# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 34d073db-7954-5445-be0c-00ae08832e64
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.11.2023 UV 2023/41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-41_2023-11-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/41

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.01.2024

Entscheiddatum: 16.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2023
Art. 19 Abs. 1 UVG. Eintritt des Fallabschlusses nicht überwiegend 
wahrscheinlich nachgewiesen. Ungenügende Aktenlage in Bezug auf die 
Beurteilung der Zweckmässigkeit der Physiotherapie. Zurückweisung zu 
weiteren Abklärungen. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2023, 
UV 2023/41).

Entscheid vom 16. November 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; a.o. Gerichtsschreiberin Lea Schneider

Geschäftsnr.

UV 2023/41

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, 

Dorfstrasse 33, 9313 Muolen,

gegen

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Helsana Unfall AG, Recht & Compliance, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 14. März 2016 als Designerin bei der 

B.___ AG tätig und dadurch obligatorisch bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend: 

Helsana) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 

27. Dezember 2021 meldete die Arbeitgeberin der Helsana einen Nichtberufsunfall der 

Versicherten vom 23. Dezember 2021. Die Versicherte sei beim Skifahren im Skigebiet 

C.___ auf der D.___ gestürzt und habe sich am rechten Knie verletzt (UV-act. 1).

A.a. 

Die Versicherte hatte sich am Unfalltag selbst notfallmässig in der Chirurgie/Ortho­

pädie im Spital E.___ vorgestellt. Die dort durchgeführte Röntgenuntersuchung hatte 

unter anderem eine nicht dislozierte Fraktur der Eminentia intercondylaris gezeigt (UV-

act. 9). Dieser Befund war durch die am gleichen Tag zusätzlich durchgeführte CT-

Untersuchung bestätigt worden (UV-act. 10). Der Eminentia-Ausriss war am Folgetag 

operativ durch Dr. med. F.___, Senior Leitender Arzt Chirurgie/Orthopädie, refixiert 

worden (UV-act. 11). Die postoperative Röntgenuntersuchung vom 25. Dezember 2021 

hatte einen minimen Fragmenthochstand im medialen Tibiaplateau und im Übrigen eine 

regelrechte Fragmentposition gezeigt (UV-act. 12). Am 26. Dezember 2021 konnte die 

Versicherte bei unauffälligem peri- und postoperativem Verlauf nach Hause entlassen 

werden (vgl. zum Ganzen den Austrittsbericht der behandelnden Ärzte des Spitals 

E.___ vom 27. Dezember 2021 [UV-act. 13]).

A.b. 

Am 2. Februar 2022 stellte sich die Versicherte zur klinischen und konventionell 

radiologischen Verlaufskontrolle wiederum im Spital E.___ vor. Als Befund wurde im 

Vergleich zur Voruntersuchung vom 25. Dezember 2021 festgehalten, dass 

A.c. 

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röntgendichtes Osteosynthesematerial nicht abgegrenzt werden könne. Es bestehe 

eine Irregularität der Eminentia intercondylaris sowie eine gleich gebliebene, minimale 

Gelenkstufe des medialen Tibiaplateaus. Es lägen fortschreitende 

Konsolidierungszeichen vor. Weiter bestehe eine gelenkgerechte Stellung femorotibial. 

Die Patella sei zentriert. Ein Gelenkerguss liege nicht vor (UV-act. 14). Gemäss Bericht 

vom 3. Februar 2022 von Dr. F.___ zur Verlaufskontrolle vom Vortag hatte die 

Versicherte sechs Wochen postoperativ bis heute das ACL-Brace getragen und ging 

noch an Krücken. Sie besuche regelmässig die Physiotherapie. Es würden sich reizlose 

Wundverhältnisse bei leichter Ergussbildung zeigen, die aktive Beweglichkeit betrage 

100-20-0°, passiv 110-10-0° bei deutlich atropher Oberschenkelmuskulatur. 

Radiologisch sei die Eminentia eingeheilt. Ab sofort dürfe die Versicherte zunehmend 

stockfrei voll belasten und das ACL-Brace müsse weggelassen werden. Die 

Physiotherapie solle im selben Rahmen weitergeführt werden (UV-act. 15).

Am 23. Februar 2022 holte die Versicherte bei Dr. med. G.___, stellvertretender 

Oberarzt Hüft- und Kniechirurgie, Klinik H.___, eine Zweitmeinung ein. In seinem 

Bericht vom 13. April 2022 hielt Dr. G.___ fest, es zeige sich ein regelrechter, 

postoperativer Verlauf. Die Versicherte beschreibe progressive Verbesserungen, 

insbesondere der Extension/Beweglichkeit unter adaptierter, physiotherapeutischer wie 

selbständiger Beübung. Klinisch zeige sich eine erweiterbare, volle Extension. Bei 

Ödemen und Schwellungstendenzen verordnete er eine unterstützende NSAR-Therapie 

sowie Kompressionsstrümpfe der Klasse 2. Von einer weiterführenden Bilddiagnostik 

wurde abgesehen und weitere Kontrollen wurden nicht geplant. Die Versicherte könne 

sich bei Bedarf jederzeit melden (UV-act. 19).

A.d. 

Aufgrund eines persistierenden Streckdefizits, welches trotz Physiotherapie

nur geringe Fortschritte bzw. Besserung zeigte, konsultierte die Versicherte – auf 

Zuweisung des Hausarztes Dr. med. I.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin  – 

am 19. April 2022 Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, Orthopädie K.___. Dieser bestätigte aufgrund 

seiner Untersuchung den Befund eines Streckdefizits von 5° und hielt fest, es sei 

grundsätzlich möglich, dass ein mechanisches Hindernis vorliege, weshalb eine 

ergänzende MRT-Untersuchung angeordnet werde. Die Versicherte solle grundsätzlich 

A.e. 

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die Streckung täglich in Bauchlage trainieren. Es bestehe eine sehr gute Chance, dass 

sie damit die volle Streckung erreiche (UV-act. 21).

Am 21. April 2022 führte Dr. med. L.___, Radiologie M.___, auf Zuweisung von 

Dr. J.___ einen MRT-Untersuch des rechten Knies der Versicherten durch. Die 

bildgebenden Befunde beurteilte sie als Status nach einer Refixation eines ossären 

vorderen Kreuzband-Ausrisses mit Knochenmarködem der proximalen Tibia und 

diskreter Dehiszenz medialseitig auf Höhe der Tibia ohne Nachweis einer grösseren 

Stufenbildung. Weiter erhob sie ein intaktes vorderes Kreuzband (VKB) und einen 

mässigen Gelenkerguss (UV-act. 22-2).

A.f. 

Am 25. April 2022 konsultierte die Versicherte Dr. J.___ zur Verlaufskontrolle und 

MRT-Besprechung. In seinem Bericht vom 3. Mai 2022 hielt Dr. J.___ zu den 

radiologischen Befunden fest, das ossäre Fragment sei immer noch gut abgrenzbar 

und teilweise etwas demarkiert. Vermutlich sei es noch nicht komplett eingeheilt. Durch 

die Mikrobewegungen könnten Schmerzen auftreten. Es bestehe eine realistische 

Chance, dass dies noch heilen könne und er empfehle darum, noch zuzuwarten. Falls 

in den nächsten zwei bis drei Monaten keine Besserung eintrete, müsse die Situation 

neu beurteilt werden (UV-act. 36-1).

A.g. 

Im Telefongespräch mit der Helsana am 19. Mai 2022 gab die Versicherte an, seit 

dem 1. Mai 2022 wieder voll arbeitsfähig zu sein. Sie habe aber immer noch 

Beschwerden mit dem Knie und sei deshalb noch in der Physiotherapie (sie denke, ca. 

die fünfte Verordnung). Sie könne das Knie noch nicht ganz strecken. Sie habe noch 

diese Blockade. Gemäss dem MRT vom 21. April 2022 sei die Bruchstelle noch nicht 

ganz verheilt. Bis jetzt sei eine weitere Operation nicht nötig, worüber sie froh sei. 

Stand heute müsse sie sagen, dass es noch nicht besser gehe. Sie merke aber in der 

Therapie, dass sie Fortschritte mache. Die Therapie brauche sie unbedingt und sie tue 

ihr gut. Gemäss Dr. J.___ dürfe sie noch nicht zu viel "Kraft" machen, nur ganz wenig. 

Da müsse sie noch zuwarten (UV-act. 25-1).

A.h. 

Mit Schreiben vom 7. Juni 2022 forderte die Helsana den Hausarzt Dr. H.___ auf, 

weitere Angaben bezüglich der zum sechsten Mal verschriebenen Physiotherapie zu 

machen (UV-act. 28). Am 9. Juni 2022 führte Dr. H.___ im Fragebogen der Helsana aus, 

A.i. 

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der Befund sei noch immer nicht vollständig zur Abheilung gekommen. Es bestehe 

nach wie vor ein leichtes Streckdefizit von aktuell 5-10°, was die Versicherte beim 

Gehen behindere. Weiterhin werde ein konservativer Therapieansatz mit regelmässiger 

Physiotherapie versucht. Falls es hiermit nicht zu einer Verbesserung der Symptome 

komme, müsse eine erneute Operation durchgeführt werden. Es seien eine langsame 

Verbesserung und eine Abnahme des Streckdefizits festzustellen. Die Versicherte führe 

zusätzlich zur Physiotherapie regelmässig sehr gewissenhaft Heimübungen durch. 

Weiterhin sei neben den Übungen in Eigenregie aber aus ärztlicher Sicht eine externe 

Physiotherapie indiziert. Mit regelmässigen Heimübungen und Physiotherapie könne 

das Streckdefizit noch verringert und eine erneute Operation verhindert werden. Er 

nehme an, dass die Physiotherapie auch noch verlängert werden müsse (UV-act. 29).

Am 24. Juni 2022 beurteilte der beratende Arzt der Helsana, Dr. med. N.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

den Fall der Versicherten. Nach Kenntnis der medizinischen Unterlagen und der 

bildgebenden Befunde gelangte er zu dem Schluss, es zeige sich ein unauffälliger 

Verlauf nach knöchernem Ausriss des VKB an der Eminentia intercondylaris. 

Hinsichtlich der minimen Bewegungseinschränkung bei der Extension werde eine 

Fortführung der Physiotherapie zu keiner wesentlichen Verbesserung mehr führen. Eine 

solche sei medizinisch nicht mehr indiziert. Falls das Streckdefizit weiterhin zur 

Einschränkung der Gehstrecke führe, wäre ein operativer Eingriff im Sinne einer Notch-

Plastik sinnvoll. Der medizinische Endzustand sei aktuell erreicht. Zur Frage, ob es 

weitere Behandlungs- oder Therapievorschläge gäbe, die eine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands versprechen würden, hielt Dr. N.___ fest, eine Fitness-

Behandlung zur Kräftigung der Bein- und Kniemuskulatur sei medizinisch sinnvoll. Eine 

Integritätsentschädigung sei nach Kenntnis der medizinischen Befundberichte nicht 

geschuldet (UV-act. 31).

A.j. 

In seinem Bericht vom 6. Juli 2022 zur Untersuchung vom 27. Juni 2022 führte 

Dr. J.___ aus, das Kniegelenk sei inspektorisch abgeschwollen und ergussfrei. In der 

Rückenlage zeige sich immer noch ein leichtes Streckdefizit. In der Bauchlage sei 

dieses aufgehoben. Die Oberschenkelmuskulatur sei noch sichtbar schwächer als auf 

der Gegenseite. Die Belastbarkeit sei etwas besser geworden und auch die Streckung 

des Kniegelenks habe sich verbessert. Es persistiere unter Belastung aber immer noch 

A.k. 

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B.  

ein Schmerz. Er gehe immer noch davon aus, dass das ossäre Fragment nicht 

vollständig eingeheilt sei und dies zu den persistierenden Schmerzen führe. Es sei 

entschieden worden, noch bis im Herbst zuzuwarten. Sollte aber die Situation bis dann 

nicht besser, respektive die Beschwerden nicht abgeklungen sein, werde wohl ein 

Strategiewechsel notwendig. Im Moment solle die Physiotherapie weitergeführt 

werden; dies sei medizinisch auch indiziert (UV-act. 35-1).

Mit Verfügung vom 15. August 2022 stellte die Helsana gestützt auf die 

medizinischen Unterlagen und die bildgebenden Befunde (vgl. vorstehend Sachverhalt 

A.j) fest, die Versicherte habe ab 1. Juli 2022 keinen Anspruch mehr auf die bei ihr 

durchgeführte Behandlung (Physiotherapie). Der medizinische Endzustand sei per 

30. Juni 2022 erreicht. Entgegenkommenderweise und ohne Präjudiz für künftige 

Leistungen werde die Helsana die Rechnung für die Physiotherapie bis 8. Juli 2022 

noch übernehmen. Aus medizinischer Sicht hinterlasse das Ereignis vom 23. Dezember 

2021 keine Folgen, welche die Erwerbsfähigkeit messbar beeinträchtigen könnten. Es 

resultiere keine unfallbedingte bleibende Schädigung der körperlichen oder geistigen 

Integrität. Somit seien auch die Voraussetzungen für weitere Geldleistungen 

(Invalidenrente/Integritätsentschädigung) nicht erfüllt (UV-act. 37).

A.l. 

Am 19. August 2022 reichte O.___, Physiotherapeutin Bsc., P.___ AG, der Helsana 

einen physiotherapeutischen Verlaufsbericht ein. Darin hielt sie fest, dass die 

Versicherte, obwohl sie stets zuverlässig mitarbeite und auch das instruierte 

Heimprogramm sorgfältig durchführe, im Therapieverlauf immer wieder von 

schmerzhaften Episoden unterbrochen worden sei, welche bis jetzt anhalten würden. 

Allerdings würden die schmerzfreien Episoden immer länger und dies obwohl die 

Versicherte ihre Belastung im alltäglichen Leben, wie zum Beispiel die tägliche 

Gehstrecke, stark habe steigern können (Mitte Juni ca. 3000 Schritte/Tag, Status 

praesens ca. 5000 Schritte/Tag). Während einer zweiwöchigen Therapiepause aufgrund 

von Ferien seien die Schmerzen auch bei kleineren Belastungen wieder massiv 

angestiegen, was die Versicherte in ihrem Alltag stark eingeschränkt habe. Zudem sei 

die Versicherte über eine mögliche weitere Operation, die Wundheilungszeiten und eine 

präoperative Therapie aufgeklärt worden. Damit aber bis zu einer eventuellen Operation 

B.a. 

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die Belastbarkeit weiter gesteigert werden könne, was den Therapieverlauf 

postoperativ begünstigen oder sogar eine weitere Operation verhindern könne, werde 

eine Weiterführung der Physiotherapie empfohlen (UV-act. 40).

In seinem Bericht vom 23. August 2022, führte Dr. J.___ zur Untersuchung vom 

selben Tag aus, dass ‒ basierend auf einem MRT-Untersuch vom rechten Knie vom 

22. August 2022 ‒ im Vergleich zu den Voraufnahmen eine starke Abnahme des 

Knochenödems im Bereich der Tibia zu sehen sei. Auch die ehemalige Fraktur wirke 

deutlich besser konsolidiert. Ein feiner Saum sei noch sichtbar. Auffallend sei eine 

Zunahme des geografisch imponierenden Knochenödems im Bereich der Patella. 

Dieses sei auf den Voraufnahmen schon leicht vorhanden, aber nicht in diesem 

Ausmass. Leider sei die Ursache dieser Knochenödeme nicht geklärt. Sie würden aber 

häufig zu prolongierten Schmerzen führen und hätten glücklicherweise fast immer eine 

gute Prognose. Es sei aber auch normal, dass der Verlauf viel langsamer sei als normal. 

Entsprechend gäbe es keinen Grund, die Physiotherapie im aktuellen Stadium zu 

sistieren. Sie sei sogar äusserst wichtig, damit die Versicherte ihre Arbeitsfähigkeit zu 

100 % behalten könne. Entsprechend ersuchte Dr. J.___ um eine Stellungnahme, ob 

die Helsana die weitere Physiotherapie übernehmen könne oder ob er die Versicherte 

besser krankschreiben solle. Ein operativer Eingriff sei im Moment nicht indiziert (UV-

act. 44).

B.b. 

Am 25. August 2022 erhob die AXA-ARAG Rechtsschutz (nachfolgend: AXA 

Rechtsschutz) im Auftrag der Versicherten vorsorglich Einsprache gegen die Verfügung 

vom 15. August 2022. Sie beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die 

gesetzlichen Leistungen seien weiterhin zu erbringen. Mangels schlüssiger Begründung 

des Entscheids in medizinischer, wirtschaftlicher und beruflicher Hinsicht wurde 

vorsorglich bestritten, dass dieser Fall rechtsgenügend und vollständig abgeklärt 

worden sei. Die Abklärungen könnten deshalb nicht als Grundlage für einen Entscheid 

herangezogen werden. Zudem würden vorsorglich sämtliche Ausführungen im 

Entscheid bestritten. Es werde um Akteneinsicht sowie Erstreckung der Frist zur 

Begründung der Einsprache gebeten (UV-act. 47-1).

B.c. 

Aufgrund des Berichts von Dr. J.___ vom 23. August 2022 nahm Dr. N.___ am 

29. August 2022 erneut Stellung zum Fall der Versicherten. Er hielt fest, dass sich aus 

B.d. 

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beratungsärztlicher Sicht nach Kenntnis des Berichts von Dr. J.___ keine medizinische 

Indikation für eine Fortführung der Physiotherapie ergebe. Für die muskuläre Situation 

sei der Versicherten eine eigenverantwortliche Fitness-Behandlung zumutbar. Im 

Übrigen würden die muskulären Insuffizien bereits seit Anfang des Jahres bestehen 

und hätten sich bis dato nicht relevant verbessert. Daher sei eine muskuläre Kräftigung 

erforderlich, um die Belastung des Kniegelenks durch eine Verbesserung der 

muskulären Situation entlasten zu können. Das MRT datiere vom 21. April 2021. Die 

aktuelle knöcherne Situation sollte wesentlich gebessert sein. Folglich sei die 

Physiotherapie medizinisch nicht mehr erforderlich und eine wesentliche Verbesserung 

des unfallbedingten Gesundheitszustands sei nicht mehr zu erwarten (UV-act. 48).

Mit Eingabe vom 19. Oktober 2022 begründete die AXA Rechtsschutz ihre 

Einsprache gegen die Verfügung vom 15. August 2022: Der Endzustand nach ossärer 

Refixation eines knöchernen Ausrisses des VKB rechts sei per 30. Juni 2022 noch nicht 

erreicht. Das Problem sei nicht das geringe Streckdefizit des rechten Kniegelenks von 

5°, sondern das Rehabilitationsdefizit der Oberschenkelmuskulatur rechts und die 

belastungsabhängigen Schmerzen. Mit der Beurteilung von Dr. N.___, eine weitere 

Physiotherapie sei medizinisch nicht indiziert, seien sie nicht einverstanden. Das 

Rehabilitationsdefizit sei dokumentiert, zudem liege ein progredientes Knochenödem 

im Bereich der Patella vor, welches sekundär im Zusammenhang mit der 

ursprünglichen Verletzung stehe. Unter diesen Voraussetzungen könne kein 

Endzustand per 30. Juni 2022 erklärt werden, insbesondere nicht mit der 

unbegründeten Argumentation, weitere Physiotherapie sei medizinisch nicht indiziert. 

Mit einem Stopp der Physiotherapie würden weiterführende Probleme mit einem 

persistierenden Rehabilitationsdefizit riskiert, welches wohl seitens der Versicherten 

nicht selbständig aufgearbeitet werden könne. Zudem sei weiterhin eine ärztliche 

Betreuung notwendig, solange bildgebend keine Regredienz des Knochenödems der 

Patella und keine vollständige Konsolidation der operativ versorgten Ausrissfraktur 

dokumentiert sei (UV-act. 57).

B.e. 

Am 25. Oktober 2022 berichtete Dr. J.___ über seine Untersuchung der 

Versicherten vom Vortag. Bezugnehmend auf einen MRT-Befund vom 19. Oktober 

2022 hielt er fest, es zeige sich ein rückläufiges Knochenmarködem im Bereich der 

Patella und auch im Bereich der Tibia. Es bestehe auch ein klarer Hinweis, dass das 

B.f. 

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C.  

ossäre Fragment im Bereich der Tibia noch besser eingeheilt sei. Ein Flüssigkeitssaum 

sei aber teilweise noch vorhanden. Er gelangte entsprechend zu dem Schluss, es zeige 

sich eine langsame Besserung. Die Belastung könne nun sicher schrittweise gesteigert 

werden. Eine Verlaufskontrolle im Januar 2023 sei geplant. Neben dem selbstständigen 

Training sei weiter auch Physiotherapie notwendig. Falls bis im Januar 2023 keine 

weitere Besserung vorliege, werde sich die Versicherte für ein nochmaliges Verlaufs-

MRT melden (UV-act. 58).

Mit Einspracheentscheid vom 8. Juni 2023 wies die Helsana die Einsprache der 

Versicherten ab (UV-act. 59).

B.g. 

Mit Beschwerde vom 19. Juni 2023 (Postaufgabe: 20. Juni 2023) beantragte die 

Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Kreso 

Glavas, Muolen, die Aufhebung des Einspracheentscheids und die Verpflichtung der 

Helsana (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), die laufenden medizinischen 

Massnahmen – insbesondere die Physiotherapie – weiterhin zu bezahlen. Eventualiter 

sei die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Helsana (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerde reichte die 

Beschwerdeführerin unter anderem die Physiotherapie- bzw. MTT-Verordnungen von 

Dr. J.___ vom 5. und 8. Juni 2023 (act. G 1.9) sowie eine Beurteilung von Dr. med. 

Q.___, Fachärztin für Chirurgie, R.___ AG, vom 17. Oktober 2022 (G. 1.10) ein und 

erklärte diese zum integralen Bestandteil der Beschwerde. Die Beurteilung von 

Dr. Q.___ stimmt inhaltlich im Wesentlichen mit der ergänzenden Begründung der 

Einsprache vom 19. Oktober 2022 (UV-act. 57) überein.

C.a. 

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.b. 

Mit Schreiben vom 10. August 2023 (act. G 5) reichte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin eine Beurteilung von Dr. med. S.___, Fachärztin für Chirurgie, 

Klinik T.___, vom 2. August 2023 ein. Darin hatte Dr. S.___ festgehalten, dass in 

Anbetracht des verzögerten, postoperativen Verlaufs mit persistierendem 

C.c. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 8. Juni 2023 (UV-act. 59). Dem Einspracheentscheid liegt die Verfügung vom 

15. August 2022 zu Grunde (UV-act. 37). Darin legte die Beschwerdegegnerin fest, die 

Beschwerdeführerin habe ab dem 1. Juli 2022 keinen Anspruch mehr auf die bei ihr 

durchgeführte Behandlung (Physiotherapie), da der medizinische Endzustand per 

30. Juni 2022 erreicht sei. Die Voraussetzungen für weitere Geldleistungen der Helsana 

(Invalidenrente/Integritätsentschädigung) seien nicht erfüllt. Nach dem Gesagten hat 

die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 15. August 2022 einerseits die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen eingestellt und andererseits den 

(folgerichtig zu prüfenden) Anspruch auf Dauerleistungen verneint. Für beide dieser 

Verfügungsinhalte wird vorfrageweise der Eintritt des sogenannten Fallabschlusses 

(vgl. dazu nachstehende E. 2.1) vorausgesetzt. Dieser bildete denn auch (hinsichtlich 

der Physiotherapie) im Wesentlichen den Streitpunkt zwischen den Parteien im 

Einsprache- sowie im vorliegenden Verfahren.

2.  

Rehabilitationsdefizit und aktuellem Beschwerdebild eine kontinuierliche 

physiotherapeutische Behandlung nach der Operation weiterhin nicht nur indiziert, 

sondern zur Verbesserung der aktuellen Symptomatik und der 

Kniegelenksfunktionalität und zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit auch essenziell sei 

(act. G 5.1). Eine Kopie der Eingabe samt Beilage stellte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin direkt zu (vgl. den entsprechenden 

Hinweis in act. G 5).

Mit Replik vom 28. August 2023 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 

fest (act. G 6).

C.d. 

Am 28. September 2023 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie zufolge 

fehlender neuer Erkenntnisse und Vorbringen in der Replik sowie dem Bericht der Klinik 

T.___ auf die Einreichung einer Duplik verzichte (act. G 8).

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls (vgl. Art. 4 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) voll oder 

2.1. 

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teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 

1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Gemäss 

Art. 67 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sind 

Heilbehandlungen dann zweckmässig, wenn sie aufgrund der konkreten Umstände des 

Einzelfalls geeignet und notwendig sind, um das gesetzliche Ziel in einem vernünftigen 

Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu erreichen. Eine Heilbehandlung muss somit 

die aus dem Krankenversicherungsrecht bekannten WZW-Kriterien (Wirksamkeit, 

Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit) erfüllen (Martina Filippo, N 6 und 13 ff. zu Art. 

10 UVG, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019; vgl. ferner Art. 32 des 

Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10]). Die 

vorübergehenden Versicherungsleistungen (Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen) 

hat der Unfallversicherer allerdings nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, kann er den Fall unter Einstellung der 

vorübergehenden Leistungen abschliessen, wobei in der Regel gleichzeitig die Prüfung 

des Anspruchs auf Dauerleistungen (Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung) 

erfolgt (Art. 19 Abs. 1 UVG; sog. Fallabschluss; vgl. dazu auch Alexandra Rumo-Jungo/

André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-

Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143; BGE 144 V 357 f. E. 4.1 f. mit 

Hinweisen). Unfallkausale Beschwerden über den Leistungseinstellungszeitpunkt 

hinaus stellen den Fallabschluss nicht per se in Frage. Für den Anspruch auf weitere 

vorübergehende Leistungen wird jedoch gemäss Art. 19 UVG – wie gesagt – 

vorausgesetzt, dass noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu 

erwarten ist. Das Kriterium beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu 

erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese 

unfallbedingt beeinträchtigt ist. Es bedarf dabei einer ins Gewicht fallenden Besserung 

durch die ärztliche Behandlung. Eine allfällige blosse Verbesserung allein des Leidens 

an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine blosse Verbesserung der Befindlichkeit 

oder, dass die versicherte Person etwa von Physiotherapie profitieren kann, genügen 

nicht. Für den Abschluss der medizinischen Behandlung ist ein Dahinfallen jeglichen 

Bedarfs an Heilbehandlung somit nicht vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, mit weiteren Hinweisen; Philipp 

Geertsen, N 7 ff. zu Art. 19, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 

2018).

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Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz 

und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Die Richterin und der Richter haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste 

würdigen (BGE 138 V 221 f. E. 6).

2.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und, 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

also weder die Herkunft, aber auch nicht die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a 

mit Hinweisen). Den Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen oder von beratenden Ärzten und Ärztinnen 

einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls Beweiswert beigemessen werden 

(BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen; vgl. zum 

Ganzen auch: Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 53 f. zu Art. 43 und N 

129 f. zu Art. 61, je mit weiteren Hinweisen). In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe 

Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; 

RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 f.).

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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3.  

4.  

Die Beschwerdegegnerin ging richtigerweise davon aus, dass die 

Beschwerdeführerin am 23. Dezember 2021 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG mit 

einer schädigenden Einwirkung auf den Körper erlitten hatte und erbrachte ‒ zumindest 
vorläufig ‒ die gesetzlichen Versicherungsleistungen, namentlich Taggelder und 
Heilbehandlungsleistungen. Ab 1. Mai 2022 war die Beschwerdeführerin wieder zu 

100 % arbeitsfähig (UV-act. 25), womit unbestrittenermassen kein Taggeldanspruch 

mehr bestand. Mit Verfügung vom 15. August 2022 stellte die Helsana ‒ gestützt auf 
die medizinischen Unterlagen und die bildgebenden Befunde ‒ die 
Heilbehandlungsleistungen ab dem 1. Juli 2022 ein, da der medizinische Endzustand 

per 30. Juni 2022 erreicht worden sei. Die Beschwerdeführerin bestreitet hingegen den 

Eintritt des Fallabschlusses und macht einen Anspruch auf 

Heilbehandlungsleistungen ‒ insbesondere die Kostenübernahme der Physiotherapie ‒
über das Einstellungsdatum hinaus geltend (UV-act. 37).

3.1. 

In diesem Zusammenhang ist vorab darauf hinzuweisen, dass – entgegen den 

Ausführungen der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid (UV-

act. 59-10 Ziff. 10) – die vollständige Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit nicht ohne 

Weiteres den Eintritt des Fallabschlusses bzw. das Erreichen des medizinischen 

Endzustandes und mithin den Verlust des Anspruchs auf Heilbehandlungsleistungen 

begründet. Die Heilbehandlung setzt gemäss Art. 10 UVG eine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit, nicht aber eine Arbeitsunfähigkeit voraus. Das 

Bundesgericht hat in seiner jüngeren Rechtsprechung explizit festgehalten, dass eine 

exklusive Beurteilung nach Massgabe der Arbeitsfähigkeit nicht mit dem 

Gesetzeswortlaut von Art. 19 Abs. 1 UVG in Einklang zu bringen wäre. Vielmehr ist 

entscheidend, ob mit Blick auf die weitere Behandlung aus prospektiver Sicht noch ein 

positives Resultat bzw. ein namhafter therapeutischer Fortschritt zu erwarten ist und 

diese nicht bloss der Stabilisierung des Erreichten sowie der Verbesserung der 

Befindlichkeit dient (Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2020, 8C_614/2019, E 

5.3, und vom 22. April 2020, 8C_183/2020, E. 4.3.2, je mit Hinweisen).

3.2. 

Auch wenn dies von den Parteien weder im vorinstanzlichen noch im vorliegenden 

Verfahren thematisiert worden war, ergibt sich aus den Akten, dass über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt (30. Juni 2022) hinaus – neben der Physiotherapie – 

weiterhin ärztliche Konsultationen bei Dr. J.___ sowie MRT-Untersuchungen erfolgt 

sind. Obwohl zwischen den Parteien primär die Übernahme der Physiotherapiekosten 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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Streitpunkt bildet, ist im vorliegenden Verfahren umfassend zu prüfen, ob der 

Fallabschluss, d. h. die Festlegung des Zeitpunkts, in dem von (irgend)einer ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet 

werden kann, vonseiten der Helsana per 30. Juni 2022 rechtmässig erfolgt ist.

Dr. J.___ hatte in seinem Bericht vom 3. Mai 2022 über seine Untersuchung vom 

25. April 2022 und die MRT-Untersuchung vom 21. April 2022 die Vermutung 

geäussert, dass das Knochenfragment noch nicht komplett eingeheilt sei und 

Mikrobewegungen desselben zu Schmerzen führen würden (UV-act. 36-1). In seinem 

Bericht vom 23. August 2022 hielt er sodann unter anderem fest, die ehemalige Fraktur 

wirke aufgrund des MRT-Untersuchs des rechten Knies vom 22. August 2022 deutlich 

besser konsolidiert, ein feiner Saum sei aber noch sichtbar (act. 44-1). In seinem 

Bericht vom 25. Oktober 2022 führte er schliesslich aus, dass sich – gestützt auf einen 

neuerlichen MRT-Untersuch des rechten Knies am 19. Oktober 2022, gemäss welchem 

ein klarer Hinweis bestehe, dass das ossäre Fragment im Bereich der Tibia noch 

besser eingeheilt, ein Flüssigkeitssaum aber teilweise noch vorhanden sei – eine 

langsame Besserung zeige (UV-act. 58-1). Nach Gesagtem ist davon auszugehen, dass 

die beim Unfall vom 23. Dezember 2021 erlittene strukturelle Läsion (Eminentia-Ausriss) 

im Zeitpunkt der Leistungseinstellung, rund sechs Monate nach dem Unfallereignis, 

noch nicht vollständig ausgeheilt war. Deshalb ist die Einschätzung von Dr. J.___, 

wonach die weiterhin bestehenden Beschwerden auf diese zurückzuführen seien, 

überzeugend. Das weitere Bestehen unfallkausaler struktureller Gesundheitsschäden 

und damit verbundener Beschwerden steht zwar einer Leistungseinstellung bzw. der 

Annahme des Fallabschlusses nicht per se entgegen, stellt jedoch zumindest ein Indiz 

dafür dar, dass eine weitere ärztliche Behandlung zweckmässig bzw. zielgerichtet und 

dadurch – prospektiv betrachtet – noch mit einer namhaften Besserung zu rechnen 

war. Dies hat umso mehr zu gelten, als vorliegend aufgrund des bildgebenden 

Befundverlaufs (vgl. dazu insbesondere den Bericht von Dr. J.___ vom 25. Oktober 

2022 [UV-act. 58-1]) offensichtlich von einer längeren Heilungsdauer der Fraktur 

ausgegangen werden muss, weshalb es ohne weiteres plausibel scheint, dass 

mindestens die ärztlichen Konsultationen bei Dr. J.___ und die MRT-Untersuchungen 

bis Oktober 2022 (mithin rund 10 Monate nach dem Unfallereignis) noch zweckmässig 

bzw. zielgerichtet waren. Dieser Ansicht ist im Übrigen auch Dr. Q.___ in ihrer 

Beurteilung vom 17. Oktober 2022 (vgl. act. G 1.10-3: "Zudem ist weiterhin eine 

ärztliche Betreuung notwendig solange bildgebend [...] keine vollständige Konsolidation 

der operativ versorgten Ausrissfraktur dokumentiert ist."). Unter den gegebenen 

Umständen kann nicht davon ausgegangen werden, dass es sich bei den 

Konsultationen bei Dr. J.___ im August und Oktober 2022 um nicht-

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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erstattungspflichtige Verlaufskontrollen im Sinne der höchstrichterlichen 

Rechtsprechung im Zusammenhang mit dem Fallabschluss handelt (vgl. dazu 

beispielweise das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 5. Oktober 

2007, U 395/06, E. 5.3 mit Hinweisen). Vielmehr sind diese Kontrollen (noch) der 

Nachbehandlung des am 24. Dezember 2021 operierten Gesundheitsschadens – und 

mithin einer auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichteten 

Behandlung – zuzuordnen. Mithin bestehen mit Blick auf die über die 

Leistungseinstellung hinaus erfolgten ärztlichen Konsultationen und Abklärungen 

zumindest geringe Zweifel an der Einschätzung von Dr. N.___, wonach der 

medizinische Endzustand im Juni 2022 erreicht gewesen sei (UV-act. 31).

Aufgrund der vorliegenden Aktenlage ist zudem unklar, ob bzw. wie lange die 

Beschwerden der Beschwerdeführerin am rechten Kniegelenk weiter angedauert 

haben. In diesem Zusammenhang ist auch ungeklärt, ob das von Dr. J.___ in seinem 

Bericht vom 25. Oktober 2022 erwähnte Verlaufs-MRT anfangs 2023 (vgl. UV-act. 58-1) 

letztlich durchgeführt worden ist. Der weitere Heil- bzw. Beschwerdeverlauf bis zu dem 

hier in zeitlicher Hinsicht massgebenden Erlass des Einspracheentscheids (BGE 142 V 

341 E. 3.2.2 mit Hinweisen; vorliegend: 8. Juni 2023), kann jedoch für die Beurteilung 

der Erfolgsaussichten einer weiteren ärztlichen Behandlung bzw. der Notwendigkeit 

weiterer Abklärungen nach dem 30. Juni 2022 ebenfalls massgebend sein. Die 

Aktenlage erscheint in dieser Hinsicht unvollständig.

4.3. 

Zusammengefasst kann nicht auf die Beurteilung des Fallabschlusses seitens 

Dr. N.___ abgestellt werden. Der Eintritt des medizinischen Endzustandes per 30. Juni 

2022 ist folglich nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen und der 

angefochtene Einspracheentscheid entsprechend aufzuheben.

4.4. 

Unabhängig davon scheint hinsichtlich der nach dem Fallabschluss 

durchgeführten ärztlichen Konsultationen bei Dr. J.___ und auch der durchgeführten 

MRT-Untersuchungen (im Besonderen denen im August 2022) ungeklärt, ob es sich 

dabei nicht zumindest um notwendige Abklärungskosten handelte, für welche die 

Beschwerdegegnerin hätte aufkommen müssen (vgl. dazu Art. 45 Abs. 1 ATSG). 

Angesichts der weiterhin bestehenden Beschwerden der Beschwerdeführerin an ihrem 

traumatisch geschädigten Knie kann nach Ansicht des Gerichts nicht ohne Weiteres 

davon ausgegangen werden, dass die vorgenannten Konsultationen/Untersuchungen 

medizinisch nicht mehr indiziert gewesen wären, insbesondere um den Heilverlauf der 

unfallkausalen knöchernen Läsion zu überprüfen und beispielsweise eine nachträgliche 

Verschiebung des Bruchs ausschliessen zu können. Zu dieser Frage äusserte sich 

Dr. N.___ in seinen Beurteilungen jedoch überhaupt nicht, weshalb sie in dieser 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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5.  

Hinsicht als unvollständig anzusehen sind. Die Verweigerung einer Vergütung von 

Heilbehandlungskosten ab dem 1. Juli 2022 durch die Beschwerdegegnerin vermag 

demnach auch in dieser Hinsicht nicht zu überzeugen.

Nachdem bereits hinsichtlich der über das Leistungseinstellungsdatum hinaus 

erfolgten ärztlichen Konsultationen und Untersuchungen nicht überwiegend 

wahrscheinlich davon auszugehen ist, dass von diesen keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands mehr erwartet werden konnte, erscheint es ohne Weiteres 

plausibel, dass dies auch für die – im Rahmen eben dieser ärztlichen Behandlung (im 

engeren Sinne) verordnete – Physiotherapie gilt. Mithin ist aufgrund des vorstehend 

Ausgeführten auch mit Blick auf die Physiotherapie davon auszugehen, dass zumindest 

geringe Zweifel an der Annahme des Fallabschlusses per 30. Juni 2022 seitens 

Dr. N.___ bestehen und darauf entsprechend auch in dieser Hinsicht nicht abgestellt 

werden kann.

5.1. 

Dies gilt umso mehr, als übereinstimmende Beurteilungen sämtlicher behandelnder 

bzw. von der Beschwerdeführerin beauftragter Ärzte vorliegen, wonach die 

Physiotherapie medizinisch weiterhin indiziert sei (vgl. dazu die Berichte/Beurteilungen 

von Dr. J.___ vom 6. Juli und 23. August 2023 [UV-act. 35-1 und 44-2], Dr. H.___ vom 

9. Juni 2022 [UV-act. 29], Dr. Q.___ vom 17. Oktober 2022 [act. G 1.10-3] und Dr. S.___ 

vom 2. August 2023 [act. G 5.1]). Dafür, dass die Physiotherapie noch zielgerichtet war 

spricht auch, dass vorliegend im Falle eines Misserfolgs der Physiotherapie – als 

vorerst konservative Behandlung – eine weitere operative Behandlung der 

Beschwerdeführerin im Raum stand (vgl. dazu die Berichte von Dr. H.___ vom 9. Juni 

2022 [UV-act. 29 Ziff. 1 und 6], Dr. J.___ vom 6. Juli 2022 [UV-act. 35-1: "Sollte die 

Situation bis dann nicht besser sein, respektive die Beschwerden nicht abgeklungen 

sein, ist wohl ein Strategiewechsel notwendig."] und O.___ vom 19. August 2022 [UV-

act. 40-2 f.]), offenbar aber immer noch die Hoffnung bestand, eine solche mit einer 

Physiotherapie verhindern zu können.

5.2. 

Nichtsdestotrotz ist auf Folgendes hinzuweisen: Im vorliegenden Fall bezweckt die 

Physiotherapie gemäss dem Verlaufsbericht von O.___ vom 19. August 2021 die 

Schmerzlinderung sowie die Verbesserung der Beweglichkeit (vor allem der 

Knieextension) und der Kraft in den unteren Extremitäten (UV-act. 40-1). Dr. Q.___ hielt 

in ihrer Beurteilung vom 17. Oktober 2022 in Bezug auf das fehlende Erreichen des 

Endzustandes fest, das Problem im vorliegenden Fall sei nicht das geringe Streckdefizit 

des rechten Kniegelenks von 5°, sondern das Rehabilitationsdefizit der 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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6.  

Oberschenkelmuskulatur. Soweit demnach das Muskel-Defizit die massgebende 

Ursache der weiterhin bestehenden Beschwerden darstellt, kann Dr. N.___ in seiner 

Beurteilung vom 29. August 2022 insofern zugestimmt werden, als der 

Beschwerdeführerin in dieser Hinsicht grundsätzlich wohl ein eigenverantwortliches 

Training zumutbar wäre (UV-act. 48-1). Mithin scheint fraglich, ob die Physiotherapie – 

unabhängig von der Frage, ob von ihr noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands erwartet werden kann – den sogenannten WZW-Kriterien (vgl. 

dazu vorstehend E. 2.1) entspricht. Auch in dieser Hinsicht lässt die vorliegende 

Aktenlage nach Ansicht des Gerichts jedoch keine abschliessende Beurteilung zu. Aus 

den Akten, insbesondere dem physiotherapeutischen Verlaufsbericht von O.___ vom 

19. August 2022 (UV-act. 40), geht nämlich nicht hervor, welche Übungen mit der 

Beschwerdeführerin im Rahmen der Physiotherapie durchgeführt werden und ob es 

sich dabei um solche handelt, welche sie eigenverantwortlich zuhause oder in einem 

Fitness-Center durchführen könnte. Sollte die Beschwerdegegnerin zum Schluss 

gelangen, die Physiotherapie sei ab einem bestimmten, für sich bestehenden Zeitpunkt 

nicht mehr zweckmässig und folglich auch nicht mehr zu vergüten, kann sie darüber 

gegebenenfalls – unabhängig vom Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG – separat 

verfügen.

Die Beschwerdegegnerin wird nach Gesagtem weitere Abklärungen sowohl zum 

Eintritt des Fallabschlusses als auch zur Zweckmässigkeit der Physiotherapie an sich 

zu tätigen und anschliessend über den Eintritt des Fallabschlusses neu zu verfügen 

haben.

6.1. 

Nachdem sich die Annahme des Fallabschlusses bereits aufgrund des 

Vorerwähnten (vgl. E. 4 und 5.1 f.) als unrechtmässig erwiesen hat, kann im 

vorliegenden Verfahren offen gelassen werden, ob das progrediente Knochenödem im 

Bereich der Patella unfallkausal ist, wie dies Dr. Q.___ in ihrer Beurteilung vom 

17. Oktober 2022 (act. G 1.10) geltend macht. Sollten weitere Abklärungen allerdings 

ergeben, dass es sich dabei tatsächlich um einen (sekundär) unfallkausalen 

Gesundheitsschaden handelt, wäre im Übrigen auch in dieser Hinsicht zu prüfen, ob 

bzw. inwiefern es sich bei der Physiotherapie um eine zweckmässige Behandlung 

derselben handelt (vgl. dazu vorstehende E. 5.3).

6.2. 

Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass die Prüfung der Dauerleistungen – 

nachdem der Eintritt des Fallabschlusses nicht überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen ist – zu Unrecht bzw. verfrüht erfolgt ist. Auch dieser Aspekt der 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 8. Juni 

2023 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im Sinne der 

Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

Verfügung bzw. des Einspracheentscheids ist demnach – ohne weitere inhaltliche 

Prüfung – aufzuheben. Über den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 

Dauerleistungen wird die Beschwerdegegnerin – nach neuer Verfügung über die 

Einstellung der vorübergehenden Versicherungsleistungen bzw. den Eintritt des 

Fallabschlusses – ebenfalls nochmals zu verfügen haben.

Die Beschwerde vom 19. Juni 2023 ist somit – unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 8. Juni 2023 – im Sinne der vorherstehenden 

Erwägungen teilweise gutzuheissen. Die Streitsache wird zu ergänzenden Abklärungen 

im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f ATSG).

7.2. 
bis 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Rückweisung zu weiteren Abklärungen bzw. 

neuem Entscheid gilt hinsichtlich der Prozesskosten praxisgemäss als volles Obsiegen 

(Urteil des Bundesgerichts vom 19. April 2021, 9C_525/2020, E. 6 mit Hinweisen). Die 

Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf den eingeschränkten Streitgegenstand und den 

notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung bei durchschnittlichem Aktenumfang 

eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen.

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.11.2023
	Art. 19 Abs. 1 UVG. Eintritt des Fallabschlusses nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen. Ungenügende Aktenlage in Bezug auf die Beurteilung der Zweckmässigkeit der Physiotherapie. Zurückweisung zu weiteren Abklärungen. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. November 2023, UV 2023/41).

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