# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 151b8d3d-5475-5df3-b4ff-5b87ee015d74
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.05.2019 715 18 310/133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-310-133_2019-05-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 29. Mai 2019 (715 18 310 / 133) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit; die Beschwerdeführerin konnte nicht rechtsgenüg-
lich darlegen, dass ihr aus gesundheitlichen Gründen ein Verbleib an der bisherigen Ar-
beitsstelle zumindest bis zur Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle nicht zumutbar ge-
wesen wäre. 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Therese Hintermann, 
Rechtsanwältin, Martin Disteli-Strasse 9, 4601 Olten 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Die 1975 geborene A.____ war zuletzt seit dem 1. Januar 2013 bei der B.____AG in 
Y.____ als Springerin angestellt. Am 11. Oktober 2017 kündigte sie das Arbeitsverhältnis unter 
Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist per 31. Januar 2018. Am 28. November 2017 mel-
dete sie sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum X.____ (RAV) zur Arbeitsvermittlung 
an und erhob gleichentags bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Kasse) Anspruch 

 

 
 
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auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Februar 2018. Mit Verfügung vom 14. März 2018 
stellte die Kasse A.____ ab dem 1. Februar 2018 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 
31 Tage in der Anspruchsberechtigung ein, da die Versicherte ihre Arbeitsstelle gekündigt ha-
be, ohne dass ihr eine neue Stelle vertraglich zugesichert gewesen sei. Mit Entscheid vom 
18. August 2018 hiess die Einspracheinstanz des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und 
Arbeit Basel-Landschaft (KIGA), Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, die gegen die Verfü-
gung vom 14. März 2018 von der Versicherten erhobene Einsprache insofern teilweise gut, als 
sie die Einstelldauer auf 27 Tage reduzierte. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, 
dass eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht rechtsgenüglich belegt sei. Zwar 
habe ein belastendes Verhältnis der Versicherten zum Vorgesetzten bestanden. Ein Mobbing 
im rechtlichen Sinne sei indes nicht hinreichend erstellt. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwältin Therese Hintermann, am 
19. September 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Sie beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 18. August 
2018 und die Zusprechung der gesetzlichen Leistungen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrens-
rechtlicher Hinsicht beantragte sie die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Rechts-
anwältin Therese Hintermann als Rechtsvertreterin. In der Begründung trug sie im Wesentli-
chen vor, dass ihr ein Verbleib am bisherigen Arbeitsplatz nicht mehr zumutbar gewesen sei. 
 
C. Die Kasse schloss in ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2018 auf Abweisung der 
Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenver-
sicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zustän-
dig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a 
und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 
dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend kommt die Beschwerdeführerin ihren Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz 
des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 
56 ATSG, weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die 
im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 
 

 

 
 
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1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO (in der ab 1. Januar 2019 geltenden Fassung) entscheidet die 
präsidierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkei-
ten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall sind 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 27 Tagen bei einem Taggeld 
von Fr. 177.85 und damit ein Streitwert von Fr. 4‘801.95 zu beurteilen. Über die Beschwerde ist 
demnach präsidial zu entscheiden. 
 
2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin infolge selbstverschul-
deter Arbeitslosigkeit zu Recht für die Dauer von 27 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein-
stellte. 
 
3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwal-
tungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip 
beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Schindler/Tanquerel/Tschannen/Uhlmann, Schweizeri-
sches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, 3. Aufl., Basel 
2016, Rz. 828). 
 
3.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Eine selbst-
verschuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt derselben nicht objek-
tiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den 
persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (ARV 1982 
Nr. 4 S. 39). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeitsver-
hältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war (Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV). 
 
3.3 Im Bereich der freiwilligen Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet die 
Schadenminderungspflicht (Art. 17 Abs. 1 AVIG) ihre Grenze grundsätzlich im Zumutbarkeits-
gedanken. So gilt nach Art. 16 Abs. 1 AVIG eine Arbeit noch als zumutbar, die den berufs- und 
ortsüblichen, insbesondere den gesamt- und normalarbeitsvertraglichen Bedingungen ent-
spricht, den Fähigkeiten und dem Gesundheitszustand der arbeitslosen Person angemessen ist 
und die Wiederbeschäftigung in ihrem Beruf nicht wesentlich erschwert. Das Bundesgericht hat 
in konstanter Praxis entschieden, dass bei der Frage der Zumutbarkeit bzw. Unzumutbarkeit 
des Verbleibens am Arbeitsplatz ein strenger Massstab anzulegen ist. Die Zumutbarkeit zum 
Verbleiben an der bisherigen Arbeitsstelle wird dabei strenger beurteilt als die Zumutbarkeit 
zum Antritt einer neuen Stelle (BGE 124 V 234 E. 4b/bb mit Hinweisen; THOMAS NUSSBAUMER, 
a.a.O., Rz. 838). Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person 
zugemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine neue Stelle 
gefunden hat (ARV 1976 Nr. 18; GERHARD GERHARDS, Kommentar zum AVIG, Bd. I, N. 27 zu 

 

 
 
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Art. 16; JACQUELINE CHOPARD, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Diss. Zürich 
1998, S. 116). 
 
3.4 Der Begriff der Unzumutbarkeit ist im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens 
Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförde-
rung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; für die Schweiz in Kraft seit 
dem 17. Oktober 1991) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige Aufgeben einer 
Stelle ohne triftigen Grund sanktioniert. Damit dürfen bei einer völkerrechtskonformen Ausle-
gung von Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV keine überhöhten Anforderungen an die Zumutbarkeit des 
Verbleibens am Arbeitsplatz gestellt werden; insbesondere sind bei der Zumutbarkeitsprüfung 
auch subjektive Beweggründe der versicherten Person zu berücksichtigen. Vermag die versi-
cherte Person für das Verlassen der Stelle legitime Gründe zu nennen, kann nicht von einer 
freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung im Sinne des Übereinkommens gesprochen werden 
(Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_958/2008, E. 2.2 mit Hinweisen). 
 
3.5 Als legitimer Grund im vorgenannten Sinne gilt die Kündigung einer Arbeitsstelle, die die 
Gesundheit der versicherten Person gefährdet. Gesundheitsgefährdende Arbeitsstellen sind 
nicht mehr zumutbar im Sinne von Art. 16 AVIG. Eine Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen 
Gründen muss durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse 
nicht mit blossen Behauptungen der versicherten Person begnügen, sondern benötigt vielmehr 
zweckdienliche Beweismittel, welche primär die versicherte Person im Rahmen der ihr oblie-
genden Mitwirkungspflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat 
(BGE 124 V 234 E. 4b/bb). 
 
3.6 Dagegen vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit 
Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung des 
Arbeitsverhältnisses zu begründen (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juni 2017, 8C_66/2017, 
E. 2). Bei Schwierigkeiten wie Auseinandersetzungen, Stresssituationen und dergleichen ist es 
der versicherten Person grundsätzlich zuzumuten, ihre Stelle nicht ohne Zusicherung einer 
neuen Anschlussstelle aufzugeben. Das Bundesgericht hat festgehalten, dass belastende Ver-
hältnisse am Arbeitsplatz eine vorzeitige Auflösung des Arbeitsverhältnisses nicht rechtfertigen. 
Sie können aber allenfalls beim Verschulden berücksichtigt werden (Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG, seit 2007 Schweizerisches Bundesgericht] vom 29. Oktober 2003, 
C 133/03, E. 3.2 mit Hinweisen). Auch ein den Vorstellungen der versicherten Person nicht ent-
sprechendes Betriebsklima genügt hierzu keineswegs (ARV 1986 Nr. 24 S. 95). 
 
4.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist schliesslich auf folgende Grundsätze hinzuweisen: 
Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren 
ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und Gerichte 
von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
haltes zu sorgen (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hinweisen). Dies bedeutet, dass in Bezug 
auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen vorzunehmen sind, wenn hierzu aufgrund 
der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender 

 

 
 
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Anlass besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Juni 2009, 8C_106/2009, E. 1 mit weiteren 
Hinweisen). Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 
Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 
2009, 8C_412/2009, E. 1). 
 
4.2 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be-
stehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, S. 136). Im 
Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit weiteren Hin-
weisen). 
 
5. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführerin ein Verschulden an ihrer Arbeitslosigkeit im 
Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV anzulasten ist. 
Aufgrund der vorliegenden Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt dar: Im 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung vom 28. November 2017 gab die Beschwerdeführerin 
an, Grund für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses sei Mobbing gewesen. Die Frage, ob sie 
im Zeitpunkt der Kündigung oder während der Kündigungsfrist wegen Krankheit oder Unfall an 
der Arbeitsleistung verhindert gewesen sei, verneinte sie. Am 23. Oktober 2017 bestätigte die 
ehemalige Arbeitgeberin den Erhalt des Kündigungsschreibens vom 11. Oktober 2017 und die 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf den 31. Januar 2018. Gleichzeitig kündigte sie Abklä-
rungen durch die betriebliche Sozialberatung an und stellte die Beschwerdeführerin per sofort 
frei. In der Arbeitgeberbescheinigung vom 14. Februar 2018 wurde bei der Frage nach dem 
Grund der Kündigung auf das Schreiben vom 11. Oktober 2017 hingewiesen. Auf Nachfrage 
der Arbeitslosenkasse hin hielt die Personalverantwortliche der ehemaligen Arbeitgeberin am 
15. Juni 2017 fest, dass die Versicherte die Personalabteilung bereits am 2. Dezember 2015 
über Unstimmigkeiten zwischen ihr und ihrem Vorgesetzten informiert habe. In der Folge seien 
mit den Beteiligten Vereinbarungen hinsichtlich der weiteren Zusammenarbeit getroffen worden. 
Hernach seien mit der Versicherten in regelmässigen Abständen Gespräche geführt worden, 
letztmals drei Wochen vor Eingang der Kündigung. Dabei habe die Versicherte nie ausgeführt, 
von ihrem Vorgesetzen schlecht behandelt oder gar gemobbt worden zu sein. Vielmehr habe 
sie bestätigt, dass sich die Situation stark gebessert habe und soweit alles in Ordnung sei. Das 
belastende Verhältnis zwischen der Versicherten und ihrem Vorgesetzten sei zwar bekannt ge-
wesen. Über weiterhin bestehende tiefgreifende Probleme habe die Versicherte aber weder 
berichtet noch hätten sich Hinweise darauf ergeben. Die von der Versicherten am 11. Oktober 
2017 vorgetragenen massiven Vorwürfe gegen den Vorgesetzten hätten daher überrascht. Die 
Abklärungen der betrieblichen Sozialberatung (Bericht vom 13. Juni 2018) hätten den Mobbing-
verdacht weder bestätigen noch entkräften können. Hierfür wären weitere Gespräche notwen-
dig gewesen, für welche die Versicherte jedoch nicht zur Verfügung gestanden habe. Aufgrund 

 

 
 
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der Tatsache, dass sie den Untersuchungsprozess abgebrochen hatte, sich die Vorwürfe der 
Versicherten nicht bestätigten und das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vorgesetzten durch 
die massiven Vorwürfe endgültig zerstört war, sei die Kündigung akzeptiert und die Mitarbeiterin 
für den Rest der Kündigungsfrist freigestellt worden. 
 
6. Unbestritten kündigte die Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis mit der B.____AG 
am 11. Oktober 2017 unter Beachtung der dreimonatigen Kündigungsfrist ordentlich per 
31. Januar 2018, ohne dass ihr eine andere Arbeitsstelle zugesichert gewesen wäre. Die Frage 
der Einstellung in der Anspruchsberechtigung beurteilt sich demgemäss danach, ob ihr ein Ver-
bleiben an der bisherigen Arbeitsstelle bis zum Auffinden einer neuen Anstellung zumutbar ge-
wesen wäre (vgl. E. 3.3 hiervor). Damit ist zu prüfen, ob die von der Beschwerdeführerin vorge-
brachte Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen durch 
ein eindeutiges ärztliches Zeugnis oder durch andere geeignete Beweismittel belegt ist (vgl. 
E. 3.5 hiervor). 
 
7. Am 12. Oktober 2017 attestierte Dr. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 
12. bis 22. Oktober 2017 eine krankheitsbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit. Sodann be-
scheinigte die Hausärztin Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, am 20. Oktober 
2017 arbeitsplatzspezifisch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 19. bis 29. Oktober 2017. 
Im Arztzeugnis betreffend die Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Grün-
den vom 18. Januar 2018 gab Dr. D.____ an, die Versicherte seit dem 19. Oktober 2017 zu 
behandeln. Sie habe gesundheitliche Probleme geschildert, die aufgrund der Tätigkeit beim 
Arbeitgeber (Mobbing) entstanden seien und sie bei der Arbeit beeinträchtigt hätten. Sie sei 
aufgrund ihrer eigenen Untersuchungen und ihrer Einschätzung zum Schluss gekommen, dass 
es der Versicherten aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar sei, am bisherigen Arbeits-
platz zu verbleiben. Am 1. Februar 2018 führte Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, aus, dass die Versicherte aufgrund einer langandauernden Belastungssituation am 
Arbeitsplatz im Oktober 2017 zwei psychotherapeutische Sitzungen wahrgenommen habe. Sie 
habe dünnhäutig und weinerlich gewirkt und von emotionaler Erschöpfung, somatischen Symp-
tomen, Überforderungsgefühlen, Motivationsschwierigkeiten und Verlust von Freude berichtet. 
Aufgrund von ausgeprägten Ängsten habe sich die Versicherte nicht mehr vorstellen können, 
an den Arbeitsort zurückzukehren. In den beiden Sitzungen seien psychoedukative Elemente 
und der Umgang mit der bestehenden Situation besprochen worden. Weitere Therapiesitzun-
gen seien nicht durchgeführt worden. Am 14. September 2018 führte Dr. E.____ weiter aus, 
dass er die Versicherte am 27. und am 31. Oktober 2017 gesehen habe. Sie habe im Zusam-
menhang mit einer lange bestehenden zwischenmenschlichen als Mobbing erlebten Belas-
tungssituation am Arbeitsplatz psychische Probleme geschildert. Sie habe die Tätigkeit trotz der 
Belastungssituation über lange Zeit ausgeübt. Im Oktober 2017 sei es dann zu einer psychi-
schen Dekompensation gekommen, worauf sie die Arbeitsstelle gekündigt habe. Eine Rückkehr 
an ihre damalige Arbeitsstelle sei ihr zu diesem Zeitpunkt aufgrund ihres psychischen Zustands 
und der unverändert bestehenden Belastungssituation – nicht zuletzt wegen der drohenden 
psychischen Verschlechterung – nicht mehr möglich gewesen. Im Psychostatus hätten sich 
eine depressive Symptomatik mit Affektlabilität, Selbstzweifel, emotionale Überforderungsge-
fühle und Erschöpfung, Niedergestimmtheit, eine Antriebsstörung, Freud- und Lustlosigkeit, 

 

 
 
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Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Gedankenkreisen, Konzentrationsschwierigkeiten, 
Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen und eine Druckgefühl auf der Brust gezeigt. Die Versi-
cherte habe unüberwindbare Ängste geschildert, zur Arbeit zurückzukehren. Diagnostisch sei 
von einer schweren Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) auszugehen. Zu jenem Zeitpunkt habe 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die damaligen Umstände am Arbeitsplatz hät-
ten zu diesem Zustand geführt. Erfahrungsgemäss komme es ohne Mediation resp. Klärung der 
Situation nicht zu einer spontanen Besserung. Vielmehr sei davon auszugehen, dass eine 
Rückkehr an den Arbeitsplatz einen Rückfall provozieren würde. Er habe der Versicherten nicht 
geraten, das Arbeitsverhältnis zu kündigen. Es sei jedoch nachvollziehbar, dass die Kündigung 
„aus der Krankheit heraus“ erfolgt sei. 
 
8.1 Wie unter Erwägung 3.6 hiervor ausgeführt, vermögen ein schlechtes Arbeitsklima und 
Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder Arbeitskollegen grundsätzlich keine Unzu-
mutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses zu begründen. Belegt die versicherte Per-
son allerdings durch ein eindeutiges ärztliches Zeugnis (oder allenfalls durch andere geeignete 
Beweismittel), dass ihr die Weiterarbeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist, 
ist grundsätzlich von einer Unzumutbarkeit aus gesundheitlichen Gründen auszugehen. Bei der 
Prüfung der Unterlagen fällt zunächst auf, dass kein echtzeitliches Arztzeugnis zu finden ist, 
dem die Unzumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle zu entnehmen wäre. Die 
Zeugnisse der Dres. C.____ und D.____ vom 12. Oktober 2017 und 20. Oktober 2017 beschei-
nigen zwar eine (vorübergehende) Arbeitsunfähigkeit. Sie legen aber nicht in rechtsgenüglicher 
Weise dar, dass es der Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar ge-
wesen wäre, am bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben. Ihre Atteste enthalten weder Angaben 
zur Diagnose noch nehmen sie hinreichend Bezug auf die von der Beschwerdeführerin konkret 
ausgeübte Tätigkeit. Die Unzumutbarkeit des Verbleibens an der bisherigen Stelle ist aus-
schliesslich durch die nachträglich erstellten Bescheinigungen und Berichte der behandelnden 
Ärzte Dr. D.____ vom 18. Januar 2018 und Dr. E.____ vom 14. September 2018 bescheinigt 
worden. Da die Beschwerdeführerin erst nach der Kündigung des Arbeitsverhältnisses bei den 
Dres. D.____ und E.____ in Behandlung stand, basieren ihre Einschätzungen letztlich einzig 
auf den Angaben der Beschwerdeführerin. Deshalb reichen ihre Beurteilungen unter Berück-
sichtigung der strengen Rechtsprechung (vgl. E. 3.6 hiervor) – nicht aus, um zu belegen, dass 
es der Beschwerdeführerin unzumutbar war, zumindest bis zur Zusicherung einer neuen Ar-
beitsstelle am Arbeitsplatz zu bleiben. Bei dieser medizinischen Sachlage kann im Zeitpunkt der 
Kündigung nicht von einer Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz gesprochen wer-
den. Es fehlt diesbezüglich an einem eindeutigen ärztlichen Zeugnis. Gegen eine Gesundheits-
schädigung, welche eine sofortige Kündigung notwendig gemacht hätte, spricht sodann die Tat-
sache, dass sich in den Akten keinerlei Anhaltspunkte finden, wonach in der weiter zurücklie-
genden Vergangenheit bereits einmal eine ärztliche Konsultation stattgefunden oder eine Ar-
beitsunfähigkeit bestanden hätte. Zudem wies die Beschwerdeführerin in ihrem ausführlich be-
gründeten Kündigungsschreiben vom 11. Oktober 2017 lediglich darauf hin, dass ihr Arzt ihr 
empfohlen habe, „vorübergehend nicht mehr zur Arbeit zu gehen“. Von einem ärztlichen Rat zur 
Kündigung, ist nicht die Rede. Es liegen auch keine anderen geeigneten Beweismittel bei den 
Akten, die auf eine Unzumutbarkeit der Fortführung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitli-
chen Gründen schliessen lassen würden.  

 

 
 
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8.2 Soweit sie geltend macht, ihre Stelle wegen Mobbing gekündigt zu haben, erscheint die-
ser Vorwurf nicht hinreichend gesichert. Die zur Klärung der Situation beauftragte betriebliche 
Sozialberatung konnte den Mobbingverdacht zwar weder bestätigen noch entkräften, da die 
Versicherte den Untersuchungsprozess abgebrochen hatte. Die Personalverantwortliche der 
ehemaligen Arbeitgeberin führte aber am 15. Juni 2018 glaubhaft aus, die Versicherte habe auf 
wiederholte Nachfrage hin keine tiefgreifenden Probleme mit dem direkten Vorgesetzten er-
wähnt und es hätten sich auch sonst keine Hinweise darauf ergeben. Aufgrund der Angaben 
der Beschwerdeführerin kann darauf geschlossen werden, dass zwischen ihr und ihrem Vorge-
setzten Spannungen bestanden. Indes ist, wie eingangs (vgl. E. 3.3 hiervor) dargelegt, nach der 
Rechtsprechung bei der Frage der Unzumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz ein stren-
ger Massstab anzulegen. Solange nicht ausgewiesen ist, dass eine versicherte Person im Sin-
ne der Schadenminderungspflicht alles Zumutbare unternommen hat, um die Probleme am Ar-
beitsplatz mit ihren Vorgesetzten oder eventuell Mitarbeitern zu lösen, ist die Kündigung durch 
die versicherte Person auch bei einem schlechten Arbeitsklima oder beim Vorliegen gespannter 
Beziehungen zu Vorgesetzten und Mitarbeitern nicht gerechtfertigt. 
 
8.3 Nach dem Ausgeführten steht fest, dass es im Rahmen der Mitwirkungspflicht der Par-
teien (vgl. E. 3.5 hiervor) an der Beschwerdeführerin gelegen wäre, die Notwendigkeit der Auf-
gabe der Arbeitsstelle glaubhaft zu machen, was ihr nicht gelungen ist. Die Beschwerdeführerin 
kann nicht rechtsgenüglich darlegen, dass ein zwingender Grund zur freiwilligen Stellenaufgabe 
vorgelegen hat. Ein Kausalzusammenhang zwischen der krankheitsbedingten Arbeitsunfähig-
keit der Beschwerdeführerin und der Arbeitsstelle im Sinne einer Gesundheitsgefährdung ist 
nicht erstellt. Bei dieser Aktenlage wäre es der Beschwerdeführerin in arbeitslosenversiche-
rungsrechtlicher Hinsicht deshalb zumutbar gewesen, ihre Anstellung – gegebenenfalls unter 
einer vorübergehenden Krankschreibung oder einer allfälligen ärztlichen Therapie – vorerst bei-
zubehalten. In Anbetracht der Spannungssituation mit dem direkten Vorgesetzten kann der 
Wunsch nach einem Stellenwechsel zwar nachvollzogen werden, eine sofortige Kündigung mit 
der Folge des Bezugs von Arbeitslosenentschädigung zu Lasten der Allgemeinheit rechtfertigt 
sich vorliegend aber nicht, weshalb der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit 
gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG als erfüllt zu betrachten ist. Die Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung ist demnach im Grundsatz nicht zu beanstanden. 
 
9.1 Zu prüfen bleibt, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt worden ist. Die Dauer 
der Einstellung bemisst sich einzig nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Sie 
beträgt nach Art. 45 Abs. 2 AVIV 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittel-
schwerem Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden. Innerhalb dieses Rah-
mens entscheidet die Arbeitslosenkasse nach pflichtgemässem Ermessen. Das Gericht greift 
nur mit Zurückhaltung in das der Arbeitslosenkasse zustehende Ermessen ein. Es setzt nicht 
sein Ermessen anstelle desjenigen der Arbeitslosenkasse, solange diese von ihrem Ermessen 
pflichtgemäss Gebrauch gemacht hat, also allen einschlägigen Gesichtspunkten gebührend 
Rechnung getragen hat. 
 

 

 
 
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9.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist im vorliegenden Fall von einer selbstver-
schuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. Demnach läge der grundsätzliche Rahmen für die Be-
messung der Einstelltage zwischen 31 und 60 Tagen. Die Beschwerdegegnerin setzte die Dau-
er der Einstellung auf 27 Tage fest. Dabei unterschritt sie den grundsätzlichen Sanktionsrah-
men für ein schweres Verschulden. Dies kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
dann angezeigt sein, wenn zwar kein entschuldbarer Grund für die Stellenaufgabe, wohl aber 
besondere Umstände im Einzelfall vorliegen (vgl. BGE 130 V 126 E. 3.2). Diese können sich 
auf die subjektive Situation der betroffenen Person oder auf eine objektive Begebenheit bezie-
hen (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2009, 8C_829/2009, E. 3.1). Bei der Festle-
gung der Dauer der Einstellung ist zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu Recht verschul-
densmindernd berücksichtigt worden, dass das Verhältnis zum ehemaligen Vorgesetzten schon 
lange belastet war. Insgesamt ist die auf 27 Tage festgelegte Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung in diesem Fall angemessen und sachlich gerechtfertigt. Das Kantonsgericht sieht 
selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass damit der Sanktionsrahmen für schweres 
Verschulden unterschritten wird, keinen Anlass, in das vorinstanzliche Ermessen einzugreifen.  
 
10. Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. August 
2018 nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdeführerin konnte nicht rechtsgenüglich darlegen, 
dass ihr aus gesundheitlichen Gründen ein Verbleib an der bisherigen Arbeitsstelle zumindest 
bis zur Zusicherung einer neuen Arbeitsstelle nicht zumutbar gewesen wäre. Die Beschwerde-
gegnerin hat sodann ihr Ermessen bei der Festlegung der Einstelltage korrekt ausgeübt. Die 
Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet und ist abzuweisen. 
 
11. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 
12.1 Abschliessend bleibt über den Antrag der Beschwerdeführerin zu befinden, es sei ihr 
die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrer Rechtsvertreterin zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f 
Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Praxisgemäss ist die unentgeltliche Verbeiständung im 
kantonalen Beschwerdeverfahren zu gewähren, wenn der Prozess nicht offensichtlich aus-
sichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder 
doch geboten ist (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 
Rz. 176 ff. mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Diese Voraussetzungen sind vorliegend zu 
bejahen: Die Bedürftigkeit der Versicherten ist gestützt auf die eingereichten Unterlagen gege-
ben, die Beschwerde kann nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden und die an-
waltliche Vertretung war geboten. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Ver-
beiständung im vorliegenden Verfahren ist demnach zu bewilligen. Deren Rechtsvertreterin hat 
in ihrer Honorarnote vom 19. Februar 2019 einen Zeitaufwand von 10,67 Stunden geltend ge-
macht, was angesichts der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstan-
den ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro 
Stunde. Hinzukommen die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 107.90. Der 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin ist deshalb für ihre Bemühungen ein Honorar in der 
Höhe von Fr. 2‘414.50 (10.67 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 107.90 zuzüglich 7.7 % 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
12.2 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
 
 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der Rechts-
vertreterin der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 
2‘414.50 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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