# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 91cf4823-f904-57e7-adf6-028a0428d15a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.10.2008 E-6717/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6717-2008_2008-10-31.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6717/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______, geboren _______,
mit diversen Alias-Identitäten,
Kongo (Kinshasa),
c/o Flughafenpolizei, Grenzpolizeiliche Massnahmen 
Asyl, 8058 Zürich-Flughafen,
vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz,
_______,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Wegweisung (Flughafenverfahren);
Verfügung des BFM vom 17. Oktober 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6717/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die  Beschwerdeführerin,  eine Staatsangehörige  der  Demokrati-
schen Republik Kongo, mit letztem Wohnsitz in Kinshasa, am 3. Okto-
ber 2008 auf dem Luftweg - in der Absicht nach Kanada weiterzurei-
sen - nach Zürich-Kloten gelangte,

dass sie sich bei der Grenzkontrolle mit  einem französischen Reise-
pass,  lautend auf  eine  andere  Identität,  auswies  und ihr  nach einer 
eingehenderen  Personen-  und  Papierkontrolle  die  Weiterreise  nach 
Kanada verweigert wurde, weshalb sie gleichentags bei den schweize-
rischen Grenzpolizeibehörden am Flughafen ein Asylgesuch stellte,

dass sie in diesem Zusammenhang bei der Personalienerfassung zu-
nächst  noch eine weitere Alias-Identität  vorgab und sich schliesslich 
auf die rubrizierte Identität festlegte,

dass das BFM mit Verfügung vom 3. Oktober 2008 der Beschwerde-
führerin die Einreise in die Schweiz vorläufig verweigerte und für die 
Dauer  des  Asylverfahrens  beziehungsweise  maximal  60  Tage  den 
Transitbereich des Flughafens Zürich als Aufenthaltsort zuwies,

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Kurzbefragung vom 5. Ok-
tober 2008 sowie der Anhörung vom 15. Oktober 2008 zu den Asyl-
gründen im Wesentlichen Folgendes geltend machte,

dass sie seit ihrem 18. Lebensjahr in Kinshasa wohnhaft gewesen sei, 
dort mit ihrem Vater sowie ihrer Stiefmutter und Halbgeschwistern zu-
sammen  gelebt  habe,  zeitweise  als  Verkäuferin  und  im  Übrigen  im 
Haushalt tätig gewesen sei,

dass am B._______ ihr Vater an einem Herzversagen gestorben und 
die Stiefmutter mit den Kindern in der Folge an einen unbekannten Ort 
gezogen  sei,  ohne  an  weiteren  Kontakten  zur  Beschwerdeführerin 
interessiert gewesen zu sein,

dass die Beschwerdeführerin, weil sie nicht allein habe leben wollen, 
zu einem „Onkel“ (entfernter Cousin) des Vaters gezogen sei, welcher 
aber am 23. Oktober 2007 beziehungsweise 23. November 2007 be-
ziehungsweise nach zwei Monaten ebenfalls gestorben sei,

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dass keine weiteren Verwandten die Beschwerdeführerin bei sich hät-
ten aufnehmen wollen,  dies einenteils  aus finanziellen Gründen und 
andernteils infolge einer Distanzierung von ihr, da man sie – völlig zu 
Unrecht und trotz ausgewiesener Todesursachen – der Mitverantwor-
tung  für  das  Versterben  ihres  Vaters  und  ihres  „Onkels“  verdächtigt 
habe, ohne dass aber jemals eine Anzeige gegen sie erstattet worden 
sei,

dass sie deshalb zu ihrem Freund, einem Polizisten, gezogen sei,

dass  dieser  in  finanzielle  Schwierigkeiten  geraten  sei  und  zwecks 
Schuldentilgung die Beschwerdeführerin gedrängt habe, sich zu prosti-
tuieren,

dass sie nach fünf Freiern mit dieser Tätigkeit habe aufhören wollen, 
weshalb sie von ihrem Freund geschlagen und bedroht worden sei,

dass sie ihren Freund bei der Polizei angezeigt habe, ohne dass diese 
konkrete Schritte unternommen habe, und der Freund nun aus Wut gar 
Todesdrohungen ausgesprochen habe,

dass sie sich in der Folge zur Flucht entschieden habe, zumal sie im 
Kongo über keine weiteren aufnahmewilligen Verwandten mehr verfüge 
und ihr Freund als Polizist sie im ganzen Land finden würde,

dass sie zwecks Finanzierung der Ausreise ihrem Freund Geld gestoh-
len  habe  und  am 26. September  2008  auf  dem Luft-  und  Landweg 
nach Südafrika gelangt sei, welches Land aber ein „Ausländerproblem“ 
habe,

dass sie eines Nachts überfallen und ausgeraubt worden und dabei ih-
rer Identitätsdokumente (insbesondere Identitätskarte beziehungswei-
se deren Verlustbestätigung) verlustig gegangen sei,

dass ihr schliesslich eine Mitleid empfindende Frau behilflich gewesen 
sei, ihr einen französischen Reisepass und Reisedokumente verschafft 
und dadurch die Weiterreise via Zürich mit Zielland Kanada ermöglicht 
habe,

dass  für  die  weiteren Aussagen und abgegebenen beziehungsweise 
abgenommenen Dokumente auf die Akten und, soweit wesentlich, auf 
die Erwägungen verwiesen wird,

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dass das BFM das Asylgesuch mit Verfügung vom 17. Oktober 2008 – 
eröffnet am 18. Oktober 2008 – ablehnte und die Wegweisung der Be-
schwerdeführerin sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  seinen  ablehnenden  Asylentscheid  damit  be-
gründete, dass die Schilderungen der Beschwerdeführerin den Anfor-
derungen  von  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) an die Glaubhaftmachung eines Asyl begründenden Sach-
verhalts  nicht  genügten  und sie  daher  die  Flüchtlingseigenschaft  im 
Sinne von Art. 3 AsylG nicht erfülle,

dass sie die Ereignisse im Zusammenhang mit der angeblichen Auffor-
derung ihres Freundes zur Prostitution und ihrer nachfolgenden Anzei-
geerstattung (Juni bzw. Juli bzw. September 2008) hinsichtlich Chrono-
logie  und  Ereignisfolge  gleich  mehrfach  widersprüchlich  geschildert 
habe und die Unstimmigkeiten aufzulösen nicht imstande gewesen sei,

dass dies ebenso auf  ihre Angaben zu den Todesdaten ihres Vaters 
und ihres „Onkels“ zutreffe,

dass  ferner  die  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  zu  Existenz  und 
Verbleib  ihrer  Identitätskarte  (beziehungsweise  deren  Verlustbestäti-
gung) widersprüchlich und unlogisch seien und auch diesbezüglich auf 
Vorhalt  hin  keine  Klärung  seitens  der  Beschwerdeführerin  erhältlich 
gewesen sei,

dass überdies das geltend gemachte Verhalten eines anderen Onkels 
widersprüchlich erscheine, habe sich dieser doch behauptungsgemäss 
aus sämtlichen Familienangelegenheiten stets herausgehalten, jedoch 
die Beschwerdeführerin  gemäss eigenen Angaben als  verantwortlich 
für die beiden Todesfälle bezichtigt,

dass die Angaben zur Quelle  der finanziellen Mittel  für  die Ausreise 
(eigenes Geld beziehungsweise Diebesgut) ebenfalls widersprüchlich 
seien,

dass sich schliesslich die Aussagen der Beschwerdeführerin generell 
unsubstanziiert,  detailarm und schwer  nachvollziehbar  präsentierten, 
beispielsweise betreffend das angebliche verfolgungsauslösende Ver-
halten und Auftreten des Freundes gegenüber der Beschwerdeführerin 
sowie deren eigenes Verhalten im Anschluss daran (Zuwarten und Ver-
bleiben beim Freund bis zur Ausreise),

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dass die Wegweisung die Regelfolge eines ablehnenden Asylentschei-
des darstelle und keine zureichenden Gründe ersichtlich seien, die auf 
Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  oder  Unmöglichkeit  eines  Wegwei-
sungsvollzuges schliessen lassen würden,

dass insbesondere von der Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges 
auszugehen sei, da es sich bei der Beschwerdeführerin um eine junge, 
gesunde Frau ohne Kinder handle, die in ihrer Heimat über Familien-
angehörige und Verwandte verfüge,

dass  die  Behauptung  eines  Kontaktverlustes  und  ihrer  Verstossung 
seitens all ihrer Angehörigen und Verwandten angesichts der erkann-
ten Unglaubhaftigkeitsfeststellungen ebenso unglaubhaft sei, vielmehr 
aus  zureichenden  Gründen  davon  ausgegangen  werden  dürfe,  sie 
könne im Falle einer Rückkehr auf deren Hilfe zählen,

dass  sie  zudem über  eine  solide  Schulbildung und  Arbeitserfahrung 
als Verkäuferin verfüge, welche Umstände die Bemühungen um Erhalt 
einer neuen Arbeitsstelle bei einer Rückkehr in ihr Heimatland als zu-
mutbar erscheinen liessen,

dass für die detaillierte Begründung der Verfügung auf die Akten und, 
soweit wesentlich, auf die Erwägungen verwiesen wird,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 24. Oktober 2008 ge-
gen die Verfügung des BFM vom 17. Oktober 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  deren  Aufhebung  im 
Wegweisungspunkt,  die  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme  unter 
Feststellung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sowie in 
prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspfle-
ge und den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses bean-
tragt,

dass sie in  der Begründung zunächst  die  Sachverhaltsfeststellungen 
gemäss angefochtener  Verfügung als  im Wesentlichen zutreffend er-
klärt und ihre Eigenschaft als alleinstehende Frau aus Kinshasa ohne 
jegliches familiäres Beziehungsnetz bekräftigt,

dass  sie  die  erkannten  Widersprüche  betreffend  die  Ereignisse  und 
Behelligungen im Sommer 2008 dahingehend klarstellt,  dass sie be-
reits  im  C._______,  somit  vor  ihrer  im  Juli  2008  begonnenen 
Prostituierung,  bei  der  Polizei  eine  Anzeige  gegen  ihren  Freund 

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deponiert  habe,  da dessen  Belästigungen bereits  damals  eingesetzt 
hätten,

dass auch der Widerspruch betreffend die Todestage ihres Vaters und 
ihres  „Onkels“  vermeintlicher  Art  sei,  da  nur  der  Monatstag 
(D._______)  identisch,  die  Monate  selber  (E._______)  aber 
verschieden seien,

dass  gleichsam  der  Vorwurf  widersprüchlicher  Aussagen  betreffend 
ihre Identitätskarte unberechtigt sei, da in ihrem Heimatland seit Jah-
ren keine Identitätskarten mehr ausgestellt  würden, im Gegensatz zu 
einem „Pièce de perdue“,

dass  der  vorinstanzlichen  Erkenntnis  generell  unsubstanziierter  und 
detailarmer  Aussagen  der  Beschwerdeführerin  der  als  Beweismittel 
beiliegende,  anderslautende  Bericht  der  Hilfswerksvertreterin  entge-
genzuhalten sei,

dass somit von der Glaubhaftigkeit der Vorbringen und entsprechend 
von einer von ihrem Freund ausgehenden Gefahr für sie im Falle einer 
Rückkehr auszugehen sei, gegenüber welcher sie keine staatliche Hil-
fe erwarten könne,

dass  deshalb  der  Wegweisungsvollzug  unzumutbar  sei  und  sie  An-
spruch auf Gewährung der vorläufigen Aufnahme habe,

dass die vorinstanzlichen Akten am 27. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Verfügung des BFM betreffend Nichtzuerkennung der Flücht-
lingseigenschaft und Ablehnung des Asylgesuchs (Dispositiv Ziffern 1 
und 2) mittels vorliegender Beschwerde nicht angefochten und somit 

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bereits in Rechtskraft erwachsen ist und daher insoweit einer Überprü-
fung nicht mehr zugänglich ist,

dass es der Beschwerdeführerin jedoch nicht verwehrt ist, die im Zu-
sammenhang  mit  der  Ablehnung  des  Asylgesuchs  vorgenommene 
Glaubhaftigkeitsprüfung inhaltlich zu beanstanden, da damit Sachver-
haltselemente beschlagen sind, die auch für die Würdigung der Zumut-
barkeitsfrage  Bedeutung  haben  und  weil  in  diesem  Zusammenhang 
(vgl. angefochtene Verfügung E. II/2) das BFM selber auf das Ergebnis 
der vorangegangenen Glaubhaftigkeitsprüfung abstellt,

dass die Vorinstanz gesetzes- und praxiskonform erkannt hat, dass die 
Verfolgungs- und Gefährdungsvorbringen der Beschwerdeführerin den 
Anforderungen und dem Beweismass der Glaubhaftigkeit nicht genü-
gen,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die betreffenden Erwä-
gungen gemäss angefochtener Verfügung und die zusammenfassende 
Darstellung verwiesen werden kann, 

dass die Beschwerdeschrift keine zureichenden Anhaltspunkte für eine 
gegenüber den vorinstanzlichen Erkenntnissen andere Betrachtungs-
weise enthält,

dass sich der Rekursinhalt über weite Teile auf eine blosse Wiederga-
be und Bekräftigung des geltend gemachten Sachverhalts erstreckt,

dass die Glaubhaftigkeitsprüfung in der Beschwerde nur partiell bean-
standet wird und mithin wesentliche erkannte Ungereimtheiten unbe-
stritten bleiben,

dass, soweit in der Beschwerde konkret Bezug auf Unglaubhaftigkeits-
erwägungen genommen wird, die Erklärungs- und Entkräftungsversu-
che  offensichtlich  nicht  stichhaltig  oder  tauglich  sind,  eine  andere 
Sichtweise zu begründen,

dass, soweit die Beschwerdeführerin die Widersprüche betreffend die 
Ereignisse und Behelligungen im Sommer 2008 klarzustellen versucht, 
die  protokollarisch  abgestützten  Unstimmigkeiten  nicht  ausgeräumt, 
sondern durch eine abermals neue Sachverhaltsversion erweitert und 
gar untermauert werden,

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dass  ebenso  der  Entkräftungsversuch  hinsichtlich  des  Widerspruchs 
betreffend die Todestage ihres Vaters und ihres „Onkels“ eine blosse 
Wiederholung der bereits in der Anhörung auf Vorhalt hin gemachten 
(unzulänglichen)  Argumentation  darstellt  und  jedenfalls  jene  Unstim-
migkeit unberührt lässt, wonach ein zweimonatiges Auseinanderliegen 
der  Todestage  sich  weder  mit  der  einen  Version  (Todestage  je  am 
F._______) noch mit der anderen (F._______ und G._______) verträgt,

dass darüber hinaus den Akten gar ein weitere erhebliche Diskrepanz 
zu entnehmen ist, wenn die Beschwerdeführerin den Todestag des Va-
ters um ein Jahr divergent (2006 beziehungsweise 2007) angibt (vgl. 
Anhörung durch die Flughafenpolizei S. 5 und 16),

dass die Behauptung, wonach im Kongo seit Jahren keine Identitäts-
karten mehr ausgestellt  würden, nicht den Tatsachen entspricht,  und 
darüber hinaus offensichtlich die Behauptung einer ersatzweisen Ab-
gabe eines „Pièce de perdue“ (recte: pièce de perte)  jeglicher Logik 
entbehrt, da solche Identitätsersatzdokumente gerade nur bei Verlust 
einer  einmal  ausgestellten  und  somit  existent  gewesenen  Identitäts-
karte Sinn machen,

dass die vorinstanzliche Erkenntnis generell unsubstanziierter und de-
tailarmer Aussagen der Beschwerdeführerin zu stützen ist und die ge-
samten Akten und Umstände zum Schluss führen, bei den Schilderun-
gen der Beschwerdeführerin  betreffend Verfolgung,  Gefährdung,  ver-
lustig  gegangenes  verwandtschaftliches  Beziehungsnetz,  Reiseum-
stände und Identitätsdokumente handle es sich um reine Konstrukte 
zwecks Verschleierung tatsächlicher Gegebenheiten,

dass  die  Beschwerdeführerin  darüber  hinaus  in  ihrer  persönlichen 
Glaubwürdigkeit erheblich beeinträchtigt ist,

dass der zum Beweis der Glaubhaftigkeit vorgelegte Bericht der Hilfs-
werksvertreterin  in  seiner  Beweistauglichkeit  erheblich  eingeschränkt 
ist,  da  er  nur eine  hilfswerksinterne  Zweckbestimmung hat  und eine 
Glaubhaftigkeitseinschätzung  beinhaltet,  die  gar  nicht  vom  gesetzli-
chen Auftrag und Kompetenzumfang nach Art. 30 Abs. 4 AsylG (Beob-
achtung der Anhörung mit Frage-, Anregungs- und Einwendungsrecht; 
keine Parteirechte) erfasst ist,

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dass  unbesehen  davon  die  Beschwerdeführerin  offenbar  verkennt, 
dass der Bericht die erkannten Widersprüche im Wesentlichen gerade 
stützt und eine anstandslose Anhörung bestätigt,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen  völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  (unbe-
strittenermassen) zulässig ist, da es der Beschwerdeführerin nicht ge-
lungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen 
oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte 
Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im vorliegenden 
Verfahren keine Anwendung findet  und keine Anhaltspunkte für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  diesbezüglich  auf  die  vollumfänglich  zu  bestätigenden  vorins-
tanzlichen Erwägungen (vgl. angefochtene Verfügung E. II/2) und auf 
die oben gewonnene Erkenntnis, wonach insbesondere der angebliche 
Verlust  des  gesamten  familiären  und  verwandtschaftlichen  Bezie-
hungsnetzes im Kongo unglaubhaft ist, verwiesen werden kann,

dass daneben der letzte und langjährige Wohnsitz in der Hauptstadt 
Kinshasa  -  die  überdies  im  Westen  des  Landes  liegt,  während  der 
jüngst von Rebellen entfachte Konflikt sich im Osten, an der Grenze zu 
Ruanda abspielt - und die überdurchschnittliche Schulbildung (bis zur 
H._______)  der  Beschwerdeführerin  hervorzuheben  sind,  womit  ge-
samthaft die in EMARK 2004 Nr. 33 (insb. E. 8.3.) genannten und im 
Wesentlichen, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Unruhen im 
Osten des Landes, nach wie vor Gültigkeit beanspruchenden Voraus-
setzungen  der  Zumutbarkeit  eines  Wegweisungsvollzuges  nicht  tan-
giert werden, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  von  Reisedokumenten  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 1 
Bst. a und Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  angeordnete  Vollzug 
der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin  demnach nicht gelungen ist,  darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

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dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG), 

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
nach Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet  der behaupteten Bedürftigkeit 
abzuweisen ist, da sich die Rekursbegehren gemäss vorstehenden Er-
wägungen als aussichtslos präsentieren, welcher Umstand die Gewäh-
rung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses angesichts des vorliegenden Direktentscheides in der Hauptsache 
hinfällig geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für die 
Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin  (Einschreiben, vorab 
per Telefax; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Dienst Flughafenverfahren Zürich (per Telefax; zu den Ak-
ten N_______) 

- die Flughafenpolizei, Grenzpolizeiliche Massnahmen Asyl, 8058 Zü-
rich (per Telefax; Ref.-Nr. N_______)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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