# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18faec72-9af7-5883-a84b-268ab5dde0b1
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2003-11-10
**Language:** de
**Title:** Aargau Anwaltskommission 10.11.2003 AGVE_2003_20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_AK_001_AGVE-2003-20_2003-11-10.pdf

## Full Text

2003 Zivilprozessrecht 71 

tuation dagegen anders aus. Solche Aufwendungen erfolgen nicht im 
Interesse des Klienten und lassen sich nicht mehr auf das ursprüngli-
che Mandat zurückführen. (...) 

(...) 
Mit seinem Verhalten schadet der beanzeigte Anwalt dem Anse-

hen des Anwaltsstandes. Ein solches Verhalten ist eines Anwaltes 
nicht würdig und verstösst gegen die sich aus Art. 12 lit. a BGFA 
ergebende Pflicht zu sorgfältiger und gewissenhafter Berufsausübung 
sowie korrektem Verhalten. 

20 Art. 12 lit. e BGFA, Verpfändung des Streitgegenstandes an den Anwalt 
Bezüglich der Frage der Verpfändung eines Streitgegenstandes an den 
Anwalt zur Sicherung seiner Honorarforderung enthält Art. 12 lit. e 
BGFA keine Lücke, weshalb die Zulässigkeit einer solchen Verpfändung 
zu bejahen ist. 

Entscheid der Anwaltskommission vom 10. November 2003 i.S. T. E. 

2003 Strafprozessrecht 73 

IV. Strafprozessrecht 

 

21 Bussenumwandlungsverfahren: 
Der Verurteilte, der im Laufe des Bussenumwandlungsverfahrens die 
Busse bezahlt, hat in der Regel gestützt auf das Verursachungsprinzip die 
Verfahrenskosten zu tragen. Befindet er sich jedoch in wirtschaftlich der-
art misslichen Verhältnissen, dass bei Nichtbezahlung der Busse diese mit 
aller Wahrscheinlichkeit nicht umgewandelt worden wäre, ist auf die Ko-
stenauflage zu verzichten. 
 

Aus dem Entscheid des Obergerichts, 2. Strafkammer, vom 1. Dezember 
2003 in Sachen Staatsanwaltschaft gegen A. A. 

Aus den Erwägungen 

1. a) Unterlässt es ein Verurteilter, eine gegen ihn ausgespro-
chene Busse zu bezahlen, und tilgt er sie erst, wenn das Bussenum-
wandlungsverfahren gemäss Art. 49 Ziff. 3 StGB bereits eingeleitet 
ist, hat er grundsätzlich gestützt auf das Verursachungsprinzip die 
Kosten des Umwandlungsverfahrens zu tragen (OGE, 1. Strafkam-
mer, vom 11. Dezember 1990 i.S. StA / R.N.; Brühlmeier, Aargaui-
sche Strafprozessordnung, Kommentar, 2. Aufl., Aarau 1980, N 1 
und 2 zu § 204). 

Das Verursachungsprinzip findet jedoch im Bussenumwand-
lungsverfahren seine Grenze resp. wird durchbrochen, wenn der Ver-
urteilte trotz Bezahlung der Busse und gestützt darauf erfolgter Ein-
stellung des Verfahrens nachweist, dass er in Anwendung der durch 
die Praxis herausgebildeten Kriterien als schuldlos ausserstande im 
Sinne des Gesetzes zu gelten hat, die Busse zu bezahlen, er somit, 
hätte er die Busse nicht bezahlt, bei Durchführung des Verfahrens 
mit seinem Standpunkt mutmasslich durchgedrungen wäre. Dies ist