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**Case Identifier:** 02a6dc66-48bc-5cdc-b5bf-ad8fb038f7f3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.11.2016 200 2015 1016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1016_2016-11-14.pdf

## Full Text

200 15 1016 UV
LOU/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. November 2016

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2016, UV/15/1016, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der SUVA obligatorisch unfallversichert, als er 
sich gemäss Schadenmeldung am 21. Dezember 2011 bei einem Sturz 
eine Verletzung des rechten Mittelfusses zuzog (Akten der SUVA [act. IIA] 
1). Im Zusammenhang mit diesem Ereignis erbrachte die SUVA zunächst 
die gesetzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Taggeld, Heil-
behandlung und Hilfsmittel (act. IIA 2-4, 71, 101). Am 22. November 2013 
gewährte sie eine Integritätsentschädigung (act. IIA 136) und stellte das 
Taggeld mit formloser Mitteilung vom 6. Februar 2015 (Akten der SUVA 
[act. IIB] 225) per 31. März 2015 ein. Mit Verfügung vom 27. August 2015 
(act. IIB 258) terminierte sie implizit auch die Heilbehandlung und sprach 
dem Versicherten ab 1. Mai 2015 eine auf einem Invaliditätsgrad von 22 % 
basierende Invalidenrente zu. Daran hielt sie auf Einsprache hin (act. IIB 
264) mit Entscheid vom 15. Oktober 2015 (act. IIB 167) fest.

B.

Mit Eingabe vom 17. November 2015 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, der ange-
fochtene Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben und ihm sei eine 
Rente entsprechend einem 33%igen Invaliditätsgrad zu gewähren; eventu-
aliter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die SUVA zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Februar 2016 schloss die SUVA (Be-
schwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt C.________, auf Abwei-
sung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Okto-
ber 2015 (act. IIB 267). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine 
Invalidenrente im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 21. Dezember 
2011 und dabei insbesondere die Invaliditätsbemessung. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 

2.4 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

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3.

3.1 Dass das in der Schadenmeldung (act. IIA 1) geschilderte Ereignis 
vom 21. Dezember 2011 die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des 
Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllte, ist zu 
Recht unbestritten. Erstellt ist zudem, dass der medizinische Endzustand 
im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG im Zeitpunkt des auf den 1. Mai 2015 
festgesetzten Rentenbeginns eingetreten war. Dies zumal der Endzustand 
gemäss prospektiver (oder prognostischer) Beurteilung (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 14. Dezember 2012, 8C_453/2012, E. 3) be-
reits im Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 15. November 
2013 (act. IIA 131) mit einleuchtender Begründung postuliert und in der 
Folge die Integritätsentschädigung ausgerichtet worden war (act. IIA 136; 
act. IIB 257/2 Ziff. 10.2)

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in 
der Verfügung vom 27. August 2015 (act. IIB 258) bzw. im angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2015 (act. IIB 267) auf das im Kreis-
arztbericht vom 19. November 2012 (act. IIA 67) provisorisch formulierte 
und in jenem vom 9. Dezember 2014 (act. IIB 215) bestätigte Zumutbar-
keitsprofil.

3.2.1 Der SUVA-Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie 
FMH, erklärte am 19. November 2012 im Zusammenhang mit der gleichen-
tags durchgeführten Untersuchung, der Beschwerdeführer habe beim Stur-
zereignis eine Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) rechts erlitten, 
wobei es gemäss Primärdiagnose zu einer Malleolarfraktur Typ A rechts 
gekommen sei. Nach konsekutiver fast viermonatiger posttraumatischer 
Beschwerdepersistenz habe bildgebend eine mehrfragmentäre 
Calcaneusfraktur rechts nachgewiesen werden können. Diese Fraktur ver-
heile in Fehlstellung, insbesondere mit einer Stufenbildung im Bereich des 
unteren Sprunggelenks (USG) posterior. Es verblieben Restbeschwerden 
im Sinne von Schmerzen und einer Schwellungsneigung nach körperlicher 
Belastung sowie ein Kraftverlust im Bereich des rechten Unterschenkels 
bzw. Fusses. Der SUVA -Kreisarzt ortete ein Verbesserungspotential durch 
Analgesie bzw. Anpassung des Schuhwerks und erachtete vorläufig ein 
ganztätiger Arbeitseinsatz in einer leidensadaptierten Tätigkeit für zumut-

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bar. Die Anforderungen an eine Verweisungstätigkeit definierte er wie folgt: 
Wechselbelastende (überwiegend sitzende) Arbeiten ohne repetitives Tra-
gen von Gewichten über 15 Kilogramm und ohne repetitives Besteigen von 
Leitern oder Gerüsten; ideal sei eine sitzende Tätigkeit (act. IIA 67/4 
Ziff. 5).

3.2.2 Nachdem am 23. Mai 2013 einer Arthrodese des USG erfolgt war 
(act. IIA 109/2 f.) und sich der Beschwerdeführer am 4. Juni 2014 einem 
weiteren operativen Eingriff mit Re-Arthrodese sowie Spongiosa-Plastik 
(act. IIB 177/2 f.) unterzogen hatte, erfolgte am 9. Dezember 2014 eine 
kreisärztliche Verlaufsuntersuchung. Im per dato erstellten Bericht (act. IIB 
215) gelangte Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, zum Schluss, dass 
sich das seinerzeit von Dr. med. D.________ formulierte Zumutbarkeitspro-
fil nicht verändert habe, wobei die aktuell ausgeübte Tätigkeit (im bisheri-
gen Arbeitsverhältnis) diesen Anforderungen nicht entspreche (act. IIB 
215/5 Ziff. 5).

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4 Die fachärztliche Beurteilungen der Dres. med. D.________ und 
E.________ erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und erbringen vollen Beweis. Insbesondere 
gelangte Dr. med. E.________ anhand der dokumentierten bildgebenden 
Abklärungen sowie seiner klinischen Exploration zur nachvollziehbaren und 
überzeugenden Einschätzung, dass die Versteifung des USG konsolidiert 
ist und die Beweglichkeit des OSG und des Vorfusses nicht beeinträchtigt 

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wird. Er befundete eine symmetrische Beweglichkeit des OSG bezüglich 
Dorsalextension/Plantarflexion (Beugung zum Fussrücken bzw. zur Fuss-
sohle hin) und die Vorfussbeweglichkeit war lediglich endgradig einge-
schränkt. Aufgrund der kohärenten und widerspruchsfreien Aktenlage ist 
mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt, dass dem Beschwerdeführer trotz 
der (unbestrittenermassen unfallbedingten) Residuen am rechten Fuss 
unter Beachtung des kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofils medizinisch-
theoretisch eine ganztätige Präsenzzeit mit uneingeschränktem Rende-
ment zumutbar ist. Der Beschwerdeführer anerkennt diese medizinische 
Ausgangslage (Beschwerde S. 4 Ziff. III Art. 2 Ziff. 1), moniert jedoch die 
seitens der Beschwerdegegnerin im Rahmen der Invaliditätsbemessung 
daraus abgeleiteten erwerblichen Folgen (Beschwerde S. 5 ff. Ziff. III Art. 2 
Ziff. 2 ff.).

4.

4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 
Abs. 1 UVG). Der Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades 
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 
Abs. 2 UVG).

4.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass 
die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus 
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die 
fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2016, UV/15/1016, Seite 8

können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu 
schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver-
gleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 
E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung entweder 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch 
herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus 
der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der SUVA herangezogen 
werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593). Die Vorlage von fünf zumutbaren 
Arbeitsplätzen erscheint in quantitativer Hinsicht in der Regel als genü-
gend. Im Hinblick auf die geforderte Repräsentativität der DAP-Profile und 
der daraus abgeleiteten Lohnangaben sind im Sinne einer qualitativen An-
forderung zusätzlich Angaben zu machen über die Gesamtzahl der auf-
grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten 
Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durch-
schnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechen-
den Gruppe. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich 
des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Ein-
zelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben. Ist die SUVA 
nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, 
kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer-
den (BGE 139 V 592 E. 6.3 S. 595, 129 V 472 E. 4.2.2 S. 480).

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4.3

4.3.1 Die Beschwerdegegnerin zog ein Valideneinkommen von 
Fr. 74‘100.-- (act. IIB 258/2) heran und stützte sich dabei auf die Angaben 
der Arbeitgeberin ab, wonach der Beschwerdeführer für seine Tätigkeit als 
ungelernter Hilfsarbeiter (act. IIA 34/2 Ziff. 3, 35) im Jahr 2015 im Gesund-
heitsfall mit vollschichtigem Einsatz weiterhin (act. IIA 1 Ziff. 12) einen Mo-
natslohn von Fr. 5‘700.-- (zzgl. 13. Monatslohn) erzielen würde (act. IIB 
216). Der Beschwerdeführer erachtet diese Angaben als korrekt, hält aber 
dafür, dass das besagte Jahreseinkommen auf eine Arbeitszeit von 41.6 
Wochenstunden umzurechnen sei. Denn es sei aktenkundig, dass er in 
diesem Arbeitsverhältnis 45 Stunden pro Wochen arbeiten müsste, um ein 
solches Einkommen zu erzielen, wogegen beim Invalideneinkommen ledig-
lich von einer Wochenarbeitszeit von 41.6 Stunden ausgegangen werde. 
Es sei dementsprechend von einem Valideneinkommen von Fr. 80‘156.-- 
(Fr. 74‘100.-- / 41.6h x 45h) auszugehen (Beschwerde S. 5 Ziff. III Art. 2 
Ziff. 2).

4.3.2 Hätte der Beschwerdeführer vor dem versicherten Ereignis regel-
mässig Überstunden geleistet, wäre das daraus fliessende Einkommen 
praxisgemäss in den Einkommensvergleich miteinzubeziehen (vgl. SVR 
2011 IV Nr. 55 S. 165 E. 4.5.2 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz 
über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 127). Überstunden werden 
vorliegend jedoch nicht geltend gemacht und sind auch nicht ausgewiesen. 
Da die betriebsübliche Vollarbeitszeit im ungekündigten Arbeitsverhältnis 
45 Stunden pro Woche beträgt (act. IIA 1 Ziff. 3), der Beschwerdeführer im 
Unfallzeitpunkt mit einem Beschäftigungsgrad von 100 % erwerbstätig war 
(act. IIA 1 Ziff. 3) und im hypothetischen Validitätsfall immer noch wäre, ist 
das mit diesem Einsatz erzielbare Jahreseinkommen massgebend. Denn 
entscheidend ist allemal, was die versicherte Person als Gesunde tatsäch-
lich erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 
135 V 58 E. 3.1 S. 59, 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53). Zudem wies die Be-
schwerdegegnerin zutreffend darauf hin (Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. V 
Ziff. 14.2), dass das Valideneinkommen rechtsprechungsgemäss (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 7. Dezember 2015, 9C_422/2015, E. 3.3) so konkret 
wie möglich zu ermitteln ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2016, UV/15/1016, Seite 10

4.3.3 Zwar ist denkbar, dass eine markante Abweichung gegenüber der 
branchenüblichen Arbeitszeit im Rahmen einer Parallelisierung (vgl. dazu: 
BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 134 V 322 E. 4.1 S. 326) Berücksichtigung 
finden müsste, soweit sich die längere Arbeitszeit nicht in einem entspre-
chend höheren Bruttolohn niederschlagen würde. Hier liegt indes keine 
solche Konstellation vor: Die Arbeitgeberin des Beschwerdeführers be-
zweckt insbesondere den Betrieb eines … sowie den Handel mit … (vgl. 
SHAB Nr. … vom …), sie ist mithin am ehesten dem Wirtschaftszweig 
Ziff. 47 (Detailhandel) zuzuordnen (vgl. Bundesamt für Statistik, NOGA 
2008, Allgemeine Systematik der Wirtschaftszweige, Erläuterungen, 
S. 144). Wohl liegt die Arbeitszeit mit 45 Stunden rund 8 % ([41.7 ./. 45] / 
41.7 x 100) höher als die branchenspezifische Wochenarbeitszeit von 41.7 
Stunden (vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit [BUA], Wirtschaftszweig Ziff. 
47, 2015), angesichts des branchenspezifischen Bruttolohns (Zentralwert) 
von Fr. 59‘509.-- (Fr. 4‘697.-- [BFS, LSE 2012, Tabelle TA1, Männer, Kom-
petenzniveau 1, Wirtschaftszweig Ziff. 47] x 12 Monate / 40 Wochenar-
beitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden / 101.9 x 103.2 [BFS, Tabelle 
T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Wirtschaftszweig Ziff. 45-47, Index 
2012 bzw. 2015]) ist dafür aber auch der Verdienst von Fr. 74‘100.-- um 
fast einen Viertel höher ([Fr. 59‘509.-- ./. Fr. 74‘100.--] / Fr. 59‘509.-- x 100). 
Auch unter diesem Aspekt ist das ermittelte Valideneinkommen somit nicht 
zu beanstanden.

4.4

4.4.1 Die vom Beschwerdeführer mit einem reduzierten Pensum im bis-
herigen Arbeitsverhältnis weiterhin ausgeübte Tätigkeit entspricht nicht 
dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil (act. IIB 215/5 Ziff. 5). Er schöpft 
die ihm zumutbare Arbeitsfähigkeit demnach nicht vollständig aus, weshalb 
die Beschwerdegegnerin sich zulässigerweise auf die DAP-Lohnangaben 
stützte. Der dabei ermittelte durchschnittliche Jahreslohn von Fr. 57‘913.-- 
(act. IIB 258/2) basiert auf der Vorlage von fünf Arbeitsplätzen aus 133 
Suchresultaten (act. IIB 255/1). Der Beschwerdeführer rügt, drei der aus-
gewählten fünf Arbeitsplätze entsprächen nicht dem medizinischen Zumut-
barkeitsprofil (Beschwerde S. 5 f. Ziff. III Art. 2 Ziff. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2016, UV/15/1016, Seite 11

4.4.2 Bei den vom Beschwerdeführer beanstandeten drei Resultaten 
(DAP-Nrn. 9988, 6982 und 226) wurde das medizinische Zumutbarkeitspro-
fil sehr wohl berücksichtigt. Dass das Stehen und Gehen manchmal bzw. 
das Steigen auf Leitern und Treppensteigen selten erforderlich ist (act. IIB 
255/16, 255/20, 226/24), deckt sich mit den kreisärztlich formulierten An-
forderungen, können doch alle drei Tätigkeiten überwiegend in sitzender 
Position verrichtet werden und das Besteigen von Leitern ist nur in repetiti-
ver Form unzumutbar (act. IIA 67/4 Ziff. 5; act. IIB 219/8 Ziff. 5). Auch das 
bei der Arbeitsstelle in der Standardgerätemontage (DAP-Nr. 226) zusätz-
lich vermerkte vorgeneigte Stehen (act. IIB 255/24) widerspricht den Vor-
gaben der Dres. med. D.________ und E.________ nicht. Die beiden 
Fachärzte hielten keine Einschränkungen für eine derartige Körperhaltung 
fest, da das vorgeneigte Stehen zudem lediglich selten erforderlich ist, 
bleibt die Tätigkeit wechselbelastend. Schliesslich vermag der Beschwer-
deführer aus dem Umstand, dass die SUVA -Kreisärzte eine rein sitzende 
Tätigkeit als «ideal» betrachteten (act. IIA 67/4 Ziff. 5; act. IIB 219/8 Ziff. 5), 
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Mit dieser Aussage brachten sie of-
fensichtlich zum Ausdruck, dass eine solche Beschäftigung den Fussbe-
schwerden bestmöglich Rechnung tragen würde, ohne gleichzeitig zu pos-
tulieren, dass bei vorwiegend aber nicht ausschliessend sitzenden Verwei-
sungstätigkeiten eine Leistungsminderung zu verzeichnen wäre. 

4.4.3 Nach dem Gesagten ist das anhand der DAP-Lohnangaben ermit-
telte Invalideneinkommen nicht zu beanstanden. Im Übrigen hat die Be-
schwerdegegnerin aufgezeigt (Beschwerdeantwort S. 5 f. Ziff. V Ziff. 14.4), 
dass ein Abstellen auf die statistischen Werte der LSE – selbst unter 
Berücksichtigung eines fraglichen leidensbedingten Abzugs von 10 % – im 
Ergebnis zu einem tieferen Invaliditätsgrad führen würde. Auf diese in allen 
Teilen zutreffenden Ausführungen kann verwiesen werden. Nur am Rande 
sei ergänzt, dass der vom Beschwerdeführer sinngemäss angedeutete 
«Serienbruch» durch den Übergang von der LSE 2010 zur LSE 2012 bei 
der hier zu beurteilenden erstmaligen Rentenzusprache irrelevant ist (vgl. 
BGE 142 V 178).

4.5 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein aufgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invali-

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ditätsgrad von 22 % ([Fr. 74‘100.-- ./. Fr. 57‘913.--] / Fr. 74‘100.-- x 100). 
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Oktober 2015 (act. IIB 
267) ist somit nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwer-
de abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2016, UV/15/1016, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.