# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c83958d4-4af4-5526-a910-a0a71a710d9b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.05.2010 C-8270/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8270-2008_2010-05-10.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8270/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  M a i  2 0 1 0

Richter Antonio Imoberdorf (Vorsitz), 
Richter Bernard Vaudan, Richter Blaise Vuille, 
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.

A._______, ebenfalls handelnd im Namen ihrer Kinder 
E._______ und C._______, 
alle vertreten durch lic.iur. Pascale Bächler, 
Beratungsstelle für Asylsuchende der Region Basel, 
Schützenmattstrasse 16 A, Postfach, 4003 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Zustimmung zur Erteilung einer kantonalen 
Aufenthaltsbewilligung (Art. 14 Abs. 2 AsylG).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8270/2008

Sachverhalt:

A.
Am  16.  Februar  2001  reiste  die  aus  der  Demokratischen  Republik 
Kongo stammende Beschwerdeführerin (geb. 1968) in die Schweiz ein, 
wo sie gleichentags um Asyl ersuchte. Das ehemalige Bundesamt für 
Flüchtlinge (BFF, heute: BFM) stellte am 10. Mai 2001 fest, dass sie 
die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, lehnte das Asylgesuch ab und 
wies sie unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg. Auf 
ihre  gegen  diese  Verfügung  gerichtete  Beschwerde  trat  die 
Schweizerische  Asylrekurskommission  (ARK)  mit  Urteil  vom 31. Juli 
2001 nicht ein. Das BFF setzte ihr daraufhin eine neue Ausreisefrist 
bis zum 17. August 2001.

Der  Verpflichtung  zur  Ausreise  kam  die  Beschwerdeführerin  in  der 
Folge nicht nach und sie bemühte sich auch nicht um Beschaffung der 
für  die Rückkehr erforderlichen heimatlichen Reisepapiere. Die Weg-
weisung konnte daher bis anhin nicht vollzogen werden. Am 5. März 
2003  kam  die  Tochter  E._______  und  am  22. November  2004  die 
Tochter C. _______ auf die Welt. Die Vaterschaft steht nur bei einem 
der beiden Kinder fest.

B.
Am 24. April  2008  unterbreitete  die  Migrationsbehörde  des  Kantons 
Basel-Stadt der Vorinstanz ein Gesuch um Zustimmung zur Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31).

Das BFM teilte der Beschwerdeführerin am 17. September 2008 mit, 
dass erwogen werde, die Zustimmung zu einer entsprechenden Auf-
enthaltsregelung  zu  verweigern,  und  räumte  ihr  Gelegenheit  zur 
Stellungnahme  ein.  Die  Beschwerdeführerin  liess  sich  am 
23. September 2008 durch ihre Parteivertreterin vernehmen.

C.
Mit Verfügung vom 20. November 2008 verweigerte die Vorinstanz die 
Zustimmung zur Erteilung der Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 14 
Abs. 2 AsylG. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, nach 
der rechtskräftigen Ablehnung des Asylgesuchs sei die Beschwerde-
führerin  ihrer  Verpflichtung,  die  Schweiz  zu  verlassen,  während 
mehrerer  Jahre  nicht  nachgekommen;  dies  obwohl  die  Möglichkeit 

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einer  freiwilligen Ausreise in  ihrem Fall  immer  bestanden hätte. Das 
Erfordernis einer Anwesenheitsdauer in der Schweiz von fünf Jahren 
im Sinne von Art. 14 Abs. 2 Bst. a AsylG habe sie demnach nur dank 
widerrechtlichem  Aufenthalt  erreicht.  Umso  höhere  Anforderungen 
gelte  es  an  die  Erfüllung  der  übrigen  massgebenden  Kriterien  zu 
stellen,  die in  Art. 31  Abs. 1 der  Verordnung vom 24. Oktober  2007 
über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE, SR 142.201) 
aufgelistet  seien.  Die  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung  setze 
gemäss Weisung III zum Asylgesetz vom 1. Januar 2008 insbesondere 
voraus, dass die ausländische Person mit den Behörden zusammen-
arbeite und ihre Identität  offenlege. Die Beschwerdeführerin habe es 
jedoch  während  ihrer  Anwesenheit  hierzulande  trotz  zahlreicher  be-
hördlicher  Aufforderungen  unterlassen,  ein  gültiges  heimatliches 
Identitätspapier  vorzulegen.  Während  des  Asylverfahrens  habe  sie 
lediglich  eine  Verlustbestätigung  ihrer  Identitätskarte  abgegeben, 
weshalb ihre Identität nicht abschliessend feststehe. Auch ihre Kinder 
seien  nicht  im  Besitze  von  Identitätspapieren.  Allein  aufgrund  des 
siebenjährigen  Aufenthalts  in  der  Schweiz  könne  gemäss  bundes-
gerichtlicher  Praxis  nicht  auf  eine  besondere  Härte  geschlossen 
werden.  Auch  die  Integrationsbemühungen  der  Beschwerdeführerin 
zeugten  nicht  von  einer  aussergewöhnlichen  sozialen  Integration. 
Nach der Geburt der beiden Töchter sei sie mehrmals durch negatives 
Verhalten  vor  den  Behörden  und am Wohnort  aufgefallen  und  habe 
erst  nach  Klärung  der  Betreuungssituation  vermehrt  Anstrengungen 
unternommen,  sich  zu  integrieren.  Im  Alter  von  32  Jahren  in  die 
Schweiz gelangt, habe sie zudem den grössten Teil ihres Lebens und 
die wichtigen Jahre der Persönlichkeitsbildung in der Demokratischen 
Republik  Kongo  verbracht.  Überdies  unterhalte  sie  nach  wie  vor 
Kontakte zu Personen in ihrem Herkunftsland, wohin sie Hinweisen der 
kantonalen  Behörde  zufolge  jedenfalls  bis  Oktober  2007  Geldüber-
weisungen getätigt habe. Die beiden Kinder schliesslich befänden sich 
noch  in  einem  anpassungsfähigen  Alter,  weshalb  ihnen  zugemutet 
werden könne, dem für sie sorgenden Elternteil ins Ausland zu folgen. 
Aus den genannten Gründen liege kein schwerwiegender persönlicher 
Härtefall nach Art. 14 Abs. 2 AsylG vor.

D.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom 23.  Dezember  2008  beantragt  die  Be-
schwerdeführerin die Aufhebung der vorgenannten Verfügung. Es sei 
festzustellen,  dass  ein  schwerwiegender  persönlicher  Härtefall  vor-
liege  und  die  Vorinstanz  anzuweisen,  dem  entsprechenden  Gesuch 

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zuzustimmen;  eventualiter  sei  die  Sache  zur  Neubeurteilung  an  die 
Vorinstanz  zurückzuweisen. In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  ersucht 
sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Hierzu lässt sie 
vorbringen,  alleine  schon  der  fast  achtjährige  Aufenthalt  in  der 
Schweiz – deutlich mehr  als  die  gesetzlich geforderten fünf  Jahre – 
und die Geburt ihrer beiden Töchter in der hiesigen Umgebung stellten 
ein klares Indiz für eine fortgeschrittene Integration dar. Weiter sei den 
Behörden ihr  Aufenthaltsort  immer bekannt  gewesen. Sodann könne 
der Beschwerdeführerin nicht angelastet werden, dass sie im Asylver-
fahren  lediglich  eine  Verlustbestätigung  ihrer  Identitätskarte  bei-
gebracht  habe.  Vielmehr  habe  sie  zu  jeder  Zeit  erhebliche  An-
strengungen unternommen, um ihre Identität offenzulegen und sich ein 
gültiges Identitätspapier zu beschaffen, was sich keineswegs so leicht 
gestalte,  wie  die  Vorinstanz  annehme.  Nach  ihren  eigenen 
Informationen müsste sich die Beschwerdeführerin für die Ausstellung 
eines Ausweispapiers nämlich grundsätzlich persönlich in ihr Heimat-
land begeben. Davon abgesehen fehlten ihr die finanziellen Mittel für 
von vornherein aussichtslose Vorsprachen bei der diplomatischen Ver-
tretung  der  Demokratischen  Republik  Kongo.  Auch  dass  sie  keiner 
Erwerbstätigkeit  nachgehe,  dürfe sich  nicht  per  se  entscheidrelevant 
auswirken.  Als  abgewiesene  Asylsuchende  und  alleinerziehende 
Mutter  von  zwei  kleinen  Kindern  habe  sie  es  in  doppelter  Hinsicht 
schwer,  eine  Arbeitsstelle  zu  bekommen.  Die  Beschwerdeführerin 
zeige jedoch einen sehr grossen Willen zur Integration,  zur Teilhabe 
am  Wirtschaftsleben  und  zum Erwerb  von  Bildung  und  sie  habe  in 
fraglichen Bereichen in den vergangenen Jahren deutliche Erfolge zu 
verzeichnen.  Ferner  habe  sie  mehrere  Deutschkurse  besucht,  den 
letzten  von  April  2008  bis  Juni  2008.  Seit  der  teilweisen  Fremd-
betreuung der  Kinder  (Juni  2007) nehme sie zudem regelmässig an 
einem  Beschäftigungsprogramm  für  Asylsuchende  teil.  Überhaupt 
würden  ihr  die  Sozialberater  in  dieser  Hinsicht  sehr  gute  Noten  er-
teilen.  Schliesslich  verfüge  sie  in  ihrem  Heimatland  über  kein  trag-
fähiges Beziehungsnetz mehr.

Als  Beweismittel  wurden  eine  Bestätigung  des  im  Frühjahr  2008 
besuchten  Deutschkurses  sowie  zwei  Schreiben  der  Sozialhilfe  der 
Stadt  Basel  vom 13. September  2007 bzw. 28. Januar 2008 zu den 
Integrationsbemühungen der Beschwerdeführerin eingereicht.

E.
Mit  Zwischenverfügung  vom 17. Februar  2009  wies  das  Bundesver-

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waltungsgericht  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege mangels hinreichender Erfolgsaussichten ab.

F.
Am  25.  März  2009  reichte  die  Parteivertreterin  eine  Beschwerde-
ergänzung  nach  und  verwies  auf  eine  von der  Sozialhilfe  der  Stadt 
Basel erstellte Liste von Integrationsbemühungen ihrer Mandantin.

G.
In ihrer Vernehmlassung vom 30. März 2009 schliesst die Vorinstanz 
auf Abweisung der Beschwerde.

H.
Nach Abschluss des Schriftenwechsels legte die Parteivertreterin am 
13. Oktober 2009 einen vom 30. September 2009 datierenden Bericht 
des zuständigen Sozialberaters zur Situation der Beschwerdeführerin 
und ihrer Kinder ins Recht.

Am 22. Oktober 2009 gelangte sie im Zusammenhang mit der Vater-
schaftsanerkennung  der  jüngeren  Tochter  ihrer  Mandantin  mit  einer 
weiteren Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht.

I.
Am 23. März 2010 zog das Bundesverwaltungsgericht die Akten des 
Kantons Basel-Stadt bei.

J.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vor-
instanzen gelten  die  in  Art.  33  VGG genannten  Behörden. Darunter 

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fallen u.a. Verfügungen des BFM betreffend Verweigerung der Zustim-
mung zur Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung gemäss Art. 14 Abs. 2 
AsylG. Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich 
endgültig  (Art.  83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  Verwaltungs-
gerichtsgesetz und dem Bundesgerichtsgesetz, soweit das Asylgesetz 
nichts anderes bestimmt (Art. 6 AsylG).

1.3 Die Beschwerdeführerin und ihre beiden Töchter, in deren Namen 
sie  als  gesetzliche  Vertreterin  handelt,  sind  als  Verfügungs-
adressatinnen gemäss Art. 105 AsylG zur Beschwerde legitimiert. Auf 
die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  somit  einzu-
treten.

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und die Unangemessenheit gerügt werden 
(Art. 106 Abs. 1 AsylG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Rechts-  und  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
3.1 Gemäss Art. 14 Abs. 2 AsylG kann der  Kanton mit  Zustimmung 
des BFM einer ihm nach dem Asylgesetz zugewiesenen Person eine 
Aufenthaltsbewilligung erteilen,  wenn die  betroffene Person sich  seit 
Einreichung des Asylgesuches mindestens fünf Jahre in der Schweiz 
aufhält  (Bst.  a),  der  Aufenthaltsort  der  betroffenen  Person  den  Be-
hörden immer bekannt  war (Bst. b)  und wegen der fortgeschrittenen 
Integration ein schwerwiegender persönlicher Härtefall vorliegt (Bst. c). 
Dabei geht es nur um die Frage, ob der Kanton ermächtigt wird, eine 
Aufenthaltsbewilligung  zu  erteilen  bzw.  ein  Aufenthaltsverfahren 
durchzuführen (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 2C_853/2008 
vom 28. Januar 2009 E. 3.1). Anwendbar ist die im Rahmen der Asyl-

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gesetzrevision  vom 16. Dezember  2005 per  1. Januar  2007 in  Kraft 
getretene  Härtefallregelung  von  Art.  14  Abs.  2  AsylG  sowohl  auf 
Personen, die ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen haben, als auch 
auf Personen, die sich noch im Asylverfahren befinden. Sie stellt eine 
Ausnahme vom Grundsatz der Ausschliesslichkeit des Asylverfahrens 
dar  (PETER NIDERÖST, Sans-Papiers in der Schweiz, in: Ausländerrecht, 
Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], 
2.  Auflage  Basel  2009,  Rz. 9.35;  zur  Rechtsnatur  dieses  Verfahrens 
vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-7265/2007 vom 24. März 
2010 E. 3).

3.2 Bereits vor der Revision vom 16. Dezember 2005 sah das Asyl-
gesetz  in  Art.  44  Abs.  3  bis  5  die  Möglichkeit  vor,  in  Fällen  einer 
schwerwiegenden persönlichen Notlage die vorläufige  Aufnahme an-
zuordnen,  sofern  vier  Jahre  nach Einreichen des  Asylgesuchs noch 
kein rechtskräftiger Entscheid ergangen war. Bereits rechtskräftig ab-
gewiesene  Asylsuchende  waren  von der  Möglichkeit  der  vorläufigen 
Aufnahme  ausgeschlossen.  Die  nunmehr  geltende  Regelung  von 
Art. 14  Abs.  2  AsylG  enthält  nicht  nur  eine  Ausweitung  des  An-
wendungsbereiches  auf  rechtskräftig  abgewiesene  Asylsuchende, 
sondern  bringt  der  betroffenen Person auch insoweit  eine  rechtliche 
Besserstellung,  als  ihr  eine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  und  nicht 
mehr  nur  die  vorläufige  Aufnahme  gewährt  werden  kann  (zur  Ent-
stehung des heutigen Art. 14 Abs. 2 AsylG vgl. BVGE 2009/40 E. 3.1).

4.
4.1 Die  Beschwerdeführerin  hält  sich  seit  Einreichung  des  Asyl-
gesuches mehr als  fünf  Jahre in  der  Schweiz auf,  wobei  ihr  Aufent-
haltsort  (wie auch derjenige ihrer hierzulande geborener Kinder) den 
Behörden immer bekannt war. Die in Art. 14 Abs. 2 Bst. a und b AsylG 
genannten Anforderungen sind damit erfüllt. Zu prüfen bleibt, ob nach 
Massgabe  von  Art.  14  Abs.  2  Bst.  c  AsylG  „wegen  der  fort-
geschrittenen Integration  ein  schwerwiegender  persönlicher  Härtefall 
vorliegt“.  Diese  Frage  beurteilt  sich  auf  der  Grundlage  der  umfang-
reichen Rechtsprechung zum Härtefallbegriff gemäss Art. 13 Bst. f der 
bis  zum  31. Dezember  2007  geltenden  Verordnung  vom  6. Oktober 
1986 über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (Begrenzungsver-
ordnung,  BVO, AS 1986  1791; vgl.  heute  Art.  30  Abs. 1  Bst. b  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]). Mit Art. 14 Abs. 2 Bst. c AsylG hat 
der  Gesetzgeber  nämlich  keinen  eigenen  Härtefallbegriff  schaffen, 

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sondern den bereits im Kontext des Ausländerrechts bestehenden und 
von der Rechtsprechung konkretisierten Härtefallbegriff  auch für das 
Asylrecht  anwendbar  machen  wollen  (vgl.  dazu  eingehend  BVGE 
2009/40 E. 5 mit Hinweisen).

4.2 In Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesgerichts hat der 
Verordnungsgeber in Art. 31 Abs. 1 VZAE eine entsprechende Kriteri-
enliste aufgestellt, die sich sowohl auf Art. 14 Abs. 2 AsylG als auch 
auf den Anwendungsbereich des AuG (Art. 30 Abs. 1 Bst. b, Art. 50 
Abs. 1 Bst. b und Art. 84 Abs. 5 AuG) bezieht. Im Einzelnen werden fol-
gende  Kriterien  genannt:  die  Integration (Bst. a),  die  Respektierung 
der Rechtsordnung (Bst. b), die Familienverhältnisse (Bst. c), die finan-
ziellen Verhältnisse sowie der Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben 
und zum Erwerb von Bildung (Bst. d), die Dauer der Anwesenheit (Bst. 
e), der Gesundheitszustand (Bst. f) und die Möglichkeiten für eine Wie-
dereingliederung im Herkunftsstaat (Bst. g).

4.3 Im  Weiteren  statuiert  die  auf  die  soeben  genannten  Härtefall-
regelungen nach AsylG und AuG anwendbare Bestimmung von Art. 31 
Abs. 2  VZAE,  dass  die  gesuchstellende  Person  ihre  Identität  offen-
legen  muss. Dieses  Erfordernis  steht  in  Zusammenhang  mit  Art.  13 
und  Art.  90  AuG,  wonach  die  Gesuch  stellende  Person  im  Be-
willigungs- und Anmeldeverfahren ein gültiges Ausweispapier vorlegen 
und  diesbezüglich  zutreffende  und  vollständige  Angaben  machen 
muss. Werden diese zwingenden Vorschriften verletzt, kann dies den 
Widerruf einer Bewilligung zur Folge haben (Art. 62 Bst. a und Art. 63 
Abs. 1 Bst. a AuG) und zu Zwangsmassnahmen (Art. 76 Abs. 1 Bst. b 
Ziff. 3  AuG und Art. 77 Abs. 1 Bst. c AuG) oder gar strafrechtlichen 
Sanktionen (Art. 120 Abs. 1 Bst. e)  führen (PETER UEBERSAX,  Einreise 
und Aufenthalt, in: Ausländerrecht, a.a.O., Rz. 7.273 ff.). Einen weiter-
reichenden Regelungsumfang hat die insoweit nur deklaratorische Ver-
ordnungsbestimmung von Art.  31  Abs. 2  VZAE (abgesehen  von der 
wohl  ungenauen  Übersetzung  im  französischen  Text)  nicht  und  sie 
bietet auch keinen Interpretationsspielraum für das bisherige Verhalten 
der gesuchstellenden Person.

5.
5.1 Im  Hinblick  auf  die  Rechtsprechung  zum  Härtefallbegriff  von 
Art. 13 Bst. f BVO und die diesbezüglich in Art. 31 Abs. 1 VZAE auf-
gestellten  Kriterien  darf  auch  im  Anwendungsbereich  des  Asyl-
gesetzes  ein  schwerwiegender  persönlicher  Härtefall  nicht  leichthin 

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angenommen  werden.  Erforderlich  ist,  dass  sich  die  ausländische 
Person in einer persönlichen Notlage befindet, was bedeutet, dass ihre 
Lebens-  und Existenzbedingungen,  gemessen am durchschnittlichen 
Schicksal von ausländischen Personen, in gesteigertem Mass in Frage 
gestellt sind bzw. die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung für sie 
mit schweren Nachteilen verbunden wäre. 

5.2 Die Anerkennung als Härtefall  muss allerdings nicht bereits des-
halb erfolgen, weil sich die Anwesenheit  in der Schweiz als einziges 
Mittel zur Verhinderung einer persönlichen Notlage darstellt. Es genügt 
auch nicht, wenn sich die ausländische Person während längerer Zeit 
in  der  Schweiz aufgehalten,  sich in sozialer  und beruflicher Hinsicht 
gut integriert und sich nichts hat zuschulden kommen lassen. Vielmehr 
bedarf es einer so engen Beziehung zur Schweiz, dass es ihr nicht zu-
gemutet werden kann, im Ausland, insbesondere in ihrem Heimatland, 
zu leben (BGE 130 II  39 E. 3; BVGE 2007/16 E. 5.1); die in diesem 
Kontext anwendbaren Kriterien von Art. 31 Abs. 1 VZAE stellen weder 
einen abschliessenden Katalog dar noch müssen sie kumulativ erfüllt 
sein  (vgl.  BVGE 2009/40  E.  6.2).  Immerhin  werden  bei  einem  sehr 
langen Aufenthalt  weniger hohe Anforderungen an das Vorliegen be-
sonderer  Umstände  wie  etwa  eine  überdurchschnittliche  Integration 
oder andere Faktoren gestellt, welche die Rückkehr ins Heimatland als 
ausgesprochen  schwierig  erscheinen  lassen  (BGE  124  II  110  E.  3 
S. 113).

5.3 Zu  beachten  gilt  es,  dass  die  ausländerrechtliche  Zulassung 
wegen eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalles nicht das Ziel 
verfolgt,  eine  ausländische  Person  gegen  die  Folgen  eines  Krieges 
oder  des  Missbrauchs  staatlicher  Gewalt  zu  schützen.  Solche  Er-
wägungen  betreffen  einerseits  die  Frage  der  Asylgewährung,  ande-
rerseits sind sie für die Beurteilung der Vollziehbarkeit einer verfügten 
Wegweisung von Bedeutung (vgl. Art. 14a des Bundesgesetzes vom 
26.  März  1931  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer 
[ANAG,  BS  1  121]  und  Art.  83  AuG).  Im  Zusammenhang  mit  dem 
schwerwiegenden  persönlichen  Härtefall  sind  ausschliesslich 
humanitäre Gesichtspunkte ausschlaggebend, wobei der Schwerpunkt 
auf der Verankerung in der Schweiz liegt. Im Rahmen einer Gesamt-
schau  sind  jedoch  seit  jeher  auch  der  Gesundheitszustand  einer 
Person  sowie  die  Möglichkeiten  einer  Wiedereingliederung  im  Her-
kunftsland  mitzuberücksichtigen  (heute  sind  diese  von  der  Recht-
sprechung entwickelten Kriterien in Art. 31 Abs. 1 Bst. f  und g VZAE 

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positivrechtlich verankert). Diese Prüfung kann nicht losgelöst von den 
persönlichen, familiären und ökonomischen Schwierigkeiten erfolgen, 
denen eine ausländische Person in ihrem Heimatland ausgesetzt wäre 
(vgl. BGE 123 II  125 E. 3 S. 128). Daraus ergibt  sich  eine gewisse 
Überschneidung von Gründen, die den Wegweisungsvollzug betreffen, 
und solchen, die einen Härtefall (mit)begründen können. Das ist nicht 
zu  vermeiden  und  in  Kauf  zu  nehmen  (vgl.  Urteil  des  Bundesver-
waltungsgerichts C-4306/2007 vom 11. Dezember 2009 E. 6.2).

5.4 Rechtswidrige Aufenthalte werden bei der Härtefallprüfung grund-
sätzlich nicht berücksichtigt (anders Aufenthalte im Rahmen eines Ver-
fahrens auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, vgl. dazu Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts C-4551/2008 vom 23. Dezember 2009 E. 
5.2 mit Hinweis). In solchen Fällen hat die Behörde jedoch zu prüfen, 
ob sich die betroffene Person aus anderen Gründen in einer schwer-
wiegenden persönlichen Notlage befindet. Dazu ist auf ihre familiären 
Beziehungen in der Schweiz und in ihrem Heimatland sowie auf ihre 
gesundheitliche und berufliche Situation, ihre soziale Integration sowie 
die  weiteren  Umstände  des  Einzelfalles  abzustellen.  In  diesem  Zu-
sammenhang ist  auch das Verhalten  der  Behörden – beispielsweise 
ein nachlässiger Wegweisungsvollzug – zu berücksichtigen (vgl. BGE 
130 II 39 E. 3 S. 42 mit Hinweis). 

5.5 Bei Härtefallgesuchen von Familien schliesslich darf die Situation 
der  einzelnen  Mitglieder  nicht  isoliert,  sondern  muss  im  familiären 
Kontext betrachtet werden. Das Schicksal der Familie stellt  eine Ein-
heit dar, und es wäre schwierig, das Vorliegen eines Härtefalles bei-
spielsweise einzig für die Eltern oder nur für die Kinder anzunehmen 
(vgl. BVGE 2007/16 E. 5.3 oder das bereits zitierte Urteil des Bundes-
verwaltungsgerichts C-4306/2007 vom 11. Dezember 2009 E. 6.5).

6.
6.1 Das Asylgesuch der Beschwerdeführerin wurde am 10. Mai 2001 
abgewiesen  und  die  Wegweisung  aus der  Schweiz  angeordnet.  Der 
negative Asylentscheid erwuchs mit dem Nichteintretensentscheid der 
ARK  vom  31.  Juli  2001  in  Rechtskraft,  woraus  folgt,  dass  sie  sich 
seitdem (bzw. nach Ablauf der Ausreisefrist, vgl. vorstehend Sachver-
halt  Bst. A) rechtswidrig in der Schweiz aufgehalten hat. Die illegale 
Anwesenheit  dauerte  bis  zum  Beginn  des  vorliegenden  Verfahrens 
(April  2008).  Aus  der  mittlerweile  etwas  mehr  als  neunjährigen  An-
wesenheitsdauer  (wovon  bloss  rund  fünf  Monate  im  Rahmen  des 

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Asylverfahrens  und  zwei  Jahre  im  Rahmen  des  Härtefallverfahrens 
anzurechnen  sind)  kann  sie  somit  nichts  zu  ihren  Gunsten  ableiten 
(zum Ganzen vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts C-7265/2007 
vom 24. März 2010 E. 6.2, C-4551/2008 vom 23. Dezember 2009 E. 
5.2 und 6 sowie C-4306/2007 vom 11. Dezember 2009 E. 6.4). Es stellt 
sich lediglich die Frage, wie die sonstigen Umstände ihres Aufenthalts 
und Verhaltens zu würdigen sind bzw. ob sich für sie allenfalls daraus 
eine  schwerwiegende  persönliche  Notlage ergibt  (siehe  auch  E. 5.4 
hiervor).

6.2 Eng mit der Missachtung der Ausreisefrist und dem illegalen Auf-
enthalt  zusammen  hängen  die  in  der  angefochtenen  Verfügung  er-
hobenen  Vorwürfe  der  verletzten  Mitwirkungspflichten  und  der  nicht 
offen gelegten Identität. Die  der  Beschwerdeführerin  auferlegte Aus-
reisepflicht beschränkt sich nicht darauf, sich den Behörden zur Ver-
fügung  zu  halten  und  allfällige  aufenthaltsbeendende  Massnahmen 
ohne Widerstand über sich ergehen zu lassen. Die ausreisepflichtige 
Person ist vielmehr gehalten, von sich aus die Schweiz zu verlassen 
und im Vorfeld der Ausreise alles zu unternehmen, um dies zu ermög-
lichen,  was offenkundig  nicht  geschah. Auch eine faktische Duldung 
der  rechtswidrigen  Anwesenheit  seitens  der  Behörden  ist  nicht  er-
kennbar. Im Gegenteil  wurde  die  Beschwerdeführerin  wiederholt  auf 
die  im  Asyl-  und  Wegweisungsverfahren  gebotenen  Mitwirkungs-
pflichten  aufmerksam  gemacht,  namentlich  auch  darauf,  bei  der 
Papierbeschaffung  aktiv  mitzuwirken. Dass  die  Ausreiseverpflichtung 
nicht mit Zwangsmitteln durchsetzbar war, lag in ihrem Falle denn zur 
Hauptsache daran, dass sie nie ein gültiges heimatliches Reisepapier 
vorlegte. Während des Asylverfahrens hatte sie sich nämlich lediglich 
mit  einer  Verlustbescheinigung  ihrer  Identitätskarte  ausgewiesen 
(„Attestation de Perte de Pièces D'Identité“).

Wie  schon  die  frühere  Regelung  soll  auch  die  heutige  Härtefall-
regelung nach Art. 14 Abs. 2 AsylG nur für Personen in Betracht fallen, 
die  nach  Abweisung  ihres  Asylgesuches  aus  nicht  selbst  ver-
schuldeten  oder  nicht  selbst  zu  verantwortenden  Gründen  in  der 
Schweiz  geblieben  sind.  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
C- 4551/2008 vom 23. Dezember 2009 E. 6.2.2 u. 6.2.3). Eine solche 
Situation ist  hier, wie angetönt, nicht gegeben. Den Abklärungen der 
Vorinstanz  zufolge  stellt  die  diplomatische  Vertretung  der  Demo-
kratischen  Republik  Kongo  in  der  Schweiz  auf  Gesuch  hin  Ersatz-
reisepapiere aus, allerdings nur an freiwillig zurückkehrende Personen, 

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welche  ihre  diesbezügliche  Bereitschaft  gegenüber  der  Botschaft 
persönlich  bestätigen  (siehe  die  beiden  Informationsschreiben  des 
BFM an  die  kantonale  Migrationsbehörde  vom 10. Januar  2007 und 
2. April 2008). Es besteht kein Anlass, an der Richtigkeit besagter Aus-
künfte zu zweifeln. Da gemäss Asylentscheid vom 10. Mai 2001 keine 
Asylgründe  vorliegen,  hätte  es  die  Beschwerdeführerin  mithin  ohne 
weiteres in der Hand gehabt,  ein entsprechendes Reisedokument zu 
erlangen. Bislang (letztmals am 13. Februar 2008) hat sie sich jedoch 
geweigert, ihre Freiwilligkeit zur Ausreise vor der kongolesischen Bot-
schaftsvertreterin  zu  bestätigen.  Die  (zum  Teil  aktenwidrigen)  Ein-
wände  der  Parteivertreterin  betreffend  der  Schwierigkeiten  bei  der 
Papierbeschaffung  erweisen  sich  vor  diesem  Hintergrund  als  nicht 
stichhaltig.  Wegen  der  mangelnden  Zusammenarbeit  mit  den  Be-
hörden  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisedokumente  verfügte  die 
Sozialhilfe der Stadt Basel in der Zeitspanne vom Juni 2006 bis Spät-
sommer  2007  sogar  insgesamt  fünfmal  eine  Leistungskürzung.  Das 
Verhalten  der  Beschwerdeführerin,  sprich  die  Verletzung  von  Mit-
wirkungspflichten und das absichtliche Hinauszögern des Aufenthalts, 
dürfen  daher  im  Rahmen  der  Härtefallprüfung  bzw.  des  Kriterien-
katalogs von Art. 31 Abs. 1 VZAE (insbesondere  von Art. 31 Abs. 1 
Bst. b VZAE) nicht ausser Acht gelassen werden.

6.3 Was  die  persönliche  und  soziale  Integration  anbelangt  (Art.  31 
Abs. 1 Bst. a  VZAE),  so hat  sich die Beschwerdeführerin  anfänglich 
nicht  sonderlich  darum  bemüht.  Wohl  hat  sie  im  Jahre  2001  zwei 
Deutschkurse  besucht  und  an  einem  Beschäftigungsprogramm  teil-
genommen.  Danach  bekundete  sie  aber  zeitweilig  Mühe,  mit  den 
hiesigen Verhältnissen und Gepflogenheiten zurecht zu kommen. Aus 
den  Akten  geht  hervor,  dass  die  Beschwerdeführerin  vor  allem  im 
Frühjahr und Sommer 2006 wiederholt  durch auffälliges Verhalten in 
Erscheinung trat. Die kantonale Migrationsbehörde und die Sozialhilfe 
der Stadt Basel führen dies darauf zurück, dass sie nach der Geburt 
der beiden Töchter (2003 bzw. 2004) als alleinerziehende Mutter mit 
der Situation überfordert  gewesen sei. Nachdem die Kinder in einem 
Tagesheim  bzw. im  Kindergarten  untergebracht  werden  konnten  (ab 
Sommer 2007), beruhigte sich die Lage. Die Betroffene zeigte danach 
wieder  vermehrt  Bemühungen,  sich  zu  integrieren.  So  besuchte  sie 
vom April 2008 bis Juni 2008 einen weiteren Deutschkurs. Ausserdem 
nimmt  sie  seither  an  einem  Beschäftigungsprogramm  im 
Diakonissenhaus X.______ teil, wo sie gemäss Zwischenzeugnis vom 
18.  September  2007  geschätzt  wird.  Auch  die  Sozialhilfe  der  Stadt 

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Basel wertet ihre diesbezüglichen Anstrengungen heute positiv (siehe 
deren  Stellungnahme  vom  28.  Januar  2008).  Ungeachtet  besagter 
Entwicklung lässt sich noch längst nicht sagen, dass die Bemühungen 
der  Beschwerdeführerin  zu  einer  über  das  übliche  Mass  hinaus-
gehenden  Integration  geführt  hätten.  Die  angesprochene,  problem-
behaftet  gewesene  Periode  kann  im  Übrigen  nicht  einfach  aus-
geklammert  werden.  Von  einer  fortgeschrittenen  Integration  kann  in 
dieser Hinsicht aber so oder so nicht die Rede sein.

6.4 Nicht  anders  verhält  es  sich  mit  der  beruflichen Integration. Die 
Beschwerdeführerin  wird,  wie  ihre  beiden  Töchter,  seit  jeher  voll-
umfänglich von der Sozialhilfe der Stadt Basel unterstützt. Vom April 
2001  bis  Februar  2003  besuchte  sie  ein  Beschäftigungsprogramm. 
Seit Juni 2007 arbeitet sie in Teilzeit (zwei bis drei Stunden täglich) im 
Diakonissenhaus  X._______.  Auch  ihr  dortiger  Einsatz  erfolgt  im 
Rahmen eines  Beschäftigungsprogrammes. Dass  sie  zu  keinem ge-
regelten  Erwerbseinkommen fand,  ist  nicht  nur,  aber  auch auf  ihren 
Status  als  abgewiesene  Asylsuchende  mit  Ausreisefrist  zurückzu-
führen. Aus diesem Grunde war ihr im Frühjahr 2002 beispielsweise 
verwehrt,  sich  für  einen  Computerkurs  anzumelden.  Rechnung  zu 
tragen  ist  ebenfalls  dem  Umstand,  dass  ihre  diesbezüglichen 
Möglichkeiten als alleinerziehende Mutter mit  zwei Kindern zeitweilig 
beschränkt  waren. Andererseits weilt  die Beschwerdeführerin immer-
hin seit rund neun Jahren in der Schweiz und ihre Töchter werden seit 
dem Sommer 2007 teilweise fremdbetreut. Für eine anscheinend ins 
Auge  gefasste  Ausbildung  zur  Pflegehelferin  reichten  ihre  Deutsch-
kenntnisse im Winter 2007/2008 indessen nicht  aus (siehe Härtefall-
gesuch  vom  11. Februar  2008).  Ausser  beim  Diakonissenhaus 
X._______  hat  sie  sich,  soweit  ersichtlich,  überdies  nie  konkret  um 
eine Stelle beworben. Auch sonstige Kursbesuche (ausgenommen die 
unter E. 6.3 aufgeführten drei  Deutschkurse) sind nicht aktenkundig, 
was ihren Willen  zur  Teilhabe  am Wirtschaftsleben und zum Erwerb 
von  Bildung  doch  relativiert  (vgl.  Art.  31  Abs.  1  Bst.  d  VZAE).  Die 
berufliche Integration kann mit anderen Worten keineswegs als über-
durchschnittlich bezeichnet werden.

6.5 Die Beschwerdeführerin ist vor etwa neun Jahren im Alter von 32 
Jahren in die Schweiz gelangt. Sie hat somit den grössten Teil ihres 
Lebens, insbesondere die wichtigen Jahre der Persönlichkeitsbildung 
und  der  Sozialisierung,  in  der  Demokratischen  Republik  Kongo  ver-
bracht. Sie soll dort auch eine Krankenschwesternschule besucht und 

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eine Zeit lang als Krankenschwester gearbeitet haben. Die Rückkehr in 
ihren  Herkunftsstaat  wäre  von  daher  kaum  mit  besonderen 
Schwierigkeiten  verbunden.  Dass  der  Beschwerdeführerin  bei  einer 
Rückkehr  Repressionen  drohen  könnten,  wurde  bereits  im  Asylver-
fahren verneint und wird zu Recht nicht mehr geltend gemacht. Auf die 
Frage  nach  Familienangehörigen  in  ihrer  Heimat  gab  sie  am 
26. Februar  2001  anlässlich  der  Befragung  in  der  Empfangsstelle 
Basel seinerzeit  an, drei  eigene Kinder (geb. 1989, 1990 bzw. 1992) 
lebten bei einer Nachbarin in Kinshasa. Ausserdem erwähnte sie ihre 
Mutter  und  fünf  Geschwister,  welche  an  ihrem  Herkunftsort 
Lubumbashi ansässig seien. Am 6. April 2001 bestätigte sie ihre dies-
bezüglichen  Angaben.  Die  jetzige  Behauptung,  die  Beschwerde-
führerin habe den Kontakt zur Mutter und den Geschwistern schon im 
Jahre 1999 verloren, steht mithin in klarem Widerspruch zu den Asyl-
akten. Unglaubhaft erscheint ebenfalls, dass die Nachbarin sowie die 
drei  zurückgelassenen  Kinder  inzwischen  unbekannten  Aufenthalts 
seien. Gemäss einer Mitteilung der kantonalen Migrationsbehörde vom 
25. Oktober 2007 nahm sie nämlich verschiedentlich Überweisungen 
in ihre Heimat vor. Die Geldzahlungen als solche werden nicht in Ab-
rede gestellt, die hierfür in der Rechtsmitteleingabe vom 23. Dezember 
2008  vorgetragenen  Gründe  (Geldtransfers  an  eine  Bekannte  in 
Kinshasa,  damit  diese  jemanden  beauftrage,  den  Aufenthaltsort  der 
Kinder ausfindig zu machen) müssen im dargelegten Kontext indessen 
als  wenig  plausibel  bezeichnet  werden.  Unabhängig  von  den  fest-
gestellten  Ungereimtheiten  und  Unglaubhaftigkeitsmerkmalen  sind 
nach  dem  Gesagten  in  Form  unbestrittener  regelmässiger  (tele-
fonischer) Kontakte zu dieser Freundin und der erwähnten Zahlungen 
durchaus  gewisse  Verbindungen  zum  Heimatland  vorhanden.  Das 
BFM verweist  in  der angefochtenen Verfügung sodann mehrfach auf 
die (sich allerdings nicht in den Akten befindliche) Stellungnahme der 
Beschwerdeführerin vom 23. September 2008 zur beabsichtigten Zu-
stimmungsverweigerung.  Demnach  hat  sie  in  der  Demokratischen 
Republik  Kongo  weitere  Freunde,  welche  sie  (konkret  bei  der  Be-
schaffung  von  Identitätspapieren)  unterstützen.  Es  wäre  ihr  daher 
möglich, sich dort wieder einzugliedern. 

6.6 Ferner ergibt sich aus den Akten auch ansonsten nichts, das auf 
derart enge Beziehungen zur Schweiz schliessen liesse, dass von der 
Beschwerdeführerin nicht verlangt werden könnte, ihr Leben in einem 
anderen Land, insbesondere in ihrem Heimatland, weiterzuführen (vgl. 
oben E. 5.2).

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6.7 Miteinzubeziehen ist schliesslich die Situation der Kinder. Gemäss 
Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die 
Rechte des Kindes (im Folgenden: Kinderrechtekonvention, KRK, SR 
0.107)  ist  das  Kindeswohl  bei  allen  Massnahmen,  die  Minderjährige 
betreffen, ein Aspekt von vorrangiger Bedeutung. Ungeachtet der um-
strittenen Frage der unmittelbaren Anwendbarkeit dieser Bestimmung, 
ist das Kindeswohl zumindest im Rahmen einer völkerrechtskonformen 
Auslegung des Landesrechts  zu  berücksichtigen  (vgl. Entscheid  des 
Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements vom 19. November 
1998,  auszugweise  publiziert  in  Verwaltungspraxis  der  Bundes-
behörden  [VPB]  63.13  E.  5d/bb  mit  Hinweisen;  zur  Frage  der  An-
sprüche gestützt auf die KRK vgl. BGE 126 II 377 E. 5d S. 392). Dem 
wird  in  der  Praxis  insofern  Rechnung  getragen,  als  der  fort-
geschrittenen sozialen und schulischen Integration von Kindern in der 
Schweiz  regelmässig  besonderes  Gewicht  beigemessen  wird  (Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts C-4306/2007 vom 11. Dezember 2009 
E. 7.4).

Die  in  der  Schweiz  geborenen Töchter  der  Beschwerdeführerin  sind 
heute sieben bzw. fünfeinhalb Jahre alt. Das ältere Kind besucht die 
Primarschule,  das  jüngere  den  Kindergarten.  Die  beiden,  die  im 
Sommer 2007, als sie in ein Tagesheim und später den Kindergarten 
aufgenommen  wurden,  der  deutschen  Sprache  noch  nicht  mächtig 
waren und Anfangsschwierigkeiten bekundeten,  haben inzwischen in 
verschiedenen  Bereichen  sichtbare  Fortschritte  gemacht  (siehe  z.B. 
Bericht  des  Tagesheimes  D._______  vom  25.  Januar  2008, 
Situationsbericht  der Kindergärtnerinnen vom 21. Februar 2008 oder 
Bericht des Sozialberaters vom 30. September 2009). Allerdings gilt es 
zu bedenken, dass sich die Töchter der Beschwerdeführerin noch in 
einem  anpassungsfähigen  Alter  befinden,  in  dem  die  persönliche 
Entwicklung  stark  an  die  Beziehung  der  Eltern  oder  des  sie  be-
treuenden Elternteils gebunden ist und die Eingliederung in ein neues 
Lebensumfeld  erfahrungsgemäss  noch  keine  besonderen  Schwierig-
keiten bereitet (vgl. BGE 123 II 125 E. 4b S. 129 f.; ferner Urteile des 
Bundesgerichts  2A.679/2006  vom  9.  Februar  2007  E.  3  und 
2A.578/2005  vom 3. Februar  2006  E. 3.1  sowie  Urteil  des  Bundes-
verwaltungsgerichts  C-873/2008 vom 5. Januar 2010 E. 7.5 mit  Hin-
weisen). Eine erhebliche,  nicht  mit  dem Schutzanliegen des Kindes-
wohls  zu  vereinbarende  Belastung  in  der  Entwicklung  der  beiden 
Kinder  ist  folglich  nicht  zu  befürchten. Es  ist  vielmehr  grundsätzlich 
davon  auszugehen,  dass  es  ihnen  zugemutet  werden  kann,  ihrer 

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Mutter  ins  Ausland  zu  folgen.  Weiterer  Abklärungen  im  Sinne  des 
Eventualantrages bedarf es in casu beim Entscheid über das Vorliegen 
eines Härtefalles nicht.

7.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin und 
ihre Kinder die Kriterien eines schwerwiegenden persönlichen Härte-
falles nicht erfüllen. Die Vorinstanz hat die Zustimmung zu einer Auf-
enthaltsregelung gemäss  Art.  14  Abs. 2  AsylG daher  zu  Recht  ver-
weigert.

8.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 
Verfügung  rechtmässig  ist  (Art.  49  VwVG).  Die  Beschwerde  ist 
demzufolge abzuweisen.

9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind der Beschwerdeführerin die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. des Regle-
ments vom 21. Februar  2008 über Kosten und Entschädigungen vor 
dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Dispositiv Seite 17

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C-8270/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden mit dem am 16. März 2009 in gleicher Höhe ge-
leisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. [...] retour)
- Bevölkerungsdienste  und  Migration,  Migrationsamt  des  Kantons 

Basel-Stadt (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Antonio Imoberdorf Daniel Grimm

Versand: 

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