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**Case Identifier:** 53e94f61-d7ae-5a1d-b9a1-1106114908e3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.04.2024 200 2023 897
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-897_2024-04-24.pdf

## Full Text

200 23 897 IV
FUE/GET/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. April 2024

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. November 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) wurde (nach einer erstmaligen Anmeldung im März 2001) im Okto-
ber 2009 von seinen Eltern unter Hinweis auf die Folgen einer im März 
2000 erlittenen "Thrombose mit Hirnblutung als Folge eines Leukämieme-
dikamentes" bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug in Form von beruflichen Massnahmen angemeldet (Akten der 
IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 1; 6 S. 
2 f.; 9). Nach Abklärung des Sachverhalts gewährte die IVB Eingliede-
rungsmassnahmen in Form einer erstmaligen beruflichen Ausbildung zum 
... (act. II 22; 45), welche der Versicherte im Juli 2013 mit dem Erwerb des 
Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) ..., Fachrichtung …- und …, 
erfolgreich abschloss (act. II 84 S. 2). In der Folge arbeitete er im familien-
eigenen ... als … (act. II 61; 75 S. 2), nachdem die Stellensuche als ... er-
folglos geblieben war (vgl. Protokoll, Einträge vom 2. und 16. Oktober 
2013, S. 11 [in den Gerichtsakten]. Mit Verfügung vom 11. Juni 2014 (act. II 
77) trat die IVB auf weitere Leistungsbegehren nicht ein, nachdem der Ver-
sicherte erklärt hatte, an einer von der IVB zwecks Abklärung der weiteren 
Leistungspflicht angeordneten Arbeitsmarktlich-Medizinischen Abklärung 
(AMA) nicht teilnehmen zu wollen (act. II 73 f.). 

A.b.

Im März 2021 meldete sich der weiterhin im familieneigenen ... beschäftigte 
Versicherte unter Hinweis auf seit Sommer 2020 bestehende Panikatta-
cken und Zwangsgedanken erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (act. 
II 82; 107 S. 3 ff.). Die IVB tätigte erwerbliche Abklärungen, zog Berichte 
behandelnder Ärzte bei und veranlasste in der Abklärungsstelle 
C.________ ein Belastbarkeits- sowie ein Aufbautraining (act. II 124; 136) 
und im Anschluss daran ein Arbeitstraining bei der D.________ GmbH mit 

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Coaching durch die Abklärungsstelle C.________ (act. II 148 f.). In der Fol-
ge äusserte der Versicherte den Wunsch, wiederum (im Rahmen eines 
Teilzeitpensums) auf dem elterlichen ... zu arbeiten (act. II 158 S. 1; 168 S. 
12), woraufhin die IVB die beruflichen Massnahmen abbrach (act. II 164) 
bzw. stattdessen Unterstützung im Hinblick auf die Erhaltung des Arbeits-
platzes auf dem elterlichen Betrieb gewährte (act. II 165; Protokoll, Einträge 
vom 13. Juni 2022, S. 20 f. [in den Gerichtsakten]). Nach Abschluss der 
Eingliederungsmassnahmen (act. II 185) veranlasste die IVB im Hinblick 
auf die Rentenprüfung bei der E.________ AG (nachfolgend MEDAS) eine 
polydisziplinäre Begutachtung (Expertise vom 28. Juli 2023 [act. II 197.1 
ff.]). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 201; 212) sprach 
die IVB dem Versicherten mit Verfügung vom 14. November 2023 (act. II 
219) ab 1. Dezember 2022 bei einem Invaliditätsgrad von 40 % eine Rente 
von 25 % einer ganzen Invalidenrente zu.

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 Beschwerde. Er stellt die folgenden 
Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 14. November 2023 sei 
aufzuheben. 

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 
wann rechtens, spätestens jedoch ab 1. Dezember 2022, eine ganze 
IV-Rente auszurichten. 

3. Ev. zu Ziff. 2: Die Angelegenheit sei zur Vornahme weiterer Abklärun-
gen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Mit Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2024 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. November 2023 
(act. II 219). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
der IV und dabei insbesondere die Frage, ob der Beschwerdeführer An-
spruch auf eine höhere als die zugesprochene 25%-Rente einer ganzen 
Invalidenrente hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV; AS 2021 705) in Kraft getreten. In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). 
Die vorliegend angefochtene Verfügung datiert vom 14. November 2023 
(act. II 219), womit sie nach dem 1. Januar 2022 erging. Ferner ist der 
frühest mögliche Rentenbeginn mit Blick auf die bis Dezember 2022 durch-
geführten Eingliederungsmassnahmen (vgl. E. 3.6.2.1 hinten) nach dem 1. 
Januar 2022. Damit gelangt das seit 1. Januar 2022 gültige Recht zur An-
wendung (vgl. Rz. 9100 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozial-
versicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen 
vgl. BGE 148 V 385 E. 5.2 S. 391).

2.2

2.2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

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mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Mög-
lichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht aus-
geschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG). 

2.2.3 Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG (in der seit 1. Januar 2022 gültigen 
Fassung) wird die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an 
einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % 
entspricht der prozentuale Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), 
bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente 
(Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 Nach Abschluss der beruflichen Eingliederungsmassnahmen mit 
dem Erwerb des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ) ..., Fach-
richtung …- und …, bestanden Zweifel, ob die Tätigkeit als ... als den ge-
sundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst zu 
qualifizieren war. Zwecks Klärung der Arbeitsfähigkeit und der weiteren 
Leistungspflicht beabsichtigte die Beschwerdegegnerin deshalb die Durch-
führung einer AMA, an welcher der Beschwerdeführer jedoch nicht teil-
nahm (act. II 74), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit (unangefochten 
gebliebener) Verfügung vom 11. Juni 2014 (act. II 77) in Anwendung von 

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Art. 43 Abs. 3 ATSG auf das Leistungsbegehren nicht eintrat. Mangels ei-
ner materiellen Prüfung des damaligen Rentenanspruchs ist die im März 
2021 erfolgte Wiederanmeldung zum Leistungsbezug (act. II 82) folglich 
nicht in analoger Anwendung der Rentenrevisionsregeln (Art. 87 Abs. 2 und 
3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]), sondern wie eine Erstanmeldung zu beurteilen, womit 
der Nachweis einer Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen entfällt 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 22. März 2022, 
8C_404/2021, E. 5.2.1; MEYER/ REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invali-
denversicherung [IVG], 4. Aufl. 2022, S. 445, Rz. 129).

3.2 Bis zum Erlass der Verfügung vom 14. November 2023 präsentier-
te sich die medizinische Situation im Wesentlichen wie folgt: 

3.2.1 Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie, hielt im Bericht 
vom 1. Juli 2020 (act. II 94 S. 9-11) im Rahmen einer epileptiologischen 
Verlaufskontrolle die folgenden Diagnosen fest: 

- Strukturelle Epilepsie bei St. n. (= Status nach) hämorrhagischem Infarkt 
rechtshemisphärisch infolge Thrombose des Sinus sagittalis superior (ED 
[= Erstdiagnose] März 2000) 

• erstmaliger generalisierter konvulsiver Anfall am 19. Dezember 
2008 

• Anfallsrezidiv 2010 nach Absetzversuch durch Patienten 

- St. n. Thrombose des Sinus sagittalis superior und sekundärem rechtshemi-
sphärischem, hämorrhagischem Infarkt am 9. März 2000 (Asparaginase-
induziert) 

• Transitorische leichte Hemiparese links, Gangstörung, homonymer 
Gesichtsfeldausfall des unteren linken Quadranten, Gedächtniss-
törung 

• keine Hinweise für kongenitale Thrombophilie 

- St. n. Early Prä-B-All ohne ZNS-Befall Februar 2000 mit/bei: 
• Chemotherapie gemäss POG-Protokoll vom 15. Februar 2000 bis 

1. Oktober 2000 
• hämatologischer Remission am 21. März 2000; 2010 keine Hin-

weise für ein Rezidiv

Der Beschwerdeführer weise eine strukturelle Epilepsie im Sinne bei St. n. 
Stauungsinfarkt rechtshemisphärisch im März 2000 auf. Von daher sei eine 
antikonvulsive Langzeittherapie weiterhin empfehlenswert (S. 9 f.).

3.2.2 Vom 10. November 2020 bis 13. Januar 2021 wurde der Be-
schwerdeführer im Spital G.________, Abteilung Psychiatrie, stationär be-

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handelt. Im von Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, mitunterzeichneten Austrittsbericht vom 13. bzw. 18. Januar 
2021 (act. II 94 S. 1-3) wurden die folgenden psychiatrischen Diagnosen 
gestellt (S. 2): 

- Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang (ICD-10 F42.0)
o Gedanken und Impulse sich selbst aufzuschneiden 
o Panikattacken und Angstzustände als Folge der Zwangsgedanken 
o phobische Reaktion auf Bilder und Themeninhalte assoziiert mit 

Zwangsgedanken

Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100 % bis 31. Januar 2021 mit Arbeitsver-
suchen in einem Pensum von 50 % (S. 3).

Vom 2. Februar bis 16. März 2021 erfolgte ein weiterer stationärer Aufent-
halt in der Psychiatrie des Spitals G.________. Es wurde die Wiederauf-
nahme der Arbeit im Rahmen therapeutischer Arbeitsversuche bei noch 
100 % Krankschreibung bescheinigt (act. II 100 S. 10).

3.2.3 Im von Dr. med. I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-
therapie, mitunterzeichneten Bericht vom 21. bzw. 25. Mai 2021 (act. II 100 
S. 5-7) wurden die folgenden psychiatrischen Diagnosen gestellt (S. 5): 

1. Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome 
(ICD-10 F32.2)

2. Vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang (ICD-10 F42.0)

3. Kontaktanlässe mit Bezug auf Kindheitserlebnisse, negative Kind-
heitserlebnisse (St. n. Leukämie/Hirnblutung/Epilepsie; ICD-10 Z61)
 

4. Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewälti-
gung, Persönlichkeitsakzentuierung mit anankastischen Zügen 
(ICD-10 Z73)

Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis am 24. Mai 2021 100 %, danach bis am 
30. Juni 2021 80 % (S. 6).

3.2.4 Vom 31. Mai bis 3. September 2021 befand sich der Beschwerde-
führer in den psychiatrischen Diensten J.________ in teilstationärer Be-
handlung. Im Austrittsbericht vom 8. September 2021 (act. II 119) wurden 
die folgenden psychiatrischen Diagnosen gestellt (S. 1): 

- Depressive Störung, gegenwärtig schwergradig, bei Austritt mehrheit-
lich remittiert (ICD-10 F31.4)

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- Zwangsstörung, vorwiegend Zwangsgedanken und Grübelzwang 
(ICD-10 F42.0)

- Ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)

Der Beschwerdeführer sei in einem gut stabilisierten Zustand ausgetreten. 
Die Symptombelastung sei weiter abgeklungen. Ausserdem sei eine deutli-
che Besserung der Ressourcen- und Selbstmanagementfähigkeiten zu 
erkennen gewesen (S. 8 f.). 

3.2.5 Im polydisziplinären Gutachten der MEDAS vom 28. Juli 2023 (act. 
II 197.1 ff.), beinhaltend eine internistische, neurologische, ophthalmologi-
sche, psychiatrische und neuropsychologische Untersuchung, wurden in-
terdisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt (act. II 197.1 S. 11): 

Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

- Homonymer Quadrantenausfall nach links unten (ICD-10 H53.4) 

- Leichte bis mittelgradige neurokognitive Störung (ICD-10 F06.7) 

- Hämorrhagischer Infarkt parietal rechts infolge Sinusvenenthrombose 
Februar 2000 (ICD-10 I63.6) 

• Strukturelle Epilepsie mit sekundär generalisierten epileptischen 
Anfällen, ED 19. Dezember 2008, letzter Anfall 28. Mai 2021 
(ICD-10 G40.2) 

- Zwangsstörung, vorwiegend Zwangsgedanken oder Grübelzwang 
(ICD-10 F42.0), DD Zwangsstörung aufgrund einer Schädigung oder 
Funktionsstörung des Gehirns oder einer körperlichen Erkrankung (ICD-
10 F06.8) 

- Rezidivierende depressive Störung, ggw. leichtgradige Episode (ICD-10 
F33.0) 

- Kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61)

Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

- Fehlsichtigkeit (Myopie, Astigmatismus) (ICD-10 H52.1; H52.2) 

- Ereignisse, die den Verlust des Selbstwertgefühls in der Kindheit zur Fol-
ge haben (ICD-10 Z61) 

- Probleme mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung nach Leukä-
mie/Hirnblutung/Epilepsie (ICD-10 Z73) 

- St. p. Early Prä-B-Akute Lymphatische Leukämie (ALL) ohne ZNS-Befall 
Februar 2000 (ICD-10 C91.01Z) 

o St. p. Chemotherapie (POG-Protokoll) Februar 2000 bis Oktober 
2000 

o hämatologische Remission März 2000 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 10

o kein Hinweis auf Rezidiv 2010

Im Vordergrund der subjektiven und der objektivierbaren Befunde ständen 
die ophthalmologischen, neurologischen, neuropsychologischen und 
psychiatrischen Diagnosen, welche in ihrer Gesamtheit die Leistungs- und 
Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten (S. 11). Es könne von einer ausreichenden 
Konsistenz/Plausibilität zwischen der Aktenlage mit Vorbefunden, den Ei-
genangaben des Beschwerdeführers und den somatischen Befunden aus-
gegangen werden (S. 13). Aus interdisziplinärer Sicht bestehe eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % in der angestammten Tätigkeit (-.../… …) seit 
dem hämorrhagischen Hirninfarkt im März 2000. In einer Verweistätigkeit 
bestehe ex nunc eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % (S. 15). Dabei gelte das 
seitens des ophthalmologischen, neuropsychologischen und psychiatri-
schen Teilgutachtens geäusserte Fähigkeitsprofil (S. 14 und S. 15 f.).

3.3

3.3.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). 

Im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Spezia-
lärzte, welche diesen Anforderungen entsprechen, kommt grundsätzlich 
(voller) Beweiswert zu, solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuver-
lässigkeit sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470).

3.4 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 28. Juli 2023 (act. II 
197.1 ff.) erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. 
E. 3.3.2 vorne) und erbringt Beweis. Das Gutachten ist in Bezug auf die 
befundmässige und diagnostische Einschätzung – welche mit jener der 
behandelnden Ärzte im Wesentlichen übereinstimmt (vgl. E. 3.2 vorne) – 
überzeugend und orientiert sich bei der Frage der funktionellen Auswirkun-
gen hinsichtlich der festgestellten psychischen Störung an den normativen 
Vorgaben gemäss BGE 141 V 281 (vgl. act. II 197.7 S. 28 f., S. 39 f.). Da-
nach liegen beim Beschwerdeführer namentlich ein homonymer Quadran-
tenausfall nach links unten, eine leichte bis mittelgradige neurokognitive 
Störung, eine strukturelle Epilepsie mit sekundär generalisierten epilepti-
schen Anfällen sowie diverse psychische Störungen vor, welche die Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit um 100 % und in einer den 
Leiden angepassten Tätigkeit um 40 % beeinträchtigen. 

3.5 Der Beschwerdeführer negiert den Beweiswert des MEDAS-
Gutachtens. Was er vorbringt, verfängt jedoch nicht: 

3.5.1 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, im neuropsychologi-
schen Gutachten (act. II 197.5) seien die bisherige und die angepasste 
Tätigkeit identisch (Beschwerde S. 5 f. Ziff. 13-17), ist ihm zwar dahinge-
hend beizupflichten, als im Lichte der Fragestellung (act. II 188 S. 4) nicht 
auf Anhieb klar ist, welche Tätigkeit der Gutachter mit der "zuletzt ausgeüb-
ten Tätigkeit" (act. II 197.5 S. 25 Ziff. 5.1.1) meinte – jene als gelernter ... 
oder jene als … …. Allerdings ergibt sich die Antwort aus Ziff. 5.2.1 (S. 26), 
welche sich auf die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bezieht und 
worin der Gutachter festhielt, dass die derzeit ausgeübte Tätigkeit auf dem 
elterlichen ... als optimal angepasst bezeichnet werden könne. 
Dementsprechend bezieht sich die Beantwortung der Frage gemäss Ziff. 

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5.1.2 (S. 25) auf die Tätigkeit als ..., jene gemäss Ziff. 5.2.3 (S. 26) auf die 
Tätigkeit als … …, womit entgegen dem Beschwerdeführer insoweit kein 
Widerspruch besteht. Ihm ist jedoch auch insoweit zuzustimmen, dass bei 
isolierter Würdigung des neuropsychologischen Gutachtens als Ver-
weistätigkeit einzig die bisherige Tätigkeit als … … in Betracht fiele. Die 
beschwerdeführerische Sichtweise lässt jedoch die interdisziplinäre 
Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit und den insoweit entscheidenden 
Umstand ausser Acht, dass praxisgemäss der abschliessenden, 
gesamthaften Beurteilung von Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit 
grosses Gewicht zukommt, wenn sie auf der Grundlage einer 
Konsensdiskussion der an der Begutachtung mitwirkenden Fachärzte 
erfolgt ist (BGE 143 V 124 E. 2.2.4 S. 128; 137 V 210 E. 1.2.4 S. 224). 
Nichts Anderes gilt vorliegend: Die Ergebnisse der einzelnen 
Fachgutachten wurden im Rahmen einer interdisziplinären Konsensfindung 
diskutiert und integrativ medizinisch beurteilt. Diese interdisziplinäre 
Gesamtbeurteilung wurde von sämtlichen Experten und namentlich (auch) 
vom begutachtenden Neuropsychologen (elektronisch) visiert (act. II 197.1 
S. 20 f.), womit ihr nach der dargelegten Rechtsprechung beweismässig 
massgebliches Gewicht zukommt. In der Gesamtbeurteilung wurde die 
angepasste Tätigkeit bzw. Verweistätigkeit abstrakt und nicht anhand der 
bisherigen Tätigkeit als … … umschrieben (S. 15 f.). Dies gilt auch für die 
neuropsychologische Beurteilung, indem allgemein repetitive, vor- bzw. 
fremdstrukturierte Tätigkeiten ohne besondere Anforderungen an Aufmerk-
samkeit und Konzentration als optimal beurteilt wurden (S. 16). Es besteht 
kein Anlass, diese konsensuale Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in Zwei-
fel zu ziehen. Insbesondere hat sich der begutachtende Neuropsychologe, 
dessen Einschätzung durch die begutachtenden Ärzte validiert wurde (Ent-
scheid des BGer vom 28. August 2023, 9C_282/2023, E. 4.2.8), durch die 
Mitunterzeichnung des Konsensergebnisses mit der interdisziplinären Beur-
teilung der (qualitativen und quantitativen) Arbeitsfähigkeit einverstanden 
erklärt. 

3.5.2 Ferner handelt es sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in 
einer Verweistätigkeit gemäss Ziff. 5.2.4 des neuropsychologischen Gut-
achtens ("AF=40%; AUF=60%.") um einen offensichtlichen Verschrieb (act. 
II 197.5 S. 27). Dass es sich tatsächlich umgekehrt verhält – 40 % Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 13

unfähigkeit, 60 % Arbeitsfähigkeit – ergibt sich ohne weiteres aus der ma-
ximal zumutbaren Tagespräsenz von fünf bis sechs Stunden (S. 26), wel-
che mit der in der Konsensdiskussion in neuropsychologischer Hinsicht 
bezogen auf eine Verweistätigkeit bescheinigten 40%igen Arbeitsunfähig-
keit im Einklang steht (act. II 197.1 S. 14). Die gegenteiligen Vorbringen in 
der Beschwerde (S. 6 Ziff. 18) ändern daran nichts.

3.5.3 Sodann sind auch die Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit im oph-
thalmologischen Gutachten (act. II 197.6) entgegen dem Beschwerdeführer 
(Beschwerde S. 6 f. Ziff. 19) nicht fehlerhaft: Aufgrund des Gesichtsfeldaus-
falls erachtete die Gutachterin Tätigkeiten mit erhöhtem Gefahrenpotential 
oder auch Tätigkeiten, für die das Lenken von Fahrzeugen erforderlich sei, 
als nicht mehr geeignet, womit keine Arbeitsfähigkeit mehr für die Tätigkeit 
als ... und die Tätigkeit als … … bestehe, da der Beschwerdeführer auch 
hier Fahrzeuge lenken und beispielsweise auf Leitern steigen müsse (act. II 
197.6 S. 20). Abgesehen davon, dass auch der Beschwerdeführer auf-
grund seiner Einschränkungen der Fortsetzung seiner bisherigen Tätigkeit 
im familieneigenen Betrieb kritisch gegenübersteht (S. 13), ist der Be-
schwerdegegnerin beizupflichten, dass sich die Gutachterin bei ihrer Ein-
schätzung nicht (nur) auf die konkret ausgeübte Tätigkeit des 
Beschwerdeführers bezog, sondern allgemein auf die Tätigkeit als … … 
(Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 5). Ihre Einschätzung einer diesbezüglich 
100%igen Arbeitsunfähigkeit ist angesichts der diversen Einschränkungen 
des Beschwerdeführers ohne weiteres nachvollziehbar und überzeugt. 

3.5.4 Nachdem auch keine medizinischen Berichte im Recht liegen, 
welche konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit des MEDAS-
Gutachtens beinhalten, ist demnach für die Zeit ab Finalisierung der Exper-
tise (28. Juli 2023 [act. II 197.1 S. 15 und S. 3]) in einer den Leiden 
angepassten Tätigkeit eine medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 
40 % (Arbeitsfähigkeit 60 %) erstellt. Der eventualiter beantragten Rück-
weisung an die Beschwerdegegnerin zwecks Neubeurteilung des medizini-
schen Sachverhalts bedarf es somit nicht.

3.6 Daraus ergibt sich was folgt: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 14

3.6.1 Einer Prüfung durch das Gericht, ob die psychisch bescheinigte 
Arbeitsunfähigkeit von 40 % (in einer angepassten Tätigkeit) unter den 
massgeblichen Blickwinkeln des funktionellen Schweregrades der Störung 
(BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298) und der Konsistenz (E. 4.4 S. 303) auch 
rechtlich ausgewiesen ist, bedarf es hier nicht, trägt doch das psychiatri-
sche Gutachten den in BGE 141 V 281 normierten Beweisthemen Rech-
nung (act. II 197.7 S. 28 f., 37 ff.). Davon abgesehen wurde auch in 
neuropsychologischer Hinsicht eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert, 
welche im Wesentlichen eine organische Grundlage hat respektive eine 
Folge der Hirnschädigung sowie der sich daraus ergebenden Epilepsie 
darstellt (act. II 197.5 S. 24). 

3.6.2 Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im MEDAS-Gutachten gilt 
– wie in E. 3.5.4 gezeigt – "ex nunc" (act. II 197.1 S. 15) bzw. ab Juli 2023 
(S. 3). Demgegenüber sahen sich die Gutachter ausserstande, die Arbeits-
unfähigkeit für die Zeit davor zu beurteilen (S. 15). 

3.6.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat den frühestmöglichen Rentenbeginn 
auf den 1. Dezember 2022 festgesetzt (act. II 219 S. 3). Dies ist – trotz der 
bereits im März 2021 erfolgten Wiederanmeldung zum Leistungsbezug 
(act. II 82) und der seit März 2000 in der angestammten Tätigkeit des Be-
schwerdeführers als ... bestehenden erheblichen Arbeitsunfähigkeit (act. II 
50; 75 S. 3; 197.1 S. 15) – zutreffend und im Übrigen unbestritten. Denn 
dem Beschwerdeführer wurden für die Zeit vom 25. Oktober 2021 bis De-
zember 2022 durchgehend Eingliederungsmassnahmen zugesprochen 
(act. II 124; 136; 148 f.; 165). Damit kann der Rentenanspruch sowohl nach 
altem wie auch nach neuem Recht erst entstehen, nachdem die Möglich-
keiten zur Eingliederung beendet (zur Rechtslage bis 31. Dezember 2021, 
vgl. BGE 148 V 397 E. 6.2.4 S. 406) respektive ausgeschöpft sind (zur 
Rechtslage ab 1. Januar 2022 vgl. Art. 28 Abs. 1bis IVG [vgl. E. 2.2.2 vor-
ne]). 

3.6.2.2 Was die Arbeitsfähigkeit für die Zeit von Dezember 2022 bis Juli 
2023 angelangt, folgt aus dem MEDAS-Gutachten, dass sich der Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers in neurologischer Hinsicht seit 2014 
und damit auch seit der Wiederanmeldung im März 2021 (act. II 82) re-
spektive für die Zeit von Dezember 2022 bis Juli 2023 nicht verändert hat 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 15

(act. II 197.1 S. 17). Dies deckt sich mit den echtzeitlichen medizinischen 
Akten (vgl. E. 3.2.1 vorne). Vor dem Hintergrund einer in neurologischer 
Hinsicht stationären Situation ist im Weiteren zu folgern, dass auch die im 
MEDAS-Gutachten festgestellten neuropsychologischen Befunde im fragli-
chen Zeitraum mangels anderweitiger Hinweise in den Akten im Wesentli-
chen im selben Umfang bereits vorlagen. Hierfür spricht auch der Umstand, 
dass Pensum und Leistung des Beschwerdeführers während den Einglie-
derungsmassnahmen stets reduziert waren (act. II 139 S. 4, 9; 151 S. 3). 
Schliesslich erfolgte in psychischer Hinsicht ab November 2020 zwischen-
zeitlich zwar eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes (vgl. 
E. 3.2.2 - 3.2.4 vorne). Nach einer teilstationären Behandlung in den psych-
iatrischen Diensten J.________ vom 31. Mai bis 3. September 2021 (act. II 
119) konnte der Beschwerdeführer jedoch in einem gut stabilisierten Zu-
stand bei remittierter depressiver Symptomatik aus der Klinik austreten. In 
der Folge wurden im MEDAS-Gutachten im Wesentlichen dieselben psy-
chischen Störungen festgestellt bzw. Diagnosen gestellt wie seitens der 
behandelnden Ärzte (vgl. act. II 119 S. 1; 197.1 S. 11), womit die in der 
Administrativexpertise getroffenen Einschätzungen auch insoweit auf die 
Zeit von Dezember 2022 bis Juli 2023 übertragen werden können. Dem-
nach gelten sämtliche der im MEDAS-Gutachten betreffend eine Ver-
weistätigkeit interdisziplinär festgelegten Arbeitsunfähigkeitsgrade (act. II 
197.1 S. 14) bereits ab Dezember 2022 und sind somit im gesamten Beur-
teilungszeitraum zugrunde zu legen. 

3.6.3 Basierend auf diesen Feststellungen ist nachfolgend, ausgehend 
vom frühestmöglichen Rentenbeginn im Dezember 2022, der Invaliditäts-
grad zu bestimmen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode wird das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 16

erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität 
(Valideneinkommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte 
Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das 
Valideneinkommen bestimmt sich anhand des zuletzt vor Eintritt der 
Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Unterlag das in den 
letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität erzielte Erwerbseinkommen starken 
Schwankungen, so wird auf ein angemessenes Durchschnittseinkommen 
abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann das tatsächlich erzielte 
Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend genau bestimmt werden, 
so wird das Einkommen ohne Invalidität nach statistischen Werten nach 
Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher Ausbildung und 
entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt (Art. 26 Abs. 4 IVV).

4.1.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit 
bestmöglich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares 
Erwerbsein-kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach 
statistischen Wer-ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Kann die 
versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder 
weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für 
Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 
2023 in Kraft gestandenen und hier anwendbaren Fassung).

4.1.3 Soweit für die Bestimmung der Erwerbseinkommen statistische 
Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der 
Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik (BFS) 
massgebend. Andere statistische Werte können beigezogen werden, 
sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind 
altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 17

25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte sind an die betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die 
Nominallohnentwicklung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV). In der Regel sind 
die Werte der Tabelle TA1_tirage_skill_Level (Monatlicher Bruttolohn nach 
Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor) 
massgebend (vgl. Rz. 3207 KSIR). Wird auf Tabellenlöhne abgestellt, sind 
grundsätzlich immer die im Zeitpunkt des angefochtenen Verwaltungsaktes 
bezogen auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns aktuellsten veröffentlichten 
statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297; 
Entscheid des BGer vom 6. März 2024, 8C_166/2023 [zur Publikation 
vorgesehen], E. 4.2; SVR 2022 IV Nr. 23 S. 76 E. 6.2.1 und 6.2.2; vgl. auch 
Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die 
Invalidenversicherung [Weiterentwicklung der IV], Erläuternder Bericht des 
BSV [nach Vernehmlassung], S. 48).

4.2 Zum Valideneinkommen folgt aus den Akten, dass der Beschwer-
deführer seit 2013 (act. II 82 S. 6) auf dem familieneigenen ... tätig war. 
Indessen ist zu beachten, dass er – entsprechend seinem Wunsch (vgl. 
Protokoll, Eintrag vom 31. Mai 2010, S. 3 [in den Gerichtsakten]) und mit 
Unterstützung der Beschwerdegegnerin – den Beruf des ... EFZ erlernte 
(act. II 84 S. 2). Allerdings fand der Beschwerdeführer im Anschluss an die 
Ausbildung keine Arbeitsstelle, weshalb er fortan im familieneigenen ... 
beschäftigt wurde (vgl. Protokoll, Eintrag vom 21. Oktober 2013, S. 11 f. [in 
den Gerichtsakten]). Vor diesem Hintergrund ist es deshalb korrekt und im 
Übrigen unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin beim Valideneinkom-
men auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziff. 77, 79-82 "Sonst. wirt-
schaftliche Dienstl. (ohne 78)", Kompetenzniveau 2, Männer, der LSE 2020 
abstellte, welche auch den …- und … sowie die Erbringung von sonstigen 
... Dienstleistungen erfasst (vgl. NOGA 2008, Allgemeine Systematik der 
Wirtschaftszweige, Erläuterungen zu Ziff. 813000, abrufbar unter 
<www.bfs.admin.ch>). Demnach beläuft sich das Valideneinkommen in-
dexbereinigt und angepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit (vgl. E. 4.1.1 
und 4.1.3 vorne) auf Fr. 66'317.-- (Fr. 5’155.-- x 12 / 40 x 42 [BFS, Be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Position 77 + 79-82] / 
100 x 102.1 [BFS, T1.1.20 Nominallohnindex, Männer, 2021 – 2022, Ab-
schnitt N]). 

http://www.bfs.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 18

4.3 Hinsichtlich des Invalideneinkommens stellte die Beschwerdegeg-
nerin auf den Wert Total gemäss TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 
1, Männer, ab (act. II 219 S. 5), was mit Blick auf das Zumutbarkeitsprofil 
(vgl. act. II 197.1 S. 15 f.) nicht zu beanstanden ist. Soweit der Beschwer-
deführer kritisiert, die der Verfügung zugrundeliegende Annahme, er könne 
in einer anderen Stelle ein höheres Einkommen erzielen, stehe in diametra-
lem Widerspruch zur Feststellung der Beschwerdegegnerin selbst, dass 
der Beschwerdeführer angemessen eingegliedert sei (Beschwerde S. 8 
Ziff. 22, ferner S. 9 Ziff. 27), kann ihm nicht gefolgt werden: Schon unter 
dem bis 31. Dezember 2021 geltenden Recht musste sich der Leistungs-
ansprecher in Nachachtung der ihm obliegenden Schadenminderungslast 
diejenige (zumutbare) Tätigkeit anrechnen lassen, bei der der geringste 
Invaliditätsgrad resultiert (vgl. Entscheid des BGer vom 2. August 2021, 
8C_124/2021, E. 4.4.3.1). Nichts Anderes hat im Geltungsbereich des seit 
1. Januar 2022 in Kraft stehenden und ab diesem Zeitpunkt anwendbaren 
Art. 26bis Abs. 1 IVV zu gelten, welcher die Zugrundelegung des effektiv 
erzielten Einkommens als Invalideneinkommen von der bestmöglichen 
Verwertung der zumutbaren Erwerbstätigkeit abhängig macht (vgl. E. 2.2.2 
vorne). Zum einen macht der Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend, 
dass ihm einfache Tätigkeiten im Sinne der berücksichtigten 
Tabellenposition unzumutbar wären. Zum andern liegt der dem 
Beschwerdeführer ausgerichtete Lohn mit Fr. 912.-- pro Monat (act. II 178 
S. 2) – wie zu zeigen sein wird – deutlich unterhalb des auf dem 
massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 
188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 E. 4.2) erzielbaren 
Gehalts, womit hinsichtlich der Tätigkeit als … … nicht von einer 
bestmöglichen Verwertung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit im Sinne von 
Art. 26bis Abs. 1 IVV ausgegangen werden kann. Auch kann der 
Beschwerdegegnerin kein widersprüchliches Verhalten vorgeworfen 
werden, hat sie dem Beschwerdeführer doch nicht zugesichert, dass der 
Rentenanspruch anhand des effektiv erzielten Lohns ermittelt würde. 
Insbesondere enthält auch die Mitteilung vom 12. Januar 2023 keine 
derartige Aussage; gegenteils wird darin betreffend Rente auf eine 
separate Verfügung verwiesen (act. II 185 S. 1) und gab die 
Beschwerdegegnerin nach Abschluss der Eingliederungsmassnahmen 
zwecks Abklärung der Arbeitsfähigkeit eine medizinische Begutachtung in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 19

Auftrag (act. II 188). Schliesslich ist auch der Einwand, die auf dem 
elterlichen Betrieb erfolgte Anstellung entspreche mit 21 Wochenstunden 
(vgl. act. II 178 S. 2) effektiv einem 50%- und nicht einem 40%-Pensum 
(Beschwerde S. 8 Ziff. 24) nicht von Belang, da die bestmögliche 
Verwertung der zumutbaren Erwerbstätigkeit nicht allein von der Höhe des 
Pensums, sondern (auch) von der Entlöhnung abhängt. 

Demnach beziffert sich das Invalideneinkommen bei einer zumutbaren 
Arbeitsfähigkeit von 60 % sowie indexbereinigt (vgl. E. 4.1.2 vorne) auf 
Fr. 39‘607.55 (Fr. 5‘261.-- x 12 / 40 x 41.7 [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen, Position TOTAL] / 100 x 100.3 [BFS, T1.1.20 
Nominallohnindex, Männer, 2021 – 2022, Abschnitt TOTAL] x 0.6). Soweit 
der Beschwerdeführer die Notwendigkeit eines leidensbedingten Abzugs 
anklingen lässt (Beschwerde S. 9 Ziff. 28) ist ihm entgegen zu halten, dass 
ein solcher ausser Betracht fällt, wenn – wie hier – die abzugsrelevante 
Schwelle einer Mindestarbeitsunfähigkeit von 50 % im Sinne von Art. 26bis 
Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 in Kraft gestandenen und 
vorliegend anwendbaren Fassung) unterschritten wird (vgl. E. 4.1.2 vorne; 
zur Verneinung weiterer Abzugsgründe ab 1. Januar 2022: BVR 2023 S. 
552).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich 
somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'709.45 (Fr. 66'317.-- - 
Fr. 39‘607.55) und ein Invaliditätsgrad von gerundet (zur Rundung: vgl. 
BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) 40 %. Folglich besteht ab Dezember 2022 
Anspruch auf eine Rente von 25 % einer ganzen Rente (Art. 28b Abs. 4 
IVG; vgl. E. 2.2.3 vorne). 

5.

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 14. November 
2023 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. April 2024, IV/23/897, Seite 20

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens der unterliegende Beschwerdeführer zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese sind dem geleisteten Kostenvor-
schuss gleicher Höhe zu entnehmen. 

6.2 Nach Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG (Um-
kehrschluss) hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als 
Sozialversicherungsträgerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(vgl. dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers

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- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.