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**Case Identifier:** 74071b6d-2305-5d00-80bb-411199d3ee04
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.02.2024 200 2023 663
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-663_2024-02-06.pdf

## Full Text

200 23 663 UV
KOJ/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Februar 2024

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Wiedmer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. August 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb.2024, UV/23/663, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer) verletzte sich am 23. Dezember 1998 bei einem Treppensturz (Ak-
ten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt [nachfolgend Suva 
bzw. Beschwerdegegnerin], [act. IIA], 2). Für die verbliebenen Unfallfolgen 
(verminderte Belastbarkeit bei Status nach Kopfkontusion frontal wie okzipi-
tal sowie Frakturen der Halswirbel C6 und C7, Status nach operativen Ein-
griffen C5 bis C7, zervikospondylogenes Syndrom mit Brachialgie links, 
deutliche Einschränkung der Kopfbeweglichkeit, Verspannungen der links-
seitigen Nacken- und Trapeziusmuskulatur [act. IIA 42 S. 4]) sprach die 
Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 17. August 2005 ab 1. Septem-
ber 2005 bei einem Invaliditätsgrad von 38 % eine Invalidenrente zu und 
richtete ihm nach Massgabe eines Integritätsschadens von 25 % eine Inte-
gritätsentschädigung aus (act. IIA 54). Die dagegen vom Versicherten er-
hobene Einsprache wies die Suva mit (unangefochten gebliebenem) 
Entscheid vom 3. Juli 2006 ab (act. IIA 74). Der Rentenanspruch wurde in 
der Folge wiederholt revisionsweise bestätigt (act. IIA 88; 105; 126; 141).

A.b.

Seit August 2013 war der Versicherte bei der C.________ AG als … ange-
stellt und dadurch (weiterhin) bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen 
von Unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert, als er 
am 7. Mai 2020 beim Wandern ausrutschte, auf die rechte Schulter stürzte 
und sich dabei mehrfach überschlug (Akten der Suva [act. II] 1; 25 S. 1). Im 
Spital D.________ wurde am 8. Mai 2020 ein hochgradiger Verdacht auf 
eine traumatische obere Plexusläsion rechts und/oder Rotatorenmanschet-
tenläsion rechts bei Status nach Sturz am 7. Mai 2020 diagnostiziert. Rönt-
genologisch konnte eine Fraktur ausgeschlossen werden (act. II 25 S. 1). 
Weitere Abklärungen mittels MRI ergaben namentlich eine Spinalkanalste-

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nose und Myelopathie auf Höhe der Halswirbelkörper (HWK) 3/4 mit fora-
minaler Stenose sowie eine linksbetonte Foraminalstenose auf Höhe HWK 
4/5 (act. II 16 S. 2). Eine Rotatorenmanschettenruptur der Supra- und In-
fraspinatussehne konnte ausgeschlossen werden (act. II 17 S. 1; 34 S. 2). 
Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, indem sie die gesetzlichen Ver-
sicherungsleistungen erbrachte (act. II 3). Nachdem sie bei der Kreisärztin 
Dr. med. E.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, einen Bericht eingeholt hatte (act. II 69 
S. 2 f.), teilte sie dem Versicherten am 25. Januar 2022 formlos mit, die 
Schulterbeschwerden rechts seien weder auf den Unfall vom 7. Mai 2020 
zurückzuführen noch als Rückfall zum Ereignis vom 23. Dezember 1998 zu 
betrachten, weshalb diesbezüglich keine Versicherungsleistungen erbracht 
würden (act. II 69 S. 1). Weil der Versicherte damit nicht einverstanden 
war, erliess die Suva am 13. April 2022 (act. II 84) eine entsprechende Ver-
fügung. Auf Einsprache des Versicherten hin (act. II 92; 104) legte die Suva 
das Dossier Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, Versicherungsmedizin Suva, 
vor, welcher zum Schluss gelangte, dass es beim Ereignis vom 7. Mai 2020 
zu einer vorübergehenden Verschlimmerung degenerativer Veränderungen 
am rechten Schultergelenk gekommen und die Folge jenes Sturzes – die 
Schulterkontusion – vier Monate nach dem Ereignis als ausgeheilt zu 
gelten habe (act. II 109 S. 6). Mit weiterer Verfügung vom 24. Oktober 2022 
(act. II 115) nahm die Suva die Verfügung vom 13. April 2022 zurück und 
stellte die Versicherungsleistungen per 13. April 2022 ein. Weiter hielt sie 
fest, in Bezug auf die rechte Schulter beständen auch keine Folgen des 
Unfalles vom 23. Dezember 1998. Die dagegen vom Versicherten 
erhobene Einsprache (act. II 119; 122) wies die Suva mit Entscheid vom 
16. August 2023 (act. II 144 S. 1-10) ab, soweit sie darauf eintrat. 
Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass hinsichtlich allfälliger 
Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit den Beschwerden der 
Halswirbelsäule (HWS) noch weitere Abklärungen erforderlich seien. 

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B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit Eingabe vom 18. September 2023 Beschwerde erheben. Er stellt die 
folgenden Rechtsbegehren: 

1. Es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die vorlie-
gende Streitsache zu weiteren Abklärungen (insbesondere einer neutralen 
Begutachtung) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer 
zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Gleichzeitig liess der Beschwerdeführer ein von der IV-Stelle des Kantons 
Bern (IVB) veranlasstes bidisziplinäres orthopädisch-neurologisches Gut-
achten der MEDAS G.________ vom 2. Februar 2023 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 3) ins Recht legen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2023 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zudem legte sie eine Beurteilung 
von Dr. med. F.________ vom 17. Oktober 2023 zu den Akten (Akten der 
Beschwerdegegnerin [act. IIC] 1). 

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Oktober 2023 edierte der Instrukti-
onsrichter die Akten der IV. 

Mit Replik vom 20. November 2023 hält der Beschwerdeführer an den be-
schwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest. 

Mit Schreiben vom 4. Dezember 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin 
auf die Einreichung einer umfassenden Duplik.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 24. Oktober 2022 (act. II 
115) bestätigende Einspracheentscheid vom 16. August 2023 (act. II 144 
S. 1-10). Zum Anfechtungsgegenstand ist Folgendes festzuhalten: Soweit 
der Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren in genereller 
Weise vorbringt, die behandelnden Ärzte gingen von einem Zusammen-
hang mit der neurologischen Schädigung aus und sähen zumindest die 
aktuell noch eingeschränkte Funktionsfähigkeit als unfallbedingt an (Be-
schwerde S. 6 Ziff. 11) oder aber allgemein auf weitergehende Beschwer-
den hinsichtlich der rechten oberen Extremität hinweist (Replik S. 2 Ziff. 2 
ad Ziffer 5.1 und ad Ziffer 5.2-5.3), so kann er sich zur Stütze seiner Auf-
fassung zwar auf die Berichte von Dr. med. H.________ bzw. PD Dr. 
I.________, beide Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, vom 15. November 2022 (act. II 120 S. 1-3) 
respektive 22. Dezember 2022 (act. II 128 S. 2 f.), berufen. Beide Ärzte 
beziehen sich bei ihrer Einschätzung jedoch ausschliesslich auf die HWS-

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Problematik bzw. die Myelopathie. Die (dem Einspracheentscheid zugrun-
deliegende) Verfügung vom 24. Oktober 2022 hatte jedoch ausschliesslich 
und ausdrücklich die Schulterproblematik rechts zum Regelungsgegen-
stand (act. II 115 S. 2). Dies bestätigte die Beschwerdegegnerin im ange-
fochtenen Einspracheentscheid vom 16. August 2023 (act. II 144 S. 1-10), 
worin sie auf S. 2 f. Ziff. 1 präzisierend festhielt, in der angefochtenen Ver-
fügung nicht behandelt und deshalb ausserhalb des Anfechtungsgegen-
stands ständen allfällige Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit 
den Beschwerden in der HWS. Dabei handelt es sich bei den am 5. Mai 
2022 operativ behandelten (act. II 89 S. 2-4) Schulterbeschwerden rechts 
um eine klar von der restlichen Befundlage abgrenzbare und einer separa-
ten Regelung ohne weiteres zugängliche Problematik. Entsprechend bildet 
auch Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ausschliesslich 
der Gesundheitszustand der rechten Schulter bzw. die Frage, inwieweit die 
spezifisch die rechte Schulter betreffenden (und behandelten) Befunde auf 
den Unfall vom 7. Mai 2020 oder aber – im Sinne eines Rückfalls – auf den 
Unfall vom 23. Dezember 1998 zurückzuführen sind. Insoweit die Kausa-
litätsdiskussion in der Beschwerde über den im dargelegten Sinne anfech-
tungsgegenständlichen Sachverhalt ausgedehnt wird, ist darauf mangels 
eines Anfechtungsobjekts deshalb nicht einzutreten, zumal im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren eine Ausdehnung des Anfechtungsgegenstandes auf 
die HWS-Problematik mit Blick auf die von der Beschwerdegegnerin in 
Aussicht gestellten weiteren Abklärungen (act. II 144 S. 3 Ziff. 1) ebenso 
ausser Betracht fällt (BGE 130 V 501 E. 1.2 S. 503, 122 V 34 E. 2a S. 36; 
SVR 2012 IV Nr. 35 S. 137 E. 3.1). 

Streitig und zu prüfen ist demnach der Anspruch auf Versicherungsleistun-
gen im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verletzung der rechten 
Schulter über den 13. April 2022 hinaus. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verord-
nung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 
832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor 
dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereig-
net haben – was hier auf den Unfall vom 23. Dezember 1998 zutrifft – und 
für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, wer-
den nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen 
zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) 
sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 147 V 161 E. 3.1 
S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 12. Juli 2022, 8C_596/2021 [zur Publikation vorgesehen], E. 3). 

2.3 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.4

2.4.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-

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dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

2.4.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den 
Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaf-
ten Vorzustand entfällt erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und 
adäquate Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und 
ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach schicksalsmässigem Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), er-
reicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3 S. 163).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.4.3 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; Entscheid des BGer vom 8. August 2023, 8C_125/2023 
[zur Publikation vorgesehen], E. 5.2; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

2.5 Gemäss Art. 11 UVV werden Versicherungsleistungen auch für 
Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um 
das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es 
zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsun-
fähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes 
Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderun-

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gen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können 
(BGE 144 V 245 E. 6.1 S. 254, 118 V 293 E. 2c S. 296).

2.6 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher 
Leistungsansprüche bedarf es verlässlicher medizinischer 
Entscheidungsgrundlagen (Entscheid des BGer vom 26. März 2019, 
8C_824/2018, E. 3.2). Insbesondere ist der Beweis des natürlichen 
Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallens in erster Linie mit den 
Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen (Entscheid des BGer vom 
23. Dezember 2022, 8C_410/2022, E. 4.2).

3.

Der Sturz vom 7. Mai 2020 mit in der Folge geklagten Beschwerden von 
Seiten der HWS und der rechten Schulter stellt einen Unfall im Rechtssinne 
(Art. 4 ATSG) dar (vgl. E. 2.3 vorne), was denn auch die Beschwerdegeg-
nerin zu Recht anerkennt (act. II 3). 

4.

Zum Gesundheitszustand nach dem Unfall vom 7. Mai 2020 bzw. zur Frage 
der Kausalität der die rechten Schulter betreffenden Befunde lässt sich den 
medizinischen Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

4.1 Im Bericht des Spitals D.________ vom 8. Mai 2020 (act. II 25) 
wurden ein hochgradiger Verdacht auf eine traumatische obere Plexusläsi-
on rechts und/oder Rotatorenmanschettenläsion rechts bei Status nach 
Sturz am 7. Mai 2020 diagnostiziert. Röntgenologisch beständen keine 
Anzeichen für eine Fraktur. Der Beschwerdeführer sei am Vortag beim 
Hinunterlaufen eines steilen Hanges ausgerutscht und dann ca. 20m den 
Hang hinabgerollt. Seitdem beständen Schmerzen im Oberarm sowie eine 
Sensibilitäts- und Kraftminderung im ganzen Arm rechts (S. 1). Bei Eintritt 
habe sich ein wacher Patient in gutem Allgemeinzustand präsentiert. Bei 
der körperlichen Untersuchung seien multiple Schürfwunden an beiden 
oberen Extremitäten sowie immobilisierende Schmerzen in der Schulter 

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rechts aufgefallen. Hier sei auch eine Kraftgrad- und Sensibilitätsminderung 
im Bereich C5-C6 zu beobachten gewesen. Seitens der Orthopädie habe 
eine Rotatorenmanschettenläsion nicht sicher ausgeschlossen werden 
können (S. 3).

4.2 Eine am 18. Mai 2020 durchgeführte MR-Arthografie der rechten 
Schulter wurde wie folgt beurteilt: "Aktivierte fortgeschrittene AC-
Gelenksarthrose rechts. Hinweise auf ein subacromiales Impingement. 
Tendinopathie der Supra- und Infraspinatussehne sowie der langen Bi-
zepssehne ohne eindeutigen Kontrastmitteleintritt. Glenoidaler Knorpelde-
fekt anterior superior. Kein Labrumriss" (act. II 17 S. 1).

4.3 Im Bericht vom 27. Mai 2020 (act. II 34 S. 1 f.) hielt Dr. med. 
J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, fest, die Plexusaffektion sei regredient. Radiologisch 
habe eine Fraktur und im Arthro-MR eine Rotatorenmanschettenruptur der 
Supra- und Infraspinatussehne ausgeschlossen werden können. Aktuell 
zeige sich aber eine Subscapularissehnenläsion mindestens der oberen 
Hälfte. Bei vermehrter passiver Aussenrotation sei aber wahrscheinlich die 
gesamte Subscapularissehne gerissen (S. 2).

4.4 Dr. med. K.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 
Versicherungsmedizin Suva, hielt in der Stellungnahme vom 10. August 
2020 (act. II 36 S. 2) fest, die Ursache der Schulterbeschwerden sei in der 
HWS gefunden worden. Somit seien sie über den "HWS-Fall" zu überneh-
men. An der Schulter selbst hätten sich keine neuen unfallkausalen struktu-
rellen Läsionen finden lassen. 

4.5 Im Bericht vom 14. September 2021 (act. II 62) befundete PD Dr. 
med. I.________ was folgt: "Schulter rechts mit Druckdolenz lateral sowie 
positiven subacromialen Impingementzeichen. Rotatorenmanschette intakt. 
Keine Bizepszeichen." In der Beurteilung führte er aus, dem Beschwerde-
führer gehe es subjektiv von Seiten der Gangunsicherheit besser. Ob und 
inwieweit das auf die zervikale Wurzelinfiltration zurückzuführen sei, sei 
äusserst fraglich. Hinsichtlich der Schulterschmerzen bestehe kein Effekt 
nach Infiltration (vom 29. Juli 2021 [act. II 60 S. 2]), hier scheine eine von 
der Schulter ausgehende Problematik vorzuliegen (act. II 62 S. 2).

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4.6 Im Bericht vom 24. November 2021 (act. II 63 S. 2 f.) stellte Dr. 
med. H.________ im Wesentlichen die folgenden Diagnosen: 

- symptomatisches antero- und posterosuperiores Impingement, Tendinosis 
calcarea der lnfraspinatussehne (Molé Typ A/B) bei Protraktionshaltung 
Schulter rechts 

- asymptomatische fortgeschrittene hypertrophe ACG-Arthrose (Acromiocla-
viculargelenksarthrose)

Konventionell-radiologisch könne eine Tendinosis calcarea der Infraspina-
tussehne gesehen, klinisch ein antero- und posterosuperiorer Konflikt der 
rechten Schulter festgestellt werden. Die fortgeschrittene AC-
Glenksarthrose scheine den Beschwerdeführer nicht zu stören. Ein Teil der 
beschriebenen Symptomatik sei hierdurch gut erklärt (S. 3).

4.7 In der Stellungnahme vom 4. Januar 2022 (act. II 69 S. 2 f.) hielt 
Kreisärztin Dr. med. E.________ fest, aufgrund der vorliegenden Doku-
mente habe das Unfallereignis am 7. Mai 2020 zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorstandes im rechten Schulterge-
lenk geführt ohne unfallbedingte strukturelle Läsionen, die weder klinisch 
noch bildgebend nachweisbar seien. Eine unfallbedingte Verschlimmerung 
eines degenerativen Vorzustandes an der rechten Schulter sei in der Regel 
unfallbedingt nach drei bis vier Monaten abgeschlossen (S. 2 f.).

4.8 Ein Arthro-MRI der rechten Schulter vom 9. März 2022 wurde wie 
folgt beurteilt: "Impingement-Konstellation. Tendinopathische Veränderun-
gen der Rotatorenmanschette Sehnen und Zeichen von konfluierenden 
interstitiellen Rupturen der Supraspinatussehne. Kleine Verkalkung im An-
satzbereich der Infraspinatussehne. Degenerative Rissbildung des La-
brums anterior" (act. II 81 S. 1).

Am 5. Mai 2022 erfolgte ein operativer Eingriff an der rechten Schulter (act. 
II 89 S. 2 ff.). 

4.9 Im Bericht vom 18. August 2022 (act. II 117) hielt PD Dr. med. 
I.________ fest, von der Schulteroperation her habe der Beschwerdeführer 
subjektiv profitiert; hier stelle sich die Frage einer traumatischen Läsion 
versus einer krankheitsbedingten Ursache. Dokumentiert sei, dass im 
Rahmen des Unfalles möglicherweise eine Plexusläsion rechts vorgelegen 

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habe, deren Symptome dann aber eher im Rahmen der zervikalen Myelo-
pathie interpretiert und behandelt worden seien. Ob die Pathologien, wel-
che am 5. Mai 2022 im Rahmen der Schulterarthroskopie behandelt wor-
den seien, auf dieses Unfallereignis zurückzuführen seien, könne er als 
Wirbelsäulenchirurg nicht abschliessend beurteilen und bitte daher Dr. 
med. H.________ um eine Stellungnahme (S. 2).

4.10 In der Stellungnahme "bezüglich einer potenziell unfallursächli-
chen Schädigung der rechten Schulter" vom 22. August 2022 (act. II 105 
S. 1 f.) hielt Dr. med. H.________ fest, seit dem Sturz vom 7. Mai 2020 
berichte der Beschwerdeführer, Schmerzen in der rechten Schulter zu ver-
spüren. Aufgrund einer festgestellten hochgradigen rechts betonten zentra-
len foraminalen Stenose C3/4 mit Radikulopathie C4/5 rechts sowie 
Myelopathie sei primär eine wirbelsäulenchirurgische Behandlung erfolgt. 
Nach erneuter Vorstellung in der Schultersprechstunde knapp eineinhalb 
Jahre nach dem Unfallereignis hätten radiologisch eine Tendinosis cal-
carea wie auch eine wahrscheinliche Läsion des superioren glenohumera-
len Ligamentes (Pulley-Läsion) bei bereits bekannter AC-Gelenksarthrose 
festgestellt werden können. Zu diesem Zeitpunkt sei keine eindeutige Un-
fallursache zu sehen gewesen, wobei insbesondere die Tendinosis cal-
carea der lnfraspinatussehne als primär nicht festgestellte partielle Ruptur 
und anschliessende Verkalkung der Sehne denkbar sei; auch das verletzte 
superiore glenohumerale Ligament (Pulley-Läsion) sei gut zu übersehen 
und im Rahmen eines Sturzereignisses möglich. Da vor dem Zweittrauma 
keine wesentlichen Beschwerden in der rechten Schulter bestanden hätten, 
sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von unfallassoziierten Pathologi-
en (ausgenommen ACG-Arthrose) auszugehen (S. 2).

4.11 Dr. med. F.________, Versicherungsmedizin, hielt im Bericht vom 
17. Oktober 2022 (act. II 109) die folgenden Diagnosen fest (S. 5 f.): 

Unfallkausal: 
Schulterkontusion rechts 

Unfallfremd: 
- Tendinitis calcarea der Infraspinatussehne 
- Tendinopathie mit Ausfransung der langen Bizepssehne
- Verschleissbedingte Oberrandläsion der Subscapularissehne 
- Hypertrophe AC-Gelenksarthrose 
- Subacromiales Impingement-Syndrom

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In der Beurteilung führte Dr. med. F.________ aus, sämtliche am 5. Mai 
2022 durchgeführten Eingriffe am rechten Schultergelenk hätten als ver-
schleissbedingt zu gelten. Die Tendinosis calcarea in der Infraspinatusseh-
ne sei bereits elf Tage nach dem Ereignis festgestellt worden. In dieser 
kurzen Zeit bilde sich traumatisch keine Tendinosis calcarea. Die fortge-
schrittene ACG-Arthrose habe sicher auch bereits vor dem Ereignis vorge-
legen und sei lediglich durch diese vorübergehend aktiviert worden. Das 
subacromiale Impingement sei allenfalls als vorübergehende Schwellung 
mit Traumatisierung der Bursa subacromialis anzusehen. Ein glenoidaler 
Knorpeldefekt habe sich nicht bestätigt, ein Labrumriss habe ebenfalls nicht 
vorgelegen. Die Ausfransungen des Bizepsankers wie auch die kleine 
Oberrandläsion der Subscapularissehne ohne Signifikanz seien ebenfalls 
überwiegend wahrscheinlich degenerativen Veränderungen, welche bereits 
vorbestanden hätten, zuzuschreiben. Eine namhafte Intervall-Läsion, wel-
che Hinweis auf eine traumatische Genese gewesen wäre, habe nicht vor-
gelegen. Hinweise auf eine Schultersubluxation hätten sich intraoperativ 
nicht ergeben (S. 5). Der Unfall habe nicht mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit zu zusätzlichen strukturellen Läsionen geführt, welche objektivier-
bar wären. Unfallfolgen im Beschwerdebild hätten vier Monate nach dem 
Ereignis als ausgeheilt zu gelten. Die geltend gemachten Beschwerden an 
der rechten Schulter seien zudem nicht mit mindestens überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 23. Dezember 1998 zurückzu-
führen (S. 6).

4.12 Ein am 5. Januar 2023 durchgeführtes Arthro-MRI des rechten 
Schultergelenks wurde wie folgt beurteilt: "Tendinopathie der ansatznahen 
Supraspinatussehne mit oblique-spaltförmiger transmuraler Reruptur. 
Leichte Tendinopathie der Infraspinatus Sehne am Ansatz ventral betont. 
Fettige Infiltration des Musculus teres minor Grad ll-III nach Goutallier, an-
sonsten normale Muskeltrophik" (act. II 149 S. 55).

4.13 In der zu Handen der IVB erstellten bidisziplinären orthopädisch-
neurologischen Expertise der MEDAS G.________ vom 2. Februar 2023 
(act. I 3) hielten die Gutachter fest, die Schmerzen in der rechten Schulter 
und die pathologischen objektiven Befunde derselben könnten grösstenteils 
mit der im MRI dokumentierten Acromioclaviculargelenksarthrose, suba-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb.2024, UV/23/663, Seite 14

cromialen Bursitis bzw. der Ruptur der Supraspinatussehne vereinbart 
werden (S. 21). 

4.14 In der Stellungnahme vom 17. Oktober 2023 (act. IIC 1) hielt Dr. 
med. F.________ fest, bei Durchsicht der MRI-Bilder vom 5. Januar 2023 
könne kein Kontrastmittelaustritt vom Gelenk in die Bursa subacromialis 
festgestellt werden. Selbst wenn man eine transmurale Ruptur der Supra-
spinatussehne annehme, habe diese 2020 im MRI nicht vorgelegen. Zu-
dem werde die Supraspinatussehne im Operationsbericht vom 9. Mai 2022 
als intakt beschrieben. Daher sei eine Unfallkausalität dieses fraglichen 
transmuralen Risses nicht überwiegend wahrscheinlich. Das Ereignis vom 
7. Mai 2020 habe nicht zu strukturellen Verletzungen an der rechten Schul-
ter geführt. Es sei weiterhin von einer vorübergehenden Verschlimmerung 
degenerativer Zustände auszugehen. Das Erreichen des Status quo sine 
sei somit spätestens nach vier Monaten anzunehmen. Es liege auch kein 
Rückfall zum Ereignis vom 13. (richtig: 23.) Dezember 1998 vor (S. 4).

5.

5.1

5.1.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

5.1.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2024, UV/23/663, Seite 15

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, 
mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3). Zudem kann insbe-
sondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktengutachtens erörtert 
werden (Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 8C_383/2011, 
E. 4.2). 

5.1.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte – zu 
welchen auch beratende Ärzte eines Versicherungsträgers zählen (Ent-
scheid des BGer vom 15. April 2021, 8C_672/2020, E. 2.3) – kommt Be-
weiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2021 UV 
Nr. 34 S. 154 E. 2.3). Insbesondere sind die Kreisärzte nach ihrer Funktion 
und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie 
ausschliesslich Unfallpatienten, Körperschädigungen im Sinne des Art. 6 
Abs. 2 UVG (früher: unfallähnliche Körperschädigungen gemäss Art. 9 
Abs. 2 aUVV) und Berufskrankheiten diagnostisch beurteilen und therapeu-
tisch begleiten, verfügen sie über besonders ausgeprägte traumatologische 
Kenntnisse und Erfahrungen. Dies gilt unabhängig von ihrem ursprünglich 
erworbenen Facharzttitel (Entscheid des BGer vom 15. Juni 2023, 
8C_51/2023, E. 5.2).

Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versi-
cherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe 
Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb.2024, UV/23/663, Seite 16

nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 
der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 
V 58 E. 5.1 S. 65; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154 E. 2.3).

5.2 Die Stellungnahmen von Dr. med. E.________ vom 4. Januar 
2022 (act. II 69 S. 2 f.) sowie von Dr. med. F.________ vom 17. Oktober 
2022 (act. II 109) und 17. Oktober 2023 (act. IIC 1) erfüllen die Vorausset-
zungen der Rechtsprechung an medizinische Berichte (vgl. E. 5.1.2 vorne) 
und erbringen vollen Beweis. Dabei schadet es nicht, dass es sich um Ak-
tenberichte handelt, erfolgten die Stellungnahmen doch basierend auf ei-
nem mehrfach bildgebend sowie intraoperativ und damit lückenlos 
erhobenen und hinsichtlich der Schulterpathologie rechts unbestrittenen 
Befund (vgl. E. 4 vorne). Gestützt auf diese Berichte lässt sich die vorlie-
gend im Streit stehende Kausalitätsfrage zuverlässig beurteilen. Der 
Schluss der Dres. med. E.________ und F.________, wonach in Bezug auf 
den Gesundheitszustand der rechten Schulter der Status quo sine vier Mo-
nate nach dem Ereignis vom 7. Mai 2020 eingetreten ist und auch kein 
Rückfall zum Ereignis vom 23. Dezember 1998 vorliegt, leuchtet ein und ist 
mit Blick auf das dargelegte Argumentarium ohne weiteres nachvollziehbar.

5.3

5.3.1 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, werde berücksichtigt, dass 
die behandelnden Ärzte von einem Zusammenhang mit der neurologischen 
Schädigung ausgingen und zumindest die aktuell noch eingeschränkte 
Funktionsfähigkeit als unfallbedingt ansähen und die kreisärztlichen Beur-
teilungen demnach zumindest nicht unbesehen zu übernehmen seien (Be-
schwerde S. 6 Ziff. 11), so beschlägt dies in erster Linie die HWS-
Problematik bzw. allfällige Beschwerden von Seiten der Myelopathie, mithin 
nicht das vorliegend anfechtungsgegenständliche Beweisthema (vgl. E. 1.2 
vorne). Es trifft im Weiteren auch nicht zu, dass die Kreisärzte in Bezug auf 
die Beurteilung der (Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildenden) 
schulterspezifischen Befundlage zu unterschiedlichen Einschätzungen ge-
langt sind (Beschwerde S. 6 Ziff. 11): Sowohl Dr. med. K.________ (act. II 
36 S. 2) als auch Dr. med. E.________ (act. II 64 f.; 69 S. 2 f.) und Dr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2024, UV/23/663, Seite 17

med. F.________ (act. II 109) kamen zum Schluss, dass der Unfall vom 7. 
Mai 2020 zu keinen strukturellen Verletzungen in der rechten Schulter ge-
führt hat, wobei die Dres. med. E.________ und F.________ übereinstim-
mend zum Ergebnis gelangten, dass einzig eine vorübergehende 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorstandes am rechten Schulterge-
lenk ohne unfallbedingte strukturelle Läsionen vorliege und der Status quo 
sine nach drei bis vier Monaten erreicht gewesen sei (act. II 69 S. 3; 109 S. 
6). Diese Einschätzung ist schlüssig, gelangten doch im zeitnah zum Unfall 
vom 7. Mai 2020 durchgeführten Arthro-MRI der rechten Schulter vom 
18. Mai 2020 keine als solche bezeichneten traumabedingten Befunde zur 
Darstellung (act. II 17 S. 1). Im Wesentlichen dasselbe trifft auf die mittels 
MRI vom 9. März 2022 (act. II 81 S. 1) erhobenen und am 5. Mai 2022 ope-
rativ behandelten Pathologien zu, welche Dr. med. F.________ (unwider-
sprochen) als verschleissbedingt qualifizierte (act. II 109 S. 5), was auch im 
Lichte des seit dem 7. Mai 2020 erfolgten erheblichen Zeitablaufs über-
zeugt. 

5.3.2 Es liegen sodann keine (fach-)ärztlichen Berichte im Recht, welche 
sich konkret mit den versicherungsmedizinischen Einschätzungen – na-
mentlich mit jenen von Dr. med. F.________ vom 17. Oktober 2022 und 
2023 (act. II 109; act. IIC 1) – auseinandersetzen, geschweige denn Aspek-
te benennen, welche allenfalls unberücksichtigt blieben. Auch anderweitig 
ergeben sich keine Hinweise, welche den Beweiswert der Einschätzungen 
der Dres. med. E.________ und F.________ schmälern: Was die von Dr. 
med. J.________ im Bericht vom 27. Mai 2020 postulierte Subscapularis-
sehnenläsion anbelangt (act. II 34 S. 2), so präsentierte sich anlässlich des 
Eingriffs vom 5. Mai 2022 zwei Jahre nach dem Unfall einzig eine "kleine 
Oberrandruptur der Subscapularissehne ohne Signifikanz" (act. II 89 S. 3), 
welche Dr. med. F.________ ebenfalls als degenerativ qualifizierte (act. II 
109 S. 5). Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die das MRI vom 18. Mai 
2020 beurteilenden Radiologen im Gegensatz zu Dr. med. J.________ die 
Subscapularissehne als "intakt und regelrecht signalgebend" befundet hat-
ten (act. II 17 S. 1). Nachdem PD Dr. med. I.________ am 18. August 2022 
(act. II 117 S. 2) ausdrücklich festgestellt hatte, nicht beurteilen zu können, 
ob die im Rahmen der Schulterarthroskopie vom 5. Mai 2022 (act. II 89 S. 
2-4) behandelten Pathologien auf das Unfallereignis (vom 7. Mai 2020) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb.2024, UV/23/663, Seite 18

zurückzuführen sind und auf die Einschätzung von Dr. med. H.________ 
verwiesen hatte, stellte dieser am 22. August 2022 (act. II 105 S. 2) fest, 
dass anlässlich der Schultersprechstunde eineinhalb Jahre nach dem Un-
fall keine eindeutige Unfallursache erkennbar gewesen sei, eine partielle 
Ruptur mit anschliessender Verkalkung jedoch denkbar und auch eine Pul-
ley-Läsion möglich gewesen seien. Dabei handelt es sich jedoch um blosse 
Vermutungen, abgesehen davon, dass mittels MRI vom 9. März 2022 eine 
Pulley-Läsion zuvor ausdrücklich ausgeschlossen worden war (act. II 81 
S. 1). Soweit Dr. med. H.________ im eben genannten Bericht vom 
22. August 2022 die überwiegende Wahrscheinlichkeit unfallassoziierter 
Pathologien mit dem Umstand begründete, dass vor dem Zweittrauma kei-
ne wesentlichen Beschwerden in der rechten Schulter bestanden hätten, 
handelt es sich um eine Einschätzung nach der für den Nachweis einer 
unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung nicht massgebenden Formel 
"post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche 
Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie 
nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; Entscheid 
des BGer vom 8. August 2023, 8C_125/2023 [zur Publikation vorgesehen], 
E. 5.6; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 156 E. 4.2). Auch ersuchte Dr. med. 
H.________ am 15. November 2022 (act. II 120 S. 1-3) mit Verweis auf die 
seines Erachtens fehlende Nachvollziehbarkeit der Verfügung vom 24. Ok-
tober 2022 seinerseits PD Dr. med. I.________ um eine Stellungnahme, 
welcher jedoch wie erwähnt schon zuvor festgestellt hatte, dass er die Un-
fallkausalität nicht beurteilen könne. Im Weiteren äussern sich die Berichte 
von Dr. med. H.________ bzw. PD Dr. med. I.________ vom 15. Novem-
ber 2022 (act. II 120 S. 1-3) respektive 22. Dezember 2022 (act. II 128 S. 2 
f.) dahingehend, dass die Beschwerden auf die HWS-Problematik bzw. die 
Myelopathie zurückzuführen sind, was vorliegend nicht Beurteilungsgegen-
stand bildet (vgl. E. 1.2 vorne). Was sodann die von Dr. med. H.________ 
in den Berichten vom 21. Februar 2023 (act. II 132 S. 2 f.) und 9. Mai 2023 
(act. II 140 S. 3 f.) diagnostisch aufgelistete "anamnestisch nicht auszusch-
liessende stattgehabte Schulterluxation mit Spontanreposition vor Jahren 
(vorgängig nicht dokumentiert)" anbelangt, so handelt es sich um eine 
blosse Möglichkeit, welche – wie von Dr. med. H.________ selber ein-
geräumt – durch die Akten nicht gestützt wird. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2024, UV/23/663, Seite 19

Schliesslich vermag auch das im IV-Verfahren eingeholte bidisziplinäre 
MEDAS G.________-Gutachten vom 2. Februar 2023 (act. I 3) den Be-
weiswert der kreisärztlichen Beurteilungen nicht in Frage zu stellen, äussert 
sich die Expertise doch nicht zur hier streitigen Kausalitätsfrage, was auch 
der Beschwerdeführer anerkennt (Replik S. 2 Ziff. 2 ad Ziffer 5.2-5.3). Da-
mit kommt dem Gutachten kein höherer Beweiswert zu als den Berichten 
der Kreisärzte, zumal sich das Gutachten auch mit keinem Wort zu deren 
Einschätzungen äussert. Im Übrigen kann auf die in allen Teilen überzeu-
gende Stellungnahme von Dr. med. F.________ vom 17. Oktober 2023 
(act. IIC 1) verwiesen werden, worin dieser festhielt, selbst wenn gestützt 
auf das MRI vom 5. Januar 2023 (act. II 149 S. 55) eine transmurale Ruptur 
der Supraspinatussehne angenommen werde, so habe diese jedenfalls im 
MRI vom 18. Mai 2020 (act. II 17 S. 1) nicht vorgelegen und sei die Supra-
spinatussehne im Operationsbericht von Dr. med. H.________ vom 9. Mai 
2022 als intakt beschrieben worden (vgl. act. II 89 S. 3), weshalb eine Un-
fallkausalität dieses fraglichen transmuralen Risses nicht überwiegend 
wahrscheinlich sei (act. IIC 1 S. 4). 

5.3.3 Demnach bestehen keine auch nur geringen Zweifel (vgl. E. 5.1.3 
vorne) an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Stellungnahmen der 
Dres. med. E.________ und F.________, so dass es der in der Beschwer-
de beantragten Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zwecks weiterer 
Abklärungen (Beschwerde S. 2) nicht bedarf.

5.4

5.4.1 Gestützt auf die beweiswertigen Berichte der Dres. med. 
E.________ und F.________ gelingt der Beschwerdegegnerin der – von ihr 
zu erbringende (vgl. E. 2.4.2 vorne) – rechtsgenügliche Nachweis des 
Wegfalls unfallbedingter Ursachen hinsichtlich der Schulterpathologie 
rechts vier Monate nach dem Unfall vom 7. Mai 2020. Damit sowie in Anbe-
tracht des Umstands, dass die Datierung des Status quo sine von der Natur 
der Sache her eine Schätzung darstellt (vgl. Entscheid des BGer vom 28. 
Februar 2019, 8C_167/2018, E. 6.5), die Leistungen effektiv jedoch bis und 
mit 12. April 2022 (act. II 115 S. 1) erbracht wurden, ist die mit Verfügung 
vom 24. Oktober 2022 (act. II 115) per 13. April 2022 erfolgte und mit Ein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb.2024, UV/23/663, Seite 20

spracheentscheid vom 16. August 2023 (act. II 144 S. 1-10) bestätigte Leis-
tungseinstellung nicht zu beanstanden.

5.4.2 Schliesslich verneinte Dr. med. F.________ auch das Vorliegen 
eines Rückfalls (act. II 109 S. 6; act. IIC 1 S. 4). Dies ist nicht zu 
beanstanden, war beim Ereignis vom 23. Dezember 1998 doch vorab der 
linke Arm und die Wirbelsäule, nicht dagegen die rechte Schulter betroffen 
(vgl. act. IIA 42), so dass bezüglich Letzterem nicht von einem 
Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Pathologie gesprochen 
werden kann. Ebenso wenig sind die Schulterbeschwerden rechts als 
Spätfolge des nämlichen Ereignisses zu werten, weil keine Hinweise dafür 
bestehen, dass die anlässlich des Ereignisses vom 23. Dezember 1998 
erfolgten Verletzungen zu den nunmehr anfechtungsgegenständlichen 
Schulterpathologien geführt haben (vgl. E. 2.5 vorne).

5.5 Zusammenfassend ist die Beschwerde gegen den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 16. August 2023 abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden kann. 

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Feb. 2024, UV/23/663, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.