# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** acfb62c7-dd0e-5766-8afc-c79f6cb21859
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-20
**Language:** de
**Title:** Nachsteuer (Staats- und Gemeindesteuern 2009 - 2011)
**Docket/Reference:** ST.2024.62
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-st.2024.62.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 ST.2024.62 

Entscheid 

20. März 2024 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Griesser und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

A,    
Steuergemeinde B,   

vertreten durch C AG,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrent,  

K a n t o n   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Spezialdienste,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

Nachsteuer (Staats- und Gemeindesteuern 2009 - 2011) 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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In Erwägung, 

dass  ein  offensichtliches  unzulässiges  Rechtsmittel  (dazu  sogleich)  vorliegt, 

über das ein voll- oder teilamtliches Mitglied des Steuerrekursgerichts als Einzelrichter 

entscheiden kann (§ 114 Abs. 2 lit. a des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 [StG]; 

dass gemäss § 162 Abs. 3 StG gegen den Einspracheentscheid des kantonalen 

Steueramts (in Nachsteuerverfahren) Rekurs (allein) beim Verwaltungsgericht erhoben 

werden kann (vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar zum Zürcher Steu-

ergesetz, 4. A., 2021, § 162 N 35 StG); 

dass  mit  den  Gesetzesgrundlagen  übereinstimmend  in  Dispositivziffer  2  des 

Einspracheentscheids des kantonalen Steueramts vom 10. Januar 2024 (versandt am 

26.  Januar  2024)  das  Verwaltungsgericht  als  Rechtsmittelinstanz  angegeben  wurde: 

"Gegen diesen Einspracheentscheid können der Einsprecher und die Gemeinde schrift-

lich innert 30 Tagen nach Zustellung Rekurs beim Verwaltungsgericht, Postfach 8090 

Zürich, erheben"; 

dass überdies auch auf der Homepage des Steuerrekursgerichts eindeutig fest-

gehalten ist: "Nicht in die Zuständigkeit des Steuerrekurskursgerichts fallen Streitigkeiten 

über die Nach- und Strafsteuer […]"; 

dass der von zwei diplomierten Steuerexperten einer u.a. auf Steuerrecht spe-

zialisierten Anwaltskanzlei vertretene Rekurrent in seiner Rechtsmitteleingabe trotzdem 

mit Rekurs an das Steuerrekursgericht gelangte, wobei er unter Ziff. 1 Formelles aus-

führen liess, dass (sinngemäss) gegen den Einspracheentscheid "innert 30 Tagen beim 

Steuerrekursgericht des Kantons Zürich Beschwerde erhoben werden kann"; 

dass  zwar  gemäss  §  5  Abs.  2  des  Verwaltungsrechtspflegegesetzes  vom 

24. Mai  1959  (VRG)  Eingaben  an  eine  unzuständige  Verwaltungsbehörde  von  Amtes 

wegen und in der Regel unter Benachrichtigung des Absenders an die zuständige Ver-

waltungsbehörde weiterzuleiten sind und für die Einhaltung der Fristen der Zeitpunkt der 

Einreichung bei der unzuständigen Behörde massgebend ist (so auch § 14 der Verord-

nung zum Steuergesetz vom 1. April 1998 [VO StG]); 

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dass diese Weiterleitungspflicht und auch die fingierte Fristwahrung praxisge-

mäss aber unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs stehen und daher auf die Wei-

terleitung  an  die  zuständige  Instanz  verzichtet  werden  darf,  wenn  eine  Eingabe  nicht 

versehentlich, sondern bewusst bei der unzuständigen Instanz erfolgte, so dass das der 

Weiterleitungspflicht  zugrunde  liegende  Fristwahrungsziel  keinen  Schutz  verdient 

(Kaspar Plüss, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 

3. A., 2014, § 5 N 51 VRG mit Hinweisen); 

dass für das Bundesgericht bei rechtskundigen oder rechtskundig vertretenen 

Parteien  und  als  grober  zu  wertender  Unsorgfalt  sogar  bei  tatsächlich  unrichtigen 

Rechtsmittelbelehrungen  eine  fristwahrende  Überweisung  nicht  in  Frage  kommt  (vgl. 

BGr, 17. August 2021, 2C_504/2020, E. 1.5.1. f.); 

dass vorliegend von einer rechtskundig vertretenen Partei in einem (stark) ver-

jährungsbedrohten Nachsteuerverfahren aus nicht nachvollziehbaren Gründen die rich-

tige Rechtsmittelbelehrung missachtet wurde und deshalb ungeachtet § 5 Abs. 2 VRG 

und  §  14  VO  StG  von  einer  Überweisung  des  Rekurses  vom  28. Februar  2024  nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Entscheids abgesehen wird; 

dass aber gegen den vorliegenden Entscheid ohnehin Beschwerde an das Ver-

waltungsgericht erhoben werden und letztlich einzig dieses darüber befinden kann, ob 

der vorliegende Rekurs fristwahrend beim Steuerrekursgericht eingereicht wurde; 

dass  das  damit  Steuerrekursgericht  mangels  Zuständigkeit  nicht  auf  den 

Rekurs vom 28. Februar 2024 eintreten kann; 

dass bei diesem Verfahrensausgang die (reduzierten) Kosten des Verfahrens 

dem Rekurrenten aufzuerlegen sind (§ 151 Abs. 1 StG) und ihm keine Parteientschädi-

gung  zuzusprechen  ist  (§ 152 StG  i.V.m.  § 17  Abs. 2  des  Verwaltungsrechtspflegege-

setzes vom 24. Mai 1959), 

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Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Auf den Rekurs wird nicht eingetreten. 

[…] 

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