# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 575a4119-27f3-5e33-98d5-a4120ecad4d9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-03-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 25.03.2013 SB120421
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120421_2013-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120421-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic.iur. S. Volken und 

lic.iur. Ch. Prinz sowie der Gerichtsschreiber lic.iur. P. Rietmann 

Urteil vom 25. März 2013 

 

in Sachen 
 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic.iur. M. Scherrer,  

Anklägerin und I. Berufungsklägerin 
 

sowie 
 

A._____, 
Privatklägerin und II. Berufungsklägerin (Rückzug) sowie Anschluss-

berufungsklägerin (Rückzug) 

unentgeltlich vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. X._____ 
 

gegen 
 

B._____, 
Beschuldigter und Berufungsbeklagter sowie Anschlussberufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr.iur. Y._____ 

 

betreffend 

versuchte vorsätzliche Tötung und Widerruf 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster, Strafgericht, vom  
12. April 2012 (DG120005) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. Februar 

2012 (Urk. 19) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 41 und 44) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB  

sowie der mehrfachen einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit 

Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 5 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 2 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 336 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind. 

3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

30. März 2011 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.– wird widerrufen. 

4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB (Alkohol-

abhängigkeit) angeordnet. 

5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012  

beschlagnahmte Klappmesser, silber, wird definitiv eingezogen und der Bezirksgerichts-

kasse Uster zur Vernichtung überlassen. 

6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012  

beschlagnahmte Vierkantholz wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf  

erstes Verlangen durch die Bezirksgerichtskasse Uster herausgegeben. Sollte der Beschul-

digte innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft das Vierkantholz nicht  

herausverlangen, so wird die Bezirksgerichtskasse Uster dazu ermächtigt, dieses zu  

vernichten. 

7. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin A._____ aus dem 

erstellten Sachverhalt dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Fest-

stellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird die Privatklägerin A._____ auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

-   3   - 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A._____ Fr. 6'000.– zuzüglich 

5 Prozent Zins ab dem 12. Mai 2011 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen.  

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf  

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 15'517.25   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 3'000.–  Gebühr Vorverfahren 

Fr. 696.60  Kosten der Kantonspolizei 

Fr. 16'639.10  Kosten der amtlichen Verteidigung  

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der Verbeiständung der Privat-

klägerschaft werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforde-

rung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

11. (Mitteilungen.) 

12. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 

a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 82 S. 1 f.): 

1. Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft. 

2. In Gutheissung der Anschlussberufung Aufhebung von Ziff. 1-3 des erst-

instanzlichen Urteils und Schuldspruch wegen vorsätzlicher einfacher  

Körperverletzung. 

3. Freiheitsstrafe von 10 Monaten. 

4. Absehen vom Widerruf für die bedingte Geldstrafe gemäss Strafbefehl vom 

30. März 2010. 

5. Ausgangsgemässe Regelung der Kostenfolgen des Berufungsverfahrens. 

 

-   4   - 

Eventualiter: 

1. Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft. 

2. Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils. 

3. Ausgangsgemässe Regelung der Kostenfolgen des Berufungsverfahrens. 

b) der Staatsanwaltschaft (Prot. II S. 9): 

Der Beschuldigte sei anklagegemäss der versuchten vorsätzlichen Tötung 

schuldig zu sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren zu be-

strafen. 

Eventualiter: 

Der Beschuldigte sei der versuchten schweren Körperverletzung schuldig zu 

sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren zu bestrafen. 

 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

12. April 2012 wurde der Beschuldigte B._____ der Gefährdung des Lebens so-

wie der mehrfachen einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen und mit  

2 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe bestraft; sodann wurde für den Beschul-

digten eine stationäre Massnahme angeordnet, wobei der Strafvollzug zugunsten 

des Massnahmevollzugs aufgeschoben wurde (Urk. 44 S. 51f.). Gegen diesen 

Entscheid meldeten die Anklagebehörde und die Privatklägerin mit Eingaben je 

vom 16. April 2012 innert gesetzlicher Frist Berufung an (Urk. 33 und 34; Art. 399 

Abs. 1 StPO). Die Privatklägerin liess durch ihre Rechtsvertretung ihre Berufung 

mit Eingabe vom 14. September 2012 noch vor Eingang der Akten bei der  

Berufungsinstanz zurückziehen (Urk. 43). Die Berufung der Privatklägerin ist  

daher infolge Rückzugs als erledigt abzuschreiben. Die Berufungserklärung der 

-   5   - 

Anklagebehörde ging innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein  

(Urk. 45; Art. 399 Abs. 3 StPO). Der Beschuldigte hat durch seinen amtlichen Ver-

teidiger mit Eingabe vom 5. November 2012 innert Frist Anschlussberufung erho-

ben (Urk. 51; Art. 400 Abs. 2f. und Art. 401 StPO; vgl. Urk. 49). Auch die Privat-

klägerin liess durch ihre Rechtsvertretung mit Eingabe vom 7. November 2012 

rechtzeitig Anschlussberufung erheben (Urk. 55), diese jedoch mit Eingabe vom 

17. Dezember 2012 ebenfalls zurückziehen (Urk. 64). Demnach ist auch die An-

schlussberufung der Privatklägerin infolge Rückzugs als erledigt abzuschreiben. 

Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Urk. 45 

und 51; Art. 389 Abs. 3 StPO).  

2. Bereits mit Beschluss der Kammer vom 5. Dezember 2012 wurde die Rechts-

kraft von Urteilsdispositiv-Ziff. 4. des vorinstanzlichen Entscheides festgestellt 

(Urk. 62). Angesichts der vorliegend gestellten Berufungs- respektive Anschluss-

berufungsanträge (Urk. 45 und 51) sind im Berufungsverfahren - ferner - nicht  

angefochten (Art. 399 Abs. 4 StPO): 

- die vorinstanzlichen Entscheide betreffend die beschlagnahmten Tatwaffen 

(Urteilsdispositiv-Ziff. 5. und 6.), 

- die vorinstanzliche Regelung der Zivilansprüche der Privatklägerin (Urteils-

dispositiv-Ziff. 7. und 8.), 

- die vorinstanzliche Kostenregelung (Urteilsdispositiv-Ziff. 9. und 10.). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Schuldpunkt 

1. Die Anklagebehörde hat den zu beurteilenden Anklagesachverhalt als versuch-

te vorsätzliche Tötung eingeklagt (Urk. 19 S. 3). Die Vorinstanz hat den Beschul-

digten in Abweichung von diesem Antrag der Gefährdung des Lebens sowie der 

mehrfachen einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen (Urk. 44 S. 51). Im 

Berufungsverfahren beantragt die Anklagebehörde nach wie vor eine Verurteilung 

-   6   - 

des Beschuldigten wegen versuchter vorsätzlicher Tötung, eventualiter wegen 

versuchter schwerer Körperverletzung (Urk. 45 S. 2; Prot. II S. 9). Die Verteidi-

gung beantragt im Berufungsverfahren eine Verurteilung des Beschuldigten  

wegen einfacher Körperverletzung (Urk. 51 S. 2; Urk. 82 S. 1).  

2. Erstellen des Anklagesachverhalts 

2.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift der Anklagebehörde vom 

9. Februar 2012 zusammengefasst vorgeworfen, was folgt:  

Am 12. Mai 2011 ca. um 18.30 Uhr habe er im von ihm und der Privatklägerin 

gemeinsam bewohnten Einfamilienhaus an der …-Strasse … in C._____ gegen-

über der nach Hause kommenden Privatklägerin das "Halsabschneide-Zeichen" 

gemacht. Als Folge einer anschliessenden verbalen Auseinandersetzung sei der 

Beschuldigte wütend geworden, habe die Privatklägerin attackiert, an den Haaren 

gerissen und in die Küche gestossen. Anschliessend habe er auf der bäuchlings 

am Boden liegenden Privatklägerin kauernd dieser zuerst mit dem Griff seines 

Klappmessers mehrmals auf den Kopf geschlagen und anschliessend mit dem 

Messer der Privatklägerin an der Halsvorderseite eine ca. 7 cm lange Schnittwun-

de zugefügt. Nachdem sich die Privatklägerin darauf im Wohnzimmer auf das So-

fa gesetzt habe, habe der Beschuldigte sie mit einem Vierkantholz an den Kopf 

schlagen wollen, die Privatklägerin jedoch lediglich am Bein getroffen (Urk. 19).  

2.2. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid zutreffend erwogen, der vor-

stehend zitierte Anklagesachverhalt sei durch das entsprechende Geständnis des 

Beschuldigten erstellt, mit Ausnahme diverser seitens der Verteidigung an der 

Hauptverhandlung explizit angeführter Sachverhaltsmomente (Urk. 44 S. 4-9). 

Darauf kann ohne Weiteres verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2.3. Die gemäss der entsprechenden Bestreitung der Verteidigung anlässlich der 

Hauptverhandlung (vgl. Urk. 29 S. 3, worauf die Verteidigung im Übrigen auch im 

Berufungsverfahren verweist, Urk. 51 S. 3) strittigen Sachverhaltsmomente sind - 

wie bereits von der Vorinstanz angeführt (Urk. 44 S. 5) - die Folgenden:  

− der Beschuldigte habe kein "Halsabschneide-Zeichen" gemacht, 

-   7   - 

− der Beschuldigte habe die Geschädigte nicht an den Haaren in die Küche  
gezerrt,  

− das Aufsetzen der scharfen Seite der Messerklinge auf den Hals der Geschä-
digten und die Schnittbewegung mit scharfer Klinge, 

− der Beschuldigte habe die Geschädigte nicht mit einer Holzleiste geschlagen,  

− jegliche Form eines Tötungsversuchs beziehungsweise Vorsatzes der  
schweren Köperverletzung. 

2.4.1. Zum fraglichen "Halsabschneide-Zeichen" des Beschuldigten hat die Vorin-

stanz zusammengefasst erwogen, es sei erstellt, dass der Beschuldigte, als die 

Privatklägerin nach Hause kam, dieser gegenüber eine wie von der Anklägerin 

geschilderte Handbewegung am Hals gemacht habe (Urk. 44 S. 10). Diese  

Beweiswürdigung ist zutreffend und zu übernehmen. Allerdings hat die Vorinstanz 

weiter erwogen, ob diese Handbewegung als Drohung, "Halsabschneide-Zeichen" 

oder lediglich als Aufforderung zu schweigen zu verstehen gewesen sei, sei  

Gegenstand der rechtlichen Würdigung des Sachverhalts (Urk. 44 S. 10). Letzte-

res trifft nicht zu. Was der Beschuldigte mit der fraglichen Handbewegung aus-

sagen wollte, ist eine Frage des inneren Sachverhalts und somit eine Tatfrage, 

d.h. eine Frage der Beweiswürdigung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom  

17. August 2011 6B_480/2011 mit Verweis auf BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 f. mit 

Hinweisen). In concreto ist die - mit der Vorinstanz erstellte - Hals-Durchschneide-

Geste des Beschuldigten jedoch irrelevant: Diese wäre einzig dann massgeblich, 

wenn daraus abgeleitet werden sollte, der Beschuldigte habe bereits beim Heim-

kommen der Privatklägerin einen - konsequenterweise sogar direkten - Tötungs-

vorsatz aufgewiesen und diesen durch die fragliche Geste auch ausgedrückt.  

Solches wirft die Anklage dem Beschuldigten jedoch gerade nicht vor: Vielmehr 

wird in der Anklage dargestellt, der Beschuldigte sei ob der verbalen Auseinan-

dersetzung, wie sie sich zwischen ihm und der Privatklägerin nach dem fraglichen 

Handzeichen abgespielt habe, wütend geworden und er habe anschliessend eine 

tödliche Verletzung der Privatklägerin lediglich in Kauf genommen (Urk. 19). Die 

erstellte Handbewegung belegt somit einzig die - weitere - Anklagedarstellung, 

wonach der Beschuldigte bereits bei der Rückkehr der Privatklägerin in aggressi-

ver Stimmung gewesen sei (Urk. 19 S. 2), was dieser aber ohnehin anerkennt 

(Urk. 28 S. 11 [von der Vorinstanz irrtümlich als Urk. 25 zitiert, Urk. 44 S. 4]).  

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2.4.2. Zur Frage des An-den-Haaren-Reissens der Privatklägerin durch den  

Beschuldigten hat die Vorinstanz - wiederum zutreffend - erwogen, dieses sei im 

Sinne der Anklageschrift erstellt, mit der Ausnahme, dass der Beschuldigte neben 

dem Packen der Privatklägerin von hinten diese nicht zusätzlich an den Haaren 

gerissen habe, sondern vielmehr die Privatklägerin durch das Umarmen des  

Beschuldigten von hinten ein Reissen an den Haaren wahrgenommen habe  

(Urk. 44 S. 12). Auch dieses Sachverhaltselement ist jedoch betreffend den  

eigentlichen Anklagevorwurf irrelevant: Dem Beschuldigten wird nicht separat 

vorgeworfen, die Privatklägerin durch ein An-den-Haaren-Reissen verletzt zu ha-

ben; ebenso wird nicht dargestellt, das An-den-Haaren-Reissen sei unmittelbarer 

respektive wesentlicher Bestandteil der als versuchte vorsätzliche Tötung einge-

klagten und durch die Vorinstanz als Gefährdung des Lebens qualifizierten Tat-

handlung (Schnitt mit dem Messer an der Halsvorderseite) gewesen. Die zitierte 

Beweiswürdigung der Vorinstanz wird im Berufungsverfahren durch die appellie-

renden Parteien denn auch nicht substantiiert beanstandet (Urk. 45 und 51;  

Prot. II S. 9ff.; Urk. 82).  

2.4.3. Zur Frage des Schlagens mit einem Vierkant-Holz hat die Vorinstanz erwo-

gen, es sei erstellt, dass der Beschuldigte die auf dem Sofa sitzende Privatkläge-

rin im Nachgang zu den Geschehnissen in der Küche (Halsschnitt und Schläge 

mit dem Messer auf den Kopf) mit einem Vierkantholz auf die Beine geschlagen 

habe, was dort zu blauen Flecken geführt habe. Allerdings sei nicht erstellt, dass 

der Beschuldigte die Privatklägerin habe mit dem Holzscheit am Kopf treffen und 

ihr so eine Verletzung zufügen wollen (Urk. 44 S. 24).  

Im Berufungsverfahren haben weder die Anklagebehörde noch die Verteidigung 

die entsprechende Beweiswürdigung der Vorinstanz substantiiert in Zweifel  

gezogen (Urk. 45 und Urk. 51; Prot. II S. 9ff. und Urk. 82). Diese ist denn auch 

überzeugend und daher zu übernehmen. Die entsprechenden Bestreitungen des 

Beschuldigten, er habe das fragliche Holzscheit nicht in der Hand gehabt (Urk. 28 

S. 18), sind hingegen nachgeschoben, widersprüchlich und damit völlig unglaub-

haft. Die Verteidigung hat das Zuschlagen mit dem Vierkantholz durch den  

Beschuldigten sodann im Hauptverfahren eigentlich anerkannt (Urk. 29 S 10f.).  

-   9   - 

2.4.4. Wenn die Verteidigung "jegliche Form eines Tötungsversuchs beziehungs-

weise Vorsatzes der schweren Köperverletzung" (Urk. 29 S. 3, Verweis in Urk. 51 

S. 3; Urk. 82 S. 12) bestreitet, ist dies mit der Vorinstanz eine Frage der rechtli-

chen Würdigung (Urk. 44 S. 24; vgl. wiederum Urteil des Bundesgerichts vom 

17. August 2011 6B_480/2011 mit Verweis auf BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 4 f. mit 

Hinweisen).  

2.5.1. Im Rahmen der Beweiswürdigung sind somit schliesslich noch die verblei-

benden, strittigen Fragen zu prüfen, wie der Beschuldigte bei der inkriminierten 

Schnittbewegung die Tatwaffe in der Hand gehalten und ob er die geschliffene 

oder die ungeschliffene Seite der Messerklinge auf den Hals der Privatklägerin 

gesetzt hat.  

2.5.2. Gemäss dem in der Anklageschrift geschilderten Tatvorwurf hat der Be-

schuldigte die Klinge seines Klappmessers (Klingenlänge 8 cm) an den Hals der 

Privatklägerin gesetzt […], ihr mit dem Messer in den Hals geschnitten […] und ihr 

dort rechtsseitig eine ca. 7 cm lange Hautdurchtrennung versetzt (Urk. 19 S. 2f.).  

2.5.3. Der Beschuldigte anerkennt, der Privatklägerin an der Vorderseite des  

Halses einen ca. 7 cm langen Schnitt zugefügt zu haben (Urk. 28 S. 13ff.; Urk. 81 

S. 9), was auch zweifelsfrei durch die sich in den Akten befindenden Fotos der 

Privatklägerin sowie den über sie verfassten Arztbericht des Instituts für Rechts-

medizin erstellt ist (Urk. 4 S. 16f. und Urk. 10/1 S. 2). Wie der Beschuldigte die 

Tatwaffe bei der inkriminierten Schnittbewegung in der Hand gehalten und der 

Privatklägerin an den Hals gesetzt hat, umschreibt die Anklageschrift nicht im  

Detail (Urk. 19). Der Beschuldigte macht dazu zusammengefasst geltend, er habe 

das Messer so in der Hand gehalten, dass lediglich die Spitze aus der ge-

schlossenen Hand herausgeschaut habe; diese Messerspitze habe er der Privat-

klägerin, gegen die Schnittrichtung, an den Hals gehalten respektive langsam am 

Hals "vorbeigezogen", um sie zu erschrecken (Urk. 28 S. 13ff.; vgl. Anhang zu 

Urk. 5/4; vgl. Urk. 81 S. 9). Die Verteidigung hat im Hauptverfahren zusammen-

gefasst ausgeführt, aufgrund der resultierten Schnittverletzung der Privatklägerin 

sei die Aussage des Beschuldigten, er habe das Messer nicht am Griff, sondern 

auch an der Klinge umfasst und der Privatklägerin lediglich die von der Hand nicht 

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umschlossene Klingenspitze an den Hals gehalten, nachvollziehbar und über-

zeugend (Urk. 29 S. 6ff.). Im Berufungsverfahren hält sie diese Darstellung auf-

recht (Urk. 51; Urk. 82 S. 6).  

2.5.4. Die Vorinstanz hat in ihrer Beweiswürdigung zu diesen Fragen vorab die in 

der Untersuchung deponierten Aussagen des Beschuldigten sowie diejenigen der 

Privatklägerin, die zu den Verletzungen der Privatklägerin und des Beschuldigten 

erstellten Arztberichte und polizeilichen Fotografien sowie die Argumentation der 

Verteidigung angeführt (Urk. 44 S. 12-19), worauf verwiesen werden kann (Art. 82 

Abs. 4 StPO), und anschliessend zusammengefasst erwogen, gemäss dem 

Grundsatz "in dubio pro reo" sei hinsichtlich der Messerhaltung von der Version 

des Beschuldigten auszugehen, nämlich dass er die Messerklinge mit der rechten 

Faust umfasst habe, sodass die Messerspitze ein kleines Stück aus dem unteren 

Teil der Faust heraus geschaut habe, und der Beschuldigte dann der Privatkläge-

rin - die scharfe Seite des Messer entgegen der Schnittrichtung haltend - die frag-

liche, oberflächliche Schnittwunde am Hals zugefügt habe (Urk. 44 S. 21).  

2.5.5. Die Anklagebehörde beanstandet diese Beweiswürdigung im Berufungsver-

fahren insofern, als sie festhält, dass gemäss Arztbericht des Institutes für 

Rechtsmedizin davon auszugehen sei, dass der Beschuldigte die scharfe Seite 

des Messers benutzt habe. Die diesbezüglich vorgebrachten Bestreitungen des 

Beschuldigten seien als blosse Schutzbehauptungen zu erachten (Prot. II S. 9f.). 

Zudem wird argumentiert, da eine körperliche Reaktion der Privatklägerin mit dem 

Messer am Hals für den Beschuldigten weder vorhersehbar noch kontrollierbar 

gewesen sei, dies insbesondere auch aufgrund seiner starken Alkoholisierung 

zum Tatzeitpunkt, habe der Beschuldigte durch sein Vorgehen fraglos eine un-

mittelbare Lebensgefahr für die Privatklägerin geschaffen (Urk. 45 S. 2).  

 

2.5.6. Die vorstehend im Ergebnis zitierte Beweiswürdigung der Vorinstanz ist 

überzeugend und zu übernehmen:  

-   11   - 

Die Privatklägerin hat nicht gesehen, wie der über ihrem Rücken kauernde  

Beschuldigte das Messer gehalten hat und sie kann daher dazu nichts Konkretes 

aussagen; sie hat dies auch nicht versucht (vgl. Urk. 44 S. 17 mit Verweisen). Die 

Behauptung des Beschuldigten, er habe die geschliffene Klinge der Tatwaffe  

zumindest zum Teil mit seiner Faust umschlossen, wirkt angesichts seines insge-

samt widersprüchlichen Aussageverhaltens (vgl. Urk. 44 S. 13ff. mit Verweisen) 

zwar eigentlich beschönigend (was auch die Verteidigung konzediert, Urk. 29 

S. 8), wird aber immerhin durch die Schnittverletzung gestützt, die der Beschul-

digte während der Tat am Mittelfinger erlitten hat (Urk. 4 S. 40f.) und ist ihm man-

gels weiterer belastender Beweismittel nicht zu widerlegen. Auszuschliessen ist 

dagegen mit der Staatsanwaltschaft, dass der Beschuldigte der Privatklägerin  

lediglich die stumpfe Seite der Messerklinge über den Hals gezogen hat. Daraus 

hätte keine Schnittwunde der vorliegenden Art resultiert, was sich auch un-

zweideutig aus dem ärztlichen Gutachten des Institutes für Rechtsmedizin ergibt 

(Urk. 10/4 S. 2). Mit der Vorinstanz ist gemäss der vorstehend erstellten Art, wie 

der Beschuldigte das Messer gehalten hat, vielmehr davon auszugehen, dass er 

der Privatklägerin die (sehr wohl scharfe) Messerklingenspitze - also jenen Teil 

der Klinge, der nicht von seiner Hand umschlossen war - an den Hals gesetzt und 

über die Halsvorderseite gezogen hat (vgl. Anhang zu Urk. 5/4).  

2.5.7. Die Anklagebehörde macht im Berufungsverfahren geltend, der Beschuldig-

te habe die Privatklägerin "fraglos in unmittelbare Lebensgefahr" gebracht 

(Urk. 45 S. 2; vgl. auch Prot. II S. 9f.). Die Verteidigung hat dies bestritten mit der 

Begründung, der Beschuldigte habe aufgrund der Art, wie er das Messer gehalten 

habe, "die Tiefe der entstehenden Verletzung effektiv unter Kontrolle gehabt" 

(Urk. 29 S. 7; Urk. 82 S. 6). Die Vorinstanz hat hiezu erwogen, ein leicht anders 

verlaufender Schnitt hätte zu einer konkreten Lebensgefahr führen können. Zwar 

habe der Beschuldigte die Privatklägerin durch das Festhalten ihres Kopfes mit 

seinem linken Arm weitgehend fixiert, die Reaktion der Privatklägerin sei jedoch 

für den Beschuldigten weder voraussehbar noch vollständig kontrollierbar  

gewesen. Schon durch eine kleine Bewegung der Privatklägerin hätte der Schnitt 

leicht anders verlaufen und so den Tod der Privatklägerin bewirken können. Dem 

Beschuldigten habe auch das (Fach-)Wissen zur Bestimmung des Schnittverlaufs 

-   12   - 

sowie der Schnitttiefe gefehlt, um einen solchen Halsschnitt ohne Gefahr voll-

ziehen zu können. Schliesslich sei der Beschuldigte im Tatzeitpunkt massiv  

alkoholisiert gewesen. Es habe daher eine unmittelbare Lebensgefahr für die Pri-

vatklägerin bestanden (Urk. 44 S. 29). Gemäss dem vorliegenden Arztbericht hat 

zwar die effektiv resultierte Schnittverletzung zu keiner konkreten Lebensgefahr 

der Privatklägerin geführt (Urk 10/4). Im weiteren sind jedoch die Erwägungen der 

Vorinstanz grundsätzlich zutreffend: Der Beschuldigte hatte die Privatklägerin auf 

den Küchenboden geworfen oder gerungen, kauerte nun über ihr und hielt ihr die 

scharfe Messerspitze nicht nur an den Hals, sondern schnitt ihr damit auch über 

ca. 7 cm mehrere Millimeter tief in die Halsvorderseite. Dabei handelte es sich um 

einen dynamischen Tathergang, in dessen Verlauf der Beschuldigte unmöglich 

die absolute Kontrolle weder über die Bewegungen der sich wehrenden Privat-

klägerin noch über seine eigenen - nicht zuletzt aufgrund seiner massiven  

Alkoholisierung - haben konnte. Mit der Vorinstanz und der Anklagebehörde hätte 

die Messerklingenspitze leicht tiefer in den Hals der Privatklägerin eindringen 

können, als dies tatsächlich erfolgte, und es hätte z.B. ein Durchtrennen der Luft-

röhre oder einer Halsschlagader resultieren können. Dies, obwohl zugunsten des 

Beschuldigte davon auszugehen ist, dass er durch das Umfassen mit seiner Hand 

den freiliegenden Teil der Messerklinge verkürzt hat. Unerheblich ist die Fest-

stellung der Vorinstanz, dem Beschuldigten habe "das (Fach-)Wissen zur  

Bestimmung des Schnittverlaufs sowie der Schnitttiefe gefehlt, um einen solchen 

Halsschnitt ohne Gefahr vollziehen zu können". Angesichts des konkreten,  

dynamischen Tatablaufs im Rahmen der tätlichen Auseinandersetzung wäre es 

schlicht illusorisch anzunehmen, selbst eine medizinische Fachperson hätte bei 

gleichem Tatvorgehen eine Lebensgefahr der Privatklägerin mit Sicherheit  

verhindern können.    

2.6.1. Die Vorinstanz hat erwogen, ob der Beschuldigte die Privatklägerin  

subjektiv habe töten wollen resp. deren Tod in Kauf genommen habe, sei bei der 

rechtlichen Würdigung abzuhandeln (Urk. 44 S. 24). Wie bereits vorstehend mit 

Verweis auf die bundesgerichtliche Praxis erwogen (Urteil des Bundesgerichts 

vom 17. August 2011 6B_480/2011 mit Verweis auf 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=Was+der+T%E4ter+wusste%2C+wollte+und+in+Kauf+nahm%2C+betrifft+so+genannte+innere+Tatsachen%2C+ist+damit+Tatfrage+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-IV-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1

-   13   - 

mit Hinweisen), sind diese Tatfragen bei der Sachverhaltserstellung zu behan-

deln.  

2.6.2. Die Vorinstanz hat diesbezüglich in den Erwägungen des angefochtenen 

Entscheides ausgeführt, der Beschuldigte habe stets jede Tötungsabsicht bestrit-

ten. Diese konstanten Ausführungen seien glaubhaft und es sei nichts Gegenteili-

ges aus den Akten zu entnehmen. Anlässlich der Hauptverhandlung habe der  

Beschuldigte auf die Frage, ob es im klar sei, dass ein Schnitt mit einem Messer 

am Hals mit einem leicht anderen Verlauf oder einer anderen Tiefe eine konkrete 

Lebensgefahr hätte herbeiführen können, angegeben, um jene Gefährlichkeit zu 

wissen, da sich dort die Schlagader befinde. Er - so seine eigene Darstellung - 

habe jedoch die Privatklägerin nicht schneiden wollen und auch (wegen seiner 

Messerhaltung) nicht tiefer schneiden können. Da der Beschuldigte, so die  

Vorinstanz, um die lebenswichtigen Blutgefässe im Halsbereich gewusst und er 

ohne den Hals zu sehen mit einer Messerspitze in diesen geschnitten habe, habe 

er wissen respektive damit rechnen müssen, dass es hierbei zu einer lebens-

gefährlichen Verletzung kommen könne (Urk. 44 S. 27f. und S. 30).  

Dies ist im Resultat grundsätzlich zutreffend und zu übernehmen. In Ergänzung 

dazu sind zwei an der Hauptverhandlung gemachte Behauptungen des Beschul-

digten entschieden zu widerlegen: So ist seine Darstellung, er habe das Messer 

so gehalten, dass er die Privatklägerin nicht habe verletzen können (Urk. 28 S. 12 

und S. 15), unbehelflich; wie Figura zeigt, hat der Beschuldigte die Privatklägerin 

durch eine 7 cm lange Schnittwunde an der Halsvorderseite sehr wohl verletzt. 

Durch seine eigenen Aussagen widerlegt ist sodann die Darstellung, er habe die 

Privatklägerin nur erschrecken und nicht schneiden wollen (Urk. 28 S. 16). An  

anderer Stelle hat der Beschuldigte eingestanden, er habe die Privatklägerin mit 

der Spitze der Messerklinge "kratzen" wollen (Urk. 28 S. 14), er habe ihr das 

Messer mit der kleinen Spitze am Hals vorbeigezogen (Urk. 28 S. 13), er habe ihr 

mit der Spitze des Messers in einem steilen Winkel den Hals aufgeritzt, er habe 

ihr mit dem linken Arm den Kopf festgehalten und mit der rechten Hand die  

Verletzung am Hals gemacht (Urk. 5/3 S. 2). Entgegen seinen Bestreitungen hat 

der Beschuldigte somit der Privatklägerin die tatsächlich resultierende Schnitt-

-   14   - 

wunde willentlich zugefügt, möglicherweise aus Wut ("wieso macht man etwas, 

wenn man ausrastet"; Urk. 28 S. 13) oder tatsächlich, um die Privatklägerin in 

Schrecken zu versetzen. Nicht erstellt ist, dass der Beschuldigte eine schwerere, 

z.B. tiefere Schnittwunde verursachen wollte.  

2.6.3. Die Vorinstanz hat weiter erwogen, wenn der Beschuldigte die Messerklinge 

mit der Faust umfasst habe und die Spitze des Messers wenige Millimeter unten 

aus der Faust hervorstehe, wenn der Beschuldigte weiter die mit der Faust um-

fasste Messerklinge nochmals um eine andere Achse gedreht habe, sodass die 

scharfe Seite der Klinge nicht gegen die Schnittrichtung zeigte, wenn er trotz des 

hektischen Geschehens (Stossen in die Küche und Schläge auf den Hinterkopf) 

den besagten Schnitt langsam ausgeführt habe, habe er alles - aus seiner subjek-

tiven Sicht - Notwendige vorgekehrt, um der Privatklägerin keine tödlichen Ver-

letzungen zuzufügen. Aufgrund dieser Vorkehrungen sowie den übereinstimmen-

den Aussagen des Beschuldigten und der Privatklägerin, wonach dieser die  

Privatklägerin nicht habe töten wollen, könne geschlossen werden, dass der  

Beschuldigte nicht mit dem Eintritt des Todes der Privatklägerin gerechnet und 

diesen auch nicht in Kauf genommen habe (Urk. 44 S. 28). Diese Würdigung der 

Vorinstanz anerkennt zumindest sinngemäss auch die Anklagebehörde im Beru-

fungsverfahren, wenn sie eventualiter beantragt, der Beschuldigte sei der versuch-

ten schweren Körperverletzung schuldig zu sprechen (Urk. 45 S. 2; Prot. II S. 9ff.). 

Mit diesem Antrag geht auch die Anklagebehörde - zumindest im Eventualstand-

punkt - davon aus, dass der Beschuldigte weder wollte noch in Kauf nahm, die 

Privatklägerin mit dem von ihm ausgeführten Schnitt am Hals zu töten. In der Tat 

sind die Beteuerungen des Beschuldigten, er habe die Privatklägerin keinesfalls 

töten wollen, auch vor dem Hintergrund seines doch speziellen Tatvorgehens 

(bewusste Reduktion der Gefährlichkeit der Tatwaffe), derart überzeugend, dass 

zu seinen Gunsten auch nicht anzunehmen ist, er habe den Tod der Privatklägerin 

auch nur - aber immerhin - in Kauf genommen. 

 

2.6.4. Die Beweiswürdigung ist dahingehend zusammenzufassen, dass der  

Beschuldigte bewusst die Tatwaffe in einer Weise in der Hand hielt, welche das 

-   15   - 

Risiko einer lebensgefährlichen Verletzung der Privatklägerin immerhin reduzier-

te, und dass er der Privatklägerin in dieser Weise willentlich eine Schnittwunde 

am Hals zufügte, die für sich allein noch zu keiner konkreten Lebensgefahr führte. 

Dabei wusste der Beschuldigte jedoch und nahm in Kauf, dass auch eine  

Schneidebewegung mit einer - lediglich - kurzen aber scharfen Messerklingen-

spitze in den Hals der Privatklägerin im Rahmen einer tätlichen und daher  

dynamischen Auseinandersetzung leicht zu einer lebensgefährlichen Verletzung 

der Privatklägerin führen könnte. Da der Beschuldigte mit der scharfen Messer-

spitze an einer sensiblen Körperstelle der Privatklägerin hantierte, brachte er sie 

unabhängig vom konkreten Schnitt in den Hals in eine unmittelbare Lebensgefahr, 

was er im Wissen um die Gefährlichkeit dieses Tuns ebenfalls in Kauf nahm.  

2.6.5. Dass der Beschuldigte die Privatklägerin mit dem Griff des Messers mehr-

mals auf den Kopf geschlagen hat, was zu blutenden Wunden führte, haben der 

Beschuldigte und die Verteidigung im gesamten Verfahren nicht bestritten 

(Urk. 28 S. 14; Urk. 29 S. 11 unten; Urk. 51; Urk. 81 S. 9; Urk. 82). Eine Bestra-

fung des Beschuldigten hinsichtlich der diesem Sachverhalt entsprechenden ein-

fachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB wurde durch die Anklage-

behörde zwar nicht explizit beantragt (Prot. II S. 9), jedoch umschreibt der  

Anklagesachverhalt die Tat und deren Folge genügend, sodass im Hinblick auf 

den Grundsatz iura novit curia eine entsprechende Würdigung erfolgen kann. 

Dass der Beschuldigte die Privatklägerin mit einem Vierkantholz gegen das Bein 

geschlagen hat, ist entgegen seinen Bestreitungen gestützt auf die diesbezüglich 

überzeugenden Aussagen der Privatklägerin erstellt (vgl. Urk. 44 S. 21-24). Die 

Anklagebehörde hat dieses Verhalten jedoch ebenfalls nicht als selbständige Tat 

eingeklagt und die Vorinstanz hat diesbezüglich auch keine rechtliche Würdigung 

oder gar Verurteilung vorgenommen (Urk. 19 und 44). Da betreffend den Schlag 

mit dem Vierkantholz keinerlei Verletzungsfolgen in die Anklageschrift auf-

genommen worden sind (Urk. 19 S. 2), kann in diesem Zusammenhang keine 

Würdigung hinsichtlich des Tatbestandes der einfachen Körperverletzung im  

Sinne von Art. 123 StGB erfolgen. 

 

-   16   - 

3. Rechtliche Würdigung:  

3.1. Die Vorinstanz hat in ihrer rechtlichen Würdigung zum objektiven Tatbestand 

der vorsätzlichen Tötung zutreffend erwogen, da der Halsschnitt des Beschuldig-

ten nicht zum Tod der Privatklägerin geführt habe, könne höchstens ein Versuch 

vorliegen (Urk. 44 S. 25f.). Zum Subjektiven hat sie angeführt, der Beschuldigte 

habe konstant und überzeugend bestritten, den Tod der Privatklägerin gewollt zu 

haben (Urk. 44 S. 26f.). Dies deckt sich mit dem vorstehenden Beweisergebnis, 

weshalb ein direkt-vorsätzlicher Tötungsversuch ohne Weiteres zu verneinen ist. 

Anschliessend hat die Vorinstanz - ebenfalls zutreffend - erwogen, aufgrund  

seiner "Vorkehrungen" und der übereinstimmenden Schilderungen des Beschul-

digten und der Privatklägerin zum Tatablauf sei auch auszuschliessen, dass der 

Beschuldigte den Tod der Privatklägerin in Kauf genommen habe (Urk. 44  

S. 27f.). Diese Würdigung deckt sich ebenfalls mit dem vorstehenden Beweiser-

gebnis: Aufgrund der doch sehr speziellen Vorgehensweise des Beschuldigten 

(Abdecken der gefährlichen Messerklinge mit seiner Hand bis auf die verbleiben-

de kurze Klingenspitze), ist zu schliessen, dass der Beschuldigte den Schaden in 

Grenzen halten wollte und die schlimmst-mögliche Wendung für die Privatkläge-

rin, ihren Tod, auch nicht in Kauf genommen hat. Illustrativ dazu ist das Urteil 

6B_635/2009 vom 19. November 2009, in welchem das Bundesgericht erwogen 

hat, bei einem Stich mit einem Messer mit langer Messerklinge [in den Rücken 

und] in den Hals sei das Risiko des Todes des Opfers als hoch einzustufen.  

Daher sei, wer mit einem Messer mit langer Klinge einem Opfer [in den Rücken 

sticht und] in den Hals zu stechen versucht, der versuchten vorsätzlichen Tötung 

und nicht der Gefährdung des Lebens schuldig zu sprechen (E.3.3.). Im Gegen-

satz dazu hat der Beschuldigte in concreto den freiliegenden Teil der Messer-

klinge eben gerade auf den Bereich der Messerspitze reduziert (vgl. dazu Ent-

scheid 6B_775/2011 vom 4. Juni 2012, in welchem das Bundesgericht erwogen 

hat, bei einem Stich mit einem Messer mit einer kurzen Klingenlänge von lediglich 

34 mm unter die Achsel des Opfers könne nicht davon ausgegangen werden, der 

Täter habe eine tödliche Verletzung des Opfers in Kauf genommen. Dies spreche  

vielmehr dafür, dass er es lediglich habe verletzen wollen [E. 2.5.]). Da somit auch 

kein entsprechender Eventualvorsatz vorliegt, hat sich der Beschuldigte in dies-

-   17   - 

bezüglicher Bestätigung des angefochtenen Entscheides nicht der versuchten 

vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 i.V.m. Art. 22 StGB schuldig gemacht. 

3.2. Die Vorinstanz hat den erstellten Anklagesachverhalt - entgegen der Ankla-

gebehörde - als Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB qualifiziert 

(Urk. 44 S. 28-31). Ihre diesbezüglichen Erwägungen sind zwar grundsätzlich  

- mit den in der vorstehenden Beweiswürdigung vorgenommenen Korrekturen - 

richtig (vgl. zum genannten Tatbestand auch das Urteil des Bundesgerichts 

6B_103/2012 vom 27. August 2012 E. 1.2.1.). Angesichts des Nachfolgenden  

erweisen sie sich jedoch als obsolet:  

3.3. Nach Art. 122 Abs. 1 StGB wird wegen schwerer Körperverletzung bestraft, 

wer vorsätzlich einen Menschen lebensgefährlich verletzt; Zwar darf eine lebens-

gefährliche Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB nur angenom-

men werden, wenn die Verletzung zu einem Zustand geführt hat, in dem sich die 

Möglichkeit des Todes dermassen verdichtete, dass sie zur ernstlichen und  

dringlichen Wahrscheinlichkeit wurde (BGE 109 IV 18 E. 2c S. 20), was aber nicht 

bedeutet, dass die Lebensgefahr notwendigerweise eine zeitlich unmittelbare, 

akute sein muss; massgebend ist vielmehr die erhebliche Wahrscheinlichkeit des 

tödlichen Verlaufs (BGE 125 IV 242 E. 2b/dd).  

Eventualvorsatz ist gegeben, wenn der Täter den Eintritt des Erfolgs beziehungs-

weise die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, aber dennoch handelt, weil 

er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag 

er ihm auch unerwünscht sein (BGE 130 IV 58 E. 8.2; 125 IV 242 E. 3c; 121 IV 

249 E. 3a; 103 IV 65 E. 2). Eventualvorsatz kann unter anderem angenommen 

werden, wenn sich dem Täter der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs infolge 

seines Verhaltens als so wahrscheinlich aufdrängte, dass sein Verhalten vernünf-

tigerweise nur als Inkaufnahme dieses Erfolgs gewertet werden kann (BGE 109 

IV 137 E. 2b mit Hinweisen). Eventualvorsatz kann indessen auch vorliegen, 

wenn der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolges bloss möglich ist, ja selbst 

dann, wenn sich diese Möglichkeit, statistisch gesehen, nur relativ selten ver-

wirklicht. Doch darf nicht allein aus dem Wissen des Beschuldigten um die Mög-

lichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme und damit auf Eventualvor-

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-   18   - 

satz geschlossen werden. Vielmehr müssen weitere Umstände hinzukommen  

(Urteil des Bundesgerichts 6S.176/2004 vom 27. Oktober 2004 E. 1.1 und 2.2. mit 

Verweisen).  

Ein Versuch ist gegeben, wenn der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines 

Verbrechens oder Vergehens begonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende 

führt oder der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg nicht eintritt oder dieser 

nicht eintreten kann (Art. 22 Abs. 1 StGB). Beim Versuch erfüllt der Täter sämtli-

che subjektiven Tatbestandsmerkmale und manifestiert seine Tatentschlossen-

heit, ohne dass alle objektiven Tatbestandsmerkmale verwirklicht sind (BGE 137 

IV 113 E. 1.4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_103/2012 vom 

27. August 2012 E. 2.3.1.). 

3.4. Gemäss der Praxis zu vergleichbaren Fällen handelt es sich beim An-den-

Hals-Halten einer scharfen Messerklinge, einer Rasierklinge etc. im Rahmen einer 

dynamischen Auseinandersetzung eigentlich um den klassischen Fall einer  

Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB (vgl. Entscheide des  

Bundesgerichts 6B_352/2011 vom 20.10.2011 E.1.1. mit Verweisen; 

6B_502/2012 vom 15. 10.2012 E.3.). Die vorliegende Tathandlung des Beschul-

digten ging jedoch eindeutig darüber hinaus: Der Beschuldigte hat der Privat.-

klägerin die scharfe Messerklingenspitze nicht nur an den Hals gehalten, sondern 

ihr damit gemäss vorstehendem Beweisergebnis wissentlich und willentlich in den 

Hals geschnitten; dabei wollte er ihr zwar nicht eine lebensgefährliche Schnitt-

.verletzung zufügen; dies hat er jedoch in Kauf genommen. Eine unerwartete  

Bewegung der geschnittenen Privatklägerin oder des alkoholisierten Beschuldig-

ten selber hätte leicht dazu führen können, dass der Beschuldigte die Kontrolle 

über seine Schneidebewegung verloren und z.B. eine Halsschlagader der Privat-

klägerin verletzt hätte. Ein In-den-Hals-Schneiden mit dem damit einhergehenden, 

konkreten Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Opfers geht in seiner Tat-

Intensität und auch hinsichtlich des Masses der für das Opfer resultierenden  

Lebensgefahr noch über eine Gefährdung des Lebens durch ein An-den-Hals-

Halten eines Messers hinaus. Der Beschuldigte hat somit - mit der Vorinstanz - 

wohl einerseits durch sein gefährliches Hantieren mit der scharfen Messerklinge 

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-   19   - 

eine konkrete, unmittelbare Lebensgefahr für die Privatklägerin im Sinne von  

Art. 129 StGB geschaffen. Andererseits hat er der Privatklägerin aber auch eine 

Schnittverletzung zugefügt, die zwar nicht lebensgefährlich war, dies jedoch leicht 

hätte werden können. Letzteres hat er auch in Kauf genommen.  

Da der Beschuldigte damit sämtliche Tatbestandselemente der versuchten 

schweren Körperverletzung erfüllt hat, ist er mit dem Eventualantrag der Anklage-

behörde in diesem Sinne gemäss Art. 122 Abs. 1 i.V.m. Art. 22 StGB und nicht 

der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB schuldig zu sprechen. In 

Konkurrenz mit Art. 122 Abs. 1 StGB tritt Art. 129 StGB zurück, da bei der  

schweren Körperverletzung die Lebensgefährdung bereits als qualifizierendes 

Merkmal berücksichtig ist (BSK, Strafrecht II, Aebersold, Art. 129, N 44 mit Ver-

weisen auf die Praxis). Durch die zu erfolgende Verurteilung wegen versuchter 

schwerer Körperverletzung wird zudem die tatsächlich ausgeführte Schnittver-

letzung konsumiert, welche die Vorinstanz - konsequenterweise - separat als  

einfache Körperverletzung qualifiziert hat (BGE 137 IV 113; vgl. Urk. 44. S. 31f.). 

3.5. Die Vorinstanz hat die Schläge des Beschuldigten mit dem Messergriff auf 

den Kopf der Privatklägerin als einfache Körperverletzung qualifiziert (Urk. 44 

S. 32f.), was seitens der Verteidigung im Berufungsverfahren anerkannt wird 

(Urk. 51; Urk. ) und zu bestätigen ist.  

III. Widerruf 

1. Einleitend zur Strafzumessung muss berücksichtigt werden, dass der Beschul-

digte eine frühere Bestrafung aufweist, wurde er doch mit Strafbefehl der Staats-

anwaltschaft See/Oberland vom 30. März 2011 mit einer Geldstrafe von  

30 Tagessätzen zu Fr. 50.–, unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren,  

bestraft. 

2. Gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB widerruft das Gericht die bedingte Strafe, wenn 

der Beschuldigte während der Probezeit ein Verbrechen oder ein Vergehen 

begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er weitere Straftaten verüben wird. Ist 

-   20   - 

nicht zu erwarten, dass der Beschuldigte weitere Straftaten begeht, kann das  

Gericht vom Widerruf absehen und stattdessen eine Verwarnung aussprechen 

oder die im Urteil bestimmte Probezeit um höchstens die Hälfte verlängern 

(Art. 46 Abs. 2 StGB). 

3. Da der Beschuldigte innerhalb der Probezeit delinquierte und da gemäss Gut-

achten weiterhin die Gefahr einer Delinquenz besteht (act. 8/2 S. 50), kann dem 

Beschuldigten - mit der Vorinstanz - die für das Absehen von einem Widerruf  

erforderliche günstige Prognose nicht gestellt werden, zumal bereits seine Mass-

nahmebedürftigkeit eine solch günstige Prognose nicht zulässt. Die Gewährung 

des bedingten Vollzuges der vorerwähnten Bestrafung ist somit zu widerrufen. 

IV. Sanktion  

1. Schwere Körperverletzung wird mit Geldstrafe von 180 Tagessätzen bis zu 

Freiheitsstrafe von 10 Jahren bestraft (Art. 122 StGB). Liegt - lediglich - ein Ver-

such vor oder handelt der Täter mit verminderter Schuldfähigkeit, mildert das  

Gericht die Strafe respektive kann sie mildern und ist an das angedrohte Mindest-

strafmass nicht gebunden (Art. 19 Abs. 1, Art. 22 Abs. 2 und Art. 48a StGB). Hat 

der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 

gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwers-

ten Straftat, d.h. derjenigen Tat, die mit der schwersten Strafe bedroht ist, und  

erhöht sie angemessen (Asperationsprinzip). Es darf jedoch das Höchstmass der 

angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das  

gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB, vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 6B_323/2010 vom 23. Juni 2010 E.2.2.). Strafschärfungs- 

und Strafmilderungsgründe sind grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Straf-

rahmens zu berücksichtigen (BGE 136 IV 55 E. 5.8.). Zu den allgemeinen 

Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung ist zur Vermeidung von Wieder-

holungen auf die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz (Urk. 44 S. 33ff.) 

sowie die einschlägige höchstrichterliche Rechtsprechung zu verweisen (Ent-

-   21   - 

scheid des Bundesgerichts 6B_390/2009 E. 2.3.1. mit Verweisen auf die weitere 

bundesgerichtliche Praxis; 134 IV 17 E. 2.1). 

2.1. Zur Beurteilung der Tatkomponente und dort zur objektiven Tatschwere gilt 

was folgt: Der Beschuldigte hat die Privatklägerin attackiert, zu Boden geworfen 

oder gerungen, sich über sie gekauert, mit einem harten Klammergriff gepackt 

und ihr mit dem metallenen Griff seines Messers mehrmals heftig auf den Kopf 

geschlagen. Allein daraus geht hervor, dass der Beschuldigte die Privatklägerin 

sehr aggressiv, gewaltbereit und auch ungezügelt attackiert hat. Ganz offensicht-

lich handelt es sich bei seiner nachgeschobenen Version, er habe die Privatkläge-

rin, diese "Giftspritze", nur erschrecken und dadurch beruhigen wollen, um 

Schutzbehauptungen, mit der Absicht, die tatsächliche Schwere seiner Tat zu  

beschönigen (Urk. 28 S. 13ff.). An anderer Stelle gab der Beschuldigte ja offen 

zu, "ausgerastet" - und somit unkontrolliert vorgegangen - zu sein (Urk. 28 S. 13). 

Zu Beginn der Untersuchung hatte sich der Beschuldigte ja sogar zur Aussage 

verstiegen, die Privatklägerin habe ihn mit der Tatwaffe angegriffen (Urk. 5/2  

S. 2). Indem der Beschuldigte der Privatklägerin in den Hals schnitt, hat er deren 

Leben massiv, konkret und unmittelbar in Gefahr gebracht. Wohl ist ihm zugute zu 

halten, dass er durch die Art und Weise, wie er das Messer in der Hand hielt, die 

Gefahr der Durchtrennung einer Halsschlagader oder eines Kehlen- oder Luft-

röhrenschnittes reduziert hat. Dennoch kann der Beschuldigte nicht für sich in  

Anspruch nehmen, es sei allein auf seine "Vorsicht" bei der Tatausübung zurück-

zuführen, dass die Privatklägerin nicht tatsächlich lebensgefährlich verletzt wurde. 

Dass es lediglich beim Versuch blieb, ist angesichts der Dynamik des Gerangels 

auf dem Küchenboden wohl weitgehend einem glücklichen Zufall zuzuschreiben. 

Indem der Beschuldigte die Privatklägerin mit dem Messer nicht nur bedroht, 

 sondern willentlich in einem äusserst sensiblen Körperbereich konkret verletzt 

hat, hat er eine bedenkliche Gewaltbereitschaft sowie kriminelle Energie an den 

Tag gelegt. Obwohl sich die Schwere der effektiv resultierten Verletzung noch in 

Grenzen hielt, wiegt die Art, wie der Beschuldigte die Gesundheit der Privatkläge-

rin einem grossen Risiko ausgesetzt hat, immerhin mittelschwer. Die Privatkläge-

rin wird keine körperlichen Langzeitfolgen davon tragen. Anlässlich der Hauptver-

handlung wurde hingegen durch ihre Rechtsvertreterin geltend gemacht, die  

-   22   - 

Privatklägerin sei seit der Tat psychisch beeinträchtigt (Urk. 25). Insgesamt wiegt 

die objektive Tatschwere der versuchten schweren Körperverletzung zumindest 

mittelschwer; angesichts des oberen Strafrahmens von 10 Jahren Freiheitsstrafe 

erscheint bis hierher eine hypothetische Einsatzstrafe an der oberen Grenze des 

mittleren Drittels und somit von rund 6 2/3 Jahren Freiheitsstrafe angemessen.  

2.2.1. Zur subjektiven Tatschwere was folgt: Der Beschuldigte wies zum Tatzeit-

punkt eine Blutalkoholkonzentration von 3.01 Gewichtspromillen auf (Urk. 9/4). Im 

über den Beschuldigten erstellten psychiatrischen Gutachten wurde ausgeführt, 

der Beschuldigte sei zum Tatzeitpunkt aufgrund der bestehenden Alkoholabhän-

gigkeit sowie der aktuellen Alkoholintoxikation in seiner Steuerungsfähigkeit "er-

heblich beeinträchtigt" gewesen; es habe eine schwere Verminderung der Schuld-

fähigkeit bestanden (Urk. 8/2 S. 50). Die Vorinstanz hat dazu zusammengefasst 

erwogen, der Beschuldigte habe bei der Tatausführung gezielt versucht, reale  

Risiken zu eliminieren bzw. zu minimieren (Wechsel der Messerhaltung, lang-

same Schnittbewegung). Dies zeige, dass der Beschuldigte trotz der starken  

Alkoholisierung fähig gewesen sei, im Tatzeitpunkt entscheidende und detaillierte 

Überlegungen zu vollziehen. Es könne dabei nicht nur wie im Gutachten von 

"Restfähigkeiten zur Steuerung des eigenen Handelns" gesprochen werden,  

welche zu einer schwer geminderten Schuldfähigkeit führen würden. Da der  

Beschuldigte im Zeitpunkt der Tathandlung fähig gewesen sei, detaillierte und 

wichtige Überlegungen zu treffen, sei entgegen dem Gutachten - lediglich - von 

einer mittleren Verminderung der Schuldfähigkeit auszugehen (Urk. 44 S. 38). 

2.2.2. Gemäss Art. 19 Abs. 2 StGB mildert das Gericht die Strafe, wenn der Täter 

zur Zeit der Tat nur teilweise fähig war, das Unrecht seiner Tat einzusehen  

oder gemäss dieser Einsicht zu handeln. Nach der Rechtsprechung fallen bei  

einer Blutalkoholkonzentration von über 2 Gewichtspromille eine Verminderung  

der Schuldfähigkeit und bei einer Blutalkoholkonzentration von mindestens  

3 Gewichtspromille Schuldunfähigkeit in Betracht. Der Blutalkoholkonzentration 

kommt bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit allerdings nicht alleinige Bedeu-

tung zu. Sie ist eine grobe Orientierungshilfe. Im medizinischen Schrifttum  

wird hervorgehoben, dass es keine feste Korrelation zwischen Blutalkohol-

-   23   - 

konzentration und darauf beruhender forensisch relevanter Psychopathologie gibt. 

Gewöhnung, Persönlichkeit und Tatsituation sind stets in die Beurteilung einzu-

beziehen. Im Sinne einer groben Faustregel kann davon ausgegangen werden, 

dass bei einer Blutalkoholkonzentration von unter 2 Promille in der Regel keine 

Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit vorliegt, während bei einer solchen von  

3 Promille und darüber meist Schuldunfähigkeit gegeben ist (BGE 122 IV 49 E. 1b 

S. 50 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6S.17/2002 vom 7. Mai 2002 E. 

1c/aa, in: Pra 2002 Nr. 157 S. 845). Konkrete Feststellungen über die Alkoholi-

sierung oder Nüchternheit haben prinzipiell Vorrang gegenüber Blutalkoholwerten. 

Ausschlaggebend für die Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit ist der psycho-

pathologische Zustand (der Rausch) und nicht dessen Ursache, die Alkoholisie-

rung, welche sich in der Blutalkoholkonzentration widerspiegelt (Entscheid des 

Bundesgerichts 6B_725/2009 E.2.; BGE 6S.17/2002 E.1.c.).  

2.2.3. Bei einem Blutalkoholgehalt von 3 Gewichtspromillen handelt es sich frag-

los und objektiv um eine massive Alkoholisierung. Allerdings ist aufgrund der  

Alkoholabhängigkeit des Beschuldigten mit entsprechendem regelmässigen,  

hohen Konsum von einer gegenüber einem Durchschnittskonsumenten erhöhten 

Alkoholtoleranz auszugehen, was auch der Gutachter ohne Weiteres bestätigt 

(Urk. 8/2 S. 41). Der Gutachter hat ebenfalls richtig zur Kenntnis genommen, dass 

der Beschuldigte sich nach der Tat gegenüber Dritten in jeder Hinsicht unauffällig 

benommen hat (Urk. 8/2 S. 43 und S. 46 mit Verweisen).  

Der Beschuldigte macht wie vorstehend zitiert zu seiner Entlastung detailliert  

geltend, er habe die Privatklägerin keinesfalls töten oder schwer verletzen wollen, 

er habe sie vielmehr erschrecken wollen, er habe sich während der Tatausfüh-

rung konkret überlegt, wie er ein Gesundheitsrisiko der Privatklägerin verhindern 

oder zumindest reduzieren könne (namentlich durch ein Umfassen der Messer-

klinge mit der Hand) und er habe dies auch getan. In der Sachverhaltserstellung 

wurde zugunsten des Beschuldigten weitgehend auf seine Angaben abgestellt, 

was denn auch zu einer im Vergleich zum eingeklagten Tatbestand milderen 

rechtlichen Qualifikation führt. Handkehrum muss sich der Beschuldigte aber auch 

bei der gerichtlichen Beurteilung der Frage, inwieweit er sich bei der Ausübung 

-   24   - 

der inkriminierten Handlung zu kontrollieren und damit zu steuern vermochte, auf 

diesen Aussagen behaften lassen. Der obzitierten bundesgerichtlichen Praxis  

folgend ist nicht allein auf die Höhe der Blutalkoholkonzentration abzustellen, 

sondern vielmehr eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen: Bei einer solchen er-

scheint die Einschätzung der Vorinstanz, der überdurchschnittlich alkohol-

tolerante Beschuldigte habe bei der Tatausführung detaillierte Überlegungen an-

gestellt (und insbesondere: diesen Überlegungen auch folgen können), weshalb 

lediglich von einer mittleren Verminderung seiner Schuldfähigkeit auszugehen sei, 

als überzeugend und ist zu übernehmen. Dieser Schluss steht im Übrigen auch 

nicht in einem unvereinbaren Widerspruch zur Einschätzung des Gutachters: 

Wohl wird dort einerseits eine "schwere Verminderung der Schuldfähigkeit"  

postuliert, andererseits (und dazu eigentlich widersprüchlich) aber auch - nur - 

von einer "erheblichen" und somit nicht von einer schweren Beeinträchtigung des  

Beschuldigten gesprochen (Urk. 8/2 S. 50); Letzteres indiziert eher eine noch mit-

telgradige als eine schwere Verminderung der Schuldfähigkeit. Wenn der Gutach-

ter auf eine schwere Verminderung der Schuldfähigkeit schliesst, weil das Tatver-

halten in Bezug auf den Tatanlass überschiessend intensiv gewesen sei sowie 

weil der Tatablauf fragmentiert gewesen sei (Urk. 8/2 S. 46), erscheint dieser 

Schluss sodann noch keinesfalls als zwingend. Enthemmung, Streitlust und  

Aggressivität sind zwar mit dem Gutachter Verhaltensmerkmale einer forensisch 

relevanten Alkoholintoxikation (Urk. 8/2 S. 44), jedoch noch keineswegs zwingend 

einer derart starken, dass daraus eine schwere Verminderung der Schuldfähigkeit 

resultieren müsste. Der Gutachter hat nachvollziehbar ausgeführt, die grosse  

Diskrepanz zwischen dem Tatverhalten des Beschuldigten und seinem gegen-

über Dritten gezeigten, unauffälligen Nachtatverhalten sei auf seine hohe affektive 

Beteiligung und den Beziehungskontext der Tat zurückzuführen (Urk. 8/2 S. 46). 

Damit ist jedoch nicht überzeugend erklärt, weshalb der Beschuldigte gegenüber 

Dritten keine erhebliche körperliche oder geistige Beeinträchtigung zeigte, wie es 

fraglos zu erwarten gewesen wäre, wenn er tatsächlich derart schwer unter Alko-

holeinfluss gestanden hätte, dass daraus eine schwere (und nicht nur relevante) 

Einschränkung seiner Steuerungsfähigkeit resultiert hätte. Somit ist mit der  

Vorinstanz von einer mittleren Verminderung der Schuldfähigkeit des Beschuldig-

-   25   - 

ten zum Tatzeitpunkt auszugehen, wenn auch näher einer schweren als einer 

leichten Verminderung.  

2.3. Ein nachvollziehbares Motiv für die Tat des Beschuldigten besteht nicht: 

Nachdem er anfänglich noch geltend machte, er sei selber von der Privatklägerin 

tätlich attackiert worden - was heute widerlegt ist -, bezeichnet der Beschuldigte 

die Privatklägerin heute als verbale "Giftspritze", die ihn provoziert habe und die 

er durch seine Tat eigentlich habe zur Raison bringen wollen (Urk. 28 S. 9ff.).  

Dabei handelt es sich klar um Schutzbehauptungen: Wohl hat die Privatklägerin 

dem Beschuldigten bei ihrer Heimkehr Vorhaltungen hinsichtlich seines Alkohol-

konsums gemacht; diese waren angesichts seiner Betrunkenheit allerdings 

schlicht angebracht und gerechtfertigt, jedenfalls in keiner Art eine Provokation, 

die einen tätlichen Angriff des Beschuldigten erklären oder gar entschuldigten 

würden. Das Tatvorgehen des Beschuldigten war daher einerseits egoistisch, 

wollte er die Privatklägerin doch schlicht zum Schweigen bringen respektive für  

ihre verbale Kritik tätlich bestrafen, und zeugt andererseits von einer grossen 

Respektlosigkeit des Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin.  

Die Beurteilung der subjektiven Tatschwere führt infolge der doch erheblich ver-

minderten Schuldfähigkeit zu einer relevanten Reduktion der gemäss der objekti-

ven Tatschwere bemessenen Einsatzstrafe um rund die Hälfte. Nach der Beurtei-

lung der Tatkomponente erscheint das Verschulden doch als erheblich und eine 

hypothetische Einsatzstrafe von 3 1/3 Jahren Freiheitsstrafe als angemessen.  

2.4. Diese ist in Abgeltung der einfachen Körperverletzung angemessen zu  

erhöhen. Der Beschuldigte hat der am Boden liegenden Privatklägerin, rittlings 

über ihr kauernd, mit dem Metall-Schaft seines Messers mehrere heftige Schläge 

auf den Kopf versetzt, was zu blutenden Wunden führte. Mit Sicherheit waren  

diese Schläge und die resultierenden Aufplatzungen der Kopfhaut schmerzhaft. 

Diese Rissquetschwunden sind heute zwar verheilt. Das Vorgehen des Beschul-

digten war jedoch grob, schon eigentlich brutal, und ebenfalls einzig durch seine 

selbstherrliche Absicht gesteuert, die Privatklägerin für ihre berechtigte Kritik an 

seiner Trinkerei zu bestrafen. Die hypothetische Einsatzstrafe für die versuchte 

-   26   - 

schwere Körperverletzung ist zur Abgeltung der einfachen Körperverletzung um 

2/3 Jahre Freiheitsstrafe auf 4 Jahre Freiheitsstrafe zu erhöhen.  

3. Zur Täterkomponente hat es die Vorinstanz unterlassen, den Werdegang und 

die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten anzuführen und einfach auf die 

Akten verwiesen (Urk. 44 S. 39), was den Anforderungen an die Begründung  

eines materiellen Strafentscheides nicht genügt (vgl. dazu Entscheide des  

Bundesgerichts 6B_402/2010 E.2.2.; 6B_236/2009; 6B_170/2011 E.1.2.) und ent-

sprechend nachzuholen ist: Der Beschuldigte ist am tt. August 1963 in D._____ 

geboren. Er hat in E._____ die Primar- und Realschule absolviert und 1983 eine 

Berufslehre als Landwirt abgeschlossen. Danach lernte der Beschuldigte seine 

frühere Ehefrau kennen, worauf 1985 die gemeinsame Tochter geboren wurde. 

Ab 1985 war er zudem in einer Baumaschinen-Unternehmung tätig. 1989 verstarb 

seine Ehefrau, worauf er 1993 die Privatklägerin kennenlernte, mit welcher er 

schon bald zusammen zog. Daraufhin kam es im Haushalt des Beschuldigten und 

der Privatklägerin zu einer Zunahme des Drogenkonsums, worauf das Arbeitsver-

hältnis des Beschuldigten in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde. 1994 

kam der gemeinsame Sohn der Privatklägerin und des Beschuldigten zur Welt. 

Danach hatte der Beschuldigte verschiedene Stellen als Handwerker inne. 1995 

musste er am Herzen operiert werden. Im Rahmen dieser Behandlung absolvierte 

er einen Heroin-Entzug und wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass er  

HIV-positiv sei. Von 1996 bis 2000 war der Beschuldigte dann bei der F._____  

angestellt. Ab 2004 erhielt er aufgrund seiner Herzerkrankung eine 50%-IV-Rente 

zugesprochen, die zwei Jahre später auf 100% erhöht wurde. Im Jahr 2007 hat 

der Beschuldigte einen Herzstillstand erlitten, worauf er sich 2008 einer erneuten 

Operation unterziehen musste. Danach war er partiell im Bereich Hauswartungen 

tätig. In jener Zeit sei der Alkohol im Haushalt des Beschuldigten und der Privat-

klägerin zu einem Problem geworden. Auslöser dafür sei gewesen, dass der  

gemeinsame Sohn an den Wochenenden nicht mehr habe nach Hause kommen 

wollen. Heute befindet sich der Beschuldigte (seit dem 20. Juni 2012) im Mass-

nahmezentrum G._____ im vorzeitigen Massnahmevollzug (Urk. 8/2 S. 16ff.; 

Urk. 28 S. 2ff.; Urk. 81 S. 1ff.). 

-   27   - 

Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich bei der Strafzumes-

sung neutral aus. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit weist er nicht auf. Straf-

mindernd ist ihm sein grundsätzliches Geständnis betreffend den äusseren  

Anklagesachverhalt anzurechnen. Umfassende Einsicht oder gar Reue kann der 

Beschuldigte jedoch nicht strafmindernd für sich reklamieren: Nach wie vor ver-

sucht er, sein Tatvorgehen zu beschönigen respektive der Privatklägerin als ver-

meintlichen Provokateurin ein Eigenverschulden zuzuschieben. Dies hat bereits 

die Vorinstanz ebenso korrekt bemerkt wie den Umstand, dass sich die Vorstrafe 

des Beschuldigten sowie das Delinquieren während laufender Probezeit (Urk. 48) 

wenn auch nicht erheblich, so doch immerhin merklich straferhöhend auswirken 

müssen (Urk. 44 S. 39).  

4. Die Beurteilung der Täterkomponente führt lediglich zu einer leichten Senkung 

der nach der Beurteilung der Tatkomponente festgesetzten hypothetischen  

Einsatzstrafe; insgesamt rechtfertigt sich eine Freiheitsstrafe von 3 2/3 Jahren.  

5. Der Anrechnung von 683 Tagen Untersuchungshaft sowie vorzeitigen Straf- 

und Massnahmevollzug steht nichts entgegen (Art. 51 sowie Art. 57 Abs. 3 StGB). 

Soweit der Verteidiger in seinem Plädoyer Kritik am bisherigen Vollzug der Mass-

nahme übt (Urk. 82 S. 4f und 14 ff.), ist er darauf hinzuweisen, dass das  

Berufungsgericht bereits aus Gründen der Zuständigkeit keine diesbezüglichen 

Anordnungen erlassen kann. 

V. Kosten 

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.-- festzu-

setzen.  

2. Im Berufungsverfahren unterliegt der anschlussappellierende Beschuldigte 

vollumfänglich, da er entgegen seinen Anträgen eine strengere rechtliche Beurtei-

lung wie auch eine höhere Sanktion erfährt. Die appellierende Anklagebehörde 

unterliegt und obsiegt mit ihren Anträgen zu gleichen Teilen. Daher sind die  

Kosten dieses Verfahrens, exklusive die Kosten der amtlichen Verteidigung,  

-   28   - 

jedoch inklusive die Kosten der Verbeiständung der Privatklägerschaft, zu ¾ dem 

Beschuldigten aufzuerlegen; der verbleibende ¼ sowie die Kosten der amtlichen 

Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 StGB), wobei für ¾ 

der Kosten der amtlichen Verteidigung eine Nachforderung gemäss Art. 135  

Abs. 4 StPO vorzubehalten ist. 

Die Rückzüge der Berufung und der Anschlussberufung durch die Privatklägerin 

erfolgten in einem derart frühen Verfahrensstadium, dass die entsprechenden 

Rechtsmittel noch zu keinerlei Aufwendungen geführt haben, weshalb der Privat-

klägerin keine Kosten aufzuerlegen sind (vgl. ZR 110 Nr. 37). 

Es wird beschlossen: 

1. Die selbständige Berufung sowie die Anschlussberufung der Privatklägerin 

A._____ werden als durch Rückzug erledigt abgeschrieben. 

2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 12. April 

2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt 

"1.-3. (…) 

4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB (Alko-

holabhängigkeit) angeordnet. 

5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012 

beschlagnahmte Klappmesser, silbern, wird definitiv eingezogen und der Bezirks-

gerichtskasse Uster zur Vernichtung überlassen. 

6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012 

beschlagnahmte Vierkantholz wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft 

auf erstes Verlangen durch die Bezirksgerichtskasse Uster herausgegeben. Sollte der 

Beschuldigte innerhalb von drei Monaten nach Eintritt der Rechtskraft das Vierkant-

holz nicht herausverlangen, so wird die Bezirksgerichtskasse Uster dazu ermächtigt, 

dieses zu vernichten. 

-   29   - 

7. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin A._____ aus 

dem erstellten Sachverhalt dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur ge-

nauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird die Privatklä-

gerin A._____ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A._____ Fr. 6'000.– zuzüglich 

5 Prozent Zins ab dem 12. Mai 2011 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag 

wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen.  

9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf  

Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 15'517.25   Auslagen Vorverfahren 

Fr. 3'000.–  Gebühr Vorverfahren 

Fr. 696.60  Kosten der Kantonspolizei 

Fr. 16'639.10  Kosten der amtlichen Verteidigung  

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  

Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der Ver-

beiständung der Privatklägerschaft werden auf die Gerichtskasse genommen; vor-

behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

11. (Mitteilungen.) 

12. (Rechtsmittel.)" 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

− der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von  
Art. 122 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB sowie  

− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB. 

-   30   - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 2/3 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 683 

Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Straf- und 

Massnahmevollzug bis und mit heute erstanden sind. 

3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland vom 30. März 2011 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tages-

sätzen zu Fr. 50.– wird widerrufen. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung (RA Dr. Y._____) 

Fr.     unentgeltliche Geschädigtenvertretung (RAin X._____) 

   

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive die Kosten der amtlichen 

Verteidigung, jedoch inklusive die Kosten der Verbeiständung der Privat-

klägerschaft, werden zu ¾ dem Beschuldigten auferlegt. Der verbleibende ¼ 

sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse 

genommen, wobei für ¾ der Kosten der amtlichen Verteidigung eine Nach-

forderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten wird. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− die Vertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden  

der Privatklägerin (versandt) 

− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Bewährungs- und Voll-
zugsdienste, … [Adresse] (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 
− die Vertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden  

der Privatklägerin 

-   31   - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Bewährungs- und  

Vollzugsdienste, … [Adresse] 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B 

7. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 25. März 2013 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic.iur. P. Rietmann 
 

 

	Urteil vom 25. März 2013
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 41 und 44)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB  sowie der mehrfachen einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 123 Ziff. 2 Abs. 1 und 5 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 2 Jahren und 9 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 336 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Urteil der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 30. März 2011 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.– wird widerrufen.
	4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB (Alkoholabhängigkeit) angeordnet.
	5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012  beschlagnahmte Klappmesser, silber, wird definitiv eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Uster zur Vernichtung überlassen.
	6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012  beschlagnahmte Vierkantholz wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf  erstes Verlangen durch die Bezirksgerichtskasse Uster herausgegeben. Sollte der...
	7. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin A._____ aus dem erstellten Sachverhalt dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird die Privatklägeri...
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A._____ Fr. 6'000.– zuzüglich 5 Prozent Zins ab dem 12. Mai 2011 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen.
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der Verbeiständung der Privat-klägerschaft werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine ...
	11. (Mitteilungen.)
	12. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	1. Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft.
	2. In Gutheissung der Anschlussberufung Aufhebung von Ziff. 1-3 des erst-instanzlichen Urteils und Schuldspruch wegen vorsätzlicher einfacher  Körperverletzung.
	3. Freiheitsstrafe von 10 Monaten.
	4. Absehen vom Widerruf für die bedingte Geldstrafe gemäss Strafbefehl vom 30. März 2010.
	5. Ausgangsgemässe Regelung der Kostenfolgen des Berufungsverfahrens.
	Eventualiter:
	1. Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft.
	2. Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils.
	3. Ausgangsgemässe Regelung der Kostenfolgen des Berufungsverfahrens.
	Der Beschuldigte sei anklagegemäss der versuchten vorsätzlichen Tötung schuldig zu sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren zu be-strafen.
	Eventualiter:
	Der Beschuldigte sei der versuchten schweren Körperverletzung schuldig zu sprechen und mit einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren zu bestrafen.
	Erwägungen:
	I. Prozessuales
	1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 12. April 2012 wurde der Beschuldigte B._____ der Gefährdung des Lebens sowie der mehrfachen einfachen Körperverletzung schuldig gesprochen und mit  2 Jahren und 9 Monaten Fre...
	2. Bereits mit Beschluss der Kammer vom 5. Dezember 2012 wurde die Rechtskraft von Urteilsdispositiv-Ziff. 4. des vorinstanzlichen Entscheides festgestellt (Urk. 62). Angesichts der vorliegend gestellten Berufungs- respektive Anschlussberufungsanträge...
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II. Schuldpunkt
	 der Beschuldigte habe kein "Halsabschneide-Zeichen" gemacht,
	 der Beschuldigte habe die Geschädigte nicht an den Haaren in die Küche  gezerrt,
	 das Aufsetzen der scharfen Seite der Messerklinge auf den Hals der Geschädigten und die Schnittbewegung mit scharfer Klinge,
	 der Beschuldigte habe die Geschädigte nicht mit einer Holzleiste geschlagen,
	 jegliche Form eines Tötungsversuchs beziehungsweise Vorsatzes der  schweren Köperverletzung.
	2.5.7. Die Anklagebehörde macht im Berufungsverfahren geltend, der Beschuldigte habe die Privatklägerin "fraglos in unmittelbare Lebensgefahr" gebracht (Urk. 45 S. 2; vgl. auch Prot. II S. 9f.). Die Verteidigung hat dies bestritten mit der Begründung,...
	2.6.3. Die Vorinstanz hat weiter erwogen, wenn der Beschuldigte die Messerklinge mit der Faust umfasst habe und die Spitze des Messers wenige Millimeter unten aus der Faust hervorstehe, wenn der Beschuldigte weiter die mit der Faust umfasste Messerkli...
	2.6.4. Die Beweiswürdigung ist dahingehend zusammenzufassen, dass der  Beschuldigte bewusst die Tatwaffe in einer Weise in der Hand hielt, welche das Risiko einer lebensgefährlichen Verletzung der Privatklägerin immerhin reduzierte, und dass er der Pr...
	2.6.5. Dass der Beschuldigte die Privatklägerin mit dem Griff des Messers mehrmals auf den Kopf geschlagen hat, was zu blutenden Wunden führte, haben der Beschuldigte und die Verteidigung im gesamten Verfahren nicht bestritten (Urk. 28 S. 14; Urk. 29 ...
	3. Rechtliche Würdigung:

	III. Widerruf
	IV. Sanktion
	2.2.1. Zur subjektiven Tatschwere was folgt: Der Beschuldigte wies zum Tatzeitpunkt eine Blutalkoholkonzentration von 3.01 Gewichtspromillen auf (Urk. 9/4). Im über den Beschuldigten erstellten psychiatrischen Gutachten wurde ausgeführt, der Beschuldi...

	V. Kosten
	Es wird beschlossen:
	1. Die selbständige Berufung sowie die Anschlussberufung der Privatklägerin A._____ werden als durch Rückzug erledigt abgeschrieben.
	2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 12. April 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt
	"1.-3. (…)
	4. Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB (Alkoholabhängigkeit) angeordnet.
	5. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012 beschlagnahmte Klappmesser, silbern, wird definitiv eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Uster zur Vernichtung überlassen.
	6. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 5. Januar 2012 beschlagnahmte Vierkantholz wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen durch die Bezirksgerichtskasse Uster herausgegeben. Sollte der B...
	7. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin A._____ aus dem erstellten Sachverhalt dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird die Privatklägeri...
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A._____ Fr. 6'000.– zuzüglich 5 Prozent Zins ab dem 12. Mai 2011 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin abgewiesen.
	9. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem  Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sowie der Verbeiständung der Privatklägerschaft werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt ein...
	11. (Mitteilungen.)
	12. (Rechtsmittel.)"
	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig
	 der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von  Art. 122 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB sowie
	 der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 2/3 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 683 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Straf- und Massnahmevollzug bis und mit heute erstanden sind.
	3. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 30. März 2011 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tages-sätzen zu Fr. 50.– wird widerrufen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive die Kosten der amtlichen Verteidigung, jedoch inklusive die Kosten der Verbeiständung der Privat-klägerschaft, werden zu ¾ dem Beschuldigten auferlegt. Der verbleibende ¼ sowie die Kosten der amtlichen ...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 die Vertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden  der Privatklägerin (versandt)
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Bewährungs- und Vollzugsdienste, … [Adresse] (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Vertreterin der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden  der Privatklägerin
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Bewährungs- und  Vollzugsdienste, … [Adresse]
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und B

	7. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.