# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16d787a5-ff83-5ab7-ad60-d7f4e0234a16
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2025 E-5509/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5509-2025_2025-08-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5509/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  A u g u s t  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichterin Constance Leisinger, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;    

Gerichtsschreiberin Saskia Eberhardt. 

   

Parteien 

 

 

A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Patrick Burger, Rechtsanwalt, HEKS 

RBS AG - Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende Aargau,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) zugunsten von  

B._______, geboren am (…), Afghanistan;  

Verfügung des SEM vom 19. Juni 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5509/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,   

dass das SEM mit Verfügung vom 1. Juni 2023 den Beschwerdeführer als 

Flüchtling anerkannte und ihm in der Schweiz Asyl gewährte,  

dass der Beschwerdeführer am 16. September 2024 ein Gesuch um Fami-

liennachzug zugunsten von B._______ stellte, bei welcher es sich um 

seine Ehefrau handle, wobei dem Gesuch Kopien von B._______’s afgha-

nischem Reisepass vom 15. Juni 2024 und ihrer afghanischen Identitäts-

karte vom 5. Februar 2024, die Kopie einer übersetzten Heiratsurkunde 

vom 3. Juli 2021 sowie Screenshots von verschiedenen Videoanrufen zwi-

schen dem Beschwerdeführer und B._______ beigelegt waren,  

dass das SEM den Beschwerdeführer mit Schreiben vom 18. November 

2024 zur Beantwortung diverser Fragen in Bezug auf die Identität der Ehe-

frau aufforderte, 

dass er mit Eingabe vom 27. November 2024 die Fragen entsprechend 

beantwortete und weitere Screenshots von Chatverläufen und Videoanru-

fen einreichte,  

dass das SEM ihm am 13. März 2025 schriftlich weitere Fragen zur Beant-

wortung unterbreitete und den Beschwerdeführer zur Einreichung von ge-

meinsamen Fotografien sowie des Originals der Heiratsurkunde vom 3. Juli 

2021 aufforderte, 

dass der Beschwerdeführer in der darauffolgenden Stellungnahme vom 27. 

März 2025 eine Kopie der Original-Heiratsurkunde vom 3. Juli 2021 ein-

reichte und mitteilte, dass die weiteren angeforderten Unterlagen nicht 

(mehr) beschafft werden könnten,  

dass das SEM mit Verfügung vom 19. Juni 2025 feststellte, die Einreise 

von B._______ in die Schweiz werde nicht bewilligt und das Gesuch um 

Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und das Familienasyl gemäss 

Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG werde abgelehnt, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Juli 2025 – handelnd 

durch den bevollmächtigten Rechtsvertreter – beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde gegen den vorinstanzlichen Entscheid einreichte und be-

antragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, das Gesuch um 

Familienzusammenführung sei gutzuheissen und seiner Ehefrau sei die 

Einreise in die Schweiz zu bewilligen und sie sei in die Flüchtlingseigen-

schaft und das Asyl ihres Ehemanns einzubeziehen, 

E-5509/2025 

Seite 3 

dass in prozessualer Hinsicht um die Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung einschliesslich des Verzichts auf Erhebung eines Kostenvor-

schusses sowie um die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes er-

sucht wurde,  

dass das Gericht am 25. Juli 2025 den Eingang der Beschwerde bestätigte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Juli 2025 eine originale 

Heiratsurkunde (vgl. Beilage 5 der Beschwerde) zu den Akten reichte, 

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt und auf dem Gebiet des 

Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgültig entscheidet (Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 VwVG) und auf die frist- und formgerecht einge-

reichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 

Abs. 1 VwVG), 

dass die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5),  

dass sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist und im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

Richters (Art. 111 Bst. e AsylG) und mit summarischer Begründung zu be-

handeln ist (Art. 111a Abs.  2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG Ehegatten von Flüchtlingen und ihre 

minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt werden und Asyl erhalten, 

wenn keine besonderen Umstände dagegensprechen (Familienasyl),  

dass, sofern die anspruchsberechtigten Personen durch die Flucht ge-

trennt wurden und sich im Ausland befinden, ihre Einreise auf Gesuch hin 

zu bewilligen ist (Art. 51 Abs. 4 AsylG),  

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Seite 4 

dass die Erteilung einer Einreisebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG eine 

vorbestandene Familiengemeinschaft, die Trennung der Familie durch die 

Flucht sowie die feste Absicht der Vereinigung der Familie in der Schweiz 

voraussetzt (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2 sowie 

2012/32 E. 5),  

dass als Zentrale Bedingung für den Einbezug in die Flüchtlingseigen-

schaft im Sinn von Art. 51 Abs. 4 AsylG bereits vor der Flucht aus dem Ver-

folgerstaat eine Familiengemeinschaft zwischen der gesuchstellenden und 

der anspruchsberechtigten Person bestanden haben muss, das Familien-

asyl insbesondere nicht der Aufnahme von vor der Flucht noch gar nicht 

gelebten familiären Beziehungen oder der Wiederaufnahme zuvor abge-

brochener Beziehungen dient (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5, 2017 VI/4 E. 3.1 

2012/32 E. 5.4.2 m.w.H.),  

dass die Vorinstanz zur Begründung ihrer abweisenden Verfügung aus-

führte, der Beschwerdeführer habe anlässlich seines Asylverfahren ange-

geben, seit dem 16. Juni 2021 verheiratet zu sein, seine Frau heisse 

C._______ und sei am (…) geboren,  

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 27. November 

2024 auf diesen festgestellten Widerspruch hin ausgeführt habe, bei dem 

im Asylverfahren angegebene Namen seiner Ehefrau handle es sich um 

einen von ihm und der übrigen Familie verwendeten Kosenamen, zudem 

habe seine Ehefrau zu diesem Zeitpunkt (Anhörung) noch über keine Aus-

weispapiere verfügt, aus welchen sich ihr eigentlicher Name ergeben hätte, 

erst bei der späteren Beantragung von Identitätspapieren habe sie ihren 

«offiziellen» Namen verwendet,   

dass er in Bezug auf das widersprüchliche Geburtsdatum angegeben 

habe, aufgrund von Überforderung, Angst und seiner schwierigen Verfas-

sung zum Zeitpunkt der Anhörung vom 24. Mai 2023 das Geburtsdatum 

seiner Ehefrau angegeben zu haben, bei welchem er davon ausgegangen 

sei, dass es das richtige sei, zumal die Ehefrau zum Zeitpunkt der Heirat 

nur ein traditionelles Identitätsdokumente besessen habe, in welchem kein 

präzises Geburtsdatum aufgeführt gewesen sei, sondern das ungefähre, 

geschätzte Alter im Zeitpunkt der Ausstellung, 

dass diesen Ausführungen entgegenzuhalten sei, dass der Beschwerde-

führer sowohl anlässlich der Anhörung vom 24. Mai 2023 als auch bereits 

im Personalienblatt vom 2. Mai 2023 bei der Frage nach seiner Ehefrau 

einen anderen Namen als denjenigen von B._______ angegeben habe 

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Seite 5 

und es sich somit nicht um einen Flüchtigkeitsfehler aufgrund einer Über-

forderungssituation handeln könne,  

dass auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer sowohl anlässlich der 

Anhörung als auch im Personalienblatt bei den konkreten Fragen nach den 

Vor- und Familiennamen der Ehefrau unmissverständlich «(…)» als Vor- 

bzw. «(…)» als Familienname angegeben habe, darauf schliessen lasse, 

dass es sich bei «C._______» nicht bloss um einen Kosenamen von 

B._______ handle, dies umso mehr, als davon ausgegangen werden 

könne, dass beide Namen tatsächlich als echte Vor- bzw. Familiennamen 

existieren, 

dass er sich hinsichtlich seines Bildungsgrades und als ehemaliger Staats-

anwalt der Bedeutung von offiziellen Namen zwecks Identifikation von Per-

sonen bewusst sein müsse und es ihm deshalb zugemutet werden könne, 

an behördlichen Befragungen allfällige Kosenamen unter Hinweis auf den 

offiziellen Namen als solche auszuweisen, 

dass er sich während seines Asylverfahrens zumindest des offiziellen Vor-

namens seiner Ehefrau bewusst gewesen sein müsse, da dieser seinen 

Angaben zufolge bereits bei der Heirat im traditionellen Identitätsdokument 

«Orfi» vermerkt gewesen sei (Verweis auf die Stellungnahme vom 

27. März 2025, Ziff. 10), und zudem diesbezüglich anzumerken sei, dass 

aus der Heiratsurkunde vom 3. Juli 2021 hervorgehe, dass B._______ im 

Zeitpunkt der Heirat über eine Tazkira und somit entgegen den Angaben 

des Beschwerdeführers über ein offizielles Identifikationsdokument verfügt 

habe und davon auszugehen sei, dass auf diesem Dokument der offizielle 

Name erfasst gewesen sei,  

dass die Erklärung des Beschwerdeführers, er habe aufgrund der schwie-

rigen Verfassung und Überforderung anlässlich der Anhörung vom 24. Mai 

2023 einen Fehler bei der Umrechnung der Geburtsdaten gemacht, nicht 

überzeuge, insbesondere sei nicht nachvollziehbar, weshalb er das Ge-

burtsdatum seiner Ehefrau umgerechnet bzw. angegeben habe, wenn im 

scheinbar einzigen Identitätsdokument, welches B._______ zu diesem 

Zeitpunkt seinen Angaben zufolge besessen haben solle, kein Geburtsda-

tum, sondern lediglich das geschätzte Alter vermerkt gewesen sei, 

dass nach dem Gesagten davon ausgegangen werden müsse, dass es 

sich bei C._______ und B._______ nicht um dieselbe Person handle und 

er vor seiner Flucht aus Afghanistan nicht mit B._______ verheiratet gewe-

sen sei, sondern wohl mit C._______, 

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Seite 6 

dass angesichts der widersprüchlichen Aussagen im wesentlichsten Punkt 

– der Identität der Ehegattin – auch die vermeintlich korrekte Angabe des 

Heiratsdatums anlässlich der Anhörung vom 24. Mai 2023 daran nichts zu 

ändern vermöge,  

dass dies umso mehr zu gelten habe, als der Beschwerdeführer nicht in 

der Lage gewesen sei, gemeinsame Fotografien mit B._______ aus der 

Zeit vor seiner Flucht aus Afghanistan vorzulegen, 

dass seine Ausführungen gemäss Stellungnahme vom 27. März 2025 

(Ziff. 11), wonach weitere Fotografien sowie Vieles, was seine Identität und 

die Beziehung zu B._______ belegen würde, infolge der Kriegswirren und 

der wiederholten Hausbesuche der Taliban verloren gegangen oder zer-

stört worden sei, nicht überzeugen würden, zumal seine Hochzeit in einem 

«Hochzeitshotel» in Anwesenheit der gesamten Familie gefeiert worden 

sei (Verweis auf Stellungnahme vom 27. November 2024, Ziff. 2), 

dass in Anbetracht der heutigen technologischen Möglichkeiten davon aus-

gegangen werden könne, dass einer der Hochzeitsgäste über eine Foto-

grafie von diesem Ereignis verfüge, welche dem Beschwerdeführer zuge-

stellt werden könnte, 

dass die eingereichten Screenshots von Videoanrufen und Chatverläufen 

auf sozialen Medien zwar auf das Bestehen einer aktuellen Beziehung hin-

weisen würden, jedoch eine vorbestandene Familiengemeinschaft mit 

B._______ nicht belegen würden,  

dass somit als einzige Beweismittel für das Bestehen einer Beziehung zwi-

schen dem Beschwerdeführer und B._______ vor der Flucht aus Afghanis-

tan lediglich je eine Kopie des Originals und der Übersetzung der Heirats-

urkunde vom 3. Juli 2021 vorliegen würden,  

dass aufgrund ihrer Manipulationsanfälligkeit respektive mangels Fäl-

schungssicherheit diese beiden Dokumente jedoch kaum Beweiswert auf-

weisen würden und nicht geeignet seien, die dargelegten Zweifel am Be-

stehen einer gelebten und schützenswerten Beziehung zwischen 

B._______ und dem Beschwerdeführer zum Zeitpunkt seiner Ausreise zu 

beseitigen, 

dass aufgrund der widersprüchlichen und nicht nachvollziehbaren Aussa-

gen nicht von einer gelebten Familiengemeinschaft und somit auch nicht 

von einer schützenswerten Beziehung zwischen B._______ und dem 

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Seite 7 

Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise aus Afghanistan ausge-

gangen werden könne, welche durch seine Flucht getrennt worden sei und 

durch einen Familiennachzug wieder hergestellt werden müsse, 

dass vor diesem Hintergrund die Bedingungen für die Erteilung einer Ein-

reisebewilligung zwecks Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 

Abs. 1 und 4 AsylG nicht gegeben seien, somit das Gesuch um Familien-

nachzug abzulehnen und B._______ die Einreise in die Schweiz nicht zu 

bewilligen sei, 

dass das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss gelangt, dass die Vorinstanz der im Ausland wohnhaften 

B._______ die Einreise in die Schweiz zu Recht verweigert und das Ge-

such um Familienzusammenführung im Sinne von Art. 51 Abs. 1 und 4 

AsylG abgelehnt hat, 

dass die Vorinstanz mit einlässlicher Begründung dargelegt hat, weshalb 

im Falle des Beschwerdeführers und B._______ nicht von einer vorbestan-

denen Familiengemeinschaft ausgegangen werden könne, und zur Ver-

meidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die entsprechenden vo-

rinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann, die weder in rechtli-

cher noch in tatsächlicher Hinsicht zu beanstanden sind und denen das 

Gericht sich anschliesst, 

dass dem in der Rechtsmitteleingabe zudem nichts Stichhaltiges entge-

gengehalten wird und diese sich grösstenteils darauf beschränkt, die Argu-

mente in den Stellungnahmen vom 27. November 2024 sowie vom 

27. März 2025 nochmals zu wiederholen,  

dass bis zum heutigen Zeitpunkt kein einziges gemeinsames Foto des Be-

schwerdeführers und seiner angeblich im Heimatstaat geehelichten Frau 

eingereicht wurde und sich diese Nichtexistenz von gemeinsamen Fotos 

auch weder mit interkulturellen Unterschieden noch der Machtübernahme 

der Taliban erklären lässt, 

dass die auf Beschwerdeebene eingereichten kurzen Videosequenzen, die 

die Hochzeitsfeierlichkeiten belegen sollen, nicht geeignet sind, zu einer 

anderen Einschätzung zu führen, 

dass eine dieser kurzen Video-Sequenzen den Beschwerdeführer mit an-

deren Männern in einem Festsaal in traditionellem Gewand zeigt, wobei er 

sich nicht von den anderen Männern abhebt, insbesondere nicht als 

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Seite 8 

Bräutigam, und aus dem eingereichten Bildmaterial auch nicht auf den An-

lass, den Ort und das Datum der Aufnahme geschlossen werden kann,  

dass die andere kurze Video-Sequenz eine Braut unter Frauen zeigt, wobei 

nicht klar ist, um wen es sich bei dieser Person handelt und wann und wo 

die Aufnahme entstanden ist, offensichtlich jedenfalls wurde diese nicht in 

einem Festsaal aufgenommen,  

dass weiteres relevantes Bildmaterial nicht eingereicht wurde, obwohl aus-

weislich der eingereichten Reservierung der Location 500 Gäste zur Hoch-

zeit geladen worden sein sollen, 

dass auch die im Beschwerdeverfahren im Original eingereichte Heiratsur-

kunde vor dem Hintergrund der vorangegangenen Erwägungen zu keiner 

anderen Einschätzung führt, zumal diese keine Sicherheitsmerkmale ent-

hält und ferner nicht nachvollziehbar dargetan wurde, wie der Beschwer-

deführer dieses Dokument nunmehr aus Afghanistan zu den Beschwerde-

akten reichen konnte, wenn nach seinen vorherigen Ausführungen diese 

nicht mehr auffindbar gewesen sei und auch seine Familie nicht habe re-

konstruieren können, wie diese verloren gegangen sei (vgl. SEM-act. A7 

Ziff. 11), 

dass demnach auch eine Auseinandersetzung dazu unterbleiben kann, 

warum die Heiratsurkunde und die Kopie der ins Englische übersetzten 

Heiratsurkunde (vgl. SEM-act. 1 Beilage 4, A7 Beilage 1) im Erscheinungs-

bild deutlich voneinander abweichen,  

dass mithin nicht von einer schützenswerten vorbestandenen Familienge-

meinschaft auszugehen ist und es mithin an einer wesentlichen Vorausset-

zung für die Familienzusammenführung und die Erteilung einer Einreise-

bewilligung gemäss Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG fehlt, es dem Beschwerde-

führer jedoch unbenommen ist, bei den dafür zuständigen kantonalen Mig-

rationsbehörden ein Gesuch um Familiennachzug gestützt auf Art. 44 AIG 

(SR 142.20) einzureichen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.w.H.; Entschei-

dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [E-

MARK] 2006 Nr. 8),  

dass sich aus diesen Erwägungen ergibt, dass die angefochtene Verfü-

gung Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt 

richtig und vollständig feststellt hat (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist,  

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Seite 9 

dass mit dem vorliegenden Urteil das Beschwerdeverfahren abgeschlos-

sen ist, womit der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten, gegenstandslos geworden ist,  

 

dass die Beschwerdebegehren in Anbetracht der vorstehenden Erwägun-

gen als aussichtslos zu erachten sind, und die Gesuche um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und amtlichen 

Verbeiständung (Art. 65 Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 102m Abs. 2 AsylG) daher 

ungeachtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen 

sind,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über 

die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und Beiordnung eines 

amtlichen Rechtsbeistandes werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Constance Leisinger Saskia Eberhardt 

 

 

Versand: