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**Case Identifier:** 787289e0-350e-57b1-9cf2-b3a8ea467143
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.08.2023 720 2023 47 / 178 (720 23 47 / 178)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-47---178_2023-08-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. August 2023 (720 23 47 / 178) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Bemessung der Invalidität unter Würdigung des versicherungsexternen Gutach-

tens, der Geburts- oder Frühinvalidität gemäss Art. 26 IVV sowie eines leidensbe-

dingten Abzugs 

 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin i.V. Liv Engelhardt 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Stephan Müller, Advo-
kat, c/o Procap Schweiz, Frohburgstrasse 4, Postfach, 4601 Olten 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 

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A. Die 1988 geborene A.____ wurde am 4. Februar 1994 erstmals bei der IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) angemeldet, nachdem Sprachschwierigkeiten festgestellt wurden. Am 
16. Mai 1994 wurde ein psychoorganisches Syndrom im Sinne eines Geburtsgebrechens diag-
nostiziert. Am 31. Juli 2008 schloss sie ihre erstmalige berufliche Ausbildung zur Hauswirt-
schaftsangestellten ab. A.____ fand danach verschiedene Anstellungen im Bereich Gastrono-
mie, Kinderbetreuung sowie im Service in einem Altersheim. Zwischen diesen Arbeitsverhält-
nissen verzeichneten sich Phasen der Arbeitslosigkeit oder der psychischen Behandlung, da-
runter auch ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik. Am 25. Dezember 2013 kam der Sohn von 
A.____   zur Welt. Infolge psychischer Belastung, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führte, meldete 
sich A.____ am 27. Mai 2020 bei der IV-Stelle für die Ausrichtung einer IV-Rente an. Die IV-
Stelle beantragte daraufhin die Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung durch 
Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie. Gestützt auf dieses Gutachten vom 
23. Oktober 2021, auf das Antwortschreiben vom 31. März 2022 zu den Rückfragen seitens IV-
Stelle sowie der Tabelle der Lohnstrukturerhebung, TA1_tirage_skill_level des Bundesamts für 
Statistik (BfS) von 2018 (LSE Tabelle 2018) ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 
23 % ab dem 1. Februar 2021 und einen Invaliditätsgrad von 34 % ab dem 1. Mai 2021. Da 
diese Invaliditätsgrade nicht rentenbegründend seien, wies die IV-Stelle das Begehren auf IV-
Rente mit Verfügung vom 10. Januar 2023 ab.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Stephan Müller, am 12. Februar 
2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsgericht 
(Kantonsgericht). Sie beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 10. Januar 2023, die Zu-
sprechung einer halben Invalidenrente ab dem 1. November 2020 sowie einer Invalidenrente 
von 59 % ab dem 1. Januar 2022. Dies stütze sie im Wesentlichen auf Fehler im Gutachten von 
Dr. B.____ und eine falsche Berechnung des Invaliditätsgrades durch die IV-Stelle, unter ande-
rem weil auf die Tabelle der Lohnstrukturerhebung TA1_tirage_skill_level des Bundesamts für 
Statistik von 2020 (LSE Tabelle 2020) hätte abgestellt werden müssen. Auch beantragte 
A.____, die Kosten- und Entschädigungsfolgen der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und die 
unentgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche Verbeiständung zu bewilligen.  
 
C.  Mit Verfügung vom 15. Februar 2023 bewilligte das Kantonsgericht die unentgeltliche 
Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung. In ihrer Vernehmlassung vom 2. Mai 
2023 führte die IV-Stelle die Berechnung des Invaliditätsgrades anhand der LSE Tabelle 2020 
neu durch. Sie ermittelte einen Invaliditätsgrad von 26 % ab dem 1. Februar 2021 und einen 
Invaliditätsgrad von 36 % ab dem 1. Mai 2021, die nicht rentenbegründend seien. Folglich be-
antragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde.  
 
 
  

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, so dass die örtliche Zustän-
digkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 
beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kan-
tons Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene 
Beschwerde vom 12. Februar 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Ände-
rung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiter-
entwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung erging nach dem 
1. Januar 2022. Auf alle Rentenansprüche, die ab dem 1. Januar 2022 entstehen, finden grund-
sätzlich die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung (IVV) vom 17. Januar 1961 in der Fassung gültig ab dem 1. Januar 2022 Anwendung. Die 
Beschwerdeführerin brachte vor, dass vorliegend ein Revisionsgrund gemäss Rz. 9201 des 
Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Ja-
nuar 2022 vorliege und somit das neue Recht ab 1. Januar 2022 Anwendung finde. Rz. 9201 
KSIR besagt, dass ein solcher Revisionsgrund dann vorliegt, wenn die Voraussetzungen von 
Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 für laufende Renten von versicherten Personen, welche das 
55. Altersjahr noch nicht erreicht haben, erfüllt sind. Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin 
noch nie eine IV-Rente bezogen. Zwar hatte die IV-Stelle am 31. Oktober 2011 eine medizini-
sche Abklärung zwecks Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs angeordnet, doch wurde der 
Rentenanspruch aufgrund der Verletzung der Mitwirkungspflicht seitens Beschwerdeführerin mit 
Verfügung vom 10. September 2012 abgelehnt. Da die Beschwerdeführerin keine laufende 
Rente bezieht, ist Rz. 9201 KSIR somit nicht einschlägig. Hingegen greift Rz. 9101 KSIR, ge-
mäss welcher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der Fassung gültig bis 
31.  Dezember 2021 massgebend sind, wenn – wie hier – die Verfügung über die erstmalige 
Rentenzusprache nach dem 1. Januar 2022 erfolgt, jedoch einen Rentenanspruch vor dem 
1.  Januar 2022 begründet. Die Bestimmungen werden im Folgenden jeweils in dieser Version 
wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 
2.  Streitig ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 10. Januar 2023 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 

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3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
3.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer 
wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 
nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
3.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrads das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 313 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
4.1  Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang bezüglich wel-

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cher Tätigkeit die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus-
künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle an-
deren Beweismittel –  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit wei-
teren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten und Ärztinnen darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unter-
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits 
und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits 
(Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, 
öffentlich-rechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Admi-
nistrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen 
zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, 
weil die behandelnden Ärzte und Ärztinnen wichtige –  und nicht rein subjektiver ärztlicher In-

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terpretation entspringende –  Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, 
E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
4.5 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähig-
keit wesentlich beeinträchtigt. In BGE 143 V 409 und 143 V 418 hat das Bundesgericht ent-
schieden, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Be-
weisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses für somatoforme Leiden entwi-
ckelte Vorgehen definiert systematisierte Indikatoren, die –  unter Berücksichtigung von leis-
tungshindernden äusseren Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen 
(Ressourcen) anderseits –  erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu-
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2., E. 3.4 bis 3.6 und 4.1). Entscheidend ist dabei, unabhängig 
von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs-
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, 
wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 
mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ent-
schieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
6.  Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Berichte wiedergegeben werden, welche für den vorliegenden Entscheid zentral sind.  
 
6.1 Gemäss einem Antrag auf Kostenübernahme vom 6. Dezember 1993 vom pädago-
gisch-therapeutischen Dienst seien bei der Beschwerdeführerin im Alter von circa 4 Jahren in 
beinahe allen Bereichen Entwicklungsstörungen festgestellt worden; insbesondere seien ihr 

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Sprach- und Aufgabenverständnis, ihr Problemlösungsverhalten in unbekannten Situationen, ihr 
Formauffassen und Wiedergeben, ihre räumliche Orientierung und ihr Erinnerungsvermögen 
auffällig gewesen. 
 
6.2 Im Alter von 5 Jahren seien gemäss Arztbericht vom 16. Mai 1994 des Kinderspitals 
akustische Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprobleme im Sinne eines psychoorganischen 
Syndroms bei der Beschwerdeführerin diagnostiziert worden.  
 
6.3 Dr. med. C.____, FMH Kinder- und Jugendmedizin, vermerkte im Arztbericht vom 
7. Mai 2002 eine stark verminderte Konzentration und eine eingeschränkte Merkfähigkeit mit 
psychosomatischen Symptomen, psychischen Problemen sowie einer depressiven Verstim-
mung, die bis zu Suizidgedanken gehen könne. 
 
6.4 Aus dem Verlaufsbericht von Dr. med. D.____, FMH Kinder– und Jugendpsychiatrie 
und –psychotherapie, vom 24. Juni 2005 sowie aus dem dazugehörigen Beiblatt geht hervor, 
dass die Beschwerdeführerin mit einem psychoorganischen Syndrom diagnostiziert wurde.  
 
6.5 Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte im Arztbericht 
vom 6. Februar 2010 eine leichte Intelligenzminderung mit deutlicher Verhaltensstörung (ICD-
10 F70.1), eine mittelgradige depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.11) 
mit Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0).  
 
6.6 Die Beschwerdeführerin befand sich vom 18. Januar 2010 bis zum 26. März 2010 in 
stationärer Behandlung in der Klinik F.____, Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie. In 
dieser Zeitperiode sei sie gemäss Bericht vom 14. April 2010 von G.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Es wurde eine emotional instabile Persön-
lichkeitsstörung vom Borderline-Typus (ICD-10 F60.31) diagnostiziert, die schon seit mehreren 
Jahren bestanden habe. Es wurde prognostiziert, dass die Beschwerdeführerin nach Abschluss 
der tagesklinischen Behandlung zwecks Stabilisierung in absehbarer Zeit wieder einer geregel-
ten beruflichen Tätigkeit nachgehen könne.  
 
6.7 Am 3. März 2016 wurde auf Begehren der Beschwerdeführerin hin ein Gutachten von 
den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) zur Prüfung der intellektuellen Leistungsfä-
higkeit, des Gedächtnisses und der Konzentration verfasst. Es wurde festgestellt, dass die Kon-
zentrationsfähigkeit sowie das Arbeitstempo der Beschwerdeführerin unterdurchschnittlich sei-
en. Die Sorgfalt sei hingegen durchschnittlich. Daraus könne man schliessen, dass die Be-
schwerdeführerin bei einem unterdurchschnittlichen Arbeitstempo durchschnittlich viele Fehler 
begehe. Die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin liege insgesamt im durch-
schnittlichen Bereich, wobei der Subtest zum allgemeinen Wissen sowie der Test zum rechneri-
schen Denken unterdurchschnittlich ausfielen. Die Gedächtnisleistung der Beschwerdeführerin 

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sei durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Alle Werte bei der Prüfung der Aufmerksamkeit 
seien durchschnittlich ausgefallen.  
 
6.8 Am 9. März 2016 erstellte die UPK ein weiteres Gutachten, dieses Mal zur Prüfung des 
Vorliegens einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Es wurden mehrere 
Verfahren durchgeführt, deren Ergebnisse seien jedoch nicht konsistent in die Richtung einer 
ADHS im Erwachsenenalter zu interpretieren gewesen. Bei einem der Testverfahren habe es 
jedoch Hinweise auf das Vorliegen einer rezidivierenden Major Depression (ICD-10 F33) gege-
ben.  
 
6.9 In 2020 nahm die Beschwerdeführerin sodann die Behandlung bei Dr. H.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, auf. In einem Bericht vom 10. Juli 2020 führte diese aus, die 
Beschwerdeführerin leide unter einer rezidivierenden depressiven Störung mit einer Abschwä-
chung der Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit von leichtem bis mittelschwerem 
Grad. Auch sei eine kombinierte Persönlichkeitsstörung vom Typ ICD-10 F61 sowie eine Min-
derbegabung unklaren Grades festgestellt worden. Dr. H.____ halte einen Arbeitseinsatz von 
16 Stunden pro Woche mit maximal 4 Stunden pro Tag für angemessen. Auch brauche die Be-
schwerdeführerin die Möglichkeit, ihr Arbeitstempo sowie die Arbeitsdauer und –aufteilung 
selbst zu bestimmen.  
 
6.10 Die IV-Stelle beauftragte Dr. B.____ mit einer psychiatrischen Begutachtung der Be-
schwerdeführerin. Mit Gutachten vom 23. Oktober 2021 sowie dem Antwortschreiben vom 
31.  März 2022 stellte er Testresultate fest, die mit einer schweren depressiven Symptomatik 
vereinbar seien. Auch wurde das Vorliegen von Aktivitäts- und Partizipationsstörungen unter-
sucht, wobei bei einer Tätigkeit in der Hotellerie Werte einer nicht vorhandenen, einer leichten 
sowie einer mittelgradigen Beeinträchtigung festgehalten wurden; in einer angepassten Tätig-
keit wurde nur eine mittelgradige Beeinträchtigung im Bereich der Durchhaltefähigkeit festge-
stellt, die restlichen Beeinträchtigungsgrade waren entweder leicht oder nicht vorhanden. Auch 
berichte die Beschwerdeführerin über Impulsivität, eine Neigung zu Wutausbrüchen, Stim-
mungsschwankungen und Schwierigkeiten bei der Beibehaltung von Handlungen, die nicht un-
mittelbar belohnt würden. In Anbetracht dieser Resultate und der Anamnese diagnostizierte 
Dr. B.____ bei der Beschwerdeführerin eine chronifizierte depressive Störung mit generalisier-
ten Ängsten (ICD-10 F32.1), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und eine emotio-
nal-instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ (ICD-10 F60.30). Zwar bestünden 
deutliche Aufmerksamkeitsdefizite, doch könne das Vorliegen von ADHS nicht bestätigt werden. 
Die Schwierigkeit der Beschwerdeführerin, sich für Tätigkeiten zu motivieren, die nicht unmittel-
bar belohnt werden, würden zur emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung gehören, doch sei 
die Einschränkung bei der Beschwerdeführerin allenfalls leicht, zumal sie ein Jahr lang zu 
100 % in der Kinderbetreuung tätig gewesen sei. Die Depression der Beschwerdeführerin und 
die damit einhergehende Müdigkeit und Schlafstörungen würden zu einer Einschränkung ihrer 
Durchhaltefähigkeit und Anpassungsfähigkeit an Vorgaben Dritter führen. Auch die fachlichen 

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Kompetenzen könnten in depressiven Phasen aufgrund von Konzentrationsstörungen einge-
schränkt sein. Die Interaktion sei auch durch die affektive Alteration beeinträchtigt. Insbesonde-
re stellte Dr. B.____ fest, dass die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Kindheit psychosomati-
sche Symptome sowie depressive Verstimmungen bis hin zu Suizidgedanken gezeigt habe. Die 
Depressionssymptome seien auch im Erwachsenenalter festgestellt worden, zuletzt im Bericht 
von Dr. H.____ vom 10. Juli 2020. Hieraus schloss Dr. B.____ auf eine Einschränkung von 
20 % in jeglicher Tätigkeit seit Schulabschluss der Beschwerdeführerin. Mangels eines klaren 
Datums, an dem sich die Symptomatik verschlechtert hat, ging er ab Aufnahme der Behandlung 
bei Dr. H.____ und somit ab Februar 2020 von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
40 % in angestammter Tätigkeit und 30 % in angepasster Tätigkeit aus. Ab Mai 2021 habe sich 
die Arbeitsunfähigkeit auf 50 % in angestammter Tätigkeit und 40 % in angepasster Tätigkeit 
erhöht. Er führte aus, dass eine Tätigkeit ideal sei, welche die Beschwerdeführerin einigermas-
sen im eigenen Tempo verrichten und bei der sie nach Bedarf Pausen einlegen könne.  
 
6.11 Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom regionalen ärztlichen 
Dienst (RAD) erachtete die gutachterliche Beurteilung von Dr. B.____ im Schreiben vom 5. April 
2022 für nachvollziehbar.  
 
6.12 Am 23. August 2022 nahm Dr. H.____ Stellung zum Gutachten vom 23. Oktober 2021, 
zum Antwortschreiben vom 31. März 2022 sowie zur Prüfung des RAD vom 5. April 2022. Sie 
führte aus, die intellektuellen Defizite und die Persönlichkeitsstörung bzw. die Persönlichkeits-
züge der Beschwerdeführerin seien zu wenig beachtet worden. Die Resultate der Diagnostik 
und Behandlung an der Klinik F.____, Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, würden 
nicht diskutiert werden und auch die testpsychologische Untersuchung vom Februar 2016 sei 
vernachlässigt worden. Weiter sei auch nicht auf die frühkindliche Entwicklungsverzögerung, 
die Schwierigkeiten bei der Ausbildung, die Unfähigkeit, eine berufliche Ausbildung zu erlangen 
und eine Stelle mindestens bis Ende der Probezeit zu behalten, eingegangen worden. Somit 
seien auch die Angaben über die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht korrekt. 
Dr. H.____ befand, dass in einem geschützten Rahmen (kein Stress, kein Zeitdruck, keine Ak-
kordarbeit, Arbeit in einem kleinen Team, guter Kontakt mit den Vorgesetzten und besonders 
ausführliche Einleitung und Erklärung) eine Beschäftigung von 30 % bis 40 % erfolgen könne.    
 
7.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die Ergebnisse 
des Gutachtens von Dr. B.____ vom 23. Oktober 2021 und des Antwortschreibens vom 
31. März 2022. In ihrer Beschwerde kritisierte die Beschwerdeführerin das Gutachten von 
Dr. B.____ dahingehend, dass von einer wesentlich höheren Einschränkung der Motivation und 
der konstanten Arbeitsweise ausgegangen werden müsse, als dies im Gutachten gemacht wer-
de. Dr. B.____ stütze seine Einschätzung einer allenfalls leichten krankheitsbedingten Ein-
schränkung der Motivation auf den Umstand, dass die Beschwerdeführerin in der Kinderbetreu-
ung für ein Jahr zu einem Pensum von 100 % gearbeitet habe. Dabei verkenne er, dass dies 
ihre einzige Anstellung mit einem Vollzeitpensum gewesen sei und dass diese Anstellung nun 

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fast schon 10 Jahre zurückliege. Auch sei die Beschwerdeführerin seit Ende Oktober 2008 nur 
während rund drei Jahren erwerbstätig gewesen und dies meist im Rahmen von Praktika, beruf-
lichen Massnahmen oder Beschäftigungsprogrammen. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer 
Vernehmlassung weiterhin am Gutachten von Dr. B.____ fest; es würde keine konkreten Indi-
zien geben, die gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen würden.  
 
7.2 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b 
mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). Hinsichtlich des Be-
weiswertes des Gutachtens ist entscheidend, ob dieses für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Im Rahmen des Gutachtens vom 23. Oktober 2021 wurden 
Untersuchungen zum Vorliegen einer Depression, ADHS und Aktivitäts- und Partizipationsstö-
rungen durchgeführt und zudem das Vorliegen einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstö-
rung vom impulsiven Typ festgestellt. Der Fokus des Gutachtens auf diese Störungsbilder ist 
nachvollziehbar mit Blick auf die aufgeführten vergangenen Diagnosen der Beschwerdeführerin 
sowie die von ihr erwähnte Erschöpfung, Probleme mit der Aufmerksamkeit und Unverträglich-
keit mit Druck. Das Gutachten geht sowohl auf die Anamnese der Beschwerdeführerin sowie 
auf ihren persönlichen, schulischen und beruflichen Lebenslauf und aktuelle Lebenssituation 
ein. Im Übrigen wurde die Begutachtung lege artis durchgeführt. Zu beanstanden ist allenfalls, 
dass bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht im Detail darauf ein-
gegangen wird, wie sich die verschiedenen Störungsbilder auf die Arbeitsfähigkeit genau aus-
wirken. Dieser Umstand allein ist jedoch noch kein konkretes Indiz, das gegen die Zuverlässig-
keit des Gutachtens sprechen würde. Zu prüfen ist, ob andere konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit des Gutachtens sprechen.  
 
7.3 Der Argumentation der Beschwerdeführerin, nach der von einer grösseren Einschrän-
kung der Motivation und konstanten Arbeitsweise ausgegangen werden müsse, ist nicht zu fol-
gen. Entgegen ihrer Behauptung, dass sie einzig während ihrer Anstellung in der Kinderbetreu-
ung vom 16. April 2012 bis zum 31. Juli 2013 zu einem Vollzeitpensum gearbeitet habe, hat die 
Beschwerdeführerin sehr wohl bereits früher im Gastronomiebereich zu 100 % gearbeitet. So 
hat sie gemäss Arbeitszeugnis von Februar 2009 ein vollzeitiges Arbeitstraining bei J.____ AG 
vom 27. Oktober 2008 bis zum 26. April 2009 absolviert. Gemäss Aussagen der Beschwerde-
führerin im Rahmen der Begutachtung durch Dr. B.____ habe sie auch nachfolgend vom 
11. Mai 2009 bis zum 10. November 2009 eine Anstellung von 100 % bei K.____ gehabt; im 

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entsprechenden Arbeitszeugnis vom 23. November 2009 wird der Beschäftigungsgrad nicht 
genannt. Zwar liegt die Praktikumsstelle als Kleinkinderzieherin bereits über 10 Jahre zurück, 
doch ist auch zu beachten, dass die Beschwerdeführerin diese Anstellung nur verliess, weil 
gemäss Arbeitszeugnis vom 5. Juli 2013 keine Lehrstellen in diesem Bereich mehr verfügbar 
gewesen seien und nicht aus mangelndem Interesse. Sodann habe die Beschwerdeführerin 
gemäss dem UPK-Gutachten vom 24. Februar 2016 das Gutachten beantragt, um festzustellen, 
ob sie für eine Ausbildung zur Fachfrau in Kinderbetreuung geeignet sei. Vor diesem Hinter-
grund scheint es nachvollziehbar, von einer allenfalls leichten krankheitsbedingten Einschrän-
kung der Motivation durch die Persönlichkeitsstörung der Beschwerdeführerin auszugehen.  
 
7.4 Auch die von Dr. H.____ aufgeführten vermeintlichen Mängel an dem Gutachten sind 
nicht ersichtlich. Auf die von Dr. H.____ erwähnten intellektuellen Defizite ging Dr. B.____ auf 
S. 17 ein, wo er auf eine neuropsychologische Testung Bezug nimmt, gemäss welcher der IQ-
Wert der Beschwerdeführerin im Normalbereich liege. Auch das Vorliegen einer emotional-
instabilen Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ wurde auf S. 19 anhand bestimmter Per-
sönlichkeitszüge der Beschwerdeführerin begründet. Im Rahmen der «Würdigung von Fähigkei-
ten, Ressourcen und Belastungen» auf S. 22 führte er ferner die Motivationsschwierigkeiten der 
Beschwerdeführerin auf diese Persönlichkeitsstörung zurück. Insofern berücksichtigte er – auch 
wenn er dies nicht explizit erwähnte – die Behandlung an der Klinik F.____, Fachklinik für Psy-
chiatrie und Psychotherapie, wo die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung erstmals gestellt 
wurde. Dr. H.____ bemängelte auch, dass die testpsychologischen Untersuchungen aus 2016 
nicht genug berücksichtigt worden seien. Nachdem im Gutachten der UPK vom 9. März 2016 
keine ADHS festgestellt wurde –  trotz dem Bestehen einer unterdurchschnittlichen Konzentra-
tionsfähigkeit und einem unterdurchschnittlichen Arbeitstempo gemäss Gutachten vom 3. März 
2016 – prüfte Dr. B.____ deren Vorliegen nochmals. Er stellte deutliche Aufmerksamkeitsdefizi-
te fest, das Resultat spreche jedoch nicht für das Vorliegen einer ADHS. Dr. B.____ und das 
UPK-Gutachten vom 9. März 2016 kommen demgemäss zu übereinstimmenden Resultaten 
bezüglich der ADHS-Diagnose. Vor diesem Gesichtspunkt scheint es nicht erforderlich, die 
UPK-Gutachten ausführlicher zu behandeln, als dies unter dem Titel «Relevante Akten» auf 
S. 8 f. vorgenommen wurde. Schliesslich ist auch der Behauptung von Dr. H.____, es sei nicht 
auf die Schwierigkeiten bei der Ausbildung oder am Arbeitsplatz eingegangen worden, nicht zu 
folgen; die genannten Schwierigkeiten wurden im Gutachten an mehreren Stellen erwähnt. Wei-
ter begründete Dr. B.____ die wenigen Ressourcen der Beschwerdeführerin auf S. 22 mit ihren 
Problemen bei der Ausbildung. Er merkte richtigerweise auch an, dass bei der gutachterlichen 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit krankheitsfremde Faktoren, wie etwa die längere Arbeitslosig-
keit der Beschwerdeführerin, nicht berücksichtigt werden dürfen.  
 
7.5 Zusammengefasst gehen aus den Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie dem 
Bericht von Dr. H.____ keine Gesichtspunkte hervor, die vom psychiatrischen Gutachter nicht 
berücksichtigt worden sind oder dessen Zumutbarkeitsbeurteilung als offensichtlich unzutref-
fend erscheinen lassen. Vor diesem Hintergrund kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 

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126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf weitere Abklärungen verzichtet und davon aus-
gegangen werden, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit ab Februar 2020 zu 
40 % in angestammter Tätigkeit und zu 30 % in angepasster Tätigkeit und ab Mai 2021 zu 50 % 
in angestammter Tätigkeit und zu 40 % in angepasster Tätigkeit eingeschränkt war. 
 
8.1 Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 3.3 hiervor), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Ver-
sicherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dabei ist in zeitlicher Hinsicht 
grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns abzu-
stellen (BGE 129 V 222, 128 V 174). Der Anspruch auf eine Rente besteht gemäss Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG für Versicherte, die während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 
durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind. Frühestens entsteht der An-
spruch nach Ablauf von 6 Monaten nach Geltendmachung des Rentenanspruchs und frühes-
tens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Die Be-
schwerdeführerin stellte für den Beginn des Rentenanspruchs auf den 1. November 2020 ab, 
6 Monate nach Einreichung ihres Gesuchs am 27. Mai 2020. Sie verkannte dabei jedoch, dass 
die einjährige Wartefrist gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, die mit Eintritt der Arbeitsunfähigkeit 
von 40 % in angestammter Tätigkeit und somit am 1. Februar 2020 zu laufen begann, am 
1. November 2020 noch nicht abgelaufen ist. Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt somit auf 
den 1. Februar 2021. Durch die Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit auf 50 % in angestammter 
Tätigkeit ab Mai 2021 liegt eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit vor, die gemäss Art. 88a 
Abs. 2 IVV für die IV-Rente zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung 
drei Monate gedauert hat. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Wartefristen ist somit einer-
seits der Rentenanspruch ab dem 1. Februar 2021 sowie andererseits der Rentenanspruch ab 
dem 1. August 2021 zu prüfen. Für den nachfolgend durchzuführenden Einkommensvergleich 
sind die in diesem Zeitpunkt gegebenen Einkommensverhältnisse massgebend. 
 
8.2.1  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte Per-
son im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde (Art. 29 Abs. 1 IVG; 
BGE 135 V 59 E. 3.1, 131 V 53 E. 5.1.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 
2020, 8C_795/2019, E. 3.2 und vom 14. Januar 2020, 8C_630/2019, E. 4.1). Da nach empiri-
scher Feststellung in der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden 
wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des Valideneinkommens grundsätzlich der letz-
te vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, nötigenfalls der Teuerung und der realen 
Einkommensentwicklung angepasste Verdienst (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Januar 
2020, 8C_630/2019, E. 4.1, in: SVR 2020 IV Nr. 37, S. 131, mit Verweis auf BGE 139 V 30 
E. 3.3.2, 135 V 59 E. 3.1, 134 V 325 E. 4.1, je mit Hinweisen). Ausnahmen müssen mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 30 E. 3.3.2; vgl. auch Urteil des Bun-
desgerichts vom 6. Oktober 2020, 9C_316/2020, E. 3.1 und vom 11. September 2020, 
8C_402/2020, E. 4.1). 

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8.2.2 In der Verfügung vom 10. Januar 2023 berechnete die Beschwerdegegnerin das Vali-
deneinkommen der Beschwerdeführerin anhand der LSE Tabelle 2018 und stellte dabei auf 
Sektor 55-56 Gastgewerbe/Beherbergung u. Gastronomie mit dem Kompetenzniveau 1 für 
Frauen ab. In der Vernehmlassung änderte die IV-Stelle ihr Vorgehen und stellte auf die LSE 
Tabelle 2020 ab. Neu unterschied sie auch zwischen dem Valideneinkommen im Jahr 2020 und 
im Jahr 2021, obschon – wie hiervor unter E. 8.1 ausgeführt – der frühestmögliche Beginn des 
Rentenanspruchs auf den 1. Februar 2021 fällt. Die Beschwerdegegnerin eruierte für das Jahr 
2020 ein Valideneinkommen von Fr. 50'452.-- im Jahr und für das Jahr 2021 ein Validenein-
kommen von Fr. 50'603.--.  
 
8.2.3.  Auch die Beschwerdeführerin stellte für die Berechnung des Valideneinkommens auf 
die LSE Tabelle 2020 ab. Im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin bezog sie sich auf das Total 
aller Branchen für Frauen unter Anwendung des Kompetenzniveaus 2. Den monatlichen Durch-
schnittslohn von Fr. 5'046.-- bei einer Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche rechnete sie auf 
die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden um und multiplizierte dieses Ergebnis mal 12 
für ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 63'125.--. 
 
8.2.4 Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die Beschwerdeführerin stellten mit Blick auf 
die vergleichsweise geringe Arbeitserfahrung der Beschwerdeführerin bei der Eruierung des 
Valideneinkommens nicht auf deren tatsächliches Einkommen ab. Sie unterliessen beim Abstel-
len auf die LSE Tabellenlöhne jedoch, das Vorliegen einer Geburts- oder Frühinvalidität gemäss 
Art. 26 IVV zu prüfen. Geburts- und Frühinvalide im Sinne von Art. 26 Abs. 1 IVV sind Versi-
cherte, die seit ihrer Geburt oder Kindheit an einem Gesundheitsschaden leiden und deshalb 
keine zureichenden beruflichen Kenntnisse erwerben können. Darunter fallen all jene Personen, 
die wegen ihrer Invalidität überhaupt keine Berufsausbildung absolvieren können. Ebenso ge-
hören dazu indes Versicherte, die zwar eine Berufsausbildung abschliessen, zu deren Beginn 
jedoch bereits invalid waren und die absolvierte Ausbildung wegen ihrer Invalidität auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht in gleicher Weise «ummünzen» können wie nichtbehinderte 
Personen mit derselben (ordentlichen) Ausbildung. Steht dagegen fest, dass nicht invaliditäts-
bedingte Gründe, sondern z.B. solche familiärer oder wirtschaftlicher Art den Erwerb genügen-
der beruflicher Kenntnisse verunmöglichten, liegt keine Geburts- oder Frühinvalidität vor (Urteil 
des Bundesgerichts vom 11. April 2019, 9C_233/2018, E. 1.2 mit zahlreichen Hinweisen). Nach 
Art. 26 Abs. 1 IVV entspricht bei Versicherten, die wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben konnten, das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide 
erzielen könnten, den in dieser Bestimmung genannten, nach dem Alter abgestuften Prozents-
ätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss vom Bundesamt für Statistik herausge-
gebener LSE. Abs. 2 dieser Bestimmung schreibt vor, dass bei Versicherten, die wegen der 
Invalidität eine begonnene berufliche Ausbildung nicht abschliessen konnten, das Erwerbsein-
kommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnten, dem durchschnittlichen Einkommen eines 
Erwerbstätigen im Beruf entspricht, für den die Ausbildung aufgenommen wurde.  

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8.2.5 Zu prüfen ist zuerst, ob die Beschwerdeführerin seit ihrer Geburt oder Kindheit an ei-
nem Gesundheitsschaden leidet. Schon mit circa 4 Jahren wurden bei der Beschwerdeführerin 
gemäss einem Antrag auf Kostenübernahme vom 6. Dezember 1993 vom pädagogisch-
therapeutischen Dienst in beinahe allen Bereichen Entwicklungsstörungen festgestellt. Gemäss 
Arztbericht vom 16. Mai 1994 des Kinderspitals, als die Beschwerdeführerin 5 Jahre alt war, 
wurden auch akustische Wahrnehmungs- und Verarbeitungsprobleme im Sinne eines psycho-
organischen Syndroms diagnostiziert. Einige Jahre später wurde gemäss Arztbericht von Dr. 
C.____ vom 7. Mai 2002 eine depressive Verstimmung bemerkt, die bis zu Suizidgedanken 
gehen könne. Demgemäss bestehen konkrete Indizien einer frühen Gesundheitsbeeinträchti-
gung der Beschwerdeführerin. Dies wird ferner gestützt durch ihre schulischen Leistungen und 
ihren Unterstützungsbedarf; in der Realkleinklasse wurde die Beschwerdeführerin als eine leis-
tungsmässig «sehr schwache Schülerin» beschrieben, die ein zusätzliches Schuljahr für die 
Berufsfindung und emotionale Reifung benötige (Beiblatt zum Verlaufsbericht vom 24. Juni 
2005). Vom 8. August 2005 bis zum 31. Juli 2006 besuchte sie dann einen Jugendförderkurs, 
wobei sie von der IV-Stelle unterstützt wurde. Schliesslich ging auch Dr. B.____ in seinem Gut-
achten davon aus, dass die Beschwerdeführerin bereits seit ihrem Schulabschluss zu 20 % in 
jeglicher Tätigkeit eingeschränkt sei. Aufgrund der frühen Diagnosen, der schlechten schuli-
schen Leistungen, der zusätzlichen Förderung sowie der Einschätzung des Gutachters ist vor-
liegend davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Geburt oder zumindest seit 
ihrer Kindheit an einem Gesundheitsschaden litt. 
 
8.2.6 Trotz dieses Gesundheitsschadens konnte die Beschwerdeführerin ihre Ausbildung zur 
Hauswirtschaftsangestellten vom 1. August 2006 bis zum 31. Juli 2008 bei der Haushaltungs-
schule L.____ erfolgreich abschliessen. Fraglich bleibt somit, ob die Beschwerdeführerin diese 
Ausbildung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in gleicher Weiser «ummünzen» kann, wie 
eine Person ohne Gesundheitsschaden dies tun könnte. Die IV-Stelle prognostizierte nach dem 
Abschluss der Ausbildung zumindest, dass die Beschwerdeführerin nun rentenausschliessend 
eingliederbar sei. Sie wurde im Folgenden von der IV-Stelle auch im Rahmen einer Arbeitsver-
mittlung unterstützt. Die Beschwerdeführerin trat nach ihrer Ausbildung keine direkte An-
schlussstelle an, doch absolvierte dafür vom 27. Oktober 2008 bis zum 26. April 2009 ein Ar-
beitstraining im Gastronomiebereich mit einem Pensum von 100 %. Zwar habe sie gemäss ei-
nem Bericht ihres damaligen Arbeitsgebers vom 30. April 2009 im Verlauf dieses Arbeitstrai-
nings grosse Fortschritte gezeigt, doch sei sie den Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes 
nicht gerecht geworden. Unter anderem sei sie stark von Betreuung abhängig gewesen, habe 
enorme Lücken im Umgang mit Behörden und den allgemeinen Anforderungen des Arbeits-
marktes gezeigt und habe viel Unterstützung und Wiederholungen gebraucht, bis sie Informati-
onen aufnehme und Handlungsmöglichkeiten üben könne. Ab dem 10. Mai 2009 arbeitete die 
Beschwerdeführerin wieder im Gastronomiebereich zu 100 %, befristet bis 10. November 2009. 
Mit Verfügung vom 31. August 2009 beendete die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung, da die In-
tegration in den Arbeitsmarkt innert angemessener Zeit misslungen sei. Am 14. Januar 2010 

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meldete sich die Beschwerdeführerin wieder bei der IV-Stelle für Unterstützung wegen Ein-
schränkungen aufgrund von ADS und Depression. Kurz darauf trat sie am 18. Januar 2010 bis 
zum 23. März 2010 stationär in die Klinik F.____, Fachklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, 
über. Sodann teilte die IV-Stelle der Beschwerdeführerin am 22. Juni 2010 mit, dass eine beruf-
liche Abklärung vom 14. Juni 2010 bis zum 13. September 2010 stattfinden werde. Diese Abklä-
rung werde durch die Stiftung M.____ durchgeführt. Somit absolvierte die Beschwerdeführerin 
dort vom 14. Juni 2010 bis zum 15. September 2010 ein Arbeitstraining im Service. Gemäss der 
IV-Stelle seien die Rückmeldungen des Arbeitgebers hier negativ gewesen, da die Beschwer-
deführerin keine Lernfortschritte gezeigt habe und durch ihre Hüftschmerzen eingeschränkt ge-
wesen sei. Daraufhin wurde am 31. Oktober 2011 eine medizinische Abklärung mit Blick auf 
einen möglichen IV-Rentenanspruch für Januar 2012 durch die IV-Stelle angeordnet, der 
schlussendlich wegen einer Verletzung der Mitwirkungspflicht seitens Beschwerdeführerin ab-
geschrieben wurde (Verfügung vom 10. September 2012). Am 1. Dezember 2011 nahm die 
Beschwerdeführerin die Arbeit an einem geschützten Arbeitsplatz bei der Stiftung N.____ zu 
50 % auf bis zum 14. April 2012. Dabei war sie unter anderem für den Ausschank, das Bedie-
nen des Kassensystems, das Bügeln und für weitere administrative Aufgaben zuständig. Ab 
dem 16. April 2012 trat die Beschwerdeführerin eine Praktikumsstelle als Kleinkinderzieherin in 
einer Kindertagesstätte an. Diese Stelle verliess sie am 31. Juli 2013, weil gemäss Arbeits-
zeugnis vom 5. Juli 2013 keine Lehrstellen mehr verfügbar gewesen seien. Nachdem der Sohn 
der Beschwerdeführerin am 25. Dezember 2013 zur Welt kam, arbeitete die Beschwerdeführe-
rin noch vom 1. Januar 2015 bis zum 30. Juni 2015 befristet und im Rahmen eines Förderpro-
gramms in einem Alters- und Pflegeheim zu 40 % sowie vom 1. August 2016 bis zum 21. Okto-
ber 2016 als Sozialpraktikantin Fachperson Betreuung in einer Kita zu 60 %.     
 
8.2.7 Aus dem soeben Ausgeführten geht hervor, dass es der Beschwerdeführerin nach Ab-
schluss ihrer Ausbildung nicht gelang, in einem längerfristigen Arbeitsverhältnis zu verweilen. 
So war die Beschwerdeführerin am längsten als Praktikantin in einer Kindertagesstätte tätig mit 
einer Anstellungsdauer von etwas über einem Jahr; die restlichen Arbeitsverhältnisse dauerten 
jeweils nur einige Monate. Auch waren die Stellen der Beschwerdeführerin oft nur befristet oder 
wurden im Rahmen eines Praktikums, eines geschützten Arbeitsplatzes, eines Arbeitstrainings 
oder einer beruflichen Abklärung absolviert. Teilweise bestanden längere Pausen zwischen den 
einzelnen Arbeitsverhältnissen und dies bereits vor der Geburt des Sohnes der Beschwerdefüh-
rerin. Auch fielen gewisse Rückmeldungen der ehemaligen Arbeitgeber negativ aus, unter an-
derem aufgrund des hohen Unterstützungsbedarfs der Beschwerdeführerin. Gesamthaft sind 
diese Faktoren auf den Gesundheitsschaden und nicht auf wirtschaftliche oder familiäre Gründe 
zurückzuführen. So nahm die prozentmässige Arbeitsleistung nach der Geburt des Sohnes der 
Beschwerdeführerin zwar ab und sie verzeichnete nach der Geburt längere Pausen zwischen 
den Arbeitsverhältnissen, doch war die berufliche Laufbahn der Beschwerdeführerin bereits vor 
der Geburt von längeren Unterbrüchen gezeichnet und trat sie auch schon vorher eine Anstel-
lung von 50 % im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes an. Weiter sind auch die negativen 
Rückmeldungen seitens Arbeitgeber sowie mangelnde Festanstellungen – auch mit Blick auf 

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die damalige Arbeitsunfähigkeit von 20 % – nicht auf eine schlechte wirtschaftliche Lage zu-
rückzuführen. Somit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ihre Ausbildung auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht in gleicher Weiser «ummünzen» konnte, wie eine Per-
son ohne Gesundheitsschaden dies tun könnte. Daraus folgt, dass sich das Valideneinkommen 
gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV bemisst. Gemäss IV-Rundschreiben Nr. 403 des Bundesamts für 
Sozialversicherungen (BSV) vom 17. November 2020 beträgt das massgebende Einkommen 
zur Invaliditätsbemessung bei Personen, die das 30. Altersjahr im Zeitpunkt des Rentenbeginns 
bereits zurückgelegt haben, Fr. 83'500.--. 
 
8.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 
von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 
steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – beson-
ders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleiben-
de Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 
aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsäch-
lich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkom-
men gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so 
können nach der Rechtsprechung die Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 143 V 295 
E. 2.2). 
 
8.3.2 Bei der Festsetzung des Invalideneinkommens ab dem 1. Februar 2021 respektive ab 
dem 1. Mai 2021 ging die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 10. Januar 2023 von der 
LSE Tabelle 2018 aus und stellte dabei auf das Total für Frauen mit dem Kompetenzniveau 1 
ab. In der Vernehmlassung korrigierte die Beschwerdegegnerin richtigerweise ihre Berechnung 
und stellt auf das Total für Frauen mit dem Kompetenzniveau 1 in der LSE Tabelle 2020 ab. 
Letzterem Vorgehen folgte auch die Beschwerdeführerin bei der Berechnung des Invalidenein-
kommens. Vorliegend findet die LSE Tabelle 2020 Anwendung. Weil die Beschwerdeführerin 
mit ihrer Ausbildung als Hauswirtschaftspraktikantin in einer Vielzahl von Branchen hätte tätig 
sein können und sich mit Blick auf ihre geringe Arbeitserfahrung keine klare Präferenz für einen 
bestimmten Bereich abzeichnete, ist der Auffassung der Parteien zu folgen, dass auf den To-
talwert aller Branchen für Frauen abzustellen ist. Weil die Beschwerdeführerin gemäss Gutach-
ten vom 23. Oktober 2021 idealerweise einer vergleichsweise simplen Tätigkeit mit simplen 
Aufgaben und geringen Anforderungen an die fachliche Kompetenz und Interaktionsfähigkeit 
nachgehen sollte, die ohne Zeitdruck und mit Pausen nach Bedarf verrichtet werden kann, ist 
auch das Abstellen auf das Kompetenzniveau 1 angebracht.  
 
8.3.3 Die Beschwerdeführerin machte geltend, dass beim lnvalideneinkommen zusätzlich ein 
leidensbedingter Abzug zu berücksichtigen sei. Von dem gestützt auf statistische Werte ermit-
telten Invalideneinkommen sind praxisgemäss verschiedene Abzüge zulässig. Damit soll der 
Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und 

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Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung 
die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 
126 V 78 f. E. 5a). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen und darf 25 % nicht überstei-
gen (BGE 134 V 327 f. E. 5.2, 126 V 79 f. E. 5b/aa-cc). Der gesamthaft vorzunehmende Abzug 
stellt eine Schätzung dar. Bei deren Überprüfung kann es nicht darum gehen, dass die kontrol-
lierende richterliche Behörde ihr Ermessen an die Stelle der Vorinstanz setzt. Hingegen ist zu 
beurteilen, ob der zu überprüfende Entscheid, den die Behörde nach dem ihr zustehenden Er-
messen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen 
hat, nicht zweckmässigerweise anders hätte ausfallen sollen. Soll in die Ermessensbetätigung 
der Vorinstanz eingegriffen werden, muss sich die richterliche Behörde demnach auf Gegeben-
heiten abstützen können, die eine abweichende Ermessensausübung als näher liegend er-
scheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2005, 
U 420/04, E. 2.3). 
 
8.3.4 In der angefochtenen Verfügung vom 10. Januar 2023 diskutierte die Beschwerdegeg-
nerin keine krankheitsfremden Faktoren, welche zur Gewährung eines leidensbedingten An-
spruchs führen könnten. Im Gutachten vom 23. Oktober 2021 wurde aber hervorgehoben, dass 
krankheitsfremde Faktoren wie die längere Arbeitslosigkeit der Beschwerdeführerin nicht in die 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung miteingeflossen sind. Auch die Arbeit im eigenen Tempo und die 
Pausen nach Bedarf können gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung mit einem leidens-
bedingten Abzug von maximal 15 % berücksichtigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 
6. Januar 2006, 9C_324/2008, E. 3.2.3 in fine). Demgemäss können die genannten Faktoren, 
welche erfahrungsgemäss die Stellensuche erschweren, im Rahmen des leidensbedingten Ab-
zugs berücksichtigt werden. Das Gericht erachtet vorliegend einen leidensbedingten Abzug von 
10 % für angebracht.  
 
8.3.5 In Anbetracht des Ausgeführten wird das Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin 
folgendermassen berechnet: Laut LSE Tabelle 2020 belief sich das Total aller Frauenlöhne im 
Kompetenzniveau 1 auf Fr. 4'276.-- im Jahr 2020. Dieser Tabellenlohn beruht auf einer einheit-
lichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden und ist deshalb auf die durchschnittliche Wochenar-
beitszeit des Jahres 2021 von 41,7 Stunden (Tabelle 03.02.03.01.04.01, BfS) umzurechnen. 
Unter Berücksichtigung des leidensbedingten Abzugs von 10 %, einer Nominallohnentwicklung 
bei Frauen im Jahr 2021 von 0,6 % (vgl. Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenprei-
se und der Reallöhne, 2010-2022, Tabelle 03.04.03.02.01, BfS) sowie eines zumutbaren Pen-
sums von 70 % in angepassten Tätigkeiten ab dem 1. Februar 2021 respektive von 60 % in 
angepassten Tätigkeiten ab dem 1. Mai 2021 resultiert ab dem 1. Februar 2021 ein jährliches 
Invalideneinkommen von Fr. 33'903.-- (Fr. 4'276.-- x 12 : 40 x 41,7 x 90 % x  1,006 x 70 %) und 
ab dem 1. Mai 2021 ein jährliches Invalideneinkommen von Fr. 29'059.-- (Fr. 4'276.-- x 12 : 40 x 
41,7 x 90 % x 1,006 x 60 %).   

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8.4 Aus einer Gegenüberstellung des Valideneinkommens von Fr. 83'500.-- und des Inva-
lideneinkommens von Fr. 33'903.-- ab dem 1. Februar 2021 und von Fr. 29'059.-- ab dem 1. Mai 
2021 resultiert ein Invaliditätsgrad von 59 % ab dem 1. Februar 2021 und von 65 % ab dem 
1.  Mai 2021. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die Beschwerdeführerin ab dem 1. Februar 2021 
somit Anspruch auf eine halbe Rente. Unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 2 IVV, gemäss 
dem eine Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit erst dann zu berücksichtigen ist, wenn sie 
ohne wesentliche Unterbrechung 3 Monate gedauert hat, hat die Beschwerdeführerin 3 Monate 
nach dem 1. Mai 2021 und somit ab dem 1. August 2021 Anspruch auf eine Dreiviertelrente. 
Die Beschwerde wird deshalb in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene Verfügung vom 
10. Januar 2023 aufgehoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Februar 
2021 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. August 2021 Anspruch auf eine Dreiviertelrente 
hat.  
 
9.1  Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- 
fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Par-
tei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend unterliegt die Beschwerdegegnerin, wes-
halb die Verfahrenskosten ihr zu auferlegen sind. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person An-
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Da die Beschwerdeführerin obsiegende Partei ist, ist ihr 
eine Parteientschädigung zulasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter 
der Beschwerdeführerin hatte in der Honorarnote vom 15. Mai 2023 für das vorliegende Verfah-
ren einen Zeitaufwand von 11,15 Stunden ausgewiesen, was sich in Anbetracht der sich stel-
lenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist.  Die Bemühungen sind zu 
dem vom Rechtsvertreter geltend gemachten Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. 
Zu beanstanden ist jedoch die Spesenpauschale von 5 %. Diese wird auf 3 % heruntergesetzt, 
was in einer Spesenpauschale von Fr. 83,61 resultiert. Unter Einberechnung der Mehrwertsteu-
er von 7,7 % ist der Beschwerdeführerin deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 3'092.20 (11,15 Stunden à Fr. 250.-- und Spesenpauschale von Fr. 83,61) zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin zuzusprechen.  
 
 
 

  

Seite 19 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 10. Januar 2023 aufge-
hoben und festgestellt wird, dass die Beschwerdeführerin ab 1. Febru-
ar 2021 Anspruch auf eine halbe Rente und ab 1. August 2021 An-
spruch auf eine Dreiviertelrente hat.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle 
Basel-Landschaft auferlegt.  

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat der Beschwerdeführerin eine Par-
teientschädigung in der Höhe von Fr. 3'092.20 (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

Mitteilung an Parteien 
  Bundesamt für Sozialversicherungen 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V. 
 
 
 

 
 

 

 

Rechtsmittelbelehrung:  
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit schriftlicher Eröffnung beim Bundesgericht Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten nach Art. 82 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) vom 17. Juni 2005 eingereicht 
werden. Diese Frist kann nicht verlängert werden (Art. 47 Abs. 1 BGG).  
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, einzureichen. Sie ist in einer Amts-
sprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 
enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene 
Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Urkunden, auf die sich die Beschwerde führende Partei als Beweismittel 
beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat. Ebenfalls beizulegen ist der angefochtene Entscheid 
(Art. 42 Abs. 3 BGG). 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht