# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e21f1b48-2c37-5add-ab32-bbb4485783cd
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-11-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.11.2019 SK.2019.65
**Docket/Reference:** SK.2019.65
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2019-65_2019-11-14

## Full Text

Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO);;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO);;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO);;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO)

Verfügung vom 14. November 2019  
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Martin Stupf, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber David Heeb  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 

Staatsanwältin des Bundes Simone Meyer-Burger,  

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

B. GMBH, vertreten durch C.   

 

 
gegen 

 

  
A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Oliver Lücke  

 

Gegenstand  
Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 

 

Abschreibung des Verfahrens 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2019.65 

- 2 - 

Der Einzelrichter erwägt, dass 

- die Bundesanwaltschaft mit Strafbefehl (inkl. Vereinigungsverfügung) vom 

23. September 2019 A. wegen mehrfachen in Umlaufsetzens falschen Geldes 

(Art. 242 Abs. 1 i.V.m. Art. 250 StGB), Lagerns falschen Geldes (Art. 244 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 250 StGB) und Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Art. 33 Abs. 1 lit. a 

i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. e, Art. 8 Abs. 1 und Art. 12 WG) zu einer Geldstrafe von 

90 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren, 

einer Busse von Fr. 500.-- und zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 800.-- 

verurteilte (BA pag. 3.1.1, -4); 

- A. mit Schreiben vom 7. Oktober 2019 gegen den Strafbefehl Einsprache erhob 

(BA pag. 3.1.8);  

- die Bundesanwaltschaft am Strafbefehl festhielt (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und am 

31. Oktober 2019 dem hiesigen Gericht den Strafbefehl als Anklageschrift zwecks 

Durchführung eines Hauptverfahrens überwies (Art. 356 Abs. 1 StPO);  

- das Gericht gemäss Art. 356 Abs. 2 StPO vorfrageweise über die Gültigkeit des 

Strafbefehls und der Einsprache entscheidet;  

- der Strafbefehl vom 23. September 2019 die in Art. 353 Abs. 1 StPO aufgelisteten 

Kriterien beinhaltet und gemäss Art. 353 Abs. 3 StPO formgerecht eröffnet wurde;  

- die Einsprache vom 7. Oktober 2019 form- und fristgerecht erfolgte (Art. 354 Abs. 1 

lit. a und Abs. 2 StPO);  

- die Einsprache bis zum Schluss der Parteivorträge zurückgezogen werden kann 

(Art. 356 Abs. 3 StPO) und diesfalls der Strafbefehl zum Urteil wird und in Rechtskraft 

erwächst (RIKLIN, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 356 StPO N. 4);  

- A. mit Schreiben vom 13. November 2019 die Einsprache innert vorgenanntem 

Zeitraum zurückzog (TPF pag. 2.521.2);  

- der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 23. September 2019 somit zum Urteil 

wird und in Rechtskraft erwächst; 

- das Verfahren SK.2019.65 infolgedessen als gegenstandslos abzuschreiben ist;  

- sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach 

den Art. 422 – 428 StPO bestimmen;  

- zur Regelung der Kostenfolge bei der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

grundsätzlich auf das allgemeine Kriterium abzustellen ist, wonach die entstandenen 

- 3 - 

Verfahrenskosten von jener Partei zu tragen sind, die das gegenstandslos gewordene 

Verfahren verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_237/2009 vom 

28. September 2009 E. 3.3);  

- A. durch den Rückzug der Einsprache die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

SK.2019.65 verursacht hat;  

- wenn der Einspracherückzug nach Überweisung der Akten an das erstinstanzliche 

Gericht erfolgt (Art. 356 Abs. 1 StPO), die Rückzug erklärende Person die Kosten zu 

tragen hat (statt vieler: Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2019.40 vom 

11. September 2019; DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen 

Strafprozessordnung, Diss. 2012, S. 626; GILLIÉRON/KILLIAS, Commentaire Romand, 

Code de procédure pénale suisse, 2011, Art. 356 StPO N. 14); 

- A. demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat;  

- neben den im (nun rechtskräftigen) Strafbefehl auferlegten Kosten für das 

Strafbefehlsverfahren zusätzlich die Kosten für die nach der Einspracheerhebung 

vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen (DAPHINOFF, a.a.O., S. 626);  

- in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organi-

sation der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71) i.V.m. 

Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren (BStKR; SR 173.713.162) eine minimale Pauschalgebühr von Fr. 200.-- 

festzusetzen ist. 

  

- 4 - 

Der Einzelrichter erkennt:  

1. Das Verfahren SK.2019.65 wird infolge Rückzugs der Einsprache als gegenstandslos 

abgeschrieben.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden A. auferlegt.  

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geht an (Einschreiben) 

 Bundesanwaltschaft, Frau Simone Meyer-Burger, Staatsanwältin des Bundes,  

 Herrn Rechtsanwalt Oliver Lücke, Verteidiger vom A. (Beschuldigter) 

B. GmbH, vertreten durch C. (Privatklägerschaft) 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

 Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

 

 

 

 

- 5 - 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

           Versand: 14.11.2019