# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7d9e6b9-82e2-5c56-977c-55d5f69ecb09
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 13.07.2017 S 2017 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2017-6_2017-07-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 6

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Gross

URTEIL

vom 13. Juli 2017

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. HSG Andrea Cantieni,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Martin Schmid,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. A._____ meldete der B._____ am 10. Dezember 2014 (Datum Eingang 

bei B._____; Bagatellunfall-Meldung selbst ist nicht datiert) einen Unfall, 

wonach er am 13. Oktober 2014 eine Autodachbox aufgeladen bzw. 

montiert und sich dabei am rechten Ellenbogen verletzt habe. Im 

Fragebogen zum Ereignis gab A._____ am 20. Januar 2016 an, die 

Verletzung „Beim Aufladen der Dachbox auf das Autodach“ zugezogen zu 

haben. Er führte weiter aus: „Die Dachbox befand sich noch nicht in der 

dafür vorgesehenen Führung, ich musste die Box etwas nachschieben. 

Dabei gab es einen Knall in meinem Ellbogen. Ich wusste die 

Bizepssehne war im Zentrum des Geschehenen.“ Und weiter: „Die 

Beschwerden waren sofort spürbar. Bei einem Riss oder Teilriss einer 

Sehne ist die Belastung nur noch in einem geringen Mass möglich, so 

auch bei mir.“ Im Rahmen einer telefonischen Rücksprache mit einer 

Sachbearbeiterin der B._____ gab A._____ am 21. Januar 2016 an, er 

habe die maximal 10 kg schwere Material-Dachbox von hinten auf sein 

Auto gehoben und nach vorne geschoben, um diese korrekt zu arretieren. 

Mit dem rechten Arm habe er die Box ein wenig angehoben, dabei seien 

die Sehnen des Ellenbogens gerissen. Er würde regelmässig bis zu 100 

kg heben und sei deshalb selber erstaunt, dass diese gleich gerissen 

seien.

2. Am 20. August 2015 wurde im Diagnose Zentrum Belmont eine Magnet-

resonanztomographie (MRI) des Ellenbogens rechts erstellt. In seiner 

Beurteilung führte der Radiologe Dr. med. C._____ aus: "Im Rahmen 

einer chronischen Tendinopathie der distalen Bizepssehne Partialruptur 

derselben Höhe der Tuberositas radii mit begleitender lokoregionaler 

Synovitis. Enthesiopathie im Insertionsbereich der Estensorensehne mit 

Partialriss. Moderater Gelenkerguss. Vd auf ein Plica humeroradialis-

Syndrom."

3. Im Abklärungsbericht von Dr.med. D._____ und Prof. Dr. med. E._____ 

des Kantonsspitals St. Gallen wurde die Diagnose einer distalen Bizeps-

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sehne Partialruptur rechts gestellt. Die empfohlene operative Refixierung 

der distalen Bizepssehne erfolgte am 8. Juni 2016. 

4. Im Arztzeugnis vom 6. Februar 2016 diagnostizierte Dr. med. F._____ – 

welcher am 4. November 2014 die Erstbehandlung von A._____ 

vorgenommen hatte – eine Partialruptur der distalen Bizepssehne rechts.

5. Nach formloser Ablehnung einer Leistungspflicht am 25. Februar 2016, da 

weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege, 

bestätigte die B._____ auf Verlangen von A._____ mit Verfügung vom 5. 

Oktober 2016 ihren Standpunkt, wonach weder die Voraussetzungen 

eines Unfalls noch einer unfallähnlichen Körperschädigung gegeben 

seien. Eine dagegen erhobene Einsprache wies die B._____ mit 

Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2016 ab.

6. Dagegen erhob A._____ (Beschwerdeführer) am 11. Januar 2017 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den 

Begehren um Aufhebung des angefochtenen Entscheids und 

Verpflichtung der B._____, für die Folgen des Unfalls vom 13. Oktober 

2014 die Leistungen gemäss UVG zu erbringen. Eventuell sei noch ein 

Gutachten zur Abklärung der Unfallkausalität einzuholen. Zur Kausalität 

wurde vorgebracht, dass aufgrund der Beurteilung des Kantonsspitals St. 

Gallen die natürliche Kausalität zwischen dem Ereignis vom 13. Oktober 

2014 und der partialen Bizepssehnenruptur gegeben sei. Die Ruptur sei 

nicht auf eine degenerative Erkrankung zurückzuführen. Vorzustände 

seien bei beruflichen Überkopfarbeiten und bei Sportlern regelmässig 

anzutreffen. Der Beschwerdeführer sei passionierter Sportler. Die 

B._____ habe die vollen Heilungskosten zu übernehmen, da diese nach 

Art. 36 UVG nicht gekürzt werden könnten, auch wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise eine Unfallfolge sei. Sollte das 

Gericht anderer Auffassung sein, sei noch ein gerichtliches medizinisches 

Gutachten einzuholen. Zum Unfallhergang sei davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer die Dachbox bei aufgestütztem Ellenbogen 

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ruckartig angehoben und sie kurz auf der Handfläche ausbalanciert habe, 

um sie in die Verankerung zu bringen. Der Beschwerdeführer habe immer 

angegeben, dass die Verletzung beim Hochheben und Verschieben der 

Dachbox eingetreten sei. Er habe nie einen neuen, mit den bisherigen 

Schilderungen unvereinbaren Sachverhalt hinzugefügt. Die späteren 

Aussagen zeichneten sich durch einen höheren Detaillierungsgrad aus. 

Die B._____ habe den Sachverhalt und den Ereignisablauf nicht 

rechtsgenüglich abgeklärt. Zur unfallähnlichen Körperschädigung wurde 

geltend gemacht, dass ein ruckartiges Anheben und Ausbalancieren der 

Dachbox mit aufgestütztem Ellenbogen ein sinnfälliges Ereignis darstelle. 

Es liege auch keine krankheits- oder degenerativ bedingte 

Gesundheitsschädigung vor. Das ruckartige Anheben und Ausbalancieren 

der schweren Dachbox mit aufgelegtem Ellenbogen sei zudem eine 

physiologische Beanspruchung des Armes, die erheblich über dem 

Normalen liege und der deshalb auch ein gesteigertes Gefahrenpotential 

innewohne. Selbst wenn das Aufladen der Dachbox mit aufgelegtem 

Ellenbogen eine alltägliche Verrichtung sei, sei diese durch das ruckartige 

Anheben und Ausbalancieren bei aufgestütztem Ellenbogen 

unkontrollierbar geworden. Das sinnfällige Ereignis liege nicht im Gewicht 

der Dachbox, sondern im Zusammenspiel des ruckartigen Anhebens, 

Ausbalancierens bei abgestütztem Ellenbogen und der dadurch 

entstandenen ungünstigen Hebelwirkung. Die in Frage stehenden 

körpereigenen Bewegungen seien in ihrer Gesamtheit als ein Geschehen 

zu qualifizieren. Vorliegend habe dem Geschehen in seiner Gesamtheit 

ein gesteigertes Gefährdungspotential mit programmwidrigem Ablauf 

innegewohnt. Die Leistungspflicht der B._____ sei daher zu bejahen.

7. In der Beschwerdeantwort beantragte die B._____ (Beschwerdegegnerin) 

die Abweisung der Beschwerde. Zur Prüfung der Frage, ob ein 

sinnfälliges Ereignis vorliege, seien die differierenden 

Sachverhaltsdarstellungen zu würdigen. Es sei dabei auf die Aussagen 

der ersten Stunde abzustellen. Massgebend seien somit die Angaben in 

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der Unfallmeldung, im Fragebogen und gegenüber dem fallführenden 

Mitarbeiter. Diese beinhalteten keine Angaben einer unkoordinierten 

Bewegung. In der Einsprache und der Beschwerde sei der Hergang nicht 

bloss präzisiert, sondern verändert geschildert worden. Der Sachverhalt 

sei genügend abgeklärt. Das Anheben einer Dachbox von maximal 10 kg 

auf ein Autodach, um diese in die Führungsschiene zu heben, sei für eine 

Person, die gewohnt sei, schwere Lasten zu tragen, eine alltägliche 

Lebensverrichtung. In dieser Handlung liege kein gesteigertes 

Gefährdungspotential. Gemäss Beurteilung der MRI-Untersuchung durch 

Dr. med. C._____ sei eine Partialruptur der Sehne im Rahmen einer 

chronischen Tendinopathie (degenerative Erkrankung) der Bizepssehne 

erfolgt. Das ruckartige Anheben und Ausbalancieren der Dachbox sei erst 

in der Einsprache erstmals vorgebracht worden. Dies entspreche nicht 

der massgeblichen Aussage der ersten Stunde. Die Ärzte des 

Kantonsspitals St. Gallen äusserten sich nicht zur Kausalität, sondern 

gäben nur die Angaben des Beschwerdeführers wieder.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 8. Dezember 2016. Gegen solche 

Entscheide kann nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in dem die versicherte 

Person zur Zeit der Beschwerdeführung Wohnsitz hat. Der 

Beschwerdeführer wohnt in der bündnerischen Gemeinde X._____, womit 

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das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurteilung der 

vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist. Dessen sachliche und 

funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 

2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die 

Beurteilung dieser Beschwerde zu bejahen. Als formeller und materieller 

Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer davon berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse 

an dessen gerichtlicher Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Seine 

Beschwerdelegitimation ist deshalb zu bejahen. Auf die zudem frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist folglich einzutreten (Art. 1 UVG 

i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. a ATSG).

b) Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungspflicht 

für das Ereignis vom 13. Oktober 2014 zu Recht verneint hat. Die 

Parteien sind sich zumindest darin einig, dass dieses Ereignis nicht als 

'Unfall' im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 4 ATSG zu qualifizieren 

ist (vgl. zum Unfallbegriff; Urteil des Bundesgerichts 8C_783/2013 vom 

10. April 2014 E.4.2). Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin fällt 

deshalb vorliegend nur in Betracht, wenn sich der Beschwerdeführer am 

13. Oktober 2014 eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 

6 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 9 Abs. 2 der Verordnung zum 

Unfallversicherungsgesetz (UVV; SR 832.202) zugezogen hat. Gerade 

dies ist hier strittig geblieben und somit nachfolgend zu prüfen und zu 

entscheiden.

c) Zum anwendbaren Recht ist klarzustellen, dass seit dem 1. Januar 2017 

neu die revidierten Bestimmungen des Unfallversicherungsgesetzes 

(Änderung vom 25. September 2015) in Kraft getreten sind; darunter auch 

Art. 6 Abs. 2 UVG sowie der gleichermassen revidierte Art. 9 Abs. 2 UVV. 

Nach Art. 118 Abs. 1 UVG (Übergangsbestimmungen) werden die 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser 

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revidierten Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die 

vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht 

gewährt. Da das strittige Ereignis vom 13. Oktober 2014 lange vor dem 

Inkrafttreten der neuen Vorschriften am 1. Januar 2017 eingetreten ist, 

sind vorliegend weiterhin die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Art. 6 

Abs, 2 UVG und Art. 9 Abs. 2 UVV massgebend. 

2. Bei unfallähnlichen Körperschädigungen gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG i.V.m. 

Art. 9 Abs. 2 UVV müssen zur Begründung der Leistungspflicht (mit 

Ausnahme der Ungewöhnlichkeit) alle übrigen Tatbestandsmerkmale des 

Unfalls erfüllt sein (BGE 129 V 466 E. 2.2; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 80 ff. m.w.H.). Besondere Bedeutung 

kommt dabei der Voraussetzung des äusseren schädigenden Faktors zu, 

d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, 

sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalls (BGE 129 V 466 E.4.1, 1. 

Absatz). Die schädigende äussere Einwirkung kann in einer 

körpereigenen Bewegung bestehen (BGE 129 V 466 E.4.1, 2. Absatz). 

Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein äusserer schädigender 

Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht gegeben ist, 

wenn die versicherte Person nur das erstmalige Auftreten von Schmerzen 

in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (BGE 129 V 466 E.4.2.1). Nicht 

erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors auch, wenn 

das erstmalige Auftreten der Schmerzen mit einer blossen 

Lebensverrichtung einhergeht, welche die versicherte Person zu 

beschreiben in der Lage ist. Vielmehr wird für die Bejahung eines 

äusseren auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors 

immer ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses gesteigertes 

Gefährdungspotential innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum 

einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allgemein 

gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 

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sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit 

beträchtlichem Schädigungspotential ist zudem zu bejahten, wenn die in 

Frage stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch 

normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, 

insbesondere seiner Gliedmassen, gleichkommt. Deshalb fallen 

einschiessende Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach Art. 9 

Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei der Vornahme einer 

alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass dazu ein davon 

unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Erfüllt ist das Erfordernis 

des äusseren schädigenden Faktors demgegenüber bei Änderungen der 

Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu 

körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen 

Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei 

einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewordenen 

Positionsänderung (BGE 129 V 466 E.4.2.3). Erforderlich für die 

Bejahung eines äusseren Faktors ist ein gesteigertes 

Schädigungspotential, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten 

Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der 

Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Elementes (BGE 

139 V 327 E.3.3.1, = Pra 102 [2013] Nr. 101, 129 V 466 E.4.3; SZS 2014 

S. 540; Urteil des Bundesgerichtes 8C_ 147/2014 vom 16. Juli 2014 

E.2.4; und die nachfolgenden wegleitenden Entscheide, in welchen eine 

unfallähnliche Körperschädigung verneint wurde: Heben einer schweren 

Kiste mit Ruptur der Supraspinatussehne: Urteil des Bundesgerichts 

8C_482/2015 vom 19. August 2015 E.3; Heben von Gewichten in 

unergonomischer Haltung: Urteil des Bundesgerichts 8C_705/2012 vom 

17. Januar 2013; Wurfbewegung mit 20 kg Gewicht: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_665/2010 vom 10. Januar 2011; Beim Heben einer 15 

kg Bücherkiste Schulter verrenkt: Urteil des Bundesgerichts 8C_867/2009 

vom 17. März 2010 E.3.1 und 3.3; Rucksack abziehen: Urteil des 

Bundesgerichts 8C_696/2009 vom 12. November 2009; Getränkepakete 

von 9 kg rüsten, worauf Schulterverletzung: Urteil des Bundegerichts 

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8C_319/2009; Heben eines gepackten Reisekoffers [20 kg schwer]: Urteil 

des Bundesgerichts 8C_656/2008 vom 13. Februar 2009). Im Lichte 

dieser Vorgaben wird auch im konkreten Fall zu entscheiden sein, ob ein 

äusseres schädigendes Ereignis bejaht werden kann oder zu verneinen 

ist (vgl. E.4.a-c, hiernach).

3. a) Um zu beurteilen, ob ein Ereignis eine unfallähnliche Körperschädigung 

darstellt, ist vorweg festzulegen, wie sich das Geschehen (Unfallhergang) 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. Die Umstände des als 

Unfall gemeldeten Ereignisses sind von der versicherten Person glaubhaft 

zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über das konkrete 

Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht 

werden, aufgrund derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich 

über die Tatumstände ein klares Bild zu machen und diese in objektiver 

Weise abzuschätzen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art 6 S. 29 m.w.H.; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1).   

b) Vorliegend ist in sachverhaltlicher Hinsicht unbestritten und anhand der 

bei den Akten liegenden Unterlagen ohne Weiteres verifizierbar, dass die 

Schilderung des Ereignisses vom 13. Oktober 2014 durch den 

Beschwerdeführer in der Bagatellunfall-Meldung UVG (selbst undatiert; 

Eingang bei Beschwerdegegnerin am 10. Dezember 2014), im 

Fragebogen vom 20. Januar 2016 und gemäss der am Telefon einer 

Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin am 21. Januar 2016 erteilten 

Auskunft von derjenigen in der Einsprache vom 27. Oktober 2016 (mit 

Begründung vom 8. November 2016) sowie in der Beschwerde vom 11. 

Januar 2017 abweicht. Im Wesentlichen unterscheiden sich die 

Schilderungen hinsichtlich des auslösenden Faktors bzw. der Ursache für 

die eingetretenen Schmerzen am rechten Ellenbogengelenk.

 In der Bagatellunfall-Meldung UVG (undatiert; Eingang bei Beschwerdegegnerin am 
10. Dezember 2014) gab der Beschwerdeführer zum Unfalldatum "13.10.2014", zum 

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Unfallort "Geschäft" und zum Unfallhergang "Dachbox aufgeladen" an 
(beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1).

 Im Fragebogen vom 20. Januar 2016 zum Ereignis vom 13. Oktober 2014 führte der 
Beschwerdeführer auf die Frage, wie sich der Unfall im Detail zugetragen habe, aus: 
"Beim Aufladen der Dachbox auf das Autodach. Die Dachbox befand sich noch nicht 
in der dafür vorgesehenen Führung, ich musste die Box etwas nachschieben. Dabei 
gab es einen Knall in meinem Ellenbogen. Ich wusste die Bizepssehne war im 
Zentrum des Geschehenen. Die Beschwerden waren sofort spürbar. Bei einem Riss 
oder Teilriss einer Sehne ist die Belastung nur noch in einem geringen Mass 
möglich, so auch bei mir." (Bg-act. 2 S.1-2).  

 Gemäss Telefonnotiz der fallführenden Sachbearbeiterin der Beschwerdegegnerin 
vom 21. Januar 2016 schilderte ihr der Beschwerdeführer den Unfallhergang wie 
folgt: Der Versicherte habe die max. 10 kg schwere (leere) Material-Dachbox von 
hinten auf sein Auto gehoben. Nun musste er die Box ein Stück nach vorne 
schieben, um diese korrekt zu arretieren. Um die Box nach vorne zu schieben, 
benutzte er seinen rechten Arm als Hebelwirkung zwischen Auto und Box. Mit dem 
rechten Arm hob er die Box ein wenig, dabei Riss der Sehnen des Ellenbogens. Der 
Versicherte würde regelmässig bis zu 100 kg heben und sei deshalb selber erstaunt, 
dass diese (Sehne) gleich riss (Bg-act. 3).

 In der Einsprache vom 27. Oktober 2016 (samt nachgereichter Begründung vom 8. 
November 2016) schilderte der Beschwerdeführers den Unfallhergang wie folgt: Die 
Verletzung sei beim Montieren der 180 cm langen Dachbox eingetreten. Er habe die 
Dachbox ans Heck seines Fahrzeuges angelehnt, die Box dann hochgestemmt und 
so weit wie möglich vom Heck her übers Autodach geschoben. Darauf habe er sich 
an die Fahrzeugseite begeben. Mit seinem rechten Arm habe er unter die Dachbox 
gegriffen. Dabei habe er sich mit seinem rechten Ellenbogen auf dem Autodach 
abgestützt. Die Handfläche sei unter der Dachbox gelegen. Um die Dachbox in die 
vor-gesehene Verankerung zu bringen, habe er die Dachbox "ruckartig angehoben" 
und sie "auf der Handfläche balanciert". Durch das ruckartige Hochheben und 
Schwanken der schweren Dachbox sei es zusammen mit der Hebelwirkung infolge 
des Aufstützens auf dem Autodach zum nachgewiesenen Sehnenriss gekommen 
(Bg-act. 12 sowie Bg-act. 15 Ziff. 3 S. 2). 

 In der Beschwerde vom 11. Januar 2017 führte der Beschwerdeführer bezüglich des 
massgeblichen Unfallhergangs am 13. Oktober 2014 sodann noch aus, es sei davon 
auszugehen, dass er die Dachbox bei aufgestütztem Ellbogen ruckartig angehoben 
und sie (Dachbox) kurz auf seiner Handfläche ausbalanciert habe, um sie in die 
Verankerung zu bringen. Er habe immer gesagt, dass die Verletzung beim 
Hochheben und Verschieben der Dachbox erfolgt sei. Er habe nie einen neuen, mit 
den bisherigen Schilderungen unvereinbaren Sachverhalt hinzugefügt. Zutreffend sei 
allerdings, dass sich die späteren Aussagen durch einen höheren Detaillierungsgrad 
auszeichneten (vgl. Beschwerde III./B./Materielles Ziff. 11, S. 4 oben und ZIff. 14 S. 
4 unten). 

c) Bei sich widersprechenden Angaben der Versicherten über den 

Geschehensablauf des zur Diskussion stehenden Ereignisses – was 

vorliegend offenkundig der Fall ist – ist der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zufolge auf die Beweismaxime abzustellen, wonach die 

sogenannten "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener 

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und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder 

unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person 

ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie 

kurz nach dem fraglichen Ereignis gemacht hat, meistens grösseres 

Gewicht zu, als jenen, die sie nach einer Ablehnungsverfügung des 

Versicherers getan hat (BGE 130 V 117 E.2.2.7, 121 V 45 E.2a, 115 V 

133 E.8c, U 179/04 E.4.1; RKUV 1988 Nr. U 55 S. 363 E.3b/aa). Dabei 

handelt es sich aber nicht um eine förmliche Beweisregel, sondern 

lediglich um eine im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu 

berücksichtigende Entscheidungshilfe. Sie kann nur zur Anwendung 

gelangen, wenn von weiteren Beweismassnahmen keine neuen 

Erkenntnisse mehr zu erwarten sind (Urteile des Bundesgerichts 

8C_50/2012 vom 1. März 2012 E.5.1, 8C_827/2007 vom 22. September 

2008 E.5; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art 6 S. 29 f.).  

d) Im konkreten Fall ist das streitberufene Gericht zur Ansicht gelangt, dass 

ursächlich vom Sachverhalt bzw. der Schilderung der Bewegungsabläufe 

laut Bagatellunfall-Meldung (Bg-act. 1) bzw. laut Fragebogen vom 20. 

Januar 2016 (Bg-act. 2) und Auskunftserteilung vom 21. Januar 2016 (Bg-

act. 3) auszugehen ist und nicht auf die dazu widersprüchlichen 

Selbstangaben in der Einsprache vom 8. November 2016 (Bg-act. 15) 

oder Beschwerdeschrift vom 11. Januar 2017 (III./B./Materielles Ziff. 11, 

Ziff. 13) abzustellen ist. Während in der Unfallmeldung zum Unfallort und 

Ereignisablauf keine äusseren Ereignisse oder Faktoren beschrieben 

werden, wird in der Einsprache und Beschwerdeschrift neu geltend 

gemacht, dass der Beschwerdeführer die zu montierende Dachbox 

"ruckartig" in die Höhe gestemmt und die dabei entstandenen 

Schwankungen auf der Handfläche ausbalanciert habe, was infolge 

ungeeigneter Hebelwirkung (des auf dem Dach abgestützten rechten 

Armes) zum Riss der rechten Ellenbogensehne geführt habe. Von einer 

ruckartigen Bewegung des Oberkörpers oder der äusseren Extremitäten 

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(Arme) oder einem unkoordinierten Ausbalancieren der Dachbox 

"Überkopf" ist hingegen weder in der zeitnah nach dem Ereignis vom 13. 

Oktober 2014 erstellten Bagatellunfall-Meldung noch im erst später 

erstellten Fragebogen vom 20. Januar 2016 – der vom Beschwerdeführer 

handschriftlich unterzeichnet und somit für korrekt befunden wurde – die 

Rede. Auch die telefonische Auskunftserteilung vom 21. Januar 2016 hat 

ein anderes Bild vom überwiegend wahrscheinlichen Ereignisablauf 

gezeigt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers handelt es sich 

bei den 'ergänzenden Schilderungen' in seiner Einsprache bzw. 

Beschwerde zum Geschehensablauf nicht bloss um Präzisierungen oder 

einen höheren Detaillierungsgrad, die nicht zu bemängeln wären (vgl. 

Urteile des Bundegerichts 8C_ 843/2015 vom 26. Februar 2016 E.4.2 und 

8C_696/2013 vom 14. November 2013 E.4.2), sondern es wird der 

Hergang verändert geschildert. Das sich Begeben auf die Fahrzeugseite, 

das ruckartige Anheben sowie das Ausbalancieren der Dachbox bei 

aufgestütztem Ellbogen wurden erstmals im Einspracheverfahren 

vorgebracht und in der Beschwerde nur nochmals wiederholt. Diese 

Schilderungen widersprechen aber den Aussagen der ersten Stunde, 

weshalb darauf nicht abgestellt werden kann. Es ist hier darum nicht auf 

die offensichtlich von versicherungsrechtlichen Überlegungen beeinflusste 

Sachverhaltsdarstellung in der Einsprache und Beschwerdeschrift, 

sondern auf diejenige in der Unfallmeldung, im Fragebogen und der dazu 

eingeholten Auskünfte abzustellen. Insbesondere im Fragebogen vom 20. 

Januar 2016 wurde zum Geschehen glaubhaft und nachvollziehbar 

festgehalten: Erlittene Verletzung beim Aufladen der Dachbox auf das 

Autodach. Die Dachbox befand sich noch nicht in der dafür vorgesehenen 

Führung, "ich musste die Box etwas nachschieben. Dabei gab es einen 

Knall in meinem Ellenbogen. Ich wusste die Bizepssehne war im Zentrum 

des Geschehenen." Von diesem Geschehensablauf ist somit im konkreten 

Fall auszugehen.

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e) Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers liegt auch keine 

ungenügende Sachverhaltsabklärung durch die Beschwerdegegnerin vor. 

Laut Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die 

erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sich schriftlich 

festzuhalten. Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer nach Einreichung 

der Bagatellunfall-Meldung der Fragebogen zugestellt, worin festgehalten 

wird, "dass die nachfolgenden Angaben wahrheitsgetreu angegeben 

werden müssen. Auf spätere Ergänzungen muss B._____ nicht eintreten" 

(Bg-act. 2). In diesem Fragebogen schilderte der Beschwerdeführer den 

Ereignishergang ausführlich (s. E.3b, hiervor) und er bestätigte die 

Angaben über-dies anlässlich des Telefongesprächs vom 21. Januar 

2016 mit der fallführenden Sachbearbeiterin (Bg-act. 3). Die 

Beschwerdegegnerin war deshalb nicht gehalten oder sogar verpflichtet, 

im Nachgang zu diesen umfassenden Erhebungen den Beschwerdeführer 

zur weiteren Substantiierung des gemeldeten Geschehnisses 

aufzufordern (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_436/2009 vom 22. 

Oktober 2010 E.6.2 m.w.H. und 8C_696/2013 vom 14. November 2012 

E.4.3). Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht von der 

Sachverhaltsdarstellung im besagten Fragebogen ausgegangen.

4. a) Es ist nachfolgend somit zu prüfen, ob die erlittene Ellenbogenverletzung 

beim Montieren der Autodachbox am 13. Oktober 2014 als unfallähnliche 

Körperschädigung gewertet werden kann oder nicht. Dabei ist vor allem 

strittig, ob vorliegend ein äusserer schädigender Faktor im Sinne einer 

normalen, den üblichen Bewegungsablauf störenden Programmwidrigkeit 

auf den Körper des Beschwerdeführers eingewirkt hat (vgl. E.2, hiervor).

b) Aus dem massgeblichen Sachverhalt sind hier weder eine unkoordinierte 

Bewegung noch ein programmwidriger Ablauf ersichtlich, so wie dies der 

Beschwerdeführer geltend macht. Es handelt sich vielmehr um eine 

körpereigene Bewegung, zumal übereinstimmend mit der 

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Beschwerdegegnerin gesagt werden kann, dass das Anheben einer 

Dachbox von maximal 10 kg auf ein Autodach eines PW's (vgl. Foto in 

Bg-act.14) mit Nachschieben in die vorgesehene Führung für Personen – 

die gemäss eigenen Angaben gewohnt sind, regelmässig schwere Lasten 

bis zu 100 kg zu heben (Bg-act. 3) – eine alltägliche Lebensverrichtung 

darstellt (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts 8C_705/2012 vom 17. Januar 

2013 E.3.3; Aufzählung in E.2 in fine, hiervor). Bei dieser körpereigenen 

Bewegung trat vorliegend auch kein davon unterscheidbares zur 

Unkontrolliertheit der Verrichtung führendes äusseres Moment wie 

Brüskheit, Heftigkeit oder Ähnliches hinzu (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_407/2013 vom 8. November 2013 E.3.3.1 sowie 

8C_772/2009 vom 7. Mai 2010 E.3.3). Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers ist in diesem Geschehen bzw. in dieser Handlung 

überdies auch kein gesteigertes Gefährdungspotential erkennbar. Die 

Beschwerdegegnerin weist diesbezüglich zu Recht auf die Beurteilung 

von Dr. med. C._____ zur MRI-Unter-suchung vom 20. August 2015 (Bg-

act. 6) hin, worin festgehalten wurde: Partialruptur Sehne im Rahmen 

einer chronischen Tendinopathie (= primär nicht-entzündliche 

degenerative Erkrankung der Sehnen, die auf Über-/Fehlbelastung oder 

Verschleiss beruhen) der distalen Bizepssehne erfolgt. Die 

Ellenbogenverletzung ist daher nicht ursächlich auf ein bestimmtes, 

einmaliges Ereignis wie jenes vom 13. Oktober 2014 zurückzuführen. 

c) Zusammenfassend liegt unter Berücksichtigung aller Umstände weder ein 

in den Bewegungsablauf hineinspielendes äusseres Moment noch ein 

ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares, sinnfälliges, 

unfallähnliches Ereignis vor. Eine unfallähnliche Körperschädigung ist 

daher zu verneinen, womit die Beschwerdegegnerin nicht 

leistungspflichtig ist. Damit erübrigt sich die Prüfung, ob die natürliche und 

adäquate Kausalität – als weitere Voraussetzungen für eine 

Leistungspflicht – gegeben sind.

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5. a) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 8. Dezember 2016 ist 

demnach rechtens, was zu seiner Bestätigung und folgerichtig zur 

Abweisung der Beschwerde vom 11. Januar 2017 führt.

b) Gerichtskosten werden nicht erhoben, weil das kantonale 

Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos ist. Eine 

aussergerichtliche (Partei-) Entschädigung steht der obsiegenden 

Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]