# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c4a4d4f-4672-52db-ba6a-de3ec4d4f630
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.09.2018 ZK1 2018 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2018-76_2018-09-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 12. September 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 18 76 12. September 2018

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuar ad hoc Kollegger

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Beschwerdeführerin, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
23. Mai 2018, mitgeteilt am 24. Mai 2018, in Sachen der A._____, 

betreffend Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts/behördliche Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 2004, ist die Tochter von X._____ und 
B._____. Nachdem die Ehe der Kindseltern im Juni 2015 in O.1_____ geschieden 
wurde, wurden im Rahmen des Verfahrens betreffend Ergänzung eines ausländi-
schen Scheidungsurteils vor dem Regionalgericht Plessur im Jahr 2017 A._____ 
sowie ihre Schwester C._____ unter der gemeinsamen elterlichen Sorge belas-
sen. Die Obhut wurde der Kindsmutter zugeteilt und es wurden die Modalitäten 
des Besuchs- und Ferienrechts des Kindsvaters, der in O.1_____ lebt, festgesetzt 
(act. 1, 2 und 51 der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde [KESB]).

B. Mit Schreiben vom 11. März 2017 machte D._____, Schulleiter der Stadt-
schule E._____, X._____ auf die vielen, nicht ausreichend begründeten Unter-
richtausfälle von A._____ aufmerksam (act. 4 KESB), worauf X._____ per E-Mail 
vom 17. Mai 2017 dem Schulleiter mitteilte, dass das Fernbleiben vom Unterricht 
von daher komme, dass A._____ gemobbt werde und gesundheitliche Probleme 
habe (act. 3 KESB).

C.1. Am 29. Mai 2017 reichte F._____, Vizedirektor der Stadtschule O.1_____ 
bei der KESB Nordbünden eine Gefährdungsmeldung ein, worin auf die vielen 
Schulabsenzen und die damit einhergehenden, stagnierenden Schulleistungen 
hingedeutet wurde. F._____ führte auch aus, dass dies nicht einmal durch die Un-
terstützung des Schulsozialdienstes verhindert werden könne. Es sei der Klassen-
lehrerin kaum mehr möglich, A._____ im Gespräch zu erreichen und Whatsapp-
Mitteilungen an Mitschülerinnen, in denen A._____ Suizidgedanken äusserte, 
würden die starke Belastung der Schülerin belegen. Auch seien konstruktive Ge-
spräche mit der Mutter nicht möglich, da diese – wenn sie überhaupt zustande 
kämen – konfrontativ verlaufen würden (act. 5, 6, 7 und 8 KESB).

C.2. In der Folge informierte die KESB Nordbünden am 01. Juni 2017 X._____ 
darüber, dass ein Abklärungsverfahren eröffnet wurde und lud sie zu einer ersten 
Besprechung ein (act. 9 und 11 KESB).

C.3. Die behandelnde Kinderärztin, Dr. med. G._____, teilte der KESB Nord-
bünden auf Anfrage mit Schreiben vom 12. Juni 2017 mit, dass bei A._____ keine 
schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorliegen würden, jedoch die Mut-
ter die ärztlichen Empfehlungen teils nicht eingehalten hätte, weil sie eigene Vor-
stellungen darüber habe, was zu tun sei und was nicht (act. 13 und 14 KESB).

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C.4. Im Telefongespräch vom gleichen Tag teilte H._____ (Schulpsychologi-
scher Dienst) der KESB mit, dass verschiedene Gespräche mit der Mutter von 
A._____ geführt worden seien und für sie nicht ganz nachvollziehbar sei, wieso 
von der Schulleitung eine Gefährdungsmeldung ausgegangen sei, statt dass Mut-
ter und Tochter intensiver mit dem Schulpsychologischen Dienst zusammenarbei-
ten würden (act. 15 KESB).

C.5. Am 16. November 2017 teilte F._____, Vizedirektor der Stadtschule 
O.1_____, der KESB Nordbünden mit, dass A._____ seit ein paar Tagen die 
Schule verweigere. Da sie zudem am Tag des Telefonats auf Facebook Suizidge-
danken geäussert habe, wurden der Jugenddienst der Kantonspolizei Graubünden 
(KaPo) und die Mutter informiert. Die KaPo suche nun A._____. Die Mutter erhebe 
Vorwürfe gegen die Schule, gegen die Lehrpersonen und gegen andere Schüler, 
sei jedoch sehr unzuverlässig, was eine konstruktive Zusammenarbeit betreffe 
(act. 19 KESB).

C.6. Nachdem A._____ gleichentags vom Jugenddienst der KaPo aufgegriffen 
wurde, wurde sie von I._____ (KESB) angehört. Sie erzählte, dass sie von zwei 
Burschen geplagt werde, und aus Angst nicht zur Schule gegangen sei. Suizidge-
danken habe sie geäussert, weil sie manchmal das Gefühl habe, sie sei Luft. Nie-
mand beachte sie, auch nicht ihre Mutter (act. 20 und 21 KESB).

C.7. Ebenfalls gleichentags wurde A._____ von I._____ nach Hause begleitet, 
wo X._____ in Anwesenheit ihres Lebenspartners J._____ zur schulischen Situa-
tion ihrer Tochter und zu ihrem eigenen Verhalten angehört wurde (act. 22 KESB).

D.1. Nachdem K._____ (Schulleitung Stadtschule O.1_____) am 21. November 
2017 der KESB mitteilte, dass A._____, laut Angaben der Mutter, gleichentags die 
Schweiz verlassen und zukünftig bei ihrem Vater in O.1_____ leben werde, konnte 
dies durch die KESB gerade noch verhindert werden (act. 28 und 29 KESB).

D.2. Gleichentags wurde A._____ von Dr. L._____ (Jugendpsychiatrie Graubün-
den) fürsorgerisch in der Klinik M._____ untergebracht. Begründend wurden unter 
anderem eine schwere depressive Symptomatik mit sozialem Rückzug und suizi-
dalen Äusserungen sowie unzureichende Nahrungszufuhr erwähnt (act. 30 
KESB).

D.3. Am 29. November 2017 konnte A._____ wegen fehlenden Hinweisen auf 
eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung wieder aus der Klinik M._____ austreten 
(act. 47 und 49 KESB). Die Diagnosen des Austrittsberichts lauteten wie folgt:

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Achse I: Anpassungsstörung mit Angst und depressive Störung gemischt 
(ICD-10: F43.22)

Verdacht auf beginnende Störung des Sozialverhaltens bei vor-
handenen sozialen Bindungen (ICD-10: F91.2)

Achse II: Keine umschriebenen Entwicklungsstörung bekannt (00.0)

Achse III: Normvariante, durchschnittliche Intelligenz nach klinischem Ein-
druck (3)

Achse IV: St.n. Zerrung der Adduktorenmuskeln links

Achse V: Verdacht auf unzureichende elterliche Aufsicht und Steuerung 
(4.1) 

Abweichende Elternsituation (5.1)

Lebensbedingungen mit möglicher psychosozialer Gefährdung 
(5.3)

Achse VI: Ernsthafte soziale Beeinträchtigung in mindestens ein oder zwei 
Bereichen (4)

E.1. Am 01. Dezember 2017 fand ein Gespräch zwischen X._____ und N._____ 
(KESB) statt, in dem über weitere Schulabsenzen von A._____ gesprochen wur-
de. Die Mutter führte im Hinblick auf Lösungsvarianten aus, dass ein stationärer 
Aufenthalt auf der Jugendstation oder im Therapiehaus nicht in Frage komme, da 
ihre Tochter nicht psychisch krank sei. Sie könne sich hingegen vorstellen, mit 
dem Schulpsychologischen Dienst Kontakt aufzunehmen, um eine Sonderbeschu-
lung zu prüfen, und auch mit einer Beistandschaft zeigte sie sich einverstanden, 
solange sie selber bestimme, wie und was zu laufen habe (act. 52 KESB).

E.2. Am 08. Dezember 2017 teilte A._____ in einem Gespräch mit N._____ mit, 
dass sie einerseits nach O.1_____ zu ihrem Vater gehen, andererseits aber auch 
hier in der Nähe ein Internat besichtigen wolle. Mit einer Beistandsperson würde 
sie aber nicht zusammenarbeiten wollen (act. 70 KESB).

E.3. Mit Telefongespräch vom 18. Dezember 2017 informierte H._____ (Schul-
psychologischer Dienst) die KESB darüber, dass A._____ nach den Weihnachts-
ferien in der Bergschule O._____ (Sonderschule) schnuppern gehen könne (act. 
83 KESB).

E.4. Gleichentags erging ein Entscheid der Kollegialbehörde der KESB (act. 89 
KESB) mit folgendem Dispositiv:

1. Für A._____ wird eine Beistandschaft nach Kindesschutzrecht (Art. 
308 ZGB) errichtet.

2. Die Beistandsperson hat im Rahmen der Beistandschaft (Art. 308 Abs. 
1 und 2 ZGB) die Aufgaben und Kompetenzen:

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a. die Eltern und A._____ angemessen zu beraten und zu unterstüt-
zen, insbesondere in den Bereichen Betreuung, Persönlichkeitsent-
wicklung, gesundheitliche Entwicklung, Schule und Ausbildung, Förde-
rung von Begabungen und Interessen;

b. sämtlichen an der Betreuung und Förderung von A._____ Beteilig-
ten als Ansprechperson zur Verfügung zu stehen.

3. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der 
Ernennungsurkunde sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen 
Kenntnisse zu verschaffen und mit den Eltern und A._____ persönlich 
Kontakt aufzunehmen.

4. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 31.12.2019) einen schriftli-
chen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Lage von A._____ 
und die Ausübung der Beistandschaft, Ausblick mit Empfehlungen) 
einzureichen;

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensum-
stände von A._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB mit 
einem Bericht zu informieren und allenfalls ein geeignetes Vorgehen 
zu empfehlen.

P._____ (Berufsbeistandschaft Plessur) wird zur Beiständin von 
A._____ ernannt.

Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Errichtung Beistandschaft werden auf Fr. 
1'000.-- festgesetzt.

b. Auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der besonde-
ren Umstände verzichtet.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).

E.5. Gegen diesen Entscheid erhob X._____ am 03. Januar 2018 Beschwerde 
beim Kantonsgericht von Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids (act. 97/1 KESB). Nachdem das Kantonsgericht 
von Graubünden die Beschwerde abgewiesen hatte (Entscheid des Kantonsge-
richts von Graubünden ZK1 18 2 vom 29. März 2018), trat das Bundesgericht auf 
die gegen das Urteil des Kantonsgerichts erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_323/2018 vom 19. April 2018).

F.1. Zwischenzeitlich teilte die Beiständin der KESB Nordbünden mit, das Aus-
wertungsgespräch des Probeaufenthalts in der Bergschule O._____ vom 19. Ja-
nuar 2018 habe ergeben, dass das Schnuppern positiv verlaufen sei und eine 
Aufnahme von A._____ deshalb möglich wäre. Die Mutter sei hingegen nicht in 
der Lage gewesen, die Situation ihrer Tochter einzuordnen, und habe mitgeteilt, 

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dass der Entscheid über den Eintritt in die Bergschule O._____ oder Alternativen 
bei ihrer Tochter liege (act. 105 KESB).

F.2. Am 25. Januar 2018 wurden X._____ und A._____ von der KESB zur Prü-
fung des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts und der behördlichen Unter-
bringung in der Bergschule O._____ angehört. Die Tochter wollte sich nicht äus-
sern und die Mutter betonte zunächst, dass die Tochter mit 13 Jahren selber ent-
scheiden könne, was sie tun wolle. Im Verlauf des Gesprächs wurde die Mutter 
laut und verlangte, dass die Behördenmitglieder sofort das Haus verlassen (act. 
103 KESB).

F.3. Am 26. Januar 2018 wurde Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli mittels ver-
fahrensleitender Verfügung der KESB als Verfahrensbeistand für A._____ im hän-
gigen Kindesschutzverfahren eingesetzt (act. 113 KESB).

F.4 Mit Telefongespräch vom 29. Januar 2018 informierte Q._____ (Bergschule 
O._____) die KESB Nordbünden darüber, dass sich A._____ nicht dazu habe ent-
schliessen können, in die Bergschule O._____ einzutreten. X._____ habe ihr zu-
dem mitgeteilt, dass sie ihre Tochter nicht gegen ihren Willen zu einem Eintritt in 
die besagte Schule zwingen werde (act. 119 KESB).

F.5. Am 30. Januar 2018 wurde der Verfahrensbeistand an der Sitzung der 
KESB Nordbünden betreffend Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und 
behördliche Unterbringung angehört. X._____ und A._____ erschienen nicht (act. 
126 KESB).

F.6. Gleichentags überbrachte der Verfahrensbeistand der KESB Nordbünden 
ein Schreiben, worin er im Namen von A._____ beantragte, es seien mit ihr alter-
native Beschulungsmöglichkeiten in anderen Institutionen zu prüfen. Eventualiter 
sei A._____ befristet bis Ende Schuljahr 2017/2018 in der Bergschule O._____ 
unterzubringen (act. 123 KESB).

F.7. Mit E-Mail ebenfalls vom gleichen Tag teilte die KESB Nordbünden den 
Kindseltern sowie dem Verfahrensbeistand mit, dass zusammen mit den involvier-
ten Fachpersonen Alternativen zur Unterbringung von A._____ in der Bergschule 
O._____ geprüft würden (act. 127 KESB).

F.8. Am 22. Februar 2018 teilte der Verfahrensbeistand der KESB telefonisch 
mit, dass A._____ per 5. März 2018 ins Schulheim O.2_____ eintreten werde. Da 

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dies im Einvernehmen mit Mutter und Tochter geschehe, erachte er einen Ent-
scheid der KESB nicht für notwendig (act. 133 KESB).

F.9. Da sich A._____ am Sonntag, 04. März 2018, weigerte, ins Schulheim 
O.2_____ einzutreten, bat die Mutter die Berufsbeiständin um Hilfe, da sie 
A._____ nicht dazu motivieren konnte. Die Berufsbeiständin fuhr am darauffolgen-
den Tag mit A._____ nach O.2_____, wo der Eintritt um 10:00 Uhr erfolgte. Glei-
chentags lief A._____ vom Schulheim davon und traf um 22:00 Uhr zuhause in 
O.1_____ wieder ein (act. 136 KESB).

F.10. Am 06. März 2018 erfolgte eine fürsorgerische Unterbringung von A._____ 
in die Klinik M._____ aufgrund von Selbst- und Fremdgefährdung (act. 139 
KESB), von wo sie jedoch am 09. März 2018 wieder austreten konnte, da sie sich 
einem psychisch und somatisch stabilen Zustand befand, ohne dass eine akute 
Eigen- oder Fremdgefährdung bestand (act. 148 KESB). Der Austrittsbericht laute-
te wie folgt:

Achse 1: Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Störung gemischt 
(ICD-10: F43.22)

Verdacht auf beginnende Störung des Sozialverhaltens bei vor-
handenen sozialen Bindungen (ICD-10: F91.2)

Achse 2: Keine umschriebenen Entwicklungsstörung bekannt (00.0)

Achse 3: Normvariante, durchschnittliche Intelligenz nach klinischem Ein-
druck (3)

Achse 4: Keine somatische Krankheit

Achse 5: Abweichende Elternsituation (5.1)

Lebensbedingungen mit möglicher psychosozialer Gefährdung 
(5.3)

Achse 6: Ernsthafte soziale Beeinträchtigung in mindestens 1 oder 2 Be-
reichen (4)

F.11. Anlässlich des Hausbesuchs vom 22. März 2018 hat X._____ der KESB 
mitgeteilt, ihre Familie in L.2_____ könnte ihre Tochter unterstützen. Sie habe 
deswegen schon alles in die Wege geleitet (Busticket, Anmeldung Schule, Voll-
machten), damit A._____ nach L.2_____ verreisen könne (act. 149 KESB).

F.12. Am 09. April 2018 informierte X._____ die KESB telefonisch darüber, dass 
A._____ nun eine Woche in L.2_____ zur Schule gegangen sei, nun aber zurück 
in die Schweiz wolle. Problematisch sei, dass in der Schule nur R._____ gespro-
chen werde und die Familie genug von A._____ habe (act. 155 KESB).

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F.13. Im Telefongespräch vom 26. April 2018 zeigte sich die Schulleiterin der 
Schule O._____ bereit, A._____ per 13. Mai 2018 aufzunehmen, allerdings unter 
der Bedingung, dass die Mutter dahinter stehe. Ein Besuch zu Hause wäre zudem 
nur alle zwei Wochen vorgesehen, weil es notwendig sei, eine Distanz zwischen 
Mutter und Tochter zu schaffen (act. 166 KESB).

F.14. Anlässlich der Anhörung vom 02. Mai 2018 äusserte sich X._____ 
grundsätzlich positiv zur Schule O._____, trotzdem meinte sie aber, es solle eine 
Schule in der Umgebung von O.1_____ gesucht werden. Sie betonte zudem wie-
derholt, dass A._____ in die Regelschule gehen wolle und solle. Auch die Sonder-
schule O.2_____ sei eine Option, nicht jedoch die behördliche Unterbringung in 
ein Heim (act. 169 KESB).

F.15. Am 4. Mai 2018 informierte die Schuldirektion der Stadt O.1_____ X._____ 
darüber, dass seit dem 8. März 2018 eine rechtskräftige Verfügung des Amtes für 
Volksschule und Sport (Sonderbeschulung) der Regelbeschulung entgegen ste-
hen würde (act. 172 und 176 KESB).

F.16. Im Gespräch vom 09. Mai 2018 bestand X._____ darauf, dass ihre Tochter 
in O.1_____ oder Umgebung in eine Regelschule gehe. In Anwesenheit der Mut-
ter wurde dabei auch ein Telefonat mit A._____ geführt, in dem diese ebenfalls 
vorgab, sie wolle in eine Regelschule und nicht in die weit entfernte Schule 
O._____, welche ihr nicht gefallen habe (act. 173 KESB).

F.17. Am 22. Mai 2018 überbrachte der Verfahrensbeistand der KESB eine Stel-
lungnahme (act. 185 KESB), in welcher er angesichts der gesamten, für die Ent-
wicklung von A._____ ungünstigen Umstände sowie der Tatsache, dass die Mut-
ter stark überfordert sei, folgenden Antrag stellte:

Es sei A._____ in einer geeigneten Institution behördlich unterzubringen 
und es sei den Eltern hierfür das Aufenthaltsbestimmungsrecht über 
A._____ zu entziehen.

F.18. In der darauffolgenden Anhörung von X._____ vom 23. Mai 2018 verblieb 
die Mutter in der gewohnten festgefahrenen Haltung, indem sie Vorwürfe gegen 
alle Behörden erhob und auf ihrem Standpunkt betreffend Regelschule beharrte. 
X._____ machte auch klar, dass sie wolle, was die Tochter wolle (act. 186 KESB).

F.19. B._____, der Vater von A._____, erklärte sich im Telefonat vom 23. Mai 
2018 mit der KESB grundsätzlich einverstanden mit der vorgeschlagenen Unter-
bringung in der Bergschule O._____ (act. 187 KESB).

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F.20. Am 23. Mai 2018 entschied die KESB über den Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts und die behördliche Unterbringung von A._____ in der Berg-
schule O._____ (act. 190 KESB). Das Dispositiv lautete wie folgt:

1. Im Zusammenhang mit dem Aufenthalt von A._____ wird gestützt auf 
Art. 310 Abs. 1 ZGB:

a. X._____ (Mutter) und B._____ (Vater) das Aufenthaltsbestimmungs-
recht über A._____ entzogen;

b. A._____ in der Bergschule O._____ (O.3_____ GR) per 28. Mai 
2018 um 13.30 Uhr behördlich untergebracht.

2. Die KESB behält sich vor, A._____ im Falle der Nichtbefolgung der 
behördlichen Unterbringung gemäss Dispositiv-Ziff. 1.b im freiwilligen 
Rahmen mit polizeilicher Unterstützung der Bergschule O._____ 
(O.3_____ GR) zuzuführen (Art. 450g ZGB).

3. Für die Mandatsführung vom 25. Januar bis 22. Mai 2018 wird zuguns-
ten von MLaw Tobias Brändli (Rechtsanwalt, Chur) eine Entschädigung 
im Umfang von Fr. 3'234.30 (inkl. Spesen und MWST) festgesetzt.

4. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren Prüfung behördliche Unterbringung werden 
auf Fr. 4'234.30 (inkl. Entschädigung Rechtsanwalt MLaw Tobias 
Brändli von Fr. 3'234.30) festgesetzt.

b. Auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der besonde-
ren Umstände verzichtet.

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6. (Mitteilung)

G. Mit E-Mail vom 24. Mai 2018 bestätigte die Stadt O.1_____ (Soziale Diens-
te) der KESB, dass X._____ zurzeit Sozialhilfe beziehe (act. 199 KESB).

H. Da X._____ auch weiterhin nicht kooperierte, erliess die KESB am 28. Mai 
2018 folgende verfahrensleitende Verfügung:

1. A._____ ist in Vollzug des Entscheids über ihre behördliche Unterbrin-
gung gemäss Entscheid vom 23. Mai 2018 unverzüglich polizeilich in der 
Wohnung ihrer Mutter an der _____strasse 14, O.1_____ aufzugreifen 
und schnellstmöglich der Bergschule O._____ (O.3_____ GR) zuzu-
führen.

2. Mit der polizeilichen Zuführung wird die Kantonspolizei Graubünden be-
auftragt. Die KESB ist über den Vollzug zu orientieren.

I.1. Statt zur Bergschule O._____ wurde A._____ jedoch am 29. Mai 2018 von 
der Polizei und einem Notarzt aufgrund psychischer Probleme in die Klinik Wald-
haus gebracht. Später wurde sie in die Klinik M._____ überführt, da in der Klinik 
Waldhaus für A._____ als 13-Jährige Jugendliche ein weiterer Verbleib nicht mög-
lich war (act. 208, 209, 210, 211, 212, 213 und 234 KESB).

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I.2. Telefonisch wurde die KESB von der Klinik M._____ am 04. Juni 2018 in-
formiert, dass A._____ sich derzeit in einer geschlossenen Wohngruppe aufhalte 
und die Mutter von A._____ nicht erreichbar sei. A._____ wäre einverstanden, 
weitere zwei Wochen in der Klinik zu bleiben, so dass weitere Abklärungen mög-
lich wären. Sie wirke wahnhaft mit Zwangsstörungen, weigere sich zu duschen, 
führe Selbstgespräche und mache unnatürliche Bewegungen (act. 215).

I.3. Als X._____ von der Berufsbeistandschaft zu einem Standortgespräch in 
der Klinik M._____ eingeladen wurde, antwortete diese mit Mail vom 8. Juni 2018 
mit verschiedenen Vorwürfen, aber ohne auf das Standortgespräch einzugehen 
(act. 221 KESB).

I.4. Da A._____ für das Wochenende vom 16./17. Juni 2018 zu ihrer Mutter und 
zu einer Geburtstagsparty nach O.1_____ gehen wollte, stand die KESB mit der 
Klinik M._____ in Kontakt, wobei die Abmachung am 15. Juni 2018 dahingehend 
lautete, dass A._____ noch nicht nach Hause fahren sollte, da sie ihren Stabilisie-
rungsprozess erst begonnen habe. Falls aber A._____ oder ihre Mutter erhebli-
chen Druck ausüben würden, wäre eine Eskalation nicht im Interesse von A._____ 
und sie dürfte trotzdem nach Hause (act. 223, 224, 225 KESB).

I.5. Gleichentags (15. Juni 2018) kamen die Klinik und die KESB zum Schluss, 
dass die Verweigerung des Wochenendurlaubs eine derart starke Enttäuschung 
auslösen würde, dass ein zukünftiger Kooperationsverlust drohe, weswegen ihr 
der Urlaub doch zu gewähren sei (act. 226 KESB).

J. Mit Poststempel vom 16. Juni 2018 reichte X._____ (nachfolgend Be-
schwerdeführerin) gegen den Entscheid der KESB vom 23. Mai 2018 (Entzug 
Aufenthaltsbestimmungsrecht, behördliche Unterbringung Bergschule O._____) 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden ein, in der sie sinngemäss die 
Aufhebung des Entscheids verlangt. Die Begründung strotzte von Vorwürfen ge-
gen die beteiligten Behörden und beinhaltete ausnahmslos die eigene Sicht der 
Dinge. Eine Auseinandersetzung mit den Begründungen der KESB erfolgte nicht.

K. Am 21. Juni 2018 erläuterte P._____ (Berufsbeistandschaft), dass sich die 
Mutter am Standortgespräch vom Vortag erneut über alle beschwert habe. 
A._____ habe am Gespräch nicht teilgenommen. In der Klinikwohngruppe verhalte 
sich A._____ auffällig, indem sie unter anderem ungepflegt daherkomme und 
Rückzugstendenzen zeige (act. 231 KESB).

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L. Ebenfalls am 21. Juni 2018 erklärte die Klinik M._____ der Berufsbeistän-
din, dass es keine Option wäre, A._____ nach den Sommerferien, welche sie mit 
ihrem Vater in L.3_____ verbringen werde, wieder in die Klinik zurückkehren zu 
lassen, da keine akute Krise bestehe (act. 232 KESB).

M. Die Stellungnahme der KESB vom 29. Juni 2018 beschränkte sich darauf, 
sich zum Unterbringungsort zu äussern, wobei die Bergschule O._____ nicht in 
Frage gestellt wurde.

N. In der Stellungnahme vom 7. August 2018 des Verfahrensbeistands, 
Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli, erachtete dieser den Entscheid der KESB als 
angemessen und verhältnismässig.

O. Mit Poststempel vom 11. August 2018 reichte X._____ eine Stellungnahme 
ein, in welcher sie auf die Stellungnahme des Verfahrensbeistands einzugehen 
schien. Sie führte darin nebst Vorwürfen gegenüber den Behörden aus, die Ge-
fährdung des Kindeswohls sei nicht gegeben und die getroffenen Massnahmen 
seien nicht die mildesten.

P. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Gemäss Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide 
der Kindesschutzbehörde beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. 
Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetz-
buch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige 
kantonale Beschwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 
2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie die 
von der Anordnung der KESB direkt betroffenen Personen. Im Bereich des Kin-
desschutzes können nebst den Kindern auch deren Eltern betroffene Personen 
sein (Daniel Steck, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivil-
gesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 29 zu Art. 450 ZGB mit weiteren Hinweisen; 
Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 20 
f. zu Art. 450 ZGB). Die Beschwerdeführerin ist als Mutter durch den angefochte-
nen Entscheid betroffen und somit klar zu dessen Anfechtung legitimiert.

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1.2. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheids. Der Entscheid der Vorinstanz vom 23. Mai 2018 
wurde der Beschwerdeführerin am 26. Mai 2018 zugestellt (vgl. act. 197 KESB); 
ihre am 16. Juni 2018 der Post übergebene Beschwerde ist damit fristgerecht er-
folgt.

1.3. Gemäss Art. 450 Abs. 3 ZGB ist die Beschwerde beim Gericht schriftlich 
und begründet einzureichen, wobei in formeller Hinsicht keine hohen Anforderun-
gen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zi-
vilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. 
Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7085; Daniel Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). 
Ein von einer betroffenen urteilsfähigen Person unterzeichnetes Schreiben ist hin-
reichend, sofern das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist und daraus hervorgeht, 
warum sie mit der getroffenen Anordnung ganz oder teilweise nicht einverstanden 
ist (Daniel Steck, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). Vorliegend fehlt der Beschwerde-
schrift vom 16. Juni 2018 ein eigentliches Rechtsbegehren (vgl. act. A.1). Da die 
Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift einleitend erwähnt, sie sei mit dem 
"Entscheid wegen Entzug vom Aufenthaltsbestimmungsrecht / behördliche Unter-
bringung Bergschule O._____" nicht einverstanden, lässt sich aus dem Kontext 
jedoch das Begehren um Aufhebung des Entscheids deuten, so dass auf die im 
Übrigen formgerechte Beschwerde einzutreten ist.

2. Die Beschwerde hat aufschiebende Wirkung, sofern die Kindesschutz-
behörde oder die gerichtliche Beschwerdeinstanz nichts anderes verfügt (Art. 450c 
ZGB). Vorliegend wurde gemäss Ziffer 5 des Dispositivs des angefochtenen Ent-
scheids dem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entzogen. Für das Kantons-
gericht von Graubünden als Beschwerdeinstanz besteht kein Grund, von diesem 
Entscheid abzuweichen.

3. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (Daniel Steck, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB mit weiteren Hinweisen). Dies 
gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersu-
chungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Diese Verfahrensgrundsätze beziehen 
sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und 
erstrecken sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Ver-
fahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle Marti, in: 

Seite  13 — 21

Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., 
Basel 2014, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Daniel Steck, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 2013, 
N 7 zu Art. 446 ZGB; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 446 ZGB). Da die 
Behörde nur erforderliche Massnahmen verfügen darf und das Recht von Amtes 
wegen anzuwenden hat (Art. 446 Abs. 4 ZGB), ist die Beurteilung der Verfahrens-
beteiligten über die Notwendigkeit einer Massnahme grundsätzlich ohne Bedeu-
tung für den Entscheid der KESB bzw. der Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Au-
er/Michèle Marti, a.a.O., N 40 zu Art. 446 ZGB).

4.1. Mit Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sach-
verhalts (Ziff. 2) und Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die Beschwerde 
ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil in rechtlicher 
und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (Botschaft Erwach-
senenschutz, a.a.O., S. 7085; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). 
Der Begriff der Rechtsverletzung umfasst jede unrichtige Anwendung und Ausle-
gung des eidgenössischen oder kantonalen Rechts, sowie falsche Anwendung 
oder Nichtanwendung ausländischen Rechts (Botschaft Erwachsenenschutz, 
a.a.O., S. 7085). Gegenstand der Rechtskontrolle ist auch die Prüfung, ob die 
Schranken des Ermessens eingehalten sind, und die Prüfung der Verhältnismäs-
sigkeit (Daniel Steck, a.a.O., N 11 zu Art. 450a ZGB mit weiteren Hinweisen; Her-
mann Schmid, a.a.O., N 3 zu Art. 450a ZGB). Die Rüge der unrichtigen oder un-
vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts erlaubt eine um-
fassende Überprüfung des Sachverhalts, ohne auf die Willkürrüge beschränkt zu 
sein. Im Vordergrund stehen Rügen von aktenwidrigen Feststellungen. Beruht ei-
ne tatsächliche Feststellung auf unrichtiger Rechtsanwendung, kommt der Rüge-
grund der Rechtsverletzung zur Anwendung (Daniel Steck, a.a.O., N 12 f. zu Art. 
450a ZGB). Die Rüge der Unangemessenheit ermöglicht eine umfassende Über-
prüfung der Handhabung des Ermessens durch die Vorinstanz (Daniel Steck, 
a.a.O., N 14 zu Art. 450a ZGB; Hermann Schmid, a.a.O., N 4 zu Art. 450a ZGB). 
Es kann folglich die blosse Unangemessenheit gerügt werden, nicht nur  wie im 
Verfahren vor Bundesgericht  Ermessensmissbrauch, Ermessensüberschreitung 
und Ermessensunterschreitung (Daniel Steck, a.a.O., N 16 zu Art. 450a ZGB). 
Unter Art. 450a Abs. 1 Ziff. 3 ZGB fällt auch die Angemessenheitskontrolle, folglich 
die Prüfung der Zweckmässigkeit und Angemessenheit der angefochtenen Anord-
nung.

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4.2. Die Rügen in der vorliegenden Beschwerdeschrift sind insoweit beachtlich, 
als dass sie sich mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen. Da sich 
die Beschwerdeführerin zu einem grossen Teil auf Vorwürfe gegen die beteiligten 
Behörden sowie auf Sachverhalte, welche nicht den angefochtenen Entscheid be-
treffen, bezieht, können aus den Vorwürfen nur die konkreten Aussagen gelesen 
werden, A._____ solle in eine Regelschule gehen und die Verfahrenskosten von 
CHF 4'234.00 seien zu hoch, da die darin enthaltene Entschädigung des Verfah-
rensbeistandes (CHF 3'234.00) nicht angemessen sei. 

5. Da die Vorinstanz der Beschwerdeführerin gar keine Verfahrenskosten auf-
erlegt hat, kann sie diesbezüglich gar kein schutzwürdiges Interesse an der Ände-
rung des Entscheids vorweisen (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO), weswegen auf diese 
Rüge gar nicht erst einzutreten ist. Ohnehin wäre an dem vorinstanzlichen Kos-
tenentscheid nichts auszusetzen, da nebst dem geltend gemachten Gesamtauf-
wand von 14.58 Stunden à CHF 200.00 zusätzlich richtigerweise eine Spesen-
pauschale, die Fahrkosten und die Mehrwertsteuern zuzurechnen sind. Der Ge-
samtaufwand von 14.58 Stunden ist überdies laut der KESB im Einzelnen nach-
gewiesen. Unter Beachtung der Tatsache, dass der Verfahrensbeistand nebst den 
von der Beschwerdeführerin anerkannten Bemühungen (Sitzung mit Schulpsycho-
logischem Dienst, Schulbesuch O.2_____) zweifellos zusätzliche Zeit aufge-
wendet hat (Anhörung anlässlich der Sitzung vom 30. Januar 2018 [act. 126 
KESB], Schreiben vom 30. Januar 2018 [act. 127 KESB], Telefonat mit der KESB 
vom 22. Februar 2018 [act. 133 KESB], Stellungnahme vom 22. Mai 2018 [act. 
185 KESB]), kann der Gesamtaufwand des Verfahrensbeistandes von 14.58 
Stunden nachvollzogen werden.

6. Was den Entscheid über den Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 
angeht, so lässt sich festhalten, dass das Kantonsgericht von Graubünden erst 
kürzlich, im März dieses Jahres, eine Beschwerde von X._____ betreffend die Er-
richtung einer Erziehungsbeistandschaft für ihre Tochter A._____ zu beurteilen 
hatte. Schon damals wurde bezüglich des Verhaltens der Mutter festgehalten, 
dass der Erfolg einer Erziehungsbeistandschaft zu einem grossen Teil von der 
Unterstützung der Eltern abhänge. Sie könne deswegen nur die gewünschte Wir-
kung haben, wenn sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beiständin zum 
Wohl des Kindes am gleichen Strang ziehen und kooperieren. Zu diesem Zusam-
menwirken sei insbesondere die Beschwerdeführerin anzuhalten, zumal ihre bis-
herigen Verhaltensweisen gewisse Zweifel an ihrer Kooperationsbereitschaft auf-
kommen liessen. Vorausschauend äusserte sich das Gericht dahingehend, dass 
eine Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Mutter und eine Unter-

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bringung von A._____ in eine geeignete Einrichtung zu überlegen seien, sollte die 
Erziehungsbeistandschaft nicht erfolgreich umgesetzt werden können (Entscheid 
des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 18 2 vom 29. März 2018 E. 5.4). Diese 
Situation scheint nun eingetreten zu sein, was im Folgenden zu prüfen ist.

6.1. Gemäss Art. 301 Abs. 1 ZGB leiten die Eltern mit Blick auf das Wohl des 
Kindes seine Pflege und Erziehung und treffen unter Vorbehalt seiner eigenen 
Handlungsfähigkeit die nötigen Entscheidungen. Zusammen mit Art. 301 Abs. 2 
ZGB, wonach das Kind den Eltern Gehorsam schuldet und die Eltern dem Kind die 
seiner Reife entsprechende Freiheit der Lebensgestaltung gewähren, sowie in 
wichtigen Angelegenheiten, soweit tunlich, auf seine Meinung Rücksicht nehmen, 
bildet diese Bestimmung die programmatische Umschreibung der elterlichen Sor-
ge (Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 1 zu Art. 301 ZGB; Linus 
Cantieni/Rolf Vetterli, in: Büchler/Jakob, Kurzkommentar, Schweizerisches Zivil-
gesetzbuch [ZGB], 2. Aufl., Basel 2018, N 1 zu Art. 301 ZGB). Die elterliche Sorge 
schliesst auch das Recht mit ein, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen 
(Art. 301a Abs. 1 ZGB; vgl. auch Art. 301 Abs. 3 ZGB). Ebenfalls zur elterlichen 
Sorge gehört die Betreuung im Alltag (Obhut), welche vom Aufenthaltsbestim-
mungsrecht abzugrenzen ist, aber ebenfalls den Aufenthalt des Kindes betreffen 
kann (Regina E. Aebi-Müller, in: Jungo/Fountoulakis [Hrsg.], Elterliche Sorge, Be-
treuungsunterhalt, Vorsorgeausgleich und weitere Herausforderungen, Freiburg 
2017, S. 32 ff.). Wo der gewöhnliche Aufenthalt vom Aufenthaltsbestimmungsrecht 
erfasst ist, muss etwa die Bestimmung des Aufenthalts bei einer Tagesmutter oder 
des Ferienaufenthalts zum Obhutsbegriff zugeordnet werden (Aebi-Müller, a.a.O., 
S. 32 ff.; Urs Gloor/Barbara Umbricht Lukas, in: Fountoulakis et al. [Hrsg.], Fach-
handbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich 2016, Rz. 13.3; wobei es 
zu beachten gilt, dass sich die Begrifflichkeiten seit der Sorgerechtsreform von 
2013 geändert haben). Unabhängig von dieser Unterscheidung dient die Erzie-
hung - als Kernaufgabe der elterlichen Sorge - dem Wohl des Kindes und muss 
einerseits die Persönlichkeit des Kindes achten, andererseits muss das Kind aber 
auch seiner Gehorsamspflicht nachkommen (vgl. Gloor/Umbricht Lukas, a.a.O., 
Rz. 13.48; Schwenzer/Cottier, a.a.O., N 8 zu Art. 301 ZGB). In diesem Span-
nungsverhältnis bildet das Kindeswohl zugleich Leitschnur und Schranke für das 
Handeln der Eltern (Cantieni/Vetterli, a.a.O., N 2 zu Art. 301 ZGB). Der Begriff des 
Kindeswohls (vgl. Art. 296 Abs. 1 ZGB) entzieht sich zwar einer genauen Definiti-
on, er kann aber umschrieben werden als "für die Persönlichkeitsentwicklung ei-
nes Kindes günstigste Relation zwischen seiner Bedürfnislage und seinen Le-

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bensbedingungen" (Harry Dettenborn, zitiert von Cantieni/Vetterli, a.a.O., N 2 zu 
Art. 301 ZGB). Als Kernbereich des Kindeswohls kann die "körperliche, geistige 
und sittliche Entfaltung" im Sinne von Art. 302 Abs. 1 ZGB beschrieben werden 
(Schwenzer/Cottier, a.a.O., N 5 zu Art. 301 ZGB). Dies zu präzisieren ist in einer 
pluralistischen Gesellschaft schwer, jedoch sind gewisse Grundwerte aus der Ge-
samtheit der familienrechtlichen Normen und humanwissenschaftlichen Erkennt-
nissen ableitbar, wie etwa das Aufwachsen in einer harmonischen Beziehung, das 
Erziehungsziel der Eigenverantwortlichkeit und der Gemeinschaftsfähigkeit und 
das Bedürfnis nach Stabilität und Kontinuität (mit weiteren Verweisen Schwen-
zer/Cottier, a.a.O., N 5 zu Art. 301 ZGB). In diesem Sinne ist zur Erreichung der 
Erziehungsziele der subjektive Wille des Kindes nicht immer mit dem Kindeswohl 
gleichzusetzen, sondern es müssen gewisse Entscheidungen gegen den Kindes-
willen getroffen werden (vgl. Cantieni/Vetterli, a.a.O., N 4 zu Art. 301 ZGB). Somit 
ergibt es sich, dass die elterliche Sorge, welche eben dem Wohl des Kindes dient, 
nicht nur ein Recht ist, sondern auch eine Pflicht (bzw. ein "Pflichtrecht": BGE 136 
III 353 E. 3.1), welche die Eltern nicht nur zeitlich, sondern auch physisch und 
psychisch belasten kann (Aebi-Müller, a.a.O., S. 52 ff.).

6.2. Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus 
für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die Kindesschutzbehörde die 
geeigneten Massnahmen (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB hat 
die KESB das Kind den Eltern oder, wenn es sich bei Dritten befindet, diesen 
wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen, wenn der Gefähr-
dung des Kindes nicht anders begegnet werden kann. Wird den Eltern das Auf-
enthaltsbestimmungsrecht entzogen, so verbleibt ihnen zwar grundsätzlich die 
elterliche Sorge, sie verlieren jedoch wichtige Befugnisse, welche daraus ent-
springen (Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 1 zu Art. 310 ZGB). Wie die Formulie-
rung von Art. 310 Abs. 1 ZGB erahnen lässt, ist der Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrecht nur zulässig, wenn das Kind in seiner körperlichen, geistigen und 
sittlichen Entwicklung nicht anders geschützt werden kann (Linus Cantieni/Stefan 
Blum, in: Fountoulakis et al. [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenen-
schutzrecht, Zürich 2016, Rz. 15.87; Breitschmid, a.a.O., N 3 zu Art. 310 ZGB). 
Zweite Voraussetzung bildet die Angemessenheit der Unterbringung, ansonsten 
die Wegnahme des Kindes – auch bei gefährdetem Kindeswohl – keine Lösung 
des Problems mit sich bringen würde (Cantieni/Blum, a.a.O, Rz. 15.96; Breit-
schmid, a.a.O., N 6 f. zu Art. 310 ZGB). 

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6.3. Wie alle Kindesschutzmassnahmen muss die gewählte Massnahme also 
verhältnismässig sein, um die Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden. Das 
Verhältnismässigkeitsprinzip kann dahingehend konkretisiert werden, dass Kin-
desschutzmassnahmen zur Erreichung ihres Ziels erforderlich sein müssen (Sub-
sidiarität) und dass nur die mildeste Erfolg versprechende Massnahme angeordnet 
werden darf (Proportionalität). Zudem ist eine Massnahme nur anzuordnen, um 
die elterlichen Bemühungen zu ergänzen, nicht aber um sie zu ersetzen (Kom-
plementarität; vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts 5_A_932/2012 vom 
05. März 2013 E. 5.1; 5A_701/2011 vom 12. März 2012 E. 4.2). Im Folgenden gilt 
es, diese Voraussetzungen zu prüfen.

6.4. Schon im Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 18 2 vom 
29. März 2018 lässt sich aus den Erwägungen (E. 5.3) entnehmen, dass das Kin-
deswohl schon zu diesem Zeitpunkt erheblich gefährdet war, indem mit Verweis 
auf die umfangreiche Aktenlage (act. 5 bis 119 KESB) insbesondere die Gefähr-
dung der schulischen und persönlichen Entwicklung festgestellt wurde. Da die Ju-
gendliche und auch die Kindseltern sich hinsichtlich der Entscheidfindung ambiva-
lent zeigten, obwohl eine Aufrechterhaltung der Tagesstruktur und die schulische 
Integration für die Entwicklung von A._____ wichtig gewesen wären, und weil es 
der Beschwerdeführerin dazumal am Willen zur Kooperation fehlte, kam das Kan-
tonsgericht zum Schluss, dass die angeordnete Erziehungsbeistandschaft verhält-
nismässig war, zumal, wegen fehlender Kooperations- und Kritikfähigkeit der Mut-
ter, die weniger einschneidenden Massnahmen – wie Weisungen oder eine Erzie-
hungsaufsicht im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB – untauglich erschienen.

6.5. Seither wurden, wie es im Schreiben vom 30. Januar 2018 vom Verfah-
rensbeistand von A._____ gefordert wurde (act. 123 KESB), alternative Beschu-
lungsmöglichkeiten geprüft, worauf A._____ per 5. März 2018 ins Schulheim 
O.2_____ hätte eintreten können (act. 133 KESB). Nachdem die Mutter A._____ 
dazu nicht motivieren konnte, fuhr die Berufsbeiständin mit A._____ nach 
O.2_____, von wo aus A._____ sich nach wenigen Stunden davonmachte (act. 
136 KESB). Auch den Versuch, in L.2_____ zur Schule zu gehen, hat A._____, 
nach Aussagen ihres Vaters, schon nach zwei Tagen abbrechen wollen (act. 187 
KESB). Was die gesundheitliche Situation von A._____ betrifft, wurde A._____ 
aufgrund von Selbst- und Fremdgefährdung in der Klinik M._____ fürsorgerisch 
untergebracht (act. 139 KESB). Zwar konnte sie drei Tage später wieder austre-
ten, der Austrittsbericht der Klinik (act. 148 KESB) lautete aber auf Anpassungs-
störung mit Angst und depressiver Störung gemischt (ICD-10: F43.22), Verdacht 
auf beginnende Störung des Sozialverhaltens bei vorhandenen sozialen Bindun-

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gen (ICD-10: F91.2) sowie abweichende Elternsituation (5.1), Lebensbedingungen 
mit möglicher psychosozialer Gefährdung (5.3) und eine ernsthafte soziale Beein-
trächtigung in mindestens ein oder zwei Bereichen (4). Diese Diagnosenliste deckt 
sich fast vollends mit jener des letztmaligen Austrittsberichts der Klinik M._____ 
(act. 47 und 49 KESB). Als A._____ am 29. Mai 2018 wiederum in die Klinik 
M._____ überführt wurde, wurde der KESB von der Klinik mitgeteilt, dass A._____ 
unter anderem wahnhaft wirke, sich weigere zu duschen, Selbstgespräche führe 
und unnatürliche Bewegungen mache (act. 215 KESB). In Anbetracht dieser fach-
lichen Einschätzungen kann eine Gefährdung der persönlichen und schulischen 
Entwicklung ohne Weiteres bejaht werden. Was das Verhalten der Mutter betrifft, 
hat diese sich auch nach dem letztmaligen Beschwerdeverfahren nicht dazu 
durchringen können, mit den Behörden – insbesondere auch der Erziehungsbei-
ständin – zu kooperieren (vgl. etwa act. 169, 173, 189 und 221 KESB). Wie die 
Kommunikation mit den Behörden, ist auch die Beschwerdeschrift von X._____ in 
rechthaberischem und uneinsichtigem Ton formuliert. Somit muss festgestellt wer-
den, dass X._____ die Erwägung des Kantonsgerichts von Graubünden, wonach 
bei Scheitern der Erziehungsbeistandschaft eine Aufhebung des Aufenthaltsbe-
stimmungsrecht zu überlegen sei, nicht als wohlgemeinte Warnung angesehen 
hat, sondern sich weiterhin unkooperativ verhält, indem sie keine anderen Mei-
nungen – auch nicht jene von Fachleuten – gelten lässt und offensichtlich ihrer 
Verantwortung als Erziehungsberechtigte nicht nachkommt, denn sie stellt sich 
wiederholt auf den Standpunkt, dass sie sich nur nach dem Willen des Kindes 
richten wolle (vgl. act.169 und 186 KESB). Mit diesem Verhalten dient sie nicht 
dem Kindeswohl, welches eine Erziehung verlangt, die A._____ eine klare Linie im 
Leben gibt, auch wenn dies teilweise heissen kann, gegen den Willen des Kindes 
zu entscheiden. Im vorliegenden Fall ist eine Regelbeschulung aufgrund der Ver-
fügung des Amtes für Volksschule und Sport (act. 176 KESB) von vornherein aus-
geschlossen. Alternative Beschulungsmöglichkeiten sind fehlgeschlagen, so dass 
auch der Verfahrensbeistand schliesslich den Antrag auf Unterbringung von 
A._____ in einer geeigneten Institution und auf den hierfür erforderlichen Entzug 
des Aufenthaltsbestimmungsrechts über A._____ stellte (act. 185 KESB). Die 
Einweisung in die Bergschule O._____ erweist sich daher als geeignet; bis auf 
X._____ sind sich hierbei auch der Vater und die Behörden einig (vgl. act. 166 und 
187 KESB). Wie die KESB im angefochtenen Entscheid richtig ausführt, kann die 
Bergschule O._____ A._____ während des Heimaufenthalts helfen, die bestehen-
den Denkweisen und Handlungsmuster zu unterbrechen, ihre Ängste abzubauen 
sowie ihr Selbstvertrauen, ihre Selbstwirksamkeit und ihre Eigenverantwortung zu 

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stärken und gleichzeitig die geeignete – insbesondere soziale und schulische – 
Struktur bieten.

6.6. Somit kann zusammengefasst werden, dass der Entzug des Aufenthaltsbe-
stimmungsrechts und die behördliche Unterbringung in der Bergschule O._____ 
erforderlich ist, um die persönliche und schulische Entwicklung von A._____ si-
cherzustellen. Da die Errichtung einer blossen Erziehungsbeistandschaft offen-
sichtlich nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, ist eine mildere Massnahme 
nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin gibt sich schliesslich auch nach vielen 
behördlichen Versuchen uneinsichtig und unkooperativ, so dass eine entspre-
chende Ergänzung der elterlichen Bemühungen für das Kindeswohl dringend an-
gezeigt ist. 

7. Der Entscheid ist von daher rechtmässig und die Beschwerde ist abzuwei-
sen, soweit darauf einzutreten ist.

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten grundsätz-
lich der Beschwerdeführerin als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Dies betrifft auch die Kosten des Verfah-
rensbeistands, welche Verfahrenskosten darstellen (Beat Reichlin, in: KOKES 
[Hrsg.], Praxisanleitung Kindesschutzrecht, Zürich/St. Gallen 2012, N 7.66; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_840/2011 vom 13. Januar 2012 E. 6). Zu prüfen bleibt, ob 
gestützt auf Art. 63 Abs. 3 EGzZGB (vgl. auch Art. 28 Abs. 1 lit. b der Verordnung 
zum Kindes- und Erwachsenenschutz [KESV; BR 215.010]) auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten  bei Vorliegen besonderer Umstände  zu verzichten ist. Vor-
liegend rechtfertigt sich ein solcher Verzicht angesichts des Umstands, dass die 
Beschwerdeführerin Sozialhilfeempfängerin ist (vgl. act. 199 KESB). Deshalb ver-
bleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens, welche gestützt auf Art. 10 Abs. 1 
der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilsachen (VGZ; BR 320.210) auf 
CHF 1'500.00 festgesetzt werden, und diejenigen für die Führung der Verfahrens-
vertretung beim Kanton Graubünden. Der Stundenansatz von Rechtsanwalt MLaw 
Tobias Brändli als Verfahrensbeistand beträgt gemäss verfahrensleitender Verfü-
gung der Vorinstanz vom 26. Januar 2018 betreffend das Verfahren um Abklärung 
von Kindesschutzmassnahmen CHF 200.00 (zzgl. MwSt. und Spesenpauschale 
von 3 %, ohne Interessenwertzuschlag; vgl. act. 113 KESB). Mangels eingereich-
ter Honorarnote ist die Aufwandentschädigung des Verfahrensbeistands nach Er-
messen zu bestimmen (Art. 2 Abs. 1 der Honorarverordnung [HV; BR 310.250]). 
Angesichts der zweiseitigen Stellungnahme vom 07. August 2018 ist Rechtsanwalt 
MLaw Tobias Brändli pauschal mit CHF 300.00 (inkl. MwSt. und Barauslagen) zu 

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entschädigen. Schliesslich ist an dieser Stelle anzumerken, dass bei einer zukünf-
tigen Beschwerdeerhebung die Verfahrenskosten trotzdem der Beschwerdeführe-
rin auferlegt werden könnten, wenn sich die Beschwerde als mutwillig oder tröle-
risch herausstellen sollte (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden.

3. Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli wird als Verfahrensbeistand mit CHF 
300.00 (einschliesslich MwSt. und Barauslagen) aus der Gerichtskasse des 
Kantonsgerichts von Graubünden entschädigt.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: