# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f027614-8528-549b-9049-5856c33d626f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.02.2014 ZK1 2013 125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-125_2014-02-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 18. Februar 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 125 18. Februar 2014

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Aktuar ad hoc Decurtins

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Engadin/Südtäler 
vom 31. Oktober 2013, mitgeteilt am 7. November 2013, in Sachen des Be-
schwerdeführers gegen lic. iur. Y._____, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ma-
rco Pool, Via Tinus 3, 7500 St. Moritz,

betreffend Ausstand,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____2010, ist die Tochter der unverheirateten Eltern 
Y._____ und X._____; letzterer anerkannte seine Vaterschaft am 9. Dezember 
2010 vor dem Zivilstandsamt Oberengadin. A._____ steht unter der alleinigen el-
terlichen Sorge der Mutter. Da sich die getrennt lebenden Kindseltern über das 
Besuchsrecht nicht einigen konnten, regelte die Vormundschaftsbehörde der Krei-
se Oberengadin/Bergell dieses mit Beschluss vom 12. September 2011. In der 
Folge hatten sich das Bezirksgericht Maloja und das Kantonsgericht von 
Graubünden mit Beschwerden der Eltern zu befassen, da diese mit der konkreten 
Ausgestaltung des Besuchsrechts nicht einverstanden waren. Im Entscheid vom 
14. März 2012 wies das Bezirksgericht Maloja die Vormundschaftsbehörde der 
Kreise Oberengadin/Bergell an, zur Sicherstellung der korrekten Ausübung des im 
selben Entscheid erneut festgesetzten Besuchsrechts eine Besuchsrechtsbei-
standschaft nach Art. 308 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) 
zu errichten. Die von Y._____ gegen diesen Entscheid erhobene Berufung wies 
das Kantonsgericht von Graubünden am 9. Oktober 2012 ab.

B. Im November 2012 befasste sich die Vormundschaftsbehörde der Kreise 
Oberengadin/Bergell mit der Errichtung der im Urteil des Bezirksgerichts Maloja 
vom 14. März 2012 angeordneten Besuchsrechtsbeistandschaft. Mit Schreiben 
vom 14. November 2012 gab sie den Kindseltern Gelegenheit, vom Vorschlags-
recht bezüglich der Wahl des Beistandes Gebrauch zu machen. Am 26. November 
2012 liessen sich die Eltern – nachdem sie sich bezüglich des Besuchsrechts of-
fenbar vorübergehend einigen konnten – gemeinsam dahingehend verlauten, dass 
sie das Errichtungsverfahren so lange sistieren möchten, bis sie sich bei der 
Behörde melden würden. Zudem schlugen sie G._____ als Beiständin für A._____ 
vor, falls eine Einsetzung dennoch nötig werden sollte. Mit Schreiben vom 6. De-
zember 2012 teilte die Vormundschaftsbehörde Y._____ mit, dass die Angelegen-
heit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Engadin/Südtäler (wel-
che per 1. Januar 2013 an die Stelle der Vormundschaftsbehörde der Kreise Obe-
rengadin/Bergell getreten war) übertragen werde und die Errichtung der Beistand-
schaft deshalb bis zum ersten Quartal 2013 sistiert werde.

C. In der Zwischenzeit gelangte X._____ am 19. November 2012 mit einem 
Gesuch an das Bezirksgericht Maloja, mit welchem er die Vollstreckung des Ur-
teils vom 14. März 2012 verlangte. Da sich Y._____ offenbar auf den Standpunkt 
gestellt habe, er dürfe seine Tochter bis zum Einsetzen eines Beistandes nicht 

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mehr sehen, wollte er sie unter Androhung von Straffolgen gemäss Art. 292 StGB 
gerichtlich verpflichten lassen, ihm die Ausübung des ihm zustehenden Besuchs-
rechts zu gestatten. Wegen fehlender Prozessvoraussetzungen wurde jedoch auf 
dieses Gesuch nicht eingetreten (vgl. Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 
28. Oktober 2013). Am 13. Dezember 2012 liess X._____ durch seinen Rechtsver-
treter gegenüber dem Bezirksgericht Maloja bestätigen, dass er trotz Einleitung 
des erwähnten Vollstreckungsgesuchs mit einer Sistierung des Einsetzungsver-
fahrens bis Mitte Januar 2013 einverstanden sei.

D. Am 30. Januar 2013 erstattete B._____, die Grossmutter von A._____, zu-
handen der KESB Engadin/Südtäler eine Gefährdungsmeldung. Wegen des un-
passenden Verhaltens von X._____ seiner Tochter gegenüber sei das Kindeswohl 
gefährdet und die Besuche müssten begleitet stattfinden oder bis auf weiteres sis-
tiert werden. Daraufhin leitete die KESB ein Abklärungsverfahren ein und hörte die 
Parteien am 21. Februar 2013 sowohl zur Errichtung der Beistandschaft als auch 
zur eingegangenen Gefährdungsmeldung gemeinsam an. Am darauffolgenden 
Tag konkretisierte und ergänzte B._____ ihre Gefährdungsmeldung und Y._____ 
reichte zwei ausführliche Schreiben sowie eine Einschätzung der Lage ihres Be-
kannten C._____ nach, was die KESB dazu veranlasste, den Entscheid zwecks 
eingehender Prüfung dieser neu vorgebrachten Tatsachen in pendenter Sache 
aufzuschieben. X._____ zeigte sich über diese Aufschiebung nicht erfreut und 
stellte der KESB eine Rechtsverweigerungs- resp. Rechtsverzögerungsbeschwer-
de in Aussicht. Am 24. Februar 2012 reichte er der KESB Schreiben von D._____ 
und E._____ ein, welche sich beide zu seinen Gunsten und damit gegen eine Ge-
fährdung des Kindeswohls aussprachen. Am 7. März 2013 liess Y._____ der 
KESB ihrerseits zwei fachärztliche Berichte des Pädiaters Dr. med. F._____ zu-
kommen. Gestützt auf diese Unterlagen sowie auf diverse weitere in der Zwi-
schenzeit erfolgten Eingaben der Eltern errichtete die KESB Engadin/Südtäler mit 
Entscheid der Kollegialbehörde vom 11. März 2013 eine Besuchsrechtsbeistand-
schaft und ernannte G._____ zur Mandatsträgerin. Gemäss der Umschreibung 
des Aufgabenbereichs in Dispositivziffer 2 hatte die Beiständin unter anderem 
sechs Besuche innert drei Monaten nach Erhalt des Entscheides zu begleiten.

E. Am 28. August 2013 stellte Y._____ bei der KESB ein Gesuch um Abände-
rung der Regelung des persönlichen Verkehrs. Am 13. November 2013 beantragte 
sie gar, das Besuchsrecht zwischen A._____ und X._____ superprovisorisch und 
hernach im Rahmen vorsorglicher Massnahmen bis zum rechtskräftigen Entscheid 

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über die Abänderung des Besuchsrechts zu sistieren, worauf die KESB gemäss 
dem prozessleitenden Entscheid vom 15. November 2013 jedoch nicht eintrat.

F. In der Zwischenzeit reichte X._____ am 11. September 2013 beim Kan-
tonsgericht von Graubünden eine Aufsichtsbeschwerde ein, in welcher er bean-
tragte, die Angelegenheit einer anderen KESB zu übertragen oder die KESB En-
gadin/Südtäler eventualiter darauf hinzuweisen, sich an die Urteile des Bezirksge-
richts Maloja resp. des Kantonsgerichts von Graubünden zu halten. Die KESB En-
gadin/Südtäler sei nämlich fachlich überfordert, setze die gerichtlichen Anweisun-
gen willkürlich um und sei zudem insofern befangen, als Y._____ als Präsidentin 
der ehemaligen Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell tätig 
gewesen sei. Da sich das Kantonsgericht als nicht zuständig erklärte, wandte sich 
X._____ mit seiner Aufsichtsbeschwerde am 20. September 2013 an das Depar-
tement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG). Darin führte er wiederum 
aus, die KESB sei fachlich überfordert, setze die Anweisungen der Gerichte will-
kürlich um und nehme einseitig die Interessen der Kindesmutter wahr. Den Vor-
wurf der Befangenheit erhob er indes nicht mehr.

G. Mit Schreiben vom 27. September 2013 beschied das DJSG X._____, dass 
die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden dem DJSG nur administrativ unter-
stellt und deshalb in der Rechtsanwendung unabhängig seien; aufgrund der fach-
lichen Unabhängigkeit der KESB seien inhaltliche Weisungen in Einzelfällen durch 
das DJSG ausgeschlossen. Mangels Zuständigkeit verzichtete das DJSG auf eine 
formelle Bearbeitung der Beschwerde. Stattdessen forderte das DJSG die KESB 
Engadin/Südtäler im nämlichen Schreiben vom 27. September 2013 auf, die Be-
gehren von X._____ (inklusive dessen Ausstandsbegehren) als justiziable Fragen 
innert nützlicher Frist zu bearbeiten.

H. Nach Anhörung von Y._____ am 24. Oktober 2013 stellte die KESB Enga-
din/Südtäler in Bezug auf die Beschwerde von X._____ im Entscheid der Kollegi-
albehörde vom 31. Oktober 2013, mitgeteilt am 7. November 2013, folgendes fest:

"1. Die Vorwürfe an die fachliche Arbeit der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde Engadin/Südtäler sind unbegründet und entbehren 
jeglicher sachlicher Grundlage.

2. Es gibt weder objektive Gründe oder andere konkrete Hinweise, die 
auf eine Befangenheit der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

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(KESB) Engadin/Südtäler hinweisen würden. Es liegen keine 
Ausstandsgründe gemäss Art. 47 Ziff. f ZPO vor.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung)"

I. Gegen diesen Entscheid der KESB Engadin/Südtäler reichte X._____ 
(nachfolgend Beschwerdeführer) am 9. Dezember 2013 beim Kantonsgericht von 
Graubünden Beschwerde ein. Darin beantragte er was folgt:

"1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.

2. Die Angelegenheit in Sachen A._____, geb. _____2010, sei der 
KESB Engadin/Südtäler zu entziehen und es sei damit die KESB 
Nordbünden, Chur, allenfalls eine andere Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde im Kanton Graubünden zu beauftragen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."

Begründend führte er aus, der angefochtene Entscheid widerspreche den Urteilen 
des Bezirksgerichtes Maloja vom 14. März 2012 und des Kantonsgerichts vom 
9. Oktober 2012 und stelle insofern eine Pflichtverletzung der KESB Enga-
din/Südtäler dar, als das vorgesehene Besuchsrecht nicht umgesetzt werde und 
die Errichtung der am 14. März 2012 durch das Bezirksgericht Maloja angeordne-
ten Besuchsbeistandschaft ein Jahr gedauert habe. Zudem sei die KESB auf sei-
ne Anliegen oftmals nicht eingegangen. So beispielsweise, als er einen unausge-
wogenen Zwischenbericht der Beiständin vom 4. Juli 2013 bemängelte oder deren 
Absetzung beantragt hatte. Demgegenüber seien Anträge der Kindsmutter stets 
viel rascher und ohne Rücksicht auf seine Interessen behandelt worden. Auf die 
Gefährdungsmeldung der Grossmutter von A._____ habe die KESB trotz fehlen-
der konkreter Verdachtsmomente unverzüglich Abklärungen vorgenommen und 
diese Meldung zum Anlass genommen, sich über die Gerichtsurteile hinwegzuset-
zen. Dabei seien die entlastenden Aussagen von E._____ zu Gunsten des Be-
schwerdeführers gar nicht berücksichtigt worden. Angesichts dieser krassen 
Pflichtverletzungen habe die KESB Engadin/Südtäler als gesamte Behörde in den 
Ausstand zu treten. Zudem liege der Verdacht nahe, dass die KESB die Kindsmut-
ter bevorzuge, weil diese früher Präsidentin der Vormundschaftsbehörde der Krei-
se Oberengadin/Bergell gewesen sei.

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J. Während Y._____ auf eine Vernehmlassung verzichtete, reichte die KESB 
Engadin/Südtäler am 13. Januar 2014 eine Beschwerdeantwort ein und beantrag-
te darin die Abweisung der Beschwerde unter den gesetzlichen Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen.

K. Am 13. Februar 2014 nahm der Beschwerdeführer Stellung zu einem 
Schreiben der Kindsmutter an die KESB vom 31. Januar 2013, in welches er erst 
im Rahmen der Vernehmlassung der KESB Einsicht erhalten hatte. Sodann reich-
te er mit Schreiben vom 14. Februar 2014 zwei weitere Dokumente ein, welche 
sich bereits bei den Prozessakten befanden (act. 64/12 KESB).

L. Auf die Begründungen der Anträge in den Rechtsschriften sowie die Erwä-
gungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgen-
den Erwägungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1.a) Am 1. Januar 2013 ist das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht in 
Kraft getreten, und gemäss Art. 14 Abs. 1 des Schlusstitels zum Schweizerischen 
Zivilgesetzbuch (ZGB, SR 210) gilt das neue Recht ab diesem Zeitpunkt. Da auf 
hängige Verfahren ebenfalls das neue Verfahrensrecht Anwendung findet 
(Art. 14a Abs. 2 Schlusstitel zum ZGB), ist die vorliegende Beschwerde gestützt 
auf das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht zu beurteilen.  

b) Gemäss Art. 314 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen 
Entscheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden beim zuständigen Ge-
richt Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100] ist das Kantonsge-
richt von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Auch wenn die 
Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) sinn-
gemäss anwendbar sind, besteht kein direkter Zusammenhang zur Beschwerde 
nach Art. 319 ff. ZPO. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 
ZGB unter anderem die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster 
Linie die von der Anordnung der KESB direkt betroffene Person (Steck, in; Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 29 zu Art. 450 ZGB; Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 
2010, N 20 zu Art. 450 ZGB). Gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB beträgt die Beschwer-
defrist dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist 

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beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 2 ZGB). Die 
vom Beschwerdeführer am 9. Dezember 2013 beim Kantonsgericht von Graubün-
den eingereichte Beschwerde erweist sich als frist- und formgerecht, weshalb dar-
auf einzutreten ist.

2.a) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 
Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, weshalb das erstinstanzliche 
Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann 
(Botschaft zum Erwachsenenschutz vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, 7085; 
Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB).

b) Der Begriff der Rechtsverletzung umfasst jede unrichtige Anwendung und 
Auslegung des eidgenössischen oder kantonalen Rechts sowie falsche Anwen-
dung oder Nichtanwendung ausländischen Rechts (Botschaft Erwachsenenschutz, 
7085). Gegenstand der Rechtskontrolle ist auch die Prüfung, ob die Schranken 
des Ermessens eingehalten sind sowie die Prüfung der Verhältnismässigkeit 
(Steck, a.a.O., N 11 zu Art. 450a ZGB mit Nachweisen; Schmid, a.a.O., N 3 zu 
Art. 450a ZGB). 

c) Die Rüge der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhaltes erlaubt eine umfassende Überprüfung des Sachverhal-
tes, ohne auf die Willkürrüge beschränkt zu sein. Im Vordergrund stehen Rügen 
von aktenwidrigen Sachverhaltsfeststellungen. Beruht eine tatsächliche Feststel-
lung auf unrichtiger Rechtsanwendung, kommt der Rügegrund der Rechtsverlet-
zung zur Anwendung (Steck, a.a.O., N 12 f. zu Art. 450a ZGB). 

d) Die Rüge der Unangemessenheit ermöglicht eine umfassende Überprüfung 
der Handhabung des Ermessens durch die Vorinstanz (Steck, a.a.O., N 14 zu 
Art. 450a ZGB; Schmid, a.a.O., N 4 zu Art. 450a ZGB). Es kann folglich die blosse 
Unangemessenheit gerügt werden, nicht nur – wie im Verfahren vor Bundesge-
richt – Ermessensmissbrauch, Ermessensüberschreitung und Ermessensunter-
schreitung (Steck, a.a.O., N 16 zu Art. 450a ZGB). Unter Ziff. 3 fällt auch die An-
gemessenheitskontrolle, folglich die Prüfung der Zweckmässigkeit und Angemes-
senheit der angefochtenen Anordnung.

3.a) Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 

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Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) 
etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die entsprechenden kantonalen Aus-
führungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 bzw. 
Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer mündlichen 
Hauptverhandlung entscheiden.

b) Den gleichen Vorbehalt zu Gunsten der Zivilprozessordnung statuiert 
Art. 56 Abs. 1 EGzZGB für das Verfahren vor der KESB. Dies gilt auch für die vor-
liegend interessierenden Ausstandsvorschriften von Art. 47 ff. ZPO (vgl. Botschaft 
Erwachsenenschutzrecht, 7022; für die früheren Vormundschaftsbehörden vgl. 
auch PKG 1998 Nr. 3).

4.a) Nach Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 
der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) hat jede Person Anspruch 
darauf, dass ihre Sache von einem unbefangenen, unvoreingenommenen und 
unparteiischen Richter ohne Einwirkungen sachfremder Umstände entschieden 
wird (BGE 134 I 238 E. 2.1; Weber, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 2 
zu Art. 47  ZPO). Art. 47 ZPO konkretisiert dieses verfassungsmässige Grundrecht 
durch einen nicht abschliessenden Beispielkatalog an Ausstandsgründen (Abs. 1 
lit. a-e), welcher durch eine allgemeine Generalklausel, wonach eine Gerichtsper-
son in den Ausstand zu treten hat, wenn sie "aus anderen Gründen, insbesondere 
wegen Freundschaft oder Feindschaft mit einer Partei oder ihrer Vertretung" be-
fangen ist, ergänzt wird (Abs. 1 lit. f). Eine Befangenheit in diesem Sinne ist immer 
dann anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Misstrauen in 
dessen Unparteilichkeit zu erwecken; vorausgesetzt wird nicht, dass der Richter 
tatsächlich befangen ist (Urteil des Bundesgerichts 4A_222/2009 vom 17. Juni 
2009 E. 2; BGE 134 I 238 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Bei der Beurteilung sol-
cher Umstände sind das subjektive Empfinden einer Partei oder rein persönliche 
Eindrücke nicht ausschlaggebend. Vielmehr genügen Umstände, die bei objektiver 
Betrachtung den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenom-
menheit zu begründen vermögen (vgl. Weber, a.a.O., N 3 zu Art. 47 ZPO mit di-
versen Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Mit anderen Wor-
ten muss gewährleistet sein, dass der Prozessausgang aus Sicht aller Beteiligten 
als offen erscheint (BGE 133 I 1 E. 6.2). Ein Ausstandsverfahren wird entweder 
auf Veranlassung der betroffenen Gerichtsperson selbst (Art. 48 ZPO) oder als 

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Folge eines Ausstandsbegehrens einer Partei gemäss Art. 49 ZPO in Gang ge-
setzt.

b) Der Beschwerdeführer verlangt, dass die KESB Engadin/Südtäler als ge-
samte Behörde in den Ausstand zu treten habe. Dabei verkennt er, dass aufgrund 
der persönlichen Natur der in Art. 47 Abs. 1 ZPO vorgesehenen Ausstandsgrün-
den grundsätzlich nur die einzelnen Mitglieder eines Spruchkörpers wegen Vorlie-
gen eines Ausstandsgrundes abgelehnt werden können, nicht jedoch ein Ent-
scheidungsgremium als Ganzes (Urteile des Bundesgerichts 8C_712/2011 vom 
18. Oktober 2011 E. 3.3 sowie 8C_102/2011 vom 27. April 2011 E. 2.2 mit weite-
ren Hinweisen; Weber, a.a.O., N 18 zu Art. 47 ZPO). Mit anderen Worten hätte der 
Beschwerdeführer gegen bestimmte Mitglieder der KESB, für welche ebenfalls die 
Bestimmungen für Gerichtspersonen gemäss Art. 47 ff. ZPO gelten, separat ent-
sprechende Ausstandsbegehren stellen und begründen müssen. Der Beschwer-
deführer führt indes kein einziges Behördenmitglied namentlich auf, bei welchem 
ein Ausstandsgrund gegeben wäre. Er macht nur gegen die KESB als solche 
Ausstandsgründe geltend, was grundsätzlich von vornherein unzulässig ist. Des 
Weiteren beantragt der Beschwerdeführer eine Übertragung der vorliegenden An-
gelegenheit an die KESB Nordbünden. Die Zuweisung eines Falles an eine ande-
re Behörde ist jedoch nur dann angezeigt, wenn so viele Behördenmitglieder in 
den Ausstand treten müssten, dass die Behörde selbst unter Beizug der Stellver-
treter nicht mehr beschlussfähig wäre (vgl. für die gerichtlichen Behörden Art. 40 
Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; BR 173.000]). Dies dürfte bei 
den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden, so wie sie im Kanton Graubünden 
organisiert sind, wohl niemals der Fall sein, da die Mitglieder aller KESB zur Stell-
vertretung in anderen KESB berechtigt und verpflichtet sind (Art. 38 Abs. 3 EGz-
ZGB).

c) Selbst wenn Ausstandsgründe gegen einzelne Behördenmitglieder erhoben 
worden wären, ergibt sich aus der näheren Betrachtung, dass die vorgebrachten 
Ausstandsgründe allesamt nicht stichhaltig sind. Im Grossen und Ganzen sieht der 
Beschwerdeführer den hauptsächlichen Ausstandsgrund darin, dass sich die 
Behörde im Verlaufe des vorliegenden Verfahrens betreffend das Besuchsrecht 
des Vaters derart viele Verfahrensfehler, Verzögerungen und Benachteiligungen 
zu seinen Ungunsten habe zuschulden kommen lassen, dass auf eine Befangen-
heit der Behörde geschlossen werden müsse. Diesbezüglich ist zu erwähnen, 
dass Verfahrens- oder Einschätzungsfehler ebenso wenig Ausdruck einer Vorein-
genommenheit sind wie ein inhaltlich falscher Entscheid in der Sache oder Fehler 

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in der Verhandlungsführung (Urteil des Bundesgerichts 4A_220/2009 vom 17. Juni 
2009 E. 4.1). Solche Fehler begründen nur im Falle besonders krasser oder wie-
derholter einseitig zulasten einer Partei gerichteter Irrtümer, die einer schweren 
Amtspflichtverletzung gleichkommen, den Anschein der Voreingenommenheit in-
folge einer Haltung, die auf fehlender Distanz und Neutralität beruht (vgl. dazu 
Weber, a.a.O., N 4 zu Art. 47 ZPO, und Wullschleger, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, N 35 zu Art. 47 ZPO, jeweils mit weite-
ren Hinweisen; PKG 1992 Nr. 17). 

d) Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers können der KESB keine 
krassen Fehler vorgeworfen werden, welche auf eine Voreingenommenheit 
schliessen lassen und damit einen Ausstandsgrund begründen würden. So steht 
es beispielsweise nicht im Widerspruch zum Entscheid des Bezirksgerichts Maloja 
vom 14. März 2012, dass die KESB im Entscheid vom 11. März 2013 ein zeitlich 
begrenztes begleitetes Besuchsrecht angeordnet hat. Angesichts der tatsächli-
chen bisherigen Ausübung des Besuchsrechts und der in der Zwischenzeit erfolg-
ten Gefährdungsmeldung war die KESB gestützt auf Art. 315b Abs. 1 und 2 ZGB 
befugt, die gerichtlichen Anordnungen im Sinne des Kindeswohls entsprechend 
anzupassen. Des Weiteren sind die gerügten Verzögerungen bei der Errichtung 
der Beistandschaft nicht nur objektiv begründbar (u.a. durch die Neuorganisation 
der Kindesschutzbehörde oder die nötigen Zusatzabklärungen zufolge der Ge-
fährdungsmeldung), sondern wurden zu einem grossen Teil auch durch das zwar 
legitime, aber  teilweise kontraproduktive Verhalten der Parteien verursacht – zu 
denken ist hier etwa an die verschiedenen Rechtsmittel mit aufschiebender Wir-
kung, das gemeinsame Sistierungsbegehren oder die zahlreichen nachgereichten 
Unterlagen. Auch in Bezug auf die angebliche Verweigerung des rechtlichen 
Gehörs sind der KESB keine krassen Verfahrensfehler vorzuwerfen, welche den 
Anschein der Befangenheit erwecken würden. Zum Vorwurf der unverhältnismäs-
sigen Einleitung eines Abklärungsverfahrens im Zusammenhang mit der Gefähr-
dungsmeldung ist festzuhalten, dass die KESB hierzu geradewegs verpflichtet war 
(vgl. Art. 57 Abs. 2 lit. a EGzZGB). Auch insofern kann mitnichten von einer 
schweren Amtspflichtverletzung gesprochen werden. Daran ändert auch das vom 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in seinem Schreiben vom 13. Februar 
2014 an das Kantonsgericht erwähnte Vorgehen der KESB Engadin/Südtäler im 
Zusammenhang mit der Einholung eines ärztlichen Berichts bei Dr. F._____ 
nichts. Von krassen Verfahrensfehlern, die für einzelne Mitglieder des KESB einen 
Ausstandsgrund begründen würden, kann somit keine Rede sein. Statt nun 

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Ausstandsgründe geltend zu machen, hätte der Beschwerdeführer gegen Ent-
scheide der KESB vielmehr rechtzeitig Beschwerde führen müssen, wenn er darin 
eine widerrechtliche oder unangemessene Handlungsweise der KESB gesehen 
hätte. Dasselbe gilt für die gerügten Rechtsverzögerungen (vgl. Art. 450a Abs. 1 
und 2 ZGB).

Keinen Ausstandsgrund bildet auch die Tatsache, dass Y._____ früher Prä-
sidentin der Vormundschaftsbehörde des Kreises Oberengadin/Bergell (der Vor-
gängerorganisation der KESB Engadin/Südtäler) gewesen ist. Es ist unbestritten, 
dass Y._____ derzeit nicht mehr Behördenmitglied ist. Nach ständiger Gerichts-
praxis bildet der Umstand, dass eine Behörde über einen Fall eines ausgeschie-
denen Mitglieds zu befinden hat, keinen Ausstandsgrund für frühere Kollegen (vgl. 
PKG 1990 Nr. 20 und 1980 Nr. 15).

e) Aus diesen Gründen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, wes-
halb sie abzuweisen ist.

5. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden 
Partei auferlegt. Vorliegend hat somit der Beschwerdeführer die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens von Fr. 1‘500.-- zu tragen

6. Aufgrund der offensichtlichen Unzulässigkeit der vorliegenden Beschwerde 
infolge Unmöglichkeit eines pauschalen Ausstandsbegehrens entscheidet der 
Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden in Anwen-
dung von Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000) in 
einzelrichterlicher Kompetenz.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen zu Lasten 
von X._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von Fr. 1'700.-- verrechnet.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: