# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b2a8f24-ee68-544e-85b3-3d00ad5fa245
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-23
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Zivilabteilung 23.02.2024 Z1 2023 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_001_Z1-2023-35_2024-02-23.pdf

## Full Text

20231222_080221_ANOM.docx

I. Zivilabteilung Z1 2023 35

Oberrichter P. Huber, Abteilungspräsident
Oberrichter A. Staub
Ersatzrichterin A. Amsler Mercier
Gerichtsschreiberin K. Heidelberger

Urteil vom 23. Februar 2024 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,
Kläger und Berufungskläger,

gegen

C.________,
vertreten durch Rechtsanwalt D.________,
Beklagte und Berufungsbeklagte,

betreffend

Forderung
(Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Zug, Einzelrichter, vom 11. August 2023)

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Rechtsbegehren 

Kläger und Berufungskläger

1. Der Entscheid des Kantonsgerichts Zug vom 11. August 2023 (Verfahren Nr. EV 2022 6) sei vollum-
fänglich aufzuheben und es sei:

a) die Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger CHF 17'882.79 zuzüglich Zins von 
5 % seit 1. August 2021 zu bezahlen; und

b) der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. E.________ des Betreibungsamtes Risch sei in die-
sem Umfang aufzuheben.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Ergänzung des Beweisverfahrens und Neubeurteilung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) inklusive CHF 350.00 Schlichtungskosten 
zu Lasten der Berufungsbeklagten.

Beklagte und Berufungsbeklagte

1. Die Berufung vom 14. September 2023 sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten des Berufungsklägers.

Sachverhalt

1. A.________ (nachfolgend: Kläger) und C.________ (nachfolgend: Beklagte) führten von 
November 2020 bis März 2021 eine Beziehung. Während dieser Zeit gab der Kläger der Be-
klagten Geld. Zwischen den Parteien ist umstritten, wie viel Geld übergeben wurde und ob es 
sich dabei um Schenkungen oder Darlehen handelte (act. 1 Rz 1; act. 7 Rz 5).

2.1 Nach erfolglos verlaufenem Schlichtungsverfahren beim Friedensrichteramt Risch/Rotkreuz 
reichte der Kläger mit Eingabe vom 12. Januar 2022 beim Kantonsgericht Zug, Einzelrichter, 
gegen die Beklagte eine Klage mit folgendem Rechtsbegehren ein (act. 1):

"1. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, der beklagten [recte: klägerischen] Partei CHF 17'882.79 
nebst 5 % Zins seit 31. März 2021 sowie CHF 103.30 Betreibungskosten sowie die Spruchge-
bühr des Friedensrichteramtes Risch/Rotkreuz in der Höhe von CHF 350.00 zu bezahlen.

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. E.________ des Betreibungsamtes Risch sei aufzu-
heben.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der beklagten Partei."

Als Beweis für die eingeklagte Forderung legte der Kläger einen Darlehensvertrag vom 
31. März 2021 ins Recht (act. 1/1).

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2.2 In der Klageantwort vom 1. März 2022 beantragte die Beklagte, die Klage sei vollumfänglich 
abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers. Sie machte 
unter anderem geltend, sie habe den Darlehensvertrag nie unterzeichnet. Es bestehe der 
dringende Verdacht, dass der Kläger den Vertrag gefälscht habe (act. 7).

2.3 Mit Entscheid vom 3. März 2022 forderte der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug den Kläger 
auf, das Original des Darlehensvertrages einzureichen (act. 8). Dieser Aufforderung kam der 
Kläger mit Eingabe vom 11. März 2022 nach (act. 9). In dieser Eingabe machte er unaufge-
fordert auch Ausführungen zur Klageantwort. Der Einzelrichter nahm diese Eingabe als Re-
plik entgegen und setzte der Beklagten eine Frist an, um eine Duplik einzureichen (act. 10). 
Am 26. April 2022 reichte diese die Duplik ein (act. 13).

2.4 Mit Beweisverfügung vom 6. Juli 2022 ordnete der Einzelrichter ein forensisches Handschrif-
tengutachten an. Er ernannte F.________ (nachfolgend: Gutachterin) vom Forensischen In-
stitut Zürich zur Expertin und stellte ihr folgende Fragen (act. 15): 

"1. Vorhalt "Darlehensvertrag" vom 31. März 2021 im Original:

1.1 Ist die mit schwarzem Kugelschreiber gezogene Unterschrift beim Feld "Unterschrift Darlehens-
nehmer/in" auf der Seite 3 des Dokuments "Darlehensvertrag" mit höchster Wahrscheinlichkeit 
bzw. mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Handschrift der Beklagten zuzuord-
nen?

1.2 Falls nein: Weshalb nicht?"

2.5 Mit E-Mail vom 14. November 2022 teilte die Gutachterin dem Einzelrichter mit, es wäre von 
Vorteil, wenn er ihr "weiteres Vergleichsmaterial" zusenden könne. Sie fragte, ob es möglich 
sei, beim Migrationsamt Vergleichsdokumente mit der vorliegenden Unterschriftsvariante er-
hältlich zu machen. Zudem wäre es von Nutzen, wenn die Beklagte zusätzliche Vergleichs-
unterschriften, die an unterschiedlichen Tagen erstellt worden seien, einreichen könnte. Es 
wäre wichtig, dass die Vergleichsunterschriften mit blauem Kugelschreiber gefertigt würden 
(act. 19). Am 15. November 2022 forderte der Einzelrichter die Beklagte auf, das in dieser 
E-Mail angesprochene Vergleichsmaterial nachzureichen (act. 20). Am 15. Dezember 2022 
reichte die Beklagte weiteres Vergleichsmaterial nach (act. 25). Dieses wurde der Gutachte-
rin mit Schreiben vom 19. Dezember 2022 zugestellt (act. 26).

2.6 Am 14. Februar 2023 erstatte die Gutachterin das "Gutachten Handschriftenuntersuchung" 
(nachfolgend: Handschriftengutachten). Sie kam zu folgendem Schluss: "Die Untersuchungs-
befunde sprechen mässig stark dafür, dass die fragliche Unterschrift auf dem Dokument 'Dar-
lehensvertrag' gefälscht ist, also dafür, dass sie nicht von C.________, sondern von einer 
anderen, unbekannten Person stammt" (act. 28).

2.7 Am 20. Februar 2023 stellte der Einzelrichter den Parteien das Handschriftengutachten zu 
und räumte ihnen eine Frist ein, um eine Erläuterung des Gutachtens, Ergänzungsfragen 
oder den Beizug einer anderen sachverständigen Person zu beantragen (act. 30/1). 

Mit Eingabe vom 2. März 2023 führte der Kläger aus, er habe das Handschriftengutachten 
von einem anerkannten forensischen Institut prüfen lassen. Es sei nicht falsch, aber nicht 
abschliessend und nicht vollständig, da es auf einem für die Zwecke nicht genügenden Ver-

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gleichsmaterial basiere. Der Kläger schlug zwei Varianten für das weitere prozessuale Vor-
gehen vor. Gemäss "Variante a" lasse er ein "methodenkritisches Gutachten" erstellen. Da-
bei handle es sich nicht um eine Zweitbegutachtung. Dieses Gutachten diene dazu, innerhalb 
der gesetzten Frist Einspruch gegen das Handschriftengutachten zu erheben, dies mit dem 
Ziel, die Vergleichsbasis zu verbessern und ein Ergänzungsgutachten durch das Forensische 
Institut Zürich oder durch eine andere Fachinstanz zu erstellen. Gemäss "Variante b" lasse er 
ein "eigentliches Zweitgutachten" erstellen, wofür er jedoch Zugang zum bisher verwendeten 
Originalmaterial benötige. Abschliessend ersuchte der Kläger, "zumindest der Erstellung ei-
nes methodenkritischen Gutachtens" stattzugeben (act. 31).

2.8 Am 12. April 2023 wurden die Parteien zur Parteibefragung und Hauptverhandlung auf den 
4. Mai 2023 vorgeladen (act. 32). Mit Eingabe vom 13. April 2023 ersuchte der Kläger, dass 
die zuständige Friedensrichterin des Friedensrichteramtes Risch/Rotkreuz sowie 
H.________ (seine Ehefrau) als Zeuginnen vorzuladen seien (act. 33). Am 4. Mai 2023 wur-
den die Parteien befragt. Zeuginnen wurden keine befragt. Im Protokoll wird festgehalten, 
dass der Kläger versucht habe, weitere Belege einzureichen. An der anschliessenden 
Hauptverhandlung hielten die Parteien je an ihrem Rechtsbegehren fest (act. 36).

2.9 Mit Entscheid vom 11. August 2023 wies der Einzelrichter am Kantonsgericht Zug die Klage 
ab, auferlegte die Gerichtskosten von CHF 5'980.00 (CHF 2'400.00 Entscheidgebühr sowie 
CHF 3'580.00 Kosten für das Handschriftengutachten) dem Kläger und verpflichtete diesen, 
der Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 4'123.00 zu bezahlen (act. 43).

3. Gegen diesen Entscheid liess der – nunmehr anwaltlich vertretene – Kläger mit Eingabe vom 
14. September 2023 beim Obergericht des Kantons Zug Berufung mit eingangs erwähntem 
Rechtsbegehren einreichen (act. 47). In der Berufungsantwort vom 2. November 2023 liess 
die Beklagte ihrerseits das eingangs erwähnte Rechtsbegehren stellen (act. 51). 

Ein zweiter Schriftenwechsel und eine Berufungsverhandlung wurden nicht durchgeführt.

Erwägungen

1. Die örtliche, sachliche und funktionelle Zuständigkeit der angerufenen Gerichte ist (unbestrit-
tenermassen) gegeben.

2. In der Berufung macht der Kläger unter anderem geltend, die Vorinstanz habe das Recht 
falsch angewendet. Im Entscheid vom 3. März 2022 habe sie noch anerkannt, dass der Be-
klagten der Hauptbeweis dafür obliege, dass es sich bei den vom Kläger gewährten Zahlun-
gen um Schenkungen gehandelt habe. Im Endentscheid habe die Vorinstanz darauf nicht 
mehr Bezug genommen, obwohl die Beklagte den Erhalt von Geld im Grundsatz anerkannt 
habe (act. 47 Rz 44 ff.).

2.1 Es trifft zu, dass die Vorinstanz im Endentscheid nicht prüfte, ob eine Schenkungsabsicht be-
stand. Sie führte bloss aus, der Kläger trage die Hauptbeweislast für das Zustandekommen 
des schriftlichen Darlehensvertrages. Ihm sei es jedoch nicht gelungen zu beweisen, dass 
die Unterschrift der Beklagten auf dem Darlehensvertrag von ihr selbst stamme. Er habe die 

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Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, was bedeute, dass gestützt auf den Vertrag vom 
31. März 2021 kein Darlehen zwischen den Parteien bestehe (act. 43 E. 3.3). In der Beweis-
verfügung vom 3. März 2022 hatte die Vorinstanz demgegenüber noch ausgeführt, der Be-
klagten obliege der Hauptbeweis dafür, dass es sich bei den vom Kläger gewährten Zahlun-
gen um Schenkungen handle (act. 8). 

2.2 Aus dieser Divergenz zwischen Beweisverfügung und Endentscheid kann der Kläger jedoch 
nichts zu seinen Gunsten ableiten.

Eine Beweisverfügung ist jederzeit abänderbar (Art. 154 ZPO). Sie präjudiziert den Endent-
scheid nicht. Ausserdem entspricht die von der Vorinstanz im Endentscheid vorgenommene 
Beweislastverteilung konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung (s. etwa Urteile des 
Bundesgerichts 4A_475/2022 vom 30. März 2023 E. 4.1 und 4A_12/2013 vom 27. Juni 2013 
E. 2.1): Solange der Kläger, der Geld zurückfordert, nicht beweisen kann, dass bereits bei 
Übergabe des Geldes eine Rückzahlungsverpflichtung vereinbart wurde, kann er sich nicht 
auf die von ihm angerufene vertragliche Grundlage (Rückforderungsanspruch aus Darlehen) 
berufen und die Klage ist abzuweisen; die Frage nach einer Schenkung stellt sich diesfalls 
nicht mehr. Begründete Kritik an dieser Beweislastverteilung übt der Kläger in der Berufung 
nicht. Deshalb ist vorliegend dieser Rechtsprechung zu folgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
4A_56/2021 vom 30. April 2021 E. 5.2), selbst wenn diese in der Lehre vermehrt kritisiert 
wird (vgl. Rusch/Bornhauser, Schenkung und Beweis, AJP 2013 S. 1135 ff.; Vogt/Vogt, Bas-
ler Kommentar, 7. A. 2020, Art. 239 OR N 44a f.; Walter, Berner Kommentar, 2012, Art. 8 
ZGB N 414).

2.3 Somit kann offenbleiben, ob die Vorinstanz das Recht diesbezüglich falsch angewendet hat. 
Zu prüfen bleibt hingegen, ob die Vorinstanz, wie der Kläger weiter rügt, den Sachverhalt 
falsch festgestellt oder Beweisanträge zu Unrecht abgelehnt hat. Gemäss bundesgerichtli-
cher Rechtsprechung ist auch die Frage, ob Beweisanträge zu Recht abgelehnt wurden, als 
Frage der Beweiswürdigung und demnach als Tatfrage zu behandeln (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 4A_401/2017 vom 20. Dezember 2017 E. 5.2.2; Baumgartner, in: Oberham-
mer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar ZPO, 3. A. 2021, Art. 152 ZPO N 27).

3. In der Berufung führt der Kläger aus, für die vorliegende Streitigkeit würden das vereinfachte 
Verfahren und somit grundsätzlich die verstärkte richterliche Fragepflicht gelten. Er sei im 
Gegensatz zur Beklagten nicht anwaltlich vertreten gewesen. Zudem habe das Verfahren 
gewisse rechtliche und tatsächliche Schwierigkeiten umfasst, insbesondere betreffend das 
Beweisverfahren. Vor diesem Hintergrund rügt der Kläger, das Beweisverfahren sei mangel-
haft und einseitig gewesen und die Vorinstanz habe den Sachverhalt nicht richtig erfasst 
(act. 47 Rz 29 f. und 48).

4. Die Vorinstanz führte mit Bezug auf die – abgenommenen und abgelehnten – Beweisanträge 
im Wesentlichen Folgendes aus:

4.1 Die Gutachterin halte in ihrem sorgfältig begründeten Gutachten zusammengefasst fest, dass 
die festgestellten Befunde unter der Annahme der Fälschungshypothese besser erklärbar 
seien als unter der Annahme der Echtheitshypothese. Die Befunde würden daher mässig 
stark für die Fälschungshypothese sprechen, wonach die fragliche Unterschrift unter dem 

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Darlehensvertrag vom 31. März 2023 nicht von der Beklagten, sondern von einer anderen, 
unbekannten Person stamme. Aus dem Gutachten ergebe sich daher, dass mehr dafürspre-
che, dass die Unterschrift auf dem Darlehensvertrag gefälscht worden sei, als dass diese 
echt sei und von der Beklagten stamme. Daran ändere auch nichts, dass die Gutachterin 
ausführe, aufgrund der eingereichten Vergleichsunterschriften seien Einschränkungen in der 
Befundbewertung zu berücksichtigen, da nicht abschliessend nachvollzogen werden könne, 
weshalb die "Vergleichsschreiberin" (d.h. die Beklagte) anlässlich der Schriftprobenerhebung 
zwei Varianten wiedergegeben habe. Auch wenn die Gutachterin nicht zum klaren Schluss 
komme, dass die Unterschrift der Beklagten im Darlehensvertrag gefälscht sei, habe sie 
dennoch ausgeführt, weshalb doch eine mässig starke Wahrscheinlichkeit einer Fälschung 
bestehe (act. 43 E. 3.2.1).

4.2 Weiter habe der Kläger beantragt, es sei vom Kantonsgericht Zug ein methodenkritisches 
Gutachten erstellen zu lassen, und dazu angemerkt, dass es sich nicht um einen Antrag auf 
Einholung eines Zweitgutachtens handle, sondern das einzuholende Gutachten dazu dienen 
solle, innerhalb der gesetzten Frist Einspruch gegen das Gutachten des Forensischen Insti-
tuts Zürich erheben zu können. Diese Einwendungen – so die Vorinstanz – seien unbehel-
flich. Das gerichtlich angeordnete Gutachten sei vollständig, in seinen Ausführungen und mit 
Blick auf das vorhandene Befundmaterial zur Prüfung klar und schlüssig. Es seien daher kei-
ne Gründe ersichtlich, um von den Schlussfolgerungen im Gutachten abzuweichen. Mithin 
sei auf die gutachterliche Einschätzung abzustellen und es könne davon ausgegangen wer-
den, dass die Unterschrift auf dem Darlehensvertrag nicht von der Beklagten stamme. Was 
am Vergleichsmaterial ungenügend sein solle, führe der Kläger nicht im Detail aus. Das Ver-
gleichsmaterial sei für die Schlussfolgerungen im Gutachten durchaus genügend gewesen. 
Für den strikten Beweis werde keine absolute Gewissheit verlangt und es genüge, wenn das 
Gericht an der Fälschung der Unterschrift der Beklagten keine ernsthaften Zweifel mehr ha-
be. Hinzu komme, dass der Kläger innert angesetzter Frist keine Erläuterung des Gutach-
tens, keine Ergänzungsfragen und keinen Beizug einer anderen sachverständigen Person 
beantragt habe. Er habe sich dies nur vorbehalten, was nicht angehe (act. 43 E. 3.2.2).

4.3 Nicht zu hören sei der Einwand des Klägers, dass gewisse Beträge über den Zahlungsdienst 
Western Union an die Beklagte bzw. deren Familie bezahlt worden seien und er diese Unter-
lagen nicht erhältlich machen könne. Selbst wenn diese Ausführungen zutreffen sollten, sei 
gar nicht ersichtlich, welche Beträge in welcher Höhe über den Zahlungsdienst an die Be-
klagte geflossen sein sollten. Es sei auch "nicht Aufgabe des Gerichts, durch Editionen bei 
Dritten von einer Partei behauptete Tatsachen beweisen zu können". Es sei die Partei selber, 
welche die entsprechenden Beweisofferten zu erbringen habe, was der Kläger vorliegend in 
keiner Art und Weise getan habe (act. 43 E. 3.4.2).

4.4 Auch die beantragte Befragung von G.________ sowie der Ehefrau des Klägers, 
H.________, könne unterbleiben. Der Kläger behaupte selber, dass der umstrittene Darle-
hensvertrag nur zwischen ihm und der Beklagten zustande gekommen sei, weshalb die vor-
genannten Zeuginnen diesbezüglich nichts aus eigener Wahrnehmung unmittelbar bezeugen 
könnten. Abgesehen davon seien die beantragten Zeuginnen als Begleitpersonen an der 
Schlichtungsverhandlung vor dem Friedensrichteramt Risch/Rotkreuz persönlich anwesend 
gewesen, weshalb sie auch nicht als unbefangen gelten könnten. Da letztlich ein schriftlicher 

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Darlehensvertrag nicht zustande gekommen sei, könne auf die beantragten Zeugenbefra-
gungen verzichtet werden (act. 43 E. 4.2).

5. Dagegen wendet der Kläger in der Berufung im Wesentlichen Folgendes ein:

5.1 Die Vorinstanz habe den Beweiswert "mässig stark" und die Einschränkungen in der Befund-
auswertung gemäss Ziffer 7.3 des Handschriftengutachtens kaum berücksichtigt. Damit habe 
sie zusammenhängende wichtige Beweisanträge des Klägers unberücksichtigt gelassen. Die 
Gutachterin komme zwar zum Schluss, die festgestellten Befunde seien unter Annahme der 
Fälschungshypothese besser erklärbar. Allerdings weise sie direkt im Anschluss auf die nicht 
unwesentlichen Einschränkungen in der Befundbewertung hin und halte fest, es sei wider-
sprüchlich, dass die Beklagte unterschiedliche Vergleichsunterschriften ("E S" und "F S") er-
stellt habe. Weitere Einschränkungen würden sich aufgrund der "mit dem vorwiegend befan-
genen Vergleichsmaterial nicht vollständig überblickbaren Variationsbreite der Schreiberin" 
ergeben (act. 47 Rz 31 f.).

5.2 Sodann seien die Ausführungen der Vorinstanz zur Edition von Unterlagen bei Dritten in 
mehrfacher Hinsicht nicht nachvollziehbar. 

Einerseits habe der Kläger die Edition der unterschriebenen Empfangsquittungen beim Zah-
lungsdienstleister Western Union verlangt, um das von der Gutachterin geforderte Vergleichs-
material zur Verfügung zu stellen. Die Beklagte habe lediglich behaupten können, sie habe nur 
das eine Mal – bei der Unterschrift auf ihrem Pass – eine ähnliche Unterschrift wie auf dem 
Darlehensvertrag verwendet. Diese Behauptung sei von der Vorinstanz trotz ihrer Ungewöhn-
lichkeit nicht hinterfragt worden, obwohl der Kläger glaubhaft geltend gemacht habe, dass die 
Beklagte weitere Dokumente mit einer ähnlichen Unterschrift unterzeichnet habe. Wie der Klä-
ger diese Beweisofferte anderweitig hätte erbringen können, sei nicht ersichtlich, zumal Wes-
tern Union ebendiese wichtigen Beweismittel ausschliesslich auf Antrag eines Gerichts oder 
der Staatsanwaltschaft herausgeben würde. Der Beweisantrag des Klägers sei von der Vor-
instanz dennoch unbeachtet geblieben und habe folglich für massive Einschränkungen in der 
Befundbewertung des Gutachtens geführt (act. 47 Rz 35).

Andererseits habe die Vorinstanz ausgeführt, dass gar nicht ersichtlich sei, welche Beträge 
in welcher Höhe über den Zahlungsdienst an die Beklagte geflossen sein sollten. Auch die-
sen Ausführungen könne nicht gefolgt werden. Insbesondere habe der Kläger entsprechende 
Quittungen über den Geldversand mit Western Union in der Höhe von total CHF 1'170.80 als 
Beweismittel im Schriftenwechsel eingereicht. Die gemäss diesen Belegen überwiesenen Be-
träge stimmten exakt mit den im Darlehensvertrag an den entsprechenden Daten aufgeführ-
ten Beträgen überein. Zudem habe die Beklagte in der Duplik anerkannt, dass der Kläger 
Geldbeträge an Familienmitglieder sowie an Firmen im ________ (Land) im Zusammenhang 
mit dem Lokal der Beklagten überwiesen habe. Die Anerkennung dieser Behauptung habe 
die Vorinstanz komplett ausser Acht gelassen. Des Weiteren habe der Kläger "bereits in sei-
ner Klageantwort" erklärt, dass er entsprechende Belege für die einzelnen Darlehensbeträge 
vorweisen könne. Da er zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen sei, dass das Gutachten 
die Echtheit der Unterschrift und damit die Rechtmässigkeit des Darlehensvertrages bestäti-
gen werde, habe er vorerst auf die Einreichung verzichtet. Anlässlich der Hauptverhandlung 
habe er diese Belege (insbesondere der Western Union und der Zürcher Kantonalbank) 

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nachreichen wollen. Die Vorinstanz habe die mitgebrachten Beweismittel jedoch nicht entge-
gengenommen und diese als verspätet zurückgewiesen. Ebendiese Belege würden jedoch 
aufzeigen, dass der Kläger sämtliche Beträge aus dem Darlehensvertrag auf vorhandene Be-
lege stütze, was für die Echtheit der Unterschrift und die Rechtmässigkeit des Darlehensver-
trages spreche. Die Vorinstanz stelle einen nicht nachvollziehbaren hohen Massstab an Be-
weisanträge der nicht anwaltlich vertretenen Partei (act. 47 Rz 36-39).

5.3 Auch sein Antrag auf Erstellung eines methodenkritischen Gutachtens – so der Kläger weiter 
– sei von der Vorinstanz unbeachtet geblieben. Er habe durch Einreichung des Kurzberichts 
von Dr. I.________ klargestellt, dass er Mängel am Handschriftengutachten feststelle und 
aus diesem Grund ein methodenkritisches Gutachten erstellen lassen möchte. Die Vor-
instanz begründe die Ablehnung dieses Antrags damit, dass der Kläger nicht dargelegt habe, 
was am Vergleichsmaterial ungenügend sein solle, und das zur Verfügung stehende Material 
durchaus genügend gewesen sei. Wie die Vorinstanz zu dieser Schlussfolgerung komme, 
obwohl im Gutachten unmissverständlich auf die entsprechenden Einschränkungen in der 
Befundbewertung hingewiesen werde, sei nicht nachvollziehbar. Der Kläger habe beantragt, 
dass die Unterschrift auf dem Darlehensvertrag im Rahmen eines weiteren forensischen 
Handschriftengutachtens (Zweitgutachten/Obergutachten) und unter Berücksichtigung der 
bei Western Union zu edierenden Vergleichsunterschriften überprüft und methodenkritisch 
Stellung zum Handschriftengutachten bezogen werde (act. 47 Rz 40-42).

5.4 Der Kläger habe zudem den Antrag gestellt, dass H.________ als Zeugin zu befragen sei. 
Sie habe telefonischen und schriftlichen Kontakt mit der Beklagten gehabt, in welchem die 
Beklagte zugegeben habe, dass sie den eingeklagten Betrag schulde, jedoch nicht alles so-
fort zurückbezahlen könne. Die Begründung der Vorinstanz, dass die Zeugin nicht aus eige-
ner Wahrnehmung unmittelbar den Bestand des Darlehensvertrages hätte bezeugen können, 
sei demnach nicht nachvollziehbar (act. 47 Rz 43). 

6. Zunächst ist dem Kläger insoweit beizupflichten, als die Vorinstanz von der Befragung von 
H.________ nicht mit der Begründung absehen durfte, diese könne den Bestand des Darle-
hensvertrages nicht aus eigener Wahrnehmung bezeugen.

6.1 In seiner Eingabe vom 11. März 2022 (act. 9) – von der Vorinstanz als "Replik" entgegenge-
nommen – führte der Kläger aus, bei der Schlichtungsverhandlung habe die Beklagte gesagt, 
sie schulde die Darlehenssumme prinzipiell, wolle jedoch wegen Mobbings das Darlehen 
jetzt nicht mehr zurückzahlen. Zum Beweis offerierte er unter anderem die Befragung von 
H.________, die an der Schlichtungsverhandlung teilgenommen hatte (act. 1/3). In der un-
aufgefordert eingereichten Eingabe vom 13. April 2023 (act. 33) erneuerte er diesen Bewei-
santrag. Ergänzend führte er in dieser Eingabe neu aus, H.________ habe telefonischen und 
schriftlichen Kontakt mit der Beklagten gehabt. Dabei soll die Beklagte gegenüber 
H.________ zugegeben haben, den eingeklagten Betrag zu schulden, jedoch nicht alles auf 
einmal zurückzahlen zu können.

6.2 Würde davon ausgegangen, die Eingabe des Klägers vom 11. März 2022 sei eine Replik ge-
wesen, und würde daraus gefolgert, dass nach dem (zweiten) Schriftenwechsel (Replik vom 
11. März 2022 und Duplik vom 26. April 2022) der Aktenschluss eingetreten sei, dann hätte 
die Vorinstanz den Beweisantrag des Klägers ablehnen dürfen. In diesem Fall wären die 

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Ausführungen des Klägers in der Eingabe vom 13. April 2023 nämlich verspätet gewesen 
und hätten nicht mehr berücksichtigt werden dürfen (vgl. Art. 229 Abs. 2 ZPO). Gemäss den 
rechtzeitig vorgetragenen Ausführungen in der Eingabe vom 11. März 2022 hätte 
H.________ daher einzig die Aussagen der Beklagten an der Schlichtungsverhandlung be-
zeugen können. Wie die Vorinstanz zur ebenfalls beantragten Befragung der Friedensrichte-
rin zutreffend ausführte, dürfen Aussagen der Parteien an der Schlichtungsverhandlung je-
doch nicht protokolliert werden, da nur so sichergestellt werden kann, dass die Parteien ohne 
präjudizielle Wirkung und ohne das Risiko, auf gemachten, für sie eventuell ungünstigen Zu-
geständnissen behaftet zu werden, diskutieren können (vgl. act. 43 E. 4.2). Die in der 
Schlichtungsverhandlung gemachten Zugeständnisse und Vergleichsvorschläge sind für den 
Prozess sowohl als ungeschehen als auch unpräjudizierlich zu betrachten. Niemand – mithin 
auch nicht H.________ – darf diesbezüglich als Zeuge aufgerufen oder darüber richterlich 
befragt werden (vgl. Infanger, Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 205 ZPO N 5). 

6.3 Aus den nachfolgend dargelegten Gründen hätte die Vorinstanz aber die Behauptungen des 
Klägers in seiner Eingabe vom 13. April 2023 berücksichtigen müssen. Der Kläger rügt in 
diesem Zusammenhang zu Recht, dass die Vorinstanz die richterliche Fragepflicht nicht hin-
reichend ausgeübt und einen nicht nachvollziehbaren hohen Massstab an Beweisanträge der 
nicht anwaltlich vertretenen Partei gestellt hat.

6.3.1 Ist das Vorbringen einer Partei unklar, widersprüchlich, unbestimmt oder offensichtlich un-
vollständig, so gibt ihr das Gericht durch entsprechende Fragen Gelegenheit zur Klarstellung 
und zur Ergänzung (Art. 56 ZPO). Nach der im vorliegenden Verfahren geltenden Verhand-
lungsmaxime (Art. 55 Abs. 1 ZPO) tragen grundsätzlich die Parteien die Verantwortung für 
die Beibringung des Tatsachenfundaments. Der Zweckgedanke der allgemeinen gerichtli-
chen Fragepflicht nach Art. 56 ZPO besteht darin, dass eine Partei nicht wegen Unbeholfen-
heit ihres Rechts verlustig gehen soll, indem das Gericht bei klaren Mängeln der Parteivor-
bringen helfend eingreifen soll. Die Ausübung der gerichtlichen Fragepflicht darf keine Partei 
einseitig bevorzugen und nicht zu einer Verletzung des Grundsatzes der Gleichbehandlung 
der Parteien führen. Vor allem dient die gerichtliche Fragepflicht nicht dazu, prozessuale 
Nachlässigkeiten der Parteien auszugleichen. Wie weit das Gericht eingreifen soll, hängt von 
den Umständen des Einzelfalls ab, namentlich von der Unbeholfenheit der betroffenen Partei 
(Urteil des Bundesgerichts 4A_259/2023 vom 4. Oktober 2023 E. 3.1.2 m.H.). Die richterliche 
Fragepflicht kann auch darin bestehen, dass das Gericht einer Partei rät, eine Rechtsanwäl-
tin oder einen Rechtsanwalt beizuziehen (Gehri, Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 56 ZPO 
N 3 und 10). Im Weiteren ist zu beachten, dass vorliegend das vereinfachte Verfahren an-
wendbar ist, in welchem eine verstärkte richterliche Fragepflicht gilt (vgl. Art. 247 Abs. 1 
ZPO).

6.3.2 Der Kläger war im erstinstanzlichen Verfahren nicht anwaltlich vertreten. Seine Klageschrift 
war mit neun Sätzen äusserst knapp begründet (act. 1). Er ist offensichtlich ein juristischer 
Laie. Zudem liegen keine Hinweise vor, dass er von einer rechtskundigen Person unterstützt 
wurde. Die Beklagte hingegen war von Beginn des erstinstanzlichen Verfahrens weg anwalt-
lich vertreten. Ihre Klageantwort war mit rund zehn Seiten verhältnismässig ausführlich 
(act. 7). Mit Beweisverfügung vom 3. März 2022 stellte der Einzelrichter dem Kläger die Kla-
geantwort "zur Kenntnis" zu und forderte ihn auf, das Original des Darlehensvertrages einzu-
reichen (act. 8). Mit Eingabe vom 11. März 2022 reichte der Kläger ein Original ein. Unaufge-

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fordert nahm er in dieser Eingabe zudem auf knapp drei Seiten auch zur Klageantwort Stel-
lung. Ausserdem legte er Belege ins Recht (act. 9). Es ist augenscheinlich, dass dem Kläger 
nicht bewusst war, dass er nach dieser Eingabe, die der erstinstanzliche Richter als Replik 
entgegennahm, vorbehältlich der gemäss Art. 229 Abs. 1 ZPO zulässigen Noven keine neu-
en Tatsachen mehr behaupten und keine neuen Beweisanträge mehr stellen durfte. Die Par-
teivorbringen des Klägers in der Klage und in der "Replik" waren klar mangelhaft. Der Kläger 
war juristisch offensichtlich unbeholfen. Mithin waren die Voraussetzungen für die Ausübung 
der richterlichen Fragepflicht gegeben. 

6.3.3 In der Regel wird in vereinfachten Verfahren nach Art. 243 ff. ZPO – wie dies wohl auch vor-
liegend ursprünglich vorgesehen gewesen wäre – nur ein einfacher Schriftenwechsel ange-
ordnet und dann die Hauptverhandlung durchgeführt. Vor der Hauptverhandlung informiert 
der Einzelrichter die Parteien – sofern es sich um juristische Laien handelt und deren Vor-
bringen offensichtlich mangelhaft sind – praxisgemäss schriftlich im Voraus oder mündlich 
an der Verhandlung darüber, zu welchen relevanten Tatsachen sie substanziierte Behaup-
tungen aufstellen sowie Beweisanträge stellen und begründen müssen. Zudem sind die Par-
teien über den bevorstehenden Eintritt des Aktenschlusses zu informieren (vgl. Oberham-
mer/Weber, in Oberhammer/Domej/ Haas [Hrsg.], a.a.O., Art. 56 ZPO N 4; Gehri, a.a.O., 
Art. 56 ZPO N 9; Sutter-Somm/Grieder, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 56 ZPO N 32 ff.; Killi-
as, Berner Kommentar, 2012, Art. 247 ZPO N 14 f.). Analoges gilt bei Durchführung eines 
zweiten Schriftenwechsels, weshalb im Schreiben, mit dem der zweite Schriftenwechsel an-
geordnet wird, die genannten Hinweise ebenfalls anzubringen sind.

6.3.4 Vorliegend übte der Einzelrichter seine richterliche Fragepflicht nie aus. Vielmehr nahm er 
die Eingabe des Klägers vom 11. März 2022 unvermittelt als Replik entgegen. Zudem unter-
sagte er dem Kläger an der Parteibefragung, neue Beweismittel einzureichen. Auf die Män-
gel in den Beweisanträgen machte er den Kläger – soweit aus den Akten ersichtlich – 
während des erstinstanzlichen Verfahrens nie aufmerksam. Ebenso wenig ist aktenkundig, 
dass der Einzelrichter dem Kläger zum Beizug einer Rechtsanwältin geraten hat. Dass keine 
Fragen gestellt oder Hinweise gegeben wurden, hat sich für den Kläger offenkundig nachtei-
lig ausgewirkt, wurden doch seine Behauptungen und Beweisanträge von der Vorinstanz im 
Wesentlichen mit der Begründung abgelehnt, er habe diese verspätet vorgebracht.

6.4 Unter diesen Umständen war der Kläger mit seiner Behauptung, H.________ habe (ausser-
halb der Schlichtungsverhandlung) telefonischen und schriftlichen Kontakt mit der Beklagten 
gehabt, noch zu hören, selbst wenn der Kläger diese Behauptung nicht bereits in seiner "Re-
plik" vom 11. März 2023 aufgestellt hatte (vgl. Hauck, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leu-
enberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 247 ZPO N 44; Killias, a.a.O., Art. 247 ZPO N 46). 

6.5 Da keine Gründe ersichtlich sind oder geltend gemacht werden, die gegen die Einvernahme 
von H.________ sprechen, ist sie als Zeugin zu befragen. Dass sie als Ehefrau des Klägers 
womöglich ein Interesse am Prozessausgang hat, wird entsprechend zu würdigen sein, führt 
aber nicht dazu, sie deswegen nicht einzuvernehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_185/2023 vom 7. Juni 2023 E. 3.2.2).

Seite 11/17

6.6 Wie noch zu zeigen ist, wird die Vorinstanz noch weitere Beweise abnehmen und die Bewei-
se neu würdigen müssen. Daher ist es vorliegend ausnahmsweise nicht angezeigt, dass die 
Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid trifft. Vielmehr ist die Angelegenheit an die 
Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO; BGE 144 III 394 E. 4.3.2.2; 
Reetz/Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 318 ZPO N 35 f.).

7. Wegen der Verletzung der gerichtlichen Fragepflicht (vorne E. 6.3 und 6.4) wird sich die Vor-
instanz auch mit den Belegen auseinandersetzen müssen, die der Kläger an der Parteibefra-
gung einreichen wollte und nun im Berufungsverfahren eingereicht hat (Zahlungsbelege der 
Western Union und der Zürcher Kantonalbank [act. 47/3.1-3.22]). Diese Urkunden sind als 
Beweismittel zuzulassen und zu würdigen. Hätte die Vorinstanz ihre Fragepflicht ausgeübt, 
hätte sie den Kläger rechtzeitig darauf hingewiesen, dass er die Beweislast für die Zahlungen 
im Gesamtbetrag von CHF 17'882.79 trägt und im Bestreitungsfalle der Beweis in der Regel 
mittels Kontoauszüge oder Empfangsquittungen zu erbringen ist. Zumindest aber hätte die 
Vorinstanz diese Belege an der Parteibefragung noch zu den Akten nehmen müssen.

Es trifft zwar zivilprozessual zu, dass mit einem Antrag auf Abnahme eines Beweises nicht 
zugewartet werden darf, bis feststeht, was sich aus der Abnahme anderer Beweise (hier des 
Gutachtens) ergibt (vgl. act. 51 Rz 44). Dem juristisch unbeholfenen Kläger kann indes unter 
den dargelegten Umständen keine "prozessuale Nachlässigkeit" unterstellt werden, wenn er 
vorerst auf die Einreichung dieser Belege verzichtete, weil er davon ausging, das Gutachten 
werde die Echtheit der Unterschrift bestätigen (vgl. act. 47 Rz 38).

8. Als Nächstes ist auf die Rüge des Klägers einzugehen, die Vorinstanz habe zu Unrecht keine 
Edition der Empfangsquittungen bei der Western Union angeordnet. Der Kläger erhoffte sich, 
mit dieser Edition zu zusätzlichen Unterschriften der Beklagten zu gelangen, welche der Gut-
achterin als Vergleichsmaterial hätten dienen können.

8.1 Zur Erstellung des Handschriftengutachtens verfügte die Gutachterin über die "fragliche Un-
terschrift" (diese liest sich wie "F S") auf dem Darlehensvertrag, der im Original vorlag. Fer-
ner verfügte sie über folgendes Vergleichsmaterial: 1 Vergleichsunterschrift auf einer Aus-
weiskopie (diese Unterschrift liest sich ebenfalls wie "F S"), 14 zwischen Juli und November 
2022 angefertigte Vergleichsunterschriften im Original (zu lesen wie "E S"), 9 zwischen dem 
6. und 14. Dezember 2022 angefertigte Vergleichsunterschriften im Original (zu lesen wie 
"F S") und 4 Kopien von offiziellen Dokumenten, auf denen die Beklagte mit "C.________" 
(also weder mit "F S" noch mit "E S") unterzeichnet hat. Die Gutachterin führte mit der frag-
lichen Unterschrift verschiedene physikalisch-technische Untersuchungen durch (Stereomi-
kroskopie, Infrarot-Absorption, Ultraviolett- und Infrarot-Lumineszenz, elektrostatisches Ab-
bildungsverfahren) und unterzog sie einer Kongruenzprüfung. Die Gutachterin hielt fest, dass 
die Beklagte angeblich über zwei Unterschriftsvarianten verfüge. Mit dem vorhandenen Ver-
gleichsmaterial bzw. nur einer unbefangen entstandenen Unterschrift [Unterschrift auf der 
Ausweiskopie] lasse sich die Variationsbreite der Beklagten nur ansatzweise überblicken. 
Dieser Mangel müsse in der Befundbewertung berücksichtigt werden. In der Folge unterteilte 
die Gutachterin die Vergleichsunterschriften in verschiedene Gruppen und ging auf Details 
dieser Unterschriften ein, so namentlich auf Gestaltung, grafische Besonderheiten, Homoge-
nität, Komplexität, Bewegungsführung und Fälschungsresistenz. In einem nächsten Schritt 
verglich sie diese Unterschriften mit der fraglichen Unterschrift (act. 28 Ziff. 2-6). 

Seite 12/17

Unter den Titeln "Diskussion der Untersuchungsergebnisse" und "Einschränkungen in der 
Befundbewertung" legte die Gutachterin dar, dass die auf mehreren Merkmalsebenen fest-
gestellten Abweichungen zur fraglichen Unterschrift nicht den Erwartungen an eine echte Un-
terschrift entsprechen würden. Eine solche würde erfahrungsgemäss zumindest in einigen 
Merkmalen ähnlich zu den authentischen Unterschriften ausfallen. Bei der fraglichen Unter-
schrift könnte es sich [zwar] um eine Eigenverstellung oder eine missglückte Unterschrift 
handeln. Aufgrund des knappen unbefangenen Vergleichsmaterials seien diese Möglichkei-
ten nicht gänzlich auszuschliessen. Die werthaltigen Abweichungen zwischen der fraglichen 
Unterschrift und allen spezifischen Schriftproben, welche die räumliche Gliederung (Abstand 
zwischen erstem und zweitem Schriftzeichen, Zeilenführung) sowie die Bewegungsführung 
und Formgebung (winkeliges "S", Bewegungsvorschläge) beträfen, würden für die Fäl-
schungshypothese sprechen. Zusammenfassend seien die festgestellten Befunde unter An-
nahme der Fälschungshypothese besser erklärbar als unter Annahme der Echtheitshypothe-
se. Sie würden deshalb mässig stark für die Fälschungshypothese, wonach die fragliche Un-
terschrift nicht von der Beklagten geschrieben worden sei, sprechen. Auf den ersten Blick 
etwas widersprüchlich erscheine allerdings, dass die Beklagte zunächst Vergleichsunter-
schriften gefertigt habe, die sich "E S" lesen und somit hinsichtlich des Buchstabenbezuges 
eine Formähnlichkeit zur fraglichen Unterschrift aufweisen würden. Dahingegen würden die 
nachfolgend erstellten Vergleichsunterschriften "F S" lauten. Die Gutachterin zählt mögliche 
Erklärungen für diese Unterschiede auf, hält dann aber fest, dass die Formähnlichkeit der 
fraglichen Unterschrift zu den ersten spezifischen Schriftproben in der Befundbewertung ein-
schränkend berücksichtigt werden müsse. Denn letztlich könne nicht abschliessend nach-
vollzogen werden, weshalb die Beklagte zwei verschiedene Varianten anlässlich der Schrift-
probenerhebung wiedergegeben habe. Weitere Einschränkungen würden sich aufgrund der 
mit dem vorwiegend befangenen Vergleichsmaterial nicht vollständig überblickbaren Variati-
onsbreite der Beklagten ergeben (act. 28 Ziff. 7. f.).

8.2 Die Vorinstanz lehnte den Editionsantrag des Klägers zu Unrecht ab.

8.2.1 Zunächst führen weder die Vorinstanz noch die Beklagte aus, dass die Edition ein untaugli-
ches Beweismittel und daher nicht abzunehmen ist (vgl. Art. 152 Abs. 1 ZPO). Die Beklagte 
bestreitet zudem nicht, dass sie solche Quittungen unterzeichnet hat. Unbestritten blieb fer-
ner, dass weder der Kläger noch die Beklagte diese Empfangsquittungen erhältlich machen 
können, sondern sie vom Gericht oder der Staatsanwaltschaft herausverlangt werden müs-
sen. Die Beklagte behauptete sodann nicht substanziiert, sie habe auf diesen Quittungen mit 
einer anderen Unterschrift als mit der auf dem Darlehensvertrag angebrachten fraglichen Un-
terschrift ("F S") unterzeichnet. Bei ihrer Darstellung, sie habe seit ihrer Heirat am tt.mm.jjjj 
nie mehr mit ihrem vorehelichen Namen unterschrieben (vgl. act. 51 Rz 25), handelt es sich 
um eine pauschale Parteibehauptung. Die vier Vergleichsunterschriften "C.________", alle 
auf offiziellen Formularen, sind kein hinreichender Beweis dafür, dass sie ihre vormalige Un-
terschrift ("F S") ab dem tt.mm.jjjj nie mehr (auch nicht auf nicht offiziellen Dokumenten) ver-
wendet hat. Aus den bereits im erstinstanzlichen Verfahren eingereichten und zu den Akten 
genommenen Belegen wie Boardingpass (act. 9/B.2), Flugticket (act. 9/B.4) und "Quittungen 
Geldversand WU an J.________" (act. 9/B.5 und act. 9/B.7) ergibt sich, dass die Beklagte 
auch nach der Heirat wiederholt ihren vorehelichen Namen (________) verwendete. Es ist 
unwahrscheinlich, dass sie trotz Verwendung des vorehelichen Namens ausschliesslich mit 

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ehelichem Namen unterschrieben hat. Dass sie beispielsweise einen an die "Empfängerin 
J.________" mit Western Union gesandten Geldbetrag (act. 9/B.5; act. 9/B.7) mit einer 
"C.________"-Unterschrift quittierte, erscheint sehr unplausibel. Genauso unplausibel ist, 
dass die Beklagte – wie sie behauptet (act. 17) – nur ein einziges Mal in ihrem Leben (und 
zwar ausgerechnet auf ihrem Pass) mit der "F S"-Unterschrift unterschrieben hat. Auf diese 
Argumente ging die Vorinstanz gar nicht ein.

8.2.2 Die Erwägung der Vorinstanz, wonach der Kläger nicht im Detail ausführe, was am Ver-
gleichsmaterial ungenügend sei, überzeugt nicht. Der Kläger behauptete in seiner Eingabe 
vom 2. März 2023, dass das Vergleichsmaterial weder in quantitativer noch in qualitativer 
Hinsicht genügend sei. Die Beklagte – so der Kläger weiter – habe keine Unterschriften aus 
dem Zeitraum, der mit dem Zeitraum des Darlehensvertrages übereinstimme, zur Verfügung 
gestellt (act. 31). Auf diesen hinreichend detaillierten Einwand ging die Vorinstanz nicht ein. 
Selbst die Gutachterin regte an, es sei abzuklären, ob auf den Einreiseunterlagen der Be-
klagten "unbefangen entstandene Vergleichsunterschriften" vorhanden seien (act. 28 S. 6). 
Weshalb die Vorinstanz trotzdem folgert, das zur Verfügung gestellte Vergleichsmaterial sei 
"für die Schlussfolgerungen des Gutachtens durchaus genügend", ist in diesem Kontext nicht 
verständlich. Nachvollziehbar ist zwar, dass das Material offenbar genügte, um gutachterlich 
festzustellen, die Befunde würden "mässig stark" für die Fälschungshypothese sprechen. 
Nicht nachvollziehbar ist hingegen, inwiefern mit weiteren (insbesondere originalen) Ver-
gleichsunterschriften nicht ein zuverlässigeres oder gar anderes Ergebnis hätte resultieren 
können. Jedenfalls kann – nach jetzigem Aktenstand – nicht im Sinne einer antizipierten Be-
weiswürdigung angenommen werden, die Gutachterin würde zu keinem anderen Ergebnis 
gelangen, wenn ihr zusätzlich das bei Western Union zu edierende, unbelastete Vergleichs-
material zur Verfügung gestellt würde. Entgegen dem, was die Beklagte zu insinuieren ver-
sucht (act. 51 Rz 36), ergaben sich die Einschränkungen in der Befundbewertung nicht nur 
daraus, dass sich die eigens für das Gutachten anzufertigenden Vergleichsunterschriften zu-
erst wie "E S" und danach wie "F S" lasen. Die Einschränkungen ergaben sich vielmehr dar-
aus, dass keine einzige unbefangene "F S"-Originalunterschrift zur Verfügung gestellt wurde. 
Soweit ersichtlich sind die Unterschriften, welche die Beklagte auf den Empfangsquittungen 
anbrachte, das einzige noch existierende unbelastete Vergleichsmaterial.

8.3 Dem Kläger kann vorliegend sodann nicht entgegengehalten werden, er habe den Antrag auf 
Edition zu spät gestellt (dazu vorne E. 6.3 und 6.4). Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz 
bei der Western Union die Empfangsquittungen zu edieren, und zwar – soweit möglich – im 
Original. Die Edition umfasst jene Zahlungen, die auf der eingereichten Übersicht (act. 47/3) 
mit "WU" (Western Union) bezeichnet sind. Sofern die Edition über die Zweigniederlassung 
der Western Union (Switzerland), LLC, in Zürich nicht möglich ist, hat die Edition rechtshilfe-
weise zu erfolgen.

8.4 Sobald dieses unbelastete Vergleichsmaterial vorliegt, ist bei der Gutachterin ein Ergän-
zungsgutachten in Auftrag zu geben. Die Vorinstanz ist daran zu erinnern, dass sie für Be-
weiserhebungen Vorschüsse zu erheben hat (Art. 102 ZPO). Sollte sich aber herausstellen, 
dass die Beklagte auf den Empfangsquittungen tatsächlich stets mit "C.________" unter-
zeichnet hat, würde sich die Anordnung eines Ergänzungsgutachtens erübrigen.

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9. Weiter wird sich die Vorinstanz bei der erneuten Würdigung der Beweise vergegenwärtigen 
müssen, dass selbst die (allfällige) Ungültigkeit des Darlehensvertrages vom 31. März 2021 
nicht ohne Weiteres zur Abweisung der Klage führt.

9.1 Da Darlehensverträge nicht schriftlich abgefasst werden müssen, um gültig zu sein, kommt 
dem Darlehensvertrag vom 31. März 2021 bloss die Funktion eines Beweismittels (von meh-
reren Beweismitteln) zu.

9.2 Nachdem die Vorinstanz den schriftlichen Darlehensvertrag für ungültig befand, führte sie 
zwar zutreffend aus, dass zu prüfen bleibe, ob auf andere Weise als durch Abschluss des 
schriftlichen Darlehensvertrages ein Vertrag "allenfalls mündlich" zustande gekommen sein 
könnte (act. 43 E. 3.4). Wie nachfolgend zu zeigen ist, wurde diese Frage von der Vorinstanz 
aber nicht beantwortet. Ebenso wenig prüfte die Vorinstanz, ob der Vertrag durch konkluden-
te Handlungen zustande gekommen sein könnte.

9.2.1 In einer E-Mail vom 2. Februar 2021 schrieb die Beklagte dem Kläger Folgendes: "Kannst du 
mit bitte ein vertrag machen mit deine Unterschrift und die sume was ich schulden dann kann 
ich nicht ganz aber dann jeden monat zahle" (act. 9/B.1.1). Dazu hielt die Vorinstanz fest, 
dass gestützt auf diese E-Mail das "Zustandekommen eines schriftlichen Darlehensvertra-
ges" nicht erstellt sei (act. 43 E. 3.4.1). Dabei übersieht sie, wie der Kläger zutreffend ein-
wendet (act. 47 Rz 45), dass aus der E-Mail nicht alle Einzelheiten eines Vertrages hervor-
gehen müssen. Vielmehr genügt es, wenn – wie hier – die E-Mail einen Rückschluss auf den 
zu ermittelnden wirklichen Willen der Parteien zum Zeitpunkt der Übergabe oder Überwei-
sung der Gelder zulässt. Genau dies ist der Fall: Wenn die Beklagte den Kläger in der E-Mail 
aufforderte, einen Vertrag über die zur Rückzahlung geschuldete Summe aufzusetzen, lässt 
dies darauf schliessen, dass selbst die Beklagte beim Erhalt der Gelder von einer Rückzah-
lungsverpflichtung ausging.

9.2.2 Bezüglich der WhatsApp-Nachrichten vom 17. März 2021 und der SMS-Nachrichten vom 
4. März 2021 hielt die Vorinstanz fest, auch hierin sei "keine übereinstimmende Willens-
äusserung über die begriffsnotwendigen Elemente eines Darlehensvertrages ersichtlich". 
Erneut übersieht die Vorinstanz, dass Nachrichten auch dann beweisrelevant sein können, 
wenn darin nicht lehrbuchmässig die "begriffsnotwendigen Elemente eines Darlehensvertra-
ges" erwähnt werden. Aus der SMS vom 4. März 2021 geht beispielsweise hervor, dass die 
Beklagte den Kläger wieder um Geld anbetteln musste ("[…] so scheisse das ich dich wider 
beteln muss […] ich bitte dich bitte das du mir nochmal ich schwöre ich mach alles was du 
willst alles bitteeeee […]"; act. 9/B9). Diese SMS ist ein (weiteres) Indiz dafür, dass der Klä-
ger der Beklagten mehrmals Geld gab und die Beklagte nicht davon ausging, dass keine Ge-
genleistung geschuldet sei. Im Weiteren wendet die Beklagte zwar ein, sie habe sich in den 
Nachrichten vom 17. März 2021 für die Zahlungen bedankt, was sie nicht hätte tun müssen, 
wenn es Darlehen gewesen wären, da sie das Geld in diesem Fall hätte zurückzahlen müs-
sen (act. 51 Rz 18). Dieser Einwand überzeugt aber nicht. Wer ein Brot kauft und an der 
Theke entgegennimmt, bedankt sich ebenfalls, obwohl er es noch bezahlen muss. Ausser-
dem bestehen keine Hinweise darauf, dass der Kläger von der Darlehensgewährung in ir-
gendeiner Form profitiert hätte. Gemäss dem umstrittenen Darlehensvertrag wurde das Dar-
lehen bei vertragsgemässer Rückzahlung zinslos gewährt. Demgegenüber war die Beklagte 

Seite 15/17

offensichtlich dringend auf das Geld angewiesen. Eine dankbare Reaktion ist deshalb auch 
im Fall eines blossen Darlehens ohne Weiteres angebracht und adäquat.

9.2.3 An der Parteibefragung führte die Beklagte sogar aus, sie habe dem Kläger etwas zurück-
zahlen wollen, aber nicht die Summe, die jetzt eingeklagt sei (act. 36 Antwort zu Frage 8). Es 
trifft zwar zu, dass diese Aussage auch so gedeutet werden kann, dass die Beklagte die Gel-
der ursprünglich als Geschenke entgegennahm, aber später freiwillig etwas davon zurück-
zahlen wollte (vgl. act. 51 Rz 56). Allerdings lässt sich eine solche Deutung nicht mit einer 
anderen Aussage der Beklagten in Einklang bringen: Auf die Frage des Klägers, ob die Be-
klagte habe Geld borgen wollen für das Lokal, das sie mit ihrem Vater unterhalte, im Wissen, 
dass sie das Geld zurückzuzahlen habe, antwortete die Beklagte nämlich mit "Ja." (act. 36 
Antwort zu Frage 18). Auch diese Aussage wurde, wie der Kläger zu Recht rügt (act. 47 
Rz 47), von der Vorinstanz nicht gewürdigt. 

9.2.4 Schliesslich weist der Kläger zu Recht darauf hin, dass es sich unter anderem um Überwei-
sungen für "Firmen im ________(Land) im Zusammenhang mit dem Lokal" der Beklagten 
gehandelt habe, was die Vorinstanz ausser Acht gelassen habe (act. 47 Rz 45). Es ist in der 
Tat ein Unterschied, ob bei speziellen Gelegenheiten beispielsweise Flugtickets bezahlt oder 
Wertgegenstände geschenkt werden oder ob Geld für den Betrieb oder Aufbau eines Gewer-
bes überwiesen wird. Letzteres spricht – selbst bei einem Paar, das, wie hier, eine ausser-
eheliche Beziehung führte – eher weniger für eine Schenkung.

9.3 Unter diesen Umständen durfte die Vorinstanz mit der von ihr angegebenen Begründung – 
selbst ohne die noch nachzuholenden Beweisabnahmen – nicht folgern, sämtliches Geld sei 
ohne ausdrückliche oder konkludente Vereinbarung einer Rückzahlungsverpflichtung über-
geben worden. Die Vorinstanz wird den Sachverhalt in diesen Punkten entsprechend zu er-
gänzen haben (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO).

9.4 Der Vollständigkeit halber bleibt auf Folgendes hinzuweisen: Für den Fall, dass ein überein-
stimmender wirklicher Parteiwille nicht festgestellt werden kann, hat das Gericht nach dem 
Vertrauensprinzip zu prüfen, ob ein Vertrag zustande gekommen und gegebenenfalls mit 
welchem Inhalt dieser zustande gekommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_152/2018 
vom 29. Juni 2018 E. 3.1). Dass die Vorinstanz ein Zustandekommen nach dem Vertrauens-
prinzip nicht geprüft hat, rügt der Kläger in der Berufung allerdings nicht. Folglich ist darauf 
nicht weiter einzugehen.

10. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Angelegenheit – in Gutheissung des Eventualantrags 
des Klägers – an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Diese hat im Sinne der obigen Erwä-
gungen weitere Beweise abzunehmen, d.h. H.________ als Zeugin zu befragen, die vom 
Kläger eingereichten Urkunden zu den Akten zu nehmen, die Empfangsquittungen bei der 
Western Union zu edieren sowie bei der Gutachterin ein Ergänzungsgutachtens unter Beila-
ge von unbefangenem Vergleichsmaterial einzuholen. Folglich hat sie auch den Sachverhalt 
zu ergänzen und die Beweise gesamthaft neu zu würdigen.

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11. Abschliessend ist über die Prozesskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) zu befinden.

11.1 Die Prozesskosten sind grundsätzlich der unterliegenden Partei aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 
ZPO). Im Berufungsverfahren ist dies die Beklagte. Soweit die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, rechtfertigt es sich hingegen, die Verteilung der Prozesskosten des 
Rechtsmittelverfahrens gemäss Art. 104 Abs. 4 ZPO der Vorinstanz zu überlassen. Denn 
nach dem Rückweisungsentscheid hat das Kantonsgericht – unabhängig davon, welche Par-
tei an das Obergericht gelangt ist – aufgrund der ursprünglichen Parteibegehren neu zu urtei-
len. Deshalb ist der endgültige Ausgang der Streitsache offen. Unter diesen Umständen ist 
es sinnvoll, wenn die Vorinstanz im neuen Entscheid auch die Prozesskosten des Rechtsmit-
telverfahrens verteilt. Es bleibt aber in jedem Fall Sache der Rechtsmittelinstanz, die Höhe 
der Kosten festzusetzen (Sterchi, Berner Kommentar, 2012, Art. 104 ZPO N 16; Jenny, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/  Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 104 ZPO N 11; Rüegg/Rüegg, 
Basler Kommentar, 3. A. 2017, Art. 104 ZPO N 7).

11.2 Beim vorliegend massgebenden Streitwert von CHF 17'882.79 beträgt die ordentliche Ent-
scheidgebühr für das Berufungsverfahren CHF 2'400.00 (§ 11 Abs. 1 und § 15 Abs. 1 KoV 
OG). Das Grundhonorar der Rechtsanwälte beträgt bei diesem Streitwert CHF 2'582.40 (§ 3 
Abs. 1 AnwT und § 8 Abs. 1 AnwT). Dieses ist im Rechtsmittelverfahren gestützt auf § 8 
Abs. 1 AnwT auf zwei Drittel, d.h. auf CHF 2'388.30 zu reduzieren. Unter Hinzurechnung der 
Auslagenpauschale von 3 % (§ 25 AnwT) sowie der Mehrwertsteuer von 7,7 % (die Leistun-
gen wurden noch unter Geltung des alten Mehrwertsteuersatzes erbracht; § 25a AnwT) re-
sultiert eine volle Parteientschädigung von gerundet CHF 2'650.00.

Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Berufung wird der Entscheid des Kantonsgerichts Zug, Einzelrichter, vom 
11. August 2023 aufgehoben und die Sache wird im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

2.1 Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren wird auf CHF 2'400.00 festgesetzt.

2.2 Die Parteientschädigung für das Berufungsverfahren wird auf CHF 2'650.00 (inkl. MWST) 
festgesetzt.

2.3 Die Verteilung der Entscheidgebühr und der Parteientschädigung wird dem Kantonsgericht 
Zug, Einzelrichter, in seinem neuen Entscheid überlassen.

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3. Gegen diesen selbständig eröffneten Zwischenentscheid mit einem Streitwert von über 
CHF 30'000.00 ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundesgerichts-
gesetzes (BGG) zulässig, wenn er einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken 
kann oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen 
und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisver-
fahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdegründe richten sich nach den 
Art. 95 ff. BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids 
schriftlich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und 
der Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine auf-
schiebende Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichter (EV 2022 6)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Zivilabteilung

P. Huber K. Heidelberger
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

versandt am: