# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b5f0479-e9da-5349-8ac3-e3aac2853a3b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 06.05.2013 SB120545
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB120545_2013-05-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB120545-O/U/eh 
 
 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und  

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin S. Hürlimann  

Winterhalter 

Urteil vom 6. Mai 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Chr. Meier,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend 

qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom  
23. August 2012 (DG110052) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

14. Dezember 2011 (Urk. 12) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Entscheid der Vorinstanz:  
(Urk. 51 S. 88 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz  

im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2 bis 5 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 

lit. a und b aBetmG, 

− der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB, 

sowie  

− des Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren, wovon 

547 Tage (bis und mit 23. August 2012) durch Haft erstanden sind. 

3. Folgende, mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

vom 3. März 2011, 20. April 2011 und 23. Mai 2011 beschlagnahmte Ver-

mögenswerte werden zuhanden der Staatskasse eingezogen: 

− Fr. 25'060.60, 
− € 25.01, 
− Dinar 87.10. 

4. Nachfolgend aufgeführte, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des  

Kantons Zürich vom 23. Mai 2011 beschlagnahmte Gegenstände werden 

eingezogen und verwertet. Der Erlös wird zur Deckung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

− 1 Notebook Laptop ohne Netzkabel, 
− 1 iPod 8GB Modell Nr. …, 

- 3 - 

− 1 Fotokamera Pentax Optio E85 Nr. …, 
− 1 Armbanduhr Emporio Armani AR …, 
− 1 Armbanduhr Calvin Klein … mit Schachtel,  
− 1 Mobiltelefon Nokia mit SIM-Karte IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 1662 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 2323 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 2323 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 2323 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 2323 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 2323 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 2323 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia X6-00 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 1616 mit SIM-Karte, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 1616, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 1616 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 1800 IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Nokia 5030, 
− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1080i IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1080i IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Samsung GT-E1080i IMEI-Nr. …, 
− 1 Mobiltelefon Samsung GT-1080i, 
− 1 Mobiltelefon Samsung GT-2120 IMEI-Nr. …/3 inkl. Schachtel, 
− 5 Taxkarten Swisscom: 2 à Fr. 10.-, 2 à Fr. 20.–, 1 à Fr. 20.–. 

5. Folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

23. Mai 2011 beschlagnahmte SIM-Karten und Kartenhalter bleiben als  

Beweismittel bei den Akten: 

− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 

- 4 - 

− SIM-Karten mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mit Kartenhalter mt:s Telekom Srbija, 
− SIM-Karten mit Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mit Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mit Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mit Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− SIM-Karten mit Kartenhalter mt:s Telekom Srbija Nr. …, 
− 6 SIM-Karten inkl. Halterung und Verpackung von "Mucho", 
− 1 SIM-Karte mit Kartenhalter Yallo / Sunrise …, 
− 2 SIM-Karten M-Budget Migros zu Nrn: … bzw. … (inkl. Schachtel). 

6. Die sichergestellte Fahrkarte sowie die sichergestellten Schriftstücke bleiben 

als Beweismittel bei den Akten (Asservat-Nrn. …, …). 

7. Die sichergestellten Betäubungsmittel und -utensilien, lagernd bei der  

Kantonspolizei Zürich Nr. …, … und … werden eingezogen und der Kan-

tonspolizei zur Vernichtung überlassen. 

8. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom  

23. Mai 2011 beschlagnahmte serbische Reisepass Nr. … lautend auf 

A._____ mit gefälschten Stempeleinträgen wird dem Migrationsamt zwecks 

Ermöglichung der Ausschaffung des Beschuldigten nach erstandener Strafe 

übermittelt. 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom  

23. Mai 2011 beschlagnahmte graue Mütze RG512 wird dem Beschuldigten 

auf dessen erstes Verlangen herausgegeben. 

Wird innert drei Monaten nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheides 

keine Herausgabe verlangt, wird die Mütze vernichtet. 

- 5 - 

10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 8'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 12'760.00   Auslagen Vorverfahren (gem. Kontoauszug RIS)  

Fr. 3'368.00   Kosten Kantonspolizei Zürich (gem. Aufwanderfassung) 

Fr. 18'048.00   Kosten Kantonspolizei für Übersetzungen im Rahmen    von techn. Überwachungen (gemäss Monatsauszügen) 
Fr.  6'000.00   Gebühr Führung Strafuntersuchung   

Fr.     amtliche Verteidigungskosten (ausstehend)  

Fr.      

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

11. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt und teilweise aus Verwertungserlös der beschlag-

nahmten Gegenstände gemäss Disp. Ziff. 4 gedeckt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichts-

kasse genommen; eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt 

vorbehalten. 

12. (Mitteilung) 

13.  (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II. S. 4 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(schriftlich und mündlich; Urk. 70 S. 25 f.) 

1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur DG110052m vom 

23. August 2012 aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei wegen Gehilfenschaft zur Geldwäscherei im Sinne von 

Art. 305bis StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB zu verurteilen. 

- 6 - 

3. Im Übrigen sei der Beschuldigte freizusprechen. 

4. Der Beschuldigte sei zu einer angemessenen Strafe in richterlich zu  

bestimmender Höhe, maximal zu 24 Monaten Freiheitsstrafe zu verurteilen. 

5. Dem Beschuldigten sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren unter  

Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren; eventualiter sei dem Beschul-

digten der teilbedingte Strafvollzug unter Ansetzung einer Probezeit von 

zwei Jahren zu gewähren, wobei höchstens zwölf Monate Freiheitsstrafe 

unbedingt auszusprechen seien.  

6. Die erstandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft des vorzeitigen Straf-

vollzuges sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen. 

7. Für den Fall, dass die erstandene Untersuchungshaft sowie der vorzeitige 

Haftantritt über die Zeit einer verhängten Freiheitsstrafe hinausgehen, sei 

dem Beschuldigten eine angemessene Entschädigung auf Kosten der 

Staatskasse auszuzahlen.  

8. Der Beschuldigte sei zu minimalen Verfahrenskosten in richterlich zu  

bestimmender Höhe zu verurteilen. Die Kosten des Untersuchungsverfah-

rens und der amtlichen Verteidigung für das Berufungsverfahren seien auf 

die Gerichtskasse zu nehmen. Es seien die Kosten von der Gerichtskasse 

abzuschreiben.  

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich und mündlich; Urk. 59, Prot. II S. 7) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

 

- 7 - 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Hinsichtlich des Verfahrensganges bis zum Abschluss des erstinstanzli-

chen Verfahrens kann vollumfänglich auf die vollständigen und zutreffenden  

Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 51 S. 4 ff.;  

Art. 82 Abs. 4 StPO).  

1.2. Mit vorstehend wiedergegebenem Urteil vom 23. März 2012 wurde der  

Beschuldigte der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 2 bis 5 aBetmG in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 

lit. a und b aBetmG, der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis  

Ziff. 1 StGB sowie des Vergehens gegen Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG schuldig  

gesprochen und mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren bestraft, wovon 547 Tage 

durch Haft erstanden waren. Weiter ordnete die Vorinstanz die Einziehung von 

Barmitteln und diversen Gegenständen an, wobei sie bei Letzteren die teilweise 

Verwertung zur Deckung von Verfahrenskosten anordnete und die übrigen  

Gegenstände als Beweismittel bei den Akten beliess. Die sichergestellten  

Betäubungsmittel wurden der Vernichtung anheim gestellt und der beschlag-

nahmte Reisepass, lautend auf den Beschuldigten, wurde dem Migrationsamt 

übermittelt. Bezüglich einer beschlagnahmten Mütze ordnete die Vorinstanz die 

Herausgabe an den Beschuldigten an. Schliesslich wurden die Kosten der Unter-

suchung und des gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten auferlegt (Urk. 51 

S. 88 ff.). 

 

1.3. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte seinen amtlichen Verteidiger am 

27. August 2012 fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 45) und nach Zustellung 

des begründeten Urteils (am 12. Dezember 2012: Urk. 47; Urk. 48) am  

20. Dezember 2012 ebenfalls fristgerecht dem Obergericht die Berufungs-

erklärung einreichen (Urk. 53). Gleichzeitig stellte der Verteidiger die Beweis-

anträge, es sei über den Beschuldigten ein psychiatrisches Gutachten im Sinne 

- 8 - 

von Art. 61 StGB zu erstellen, es sei der Mitbeschuldigte C._____ als Auskunfts-

person zu befragen und die Akten aus jenem Verfahren beizuziehen sowie es 

seien die vollständigen Strafakten inkl. Vorakten der in Bezug auf die Drogende-

likte Mitbeschuldigten beizuziehen (Urk. 53 S. 3). Mit Verfügung vom  

8. Januar 2013 übermittelte der Kammerpräsident die Berufungserklärung in  

Anwendung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft, um gegebe-

nenfalls Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die Berufung 

zu beantragen. Gleichzeitig wurde die Staatsanwaltschaft aufgefordert, zum  

Beweisantrag der Verteidigung Stellung zu nehmen (Urk. 57). Am 11. Januar 

2013 teilte die Staatsanwaltschaft mit, auf die Erhebung einer Anschlussberufung 

zu verzichten und die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils zu beantragen 

(Urk. 59). Mit Eingabe vom 22. Januar 2013 nahm die Staatsanwaltschaft 

schliesslich innert Frist zu den Beweisanträgen der Verteidigung Stellung  

(Urk. 61). Mit Präsidialverfügung vom 25. Januar 2013 wurden daraufhin beim 

Bezirksgericht Meilen die Verfahrensakten i.S. D._____ und C._____ beigezogen. 

Die übrigen Beweisanträge wurden einstweilen abgewiesen (Urk. 63). Nach Ein-

gang der beigezogenen Akten wurde der Verteidigung am 1. Februar 2013 Mittei-

lung gemacht, dass die Akten nach entsprechender Voranmeldung bei Gericht 

eingesehen werden könnten (Urk. 65). 

1.4. In der Folge wurde auf den 6. Mai 2013 zur Berufungsverhandlung vorge-

laden (Urk. 67). 

1.5. Zu Beginn der heutigen Berufungsverhandlung, zu welcher der Beschuldig-

te und sein Verteidiger erschienen sind, waren weder Vorfragen zu entscheiden 

noch Beweise abzunehmen (Prot. II S. 5 f.). Das vorliegende Urteil erging im  

Anschluss an die Berufungsverhandlung (Prot. II S. 8 ff.). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Der Verteidiger beantragt, der Beschuldigte sei wegen Gehilfenschaft zur 

Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis StGB in Verbindung mit Art. 25 StGB 

schuldig und im Übrigen vollumfänglich frei zu sprechen. Der Beschuldigte sei zu 

einer angemessenen Strafe in richterlich zu bestimmender Höhe, maximal zu 

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24 Monaten Freiheitsstrafe zu verurteilen, wobei ihm der bedingte Strafvollzug  

unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren zu gewähren sei. Eventualiter sei 

ihm der teilbedingte Strafvollzug unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren zu 

gewähren, wobei höchstens 12 Monate Freiheitsstrafe unbedingt auszusprechen 

seien. Die bereits erstandene Haft sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen. Für den 

Fall der Überhaft sei dem Beschuldigten eine angemessen Entschädigung zuzu-

sprechen. Schliesslich sei der Beschuldigte zu minimalen Verfahrenskosten zu 

verurteilen, wobei die Kosten des Untersuchungsverfahrens und der amtlichen 

Verteidigung - auch jene für das Berufungsverfahren - auf die Gerichtskasse zu 

nehmen und abzuschreiben seien (Urk. 53 S. 2; Urk. 70 S. 25 f.).  

2.2. Nicht angefochten sind somit die verschiedenen Einziehungen gemäss 

Dispositiv Ziffern 3 bis 8, die Herausgabe der beschlagnahmten Mütze gemäss 

Dispositiv Ziffer 9 sowie die Kostenfestsetzung gemäss Dispositiv Ziffer 10. Das 

vorinstanzliche Urteil ist in diesem Umfang bereits in Rechtskraft erwachsen, was 

nachfolgend festzustellen ist. Auf diese Punkt wird nicht näher einzugehen sein.  

3. Formales 

3.1. Der Einfachheit halber wird nachfolgend weitestgehend an der Systematik 

des angefochtenen Entscheides festgehalten respektive darauf aufgebaut. 

3.2. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des angeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

jeweils in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne, dass dies jeweils  

explizit Erwähnung findet.   

 

4. Prozessuales 

4.1. Anklageprinzip 

4.1.1.  Die Verteidigung brachte erneut vor, das Anklageprinzip sei verletzt. Der 
Beschuldigte habe nicht erkennen können, ob es sich in der Anklageschrift bei 

- 10 - 

den aufgeführten Punkten um Tatvorwürfe oder strafrechtlich nicht relevante 

Sachverhaltsdarstellungen handle (Urk. 70 S. 2 ff.). 

4.1.2. Die Vorinstanz hat diesen Einwand der Verteidigung mit zutreffender  

Argumentation verworfen. Dem Beschuldigten war insbesondere klar, was ihm 

vorgeworfen wurde und er konnte sich angemessen verteidigen, dies zeigen auch 

die umfangreichen Rechtsschriften der Verteidigung. Es kann im Weiteren vollum-

fänglich auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 51 S. 6 ff.). 

Es liegt keine Verletzung des Anklageprinzips vor. 

4.2. Beweisanträge 

Die Verteidigung machte zwar anlässlich der Berufungsverhandlung kurze Aus-

führungen zu ihren Beweisanträgen, stellte sie jedoch nicht erneut (Urk. 70 S. 4 

f.), weshalb unter Verweis auf die Präsidialverfügung vom 25. Januar 2013 

(Urk. 63) dazu an dieser Stelle nichts weiter auszuführen ist. 

4.3. Telefonkontrollen 

4.3.1. Verwertbarkeit 

Die Vorinstanz kommt im angefochtenen Entscheid zum Schluss, die Telefon-

kontrollen (fortan TK genannt) seien entsprechend den damals gültigen Vorschrif-

ten in §§ 104, 104 a und 104 b StPO/ZH sowie den Vorschriften in Art. 1 ff. BÜPF 

(Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 betreffend die Überwachung des Post- und 

Fernmeldeverkehrs) durch die Untersuchungsbehörde angeordnet und von der 

dannzumal zuständigen Anklagekammer des Obergerichtes des Kantons Zürich 

genehmigt worden. Die TK-Protokolle seien somit als Beweismittel verwertbar. Mit 

der Ergänzung, dass auch die Verteidigung die grundsätzliche Verwertbarkeit der 

TK-Protokolle nicht in Abrede stellte, können die vorinstanzlichen Erwägungen 

übernommen werden. 

4.3.2. Fehlerhafte TK-Protokolle 

4.3.2.1. Vor Vorinstanz machte die Verteidigung zusammengefasst geltend, die 

TK-Protokolle seien teilweise widersprüchlich, unklar und würden falsche Unter-

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stellungen enthalten. So sei beispielsweise das Wort "E._____" in den abgehörten 

Gesprächen gar nicht vorgekommen. Dies ergebe sich aus dem polizeilichen  

Einvernahmeprotokoll vom 28. Juni 2012. Darin habe die Dolmetscherin lediglich 

die Vermutung geäussert, dass in einer einzigen SMS das Wort "EE._____" even-

tuell falsch geschrieben sei und dieses Wort möglicherweise umgangssprachlich 

für "E._____" stehe. Später habe die Dolmetscherin hingegen klar gesagt, dass 

sie das im Wortprotokoll geschriebene Wort "E._____" im abgehörten Gespräch 

nicht hören könne. Daraufhin habe der Polizeibeamte seine eigene Schlussfolge-

rung in das Protokoll geschrieben, wonach die Dolmetscherin mutmasslich das 

umgangssprachliche Slang-Wort nicht gekannt habe (Urk. 36/3 S. 3).  

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte die Verteidigung diesbezüglich neu 

aus, es sei nicht Aufgabe der Verteidigung, nachzuweisen, dass das Wort 

"E._____" in den Protokollen nicht vorgekommen sei, sondern die Anklagebehör-

de müsse nachweisen, dass das Wort "E._____" tatsächlich vorgekommen sei. 

Sodann würde die Dolmetscherin, selbst wenn sie das Wort nicht kennen würde, 

es doch trotzdem hören können (Urk. 70 S. 5). 

4.3.2.2. Die Vorinstanz setzte sich gründlich mit den durch die Verteidigung vor-

gebrachten Argumenten auseinander und kam zum Schluss, es sei zwar zu-

treffend, dass die für die polizeiliche Einvernahme vom 28. Juni 2011 beige-

zogene Dolmetscherin das Wort "E._____" in der dem Beschuldigten vorgehalte-

nen SMS (TK-Protokoll F._____/…, SMS vom 11. Juni 2010, 14.32 Uhr) nicht ge-

sehen und dieses aus dem entsprechenden abgehörten Gespräch (TK-Protokoll  

G._____/… vom 11. Mai 2010, 11.33 Uhr) trotz mehrfachem Vorspielen nicht  

herausgehört habe (Urk. 2/9 N 29 + Urk. 2/9 N 36). Daraus könne aber nicht  

abgeleitet werden, das Wort "E._____" sei in den abgehörten Gesprächen über-

haupt nicht vorgekommen oder die Übersetzung der Telefongespräche sei man-

gelhaft. Ebenso wenig bestünden Anhaltspunkte dafür, dass die TK-Protokolle 

verfälscht worden seien oder dass sie falsche Unterstellungen enthalten würden. 

Entsprechend seien sie ohne Weiteres als Beweismittel verwertbar (Urk. 51 S. 

17). 

- 12 - 

4.3.2.3. Die Verteidigung moniert in genereller Art und Weise, die Telefonproto-

kolle selbst seien teilweise widersprüchlich und unklar und enthielten falsche  

Unterstellungen (Urk. 36/3 S. 3). Zur Begründung dieser Beanstandung führt sie 

jedoch lediglich zwei kurze Passagen aus der polizeilichen Einvernahme vom  

28. Juni 2011 an (Urk. 2/9 S. 6 und S. 8). In Anbetracht des Umstandes, dass die 

Verteidigung "die Telefonprotokolle" - also im Plural - beanstandet und zur  

Substantiierung lediglich auf die zwei Passagen im genannten Protokoll ver-

weisen kann, legt den Schluss nahe, dass bezüglich der weiteren TK-Protokolle 

auch seitens der Verteidigung keine Vorbehalte bestehen. Was die vorgebrachten 

Beanstandungen anbelangt, hat die Vorinstanz das Notwendige erwogen. Wohl 

ist nicht von der Hand zu weisen, dass in Bezug auf das Wort "E._____" sowohl 

beim fraglichen SMS vom 11. Juni 2010, 14.32 Uhr, wie auch beim Telefonat vom  

11. Mai 2010, 11.33 Uhr, gewisse Unklarheiten bestehen. Diese Unklarheiten 

wurden jedoch im fraglichen Protokoll transparent gemacht. Gemäss der Proto-

kollanmerkung der Dolmetscherin wies diese anlässlich der Einvernahme darauf 

hin, "dass das Wort 'EE._____' im SMS allenfalls falsch geschrieben sei und dass 

dieses Wort möglicherweise umgangssprachlich für E._____ stehe". Das Wort 

"E._____" wird in der serbischen Sprache und mithin in kyrillischer Schrift "…" ge-

schrieben, wobei das … "…" dem "…" unseres Alphabets entspricht. Wenn nun 

im SMS vom 11. Juni 2010 von "EE._____" die Rede ist, so liegt die Vermutung 

nahe, dass es sich dabei um ein und das selbe Wort handelt, wobei das "…" am 

Wortende eine Genitivendung darstellt. Dass "EE._____" der Genitiv von 

"E._____" sei und umgangssprachlich für einen "Tausender" stehe, bestätigte 

auch der an der Berufungsverhandlung anwesende Dolmetscher (Prot. II. S. 6 

und 8). Damit ist erstellt, dass die durch die Verteidigung aufgeworfenen, mut-

masslichen Ungereimtheiten in der Protokollierung wohl auf einem lapidaren 

sprachlichen Missverständnis beruhen. Von einer Verfälschung der TK-Protokolle 

und falschen Unterstellungen kann jedenfalls keine Rede sein, was die Vorinstanz 

richtigerweise feststellte.  

4.4. Zusammenfassend kann daher mit der Vorinstanz festgehalten werden, 

dass das Anklageprinzip gewahrt ist und die TK-Protokolle als Beweismittel ohne 

Weiteres verwertbar sind. 

- 13 - 

5. Sachverhalt 

5.1. Widerhandlung gegen das AuG / Fälschung von Ausweisen 

5.1.1. In der Anklageschrift vom 14. Dezember 2011 wird dem Beschuldigten  

unter Anklageziffer I. vorgeworfen, er sei an einem nicht genauer bekannten Tag 

ca. Ende März 2010 in die Schweiz eingereist und habe sich nach Ablauf seines 

bewilligungsfreien 90-tägigen Aufenthaltes als serbischer Tourist fortan an ver-

schiedenen Orten, darunter in …, …, …, … und … aufgehalten, bis er schliesslich 

am Abend des 24. Februar 2011 in H._____ festgenommen worden sei.  

Um seinen illegalen Aufenthalt in der Schweiz zu verschleiern, habe der Beschul-

digte auf nicht genauer bekannte Weise in seinem serbischen Reisepass, Nr. …, 

insgesamt 19 gefälschte Stempel über Ein-/Ausreisen bei verschiedenen Grenz-

stellen anbringen lassen. Damit habe er bei einer allfälligen Kontrolle belegen wol-

len, dass er den bewilligungsfreien Aufenthalt nicht überschritten habe (Urk. 12 S. 

2).  

Vor Vorinstanz führte der untersuchende Staatsanwalt aus, die Verfälschung des 

Reisepasses des Beschuldigten ergebe sich aus den Stempeleinträgen, welche 

gemäss dem Bericht des Urkundenlabors nicht von den zuständigen Behörden 

erstellt worden seien. Dies wiederum lasse sich durch die TK-Protokolle  

beweisen. Aus diesen gehe nämlich zweifelsfrei hervor, dass der Beschuldigte 

 - entgegen den anderslautenden Stempeleinträgen - gerade nicht ausser Landes 

gewesen sei. Vielmehr habe er sich in der fraglichen Zeitspanne ununterbrochen 

in der Schweiz aufgehalten (Urk. 36/2 S. 4).  

5.1.2. Der Beschuldigte erklärte anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhand-

lung auf entsprechende Nachfrage, er meine, dass es zutreffend sei, dass er  

ca. im März 2010 in die Schweiz eingereist sei. Zur Frage, ob er sich von da an 

ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten habe, wollte er ebenso keine Aus-

sagen machen, wie zur Frage, was es mit den 19 gefälschten Stempeln in seinem 

Ausweis auf sich habe (Urk. 36/1 S. 2 ff.).  

- 14 - 

5.1.3. Die Verteidigung führte vor Vorinstanz aus, es sei bestritten, dass der  

Beschuldigte Ende März 2010 in die Schweiz eingereist sei. Gleichzeitig nahm 

der Verteidiger jedoch zur Kenntnis, dass der Beschuldigte anlässlich seiner  

Befragung zu Protokoll gab, er meine damals eingereist zu sein (Prot. I. S. 11,  

Ergänzung 4). Weiter brachte der Verteidiger vor, selbst der Polizeirapport gehe  

davon aus, dass die Einreise erst im Mai 2010 erfolgt sei. Die Festnahme des  

Beschuldigten sei im Februar 2011 erfolgt. Der Beschuldigte habe sich nicht  

länger als gesetzlich möglich in der Schweiz aufgehalten. Etwas anderes könne 

dem Beschuldigten nicht nachgewiesen werden. Hinsichtlich der gefälschten 

Stempel im Reisepass sei nicht erwiesen, wer die Stempel angebracht habe und 

wie dies geschehen sei. Zudem sei weder behauptet, noch erwiesen, dass eine 

tatsächliche Nutzung des Reisepasses für eine Kontrolle erfolgt sei (Urk. 36/3  

S. 6 f.).  

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte die Verteidigung aus, nicht visums-

pflichtige Personen dürften sich zwei Mal pro Kalenderjahr für einen längstens 

drei Monate dauernden Verbleib in der Schweiz aufhalten. Es sei im Zweifel  

davon auszugehen, dass der Beschuldigte sich zum Zeitpunkt seiner Festnahme 

innerhalb des zulässigen 3-monatigen Zeitraums befunden habe (Urk. 70 S. 6). 

5.1.4. Aufgrund seines Zugeständnisses im Rahmen seiner Befragung durch die 

Vorderrichter ist der Sachverhalt insofern erstellt, als der Beschuldigte aner-

kannte, ca. im März 2010 in die Schweiz eingereist zu sein (Urk. 36/1 S. 2). Die 

Vorinstanz folgerte weiter, weil der erste gefälschte Stempeleintrag seit der  

Einreise im März 2010 vom 29. März 2010 datiere, sei davon auszugehen, dass 

sich der Beschuldigte seit diesem Datum unrechtmässig in der Schweiz aufge-

halten habe (Urk. 51 S. 18). Diese Annahme der Vorinstanz kann übernommen 

werden, zumal sie einerseits dem Beschuldigten keinesfalls zum Nachteil gereicht 

und weil es andererseits sowohl für die rechtliche Qualifikation wie auch die Straf-

zumessung praktisch nicht von Belang ist, wann genau der Beschuldigte nun im 

März 2010 in die Schweiz einreiste. Was die Stempeleinträge im serbischen Rei-

sepass des Beschuldigten anbelangt, so wurde weder vom Beschuldigten noch 

von dessen Verteidiger in Abrede gestellt, dass es sich dabei um Fälschungen 

- 15 - 

handelte (Urk. 36/1 S. 2; Urk. 36/3 S. 7). Die Anklagebehörde stützt sich bei ihrer 

Beweisführung auf die Ausweisprüfung des Forensischen Instituts Zürich vom 25. 

Februar 2011 (Urk. ND 1/3). Darin wird als Untersuchungsergebnis festgehalten, 

dass sämtliche Stempelabdrucke (total 19) auf den Seiten 5 bis 9 nicht in einem 

herkömmlichen Abdruckverfahren produziert, sondern mittels tinten-basierendem 

drucktechnischen Verfahren erstellt worden seien. Ob die Gutachter vor der Prü-

fung des Ausweises auf Art. 307 StGB aufmerksam gemacht wurden, lässt sich 

dem Prüfbericht nicht entnehmen. Nachdem aber weder der Beschuldigte noch 

sein Verteidiger die Fälschungen bestreiten, kann die Frage offen bleiben, ob der 

genannte Bericht als Beweismittel überhaupt verwertbar ist. Mit der Vorinstanz ist 

daher zusammenfassend festzustellen, dass der, dem Beschuldigten unter der 

Anklageziffer I. vorgeworfene Sachverhalt rechtsgenügend erstellt ist. Davon kann 

im Rahmen der rechtlichen Würdigung ausgegangen werden. 

 

5.2. Betäubungsmitteldelikte und Geldwäscherei 

5.2.1. Anklagevorwurf im Überblick 

Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten zusammengefasst vor, er habe als 

Statthalter seines von Serbien aus den Drogenhandel steuernden Auftraggebers 

I._____ bei verschiedenen Gelegenheiten grosse Mengen Heroin und Kokain 

entgegen genommen. Diese Betäubungsmittel habe er gestreckt, portioniert und 

teilweise gelagert oder an verschiedene Abnehmer verkauft. Dabei habe er  

verschiedene Kuriere bzw. Läufer benutzt. Den Erlös aus diesen Drogen-

verkäufen habe er seinem Auftraggeber, I._____, wiederum durch verschiedene 

Kuriere nach Serbien zukommen lassen, wodurch er einen Zugriff durch die Straf-

verfolgungsbehörden vereitelt habe (Urk. 12 S. 3).  

5.2.2. Standpunkt des Beschuldigten 

Der Beschuldigte selbst machte im Verlauf der Untersuchung weitestgehend von 

seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch. Anlässlich der polizeilichen 

Einvernahme vom 29. März 2011 gestand der Beschuldigte im Beisein seines 

- 16 - 

Verteidigers ein, bereits seit mehreren Monaten mit Drogen gehandelt zu haben. 

Er habe dabei hauptsächlich Heroin in Portionen zu 5 oder 10 Gramm verkauft. 

Das Heroin habe er auf Anweisung seines Chefs namens J._____ in Portionen 

von 100 oder 200 Gramm bei ihm unbekannten Männern bezogen. Insgesamt 

habe er 5 oder 6 solche Heroinbezüge getätigt. Weiter bestätigte der Beschuldig-

te, dass die, in dem von ihm bewohnten Haus an der … [Adresse], K._____, si-

chergestellten Drogen (209.79 Gramm Heroin und 448 Gramm Kokain) ihm ge-

hörten und dass er mit diesen Drogen Handel betrieb. Des Weiteren anerkannte 

der Beschuldigte, dass die ebenfalls vorgefundenen Streckmittel ihm gehörten 

und dass er den sichergestellten Mixer zum Mischen der Drogen verwendet hatte. 

Schliesslich gestand der Beschuldigte auch ein, mit den weiteren, sichergestellten 

Utensilien das Heroin respektive Kokain gestreckt, gewogen und in Portionen  

abgepackt zu haben (Urk. 2/4 S. 2 f.). In der polizeilichen Einvernahme vom  

15. April 2011 bestätigte der Beschuldigte, bis zu seiner Festnahme mit Drogen 

gehandelt zu haben (Urk. 2/7 S. 1). Danach verweigerte er weitgehend die  

Aussage (Urk. 2/9-12 und Urk. 2/14). Anlässlich der Schlusseinvernahme vom  

30. November 2011 liess der Beschuldigte durch seinen Verteidiger ausführen, er 

sei bezüglich der Sicherstellung im Haus in K._____ geständig, bezüglich der wei-

teren Vorwürfe mache er aus Angst vom Aussageverweigerungsrecht gebrauch 

(Urk. 2/16 S. f.). Schliesslich gab er anlässlich der Befragung vor Vorinstanz zu 

Protokoll, er könne bestätigen, dass anlässlich der Hausdurchsuchung in K._____ 

zahlreiche Betäubungsmittel-Utensilien, Betäubungsmittel und grössere Bargeld-

beträge vorgefunden worden seien. Er bleibe dabei, dass er den Mixer zum  

Strecken von Betäubungsmitteln verwendet habe. Ebenso sei zutreffend, dass er 

die gestreckten Betäubungsmittel portioniert habe. Weitergehende Zugeständnis-

se wollte der Beschuldigte nicht mehr machen (Urk. 36/1 S. 3). In der Berufungs-

verhandlung führte der Beschuldigte schliesslich aus, er habe zwar das ganze 

Geld bei sich gehabt, dies hätte aber nicht ihm gehört, sondern seinem Chef. Er 

habe nur das getan, wofür er Anweisungen erhalten habe (Urk. 69 S. 6). 

 

- 17 - 

5.3. Beweiswürdigung  

5.3.1. Unter Ziffer 2.3 (Urk. 51 S. 19) macht die Vorinstanz korrekte theoretische 

Ausführungen zur richterlichen Beweiswürdigung und hält zutreffend fest, dass in 

tatsächlicher Hinsicht zunächst das Ausmass des vom Beschuldigten betriebenen 

Drogenhandels sowie seine hierarchische Stellung innerhalb der Organisation zu 

erstellen sei. Zur Sachverhaltserstellung können einerseits die dem Beschuldigten 

vorgehaltenen TK-Protokolle und soweit dienlich die Aussagen der mit dem  

Beschuldigten konfrontierten L._____ (Urk. 2/5 und 4/1-4), M._____ (Urk. 2/6 und 

4/5-8) sowie N._____ (Urk. 2/13 und 3/1-5) und die Aussage des Zeugen 

O._____ (Urk. 2/15) beigezogen werden. Nachdem die Vorinstanz D._____ an-

lässlich der Hauptverhandlung als Auskunftsperson einvernommen und mit dem 

Beschuldigten konfrontiert hat, können auch dessen Aussagen als Beweismittel 

verwertet werden (Pro. I. S. 5 ff sowie die betreffenden Beizugsakten). Die im Ver-

fahren gegen C._____ produzierten und im vorliegenden Verfahren beigezogenen 

Akten können mangels Konfrontation mit dem Beschuldigten nicht zu dessen 

Nachteil Verwendung finden. Weiter können die Prüfberichte des Forensischen 

Instituts Zürich zur Gehaltsbestimmung der sichergestellten Betäubungsmittel als 

Beweismittel verwendet werden (Urk. 7/4, Urk. 7/5 und 7/9). Schliesslich befindet 

sich ein Nachtragsbericht betreffend DNA Täterermittlung der Kantonspolizei 

Schwyz bei den Akten, welcher Auskunft darüber gibt, dass im Knotenbereich der 

vier sichergestellten Fingerlinge eine DNA Spurenüberprüfung vorgenommen 

wurde, bei welcher der Beschuldigte als Spurengeber identifiziert worden sei (Urk. 

7/11). 

5.3.2. Codierte Sprache 

Die Vorinstanz hat sich auf über 5 Seiten des angefochtenen Entscheides akri-

bisch mit der durch den Beschuldigten und seinen Mittäter verwendeten codierten 

Sprache auseinander gesetzt und diese schliesslich gründlich und in allen Teilen 

nachvollziehbar entschlüsselt. Sie schlussfolgert, der Beschuldigte habe diesen 

Interpretationen keine eigenen entgegenstellt. Eine andere mögliche Interpretati-

on dieser Codierungen sei nicht ersichtlich. Vielmehr würden die auf den ersten 

Blick zusammenhangslosen Gespräche nur dann ein sinnvolles Ganzes ergeben, 

- 18 - 

wenn sie anhand des …-Codes sowie der vorab aufgeführten Schlüsselwörter 

entschlüsselt würden. Diese überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz sind 

vollumfänglich zu übernehmen. Lediglich im Sinne einer Ergänzung sei auf fol-

gendes hingewiesen: Dem Beschuldigten kann nicht zum Vorwurf gemacht wer-

den, er habe trotz wiederholter Nachfrage keine Angaben zu den codierten Ge-

sprächen gemacht. Im Strafverfahren gilt das Verbot der erzwungenen Selbstbe-

lastung und es steht dem Beschuldigten selbstredend zu, die Aussage partiell  

oder gar vollständig zu verweigern. Allerdings darf das Gericht den Umstand, 

dass sich der Beschuldigte auf sein Aussage- und Mitwirkungsverweigerungs-

recht beruft, unter gewissen Umständen dennoch in die Beweiswürdigung mitein-

beziehen. Dies ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichts dann 

der Fall, wenn sich der Beschuldigte weigert, zu seiner Entlastung erforderliche 

Angaben zu machen, obschon eine Erklärung angesichts der belastenden Bewei-

selemente vernünftigerweise erwartet werden dürfte und müsste (Urteil des Bun-

desgerichts 6B_453/2011 vom 20. November 2011, E. 1.6 mit weiteren Verwei-

sen). Vorliegend verhält es sich so, dass eine Vielzahl von Telefongesprächen 

und SMS-Kontakte stattfanden, bei welchen sich der Beschuldigte respektive sein 

Gegenüber einer offenkundig codierten Sprache bedienten. Im Umstand, dass der 

Beschuldigte keinerlei Angaben zu der von ihm benützten Sprache machte, ist 

daher ein weiteres Indiz für die Richtigkeit der durch die Staatsanwaltschaft und 

die Vorinstanz erarbeiteten Interpretation der verschlüsselten Sprache zu erbli-

cken. Insgesamt steht daher ausser Frage, dass der Beschuldigte und seine Mit-

täter ihm Rahmen ihrer konspirativen Kommunikation codierte Wörter und Zahlen 

in dem Sinne verwendeten, wie es die Vorinstanz dargetan hat.  

 

6. Die Vorgänge im Einzelnen 

6.1. Anklageziffer II. 1.1. 

6.1.1. Dem Beschuldigten wird seitens der Anklagebehörde zum Vorwurf  

gemacht, er habe nach seiner Einreise N._____ in P._____ mehrfach, darunter 

am 27. April 2010, jeweils mit Heroinmengen von 20 bis 30 Gramm, total 100 bis 

- 19 - 

200 Gramm Heroin, beliefert. Dabei habe er jeweils einen Grammpreis von 

Fr. 30.– verlangt (Urk. 12 S. 7). 

6.1.2. Die Verteidigung stellte sich vor Vorinstanz zusammengefasst auf den 

Standpunkt die Aussagen des Zeugen N._____ seien nicht verwertbar. Der Zeuge 

sei durch die Polizei in seinem Aussageverhalten in unzulässiger Weise beein-

flusst worden. Nachdem der Zeuge den Beschuldigten zunächst nicht habe identi-

fizieren können, habe ihm der Polizeibeamte mehrmals Bilder des Beschuldigten 

vorgelegt und so auf dessen Identifikation hingewirkt. Zudem sei der Zeuge auf-

grund seiner schweren Drogenabhängigkeit teilweise nicht in der Lage  

gewesen, sich während den Einvernahmen zu konzentrieren. Dem Zeugen sei  

suggeriert worden, er habe vom Beschuldigten Heroin erhalten (Urk. 36/3 S. 2).  

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger hierzu aus, der Zeuge 

N._____ habe den Beschuldigten nicht identifizieren können. Dem Zeugen sei  

suggeriert worden, der habe vom Beschuldigten mehrfach Drogen abgenommen. 

Es bleibe unklar, ob der Zeuge den Beschuldigten bei der Gegenüberstellung er-

kannt habe, weil er angeblich Drogen von ihm gekauft hatte oder weil er sein Ge-

sicht zuvor auf der Fotoaufnahme gesehen habe (Urk. 70 S. 9 ff.). 

6.1.3. Die Vorinstanz zog zur Sachverhaltsermittlung in erster Linie die Aussagen 

des Drogenkonsumenten N._____ sowie die Zeugenaussagen des den  

Beschuldigten observierenden Polizeibeamten O._____ heran. Weiter stützte sie 

ihre Beweisführung auch auf das anlässlich der Observation vom 27. April 2010 

angefertigte Foto (Anhang zu Urk. 2/15).  

Hinsichtlich der Aussagen von N._____ kam sie zum Schluss, dieser sei trotz sei-

nes Drogenkonsums durchwegs als glaubwürdig einzustufen. Zudem habe er sich 

durch seine Aussagen selbst belastet, was für seine Glaubwürdigkeit spreche. 

N._____ habe widerspruchsfreie und lebensnahe Schilderungen der jeweiligen 

Drogenkäufe zu Protokoll gegeben. Er habe Erinnerungslücken offen deklariert 

und auch gesagt, dass er keine Namen von seinen Abnehmern nennen wolle. Es 

lägen insgesamt keine Hinweise dafür vor, dass N._____ die Unwahrheit gesagt 

habe. Auf seine Aussagen könne daher abgestellt werden.  

- 20 - 

Den Zeugen O._____ erachtete die Vorinstanz als glaubwürdig und auch seine 

Aussagen seinen lebensnah und überzeugend. Darauf könne abgestellt werden.  

Gestützt auf die Aussagen von N._____ und des Zeugen O._____ sowie die Fo-

tos vom 27. April 2010 sei, so die Vorinstanz, erstellt, dass es sich bei demjenigen 

Läufer, welchen N._____ am 27. April 2010 in einer Unterführung beim Bahnhof 

P._____ getroffen hat, um den Beschuldigen gehandelt habe. Weiter lasse sich 

aufgrund des Beweisergebnisses erstellen, dass der Beschuldigte mehrfach,  

darunter auch am 27. April 2010, insgesamt 100 bis 200 Gramm Heroin an 

N._____ zum Preis von Fr. 30.-- pro Gramm überbracht habe. Damit sei der Vor-

halt gemäss Anklageziffer II./1.1. erstellt (Urk. 51 S. 25 ff.). 

6.1.4. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Aussagen von N._____ und O._____ 

richtig und vollständig zusammengefasst und wiedergegeben. Zwecks Vermei-

dung von unnötigen Wiederholungen kann auf die betreffenden Erwägungen ver-

wiesen werden. Auch ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass N._____ ebenso wie 

O._____ grundsätzlich als glaubwürdig zu betrachten sind und dass deren Aus-

sagen keine Hinweise darauf enthalten, dass sie unwahre Angaben zu Protokoll 

gegeben hätten. Die Einschätzung der Vorinstanz, wonach die, den Beschuldig-

ten belastenden Aussagen von N._____ und O._____ als glaubhaft einzustufen 

seien, kann daher ohne Weiteres geteilt werden. Die Verteidigung beschränkt sich 

darauf, die Aussagen von N._____ in Frage zu stellen, verkennt aber dabei, dass 

das gesamte Beweisbild - eben unter Einbezug des observierenden Polizeibeam-

ten O._____ und der am 27. April 2010 angefertigte Fotografie des Beschuldigten 

(Anhang zu Urk. 2/15), keinen anderen, vernünftigen Schluss zulässt, als dass  

sich der Sachverhalt eben genau so zugetragen hat, wie er unter Ziff. II. 1.1. in 

der Anklageschrift geschildert wird. Die zentrale Herausforderung der Beweiswür-

digung liegt darin, alle Beweismittel in ihrem Gesamtzusammenhang zu würdigen. 

Entscheidend ist mithin, ob die gesamthafte Beurteilung der vorhandenen Be-

weismittel ein in sich stimmiges Bild ergibt, welches sich mit dem Anklagevorwurf 

deckt. Die Verteidigung geht in ihrem Plädoyer von einer isolierte Betrachtung ei-

nes einzelnen Beweismittels aus, was selbstredend nicht zielführend sein kann. 

Die Summe der Erkenntnisse aus allen verwertbaren Beweismitteln ist entschei-

- 21 - 

dend, was die Vorinstanz korrekterweise auch erkannt hat. Davon, dass die Aus-

sagen von N._____ nicht verwertbar sein sollen, kann keine Rede sein. Weder 

ergeben sich aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er durch die Polizei in un-

zulässiger Art und Weise in seinem Aussageverhalten beeinflusst worden wäre, 

noch bestehen Hinweise darauf, dass N._____ aufgrund seiner drogenbedingten 

physischen Verfassung nicht in der Lage gewesen wäre, den Einvernahmen zu 

folgen. Bezeichnenderweise lassen sich dem Protokoll der Konfrontationseinver-

nahme vom 7. November 2011 auch keine entsprechenden Einwände der Vertei-

digung entnehmen. Die Vorinstanz hat hierzu das Notwendige dargetan, worauf 

verwiesen werden kann. Ergänzend kann angeführt werden, dass N._____ den 

Beschuldigten anlässlich der Konfrontationseinvernahme eben nicht nur anhand 

der vorgelegten Fotografie identifizierte (Urk. 2/13 S. 4), sondern auch gleich zu 

Beginn der Einvernahme zu Protokoll gab, er kenne den ebenfalls anwesenden 

Beschuldigten seit vorletztem Jahr. Er habe ihn über J._____ kennen gelernt und 

er sei ab und zu gekommen, wenn er - also N._____ - Heroin gekauft habe  

(Urk. 2/13 S. 2). Soweit die Verteidigung also geltend macht, der Staatsanwalt 

habe N._____ in der Konfrontationseinvernahme vom 7. November 2011 einen 

Vorhalt gemacht, welcher auf einer falschen Zusammenfassung der polizeilichen 

Befragung fusse, ist dem entgegen zu halten, dass die Identifikation des Beschul-

digten durch N._____ anlässlich der Konfrontationseinvernahme gleich zu Beginn 

und ohne Zutun des Staatsanwaltes erfolgte (Urk. 2/13 S. 1). Zusammenfassend 

kann damit festgehalten werden, dass der Anklagesachverhalt gemäss Ziff. II./1.1. 

mit der Einschränkung erstellt ist, dass in Anwendung des Grundsatz in dubio pro 

reo von 100 Gramm Heroin auszugehen ist.  

6.2. Anklageziffer II./1.2.  

6.2.1. Dem Beschuldigten wird hier zur Last gelegt, er sei am 10. Mai 2010 von 

I._____ in Kenntnis gesetzt worden, dass eine Abnehmerin lediglich fünf Gramm 

Kokain zum Preis von Fr. 1'400.– erhalten habe (Urk. 12. S. 3). 

6.2.2. Die Verteidigung hat sich vor Vorinstanz nicht konkret zu diesem Vorwurf 

geäussert. In genereller Art und Weise hat sie aber vor Vorinstanz ausgeführt, 

sämtliche in der Anklage unter 1. II. 1.1. bis einschliesslich 27.2. genannten  

- 22 - 

Anschuldigungen würden ausschliesslich auf Indizien basieren, wobei fast aus-

schliesslich "abgehörte Gesprächsprotokolle" die Grundlage der Anklage bilden 

würden. Der Beschuldigte habe diesbezüglich umfassend von seinem Aussage-

verweigerungsrecht Gebrauch gemacht. Bezüglich aller Anklagepunkte sei der 

Beschuldigte zu keinem Zeitpunkt auch nur ein einziges Mal bei einem an-

geblichen Verkauf, Ankauf, einer angeblichen Übernahme, etc. von Drogen von 

der Polizei observiert oder auf frischer Tat ertappt worden. Es existiere kein einzi-

ger Beweis, dass der Beschuldigte die ihm aufgrund der "abgehörten Protokolle" 

vorgeworfenen angeblich durchgeführten Taten tatsächlich begangen habe. Dies 

setze sogar schon die ebenfalls nicht erwiesene Tatsache voraus, dass diese  

Gespräche Drogenhandel zum Inhalt gehabt hätten, was ausdrücklich bestritten 

werde. Zudem sei auch nicht zweifelsfrei nachgewiesen, dass es sich bei der  

abgehörten Person tatsächlich um den Beschuldigten gehandelt habe (Urk. 36/3 

S. 2 ff.). 

6.2.3. Die Vorinstanz kam zum Schluss aufgrund des abgehörten Telefon-

gesprächs vom 10. Mai 2010, 21.51 Uhr (TK-Protokoll G._____/E-3), sei erstellt, 

dass eine Abnehmerin nur eine Portion bzw. ein Säckchen à 5 Gramm Kokain  

erhalten und dafür Fr. 1'400.-- bezahlt habe. Offenkundig sei sie vom Beschuldig-

ten mit nur einer Portion bedient worden, obwohl sie für diesen Preis mit I._____ 

mehr abgemacht habe (Urk. 51 S. 31). 

6.2.4. Vorab ist an dieser Stelle festzuhalten, dass es sich bei den TK-Protokollen 

nicht wie die Verteidigung meint lediglich um Indizien, sondern vielmehr um Be-

weismittel mit voller Beweiskraft handelt. Wie bereits durch die Anklagebehörde 

(Urk. 36/2 S. 1) und die Vorinstanz (Urk. 51 S. 15) ausgeführt, wurden die  

TK-Protokolle in vollkommener Übereinstimmung mit den damals geltenden Vor-

schriften der kantonale Strafprozessgesetzgebung sowie des Bundesgesetzes 

betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (BÜPF) angeord-

net und von der damals zuständigen Anklagekammer am hiesigen Obergericht 

genehmigt (Urk. 5). Damit haben die daraus gewonnenen Erkenntnisse entgegen 

der Auffassung der Verteidigung uneingeschränkten Beweiswert. Die Verteidi-

gung stellt weiter in Abrede, dass es bei den überwachten Telefongesprächen um 

- 23 - 

Drogen respektive um Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Drogenhandel  

gegangen sei. Führt man sich den Inhalt der abgehörten Gespräche vor Augen, 

so ist offenkundig, dass es den beteiligten Personen jeweils um die Verheimli-

chung des wahren Inhalts ihres Gespräches ging. Die Gespräche wurden derart 

konspirativ geführt und machten bei objektiver Betrachtung keinerlei Sinn, sodass 

nicht der geringste Zweifel bestehen kann, dass die abgehörten Gespräche zum 

Zwecke des Drogenhandels geführt wurden. Dass die Beteiligten und mithin auch 

der Beschuldigte dazu eine codierte Sprache verwendeten, wurde zuvor mit Ver-

weis auf die vorinstanzlichen Erwägungen bereits dargetan. Dass es sich 

schliesslich bei der abgehörten Person namens "F._____" um den Beschuldigten 

handelte, kann ebenfalls nicht ernsthaft in Abrede gestellt werden. Dies umso 

mehr, als sich der Beschuldigte selbst im Telefonat vom 23. Februar 2011, 13.48 

Uhr, gegenüber einem unbekannten Mann als "A._____" enttarnte und in der Un-

tersuchung eingestand, dieses Telefonat geführt zu haben (Urk. 2/7 S. 7). Damit 

sind die von der Verteidigung in allgemeiner Manier vorgetragenen Argumente 

entkräftet. Nachfolgend wird darauf mit Verweis auf das soeben Erwogene nicht 

mehr weiter eingegangen.  

Der dem Beschuldigten unter Anklageziffer II./1.2. vorgeworfene Sachverhalte 

stützt sich auf ein abgehörtes Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und 

I._____ vom 10. Mai 2010 (Anhang zu Urk. 2/9, TK-Protokoll G._____/E-3). Bei 

Durchsicht des betreffenden TK-Protokolls wird der konspirative Charakter des 

Gesprächs sofort augenscheinlich. So werden beispielsweise keine Namen ge-

nannt, obwohl die Rede von verschiedenen Personen ist. Es ist davon die Rede, 

dass "es nur 5 vom Hübschen" gehabt habe und dass "2.5 Köpfe aufgeschrieben 

werden sollen". Ganz generell macht das geführte Telefonat bei objektiver Be-

trachtung keinen Sinn. Offensichtlich ging es dem Beschuldigten und I._____  

darum, den wahren Inhalt ihres Gespräches so weit wie möglich zu verschleiern. 

Vor diesem Hintergrund kann die von der Vorinstanz korrekt zitierte Ge-

sprächspassage nicht anders interpretiert werden, als dass I._____ den  

Beschuldigten davon in Kenntnis setzte, dass eine Abnehmerin entgegen ihrer 

Abmachung mit I._____, nur 1 Säckchen enthaltend 5 Gramm "vom Hübschen" 

sprich Kokain erhalten hatte. Dafür hat sie einen Preis von "PICC" mithin  

- 24 - 

Fr. 1'400.-- entrichtet. Die Vorinstanz erachtete daher den eingeklagten Sachver-

halt richtigerweise als erstellt. 

6.3. Anklageziffer II./1.3. 

6.3.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe am 11. Mai 2010 den Erlös 

aus Drogenhandel im Betrag von Fr. 11'300.-- aufbewahrt, worüber er I._____ in 

Kenntnis gesetzt habe (Urk. 12 S. 3). 

6.3.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, es sei erstellt, dass 

der Beschuldigte im Gespräch mit I._____ über den Drogenerlös gesprochen  

habe, wobei sich der Erlös im Bereich von Fr. 10'300.-- bis Fr. 12'850.-- bewegt 

habe (Urk. 51 S. 32). 

6.3.3. Die Verteidigung führte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, erstellt 

sei lediglich ein Gespräch über Geld, was keine strafbare Handlung darstelle 

(Urk. 70 S. 11). 

6.3.4. Beweisfundament für diesen Anklagepunkt stellt ein abgehörtes Telefonge-

spräch zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom 11. Mai 2010 dar (Anhang 

zu Urk. 2/9, TK-Protokoll G._____/E-3). Dass auch dieses Gespräch klarerweise 

einen konspirativen Charakter aufweist, ergibt sich nur schon aus den verwende-

ten Code-Wörtern wie "Kopf", "E._____" und "das Hübsche". Der Beschuldigte 

hatte damals I._____ angerufen. Im Verlauf des Gesprächs erkundigt sich I._____ 

beim Beschuldigten nach dessen Geldbezüge. Er fragt ihn, ob er "damals noch 

etwas genommen" habe, worauf der Beschuldigte verneint und sagt, er "habe nur 

diesen Kopf" (= Fr. 100.--) genommen, wie I._____ es ihm gesagt habe. I._____ 

weist den Beschuldigten weiter an, er solle "sofort den Kopf nehmen", er werde 

"ihm (dem Beschuldigten) den Kopf aufschreiben". Im weiteren Verlauf des Ge-

sprächs rechnet I._____ dem Beschuldigten vor, was dieser verbraucht habe und 

stellt fest, er habe nun "genug verbraucht". Er solle sich in Zukunft "irgendwo auf-

schreiben" was er beziehe, damit er eine "Evidenz" habe. Dass der Beschuldigte 

I._____ bei diesem Gespräch über den Erlös aus dem Drogenhandel informiert 

habe, lässt sich den Aufzeichnungen tatsächlich nicht entnehmen. Vielmehr ergibt 

- 25 - 

sich aus den Gespräch, dass I._____ dem Beschuldigten vorrechnet, was dieser 

zum damaligen Zeitpunkt an Gelder aus dem Drogenerlös besitze respektive auf-

bewahre. Mit der Vorinstanz ist daher der eingeklagte Sachverhalt insofern als  

erstellt zu betrachten, als dass der Beschuldigte im Gespräch mit I._____ über 

den Drogenerlös im Bereich von Fr. 10'300.-- bis Fr. 12'850.-- gesprochen hat.  

6.4. Anklageziffer II./2. 

6.4.1. Dem Beschuldigten wird unter Ziff. II./2. vorgeworfen, er habe am 15. Mai 

2010 von einem Lieferanten eine Menge von 100 Gramm Heroin oder Kokain 

übernommen (Urk. 12. S. 3).  

6.4.2. Die Vorinstanz erachtet den eingeklagten Sachverhalt als nicht bewiesen. 

Aufgrund des Gesprächskontextes bleibe unklar, ob es sich bei den genannten 

Mengenangaben um Drogen oder um Drogenerlös gehandelt habe. Weil diese 

Frage offen bleibe, könne der Vorgang nicht mit rechtsgenügender Sicherheit 

nachgewiesen werden (Urk. 51 S. 33).  

6.4.3. Die Anklagebehörde stützt sich auf das Telefongespräch vom 15. Mai 2010, 

19.01 Uhr (Anhang zu Urk. 2/9, TK-Protokoll G._____/E-3). Darin erklärt der  

Beschuldigte I._____ gegenüber, er habe das, was dieser … gegeben habe, alles 

bei sich. Anderes habe er nicht, er habe alles dort gelassen. Er habe davon einen 

Kopf genommen. Daraufhin weist I._____ ihn zurecht, er habe ihm gesagt, den 

Kopf bleiben zu lassen. Auch hier steht ausser Frage, dass das Gespräche im 

Zusammenhang mit dem Drogenhandel geführt wurde. In der Tat lässt sich dem 

aufgezeichneten Gespräch jedoch nicht zweifelsfrei entnehmen, ob es sich bei 

diesem "einen Kopf" den der Beschuldigte von dem genommen haben will, was 

ihm "dieser …" zuvor gegeben hat, um Geld oder um Drogen handelte. Damit hat 

die Vorinstanz zurecht festgehalten, dass sich der unter Ziff. II./2. eingeklagte 

Sachverhalt nicht erstellen lässt. 

- 26 - 

6.5. Anklageziffer II./3. 

6.5.1. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten vor, er sei am 16. Mai 2010 

von I._____ telefonisch angewiesen worden, dass er einen neu zu ihm geschick-

ten Mittäter ("Läufer") beim Drogenhandel zu instruieren habe (Urk. 12 S. 3). 

6.5.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, die Gesprächspartner 

versuchten offenkundig auch dieses Gespräch zu verschlüsseln und nichts  

Konkretes zu erwähnen. Es sei daher davon auszugehen, dass das abgehörte 

Gespräch Drogengeschäfte zum Inhalt gehabt habe. Vor diesem Hintergrund  

lasse der Gesprächsinhalt keine andere Interpretation zu, als dass der Beschul-

digte von I._____ angewiesen worden sei, einen neuen Läufer zu instruieren. 

Dies sei auch deshalb stimmig, weil der Beschuldigte offenkundig Läufer bei sich  

beherbergt habe. So seien anlässlich der Hausdurchsuchung im von ihm bewohn-

ten Haus in K._____ am 24. Februar 2011 zwei bei ihm wohnhafte Läufer 

(C._____ und D._____) verhaftet worden (Urk. 51 S. 35). 

6.5.3. Die Verteidigung stellte sich im Berufungsverfahren auf den Standpunkt, 

aus dem Inhalt der TK-Protokolle lasse sich allenfalls entnehmen, dass der  

Beschuldigte einer dritten Person etwas hätte erklären sollen. Ob es sich dabei 

um Instruktionen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel gehandelt habe, 

bleibe völlig offen (Urk. 70 S. 11). 

6.5.4. Die Vorinstanz hat die massgeblichen Passagen der beiden abgehörten 

Gespräche vom 15. Mai 2010, 19.01 Uhr vom und 16. Mai 2010, 22.19 Uhr  

(Anhang zu Urk. 2/9, TK-Protokoll G._____/E-3) korrekt wiedergegeben, darauf 

kann zunächst verwiesen werden. Neben den durch die Vorderrichter zitierten 

Passagen finden sich noch weitere Instruktionen I._____'s: 

I._____:  "…lass alles dort, du kannst ihm gerade alles zeigen wo was 
steht, dass er es weiss, verstehst du?" 

 Beschuldigter: "Aa…(unverständlich)…" 
 […] 

I._____:  "Hör zu, zeig ihm das Kärtchen alles das,  
verstehst du … (unverständlich)… 

 Beschuldigter: "(unverständlich)…. aber gut, mach dir keine Sorgen mann. 
I._____:  "Zeig ihm, wie er in den Block schauen sollte…. (unverständ-

lich)… 

- 27 - 

 Beschuldigter: "Mm ja." 
I._____:  "Und er muss sich nicht mit dir treffen Bruder, triff du dich, er soll 

von der Seite schauen wie … (unverständlich)… 
 Beschuldigter: "Mach dir darum überhaupt keine Sorgen" 
 

6.5.5. Insgesamt betrachtet, liegt auch hier der konspirative Charakter des  

Telefongesprächs zwischen dem Beschuldigten und I._____ auf der Hand. Beide 

sind aufs Äusserste bedacht, weder Namen noch Orte zu nennen und das  

Gespräch dergestalt zu führen, dass der tatsächliche Inhalt möglichst im  

Verborgenen bleibt. Trotz all dieser Vertuschungsbemühungen wird aber klar, 

dass es beim Gesprächsinhalt darum geht, dass I._____ den Beschuldigten über 

die Ankunft eines neuen "Läufers" in Kenntnis setzte und der Beschuldigte diesen 

nach dessen Ankunft in den Drogenhandel einzuführen hat. Damit ist der einge-

klagte Sachverhalt gemäss Ziff. II./3. erstellt. 

6.6. Anklageziffer II./4. 

6.6.1. Unter dieser Anklageziffer wird dem Beschuldigten vorgeworfen, er habe 

am 18. Mai 2010 von I._____ den telefonischen Auftrag entgegen genommen,  

40 Gramm Heroin oder Kokain zu verkaufen, dies mit dem Hinweis, er solle den 

Käufer zu einer konspirativen Sprechweise am Telefon ermahnen, d.h. er solle 

keine Namen nennen (Urk. 12. S. 3).  

6.6.2. Die Vorinstanz kam zum Schluss, der Anklagesachverhalt sei erstellt.  

I._____ habe dem Beschuldigten im Gespräch 18. Mai 2010, 15.48 Uhr, erklärt 

(Anhang zu Urk. 2/9, TK-Protokoll F._____/A), er solle "IC" (40) mitnehmen, so-

bald er an zwei Orten EC (20) habe. Er solle den Käufer darauf hinweisen, dass 

auf der Telefonnummer von I._____ keine Namen genannt werden dürfen. Auf-

grund der wiederum verschlüsselten Sprechweise sei offenkundig, dass es in die-

sem Gespräch um Drogengeschäfte gegangen sei und mit den genannten Zahlen 

"IC" (40) bzw. "EC" (20) Mengenangaben von Drogen, also jeweils Gramm, ge-

meint gewesen seien. Da der Beschuldigte ausschliesslich mit Kokain und Heroin  

gehandelt habe, sei davon auszugehen, dass eine dieser beiden Drogen gemeint 

gewesen sei (Urk. 51 S. 34 f.). 

- 28 - 

6.6.3. Die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz können vollumfänglich 

übernommen werden. Einzig in Bezug auf die Art der Drogen muss die folgende 

Präzisierung vorgenommen werden. Wie die Vorderrichter richtigerweise fest-

stellten, hat der Beschuldigte - unbestrittenermassen - jeweils nur mit Heroin oder 

Kokain gehandelt. Andere Betäubungsmittel hat er nicht verkauft. Nachdem aus 

dem abgehörten Telefongespräch klarerweise hervorgeht, dass I._____ und der 

Beschuldigte über den Verkauf von Drogen sprechen, jedoch unklar bleibt, ob es 

sich dabei um Kokain oder Heroin handelte, ist zugunsten des Beschuldigten von 

der milderen Variante und mithin von Kokain auszugehen. Der Sachverhalt ist 

demnach insofern erstellt, dass der Beschuldigten von I._____ am 18. Mai 2010 

den telefonischen Auftrag entgegen genommen hat, 40 Gramm Kokain an einen 

bestimmten Abnehmer zu verkaufen und diesen zu einer konspirativen Sprech-

weise im telefonischen Kontakt mit I._____ zu ermahnen. 

6.7. Anklageziffer II./5. 

6.7.1. Der Beschuldigte soll gemäss Anklageschrift am 29. Mai 2010 von I._____ 

angefragt worden sei, ob er zuvor lediglich 137 Gramm und damit 26 Gramm  

Heroin bzw. Kokain zu wenig entgegengenommen habe, weshalb ihm schliesslich 

weniger als 100 Gramm geblieben seien. 

6.7.2. Die Vorinstanz erwog hierzu, die Anklage stütze sich auf das Gespräch 

vom 29. Mai 2010, 10.16 Uhr (Anhang zu Urk. 2/9, TK-Protokoll F._____/B). Darin 

erläutere der Beschuldigte, er habe am Vortag lediglich "PLO" (137) und damit 

"EK" (26) zu wenig erhalten und es sei ihm daher weniger als "ein Kopf" (100)  

geblieben. Im weiteren Gesprächsverlauf frage I._____, ob nicht allenfalls das  

andere grösser gewesen sei, was der Beschuldigte verneint habe. Es könne sich 

beim Gespräch nur um die Portionengrösse der gehandelten Drogen gehandelt 

haben. Die beiden hätten also über Grammbeträge von Drogen diskutiert (Urk. 51 

S. 35). 

6.7.3. Die Verteidigung führte hierzu aus, es sei lediglich ein Gespräch über 

Grammbeträge erstellt, das keine strafbare Handlung darstellen würde (Urk. 70 

S. 11). 

- 29 - 

6.7.4. Die Vorinstanz hat den wesentlichen Inhalt des Gesprächs richtig wieder-

gegeben, darauf kann verwiesen werden. Angesichts der codierten Sprache und 

der Verwendung der zwischenzeitlich sattsam bekannten Codewörter besteht kein 

Zweifel daran, dass der Beschuldigte und I._____ auch in diesem Gespräch über 

den Drogenhandel sprachen. Worum es jedoch konkret ging, lässt sich dem  

Gespräch nicht entnehmen. Weder ergeben sich daraus Anhaltspunkte dafür, 

über welche Drogen - Heroin oder Kokain - gesprochen wird, noch kann mit  

Sicherheit gesagt werden, dass sich die beiden über Grammbeträge von Drogen 

unterhalten. Diese Annahme ist wohl naheliegend, aber es ist nicht ausge-

schlossen, dass auch von Geld die Rede sein könnte. Ginge man von der  

Annahme aus, es habe sich um Grammbeträge gehandelt, so würde dies  

heissen, dass der Beschuldigte anstelle von 163 Gramm lediglich 127 Gramm 

und damit 26 Gramm zu wenig erhalten hätte. Wieso ihm bei dieser Annahme 

schliesslich weniger als "ein Kopf" und damit weniger als 100 - egal ob Franken 

oder Gramm - geblieben sein sollten, lässt sich nicht ergründen. Entgegen der 

Auffassung der Vorinstanz lässt sich dieser Anklagesachverhalt daher nicht mit 

hinreichender Sicherheit erstellen. 

6.8. Anklageziffer II./6 

6.8.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe I._____ am 7. Juni 2010  

informiert, er habe das Heroin zum Preis von Fr. 30.– pro Gramm verkauft und ein 

neuer Abnehmer habe für den folgenden Mittwoch eine Menge von 200 Gramm 

bestellt (Urk. 12. S. 4). 

6.8.2.  Die Vorinstanz hielt hierzu fest, aufgrund der verschlüsselten Sprache so-

wie aus dem Kontext ergebe sich, dass es beim Gespräch zunächst um den 

Kaufpreis für 1 Gramm Heroin und im zweiten Teil des Gespräches um Mengen-

angaben von Drogen gehandelt haben müsse. Der Abnehmer habe 200 Gramm 

bestellt ("E Köpfe"). Da der Beschuldigte ausschliesslich mit Heroin und Kokain 

gehandelt habe, sei davon auszugehen, dass damit entweder Heroin oder Kokain 

gemeint gewesen sei.  

- 30 - 

6.8.3. Dieser Anklagesachverhalt stützt sich auf ein Gespräch vom 7. Juni 2010, 

19.38 Uhr (Anhang zu Urk. 2/9, TK-Protokoll G._____/F-1). Darin erkundigt sich 

er I._____ beim Beschuldigten, "was sie ihm gegeben" hätten. der Beschuldigte  

antwortet, sie hätten ihm "LC" (30) gegeben. Auch dieses Gespräch wird auf äus-

serst konspirative Art und Weise geführt. Die Rede ist von codierten Zahlen sowie 

von "Köpfen" und die Erwähnung des Namens einer Drittperson wird tunlichst 

vermieden, indem lediglich von "Gi" die Rede ist. Insgesamt kann kein vernünfti-

ger Zweifel daran bestehen, dass es auch bei diesem Gespräch um den Verkauf 

von Drogen geht. Der Vorinstanz kann aufgrund der Art und Weise des geführten 

Gespräches darin zugestimmt werden, dass es sich bei den "LC" (mithin 30) um 

den Erlös aus dem Drogenverkauf handeln muss. Die Höhe des Betrags weist  

darauf hin, dass Fr. 30.-- der Preis für 1 Gramm Heroin sein muss. Im fraglichen 

Telefonat informiert I._____ den Beschuldigte weiter darüber, dass "dieser Bruder 

sich für Mittwoch angemeldet" habe. Es handle sich dabei um jenen, den der  

Beschuldigte gesehen habe, nämlich "den Neuesten". Es gehe um "E Köpfe". Mit 

anderen Worten wurde der Beschuldigte darüber in Kenntnis gesetzt, dass ein 

Abnehmer - genannt der Neueste - am folgenden Mittwoch 200 Gramm beziehen 

wolle. Da nachweislich die Rede von Heroin ist und sich aus dem Gespräch  

keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass der Beschuldigte und I._____ im  

Verlauf des Gespräches auf den Handel mit Kokain umschwenkten, ist erstellt, 

dass es sich bei den genannten 200 Gramm um Heroin handeln musste. Der  

eingeklagte Sachverhalt ist damit erstellt.  

 

6.9. Anklageziffer II./7.1. 

6.9.1. Der Anklagevorwurf lautet dahingehend, dass der Beschuldigte am Abend 

des 18. Juni angewiesen worden sei, von einem Lieferanten eine Probe von  

5 Gramm Kokain entgegen zu nehmen. Am folgenden Morgen sei er von diesem 

Lieferanten darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass dieser gegen Bezahlung 

auch Heroin liefern werde (Urk. 12. S. 4).. 

- 31 - 

6.9.2. Die Vorinstanz weist zunächst auf ein offenkundiges Versehen in der  

Anklageschrift hin, indem dort die Jahreszahl des betreffenden Vorfalls nicht  

erwähnt wird. Aufgrund des Gesamtzusammenhanges und des dem Anklage-

sachverhalt zugrunde liegenden TK-Protokolls vom 18. Juni 2010, 22.13 Uhr  

(Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll F._____/C) ist offensichtlich, dass es sich um  

einen Vorgang handeln muss, welcher sich am 18. Juni 2010 zugetragen hat. 

Dies war auch dem Beschuldigten respektive seinem Verteidiger klar, wurde doch 

die fehlende Jahreszahl zu keinem Zeitpunkt beanstandet. In der polizeilichen 

Einvernahme vom 9. August 2011 wurde der Beschuldigte zudem mit den Er-

kenntnissen aus der Telefonüberwachung konfrontiert, wobei er darauf aufmerk-

sam gemacht wurde, dass es sich um ein Telefonat handle, welches am 18. Juni 

2010, 22.13 Uhr, zwischen ihm und I._____ geführt worden sei (Urk. 2/10 S. 2). 

Die Vorinstanz erwägt weiter, im erwähnten Gespräch erkläre I._____ dem  

Beschuldigten, jemand werde ihm "N" (5) vom "Schönen" (Kokain) bringen, damit 

sie sehen würden, ob es sich lohne. Aufgrund dieses Gesprächs gehe die Staats-

anwaltschaft zu Recht davon aus, dass es sich um eine Probe von 5 Gramm  

Kokain handle müsse. Aus dem aufgezeichneten Gespräch des darauffolgenden 

Tages, also vom 19. Juni 2010, 12.57 Uhr (Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll  

G._____/G-2) gehe sodann hervor, dass der Beschuldigte von I._____ gefragt  

werde, wie ihm "das andere" scheine, das er "zum Anschauen" genommen habe. 

Der Beschuldigte erkläre, er habe es nicht angeschaut. Aus dem Gesamt- 

zusammenhang des Gesprächs sei allerdings nicht zu erkennen, ob mit dem  

Begriff "das andere" tatsächlich etwas anderes als die Kokainprobe von 5 Gramm 

des letzten Tages gemeint gewesen sei. Zusammenfassend sei daher erstellt, 

dass der Beschuldigte am Abend des 18. Juni 2010 von I._____ angewiesen  

worden sei, von einem Lieferanten eine Probe von 5 Gramm Kokain entgegen zu 

nehmen. Nicht erstellt sei hingegen der Vorwurf, wonach I._____ am folgenden 

Morgen von diesem Lieferanten darüber in Kenntnis gesetzt worden sei, dass 

dieser gegen Bezahlung auch Heroin liefern werde (Urk. 51 S. 37). 

6.9.3. Die Vorinstanz hat sich sorgfältig mit dem Inhalt der beiden Telefonate vom 

18. respektive 19. Juni 2010 auseinandergesetzt und eine Beweiswürdigung vor-

- 32 - 

genommen, die nicht zu beanstanden und daher zu übernehmen ist. Damit ist  

erstellt, dass der Beschuldigte am Abend des 18. Juni 2010 von I._____ ange-

wiesen wurde, von einem unbekannten Lieferanten eine Probe von 5 Gramm  

Kokain entgegen zu nehmen. Ein weiterer Tatvorwurf lässt sich unter diesem Titel 

nicht erstellen. 

6.10. Anklageziffer II./7.2. 

6.10.1. Dem Beschuldigten wird zur Vorwurf gemacht, er habe am neuen Über-

gabeort in R._____ Heroin entgegen genommen. In der Folge habe er I._____ am 

19. Juni 2010 mitgeteilt, dass der Kurier Fr. 400.– verlangt habe. I._____ habe ihn 

daraufhin angewiesen, lediglich Fr. 100.– zu bezahlen und ihm die Qualität des 

Heroins mitzuteilen (Urk. 12. S. 4). 

6.10.2. Die Vorderrichter erwogen hierzu, der Beschuldigte habe I._____ am 

19. Juni 2010 mitgeteilt, dass der Kurier Fr. 400.– verlangt habe. Dass I._____ 

den Beschuldigten angewiesen habe, dafür lediglich Fr. 100.– zu bezahlen und 

ihm die Qualität des Heroins mitzuteilen, könne indessen nicht rechtsgenügend 

nachgewiesen werden.  

6.10.3. Der Anklagevorwurf basiert auf dem abgehörten Telefongespräch  

zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom 19. Juni 2010, 10.50 Uhr (Anhang 

zu Urk. 3/5, TK-Protokoll G._____/G-2). Im Vorfeld dieses Gespräches hatte sich 

der Beschuldigte offenbar in R._____ mit einem Drogenlieferanten getroffen. Da-

nach setzte er sich in den Zug und noch während er auf die Abfahrt des Zuges 

wartete, rief er I._____ an. Der Beschuldigte sagte I._____, man solle "ihm" (ge-

meint ist ein Dritter) 4 Köpfe geben, worauf I._____ bestätigt, "geht in Ordnung 

Bruder, ich werde es ihm geben". Gegenstand des Gespräches ist offenkundig 

der vom unbekannten Drogenlieferanten geforderte Preis ("dann ist es ein ande-

rer Preis"). Daraus erhellt, dass es sich bei den "4 Köpfen" um Geld (4 x Fr. 100.-- 

= Fr. 400.–) handeln musste, welches für Drogen zu bezahlen war. Ob es dabei  

um Heroin oder Kokain ging, muss mit der Vorinstanz offen bleiben. Rund  

zwei Stunden nach dem ersten Gespräch erklärte I._____ dem Beschuldigten in 

einem weiteren Telefonat vom 19. Juni 2010, 12.57 Uhr, er solle ihm nur "PCC" 

- 33 - 

(100) geben (Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll G._____/G-2). Wie die Vorinstanz 

korrekterweise feststellte, lässt sich diesem Gespräch nicht entnehmen, ob sich 

die beiden Gespräche auf ein und denselben Drogendeal bzw. auf einen einzigen 

Handel beziehen. Aus dem weiteren Verlauf des Gespräches geht hervor, dass 

I._____ sich beim Beschuldigten danach erkundigt, "wie ihm das Andere scheine, 

dass er genommen habe zum anschauen". I._____ erkundigt sich also beim  

Beschuldigten danach, ob sich dieser ein Bild von der Qualität von Drogen  

gemacht habe, von welchen er eine Probe erhalten habe. Um welche Drogen es 

dabei geht bleibt unklar. Zu Recht weist die Vorinstanz darauf hin, dass sich der 

Anklagevorwurf in diesem Punkt mit demjenigen in Anklageziffer II./7.1. über-

schneide. Ob es sich bei dem "anderen" um eine neue Probe handelt, oder ob 

von der bereits thematisierten Probe die Rede ist, lässt sich dem Telefongespräch 

nicht zweifelsfrei entnehmen. Nach dem Gesagten lässt sich der Anklagevorwurf 

insofern erstellen, als dass der Beschuldigte I._____ am 19. Juni 2010 mitgeteilt 

hat, der Kurier verlange Fr. 400.--. Ob der Beschuldigte in R._____ Heroin entge-

gen genommen hat und ob I._____ ihn aufforderte, er solle lediglich Fr. 100.-- be-

zahlen und ihm die Qualität des Heroins mitteilen, muss nach dem Gesagten of-

fen bleiben.   

6.11. Anklageziffer II./8. 

6.11.1. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten vor, er sei telefonisch ange-

wiesen worden, am 24. Juni 2010 um 17.00 Uhr einen Kokainlieferanten in  

T._____ zu treffen. Von diesem habe der Beschuldigte 100 Gramm Kokain für 

Fr. 4'900.– übernommen. 

6.11.2. Die Vorinstanz sah es als erstellt an, dass der Beschuldigte für Fr. 4'900.-- 

mindestens 100 Gramm Kokain erhalten habe (Urk. 51. S. 38 f.) 

6.11.3. Der Anklagevorwurf stützt sich einerseits auf ein abgehörtes Telefon-

gespräch vom 24. Juni 2010, 15.33 Uhr, welches zwischen dem Beschuldigten 

und I._____ geführt wurde und andererseits auf ein am selben Tag um 18.04 Uhr 

geführtes Telefonat zwischen denselben Beteiligten (Anhang zu Urk. 3/5,  

TK-Protokoll F._____/C und TK-Protokoll G._____/G-2). Beim ersten Gespräch 

- 34 - 

ruft I._____ den Beschuldigten an und teilt ihm mit: "…du musst in einer halben 

Stunde aufbrechen Bruder. Du musst dich mit dem schönen Freund treffen Bru-

der". Der Beschuldigte quittiert diese Anweisung mit "aha, aha". I._____ sagt wei-

ter, der Beschuldigte solle dem "schönen Freund" (Kokainlieferanten) "alles geben 

was er hat". Der Beschuldigte sagt daraufhin, es "gehe in Ordnung". I._____ teilt 

dem Beschuldigten weiter mit, er solle sich um "N" Uhr (also um 17.00 Uhr) mit 

dem Lieferanten treffen und das Telefon mitnehmen, damit er ihn informieren 

könne, falls sich der Lieferant "verspäte oder etwas". Rund zweieinhalb Stunden 

später ruft der Beschuldigte um 18.04 Uhr I._____ an und teilt diesem auf ent-

sprechende Frage mit, er habe ihm IACC (4'900) gegeben. I._____ erkundigt sich 

dann, warum er ihm nur so wenig gegeben habe, "es sollte noch mehr haben". 

Daraufhin erwidert der Beschuldigte, an diesem Tag hätten sie nur "ICC (400) ge-

lassen". I._____ stellt sich auf den Standpunkt, der Beschuldigte müsse für das 

Geld vom Lieferanten "PLC" (130) oder evtl. "PCC" (100) erhalten habe und er 

weist den Beschuldigten an, er müsse es "auf das stellen um es zu sehen". Mit 

dieser Formulierung kann nur gemeint gewesen sein, dass der Beschuldigte das  

erhaltene Kokain auf die Waage stellen soll, um so zu ermitteln, wie viel er tat-

sächlich erhalten habe. Die Art und Weise der Gesprächsführung lässt keine  

andere Interpretation zu, als dass es auch hier um Absprachen im Drogenhandel 

ging. Offenkundig steht dieses Gespräch in direktem Zusammenhang mit dem 

zuvor um 15.33 Uhr geführten Telefonat zwischen den Beiden. Die Vorinstanz 

führte aus, es sei klar, dass es sich bei den 4'900 um einen Geldbetrag handle 

und dass mit den 100 respektive 130 Grammbeträge gemeint gewesen seien. 

Aufgrund des Mengen-/Preisverhältnisses liegt es auf der Hand, dass von Kokain 

die Rede war. Dafür spricht im Übrigen auch die zuvor gewählte Bezeichnung mit 

dem "schönen Freund". Damit ist erstellt, dass der Beschuldigte am 25. Juni 2010 

telefonisch angewiesen wurde, um 17.00 Uhr einen Kokainlieferanten zu treffen. 

Von diesem hat der Beschuldigte 100 Gramm Kokain zum Preis von Fr. 4'900.– 

übernommen. Ob diese Übergabe wie in der Anklageschrift behauptet, in  

T._____ stattgefunden hat, lässt sich den TK-Protokollen nicht entnehmen.  

Sicher ist nur, dass sich der Beschuldigte im Zeitpunkt der beiden Telefon-

gespräche in der Region S._____ aufhielt. 

- 35 - 

6.12. Anklageziffer II./9. 

6.12.1. Anklagesachverhalt bildet folgender Vorwurf: Der Beschuldigte habe am 

28. Juni 2010, 12.00 Uhr, seinem Auftraggeber gemeldet, dass er in T._____ eine 

weitere grosse Kokainmenge übernommen und dafür dem Lieferanten Fr. 7'300.– 

bezahlt habe. 

6.12.2. Die Vorinstanz erwog hierzu zusammengefasst, aus dem überwachten 

Telefongespräch vom 28. Juni 2010, 09.53 Uhr, gehe hervor, dass der Beschul-

digte sich um 12 Uhr mit jemandem treffen und diesem 7'300 ("OLCC") geben 

sollte. Aus dem Hinweis, dieser habe den Preis gesenkt, lasse sich schliessen, 

dass es sich bei "OLCC" um einen Geldbetrag gehandelt habe, und der Beschul-

digte dem Unbekannten also Fr. 7'300.– gegeben habe. Der genannte Preis  

bezieht sich auf "zwei Köpfe", gemeint seien also 200 Gramm. Allerdings bleibe 

unklar, ob es sich dabei um Heroin oder um Kokain gehandelt habe. Mit dieser 

Einschränkung sei der Sachverhalt erstellt. 

6.12.3. Die Vorinstanz hat die Kernaussagen des beweisbildenden Telefon-

gesprächs vom 28. Juni 2010, 09.53 Uhr (Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll  

F._____/C) richtig zusammengefasst und die codierten Äusserungen in allen Tei-

len richtig entschlüsselt. Auf die betreffenden Erwägungen kann vollumfänglich 

verwiesen werden. Die Vorderrichter kommen zum Schluss, aus dem Gespräch 

sei nicht ersichtlich, ob es sich bei den fraglichen Betäubungsmitteln um Kokain 

oder um Heroin handle, weshalb die Beantwortung dieser Frage offen bleiben 

müsse. Diese Auffassung kann nicht geteilt werden, denn bei der vorliegenden 

Ausgangslage, wo klar ist, dass der Beschuldigte nur mit Heroin und Kokain ge-

handelt hat, muss allein schon nach dem Grundsatz in dubio pro reo davon aus-

gegangen werden, dass es sich bei den fraglichen Drogen um - das weniger ge-

fährliche - Kokain gehandelt hat. Insofern kann der eingeklagte Sachverhalt voll-

umfänglich als erstellt betrachtet werden.  

- 36 - 

6.13. Anklageziffer II./10. 

6.13.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 29. Juni 2010 von I._____ den 

Auftrag erhalten zu haben, ihm den Drogenverkaufserlös in Höhe von Fr. 10'000.– 

nach Serbien zu schicken (Urk. 12. S. 4). 

6.13.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, aus dem abgehörten 

Telefongespräch vom 29. Juni 2010, 16.05 Uhr, ergebe sich klar, dass von einem 

Geldbetrag in der Höhe von Fr. 10'000.-- die Rede sei, welchen der Beschuldigte 

I._____ schicken sollte. Nachdem I._____ ausschliesslich Telefonnummern mit 

serbischer Vorwahl verwendet habe, sei davon auszugehen, dass sich dieser in 

Serbien aufgehalten habe. Entsprechend hätte auch das Geld nach Serbien  

geschickt werden sollen (Urk. 51 S. 40). 

6.13.3. Die Vorinstanz hat auch hier das massgebliche Telefonat vom  

29. Juni 2010, 16.05 Uhr (Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll G._____/G-2) richtig 

zusammengefasst und wiedergegeben. Die Beweiswürdigung der Vorderrichter 

ist ebenfalls nicht zu beanstanden, sodass insgesamt auf deren Erwägungen 

verwiesen werden kann. Ergänzend ist anzufügen, dass L._____ anlässlich seiner 

polizeilichen Einvernahme vom 11. März 2011 zu Protokoll gab, I._____ operiere 

aus Serbien, er stamme aus U._____. Er sei zusammen mit einem weiteren Ser-

ben, den er nicht kenne, über die Grenze nach Bulgarien gefahren, wo die Über-

gabe der Drogen stattgefunden habe (Urk. 4/3 S. 2 ff.). Gegenüber dem untersu-

chenden Staatsanwalt präzisierte L._____, er wisse, dass I._____ in U._____ 

wohne und dass er dort verheiratet sei. Seine genaue Wohnadresse kenne er 

hingegen nicht (Urk. 4/4 S. 5). M._____ gab anlässlich seiner Einvernahme durch 

den Staatsanwalt vom 13. April 2011 zu Protokoll, I._____ sei ein entfernter Cous-

in von ihm und lebe in Serbien (Urk. 4/8 S. 3). Aufgrund dieser glaubhaften Aus-

sagen und des bereits durch die Vorinstanz festgestellten Umstandes, dass 

I._____ ausnahmslos über serbische Telefonnummern kommunizierte, ist erstellt, 

dass das Geld aus dem Drogenhandel zu ihm nach Serbien verbracht werden 

sollte. Der unter Anklageziffer II./10. eingeklagte Sachverhalt ist daher vollum-

fänglich erstellt.  

- 37 - 

6.14. Anklageziffer II./11.  

6.14.1. Unter Anklageziffer 11. wirft die Anklagebehörde dem Beschuldigten vor, 

er habe I._____ am 7. Juli 2010 auf dessen Anfrage hin darüber informiert, dass 

die letzte Drogenlieferung aus zwei steinharten Stücken in Ziegelform bestanden 

habe. I._____ habe den Beschuldigten daraufhin angewiesen, 10 Gramm davon 

im Verhältnis 1:1 zu strecken (Urk. 12 S. 4). 

6.14.2. Die Vorinstanz erwog, aus den abgehörten Telefongesprächen vom  

7. Juli 2010, 12.23 Uhr, gehe hervor, dass der Beschuldigte etwas erhalten habe, 

und zwar zwei Stücke, "wie ein Stein". Aufgrund des Kontextes und der ver-

schlüsselten Sprache sei davon auszugehen, dass es sich um Drogen gehandelt 

habe. Daraufhin habe I._____ den Beschuldigten instruiert, er solle davon 10 

Gramm ("PC") auf 11 Gramm ("PP") strecken bzw. 1 auf 1 machen ("P auf P"). 

Damit sei erstellt, dass der Beschuldigte 10 Gramm der erhaltenen Drogen habe 

strecken sollen. Unklar sei aber um welches Verhältnis es sich gehandelt habe. In 

Frage komme entweder ein Verhältnis von 1 zu 1 oder von 10 zu 11 (Urk. 51  

S. 40 f.).  

6.14.3. Der eingeklagte Sachverhalt basiert auf einem abgehörten Telefon-

gespräch, welches der Beschuldigte am 7. Juli 2010, 12.23 Uhr, mit I._____ führte 

(Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll G._____/G-2). Der Beschuldigte rief damals  

I._____ an und teilt diesem mit "es ist in zwei". I._____ sagt daraufhin "Bruder, ist 

es schön gemacht Bruder, in das K, kapierst du? Ist es wie ein Stein?", welche 

Frage vom Beschuldigten mit "Ja, ja, ja, ja" bestätigt wird. Daraufhin weist I._____ 

den Beschuldigten an, er solle "nur eine Ecke" überprüfen. "Schneide einen  

Bruder und mach P P aus P C, kapierst du?". Da der Beschuldigte die Anweisung 

offenkundig nicht verstand, fragte er nach, was er machen solle. Daraufhin sagt 

I._____: "…schneide eine Ecke ab und nimm P C und dann mach P auf P". 

Schliesslich teilt der Beschuldigte I._____ nochmals mit, es sei "in zwei wie Zie-

gel, nicht wie ein Kebab". Auch bei diesem Gespräch ist angesichts der verwen-

deten, codierten Sprache offensichtlich, dass es um Drogengeschäfte geht. Der 

eingeklagte Sachverhalt, wonach der Beschuldigte I._____ am 7. Juli 2010 über 

eine Drogenlieferung informierte und diesem mitteilte, die letzte Drogenlieferung 

- 38 - 

habe aus zwei steinharten Stücken in Ziegelsteinform bestanden, ist damit er-

stellt. Weiter ist erstellt, dass I._____ den Beschuldigten angewiesen hat, 10 

Gramm der Drogen zu strecken. Mit der Vorinstanz ist aufgrund der widersprüch-

lichen Angaben von I._____ letztlich unklar, in welchem Verhältnis die Drogen 

durch den Beschuldigten gestreckt werden sollten. 

6.15. Anklageziffer II./12. 

6.15.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er sei am 7. Juli 2010 von I._____ 

angewiesen worden, Fr. 10'000.– aus dem Drogenverkaufserlös dem Busfahrer 

"V._____" zum Weitertransport nach Serbien zu übergeben (Urk. 12 S. 4).  

6.15.2. Die Vorinstanz erwog hierzu, der Sachverhalt ergebe sich aus dem Ge-

spräch vom 7. Juli 2010, 14.53 Uhr (Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll F._____/C), 

in welchem I._____ dem Beschuldigten mitgeteilt habe, ein Chauffeur namens 

V._____ komme um 4.15 Uhr in … an und der Beschuldigte müsse diesem 

Chauffeur "PC E._____" (10'000) bringen. V._____ werde I._____ das nachher 

bringen. Aufgrund der verschlüsselten Sprache sowie aus dem Kontext sei davon 

auszugehen, dass es sich hierbei um Drogenerlös gehandelt habe. Im Zusam-

menhang mit dem früheren Gespräch vom 29. Juni 2010, 16.05 Uhr (Anhang zur 

Urk. 3/5, TK-Protokoll G._____/G-2), in welchem der Beschuldigte angewiesen 

worden sei, den Betrag von Fr. 10'000.– nach Serbien zu schicken, ergebe sich, 

dass es sich vorliegend um den damals diskutierten Drogenerlös handeln müsse, 

welcher nach Serbien geschickt werden sollte (Urk. 51 S. 41).  

6.15.3. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung ist in allen Teilen überzeugend und 

zutreffend. Sie kann ohne Weiterungen übernommen werden. Der unter Anklage-

ziffer II./12. eingeklagte Sachverhalt ist damit erstellt. 

6.16. Anklageziffer II./13. 

6.16.1. Dem Beschuldigten wird durch die Anklagebehörde vorgeworfen, er habe 

am 23. Juli 2010 von I._____ den Auftrag erhalten, einem Kurier einen Drogen-

verkaufserlös in Höhe von Fr. 11'000.– auszuhändigen und Fr. 200.– als Lohn zu 

geben. 

- 39 - 

6.16.2. Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, die Anklage stütze sich auf das  

Gespräch vom 23. Juli 2010, 16.32 Uhr (Anhang zu Urk. 3/5, TK-Protokoll  

G._____/H-2). Der Beschuldigte stelle fest, I._____ habe ihm nicht geschrieben, 

"was für das". I._____ habe daraufhin erwidert, es seien "PP E._____" (11'000). 

Der Beschuldigte müsse "ihm" (gemeint sei ein Dritter) "PP E._____" (11'000) ge-

ben und er solle ihm für das auch "ECC" (200) geben. Aufgrund des Kontextes 

und der Höhe der Beträge könne es sich dabei nur um Drogenerlös gehandelt 

haben, welcher übermittelt werden sollte. Der Kurier habe dabei mit einem Betrag 

von Fr. 200.– entschädigt werden sollen. Diese Vorgehensweise sei im Übrigen  

regelmässig so gehandhabt worden, wie sich aus einem Vergleich mit den Sach-

verhalten aus den Anklageziffern II./12 und II./14. ergebe (Urk. 51 S. 42 f.). 

6.16.3. Auch hier bedarf die Beweiswürdigung der Vorinstanz keiner Korrektur 

respektive Ergänzung. Ihr ist vollumfänglich zuzustimmen. Die konspirative Aus-

drucksweise der Beteiligten lässt schlechterdings keinen anderen Schluss zu, als 

eben jene Interpretation, wie sie zum Anklagesachverhalt erhoben wurde.  

Zusammenfassend ist der Vorgang gemäss Anklageziffer II./13. somit erstellt. 

6.17. Anklagesachverhalt II./14. 

6.17.1. Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, er sei am 27. Juli 2010 von  

I._____ erneut aufgefordert worden, ihm zwei Couverts mit je Fr. 10'000.– zu-

kommen zu lassen und dem Kurier Fr. 300.– als Entgelt zu übergeben (Urk. 12. 

S. 5). 

6.17.2. Die Vorinstanz erwog, im Gespräch vom 27. Juli 2010, 16.30 Uhr (Anhang 

zu Urk. 3/5, TK-Protokoll G._____/H-2), habe I._____ den Beschuldigten aufge-

fordert, "in zwei Couverts jeweils PC" (10) zu schicken und ihm "für das LCC" 

(300) zu bezahlen. Da der Versand mittels Couverts vorgesehen gewesen sei, sei 

klar, dass mit "PC" Geld, und nicht etwa Drogen, gemeint gewesen seien. Aus 

dem Kontext ergebe sich weiter, dass es sich bei den "LCC" um das Entgelt für 

den Kurier in Höhe von Fr. 300.– gehandelt habe. Somit sei auch klar, dass "PC" 

für Fr. 10'000.–, und nicht Fr. 10.–, stehen müsse. Einen Betrag von lediglich 

- 40 - 

Fr. 10.– für ein Entgelt von Fr. 300.– zu verschicken, mache nämlich schlicht  

keinen Sinn (Urk. 51 S. 42 f.). 

6.17.3. Diesen Erwägungen der Vorinstanz ist nichts mehr hinzuzufügen. Sie sind 

richtig und daher vollumfänglich zu bestätigen. Der Vorgang gemäss Anklage-

ziffer II./14. ist somit erstellt. 

6.18. Anklageziffer II./15. 

6.18.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe mit Kokainlieferanten  

verhandelt, worüber er I._____ informiert habe. Der Beschuldigte habe bei diesen 

Lieferanten am 4. August 2010 200 Gramm Kokain zum Preis von Fr. 16'000.– 

bestellt (Urk. 12. S. 5). 

6.18.2. Die Vorinstanz kam zusammengefasst zum Schluss, aufgrund der mass-

geblichen Telefongespräche könne der Sachverhalt insofern erstellt werden, als 

der Beschuldigte selbständig mit dem Lieferanten W._____ über Drogen im Wert 

von Fr. 16'000.-- verhandelt habe. Es sei jedoch hervorzuheben, dass dieser 

Preis, anders als in der Anklage vorgeworfen, nicht für 200 Gramm Kokain zu  

bezahlen gewesen sei, sondern für den vom Beschuldigten bestellten "Kebab", 

also einem Kilogramm Drogen. Unklar bleibe, ob es sich bei den gehandelten 

Drogen um Heroin oder Kokain gehandelt habe (Urk. 51 S. 43 f.). 

6.18.3. Zu diesen Vorwurf führte die Verteidigung anlässlich der Berufungs-

verhandlung aus, aufgrund der wiedergegebenen TK-Protokolle sei völlig  

offensichtlich, dass eine umfassende Steuerung des Beschuldigten durch I._____  

erfolgt sei (Urk. 70 S. 12).  

6.18.4. Beweisbildend für den der Anklage zu Grunde liegenden Sachverhalt ist 

das Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und einem unbekannten Mann 

namens "W._____" vom 3. August 2010, 15.34 Uhr (Anhang zu Urk. 2/11,  

TK-Protokoll F._____/C). Im Verlauf dieses Gespräches teilt W._____ dem Be-

schuldigten mit, er werde sich am Abend melden, um es ihm zu bestätigen, "ECC  

morgen". Der Beschuldigte fragt "W._____" an, ob es möglich sei, vom anderen 

"Kebab" für einen Tag auszuleihen. "W._____" versichert daraufhin, dies sei kein 

- 41 - 

Problem, er werde dem Beschuldigten entgegen kommen. Der Beschuldigte  

wiederholt, es gehe um einen "Kebab" und er fragt mehrmals nach, ob W._____ 

das mit dem "Kebab" verstanden habe. W._____ lässt den Beschuldigten wissen, 

er "werde morgen diesen Jungen hören, morgen soll der Freund schauen […] 

dann werde er es bringen, dann könne er ihm melden um wie viel Uhr er nach un-

ten kommen werde". Am Tag darauf, dem 4. August 2010, 12.23 Uhr Tag teilte 

"W._____" dem Beschuldigten telefonisch mit, er habe es besorgt. Der Beschul-

digte könne kommen, um es zu holen. Er müsse ihm dafür PKCCC (16'000) Pa-

piere geben (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll F._____/C). Diesen beiden Ge-

sprächen, bei welchen es zweifelsohne um Drogengeschäfte geht, lassen sich 

zwei Vorgänge entnehmen. Einerseits ist die Rede davon, dass W._____ dem 

Beschuldigten "morgen ECC" besorgen soll und andererseits fragt der Beschul-

digte an, ob ihm W._____ "einen Kebab ausleihen" könne. In beiden Fällen geht 

es unzweifelhaft um Drogenmengen, mithin also um 200 Gramm und 1 Kilo-

gramm. Die Vorinstanz folgert daraus zunächst richtig, es gehe um zwei Drogen-

geschäfte, nämlich um eines über 200 Gramm Drogen und eines über Drogen im 

Wert von Fr. 16'000.--. Es gehe aber nicht um eine Lieferung von 200 Gramm 

Drogen zum Preis von Fr. 16'000.--. Diese Auffassung der Vorinstanz kann nicht 

geteilt werden. Aus dem Gespräch zwischen W._____ und dem Beschuldigten 

geht hervor, dass W._____ am folgenden Tag 200 Gramm Drogen liefern sollte. 

Der genannte Preis von Fr. 16'000.-- muss sich dabei auf diese Drogenlieferung 

beziehen. Ginge man davon aus, dass die verlangten Fr. 16'000.-- für den "Ke-

bab", also für ein Kilogramm Heroin oder Kokain, gedacht gewesen wären, so 

würde dies einem Grammpreis von Fr. 16.-- entsprechen, was sowohl für Kokain, 

als auch für Heroin vollkommen unrealistisch ist. Hingegen entspricht ein Gramm-

preis von Fr. 80.-- (200 Gram zu Fr. 16'000.--) viel eher den marktüblichen Prei-

sen von Kokain und Heroin, wobei es freilich immer auch auf die konkrete Qualität 

der gelieferten Drogen ankommt. Wie bereits an anderer Stelle ausgeführt, ist  

zugunsten des Beschuldigten anzunehmen, dass es sich bei den Drogen um  

Kokain gehandelt hat. Angesichts dieser Überlegungen ist der Sachverhalt  

gemäss Ziff. II./15. der Anklageschrift als erstellt zu betrachten. 

- 42 - 

6.19. Anklageziffer II./16. 

6.19.1. Dem Beschuldigten wird unter Ziffer. II./16. der Anklageschrift vorge-

worfen, er habe nach Rücksprache mit I._____ am 17. August 2010 einem 

Buschauffeur seinen gesamten Drogenerlös in Höhe von Fr. 21'600.– und 

€ 1'460.– zum Transport nach Serbien übergegeben (Urk. 12 S. 5). 

6.19.2. Die Vorinstanz erachtete den eingeklagten Sachverhalt als erstellt. Sie 

erwog, es sei bewiesen, dass der Beschuldigte von I._____ aufgefordert worden 

sei, den gesamten Drogenerlös in Höhe von Fr. 21'600.– und Euro 1'460.– an  

I._____ zu schicken (Urk. 51 S. 44 f.).  

6.19.3. Der Anklagevorwurf basiert hier einerseits auf einem Telefongespräch 

zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom 17. August 2010, 14.16 Uhr  

(Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll G._____/H-2), und andererseits auf einer 

Textmitteilung vom gleichen Tag, 14.23 Uhr (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll  

F._____/C). Die Vorinstanz hat sowohl den Inhalt des Telefonats, als auch jenen 

der Textmitteilung korrekt wiedergegeben und zutreffend gewürdigt. Weiterungen 

hierzu erübrigen sich. Es kann vollumfänglich auf die Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden. Entsprechend ist der Sachverhalt gemäss Anklageziffer II./16. 

erstellt und kann der rechtlichen Würdigung zu Grunde gelegt werden. 

6.20. Anklageziffer II./17. 

6.20.1. Gemäss Anklageziffer II./17. soll der Beschuldigte am 17. August 2010 

von I._____ den Auftrag erhalten haben, einen neuen Läufer in den Drogenhandel 

einzuführen (Urk. 12. S. 5). 

6.20.2. Die Vorinstanz erwog, aus dem massgeblichen Telefonat vom 17. August 

2010, 17.29 Uhr, lasse sich schliessen, dass der Beschuldigte offenkundig die 

Verantwortung für die Läufer, welche für ihn arbeiteten, übernommen habe. Er 

habe diese selbständig instruiert und gleichzeitig aber auch die Anweisungen von 

I._____ befolgt (Urk. 51 S. 46). 

- 43 - 

6.20.3. Am 17. August 2010, 17.29 Uhr, hat der Beschuldigte I._____ angerufen 

(Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll G._____/H-2). Im Verlauf dieses Gesprächs 

fragte I._____ den Beschuldigten: "…sag mir über den anderen, der kommen 

wird, ist es ok Bruder, ist alles ….". Der Beschuldigte antwortet darauf: "… Bruder,  

zuerst wollte er nicht gehen …". I._____ sagt dann: "… du wirst zu ihm rüber  

gehen Bruder, für ungefähr eine Woche, dass…". Der Beschuldigte erklärt sich in 

der Folge damit einverstanden. Weder I._____ noch der Beschuldigte verwenden 

in diesem Gespräch Namen, noch bezeichnen sie die Orte von denen die Rede 

ist. Sie sprechen weiter darüber, dass sie sich "verbessern" würden. Der konspi-

rative Charakter des Telefongesprächs ist auch hier unübersehbar. Vor diesem 

Hintergrund ist die Rede von einem "Anderen" der kommen werde, obwohl er dies 

zunächst nicht gewollt habe. Zu diesem "Anderen" solle der Beschuldigte eine 

Woche gehen und ihm alles zeigen. All diese Äusserungen machen deutlich, dass 

es beim fraglichen Telefongespräch darum ging, dass der Beschuldigte einen 

neuen Läufer erwartete und I._____ von ihm verlangte, er solle diesen während 

einer Woche in den Drogenhandel einführen. Der eingeklagte Sachverhalt ist  

damit erstellt.  

6.21. Anklageziffer II./18. 

6.21.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe von I._____ am 19. August 

2010 telefonisch den Auftrag erhalten, bei einem Lieferanten 500 Gramm Heroin/ 

Kokain zu bestellen, worauf er am folgenden Morgen diese Menge bestellt habe. 

Dabei habe er den Lieferanten darauf hingewiesen, dass er bei guter Qualität ein 

paar Tage später nochmals dieselbe Menge übernehmen werde (Urk. 12 S. 5). 

6.21.2. Die Vorinstanz führte hierzu aus, I._____ habe den Beschuldigten am 

19. August 2010, 23.16 Uhr (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll F._____/C), da-

hingehend instruiert, dass er sich morgen bei jemandem melden solle, der ihm 

"NCC" (500) bringe, um es anzuschauen. Er solle schauen, dass er es sofort  

bekomme, und er solle diesem sagen, wenn alles ok sei, würden sie vielleicht das 

Doppelte in ein paar Tagen nehmen. Am nächsten Tag habe der Beschuldigte  

einem unbekannten Mann mit TK-Name "W._____" erklärt, er würde gern "NCC" 

(500) [haben], worauf "W._____" geantwortet habe, er schaue, dass er das orga-

- 44 - 

nisieren könne (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll W._____/A vom 20. August 

2010, 7.49 Uhr). Aus diesem Kontext ergebe sich, dass es sich bei der Menge 

von 500 um Drogen gehandelt haben müsse. Somit sei der Sachverhalt erstellt, 

wobei zu präzisieren sei, dass es sich bei den Drogen um Heroin gehandelt habe, 

was sich aus den Gesprächen vom 22. August 2010 ergebe, welche der Anklage-

ziffer 19.1 zugrunde liege. Dort werde dem Beschuldigten vorgeworfen, er sei von 

I._____ beauftragt worden, nach dem Bezug von 500 Gramm Heroin beim nämli-

chen Lieferanten die doppelte Menge zu beziehen (Urk. 51. S. 46 f.). 

6.21.3. Die Beweiswürdigung der Vorinstanz ist vollständig und zutreffend. Sie 

kann vollumfänglich übernommen werde. Der unter Ziffer II./18. eingeklagte 

Sachverhalt ist damit erstellt. 

6.22. Anklageziffer II./19.1. 

6.22.1. Die Anklagebehörde macht dem Beschuldigten zum Vorwurf, er sei von 

I._____ beauftragt worden, 500 Gramm Heroin zu beziehen. Sofern es sich um  

gute Qualität handle, solle er ein weiteres Kilogramm Heroin beziehen. Der 

Beschuldigte habe am selben Nachmittag dieses Heroin bezogen und I._____  

anschliessend mitgeteilt, dass die Qualität gut sei. Sodann habe er das Heroin 

gestreckt und portioniert (Urk. 12 S. 5). 

6.22.2. Die Vorinstanz erwog aus der Textmitteilung vom 22. August 2010, 

14.18 Uhr (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll F._____/C) und aus dem abgehör-

ten Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom gleichen Tag, 

15.52 Uhr (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll G._____/H-2) gehe hervor, dass 

der Beschuldigte nach einem entsprechenden Auftrag von I._____, das fragliche  

Heroin bezogen und verarbeitet habe. Dass das Heroin auch gestreckt worden 

sei, ergebe sich aus dem weiteren Verlauf des Gesprächs vom 22. August 2010, 

16.36 Uhr. Dieser Sachverhalt sei von der Anklagebehörde in Anklage- 

ziffer II./19.2. separat aufgeführt worden. Der Sachverhalt sei somit anklage-

gemäss erstellt. 

- 45 - 

6.22.3. Die Vorinstanz hat die dem Anklagesachverhalt zugrunde liegenden  

Beweismittel, nämlich die Textmitteilung vom 22. August 2010, 14.18 Uhr  

(Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll F._____/C) und das Telefongespräch zwi-

schen dem Beschuldigten und I._____ vom 22. August 2010, 15.52 (Anhang zu 

Urk. 2/11, TK-Protokoll G._____/H-2) korrekt zusammengefasst und wiedergege-

ben. In der Folge hat sie die Aussagen sorgfältig gewürdigt und ist zu einem Be-

weisergebnis gelangt, welches nicht zu beanstanden ist. Auf die vorinstanzlichen 

Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen werden. Der Sachverhalt ist damit 

erstellt. 

6.23. Anklageziffer II./19.2. 

6.23.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er sei am 22. August 2010 von  

I._____ angewiesen worden, 45 Gramm Heroin mit 55 Gramm Streckmittel zu 

strecken und dieses einem Italiener zu verkaufen (Urk. 12 S. 5). 

6.23.2. Die Vorinstanz stellte sich auf den Standpunkt, der eingeklagte Sach-

verhalt lasse sich gestützt auf das abgehörte Telefongespräch vom 22. August 

2010, 16.36 Uhr (Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll F._____/C), erstellen (Urk. 

51 S. 49).  

6.23.3. Am 22. August 2010, 16.36 Uhr, hat I._____ den Beschuldigten angerufen 

und ihn dazu aufgefordert, er müsse nach "L" (…), um sich dort mit dem Italiener 

zu treffen, welcher für "PCC" (100) kommen werde (Anhang zur Urk. 2/11, TK-

Protokoll F._____/C). I._____ weist  den Beschuldigten daraufhin an, das Heroin 

zu strecken: "[…] mach aus IN Bruder, aus IN tust du auf NN rein." Er konkreti-

siert: "In IN Bruder, in IN tust du NN rein. […] Das andere.". Dass es bei diesem 

Gespräch um den Drogenhandel ging, liegt auf der Hand und braucht nicht mehr 

weiter erläutert zu werden. Der Inhalt des Gespräches kann schlechterdings nicht 

anders interpretiert werden, als dies die Anklagebehörde und die Vorinstanz  

getan habe. Es steht ausser Frage, dass der Beschuldigte am 22. August 2010 

von I._____ angewiesen wurde, 45 Gramm Heroin mit 55 Gramm Streckmittel zu 

strecken und dieses einem Italiener zu verkaufen. Überzeugend hat die  

Vorinstanz dargetan, dass es sich bei der fraglichen Droge um Heroin handeln 

- 46 - 

musste, dies aufgrund des sehr engen zeitlichen und sachlichen Zusammen-

hangs mit dem gleichentags bezogenen Heroin, welcher Vorgang bereits zuvor 

unter Ziffer 6.25 behandelt wurde. Der eingeklagte Sachverhalt ist damit in Über-

einstimmung mit den vorinstanzlichen Erwägungen als erstellt zu betrachten. 

6.24. Anklageziffer II./20.1. 

6.24.1. Die Anklagebehörde wirft dem Beschuldigten vor, er habe am 25. August 

2010 von I._____ per SMS den Auftrag erhalten, verschiedene Drogenmengen zu 

strecken und zu portionieren (Urk. 12 S. 5 f.). 

6.24.2. Die Vorinstanz erwog hierzu, am 25. August 2010, 14.21 Uhr, habe  

der Beschuldigte von I._____ folgende SMS erhalten (Anhang zu Urk. 2/11,  

TK-Protokoll F._____/C): "Nimm A strecke es mit K für die Dame. Dann nimm PP 

strecke es mit O mach L zu N, eins E, eins P." Der Beschuldigte sei somit ange-

wiesen worden, 9 ("A") mit 6 ("K") und dann 11 ("PP") mit 7 ("O") zu strecken und 

weiter 3 ("L") zu 5 ("N"8) zu machen, eins 2 ("E"), eins 1 ("P"). Offenkundig habe 

der Beschuldigte auf Anweisung von I._____ diverse Portionen von Drogen her-

stellen sollen. Der Sachverhalt gemäss Anklageschrift ist somit erstellt (Urk. 51 

S. 49). 

6.24.3. Der vorinstanzlichen Beweisführung ist nichts hinzuzufügen. Sie ist voll-

ständig und überzeugend und kann vollumfänglich übernommen werden. Der ein-

geklagte Sachverhalt ist erstellt. 

6.25. Anklageziffer II./20.2. 

6.25.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er sei am 25. August 2010 von  

I._____ beauftragt worden, bei einem albanischen Lieferanten ein halbes Kilo-

gramm Heroin zu beschaffen (Urk. 12 S. 6). 

6.25.2. Die Vorinstanz nahm den Standpunkt ein, aufgrund der Verschlüsselung 

des Telefongesprächs vom 25. August 2010, 19.13 Uhr, und aus dem Kontext  

ergebe sich, dass es sich bei den genannten 500 um 500 Gramm Drogen  

- 47 - 

gehandelt haben müsse. Ob es sich dabei um Heroin oder Kokain gehandelt  

habe, gehe aus der SMS nicht hervor (Urk. 51 S. 50). 

6.25.3. Beweisbildend für den eingeklagten Sachverhalt ist die Textmitteilung von 

I._____ an den Beschuldigten vom 25. August 2010, 19.13 Uhr (Anhang zu  

Urk. 2/11, TK-Protokoll F._____/C). Der Inhalt der fraglichen SMS lautet wie folgt: 

"Rufe AA._____ (Albaner) an. Sag ihm wir brauchen es dringend. Frage ihn was 

los ist, ob er uns NCC (500) geben kann. Und gib mir Bescheid.". Wenn die  

Vorinstanz bei diesem Gesprächsinhalt zum Schluss kommt, aufgrund der codier-

ten Sprache und des Kontextes ergebe sich, dass es um 500 Gramm Drogen  

gehandelt habe, so ist ihr darin vollumfänglich zuzustimmen. Angaben zur  

Beschaffenheit der Drogen lassen sich der Textmitteilung nicht entnehmen. Wie 

bereits an anderer Stelle ausgeführt ist unter diesen Umständen zu Gunsten des 

Beschuldigten davon auszugehen, dass es sich um Kokain gehandelt hat. Mit 

dieser Einschränkung ist der eingeklagte Sachverhalt durch das Beweisergebnis 

erstellt. 

6.26. Anklageziffer II./21. 

6.26.1. Dem Beschuldigten wird seitens der Anklagebehörde zur Last gelegt, er 

habe I._____ am 29. August 2010 darüber informiert, dass er zwar Drogen zum 

Preis von total Fr. 95'000.– verkauft, jedoch lediglich Fr. 80'000.– eingenommen 

habe. In der Folge sei er von I._____ ermahnt worden, bei den Verkäufen künftig 

besser aufzupassen (Urk. 12. S. 6). 

6.26.2. Die Vorinstanz sah es als erstellt an, dass der Beschuldigte Ware im Wert 

von Fr. 95'000.-- verkaufte, dafür jedoch lediglich Fr. 80'000.-- und damit 

Fr. 15'000.-- zu wenig eingenommen habe (Urk. 51 S. 50). 

6.26.3. Beweisbildend für den eingeklagten Sachverhalt ist das Telefongespräch 

zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom 29. August 2010, 16.22 Uhr  

(Anhang zu Urk. 2/11, TK-Protokoll G._____/H-2). Der Beschuldigte teilt I._____ 

in diesem Gespräch unter anderem mit, es bestehe wieder "ein grosser Unter-

schied zwischen dem, wir haben viel geschenkt". Weiter führt er aus: "…das Geld  

- 48 - 

welches wir nach Hause gebracht haben, welches wir … gebracht haben, ein 

grosser Unterschied". Er habe "AN E._____" (95'000) "Ware weggebracht". Sie  

hätten aber lediglich "VC" (80) "nach Hause gebracht". I._____ konstatiert darauf 

hin: "Das heisst, es fehlt Geld." Der Beschuldigte bejaht dies und ergänzt, es  

bestehe ein Unterschied von "PN E._____" (Fr. 15'000.–). Aus dem Gespräch 

geht klarerweise hervor, dass der Beschuldigte I._____ darüber in Kenntnis setzt, 

dass er Drogen im Wert von Fr. 95'000.-- veräussert, dafür aber lediglich Fr. 

80'000.-- eingenommen hat. Entsprechend resultiert ein Fehlbetrag von Fr. 

15'000.--. Dass es bei den fraglichen Beträgen um Drogenerlös geht, steht auf-

grund des erneut konspirativen Gesprächscharakters zweifelsfrei fest. Insofern ist 

der eingeklagte Sachverhalt erstellt. Nicht zweifelsfrei erstellen lässt sich hinge-

gen, dass I._____ den Beschuldigten dahingehend ermahnt habe, er solle bei zu-

künftigen Gesprächen besser aufpassen.  

6.27. Anklageziffer II./22.1. 

6.27.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, er habe mit einem Heroinlieferanten 

verhandelt und darauf I._____ am 30. August 2010 informiert, dass dort zwei Ki-

logramm Heroin, welche mit 200 Gramm gestreckt werden könnten, gegen eine 

Anzahlung von Fr. 40'000.– erhältlich seien. Weil er jedoch nicht über diese 

Summe verfügt habe, habe er anweisungsgemäss für den folgenden Tag ein  

halbes Kilogramm Heroin für Fr. 15‘000.– bestellt (Urk. 12 S. 6). 

6.27.2. Die Vorinstanz erwog nach durchgeführter Beweiswürdigung, dem  

Beschuldigten könne nachgewiesen werden, dass er über Drogenkäufe in der 

Grössenordnung von Fr. 16'000.– verhandelt habe. Ob es dabei um Heroin oder 

Kokain gegangen sei, müsse allerdings offen bleiben. Weiter sei davon auszu-

gehen, dass diese Geschäfte schliesslich auch abgewickelt worden seien. In den 

abgehörten Gesprächen fänden sich jedenfalls keine Hinweise dafür, dass die 

entsprechenden Treffen nicht stattgefunden hätten. Wäre dies der Fall gewesen, 

so hätte man wohl darüber gesprochen. Alle Gesprächsteilnehmer hätten indes 

stets bestätigt, dass alles in Ordnung sei (Urk. 51 S. 51 f.). 

- 49 - 

6.27.3. Der eingeklagte Sachverhalt stützt sich auf die folgenden Telefonge-

spräche: 

− Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom  

30. August 2010, 12.49 Uhr (Anhang zu Urk. 2/12, TK-Protokoll  

G._____/H-2) 

− Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und "…" vom 

30. August 2010, 12.51 Uhr (Anhang zu Urk. 2/12, TK-Protokoll  

F._____/C) 

− Telefongespräch zwischen dem Beschuldigten und I._____ vom  

30. August 2010, 13.38 Uhr (Anhang zu U