# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d89afc0a-aa14-5e21-89e4-00847949bbf1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.04.2015 100 2015 104
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2015-104_2015-04-23.pdf

## Full Text

100.2015.104U
DAM/KUN/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 23. April 2015 

Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Kummler

A.________
zzt. Regionalgefängnis Burgdorf, Dunantstrasse 9, 3400 Burgdorf
Beschwerdeführer 

gegen

Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern
Migrationsdienst, Eigerstrasse 73, 3011 Bern

und

Kantonales Zwangsmassnahmengericht
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

betreffend Anordnung der Ausschaffungshaft (Entscheid des kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 1. April 2015; KZM 15 418)

Sachverhalt:

A.

Der algerische Staatsangehörige A.________, geb. … 1980, reiste nach eigenen 
Angaben am 19. März 2002 illegal in die Schweiz ein und stellte unter falschem Namen 
ein Asylgesuch, das am 28. Oktober 2002 (rechtskräftig) abgewiesen wurde. Am 
30. November 2007 heiratete er eine Schweizer Bürgerin, mit welcher er eine 
gemeinsame Tochter hat (geb. ….2008). Gestützt auf diese Ehe erhielt er eine 
Aufenthaltsbewilligung, die aber – nach Aufhebung der Familiengemeinschaft im 
Juli 2010 (seit Anfang 2013 ist die Ehe rechtskräftig geschieden und die Tochter der 
Sorge und Obhut der Mutter unterstellt) – nicht mehr verlängert wurde. Am 13. Januar 
2012 verweigerte das damalige Bundesamt für Migration (BFM; heute: 
Staatssekretariat für Migration [SEM]) die Zustimmung zur Verlängerung und wies den 
mehrfach straffällig gewordenen A.________ aus der Schweiz weg. Die hiergegen 
erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit unangefochten ge-
bliebenem Urteil vom 17. Oktober 2013 ab (BVGer C-824/2012). 

B. 

Am 30. Juni 2014 wurde A.________, der seit dem 17. Januar 2014 als untergetaucht 
galt, in Bern polizeilich angehalten und zum Verbüssen von sieben Tagen 
Ersatzfreiheitsstrafe in das Regionalgefängnis Bern eingewiesen. Am 4. Juli 2014 
versetzte ihn das Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern (MIP), 
Migrationsdienst (MIDI), auf das Ende des Strafvollzugs am 7. Juli 2014 erstmals in 
Ausschaffungshaft. Diese Massnahme wurde zunächst vom kantonalen 
Zwangsmassnahmengericht (ZMG; Entscheid vom 7.7.2014) und anschliessend vom 
Verwaltungsgericht sowie vom Bundesgericht bestätigt (VGE 2014/188 vom 11.7.2014; 
BGer 2C_664/2014 vom 23.7.2014). In der Folge stellte A.________ erfolglos ein 
Haftentlassungsgesuch (Entscheid des ZMG vom 7.8.2014, vom Verwaltungsgericht 
bestätigt durch VGE 2014/238 vom 4.9.2014); am 1. Oktober 2014 wurde die 
Ausschaffungshaft bis zum 6. Januar 2015 verlängert (Entscheid des ZMG vom 
2.10.2014; bestätigt durch VGE 2014/275 vom 17.10.2014 und BGer 2C_981/2014 
vom 28.10.2014). Am 27. Oktober 2014 ist der MIDI auf ein erneutes Gesuch von 
A.________ um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht eingetreten und am 
5. November 2014 verfügte das BFM ein vom 10. April 2015 bis 9. April 2022 gültiges 
Einreiseverbot, wogegen A.________ vergeblich ein Rechtsmittel einlegte. Am 
4. November 2014 wurde A.________ schliesslich zum Verbüssen von verschiedenen 
Ersatzfreiheitsstrafen in den Strafvollzug versetzt. Hierauf ordnete der MIDI am 

19. März 2015 auf seine Haftentlassung am 8. April 2015 erneut die Ausschaffungshaft 
an. 

C.

Mit Entscheid vom 1. April 2015 bestätigte das ZMG nach Durchführung einer 
mündlichen Verhandlung die Ausschaffungshaft bis zum 8. Juli 2015. 

D.

Hiergegen hat A.________ am 2. April 2015 (Postaufgabe am 7.4.2015) 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem sinngemässen Antrag, der 
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei aus der Haft zu entlassen. Mit 
Verfügung vom 8. April 2015 hat der Instruktionsrichter die Beschwerde den übrigen 
Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis zugestellt. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 12 
Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 20. Januar 2009 zum Ausländer- und zum 
Asylgesetz [EG AuG und AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid 
besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). 

1.2 Gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG müssen Parteieingaben unter anderem einen 
Antrag und eine Begründung enthalten. An die Begründung werden praxisgemäss – 
insbesondere bei Laieneingaben – keine hohen Anforderungen gestellt (BVR 2006 
S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 32 N. 15). Auf dem Gebiet der ausländerrechtlichen Zwangsmassnahmen ist auf 
Laieneingaben grosszügig einzutreten und der angefochtene Entscheid dahin gehend 
zu untersuchen, ob die Haftgenehmigung Bundesrecht verletzt (BGE 122 I 275 E. 3b). 

Immerhin wird verlangt, dass die betroffene ausländische Person in gedrängter Form 
darlegt, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass 
sie sich wenigstens kurz mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid 
auseinandersetzt, wie dem Beschwerdeführer aus früheren Verfahren bekannt ist 
(zuletzt VGE 2014/275 vom 17.10.2014, E. 1.2). – Der Beschwerdeführer bringt unter 
Hinweis auf die Beziehung zu seiner Tochter im Wesentlichen vor, er sei nicht bereit, 
die Schweiz zu verlassen. Gründe, die für seinen Verbleib in der Schweiz oder gegen 
seine Wegweisung nach Algerien sprechen, können jedoch im vorliegenden 
Haftprüfungsverfahren grundsätzlich nicht berücksichtigt werden. Mit dem 
angefochtenen Entscheid, in dem die Voraussetzungen zur Verlängerung der 
Ausschaffungshaft geprüft und bejaht worden sind, setzt sich der Beschwerdeführer 
höchstens ganz am Rand auseinander. Ob die Beschwerde damit den geschilderten 
minimalen Begründungsanforderungen genügt, erscheint fraglich, kann mit Blick auf 
die folgenden Erwägungen indes offenbleiben. 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

1.4 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). 

2.

Wurde ein erstinstanzlicher (nicht notwendigerweise auch rechtskräftiger) Weg- oder 
Ausweisungsentscheid eröffnet, kann die zuständige Behörde zur Sicherstellung des 
Vollzugs die ausländische Person in Ausschaffungshaft nehmen, wenn die 
Voraussetzungen von Art. 76 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) erfüllt sind. Dabei muss einer der in 
Art. 76 Abs. 1 AuG genannten Haftgründe bestehen und der Vollzug der Wegweisung 
mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden (Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 
AuG). Die Administrativhaft hat insgesamt den sich aus dem Verhältnis-
mässigkeitsprinzip ergebenden Erfordernissen zu genügen (Art. 36 Abs. 3 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern [KV; 
BSG 101.1]), es darf kein Haftbeendigungsgrund vorliegen (Art. 80 Abs. 6 AuG) und es 
ist die maximal zulässige Haftdauer zu beachten (Art. 79 AuG). Die Rechtmässigkeit 
und die Angemessenheit der Haft sind gemäss Art. 80 Abs. 2 AuG spätestens nach 
96 Stunden durch eine richterliche Behörde aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu 
überprüfen.

3. 

Nachdem der Beschwerdeführer bereits zuvor ausländerrechtlich inhaftiert worden war, 
befand er sich ab dem 4. November 2014 zwecks Verbüssens verschiedener 
Ersatzfreiheitsstrafen im Strafvollzug (vgl. Schreiben des Amts für Freiheitsentzug und 
Betreuung, Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug, vom 5.2.2015 [unpag. Haftakten 
ZMG]). Am 19. März 2015 versetzte ihn der MIDI auf den Zeitpunkt der Haftentlassung 
am 8. April 2015 erneut in Ausschaffungshaft (vgl. unpag. Haftakten ZMG). Das ZMG 
bestätigte die Massnahme nach der mündlichen Verhandlung vom 1. April 2015 (vgl. 
Protokoll ZMG, S. 3; vorne Bst. C). Die Frist zur richterlichen Überprüfung der 
Haftanordnung ist demnach eingehalten: Für die Fristberechnung ist entscheidend, ab 
wann die oder der Betroffene tatsächlich aus ausländerrechtlichen Gründen 
festgehalten wird (vgl. BGE 127 II 174 E. 2b/aa; aus der jüngeren Rechtsprechung 
etwa BGer 2C_168/2013 vom 7.3.2013, E. 2.2). Massgebend ist hier deshalb der 
Zeitpunkt der Entlassung aus dem Strafvollzug (vgl. BGer 2A.643/2004 vom 
12.11.2004, E. 2.1). 

4. 

Das BFM hat den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. Januar 2012 aus der 
Schweiz weggewiesen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die dagegen erhobene 
Beschwerde am 17. Oktober 2013 abgewiesen. Dieser Entscheid ist unangefochten in 
Rechtskraft erwachsen (vorne Bst. A). Es liegt daher nach wie vor ein (rechtskräftiger) 
Wegweisungsentscheid im Sinn von Art. 76 Abs. 1 AuG vor, zumal der 
Beschwerdeführer die Schweiz seither nicht verlassen hat, die Wegweisung mithin 
noch nicht vollzogen ist (vgl. BGE 140 II 74 E. 2.3). Dass der Beschwerdeführer im 
Rahmen desselben Wegweisungsverfahrens bereits zum zweiten Mal ausländerrecht-
lich inhaftiert wird, ist nicht unzulässig (vgl. etwa BGE 140 II 1 E. 5.2 [Pra 103/2014 
Nr. 34]; BGer 2C_658/2014 vom 7.8.2014, E. 3.1). Im vorliegenden Fall müssen für die 
erneute Inhaftierung keine wesentlich veränderten Umstände gegeben sein, da die 
erste Haft weder durch richterlichen Entscheid beendet worden ist noch das MIP auf 
eine Fortsetzung der Haft verzichtet hat (vgl. auch BGer 2C_658/2014 vom 7.8.2014, 
E. 3.1). Die Ausschaffungshaft endete vielmehr von Gesetzes wegen, weil der Be-
schwerdeführer eine freiheitsentziehende Strafe angetreten hat (Art. 80 Abs. 6 Bst. c 
AuG; vorne Bst. B). Sie ist nach der Entlassung aus dem Strafvollzug erneut 
anzuordnen und zu überprüfen, was hier geschehen ist (vgl. BGer 2C_661/2007 vom 
17.12.2007, E. 2.2.2; VGE 2011/297 vom 9.8.2011, E. 2.2.2; Thomas Hugi Yar, 
Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht, in Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. 
Aufl. 2009, S. 417 ff., 475 f. N. 10.110). 

5. 

Das ZMG hat bereits in seinem ersten Haftgenehmigungsentscheid vom 7. Juli 2014 
als auch bei der Überprüfung des Haftentlassungsgesuchs vom 4. August 2014 sowie 
der Verlängerung der Ausschaffungshaft vom 1. Oktober 2014 die Haftgründe gemäss 
Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 1 i.V.m. Art. 75 Abs. 1 Bst. h (Verurteilung wegen eines 
Verbrechens) und Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 und 4 AuG (tatsächliche 
Untertauchensgefahr) als erfüllt erachtet. Diese Entscheide sind vom Verwaltungs- 
bzw. Bundesgericht bestätigt worden (vgl. vorne Bst. B). Im angefochtenen Entscheid 
hat die Vorinstanz diese Haftgründe als nach wie vor gegeben betrachtet (S. 4 f.). Dies 
ist nicht zu beanstanden, haben sich doch die haftbegründenden Umstände seither 
nicht verändert. Der Beschwerdeführer ist mit insgesamt über dreissig Delikten im 
Strafregister verzeichnet und damit erheblich straffällig geworden; insbesondere ist er 
auch mehrfach wegen Verbrechen verurteilt worden (vgl. Strafregisterauszug vom 
11.3.2015 [unpag. Haftakten ZMG]). Sodann war er bereits einmal während mehrerer 
Monate untergetaucht. Wie bereits in den vorangegangenen Haftverfahren kooperiert 
er nach wie vor nicht mit den Behörden und hat wiederholt bekräftigt, nicht nach 
Algerien zurückkehren zu wollen (vgl. Protokoll ZMG, S. 2; Gesprächsprotokoll vom 
19.3.2015 [unpag. Haftakten ZMG]); mit seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde stellt 
er sich auf den Standpunkt, hier zu bleiben, «egal was passiert!». Er weigerte sich 
denn auch erneut, den Empfang verschiedener Dokumente unterschriftlich zu 
bestätigen (vgl. Bestätigung Erhalt Haftanordnung vom 19.3.2015, Gesprächsprotokoll 
vom 19.3.2015 und Empfangsbestätigung Einreiseverbot vom 12.11.2014 [unpag. 
Haftakten ZMG]). Das ZMG hat demnach das Vorliegen der genannten Haftgründe zu 
Recht bejaht (vgl. zum Ganzen auch die früheren Entscheide VGE 2014/188 vom 
11.7.2014, E. 5, 2014/238 vom 4.9.2014, E. 4.2, 2014/275 vom 17.10.2014, E. 4). 

6. 

Die Zulässigkeit der Ausschaffungshaft setzt ferner deren Verhältnismässigkeit voraus 
(vorne E. 2), wobei namentlich den familiären Verhältnissen der inhaftierten Person 
und den Umständen des Haftvollzugs Rechnung zu tragen ist (Art. 80 Abs. 4 AuG). 

6.1 Der Beschwerdeführer verweist insoweit auf die Beziehung zu seiner Tochter. 
Wie ihm bereits mehrfach erläutert worden ist, kann dieses Vorbringen im Rahmen des 
vorliegenden Haftverfahrens indes nicht berücksichtigt werden, soweit er hiermit 
Gründe geltend macht, welche seiner Auffassung nach den weiteren Aufenthalt in der 
Schweiz erforderlich machen. Inwiefern durch seine Inhaftierung die Gesundheit seiner 
Tochter beeinträchtigt werden könnte, ist weder näher dargelegt noch erkennbar. Wie 
bereits in den vorangegangenen Haftverfahren lässt damit die Beziehung zu seiner 

Tochter, welche unter der elterlichen Sorge der Mutter steht, die Inhaftierung nicht als 
unverhältnismässig erscheinen (vgl. VGE 2014/188 vom 11.7.2014, E. 6.1, 2014/238 
vom 4.9.2014, E. 4.3, 2014/275 vom 17.10.2014, E. 5.3). Andere familiäre Verhältnisse 
stehen nicht zur Diskussion. Aufgrund der Akten ist zudem von der Hafterstehungs-
fähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen: Er ist zwar offenbar der Auffassung, 
durch die Inhaftierung werde auch seine eigene Gesundheit geschädigt. Auch hierfür 
bestehen allerdings keine Anhaltspunkte; im Gegenteil gab er insoweit vor dem ZMG 
zu Protokoll, er «müsse» sich gesundheitlich «gut fühlen» (S. 2). Es ist vor diesem 
Hintergrund jedenfalls nicht vom Vorliegen ernsthafter gesundheitlicher Probleme 
auszugehen, welche die Ausschaffungshaft in Frage stellen könnten. Schliesslich sind 
auch keine Hinweise dafür vorhanden, dass die Haftbedingungen den gesetzlichen 
Anforderungen nicht entsprechen würden. 

6.2 Gemäss Art. 79 Abs. 1 AuG darf die Ausschaffungshaft die maximale Haftdauer 
von sechs Monaten nicht überschreiten. Diese Dauer kann nach Art. 79 Abs. 2 AuG mit 
Zustimmung der kantonalen richterlichen Behörde höchstens um zwölf Monate 
verlängert werden, wenn die betroffene Person nicht mit der zuständigen Behörde 
kooperiert (Bst. a) oder sich die Übermittlung der für die Ausreise erforderlichen 
Unterlagen durch einen Staat, der kein Schengen-Staat ist, verzögert (Bst. b). 

6.2.1 Der Beschwerdeführer befand sich bereits vom 7. Juli bis am 4. November 
2014 in Ausschaffungshaft. Anschliessend erfolgte die Inhaftierung im Rahmen des 
Strafvollzugs; auf den Zeitpunkt der Haftentlassung am 8. April 2015 wurde er erneut in 
Ausschaffungshaft versetzt, welche bis zum 8. Juli 2015 bestätigt wurde (vgl. vorne 
Bst. B und C). Aus dem angefochtenen Entscheid geht nicht hervor, ob das ZMG die 
Administrativhaft hinsichtlich der maximal zulässigen Haftdauer je einzeln oder aber 
gesamthaft betrachtet hat; es ging insoweit ohne weitere Hinweise von der Ver-
hältnismässigkeit der Inhaftierung aus (S. 6). Da die beiden ausländerrechtlichen 
Inhaftierungen im Rahmen desselben Wegweisungsverfahrens erfolgt sind, hat die 
Maximalfrist mit der Anordnung der zweiten Ausschaffungshaft grundsätzlich nicht neu 
zu laufen begonnen (vgl. etwa BGer 2C_658/2014 vom 7.8.2014, E. 3.1 mit Hinweis; 
Andreas Zünd, in Spescha/Thür/Zünd/Bolzli [Hrsg.], Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, 
Art. 79 AuG N. 2 und 4; Tarkan Göksu, in Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 
Kommentar zum AuG, 2010, Art. 79 N. 3), was eine (ausländerrechtliche) Inhaftierung 
von insgesamt rund sieben Monaten ergibt. Damit ist zwar die maximale Haftdauer von 
Art. 79 Abs. 1 AuG (6 Monate), nicht jedoch diejenige von Art. 79 Abs. 2 AuG (18 
Monate) überschritten. 

6.2.2 Wie sich aus dem in E. 5 hiervor Gesagten ergibt, weigert sich der 
Beschwerdeführer, mit den Behörden zu kooperieren und freiwillig in seine Heimat 
zurückzukehren, weshalb die Voraussetzung von Art. 79 Abs. 2 Bst. a AuG erfüllt ist. 
Ausserdem hat die Beschaffung der erforderlichen Reisedokumente, namentlich die 

Zusicherung eines Laissez-Passer durch die algerischen Behörden, relativ lang 
gedauert (vgl. hierzu insb. VGE 2014/238 vom 4.9.2014, E. 4.4, 2014/275 vom 
17.10.2014, E. 5.2; Schreiben des BFM vom 11.12.2014 [unpag. Haftakten ZMG]); erst 
im Januar 2015 konnte deshalb per 2. Juli 2015 ein Sonderflug nach Algerien gebucht 
werden (vgl. Bestätigungs-E-Mail vom 7.1.2015 [unpag. Haftakten ZMG]). Wie das 
ZMG zutreffend festgehalten hat (S. 6), ist bei Ausschaffungen nach Algerien allgemein 
mit Verzögerungen seitens der algerischen Behörden zu rechnen und nimmt deren 
Vorbereitung daher erfahrungsgemäss längere Zeit in Anspruch (vgl. zu den polizeilich 
begleiteten Rückflügen nach Algerien etwa auch BGer 2C_658/2014 vom 7.8.2014, 
E. 3.3 mit Hinweisen). Es dürfte unter diesen Umständen auch die Voraussetzung nach 
Art. 79 Abs. 2 Bst. b AuG für eine ausnahmsweise Verlängerung erfüllt sein, zumal 
nicht in Abrede gestellt werden kann, dass die hiesigen Behörden den 
Wegweisungsvollzug mit dem nötigen Nachdruck verfolgt haben (vgl. VGE 2014/238 
vom 4.9.2014, E. 4.4, 2014/275 vom 17.10.2014, E. 5.2). Bei dieser Sachlage steht 
auch keine Verletzung des Beschleunigungsgebots gemäss Art. 76 Abs. 4 AuG zur 
Diskussion. Weitere Umstände, welche die Inhaftierung als unverhältnismässig 
erscheinen lassen könnten, sind weder geltend gemacht noch ersichtlich. 

6.3 Haftbeendigungsgründe stehen nicht zur Diskussion (Art. 80 Abs. 6 AuG). Wie 
bereits erwähnt, hat der MIDI für den Beschwerdeführer per 2. Juli 2015 einen 
Sonderflug nach Algerien gebucht (vgl. E 6.2.2 hiervor). Der Vollzug der Wegweisung 
erscheint damit in absehbarer Zeit als durchführbar. Andere Vollzugshindernisse 
(Art. 83 Abs. 1-4 AuG) sind weder geltend gemacht noch ersichtlich (vgl. auch bereits 
VGE 2014/188 vom 11.7.2014, E. 6.2, 2014/238 vom 4.9.2014, E. 4.4, 2014/275 vom 
17.10.2014, E. 5.4). 

7. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende 
Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten 
sind keine angefallen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). 

Mit Blick auf diesen Verfahrensausgang konnte auf die Durchführung eines 
Schriftenwechsels verzichtet werden. 

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern 
- dem kantonalen Zwangsmassnahmengericht 
- dem Staatssekretariat für Migration 

und mitzuteilen:
- dem Regionalgefängnis Burgdorf 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.