# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58378286-57b8-5ebf-8488-757638d1fb48
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 27.07.2020 SK2 2020 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2020-14_2020-07-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

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Verfügung vom 27. Juli 2020

Referenz SK2 20 14

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Mosca, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

B._____
Beschwerdegegner

Gegenstand Widerhandlung gegen ein gerichtliches Verbot (Art. 258 Abs. 1 
ZPO)

Anfechtungsobj. Einstellungsverfügung Regionalgericht Prättigau/Davos, Einzel-
richter vom 20.02.2020, mitgeteilt am 21.02.2020 (Proz. Nr. 535-
2020-5)

Mitteilung 29. Juli 2020

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I. Sachverhalt

A. Am _____ 2020, um 16.16 Uhr, wurde das Fahrzeug mit der Kontrollschild-
nummer _____ auf dem mit einem gerichtlichen Verbot belegten Grundstück 
(C._____, Parzelle Nr. _____) abgestellt.

B. In der Folge beantragte A._____ mit Strafantrag vom 4. Januar 2020 beim 
Regionalgericht Prättigau/Davos die Bestrafung der lenkenden Person des Fahr-
zeugs mit dem Kontrollschild _____ wegen Widerhandlung gegen ein gerichtliches 
Verbot im Sinne von Art. 258 Abs. 1 ZPO.

C. Als Halter konnte B._____ ermittelt werden. Mit Schreiben vom 9. Januar 
2020 wurde er vom Regionalgericht zur Stellungnahme aufgefordert. 

D. B._____ führte in seiner schriftlichen Stellungnahme vom 17. Januar 2020 
aus, er habe am 2. Januar 2020 Familie D._____ besucht. Er ersuche höflich, von 
einer Busse und Schreibgebühren abzusehen. Er sei sich keiner Schuld bewusst. 
E._____ bestätigte in der Folge schriftlich, dass sie B._____ die Erlaubnis erteilt 
habe, seinen Wagen auf dem besagten Grundstück in O.1_____ (C._____, Par-
zelle Nr. _____) zu parkieren.

E. Die Stellungnahme wurde darauf dem Strafantragsteller zugestellt mit der 
Bitte um Mitteilung, ob er nach wie vor am Strafantrag festhalte, oder ob er diesen 
zurückziehe.

F. Mit Schreiben vom 2. Februar 2020 teilte A._____ dem Regionalgericht 
Prättigau/Davos mit, er halte am Strafantrag fest. Das Fahrzeug sei widerrechtlich 
ausserhalb der markierten Parkfelder abgestellt gewesen. Beim gerichtlichen Ver-
bot handle es sich um eine Erweiterung des Besitzesschutzes nach Art. 926 ff. 
ZGB. E._____ sei weder Besitzerin noch obligatorische Nutzungsberechtigte an 
der Parzelle _____. Dementsprechend dürfe E._____ kaum die Berechtigung ha-
ben, seine Nutzungsberechtigung - das Fahrzeug habe die Ein- und Ausfahrt aus 
der von ihm gemieteten Garage behindert - aufzuheben.

G. Mit Verfügung vom 20. Februar 2020 stellte die Einzelrichterin am Regio-
nalgericht Prättigau/Davos das Strafverfahren gegen B._____ wegen Wiederhand-
lung gegen ein gerichtliches Verbot ein. Die Verfahrenskosten von CHF 200.00 
wurden dem Kanton Graubünden auferlegt. Zur Begründung wurde im Wesentli-
chen ausgeführt, das gerichtliche Verbot stehe unter einem Erlaubnisvorbehalt. 
Vorliegend sei der beschuldigten Person das Parkieren auf dem Grundstück er-
laubt worden, weshalb es an einem tatbeständlichen Verhalten fehle. Zudem sei 

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der subjektive Tatbestand nicht erfüllt, zumal die beschuldigte Person durch die 
befreundete Mieterin falsch informiert worden sei und B._____ in guten Treuen 
habe annehmen dürfen, er sei dazu berechtigt, das Fahrzeug am angewiesenen 
Platz zu parkieren.

H. Gegen diese Einstellungsverfügung vom 20. Februar 2020, mitgeteilt am 
21. Februar 2020, erhob A._____ am 1. März 2020 (Poststempel 2. März 2020) 
Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden mit folgenden Begehren:

1. Es sei die Einstellungsverfügung des Regionalgerichts Prätti-
gau/Davos abzuweisen.

2. Weiter sei die beschuldigte Person zu verpflichten, die Busse von CHF 
100.- und die Verfahrenskosten von CHF 50.- zu bezahlen.

3. Eine Umtriebsentschädigung gemäss Art. 95 Abs. 3 Bst. c StPO in der 
Höhe von CHF 700.- sei zu leisten.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Kantons 
Graubünden.

Mit Schreiben vom 5. März 2020 verzichtete die Vorinstanz auf die Einreichung 
einer Stellungnahme. B._____ reichte innert Frist ebenfalls keine Vernehmlassung 
ein.

I. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, in der angefochte-
nen Einstellungsverfügung sowie auf die im Recht liegenden Beweismittel wird, 
soweit erforderlich und rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1.1. Welche Behörde für die Verfolgung und Beurteilung von Übertretungen 
gemäss Art. 17 StPO zuständig sein soll, ist als Frage der Gerichtsorganisation 
von den Kantonen zu entscheiden. Sie können diese Aufgabe Verwaltungsbehör-
den oder anderen dazu berufenen Verwaltungsstellen übertragen oder aber der 
Staatsanwaltschaft und den ordentlichen Gerichten zuweisen (vgl. Botschaft zur 
Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 1085, S. 1136 f.). Art. 4 Abs. 1 
lit. e des kantonalen Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung (EGzZPO; BR 320.100) überträgt die Entscheidung über Widerhandlungen 
gegen gerichtliche Verbote im Sinne der Zivilprozessordnung dem Präsidenten 
oder einem anderen Mitglied der Regionalgerichte in einzelrichterlicher Kompe-
tenz. Diesem stehen bei der Verfolgung und Beurteilung von Übertretungen die 

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gleichen Befugnisse wie der Staatsanwaltschaft zu und das Verfahren richtet sich 
sinngemäss nach den Vorschriften über das Strafbefehlsverfahren (Art. 357 Abs. 1 
und 2 StPO). Gemäss Art. 310 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 322 Abs. 2 sowie 
Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO und Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) kann gegen Einstellungsver-
fügungen von Übertretungsstrafbehörden beim Kantonsgericht von Graubünden 
Beschwerde geführt werden. Die Beschwerde ist innert zehn Tagen schriftlich und 
begründet einzureichen (Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Be-
schwerde vom 1. März 2020 (Poststempel 2. März 2020) gegen die am 21. Febru-
ar 2020 mitgeteilte Einstellungsverfügung der Einzelrichterin am Regionalgericht 
Prättigau/Davos ist frist- und formgerecht eingereicht worden.

1.2. Gemäss Art. 22 EGzStPO amtet das Kantonsgericht als Berufungsgericht 
und als Beschwerdeinstanz in Straf- und Jungendstrafsachen. Ist die Beschwer-
deinstanz ein Kollegialgericht - wie es vorliegend der Fall ist (vgl. Art. 18 Abs. 1 
des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; BR 173.000]) - so beurteilt deren Ver-
fahrensleitung die Beschwerde allein, wenn diese ausschliesslich Übertretungen 
zum Gegenstand hat (Art. 395 lit. a StPO). Streitgegenstand des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens bildet die Frage, ob die Einzelrichterin am Regionalgericht 
Prättigau/Davos zu Recht das Verfahren betreffend Widerhandlung gegen ein ge-
richtliches Verbot im Sinne von Art. 258 ZPO einstellte. Gegen diesen Übertre-
tungstatbestand (vgl. dazu Art. 103 des Schweizerischen Strafgesetzbuch [StGB; 
SR 311.0]) erhob der Beschwerdeführer alsdann Beschwerde beim Kantonsge-
richt von Graubünden. Die Zuständigkeit für die Beurteilung der vorliegenden Be-
schwerde liegt folglich bei der Verfahrensleitung als Einzelrichter.

2.1. Die beim Kantonsgericht hängige Beschwerde wurde von C._____ einge-
reicht, und zwar aufgrund des Wortlauts der Eingabe im eigenen Namen. Immer-
hin führt er auf S. 2 unter der formellen Begründung der Beschwerde auf, er reiche 
die Eingabe in Vertretung seines Vaters A._____ ein. Gleichzeitig reichte er eine 
Vollmacht ein, mit welcher er von seinem Vater A._____ bevollmächtigt wird, ihn 
zu vertreten. Somit ist von einer Beschwerdeerhebung durch A._____, vertreten 
durch seinen Sohn C._____, auszugehen. 

2.2. Gemäss Art. 382 StPO ist jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interes-
se an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, legitimiert, ein 
Rechtsmittel zu ergreifen. Partei ist u.a. die Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 lit. 
b StPO). Als solche gilt die geschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am 
Strafverfahren als Straf- oder Zivilkläger zu beteiligen. Der Strafantrag ist dieser 
Erklärung gleichgestellt (Art. 118 Abs. 1 und 2 StPO). 

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2.3. Beim gerichtlichen Verbot im Sinne von Art. 258 ff. ZPO ist nebst dem ding-
lich Berechtigten an einem Grundstück auch der obligatorische Nutzungsberech-
tigte wie der Mieter oder Pächter berechtigt, einen Strafantrag zu stellen. Vorlie-
gend stützt sich A._____ bei der Legitimation auf seine eigene obligatorische Nut-
zungsberechtigung an einer von ihm gemieteten Garage. Durch das Parkieren des 
Fahrzeugs von B._____ sei die Ein- und Ausfahrt aus der von ihm gemieteten Ga-
rage behindert worden (vgl. angefochtene Einstellungsverfügung, KG act. B.2, S. 
5, E. 3.2; Beschwerde vom 1. März 2020, KG act. A.1, S. 3 unten, letzter Absatz; 
RG act. 6; KG act. B.4). Zwar wurde diese Nutzungsberechtigung erst im Be-
schwerdeverfahren nachgewiesen, doch blieb sie bereits vor Vor-instanz unbestrit-
ten. Somit ist die Legitimation von A._____ - unter Berücksichtigung, dass es sich 
um eine Laieneingabe handelt - zu bejahen (vgl. dazu Urteile des Kantonsgerichts 
von Graubünden SK2 17 26 und SK2 17 27 vom 28. Juli 2017 jeweils E. 3.1. - 
3.3.). Auf die Beschwerde kann demnach eingetreten werden.

3. Wie sich aus nachfolgenden Erwägungen ergibt, erweist sich die Be-
schwerde jedoch aus materiellen Gründen als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist.

3.1. Die Vorinstanz führte in der Begründung der Einstellungsverfügung aus, 
gemäss gerichtlichem Verbot sei Unberechtigten das Parkieren auf den Parkplät-
zen und den Garagenvorplätzen untersagt. Im Umkehrschluss sei diese Formulie-
rung so zu verstehen, dass es Berechtigte gebe, welchen das Parkieren auf den 
Parkplätzen und den Garagenvorplätzen erlaubt sei. Das gerichtliche Verbot stehe 
unter einem Erlaubnisvorbehalt. Habe jemand die Erlaubnis erhalten, die verbote-
ne Handlung zu verrichten, so gelte er nicht als Unberechtigter und könne nicht 
bestraft werden. Der Beschuldigte sei bei der Familie D._____ auf Besuch gewe-
sen. Gemäss schriftlicher Auskunft von E._____ habe diese als Mieterin einer 
Wohnung der Liegenschaft dem Beschuldigten das Parkieren auf dem Grundstück 
erlaubt. Demzufolge fehle es an einem tatbeständlichen Verhalten. Ausserdem sei 
aufgrund der erteilten Erlaubnis der subjektive Tatbestand weder vorsätzlich noch 
fahrlässig erfüllt.

3.2. Zunächst moniert der Beschwerdeführer, der von der Vorinstanz getroffene 
Umkehrschluss sei unzulässig und verstosse gegen den Grundsatz von Treu und 
Glauben. Das Kantonsgericht habe in einer Verfügung vom 28. August 2017 (SK2 
17 27) diese Argumentation der Vorinstanz bereits einmal kommentiert. In E. 5.2. 
dieses Entscheids habe die II. Strafkammer dazu festgehalten, es liege auf der 
Hand, dass grundsätzlich nur dinglich oder obligatorisch Berechtigte im Rahmen 
der Hausordnung und Nutzungsordnung parkierungsberechtigt seien.

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Der Hinweis des Beschwerdeführers auf E. 5.2. der Verfügung vom 28. August 
2017 ist aus dem Zusammenhang gerissen und nicht vollständig. Das Kantonsge-
richt hat in dieser Erwägung nämlich den von der Vorinstanz angeführten Umkehr-
schluss ausdrücklich als zutreffend erachtet. Erläuternd hielt es fest, dass 
grundsätzlich nur dinglich oder obligatorisch Berechtigte im Rahmen der Haus- 
und Nutzungsordnung parkierungsberechtigt seien und sich Besucher auf die vor-
gesehenen Besucherparkplätze zu beschränken hätten. Bereits mit der Verwen-
dung des Adjektivs grundsätzlich wurde klargestellt, dass es hierzu Ausnahmen 
gibt. In E. 5.3. wurde sodann weiter ausgeführt, worin mögliche Ausnahmen zu 
sehen seien. So wurde festgehalten, dass die Sache möglicherweise anders zu 
beurteilen sei, wenn ein Mieter, bei welchem die beschuldigte Person zu Besuch 
war, das Parkieren erlaubt oder eine falsche Information erteilt habe, zumal das 
gerichtliche Verbot unter einem Erlaubnisvorbehalt stehe. Der von der Vorinstanz 
aus dem Text der Verbotstafel gezogene Umkehrschluss, dass es Berechtigte ge-
ben könne, welchen das Parkieren erlaubt sei, ist somit nicht zu beanstanden. Zu 
prüfen bleibt, ob vorliegend von einer solchen Berechtigung der beschuldigten 
Person auszugehen ist. 

3.3. Unbestritten und durch ein Schreiben von E._____ vom Januar 2020 
schriftlich belegt ist, dass diese als Mieterin der Liegenschaft und somit als obliga-
torisch Berechtigte im Sinne vorstehender E. 3.2. dem Beschuldigten erlaubte, auf 
dem Vorplatz zu parkieren. Ob E._____ angesichts der Hausordnung hierzu be-
rechtigt war, ist für die Beurteilung des Verhaltens von B._____ nicht von Rele-
vanz. Die Hausordnung richtet sich an die Mitbewohner der Liegenschaft. Josef 
Scherrer als Besucher konnte und musste diese nicht kennen. Er durfte sich als 
Besucher ohne Weiteres auf die Auskunft der Mieterin E._____ verlassen. Es ist 
Sache der Liegenschaftsbewohner, ihre Besucher auf die Hausordnung aufmerk-
sam zu machen und dafür zu sorgen, dass diese auch von diesen eingehalten 
wird. Der Beschwerdeführer bestätigt dies im Prinzip, wenn er in diesem Zusam-
menhang auf S. 3 seiner Beschwerde ausführt, E._____ sei die Hausordnung be-
kannt gewesen. Sie habe gewusst oder hätte wissen müssen, dass sie dem Be-
schuldigten keine Erlaubnis habe erteilen können, den Vorplatz als Parkplatz zu 
benutzen. Dies mag zutreffen, doch übersieht er dabei, dass vorliegend nicht ein 
Fehlverhalten von E._____, sondern ein solches von B._____ zu überprüfen ist. 
Inwieweit E._____ durch die Erteilung der Erlaubnis allenfalls gegen die Hausord-
nung verstossen haben könnte, und welches die rechtlichen Konsequenzen dar-
aus wären, ist vorliegend nicht zu beurteilen. Jedenfalls durfte sich B._____ auf 
deren Auskunft verlassen. Somit kam die Vorinstanz zu Recht zum Schluss, dass 
es seitens des Beschuldigten bereits an einem tatbeständlichen Verhalten fehlt, 

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zumal ihm das Parkieren durch eine obligatorisch berechtigte Person gestattet 
wurde. Jedenfalls kann dem Beschuldigten zumindest in subjektiver Hinsicht kein 
tatbeständliches Verhalten vorgeworfen werden wie die Vorinstanz mit zutreffen-
der Begründung festhielt. Die Vorinstanz führte in diesem Zusammenhang aus, in 
subjektiver Hinsicht sei Vorsatz oder Fahrlässigkeit erforderlich. Daran fehle es, 
wenn die beschuldigte Person durch den befreundeten Mieter falsch informiert 
worden sei (Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden SK2 17 27 vom 28. Juli 
2017 E. 5.3.). Dies treffe vorliegend zu, zumal B._____ von E._____ (Mieterin) 
erlaubt worden sei, sein Fahrzeug auf dem Grundstück zu parkieren. Es entspre-
che dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung, 
dass ein Lenker seinen Wagen in der Folge, ohne dies zu hinterfragen, dort ab-
stelle, wo er vom befreundeten Mieter angewiesen worden sei, dies zu tun. Die 
beschuldigte Person halte in ihrer Stellungnahme denn auch fest, sie sei sich kei-
ner widerrechtlichen Handlung bewusst. Ein vorsätzlicher Verstoss gegen das ge-
richtliche Verbot scheide daher aus. Aber auch Fahrlässigkeit könne ihr nicht vor-
geworfen werden. Fahrlässig begehe ein Delikt, wer die Folgen seines Verhaltens 
aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenke oder darauf keine Rücksicht 
nehme. Pflichtwidrig sei die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht 
beachte, zu der er nach den Umständen und nach seinen persönlichen Verhält-
nissen verpflichtet sei (Art. 12 Abs. 3 StGB). Nachdem die beschuldigte Person 
von E._____ angewiesen worden sei, ihren Wagen am fraglichen Ort zu parkieren, 
habe sie in guten Treuen annehmen dürfen, sie sei dazu berechtigt. Eine pflicht-
widrige Unvorsichtigkeit könne B._____ nicht vorgeworfen werden. Folglich sei der 
subjektive Tatbestand weder vorsätzlich noch fahrlässig erfüllt. Diesen Ausführun-
gen der Vorinstanz ist uneingeschränkt beizupflichten.

3.4. Der Beschwerdeführer moniert weiter, die beschuldigte Person sei nicht 
dinglich berechtigt an Parzelle Nr. _____ und somit nicht befugt, eine dem Amts-
verbot zuwiderlaufende Erlaubnis auszusprechen. E._____ könne sich als Mieterin 
einem durch die Eigentümerin erwirkten Amtsverbot nicht widersetzen. 

Auch hier verkennt der Beschwerdeführer, dass E._____ nicht beschuldigte Per-
son, sondern Mieterin einer Wohnung der Liegenschaft ist. Der Beschuldigte 
B._____ wiederum durfte sich auf die von der Mieterin erteilte Auskunft verlassen. 

3.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass dem Beschuldigten weder in objektiver 
noch subjektiver Hinsicht ein tatbeständliches Verhalten vorgeworfen werden 
kann, weshalb die Vorinstanz das Verfahren zu Recht eingestellt hat.

4. Im Resultat ist die Beschwerde demnach abzuweisen.

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5. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien grundsätzlich 
nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Vor-
liegend ist der Beschwerdeführer vollständig unterlegen. Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens, die in Anwendung von Art. 8 der Verordnung über die Ge-
richtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.210) auf CHF 1'000.00 festgesetzt 
werden, gehen folglich zu Lasten von A._____. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 gehen zu Lasten 
des Beschwerdeführers und werden mit dem von diesem erbrachten Kos-
tenvorschuss verrechnet.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG

4. Mitteilung an: