# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e7e95e5-25db-5135-861d-89416f498e48
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-10-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 03.10.2006 SKA 2006 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKA-2006-21_2006-10-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 03. Oktober 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKA 06 21

(Auf die gegen diese Entscheidung erhobene Beschwerde wurde vom Bun-
desgericht mit Urteil vom 20. Dezember 2006 (7B.195/2006) nicht eingetreten.)

Entscheid
Kantonsgerichtsausschuss

als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Sutter-Ambühl und Tomaschett-Murer
Aktuar Conrad

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In der Schuldbetreibungs- und Konkursbeschwerde

des QX., Schuldner und Beschwerdeführer,

gegen

die Verfügung des Betreibungsamtes Davos vom 25. August 2006, mitgeteilt am 25. 
August 2006, in Sachen C., Gläubiger und Beschwerdegegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Silvio C. Bianchi, Martinsplatz 8, 7002 Chur, gegen den 
Schuldner und Beschwerdeführer, 

betreffend Lastenverzeichnis (Zugehör/Forderungsanmeldung, Bestreitung bei der 
Aufsichtsbehörde; Neuschätzung)

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hat sich ergeben:

A. QX. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 361 in Davos Platz. In der 
darauf stehenden Liegenschaft führen er und/oder seine Firma QX T. GmbH das 
Hotel R. samt einer Pizzeria. Gemäss Grundbuchauszug vom 24. April 2006 ist seit 
dem 24. August 1984 die gesamte Betriebseinrichtung inklusive Mobiliar und Inven-
tar im Gesamtwert von Fr. 90'000.— als Zugehör angemerkt. Die Liegenschaft ist 
mit 5 Inhaberschuldbriefen und einer Kapitalgrundpfandverschreibung belastet. 

B. In der Betreibung auf Grundpfandverwertung Nr. 20501028 des Be-
treibungsamtes Davos, mit QX. als Schuldner und C. als Gläubiger der Kapital-
grundpfandverschreibung im 4. Rang, stellte C. am 06. April 2006 das Verwertungs-
begehren. Am 31. Juli und 23. August 2006 sind die Spezialanzeigen an Schuldner, 
Pfand- und Pfändungsgläubiger gemäss Art. 139 SchKG, Art. 30 VZG erfolgt, mit 
Festsetzung des Steigerungstermins auf den 04. Oktober 2006 und Angabe eines 
betreibungsamtlichen Schätzungswerts von Fr. 1'356'000.—. Für die Schätzung hat 
das Betreibungsamt den Zeitwert der amtlichen Schätzung aus dem Jahre 1994 
übernommen. Am 25. August 2006 teilte das Betreibungsamt den Beteiligten das 
Lastenverzeichnis und die Steigerungsbedingungen mit.

C. Bereits zuvor, am 21. August 2006 hatte sich QX. mit einem Schreiben 
an den Kantonsgerichtsausschuss als Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und 
Konkurssachen gewandt und bemängelt, das Betreibungsamt  Davos gebe den sei-
nerseits erhobenen Einwänden betreffend (Dritt)Eigentum an der Zugehör und 
Schätzung der Liegenschaft keine Folge. Auf entsprechende Aufforderung hin, legte 
QX. fristgemäss am 30. August 2006 das Lastenverzeichnis vom 25. August 2006 
als Anfechtungsobjekt ein. Mit gleichzeitig eingelegtem, jedoch nicht unterzeichne-
tem Begleitschreiben machte er geltend, das gesamte Klein- und Grossinventar 
stehe seit dem 1. November 2005 im Eigentum der QX T. GmbH, welcher er im 
Übrigen den ganzen Gastgewerbebetrieb (mit Ausnahme seiner eigenen Wohnung 
im 3. OG) vermietet habe. Sodann bemängelt er, unter Beilage einer selbst veran-
lassten Liegenschaftsschätzung aus dem Jahre 2004 über Fr. 1'945'000.—, eine zu 
tiefe betreibungsamtliche Schätzung, beziehungsweise fordert sinngemäss eine 
neue Schätzung der Liegenschaft. Schliesslich macht er geltend, es sei "ein Kredit 
falsch eingegeben" worden, respektive bestreitet die Höhe der entsprechend ins 
Lastenverzeichnis aufgenommenen Forderung. Der prozessleitenden Aufforde-
rung, seine Rechtsschrift vom 30. August 2006 unterzeichnet einzulegen, kam QX. 
am 26. September 2006 fristgerecht nach.

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Das Betreibungsamt Davos schliesst auf Abweisung der Beschwerde.

Der Gläubiger C. beantragt Nichteintreten auf die Beschwerde, eventuell de-
ren Abweisung, unter gesetzlicher Kostenfolge.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1.a. Gemäss Art. 17 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das 
Gesetz den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines 
Betreibungsamts bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unan-
gemessenheit Beschwerde geführt werden. Die Beschwerde muss binnen zehn Ta-
gen seit dem Tag, an welchem der Beschwerdeführer von der Verfügung Kenntnis 
erhalten hat, angebracht werden. 

b. Eine Beschwerde muss sich gegen einen konkreten amtlichen Voll-
streckungsakt richten. Der Schriftsatz vom 21. August 2006 muss im Verhältnis zum 
nachmalig als Anfechtungsobjekt bezeichneten und beigebrachten Lastenverzeich-
nis vom 25. August 2006 als verfrüht bezeichnet werden; er kann aus zeitlichen 
Gründen kaum als Beschwerde durchgehen. Der Schriftsatz vom 30. August 2006, 
welcher im Wesentlichen dieselben sinngemässen Anträge und Argumente wie der 
vorangehende enthielt, war zeitig, jedoch formwidrig im Licht der kantonalen Ver-
fahrenvorschriften, wonach die Beschwerde schriftlich, unterzeichnet und unter Bei-
lage der angefochtenen Entscheidung einzureichen ist (vgl. Art. 22 GVVSchKG Abs. 
1 und 4 i.V.m. Art. 20 VVG). Die bestehenden formellen Defizite (fehlende Unter-
zeichnung, fehlende Beilage des Anfechtungsobjekts), welche die Nichtanhand-
nahme der Beschwerde ohne vorgängige Einräumung einer Gelegenheit zur Ver-
besserung nicht erlaubt hätten (vgl. dazu Art. 22 GVVSchKG Abs. 4 i.V.m. Art. 21 
VVG), sind vom Beschwerdeführer innert angesetzter Frist behoben worden. Ent-
gegen der Auffassung des Beschwerdegegners C. steht aus dieser Sicht daher dem 
Eintreten auf die Beschwerde von QX. nichts (mehr) entgegen.

2. Gemäss Art. 140 SchKG ermittelt der Betreibungsbeamte vor der Ver-
steigerung die auf dem Grundstück ruhenden Lasten (Dienstbarkeiten, Grundlas-
ten, Grundpfandrechte und vorgemerkte persönliche Rechte) anhand der Eingaben 
der Berechtigten und eines Auszuges aus dem Grundbuch. Er stellt den Beteiligten 
das Verzeichnis der Lasten zu und setzt ihnen gleichzeitig eine Bestreitungsfrist von 
zehn Tagen. Die Artikel 106–109 SchKG sind anwendbar. Ausserdem ordnet der 
Betreibungsbeamte eine Schätzung des Grundstückes an und teilt deren Ergebnis 

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den Beteiligten mit. Mit Aufsichtsbeschwerde gegen das Lastenverzeichnis gemäss 
Art. 17 SchKG können nur formelle Fehler des Amtes gerügt werden, so beispiels-
weise die Aufnahme eines Anspruchs, der sich nicht aus dem Grundbuch ergibt, die 
unrichtige Übernahme aus dem Grundbuch, die Aufnahme eines nicht angemelde-
ten Anspruchs, die Verweigerung der Aufnahme eines angemeldeten Anspruchs, 
die Abweisung zufolge verspäteter Anmeldung und dergleichen. Dagegen entschei-
det allein der Richter über die materielle Begründetheit von behaupteten Rechtsan-
sprüchen.

a. Soweit der überaus kurzen und holprig formulierten Beschwerdeschrift 
und dem Sachzusammenhang entnommen werden kann, macht der Beschwerde-
führer nicht geltend, die aus dem Grundbuchauszug hervorgehenden Lasten und 
Rechte, wozu auch das dort als Zugehör angemerkte Inventar gehört, seien vom 
Grundbuch falsch in das Lastenverzeichnis übertragen worden. Das Betreibungs-
amt hat hier nur beziehungsweise einfach das ins Lastenverzeichnis zu überneh-
men, was im Grundbuch steht. Das hat das Betreibungsamt Davos denn auch of-
fensichtlich richtig gemacht. Der Verzicht auf die detaillierte Aufführung der einzel-
nen Zugehörgegenstände und ihre Einzelbewertung ist angesichts des ausdrückli-
chen Hinweises auf das bei den Grundbuchbelegen befindliche Inventar zulässig 
(vgl. Art. 11 Abs. 2, 2. Satz VZG). Mit seinen Rügen, das Hotel- und Restaurantin-
ventar gehöre einem Dritten beziehungsweise sei nicht mehr Zugehör des zu ver-
wertenden Grundstücks im Sinne von Art. 644 f. ZGB, wirft der Beschwerdeführer 
typisch materiell-rechtliche Fragen auf, mit denen er im Beschwerdeverfahren nach 
Art. 17 SchKG nicht gehört werden kann. Sie sind im Klageverfahren vor den or-
dentlichen Zivilrichter zu tragen. Die materiell-rechtlichen Fragen, ob eine Pfandsa-
che des Schuldners Eigentum ist oder Zugehör zu einem verpfändeten Grundstück 
bildet, das heisst ob sie dessen rechtliches Schicksal teile, wird im Pfandverwer-
tungsverfahren zur Frage nach dem Umfang der Pfandhaft. Entgegen seiner Auf-
fassung hat das Betreibungsamt nicht zu prüfen, ob die Pfandgläubiger dem Ver-
kauf des Inventars hätten zustimmen müssen und welches die Folgen mangelnder 
Zustimmung sind. Hingegen hat es gestützt auf das Grundbuch zutreffenderweise 
verfügt, alles Inventar sei Zugehör und hafte mit. Diese prima facie Qualifikation ist 
angesichts des aktuellen Grundbuchauszugs zwingend. Wer mit ihr nicht einver-
standen ist und die Zugehöreigenschaft materiell bestreiten will - sei es der Pfand-
schuldner QX. selbst, sei es seine im gegenständlichen Zusammenhang als Dritte 
zu bezeichnende QX T. GmbH - dem muss Gelegenheit gegeben werden, die Sa-
che im Lastenbereinigungsverfahren vor den Richter zu bringen. Streitigkeiten über 
die Bestandteils- oder Zugehöreigenschaft werden im Lastenbereinigungsverfahren 

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ausgetragen (Art. 11 Abs. 4, Art. 38 Abs. 2 VZG), wobei die Sache im so genannten 
Vorverfahren beim Betreibungsamt einzuleiten ist (Art. 140 Abs. 2 SchKG, Art. 107-
109 SchKG, Art. 22 Abs. 4 VZG, Art. 37-39 VZG). Die Vorinstanz hat den Schuldner 
in der Mitteilung des Lastenverzeichnisses denn auch zutreffend darauf hingewie-
sen, dass die im Verzeichnis angegebenen Zugehörgegenstände als solche aner-
kannt werden, wenn nicht innerhalb einer Frist von 10 Tagen beim Betreibungsamt 
eine schriftliche Bestreitung erfolgt (act. 03.1, Ziff. 1 und 2). Der Schuldner hat dies 
insofern nicht befolgt, als er sich mit seiner Bestreitung direkt an die Aufsichts-
behörde gewendet hat. Das schadet ihm nicht. Der Kantonsgerichtsausschuss als 
Aufsichtsbehörde in SchKG-Sachen ist gehalten, die "Beschwerde" von QX. dem 
Betreibungsamt als Bestreitung der Zugehöreigenschaft weiterzuleiten (so bereits 
BGE 100 III 8, der wohl auch für den umgekehrten Weg gilt; Art. 32 Abs. 2 SchKG; 
Häusermann/Stöckli/Feuz, Basler Kommentar, N 114 zu Art. 140 SchKG). Die Sa-
che ist daher dem Betreibungsamt Davos zu überweisen, mit der Vorgabe, sie als 
Bestreitung der Zugehörseigenschaft zu behandeln und nach den entsprechenden 
Bestimmungen vorzugehen.

Gemäss Art. 38 Abs. 2 und 3 VZG gilt: Sind im Lastenverzeichnis Ge-
genstände als Zugehör des Grundstückes aufgeführt (Art. 34 Abs. 1 lit. a VZG), so 
hat das Betreibungsamt gleichzeitig mit der nach Art. 37 VZG zu erlassenden An-
zeige den Pfändungsgläubigern, dem Schuldner, und wenn die Gegenstände von 
einem Dritten als Eigentum beansprucht werden, auch diesem mitzuteilen, dass in-
nerhalb der gleichen Frist die Zugehöreigenschaft dieser Gegenstände oder einzel-
ner derselben beim Betreibungsamt bestritten werden könne. Werden die Zugehör-
gegenstände zugleich von einem Dritten als Eigentum beansprucht, so ist die 
zehntägige Frist zur Bestreitung dieses Anspruchs (Art. 107 Abs. 2 SchKG) sämtli-
chen Pfändungs- und Pfandgläubigern und dem Schuldner anzusetzen. In diesem 
Zusammenhang ist festzustellen, dass sowohl der Schuldner (QX.) als auch die QX 
T. GmbH dem Betreibungsamt seit April 2006 mehrfach und unter Einlage von Ver-
trägen mitgeteilt haben, das gesamte Klein- und Grossinventar stehe seit Okto-
ber/November 2005 im Eigentum der QX T. GmbH (act. 05.1.10 und 11). Dabei 
handelt es sich um eine Drittansprache. Ob diese zu Recht erhoben wird und sie 
einen Einfluss auf die (materiellrechtlichen) Fragen der Zugehörseigenschaft und 
des Umfangs der Pfandhaft hat, darf das Betreibungsamt nicht prüfen. Es hätte viel-
mehr gemäss Art. 38 Abs. 2 VZG der QX T. GmbH das Lastenverzeichnis mitteilen 
und damit Gelegenheit zur Bestreitung der Zugehörseigenschaft eröffnen sollen. 
Das ist unterblieben (act. 05.1.5). Nachdem QX. einerseits Hauptgesellschafter und 
Geschäftsführer der QX T. GmbH ist und ihm andererseits das Lastenverzeichnis 

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in seiner Eigenschaft als Schuldner nachweislich zugekommen ist, ist sein Wissen 
auch der QX T. GmbH anzurechnen. Auf die nachträgliche Mitteilung des Lasten-
verzeichnisses an die QX T. GmbH kann daher verzichtet werden.

b. Der Beschwerdeführer macht geltend, "der H. Kredit ist falsch einge-
geben". Weder rügt er substantiiert, noch ist sonst wie ersichtlich, dass das Betrei-
bungsamt bei der Übertragung der Forderungsanmeldung des Gläubigers H. in das 
Lastenverzeichnis einen Fehler begangen hat (act. 05.1.9). Aus weiteren Verlaut-
barungen des Beschwerdeführers muss vielmehr geschlossen werden, dass er der 
Meinung ist, H. habe ihm die Zinsen erlassen, allenfalls, dass die verschiedenen, 
dem Schuldbrief zu Grunde liegenden Darlehensforderungen noch nicht zur Rück-
zahlung fällig sind (act. 03.1, 13.2, 13.3). Was diese Bestreitungen von Bestand und 
Höhe der grundpfändlich gesicherten und vom Gläubiger H. angemeldeten Forde-
rungen angeht, gilt das vorstehend zur Zugehör Erwogene analog. Mit diesen ma-
teriell-rechtlichen Fragen ist QX. im Verfahren nach Art. 17 SchKG grundsätzlich 
nicht zu hören. Es liegt andererseits eine hinreichend erkennbare Bestreitung einer 
Pfandlast im Sinne von Art. 37 Abs. 2 VZG vor, so dass die Sache auch in diesem 
Punkt an das Betreibungsamt zur weiteren Behandlung als Lastenbestreitung und 
Durchführung des Vorverfahrens (Art. 140 Abs. 2 SchKG, Art. 106-109 SchKG, Art. 
39 VZG) zu überweisen ist.  

c.  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerde hinsichtlich 
der Aufnahme des Inventars als Zugehör und der Forderungsanmeldung H. ins Las-
tenverzeichnis abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Sache 
wird dem Betreibungsamt Davos zur weiteren Behandlung als Bestreitungen 
gemäss Art. 140 Abs. 2 SchKG überwiesen. Dabei kann vorweggenommen werden, 
dass die gegenüber der Aufsichtsbehörde erfolgten Bestreitungen vom 30. August 
gegen das am 25. August 2006 mitgeteilte Lastenverzeichnis rechtzeitig sind (Art. 
32 Abs. 2 SchKG, Art. 37 Abs. 2 VZG, Art. 38 Abs. 2 VZG; act. 03.1)

3. Auf die Beschwerde gegen die betreibungsamtliche Schätzung der 
Liegenschaft beziehungsweise auf das Begehren um Neuschätzung  - dem im Üb-
rigen voraussetzungslos zu entsprechen wäre (vgl. PKG 1969 Nr. 80) -  wäre 
grundsätzlich nicht einzutreten, da sie verspätet sind (BGE 122 III 338). Die 10-
tägige Frist für das Begehren um Neuschätzung (Art. 37 Abs. 1 i.V.m. Art. 9 Abs. 2 
VZG) läuft mit Kenntnisnahme der Schätzung. Wird, wie vorliegend, die Schätzung 
mit der Spezialanzeige bekannt gemacht, gilt letztere zugleich als fristauslösende 
Schätzungseröffnung (Art. 30 Abs. 1 VZG i.V.m. Art. 140 Abs. 3 SchKG). Die Spe-

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zialanzeige enthielt die betreibungsamtliche Schätzung über Fr. 1,356 Mio. (Zeitwert 
gemäss amtlicher Schätzung) und wurde am 28. Juli 2006 versandt (Art. 99/9 VZG). 
Die Bewertungsproblematik war dem Beschwerdeführer bekannt, ist doch seine 
nunmehr im Beschwerdeverfahren eingelegte, privat veranlasste Schätzung zwei 
Jahre alt. Abgesehen davon, ist solche Kenntnis rechtlich ohne Belang (BGE 122 
III 338, E. 3c). Revisionsgründe - die seit der erstmaligen Mitteilung des Schät-
zungswerts eingetreten sein müssten - macht der Beschwerdeführer nicht geltend. 
Revisionsgründe im Sinne von Art. 44 VZG können nicht vorliegen, da einstweilen 
keine den Wert des Pfandes beeinflussende Lastenbereinigung stattgefunden hat. 
Dessen ungeachtet ist im Speziellen hinreichende Veranlassung gegeben, auf die 
Schätzungsfrage zurückzukommen. Wird mit Beschwerde eine Neuschätzung ver-
langt, wird sie üblicherweise direkt durch die Aufsichtsbehörde angeordnet. Davon 
ist hier jedoch abzusehen, da zum einen der Steigerungstermin vom 04. Oktober 
2006 abgesetzt wurde und zum anderen die Sache ohnehin zur Durchführung des 
Vorverfahrens betreffend Lastenbereinigung zurück an das Betreibungsamt geht. 
Weiter ist festzustellen, dass das Betreibungsamt ohne weiteres auf eine Schätzung 
abgestellt hat, welche bereits 14 Jahre zurück liegt. Die Rechtfertigung des Betrei-
bungsamtes, es sei nicht zu erwarten, dass an der Versteigerung ein höherer Erlös 
erzielt werden könne, ist nicht erspriesslich. Bei der Schätzung des zu versteigern-
den Grundstücks hat sich der Schätzer nicht davon leiten zu lassen, welcher Erlös 
an der Versteigerung tatsächlich erzielbar ist, sondern vom mutmasslichen Ver-
kaufswert des Grundstücks (vgl. Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 99 Abs. 1 VZG), damit die 
Interessenten im Pfandverwertungsverfahren einen Anhaltspunkt über das vertret-
bare Angebot haben (BGE 122 III 595 E. 3.1, 101 III 32 E. 1, 70 III 17 E. 3). Mit der 
Schätzung soll der mutmassliche Verkaufswert des Grundstücks und seiner Zu-
gehör, unabhängig von einer allfälligen Kataster- oder Brandassekuranzschätzung, 
bestimmen. Das Abstellen auf eine 14 Jahre zurückliegende amtliche Schätzung 
erscheint umso bedenklicher, als Zugehör im 1984 geschätzten Wert von rund Fr. 
90'000.— (act. 05.1.7, S. 3) in der amtlichen Schätzung keine Berücksichtigung fand 
(act. 05.1.6). Der Beschwerdeführer hat einen Vertrag eingelegt, wonach das Inven-
tar im Jahre 2005 für Fr. 146'500.— verkauft wurde. Sodann findet der Hinweis des 
Beschwerdeführers, er habe erhebliche bauliche Investitionen getätigt, in den Akten 
eine hinreichende Stütze. Das Betreibungsamt Davos wird daher angewiesen, eine 
neue Schätzung selbst vorzunehmen oder durch Sachverständige anzuordnen, wo-
bei im letzteren Fall der Schuldner kostenvorschusspflichtig ist (Art. 9 Abs. 2 VZG).

4. Der Beschwerdegegner verlangt eine Entscheidung "unter gesetzli-
cher Kostenfolge". Die gesetzliche Folge besteht darin, dass es keine Kosten gibt. 

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Im Beschwerdeverfahren nach Art. 17 ff. SchKG dürfen nach ausdrücklicher gesetz-
licher Vorschrift weder Kosten erhoben  -vorbehältlich mutwilliger und trölerischer 
Beschwerdeführung (Art. 20a Abs. 1 Satz 2 SchKG)-  noch Verfahrensentschädi-
gungen zugesprochen werden (Art. 20a Abs. 1 Satz 1 SchKG, Art. 61 Abs. 2 lit. a 
und Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG in Verbindung mit Art. 26 der kantonalen Vollzie-
hungsverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, GVV 
zum SchKG).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Sache wird dem Betreibungsamt Davos zur weiteren Behandlung im 
Sinne der Erwägungen überwiesen.

2. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit auf sie einzutreten ist.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert zehn Tagen seit seiner schriftlichen Mit-
teilung beim Schweizerischen Bundesgericht Beschwerde geführt werden, 
sofern Verletzung von Bundesrecht geltend gemacht werden will. Die Be-
schwerde ist schriftlich im Doppel beim Kantonsgerichtsausschuss einzurei-
chen.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden
als Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs  

Der Präsident: Der Aktuar: