# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2bfaf61-1151-5bff-b458-25abb5a78b77
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.09.2021 730 20 394/253
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_730-20-394-253_2021-09-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  16. September 2021 (730 20 394 / 253) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Krankenversicherung 

 

 

Kostenübernahme für beidseitige Mammareduktionsplastik; Das Vorliegen einer Teilkau-

salität zwischen den geklagten Beschwerden und der Mammahypertrophie genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KPT Krankenkasse AG, Rechtsdienst, Postfach, 3001 Bern, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1971 geborene A.____ ist bei der KPT Krankenkasse AG (KPT) obligatorisch kran-
kenpflegeversichert. Am 25. Februar 2019 ersuchte Prof. Dr. med. B.____, Facharzt für Plasti-
sche, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, die KPT um Kostengutsprache für eine beidsei-
tige Mammareduktionsplastik bei chronischer Wirbelsäulenüberlastung mit chronisch persistie-
rendem Schmerzsyndrom, Schnürringen im Bereich der Schulter sowie chronisch persistierender 
Mastodynie bei bestehender Makromastie. Dieses Gesuch lehnte die KPT mit Schreiben vom 

 

 
 
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25. März 2019 nach Rücksprache mit ihrem Vertrauensarzt ab. Mit Schreiben vom 30. Mai 2019 
stellte die Versicherte ein Gesuch um Wiedererwägung der Ablehnung der Kostenübernahme 
und reichte der Krankenkasse eine Stellungnahme von Prof. B.____ vom 17. Mai 2019 ein. Die 
KPT hielt mit Schreiben vom 6. Juni 2019 an ihrem ablehnenden Entscheid fest. In der Folge 
holte sie jedoch bei Dr. med. C.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, eine Zweit-
meinung ein. Gestützt darauf wies die Krankenkasse das Kostengutsprachegesuch abermals ab, 
auf Verlangen der Versicherten hin mit einsprachefähiger Verfügung vom 8. Oktober 2019. Im 
Rahmen des Einspracheverfahrens wurde eine rheumatologische Begutachtung der Versicher-
ten bei Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie 
Allgemeine Innere Medizin, beschlossen. Das entsprechende Gutachten wurde am 1. Mai 2020 
erstattet. Mit Einspracheentscheid vom 7. September 2020 hielt die KPT an der Ablehnung der 
Kostenübernahme für die Mammareduktionsplastik fest.  
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 6. Oktober 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte sinngemäss, es sei der Ein-
spracheentscheid vom 7. September 2020 aufzuheben und die KPT zu verpflichten, die gesetz-
lichen Leistungen zu erbringen, namentlich die Kosten für die Mammareduktionsplastik zu über-
nehmen. Zur Begründung brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass sie die Vo-
raussetzungen für eine Kostenübernahme erfülle.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 28. Dezember 2020 un-
ter Hinweis auf den nicht überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen den 
Beschwerden und der Brustgrösse auf Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Verfügung vom 8. Januar 2021 wurde der Fall dem Gericht zur Beurteilung überwie-
sen.  
 
E. Die Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 12. April 2021 den medizinischen Ab-
schlussbericht von Prof. B.____ vom 18. März 2021 ein. Die Beschwerdegegnerin nahm dazu mit 
Schreiben vom 14. Mai 2021 Stellung, hielt indes an ihrem Standpunkt fest. 
 
F. Mit Verfügung vom 8. Juni 2021 wurde der Fall erneut dem Gericht zur Beurteilung über-
wiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die vorliegende Beschwerde 
vom 6. Oktober 2020 eingetreten werden kann. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet ist, für die beidseitige 
Mammareduktionsplastik vom September 2020 Leistungen aus der obligatorischen Krankenver-
sicherung zu erbringen.  
 

 

 
 
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3.1 Im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung haben die Krankenversiche-
rer im Falle der Krankheit (Art. 1a Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung 
[KVG] vom 18. März 1994) die Kosten für die Leistungen gemäss den Art. 25 - 31 KVG nach 
Massgabe der in den Art. 32 - 34 KVG festgelegten Voraussetzungen zu übernehmen (Art. 24 
Abs. 1 KVG). Als Krankheit gilt nach dem Gesetz jede Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalles ist und die eine medizinische 
Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur Folge hat (Art. 3 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 
6. Oktober 2000 i.V.m. Art. 1 Abs. 1 und Art. 1a Abs. 2 lit. a KVG). 
 
3.2 Wesentliche Begriffsmerkmale einer Krankheit sind demnach die Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit, verstanden als ein von der Norm abweichender Körper- 
oder Geisteszustand, sowie das Erfordernis einer medizinischen Untersuchung oder Behandlung 
(BGE 129 V 32 E. 4.2.1). Nicht jede Abweichung von einem idealen Körperzustand ist als Krank-
heit im Rechtssinne zu qualifizieren. Die Beeinträchtigung muss eine gewisse Schwere aufwei-
sen, damit ihr Krankheitswert zukommt. Auf übliche und erträgliche Abweichungen von Ideal- 
oder Normvorstellungen trifft dies nicht zu (Urteile des Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 
9C_69/2011, E. 4.2.2 und vom 3. November 2005, K 92/05, E. 2.2.2, je mit weiteren Hinweisen). 
Behandlungsbedürftigkeit im Sinne von Art. 3 Abs. 1 ATSG liegt vor, wenn die Beeinträchtigung 
der Gesundheit die körperlichen und geistigen Funktionen in so beträchtlichem Masse ein-
schränkt, dass die versicherte Person ärztlicher Hilfe bedarf, die Gesundung ohne medizinische 
Hilfe wahrscheinlich nicht oder nicht mit Aussicht auf Erfolg innert angemessener Zeit zu errei-
chen wäre, oder wenn ihr nicht zugemutet werden kann, ohne wenigstens den Versuch einer 
Behandlung zu leben (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juli 2011, 9C_69/2011, E. 4.2.2) 
 
3.3 Art. 32 Abs. 1 KVG hält fest, dass die Leistungen wirksam, zweckmässig und wirtschaft-
lich sein müssen (Satz 1). Die Wirksamkeit muss nach wissenschaftlichen Methoden nachgewie-
sen sein (Satz 2). Eine Leistung ist wirksam, wenn sie geeignet ist, das angestrebte diagnostische 
oder therapeutische Ziel zu erreichen (BGE 128 V 159 E. 5c/aa, vgl. auch: BGE 137 V 295 E. 
6.1). Die Zweckmässigkeit fragt nach dem diagnostischen oder therapeutischen Nutzen der An-
wendung im Einzelfall unter Berücksichtigung der damit verbundenen Risiken, gemessen am an-
gestrebten Heilerfolg der möglichst vollständigen Beseitigung der körperlichen oder psychischen 
Beeinträchtigung sowie allenfalls an der Missbrauchsgefahr (BGE 137 V 295 E. 6.2). Das Wirt-
schaftlichkeitserfordernis bezieht sich auf die Wahl unter mehreren zweckmässigen Diagnose- 
oder Behandlungsalternativen. Bei vergleichbarem medizinischem Nutzen ist die kostengüns-
tigste Variante beziehungsweise diejenige mit dem besten Kosten-/Nutzen-Verhältnis zu wählen. 
Wo es nur eine Diagnose- oder Behandlungsmöglichkeit gibt, ist nach dem allgemeinen Grund-
satz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV] vom 18. April 1999) die 
Leistung zu verweigern, wenn zwischen Aufwand und Heilerfolg ein grobes Missverhältnis be-
steht (BGE 136 V 395 E. 7.4 mit Hinweisen). 
 
4.1 Obwohl die Mammareduktionsplastik im Anhang 1 zur Verordnung des Eidgenössischen 
Departements des Innern (EDI) über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversiche-
rung (KVL) vom 29. September 1995 nicht explizit aufgeführt ist, ist ein solcher Eingriff unter 

 

 
 
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bestimmten Bedingungen eine medizinische Leistung, die im Rahmen der obligatorischen Kran-
kenpflegeversicherung zu vergüten ist. So hat das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; 
heute: Bundesgericht, sozialrechtliche Abteilungen) entschieden, dass sich die Kostenüber-
nahme für operative Eingriffe an der Brust, insbesondere Reduktionsplastiken bei Mammahyper-
trophie, Mammadysplasie oder Asymmetrie der Mammae nach der unter dem alten Krankenver-
sicherungsgesetz (KUVG) gültig gewesenen Gerichts- und Verwaltungspraxis richtet (vgl. Urteil 
des EVG vom 29. Januar 2001, K 171/00, E. 2b mit weiteren Hinweisen). Hierbei sind jedoch die 
weiteren in Art. 32 Abs. 1 KVG statuierten Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirt-
schaftlichkeit der Leistung zu beachten. Danach besteht eine Vergütungspflicht für die Kosten 
einer operativen Brustreduktion, wenn die Hypertrophie oder Dysplasie körperliche oder psychi-
sche Beschwerden mit Krankheitswert verursacht und deren Behebung das eigentliche Ziel des 
Eingriffs ist. Entscheidend ist nicht das Vorliegen eines bestimmten Beschwerdebildes, sondern 
vielmehr, ob die Beschwerden erheblich sind und andere, vor allem ästhetische Motive, genü-
gend zurückdrängen. Dabei genügt es, wenn sowohl die Beschwerden wie auch deren Kausal-
zusammenhang mit der Mammahypertrophie oder Mammahyperplasie nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sind. Die 
blosse Möglichkeit, dass ein bestimmtes Beschwerdebild vorliegt, ist sodann nicht ausreichend, 
ein Zusammenhang im streng wissenschaftlichen Sinn ist aber auch nicht erforderlich (vgl. dazu 
RKUV 2000 KV Nr. 138 S. 359 E. 3a mit Hinweisen; Urteile des EVG vom 24. März 2005, K 
123/04, E. 2.2.1 und vom 29. Januar 2001, K 171/00, E. 2b; vgl. zudem auch BGE 130 V 299 E. 
4 und 5). 
 
4.2 Ebenfalls bereits unter altem Recht hat sich die Praxis herausgebildet, wonach eine 
Mammareduktionsplastik medizinisch indiziert ist und dem Erfordernis der Zweckmässigkeit ge-
nügt, sofern eine Gewebereduktion von gegen 500 g oder mehr beidseits vorgesehen ist bzw. 
durchgeführt wurde, wenn gleichzeitig Beschwerden geltend gemacht werden, die auf die Hyper-
trophie zurückgeführt werden können (könnten) und wenn keine Adipositas vorliegt. Dabei gilt 
eine Person als übergewichtig (adipös), wenn der Body Mass Index (BMI), also der Quotient von 
Körpergewicht (kg) und Körperlänge im Quadrat (m2), grösser als 25 ist (RKUV 1996 Nr. K 972 
S. 3 ff. E. 5a-c mit Hinweisen). Schliesslich ist für die Vergütung der Mammareduktionsplastik 
durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung von Bedeutung, ob konservative Massnah-
men eine wirksame alternative Behandlungsmöglichkeit darstellen oder dargestellt hätten. Dabei 
ist unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit einer Leistung nicht in erster Linie die möglichst 
vollständige Beseitigung der körperlichen oder psychischen Beschwerden entscheidend. Viel-
mehr ist danach zu fragen, ob das Ziel der Behandlung, mithin Beschwerdefreiheit und/oder Wie-
derherstellung der körperlichen und psychischen Funktionalität, objektiv erreichbar ist. Ist die 
Wirksamkeit einer alternativen Behandlungsmöglichkeit zu bejahen, stellt sich schliesslich die 
Frage, welche der beiden Leistungen die zweckmässigere ist, was je nachdem dazu führen kann, 
dass die Kostenübernahmepflicht für eine grundsätzlich wirksame Reduktionsplastik entfällt (vgl. 
BGE 130 V 299 E. 6.1 und 6.2.1.1). 
 
5.1 Gemäss dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 
43 ATSG) hat die verfügende Behörde bzw. das Gericht die Abklärung des Sachverhalts von 
Amtes wegen vorzunehmen. Danach haben sowohl der Sozialversicherungsträger als auch das 

 

 
 
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Sozialversicherungsgericht von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, für die richtige 
und vollständige Feststellung des Sachverhaltes zu sorgen. Um die sich im Zusammenhang mit 
der Vergütung der Kosten einer Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenpfle-
geversicherung stellenden Fragen beantworten zu können, ist die Krankenversicherung bei-
spielsweise auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 
stellen sind. Dabei ist es deren Aufgabe, aufgrund von Anamnese, Befund und Diagnose die 
Notwendigkeit der Behandlung an sich sowie die in Betracht fallenden therapeutischen Möglich-
keiten zu bezeichnen (vgl. Urteil des EVG vom 5. Juni 2003, K 46/02, E. 4.3.2). 
 
5.2 Solche ärztlichen Stellungnahmen sind, wie alle Beweise im Sozialversicherungspro-
zess, von der rechtsanwendenden Behörde frei sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Dabei ist für den Beweiswert grundsätzlich weder die Herkunft eines 
Beweismittels, noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt ausschlaggebend. Die Krankenversi-
cherungen oder ihre Verbände sind gemäss Art. 57 Abs. 1 KVG verpflichtet, nach Rücksprache 
mit den kantonalen Ärztegesellschaften Vertrauensärzte bzw. Vertrauensärztinnen zu bestellen. 
Diese wiederum haben die Krankenversicherungen gemäss Art. 57 Abs. 4 und 5 KVG in medizi-
nischen Fachfragen zu beraten und insbesondere die Voraussetzungen der Leistungspflichten 
zu überprüfen. Sie sind in ihrem Urteil unabhängig und weder die Krankenversicherung noch die 
Leistungserbringer können ihnen Weisungen erteilen. Die Berichte und Gutachten ständiger Ver-
trauensärzte haben in beweisrechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die 
verwaltungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (vgl. GEBHARD EUGSTER, 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR] XIV, Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 
2016, Krankenversicherung, N 262 ff.). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
letztendlich aber entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson be-
gründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
6. Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen verschiedene medizinische Unterlagen 
vor, die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich die-
jenigen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als zentral 
erweisen. 
 
6.1 Mit Kostengutsprachegesuch vom 25. Februar 2019 diagnostizierte der behandelnde 
Arzt Prof. B.____ eine chronische Wirbelsäulenüberlastung mit chronisch persistierendem 
Schmerzsyndrom, Schnürringen im Bereich der Schulter sowie chronisch persistierender Masto-
dynie bei bestehender Makromastie. Die Beschwerden würden sich überwiegend im Bereich der 
Halswirbelsäule und des Schultergürtels mit chronischen Verspannungen sowie Spannungskopf-
schmerz zeigen. Die Patientin sei unter anderem bei der Ausübung von Sport massiv einge-
schränkt durch die Grösse der Brust und habe Probleme bei der Findung passender Konfektions-
grössen. Klinisch finde sich eine 155 cm grosse und 51 kg schwere Frau mit einer BH-Grösse 
von 70 E; die Mammae seien symmetrisch und sehr gross. Die von der Patientin angegebenen 

 

 
 
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Beschwerden würden sehr gut mit der grossen Brust korrelieren und es sei mit Sicherheit von 
einer Kausalität auszugehen. Aufgrund der funktionell relevanten Beschwerden bestehe die me-
dizinische Indikation zur Mammareduktionsplastik.  
 
6.2 Nachdem der Krankenversicherer mehrere Kurzberichte bei seinem Vertrauensarzt ein-
geholt hatte, ordnete er im Sinne einer Zweitmeinung eine Begutachtung der Versicherten an. Mit 
Gutachten vom 25. August 2019 führte Dr. med.  C.____, FMH Physikalische Medizin und Reha-
bilitation, aus, dass sich die Explorandin in einem sehr guten Allgemein- und Ernährungszustand 
befinde. Als Kind sei sie ausserordentlich sportlich gewesen. Nach der jetzigen Problematik be-
fragt, würden als erstes die grossen Brüste seit dem Teenageralter genannt, welche zu Bemer-
kungen bei Begegnungen geführt hätten. Seit zwei Jahren sei es zu verstärkten Beschwerden, 
vor allem im Nacken- und Schulterbereich, seit einem Jahr auch zu Ausstrahlungen in beide Arme 
und Hände mit Hypästhesien und Parästhesien gekommen. Bei starken interscapulären Schmer-
zen komme es circa dreimal wöchentlich zur Ausstrahlung nach cranial, frontal bis zu den Augen. 
Die Explorandin habe von der Kindheit an bis 38-jährig unter Kopfschmerzen vom Migränetyp 
gelitten. Die Explorandin klage ferner über Schwarzwerden vor den Augen bei Blutentnahmen 
oder beim Hochhalten der Arme. In der klinischen Untersuchung falle eine abgeflachte Kyphose 
der Brustwirbelsäule auf sowie eine eingeschränkte Rotation, Inklination und Lateralneigung des 
Kopfes nach links. Neurologisch fänden sich keine Ausfälle, welche die Missempfindungen der 
oberen Extremitäten erklären könnten. In den radiologischen Befunden würden sich indessen 
Fehlformen der Hals- und Brustwirbelsäule zeigen beginnend mit linkskonvexer Torsion distal am 
Halswirbelkörper (HWK) 4 mit Übergang zu einer s-förmigen Skoliose der Brustwirbelsäule distal 
am Brustwirbelkörper (BWK) 2 mit Intensivierung der Torsion. Die Lordose der Halswirbelsäule 
sei unterhalb des HWK C 2 praktisch aufgehoben. Der untere Teil der Brustwirbelsäule sei leicht 
lordosiert. Es fänden sich damit genügend Hinweise, die in einem ursächlichen Zusammenhang 
mit den geklagten Beschwerden der Patientin stünden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit stünden 
die vor allem ptotischen, leicht asymmetrischen, nicht schweren Mammae nicht in einem ursäch-
lichen Zusammenhang mit den geklagten Beschwerden. Zur Abklärung der Missempfindungen 
der oberen Extremitäten werde eine neurologische Untersuchung vorgeschlagen, um ein Kom-
pressionssyndrom auszuschliessen. Ebenfalls untersucht werden müsse die Möglichkeit eines 
Entrapments der Nervenwurzeln C 5 bis C 7 oder des Plexus brachialis. Radiologisch hätten sich 
keine Halsrippen finden lassen. Ferner sei eine cerebrale Minderdurchblutung beim Hochheben 
der Arme und/oder beim Herunterschauen abzuklären. 
 
6.3 Mit Schreiben vom 9. September 2019 nahm der behandelnde Arzt Dr. med. E.____, 
FMH Allgemeine Innere Medizin, zur Zweitmeinung von Dr. C.____ Stellung und wies auf diverse 
Unkorrektheiten im Gutachten hin. So sei in der Anamnese fälschlicherweise festgehalten wor-
den, dass die Patientin aufgrund einer 2007 eingetretenen Diskushernie arbeitsunfähig gewesen 
sei. Auch das Gewicht der Patientin sei unrichtig festgehalten worden. Die Patientin bestreite 
ausserdem ganz energisch, dass Bemerkungen über die Grösse ihrer Mammae zum Entschluss 
für eine Reduktionsplastik geführt hätten. Vielmehr sei dieser ausschliesslich auf die in den letz-
ten Jahren zunehmenden Nackenschmerzen zurückzuführen. Die erwähnten Kopfschmerzen 
seien im Gegensatz zum Gutachten vor allem cervicogen und nicht vom Migränetyp. Das von der 
Patientin berichtete Schwarzwerden vor den Augen habe wahrscheinlich mit der Cervicalgie 

 

 
 
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nichts zu tun, sondern sei orthostatisch bedingt bei arterieller Hypertonie. Klinisch liege kein Ver-
dacht auf ein Subclavian-Steal-Syndrom oder Ähnliches vor, ebenso bestehe momentan keine 
radikuläre Problematik oder ein Entrapmentsyndrom. Für die vorgeschlagenen Abklärungen fehle 
es an klinischen oder anamnestischen Grundlagen. 
 
6.4 Am 14. Oktober 2019 äusserte sich auch Prof. B.____ kritisch zur Zweitmeinung vom 
25. August 2019. Das Gutachten sei einerseits bezüglich der Fachrichtung zu hinterfragen, an-
dererseits fehle es an einer konklusiven literaturgestützten Begründung für die Schlussfolgerun-
gen.  
 
6.5 Die behandelnde Ärztin Dr. med. F.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilita-
tion, diagnostizierte mit Sprechstundenbericht vom 19. März 2020 (1) eine chronische Cer-
vicothoracalgie bei skoliotischer Fehlhaltung (s-förmige Skoliose konvex thoracal rechtsseitig, 
konvex thoracolumbal linksseitig mit grossbogiger leichter skoliotischer Fehlhaltung der LWS), 
diskret abgeflachter BWS-Kyphose, leicht verstärkter LWS-Lordose, Hypermobilität im Bereich 
der unteren Wirbelsäulenabschnitte, eher eingeschränkter Beweglichkeit in den thoracalen Ab-
schnitten, mit intakter Sensomotorik, bei Mammahypertrophie beidseits mit konsekutiv ventralem 
Schub und Überlastung der Übergänge cervicothoracal (deutlich symptomatisch), thoracolumbal 
und lumbosacral mit multiplen Triggerpunkten; (2) eine chronische Cervicalgie bei Streckhaltung 
der HWS, bekannten deutlichen Osteochondrosen und Unkovertebralarthrose in den Segmenten 
HWK 5/6 und HWK 6/7 mit konsekutiv Bewegungseinschränkung für Rotation und Lateralflexion 
nach links betont, möglicher Reizsymptomatik der Wurzel C 5 und C 6 linksseitig, konsekutiv bei 
zusätzlicher ventraler Schubwirkung durch die Mammahypertrophie beidseits muskuläre Dysba-
lance cervicothoracal und cervico-occipital mit in der Folge Spannungskopfschmerz; (3) 
Mammahypertrophie beidseits sowie (4) Status nach entzündlichen Veränderungen Sternoclavi-
culargelenk linksseitig mit anhaltenden Beschwerden, vor allem bei Überkopfarbeiten und Heben 
von schweren Lasten. Durch die skoliotische Fehlhaltung der Patientin komme es zu einer Über-
lastung, vor allem auf der Höhe Th 8/9 mit dort Dysfunktion und aktiven Triggerpunkten im Be-
reich der umgebenden Muskulatur. Hinzu komme die Steilstellung der HWS und dort auch deut-
lichen Osteochondrosen und Unkovertebralarthrose. Ungünstig auf diese vorhandene Fehlstatik 
wirke sich die deutliche Mammahypertrophie beidseits aus mit deutlichem ventralen Schub und 
konsekutiver muskulärer Überlastung des cervicothoracalen Übergangs und der thoracalen Mus-
kulatur. Die Patientin könne von einer Mammareduktionsplastik sicherlich profitieren im Hinblick 
auf einen Schutz bzw. eine Entlastung der strukturellen Veränderungen der Wirbelsäule sowie 
der dadurch verbesserten Möglichkeit, gezielt trainieren zu können im Hinblick auf eine Verbes-
serung der muskulären Stabilisation in der Übergängen cervicothoracal, thoracolumbal und lum-
bosacral mit im Verlauf dann nachhaltiger Wirkung einerseits der Physiotherapie, andererseits 
des Eigentrainings. 
 
6.6 Mit Bericht vom 23. März 2020 führte Dr. F.____ im Nachgang eines am 17. März 2020 
durchgeführten MRI der HWS und Schulter linksseitig aus, dass mit der bildgebenden Untersu-
chung zumindest aktuell primär ein Schulterproblem struktureller Natur habe ausgeschlossen 
werden können. Durch die muskuläre Dysbalance und die Überlastung des cervicothoracalen 
Übergangs bei Mammahypertrophie beidseits und protrahiertem Schultergürtel beidseits komme 

 

 
 
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es regelmässig zu ausstrahlenden Schmerzen in den Schultergürtel. Zusätzlich begünstigend auf 
die Schmerzsymptomatik würden sich die degenerativen Veränderungen von HWK 4 bis 7 mit 
Einengung für die Wurzel C 5 linksseitig und foraminalen Engen für die Wurzeln C 6 linksbetont 
und C 7 beidseits auswirken. Die Patientin sei sportlich sehr aktiv und versuche selbstständig im 
Heimprogramm detonisierende Massnahmen auch für den Nacken- und Schultergürtelbereich 
durchzuführen, was jedoch nicht zu einem andauernden Effekt führe. In der Zusammenschau 
sämtlicher klinischen Untersuchungsbefunde mit deutlicher Haltungsinsuffizienz bei ausgepräg-
ter Mammahypertrophie beidseits und konsekutiver cervicothoracaler Überlastung sowie der Bild-
gebung empfehle Dr. F.____ eine Mammareduktionsplastik. Danach könne erwartet werden, 
dass die Patientin wieder vermehrt ein gezieltes Kraftaufbautraining für die Nacken- und Schul-
tergürtelmuskulatur durchführen könne. Zusätzlich könne die Reduktionsplastik, einerseits durch 
die Gewichtsreduktion und dadurch Verminderung des ventralen Schubs, andererseits durch die 
Möglichkeit, vermehrt ein Kraftaufbautraining durchführen zu können, die bereits degenerativ ver-
änderte Halswirbelsäule schützen. 
 
6.7 Im Rahmen des Einspracheverfahrens ordnete der Krankenversicherer eine rheumato-
logische Begutachtung bei Dr. D.____ an. Mit Gutachten vom 1. Mai 2020 stellte Dr. D.____ als 
Hauptdiagnosen ein chronisches multifaktorielles cervicales, linksseitig cervicospondylogenes 
und thoracales Schmerzsyndrom mit erheblicher myofaszialer Komponente bei deutlichen dege-
nerativen Veränderungen der Halswirbelsäule, insbesondere Osteochondrosen C 5/6, C 6/7, in-
termittierend möglicher Reizung links, unter möglicher Mitbeteiligung der Mammahypertrophie 
sowie unter möglicher Mitbeteiligung einer s-förmigen Skoliose; eine Mammahypertrophie beid-
seits und ein Status nach Arthritis am Sternoclaviculargelenk links mit aktuell leichtem ossären 
Plus, nicht aktiviert, fest. Die Explorandin leide seit der Jugend, verstärkt jedoch seit circa drei 
Jahren an Schmerzen an der Brustwirbelsäule und unter dem Brustbein sowie seitlich der Wir-
belsäule, im Nacken mit Ausstrahlung in die linke Schulter, den linken Arm sowie in die linke 
Hand. Bei starken Beschwerden liefen die Schmerzen auch über den Kopf und helmartig um die 
Stirn. Sie gehe seit Anfang 2019 in die Physiotherapie und aktuell auch in die Osteopathie, eine 
Schmerzlinderung würde indes bloss einen halben bis einen Tag anhalten. Täglich absolviere sie 
ein Fitnessprogramm. Bis Mitte letztes Jahr habe sie diverse Schmerzmittel sowie Muskelent-
spannungsmittel eingenommen, aufgrund der Wassereinlagerungen habe sich das Brustgewicht 
jedoch erhöht. Die Ästhetik spiele bei ihrem Wunsch, eine Mammareduktionsplastik vornehmen 
zu lassen, eigentlich keine Rolle.  
 
In seiner Beurteilung hielt Dr. D.____ fest, dass es differenzialdiagnostisch – wie fast immer –
kaum gelinge, Rücken- oder Nackenschmerzen monokausal zu erklären. Vorliegend würden Be-
schwerdelokalisation, Schmerzausstrahlung und Schmerzmodulation gut zu einer vertebralen 
Problematik im Kontext der degenerativen Veränderungen passen. Erschwerend komme eine 
klinisch eher fixiert anmutende Skoliose hinzu; die Bedeutung dieser Fehlstatik sei jedoch schwie-
rig abzuschätzen, da solche Befunde Beschwerden verursachen können, aber keineswegs müs-
sen. Zusätzlich müsse aufgrund der Beschwerden am Sternoclaviculargelenk die mögliche Diag-
nose einer Spondylarthropathie erwogen werden. Ausserdem liege eine gewisse Überbeweglich-
keit insbesondere am Rücken vor. Die Klassifikationskriterien einer Hypermobilität seien nicht 
erfüllt. Die relativ isolierte Überbeweglichkeit am Rücken führe dazu, dass im Altersvergleich die 

 

 
 
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Mobilität auch an der Halswirbelsäule gut sei und deshalb die ausgeprägten Abnutzungsverhält-
nisse unterschätzt würden. Eine Hypermobilität könne, müsse aber nicht, Beschwerden verursa-
chen. Die früher beschriebenen Arthralgien seien unter einer glutenfreien Diät besser geworden 
und dürften keine Rolle mehr spielen. Entsprechend dem Vorbericht von Prof. B.____ liege eine 
Makromastie vor. Aus rheumatologischer Sicht beurteilte Dr. D.____ die Wahrscheinlichkeit einer 
Mitbeteiligung der Brustgrösse am Beschwerdebild als deutlich. Dies begründe sich durch die 
sichtbaren Schnürfurchen, das Verhältnis der Brustgrösse zum Gewicht, seiner persönlichen Ein-
schätzung der Statik und im Speziellen auch durch die nachvollziehbare Beschwerdeschilderung 
der Versicherten, die keine Zeichen einer Überzeichnung  
oder eines sekundären Gewinns bezüglich der Fragen der Ästhetik zeige. Die Explorandin habe 
sehr kooperativ die konservativen Therapiemöglichkeiten durchgeführt. Psychische oder psycho-
soziale Belastungsfaktoren würden keine vorliegen. Zusammengefasst müssten die geschilder-
ten Beschwerden somit multifaktoriell beurteilt werden. Im Vordergrund stünden die altersbezo-
gen ausgeprägten degenerativen Veränderungen. Die Skoliose möge ebenfalls mitverursachend 
sein. Die Makromastie dürfe ebenfalls erheblich mitbeteiligt sein.  
 
Bezugnehmend auf die in der Schweiz allgemein anerkannten Vorgaben der Schweizerischen 
Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte würden folgende Kriterien für eine Reduk-
tionsplastik sprechen: (1) Nacken-, Schultergürtel- und Rückenschmerzen trotz kooperativer und 
ausgedehnter Physiotherapie, Ausschöpfung der Analgetikaeinnahme, (2) disproportionale 
Brustgrösse im Vergleich zum Habitus, (3) BMI von 20.8 kg/m2, (4) keine psychischen Beschwer-
den, (5) Schnürfurchen. Gegen eine Reduktionsplastik spreche das spezifische Rückenleiden. 
Die degenerativen Veränderungen im Segment C 5/6 und C 6/7 seien mit erheblicher Wahr-
scheinlichkeit am Beschwerdebild mitbeteiligt. In Bezug auf den Kausalzusammenhang wieder-
holt Dr. D.____, dass die Beschwerden eindeutig multifaktoriell erklärt werden müssten. Mit einer 
gewissen Wahrscheinlichkeit führe eine Mammareduktionsplastik zu einer Besserung der Be-
schwerden. Er vermöge jedoch nicht, die Beschwerden überwiegend wahrscheinlich in einen Zu-
sammenhang mit der Brustgrösse zu bringen.  
 
6.8 In den Akten finden sich ausserdem verschiedene Schreiben der behandelnden Physi-
otherapeutin und Osteopathin, worin über die konservativen Therapien der Beschwerdeführerin 
berichtet wird.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin lehnte mit Einspracheentscheid vom 7. September 2020 eine 
Kostenübernahme der Mammareduktionsplastik durch die obligatorische Krankenversicherung 
ab. Gestützt auf die Gutachten von Dr. C.____ vom 25. August 2019 und von Dr. D.____ vom 
1. Mai 2020 sowie auf den Bericht von Dr. F.____ vom 19. März 2020 stellte sie sich auf den 
Standpunkt, dass die Beschwerden nicht überwiegend wahrscheinlich in einem Kausalzusam-
menhang mit der Brustgrösse zu sehen seien, da Degenerationen an der Halswirbelsäule, eine 
Spondylarthropathie und eine Skoliose für die Beschwerden mitursächlich seien. 
 
7.2 Im vorliegenden Fall steht unbestritten fest, dass die Beschwerdeführerin die konserva-
tiven Massnahmen zur Beschwerdebehebung ausgeschöpft hat und das Kriterium des fehlenden 
Übergewichtes erfüllt. Zu Recht unbestritten ist unter den Parteien ausserdem, dass das Kriterium 

 

 
 
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«Mindestgewicht des entnommenen Gewebes» trotz Unterschreiten des Richtwertes von 500g 
pro Brust aufgrund der geringen Körpergrösse und des schlanken Habitus der Beschwerdefüh-
rerin als erfüllt angesehen werden soll. Strittig und zu prüfen ist jedoch, ob zwischen den geklag-
ten Beschwerden und der Mammahypertrophie ein genügender Kausalzusammenhang besteht, 
mit anderen Worten, ob die Beschwerden auf die Mammahypertrophie zurückgeführt werden 
können oder könnten (E. 4.2 hiervor). Dabei handelt es sich um eine Tatfrage, zu deren Beant-
wortung medizinische Einschätzungen hinzuzuziehen sind (vgl. E. 5.1 hiervor). 
 
7.3 Vom behandelnden Arzt Prof. B.____ wird der Kausalzusammenhang zwischen der 
Mammahypertrophie und den von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden eindeutig, je-
doch ohne nähere Begründung bejaht. Demgegenüber stellt sich die zunächst von der Beschwer-
degegnerin hinzugezogene Dr. C.____ auf den Standpunkt, dass die vor allem ptotischen, leicht 
asymmetrischen und nicht schweren Mammae in keinem ursächlichen Zusammenhang mit den 
Beschwerden stünden. Das Gutachten von Dr. C.____ vermag indes in verschiedener Weise 
nicht zu überzeugen, zumal sich darin diverse unrichtige Angaben und teilweise Widersprüche 
finden. Wie der behandelnde Hausarzt Dr. E.____ zutreffend festhält, finden sich in den Akten 
keinerlei Hinweise für die von der Gutachterin postulierten Verdachtsdiagnosen eines Subclavian-
Steal-Syndroms, einer radikulären Problematik oder eines Entrapmentsyndroms. Der behan-
delnde Arzt machte ferner zu Recht auf diverse Unrichtigkeiten in der Anamnese aufmerksam. 
Die Gutachterin setzt sich in keiner Weise mit den übrigen bei den Akten liegenden Berichten und 
anderslautenden Einschätzungen auseinander. Dementsprechend wirkt auch die Betonung der 
von der Beschwerdeführerin erlebten negativen Bemerkungen über ihre Brustgrösse verzerrend. 
Solche Aussagen finden sich in keinem anderen Bericht. Die letztlich ungenügend begründeten 
Schlussfolgerungen in der Zweitmeinung vermögen nicht zu überzeugen. Aus diesen Gründen 
ist das Gutachten von Dr. C.____ vom 25. August 2015 als nicht beweistauglich anzusehen und 
es ist nicht darauf abzustellen.  
 
7.4 Demgegenüber erfüllt das rheumatologische Gutachten von Dr. D.____ grundsätzlich 
die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an die Beweistauglichkeit: Es ist für die streitigen 
Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt eingehend die geklag-
ten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden, setzt sich mit den abweichen-
den Einschätzungen der weiteren involvierten Fachleute auseinander und leuchtet in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein 
(vgl. E. 5.2 hiervor). Dr. D.____ beschreibt überzeugend ein multifaktorielles Beschwerdebild und 
gewichtet die verschiedenen Einflüsse auf die Symptomatik der Beschwerdeführerin. Diesbezüg-
lich vermag das Gutachten von Dr. D.____ vollends zu überzeugen. In Bezug auf die Schlussfol-
gerung Dr. D.____, namentlich der Verneinung eines Kausalzusammenhangs der Mammahyper-
trophie mit den beklagten Beschwerden, widerspricht Dr. D.____ indessen seiner eigenen Ein-
schätzung. So hält er in seiner Beurteilung mehrfach fest, dass die Makromastie an der Sympto-
matik der Beschwerdeführerin erheblich mitbeteiligt sei. Damit begründet er eine Teilkausalität 
der Mammahypertrophie. Entgegen der Schlussfolgerung von Dr. D.____ muss die Mammahy-
pertrophie nicht alleinige Ursache der Beschwerden sein. Rechtsprechungsgemäss genügt eine 
Teilkausalität, um den notwendigen Zusammenhang zwischen der Mammahypertrophie und den 
krankheitswertigen Beschwerden zu bejahen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 9. Mai 2003, 

 

 
 
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K 69/0, E. 4.3; Urteil des Kantonsgerichts vom 17. September 2015, 730 15 217, E. 7.3). Durch 
die Reduktionsplastik würde eine der Ursachen für die multifaktoriell bedingten Rücken-, Nacken- 
und Brustschmerzen der Beschwerdeführerin behoben. Dies wird im Übrigen auch von 
Dr. F.____ bestätigt, die in diesem Zusammenhang von einem Schutz und einer Entlastung des 
Rückens und des Nackens spricht. Im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung wird bei 
der Beurteilung der Wirksamkeit einer Behandlung denn auch nicht verlangt, dass diese immer 
zur vollständigen Beschwerdefreiheit führt (vgl. BGE 143 V 95 E. 3.1). Anzumerken ist, dass die 
Beschwerdeführerin die vorliegend strittige Mammareduktionsplastik bereits vornehmen liess und 
gemäss eigenen Angaben nunmehr beschwerdefrei ist. Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht 
ausführt, kann daraus zwar nicht ohne Weiteres auf die Wirksamkeit oder Zweckmässigkeit einer 
Behandlung geschlossen werden. Es ist grundsätzlich richtig, dass aus der postoperativ festge-
stellten Schmerzfreiheit nicht ohne weiteres auf die Ursache(n) der Beschwerden geschlossen 
werden kann. Dennoch kann die erreichte Beschwerdefreiheit als Indiz für die Kausalität heran-
gezogen werden, sofern ihr nicht ausschlaggebende Bedeutung beigemessen wird (vgl. BGE 
130 V 299 E. 5.2).  
 
7.5 Nach dem Ausgeführten steht fest, dass die von der Beschwerdeführerin beklagten Be-
schwerden überwiegend wahrscheinlich in einem (Teil-)Kausalzusammenhang mit der 
Mammahypertrophie stehen bzw. standen. Da die übrigen rechtsprechungsgemässen Voraus-
setzungen für eine Kostenübernahme im Rahmen der obligatorischen Krankenversicherung 
ebenfalls erfüllt sind und keine triftigen Hinweise dafür bestehen, dass ästhetische Motive für den 
Eingriff eine massgebende Rolle spielten, ist die Beschwerdegegnerin in Aufhebung des ange-
fochtenen Einspracheentscheids zu verpflichten, die Kosten für die Mammareduktionsplastik im 
Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu übernehmen. Die Beschwerde ist da-
her gutzuheissen.  
 
8. Art. 61 lit. g ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht kostenlos 
zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Par-
teientschädigung wird der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin nicht zugesprochen. 
 
 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 7. September 2020 aufgehoben und die Beschwerdegegne-
rin wird verpflichtet, die Kosten für die beidseitige Mammareduktions-
plastik zu übernehmen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 
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