# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 287dc05d-0629-5842-b28b-fa1d03a98958
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 29.12.2010 ERZ 2010 211
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ERZ-2010-211_2010-12-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. Dezember 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 10 211

Verfügung
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Präsident Brunner
Redaktion Aktuar Pers

Im zivilrechtlichen Rekurs

des C., Gesuchsteller und Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Andreas Meili, Scheuchzerstrasse 64, 8033 Zürich, wieder vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Rudolf Kunz, Ottoplatz 19, 7001 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 25. August 2010, mitgeteilt 
am 15. September 2010, in Sachen der A .  A G , Gesuchsgegnerin und 
Rekursgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tobias Treyer, Gerbergasse 
19, 4001 Basel, gegen den Gesuchsteller und Rekurrenten,

betreffend Publikationsverbot (vorsorgliche Massnahmen),

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A.1. Die A. AG mit Sitz in Z. ist eine nach Schweizer Recht organisierte 
Aktiengesellschaft, die mehrere Magazine herausgibt, insbesondere die alle zwei 
Wochen erscheinende B.. In deren Print- sowie Onlineausgabe Nr. _ vom 2. Juli 
2010 erschien unter dem Titel „C.: Zieht seine Partner über den Tisch“ ein Artikel, 
der sich mit dem beruflichen Werdegang von C. befasst.

2. Der Verfasser dieses Artikels, D., teilte C. am 23. Juli 2010 mit, dass im 
Rahmen der Redaktionssitzung der B. vom 21. Juli 2010 entschieden worden sei, 
dass in der kommenden Ausgabe der B. ein weiterer Artikel über ihn erscheine, in 
welchem über die Hintergründe der gegen ihn laufenden Strafuntersuchung 
berichtet werden solle. Er ersuche ihn deshalb, die beiliegenden Fragen zu zwölf 
Themenbereichen bis Montag, den 26. Juli 2010, um 11.00 Uhr, zu beantworten.

B. Mit Eingabe vom 26. Juli 2010 gelangte C. mit folgenden Anträgen an das 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur:

„1. Es sei der Gesuchsgegnerin ohne Anhörung und sofort zu verbieten, 
über den Gesuchsteller in der Zeitschrift „B.“, auf E. oder in anderen 
von ihr herausgegebenen Publikationen folgendes als Tatsache oder 
Verdacht zu behaupten:

- Dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der Verbuchung 
eines Escrow-Guthabens über CHF 200 Millionen beim Escrow 
Agent F. im April 2005, der Auflösung dieses Escrow-Kontos Ende 
Dezember 2008 und der Rückerstattung des Betrags von CHF 200 
Millionen an die G. AG im Mai 2009 unrechtmässig verhalten hat,

- dass der Gesuchsteller oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften 
im Zusammenhang mit der Bildung einer Rückstellung über CHF 
200 Millionen im April 2005 und der Gutschrift dieses Betrags als 
Darlehen zugunsten eines Treuhandkontos und/oder Escrows 
gegen geltende Rechnungslegungsvorschriften verstossen oder 
sich in anderer Weise unrechtmässig verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit einer 
Gutschriftanzeige der H. AG über CHF 198'954'724 unrechtmässig 
verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der 
Wertberichtigung eines Darlehens von CHF 176,1 Millionen auf 
CHF 10'000, dessen Übernahme durch die I. AG im Dezember 2006 
gegenüber der J. AG und der Erfassung dieses Vorgangs auf einem 
Escrow-Konto von F. als Eventualverbindlichkeit unrechtmässig 
verhalten hat,

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- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der Bilanzierung 
von Finanzanlagen über CHF 224 Millionen in der von der 
Revisionsstelle K. am 26. August 2008 testierten Bilanz der I. AG 
unrechtmässig verhalten hat,

- dass der Gesuchsteller oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften 
L. nicht über das Escrow-Verhältnis zu F. informiert hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der von ihm am 
24. Mai 2007 angekündigten Übertragung von Guthaben der G. AG 
auf die M. AG unrechtmässig verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften durch verschiedene von ihm am 25. April 
2005 veranlasste Überweisungen und Rücküberweisungen vom 
bzw. auf das Konto _ bei der N. unrechtmässig oder in einer 
wirtschaftlich unsinnigen Weise verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit einem 
partiarischen Darlehen, das zum Erwerb der O. verwendet und 
gemäss Verwaltungsratsbeschluss vom 18. Dezember 2006/11. Mai 
2007 mit CHF 10 Millionen eingebucht wurde, unrechtmässig 
verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit einer Zahlung 
vom 7. Juli 2005     über CHF 1,15 Mio. zugunsten des Betreibungs- 
und Konkursamtes Y. vom Gemeinschaftskonto L. u/o C. Nr. _ 
unrechtmässig verhalten hat,

alles unter Androhung der Bestrafung nach Art. 292 StGB im 
Widerhandlungsfall.

2. Das als superprovisorische Massnahme zu verfügende Verbot sei der 
Gesuchsgegnerin vorab per Telefax auf _ mitzuteilen.

3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt) zulasten der 
Gesuchsgegnerin.“

C.1. Mit Verfügung vom 27. Juli 2010 gab das Bezirksgerichtspräsidium Plessur 
dem superprovisorischen Gesuch statt und forderte die A. AG auf, bis zum 17. 
August 2010 zur begehrten vorsorglichen Massnahme Stellung zu nehmen.

2. In einer provisorischen Stellungnahme vom 27. Juli 2010 beantragte die A. 
AG, die superprovisorische Verfügung umgehend aufzuheben. Eventualiter sei C. 
zu verpflichten, eine Sicherstellung im Sinne von Art. 28d ZGB in angemessener 
Höhe zu leisten. Mit Verfügung vom 28. Juli 2010 wies das 
Bezirksgerichtspräsidium Plessur das Gesuch um Aufhebung der 
superprovisorischen Massnahme ab und entschied, dass bezüglich Sicherstellung 
keine superprovisorische Massnahme erlassen werde. C. wurde aufgefordert, sich 

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bis zum 17. August 2010 zur Frage der Sicherstellung zu äussern. Dieser 
beantragte in der Folge, den Antrag auf Sicherstellung abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden könne.

3. Mit Stellungnahme vom 17. August 2010 stellte und begründete die A. AG 
folgende Anträge:

„Rechtsbegehren:

1. Es sei das mittels Gesuch vom 26.7.2010 begehrte und mittels 
Verfügung des Bezirksgerichtes Plessur vom 27.7.2010 gewährte 
Publikationsverbot resp. die hierfür erlassene superprovisorische 
Massnahme vollumfänglich und ersatzlos aufzuheben und damit die 
vorsorgliche Massnahme nicht zu bestätigen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Gesuchstellers.

Verfahrensantrag:

3. Es sei gestützt auf das Gesuch des Gesuchstellers vom 26.7.2010, die 
erste (provisorische) Stellungnahme vom 27.7.2010 und die 
vorliegende Stellungnahme der Gesuchsbeklagten sowie auf die noch 
ausstehende Stellungnahme des Gesuchstellers umgehend und auf 
schriftlichem Wege über den Fortbestand der vorsorglichen 
Massnahme zu entscheiden, eventualiter sei mit Eingang der 
Stellungnahmen umgehend eine Bestätigungsverhandlung 
anzusetzen.“

D. Mit Urteil vom 25. August 2010, mitgeteilt am 15. September 2010, 
erkannte das Bezirksgerichtspräsidium Plessur wie folgt:

„1. Das Gesuch von C. wird teilweise gutgeheissen, die 
superprovisorische Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums vom 27. 
Juli 2010 aufgehoben und was folgt angeordnet:

Der A. AG ist es unter Androhung der Bestrafung gemäss Art. 292 
StGB im Widerhandlungsfall untersagt, in der Zeitschrift B., auf E. oder 
in einer anderen von ihr herausgegebenen Publikationen als Verdacht 
zu behaupten:

a. dass sich C. oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften im 
Zusammenhang mit der Wertberichtigung eines Darlehens von 
CHF 176.1 Mio. auf CHF 10'000.00, dessen Übernahme durch die 
I. AG im Dezember 2006 gegenüber der J. AG und der 
buchhalterischen Erfassung dieses Vorganges widerrechtlich 
verhalten hat;

b. dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der 
Bilanzierung von Finanzanlagen über CHF 224 Mio. in der von der 
Revisionsstelle K. am 26. August 2008 testierten Bilanz der I. AG 
unrechtmässig verhalten hat.

2. C. erhält eine Frist von 20 Tagen, um die Unterlassungsklage 
bezüglich des angeordneten Publikationsverbotes einzureichen. Wird 

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innert dieser Frist kein Vermittlungsverfahren eingeleitet, so fällt das 
provisorische Publikationsverbot dahin.

3. Das Gesuch um Sicherheitsleistung wird abgewiesen.

4. (Kosten/aussergerichtliche Entschädigung).

5. (Mitteilung).“

E. Gegen dieses Urteil liess C. mit Eingabe vom 6. Oktober 2010 beim 
Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden Rekurs mit folgendem 
Rechtsbegehren einreichen:

„1. Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 25. 
August 2010 sei teilweise aufzuheben und es sei der 
Gesuchsgegnerin zu verbieten, über den Rekurrenten in der Zeitschrift 
„B.“, auf E. oder in anderen von ihr herausgegebenen Publikationen 
folgendes als Tatsache oder als Verdacht zu behaupten:

- Dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der Verbuchung 
eines Escrow-Guthabens über CHF 200 Millionen beim Escrow 
Agent F. im April 2005, der Auflösung dieses Escrow-Kontos Ende 
Dezember 2008 und der Rückerstattung des Betrags von CHF 200 
Millionen an die G. AG im Mai 2009 unrechtmässig verhalten hat,

- dass der Gesuchsteller oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften 
im Zusammenhang mit der Bildung einer Rückstellung über CHF 
200 Millionen im April 2005 und der Gutschrift dieses Betrags als 
Darlehen zugunsten eines Treuhandkontos und/oder Escrows 
gegen geltende Rechnungslegungsvorschriften verstossen oder 
sich in anderer Weise unrechtmässig verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit einer 
Gutschriftanzeige der H. AG über CHF 198'954'724 unrechtmässig 
verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der 
Wertberichtigung eines Darlehens von CHF 176,1 Millionen auf 
CHF 10'000, dessen Übernahme durch die I. AG im Dezember 2006 
gegenüber der J. AG und der Erfassung dieses Vorgangs auf einem 
Escrow-Konto von F. als Eventualverbindlichkeit unrechtmässig 
verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der Bilanzierung 
von Finanzanlagen über CHF 224 Millionen in der von der 
Revisionsstelle K. am 26. August 2008 testierten Bilanz der I. AG 
unrechtmässig verhalten hat,

- dass der Gesuchsteller oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften 
L. nicht über das Escrow-Verhältnis zu F. informiert hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der von ihm am 

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24. Mai 2007 angekündigten Übertragung von Guthaben der G. AG 
auf die M. AG unrechtmässig verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften durch verschiedene von ihm am 25. April 
2005 veranlasste Überweisungen und Rücküberweisungen vom 
bzw. auf das Konto _ bei der N. unrechtmässig oder in einer 
wirtschaftlich unsinnigen Weise verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit einem 
partiarischen Darlehen, das zum Erwerb der O.  verwendet und 
gemäss Verwaltungsratsbeschluss vom 18. Dezember 2006/11. Mai 
2007 mit CHF 10 Millionen eingebucht wurde, unrechtmässig 
verhalten hat,

- dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit einer Zahlung 
vom 7. Juli 2005     über CHF 1,15 Mio. zugunsten des Betreibungs- 
und Konkursamtes Y. vom Gemeinschaftskonto L. u/o C. Nr. _ 
unrechtmässig verhalten hat,

alles unter Androhung der Bestrafung nach Art. 292 StGB im 
Widerhandlungsfall.

2. Insoweit das Bezirksgerichtspräsidium Plessur der Rekursgegnerin in 
Ziff. 1 des Dispositivs verbietet, in der Zeitschrift B., auf E. oder in 
einer anderen von ihr herausgegebenen Publikationen als Verdacht zu 
behaupten:

a. dass sich C. oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften im 
Zusammenhang mit der Wertberichtigung eines Darlehens von CHF 
176.1 Mio. auf CHF 10'000.00, dessen Übernahme durch die I. AG 
im Dezember 2006 gegenüber der J. AG und der buchhalterischen 
Erfassung dieses Vorgangs widerrechtlich verhalten hat;

b. dass sich der Gesuchsteller oder eine seiner 
Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der Bilanzierung 
von Finanzanlagen über CHF 224 Mio. in der von der 
Revisionsstelle K. am 26. August 2008 testierten Bilanz der I. AG 
unrechtmässig verhalten hat;

sei das Urteil zu bestätigen.

3. Dem Rekurs sei aufschiebende Wirkung zu gewähren.

4. Es sei dem Rekurrenten eine neue Frist anzusetzen, um die 
Unterlassungsklage bezüglich des angeordneten Publikationsverbotes 
einzureichen.

5. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt) zulasten der 
Rekursgegnerin.“

Am 12. Oktober 2010 ersuchte der Rechtsvertreter von C. den 
Kantonsgerichtspräsidenten darum, dem Rekurs bis zum Entscheid über die 
aufschiebende Wirkung des Rekursverfahrens superprovisorisch und ohne 

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Anhörung der Gegenpartei aufschiebende Wirkung zu gewähren sowie das mit 
superprovisorischer Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Plessur vom 27. 
Juli 2007 ausgesprochene Publikationsverbot bis dahin aufrecht zu erhalten - 
unter ausformulierter Strafandrohung des Art. 292 StGB im Unterlassungsfall. Mit 
Verfügung vom 13. Oktober 2010 hiess der Kantonsgerichtspräsident das Gesuch 
gut.

F. Am 29. Oktober 2010 liess die A. AG dem Kantonsgericht von Graubünden 
ihre Rekursantwort mit folgendem Rechtsbegehren zukommen:

„1. Es sei der Rekurs des Rekurrenten vom 6.10.2010 vollumfänglich 
abzuweisen.

2. Es sei die bereits superprovisorisch gewährte aufschiebende Wirkung 
wieder zu entziehen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des 
Rekurrenten.“

G. Das Bezirksgericht Plessur verzichtete mit Schreiben vom 29. Oktober 2010 
unter Einreichung sämtlicher Akten auf eine Vernehmlassung.

Auf die Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie in den Rechtsschriften wird, 
soweit erforderlich, nachfolgend eingegangen.

II. Erwägungen

1. Der Bezirksgerichtspräsident ist gemäss Art. 8 Ziff. 1 des 
Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 
210.100) zuständig für den Schutz der Persönlichkeit sowie vorsorgliche 
Massnahmen im Sinne der Art. 28c ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs 
(ZGB; SR 210). Solche Entscheide können, wenn im EGzZGB nichts anderes 
angeordnet ist, innert zwanzig Tagen durch schriftlich begründeten Rekurs beim 
Einzelrichter am Kantonsgericht von Graubünden angefochten werden (Art. 12 
Abs. 1 EGzZGB). Im Übrigen gelten die Vorschriften der Zivilprozessordnung des 
Kantons Graubünden (ZPO; BR 320.000) über die Beschwerde wegen 
Gesetzesverletzung (Art. 232 ff. ZPO) sinngemäss. Hingegen ist der Einzelrichter 
in der Beweiswürdigung frei (Art. 12 Abs. 3 EGzZGB).

Der Rekurs von C. vom 6. Oktober 2010 gegen das Urteil des 
Bezirksgerichtspräsidiums Plessur vom 25. August 2010, mitgeteilt am 15. 

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September 2010, wurde frist- und formgerecht eingereicht, so dass darauf 
eingetreten werden kann.

2. Dem Antrag des Rekurrenten um aufschiebende Wirkung wurde mit 
Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 13. Oktober 2010 entsprochen 
und der Rekursgegnerin bis zum Erlass eines anderslautenden Entscheids 
superprovisorisch verboten, die Gegenstand des vorliegenden Rekurses 
bildenden Behauptungen in der Zeitschrift „B.“, auf E. oder in anderen von dieser 
herausgegebenen Publikationen zu veröffentlichen. Weitere Verfügungen in 
diesem Zusammenhang werden mit Zustellung des vorliegenden Entscheids 
obsolet.

3. Nicht angefochten und somit nicht Gegenstand des vorliegenden 
Rekursverfahrens bilden die von der Vorinstanz in teilweiser Gutheissung des 
Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen ausgesprochenen Verbote, 
wonach es der Rekursgegnerin unter Androhung gemäss Art. 292 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuchs (SR; 311.0) im Widerhandlungsfall untersagt 
ist, in der Zeitschrift „B.“, unter E. oder in einer anderen von ihr herausgegebenen 
Publikation als Verdacht zu behaupten, (a.) dass sich der Rekurrent oder eine 
seiner Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der Wertberichtigung 
eines Darlehens von Fr. 176.1 Mio. auf Fr. 10'000.--, dessen Übernahme durch die 
I. AG im Dezember 2006 gegenüber der J. AG und der buchhalterischen 
Erfassung dieses Vorgangs widerrechtlich verhalten hat und, (b.) dass sich der 
Rekurrent oder eine seiner Beteiligungsgesellschaften im Zusammenhang mit der 
B.ierung von Finanzanlagen über Fr. 224 Mio. in der von der Revisionsstelle K. am 
26. August 2008 testierten Bilanz der I. AG unrechtmässig verhalten hat.

4. Vorweg ist klarzustellen, dass die Vorinstanz entgegen den Ausführungen 
des Rekurrenten nicht festgehalten hat, dass die Rekursgegnerin mit der 
Publikation widerrechtlich gehandelt habe (S. 7 Ziff. 6.2 des Rekurses vom 6. 
Oktober 2010). Die Vorinstanz hat an von ihm zitierter Stelle lediglich die 
Bestimmung von Art. 28 Abs. 2 ZGB wiedergegeben, wonach die Rekursgegnerin 
mit der Publikation der drohenden Aussagen widerrechtlich handle, es sei denn 
der Rekurrent habe einem solchen Vorgehen zugestimmt, die fraglichen 
Äusserungen seien durch das Gesetz ausdrücklich zugelassen oder durch ein 
überwiegendes öffentliches oder privates Interesse gedeckt (S. 20 E. 5.a des 
angefochtenen Urteils).

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5.a. Der Rekurrent rügt zunächst die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wonach 
keine überwiegende Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, dass D. als Tatsache 
verbreiten werde, der Rekurrent habe sich unrechtmässig verhalten, als 
aktenwidrig. Diese Auffassung sei ferner geradezu naiv. Wer den ersten Artikel 
von D. lese - sei er nun rechtskundig oder rechtsunkundig -, werde unweigerlich 
den Schluss ziehen, der Rekurrent habe sich in der Vergangenheit rechtswidrig 
verhalten. Auch wenn dieses Verhalten nicht zu einer Verurteilung geführt habe, 
so ergebe sich die Tatsache der Begehung solcher Delikte aus dem Artikel in aller 
Deutlichkeit. Die Vorinstanz halte dafür, dass eine derartige Zuspitzung zulässig 
sei, weil der Journalist nicht selber behaupte, der Rekurrent habe Straftaten 
begangen, sondern diesen Schluss dem rechtskundigen Leser überlasse. Dieser 
Auffassung könne nicht gefolgt werden, weil der Journalist den Leser bewusst auf 
falsche Geleise führe und ihm eine Faktenbasis schaffe, aus der er den vom 
Journalisten gewollten Schluss ziehe. Das verlangte Publikationsverbot sei 
deshalb auch auf Tatsachen zu erstrecken. Es mache keinen Sinn, dass die 
Vorinstanz nur die Verbreitung des Verdachts, nicht aber die Verbreitung von 
Tatsachen verbiete. Denn wo es der Rekursgegnerin nicht gestattet sei, den 
Verdacht zu äussern, der Rekurrent habe sich widerrechtlich verhalten, müsse es 
ihr a fortiori auch untersagt sein, dasselbe den Lesern über den Gesamteindruck 
als Tatsache zu vermitteln.

Die Vorinstanz gelangte zur Auffassung, es sei davon auszugehen, dass der 
geplante Artikel in der Machart jenem vom 2. Juli 2010 ähneln werde, weil er von 
demselben Autor verfasst werde. Für den vorliegenden Fall müsse dies umso 
mehr gelten, als der Rekurrent die Rekursgegnerin als Arbeitgeberin des 
Verfassers des besagten Beitrags bereits vor Erscheinen des ersten B.-Artikels 
wegen dessen drohenden, persönlichkeitsverletzenden Charakter schriftlich 
abgemahnt und anschliessend Klage wegen Persönlichkeitsverletzung eingereicht 
habe. Gleichwohl hätten sie sich dazu entschlossen, einen zweiten Artikel über 
den Rekurrenten zu schreiben. Ein solches Verhalten lege nur jemand an den 
Tag, der von der Rechtmässigkeit seines Handelns überzeugt und nicht bereit sei, 
von seiner Position abzuweichen. Dies lasse darauf schliessen, dass der Autor, 
D., das Verhalten des Rekurrenten im geplanten Artikel einer ebenso kritischen 
Überprüfung unterziehen werde wie im ersten. In Bezug auf die im geplanten Text 
zu erwartenden Äusserungen sei festzuhalten, dass D. im erschienen Artikel nicht 
als Tatsache festgehalten habe, dass sich der Rekurrent im Zusammenhang mit 
den von ihm thematisierten Vorgängen strafbar gemacht habe. Er habe jedoch auf 
laufende Strafuntersuchungen hingewiesen und in diesem Zusammenhang den 

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Verdacht geäussert, dass der Rekurrent Straftaten begangen haben könnte. 
Ausserdem habe er die Rechtmässigkeit von Zahlungsflüssen und/oder deren 
korrekte Verbuchung bezweifelt. Mitunter sei er noch einen Schritt weitergegangen 
und habe Vorgänge geschildert, die für den rechtsunkundigen Leser ein 
strafrechtliches Verhalten des Rekurrenten implizierten. Er habe jedoch kein 
widerrechtliches Verhalten des Rekurrenten als Tatsache festgestellt, sondern 
diese Schlussfolgerung dem Leser überlassen. Für diesen gehe im Übrigen aus 
dem B.-Artikel klar hervor, dass der Rekurrent in der Vergangenheit noch nie 
strafrechtlich verurteilt worden sei und keiner seiner ehemaligen Geschäftspartner, 
insbesondere L., ein Urteil erwirkt hätten, in dem das Verhalten des Rekurrenten 
als widerrechtlich qualifiziert worden sei. Sodann gelte es zu berücksichtigen, dass 
der Rekurrent bereits wegen des ersten Artikels ein Verfahren wegen 
Persönlichkeitsverletzung eingeleitet habe, weshalb D. davon ausgehen müsse, 
dass er für jede seiner Formulierungen im geplanten Artikel zivil- und strafrechtlich 
zur Rechenschaft gezogen werde. Es sei daher zu erwarten, dass er den zweiten 
Artikel mit allergrösster Sorgfalt redigieren werde. Unter diesen Umständen 
erscheine es nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass er sich dazu hinreissen 
lassen werde, als Tatsache festzustellen, dass sich der Rekurrent in der 
Vergangenheit im Zusammenhang mit verschiedenen Geschäftsvorgängen 
widerrechtlich verhalten habe. Die Anträge, in denen der Rekurrent entsprechende 
Aussagen verbieten möchte, seien daher abzuweisen.

b. Art. 28 Abs. 1 ZGB gewährt dem in seiner Persönlichkeit widerrechtlich 
Verletzten Rechtsschutz. Eine Verletzung der Persönlichkeit liegt namentlich dann 
vor, wenn die Ehre einer Person beeinträchtigt wird, indem ihr berufliches oder 
gesellschaftliches Ansehen geschmälert wird. Ob eine Äusserung geeignet ist, 
dieses Ansehen herabzumildern, beurteilt sich objektiviert nach Massgabe eines 
Durchschnittslesers, wobei dies unter Würdigung der konkreten Umstände wie 
etwa des Rahmens der Presseäusserung zu erfolgen hat (BGE 127 III 481 E. 
2.b/aa S. 487 mit Hinweisen). Gemäss Art. 28c Abs. 1 ZGB kann, wer glaubhaft 
macht, dass er in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt ist oder eine solche 
Verletzung befürchten muss und dass ihm aus dieser Verletzung ein nicht leicht 
wiedergutzumachender Nachteil droht, die Anordnung vorsorglicher Massnahmen 
verlangen. Das Gericht kann insbesondere die Verletzung verbieten oder 
beseitigen (Art. 28c Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Für das Erwirken einer vorsorglichen 
Massnahme sieht das Gesetz ein blosses Glaubhaftmachen vor. Glaubhaft 
gemacht ist eine Tatsache schon dann, wenn für deren Vorhandensein gewisse 
Elemente sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, 

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dass sie sich nicht verwirklichen wird (Urteile des Bundesgerichts vom 25. Juli 
2007, 5P.303/2006, E. 7.2, und vom 21. Dezember 2006, 4P.222/2006, E. 2; BGE 
130 III 321 E. 3.3 S. 325).

c. Inwiefern die Auffassung der Vorinstanz aktenwidrig, ja geradezu naiv sein 
soll, ist nicht ersichtlich. Im Artikel vom 2. Juli 2010 wird darauf hingewiesen, dass 
die Abteilung Strafsachen und Untersuchungen (ASU) der Eidgenössischen 
Steuerverwaltung (ESTV) gegen den Rekurrenten ein Strafverfahren eingeleitet 
habe. „Es bestehe der begründete Verdacht, dass insbesondere ab Geschäftsjahr 
2003 durch das Verbuchen von geschäftsmässig nicht begründetem Aufwand, 
durch verdeckte Gewinnausschüttungen und durch die Begründung und 
Bilanzierung von Nonvaleurs fortgesetzte Hinterziehung grosser Steuerbeträge 
und/oder Steuerbetrug begangen sowie zu diesen Delikten Gehilfenschaft 
geleistet wurde“ (KB 4 S. 40 f.). Diesbezüglich wendete sich der Rekurrent bzw. 
die G. AG bereits einen Tag zuvor mit einer Medienmitteilung an die 
Wirtschafsredaktionen und wies die Vermutungen als haltlos zurück (BB 11). 
Sodann ist im Artikel die Rede davon, dass das Untersuchungsrichteramt Y. seit 
zwei Jahren gegen den Rekurrenten wegen des Verdachts der 
Urkundenfälschung, des Steuerbetrugs und weiterer Vermögensdelikte ermittle 
(KB 4 S. 41). Was die Angelegenheit mit dem WIR-Check anbelangt, so wird 
festgehalten, dass die Checkgeschichte im Oktober 2001 mit einem Vergleich 
geendet habe (KB 4 S. 43). Schliesslich geht der Artikel noch auf die 
Geschäftsbeziehung zwischen dem Rekurrenten und L. ein und erwähnt, dass L. 
versucht habe, Geldflüsse von mehr als Fr. 200 Mio. aufzuklären, deren Zweck 
nicht erkennbar gewesen sei. Er habe Strafanzeige bei der Z. Staatsanwaltschaft 
eingereicht und sei gescheitert; sodann habe er gegen die Revisoren geklagt. L. 
habe Unsummen für Prozesse ausgegeben, um zumindest seine Rechte und die 
der G. AG zu sichern, habe zuletzt aber aufgegeben und in einen 
Entflechtungsvertrag mit dem Rekurrenten eingewilligt (KB S. 45). An keiner Stelle 
wird seitens des Autors D. als Tatsache festgehalten, der Rekurrent habe sich in 
der Vergangenheit im Zusammenhang mit verschiedenen Geschäftsvorgängen 
widerrechtlich verhalten. Zudem wird sowohl dem rechtskundigen wie auch dem 
rechtsunkundigen Leser nach Lektüre des Artikels sehr wohl klar sein, dass der 
Rekurrent bis anhin noch nie strafrechtlich verurteilt worden ist und die jeweiligen 
laufenden Untersuchungen zwar auf begründeten Verdacht hin eingeleitet worden 
sind, jedoch noch nicht zum Abschluss gebracht wurden. Eine Äusserung, die 
hinreichend deutlich macht, dass einstweilen nur ein Verdacht oder eine 
Vermutung besteht, ist mithin zulässig (BGE 126 III 305 E. 4.b.aa S. 307). 

Seite  12 — 18

Entgegen den Ausführungen des Rekurrenten wird er in besagtem Artikel weder 
als Straftäter verurteilt noch findet eine (klare) Vorverurteilung statt. Damit ist es 
dem Rekurrenten nicht gelungen, glaubhaft zu machen, dass D. im zu 
erwartenden Artikel als Tatsache festhalten wird, er habe sich in der 
Vergangenheit im Zusammenhang mit verschiedenen Geschäftsvorgängen 
widerrechtlich verhalten. Die Vorinstanz hat die diesbezüglichen Anträge folglich 
zu Recht abgewiesen.

In diesem Zusammenhang gilt zu berücksichtigen - und dies scheint der Rekurrent 
zumindest phasenweise zu verkennen -, dass es im vorliegenden Verfahren 
lediglich um ein provisorisches Publikationsverbot im summarischen Verfahren 
geht und es nicht Sache des Gerichts ist, über eine allfällige 
Persönlichkeitsrechtsverletzung im ersten Artikel vom 2. Juli 2010 zu befinden. 
Diese Frage ist bereits Gegenstand zweier vor dem Bezirksgericht Z. hängiger 
Persönlichkeits- und Ehrverletzungsklagen. Der Artikel vom 2. Juli 2010 kann 
vorliegendenfalls einzig herangezogen werden, um aufgrund seiner Machart sowie 
gestützt auf den dem Rekurrenten zugestellten Fragekatalog (BB 10) den 
hypothetischen Inhalt des zukünftigen Artikels zu „ermitteln“, welcher dem 
Wortlaut nach nicht bekannt ist. Insofern hat sich das Gericht mit einer vorläufigen 
rechtlichen Würdigung zu begnügen, da es sonst der Entscheidung in der Sache 
vorgreifen würde (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 2010, 
4P.222/2006, E. 2).

6.a. Der Rekurrent macht weiter geltend, die bezirksgerichtliche Feststellung, 
wonach nicht auszuschliessen sei, dass L. vom Escrow-Verhältnis keine Kenntnis 
gehabt haben will und sich die Rekursgegnerin damit auf einen 
Rechtfertigungsgrund berufen könne, sei unbegreiflich. Der Bericht der 
Revisionsstelle zur Jahresrechnung 2005 weise explizit auf das Escrow-Verhältnis 
hin, so dass L. als damaliger Aktionär der G. AG davon Kenntnis gehabt haben 
müsse. Im Weiteren tauche das Escrow-Verhältnis auch im Revisionsbericht des 
Jahres 2006 nochmals auf. Darüber hinaus sei L. in der besagten Zeit 
einzelzeichnungsberechtigter Präsident des Verwaltungsrats der G. AG gewesen; 
als solcher habe er von den Revisionsberichten und damit auch vom Escrow-
Verhältnis mit Bestimmtheit Kenntnis gehabt. Die vorinstanzliche Auffassung, 
wonach das Gegenteil dennoch nicht vollkommen auszuschliessen sei, sei im 
Lichte dieser Fakten schlichtweg unbegreiflich. Eine Täuschung durch den 
Rekurrenten, wie sie die B. in ihrem Artikel darstellen wolle, sei angesichts dieser 
Aktenlage auszuschliessen und die Unwahrheit der Aussage der B. evident, 

Seite  13 — 18

weshalb sie sich dafür offensichtlich auf keinen Rechtfertigungsgrund stützen 
könne.

Die Vorinstanz hat hierzu festgehalten, es erscheine im Zusammenhang mit dem 
fraglichen Escrow-Verhältnis als überwiegend wahrscheinlich, dass die 
Rekursgegnerin im geplanten Artikel behaupten werde, dass L. davon keine 
Kenntnis gehabt habe. Aus dem Escrow-Vertrag vom 1. Mai 2005 zwischen der G. 
AG, vertreten durch den Rekurrenten, und F., Escrow Agent, gehe hervor, dass L. 
an diesem Vertrag nicht beteiligt gewesen sei. Dass er über dieses 
Rechtsgeschäft gleichwohl Kenntnis gehabt habe, sei zwar denkbar, zumal der 
Bericht der Revisionsstelle zuhanden der Generalversammlung zur 
Jahresrechnung 2005 auf die Absicht hinweise, ein solches einzugehen. Da das 
Gegenteil jedoch nicht offensichtlich ausgeschlossen sei, sei die Wahrheit der von 
der Rekursgegnerin behaupteten Tatsache mit der erforderlichen Sicherheit 
erstellt. Folglich seien die zu erwartenden Aussagen durch einen 
Rechtfertigungsgrund gedeckt.

b. Art. 28c Abs. 3 ZGB stellt für vorsorgliche Massnahmen gegen periodisch 
erscheinende Medien höhere Schranken auf. Der Gesetzgeber hat mit dieser 
Bestimmung dem Umstand Rechnung getragen, dass ohne zusätzliche 
Voraussetzungen eine weitgehend unmittelbare richterliche Vorzensur ermöglicht 
würde, die mithin in den Kernbereich der Medienfreiheit schneiden könnte, wird 
doch der betreffende Artikel vorerst schlechthin verboten. Deshalb hat der 
Gesetzgeber bei den vorsorglichen Massnahmen - soweit sie sich gegen 
periodisch erscheinende Medien richten - drei erschwerte Voraussetzungen 
aufgestellt. Vorzensur ist daher nur zulässig, wenn die Publikation einen 
besonders schweren Nachteil verursachen kann und dafür offensichtlich kein 
Rechtfertigungsgrund vorliegt. Zudem ist die verlangte vorsorgliche Massnahme 
sorgfältig am Verhältnismässigkeitprinzip zu messen (Nobel/Weber, Medienrecht, 
3. Aufl., Bern 2007, S. 229; Pedrazzini/Oberholzer, Grundriss des Personenrechts, 
4. Aufl, Bern 1993, S. 173 f.). Der Rechtfertigungsgrund muss im Sinne dieser 
Bestimmung offensichtlich fehlen, d.h. die Widerrechtlichkeit muss manifest und 
zweifelsfrei erwiesen sein. Hier genügt wiederum die Glaubhaftmachung eines 
Rechtfertigungsgrunds. Insbesondere kann nicht verlangt werden, dass der 
periodisch erscheinende Titel die Richtigkeit der umstrittenen Äusserung glaubhaft 
macht. Vielmehr genügt es, aufzuzeigen, dass die Behauptung nicht offenkundig 
falsch ist. Gelingt dies nicht, kann offensichtlich kein Rechtfertigungsgrund für die 
Publikation bestehen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn die verletzende 
Aussage klarerweise falsch ist oder gar nicht richtig sein kann (Meili, Basler 

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Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl., Basel 2006, N 6 zu Art. 28c ZGB; 
Nobel/Weber, a.a.O., S. 230).

c. Im Lichte dieser Ausführungen ist das vorinstanzliche Urteil auch in diesem 
Punkt nicht zu beanstanden. Aufgrund der Akten ist erstellt, dass L. am Escrow-
Vertrag vom 1. Mai 2005 nicht mitgewirkt hat. Dieser wurde einzig zwischen der G. 
AG, vertreten durch den Rekurrenten, und F. als Escrow-Agent geschlossen (BB 
12). Selbstredend belegt dieser Umstand allein nicht, dass L. von diesem 
Rechtsgeschäft tatsächlich keine Kenntnis hatte. Indessen liegen auch keine 
anderweitigen Dokumente im Recht, aufgrund welcher diese Behauptung als 
offenkundig falsch zu bezeichnen wäre. Insbesondere vermag der Bericht der 
Revisionsstelle an die Generalversammlung zur Jahresrechnung 2005 daran 
nichts zu ändern, datiert dieser doch vom 11. Dezember 2006 (KB 16), mithin rund 
1 ½ Jahre nach Unterzeichnung des Escrow-Vertrags. Unverständlich ist sodann 
die Aussage des Rekurrenten, wonach nicht vorstellbar sei, was er als Beleg für 
die Kenntnis von L. über den Escrow-Vertrag noch hätte produzieren können. Für 
den Fall, dass L. tatsächlich Kenntnis davon hatte, ist wohl davon auszugehen, 
dass er und der Rekurrent im Hinblick auf den Abschluss eines solchen 
Rechtsgeschäfts vorgängig in irgendeiner Weise miteinander korrespondiert 
hätten. Weiter kann davon ausgegangen werden, dass die Ergebnisse besagter 
Korrespondenzen in irgendeiner Form - E-Mail, Schreiben, Sitzungsprotokolle, 
Aktennotizen etc. - festgehalten worden und somit als Beleg für die zu 
beurteilende Frage geeignet und vorhanden wären. Derartige Belege sind 
indessen nicht aktenkundig. Die Rekursgegnerin hat somit rechtsgenüglich 
dargetan, dass die in diesem Zusammenhang zu erwartende Behauptung nicht 
offenkundig falsch ist und demnach ein Rechtfertigungsgrund vorliegt. Der Rekurs 
ist mithin auch in diesem Punkt unbegründet.

7.a. Weiter - so der Rekurrent - halte die Vorinstanz zwar fest, dass die 
vermeintlich detaillierten Informationen aus der vertrauensunwürdigen Quelle L. 
stammten, den offensichtlichen Schluss, dass Informationen aus unzuverlässigen 
Quellen grundsätzlich zu misstrauen sei, weil sie eben nicht wahr sein könnten, 
ziehe sie dagegen nicht. Stattdessen gestatte sie der Rekursgegnerin, 
persönlichkeitsverletzende Informationen aus vertrauensunwürdiger Quelle zu 
publizieren und auferlege dem Rekurrenten den Beweis dafür, dass die 
Informationen offensichtlich falsch seien.

Diesbezüglich gelangte die Vorinstanz zur Auffassung, dass zum Nachweis der 
übrigen Äusserungen zwar keine Beweismittel im Recht lägen, die 

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entsprechenden Behauptungen von D. indessen ausgesprochen detailliert seien. 
Dies lege den Schluss nahe, dass D. im Besitz der fraglichen Dokumente sei. Eine 
solche Annahme genüge im Allgemeinen, um die Richtigkeit der zu erwartenden 
Tatsachenbehauptungen nicht offensichtlich auszuschliessen. Allerdings gelte es 
vorliegend zu berücksichtigen, dass die Informationen der Rekursgegnerin, wenn 
nicht ausschliesslich, so doch massgeblich von L. stammten. Dies mahne zur 
Vorsicht, habe sich doch das einstmals freundschaftliche Verhältnis der beiden in 
den vergangenen Jahren in eine erbitterte Feindschaft verwandelt. Das Gericht 
komme daher nicht umhin, anzunehmen, dass L. die Rekursgegnerin selektiv 
informiere und ausschliesslich mit für den Rekurrenten belastenden Unterlagen 
bediene. Für den vorliegenden Fall müsse dies zur Folge haben, dass allein die 
substantiierte Behauptung der zur Publikation vorgesehenen Vorgänge nur 
genüge, wenn der Rekurrent die Unrichtigkeit der fraglichen 
Sachverhaltsdarstellungen mittels eines für ihn ohne weiteres greifbaren 
Beweismittels hätte beweisen können. Dies treffe zu für die in Frage gestellte 
Bonität des Escrow-Accounts, die behaupteten Überweisungen vom 25. April 
2005, die Gewährung und Einbuchung eines Darlehens über Fr. 10 Mio. für den 
Kauf von 58 % der Aktien des Kurhauses in der X. sowie für die Überweisung von 
Fr. 1.15 Mio. zu Gunsten des Betreibungs- und Konkursamtes Y., nicht jedoch für 
die in Ziffer 4 und 5 des Fragekatalogs behaupteten Unstimmigkeiten bei der 
Verbuchung eines Darlehens, da sich die Rekursgegnerin hierfür auf einen 
Jahresabschluss beziehe, dessen Existenz der Rekurrent bestreite. Abgesehen 
von diesem Fall sei demnach mit der erforderlichen Sicherheit erstellt, dass die 
von der Rekursgegnerin behaupteten Tatsachen wahr seien. Da die von ihr 
gestützt auf diesen Sachverhalt gezogenen Schlussfolgerungen überdies als 
vertretbar erscheinen würden, sei die hiermit verbundene 
Persönlichkeitsverletzung durch das Vorliegen eines Rechtfertigungsgrunds 
gedeckt.

b. Soweit der Rekurrent geltend macht, dass Informationen aus 
unzuverlässigen Quellen grundsätzlich zu misstrauen ist, weil sie nicht wahr sein 
könnten, ist er nicht zu hören. Zum einen ist im vorliegenden Fall nicht erstellt, 
dass es sich bei der Person L. um eine unzuverlässige Quelle handelt und zum 
anderen verkennt der Rekurrent die gesetzliche Konzeption von Art. 28c Abs. 3 
ZGB. Gestützt auf diese Bestimmung kann ein Gericht eine Verletzung durch 
periodisch erscheinende Medien nur dann vorsorglich verbieten, wenn 
offensichtlich kein Rechtfertigungsrund vorliegt. Wie bereits in E. 6.b ausgeführt, 
muss der Rechtfertigungsgrund im Sinne dieser Bestimmung offensichtlich fehlen, 

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d.h. die Widerrechtlichkeit muss manifest und zweifelsfrei erwiesen sein. Dabei 
genügt es, aufzuzeigen, dass die Behauptung nicht offenkundig falsch ist. Um ein 
vorsorgliches Publikationsverbot erwirken zu können, obliegt es somit dem 
Rekurrenten, den Beweis zu erbringen, dass die zu erwartende Behauptung 
offensichtlich falsch ist und demzufolge gerade kein Rechtfertigungsgrund vorliegt. 
Indem die Vorinstanz dem Rekurrenten eine dementsprechende Beweislast 
auferlegt hat, hat sie Art. 28c Abs. 3 ZGB nicht verletzt. Daran würde selbst dann 
nichts ändern, wenn die Informationen, die D. vorliegen, tatsächlich zu einem 
grossen Teil von L. stammten. Denn der alleinige Umstand, dass die ehemalige 
Freundschaft zwischen dem Rekurrenten und L. zwischenzeitlich in Feindschaft 
umgeschlagen ist, reicht nicht aus, um die von L. stammenden Informationen 
schlechterdings für offensichtlich falsch zu befinden. Selbst wenn L. ein 
persönliches Interesse daran hätte, den Rekurrenten in einem ungünstigen Licht 
erscheinen zu lassen und ihm damit zu schaden, so bedeutet dies nicht 
zwangsläufig, dass jegliche Informationen aus seinen Händen unwahr sind. Da es 
dem Rekurrenten vorliegend nicht gelungen ist, darzulegen, dass die zu 
erwartenden Behauptungen offensichtlich falsch sind, ist der Rekurs auch in 
diesem Punkt unbegründet.

Nach dem Gesagten erweist sich sodann auch die Rüge des Rekurrenten, 
wonach die Vorinstanz von ihm etwas nahezu Unmögliches fordere, indem sie von 
ihm verlange, die Unrichtigkeit bzw. die Unwahrheit einzelner Vorgänge mittels für 
ihn ohne weiteres greifbare Beweismittel darzulegen, als unbehelflich.

c. Was der Rekurrent schliesslich hinsichtlich der unnötig verletzenden 
Darstellung vorbringt, zielt ins Leere. Zum wiederholten Male nimmt er Bezug auf 
den ersten Artikel vom 2. Juli 2010, welcher - wie bereits erwähnt - nicht 
Gegenstand des vorliegenden Rekursverfahrens ist. Darüber, ob der betreffende 
Artikel unnötig verletzend ist und die Persönlichkeitsrechte des Rekurrenten 
verletzt hat, hat das Bezirksgericht Z. zu befinden. Unzutreffend ist sodann die 
Behauptung des Rekurrenten, wonach er in besagtem Artikel in aller Deutlichkeit 
als Straftäter dargestellt und klar vorverurteilt wird (vgl. E. 5.c hiervor). Wenn der 
Rekurrent weiter ausführt, die Äusserung, die „scharfe Einsatztruppe“ der ESTV 
habe noch keinen einzigen Fall eingestellt, zwinge den Leser zum Schluss, dass 
auch die Untersuchung gegen den Rekurrenten zweifelsfrei in einer Verurteilung 
münden werde, so kann ihm nicht zugestimmt werden. Dass die ASU bisher - wie 
dem Artikel zu entnehmen ist (KB 4 S. 43) - noch nie einen Fall eingestellt hat, 
bedeutet entgegen seiner Auffassung nämlich nicht zwangsläufig, dass alle 
Verfahren mit einer Verurteilung geendet haben, sondern lediglich, dass jeweils 

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Anklage erhoben worden ist. Folglich kann er auch daraus nichts zu seinen 
Gunsten herleiten.

8. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es dem Rekurrenten 
nicht gelungen ist, glaubhaft zu machen, dass D. im zu erwartenden Artikel als 
Tatsache behaupten wird, er habe sich in der Vergangenheit im Zusammenhang 
mit verschiedenen Geschäftsvorgängen widerrechtlich verhalten. Ebenso wenig 
vermochte er aufzuzeigen, dass die im geplanten Artikel zu erwartenden 
Äusserungen über den Rekurrenten offensichtlich falsch und damit durch keinen 
Rechtfertigungsgrund gedeckt sind. Das vorinstanzliche Urteil erweist sich 
demzufolge als rechtmässig und der Rekurs ist abzuweisen. Nicht zu beanstanden 
ist die von der Vorinstanz angesetzte Frist von 20 Tagen, um die 
Unterlassungsklage hinsichtlich der Verbote gemäss Ziffer 1.a und 1.b des 
Dispositivs des angefochtenen Urteils einzureichen (Art. 28e Abs. 2 ZGB).

9. Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird der Antrag der Rekursgegnerin 
auf Entziehung der superprovisorisch gewährten aufschiebenden Wirkung 
gegenstandslos. 

10. Der Rekurrent ist in der Hauptsache vollständig unterlegen und vermochte 
mit seinen Anträgen lediglich in untergeordneten Punkten wie der aufschiebenden 
Wirkung des Rekurses sowie der neuen Fristansetzung für die Einreichung der 
Unterlassungsklage durchzudringen. Bei diesem Ausgang rechtfertigt es sich, die 
Kosten des Rekursverfahrens vollumfänglich dem Rekurrenten aufzuerlegen (Art. 
12 Abs. 3 EGzZGB in Verbindung mit Art. 232 ff. ZPO und Art. 122 Abs. 1 ZPO). 
Dieser ist gestützt auf Art. 122 Abs. 2 ZPO überdies verpflichtet, der 
Rekursgegnerin alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten 
zu ersetzen. Mangels Einreichung einer Honorarnote ist die Höhe der 
Entschädigung nach richterlichem Ermessen festzusetzen. Angesichts des 
Aufwands sowie der rechtlichen Schwierigkeit des Falles erscheint vorliegend eine 
aussergerichtliche Entschädigung in Höhe von Fr. 2'000.-- (einschliesslich MWSt) 
als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Der Rekurs wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 2'500.-- (einschliesslich 
Schreibgebühr) gehen zu Lasten des Rekurrenten, welcher überdies die 
Rekursgegnerin mit Fr. 2'000.-- (einschliesslich MWSt) aussergerichtlich zu 
entschädigen hat.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an 
das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die 
Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: