# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82660602-7e42-5fa8-998c-9646fdfdd30c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.09.2018 200 2018 410
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-410_2018-09-21.pdf

## Full Text

200 18 410 UV
GRD/BRM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 21. September 2018

Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Braune

A.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winter-
thur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. April 2018 (UVGON 
12.158.311/3057)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Sept. 2018, UV/18/410, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war im Rahmen seiner Anstellung bei der B.________ AG 
obligatorisch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA bzw. Be-
schwerdegegnerin) gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufs-
krankheiten versichert, als er am 11. April 2017 auf dem Heimweg mit dem 
Fahrrad stürzte und sich dabei verschiedene Verletzungen zuzog. Dieses 
Ereignis wurde der AXA am 12. April 2017 als Bagatellunfall gemeldet und 
am 11. Mai 2017 in eine normale Schadenmeldung geändert (Akten der 
AXA [act. II] A1, 2).

Der Unfallversicherer erbrachte in der Folge aufgrund der ihm vorliegenden 
ärztlichen Berichte die gesetzlichen Leistungen. Vom 27. August bis 
4. September 2017 liess sich der Versicherte wegen Rückenbeschwerden 
stationär im Spital C.________ behandeln (epidurale Infiltration, mangels 
dauerhafter Besserung anschliessende Operation; act. II M8) und hierfür 
mit der Begründung, es handle sich um auf den Unfall vom 11. April 2017 
zurückzuführende Beschwerden, um Kostengutsprache bei der AXA nach-
suchen (act. II M4).

Am 3. Oktober 2017 teilte die AXA dem Versicherten mit, dass die auch 
nach dem 11. Juli 2017 bestehenden Beschwerden gemäss Beurteilung 
des ärztlichen Dienstes der AXA nicht mehr überwiegend wahrscheinlich in 
einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 11. April 2017 
stünden und die Leistungen deshalb auf diesen Zeitpunkt hin eingestellt 
würden (act. II A4). 

B.

Aufgrund der Intervention des Versicherten vom 9. Oktober 2017 (act. II 
A5) legte die AXA die Akten ihrem beratenden Arzt, Dr. med. D.________, 
Spezialarzt für Allgemein- und Unfallchirurgie, Gutachter der Begutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Sept. 2018, UV/18/410, Seite 3

tungsstelle E.________ vor. Dieser hielt in seiner Stellungnahme vom 
3. November 2017 fest, dass versicherungsmedizinisch überwiegend wahr-
scheinlich kein unfallkausales Korrelat mehr vorliege; hinsichtlich der Rü-
ckenkontusion sei von einem Status quo ante nach 2-3 Monaten auszuge-
hen (act. II M10).

Gestützt darauf verfügte die AXA am 16. November 2017 die Einstellung 
der Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung per 11. Juli 2017 
(act. II A10). Die hiergegen vom Versicherten, vertreten durch Rechtsan-
walt G.________, am 15. März 2018 erhobene Einsprache (act. II A21) 
wies die AXA nach Konsultation des beratenden Arztes Dr. med. 
F.________, der die Einschätzung des Dr. med. D.________ grundsätzlich 
bestätigte (act. II M13), mit Entscheid vom 30. April 2018 ab (act. II A23).

C.

Mit Eingabe vom 28. Mai 2018 erhebt der Versicherte Beschwerde gegen 
diesen Einspracheentscheid und macht Leistungen auch für die Rückenbe-
schwerden bzw. die bis zum Abschluss der operativen und physiotherapeu-
tischen damit verbundenen Behandlungen geltend. Zur Begründung bringt 
er vor, dass er zwar zum Teil wieder 100% arbeitsfähig gewesen sei, aber 
nicht 100% gesund. Er habe dank seines abwechslungsreichen Arbeits-
platzes voll arbeiten können, die Pausen habe er indessen wegen der 
Schmerzen stehend oder liegend verbracht (Sitzen sei nicht gegangen); vor 
dem Unfall vom 11. April 2017 sei er – auch wenn er vor einem Jahr schon 
einmal eine Infiltration gehabt habe – täglich 4 x 5 km mit dem Velo zur 
Arbeit gefahren, er sei schmerzfrei gewesen und habe alles ohne Ein-
schränkungen machen können. Entgegen der Auffassung der AXA sei der 
Status quo ante erst nach der Operation vom 1. September 2017 erreicht 
worden.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Juli 2018 beantragt die AXA im We-
sentlichen unter Hinweis auf die Ausführungen im Einspracheentscheid die 
Abweisung der Beschwerde. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Entscheid vom 30. April 2018 (act. II 
A23), mit welchem die Einsprache gegen die Verfügung vom 16. November 
2017 (act. II A10) abgewiesen und die Einstellung der UV-Leistungen im 
Zusammenhang mit dem Unfall vom 11. April 2017 per 11. Juli 2017 
bestätigt wurde. Streitig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leis-
tungen nach diesem Zeitpunkt hat. 

1.3 Der Streitwert – nach Angaben in der Beschwerde hat der Be-
schwerdeführer bis zur Operation und kurze Zeit danach wieder vollzeitlich 
gearbeitet, sodass sich der allfällige Leistungsanspruch auf Heilbehandlung 
(vgl. Fallpauschalen-Katalog, abrufbar unter <www.swissdrg.org> sowie 
Kosten für die verordnete Physiotherapie gemäss Ziff. 7301 des Physiothe-
rapie-Tarifs, abrufbar unter <www.zmt.ch>) und Taggelder für ca. einen 
Monat beschränkt – liegt jedenfalls unter Fr. 20'000.—, weshalb die Beur-
teilung der Streitigkeit in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 
Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 

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und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er-
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfol-
ges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 
177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 122 E. 
5.2). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfall-
folgen deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung 
(BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

2.5 Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbe-
dingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich 
fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich 

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hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweis-
last – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Ge-
richt dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von 
ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Ge-
richt seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Bewei-
sanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221; SVR 2017 UV Nr. 
20 S. 67 E. 3.2).   

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3.

3.1 In medizinischer Hinsicht präsentiert sich die Aktenlage wie folgt:

3.1.1 Am 12. April 2017 stellte das Spital C.________ anlässlich einer 
notfallmässigen Selbstzuweisung die Diagnose einer Flankenkontusion 
rechts, Ellenbogen-/Hüftkontusion links sowie Schürfungen am Ellenbogen 
und Knie links. Nebendiagnostisch wurde von einer im Juni 2016 durchge-
führten epiduralen Infiltration berichtet (Beilage zu act. II M12).

3.1.2 Der nachbehandelnde Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemei-
ne Medizin FMH, gab in seinem Bericht vom 16. Juni 2017 zuhanden der 
AXA als unfallbedingte Beschwerde/objektive Befunde Prellungen in Hüfte, 
Knie und Ellbogen links an; zudem erwähnte er anamnestisch Rücken-
schmerzen. Er bescheinigte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 8. bis 
am 14. Mai 2017 sowie eine solche von 50% vom 15. bis am 21. Mai 2017 
und verordnete Physiotherapie (act. II M3); ab 22. Mai 2017 sei der Versi-
cherte wieder voll arbeitsfähig (act. II M2). Am 22. August 2017 überwies 
Dr. med. H.________ den Patienten aufgrund persistierender Rückenbe-
schwerden bei posttraumatischem LWS-Schmerz-Syndrom nach Velounfall 
11. April 2017 mit noch nicht ausgeschlossener Diskushernie L4/5 links 
dem Spital I.________ (act. II M12). 

3.1.3 Wegen Ende August 2017 aufgetretenen Rückenbeschwerden wur-
de im Rahmen einer stationären Behandlung (nach Selbstzuweisung) ein 
Massenprolaps L4/5 links nach rezessal und kaudal umgeschlagen dia-
gnostiziert und im Anschluss an eine am 29. August 2017 erfolgte, nur vor-
übergehend lindernde, Infiltration am 1. September 2017 eine mikrochirur-
gische Dekompression L4/5 mit Sequestrektomie durchgeführt; am 4. Sep-
tember 2017 wurde der Patient in gutem Allgemeinzustand nach Hause 
entlassen; eine Verlaufskontrolle am 9. Oktober 2017 ergab, dass der Pati-
ent keine Schmerzen mehr habe und schon wieder zu 100% arbeite (act. II 
M4-9). 

3.1.4 Angesichts des für diese Behandlung, welche nach Angaben des 
Spitals C.________ (auch) auf den Unfall vom April 2017 zurückzuführen 
sei, gestellten Gesuchs um Kostengutsprache (act. II M4) legte die AXA die 
medizinischen Unterlagen dem beratenden Arzt Dr. med. D.________ vor. 

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Dieser gelangte in seiner Stellungnahme vom 3. November 2017 zum 
Schluss, dass keiner der erhobenen Befunde mehr mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 11. April 2017 zurückzuführen sei; 
der Status nach früher erfolgter epiduraler Infiltration im Bereich der LWS 
weise auf eine relevant vorbestehende Pathologie hin. Es sei von einer 
Rückenkontusion mit einem Status quo ante von 2-3 Monaten auszugehen 
(act. M10). 

3.1.5 Nach Eingang weiterer ärztlicher Berichte konsultierte die AXA den 
beratenden Arzt Dr. med. F.________. Dieser bestätigte in seinem Bericht 
vom 16. April 2018 die Einschätzung von Dr. med. D.________ grundsätz-
lich, ging indessen mangels entsprechender Befunderhebung davon aus, 
dass – anders als von diesem angenommen – keine Rückenkontusion 
stattgefunden hat (act. II M13).

3.2 Aufgrund der medizinischen Akten erstellt und unbestritten ist, dass 
der Beschwerdeführer am 11. April 2017 einen Velounfall erlitten hat und er 
sich dabei verschiedene Prellungen sowie Schürfungen zugezogen hat. 
Diesbezüglich hat die AXA ihre Leistungspflicht anerkannt und diese per 
11. Juli 2017 mangels Weiterbestehen der Unfallkausalität der noch ge-
klagten Beschwerden eingestellt. Der Beschwerdeführer macht geltend, 
dass auch die in der Folge aufgetretenen Rückenbeschwerden, derentwe-
gen er sich am 1. September 2017 einer Operation unterzogen hat, auf den 
genannten Unfall zurückzuführen seien und die AXA auch hierfür Leistun-
gen zu erbringen habe. 

Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden: Zunächst ist – worauf auch 
im Einspracheentscheid sowie in der Beschwerdeantwort zutreffend hinge-
wiesen wird – festzuhalten, dass im Rahmen der medizinischen Untersu-
chungen nach dem am 11. April 2017 erlittenen Velounfall keine Befunde 
erhoben wurden, die auf eine Verletzung des Rückens hindeuten. Vielmehr 
schloss die erstbehandelnde Ärztin am Spital I.________ eine Klopfdolenz 
der Wirbelsäule ausdrücklich aus (act. II M12). Es fand diesbezüglich of-
fensichtlich auch keine Behandlung statt. Auszugehen ist deshalb davon, 
dass unmittelbar nach dem Unfallereignis keine Rückenbeschwerden ge-
klagt wurden; andernfalls wären solche sicher in den medizinischen Bericht 
erwähnt worden. Dagegen werden Rückenbeschwerden nebendiagnos-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Sept. 2018, UV/18/410, Seite 10

tisch (vgl. E. 3.1.1 hiervor) bzw. anamnestisch (vgl. E. 3.1.2 hiervor) sowie 
eine bereits im Juni 2016 erfolgte Infiltration erwähnt. Schon diese Tatsa-
che spricht gegen eine Kausalität der Rückenbeschwerden mit dem Unfall 
vom 11. April 2017. Hinzu kommt, dass in den Arztberichten von Ende Au-
gust 2017 (vgl. E. 3.12 und 3.1.3) bzw. 10 Tage vor der Eintritt ins Spital 
am 27. August 2017 (vgl. act. II M6) aufgetretenen Rückenschmerzen be-
richtet wird, diesen mithin schon aus chronologischen Gründen keine Un-
fallkausalität zukommen kann; hätten die Rückenschmerzen tatsächlich 
einen Zusammenhang mit dem vorliegend zur Diskussion stehen Unfaller-
eignis, wären diese nach einer wesentlichen kürzeren Latenzzeit aufgetre-
ten. Sodann weist die Beschwerdegegnerin mit Recht darauf hin, dass 
nach medizinischer Erfahrung traumatische Diskushernien – wie sie vorlie-
gend Ende August 2017 im Sinne eines Massenprolapses L5/5 diagnosti-
ziert und nach erfolgloser (nochmaliger) Infiltration operativ angegangen 
wurden – nur ausnahmsweise und unter ganz spezifischen – hier nicht ge-
gebenen – Voraussetzungen angenommen werden können; auf die ent-
sprechenden Ausführungen im Einspracheentscheid und in der Beschwer-
deantwort unter Hinweis auf die höchstrichterliche Rechtsprechung hierzu 
kann – anstatt einer Wiederholung derselben an dieser Stelle – verwiesen 
werden. Dass sowohl der nachbehandelnde Dr. med. H.________ als auch 
das Spital C.________ im Rahmen der stationären Behandlung vom 
27. August bis 4. September 2017 die LWS-Beschwerden in einen Zu-
sammenhang mit dem Velounfall stellen, vermag nichts daran zu ändern, 
dass hinsichtlich der Rückenbeschwerden keine Unfallkausalität mit dem 
Sturz vom 11. April 2017 anzunehmen ist. Dies wird überdies dadurch 
bestätigt, dass Dr. med. H.________ ab 22. Mai 2017 wiederum vollständi-
ge Arbeitsfähigkeit – ohne jede Einschränkung oder Vorbehalte – attestiert 
hat (vgl. E. 3.1.2 hiervor; act. II M2). 

Soweit Dr. med. H.________ und das Spital C.________ die Rückenbe-
schwerden im Nachhinein als unfallbedingt qualifizieren, argumentieren sie 
– wie auch sinngemäss der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde – mit 
der Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine ge-
sundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht 
gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist; diese Beweisregel ist nach kon-
stanter Rechtsprechung für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheit-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Sept. 2018, UV/18/410, Seite 11

lichen Schädigung indessen nicht massgebend (BGE 119 V 335 E. 2b bb 
S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Auf die genannten Berichte ist 
somit nicht abzustellen.

Dass die AXA ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit den geklagten 
Rückenbeschwerden verneint, bedeutet indessen entgegen der offenbaren 
Auffassung des Beschwerdeführers nicht, diese halte ihn nach Abschluss 
der Behandlung der unfallbedingten Verletzungen als vollständig gesund. 
Die Rückenproblematik ist medizinisch dokumentiert und wurde von der 
AXA auch nie in Frage gestellt. Beim angefochtenen Entscheid geht es 
einzig um die Ausscheidung, welcher Versicherungsträger für welche Lei-
den aufzukommen hat. Ob der Unfallversicherer oder der Krankenversiche-
rer leistungspflichtig ist, wird durch die einschlägigen gesetzlichen Grund-
lagen und die dazu entwickelte Rechtsprechung unter Berücksichtigung der 
Doktrin definiert. Wie oben ausgeführt, ist vorliegend ein kausaler Zusam-
menhang des – zwischenzeitlich erfolgreich operativ sanierten – Rücken-
leidens mit dem Velounfall vom 11. April 2017 nicht mit dem erforderlichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt; vielmehr steht 
nach den medizinischen Akten und insbesondere dem schlüssigen Bericht 
des beratenden Arztes der AXA, Dr. med. F.________ vom 16. April 2018 
(act. II M13) fest, dass die auf einen Massenprolaps zurückgehenden Rü-
ckenbeschwerden degenerativer Natur sind und bereits vor dem genannten 
Unfall bestanden sowie durch diesen nicht weiter tangiert wurden. 

Soweit im angefochtenen Einspracheentscheid festgehalten wird, die Leis-
tungen wären bereits zu einem früheren Zeitpunkt als dem 11. Juli 2017 
nicht mehr zu Lasten der AXA gegangen, erübrigen sich weitere Aus-
führungen hierzu, nachdem die Beschwerdegegnerin auf eine Rückforde-
rung allfällig zu viel ausbezahlter Leistungen ausdrücklich verzichtet.

3.3 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistun-
gen zu Recht per 11. Juli 2017 eingestellt; der angefochtene Einspra-
cheentscheid vom 30. April 2018 (act. II A23) ist mithin nicht zu beanstan-
den. Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Sept. 2018, UV/18/410, Seite 12

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Als Sozialversi-
cherungsträger hat die AXA auch im Falle des Obsiegens keinen Anspruch 
auf eine Parteikostenentschädigung (Art. 104 Abs. 2 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.   

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.   

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- AXA Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.