# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f18616a2-5204-5cda-8352-bf46c3f17f7e
**Source:** Zürich Baurekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-18
**Language:** de
**Title:** Nutzungsziffern. Ausnützungsziffer. Anrechenbarkeit von Erschliessungsflächen. Keine Unterscheidung nach Haupt- und Nebenerschliessung.
**Docket/Reference:** BRGE I Nr. 0165/2016
**URL:** https://www.baurekursgericht-zh.ch/media/BRGE_I_Nr._0165_2016_760.pdf

## Full Text

BRGE I Nr. 0165/2016 vom 18. November 2016 in BEZ 2017 Nr. 25 

Eine  Wohnung  in  einem  geplanten  Mehrfamilienhaus  verfügte  über  zwei 
im 
Zugänge:  Einer  direkt  von  aussen,  der  andere  über  einen  Lift 
Gebäudeinnern.  In  der  Ausnützungsberechnung  der  Baueingabe  wurde  der 
Zugang zum Lift nicht miteinbezogen. Seitens der Bauherrschaft wurde geltend 
gemacht,  dass  es  sich  bei  diesem  Zugang  um  eine  an  die  Ausnützungsziffer 
nicht anrechenbare Nebenerschliessung handle.  

Aus den Erwägungen: 

6.2.2  (…)  Gemäss  §  255  Abs. 1  PBG  sind  Erschliessungsflächen 
anrechenbar. Entgegen der Auffassung der privaten Rekursgegnerin wird dabei 
nicht nach Haupt- und Nebenerschliessungen unterschieden und es sind nicht 
nur die «im Sinne von § 305 Abs. 1 PBG notwendigen» Erschliessungsflächen 
einzubeziehen. Ohnehin  erscheint  es  im  vorliegenden  Fall  nicht plausibel, den 
kürzesten und bequemsten Zugang zur Wohnung im 2. Untergeschoss via Lift 
als  Nebenerschliessung,  und  den  Zugang  über  die  Aussentreppen  als 
Haupterschliessung zu bezeichnen. Die betreffende Erschliessungsfläche im 2. 
Untergeschoss  ist  somit  anzurechnen,  eingeschlossen  die  Fläche  des  Lift-
schachtes.  Soweit  der  Zugang  durch  den  nicht  abgetrennten,  von  der  Aus-
nützung befreiten Kellerraum führt, muss nur die gesetzlich erforderliche Gang-
breite  (§ 305  Abs. 1  PBG)  angerechnet  werden  (Christoph  Fritzsche/Peter 
Bösch/Thomas Wipf, Zürcher Planungs- und Baurecht, 5. A., 2011, S. 748). 

Die  Rekursgegner  erklären,  es  bestehe  gegebenenfalls  die  Möglichkeit 
eines  weitergehenden  Ausnützungstransfers  zulasten  der  Parzelle  Kat.-Nr. 1. 
Möglich ist auch eine Reduktion der anrechenbaren Flächen im Gebäude. Der 
Mangel  ist  somit  ohne  besondere  Schwierigkeiten  behebbar  (§ 321  Abs. 1 
PBG) und führt nicht zur Aufhebung der Baubewilligung. Diese ist in teilweiser 
Gutheissung  des  Rekurses  mit  der  Auflage  zur  ergänzen,  vor  Baubeginn  die 
Einhaltung  der  zulässigen  Ausnützung  nachzuweisen,  allenfalls  unter  Ein-
reichung entsprechend abgeänderter Pläne.