# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0f9aa43-1f62-5271-ade2-ce0245974bfe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 02.08.2018 UE170306
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE170306_2018-08-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: UE170306-O/IMH 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i. V., und  

lic. iur. D. Oehninger, Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. A. Weber  

 

Beschluss vom 2. August 2018 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Beschwerdegegner 

 

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend Einstellung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zü-
rich-Limmat vom 27. September 2017, D-5/2016/10034869 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. A._____ wirft ihrem Ehemann, B._____, vor, ihr gegenüber wiederholt tätlich 
geworden zu sein und sie bedroht zu haben. Sie wählte am 21. September 2016 

kurz vor Mitternacht die Notrufnummer der Polizei (Urk. 13/1). Anlässlich ihrer Be-

fragung als polizeiliche Auskunftsperson am nächsten Tag (Urk. 13/9/1) stellte sie 

Strafantrag wegen Tätlichkeiten (Urk. 13/3). 

Sie erhob kurz zusammengefasst folgende Vorwürfe gegen ihren Ehemann (wie-

dergegeben nach der Zusammenfassung im Polizeirapport, Urk. 13/1 S. 4): Im 

April 2016 habe er ihr mehrfach mit der Hand gegen die Schulter geschlagen, bis 

diese blau gewesen sei und sie den Arzt habe aufsuchen müssen. Bei anderer 

Gelegenheit, ebenfalls im April 2016 habe er sie mit dem Tod bedroht. Des Weite-

ren habe er ihr am Morgen des 21. September 2016 sein Mobiltelefon gegen den 

Oberkörper geschlagen, während sie hilflos auf dem Sofa im Wohnzimmer ge-

sessen sei. Als sie auf der Treppe gestanden habe und das Display des Mobilte-

lefons betrachtet habe, habe er sie völlig überraschend attackiert, indem er ihr 

das Telefon entrissen habe und sie gleichzeitig weggeschubst habe, sodass sie 

die untersten Stufen der Treppe hinuntergefallen sei, ohne dass sie sich habe da-

gegen wehren können.  

B._____ war nach dem Vorfall vom 21. September 2016 ins Ausland verreist, oh-

ne seiner Ehefrau seinen Aufenthaltsort bekanntzugeben. Mitte Oktober 2016 

kehrte er wieder in die Schweiz zurück (nicht aber in die eheliche Wohnung in Zü-

rich-…). Am 18. Oktober 2016 wurde er als Beschuldigter polizeilich einvernom-

men (Urk. 13/8/1).  

Nach Rapportierung durch die Stadtpolizei Zürich (Urk. 13/1) eröffnete die Staats-

anwaltschaft Zürich-Limmat (Staatsanwaltschaft) eine Untersuchung wegen Dro-

hung etc. Sie befragte am 3. Februar 2017 (Urk. 13/8/2) den Beschuldigten und 

am 25. April 2017 die Geschädigte (Urk. 13/9/2).  

- 3 - 

Mit Verfügung vom 27. September 2017 (den Parteien zugestellt am 6. Oktober 

2017) stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein (Urk. 13/21 = 3/B).  

2. Dagegen lässt A._____ (Beschwerdeführer) am 16. Oktober 2017 Beschwerde 
führen und folgende Anträge stellen (Urk. 2 S. 2): 

Die Verfügung vom 27. September 2017 der Staatsanwaltschaft Zürich-
Limmat sei aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung der Strafuntersuchung 
an die Staatanwaltschaft zurückzuweisen; 

unter Kostenfolgen zu Lasten der Staatskasse und Zusprechung einer Ent-
schädigung an die Beschwerdeführerin nach gerichtlichem Ermessen. 

Fristgerecht am 30. Oktober 2017 leistete sie die ihr auferlegte Sicherheitsleistung 

von 5000 Franken für allfällige sie treffende Prozesskosten (Urk. 5 ff.). 

Die Staatsanwaltschaft reichte ihre Beschwerdeantwort samt den Untersu-

chungsakten unterm 29. November 2017 ein. Sie schliesst auf Abweisung der 

Beschwerde (Urk. 10). Der Beschuldigte (Beschwerdegegner 1 im vorliegenden 

Rechtsmittelverfahren) liess sich nicht vernehmen. 

Die der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 24. Januar 2018 zur freigestellten 

Replik angesetzte Frist verstrich ungenutzt am 5. Februar 2018 (Urk. 16 f.). 

II. 

1. Infolge zwischenzeitlicher Neukonstituierung der beschliessenden Kammer und 
Ferienabwesenheiten ergeht der vorliegende Entscheid in teilweise anderer Be-

setzung als den Parteien mit Verfügung vom 20. Oktober 2017 angekündigt. 

2.1. Die Staatsanwaltschaft verweist zur Begründung der Einstellung zunächst auf 
die Aussagen des Beschwerdegegners 1: Dieser habe die Vorwürfe vehement 

von sich gewiesen. Er habe sowohl in seiner polizeilichen als auch in seiner 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme erklärt, seine Ehefrau nicht bedroht, ge-

schlagen oder die Treppe hinuntergeschubst zu haben. Es sei jedoch richtig, so 

die von der Staatsanwaltschaft wiedergegebenen Aussagen des Beschwerde-

gegners 1 weiter, dass es oft zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen ihnen 

- 4 - 

beiden gekommen sei. Anlässlich eines Vorfalles, mutmasslich im April 2016, ha-

be er seine Ehefrau, welche sich im Streit tobend auf den Boden geworfen habe, 

an beiden Armen hochgehoben und auf das Sofa gesetzt. Daher könne er nicht 

ausschliessen, dass sie dabei einen blauen Flecken am Oberarm erlitten habe. 

Am 21. September 2016 habe er der Beschwerdeführerin auf der Treppe sein ei-

genes Geschäfts-Handy aus der Hand gerissen. Die Beschwerdeführerin sei aber 

nicht gestürzt. Als sie an besagtem Tag auf dem Sofa gesessen sei, habe er ihr 

sein Handy in den Schoss geworfen, da sie danach verlangt habe, es ihr jedoch 

sicher nicht gegen den Oberkörper geschlagen. Dieser Streit am 21. September 

2016 sei der Auslöser dafür gewesen, dass er sich definitiv von der Beschwerde-

führerin getrennt habe. Nach diesem Streit sei er regelrecht geflohen und habe 

sich eine Auszeit genommen. Die Staatsanwaltschaft verweist in diesem Zusam-

menhang auf ein E-Mail, das der Beschwerdegegner 1 am 21. September 2016 

um 15:09 Uhr der Beschwerdeführerin schickte und in welchem er schreibt, dass 

er sie definitiv verlassen werde (Urk. 13/7). Nach Kenntnisnahme dieses E-Mails, 

so die Staatsanwaltschaft weiter, habe die Beschwerdeführerin um 23:42 Uhr te-

lefonisch Anzeige bei der Einsatzzentrale der Stadtpolizei Zürich erstattet. 

Im Rahmen der vorliegenden Strafuntersuchung hätten keine weiteren Beweismit-

tel erhältlich gemacht werden können, welche die Darstellung der Beschwerde-

führerin stützen würden. Insbesondere habe sich die Beschwerdeführerin nach 

dem Vorfall vom 21. September 2016 nicht zu einem Arzt begeben und auf den 

durch die ausgerückten Polizeifunktionäre erstellten Fotos vom 21. September 

2016 spät abends seien keinerlei Verletzungen am Fuss oder am Rücken der Be-

schwerdeführerin zu sehen. Anlässlich ihrer polizeilichen Einvernahme vom 

22. September 2016 seien weiter gemäss Polizeirapport vom 22. September 2016 

von Auge keine Verletzungen am Fuss zu erkennen gewesen. Mithin bestünden 

vorliegend keine hinreichend klaren Anhaltspunkte, um die vom Beschwerdegeg-

ner 1 hinsichtlich des Vorfalls vom 21. September 2016 getätigten Ausführungen 

rechtsgenügend zu widerlegen. Hinsichtlich des Vorfalls, welcher im April 2016 

stattgefunden haben solle, habe sich die Geschädigte anlässlich eines Besuches 

bei ihrem Gynäkologen gemäss dem erhobenen Auszug der Krankengeschichte 

von Dr. C._____ vom 5. April 2016 dahingehend geäussert, dass sie von ihrem 

- 5 - 

Ehemann geschlagen worden sei. Der Ehemann sei wegen einer Bankkarte, wel-

che sie im Auto gefunden habe, so wütend geworden, dass er sie auf den Boden 

gedrückt habe. Gemäss dem Auszug aus der Krankengeschichte der Beschwer-

deführerin habe diese anlässlich dieses Arzttermins bei Dr. C._____ am 5. April 

2016 Prellmarken am linken Oberarm aufgewiesen. Die bezüglich der Entstehung 

dieser blauen Flecken widersprüchlichen Aussagen der Beschwerdeführerin an-

lässlich ihrer Einvernahme bei der Polizei und bei der Staatsanwaltschaft, wonach 

der Beschwerdegegner 1 sie mehrfach mit der Hand gegen die rechte respektive 

linke Schulter geschlagen habe, und gegenüber ihrem Gynäkologen vermöchten 

dem Beschwerdegegner 1 eine Tätlichkeit nicht anklagegenügend nachzuweisen. 

Dies umso mehr, als die von der Beschwerdeführerin geschilderten Vorfälle teils 

erst nach dem Arztbesuch stattgefunden haben sollen.  

Es bestünden keine objektiven Beweismittel, welche die Aussagen des Be-

schwerdegegners 1 zu widerlegen vermöchten. Darüber hinaus erschienen diese 

auch nicht als von vornherein unglaubhaft und damit als blosse Schutzbehaup-

tungen. Insofern erscheine im Falle einer Anklage die Wahrscheinlichkeit eines 

Freispruchs (weitaus) grösser als diejenige einer Verurteilung. Insgesamt dränge 

sich damit in der konkreten Situation auf, von einer Anklage abzusehen. Entspre-

chend sei das vorliegende Verfahren gegen den Beschwerdegegner 1 wegen der 

beanzeigten häuslichen Gewalt (Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 lit. a StGB, 

Körpververletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 StGB sowie Tätlichkeiten im Sinne 

von Art. 126 Abs. 2 StGB) einzustellen (Urk. 3/B S. 1 ff.).  

2.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zusammengefasst vor, die Staats-
anwaltschaft sei ihrer Pflicht zur Ermittlung des Sachverhaltes nicht nachgekom-

men und habe diverse bedeutsame Tatsachen nicht abgeklärt, obwohl sie dazu 

verpflichtet gewesen sei, respektive habe sie solche ausser Acht gelassen bezie-

hungsweise falsch gewürdigt.  

Hinsichtlich des Vorfalls vom 21. September 2016 erwähnt die Beschwerdeführe-

rin den Polizeirapport, gemäss welchem beim Fuss eine leichte Schwellung zu er-

kennen gewesen sei. Diese Beobachtung der ausgerückten Polizisten stütze ge-

rade die Beschreibung des Vorfalls, wie sie ihn geschildert habe. Dies werde von 

- 6 - 

der Staatsanwaltschaft in aktenwidriger Weise ignoriert. Des Weiteren sei es 

überhaupt nicht verwunderlich, dass man auf dem durch die ausgerückten Polizei-

funktionären erstellten Foto ihres Fusses als medizinischer Laie keine Verletzun-

gen respektive Schwellungen erkenne, zumal auf dem Foto nur ein Fuss ersicht-

lich sei, ein Vergleich zum anderen Fuss also nicht möglich sei. Weiter müsse 

festgehalten werden, dass – wenn es zutreffen sollte, dass anlässlich der polizei-

lichen Einvernahme am 22. September 2016 keine Verletzungen am Fuss zu er-

kennen waren – es gerichtsnotorisch sei, dass körperliche Schmerzen respektive 

Verletzungen bei weitem nicht immer von Prellungen, Rötungen oder Ähnlichem 

begleitet würden, geschweige denn Stunden oder Tage nach dem die Schmerzen 

auslösenden Vorfall. Auch könne ihr nicht zum Vorwurf gemacht werden, dass sie 

nicht zum Arzt gegangen sei. Denn sie habe sich um vier Kinder kümmern müs-

sen, deren Interessen sie stets an erste Stelle in ihrem Leben stelle.  

Des Weiteren habe die Staatsanwaltschaft ausser Acht gelassen, dass den Akten 

klare Hinweise auf Beschimpfungen seitens des Beschwerdegegners 1 entnom-

men werden könnten.  

Hinsichtlich der Vorwürfe, die sich im April 2016 zugetragen haben sollen, hält die 

Beschwerdeführerin sodann in Bezug auf die Würdigung ihrer Aussagen durch 

die Staatsanwaltschaft als widersprüchlich fest, dass ein spezifisches Ereignis 

häuslicher Gewalt für das Opfer gewöhnlich in einer Reihe weiterer traumatisie-

render Ereignisse stehe. Es sei daher nicht erstaunlich, dass das Opfer von zahl-

reichen physischen Gewaltausbrüchen nicht auf Anhieb sagen könne, welche 

psychische Einwirkung anlässlich welcher Situation an welchem Zeitpunkt erfolgt 

sei, zumal der Beschwerdegegner 1 sie in den letzten acht Monaten vor der 

Strafanzeige circa zwanzig Mal geschlagen habe. Doch auch bereits während der 

Schwangerschaft sei es zu Tätlichkeiten des Beschwerdegegners 1 ihr gegenüber 

gekommen, was ein Schreiben illustriere, das sie ihm per E-Mail habe zukommen 

lassen. Dass sie in den unterschiedlichen Einvernahmen einmal von der rechten 

und einmal von der linken Schulter gesprochen habe, sei nicht mehr als ein einfa-

cher sprachlicher Fehler, welcher jedermann passieren könne, "wenn man die Er-

innerungen zurück aus dem Tiefsten der die traumatischen Erlebnisse verdrän-

- 7 - 

genden Psyche anlässlich der Einvernahme hervorzuheben" versuche. Aufgrund 

der Tatsache, dass sie anlässlich der Einvernahme bei der Polizei auf die Fotos 

von Dr. C._____ hinweise, sei klar, dass sie blaue Flecken unterhalb der linken 

Schulter gemeint habe, da auf den Fotos Prellungen auf dem linken Oberarm er-

sichtlich seien.  

Weiter hält die Beschwerdeführerin die Einvernahme ihres Arztes Dr. C._____ für 

notwendig, den sie am 5. April 2016 besucht habe. Denn der bei den Strafakten 

liegende Auszug aus der Krankengeschichte sei sehr knapp. Dort stehe lediglich: 

"Sei von Ehemann geschlagen worden. Sei wegen einer Bankkarte, welche sie 

gefunden habe im Auto so wütend geworden, dass er sie auf den Boden gedrückt 

habe. Sie zeigt nun Prellungen." Auf den vom Arzt geschossenen Bildern sehe 

man klar, dass blaue Flecken unterhalb der linken Schulter vorhanden gewesen 

seien. Dies stütze ihre Darstellung, was von der Staatsanwaltschaft nicht gewür-

digt worden sei. Auch sei nicht widersprüchlich, dass der Beschwerdegegner 1 sie 

gemäss Auszug aus der Krankengeschichte auf den Boden gedrückt habe. Dies 

und die Schläge gegen den Oberarm schlössen sich keineswegs aus, zumal der 

Beschwerdegegner 1 bei weitem nicht nur einmal ihr gegenüber gewalttätig ge-

worden sei.  

Schliesslich weist die Beschwerdeführerin auf ihrer Meinung nach bestehende 

"zahlreiche Widersprüche" in den Aussagen des Beschwerdegegners 1 hin. So 

etwa hinsichtlich der Frage, ob er am Morgen des 21. September 2016 gearbeitet 

habe oder nicht, ob er ihr das Telefon in den Schoss oder gegen den Oberkörper 

geworfen habe, in Bezug auf die Aufhebung des Hausverbotes bei D._____, sei-

ne Erinnerungen an den Vorfall im April 2016, die von ihr damals erlittenen Häma-

tome und seine nach dem 21. September 2016 im bis dahin gemeinsamen Haus-

halt verbliebenen Kleider. Schutzbehauptung und Stimmungsmache ihr gegen-

über sei seine bei der Polizei geäusserte Vermutung, dass sie psychisch krank 

sei, oder die gegenüber der Staatsanwaltschaft getätigten Aussagen, dass er 

2015 ein E-Mail von einer Psychiaterin erhalten habe, in welcher diese geschrie-

ben habe, sie sei in ihrer ganzen Karriere noch nie einer Person wie der Be-

schwerdeführerin begegnet, "die es so schaffe alles in ihre Richtung zu biegen, 

- 8 - 

Informationen zu manipulieren, dass alles in ihre Richtung geht." Es sei äusserst 

zweifelhaft, dass eine professionelle, erfahrene Psychiaterin an einen ihrer Klien-

ten ein E-Mail mit solchen Aussagen schreibe.  

Weiter sei zu bemerken, dass der Beschwerdegegner 1 sich sowohl gegenüber 

der Polizei als auch gegenüber der Staatsanwaltschaft sinngemäss dahingehend 

geäussert habe, dass er die Anzeige als Rache seiner Ehefrau für die Trennung 

betrachten würde. Man werde den Eindruck nicht los, dass sowohl die Polizei als 

auch die Staatsanwaltschaft seinen diesbezüglichen Ausführungen geglaubt hät-

ten, brächten sie doch die Anzeigeerstattung in Zusammenhang mit dem E-Mail 

des Beschwerdegegners 1 vom 21. September 2016, in welchem er erklärt habe, 

dass er sie verlassen werde. Die Beschwerdeführerin führt in diesem Zusammen-

hang aus, dass sie bereits um 11 Uhr E._____ [eine Hausangestellte des Ehe-

paares] vom Vorfall erzählt habe, also vier Stunden bevor das E-Mail abgeschickt 

worden sei. Schon aus diesem Grund sei es nicht möglich, dass sie die Anzeige 

nur aus Rache erstattet habe. Nur der Vollständigkeit halber sei zu erwähnen, 

dass dies bei weitem nicht das erste Mal gewesen sei, dass der Beschwerdegeg-

ner 1 sich von ihr habe trennen und sie habe verlassen wollen. Ein SMS vom 

4. April 2016 illustriere dies. Ferner verweist die Beschwerdeführerin darauf, dass 

das am 21. September 2016 verschickte E-Mail (im Body) auf den 10. Oktober 

2016 datiert gewesen sei, was die Frage aufwerfe, ob nicht er nach einem Plan 

vorgegangen sei.  

Schliesslich zählt die Beschwerdeführerin eine Reihe von Personen auf, die ihrer 

Meinung nach Wesentliches beizutragen hätten, so etwa F._____, als eine der 

ersten Personen, die von ihr vom Vorfall vom 21. September 2016 erfahren hät-

ten, der Gynäkologe Dr. C._____ in Bezug auf den Vorfall im April 2016, Prof. Dr. 

G._____, welchen sie nach der Morddrohung verängstigt und verzweifelt angeru-

fen habe, E._____, die regelmässig für die Familie gearbeitet habe und beim Vor-

fall vom 21. September 2016 vor Ort gewesen sei, die Hebamme H._____, wel-

che unter anderem die häusliche Gewalt am 4. April 2016 im Wohnzimmer miter-

lebt habe, als der Beschwerdegegner 1 sie auf den Boden gedrückt habe, um ihr 

die Bankkarte wegzunehmen, die Nannies der Kinder (I._____ und J._____), den 

- 9 - 

Psychologen K._____, welchem sie über mehrere inakzeptable Vorfälle mit dem 

Beschwerdegegner 1 erzählt habe, L._____, welche sie in Todesangst am 4. April 

2016 aus dem Auto angerufen habe, M._____, ein Freund, welchen sie verzwei-

felt und verletzt in Anwesenheit ihres Ehemannes angerufen habe, unmittelbar 

nachdem dieser sie "aufgelüpft und auf den Boden aufgehoben" habe (Urk. 2 S. 4 

ff.): 

2.3. In ihrer Beschwerdeantwort verweist die Staatsanwaltschaft darauf, dass es 
sich bei den Vorwürfen im Wesentlichen um Vier-Augen-Delikte handle. In sol-

chen Fällen sei die Staatsanwaltschaft für die Entscheidung, ob sie Anklage erhe-

ben solle, respektive für die Beantwortung der Frage, ob eine Verurteilung wahr-

scheinlicher erscheine als ein Freispruch, massgeblich auf die Aussagequalität 

der Geschädigten angewiesen. Auch wenn es nicht Aufgabe der Staatsanwalt-

schaft sei, eine Aussagewürdigung vorzunehmen, da dies dem Gericht vorbehal-

ten sei, so müsse sie sich für die Erstellung eines anklagegenügenden Sachver-

haltes insbesondere auf die Aussagen der Geschädigten abstützen. Wenn deren 

Aussagen aus Sicht der Staatsanwaltschaft in wesentlichen Punkten widersprüch-

lich und im Kerngehalt lückenhaft seien, gestalte es sich schwierig, einen ankla-

gegenügenden Sachverhalt zu erstellen.  

In casu beziehe sich die Begründung der Einstellung hinsichtlich der Widersprü-

che insbesondere darauf, dass die Beschwerdeführerin einerseits den Ablauf des 

Vorfalles vom 21. September 2016 anlässlich ihrer polizeilichen Einvernahme an-

ders geschildert habe, als bei ihrer staatsanwaltschaftlichen Einvernahme 

(Urk. 13/9/2 F. 23 ff.), und sie andererseits auch die erlittenen Verletzungen als 

einmal linksseitig und einmal rechtsseitig geschildert habe, wobei auch deren In-

tensität geschwankt habe (Urk. 13/9/2 F. 42 ff.). Hinsichtlich der Vorfälle im April 

2016 habe die Beschwerdeführerin zunächst geschildert, der Beschwerdegegner 

1 habe sie mehrfach gegen den Oberarm geschlagen, weswegen sie Prellungen 

erlitten und diese ihrem Vertrauensarzt gezeigt habe (Urk. 13/9/2 F. 71), diese 

Aussage habe sie dann aber später dahingehend korrigiert, dass sie aufgrund des 

Vorfalles mit der Bankkarte zu ihrem Arzt gegangen sei (Urk. 13/9/2 F. 105 ff.), 

welche Aussage sie dann aber sogleich erneut korrigiert habe. Hinsichtlich des 

- 10 - 

Vorfalles, welcher sich kurz nach der Geburt der Zwillinge, mutmasslich im Feb-

ruar 2016 zugetragen haben solle (Urk. 13/9/2 F. 139 ff.), habe auch nach mehr-

maligem Nachfragen kein konkreter Vorwurf im Sinne eines strafrechtlich relevan-

ten Verhaltens des Beschwerdegegners 1 erstellt werden können. 

Weiter sei es im Hinblick auf das rechtliche Gehör des Beschwerdegegners 1 ge-

schuldet, dass die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben würden, genügend konkreti-

siert seien, sowohl in sachlicher als auch in zeitlicher Hinsicht, damit er sich da-

gegen auch gehörig verteidigen könne. Die Beschwerdeführerin habe jedoch die 

Vorfälle, die sich im April 2016 zugetragen hätten (Vorfall mit der Bankkarte, Vor-

fall mit den Schlägen gegen den Oberarm und auch die Todesdrohung), zeitlich 

nicht einordnen können, sondern habe erklärt, diese Daten nachliefern zu können, 

was sie jedoch in der Folge nicht getan habe. Es erstaune daher, diesbezüglich in 

der Beschwerdeschrift zu lesen, dass sich der Vorfall mit der Bankkarte offenbar 

am 4. April 2016 zugetragen haben solle. Auch habe die Beschwerdeführerin auf 

Nachfrage nicht schildern können, ob sie beim Vorfall mit der Bankkarte irgend-

welche Verletzungen erlitten habe (Urk. 15/9/2 F. 104). 

In der Gesamtschau seien die Aussagen der Beschwerdeführerin aus Sicht der 

Staatsanwaltschaft auch angesichts der Interessenlage und des offenbar ange-

spannten Verhältnisses zwischen den Beteiligten nicht geeignet gewesen, die 

Überzeugung dafür zu schaffen, dass der Beschwerdegegner 1 sich in der von ihr 

geltend gemachten Art und Weise strafbar gemacht habe, weswegen sich aus 

Sicht der Staatsanwaltschaft ein Schuldbeweis, der rechtsgenügende Grundlage 

für eine Verurteilung bilden könnte, nicht führen liesse. 

In Bezug auf die nach Meinung der Beschwerdeführerin erforderlichen Zeugen-

einvernahmen hält die Staatsanwaltschaft sodann fest, dass – mit Ausnahme der 

Hebamme H._____, welche offenbar den Vorfall mit der Bankkarte im April 2016 

direkt habe beobachten können – alle die von der Beschwerdeführerin genannten 

Personen keine direkten Tatzeugen seien. Vielmehr handle es sich bei diesen um 

der Beschwerdeführerin nahestehende Personen, denen sie offenbar im Nach-

hinein jeweils von ihren Erlebnissen berichtet habe. Mit der Beschwerdeführerin 

seien zwei detaillierte Einvernahmen durchgeführt worden. Ihre Schilderungen 

- 11 - 

und ihre Sicht der Ereignisse seien damit bereits zu den Akten genommen wor-

den. Es sei somit nicht ersichtlich, welche zusätzliche Informationen über die 

vermeintlichen Übergriffe Einvernahmen mit den fraglichen Zeugen der Untersu-

chungsbehörde liefern könnten. Auf die Zeugeneinvernahme der Hausangestell-

ten E._____ bezüglich des Vorfalls vom 21. September 2016 sei verzichtet wor-

den, da sie gemäss Angaben gegenüber der Polizei weder den Vorfall auf der 

Treppe noch denjenigen im Wohnzimmer mit dem Handy-Wurf habe beobachten 

können, sondern nur eine laute Diskussion der Beteiligten gehört habe, in welche 

sie sich nicht habe einmischen wollen. Dass die Parteien sich gegenseitig ange-

schrien, sich gestritten und auch beschimpft hätten, sei jedoch unbestritten und 

strafrechtlich auch nicht relevant, da im vorliegenden Verfahren kein Strafantrag 

wegen Ehrverletzung gestellt worden sei. Auf die Einvernahme der Hebamme 

H._____ sei aus zwei Gründen verzichtet worden. Einerseits schildere die Be-

schwerdeführerin bezüglich dieses Vorfalls lediglich, dass sie vom Beschwerde-

gegner 1 "wirklich fest auf den Boden gedrückt worden sei", wobei sie auf konkre-

te Nachfrage nicht geltend gemacht habe, durch diese Handlung irgendwelche 

Verletzungen davongetragen zu haben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft erfülle 

dieses Gerangel um die Bankkarte die gesetzlichen Voraussetzungen an eine 

Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 StGB nicht, zumal die Beschwerdeführerin die 

Bankkarte auch einfach hätte loslassen können. Selbst wenn man diesen Vorfall 

als Tätlichkeit qualifizieren würde, so wäre auch aus Gründen der Verhältnismäs-

sigkeit auf eine Einvernahme der mittlerweile in England arbeitenden Zeugin zu 

verzichten. Auf die Einvernahme der Nannies sei verzichtet worden, da bislang 

nur geltend gemacht worden sei, dass diese offenbar aggressives Verhalten des 

Beschwerdegegners 1 gegenüber den Kindern hätten beobachten können. Wie 

bereits in der Einvernahme der Beschwerdeführerin festgehalten worden sei, sei-

en diese Vorwürfe nicht Gegenstand des vorliegenden Strafverfahrens. Im Übri-

gen erlaube sich die Staatsanwaltschaft diesbezüglich den Hinweis, dass die Kin-

desschutzbehörde aufgrund einer Gefährdungsmeldung des Kinderspitals Zürich 

offenbar zur Zeit Abklärungen treffe, welche die Beschwerdeführerin selbst beträ-

fen. Schliesslich sei L._____ nicht einvernommen worden, da die Beschwerdefüh-

rerin diese Zeugin bisher nicht erwähnt habe (Urk. 10 S. 2 ff.). 

- 12 - 

3. Nach Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den 
Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das 

Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks 

steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Sie hat dieje-

nigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentliches beizutra-

gen vermögen. Sie ist aber nicht verpflichtet, alle erdenklichen Ermittlungshand-

lungen vorzunehmen und jeder Spur und jedem Hinweis nachzugehen, auch 

wenn sich die geschädigte Person solches vorstellt (vgl. Beschluss der Kammer 

UE160157 vom 30. November 2016 E. II.1 [www.gerichte-

zh.ch/⁮entscheide/entscheide-suchen.html]). Nach Beendigung des Untersu-

chungsverfahrens entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlas-

sen, Anklage zu erheben oder das Verfahren einzustellen ist (Art. 318 StPO). 

Gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung 

des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt. 

Der Entscheid über die Einstellung des Verfahrens richtet sich nach dem aus dem 

Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz in dubio pro duriore. Da die Staatsanwalt-

schaft nicht dazu berufen ist, über Recht und Unrecht zu richten, darf sie nicht all-

zu rasch gestützt auf eigene Bedenken zu einer Einstellung schreiten. In Zweifels-

fällen beweismässiger oder rechtlicher Natur soll tendenziell Anklage erhoben 

werden. Die Möglichkeit einer Verfahrenseinstellung ist allerdings nicht auf die 

Fälle zu beschränken, in denen eine Verurteilung mit an Sicherheit grenzender 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen erscheint. Eine zu restriktive Rechtsanwen-

dung würde dazu führen, dass selbst bei geringer Wahrscheinlichkeit einer Verur-

teilung ein Anklagezwang bestünde. Als praktischer Richtwert kann gelten, dass 

Anklage erhoben werden muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher er-

scheint als ein Freispruch (vgl. BGE 138 IV 86 E. 4.1.1, BGE 143 IV 241 E. 2.2.1, 

Beschluss der Kammer UE160197 vom 18. April 2017 E. III.1). Zwar ist die ei-

gentliche Würdigung der in der Untersuchung erhobenen Beweise und der Ent-

scheid über Schuld oder Unschuld des Beschuldigten dem Sachgericht vorbehal-

ten. Indessen bedarf der Entscheid über den weiteren Verfahrensgang (Einstel-

lung, Strafbefehl / Anklage, Fortführung der Untersuchung), also darüber, ob ein 

Schuldspruch als hinreichend wahrscheinlich erscheint, notwendigerweise einer 

- 13 - 

Auseinandersetzung mit den erhobenen Beweisen durch die Staatsanwaltschaft 

beziehungsweise im Rechtsmittelverfahren durch die Beschwerdeinstanz. Dies 

stellt keinen unzulässigen Eingriff in die Kompetenz des Sachgerichts dar (vgl. Ur-

teil des Bundesgerichts 6B_698/2016 vom 10. April 2017 E. 2.4.2). 

Bei Aussage-gegen-Aussage-Situationen ist zu berücksichtigen, dass derartige 

Beweiskonstellationen im gerichtlichen Verfahren selbst unter Berücksichtigung 

des dort geltenden Grundsatzes in dubio pro reo nicht zwangsläufig oder auch nur 

höchstwahrscheinlich zu einem Freispruch führen müssen. Entsprechend kann 

die Staatsanwaltschaft nicht in antizipierter Anwendung des genannten Grundsat-

zes alleine deshalb von einer Anklageerhebung absehen, weil die Beteiligten den 

Tatablauf unterschiedlich schildern. Umgekehrt ist die Staatsanwaltschaft aber 

auch bei sich widersprechenden Aussagen nicht zwingend zur Anklageerhebung 

oder zum Erlass eines Strafbefehls verpflichtet, sondern nur, wenn sie den Tat-

vorwurf als erstellt erachtet (Urteil 6B_698/2016 vom 10. April 2017 E. 2.4.2). Auf 

eine Anklageerhebung kann verzichtet werden, wenn der Strafkläger ein wider-

sprüchliches Aussageverhalten offenbart und seine Aussagen daher wenig 

glaubhaft sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Um-

stände aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint 

(BGE 143 IV 241 E. 2.2.2). 

Von Bedeutung ist beim Entscheid über die Einstellung oder Fortgang eines Ver-

fahrens ferner auch der Deliktsvorwurf. Je schwerer dieser wiegt, desto eher ist 

der Fall dem Gericht vorzulegen (BGE 138 IV 186 E. 4.1 am Ende). Im Umkehr-

schluss kommt bei geringfügigeren Delikten eher eine Einstellung in Frage, selbst 

wenn gewisse Zweifel verbleiben an der Straflosigkeit der beschuldigten Person 

beziehungsweise daran, dass im Anklagefall ein Freispruch resultierte. Der 

Staatsanwaltschaft kommt bei weniger gravierenden Tatvorwürfen insofern ein 

grösserer Ermessenspielraum zu. Dies ist bereits bei der Frage der gebotenen 

Untersuchungstiefe zu berücksichtigen. Die staatlichen Ressourcen sind auch im 

Bereich der Strafverfolgung nicht unbegrenzt, was dem gesetzlichen Verfolgungs-

zwang (Art. 7 Abs. 1 StPO) faktische Grenzen setzt. Eine entsprechende Priori-

sierung ist unumgänglich. Während bei ungelösten Kapitalverbrechen auch die 

- 14 - 

entfernte Möglichkeit eines Erkenntnisgewinns eine Beweisabnahme rechtfertigen 

kann, kann bei weniger gravierenden Delikten eine weitergehende antizipierte 

Beweiswürdigung angebracht sein (vgl. Verfügung des Obergerichts UE170148 

vom 4. September 2017 E. II.1).  

4.1. Zwecks Einordnung der streitgegenständlichen Vorwürfe ist kurz auf die Be-
ziehung zwischen dem Beschwerdegegner 1 und der Beschwerdeführerin und auf 

die zur Anzeige führenden Umstände einzugehen, wie sie sich aus den der Kam-

mer vorliegenden Akten ergeben.  

Der Beschwerdegegner 1 ist der Vater der am tt.mm.2016 von der Beschwerde-

führerin geborenen Zwillinge N._____ und O._____. Die beiden älteren Kinder der 

Beschwerdeführerin, P._____ (tt.mm.2010) und Q._____ (tt.mm.2012) stammen 

offenbar aus einer Beziehung zwischen ihr und dem verheirateten R._____. Folge 

dieser Liaison sind eine Unzahl an Zivil- und Strafverfahren, die die zürcherischen 

Gerichts-, Straf- und Kindesschutzbehörden teilweise bis heute beschäftigen. 

Namentlich führte die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich gegen die Be-

schwerdeführerin eine Strafuntersuchung wegen Erpressung, falscher Anschuldi-

gung, Anstiftung zum falschen Zeugnis etc. Ihr wurde unter anderem vorgewor-

fen, sie hätte R._____ gedroht und ihn erpresst, als er sich von ihr habe trennen 

wollen (Urk. 13/9/2 F. 169 ff.). 

Fest steht aufgrund der vorliegenden Akten, dass die Beschwerdeführerin und der 

Beschwerdegegner 1 seit Längerem eine ausgesprochen konfliktreiche Bezie-

hung führten und es regelmässig zu heftigen Auseinandersetzungen kam. Dies 

ergibt sich nicht alleine aus den Aussagen des Beschwerdegegners 1, der unter 

anderem beschreibt wie die Beschwerdeführerin regelmässig in der Nacht hyste-

rische Anfälle gehabt und stundenlang geschrien habe (vgl. Urk. 13/8/2 F. 4 ff.). 

Wie der von der Staatsanwaltschaft eingereichten Nichtanhandnahmeverfügung 

zu entnehmen ist, schilderte auch die Nanny J._____ gegenüber dem Sozialzent-

rum S._____, dass die Beschwerdeführerin an psychischen Problemen leide und 

sie manchmal hysterische Anfälle gehabt habe, während derer sie laut geschrien 

habe und kaum mehr ansprechbar gewesen sei. Im Verlauf ihrer Tätigkeit habe 

sie (J._____) den Eindruck bekommen, dass die Beschwerdeführerin ihre Bedürf-

- 15 - 

nisse über jene der Kinder stelle. Anlass für diese Befragung war ein Verfahren 

der Kindesschutzbehörde der Stadt Zürich, die auf Intervention des Kinderspitals 

hin tätig geworden war. Die Reaktion der Beschwerdeführerin darauf waren Straf-

anzeigen wegen übler Nachrede gegen J._____ und eine weitere Nanny, die sich 

in ähnlichem Sinne gegenüber dem Sozialzentrum geäussert hatte (vgl. Urk. 11 

f.). Von einer beiderseits krass destruktiven Beziehung zeugt ferner die von der 

Beschwerdeführerin vor Obergericht eingereichte schriftliche Kommunikation zwi-

schen den (Noch-)Ehegatten (Urk. 3/1-3).  

Vor diesem Hintergrund erstaunt es nicht weiter, wenn der Beschwerdegegner 1 

aussagte, er habe sich bereits vor dem Vorfall im September 2016 von seiner 

Ehefrau trennen wollen. Er habe ihr dies im Verlauf der Zeit mehrmals gesagt 

(vgl. Urk. 13/8/2 F. 58). Die Beschwerdeführerin bestritt dies in ihrer staatsanwalt-

schaftlichen Einvernahme. Sie behauptete, nie davon gehört zu haben 

(Urk. 13/9/2 F. 155). Den Beweis, dass letztere Aussage nicht stimmt, hat die Be-

schwerdeführerin indes im Beschwerdeverfahren selbst beigebracht. In ihrer 

Rechtsmittelschrift liess sie ausführen, es sei bei weitem nicht das erste Mal ge-

wesen, dass der Beschwerdegegner 1 erklärt habe, sich von ihr trennen und sie 

verlassen zu wollen (Urk. 2 S. 13 mit Verweis auf Urk. 3/3). 

In dieses Bild der Beziehung zwischen den Parteien, das sich aus den Akten 

ergibt, fügt sich auch die Vorgeschichte des Vorfalls am 21. September 2016 ein. 

Gemäss Angaben des Beschwerdegegners 1 sei er am Abend des 19. Septem-

bers 2016 nachhause gekommen, um wie üblich zu kochen und für die Kinder zu 

schauen. Die Beschwerdeführerin habe ihm gesagt, sie hätte drei Betreibungen 

erhalten auf ihren Namen. Sie habe das diskutieren wollen. Sie habe immer die 

volle Kontrolle gehabt über das Geld, er habe nur seine Kreditkarte gehabt, diese 

sei aber über Monate leer gewesen, er habe manchmal nicht einmal genug Geld 

fürs Essen gehabt. Er habe ihr gesagt, er wisse auch nicht, sie müssten warten, 

bis sein Lohn reinkomme am 25. Dann sei zunächst nichts mehr passiert. Erst 

mitten in der Nacht wieder, um 3 Uhr morgens, sei sie aufgewacht und habe ihm 

gesagt, sie müssten die Betreibungen diskutieren. Am 20. September 2016 sei 

bei ihm im Geschäft eine grosse Reorganisation angestanden mit Entlassungen 

- 16 - 

und Verschiebungen, bei der er ein zentraler Teil gewesen sei, er sei in der Direk-

tion. Er habe der Beschwerdeführerin um 3 Uhr morgens gesagt, dass er schlafen 

müsse. Dann habe sie angefangen hysterisch zu schreien, wirklich laut. Die Toch-

ter sei natürlich wieder aufgewacht. Die Beschwerdeführerin habe bis um 6 Uhr 

am Morgen nicht aufgehört zu schreien und gesagt, er müsse das jetzt lösen. Er 

habe ihr gesagt, dass er nach der Reorganisation am Mittag nachhause komme, 

trotz dieser grösseren Sache, und dann könnten sie das diskutieren. Dann sei das 

hin und her gegangen die ganze Zeit. Er sei eigentlich ziemlich ruhig geblieben, er 

sei stolz darauf. Sie habe ihn auch beschimpft. Sie habe zu P._____ gesagt, dass 

sie jetzt sehe, was für ein Monster er sei, dass er der Mutter nicht helfe. Um 6 Uhr 

habe er gesagt, dass er jetzt gehen müsse. Er sei raus, die Treppe runter zum 

Auto. Sie habe P._____ an die Hand genommen, sei ihm hinterher gerannt und 

habe sich auf die Haube seines Autos gesetzt, damit er nicht habe abfahren kön-

nen. Er sei ausgestiegen und wieder hochgegangen. Als sie hochgekommen sei, 

habe sie wieder angefangen, sie müssten das jetzt diskutieren. Er habe ihr wieder 

gesagt, dass sie das am Mittag tun könnten. Das sei, so glaube er, vier- oder 

fünfmal so gegangen. Er sei hoch- und wieder runtergegangen und sie auch. Ge-

gen 7 Uhr morgens, nach mehrmaligem hin und her, habe er ihr gesagt, sie solle 

doch mal schauen, was sie P._____ antue. Während P._____ daneben gestan-

den sei, habe die Beschwerdeführerin ihm dann gesagt, er hätte nichts zu sagen 

zu P._____, er sei sowieso nicht ihr Vater. P._____ habe sie und ihn "so" ange-

schaut. Dann sei er geflüchtet, habe die Wohnung durch die Garage verlassen. 

Im Geschäft sei er ins grosse Meeting, wo alle informiert worden seien. Um circa 

9 Uhr habe es dann an der Tür geklopft: Seine Frau sitze mit vier Kindern bei der 

Reception. Das sei übrigens schon das dritte Mal gewesen, dass die Beschwer-

deführerin mit den Kindern ins Geschäft gekommen sei, um ihn quasi so zu er-

pressen, damit er das tue, was sie möchte. Er habe dann den Leuten im Geschäft 

gesagt, sie sollten der Beschwerdeführerin sagen, sie solle heimgehen, er werde 

am Mittag nachhause gehen. Er habe nicht weggehen können aus dem Meeting, 

er sei die Hauptperson gewesen. Dann habe die Security versucht, die Be-

schwerdeführerin aus dem Geschäft zu bringen. Sie habe an der Reception ein 

riesiges Theater gemacht, alle seine Kollegen seien dort vorbeigegangen. Nach-

- 17 - 

dem sie auch das verweigert habe und die Security zu ihm gekommen sei, habe 

er gesagt, man solle die Polizei rufen und ihr ein Hausverbot erteilen. Dann sei 

die Polizei gekommen und habe das Hausverbot ausgesprochen. Die Beschwer-

deführerin habe sich aufs Trottoir vor dem Eingang begeben und sich in der Kälte 

mit den vier Kindern dorthin gesetzt. Inzwischen habe die halbe Firma das Ganze 

mitbekommen. Aber er habe gedacht, er ziehe das jetzt durch, weil er eigentlich in 

den letzten zehn Jahren immer nachgegeben habe und auch weil sie ihn terrori-

siert habe. Die Beschwerdeführerin habe an diesem Morgen die Kinder von der 

Schule ferngehalten. Sie habe das für den richtigen Weg gehalten, um zu be-

kommen, was sie gewollt habe. Am Mittag habe er dann die Beschwerdeführerin 

zusammen mit den Kindern ins Auto eingeladen und sei mit ihnen nachhause ge-

fahren. Nach dem Essen hätten sie versucht, die Betreibungen zu diskutieren. 

Das sei aber gar nicht gegangen, weil es in diesem Moment keine Lösung gege-

ben habe. Sie hätten warten müssen bis zur nächsten Lohnzahlung. Der Tag sei 

dann mit "Fights" und grossen Diskussionen zu Ende gegangen. In der Nacht sei 

er wieder x-mal aufgestanden. Er sei wieder arbeiten gegangen am nächsten 

Morgen, nachdem er die Kinder vorsorgt habe. Dann habe sie gesagt, er könne 

nicht arbeiten, sie habe heute keine Nanny, er müsse ihr helfen. Da P._____ und 

Q._____ zur Schule gingen, sei es nur um die Babies gegangen. Als er angefan-

gen habe Brei zu kochen, sei sie wieder auf ihn los. Sie habe sein Telefon ge-

wollt, um zu sehen, mit wem er alles kommuniziere. Sie habe auf der Couch ge-

sessen, er habe gekocht. Sie habe ihn wieder terrorisiert. Dann habe er ihr vom 

Rand von der Couch, also einen Meter von ihr, das Handy hingeschmissen. Also 

nicht mit viel Schwung, weil er sein Handy ja nicht habe kaputt machen wollen. 

Das Handy sei ihr in den Schoss gefallen. Sie habe auf dem Sofa gesessen und 

es sei gegen ihren Oberkörper gefallen. Ganz ehrlich, er habe nicht genau hinge-

schaut. Dann habe er weitergekocht. Sie sei dann in die Küche wegen des Haus-

verbots. Sie habe extreme Angst gehabt, dass alles im Polizeiregister sei und es 

Einfluss habe auf die Geschichte mit R._____. Sie sei wie terrorisiert, habe Panik 

vor allem, was mit der Polizei zu tun habe. Dann habe sie angefangen, ihn zu ter-

rorisieren, er solle die Firma anrufen und das Hausverbot annullieren. Zuerst habe 

er ihr nein gesagt, weil er gewollt habe, dass sie das nie mehr mache. Aber wie 

- 18 - 

üblich habe er dann eingewilligt, nach stundenlangem Terror. Er habe den Securi-

ty-Typen angerufen und ihn gebeten, bei der Polizei anzurufen und das Hausver-

bot aufzuheben. Zuerst habe dieser das nicht gewollt, am Schluss habe er es 

aber gemacht. Er habe der Beschwerdeführerin gesagt, das Hausverbot sei weg. 

Wie üblich habe sie ihm nicht geglaubt. Sie seien auf der Treppe gestanden, sie 

auf der vorletzten Stufe und er zuunterst. Weil sie ihm das nicht geglaubt habe, 

habe sie das auf seinem Handy in den E-Mails sehen wollen, obwohl es deutsch 

gewesen sei und sie das nicht hundertprozentig begreife. Dann habe er das E-

Mail geöffnet und ihr sein Handy gegeben. Sie habe ihm den Rücken zugedreht. 

Wahrscheinlich habe sie das gelesen; er wisse nicht, was sie sonst noch alles 

gemacht habe. Nach ein paar Minuten habe er gesagt, sie solle ihm sein Ge-

schäftshandy wieder zurückgeben. Er habe Angst gehabt, dass sie noch etwas 

schreibe oder so. Dann habe er ihr von hinten, sie sei ja mit dem Rücken zu ihm 

gestanden, das Handy aus der Hand gerissen. Sie sei abgesessen auf die letzte 

Treppenstufe und habe angefangen zu schreien, also wirklich zu schreien. Er ha-

be nur gelacht, sie ausgelacht, und sie gefragt, was sie da mache. Sie sei dann in 

der Dusche verschwunden. Er habe weitergekocht und den Kindern zu essen ge-

geben (Urk. 13/8/2 F. 6). 

Diese Schilderung deckt sich im Grundsatz auch mit den Aussagen der Be-

schwerdeführerin. So sagte auch sie, sie habe versucht "von ca. 0400 Uhr bis ca. 

0630 Uhr mit ihm zu sprechen", wegen all dem Geschrei sei dann ihre Tochter um 

circa 6 Uhr aufgewacht. Wenn er sie so anschreie, werde sie sehr emotional. So-

dann berichtete auch sie über die Szene, die sich beim Arbeitgeber des Be-

schwerdegegners 1 ereignete, als sie mit den vier Kindern dort auftauchte und 

sich weigerte zu gehen. Ebenso erzählte sie vom Streit betreffend das Hausver-

bot (vgl. Urk. 13/9/1 F. 8, Urk. 13/9/2 F. 19; ferner auch den entsprechenden Po-

lis-Eintrag über den Polizeieinsatz, Urk. 13/4).  

Allerdings scheint die Beschwerdeführerin, dies legen jedenfalls ihre Ausführun-

gen nahe, in ihrem Verhalten nichts Aussergewöhnliches zu erblicken. Sie bestä-

tigt mit ihren Aussagen letztlich das Bild, das der Beschwerdegegner 1 von ihr 

zeichnet: jenes einer psychisch labilen Person, die regelmässig die Kontrolle über 

- 19 - 

sich verliert und von hysterischen Anfällen heimgesucht wird, das Problematische 

an ihrem Verhalten aber nicht erkennt. Dies deckt sich – wie schon gesagt – auch 

mit dem, wie Dritte die Beschwerdeführerin beschreiben. Wenn die Beschwerde-

führerin darin Stimmungsmache gegen sich sieht, ist dies gerade Ausdruck ihrer 

mangelnden Problemeinsicht. Im Übrigen ist in diesem Zusammenhang anzumer-

ken, dass der Beschwerdegegner 1 in seinen Einvernahmen zwar durchaus nicht 

mit Kritik an der Beschwerdeführerin spart. Dies aber stets im Zusammenhang mit 

den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. Zur Affäre mit R._____ und die Strafverfah-

ren etwa, in die die Beschwerdeführerin involviert war beziehungsweise ist, waren 

seine Aussagen hingegen zurückhaltend, obwohl sich dieser Komplex fraglos 

eignete, um Stimmungsmache gegen die Beschwerdeführerin zu betreiben. 

4.2. Wenn nun die Beschwerdeführerin mit ihrem gesamten Verhalten gezeigt hat, 
dass sie auch vor Handlungen nicht zurückschreckt, die ihrem Ehemann, ihren 

Kinder und nicht zuletzt auch ihr selbst erheblich Schaden zufügen, um ihren Wil-

len durchzusetzen, sie überdies erwiesenermassen falsch ausgesagt hat über 

den schon zuvor vom Beschwerdegegner 1 geäusserten Trennungswillen, er-

scheint das schon in der Untersuchung thematisierte Motiv der Rache an ihrem 

Ehemann als Anlass für die Strafanzeige (vgl. etwa Urk. 13/8/2 F. 54 ff., Urk. 13/9/

2 F. 154 ff.) nicht an den Haaren herbeigezogen. Insoweit erscheint ihre Glaub-

würdigkeit als tangiert. Daran vermag auch die von der Beschwerdeführerin in der 

Beschwerdeschrift (Urk. 2 S. 13) angesprochene Unstimmigkeit bei der Datierung 

des am 21. September 2016 versandten E-Mails des Beschwerdegegners 1 (vgl. 

dazu Urk. 13/8/2 F. 62) nichts zu ändern. Selbst wenn dieser, wie sie mutmasst, 

nach einem Plan vorgegangen sein sollte, also die Trennung vorbereitet hätte, 

bliebe ihre Motivlage dieselbe. Ebenso wenig widerlegt die Tatsache, dass 

E._____ gegenüber der Polizei erklärte, die Beschwerdeführerin habe ihr bereits 

um 11:00 Uhr von einem Vorfall auf der Treppe erzählt (Urk. 13/1 S. 3), eine fal-

sche Anschuldigung bei der Polizei.  

Hinzu kommen die inhaltlichen Unstimmigkeiten in den Aussagen der Beschwer-

deführerin, und zwar in jenen betreffend das Kerngeschehen, auf die die Staats-

anwaltschaft wie ausgeführt sowohl in der angefochtenen Verfügung als auch in 

- 20 - 

ihrer Stellungnahme vor Obergericht hinweist. Dies zu Recht, weshalb darauf 

vollumfänglich zu verweisen ist. Wenn die Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, 

dies sei auf ihre Traumatisierung durch die physischen Gewaltausbrüche des Be-

schwerdegegners 1 zurückzuführen, vermag das nicht zu überzeugen. Vielmehr 

erscheint die auch in diesem Zusammenhang vorgetragene, nie näher substanti-

ierte Behauptung, er habe sie in den letzten Monaten vor der Strafanzeige circa 

zwanzig Mal geschlagen, als krass dramatisierend und wenig glaubhaft. Zutref-

fend hielt die Staatsanwaltschaft der Beschwerdeführerin zudem auch vor, teil-

weise sehr detaillierte Erinnerungen zu haben, wie sich die Situationen zwischen 

ihr und dem Beschwerdegegner 1 abgespielt hätten; sobald es aber konkret um 

die strafrechtlich relevanten Sachen gehe, wie Schläge oder Drohungen, seien ih-

re Erinnerungen nicht mehr so gut (vgl. Urk. 13/8/2 F. 175).  

4.3. Demgegenüber liegt vom Beschwerdegegner 1 ein grundsätzlich lebensna-
her und glaubhafter, über zig Seiten hinweg frei und in eigenen Worten geschil-

derter Bericht vor, der hinsichtlich des strittigen Kerngeschehens keine nennens-

werten Widersprüche erkennen lässt. Was die Beschwerdeführerin in diesem Zu-

sammenhang vorbringt, ist unbehelflich. Hinsichtlich der Frage, ob der Beschwer-

degegner 1 am Morgen des 21. September 2016 arbeiten gegangen sei, ergibt 

sich aus den Akten klar, dass dies nicht der Fall war. Der gegenteilige Satz in der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme (Urk. 13/8/2 F. 6), auf den die Beschwer-

deführerin hinweist (Urk. 2 S. 8), ist offenkundig ein Versprecher oder wurde 

falsch protokolliert. Dies ergibt sich schon aus der weiteren Schilderung, die un-

mittelbar an diesen Satz folgt. Der Beschwerdegegner 1 wollte dort offensichtlich 

sagen, dass er an jenem Morgen hätte zur Arbeit gehen müssen. Zumal sich auch 

aus den Aussagen der Beschwerdeführerin ergibt (vgl. Urk. 13/9/2 F. 17), dass er 

jedenfalls nicht arbeiten ging und auch der Beschwerdegegner 1 ja den Vorfall 

vom 21. September 2016, also den Streit unter anderem um das Hausverbot und 

die entsprechenden Szenen mit dem Handy auf der Treppe und auf dem Sofa, im 

Grundsatz nie abstritt, ist nicht ersichtlich, inwiefern der von der Beschwerdefüh-

rerin gesehene Widerspruch ihre Tatschilderung stützen sollte. Nicht nachvoll-

ziehbar sind weiter die Widersprüche, die die Beschwerdeführerin in den Aussa-

gen des Beschwerdegegners 1 betreffend die Szene auf dem Sofa erkennen will 

- 21 - 

(vgl. Urk. 2 S. 9). Der Oberkörper ist jener Teil des Körpers vom Hals bis zur Tail-

le. Dazu gehört, jedenfalls teilweise, auch der Bauch. Insofern besteht zwischen 

den Aussagen, der Beschwerdegegner 1 habe der Beschwerdeführerin das Tele-

fon auf den Bauch geworfen (Urk. 13/8/1 F. 32) beziehungsweise es sei gegen ih-

ren Oberkörper gefallen (Urk. 13/8/2 F. 6), keine relevante Abweichung. Sodann 

ist nicht einsichtig, worin der Widerspruch liegen soll, dass einerseits das Handy 

gegen den Torso der Beschwerdeführerin geworfen worden und andererseits in 

ihrem Schoss gelandet sei. Was die Beschwerdeführerin hier macht, ist haarspal-

terische Wortklauberei, die die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerde-

gegners 1 nicht zu erschüttern vermag. Auch was die Schilderung des Beschwer-

degegners 1 betreffend die Modalitäten des Rückzugs des Hausverbotes betrifft, 

ist nicht einsichtig, was die Beschwerdeführerin aus (vermeintlichen) Widersprü-

chen ableiten will (vgl. Urk. 2 S. 9). Es erscheint durchaus plausibel, dass der Be-

schwerdegegner 1 mit dem Sicherheitsverantwortlichen seiner Arbeitgeberin zu-

nächst telefoniert, dieser dann aber auch eine schriftliche Bestätigung für den 

Rückzug des Hausverbotes wollte. Überdies ist zwischen den Parteien ja gerade 

nicht strittig, dass sie sich um das Hausverbot stritten, die Beschwerdeführerin 

dessen Annullierung verlangte und sich hernach vergewissern wollte, dass es zu-

rückgenommen worden war, wozu sie das Mobiltelefon des Beschwerdegegners 

1 einsehen wollte. Auch dieser von der Beschwerdeführerin erblickte Widerspruch 

liesse ihre Darstellung, wonach er ihr das Handy nicht hingeschmissen, sondern 

sie damit geschlagen habe, nicht als wahrscheinlicher erscheinen. Ebenfalls nicht 

widersprüchlich ist es, wenn der Beschwerdegegner 1 sich in der staatsanwalt-

schaftlichen Einvernahme vom 3. Februar 2017 zunächst nicht mehr genau an 

den von der Beschwerdeführerin zur Anzeige gebrachten Vorfall im April 2016 er-

innern konnte, er aber doch von einem Anlass gewusst haben will, bei dem sie 

"von 3 Uhr bis 7 Uhr am Schreien" gewesen sei. Gänzlich unverständlich ist so-

dann, worin die Beschwerdeführerin eine Relativierung dieser Aussage sieht, 

wenn der Beschwerdegegner 1 "weniger klar" von "3, 4 Stunden hysterischem 

Geschrei" spricht (vgl. Urk. 2 S. 10). Weiter mag es, wie die Beschwerdeführerin 

vorbringt (Urk. 2 S. 10), auf den ersten Blick zwar widersprüchlich erscheinen, 

wenn der Beschwerdegegner 1 hinsichtlich des Vorfalls im April 2016, bei dem er 

- 22 - 

die Beschwerdeführerin gemäss seinen Aussagen an den Armen ergriffen und 

vom Boden hochgehoben habe, zunächst abstritt, dass diese Hämatome erlitten 

habe, später aber relativierte, dies möge schon sein (vgl. Urk. 13/8/1 F. 42, 

Urk. 13/8/2 F. 4 und F. 41 ff.). Dies betrifft aber letztlich nicht den Tatablauf im 

engeren Sinne, also die eigenen Handlungen des Beschwerdegegners 1, sondern 

dessen nachträgliche Interpretation über die Folgen, die später bei der Beschwer-

deführerin eingetreten seien. Wenn er ursprünglich dachte, es hätten keine blau-

en Flecken resultiert, dies aber später nicht mehr ausschliesst, tut dies der 

Glaubhaftigkeit seiner Aussagen keinen Abbruch. Geradezu trölerisch mutet 

schliesslich das Vorbringen der Beschwerdeführerin über die Menge der Kleidung 

an, die der Beschwerdegegner 1 im gemeinsamen Haushalt zurückgelassen habe 

(Urk. 2 S. 11). Sie zitiert dazu das E-Mail des Beschwerdegegners 1 vom 

21. September 2016 ("[…] all my things, which is actually only a few clothes […]") 

und stellt dies seiner Aussage in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme ("alle 

meine Kleider") gegenüber. Wenn der Beschwerdegegner 1 nur wenige Kleider 

besitzt, sind alle seine Kleider nun mal wenige Kleider. 

4.4. Bei dieser Ausgangslage – Aussagen der geschädigten Beschwerdeführerin, 
die aus mehrere Gründen Anlass zu Zweifeln geben, demgegenüber eine hin-

sichtlich des Kerngeschehens überzeugende Schilderung des beschuldigten Be-

schwerdegegners 1 – ist, wie die Staatsanwaltschaft zu Recht darlegt, entschei-

dend, dass keine massgeblichen Beweise vorliegen, die die untersuchten Vorwür-

fe stützen würden. Wenn die Beschwerdeführerin auf eine Schwellung ihres Fus-

ses verweist (Urk. 2 S. 4), genügt dies nicht. Einer der am Abend des 21. Sep-

tember 2016 ausrückenden Polizisten mag eine leichte Schwellung gesehen ha-

ben wollen (Urk. 13/2 S. 3). Fakt ist aber auch, dass schon anlässlich der Einver-

nahme am nächsten Tag "keine Verletzungen am Fuss zu erkennen" waren 

(Urk. 13/1 S. 2). Jedenfalls steht fest – und das ist letztlich entscheidend –, dass 

der Beschwerdegegner 1 der Beschwerdeführerin keine eigentlichen Verletzun-

gen zufügte, die auf eine über das Anwerfen eines Mobiltelefons oder dessen 

Wegreissen aus den Händen hinausgehende häusliche Gewalt schliessen lassen. 

Wenn die Beschwerdeführerin geltend macht, dass körperliche Schmerzen res-

pektive Verletzungen bei weitem nicht immer von Prellungen, Rötungen oder Ähn-

- 23 - 

lichem begleitet würden (Urk. 2 S. 5), trifft dies zwar insofern zu, als Tätlichkeiten 

im Sinne von Art. 126 StGB nicht zwangsläufig mit äusserlich sichtbaren Blessu-

ren einhergehen müssen. Es ändert aber nichts daran, dass es vorliegend an be-

lastbaren Beweisen fehlt, die die von ihr erhobenen Tatvorwürfe stützen würden. 

Im Gegenteil spricht die Tatsache, dass jedenfalls schon am nächsten Tag keiner-

lei Hämatome oder auch nur Hautrötungen sichtbar waren, gegen die Behauptung 

der Beschwerdeführerin, gestossen und über mehrere Treppenstufen hinweg ge-

stürzt zu sein. 

Was die Vorfälle im April 2016 betrifft, liegt an objektiven Beweismitteln einzig der 

Auszug aus der Krankengeschichte des Gynäkologen der Beschwerdeführerin bei 

den Akten, gemäss welchem sie diesem gegenüber angegeben habe, vom Be-

schwerdegegner 1 geschlagen worden zu sein, weil er wegen einer im Auto ge-

funden Bankkarte wütend geworden sei. Zusammen mit diesem Vermerk aus der 

Krankengeschichte übermittelte der Arzt auch Fotos, auf denen Hämatome auf 

dem linken Oberarm zu sehen sind (Urk. 13/11/3). Diese sind zwar durchaus mit 

den Aussagen der Beschwerdeführerin in Einklang zu bringen, die allerdings, wie 

die Staatsanwaltschaft zutreffend darlegt, insbesondere in diesem Punkt beachtli-

che Unstimmigkeiten aufweisen. So waren die Angaben der Beschwerdeführerin 

hinsichtlich der Frage, welcher Vorfall konkret zu diesen blauen Flecken geführt 

habe, widersprüchlich. Ebenso gut erklärt indessen auch die Schilderung des Be-

schwerdegegners 1, wonach er die Beschwerdeführerin an den Armen heftig ge-

packt habe – was angesichts der vorliegenden Umstände keine justiziable, das 

allgemein übliche und gesellschaftlich geduldete Mass überschreitende und damit 

im Sinne von Art. 126 StGB relevante Einwirkung auf den Körper darstellte –, die 

blauen Flecken. Damit liegen auch in dieser Hinsicht keine Beweise vor, die für 

eine der Parteien und gegen die andere sprechen würde. Es bleibt somit bei einer 

Aussage-gegen-Aussage-Konstellation. 

Auch in Bezug auf die behauptete Todesdrohung im April 2016, liegen einzig die 

Aussagen der Beschwerdeführerin vor, die nicht zu überzeugen vermögen. Einer 

Drohung im Sinne von Art. 180 StGB macht sich strafbar, wer jemanden in Schre-

cken oder Angst versetzt. Wie gesehen zeigen die Akten eine schon länger ge-

- 24 - 

scheiterte Beziehung, die geprägt war von gegenseitigen Beschimpfungen (wel-

che, wie die Staatsanwaltschaft zu Recht ausführt, mangels entsprechenden 

Strafantrags nicht Gegenstand der Untersuchung und der angefochtenen Verfü-

gung waren), Beleidigungen, Kränkungen und Demütigungen. Dass die Be-

schwerdeführerin aber auch in Angst und Schrecken versetzt worden wäre, deckt 

sich nicht mit ihrem Verhalten, wie es sich aus den Akten ergibt. Namentlich die 

vorliegende schriftliche Kommunikation zwischen den Ehegatten legt dies nicht 

nahe. Ihre gegenteiligen Beteuerungen sind wenig glaubhaft. 

4.5. Was die von der Beschwerdeführerin geforderten zahlreichen Einvernahmen 
angeht, kann vollumfänglich auf die unwidersprochen gebliebenen Ausführungen 

der Staatsanwaltschaft in ihrer Beschwerdeantwort verwiesen werden. Hinzuzu-

fügen ist, dass wie erwähnt – unabhängig davon, welcher Darstellung man Glau-

ben schenkte – die Beschwerdeführerin keine eigentlichen (körperlichen) Verlet-

zungen davontrug. So oder anders wäre ein Schuldspruch, wenn überhaupt, nur 

denkbar hinsichtlich relativ geringfügiger Tätlichkeiten. Wenn aber wie dargelegt 

(E. II.3) sich die erforderliche Untersuchungstiefe nach der Schwere der mut-

masslichen Delikte richtet, wäre die Einvernahme einer nicht unerheblichen An-

zahl Zeugen im vorliegenden Fall ohnehin nicht verhältnismässig. 

4.6. Damit bleibt es dabei, dass an belastenden Indizien im Wesentlichen einzig 
die Aussagen der Beschwerdeführerin vorliegen, die unter den gegebenen Um-

ständen für sich alleine genommen zu wenig verlässlich sind, als dass sie – wie 

schon heute feststeht – in einem gerichtlichen Hauptverfahren als Grundlage ei-

ner Beweiswürdigung dienen könnten, bei der reelle Chancen eines Schuld-

spruchs bestünden. Die Staatsanwaltschaft stellte die Untersuchung zu Recht ein. 

Die Beschwerde ist abzuweisen. 

5. Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das Verfahren vor Oberge-
richt kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist innerhalb des 

anwendbaren Gebührenrahmens (300 bis 12 000 Franken, § 17 Abs. 1 GebV OG) 

und in Beachtung der massgeblichen Bemessungskriterien (Bedeutung und 

Schwierigkeit des Falls und Zeitaufwand des Gerichts, § 2 Abs. 1 GebV OG) auf 

- 25 - 

3000 Franken festzusetzen. Zu beziehen ist sie aus der von der Beschwerdefüh-

rerin geleisteten Prozesskaution.  

Prozessentschädigungen sind keine zuzusprechen; der Beschwerdeführerin nicht, 

weil sie unterliegt, und dem Beschwerdegegner 1 nicht mangels erheblicher Auf-

wendungen. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt, der Beschwerdeführerin 

auferlegt und aus der von ihr geleisteten Sicherheitsleistung bezogen. 

3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

4. Im nicht beanspruchten Umfang wird die Sicherheitsleistung der Beschwer-

deführerin nach Ablauf der Rechtsmittelfrist beziehungsweise nach 

Erledigung allfälliger Rechtsmittel gegen den vorliegenden Entscheid zu-

rückerstattet, unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staa-

tes. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerde-
führerin, per Gerichtsurkunde 

− Rechtsanwalt Dr. Y._____, zweifach für sich und den Beschwerdegeg-
ner 1, per Gerichtsurkunde 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, gegen Empfangsbestätigung 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 13), gegen Empfangsbestätigung 

- 26 - 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen  

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 
Zürich, 2. August 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident i. V.: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. A. Weber 

	Beschluss vom 2. August 2018
	
	Erwägungen:
	I.
	1. A._____ wirft ihrem Ehemann, B._____, vor, ihr gegenüber wiederholt tätlich geworden zu sein und sie bedroht zu haben. Sie wählte am 21. September 2016 kurz vor Mitternacht die Notrufnummer der Polizei (Urk. 13/1). Anlässlich ihrer Befragung als po...
	2. Dagegen lässt A._____ (Beschwerdeführer) am 16. Oktober 2017 Beschwerde führen und folgende Anträge stellen (Urk. 2 S. 2):

	Die Verfügung vom 27. September 2017 der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat sei aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung der Strafuntersuchung an die Staatanwaltschaft zurückzuweisen;
	unter Kostenfolgen zu Lasten der Staatskasse und Zusprechung einer Entschädigung an die Beschwerdeführerin nach gerichtlichem Ermessen.
	II.
	1. Infolge zwischenzeitlicher Neukonstituierung der beschliessenden Kammer und Ferienabwesenheiten ergeht der vorliegende Entscheid in teilweise anderer Besetzung als den Parteien mit Verfügung vom 20. Oktober 2017 angekündigt.
	2.
	2.1. Die Staatsanwaltschaft verweist zur Begründung der Einstellung zunächst auf die Aussagen des Beschwerdegegners 1: Dieser habe die Vorwürfe vehement von sich gewiesen. Er habe sowohl in seiner polizeilichen als auch in seiner staatsanwaltschaftlic...
	2.2. Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zusammengefasst vor, die Staatsanwaltschaft sei ihrer Pflicht zur Ermittlung des Sachverhaltes nicht nachgekommen und habe diverse bedeutsame Tatsachen nicht abgeklärt, obwohl sie dazu verpflichtet gewesen se...
	2.3. In ihrer Beschwerdeantwort verweist die Staatsanwaltschaft darauf, dass es sich bei den Vorwürfen im Wesentlichen um Vier-Augen-Delikte handle. In solchen Fällen sei die Staatsanwaltschaft für die Entscheidung, ob sie Anklage erheben solle, respe...
	3. Nach Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks steht der Staatsanwa...
	4.
	4.1. Zwecks Einordnung der streitgegenständlichen Vorwürfe ist kurz auf die Beziehung zwischen dem Beschwerdegegner 1 und der Beschwerdeführerin und auf die zur Anzeige führenden Umstände einzugehen, wie sie sich aus den der Kammer vorliegenden Akten ...
	4.2. Wenn nun die Beschwerdeführerin mit ihrem gesamten Verhalten gezeigt hat, dass sie auch vor Handlungen nicht zurückschreckt, die ihrem Ehemann, ihren Kinder und nicht zuletzt auch ihr selbst erheblich Schaden zufügen, um ihren Willen durchzusetze...
	4.3. Demgegenüber liegt vom Beschwerdegegner 1 ein grundsätzlich lebensnaher und glaubhafter, über zig Seiten hinweg frei und in eigenen Worten geschilderter Bericht vor, der hinsichtlich des strittigen Kerngeschehens keine nennenswerten Widersprüche ...
	4.4. Bei dieser Ausgangslage – Aussagen der geschädigten Beschwerdeführerin, die aus mehrere Gründen Anlass zu Zweifeln geben, demgegenüber eine hinsichtlich des Kerngeschehens überzeugende Schilderung des beschuldigten Beschwerdegegners 1 – ist, wie ...
	4.5. Was die von der Beschwerdeführerin geforderten zahlreichen Einvernahmen angeht, kann vollumfänglich auf die unwidersprochen gebliebenen Ausführungen der Staatsanwaltschaft in ihrer Beschwerdeantwort verwiesen werden. Hinzuzufügen ist, dass wie er...
	4.6. Damit bleibt es dabei, dass an belastenden Indizien im Wesentlichen einzig die Aussagen der Beschwerdeführerin vorliegen, die unter den gegebenen Umständen für sich alleine genommen zu wenig verlässlich sind, als dass sie – wie schon heute festst...
	5. Ausgangsgemäss wird die Beschwerdeführerin für das Verfahren vor Obergericht kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist innerhalb des anwendbaren Gebührenrahmens (300 bis 12 000 Franken, § 17 Abs. 1 GebV OG) und in Beachtung der...

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der von ihr geleisteten Sicherheitsleistung bezogen.
	3. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Im nicht beanspruchten Umfang wird die Sicherheitsleistung der Beschwerdeführerin nach Ablauf der Rechtsmittelfrist beziehungsweise nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel gegen den vorliegenden Entscheid zurückerstattet, unter Vorbehalt allfällig...
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerdeführerin, per Gerichtsurkunde
	 Rechtsanwalt Dr. Y._____, zweifach für sich und den Beschwerdegegner 1, per Gerichtsurkunde
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, gegen Empfangsbestätigung

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 13), gegen Empfangsbestätigung

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...
	richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.