# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1f3db770-d6c1-50f1-8b71-2e32713cd1e6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 21.10.2022 SB220055
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220055_2022-10-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB220055-U/hb 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, die Ersatzoberrichter 

lic. iur. Kessler und lic. iur. Vogel sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Meier 

 

Urteil vom 21. Oktober 2022 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  
3. C._____,  
4. D._____,  
Beschuldigte und Berufungskläger 

 

1 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____ 

3 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X3._____ 

4 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X4._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. und Widerruf   
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung, vom 
2. März 2021 (DG200003) 
 
  

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Anklage: 

Die Anklageschriften der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 5. Februar 

2020 (Urk. 75; Urk. 76; Urk. 77; Urk. 78) sind diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 123 S. 142 ff.) 

1. Das Verfahren gegen den Beschuldigten A._____ wird wie folgt eingestellt: 
a) bezüglich des Vorwurfs der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelge-

setzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in der Zeit vor 3. März 2018; 

b) bezüglich des Vorwurfs der Übertretung des Heilmittelgesetzes im Sinne von 
Art. 86 lit. a HMG i.V.m. Art. 87 Abs. 1 lit. f HMG. 

2. Das Verfahren gegen den Beschuldigten B._____ wird bezüglich des Vorwurfs 
der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 

Ziff. 1 BetmG in der Zeit vor 3. März 2018 eingestellt. 

3. Das Verfahren gegen den Beschuldigten C._____ wird bezüglich des Vorwurfs 
der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a 

Ziff. 1 BetmG eingestellt. 

4. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 lit. a, c und g i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und teilweise lit. c BetmG; 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG ab dem Zeitraum vom 3. März 2018. 

5. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 90 
Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 500.–. 

6. Bezahlt der Beschuldigte A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren 
Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

7. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._____ wird vollzogen. 

8. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 13. September 2016 

wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand etc. bedingt vollziehbare Geldstrafe von 

30 Tagessätzen zu Fr. 120.– und die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft II des 

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Kantons Zürich vom 19. Februar 2018 wegen versuchter Förderung von Doping 

etc. bedingte vollziehbare Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 80.– werden wi-

derrufen. Die Strafen werden vollzogen. 

9. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

− des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 lit. a, c und g i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG, teilweise i.V.m. 
mit Art. 25 StGB; 

− des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 lit. c BetmG; 

− der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG ab dem Zeitraum vom 3. März 2018. 

10. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 20 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 90 
Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer Busse von Fr. 300.–. 

11. Bezahlt der Beschuldigte B._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren 
Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

12. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten B._____ wird aufgeschoben 
und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

13. Der Beschuldigte C._____ ist schuldig 

− des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 lit. a, c und g i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. b und teilweise lit. c BetmG. 

14. Der Beschuldigte C._____ wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 90 
Tage durch Haft erstanden sind). 

15. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._____ wird aufgeschoben 
und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. 

16. Der Beschuldigte D._____ ist schuldig 

− des Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 
Abs. 1 lit. a, c und g BetmG. 

17. Der Beschuldigte D._____ wird bestraft mit 8 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 2 
Tage durch Haft erstanden sind). 

18. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten D._____ wird aufgeschoben 
und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. 

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19. Der Beschuldigte A._____ wird im Sinne von Art. 66a StGB für 7 Jahre des Lan-
des verwiesen (obligatorische Landesverweisung). 

20. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 31. Januar 2020 

beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 2'200.– wird zur Deckung der Ver-

fahrenskosten des Beschuldigten A._____ zugunsten des Kantons Zürich einge-
zogen. 

21. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 31. Januar 2020 

beschlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 1'400.– wird zur Deckung der Ver-

fahrenskosten des Beschuldigten B._____ zugunsten des Kantons Zürich einge-
zogen. 

22. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids werden die folgenden,  

sichergestellten und bei der Asservaten-Triage lagernden Gegenstände eingezo-

gen und vernichtet: 

− Betäubungsmittel und -utensilien (BM Lagernummer B03898-2018 und 
B03896-2018); 

− Kabelbinder (A012'124'628); 
− div. Handschuhe (A012'124'800; A012'124'980; A012'123'863); 
− Zigarettenstummel (A012'124'822; A012'124'855); 
− Fühler Carbon Active (A012'123'227); 
− Trocknungsnetz (A012'123'807); 
− Verpackungsrollen (A012'123'885); 
− Saugschlauchanschlussstück (A012'124'048); 
− Betäubungsmittel und -utensilien (BM Lagernummer B03899-2018); 
− Betäubungsmittel und -utensilien (BM Lagernummer: B03907-2018); 
− Kleider (A012'125'905 und A012'125'938); 
− Zigarettenstummel (A012'125'713; A012'125'735); 
− USB-Stick (A012'121'754); 
− Notizen und Dokumente (A012'121'765; A012'121'776; A012'122'100; 

A012'122'199); 
− zwei Kisten Kamagra Oral Jelly (A012'123'909); 
− Pistolenhalter (A012'122'202). 

23. Die folgenden, sichergestellten und bei der Asservaten-Triage lagernden Gegen-

stände werden eingezogen und der Lagerbehörde zur gutscheinenden Verwendung 

überlassen: 

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− Navigationsgerät TomTom (A012'127'412); 
− Waage (A012'127'365); 
− SIM-Kartenhalter (A012'127'332); 
− Mikroskop (A012'125'723); 
− Bücher Grow Handling (A012'125'745); 
− Waage (A012'125'756); 
− Web-Camera (A012'125'790); 
− zwei Mobiltelefone Wiko (A012'122'166; A012'122'177); 
− zwei IPhones (A012'122'042; A012'122'133); 
− SIM-Kartenhalter und SIM-Karten (A012'122'122; A012'122'188); 
− Laptop HP (A012'122'031). 

24. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids werden die bei der Firma E._____ 

AG gelagerten Gegenstände (Nr. A-5/2018/10042554) vernichtet. 

25. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids werden die folgenden,  

sichergestellten und bei der Asservaten-Triage lagernden Gegenstände dem Be-
schuldigten A._____ auf erstes Verlangen herausgegeben: 

− Mobiltelefon Nokia (A012'122'906); 
− div. SIM-Karten (A012'424'485; A012'122'928; A012'424'496); 
− IPhone (A012'123'067); 
− Unterlagen und Dokumente (A012'124'231; A012'123'954; A012'124'037). 

Dem Beschuldigten A._____ wird eine Frist von 30 Tagen ab Eintritt der Rechts-
kraft dieses Entscheids angesetzt, um die herauszugebenden Gegenstände selbst 

(oder durch eine bevollmächtigte Person) unter Vorlage eines amtlichen Auswei-

ses, nach telefonischer Voranmeldung, bei der zuständigen Lagerbehörde abzuho-

len. 

Werden die herauszugebenden Gegenstände nicht innert Frist abgeholt, werden 

sie von der zuständigen Lagerbehörde vernichtet. 

26. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids werden die folgenden,  

sichergestellten und bei der Asservaten-Triage lagernden Gegenstände dem Be-
schuldigten B._____ auf erstes Verlangen herausgegeben: 

− Bankbeleg (A012'127'105); 
− roter Ordner (A012'127'296); 

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− diverse Dokumente und Bankbelege (lautend auf A._____) (A012'127'321); 
− Natelverpackung (A012'127'343); 
− Computer Acer (A012'127'354). 

Dem Beschuldigten B._____ wird eine Frist von 30 Tagen ab Eintritt der Rechts-
kraft dieses Entscheids angesetzt, um die herauszugebenden Gegenstände selbst 

(oder durch eine bevollmächtigte Person) unter Vorlage eines amtlichen Auswei-

ses, nach telefonischer Voranmeldung, bei der zuständigen Lagerbehörde abzuho-

len. 

Werden die herauszugebenden Gegenstände nicht innert Frist abgeholt, werden 

sie von der zuständigen Lagerbehörde vernichtet. 

27. Nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids werden die folgenden,  

sichergestellten und bei der Asservaten-Triage lagernden Gegenstände dem Be-
schuldigten C._____ auf erstes Verlangen herausgegeben: 

− schriftliche Dokumente (A012'125'712). 

Dem Beschuldigten C._____ wird eine Frist von 30 Tagen ab Eintritt der Rechts-
kraft dieses Entscheids angesetzt, um die herauszugebenden Gegenstände selbst 

(oder durch eine bevollmächtigte Person) unter Vorlage eines amtlichen Auswei-

ses, nach telefonischer Voranmeldung, bei der zuständigen Lagerbehörde abzuho-

len. 

Werden die herauszugebenden Gegenstände nicht innert Frist abgeholt, werden 

sie von der zuständigen Lagerbehörde vernichtet. 

28. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten A._____ wird für ihre Bemühungen 
und Auslagen mit Fr. 28'147.50 (inkl. Fr. 2'012.40 Mehrwertsteuer) aus der Ge-

richtskasse entschädigt.  

29. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten B._____ wird für ihre Bemühungen 
und Auslagen mit Fr. 23'780.70 (inkl. Fr. 1'700.20 Mehrwertsteuer) aus der Ge-

richtskasse entschädigt. 

30. Es wird vorgemerkt, dass die amtliche Verteidigung des Beschuldigten C._____ 
für ihre Bemühungen und Auslagen von der Staatsanwaltschaft mit Fr. 3'145.90 

(inkl. Fr. 242.25 Mehrwertsteuer) entschädigt wurde. 

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31. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten D._____ wird für ihre Bemühungen 
und Auslagen mit Fr. 18'531.10 (inkl. Fr. 1'284.80 Mehrwertsteuer) aus der Ge-

richtskasse entschädigt. 

32. Die E._____ AG wird für die anfallenden Lagerkosten für den Zeitraum vom 

1. Juli 2019 bis und mit 30. April 2021 mit Fr. 2'132.40 (inkl. Fr. 152.40 Mehrwert-

steuer) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

33. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 24'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 
  
 Beschuldigter A._____: 
 

Fr. 2'100.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 9'265.00   Auslagen (Gutachten)  

Fr. 12'418.30   Auslagen 

Fr. 710.80   Lagerkosten E._____ AG (Juli 2019 bis April 2021) 

Fr. 32.70   Entschädigung Zeuge 

Fr. 25.00   Diverse Kosten (EDV-Sicherung) 

Fr. 27'225.50 Entschädigung amtliche Verteidigung Rechtsanwalt X1._____ 

 
 

Beschuldigter B._____: 
 
Fr. 2'100.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 6'600.00   Auslagen (Gutachten)  

Fr. 2'170.20   Auslagen 

Fr. 710.80   Lagerkosten E._____ AG (Juli 2019 bis April 2021) 

Fr. 32.65   Entschädigung Zeuge 

Fr. 25.00   Diverse Kosten (EDV-Sicherung) 

Fr. 23'780.70 Entschädigung amtliche Verteidigung Rechtsanwältin X2._____ 
 
 
 
 
 
 

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Beschuldigter C._____: 
 
Fr. 2'100.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 8'145.00   Auslagen (Gutachten)  

Fr. 14'291.15   Auslagen 

Fr. 710.00   Lagerkosten E._____ AG (Juli 2019 bis April 2021) 

Fr. 32.65   Entschädigung Zeuge 

Fr. 3'145.90   Entschädigung amtliche Verteidigung Rechtsanwalt   X3a._____ (bereits entschädigt) 
 
Beschuldigter D._____: 
 
Fr. 2'100.00   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 18'531.10 Entschädigung amtliche Verteidigung Rechtsanwalt X4._____ 

34. Die Entscheidgebühr wird wie folgt auferlegt: 

Fr. 9'000.00   Beschuldigter A._____ 

Fr. 6'000.00   Beschuldigter B._____ 

Fr. 6'000.00   Beschuldigter C._____ 

Fr. 3'000.00   Beschuldigter D._____ 

Die Kosten der Untersuchung und die übrigen gerichtlichen Verfahrenskosten, aus-

ser diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden den Beschuldigten A._____, 
B._____, C._____ und D._____ anteilsmässig gemäss Auflistung in Dispositivziffer 
32 und 33 auferlegt.  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung der Beschuldigten A._____, B._____, 
C._____ und D._____ werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt 
eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

35. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten 
(übergeben); 

- die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (übergeben); 

- die Bezirksgerichtskasse Horgen (als Zahlungsauftrag hinsichtlich 
Dispositivziffern 28-31 und 33-34) 

− und hernach als begründetes Urteil gegen Empfangsschein an 

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- die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten; 

- die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis; 

- das Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, Abtei-
lung Bewährungs- und Vollzugsdienst; 

- das Migrationsamt des Kantons Zürich; 

und nach Eintritt der Rechtskraft an 

- das Amt für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich, 
Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste, mit Vermerk der Rechtskraft; 

- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A und mit dem Hinweis auf die 
Landesverweisung; 

- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular B betreffend dem Beschuldigten 
A._____; 

- Koordinationsstelle VOSTRA/DNA, mit Formular Löschung des DNA-Profils und 
ED-Materials; 

- die Kantonspolizei Zürich, Asservate Triage, Zeughausstrasse 11, Postfach, 
8021 Zürich, als Auftrag zur Vernichtung resp. Herausgabe der 
beschlagnahmten Gegenstände gemäss Dispositivziffer 22, 23, 25, 26 und 27; 

- E._____ AG (Dispositivziffer 24 und 32 im Auszug). 

36. Gegen dieses Urteil kann innert 10 Tagen ab Eröffnung des Entscheids beim Be-

zirksgericht Horgen, Burghaldenstrasse 3, 8810 Horgen, schriftlich oder mündlich 

Berufung angemeldet werden. 

Die Berufung erhebende Partei hat innert 20 Tagen nach Zustellung des begründe-
ten Entscheids dem Obergericht des Kantons Zürich, Strafkammer, Postfach, 

8021 Zürich, eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Sie hat darin an-
zugeben, ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht und welche Ab-

änderungen des erstinstanzlichen Urteils sie verlangt. Werden nur Teile des Urteils 

angefochten, ist verbindlich anzugeben, auf welche sich die Berufung beschränkt. 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten 1: 

(Urk. 157 S. 2 f.) 

1. Der Beschuldigte 1 sei vom Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung 

gegen das BetmG im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g in Verbin-

dung mit Art. 19 Abs. 2 lit. b und c BetmG freizusprechen. 

 Der Beschuldigte 1 sei der Widerhandlung gegen das BetmG im Sinne 

von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g BetmG und der mehrfachen Übertre-

tung des BetmG im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu spre-

chen. 

2. Der Beschuldigte 1 sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten und 

einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen, wobei die erstandene Untersu-

chungshaft von 90 Tagen anzurechnen sei.  

 Eventualiter sei die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe 

angemessen zu reduzieren. 

3. Die Freiheitsstrafe sei für vollziehbar zu erklären. 

4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 

13. September 2016 wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand etc. 

ausgesprochene bedingt vollziehbare Geldstrafe von 30 Tagessätzen 

zu Fr. 120.– und die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft II des Kan-

tons Zürich vom 19. Februar 2018 wegen versuchter Förderung von 

Doping etc. ausgesprochene bedingt vollziehbare Geldstrafe von 20 

Tagessätzen zu Fr. 80.– seien zu widerrufen. 

5. Von der Anordnung einer fakultativen Landesverweisung sei abzuse-

hen. Eventualiter sei eine obligatorische Landesverweisung für die 

Dauer von 5 Jahren auszusprechen. 

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6. Der auf den Beschuldigten 1 anfallende Kostenanteil für die erstin-

stanzliche Entscheidgebühr in der Höhe von Fr. 9'000.– sowie die wei-

teren Kosten (mit Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung) 

seien zu 2/3 auf die Gerichtskasse zu nehmen und zu 1/3 dem Be-

schuldigten aufzuerlegen. 

 Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien zu ½ definitiv auf die Ge-

richtskasse zu nehmen. Im restlichen Umfang seien die Kosten einst-

weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei diesbezüglich eine 

Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

vorzubehalten sei. 

 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse, wobei 

dem Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Entschädigung nach 

Massgabe der heute eingereichten Honorarnote zuzusprechen sei.  

b) Der Verteidigung des Beschuldigten 2: 

(Urk. 160 S. 1 f.) 

1. Es seien Ziff. 9 bis 12 des Urteils des Bezirksgerichts Horgen vom 

2. März 2021 (Geschäfts-Nr. DG200003-F) aufzuheben und der Be-

schuldigte 2 sei in Bezug auf den Anklagesachverhalt bezüglich der 

Hanf-Indooranlage an der F._____-Strasse … in G._____ [Anklage-

Dossier Nr.1] vollumfänglich freizusprechen und in Bezug auf den An-

klagesachverhalt bezüglich der Hanf-Indooranlage an der H._____-

Strasse … in I._____ [Anklage-Dossier Nr. 1], dem Vergehen nach 

Art. 19 Abs. 1 BetmG [Anklage-Dossier Nr. 2] und der Übertretung des 

Betäubungsmittelgesetzes [Anklage-Dossier Nr. 1] schuldig zu spre-

chen und mit einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 

Fr. 50.– und einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen. 

Dem Beschuldigten 2 sei der bedingte Vollzug der Geldstrafe zu ge-

währen unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.  

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2. Es seien Ziff. 33 und 34 des Urteils des Bezirksgerichts Horgen vom 

2. März 2021 (Geschäfts-Nr. DG200003-F) aufzuheben und die Kosten 

nach Massgabe des obergerichtlichen Berufungsentscheids neu zu 

verteilen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 7.7% MwSt. zulas-

ten der Staatskasse. 

c) Der Verteidigung des Beschuldigten 3: 

(Urk. 161 S. 2) 

1. Es sei der Beschuldigte 3 wegen Verbrechen gegen das Betäubungs-

mittelgesetz in allen Anklagepunkten freizusprechen. 

2. Es sei zu prüfen, ob der Beschuldigte 3 wegen Vergehens gegen das 

Betäubungsmittelgesetz schuldig zu sprechen sei. 

3. Es sei der Beschuldigte 3 für das erstinstanzliche Verfahren und das 

Berufungsverfahren angemessen aus der Staatskasse zu entschädi-

gen, soweit er nicht bereits entschädigt wurde und soweit ihm nicht die 

Kosten aufzuerlegen sind. 

4. Es sei dem Beschuldigten 3 für die erstandene Haft eine angemessene 

Genugtuung auszurichten.  

d) Der Vertreter der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis:  

(Urk. 137 S. 2, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

  

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermeidung 

von unnötigen Wiederholungen auf die Erwägungen der Vorinstanz im angefoch-

tenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 123 S. 12 f.). Hervorzuheben ist, dass 

die Vor-instanz die zunächst vier separaten Verfahren vereinigte. Mit dem oben 

wiedergegebenen Urteil vom 2. März 2021 sprach das Bezirksgericht Horgen, 

I. Abteilung, die Beschuldigten 1-3, also A._____, B._____ und C._____ u.a. we-

gen gewerbs- und bandenmässiger Verbrechen gegen das Betäubungsmittelge-

setz schuldig und bestrafte den Beschuldigten A._____ mit einer zu vollziehenden 

Freiheitstrafe von 36 Monaten, den Beschuldigten B._____ mit einer bedingten 

Freiheitsstrafe von 20 Monaten und den Beschuldigten C._____ mit einer beding-

ten Freiheitsstrafe von 24 Monaten. Der Beschuldigte D._____ wurde wegen Ver-

gehen gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und mit einer be-

dingten Freiheitsstrafe von 8 Monaten bestraft. A._____ und B._____ wurden zu-

dem wegen Übertretungen des Betäubungsmittelgesetz mit Bussen betraft. Ver-

jährte Übertretungen gegen das Betäubungsmittel- und Heilgesetz wurden einge-

stellt. Der bedingte Vollzug von früheren Geldstrafen hinsichtlich dem Beschuldig-

ten A._____ wurden widerrufen. Weiter wurde der Beschuldigte A._____ für 7 

Jahre des Landes verwiesen (Urk. 123 S. 142 ff.). Das Urteilsdispositiv wurde den 

Parteien noch gleichentags mündlich eröffnet und begründet sowie im Dispositiv 

übergeben (Prot. I S. 112). 

 Die Beschuldigten meldeten jeweils innert Frist Berufung an (Urk. 109-112). 

Das begründete Urteil wurde den Parteien am 27. bzw. 28. Januar 2022 zugestellt 

(Urk. 122/1-5). Die Beschuldigten A._____, B._____ und C._____ reichten am 

7. bzw. 8. Februar 2022 innert Frist Berufungserklärungen ein (Urk. 128-131). Der 

Beschuldigte D._____ zog seine Berufung mit Eingabe vom 16. Februar 2022 zu-

rück (Urk. 133). Mit Präsidialverfügung vom 21. Februar 2022 wurden die Beru-

fungserklärungen der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (nachfolgend Staats-

anwaltschaft) zugestellt und Frist angesetzt, um zu erklären, ob Anschlussberu-

fung erhoben oder begründet ein Nichteintreten auf die Berufung beantragt werde 

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(Urk. 135). Mit Eingabe vom 22. Februar 2022 stellte die Staatsanwaltschaft den 

Antrag auf Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und ersuchte um Dispensati-

on von der Berufungsverhandlung, was genehmigt wurde (Urk. 137). Am 21. Ok-

tober 2022 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher die Beschuldigten 1-3 

(nachfolgend in Übereinstimmung mit der Vorinstanz zur einfacheren Verständ-

lichkeit "Beschuldigter A._____", "Beschuldigter B._____" und "Beschuldigter 

C._____" genannt) in Begleitung ihrer Verteidigungen erschienen sind (Prot. II S. 

6).  

II. Prozessuales 

A. Umfang der Berufungen 

1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dement-

sprechend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche 

Urteil nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auch wenn das 

Berufungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende ein 

insgesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), worin es jedoch anzugeben hat, welche 

Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3; 

Urteil des Bundesgerichtes 6B_533/2016 vom 29. November 2016 E. 4.2 mit 

Hinweisen). 

2.1. Der Beschuldigte A._____ beantragt einen Freispruch vom Vorwurf der qua-

lifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, also vom Vorwurf 

des banden- und gewerbsmässigen Handel. Er sei sodann wegen Widerhandlung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a, c und g 

BetmG schuldig zu sprechen und mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 12 

Monaten zu bestrafen sowie einer Busse von Fr. 300.– unter Anrechnung der er-

standenen Untersuchungshaft von 90 Tagen. Weiter sei von der Anordnung einer 

fakultativen Landesverweisung abzusehen, eventualiter sei eine obligatorische 

Landesverweisung für die Dauer von 5 Jahren auszusprechen. Schliesslich seien 

von dem auf ihn anfallenden Kostenanteil der vorinstanzlichen Gerichtsgebühr 2/3 

- 15 - 

auf die Gerichtskasse und die Kosten der amtlichen Verteidigung zur Hälfte defini-

tiv auf die Gerichtskasse zu nehmen (Urk. 128, Urk. 157).  

2.2. Der Beschuldigte B._____ stellt einen gleichartigen Antrag und verlangt, er 

sei lediglich im Zusammenhang mit der Hanfindoor-Anlage in I._____ eines Ver-

gehens schuldig zu sprechen. Er sei mit einer bedingten Geldstrafe sowie einer 

Busse zu bestrafen und die erstinstanzlichen Kosten seien nach Massgabe des 

obergerichtlichen Berufungsentscheides neu zu verteilen (Urk. 131, Urk. 160).  

2.3. Der Beschuldigte C._____ beantragt ebenfalls einen Freispruch vom Vor-

wurf eines Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz und es sei zu prüfen, 

ob er sich wegen eines Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig 

gemacht habe. Weiter sei die Strafe neu zu bemessen und die Kostenverteilung 

der Vorinstanz aufzuheben. Es seien ihm die ihn betreffenden Verfahrenskosten 

höchstens im Umfang von 25% aufzuerlegen. Weiter wird die ihm anteilsmässige 

Auferlegung der Entscheidgebühr beanstandet und eine Neufestsetzung bean-

tragt. Neu wird eine angemessene Entschädigung verlangt, insbesondere der fi-

nanzielle Aufwand für den Beizug seines erbetenen Verteidigers. Zudem verlangt 

er für erstandene Haft eine angemessene Genugtuung (Urk. 129, Urk. 161).  

2.4. Der Beschuldigte D._____ hat seine Berufung noch vor Ablauf der Frist zur 

Berufungserklärung zurückgezogen (Urk. 133). 

3. Als mitangefochten gelten zudem die Dispositivziffern 6, 8 und 11, die den 

Widerruf früherer Strafen sowie den Vollzug der separat ausgesprochenen Bus-

sen regeln, zumal diese Punkte im weiteren Sinne ebenfalls Bestandteil der Straf-

zumessung bildet. Es sind demnach die Dispositivziffern 1-3 (Einstellungen zufol-

ge Verjährung), 4 teilweise (Schuldspruch wegen Übertretung BetmG), 9 teilweise 

(Schuldspruch wegen Übertretung des BetmG), 16-18 (Schuldspruch und Sankti-

on betreffend den Beschuldigten D._____), 20 und 21 (Einziehung von Barschaf-

ten), 22-27 (Entscheide über beschlagnahmte Gegenstände), 28-31 (Festsetzung 

Entschädigungen amtliche Verteidigungen) und 32 (Entschädigung E._____ AG 

für Lagerkosten) in Rechtskraft erwachsen, was ebenso wie der Rückzug der Be-

rufung durch den Beschuldigten D._____ mittels Beschlusses festzustellen ist. 

- 16 - 

B. Anklageprinzip 

1. Rechtliche Grundlagen 

Zu den theoretischen Grundlagen des Anklageprinzips kann vorab zwecks Ver-

meidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 123 S. 21 f., Art. 82 Abs. 4 StPO). 

2. Hanfanlage J._____ 

Hinsichtlich der Hanfanlage J._____ wirft die Anklage dem Beschuldigten 

A._____ vor, zusammen mit den Beschuldigten C._____ und D._____ ca. an-

fangs Oktober 2018 beschlossen zu haben, in der fraglichen Lagerhalle in 

J._____ "gemeinsam und gleichberechtigt" eine Hanfanlage zu erstellen und zu 

betreiben. In der Folge umschreibt die Anklage indessen lediglich, dass der Be-

schuldigte C._____ die Anlage betrieben habe, "unterstützt" von unbekannten 

Personen sowie D._____ und A._____. Diese Vorwürfe sind nicht ganz klar. Ein 

gemeinsames und gleichberechtigtes Erstellen und Betreiben einer Anlage ist of-

fensichtlich umfassender, wie jemanden beim Betreiben einer Anlage zu unter-

stützen. Hinzu kommt, dass keine konkreten Handlungen oder Tatbeiträge des 

Beschuldigten A._____ umschrieben sind, sondern ihm lediglich vorgeworfen 

wird, C._____ beim Betrieb unterstützt zu haben, indem er ihm "insbesondere 

half, den Betrieb der Hanf-Indooranlage zu gewährleisten" (Urk. 75 S. 5). Es 
bleibt daher unklar, welche Handlungen bzw. welche Lebensvorgänge dem Be-

schuldigten A._____ konkret vorgeworfen werden. Zu Gunsten des Beschuldigten 

A._____ ist daher vorab davon auszugehen, dass ihm bezüglich der Anlage 

J._____, welche durch den Beschuldigten C._____ betrieben wurde, lediglich Un-

terstützungshandlungen vorgeworfen werden. Wie nachfolgend aufzuzeigen ist, 

kann dem Beschuldigten A._____ ohnehin nicht nachgewiesen werden, bei der 

Hanfanlage J._____ als Mittäter mitgewirkt zu haben bzw. konkrete Hilfeleistun-

gen erbracht zu haben. 

- 17 - 

3. Mangelnde Umschreibung der Bandenmässigkeit? 

Die Beschuldigten A._____ und B._____ machen wie bereits vor Vorinstanz gel-

tend, es werde in der Anklageschrift nicht umschrieben, inwiefern das Tatbe-

standselement der Bandenmässigkeit vorliege (Urk. 103 S. 18 ff., Urk. 97 S. 16, 

Urk. 157 S. 27 f.; vgl. auch der Beschuldigte C._____, Urk. 161 S. 6 f.). Zu diesem 

Einwand kann vollumfänglich auf die sehr sorgfältigen, ausführlichen und zutref-

fenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 123 S. 22 f., Art. 82 

Abs. 4 StPO). Es ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass den Beschuldigten vor-

geworfen wird, dass sich bei den einzelnen Anlagen – mit der oben erwähnten 

Ausnahme hinsichtlich der Anklage J._____ – zwei oder mehrere Täter zusam-

mengefunden haben, um gemeinsam Hanf-Indooranlagen zu erstellen und diese 

über einen längeren Zeitraum zu betreiben. In den einzelnen Sachverhalten wird 

weiter der ausdrückliche Willen der Beschuldigten, sich zusammenzufinden, um 

inskünftig mehrere selbständige, teilweise möglicherweise noch unbestimmte 

Straftaten zu verüben, umschrieben. Weiter wird in den Anklagen jeweils ausge-

führt, dass die Beschuldigten sich bewusst waren, dass sie die Anlagen gemein-

sam über einen längeren Zeitraum betreiben würden (Urk. 75-77). Der Vorwurf 

des bandenmässigen Handeln ist daher genügend umschrieben, so dass der 

Vorwurf klar ist und die Beschuldigten in der Lage sind, sich dagegen zu verteidi-

gen. 

4. Mangelnde Umschreibung weiterer Mittäter ("unbekannte Personen") 

Den Einwand des Beschuldigten C._____, der unsubstantiierte, völlig unbestimm-

te Vorwurf der Anklageschrift, die Beschuldigten 1-3 seien sei bei der Anlage in 

I._____ durch weitere "unbekannte Personen" unterstützt worden, verletze das 

Anklageprinzip, hat die Vorinstanz zurecht verneint. Es ist genügend klar, dass 

den Beschuldigten vorgeworfen wird, dass noch weitere Personen, die eben der-

zeit unbekannt seien, bei der Anlage unterstützend mitgewirkt haben. Eine andere 

Frage ist, ob irgendwelche Beweise vorliegen, dass dieser Sachverhaltsvorwurf 

erstellt werden kann. 

- 18 - 

C. Beweisanträge 

1. Mit Eingabe vom 12. Juli 2022 stellt der Verteidiger des Beschuldigten 

C._____ die Beweisanträge, es sei der rapportierende Polizeibeamte Fw K._____ 

sachdienlich zum Inhalt und zur Qualität des Polizeirapports vom 30. September 

2018 (act. 5) als Zeuge zu befragen. Weiter sei der zuständige Polizeibeamte Fw 

mbA L._____ sachdienlich zum Inhalt und zur Qualität des Wahrnehmungsberich-

tes vom 20. März 2019 (act. 9) als Zeuge zu befragen (Urk. 148). Die Anklage 

und mit ihr die Vorinstanz haben u.a. auf den erwähnten Wahrnehmungsbericht 

gestützt eine Mitwirkung des Beschuldigten C._____ bei der Anlage I._____ be-

jaht und es insbesondere als glaubhaft erachtet, dass der Beschuldigte C._____ 

zusammen mit dem Beschuldigten A._____ mehrere Kilogramm Marihuana aus 

der Anlage I._____ abtransportierten (Urk. 77 S. 3, Urk. 123 S. 26 und S. 48). Der 

Beschuldigte C._____ lässt geltend machen, es sei zwar wie von der Vorinstanz 

erwogen zutreffend, dass das Bundesgericht entschieden habe, ein Antrag des 

Beschuldigten auf Befragung eines Zeugen sei den Behörden rechtzeitig einzu-

reichen (BGer 6B_1057/2013 vom 19. Mai 2014, E. 2.3 m.w.H.). Das Bundesge-

richt habe sich in diesem Entscheid aber nicht dazu geäussert, wie es sich in den-

jenigen Fällen verhalte, in denen die Verteidigung nicht im Voraus wissen kann, 

ob die Staatsanwaltschaft auf ein mögliches Beweismittel absichtlich verzichtet, 

wenn sie es nicht beweistauglich macht. Es dürfe von der Verteidigung nicht er-

wartet werden, dass sie dafür besorgt sei, dass ein von der Staatsanwaltschaft 

(allenfalls) nicht vorgesehenes Beweismittel verwertbar gemacht werde und dabei 

möglicherweise den Interessen des Mandanten zuwiderhandeln könnte. Vor allem 

aber habe das Bundesgericht im angeführten Entscheid erwogen, dass der Be-

schuldigte sein Recht auf Stellung von Ergänzungsfragen nicht dadurch verliere, 

dass er es erst im Rahmen der Berufung geltend mache (Urk. 148 S. 2 f.). 

 Die Staatsanwaltschaft liess die Beschuldigten A._____ und C._____ in der 

Öffentlichkeit überwachen. In der Folge erstellte der Polizeibeamte Fw mbA 

L._____ am 20. März 2018 einen Wahrnehmungsbericht über den Observations-

einsatz vom 25. September 2018 u.a. auch mit diversen Fotos (Urk. 9). Dieser zu 

den Akten genommene Bericht ist ein zulässiges Beweismittel (vgl. Bundesge-

- 19 - 

richtsentscheide 6B_393/20200 vom 17. Mai 2022, 6B_998/2020 vom 5. Januar 

2021, 6B_1057/2013 vom 19. Januar 2014, E. 2.3.). Er unterliegt der freien Be-

weiswürdigung. Es ist unbestritten und belegt, dass der Wahrnehmungsbericht 

den Beschuldigten vorgehalten wurde und die Verteidigung Akteneinsicht in die-

sen sowie den oben erwähnten Polizeirapport nehmen konnte. Damit hatte der 

Beschuldigte sowohl im Untersuchungsverfahren als auch im erstinstanzlichen 

Verfahren genügend Gelegenheit, die Berichte zu prüfen und dazu Stellung zu 

nehmen. Entgegen dem Vorbringen der Verteidigung konnte die Verteidigung vor-

liegend durchaus im Voraus wissen, dass dieser Bericht Grundlage der Anklage 

ist, es sich mithin um ein vorgesehenes Beweismittel handelt und die Staatsan-

waltschaft nicht absichtlich auf dieses Beweismittel verzichten wird, wurden doch 

sämtliche Beschuldigten eingehend zu dieser Beobachtung befragt und fand der 

beobachtete Vorfall ausdrücklich Eingang in die Anklage (Urk. 77 S. 3). Der ob-

servierende Polizeibeamte wurde nicht förmlich als Zeuge befragt. Die Verteidi-

gung hat weder im Vorverfahren noch im vorinstanzlichen Verfahren einen ent-

sprechenden Antrag gestellt. Sie hat auch nicht geltend gemacht, inwiefern der 

Beschuldigte die Überzeugungskraft des Berichtes in Frage stellt. Es wurde auch 

nie bestritten, dass es sich auf den Fotos um A._____ und C._____ handelt. Der 

Beschuldigte A._____ hat zudem ausdrücklich anerkannt, dass er zu diesem 

Zeitpunkt dort war. Weiter ist nicht davon auszugehen, dass eine Befragung des 

Polizeibeamte L._____ nach über vier Jahren noch zusätzliche Erkenntnisse brin-

gen kann. Das gleiche gilt für die beantragte Befragung des Polizeibeamten 

K._____, wobei eine Befragung "zum Inhalt und zur Qualität" seines Polizeirap-

portes ohnehin nicht nachvollziehbar ist. Der Inhalt ist bekannt und es ist nicht 

Aufgabe des Polizeibeamten die Qualität seines Polizeirapportes zu bewerten. Es 

wurden zudem auch nicht konkret irgendwelche Mängel vorgebracht. Ohnehin ist 

nicht der Polizeirapport vom 30. November 2018, sondern der Wahrnehmungsbe-

richt vom 20. März 2019 entscheidend. Im oben zitierten Entscheid des Bundes-

gerichtes vom 17. Mai 2022 erwog das Bundesgericht, der Konfrontationsan-

spruch hinsichtlich der genannten Berichte bezöge sich auf eine Befragung des 

rapportierenden Polizeibeamten als Verfasser der Berichte. Der Beschwerdefüh-

rer mache allerdings nicht geltend, eine entsprechende Befragung sei zu Unrecht 

- 20 - 

unterblieben. Er habe die Berichte zudem einsehen und dazu Stellung nehmen 

können. Dass der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer dies unterlassen habe, 

könne den Strafbehörden nicht zum Vorwurf gemacht werden. Damit gelinge es 

ihm nicht, eine Verletzung des Konfrontationsanspruchs darzutun (Bundesge-

richtsentscheid 6B_393/2022). Der Polizeirapport und der Wahrnehmungsbericht 

sind auch vorliegend demnach verwertbar (vgl. dazu auch Urteil 1B_218/2016 

vom 3. November 2016 E. 2.2; vgl. auch Urteile 6B_466/2019 vom 17. September 

2019 E. 1.3.2; 6B_811/2018 vom 25. Februar 2019 E. 2.2). Der Beweisantrag ist 

daher abzuweisen. 

2. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2002 stellte der amtliche Verteidiger des Be-

schuldigten A._____ den Antrag, der rapportierende Polizeibeamte Fw mbA 

L._____ sei zu seinen am 25. September 2018 gemachten Beobachtungen als 

Zeuge zu befragen (Urk. 151). Auch dieser Antrag ist gemäss den obigen Erwä-

gungen abzuweisen. Anzufügen ist, dass auch nicht zu erwarten ist, dass der Po-

lizeibeamte L._____ nach über vier Jahren noch genauere Erinnerungen wieder-

geben kann, als er in seinem Wahrnehmungsbericht vom 20. März 2019 festge-

halten hat.  

D. Verwertbarkeit 

Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten A._____ wendet sich wie bereits vor 

Vorinstanz gegen die Verwertung der Tatortspurenberichte betreffend Han-

findooranlage J._____ (Urk. 20/3), da diese nur durch einen Sachverständigen 

ausgewertet und analysiert werden könnten (Urk. 157 S. 24). Wie nachfolgend 

aufzuzeigen ist, wird aus diesem Bericht ohnehin nichts zuungunsten des Be-

schuldigten A._____ abgeleitet, weshalb nicht näher auf diesen Einwand einzu-

gehen ist. Was die Vorbringen der Verteidigung des Beschuldigten A._____ in 

Bezug auf den EDV-Bericht sowie die Auswertung der GPS-Überwachung anbe-

langt (Urk. 157 S. 7 und S. 17), gilt festzuhalten, dass der Beschuldigte A._____ 

mit dem EDV-Bericht zwar nicht konfrontiert wurde, sich dieser indessen bei den 

Akten befand. Dass dieser erst nach Abschluss der Untersuchung zu den Akten 

genommen worden wäre, ist nicht ersichtlich, zumal er sich dann bei den gericht-

lichen Akten befunden hätte, die nach der Anklage eingegangen sind. In Bezug 

- 21 - 

auf die Auswertung der GPS-Überwachung ist dem Verteidiger zwar zuzustim-

men, dass nicht ersichtlich ist, wie diese Auswertung zustande gekommen ist. Es 

wird indessen, wie sich nachfolgend zeigt, nicht allein darauf abgestellt, sondern 

stellt ein Beweismittel von mehreren dar, die gewürdigt werden. Der Verwertbar-

keit dieser Berichte steht damit nichts entgegen. 

 

III. Sachverhalt 

A. Anklagevorwurf 

Hinsichtlich des genauen Tatvorwurfs ist auf die Anklageschriften zu verweisen 

(Urk. 75-77). Im Wesentlichen wird den Beschuldigten A._____, B._____ und 

C._____ vorgeworfen, sie hätten gemeinsam in unterschiedlicher Zusammenset-

zung und zwar banden- und gewerbsmässig drei Hanf-Indooranlagen in G._____ 

(A._____ und B._____), I._____ (A._____, B._____ und C._____) und J._____ 

(A._____, C._____ und D._____) betrieben.  

 Die Beschuldigten A._____ und B._____ hätten ca. im Januar 2018 be-

schlossen, die Anlage in G._____ gemeinsam und gleichberechtigt zu erstellen 
und zu betreiben. In der Folge habe A._____ die Anlage betrieben, unterstützt 

durch unbekannte Personen und den Beschuldigten B._____. Der Beschuldigte 

B._____ habe ihm geholfen, Wände in die von ihm gemieteten Räumlichkeiten zu 

erstellen, Düngpläne erstellt und zahlreiche Dokumente aufbewahrt. In der Han-

fanlage in G._____ seien drei Ernten von insgesamt mindestens 49,140 Kilo-

gramm Marihuana geerntet und beim Verkauf an nicht bekannten Abnehmer ein 

Umsatz von mindestens Fr. 196'560.– erzielt worden. 

 Anfangs Mai 2018 hätten die Beschuldigten A._____, B._____ und C._____ 

beschlossen, die Hanf-Indooranlage in I._____ gemeinsam und gleichberechtigt 
zu erstellen und zu betreiben. Der Beschuldigte B._____ habe einen Teil seiner 

Räumlichkeiten an A._____/C._____ vermietet und im Gegenzug ca. 350 Gramm 

Marihuana erhalten. Die Beschuldigten A._____ und C._____ hätten den Be-

schuldigten B._____ beim Betrieb der Anlage insbesondere bei der Pflege/Ernte 

- 22 - 

des Marihuanas unterstützt und am 25. September 2018 durch den Abtransport 

von mehreren Kilogramm Marihuana aus der Anlage. Beim Verkauf der drei Ern-

ten im Umfang von 32,625 Kilogramm Marihuana an nicht näher bekannte Ab-

nehmer sei ein Umsatz von mindestens Fr. 130'500.– erzielt worden. 

 Hinsichtlich der Hanf-Indooranlage in J._____ haben die Beschuldigten 
C._____, A._____ und D._____ gemäss Anklagevorwurf ca. anfangs Oktober 

2018 beschlossen, diese Anlage gemeinsam und gleichberechtigt zu erstellen 

und zu betreiben. Der Beschuldigte A._____ habe dem Beschuldigten C._____ 

insbesondere geholfen, den Betrieb zu gewährleisten. Bei dieser Anlage wäre oh-

ne die Verhaftung der Beschuldigten sowie die Sicherstellung der Pflanzen eine 

Ernte von 26,63 Kilogramm Marihuana angefallen und ein Umsatz von 

Fr. 106'250.– erzielt worden. 

B. Standpunkte/Stellungnahmen 

Kurz zusammengefasst sind die Beschuldigten geständig, jeweils eine der Hanf-

anlagen alleine (A._____ diejenige in G._____, B._____ jene in I._____ und 

C._____ die in J._____) betrieben zu haben, mit den anderen hätten sie nichts zu 

tun gehabt. Der Beschuldigte A._____ ist geständig, die Hanfanlage in G._____ 

betrieben zu haben und zwar als alleiniger Bewirtschafter und Betreiber. Er habe 

keine anderen Helfer oder was auch immer gehabt. Die ersten beiden Ernten sei-

en CBD-Hanf gewesen. Der Beschuldigte A._____ bestreitet sodann, etwas mit 

dem Betrieb der anderen Anlagen I._____ und J._____ zu tun gehabt zu haben 

(Urk. 10/4 S. 2, S. 5, S. 6 und S. 12). Anlässlich der vorinstanzlichen Hauptver-

handlung verwies der Beschuldigte A._____ hinsichtlich der Hanfanlage G._____ 

auf das Plädoyer seines Verteidigers und war nicht bereit Aussagen zu machen 

(Prot. I S. 62 ff.). Dabei blieb er auch anlässlich der Berufungsverhandlung, wo er 

lediglich sein Geständnis in Bezug auf das Betreiben der Anlage in G._____ be-

stätigte (Prot. II S. 29 f.). Eine Beteiligung am Betrieb der Anlagen I._____ und 

J._____ bestritt er (Prot. I S. 65 und S. 67 sowie Urk. 103). Das Gutachten des 

FOR, welches anhand der sichergestellten Pflanzen eine minimale Erntemenge 

berechnet – und auf welches sich die Anklage stützt – erachtet er als reine Spe-

kulation (Urk. 10/4 S. 4). Der Beschuldigte B._____ erklärte erstmals in der von 

- 23 - 

ihm verlangten Befragung durch die Staatsanwaltschaft vom 2. Dezember 2019, 

er gestehe den Betrieb der Hanfanlage I._____ durch ihn. Er betonte dabei, allei-

niger Betreiber dieser Anlage gewesen zu sein. Es seien keine weiteren Personen 

in diese Anlage involviert gewesen (Urk. 11/6 S. 2). Bei diesem Geständnis blieb 

er bei der erstinstanzlichen Hauptverhandlung und der Berufungsverhandlung, 

wobei er nicht bereit war Details zu nennen und grundsätzlich keine Aussagen zur 

Sache machte (Prot. I S. 16, Prot. II S. 31). Der Beschuldigte B._____ bringt vor, 

bezüglich der Hanfanlage G._____ gar nichts gemacht zu haben. Er habe einzig 

die Holzwände hochgezogen (Prot. I S. 19, Prot. II S. 31). Der Beschuldigte 

C._____ ist geständig, die Hanfanlage in J._____ betrieben zu haben und zwar 

alleine. Mehr könne er nicht dazu sagen (Urk. 12/4 S. 3). Er bestritt etwas mit der 

Hanfanlage in I._____ zu tun zu haben (Urk. 12/4 S. 2 und S. 7). Das Geständnis 

bezüglich der Anlage in J._____ bestätigte er anlässlich der vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung und der Berufungsverhandlung, wobei er keine Details nannte 

und grundsätzlich keine Aussagen zur Sache mehr machte (Prot. I S. 32, Prot. II 

S. 32 f.).  

C. Strittiger Sachverhalt 

Demnach ist insbesondere strittig, ob der Beschuldigte A._____ auch am Betrieb 

der Hanfanlagen I._____ und J._____ beteiligt war, ob es sich bei allen drei Ern-

ten in G._____ überhaupt um Hanf handelte und wie umfangreich die Ernten wa-

ren. Beim Beschuldigten B._____ ist strittig, ob er auch am Betrieb der Hanfanla-

ge in G._____ beteiligt war und beim Beschuldigten C._____, ob er auch am Be-

trieb der Hanfanlage I._____ mitwirkte. Aufgrund des erstellten Sachverhalts wird 

dann in rechtlicher Hinsicht zu prüfen sein, ob bandenmässige Tatbegehung oder 

Gewerbsmässigkeit vorliegt. 

D. Beweismittel/Beweisgrundsätze 

Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Beweiswürdigung zutreffend 

dargetan (Urk. 123 S. 36-38 und S. 46). Darauf ist zur Vermeidung von Wiederho-

lungen zu verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Auch hat die Vorinstanz die Beweis-

mittel sorgfältig geprüft und gewürdigt, worauf im Rahmen der Sachverhaltserstel-

- 24 - 

lung näher einzugehen ist (Urk. 123 S. 30-83). Die vom Beschuldigten bestritte-

nen Teile des angeklagten Sachverhalts sind demnach aufgrund der Untersu-

chungsakten und der vor Gericht vorgebrachten Argumente nach den allgemein 

gültigen Beweisregeln zu würdigen. Auf die Argumente der Beschuldigten ist im 

Rahmen der nachstehenden Erwägungen einzugehen. Das rechtliche Gehör nach 

Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass das Gericht die Vorbringen des von einem Ent-

scheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tatsächlich hört, prüft und in sei-

ner Entscheidfindung berücksichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sie sich mit allen 

Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen 

ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-

chen Punkte beschränken. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen ge-

nannt werden, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich ihr 

Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1.; BGE 139 IV 179 E. 2.2.; BGE 138 IV 

81 E. 2.2.; Urteile des Bundesgerichts 6B_770/2020 vom 25. November 2020 E. 

1.3.2.; 6B_401/2015 vom 16. Juli 2015 E. 1.1.; je mit weiteren Hinweisen).  

E. Allgemeine Glaubwürdigkeit der Beteiligten 

Die allgemeine Glaubwürdigkeit der Beschuldigten 1 bis 4 sowie der Zeugin 

AA._____ wurde von der Vorinstanz unter Berücksichtigung der massgebenden 

Umstände zutreffend gewürdigt, weshalb vollumfänglich auf die entsprechenden 

Ausführungen verwiesen werden kann (Urk. 123 S. 38-45). Die Aussagen der Be-

schuldigten sind demnach kritisch bzw. teilweise besonders kritisch zu prüfen. Die 

unbeteiligte Zeugin AA._____ erscheint grundsätzlich glaubwürdig. Wesentlich ist, 

dass ungeachtet der Glaubwürdigkeit der einvernommenen Personen die Glaub-

haftigkeit der gemachten Aussagen im Vordergrund steht, was seitens der Vo-

rinstanz ebenfalls zutreffend festgehalten wurde (a.a.O.). 

 

 

 

 

- 25 - 

F. Würdigung Sachverhalt Hanfanlage G._____ (A._____ und B._____) 

1. Mitwirkung/Tatbeiträge der Beschuldigten A._____ und B._____ 

1.1. Handlungen/Mitwirkung des Beschuldigten A._____ 

Der Beschuldigte A._____ ist geständig diese Hanf-Indooranlage – allerdings als 

alleiniger Bewirtschafter und Betreiber – betrieben zu haben (Urk. 10/4 S. 2). 

Diesbezüglich war er von Beginn der Untersuchung an geständig (Urk. 10/1 S. 8, 

Urk. 10/2 S. 4). Dieses Geständnis bezüglich seiner Mitwirkung deckt sich mit 

dem Untersuchungsergebnis, insbesondere damit, dass der Beschuldigte 

A._____ Mieter der fraglichen Räumlichkeiten war und in der Anlage seine DNA-

Spuren gefunden wurden (Urk. 31/11, Urk. 23/3, Urk. 10/3 S 5 Antwort 41). Er ist 

weiter geständig, die sichergestellten 910 Pflanzen (vgl. Urk. 31/2, Urk. 31/6) an-

gebaut zu haben und es sich (bei dieser dritten Ernte) um Drogenhanf gehandelt 

hat, was sich mit dem Gutachten des FOR vom 11. Januar 2019 (Urk. 33/3) deckt 

(Urk. 10/1 S. 8 ff, Urk. 10/3 S. 8 ff.). Der Sachverhalt ist demnach insoweit erstellt.  

1.2. Handlungen/Mitwirkung des Beschuldigten B._____ 

1.2.1. Konkret wird dem Beschuldigten B._____ in der Anklage zur Last gelegt, 

dem Beschuldigten A._____ bei der Anlage in G._____ geholfen zu haben, in 

dem er in den fraglichen Räumlichkeiten Wände erstellt (hochgezogen) habe 

(Urk. 75 S. 3). Diese Handlung hat der Beschuldigte B._____ von Anfang an und 

von sich aus so geschildert (Urk. 11/2 S. 3). Er habe ein handwerkliches Flair und 

ein Kollege – er wolle keine Namen nennen – habe ihn gefragt und er habe, ohne 

dies zu hinterfragen, geholfen und die Holzwände aufgestellt (Prot. I S. 19). Es 

besteht kein Anlass, an diesem Zugeständnis zu zweifeln. Diese Handlung ist 

demnach erstellt. 

1.2.2. Weiter wird dem Beschuldigten B._____ vorgeworfen, Dokumente lautend 

auf A._____ im Zusammenhang mit der Anlage aufbewahrt zu haben. Es geht 

dabei um Unterlagen wie Kontoauszüge, Garantiescheine, Jumbo-Quittung für 

Utensilien sowie eine Bewässerungs- und Düngeanleitung einer Hanf-

Indooranlage. Diese Dokumente wurden in der Wohnung des Beschuldigten 

- 26 - 

B._____ sichergestellt (vgl. Urk. 39/4). Der Beschuldigte B._____ hat eingeräumt, 

die Dokumente bei sich aufbewahrt zu haben, damit diese nicht beim Beschuldig-

ten A._____ gefunden und entsprechende Rückschlüsse gemacht werden könn-

ten (vgl. Urk. 11/4 S. 16 ff.). Auch dieser in der Anklage genannte Umstand ist 

demnach erstellt. 

1.2.3. Schliesslich wird in der Anklage noch konkret genannt, dass der Beschul-

digte B._____ einen Düngeplan erstellt habe (Urk. 75 S. 3). Auf dem Computer 

des Beschuldigten B._____ wurde ein entsprechendes Dokument gefunden und 

er ist geständig, einen Düngeplan für den Beschuldigten A._____ erstellt und die-

sen auf seinem (B._____s) Computer aufbewahrt zu haben, damit er nicht auf 

dessen (A._____s) Computer ersichtlich sei (Urk. 11/4 S. 14 f.). Auch hier besteht 

kein Anlass an diesen Zugaben zu zweifeln. Damit ist dieser Umstand ebenfalls 

erstellt. Anzumerken ist allerdings, dass nicht nachvollziehbar bleibt, wie ein auf 

dem Computer des Beschuldigten B._____ gespeicherter Düngeplan dem Be-

schuldigten A._____ hilfreich sein kann. 

1.2.4. Weiter ist festzuhalten, dass der Beschuldigte A._____ dem Beschuldigten 

B._____ ein Foto von der Anlage G._____ aufs Mobiltelefon geschickt hatte. Er 

gab dazu an, dies aus Freude an der Anlage gemacht zu haben, wie schön es 

aussehe und dies dem Beschuldigten B._____, wie dieser selber angab, habe 

mitteilen wollen (Urk. 11/4 S. 8). Am Rande ist zu bemerken, dass diese Fotos 

eindrücklich aufzeigen, wie professionell die Anlage G._____ betrieben wurde 

(vgl. Fotos in Urk. 11/4 Beilagen 2a-d). Sodann befand sich ein weiteres Doku-

ment im Besitz des Beschuldigten B._____, welches wie die Vorinstanz zutreffend 

würdigt (Urk. 123 S. 63), eine Art Notfallplan (Mitteilungen an einen M._____ von 

der Firma N._____ sowie an [Rechtsanwalt] X1._____) beinhaltet, für den Fall, 

dass A._____ verhaftet würde (Urk. 39/8). Der Beschuldigte B._____ hat dazu 

angegeben, dieses Dokument im Auftrag von A._____ aufbewahrt zu haben 

(Urk. 11/4 S. 11).  

1.3. Gemeinsames und gleichberechtigtes Erstellen und Betreiben der Anlage 

- 27 - 

Bei der Würdigung dieser Umstände ist hervorzuheben, dass die Anklage den 

beiden Beschuldigten A._____ und B._____ vorwirft, sie hätten beschlossen, die 

Anlage "gemeinsam und gleichberechtigt zu erstellen und zu betreiben". Dieser 

Vorwurf bleibt allgemein und es werden ausser den oberwähnten keine weiteren 

tatsächlichen Umstände aufgeführt. Es ist festzuhalten, dass in der Anklage keine 

weiteren konkrete Handlungen oder Vorkehrungen des Beschuldigten B._____ 

genannt werden, wie etwa gemeinsame Miete, Aufgaben beim Erstellen der Anla-

ge (Einkauf und Finanzierung der notwendigen Utensilien und Pflanzen sowie tat-

sächliches Erstellen) oder bezüglich Wässern und Düngen der Pflanzen, Ernten 

(Schneiden, Trocknen etc.), Abpacken usw. Es fehlen auch irgendwelche Anga-

ben zum Verkauf (Abnehmer suchen und Kontakt mit diesen, Warenübergaben, 

Geldübernahmen usw.) und insbesondere bezüglich einer allfälligen Aufteilung 

des Erlöses. Das beim Beschuldigten B._____ gefundene, ihm von A._____ zu-

gesandte Foto der Anlage trägt sodann zur Frage eines Beschlusses der Beiden, 

die Hanfanlage gemeinsam und gleichberechtigt zu erstellen und zu betreiben, 

wenig bei. Der Beschuldigte B._____ war seit längerem mit A._____ befreundet. 

Vor diesem Hintergrund, erscheint die Aussage des Beschuldigten B._____ plau-

sibel, A._____ habe seine Freude über das schöne Aussehen der Anlage mit ihm 

teilen wollen und vermag das Foto darüber hinaus nichts zu beweisen. Das Auf-

bewahren der genannten Dokumente sowie des Notfallplanes haben sodann kei-

nen direkten Zusammenhang mit einem gemeinsamen und gleichberechtigten Er-

stellen und Betreiben der Anlage, geht es dabei doch vor allem darum, den Be-

schuldigten A._____ durch die vermeintlich sichere Aufbewahrung von Beweismit-

teln vor einer allfälligen Strafverfolgung zu schützen. Der Verteidiger des Be-

schuldigten A._____ wendet im Übrigen einleuchtend ein (Urk. 104 S. 6), wenn 

die Hanfanlage gemeinsam betrieben worden wäre, hätten die Dokumente gera-

desogut durch den Beschuldigten A._____ aufbewahrt werden können. In der Tat 

gibt das praktizierte Vorgehen nur Sinn, wenn der Beschuldigte B._____ (wenig 

bis gar) nichts mit der Anlage G._____ zu tun hat. Wenn die beiden die Hanfanla-

ge gemeinsam betreiben, besteht bei beiden die gleiche Gefahr einer Hausdurch-

suchung. Es bleibt daher im Wesentlichen dabei, dass der Beschuldigte B._____ 

geholfen hat, Holzwände hochzuziehen, und einen Düngeplan – den er aus dem 

- 28 - 

Internet hat – erstellt hat. Dies allein vermag keinen gemeinsamen Beschluss, zu-

künftig eine Hanfanlage zu erstellen und zu betreiben sowie eine gemeinsame 

und gleichberechtigte Betreibung der Anlage, zu erstellen. Es ist auch nicht davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte B._____ für das Einziehen der Wand, den 

Düngeplan bzw. dessen Aufbewahrung und die von weiteren Dokumenten her-

nach gleichberechtigt am angeklagten Drogenumsatz von Fr. 250'000.– beteiligt 

war. Weitere Belastungen sind nicht ersichtlich. A._____ bestreitet vielmehr eine 

Beteiligung von B._____. Die Anklage ist demnach in diesem Punkt nicht erstellt. 

Anzufügen ist, dass die Anklage davon ausgeht, dass weitere, derzeit unbekann-

ten Personen dem Beschuldigten A._____ beim Betrieb der Anklage geholfen ha-

ben. Es ist demnach davon auszugehen, dass der Beschuldigte A._____ die Han-

fanlage G._____ im Wesentlichen alleine bzw. allenfalls mit Hilfe unbekannter 

Dritter betrieben hat und der Beschuldigte B._____ (lediglich) die erwähnten er-

stellten Handlungen erbracht hat. 

2. Marihuana oder CBD-Pflanzen? 

2.1. Die Anklage geht davon aus, dass in der Zeit von Januar 2018 bis zu ihrer 

Festnahme am 11. Dezember 2018 in der Anlage G._____ insgesamt vier Zyklen 

mit jeweils 910 Hanfpflanzen angebaut und davon drei Ernten Marihuana gewon-

nen wurden. Den letzten Zyklus hätten die Beschuldigten aufgrund der Verhaftung 

nicht ernten können (Urk. 75 S. 3).  

2.2. In der Anlage in G._____ konnten am 11. Dezember 2018 910 Pflanzen si-

chergestellt werden. Gemäss dem Gutachten des FOR vom 11. Januar 2019 

handelt es sich dabei um Cannabis vom Typ Drogenhanf (Urk. 31/2 S. 3, 

Urk. 31/6 S. 1, Urk. 33/3). Damit ist erstellt, dass es sich beim letzten Zyklus wie 

angeklagt um 910 Pflanzen Drogenhanf handelte. Weiter ist aufgrund der Sicher-

stellungen erstellt – und auch nicht bestritten –, dass der Beschuldigte A._____ 

einen Teil des von ihm hergestellten Marihuanas in Räumlichkeiten in O._____ 

lagerte (Urk. 36/1-5, Urk. 10/1 S. 3 f.). 

2.3.1.  Der Beschuldigte A._____ hat eingeräumt, im Zeitraum von Januar/Februar 

2018 bis 11. Dezember 2018 vier Zyklen angebaut zu haben, wobei er den letzten 

- 29 - 

Zyklus des Drogenhanfs aufgrund der am 11. Dezember 2018 erfolgten Verhaf-

tung nicht habe ernten können (Urk. 10/1 S. 8f., Urk. 10/3 S. 41 f.). Er anerkennt 

somit grundsätzlich, dass wie angeklagt vier Zyklen gepflanzt und davon drei ge-

erntet wurden (vier Grows, drei Ernten). Er macht aber geltend, dass es weniger 

Pflanzen wie angeklagt gewesen seien und er während der ersten beiden Zyklen 

legales CBD-Hanf angepflanzt habe. Er sei erst für die beiden letzten Zyklen auf 

illegalen Drogenhanf umgestiegen (Urk. 10/1 S. 8, Urk. 10/3 S. 9 f.). 

2.3.2. Die Vorinstanz hat sich mit diesem Vorbringen des Beschuldigten A._____, 

er habe zunächst zwei Zyklen CBD angepflanzt, eingehend auseinandergesetzt 

und ist zum überzeugenden Schluss gekommen, dass es sich dabei um eine 

Schutzbehauptung handelt. Es kann vorab vollumfänglich auf diese sehr sorgfälti-

gen, zutreffenden und umfassenden Erwägungen der Vorinstanz sowie auf die 

von ihr zusammengefassten wesentlichen Aussagen des Beschuldigten A._____ 

zu diesem Punkt verwiesen werden (Urk. 123 S. 64-69, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2.3.3. Der Grundsatz "in dubio pro reo" (im Zweifel für den Beschuldigten) bedeu-

tet als Beweislastregel, dass es Sache der Anklagebehörde ist, die Schuld des 

Beschuldigten zu beweisen, und nicht dieser seine Unschuld nachweisen muss 

(Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 4. A., Zürich 2004, N 599; BGE 127 I 40). Ein 

Beschuldiger darf nie mit der Begründung verurteilt werden, er habe seine Un-

schuld nicht nachgewiesen (BGE 127 I 38 E. 2a mit Hinweis). Wenn allerdings ein 

Beschuldigter eine ihn entlastende Behauptung aufstellt, ohne dass er diese we-

nigstens in einem Mindestmass glaubhaft machen kann, findet der Grundsatz "in 

dubio pro reo" keine Anwendung. Es tritt nämlich insoweit eine Beweislastumkehr 

ein, als nicht jede aus der Luft gegriffene Schutzbehauptung von der Anklagebe-

hörde durch hieb- und stichfesten Beweis widerlegt werden muss. Ein solcher 

Beweis ist nur dann zu verlangen, wenn gewisse Anhaltspunkte wie konkrete In-

dizien oder eine natürliche Vermutung für die Richtigkeit der Behauptung spre-

chen bzw. diese zumindest als zweifelhaft erscheinen lassen, oder wenn der Be-

schuldigte sie sonst wie glaubhaft macht (vgl. OGer ZH, SB160176-O/U vom 

20. September 2016 E. III/3.3; Stefan Trechsel, SJZ 77 [1981] S. 320). Nachdem 

in der Hanfanlage in G._____ 910 illegale Hanfpflanzen sichergestellt wurden, 

- 30 - 

liegt es nahe, dass es sich auch bei den drei früheren Zyklen um illegalen Dro-

genhanf gehandelt hat. Es besteht grundsätzlich kein Anlass, etwas anderes an-

zunehmen. Die Anlage wurde denn auch von Anfang an versteckt betrieben, was 

bei einer legalen Tätigkeit nicht erforderlich gewesen wäre. Wenn der Beschuldig-

te A._____ vorbringt, es habe sich bei den ersten zwei Zyklen um legale CBD-

Pflanzen gehandelt, so hat er dies in einem Mindestmass glaubhaft zu machen. 

Dies hat er vorliegend nicht getan. Vorab fällt auf, dass der Beschuldigte hinsicht-

lich der Herkunft der angeblichen CBD-Pflanzen widersprüchliche Angaben ge-

macht hat. Während er bei der Polizei zunächst zu Protokoll gab, die CBD-

Pflanzen im Internet gekauft zu haben (Urk. 10/3 S. 1), erklärte er gegenüber der 

Staatsanwaltschaft, sich zwar im Internet erkundigt zu haben, die Pflanzen aber in 

Österreich (glaublich in Bregenz) gekauft zu haben (Urk. 14 S. 20). Dieser Wider-

spruch und dass der Beschuldigte A._____ nicht angeben kann, wo genau er die 

legalen Pflanzen gekauft haben will, überzeugen nicht. Bei Angabe seiner Be-

zugsquelle hätte man ohne weiteres überprüfen können, ob er zur fraglichen Zeit 

legale CBD-Pflanzen eingekauft hat. Insbesondere erscheint nicht glaubhaft, 

wenn er vorbringt, es gebe keinerlei Abrechnungen oder Bestellscheine. Es ist 

nicht einsichtig, dass er für diese legalen Pflanzen keine Quittungen etc. vorwei-

sen kann, nachdem er diesen Handel aus finanziellen Gründen betrieben haben 

will. Diese hätte er natürlich gebraucht, um seinen Aufwand zu belegen. Des Wei-

teren überzeugt seine Darstellung nicht, dass er versucht habe, die Ernte des le-

galen Hanfs zu verkaufen, dies jedoch nicht gelungen sei und er es daher im 

Haushaltsmüll entsorgt habe (Urk. 10/1 S. 9). Dies erscheint auch unter Berück-

sichtigung des von ihm geltend gemachten Umstandes, dass der Kurs pro Kilo-

gramm CBD-Hanf auf etwa Fr. 1'400.– gesunken sei, seltsam. Es ist nicht nach-

vollziehbar, dass er das Hanf nicht wenigstens für diesen Preis verkauft hat. Es ist 

jedenfalls festzuhalten, dass der Beschuldigte auch keine Abnehmer des legalen 

CBD-Hanfs nennt, welche seine Darstellung stützen könnten. Anzufügen ist, dass 

der Beschuldigte C._____ – mit dem der Beschuldigte A._____ nach der Haftent-

lassung einen legalen CBD-Hanfbetrieb betreibt – von einem aktuellem Kilopreis 

von Fr. 1'800.– sprach (Prot. I S. 25). Vor diesem Hintergrund erscheint sein Vor-

bringen, es habe sich um zwei Zyklen CBD-Hanf gehandelt, auch nicht in einem 

- 31 - 

Mindestmass glaubhaft. Das bereits erwähnte, bei B._____ im Computer sicher-

gestellte Dokument, wie im Falle einer Verhaftung von A._____ vorzugehen sei 

(Urk. 39/12), wurde am 25. Oktober 2017 hergestellt, also noch vor dem ersten 

Zyklus und entlarvt die Aussagen des Beschuldigten A._____ vollends als un-

glaubhaft. Wenn der Beschuldigte A._____ zunächst legalen Hanf angebaut hät-

te, wäre ein solches "Notfall-Drehbuch" für den Fall der Verhaftung nicht erforder-

lich gewesen. Es ist daher insgesamt erstellt, dass es sich bei allen vier Zyklen 

um illegalen Hanfanbau gehandelt hat.  

2.4.  Es ist dabei davon auszugehen, dass auch der Beschuldigte B._____ Be-

scheid wusste, dass es sich um den Anbau von Marihuana handelte, auch wenn 

er nur zuvor in den leeren Räumlichkeiten war, als er die Holzwände hochzog, 

und sich unwissend gibt (vgl. Prot. II S. 32, Urk. 157 S. 4, Urk. 160 S. 5 f.). Dies 

erhellt sich schon daraus, dass er A._____ und C._____ ("seine "Kollegen") eben 

als Kollegen von ihm beschrieb, welche ihn bezüglich der Anlage I._____ offen 

und ehrlich darauf – also auf den zukünftigen Betrieb einer Hanfindoor-Anlage – 

angesprochen hätten (Urk. 11/3 S. 3). Es ist von daher nicht einzusehen, weshalb 

A._____ ihm dies bezüglich G._____ sollte vorenthalten haben, als er den Be-

schuldigten B._____ aufgefordert hatte, Holzwände hochzuziehen. Darauf lässt 

auch das vom Beschuldigten A._____ an den Beschuldigten B._____ zugesandte 

Foto schliessen, mit welchem er gegenüber B._____ im April 2018 offenbar seine 

Freude haben ausdrücken wollen, wie schön die Hanfindoor-Anlage in G._____ 

geworden sei (Urk. 39/8, Urk. 11/4 Beilage 1). Dies illustriert und belegt, dass 

diesbezüglich zwischen den beiden keine Geheimnisse bestanden. Sodann hat 

der Beschuldigte B._____ bereits am 25. Oktober 2017 im Auftrag des Beschul-

digten einen ("Notfall-")Plan aufgestellt, was im Falle einer Verhaftung von 

A._____ zu geschehen habe (Urk. 39/11 i.V.m. Urk. 39/8). Dieser beweist zumin-

dest, dass der Beschuldigte B._____ in das Wissen von A._____ hinsichtlich sei-

ner kriminellen Drogentätigkeiten eingeweiht war und darüber hinaus, wohl tief 

darin verstrickt war. Diese Bild wird dadurch abgerundet, dass der Beschuldigte 

B._____ für den Beschuldigten A._____ einen Düngeplan aufbewahrte. Diese 

Dokumente zeigen auf, dass der Beschuldigte B._____ von A._____ ins Vertrau-

en gezogen worden ist und nicht ahnungslos Holzwände hochzog. Es ist damit 

- 32 - 

entgegen der Verteidigung erstellt, dass der Beschuldigte B._____, als er die 

Holzwände hochzog, wusste, dass es um den Betrieb einer zukünftigen illegalen 

Hanfindoor-Anlage ging. 

 

 

3.  Höhe der Ernten / Anzahl Pflanzen Hanfanlage G._____ 

3.1. Die Anklage geht davon aus, dass wie bei der sichergestellten Menge des 

vierten Zyklus auch bei den ersten drei Zyklen mindestens 910 Cannabispflanzen 

angebaut und mindestens 18 Gramm konsumfertiges, getrocknetes THC-haltiges 

Marihuana pro Pflanze bzw. insgesamt 49.140 Kilogramm (16.38 kg pro Zyklus) 

geerntet wurden (Urk. 75 S. 3).  

3.2. Der Beschuldigte, der wie erwähnt geltend macht, nur beim dritten und vier-

ten Zyklus Cannabishanf angebaut zu haben, sagte aus, beim dritten Zyklus etwa 

430 Pflanzen geerntet zu haben, welche einen Ertrag von etwa 2.4 Kilogramm 

Drogenhanf ergeben hätten (Urk. 10/1 S. 19).  

3.3. Auch zu diesem Sachverhaltspunkt kann auf die sorgfältigen und ausführli-

chen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, welche nachfolgend rekapi-

tuliert und teilweise ergänzt werden (Urk. 123 S. 69-71, Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Vorab ist die Sicherstellung der 910 Cannabis-Pflanzen ein gewichtiges Indiz, 

dass der Beschuldigte A._____ auch bei den früheren Grows in ähnlichem Um-

fang Pflanzen verwendete. Der Beschuldigte A._____ hat beim dritten Zyklus von 

430 Pflanzen gesprochen. Zu Beginn meinte er damit 2.4 Kilogramm Marihuana 

erwirtschaftet zu haben, sprach dann aber später von eventuell 3.5 oder auch 4 

Kilogramm (Urk. 10/3 S. 19). Es erstaunt, dass der Beschuldigte A._____ auf der 

einen Seite genau wissen will, wie viel Pflanzen er gehabt habe, dann aber derart 

divergierende Zahlen über die Ernte nennt. Er hat auch keine plausiblen Erläute-

rungen vorgebracht, weshalb es bei den früheren Grows weniger Pflanzen gehabt 

haben soll. Es zeigt sich, dass auch in diesem Punkt nicht einfach auf seine An-

gaben abgestellt werden kann. Vergleicht man das auf dem Mobiltelefon vom 

- 33 - 

B._____ sichergestellte – wie erwähnt eindrückliche – Foto der Anlage G._____ 

vom 29. April 2018 mit den Fotos der Anlage bei der Kontrolle vom 11. Dezember 

2018 (vgl. Urk. 123 S. 69 in Verbindung mit Urk. 11/4 Beilagen 1 und 2a-d und 

Urk. 34/8), so ist ersichtlich, dass die Tische bereits damals gleich angeordnet 

waren und jedenfalls die Dichte der Pflanzen ein gleiches Bild ergibt bzw. bei bei-

den Fotos sehr gross ist, was dafür spricht, dass bereits für den ersten Grow wie 

bei der Sicherstellung in etwa gleich viele Pflanzen – mindestens 240 Pflanzen 

pro Tisch auf den Tischen 1 und 2 im Raum 1 – angepflanzt wurden. Dies wird 

denn auch vor allem durch den hohen Stromverbrauch ab dem 8. Dezember 2017 

gestützt (Urk. 32/2), der ein deutliches Indiz dafür ist, dass bereits ab Januar 2018 

grössere Mengen produziert wurden. Es ist daher erstellt, dass bei den ersten drei 

Zyklen in etwa die gleichen Mengen Hanfdrogen produziert wurden wie im letzten 

Zyklus bzw. von der etwa gleichen Pflanzenstückzahl auszugehen ist. 

3.4. Zwischen dem 8. Dezember 2017 und dem 13. Dezember 2018 wurden für 

die Anlage 96'623 kWh verbraucht (Urk. 32/2 S. 3–6). Der Verteidiger des Be-

schuldigten A._____ hat zu Recht darauf hingewiesen, dass sich die Berechnung 

der Vorinstanz als fehlerhaft erweist (Urk. 157 S. 12 ff., Urk. 123 S. 70 ff.). Es ist 

allerdings festzuhalten, dass auch die Verteidigung in ihrer Berechnung zum 

Schluss kommt, dass pro Stunde für den Betrieb der Anlage im Schnitt 10.12 kW 

an Strom verbraucht worden sei, woraus wiederum folgere, dass durchschnittlich 

10.12 Lampen à 1000W pro Stunde im Betrieb gewesen seien. Stelle man für 

diesen Verbrauch bzw. die errechnete durchschnittliche Lichtleistung auf das Re-

ferenzgutachten ab (1g Marihuana pro 1000 Watt eingebrachte Lichtleistung), re-

sultiere pro Zyklus eine Ertragsmenge von 10.1 Kilogramm (Urk. 157 S. 13). 

Nachdem entgegen der Verteidigung des Beschuldigten A._____ davon auszu-

gehen ist, dass es sich bei allen drei geernteten Zyklen um Marihuana handelte, 

ist auch bei dieser Berechnung von einem (Mindest-)Ertrag von 30.3 Kilogramm 

Marihuana auszugehen (was wiederum einem Umsatz von mindestens 

Fr. 120'000.– entspricht). Anzufügen ist, dass gemäss dem Referenzgutachten 

Cannabis-Produzenten als Erfahrungswerte angeben, dass sich Neueinsteiger mit 

einem Ernteertrag von 0.5 g pro Watt Lichtleistung begnügen müssten, während 

"Profis" bis zu 1.3 g Marihuana pro Watt eingebrachte Lichtleistung erreichen 

- 34 - 

könnten (Urk. 33/6 S. 4). Es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass es 

sich beim Beschuldigten A._____ keineswegs um einen Neueinsteiger beim Han-

fanbau handelt, was seine einschlägigen Vorstrafen eindrücklich belegen 

(Urk. 58/1). Zudem hat der Beschuldigte selber ausgesagt, dass ihn der kundige 

Kollege P._____ bei Problemen mit der Anlage – unter der Zusicherung, dass es 

sich um CBD-Gras handle – fachkräftig unterstützt habe (Urk. 10/1 S. 10f., 

Urk. 10/2 S. 4). Es liegt daher nahe, aufgrund der verwendeten Lichtleistungen 

gemäss Stromrechnung von durchaus höheren Ernten auszugehen. Die Staats-

anwaltschaft hat sodann im vorliegenden Verfahren beim FOR ein Gutachten ein-

geholt zur Frage, mit welcher Erntemenge beim vierten Zyklus zu rechnen gewe-

sen wäre, wenn die Pflanzen in G._____ nicht sichergestellt worden wären 

(Urk. 33/5). Das FOR stellte in seinem Gutachten vom 8. Mai 2019 eine durch-

schnittliche Ertragsmenge von 18g konsumfertiges Marihuana pro Pflanzenhaupt-

trieb fest (Urk. 33/5 S. 4), was bei 910 Pflanzen einen Ertrag von 16.380 Kilo-

gramm für den vierten Zyklus abschätzen lasse. Anhand des Stromverbrauchs 

und der erwähnten Faustregel lasse sich ein Ertrag von 19 Kilogramm für den 

vierten Zyklus abschätzen (Urk. 33/5 S. 4). Das Gutachten kommt daher zum 

Schluss, dass für die total vorliegenden 910 Cannabispflanzen pro Erntezyklus 

von einer minimalen Erntemenge zwischen 16 und 19 kg auszugehen sei (a.a.O.). 

Es besteht kein Anlass, diese klaren und schlüssigen Schlussfolgerungen der 

Gutachten in Zweifel zu ziehen. Es sind daher gewichtige Indizien vorhanden, 

dass der Beschuldigte A._____ mit den ersten drei Ernten einen Ertrag von 18 

Gramm pro Pflanze bzw. bei rund 910 angepflanzten Cannabispflanzen wohl ins-

gesamt 49.140 Kilogramm Marihuana erntete. Selbst wenn man aber zu Gunsten 

des Beschuldigten auf die Berechnung des Verteidigers abstellt, muss zu aller-

mindestens eine Marihuana-Ernte von rund 30.3 Kilogramm als erstellt betrachtet 

werden. 

4. Umsatz 

4.1. Die Anklage wirft den Beschuldigten 1-2 vor, die mindestens 49.140 Kilo-

gramm Marihuana an nicht bekannte Abnehmer zu einem handelsüblichen Preis 

von Fr. 4'000.– pro Kilogramm verkauft und damit einen Umsatz von 

- 35 - 

ca. Fr. 196'560.– erzielen zu haben. Mit der Ernte der sichergestellten 910 Can-

nabispflanzen hätten die Beschuldigten gestützt auf das Gutachten zusätzlich 

16.38 Kilogramm konsumfertiges Marihuana herstellen und folglich einen zusätz-

lichen Umsatz in der Höhe von mindestens Fr. 65'520.– erzielen können (Urk. 75 

S. 3). 

4.2. Der Beschuldigte hat eingeräumt, dass er aus einer finanziellen Bedrängnis 

heraus mit dem Anbau von Marihuana begonnen habe (Urk. 10/1 S. 8). Damit 

räumt er ein, dass es ihm darum ging, das gewonnene Marihuana zu verkaufen. 

Er macht indessen geltend, lediglich einmal (3. Zyklus) ca. Mitte oder Anfangs Ok-

tober 2018 2.4 Kilogramm Marihuana geerntet zu haben. Davon habe er ca. 350–

400 Gramm für Fr. 3'500.– verkauft und den Rest habe er selbst gekifft (Urk. 10/1 

S. 8 ff., Urk. 10/3 S. 21 ff.).  

4.3. Ein direkter Beweis für den Verkauf von Marihuana durch den Beschuldigten 

A._____ liegt nicht vor. Es sind insbesondere keine Abnehmer bekannt. Es ist in-

dessen wie oben erwogen erstellt, dass der Beschuldigte A._____ rund 49 Kilo-

gramm Marihuana geerntet hat, welches nicht mehr sichergestellt werden konnte 

bzw. offensichtlich nicht mehr bei ihm vorhanden war. Nachdem der Beschuldigte 

A._____ den Cannabis-Anbau aus finanziellen Gründen betrieben hat, ist davon 

auszugehen, dass er es verkauft hat. Dies war ja der Zweck des Anbaus. Abge-

sehen davon, dass der Beschuldigte A._____ geständig ist, 350 bis 400 Gramm 

Marihuana verkauft zu haben, liegt dies auch deshalb auf der Hand, da der Be-

schuldigte A._____ gemäss eigenen Angaben in finanzieller Bedrängnis war und 

gerichtsnotorisch hohe Investitionen und Ausgaben für die Erstellung und den Be-

trieb der Anlage angefallen sind. Des Weiteren kann auf die glaubhafte Aussagen 

des Mitbeschuldigten B._____ hingewiesen werden, der aussagte, dass seine 

Kollegen "relativ gross im Business" seien (Urk. 11/3 S. 8, Urk. 14 S. 6) und damit 

wie weiter unten (Hanfanlage I._____) erwogen wird auch der Beschuldigte 

A._____ gemeint gewesen sein muss. "Gross im Business" impliziert natürlich 

auch den Verkauf der hergestellten Ware. Gleiches ergibt sich aus dem bereits 

erwähnten, beim Beschuldigten B._____ sichergestellten Dokument ("Notfall-

Drehbuch") und den Aussagen des Beschuldigten B._____ dazu (Urk. 39/8, 

- 36 - 

Urk. 39/12, Urk. 11/4 S. 11 ff.). In dem Dokument sind u.a. "Schuldenpersonen" 

(z.B. Q._____, R._____ vo S._____, T._____ U._____ [Ortschaft]) und Preise 

("Diesel 6,3 ChF, Schnell 70 ChF und Ösk 6,0 CHF") genannt. B._____ führte da-

zu aus, dass er von diesen Personen – im Falle einer Verhaftung von A._____ – 

hätte Geld einziehen müssen. Die Leute hätten vermutlich gewusst, was sie von 

A._____ gekauft haben und er hätte so ausrechnen können, wie viel Geld sie ihm 

geben müssen. B._____ meinte weiter, er hätte durch die Freundin von A._____ 

erfahren, wenn dieser verhaftet worden wäre. Diese hätte aber die Angaben ge-

mäss dem Dokument (u.a. Eintreiben der Gelder bei den "Schuldenpersonen") 

nicht ausführen können, da sie vermutlich nicht wisse, was A._____ mache 

(Urk. 11/4 S. 11 ff.). Dabei kann mit Fug davon ausgegangen werden, dass es 

sich um das Eintreiben von ausstehenden Zahlungen für Drogenlieferungen geht, 

ansonsten eine Verklausulierung nicht nötig gewesen wäre, die Freundin von 

A._____ dies auch hätte vornehmen können und bei legalen Geschäften B._____ 

wohl kaum mit dieser Aufgabe vertraut worden wäre. Es ist zwar zu beachten, 

dass dieses Dokument bereits Ende 2017 verfasst wurde und es sich nicht um die 

Verkaufserlöse 2018 handelt. Dennoch zeigt es auf, dass der Beschuldigte offen-

sichtlich Drogen verkaufte, was bei einer so grossen Drogenmenge von rund 50 

Kilogramm Marihuana ohnehin auf der Hand liegt. Anzufügen ist, dass die Aussa-

ge des Beschuldigten A._____, er habe von ca. anfangs oder Mitte Oktober 2018 

bis zum 11. Dezember 2018 die gesamte Ernte (abzüglich 350 - 400 Gramm), al-

so je nach Aussage nahezu rund 3.5 Kilogramm Marihuana selber gekifft 

(Urk. 10/3 S. 22), doch sehr abenteuerlich und unglaubhaft wirkt. Abgesehen da-

von, dass seine Rechnung von 25 Joints bzw. 25 bis 30 Gramm pro Tag lediglich 

etwa 1,8 Kilogramm ergeben würden, ergibt es keinen Sinn, dass er den Mari-

huana-Anbau aus finanziellen Gründen betreiben will, viel Geld in Aufbau und Be-

trieb steckt und dann alles selber rauchen sollte. Auch die von ihm angegebenen 

Mengen erscheinen masslos übertrieben. Es ist daher diesbezüglich von einer of-

fensichtlichen Schutzbehauptung auszugehen. 

4.4. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, geht die Anklageschrift zugunsten der 

Beschuldigten von einem handelsüblichen Preis von mindestens Fr. 4'000.– pro 

Kilogramm aus, obwohl der Beschuldigte A._____ anfangs selbst angab, ein 

- 37 - 

Gramm für Fr. 10.– und damit ein Kilogramm für Fr. 10'000.– verkauft zu haben 

(Urk. 10/1 S. 10, Urk. 10/3 S. 22). Es kann daher jedenfalls von einem Verkaufs-

preis von Fr. 4'000.– pro Kilogramm ausgegangen werden, was bei einer verkauf-

ten Menge von rund 49 Kilogramm Drogenhanf Fr. 196'000.– entsprechen würde. 

Ausgehend von einer allermindestens erzielten Marihuana-Ernte von 30.3 Kilo-

gramm ist indessen jedenfalls von einem Umsatz von Fr. 121'200.– auszugehen. 

Der Sachverhalt ist demnach insoweit erstellt. 

4.5. Wie oben erwogen kann auf das schlüssige Gutachten des FOR vom 

8. Mai 2019 abgestellt werden (Urk. 33/5) und es ist erstellt, dass die sicherge-

stellten 910 Cannabispflanzen durchschnittlich je 18 Gramm Ernte abgeworfen 

hätten. Dies hätte eine (theoretische) Gesamternte von rund 16 Kilogramm Dro-

genhanf ergeben. Bei einem Verkaufspreis von mindestens Fr. 4'000.– pro Kilo-

gramm hätte somit ein weiterer Umsatz von rund Fr. 64'000.– erzielt werden kön-

nen. Der Sachverhalt ist demnach auch in diesem Punkt erstellt. 

5. Fazit 

Es ist demnach erstellt, dass der Beschuldigte A._____ die Hanfanlage G._____ 

betrieben und bei den ersten drei Zyklen allermindestens 30.3 Kilogramm Mari-

huana tatsächlich geerntet hat und damit einen Umsatz von mindestens 

121'000.– erzielt hatte. Weiter hätte der Beschuldigte A._____ mit dem vierten 

Zyklus rund 16 Kilogramm Drogenhanf ernten und damit einen weiteren Umsatz 

von Fr. 64'000.– erzielen können. Erstellt sind, dass der Beschuldigte B._____ die 

ihm konkret vorgeworfenen Handlungen begangen hat. Hingegen fehlt es am Be-

weis, dass die beiden Beschuldigten A._____ und B._____ einen gemeinsamen 

Beschluss getroffen haben, zukünftig eine Hanfanlage zu erstellen und zu betrei-

ben sowie eine gemeinsame und gleichberechtigte Betreibung der Anlage zu täti-

gen. 

G. Würdigung Sachverhalt Hanfanlage I._____  
(B._____, A._____ und C._____) 

1. Vorwurf gemeinsames Handeln der Beschuldigten 1-3 

- 38 - 

Neben dem Vorwurf an die drei Beschuldigten, die Anlage gemeinsam und 

gleichberechtigt erstellt sowie betrieben zu haben, wirft die Anklage den Beschul-

digten A._____ und C._____ konkret vor, den Beschuldigten B._____ beim Be-

trieb der Anlage insbesondere durch die Pflege/Ernte des Marihuanas zwischen 

dem 25. September 2018 und 21. November 2018 und mindestens am 25. Sep-

tember 2018 durch den Abtransport von mehreren Kilogramm Marihuana "unter-

stützt" zu haben (Urk. 75 S. 4).  

 

1.1. Handlungen/Mitwirkung Beschuldigter B._____ 

Der Beschuldigte B._____ gab in der von ihm verlangten Befragung durch die 

Staatsanwaltschaft vom 2. Dezember 2019 nach Abschluss der Untersuchung an, 

er gestehe den Betrieb der Hanfanlage I._____ durch ihn, er sei alleiniger Betrei-

ber dieser Anlage gewesen, weitere Personen seien bei dieser Anlage nicht invol-

viert gewesen (Urk. 11/6 S. 2). Bei diesem Geständnis blieb er bei der erstin-

stanzlichen Hauptverhandlung und der Berufungsverhandlung, wobei er jeweils 

nicht bereit war Details zu nennen und grundsätzlich keine Aussagen zur Sache 

machte (Prot. I S. 16, Urk. 11/6 S. 2 ff., Prot. II S. 31 f.). Zuvor hatte der Beschul-

digte B._____ in sämtlichen Befragungen stets bestritten, mit dem Ganzen etwas 

zu tun gehabt zu haben. Im Wesentlichen schilderte er zuvor, diese Räumlichkei-

ten in I._____ gemietet zu haben, um dort seine Naturheilpraxis einzurichten. Die 

Miete habe er anfangs finanziell noch alleine tragen können und dann nicht mehr. 

Seine Kollegen hätten ihm dann ein Angebot gemacht und gefragt, ob sie gegen 

Übernahme der Hälfte der Miete eine Indooranlage aufbauen dürften. Die Anlage 

sei einfach in den von ihm gemieteten Räumen gewesen. Aus Angst sei er nicht 

bereit, Namen zu nennen (vgl. etwa Urk. 11/3 S. 3 sowie S. 17, Urk. 11/2 S. 2). 

Der Beschuldigte B._____ hat zuvor auch angegeben, einmalig anstatt der Miete 

als Ersatz 400 Gramm Marihuana erhalten zu haben und diese weiterverkauft zu 

haben (Urk. 11/3 S. 26). 

 Die Aussage des Beschuldigten B._____, die Hanfanlage I._____ (ganz) al-

leine betrieben zu haben, erscheint nicht stimmig. Die Staatsanwaltschaft spricht 

- 39 - 

von einem eigenartigen Geständnis (Urk. 96 S. 16). In der Tat erscheint dieses in 

einen Satz verpackte Geständnis, in welchem er die Verantwortung für die ganze 

Anlage als Alleinbetreiber übernimmt, nicht überzeugend. Dies schon vor dem 

Hintergrund, dass er keinerlei Details nennt und auch nicht bereit war, Fragen zu 

beantworten. Hinzu kommt, dass er dieses Geständnis nach der Schlusseinver-

nahme und nachdem er und die beiden Mitbeschuldigten bereits länger aus der 

Untersuchungshaft entlassen worden waren, abgelegt hat und er zuvor in der Un-

tersuchung angegeben hatte, Angst vor den Betreibern zu haben. Sodann steht 

das Geständnis, alleiniger Betreiber gewesen zu sein, in vollem Gegensatz zu 

seiner früheren Darstellung, welche er doch mehrfach geschildert hat, auch De-

tails nannte und welche sicherlich zumindest teilweise nicht als einfach erfunden 

erscheint (vgl. dazu nachfolgend). Der Beschuldigte B._____ ist indessen an sei-

nem Zugeständnis zu behaften, diese Hanfanlage (mit-)betrieben zu haben. Im-

merhin ist erstellt und eingestanden, dass der Mietvertrag vom April 2018 für die 

Räumlichkeiten auf ihn lautete (Urk. 28/11), er Marihuana an Dritte verkaufte, er 

Cannabispflanzen aus der Anlage entfernt und in seinen Räumlichkeiten in 

V._____ und W._____ 6'600 Gramm Marihuana-Rückstände sowie 320 Gramm 

Marihuana sowie Indoor-Zubehör aufbewahrte (Urk. 11/3 Beilagen 5 und 6, 

Urk. 30/8, Urk. 39/4). Zudem hatte er seine Praxisräumlichkeiten dort und hatte 

die Möglichkeit, die Pflanzen zu pflegen. Er war somit doch tiefer in diesen Betrieb 

der Hanfanlage I._____ verstrickt und von daher erscheint sein zwar pauschales, 

aber doch mehrfaches Geständnis diese Anlage (mit-)betrieben zu haben, nicht 

unglaubhaft und ist insoweit auf sein Geständnis abzustellen. Es ist aber hervor-

zuheben, dass ein Hauptanteil an diesem Betrieb wohl darin bestanden hat, die 

Räumlichkeiten für die Hanfanlage zu mieten. Zu betonen ist ferner, dass die An-

klage auch dem Beschuldigten B._____ vorwirft, die Hanfanlage I._____ aufgrund 

eines mit den Mitbeschuldigten A._____ und C._____ getroffenen Beschlusses 

gemeinsam und gleichberechtigt zu erstellen und zu betreiben (Urk. 76 S. 3). Dies 

hat der Beschuldigte B._____ nie geschildert bzw. eingestanden. Es fragt sich 

nebenbei bemerkt, ob die Anklage in der Folge selber davon ausgeht, wenn sie 

im nächsten Abschnitt anklagt, der Beschuldigte B._____ habe von den beiden 

Mitbeschuldigten als Ersatz für die geschuldete Miete mindestens 350 Gramm 

- 40 - 

Marihuana erhalten, was vom Beschuldigten B._____ auch so ausgesagt worden 

ist, aber doch deutlich gegen ein gleichberechtigtes Betreiben (mit Anteil an Ernte 

und Gewinn) der Anlage spricht.  

1.2. Mitwirkung/Handlungen des Beschuldigten A._____ 

1.2.1. Der Beschuldigte B._____ hat die Mitbeschuldigten A._____ und C._____ 

nie namentlich belastet, bei der Hanfanlage mitgewirkt zu haben. Er hat indessen 

mehrfach Aussagen gemacht, die nur so verstanden werden können, dass 

A._____ und bzw. oder C._____ die "Kollegen" bzw. "Jungs" waren, denen er auf 

Anfrage hin, die Räumlichkeiten für den Betrieb der Hanfanlage vermietete. Der 

Beschuldigte B._____ wollte niemanden namentlich belasten, war aber offensicht-

lich auch nicht bereit, Falschaussagen zu machen. Insbesondere gab der Be-

schuldigte B._____ glaubhaft an, dass niemand ausser ihm und den beiden Mit-

beschuldigten A._____ und C._____ wusste, wo der Schlüssel zur Liegenschaft 

deponiert gewesen war und ausser ihnen dreien niemand alleine Zutritt zur Lie-

genschaft hatte. Weiter räumte er – auch wenn er nicht bereit war jemanden di-

rekt zu belasten – ein, dass ausser ihm, A._____ und C._____ niemand die Mög-

lichkeit hatte, die Indooranlage zu betreiben. Auf den Vorhalt, die beiden Mitbe-

schuldigten A._____ und C._____ seien rund 1 ½ Stunden im Gebäude in I._____ 

gewesen und hätten prall gefüllte Taschen abtransportiert, gab der Beschuldigte 

B._____ an, der Befragende könne es sich vorstellen, um was es gegangen sei 

bzw. eins und eins zusammenzählen und dass es möglich sei, dass es sich Mari-

huana gehandelt habe (Urk. 11/4 S. 4 f., Urk. 14). Weiter betonte er mehrfach, 

dass er keine Namen der Betreiber nenne, er habe Angst um sein Leben und sei-

ne Familie (Urk. 11/3 S. 17). Es ist herauszustreichen, dass der Beschuldigte 

B._____ im Rahmen der Konfrontationseinvernahme in Anwesenheit der Mitbe-

schuldigten an diesen Aussagen festhielt. Der Beschuldigte B._____ hat demnach 

den Beschuldigten A._____ insgesamt implizit letztlich klar belastet, die Räum-

lichkeiten gemietet und die Hanfanlage betrieben zu haben. Es kann hierzu auch 

auf die äusserst sorgfältigen und zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urk. 123 S. 46-53, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

- 41 - 

 Seine impliziten Belastungen gegenüber dem Beschuldigten A._____ wer-

den gestützt durch die Aussagen der Zeugin AA._____. Diese sprach glaubhaft 

von dem weiteren, Hochdeutsch sprechenden Mieter der Räumlichkeiten in 

I._____, der Wasserbetten vertreibe, also vom Beschuldigten A._____. Auch dies 

hat die Vorinstanz äusserst sorgfältig gewürdigt, worauf zu verweisen ist (Urk. 123 

S. 52 ff.). Die Zeugin AA._____ schilderte, der Eigentümer der Liegenschaft habe 

ihr gesagt, auf den 1. April 2018 würden zwei neue Mieter kommen. Der eine 

würde eine Ausbildung machen (B._____), der andere (A._____) hätte eine Fir-

ma, die Wasserbetten vertreibe (Urk. 15/1 S. 3, Urk. 15/2 S. 5). Dass der Be-

schuldigte A._____ mit seiner Firma "AB._____" Wasserbetten vertreibt, hat er 

selber so ausgesagt (Urk. 10/1 S. 5, Prot. I S. 48 ff.). Auch der Beschuldigte 

B._____ bestätigte auf Vorhalt dieser von AA._____ zitierten Aussage des Ver-

mieters, dass es sich dabei um A._____ handle (Urk. 11/3 S. 27, Urk. 14 S. 7). Es 

kann auf die glaubhaften Aussagen der Zeugin AA._____ abgestützt werden und 

es ist von daher erstellt, dass der Beschuldigte A._____ entgegen seiner Darstel-

lung diese Räumlichkeiten – wenn auch nicht formell, so doch tatsächlich – in 

I._____ gemietet hat.  

 Hervorzuheben ist, dass diese Aussage der Zeugin im Übrigen auch gegen 

die spätere Darstellung des Beschuldigten B._____, die Anlage alleine betrieben 

zu haben, spricht, wäre dann doch nicht einsichtig, weshalb A._____ diese Räum-

lichkeiten "mitmietet". Weiter ist festzuhalten, dass die Zeugin AA._____ klar an-

gab, der Vermieter habe ihr gesagt, es würden auf den 1. April 2018 zwei neue 

Mieter (B._____ und A._____) einziehen. Es besteht kein Anlass an dieser Dar-

stellung zu zweifeln. Dies zeigt wiederum auf, dass der Beschuldigte B._____ 

versuchte, seine Rolle vor seinem Geständnis klein zu reden, gab er doch an, 

nach einiger Zeit zu wenig Geld für die Miete gehabt zu haben und dann sei das 

Angebot der "Kollegen", "Jungs" gekommen. Es erscheint insgesamt als erstellt, 

dass dies von Anfang an der Plan gewesen ist. 

1.2.2. Konkret wird dem Beschuldigten A._____ in der Anklage weiter zur Last ge-

legt, B._____ beim Betrieb der Hanfanlage unterstützt zu haben, indem er am 

25. September 2018 mehrere Kilogramm Marihuana abtransportierte. Dieser 

- 42 - 

Vorwurf stützt sich vorab auf den Observationsbericht bzw. Wahrnehmungsbe-

richt vom 20. März 2019 (Urk. 18/5). Dieser Wahrnehmungsbericht spricht für 

sich. Es sind darin auch Fotos enthalten, in welchen die beiden Mitbeschuldigten 

A._____ und C._____ aufgenommen wurden. Auch sind die prall gefüllten Ta-

schen erkennbar, die sie nach knapp 1½ Stunden Aufenthalt in den Räumlichkei-

ten in I._____ zu den Autos tragen. Der Beschuldigte A._____ hat anerkannt, dort 

gewesen zu sein, meinte aber, bei B._____ zur tibetischen Massage gewesen zu 

sein oder zum Kaffee trinken (Urk. 10/1 S. 12, Urk. 10/3 S. 35 ff.; vgl. auch Prot. I 

S. 65 f.). Abgesehen davon, dass diese Darstellung vom Beschuldigten B._____ 

nicht bestätigt wurde (Urk. 11/4 S. 3), ist damit nicht erklärt, weshalb die Beschul-

digten A._____ und C._____ mit Schachteln, die wohl Vakuumbeutel enthielten, 

in die fraglichen Räumlichkeiten hineingingen und – was gesichert ist – mit vier 

grossen, gefüllten Taschen wieder herauskamen und diese in ihren Autos ver-

stauten. Diesen Umstand hat der Beschuldigte A._____ nicht erklärt (Prot. I 

S. 66). Es ist dabei zu bedenken, dass er und C._____ mit zwei Autos angekom-

men sind, sich demnach dort bewusst getroffen haben und insgesamt vier Ta-

schen abtransportiert haben. Es handelte sich demnach nicht um eine kleine Ne-

bensächlichkeit, sondern um ein offensichtlich geplantes Vorgehen, an das man 

sich erinnern sollte. Wenn etwas anderes als Marihuana in den Taschen gewesen 

wäre, hätte der Beschuldigte A._____ dies wohl erläutern können. Nachdem in 

diesen Räumlichkeiten erstellter- und anerkanntermassen eine Hanf-Indooranlage 

betrieben wurde, kann vernünftigerweise und ohne Zweifel nur der Schluss gezo-

gen werden, dass die beiden – die wussten, wo sich der Schlüssel zu den Räum-

lichkeiten befindet, und als einzige neben B._____ Zugang zu den Räumlichkeiten 

hatten – in diesen Taschen Marihuana abtransportierten. Es bestehen keine Hin-

weise und es wurde auch nicht vorgebracht, dass es sich um etwas Anderes han-

deln könnte. Der Beschuldigte B._____ hat auf Vorhalt der Observationserkennt-

nisse in diesem Punkt einräumen müssen, er wüsste auch nicht, was sich ausser 

Marihuana in den Taschen hätte befunden haben können (Urk. 11/4 S. 3, Urk. 14 

S. 6). Aufgrund der Grösse der Taschen ist sodann von mehreren Kilogramm Ma-

rihuana auszugehen. Die Anklage ist demnach in diesem Punkt erstellt. 

- 43 - 

1.2.3. Weiter wird dem Beschuldigten A._____ konkret vorgeworfen, zwischen 

dem 25. September 2018 und 21. November 2018 den Beschuldigten B._____ 

durch die Pflege/Ernte des Marihuanas unterstützt zu haben. Gemäss Erkennt-

nissen der technischen Überwachung bzw. der bei den Akten liegenden Excel-

Tabelle befand sich das Fahrzeug des Beschuldigten A._____ im Zeitraum vom 

28. September 2018 bis zum 6. Dezember 2018 sechs Mal mit unterschiedlicher 

Dauer (39 Minuten bis 119 Minuten) an der AC._____-Strasse in I._____ 

(Urk. 18/6). Der Beschuldigte hat grundsätzlich nicht bestritten, sich mehrmals in 

unmittelbarer Nähe der AD._____-Strasse … aufgehalten zu haben. Er meinte, 

dies sei auch der nächste Supermarkt (Einkaufszentrum AE._____) in ihrer Nähe 

(Urk. 10/1 S. 12; vgl. auch Prot. I S. 65 f.). Aufgrund der gesamten Umstände, 

insbesondere unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der Beschuldigte 

A._____ an der AD._____-Strasse … Räumlichkeiten gemietet hat, kann davon 

ausgegangen werden, dass er an den festgestellten sechs Daten zumindest eini-

ge Mal in der Hanfanlage war, auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, 

dass er allenfalls auch mal im Supermarkt war. Wie erwogen ist aufgrund der im-

pliziten Belastungen des Beschuldigten und der Aussage der Zeugin AA._____ 

ohnehin davon auszugehen, dass der Beschuldigte die Räumlichkeiten mitgemie-

tet hat und beim Betrieb der Anlage unterstützend mitgewirkt hat. Ob dies an je-

dem der genannten sechs Daten durch Pflege/Ernte der Pflanzen der Fall so ge-

wesen war, kann letztlich offen gelassen werden. 

1.3. Mitwirkung/Handlungen des Beschuldigten C._____ 

1.3.1. Der Beschuldigte C._____ gab an, nichts mit der Anlage I._____ zu tun 

gehabt zu haben bzw. nie dort gewesen zu sein (Urk. 12/1 S. 9, Urk. 12/3 S. 20 

f.). In der Folge war er nicht mehr bereit, dazu Aussagen zu machen (Prot. I S. 31, 

Prot. II S. 33). Zu den Erkenntnissen der Observation vom 25. September 2018 

gab er an, dort gewesen zu sein, um zu "schauen". Auf die abtransportierten Ta-

schen angesprochen, meinte er, dazu nichts sagen zu können. Er wolle nichts 

sagen, da es nicht nur ihn betreffe (Urk. 12/3 S. 22). Es fragt sich, inwieweit hin-

sichtlich einer Mitwirkung des Beschuldigten C._____ am Betrieb der Hanfanlage 

I._____ sinngemäss auf die obigen Erwägungen bezüglich A._____ verwiesen 

- 44 - 

werden kann. Der Beschuldigte B._____ hat den Beschuldigten C._____ eben-

falls implizit belastet. Zutreffend ist auch, dass der Beschuldigte B._____ teilweise 

generell von den "Kollegen" und den "Jungs", also in Mehrzahl sprach. Insbeson-

dere hat er sodann wie erwogen unzweideutig ausgesagt, nur er (B._____), 

A._____ und C._____ hätten gewusst, wo der Schlüssel sei und somit selbständig 

Zutritt zur Anlage gehabt und nur sie drei kämen als Betreiber der Anlage I._____ 

in Frage. Die Verteidigung des Beschuldigten C._____ wendet aber zutreffend 

ein, dass C._____ von der Zeugin AA._____ nie als Mieter der Räume bezeichnet 

wurde. Sie sprach klar von zwei neuen Mietern und zwar von B._____ und wie 

erwogen von A._____. Die Verteidigung weist weiter richtig daraufhin, dass der 

Beschuldigte in der Hafteinvernahme noch ausgesagt hat, er habe die Räumlich-

keit in I._____ "Einem dieser Jungs" zu Verfügung gestellt (Urk. 11/2 S. 2, Urk. 99 

S. 5). Auf späteren Vorhalt dieser Aussage, änderte er seine Darstellung nicht ab 

(Urk. 11/3 S. 17; vgl. auch Urk. 14 S. 5-7). Ebenfalls zutreffend ist der Einwand 

der Verteidigung des Beschuldigten C._____, dass B._____ in der Einvernahme 

vom 25. Januar 2019 vom Betreiber sprach (Urk. 11/3 S. 23: "Ich und der Betrei-

ber der Anlage"). Es ist allerdings einschränkend festzuhalten, dass er gleichzeitig 

ausdrücklich ausführte, dass die Betreiber zu zweit waren. Hinzu kommt natürlich, 

dass B._____ später pauschal angab, alleiniger Betreiber der Anklage I._____ 

gewesen zu sein, was allerdings wie oben erwogen nicht überzeugt. Zusammen-

fassend ist festzuhalten, dass der Beschuldigte B._____ den Beschuldigten 

C._____ sinngemäss zwar auch pauschal als Betreiber darstellt, aber gleichzeitig 

klar scheint, dass C._____ anders als A._____ jedenfalls nicht Mieter der Räum-

lichkeit war, er teilweise von einem Betreiber sprach und letztlich unklar bleibt, wie 

denn C._____ in den Betrieb verstrickt gewesen sein soll. Auch wenn es aufgrund 

der gesamten Umstände – bei C._____ handelt es sich um einen Kollegen, der 

zudem eine eigene Hanfanlage betreibt – doch ein starker Verdacht besteht, dass 

auch der Beschuldigte C._____ "Mitbetreiber" der Hanfanlage I._____ war, sind 

diesbezüglich doch bereits erhebliche und unüberwindliche Zweifel an der genau-

en Rolle des Beschuldigten C._____ hinsichtlich der Hanfanlage I._____ vorhan-

den und ist er in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" vom Vorwurf ei-

nes Betreiber freizusprechen. 

- 45 - 

1.3.2. Auch dem Beschuldigten C._____ wird in der Anklage sodann konkret zur 

Last gelegt, B._____ beim Betrieb der Hanfanlage unterstützt zu haben, indem er 

am 25. September 2018 zusammen mit dem Beschuldigten A._____ mehrere Ki-

logramm Marihuana abtransportierte (Urk. 77 S. 3). Dieser Vorwurf stützt sich wie 

oben erwähnt auf den Observationsbericht bzw. Wahrnehmungsbericht vom 

20. März 2019 (Urk. 18/5). Zur Würdigung dieses Berichtes kann vollumfänglich 

sinngemäss auf die obigen Erwägungen zu A._____ wie auch auf die sorgfältigen 

Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 123 S. 54/55) verwiesen werden. Der Beschul-

digte C._____ hat zunächst offensichtlich gelogen und angegeben, sich nicht dort 

aufgehalten zu haben. Auch sein späterer Hinweis, er könne nichts dazu sagen, 

weil es nicht nur ihn betreffe, spricht letztlich Bände. Unter Hinweis auf die ge-

machten Erwägungen ist demnach erstellt, dass der Beschuldigte C._____ eben-

falls beim Abtransport von mehreren Kilogramm Marihuana aus der Hanfanlage 

I._____ mitgewirkt hat.  

1.4. Zwischenfazit Mitwirkung Hanfanlage I._____ 

Es ist als erstellt zu betrachten, dass die beiden Beschuldigten B._____ und 

A._____ beim Betrieb der Hanfanlage I._____ zusammengewirkt haben. Eine 

Mitwirkung des Beschuldigten C._____ lässt sich mit Ausnahme des Abtranspor-

tes von mehreren Kilogramm Marihuana nicht rechtsgenügend erstellten. 

2. Umfang der Ernte 

2.1. Anklage 

Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, im Zeitraum vom 2. Mai 2018 bis 

22. November 2018 in I._____ eine Hanf-Indooranlage mit 435 Pflanzen betrieben 

zu haben, welche sie im vorgenannten Zeitraum mindestens dreimal geerntet hät-

ten. Dabei habe die Ernte pro Pflanze mindestens 25 Gramm Marihuana ergeben. 

Der Gesamtertrag der drei Ernten habe 32.625 Kilogramm betragen (Urk. 75 S. 

5). 

2.2. Die Anklagebehörde stützt sich zur Berechnung der Menge und des Ertrags 

auf die sichergestellten Gegenstände, den Stromverbrauch in I._____ und auf das 

- 46 - 

Referenzgutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 2. April 2013 

(Urk. 27/5). Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund der sichergestellten Grodan-

Blöcke von einer Anlage mit 435 Pflanzen und einem Mindestertrag von 25g kon-

sumfähigem getrocknetem Marihuana pro Cannabispflanze und Zyklus aus. Wei-

ter geht sie von einem Betrieb der Anlage von mindestens 205 Tagen aus und – 

gemäss Gutachten dauere ein Zyklus zwischen 45 und 80 Tagen – von drei Zyk-

len. Insgesamt sei demnach in diesem Zeitraum eine Menge von 32.625 Kilo-

gramm konsumfertiges Marihuana hergestellt worden.  

2.3. Die amtliche Verteidigung des Beschuldigten B._____ wendet ein, es könne 

nicht von 3 Ernten ausgegangen werden. Ein Zyklus dauere zwischen 75 und 90 

Tagen. Die gefundenen Grodan-Blöcke könnten nur einmal verwendet werden. Es 

sei davon auszugehen, dass insgesamt in der Zeit vom 2. Mai 2018 bis zum 

22. November 2018 nur 435 Pflanzen bzw. unter Berücksichtigung einer Ersatz-

menge an Grodanblöcken maximal 400 Pflanzen gesetzt wurden. Weiter könne 

nicht von 25 Gramm Ertrag pro Pflanze ausgegangen werden, zumal die Anklage 

selber an anderer Stelle von 18 Gramm Ertrag pro Pflanze ausgehe und bei ei-

nem blutigen Anfänger wie B._____ von maximal 10 Gramm pro Pflanze auszu-

gehen sei (Urk. 97 S. 11-14, Urk. 160 S. 10 ff.). Insgesamt könne daher lediglich 

von einer Gesamtmenge konsumfertigen Marihuana von maximal vier Kilogramm 

ausgegangen werden (Urk. 97 S. 15, Urk. 160 S. 14). 

2.4. Die Anklage geht von einem Produktionsbeginn der Hanfanlage ab 2. Mai 

2018 aus. Gemäss Abnahmeprotokoll begann das Mietverhältnis tatsächlich ab 

1. April 2018 (Urk. 28/11 S. 3). Auch wenn im Mietvertrag der 1. März 2018 bzw. 

der 15. März 2018 als Mietbeginn der Räumlichkeiten genannt ist (Urk. 28/11 

S. 2), muss jedenfalls zugunsten der Beschuldigten erst vom 1. April 2018 als 

Mietbeginn ausgegangen werden. Dies deckt sich mit dem Abnahmeprotokoll und 

der Aussage der Zeugin AA._____. Der Beschuldigte B._____ sagte sodann aus, 

dass die Hanfanlage zwei bis drei Monate danach stand, vielleicht habe es auch 

nur einen Monat gedauert (Urk. 11/3 S. 17). Diese Aussage erscheint ohne Weite-

res glaubhaft, war doch der Beschuldigte B._____ wie erwähnt grundsätzlich be-

reit Aussagen zu machen und ging es ihm vor allem darum, niemanden nament-

- 47 - 

lich zu belasten. Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb er in diesem Punkt falsche 

Angaben machen sollte. Anzufügen ist, dass er die Korrektur, es habe vielleicht 

nur einen Monat gedauert, von sich aus anbrachte und anfügte, dies nicht genau 

zu wissen. Der Beginn der Produktion ab einem Monat später, also ab Mai 2018, 

wird sodann vor allem durch die Stromrechnung gestützt, betrug doch die Höhe 

des Stromverbrauchs im Mai 2018 etwa das 74-fache des Verbrauchs im März 

2018 (Urk. 29/3-4: 7'738.287 kWh gegenüber 104.41 kWh). Es ist daher erstellt, 

dass die Hanfanlage wie in der Anklage umschrieben mit Beginn ab Mai 2018 be-

trieben wurde.  

 Die Anklage geht weiter davon aus, dass die Hanfanlage (nur) bis zum 

22. November 2018 betrieben wurde. Auch dies ist erstellt. Auf die Miete des La-

gers in V._____ angesprochen führte der Beschuldigte B._____ aus, er habe bei 

der Anlage I._____ ein schlechtes Gefühl gehabt und der Vermieter habe "mit 

dem Elektrizitätswerk" in die Räumlichkeiten gehen müssen. Er habe daher das 

Zubehör der Hanf-Indooranlage in I._____ in seinen Kellerraum in V._____ beför-

dert und zwar alleine (Urk. 11/3 S. 20 ff.). Der Beschuldigte B._____ bestätigte 

mehrfach, dass es sich bei den in V._____ sichergestellten Sachen, um diejeni-

gen aus I._____ handelte. Er habe das Ganze weggeräumt bzw. "ausgerupft" und 

in V._____ deponiert. Von den Pflanzen sei nichts mehr dort gewesen (Urk. 11/2 

S. 3, Urk. 11/3 S. 22 und S. 30). Diese Aktion und insbesondere deren Zeitpunkt 

werden durch die Erkenntnisse aus dem sichergestellten Chat-Verlauf klar bestä-

tigt bzw. belegt. Daraus lässt sich entnehmen, dass der Beschuldigte AF._____ 

am 20. November 2018 mitteilt, er müsse die Anlage wegen eines Besuchs des 

EW räumen und daher Minimum drei bis vier Monate verloren gehen würden. Er 

werde morgen Stress haben, da er alles wegräumen müsse (Urk. 11/3 Beilage 1 

S. 15, Urk. 11/3 S. 13 Antwort 121, Urk. 11/4 S. 19 Antwort 173). Dies stimmt 

auch damit überein, dass der Stromverbrauch im November und Dezember 2018 

doch gesunken ist (Urk. 29/3–4). Demnach ist erstellt, dass der Betrieb der Anla-

ge vom 2. Mai 2018 bis zum 22. November 2018, mithin 205 Tage, andauerte.  

2.5. Vorab ist zu erstellen, von wie vielen Zyklen auszugehen ist. Gemäss dem 

bereits mehrfach erwähnten Referenzgutachten des FOR vom 2. April 2013 dau-

- 48 - 

ert ein Zyklus zwischen 45 und 80 Tagen und sind bei kontinuierlichem Betrieb 

vier bis acht Zyklen pro Jahr möglich (Urk. 33/6 S. 3). Die Verteidigung weist zu-

treffend daraufhin, dass der Kommentar Fingerhut/Schlegel/Jucker von einem 

durchschnitt