# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f638534-fe9a-516b-a4ab-308ef68efc6f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 27.09.2017 S 2017 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-15_2017-09-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 15

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi

Aktuarin Parolini

URTEIL

vom 27. September 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Zanotelli,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ war bei der C._____ als Reallehrer tätig und dadurch bei der 

B._____ obligatorisch unfallversichert. Laut Bagatellunfall-Meldung vom 

10. März 2014 stürzte A._____ am 30. Januar 2014 beim Schlitteln (recte: 

auf der Fahrt mit einem Skibob) in einer Kurve und prellte sich dabei die 

rechte Schulter. Da die Beschwerden nicht abklangen, begab sich 

A._____ am 28. Februar 2014 zu seinem Hausarzt Dr. med. D._____. 

Dieser diagnostizierte eine Kontusion der rechten Schulter und ordnete 

eine antirheumatische sowie eine Bewegungstherapie an. Es bestand 

keine Arbeitsunfähigkeit. Die B._____ anerkannte die Leistungspflicht und 

erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. 

2. Wegen anhaltender Schmerzen führte Dr. med. E._____ am 22. Juli 

2014, auf Veranlassung des in der Zwischenzeit von A._____ 

aufgesuchten Dr. med. F._____, eine MRI-Untersuchung der rechten 

Schulter durch. Diese Abklärung zeigte eine leichte AC-Gelenksarthrose 

mit deutlicher Ödematisierung der lateralen Clavicula, einen eingeengten 

Subacromialraum bei lateralem Downsloping, eine leichte Tendinitis der 

Supraspinatussehne und eine Begleitbursitis, wie bei Impingement, ohne 

Hinweis auf eine relevante Rissbildung, und eine orthotop gelegene lange 

Bizepssehne.

3. Nach zwei subacromialen Infiltrationen gab A._____ anlässlich der 

Kontrollkonsultation bei Dr. med. F._____ vom 15. September 2014 an, 

praktisch vollständig beschwerdefrei zu sein. Die Behandlung wurde bei 

sehr guter Prognose abgeschlossen.

4. Da die Beschwerden jedoch erneut wieder aufflammten, suchte A._____ 

Dr. med. G._____ auf. Dieser schrieb die Beschwerden in seinem 

Arztbericht vom 15. Dezember 2014 primär einer traumatischen AC-

Arthralgie zu. Hinzu komme eine gewisse subacromiale Reizsymptomatik, 

die durch die zweimalige Infiltration gut habe beeinflusst werden können. 

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Er hielt fest, dass er mit dem Patienten sowohl die konservativen wie 

auch die operativen Therapiemöglichkeiten besprochen und diesem eine 

Infiltration des AC-Gelenks empfohlen habe. Gemäss dem Bericht von 

Dr. med. G._____ vom 22. Januar 2015 bestanden sechs Wochen nach 

der Infiltration des AC-Gelenks im Dezember 2014 keine Beschwerden 

mehr, geblieben seien jedoch die subacromialen Reizsymptome, worauf 

im Januar 2015 erneut eine subacromiale Infiltration durchgeführt wurde. 

Im Rahmen einer weiteren Sprechstunde vom 5. November 2015 wegen 

erneut aufgeflammter Schmerzen empfahl Dr. med. G._____ angesichts 

der ausgeschöpften konservativen Therapiemöglichkeiten ein aktives 

operatives Vorgehen. Die Operation an der rechten Schulter wurde 

schliesslich am 8. März 2016 durchgeführt.

5. Zur Beurteilung der weiteren Leistungspflicht zog die B._____ ihren 

beratenden Expertenarzt Dr. med. H._____ bei. In der Aktenbeurteilung 

vom 24. November 2015 kam dieser zum Schluss, dass der fragliche 

Schlittelunfall vom 30. Januar 2014 nicht die einzige Ursache der 

festgestellten gesundheitlichen Störung sein könne, da es damals 

lediglich zu einer Prellung der rechten Schulter gekommen sei und im 

MRI keine gesicherte traumatisch bedingte morphologische Läsion am 

Schultergelenk habe festgestellt werden können. Durch diese Prellung 

seien die Symptome im Rahmen der AC-Gelenksarthrose und des 

subacromialen Impingement ausgelöst worden. Die AC-Gelenksarthrose 

sei vorbestehend, zumal eine gesicherte Verletzung des AC-Gelenks 

weder im MRI noch klinisch habe nachgewiesen werden können. Das 

subacromiale Impingement sei auf das Akromion Typ Bigliani 1 mit 

ausgeprägtem Downsloping und konsekutiver Einengung des 

Subacromialraums zurückzuführen. Dabei handle es sich um eine 

anlagebedingte Form des Acromions ohne Zusammenhang mit dem 

Bagatelltrauma. Gemäss Dr. med. H._____ sei die durch den Unfall 

verursachte Verschlimmerung des vorbestehenden Gesundheitszustands 

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abgeheilt und der status quo sine per Ende Januar 2015 erreicht. Er 

bestätigte zudem, dass die Beschwerden auch ohne den Unfall im 

Rahmen des subacromialen Impingements und der AC-Gelenks-arthrose 

überwiegend wahrscheinlich früher oder später im heutigen Ausmass 

aufgetreten wären.

6. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2015 informierte die B._____ A._____ 

darüber, dass sie den Anspruch auf Leistungen aus der 

Unfallversicherung für die Folgen des Unfalls vom 30. Januar 2014 ab 

dem 1. Februar 2015 ablehne. Mit Schreiben vom 20. Januar 2016 liess 

A._____ der B._____ eine Stellungnahme von Dr. med. G._____ vom 6. 

Januar 2016 zukommen, in der dieser darauf hinwies, dass sowohl 

klinisch, wie auch radiologisch (MRI) Hinweise bestehen würden, dass die 

Befunde unfallbedingt seien. 

7. In einem Nachtrag vom 15. Februar 2016 zur Aktenbeurteilung vom 24. 

November 2015 hielt Dr. med. H._____ an seiner ursprünglichen 

Beurteilung vom 24. November 2015 fest.

8. Am 15. März 2016 erliess die B._____ eine anfechtbare Verfügung, mit 

der sie gestützt auf die Beurteilungen von Dr. med. H._____ vom 24. 

November 2015 und vom 15. Februar 2016 ihre Leistungspflicht ab dem 

1. Februar 2015 verneinte.

9. Dagegen erhob A._____ am 29. April 2016 Einsprache, legte dieser u.a. 

den Operationsbericht vom 8. März 2016 und eine weitere Stellungnahme 

von Dr. med. G._____ vom 8. April 2016 bei und beantragte die weitere 

Ausrichtung der Leistungen aus der Unfallversicherung für die Folgen des 

Unfalls vom 30. Januar 2014 auch ab dem 1. Februar 2015. 

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10. Mit Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2016 wies die B._____ die 

Einsprache ab und entzog einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid die aufschiebende Wirkung.

11. Gegen den Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2016 erhob A._____ 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 18. Januar 2017 (Poststempel 19. 

Januar 2017) Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Er beantragte die kostenfällige Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids und die weitere Ausrichtung von 

Leistungen aus der Unfallversicherung (Heilbehandlungskostenersatz, 

Taggeld, eventuell Rente und Integritätsentschädigung) für die Folgen 

des Unfalls vom 30. Januar 2014 auch ab dem 1. Februar 2015.

12. Mit Vernehmlassung vom 8. Februar 2017 beantragte die B._____ 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. 

13. Auf die Aufforderung der Instruktionsrichterin vom 24. August 2017 hin 

reichte der Beschwerdeführer am 28. August 2017 den vollständigen 

Arztbericht von Dr. med. G._____ vom 8. Dezember 2015, mithin auch 

die bis dahin fehlende Seite 2, nach. Der vollständige Bericht wurde der 

Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 29. August 2017 zur Kenntnis 

zugestellt. 

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid 

und in den Rechtsschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 7. Dezember 2016. Ein solcher Entscheid 

kann gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons angefochten werden, in dem die 

beschwerdeführende Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz 

hat. Der Beschwerdeführer wohnte im massgeblichen Zeitpunkt in 

X._____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des 

Kantons Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit ergibt sich 

aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts für die Beurteilung der vorliegenden 

Streitsache zu bejahen. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer von 

diesem berührt, und er weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

gerichtlichen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine 

Beschwerdelegitimation ist daher zu bejahen, und auf die im Übrigen frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG). 

b) Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob zwischen dem Unfall vom 30. 

Januar 2014 einerseits und dem festgestellten Gesundheitsschaden an 

der rechten Schulter, den persistierenden Beschwerden sowie der 

Notwendigkeit der Operation vom 8. März 2016 andererseits ein 

Kausalzusammenhang überwiegend wahrscheinlich (weiter) besteht oder 

nicht bzw. ob davon ausgegangen werden kann, dass der status quo sine 

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vel ante per Ende Januar 2015 mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erreicht war, und die 

Beschwerdegegnerin daher die im Anschluss an das Unfallereignis vom 

30. Januar 2014 ausgerichteten Versicherungsleistungen zu Recht auf 

den 31. Januar 2015 eingestellt hat.

2. Seit dem 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und 

der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft 

(Änderung vom 25. September 2015). Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der 

Änderung vom 25. September 2015 ereignet haben, und für 

Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend ereignete sich der fragliche Unfall 

im Januar 2014, sodass diesbezüglich grundsätzlich die bis zum 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung finden. Hinsichtlich 

der für das vorliegende Verfahren anwendbaren Bestimmungen haben 

sich indessen mit Inkrafttreten der neuen Rechtssätze keine Änderungen 

ergeben. 

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen des 

Unfallversicherers bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die 

plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 

ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (Urteil des Bundesgerichts 8C_269/2017 
vom 13. September 2017 E.4.1 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E.3). Für 

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die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds 

genügt eine Teilursächlichkeit (Urteil des Bundesgerichts 8C_715/2016 

vom 6. März 2017 E.4.1 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E.9.5), wobei 

sich die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers auch auf 

mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil des Bundesgerichts 

8C_715/2016 E.4.1 mit Hinweis auf den nicht publ. E.3a des Urteils BGE 

127 V 491 u.a.). Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener 

körperlicher Beeinträchtigungen - wie sie vorliegend in Frage stehen - 

spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 

Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 

weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 356 E.3.2; 

BGE 138 V 248 E.4). 

b) Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin anfänglich ihre 

Leistungspflicht nach UVG und erbrachte die gesetzlichen Leistungen. 

Diese Anerkennung der Leistungspflicht durch den Unfallversicherer ist in 

rechtlicher Hinsicht von Belang. Ist die Unfallkausalität einmal mit der 

erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen 

anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 

nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens 

darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 

auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), 

erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 

von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 

Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der 

Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang 

gegeben ist - nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. 

Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei 

Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten 

massgebend (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_715/2016 

vom 6. März 2017 E.4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 

8C_17/2017 vom 4. April 2017 E.2.2). 

c) Mit dem Erreichen des status quo sine vel ante entfällt eine 

Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.4.3 mit Hinweisen). 

Solange jedoch der status quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, 

hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel 

neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu 

übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 

UVG fallen. Demnach hat die versicherte Person bis zum Erreichen des 

status quo sine vel ante auch Anspruch auf eine zweckgemässe 

Behandlung, die auch operative Eingriffe umfassen kann (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.4.3 mit Hinweisen). 

d) Im Sozialversicherungsprozess tragen die Parteien in der Regel eine 

Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, 

wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des im 

Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalen 

Sozialversicherungsprozess geltenden Untersuchungsgrundsatzes 

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aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der 

zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2017 vom 4. April 2017 

E.2.2; BGE 138 V 218 E.6). 

e) Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale 

Sozialversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht 

dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 

erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Bleiben 

erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher 

getroffenen Tatsachenfeststellungen, ist weiter zu ermitteln, soweit von 

zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 

Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_616/2013 

vom 28. Januar 2014 E.2.1 mit Hinweisen). 

f) Zur Beurteilung des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 

Sozialversicherungsträger und Sozialversicherungsrichter auf Unterlagen 

angewiesen, die ihnen vorab von Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist dabei entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet, und schliesslich ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1; 

BGE 125 V 351 E.3a). Zur Frage der Berichte und Gutachten 

versicherungsinterner Fachpersonen gilt der Grundsatz, dass ein 

Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine 

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nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt 

(BGE 135 V 465 E.4.4; BGE 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein 

Versicherungsfall aber ohne Einholung eines externen Gutachtens 

entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E.4.4; BGE 122 V 157 E.1d).

4. a) Im vorliegenden Fall begründet die Beschwerdegegnerin ihren 

Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2016 damit, dass die 

Aktenbeurteilungen von Dr. med. H._____ vom 24. November 2015 und 

vom 15. Februar 2016 den Anforderungen der Rechtsprechung an ein 

Gutachten vollumfänglich entsprächen, weshalb darauf abgestellt werden 

könne. Sowohl ihr Expertenarzt wie auch Dr. med. G._____ seien zum 

Schluss gekommen, dass die AC-Gelenksarthrose sowie das 

subacromiale Impingement überwiegend wahrscheinlich vorbestehend 

gewesen seien. Was allfällige Widersprüche in den Ausführungen dieser 

beiden Ärzte betreffe, müsse rechtsprechungsgemäss berücksichtigt 

werden, dass der behandelnde Arzt im Zweifelsfall eher zu Gunsten 

seines Patienten aussage. Daher könne gestützt auf die 

Aktenbeurteilungen von Dr. med. H._____, im Hinblick auf die 

Rechtsprechung, wonach der Unfallversicherer nicht negativ beweisen 

müsse, dass gar kein Gesundheitsschaden mehr vorliege, gesagt 

werden, dass die andauernden Beschwerden des Beschwerdeführers 

sowie die Operation vom 8. März 2015 nicht mehr unfallbedingt seien 

bzw. dass die natürliche Kausalität und somit die Leistungspflicht aus der 

Unfallversicherung per 31. Januar 2015 weggefallen seien.

b) Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 18. Januar 2017 

geltend, dass der mit dem konkreten Verletzungsbild bestens vertraute 

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Schulterorthopäde Dr. med. G._____ wiederholt darauf hingewiesen 

habe, dass keine unfallfremden Vorschädigungen an der rechten Schulter 

nachweisbar seien und die Annahme eines Vorschadens mangels einer 

beweistauglichen Grundlage spekulativ sei. Gemäss diesem Arzt würden 

klinisch und radiologisch klare Hinweise auf eine unfallbedingte AC-

Gelenksschädigung bestehen. Dr. med. G._____ zeige zudem auch 

schlüssig auf, aus welchen Gründen das chronifizierte subacromiale 

Impingement in einem direkten Zusammenhang mit dem Unfall stehe. Die 

Beschwerdegegnerin trage die volle Beweislast für den Eintritt des status 

quo sine. Die Beurteilungen von Dr. med. H._____ würden in 

verschiedener Hinsicht nicht zum rechtsgenügenden Beweis taugen, dass 

seit dem 1. Februar 2015 der Gesundheitszustand vorliege, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 

eigen-dynamisch auch ohne Unfalleinwirkung eingestellt hätte. Die 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin müsse daher auch für die Zeit 

nach dem 1. Februar 2015 bejaht werden.

c) In ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2017 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung 

verweist sie auf die Ausführungen im Einspracheentscheid vom 7. 

Dezember 2016 mit dem Hinweis, dass der Beschwerdeführer dieselben 

Einwände wie bereits in seiner Einsprache vom 29. April 2016 erhoben 

habe.

5. a) Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die 

Aktenbeurteilungen ihres beratenden Expertenarztes, Dr. med. H._____, 

abgestellt hat oder ob die übrigen medizinischen Akten, insbesondere die 

Berichte des behandelnden und operierenden Arztes, Dr. med. G._____, 

daran zumindest geringe Zweifel (vgl. BGE 135 V 465 E.4.4) zu wecken 

vermögen. In diesem Fall wären weitere Abklärungen erforderlich und 

seitens der Beschwerdegegnerin vorzunehmen. 

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b) Dr. med. H._____, FMH für Allgemein- und Unfallchirurgie und beratender 

Expertenarzt der Beschwerdegegnerin, führte die vom Beschwerdeführer 

geklagten Beschwerden in seiner Aktenbeurteilung vom 24. November 

2015 (Akten Beschwerdeführer [Bf-act.] 13, Akten Beschwerdegegnerin 

[Bg-act.] 19) auf die diagnostizierte AC-Gelenksarthrose und das 

subacromiale Impingement zurück. Er hielt den Unfall vom 30. Januar 

2014 als eine zwar überwiegend wahrscheinliche Mitursache, jedoch nicht 

als die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung. Es 

sei damals lediglich zu einer Prellung der rechten Schulter gekommen 

und in der MRI-Untersuchung habe keine gesicherte traumatisch bedingte 

morphologische Läsion am rechten Schultergelenk festgestellt werden 

können. Die Prellung habe Symptome im Rahmen der AC-

Gelenksarthrose und des subacromialen Impingements ausgelöst. Die 

AC-Gelenks-arthrose sei vorbestehend, zumal eine gesicherte Verletzung 

weder im MRI noch klinisch habe nachgewiesen werden können. Das 

subacromiale Impingement sei auf das Acromion Typ Bagliani 1 mit 

ausgeprägtem Downsloping und konsekutiver Einengung des 

Subacromialraums zurückzuführen. Dies sei eine anlagebedingte Form 

des Acromions ohne Zusammenhang mit dem Bagatelltrauma. Dr. med. 

H._____ kam auf entsprechende Frage hin (Fragenkatalog der 

Beschwerdegegnerin) zum Schluss, dass der Unfall vom 30. Januar 2014 

lediglich zu einer vorübergehenden, aber nicht richtungsgebenden 

Verschlimmerung eines Vorzustandes an der rechten Schulter des 

Beschwerdeführers geführt habe. Diese sei aber abgeheilt und der status 

quo sine per Ende Januar 2015 erreicht, nachdem der Patient zu jenem 

Zeitpunkt im Wesentlichen beschwerdefrei gewesen sei. Nach seiner 

Ansicht wären die Beschwerden im Rahmen des subacromialen 

Impingements und der AC-Gelenks-arthrose auch ohne den Unfall vom 

30. Januar 2014 überwiegend wahrscheinlich früher oder später im zum 

Zeitpunkt der Aktenbeurteilung aktuellen Ausmass aufgetreten.

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c) Der Beschwerdeführer holte bei seinem behandelnden und operierenden 

Arzt, Dr. med. G._____, Leitender Arzt Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie FMH, eine Stellungnahme zur Aktenbeurteilung von 

Dr. med. H._____ vom 24. November 2015 (Bf-act. 13, Bg-act. 19) ein. Im 

Bericht vom 6. Januar 2016 (Bf-act. 16, Bg-act. 32) hob Dr. med. G._____ 

hervor, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis absolut 

beschwerdefrei gewesen sei. Diese Tatsache schliesse zwar eine 

vorbestehende strukturelle Veränderung sowohl im AC-Gelenk als auch 

glenohumeral nicht aus, jedoch seien derartige mögliche degenerative 

Veränderungen dann nicht symptomatisch gewesen. Es bestehe zum 

fraglichen Zeitpunkt keine klinische oder apparative Diagnosemöglichkeit, 

den Zustand vor dem Unfall darzustellen, weshalb es absolut unmöglich 

sei, zu beweisen, dass die festgestellten Veränderungen bereits vor dem 

Unfall bestanden hätten. Auch Dr. med. G._____ bestätigte, dass der 

Unfall zur Traumatisierung der Schulter geführt habe und dass daraus die 

diagnostizierte chronische posttraumatische AC-Arthralgie sowie die 

posttraumatische subacromiale Reizsymptomatik resultierten und nun 

persistierten. Ursachen von acromioclaviculären Pathologien könnten 

sowohl ein Trauma, eine AC-Gelenksarthrose oder Osteolysen der 

lateralen Clavicula sein. Bei einer AC-Gelenkstraumatisierung ohne 

höhergradige AC-Gelenksseparation (Typ I n. Rockwood) sei die 

konventionell-radiologische Bildgebung definitionsgemäss unauffällig. 

MR-tomographisch zeige sich bei solchen Traumatisierungen gehäuft ein 

Ödem im Bereich der lateralen Clavicula, was bei der MRI-Bildgebung 

des Beschwerdeführers der Fall sei. Zusammenfassend hielt Dr. med. 

G._____ daher fest, dass beim Beschwerdeführer klinisch und 

radiologisch Hinweise auf eine unfallbedingte Ursache der AC-

Gelenksverletzung bestehen würden, wobei er diese Befunde als nicht 

beweisend bezeichnete. Er gab auch an, dass das sich nun chronifizierte 

subacromiale Impingement seiner Meinung nach in einem direkten 

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Zusammenhang mit dem Unfall stehe, weil eine Schultertraumatisierung 

durch Einblutungen, Reizungen und Entzündungen ein subacromiales 

Impingement verursachen könne. Auf die Frage, ob der Unfall die 

Schädigung der rechten Schulter oder die Verschlimmerung eines 

Vorzustandes verursacht habe, erklärte er, dies könne medizinisch nicht 

abschliessend geklärt werden, und auf die Frage, ob ein allfälliger 

Vorzustand ohne Unfall die gleichen Beschwerden verursacht und die 

Operation nötig gemacht hätte, antwortete er, es sei spekulativ, über 

unfallfremde Vorschädigungen zu sprechen, seiner Meinung nach würde 

ohne Unfall weder die subacromiale Reizsymptomatik noch die AC-

Arthralgie bestehen und entsprechend gehe er davon aus, dass die 

vorgeschlagene Operation ohne den Unfall nicht indiziert gewesen wäre. 

Nach ihm habe der Unfall die Beschwerden verursacht, inwiefern der 

Unfall Ursache der strukturellen Veränderungen sei, sei unklar. Dr. med. 

G._____ gab auch an, er könne Dr. med. H._____ insofern zustimmen, 

als die morphologisch dargestellten Veränderungen nicht zwingend mit 

dem Unfall in direktem Zusammenhang stehen müssten, die daraus 

resultierenden Symptome jedoch schon. Die Schmerzen und Symptome 

seien dem Unfall vom 30. Januar 2014 zuzuschreiben und entsprechend 

sei der Unfall deren alleinige Ursache. 

d) Zu der von Dr. med. G._____ vorgenommenen Beurteilung in der 

Stellungnahme vom 6. Januar 2016 (Bf-act. 16, Bg-act. 32) äusserte sich 

Dr. med. H._____ mit einem Nachtrag zur Aktenbeurteilung vom 15. 

Februar 2016 (Bf-act. 17, Bg-act. 38). Er führte aus, er halte nach wie vor 

an seiner primären Beurteilung vom 24. November 2015 fest. Der Unfall 

vom 30. Januar 2014 habe zu einer Traumatisierung der Schulter geführt, 

die erste medizinische Behandlung habe aber erst am 28. Februar 2014 

stattgefunden. Dabei könne es sich nicht um ein wesentliches Trauma 

gehandelt haben, das geeignet gewesen wäre, eine relevante 

morphologische Schädigung an der rechten Schulter zu verursachen. Im 

- 16 -

Rahmen der MRI-Untersuchung vom 22. Juli 2014 habe denn auch keine 

sichere strukturelle Läsion nachgewiesen werden können. Hingegen habe 

sich ein subacromiales Impingement mit leichter Tendinitis der 

Supraspinatussehne und Begleitbursitis gezeigt. Diese sei auf einen 

engen Subacromialraum mit Downsloping des Acromions, also eine 

anlagebedingte Formvariante zurückzuführen. Das Hauptproblem des 

Patienten sei das subacromiale Impingement gewesen und nicht die 

Arthralgie des AC-Gelenks, ansonsten der Beschwerdeführer durch die 

subacromiale Infiltration nicht beschwerdefrei geworden wäre, vielmehr 

hätten die Beschwerden im AC-Gelenk persistiert. Die AC-

Gelenksarthrose sei überwiegend wahrscheinlich vorbestehend gewesen, 

zumal Gelenksarthrosen sehr oft symptomlos seien und erst im Rahmen 

eines Bagatelltraumas symptomatisch würden. Das Trauma sei nicht 

geeignet gewesen, eine relevante Läsion im AC-Gelenk und damit eine 

posttraumatische Arthrose zu verursachen, zumal eine Bandläsion oder 

Fraktur im AC-Gelenk im Rahmen der MRI-Untersuchung habe 

ausgeschlossen werden können. Der Patient sei früher Eishockeyspieler 

gewesen, eine AC-Gelenks-arthrose im Rahmen dieser sportlichen 

Belastung sei sehr gut erklärbar. Das Ödem im Bereich des AC-Gelenks 

sei eher Ausdruck eines Reizzustands bei AC-Gelenksarthrose und nicht 

die Folge des Unfalls vom 30. Januar 2014, ansonsten sich dieses bis zur 

MRI-Untersuchung zurückgebildet hätte. Zusammenfassend kam Dr. 

med. H._____ zum Schluss, dass es beim Unfall vom 30. Januar 2014 

überwiegend wahrscheinlich lediglich zu einer vorübergehenden, aber 

nicht richtungsgebenden Verschlimmerung eines Vorzustandes 

gekommen sei.  

e) Auch Dr. med. G._____ hielt in einem weiteren Bericht vom 8. April 2016 

(Bf-act. 19, Bg-act. 48) an seiner Beurteilung vom 6. Januar 2017 (Bf-

act. 16, Bg-act. 32) fest. Er nahm zum Nachtrag zur Aktenbeurteilung von 

Dr. med. H._____ vom 15. Februar 2016 (Bf-act. 17, Bg-act. 38) 

- 17 -

folgendermassen Stellung: Dessen Aussage, wonach das im MRI 

festgestellte Ödem eher Ausdruck eines Reizzustandes bei AC-

Gelenksarthrose sei, weil sich ein traumatisch bedingtes Ödem nach dem 

Trauma zurückgebildet hätte, sei nicht korrekt. Seines Wissens würden 

keine Literatur bzw. Untersuchungen zur Verweildauer eines Ödems im 

Bereich des AC-Gelenks in Abhängigkeit der Ätiologie bestehen. Er 

bestätigte die von Dr. med. H._____ gemachte Aussage, dass eine 

subacromiale Impingementsymptomatik mit Tendinitis der 

Supraspinatussehne und Begleitbursitis durchaus anlagebedingt sein 

könne. Jedoch sei hinlänglich bekannt, dass eine solche auch auf 

extrinsische Faktoren wie Trauma (in diesem Fall eine Kontusion) 

zurückgeführt werden könne. Zum Erfolg der subacromialen Infiltration 

(und zur Behauptung von Dr. med. H._____, das Impingement und nicht 

die AC-Arthralgie sei im September 2014 das Hauptproblem gewesen) 

hielt Dr. med. G._____ fest, dass eine solche Infiltration stets auch 

gewisse Auswirkungen auf das umliegende Gewebe habe, womit 

erfahrungsgemäss häufig auch eine AC-Arthralgie gelindert werde. 

Schliesslich bestätigte er auch, dass das AC-Gelenk durchaus bereits 

degenerativ vorgeschädigt gewesen sein könne, jedoch sei zu 

berücksichtigen, dass vor dem Eingriff keinerlei Symptomatik bestanden 

habe, weshalb er an seiner ursprünglichen Beurteilung, die Symptome 

seien unfallbedingt und die Operation ohne Unfall deshalb nicht indiziert 

gewesen, festhalte. 

6. a) Die Beurteilungen von Dr. med. H._____ und Dr. med. G._____ stimmen 

darin überein, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall beschwerdefrei 

gewesen war, dass der Unfall vom 30. Januar 2014 zu einer 

Traumatisierung der rechten Schulter des Beschwerdeführers geführt hat 

und dass seither Beschwerden im Rahmen einer AC-Gelenksarthrose 

sowie eines subacromialen Impingements (mit leichter Tendinitis der 

Supraspinatussehne und Begleitbursitis) persistierten. Während jedoch 

- 18 -

Dr. med. H._____ eine vorbestehende Gesundheitsschädigung an der 

rechten Schulter als Ursache für die geklagten persistierenden Symptome 

als überwiegend wahrscheinlich hielt, erachtete Dr. med. G._____ solch 

vorbestehende strukturelle/degenerative Veränderungen lediglich für 

möglich und diese nicht als eine überwiegend wahrscheinliche Ursache 

für die geklagten Beschwerden an der rechten Schulter. 

b) Vorerst ist festzuhalten, dass aus den Akten nicht ersichtlich ist, ob 

Dr. med. H._____ für seine Beurteilung überhaupt über sämtliche 

medizinischen Akten verfügte oder nicht. Die Beschwerdegegnerin 

forderte im Zusammenhang mit der bevorstehenden Schulteroperation 

Dr. med. I._____, den sie fälschlicherweise als Hausarzt des 

Beschwerdeführers hielt (vgl. Bg-act. 10), mit Schreiben vom 13. 

November 2015 auf, ihr sämtliche Sprechstundenberichte, MRI- und 

Röntgenbilder zuzustellen (Bg-act. 11). Dass die Zustellung von 

entsprechenden Unterlagen je erfolgt wäre, geht aus den Akten der 

Beschwerdegegnerin indes nicht hervor. Der Beschwerdeführer wies die 

Beschwerdegegnerin sodann in einem E-Mail vom 7. Dezember 2015 

(Bg-act. 26 S. 2) darauf hin, dass nicht Dr. med. I._____, sondern 

Dr. med. D._____ sein Hausarzt sei. Dass sich die Beschwerdegegnerin 

in der Folge an den richtigen Hausarzt gewandt hätte, ist ebenfalls nicht 

aktenkundig. Auch in der Aktenbeurteilung von Dr. med. H._____ vom 24. 

November 2015 (vgl. Aktenzusammenfassung) (Bf-act. 13, Bg-act. 19) 

und dem Nachtrag zur Aktenbeurteilung vom 15. Februar 2015 (Bf-

act. 17, Bg-act. 38) sind nebst der MRI-Untersuchung vom 22. Juli 2014 

(Bf-act. 2, Bg-act. 5), dem Zeugnis des Hausarztes (Dr. med. F._____) 

vom 19. September 2014 (Bf-act. 5, Bg-act. 9), der orthopädischen 

Beurteilung (Dr. med. G._____) vom 15. Dezember 2014 (Bf-act. 8, Bg-

act. 12), den orthopädischen Kontrollen (Dr. med. G._____) vom 19. 

Januar 2015 (Bf-act. 9, Bg-act. 13) und vom 5. November 2015 (Bf-

act. 10, Bg-act. 14) sowie dem Bericht der Klinik (Dr. med. G._____) vom 

- 19 -

6. Januar 2016 (Bf-act. 16, Bg-act. 32) keine Vorakten des Hausarztes 

aufgeführt. Ist somit nicht klar, ob überhaupt sämtliche Vorakten eingeholt 

worden sind und der beratende Expertenarzt der Beschwerdegegnerin 

seine medizinische Aktenbeurteilung vom 24. November 2015 (Bf-act. 13, 

Bg-act. 19) und den Nachtrag dazu vom 15. Februar 2016 (Bf-act. 17, Bg-

act. 38) in Kenntnis sämtlicher Vorakten abgegeben hat, mangelt es 

seiner medizinischen Einschätzung an einem wichtigen formellen 

Kriterium für deren beweismässige Verwertbarkeit (BGE 134 V 231 E.5.1; 

BGE 125 V 351 E.3a, vgl. vorne E.2f). Dies bedeutet, dass die 

medizinische Beurteilung von Dr. med. H._____, was deren Beweiswert 

betrifft, mit Vorsicht zu behandeln ist.

c) Nach Ansicht von Dr. med. H._____ im Nachtrag vom 15. Februar 2016 

(Bf-act. 17, Bg-act. 38) ist eine vorbestehende AC-Gelenksarthrose gut 

mit der früheren Betätigung des Beschwerdeführers als Eishockeyspieler 

und der entsprechenden sportlichen Belastung erklärbar. Dem 

widersprach Dr. med. G._____ in seinem Bericht vom 8. April 2016 (Bf-

act. 19, Bg-act. 48, vgl. auch Bg-act. 49) grundsätzlich nicht, er wies 

lediglich darauf hin, dass vor dem Unfall vom 30. Januar 2014 keinerlei 

Symptome bestanden hätten. Der Beschwerdeführer führte dazu bereits 

in seiner Einsprache vom 29. April 2016 (Bg-act. 51) und dann auch in 

seiner Beschwerde vom 18. Januar 2017 aus, er habe nie den mit 

häufigen Körperkollisionen befrachteten Eishockeysport ausgeübt, er sei 

Unihockeyspieler gewesen. In diesem Sport sei jeglicher harter 

Körpereinsatz untersagt und es werde nicht körperbetont gespielt.

In einem Telefongespräch zwischen dem Case-Manager und dem 

Beschwerdeführer, festgehalten in der Telefonnotiz des Case-Managers 

vom 10. September 2014 (Bf-act. 6, Bg-act. 7), soll der Beschwerdeführer 

angegeben haben, dass er als ehemaliger Eishockeyspieler relativ 

schmerztolerant sei. Vorliegend muss nicht entschieden werden, ob 

damals der Beschwerdeführer eine falsche Angabe (Eishockeyspieler) 

- 20 -

gemacht oder ob der Case-Manager die richtige Angabe des 

Beschwerdeführers (Unihockeyspieler) falsch verstanden und/oder falsch 

notiert hat. Auch wenn davon ausgegangen wird, dass der 

Beschwerdeführer früher Unihockey und nicht Eishockey gespielt hat, hat 

dies auf die vorliegende Beurteilung keinen relevanten Einfluss. Auch der 

Unihockey-Sport ist, wie die Beschwerdegegnerin bereits in ihrem 

Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2016 festhielt, ein schnelles und 

mit Körpereinsatz gespieltes Ballspiel. In dem vom Beschwerdeführer 

eingereichten Wikipedia-Ausdruck zum Unihockey-Sport bzw. zu den 

Regeln dieser Sportart (Bf-act. 7 Ziff. 5) steht, dass zwar Eishockey 

deutlich körperbetonter gespielt werde, es wird aber auch ausdrücklich 

erwähnt, dass im Unihockey das Drücken Schultern an Schultern erlaubt 

ist. Damit ist aber gesagt - und dies ist im Übrigen auch gerichtsnotorisch 

-, dass auch die Ausübung des Unihockey-Sports Körperkontakt und 

Körpereinsatz erfordert und gerade auch für die Schultern erhebliche 

Belastungen mit sich bringen kann. Andernfalls hätte der 

Beschwerdeführer gegenüber dem Case-Manager wohl nicht explizit 

darauf hingewiesen, dass er als ehemaliger Eishockeyspieler (recte: 

Unihockeyspieler) besonders schmerztolerant sei. Somit vermag allein 

der Einwand des Beschwerdeführers, er habe nie Eishockey gespielt, die 

Beurteilung von Dr. med. H._____, die AC-Gelenks-arthrose könne 

aufgrund der früheren sportlichen Belastung vorbestehend gewesen sein, 

nicht zu entkräften. Den Fragen, wie lange und wie intensiv der 

Beschwerdeführer dieser sportlichen Betätigung nachging und wie stark 

die körperlichen Belastungen tatsächlich gewesen sein dürften, wird 

allerdings im Rahmen des noch einzuholenden versicherungsexternen 

fachärztlichen Gutachtens (vgl. unten E.5g) nachzugehen sein.

d) Zu beachten ist ferner der Einwand des Beschwerdeführers, dass 

entgegen der Aussage von Dr. med. H._____ nicht von einer gänzlichen 

Beschwerdefreiheit per Ende Januar 2015 und damit von einem Eintritt 

- 21 -

des status quo sine per jenem Zeitpunkt ausgegangen werden könne. 

Ausgewiesen ist vorliegend, dass Dr. med. G._____ im Rahmen der 

Konsultationen vom 15. Dezember 2014 (Bf-act. 8, Bg-act. 12), vom 19. 

Januar 2015 (Bf-act. 9, Bg-act. 13) und vom 5. November 2015 (Bf-

act. 10, Bg-act. 14) mit dem Beschwerdeführer jeweils einen operativen 

Eingriff thematisierte, und dass die Schulteroperation schliesslich im März 

2016 doch durchgeführt werden musste (Bg-act. 50). Davor hatte 

Dr. med. F._____ bis im September 2014 zweimal eine subacromiale 

Infiltration appliziert, worauf die Beschwerden für jeweils zwei Wochen 

verschwunden, danach allerdings wieder aufgeflammt waren (Bf-act. 8, 

Bg-act. 12 und Bf-act. 5, Bg-act. 9). Der dann konsultierte Dr. med. 

G._____ schrieb die Beschwerden in seinem Bericht vom 15. Dezember 

2014 (Bf-act. 8, Bg-act. 12) primär der traumatischen AC-Arthralgie zu, 

weshalb am 22. Dezember 2014 eine AC-Gelenksinfiltration durchgeführt 

wurde. Die entsprechenden Beschwerden verschwanden. Da jedoch die 

subacromialen Reizsymptome bestehen blieben und der 

Beschwerdeführer bereits ein mehrmonatiges Sabbatical geplant hatte, 

wurde von einer operativen Sanierung abgesehen und am 19. Januar 

2015 erneut eine subacromiale Infiltration durchgeführt (Bf-act. 15 und 

Bg-act. 13, Bg-act 14). Nach einer vorübergehenden Besserung flammten 

die Beschwerden sowohl im Bereich des AC-Gelenks als auch im 

Rahmen der subacromialen Reizsymptomaktik wieder auf (Bf-act. 15). Im 

Rahmen der Konsultation vom 5. November 2015 bei Dr. med. G._____ 

berichtete der Beschwerdeführer immer noch von Schulterschmerzen mit 

Ausstrahlung bis in den Oberarm (Bf-act. 15, Bg-act. 14). Wenn Dr. med. 

H._____ unter diesen Umständen von einer gänzlichen 

Beschwerdefreiheit per Januar 2015 sprach, so kann dies nur vor dem 

Hintergrund der im Dezember 2014 erfolgten Infiltration des AC-Gelenks 

und der im Januar 2015 erfolgten Infiltration des subacromialen Bereichs 

gesehen werden. Beide führten zu einer Linderung der Symptomatik, die 

jedoch in der Folge nicht anhielt. Da die Beschwerden wieder 

- 22 -

aufflammten und schliesslich die am 8. März 2016 durchgeführte 

Operation notwendig machten, kann, entgegen der Angabe von Dr. med. 

H._____, von einer Beschwerdefreiheit im Sinne des status quo sine vel 

ante per Januar 2015 nicht gesprochen werden.

e) Dr. med. H._____ begründete seine medizinische Einschätzung, dass 

eine vorbestehende Gesundheitsschädigung an der rechten Schulter 

Ursache der geklagten Symptome sei, mit der relativen Schwere des 

Unfalls und mit dem Resultat der MRI-Untersuchung. Beim Bagatellunfall 

vom 30. Januar 2014 habe sich der Beschwerdeführer lediglich eine 

Prellung der rechten Schulter zugezogen und die erste Behandlung habe 

erst am 28. Februar 2014 stattgefunden. Aus diesen Umständen ergebe 

sich, dass es sich beim Unfall nicht um ein wesentliches Trauma 

gehandelt habe könne, das geeignet gewesen wäre, eine relevante 

morphologische Schädigung hervorzurufen. Dementsprechend sei auch 

die MRI-Untersuchung vom 22. Juli 2014 unauffällig gewesen. Am AC-

Gelenk sei keine gesicherte traumatisch bedingte morphologische 

Verletzung festgestellt worden. Gelenksarthrosen seien aber sehr oft 

symptomlos und würden erst im Rahmen eines Bagatelltraumas 

symptomatisch. Demgegenüber bestätigte Dr. med. G._____ zwar, dass 

die festgestellten morphologisch dargestellten Veränderungen nicht 

zwingend mit dem Unfall im Zusammenhang stehen müssten, das AC-

Gelenk also durchaus bereits degenerativ vorgeschädigt gewesen sein 

könnte. Er hielt jedoch fest, dass es keine klinische oder apparative 

Diagnosemöglichkeit gebe, um den Zustand vor dem Unfall zu beweisen, 

weshalb er es als spekulativ bezeichnete, über unfallfremde 

Vorschädigungen zu sprechen. Seiner Ansicht nach würden vielmehr 

deutliche klinische und radiologische Hinweise für eine unfallbedingte 

Traumatisierung des AC-Gelenks bestehen. Als solchen Hinweis nannte 

er das beim Beschwerdeführer im MRI vom 22. Juli 2014 festgestellte 

Ödem im Bereich der lateralen Clavicula. In diesem Punkt widersprach er 

- 23 -

der diesbezüglichen Beurteilung von Dr. med. H._____, der das im 

Bereich des AC-Gelenks festgestellte Ödem eher als Ausdruck eines 

Reizzustandes bei AC-Gelenksarthrose sah, weil sich seines Erachtens 

ein traumatisch bedingtes Ödem Monate nach dem Trauma 

zurückgebildet haben müsste. Dr. med. G._____ erachtete diese Aussage 

mangels entsprechender Literatur bzw. Untersuchungen zur Verweildauer 

eines Ödems im AC-Gelenk als nicht korrekt. 

Ferner ging Dr. med. G._____ bezüglich des diagnostizierten 

subacromialen Impingements mit Dr. med. H._____ zwar darin einig, dass 

eine subacromiale Impingementsymptomatik mit Tendinitis und 

Begleitbursitis anlagebedingt sein könne. Dr. med. G._____ wies aber 

darauf hin, dass auch extrinsische (äussere) Faktoren wie ein 

Schultertrauma, hier also die Kontusion anlässlich des Unfalls vom 30. 

Januar 2014, deren Ursache sein könnte. 

Die Ausführungen von Dr. med. G._____ in seinen Berichten vom 6. Ja-

nuar 2016 (Bf-act. 16, Bg-act. 32) und vom 8. April 2016 (Bf-act. 19, Bg-

act. 48), wonach bestimmte Hinweise - Ödem im AC-Gelenk und Kontu-

sion als mögliche Ursache des subacromialen Impingementsyndroms - 

seiner Einschätzung nach für eine unfallbedingte Ursache der Schmerzen 

und Symptome sprechen würden, weichen von den Beurteilungen von 

Dr. med. H._____ ab. Da es sich dabei immerhin um eine Beurteilung des 

behandelnden und operierenden Facharztes handelt und diese inhaltlich 

durchaus auch einleuchtet, vermögen sie nach Ansicht des Gerichts 

zumindest geringe Zweifel an der Beurteilung des versicherungsinternen 

Expertenarztes, Dr. med. H._____, zu wecken (BGE 135 V 465 E.4.4; 

BGE 122 V 157 E.1d), dessen Berichte ihrerseits gewisse Mängel 

aufweisen (vgl. vorne E.5.b und d). Daher kann zur Beurteilung der 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin nicht auf die Aktenbeurteilung 

vom 24. November 2015 (Bf-act. 13, Bg-act. 19) und auf den Nachtrag 

- 24 -

vom 15. Februar 2016 (Bf-act. 17, Bg-act. 38) von Dr. med. H._____ 

abgestellt werden.

f) Was allerdings die Frage der Kausalität zwischen dem Unfall vom 30. 

Januar 2014 und den geklagten Beschwerden betrifft, blieben die 

Ausführungen von Dr. med. G._____ eher vage. So schrieb sogar er 

selbst, dass die Befunde für eine unfallbedingte Kausalität der 

Schultersymptomatik nicht beweisend seien. Letztlich beschränkte sich 

Dr. med. G._____ auf die Aussage, dass der Unfall die bekannten 

Symptome ausgelöst habe, weil der Beschwerdeführer davor 

beschwerdefrei gewesen sei. Dies läuft auf die Schlussfolgerung "post 

hoc ergo propter hoc" (deutsch: danach, also deswegen) hinaus, was als 

Beweisregel im Sinne einer natürlichen Vermutung, die Beschwerden 

seien unfallbedingt, weil der Beschwerdeführer vor dem Unfall nie unter 

entsprechenden Beschwerden gelitten habe, unzulässig ist (Urteil des 

Bundesgericht 8C_230/2017 vom 22. Juni 2017 E.6.2.2 mit Hinweisen). 

Damit äusserte sich Dr. med. G._____ letztlich nicht dazu, was tatsächlich 

als überwiegend wahrscheinliche Ursache der Schädigung (nicht der 

Symptome/Beschwerden) der rechten Schulter anzusehen ist - mithin der 

Unfall oder eine davor bestandene Gesundheitsstörung bzw. ein 

degenerativer Vorzustand. Somit kann für die Beurteilung der 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auch auf seine Ausführungen in 

den Berichten vom 6. Januar 2016 (Bf-act. 16, Bg-act. 32) und vom 8. 

April 2016 (Bf-act. 19, Bg-act. 48) nicht abgestellt werden. 

g) Das Gericht kommt in Berücksichtigung all dieser Umstände (keine 

Kenntnis sämtlicher Vorakten, keine Beschwerdefreiheit per Januar 2015, 

unterschiedliche Beurteilungen von Dr. med. H._____ und Dr. med. 

G._____ vgl. vorne E.5a-e) zum Schluss, dass die Ausführungen des 

behandelnden und operierenden Arztes, Dr. med. G._____, geeignet 

sind, zumindest geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der Einschätzung 

- 25 -

des beratenden Expertenarztes der Beschwerdegegnerin, Dr. med. 

H._____, zu wecken (vgl. vorne E. 5e). Für die Frage der Kausalität 

zwischen dem Unfall vom 30. Januar 2014 und den persistierenden 

Schulterbeschwerden (im Rahmen der diagnostizierten AC-

Gelenksarthralgie und des subacromialen Impingements) bzw. für die 

Frage des Eintritts des status quo sine vel ante und in der Folge der 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin kann jedoch vorliegend weder 

auf die versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. med. H._____ vom 

24. November 2015 (Bf-act. 13, Bg-act. 19) und vom 15. Februar 2015 

(Bf-act. 17, Bg-act. 38) noch auf die Beurteilungen des behandelnden und 

operierenden Arztes, Dr. med. G._____, vom 6. Januar 2016 (Bf-act. 16, 

Bg-act. 32) und vom 8. April 2016 (Bf-act. 19, Bg-act. 48), abgestellt 

werden. Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin, da die Sache nicht 

ausreichend abgeklärt ist, ein versicherungsexternes fachärztliches 

(orthopädisches) Gutachten zur Frage des Kausalzusammenhangs 

zwischen dem Unfall vom 30. Januar 2014 und dem Gesundheitsschaden 

an der rechten Schulter des Beschwerdeführers (AC-Gelenksarthralgie 

und subacromiales Impingement) einzuholen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.4). 

Der/die zu beauftragende Gutachter/in wird sich zum Vorzustand der 

rechten Schulter und zur Frage, ob durch den Unfall vom 30. Januar 2014 

überwiegend wahrscheinlich eine richtunggebende Verschlimmerung 

eingetreten ist oder nicht, sowie zum Zeitpunkt eines allfälligen Eintritts 

des status quo sine vel ante zu äussern haben. Dabei werden auch die 

Umstände des Unfalls (Sturz mit einem Skibob ähnlichen Gefährt, 

Beschaffenheit der Schlittelbahn, gefahrene Geschwindigkeit, 

Krafteinwirkung, etc.) zu berücksichtigen und korrekt zu würdigen sein, 

wobei das Gericht allerdings eine spezifische unfallanalytische und 

biomechanische Untersuchung zur effektiven Krafteinwirkung und zu 

deren Eignung, eine morphologische AC-Gelenksschädigung 

hervorzurufen, wie vom Beschwerdeführer beantragt, nicht als notwendig 

erachtet. Einzuholen sind jedoch sämtliche medizinischen Vorakten, 

- 26 -

insbesondere auch diejenigen des Hausarztes Dr. med. D._____. In 

diesem Zusammenhang werden auch die im MRI-Bericht von Dr. med. 

E._____ aufgeworfene Frage, ob nicht ein Zustand nach einer geringen 

AC-Gelenksverletzung vorliegen könnte (Bg-act. 5), die Aktennotiz der 

Beschwerdegegnerin vom 10. September 2014 (wonach sich der 

Beschwerdeführer vor 20 Jahren an der - allerdings linken - Schulter 

verletzt, an der rechten jedoch nie Beschwerden gehabt haben soll) (Bg-

act. 7), der Operationsbericht vom 8. März 2016 (vgl. insbesondere den 

Hinweis auf Narbengewebe im AC-Gelenk) (Bf-act. 18, Bg-act. 50) und 

die frühere sportliche Aktivität des Beschwerdeführers als 

Unihockeyspieler (und nicht Eishockeyspieler) mitzuberücksichtigen sein. 

Die Beschwerdegegnerin wird dabei die Mitwirkungsrechte des 

Beschwerdeführers zu beachten und diesem insbesondere die 

Möglichkeit zu geben haben, sich zu den Gutachterfragen vorgängig zu 

äussern (BGE 138 V 318 E.6.1.4, vgl. auch BGE 137 V 201 E.3.4.2.9). 

Nach Vorliegen des versicherungsexternen fachärztlichen 

(orthopädischen) Gutachtens wird die Beschwerdegegnerin über den 

Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu zu verfügen haben.

h) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die 

medizinische Beweislage in Bezug auf die Frage des 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 30. Januar 2014 

einerseits und dem Gesundheitsschaden an der rechten Schulter des 

Beschwerdeführers und den daraus resultierenden Beschwerden 

andererseits unvollständig ist und keine zuverlässige Beurteilung 

erlauben. Die Beschwerdegegnerin hat den Nachweis dafür, dass der 

status quo sine vel ante per 31. Januar 2015 eingetreten ist, nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht. Die 

Beschwerde ist folglich gutzuheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur ergänzenden 

- 27 -

medizinischen Abklärung unter Einhaltung der Mitwirkungsrechte des 

Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

7. a) Gerichtskosten werden vorliegend keine erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren in Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 

lit. a ATSG grundsätzlich kostenlos ist. 

b) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 

Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Rückweisung der 

Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuem Entscheid 

gilt als vollständiges Obsiegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_995/2012 

vom 17. Januar 2013 E.3), weshalb der anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. Diese wird 

vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 

Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 

des Prozesses bemessen. Vorliegend hat der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers mit Schreiben vom 11. Februar 2017 seine 

Honorarnote im Umfang von Fr. 3'229.20 eingereicht. Dieser Betrag setzt 

sich zusammen aus einem Honorar von Fr. 2'875.-- für 11.5 

Arbeitsstunden à Fr. 250.-- zuzüglich Barauslagen von Fr. 115.-- und 8 % 

MWST (Fr. 239.---). Der geltend gemachte Arbeitsaufwand von 11.5 

Arbeitsstunden erscheint dem Gericht als angemessen. Hingegen kann 

nicht von einem Stundenansatz von Fr. 250.-- ausgegangen werden. 

Dieser Ansatz entspricht zwar demjenigen gemäss Art. 3 Abs. 1 der 

Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen 

und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV; BR 310.250), wonach ein 

Stundenansatz zwischen Fr. 210.-- und Fr. 270.-- als üblich gilt. Da der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin jedoch keine 

Honorarvereinbarung eingereicht hat (Art. 4 Abs. 1 HV), ist vorliegend 

gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden 

von einem mittleren Stundenansatz von Fr. 240.-- auszugehen. Folglich 

- 28 -

ergibt sich eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 3'105.-- (11.5 h 

x Fr. 240.-- = Fr. 2'760.--, Barauslagen Fr. 115.--, MWST 8 % auf 

Fr. 2'875.-- = Fr. 230.--). In diesem Umfang hat die Beschwerdegegnerin 

den Beschwerdeführer aussergerichtlich zu entschädigen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2016 wird aufgehoben und die 

Sache zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen 

und zu neuem Entscheid über den Anspruch auf Versicherungsleistungen 

gemäss UVG über den 31. Januar 2015 hinaus an die B._____ 

zurückgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ hat A._____ aussergerichtlich mit Fr. 3'105.-- (inkl. MWST) 

zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]