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**Case Identifier:** 2227d0a6-eabb-5649-88f3-c7e0d377b152
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.06.2024 200 2024 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-109_2024-06-12.pdf

## Full Text

200 24 109 EL
WIS/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 12. Juni 2024

Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch B.________ AG
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 27. Dezember 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Juni 2024, EL/24/109, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Dem 2004 geborenen A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
wurde von der IV-Stelle Bern Kostengutsprache für eine erstmalige berufli-
che Ausbildung als … vom 1. August 2022 bis 31. Juli 2024 gewährt (Akten 
der Ausgleichskasse des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegegnerin]; 
Antwortbeilage [AB] 7). Am 31. Mai 2022 meldete sich der Versicherte zum 
Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) zu seinem IV-Taggeld an (AB 1). In 
der Folge lehnte die AKB das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 
30. August 2022 (AB 10) ab. Dies wurde auf Einsprache hin (AB 14) mit 
Entscheid vom 7. Oktober 2022 (AB 15) bestätigt. Nachdem hiergegen 
Beschwerde erhoben worden war (AB 16), hob die AKB den Einspra-
cheentscheid am 30. November 2022 lite pendente auf und hiess die Ein-
sprache insofern gut, als sie die allgemeinen Voraussetzungen zum Bezug 
von EL anerkannte (AB 17). Daraufhin schrieb das Verwaltungsgericht das 
Beschwerdeverfahren mit Urteil vom 19. Dezember 2022, EL/2022/656 
(AB 20), vom Geschäftsverzeichnis ab. 

Nach weiteren Erhebungen sprach die AKB dem Versicherten mit Verfü-
gung vom 21. März 2023 (AB 25) ab 1. August 2022 EL in der Höhe von 
monatlich Fr. 331.-- und ab 1. Januar 2023 EL in der Höhe von monatlich 
Fr. 389.-- zu. Auf Einsprache hin (AB 27) legte die AKB die monatlichen EL 
mit Verfügungen vom 8. und 22. Mai 2023 (AB 31 und 33) und vom 25. Juli 
2023 (AB 36) ab 1. August 2022 auf Fr. 1'118.--, ab 1. Januar 2023 auf 
Fr. 1'200.-- und ab 1. August 2023 auf Fr. 1'105.-- fest. Dabei berücksich-
tigte sie bei den Einnahmen familienrechtliche Unterhaltsbeiträge in der 
Höhe von Fr. 6'403.-- (AB 31 S. 8) resp. ab 1. Januar 2023 von Fr. 8'462.-- 
(AB 33 S. 7 und 36 S. 6). Mit diesen drei Verfügungen zeigte sich der Ver-
sicherte nicht einverstanden und erhob gegen jede Einsprache (AB 34, 35, 
37). Er monierte insbesondere die Höhe der angerechneten familienrechtli-
chen Unterhaltsbeiträge sowie den Umstand, dass die Gewinnungskosten 
nicht berücksichtigt worden seien. Mit Entscheid vom 27. Dezember 2023 
(AB 39) hiess die AKB die Einsprachen insofern gut, als sie die monatliche 
EL ab 1. August 2022 auf Fr. 1'120.--, ab 1. Januar 2023 auf Fr. 1'209.--, 

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ab 1. August 2023 auf Fr. 1'114.-- und ab 1. Januar 2024 auf Fr. 1'012.-- 
festlegte. Soweit weitergehend wies sie die Einsprachen ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________ AG, am 
31. Januar 2024 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des angefoch-
tenen Einspracheentscheids und die Neuberechnung der EL.

Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2024 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. Dezem-
ber 2023 (AB 39), der sich auf drei Verfügungen vom 8. und 22. Mai 2023 
(AB 31 und 33) und vom 25. Juli 2023 (AB 36) bezieht. Streitig und zu prü-
fen ist der EL-Anspruch des Beschwerdeführers ab 1. August 2022 und 
dabei, ob bei den Einnahmen zu Recht keine Gewinnungskosten berück-
sichtigt worden sind und ob bei der Berechnung der familienrechtlichen 
Unterhaltsbeiträge die Sozialversicherungsbeiträge beim Einkommen des 
Beschwerdeführers abzuziehen anstatt anzurechnen sind. Die übrigen Be-
rechnungspunkte sind weder bestritten noch finden sich Anhaltspunkte in 
den Akten, die Anlass zu weiteren Abklärungen bieten. Die richterliche Be-
urteilung kann sich deshalb praxisgemäss auf den umstrittenen Punkt be-
schränken (BGE 131 V 329 E. 4 S. 330, 110 V 48 E. 4a S. 53).

1.3 Ein EL-Entscheid kann in zeitlicher Hinsicht nur für ein Kalenderjahr 
Rechtsbeständigkeit entfalten (BGE 141 V 255 E. 1.3 S. 258, 128 V 39 
E. 3b S. 41; SVR 2020 EL Nr. 1 S. 2 E. 4.1). Beantragt wird die Berücksich-
tigung von Gewinnungskosten für das Ausbildungsjahr 2022/2023 in der 
Höhe von Fr. 5'657.90 (Beschwerdebeilage [BB] 3) und der Abzug der So-
zialversicherungsbeiträge beim Einkommen des Beschwerdeführers von 
Fr. 230.--. Somit liegt der Streitwert offensichtlich unter Fr. 20'000.--, wes-
halb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer (zumindest impli-
zit) eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Die Beschwerdegeg-
nerin habe sich im angefochtenen Einspracheentscheid mit der in den Ein-
sprachen vorgebrachten Kritik, dass bei der EL-Berechnung die Gewin-
nungskosten in Abzug zu bringen seien, nicht auseinandergesetzt (Be-
schwerde S. 1 f.).

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2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
BV). Die Begründungspflicht ist wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass 
sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffe-
nen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. 
Dies ist nur möglich, wenn sowohl die betroffene Person als auch die 
Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild ma-
chen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen 
genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie 
sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtli-
chen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 
E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; SVR 2022 IV Nr. 37 S. 122 E. 5.1).

Die Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der 
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, 
ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Strei-
tentscheidung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres 
Entscheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d aa S. 437; 
SVR 2021 IV Nr. 43 S. 140 E. 4.4.1). Der Mangel der ungenügenden Be-
gründung eines Entscheides ist heilbar, wenn die beschwerdeführende 
Partei Gelegenheit erhält, zu den in der Vernehmlassung der unteren In-
stanz enthaltenen Motiven in einer Beschwerdeergänzung Stellung zu 
nehmen und ihr dadurch kein Nachteil erwächst (BGE 107 Ia 1 E. 1 S. 2). 
Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs 
an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer 
schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn 
und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit 
zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung 
gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen 
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 
S. 197; SVR 2021 IV Nr. 43 S. 140 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 194 
E. 3.3.1).

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2.3 Es trifft zu, dass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 27. Dezember 2023 (AB 39) zu der in den Einspra-
chen beanstandeten Nichtberücksichtigung der Gewinnungskosten nicht 
Stellung genommen hat. Insoweit liegt eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs vor. In Anbetracht dessen, dass sich der Beschwerdeführer im vor-
liegenden Beschwerdeverfahren äussern konnte, das Verwaltungsgericht 
den Sachverhalt und die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. E. 1.4 hier-
vor) und die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 
unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleich-
gestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurtei-
lung der Sache nicht zu vereinbaren wären, kann die Gehörsverletzung 
jedoch als geheilt gelten (vgl. E. 2.2 hiervor; BGE 137 I 195 E. 2.3.2 
S. 197). 

3.

3.1 Am 1. Januar 2021 sind die Änderung vom 22. März 2019 des Bun-
desgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG; SR 831.30) und die Än-
derung vom 29. Januar 2020 der Verordnung vom 15. Januar 1971 über 
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELV; SR 831.301) in Kraft getreten. Mit Blick auf den Streitgegen-
stand bildenden Anspruchszeitraum (vgl. E. 1.2 hiervor) gelangt das neue 
Recht zur Anwendung.

3.2 Gemäss Art. 4 Abs. 1 ELG haben Personen mit Wohnsitz und ge-
wöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz Anspruch auf Ergän-
zungsleistungen, wenn sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach 
lit. b oder d der genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente 
hätten. Die Ergänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergän-
zungsleistung sowie der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskos-
ten (Art. 3 Abs. 1 ELG). Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem 
Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen 
übersteigen, mindestens jedoch dem höheren der folgenden Beträge (Art. 9 
Abs. 1 ELG):

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a. der höchsten Prämienverbilligung, die der Kanton für Personen festge-
legt hat, die weder Ergänzungsleistungen noch Sozialhilfe beziehen;

b. 60 % des Pauschalbetrages für die obligatorische Krankenpflegeversi-
cherung nach Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG.

3.3 Die anerkannten Ausgaben sind in Art. 10 ELG geregelt, zu ihnen 
zählen insbesondere die Gewinnungskosten bis zur Höhe des Bruttoer-
werbseinkommens (Art. 10 Abs. 3 lit. a ELG). In Art. 11a ELV wird präzi-
siert, dass bei der Ermittlung des jährlichen Erwerbseinkommens vom Brut-
toerwerbseinkommen die ausgewiesenen Gewinnungskosten sowie die 
einkommensabhängigen obligatorischen Sozialversicherungsbeiträge ab-
gezogen werden. 

3.4 Als Einnahmen anzurechnen sind zwei Drittel der Erwerbseinkünfte 
in Geld oder Naturalien, die Einkünfte aus beweglichem oder unbewegli-
chem Vermögen sowie unter dem Titel Vermögensverzehr ein Fünfzehntel, 
bei Altersrentnerinnen und -rentnern ein Zehntel des Reinvermögens, so-
weit es bei Alleinstehenden Fr. 30'000.-- und bei Ehepaaren Fr. 50'000.-- 
übersteigt (Art. 11 Abs. 1 lit. a - c ELG). Zu den anrechenbaren Einnahmen 
gehören auch Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, 
einschliesslich der Renten der AHV und der IV (Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG).

4.

4.1 Der Beschwerdeführer beanstandet vorliegend hauptsächlich, dass 
Fahrkosten, Lehrmittel, auswärtige Verpflegung und Berufskleider bei der 
EL-Berechnung nicht als Gewinnungskosten berücksichtigt worden sind 
(Beschwerde S. 1 f. lit. B).

4.1.1 Die Gewinnungskosten sind bei der Ermittlung des Nettoerwerbs-
einkommens zu berücksichtigen (Art. 11a ELV; vgl. auch Rz. 3250.01 der 
Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL]). Vorlie-
gend bezieht der Beschwerdeführer jedoch im Rahmen der von der IV ge-
währten Eingliederungsmassnahme (erstmalige berufliche Ausbildung zum 
…; AB 7) IV-Taggelder. Solche Taggeldleistungen stellen kein Erwerbsein-

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kommen im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG dar, sondern sind unter 
Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG (Renten, Pensionen und andere wiederkehrende 
Leistungen) zu subsumieren (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 20. Juli 2012, 9C_390/2012; vgl. auch URS MÜLLER, Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zum ELG, 3. Aufl. 2015, S. 156 N. 427, und 
JÖHL/USINGER-EGGER, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, in: ULRICH MEY-
ER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, 
Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 1803 f. N. 122 f.). Für den Abzug von 
Gewinnungskosten auf Einnahmen nach Art. 11 Abs. lit. d ELG findet sich 
keine gesetzliche Grundlage. Folglich hat die Beschwerdegegnerin zu 
Recht keine Gewinnungskosten in Abzug gebracht.

4.1.2 Die Kosten für die Verpflegung sind grundsätzlich durch den Pau-
schalbetrag für den Grundbedarf gedeckt (vgl. JÖHL/USINGER-EGGER, 
a.a.O., S. 1748 f. N. 58). Sollten durch die gewährte Eingliederungsmass-
nahme zusätzlich Kosten entstehen, wäre seitens der IV ein Beitrag an die 
Verpflegung zu prüfen. Dasselbe gilt für die geltend gemachten Reisekos-
ten und die Auslagen für die Schulbücher (vgl. Art. 51 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 
831.20]; vgl. zum Ganzen insbesondere auch das Merkblatt Nr. 4.05 Leis-
tungen der IV, Vergütung der Reisekosten in der IV). 

Bezüglich der Auslagen für Arbeitsbekleidung ist darauf hinzuweisen, dass 
diese aus EL-rechtlicher Sicht im Allgemeinen keine Gewinnungskosten, 
sondern Aufwand der persönlichen Lebenshaltung darstellen. Dies gilt in 
der Regel auch dann, wenn ein Beruf einen etwas höheren Kleiderver-
brauch verlangt als andere Berufsarten. Ein entsprechender Abzug unter 
dem Titel der Gewinnungskosten rechtfertigt sich nur, wenn eine bestimmte 
Berufsart einen besonderen Kleiderverbrauch bedingt (ZAK 1968 S. 128 
E. 4c; MÜLLER, a.a.O., S. 96 N. 237). Daraus folgt, dass der Einbezug der 
Kosten für Berufskleider nur in Ausnahmefällen zu gewähren ist. Gemäss 
den eingereichten Belegen zu den Berufskosten (Beschwerdebeilage 
[BB] 3) kaufte der Beschwerdeführer für das erste Lehrjahr 2022/2023 ein 
Paar Sicherheitsschuhe, eine Shorts, zwei Regenhosen, zwei Regen-
jacken, einen Filzhut, zwei Arbeitshosen, zwei Paar Socken, ein Thermos-
hirt, eine Thermohose, eine Softshelljacke und einen Gürtel. Damit ist nicht 

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belegt, dass die Tätigkeit des Beschwerdeführers als … (AB 7) im Ver-
gleich zu anderen Berufen zu einem höheren resp. besonderen Kleiderver-
brauch führt. Anhaltspunkte, welche eine andere Betrachtungsweise recht-
fertigen könnten, liegen in den Akten nicht vor. 

4.2 Bezüglich des im Zusammenhang mit der Berechnung der familien-
rechtlichen Unterhaltsbeiträge geltend gemachten Rechnungsfehlers (Be-
schwerde S. 3) ist dem Beschwerdeführer beizupflichten, dass die Be-
schwerdegegnerin die Sozialversicherungsbeiträge des Beschwerdeführers 
hinzugerechnet hat, anstatt diese vom Lehrlingslohn abzuziehen (vgl. 
AB 39 S. 4). Dies wird von der Beschwerdegegnerin auch anerkannt (Be-
schwerdeantwort S. 3). Gleichzeitig legte die Beschwerdegegnerin jedoch 
dar, dass das Endergebnis der familienrechtlichen Unterhaltsberechnung 
und damit auch die im Einspracheentscheid berücksichtigen familienrechtli-
chen Unterhaltsbeiträge korrekt waren. Auf die entsprechenden Berech-
nungen in der Beschwerdeantwort kann ohne weiteres verwiesen werden 
(S. 3 ff. Ziff. 2.3). Somit handelte es nicht um einen Rechnungsfehler im 
eigentlichen Sinn, sondern vielmehr um einen Schreibfehler, welcher keine 
Auswirkungen auf die Berechnung der familienrechtlichen Unterhaltsbeiträ-
ge hat.

4.3 Nach dem Dargelegten erweist sich der Einspracheentscheid vom 
27. Dezember 2023 (AB 39) weder als rechtsfehlerhaft noch als unange-
messen; die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

5.2

5.2.1 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer 
grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 
ELG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Gemäss dem auch im 

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kantonalen Verfahren geltenden allgemeinen Verfahrensgrundsatz, wonach 
unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht (Verursacherprinzip), 
kann es sich rechtfertigen, die verantwortliche Partei zur Leistung einer 
Parteientschädigung an die (in der Sache unterliegende) Gegenpartei zu 
verpflichten, wenn deren rechtliches Gehör in schwerwiegender Weise ver-
letzt wurde und diese Verletzung zu nennenswerten Kosten führte, die oh-
ne die Gehörsverletzung nicht angefallen wären (SVR 2019 IV Nr. 93 S. 
316 E. 5.4.3; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 157 E. 5.2).

5.2.2 Die Beschwerdegegnerin hat vorliegend das rechtliche Gehör des 
Beschwerdeführers verletzt, indem sie im angefochtenen Einspracheent-
scheid zu Gewinnungskosten keine Stellung genommen hat. Dies obwohl 
der fehlende Abzug der Gewinnungskosten in allen drei Einsprachen 
(AB 34, 35, 37) moniert wurde (vgl. E. 2.3 hiervor). Der Beschwerdeführer 
beanstandet den Einspracheentscheid denn auch hauptsächlich wegen der 
Nichtberücksichtigung der Gewinnungskosten. Erst im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren nahm die Beschwerdegegnerin zu den Gewinnungs-
kosten Stellung. Zudem hat der Beschwerdeführer in der Beschwerde zu 
Recht auf einen Rechnungsfehler der Beschwerdegegnerin im Zusammen-
hang mit der Berechnung der familienrechtlichen Unterhaltsbeiträge hinge-
wiesen (vgl. E. 4.2 hiervor). Diese Punkte rechtfertigen es, der Beschwer-
degegnerin die von der B.________ AG mit Kostennote vom 11. März 2024 
geltend gemachten und nicht zu beanstanden Parteikosten von Fr. 810.-- 
aufzuerlegen. 

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 810.--, zu ersetzen.

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4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG z.H. des Beschwerdeführers
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.