# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 351bca48-7bc8-50ce-863d-0b46e567db07
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.05.2015 B 2014/64, B 2014/72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-64--B-2014-72_2015-05-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/64, B 2014/72

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.02.2020

Entscheiddatum: 28.05.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2015
Strassenrecht, Verfahrensrecht, Art. 25a RPG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 
lit. a VKoG, Art. 8 Abs. 2 und 3 StrG, Art. 19 Abs. 1 RPG.Das Strassenplan- 
muss vorliegend nicht mit dem Baubewilligungsverfahren koordiniert 
werden (E. 4.2).Es liegt in der Natur der Sache, dass der Zufahrtsverkehr auf 
einer Stichstrasse mit zunehmender Länge abnimmt, weil weniger Anwohner 
über den hinter- als den vorderliegenden Teil der Strasse fahren. Die 
unterschiedliche Klassierung der beiden Strassenteile verstösst gegen die 
kantonalrechtlichen Zuteilungskriterien gemäss Art. 8 Abs. 2 und 3 StrG (E. 
5.3). Mangels rechtlich sichergestellter Wendemöglichkeit genügt die X.-
strasse nicht den Anforderungen an eine hinreichende Erschliessung (E. 6.2), 
(Verwaltungsgericht, B 2014/64 und B 2014/72).

Entscheid vom 28. Mai 2015 

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

Politische Gemeinde Q.,

Beschwerdeführerin 1,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Keller, Davidstrasse 1, Postfach 635, 

9001 St. Gallen,

und

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E. und F.G.,

L. und M.O.,

Beschwerdeführer 2,

alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Walter Locher, Museumstrasse 35, Postfach 

41, 9004 St. Gallen,

gegen

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

Gegenstand

Projekt und Teilstrassenplan X.-strasse (2. Auflage)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. 

E. und F.G. sind Eigentümer des Grundstücks Nr. 0008 und L. und M.O. Eigentümer 

des Grundstücks Nr. 0000, Grundbuch Q. (vgl. Augenscheinprotokoll vom 

27. September 2013, S. 3 f., B 2014/64 act. 8/13). über diese Grundstücke sowie über 

die Parzellen Nrn. 002, 0003, 0004, 0005, 0006, 0007 und 0001 führt die X.-strasse, 

welche gemäss rechtskräftigem Gemeindestrassenplan der Politischen Gemeinde Q. 

als Gemeindestrasse dritter Klasse eingeteilt ist. Die rund 134 m lange und 2.40 m bis 

2.80 m breite X.-strasse ist als Stichstrasse ab der A.-strasse ausgestaltet und dient als 

Erschliessungsstrasse für acht Wohneinheiten (vgl. Augenscheinprotokoll, S. 5, den 

nicht unterzeichneten Situationsplan zum Strassenbauprojekt vom 15. August 2011 

sowie die nicht unterzeichneten Längen- und Normalprofile vom 29. Juli 2011, B 

2014/64 Beilagen zu act. 8/2, und www.geoportal.ch). Sie erschliesst die Parzellen Nrn. 

0003, 0000, 0004 und 0008 (nördliche Strassenseite) und die Grundstücke Nrn. 0006 

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und 0007 (südliche Strassenseite). Die Parzelle Nr. 0001 ist zur Hauptsache von 

Norden erschlossen, verfügt aber an der X.-strasse über einen Autoabstellplatz (vgl. 

Amtsbericht des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation AREG vom 

8. März 2012, von Amtes wegen beigezogen: Sämtliche, auch nachfolgend von Amtes 

wegen beigezogenen Akten sind den Parteien aus dem Rekursverfahren 11-6852 vor 

Baudepartement bekannt.). Gemäss Zonenplan der Politischen Gemeinde Q. sind die 

Parzellen Nrn. 0003, 0000, 0004, 0001 und 0008 der Wohnzone W2 zugewiesen. Die 

Grundstücke Nrn. 0006 und 0007 liegen in der Wohn-Gewerbe-Zone WG3 

(www.geoportal.ch).

B.          

Am 17. August 2011 genehmigte der Stadtrat Q. den Teilstrassenplan und das 

Strassenbauprojekt "Verbreiterung X.-strasse" (Beschluss von Amtes wegen 

beigezogen). Gemäss dem Strassenbauprojekt vom 15. August 2011 soll die X.-strasse 

auf einer Länge von rund 66 m ab der A.-strasse auf 4.0 m, auf den ersten zehn Metern 

ab der A.-strasse auf 5.50 m verbreitert und zusätzlich ein Bankett von 0.50 m auf der 

Seite der neuen Stützmauer erstellt werden (vgl. Situationsplan vom 15. August 2011 

und Amtsbericht des Strasseninspektorats vom 7. Mai 2013, B 2014/64 Beilagen zu 

act. 8/2 und 4). Nach dem Teilstrassenplan vom 15. August 2011 sollte der 

Gemeindestrassenplan ohne Umklassierung an die gemäss Strassenbauprojekt 

vorgesehene Verbreiterung der X.-strasse angepasst werden (von Amtes wegen 

beigezogen). Während der öffentlichen Auflage des Teilstrassenplans und 

Strassenbauprojekts vom 29. August bis 27. September 2011 erhoben E. und F.G. 

zusammen mit L. und M.O. am 23. September 2011 Einsprache (von Amtes wegen 

beigezogen). Diese Einsprache wies der Stadtrat Q. mit Verfügung vom 9. November 

2011 ab (von Amtes wegen beigezogen).

C.          

Gegen diese Verfügung rekurrierten E. und F.G. sowie L. und M.O. am 21. November 

2011 beim Baudepartement des Kantons St. Gallen (von Amtes wegen beigezogen, 

den Parteien aus dem Rekursverfahren). Am 8. März 2012 liess sich das Amt für 

Raumentwicklung und Geoinformation AREG vernehmen (von Amtes wegen 

http://www.geoportal.ch

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beigezogen). Am 9. Mai 2012 führte das Tiefbauamt einen Augenschein durch. Am 

6. Juni 2012 beschloss der Stadtrat Q., den Teilstrassenplan und das 

Strassenbauprojekt vom 15. August 2011 zurückzuziehen und den Teilstrassenplan 

und das Projekt "Verbreiterung X.-strasse" neu aufzulegen (von Amtes wegen 

beigezogen). In der Folge schrieb das Baudepartement den Rekurs am 21. Juni 2012 

als gegenstandslos geworden ab (von Amtes wegen beigezogen).

D.          

Vom 18. Juni bis 17. Juli 2012 lagen der geänderte Teilstrassenplan und das 

Strassenbauprojekt "Verbreiterung X.-strasse" öffentlich auf (B 2014/64 Beilagen zu 

act. 8/2). Der Teilstrassenplan sieht neu vor, die X.-strasse auf einer Länge von rund 66 

m ab der A.-strasse als Gemeindestrasse zweiter Klasse einzustufen (vgl. den nicht 

unterzeichneten Teilstrassenplan vom 1. Juni 2012, B 2014/64 Beilage zu act. 8/2). Am 

11. Juli 2012 liessen E. und F.G. zusammen mit L. und M.O. durch ihren 

Rechtsvertreter Einsprache erheben (von Amtes wegen beigezogen). Mit Verfügung 

vom 29. August 2012 wies der Stadtrat Q. diese Einsprache ab (B 2014/64 Beilage zu 

act. 8/1).

E.           

Dagegen liessen E. und F.G. sowie L. und M.O. durch ihren Rechtsvertreter beim 

Baudepartement am 19. September 2012 Rekurs erheben (B 2014/64 act. 8/1). Am 13. 

Dezember 2012 stellte das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen dem Stadtrat Q. die 

Genehmigung des Teilstrassenplans in Aussicht (B 2014/64 act. 8/2). Am 7. Mai 2013 

reichte das kantonale Strasseninspektorat einen Amtsbericht ein (B 2014/64 Beilage zu 

act. 8/4). Daraufhin führte das Baudepartement am 26. September 2013 einen 

Augenschein durch (B 2014/64 act. 8/13). Mit Entscheid vom 1. April 2014 hiess das 

Baudepartement den Rekurs teilweise gut, hob den Entscheid des Stadtrates Q. vom 

29. August 2012 auf und wies die Sache an die Politische Gemeinde Q. zur Einteilung 

der X.-strasse als Gemeindestrasse zweiter Klasse zurück (je act. 2).

F.           

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Gegen diesen Entscheid liessen die Politische Gemeinde Q. (Beschwerdeführerin 1) am 

17. April 2014 und E. und F.G. zusammen mit L. und M.O. (Beschwerdeführer 2) am 29. 

April 2014 durch ihren jeweiligen Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

erheben (je act. 1). Am 19. Mai 2014 ergänzte die Beschwerdeführerin 1 ihre 

Beschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, der Rekursentscheid 

des Baudepartements (Vorinstanz) vom 1. April 2014 sei unter Kostenfolge aufzuheben 

(Ziff. 1 und 4) und die Vorinstanz anzuweisen, das Projekt und den Teilstrassenplan X.-

strasse zu genehmigen (Ziff. 2). Eventualiter sei festzustellen, dass die X.-strasse auf 

der ganzen Länge als Gemeindestrasse dritter Klasse einzuteilen sei (Ziff. 3) (B 2014/64 

act. 5). Am 10. Juni 2014 ergänzten die Beschwerdeführer 2 ihre Beschwerde mit einer 

Begründung und dem Rechtsbegehren, der Rekursentscheid sei hinsichtlich des 

Strassenbauprojekts und der amtlichen und ausseramtlichen Kosten des 

Rekursverfahrens unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben. Das 

Strassenbauprojekt X.-strasse sei zur Überarbeitung an den Stadtrat Q. 

zurückzuweisen (B 2014/72 act. 7). Mit Vernehmlassungen vom 11. Juni und 1. Juli 

2014 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerden (B 2014/64 act. 7, 

B 2014/72 act. 9). Mit Vernehmlassung vom 18. August 2014 beantragten die 

Beschwerdeführer 2, die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 sei bezüglich der 

Anträge Ziff. 2 und 3 unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen und der 

Rekursentscheid bezüglich Rückweisung des Teilstrassenplans zu bestätigen (B 

2014/64 act. 10). Gleichentags verzichtete der Rechtsvertreter von U.S. auf eine 

Verfahrensbeteiligung (B 2014/64 act. 11). Am 1. September 2014 liess sich die 

Beschwerdeführerin 1 vernehmen und beantragte die kostenpflichtige Abweisung der 

Beschwerde der Beschwerdeführer 2 (B 2014/72 act. 14). Mit Repliken vom 18. 

September bzw. 13. Oktober 2014 bestätigten die Beschwerdeführerin 1 resp. die 

Beschwerdeführer 2 ihre Anträge und Ausführungen (B 2014/64 act. 14, B 2014/72 act. 

18). Eine Genehmigung des Baudepartements für den vom 18. Juni bis 17. Juli 2012 

öffentlich aufgelegten Teilstrassenplan "Verbreiterung X.-strasse" liegt nicht vor. 

Gemäss dem Antrag der Beschwerdeführer 2 vom 10. Juni 2014 (B 2014/72 act. 7 S. 3) 

wurden die Akten des Beschwerdeverfahrens B 2014/100 betreffend die 

Baubewilligung auf dem Grundstück Nr. 0007 beigezogen.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. 

Da sich die vor dem Verwaltungsgericht anhängig gemachten Beschwerden (B 2014/64 

und B 2014/72) auf denselben Streitgegenstand beziehen und im Wesentlichen die 

nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, können sie verfahrensrechtlich 

vereinigt und durch einen einzigen Entscheid erledigt werden (vgl. GVP 1972 Nr. 30).

2.           

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des 

Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit 59  Abs. 1 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 17. und 

29. April 2014 (je act. 1) erfolgten rechtzeitig und erfüllen zusammen mit den 

Ergänzungen vom 19. Mai und 10. Juni 2014 (B 2014/64 act. 5, B 2014/72 act. 7) die 

formellen und inhaltlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 

und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Als Adressaten des angefochtenen Entscheides sind die 

im Rekursverfahren hinsichtlich des Strassenbauprojektes teilweise unterlegenen 

Beschwerdeführer 2 ohne weiteres zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 

in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeführerin 1 hat die Hoheit über 

die Gemeindestrassen (Art. 11 Abs. 1 StrG). Der aufgehobene Teilstrassenplan 

beschlägt ihre Gemeindeautonomie, weshalb sie zur Ergreifung der Beschwerde 

berechtigt ist (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). überdies vertritt sie lokale 

öffentliche Interessen und ist daher gestützt auf Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 

Abs. 2 VRP zur Beschwerdeführung berechtigt. Auf die Beschwerden ist einzutreten.

3.           

Soweit die Beschwerdeführer 2 einen Augenschein verlangen (B 2014/64 act. 10 S. 4, 

B 2014/72 act. 7 S. 13, act. 18 S. 6), ist festzuhalten, dass sich die entscheidenden 

tatsächlichen Verhältnisse vorliegend vollständig aus den Projektunterlagen (B 2014/64 

Beilagen zu act. 8/2), dem Amtsbericht des AREG vom 8. März 2012 (von Amtes 

wegen beigezogen), dem Augenscheinprotokoll vom 27. September 2013 mitsamt 

Photographien (B 2014/64 8/13 und 15), den übrigen Verfahrensakten sowie dem 

bis

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öffentlich zugänglichen Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben. Auf die Durchführung 

eines Augenscheins durch das Gericht kann daher verzichtet werden.

4.           

Die Beschwerdeführer 2 vertreten die Ansicht, das Strassenbauprojekt sei deshalb 

notwendig geworden, weil ein Baugesuch für den Abbruch der bestehenden Bauten 

und den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses auf dem Grundstück Nr. 0007 

eingereicht worden sei. Das Plan- und das Baubewilligungsverfahren hätten koordiniert 

werden müssen.

4.1.

Art. 25a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, SR 700, 

RPG) und auf kantonaler Ebene das Gesetz über die Verfahrenskoordination in 

Bausachen (sGS 731.2, VKoG) schreiben die materielle und formelle Koordination vor. 

Die Koordinationsgrundsätze finden auf Sondernutzungspläne und damit auch auf 

Strassenpläne und –projekte nach dem Strassengesetz sachgemäss Anwendung (Art. 

25a Abs. 4 RPG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 lit. a VKoG). Die Koordination bezweckt 

die inhaltliche und zeitliche Abstimmung von Verfügungen und die zügige Abwicklung 

der Verfahren (Art. 2 VKoG). Sie setzt voraus, dass zwischen den anzuwendenden 

Vorschriften ein enger sachlicher Zusammenhang besteht, womit die anzuwendenden 

Vorschriften nicht getrennt und unabhängig voneinander beurteilt werden dürfen, 

ansonsten die gesonderte Behandlung sachlich zu unhaltbaren Ergebnissen führen 

könnte. Hängen alle Verfahren voneinander ab, ohne dass die Möglichkeit besteht, 

eines davon vorzuziehen, entspräche es dem Koordinationsgrundsatz am besten, alle 

Entscheide gemeinsam zu eröffnen und für sie ein einheitliches Rechtsmittel 

vorzusehen (vgl. VerwGE B 2013/232;267 vom 16. April 2014 E. 2.2 f. mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch).

4.2.

Ursprünglich vertrat die Beschwerdeführerin 1 offenbar die Meinung, dass allein das 

Baugesuch von U.S. vom 18. Mai 2011 für den Abbruch der bestehenden Bauten auf 

dem Grundstück Nr. 0007 und den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit 

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einem Getränkemarkt und zehn Wohnungen, welche über die X.-strasse erschlossen 

werden sollen (B 2014/100/12-4165 act. 8/14/A und B), eine Verbreiterung der X.-

strasse notwendig mache (vgl. Beschluss des Stadtrates Q. vom 17. August 2011, von 

Amtes wegen beigezogen). Mittlerweile ist die Beschwerdeführerin 1 jedoch zur 

Einsicht gelangt, dass die X.-strasse unabhängig von diesem Bauvorhaben ausgebaut 

werden soll (vgl. Vernehmlassung vom 1. September 2014, B 2014/72 act. 14). Nach 

dem Willen der Beschwerdeführerin 1 sollen demnach der Teilstrassenplan und das 

Strassenbauprojekt "Verbreiterung X.-strasse" umgesetzt werden, ohne dass feststeht, 

ob das Bauvorhaben vom 18. Mai 2011 bewilligungsfähig ist (vgl. hierzu das vor 

Verwaltungsgericht anhängig gemachte Beschwerdeverfahren B 2014/100). Dieses 

Vorgehen ist in Bezug auf den Koordinationsgrundsatz nicht zu beanstanden. Anhand 

des Baugesuchs vom 18. Mai 2011 zeigt sich zwar gerade, dass konkrete und 

realistische Anhaltspunkte bestehen, dass in naher Zukunft absehbar zehn zusätzliche 

Wohneinheiten auf Parzelle Nr. 0007 realisiert werden, welche über die X.-strasse 

erschlossen werden sollen (vgl. Erwägung 5.3 hiernach). Dieses überbauungspotential 

via die X.-strasse besteht indessen unabhängig vom Ausgang des konkreten 

Baubewilligungs- resp. entsprechenden Rechtsmittelverfahrens. Das 

Strassenbauprojekt und die Änderung des Gemeindestrassenplans, welche in Hinblick 

auf das überbauungspotential auf Parzelle Nr. 0007 erlassen wurden, können daher 

grundsätzlich ohne weiteres inhaltlich unabhängig vom Baugesuch vom 18. Mai 2011 

beurteilt werden. Einzig die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage auf Parzelle Nr. 0007 als 

Bestandteil des Bauprojekts vom 18. Mai 2011 ist auch im Strassenbauprojekt 

enthalten, obschon diese Zufahrt nach dem Teilstrassenplan nicht Teil der öffentlichen 

Gemeindestrasse bildet (vgl. Situationsplan vom 15. August 2011 und Teilstrassenplan 

vom 1. Juni 2012, B 2014/64 Beilagen zu act. 8/2, sowie Umgebungsplan vom 18. Mai 

2011, B 2014/100 act. 8/12-4165/14/B). Falls die bereits erteilte Baubewilligung für das 

Bauprojekt vom 18. Mai 2011 im Rechtsmittelverfahren aufgehoben werden müsste, 

könnte die Zufahrt allenfalls – vorbehältlich eines bewilligungsfähigen Bauprojekts mit 

unveränderter Tiefgaragenzufahrt – im Rahmen des Strassenbauprojekts nicht realisiert 

werden, weshalb das Strassenbauprojekt gegebenenfalls anzupassen wäre. Dies käme 

jedoch lediglich einer unbedeutenden Projektänderung im Sinne von Art. 47 Abs. 2 

StrG gleich. Dessen ungeachtet können der Teilstrassenplan und das 

Strassenbauprojekt getrennt vom Baubewilligungsverfahren beurteilt werden, weshalb 

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das Planverfahren nach Art. 39 ff. StrG vorgezogen werden durfte. Damit erweist sich 

diese Rüge der Beschwerdeführer 2 als unbegründet.

5.           

Die Beschwerdeführerin 1 bringt vor, die X.-strasse sei nicht mit einer üblichen 

Stichstrasse gleichzusetzen, die in der Regel auf der ganzen Länge gleich ausgestaltet 

sei und am Ende über eine Wendemöglichkeit verfüge. Im Westen werde sie eine Breite 

von 4 m zuzüglich einem Bankett von 0.5 m gegenüber einer maximalen Breite von 2.8 

m im Osten aufweisen. An der Grenze der beiden, in der Breite klar zu 

unterscheidenden Strassenteile werde zudem ein Wendeplatz zu liegen kommen, der 

die unterschiedlichen Funktionen der beiden Strassenteile hervorhebe. Es gehe somit 

nicht darum, das Reststück einer Stichstrasse ab jenem Punkt, ab welchem weniger 

als zehn Häuser erschlossen seien, jeweils der dritten Klasse zuzuteilen. Massgebend 

für die Abgrenzung der Klassierung sei das aufgrund des Strassenprojekts 

vorgesehene Ende der Verbreiterung.

5.1.

Fest steht im vorliegenden Fall, dass es sich bei der X.-strasse um eine dem 

Gemeingebrauch gewidmete öffentliche Strasse im Sinne von Art. 1 Abs. 1 StrG 

handelt, wenngleich sie nicht im Eigentum der Beschwerdeführerin 1 steht. Auch ist 

unbestritten, dass die bestehende Einteilung der X.-strasse als Gemeindestrasse dritter 

Klasse angesichts des unbestrittenen Überbauungspotentials auf Parzelle Nr. 0007 

überprüft werden muss. Sodann wird von keiner Seite in Frage gestellt, dass die X.-

strasse nicht als Gemeindestrasse erster Klasse (Art. 8 Abs. 1 StrG) einzuteilen ist. Zu 

prüfen bleibt, ob die X.-strasse gesamthaft gemäss der von der Vorinstanz im 

angefochtenen Entscheid vertretenen Auffassung als Gemeindestrasse zweiter Klasse 

zu klassieren ist oder ob sie auf ihrer gesamten Länge resp. zumindest auf dem 

hinterliegenden Teil auf einer Länge von rund 68 m als Gemeindestrasse dritter Klasse 

eingeteilt bleiben darf, wovon die Beschwerdeführerin 1 ausgeht.

5.2.

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Der Erlass oder die Änderung des Gemeindestrassenplans obliegt der Gemeinde, unter 

Vorbehalt der Genehmigung des zuständigen Departements (Art. 12 Abs. 1 und Art. 13 

Abs. 2 StrG). Ob eine Strasse als öffentlich bezeichnet und damit dem 

Gemeingebrauch gewidmet werden soll und welcher der möglichen Strassenkategorien 

die Gemeindestrasse zuzuteilen ist, beurteilt sich im Rahmen von Art. 1 ff. und Art. 7 ff. 

StrG und damit nach kantonalem Recht. Die genannten Vorschriften belassen der 

Gemeinde jedoch, beispielsweise hinsichtlich der Linienführung der jeweiligen 

Gemeindestrasse, einen grossen Entscheidungsspielraum (vgl. BGer 1C_46/2010 vom 

28. April 2010 E. 2.2 mit Hinweis auf BGer 1P.347/1992 vom 9. Februar 1993 E. 2). Die 

Gemeindeautonomie ist aber insofern beschränkt, als es den Gemeinden verwehrt 

bleibt, den in Konkretisierung des Strassengesetzes durch die kantonale Gerichts- und 

Verwaltungspraxis gezogenen Rahmen zu überschreiten (vgl. VerwGE B 2011/9 vom 

7. Dezember 2011 E. 4.3.2, www.gerichte.sg.ch). Laut Art. 8 Abs. 2 StrG dienen 

Gemeindestrassen zweiter Klasse der Groberschliessung des Baugebietes und der 

Erschliessung grösserer Siedlungsgebiete ausserhalb des Baugebietes. Sie stehen in 

der Regel dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr offen. Unter den Begriff 

"Groberschliessung" im Sinne von Art. 8 Abs. 2 StrG fallen nicht nur die Hauptstränge 

der Erschliessung, sondern grundsätzlich auch die Quartierstrassen, sofern sie eine 

grössere Zahl von Häusern bzw. Wohneinheiten erschliessen (vgl. GVP 2001 Nr. 98 E. 

2c/bb). Im Regelfall sind Erschliessungsstrassen innerhalb der Bauzone, die zehn oder 

mehr ständig bewohnte Wohneinheiten erschliessen, als Gemeindestrasse zweiter 

Klasse zu betrachten (vgl. VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.3.3, 

www.gerichte.sg.ch, und GVP Nr. 2001 Nr. 98 E. 2f und GVP Nr. 1992 Nr. 43). 

Gemeindestrassen dritter Klasse dienen der übrigen Erschliessung sowie der Land- 

und Forstwirtschaft. Sie stehen dem allgemeinen Motorfahrzeugverkehr nicht offen (Art. 

8 Abs. 3 StrG). Die dritte Klasse ist eine Auffangklasse. Alle öffentlichen Strassen, die 

nicht zwingend einer höheren Klasse zuzuordnen sind, gehören zu den 

Gemeindestrassen dritter Klasse (G. Germann, in: Kurzkommentar zum st. gallischen 

Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989, N 16 zu Art. 8). Die Einteilung einer 

Strasse richtet sich nach der tatsächlichen oder geplanten Funktion einer Strasse. Sie 

hat unabhängig vom Strassenzustand, von den Eigentumsverhältnissen und den 

Bezeichnungen gemäss Art. 57 StrG zu erfolgen. Bei der Einteilung ist der Strassenzug 

als Ganzes zu betrachten. Es geht somit nicht darum, das Reststück einer Stichstrasse 

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ab jenem Punkt, ab welchem weniger als zehn Häuser erschlossen werden, jeweils der 

dritten Klasse zuzuteilen. Massgebend ist vielmehr, inwieweit eine Strasse in ihrer 

Funktion als Einheit zu betrachten ist. Für die Abgrenzung eines Strassenzugs soll in 

der Regel eine Abzweigung, ein Kehrplatz, eine Verengung, eine Kreuzung oder 

dergleichen massgebend sein (G. Germann, a.a.O., N 1 ff. zu Art. 8). Die Klassierung 

der Strassen hat vorausschauenden Charakter. Wohneinheiten, die in naher Zukunft 

absehbar realisiert werden können, müssen bei der Anzahl der erschlossenen 

Wohneinheiten mitgezählt werden. Beim unbestimmten Rechtsbegriff "in naher 

Zukunft" ist eine mittelfristige Perspektive einzunehmen, die deutlich weniger als zehn 

Jahre betragen muss, da andernfalls die gesetzliche Überprüfungsmöglichkeit nach 

Ablauf der Zehnjahresfrist gemäss Art. 14 Abs. 3 StrG in Verbindung mit Art. 33 Abs. 1 

des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz, sGS 

731.1, BauG) obsolet würde. Zudem ist erforderlich, dass konkrete oder realistische 

Anhaltspunkte für eine mögliche Überbauung mit einer bestimmten Anzahl von ständig 

bewohnten Wohneinheiten bestehen. Ein Baubewilligungsverfahren muss indessen 

noch nicht eingeleitet sein, sofern sich die fraglichen Parzellen im Baugebiet befinden 

und eine Erschliessung über die fragliche Strasse realistisch erscheint (vgl. VerwGE B 

2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.5.5, www.gerichte.sg.ch).

5.3.

über den vorderen Teil der X.-strasse auf einer Länge von rund 66 m sollen in naher 

Zukunft absehbar auf den Parzellen Nrn. 0003, 0000, 0004, 0007 und 0008 mehr als 

zehn ständig bewohnte Wohneinheiten erschlossen werden. Zusätzlich zur 

bestehenden Überbauung auf den Grundstücken Nrn. 0003, 0000, 0004 und 0008 

bestehen insbesondere aufgrund des Baugesuchs vom 18. Mai 2011 

unbestrittenermassen konkrete und realistische Anhaltspunkte für eine mögliche 

Überbauung der Parzelle Nr. 0007 mit zehn ständig bewohnten Wohneinheiten. Der 

vordere Teil der X.-strasse ist von der Beschwerdeführerin deshalb offensichtlich zu 

Recht als Gemeindestrasse zweiter Klasse eingeteilt worden. Was den hinterliegenden 

Teil der X.-strasse anbelangt, besteht, abgesehen vom Grundstück Nr. 0007, nach den 

unbestrittenen Angaben im Amtsbericht des AREG vom 8. März 2012 (von Amtes 

wegen beigezogen) einzig auf der südseitigen Parzelle Nr. 0006 in der Wohn- und 

Gewerbezone WG3 ein theoretisches überbauungspotential. Bei einer Landfläche von 

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2090 m  und einer Grundausnützung von 0.65 ist nicht auszuschliessen, dass darauf 

dereinst anstelle des bestehenden Einfamilienhauses – ohne Gewerbeflächen 

einzurechnen – 8 bis 15 weitere Wohneinheiten erstellt werden könnten. Aus den Akten 

ergeben sich indessen keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass in naher Zukunft, 

d.h. innert weniger als zehn Jahren, zusätzliche Wohneinheiten auf Parzelle Nr. 0006 

erstellt werden. Das Argument der Beschwerdeführer 2, die Parzelle Nr. 0006 müsse 

laut dem Koordinationsblatt IV 13 des kantonalen Richtplans resp. dem 

Planungsbericht zum Teilzonenplan "B.-strasse" verdichtet werden, führt zu keinem 

anderen Ergebnis (vgl. dazu die Stellungnahme der Beschwerdeführer 2 vom 13. 

Oktober 2014 mitsamt Beilagen Nrn. 1 und 2, B 2014/72 act. 18). Die Parzelle Nr. 0006 

liegt nicht im Perimeter des Teilzonenplans "B.-strasse" (vgl. Planungsbericht vom 6. 

Januar 2014, S. 10, B 2014/72 Beilage Nr. 2 zu act. 18). Auch ist nicht ersichtlich und 

wird von den Beschwerdeführern 2 nicht weiter substantiiert, inwiefern die 

Nutzungsintensität auf Parzelle Nr. 0006 in den nächsten zehn Jahren mit anderen 

nutzungsplanerischen Massnahmen gemäss dem Zwischenergebnis im 

Koordinationsblatt IV 13 erhöht werden sollte. Über den hinteren Teil der X.-strasse 

werden demnach weniger als zehn Wohneinheiten erschlossen, zumal nicht erkennbar 

ist, dass die gemäss Strassenbauprojekt vom 15. August 2011 geplante Hauszufahrt 

auf Parzelle Nr. 0007 geändert werden soll. Es stellt sich daher weiter die Frage, ob der 

vorder- und der hinterliegende Teil der X.-strasse eine Einheit darstellen. Die 

Beschwerdeführerin 1 stellt sich auf den Standpunkt, die X.-strasse bestehe nach dem 

geplanten Ausbau wegen der Verengung auf den letzten 68 m und dem gemäss 

Bauprojekt vom 18. Mai 2011 projektierten Wendeplatz aus zwei deutlich zu 

unterscheidenden Teilen, weshalb die Vorinstanz zu Unrecht von einem einheitlichen 

Strassenzug ausgegangen sei. Unabhängig von der Zulässigkeit des geplanten 

Ausbaustandards, unterscheidet sich die X.-strasse wegen der Verengung auf den 

letzten 68 m und des "Wendeplatzes" grundsätzlich nicht von "üblichen" Stichstrassen. 

Entgegen anderslautender Darstellung der Beschwerdeführerin 1 muss eine "übliche" 

Stichstrasse nicht zwingend auf der ganzen Länge gleich ausgestaltet sein, wenn, wie 

vorliegend, über den hinterliegenden Teil deutlich weniger Wohneinheiten erschlossen 

werden als über den vorderliegenden Teil. Wenn der Argumentation der 

Beschwerdeführerin 1 gefolgt würde, müssten die hinterliegenden Teile von 

Stichstrassen in Bauzonen, über welche weniger als zehn ständig bewohnte 

2

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Wohneinheiten erschlossen werden, in aller Regel als Gemeindestrassen dritter Klasse 

klassiert werden, obschon die Beschwerdeführerin 1 gerade dies in Abrede stellt. Ein 

solches Vorgehen ist nach dem unter Erwägung 5.2 Gesagten offensichtlich nicht mit 

den Klassierungskriterien nach Art. 8 Abs. 2 und 3 StrG vereinbar. Folglich kann im 

konkreten Fall nicht von zwei unterschiedlichen Funktionen des vorder- und des 

hinterliegenden Teils der X.-strasse gesprochen werden. Vielmehr liegt es nach den 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in Erwägung Ziff. 3.3 des angefochtenen 

Entscheides in der Natur der Sache, dass der Zufahrtsverkehr auf einer Stichstrasse 

mit zunehmender Länge abnimmt, weil weniger Anwohner über den hinter- als den 

vorderliegenden Teil der Strasse fahren müssen. Die X.-strasse bildet demgemäss 

einen einheitlichen Strassenzug, weshalb auch der hintere Teil der X.-strasse als 

Gemeindestrasse zweiter Klasse einzuteilen ist. Weitere Gründe für eine 

unterschiedliche Klassierung der beiden Strassenteile werden von der 

Beschwerdeführerin 1 nicht dargetan und sind auch nicht erkennbar. Mit der Widmung 

des hinterliegenden Teils der X.-strasse als Gemeindestrasse dritter Klasse hat die 

Beschwerdeführerin 1 die kantonalrechtlichen Zuteilungskriterien gemäss Art. 8 Abs. 2 

und 3 StrG verletzt und damit den ihr zustehenden Entscheidungsspielraum 

überschritten. Dies hat die Vorinstanz zu Recht beanstandet, ohne in den 

Autonomiebereich der Beschwerdeführerin 1 einzugreifen. Die Anträge Ziff. 1, 2 und 4 

der Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 sind daher abzuweisen. Lediglich der 

Vollständigkeit halber bleibt festzuhalten, dass das "Inaussichtstellen" der 

Genehmigung des Teilstrassenplans "Verbreiterung X.-strasse" vom 13. 

Dezember 2012 durch das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen an diesem Ergebnis im 

Individualrechtsschutzverfahren nichts ändert. Selbst der Genehmigungsentscheid 

stellt nur eine vorläufige Kontrolle dar, an welche die Rechtsmittelbehörde nicht 

gebunden ist (vgl. BGer 1C_71/2014 vom 19. Februar 2015 E. 2.2.1). Darüber hinaus ist 

der Beschwerdeführerin 1 nahezulegen, den neuen Teilstrassenplan aus Gründen der 

Rechtssicherheit ordnungsgemäss mit Datum und Unterschrift des Stadtpräsidenten 

und des Stadtschreibers zu versehen. Auch ist die Massstabsangabe auf dem Plan 

(fälschlicherweise 1:200) zu berichtigen.

5.4.

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Wie hiervor unter Erwägung 5.3 ausgeführt, sind beide Teile der X.-strasse einheitlich 

als Gemeindestrasse zweiter Klasse einzuteilen. Bei dieser Sachlage ist der 

Eventualantrag (Ziff. 3) der Beschwerdeführerin 1, es sei festzustellen, dass die X.-

strasse auf der ganzen Länge als Gemeindestrasse dritter Klasse einzuteilen sei, 

abzuweisen. Es kann daher offen bleiben, ob auf diesen Eventualantrag überhaupt 

einzutreten gewesen wäre (vgl. zu den Voraussetzungen der Feststellung VerwGE 

B 2011/177 vom 29. August 2012 E. 2.5.1, www.gerichte.sg.ch). Festzuhalten bleibt 

einzig, dass sich die Beschwerdeführerin 1 mit ihrem Feststellungsbegehren in 

Widerspruch zu ihrem Beschluss vom 6. Juni 2012 (von Amtes wegen beigezogen) 

setzt, den Teilstrassenplan vom 15. August 2011 zu widerrufen und die X.-strasse 

teilweise der zweiten Klasse zuzuteilen.

6.           

Die Beschwerdeführer 2 lassen vortragen, der projektierte Ausbau der X.-strasse 

entspreche nicht den Anforderungen an eine hinreichende Erschliessung. Weil eine 

Gemeindestrasse zweiter Klasse Teil des öffentlichen Strassenverkehrsnetzes bilde 

und damit ein höheres Verkehrsaufkommen aufzunehmen habe, müssten höhere 

Ausbauanforderungen gelten als bei einer Gemeindestrasse dritter Klasse. 

Dementsprechend würden die Richtlinien für Strassen der Stadt Q. vom 

20. Januar 1993 (nachfolgend: Richtlinien) für die unterschiedlichen Strassenklassen 

unterschiedliche Dimensionierungen vorsehen. Die Beschwerdeführerin 1 habe das 

Strassenprojekt unzulässigerweise in keinem Punkt angepasst, nachdem sie die 

Umklassierung des vorderen Teils der Strasse am 6. Juni 2012 beschlossen habe. 

Überdies bestehe auf dem Grundstück Nr. 0006 ein erhebliches Überbauungspotential 

von bis zu weiteren fünfzehn Wohneinheiten. Ein Ausbau, der dem ausgewiesenen 

Überbauungspotential auf dem Grundstück Nr. 0006 Rechnung trage und somit die 

Erschliessung von 33 Wohneinheiten ermögliche, könne keinesfalls als 

unverhältnismässig bezeichnet werden. Weiter verstosse eine Strassenbreite von 4.0 m 

im vorderen Teil bis zur Zufahrt zur geplanten Tiefgarage und von 2.5 m im hinteren Teil 

gegen die Richtlinien. Der Stadtrat Q. habe sich in der Verfügung vom 9. November 

2011 explizit auf die Regelmasse der Richtlinien abgestützt und diese für massgeblich 

erklärt. Zudem müsse die X.-strasse unter Berücksichtigung des 

Überbauungspotentials auf dem Grundstück Nr. 0006 dem Typ "Zufahrtsstrasse" 

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gemäss der VSS-Norm 640 045 zugewiesen werden. Folglich müsse bei der 

Dimensionierung vom Grundbegegnungsfall Personenwagen/Personenwagen 

ausgegangen werden. Ein Abweichen von den Richtlinien resp. den VSS-Normen sei 

unzulässig, da Kreuzungsmanöver nicht gefahrlos ausgeführt werden könnten. Ein 

Kreuzen zweier Personenwagen sei nur bei sehr reduzierter Geschwindigkeit gerade 

noch möglich. Für den zusätzlichen Fussgänger- und Radverkehr bleibe keinerlei 

Raum. Es könne somit keinesfalls von einem sicheren, ausreichenden Weg gesprochen 

werden, zumal die neue Stützmauer ein Ausweichen auf der südlichen Strassenseite 

ausschliesse. Ein Ausweichen auf die privaten Grundstücke auf der Nordseite sei nicht 

möglich, denn dafür würden keine rechtlichen Grundlagen bestehen. Ferner verlaufe 

die Strasse nicht gerade, sondern in einer leichten Kurve, so dass Strassenbenützer 

des hinteren Teils keine Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge hätten, die sich im 

Bereich der Zufahrt A.-strasse befänden. Im Weiteren bestehe vorliegend auf der 

gesamten Strassenlänge keine genügende Wendemöglichkeit. Eine solche sei für eine 

hinreichende Erschliessung praxisgemäss zwingend erforderlich. Die 

Wendemöglichkeit auf dem Grundstück Nr. 0007 sei nicht rechtlich sichergestellt. Auch 

weise sie ein Gefälle von rund 10 % auf, was per se – gerade bei grösseren 

Fahrzeugen – nicht als günstige Voraussetzung für ein Wendemanöver bezeichnet 

werden könne. Dies gelte angesichts der parkierten Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe 

umso mehr. Grössere und weniger leicht manövrierbare Fahrzeuge müssten rückwärts 

in die A.-strasse einbiegen, was aus Gründen der Verkehrssicherheit offensichtlich 

nicht vertretbar sei. Darüber hinaus weise das Strassenbauprojekt keine Beleuchtung 

gemäss den Richtlinien auf. Die X.-strasse müsse auf 5 bis 5.50 m zuzüglich eines 

Gehwegs ausgebaut werden.

6.1.

Neben den Grundsätzen gemäss Art. 1 und 3 RPG sowie Art. 33 StrG ist beim 

Strassenbau zwingend zu beachten, dass Bauten und Anlagen nur auf erschlossenem 

Land errichtet oder geändert werden dürfen (vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG und Art. 49 

Abs. 1 BauG), was eine hinreichende Zufahrt voraussetzt (vgl. Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 

4 des Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes, SR 843, WEG, und Art. 49 Abs. 2 

lit. a BauG). Die Festlegung des Ausmasses der Erschliessungsanlagen und die 

Umschreibung der genügenden Zugänglichkeit ist Sache des kantonalen Rechts (BGer 

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1C_382/2008 vom 5. Februar 2009 E. 3.2). Den kantonalen und kommunalen Behörden 

steht dabei ein erhebliches Ermessen zu (VerwGE B 2012/216 vom 22. Mai 2013 E. 3.1 

mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Eine Zufahrt ist dann als hinreichend zu 

betrachten, wenn sie tatsächlich so beschaffen ist, dass sie bau- und 

verkehrstechnisch der bestehenden und der geplanten Überbauung genügt, den zu 

erwartenden Fahrzeugen und Fussgängern sicheren Weg bietet und von den 

öffentlichen Diensten ungehindert benützt werden kann und, wenn sie über fremdes 

Eigentum führt, rechtlich gesichert ist. In Betracht zu ziehen sind die örtlichen 

Gegebenheiten sowie die Anlage und Zweckbestimmung der Gebäude, denen die 

Zufahrt zu dienen hat. Auf einer Strasse, die einer Mehrzahl von Wohnhäusern zu 

dienen hat und auf der mit regelmässigem Verkehr zu rechnen ist, müssen 

Kreuzungsmanöver ohne Gefahr möglich sein. Zudem ist Radfahrern und Fussgängern 

genügend Raum zu lassen. Nicht unbedingt erforderlich ist, dass Kreuzungsmanöver 

zwischen Motorfahrzeugen auf der ganzen Strecke möglich sind. Unter Umständen 

können einige zweckmässig angeordnete Kreuzungsstellen genügen. (vgl. B. Heer, St. 

Gallisches Bau- und Planungsrecht, St. Gallen 2003, N 513 ff.). Soweit der 

Ausbaustandard von Strassen zu beurteilen ist, können im vorliegenden Fall die 

Richtlinien sowie die Normen der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS) 

herangezogen werden. Ungeachtet dessen, ob die Beschwerdeführerin 1 die 

Richtlinien gemäss den nicht weiter belegten Angaben in ihrer Vernehmlassung vom 1. 

September 2014 (B 2014/72 act. 14) im Jahr 2013 aufgehoben hat, hat sie die 

Richtlinien im Einspracheentscheid vom 29. August 2012 für die Bemessung der 

Strassenbreite konkret als massgeblich erklärt. Bei den Richtlinien und den VSS-

Normen handelt es sich jedoch nicht um Rechtssätze, sondern um 

Verwaltungsanweisungen, die ein anerkanntes Hilfsmittel bei der Frage bilden, ob eine 

Anlage den Anforderungen der Verkehrssicherheit genügt. Ihre Anwendung im Einzelfall 

muss indessen dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit standhalten, weshalb sie 

einem Entscheid nicht ungeachtet der konkreten Verhältnisse zugrunde gelegt werden 

dürfen (vgl. VerwGE B 2005/10 vom 20. Juni 2005 E. 3a mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch).

6.2.

http://www.gerichte.sg.ch

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Gemäss Art. 5 der Richtlinien richtet sich der Bau von Strassen nach der 

Zweckbestimmung, den Grundsätzen des Strassengesetzes, dem Anhang 1 sowie den 

Schweizer Normen (SN) des VSS. Nach der VSS-Norm SN 640 045 vom April 1992 ist 

der Typ Zufahrtsweg zur Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu 30 

Wohneinheiten anzuwenden. Die Länge der Zufahrtswege sollte je nach Gebäudehöhe 

auf etwa 40 bis 80 m begrenzt werden. Zufahrtswege müssen über einen Fahrstreifen 

verfügen, müssen in der Regel keinen Wendeplatz aufweisen und dürfen nicht 

durchgehend befahrbar sein. Auf Zufahrtswegen ist vom Grundbegegnungsfall 

Personenwagen/Fahrrad bei stark reduzierter Geschwindigkeit auszugehen. Der Typ 

Zufahrtsstrasse ist zur Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu 150 

Wohneinheiten oder bei Verkehrsaufkommen gleichwertiger Quellen anzuwenden. 

Zufahrtsstrassen verfügen über zwei oder einen Fahrstreifen, dürfen in der Regel nicht 

durchgehend befahrbar sein und müssen einen Wendeplatz bei Sackgassen aufweisen. 

Es ist vom Grundbegegnungsfall Personenwagen/Personenwagen bei stark reduzierter 

Geschwindigkeit auszugehen. Gemäss der VSS-Norm SN 640 201 vom Oktober 1992 

ist bei stark reduzierter Geschwindigkeit (bis 30 km/h) beim Grundbegegnungsfall 

Personenwagen/Personenwagen eine Strassenbreite von mindestens 4.80 m und beim 

Grundbegegnungsfall Personenwagen/Fahrrad eine solche von mindestens 3.60 m 

erforderlich. In Anlehnung an den Typ Zufahrtsstrasse ist gemäss Anhang 1, Teil 2, der 

Richtlinien für Gemeindestrassen zweiter Klasse eine Fahrbahnbreite von mindestens 

4.75 m vorgeschrieben. Zusätzlich muss ein Gehweg von 2.00 m Breite erstellt werden.

6.3.

Entgegen der Meinung der Beschwerdeführer 2 ist vorab festzuhalten, dass die 

vorgenommene resp. erforderliche Umklassierung des vorder- bzw. hinterliegenden 

Teils der X.-strasse von der dritten in die zweite Klasse nicht zwingend zu einer 

Änderung des Strassenbauprojekts führen muss, zumal die Lage und Ausdehnung des 

vorderen Teils der Strasse gemäss dem Teilstrassenplan vom 1. Juni 2012 im Vergleich 

zu demjenigen vom 15. August 2011 unverändert geblieben ist. Massgebend ist, wie 

die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 1. Juli 2014 zutreffend ausführt (B 2014/72 

act. 9), ob der geplante Ausbau der Strasse in der konkreten Erschliessungssituation 

genügt, was im Folgenden zu prüfen ist: Gemäss Erwägung 5.3 steht fest, dass die X.-

strasse auf ihrer gesamten Länge als Gemeindestrasse zweiter Klasse einzuteilen ist 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/23

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und auf Parzelle Nr. 0006, anders als von den Beschwerdeführern 2 behauptet, in 

absehbarer Zeit kein ausgewiesenes überbauungspotential besteht. Hingegen ist das 

Potential von zehn zusätzlichen Wohnungen auf Parzelle Nr. 0007 unbestritten. Unter 

Berücksichtigung der acht bestehenden Wohneinheiten werden über die X.-strasse 

somit 18 Wohneinheiten erschlossen. Gemäss dem strittigen Strassenbauprojekt ist 

vorgesehen, die X.-strasse auf einer Länge von rund 66 m ab der A.-strasse auf 4.0 m, 

auf den ersten zehn Metern ab der A.-strasse auf 5.50 m zu verbreitern und zusätzlich 

ein Bankett von 0.50 m auf der Seite der neuen Stützmauer zu erstellen (vgl. 

Situationsplan vom 15. August 2011 und Amtsbericht des Strasseninspektorats vom 

7. Mai 2013, B 2014/64 Beilagen zu act. 8/2 und act. 8/4). Auf den restlichen 68 m 

bleibt die Strasse höchstens 2.80 m breit. Demzufolge hält die X.-strasse im 

ausgebauten Zustand selbst bei reduzierter Geschwindigkeit die gemäss Anhang 1 der 

Richtlinien für Gemeindestrassen zweiter Klasse vorgeschriebene Breite von 

mindestens 4.75 m (Fahrbahn) plus 2.0 m (Gehweg) nicht ein. Gleiches gilt – mit 

Ausnahme der ersten zehn Meter ab der A.-strasse – für die gemäss den einschlägigen 

VSS-Normen vorgeschriebene Breite von 4.80 m für Zufahrtsstrassen. Bei einer Länge 

von rund 134 m kann die X.-strasse sodann grundsätzlich nicht als Zufahrtsweg 

qualifiziert werden, da die Länge von Zufahrtswegen gemäss der VSS-Norm SN 640 

045 auf etwa 40 bis 80 m begrenzt ist. Im konkreten Fall darf jedoch nicht ausser Acht 

gelassen werden, dass lediglich 18 Wohneinheiten und damit deutlich weniger als die 

für Zufahrtswege zulässigen 30 Wohneinheiten über die X.-strasse erschlossen werden 

sollen. Die durchschnittliche stündliche Verkehrsbelastung wird dementsprechend weit 

weniger als 50 Fahrzeuge betragen. Bei dieser Sachlage erweist sich die Anwendung 

der Strassenbreite für Zufahrtsstrassen, welche bis zu 150 Wohneinheiten erschliessen, 

sowie derjenigen gemäss Anhang 1 der Richtlinien, welche über diejenige für 

Zufahrtsstrassen hinausgeht, konkret von vorneherein als unverhältnismässig. 

Stattdessen ist auf die für Zufahrtswege normierte Strassenbreite abzustellen. Die 

normierte Breite von 3.60 m für Zufahrtswege ist auf den ersten 66 m mit einer Breite 

5.50 m resp. von 4.00 m plus 0.50 m Bankett eingehalten. überdies ermöglicht eine 

Breite von 4.0 m plus 0.50 m Bankett nach dem Amtsbericht des 

Strasseninspektorates vom 7. Mai 2013 (B 2014/64 Beilage zu act. 8/4) bei stark 

reduzierter Geschwindigkeit ein Kreuzen von zwei Personenwagen, weshalb dabei 

nicht auf benachbarte Grundstücke ausgewichen werden muss. Unbehelflich ist in 

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diesem Zusammenhang das Argument der Beschwerdeführer 2, es müsse nicht nur 

das Kreuzen von zwei Personenwagen, sondern das Kreuzen von zwei Personenwagen 

unter gleichzeitiger Berücksichtigung der Strassenbenützung durch Velofahrer und 

Fussgänger gefahrlos möglich sein. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens auf 

der X.-strasse ist das gleichzeitige Kreuzen von zwei Personenwagen plus Velofahrer 

und Fussgänger äusserst unwahrscheinlich. Sodann ist nicht ersichtlich und wird von 

den Beschwerdeführern 2 nicht weiter substantiiert, inwiefern die Tatsache, dass die 

X.-strasse in einer leichten Kurve verläuft, die Verkehrssicherheit vermindern würde. 

Des Weiteren ist eine Beleuchtung im vorliegenden Fall nach Art. 58 StrG, welche 

Bestimmung den Richtlinien klarerweise vorgeht, für die Verkehrssicherheit nicht 

zwingend erforderlich. Innerhalb des besiedelten Gebietes müssen in der Regel nur 

Staatsstrassen, Gemeindestrassen erster Klasse sowie Verkehrsknoten ausreichend 

beleuchtet werden (G. Germann, a.a.O., N 1 zu Art. 58), zumal künstlich erzeugtes Licht 

nach Art. 11 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz 

(Umweltschutzgesetz, SR 814.01, USG) im Rahmen der Vorsorge zu begrenzen ist. 

Insgesamt vermag der vordere Teil der X.-strasse damit den Anforderungen an eine 

hinreichende Erschliessung zu genügen. Hingegen wird die für Zufahrtswege normierte 

Breite von 3.60 m auf dem hinterliegenden, höchstens 2.80 m breiten Teil der X.-

strasse auf einer Länge von rund 68 m offensichtlich nicht eingehalten. Mit einer 

solchen Breite würde nicht einmal die für Grundstückszufahrten normierte Breite von 

mindestens 3.0 m erreicht (vgl. VSS-Norm SN 640 050 vom Mai 1993). Diesbezüglich 

können sich die jeweiligen Eigentümer der Parzelle Nr. 0006, welche über den 

hinterliegenden Teil erschlossen wird, auch nicht auf die kantonalrechtliche Bestandes- 

und Erweiterungsgarantie nach Art. 77  BauG berufen, da das Erfordernis der 

hinreichenden Erschliessung ein Begriff des Bundesrechts ist (vgl. Juristische 

Mitteilungen des Baudepartements des Kantons St. Gallen 2010/II Nr. 2 S. 6 ff.). 

Dennoch genügt der hintere, nicht erweiterte Teil nach Ansicht der Vorinstanz in 

Erwägung 2.4.2 des angefochtenen Entscheides (act. 2 S. 8) den Anforderungen an 

eine hinreichende Erschliessung, da mit dem Wendeplatz auf Parzelle Nr. 0007 

ausreichend Ausweichfläche bestehe und dieses Strassenstück nur der Erschliessung 

der Grundstücke 0006 und 0001 diene. Auch gemäss dem Amtsbericht des 

Strasseninspektorates vom 7. Mai 2013 und dem Votum des Vertreters des 

Tiefbauamtes am Augenschein vom 26. September 2013 ist die Erschliessung wegen 

bis

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der Wendemöglichkeit auf Parzelle Nr. 0007 hinreichend (B 2014/64 Beilage zu act. 8/4 

und 8/13). Die Unterschreitung der normierten Mindestbreite von 3.60 m auf dem 

hinteren Teil der X.-strasse soll demnach mit einem Wendeplatz auf Parzelle Nr. 0007 

"kompensiert" werden, um eine hinreichende Zufahrt zu gewährleisten. Eine 

Wendemöglichkeit ist gemäss der VSS-Norm 640 045 für Zufahrtswege in der Regel 

nicht vorgesehen. Da die X.-strasse rund 134 m lang ist und damit die für Zufahrtswege 

normierte Länge von maximal 80 m überschreitet, erscheint das Erfordernis einer 

Wendemöglichkeit, insbesondere für die Benützung dieser Stichstrasse durch 

Fahrzeuge der öffentlichen Dienste, im konkreten Fall als gerechtfertigt. Vorausgesetzt 

es besteht eine Wendemöglichkeit, wäre die Unterschreitung der normierten 

Strassenbreite angesichts des äusserst geringen Verkehrsaufkommens sowie mit Blick 

auf das den kantonalen Behörden zustehende erhebliche Ermessen nicht zu 

beanstanden. Entlang der X.-strasse bestehen Wendemöglichkeiten nur auf privatem 

Grund. Auf Parzelle Nr. 0007 besteht östlich der bestehenden Baute Assek.-Nr. 0009 

eine solche private Wendemöglichkeit (vgl. Fotos zum Augenschein vom 

26. September 2013, S. 12, B 2014/64 act. 8/15, www.geoportal.ch). Gemäss dem 

Strassenbauprojekt vom 15. August 2011 ist kein öffentlicher Wendeplatz geplant, 

zumal keine Rede davon sein kann, dass die geplante Tiefgaragenzufahrt auf Parzelle 

Nr. 0007 als Wendemöglichkeit dienen könnte. Zudem entbehrt die Behauptung des 

Rechtsvertreters von U.S. in seiner Antwort vom 17. September 2012 zum Rekurs 

gegen das Baugesuch auf Parzelle Nr. 0007 (B 2014/100 act. 8/12-4165/8, S. 5) 

jeglicher Grundlage, wonach ein Wendehammer anlässlich der zweiten Auflage Teil des 

Strassenprojekts gewesen sei. Darüber hinaus geht aus den vorliegenden Akten nicht 

hervor, dass der Beschwerdeführerin 1 vom privaten Grundeigentümer der Parzelle 

Nr. 0007 ein Benutzungsrecht (Dienstbarkeit) am bestehenden chaussierten 

Wendeplatz eingeräumt worden wäre. Im Weiteren ist gemäss dem Umgebungsplan 

vom 18. Mai 2011 zwar im Rahmen des privaten Bauprojekts des Grundeigentümers 

der Parzelle Nr. 0007 ein "Wendebereich" anstelle der bestehenden Baute Assek.-

Nr. 0009 auf Parzelle Nr. 0007 vorgesehen (B 2014/100 act. 8/12-4165/14/B). 

Unabhängig davon, ob darin nur ein blosses Dulden der allgemeinen Benützung oder 

das Einverständnis des privaten Grundeigentümers zu erkennen wäre (vgl. zur 

Begründung von Gemeingebrauch an einer Verkehrsfläche im Privateigentum BGer 

5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 4.3.2), ist damit jedoch rechtlich nicht 

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sichergestellt, dass dieser "Wendebereich" erstellt wird. Einerseits ist die 

Baubewilligung für das Bauprojekt auf Parzelle Nr. 0007 formell nicht rechtskräftig (B 

2014/100). Andererseits trifft den privaten Grundeigentümer der Parzelle Nr. 0007, 

soweit ersichtlich, keine Bauverpflichtung, auch wenn grundsätzlich davon 

ausgegangen werden kann, dass er den "Wendebereich" auch ohne eine solche 

Verpflichtung erstellen würde. Eine Wendemöglichkeit auf Parzelle Nr. 0007 ist somit 

rechtlich nicht sichergestellt, was die Beschwerdeführer 2 zu Recht geltend gemacht 

haben. Die X.-strasse genügt deshalb den von der Vorinstanz und dem Tiefbauamt 

gestellten Anforderungen an eine hinreichende Erschliessung nicht. Bei dieser 

Ausgangslage kann offen gelassen werden, ob sich eine – rechtlich sichergestellte – 

Wendemöglichkeit auf Parzelle Nr. 0007 anstelle einer solchen am Ende der 

Stichstrasse überhaupt als zweckmässig erweist und ob der "Wendebereich" gemäss 

dem Bauprojekt vom 18. Mai 2011 ausreichend dimensioniert wäre. Im Hinblick auf die 

überarbeitung des Strassenbauprojekts ist die Beschwerdeführerin 1 gehalten, die 

Pläne ordnungsgemäss mit Datum und Unterschrift des Stadtpräsidenten und des 

Stadtschreibers zu versehen.

7.           

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin 1 abzuweisen, diejenige der Beschwerdeführer 2 gutzuheissen ist. 

Der angefochtene Entscheid ist hinsichtlich des Strassenbauprojekts aufzuheben und 

die Sache zur Überarbeitung des Strassenbauprojekts an die Beschwerdeführerin 1 

zurückzuweisen. Dem Ausgang der Verfahren entsprechend gehen die amtlichen 

Kosten des Rekursverfahrens und der Beschwerdeverfahren zulasten der 

Beschwerdeführerin 1 (Art. 95 Abs. 1 VRP). Im Rekursverfahren hat die Vorinstanz den 

Parteien amtliche Kosten von Fr. 3500.- auferlegt. Für die Beschwerdeverfahren ist eine 

Entscheidgebühr von Fr. 4000.-- angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist in den 

Beschwerdeverfahren und im Rekursverfahren zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Den 

Beschwerdeführern 2 ist der im Beschwerdeverfahren B 2014/72 resp. im 

Rekursverfahren geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3500.-- bzw. von Fr. 1000.-- 

zurückzuerstatten.  

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Die Beschwerdeführer 2 obsiegen, weshalb die Beschwerdeführerin 1 sie 

antragsgemäss ausseramtlich zu entschädigen hat (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit 

Art. 98  VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer 2 hat keine Honorarnote 

eingereicht, weshalb die Entschädigung nach richterlichem Ermessen festzulegen ist 

(Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, HonO). 

Eine Entschädigung für das Rekurs- und die Beschwerdeverfahren von gesamthaft Fr. 

6000.-- zuzüglich 4 % Barauslagen ist angemessen (Art. 19 und 22 Abs. 1 lit. b sowie 

Art. 28 Abs. 1 HonO). Die Mehrwertsteuer wird dazu gerechnet (Art. 29 HonO). 

Unabhängig vom Verfahrensausgang steht der Beschwerdeführerin 1 kein 

Kostenersatz zu (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, S. 176).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. 

Die Beschwerdeverfahren (B 2014/64 und B 2014/72) werden vereinigt.

2.     

Die Beschwerde der Beschwerdeführerin 1 wird abgewiesen.

3.           

Die Beschwerde der Beschwerdeführer 2 wird gutheissen. Der angefochtene Entscheid 

wird bezüglich des Strassenbauprojekts aufgehoben und die Sache zur Überarbeitung 

des Strassenbauprojekts an die Beschwerdeführerin 1 zurückgewiesen.

4.           

Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens und der Beschwerdeverfahren von 

gesamthaft Fr. 7500.-- werden der Beschwerdeführerin 1 auferlegt; auf die Erhebung 

wird verzichtet. Den Beschwerdeführern 2 wird der im Beschwerdeverfahren B 2014/72 

resp. im Rekursverfahren geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3500.-- bzw. Fr. 1000.-- 

zurückerstattet.

bis

bis 

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5.           

Die Beschwerdeführerin 1 entschädigt die Beschwerdeführer 2 ausseramtlich für das 

Rekurs- und die Beschwerdeverfahren mit gesamthaft Fr. 6000.-- (zuzüglich 4 % 

Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Der Präsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                              Bischofberger

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 28.05.2015
	Strassenrecht, Verfahrensrecht, Art. 25a RPG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 lit. a VKoG, Art. 8 Abs. 2 und 3 StrG, Art. 19 Abs. 1 RPG.Das Strassenplan- muss vorliegend nicht mit dem Baubewilligungsverfahren koordiniert werden (E. 4.2).Es liegt in der Natur der Sache, dass der Zufahrtsverkehr auf einer Stichstrasse mit zunehmender Länge abnimmt, weil weniger Anwohner über den hinter- als den vorderliegenden Teil der Strasse fahren. Die unterschiedliche Klassierung der beiden Strassenteile verstösst gegen die kantonalrechtlichen Zuteilungskriterien gemäss Art. 8 Abs. 2 und 3 StrG (E. 5.3). Mangels rechtlich sichergestellter Wendemöglichkeit genügt die X.-strasse nicht den Anforderungen an eine hinreichende Erschliessung (E. 6.2), (Verwaltungsgericht, B 2014/64 und B 2014/72).

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