# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 832313d8-2e72-5aa4-a79d-f0269d44274e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.08.2011 S 2011 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2011-3_2011-08-16.pdf

## Full Text

S 11 3

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 16. August 2011

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend BVG-Beiträge

1. a) Die Beklagte, damals noch Firma … SA, schloss sich mit Vertrag vom 30. Mai 

2008 beziehungsweise 29. Juli 2008 der Klägerin in ihrer Eigenschaft als 

Stiftung der beruflichen Vorsorge BVG per 1. April 2008 als Arbeitgeberin an. 

Versichert waren zu Beginn 28 Personen, für welche ein versicherter Lohn in 

der Höhe von gesamthaft Fr. 250'280.-- gemeldet wurde.

b) Mit Schreiben vom 1. Oktober 2008 stellte die Klägerin der Beklagten die 

Beitragsabrechnung 2008 inklusive der Vorsorgeausweise der Angestellten 

zu. Da die Prämienzahlung nicht erfolgte, mahnte die Klägerin mit Schreiben 

vom 6. März 2009 den Prämienausstand 2008 im Umfang von Fr. 15'814.40 

zuzüglich einer Mahngebühr von Fr. 50.-- ab, mit der Aufforderung, den 

Prämienausstand bis spätestens 20 März 2009 zu begleichen. Am 23. März 

2009 stellte die Klägerin der Beklagten sodann die Beitragsabrechnung 2009 

inklusive der Vorsorgeausweise der Angestellten zu. In erwähntem Schreiben 

wurde die Beklagte erneut aufgefordert, den bereits aufgelaufenen 

Prämienausstand 2008 in der Höhe von Fr. 15'814.40 innert 14 Tagen zu 

begleichen. Mit Schreiben vom 24. März 2009 wurde sodann der 

Prämienausstand 2008 einschliesslich einer Entschädigung für die erste 

sowie die zweite Mahnung ein weiteres mal angemahnt mit der Aufforderung 

um Begleichung bis spätestens 30. März 2009 sowie mit dem Hinweis, dass 

der Anschlussvertrag bei nicht fristgerechter Zahlung per 31. März 2009 

gekündigt werde.

c) Da auch darauf keine Prämienzahlung der Beklagten verbucht werden 

konnte, kündigte die Klägerin am 31. März 2009 dementsprechend den 

Anschlussvertrag per 31. März 2009. Mit Schreiben vom 9. November 2009 

stellte die Klägerin der Beklagten sodann die Schlussabrechnung über den 

Betrag von Fr. 29'472.10 zu, mit der Aufforderung um Begleichung des 

Ausstands bis spätestens 27. November 2009. Am 4. Dezember wurde der 

Ausstand inklusive einer weiteren Mahngebühr über Fr. 50.-- noch einmal 

angemahnt mit der Aufforderung um Bezahlung innert zehn Tage. 

d) Da auch in der Folge keinerlei Prämienzahlungen verbucht werden konnten, 

setzte die Klägerin den Ausstand im Umfang von Fr. 33'381.40 per 16. April 

2010 in Betreibung, worauf der Beklagten am 12. Mai 2010 der 

Zahlungsbefehl zugestellt wurde. Die Beklagte erhob sodann am 14. Mai 2010 

Rechtsvorschlag. Am 21. Mai 2010 räumte die Klägerin der Beklagten noch 

einmal Gelegenheit zur Begleichung des Ausstands und zum Rückzug des 

Rechtsvorschlages ein. Eine Zahlung erfolgte jedoch nicht.

2. Mit Statutenänderung vom 13. Dezember 2010 wechselte die Beklagte ihre 

Firma von … SA zu … SA. Im Zuge dieser Statutenänderung wurde zudem 

der Sitz der Gesellschaft von … (TI) nach … (GR) verlegt. 

3. Die Pensionskasse … beantragte mit Klage vom 7. Januar 2011 beim 

Verwaltungsgericht Graubünden, die Beklagte sei zu verpflichten, ihr Fr. 

33'381.40 plus Zins zu 6% seit 31. März 2009 sowie Fr. 1'250.-- nebst Zins zu 

6% seit Klageeinreichung sowie Betreibungskosten von Fr. 266.90 zu 

bezahlen. Dementsprechend sei in der Betreibung Nr. 735894 des 

Betreibungsamts … in gleichem Umfang der Rechtsvorschlag zu beseitigen 

und die Rechtsöffnung zu gewähren. Zur Begründung führte die Klägerin aus, 

die Beklagte habe die Berechtigung der Forderung zu keinem Zeitpunkt 

bestritten. Es sei nicht ersichtlich, weshalb die Beklagte die berechtigte 

Prämienforderung nicht begleiche. Die geltend gemachten Mahngebühren 

von Fr. 50.-- beziehungsweise Fr. 150.-- sowie die Gebühr für die eingeleitete 

Betreibung von Fr. 500.-- seien gemäss Ziff. 2.2 des Kostenreglements 

vertraglich vereinbart. Nebst diesen Verwaltungskosten seien zudem Fr. 500.-

- für die Rechtsöffnung sowie Fr. 750.-- für die Klageeinreichung geschuldet. 

Diese Kosten seien ebenfalls vertraglich vereinbart und damit über die in der 

Betreibung geltend gemachte Forderung hinaus geschuldet. Vorliegend 

werde sowohl die Rechtsöffnung als auch die richterliche Beurteilung der 

Klageforderung anbegehrt, weshalb die vereinbarten Kosten von der 

Beklagten zu tragen seien. Überdies sei aufgrund des Verhaltens der 

Gegenpartei davon auszugehen, dass seitens der Beklagten mutwillige 

Prozessführung vorliege. Es sei von der Beklagten alles unternommen 

worden, um die Bezahlung der geschuldeten Prämien hinauszuschieben. 

Auch der erhobene Rechtsvorschlag habe lediglich dazu gedient, sich der 

vorliegenden Verbindlichkeit möglichst lange zu entziehen. Es gehe der 

Beklagten nicht darum, eine Klärung der Sach- und Rechtslage 

herbeizuführen. Vielmehr diene die Prozessverursachung dem Herauszögern 

der Zahlungspflicht. 

4. In ihrer Klageantwort vom 21. Februar 2011 beantragte die Beklagte die 

Zustellung der von der Klägerin eingereichten Dokumente. Diesem Begehren 

entsprach das Verwaltungsgericht am 25. Februar 2011. Weiter seien die 

Spesen der Klägerin zu belasten. Für den eventuell geschuldeten Betrag sei 

eine Ratenzahlung anzuordnen. Ihre Anträge begründete die Beklagte damit, 

dass die Forderung der Klägerin nie geltend gemacht worden sei. Die 

Formalitäten seien nicht eingehalten worden und es seien ihr keinerlei 

Dokumente eingereicht worden. Per Telefon sei die Beklagte am 20. 

November 2010 informiert worden, dass ein Betrag von Fr. 83'201.-- zu 

bezahlen sei. Dies habe sie bestritten. Eine genaue Aufstellung der 

eventuellen Schuld hätte sie nie erhalten. Aufgrund all dieser Formfehler sei 

sie für die diversen Spesen nicht zu verurteilen. Weiter sei die Gesellschaft in 

einen deutschsprachigen Kanton verlegt worden, um die Sanierung besser 

vornehmen zu können. Einen eventuell geschuldeten Betrag könne sie erst 

per 31. Dezember 2011 begleichen. Sie habe wegen des tiefen Euros 

Verluste erlitten, weshalb die Eigenproduktion eingestellt werden musste. 

5. In ihrer Replik vom 9. März 2011 hielt die Klägerin vollumfänglich an ihren 

Anträgen fest. Daneben führte sie aus, dass die Behauptung, wonach die 

Forderung nie geltend gemacht worden sei, nicht nachvollziehbar sei. Es hätte 

der Beklagten bewusst sein müssen, dass Prämien für die Pensionskasse 

fällig seien. Diese Prämien seien unabhängig von der Kenntnisnahme durch 

die Beklagte geschuldet. Spätestens seit der Betreibung und des unbegründet 

erhobenen Rechtsvorschlages habe die Beklagte Kenntnis vom 

Prämienausstand gehabt. Das Vorbringen der Beklagten, die Forderung sei 

nie geltend gemacht worden, sei daher unglaubwürdig. Ausserdem sei, falls 

den Arbeitnehmern die BVG-Prämien vom Lohn abgezogen worden seien, die 

Nichtweiterleitung der Prämien strafbar. Zur Vervollständigung der Akten 

würden zudem weitere Dokumente nachgereicht, welche belegten, dass die 

Korrespondenz zunächst vollumfänglich an den zuständigen 

Versicherungsmakler …, Insurance Brokers, zu Handen Herrn …, versandt 

worden sei. Dieser habe die Korrespondenz jeweils an die Beklagte 

weitergeleitet. Ab November 2008 sei die Zustellung sodann gemäss Weisung 

von Herrn … an den Sitz der Beklagten, an Frau …, nach … erfolgt. Falls 

diesbezüglich Zweifel über die Zustellung der Akten bestehen sollten, werde 

die Einvernahme von Herrn … und Frau … als Zeugen beantragt. Weiter 

führte die Klägerin aus, die Vorbringen der Beklagten, sie habe keine 

Aufstellung der eventuellen Schuld erhalten, die Formalitäten seien nicht 

eingehalten und die Dokumente nicht eingereicht worden, seien unbegründet 

und nicht nachvollziehbar. Auch das angebliche Telefonat vom 20. November 

2010 sei nicht nachvollziehbar, zumal der von der Beklagten angegebene 

Betrag zu keiner Zeit ausstehend gewesen sei. Des Weiteren brachte die 

Klägerin vor, sie sei kein Kreditinstitut sondern eine Pensionskasse, welche 

auf die rechtzeitige Begleichung der Prämien angewiesen sei. Unter den 

gegebenen Umständen verbleibe kein Raum für eine Ratenzahlung, zu deren 

Akzept sie weder vertraglich noch per Gesetz verpflichtet werden könne. 

Verhandlungen über Ratenzahlungen könnten allenfalls nach dem Urteil 

geführt werden. 

6. Die Beklagte reichte trotz Aufforderung des Gerichts keine Duplik innert Frist 

ein. 

7. Die Instruktionsrichterin forderte mit Schreiben vom 30. März 2011 die 

Klägerin auf, nachvollziehbar und unter Bezugnahme auf die bereits 

eingereichten und/oder allenfalls noch einzureichenden Dokumente im Detail 

aufzuzeigen und zu erläutern, wie sich die eingeklagte Beitragsforderung von 

Fr. 33'381.40 zusammensetze. Daraufhin reichte die Klägerin mit 

Stellungnahme vom 27. Mai 2011 weitere Unterlagen nach. Auch zu dieser 

Eingabe nahm die Beklagte trotz Aufforderung keine Stellung, worauf der 

Schriftenwechsel mit Verfügung vom 20. Juni 2011 für abgeschlossen erklärt 

wurde.

8. Am 22. Juni 2011 reichte die Klägerin sodann eine Honorarnote ein mit dem 

Hinweis, dass die Beklagte ihren Sitz der Gesellschaft zwischenzeitlich nach 

… verlegt habe. Zudem sei Herr … aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. 

Herr … sei neu Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift. Das 

Schreiben der Klägerin vom 22. Juni 2011 samt der Honorarnote und der 

Verfügung vom 20. Juni 2011 wurden in der Folge am 24. Juni 2011 an die 

neue Adresse der Beklagten verschickt, welche das Schreiben jedoch nicht 

entgegen nahm. 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur 

Beurteilung von Streitigkeiten über Beiträge aufgrund des Bundesgesetzes 

über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 

831.40) ergibt sich aus Art. 73 Abs. 1 und 3 BVG in Verbindung mit Art. 63 

Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Zum Zeitpunkt der Klageeinreichung (7. Januar 2011) befand 

sich der Sitz der Beklagten in … (GR). Aus klägerischem Schreiben vom 22. 

Juni 2011 sowie dem Handelsregisterauszug der … SA ist ersichtlich, dass 

die Gesellschaft mit Statutenänderung vom 16. Juni 2011 ihren Sitz nach 

Zürich verlegt hat. Da die Klage vorliegend jedoch schon am 7. Januar 2011 

beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden rechtshängig gemacht 

wurde (vgl. Art. 64 VRG), ändert die erwähnte Sitzverlegung nach Eintritt der 

Rechtshängigkeit nichts an der bereits begründeten Zuständigkeit des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden (vgl. R. Rhinow /H. Koller/C. 

Kiss/D. Thurnherr/D. Brühl-Moser, Öffentliches Prozessrecht, Grundlagen 

und Bundesrechtspflege, 2. Aufl., Basel/Genf/München 2010, Rz. 940).

b) Betreibungsrechtlich hat die Sitzverlegung nach der Zustellung des 

Zahlungsbefehls sowie nach Erhebung des Rechtsvorschlags, jedoch vor der 

Konkursandrohung gemäss Art. 53 des Bundesgesetzes über 

Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) die Änderung des 

Betreibungsortes zur Folge (vgl. E. F. Schmid, in: Kommentar zum 

Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Hrsg.: A Staehelin/Th. 

Bauer/D. Staehelin, Basel/Genf/München 1998, N. 1 ff. zu Art. 53 SchKG). 

Gemäss Art. 79 SchKG ist das Verwaltungsgericht zudem befugt, den in einer 

Betreibung erhobenen Rechtsvorschlag direkt zu beseitigen, ohne dass ein 

separates Rechtsöffnungsverfahren durchgeführt werden muss.

2. Gemäss Art. 11 Abs. 1 BVG muss ein Arbeitgeber, der obligatorisch zu 

versichernde Arbeitnehmer beschäftigt, entweder eine in das Register für 

berufliche Vorsorge eingetragene Vorsorgeeinrichtung errichten oder sich 

einer solchen anschliessen. Alsdann ist der Arbeitgeber der alleinige 

Schuldner der gesamten Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge, deren Höhe 

von der Vorsorgeeinrichtung in deren reglementarischen Bestimmungen bzw. 

Beitragsordnungen festgelegt wird (vgl. E. Murer/H.-U. Stauffer, Die berufliche 

Vorsorge, 2. Aufl., Zürich 2006, S. 21 ff.).

3. a) Die Beklagte war im Zeitraum vom 1. April 2008 bis zur Kündigung des 

Anschlussvertrages per 31. März 2009 unstreitig der Klägerin in ihrer 

Eigenschaft als Stiftung der beruflichen Vorsorge BVG angeschlossen und 

hatte daher für ihre Angestellten Beiträge aus der obligatorischen beruflichen 

Vorsorge gemäss Anschlussvertrag zu entrichten. Vorliegend sind der 

Anschluss als solcher sowie die Berechtigung der Beitragsforderung an sich 

unbestritten. Zu Recht unbestritten ist zudem die Tatsache, dass die Beklagte 

zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Zahlungen geleistet hat. Die Beklagte 

bringt in der Klageantwort jedoch vor, die Forderung Seitens der Klägerin sei 

nie geltend gemacht worden, es seien ihr keine Dokumente eingereicht 

worden und sie hätte keine genaue Aufstellung der Schuld erhalten. Diesen 

Vorbringen der Beklagten fehlt jedoch augenscheinlich die Substantiierung. 

Weder erläutert die Beklagte, welche Forderung bestritten wird, noch in 

welcher Höhe. Im Klageverfahren betreffend Beiträge der beruflichen 

Vorsorge gehört nun aber die Substantiierungspflicht zu den 

Mitwirkungspflichten der Parteien. Danach müssen wesentliche 

Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtschriften enthalten 

sein. Dementsprechend ist es einerseits Sache der klagenden 

Vorsorgeeinrichtung, die Beitragsforderung so weit zu substantiieren, dass sie 

überprüft werden kann; anderseits obliegt es der beklagten Arbeitgeberin, 

substantiiert darzulegen, weshalb und gegebenenfalls in welchen Punkten die 

geltend gemachte Zahlungspflicht unbegründet ist. In diesem Sinne liegt die 

Substantiierungslast für Bestand und Umfang der streitigen Beitragsforderung 

bei der Vorsorgeeinrichtung, die Bestreitungslast für deren Unrichtigkeit oder 

Unbegründetheit hingegen beim Arbeitgeber (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts B21/02 vom 11. Dezember 2002 E. 2.1.2 und 2.1.3 in 

fine mit Hinweis). Vorliegend hat die Beklagte neben ihren nicht substantiieren 

Vorbringen in der Klageantwort auch zur nachgereichten Stellungnahme der 

Klägerin betreffend der Zusammensetzung der in Betreibung gesetzten 

Forderung, trotz Aufforderung durch die Instruktionsrichterin, keine Stellung 

genommen. Die Beklagte kann daher mit ihren nicht substantiierten 

Vorbringen nicht gehört werden. Aus den umfangreichen Unterlagen ergibt 

sich zudem, dass die Klägerin die Korrespondenz sowie Unterlagen zunächst 

vollumfänglich an den gemäss Anschlussvertrag zuständigen 

Versicherungsmakler … zu Handen von Herrn … schickte. Ab November 

2008 erfolgte die Zustellung sodann gemäss Weisung von Herrn … direkt an 

den Sitz der Beklagten nach ... Die diesbezüglichen Einwände der Beklagten 

sind demnach insgesamt nicht stichhaltig und wenig glaubwürdig.

b) Die Höhe der ausstehenden Beitragsforderung ergibt sich denn auch ohne 

Weiteres aus den eingereichten Unterlagen. Mit Schreiben vom 9. November 

2009 erhielt die Beklagte die Schlussrechnung mit einem ausgewiesenen 

Ausstand von Fr. 29'472.10. Am 4. Dezember 2009 wurden dem Konto 

sodann Fr. 50.-- als Mahngebühren für die Mahnung desselben Tages 

belastet. Am 18. Dezember 2009 erfolgte zudem die reglementarische 

Belastung der Betreibungsspesen im Umfang von Fr. 500.--. Die Mahngebühr 

sowie die Kosten für das Betreibungsbegehren ergeben sich dabei aus Ziff. 

2.2 des Kostenreglements. Aufgrund der während der gesamten 

Anschlussvertragsdauer ausgebliebenen Beitragsleistungen der Beklagten 

durfte sich die Klägerin durchaus zur Einleitung des Betreibungsbegehrens 

veranlasst sehen, weshalb die geforderte Umtriebsentschädigung nicht zu 

beanstanden und zuzusprechen ist. Per 31. Dezember 2009 erfolgte 

schliesslich die Belastung des Kontos der Beklagten mit dem vereinbarten 

Zins von 6% (Fr. 126.85). Dieser ergibt sich aus Ziff. 2.3 lit. f der 

Geschäftsbedingungen der Klägerin und ist demnach ebenfalls vertraglich 

geschuldet. Nachträglich mussten per 16. April 2010 die Ein-/Austritte von 12 

Versicherten verbucht werden, welche durch die Beklagte fälschlicherweise 

an die Stiftung Auffangeinrichtung gemeldet wurden. Die Versicherten waren 

jedoch bereits während der Laufzeit des Anschlussvertrages eingetreten, 

weshalb die Stiftung Auffangeinrichtung die entsprechenden Lohnmeldungen 

an die Klägerin zur Verarbeitung weiterleitete. Die entsprechenden 

Belastungen (Fr. 8'556.35) und Gutschriften (Fr. 5'323.90) wurden auf dem 

Konto vorgenommen. Nach den erwähnten, nachträglichen Buchungen ergab 

dies die eingeklagte Forderung von Fr. 33'381.40. Die Klägerin verlangt 

zudem 6% Verzugszinsen seit dem Kündigungsdatum des 

Anschlussvertrages (31. März 2009). Auch diesem Antrag ist stattzugeben. 

Nach der Rechtsprechung gelten reglementarische und statutarische 

Leistungsansprüche als Forderungen mit einem bestimmten Verfalltag. Daher 

gerät der Arbeitgeber grundsätzlich in Verzug, ohne dass eine Mahnung der 

Vorsorgeeinrichtung nötig wäre. Dies gilt auch im Falle einer Kündigung des 

Anschlussvertrages, wobei die Verzinsung ab dem Kündigungstermin zu 

laufen beginnt (vgl. I. Vetter-Schreiber, Kommentar zum BVG, N. 14 zu Art. 

11). Dabei richtet sich die Höhe der Verzugszinsen in erster Linie nach der im 

Vorsorgevertrag getroffenen Parteivereinbarung und, wo eine solche fehlt, 

nach den gesetzlichen Verzugszinsbestimmungen von Art. 102 ff. des 

Obligationenrechts (OR; SR 220) (I. Vetter-Schreiber, a.a.O. N. 21 zu Art. 66). 

Vorliegend ergibt sich die Höhe des Zinses von 6% ohne weiteres aus Ziff. 

2.3 lit. f der Geschäftsbedingungen der Klägerin.

c) Ausserdem verlangt die Klägerin die Erstattung von Fr. 1'250.-- nebst 6% Zins 

seit der Klageeinreichung. Der Betrag von Fr. 1'250.-- setzt sich dabei aus Fr. 

500.-- für die Rechtsöffnung und Fr. 750.-- für die Einreichung der Klage 

zusammen. Die Tatsache, dass die Beklagte ihrer Zahlungspflicht zu keiner 

Zeit nachgekommen ist, hat die Klägerin geradewegs dazu gezwungen, die 

entsprechende Klage einzureichen. Zudem sind diese Kosten vertraglich 

vereinbart und demnach über die in der Betreibung geltend gemachte 

Forderung hinaus geschuldet. Die vertragliche Grundlage hierfür findet sich in 

Ziff. 2.2 des Kostenreglements. 

d) Weiter fordert die Klägerin die Bezahlung der Betreibungskosten in der Höhe 

von Fr. 266.90. Dieser von ihr für den Zahlungsbefehl verauslagte Betrag, der 

gemäss Art. 68 Abs. 1 SchKG von der Schuldnerin zu tragen, von der 

Gläubigerin aber vorzuschiessen ist, steht der Klägerin zweifelsohne zu. Hier 

sei darauf hingewiesen, dass die Gläubigerin schon von Gesetzes wegen 

gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG befugt ist, die Betreibungskosten von den 

Zahlungen des Schuldners zu erheben. Dieser Anspruch ergibt sich direkt aus 

der Kostenersatzpflicht des Schuldners; zu seiner Durchsetzung bedarf es 

grundsätzlich weder eines Urteils noch eines Rechtsöffnungsentscheids (vgl. 

F. Emmel, in: Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und 

Konkurs, Hrsg.: A Staehelin/Th. Bauer/D. Staehelin, Basel/Genf/München 

1998, N. 16 zu Art. 68 SchKG; PVG 1994 Nr. 67; PKG 2000 Nr. 27).

e) Schliesslich beantragt die Klägerin die Beseitigung des Rechtsvorschlags. 

Gemäss Art. 79 SchKG hat eine Gläubigerin, gegen deren Betreibung 

Rechtsvorschlag erhoben worden ist, ihren Anspruch im Zivilprozess oder im 

Verwaltungsverfahren geltend zu machen. Der Rechtsvorschlag ist im Urteil 

ausdrücklich zu beseitigen. Da vorliegend die klägerischen Anträge 

vollumfänglich geschützt werden, ist gemäss Art. 79 SchKG auch der 

Rechtsvorschlag aufzuheben und die definitive Rechtsöffnung gemäss Art. 80 

SchKG zu erteilen. 

4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Klage gutzuheissen ist. Da das 

Gericht keine Ratenzahlung anordnen kann, ist die Beklagte zu verpflichten, 

der Klägerin Fr. 33'381.40 nebst 6% Zins seit dem 31. März 2009 sowie Fr. 

1'250.-- nebst Zins zu 6% seit dem 7. Januar 2011 sowie Betreibungskosten 

von Fr. 266.90 zu bezahlen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt sich 

die von der Klägerin beantragte Einvernahme der genannten Zeugen. 

5. Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG und Art. 72 Abs. 1 VRG ist das Verfahren 

betreffend BVG-Beiträge in der Regel kostenlos. In Fällen leichtsinniger oder 

mutwilliger Prozessführung können indessen einer Partei die Gerichtskosten 

ganz oder teilweise auferlegt werden (BGE 128 V 323 E. 1a; I. Vetter-

Schreiber, a.a.O., N. 40 zu Art. 73). Die Beklagte hat es über einen längeren 

Zeitraum versäumt, die BVG-Beiträge für ihre Angestellten zu bezahlen und 

damit die Klägerin durch dieses Verhalten geradezu mutwillig zur 

Klageanhebung gezwungen. Rechtlich relevante Gründe für dieses mutwillige 

Verhalten sind nicht ersichtlich. Daher rechtfertigt es sich, der Beklagten die 

Verfahrenskosten vor Verwaltungsgericht sowie eine angemessene 

aussergerichtliche Entschädigung zu Gunsten der Klägerin aufzuerlegen. 

Dabei erscheint dem Gericht die von der Klägerin mit der eingereichten 

Honorarnote geltend gemachte aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 

5'072.80 inkl. MWST als angemessen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Klage wird gutgeheissen und die … SA verpflichtet, der Pensionskasse 

… Fr. 33'381.40 zuzüglich 6% Zins seit dem 31. März 2009, Fr. 1'250.-- 

zuzüglich 6% Zins seit dem 7. Januar 2011 sowie die Betreibungskosten von 

Fr. 266.90 zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 735894 des Betreibungsamts … 

wird im gleichen Umfang aufgehoben und die definitive Rechtsöffnung erteilt.

3. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 314.--

zusammen Fr. 1'314.--

gehen zulasten der … SA und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

4. Die … SA hat die Pensionskasse … aussergerichtlich mit Fr. 5'072.80 (inkl. 

MWST) zu entschädigen.