# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c8b21f4-41cc-53e9-a954-6b77a871dbe9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-03-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.03.2012 D-104/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-104-2012_2012-03-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-104/2012 

law/auj 

 

 

  U r t e i l  v o m  5 .  M ä r z  2 0 1 2  

Besetzung 

 
Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli,  

Gerichtsschreiberin Jacqueline Augsburger. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am […], 

Sri Lanka, 

vertreten durch lic. iur. Felice Grella,  

Erdös & Lehmann Rechtsanwälte,  

[…], 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des BFM vom 2. Dezember 2011 / N […]. 

 

 

D-104/2012 

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass der aus Z._______ (Distrikt Jaffna) stammende Beschwerdeführer 

tamilischer Ethnie eigenen Angaben zufolge am 19. Februar 2008 von 

Colombo über Doha (Qatar) nach Zürich-Kloten flog, wo er am 

20. Februar 2008 am Flughafen um Asyl nachsuchte,  

dass der Beschwerdeführer zur Begründung des Asylgesuchs im Wesent-

lichen geltend machte, er habe an seinem Heimatort als Chauffeur eines 

Tuk-Tuk (Autorikscha) gearbeitet und sei am 3. Dezember 2006 von sri-

lankischen Armeeangehörigen wegen des Verdachts, die Liberation Ti-

gers of Tamil Elam (LTTE) zu unterstützen, verhaftet worden,  

dass die Soldaten ihn in einem Camp festgehalten, verhört, mit einem 

Holzstock geprügelt und einmal mit Elektroschocks gefoltert hätten, bis er 

bewusstlos geworden sei,  

dass er seine Wunden von einem Privatarzt habe behandeln lassen und 

von diesem Vorfall Narben am rechten Unterarm und auf der linken Kör-

perseite aufweise,  

dass man ihn nach einer Intervention seiner Eltern nach drei Tagen unter 

der Bedingung freigelassen habe, sich einmal wöchentlich im Camp zu 

melden,  

dass er dieser Meldepflicht fünfmal nachgekommen und jedes Mal in un-

erträglicher Weise schikaniert und geschlagen worden sei, und Leute in 

einem weisen Van ihn hätten entführen wollen, weshalb er sich zunächst 

in einem Dorf und ab dem 24. März 2007 in Colombo bei einem Bekann-

ten versteckt habe,  

dass man ihn gesucht habe, weil er sich der Meldepflicht entzogen habe,  

dass er sich im April 2007 mit einem Visum nach Indien begeben habe, 

um sich dort als Flüchtling registrieren zu lassen, man ihn aber nach drei 

Monaten ausgewiesen habe,  

dass er einige Tage nach der Rückkehr nach Sri Lanka im August 2007 in 

Colombo von der Polizei kontrolliert, verhaftet und befragt worden sei,  

dass man ihn korrekt behandelt und nach der Bezahlung eines Schmier-

geldes durch den Bekannten aus Colombo nach drei Tagen mit der Aufla-

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ge, Colombo zu verlassen und nach Jaffna zurückzukehren, freigelassen 

habe,  

dass er am 19. Februar 2008 mithilfe des Bekannten über den Flughafen 

in Colombo habe ausreisen können,  

dass er kein Anhänger der LTTE sei, diese ihn aber jeweils an Märtyrer-

Tagen gezwungen hätten, für sie Transporte auszuführen und sich an 

Strassendekorationen zu beteiligen, 

dass er beim letzten Telefongespräch mit seinen Eltern erfahren habe, die 

srilankischen Soldaten suchten ihn immer noch, gingen jedoch jeweils 

wieder weg, wenn seine Mutter sie anschreie, 

dass er bei einer Rückkehr nach Sri Lanka verhaftet und eingesperrt wür-

de, weil er das Land illegal verlassen und in der Schweiz ein Asylgesuch 

gestellt habe, und er allenfalls auch getötet würde, wenn die Behörden in 

Colombo mit denjenigen seines Dorfes Kontakt aufnehmen und erfahren 

würden, dass er seiner Meldeflicht nicht mehr nachgekommen sei, 

dass das BFM mit Verfügung vom 2. Dezember 2011 feststellte, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, das Asylgesuch 

ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und den Vollzug der 

Wegweisung anordnete,  

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen ausführte, ange-

sichts des geringen politischen Profils des Beschwerdeführers sei nicht 

davon auszugehen, dass dieser im jetzigen Zeitpunkt mit erheblicher 

Wahrscheinlichkeit von asylrechtlich relevanten Schwierigkeiten bedroht 

sei, 

dass seine Vorbringen daher den Anforderungen an die Flüchtlingseigen-

schaft gemäss Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 

SR 142.31) nicht standhielten und bei offensichtlich fehlender asylrechtli-

cher Relevanz auf die Prüfung allfälliger Unglaubhaftigkeitselemente ver-

zichtet werden könne,  

dass das BFM den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers als 

zulässig, zumutbar und möglich beurteilte, 

dass der Beschwerdeführer am 5. Januar 2012 mittels seiner Rechtsver-

treterin gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

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gericht erheben und beantragen liess, es sei die vorinstanzliche Verfü-

gung aufzuheben und ihm Asyl zu gewähren; eventualiter sei ihm die vor-

läufige Aufnahme zu gewähren,  

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragen liess, es sei ihm die 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und eine angemessene Par-

teientschädigung zuzusprechen, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 20. Januar 2012 

feststellte, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens in 

der Schweiz abwarten und dessen Antrag auf Fristansetzung zwecks 

Nachreichens weiterer Unterlagen abwies,  

dass er ferner das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-

ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) abwies 

und den Beschwerdeführer aufforderte, bis am 6. Februar 2012 einen 

Kostenvorschuss von Fr. 600.– zu leisten, verbunden mit dem Hinweis, 

auf die Beschwerde werde nicht eingetreten, falls der Kostenvorschuss 

innert der angesetzten Frist nicht bezahlt werde, 

dass der Beschwerdeführer am 4. Februar 2012 den Kostenvorschuss 

leistete, 

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i. V. m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

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rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG i.V.m. Art 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass der erhobene Kostenvorschuss am 4. Februar 2012 innert ange-

setzter Frist geleistet wurde und somit auf die frist- und formgerecht ein-

gereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG; Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 

Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufge-

zeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder 

im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Natio-

nalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen 

ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind 

oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden 

(Art. 3 Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),  

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung die Vorbringen des Be-

schwerdeführers zu Recht als asylrechtlich nicht relevant beurteilt hat,  

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge drei Tage nach der 

ersten Festnahme im Dezember 2006 nach einer Intervention seiner El-

tern freigelassen wurde (vgl. BFM-act. A10/14 S. 3, 5) und bei der zwei-

ten, einige Tage nach der Rückkehr aus Indien im Juli 2007 in Colombo 

erfolgten Inhaftierung korrekt behandelt sowie nach drei Tagen mit der 

Auflage, Colombo zu verlassen und nach Jaffna zurückzukehren, freige-

lassen wurde (vgl. act. A10/14 F 75 S. 9),  

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dass er gemäss eigenen Angaben in Sri Lanka nie politisch aktiv war, 

keine Verbindungen zu den Tamil Tigers hat und keine wichtigen Persön-

lichkeiten der LTTE an seinem Herkunftsort kennt, für die Tigers aber je-

weils am Märtyrertag Transporte ausführen und sich an Strassendekora-

tionen beteiligen musste, weil sie ihm sonst sein Tuk-Tuk weggenommen 

hätten (act. A10/14 S. 4),  

dass übereinstimmend mit dem Bundesamt davon auszugehen ist, dass 

der Beschwerdeführer nicht jeweils nach drei Tagen wieder aus der Haft 

entlassen worden wäre und er das Land in den Jahren 2007 und 2008 

nicht zweimal legal mit seinem Pass hätte verlassen können, wenn die 

srilankischen Behörden ihn ernsthaft verdächtigt hätten, die LTTE aktiv zu 

unterstützen,  

dass sich in den Akten keine Anhaltspunkte dafür finden, dass die srilan-

kischen Behörden im heutigen Zeitpunkt – mehr als zwei Jahre nach dem 

Ende des Bürgerkrieges – ein ernsthaftes Verfolgungsinteresse an der 

Person des Beschwerdeführers haben könnten,  

dass die Einwände in der Beschwerde an der fehlenden asylrechtlichen 

Relevanz der Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu ändern ver-

mögen,  

dass die Darstellung in der Beschwerde (vgl. Ziff. II 15 f. S. 5), der Be-

schwerdeführer sei "wiederholt und massiv gefoltert" sowie im Camp an-

lässlich der Erfüllung seiner Meldepflicht "jedes Mal von den Streitkräften 

bewusstlos geprügelt worden", offensichtlich stark übertrieben und somit 

tatsachenwidrig ist, gab doch der Beschwerdeführer selbst an der Anhö-

rung zu Protokoll, seine Verletzungen stammten von einem einmaligen 

Einsatz von Elektroschocks während der ersten dreitätigen Inhaftierung 

im Dezember 2006 (vgl. act. A10/14 S. 7 F. 47, S. 5 F. 20),  

dass ferner die Ausführungen in der Beschwerde, wonach ein Bruder des 

Beschwerdeführers namensB._______, welcher ein bekanntes LTTE-

Mitglied sei, am 20. Oktober 2008 von unbekannten Jugendlichen er-

schossen worden sei (vgl. Ziff. III 24 S. 7), als nachgeschoben und daher 

unglaubhaft zu qualifizieren ist,  

dass nämlich zu erwarten ist, dass der Beschwerdeführer diesen Bruder, 

der angeblich LTTE-Mitglied sei, nicht erst auf Beschwerdeebene, son-

dern bereits bei den Befragungen erwähnt hätte, er jedoch anlässlich der 

Anhörung nur einen einzigen (im Heimatland lebenden) Bruder 

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(C._______) und keinen zweiten, auch nicht einen in einem Drittstaat le-

benden Bruder erwähnt hat (vgl. act. A6/14 S. 3),  

dass die der Beschwerde beigelegten Beweismittel – ein vom 29. Dezem-

ber 2011 datierendes Affidavit und eine Bestätigung der Human Rights 

Commission of Sri Lanka vom 23. Dezember 2011 – nicht geeignet sind, 

asylrechtlich relevante Sachverhalte nachzuweisen oder glaubhaft zu ma-

chen, zumal keine Erklärung für die verspätete Geltendmachung der an-

geblichen Existenz eines weiteren Bruders und bekannten LTTE-Mitglieds 

erfolgt und die Beweismittel schon deshalb mit den anlässlich der Befra-

gungen gemachten Angaben des Beschwerdeführers nicht vereinbar 

sind,  

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge bei der legalen 

Wiedereinreise in Sri Lanka (nach der Ausweisung aus Indien) im Juli 

2007 keine Probleme mit den Behörden hatte (vgl. act. A10/14 F 67 f. 

S. 9) und die zweite, kurze Festnahme nicht bei der Einreise erfolgte, 

sondern beim Einkaufen, mithin anlässlich einer Routinekontrolle, wobei 

die Behandlung durch die Polizei korrekt war (vgl. act. A10/14 S. 3, 9),  

dass die srilankischen Sicherheitskräfte sich mit Sicherheit nicht jeweils 

vom Geschrei der Mutter des Beschwerdeführers abschrecken lassen 

würden, wenn sie tatsächlich – wie in der Beschwerde behauptet – ernst-

haft nach ihm und seinem Bruder fahnden würden,  

dass vor diesem Hintergrund die in der Beschwerde erhobenen Behaup-

tungen, nach dem Beschwerdeführer werde weiterhin gefahndet, er müs-

se bei einer Wiedereinreise mit der Verhaftung rechnen, sein Bruder 

C._______ befinde sich seit 2008 auf der Flucht und erhalte seither von 

einem Pastor in dessen Haus Schutz vor den nach ihm fahndenden sri-

lankischen Behörden (vgl. Ziff. III 24 S. 7 sowie Bestätigungsschreiben 

der Human Rights Commission), in dieser Form nicht glaubhaft erschei-

nen, zumal die im Bestätigungsschreiben der Human Rights Commission 

festgehaltenen Angaben offensichtlich allein auf den nicht überprüften 

Aussagen der Mutter des Beschwerdeführers beruhen,  

dass mangels eines ersichtlichen aktuellen Verfolgungsinteresses der sri-

lankischen Behörden an der Person des Beschwerdeführers nicht davon 

auszugehen ist, er habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in abseh-

barer Zukunft ernsthafte Nachteile durch Verfolgungsmassnahmen der 

srilankischen Sicherheitskräfte zu befürchten, zumal er kein politisches 

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Profil aufweist, das ihn aktuell aus objektiver Sicht als gefährdet erschei-

nen liesse,  

dass das BFM das Asylgesuch demnach zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilli-

gung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen be-

steht, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 

Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 

wurde (Art. 44 Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733, BVGE 

2008/34 E. 9.2 S. 510, Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-

schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21),  

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 

Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 

2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen ge-

mäss ständiger Praxis der gleiche Beweisstandard wie bei der Flücht-

lingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte 

Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Aus-

länderrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-

che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder 

des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entge-

genstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich er-

hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb 

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das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Re-

foulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass daher aus den Vorbringen des Beschwerdeführers – unter Berück-

sichtigung seiner Zugehörigkeit zur tamilischen Ethnie – auch keine kon-

kreten und gewichtigen Anhaltspunkte für eine ihm in Sri Lanka drohende 

menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 (BV, SR 101), von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte 

und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind (vgl. EGMR 

[Grosse Kammer], Saadi gegen Italien, Urteil vom 28. Februar 2008, Be-

schwerde Nr. 37201/06, §§ 124 127, mit weiteren Hinweisen),  

dass insbesondere auch allein aufgrund von bestehenden Körpernarben 

noch kein "real risk" für eine dem Beschwerdeführer im Falle der Rück-

kehr nach Sri Lanka drohende menschenrechtswidrige Behandlung dar-

getan ist (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 10.4.2),  

dass zwar die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka nach 

dem Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 auch heute noch in verschiede-

ner Hinsicht als problematisch zu bezeichnen ist (vgl. BVGE E-6220/2006 

vom 27. Oktober 2011 E. 8, Amnesty International [AI], Report 2011, 

S. 301 ff. [AI-Index: POL 10/001/2011]) und insbesondere unklar ist, wie 

die Regierung mit den ehemaligen Angehörigen und Anhängern der LTTE 

umgeht beziehungsweise weiter umgehen wird,  

dass jedoch in Bezug auf den Beschwerdeführer gestützt auf die obigen 

Erwägungen keine konkreten Hinweise dafür vorhanden sind, er könnte 

den srilankischen Sicherheitskräften zum heutigen Zeitpunkt in spezifi-

scher Weise als verdächtig erscheinen, weshalb auch unter den derzeit 

herrschenden Bedingungen in Sri Lanka kein konkreter Anlass zur An-

nahme besteht, ihm drohe eine entsprechende Gefährdung,  

dass sich der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser 

massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig 

erweist,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von Situatio-

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nen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notla-

ge konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),  

dass das BFM sich bei der Bejahung der Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs auf das zur Publikation vorgesehene Grundsatzurteil 

BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 gestützt hat,  

dass gemäss diesem Urteil hinsichtlich des Distrikts Jaffna (Nordprovinz) 

– aus welchem der Beschwerdeführer stammt und wo er den Grossteil 

seines bisherigen Lebens verbracht hat – keine Situation allgemeiner Ge-

walt herrscht und die politische Lage nicht dermassen angespannt ist, 

dass eine Rückkehr dorthin als generell unzumutbar eingestuft werden 

müsste (vgl. BVGE E-6220/2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1),  

dass für Personen, die aus der Nordprovinz stammen und diese vor Be-

endigung des Bürgerkrieges im Mai 2009 verlassen haben, die aktuell 

vorliegenden Lebens- und Wohnverhältnisse abzuklären und auf die Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs hin zu überprüfen sind, wobei na-

mentlich die Existenz eines tragfähigen Beziehungsnetzes sowie die kon-

kreten Möglichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der 

Wohnsituation als massgebliche Faktoren erscheinen (vgl. BVGE E-6220/ 

2006 vom 27. Oktober 2011 E. 13.2.1.2),  

dass der Beschwerdeführer den Grossteil seines Lebens von der Geburt 

bis am 22. März 2007 an seinem im Distrikt Jaffna gelegenen Herkunfts-

ort Z._______ verbracht hat (vgl. act. 6/14 S. 2), wo auch seine Eltern le-

ben (vgl. act. 6/14 S. 3), 

dass daher davon auszugehen ist, dass er dort über ein tragfähiges sozi-

ales Beziehungsnetz verfügt, das ihm auch nach mehrjähriger Landesab-

wesenheit von Nutzen sein wird, 

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, die persönliche und finan-

zielle Lage des Beschwerdeführers in Sri Lanka habe sich seit seiner 

Ausreise erheblich verändert, weil die Eltern ihre Kokosnussplantage zur 

Finanzierung der Ausreise des Sohnes und mittlerweile auch sein Tuk-

Tuk hätten verkaufen müssen und heute mittellos seien, und der Be-

schwerdeführer, welcher seinen Lebensunterhalt in der Heimat als selbst-

ständiger Autorikscha-Fahrer bestritten habe, ohne dieses Arbeitsmittel 

bei einer Rückkehr in die Armutsfalle geraten würde,  

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Seite 11 

dass aus den Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der Befragun-

gen jedoch hervorgeht, dass seine Mutter für die Finanzierung seiner 

Ausreise lediglich eines von mehreren sich in Familienbesitz befindlichen 

Grundstücken verkauft (vgl. act. A6/14 S. 6, A10/14 S. 10) und er selbst 

seine Familie als vermögend bezeichnet hat (vgl. act. A10/14 S. 10), wes-

halb entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht nicht damit zu 

rechnen ist, er würde bei einer Rückkehr nach Sri Lanka aus wirtschaftli-

chen Gründen in eine existenzbedrohende Situation geraten,  

dass sich das Vorbringen, nach seinem Bruder C._______, der sich bei 

einem Pastor versteckt halte, werde gefahndet, aufgrund vorstehender 

Erwägungen als unglaubhaft erweist,  

dass der Einwand in der Beschwerde, der Beschwerdeführer werde im 

Falle einer Rückkehr nach Sri Lanka mit posttraumatischen Belastungs-

störungen zu rechnen haben, weder substanziiert noch belegt wird,  

dass der Beschwerdeführer auf die Frage des BFM-Sachbearbeiters an 

der Anhörung, ob es möglich wäre, die Adresse des srilankischen Arztes 

zu beschaffen, welcher ihn nach den erlittenen Folterverletzungen behan-

delt haben soll (vgl. act. A10/14 S. 5 F. 24-26, S. 11 F. 96) entgegnete, er 

habe seit seiner Ankunft in der Schweiz keinen Kontakt mehr zu seiner 

Mutter,  

dass diese Behauptung offensichtlich im Widerspruch zu diversen ande-

ren Aussagen des Beschwerdeführers steht, aus denen hervorgeht, dass 

er mit seiner Familie telefonische Kontakte pflegt (vgl. act. A10/14 S.10 

F. 89, S. 9 F. 78; A6/14 S. 3), 

dass der Beschwerdeführer sich erneut eine wirtschaftliche Existenz-

grundlage wird aufbauen können, wobei ihm auch der Familienbesitz zu-

stattenkommen wird, 

dass demnach nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer gerate 

im Falle der Rückkehr in den Heimatstaat aus sozialen, wirtschaftlichen 

oder gesundheitlichen Gründen in eine existenzbedrohende Situation, 

dass angesichts der Aktenlage der rechtserhebliche Sachverhalt ist, wes-

halb keine Veranlassung besteht, die angefochtene Verfügung aufzuhe-

ben und an die Vorinstanz zwecks Durchführung eines Beweisverfahrens 

zurückzuweisen, weshalb der in der Beschwerde (Ziff. III 30 S. 9) erhobe-

ne Kassationsantrag abzuweisen ist,  

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Seite 12 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Sri Lan-

ka schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG) und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-

sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG, BVGE 2008/34 E. 12 

S. 513 ff.),  

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, in-

wiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechtser-

heblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellen oder unan-

gemessen sein sollte (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-

sen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– 

(Art. 1 – 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 

VwVG) und mit dem am 4. Februar 2012 in gleicher Höhe geleisteten 

Kostenvorschuss zu verrechnen sind.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

  

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Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ver-

rechnet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zuständi-

ge kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Jacqueline Augsburger 

 

 

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