# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a38ad922-643e-50e2-ac1c-50ced6cc479b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 04.09.2025 ZR2 2025 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZR2-2025-33_2025-09-04.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 4. September 2025
mitgeteilt am 8. September 2025

Referenz ZR2 25 33

Instanz Zweite zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Richter-Baldassarre und Moses
Coray-Mosele, Aktuarin

Parteien A._____ AG
Berufungsklägerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Remo Dolf

gegen

Ortsgemeinde B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. LL.M. Matthias Forster

Gegenstand Vorsorgliche Massnahmen

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht C._____, Einzelrichter, vom 9. Juli 
2025, mitgeteilt am 9. Juli 2025 (Proz. Nr. 135-2025-191)

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Sachverhalt

A. Mit Vertrag vom 27. Dezember 2000 bereinigten die Ortsgemeinde B._____ 
als Eigentümerin der Parzelle Nr. Z.1._____ sowie die A._____ AG als 
Eigentümerin der Parzelle Nr. Z.2._____ und die D._____ AG die unter ihnen 
bestehenden Rechte und Verträge. Die Parteien vereinbarten u.a. ein 
Überfahrtsrecht für die touristische Beförderungsanlage E._____ und F._____, ein 
Baurecht für Masten und ein beschränktes Fuss- und Fahrwegrecht bis am 
30. Dezember 2065 (Ziff. 1). Zudem einigten sie sich auf Folgendes:

5.

Neu haben bis 30.12.2065 weiter noch folgende obligationäre Abmachungen 
Gültigkeit:

a) […]

b) Der Ortsgemeinde B._____ und allen Personen mit Steuerdomizil in 
B._____ stehen folgende Vergünstigungen auf den Bahnen der A._____ 
AG zu:

b1) Kinder und Erwachsene haben die gleichen Konditionen wie die 
Einwohner der Politischen Gemeinde G._____.

b2) Die Ortsgemeinde B._____ erhält jährlich gratis 10 Sommer- und 
10 Wintersaison-Abonnemente, die nach Angabe der 
Ortsgemeinde B._____ fest an 10 Personen zugeteilt werden. 

b3) Der Transport von Personen (zB Lagerleiter, Lehrer, Betreuer, 
Schüler) der Schulgemeinde B._____ nach H._____ (für das 
Lager I._____) erfolgt durch die A._____ AG entschädigungslos.

[…]

Sollte die Berechtigte (A._____ AG) jeweils auf ihr Überfahrtsrecht (DBK 
Ziff. 1) ganz oder teilweise verzichten, den Betrieb von Bahnen definitiv 
einstellen und Bahnen abbrechen, so fallen mit diesem Datum diejenigen 
Verpflichtungen dahin, die faktisch nicht mehr erbracht werden können (zB 
Gratistransport, wenn keine Bahn mehr besteht!) Die Berechtigte verpflichtet 
sich, die Ortsgemeinde B._____ frühzeitig über geplante Veränderungen zu 
informieren

B. Im Herbst 2015 wurde der Betrieb der Beförderungsanlage auf dem 
Streckenabschnitt F._____ und im Frühjahr 2023 auf demjenigen E._____ 
eingestellt. Mit Schreiben vom 28. November 2023 wies die A._____ AG die 
Ortsgemeinde B._____ darauf hin, dass aufgrund der Einstellung des Betriebes und 
des Rückbaus der Sessellifte E._____ und F._____ das mit Vertrag vom 
27. Dezember 2000 eingeräumte Überfahrtsrecht aufgegeben werde. Sie (die 
A._____ AG) sei deshalb ab sofort nicht mehr verpflichtet, die in Ziff. 5 des Vertrags 
aufgelisteten Leistungen zugunsten der Ortsgemeinde B._____ zu erbringen. In 
Anerkennung der langjährigen und guten Kooperation würden diese 
Verpflichtungen und Leistungen im Sinne eines geordneten Übergangs jedoch erst 

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per Ende der Wintersaison am 30. April 2024 eingestellt. Im April 2024 teilte die 
A._____ AG mit, für die Ortsgemeinde B._____ gälten die aktuell kommunizierten 
Einheimisch-Preise auf Saisonabonnemente weiterhin bis April 2025, jedoch nicht 
für Tages- und Mehrtageskarten. Die Kinder sowie Lehrpersonen profitierten 
während den Schullagern im Lagerhaus I._____ weiterhin von den Einheimisch-
Tarifen. Ab April 2025 gälten keine Einheimisch-Tarife mehr.

C. Mit Eingabe vom 25. April 2025 ersuchte die Ortsgemeinde B._____ das 
Regionalgericht C._____ um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Gesuchsgegnerin sei unter Androhung der Bestrafung ihrer Organe 
nach Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO) 
sowie unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000.00 
(Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO) für jeden einzelnen Fall einer 
Zuwiderhandlung (d.h. eine verweigerte Leistung gemäss lit. a-c 
nachfolgend) für jeden Tag der Nichterfüllung, mindestens aber von 
CHF 5'000.00 (Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO), bis zum rechtskräftigen 
Abschluss des nachfolgenden Hauptverfahrens zu verpflichten:

a) sämtlichen Kindern und Erwachsenen mit amtlichem Wohnsitz 
(resp. Steuerdomizil) in der politischen Gemeinde B._____ die 
gleichen vergünstigten Konditionen für Sommer- und 
Winterabonnemente, Tages- und Einzelfahrten usw. auf 
sämtlichen von der Gesuchsgegnerin betriebenen Bahnen und 
Anlagen im Gebiet «J._____» zu gewähren, wie den Einwohnern 
von G._____ (Vertrag vom 27.12.2000, Ziffer 5 lit. b Abs. 1);

b) der Gesuchstellerin jährlich kostenlos 10 Sommer- und 10 
Wintersaisonabonnemente für alle von der Gesuchsgegnerin 
betriebenen Bahnen und Anlagen im Gebiet «J._____» zur festen 
Zuteilung durch die Gesuchstellerin an 10 Personen zu überlassen 
(Vertrag vom 27.12.2000, Ziffer 5 lit. b Abs. 2); und

c) alle Personen der Schulgemeinde B._____ (insbesondere 
Lagerleiter, Lehrer, Betreuer, Schüler) entschädigungslos für das 
Lager I._____ bis nach H._____ und zurück zu transportieren 
(Vertrag vom 27.12.2000, Ziffer 5 lit. b Abs. 3).

2. Der Gesuchstellerin sei eine Frist von 90 Tagen zur Einreichung der 
Klage in der Hauptsache einzuräumen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST in 
gesetzlicher Höhe) zu Lasten der Gesuchsgegnerin.

D. Die A._____ AG schloss auf Abweisung des Gesuchs, soweit darauf 
eingetreten werden könne. Eventualiter, für den Fall, dass das Regionalgericht von 
einem glaubhaften Anordnungsgrund im Sinne von Art. 261 Abs. 1 ZPO ausgehe, 
beantragte sie, das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen gegen Leistung einer 
unpräjudiziellen Sicherheit in Höhe von CHF 300'000.00 (durch Bankgarantie) 
abzuweisen – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Ortsgemeinde 
B._____.

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E. Mit Entscheid vom 9. Juli 2025 erkannte das Regionalgericht C._____:

1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin verpflichtet,

1.1. sämtlichen Kindern und Erwachsenen mit amtlichen Wohnsitz (resp. 
Steuerdomizil) in der politischen Gemeinde B._____ die gleichen 
vergünstigten Konditionen für Sommer- und Winterabonnemente, 
Tages- und Einzelfahrten usw. auf sämtlichen von der A._____ AG 
betriebenen Bahnen und Anlagen zu gewähren, wie den Einwohnern 
der Gemeinde G._____ (Vertrag vom 27. Dezember 2000, Abschnitt 5 
littera b1);

1.2. der Gesuchstellerin jährlich kostenlos 10 Sommer- und 10 
Winterabonnemente für alle von der A._____ AG betriebenen Bahnen 
und Anlagen zur festen Zuteilung durch die Gesuchstellerin an 10 
Personen zu überlassen (Vertrag vom 27. Dezember 2000, Abschnitt 5 
littera b2);

1.3. alle Personen der Schulgemeinde B._____ (insbesondere Lagerleiter, 
Lehrer, Betreuer, Schüler) entschädigungslos für das Lager I._____ bis 
nach H._____ und zurück zu transportieren (Vertrag vom 27. Dezember 
2000, Abschnitt 5 littera b3).

2. Die Anordnungen gemäss vorstehender Ziffer 1 des Dispositivs ergehen 
an die Gesuchsgegnerin unter Androhung der Bestrafung ihrer Organe 
nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse (gemäss Art. 106 StGB bis zu 
CHF 10'000.00) bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde 
unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet.

3. Die Anordnungen gemäss vorstehender Ziffer 1 des Dispositivs ergehen 
an die Gesuchsgegnerin nach Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO im Weiteren 
unter Androhung einer Ordnungsbusse bis zu CHF 1'000.00 für jeden 
Tag der Nichterfüllung einer Einzelleistung gemäss den Ziffern 1.1, 1.2. 
und 1.3 des Dispositivs, wobei die allenfalls zu verhängenden 
Einzelbussen gesamthaft höchstens CHF 100'000.00 pro jeweilige 
Sommer- und Wintersaison betragen dürfen.

4. Der Gesuchstellerin wird ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheids 
eine Frist von 90 Tagen zur Einreichung der Klage in der Hauptsache 
angesetzt. Die angeordneten Massnahmen fallen bei ungenutztem 
Ablauf der Frist ohne weiteres dahin.

[Kosten- und Entschädigungsfolgen, Rechtsmittel, Mitteilung]

F. Gegen diesen Entscheid erhob die A._____ AG (nachfolgend 
Berufungsklägerin) am 21. Juli 2025 Berufung und stellte folgende Anträge:

Materiell:

1. Der Entscheid vom 9. Juli 2025 des Einzelrichters am Regionalgericht 
C._____ sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter sei der Entscheid vom 9. Juli 2025 des Einzelrichters am 
Regionalgericht C._____ aufzuheben und die Sache zur weiteren 
Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Subeventualiter, für den Fall, dass die Berufungsinstanz die 
Voraussetzungen für vorsorgliche Massnahmen als gegeben erachtet, 

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sei die Dispositiv Ziff. 1.1. des Entscheids des Einzelrichters am 
Regionalgericht C._____ aufzuheben und dahingehend abzuändern, 
dass die Vergünstigungen nur unter der Bedingung/Auflage gewährt 
werden müssen, dass sich die politische Gemeinde B._____ dem 
«Ticket-System» analog zur Gemeinde G._____ unterwirft und für ihre 
Einwohnerinnen und Einwohner den digitalen Einheimisch-Ausweis in 
Form einer Keycard einführt und ausstellt.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Berufungsbeklagten.

Formell:

1. Es sei der Berufung die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und die 
Vollstreckbarkeit der Dispositiv Ziff. 1.1-1.3. bis zum rechtskräftigen 
Abschluss des Berufungsverfahrens gestützt auf Art. 315 ZPO 
aufzuschieben. Die aufschiebende Wirkung sei superprovisorisch, ohne 
Anhörung der Berufungsbeklagten anzuordnen.

2. Der Berufungsentscheid sei gestützt auf Art. 7 Abs. 2 lit. 3 EGzZPO in 
Dreierbesetzung auszufällen.

G. Mit Verfügung vom 22. Juli 2025 wurde der Berufung in Bezug auf die 
Dispositivziffern 1.1 und 1.2 des angefochtenen Entscheids die aufschiebende 
Wirkung erteilt. Im Übrigen wurde der Antrag der Berufungsklägerin um Erteilung 
der aufschiebenden Wirkung abgewiesen und die Kosten bei der Prozedur 
belassen.

H. Der mit Verfügung vom 22. Juli 2025 von der Berufungsklägerin einverlangte 
Kostenvorschuss von CHF 4'000.00 wurde fristgerecht geleistet.

I. In der Berufungsantwort vom 4. August 2025 beantragt die Ortsgemeinde 
B._____ (fortan Berufungsbeklagte) die vollumfängliche Abweisung der Berufung, 
soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Berufungsklägerin.

J. Die vorinstanzlichen Akten (Proz. Nr. 135-2025-191) wurden beigezogen. Das 
Verfahren ist spruchreif.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten sind erstinstanzliche Entscheide 
über vorsorgliche Massnahmen mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert der 
zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt 
(Art. 308 Abs. 1 lit. b u. Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz 
schriftlich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid 

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beizulegen ist (Art. 311 ZPO). Gegen einen im summarischen Verfahren 
ergangenen Entscheid – wie dies für vorsorgliche Massnahmen gilt (Art. 248 lit. d 
ZPO) – beträgt die Frist zur Einreichung der Berufung und zur Berufungsantwort je 
zehn Tage (Art. 314 Abs. 1 Satz 1 ZPO).

1.2. Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz vom 9. Juli 2025 betrifft die 
Anordnung von vorsorglichen Massnahmen und wurde den Parteien gleichentags 
mitgeteilt. Die am 21. Juli 2025 dagegen erhobene schriftliche Berufung erfolgte – 
unter Berücksichtigung, dass die Berufungsklägerin den Entscheid am 10. Juli 2025 
in Empfang nahm, der letzte Tag der Frist, der 20. Juli 2025, auf einen Sonntag fiel 
und daher am nächsten Werktag, am Montag dem 21. Juli 2025 endete (Art. 142 
Abs. 3 ZPO) – frist- und formgerecht. Dasselbe gilt für die Berufungsantwort vom 
4. August 2025.

1.3. Dem Entscheid des Regionalgerichts C._____ sind keine Erwägungen zum 
Streitwert zu entnehmen. Lautet das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte 
Geldsumme, so setzt das Gericht den Streitwert fest, sofern sich die Parteien 
darüber nicht einigen oder ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 
ZPO). Die Berufungsbeklagte bezifferte im Gesuch um vorsorgliche Massnahmen 
den Streitwert auf CHF 259'450.00 (Wert für Billette CHF 590'900.00 mit Abzug von 
CHF 259'450.00 aufgrund wegfallender weiterer Einnahmen wie Konsumationen 
etc.; RG-act. I/1 Rz. 14 f.). Dies blieb von Seiten der Berufungsklägerin unbestritten 
(vgl. auch act. A.1 Rz. 3). Die Berechnung betreffend Höhe der Vergünstigungen 
(RG-act. I/1 Rz. 13) sind nachvollziehbar. Ob die Nichtberücksichtigung des Bezugs 
von vergünstigten Tageskarten und der Abzug aufgrund wegfallender weiterer 
Einnahmen wie Konsumationen etc. offensichtlich unrichtig ist, kann angesichts 
dessen, dass der Streitwert bereits so weit über dem Mindeststreitwert für die 
Berufung von CHF 10'000.00 bzw. über dem Mindeststreitwert für eine Beschwerde 
ans Bundesgericht von CHF 30'000.00 liegt, (zumindest für das Verfahren 
betreffend vorsorglicher Massnahmen) offenbleiben.

1.4. Wenn es sich – wie bei der Berufung – um ein reformatorisches Rechtsmittel 
handelt, muss ein Antrag in der Sache gestellt werden, der den 
Bestimmtheitsanforderungen und bei Geldforderungen dem Bezifferungsgebot 
genügt. Der Berufungskläger muss demnach grundsätzlich einen Antrag in der 
Sache formulieren, und zwar so, dass dieser im Falle der Gutheissung unverändert 
zum Urteil erhoben werden kann. Die in der Berufung zu stellenden Anträge in der 
Sache müssen somit bestimmt und im Falle von Geldforderungen beziffert sein 
(BGE 137 III 617 E. 4.3 und 6.1). Von diesem Erfordernis wird abgesehen, wenn 
die Rechtsmittelinstanz im Falle der Gutheissung lediglich kassatorisch entscheiden 

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kann, namentlich mit Blick auf die erhobenen Rügen oder wenn ein erstinstanzlicher 
Nichteintretensentscheid angefochten ist (Urteile des Bundesgerichts 4A_510/2022 
vom 22. Dezember 2022 E. 3.2, 4A_207/2019 vom 17. August 2020 E. 3.2). Ist das 
Rechtsbegehren aber Kern des Verfahrens, namentlich im von der 
Dispositionsmaxime beherrschten Zivilprozess, ist von der Partei zu erwarten, dass 
sie der korrekten Formulierung der Rechtsbegehren grösste Beachtung schenkt. 
Das Gesetz behandelt Mängel im Rechtsbegehren nicht als verbesserungsfähig 
(vgl. Art. 132 ZPO, der das Rechtsbegehren nicht erwähnt). Auch dies zeigt, dass 
hier Strenge am Platz ist (vgl. auch BGE 148 III 322 E. 3.4). Es besteht kein Anlass, 
namentlich nicht bei einer anwaltlich vertretenen Partei, von dieser Strenge 
abzuweichen. Vielmehr darf gerade von einem Rechtsanwalt erwartet werden, dass 
er an die Formulierung der Rechtsbegehren grosse Sorgfalt anlegt (Urteil des 
Bundesgerichts 4A_555/2022 vom 11. April 2023). Darin kann grundsätzlich keine 
übertriebene sinnlose Formstrenge erblickt werden, die einem überspitzten 
Formalismus gleichkäme. Vorbehalten bleiben besondere Umstände, aus denen 
aus der Begründung des Rechtsmittels und dem angefochtenen Entscheid ohne 
weiteres und in eindeutiger Klarheit hervorgeht, was der Rechtsmittelkläger 
begehren will, zumal bei Laieneingaben. Wenn ein materielles Rechtsbegehren 
gestellt wird, dieses aber mangelhaft ist, gilt: Wie alle Prozesshandlungen sind 
Rechtsbegehren nach Treu und Glauben auszulegen, insbesondere im Lichte der 
dazu gegebenen Begründung. Auf die Begründung ist nur zurückzugreifen, wenn 
das Begehren unklar ist und einer Auslegung bedarf (BGE 137 III 617 E. 6.2, 
123 IV 125 E. 1; Urteil des Bundesgerichts 4A_440/2014 vom 27. November 2012 
E. 3.3). Im vorliegenden Fall stellt die Berufungsklägerin im Hauptbegehren einzig 
den Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben (act. A.1 Berufungsantrag 
Ziff. 1). Wie das Obergericht entscheiden soll, geht aus dem Antrag nicht hervor. 
Dies ist an sich ungenügend. Das Begehren ist jedoch nach Treu und Glauben 
auszulegen. Wie sich aus der Begründung der Berufung ergibt, soll mit der Berufung 
die Abweisung des Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen erreicht werden 
(act. A.1 Rz. 22), wie dies die Berufungsklägerin vor der Vorinstanz formell 
beantragt hatte (RG-act. I/2 S. 2). Auch für die Berufungsbeklagte bestanden 
darüber, wie ihre Berufungsantwort zeigt (act. A.2 insb. Rz. 12 u. 38), keine Zweifel. 
Obschon die Formulierung der anwaltlich vertretenen Berufungsklägerin mangelhaft 
ist, ist im Ergebnis von einem hinreichenden Berufungsbegehren auszugehen.

1.5. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 
Anlass. Auf die Berufung ist – unter dem Vorbehalt rechtsgenügender Begründung 
– einzutreten.

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1.6. Die Zweite zivilrechtliche Kammer des Obergerichts des Kantons Graubünden 
entscheidet als Rechtsmittelinstanz über zivilrechtliche Berufungen aus dem Gebiet 
des Obligationenrechts (Art. 7 Abs. 1 Einführungsgesetz zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [EGzZPO]; BR 320.100; Art. 10 Abs. 1 lit. a Verordnung über 
die Organisation und Geschäftsführung des Obergerichts [OGV]; BR 173.010). 
Über Berufungen gegen Angelegenheiten, für die das summarische Verfahren gilt, 
entscheidet das Obergericht grundsätzlich in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 7 
Abs. 2 lit. abis EGzZPO). Die Berufungsklägerin beantragt, der Berufungsentscheid 
sei in Dreierbesetzung auszufällen (act. A.1 S. 2). Gemäss Art. 7 Abs. 3 EGzZPO 
entscheidet über Streitigkeiten gemäss Absatz 2 Litera a und Litera abis das 
Obergericht in Dreierbesetzung, wenn dies von einer Partei in der ersten 
Rechtsschrift beantragt wird, der Streitwert CHF 10'000.00 übersteigt und das 
Rechtsmittel nicht offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder 
unbegründet ist. Diese Voraussetzungen sind – wie dargelegt bzw. sich im Hinblick 
auf die nicht offensichtliche Begründet- oder Unbegründetheit aus den folgenden 
Erwägungen ergibt – vorliegend ohne Weiteres erfüllt.

2. Berufungsverfahren

Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Das 
Verfahren untersteht vorliegend der Verhandlungs- und Dispositionsmaxime. Die 
Berufung stellt daher keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens dar. Sie 
dient vielmehr der Überprüfung des angefochtenen Entscheids und des Verfahrens 
der ersten Instanz. Dabei obliegt es den Parteien, hinreichend genau aufzuzeigen, 
inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als 
fehlerhaft zu betrachten ist (BGE 144 III 394 E. 4.1.4, 142 III 413 E. 2.2.4, je m. H.). 
Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren nur 
unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO und längstens bis zum Beginn 
der Phase der Urteilsberatung berücksichtigt werden.

3. Anordnung vorsorglicher Massnahmen

Das Gericht trifft gemäss Art. 261 ZPO die notwendigen vorsorglichen 
Massnahmen, wenn die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr 
zustehender Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist (lit. a) und 
ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (lit. b). 
Leistet die Gegenpartei angemessene Sicherheit, so kann das Gericht von 
vorsorglichen Massnahmen absehen (Abs. 2). Die Vorinstanz legte die 

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Voraussetzungen der Anordnung vorsorglicher Massnahmen korrekt dar (act. B.1 
E. 3). Darauf kann verwiesen werden.

4. Anspruch und dessen Verletzung

4.1. Die Vorinstanz kam zum Schluss, die in Ziff. 5 lit. b des Vertrags vom 
27. Dezember 2000 vereinbarten Vergünstigungen auf den von der 
Berufungsklägerin betriebenen Bahnen bestünden weiterhin und wies deren 
Einwände ab (act. B.1 E. 3.1).

4.2. Die Berufungsklägerin kritisiert die Erwägungen der Vorinstanz insoweit, als 
sie zusammengefasst vorbringt, die Vergünstigungen seien gemäss 
Vertragswortlaut "zu den gleichen Konditionen wie die Einwohner der Politischen 
Gemeinde G._____" zu gewähren (act. A.1 Rz. 46). Sie habe den [im Zeitpunkt des 
Abschlusses des Vertrags mit der Berufungsbeklagten geltenden] Rahmenvertrag 
vom 20. Februar 1985 mit der Gemeinde G._____ ordentlich gekündigt, womit 
dieser am 20. Februar 2015 geendet habe. Die Vergünstigungen seien ohne 
vertragliche Verpflichtung während den Verhandlungen bis zum Abschluss des 
neuen Rahmenvertrags am 26. September 2023 freiwillig weitergewährt worden. 
Die Ausgestaltung der darin vereinbarten neuen Vergünstigungen basiere auf völlig 
veränderten Parametern und erheblichen Gegenleistungen der Gemeinde G._____ 
(u.a. finanzielle Beiträge, infrastrukturelle Kooperationen). Würde man nun dennoch 
verlangen, dass sie alle neuen Einheimisch-Vorteile aus dem G._____ Vertrag 1:1 
gratis an die Berufungsbeklagte weiterreiche, käme dies einer leistungsfreien 
Privilegierung gleich, die vom ursprünglichen Parteiwillen beim Abschluss des 
Vertrags im Jahr 2000 sicher nicht gedeckt sei. Die Vertragsparteien hätten im Jahr 
2000 unmöglich die Absicht haben können, dass die Berufungsbeklagte selbst nach 
Kündigung und tiefgreifender Neuordnung des G._____ Vertrags automatisch alle 
zukünftigen Vergünstigungen erhalte, ohne an den dafür vereinbarten 
Gegenleistungen beteiligt zu sein (act. A.1 Rz. 52 ff.).

4.3. Umstritten ist aber nicht nur, ob die Kinder und Erwachsenen mit Steuerdomizil 
in B._____ Anspruch auf die gleichen Konditionen wie die Einwohner der politischen 
Gemeinde G._____ haben, sondern auch, ob Anspruch auf jährlich je zehn gratis 
Sommer- und Winter-Saisonabonnemente und auf entschädigungslosen Transport 
von Personen der Schulgemeinde B._____ nach H._____ für das Lager I._____ 
besteht (vgl. RG-act. II/2 Ziff. 5b.b2 u. 5b.b3). Letztere zwei Ansprüche weisen 
keinen Konnex mit den Konditionen für die Einwohner der Gemeinde G._____ auf. 
Beschränkt sich die Rüge der Berufungsklägerin hinsichtlich der von der Vorinstanz 
bejahten Ansprüche der Berufungsbeklagten darauf, dass die G._____-Konditionen 

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aufgrund der Kündigung des Rahmenvertrags nicht mehr bestünden und die neu 
ausgehandelten nicht übertragen werden könnten, bleiben aber die Erwägungen 
der Vorinstanz in Bezug auf die erwähnten weiteren Ansprüche ohne Konnex mit 
den G._____-Konditionen (gratis Saisonabonnemente und Transport nach 
H._____) und deren Bejahung unangefochten.

4.4. Ob sich die skizzierte Kritik der Berufungsklägerin an der Weitergeltung des 
von der Vorinstanz bejahten Anspruchs von Personen mit Steuerdomizil in B._____ 
auf die gleichen Konditionen wie die Einwohner der politischen Gemeinde G._____ 
als berechtigt erweist, kann indes im Rahmen des vorliegenden Verfahrens um 
Anordnung von vorsorglichen Massnahmen offenbleiben, zumal – wie im Folgenden 
aufzuzeigen ist – die weitere Voraussetzung des nicht leicht wieder 
gutzumachenden Nachteils zu verneinen ist.

5. Nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil

5.1. Die Berufungsklägerin rügt, die Vorinstanz sei bundesrechtswidrig zum 
Schluss gekommen, durch die Verweigerung der Vergünstigungen bis zum 
Hauptentscheid entstehe ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil für die 
Berufungsbeklagte (act. A.1 Rz. 19, 22, 39 u. 42).

5.2. Die Vorinstanz erwog, der Zweck eines Vertrags sei es, dass die geschuldeten 
Leistungen so erbracht würden, wie sie vereinbart worden seien. Es bestehe somit 
Anspruch auf Erfüllung in natura. Der Gläubiger könne demnach nicht dazu 
angehalten, geschweige denn verpflichtet werden, in Vorleistung zu gehen und 
allenfalls nachträglich Ersatz für seine Vorleistung zu erhalten. Der Berechtigte 
sollte nicht etwas vorfinanzieren müssen, worauf er gemäss Vertrag Anspruch hat. 
Bereits solche nicht vorgesehenen Erfüllungsmodalitäten stellten im Vergleich zur 
ordnungsgemässen Vertragserfüllung einen Nachteil dar. Es sei ausserdem gut 
möglich, dass weniger gut bemittelte Personen und Familien aus der Gemeinde 
B._____ sich eine solche Vorfinanzierung von Abonnementen und Fahrkarten gar 
nicht leisten könnten. Aber auch abgesehen von der individuellen Leistungsfähigkeit 
sei es wahrscheinlich, dass ein Teil der Berechtigten aus der Gemeinde B._____ 
unter diesen Umständen überhaupt auf einen Bezug von Abonnementen und 
Fahrkarten verzichte, wie die Gesuchstellerin geltend mache. Für all diese 
Berechtigten, die darauf verzichteten, bei der A._____ AG Abonnemente und 
Fahrkarten zu beziehen, weil diese nicht mehr kostenlos oder vergünstigt seien, 
entfalle der damit verbundene Nutzen. Für sie sei das Sommer- und 
Wintersporterlebnis in J._____ für die entsprechende Saison ein für alle Mal 
verloren. Die Erfüllung der Vertragsleistung sei damit vereitelt und diese könne 

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somit nicht mehr nach Abschluss des Hauptprozesses vollstreckt werden. Es liege 
deshalb kein Nachteil rein finanzieller Natur vor. Mit einer subsidiären Leistung in 
Form von Schadenersatz könne der entgangene Nutzen bestehend aus dem 
Sommer- und Wintersportvergnügen in J._____ für die entsprechende Saison nicht 
ersetzt werden. Zumindest für die Gruppe von Berechtigten aus der Gemeinde 
B._____, die auf einen Kauf von Abonnementen und Fahrkarten verzichteten, weil 
diese nicht mehr kostenlos oder vergünstigt seien, liege somit ein nicht wieder 
gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 261 Abs. 1 lit. b ZPO vor.

5.3. Die gesuchstellende Partei hat glaubhaft zu machen, dass ihr durch das 
rechtswidrige Verhalten der Gegenpartei ein – auch durch einen späteren 
Prozessgewinn – nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht, der nur durch 
eine vorsorgliche Massnahme abgewendet werden kann (SPRECHER, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 261 N. 25).

Nachteile sind jegliche Beeinträchtigungen der Gesuchstellerin in ihrer materiellen 
Rechtsstellung sowohl in tatsächlicher wie auch in rechtlicher Art. In Betracht 
kommen Nachteile materieller wie auch immaterieller Natur. Auch bloss faktische 
Erschwernisse sind ausreichend (GÜNGERICH, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, Art. 261 N. 34; KOFMEL 
EHRENZELLER, in: Oberhammer/Domej/Haas, Kurzkommentar Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, Art. 261 N. 8; ZÜRCHER, in: 
Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung 
Kommentar, 3. Aufl. 2025, Art. 261 N. 25). Zu vergleichen ist der Zustand mit einem 
für die Gesuchstellerin positiven Ausgang im Hauptsachenverfahren (Urteil des 
Obergerichts des Kantons Zürich LF220009 vom 8. Februar 2022 E. 3.5.2).

Ein drohender Nachteil im Sinne von Art. 261 Abs. 1 lit. b ZPO gilt als nicht leicht 
wieder gutzumachend, wenn bei Zuwarten bis zum Entscheid im Hauptprozess 
durch eine bereits bestehende Verletzung oder eine Gefährdung des materiellen 
Anspruchs dieser so, wie er lautet (d.h. die Realvollstreckung), vereitelt würde oder 
seine gehörige Befriedigung wesentlich erschwert wäre, oder wenn ungeachtet der 
Möglichkeit nachträglichen Vollzugs ein nicht leicht zu ersetzender Schaden oder 
anderer Nachteil droht. Der Verfügungsgrund besteht also in einer Gefährdung der 
Rechtsstellung der gesuchstellenden Partei infolge der Prozessdauer, was das 
Gesetz mit drohendem, nicht leicht wiedergutzumachenden Nachteil umschreibt, 
welcher durch die vorsorgliche Massnahme abgewendet werden soll (SPRECHER, 
a.a.O., Art. 261 N. 16 f.). 

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5.4. Die Berufungsklägerin moniert, wenn die Vorinstanz behaupte, es stünde der 
Berufungsbeklagten ein "Anspruch auf Erfüllung in natura" zu, so beziehe sich 
dieser Erfüllungsanspruch mit Blick auf die Natur der von der Berufungsbeklagten 
verlangten Vergünstigungen auf eine reine Geldleistung (act. A.1 Rz. 26). Sämtliche 
von der Berufungsbeklagten geltend gemachten Ansprüche – die Einheimisch-
Konditionen, die Gratisabonnemente und der kostenlose Schülertransport – seien 
ausschliesslich geldwerter Natur (act. A.1 Rz. 32). Die Berufungsbeklagte kontert, 
geschuldet werde gemäss Vertragswortlaut nicht die Vergünstigungen bzw. der 
Rabatt oder Preisnachlass, sondern die reduzierte Leistung als solches. Ihr 
Interesse bestehe im Erhalt der aufgeführten Leistungen und sei nicht monetärer 
Natur (act. A.2 Rz. 15 u. 10).

Es trifft durchaus zu, dass sich der Anspruch der Berufungsbeklagten aus dem 
Vertrag mit der Berufungsklägerin nicht in der Zahlung einer Geldsumme erschöpft. 
Wie sie selber darlegt, besteht der strittige Anspruch in der Möglichkeit des Erwerbs 
von Jahresabonnementen und Tageskarten zu den gleichen Konditionen wie für die 
Einwohner der Gemeinde G._____, des Bezugs von je zehn gratis Sommer- und 
Wintersaisonabonnementen sowie im entschädigungslosen Transport von 
Personen der Schulgemeinde nach H._____ (vgl. Vertrag vom 27. Dezember 2000 
Ziff. 5 lit. b; RG-act. II/2). Strittig ist zwischen den Parteien indes nicht die 
Erbringung dieser Leistungen als solche, mithin die Ausgabe von entsprechenden 
Billetten bzw. der Transport. Zankapfel bildet vielmehr der dafür zu entrichtende 
Preis. Die Berufungsklägerin bestätigt denn auch, der Zugang zu den Bahnanlagen 
werde nach wie vor und selbstverständlich gewährt, es bestehe keinerlei 
Ausschluss von der Nutzung der Anlagen, und weist zutreffend darauf hin, es gehe 
ausschliesslich um die Differenz in der Preisgestaltung (act. A.1 Rz. 24). Bei einem 
für die Berufungsbeklagte positiven Ausgang im Hauptsachenverfahren würden die 
Konditionen für die Einwohner der Gemeinde G._____ in Bezug auf 
Jahresabonnemente und Tageskarten, die Kostenlosigkeit der je zehn Sommer- 
und Winter-Saisonabonnemente sowie des Transports nach H._____ weiterhin 
gelten und damit die vorteilhaften Preiskonditionen im Vergleich zu den offiziellen 
Preisen, zu denen der Erwerb entsprechender Leistungen allen Personen 
offenstehen und nicht nur exklusiv der Berufungsbeklagten bzw. ihren Einwohnern 
und Angehörigen der Schulgemeinde. Es besteht eben nicht die Situation, dass die 
Ausgabe von Jahresabonnementen, Tageskarten und damit die Benützung der 
Bahnen ohne die strittige vertragliche Grundlage verwehrt würde, der Vertrag mithin 
erst einen Anspruch auf diese (Transport-)Leistungen begründen würde, sondern 
einen exklusiven Anspruch in Bezug auf den dafür zu entrichtenden Preis gewährt. 
Insofern ist der Nachteil, welcher der Berufungsbeklagten bzw. den Berechtigten 

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dadurch erwächst, dass die Berufungsklägerin den Vertrag als hinfällig erachtet, 
finanzieller Natur.

5.5. Soweit die Berufungsbeklagte geltend macht, sie habe Anspruch auf 
Realerfüllung, müsse sich nicht auf eine blosse Geldzahlung verweisen lassen, und 
dabei auf das Urteil des Obergerichts Zürich LF220009 hinweist (act. A.2 Rz. 12 u. 
19), ist ihr entgegen zu halten, dass sich dieses als nicht einschlägig erweist, war 
dort doch die Einhaltung eines Konkurrenz- und Abwerbeverbots Thema (Urteil des 
Obergerichts Zürich LF220009 vom 8. Februar 2022 E. 3.5.6). Deren 
Nichteinhaltung kann Fakten schaffen, welche irreversibel sind und durch die 
nachträgliche Einhaltung nicht rückgängig gemacht werden können. Es droht ein 
irreversibler Rechtsverlust, hervorgerufen durch die Dauer des Gerichtsverfahrens. 
Es bleibt in diesem Fall der Anspruchsberechtigten bei Obsiegen im 
Hauptsachenverfahren einzig, den Ersatz für den beziffer- und beweisbaren 
Schaden im Rechtssinne zu fordern. Rückwirkend kann ein Konkurrenz- und 
Abwerbeverbot nicht durchgesetzt werden. Der klassische Anwendungsfall 
vorsorglicher Massnahmen. Vorliegend präsentiert sich die Lage ungleich. Die 
Jahresabonnemente, Tageskarten und Einzelfahrten müssten zum offiziellen Preis 
bezogen werden. Bei Obsiegen im Hauptsachenverfahren entstünde ein Anspruch 
auf Rückerstattung der Preisdifferenz, mithin kein sekundärer 
Schadenersatzanspruch anstelle des ursprünglichen Anspruchs, weil dieser – wie 
im genannten Beispiel die Einhaltung des Konkurrenzverbots – nicht rückwirkend 
durchgesetzt kann. Die Prämisse eines sachgerechten gerichtlichen Verfahrens, 
dass diesem wo immer möglich von Beginn an bis zur Entscheidfällung ein 
unveränderter Streitgegenstand zugrunde liegt, wird im Falle der nachträglichen 
Rückerstattung der Preisdifferenz nicht verletzt. Der Gegenstand des Anspruchs, 
der Preisnachlass, erfährt keine irreversible Bestandesminderung. Es liegt eben 
gerade keine vergleichbare Situation mit der faktischen Veränderung oder 
Zerstörung von Fahrnis oder Grundeigentum, aber auch mit einer rechtlichen 
Veränderung des Streitgegenstands (z.B. Abtretung des Anspruchs nach Art. 164 
OR), der Bestellung eines Fahrnispfands (Art. 884 ZGB) oder der Veräusserung des 
Grundeigentums vor (Art. 657 ZGB; zum Ganzen: SPRECHER, a.a.O., Art. 261 
N. 26).

5.6. Die Berufungsklägerin rügt die Erwägung der Vorinstanz, der Gläubiger könne 
nicht dazu angehalten werden, in Vorleistung zu gehen und nachträglich Ersatz für 
seine Vorleistung zu erhalten. Ein solcher, rein finanzieller Nachteil sei nicht 
wesentlich und in einem Hauptverfahren sehr wohl wieder gutzumachen (act. A.1 
Rz. 26). Dass die Anspruchsberechtigten bei Abweisung der vorsorglichen 

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Massnahmen während der Dauer des Gerichtsverfahrens den vollen statt den 
reduzierten Preis zahlen müssten, stellt – wie dargelegt – einen Nachteil dar. Das 
Gesetz verlangt jedoch, dass dieser nicht leicht wiedergutzumachen ist. Nicht leicht 
wieder gutzumachen ist ein Nachteil, der glaubhafterweise später – in der Regel 
nach dem Eintreten der Rechtskraft des Hauptsachenentscheids – nicht mehr 
ermittelt, bemessen oder ersetzt werden kann (SPRECHER, a.a.O., Art. 261 N. 34 
m. w. H.). Die Berufungsklägerin führt diesbezüglich ins Feld, die Nachforderung der 
nicht gewährten Vergünstigungen sei jederzeit möglich und der Schaden objektiv 
bezifferbar, wie die Berufungsbeklagte im Rahmen der Streitwertberechnung 
aufgezeigt habe (act. A.1 Rz. 27). Dass die Streitwertberechnung lediglich eine 
Annährung sei, wie die Berufungsbeklagte kontert (act. A.2 Rz. 17), mag zutreffen, 
nicht überzeugend ist jedoch, dass die objektive Bezifferung des Schadens 
nachträglich nicht mehr möglich sein soll (act. A.2 Rz. 17). Die Zahlungsbelege für 
die bezogenen Abonnemente, Tageskarten und Billette für Einzelfahrten nach 
H._____ können gesammelt und eingereicht werden. Die Differenz zwischen den 
zum Normaltarif gekauften Abonnementen, Tageskarten und Billetten für 
Einzelfahrten von G._____ nach H._____ und zurück und dem Einheimisch-Preis 
lässt sich, wie die Berufungsklägerin zu Recht ausführt (act. A.1 Rz. 30), auf 
Rappen genau berechnen. Daran ändern auch die dynamischen Preise der 
Berufungsklägerin nichts, wie die Berufungsbeklagte zu bedenken gibt (act. A.2 
Rz. 17), wirkt sich dies doch nur auf die Höhe der Preisdifferenz aus, welche sich 
aus dem bezahlten Preis und demjenigen gemäss Einheimisch-Konditionen ergibt. 
Damit ist die Bezifferbarkeit der Rückforderung bei Obsiegen der 
Berufungsbeklagten im Hauptverfahren zu bejahen.

5.7. Weiter kritisiert die Berufungsklägerin die Erwägung der Vorinstanz, es sei gut 
möglich, dass weniger gut bemittelte Personen und Familien aus der Gemeinde 
B._____ sich eine solche Vorfinanzierung von Abonnementen und Fahrkarten gar 
nicht leisten könnten oder ein Teil der Berechtigten – abgesehen von der 
individuellen Leistungsfähigkeit – unter diesen Umständen auf einen Bezug 
verzichten würden. Für sie sei das Sommer- und Wintersporterlebnis ein für alle Mal 
verloren. Die Berufungsklägerin macht geltend, die Unterlassung einer freiwilligen 
Freizeitbeschäftigung infolge finanzieller Erwägungen sei kein irreparabler Eingriff 
in eine vom Vertrag aus dem Jahre 2000 geschützten Rechtsposition (act. A.1 
Rz. 31 f.). Die durch den Rechtsstreit hervorgerufene Unsicherheit, ob die 
Preisnachlässe weiterhin Geltung haben, ist durchaus geeignet, einen Verzicht auf 
den Bezug von Abonnementen und Fahrkarten hervorzurufen. Müssten im Rahmen 
von vorsorglichen Massnahmen die Preisnachlässe weiterhin gewährt werden, 
könnte es bei einem Unterliegen im Hauptprozess zu einer Rückerstattungspflicht 

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der Bezüger kommen. Auch in dieser Situation wird es Personen geben, die 
aufgrund der Unsicherheit über die Preisnachlässe auf den Bezug von 
Abonnementen und Fahrkarten verzichten und ihnen daher Winter- und 
Sommersporterlebnisse entgehen. Damit zeigt sich, dass die Anordnung 
vorsorglicher Massnahmen die Unsicherheit über die Weitergeltung der 
Preisnachlässe weder zu lindern noch aufzuheben vermag. Entsprechend besteht 
gestützt auf die zitierte Argumentation der Vorinstanz und der Berufungsbeklagten 
(act. A.1 Rz. 18) kein Rechtsschutzinteresse am Erlass vorsorglicher Massnahmen. 
Erst der (rechtskräftige) Entscheid im Hauptverfahren wird die genannte 
Unsicherheit beenden können. Die vorsorglichen Massnahmen dienen aber nicht 
dazu und vermögen auch nicht, den Entscheid über den Anspruch und damit über 
die Preishöhe, vorwegzunehmen, sondern haben den Sinn und Zweck, die 
Vereitelung des Rechtsschutzes durch die Dauer des Verfahrens zu verhindern, 
wenn also das Urteil "zu spät kommt", mithin selbst ein Obsiegen kein wirksamer 
Rechtsschutz mehr zuteilwerden lässt (vgl. GÜNGERICH, a.a.O., Art. 261 N. 1). Ein 
faktisch irreversibler Rechtsverlust, wie die Berufungsklägerin zutreffend ausführt 
(act. A.1 Rz. 36), liegt nicht vor, kann der strittige Anspruch auf Preisnachlass doch 
nachträglich ausgeglichen werden. So qualifizierte das Bundesgericht im Entscheid 
125 II 613 den Nachteil bei Uneinigkeit über die Preise als finanziellen und hielt fest, 
es sei nicht ersichtlich, dass ein solcher nicht wieder gutzumachen wäre. Die 
Preisdifferenz könne rückwirkend ausgeglichen bzw. zurückerstattet werden und 
die Zahlungsfähigkeit und damit die Einbringlichkeit stünden nicht zur Diskussion 
(BGE 125 II 613 E. 4b). Diesen Entscheid zitierte das Bundesgericht auch in BGE 
130 II 149, in welchem eine Preiserhöhung strittig war, jedoch im Zusammenhang 
mit den Eintretensvoraussetzungen für die Beschwerde ans Bundesgericht (BGE 
130 II 149 E. 1.1). Der Entscheid, infolge Nichtgewährung der Vergünstigungen auf 
den Kauf von Billetten zu verzichten und als Folge dessen, Sommer- oder 
Wintersporterlebnisse zu verpassen, kann vor dem Hintergrund des Gesagten nicht 
als Nachteil qualifiziert werden, welcher sich durch die Anordnung vorsorglicher 
Massnahmen abwenden lässt.

5.8. Die gleichen Überlegungen gelten, wenn die Berufungsbeklagte ins Feld führt, 
es sei im Nachhinein unmöglich festzustellen, wie viele Personen mit Wohnsitz in 
B._____ effektiv vergünstigte Jahresabonnemente und Tageskarten in Anspruch 
genommen hätten, falls diese nicht wie vertraglich vereinbart, (massiv) vergünstigt 
beansprucht haben werden können (act. A.2 Rz. 16), rührt dies doch ebenso aus 
der Unsicherheit aufgrund des Rechtsstreits über die geltenden Preise. Ob der 
Anspruch auf Vergünstigungen weiterhin besteht, steht erst mit dem 

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(rechtskräftigen) Entscheid im Hauptsachenverfahren fest. Die Anordnung von 
vorsorglichen Massnahmen vermag keine Abhilfe zu schaffen.

5.9. In Bezug auf Erschwernisse bei der Rückforderung allfällig zu Unrecht 
verwehrter Preisnachlässe weist die Berufungsklägerin auf ihre unbestrittene 
Solvenz hin sowie darauf, dass keine Anzeichen für eine drohende 
Vollstreckungsvereitelung bestünden (act. A.1 Rz. 30), was von der 
Berufungsbeklagten nicht in Frage gestellt wird (vgl. act. A.2 Rz. 19 ff.). Der Nachteil 
in Form der Bezahlung zu hoher Preise kann damit ausgeglichen werden. An dieser 
Stelle ist sodann die Aussage der Berufungsklägerin ausdrücklich festzuhalten, es 
sei sichergestellt, dass sie im Falle eines für sie negativen Entscheids in der 
Hauptsache den betroffenen Personen die im Nachhinein zu viel bezahlten Preise 
für die jeweiligen Abonnemente anstandslos zurückerstatten würde (act. A.1 
Rz. 13).

5.10.Zusammengefasst zeigt sich, können Personen mit Steuerdomizil in B._____ 
Jahresabonnemente und Tageskarten nicht mehr zu den gleichen Konditionen wie 
die Einwohner der politischen Gemeinde G._____ beziehen, erhält die 
Ortsgemeinde B._____ nicht mehr jährlich gratis je zehn Sommer- und Winter-
Saisonabonnemente und ist der Transport von Personen der Schulgemeinde 
B._____ nach H._____ ins Lagerhaus nicht mehr entschädigungslos, müssen die 
offiziellen Tarife bezahlt werden, womit ein finanzieller Nachteil vorliegt, der sich 
indes beziffern, beweisen und bei Obsiegen der Berufungsbeklagten im 
Hauptsachenverfahren von der solventen Berufungsklägerin zurückerstatten lässt, 
was sie auch in Aussicht stellte. Insofern ist ein nicht leicht wieder gutzumachender 
Nachteil zu verneinen, womit kein Anspruch auf Anordnung vorsorglicher 
Massnahmen besteht und die Berufung gutzuheissen ist.

6. Sicherheitsleistung

Auf die Rüge der Berufungsklägerin (act. A.1 Rz. 20), dass die Vorinstanz 
ungeachtet der angebotenen Sicherheitsleistung (vgl. RG-act. I/2 S. 2 u. Rz. 53 f.) 
zu Unrecht nicht in Anwendung von Art. 261 Abs. 2 ZPO von der Anordnung 
vorsorglicher Massnahmen abgesehen hat, ist nicht einzugehen. Denn nur, wenn 
die Voraussetzungen für vorsorgliche Massnahmen erfüllt sind, was vorliegend 
verneint wird, kann es überhaupt zu einer Sicherheitsleistung kommen (SPRECHER, 
a.a.O., Art. 261 N. 105).

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7. Kosten- und Entschädigungsfolgen

7.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch 
über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die 
Vorinstanz hat die Entscheidgebühr auf CHF 5'000.00 festgelegt (act. B.1 E. 7.1). 
Die Parteien monieren dies nicht.

7.2. Die Entscheidgebühr bei Entscheiden des Obergerichts als Kollegialgericht in 
Berufungsverfahren beträgt CHF 1'000.00 bis CHF 30'000.00 (Art. 11 Abs. 1 der 
Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ]; BR 320.210) und 
bemisst sich nach dem Aufwand, dem Interesse und den wirtschaftlichen 
Verhältnissen der kostenpflichtigen Person (Art. 15 Abs. 2 EGzZPO). Für das 
Berufungsverfahren ist die Gerichtsgebühr angesichts des Aufwands für den 
vorliegenden Entscheid sowie für denjenigen betreffend aufschiebender Wirkung 
(Verfügung vom 22. Juli 2025; act. F.1), des hohen Streitwerts und des Entscheids 
in Dreierbesetzung auf CHF 4'000.00 festzusetzen.

7.3. Nach Art. 106 Abs. 1 Satz 1 ZPO werden die Prozesskosten der 
unterliegenden Partei auferlegt. Die Berufungsklägerin obsiegt nur insofern nicht, 
als die aufschiebende Wirkung betreffend Dispositivziffer 1.3 des angefochtenen 
Entscheids (entschädigungsloser Transport aller Personen der Schulgemeinde 
B._____ bis nach H._____ und zurück) nicht erteilt wurde. Damit rechtfertigt es sich, 
der Berufungsbeklagten die gesamten Kosten des Berufungsverfahrens von 
CHF 4'000.00 aufzuerlegen. Der Berufungsklägerin wird der von ihr geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 4'000.00 zurückerstattet (Art. 111 Abs. 1 ZPO).

7.4. Die Zusprechung von Parteientschädigung als Teil der Prozesskosten (vgl. 
Art. 95 Abs. 1 ZPO) erfolgt im selben Verhältnis wie die Gerichtskosten (Art. 106 
und 107 ZPO). Die Berufungsbeklagte ist zu verpflichten, der Berufungsklägerin die 
von ihr beantragte Parteientschädigung (vgl. act. A.1 S. 2) zu bezahlen. Da weder 
für das erstinstanzliche noch für das Berufungsverfahren eine Honorarnote der 
Rechtsvertretung der Berufungsklägerin im Recht liegt, ist die beantragte 
Entschädigung nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 1 
Honorarverordnung [HV]; BR 310.250), wobei ein durchschnittlicher Stundenansatz 
von CHF 240.00 zur Anwendung gelangt. Unter Berücksichtigung dieses 
Stundenansatzes sowie in Anbetracht der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen 
sowie unter Berücksichtigung des erforderlichen Aufwands erweist sich eine volle 
Parteientschädigung von CHF 6'000.00 (24 Stunden à CHF 240.00 plus 3 % 
Spesenpauschale) für das erstinstanzliche Verfahren und von CHF 3'000.00 
(12 Stunden à CHF 240.00 plus 3 % Spesenpauschale) für das Berufungsverfahren 

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als angemessen. Von der Zusprechung der Mehrwertsteuer ist abzusehen, weil die 
Berufungsbeklagte selber mehrwertsteuerpflichtig ist und die Mehrwertsteuer, 
welche sie ihrer Rechtsvertretung zu zahlen hat, als Vorsteuer von ihrer eigenen 
Mehrwertsteuerschuld abziehen kann (vgl. Art. 28 MWSTG). Die Berufungsklägerin 
ist demnach in Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO zu verpflichten, die 
Berufungsbeklagte für das Berufungsverfahren in besagtem Umfang zu 
entschädigen.

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Es wird erkannt:

1.1. Die Berufung wird gutgeheissen. Der Entscheid der Regionalgerichts 
C._____ vom 9. Juli 2025 wird aufgehoben.

1.2. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen.

2.1. Die Kosten des Verfahrens vor dem Regionalgericht C._____ von 
CHF 5'000.00 werden der Ortsgemeinde B._____ auferlegt.

2.2. Die Ortsgemeinde B._____ wird verpflichtet, der A._____ AG für das 
Verfahren vor dem Regionalgericht C._____ eine Parteientschädigung von 
CHF 6'000.00 (inkl. Spesen) zu bezahlen.

3.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 werden der 
Ortsgemeinde B._____ auferlegt. Der von der A._____ AG geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 4'000.00 wird ihr zurückerstattet.

3.2. Die Ortsgemeinde B._____ wird verpflichtet, der A._____ AG für das 
Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von CHF 3'000.00 (inkl. 
Spesen) zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung]