# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c46d599c-a13d-533e-9a17-de06eee62b03
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.08.2008 D-5279/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5279-2008_2008-08-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5279/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli-Busi, 
Gerichtsschreiberin Katarina Umegbolu.

A.______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration BFM,
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. August 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5279/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger und 
ethnischer Haussa aus G._______ (N._______ State) mit letztem Auf-
enthalt in L._______, sein Heimatland eigenen Angaben zufolge am 6. 
Juni 2008 verliess und am 23. Juni 2008 von ihm unbekannten Län-
dern herkommend in die Schweiz einreiste,

dass  er  gleichentags  (...)  um Asyl  nachsuchte  und  (...)  am 25. Juli 
2008 summarisch befragt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 4. August 2008 ausführlich 
zu seinen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragungen im Wesentli-
chen geltend machte, er sei in G._______ geboren und als Kleinkind 
an  den  Geschäftsmann  A.  H.  M.  (nachfolgend:  M._______)  nach 
H._______ verkauft worden,

dass er  von M._______ sexuell  missbraucht  worden sei  und diesem 
zudem immer wieder habe Knaben zuführen müssen, an welchen sich 
M._______ vergangen habe,

dass  im August  2005 beziehungsweise 2006 ein  Junge nach einem 
sexuellen Übergriff durch M._______ geblutet habe, worauf dessen El-
tern interveniert seien,

dass die Eltern  des Jungen zusammen mit  M._______ ein Komplott 
geschmiedet und anstelle des wahren Täters ihn, den Beschwerdefüh-
rer, der Schändung und Verletzung des Knaben beschuldigt hätten,

dass M._______ ihm seinerzeit ausserdem mitgeteilt habe, er sei nicht 
sein Vater und seine leiblichen Eltern seien vor langer Zeit gestorben, 
und dass er ihn damals käuflich erworben habe,

dass M._______ den Eltern des geschändeten Knaben sodann erzählt 
habe, er hätte den Beschwerdeführer aus seinem Haus vertrieben, wo-
bei  er  ihn in  Tat und Wahrheit  weiterhin im Haus gefangen gehalten 
habe,

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dass ein  Freund M._______s namens F._______ diesen oft  besucht 
habe und  zirka  Mitte  2006 auch dessen Sohn J._______ zu einem 
solchen Besuch mitgekommen sei,

dass J._______ ihm damals mitgeteilt habe, er sei eigentlich sein Cou-
sin und F._______ sein Onkel väterlicherseits, und dass seine leibliche 
Mutter ebenfalls noch lebe,

dass im gleichen Jahr der Beschwerdeführer von J._______ erfahren 
habe, dass M._______ ein Mitglied eines Geheimbundes sei und alle 
Personen,  die  mit  ihm  Geschlechtsverkehr  hätten,  impotent  bezie-
hungsweise zeugungsunfähig würden,

dass er M._______ diesbezüglich angesprochen habe, worauf ihm die-
ser Gefängnis und den Tod angedroht habe,

dass er  im Dezember 2007 von M._______ habe wissen wollen,  wo 
seine Mutter  sei,  M._______ jedoch auf  die Frage nicht  geantwortet 
habe,

dass er im Januar 2008 beschlossen habe, M._______s Haus in Brand 
zu setzten, was er auch getan habe und danach nach G._______ ge-
flohen sei, um dort nach seiner Mutter zu suchen,

dass M._______ in der Folge eine polizeiliche Fahndung nach ihm ver-
anlasst habe,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Februar  2008  von  seinem  Cousin 
J._______  bei  dessen  Freund  B._______  im  Haus  seines  Vaters 
E._______ in G._______ untergebracht worden sei, 

dass er von dort aus seine Mutter ausfindig gemacht habe und für eini-
ge Tage zu ihr gezogen sei, 

dass J._______ ihm eines Tages mitgeteilt habe, M._______ sei bei ih-
nen vorbeigekommen und habe nach ihm gefragt,

dass er daraufhin wieder in das Haus von E._______ gezogen sei, wo 
er sich in B._______ verliebt habe und wo es zwischen ihnen mehr-
fach zum Geschlechtsverkehr gekommen sei,

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dass  B._______s  Vater  davon  erfahren  und  ihm  mit  der  schärfsten 
Strafe, der Steinigung, gedroht habe,

dass er vor diesem Hintergrund in einen Konvent christlicher Nonnen 
geflohen sei, wo man ihm mitgeteilt habe, dass die gesamte Dorfbevöl-
kerung von G._______ hinter ihm her sei und ihn steinigen wolle,

dass in der Folge seine Flucht organisiert worden sei und er sich Ende 
Mai 2008 zuerst nach K._______ zu B._______ begeben habe, wo er 
bis zum 2. Juni 2008 geblieben sei,

dass er sich danach vom 3. bis zum 6. Juni 2008 in L._______ aufge-
halten habe, von wo aus er mit Hilfe von Mr. T._______, einem von den 
christlichen Schwestern organisierten Schlepper, auf einem Schiff aus-
gereist sei, 

dass er zusammen mit Mr. T._______ mit dem Schiff an einem ihm un-
bekannten Ort gelangt und dort von Bord gegangen sei,

dass er anschliessend zuerst zirka 30 Minuten in einem PKW und da-
nach zirka 10 Stunden in einem Buss nach Z.________ gefahren sei, 
wo er einen Zug bestiegen habe, der ihn am Abend des 23. Juni 2008 
nach V._______ gebracht hätte, 

dass er während der ganzen Reise keine Landesgrenzen wahrgenom-
men habe,  nie  kontrolliert  worden sei  und den gesamten Weg ohne 
Reisepapiere bestritten habe,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass der  Beschwerdeführer  im Verlaufe des  vorinstanzlichen Verfah-
rens weder Identitäts-  oder Reisepapiere noch anderweitige Beweis-
mittel zu den Akten reichte,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 8. August 2008 - gleichentags eröffnet - in Anwendung von 
Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte, es lägen keine entschuldbaren Gründe für das Nichteinrei-
chen von Identitäts- oder Reisepapieren vor,

dass der Beschwerdeführer sich nie konkret um die Beschaffung von 
Identitätspapieren bemüht habe und seine diesbezüglichen Erklärun-
gen, er kenne in Nigeria keine Person, die ihm dabei hätte behilflich 
sein können, beziehungsweise er könne in seiner Heimat niemanden 
kontaktieren, da er wegen der Flucht sein Adressbüchlein nicht mehr 
besitze, als fadenscheinig zu bezeichnen seien, 

dass der Beschwerdeführer überdies realitätsfremde und erfahrungs-
widrige Angaben zum Reiseweg gemacht habe, den er ohne jedwel-
che  Grenzkontrollen  und  ohne  Identitätspapiere  zurückgelegt  haben 
will,

dass im Weiteren die Vorbringen des Beschwerdeführers in Bezug auf 
seine angebliche Verfolgung im Heimatland oberflächlich, substanzlos, 
unrealistisch und widersprüchlich ausgefallen seien,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Bundesanhörung nach sei-
nem Geliebten B._______ gefragt, diesen nur oberflächlich geschildert 
habe  und  ihn  hinsichtlich  seiner  Wesensart  nicht  habe  beschreiben 
können (vgl. Akte A7/11, S. 4),

dass er in demselben Sinne nicht in der Lage gewesen sei, die detail-
lierten  Umstände  darzulegen,  anlässlich  welcher  ihm  der  Vater  von 
B._______ mit der Steinigung gedroht habe (vgl. Akten A1/11, S. 6 so-
wie A7/11, S. 4 f. und 8),

dass er sich sodann über den Zeitpunkt der Schändung des Jungen 
durch  M._______  und  der  Vorsprache  von dessen Mutter  im Hause 
von M._______ widersprochen habe (vgl. Akten A1/11, S. 5 im Gegen-
satz zu A7/11, S. 7), 

dass er ferner auch hinsichtlich des Datums, anlässlich dessen er von 
seinem  Cousin  J._______  von  der  Mitgliedschaft  M._______s  beim 
Geheimbund erfahren haben soll, im Rahmen der beiden Anhörungen 
in Ungereimtheiten verstrickt habe (vgl. Akten A1/11, S. 6, A7/11, S. 8),

dass im Weiteren die Schilderungen des Beschwerdeführers über das 
Gespräch  mit  der  aufgebrachten  Mutter  des  verletzten  Jungen 

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äusserst detailarm und realitätsfremd ausgefallen seien, diesbezüglich 
jedoch  gestützt  auf  eigene  Angaben  des  Beschwerdeführers  mitbe-
rücksichtigt werden müsse, dass der Knabe den Beschwerdeführer bei 
den Eltern der Schändung bezichtigt haben soll (vgl. Akte A7/11, S. 6),

dass schliesslich auch die Beschreibung des Beschwerdeführers be-
treffend  die  Wesensart  sowie  den  Charakter  seines  Peinigers 
M._______, mit welchem der Beschwerdeführer den Grossteil  seines 
Lebens verbracht haben will,  als substanzlos zu bezeichnen sei (vgl. 
Akte A7/11, S. 10), 

dass sich nach dem Gesagten somit offenkundig ergebe, dass die Ver-
folgungsvorbringen des Beschwerdeführers konstruiert seien, weshalb 
der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für den weiteren Inhalt der vorinstanzlichen Verfügung auf die Ak-
ten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. August 2008 an das 
Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Entscheid  durch  seine 
Rechtsvertreterin  Beschwerde  erheben  und  dabei  beantragen  liess, 
die Verfügung des BFM vom 8. August 2008 sei vollumfänglich aufzu-
heben und das Asylgesuch vom 23. Juni 2008 sei gutzuheissen, 

dass  eventualiter  die  verfügte  Wegweisung  aufzuheben  und ihm die 
vorläufige Aufnahme zu gewähren sei,

dass ihm in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) bewilligt werde, 

dass auf den Inhalt der Beschwerde, soweit wesentlich, in den nachfol-
genden Erwägungen einzugehen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 18. August 2008 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM auf  dem Gebiet  des Asyl-
rechts entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m.  Art. 31-34 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 21 S. 240 f.),

dass daher auf das Begehren, das Asylgesuch vom 23. Juni 2008 sei 
gutzuheissen, nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird (Bst. b),  oder  wenn sich auf  Grund 
der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses ergibt (Bst. c),

dass der Beschwerdeführer bis heute keine Identitäts- oder Reisepa-
piere zu den Akten gereicht hat,

dass er  im Verlauf  der  Anhörungen erklärte,  er  besitze weder  einen 
Reisepass noch eine Identitätskarte und sei ohne jegliche Papiere und 
ohne Grenzkontrolle mit einem Schiff aus Nigeria ausgereist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  zu  seiner  Reise  in  die 
Schweiz keine substanziierten Angaben machen konnte und insbeson-
dere nicht in der Lage war anzugeben, durch welche Länder er gereist 
sei,

dass diese Aussagen als stereotyp und realitätsfremd zu bezeichnen 
sind,

dass der  Beschwerdeführer  ferner  trotz  bestehendem familiären und 
sozialen  Beziehungsnetz  in  Nigeria  offensichtlich  keine  ersichtlichen 
Anstrengungen im Hinblick auf Beschaffung von Identitätsdokumenten 
unternommen hat  und allein der Verlust  eines Adressbüchleins wäh-

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rend der Flucht als Erklärung für seine Untätigkeit nicht zu überzeugen 
vermag, 

dass er in der Beschwerde zur Frage der Entschuldbarkeit der Nicht-
beibringung von Identitätsdokumenten keine Stellung nimmt, 

dass  die  Vorinstanz  demnach  in  zutreffender  Weise  festgestellt  hat, 
entschuldbare  Gründe  für  die  Nichteinreichung  von  Identitäts-  oder 
Reisepapieren lägen keine vor,

dass folglich zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht davon ausgegan-
gen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es bestehe 
aufgrund der Anhörung keine Notwendigkeit zur Vornahme von weite-
ren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses,

dass  die  Auffassung  des  BFM,  wonach  die  Asylvorbringen  des  Be-
schwerdeführers  unglaubhaft  seien,  nach  Durchsicht  der  Akten  und 
Würdigung der Ausführungen in der Beschwerde zu bestätigen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  nämlich 
nichts  vorbringt,  was geeignet  erschiene,  die  vorinstanzlichen Erwä-
gungen in Zweifel zu ziehen,

dass die Argumentation in der Beschwerde sich vielmehr in einer er-
neuten, oberflächlichen und ungenauen Wiederholung der bisherigen 
Vorbringen erschöpft und zu den von der Vorinstanz aufgezeigten Wi-
dersprüchen  und  realitätsfremden  Schilderungen  keine  Stellung  ge-
nommen wird,

dass  in  der  Beschwerdeschrift  darüber  hinaus  substanzlose  Mut-
massungen  über  eine  möglicherweise  uneheliche  Herkunft  des  Be-
schwerdeführers sowie die Gründe für seine angeblich homosexuelle 
Neigung angestellt werden, welche indessen am fehlenden Wahrheits-
gehalt der von der Vorinstanz zu Recht als unglaubhaft erkannten Vor-
bringen nichts zu ändern vermögen, 

dass  die  Verfolgungsvorbringen  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf 
die  vorstehenden  Erwägungen  somit  offensichtlich  unglaubhaft  sind, 
weshalb das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdefüh-
rers ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und auch keine zu-

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sätzlichen  Abklärungen hinsichtlich  der  Frage  des  Wegweisungsvoll-
zugs notwendig erscheinen,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
näher einzugehen, da sie an der vorstehenden Einschätzung nichts zu 
ändern vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht einge-
treten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel  die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-

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halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet, 
und überdies keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Be-
handlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Mann handelt, 
welcher den Akten zufolge keine gesundheitlichen Probleme hat,  die 
einem Vollzug der Wegweisung entgegenstehen könnten,

dass er  im Heimatland -  soweit  offengelegt  -  mit  seiner  Mutter, dem 
Onkel und dessen Kindern über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt, 
und vor der Ausreise in H._______ als Bediensteter erste Arbeitserfah-
rung gesammelt  hat,  weshalb nicht  davon auszugehen ist,  er  würde 
bei einer Rückkehr nach Nigeria in eine existenzbedrohende Situation 
geraten,

dass der Vollzug der Wegweisung daher als zumutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

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dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos erwies,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
gen: Einzahlungsschein,  Verfügung des BFM vom 8. August  2008 
im Original)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N _______ (Kopie)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Katarina Umegbolu

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