# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49b5693e-3a7a-5adb-b883-e8bbf51691e1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2010 D-4790/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4790-2010_2010-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4790/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Thomas Wespi (Vorsitz), 
Richter Kurt Gysi, Richter Blaise Pagan, 
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
C._______, geboren D._______,
E._______, geboren F._______,
G._______, geboren H._______,
I._______, geboren, J._______,
Serbien,
K._______,
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
21. Juni 2010 / D-7793/2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Partei

Gegenstand

D-4790/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Gesuchsteller  A._______ am 29. Mai  2001 erstmals in der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass das damals zuständige Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) mit Ver-
fügung vom 18. Dezember 2001, die unangefochten in Rechtskraft er-
wuchs,  das  Asylgesuch  ablehnte,  die  Wegweisung  aus der  Schweiz 
anordnete und den Gesuchsteller wegen Unzumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs vorläufig aufnahm,

dass das BFF mit Verfügung vom 29. Oktober 2002 die am 18. Dezem-
ber 2001 angeordnete vorläufige Aufnahme aufhob und dem Gesuch-
steller A._______ eine Frist bis zum 30. April 2003 zum Verlassen der 
Schweiz einräumte,

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwuchs und der 
Gesuchsteller in der Folge die Schweiz verliess,

dass der Gesuchsteller A._______ zusammen mit seiner Ehefrau und 
den  Kindern  E._______  und  G._______  am  5.  Juli  2003  in  der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

dass das BFF mit Verfügung vom 22. Juli 2003 auf das Asylgesuch von 
A._______ gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. e  des Asylgesetzes vom 
26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  nicht  eintrat,  mit  separater  Verfü-
gung  gleichen  Datums  die  Asylgesuche  von  C._______  und  der 
beiden  Kinder  E._______  und  G._______  ablehnte  und  in  beiden 
Verfügungen  jeweils  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete, 

dass  mit  Urteilen  der  damals  zuständigen  Schweizerischen  Asylre-
kurskommission (ARK) vom 25. Juni 2004 die gegen diese Verfügun-
gen erhobenen Beschwerden abgewiesen wurden,

dass die Gesuchsteller mit Eingabe vom 12. März 2005 um „eine vor-
übergehende Asylgewährung in der Schweiz“ ersuchten und das BFM 
ihnen  mit  Schreiben  vom 22. März  2005  mitteilte,  es  bestehe keine 
Veranlassung für eine erneute Prüfung der Zumutbarkeit des Wegwei-
sungsvollzugs,

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dass die Gesuchsteller am 30. August 2005 (Poststempel) beim BFM 
eine als „Wiedererwägungsgesuch“ bezeichnete Eingabe einreichten, 
welche  vom BFM mit  Schreiben  vom 12. September  2005  dahinge-
hend beantwortet wurde, dieses Gesuch erfülle die formellen Anforde-
rungen an ein erneutes Asylgesuch oder an ein Wiedererwägungsge-
such nicht, weshalb es nicht weiter beachtet werde,

dass  die  gegen  dieses  Antwortschreiben  gerichtete  Eingabe  vom 
22. September  2005  von der  ARK als  Beschwerde  entgegengenom-
men wurde,

dass die ARK mit Urteil vom 11. Oktober 2005 die Verfügung des BFM 
vom 12. September 2005 aufhob, die Beschwerde als gegenstandslos 
geworden abschrieb, die Eingabe vom 30. August 2005 als Revisions-
gesuch behandelte und dieses abwies,

dass die Gesuchsteller in der Folge die Schweiz verliessen,

dass sie – zusammen mit dem inzwischen geborenen Kind I._______ 
–  am 25. August 2006 erneut in der Schweiz um Asyl nachsuchten,

dass das BFM am 27. September 2006 auf diese Asylgesuche gestützt 
auf Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass die ARK mit Urteil  vom 6. Oktober 2006 die vom Gesuchsteller 
A._______ gegen diese Verfügung eingereichte Beschwerde abwies,

dass die  Gesuchsteller  am 7. November  2006 (Poststempel)  bei  der 
ARK  eine  als  „Wiedererwägungsgesuch“  bezeichnete  Eingabe  ein-
reichten, die in der Folge vom inzwischen zuständigen Bundesverwal-
tungsgericht als Revisionsgesuch behandelt wurde,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  das  Revisionsgesuch  mit  Urteil  
vom 18. Januar 2008 abwies,

dass die Gesuchsteller am 21. Februar 2008 ein weiteres Mal in der 
Schweiz um Asyl ersuchten,

dass  das  BFM mit  Verfügung  vom 27. November  2008  gestützt  auf 
Art. 32 Abs. 2  Bst. e  AsylG auf  diese Asylgesuche nicht  eintrat,  die 

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Wegweisung  sowie  deren  Vollzug  anordnete  und  eine  Gebühr  von 
Fr. 600.- verlangte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Urteil  vom 21. Juni 2010 die 
am 4. Dezember 2008 (Poststempel) eingereichte Beschwerde abwies,

dass  die  Gesuchsteller  mit  als  „Beschwerde“  bezeichneter  Eingabe 
vom 2. Juli 2010 (Poststempel) in Bezug auf das Urteil des Bundesver-
waltungsgerichts  vom 21.  Juni  2010  geltend  machten,  dieses  Urteil 
könnten sie nicht annehmen, sie würden nach wie vor in der Schweiz 
um Asyl ersuchen, weil hier ihr Leben sicher sei,

dass  sich  ihr  Heimatort,  ihr  Haus  und  ihr  ganzes  Eigentum  im  ge-
mischt-ethnischen Dorf  L._______ befinden würden,  von wo sie von 
nationalistischen  und  albanisch-terroristischen  Banden  vertrieben 
worden seien,

dass  die  Gesuchsteller  ihrer  Eingabe  eine  Einladung  betreffend 
A._______  für  einen  Kontrolltermin  vom  26.  März  2010  am 
Kantonsspital  M._______  und  einen  ab  1.  Juli  2010  laufenden 
Arbeitsvertrag von A._______ vom 18. Juni 2010 einreichten,

dass  die  Gesuchsteller  mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwal-
tungsgerichts vom 6. Juli 2010 aufgefordert wurden, innert sieben Ta-
gen ab Erhalt der Zwischenverfügung schriftlich einen Revisionsantrag 
zu stellen und den angerufenen Revisionsgrund mitzuteilen sowie bis 
am 21. Juli 2010 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'200.- zu leisten,

dass  der  N._______  mit  vom  3.  Juli  2010  datierender  Eingabe 
(Faxeingang Bundesverwaltungsgericht und Poststempel: 7. Juli 2010) 
dem  Bundesverwaltungsgericht  mitteilte,  gemäss  den  ihm  vor-
liegenden  Meldungen  des UNHCR über  die  Situation  der  Serben  in 
Kosovo  scheine  insbesondere  die  Polizei  auf  Übergriffe  von  albani-
scher Seite nicht oder ungenügend zu reagieren, wie einem entspre-
chenden Schreiben des UNHCR vom 2. Juni 2010 (recte: 2. Juli 2010, 
da das Schreiben auf eine vom 30. Juni 2010 datierende Anfrage Be-
zug nimmt) zu entnehmen sei, das der Eingabe vom 7. Juli 2010 bei-
gelegt wurde, weshalb eine Rückkehr der Familie O._______ weiterhin 
sehr gefährlich sei,

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dass der Familie O._______ die vorläufige Aufnahme zu gewähren sei, 
zumal A._______ im Besitz eines Arbeitsvertrages sei und die Arbeit 
umgehend aufnehmen könnte,

dass die Gesuchsteller mit  Eingabe vom 13. Juli  2010 (Poststempel) 
erneut auf die angespannte Sicherheitslage in Kosovo und einen An-
schlag vom 2. Juli 2010 hinwiesen, bei dem ein Serbe getötet und elf 
serbische Personen verletzt worden seien, und einen diesbezüglichen 
Internet-Zeitungsartikel vom 2. Juli 2010 einreichten,

dass mit  Bezug auf den Kontrolltermin vom 26. März 2010 dargelegt 
wurde, der Gesuchsteller A._______ habe sich im Dezember 2010 ei-
ner P._______ zu unterziehen,

dass der eingereichte Arbeitsvertrag vom 1. Juli  2010 ihrem Wunsch 
entspreche, nicht mehr von der Sozialhilfe abhängig zu sein, zumal in  
Anbetracht  der  noch  mehrere  Jahre  dauernden  Besetzung  Kosovos 
durch die NATO und albanische Terroristen eine Rückkehr nach Koso-
vo für sie lebensbedrohlich sei,

dass der Kostenvorschuss am 16. Juli 2010 bezahlt wurde,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 105  AsylG auf dem 
Gebiet des Asyls endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]) über Beschwer-
den gegen Verfügungen des BFM entscheidet,

dass das Bundesverwaltungsgericht  ausserdem für  die Revision von 
Entscheiden zuständig ist, die es in seiner Funktion als Beschwerde-
instanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242, mit Hinweisen),

dass der N._______ am 7. Juli  2010 beim Bundesverwaltungsgericht 
unter  Bezugnahme  auf  das  Verfahren  D-4976/2006  (Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom  18.  Januar  2008)  betreffend  die 
Gesuchsteller eine Eingabe einreichte,

dass sich der N._______ nicht durch eine Vollmacht der Gesuchsteller 
ausweist, indessen in Anbetracht der nachfolgenden Erwägungen auf 
die Einforderung einer schriftlichen Vollmacht (vgl. Art. 11 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) verzichtet werden kann,

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dass gemäss  Art.  45  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) für die Revision von Urteilen des Bundesver-
waltungsgerichts die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten,

dass gemäss Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi-
onsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet,

dass vorliegend – mit Blick auf die Eintretensfrage – die Gesuchsteller 
durch das angefochtene Urteil besonders berührt sind und ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsweise Änderung 
haben, womit die Legitimation gegeben ist (vgl. analog Art. 48 Abs. 1 
VwVG;  URSINA BEERLI-BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel 
des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),

dass zwar an die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel strenge 
Anforderungen zu stellen sind (vgl. BEERLI-BONORAND, a.a.O., S. 145 ff.), 
zu  Gunsten  der  Gesuchsteller,  die  keinen konkreten Revisionsgrund 
nennen, indessen davon auszugehen ist, sie würden mit dem Einrei-
chen von Beweismitteln den Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 
BGG geltend machen,

dass mangels konkreter Angaben ebenfalls zu Gunsten der Gesuch-
steller dieser Revisionsgrund als innert der in Art. 124 BGG genannten 
Fristen geltend gemacht betrachtet wird,

dass  die  Revisionseingabe  zudem  die  Begehren  für  den  Fall  eines 
neuen Beschwerdeentscheides – nämlich die Gewährung von Asyl be-
ziehungsweise – laut der Eingabe des „vereins netzwerk asyl aargau“ 
– der vorläufigen Aufnahme – enthält (vgl. Art. 67 Abs. 3 VwVG),

dass somit  auf  das  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Revisionsge-
such einzutreten ist,

dass mit dem ausserordentlichen Rechtsmittel der Revision die Unab-
änderlichkeit  und Massgeblichkeit  eines rechtskräftigen Beschwerde-
entscheides  angefochten  wird,  damit  in  der  Sache  neu  entschieden 
werden kann (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI, Allgemeines Verwal-
tungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf Gesuch hin seine Urteile aus 
den in Art. 121-123 BGG genannten Gründen in Revision zieht (Art. 45 
VGG),

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dass gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG die Revision verlangt werden 
kann, wenn die ersuchende Partei  nachträglich erhebliche Tatsachen 
erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren 
Verfahren  nicht  beibringen  konnte,  unter  Ausschluss  der  Tatsachen 
und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  seinem  Urteil  vom  21.  Juni 
2010 erwog, es erübrige sich, auf die im Asylgesuch und in der Be-
schwerde geltend gemachten Vorbringen zur in Kosovo herrschenden 
Situation einzugehen, da die Gesuchsteller als serbische Staatsange-
hörige zu betrachten seien, sie sich nach Serbien begeben und dort  
Wohnsitz nehmen könnten und sie in Bezug auf Serbien keine Verfol-
gung vorgebracht oder zu befürchten hätten,

dass der Wegweisungsvollzug nach Serbien als durchführbar bezeich-
net wurde,

dass  die  eingereichte  Einladung  für  eine  Kontrolluntersuchung  vom 
22. Februar 2010 und somit vor dem Urteil des Bundesverwaltungsge-
richts  vom  21. Juni  2010  datiert,  indessen  von  den  Gesuchstellern 
nicht begründet wird, weshalb es ihnen verunmöglicht war, diese Einla-
dung im Beschwerdeverfahren einzureichen,

dass diese Frage offen gelassen werden kann, da dieses Dokument 
sowohl für die Anerkennung der Gesuchsteller als Flüchtlinge als auch 
betreffend  den  Wegweisungsvollzug  ohnehin  als  revisionsrechtlich 
nicht relevant zu bezeichnen ist, da nicht davon auszugehen ist, das 
Urteil des Bundesverwaltungsgerichts wäre anders ausgefallen, wenn 
das Dokument zum Urteilszeitpunkt vorgelegen hätte,

dass der eingereichte Arbeitsvertrag vom 18. Juni 2010, der ebenfalls 
vor dem angefochtenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts datiert, 
revisionsrechtlich  irrelevant  ist,  da  der  Gesuchsteller  A._______  die 
Schweiz zu verlassen hat,

dass zudem mangels revisionsrechtlicher Erheblichkeit der eingereich-
ten Beweismittel das Vorliegen völkerrechtlicher Vollzughindernisse zu 
verneinen  ist  (vgl.  Entscheidungen und  Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 9 E. 7), 

dass somit vorliegend der Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 
BGG nicht erfüllt ist,

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dass die weiteren Vorbringen in den Eingaben vom 2., 7. und 13. Juli  
2010  revisionsrechtlich  nicht  massgebend  sind,  weil  sie  durch  den 
Verweis  auf  die  Lage  in  Kosovo  implizit  eine  Kritik  am  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  beinhalten,  womit  die  Gesuchsteller 
diesem eine andere Würdigung des Sachverhalts gegenüberstellen,

dass jedoch eine erneute rechtliche Würdigung oder eine falsche Wür-
digung aktenkundiger Tatsachen eine Rechtsfrage und nicht den Sach-
verhalt beschlägt und somit keinen Revisionsgrund darstellt, zumal die 
Revision nicht  auf  die  Verbesserung rechtlicher  Irrtümer abzielt  (vgl. 
BEERLI-BONORAND,  a.a.O.,  S.  131  f.; HANSJÖRG SEILER/NICOLAS VON 
WERDT/ANDREAS GÜNGERICH, Bundesgerichtsgesetz (BGG): Bundesgesetz 
über  das  Bundesgericht,  Handkommentar,  Bern  2007,  Art. 121 
Rz. 28),

dass  zusammenfassend das Revisionsgesuch mangels Erfüllung des 
implizit angerufenen Revisionstatbestandes von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 
BGG abzuweisen ist,

dass davon abgesehen werden kann,  die weiteren,  nach dem Urteil 
vom 21. Juni 2010 datierenden Beweismittel (Schreiben UNHCR vom 
2. Juli 2010, Zeitungsartikel vom 2. Juli 2010) an das BFM zwecks Prü-
fung  eines  allfälligen  Wiedererwägungsgesuches  zu  überweisen,  da 
das Bundesverwaltungsgericht von der Durchführbarkeit des Wegwei-
sungsvollzuges nach Serbien ausging und demnach Beweismittel über 
die Lage in Kosovo nicht entscheidwesentlich sind,

dass das Schreiben des UNHCR vom 2. Juli  2010 inhaltlich ohnehin 
jenem vom 28. November 2006 entspricht, das bereits im Revisionsur-
teil  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom 18.  Januar  2008  gewürdigt 
wurde, 

dass die Gesuchsteller in ihrer Eingabe vom 13. Juli 2010 im Zusam-
menhang mit der Einladung zu einer Kontrolluntersuchung geltend ma-
chen,  der  Gesuchsteller  A._______  habe  sich  im  Dezember  2010 
einer P._______ zu unterziehen,

dass jedoch nicht ersichtlich ist und auch nicht vorgebracht wird, diese 
P._______ sei notwendigerweise in der Schweiz durchzuführen, wes-
halb es sich auch in diesem Zusammenhang erübrigt, diesen Umstand 
dem BFM anzuzeigen,

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dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Gesuchstellern aufzuerle-
gen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG und Art. 68 Abs. 2 
VwVG) und mit dem am 16. Juli 2010 in gleicher Höhe bezahlten Kos-
tenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.- werden den Gesuchstellern auf-
erlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ver-
rechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Gesuchsteller (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das Q._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

Seite 10