# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3dec6dda-a490-5e5e-a8d3-f9d6cb71933f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250180-O4
**Docket/Reference:** UE250180-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250180-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer 

Geschäfts-Nr.: UE250180-O/U

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident i.V., lic. iur. B. Stiefel und 

Oberrichterin lic. iur. C. Gerwig sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw U. Zanoni

Beschluss vom 23. September 2025

A._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

1.

2.

Unbekannt, 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 

Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft III des Kantons Zürichs vom 29. April 2025

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Erwägungen:

I.

1.   A._____  (nachfolgend:  Beschwerdeführer)  erstattete  mit  Eingabe  vom 

14. März  2025  bei  der  Staatsanwaltschaft  III  des  Kantons  Zürich  (nachfolgend: 

Staatsanwaltschaft)  Strafanzeige  "gegen  B._____  AG  ZH  wegen  Verdacht  auf 

Schädigung der Inhaber ihrer Call-Warrants sowie Falschangaben in ihrer offiziel-

len Mitteilung vom tt.mm.2024" (Urk. 13/02/01/01/001 ff.).

2.   Der  Strafanzeige  liegt  dem  Beschwerdeführer  zufolge  im  Wesentlichen  fol-

gender Sachverhalt zugrunde: Er habe bei der Bank B._____ 300'000 Call-War-

rants [= Kaufoptionen] auf den Basistitel der C._____ [Unternehmen] erworben. Da-

mit  habe  er  das  Recht  erhalten,  gegen  Zahlung  des  Strike  150'000  Aktien  der 

C._____ zu erwerben. Dabei habe der Strike Fr. 2.00 (bzgl. Call-Warrant ISIN: CH 

1) bzw. Fr. 2.25 (bzgl. Call-Warrant ISIN: CH 2) betragen. Gemäss Mitteilung der 

C._____ AG vom tt.mm.2024 habe die C._____ AG beschlossen, einen Reverse 

Split,  also  eine  Aktienzusammenlegung,  im  Verhältnis  von  10:1  durchzuführen. 

Dies bedeute 10 alte Aktien zu einer neuen Aktie. Anstelle der 150'000 alten, nicht 

mehr handelbaren Aktien, erhalte er nun gestützt darauf nur noch 15'000 der neuen 

C._____ Aktien. In der Folge habe die Bank B._____ ihm die Ausübung der Optio-

nen [zufolge Wertlosigkeit] verweigert, was nicht rechtens sei. Die offizielle Mittei-

lung der Bank B._____ [tt.mm.2024, Urk. 13/02/01/01/007-008] sowie deren Ant-

wortschreiben [vom tt.mm.2025, Urk. 13/02/01/01/003-006] hätten falsche und irre-

führende Angaben enthalten. Auch die Antwort der D._____ [Finanzunternehmen] 

[vom tt.mm.2025, Urk. 13/02/01/01/021] lasse Fragen offen. Die D._____ behaupte 

fälschlicherweise,  dass  sie  die  Daten  der  C._____  Call-Warrants  bereits  am 

tt.mm.2024 

auf 

ihrer  Seite 

publiziert 

habe,  was 

nicht 

zutreffe 

(Urk. 13/02/01/01/001 f.).

3.   Mit Verfügung vom 29. April 2025 (Urk. 5 = Urk. 3/1) nahm die Staatsanwalt-

schaft die Strafuntersuchung gegen unbekannt und die Bank B._____ AG als be-

teiligte Person gestützt auf Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO und Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO 

nicht an Hand. 

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4.   Gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung erhob der Beschwerdeführer mit 

Eingabe  vom  15. Mai  2025  (Urk. 2)  samt  Beilagen  (Urk. 3/1–6)  rechtzeitig  (vgl. 

Urk. 15)  Beschwerde.  Mit  Verfügung  vom  19. Mai  2025  (Urk. 6)  wurde  dem  Be-

schwerdeführer Frist zur Leistung einer Prozesskaution in der Höhe von Fr. 1'800.– 

angesetzt. Nach rechtzeitigem Eingang der Prozesskaution (vgl. Urk. 8 und Urk. 9) 

wurde mit Verfügung vom 23. Mai 2025 (Urk. 10) die Beschwerdeschrift samt Bei-

lagen  der  Staatsanwaltschaft  zur  Stellungnahme  übermittelt.  Zudem  wurde  die 

Staatsanwaltschaft ersucht, ihre Akten einzureichen. Mit Eingabe vom 2. Juni 2025 

erstattete die Staatsanwaltschaft ihre Beschwerdeantwort (Urk. 12) und reichte ihre 

(physischen)  Akten  (Urk. 13)  ein.  Der  Beschwerdeführer  replizierte  mit  Eingabe 

vom 16. Juni 2025 (Urk. 18). Mit Blick auf den Verfahrensausgang kann auf eine 

Fortsetzung des Schriftenwechsels verzichtet werden.

5.  Infolge einer internen Reorganisation der Kammer (zufolge hoher Geschäftslast) 

wird vorliegender Beschwerdeentscheid (in Anwendung von § 12 der Verordnung 

über die Organisation des Obergerichts und entgegen der ursprünglichen Ankündi-

gung, vgl. Urk. 6 S. 3) unter Mitwirkung einer Stellvertretung des Kammerpräsiden-

ten gefällt.

II.

1.   Angefochten  ist  eine  Nichtanhandnahmeverfügung  der  Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde bei der III. Strafkammer des Obergerichts des Kan-

tons  Zürich  zulässig  (Art. 393  Abs. 1  lit. a  StPO,  Art. 310  Abs. 2  StPO  i. V. m. 

Art. 322 Abs. 2 StPO und § 49 GOG). Der Beschwerdeführer macht sinngemäss 

geltend, er sei durch die Erfüllung von Tatbeständen des Vermögens- bzw. Urkun-

denstrafrechts  sowie  konkret  durch  den  Tatbestand  des  Wuchers  im  Sinne  von 

Art. 157  StGB  direkt  geschädigt  worden  (Urk. 13/02/01/01/001  f.;  Urk. 2;  Urk. 18 

S. 1). Insofern hat er gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO ein rechtlich geschütztes Inter-

esse an der Aufhebung oder Abänderung des Nichtanhandnahmeentscheids. Die 

weiteren  Eintretensvoraussetzungen  geben  zu  keinen  Bemerkungen  Anlass.  Auf 

die Beschwerde ist einzutreten.

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2.   Gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO eröffnet die Staatsanwaltschaft eine Straf-

untersuchung, wenn sich aus den Informationen und Berichten der Polizei, aus der 

Strafanzeige oder aus ihren eigenen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht 

ergibt. Demgegenüber verfügt die Staatsanwaltschaft gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO 

die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports 

feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen 

eindeutig nicht erfüllt sind (lit. a), Verfahrenshindernisse bestehen (lit. b) oder aus 

den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist 

(lit. c). Eine Nichtanhandnahme gestützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO darf nur in 

sachverhaltsmässig  und  rechtlich  klaren  Fällen  ergehen.  Die  fraglichen  Tatbe-

stände können als eindeutig nicht erfüllt erachtet werden, wenn gar nie ein Verdacht 

hätte geschöpft werden dürfen oder sich der zu Beginn der Strafverfolgung vorhan-

dene  Anfangsverdacht  vollständig  entkräftet  hat.  Dies  ist  etwa  der  Fall  bei  einer 

unglaubhaften Strafanzeige oder wenn sich keine deliktsrelevanten Anhaltspunkte 

feststellen  liessen.  Die  zur  Eröffnung  einer  Strafuntersuchung  erforderlichen  tat-

sächlichen  Hinweise  auf  eine  strafbare  Handlung  müssen  erheblich  und  konkret 

sein. Blosse Gerüchte oder Vermutungen genügen nicht. Der Anfangsverdacht soll 

eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die konkrete Möglichkeit 

der Begehung einer Straftat ergibt (Urteile des Bundesgerichts 6B_897/2015 vom 

7. März 2016 E. 2.1; 6B_322/2019 vom 19. August 2019 E. 3). Im Zweifelsfall ist – 

dem aus dem Legalitätsprinzip fliessenden Grundsatz "in dubio pro duriore" folgend 

– ein Verfahren zu eröffnen. Der Staatsanwaltschaft und der Beschwerdeinstanz 

steht dabei ein gewisser Ermessensspielraum zu (BGE 137 IV 285 E. 2.3; Urteil 

des Bundesgerichts 6B_291/2022 vom 4. Mai 2022 E. 3.1 mit Hinweisen).

3. 

3.1.  Die  Staatsanwaltschaft  führte  zur  Begründung  der  Nichtanhandnahme  aus, 

der Beschwerdeführer sei mit den durch die Bank B._____ AG getroffenen Anpas-

sungen  des  laufenden  Warrants,  die  aufgrund  des  Aktiensplits  erfolgt  seien,  mit 

den Darstellungen des Sachverhalts durch die B._____ AG und mit den von ihm 

bei der D._____ AG eingeholten Auskünften nicht einverstanden. Er tue indessen 

in seiner Strafanzeige keinen Sachverhalt dar, der zu einem Verdacht auf ein straf-

bares Verhalten führe. Es handle sich eher um zivilrechtliche Fragestellungen. Es 

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fehle somit für die Eröffnung einer Strafuntersuchung an einem hinreichenden Tat-

verdacht, weshalb auf die Anzeige nicht einzutreten und die Untersuchung nicht an 

Hand zu nehmen sei (Urk. 5 S. 1).

3.2.  Der Beschwerdeführer bringt hiergegen in seiner Beschwerdeschrift vor, dass 

am tt.mm.2024 auf der Aktie von C._____ ein Reverse Split erfolgt sei. Im Norma-

lfall verringere sich in einem solchen Fall die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien 

ohne Veränderung des Eigenkapitals oder des Gesamtmarktwerts, und der Aktien-

kurs und der Nennwert würden entsprechend steigen. Im Fall von C._____ sei die 

Gesellschaft  zwecks  Kapitalmassnahmen  gezwungen  gewesen,  einen  Reverse 

Split durchzuführen, was ganz andere Folgen gehabt habe. Der Aktienkurs sei nach 

dem Reverse Split regelrecht eingebrochen (Tiefkurs Fr. 5.41). Deshalb habe sei-

ner Meinung nach keinerlei Berechtigung bestanden, am Strike der Option etwas 

zu ändern. Am 5. Februar 2025 habe er von seiner Hausbank die Mitteilung erhal-

ten, dass der Strike nicht mehr 2.25/2.00 betrage, sondern 22.50/20.00. Zu diesem 

Zeitpunkt  seien  aber  auf  der  D._____-Plattform  und  der  Handelsplattform  von 

E._____ immer noch Strikes von 2.25/2.00 aufgeführt gewesen. Mit dem neu vom 

Emittenten geforderten Strike von 22.50/20 habe dieser die Warrants [die Kaufop-

tionen] komplett ausgehebelt und wertlos gemacht, zum Schaden aller Besitzer die-

ses Wertpapiers. Er frage sich, ob es nach der schweizerischen Rechtsprechung 

legitim sei, bei einem Reverse Split das Bezugsverhältnis und den Ausübungspreis 

zu erhöhen, wenn der Aktienkurs nicht steige, sondern sinke. Falls nein, wäre dies 

gemäss den obligationenrechtlichen Bestimmungen eine ungerechtfertigte Berei-

cherung seitens des Emittenten (Urk. 2 S. 1 f.).

3.3.  Die Staatsanwaltschaft stellt sich in ihrer Beschwerdeantwort auf den Stand-

punkt, dass auch aus der Beschwerdebegründung kein Tatverdacht bezüglich einer 

strafbaren Handlung hervorgehe. Es treffe zu, dass die den streitigen Optionen als 

Basistitel unterliegenden Aktien einer Aktienzusammenlegung (Reverse Split) un-

terzogen worden seien. Dabei hätten die Aktionäre für 10 bestehende Aktien eine 

neue Aktie erhalten. Es sei schlüssig, dass deshalb der Ausübungspreis der neuen 

Aktie um den Faktor 10 habe angehoben werden müssen, und zwar bei einem War-

rant  von  Fr. 2.25  auf  Fr. 22.50  und  beim  anderen  Warrant  von  Fr. 2.00  auf 

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Fr. 20.00. Die Meinung des Beschwerdeführers hierzu sei nicht nachvollziehbar. Es 

sei nicht zutreffend, dass der Emittent den Warrant ausgehebelt und wertlos ge-

macht habe. Wertlos sei der Warrant zufolge der Kursentwicklung des Basistitels 

geworden  und  nicht  zufolge  der  die  Aktienzusammenlegung  nachvollziehenden, 

rein rechnerischen (und richtigen) Anpassung des Ausübungspreises (Strike Price) 

(Urk. 12 S. 2 f.). 

3.4.  In seiner Replik entgegnet der Beschwerdeführer, dass der Tatverdacht ge-

geben  sei,  wenn  ein  Emittent  eine  offizielle  Mitteilung  gemäss  Art. 53  des  Kotie-

rungsreglements  mit  falschen  Angaben  publiziere  (ZH,  tt.mm.2024,  Strike  neu 

Fr. 22.50, alt Fr. 2.25), ohne dass sich die Kapitalbasis verändere. Für die gleiche 

Wertschrift den zehnfachen Preis zu verlangen sei mehr als Wucher. Die Annahme, 

dass der Aktienkurs nach einem Reverse Split steige, sei in diesem Fall nicht ein-

getreten. Dies wiederum bestätige, dass die Erhöhung des Strikes nicht gerecht-

fertigt gewesen sei. Durch die Erhöhung des Strikes auf Fr. 22.50 sei der Warrant 

komplett wertlos gemacht worden (Urk. 18).

4.  

4.1.  Des Wuchers im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer die 

Zwangslage, die Abhängigkeit, die Unerfahrenheit oder die Schwäche im Urteils-

vermögen einer Person dadurch ausbeutet, dass er sich oder einem anderen für 

eine  Leistung  Vermögensvorteile  gewähren  oder  versprechen  lässt,  die  zur  Lei-

stung wirtschaftlich in einem offenbaren Missverhältnis stehen. 

4.2.  Unbestritten und aktenkundig ist, dass die den streitigen Optionen als Basis-

titel  unterliegenden  C._____-Aktien  im  mm.  2024  einer  Aktienzusammenlegung 

(Reverse Split) im Verhältnis von 10:1 unterzogen wurden. Dies bedeutet, dass die 

Aktionäre für 10 bestehende Aktien eine neue Aktie erhielten. Rein rechnerisch be-

trachtet, erhöht sich durch diesen Vorgang der Aktienkurs um den Faktor 10. Bei 

einem Reverse Split im Verhältnis von 10:1 werden die mit den Aktien zusammen-

hängenden Optionen durch die D._____ bzw. den jeweiligen Options-Clearing-Me-

chanismus automatisch angepasst, sodass der wirtschaftliche Wert für die Options-

inhaber unverändert bleibt. Konkret ist es bei einem Reverse Split von 10:1 richtig 

und rechnerisch korrekt, dass dabei der Strike Preis mit dem Faktor 10 (Split-Fak-

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tor)  multipliziert  wird,  während  die  Kontraktgrösse  (Anzahl  Aktien  pro  Kontrakt) 

durch den Split-Faktor (10) geteilt wird.

Beispiel Kontraktgrösse (Recht, eine be-

Strike (Preis 

Kurs (rech-

Gesamthaft

stimmte Anzahl Aktien zu kau-

pro Aktie)

nerisch)

fen)

Vor Split

1 Call auf 100 Aktien

Fr. 10.–

Fr. 10.–

Fr. 1'000.– (100 

x Fr. 10.–)

Nach 

1 Call auf 10 Aktien (100:10)

Fr. 100.– (10 

Fr. 100.–

Fr. 1'000.– (10 x 

10:1 

Split

x Fr. 10)

Fr. 100.–)

4.3.  Es ist nach dem Erwogenen also folgerichtig, dass sich der Strike Preis der 

Optionen des Beschwerdeführers nach dem Split von Fr. 2.– auf Fr. 20.– sowie von 

Fr. 2.25 auf Fr. 22.50 erhöht hat. Sollte sich der Aktienkurs – wie der Beschwerde-

führer dies behauptet – nach dem Split nicht (dauerhaft) verzehnfacht haben, son-

dern in der Folge gesunken sein, kann dies verschiedene Gründe haben. Möglich 

ist  zum  Beispiel,  dass  die  Aktie  bzw.  das  Unternehmen  schon  vor  dem  Split 

schwach  war,  was  sich  in  einem  sinkenden  Aktienkurs  widerspiegelte,  der  auch 

nach dem Split weiterhin sank. Denkbar ist auch, dass der Reverse Split eine ne-

gative Signalwirkung auf den Markt hatte und die Anleger darin ein Zeichen finan-

zieller  Schwäche  (Verschuldung,  Liquiditätsprobleme  etc.)  sahen,  was  wiederum 

zu  einer  (weiteren)  Abwertung  der  Aktie  geführt  haben  könnte.  Es  kommt  in  der 

Praxis jedenfalls nicht selten vor, dass der Kurs nach einem kurzen Anstieg (rein 

rechnerisch durch den Split) bald wieder fällt, zumal das Vertrauen der Investoren 

gelitten  hat.  Diese  Möglichkeiten  der  negativen  Kursentwicklung  liegen  indes  im 

Risikobereich des Optionsinhabers, wobei der Handel mit Optionen auch im Allge-

meinen als riskant beschrieben wird. Hinzu kommt, dass im Allgemeinen Chartdar-

stellungen,  wie 

jene, 

die 

der  Beschwerdeführer 

eingereicht 

hat 

(Urk. 13/02/01/01/026 und Urk. 3/6), nach einem Split rückwirkend bereinigt wer-

den. Dabei wird der Kursverlauf vor dem Split rückwirkend an das neue Verhältnis 

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angepasst, um die Kontinuität des Charts zu erhalten, und die Darstellung zeigt den 

Aktienkurs nicht als Sprung, sondern als fliessende Linie. Dies würde vorliegend 

bedeuten, dass die aus dem Chart vor dem Split abzulesenden Kurse in Wahrheit 

bedeutend  tiefer  (dividiert  durch  10)  gewesen  sein  müssten,  was  dazu  führen 

würde, dass die Aktien bereits vor dem Split einen Kurs von unter Fr. 2.– aufgewie-

sen hätten und der Beschwerdeführer bereits damals mit seinen Optionen mit den 

Strikes Fr. 2.25 und Fr. 2.50 "out of the money" gewesen wäre. Jedenfalls liegen 

keinerlei  Anhaltspunkte  dafür  vor,  dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  einer 

Zwangslage, in einer Abhängigkeit oder in einem anderweitigen Schwächezustand 

befunden  hätte,  die  durch  irgendeine  Person  im  Sinne  des  Straftatbestands  des 

Wuchers  (Art. 157  StGB)  ausgebeutet  worden  wären.  Auch  ist  weder  ersichtlich 

noch vom Beschwerdeführer konkret dargetan, dass weitere Straftatbestände des 

Vermögens- bzw. Urkundenstrafrechts erfüllt worden sein könnten. Die Tatsache, 

dass die neuen Strike Preise auf gewissen Portalen, so z. B. auf der D._____, of-

fenbar nicht sofort publiziert wurden, sondern dort eine Zeit lang fälschlicherweise 

noch die alten, nicht mehr geltenden Strike Preise aufgeführt wurden, ist auf ein 

(zivilrechtliches)  internes  Problem  mit  dem  Datenfluss  zurückzuführen  (vgl. 

Urk. 13/02/01/01/005) und nicht auf ein strafbares Verhalten der D._____, der Bank 

B._____ AG oder einer andern Person. Immerhin ist aktenkundig, dass die Bank 

B._____ AG am tt.mm.2024 eine entsprechende offizielle Mitteilungen machte, mit 

denen u. a. die Optionsinhaber über die Veränderung der Strike Preise (von Fr. 2.– 

auf Fr. 20.– und von Fr. 2.25 auf Fr. 22.5) informiert wurden (Urk. 13/02/01/01/005–

008). Auch die D._____ AG (D._____) publizierte die Meldung über die vorliegen-

den Anpassungen der Strikes am tt.mm.2024 im Internet (Urk. 13/02/01/01/021 mit 

dem  Hinweis  auf  den  Link  …  [Weblink],  wo  die  entsprechende  Mitteilung  vom 

tt.mm.2024 an die Inhaber von Warrants & strukturierten Produkten auf C._____ 

AG abgerufen werden kann).

4.4.  Zusammenfassend liegen keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten 

von irgendeiner Person vor. Es fehlt damit an einem für die Eröffnung einer Straf-

untersuchung  notwendigen  hinreichenden  Tatverdacht.  Nicht  zu  beanstanden  ist 

folglich, dass die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung nicht an Hand genom-

men hat. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.

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III.

1.  Die  Gerichtsgebühr  für  das  Beschwerdeverfahren  ist  in  Beachtung  der  Be-

messungskriterien von § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG und gestützt auf § 17 Abs. 1 

GebV OG auf Fr. 1'200.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Be-

schwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Er hat für das Beschwerdeverfahren eine Prozesskaution von Fr. 1'800.– geleistet. 

Die ihm auferlegten Kosten für das Beschwerdeverfahren sind von der Kaution zu 

beziehen. Im Mehrbetrag ist ihm die Kaution nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Beschlusses  zurückzuerstatten.  Vorbehalten  bleiben  allfällige  staatliche  Verrech-

nungsansprüche.

2.   Dem unterliegenden Beschwerdeführer ist für das Beschwerdeverfahren aus-

gangsgemäss keine Entschädigung zuzusprechen. 

1.

2.

3.

4.

Es wird beschlossen:

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt, dem Beschwerdeführer 

auferlegt und von der von ihm geleisteten Prozesskaution bezogen. Im 

Mehrbetrag wird dem Beschwerdeführer die Kaution nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet. Vorbehalten bleiben allfäl-

lige staatliche Verrechnungsansprüche.

Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an:





den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:



die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 13; gegen Empfangsbestätigung) 

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5. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 

der gemäss Art. 35 und 35a des Reglements für das Bundesgericht zustän-

digen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-

reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 23. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Flury

MLaw U. Zanoni