# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** adb78ead-c574-5dd9-bdb8-e006d1225e4e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.09.2023 UV 2023/11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-11_2023-09-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/11

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.11.2023

Entscheiddatum: 22.09.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2023
Art. 6 UVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG: Beweiswürdigung. Rückweisung zur 
weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 22. September 2023, UV 2023/11).

Entscheid vom 22. September 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2023/11

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Lotti Sigg, Sigg Schwarz Advokatur, 

Theaterstrasse 3, Postfach 2336, 8401 Winterthur,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war bei der B.___ als (…) angestellt und dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, als sie am 

26. März 2021 in einer (…) mit brennendem Benzin im Bereich der Beine/Füsse in 

Berührung kam (Suva-act. 2; zum Polizeirapport betreffend Unfallgeschehen vgl. Suva-

act. 47). Gleichentags wurde sie rettungsdienstlich ins Spital C.___ eingeliefert, wo an 

den distalen Unterschenkeln beidseits Grad 2a Verbrennungen diagnostiziert wurden 

(Suva-act. 3). Bei zwischenzeitlich als Grad 2a-2b eingestuften Verbrennungen erfolgte 

am __ März 2021 ein operatives Débridement in der Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG; Suva-act. 4). Am __ 

April 2021 wurde ein erneutes Débridement sowie eine Defektdeckung mit Spalthaut 

vom Oberschenkel rechts durchgeführt (Suva-act. 6). Bei komplikationslosem intra- 

und postoperativem Verlauf konnte die Versicherte am __ April 2021 in gutem 

Allgemeinzustand vollmobilisiert aus der stationären Pflege entlassen werden. Die mit 

Spalthaut gedeckten Areale zeigten sich bei Austritt trocken und reizlos. Der 

Versicherten wurde seitens des KSSG eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt 

(Suva-act. 13). Die Suva kam für die Heilbehandlung auf und entrichtete Taggelder 

(Suva-act. 21 ff.).

A.a. 

Anlässlich der Verlaufskontrolle in der Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom __ April 2021 zeigte sich bezüglich der 

Verbrennungen ein guter Verlauf, sodass keine weiteren Verlaufsuntersuchungen mehr 

geplant wurden (Suva-act. 26 f.; zum Behandlungsabschluss vom __ April 2021 vgl. 

auch Suva-act. 121-2, unten). Allerdings berichtete die Versicherte über einen Schmerz 

im Bereich des lateralen Kniegelenks rechts, weshalb sie an die Orthopädie überwiesen 

A.b. 

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wurde (Suva-act. 26 f., zur Erstvorstellung in der Orthopädie vgl. Suva-act. 28). Eine 

MRT-Untersuchung des rechten Knies vom 7. Mai 2021 zeigte einen unauffälligen 

Befund (Suva-act. 52 und 37; vgl. ferner Suva-act. 51).

Aufgrund persistierender Schmerzen und angeschwollener Beine erfolgte durch 

die Hausärztin med. pract. D.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, eine erneute 

Zuweisung der Versicherten an die Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG, wo letztere am __ Juni 2021 vorstellig wurde. 

Es zeigten sich anlässlich der Untersuchung ein gut eingeheiltes Spalthauttransplantat, 

ein deutlicher Pigmentunterschied, insgesamt gut verheilte Narben, teilweise minimal 

hypertroph, ein verhärtetes Weichteilgewebe und sehr empfindliche Narbenränder, vor 

allem im Bereich distal der Achillessehne, sowie minimale Ödeme an den Vorfüssen 

beidseits. Die behandelnden Ärzte empfahlen eine Silicon-Pflasterauflage für 

mindestens vier bis acht Wochen sowie zusätzlich die Applikation von Stützstrümpfen, 

um das Narbenpflaster zu befestigen und die Schwellung aus den Vorfüssen 

abzutransportieren. Für die weitere Behandlung verwiesen sie die Versicherte an die 

Hausärztin (Suva-act. 44-2 f.; vgl. zum Verlauf auch Suva-act. 121-2 f.).

A.c. 

Nach einer Aktenbeurteilung durch den beratenden Arzt Dr. med. E.___, Facharzt 

für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie (Suva-act. 54), lehnte die Suva eine Leistungspflicht 

für die Kniebeschwerden rechts mit Schreiben vom 29. Juli 2021 ab, da zwischen 

diesen und dem Ereignis vom 26. März 2021 kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang bestehe (Suva-act. 55 ff.). In einem Telefonat vom 8. November 

2021 erklärte die Versicherte gegenüber der Suva, sie sei nicht damit einverstanden, 

dass diese nicht für die Kniebehandlung aufkommen wolle. Die Suva empfahl ihr, das 

Ganze mit dem Arzt zu besprechen. Sollte dieser auch nicht einverstanden sein, könne 

er eine Begründung zustellen (Suva-act. 70, vgl. ferner Suva-act. 103).

A.d. 

Am 30. September 2021 wurde die Versicherte bei der Orthopädie F.___ vorstellig. 

Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, beurteilte die Schmerzen zu einem Grossteil als neuropathisch 

bedingt. Die Schmerzen im Rahmen des Belastungsaufbaus seien am ehesten auf eine 

plantare Fasziitis und eine Ansatztendinitis der Achillessehne zurückzuführen. Die 

somatischen Schmerzen seien mittels einer MRT-Untersuchung zu bestätigen (Suva-

A.e. 

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act. 65-2). Die MRT-Untersuchung vom 6. Oktober 2021 brachte Zeichen einer 

deutlichen Plantarfasziitis mit plantarem Fersensporn ohne Faszienruptur und ohne 

Ansatztendinopathie der Achillessehne zur Darstellung (Suva-act. 76). Anlässlich einer 

Verlaufskontrolle vom 2. Dezember 2021 erhob Dr. G.___ als neuen Befund massive 

plantare Druckschmerzen im Bereich des medialen Ansatzes der plantaren Faszie. 

Ansonsten war der Befund im Vergleich zur Voruntersuchung unverändert. Es wurde 

eine Infiltration des Fersensporns links geplant (Suva-act. 83, 86 und 118), die am 3. 

Dezember 2021 durchgeführt wurde (Suva-act. 85 und 117).

Nach einer Aktenbeurteilung von Dr. E.___ vom 3. Januar 2022 (Suva-act. 88) teilte 

die Suva der Versicherten mit Schreiben vom 10. Januar 2022 mit, dass die 

Behandlung ab dem 2. Dezember 2021 aufgrund des Fersensporns nicht auf das 

Ereignis vom 26. März 2021 zurückzuführen und durch die Suva daher nicht zu 

übernehmen sei. Auch die weitere Arbeitsunfähigkeit sei auf den unfallfremden 

Fersensporn zurückzuführen. Die Suva werde ihre Taggeldleistungen sowie die 

Leistungen für Heilbehandlung per 10. Januar 2022 einstellen (Suva-act. 89 ff.).

A.f. 

Mit Schreiben vom 4. Februar 2022 teilte die Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwältin lic. iur. L. Sigg, Winterthur, der Suva mit, dass sie mit der Beurteilung, 

wonach die aktuellen Beschwerden nicht mehr im Zusammenhang zum Unfall stünden, 

nicht einverstanden sei (Suva-act. 99).

A.g. 

Aufgrund fehlender Besserung war die Versicherte am __ Dezember 2021 

hausärztlicherseits erneut an die Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG zugewiesen worden. Nach einem 

Ferienaufenthalt wurde sie dort am __ Februar 2022 wieder vorstellig (vgl. Suva-act. 

113 und 121-3, oben). Im dazu ergangenen Untersuchungsbericht vom __ März 2022 

wurde festgehalten, dass sich klinisch eine Neuralgie des Nervus suralis auf der Höhe 

des lateralen Malleolus links mit deutlichem Tinel-Phänomen zeige. Hier bestehe der 

Verdacht auf ein Neurom, jedoch könne dies durch die sonographische Untersuchung 

nicht bestätigt werden. Es zeige sich im Innervationsgebiet des Nervus suralis jedoch 

eine Hypersensitivität. Ein Verdacht auf ein CRPS bestehe nicht. Der Versicherten 

würden konservative Massnahmen empfohlen (Suva-act. 113).

A.h. 

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Am __ März 2022 berichteten die behandelnden Ärzte der Klinik für Hand-, 

Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG der Rechtsvertreterin der 

Versicherten, dass die in der MRT-Untersuchung vom 6. Oktober 2021 dargestellte 

Plantarfasziitis mit plantarem Fersensporn durchaus die Beschwerden der Versicherten 

erklären könne. In der klinischen Untersuchung vom __ Februar 2022 habe sich die 

Versicherte bezüglich der Schmerzen am Tuber calcani jedoch nicht eingeschränkt 

gezeigt. Überdies habe sich anlässlich dieser Untersuchung ein deutliches Tinel-

Phänomen über dem Nervus suralis auf der Höhe des oberen Sprunggelenks (OSG) 

linksseitig gezeigt. Dabei sei der Verdacht auf ein Neurom gestellt worden, welcher sich 

in der sonographischen Untersuchung jedoch nicht habe bestätigen lassen. Ein 

Neurom des Nervus suralis linksseitig könne durchaus durch eine Verbrennung 

entstehen. Es müsse sich jedoch um eine tiefere Verbrennung handeln respektive 

müsste ein Schaden am Nerv durch die Verbrennung entstanden sein. Dies sei bei 

einer Verbrennung des Grades 2b höchstwahrscheinlich nicht der Fall gewesen. 

Deshalb hätten die Schmerzen der Versicherten nicht gänzlich geklärt werden können 

(Suva-act. 121-3).

A.i. 

Am 13. Mai 2022 erklärte die Orthopädie F.___ gegenüber der Suva telefonisch, 

dass die Versicherte am 3. Dezember 2021 letztmals vorstellig geworden sei. Die für 

den Januar und Februar 2022 geplanten Kontrollen seien abgesagt worden (Suva-act. 

122). In einer gleichentags erstellten Aktenbeurteilung hielt Dr. E.___ unter Verweis auf 

den Bericht des KSSG vom __ März 2022 fest, dass die Plantarfasziitis und der 

Fersensporn links nicht unfallkausal seien. Ein Neurom sei laut den Ärzten des KSSG 

möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich und nicht nachgewiesen. Bereits 

anlässlich der Untersuchung vom __ Februar 2022 sei im KSSG kein Neurom 

nachgewiesen worden (Suva-act. 123). In einer ausführlichen Aktenbeurteilung vom 19. 

Mai 2022 kam Dr. E.___ zum Schluss, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht keine 

Einwände gegen die Ablehnung der Kostenübernahme bezüglich des 

Erkrankungsbefundes der Plantarfasziitis mit Fersensporn links und der 

Leistungseinstellung per 10. Januar 2022 bestünden, zumal die erkrankungsbedingte 

Behandlung bei Dr. G.___ mit der Infiltration vom 3. Dezember 2021 erfolgreich 

abgeschlossen worden sei (Suva-act. 124). Mit einer gleichentags erlassenen 

A.j. 

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B.  

Verfügung stellte die Suva die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen rückwirkend 

per 10. Januar 2022 ein (Suva-act. 126 ff.).

Gegen diese Verfügung erhob die weiterhin durch Rechtsanwältin Sigg vertretene 

Versicherte am 15. Juni 2022 Einsprache (Suva-act. 137).

B.a. 

In einem Bericht vom __ Juli 2022 zu einer Sprechstunde vom 13. Juni 2022 

hielten die behandelnden Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie fest, dass eine am __ Juni 2022 durchgeführte MRT-

Untersuchung des OSG links einen normalen Nervus suralis ohne Nachweis eines 

Neuroms sowie eine unspezifische Synovitis calcaneo-cubital zur Darstellung gebracht 

habe. Aufgrund der unspezifischen Synovitis würden die Kollegen der Fussorthopädie 

um erneute Beurteilung gebeten. Bei persistierenden Schmerzen müsste die 

Versicherte eventuell durch die Kollegen des Schmerzteams beurteilt werden. Von 

Seiten der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie werde die 

Behandlung abgeschlossen (Suva-act. 139-3 f.). Im Bericht der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vom 

__ August 2022 zur Untersuchung vom __ August 2022 hielt der behandelnde Arzt fest, 

dass sich kein chirurgisch adressierbares Korrelat finde. Im Bereich der MR-

tomographisch dargestellten Synovitis habe die Versicherte keine entsprechende 

Klinik. Insgesamt bleibe die Schmerzgenese unklar (Suva-act. 141). Am __ August 2022 

wurde die Versicherte im Schmerzzentrum des KSSG vorstellig. In der Beurteilung des 

Untersuchungsberichts vom __ August 2022 hielten die behandelnden Ärztinnen unter 

anderem fest, dass klinisch neuropathische Schmerzen mit Allodynie und Hyperalgesie 

sowie positivem Tinel-Zeichen in einem umschriebenen Bereich medial der 

Achillessehne am äusseren Rand des Spalthauttransplantats mit Ausstrahlung in die 

mediale Ferse bestünden. Eine Traumatisierung des Nervus suralis könne 

möglicherweise durch eine etwas zu tiefe Hautnaht oder Narbenbildung aufgetreten 

sein. Es sei unwahrscheinlich, dass kein Zusammenhang mit der wegen der 

Verbrennung erforderlichen Spalthauttransplantation bestehe. Eine neurologische 

Beurteilung sei angemeldet worden (Suva-act. 142-6). Am __ September 2022 wurde 

die Versicherte in der Klinik für Neurologie des KSSG vorstellig. In der Beurteilung des 

B.b. 

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C.  

Untersuchungsberichts wurde festgehalten, dass in der klinischen Prüfung und 

nervensonographisch eine Reizung des Nervus suralis mit Bindegewebsvermehrung 

auf der Höhe des Unterrandes des Hauttransplantates, welches infolge des 

Verbrennungsfalles nötig geworden sei, bestehe. Die angegebene Symptomatik 

entspreche dem Untersuchungsbefund und sei kausal auf den Verbrennungsunfall vom 

März 2021 zurückzuführen. Klinisch und elektroneurographisch ergäben sich keine 

Hinweise auf einen funktionell relevanten axonalen Schaden des Nervus suralis. Zur 

genaueren Detektion der Ursache und zur symptomatischen Therapie wäre 

gegebenenfalls eine diagnostisch-therapeutische Infiltration des Nervus suralis am 

Schmerzzentrum möglich (Suva-act. 160). Anlässlich der Verlaufskonsultation im 

Schmerzzentrum des KSSG vom __ September 2022 stellte die behandelnde 

Ärzteschaft fest, dass im Nervenultraschall ein verdickter Nervus suralis links im 

Bereich des unteren Endes des Spalthauttransplantats dargestellt worden sei. Die 

Elektrophysiologie habe einen unauffälligen Befund gezeigt, was einen ausgeprägten 

Nervenschaden ausschliesse. Die Verdickung des linken Nervus suralis in diesem 

Bereich passe zur Klinik des neuropathischen Schmerzes in diesem Bereich und gebe 

einen Hinweis auf einen chronischen Reizzustand nach der Spalthauttransplantation in 

diesem Bereich. Eine diagnostische Infiltration des Nervus suralis links sei indiziert 

(Suva-act. 148-3 und 163-2; zur durchgeführten Infiltration vgl. Suva-act. 162). 

Anlässlich der Verlaufskonsultation vom __ November 2022 im Schmerzzentrum des 

KSSG gab die Versicherte an, seit der diagnostischen Infiltration des Nervus suralis 

links nahezu keine Schmerzen im Bereich des linken Sprunggelenkes zu haben. Sie 

habe noch leichte Parästhesien, jedoch nicht mehr so schmerzhaft. Zudem tue die 

Physiotherapie gut. Mittlerweile könne sie beide Beine gleichmässig belasten und 

besser laufen. Die Behandlung im Schmerzzentrum wurde abgeschlossen (Suva-act. 

166).

Mit Einspracheentscheid vom 29. Dezember 2022 wies die Suva die Einsprache 

der Versicherten vom 15. Juni 2022 ab (Suva-act. 170 ff.).

B.c. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die weiterhin durch Rechtsanwältin Sigg 

vertretene Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 2. Februar 2023 

C.a. 

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Beschwerde. Sie beantragte, der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 29. Dezember 2022 sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr auch nach dem 10. Januar 2022 die 

gesetzlichen Leistungen zu entrichten, insbesondere Taggeld und Heilbehandlung. 

Nach Erreichen des Endzustandes seien die Rente und eine Integritätsentschädigung 

zu prüfen. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. Alles 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin überdies die 

Sistierung des Verfahrens bis zum Vorliegen einer bei der H.___ AG in Auftrag 

gegebenen medizinischen Beurteilung und nach Eingang der Abklärungsergebnisse die 

Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels, eventualiter die sofortige Anordnung 

eines zweiten Schriftenwechsels (act. G 1).

Nachdem die Beschwerdegegnerin mitgeteilt hatte, dass sie gegen die von der 

Beschwerdeführerin beantragte Sistierung keine Einwendungen habe (act. G 3), 

entsprach das Versicherungsgericht am 24. Februar 2023 dem Sistierungsgesuch (act. 

G 4).

C.b. 

Mit Eingabe vom 19. April 2023 (act. G 5) reichte die Beschwerdeführerin die in 

Aussicht gestellte, am 22. März 2023 erstattete, medizinische Beurteilung von Dr. med. 

I.___, Facharzt für Neurologie (D), FMH, zertifizierter Gutachter SIM, H.___ AG, ein (act. 

G 5.1). Weiter ergänzte sie die bisher gestellten Anträge dahingehend, dass die Kosten 

für die Beurteilung von Dr. I.___ im Betrag von Fr. 969.90 inklusive 7.7 % 

Mehrwertsteuer von der Beschwerdegegnerin zu übernehmen seien (act. G 5 S. 2).

C.c. 

Am 25. April 2023 hob das Versicherungsgericht die am 24. Februar 2023 verfügte 

Sistierung des Beschwerdeverfahrens auf und gab der Beschwerdegegnerin 

Gelegenheit zur Beschwerdeantwort inklusive Stellungnahme zur Beurteilung von Dr. 

I.___ (act. G 6).

C.d. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Mai 2023 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheides vom 30. Dezember 2022 (act. G 7).

C.e. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) zu Recht per 10. Januar 2022 

eingestellt hat.

2.  

Mit Eingabe vom 26. Juni 2023 verzichtete die Beschwerdeführerin auf die 

Einreichung einer Replik (act. G 9).

C.f. 

Mit Schreiben vom 30. Juni 2023 (act. G 11) reichte Rechtsanwältin Sigg ihre 

Honorarnote über Fr. 2'750.20 (inklusive Mehrwertsteuer) ein (act. G 11.1).

C.g. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet somit die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc 

Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar 

zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 112 V 30 und 107 V 173, Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 

mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45).

2.1. 

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Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so 

entfällt sie erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche oder adäquate Ursache 

des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich 

auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (allenfalls 

krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne den Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine) erreicht ist (vgl. zum Ganzen Urteile des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2, und vom 11. Juni 2007, U 

290/06, E. 3.3 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; 

KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 54). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 

8C_101/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54; KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6).

2.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Auch Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärztinnen und Ärzten einholen, können 

beweistauglich sein. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

2.3. 

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3.  

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen, so sind ergänzende 

Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 und 4.6; bestätigt etwa im Urteil 

des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Die 

Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein 

vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und 

diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, 

damit der Experte bzw. die Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen 

Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Die Beschwerdegegnerin hat für das Unfallereignis vom 26. März 2021 zunächst 

Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen erbracht. Allerdings hat sie sich im 

angefochtenen Einspracheentscheid sowie in der diesem zu Grunde liegenden 

Verfügung mit Verweis auf die Beurteilungen ihres beratenden Arztes Dr. E.___ vom 13. 

und 19. Mai 2022 (Suva-act. 123 f.) auf den Standpunkt gestellt, dass die 

Heilbehandlung ab dem 2. Dezember 2021 sowie die darüber hinaus andauernde 

Arbeitsunfähigkeit nicht mehr den unfallkausalen Verbrennungen am linken 

Unterschenkel, sondern einer unfallfremden Plantarfasziitis mit Fersensporn am linken 

Fuss geschuldet seien. Aus diesem Grund hat sie ihre Versicherungsleistungen per 10. 

Januar 2022 eingestellt (Suva-act. 126-2 und 171-6 ff.).

3.1. 

Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass durch einen Fersensporn ausgelöste 

Beschwerden vorhanden gewesen sind, die sich durch die Infiltration in der Orthopädie 

F.___ am 3. Dezember 2021 gebessert haben (act. G 1 S. 6). Gemäss der von ihr bei 

Dr. I.___ in Auftrag gegebenen und im Beschwerdeverfahren eingereichten 

medizinischen Beurteilung (act. G 5.1) sei die Einschätzung von Dr. E.___, wonach die 

Beschwerden im Bereich des linken Fersensporns überwiegend wahrscheinlich nicht 

unfallkausal gewesen seien, überdies zutreffend (act. G 5 S. 1). Die Beschwerdeführerin 

stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass über den Zeitpunkt vom 3. Dezember 2021 

hinaus gleichwohl Beschwerden persistiert hätten, die im Zusammenhang mit den 

Verbrennungen bzw. der Spalthauttransplantation gestanden und sie in ihrer Arbeits- 

und Leistungsfähigkeit eingeschränkt hätten (act. G 1 S. 6). Gemäss Dr. I.___ habe am 

__ September 2022 eine strukturell nachgewiesene Läsion des Nervus suralis links 

genau auf der Höhe des unteren Randes des Mesh-Transplantates bei sonst 

unauffälliger Darstellung des Nervs passend zu Verlauf und Klinik bestanden. Gestützt 

auf die Beurteilung von Dr. I.___ sei somit davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/18

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Leistungseinstellung vom 10. Januar 2022 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

neuropathische unfallkausale Beschwerden bestanden hätten (act. G 5 S. 1).

Dr. I.___ hat in seiner Aktenbeurteilung vom 22. März 2023 ausgeführt, dass bereits 

der Orthopäde Dr. G.___ am 30. September 2021 eine Klopfdolenz über dem Nervus 

suralis mit Dysästhesie im Versorgungsgebiet dieses Nerven gefunden habe und die 

persistierende Schmerzsymptomatik für grossteils neuropathisch bedingt gehalten 

habe. Anlässlich der Wiedervorstellung der Beschwerdeführerin in der Klinik für Hand-, 

Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG vom __ Februar 2022 sei ein 

Tinel-Phänomen beim Beklopfen des Nervus suralis posterior des linken 

Aussenknöchels beschrieben worden. Dies heisse, dass es zur Auslösung von 

Missempfindungen im Versorgungsgebiet dieses Nevs gekommen sei. Beim Vergleich 

der Beschwerdeschilderung mit dem Nervenverlauf des Nervus suralis werde klar, dass 

sich der hintere, untere Anteil des gedeckten Hautdefektes im Verlauf des Nervus 

suralis oberhalb des Aussenknöchels befinde. Anlässlich der Untersuchung vom __ 

Februar 2022 habe sich der Nerv jedoch sonographisch unauffällig dargestellt. Es habe 

sich keine eindeutige Verdickung des gut darstellbaren Nervus suralis gezeigt. In einer 

weiteren sonographischen Untersuchung vom __ September 2022 in der Klinik für 

Neurologie des KSSG sei aber eine hyperechogene, am ehesten bindegewebige 

Umrandung des Nervus suralis links auf der Höhe des unteren Randes des Mesh-

Transplantates mit einer Erhöhung der Nervenquerschnittfläche bei ansonsten 

unauffälliger Nervendarstellung beschrieben worden. Sonographische Befunde seien 

vom Untersucher abhängig. Ausserdem könnten sich Neurome oder bindegewebige 

Vernarbungen mit der Zeit verändern, sodass die Diskrepanz der sonographischen 

Befunde vom __ Februar und __ September 2022 nicht erstaunlich sei. Da Neurome 

erst mit Verzögerung nach einer Läsion entstehen würden, sei der Verlauf mit 

zunehmenden neuropathischen Beschwerden gut erklärbar. Das Neurom führe im 

vorliegenden Fall nicht zu einem Nervenschaden im Sinne einer pathologisch 

veränderten Nervenleitfähigkeit. Es habe aber am __ September 2022 eine strukturell 

nachgewiesene Läsion des Nervus suralis links genau auf der Höhe des unteren 

Randes des Mesh-Transplantates bei sonst unauffälliger Darstellung des Nervs, 

passend zu Verlauf und Klinik, bestanden. Die mechanisch auslösbaren Schmerzen 

und Parästhesien im Territorium des distalen Nervus suralis seien gut nachvollziehbar. 

Zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung, dem 10. Januar 2022, hätten weiterhin 

unfallbedingte neuropathische Schmerzen bestanden, die bis zu diesem Zeitpunkt 

ungenügend abgeklärt worden seien (act. G 5.1 S. 5 ff.).

3.3. 

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Dr. E.___ hat zur Einschätzung von Dr. I.___ in einer Aktenbeurteilung vom 19. Mai 

2023 Stellung genommen (act. G 7.1). Er erachtet die Beurteilung von Dr. I.___, wonach 

am __ September 2022 eine strukturell nachgewiesene Läsion des Nervus suralis links 

genau auf der Höhe des unteren Randes des Mesh-Transplantates bestanden habe, 

als nicht korrekt, weil mittels objektiver Untersuchungen (MRT-Untersuchung vom __ 

Oktober 2021 und __ Juni 2022 sowie der elektrophysiologischen Untersuchung vom 

__ September 2022) eine strukturelle Läsion des Nervus suralis links übereinstimmend 

ausgeschlossen worden sei. Die MRT-Untersuchung vom __ Juni 2022 und die 

objektive neurologische Untersuchung mit elektrophysiologischer Prüfung durch EMG 

und ENG vom __ September 2022 hätten auch keine Hinweise auf ein Neurom 

geliefert. Zudem könnten sich Neurome einzig bei einer strukturellen Verletzung, mithin 

einer vollständigen oder teilweisen Durchtrennung eines Nervs, im Verlauf überhaupt 

ausbilden. Ohne nachweisbare Nervenschädigung könne es auch keine 

neuropathischen Schmerzen geben (act. G 7.1 S. 3). Bei klinischen 

Untersuchungsbefunden (Tinel-Zeichen, Tinel-Phänomen, auslösbare Druckdolenz) 

handle es sich um rein subjektiv beeinflussbare Untersuchungsanteile ohne objektive 

Reproduzierbarkeit. Auch Ultraschalluntersuchungen respektive Sonographien seien 

untersucherabhängig und damit nicht als objektive oder gar bildgebende 

Untersuchungsmethode etabliert. Demnach fände sich in sämtlichen Untersuchungen 

und Berichten seit dem 19. Mai 2022 unverändert kein Nachweis einer unfallkausalen 

Nervenschädigung am linken Unterschenkel (act. G 7.1 S. 2).

3.4. 

Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann in der Regel dann 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten 

– apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 

mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2015, 8C_139/2015, E. 4.1.1 mit 

Hinweisen). Bei Ultraschalluntersuchungen handelt es sich entgegen der Behauptung 

von Dr. E.___ durchaus um bildgebende Untersuchungen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. August 2017, 9C_351/2017, E. 4.2). Die durch einen 

Ultraschall bzw. eine Sonographie gelieferten Bilder sind jedoch durch die Mediziner 

jeweils noch einzuordnen und zu beurteilen. Die jeweilige Beurteilung der Bilder enthält 

somit eine subjektive Komponente, was bei verschiedenen Medizinern zu 

unterschiedlichen Beurteilungen und letztlich voneinander abweichenden Befunden 

und Diagnosen führen kann (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 30. März 2023, UV 2022/21, E. 11). In diesem Sinne ist es zutreffend, wenn 

Dr. E.___ die Sonographien/Ultraschalluntersuchungen als untersucherabhängig 

bewertet. Nichts anderes gilt aber für andere bildgebende Verfahren wie Röntgen oder 

MRT. Auch bei diesen Untersuchungsmethoden hat eine Einordnung und Bewertung 

3.5. 

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der Bilder durch die Ärzteschaft zu erfolgen, womit es trotz Reproduzierbarkeit der 

Bilder zu unterschiedlichen medizinischen Einschätzungen kommen kann. Es geht also 

nicht an, die Befunde einer Sonographie bzw. Ultraschalluntersuchung unter Hinweis 

auf deren Untersucherabhängigkeit als nicht objektivierbare Untersuchungsergebnisse 

oder gar als unbeachtlich zu erklären. Vielmehr ist die Frage nach dem Fortbestehen 

unfallkausaler Schäden im Leistungseinstellungszeitpunkt unter Berücksichtigung 

sämtlicher Untersuchungsergebnisse zu beantworten, wobei die sonographischen 

ebenso wie die mittels MRT-Untersuchung erhobenen Befunde als objektivierbare 

Befunde zu gelten haben.

Wie Dr. E.___ zu Recht ausgeführt hat, ist ein eigentlicher Nervenschaden sowohl 

in der MRT-Untersuchung vom __ Juni 2022 (vgl. Suva-act. 139-3) als auch in der 

elektroneurographischen Untersuchung vom __ September 2022 (vgl. Suva-act. 160-2) 

nicht nachgewiesen worden. Im Bericht der Klinik für Neurologie des KSSG vom __ 

Oktober 2022 zur Untersuchung vom __ September 2022 ist überdies zu lesen, dass 

sich auch klinisch keine Hinweise auf einen funktionell relevanten axonalen Schaden 

des Nervus suralis ergeben hätten (Suva-act. 160). Dr. I.___ hat ebenfalls eingeräumt, 

dass kein Nervenschaden im Sinne einer pathologisch veränderten 

Nervenleitgeschwindigkeit bestehe (act. G 5.1 S. 7). Auch ein Neurom ist in der MRT-

Untersuchung vom __ Juni 2022 nicht entdeckt worden (vgl. Suva-act. 139-3). Die 

behandelnden Ärzte der Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie 

des KSSG haben diesbezüglich überdies ausgeführt, dass die Entstehung eines 

Neuroms eine tiefere Verbrennung als die von der Beschwerdeführerin erlittene bzw. 

einen entstandenen Nervenschaden voraussetzen würde (Suva-act. 121-3). Vor diesem 

Hintergrund ist es nicht ohne Weiteres nachvollziehbar, wenn Dr. I.___ in seiner 

medizinischen Beurteilung vom 22. März 2023 von einer strukturell nachgewiesenen 

Läsion des Nervus suralis oder von einem Neurom spricht (act. G 5.1 S. 7). Die von Dr. 

I.___ angesprochene Möglichkeit einer verzögerten Entstehung eines Neuroms nach 

einer Nervenläsion könnte zwar eine Erklärung dafür liefern, weshalb ein Neurom in der 

Ultraschalluntersuchung vom __ Februar 2022 und in der MRT-Untersuchung vom __ 

Juni 2022 noch nicht sichtbar gewesen war. Dabei darf aber nicht übersehen werden, 

dass eine eigentliche Nervenläsion, wie soeben ausgeführt, auch in der Untersuchung 

vom __ September 2022 elektroneurographisch und klinisch nicht nachgewiesen 

worden ist, während Dr. I.___ eine solche für die Entstehung eines Neuroms ja gerade 

selber voraussetzt (vgl. act. G 5.1 S. 7). Dass Dr. I.___ teilweise von einem 

ausgewiesenen Nervenschaden oder einem Neurom spricht, leuchtet daher nicht ohne 

Weiteres ein. 

3.6. 

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Der fehlende Nachweis eines eigentlichen Nervenschadens muss aber nicht 

bedeuten, dass die von der Beschwerdeführerin im Bereich des Nervus suralis 

geklagten Beschwerden nicht objektivierbar und nicht unfallkausal sind. Dr. I.___ hat zu 

Recht darauf hingewiesen (act. G 5.1 S. 6), dass sich in der Untersuchung vom __ 

September 2022 in der Klinik für Neurologie des KSSG sowohl in der klinischen 

Prüfung als auch nervensonographisch eine Reizung des Nervus suralis mit 

Bindegewebsvermehrung auf der Höhe des Unterrandes des Hauttransplantates 

gezeigt habe (Suva-act. 160-2). Dass eine Bindegewebsvermehrung auf einen in der 

Nähe liegenden Nerv einen gewissen Reiz mit einhergehenden Beschwerden ausüben 

kann, ohne den Nerv dabei entscheidend zu schädigen, leuchtet prinzipiell ein. Insofern 

steht der nervensonographische Befund vom __ September 2022 nicht zwingend in 

einem Widerspruch dazu, dass die gleichentags durchgeführte elektroneurographische 

Untersuchung keine Nervenschädigung im Sinne einer Schädigung der 

Nervenleitgeschwindigkeit nachgewiesen hat. Dazu passend hat Dr. I.___ in seiner 

Beurteilung festgehalten, dass es bei der Beschwerdeführerin zu keinem 

Nervenschaden im Sinne einer pathologisch veränderten Nervenleitfähigkeit 

gekommen sei, die mechanisch auslösbaren Schmerzen und Parästhesien im 

Territorium des distalen Nervus suralis aber gut nachvollziehbar seien (act. G 5.1 S. 7). 

Auf die zum sonographischen Untersuchungsbefund passende Klinik haben auch die 

behandelnden Ärzte der Klinik für Neurologie in ihrem Bericht vom __ Oktober 2022 zur 

Untersuchung vom __ September 2022 hingewiesen und die Symptomatik kausal auf 

den Verbrennungsfall vom März 2021 zurückgeführt (Suva-act. 160). Die Ärztinnen des 

Schmerzzentrums des KSSG haben am __ August 2022 ebenfalls neuropathische 

Schmerzen mit Allodynie und Hyperalgesie sowie positivem Tinel-Zeichen am äusseren 

Rand des Spalthauttransplantates erhoben und es als unwahrscheinlich erachtet, dass 

kein Zusammenhang mit der wegen der Verbrennung erforderlichen 

Spalthauttransplantation bestehe (Suva-act. 142-6). Im Übrigen hatte sich auch den 

Ärzten der Klinik für Hand-, Plastische und Wiederherstellungschirurgie des KSSG in 

der Untersuchung vom __ Februar 2022 klinisch eine Neuralgie des Nervus suralis mit 

deutlichem Tinel-Phänomen und eine Hypersensitivität im Innervationsgebiet des 

Nervus suralis gezeigt, jedoch hatte sich damals sonographisch kein Nachweis eines 

Neuroms oder einer Bindegewebsveränderung ergeben (Suva-act. 113). Dass in der 

Sonographie vom __ Februar 2022 im Gegensatz zu jener vom __ September 2022 

keine Bindegewebsveränderung entdeckt worden ist, lässt sich gemäss Dr. I.___ 

dadurch erklären, dass die Gewebeveränderungen erst nach einem gewissen 

Zeitablauf entstanden sein könnten oder aber dass die sonographischen Bilder durch 

die untersuchenden Ärzte unterschiedlich beurteilt worden sind. Beide 

Erklärungsansätze sind nachvollziehbar (vgl. oben E. 3.5), zumal die erste 

3.7. 

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4.  

nervensonographische Untersuchung in der Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie stattgefunden hat, während die zweite in der Klinik für 

Neurologie, mithin von auf dem Gebiet der Neurologie spezialisierten Fachärzten 

durchgeführt worden ist. Passend zum sonographischen Befund einer 

Weichteilveränderung am Rande der transplantierten Haut ist sodann, dass bei der 

Beschwerdeführerin bereits am __ Juni 2021 und somit kurz nach dem ersten 

Behandlungsabschluss in der Klinik für Hand-, Plastische und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG ein verhärtetes Weichteilgewebe und sehr 

empfindliche Narbenränder festgestellt worden sind (Suva-act. 44-3). Schliesslich 

haben die behandelnden Ärzte des Schmerzzentrums des KSSG, ausgehend von 

einem Reizzustand nach der Spalthauttransplantation, eine diagnostische Infiltration 

des Nervus suralis durchgeführt, auf welche die Beschwerdeführerin gut angesprochen 

hat (Suva-act. 162 und 166; vgl. ferner Suva-act. 148-3 und 163-2).

 Zusammenfassend lassen der sonographische Untersuchungsbefund vom __ 

September 2022 gepaart mit der in mehreren Arztberichten dazu passend 

beschriebenen Klinik die von der Beschwerdeführerin im Bereich des Nervus suralis 

bzw. am Rand des implantierten Hautgewebes geklagten Beschwerden als durchaus 

plausibel erscheinen. Die Lokalisation der Beschwerden sowie die 

Kausalitätsbeurteilungen von Dr. I.___ und der behandelnden Ärzteschaft der Klinik für 

Neurologie sowie des Schmerzzentrums des KSSG begründen sodann nicht zu 

unterdrückende Zweifel an der versicherungsinternen Beurteilung von Dr. E.___, 

wonach die von der Beschwerdeführerin über den Leistungseinstellungszeitpunkt vom 

10. Januar 2022 hinaus geklagten Beschwerden an der linken unteren Extremität nicht 

mehr unfallkausal seien. Nachdem bereits geringe Zweifel an den 

versicherungsinternen Beurteilungen weitere Abklärungen erfordern, kann auf die 

Einschätzungen von Dr. E.___ nicht abgestellt werden. Vielmehr wäre es an der 

Beschwerdegegnerin gewesen, bei sich widersprechenden ärztlichen Einschätzungen 

eine versicherungsexterne fachmedizinische Abklärung zu veranlassen. Nachdem sie 

dies in Verletzung ihrer Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unterlassen hat, ist 

der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur weiteren 

Abklärung und neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.8. 

Gerichtskosten sind mangels entsprechender spezialgesetzlicher Grundlage keine 

zu erheben (vgl. Art. 61 lit. f  ATSG).

4.1. 
bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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Entscheid

 4.2. 

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung 

der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 235 E. 6.2).

4.2.1. 

Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Unter Berücksichtigung der von der 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eingereichten Honorarnote (act. G 11.1) 

rechtfertigt sich mit Blick auf vergleichbare Fälle ohne Replik bei gleichzeitigem 

Mehraufwand infolge Einholung einer medizinischen Expertise eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'000.--. Die Beschwerdegegnerin hat die 

Beschwerdeführerin demnach mit Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

4.2.2. 

Die für die Einholung eines notwendigen Privatgutachtens entstandene Kosten 

bilden Bestandteil der Parteikosten. Voraussetzung für deren Vergütung ist, dass die 

Privatbegutachtung für die materielle Beurteilung notwendig war (BGE 115 V 62 E. 5c; 

Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2010, 9C_178/2010, E. 2). Die von der 

Beschwerdeführerin eingeholte medizinische Expertise von Dr. I.___ hat für die 

Beurteilung des vorliegenden Falles sachdienliche medizinische Angaben enthalten, die 

geeignet gewesen sind, Zweifel an der versicherungsinternen Beurteilung von Dr. E.___ 

zu wecken. Da die im Laufe des Einspracheverfahrens bei der Beschwerdegegnerin 

eingegangenen Berichte des Schmerzzentrums des KSSG vom __ August 2022 (Suva-

act. 142) und __ September 2022 (Suva-act. 148) sowie derjenige der Klinik für 

Neurologie vom __ Oktober 2022 mit Erwähnung des nervensonographischen 

Befundes vom __ September 2022 (Suva-act. 160) die Beschwerdegegnerin nicht zu 

weiteren Abklärungen bewogen haben, hat sich die Beschwerdeführerin zu Recht dazu 

veranlasst gesehen, eine private Expertise in Auftrag zu geben. Die Beurteilung von Dr. 

I.___ bildete neben den Berichten des KSSG eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung des vorliegenden Falles, weshalb sie als notwendig zu werten ist. Die der 

Beschwerdeführerin für das Privatgutachten entstandenen Kosten von Fr. 969.90 (act. 

G 5.2) erscheinen gerechtfertigt und sind der Beschwerdeführerin daher im Rahmen 

der Parteikosten zu ersetzen.

4.2.3. 

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinne 

der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Kosten für die medizinische 

Expertise von Dr. I.___ in der Höhe von Fr. 969.90 zu erstatten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2023
	Art. 6 UVG; Art. 43 Abs. 1 ATSG: Beweiswürdigung. Rückweisung zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. September 2023, UV 2023/11).

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		2025-07-19T00:46:09+0200
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