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**Case Identifier:** 25b14dbd-75c8-5a6b-ab74-5738945c0b26
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 21.03.2022 B 2021/157, B 2021/158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2021-157--B-2021-1_2022-03-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/157, B 2021/158

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 09.05.2022

Entscheiddatum: 21.03.2022

Entscheid Verwaltungsgericht, 21.03.2022
Art. 18 Abs. 1 DBG (SR), Art. 31 Abs. 2 StG (sGs 811.1). Frage der 
steuerrechtlichen Zuordnung eines Reinvermögenszuganges: Besteuerung 
des Zugangs bei der X.__ S.A. oder beim Beschwerdegegner als 
Anteilsinhaber und einzigem Verwaltungsrat der X.__ S.A. Die M.__ AG hatte 
im Jahr 2013 an die X.__ S.A. eine Zahlung von CHF 300'000 mit dem 
Vermerk "X.__ S.A. - Aktienanteile" geleistet. Die X.__ S.A. überwies im 
gleichen Jahr den grössten Teil dieses Betrages an den Beschwerdegegner 
und verbuchte ihn entsprechend. Das Verwaltungsgericht bestätigte den 
Standpunkt des Beschwerdeführers (Steuerverwaltung), wonach die im 
Zusammenhang mit dem Entgelt der M.__ AG erbrachten Leistungen 
frühestens seit 2011 erfolgt seien. Die X.__ S.A. sei in den entsprechenden 
Jahren jedoch inaktiv gewesen. Der Beschwerdegegner habe somit die 
fraglichen Leistungen der M.__ AG persönlich erbracht. Die M.__ AG habe 
weder mit der X.__ S.A. noch mit dem Beschwerdegegner einen schriftlichen 
Vertrag abgeschlossen. Die Einkünfte über CHF 300'000 beruhten auf einer 
persönlichen Leistung des Beschwerdegegners. Er habe die Folgen einer 
intransparenten Gestaltung von beruflichen Aktivitäten und einer 
unzureichenden Dokumentation zivilrechtlicher Verhältnisse bzw. die daraus 
resultierende Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Die 
Feststellung des Beschwerdeführers, wonach die Zahlung der M.__ AG beim 
Beschwerdegegner Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit 
darstelle, erweise sich als begründet (Verwaltungsgericht, B 2021/157, 
B 2021/158). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans 
Bundesgericht wurde mit Urteil vom 30. Mai 2023 teilweise gutgeheissen 
(Verfahren 9C_738/2022, bisher Nr. 2C_363/2022). Das gegen das 
Bundesgerichtsurteil 9C_738/2022 erhobene Revisionsgesuch wurde mit 
Urteil vom 18. Oktober 2023 abgewiesen (Verfahren 9F_13/2023).

Entscheid vom 21. März 2022

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Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

A.__,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2013) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2013)

 

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Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

A.__, geb. 1945, war im Jahr 2013 als selbständig erwerbender Rechtsanwalt tätig und 

zudem Alleinaktionär und Mitglied des Verwaltungsrats der am 7. Juni 1989 ins 

Handelsregister eingetragenen X.__ S.A. mit Sitz in B.__ (nachstehend X.__ S.A.). Am 

14. März 2017 wurde er für die Kantons- und Gemeindesteuern 2013 mit einem 

satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von CHF 360'800 und einem 

satzbestimmenden steuerbaren Vermögen von CHF 1'318'000 sowie für die direkte 

Bundessteuer 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 361'200 veranlagt. Die 

Veranlagungsbehörde hatte den Einkünften eine im Jahr 2013 bei der X.__ S.A. 

eingegangene Zahlung der M.__ AG (nachfolgend: M.__ AG) von CHF 300'000 als 

Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Honorarertrag aus anwaltlicher 

Tätigkeit) sowie Ertrag aus Eigennutzung von Immobilien von CHF 727 hinzugerechnet. 

Aufgrund des dadurch erhöhten Nettoeinkommens wurde der deklarierte Abzug für 

Krankheits- und Unfallkosten von CHF 3'943 nicht zugelassen. Im Weiteren legte die 

Veranlagungsbehörde den Steuerwert der X.__-Aktie auf CHF 4'400 fest (deklariert: 

CHF 1'000), was eine Erhöhung des steuerbaren Vermögens um CHF 340'000 zur 

Folge hatte (act. G 8/6 3/8 f.). Die von A.__ dagegen erhobenen Einsprachen (act. G 8/6 

3/10) hiess das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 24. Mai 2018 hinsichtlich der 

Kantons- und Gemeindesteuern 2013 teilweise gut mit der Begründung, der 

Honorarertrag von CHF 300'000 sei dem Einzelunternehmen des Einsprechers 

zuzurechnen und nicht der X.__ S.A., weshalb der Steuerwert der X.__-Aktie nicht 

CHF 4'400, sondern nur noch CHF 1 betrage. Für die Kantons- und Gemeindesteuern 

2013 wurde A.__ mit einem satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von 

CHF 360'800 und einem satzbestimmenden steuerbaren Vermögen von CHF 878'000 

(CHF 1'318'000 minus CHF 440'000) veranlagt. Die Einsprache gegen die Veranlagung 

der direkten Bundessteuer 2013 wurde demgegenüber abgewiesen und das in der 

Veranlagung festgelegte steuerbare Einkommen bestätigt (act. G 8/6 3/16 f.). Die 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) hiess die dagegen 

erhobenen Rechtsmittel mit Entscheiden vom 20. Juni 2019 teilweise gut mit der 

Begründung, der Sachverhalt sei nicht ausreichend geklärt. Namentlich sei unklar, auf 

welchem Weg die CHF 300'000 A.__ zugeflossen sein sollen. Die Angelegenheit wurde 

zur Klärung des Sachverhalts und zu neuem Entscheid (in Fortführung des 

Einspracheverfahrens) an das Steueramt zurückgewiesen (VRKE I/1-2018/133 f.).

A.a. 

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B.   

Mit Schreiben vom 18. September 2019 forderte das Steueramt A.__ auf, verschiedene 

Kontoauszüge einzureichen; diese gingen am 12./13. November 2019 bei der 

Veranlagungsbehörde ein (act. G 8/6 3/27 bis 3/36). Mit Entscheiden vom 5. Februar 

2020 hiess das Steueramt die Einsprachen insofern teilweise gut, als es - wie bereits in 

den Entscheiden vom 24. Mai 2018 - die X.__-Aktien mit einem reduzierten Steuerwert 

von CHF 1 berücksichtigte. An den Aufrechnungen von CHF 300'000 (Einkünfte aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit), CHF 727 (Ertrag aus Eigennutzung von Immobilien) 

und CHF 3'943 (Wegfall Krankheitskostenabzug) hielt es jedoch fest und veranlagte 

A.__ mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 360'800 (Kantons- und 

Gemeindesteuern 2013) bzw. CHF 361'200 (direkte Bundessteuer 2013) und einem 

steuerbaren Vermögen 2013 von CHF 878'000 (act. G 8/6 3/37 f.). Die hiergegen von 

A.__ am 9. März 2020 erhobenen Rechtsmittel (act. G 8/1; Rekurs und Beschwerde) 

hiess die VRK mit Entscheid vom 17. Juni 2021 teilweise gut und hob die 

Einspracheentscheide vom 5. Februar 2020 auf. Sie wies die Angelegenheit zu neuer 

Veranlagung der Kantons- und Gemeindesteuer sowie der direkten Bundessteuer 2013 

an das Steueramt zurück (act. G 2).

A.b. 

Gegen diesen Entscheid erhob das kantonale Steueramt (Beschwerdeführer) mit 

Eingaben vom 14./16. Juli 2021 Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid sei 

aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 sei zu bestätigen (act. 

G 1 und 5).

B.a. 

Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 20. Juli 2021 Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des angefochtenen 

Entscheids (act. G 7). Die Beschwerdebeteiligte stellte in ihrer Eingabe vom 12. August 

2021 den Antrag auf Gutheissung der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten des 

Beschwerdegegners (act. G 14).  

B.b. 

Der Beschwerdegegner A.__ äusserte sich in den Eingaben vom 21. Juli 2021 (act. G 

10) und 17. September 2021 (act.  G 18) zur Beschwerde und zur Stellungnahme der 

Beschwerdebeteiligten und beantragte die Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz gab am 21. September 2021 den Verzicht auf 

eine weitere Äusserung bekannt (act. G 20).

B.c. 

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

und zur Besteuerung von Einkommen und Vermögen vereinheitlicht sind, erledigte die 

Vorin-stanz den Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern einerseits und 

die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen 

Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch 

der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben 

(BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die 

Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. 

Oktober 2014 E. 1.2). Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben 

(Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; 

Art. 229 in Verbindung mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 

Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 

642.11, DBG). Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, und die Eingaben 

vom 14./16. Juli 2021 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 229 in Verbindung mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit 

Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2.  

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden 

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.  

B.d. 

Streitig ist vorliegend, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid für die 

Veranlagung des steuerbaren Einkommens 2013 des Beschwerdegegners die 

Vereinnahmung zusätzlicher Honorarerträge (Zahlung X.__ S.A. von CHF 300'000) zu 

Recht als nicht erstellt erachtete und einzig den vom Beschwerdegegner in dieser 

Steuerperiode von den X.__ S.A. bezogenen Betrag von CHF 10'910.40 dem 

steuerbaren Einkommen zurechnete, was gemäss angefochtenem Entscheid zur Folge 

hat, dass auch der Abzug für Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten (CHF 3'943) 

und der Steuerwert der X.__-Aktien neu zu berechnen sind.

2.1. 

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Nach Art. 18 Abs. 1 DBG und Art. 31 Abs. 1 StG sind alle Einkünfte aus einem 

Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien 

Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen Erwerbstätigkeit steuerbar. Das 

Reineinkommen der selbständigerwerbenden Person ist der sogenannte 

Vermögensstandsgewinn. Es entspricht dem Unterschiedsbetrag zwischen dem dem 

Unternehmen dienenden Eigenkapital am Schluss des vorangegangen und demjenigen 

am Schluss des abgeschlossenen Geschäftsjahrs, vermehrt um die nicht 

abzugsfähigen Verminderungen des Geschäftsvermögens (Privatentnahmen usw.; vgl. 

Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 70 ff. zu 

Art. 18 DBG). Art. 16 DBG und Art. 29 StG bringen im Bereich der Besteuerung des 

Einkommens natürlicher Personen das Konzept der Reinvermögenszugangstheorie 

zum Ausdruck. Danach unterliegen aufgrund der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 

DBG bzw. Art. 29 Abs. 1 StG und des nicht abschliessenden Positivkatalogs 

(Art. 17-23 DBG, Art. 30-36 StG) alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der 

direkten Bundessteuer bzw. der Einkommenssteuer. Vorbehalten bleiben die 

Kapitalgewinne aus der Veräusserung von Privatvermögen (Art. 16 Abs. 3 DBG, Art. 29 

Abs. 3 StG) und die im Negativkatalog von Art. 24 DBG und Art. 37 StG abschliessend 

aufgezählten Fälle (BGE 139 II 363 E. 2.1). Die subjektive Zuordnung von Einkommen 

und Vermögen natürlicher Personen ist ein ungeschriebenes Element des 

Steuertatbestandes. Sie bildet ebenso Voraussetzung wie Schranke einer allgemeinen, 

auf Generalklauseln (Art. 16 Abs. 1 DBG bzw. Art. 29 Abs. 1 StG) beruhenden 

Besteuerung des Reinvermögenszugangs. Allgemein gilt, dass die subjektive 

Zuordnung im Steuerrecht mit der zivilrechtlichen Sichtweise übereinstimmt, es sei 

denn, das Gesetz sehe eine eigenständige steuerrechtliche Zurechnungsregel vor oder 

verfolge eine wirtschaftliche Betrachtungsweise (BGer 2C_95/2013 vom 21. August 

2013 E. 2.1 m.H.).

Die Steuerbehörde trägt die Beweislast für die steuerbegründenden und -erhöhenden 

Tatsachen, wohingegen die steuerpflichtige Person für die steueraufhebenden und -

mindernden Tatsachen beweisbelastet ist (vgl. statt vieler BGer 2C_678/2012 vom 

17. Mai 2013 E. 3.6). Mit Blick auf die Gesamteinkommensbesteuerung ist nach der 

Rechtsprechung zu folgern, dass die (von der Steuerbehörde zu beweisenden) 

Einkünfte, die als Entgelt für die Arbeit oder die Dienste einer Person anfallen, 

vermutungsweise derselben Person zuzuordnen sind. Macht die steuerpflichtige 

natürliche Person geltend, das Entgelt stehe nicht ihr, sondern einer anderen 

natürlichen oder juristischen Person zu, behauptet sie eine aus ihrer Optik 

steuermindernde Tatsache. Ihr obliegt es, die gesetzliche Vermutung anhand des 

2.2. 

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Beweises des Gegenteils zu entkräften, solange sich dies nicht bereits aus einer 

anderslautenden gesetzlichen Anordnung ergibt (BGer 2C_95/2013 a.a.O. E. 2.2). Der 

zivilrechtlichen Vertragsfreiheit steht die steuerrechtliche Gestaltungsfreiheit bzw. 

Organisationshoheit der Unternehmen gegenüber (BGE 139 II 78 E. 3.2.1 S. 88 f.). Auch 

Aktionär und Aktiengesellschaft können sich auf die steuerliche Gestaltungsfreiheit 

berufen. Dies entbindet sie freilich nicht davon, die angestrebte Wirkung vertraglich 

auszugestalten und - für steuerliche Zwecke - hinreichend zu belegen (BGer 

2C_95/2013 a.a.O. E. 2.3). Gerade in Kleinstverhältnissen - wie z.B. einer 

Kapitalgesellschaft mit einem Alleinaktionär, der als einziger oder nahezu einziger 

Arbeitnehmer für sie tätig wird - ist es von besonderer Bedeutung, Rechtsklarheit und 

Rechtssicherheit dadurch zu schaffen, dass (schriftliche) vertragliche Grundlagen 

gelegt werden. Es liegt auch im Interesse des Aktionärs, klare Verhältnisse zu schaffen, 

will er den haftungsbegrenzenden Schutz der Kapitalgesellschaft nutzen oder die 

steuerliche Abrechnung über die Gesellschaft vornehmen können (BGer 2C_95/2013 

a.a.O. E. 2.4).

Im Zivil- und im Steuerrecht wird vom Grundsatz ausgegangen, dass sich eine 

juristische Person aufgrund ihrer eigenen Rechtsfähigkeit von der natürlichen Person 

unterscheidet bzw. ein eigenes Rechtssubjekt und Steuersubjekt ist (Trennungsprinzip). 

Die rechtliche Selbständigkeit juristischer Personen von den wirtschaftlich daran 

berechtigten natürlichen Personen bleibt nur ausnahmsweise, unter dem 

Gesichtspunkt des so genannten Durchgriffs, unbeachtet. Dieser setzt Identität der 

wirtschaftlichen Interessen zwischen juristischer und dahinterstehender natürlicher 

Person voraus, und insbesondere, dass die rechtliche Berufung auf die Selbständigkeit 

der juristischen Person der Umgehung von Gesetzesvorschriften oder der Missachtung 

der Rechte Dritter dient; es geht der Sache nach um eine rechtsmissbräuchliche 

Verwendung der juristischen Person durch die sie beherrschende natürliche Person 

(BGE 136 I 65 E. 5.4). Die Annahme eines Rechtsmissbrauchs wird dabei insbesondere 

an das Erfordernis einer Massierung unterschiedlicher und ausserordentlicher 

Verhaltensweisen im Sinn eigentlicher Machenschaften geknüpft (vgl. BGer 

5A_330/2012 vom 17. Juli 2012 E. 3.2 m.H.).

Die Vorinstanz führte im angefochtenen Entscheid unter anderem aus, sie habe bereits 

im Entscheid vom 20. Juni 2019 (VRKE I/1-2018/133 f.) festgehalten, dass die 

Steuerveranlagung der X.__ S.A. nicht Verfahrensgegenstand sei. Mittlerweile sei 

erstellt, dass die umstrittene Vergütung der M.__ AG an die X.__ S.A. (von 

CHF 300'000) von der X.__ S.A. verbucht worden sei. Über die Art der 

2.3. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=2C_95%2F2013&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-II-78%3Ade&number_of_ranks=0#page78

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Geschäftsbeziehung zwischen der X.__ S.A. und der M.__ AG bestehe jedoch nach wie 

vor Unklarheit, da die entsprechenden Steuerunterlagen nicht vorlägen. Insbesondere 

lasse sich nicht feststellen, welche Aktivitäten die X.__ S.A., allenfalls in 

Zusammenhang mit der M.__ AG zwecks Erwerbs einer Beteiligung, entwickelt habe, 

um im "Fortbewegungsmarkt" Fuss zu fassen. Weiter sei anhand der Akten nicht 

nachvollziehbar, wie das in den Büchern der X.__ S.A. geführte Darlehen des 

Beschwerdegegners verwendet worden sei. Aus der Steuererklärung 2013 der 

X.__ S.A. sei einzig ersichtlich, dass in den Jahren 2007 bis 2012 jeweils Verluste 

deklariert worden seien (act. G 8/6 3/22), was auf eine geschäftliche Tätigkeit 

schliessen lasse. Diese Frage sei jedoch im Veranlagungsverfahren der X.__ S.A. zu 

prüfen, zumal der Beschwerdeführer kein rechtsmissbräuchliches Handeln 

nachgewiesen habe. Somit sei kein Rechtfertigungsgrund für eine Durchbrechung des 

Trennungs- oder Sphärenprinzips (Rechtsmissbrauch) nachgewiesen. Selbst wenn ein 

solcher vorläge und der Beschwerdegegner und die X.__ S.A. als wirtschaftliche Einheit 

zu betrachten wären, würde dies bedeuten, dass vorerst der Gewinn der X.__ S.A. 

nach der allgemeinen handels- und steuerrechtlichen Ordnung korrekt zu ermitteln und 

dieser anschliessend dem Beschwerdegegner zuzuordnen wäre. Die X.__ S.A. würde in 

diesem Fall nicht als unabhängiges Steuersubjekt anerkannt (act. G 2 S. 8). Gemäss 

Jahresrechnung des Einzelunternehmens des Beschwerdegegners habe der in die 

Steuererklärung 2013 (Ziffer 2.1) übertragene Jahresgewinn (Vermögensstandsgewinn) 

per 31. Dezember 2013 CHF 14'824.84 betragen. Sodann sei im 

Wertschriftenverzeichnis ein Darlehen an die X.__ S.A. von CHF 85'471 aufgeführt 

worden (act. G 8/6 3/2); es habe per 31. Dezember 2012 noch CHF 374'502 betragen 

(act. G 8/6 3/22), was einer Amortisation von CHF 289'031 während des Steuerjahres 

2013 entspreche. Die 100 Inhaberaktien der X.__ S.A. seien zum Nennwert von 

CHF 100'000 deklariert worden. Weiter habe der Beschwerdegegner im 

Wertschriftenverzeichnis neu ein Darlehen an die Q.__ AG von CHF 100'000 aufgeführt 

(act. G 8/6 3/2). In tatsächlicher Hinsicht sei unbestritten, dass die M.__ AG der 

X.__ S.A. am 5. September 2013 CHF 300'000 auf das Kontokorrentkonto bei der F.__-

bank mit dem Vermerk "X.__ AG-Aktienanteile" überwiesen habe (act. G 8/6 3/39). 

Dieses Konto sei im Jahr 2013 eröffnet und wieder saldiert worden. Jedenfalls seien in 

den Jahresabschlüssen 2012 und 2013 keine Bankkonten bilanziert worden, ebenso 

keine Post- und Bargeldkonten (act. G 8/6 3/22). Den grössten Teil dieses Geldes habe 

die X.__ S.A. im selben Jahr an den Beschwerdegegner weitergeleitet. So habe dieser 

am 13. und 23. September 2013 jeweils Barbezüge von je CHF 10'000 getätigt und am 

26. September 2013 CHF 100'000 (mit Gebühr von CHF 10) an die Q.__ AG 

überweisen lassen (Darlehen; act. G 8/6 3/2). Der Saldo des KK-Kontos bei der F.__-

bank von CHF 179'941.40 sei am 4. Dezember 2013 auf dem bei der Raiffeisenbank 

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Y.__ geführten Liegenschaftskonto des Beschwerdegegners gutgeschrieben worden. 

Insgesamt seien diesem somit CHF 299'941.40 zugeflossen. Der streitige 

wirtschaftliche Vorgang sei somit zweigeteilt gewesen: Er habe einerseits die Zahlung 

an die X.__ S.A. und anderseits die nahezu vollumfängliche Weiterleitung an den 

Beschwerdegegner umfasst. Der erste Teil der Transaktion sei als formlose Vergütung 

zulässig. Dieser Sachverhalt knüpfe beim steuerbaren Reingewinn an, da der Betrag in 

der Buchhaltung der X.__ S.A. als Ertrag verbucht worden sei (Kto. Nr. 601: Erlös aus 

Arbeiten). Auch der zweite Teil des Geschäftsvorfalls erscheine aus privatrechtlicher 

Sicht nachvollziehbar. Gemäss Beschwerdegegner sei damit ein der X.__ S.A. 

gewährtes Darlehen teilweise zurückbezahlt worden (act. G 2 S. 7-9).

Die Darlehensschuld der X.__ S.A. gegenüber dem Beschwerdegegner sei sowohl in 

den Büchern der X.__ S.A. als auch in der Steuererklärung des Beschwerdegegners per 

31. Dezember 2013 mit CHF 85'471 deklariert und vom Beschwerdeführer 

entsprechend veranlagt worden. Der Beschwerdegegner habe das Darlehen auch in 

früheren Steuererklärungen anerkannt. So habe es per Ende 2012 noch CHF 374'502 

betragen und sei demnach im Jahr 2013 um CHF 289'031 reduziert worden. Für die 

Darlehensamortisation hätten einzig die dem Beschwerdegegner 2013 von der 

X.__ S.A. zugeflossenen CHF 299'941.40 verwendet werden können, da dieser keine 

Bezüge bei der X.__ S.A. getätigt habe. Damit falle eine Qualifizierung der Zuflüsse als 

Einkommen aus selbständiger Tätigkeit nur in dem die Amortisation übersteigenden 

Betrag von CHF 10'910.40 in Betracht. Dies spreche dafür, dass der streitige Betrag 

tatsächlich der X.__ S.A. vergütet worden sei, andernfalls die Gesellschaft nicht in der 

Lage gewesen wäre, die Darlehensschuld in diesem Umfang zu reduzieren. Gegen eine 

Qualifizierung als Anwaltshonorar spreche auch, dass der Beschwerdegegner in den 

Jahresrechnungen 2012 und 2013 Honorarerträge von CHF 112'415.90 und 

CHF 56'938.65 ausgewiesen habe. Ein Honorar von CHF 300'000 entspreche bei 

einem mittleren Stundenansatz von CHF 250 einem Mandat von mehreren hundert 

Stunden. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdegegner in derart grossem 

Umfang für die M.__ AG hätte anwaltlich tätig sein sollen. Insbesondere habe der 

Beschwerdeführer nicht dargelegt, dass der Beschwerdegegner im Investmentgeschäft 

ein Spezialist sei, was eine anwaltliche Tätigkeit in diesem Bereich eher nahegelegt 

hätte (vgl. BGer 2C_95/2013, 2C_96/2013 vom 21. August 2013 E. 2). 

Zusammenfassend sei nicht erstellt, dass der Beschwerdegegner 2013 zusätzliche 

Honorarerträge von CHF 300'000 vereinnahmt habe. Hingegen sei der in dieser 

Steuerperiode von der X.__ S.A. erfolgte Bezug des Beschwerdegegners von 

CHF 10'910.40 dem steuerbaren Einkommen zuzurechnen. Dies führe dazu, dass der 

Abzug für Krankheits-, Unfall- und Invaliditätskosten sowie der Steuerwert der X.__-

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Aktien neu zu berechnen seien. Der Beschwerdeführer habe sich dazu nicht 

substantiiert geäussert, weshalb darüber nicht entschieden werden könne, ohne den 

Rechtsmittelweg zu verkürzen (act. G 2 S. 9 f.). 

Der Beschwerdeführer legt hierzu unter anderem dar, das Vorliegen der 

Voraussetzungen eines Durchgriffs sei zu Recht verneint und von ihm auch nie geltend 

gemacht worden. In den Jahren 2009 bis 2013 habe die X.__ S.A. ausser der fraglichen 

Zahlung keine Erlöse aus Geschäftstätigkeit realisiert, weder über Personal noch 

eigene Geschäftsräumlichkeiten (c/o-Adresse) verfügt und keine anderweitigen 

Aufwendungen ausgewiesen, die auf eine aktive Geschäftstätigkeit schliessen lassen 

würden. Der Verlust der X.__ S.A. im Jahr 2011 sei auf die Abschreibung der Forderung 

gegen die nahestehende Z.__ zurückzuführen, über die 2010 der Konkurs eröffnet 

worden sei. Die Feststellung der Vorinstanz, die X.__ S.A. habe in den Jahren 2009 bis 

2013 eine aktive Geschäftstätigkeit ausgeübt, sei unzutreffend. Mit ihrer Feststellung, 

dass die Geschäftstätigkeit der X.__ S.A. im Veranlagungsverfahren jener Gesellschaft 

zu prüfen sei, verkenne die Vorinstanz, dass der steuerlich relevante Sachverhalt bei 

den Steuersubjekten jeweils separat und vollständig zu ermitteln sei. Es bestehe keine 

Regelung, welche die Reihenfolge der Veranlagung vorschreiben würde. Eine geldwerte 

Leistung sei grundsätzlich erst bei der Veranlagung der juristischen Person ersichtlich, 

weshalb eine solche im Veranlagungsverfahren der natürlichen Person regelmässig 

vorliege. Zwar stelle sich vorliegend nicht die Frage, ob die Kapitalgesellschaft an ihren 

Gesellschafter eine geldwerte Leistung erbracht habe, sondern ob die direkte 

Vereinnahmung des Entgelts durch die X.__ S.A. als verdeckte Kapitalanlage des 

Beschwerdegegners zu qualifizieren sei. Die Ausführungen zur geldwerten Leistung 

seien jedoch auf dessen Pendant, die verdeckte Kapitaleinlage, sinngemäss 

anwendbar (act. G 5 S. 2 f.). Es gehe um die steuerrechtliche Zuordnung eines 

Reinvermögenszuganges. Es stelle sich die Frage, wer die Gegenleistung für den 

Reinvermögenszugang erbracht habe bzw. wem der Rechtsanspruch auf das Entgelt 

zustehe. Welcher Person das Entgelt letztlich zugeflossen sei, sei aus steuerlicher Sicht 

nicht relevant (BGE 2C_95/2013 a.a.O. E. 2.2). Mit Blick auf die 

Gesamteinkommensbesteuerung sei zu folgern, dass die (von der Steuerbehörde zu 

beweisenden) Einkünfte, die als Entgelt für die Arbeit oder die Dienste einer Person 

anfallen würden, vermutungsweise derselben Person zuzuordnen seien. Mache der 

Beschwerdegegner geltend, das Entgelt stehe nicht ihm, sondern einer juristischen 

Person (X.__ S.A.) zu, behaupte er eine steuermindernde Tatsache. Ihm obliege es, die 

gesetzliche Vermutung mit dem Beweis des Gegenteils zu entkräften (BGer 

2C_95/2013 a.a.O. E. 2.2). Die im Zusammenhang mit dem Entgelt der M.__ AG 

2.4. 

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3.  

erbrachten Leistungen seien frühestens seit 2011 erfolgt. Die X.__ S.A. sei in den 

entsprechenden Jahren jedoch inaktiv gewesen. Der Beschwerdegegner habe somit 

die fraglichen Leistungen der M.__ AG persönlich erbracht. Die M.__ AG habe 

aktenkundig weder mit der X.__ S.A. noch mit dem Beschwerdegegner einen 

schriftlichen Vertrag abgeschlossen. Die Einkünfte über CHF 300'000 beruhten auf 

einer persönlichen Leistung des Beschwerdegegners (act. G 5).

Unbestritten und belegt ist vorliegend, dass einerseits die M.__ AG im Jahr 2013 an die 

X.__ S.A. eine Zahlung von CHF 300'000 mit dem Vermerk "X.__ AG - Aktienanteile" 

leistete und anderseits die X.__ S.A. im gleichen Jahr den grössten Teil dieses Betrages 

- nach den Feststellungen der Vorinstanz insgesamt CHF 299'941.40 (vgl. vorstehende 

E. 2.3) - an den Beschwerdegegner überwies und entsprechend verbuchte. Indem der 

Beschwerdegegner sich auf sein Darlehens-Guthaben bei der X.__ S.A. beruft, macht 

er bezüglich des Vermögenszuflusses von CHF 300'000 einen gleichzeitigen 

Vermögensabgang (Darlehensrückzahlung) und damit eine steuermindernde Tatsache 

geltend; hierfür ist er beweisbelastet (vgl. vorstehende E. 2.2). Der Vermerk "X.__ AG - 

Aktienanteile" im entsprechenden Bankbeleg (act. G 8/6 3/39) deutet vom Wortlaut her 

auf eine Entschädigung im Zusammenhang mit einem Anteilsgeschäft hin. Der 

Beschwerdegegner bestätigte indes am 1. Dezember 2015 in seiner Funktion als 

einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der X.__ S.A. die Feststellung der 

M.__ AG, dass die Entschädigung für Projektbearbeitungen, Beratungen und 

Interventionen geleistet worden sei (act. G 8/6 3/26), ohne dies näher zu 

dokumentieren. Die Feststellung der M.__ AG lässt sich inhaltlich nicht in Einklang 

bringen mit dem erwähnten Vermerk auf dem Bankbeleg. In der Einsprache vom 

13. April 2017 führte der Beschwerdegegner unter anderem aus, der Fokus der 

X.__ S.A. sei auf Komponenten und Entwicklungen, insbesondere Elektroantriebe, 

gerichtet gewesen, was zur Kooperation mit der M.__ AG geführt habe. Da die M.__ AG 

vorerst Verluste aus der Tätigkeit erwartet habe, seien von der X.__ S.A. keine 

Forderungen aktiviert worden. Es sei ihm (dem Beschwerdegegner) damals darum 

gegangen, ein zweites berufliches Standbein (neben dem Advokaturbereich) 

aufzubauen (act. G 8/6 3/10). Mit Eingabe vom 28. Juni 2018 im Rechtsmittelverfahren 

führte der Beschwerdegegner sodann unter anderem sinngemäss aus, die Zahlung von 

CHF 300'000 sei getätigt worden, um eine jahrelange Zusammenarbeit vorläufig 

abzuschliessen und eine prozessuale Auseinandersetzung zu vermeiden. Von ihm (dem 

Beschwerdegegner) könnten nicht Unterlagen verlangt werden, welche aufgrund des 

3.1. 

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Charakters der Geschäftstätigkeit der X.__ S.A. nicht vorgelegen hätten (act. G 8/6 II/3). 

Die Art der Geschäftsbeziehung/Zusammenarbeit zwischen der X.__ S.A. und der 

M.__ AG blieb in der Folge nicht nachvollziehbar dokumentiert. Dies änderte sich auch 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht. Insbesondere ist die konkrete 

Leistungserbringung und der Zahlungsgrund nicht aus Verträgen und Rechnungen 

erkennbar, obschon nicht unerhebliche Beträge in Frage stehen und der 

Beschwerdegegner wie erwähnt offenbar sogar eine prozessuale Auseinandersetzung 

(zur Einbringung der bei der M.__ AG bestehenden Ausstände) als denkbar erachtete. 

Letzteres hätte selbstredend entsprechender Unterlagen bedurft. Die vom 

Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang in Betracht gezogene 

Mitwirkungspflichtverletzung (act. G 5 Ziffer 4.3 S. 6) braucht angesichts der 

gegebenen Umstände jedoch nicht weiter eruiert zu werden. Offen bleiben kann auch, 

ob - wie die Beschwerdebeteiligte vermutet - durch eine Umwandlung von 

steuerbarem Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in eine steuerfreie 

Amortisation (des Darlehens) eine Steuerumgehung gegeben wäre (act. G 14 S. 4 unten 

mit Hinweis auf BGer 2C_187/2017 vom 19. Februar 2020).

Gleich wie die Geschäftsbeziehung X.__ S.A./M.__ AG ist auch die Art der Verwendung

des der X.__ S.A. vom Beschwerdegegner gewährten Darlehens bzw. die Funktion des 

letzteren im Unternehmen nicht im Einzelnen aus den Akten ersichtlich. Das Darlehen 

selbst bzw. der entsprechende zivilrechtliche Anspruch der X.__ S.A. auf 

Darlehensgewährung ist nicht weiter (etwa in Form eines Vertrages) dokumentiert. Aus 

der Steuererklärung 2013 der X.__ S.A. ergibt sich einzig, dass in den Jahren 2007 bis 

2012 jeweils Verluste deklariert wurden (act. G 8/6 3/22). Sodann ist mit dem 

Beschwerdeführer festzuhalten, dass die X.__ S.A. in den Jahren 2009 bis 2013 mit 

Ausnahme der fraglichen Zahlung von CHF 300'000 keine Erlöse aus 

Geschäftstätigkeit und keine anderweitigen Aufwendungen (insbesondere für Personal 

und Geschäftsräumlichkeiten) auswies, die auf eine Geschäftstätigkeit hinweisen 

würden. Den Hauptaufwandposten der X.__ S.A. bildete gemäss den 

Erfolgsrechnungen der erwähnten Jahre die Verzinsung der Darlehensforderung des 

Beschwerdegegners (vgl. act. G 8/6 3/22 und 3/23). Zwischen der X.__ S.A. und dem 

Beschwerdegegner bestand sodann in den massgebenden Perioden unbestritten kein 

Arbeitsverhältnis. Ebenso wenig besteht ein Auftragsverhältnis, denn sonst wären 

angefangene Arbeiten oder Debitoren zu Gunsten des Beschwerdegegners verbucht 

worden bzw. hätten verbucht werden müssen; macht doch der Beschwerdegegner 

geltend, dass er über mehrere Jahre Arbeiten geleistet habe. Auch ist nicht ersichtlich 

oder geltend gemacht, dass weitere Personen für die X.__ S.A. Tätigkeiten ausgeübt 

hätten, so dass sich die Frage stellt, wer (ausser dem Beschwerdeführer) in der 

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X.__ S.A. für die M.__ AG hätte arbeiten sollen. Das Vorbringen des 

Beschwerdegegners, wonach der Zahlungseingang zugunsten der X.__ S.A. unsicher 

gewesen sei, weshalb es auch nicht indiziert gewesen sei, die von der X.__ S.A. 

getroffenen Vorkehren "minutiös aufzulisten" (act. G 18 S. 3), hilft hier nicht weiter. 

Nachdem aufgrund der geschilderten Gegebenheiten nicht als dargetan gelten kann, 

dass die X.__ S.A. (als juristische Person) gegenüber der M.__ AG eine 

geschäftsmässig begründete Leistung erbrachte bzw. dies mangels angestelltem 

Personal (Lohnkosten) nicht möglich war, verbleibt als Möglichkeit einzig die direkte 

Leistungserbringung an die M.__ AG durch den Beschwerdegegner persönlich. Bereits 

der erwähnte Hinweis des Beschwerdegegners in der Einsprache vom 13. April 2017 

auf die Schaffung eines zweiten beruflichen Standbeins deutet auf eine 

Leistungserbringung durch ihn persönlich hin. Sodann gab der Beschwerdegegner an, 

dass die Geschäftsbeziehungen mit der M.__ AG seit Jahrzehnten bestünden, wobei 

letztere am Erwerb von Firmen (im Automobilbereich) interessiert gewesen sei (Rekurs 

vom 9. März 2020 Ziffer IV. S. 6 [act. G 8/1], vgl. auch Schreiben E.__ vom 11. Mai 

1985 [act. G 8/6 II/16 Beilage]). Insgesamt lässt sich das von der M.__ AG erbrachte 

Entgelt entgegen der Auffassung der Vorinstanz nicht einer (vertraglichen) Leistung der 

X.__ S.A. zuordnen. Zur Frage, welche Leistungen vom Beschwerdegegner gegenüber 

der M.__ AG erbracht wurden, lässt sich den Akten ebenfalls nichts entnehmen. Wenn 

der Beschwerdeführer von einer Entschädigung im Zusammenhang mit dessen 

selbständiger Tätigkeit als Anwalt ausgeht (act. G 5 S. 6), lässt sich dies - mangels 

anderslautenden Anhaltspunkte - nicht beanstanden. Auch wenn der Rechtsgrund des 

Vermögenszuflusses nicht in einer anwaltlichen Tätigkeit des Beschwerdegegners 

liegen würde, so läge in jedem Fall im Sinn der Generalklausel nach Art. 16 DBG und 

Art. 29 StG ein Reinvermögenszugang von CHF 300'000 an den Beschwerdegegner 

vor.

Zu den Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich der im Einzelunternehmen des 

Beschwerdegegners bestehenden Verhältnissen (vorstehende E. 2.3) ist festzuhalten, 

dass diese eine Leistungserbringung der X.__ S.A. gegenüber der M.__ AG nicht zu 

belegen vermögen. Dies gilt insbesondere für die Tatsache, dass die Zahlung an die 

X.__ S.A. (als formlose Vergütung) zulässig und deren Weiterleitung an den 

Beschwerdeführer (Darlehensrückzahlung) aus privatrechtlicher Sicht nachvollziehbar 

erscheint. Eine formlose Vergütung und anschliessende Verbuchung stellt - wie die 

Beschwerdebeteiligte zu Recht anmerkt (act. G 14 S. 7 Ziffer 5.1 zweiter Absatz) - nicht 

ohne Weiteres einen zureichenden Beleg für das Bestehen eines privatrechtlichen 

Schuldverhältnisses dar; dies zumal dann, wenn es - wie vorliegend - an 

3.2. 

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entsprechenden Unterlagen fehlt, welche das privatrechtliche Verhältnis zu klären 

vermöchten. Der Begriff der Einkommensrealisation ist zudem nicht streng zivilrechtlich 

zu verstehen. Ein Vermögenszufluss liegt vor, wenn die steuerpflichtige Person 

wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Vermögenswerte hat. Insofern findet die 

wirtschaftliche Betrachtungsweise ihre Grundlage und Grenze im Gesetz (vgl. BGer 

2C_692/2013 vom 24. März 2014 E. 4.2 dritter Absatz mit Hinweisen). Zur weiteren 

Feststellung der Vorinstanz, wonach gegen eine Qualifizierung als Anwaltshonorar auch 

der Umstand spreche, dass der Beschwerdeführer in den Jahresrechnungen 2012 und 

2013 Honorarerträge von CHF 112'415.90 und CHF 56'938.65 ausgewiesen habe und 

ein Honorar von CHF 300'000 bei einem mittleren Stundenansatz von CHF 250 einem 

Mandat von mehreren hundert Stunden entspreche (act. G 2 S. 10), ist anzumerken, 

dass die Vergütung der M.__ AG soweit ersichtlich einen Zeitraum von mehreren 

Jahren betraf und deshalb auch der Aufwand über mehrere Jahre verteilt angefallen 

sein dürfte (vgl. Schreiben des Beschwerdegegners vom 4. Dezember 2015, act. G 8/6 

3/5). Wenn von diesem Sachverhalt auszugehen wäre, wäre dennoch der 

Vermögenszufluss dem Jahr 2013 zuzurechnen, da keinerlei Anhaltspunkte für eine 

periodisierte Zurechnung an andere Steuerjahre vorliegen. Insgesamt ist festzuhalten, 

dass die auf einer (unbekannten) persönlichen Leistung des Beschwerdegegners 

beruhenden Einkünfte steuerlich ihm selbst zuzurechnen sind, soweit - wie vorliegend - 

kein Nachweis erbracht wird, dass die Leistung der X.__ S.A. zusteht und dass der 

Vermögenszugang dem Steuerjahr 2013 zuzuordnen ist. Es hätte am 

Beschwerdegegner gelegen, als Alleinaktionär der X.__ S.A. transparente Verhältnisse 

zu schaffen und einen Rechtsanspruch der X.__ S.A. auf das Entgelt der M.__ AG von 

CHF 300'00 darzulegen und zu belegen, um so eine steuerliche Abrechnung über die 

X.__ S.A. vornehmen zu können (vgl. vorstehende E. 2.2 zweiter Absatz mit Hinweis auf 

BGer 2C_95/2013 E. 2.2. bis E. 2.4). Dass dies der Beschwerdegegner nicht getan hat, 

legt die Vermutung nahe, dass es ihm vorliegend darum gegangen ist, die Verluste per 

31. Dezember 2013 mit angeblichen Gewinnen zu verrechnen. Hätten die Forderungen 

des Beschwerdegegners tatsächlich schon über Jahre hinweg bestanden, wie er 

geltend macht, ist es umso weniger verständlich, dass sie nicht jährlich eingebucht 

wurden; denn auch dann wären diese angefangenen Arbeiten/Debitoren mit Verlusten 

verrechenbar gewesen (vgl. vorstehende E. 3.1 letzter Absatz). Insofern hat der 

Beschwerdegegner die Folgen einer intransparenten Gestaltung von beruflichen 

Aktivitäten und einer unzureichenden Dokumentation zivilrechtlicher Verhältnisse bzw. 

die daraus resultierende Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Die 

Feststellung des Beschwerdeführers und der Beschwerdebeteiligten, wonach die 

Zahlung der M.__ AG beim Beschwerdeführer Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit oder zumindest einen Reinvermögenszugang im Sinn von Art. 16 DBG 

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4.  

und Art. 29 StG darstellt, erweist sich als begründet. Die Feststellung, dass der 

vorliegende Sachverhalt bei der X.__ S.A. als eine verdeckte Kapitaleinlage zu 

qualifizieren sei, bildet nicht Gegenstand dieses Verfahrens. Der angefochtene 

Entscheid lässt sich dementsprechend nicht aufrechterhalten.

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist der angefochtene Entscheid der 

Verwaltungsrekurskommission in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die 

Einspracheentscheide vom 5. Februar 2020 sowohl betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern als auch direkte Bundessteuer 2013 sind zu bestätigen. Dem 

Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Eine Entscheidgebühr für die Beschwerdeverfahren von insgesamt CHF 3‘000 

(B 2021/157 CHF 1'800, B 2021/158 CHF 1'200) erscheint angemessen (Art. 7 Abs. 1 

Ingress und Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).

4.1. 

Bei Gutheissung eines Rechtsmittels ist gleichzeitig von Amtes wegen über die 

amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu entscheiden. In der Regel erfolgt 

die entsprechende Kostenverlegung analog dem Rechtsmittelentscheid (R. Hirt, Die 

Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. 

St. Gallen 2004, S. 103). Die amtlichen Kosten für das Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz von je CHF 800 gehen somit ebenfalls 

vollumfänglich zulasten des Beschwerdegegners, unter Verrechnung mit dem von ihm 

in jenen Verfahren geleisteten Kostenvorschüssen.

4.2. 

Zufolge Unterliegens besteht weder für das Beschwerdeverfahren vor 

Verwaltungsgericht noch für das vorinstanzliche Verfahren ein Anspruch des 

Beschwerdegegners auf ausseramtliche Entschädigung. Vorinstanz, Beschwerdeführer 

und Beschwerdebeteiligte haben ebenfalls keinen Anspruch auf ausseramtliche 

Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP; A. Linder, in: Rizvi/

Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, 

Zürich/St. Gallen 2020, N 20 zu Art. 98  VRP) und zu Recht auch keine solche 

beantragt.

4.3. 

bis

bis

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2013 wird unter 

Aufhebung der Dispositivziffern 1 sowie 3 bis 6 des Entscheids vom 17. Juni 2021 

gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 bestätigt.

2.

Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2013 wird unter Aufhebung der 

Dispositivziffern 2 bis 6 des Entscheids vom 17. Juni 2021 gutgeheissen und der 

Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 bestätigt.

3.

Der Beschwerdegegner bezahlt die amtlichen Kosten der vereinigten 

Beschwerdeverfahren von CHF 3'000. Die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen 

Rekurs- und Beschwerdeverfahrens von je CHF 800 werden dem Beschwerdegegner 

auferlegt, unter Verrechnung mit den von ihm in jenen Verfahren geleisteten 

Kostenvorschüssen.

4.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 21.03.2022
	Art. 18 Abs. 1 DBG (SR), Art. 31 Abs. 2 StG (sGs 811.1). Frage der steuerrechtlichen Zuordnung eines Reinvermögenszuganges: Besteuerung des Zugangs bei der X.__ S.A. oder beim Beschwerdegegner als Anteilsinhaber und einzigem Verwaltungsrat der X.__ S.A. Die M.__ AG hatte im Jahr 2013 an die X.__ S.A. eine Zahlung von CHF 300'000 mit dem Vermerk "X.__ S.A. - Aktienanteile" geleistet. Die X.__ S.A. überwies im gleichen Jahr den grössten Teil dieses Betrages an den Beschwerdegegner und verbuchte ihn entsprechend. Das Verwaltungsgericht bestätigte den Standpunkt des Beschwerdeführers (Steuerverwaltung), wonach die im Zusammenhang mit dem Entgelt der M.__ AG erbrachten Leistungen frühestens seit 2011 erfolgt seien. Die X.__ S.A. sei in den entsprechenden Jahren jedoch inaktiv gewesen. Der Beschwerdegegner habe somit die fraglichen Leistungen der M.__ AG persönlich erbracht. Die M.__ AG habe weder mit der X.__ S.A. noch mit dem Beschwerdegegner einen schriftlichen Vertrag abgeschlossen. Die Einkünfte über CHF 300'000 beruhten auf einer persönlichen Leistung des Beschwerdegegners. Er habe die Folgen einer intransparenten Gestaltung von beruflichen Aktivitäten und einer unzureichenden Dokumentation zivilrechtlicher Verhältnisse bzw. die daraus resultierende Beweislosigkeit seines Standpunktes zu tragen. Die Feststellung des Beschwerdeführers, wonach die Zahlung der M.__ AG beim Beschwerdegegner Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit darstelle, erweise sich als begründet (Verwaltungsgericht, B 2021/157, B 2021/158). Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde ans Bundesgericht wurde mit Urteil vom 30. Mai 2023 teilweise gutgeheissen (Verfahren 9C_738/2022, bisher Nr. 2C_363/2022). Das gegen das Bundesgerichtsurteil 9C_738/2022 erhobene Revisionsgesuch wurde mit Urteil vom 18. Oktober 2023 abgewiesen (Verfahren 9F_13/2023).

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