# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e3b70a9-e3e1-5972-b720-dd1419dfca00
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 20.03.2025 ZK1 2024 22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-22_2025-03-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 20. März 2025
ZK1 2024 3, 21 und 22 sowie ZK2 2024 5 und 40

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
Jeannette Soro und Daniela Brüngger,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen I. ZK1 2024 3 und 22 sowie ZK2 2024 5 und 40
1. A.________ AG,
2. B.________,
3. C.________,
Kläger, Beschwerde- und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

gegen

Stockwerkeigentümergemeinschaft E.________,
Beklagte, Beschwerde- und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt F.________,

II. ZK 1 2024 21
Stockwerkeigentümergemeinschaft E.________,
Beklagte und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt F.________,

gegen

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1. A.________ AG,
2. B.________,
3. C.________,
Kläger und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend Anfechtung Beschlüsse der Stockwerkeigentümergemeinschaft
(Berufungen und Beschwerden gegen die Entscheide des Einzelrichters am 
Bezirksgericht Höfe vom 29. November 2023 [ZEV 2023 21] und 12. März 
2024 [ZEV 2023 29] sowie gegen das Urteil des Bezirksgerichts Höfe vom 
28. Mai 2024 [ZGO 2022 23]);-

hat die 1. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die Beklagte umfasst insgesamt 11 Stockwerkeinheiten. Neben der als 
selbständige Stockwerkeinheit ausgewiesenen Tiefgarage handelt es sich um 
10 Wohnungen, je 5 in den Häusern A und B. Vor dem Haus B, in dem die 
Kläger wohnen, befindet sich eine Spiel- und Liegewiese mit Seeanstoss, die 
im gemeinschaftlichen Eigentum der Stockwerkeigentümer steht. An den or-
dentlichen Versammlungen vom 8. März 2021, 28. März 2022 und 2. März 
2023 gab die Beklagte jeweils Anträgen zur Durchführung eines 1. August-
Fests mit +/- 100 Personen u.a. auf dieser Wiese statt. Am 28. März 2022 
nahm die Versammlung ausserdem den „Vorschlag für eine einschränkende 
Regelung der Nutzung des allgemeinen Teils des Gartens im G.________ für 
Anlässe“ (nachfolgend kurz Festbeschluss) an. Mit Eingaben vom 18. Juni 
2021, 14. September 2022 und 20. Juni 2023 stellten die Kläger bei der Vor-
instanz die Begehren, die jeweiligen Versammlungsbeschlüsse seien als un-
gültig vollumfänglich aufzuheben, soweit sie nicht nichtig wären. 

a) Auf die Klage gegen die Durchführung des 1. August-Fests im Jahr 2021 
trat der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe zunächst nicht ein (ZEV 2021 
38). Nach Aufhebung dieser Verfügung und Rückweisung der Sache an ihn 
(ZK2 2022 10 vom 24. Januar 2023) wies er die Klage mit Urteil vom 29. No-
vember 2023 ab (ZEV 2023 21). Die Kläger erhoben dagegen in Annahme 
eines Streitwertes von Fr. 14’000.00 Berufung und sorgfaltshalber auch Be-
schwerde mit den zusammengefassten Anträgen, es sei Dispositivziffer 1 des 
Urteils aufzuheben und es sei das klägerische Begehren gutzuheissen, den 
Beschluss über das 1. August-Fest im Jahr 2021 der ordentlichen Versamm-
lung vom 8. März 2021, sofern nicht per se nichtig, als ungültig vollumfänglich 
aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur materiellen Prüfung an die Vor-
instanz zurückzuweisen (Berufung ZK1 2024 3 bzw. Beschwerde ZK2 2024 
5).

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b) Mit Entscheid vom 28. Mai 2024 trat das Bezirksgericht Höfe unter ande-
rem (vgl. dazu unten E. 2) auf die Klage gegen das 1. August-Fest im Jahr 
2022 nicht ein (ZGO 2022 23 dazu E. 1.3). Mit Berufung vom 3. Juli 2024 be-
antragen die Kläger dieses Nichteintreten aufzuheben und den entsprechen-
den Versammlungsbeschluss wiederum, sofern nicht per se nichtig, als ungül-
tig vollumfänglich aufzuheben, eventualiter das angefochtene Urteil aufzuhe-
ben und die Sache zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen 
(ZK1 2024 22). Soweit das Gericht die Klage teilweise guthiess und den Fest-
beschluss aufhob, erhob die Beklagte Berufung mit dem Antrag um Aufhe-
bung des entsprechenden ersten Satzes der Dispositivziffer 1 des angefoch-
tenen Urteils. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vor-
instanz zurückzuweisen (ZK1 2024 21)

c) Auf die Klage gegen das 1. August-Fest im Jahr 2023 trat der Einzelrich-
ter mit Verfügung vom 12. März 2024 auch nicht mehr ein (ZEV 2023 29). Ge-
gen diese Verfügung erhoben die Kläger Beschwerde mit den bisherigen 
Rechtsmitteln entsprechenden Anträgen (ZK2 2024 40). 

Die jeweiligen Gegenparteien beantragen in ihren Antworten zusammenfas-
send teilweise unter Vorbehalt des Eintretens, die Rechtsmittel abzuweisen. 
Die Kläger replizierten in zwei Verfahren (ZK1 2024 22 und ZK2 2024 40).

2. Zur Vereinfachung des Rechtsmittelverfahrens zwischen den gleichen 
Parteien sind die einen engen Sachzusammenhang aufweisenden und die 
gleichen rechtlichen Fragen betreffenden Berufungen und Beschwerden ver-
einigt durch die Berufungsinstanz zu behandeln (Art. 125 und 219 ZPO; 
Gschwend, BSK, 4. A. 2024, Art. 125 ZPO N 14 ff.). Bei Vereinigung werden 
die Streitwerte zusammengerechnet (Art. 93 Abs. 1 ZPO; Gschwend 
ebd. N 19 m.H.). Die Vorinstanz ging von 1. August-Festen aus, die mit Vor- 
und Nachbereitung je fünf Tage dauern würden und setzte den Streitwert für 

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ein Fest auf Fr. 3’500.00 ein. Für den zumindest auf zwölf Jahre anzulegen-
den Zyklus von Festen gemäss dem durch das Gericht aufgehobenen Festbe-
schluss legte sie einen Streitwert von mehr als Fr. 30’000.00, nämlich 
Fr. 63’000.00 fest (ZGO 2022 23 angef. Urteil E. 4.3). Die vereinigte Streit-
wertberechnung bestreiten die Parteien zweitinstanzlich nicht.

3. Mit sieben gegen die drei Stimmen der Kläger wurde an der Versamm-
lung vom 28. März 2022 der Vorschlag H.________s „für eine einschränkende 
Regelung der Nutzung des allgemeinen Teils des Gartens im G.________ für 
Anlässe“ (KB 6 Ziff. 11.4 lit. b und KB 14; kurz Festbeschluss, vgl. oben 
E. 1.b) angenommen. Die Gartennutzung setzt nach Ziffer 3 dieses Vor-
schlags für gemäss Ziffer 1 eintägige Anlässe mit Anlagen, die innert zwei 
Tagen vollständig zu entfernen sind, die Einhaltung der Bestimmungen über 
Lärmschutz, Nachtruhe und Feuerwerk voraus (KB 14 S. 2). Ziffer 4 lautet:

Um die Zahl solcher Nutzungen in Grenzen zu halten, darf jedes der 
zehn Stimmrechte alle drei Jahre einen Termin für einen solchen Anlass 
reservieren. Der Termin ist an der jährlichen Eigentümerversammlung 
anfangs Jahr bekanntzugeben. Wünschen zwei Eigentümer den gleichen 
Termin zu belegen, entscheidet das einfache Mehr der vertretenen 
Stimmen. Eigentümer die von ihrem Recht keinen Gebrauch machen, 
können ihr Durchführungsrecht an einen anderen Eigentümer abtreten.

Nach Ziffer 5 darf das Recht aller Eigentümer und Mieter, sich im allgemeinen 
Bereich zu bewegen, nicht eingeschränkt werden.

a) Die Vorinstanz prüfte die Frage, ob der Festbeschluss, wonach jedes 
der zehn Stimmrechte alle drei Jahre einen Termin für einen grösseren Anlass 
auf dem gemeinschaftlichen Teil reservieren dürfe, mit dem lärm- oder publi-
kumsintensivere Nutzungsweisen nicht vorsehenden Wohnzweck der Liegen-
schaft vereinbar sei oder ob er zu einer Veränderung des Gesamtcharakters 
der Liegenschaft führen würde (angef. Urteil E. 3.7). Da zehn Feste in dem-
selben Jahr, wohl vorzugsweise im Sommerhalbjahr stattfinden könnten, be-

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jahte sie eine Zweckänderung und hob den nicht gemäss Art. 648 Abs. 2 ZGB 
mit der Zustimmung aller Miteigentümer gefassten Beschluss der Beklagten 
auf (ebd. E. 3.8). 

b) Die Beklagte bestreitet im Berufungsverfahren nicht, dass die Wohnnut-
zung mit der Vorinstanz einschränkend zu verstehen ist, so dass lärm- und 
publikumsintensivere Nutzungsweisen ausgeschlossen sind. Sie bringt in 
tatsächlicher Hinsicht zunächst vor, dass drei bis vier Anlässe im Jahr diesen 
Zweck nicht dauerhaft verändern würden, und rügt die vorinstanzliche Erwä-
gung, dass zehn Feste im selben Jahr bzw. Sommerhalbjahr stattfinden könn-
ten. Diese Annahme beruhe auf einer unrichtigen Feststellung des Sachver-
halts. Dieser Einwand verkennt jedoch, dass die Vorinstanz prüfte, was nach 
dem Festbeschluss möglich wäre. Ihr ging es nicht um die persönlichen An-
sichten der Stockwerkeigentümer, ob sie 10 Feste in einem Sommerhalbjahr 
stattfinden lassen wollen. Soweit die Beklagte behauptet, es sei die Meinung 
gewesen, dass die Feste ganzjährig regelmässig verteilt auf drei Jahre statt-
finden sollten, legt sie nicht dar, inwiefern es nach dem Festbeschluss nicht 
möglich wäre, dass zehn Feste in demselben Sommerjahr bzw. Jahr abgehal-
ten werden könnten. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz 
diese Möglichkeit in Betracht zog.

c) Die Vorinstanz legt die Abgrenzungen in Lehre und Rechtsprechung 
sowie Präjudizen zwischen Änderungen von Zwecken und Benutzungsweisen 
im Berufungsverfahren unbeanstandet dar, so dass darauf verwiesen werden 
kann (angef. Urteil ZGO 2022 23 E. 3.4-3.6; vgl. auch ZK1 2020 9 vom 
13. Oktober 2020 E. 4.b m.H.). Es ist jedoch zu ergänzen, dass auch eine 
Änderung der Benutzungsweise nach Art. 647b ZGB nicht zu einer Einschrän-
kung der Benutzungsfreiheit des Sonderrechts nach der speziellen Bestim-
mung von Art. 712a Abs. 2 ZGB führen darf (Wermelinger, SVIT-Kommentar, 
3. A. 2023 Art. 712a ZGB N 150a u.a. m.H. auf ZK1 2020 17 vom 4. März 

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2021 E. 4.b). Der Stockwerkeigentümer ist in der Verwaltung, Benutzung und 
baulichen Ausgestaltung seiner eigenen Räume frei, darf jedoch keinem ande-
ren Stockwerkeigentümer die Ausübung des gleichen Rechtes erschweren 
und sodann die gemeinschaftlichen Bauteile, Anlagen und Einrichtungen in 
keiner Weise beschädigen oder in ihrer Funktion und äusseren Erscheinung 
beeinträchtigen (Art. 712a Abs. 2 ZGB). Es besteht nach dem Grundsatz der 
schonenden Rechtsausübung eine doppelte Unterlassungspflicht (Gäu-
mann/Bösch, BSK, 7. A. 2023, Art. 712a ZGB N 11; Thurnherr, KUKO 2. A. 
2018, Art. 712a ZGB N 9). Gemäss Reglement der Beklagten ist ein Stock-
werkeigentümer befugt, die gemeinschaftlichen Anlagen und Einrichtungen zu 
benutzen, soweit dies mit dem gleichen Recht jedes anderen und mit den In-
teressen der Gemeinschaft zu vereinbaren ist (KB 22 Art. 13). Unbestritten ist 
wie gesagt (vgl. oben lit. b), dass gemäss Begründungsakt (KB 18) und Re-
glement (KB 22 Art. 8 und S. 22 f.) die Liegenschaft der Wohnnutzung dient 
und in den im Sonderrecht stehenden Wohnungen eine Tätigkeit, welche 
Lärm oder Erschütterung bewirkt, verboten ist (angef. Urteil E. 3.7).

d) Die Beklagte macht geltend, selbst im Fall von zehn Festen in demsel-
ben Jahr würde die Wohnzwecknutzung nicht dauerhaft verändert. Die Vor-
instanz prüfte indes, ob die beschlossene Festnutzung der Spiel- und Liege-
wiese, eines gemeinschaftlichen Teils der Liegenschaft, mit dem Wohnzweck 
der Liegenschaft noch vereinbar sei. Sie befand, dass der Festbeschluss zu 
Immissionen (Lärm, Publikum etc.) führen würde, die über das hinausgehen 
würden, was üblicherweise mit einer reinen Wohnnutzung verbunden sei (an-
gef. Urteil E. 3.7 f.). Die Ansicht der Beklagten, wonach mögliche Anlässe 
durchschnittlich zeitlich zu wenig ausgedehnt seien, um den Gesamtcharakter 
der Liegenschaft zu verändern, übersieht zweierlei: Erstens können schon die 
Immissionen der von der Beklagten behaupteten drei bis vier Anlässe im Jahr, 
respektive die von der Vorinstanz gemäss Festbeschluss zu Recht in einem 
Jahr für möglich gehaltenen zehn, insgesamt bis zu 50 Tage dauernden An-

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lässe den Zweck des Wohnens im Sonderrecht stark einschränken. Zweitens 
ist offensichtlich, dass während dem Auf- und Abbau der Anlässe mit Anlagen 
sowie an den Festivitäten mit weder auf eine bestimmte Anzahl noch auf die 
Stockwerkeigentümer oder deren Angehörige beschränkten Teilnehmern die 
private Nutzung als Spiel- und Liegewiese zwischen Haus B und dem See 
(vgl. ZGO 2022 23 KB 10 bzw. KB 18 S. 5 i.V.m. KB 19) für den einzelnen 
Stockwerkeigentümer nicht mehr möglich ist. Mithin ist mit dem beschlosse-
nen, in mehrfacher Hinsicht nicht limitierenden Festbeschluss eine regelmäs-
sige tiefgreifende Veränderung der Nutzung dieses gemeinschaftlichen Teils 
verbunden, die mit den Rechten jedes anderen Stockwerkeigentümers nicht 
vereinbar und damit nicht mehr reglementskonform (vgl. oben lit. c) ist. Die für 
die Dauer der Feste und deren Abbau, nicht aber deren Aufbau vorgesehenen 
zeitlichen Beschränkungen (vgl. KB 14) ändern nichts daran, dass nicht nur 
die Immissionen der unabhängig vom Nationalfeiertag (dazu unten E. 4) je-
derzeit möglichen grossen Anlässe, sondern insbesondere die mit ihnen ver-
bundenen Nutzungseinschränkungen der Spiel- und Liegewiese den Gesamt-
charakter der dem ruhigen Wohnen am See gewidmeten Liegenschaft in einer 
einschneidenden Art und Weise umgestalten. Mit einer derartigen über eine 
blosse Wohnnutzung hinausgehenden Zweckänderung bzw. grossen Ein-
schränkung musste ein Käufer einer Wohnung ohne sein Einverständnis oder 
demjenigen eines Rechtsvorgängers nicht rechnen (dazu BGE 144 III 19 E. 4; 
139 III 1 = Pra 2013 Nr. 104 E. 4.3.3). 

e) Entgegen der Ansicht der Beklagten geht es nicht um den Nachweis 
eines objektiv berechenbaren In-den-Hintergrund-Tretens des Wohnzwecks 
etwa in der temporären Art, dass der Zweck erst nebensächlich und mithin 
verändert würde, wenn an mehr als der Hälfte der Tage im Jahr auf der Spiel- 
und Liegewiese Festtätigkeiten durchgeführt werden könnten. Die einen eige-
nen Zweck voraussetzende Aktivität, die aufgrund des Festbeschlusses in 
Gang käme, würde eine andere, zusätzliche Zielsetzung für die Verwendung 

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der Spiel- und Liegewiese bedeuten. Zwar wären mehrere Zweckbestimmun-
gen in der Zielsetzung auf die Verwendung des gemeinschaftlichen Gutes 
grundsätzlich möglich (Wermelinger, ZK, 2. A. 2019, Art. 712a ZGB N 177). 
Den Stockwerkeigentümern steht es indes nicht frei, die mit der unter Aus-
schluss von lärm- und publikumsintensiveren Nutzungsweisen bislang einzig 
vorgesehenen Wohnnutzung verknüpfte Funktion der gemeinschaftlichen 
Spiel- und Liegewiese einzuschränken (Art. 712a Abs. 2 ZGB). Sie können mit 
dem „Vorschlag für eine einschränkende Regelung der Nutzung des allgemei-
nen Teils des Gartens im G.________ für Anlässe“ (KB 14) grundsätzlich kei-
ne regelmässige Verwendung der Spiel- und Liegewiese mit einem diese Nut-
zung durch weitere Stockwerkeigentümer ausschliessenden Festgelände mit 
möglicherweise zahlreichen anwesenden Nichteigentümern vorsehen, solan-
ge eine solche Zweckänderung bzw. -erweiterung nicht im Sinne von Art. 648 
Abs. 2 ZGB einstimmig angenommen wird. 

Aus diesen Gründen ist die Berufung der Beklagten (ZK1 2024 21) abzuwei-
sen.

4. Die Klage gegen die mit 7 gegen die 3 Stimmen der Kläger beschlosse-
ne Durchführung des 1. August-Fests 2021 mit +/- 100 Personen (KB 6 
Ziff. 11) wies der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe mit der Begründung ab 
(oben E. 1.a), bei einer maximal fünftägigen Beeinträchtigung der Spiel- und 
Liegewiese würde deren Gebrauchs- und Nutzungsweise nicht tiefgreifend 
und einschneidend umgestaltet. Der Beschluss verstosse daher weder gegen 
Art. 648 Abs. 2 ZGB noch Art. 13 des Reglements (angef. Urteil ZEV 2023 21 
vom 29. November 2023 E. 2.6 und 3). Mit dem Entscheid der Kammer vom 
28. Mai 2024 (ZGO 2022 23 E. 1.3) und mit einzelrichterlicher Verfügung vom 
12. März 2024 (ZEV 2023 29 E. 1.3) wurden auf die Klagen gegen die Durch-
führung weiterer 1. August-Feste in den Jahren 2022 und 2023 mit der Be-
gründung nicht eingetreten, dass diese das Ausmass des weder als gesetzes- 

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noch reglementswidrig erachteten Fests im Jahre 2021 nicht überschreiten 
würden, weshalb das virtuelle Interesse der Kläger mit dem Entscheid im Ver-
fahren ZEV 2023 21 befriedigt sei. Diese Entscheide laufen mithin im Ergebnis 
darauf hinaus, dass ein jährliches 1. August-Fest mit +/- 100 Personen 
während fünf Tagen keine die Zustimmung aller Miteigentümer erfordernde 
Zweckänderung wäre. 

a) Die Kläger rügen vor Kantonsgericht keine Ungleichbehandlung wegen 
des Umstands, dass die 1. August-Feste dem gleichen Miteigentümer bewilligt 
wurden. Die Berufungsinstanz sieht in Berücksichtigung, dass die Feste je-
weils am Nationalfeiertag hätten stattfinden sollen, keinen Anlass, in das vor-
instanzliche Ermessen einzugreifen. Denn einem jeweils einzelfallweise mit 
qualifiziertem Mehr beschlossenen Fest am Nationalfeiertag kommt im Hin-
blick auf die Frage der Zweckänderung nicht annähernd dieselbe Intensität zu 
wie dem Festbeschluss (vgl. oben E. 3), der eine regelmässige Durchführung 
von durchschnittlich drei bis vier Festen mit unbeschränkter Vorbereitungszeit 
und Personenanzahl zulässt. Zwar sind die Miteigentümer in der privaten Be-
nutzung der Spiel- und Liegewiese während solcher 1. August-Feste ebenfalls 
eingeschränkt. Allerdings verstösst eine spezielle Verwendung der Spiel- und 
Liegewiese am Nationalfeiertag, an dem sowohl auf der Liegenschaft der Par-
teien als auch in der Umgebung mehr Publikum und Lärm zu erwarten ist und 
Festtätigkeiten vor Ort allenfalls unter den Miteigentümern abzusprechen sind, 
nicht tiefgreifend und einschneidend gegen den Wohnzweck. Die Privatheit 
rückt am Nationalfeiertag allgemein in den Hintergrund, so dass eigene, weni-
ger der Wohnnutzung dienende Festivitäten an diesem Tag nicht erheblich ins 
Gewicht fallen. Eine Ausnahme am 1. August kann vielmehr die Regel 
bestätigen, dass die Spiel- und Liegewiese ansonsten nicht der Veranstaltung 
von Anlässen mit gegen 100 anwesenden Personen dient. 

Kantonsgericht Schwyz 11

b) Die Kläger rügen, die Vorinstanz habe ihr virtuelles Interesse in Bezug 
auf die Frage der jährlichen Wiederholung von mehrtägigen 1. August-Festen 
nicht beurteilt. Sie halten diesbezüglich die Sache für spruchreif und beantrag-
ten einen Entscheid durch die Berufungsinstanz. Der Einzelrichter hob den 
Versammlungsbeschluss über das 1. August-Fest 2021 nicht auf, weil er die 
Durchführung eines Grossfestes, wie es für den 1. August 2021 beschlossen 
worden war, für rechtens hielt. Ein solches Fest sei mit den einschlägigen ge-
setzlichen und reglementarischen Vorschriften vereinbar. Eine maximal 
fünftägige Beeinträchtigung der Spiel- und Liegewiese stelle keine Zweckän-
derung dar, da an den übrigen 360 Tagen die Wiese frei nutzbar sei (ZEV 
2023 21 angef. Urteil E. 2.1, 2.5 und 2.6). Damit wird offensichtlich, dass die 
Vorinstanz eine alljährliche Durchführung eines 1. August Festes im Rahmen 
desjenigen des Jahres 2021 als grundsätzlich zulässig erachtet, was nicht zu 
beanstanden ist (vgl. oben lit. a). Konkret rügen die Kläger in Bezug auf die 
beiden folgenden Nichteintretensentscheide nur, dass das Fest 2022 grösser 
als der im Jahr 2021 geplante Anlass sei, weil zusätzlich je zwei Tage für den 
Auf- und Abbau vorgesehen gewesen seien. Eine 5-tägige Beeinträchtigung 
der Spiel- und Liegewiese rechnete die Vorinstanz jedoch bereits 2021 ein. 
Das Nichteintreten in Bezug auf die 1. August-Feste im Jahr 2022 und 2023 
ist daher nicht zu beanstanden und insofern sind die Rechtsmittel der Kläger 
abzuweisen.

5. Zusammenfassend sind mithin die Rechtsmittel der Parteien abzuwei-
sen, soweit auf diese einzutreten ist. Die Kläger unterliegen mit mehreren 
Rechtsmitteln, dagegen die Beklagte mit ihrer Berufung gegen den Festbe-
schluss in der Sache mit ungleich grösserer Wichtigkeit bzw. höherem Streit-
wert, weshalb die Kosten des Rechtsmittelverfahrens bei den Klägern und der 
Beklagten aufzuerlegen und keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind 
(Art. 106 ZPO i.V.m. Art. 95 Abs. 1 und 111 ZPO);-

Kantonsgericht Schwyz 12

erkannt:

1. Die Berufungen und Beschwerden werden, soweit darauf einzutreten ist, 
abgewiesen und die angefochtenen Entscheide bestätigt.

2. Die Kosten der Rechtsmittelverfahren von insgesamt Fr. 10’000.00 wer-
den den Klägern und der Beklagten je zur Hälfte auferlegt und aus den 
geleisteten Vorschüssen gedeckt. Der Rechtsvertreterin der Kläger wer-
den aus der Kantonsgerichtskasse Fr. 4’600.00 zurückbezahlt (Art. 150 
Abs. 2 OR).

3. Den Parteien werden keine Entschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. 
Der Streitwert liegt über Fr. 30’000.00.

5. Zufertigung an die Parteivertreter (je 2/R) und die Vorinstanz (3/A) sowie 
nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R mit den Akten) und an 
die Kantonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 21. März 2025  amu