Gemeinden. Ebenso können damit wiederum Wertschöp- 
fung und lnvestitionsmöglichkeiten generiert werden; wobei die 
Kompensationsmöglichkeit von Arbeitsplätzen im Golfbereich für 
die Region umso bedeutsamer ist, als bereits ohne die Golfplatz- 
anlagen immer weniger Menschen in der Landwirtschaft ein gesi- 
chertes Auskommen finden werden, weil durch den grossen wirt- 
schaftlichen Druck eine Fortsetzung des Strukturwandels mit 
Betriebsaufgaben und einem ( Flächen-) Wachstum der verblei- 
benden, überlebensfähigen Betriebe ohne Schaffung von zusätzli- 
chen Arbeitsplätzen absehbar ist.

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

119

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das wirtschaftli- 
che Interesse an der Verwirklichung des Golfplatzprojekts Sagogn- 
Schluein sehr hoch ist. Die streitige Nutzungsplanung ist geeignet, 
mit planerischen Mitteln den Bedürfnissen der regionalen Bevöl- 
kerung und der Wirtschaft unter Berücksichtigung möglichst ge- 
ringer nachteiliger Auswirkungen ( Art. 1 Abs. 1 RPG in Verbindung 
mit Art. 3 Abs. 4 lit. a und c RPG ) zu entsprechen und damit deren 
Existenz in einer ohnehin äusserst strukturschwachen Randregion 
nachhaltig abzusichern.

Umweltverträglichkeit der Golfanlage
9. Umweltverträglichkeitsprüfung und -bericht
a) Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen zu 

den Erfordernissen und inhaltlichen Vorgaben einer formellen 
UVP ( Art. 9 USG), zum massgeblichen Verfahren ( Art. 37 KRG ) und 
den Zuständigkeiten für die Prüfung und Beurteilung der Unter- 
lagen und die Umweltverträglichkeit der Golfanlage zutreffend 
dargelegt (vgl. S. 8 ff. des angefochtenen Entscheides). Darauf kann 
verwiesen werden.

b) Wie bereits dargelegt, beschlägt der Projektperimeter 
eine Fläche von insgesamt rund 72 ha, wovon ca. 56 ha der Golf- 
platzzone zugeschieden worden sind. Ein Teil der Ausgleichs- 
flächen ( 16 ha), welche unter die Bestimmungen des im Entwurf 
vorliegenden Betriebs- und Pflegereglements fallen, liegen aus- 
serhalb der Golfplatzzone. Der Flächenbedarf für die Intensiv- 
flächen ( Greens,Tees, Bunker, Fairways und Baubereiche) 20,3 ha, 
für die Semiroughs ( Intensivflächen) und Roughs ( Pufferflächen) 
19,3 ha sowie für Naturflächen innerhalb der Golfplatzzone 16,1 ha. 
Da die Semiroughs gemäss BUWAL (« Empfehlungen Golf: Raum- 
planung – Landschaft – Umwelt» [ 1995 ]) den Intensivflächen zu- 
zurechnen sind, kann die in der Empfehlung 4 enthaltene « Drei- 
drittels-Regel» nicht ganz eingehalten werden. Unbestritten ist, 
dass sowohl bei den Pufferflächen ( Roughs) als auch bei den Na- 
turflächen, selbst wenn die im GGP festgelegten zusätzlichen 5 ha
«Vertragsflächen» im Erweiterungsgebiet dazugezählt werden, 
ein Manko besteht.

Das Golfplatzprojekt umfasst gemäss UVB und Techni- 
schem Bericht folgende Bestandteile:
– 18 Spielbahnen mit jeweils vier Abschlagpunkten;
– Driving Range mit überdecktem Abschlag;
– Putting- und Chipping Green;
– Bewässerungsanlage mit Wasserbezug ab Reservoir-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

120

überlauf der Gemeinde Sagogn;
– Entwässerungen für die Greens und Tees, Drainage ver- 

nässter Bereiche in den Hauptspielbereichen;
– Revitalisierung von bestehenden und Errichtung von 

neuen Kleingewässern;
– Terrainveränderungen im Umfang von rund 50 000 m3 

auf einer Fläche von ca. 14 ha innerhalb der intensiv ge- 
nutzten Flächen; Zufuhr von rund 10 000 m3 Erd- und 
Sandmaterial;

– Erschliessung der Spielbahnen mit befahrbaren Wegen;
– Clubhaus mit 100 Parkplätzen;
– Umnutzung Ökonomiegebäude und Einbau eines WC

bei Teich 1;
– WC-Anlage mit Wetterunterstand im Osten der Golfan- 

lage.
Zur Gewährleistung eines möglichst umweltschonenden 

Golfplatzunterhalts ist ein Betriebs- und Pflegereglement für den 
Golfplatz Sagogn/Schluein ausgearbeitet worden, welches von 
beiden Standortgemeinden erlassen werden soll. Im UVB werden 
sodann verschiedene Umweltschutz-, Ersatz- und Ausgleichs- 
massnahmen vorgeschlagen ( Kap. 7 ) bzw. sind bereits im Projekt 
enthalten ( Kap. 8 ). Verschiedene Massnahmen sind bereits im 
Landschaftspflegerischen Begleitplan ( LBP, 1: 3000 ) konkretisiert 
worden; die wichtigsten lauten:

– die Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen;
– die Schaffung eines Wildkorridors entlang des Flach- 

moors Quadras;
– die Revitalisierung von bestehenden und Errichtung von 

neuen Kleingewässern.
Weitergehende Umweltschutzmassnahmen im Sinne von 

Art. 9 Abs. 2 lit. d USG sind demgegenüber laut UVB nicht erfor- 
derlich.

Im Anhang 10 enthält der UVB sodann einen Kurzbericht 
zum Thema Rückführung eines Golfgeländes in landwirtschaftlich 
nutzbare Flächen. Im Wesentlichen ergibt sich, dass bei einer Still- 
legung des Golfplatzes die beanspruchten landwirtschaftlichen 
Nutzflächen grösstenteils wiederhergestellt werden können. Die 
Übungsanlagen beim Clubhaus, das Clubhaus selbst, die Gewäs- 
ser, die Hochstammobstbäume und neuen Hecken sowie die Ru- 
deralflächen würden erhalten bleiben.

Wie sich dem von der Vorinstanz eingeholten Beurtei- 
lungsbericht ( datiert vom 30. März 2004 ) unschwer entnehmen

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

121

lässt, ist der UVB von den zuständigen kantonalen Amtsstellen im 
Rahmen des Genehmigungsverfahrens umfassend geprüft wor- 
den. Mit Ausnahme der Darstellung der wirtschaftlichen Machbar- 
keit des Golfplatzvorhabens ( Bau und Betrieb) resp. der Land- 
verfügbarkeit wurde ihm denn auch Vollständigkeit attestiert. 
Vorbehalte wurden bezüglich der Bewertung der Projektauswir- 
kungen auf die Landwirtschaft und die Natur gemacht, und es 
wurde darin zudem auf die mittelfristige betriebswirtschaftliche 
Schwächung der verbleibenden Landwirtschaftsbetriebe hinge- 
wiesen. Ein weiterer Vorbehalt betraf die vorgesehene Anordnung 
der Bahnen 1 und 9, welche zu eng mit den in diesem Bereich vor- 
kommenden Gehölzen verzahnt seien. Um das Flachmoor von na- 
tionaler Bedeutung « Quadras» vor projektbedingten, negativen 
Auswirkungen zu schützen, wurde verlangt, dass die Abschläge 
der Bahnen 1 und 9 sowie die Fairways dieser beiden Bahnen an- 
gepasst werden, dass der Freihaltekorridor für das Flachmoor bis 
zur Kantonsstrasse verlängert werde und in diesem Korridor nur 
der « Fuss- und Golfweg» genehmigt werde. Die Spielbahnen 1 
und 9 seien entsprechend zu verkürzen oder zu verlagern. Unter 
diesen Vorbehalten sei der UVB betreffend das  Golfplatzprojekt 
mit Rückbaukonzept als integrierender Bestandteil in zustimmen- 
dem Sinne zur Kenntnis zu nehmen.

Im angefochtenen Genehmigungsentscheid hat sich die 
Vorinstanz mit dem Beurteilungsbericht und den darin gemachten 
Vorbehalten eingehend auseinandergesetzt. Sie hat zudem die Be- 
richte der Firma A. und der BHP, welche detaillierte Aussagen zu 
den Projektauswirkungen auf die Landwirtschaft enthalten, einbe- 
zogen und gewürdigt. Aufgrund einer breiten Interessenabwä- 
gung hat sie festgestellt, dass das Golfplatzprojekt gemäss der 
streitigen projektbezogenen Nutzungsplanung umweltverträglich 
errichtet und betrieben werden könne. Die meisten im Beurtei- 
lungsbericht enthaltenen Vorbehalte, Bedingungen und Auflagen 
haben im Genehmigungsentscheid Eingang gefunden; lediglich 
der dort beantragten Verlängerung des Freihaltekorridors für das 
Flachmoor bis zur Kantonsstrasse ist sie aus nachstehend noch 
näher zu umschreibenden, nachvollziehbaren Überlegungen nicht 
gefolgt.

Im Lichte des Dargelegten ist im Sinne eines Zwischener- 
gebnisses festzuhalten, dass der von der Vorinstanz vorgenom- 
menen UVP der vom USG verlangte Bericht zugrunde liegt, wel- 
cher denn auch im Wesentlichen alle zur Prüfung des Vorhabens 
nach den Vorschriften über den Schutz der Umwelt erforderlichen

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

122

rechtlich relevanten Angaben ( vgl. Art. 9 Abs. 2 lit. a – d USG) ent- 
hält. Die weiteren umfangreichen Unterlagen ( u.a. UVB, Techni- 
scher Bericht, Beurteilungsbericht zum UVB) lassen eine sachge- 
rechte und umfassende Beurteilung des Vorhabens und Prüfung 
auf Übereinstimmung mit den massgebenden Vorschriften zu. Vor- 
liegend hat die Vorinstanz denn auch die erforderliche Prüfung 
umfassend  und  mit  einer  eigenständigen  Interessenabwägung  
( vgl. S. 31 des angefochtenen Entscheides) vorgenommen. Dass 
mit Blick auf die Machbarkeit der Golfanlage und die Verfügbarkeit 
des Bodens im Zeitpunkt des Genehmigungsentscheides noch 
keine gesicherten abschliessenden Angaben vorlagen, ist in die- 
sem Zusammenhang nicht entscheidend, weil diese die Frage der 
Umweltverträglichkeit der Anlage – wenn überhaupt – nur indirekt 
beschlagen. Die Gewichtung der anerkanntermassen vorhande- 
nen negativen Auswirkungen des Projekts auf die örtliche Land- 
wirtschaft und auf die Natur wiederum ist eine Frage der Interes- 
senabwägung. Eine Beurteilung der Umweltverträglichkeit der 
Anlage war jedenfalls aufgrund der vorhandenen Unterlagen und 
Informationen durchaus möglich. Allfällige kleinere  Mängel  bei  
der Beschreibung des Ausgangszustandes ( so bezüglich Vorkom- 
men geschützter Vogel- und Pflanzenarten) und die von den Re- 
kurrenten verstärkt ins Feld geführte Pufferzonenproblematik las- 
sen eine Beurteilung aller auf dem Spiele stehenden Interessen 
durch das Verwaltungsgericht im vorliegenden Verfahren jeden- 
falls so oder anders zu; dies umso mehr, als sich die Parteien dazu 
im vorliegenden Verfahren im Rahmen eines gerichtlichen Augen- 
scheines sowie eines zweiten Schriftenwechsels umfassend äus- 
sern konnten.

10. Landschafts- und Ortsbildschutz
a) Die Rekurrenten verlangen gestützt auf Art. 17 a NHG und 

Art. 25 Abs. 1 lit. e NHV die Einholung eines Gutachtens durch die 
Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission. Sie begrün- 
den ihren Antrag im Wesentlichen mit der Überlegung, dass die 
Golfanlage ein Objekt beeinträchtigen könne, welches in einem In- 
ventar des Bundes nach Art 5 NHG aufgeführt oder anderweitig von 
besonderer Bedeutung sei. Als solche nennen sie ausdrücklich das 
BLN-Objekt « Ruinaulta », das Moorgebiet von nationaler Bedeu- 
tung « Quadras » sowie das im ISOS-Inventar aufgeführte Ortsbild 
von Sagogn. Von der Einholung eines Gutachtens bei der ENHK 
kann jedoch bereits deshalb abgesehen werden, weil die Erstel- 
lung der streitigen Golfanlage auch keine Bundesaufgabe darstellt,

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

123

weshalb eine Begutachtung im Sinne von Art. 7 NHG entfällt und 
weil – wie nachstehend noch darzulegen sein wird – keine erhebli- 
chen Beeinträchtigungen der aufgeführten Objekte vorliegen.

b) Das BLN-Objekt « Ruinaulta» liegt offensichtlich ausser- 
halb der ausgeschiedenen Golfplatzzone. Es wird durch diese 
weder direkt noch indirekt negativ tangiert, sondern ist angesichts 
seiner Schutzwürdigkeit einer Landschaftsschutzzone zugewiesen 
worden. Weder in ihren Eingaben noch am Augenschein vermoch- 
ten die Rekurrenten aufzuzeigen, worin allfällige relevante Beein- 
trächtigungen bestehen könnten, und es sind für das urteilende 
Gericht auch keine ersichtlich.

c) Hinsichtlich der Beeinträchtigungen  des  Ortsbildes 
von Sagogn bringen die Rekurrenten vor, es gehe nicht an, dass 
zwecks Projektrealisierung im östlichen Bereich des Projektgebie- 
tes ein landschaftlich wertvoller Bereich aufgehoben werden solle. 
Daran vermöge weder der Umstand, dass als Ersatz dazu der öst- 
lich und südlich des Projektgebiets gelegene Teil ( sowie das BLN- 
Gebiet « Ruinaulta») ersatzweise neu der Landschaftsschutzzone 
zugewiesen worden sei, noch dass damit die Gesamtfläche an 
Landschaftsschutzzonen erhalten werden könne, nichts zu ändern. 
Die geplante Anlage bringe einen erheblichen Eingriff in die touris- 
tisch bedeutsame Landschaft und des äusseren Ortsbildes von 
Sagogn mit sich, welcher durch kein höher stehendes Interesse 
gerechtfertigt sei. Die Vorinstanz ist ihnen insoweit gefolgt, als sie 
im angefochtenen Entscheid zum Schluss gelangte, dass die ge- 
plante Anlage einen erheblichen Eingriff ins Landschaftsbild ( vgl.
S. 23 des angefochtenen Entscheides) mit sich bringe. Diese Ein- 
schätzung zielt zu weit. Das Landschaftsbild im Projektperimeter 
ist nämlich bereits heute durch einige wenige bestehende Bauten 
und Anlagen, insbesondere aber durch die Folgen einer äusserst 
intensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftung ( Fettwiesen, Mais- 
äcker) geprägt. Auch wenn sich das Erscheinungsbild der Land- 
schaft mit der Realisierung der Golfanlage verändern wird, be- 
deutet dies noch nicht, dass von einem erheblichen ( negativen) 
Eingriff ins Orts- und Landschaftsbild gesprochen werden muss. 
Vorliegend bereits deshalb nicht, weil z. B. im östlichen, dem Sied- 
lungsbereich von Sagogn vorgelagerten Bereich der mit der strei- 
tigen Planung einhergehende Verlust an ( kommunaler) Land- 
schaftsschutzzone angesichts der nunmehr vorgesehenen Zonen- 
ausscheidung wettgemacht wird. Mit der streitigen Teilrevision ist 
der Schutz des äusseren Ortsbildes stark verbessert worden, in- 
dem die unmittelbar an den Siedlungsbereich anschliessende und

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

124

am besten einsehbare Ebene mit einem der Landschaftsschutz- 
zone zugeschiedenen, ausgedehnten Gürtel unter Schutz gestellt 
worden ist. Das bisher mit einer Landschaftsschutzzone belastete, 
gegen den Rhein hin abfallende Gelände, das nunmehr im Zonen- 
plan als Golfplatzzone bezeichnet und in dem gemäss GGP im We- 
sentlichen die Spielbahnen 11 – 17 sowie ein «Teich/Nassstandort » 
erstellt werden sollen, ist demgegenüber – wie der Augenschein 
gezeigt hat – kaum einsehbar. Vom Golfplatz selbst sind in jenem 
Bereich im Übrigen keine relevanten Beeinträchtigungen auf Lage 
und Qualität des Orts- und Landschaftsbildes zu erwarten. Dies 
deshalb, weil sich die Anlageteile in einer tiefer gelagerten und 
vom Dorf weit entfernten Geländekammer befinden und weil zu- 
dem im einsehbaren Nahbereich weder Hochbauten noch andere 
bauliche Veränderungen zulässig sind.

Demgegenüber ist der westlich an das Siedlungsgebiet 
Sagogn angrenzende Teil der Golfplatzzone ( Bereich der Driving 
Range, der Parkierungsanlage und des Clubhauses) unbestritte- 
nermassen besser einsehbar. Aufgrund der geplanten Golfplatz- 
nutzung sind jedoch auch in diesem Bereich keine rechtlich rele- 
vanten Beeinträchtigungen des Orts- und/oder Landschaftsbildes 
zu erwarten, weil die Infrastrukturanlagen nicht im offenen Land, 
sondern in der direkt unterhalb der Kantonsstrasse gelegenen, be- 
stehenden Bauzone ( Gewerbezone) realisiert werden sollen. Der 
fragliche, tiefer als die Siedlung gelegene Bereich war im Übrigen 
bereits bis anhin keiner Schutzzone zugeschieden.

Angesichts der mit der streitigen Planung getroffenen 
Massnahmen ( Überlagerung des Nahbereichs der Kirche sowie 
des ausgedehnten östlichen Teils der Ebene von Sagogn mit einer 
Landschaftsschutzzone; Verbot von landwirtschaftlichen Hochbau- 
ten), der für die Infrastrukturen getroffenen Standortwahl und 
auch aufgrund des am Augenschein gewonnenen Eindrucks ist 
das Gericht zur Überzeugung gelangt, dass weder das Ortsbild 
von Sagogn noch das Landschaftsbild im umschriebenen Bereich 
durch den geplanten Golfplatz erheblich beeinträchtigt werden. 
Dies umso weniger, als sich die Landschaft in keinem naturbelas- 
senen Zustand präsentiert und eine gut gestaltete Anlage für den 
Durchschnittsbetrachter durchaus auch eine Bereicherung darstel- 
len kann. Der rekurrentische Einwand, dass es sich um einen be- 
deutsamen Landschaftsabschnitt ( im Sinne einer Einstufung als 
regionales Landschaftsschutzgebiet gemäss Regionalem Richt- 
plan) handle, vermag am eben umschriebenen Ergebnis ebenso 
wenig etwas zu ändern wie die übrigen rekurrentischen Vorbrin-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

125

gen.
d) Auch das im Bundesinventar der Flachmoore von na-

tionaler Bedeutung enthaltene Flachmoor « Quadras» wird  aus 
der Sicht des Landschafts- und Ortsbildschutzes unter Berücksich- 
tigung der ausgeschiedenen Pufferzone sowie den übrigen flan- 
kierenden Massnahmen weder durch den Bau noch durch den Be- 
trieb des Golfplatzes erheblich beeinträchtigt. Mit der streitigen 
Planung sind die erforderlichen planerischen Vorkehren und Mass- 
nahmen getroffen worden, welche den erforderlichen Schutz auch 
aus dieser Sicht gewährleisten ( vgl. nachstehend 12 f.).

11.Naturschutz
a) Nach Art 18 NHG ist dem Aussterben einheimischer Tier- 

und Pflanzenarten durch die Erhaltung genügend grosser Lebens- 
räume ( Biotope) und andere geeignete Massnahmen entgegen- 
zuwirken. Besonders zu schützen sind Uferbereiche, Riedgebiete 
und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, Feldgehölze, Tro- 
ckenrasen und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion 
im Naturhaushalt erfüllen oder besonders günstige Voraussetzun- 
gen für Lebensgemeinschaften aufweien. Lässt sich eine Beein- 
trächtigung schutzwürdiger Lebensräume durch technische Ein- 
griffe unter Abwägung aller Interessen nicht vermeiden, so hat der 
Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmöglichem 
Schutz, für Wiederherstellung oder ansonst für angemessenen Er- 
satz zu sorgen. Art. 18a und b NHG enthalten einen verbindlichen 
Auftrag zum Schutz wertvoller Lebensräume für die Tier- und 
Pflanzenwelt. Bezüglich der Ausscheidung von Biotopen von re- 
gionaler und lokaler Bedeutung steht den Kantonen ein erhebli- 
cher Beurteilungsspielraum zu, denn Biotope sind – anders als der 
Wald oder Moore von nationaler Bedeutung – nicht bereits auf- 
grund des Bundesrechts geschützt ( vgl. die Nachweise in BGE 116 
lb 209 ff. E. 5 ). Der Bund und – soweit Biotope von regionaler oder 
lokaler Bedeutung in Frage stehen – die Kantone haben deshalb 
im Einzelfall unter Abwägung aller auf dem Spiele stehenden 
Interessen die nach Art. 18 NHG zu schützenden Lebensräume zu- 
erst besonders zu bezeichnen. Die Kantone sind hierauf nach der 
erwähnten gesetzlichen Regelung und im Rahmen einer umfas- 
senden Interessenabwägung verpflichtet, die zur Erreichung des 
Schutzzwecks geeigneten Massnahmen anzuordnen. Der Auftrag 
zum Schutz von Naturgebieten gemäss Art. 18 ff. NHG bezweckt, 
die Lebensgrundlage für Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, de- 
ren Überleben bedroht ist. Es sind um so strengere Schutzmass- 
nahmen anzuordnen, je seltener und bedeutender die an einem

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

126

Ort vorkommende Tier- und Pflanzenwelt ist. Daneben ist auch zu 
berücksichtigen, dass Biotope in einer durch Zivilisation und Tech- 
nik intensiv genutzten Landschaft eine wichtige Ausgleichsfunk- 
tion erfüllen ( vgl. auch BGE 114 lb 272 f. E. 4 ). Wenn eine 
Beeinträchtigung schutzwürdiger Lebensräume wegen überwie- 
gender entgegenstehender Interessen unvermeidlich ist,  muss  
der Verursacher für besondere Massnahmen zu deren bestmögli- 
chem Schutz, für die Wiederherstellung oder ansonst für ange- 
messenen Ersatz sorgen (Art. 18 Abs. 1ter NHG ). Der bundes- 
rechtliche Auftrag zum Schutz der Biotope ist innerhalb des vom 
RPG vorgezeichneten Planungsprozesses zu erfüllen, wobei es 
den Kantonen überlassen bleibt, mit welchen  Instrumenten  sie 
ihm nachkommen ( BGE 116 Ib 215 f ).

b) Gemäss UVB handelt es sich beim Projektgebiet um 
eine stark ausgeräumte Landschaft, welche im Bereich der land- 
wirtschaftlich intensiv genutzten Grünflächen nur wenige natür- 
liche oder naturnahe Lebensraumstrukturen aufweist. Ökologisch 
wertvolle Lebensräume befinden sich danach an den südlichen 
Randbereichen des Projektareals. Von besonderer Bedeutung ist 
dabei das unterhalb der Kantonsstrasse gelegene Flachmoor
« Quadras» im Bereich der Gemeindegrenzen Sagogn/Schluein. 
Im Projektareal finden sich – abgesehen von den dominierenden 
Fettwiesen und Maisäckern – als weitere Naturobjekte einige klei- 
nere Feldgehölze, ein zeitweise ausgetrockneter Tümpel ( Flach- 
moor), ein kanalisierter Bach, Brachflächen sowie einige im kan- 
tonalen Naturschutzinventar aufgeführte Trockenwiesen und 
Halbtrockenrasen ( vgl. UVB, Anhang 91, Aktuelle Nutzung im Be- 
arbeitungsgebiet, Situation 1: 6000 ). Der UVB enthält ferner die 
Aussage, dass sich die Landschaft durch den projektierten Golf- 
platz ökologisch nur aufwerten lasse. Die Rekurrenten erachten die 
umschriebene Ausgangslage und deren Beurteilung als unqualifi- 
ziert und durch Fakten widerlegbar. Aus Sicht des Naturschutzes 
erblicken sie problematische Bereiche insbesondere hinsichtlich 
einer von der Anlage ausgehenden Gefährdung des Flachmoors 
von nationaler Bedeutung, einer drohenden Intensivierung der 
Bewirtschaftung, der Beeinträchtigung auf geschützte Vogel- und 
Pflanzenarten. Ferner machen sie weitere Mängel im UVB im Be- 
reich Ökologie geltend.

c) Dass im Projektgebiet ein ökologisches Aufwertungs- 
potential enthalten ist, wird auch von den Rekurrenten nicht in 
Abrede gestellt. Sie halten jedoch dagegen, dieses lasse sich mit 
der Realisierung eines Golfplatzes nur minimal ausschöpfen; die

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

127

Naturwerte, welche durch den Golfplatz zerstört würden, seien 
wesentlich grösser als der dadurch erreichte Gewinn. Der Augen- 
schein habe deutlich gezeigt, dass sich weite, offene Wiesen mit 
Hügeln, Terrassen und Rainen, Hecken und Feldgehölzen sowie 
sehr mageren, trockenen und feuchten Lebensräumen abwech- 
seln würden. Die Charakterisierung als ausgeräumte und land- 
wirtschaftlich intensiv bewirtschaftete Landschaft werde der Rea- 
lität nicht gerecht. Ihnen kann im Ergebnis nicht gefolgt werden.  
Im Rahmen des UVB sind die naturkundlich interessanten Ele- 
mente ( wie z. B. Einzelbäume, Findlinge, Fliessgewässer, Bö- 
schungen, Bestockungen, Flachmoore und Trockenwiesen) erho- 
ben und planerisch dargestellt worden ( vgl. UVB; Anhang 6, 
Naturelemente, Situation 1 : 10 000 ). Ein Blick in den Plan zeigt au- 
genfällig auf, dass sich die naturkundlich interessanten Elemente 
vorwiegend in den Randbereichen sowie im Bereich des Flach- 
moors « Quadras» befinden. Diese Elemente sind vom Golfplatz- 
architekten bei der Projektierung der Golfanlage angemessen 
berücksichtigt worden ( vgl. UVB, Anhang 6, Natur- und Golfele- 
mente, Situation 1 : 8500 ) und werden durch den Bau und den Be- 
trieb der Anlage nicht beeinträchtigt.

d) Unbehelflich ist auch der Einwand, dass sich auf einem 
Grossteil der intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen noch viele 
Arten der Fromentalwiesen ( wie Margerite, Wiesensalbei, Lab- 
kraut, Flockenblume, Spitzwegerich etc.) oder bei der Fauna zahl- 
reiche typische Kulturlandvogelarten ( wie z.B. Feldlerche, Wachtel, 
Braunkehlchen und Neuntöter) finden liessen. Diese Arten finden 
sich denn allesamt im erwähnten UVB ( vgl. S. 31). Für den Weiter- 
bestand der Vogelpopulationen kommt es jedoch nicht bloss auf 
das Vorhandensein solcher lagetypischen Pflanzenarten an, ent- 
scheidend ist vielmehr die Anzahl der Schnitte ( Mähnutzung), wel- 
che sich viel unmittelbarer und nachhaltiger auf den Bruterfolg der 
Tiere auswirken.

e) Die Rekurrenten bringen in diesem Zusammenhang 
noch vor, dass langfristig eine sachgerechte Pflege der extensi- 
vierten Flächen über die Jahre hinweg nicht gewährleistet werden 
könne, wodurch deren Wert für Flora und Insekten meist stark 
nachlasse. Mit einem Vernetzungsprojekt gemäss ÖQV könne auf 
alle Fälle ein wesentlich grösserer Effekt als mit einem Golfplatz 
erzielt werden. Dieser Einwand ist unbehelflich. Wie die Rekurs- 
gegner 2 zu Recht ausgeführt haben, ist die Pflege der extensi- 
vierten Flächen im Betriebsreglement klar geregelt und für die Be- 
treiber der Golfanlage verbindlich. Im Gegensatz dazu hängt der

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

128

Erfolg eines Vernetzungskonzepts vollumfänglich von der Bereit- 
schaft und derTeilnahme der Bewirtschafter ( auf freiwilliger Basis, 
mit zeitlich beschränkter Dauer) ab.

12. Moorschutz/ Flachmoor « Quadras», Kernbereich
a) Im angefochtenen Entscheid hat die Regierung das 

Flachmoor von nationaler Bedeutung ( Objekt Nr. 1458, « Qua- 
dras») als durch die Golfanlage nicht gefährdet erachtet und – ent- 
gegen dem Antrag der kantonalen Fachstelle – von der Auswei- 
tung des Schutzkorridors bis hin zur Kantonsstrasse abgesehen. 
Die Rekurrenten machen geltend, dass die im Bereich des Flach- 
moors ausgeschiedenen Pufferzonen zu klein dimensioniert seien, 
weil sie sich nur auf die aktuelle landwirtschaftliche Nutzung und 
nicht auf die Nutzung als Golfplatz beziehen würden. Sie beantra- 
gen in diesem Zusammenhang die Einholung einer Expertise. Von 
der Einholung der beantragten Expertise  kann  indes  abgese-  
hen werden, weil sich der rechtserhebliche Sachverhalt mit hinrei- 
chender Klarheit aus den Akten ergibt und aus einer Expertise 
keine neuen rechtserheblichen Erkenntnisse zu erwarten sind.

b) Gemäss Art. 23a NHG i.V. mit Art. 18a NHG bezeichnet 
der Bundesrat die Moore von nationaler Bedeutung. Die Kantone 
ordnen deren Schutz und Unterhalt und treffen rechtzeitig zweck- 
mässige Massnahmen. Gestützt darauf hat der Bundesrat die 
Flachmoorverordnung erlassen, welche in ihrem Anhang 1 die 
Flachmoore von nationaler Bedeutung aufzählt. Nach Art. 3 Abs. 1 
Flachmoorverordnung legen die Kantone den genauen Grenzver- 
lauf der Objekte fest und scheiden ökologisch ausreichende Puf- 
ferzonen aus. Gemäss Art. 4 der Verordnung müssen die Objekte 
ungeschmälert erhalten bleiben. Die Kantone treffen nach Art. 5 
Abs. 1 der Verordnung die geeigneten Schutz- und Unterhalts- 
massnahmen. Insbesondere sorgen sie dafür, dass Pläne und Vor- 
schriften, welche die zulässige Nutzung des Bodens im Sinne des 
RPG regeln, mit dieser Verordnung übereinstimmen ( Art. 5 Abs. 2 
lit. a Flachmoorverordnung).

Im Bundesinventar der Flachmoore von nationaler Bedeu- 
tung ( Anhang 1) ist das unterhalb der Kantonsstrasse, im Bereich 
der Gemeindegrenzen Sagogn/Schluein gelegene und wie ein 
Schlauch ins Golfgebiet hineinragende Moor als Objekt Nr. 1458,
« Quadras»  aufgeführt.  Unbestritten  ist,  dass  das  Flachmoor    
( Kernbereich) bereits von Bundesrechts wegen absoluten Schutz 
geniesst und deshalb einer einzelfallweisen Interessenabwägung 
zwischen dem verfassungsrechtlich festgelegten Veränderungs- 
verbot ( Art. 78 Abs. 5  BV ) und den Nutzungsinteressen nicht   zu-

11/23 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2005

129

gänglich ist ( BGE 127 II 184 E. 5b aa). Unbestritten ist auch, dass 
der  bundesrechtlich  geschützte  Kernbereich  des   Flachmoors 
im Rahmen der vorliegenden Teilrevision in den Plänen unge- 
schmälert wiedergegeben worden ist. Dieser Kernbereich wurde   
in der streitigen Planung ( basierend auf der Detailkartierung 1999 ) 
um eine zwischen rund 8  und 25 m breite, ungedüngte Pufferzone 
( nachstehend 13 ) erweitert und der gesamte Bereich einer Natur- 
schutzzone zugeschieden. Angesichts der parallel dazu in beiden 
Gemeinden erlassenen Baugesetzesbestimmungen ( vgl. z.B. Art. 
63a BG Sagogn) sind in der Naturschutzzone Bauten und Anlagen 
aller Art,Terrainveränderungen, Entwässerungen, Rodungen, Dün- 
gungen, Materialablagerungen und andere störende  Eingriffe  
oder Nutzungen untersagt ( Abs. 2 ). Die Baubehörde hat die not- 
wendigen Massnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Kenn- 
zeichnung der geschützten Gebiete zu treffen und sie kann insbe- 
sondere auch Zutrittsverbote erlassen ( Abs. 3 ). Mit diesen Vor- 
kehren kann der in der Flachmoorverordnung vorgesehene Schutz 
des Moores vor erheblichen negativen Beeinträchtigungen zwei- 
fellos gewährleistet werden, dies selbst dann wenn sich – wie am 
Augenschein geltend gemacht – einmal ein Ball dorthin verirren 
sollte. Zur Minimierung von Beeinträchtigungen des Kernberei- 
ches des Flachmoors durch den Golfsport ist im Übrigen – abge- 
sehen von den erwähnten Vorkehren – im GGP im Bereich der 
Spielbahnen 1 und 9 flankierend die Neubepflanzung von Gehöl- 
zen vorgesehen worden. Eine direkte mit dem Golfsport verbun- 
dene Belastung des Flachmoors wird angesichts der getroffenen 
Vorkehren insgesamt betrachtet – sofern eine solche überhaupt 
vorliegen sollte – vernachlässigbar gering sein. Dies umso mehr, 
als ein Golfabschlag resp. ein Fairway  geringere Auswirkungen 
auf das Moor ( und seine Bewohner) mit sich bringen werden als 
die aktuelle, bis an den Kernbereich heranreichende, intensive 
landwirtschaftliche Nutzung. Allfällige Auswirkungen des Publi- 
kumsverkehrs lassen sich ( abgesehen von der vorgesehenen Be- 
pflanzung mit Gehölzen) durch Absperrungen und dergleichen 
ohne weiteres in vertretbaren Grenzen halten.

13. Pufferzonenproblematik, Flachmoor « Quadras»
a) Fraglich kann vorliegend lediglich sein, ob die Puffer- 

zone um den Kernbereich des Flachmoors im Rahmen der streiti- 
gen Planung genügend gross dimensioniert worden ist, um den 
Schutz des Flachmoors zu gewährleisten. Verneinendenfalls wäre 
der im vorinstanzlichen Entscheid vorgesehene Verzicht auf die 
gänzliche Freihaltung eines Korridors zwischen Flachmoor und

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Kantonsstrasse näher zu prüfen. Das Bundesrecht schweigt sich 
darüber aus, was unter « ökologisch ausreichenden Pufferzonen» 
zu verstehen ist. In der naturwissenschaftlichen Literatur werden 
hauptsächlich hydrologische Pufferzonen, Nährstoffpufferzonen 
sowie Pufferzonen gegen weitere Belastungen unterschieden. Im 
Vordergrund steht der Schutz gegen Nährstoffeintrag, wofür das 
BUWAL einen besonderen Schlüssel herausgegeben hat ( BGE 
vom 24. September 1996 in URP 1996, S. 815, E. 7b). Die Ausge- 
staltung der Pufferzonen hat sich nach den örtlichen Gegebenhei- 
ten und den konkreten Schutzbedürfnissen zu richten; wobei in 
der Pufferzone auch Bauten zulässig sind, sofern sie das Schutzziel 
nicht beeinträchtigen. Der Pufferbereich braucht keiner Natur- 
schutzzone zugewiesen werden, sondern dürfte gar in den Bereich 
einer Bauzone zu liegen kommen, sofern im GGP oder auf andere 
Weise ein entsprechender Freihaltebereich sichergestellt wird   
( BGE vom 8. März 2000 i.S. X.Y. gegen Stadt Uster). Unzulässig 
wäre es jedoch, wenn gegenüber Mooren von nationaler Bedeu- 
tung gänzlich auf die Ausscheidung von Pufferzonen verzichtet 
würde ( BGE 124 II 24 f. E. 2b).

b) Mit der vorliegenden Planung wurde das Flachmoor  
( Kernbereich) unbestrittenermassen zusätzlich um einen zwi- 
schen ca. 8 und 25 m breiten Puffer ( wobei ca. 15 m im Bereich 
gegen die Kantonsstrasse hin) erweitert und der derart erweiterte 
Perimeter gesamthaft einer Naturschutzzone zugeschieden. Die 
Rekurrenten bringen vor, dass lediglich eine auf die heutige land- 
wirtschaftliche Nutzung bezogene Nährstoffpufferzone bestehe, 
jedoch im Hinblick auf die künftige Golfplatznutzung keine auf den 
Pufferzonenschlüssel des BUWAL gestützten Abklärungen für eine 
allfällig notwendig werdende Neudefinition der Nährstoffpuffer- 
zone vorgenommen worden sei. Ebenfalls seien keine Abklärun- 
gen im Hinblick auf eine durch den Publikumsverkehr notwendig 
werdende Störungspufferzone getätigt worden, was klarerweise 
Bundesrecht widerspreche. Unter Berufung auf den Beurteilungs- 
bericht des ANU fordern sie daher, dass der Freihaltekorridor für 
das Flachmoor bis zur Kantonsstrasse verlängert werde und in 
diesem Bereich nur ein « Fuss- und Golfweg» toleriert werde.

Den Planungsbehörden steht mangels einer Regelung im 
übergeordneten Recht bei der Ausgestaltung einer « ökologisch 
ausreichenden Pufferzone» gegenüber einem Flachmoor ein er- 
heblicher Ermessens- und Beurteilungsspielraum zu. Dies gilt 
ebenso bei der Beantwortung der Frage, nach welcher Methode 
eine Pufferzone ausgeschieden werden soll und welche Schutz-

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massnahmen im Einzelnen zu ergreifen sind. Richtschnur für die 
konkrete Ausgestaltung muss sein, dass sie sich nach den örtli- 
chen Gegebenheiten und den konkreten Schutzbedürfnissen rich- 
tet. Der von den Rekurrenten zitierte BUWAL-Schlüssel kann dabei 
ein wertvolles Hilfsmittel sein und soll von den Planungsbehörden 
zur Erzielung einer sachgerechten Lösung beigezogen werden. 
Doch ist anzufügen, dass im Rahmen des erwähnten Ermessens- 
und Beurteilungsspielraumes auch von diesem Schlüssel abwei- 
chende Lösungen denkbar sind. Für die Gerichte ist der Schlüssel 
so oder anders nicht verbindlich. Nachdem vorliegend gegenüber 
dem ( in den Plänen unbestrittenermassen korrekt abgegrenzten) 
Flachmoor von nationaler Bedeutung «Quadras» ein ca. 8 bis 25 m 
breiter Pufferbereich ausgeschieden worden ist und mithin kein 
Fall eines gänzlichen Verzichts auf eine Pufferzone vorliegt, bleibt 
zu prüfen, ob die Abgrenzung im Lichte des erwähnten Ermes- 
sens- und Beurteilungsspielraumes offensichtlich falsch vorge- 
nommen worden ist. Dies ist nicht der Fall.

c) Hält man sich vor Augen, dass im Zuge der Golfplatz- 
realisierung keine baulichen oder anderen Massnahmen getroffen 
werden, welche den Wasser- bzw. Grundwasserzufluss zum Flach- 
moor in irgendeiner Form negativ beeinflussen könnten und 
berücksichtigt man die oben umschriebenen Massnahmen und 
Vorkehren, erscheint die getroffene Abgrenzung des Puffers aus 
hydrologischer Sicht als unbedenklich. Dies umso mehr, als sich 
weder dem angefochtenen Entscheid noch dem Beurteilungsbe- 
richt der kantonalen Fachstelle diesbezüglich irgendetwas Negati- 
ves entnehmen lässt ( vgl. BGE 127 II 195 E. 5c) und auch die 
Rekurrenten nichts vorbringen, was geeignet wäre, die getroffene 
Abgrenzung unter diesem Aspekt in Frage zu stellen.

d) Zum selben Ergebnis führt letztlich auch die Beurteilung 
unter dem Aspekt des so genannten Nährstoffpuffers. Wie der 
Augenschein gezeigt hat, wird derzeit im Rahmen der intensiven 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung des umliegenden Landes bis 
unmittelbar an den Kernbereich des Flachmoors ( mit organischen 
und anorganischen Mitteln) gedüngt. Mit der nunmehr vorge- 
nommenen Ausscheidung einer ( über den Kernbereich hinausge- 
henden) Naturschutzzone und der restriktiven Umschreibung der 
zulässigen Nutzungen innerhalb derselben, wie auch der Situ- 
ierung der in der Golfzone gelegenen Abschläge und Fairways der 
Bahnen 1 und 9 sowie der weiteren vorgesehenen flankierenden 
Massnahmen hinsichtlich Gestaltung, Pflege und Unterhalt ist hin- 
reichend sichergestellt, dass die Nährstoffbilanz beim Flachmoor

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weder durch den Bau noch den Betrieb des Golfplatzes nachhaltig 
negativ beeinträchtigt wird; im Vergleich zu heute wird sie sogar 
entscheidend verbessert. Die getroffene Abgrenzung erweist sich 
auch mit Blick auf den von den Rekurrenten mehrfach erwähnten 
BUWAL-Schlüssel, wo mit Bezug auf die ausreichende Breite einer 
Nährstoffpufferzone von mindestens 6– 10 m, idealerweise über 
20 m die Rede ist, als rechtens. Der in den Plänen vorgesehene Puf- 
fer ( zwischen rund 8 und 25 m) liegt nämlich offenkundig auch in- 
nerhalb dieses Rahmens. Abgesehen vom Bereich zweier kleinerer 
Ausstülpungen im Norden, bei welchen jedoch die Neubepflan- 
zung mit Gehölzen ( mit Niederhaltung) vorgesehen ist, beträgt 
der Abstand der Spielbahnen zum Flachmoor in der Regel sogar 
noch einiges mehr als 25 m, weshalb dem Schutzbedürfnis des 
Flachmoors auch unter dem Aspekt des Nährstoffpuffers hinrei- 
chend Rechnung getragen worden ist.

e) Zu prüfen bleibt damit noch die Abgrenzung der Puffer- 
zone mit Blick auf allfällig « weitere Belastungen». Solche er- 
blicken die Rekurrenten insbesondere in der zu erwartenden, ge- 
genüber heute stark zunehmenden, regelmässigen und über den 
ganzen Tag verteilten Frequentierung der moornahen Gebiete 
durch Golfspieler und Besucher auf dem Fuss- und Golfwegnetz 
und die davon ausgehenden Auswirkungen auf die  Brutstätten 
und Nahrungsstätten für Grauammer, Braunkehlchen, Rohram- 
mer und Neuntöter. Sie werfen den Planungsbehörden in diesem 
Zusammenhang vor, diesbezüglich keine Abklärungen getätigt zu 
haben. Auch aus diesen Einwänden vermögen sie jedoch nichts zu 
Gunsten ihrer Begehren ableiten. Um dem Schutzbedürfnis des 
Flachmoors Rechnung zu tragen, ist der ganze Bereich östlich der 
Naturschutzzone in Richtung Sagogn als «Naturwiese und ökolo- 
gische Ausgleichsfläche» ausgeschieden und mit einem Hochbau- 
verbot überlagert worden. Diese Ausscheidung stellt generell,  
aber auch selbst für die im oberen Bereich des Flachmoores brü- 
tenden und Nahrung suchenden Vogelarten gegenüber heute eine 
entscheidende Verbesserung dar, weil ein erfolgreiches Brüten in 
diesem Bereich bereits bis anhin wegen der intensiven landwirt- 
schaftlichen Bewirtschaftung unwahrscheinlich war. Sodann ist im 
Bereich westlich des Flachmoors zwischen dem Kernbereich und 
der Spielbahn 1 die Neubepflanzung mit einem Gehölz ( Nieder- 
haltung 3– 4 m) vorgesehen. Diese im Pufferbereich vorgesehene 
Bepflanzung führt einerseits optisch zu einer klaren Trennung zwi- 
schen Spielbahn und Flachmoor und hindert anderseits Golfer wie 
auch Besucher am Betreten sowohl der Pufferzone als auch des

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Kernbereichs des Flachmoors. In Richtung Norden, gegen die 
Kantonsstrasse sodann beträgt der Puffer zwischen  Flachmoor 
und des mit einem Hochbauverbot überlagerten Bereiches « Golf- 
anlage-Intensivnutzung» rund 15 m. Zusammen mit der auch in 
diesem Bereich vorgesehenen Neubepflanzung mit einem Gehölz 
und den weiteren, im angefochtenen Entscheid erwähnten flan- 
kierenden Massnahmen ( z.B. Absperrungen, Zutrittsverbot) kann 
den von den Rekurrenten geltend gemachten negativen Beein- 
trächtigungen des Flachmoors und seiner Bewohner durch den 
Golfbetrieb und allfälligen Publikumsverkehr angemessen begeg- 
net werden, auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass 
die eine oder andere Vogelart in ruhigere Bereiche inner- und aus- 
serhalb des Golfplatzbereiches ausweichen wird. Im Übrigen wei- 
sen selbst die Golfelemente im Nahbereich der Naturschutzzone 
einen angemessenen Abstand zum Kernbereich des Flachmoors 
auf. Die Situation für die Fauna und Flora im fraglichen Gebiet  
wird aber nicht nur durch die im östlichen Bereich vorgenommene 
Ausscheidung der «Naturwiesen und ökologischen Ausgleichs- 
flächen» und der damit einhergehenden nur noch extensiven 
landwirtschaftlichen Nutzung entscheidend verbessert, sondern 
insbesondere auch wegen der von der Vorinstanz angeordneten 
Verlegung des vom Bereich der Spielbahn 18 bis zum Rhein hin- 
unterführende Fuss- und Wanderwegs ( Bereich M3 gemäss land- 
schaftspflegerischem Begleitplan 1: 3000; Anordnung  in  Ziff.  2 
lit. h des angefochtenen Entscheides). Dieser Wanderweg durch- 
querte bis anhin den Kernbereich des Flachmoors und stellte da- 
mit eine erhebliche Beeinträchtigung dar, welche nun dauerhaft 
wegfällt. Dadurch wird zusammen mit dem geschilderten Puffer 
und den Naturwiesen im Osten ein zusammenhängender, gross- 
flächiger « Ruhebereich» für die Vögel/Bodenbrüter geschaffen, 
mit welchem selbst die verbleibenden, noch von der Golfanlage     
( bzw. dem Betrieb derselben) ausgehenden Beeinträchtigungen 
mehr als kompensiert werden können. Dies umso mehr, als sich 
der Einflussbereich der Anlage im Wesentlichen « nur» auf den 
obersten Teil des Flachmoors beschränkt, der insbesondere für die 
Vögel von geringerer Bedeutung ist als der umfangreichere, sich 
gegen Osten hin ausdehnende untere Teil. Insgesamt betrachtet 
erweist sich der ausgeschiedene Puffer jedenfalls auch unter dem 
Aspekt « weiterer Belastungen» den örtlichen Verhältnissen und 
dem Schutzbedürfnis des Flachmoors und seiner Bewohner ange- 
messen abgegrenzt, weshalb die mit den örtlichen Verhältnissen 
vertrauten Behörden denn auch zu Recht von weiteren Abklä-

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rungen hierzu abgesehen haben.
14. Verzicht auf Ausweitung Perimeter bis zur Kantonsstrasse 

a) Für eine Ausweitung des Perimeters bis hinauf zur Kan- 
tonsstrasse besteht aufgrund des Gesagten kein Anlass. Die von 

den Rekurrenten angestrebte Ausweitung mit der damit verbun- 
denen Zweiteilung der Golfzone wäre im Lichte des eben Darge- 
legten letztlich völlig unverhältnismässig. Dies nicht nur deshalb, 
weil die von der Anlage ausgehenden Einwirkungen auf das Moor 
gering sind oder weil der Erweiterungsbereich das Ergebnis einer 

Aufschüttung für die Kantonsstrasse Sagogn/Schluein darstellt, 
sondern insbesondere auch weil damit die gesamte Golfanlage 
ihrer Attraktivität und hohen Qualität verlustig ginge. Sie würde 

durch eine Zweiteilung eines Elementes beraubt, welches auch für 
die angestrebte Golfregion Surselva entscheidend ist: Dass näm- 
lich ein Platz geschaffen wird, der sich auch für fortgeschrittene 
Spieler eignet und der auch für die Durchführung von ( nationalen 
und internationalen) Turnieren verwendet werden kann. Dass für 
einen golftechnisch attraktiven Platz, der auch gehobenen Turnier- 
ansprüchen gerecht wird, eine Gesamtlänge von rund 6000 m, par 
72, mit einer Anordnung und Abfolge der Spielbahnen wie im Pro- 

jekt vorgesehen, Voraussetzung ist, ist notorisch; ebenso, dass 
Abschlag 1, Green 9, Abschlag 10 und Green 18 in der Nähe der 
Infrastrukturanlagen ( Parkierungsanlage, Clubhaus mit Restau- 

rant, Garderoben, Caddyraum und Garage für Golfcarts usw.) lie- 
gen müssen sowie dass ein Platz nicht mit einer kurzen Bahn ( par 

3 ) beginnen darf. Diesfalls würde der Spielfluss massiv beein- 
trächtigt, weil die Spieler warten müssen, bis die vorangehende 
Spielgruppe die erste Bahn fertig gespielt hat. Mit einer längeren 
Bahn ( par 4, par 5 ) entsteht diese Problematik demgegenüber 
nicht. Vorliegend haben diese aber insbesondere auch die bereits 

weiter oben erwähnten ortsbild- und landschaftsschützerischen 
Überlegungen dazu geführt, dass die Infrastrukturanlagen in der 

bestehenden Gewerbezone realisiert werden sollen. Damit wer- 
den jedoch auch die Möglichkeiten für das Anlegen der Golfbah-
nen noch zusätzlich präjudiziert.

b) In der Golfregion Surselva ist lediglich die 18-Loch-An- 
lage in Sagogn/Schluein auf den hinsichtlich Qualität und Attrakti- 
vität angestrebten, gehobenen Standard ausgelegt, was ange- 
sichts ihrer vergleichsweise zentralen Lage zu den Verkehrsträgern 
( Autobahn A13, Bahnnetz, Umfahrung Flims), ihrer  Exposition 
und nicht kritischen Höhenlage ( relativ lange jährliche Bespielbar- 
keit) wie auch ihrer Nähe zur Tourismusregion Flims-Laax-Falera

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durchaus richtig und zweckmässig ist. Den anderen, höher gele- 
genen und weniger lang bespielbaren Golfplätzen in der Region 
Surselva wird dadurch die Möglichkeit gegeben, sich auf andere
« Kundensegmente» auszurichten. Entsprechend wird denn bei 
der Finanzierung der Anlage Sagogn/Schluein auch nicht von den 
für eine Golfanlage dieser Grössenordnung üblichen rund 600 
Mitgliedern ausgegangen, sondern der Businessplan basiert auf 
überdurchschnittlich hohen Einnahmen von Tagesspielern, welche 
ihre Golfferien in den Hotels und ihren Zweitwohnungen in der 
Alpenarena verbringen werden bzw. diese bereits heute schon 
verbringen, derzeit aber noch auf andere Plätze ( z.B. in Domat/ 
Ems, Alvaneu, Lenzerheide) ausweichen müssen. Zusätzlich wer- 
den die Spieler die Möglichkeit haben, auch die übrigen geplanten 
Anlagen der Golfregion Surselva zu nutzen, was mit Blick auf die 
Konkurrenzfähigkeit der Region zweifellos ein Plus darstellt. Dass 
mit einer attraktiven und qualitativ hoch  stehenden  Golfanlage  
wie der vorliegend geplanten der Sommertourismus angekurbelt 
und damit auch gerade noch eine bessere Auslastung der vorwie- 
gend für den Winter erstellten Hotelbauten, Zweitwohnungen und 
Ferienhäuser erzielt werden kann, ist notorisch. Dadurch können 
langjährige Gäste in der Region behalten ( gemäss Abklärungen 
der Bergbahnen spielen immerhin bereits heute ca. 1200 Grund- 
eigentümer in derTourismusregion Golf) und/oder neue akquiriert 
werden, was angesichts der anstehenden Investitionen im Um- 
fang von Fr. 20–25 Millionen, aber auch der Möglichkeit des Er- 
haltes ( so bei den Bergbahnen beim Sommerbetrieb) bzw. der 
Neuansiedlung von Arbeitsplätzen im Berggebiet ( Golfanlage) 
doch nicht unterschätzt werden darf. Der Verzicht auf die Ausdeh- 
nung des Korridors bis an die Kantonsstrasse erweist sich