# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1474b3af-8ad3-5443-8896-d2ad8e08aea9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.04.2021 SB210184
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210184_2021-04-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210184-O/U/mc 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichterin lic. iur. Wasser-

Keller und Ersatzoberrichterin lic. iur. Keller sowie die Gerichts-

schreiberin MLaw Meier 

Beschluss vom 16. April 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
Berufungsbeklagte 

 

betreffend Fahren ohne Berechtigung etc. 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 
23. Februar 2021 (GB200025) 
 
 
  

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Erwägungen: 

1. Am 26. Februar 2021 meldete der Beschuldigte gegen das Urteil des Be-

zirksgerichtes Bülach vom 23. Februar 2021 fristgerecht Berufung an (Urk. 29), 

reichte hernach jedoch keine Berufungserklärung ein. 

2. Gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO hat die Partei, die Berufung angemeldet hat, 

dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten  

Urteils eine Berufungserklärung einzureichen, worauf im vorinstanzlichen Urteil 

hingewiesen wurde (Urk. 32 S. 16). Vorliegend wurde das begründete Urteil am 

16. März 2021 vom Beschuldigten entgegengenommen (Urk. 34). Die 20-tägige 

Frist zur Einreichung der Berufungserklärung lief demnach am 6. April 2021 un-

benützt ab.  

Da innert Frist keine Berufungserklärung einging, ist auf die Berufung des Be-

schuldigten androhungsgemäss nicht einzutreten, ohne dass von den Parteien 

eine Stellungnahme im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO einzuholen ist (vgl. 

ZR 110/2011 S. 217). 

3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf de-

ren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfah-

rens dem Beschuldigten aufzuerlegen.  

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Beschuldigten wird nicht eingetreten.  

Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 

23. Februar 2021 rechtskräftig. 

- 3 - 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.– 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

4. Schriftliche Mitteilung an 

− den Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl-

liger Rechtsmittel an  

− die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten). 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 16. April 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Meier 
 

 
 

	Beschluss vom 16. April 2021
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Beschuldigten wird nicht eingetreten.
	Demzufolge ist das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, Einzelgericht, vom 23. Februar 2021 rechtskräftig.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.–
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 den Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten).

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.