# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbf2cdd3-ceaf-5017-88fa-97e6f4fc9359
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.04.2010 D-2157/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2157-2010_2010-04-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2157/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
alias C._______, geboren B._______,
Algerien,
D._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 26. März 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2157/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Algerien  am  20.  September  2008  auf  dem  Seeweg  Richtung 
E._______  verliess,  wo  er  sich  während  eines  Jahres  und  zweier 
Wochen aufhielt und als F._______ sowie G._______ tätig war,

dass  die  H._______  Behörden  den  Beschwerdeführer  im  Juli  2009 
daktyloskopisch erfassten,

dass er sich Ende September 2009 entschieden habe, in die Schweiz 
zu reisen,  worauf  er  am 3. Oktober 2009 mit  dem Zug illegal  in  die 
Schweiz gelangt sei, wo er gleichentags im I._______ ein Asylgesuch 
stellte,

dass  er  am  14.  Oktober  2009  im  I._______  summarisch  zu  seinen 
Asylgründen befragt wurde, wobei er darlegte, wegen der Militärzuge-
hörigkeit seiner zwei Brüder sei seine Familie im Jahr 1993 und 1994 
von Terroristen der J._______ bedroht und ihre Felder in Brand gesetzt 
worden,

dass sie bei der Polizei Anzeige erstattet hätten, worauf ihnen die Poli-
zei versprochen habe, sie mit Waffen auszustatten, was jedoch nie er-
folgt sei,

dass die Terroristen im Herbst 2005 zwei Mädchen aus der Nachbar-
schaft entführt hätten, worauf sie befürchtet hätten, ihrer Familie könn-
te Ähnliches widerfahren,

dass sie deshalb im Jahre 2006 ihr Heimatdorf verlassen hätten und in 
ein anderes Dorf gezogen seien, 

dass sie seither in Armut gelebt hätten und er auch keine Arbeit gefun-
den habe, weshalb er sich entschlossen habe, sein Heimatland zu ver -
lassen,

dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu einer allfälligen 
Wegweisung  nach  E._______  und  zu  einem  möglichen  Nichteintre-
tensentscheid gewährt wurde,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird, 

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dass das  BFM die  H._______  Behörden  am 3. Dezember  2009 um 
Übernahme des Beschwerdeführers ersuchte,

dass von den H._______ Behörden innert Frist keine Antwort einging,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Verfügung  vom 28.  Dezember  2009 
des  K._______  wegen  geringfügigen  Diebstahls  zu  einer  Busse 
verurteilt wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 26. März 2010 in Anwendung von 
Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, 
die Wegweisung aus der Schweiz nach E._______ spätestens am Tag 
nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  sowie  den  Vollzug  anordnete  und 
festhielt, eine allfällige Beschwerde gegen diese Verfügung habe keine 
aufschiebende Wirkung,

dass das BFM zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer sei im 
Juli 2009 in L._______ daktyloskopisch erfasst worden und im Oktober 
2009 illegal in die Schweiz eingereist, 

dass E._______ gestützt  auf  das  Abkommen vom 26. Oktober  2004 
zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäi-
schen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 
des zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat 
oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags (Dublin-Assoziierungsab-
kommen [DAA, SR 0.142.392.68]) und auf das Übereinkommen vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates für die Prüfung eines in der Schweiz, in Island oder in Norwe-
gen gestellten Asylantrags (Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, 
SR 0.362.32) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass, da bis dato keine Stellungnahme aus E._______ eingegangen 
sei und der Termin für die Stellungnahme laut Art. 18 Abs. 7 der Ver-
ordnung  (EG)  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur 
Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrages zuständig ist,  
den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat 
gestellt  hat  [Dublin-II-Verordnung]  am 4. Februar  2010 verfristet  sei, 

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gelte  dies  als  stillschweigende  Zusage  zur  Übernahme  des 
Beschwerdeführers,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
(Art. 19 Abs. 3 Dublin-II-Verordnung) oder Verlängerung (Art. 19 Abs. 4 
Dublin-II-Verordnung) – bis spätestens zum 5. August 2010 zu erfolgen 
habe,

dass dem Beschwerdeführer am 14. Oktober 2010 das rechtliche Ge-
hör gewährt  worden sei,  wobei  er  seine eigenen Aussagen bestätigt 
und erklärt habe, er verstehe, dass E._______ für sein Asylverfahren 
zuständig  sei  und  deshalb  die  Schweiz  nicht  auf  sein  Asylgesuch 
eintreten könne,

dass er nicht nach E._______ gehen wolle, weil er dort kein Zuhause 
und keine Arbeit habe,

dass  die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  kein  Hindernis  für  eine 
Wegweisung  nach  E._______  darstellen  würden,  zumal  dies 
logistische  Probleme  seien,  die  der  Beschwerdeführer  mit  den 
Behörden des zuständigen Dublin-Staates regeln müsse,

dass der Wegweisungsvollzug nach E._______ durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. April 2010 (Poststem-
pel)  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung  einreichte  und  beantragte, 
die Verfügung des BFM sei  aufzuheben und das Asylgesuch sei zur 
materiellen Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der aufschie-
benden Wirkung, um unverzügliche Anweisung der Vollzugsbehörden, 
von allfälligen Vollzugsmassnahmen abzusehen,  um Verzicht  auf  die 
Auferlegung  von  Verfahrenskosten,  um  Beiordnung  einer  amtlichen 
Rechtsvertretung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-
schusses ersuchte, 

dass er überdies eventualiter um Verlängerung der Ausreisefrist nach 
E._______ um einen Monat ersuchte, 

dass  er  zur  Stützung  seiner  Vorbringen  eine  Bestätigung  des 
Zivilstandsamtes  M._______  sowie  eine 
Fürsorgeabhängigkeitsbestätigung einreichte,

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dass auf die Begründung der Rechtsbegehren und die eingereichten 
Unterlagen, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen wird,

dass mit  Telefax  vom 6. April  2010  der  Vollzug der  Wegweisung im 
Rahmen einer vorsorglichen Massnahme (Art. 56 des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren  [VwVG, SR 
172.021]) ausgesetzt wurde,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am 8.  April  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG), 

dass  aufgrund  der  Abklärungen  des  BFM  feststeht  und  vom  Be-
schwerdeführer auch nicht bestritten wird, dass er sich vom 21. Sep-
tember 2008 bis am 2. Oktober 2009 in E._______ aufhielt  und von 
den H._______ Behörden am Juli 2009 daktyloskopisch erfasst wurde,

dass  angesichts  des  zuvor  festgestellten  Sachverhalts  und  der  ein-
schlägigen  Staatsverträge  (vgl.  DAA,  Dublin-II-Verordnung  und  Ver-
ordnung [EG] Nr. 1560/2003 der Kommission vom 2. September 2003 
mit  Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003 
des Rates [Dublin-DVO]) E._______ als für die Durchführung des Asyl-
verfahrens zuständig zu erachten ist, 

dass die H._______ Behörden das Ersuchen des BFM vom 3.  Dezem-
ber  2009  um Übernahme des  Beschwerdeführers  bis  dato  unbeant-
wortet  liessen,  wodurch  die  Fiktion  der  Zustimmung  zur  Aufnahme 
entsteht (vgl. Art. 18 Abs. 7 Dublin-II-Verordnung), 

dass das BFM aufgrund dieser Sachlage zu Recht folgerte, E._______ 
habe den Beschwerdeführer zurückzuübernehmen,

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dass - entgegen der in der Beschwerdeschrift  geäusserten Ansicht - 
keine  Hinweise  darauf  bestehen,  E._______  halte  sich  hinsichtlich 
bereits  eingereister  Asylsuchender  nicht  an  die  massgebenden 
völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Refoulementverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

dass  zwar  das  H._______  Fürsorgesystem für  Asylsuchende  in  der 
Kritik steht, in den Aufenthalts- und Verfahrensbedingungen für Perso-
nen,  welche  sich  im  Rahmen  eines  Asylverfahrens  in  E._______ 
aufhalten, indessen insgesamt kein Vollzugshindernis zu erkennen ist,

dass  Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Un-
terbringung von den H._______ Behörden bevorzugt  behandelt  wer-
den und sich – neben den staatlichen Strukturen – auch zahlreiche pri -
vate  Hilfsorganisationen  der  Betreuung  von  Asylsuchenden  und 
Flüchtlingen annehmen,

dass  beispielsweise  die  Organisation  N._______  seit  dem 1. Januar 
2009  die  Betreuung  der  Flüchtlinge  im  Flughafen  O._______ 
organisiert  und  dort  den  Asylsuchenden  kostenlose  Rechtsberatung 
anbietet,

dass vor diesem Hintergrund die allgemeine Kritik am H._______ Asyl -
verfahren sowie an den Unterbringungs- und Versorgungsmodalitäten 
nicht zu überzeugen vermag,

dass in der Rechtsmitteleingabe weiter angeführt wird, er plane, seine 
Freundin  noch  in  diesem  Monat  zu  heiraten,  und  falls  er  nach 
E._______ weggewiesen würde,  könnte  er  dies nicht  mehr  tun,  was 
eine Verletzung des Rechts auf Eheschliessung im Sinne von Art. 12 
EMRK sowie Art. 14 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) darstellen würde,

dass diesbezüglich festzuhalten ist, dass das eingereichte Beweismit-
tel  (Bestätigung  eines  pendenten  Ehevorbereitungsverfahrens  der 
Stadt M._______; datiert vom 1. April 2010) zwar ein hängiges Ehevor-
bereitungsverfahren dokumentiert, indessen dem Beweismittel - entge-
gen den diesbezüglichen Vorbringen in der Beschwerde - keine zeit -
lichen  Angaben  bezüglich  einer  anstehenden  Heirat  zu  entnehmen 
sind, 

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dass  grundsätzlich  die  Weiterführung  eines  Ehevorbereitungsver-
fahrens  in  der  Schweiz  auch dann möglich  ist,  wenn  die  Brautleute 
nicht in der Schweiz wohnhaft sind, weshalb auch diesbezüglich einer 
Übernahme  des  Beschwerdeführers  durch  E._______  nichts  ent-
gegensteht und in diesem Zusammenhang keine Verletzung von Art. 
12 EMRK feststellbar ist,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  keine  anderen  Gründe  vorbringen 
kann, die die Zuständigkeit  der Schweiz zur Durchführung des Asyl- 
und  Wegweisungsverfahrens  nach  sich  ziehen  würden  beziehungs-
weise die der Ausreise in den Drittstaat entgegen stünden,

dass weder angesichts der Verhältnisse in E._______ noch zufolge der 
individuellen  Situation  des  Beschwerdeführers  Anlass  zur  Ausübung 
des  Selbsteintrittsrechts  im  Sinne  von  Art. 3  Abs. 2  Dublin-II-Ver-
ordnung besteht, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde, 

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens im Sinne von Art. 34 Abs. 2 
Bst. d AsylG, bei dem es um ein Überstellungsverfahren in den für die 
Prüfung des Asylgesuchs zuständigen Mitgliedstaat  handelt,  system-
bedingt kein Raum bleibt für Ersatzmassnahmen im Sinne von Art 44 
Abs.  2  AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  1  -  4  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20),

dass  nämlich  die  Frage  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen 
vielmehr  bereits  im  Rahmen  des  Nichteintretensentscheides  selber 
stattfinden  muss,  namentlich  im  Rahmen eines  allfälligen  Selbstein-
trittsrechts im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-Verordnung, welches 
wie vorstehend ausgeführt wurde, nicht zur Anwendung gelangt,

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dass das BFM demnach den Vollzug der Wegweisung nach E._______ 
zu Recht angeordnet hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Erstreckung der Ausreisefrist nach E._______ an 
die dafür zuständige Behörde (BFM) zu richten ist, 

dass mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache die Anträge 
auf  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde sowie 
auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses  gegenstands-
los werden,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um Gewährung der unent -
geltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG un-
geachtet der Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 

(per Kurier; in Kopie)
- das P._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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