# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8241ff03-455a-5c80-b398-b710630e6bf2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 18.08.2020 S 2019 102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2019-102_2020-08-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 19 102

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis, Audétat 

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 18. August 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Anja Müller-Gerteis,

Beschwerdeführerin

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

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Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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I. Sachverhalt:

1. A._____, verheiratet und Mutter eines Sohnes, ist gelernte Verkäuferin und 

war zuletzt ab dem 16. Juli 2011 bei der B._____ AG in einem Pensum von 

42 % erwerbstätig. Aufgrund von persistierenden Rückenschmerzen wurde 

ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 21. Dezember 2012 attestiert. 

Per 30. November 2013 wurde das Arbeitsverhältnis durch Kündigung sei-

tens der Arbeitgeberin aufgelöst.

2. Am 7. Februar 2013 erfolgte im C._____ eine Mikrodiskektomie bei extraf-

oraminaler Diskushernie L3/L4 rechts. Am 24. April 2013 wurde im selben 

Spital eine Re-Operation mit ELIF L3/L4 rechts durchgeführt. 

3. A._____ meldete sich am 3. Februar 2014 unter Hinweis auf eine Diskus-

hernie bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) 

zum Leistungsbezug an.

4. Am 25. Februar 2014 fand das Evaluationsgespräch statt. Dabei teilte 

A._____ insbesondere mit, dass sie sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor-

stellen könne, wieder zu arbeiten, zumal sie nicht lange stehen oder gehen 

könne. 

5. Am 12. August 2014 führte die IV-Stelle eine Haushaltsabklärung durch. Im 

entsprechenden Abklärungsbericht Haushalt vom 13./15. August 2014 

wurde die invaliditätsbedingte Einschränkung im Haushalt mit 3.85 % be-

wertet. Zudem bestätigte A._____ am 13. August 2014, dass sie ohne den 

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Gesundheitsschaden seit Juli 2011 im Verkauf in einem 40 bis 50%-Pen-

sum arbeiten würde. 

6. Am 5. Juni 2015 wurde in der D._____ in E._____ eine Rezessotomie L4/5 

rechts durchgeführt, wobei danach Schmerzen im Bereich des Iliosakral-

gelenks bestanden. 

7. Im Rahmen des am 27. Oktober 2015 durchgeführten Evaluationsge-

sprächs teilte A._____ insbesondere mit, dass die Frage, welche Tätigkei-

ten sie noch ausführen könne, schwierig zu beantworten sei, zumal sie le-

diglich ca. eine halbe bis eine Stunde lang sitzen und ca. zwei Stunden 

stehen könne. Danach seien die Schmerzen noch stärker. An einer Unter-

stützung im Hinblick auf ihre berufliche Eingliederung sei sie interessiert, 

jedoch erschwere ihre gesundheitliche Situation den Wiedereinstieg sehr. 

8. Anlässlich des Telefongesprächs vom 21. März 2016 informierte A._____ 

die IV-Stelle darüber, dass sie immer noch zu 100 % arbeitsunfähig und 

momentan auch keine Besserung in Sicht sei, so dass mit keiner Einglie-

derungsmassnahme gestartet werden könnte. 

9. Mit Mitteilung vom 21. April 2016 teilte die IV-Stelle A._____ mit, dass die 

Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde.

10. Am 5. und 9. Dezember 2016 wurde A._____ im Auftrag der IV-Stelle durch 

die Swiss Medical Assessment- and Business-Center (SMAB) AG polydis-

ziplinär (in den Fachdisziplinen Orthopädie/Trauma-tologie, Innere Medi-

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zin, Neurologie und Psychiatrie) begutachtet. Die SMAB-Experten hielten 

in ihrem Gutachten vom 6. Januar 2017 als Diagnose mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit ein persistierendes lumbospondylogenes Schmerzsyn-

drom der unteren Lendenwirbelsäule mit schmerzhafter Bewegungsein-

schränkung der Lendenwirbelsäule und bei Status nach mehrfachen Dis-

kushernienoperationen fest. Sie attestierten A._____ eine 100%ige Ar-

beitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin. Hingegen er-

achteten sie eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit als gegeben. 

11. Dr. med. F._____ vom Regionalen Ärztlichen Dienst Ostschweiz (RAD) 

hielt in seiner Abschlussbeurteilung vom 16. Januar 2017 fest, dass das 

Gutachten der SMAB AG vom 6. Januar 2017 in sich widerspruchsfrei sei 

und die medizinischen Schlussfolgerungen versicherungsmedizinisch 

plausibel nachvollziehbar seien. In der angestammten Tätigkeit als Verkäu-

ferin im Einzelhandel sei keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. Angepasst 

seien leichte, vorwiegend im Sitzen auszuübende, wechselbelastende 

Tätigkeiten ohne besonderen Zeitdruck, ohne Schichtdienst, ohne häufiges 

Bücken oder Knien sowie ohne Leiter- oder Gerüstesteigen. 

12. Mit Vorbescheid vom 15. März 2017 stellte die IV-Stelle A._____ die Ab-

weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht.  

13. Dagegen erhob A._____ am 11. April 2017 Einsprache (recte: Einwand), 

wobei sie die Stellungnahme ihres Hausarztes Dr. med. G._____ vom 24. 

März 2017 zum Vorbescheid sowie den Bericht von Dr. med. H._____, 

Facharzt FMH für Neurochirurgie, C._____, vom 5. April 2017 einreichte, 

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die namentlich darauf hinwiesen, dass weitere Abklärungen mit Blick auf 

eine erneute Operation am Rücken getätigt werden müssten.

14. Mit Verfügung vom 3. Juli 2017 verneinte die IV-Stelle einen Rentenan-

spruch bis zum 31. Dezember 2016. Für den Zeitraum ab Januar 2017 

wurde A._____ ein neuer Entscheid in Aussicht gestellt, da aufgrund einer 

bevorstehenden nochmaligen Operation an der Lendenwirbelsäule weitere 

Abklärungen vorzunehmen seien. Diese Verfügung erwuchs unangefoch-

ten in Rechtskraft.

15. Am 22. August 2017 wurden in der D._____ in E._____ eine Revisions-

Spondylodese L3/4 mit Neuinstrumentierung der Schrauben rechts TLIF 

L4/5 und eine Repositionsspondylodese L4/5 durchgeführt. Im gleichen-

tags verfassten Operationsbericht attestierte der Operateur Dr. med. 

I._____, Leitender Oberarzt Neurochirurgie/Wirbelsäulenchirurgie, 

A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die nächsten sechs Wochen. 

16. Im Bericht vom 2. Oktober 2017 über die gleichentags durchgeführte Kon-

sultation hielt Dr. med. I._____ fest, es liege ein erfreulicher postoperativer 

Verlauf mit einer deutlich schmerzgeminderten Patientin vor. Die Arbeits-

unfähigkeit von 100 % werde noch bis Ende Oktober 2017 aufrechterhal-

ten. Ab November 2017 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %.

17. Dr. med. I._____ berichtete am 27. November 2017 über die gleichentags 

erfolgte Konsultation erneut von einem erfreulichen postoperativen Verlauf 

mit einer quasi schmerzfreien Patientin. Er attestierte A._____ eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit. 

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18. Mit Vorbescheid vom 20. März 2018 stellte die IV-Stelle A._____ die Zu-

sprache einer befristeten Viertelsrente vom 1. Mai 2017 bis zum 28. Fe-

bruar 2018 in Aussicht. Für die Zeit danach verneinte sie einen Rentenan-

spruch. Dagegen liess A._____ am 28. März 2018 vorsorglich Einwand er-

heben. 

19. Am 3. April 2018 ging bei der IV-Stelle der Verlaufsbericht von Dr. med. 

G._____ vom 19. März 2018 ein. Darin wurde festgehalten, dass die gute 

Phase ab Oktober 2017 nur von kurzer Dauer gewesen sei. Die vorerst 

linksseitigen, nun zunehmend rechtsseitigen Schmerzen im Iliosakralge-

lenk mit pseudoradikulären Schmerzausstrahlungen rechts hätten seit De-

zember 2017 wieder zugenommen und hätten ab Anfang Januar 2018 wie-

der stark einschränkenden Charakter trotz Physiotherapie und Analgesie. 

Seit dem 1. Januar 2018 hätten die Schmerzen wieder invalidisierenden 

Charakter. Dr. med. G._____ attestierte A._____ eine 100%ige Arbeitsun-

fähigkeit ab dem 3. Januar 2018. 

20. Nach Eingang weiterer Arztberichte informierte die IV-Stelle A._____ am 

27. April 2018 darüber, dass auf den vorsorglichen Einwand eingetreten 

werde und weitere medizinische Abklärungen in die Wege geleitet würden. 

21. Am 24. Juli 2018 wurde A._____ im Auftrag der IV-Stelle erneut durch die 

SMAB AG polydisziplinär (in den Fachdisziplinen Orthopädie/Traumatolo-

gie, Neurologie und Innere Medizin) begutachtet. Die SMAB-Experten stell-

ten in ihrem Verlaufsgutachten vom 13. September 2018 folgende Diagno-

sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 1. Persistierendes lumbospon-

dylogenes Schmerzsyndrom der unteren Lendenwirbelsäule mit schmerz-

hafter Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule nach mehrfachen 

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Diskushernienoperationen und Rezidivoperationen sowie mit residuellem 

Wurzelreizsyndrom L5/S1 rechts; 2. Fachfremde Diagnose: Schwere de-

pressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2). Sie attes-

tierten A._____ eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 

als Verkäuferin. Die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 

wurde aufgrund der depressiven Symptomatik auf 30 % ab dem 17. April 

2018 festgesetzt. 

22. Mit Schreiben vom 30. November 2018 forderte die IV-Stelle A._____ auf, 

sich bei einem Psychiater vorzustellen. 

23. Am 21. März 2019 führte die IV-Stelle erneut eine Haushaltsabklärung 

durch, wobei A._____ auf dem vor Ort ausgefüllten Formular "Bestätigung 

der Erwerbstätigkeit bei Gesundheit" bestätigte, dass sie ohne den Ge-

sundheitsschaden seit Juli 2011 als Verkäuferin in einem 40 bis 50%-Pen-

sum erwerbstätig wäre. Im dazugehörigen Abklärungsbericht Haushalt vom 

28. März bzw. 10. April 2019 wurde keine invaliditätsbedingte Einschrän-

kung im Haushalt ermittelt. 

24. In ihrem Bericht vom 8. April 2019 über das am 11. Februar 2019 erfolgte 

Untersuchungsgespräch stellte Dr. med. J._____, Fachärztin für Psychia-

trie und Psychotherapie FMH, keine psychiatrische Diagnose. Sie hielt fest, 

dass A._____ aus psychiatrischer Sicht arbeitsfähig sei. 

25. In seiner Stellungnahme vom 18. April 2019 führte der RAD-Arzt Dr. med. 

F._____ aus, nach dem Wegfall der psychiatrischen Diagnose und in An-

betracht der Tatsache, dass das Verlaufsgutachten der SMAB AG vom 

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13. September 2018 keine Veränderungen der somatischen Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit im Vergleich zum Gutachten vom 6. Januar 2017 

ergeben habe, würden die Schlussfolgerungen der RAD-Abschluss-beur-

teilung vom 16. Januar 2017 gelten. 

26. Mit (den Vorbescheid vom 20. März 2018 ersetzendem) Vorbescheid vom 

3. Mai 2019 stellte die IV-Stelle A._____ die Zusprache einer auf die Zeit 

vom 1. Mai 2017 bis zum 28. Februar 2018 befristeten Viertelsrente in Aus-

sicht. Für die Zeit danach verneinte sie einen Rentenanspruch. Dagegen 

liess A._____ am 29. Mai 2019 Einwand erheben. 

27. Am 8. Juli 2019 verfügte die IV-Stelle wie vorbeschieden und sprach 

A._____ ab dem 1. Mai 2017 eine bis zum 28. Februar 2018 befristete Vier-

telsrente zu. Für die Zeit danach wurde ein Rentenanspruch verneint. 

28. Mit dagegen am 5. September 2019 erhobener Beschwerde beim Verwal-

tungsgericht des Kantons Graubünden beantragte A._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) neben der Aufhebung der Verfügung vom 8. Juli 

2019, ihr sei ab dem 1. Januar 2017 eine ganze Invalidenrente zuzuspre-

chen. Eventualiter sei in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes eine 

neue interdisziplinäre Begutachtung anzuordnen. Begründend führte die 

Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, dass weder das orthopädisch-

traumatologische noch das neurologische Teilgutachten konsistent und 

schlüssig sei, womit das polydisziplinäre SMAB-Gutachten vom 13. Sep-

tember 2018 insgesamt nicht beweiskräftig sei. Gleichzeitig reichte sie den 

Arztbericht von Dr. med. G._____ vom 29. August 2019 samt Schilderun-

gen ihres Ehemannes vom 22. Juli 2019 ein. 

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29. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Ver-

nehmlassung vom 25. September 2019 die Abweisung der Beschwerde 

und verwies zur Begründung primär auf die angefochtene Verfügung. Er-

gänzend hielt sie fest, dass die Beurteilungen in internistischer, orthopä-

disch-traumatologischer und neurologischer Hinsicht im SMAB-Gutachten 

vom 13. September 2018 sowie der psychiatrische Bericht von Dr. med. 

J._____ vom 8. April 2019 schlüssig und nachvollziehbar seien und durch 

die Vorbringen der Beschwerdeführerin und ihres Hausarztes nicht er-

schüttert würden. 

30. Am 3. Oktober 2019 hielt die Beschwerdeführerin replicando an ihren An-

trägen fest und vertiefte ihre Argumentation.

31. Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 10. Oktober 2019 auf das Einrei-

chen einer Duplik. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden vom 8. Juli 2019. Eine solche Anordnung, die 

laut Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort der 

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verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden als das örtlich und sachlich zuständige Versicherungsge-

richt angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie 

Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und materielle Verfügungs-

adressatin ist die Beschwerdeführerin von der angefochtenen Verfügung 

unmittelbar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-

hebung oder Änderung. Sie ist somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die Beschwerde wurde ausserdem 

frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 

und 2 ATSG, Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie Art. 61 

lit. b ATSG). Darauf ist somit einzutreten.

2. Soweit die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht sinngemäss eine Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs rügt, weil sich die Beschwerdegegnerin 

nicht bzw. nicht substanziiert mit ihren Einwänden – insbesondere jenem 

betreffend die Beweisuntauglichkeit eines Gutachtens in seiner Gänze bei 

Ausserachtlassung eines Teilgutachtens – auseinandergesetzt habe, ver-

mag sie nicht durchzudringen. Die Beschwerdegegnerin hat sich mit den 

geltend gemachten Vorbringen, insbesondere auch mit der Beweistauglich-

keit eines polydisziplinären Gutachtens bei Nichtberücksichtigung eines 

Teils davon, wenn auch in einer kurzen Begründung, auseinandergesetzt 

(vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 139 S. 4 ff.). Die Überlegun-

gen, von denen sich die Beschwerdegegnerin leiten liess, konnten daher 

im Kern nachvollzogen werden. Die Pflicht zur Entscheidbegründung be-

zweckt denn auch, dass sich die Betroffene über die Tragweite des Ent-

scheids Rechenschaft geben und diesen in voller Kenntnis der Sache an 

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die höhere Instanz weiterziehen kann, falls sie damit nicht einverstanden 

ist (BGE 142 III 433 E.4.3.2). Da vorliegend die Motive der Beschwerde-

gegnerin mit genügender Klarheit aus der angefochtenen Verfügung her-

vorgehen, war die Beschwerdeführerin denn auch in der Lage, den Ent-

scheid vom 8. Juli 2019 sachgerecht anzufechten. 

3. In materieller Hinsicht ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab 

dem 1. Januar 2017 streitig und zu prüfen. 

4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederher-

stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits-

unfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). 

4.2. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle 

oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu-

mutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumut-

bare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 

(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich blei-

bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-

keit. Sie kann im Bereich der Invalidenversicherung Folge von Geburtsge-

brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsun-

fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

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und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-

möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 

zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Fol-

gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 

nicht überwindbar ist (Satz 2).  

5.1. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie 

folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu min-

destens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf 

eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 

5.2. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 

Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Be-

stimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versi-

cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me-

dizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 

eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitslage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkom-

men). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, 

dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-

lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Ein-

kommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine 

Methode des Einkommensvergleichs; BGE 144 I 21 E.2.1, 142 V 290 E.4, 

141 V 15 E.3.2, 128 V 29 E.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_225/2019 vom 

11. September 2019 E.2). 

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5.3. Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche im Aufgabenbereich (z.B. 

Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 

zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abwei-

chung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig 

sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich; Art. 28a 

Abs. 2 IVG). 

5.4. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich 

im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen 

Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch 

im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 

28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätig-

keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 

Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 

der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode 

der Invaliditätsbemessung; Art. 28a Abs. 3 IVG). 

5.5. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder teilzeitig erwerbstätig oder 

als nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie 

bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche 

Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Aus-

mass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zu-

gemutet werden könnte, sondern im welchem Pensum sie hypothetisch er-

werbstätig wäre (BGE 133 V 504 E.3.3 mit Hinweisen; Urteile des Bundes-

gerichts 9C_157/2020 vom 18. Juni 2020 E.4.1.1, 9C_335/2012 vom 17. 

Juli 2012 E.3.1). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind 

die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse 

ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kin-

dern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 

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persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Für die hy-

pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er-

werbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 141 V 15 E.3.1, 137 

V 334 E.3.2, 125 V 146 E.2c, je mit Hinweisen).

6.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch 

bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Ver-

waltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, 

die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 

stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheits-

zustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 

ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 

die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Per-

son noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E.3.1 f., 132 V 93 

E.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_462/2014 vom 16. September 2014 

E.3.2.1).

6.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialver-

sicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 

Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung 

an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-

gen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach 

zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-

urteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es 

bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

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anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist dem-

nach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-

teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerun-

gen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 143 V 124 

E.2.2.2, 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). 

6.3. Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf be-

stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-

gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E.3b mit zahlreichen Hinweisen; 

vgl. dazu auch BGE 135 V 465 E.4.4 f.). So ist den im Rahmen des Ver-

waltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und 

-ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 

sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 

der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-

gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-

gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E.3b/bb 

mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_446/2019 vom 5. September 

2019 E.2.2). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Ge-

richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 

351 E.3b/cc). Sodann kommt auch den Berichten und Gutachten versiche-

rungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 

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nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 465 E.4.4, 125 V 

351 E.3b/ee, 122 V 157 E.1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_724/2011 vom 

23. Februar 2012 E.3.2).

7.1.1. Die Beschwerdegegnerin gab im Hinblick auf die Beurteilung des Renten-

anspruchs der Beschwerdeführerin bei der SMAB AG ein polydisziplinäres 

(Orthopädie/Traumatologie, Neurologie und Innere Medizin) Verlaufsgut-

achten in Auftrag, welches am 13. September 2018 erstattet wurde. Darin 

stellten die SMAB-Experten im Rahmen der Konsensbeurteilung folgende 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 1. Persistierendes lum-

bospondylogenes Schmerzsyndrom der unteren Lendenwirbelsäule mit 

schmerzhafter Bewegungseinschränkung der Lendenwirbelsäule, nach 

mehrfachen Diskushernienoperationen und Rezidivoperationen sowie mit 

residuellem Wurzelreizsyndrom L5/S1 rechts; 2. Fachfremde Diagnose: 

Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10: 

F32.2) (vgl. Bg-act. 112 S. 7). Im Rahmen der interdisziplinären Gesamt-

beurteilung kamen sie zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin in einer 

leidensangepassten Tätigkeit zu 30 % arbeitsfähig sei, wobei sich die Ein-

schränkungen ausschliesslich aufgrund der depressiven Symptomatik er-

geben würden (vgl. Bg-act. 112 S. 10). In Bezug auf den Verlauf des Ge-

sundheitszustandes und der Arbeitsunfähigkeit seit der Begutachtung vom 

Dezember 2016 wurde interdisziplinär ausgeführt, dass aufgrund der er-

neuten Operation am 22. August 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von drei Mo-

naten bis Ende November 2017 bestehe, so dass die aktuelle Einschätzung 

ab dem 1. Dezember 2017 gelte (vgl. Bg-act. 112 S. 11). In orthopädisch-

traumatologischer Hinsicht hielt Dr. med. K._____, Facharzt für Orthopädi-

sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, dass die 

Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig 

- 18 -

sei. Zumutbar seien ihr körperlich leichte Arbeiten, welche überwiegend im 

Sitzen stattfinden müssten mit der Möglichkeit von eigengewählten Positi-

onswechseln und zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen. 

Tätigkeiten unter besonderem Zeitdruck wie z.B. Akkord- oder Fliessband-

arbeit, mit Wechselschicht, mit häufigem Bücken oder Knien, mit Zwangs-

haltung der Wirbelsäule und auf Gerüsten oder Leitern seien der Beschwer-

deführerin hingegen nicht zumutbar. Zusätzliche betriebsunübliche Pausen 

seien nicht erforderlich (vgl. Bg-act. 112 S. 9 und S. 33). Zudem führte Dr. 

med. K._____ bezüglich der Beurteilung von Konsistenz und Plausibilität 

aus, wenn auch letztendlich vor dem Hintergrund der durchgeführten Dia-

gnostik und Operationen die Ursache der als sehr stark angegebenen 

Schmerzen der Lendenwirbelsäule nicht genau zu eruieren seien, so seien 

die Beschwerden in sich konsistent und hätten nachvollzogen und objekti-

viert werden können. Dies insbesondere bei konsistenten klinischen Unter-

suchungsbefunden und reproduzierbaren Funktionseinschränkungen und 

konsistenten Schmerzen. Die Muskulatur beidseits paravertebral sei erheb-

lich verspannt gewesen und es hätten sich konsistente Druckschmerzen 

der Lendenwirbelsäule sowie auch über dem Iliosakralgelenk gezeigt. Ins-

gesamt seien die Beschwerden reproduzierbar demonstriert worden und 

hätten nachvollzogen werden können. Auch das Verhalten der Beschwer-

deführerin in der Untersuchungssituation habe sich unruhig und schmerz-

geplagt mit der Notwendigkeit häufiger Positionswechsel gezeigt (vgl. Bg-

act. 112 S. 6 f., S. 9 f. und S. 31). In neurologischer Hinsicht hielt Dr. med. 

L._____, Facharzt für Neurologie, fest, dass sich ein unauffälliger Befund 

gegenüber der Vorbegutachtung ergebe. Die von der Beschwerdeführerin 

angegebenen Beschwerden hätten zwar objektiviert werden können, wür-

den sich jedoch nicht auf ihre Arbeitsfähigkeit auswirken. Aus neurologi-

scher Sicht sei sie in der Lage, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszu-

führen. Hierbei sollte ein regelmässiger Wechsel zwischen stehender, sit-

zender und gehender Tätigkeit ermöglicht werden. Arbeiten, bei denen Ko-

- 19 -

ordinationsleistungen des rechten Beines erforderlich seien (wie z.B. das 

Bedienen komplexer Maschinen), seien nicht mehr möglich (vgl. Bg-act. 

112 S. 7 ff. und S. 47 ff.). Schliesslich führte Dr. med. M._____, Facharzt 

für Allgemeine Innere Medizin, aus, dass aus internistischer Sicht keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. Bg-act. 112 S. 9 und S. 

62 ff.). 

7.1.2. Nachdem die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin aufgrund der 

im SMAB-Verlaufsgutachten vom 13. September 2018 diagnostizierten de-

pressiven Symptomatik mit Schreiben vom 30. November 2018 aufforderte, 

sich bei einem Psychiater vorzustellen (vgl. Bg-act. 114), reichte die Psych-

iaterin Dr. med. J._____ ihren Bericht vom 8. April 2019 bezüglich des Un-

tersuchungsgesprächs vom 11. Februar 2019 ein (vgl. Bg-act. 131). Darin 

wurde keine psychiatrische Diagnose gestellt. Die besagte Psychiaterin 

hielt vielmehr fest, dass die Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht 

arbeitsfähig sei und psychiatrischerseits keine Einschränkungen bestün-

den (vgl. Bg-act. 131 S. 3 ff.).

7.2. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 

8. Juli 2019 bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das 

polydisziplinäre SMAB-Verlaufsgutachten vom 13. September 2018 sowie 

den Bericht der Psychiaterin Dr. med. J._____ vom 8. April 2019. Sie ging 

demnach von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin 

vom 1. Mai 2017 (Konsultation in der D._____ in E._____ am 8. Mai 2017 

bezüglich eines weiteren operativen Eingriffs; vgl. Bg-act. 80) bis zum 30. 

November 2017 und von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % für leidensange-

passte Tätigkeiten ab dem 1. Dezember 2017 aus (vgl. Bg-act. 139 S. 3). 

Streitig ist vorliegend die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in adap-

tierter Tätigkeit, wobei insbesondere am orthopädisch-traumatologischen 

- 20 -

und am neurologischen Teilgutachten Kritik geübt wird. Diese Kritik vermag 

allerdings – wie nachfolgend aufgezeigt wird – nicht zu verfangen. 

7.3. Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, laut dem orthopädisch-

traumatologischen Teilgutachten seien die von ihr geschilderten und als 

sehr stark angegebenen Schmerzen der Lendenwirbelsäule in sich konsis-

tent, nachvollzieh- und objektivierbar. Zudem werde festgehalten, dass sich 

ihr Verhalten in der Untersuchungssituation unruhig und schmerzgeplagt 

gezeigt habe, mit der Notwendigkeit häufiger Positionswechsel. Mit dieser 

Beurteilung nicht in Übereinstimmung zu bringen sei dann aber die Ein-

schätzung, wonach eine optimal leidensangepasste Tätigkeit vollschichtig 

möglich sein solle. Wenn bei der eineinhalbstündigen Untersuchung, bei 

der die Möglichkeit des eigengewählten Positionswechsels jederzeit gege-

ben gewesen sei, keine physische Belastung bestanden habe und kein 

Leistungserfolg zu erbringen gewesen sei, bereits eine erhebliche 

Schmerzbelastung und Unruhe bestanden habe, sei nicht auszudenken, 

wie sie einen Acht-Stunden-Arbeitstag bewältigen können sollte. Eklatant 

sei die Inkonsistenz der Schlussfolgerung zur leidensadaptierten Tätigkeit, 

wenn noch die Fremdanamnese ihres Ehepartners und des behandelnden 

Hausarztes Dr. med. G._____ vom 29. August 2019 berücksichtigt werde. 

Die im orthopädisch-traumatologischen Teilgutachten erhobenen Befunde 

würden hier bestätigt und insoweit ergänzt, als dass die Momentaufnahme 

der Untersuchung den alltäglichen Dauerzustand der Beschwerdeführerin 

darstelle. Aufgrund der fehlenden Fremdanamnese sei das besagte Teil-

gutachten nicht beweiswertig.

7.4. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin hat eine fehlende Frem-

danamnese keinen Einfluss auf die Beweiskraft eines Gutachtens. Nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Notwendigkeit der Einho-

- 21 -

lung einer Fremdanamnese in erster Linie eine Frage des medizinischen 

Ermessens (Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2018 E.5.2.2 mit Hinweis). 

Offensichtlich erachtete der orthopädisch-traumatologische Teilgutachter 

Dr. med. K._____ eine Fremdanamnese für nicht erforderlich (vgl. Bg-act. 

112 S. 29). Im Übrigen erstattete er sein Teilgutachten in Kenntnis der Vor-

akten und damit auch der Einschätzungen des Hausarztes Dr. med. 

G._____, insbesondere seines Verlaufberichts vom 19. März 2018 (vgl. Bg-

act. 112 S. 13 ff. und S. 21 ff.). Soweit die Beschwerdeführerin (sinn-

gemäss) darauf hinweist, dass zwischen ihrem Hausarzt Dr. med. G._____ 

und dem besagten Teilgutachter hinsichtlich der erhobenen Befunde Einig-

keit bestehe, nicht jedoch bezüglich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, 

ist festzuhalten, dass es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauf-

trag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungs-

auftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits nicht 

zulässt, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen 

und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen ge-

langen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beur-

teilung aufdrängt, weil diese wichtige – und nicht rein subjektiver Interpre-

tation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung uner-

kannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 

8C_317/2019 vom 30. September 2019 E.2.3 mit Hinweis). Vorliegend ist 

nicht ersichtlich, dass solche Aspekte im orthopädisch-traumatologischen 

Teilgutachten nicht gewürdigt worden wären. Die gutachterliche Einschät-

zung von Dr. med. K._____ (100%ige Arbeitsfähigkeit in körperlich leichten, 

überwiegend sitzenden Tätigkeiten mit der Möglichkeit von eigengewählten 

Positionswechseln und zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Ge-

hen, keine Tätigkeiten unter besonderem Zeitdruck wie z.B. Akkord- oder 

Fliessbandarbeit, keine Tätigkeiten mit Wechselschicht, kein häufiges Bü-

cken oder Knien, keine Zwangshaltung der Wirbelsäule und keine Tätigkei-

- 22 -

ten auf Gerüsten oder Leitern; vgl. vorstehend E.7.1.1) ist nachvollziehbar 

und erfolgte in umfassender Diskussion der Befunde und Ressourcen so-

wie unter Einbezug einer Konsistenz- und Plausibilitätsprüfung (vgl. Bg-act. 

112 S. 25 ff.), weshalb sie nicht zu beanstanden ist. 

7.5. Bereits im SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 wurde in orthopädisch- 

traumatologischer Hinsicht festgehalten, die auch nach der Operation im 

Juni 2015 persistierenden Schmerzen seien in sich konsistent und hätten 

nachvollzogen und objektiviert werden können, auch wenn die Ursachen 

der als sehr stark angegebenen Schmerzen der Lendenwirbelsäule nicht 

genau hätten eruiert werden können. Dies insbesondere bei konsistenten 

klinischen Untersuchungsbefunden sowie reproduzierbaren Funktionsein-

schränkungen und konsistenten Schmerzen. Die Muskulatur beidseits pa-

ravertebral sei erheblich verspannt gewesen und es hätten sich konsistente 

Druckschmerzen der Lendenwirbelsäule, aber auch über dem Iliosakralge-

lenk, gezeigt. Insgesamt seien die Beschwerden reproduzierbar demons-

triert worden und hätten nachvollzogen werden können. Auch das Verhal-

ten der Beschwerdeführerin in der Untersuchungssituation sei unruhig und 

schmerzgeplagt gewesen, mit der Notwendigkeit häufiger Positionswech-

sel (vgl. Bg-act. 68 S. 17 und S. 36). Vergleichbare Befunde lassen sich 

dem SMAB-Verlaufsgutachten vom 13. September 2018 entnehmen (vgl. 

Bg-act. 112 S. 6 f., S. 9 f. und S. 29 ff.). Gestützt auf diese Befunde wurde 

im SMAB-Gutachten vom 6. Januar 2017 des Weiteren ausgeführt, die bis-

her ausgeübte Tätigkeit als Verkäuferin im Einzelhandel könne aus or-

thopädischer und polydisziplinärer Sicht nicht mehr verrichtet werden. Da-

gegen sei eine optimal leidensangepasste Tätigkeit vollschichtig, d.h. im 

Pensum von 100 %, möglich. Die festgestellten Gesundheitsstörungen 

könnten nicht, auch nicht in ihrer Gesamtheit und die subjektive Beschwer-

desymptomatik stark mitberücksichtigend, eine untervollschichtige Er-

- 23 -

werbstätigkeit in optimal leidensadaptierter Tätigkeit argumentieren (recte: 

begründen) (vgl. Bg-act. 68 S. 17, S. 19 und S. 36). Zum selben Schluss 

gelangte man auch im SMAB-Verlaufsgutachten vom 13. September 2018 

(vgl. Bg-act. 112 S. 32 f.). Insofern kann nicht von einem Widerspruch zwi-

schen den als nachvollzieh- und objektivierbar erachteten Schmerzen in 

der Lendenwirbelsäule und der Arbeitsfähigkeitseinschätzung einer voll-

schichtigen Erwerbsfähigkeit in optimal adaptierter Tätigkeit gesprochen 

werden. Vielmehr flossen diese Befunde genauso wie die als stark bezeich-

neten Schmerzangaben der Beschwerdeführerin in die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit in orthopädisch-traumatologischer 

Sicht ein bzw. die erwerblichen Auswirkungen in qualitativer Hinsicht wur-

den gestützt darauf und in Würdigung derselben festgelegt. 

7.6. Der Hausarzt Dr. med. G._____ benennt in seinem Bericht vom 29. August 

2019 eine – im Vergleich zum Vorjahr – aufgetretene leichte bis mittel-

schwere reaktive Depression im Rahmen der chronischen Schmerzen (vgl. 

beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 3 S. 1). Soweit er damit eine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustandes geltend machen will, ist dem 

entgegenzuhalten, dass die Beschwerdeführerin selbst dezidiert der Auf-

fassung ist, an keinen psychischen Beschwerden mit Krankheitswert zu lei-

den. Insoweit sieht sie sich denn auch im Bericht der Psychiaterin Dr. med. 

J._____ bestätigt und weist lediglich auf Stimmungsschwankungen hin 

(vgl. Bf-act. 3 S. 3; vgl. ferner Bg-act. 121 und 142 S. 33). Zudem geht mit 

Blick auf die in der Beschwerde geltend gemachten kognitiven Beeinträch-

tigungen (vgl. Beschwerde vom 5. September 2019 Ziff. 26) aus dem Be-

richt von Dr. med. G._____ vom 29. August 2019 hervor, dass die 

Schmerzmedikation zur Linderung dieser Nebenbeschwerden (Vergess-

lichkeit) umgestellt wurde (vgl. Bf-act. 3 S. 2). Soweit Dr. med. G._____ 

sodann die Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der Beschwerdefüh-

- 24 -

rerin anzuzweifeln scheint (vgl. Bf-act. 3 S. 2), ist festzuhalten, dass nicht 

gesagt werden kann, die der Beschwerdeführerin noch zumutbare Tätigkeit 

sei nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kenne. Vielmehr umfasst das hier anwendbare 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 

Art) typischerweise leichte, wechselbelastende Tätigkeiten. Ausserdem 

kann auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit einem sozialen Entgegen-

kommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden (Urteil des Bun-

desgerichts 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E.2.2.1 mit Hinweis). Mit Blick 

auf die mit der Beschwerde beigebrachten Schilderungen des Ehemannes 

vom 22. Juli 2019 ist schliesslich hinzuzufügen, dass das SMAB-Verlaufs-

gutachten vom 13. September 2018 unter Berücksichtigung der von der 

Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden ergangen ist (vgl. Bg-act. 112 

S. 6 f., S. 23, S. 42 f. und S. 55). 

7.7. Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, auch im Rahmen des neurologi-

schen Teilgutachtens sei keine Fremdanamnese durchgeführt worden. Zu-

dem habe der neurologische Teilgutachter sie nicht entsprechend dem Be-

gutachtungsauftrag neurologisch exploriert, sondern vielmehr lediglich 

psychiatrisch. Im Ergebnis sei damit keine neurologische Anamneseerhe-

bung erfolgt. Neurologische Tests seien auch nicht durchgeführt worden, 

obwohl solche, insbesondere im Hinblick auf den Bericht der D._____ vom 

6. April 2018, in welchem eine neurologische Abklärung zur Frage nach 

akuten Denervierungszeichen in der von L5 resp. L4 oder L3 versorgten 

Kernmuskulatur auf der rechten Seite verlangt worden sei, angezeigt ge-

wesen wären. Es sei schleierhaft, wie der Teilgutachter zu seinen Ergeb-

nissen in neurologischer Hinsicht gefunden habe. Sodann sei das Teilgut-

achten in seinen Feststellungen und den getroffenen Schlussfolgerungen 

bereits in sich nicht konsistent. Einerseits werde neurologisch eine volle 

- 25 -

Arbeitsfähigkeit auch in der bisherigen Tätigkeit angenommen, anderseits 

werde aber festgestellt, dass die Beschwerdeführerin lediglich in der Lage 

sei, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten auszuführen, wobei ein regelmäs-

siger Wechsel zwischen stehender, sitzender und gehender Tätigkeit er-

möglicht werden sollte. Dieser offene Widerspruch werde nicht diskutiert. 

Vielmehr konzentriere sich das neurologische Teilgutachten fachfremd und 

ohne Begutachtungsauftrag und damit fehlerhaft auf die angeblichen 

psychiatrischen Befunde. Insgesamt betrachtet sei damit das neurologi-

sche Teilgutachten gänzlich untauglich, so dass eine neue Exploration zu 

erfolgen habe. 

7.8. Soweit die Beschwerdeführerin auch in Bezug auf das neurologische Teil-

gutachten auf die fehlende Fremdanamnese hinweist, kann auf das in Er-

wägung 7.4 Gesagte verwiesen werden (vgl. ferner Bg-act. 112 S. 46). Zu-

dem ist es zutreffend, dass der neurologische Teilgutachter Dr. med. 

L._____, der auch Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist (vgl. Bg-

act. 112 S. 51), bei der Beschwerdeführerin eine schwere depressive Epi-

sode ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2) diagnostizierte (vgl. 

Bg-act. 112 S. 46), obwohl der Begutachtungsauftrag der Beschwerdegeg-

nerin keine psychiatrische Abklärung umfasste (vgl. Bg-act. 104 S. 1, 105 

S. 1, 108 S. 1, 109 S. 1 und 110 S. 1). Im Rahmen der nachfolgenden 

psychiatrischen Untersuchung vom 11. Februar 2019 wurde dann aber das 

Vorliegen einer psychiatrischen Diagnose durch Dr. med. J._____ verneint 

(vgl. Bg-act. 131 S. 3 ff.). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt 

und auch dem neurologischen Teilgutachten entnommen werden kann, hat 

Dr. med. L._____ – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – sowohl 

eine neurologische Anamnese erhoben (vgl. Bg-act. 112 S. 42 ff.) als auch 

eine neurologische Befunderhebung durchgeführt (vgl. Bg-act. 112 S. 44 

ff.), wobei er – wie die Beschwerdegegnerin ebenfalls zu Recht festhält – 

das sensible Defizit im Dermatom L5 und S1 rechts mit schmerzhaften Be-

wegungseinschränkungen feststellte (vgl. Bg-act. 112 S. 45). Hinsichtlich 

- 26 -

des von der Beschwerdeführerin erwähnten Berichts der D._____ vom 6. 

April 2018, worin festgehalten wurde, eine klare Ursache für die persistie-

renden Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in das rechte Bein habe nicht 

gefunden werden können (vgl. Bg-act. 97), ist ferner darauf hinzuweisen, 

dass die in der Folge durch den Hausarzt Dr. med. G._____ veranlasste 

neurologische Abklärung bei Dr. med. N._____, Facharzt FMH für Neuro-

logie, am 16. April 2018 keine Hinweise auf Schädigungen der motorischen 

Wurzeln im Bereich L3-S1 rechts ergab (vgl. Bg-act. 102; vgl. ferner Bg-

act. 112 S. 31 und S. 40 f.). Insgesamt ist damit die Schlussfolgerung des 

Teilgutachters Dr. med. L._____, wonach aus neurologischer Sicht keine 

Veränderung des vorbestehenden Befundes (SMAB-Gutachten vom 6. Ja-

nuar 2017) gegeben sei (vgl. Bg-act. 112 S. 46 ff.), nachvollziehbar und 

schlüssig. Das neurologische Teilgutachten ist voll beweiswertig, weshalb 

weitere Abklärungen nicht erforderlich sind. 

7.9. Die Beschwerdeführerin stellt einen inneren Widerspruch im neurologi-

schen Teilgutachten fest zwischen der darin ausgewiesenen vollen Arbeits-

fähigkeit auch in der bisherigen Tätigkeit (vgl. Bg-act. 112 S. 48 f.) und dem 

Umstand, dass ihr nur noch leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit regel-

mässigem Wechsel zwischen Stehen, Sitzen und Gehen möglich sein sol-

len (vgl. Bg-act. 112 S. 47). Abgesehen davon, dass hier kein offener Wi-

derspruch vorliegt, der die Zuverlässigkeit des neurologischen Teilgutach-

tens in Frage zu stellen vermag, ist letztlich für die Invaliditätsbemessung 

ohnehin die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit massgeblich (vgl. nach-

stehend Erwägung 8.1 ff.). 

7.10. Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, dass das polydiszi-

plinäre SMAB-Verlaufsgutachten vom 13. September 2018 auch insgesamt 

beweisuntauglich sei, zumal sowohl dem federführenden orthopädisch-

- 27 -

traumatologischen als auch dem neurologischen Teilgutachten der Beweis-

wert aberkannt werden müsse. Eine Konsensbeurteilung, die sich auf un-

schlüssige und inkonsistente Teilgutachten stütze, könne keinen Bestand 

haben. Die in der angefochtenen Verfügung genannte Rechtsprechung zur 

Beweisuntauglichkeit (recte: Beweistauglichkeit) eines polydisziplinären 

Gutachtens bei Nichtberücksichtigung eines Teilgutachtens sei damit vor-

liegend nicht einschlägig. 

7.11. Da die Beurteilungen in orthopädisch-traumatologischer sowie neurologi-

scher Hinsicht – wie vorstehend bereits dargelegt – schlüssig und nachvoll-

ziehbar sind und das internistische Teilgutachten nicht konkret kritisiert 

wurde, überzeugt die in der Konsensbeurteilung der SMAB-Experten ent-

haltene Arbeitsfähigkeitsschätzung in somatischer Hinsicht (vgl. Bg-act. 

112 S. 10). Damit ist dem SMAB-Verlaufsgutachten vom 13. September 

2018 hinsichtlich des somatischen Gesundheitszustandes der Beschwer-

deführerin volle Beweiskraft zuzuerkennen. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin führt die Nichtberücksichtigung eines Teils eines poly-

disziplinären Gutachtens nicht zur Beweisuntauglichkeit des Gutachtens in 

seiner Gänze. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung verletzt 

nämlich das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten Art. 43 Abs. 1 

ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten der Beweiswert 

abgesprochen und ein anderes Fachgutachten eingeholt wird. Denn letzt-

lich beurteilt sich die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, 

stets anhand des konkreten Einzelfalles bzw. danach, ob sich gestützt auf 

die Expertise die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht 

(BGE 143 V 124 E.2.2.4, Urteil des Bundesgerichts 9C_687/2011 vom 8. 

Februar 2012 E.3.2.2). Dies ist hier in Anbetracht der schlüssigen Beurtei-

lungen in orthopädisch-traumatologischer, neurologischer und internisti-

scher Hinsicht im erwähnten SMAB-Verlaufsgutachten sowie mit Blick auf 

- 28 -

den schlüssigen psychiatrischen Bericht von Dr. med. J._____ vom 8. April 

2019 der Fall. Insofern ist die von der Beschwerdegegnerin gestützt darauf 

festgestellte Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 1. Mai 2017 bis zum 30. No-

vember 2017 bzw. 100%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ei-

ner leidensangepassten Tätigkeit ab dem 1. Dezember 2017 nicht zu be-

anstanden (vgl. Bg-act. 139 S. 3). Bei dieser Sachlage kann auf die even-

tualiter beantragte Anordnung einer neuen interdisziplinären Begutachtung 

in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 136 I 229 E.5.3, 

134 I 140 E.5.3, Urteile des Bundesgerichts 9C_216/2020 vom 8. Juli 2020 

E.3.2, 9C_339/2017 vom 19. Juni 2017 E.2.3). 

8.1. Zu prüfen bleibt die Bemessung des Invaliditätsgrades. In der angefochte-

nen Verfügung vom 8. Juli 2019 ermittelte die Beschwerdegegnerin den 

Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin anhand der gemischten Methode 

der Invaliditätsbemessung nach Art. 28a Abs. 3 IVG. Dabei ging sie davon 

aus, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde zu 45 % als Verkäuferin 

erwerbstätig und zu 55 % im Haushalt beschäftigt wäre (vgl. Bg-act. 139 S. 

2 f.). Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin sowohl am 

13. August 2014 als auch am 21. März 2019 erklärte, dass sie ohne den 

Gesundheitsschaden seit Juli 2011 ihre gelernte Tätigkeit als Verkäuferin 

in einem Pensum von 40 bis 50 % ausüben würde (vgl. Bg-act. 34 und 

130). Dasselbe kann den Abklärungsberichten Haushalt vom 13./15. Au-

gust 2014 und 28. März bzw. 10. April 2019 entnommen werden (vgl. Bg-

act. 35 S. 8 sowie 132 S. 3 und S. 7). Somit ist als Zwischenergebnis fest-

zuhalten, dass die angefochtene Verfügung sowohl bezüglich der Beurtei-

lung der Statusfrage und der damit zusammenhängenden Methodenwahl 

als auch hinsichtlich der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit (45 %) 

und der Haushalttätigkeit (55 %) nicht zu beanstanden ist und von der Be-

schwerdeführerin denn auch nicht in Frage gestellt wird.  

- 29 -

8.2.1. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die ver-

sicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als gesunde Per-

son tatsächlich verdienen würde. Dabei wird in der Regel am zuletzt erziel-

ten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-

gepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 

322 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 9C_109/2020 vom 17. November 

2020 E.2.2.2, 8C_367/2018 vom 25. September 2018 E.4.2). Ist es nicht 

möglich, zur Bestimmung des Valideneinkommens vom zuletzt vor Invali-

ditätseintritt erzielten Lohn auszugehen oder liegen keine konkreten An-

haltspunkte für dessen Bestimmung vor, dann ist auf Erfahrungs- und 

Durchschnittswerte, insbesondere auf die vom Bundesamt für Statistik pe-

riodisch herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 

zurückzugreifen (MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX, Rechtspre-

chung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl., E._____/Basel/Genf 2014, 

Art. 28a Rz. 55 f.). Eine solche Konstellation liegt etwa vor, wenn ein kon-

kreter Lohn nicht eruierbar ist, weil keine aussagekräftigen, verwertbaren 

Lohnangaben zu früheren Tätigkeiten vorliegen, wenn die versicherte Per-

son seit längerem keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt hat, wenn sie zur-

zeit des Invaliditätseintritts arbeitslos gewesen ist oder wenn sie die bishe-

rige Stelle bis zum Rentenbeginn – beispielsweise aus wirtschaftlichen 

Gründen – ohnehin, d.h. auch dann verloren hätte, wenn sie gesund ge-

blieben wäre (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 

18 78 vom 20. August 2019 E.10.3.1 mit Hinweis). 

8.2.2. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtspre-

chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel-

- 30 -

cher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invali-

dität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Ar-

beitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr ver-

bleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und er-

scheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen 

und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 

als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesund-

heitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Er-

werbstätigkeit aufgenommen hat, so sind für die Bemessung des Invaliden-

einkommens die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen (BGE 135 V 297 E.5.2; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_260/2020 vom 2. Juli 2020 E.4.2.1, 

8C_228/2017 vom 14. Juni 2017 E.2.2). Die Rechtsprechung wendet dabei 

in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1 (Monatlicher Brut-

tolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des 

Arbeitsplatzes und Geschlecht – Privater Sektor), Zeile "Total", an. Biswei-

len wird aber auch auf Löhne einzelner Sektoren (Sektor 2 "Produktion" 

oder 3 "Dienstleistungen") oder gar einzelner Branchen abgestellt, wenn 

dies als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerbli-

chen Verwertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen. 

Dies geschieht namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädi-

gung lange Zeit in diesem Bereich tätig gewesen sind und bei denen eine 

Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (Urteile des Bundesge-

richts 8C_260/2020 vom 2. Juli 2020 E.4.2.1, 8C_457/2017 vom 11. Okto-

ber 2017 E.6.2, 8C_910/2013 vom 15. Mai 2014 E.3.1.2.1). 

8.3. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen unter Bei-

zug der LSE-Tabellenlöhne ermittelt (vgl. Bg-act. 139 S. 3). Dieses Vorge-

hen ist nicht zu beanstanden, da die Beschwerdeführerin seit längerem 

- 31 -

nicht mehr berufstätig ist und der Auszug aus ihrem individuellen Konto für 

sich allein keine verlässliche Grundlage zur Ermittlung des Valideneinkom-

mens darstellt (vgl. Bg-act. 10). Zudem wird diese Vorgehensweise auch 

von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht in Frage gestellt. Demnach be-

lief sich der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) bei einer wöchentlichen Ar-

beitszeit von 40 Stunden für praktische Tätigkeiten (Kompetenzniveau 2) 

gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2014 im Wirtschaftszweig 47 "Detailhan-

del" bei Frauen im Jahr 2014 auf CHF 4'380.-- (vgl. Bg-act. 91 S. 2). Auf 

der Basis einer üblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochen-

stunden und unter Berücksichtigung der Lohnentwicklung im Jahr 2015 von 

0.3674 %, im Jahr 2016 von 0.6761 % und in den Jahren 2017 und 2018 

von je 1 % (vgl. Bg-act. 91 S. 1) ergibt sich somit bei einem Pensum von 

45 % ein Valideneinkommen per 2018 von rund CHF 25'416.-- 

(CHF 4'380.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.003674 x 1.006761 x 1.01 x 1.01 x 0.45) 

(vgl. Bg-act. 91 S. 1 und 139 S. 3). 

8.4. Da die Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsschadens unbe-

strittenermassen keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist nicht zu be-

anstanden, wenn die Beschwerdegegnerin für die Berechnung des Invali-

deneinkommens auf die LSE 2014, Zentralwert aller Wirtschaftszweige, 

Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher 

Art), Frauen, und damit auf ein monatliches Bruttoeinkommen von CHF 

4'300.-- abgestellt hat (vgl. Bg-act. 91 S. 1 f.), was auf der Basis einer übli-

chen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden und unter 

Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung in den Jahren 2015 bis 2018 

sowie einer Leistungsfähigkeit von 45 % zu einem Invalideneinkommen per 

2018 von rund CHF 24'952.-- (CHF 4'300.-- x 12 : 40 x 41.7 x 1.003674 x 

1.006761 x 1.01 x 1.01 x 0.45) führt (vgl. Bg-act. 91 S. 1 und 139 S. 3). 

- 32 -

8.5. Obwohl die Beschwerdegegnerin im Rahmen der am 21. März 2019 durch-

geführten Haushaltsabklärung eine Einschränkung im Haushaltsbereich 

von 0 % feststellte, ging sie in der angefochtenen Verfügung vom 8. Juli 

2019 zugunsten der Beschwerdeführerin weiterhin von der anlässlich der 

Haushaltsabklärung vom 12. August 2014 ermittelten Einschränkung von 

3.85 % aus (vgl. Bg-act. 35 S. 7, 132 S. 6, 139 S. 2 f. und 142 S. 39). 

Soweit die Beschwerdeführerin die im Haushalt festgestellte Einschrän-

kung von 3.85 % pauschal kritisiert, indem sie aufzählt, was ihr nicht mehr 

möglich sein soll (vgl. Bf-act. 3 S. 3), ist ihr entgegenzuhalten, dass einige 

dieser Einschränkungen bereits im Abklärungsbericht Haushalt vom 

13./15. August 2014 berücksichtigt worden sind (z.B. erhöhter Zeitbedarf 

bei der Ernährung, der Wohnungspflege sowie bei der Wäsche und Klei-

derpflege [vgl. Bg-act. 35 S. 6]). Sodann ist sie darauf hinzuweisen, dass 

im Bereich der Haushaltsführung der Mitwirkungs- und Schadenminde-

rungspflicht grosses Gewicht zukommt. Lebt die versicherte Person mit An-

gehörigen im gleichen Haushalt, kann von diesen Hilfe im Haushalt verlangt 

werden, und zwar in einem Mass, das über das im Gesundheitsfalle übli-

cherweise zu Erwartende hinausgeht (BGE 133 V 504 E.4.2 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts I 1013/06 vom 9. November 2007 E.7.2). Dieje-

nigen Haushaltsarbeiten, welche die Beschwerdeführerin nicht mehr erle-

digen kann, können somit von ihrem Ehemann übernommen werden (z.B. 

Hilfe beim Heben schwerer Pfannen, Beziehen der Betten etc. [vgl. Bg-act. 

35 S. 6]), ohne dass dadurch – auch neben dessen Berufstätigkeit – eine 

nicht mehr tragbare Belastung bestünde. Insofern erweist sich die berück-

sichtigte Einschränkung im Haushaltsbereich von gesamthaft 3.85 % als 

nachvollziehbar. 

8.6. Somit resultieren in Anwendung des alten Berechnungsmodells der ge-

mischten Methode folgende Invaliditätsgrade:

- 33 -

Einkommensvergleich (2018 / 100%ige Arbeitsunfähigkeit von Mai bis Ende November 2017):

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung CHF 25'416.--

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung CHF 0.--

Erwerbseinbusse CHF 25'416.--

Einschränkung 100 %

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Erwerb 45 % 100 % 45 %

Haushalt 55 % 3.85 % 2.12 %

Invaliditätsgrad 47.12 %

Einkommensvergleich (2018 / 100%ige Arbeitsfähigkeit angepasst ab 1. Dezember 2017):

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung CHF 25'416.--

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung CHF 24'952.--

Erwerbseinbusse CHF 464.--

Einschränkung 1.83 % 

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Erwerb 45 % 1.83 % 0.82 %

Haushalt 55 % 3.85 % 2.12 %

Invaliditätsgrad 2.94 %

Gestützt auf diese Darstellung ergibt sich im konkreten Fall ein Gesamtin-

validitätsgrad von gerundet 47.12 % ab dem 1. Mai 2017 bzw. 2.94 % ab 

dem 1. Dezember 2017. Demnach hat die Beschwerdeführerin für die Zeit 

- 34 -

vom 1. Mai 2017 bis zum 28. Februar 2018 (Berücksichtigung der dreimo-

natigen Wartefrist gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invali-

denversicherung [IVV; SR 831.201]) Anspruch auf eine Viertelsrente und 

ab dem 1. März 2018 mangels eines rentenrelevanten Invaliditätsgrades 

keinen Rentenanspruch (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Selbst wenn ein grosszü-

giger Leidensabzug von 20 % gewährt würde, was von der Beschwerde-

führerin weder im Einsprache- noch im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

thematisiert wurde, würde ab dem 1. Dezember 2017 ein rentenausschlies-

sender Invaliditätsgrad von 11.78 % resultieren:

Einkommensvergleich (2018 / 100%ige Arbeitsfähigkeit angepasst ab 1. Dezember 2017):

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung CHF 25'416.--

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung CHF 19'962.--

Erwerbseinbusse CHF 5'454.--

Einschränkung 21.46 % 

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Erwerb 45 % 21.46 % 9.66 %

Haushalt 55 % 3.85 % 2.12 %

Invaliditätsgrad 11.78 %

8.7. Im Rahmen der am 1. Dezember 2017 beschlossenen IVV-Änderung (in 

Kraft seit dem 1. Januar 2018) wurde für Teilerwerbstätige, die sich zusätz-

lich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, in Art. 27bis Abs. 2-4 IVV ein 

neues Berechnungsmodell statuiert (vgl. AS 2017 7581 f.). Auch bei der 

neuen Regelung wird der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit 

weiterhin nach Art. 16 ATSG berechnet. Hingegen wird seit dem 1. Januar 

2018 das Valideneinkommen auf eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit 

- 35 -

hochgerechnet. Die Festlegung des Invalideneinkommens erfolgt wie bis 

anhin. Die letztlich berechnete prozentuale Erwerbseinbusse wird anhand 

des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid ge-

worden wäre, gewichtet. Der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung 

im Aufgabenbereich wird weiterhin durch einen Betätigungsvergleich nach 

Art. 28a Abs. 2 IVG bestimmt. Wie bei versicherten Personen, die vollstän-

dig im Aufgabenbereich tätig sind, wird für die Bemessung der Invalidität 

ermittelt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen. Die so erhaltene Einschränkung wird gemäss dem neben der 

Erwerbstätigkeit verbleibenden Anteil gewichtet. Die Gesamtinvalidität er-

gibt sich weiterhin aus der Addition der beiden gewichteten Teilinvaliditäten 

(LEUENBERGER/MAURO, Änderungen bei der gemischten Methode, in: 

CHSS Nr. 1 [2018], S. 40, S. 45; vgl. ferner Kreisschreiben über die Invali-

dität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Ja-

nuar 2015, Stand: 1. Januar 2020, S. 81 ff.). Wie die Beschwerdegegnerin 

in der angefochtenen Verfügung vom 8. Juli 2019 zu Recht festhält, ist der 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2018 auch bei 

Anwendung der am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Berechnungsme-

thode zu verneinen: 

Einkommensvergleich (2018 / 100%ige Arbeitsfähigkeit angepasst ab 1. Dezember 2017):

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung CHF 56'480.--

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung CHF 24'952.--

Erwerbseinbusse CHF 31'528.--

Einschränkung 55.82 %

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Erwerb 45 % 55.82 % 25.12 %

Haushalt 55 % 3.85 % 2.12 %

- 36 -

Invaliditätsgrad 27.24 %

Selbst bei Gewährung eines grosszügigen Leidensabzugs von 20 % würde 

nach der neuen Berechnungsmethode kein Rentenanspruch ab dem 

1. März 2018 entstehen:

Einkommensvergleich (2018 / 100%ige Arbeitsfähigkeit angepasst ab 1. Dezember 2017):

Einkommen ohne gesundheitliche Einschränkung CHF 56'480.--

Einkommen mit gesundheitlicher Einschränkung CHF 19'962.--

Erwerbseinbusse: CHF 36'518.--

Einschränkung 64.66 %

Tätigkeit Anteil Einschränkung Teilinvaliditätsgrad

Erwerb 45 % 64.66 % 29.10 %

Haushalt 55 % 3.85 % 2.12 %

Invaliditätsgrad 31.22 %

9. Im Ergebnis erweist sich die angefochtene Verfügung vom 8. Juli 2019 als 

rechtens, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erho-

benen Beschwerde vom 5. September 2019 führt.

10. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten 

um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversi-

cherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die 

Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-

wert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des 

Ausgangs des Beschwerdeverfahrens rechtfertigt es sich vorliegend, der 

unterliegenden Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG die 

- 37 -

Gerichtskosten von CHF 700.-- zu überbinden. Der obsiegenden Be-

schwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g ATSG 

e contrario).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.-- gehen zulasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]