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**Case Identifier:** 915522ec-7b57-53d1-911c-98f13ab8f23e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 15.05.2024 810 2021 269 (810 21 269)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2021-269_2024-05-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 15. Mai 2024 (810 21 269) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Ausreise aus der Schweiz / Verhältnismäs-

sigkeit 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Daniel 

Häring, Daniel Noll, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiberin i.V. Noemi 
Guntzburger 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Joël Naef, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Ausreise aus der Schweiz 

(RRB Nr. 1346 vom 28. September 2021) 
 
 
A. A.____, geboren 1968, ist kosovarischer Staatsangehöriger. Mit seiner am 21. Juni 
2023 verstorbenen Ehefrau B.____ hat er zwei im Kosovo lebende volljährige Kinder. Bevor ihm 
am 13. Januar 1997 die Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde, hatte er seit 1989 mit einer Sai-
sonbewilligung in der Schweiz gearbeitet. Am 29. November 2005 wurde ihm sodann die Nie-
derlassungsbewilligung erteilt. Über die Jahre stellte A.____ mehrere Gesuche um Familien-
nachzug, die Gesuche wurden indes mehrfach abgewiesen. C.____, geboren 2010, ist die ge-
meinsame Tochter von A.____ und D.____, welche getrennt voneinander leben. Mit Entscheid 

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vom 22. August 2012 genehmigte die Schlichtungsbehörde des Zivilgerichts Basel-Stadt den 
Minimalbetrag der monatlichen Unterhaltszahlungen von Fr. 300.--. Da diese Unterhaltsbeiträge 
durch A.____ aber regelmässig nicht bezahlt wurden, müssen sie durch den Kanton bevor-
schusst werden.  
 
B. A.____ war während seines Aufenthalts in der Schweiz unter anderem auf dem Bau 
und in der Logistik tätig. Im November 2009 verletzte er sich aufgrund eines Sturzes am rechten 
Fuss und am rechten Handgelenk. Am 25. Oktober 2011 verletzte er sich an der rechten Schul-
ter. Er musste sodann am 9. November 2011 an dieser Schulter operiert werden. Im Dezember 
2011 musste er wegen einer verschleppten Dickdarmentzündung am Darm operiert werden. 
Dabei wurde ein Teil des Dickdarms entfernt. Bei einem Sturz im August 2014 zog er sich eine 
Fraktur am linken Handgelenk zu, worauf er am 13. August 2014 operiert wurde. Seit diesen 
Unfällen und den anschliessenden Operationen leidet A.____ an behandlungsresistenten 
Schmerzen sowie unter chronischen Durchfällen. Zudem ist er psychisch stark angeschlagen. 
Er ist in Behandlung bei verschiedenen Ärzten und nimmt regelmässig Medikamente ein. Am 
20. Januar 2010 meldete sich A.____ für Leistungen der Invalidenversicherung (IV) an. Das 
Verfahren zog sich in die Länge. Am 23. April 2019 sprach die IV A.____ rückwirkend für die 
Zeit vom 1. August 2014 bis zum 31. Mai 2015 eine volle IV-Rente zu. Im Übrigen erachtete die 
IV A.____ als arbeitsfähig in einer angepassten Tätigkeit. Mit Verfügung vom 1. Dezember 2021 
wies die IV das erneute Gesuch um eine IV-Rente vom 1. September 2020 ab. Im Jahr 2020 
war der Beschwerdeführer zeitweise zu einem 20%-Pensum als Hauswart arbeitstätig. Seit dem 
1. Juni 2022 ist er stundenweise als Unterhaltsreiniger bei der E.____ GmbH angestellt. 
 
C. Seit dem 1. November 2010 bezieht A.____ mit vereinzelten Unterbrüchen Sozialhilfe, 
wobei der Bezug bis heute andauert.  
 
D. A.____ ist während seines Aufenthalts in der Schweiz mehrfach straffällig geworden. 
Mit Strafbefehl vom 10. Dezember 1997 wurde er wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln 
zu einer Busse von Fr. 600.-- verurteilt. Mit Strafbefehl des Bezirksamts Rheinfelden vom 
13. August 1999 wurde er wegen des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Führerausweisentzug 
sowie Nichtabgabe des Ausweises trotz behördlicher Aufforderung zu einer bedingten Haftstra-
fe von 10 Tagen und einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Mit Strafbefehl des Bezirksstatthal-
teramt Liestal vom 18. Juli 2001 wurde er unter anderem wegen mehrfacher Verletzung der 
Verkehrsregeln, mehrfachen Fahrens trotz Führerausweisentzug sowie mehrfacher Beschäfti-
gung eines Ausländers ohne Bewilligung zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von zwölf Ta-
gen und einer Busse von Fr. 500.-- verurteilt. Mit Strafbefehl vom 3. Mai 2005 verurteilte ihn das 
Bezirksstatthalteramt Liestal wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Busse 
von Fr. 500.--. Am 19. April 2012 wurde er von der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft wegen 
Betrugs und Verletzung der Verkehrsregeln zu einer bedingten Geldstrafe von 140 Tagessätzen 
zu Fr. 50.-- und einer Busse von Fr. 2'560.-- verurteilt. Mit Strafbefehl vom 8. August 2012 wur-
de er schliesslich wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Busse von Fr. 400.-- 
verurteilt.  
 

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E. Mit Schreiben vom 12. Dezember 2001 wurde A.____ wegen seiner Straffälligkeit und 
Schuldensituation ausländerrechtlich ermahnt. Am 2. Dezember 2013 wurde er wegen erneuter 
Straffälligkeit, seines Sozialhilfebezugs und seiner Schuldensituation abermals ermahnt. Am 
19. November 2015 gewährte ihm das Amt für Migration Basel-Landschaft (heute: Amt für Mig-
ration und Bürgerrecht [AFMB]) zum ersten Mal das rechtliche Gehör im Hinblick auf einen Wi-
derruf seiner Niederlassungsbewilligung. Mit Schreiben vom 28. Januar 2016, 7. April 2017 und 
vom 4. Mai 2020 wurde er jeweils dazu aufgefordert, Belege zu seinen Suchbemühungen (Stel-
lenbewerbungen und Absagen) einzureichen. Nachweise einer solchen Stellensuche unterblie-
ben jedoch in der Folge. Am 22. Juli 2020 wurde A.____ erneut das rechtliche Gehör betreffend 
den Widerruf der Niederlassungsbewilligung gewährt. 
 
F. Mit Verfügung vom 22. April 2020 (recte: 2021) widerrief das AFMB die Niederlas-
sungsbewilligung von A.____ und setzte ihm eine Ausreisefrist bis zum 30. Juni 2021. Mit 
Schreiben vom 5. Mai 2021 erhob A.____, vertreten durch Dieter von Blarer, Advokat in Aesch, 
gegen die Verfügung des AFMB Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat), welche er mit Schreiben vom 10. Juni 2021, fortan vertreten durch 
Joël Naef, Advokat in Aesch, begründete.  
 
G. Mit Beschluss (RRB) Nr. 1346 vom 28. September 2021 wies der Regierungsrat die 
Beschwerde ab. Der Regierungsrat begründet seinen Beschluss im Wesentlichen damit, dass 
A.____ sowohl gestützt auf das Recht auf Familienleben als auch gestützt auf den Anspruch 
auf Achtung des Privatlebens grundsätzlich ein Recht darauf habe, sich hier in der Schweiz 
aufzuhalten. In den Schutzbereich der Konventionsrechte könne allerdings eingegriffen werden, 
da der Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über Ausländerinnen 
und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 
16. Dezember 2005 gegeben sei. Sein Bezug von über Fr. 150'000.-- an Sozialhilfegeldern sei 
im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als erheblich zu qualifizieren. Auf Grund des 
Alters und seiner langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt müsse damit gerechnet werden, dass 
der Bezug von Sozialhilfe weiter fortdauern werde. Mangels Bemühungen im Rahmen der Stel-
lensuche treffe ihn ein Mitverschulden an der Sozialhilfeabhängigkeit. Der Widerruf der Nieder-
lassungsbewilligung sei sowohl geeignet als auch erforderlich, um das öffentliche Interesse der 
Reduktion der Sozialhilfeabhängigkeit zu verwirklichen. Hinsichtlich der Zumutbarkeit der Weg-
weisung sei zu berücksichtigen, dass er hier nur schlecht in der Gesellschaft integriert sei und 
im Kosovo Verwandte habe. Seinem Gesundheitszustand könne auch mit der kosovarischen 
Gesundheitsversorgung entsprochen werden. Das öffentliche Interesse an der Wegweisung sei 
aufgrund seiner Schulden und massiven Sozialhilfeabhängigkeit gewichtig. Das Kindeswohl der 
besonders vulnerablen minderjährigen Tochter und ihr entsprechendes Interesse, regelmässig 
durch ihren Vater betreut zu werden, vermöge das öffentliche Interesse indes nicht aufzuwie-
gen. Der Kontakt könne über elektronische Mittel und Ferienaufenthalte aufrechterhalten wer-
den. Dementsprechend erweise sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung als verhält-
nismässig. Die Voraussetzungen eines persönlichen Härtefalls seien sodann nicht gegeben. 
 
H. Mit Eingabe vom 30. September 2021 erhob A.____ gegen den RRB Nr. 1346 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-

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recht (Kantonsgericht). Er stellt die folgenden Rechtsbegehren: Es sei der RRB vom 
28. September 2021 aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen. Eventua-
liter sei der RRB vom 28. September 2021 aufzuheben und das AFMB anzuweisen, ihm eine 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Abklärung des 
Sachverhalts und zur neuerlichen Entscheidung an den Regierungsrat oder ans AFMB zurück-
zuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Regierungsrats. Eventua-
liter sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege mit Joël Naef, Advokat, als unentgeltlichem 
Rechtsbeistand zu gewähren. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt er unter anderem die 
Durchführung einer Parteiverhandlung und seine persönliche Anhörung durch das Gericht. Mit 
Beschwerdebegründung vom 24. November 2021 beantragte er in verfahrensrechtlicher Hin-
sicht die Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des IV-
Verfahrens.  
 
I. In seiner Vernehmlassung vom 17. Dezember 2021 schliesst der Regierungsrat auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdegegner führt in seiner Vernehmlas-
sung zusammengefasst aus, dass den Beschwerdeführer ein Mitverschulden an seiner Sozial-
hilfeabhängigkeit treffe, da sein gesundheitlicher Zustand mehrfach durch die IV abgeklärt wor-
den sei. Er sei wiederholt auf seine Pflicht zur Stellensuche hingewiesen worden. Es sei ihm 
zuzumuten, einer Erwerbstätigkeit von 20% nachzugehen, womit er die für ihn aufzuwendenden 
Sozialausgaben möglichst geringhalten könne. Prognostisch müsse von einem grossen Risiko 
der Sozialhilfeabhängigkeit ausgegangen werden. Da seine Tochter inzwischen das Teenager-
alter erreicht habe, benötige sie keine solch intensive Betreuung mehr. Der Beschwerdeführer 
besuche seine Kinder im Kosovo einmal pro Jahr, weswegen von einer fortbestehenden Ver-
bundenheit zum Heimatland ausgegangen werden könne. Da er im Kosovo weitere Geschwis-
ter habe, könnten auch diese ihn bei einer dortigen Wiedereingliederung unterstützen. Es sei 
von keiner dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustands nach einer Rückkehr in 
den Kosovo auszugehen, das Kindeswohl seiner Tochter in der Schweiz sei nicht verletzt, und 
die Wegweisung erweise sich als zumutbar. 
 
J. Mit Eingabe vom 27. Januar 2022 informierte der Beschwerdeführer darüber, dass er 
gegen die rentenablehnende Verfügung der IV vom 1. Dezember 2021 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, erhoben habe. Daher halte 
er am Verfahrensantrag, wonach das Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht bis zum rechts-
kräftigen Abschluss des IV-Verfahrens zu sistieren sei, fest. Mit Verfügung vom 3. Mai 2022 
wurde das Verfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid im Verfahren des Beschwerdeführers 
betreffend Invalidenrente sistiert. Mit Urteil des Bundesgerichts vom 5. Oktober 2023 wurde 
dessen diesbezügliche Beschwerde abgewiesen. Mit Verfügung vom 1. November 2023 wurde 
das Verfahren vor Kantonsgericht wieder an die Hand genommen und der Fall der Kammer zur 
Beurteilung überwiesen. Dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Prozessführung und 
Verbeiständung bewilligt. 
 
K. Mit Eingabe vom 9. November 2023 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers seine Honorarnote ein. Der Beschwerdeführer führt sodann aus, dass sein vermeintliches 

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"Mitverschulden" an der Bedürftigkeit, gemäss Argumentation des Regierungsrats, nun aufge-
hoben sei, da er in einem 20%-Pensum arbeite.  
 
L. Mit Verfügung vom 12. Januar 2024 ordnete das Kantonsgericht anlässlich der Urteils-
beratung vom 10. Januar 2024 eine Parteiverhandlung an. Diese wurde für den 15. Mai 2024 
terminiert. Der Beschwerdeführer hält im Rahmen der Parteiverhandlung an seinen Begehren 
fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind 
erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht – abgesehen von hier nicht 
vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
2. Streitgegenstand ist der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers sowie dessen Wegweisung aus der Schweiz.   
 
3.1. Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 f. AIG; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet in den Fäl-
len nach Art. 18 ff. und Art. 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge 
mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder 
ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat 
die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AIG oder völkerrechtliche 
Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER UEBERSAX/STEFAN SCHLEGEL, in: 
Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser/Vetterli [Hrsg.], Ausländerrecht, 3. Auflage, Basel 2022, § 9, 
Rz. 9.162 ff.). Gemäss Art. 3 Abs. 2 AIG wird Ausländerinnen und Ausländern der Aufenthalt in 
der Schweiz bewilligt, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen, humanitäre Gründe oder die Ver-
einigung der Familie es erfordern. 
 

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3.2. Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und dem Kosovo keine staats-
vertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Aufent-
halt in der Schweiz einräumen würde. 
 
3.3 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AIG verleiht die Niederlassungsbewilligung ihrem Inhaber resp. 
ihrer Inhaberin einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der 
Schweiz. Es ist somit prinzipiell von einem gesetzlichen Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Indes gelten weder der gesetzliche Anspruch nach 
Art. 34 Abs. 1 AIG noch der in Art. 8 Ziff. 1 EMRK garantierte Anspruch absolut. Vielmehr ist 
nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit 
er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesell-
schaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und Ordnung, das wirtschaftliche Wohl 
des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, 
zum Schutz der Gesellschaft und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. 
Die Konvention verlangt insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Inte-
ressen an der Bewilligungserteilung und den öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 
wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist 
(BGE 139 I 145 E. 2.2; BGE 135 I 153 E. 2.2.1; BGE 135 I 143 E. 2.1; BGE 122 II 1 E. 2; vgl. 
auch BGE 144 I 266 E. 3.7). Da sich die Interessenabwägung gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK mit 
der allgemeinen Verhältnismässigkeitsprüfung eines Bewilligungswiderrufs bzw. einer Nichtver-
längerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. Art. 96 Abs. 1 AIG; Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfas-
sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999) deckt, fallen die gebo-
tenen Prüfschritte in der Gesamtabwägung zusammen (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 14. Dezember 2022 [810 22 113] E. 5; 
KGE VV vom 2. November 2022 [810 22 85] E. 5 je mit weiteren Hinweisen). 
 
Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AIG kann die Niederlassungsbewilligung 
entzogen werden. Ein Widerrufsgrund liegt unter anderem vor, wenn die Ausländerin oder der 
Ausländer oder eine Person, für die sie oder er zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem 
Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist (Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG).  
 
4.1 Der Beschwerdegegner führt im Wesentlichen an, es liege aufgrund des erheblichen 
und dauerhaften Sozialhilfebezugs des Beschwerdeführers ein Widerrufsgrund im Sinne von 
Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG vor. Dass der Beschwerdeführer unter gesundheitlichen Beschwerden 
leide, sei unbestritten, wie im sozialversicherungsrechtlichen Verfahren jedoch eingehend ab-
geklärt, sei ihm eine Arbeitstätigkeit in einer angepassten Beschäftigung zuzumuten. Aufgrund 
des Mangels an Bemühungen seitens des Beschwerdeführers zur Aufgleisung einer Arbeitstä-
tigkeit, sei die andauernde Sozialhilfeabhängigkeit als mitverschuldet anzusehen. Allerdings 
bestehe zu seiner minderjährigen Tochter durchaus eine affektiv und wirtschaftlich enge Bezie-
hung, welche bei einer Wegweisung des Beschwerdeführers nicht mehr auf diese Weise gelebt 
werden könnte. Grundsätzlich habe er daher gemäss Art. 8 EMRK ein Recht auf Aufenthalt in 
der Schweiz. Das Konventionsrecht gelte jedoch nicht absolut. Bei Vorliegen der Eingriffsvo-
raussetzungen sei ein Eingriff in den Schutzbereich möglich. Eine solche Konstellation sei vor-
liegend gegeben; der Beschwerdeführer erfülle den Widerrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. c 

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AIG und der Widerruf sei verhältnismässig. Die Tochter des Beschwerdeführers sei durchaus 
vulnerabel, da ihre Mutter psychisch angeschlagen sei. Dennoch vermöge das Kindsinteresse 
das öffentliche Interesse an einer Wegweisung nicht aufzuwiegen. Die Belassung der Nieder-
lassungsbewilligung bedeute eine finanzielle Belastung der Allgemeinheit, weswegen dem öf-
fentlichen Interesse grosses Gewicht zuzumessen sei. Der Kontakt zur Tochter könne dank 
modernen Kommunikationsmitteln überdies ohne weiteres aufrechterhalten werden. Daher zei-
ge sich der Widerruf und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz als verhält-
nismässig. Ein Härtefall liege im Übrigen nicht vor.  
 
4.2 Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer vor, dass ihn kein Verschulden an der 
Sozialhilfeabhängigkeit treffe. Die Einschätzung der IV basiere auf einem hypothetischen aus-
geglichenen Arbeitsmarkt, welcher in der Realität nicht existiere. Die ausländerrechtliche Ver-
schuldensfrage betreffend die Sozialhilfeabhängigkeit könne abweichend von den Erkenntnis-
sen der IV beantwortet werden. Er habe sich stets um eine Stelle bemüht. Eine Anstellung, wel-
che mit seinen gesundheitlichen Beschwerden vereinbar sei, sei jedoch äusserst schwer zu 
finden. Nichtsdestotrotz gehe er seit dem 1. Juni 2022 einer Arbeitstätigkeit im Umfang von bis 
zu zehn Stunden wöchentlich nach. Hinsichtlich weiterer öffentlicher Interessen sei zu berück-
sichtigen, dass er eine gute Legalprognose habe, da seine Straffälligkeit über zehn Jahre zu-
rückliege. Es bestehe keine Gefahr einer fortgesetzten Schuldenwirtschaft. Dass er den Kin-
desunterhalt nicht bezahlen könne, kompensiere er mit regelmässigen Betreuungsleistungen, 
welche über das vereinbarte Besuchsrecht hinausgehen würden, und Gelegenheitseinkäufen 
für seine Tochter, was von deren Mutter bestätigt werde. Sein Verbleib in der Schweiz sei an-
gezeigt, um Fremdbetreuungskosten zu verhindern. Sein Freundeskreis sei aktenkundig, dem-
gemäss sei er in der Schweiz gut integriert. Es liege im Interesse seiner Tochter, dass er sich 
weiterhin für sie engagieren könne. Der Regierungsrat nehme in widersprüchlicher Weise an, 
dass die Vater-Tochter-Beziehung durch die Wegweisung nicht beendet werde. Aufgrund der 
prekären finanziellen Verhältnisse könnten allerdings weder er noch die Kindsmutter die Flüge 
finanzieren, um Treffen mit seiner Tochter zu ermöglichen. Dies würde tiefe Narben bei seiner 
Tochter hinterlassen, was durch eine über Skype gelebte Beziehung nicht abgewendet werden 
könne. Im Weiteren führt der Beschwerdeführer an, im Kosovo verfüge er über kein tragfähiges 
soziales Netz. Seine beiden volljährigen Kinder seien arbeitslos, weswegen sie ihn nicht unter-
stützen könnten. Überdies könne ihm die gesundheitliche Versorgung im Kosovo nicht gewähr-
leistet werden. Vom geringen Betrag der kosovarischen Sozialhilfe könnte er sich die nötigen 
Medikamente und die Gesprächstherapie nicht finanzieren. Aufgrund seiner Suizidalität sei die 
Gesprächstherapie für ihn lebensnotwendig. Eine Wegweisung verstosse unter diesen Umstän-
den gegen das Völkerrecht. Bei einer Aufenthaltsdauer über 15 Jahren sei die Niederlassungs-
bewilligung ausserdem nur mit grosser Zurückhaltung zu widerrufen. Somit seien der Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung und seine Wegweisung unverhältnismässig. Andernfalls sei auf-
grund seiner gesundheitlichen Situation eine Härtefallbewilligung zu erteilen. 
 
4.3 An der Parteiverhandlung vom 15. Mai 2024 macht der Beschwerdeführer geltend, er 
habe lange nach einer Stelle gesucht und über 100 Bewerbungen verschickt. Inzwischen habe 
er eine Stelle gefunden und arbeite in X.____ als Hauswart. Dies mache ihn sehr glücklich und 
die Arbeit tue ihm gut. Das Pensum hänge von seinen Schmerzen und seiner psychischen Ver-

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fassung ab, er arbeite nicht täglich. Er hoffe, seine Schulden irgendwann abbauen zu können. 
Betreffend seine familiären Verhältnisse gibt er an, zu seinen älteren Kindern im Kosovo nur 
wenig Kontakt zu haben. Er telefoniere etwa einmal alle acht Monate mit ihnen. Das Verhältnis 
sei schwierig und die beiden würden keinen Kontakt zu ihm wünschen. Seine jüngere Tochter in 
der Schweiz sehe er hingegen häufig. Jeden zweiten Tag telefoniere er mit ihr und er treffe sie 
circa zweimal wöchentlich. Auch Ferien verbringe er mit ihr. Die Tochter wohne grundsätzlich 
bei ihrer Mutter, aufgrund deren schizophrener Erkrankung übernehme er bei Bedarf jedoch die 
Betreuung seiner Tochter. Daneben habe er einige Freunde sowie zwei seiner Geschwister in 
der Schweiz. Der Beschwerdeführer führt an, die Schweiz sei seine Heimat, er lebe hier seit 34 
Jahren und fühle sich heimischer als im Kosovo.  
 
5.1 Beim Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines Ausländers wegen Bedürftigkeit 
geht es in erster Linie darum, eine zusätzliche künftige Belastung der öffentlichen Wohlfahrt zu 
vermeiden. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, ist kaum je mit Sicherheit zu ermitteln. Es 
muss daher die wahrscheinliche Entwicklung der finanziellen Situation der ausländischen Per-
son berücksichtigt werden (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_42/2011 vom 23. August 2012 
E. 5.4; 2C_685/2010 vom 30. Mai 2011 E. 2.3.1 f.). Es wird eine konkrete Gefahr der Sozialhil-
feabhängigkeit vorausgesetzt, wobei blosse finanzielle Bedenken nicht genügen und nicht auf 
Hypothesen und pauschalierte Gründe abgestellt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_184/2018 vom 16. August 2018 E. 2.3). Neben den bisherigen und den aktuellen Verhält-
nissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht in die Beurteilung 
miteinzubeziehen. Ein Widerruf fällt in Betracht, wenn eine Person hohe finanzielle Unterstüt-
zungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft selber 
für ihren Lebensunterhalt sorgen wird (Urteil des Bundesgerichts 2C_98/2018 vom 7. November 
2018 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen.). Nach der Rechtsprechung kann bereits ein Betrag von 
Fr. 50'000.-- als erheblich gelten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_813/2019 vom 5. Februar 
E. 2.3; im Urteil des Bundesgerichts 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.3 wurde der 
dort bezogene Betrag von Fr. 280'000.-- als erheblich bezeichnet). Für die Qualifikation einer 
Sozialhilfeabhängigkeit als dauerhaft muss sie retrospektiv schon einige Zeit angedauert haben. 
Bei der Niederlassungsbewilligung kann die nötige Schwelle grundsätzlich ab einer Bezugs-
dauer von mindestens zwei bis drei Jahren erreicht sein (vgl. MICHAEL SPRING, Der Bewilli-
gungswiderruf im schweizerischen Ausländerrecht, Dissertation Zürich/St. Gallen 2022, 
Rz. 510). Massgeblich ist jedoch auch immer eine Prognose zur voraussichtlichen Entwicklung 
der finanziellen Situation in Berücksichtigung der Einkommensaussichten sämtlicher Familien-
mitglieder (vgl. MARC SPESCHA, in: Kommentar Migrationsrecht, 5. Aufl., Zürich 2019, Rz 19 zu 
Art. 63 AIG; Urteil des Bundesgerichts 2C_458/2019 vom 27. September 2019 E. 3.2). Inwie-
fern die Sozialhilfeabhängigkeit im konkreten Fall auf ein Selbstverschulden des Beschwerde-
führers zurückzuführen ist, spielt einzig bzw. erst im Rahmen der Prüfung der Verhältnismäs-
sigkeit der ausländerrechtlichen Massnahme eine Rolle (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_291/2019 vom 8. August 2019 E. 4.1). 
 
5.2 In seinem Entscheid vom 28. September 2021 betrachtet der Beschwerdegegner den 
Widerrufsgrund der dauerhaften und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit als erfüllt und bejaht 
die Verhältnismässigkeit des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung. Der Beschwerdeführer 

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bezieht seit dem Jahr 2010 mit kurzen Unterbrüchen Sozialhilfegelder der Sozialhilfebehörden 
W.____ und V.____. Im April 2024 beliefen sich die bezogenen Unterstützungsleistungen auf 
über Fr. 300'000.--. Dieser Sozialhilfebezug ist zweifellos als dauerhaft und erheblich im Sinne 
der Rechtsprechung zu bezeichnen. Im Zeitraum vom 19. April 2019 bis 19. April 2024 ist der 
Beschwerdeführer sodann mit neun Betreibungen im Gesamtbetrag von Fr. 36'281.20 ver-
zeichnet. In der Verlustscheinkontrolle vom 1. Januar 1988 bis 19. April 2024 ist er schliesslich 
mit 44 Verlustscheinen im Gesamtbetrag von Fr. 121'375.90 registriert. Mit dem Beschwerde-
gegner ist folglich festzustellen, dass beim Beschwerdeführer von einer erheblichen Verschul-
dung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auszugehen ist. Dass der Beschwer-
degegner unter den damaligen Umständen am 28. September 2021 davon ausging, dass eine 
konkrete Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Sozialhilfeabhängigkeit vorliegt, ist nicht zu 
beanstanden. Nach seiner langjährigen Sozialhilfeabhängigkeit und Absenz vom Arbeitsmarkt 
war die Erwerbssituation des Beschwerdeführers damals weder stabil noch nachhaltig. Da der 
Beschwerdeführer über keine Ausbildung verfügt und massive gesundheitliche Schwierigkeiten 
aufweist, durfte davon ausgegangen werden, dass er nicht in der Lage sein würde, über längere 
Zeit selbst vollumfänglich für seinen Lebensunterhalt aufzukommen. Zwar ist der Beschwerde-
führer seit dem 1. Juni 2022 im Rahmen einer Tätigkeit als Unterhaltsreiniger in einem Pensum 
von bis zu 58 Stunden monatlich bei der E.____ GmbH tätig, bei einem solch niedrigen Arbeits-
pensum vermag sich der Beschwerdeführer jedoch nicht eigenständig zu finanzieren. Es ist 
daher auch in der Zukunft mit einem Sozialhilfebezug zu rechnen. Somit ist weiterhin mit an 
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer Belastung der öffentlichen Wohlfahrt aus-
zugehen. Der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG ist demgemäss erfüllt und den Er-
wägungen des Beschwerdegegners insofern zuzustimmen. 
 
6.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und damit die Wegweisung hat im Weite-
ren verhältnismässig zu sein. Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit muss eine Verwal-
tungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet und 
notwendig sein. Ausserdem muss der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu 
den Belastungen stehen, die dem Privaten auferlegt werden (vgl. ULRICH HÄFELIN/GEORG 
MÜLLER/FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, 
Rz. 514 ff.). Im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung sind die bekannten Kriterien wie 
Dauer der Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz, berufliche Situation, Wirt-
schafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten sowie Integrationsgrad zu berücksichti-
gen (BGE 135 II 377 E. 4.3; statt vieler KGE VV vom 11. November 2020 [810 20 117] E. 8.1). 
Beim Widerrufsgrund der Sozialhilfeabhängigkeit sind daneben insbesondere die Hintergründe, 
warum eine Person sozialhilfeabhängig wurde, und somit das Verschulden der ausländischen 
Person in den Entscheid miteinzubeziehen und zu würdigen, aber auch die der betroffenen 
Person und ihrer Familie drohenden Nachteile zu beachten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_709/2019 vom 17. Januar 2020 E. 4). Zudem kann eine Erkrankung bzw. Arbeitsunfähig-
keit, welche (auch im Zusammenspiel mit anderen Ursachen) zur Sozialhilfeabhängigkeit ge-
führt hat, der betroffenen Person nicht unbesehen zum Vorwurf gemacht werden. "Nicht unbe-
sehen" meint, dass die Umstände des Einzelfalls gebührend gewürdigt werden müssen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 2C_13/2018 vom 16. November 2018 E. 3.5). Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung ist bei vorgängigen IV-Verfahren von verschuldetem Sozialhilfebe-

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zug auszugehen, wenn nach der rechtskräftigen Abweisung des bereits dritten Gesuchs um 
eine IV-Rente definitiv nicht mehr mit der Zusprache einer IV-Rente gerechnet werden kann 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_716/2021 vom 18. Mai 2022 E. 3.2 ff.). Da die Tochter des 
Beschwerdeführers kraft einer Härtefallbewilligung ein Aufenthaltsrecht hat und er schon lange 
in der Schweiz lebt, ergibt sich die Notwendigkeit einer Interessenabwägung darüber hinaus 
aus Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts 
2C_773/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 3.3). Landesrechtlich wie konventionsrechtlich sind 
auch bei dieser Interessenabwägung namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der 
Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner 
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_797/2019 
vom 20. Februar 2020 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_17/2013 vom 22. Oktober 2013 
E. 2.4; BGE 135 II 377 E. 4.3; KGE VV vom 12. Dezember 2021 [810 21 123] E. 9.1). Dem Kin-
desinteresse kommt bei der Interessenabwägung regelmässig eine gewichtige Bedeutung zu 
(KGE VV vom 1. April 2020 [810 2019 156] E. 10.2).  
 
6.2 Mit dem Beschwerdegegner ist festzuhalten, dass der Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung mit der Wegweisung aus der Schweiz als geeignetes Mittel erscheint, das Interesse an 
der Entlastung der öffentlichen Wohlfahrt zu wahren. Der Beschwerdeführer wurde in den Jah-
ren 2001 und 2013 bereits ausländerrechtlich ermahnt sowie 2016, 2017 und 2020 dazu aufge-
fordert, beim AFMB Stellenbemühungen nachzuweisen. In den Jahren 2015 und 2020 wurde 
ihm das rechtliche Gehör betreffend den in Aussicht gestellten Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung gewährt. Eine Verhaltensänderung des Beschwerdeführers wurde im Anschluss an 
diese Massnahmen jedoch nicht erreicht. Namentlich reichte er die geforderten Nachweise über 
Bemühungen zur Erwerbstätigkeit nicht ein. Hinzu kommt, dass dem Beschwerdeführer mehr-
mals das rechtliche Gehör gewährt wurde und er auch dort keine Unterlagen, die seine Integra-
tionsbemühungen belegen könnten, eingereicht hat. Obwohl er mehrere Chancen erhalten hat, 
ist es ihm nicht gelungen, die Integrationsdefizite zu beseitigen oder zumindest dahingehende 
Bemühungen aufzuzeigen. Die Integrationsdefizite liegen überdies seit einem längeren Zeit-
raum vor. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass der Widerruf verfügt wurde, um die ge-
wünschte nachhaltige Wirkung zu erzielen.  
 
6.3.1 Nach dem Gesagten bleibt noch zu prüfen, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilli-
gung und die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz zumutbar sind. Der Be-
schwerdeführer hat aufgrund seiner langen Anwesenheit in der Schweiz, seiner familiären Ver-
wurzelung hier und seiner stark beeinträchtigten gesundheitlichen Situation ein grosses Interes-
se an der Beibehaltung der Niederlassungsbewilligung. Zugunsten des Beschwerdeführers ist 
zu berücksichtigen, dass aufgrund seiner unbestrittenen gesundheitlichen Beschwerden Inte-
grationsschwierigkeiten bestehen. Es wäre aber mit entsprechendem Willen möglich gewesen, 
an diesen Defiziten zu arbeiten und sich zumindest um eine Verbesserung seiner wirtschaftli-
chen Lage zu bemühen, was er jedoch über mehrere Jahre nicht tat, dies trotz mehrfacher aus-
länderrechtlicher Ermahnungen, wiederholter Aufforderungen zum Einreichen seiner Stellen-
suchbemühungen und der zweimaligen Erteilung des rechtlichen Gehörs durch das AFMB be-
treffend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung. Die wirtschaftliche Integration des Be-
schwerdeführers muss insofern als gescheitert betrachtet werden. Der Erhalt einer Stellenzusa-

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ge liegt zwar nicht in der Kontrolle des Beschwerdeführers, seine Bemühungen darum aber 
durchaus. Daher kann zumindest von einem Mitverschulden des Beschwerdeführers an seiner 
langjährigen Sozialhilfeabhängigkeit ausgegangen werden. Im Weiteren wurde der Beschwer-
deführer während seinem Aufenthalt in der Schweiz mehrfach straffällig. Obschon den began-
genen Delikten im vorliegenden Kontext eher geringe Relevanz zukommt, zeigen sie auf, dass 
der Beschwerdeführer es mit der Rechtsordnung nicht immer so genau nahm. Es handelt sich 
auch in dieser Hinsicht um eine mangelhafte Integration seitens des Beschwerdeführers.  
 
6.3.2 Mit Blick auf seine physischen und psychischen Beschwerden führt der Beschwerde-
führer sodann an, seine gesundheitliche Versorgung sei bei einer Rückkehr in den Kosovo nicht 
gewährleistet. Zwar existiere im Kosovo ein kostenpflichtiges Angebot an psychiatrischen Klini-
ken, die notwendige Gesprächstherapie könne er sich jedoch mit der dortigen Unterstützung 
durch die Sozialhilfe nicht leisten. Darüber hinaus würden psychische Krankheiten im Kosovo 
auch heute noch tabuisiert und die Betroffenen stigmatisiert. Der behandelnde Psychiater in der 
Schweiz schliesst sich dem mit den Berichten vom 25. Mai 2021 sowie 12. Oktober 2021 an, 
und führt weiter aus, mangelnder Zugang zu psychiatrischer und medikamentöser Behandlung 
hätte erheblichen Einfluss auf den Beschwerdeführer. Falls dieser die Schweiz verlassen müs-
se, bestehe das Risiko eines (erweiterten) Suizids. Der Beschwerdeführer sei darauf angewie-
sen, die Gesprächstherapie bei ihm weiterzuführen. Vertrauen zu einem neuen Therapeuten 
aufzubauen falle ihm ausgesprochen schwer. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
lassen Gesundheitsbeschwerden eine Wegweisung jedoch erst dann als unverhältnismässig 
erscheinen, wenn eine ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung im Heimatstaat eine 
drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheitszustands nach sich zie-
hen würde. Der blosse Umstand, dass das Gesundheits- oder Sozialversicherungswesen in 
einem anderen Staat mit demjenigen in der Schweiz nicht vergleichbar ist, hat ferner nicht die 
Unzumutbarkeit der Rückreise zur Folge (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_119/2023 vom 
26. Januar 2024 E. 6.4.3.). Obgleich der medizinische Versorgungsstandard im Kosovo nicht 
dem schweizerischen Niveau entsprechen mag, verfügt der Kosovo über eine stabile Gesund-
heitsversorgung, welche sich auch auf den Fachbereich der Psychiatrie bezieht. Mit einer le-
bensbedrohlichen Verschlechterung seines gesundheitlichen Zustands ist beim Beschwerde-
führer bei einer Rückreise in den Kosovo nicht zu rechnen. Überdies wird ein weiter Personen-
kreis, welcher unter anderem Menschen mit Behinderungen, Invalide und Sozialhilfeempfänger 
umfasst, finanziell unterstützt bzw. von der Zahlungspflicht für medikamentöse oder anderweiti-
ge Behandlungen ausgenommen (vgl. Bericht des Staatssekretariats für Migration vom 9. März 
2017, Focus Kosovo, Medizinische Grundversorgung; Bericht des Staatssekretariats für Migra-
tion vom 25. Oktober 2016, Focus Kosovo, Behandlungsangebote bei psychischen Erkrankun-
gen). Insofern führt die bessere gesundheitliche Versorgung in der Schweiz nicht zur Unzumut-
barkeit des Entzugs der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers.  
 
6.3.3 Weiter ist auf seine Verwurzelung im Kosovo einzugehen. Der Beschwerdeführer hält 
sich nunmehr seit 35 Jahren in der Schweiz auf. Seine im Kosovo wohnhafte Ehefrau ist am 
21. Juni 2023 verstorben. Ihm verbleiben in seinem Heimatland seine beiden volljährigen Kinder 
und weitere Verwandte. Der Beschwerdeführer verbrachte die ersten 21 Jahre seines Lebens 
im Kosovo, ist folglich mit den Gepflogenheiten vertraut, spricht die Sprache und besucht sein 

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Heimatland wiederkehrend. Es dürfte ihm möglich sein, sich im Kosovo wieder zu integrieren, 
eine Wegweisung erscheint daher in sozialer Hinsicht ebenfalls zumutbar.  
 
6.3.4 Der Beschwerdeführer bezieht, wie vorgängig ausgeführt, seit dem Jahr 2010 mit Un-
terbrüchen Sozialhilfeleistungen, wobei der Bezug bis heute andauert. Zum Zeitpunkt des Ent-
scheids durch den Beschwerdegegner kam der Beschwerdeführer seiner Schadenminderungs-
pflicht nur unzureichend nach, indem er es unterliess, sich regelmässig zu bewerben und seine 
Bemühungen für die Behörden zu dokumentieren. Das Kantonsgericht beurteilt dahingegen die 
Sachlage zum Zeitpunkt des Entscheids durch die Beschwerdeinstanz. Zwischenzeitlich hat 
sich die Situation des Beschwerdeführers verändert. Seit Juni 2022 ist er bei der E.____ GmbH 
in X.____ im Umfang von bis zu 58 Stunden monatlich arbeitstätig und kommt insofern seiner 
Schadenminderungspflicht nach. Wie sich aus den Akten ergibt, zeigte sich der Beschwerde-
führer imstande, sein Pensum schrittweise zu erhöhen. Die Annahme, dass der Beschwerde-
führer im primären Arbeitsmarkt eine 80%-Arbeitsstelle finden wird, erscheint illusorisch. Der 
monatliche Bezug könnte sich künftig aufgrund der wiederaufgenommenen Arbeitstätigkeit des 
Beschwerdeführers in geringem Masse reduzieren, eine gänzliche Loslösung von der Sozialhil-
fe ist aufgrund der mannigfaltigen gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers, 
seiner fehlenden Berufsausbildung sowie seines Alters jedoch nicht zu erwarten. Seit der Auf-
nahme einer Arbeitstätigkeit kommt er seiner Schadenminderungspflicht nach. So kann der So-
zialhilfebezug des Beschwerdeführers in der aktuellen Situation nicht mehr als verschuldet an-
gesehen werden.  
 
6.3.5 Dem öffentlichen Interesse an der Entlastung der öffentlichen Wohlfahrt stehen ver-
schiedene private Interessen des Betroffenen gegenüber. Die Mutter seiner minderjährigen 
Tochter ist aufgrund einer schizophrenen Erkrankung wiederholt in psychiatrischer Behandlung 
und kann sich währenddessen nicht um C.____ kümmern. Während diesen Zeitperioden über-
nimmt der Beschwerdeführer die Betreuung seiner Tochter vollumfänglich. Wäre der Be-
schwerdeführer dagegen im Ausland wohnhaft, müsste C.____ während der Klinikaufenthalte 
ihrer Mutter fremdbetreut werden. Neben der persönlichen Betreuung seiner Tochter, ist der 
Beschwerdeführer bemüht, nach Kräften zu ihrem finanziellen Unterhalt beizutragen. Er macht 
ihr gelegentlich Geschenke oder kauft ihr Kleidung und Schuhe. Im Einklang mit dem Be-
schwerdegegner ist von einer wirtschaftlich und affektiv engen Beziehung des Beschwerdefüh-
rers zu seiner Tochter auszugehen. Der Beschwerdegegner bringt ferner vor, die familiäre Be-
ziehung könne dank moderner Kommunikationsmittel auch nach einem Umzug des Beschwer-
deführers in den Kosovo weitergelebt werden. Diese Annahme ist hingegen kritisch zu würdi-
gen. Für die Tochter, welche sich ohnehin in einer vulnerablen Position befindet, ist telefoni-
scher Kontakt zweifellos nicht mit persönlicher Betreuung gleichzusetzen. Die Wegweisung des 
Vaters in den Kosovo würde einen massiven Einschnitt im Leben der Tochter darstellen und ihr 
nahes Umfeld weiter destabilisieren. Auch für den Beschwerdeführer wäre eine räumliche 
Trennung emotional und mental nur schwer erträglich. Die Distanz zur Tochter in der Schweiz 
würde fraglos eine umfassend schlechtere Perspektive für den psychisch stark angeschlagenen 
Beschwerdeführer bewirken. Demgemäss kann dem Beschwerdegegner, trotz seiner einge-
henden Prüfung der Sachlage, im Ergebnis aufgrund der aussergewöhnlichen Konstellation 
nicht gefolgt werden. Dem Kindswohl kommt vorliegend eine gewichtige Bedeutung zu, zumal 

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die der Tochter des Beschwerdeführers drohenden Nachteile schwer wiegen. Der Entzug der 
Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung des Beschwerdeführers stellen sich in diesem 
Kontext als unzumutbar dar. 
 
6.4 Im Rahmen einer Gesamtwürdigung ist festzustellen, dass die öffentlichen Interessen 
an der Wegweisung des Beschwerdeführers die privaten Interessen an dessen Verbleib in der 
Schweiz, welche insbesondere mit Blick auf das Kindeswohl als hoch zu gewichten sind, nicht 
zu überwiegen vermögen. Da der Beschwerdeführer inzwischen eine Arbeitstätigkeit aufge-
nommen hat, insofern seiner Schadenminderungspflicht nachkommt, und es sich aufgrund sei-
ner familiären Konstellation mit einer äusserst vulnerablen minderjährigen Tochter in der 
Schweiz vorliegend um ein aussergewöhnliches Schicksal handelt, stellt sich der Entscheid des 
Beschwerdegegners als unzumutbar dar. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz erweisen sich demnach als unver-
hältnismässig.  
 
7. Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AIG). Überdies steht seit dem 1. Januar 2019 
die sogenannte Rückstufung als neue ausländerrechtliche Massnahme zur Verfügung (Art. 63 
Abs. 2 AIG). Art. 63 Abs. 2 AIG sieht vor, dass die Niederlassungsbewilligung widerrufen wer-
den und durch eine Aufenthaltsbewilligung ersetzt werden kann, wenn die Integrationskriterien 
nach Art. 58a AIG nicht (oder nicht mehr) erfüllt sind. Der Rückstufung kommt dabei eine eigen-
ständige, vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung unabhängige Bedeu-
tung zu. Mit ihr soll (präventiv) erreicht werden, dass die betroffene Person zukünftig ihr Verhal-
ten ändert und sich besser integriert; es geht jeweils darum, ein ernsthaftes Integrationsdefizit 
zu beseitigen, wobei den persönlichen Umständen Rechnung zu tragen ist (vgl. Art. 58a Abs. 2 
AIG; Art. 77 f. der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 
24. Oktober 2007; BGE 148 II 1 E. 2.4 mit Hinweisen). Durch den Beschwerdegegner bleibt 
demnach zu prüfen, ob eine ausländerrechtliche Verwarnung oder allenfalls eine Rückstufung 
des Aufenthaltsstatus des Beschwerdeführers in Betracht kommt. 
 
8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen und die Angelegenheit zur 
Überprüfung einer ausländerrechtlichen Verwarnung oder Rückstufung an das AFMB zurück-
zuweisen.  
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Mass auferlegt. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- 
sind ausgangsgemäss dem Beschwerdegegner aufzuerlegen.  
 
9.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist dem Be-
schwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners zuzusprechen. Der 

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Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in seiner Honorarnote vom 9. November 2023 
einen Aufwand von gesamthaft 17.25 Stunden zu einem Stundensatz in der Höhe von Fr. 250.-- 
sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 268.80 geltend, was angemessen ist. Für die heutige Par-
teiverhandlung sind zusätzlich 4 Stunden hinzuzurechnen, was einem Aufwand von insgesamt 
21.25 Stunden entspricht. Demzufolge hat der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'015.05 (inkl. Auslagen und 7.7 % bzw. 8.1 % MWST) 
auszurichten. Bezüglich der Neuverlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens ist die 
Angelegenheit an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft zurückzuweisen. 
  

Seite 15 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Regierungsrats 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1346 vom 28. September 2021 betref-
fend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Ausreise aus der 
Schweiz aufgehoben und die Angelegenheit zur Überprüfung einer allfäl-
ligen Rückstufung oder Verwarnung im Sinne der Erwägungen an das 
Amt für Migration und Bürgerrecht zurückgewiesen.  

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen.  

   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
 

 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat dem Beschwerde-
führer eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6'015.05 (inkl. Aus-
lagen und 7.7 % bzw. 8.1 % MWST) auszurichten.  

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.