# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93a11161-c9f4-55cc-b239-171d7f078cbe
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.02.2024 C-1709/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1709-2022_2024-02-20.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1709/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 0 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Selin Elmiger-Necipoglu (Vorsitz), 

Richter Philipp Egli, Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiberin Helena Falk. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Grossbritannien),  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung,  

Beitritt zur freiwilligen Versicherung,  

Einspracheentscheid der SAK vom 14. März 2022. 

 

 

 

C-1709/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin), ge-

boren am (…) 1965, ist schweizerische Staatsangehörige (Akten der Vo-

rinstanz gemäss Aktenverzeichnis vom 17. Mai 2022 [nachfolgend SAK-

act.] 1 [S. 5 ff.]). Sie wohnt seit 1985 im Ausland (SAK-act. 1 [S. 94]). Eine 

Zeitlang lebte sie in Dänemark (vgl. z.B. SAK-act. 1 [S. 94, 95], 6, 8). Spä-

testens seit 1994 wohnt sie ohne Unterbruch im Vereinigten Königreich von 

Grossbritannien und Nordirland (nachfolgend: Vereinigtes Königreich; 

SAK-act. 1 [S. 93], 5, 23). Die Versicherte war zunächst als Hausfrau tätig 

(SAK-act. 1 [S. 100], 8 [S. 1]). Mittlerweile geht sie seit vielen Jahren im 

Vereinigten Königreich einer Erwerbsarbeit nach (SAK-act. 20 [S. 4]). 

A.b Am 16. April 1993 erklärte die Versicherte zum ersten Mal den Beitritt 

zur freiwilligen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (nach-

folgend: freiwillige Versicherung; SAK-act. 8). Fortan bezahlte sie die ent-

sprechenden Beiträge (vgl. SAK-act. 11 [S. 1, 3]; in den Jahren 1983 und 

1984 wurden der Versicherten ausserdem Beiträge der obligatorischen 

Versicherung angerechnet]).  

Die Mitgliedschaft der Versicherten in der freiwilligen Versicherung wurde 

beendet, als am 31. März 2007 die sechsjährige Übergangsfrist für die (bis 

vor der Revision von Art. 2 Abs. 1 AHVG vom 23. Juni 2000 noch mögliche) 

freiwillige Versicherung für Personen, die in den Mitgliedstaaten der EU 

wohnen, auslief (vgl. dazu Urteil des BVGer C-1895/2011 vom 12. Septem-

ber 2013 E. 5.2 f.). Deren letzte Beitragszahlung erfolgte für den März 2007 

(SAK-act. 1 [S. 1], 11 [S. 1, 3]).  

A.c Per 31. Januar 2020 trat das Vereinigte Königreich aus der EU aus 

(sog. Brexit). Mit E-Mail vom 3. Januar 2022 beantragte die Versicherte, 

unter Hinweis darauf, dass das Vereinigte Königreich nicht mehr Mitglied 

der EU sei, erneut den Beitritt zur freiwilligen Versicherung (SAK-act. 15). 

Mit Schreiben vom 7. und 14. Januar 2022 informierte die Schweizerische 

Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vorinstanz) die Versicherte über 

die Voraussetzungen für den Beitritt zur freiwilligen Versicherung (SAK-

act. 16, 18). Am 20. Januar 2022 reichte die Versicherte die entsprechende 

Anmeldung ein (SAK-act. 20). 

A.d Mit Verfügung vom 23. Februar 2022 wies die SAK das Beitrittsgesuch 

der Versicherten zur freiwilligen AHV/IV ab (SAK-act. 26). Sie begründete 

die Abweisung damit, seit dem 1. Januar 2021 könnten Staatsangehörige 

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Seite 3 

der Schweiz und der EU/EFTA mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich der 

freiwilligen AHV/IV beitreten, wenn sie vom 1. Januar 2016 bis zum 31. De-

zember 2020 ununterbrochen bei der AHV/IV versichert gewesen seien. 

Die Versicherte, welche der AHV (nur) bis Ende März 2007 angeschlossen 

gewesen sei, erfülle diese Voraussetzung nicht. 

A.e Gegen die Verfügung vom 23. Februar 2022 erhob die Versicherte am 

25. Februar 2022 Einsprache und machte geltend, das Vereinigte König-

reich sei nicht mehr Mitglied der EU, und daher sei es wieder möglich, AHV-

Beiträge einzubezahlen (SAK-act. 28). Mit Einspracheentscheid vom 

14. März 2022 wies die SAK die Einsprache ab und bestätigte die Verfü-

gung vom 23. Februar 2022 (SAK-act. 29). 

B.  

B.a Dagegen erhob die Versicherte am 4. April 2022 (Posteingang: 11. Ap-

ril 2022) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht (BVGer-act. 1). Sie 

brachte insbesondere vor, sie habe bis zum Jahr 2006 AHV-Beträge leisten 

können. Ab dem Jahr 2007 habe man ihr das untersagt. Mit dem EU-Aus-

tritt des Vereinigten Königreichs wolle sie wieder Beträge in die AHV ein-

zahlen. Das werde ihr nun aber (zu Unrecht) verweigert. 

B.b Der mit Zwischenverfügung vom 19. April 2022 einverlangte Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 400.- ging fristgerecht bei der Gerichtskasse 

ein (BVGer act. 2, 3). 

B.c Mit Vernehmlassung vom 24. Mai 2022 hielt die Vorinstanz an ihrem 

Einspracheentscheid fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde 

(BVGer-act. 5). 

B.d In ihrer Replik vom 9. Juni 2022 (Posteingang: 20. Juni 2022) brachte 

die Beschwerdeführerin insbesondere vor, seit dem 1. November 2021 be-

stehe zwischen dem Vereinigten Königreich und der Schweiz ein neues 

Sozialversicherungsabkommen (BVGer-act. 8). Darin heisse es, dass Ein-

zahlungen in die AHV wieder möglich seien. Die Vorinstanz verzichtete in 

der Folge auf eine Duplik und hielt an ihren Anträgen fest (BVGer-act. 10). 

B.e Mit Zwischenverfügung vom 25. Juli 2022 schloss das Bundesverwal-

tungsgericht den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 11). 

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Seite 4 

C.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird 

– soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einge-

gangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden 

Beschwerde zuständig (Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; 

SR 831.10] sowie Art. 31, 32 und 33 Bst. d des Bundesgesetzes vom 

17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG; SR 173.32]). Die 

Beschwerdeführerin ist als Adressatin durch den angefochtenen Ein-

spracheentscheid besonders berührt und hat an dessen Aufhebung bzw. 

Abänderung ein schutzwürdiges Interesse, weshalb sie zur Erhebung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]; siehe 

sodann Art. 59 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Auf die im 

Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher – nach-

dem der Kostenvorschuss rechtzeitig einbezahlt wurde – einzutreten 

(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine Anwendung auf das 

Verfahren in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das ATSG anwend-

bar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 AHVG gelangen die Bestimmungen des ATSG 

auf die im ersten Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung zur 

Anwendung, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom 

ATSG vorsieht. 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands im vor-

liegenden Beschwerdeverfahren (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der 

Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 14. März 2022, mit dem das Ge-

such der Beschwerdeführerin um Aufnahme in die freiwillige Versicherung 

abgelehnt bzw. die Verfügung vom 23. Februar 2022 bestätigt wurde. 

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Seite 5 

3.  

3.1 Mit der Beschwerde kann gerügt werden, der angefochtene Ein-

spracheentscheid verletze Bundesrecht, einschliesslich der Überschrei-

tung oder des Missbrauchs von Ermessen, beruhe auf einer unrichtigen 

oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG). 

3.2 Nach ständiger Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht 

bei der Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeit-

punkt des Erlasses des streitigen Entscheides (hier der 14. März 2022) 

eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; 129 V 1 E. 1.2). 

Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, bilden demge-

genüber im Allgemeinen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung 

(BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung hatten (BGE 146 V 364 E. 7.1; 132 V 215 E. 3.1.1; 130 V 445 

E. 1.2.1; BGE 130 V 329 E. 2.2 f.). Daher ist vorliegend auf die im Zeitpunkt 

des Beitrittsgesuchs (hier der 20. Januar 2022 [SAK-act. 20; vgl. auch die 

E-Mail in SAK-act. 15]) geltende Rechtslage abzustellen (vgl. Urteile des 

BVGer C-3267/2020 vom 10. Februar 2022 E. 3.2; C-4427/2020 vom 

14. Mai 2021 E. 2.5 [Entscheid bestätigt durch Urteil des BGer 

9C_370/2021 vom 17. Dezember 2021]; C-3952/2019 vom 17. August 

2020 E. 3.2; C-7025/2015 vom 16. August 2017 E. 3).  

3.4  

3.4.1 Die Beschwerdeführerin ist schweizerische Staatsangehörige, wohnt 

im Vereinigten Königreich und war bis März 2007 in der schweizerischen 

AHV/IV freiwillig versichert. Das Vereinigte Königreich ist am 31. Januar 

2020 aus der EU ausgetreten (Brexit). Bis zum 31. Dezember 2020 gelang-

ten übergangsweise weiterhin das Freizügigkeitsabkommen (mit der EU) 

vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Ge-

meinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss 

Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) 

und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Ja-

nuar 2015 waren auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 

465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen 

zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Seit dem 

1. Januar 2021 gilt das FZA für die Beziehungen zwischen der Schweiz 

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und dem Vereinigten Königreich jedoch nicht mehr (vgl. dazu und zum Fol-

genden: Botschaft zur Genehmigung und Umsetzung des Abkommens zur 

Koordinierung der sozialen Sicherheit zwischen der Schweiz und dem Ver-

einigten Königreich, in: BBl 2022 1180, S. 2 [nachfolgend: Botschaft]; Urteil 

des BVGer C-2314/2021 vom 21. Juli 2023 E. 2.2; SYBILLE KÄSLIN/CHRIS-

TINE VON FISCHER, Arbeiten oder Leben im Ausland - wer ist in der AHV 

versichert?, 2. Auflage 2022, N. 72 f.). Um den Austritt des Vereinigten Kö-

nigreichs aus dem FZA zu regeln und die Rechte, welche die Versicherten 

im Rahmen des FZA erworben hatten, zu gewährleisten, wurde das "Ab-

kommen vom 25. Februar 2019 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und Nord-

irland über die Rechte der Bürgerinnen und Bürger infolge des Austritts des 

Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union und des Wegfalls des 

Freizügigkeitsabkommens" (SR 0.142.113.672; nachfolgend: Abkommen 

über die Bürgerrechte) abgeschlossen. Dieses wurde ab dem 1. Januar 

2021 vorläufig angewendet und trat am 1. März 2021 in Kraft. Es gewähr-

leistete die Rechte aus dem FZA für Personen, die – wie vorliegend die 

Beschwerdeführerin – vor dem 1. Januar 2021 dem FZA unterstanden hat-

ten (vgl. Art. 1 des Abkommens über die Bürgerrechte; KÄSLIN/VON FI-

SCHER, a.a.O., N. 72a). Am 9. September 2021 wurde schliesslich das "Ab-

kommen zur Koordinierung der sozialen Sicherheit zwischen der Schwei-

zerischen Eidgenossenschaft und dem Vereinigten Königreich von Gross-

britannien und Nordirland" (SR 0.831.109.367.2; nachfolgend: bilaterales 

Sozialversicherungsabkommen) abgeschlossen. Dieses Abkommen 

wurde ab dem 1. November 2021 vorläufig angewandt und trat am 1. Ok-

tober 2023 endgültig in Kraft, mit dem Ziel, die vor dem Brexit bestehenden 

Rechte und Verpflichtungen aufrechtzuerhalten (Botschaft, BBl 2022 1180, 

S. 2). 

3.4.2 Soweit das – hier anwendbare – bilaterale Sozialversicherungsab-

kommen keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, erfolgt die Ausge-

staltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Aufnahmevoraussetzungen 

in die freiwillige Versicherung nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 141 

V 246 E. 2.2; 130 V 51; vgl. Urteil des BVGer C-2706/2011 vom 26. Oktober 

2011 E. 2.3).  

Betreffend Beitritt zur freiwilligen Versicherung sind dem bilateralen Sozi-

alversicherungsabkommen folgende massgebenden Vorschriften zu ent-

nehmen (vgl. aber auch Art. 10 und 16 des Sozialversicherungsabkom-

mens): Gemäss Art. 8 Abs. 3 Bst. a des Sozialversicherungsabkommens 

ist der Zugang zur schweizerischen freiwilligen AHV/IV vom Grundsatz der 

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Seite 7 

Gleichbehandlung ausgenommen. Das bedeutet insbesondere – was vor-

liegend allerdings nicht von Interesse ist –, dass britische Staatsangehö-

rige dieser Versicherung nicht mehr beitreten können (vgl. dazu Botschaft, 

BBl 2022 1180, S. 11; Erläuterungen des BSV vom 11. November 2021 

zum Neuen Sozialversicherungsabkommen zwischen der Schweiz und 

dem Vereinigten Königreich, S. 2 f. [https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/ 

home/sozialversicherungen/int/brexit.html; letztmals abgerufen am 17. Ja-

nuar 2024]; BETTINA HUMMER, La Convention de sécurité sociale Suisse-

Royaume-Uni du 9.9.2021: un tour d’horizon au vu des règles européennes 

sur le Brexit, SZS 5/2022 291, 298).  

Sodann findet sich in Anhang 4 des Sozialversicherungsabkommens (Be-

sondere Bestimmungen für die Anwendung der Rechtsvorschriften der 

Staaten [Artikel 6 Absatz 2, Artikel 53 Absatz 1 und Artikel 68]), der weitge-

hend den Einträgen in der EU-Verordnung Nr. 883/2004 entspricht (vgl. 

dazu Erläuterungen des BSV, a.a.O., S. 8), in Art. 1 Bst. a des Vorbehalts 

der Schweiz folgende Regelung: Art. 2 des Bundesgesetzes über die Al-

ters- und Hinterlassenenversicherung sowie Art. 1 des Bundesgesetzes 

über die Invalidenversicherung, welche die freiwillige Versicherung in die-

sen Versicherungszweigen für schweizerische Staatsangehörige regeln, 

die nicht in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem 

Staat der Europäischen Freihandelsassoziation wohnen, ist anwendbar auf 

schweizerische Staatsangehörige und Staatsangehörige eines Mitglied-

staats der Europäischen Union, wenn diese spätestens ein Jahr nach dem 

Tag, ab dem sie nach einer ununterbrochenen Versicherungszeit von min-

destens fünf Jahren nicht mehr in der schweizerischen Alters-, Hinterlas-

senen- und Invalidenversicherung versichert sind, ihren Beitritt zur freiwil-

ligen Versicherung erklären.  

Im Übrigen richtet sich die Beurteilung des Gesuchs der Beschwerdefüh-

rerin um die Aufnahme in die freiwillige Versicherung in materiell- und ver-

fahrensrechtlicher Hinsicht nach Schweizer Recht (vgl. E. 3.4.2 hiervor). 

Mithin finden für das vorliegende Verfahren, in Ergänzung zum bilateralen 

Sozialversicherungsabkommen, das ATSG, das AHVG, die Verordnung 

vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(AHVV, SR 831.101) und die Verordnung vom 26. Mai 1961 über die frei-

willige Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (VFV, SR 

831.111) Anwendung. 

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Seite 8 

4.  

Strittig und vorliegend zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin die Voraus-

setzungen für den Beitritt zur freiwilligen Versicherung erfüllt. Dazu ist Fol-

gendes festzuhalten: 

4.1 Art. 2 Abs. 1 AHVG bestimmt, dass Schweizer Bürger und Staatsange-

hörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft oder der Euro-

päischen Freihandelsassoziation, die nicht in einem Mitgliedstaat der Eu-

ropäischen Gemeinschaft oder der Europäischen Freihandelsassoziation 

leben, der freiwilligen Versicherung beitreten können, falls sie unmittelbar 

vorher während mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren obligato-

risch versichert waren. Der Bundesrat erlässt ergänzende Vorschriften 

über die freiwillige Versicherung; er bestimmt insbesondere die Frist und 

die Modalitäten des Beitritts, des Rücktritts und des Ausschlusses. Ferner 

regelt er die Festsetzung und Erhebung der Beiträge sowie die Gewährung 

von Leistungen (Art. 2 Abs. 6 Satz 1 und 2 AHVG).  

4.2 Gemäss Art. 7 Abs. 1 VFV können der freiwilligen Versicherung die Per-

sonen beitreten, welche die Versicherungsvoraussetzungen nach Art. 2 

Abs. 1 AHVG erfüllen, einschliesslich jener, die für einen Teil ihres Einkom-

mens der obligatorischen Versicherung unterstellt sind. Die Beitrittserklä-

rung muss schriftlich bei der Ausgleichskasse oder subsidiär bei der zu-

ständigen Auslandsvertretung innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt 

des Ausscheidens aus der obligatorischen Versicherung eingereicht wer-

den. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Beitritt zur freiwilligen Versicherung 

nicht mehr möglich (Art. 8 Abs. 1 VFV). Die Versicherung beginnt mit dem 

Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung (Art. 8 Abs. 2 VFV). 

4.3 Für den Beitritt zur freiwilligen AHV/IV sind, nach der schweizerischen 

Rechtsordnung, somit folgende vier Voraussetzungen kumulativ zu erfül-

len: (1) die versicherte Person muss Schweizerin oder Staatsangehörige 

eines EU/EFTA-Mitgliedstaats sein, (2) der Wohnort der versicherten Per-

son muss ausserhalb der Schweiz, der EU oder der EFTA liegen, (3) es 

muss eine Versicherungsunterstellung von mindestens fünf aufeinander 

folgenden Jahren unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatori-

schen Versicherung bestanden haben, wobei praxisgemäss nicht nur die 

Jahre in der obligatorischen Versicherung, sondern auch die Jahre der Un-

terstellung unter die freiwillige AHV/IV berücksichtigt werden (vgl. AHI-Pra-

xis 1/2001 S. 23) und (4) die Beitrittserklärung muss innert Jahresfrist nach 

dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versicherung bei einer zustän-

digen Stelle eingereicht worden sein (vgl. Urteile des BVGer C-1869/2021 

C-1709/2022 

Seite 9 

vom 20. Juni 2023 E. 5.3; C-4427/2020 vom 14. Mai 2021 E. 3.3; C-

2459/2018 vom 21. November 2019 E. 4.4; C-1708/2017 vom 28. Februar 

2019 E. 4.2). 

In der Botschaft vom 27. April 2022 zur Genehmigung und Umsetzung des 

Abkommens zur Koordinierung der sozialen Sicherheit zwischen der 

Schweiz und dem Vereinigten Königreich wird festgehalten, dass die Be-

dingungen für den Beitritt (zur freiwilligen Versicherung) nach Schweizer 

Recht durch einen Eintrag in Anhang 4 bestätigt würden (BBl 2022 1180, 

S. 11). Entsprechend finden sich im bilateralen Sozialversicherungsabkom-

men denn auch die grundsätzlich gleichen vier Voraussetzungen wie im 

vorangehenden Abschnitt beschrieben (vgl. Anhang 4, Vorbehalt Schweiz, 

Art. 1 Bst. a und E. 3.4.2 hiervor; zum Erfordernis der Schweizer, EU- oder 

EFTA-Staatsbürgerschaft vgl. auch KÄSLIN/VON FISCHER, a.a.O., N 84, 388; 

zum Wohnsitz ausserhalb der EU/EFTA vgl. N. 389; zur fünfjährige Vorver-

sicherungsdauer vgl. N. 392; zur Beitrittserklärung innert Jahresfrist vgl. 

N. 394; vgl. auch Mitteilungen an die AHV-Ausgleichskassen und EL-

Durchführungsstellen Nr. 444 vom 1. November 2021, S. 4).  

5.  

5.1 Die Beschwerdeführerin ist unbestritten Schweizer Staatsangehörige 

und wohnt seit vielen Jahren im Vereinigten Königreich. Der Wohnort der 

Beschwerdeführerin lag damit im Zeitpunkt der Beitrittserklärung (Januar 

2022) und der angefochtenen Verfügung ausserhalb der Schweiz, der EU 

oder der EFTA. 

Zu prüfen bleibt demnach in einem nächsten Schritt, ob unmittelbar vor 

dem Ausscheiden aus der schweizerischen Versicherung eine Versiche-

rungsunterstellung von mindestens fünf aufeinander folgenden Jahren in 

der Schweiz bestand. Die Beschwerdeführerin ist vor mehr als 16 Jahren 

aus der schweizerischen AHV ausgeschieden. Daher ist insbesondere zu 

prüfen, ob die im Vereinigten Königreich bzw. der EU erbrachten Versiche-

rungszeiten als schweizerische Versicherungszeiten gemäss bilateralem 

Sozialversicherungsabkommen (Art. 2 Abs. 1 AHVG und Art. 8 VFV spre-

chen von obligatorischen Versicherungszeiten) zu betrachten bzw. ob die 

im Vereinigten Königreich bzw. der EU geleisteten Versicherungszeiten al-

lenfalls den schweizerischen Versicherungszeiten gleichzustellen sind. 

5.2 Nach ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts, welche vom 

Bundesgericht bestätigt wurde, bezieht sich der Begriff "obligatorisch ver-

sichert" in Art. 2 Abs. 1 AHVG nach systematischer, historischer und 

C-1709/2022 

Seite 10 

teleologischer Auslegung nur auf Versicherungszeiten, die für die schwei-

zerische obligatorische AHV/IV geleistet wurden; im Ausland bzw. in den 

EU- oder EFTA-Staaten geleistete Versicherungszeiten werden von der 

Bestimmung demgegenüber nicht erfasst (BVGE 2009/47 E. 5 ff.; Urteile 

des BVGer C-6311/2018 vom 18. Juni 2020 E. 9.2.1; C-1708/2017 vom 

28. Februar 2019 E. 4.6; C-6632/2013 vom 13. November 2015 E. 4.4; 

Praxis bestätigt in BGE 144 V 2). Begründet wird dies einerseits mit der 

Gesetzessystematik (Art. 2 AHVG folgt Art. 1a AHVG; vgl. dazu und zum 

Folgenden Urteile des BVGer C-1708/2017 E. 4.6; C-6632/2013 E. 4.4.3 

m.H.). Andererseits ergebe sich diese Auslegung gestützt auf den Willen 

des Gesetzgebers, der im Rahmen der Revision der freiwilligen Versiche-

rung vom 23. Juni 2000 mit der per 1. Januar 2001 in Kraft getretenen Neu-

fassung von Art. 2 Abs. 1 AHVG im Hinblick auf das Inkrafttreten des FZA 

per 1. Juni 2002 (vgl. AS 2000 2677 f.; AS 2002 685 ff.) den Beitritt in die 

freiwillige Versicherung insofern einschränken wollte, als dass dieser ver-

sicherten Personen vorzubehalten sei, die eine enge Bindung zur Schweiz 

hätten (vgl. dazu auch UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum AHVG, 4. Aufl. 2020, Art. 2, N. 1). Die enge Bindung sollte gewährleis-

tet werden, indem die betroffenen versicherten Personen unmittelbar vor 

ihrem Wegzug aus der Schweiz in ein Drittland während mindestens fünf 

Jahren ununterbrochen der schweizerischen obligatorischen Versicherung 

unterstellt gewesen sein mussten (vgl. dazu insbesondere Botschaft vom 

23. Juni 1999 zur Genehmigung der sektoriellen Abkommen zwischen der 

Schweiz und der EG [BBl 1999 6128, 6340 f.]; Vorbehalt der Schweiz in 

der Verordnung [EG] Nr. 883/2004 Anhang XI Ziff. 1 [für die Schweiz in 

Kraft seit 1. April 2012]; Rechtmässigkeit des Vorbehalts bestätigt in BGE 

144 V 2 E. 7.4.1 und 131 V 209 E. 8 [betreffend den bis 31. März 2012 

geltenden Vorbehalt der Schweiz in der Verordnung {EWG} Nr. 1408/71 

Anhang VI Ziff. 1]). In der Botschaft vom 28. April 1999 zur Änderung des 

Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (Revi-

sion der freiwilligen Versicherung) wurde entsprechend festgehalten, die 

freiwillige Versicherung solle ausschliesslich die in der obligatorischen Ver-

sicherung erworbenen Rechte vervollständigen bzw. bewahren (vgl. BBl 

1999 4983, 4998; Urteil des BVGer C-6108/2010 vom 17. April 2012 

E. 4.4). Deshalb solle lediglich ihre Funktion als Weiterversicherung beibe-

halten werden, und sie soll nur Personen offenstehen, die aus der obliga-

torischen AHV/IV austräten, nachdem sie dort während mindestens fünf 

Jahren versichert gewesen seien. Dabei entspreche die Dauer dieses Ver-

hältnisses, d.h. fünf aufeinanderfolgende Versicherungsjahre unmittelbar 

vor der Abreise ins Ausland, derjenigen für die Weiterführung gemäss Art. 1 

C-1709/2022 

Seite 11 

Abs. 3 Bst. a AHVG (BBl 1999 4983, 5009; vgl. dazu neuArt. 1a Abs. 3 und 

Abs. 5 AHVG i.V.m. Art. 5 und Art. 5g AHVV). 

Die zwingende, dem Beitritt in die freiwillige AHV/IV vorangehende, unun-

terbrochene Versicherungsdauer von fünf Jahren stellt rechtsprechungs-

gemäss keine ungerechtfertigte Ungleichbehandlung zwischen Schweizer 

Staatsangehörigen mit Wohnsitz im Ausland und Schweizer Staatsange-

hörigen mit Wohnsitz in der Schweiz dar, weil die freiwillige und die obliga-

torische Versicherung auf unterschiedlichen Konzepten (z.B. Mitgliedschaft 

von Amtes wegen für alle Personen vs. freiwillige Versicherung für einen 

begrenzten Personenkreis) beruhen (vgl. Urteil des BGer 9C_481/2009 

vom 24. November 2009 E. 5.2; Urteil des BVGer C-7048/2016 vom 

19. Februar 2018 E. 7.4). Auch liegt insofern keine Diskriminierung vor, als 

die Voraussetzung der fünfjährigen Vorversicherungsdauer objektiv ge-

rechtfertigt ist, weil dadurch zum einen die enge Bindung zur Schweiz und 

die Einschränkung des Versichertenkreises sichergestellt werden kann und 

sie zum andern in einem angemessenen Verhältnis zum verfolgten Zweck 

steht (Urteil des BVGer C-6108/2010 vom 17. April 2012 E. 4.4).  

Das Bundesverwaltungsgericht kam demnach in ständiger Rechtspre-

chung, wie eingangs erwähnt, zum Schluss, dem Willen des Gesetzgebers 

und der sich darauf stützenden Rechtsprechung folgend könnten seit dem 

1. Januar 2001 somit nur noch Versicherte der freiwilligen AHV/IV beitre-

ten, die unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der obligatorischen Versi-

cherung während mindestens fünf aufeinanderfolgenden Jahren in der 

Schweiz im Sinne von Art. 1a AHVG obligatorisch versichert seien (vgl. Ur-

teile des BVGer C-2459/2018 vom 21. November 2019 E. 5.1; C-

1708/2017 vom 28. Februar 2019 E. 4.5 ff.; C-6632/2013 E. 4.4.; KIESER, 

a.a.O., Art. 2, N. 7). 

5.3 Diese klare Rechtsprechung lässt sich ohne Weiteres auf den vorlie-

genden Fall übertragen. So ergibt sich bereits aus dem Wortlaut des bila-

teralen Sozialversicherungsabkommens (vgl. Anhang 4, Vorbehalt 

Schweiz, Art. 1 Bst. a), dass sich die Fünf-Jahres-Frist auf die in der 

Schweiz zurückgelegten Versicherungszeiten bezieht. Ohnehin enthält das 

Sozialversicherungsabkommen bezüglich des Zugangs zur freiwilligen 

Versicherung praktisch die gleiche Formulierung wie die bisherige Rege-

lung, d.h. jene gemäss Verordnung (EG) Nr. 883/2004 bzw. der Verordnung 

(EG) Nr. 988/2009 (vgl. Anhang XI, Vorbehalt Schweiz, Art. 1). Dabei ist 

darauf hinzuweisen, dass mit dem bilateralen Sozialversicherungsabkom-

men die unter dem FZA geltende Regelung weitgehend fortgeführt und 

C-1709/2022 

Seite 12 

zudem eine gewisse Kontinuität bezüglich der Vorschriften des FZA ge-

währleistet werden soll (vgl. Botschaft, BBl 2022 1180, S. 2; Mitteilungen 

an die AHV-Ausgleichskassen und EL-Durchführungsstellen Nr. 444 vom 

1. November 2021, S. 1). In der parlamentarische Beratung blieb das Ge-

schäft sodann unbestritten (vgl. https://www.parlament.ch/de/ratsbe-

trieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20220032; letztmals abgerufen 

am 17. Januar 2024). Schliesslich kommt in der gesetzten Fünf-Jahres-

Frist die – achtenswerte und diskriminierungsfreie (vgl. E. 5.2 hiervor) – 

Absicht zum Ausdruck, dass der freiwilligen Versicherung nur angehören 

darf, wer über eine enge Beziehung zur Schweiz verfügt (vgl. auch KÄS-

LIN/VON FISCHER, a.a.O., N 393, wonach nur Versicherungszeiten der AHV 

angerechnet werden können, nicht hingegen solche, die in einem EU- oder 

EFTA-Staat zurückgelegt wurden; so auch Mitteilungen an die AHV-Aus-

gleichskassen und EL-Durchführungsstellen Nr. 444 vom 1. November 

2021, S. 4, wonach die bis zum 31. Dezember 2020 in einem EU-Staat 

bzw. im Vereinigten Königreich zurückgelegten Versicherungszeiten bei 

der Erfüllung der vorherigen Versicherungsdauer nicht angerechnet wer-

den). Die bis Ende 2020 im Vereinigten Königreich zurückgelegten Versi-

cherungszeiten können bei der Erfüllung der fünfjährigen Vor-Versiche-

rungsdauer mithin nicht berücksichtigt werden. 

Dieses Ergebnis führt zwar zu einer Ungleichbehandlung zwischen schwei-

zerischen Staatsangehörigen, die seit dem Wegfall des FZA per 1. Januar 

2021 ins Vereinigte Königreich ausgewandert sind und – bei gegebenen 

Voraussetzungen (Beitrittsvoraussetzungen wie die übrigen Nicht-EU-Län-

der) – neu der freiwilligen AHV beitreten können, und solchen, die während 

der EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs ausgewandert sind und 

denen der Zugang zur freiwilligen Versicherung verwehrt bleibt (vgl. dazu 

SILVIA PITTAVINI, Neues Sozialversicherungsabkommen Schweiz - Verei-

nigtes Königreich, CHSS, 12. November 2021 [https://sozialesicher-

heit.ch/de/neues-sozialversicherungsabkommen-schweizvereinigtes-ko-

enigreich/; letztmals abgerufen am 17. Januar 2024]; https://www. 

swisscommunity.org/de/leben-im-ausland/finanzen-vorsorge/ahv/iv/freiwil-

lige-ahv-2021 [letztmals abgerufen am 17. Januar 2024]). Dies stellt aber 

keine verpönte Ungleichbehandlung dar, da im zweiten Fall der notwendige 

enge Bezug zur Schweiz fehlt (und die Möglichkeit, sich versichern zu las-

sen, anderweitig gewährleistet ist) bzw. die Unterscheidung sachlich ge-

rechtfertigt ist (Ausreise in ein Nicht-EU-Land vs. Ausreise in ein [damali-

ges] EU-Land). Ferner erfordert der Zweck der freiwilligen Versicherung als 

Weiterversicherung (vgl. Urteil 9C_481/2009 E. 5.2) diese Unterscheidung, 

und ein unverhältnismässiger Zustand liegt nicht vor (vgl. dazu in einem 

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Seite 13 

vergleichbaren Sachverhalt Urteil des BVGer C-6632/2013 vom 13. No-

vember 2015 E. 5.2).  

Somit sind Wortlaut und Sinn der vorliegend geltenden gesetzlichen Best-

immungen betreffend Zugang zur freiwilligen Versicherung klar und daher 

zu respektieren. 

5.4 Die Beschwerdeführerin hat die Schweiz im Jahr 1985 verlassen und 

ist im Jahr 2007 aus der schweizerischen AHV/IV ausgeschieden. Danach 

konnte sie der freiwilligen Versicherung nicht mehr beitreten, da sie ihren 

Wohnsitz in einem EU-Land hatte, wo sie auch eine Erwerbstätigkeit auf-

nahm (Art. 2 Abs. 1 AHVG e contrario; vgl. auch Urteil C-6632/2013 E. 3.1 

und 4.4.5).  

Die Beschwerdeführerin erfüllte mithin im Zeitpunkt der Beitrittserklärung 

im Januar 2022 die Voraussetzung der dem Beitritt zur freiwilligen Versi-

cherung voranzugehenden, lückenlosen Versicherungsdauer von fünf Jah-

ren nicht. Die Beschwerdeführerin ist daher nicht berechtigt, der freiwilligen 

Versicherung beizutreten. Bei ihr besteht offensichtlich die für den Beitritt 

zur freiwilligen Versicherung erforderliche enge Beziehung zur Schweiz 

nicht (mehr), liegt doch ihre letzte Beitragszahlung mehr als 16 Jahre zu-

rück und lebt sie seit fast 40 Jahren im Ausland.  

6.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

6.1 Verfahren betreffend die freiwillige Versicherung sind kostenpflichtig, 

wobei sich die Auferlegung der Verfahrenskosten nach Art. 63 VwVG rich-

tet (Art. 85bis Abs. 2 Satz 2 AHVG). Entsprechend dem Ausgang des Ver-

fahrens hat die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu tragen 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 400.- festzusetzen und werden 

dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 

6.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine Parteientschä-

digung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 73.320.2]). Die unterliegende Beschwerdeführerin hat ebensowenig 

C-1709/2022 

Seite 14 

Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG e contra-

rio). 

(Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

  

C-1709/2022 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. Sie werden dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

entnommen.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Selin Elmiger-Necipoglu Helena Falk 

 

 

  

C-1709/2022 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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