# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 64573dfb-3475-50b2-b268-44f4ecdea690
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 30.09.2014 I/1-2014/12, 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2014-12--13_2014-09-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2014/12, 13

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 30.09.2014

Entscheiddatum: 30.09.2014

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 30.09.2014
Art. 40 Abs. 2 lit. c und Art. 34 Abs. 1 lit. a und b StG (sGS 811.1); Art. 27 Abs. 
2 lit. b und Art. 21 Abs. 1 lit. a und b DBG (SR 642.11). Der Abzug von 
Verlusten aus dem Verkauf einer Liegenschaft wurde von der Steuerbehörde 
zu Recht verweigert, da der Pflichtige zwar Angestellter einer AG ist, die 
Liegenschaftshandel betreibt, er die verkaufte Liegenschaft aber privat 
gehalten hat. Ungerechtfertigt war allerdings die Anrechnung eines 
Einkommens infolge Eigenmietwert, weil die Liegenschaft aufgrund der 
bevorstehenden Verwertung leer stand (Urteil der 
Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 30. September 2014, I/
1-2014/12, 13).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Fritz Buchschacher und Markus Frei, 

Gerichtsschreiber Philipp Lenz

X und Y, Rekurrenten und Beschwerdeführer,

vertreten durch X,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

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Kantons- und Gemeindesteuer (Einkommen und Vermögen 2011) und direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2011)

Sachverhalt:

A.- X und Y (geb. 1946 bzw. 1945) sind in A wohnhaft. Y ist nicht erwerbstätig. X ist 

Geschäftsführer und Alleinaktionär der B AG. Das Unternehmen bezweckt den An- und 

Verkauf sowie die Verwaltung, Vermietung und Vermittlung von Liegenschaften. Neben 

dieser unselbständigen Erwerbstätigkeit ist er im Vorstand des 

Hauseigentümerverbands D tätig und amtiert als Mitglied des Verwaltungsrats der G 

AG, der F AG und der H AG, Zug.

B.- Für die Kantons- und Gemeindesteuer 2011 wurden X und Y am 13. August 2013 

ermessensweise mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 132'900.– zum Satz von 

Fr. 137'800.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 379'000.– zum Satz von 

Fr. 463'000.– und für die direkte Bundessteuer 2011 mit einem steuerbaren 

Einkommen von Fr. 136'500.– veranlagt. Dagegen erhoben sie am 16. September 2013 

Einsprache. Sie reichten die Steuererklärung 2011 ein, in der sie ein steuerbares 

Einkommen von Fr. 22'400.– und ein steuerbares Vermögen von Fr. 464'000.– 

auswiesen und beantragten eine entsprechende Korrektur der Veranlagung 2011. Das 

Kantonale Steueramt hiess die Einsprache mit Entscheiden vom 29. November 2013 

teilweise gut. Das steuerbare Einkommen wurde für die Kantons- und Gemeindesteuer 

2011 auf Fr. 79'300.– (satzbestimmend: Fr. 81'400.–) und das steuerbare Vermögen auf 

Fr. 404'000.– (satzbestimmend: Fr. 498'000.–) festgelegt. Für die direkte Bundessteuer 

2011 wurde das steuerbare Einkommen mit Fr. 82'500.– veranlagt. Zur Begründung der 

Abweichung wurde unter anderem angeführt, die am 9. September 2011 verkaufte 

Liegenschaft "U" habe Privatvermögen begründet, weshalb der Verlust von 

Fr. 46'000.– nicht abziehbar sei. Sodann sei die Liegenschaft bis zum Verkauf zur 

Eigennutzung zur Verfügung gestanden und somit der Eigenmietwert für 8 Monate 

(Fr. 6'053.–) geschuldet.

C.- Mit Eingabe vom 2. Januar 2014 erhoben X und Y beim Steueramt der Gemeinde A 

Rekurs und Beschwerde gegen die Einsprache-Entscheide vom 29. November 2013. 

Die Rechtsmittel wurden am 10. Januar 2014 zuständigkeitshalber an die 

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Verwaltungsrekurskommission weitergeleitet. X und Y beantragten, der Verlust aus 

dem Verkauf der Liegenschaft U von Fr. 46'000.– sei als Kapitalverlust anzuerkennen; 

gleichzeitig sei auf die Aufrechnung des Eigenmietwertes von Fr. 6'063.– zu verzichten.

Die Vorinstanz liess sich am 24. Februar 2014 zu Rekurs und Beschwerde vernehmen 

und beantragte deren Abweisung. Die Rekurrenten und Beschwerdeführer nahmen 

dazu Stellung und reichten zusätzliche Akten ein. Die Vorinstanz verzichtete auf eine 

Replik. Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine 

Stellungnahme zur Beschwerde.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einsprache-Entscheide hinsichtlich der Veranlagungen der 

Kantons- und Gemeindesteuer 2011 sowie der direkten Bundessteuer 2011. Zwar 

müssen für Beschwerde und Rekurs verschiedene Entscheide ergehen; sie können 

indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und einem gemeinsamen 

Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich auseinanderhält, enthalten 

sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3, BGE 135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37).

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurs- sowie zur Beschwerdeerhebung ist gegeben. Der Rekurs und die Beschwerde 

vom 2. Januar 2014 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und 

inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des St. Galler 

Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über 

die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 11 Abs. 3, Art. 41 lit. h 

Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde und den Rekurs ist einzutreten.

3.- Die Rekurrenten und Beschwerdeführer erwarben die Liegenschaft Nr. 999 (659 m ) 

mit Wohnhaus Nr. 000 und Garage Nr. 000A (Grundbuch U) am 15. Mai 2007 (act. 9-II/

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13). Am 9. September 2011 wurde sie auf Begehren der hypothezierenden Bank 

zwangsverwertet (act. 9-II/14). Streitig ist, ob sie im Privat- oder Geschäftsvermögen 

gehalten wurde (hinten E. 3a) und die Aufrechnung eines Eigenmietwertes in der Höhe 

von Fr. 6'053.– gerechtfertigt war (hinten E. 3b).

a) Wird eine Liegenschaft von einem Privaten erworben, im Privatvermögen gehalten 

und später verkauft, unterliegt ein allfällig erzielter Veräusserungsgewinn der 

Grundstückgewinnsteuer (Art. 130 StG, Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [SR 642.14, 

abgekürzt: StHG]) und wird nicht beim steuerbaren Einkommen berücksichtigt. 

Entsprechend sind Verluste aus einem Liegenschaftsverkauf nicht abzugsfähig. Anders 

stellt sich die Situation bei gewerbsmässigen Liegenschaftenhändlern dar, die 

Grundstücksverluste nach Art. 27 Abs. 2 lit. b DBG bzw. Art. 40 Abs. 2 lit. c StG in 

Abzug bringen dürfen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 

2. Aufl. 2009, Art. 27 N 26). Zu prüfen ist, ob es sich beim Pflichtigen um einen 

gewerbsmässigen Liegenschaftenhändler handelt.

aa) In der Vernehmlassung zu Rekurs und Beschwerde führte die Vorinstanz aus, der 

Rekurrent habe in der privaten Steuererklärung bisher nie Einkommen aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit deklariert und sei – ausserhalb der B AG – nie aktiv als 

Liegenschaftenhändler in Erscheinung getreten. Nach dem Kauf der Liegenschaft in U 

seien die Fremdmieten in den Jahren 2007 (Fr. 7'200.–), 2008 (Fr. 9'945.–) und 2009 

(Fr. 2'550.–) richtigerweise als Mieteinnahmen aus Liegenschaften des 

Privatvermögens (Ziffer 5.1 der Steuererklärung) deklariert worden. Zudem habe der 

Pflichtige in der Zeit von Kauf bis Verkauf keine Geschäftsabschlüsse eingereicht bzw. 

Abschreibungen vorgenommen. Der Begründung, die Liegenschaft sei lediglich zum 

Ausbau und Wiederverkauf erworben worden, müsse daher widersprochen werden; sie 

habe als Kapitalanlage gedient. Die Rekurrenten und Beschwerdeführer halten dem 

entgegen, die ältere baufällige Liegenschaft sei zum Ausbau und Wiederverkauf 

erworben worden, und zwar vom Pflichtigen und nicht von der B AG, weil die 

Abwicklung im Kanton K auf diese Weise einfacher gewesen sei (Lex Koller). Zuerst 

seien zwei Wohnungen vermietet worden. Auf die Weitervermietung sei jedoch 

verzichtet worden, weil ein Ausbau der baufälligen Liegenschaft dringend notwendig 

geworden sei. Aus finanziellen Gründen und wegen der hohen Kosten sei die 

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Liegenschaft nicht umgebaut, sondern mit grossem Verlust veräussert worden. In der 

privaten Steuererklärung sei sehr wohl Einkommen aus selbständigem Erwerb 

(Liegenschaftenhandel) deklariert worden. So habe der Pflichtige im Jahre 1981 ein 4-

Familienhaus gekauft, umgebaut und in Form von Stockwerkeigentum an vier Personen 

verkauft. Der Gewinn daraus sei als Einkunft aus selbständiger Erwerbstätigkeit 

(Liegenschaftenhandel) versteuert worden. Weiter sei im Jahre 1984 Bauland in M 

verkauft worden. Im Jahre 1995 habe er sodann Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit 

im Zusammenhang mit Bauführungs- und Planungsarbeiten für die Z AG versteuert. Zu 

erwähnen seien zudem Einkünfte aus Liegenschaftsgeschäften in Zusammenarbeit mit 

anderen Liegenschaftenhändlern.

bb) Der Terminus "selbständige Erwerbstätigkeit" ist ein steuerrechtlicher Begriff, der in 

der Praxis aufgrund der vielfältigen Sachverhalte, die damit abgedeckt werden, nicht 

klar definiert ist. Allgemein wird darunter jede Tätigkeit verstanden, bei der ein 

Unternehmer auf eigenes Risiko, unter Einsatz von Arbeit und Kapital, in einer frei 

gewählten Organisation und mit der Absicht der Gewinnerzielung am 

Wirtschaftsverkehr teilnimmt. Eine selbständige Erwerbstätigkeit kann haupt- oder 

nebenberuflich, dauernd oder temporär ausgeübt werden. Ob eine selbständige 

Erwerbstätigkeit vorliegt, ist stets nach den gesamten Umständen des Einzelfalles zu 

beurteilen; die einzelnen Merkmale des Begriffs der selbständigen Erwerbstätigkeit 

dürfen nicht isoliert betrachtet werden und können auch in unterschiedlicher Intensität 

auftreten (BGE 125 II 113 E. 5; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 18 

N 32). Als gewerbsmässiger Liegenschaftenhandel gilt der fortdauernde, planmässige 

und gewinnstrebige Handel mit Liegenschaften. Für die Beurteilung, ob 

gewerbsmässiger Liegenschaftenhandel vorliegt, sind verschiedene Kriterien 

heranzuziehen. So die Häufigkeit der Geschäfte, die Besitzesdauer der veräusserten 

Liegenschaften, Verwendung des Verkaufserlöses für die Finanzierung neuer 

Geschäfte, das planmässige Vorgehen, der Zusammenhang mit der beruflichen 

Tätigkeit und der Einsatz von Spezialkenntnissen, der Einsatz von Fremdkapital sowie 

die Komplexität der Vertragsgestaltungen. Diese Kriterien haben unterschiedliches 

Gewicht. In der Regel ergibt sich schon aus der mehrfachen Wiederholung und der 

Planmässigkeit der Geschäfte deren Gewerbsmässigkeit (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das 

st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, S. 48 f.).

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cc) Fest steht, dass der Rekurrent und Beschwerdeführer bei der von ihm beherrschten 

B AG im Liegenschaftenhandel bzw. in der Liegenschaftenverwaltung unselbständig 

erwerbstätig ist. Dieser Umstand bildet zwar ein Indiz für das Vorliegen eines 

gewerbsmässigen Liegenschaftshandels (vgl. VerwGE vom 27. Februar 2007 

B 2006/193 E. 2.2, unter: www.gerichte.sg.ch), vermag diesen für sich alleine jedoch 

nicht zu belegen. Der Pflichtige kaufte bzw. verkaufte in den Jahren 2007 bis 2011 

lediglich eine Immobilie, diejenige in U. Die drei übrigen von den Rekurrenten und 

Beschwerdeführern gehaltenen Immobilien bilden unbestrittenermassen kein 

Geschäftsvermögen. Zwar kann eine Erwerbstätigkeit auch im Kauf oder Verkauf 

einzelner Grundstücke erblickt werden. Davon ist jedoch nur dann auszugehen, wenn 

sich der Pflichtige bemüht, in der Art und Weise eines nebenberuflichen 

Selbständigerwerbenden die Entwicklung des Liegenschaftenhandels zur 

Gewinnerzielung auszunützen (VerwGE, a.a.O. E. 2.2; Leuch/ Strahm, 

Praxiskommentar zum Berner Steuergesetz, Band 1, Muri-Bern 2014, Art. 21 N 22). 

Zudem muss bei einer zahlenmässig geringen Handelstätigkeit ein Bezug zur 

Gewerbsmässigkeit bestehen, indem die Geschäfte bspw. im Rahmen eines 

Baukonsortiums ausgeübt wurden oder dem eigenen baunahen Gewerbe (Architekt, 

Baugeschäft, Handwerksbetrieb) durch die Vermittlung von Arbeit und Ertrag dienen 

(vgl. Altorfer/von Ah, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, Band 1, 3. Aufl. 2009, § 

27 N 29). Als unselbständig Erwerbstätiger handelt, verwaltet, vermietet und vermittelt 

der Pflichtige bei der B AG Liegenschaften. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Erwerb 

der Liegenschaft in U seiner Arbeitgeberin von Nutzen gewesen sein soll. Ein 

wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen diesem einzelnen nebenberuflichen 

Immobiliengeschäft und der beruflichen Tätigkeit bestand nicht, so dass der Erwerb 

der Liegenschaft als private Kapitalanlage in Immobilien zu qualifizieren ist (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 9C_803/2011 vom 23. August 2012 E. 3.4). Zudem stellt sich die 

Frage, weshalb der Ankauf nicht durch die B AG erfolgte. Die Rekurrenten und 

Beschwerdeführer begründen dies mit der "Lex Koller". Dieser Begriff steht für das 

Bundesgesetz über den Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (SR 

211.412.41), mit dem der Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland 

beschränkt werden soll, um die Überfremdung des einheimischen Bodens zu 

verhindern (vgl. Art. 1). Weshalb dieses Gesetz den Erwerb des Grundstücks durch die 

B AG erschwert oder gar verunmöglicht haben soll, ist nicht nachvollziehbar, da die 

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Aktien vom Pflichtigen gehalten werden und somit keine ausländische Beteiligung 

besteht. Mit diesem Umstand ist die Geschäftsmässigkeit der Transaktion deshalb 

nicht zu begründen.

Die Rekurrenten und Beschwerdeführer bringen zwar vor, die ältere und baufällige 

Liegenschaft in U zum Ausbau und Wiederverkauf erworben zu haben, führen jedoch 

nicht aus, weshalb die Wohnungen in den Jahren 2008 und 2009 weiterhin zumindest 

teilweise – über die Mietverhältnisse ist den Akten nichts zu entnehmen – vermietet 

wurden, obwohl die Liegenschaft nach Angaben der Pflichtigen in baufälligem Zustand 

war. Ein fortdauernder und systematischer Handel mit Liegenschaften bzw. eine 

rentabilitätsorientierte Entwicklung der erworbenen Liegenschaft im Hinblick auf deren 

späteren Verkauf ist damit nicht nachgewiesen. Dass dies in früheren Jahren anders 

war, wie die Steuerpflichtigen vorbringen, vermag an dieser Beurteilung nichts zu 

ändern. Entscheidend sind die Verhältnisse in der zu beurteilenden Steuerperiode (vgl. 

Richner/Frei/ Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 131 N 6).

dd) Somit ergibt sich, dass der Pflichtige im Jahre 2011 nicht als gewerbsmässiger 

Liegenschaftenhändler zu qualifizieren war. Entsprechend liess die Vorinstanz den 

Verlust aus dem Verkauf der Liegenschaft Nr. 999 in U zu Recht nicht zum Abzug zu.

b) Streitig ist die Aufrechnung des Ertrages aus Eigennutzung der Liegenschaft Nr. 999 

in U in der Höhe von Fr. 6'053.–.

aa) Die Vorinstanz erwog, die Liegenschaft in U sei den Rekurrenten und 

Beschwerdeführern bis 9. September 2011 zur Verfügung gestanden, weshalb der 

Eigenmietwert in der Höhe von Fr. 6'053.– für acht Monate geschuldet sei. Gegen die 

in den Jahren 2009 und 2010 aufgerechneten Eigenmietwerte für die eigene Nutzung 

der Ferienwohnungen in U sei keine Einsprache erhoben worden. Daraus sei zu 

schliessen, dass die Familie die Ferienwohnung in U auch im Jahre 2011 für eigene 

Zwecke genutzt habe. Eigennutzung liege nicht nur dann vor, wenn der Pflichtige seine 

Liegenschaft tatsächlich nutze. Es genüge, wenn die Wohnung zur Verfügung stehe. 

Subjektive Gründe für eine beschränkte Nutzung seien unbeachtlich. Die Rekurrenten 

und Beschwerdeführer halten dem entgegen, die Liegenschaft habe nicht als 

Ferienwohnung gedient. Sie seien mit der Aufrechnung des Eigenmietwerts nicht 

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einverstanden gewesen, hätten aber aufgrund des geringen Werts auf die Einsprache 

verzichtet.

bb) Steuerbar sind die Erträge aus unbeweglichem Vermögen, insbesondere alle 

Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung, Nutzniessung oder sonstiger Nutzung sowie 

der Mietwert von Liegenschaften oder Liegenschaftsteilen, die dem Steuerpflichtigen 

aufgrund von Eigentum oder eines unentgeltlichen Nutzungsrechts für den 

Eigengebrauch zur Verfügung stehen (Art. 21 Abs. 1 lit. a und b DBG; Art. 34 Abs. 1 lit. 

a und b StG). Für die Besteuerung genügt, dass das Eigenheim zur Verfügung steht. 

Eigengebrauch liegt aber dann nicht (mehr) vor, wenn das Eigenheim leer steht, weil es 

zu marktüblichen Konditionen nicht vermietet werden kann oder verkauft werden soll, 

trotz ernsthafter Bemühungen aber kein Käufer gefunden wird. Der Mietwert wird 

jedoch als Eigengebrauch voll angerechnet, wenn das Eigenheim oder die Wohnung 

überhaupt nicht oder nur zeitweise benützt wird, objektiv betrachtet aber ganzjährig 

und vollumfänglich benutzt werden könnte. Subjektive Gründe für eine beschränkte 

Nutzung sind unbeachtlich. Dies gilt namentlich für Zweitwohnungen (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, a.a.O., S. 122; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 21 N 77).

cc) Der Mietwert der Liegenschaft Nr. 999 in U beträgt Fr. 9'080.– (act. 9-II/13), wobei 

unklar ist, wie er sich auf die beiden Wohneinheiten aufteilt. Im Jahr 2009 (Veranlagung 

vom 10. Mai 2011) rechnete die Vorinstanz dem steuerbaren Einkommen der 

Pflichtigen unter Berücksichtigung der deklarierten Mietzinseinnahmen von Fr. 2'550.– 

deshalb einen Eigenmietwert von Fr. 6'530.– zu (act. 9-IV/14). Die Pflichtigen erhoben 

dagegen kein Rechtsmittel, wiesen jedoch anlässlich der Einreichung der 

Steuererklärung 2010 (eTaxes 2010-Quittung vom 13. August 2011) darauf hin, dass es 

sich bei der Liegenschaft U nicht um ein Ferienhaus handle. Es werde um- bzw. 

ausgebaut und sei deshalb nicht vermietet (act. 9-III/22). Sie verlangten die 

Rückerstattung des entsprechenden Betrages. Trotz dieses Einwandes wurde der 

Eigenmietwert des Objekts in der Steuerveranlagung 2010 vom 20. Mai 2013 mit 

Fr. 9'080.– erfasst (act. 9-III/15). Auch diese Veranlagung erwuchs unangefochten in 

Rechtskraft. Die Rekurrenten und Beschwerdeführer wiesen jedoch mit E-Mail vom 

28. Juni 2013 darauf hin, dass sie damit nicht einverstanden seien, jedoch auf einen 

Rekurs verzichteten. Das Haus sei nie selbst genutzt worden (act. 9-III/23). Vor diesem 

Hintergrund kann von der Tatsache, dass auf die Ergreifung eines Rechtsmittels 

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verzichtet wurde, nicht ohne Weiteres auf eine private Nutzung durch die Pflichtigen 

geschlossen werden.

Die Liegenschaft in U wurde bis Ende des Jahres 2008 komplett, im Jahre 2009 noch 

teilweise und anschliessend nicht mehr vermietet. Nach Angaben der Pflichtigen 

verzichteten sie wegen der geplanten Umbauarbeiten auf die Weitervermietung des 

Objekts. Wie es sich damit genau verhielt, ist unklar. Die Rekurrenten machten zum 

Zustand der Liegenschaft und den Umbauplänen keine Angaben. Fest steht jedoch, 

dass die Liegenschaft am 9. September 2011 im Rahmen der betreibungsrechtlichen 

Verwertung veräussert wurde und der vorgängige Leerstand damit erklärbar ist. Zudem 

ist davon auszugehen, dass der Steuerpflichtige die Liegenschaft im Jahre 2007 nicht 

zur (teilweisen) privaten Nutzung erwarb. Andernfalls wäre sie nicht bis 2008 bzw. 2009 

an Dritte vermietet worden. Somit ergibt sich, dass die Wohnungen den Pflichtigen 

objektiv betrachtet zwar bis September 2011 zur Verfügung standen, eine 

Eigennutzung jedoch nicht dargetan ist. Die Beschwerde und der Rekurs sind in 

diesem Punkt deshalb gutzuheissen.

d) Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Rekurs und die Beschwerde teilweise 

gutzuheissen sind. Die Einsprache-Entscheide der Vorinstanz vom 29. November 2013 

sind aufzuheben. Das steuerbare Einkommen für die direkte Bundessteuer 2011 ist auf 

Fr. 76'400.– festzusetzen. Für die Kantons- und Gemeindesteuer 2011 ist das 

satzbestimmende steuerbare Einkommen auf Fr. 75'400.– festzusetzen; das steuerbare 

Vermögen bleibt mit Fr. 404'000.– zum Satz von Fr. 498'000.– unverändert. Für die 

Kantons- und Gemeindesteuer ist die Angelegenheit gestützt auf Art. 56 Abs. 2 VRP 

zur neuen Steuerausscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten zu neun Zehnteln 

den Rekurrenten und Beschwerdeführern und zu einem Zehntel dem Staat 

aufzuerlegen; (Art. 144 Abs. 1 DBG, Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Gebühr von Fr. 1'200.– 

ist angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 Gerichtskostenverordnung, 

sGS 941.12). Der Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– ist zu verrechnen und den 

Rekurrenten und Beschwerdeführern im Restbetrag von Fr. 120.– zurückzuerstatten.

Entscheid:

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1.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und der Einsprache-Entscheid der 

Vorinstanz

     vom 29. November 2013 aufgehoben.

2.  Die Rekurrenten werden für die Kantons- und Gemeindesteuer 2011 mit einem

     steuerbaren Einkommen von Fr. 75'400.– (satzbestimmend) und einem steuerbaren

     Vermögen von Fr. 498'000.– (satzbestimmend) veranlagt.

3.  Die Angelegenheit wird zur neuen Steuerausscheidung an die Vorinstanz 

zurückgewiesen.

4.  Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Einsprache-Entscheid der 

Vorinstanz

     vom 29. November 2013 aufgehoben.

5.  Die Beschwerdeführer werden für die direkte Bundessteuer 2011 mit einem

     steuerbaren Einkommen von Fr. 76'400.– veranlagt.

6.  Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden zu neun Zehntel den Rekurrenten und

     Beschwerdeführern und zu einem Zehntel dem Staat auferlegt. Der 

Kostenvorschuss

     von Fr. 1'200.– wird verrechnet und den Rekurrenten und Beschwerdeführern im

     Restbetrag von Fr. 120.– zurückerstattet.

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