# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a6d8425-5e51-5cd5-86d9-38a79e2998b2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.09.2016 725 16 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-82_2016-09-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. September 2016 (725 16 82) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Die SUVA hat den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente zu Recht 

abgelehnt. Hingegen wird die Angelegenheit in Bezug auf die Integritätsentschädigung 

an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese weitere medizinische Abklärungen vor-

nimmt und gestützt darauf neu verfügt. 

 

 
 
Besetzung Vorsitzender Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Vizepräsident Christof 

Enderle, Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin Olivia 
Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1951 geborene A.____ ist Inhaber des Malerateliers B.____ und war dort selbstän-
dig als Maler tätig. In dieser Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (SUVA) freiwillig gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 6. Dezember 2013 erlitt 

 

 
 
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A.____ einen Heckauffahrunfall, wobei er sich Verletzungen am Hals und am Rücken zuzog. 
Am 13. Dezember 2013 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall, indem er von einer Leiter 
fiel. Dabei verletzte er sich am rechten Oberarm und am Rücken. Die SUVA erbrachte in der 
Folge für beide Unfallereignisse die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Verfügung vom 
14. August 2015 sprach die SUVA A.____ eine Integritätsentschädigung entsprechend einer 
Integritätseinbusse von 5% zu. Einen Rentenanspruch lehnte sie mangels einer erheblichen 
Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit ab. Eine vom Versicherten dagegen erhobene Einspra-
che wurde mit Einspracheentscheid vom 15. Februar 2016 abgewiesen. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 8. März 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei 
der Einspracheentscheid der SUVA vom 15. Februar 2016 aufzuheben, es sei festzustellen, 
dass ihm ein Rentenanspruch und eine angemessene Integritätsentschädigung zukomme und 
es sei eine interdisziplinäre Begutachtung vorzunehmen. Eventualiter sei die Sache zur weite-
ren Abklärung an die SUVA zurückzuweisen. In verfahrensmässiger Hinsicht verlangte A.____ 
die Durchführung einer Parteiverhandlung. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, 
dass sich sein Gesundheitszustand, verursacht durch den Auto-Auffahrtsunfall vom 6. Dezem-
ber 2013, seit seiner Arbeitsunfähigkeit vom 21. Juli 2014 bis zum aktuellen Tag durch Gleich-
gewichtsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, Angstzustände beim Auto- und 
Velofahren, Schlafstörungen und Kopfschmerzen beträchtlich verschlechtert habe. Dass die 
Folgen der beiden Unfallereignisse von der SUVA zum zweiten Mal eingestellt worden seien, 
könne er nicht akzeptieren. Auch die Berechnung seiner Integritätsentschädigung von 5%, ob-
wohl ihm der Malerberuf nicht mehr zugemutet werden könne, und die theoretische Berechnung 
einer 0%igen Unfallrente könne er nicht akzeptieren. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 20. April 2016 beantragte die SUVA, es sei die Beschwer-
de vom 8. März 2016 samt allen Anträgen, soweit darauf einzutreten sei, vollumfänglich abzu-
weisen und es sei der Einspracheentscheid vom 15. Februar 2016, womit ihre Verfügung vom 
14. August 2015 geschützt werde, zu bestätigen. 
 
D. Anlässlich der Parteiverhandlung vom 28. Juli 2016 hielten der Beschwerdeführer sowie 
auch die SUVA an ihren Anträgen fest. Mit Beschluss vom 28. Juli 2016 stellte das Kantonsge-
richt den Fall aus und gab dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungnahme sowie die 
Möglichkeit des Beschwerderückzugs. Zur Begründung wurde festgehalten, dass das Kantons-
gericht – im Falle eines Urteils – die Rentenablehnung der SUVA bestätigen und die Beschwer-
de in diesem Punkt abweisen würde. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung würde das Kan-
tonsgericht die Angelegenheit an die SUVA zurückweisen, damit diese weitere Abklärungen 
vornimmt und neu verfügt. Die Neubestimmung des Integritätsschadens könne möglicherweise 
zu einer Schlechterstellung (reformatio in peius) führen. 
 
E. Mit Schreiben vom 18. August 2016 nahm der Beschwerdeführer Stellung und hielt an 
seiner Beschwerde und an seinen Anträgen fest. 
 
 

 

 
 
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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des 
Versicherten auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt und ihm eine Integritätsentschädigung 
im Umfang von 5% zugesprochen hat. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer, soweit das Gesetz nichts anderes 
bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs-
krankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwi-
schen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) 
ein natürlicher (vgl. dazu BGE 119 V 337 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen) und ein adä-
quater (vgl. dazu BGE 125 V 461 E. 5a, 123 III 112 E. 3a, 123 V 103 E. 3d und 139 E. 3c, 
122 V 416 E. 2a, je mit Hinweisen) Kausalzusammenhang besteht. 
 
3.2 Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerden des Versicherten auf die 
beiden Unfallereignisse vom 6. sowie vom 13. Dezember 2013 zurückzuführen waren. Die Be-
schwerdegegnerin erbrachte in diesem Sinne auch Leistungen für die Heilkosten sowie Taggel-
der. Mit Verfügung vom 11. November 2014 stellte sie jedoch ihre Leistungen hinsichtlich des 
Unfalls vom 6. Dezember 2013 erstmals per 30. November 2014 ein und verneinte einen An-
spruch auf weitere Versicherungsleistungen, da zwischen den noch geklagten, organisch nicht 
hinreichend nachweisbaren Beschwerden und dem Unfall kein adäquater Kausalzusammen-
hang bestehe. Eine hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten wurde mit Einsprache-
entscheid vom 9. April 2015 abgewiesen. Dagegen erhob der Versicherte am 6. Mai 2015 Be-
schwerde beim Kantonsgericht. 
 
3.3 Am 29. Mai 2015 schlossen die Parteien sodann folgenden aussergerichtlichen Ver-
gleich: 
 

 

 
 
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„1. In Aufhebung des Einspracheentscheids vom 9. April 2015 erklärt sich die SUVA bereit, für 
die Folgen des Unfallereignisses vom 6. Dezember 2013 (Gleichgewichtsstörungen) über den 
30. November 2014 hinaus weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Taggeld- und 
Heilbehandlungskosten) auszurichten. 2. Die SUVA erklärt sich in Ergänzung zu Ziff. 1 bereit, 
einen allfälligen Renten- und/oder Integritätsentschädigungsanspruch zu prüfen und hernach 
über diesen Anspruch zu verfügen. 3. A.____ erklärt, nachdem die SUVA die teilweise Unfall-
kausalität seiner Beschwerden nicht mehr bestreitet, den Verzicht auf die Einholung des von 
ihm beantragten interdisziplinären Gutachtens. Vorbehalten bleibt allerdings die Anordnung 
eines solchen Gutachtens im Zusammenhang mit der Prüfung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit 
im Hinblick auf die Prüfung des Renten- und/oder Integritätsentschädigungsanspruchs, sofern 
der Kreisarzt ein solches aus medizinischen Gründen für notwendig erachtet. 4. A.____ zieht 
seine beim Kantonsgericht hängige Beschwerde vom 6. Mai 2015 vorbehaltlos zurück. 5. Das 
Beschwerdeverfahren gilt mit der vorliegenden Vereinbarung kostenlos als erledigt.“ 
 
Daraufhin beschloss das Kantonsgericht am 22. Juni 2015 die Abschreibung des Beschwerde-
verfahrens zufolge Beschwerderückzugs im Rahmen eines aussergerichtlichen Vergleichs. 
 
3.4 Mit Verfügung vom 6. Juli 2015 schloss die SUVA den Fall ein weiteres Mal ab und 
stellte die Taggeldleistungen auf den 31. August 2015 ein, da von weiteren ärztlichen Behand-
lungen keine erhebliche Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war (sog. 
Endzustand). Für zwei Serien Physiotherapie werde die SUVA noch aufkommen. Wie im 
soeben aufgeführten Vergleich (vgl. E. 3.3 hiervor) unter Ziff. 2 festgehalten, prüfte die SUVA im 
Rahmen des Fallabschlusses Ansprüche auf andere Versicherungsleistungen wie eine Invali-
denrente und eine Integritätsentschädigung (vgl. Art. 19 UVG). In der Verfügung vom 14. Au-
gust 2015 sowie im hier angefochtenen Einspracheentscheid vom 15. Februar 2016 lehnte die 
Beschwerdegegnerin schliesslich die Ausrichtung einer Invalidenrente ab und legte die Integri-
tätsentschädigung auf 5% fest. 
 
4.1 Zu prüfen ist zunächst der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. 
 
4.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls oder einer Berufskrankheit (vgl. Art. 9 
Abs. 3 UVG) zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 
(Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Diese wiederum ent-
spricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachten 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden ganzen oder teilweisen 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG). Art. 16 ATSG hält fest, dass die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei 
erwerbstätigen Versicherten anhand eines Einkommensvergleichs zu erfolgen hat. Erleidet die 
versicherte Person durch den Unfall bzw. die Berufskrankheit eine dauernde erhebliche Schä-
digung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch 
auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt 
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ge-
währt (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG). 

 

 
 
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4.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (vgl. ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.4 Die Rechtsprechung erachtet es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 
vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für 
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 
BGE 125 V 352 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit zahlreichen Hinweisen). 
So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärz-
tinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V 353 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Im Rahmen der freien Beweiswürdigung ist es auch ohne 
weiteres zulässig, dass Verwaltung und Gerichte ihren Entscheid in erster Linie auf versiche-
rungsinterne Entscheidungsgrundlagen abstützen (vgl. BGE 123 V 334 E. 1c). Ein Gutachten ist 
nach der Rechtsprechung nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 
Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Fer-
ner ist erforderlich, dass der Untersuchungsbefund vollständig vorliegt und der Sachverständige 
sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen kann 
(vgl. RKUV 1988, Nr. 56 S. 370 f. E. 5b mit Hinweisen). 
 
5.1 Für die Beurteilung der gesundheitlichen Situation sowie der Arbeitsfähigkeit des Be-
schwerdeführers stehen im Wesentlichen die nachfolgenden medizinischen Unterlagen zur Ver-
fügung: 
 
5.2 Dr. med. C.____, FMH Neurologie, berichtete am 29. September 2014 von der neurolo-
gischen Untersuchung vom 24. September 2014. Dr. C.____ diagnostizierte eine Stand- und 
Gangunsicherheit, wahrscheinlich multifaktoriell bedingt (klinisch distal-symmetrische sensible 
Polyneuropathie unklarer Ursache, zentrale Komponente), einen Status nach Autounfall (Heck-
kollision) mit HWS-Distorsionstrauma am 6. Dezember 2013 (degenerative HWS-
Veränderungen mit Instabilität C5/6 [CT]), einen Status nach Leitersturz mit Ellbogenkontusion 
rechts am 13. Dezember 2013 unklarer Ursache; DD (Zusammenhang mit Diagnose 1, vasova-

 

 
 
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gale Synkope) sowie einen Status nach Implantation eines Herzschrittmachers 03/78. 
Dr. C.____ führte unter anderem aus, dass zusammengefasst eine komplexe Situation vorliege, 
wobei die Beurteilbarkeit dadurch erschwert werde, dass wegen des Schrittmachers keine MRI-
Untersuchungen möglich seien. Es sei aber davon auszugehen und gemäss seiner Beurteilung 
Folge einer organischen Störung, dass das Gleichgewicht des Patienten beeinträchtigt sei mit 
entsprechenden Einschränkungen bei Tätigkeiten, welche diesbezüglich höhere Anforderungen 
stellten (wie zum Beispiel auf der Leiter in der Höhe etc.). Die Symptomatik sei wahrscheinlich 
multifaktoriell bedingt, wobei die Abgrenzung unfall-/krankheitsbedingt aktuell nicht weiter mög-
lich sei. Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. C.____ fest, dass er den Versicherten für Tätigkeiten mit 
höheren Anforderungen ans Gleichgewichtssystem (wie auf Leitern, auf unebenem Boden, im 
Dunkeln etc.) als derzeit arbeitsunfähig beurteile. Für eine angepasste Tätigkeit ohne diese An-
forderungen bestehe keine Einschränkung. 
 
5.3 Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, stellte anlässlich seiner kreisärztlichen Untersuchung vom 2. Juli 2015 in Bezug auf 
das erste Unfallereignis (Heckauffahrunfall) die folgenden Diagnosen: eine Distorsion der Hals-
wirbelsäule, eine Schädelprellung, degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule sowie eine 
Osteochondrose C5/C6. Hinsichtlich des zweiten Unfallereignisses (Sturz von einer Leiter) di-
agnostizierte Dr. D.____ eine Ellbogenprellung rechts. Dr. D.____ hielt unter anderem fest, 
dass objektiv eine endgradige Einschränkung der Beweglichkeit der Halswirbelsäule vorliege. 
Objektiv zeige der Versicherte einen unauffälligen Untersuchungsbefund im Bereich des rech-
ten Ellbogens. Subjektiv würden keine Beschwerden mehr im Bereich des rechten Ellbogens 
beschrieben. Subjektiv gebe der Beschwerdeführer Gleichgewichtsstörungen, Konzentrations-
störungen und Schwindelprobleme an. Weiter führte Dr. D.____ aus, dass aufgrund der rechtli-
chen Situation der Zusammenhang der Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule zum 
Schadenereignis vom 6. Dezember 2013 gegeben sei. Bezogen auf die Situation der Halswir-
belsäule gelte für den allgemeinen Arbeitsmarkt folgende Zumutbarkeit: „Ganztags, mittel-
schwer. Keine vermehrten Kopf-/Oberkörperrotationen. Kein Arbeiten in Zwangspositionen mit 
vermehrtem Reklinieren des Kopfes. Keine Vibrationsbelastungen, keine hämmernden oder 
stossenden Tätigkeiten. Kein Besteigen von Leitern und Gerüsten, keine absturzgefährdeten 
Positionen.“ Die Arbeitsfähigkeit bestehe im Rahmen des Zumutbaren. Die angestammte Tätig-
keit des Versicherten als Maler sei nicht weiter zumutbar. Es sei nicht mehr mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten. 
 
5.4 Am 2. Juli 2015 nahm Dr. D.____ eine Beurteilung des Integritätsschadens vor. Er hielt 
fest, dass der Versicherte einen Status nach Halswirbelsäulendistorsion bei schwersten dege-
nerativen Veränderungen der Halswirbelsäule aufweise. Beim Beschwerdeführer bestünden 
endgradige Einschränkungen der Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Die Beschwerden seien 
unfallbedingt, dauernd und erheblich, wobei ein erheblicher Vorzustand bestätigt sei. 
Dr. D.____ schätzte den Integritätsschaden auf 5%. Schätzungsgrundlage sei die Tabelle 7.2 
(„Integritätsschaden bei Wirbelsäulenaffektionen“). Hier gelte unter Punkt 3 („Discushernie, 
nachgewiesen, inklusive Osteochondrose“) Folgendes: Aufgrund der degenerativen Verände-
rungen seien Beschwerden im Übergangsbereich der Schmerzfunktionsskala von „+“ zu „++“ 
anwendbar. Der entsprechende Referenzwert liege bei 10%. Bereits in den ersten radiologi-

 

 
 
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schen Aufnahmen fänden sich erhebliche degenerative Veränderungen, welche im Verlauf 
kaum progredient seien, weshalb eine Kürzung des Referenzwertes um 50% gerechtfertigt sei. 
Zusammenfassend könne ein Netto-Integritätsschaden aufgrund der Unfallfolgen von 5% ge-
schätzt werden. 
 
5.5 Am 5. August 2015 nahmen Dr. D.____ und Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, nochmals 
Stellung zur Schätzung des Integritätsschadens. Die Dres. E.____ und D.____ hielten fest, 
dass am 2. Juli 2015 eine Integritätsentschädigung von 5% geschätzt worden sei. Medizinisch 
sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine strukturelle Schädigung der HWS anzu-
nehmen. Die CT-Untersuchung der Halswirbelsäule vom 6. Dezember 2013 bestätige kein Hä-
matom und keine Schwellung als indirekter Hinweis auf eine Verletzung der Halswirbelsäule. 
Direkte Hinweise wie Frakturen oder Luxationen lägen ebenfalls nicht vor. Die Verlaufskontrolle 
vom 25. Juli 2014 sei weitgehend unverändert gewesen. Vor allem habe keine unisegmentale 
Zunahme des degenerativen Vorzustandes als Folge des Traumas bestätigt werden können. 
Auch beide Schädel-CT seien betreffend Unfallfolgen unauffällig gewesen. Hinweise auf eine 
leichte traumatische Hirnverletzung seien echtzeitlich des Weiteren nicht dokumentiert worden. 
Unfallfolgen seien administrativ bejaht worden. Da keine nennenswerte Zunahme degenerativer 
Veränderungen bei erheblichem Vorzustand nachweisbar gewesen sei und nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit eine strukturelle cerebrale Läsion vorliege, sei die Schätzung des 
Integritätsschadens aufgrund der diffusen degenerativen Veränderungen an der HWS unter 
Abzug des Vorzustandes erfolgt. Aufgrund des erheblichen Vorzustandes sei eine Kürzung des 
tabellarischen Referenzwertes um mindestens 50% gerechtfertigt. 
 
6.1 Die SUVA stützte sich bei ihrer Zumutbarkeitsbeurteilung insbesondere auf den Bericht 
von Dr. C.____ vom 29. September 2014 (vgl. E. 5.2 hiervor) sowie auf die kreisärztliche Unter-
suchung vom 2. Juli 2015 (vgl. E. 5.3 hiervor). Sie ging demzufolge in ihrem Einspracheent-
scheid vom 15. Februar 2016 davon aus, dass dem Versicherten die angestammte Tätigkeit als 
Maler nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar seien ihm hingegen leidensangepasste Tätigkeiten im 
Umfang eines 100%igen Pensums. Diese vorinstanzliche Beweiswürdigung ist nicht zu bean-
standen. Diese beiden Berichte erweisen sich sowohl in der Darlegung der medizinischen Zu-
sammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schlussfolgerungen als nachvollzieh-
bar und überzeugend. Sie berücksichtigen die vom Versicherten geklagten Beschwerden und 
sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Sie vermitteln ein umfassendes Bild über 
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Deshalb kann vollumfänglich darauf abge-
stellt werden. 
 

6.2 Zusammenfassend ergibt sich, dass die SUVA für die Beurteilung der Zumutbarkeit zu 
Recht auf den Bericht von Dr. C.____ vom 29. September 2014 und den Bericht von Dr. D.____ 
vom 2. Juli 2015 abgestellt hat. In Bezug auf die verbleibende Restarbeitsfähigkeit ist demnach 
davon auszugehen, dass der Versicherte mittelschwere Tätigkeiten ganztags ausführen kann. 
Nicht zumutbar sind ihm jedoch Arbeiten mit vermehrten Kopf-/Oberkörperrotationen, Arbeiten 
in Zwangspositionen mit vermehrtem Reklinieren des Kopfes, Vibrationsbelastungen, häm-
mernde oder stossende Tätigkeiten sowie das Besteigen von Leitern und Gerüsten und ab-
sturzgefährdete Positionen. Daraus folgt, dass dem Beschwerdeführer seine angestammte Tä-

 

 
 
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tigkeit als Maler nicht mehr zumutbar ist. Ganztags zumutbar sind ihm hingegen weiterhin lei-
densangepasste mittelschwere Tätigkeiten. 
 

7.1 Wie bereits erwähnt (vgl. E. 4.2 hiervor), hat die Invaliditätsbemessung bei erwerbstäti-
gen Versicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu erfolgen. Gemäss Art. 16 ATSG 
wird dazu das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invali-
deneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Re-
gel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Ein-
kommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 104 V 136). 
 
7.2 Bei der Bemessung des für die Bestimmung des Invaliditätsgrades massgebenden 
hypothetischen Einkommens ohne Gesundheitsschaden (Valideneinkommen) ist entscheidend, 
was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkom-
mensermittlung hat so konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, 
den die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist 
(Urteil I. des EVG vom 26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vor-
liegend ist die SUVA demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer ohne 
unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigung weiterhin als Maler beim Maleratelier B.____ tätig 
wäre. Gemäss dem Durchschnittswert, welcher aus den im Individuellen Konto (IK) des Versi-
cherten ausgewiesenen Einkommen der Jahre 2008-2013 resultiert, würde der Beschwerdefüh-
rer heute ohne Unfall Fr. 61‘433.-- jährlich verdienen. Zumal dieser Betrag auch vom Be-
schwerdeführer nicht bestritten wird, kann ohne Weiteres darauf abgestellt werden. Dies stellt 
somit das für die Berechnung relevante Valideneinkommen dar. 
 
7.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Geht diese nach Eintritt des Gesundheitsschadens keiner oder jedenfalls keiner ihr zu-
mutbaren Erwerbstätigkeit mehr nach, ist im Einkommensvergleich von einem hypothetischen 
Invalideneinkommen auszugehen. Um dieses zu ermitteln, können nach der Rechtsprechung 
entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die so genannten DAP-Zahlen herangezogen werden 
(BGE 126 V 76 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). 
 
7.3.2 Nimmt ein Versicherter nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit altershalber nicht mehr 
auf oder wirkt sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Er-
werbsfähigkeit aus, so sind für die Bestimmung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinkommen 
massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesundheits-
schädigung erzielen könnte (Art. 28 Abs. 4 UVV). In einem Urteil hat das Bundesgericht dazu 
Folgendes festgehalten: „Nach der Rechtsprechung findet Art. 28 Abs. 4 (Variante 2) UVV auch 

 

 
 
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dann Anwendung, wenn das vorgerückte Alter einer versicherten Person das Zumutbarkeitspro-
fil nicht zusätzlich beeinflusst, also keine zusätzlichen Einschränkungen des funktionellen Leis-
tungsvermögens mit sich bringt, aber einer Verwertung der Restarbeitsfähigkeit (auch auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt) trotzdem entgegensteht, weil kein Arbeitgeber einen Angestellten 
im oder kurz vor dem AHV-Alter mit gesundheitlichen Einschränkungen einstellen würde (Urteil 
des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_209/2012, E. 5.3). 
 
7.3.3 Vorliegend hat die SUVA das Invalideneinkommen zu Recht aufgrund der Tabellenlöh-
ne (Schweizerische Lohnstrukturerhebungen [LSE] 2012, Tabelle TA1, privater Sektor, Kompe-
tenzniveau 1, Männer) ermittelt. Daraus ergibt sich bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 
40 Stunden ein monatlicher Lohn von Fr. 5‘210.--. Nach Berücksichtigung der Nominallohnent-
wicklung von 2013-2015 und einer betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden 
resultiert für das Jahr 2015 ein Einkommen von gerundet Fr. 66‘688.--. Nach einem leidensbe-
dingten Abzug in der vom Versicherten nicht bestrittenen Höhe von 10% ergibt sich ein Invali-
deneinkommen im Betrag von Fr. 60‘019.--. 
 
7.4 Setzt man das Invalideneinkommen von Fr. 60‘019.-- dem Valideneinkommen von 
Fr. 61‘433.-- gegenüber, so ergibt sich eine Lohneinbusse von Fr. 1‘414.-- und ein Invaliditäts-
grad von abgerundet 2%. Da der Versicherte demzufolge nicht zu mindestens 10% invalid ist 
(vgl. E. 4.2 hiervor), hat die SUVA zu Recht einen Anspruch auf eine Invalidenrente abgelehnt. 
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Februar 2016 ist in diesem Punkt zu bestäti-
gen und die Beschwerde des Versicherten abzuweisen. 
 
8.1 Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin die Integritätsentschädigung des Ver-
sicherten zu Recht auf 5% festgesetzt hat. 
 
8.2 Nach Art. 24 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung, wenn er durch den Unfall bzw. die Berufskrankheit (vgl. Art. 9 Abs. 3 UVG) eine 
dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Nach 
Art. 36 UVV gilt ein Integritätsschaden dann als dauernd, wenn er voraussichtlich während des 
ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche 
oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträch-
tigt wird. Die Höhe der Integritätsentschädigung wird nach Art. 25 UVG entsprechend der 
Schwere des Integritätsschadens abgestuft; der Bundesrat erhält die Kompetenz zur Regelung 
der Bemessung der Entschädigung. Dementsprechend wurden Richtlinien in Anhang 3 der UVV 
erlassen. Die SUVA hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere Bemessungs-
grundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese sind, soweit sie Richtwerte enthalten, mit 
denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem Anhang 3 
zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 ff.). 
 
8.3 Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sachverstän-
digen. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen 
selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offengelassenen Bemessungs-
spielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt (RKUV 1998 Nr. U 296 S. 235 E. 2d; 

 

 
 
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vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 191/00 vom 13. Januar 2002, 
E. 2c, wonach es sich bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beein-
trächtigung um eine Tatfrage handelt, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf 
fachärztliche Mithilfe angewiesen sind, da von einem medizinischen Laien eine zuverlässige 
Zuordnung nicht erwartet werden kann). 
 

8.4 Die Beschwerdegegnerin hat die Integritätsentschädigung insbesondere gestützt auf 
die Schätzung bzw. Beurteilung durch Dr. D.____ vom 2. Juli 2015 (vgl. E. 5.4 hiervor) sowie 
auf die ergänzende Beurteilung durch die Dres. E.____ und D.____ vom 5. August 2015 (vgl. 
E. 5.5 hiervor), in der die Schätzung vom 2. Juli 2015 im Wesentlichen bestätigt wird, auf 5% 
festgelegt. Gemäss diesen Beurteilungen bestünden beim Beschwerdeführer endgradige Ein-
schränkungen der Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Die Beschwerden seien unfallbedingt, 
dauernd und erheblich, wobei ein erheblicher Vorzustand bestätigt sei. 
 
Aus nachfolgenden Gründen gibt es jedoch Anlass, an der Richtigkeit der Beurteilung der 
Dres. D.____ und E.____ zu zweifeln. Betrachtet man die Beurteilungen bzw. Schätzungen in 
Bezug auf die Einschränkungen der HWS, erscheinen diese zwar insoweit nachvollziehbar und 
begründet. Aufgrund der Aktenlage erstaunt jedoch, dass die Integritätsentschädigung lediglich 
aufgrund der Beschwerden an der HWS geschätzt wurde. Denn die medizinische Aktenlage 
zeigt deutlich auf, dass der Versicherte ebenfalls unter anderen Beschwerden leidet. Dr. C.____ 
hat am 29. September 2014 unter anderem eine Stand- und Gangunsicherheit diagnostiziert. 
Dr. D.____ hielt am 2. Juli 2015 fest, dass der Beschwerdeführer subjektiv Gleichgewichtsstö-
rungen, Konzentrationsstörungen und Schwindelprobleme angebe. Zudem haben die beiden 
Parteien am 29. Mai 2015 aussergerichtlich einen Vergleich geschlossen, in dessen Ziff. 1 Fol-
gendes steht: „1. In Aufhebung des Einspracheentscheids vom 9. April 2015 erklärt sich die 
SUVA bereit, für die Folgen des Unfallereignisses vom 6. Dezember 2013 (Gleichgewichtsstö-
rungen) über den 30. November 2014 hinaus weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistun-
gen (Taggeld- und Heilbehandlungskosten) auszurichten. Damit hat die SUVA anerkannt, dass 
zumindest die Gleichgewichtstörungen des Versicherten unfallkausal sind. Vor diesem Hinter-
grund erscheint es widersprüchlich, dass diese Gleichgewichtsprobleme des Beschwerdefüh-
rers in der Beurteilung des Integritätsschadens überhaupt nicht berücksichtigt wurden. Zur Be-
rechnung der Entschädigung stützte sich Dr. D.____ sodann auf die Tabelle 7.2 („Integritäts-
schaden bei Wirbelsäulenaffektionen“), welche ebenfalls nur Einschränkungen bezüglich HWS-
Beschwerden beinhaltet. Der Beschwerdeführer beanstandet demzufolge zu Recht, dass nur 
die HWS Beschwerden beurteilt wurden. Die SUVA stützte sich demnach auf Berichte, welche 
nicht alle für den vorliegenden Fall relevanten Beschwerden des Versicherten berücksichtigen. 
 
8.5 Insgesamt ist die festgestellte Integritätseinbusse von 5 Prozent aus obgenannten 
Gründen zu bemängeln. Daraus folgt, dass die Beschwerde des Versicherten insofern gutzu-
heissen ist, als die Angelegenheit in Bezug auf die Integritätsentschädigung an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese weitere medizinische Abklärungen – unter Berücksichtigung 
aller Beschwerden des Versicherten (insbesondere der Gleichgewichtsstörungen) – vornimmt 
und gestützt darauf neu verfügt. 
 

 

 
 
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9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die SUVA den Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente zu Recht abgelehnt hat. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuwei-
sen. Hingegen ist die Angelegenheit in Bezug auf die Integritätsentschädigung an die Vo-
rinstanz zurückzuweisen, damit diese weitere medizinische Abklärungen vornimmt und gestützt 
darauf neu verfügt. Die Beschwerde wird in diesem Punkt insofern gutgeheissen. 
 

10. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wett-
zuschlagen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird hinsichtlich des Rentenanspruchs abgewiesen. 

Die Beschwerde wird hingegen insofern gutgeheissen, als die Angele-
genheit in Bezug auf die Integritätsentschädigung an die Beschwerde-
gegnerin zurückgewiesen wird, damit diese weitere Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen vornimmt und gestützt darauf neu verfügt. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 29. Oktober 2016 Beschwerde beim 
Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 8C_724/2016) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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