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**Case Identifier:** b7b66ad9-93bb-5da9-b96d-d540d313ae0a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.05.2018 200 2017 689
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-689_2018-05-16.pdf

## Full Text

200 17 689 IV
KOJ/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. Mai 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprecherin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. Juli 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/2017/689, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1956 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war seit dem 1. Mai 2009 als ... zu 90 % für das C.________ AG tätig 
(Dossier der Invalidenversicherung, Antwortbeilage [AB] 22). Im April 2016 
erlitt sie einen Verkehrsunfall (AB 30.4). Nachdem sie sich im September 
2016 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug 
von Leistungen angemeldet hatte (AB 3), holte diese die üblichen Unterla-
gen, u.a. Berichte des Hausarztes (AB 37) und der behandelnden Psycho-
therapeutin (AB 42), ein. Nach einer Stellungnahme des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; AB 50) stellte die IVB mit Vorbescheid vom 4. Mai 
2017 die Ablehnung von Leistungen in Aussicht mit der Begründung, es 
liege keine Invalidität im Sinne des Gesetzes vor (AB 51). Hiergegen erhob 
die Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin B.________, am 12. Juni 
2017 Einwände (AB 58). Nach einer Stellungnahme des RAD vom 28. Juni 
2017 (AB 61 S. 3) wies die IVB mit Verfügung vom 3. Juli 2017 das Leis-
tungsbegehren ab (AB 62).

B.   

Hiergegen erhebt die Versicherte, vertreten durch Fürsprecherin 
B.________, Beschwerde mit dem Antrag, es sei die Verfügung vom 3. Juli 
2017 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Be-
schwerdeführerin ab April 2017 eine IV-Rente auszurichten. Eventualiter 
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, zur Klärung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin eine interdisziplinäre Begutach-
tung nach dem SuisseMED@P-Verfahren in Auftrag zu geben.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2017 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dazu reicht sie die Stellungnah-
men des RAD vom 26. und 29. September 2017 ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/2017/689, Seite 3

Mit Replik vom 13. Dezember 2017, Duplik vom 26. Januar 2018 (inklusive 
RAD-Stellungnahme vom 24. Januar 2018) sowie in den Schlussbemer-
kungen vom 27. Februar 2018 hielten die Parteien jeweils an ihren Anträ-
gen fest. Zudem äusserten sie sich zu den Auswirkungen der Leitentschei-
de BGE 143 V 409 und 418 auf den vorliegenden Fall.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 
3. Juli 2017 (AB 62). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwer-
deführerin auf Leistungen (namentlich eine Rente) der IV und in diesem 
Zusammenhang die Vollständigkeit der Sachverhaltsabklärung.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Un-
fähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu 
leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem ande-
ren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 

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Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Den Akten ist bezüglich des medizinischen Sachverhalts im We-
sentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, führte in der Krankengeschichte u.a. aus, es bestünden gürtelför-
mige Unterbauch-Rückenschmerzen und ein Hämatom Mamma rechts, 
verursacht durch den Sicherheitsgurt anlässlich eines Autounfalls im  April 
2016, multiple Excoriationen über der Knieventralseite rechts und ein Hä-
matom über dem medialen distalen linken Oberschenkel (AB 37 S. 4). Ein 
Arbeitsversuch am 18. April 2016 sei nicht gestartet worden; die Patientin 
fühle sich weiterhin müde und beschäftige sich gleich häufig und viel mit 
dem Unfall. Sie wünsche eine psychologische Behandlung (AB 37 S. 5). 
Sechs Wochen nach dem Unfall attestierte der Hausarzt, dass die Patientin 
aus somatischer Sicht wieder arbeiten könne (AB 37 S. 7). Die Patientin 
wage am 27. Juni 2016 einen Arbeitsversuch; das linke Knie schmerze 

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deutlich weniger; Beschwerden träten u.a. nach längerem Gehen und bei 
Gartenarbeit auf (AB 37 S. 8).

3.1.2 Im Bericht vom 3. Mai 2016 diagnostizierten Dr. med. E.________, 
leitender Arzt, Spital F.________ AG, und lic. phil. G.________, Psychothe-
rapeutin, eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nach Autounfall 
(ICD-10 F43.1) und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0). Die Patientin berichte von einer 
leichten depressiven Grundstimmung. Offenbar habe sich als Folge des 
Autounfalls eine PTBS entwickelt, dies auch im Zusammenhang mit einer 
Reaktivierung früherer Traumareaktionen. Eine psychotherapeutische Be-
gleitung zur Traumabearbeitung sei sinnvoll, um eine weitergehende de-
pressive Eskalation vermeiden zu können (AB 63 S. 74 f.).

3.1.3 Vom 13. September bis 28. Oktober 2016 erfolgte eine teilstationäre 
Behandlung im Spital F.________. Im Bericht vom 1. November 2016 dia-
gnostizierten Dr. med. H.________, Oberarzt, und lic. phil. I.________, 
Psychotherapeutin, eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) 
und einen Transportmittelunfall (ICD-10 V99; AB 36 S. 1). Die bei Eintritt 
stark verunsicherte Patientin habe sowohl das Unfallereignis wie auch 
Themen aus ihrer Biografie bearbeiten und sich daraufhin auch ihrer aktu-
ellen schwierigen Arbeitssituation wieder stellen können (AB 36 S. 3).

3.1.4 Im Bericht vom 9. November 2016 zuhanden der IVB hielt die be-
handelnde Psychotherapeutin lic. phil. J.________ fest, die Patientin zeige 
eine depressive Symptomatik mit Beeinträchtigungen der Konzentration, 
Vergesslichkeit und starker Erschöpfung; diese führten zu Verlangsamung 
in der Ausführung der Arbeiten. Sie leide zudem an Insuffizienzgefühlen 
und Ängsten, ob sie die geforderte Leistung noch erbringen könne, dies 
setze sie zusätzlich unter Druck. Aktuell sei die Patientin zu 100 % krank-
geschrieben mit der Möglichkeit, 20 % zu arbeiten im Sinne eines Arbeits-
versuchs. Sie arbeite aktuell ca. vier Stunden am Stück, vereinzelt fünf 
Stunden. Nach vier Stunden fühle sie sich stark erschöpft und müde. Die 
Patientin beschreibe, dass sie weniger Ausdauer habe und zu langes Ar-
beiten am Stück sich in Konzentrationsschwierigkeiten bemerkbar mach-
ten. Sie führe die Arbeiten langsamer aus. Sie beschreibe Schwierigkeiten 

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im Setzen von Prioritäten sowie im Organisieren von Arbeitsabläufen 
(AB 42 S. 3).

3.1.5 Im Bericht vom 17. Januar 2017 zuhanden der Unfallversicherung 
diagnostizierte die behandelnde Psychotherapeutin lic. phil. J.________ 
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und einen Trans-
portmittelunfall (ICD-10 V99). Die Patientin habe nach einem Autounfall mit 
einer Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik und Intrusionen 
reagiert, welche sich im Verlauf zu einer mittelgradigen Depression entwi-
ckelt habe (Beschwerdebeilage [BB] 6 S. 1). Ein Wiedereinstieg im Juli 
2016 sei nach zwei Monaten, beim Versuch, das Arbeitspensum von 40 % 
auf 50 % (von 90 %) zu steigern, abgebrochen worden. Die Patientin sei 
schnell an ihre Grenzen gekommen, sie sei nicht genügend belastbar ge-
wesen und habe mit erneutem Gedankenkreisen und emotionaler Instabi-
lität reagiert. Nach einem teilstationären Aufenthalt arbeite die Patientin seit 
Januar 2017 wieder zu 20 % (BB 6 S. 2).

3.1.6 In der Beurteilung vom 27. April 2017 diagnostizierte die RAD-Ärztin 
Dr. med. K.________, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie sowie 
Psychotherapie, keinen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit (AB 50 S. 11). Sie hielt fest, die Beschwerdeführerin habe im 
April 2016 auf dem Weg zur Arbeit als ... unverschuldet einen Pkw-Unfall 
erlitten. Anlässlich der Erstversorgung seien eine Prellung am rechten 
Oberarm und eine Schürfung am rechten Knie festgestellt worden. Die Vita-
lfunktionen seien stabil gewesen. Die bildgebenden Untersuchungen do-
kumentierten leichte degenerative Veränderungen am Achsenskelett und 
an einzelnen Gelenken, unter anderem eine leichtgradige Arthrose der Ilio-
sakralgelenke, eine beginnende Arthrose der Hüftgelenke und eine leicht-
gradige Retropatellararthrose rechts sowie degenerative Veränderungen 
am rechten Kreuzband. Unfalltraumafolgen könnten röntgenologisch aus-
geschlossen werden. Die situativ wechselnde und kontextgebundene Sym-
ptombildung ebenso wie das aktenkundige/dokumentierte soziale Akti-
vitätsniveau der Beschwerdeführerin sprächen gegen das Vorliegen einer 
leistungsrelevanten Störung im psychiatrischen Formenkreis. Gegen das 
Vorliegen einer leistungsrelevanten bzw. krankheitswertigen affektiven 
Störung sprächen das stets zielstrebige Verhalten der Beschwerdeführerin 

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als auch ihre unbeeinträchtigte Anpassungsfähigkeit und ihre eigenständi-
ge Intentions- und Urteilsbildung. Es lägen weder objektive somatische 
noch psychische Befunde vor, die eine Arbeitsunfähigkeit begründen könn-
ten (AB 50 S. 10). Als Ressourcen lägen eine langjährige Berufserfahrung 
in hohem Beschäftigungspensum, ein tragendes soziofamiliäres Netzwerk 
einschliesslich stabiler Partnerschaft, ein hohes Autonomiebestreben und 
hohe soziale Kompetenz vor (AB 50 S. 11). Eine angepasste Tätigkeit zu 
100 % sei somit möglich (AB 50 S. 11).

3.1.7 In der Beurteilung vom 26. September 2017 (Verfahrensakten) führ-
te der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Innere Medizin, aus, 
eine Abklärung im Februar 2017 habe ein leichtes Schlaf-Apnoe-
/Hypopnoe-Syndrom ergeben. Empfohlen werde primär, konsequent in 
Seitenlage zu schlafen. Im Mai 2017 sei eine pneumologische Abklärung 
durchgeführt worden. Bei der Beschwerdeführerin liege keine schwere 
Form des Asthma bronchiale vor. Unter konsequent eingehaltener kombi-
nierter Inhalationstherapie müssten die Atembeschwerden innert zwei bis 
drei Monaten verschwinden. Angesichts der nicht gravierenden Symptoma-
tik sehe der Pneumologe keine lungenfunktionelle Verlaufskontrolle vor. 
Eine wesentliche und nachhaltige Einschränkung des Leistungsvermögens 
sei anhand der bestehenden Befunde nicht ausgewiesen. Sowohl beim 
leichten Schlaf-Apnoe-/Hypopnoe-Syndrom als auch beim Reizhusten und 
der leichten Anstrengungsatemnot bei nachgewiesenem Asthma bronchiale 
handle es sich um gut behandelbare und somit in der Regel nicht invalidi-
sierende Zustände.

3.1.8 In der Beurteilung vom 29. September 2017 (Verfahrensakten) hielt 
die RAD-Ärztin Dr. med. K.________ fest, der fehlende Nachweis vegetati-
ver Störungen (Antrieb normal, Appetit normal), die für die Diagnose einer 
affektiven Störung erforderlich seien, als auch die gedanklich prospektive 
Ausrichtung der Beschwerdeführerin (Auto kaufen) sowie der Erhalt der 
Selbst- und Fremdfürsorge sprächen zweifelsfrei gegen das Vorliegen einer 
krankheitswertigen Beeinträchtigung ihrer Stimmung und vor allem gegen 
die Diagnose einer leistungsrelevanten depressiven Episode bzw. einer 
rezidivierenden Störung. Es ergäben sich aus den ergänzend vorgelegten 

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Unterlagen weder im somatischen noch im psychiatrischen Fachgebiet 
neue versicherungsmedizinische Gesichtspunkte.

3.1.9 Im Bericht vom 11. Dezember 2017 gingen Dr. med. M.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, und die behandelnde Psy-
chotherapeutin lic. phil. J.________ davon aus, dass weiterhin eine mittel-
gradige depressive Episode vorliege. Sie schätzten die Arbeitsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin auf 50 %; eine weitere Steigerung der Leistungs- und 
Arbeitsfähigkeit sei zum jetzigen Zeitpunkt unrealistisch (BB 10 S. 1). Im 
November und Dezember 2016 habe die Patientin einen Arbeitsversuch zu 
20 % unternommen. Im Januar 2017 habe sie mit einem Pensum von 20 % 
(attestierte Arbeitsunfähigkeit von 80 %) gestartet, welches schrittweise auf 
50 % habe gesteigert werden können. Aufgrund des bisherigen Krankheits-
verlaufs und des erschwerten Arbeitseinstiegs sei mit dem Arbeitgeber mit 
Wirkung ab dem 1. September 2017 ein Arbeitsvertrag für ein Pensum von 
50 % vereinbart worden (BB 10 S. 3). Den Beschäftigungsgrad von 50 % 
könne die Patientin knapp aufrechterhalten. Bei Unvorhergesehenem fühle 
sie sich schnell gestresst, in den Arbeitsabläufen sei sie langsamer als 
früher und weniger gut organisiert. Sie erschöpfe rascher, die Konzentrati-
on lasse schneller nach. Die Patientin fühle sich nach der Arbeit über län-
gere Zeit antriebslos und benötige eine deutlich längere Erholungszeit als 
vor dem Unfall (BB 10 S. 3).

3.1.10 In der Stellungnahme vom 24. Januar 2018 (Verfahrensakten) führ-
te die RAD-Ärztin Dr. med. K.________ aus, dass sich keine neuen medi-
zinischen Gesichtspunkte ergeben würden.

3.2

3.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

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Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärzt-
liches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich 
der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichba-
ren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2017 IV Nr. 13 S. 31 E. 3, 
2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die 
von der versicherten Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärz-
tinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststel-
lungen der versicherungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollzieh-
baren Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt 
der pauschale Hinweis auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 
351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird 
das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an 
den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren 
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4 In somatischer Hinsicht ist auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. 
med. L.________ vom 26. September 2017 (Verfahrensakten) abzustellen. 
Dieser führt gestützt auf die Akten einleuchtend und schlüssig aus, dass 
das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin aus somatischen Gründen 
nicht eingeschränkt ist. Der RAD-Arzt hat die Beschwerdeführerin zwar 

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nicht persönlich untersucht, seine Einschätzung stimmt jedoch mit den Be-
urteilungen des Hausarztes überein: Dr. med. D.________ geht am 24. Mai 
2016 davon aus, dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfall von Seiten 
der Knie- und Nackenproblematik wieder arbeiten könne (AB 37 S. 7 f.). 
Weitere Abklärungen bezüglich des Asthma bronchiale und des leichten 
Schlaf-Apnoe-/Hypopnoe-Syndroms (AB 63 S. 84, 89) ergaben keine lang-
fristige Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. auch Beur-
teilung von Dr. med. L.________ in den Verfahrensakten). Es liegen weder 
weitere Arztberichte aus somatischer Sicht vor noch werden solche von der 
Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren nachgereicht, die auf eine 
längerdauernde somatisch begründete Arbeitsunfähigkeit hinweisen wür-
den. Vielmehr ist die durch die behandelnden Ärzte attestierte Arbeitsun-
fähigkeit – spätestens ab Mai 2016 (vgl. AB 50 S. 4) – (allenfalls, vgl. E. 3.5 
f. hiernach) auf die geltend gemachten psychischen Beschwerden zurück-
zuführen (AB 36 S. 4, 37 S. 8, 42 S. 3, BB 10 S. 3)

3.5 In psychiatrischer Hinsicht stellt die Beschwerdegegnerin auf die 
verschiedenen Stellungnahmen der RAD-Ärztin Dr. med. K.________ ab 
(AB 50 S. 3 ff., 61 S. 3; Verfahrensakten), wonach keine Befunde vorlägen, 
die gegen eine sofortige vollschichtige Arbeitsaufnahme sprächen (AB 50 
S. 10 f.). Auch unter Berücksichtigung der später verfassten Berichte der 
behandelnden Fachpersonen – die in die Beurteilung miteinzubeziehen 
sind, soweit sie Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des 
Verwaltungsverfahrens bestehende Situation erlauben (vgl. SVR 2008 IV 
Nr. 8 S. 25 E. 3.4) – geht Dr. med. K.________ davon aus, dass aus 
psychiatrischer Sicht keine leistungsrelevante Störung vorliegt (Stellung-
nahmen vom 29. September 2017 und vom 24. Januar 2018 in den Verfah-
rensakten). Mit Blick auf die Angaben der behandelnden Fachpersonen 
bzw. -ärzte bestehen jedoch Zweifel an dieser Beurteilung: Die RAD-Ärztin 
hat die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht; sie stützt sich zwar 
auf die Akten, doch ist diesen zu entnehmen, dass die behandelnden 
Fachpersonen bzw. Ärzte vom Vorliegen einer PTBS (AB 63 S. 75) 
und/oder einer rezidivierenden depressiven Störung, leichten (AB 63 S. 75) 
bzw. mittleren Grades (AB 36 S. 1, BB 5, 10), sowie von einer abgestuften 
(zwischen 100 bis 50 %) Arbeitsunfähigkeit bzw. ab dem 1. September 
2017 bis auf weiteres von einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit ausgehen (BB 10 

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S. 3). Entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin (Beschwerdeant-
wort S. 2 Ziff. 5) werden die erwähnten Diagnosen nicht „nur“ von der be-
handelnden Psychotherapeutin lic. phil. J.________, sondern auch von 
Fachärzten der Psychiatrie gestellt (AB 36, 42, 44.2, 63 S. 74, BB 5, 10). 
Die seit dem 27. Mai 2016 vorerst von lic. phil. J.________ attestierten ab-
gestuften Arbeitsunfähigkeiten wurden von der Oberärztin Dr. med. 
M.________ fachärztlich bestätigt; gleichzeitig führten diese Fachpersonen 
mit ausführlicher und plausibler Begründung aus, dass die Leistungsfähig-
keit der Beschwerdeführerin dauerhaft eingeschränkt und ein Arbeitspen-
sum von mehr als 50 % unrealistisch sei (BB 10). Damit bestehen im Sinne 
der oben (vgl. E. 3.2.2 hiervor) erwähnten Rechtsprechung hinreichende 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-ärztlichen Fest-
stellungen, welche ergänzende Abklärungen rechtfertigen.

Es kann andererseits auch nicht unbesehen auf die Berichte der behan-
delnden Fachärzte bzw. Psychotherapeuten abgestellt werden, denn das 
Gericht darf und soll der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 
Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-
lung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 
351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht 
nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den 
behandelnden Spezialarzt. Die RAD-Ärztin äussert denn auch zu Recht 
Zweifel, ob die verordnete Medikation kritisch überprüft worden ist: Sie 
bringt vor, die Medikamente für eine Behandlung einer leistungsrelevanten 
mittelgradigen oder hochgradigen depressiven Störung seien einerseits 
unterdosiert (angegebene Tagesdosis von Trittico), andererseits sei der 
therapeutische wirksame Serumspiegel (bezüglich Escitalopram) bisher 
nicht überprüft worden und sie geht weiter davon aus, dass die Ergebnisse 
der Selbsteinschätzungsfragebogen medizinisch nicht plausibel seien (vgl. 
Stellungnahme vom 24. Januar 2018 in den Verfahrensakten). Dem ist im 
Rahmen der weiteren Abklärungen nachzugehen.

3.6 Zusammenfassend kann in psychischer Hinsicht weder auf die Ein-
schätzung der RAD-Ärztin noch auf die Beurteilung der behandelnden 
Fachpersonen abgestellt werden, weshalb sich der medizinische Sachver-
halt – und damit die Frage, ob die Beschwerdeführerin frühestens ab April 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/2017/689, Seite 13

2017 (Art. 28 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG) rentenbegründend inva-
lid ist – als ungenügend abgeklärt erweist. Anzufügen ist, dass das Bun-
desgericht mit BGE 143 V 409 und 418 (je vom 30. November 2017) er-
kannt hat, dass sämtliche psychischen Erkrankungen, somit auch jegliche 
Störungen depressiver Natur, einem strukturierten Beweisverfahren nach 
BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Bei fehlenden schlüssigen medizini-
schen Ausführungen, die eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
im nunmehr anzuwendenden strukturierten Beweisverfahren erlauben wür-
den, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein den Grundsätzen von 
BGE 141 V 281 entsprechendes psychiatrisches Gutachten einhole. An-
schliessend wird sie über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin 
neu zu verfügen haben.

In Gutheissung der Beschwerde ist somit die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 3. Juli 2017 (AB 62) aufzuheben und die Sache ist an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Beschwerde-
führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihr nach Rechtskraft 
des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Art. 61 lit. g ATSG). Diese ist – gestützt auf die angemessene Kostennote 
vom 27. Februar 2018 von Fürsprecherin B.________ – auf ein Honorar 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/2017/689, Seite 14

von Fr. 3‘400.--, zuzüglich Auslagen von Fr. 89.80 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 278.05 (8 % von Fr. 3‘108.50 und 7,7 % von Fr. 381.30), total 
Fr. 3‘767.85, festzulegen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 3. Juli 2017 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihr nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3‘767.85 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Mai 2018, IV/2017/689, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.