# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbd69c8c-400c-5fa1-896b-d880f6c8146a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.09.2009 IV 2008/108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2008-108_2009-09-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2008/108

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 02.07.2020

Entscheiddatum: 21.09.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2009
Art. 28 IVG: Anspruch auf eine Invalidenrente; Würdigung eines 
interdisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 21. September 2009, IV 2008/108).

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 21. September 2009

in Sachen

P.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Erdös, Kanzleistrasse 80, 8004 Zürich,

gegen 

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente (Wiederanmeldung)

Sachverhalt:

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A.  

A.a P.___, Jahrgang 1974, meldete sich im März 2000 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an und beantragte berufliche Massnahmen (Berufsberatung und 

Arbeitsvermittlung) (IV-act. 1). Dr. med. A.___, Rheumatologie FMH, diagnostizierte im 

Gutachten vom 30. Dezember 2000 (IV-act. 11) u.a. ein chronisches 

Lumbovertebralsyndrom, eine Schmerzverarbeitungsstörung, eine minimale 

linksmediolaterale Diskusvorwölbung L5/S1 ohne Kompromitierung und eine 

Dekonditionierung. Für eine körperlich leichte Arbeit mit maximalen Einzellasten von 8 

bis 10kg sei die Versicherte als arbeitsfähig zu erachten. Dabei sei repetitives Heben zu 

vermeiden und Wechselpositionen mit Stehen und Gehen sowie Sitzen seien 

notwendig. Mit Verfügung vom 3. Mai 2001 lehnte die IV-Stelle das Gesuch um 

berufliche Massnahmen ab (IV-act. 14).

A.b Im Verlaufsbericht vom 19. März 2002 (IV-act. 15) stellte Dr. med. B.___, 

Allgemeine Medizin, eine Verschlechterung des Gesundheitszustands fest und 

beantragte für die Versicherte die Ausrichtung einer Invalidenrente. Der Antrag auf 

berufliche Massnahmen sei irrtümlich statt eines Antrags auf eine Rente gestellt 

worden. Am 16. Mai 2002 beauftragte die IV-Stelle die MEDAS Universitätskliniken 

Basel mit einer interdisziplinären Begutachtung (IV-act. 18). Im Gutachten vom 11. April 

2003 (IV-act. 22) wurden die Diagnosen undifferenzierte Somatisierungsstörung, 

mittelgradig depressive Verstimmung, Verdacht auf Panikstörung, chronifiziertes 

lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit intermittierender Schmerzausstrahlung ins 

rechte Bein und chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom gestellt. Für die 

zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Verpackerin bestehe keine verwertbare Arbeitsfähigkeit. 

Für nicht rückenbelastende, leichte bis höchstens mittelschwere Verweistätigkeiten 

ohne repetitives Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten von mehr als 5 bis 7kg, ohne 

signifikante Überkopftätigkeitsanteile und ohne signifikante gebückt zu verrichtende 

Tätigkeitsanteile sowie ohne repetitive Torsionsbewegungen des Oberkörpers sei eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit, entsprechend 5 bis 6 Stunden pro Tag, zumutbar. Mit 

Verfügung vom 31. Juli 2003 (IV-act. 29) wies die IV-Stelle das Leistungsgesuch für 

eine Invalidenrente ab. Auf Einsprache hin wurde am 27. Oktober 2003 (IV-act. 41) die 

Verfügung vom 31. Juli 2003 widerrufen und es wurden weitere Abklärungen 

angeordnet. Gestützt auf einen Zusatzbericht der MEDAS Basel vom 19 Januar 2004 

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wurde mit Verfügung vom 18. Februar 2004 (IV-act. 52) der Anspruch auf eine 

Invalidenrente erneut verneint. Es sei der Versicherten weiterhin zumutbar, bei 

leidensangepasster Tätigkeit im Rahmen von 70% erwerbstätig zu sein. Der 

Invaliditätsgrad betrage 29.91%, weshalb sie keinen Anspruch auf eine Invalidenrente 

habe. Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die IV-Stelle mit 

Einspracheentscheid vom 13. Juli 2004 (IV-act. 64) ab. Ebenso wurde die Beschwerde 

vom 13. September 2004 (IV-act. 69) durch das Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen mit Entscheid vom 28. Dezember 2004 (IV-act. 76) abgewiesen. Schliesslich 

wies das Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 18. Juli 2005 die 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab (IV-act. 80).

A.c Im Februar 2007 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug von IV-Leistungen 

an und beantragte die Ausrichtung einer Rente (IV-act. 83). Dr. med. C.___, Fachärztin 

Neurologie FMH und Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH, stellte im 

Bericht vom 28. Juni 2006 (IV-act. 85) die Diagnosen Verdacht auf L5/S1-Syndrom bei 

bekannten Diskushernien und Migraine accompagnée. Die Versicherte sei in ihrem 

gegenwärtigen Zustand zu 100% arbeitsunfähig. Dr. med. D.___, Rheumatologie FMH, 

diagnostizierte am 13. Juli 2006 (IV-act. 86) ein chronisches Lumboradikulärsyndrom 

L4 bis S1 rechts, ein chronisches zervikothorakospondylogenes Syndrom, Migräne und 

Depression. Für die angestammte Tätigkeit als Fabrikarbeiterin bestehe eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Auch für jede andere optimal angepasste Tätigkeit sei eine 

Arbeitsfähigkeit kaum mehr zu realisieren. Die IV-Stelle veranlasste am 19. März 2007 

ein Verlaufsgutachten (IV-act. 91). Am 12. Oktober 2007 erstattete die Academy of 

Swiss Insurance Medicine des Universitätsspitals Basel (asim) ein polydisziplinäres 

Gutachten (IV-act. 93). Nach einer internistischen, neurologischen und psychiatrischen 

Untersuchung wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: 

1. Aktuell leicht ausgeprägtes Lumbovertebralsyndrom mit möglicher intermittierender 

Schmerzeinstrahlung ins rechte Bein bei Zustand nach wahrscheinlicher radikulärer 

Reiz- und Ausfallsymptomatik die Wurzel L5 und/oder S1 rechts betreffend. 2. Migräne 

mit Aura wahrscheinlich. 3. Intermittierendes Zervikalsyndrom möglich. 4. Beidseitiges 

leicht ausgeprägtes Karpaltunnelsyndrom. 5. Anhaltende somatoforme Schmerzen. 6. 

Rezidivierende depressive Verstimmung derzeit leichten Grades. Eine schwere 

körperliche Arbeit oder eine Arbeit in ungünstiger Körperhaltung sei der Versicherten 

nicht mehr zumutbar. Aus rein neurologischer Sicht sei sie in einer angepassten 

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Tätigkeit mit höchstens leicht bis mässiger Belastung der Körperachse und möglichst 

wechselnd sitzender und stehender Arbeitshaltung zu 20% in ihrer Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt. Aus rein intern-medizinischer Sicht bestehe auch in einer angepassten 

Tätigkeit keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe 

insgesamt eine 20%ige Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit. Polydisziplinär 

betrachtet sei die Versicherte zu 30% in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Eine 

höhere Arbeitsunfähigkeit als wie bei der Vorbegutachtung im Jahr 2003 könne nicht 

begründet werden. Im Rahmen der Schadenminderungspflicht sei der Versicherten die 

Willensanstrengung, zu 70% eine angepasste Tätigkeit zu übernehmen, zuzumuten.

A.d Mit Vorbescheid vom 5. Dezember 2007 (IV-act. 97) stellte die IV-Stelle der 

Versicherten in Aussicht, dass sie bei einem Invaliditätsgrad von 30% keinen Anspruch 

auf eine Invalidenrente habe. Gegen diesen Vorbescheid liess die Versicherte am 15. 

Januar 2008 Einwand erheben und beantragte die Ausrichtung einer ganzen 

Invalidenrente (IV-act. 102).

A.e In der Verfügung vom 24. Januar 2008 (IV-act. 104) eröffnete die IV-Stelle der 

Versicherten wie angekündigt, dass sie keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe, 

und wies das Leistungsbegehren ab.

B.  

B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Erdös, 

Zürich, im Namen der Versicherten eingereichte Beschwerde vom 21. Februar 2008 mit 

den Anträgen, die Verfügung vom 24. Januar 2008 sei aufzuheben, der 

Beschwerdeführerin sei ab 23. Februar 2006 eine IV-Rente zuzusprechen, eventualiter 

seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen und über den Anspruch sei 

später neu zu entscheiden und der Beschwerdeführerin sei eine angemessene 

Prozessentschädigung zuzusprechen. Zur Begründung wird im Wesentlichen 

ausgeführt, dass der begutachtenden Stelle (asim) eine gewisse Voreingenommenheit 

vorzuwerfen sei, da sie faktisch mit der MEDAS Basel identisch sei und sich 

schwergewichtig auf das MEDAS-Gutachten abgestützt habe. In Bezug auf die 

Interpretation der Teilgutachten und die daraus zu ziehenden Schlüssen würden sich 

verschiedene Fragen stellen, und es beständen gravierende Widersprüche zum 

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Gesamtgutachten. Es würden keine Arbeitsstellen existieren, welche sämtlichen 

körperlichen und psychischen Einschränkungen der Beschwerdeführerin angepasst 

seien. Die Vorinstanz habe es versäumt, die Einschränkungen im Haushalt abzuklären. 

Es könne höchstens noch mit einer theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 50% 

gerechnet werden. Sodann sei ein Leidensabzug von 20% angemessen, woraus sich 

eine nicht mehr verwertbare Restarbeitsfähigkeit von 30% ergebe. Die Invalidität liege 

unter Berücksichtigung der relevanten medizinischen und rechtlichen Kriterien bei 

mindestens 70%, weshalb ein Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen sei.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 16. Mai 2008 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Im asim-Gutachten sei festgestellt worden, dass 

gegenüber dem Zeitpunkt der Verfügung vom 18. Februar 2004 keine wesentliche 

Veränderung eingetreten und somit weiterhin von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen sei.

B.c Mit Replik vom 26. Mai 2008 hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin an 

den Anträgen fest.

B.d Die Beschwerdegegnerin hat mit Schreiben vom 9. Juni 2008 ebenfalls an ihrem 

Antrag festgehalten. 

Erwägungen:

1.   

Am 1. Januar 2008 sind die im Zug der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des ATSG in 

Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine 

übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu 

legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt 

gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt 

verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die 

angefochtene Verfügung ist am 24. Januar 2008 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu 

beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-

Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der 

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Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, 

ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 

31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt 

auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 

V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1). Diese 

übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen keine materiellrechtlichen Folgen, da die 

5. IV-Revision hinsichtlich des Begriffs und der Bemessung der Invalidität keine 

substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage 

gebracht hat. Nachfolgend werden somit die seit 1. Januar 2008 gültigen 

Bestimmungen des ATSG, IVG und IVV wiedergegeben.

2.   

2.1 Streitig und im vorliegenden Verfahren zu überprüfen ist, ob die 

Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu 

Recht abgelehnt hat.

2.2 Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). 

Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.3 Die Rentenabstufungen nach Art. 28 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von 

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mindestens 50% Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 70% Anspruch auf eine ganze Rente.

2.4 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, wird eine 

neue Anmeldung nach Art. 87 Abs. 4 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV; SR 831.201) nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 erfüllt sind. 

Danach ist von der versicherten Person im Gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der 

Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Die 

Frage, ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 

erheblichen Tatsachen eingetreten sein könnte, beurteilt sich durch den Vergleich des 

Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ersten Ablehnungsverfügung (bzw. bei mehreren 

Ablehnungen seit der letzten unangefochten gebliebenen Ablehnung des 

Leistungsgesuchs) bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen neuen 

Verfügung (BGE 130 V 73 E. 3.1). Tritt die Verwaltung nach geglückter 

Glaubhaftmachung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell 

abzuklären und zu prüfen, ob nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu 

bejahen sei (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 20. April 2005 i.S. 

M., I 797/2004, E. 1.2).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von 

Amtes wegen festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

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3.   

3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich in der angefochtenen Verfügung auf die im 

asim-Gutachten festgelegte 70%ige Arbeitsfähigkeit für eine adaptierte Tätigkeit. Das 

Gutachten beruht auf eigenständigen interdisziplinären Abklärungen, mithin auf 

allseitigen Untersuchungen und ist damit für die streitigen Belange umfassend. Die 

Gutachter waren im Besitz sämtlicher Vorakten und würdigten die relevanten Berichte 

entsprechend. Im asim-Gutachten wurde festgehalten, dass die Gutachter im Vergleich 

zu den Voruntersuchungen, insbesondere im Vergleich mit dem ausführlichen MEDAS-

Gutachten und dem ergänzenden Bericht von Dr. E.___, Innere Medizin FMH, MEDAS 

Universitätsspital Basel, keine Divergenzen gefunden hätten. Es bestehe aktuell 

lediglich kein Anhaltspunkt für eine Panikstörung. Die von der Beschwerdeführerin 

geklagten Beschwerden wurden von den Gutachtern in der Anamnese erhoben und bei 

der Beurteilung berücksichtigt. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein. 

Die Schlussfolgerungen, insbesondere die Beurteilung der 70%igen Arbeitsfähigkeit in 

einer angepassten Tätigkeit, ist überzeugend und nachvollziehbar. Den 

Schlussfolgerungen widersprechende medizinische Berichte wurden glaubhaft 

widerlegt. Das Gutachten erfüllt somit sämtliche praxisgemässen Kriterien für 

beweiskräftige Gutachten (vgl. BGE 125 V 352), so dass grundsätzlich darauf 

abzustellen ist.

3.2 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen am schlüssigen Gutachten keine 

Zweifel zu begründen. Der Begutachtungsstelle asim kann aufgrund der Tatsache, 

dass sie als Nachfolgeorganisation der MEDAS Basel zur Erstellung eines 

Verlaufsgutachten beauftragt wurde, keine Voreingenommenheit vorgeworfen werden. 

Ganz im Gegenteil erscheint es grundsätzlich sinnvoll, die bereits mit der 

Beschwerdeführerin befasste Gutachterstelle zur Entwicklung des Beschwerdebilds 

und der Arbeitsfähigkeit zu befragen (vgl. BGE 132 V 93 ff. E. 7.2.2). Die Befunde 

beruhen auf eigenen Untersuchungen und stützen sich nicht schwergewichtig auf das 

MEDAS-Gutachten. Es wird lediglich festgehalten, dass gegenüber der MEDAS-

Begutachtung keine objektivierbare Verschlechterung festgestellt wurde. Der Einbezug 

der Vorakten in die Beurteilung ist nicht nur legitim, sondern Voraussetzung für ein 

schlüssiges Gutachten. Im neurologischen Fachgutachten (IV-act. 93 – 24/40) setzt 

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sich Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie, mit dem Bericht von Dr. D.___ vom 13. 

Juli 2006 und der darin enthaltenen Beurteilung einer von Dr. G.___ am 30. Juni 2006 

durchgeführten Elektromyographie auseinander und widerlegt dessen Einschätzungen. 

Ein Bericht von Dr. G.___ ist den vorliegenden Unterlagen nicht zu entnehmen, 

hingegen führte Dr. F.___ selber eine Elektromyographie durch. Er hielt fest, dass eine 

chronische Denervation bzw. Läsion, wie sie von Dr. D.___ (Dr. F.___ erwähnte im 

Gutachten auf Seite 7 wohl irrtümlicherweise Dr. G.___) im Bereich dreier Myotome 

angenommen werde, nur erklärbar wäre, wenn ein entsprechender MR-Befund mit 

Diskushernie oder Spinalkanaleinengung vorliegen würde, was aber damals anhand der 

Röntgenuntersuchungen ausgeschlossen worden sei. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin hat sich Dr. F.___ somit ausreichend mit bestehenden Diagnosen 

auseinandergesetzt und durch eigene Zusatzuntersuchungen nachvollziehbar 

dargelegt, dass entgegen der Beurteilung durch Dr. D.___ nicht von einer chronischen 

Läsion in den von L4 – S1 versorgten Muskeln rechts auszugehen ist. Auch stellte er 

das Vorliegen eines Karpaltunnelsyndroms entgegen der Behauptung der 

Beschwerdeführerin nicht in Abrede, sondern führte es in der Diagnoseliste explizit auf. 

Die aus neurologischer Sicht auf 80% festgelegte Arbeitsfähigkeit erscheint 

hinreichend begründet und nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin macht sodann 

geltend, es sei nicht nachvollziehbar, dass die Gutachter insgesamt von einer 30%igen 

Arbeitsunfähigkeit ausgehen würden, nachdem in den beiden Teilgutachten jeweils 

eine Arbeitsunfähigkeit von 20% festgestellt worden sei. Dem asim-Gutachten ist 

diesbezüglich nachvollziehbar zu entnehmen, dass die Schmerzproblematik und deren 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus neurologischer und psychiatrischer Sicht 

überlappen würden und nicht gänzlich voneinander zu trennen seien, sodass die 

beiden Arbeitsunfähigkeiten infra-additiv verrechnet werden müssten. Das Vorgehen 

der Gutachter ist nicht zu beanstanden. Bei Zusammentreffen verschiedener 

Gesundheitsbeeinträchtigungen überschneiden sich deren erwerblichen Auswirkungen 

in der Regel, weshalb der Grad der Arbeitsunfähigkeit diesfalls aufgrund einer 

sämtliche Behinderungen umfassenden ärztlichen Gesamtbeurteilung zu bestimmen 

ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne Funktionsstörungen und 

Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade ist nicht zulässig (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 3. März 2003, I 850/02, E. 6.4.1 mit 

Hinweisen). Beim Vorliegen von somatischen und psychischen Beschwerden drängt es 

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sich somit auf, die Arbeitsfähigkeit im Rahmen einer interdisziplinären 

Gesamtbeurteilung zu bestimmen, wie dies vorliegend geschehen ist. Gemäss asim-

Gutachten sind bei einer adaptierten Tätigkeit verschiedene Einschränkungen zu 

berücksichtigen. Aus neurologischer Sicht sollte die Tätigkeit höchstens leicht bis 

mässig die Körperachse belasten und in möglichst wechselnd sitzender und stehender 

Arbeitshaltung ausgeführt werden können. Aus psychiatrischer Sicht benötige die 

Beschwerdeführerin aufgrund der immer wieder auftretenden depressiven 

Verstimmungen und der Schmerzexazerbationen vermehrt Pausen. Aufgrund dieser 

Einschränkungen erscheint es nicht unmöglich, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

eine entsprechende Tätigkeit zu finden. Zusammenfassend vermag die 

Beschwerdeführerin keine konkreten Mängel darzulegen, die gegen die Zuverlässigkeit 

des asim-Gutachtens sprechen. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 

handelt es sich bei der in der Gesamtbeurteilung festgestellten und festgehaltenen 

"Verdeutlichungstendenz", "mangelhafte Kooperation", "Inkonsistenzen" und "Tendenz 

zur Aggravation" nicht um unprofessionelle und emotionale Darstellungen, sondern um 

bei den Untersuchungen festgestellte Tatsachen. Diese Einschätzung anlässlich der 

Gesamtbeurteilung widerspricht auch nicht den einzelnen Teilgutachten, wurden diese 

Verhaltensweisen der Beschwerdeführerin doch bereits in den entsprechenden 

Teilgutachten erwähnt (vgl. act. 93/29, 35). Dr. F.___ stützte sich bei seiner 

Untersuchung auf die Vorakten und insbesondere auch auf das MRI der LWS vom 

12. Juli 2006, welches insgesamt nur mässige degenerative Veränderungen, keine 

Diskushernie und keine Beeinträchtigung neuraler Strukturen und somit keine 

wesentliche Änderung gegenüber früher durchgeführten bildgebenden Untersuchungen 

ergab. Weitere bildgebende Untersuchungen waren somit nicht angezeigt, weshalb 

sich daraus nichts gegen das schlüssige Verlaufsgutachten ableiten lässt. Mit dem 

Einwand, wonach sich auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine der 

Beschwerdeführerin angepasste Tätigkeit finde, hat sich das Gericht bereits im Urteil IV 

2004/91 auseinander gesetzt, darauf kann verwiesen werden. 

3.3 Insgesamt ergibt das Verlaufsgutachten ein vollständiges Bild des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin, das Klarheit über den rechtserheblichen 

Sachverhalt vermittelt. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen kann festgehalten 

werden, dass sich der gesundheitliche Zustand gegenüber der rechtskräftig beurteilten 

Situation von 2004 nicht wesentlich verändert hat.

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4.   

4.1 Zu prüfen bleibt die Ermittlung des Invaliditätsgrads. Das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen hat im Entscheid vom 28. Dezember 2004 (IV 2004/91) das Validen- 

und das Invalideneinkommen für das Jahr 2002 festgelegt und einen Leidensabzug von 

10% gewährt. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 70% resultierte ein Invaliditätsgrad von 

37%.

4.2 Wie die obigen Erwägungen gezeigt haben, hat sich die Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit gegenüber dem letzten Urteil nicht verändert und liegt weiterhin 

bei 70%. Da die damals ermittelten Validen- und Invalideneinkommen übernommen 

werden können und keine Gründe ersichtlich sind, einen höheren als einen 10%igen 

Leidensabzug zu gewähren, ergibt sich nach wie vor ein Invaliditätsgrad im 

rentenausschliessenden Bereich von 37%. Die Verfügung vom 24. Januar 2008 ist 

daher nicht zu beanstanden.

5.   

5.1 Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 21. Februar 2008 

unter Bestätigung der angefochtenen Verfügung abzuweisen.

5.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen.

5.3 Der unterliegenden Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von 

Fr. 600.-- aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird 

angerechnet. 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

bis

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1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von 

ihr geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird angerechnet.

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