# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f6e3583-f46b-571e-847a-5f634854f1a5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.06.2024 E-3686/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3686-2024_2024-06-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3686/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichter David R. Wenger, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;   

Gerichtsschreiber Jonas Attenhofer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Fernando Arévalo Menchaca,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 31. Mai 2024 / N (…). 

 

 

 

E-3686/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin am 3. Mai 2024 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte, 

dass sie am 22. Mai 2024 im Beisein ihres Rechtsvertreters vertieft zu ihren 

Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass sie geltend machte, sie sei sri-lankische Staatsangehörige tamilischer 

Ethnie und habe vor ihrer Ausreise aus Sri Lanka in B._______ gelebt, 

dass sie weiter geltend machte, sie habe ein Higher National Diploma in 

Computer Systems, sei gelegentlich als Kosmetikerin tätig gewesen, habe 

beim Urban Council in C._______ ein Praktikum absolviert und sei für eine 

Anwältin tätig gewesen, 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen die Verfol-

gung durch staatliche Behörden vorbringt, 

dass der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 30. Mai 2024 Stel-

lung zum Entscheidentwurf der Vorinstanz nahm, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 31. Mai 2024 – gleichentags eröff-

net – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin verneinte, ihr 

Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Voll-

zug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 11. Juni 2024 gegen diese 

Verfügung beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat und 

beantragt, es sei die angefochtene Verfügung vollständig aufzuheben, ihre 

Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihr in der Schweiz Asyl zu gewäh-

ren, 

dass sie eventualiter beantragt, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuhe-

ben und sie sei in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, 

dass sie subeventualiter beantragt, die Verfügung sei vollständig aufzuhe-

ben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung inklusive Kostenvorschussverzicht ersucht, 

dass sie im Rechtsmittelverfahren (mit der Beschwerde sowie mit Eingabe 

vom 20. Juni 2024) ärztliche Berichte sowie einen Länderbericht der 

E-3686/2024 

Seite 3 

Schweizerischen Flüchtlingshilfe zu Sri Lanka und mehrere Fotos zu den 

Akten reichte, 

 

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG und im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5) richten,  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

E-3686/2024 

Seite 4 

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken, gelten und den frauenspezifischen Flucht-

gründen Rechnung zu tragen ist (Art. 3 Abs. 2 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen ist (Art. 7 AsylG),  

dass die Vorinstanz ihren Asylentscheid damit begründet, die Vorbringen 

der Beschwerdeführerin hielten den Anforderungen an die Asylrelevanz 

und an die Glaubhaftmachung der Flüchtlingseigenschaft nicht stand,  

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen 

eine Reflexverfolgung aufgrund der früheren Tätigkeit von Familienmitglie-

dern für die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) sowie eine direkte 

Verfolgung aufgrund von ihrer eigenen Tätigkeit für ein ziviles Hilfswerk 

rehabilitierter LTTE Kämpfer geltend macht,  

dass sie der Geheimdienst deshalb an einen Ort verbracht habe, wo sie 

verhört und sexuell misshandelt worden sei, 

dass die Beschwerdeführerin bezüglich ihrer Vorbringen des sexuellen 

Missbrauchs im Beisein ihres Rechtsvertreters auf ihr Recht, von einer Per-

son gleichen Geschlechts angehört zu werden (vgl. Art. 6 AsylV) hingewie-

sen wurde und sie darauf verzichtete, soweit sie nicht tiefer darüber befragt 

werde (SEM-Akte 17/18 F88-93), 

dass die Vorinstanz nicht den sexuellen Missbrauch an sich in Frage stellte 

sondern die geschilderten Begleitumstände,  

dass sich der Einwand auf Beschwerdeebene, es habe keine genügende 

Befragung zu den Begleitumständen – die Vorinstanz hätte den Inhalt der 

langen Befragung durch den Geheimdienst eruieren müssen (vgl. Be-

schwerde S. 9) – stattgefunden, nicht mit dem Anspruch der Beschwerde-

führerin auf eine Anhörung in einem gleichgeschlechtlichen Team begrün-

den lässt, da sich ihr Vorbehalt auf den sexuellen Missbrauch an sich be-

zog, 

dass die Frage, ob die vorinstanzliche Glaubhaftigkeitsprüfung zutreffend 

erfolgte, hernach in materieller Hinsicht zu prüfen sein wird,  

dass sich die vorinstanzliche Verfügung mit den gesundheitlichen Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerin auseinandersetzt und sich das SEM 

E-3686/2024 

Seite 5 

angesichts seiner Feststellung, im Heimatland seien die staatlichen und 

privaten Spitäler offen und funktionsfähig, nicht zu weiteren Abklärungen 

zum Gesundheitszustand veranlasst sehen musste, 

dass die Feststellung des Sachverhalts auch sonst nicht zu beanstanden 

ist und dasselbe auch für die Begründungsdichte der angefochtenen Ver-

fügung gilt, womit der Subeventualantrag der Rückweisung der Sache an 

die Vorinstanz abzuweisen ist, 

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass die 

Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 31. Mai 2024 mit überzeugender Be-

gründung zur Erkenntnis gelangt ist, dass die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin den Anforderungen von Art. 7 AsylG an das Glaub-

haftmachen eines Asyl begründenden Sachverhalts und jenen von Art. 3 

AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit nicht zu genügen vermö-

gen,  

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es der 

Beschwerdeführerin nicht gelingt, diesen Argumenten etwas Stichhaltiges 

entgegenzusetzen, 

dass einzig insofern eine Präzisierung anzubringen ist, als die Vorinstanz 

nicht bestreitet, dass die Beschwerdeführerin einen sexuellen Missbrauch 

erlebt hat, indessen die geschilderten Umstände (insbesondere die Täter-

schaft) als unglaubhaft beurteilt wurden, was sich insgesamt genügend klar 

aus den vorinstanzlichen Ausführungen ergibt, 

dass ergänzend anzumerken ist, dass sich das Fehlen jeglicher medizini-

schen Unterlagen aus dem Heimatland im vorliegenden Fall nicht überzeu-

gend mit einem – grundsätzlich nachvollziehbaren – Schamgefühl erklären 

lässt, 

dass sich angesichts der zutreffenden vorinstanzlichen Argumentation hin-

sichtlich des Fehlens eines Interesses des Geheimdienstes an der Person 

der Beschwerdeführerin weitere Fragen zum Ereignis – entgegen der Auf-

fassung der Beschwerdeführerin – erübrigten, 

dass den im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten telefonischen 

Belästigungen durch Private keine flüchtlingsrechtlich relevante Intensität 

zukommt und diese auf Beschwerdeebene auch nicht mehr geltend ge-

macht werden, 

E-3686/2024 

Seite 6 

dass das Gericht mit der Vorinstanz das politische Profil der Beschwerde-

führerin basierend auf ihrer Verwandtschaft mit verstorbenen LTTE Aktivis-

ten und auf ihrer Tätigkeit für ein LTTE-nahes Hilfswerk als unwahrschein-

liche Ursache für eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung durch die 

sri-lankischen Behörden einschätzt und daran auch die vorgebrachte Un-

terstützung des erwähnten Hilfswerks durch die Familienmitglieder in der 

Schweiz nichts ändert, 

dass die Zweifel des Gerichts an den vorgebrachten, durch den sri-lanki-

schen Geheimdienst erlittenen oder zu erleidenden Nachteilen aufgrund 

der Aussagen der Beschwerdeführerin, sie habe nach dem als Ausreise-

grund geltend gemachten Vorfall unbehelligt in B._______ gelebt, erhärtet 

werden (vgl. SEM-Akten 17/18 F85-87), 

dass aufgrund der Aktenlage im Weiteren nicht davon auszugehen ist, bei 

der Beschwerdeführerin lägen Risikofaktoren vor, welche bei einer Rück-

kehr nach Sri Lanka zu einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung füh-

ren könnten (vgl. dazu das Urteil des BVGer E-1866/2015 vom 15. Juli 

2016 [als Referenzurteil publiziert]), 

dass damit keine Anhaltspunkte für die Annahme bestehen, die Beschwer-

deführerin sei in Sri Lanka einschlägig registriert oder stünde gar auf einer 

Fahndungsliste der heimatlichen Behörden und wäre im Falle ihrer Rück-

kehr einer erhöhten Verfolgungsgefahr ausgesetzt, 

dass die Beschwerdeführerin schliesslich weder aus der Situation seit dem 

Machtwechsel im Jahr 2019 noch aus der aktuellen Lage in Sri Lanka nach 

der Wahl des neuen Staatspräsidenten im Juli 2022 eine individuelle flücht-

lingsrechtlich relevante Gefährdung abzuleiten vermag, 

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest aufzuzeigen, weshalb die Vorinstanz 

das Asylgesuch zu Unrecht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerin insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

E-3686/2024 

Seite 7 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Weg-

weisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass auch eine mögliche Suizidalität (vgl. SEM-Akte 17/18 F105) für sich 

genommen einer Wegweisung grundsätzlich nicht entgegensteht (vgl. Ur-

teil des BGer 2C_221/2020 vom 19. Juni 2020 E. 2), 

dass sodann auch die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka 

den Wegweisungsvollzug im heutigen Zeitpunkt nicht als unzulässig er-

scheinen lässt und dies auch unter Berücksichtigung der jüngsten politi-

schen Entwicklungen in Sri Lanka (vgl. die Referenzurteile E-737/2020 

vom 27. Februar 2023 E. 10.1.1 ff., E-1866/2015 E. 12.2 f.) gilt, 

dass in Sri Lanka weder Krieg oder Bürgerkrieg noch eine Situation allge-

meiner Gewalt, aufgrund derer eine Rückkehr generell unzumutbar wäre, 

herrscht (vgl. statt vieler Urteil des BVGer D-4927/2023 vom 21. März 2024 

E. 8.3.2). 

dass der Wegweisungsvollzug individuell zumutbar ist, wenn ein tragfähi-

ges familiäres oder soziales Beziehungsnetz sowie Aussichten auf eine 

gesicherte Einkommens- und Wohnsituation vorhanden sind (vgl. Urteil 

des BVGer D-3257/2022 vom 16. November 2022 E. 8.4.3 m.H.a. Refe-

renzurteil des BVGer E-1866/2015 E. 13.2 ff. und Urteil des BVGer 

D‑3619/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 9.5) und vorliegend keine individu-

ellen Gründe gegen einen Wegweisungsvollzug sprechen, da die 

E-3686/2024 

Seite 8 

Beschwerdeführerin gemäss Aktenlage über eine gute Ausbildung, erste 

Berufserfahrung sowie unterstützungsfähige Bekannte und Verwandte ver-

fügt (vgl. SEM-Akte 17/18 F20, F22, F26, F144ff., F154), 

dass es sich ferner bei den geltend gemachten gesundheitlichen Be-

schwerden nicht um schwere Erkrankungen handelt und allenfalls notwen-

dige Behandlungen und Medikamente in Sri Lanka erhältlich gemacht wer-

den können (vgl. Urteil des BVGer D-4163/2017 vom 13. Juli 2023, 

E. 12.3.4), 

dass es der Beschwerdeführerin zudem freisteht, von den Möglichkeiten 

der Rückkehrhilfe Gebrauch zu machen (vgl. Art. 93 Abs. 1 Bst. d AsylG, 

Art. 75 der der Asylverordnung 2 vom 11. August 1999 [AsylV 2, SR 

142.312]), 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist, 

dass es der Beschwerdeführerin obliegt, sich die für ihre Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG), womit das Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass der Beschwerdeführerin demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

E-3686/2024 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David R. Wenger Jonas Attenhofer 

 

 

Versand: