# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a95e370-5b1f-5a4e-80ad-a5979bf1d0a9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.09.2008 D-5067/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5067-2008_2008-09-10.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5067/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic, 
Gerichtsschreiberin Kathrin Mangold Horni.

A.__________, geboren _______________,
Kongo (Kinshasa),
vertreten durch Michel Okongo Lomena, 
________________________________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
11. Juli 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5067/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest:

dass  die  Beschwerdeführerin  gemäss  eigenen  Angaben  am 6. April 
2008 in einem Personenwagen unter Umgehung der Grenzkontrolle in 
die Schweiz einreiste und noch gleichentags im Empfangs- und Ver-
fahrenszentrum B._______ um Asyl nachsuchte,

dass die Beschwerdeführerin nach der Überführung ins Transitzentrum 
C._______ am 5. Mai 2008 zu ihren Personalien, zu ihrem Reiseweg 
und - summarisch - zu ihren Asylgründen befragt wurde,

dass sie - nach erfolgter Zuweisung in den Kanton D._________ - am 
6. Juni 2008 von einer Mitarbeiterin des BFM in Anwendung von Art. 
29  Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31) 
eingehend zu ihren Asylgründen angehört wurde, 

dass die Beschwerdeführerin anlässlich dieser beiden Befragungen im 
Wesentlichen  geltend  machte,  sie  stamme  aus  der  kongolesischen 
Hauptstadt Kinshasa, wo sie nach Abschluss der Schule als Gemüse-
händlerin  gearbeitet  habe und wo heute  auch noch  ihre  vier  Kinder 
lebten,

dass  sie  Mitglied  der  politisch-religiösen  Gemeinschaft  "Bundu  Dia 
Kongo" (BDK) sei und als solches im Februar 2007 in Matadi (Provinz 
Bas-Congo) an einem Protestmarsch teilgenommen habe, 

dass es im Verlauf dieser Veranstaltung zu blutigen Zusammenstössen 
zwischen  Soldaten der  kongolesischen  Armee und Angehörigen  der 
BDK gekommen sei,

dass in der Folge Soldaten das Haus der BDK durchsucht und zahlrei-
che Anwesende - darunter auch die Beschwerdeführerin - festgenom-
men hätten,

dass  die  Beschwerdeführerin  im Gefängnis  von Matadi  misshandelt, 
aber nie formell angeklagt oder einem Richter vorgeführt worden sei,

dass ein im Gefängnis arbeitender Korporal ihr gegen entsprechende 
Bezahlung zur Flucht verholfen habe, 

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dass  sie  umgehend  gemeinsam  mit  ihrer  Freundin  E._______  und 
deren Bruder F._______ Kongo (Kinshasa) verlassen und nach Kongo 
(Brazzaville) gereist sei,

dass sie Brazzaville am 4. April 2008 mit einem ihr nicht zustehenden, 
auf  den  Namen  G.______  lautenden  Pass  verlassen  und  auf  dem 
Luftweg nach Rom gelangt sei, von wo aus sie dann am 6. April 2008 
in die Schweiz eingereist sei,

dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Erstbefragung im Transit-
zentrum H._______ eine am 24. März 2005 ausgestellte Bestätigung 
betreffend Verlust der Identitätskarte zu den Akten reichte, 

dass das BFM das Asylgesuch mit  Verfügung vom 11. Juli  2008 ab-
lehnte  und die  Wegweisung sowie  den Wegweisungsvollzug der  Be-
schwerdeführerin aus der Schweiz anordnete, 

dass die Beschwerdeführerin sich mit Eingabe vom 4. August 2008 an 
das Bundesverwaltungsgericht gegen die BFM-Verfügung vom 11. Juli 
2008 wandte  und um Asyl,  eventualiter  um vorläufige  Aufnahme er-
suchte, weil die Rückkehr in ihr Heimatland nicht zumutbar, nicht zu-
lässig und nicht möglich sei,

dass sie gleichzeitig  um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-
rung ersuchte, 

dass sie in der Eingabe vom 4. August 2008 auch die Nachreichung ei-
ner ausführlichen Begründung in Aussicht stellte,

dass die in Aussicht gestellte Beschwerdebegründung durch den be-
reits am 28. Juli 2008 bevollmächtigten Vertreter der Beschwerdeführe-
rin am 5. August 2008 (Poststempel) nachgereicht wurde,

dass dabei auch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersucht wurde, 

dass auf die Begründung dieser Anträge, soweit für den Entscheid we-
sentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung vom 13. 
August 2008 - für deren ausführliche Begründung auf die Akten und 
die nachfolgenden Erwägungen verwiesen wird - die Gesuche um Ge-

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währung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-
vorschusses (Art. 63 Abs. 4 VwVG) abwies und der Beschwerdeführe-
rin  gleichzeitig  zur Bezahlung eines Kostenvorschusses in  der  Höhe 
von Fr. 600.-- eine Frist bis zum 28. August 2008 ansetzte, verbunden 
mit  der  Androhung,  bei  ungenutzter  Frist  werde auf  die Beschwerde 
nicht eingetreten,

dass der verlangte Kostenvorschuss am 27. August 2008 und am 28. 
August 2008 in zwei Raten von je Fr. 300.-- bezahlt wurde, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM auf  dem Gebiet des Asyls 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31  -  34  des  Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführerin vor der Vorinstanz am Verfahren teilge-
nommen  hat,  durch  die  angefochtenen  Verfügung  berührt  ist,  ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 

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AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG),

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend und mit 
hinreichender Begründung ausgeführt hat, weshalb die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin  den  Anforderungen  an  die  Glaubhaftigkeit  nicht 
standhielten,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die zu bestätigen-
den, ausführlichen Darlegungen in der angefochtenen Verfügung vom 
11. Juli  2008 sowie auf  die Ausführungen in der Zwischenverfügung 
des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. August 2008 verwiesen wer-
den kann, 

dass das BFM in seiner angefochtenen Verfügung vorab zu Recht fest-
stellte,  die  Beschwerdeführerin  habe  im  Verlaufe  des  Verfahrens  zu 
wesentlichen Punkten unterschiedliche Angaben gemacht,

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dass sie etwa anlässlich der Erstbefragung angegeben habe, sie habe 
am 27. Februar 2007 am Protestmarsch der BDK in Matadi teilgenom-
men  und  sei  dann  am 1.  März  2007  anlässlich  einer  Hausdurchsu-
chung festgenommen worden (vgl. A1, S. 4),  um dann anlässlich der 
Bundesanhörung  vom  6.  Juni  2008  zu  behaupten,  sie  wisse  nicht, 
wann der besagte Marsch stattgefunden habe, glaube aber, es sei an-
fangs Februar 2007 gewesen (vgl. A13, S. 8), und die Festnahme sei 
am Tag nach der Demonstration erfolgt (vgl. A 13, S. 9),

dass es sodann der allgemeinen Erfahrung und der Logik  des Han-
delns  widerspreche,  dass  -  wie  die  Beschwerdeführerin  geltend  ge-
macht habe - ein im Gefängnis arbeitender Korporal der Beschwerde-
führerin zur Flucht verholfen und dadurch ohne einleuchtendes Motiv 
seine Dienstpflicht und seine berufliche Position aufs Spiel gesetzt ha-
ben solle,

dass die Beschwerdeführerin schliesslich auch nicht in der Lage gewe-
sen sei, Angaben zu den wesentlichen Zielen der BDK, zum Zeitpunkt 
ihres  Beitritts  oder  zur  BDK-Veranstaltung  im  Februar  2007  zu  ma-
chen,

dass die - im Wesentlichen Wiederholungen des anlässlich der Befra-
gungen geschilderten Sachverhaltes sowie allgemeine Hinweise, wo-
nach führende BDK-Mitglieder Verfolgungen ausgesetzt seien, enthal-
tenden - Ausführungen in der Beschwerdebegründung vom 5. August 
2008 nicht geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung des Sachver-
haltes zu führen,

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend der  Kanton,  welchem die  Be-
schwerdeführerin für den Aufenthalt während der Dauer des Asylver-
fahrens zugewiesen wurde (Zug),  keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 
hat  (Art.  32  Bst.  a  der  Asylverordnung 1  vom 11. August  1999  über 
Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) und die Beschwerdeführerin 
zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 

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[EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang 
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da es der Beschwerdeführerin - wie vorstehend dargelegt -  nicht 
gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen 
oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte 
Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im vorliegenden 
Verfahren keine Anwendung findet, und auch keine Anhaltspunkte für 
eine menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind, die der Be-
schwerdeführerin im Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte,

dass auch keinerlei Hinweise bestehen, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund  ihrer  ethnischen  Zugehörigkeit  (Baluba)  in  ihrer  Heimat  ir-
gendwelchen Diskriminierungen ausgesetzt sein könnte,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass für die allgemeine Lage in Kongo (Kinshasa) zunächst auf das in 
EMARK 2004 Nr. 33 publizierte Urteil  zu verweisen ist, welches eine 
detaillierte und grundsätzlich nach wie vor gültige Lageanalyse enthält,

dass zwar insbesondere im Osten des Landes - trotz des von der kon-
golesischen  Regierung  und  verschiedenen  Rebellengruppen  am 
23. Januar 2008 in Goma unterzeichneten Friedensabkommens - die 
Lage nach wie vor angespannt ist und immer wieder Unruhen unter-
schiedlicher Intensität aufflammen,

dass jedoch bezüglich des Westens des Landes und der Hauptstadt 
Kinshasa unter den heute bestehenden Verhältnissen nicht von Krieg, 
Bürgerkrieg oder von einer Situation allgemeiner Gewalt  gesprochen 
werden kann, 

dass gemäss der ebenfalls in EMARK 2004 Nr. 33 dargelegten Praxis 
die Rückkehr von Personen aus Kongo (Kinshasa) nur unter bestimm-
ten,  eingeschränkten  Umständen  als  zumutbar  bezeichnet  werden 
kann, 

dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  zu  einer  "Risikogruppe"  ("groupe 
vulnérable"; vgl. EMARK 2004 Nr. 33) gehört, da sie zwar eine allein-
stehende Frau ist, aber über eine gute Schulbildung sowie mehrjährige 
Berufserfahrung als selbständige Gemüsehändlerin (vgl. A1, S. 2) ver-
fügt,  nebst  ihrer  Muttersprache Lingala auch gut  Französisch spricht 
und  in  der  Hauptstadt  Kinshasa  ein  soziales  und  familiäres  Bezie-
hungsnetz besitzt (eine Schwester und eine Freundin, welche während 
der  Abwesenheit  der  Beschwerdeführerin  deren  vier  Kinder  betreut 
[vgl. A1, S. 3]),

dass der in der Beschwerdebegründung (vgl. S. 7) in Aussicht gestellte 
ärztliche Bericht bis anhin nicht beim Bundesverwaltungsgericht einge-
gangen ist und sich aus den Akten auch keine stichhaltigen Hinweise 
entnehmen lassen,  dass  die  Beschwerdeführerin  unter  gesundheitli-
chen Problemen leiden könnte, 

dass somit die in EMARK 2004 Nr. 33 aufgeführten Kriterien, welche 
den Vollzug der Wegweisung nach Kongo (Kinshasa) als zumutbar er-
scheinen  lassen,  im  vorliegenden  Fall  als  gegeben  erachtet  werden 
können,

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dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Kongo 
(Kinshasa) schliesslich auch möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da keine 
praktischen Hindernisse erkennbar sind, die einer Rückkehr entgegen-
stehen könnten, und die Beschwerdeführerin verpflichtet ist,  sich bei 
der  heimatlichen Vertretung  allenfalls  benötigte  Reisepapiere  zu  be-
schaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass nach dem Gesagten somit keine Wegweisungshindernisse vorlie-
gen und der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu be-
stätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuer-
legen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem am 27. August 2008 und am 
28. August 2008 in zwei Raten von je Fr. 300.-- geleisteten Kostenvor-
schuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Vertreter der Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilagen: kei-
ne)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N ______ (per Kurier; in Kopie)

- ____________ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Martin Zoller Kathrin Mangold Horni

Versand: 

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