# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62b503bf-4c8a-579e-8bc0-2eb17d495250
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.10.2017 ZK1 2017 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-120_2017-10-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 25. Oktober 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 120 31. Oktober 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuar ad hoc Peng

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
10. Oktober 2017, mitgeteilt am 12. Oktober 2017, in Sachen des Beschwerdefüh-
rers,

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 1. September 2017 wurde X._____, geboren am _____ 
1997, durch Dr. med. A._____ gestützt auf Art. 426 und Art. 429 f. ZGB für die 
Dauer von maximal sechs Wochen in der Klinik B._____, O.1_____, fürsorgerisch 
untergebracht. Als Grund für die Einweisung führte der Arzt einen manischen 
Schub und eine aktuell konkrete, akute Selbstgefährdung durch eine Psychose an.

B. Mit Schreiben vom 27. September 2017 beantragte C._____, Co-Chefarzt 
der Klinik B._____, bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: 
KESB) Nordbünden die Verlängerung der ärztlichen fürsorgerischen Unterbrin-
gung von X._____. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, dass bei 
X._____ eine Manie verbunden mit der Gefahr von selbst- und fremdgefährden-
den Handlungen bestehe. Deshalb sei zur Erreichung der näher umschriebenen 
Ziele eine weitere fürsorgerische Unterbringung indiziert.

C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 4. Oktober 2017 beauftragte die 
KESB Nordbünden Dr. med. D._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, mit der Begutachtung von X._____. Das entsprechende Kurzgutachten da-
tiert vom 6. Oktober 2017. Gestützt auf die am 4. Oktober 2017 durchgeführte Ex-
ploration von X._____ sowie in Kenntnis der Vorakten und der eingeholten 
Fremdauskünfte gelangte Dr. med. D._____ zum Ergebnis, dass X._____ an einer 
bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig manische Episode (ICD-10 F31.1), lei-
de. X._____ habe sich anlässlich der persönlichen Exploration am 4. Oktober 
2017 in einem manischen Zustand mit ausgeprägtem Angetriebensein befunden, 
habe ausserdem mangelhafte Krankheits- und Behandlungseinsichtigkeit sowie 
fehlende Absprachefähigkeit gezeigt. Unter diesen Bedingungen bestünden nach 
Auffassung von Dr. med. D._____ zurzeit keine ambulanten Alternativen. Vielmehr 
sei eine stationäre Behandlung von X._____ in der akut geschlossenen Abteilung 
der Klinik B._____ unerlässlich.

D. Am 10. Oktober 2017 wurde X._____ von der Kollegialbehörde der KESB 
Nordbünden im Beisein von E._____ (behandelnde Psychologin) und F._____ 
(Bezugsperson) zur vorgesehenen Verlängerung der ärztlich angeordneten für-
sorgerischen Unterbringung angehört.

E. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 10. Oktober 2012, mitgeteilt am 
12. Oktober 2012, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt:

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1. X._____ bleibt zur Behandlung und persönlichen Betreuung in der 
Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Diensten Graubünden fürsorge-
risch untergebracht (Art. 429 Abs. 2 ZGB).

2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:

a. Zuständig für die Entlassung von X._____ ist die ärztliche Leitung 
der Klinik B._____.

b. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird angewiesen, die KESB 
Nordbünden mit einem Verlaufsbericht unter Hinweis auf allfällige Ver-
einbarungen über die Nachbetreuung zu benachrichtigen, sobald sich 
abzeichnet, dass die Entlassung bevorsteht bzw. spätestens per Mitte 
März 2018. Nötigenfalls ist um Anordnung einer geeigneten Nachbe-
treuung zu ersuchen.

3. (Verfahrenskosten).

4. (Rechtsmittelbelehrung). Die aufschiebende Wirkung einer Beschwer-
de ist entzogen (Art. 450c ZGB).

5. (Mitteilung).

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass X._____ an einer psy-
chischen Störung im gesetzlichen Sinn leide. Eine medikamentöse Therapie sei 
aktuell unerlässlich. Angesichts der eingeschränkten Krankheitseinsicht und der 
mangelnden Compliance von X._____ könne die notwendige Behandlung derzeit 
nur im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung in der Akutpsychiatrie, zu 
welcher sowohl geschlossene wie auch offene Stationen gehören würden, er-
bracht werden.

F. Gegen diesen Entscheid vom 10. Oktober 2017 erhob X._____ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 17. Oktober 2017 Beschwerde an das 
Kantonsgericht von Graubünden. 

G. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2017 informierte der Vorsitzende der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden den Beschwerdeführer über 
allfällige Kostenfolgen des Beschwerdeverfahrens. Gleichentags ersuchte er die 
Klinik B._____ um Übermittlung eines kurzen Berichts zum Gesundheitszustand 
des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, ob die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung weiterhin gegeben seien; 
zudem seien die wesentlichen Klinikakten über den Patienten, namentlich Bericht 
des einweisenden Arztes, Eintrittsbericht, Behandlungsplan und Krankengeschich-
te, einzureichen.

H. Die Klinik B._____ stellte am 18. Oktober 2017 die geforderten Unterlagen 
zu. In ihrem Kurzbericht wird ausgeführt, dass es sich aktuell um die 13. Hospitali-
sation des Beschwerdeführers handle. Er leide unter einer paranoiden Schizo-

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phrenie (ICD-10 F20.0) sowie unter einer Abhängigkeit von multiplen illegalen 
psychotropen Substanzen (ICD-10 F19.2). Aufgrund des Suchtdrucks sei der Be-
schwerdeführer mehrfach aus der Klinik entwichen, um zu konsumieren. Die sofor-
tige Verstärkung des manischen Zustandsbilds mit fehlender Einsichts- und Steue-
rungsfähigkeit sei die Folge. Aufgrund der in diesem Kontext vorhandenen ma-
nisch-psychotischen Zustandsbilder komme es intermittierend zu massiven Frem-
daggressionen sowie zu Tätlichkeiten gegenüber Gegenständen. Ausserdem ver-
weigere der Beschwerdeführer die ihm verordnete Medikation, die für die Behand-
lung seiner psychischen Störung unerlässlich sei. Weiter geht aus dem Kurzbe-
richt der Klinik B._____ hervor, dass die Voraussetzungen für eine fürsorgerische 
Unterbringung wegen anhaltender Selbst- und Fremdgefährdung weiterhin gege-
ben seien.

I. Mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2017 schloss die KESB Nordbün-
den unter Verweis auf den angefochtenen Entscheid sowie die Akten auf Abwei-
sung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. Die Kosten- und 
Entschädigungsfolgen seien nach dem Gesetz zu verlegen.

J. Am 25. Oktober 2017 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der 
I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Be-
schwerdeführer persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird 
auf das separat angefertigte Protokoll vom 25. Oktober 2017 verwiesen. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde dem Beschwerdeführer, der KESB Nord-
bünden sowie der ärztlichen Leitung der Psychiatrischen Klinik B._____ noch glei-
chentags das vorzeitige Entscheiddispositiv zugestellt.

K. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten 
wird, soweit erforderlich und rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

II. Erwägungen

1. Anfechtungsobjekt ist im vorliegenden Fall der Unterbringungsentscheid der 
KESB Nordbünden vom 10. Oktober 2017 (Art. 426 i.V.m. Art. 429 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 428 Abs. 1 ZGB). Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann 
gemäss Art. 450 in Verbindung mit Art. 450b Abs. 2 ZGB sowie Art. 60 Abs. 1 
EGzZGB innert zehn Tagen Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden 

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erhoben werden. Gegen den am 10. Oktober 2017 gefällten und am 12. Oktober 
2017 mitgeteilten Entscheid der KESB Nordbünden erging die vorliegende Be-
schwerde vom 17. Oktober 2017 damit innert Frist. Eine Begründung ist nicht not-
wendig (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). Da keine Begrün-
dungspflicht besteht und aus besagter Eingabe mit hinreichender Klarheit ge-
schlossen werden kann, dass der Beschwerdeführer mit der fürsorgerischen Un-
terbringung in der Klinik B._____ nicht einverstanden ist und deren sofortige Auf-
hebung beantragt, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten.

2.1. Gemäss Art. 429 Abs. 2 ZGB fällt die ärztliche Unterbringung spätestens 
nach Ablauf der festgelegten Dauer dahin, sofern nicht ein vollstreckbarer Unter-
bringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde vorliegt. Soweit die Be-
schwerde gegen einen Unterbringungsentscheid keine aufschiebende Wirkung 
geniesst, wofür im Übrigen eine gesetzliche Vermutung besteht (vgl. Art. 450e 
Abs. 2 ZGB), gilt der Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde als vollstreckbar, 
sobald er ergangen ist (s. auch Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], FamKomm Erwachsenenschutz, Bern 2013, Art. 429 ZGB N 31).

2.2. Die ärztliche Unterbringung wurde vorliegend am 1. September 2017 für die 
Dauer von maximal sechs Wochen verfügt (vgl. act. KESB 238), lief mithin am 
13. Oktober 2017 aus. Der Unterbringungsentscheid der KESB Nordbünden, wel-
cher eine Verlängerung der ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung 
vorsieht, erging am 10. Oktober 2017 und wurde dem Beschwerdeführer am 
12. Oktober 2017 mitgeteilt. Vorab wurde der Unterbringungsentscheid per Fax 
am 12. Oktober 2017 (vgl. act. KESB 261) und schliesslich am 13. Oktober 2017 
postalisch zugestellt. Die nach der gesetzlichen Vermutung ohnehin nicht beste-
hende aufschiebende Wirkung der Beschwerde bei einer fürsorgerischen Unter-
bringung wurde von der KESB Nordbünden gar explizit entzogen (Dispositiv-Ziff. 4 
des angefochtenen Entscheids, vgl. act. 02 S. 4). Es handelt sich demnach bei 
dem angefochtenen Entscheid vom 10. Oktober 2017 um einen vollstreckbaren 
Unterbringungsentscheid, der vor Ablauf der festgelegten Dauer von maximal 
sechs Wochen erfolgte. Infolgedessen kann auch nicht von einer automatischen 
Beendigung der ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung ausgegan-
gen werden. Nach dem Wortlaut des Gesetzes war die Erwachsenenschutzbehör-
de vielmehr ohne weiteres zuständig, über eine Verlängerung der Unterbringung 
zu entscheiden (Art. 429 Abs. 2 ZGB).

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3.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, der an sich 
das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines durch die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsentscheids behandelt. Vom 
Verweis nicht erfasst wird dagegen Art. 450 ZGB, weil die Vorinstanzen, die Legi-
timation und die Form der Beschwerde in Art. 439 ZGB selbständig und abschlies-
send geregelt sind (vgl. dazu Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/
Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 38 zu 
Art. 439 ZGB). Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze 
des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das Gesetz in den 
Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (vgl. Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte un-
eingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle 
festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwen-
dungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche 
Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich – 
wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach dem Grundsatz der Einheit 
des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
(vgl. Christoph Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). 
Aus Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, 
dass das Gericht sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie auch die Ange-
messenheit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kognition zu-
kommt. Weil die Vorinstanz jeweils keine Behörde, sondern entweder ein Arzt 
oder eine Einrichtung ist, hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und 
diese nicht an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Urteil 
lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der Massnahme (vgl. Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

3.2. Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den 
Entscheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung bzw. eine 
Verlängerung derselben zwingend ein Gutachten eingeholt werden. Dieses muss 
von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten sachver-
ständigen Person erstellt werden und in dem Sinne aktuell sein, dass es sich zu 
den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussern muss (vgl. Thomas 

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Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB; Thomas Geiser, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 19 zu Art. 450e ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_83/2017 vom 23. Februar 
2017, E. 3.2 f. = BGE 143 III 189). Mit dem Kurzgutachten vom 6. Oktober 2017 
von Dr. med. D._____, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, wel-
che den Beschwerdeführer am 4. Oktober 2017 persönlich untersuchte, wurde 
dieser Vorschrift Genüge getan.

3.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 25. Oktober 2017 
wurde diese Vorgabe umgesetzt.

4. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Was die verfah-
rensrechtlichen Anforderungen angeht, kann vorab festgehalten werden, dass der 
angefochtene Unterbringungsentscheid vom 1. September 2017 des anordnenden 
Arztes, Dr. med. A._____, diesen zu genügen vermag. So geht aus dem Ent-
scheid selber hervor, dass der Beschwerdeführer durch den vorerwähnten Arzt 
persönlich untersucht und angehört worden ist. Alsdann enthält der entsprechende 
Entscheid die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. 
Schliesslich war Dr. med. A._____ als im Kanton Graubünden angestellter Amts-
arzt gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b EGzZGB zur Anordnung der Unterbringung in der 
Klinik B._____ legitimiert.

5.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person wird ent-
lassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der persön-

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lichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 zu vor 
Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betrof-
fenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei abschliessend ge-
nannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige Behinderung oder 
schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus dem Schwächezu-
stand ergebende Notwendigkeit der Behandlung beziehungsweise Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreu-
ung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurück-
behaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_228/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1.). Die genannten Voraussetzungen bedin-
gen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 
Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu recht-
fertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung 
oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende 
Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung 
nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeits-
prinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB).

5.2. Erste Voraussetzung für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbrin-
gung ist das Vorliegen eines gesetzlich genannten Schwächezustands. Mit Verfü-
gung vom 1. September 2017 wurde der Beschwerdeführer in der Klinik B._____ 
fürsorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einweisung führte der anordnende 
Arzt einen manischen Schub bei bekannter vorbestehender Schizophrenie an und 
führte aus, dass aktuell eine konkrete akute Selbstgefährdung durch Psychose 
bestehe. Der Patient sei im Übrigen seit 40 Stunden wach, agiert sowie logorrho-
isch (act. KESB 238). Aus dem Bericht der ärztlichen Leitung der Klinik B._____ 
vom 18. Oktober 2017 (act. 06) wie auch aus dem Eintrittsbericht (act. 06.2) geht 
sodann hervor, dass seitens der Klinikärzte die Diagnose einer paranoiden Schi-
zophrenie (ICD-10 F20.0) sowie einer Abhängigkeit von multiplen illegalen psy-
chotropen Substanzen (ICD-10 F19.2) gestellt wird. In Kenntnis der aus den Kli-
nikakten hervorgehenden Diagnose gelangt Dr. med. D._____ in ihrem Gutachten 
vom 6. Oktober 2017 (act. KESB 253) dagegen aufgrund einer persönlichen Ex-
ploration des Beschwerdeführers und der eingeholten Fremdauskünfte zum 

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Schluss, dass beim Beschwerdeführer als Hauptdiagnose eine bipolare affektive 
Störung, gegenwärtig manische Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 
F31.1), besteht. Als typisches manisches Symptom zeige sich beim Beschwerde-
führer ein deutlich beschleunigter Gedankengang wie auch Gedankensprünge, 
indem er vom Hundertsten ins Tausendste komme und nicht mehr selbst zurück-
finde. Aus dem Behandlungsplan der Klinik B._____ vom 11. September 2017 
(act. 06.4) geht schliesslich die Diagnose einer bipolaren affektiven Störung, ge-
genwärtige manische Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F31.2), 
sonstiger Störungen des Sozialverhaltens (ICD-10 F91.8) sowie einer Abhängig-
keit von multiplen illegalen psychotropen Substanzen (ICD-10 F19.2) hervor. So-
wohl bei den von der Klinikärzten gestellten Diagnosen als auch bei der nach Ein-
schätzung der Gutachterin vorliegenden Störung handelt es sich um psychische 
Störungen im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB (vgl. 
Christof Bernhart, a.a.O., insb. S. 120 f.). Der Beschwerdeführer stellte die Dia-
gnosen der Fachärzte anlässlich der Hauptverhandlung vom 25. Oktober 2017 
zwar in Abrede und glaubt vielmehr an einem Aufmerksamkeitsdefizithyperakti-
vitätssyndrom zu leiden, welches mit Ritalin behandelt werden sollte (act. 10, Pro-
tokoll S. 3). Gestützt auf die Einschätzungen der Fachärzte, die hinsichtlich der 
Diagnosen zwar divergieren, aber übereinstimmend von einer aktuellen Manie 
sprechen, besteht für die urteilende Kammer daher kein Zweifel, dass beim Be-
schwerdeführer ein Schwächezustand in Form einer psychischen Störung im Sin-
ne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

5.3. Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unter-
bringung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit ei-
ner Behandlung bzw. Betreuung. Diese wird sowohl im Kurzbericht der Klinik 
B._____ vom 18. Oktober 2017 (act. 06) als auch im Kurzgutachten von Dr. med. 
D._____ vom 6. Oktober 2017 (act. KESB 253) eindeutig bejaht. Wie dem Be-
handlungsplan der Klinik (act. 04.3) zu entnehmen ist, steht aktuell die Krisenin-
tervention im Sinne einer psychischen Stabilisierung im Vordergrund, wobei zur 
Reizabschirmung die Unterbringung auf einer geeigneten Station vorgesehen ist. 
Ein weiteres Behandlungsziel besteht in der medikamentösen Einstellung, der Re-
duktion der manischen Symptomatik respektive der Anspannung und Agitiertheit, 
sowie der Förderung von Compliance, Selbstsicherheit und der Krankheits- und 
Behandlungseinsichtigkeit. Zu diesem Zweck ist nebst der Psychopharmakathera-
pie eine regelmässige Teilnahme an Visiten-, Gruppen- und Einzelgesprächen 
vorgesehen. Dieser Behandlungsplan der Klinik wird durch die Gutachterin – trotz 
der abweichenden Hauptdiagnose – nicht in Frage gestellt. Angesichts des Be-

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richts der Klinik B._____ und des Gutachtens von Dr. med. D._____ erscheint die 
Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers somit ausgewiesen.

5.4.1. Sodann stellt sich die Frage, ob die fürsorgerische Unterbringung wegen 
des schweren Eingriffs in die persönliche Freiheit des Beschwerdeführers vorlie-
gend noch als verhältnismässig beurteilt werden kann. Der Grundsatz der Verhält-
nismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt werden 
darf, wenn und solange mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von 
einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass es für die Beurteilung des Behandlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich 
sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffe-
nen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachter-
lich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unterbliebe (vgl. BGE 140 III 101 
E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen auf die Urteile des Bundesge-
richts 5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 
E. 5.3). Die Person hat mithin besonders schutzbedürftig zu erscheinen. Generell 
ist davon auszugehen, dass für eine stationäre Massnahme eine konkrete, unmit-
telbare und erhebliche Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegen muss. Für eine 
Unterbringung muss die Gefahr gegenwärtig sein, d.h. Schäden müssen drohen, 
wenn keine Freiheitsentziehung erfolgt. Die Gegenwärtigkeit der Gefahr ist dabei 
gegeben, wenn ein schadenstiftendes Ereignis unmittelbar bevorsteht. Ebenso 
muss für eine Unterbringung eine erhebliche Gefahr ausgewiesen werden (Chri-
stof Bernhart, a.a.O., N 386 ff.).

5.4.2. Der Beschwerdeführer hält im Rahmen der richterlichen Befragung an der 
Hauptverhandlung vom 25. Oktober 2017 wiederholt fest, dass von ihm keine 
Selbst- oder Fremdgefährdung ausgehe. Nicht zur Diskussion steht vorliegend 
eine allfällige Suizidalität, zumal die Gutachterin während der persönlichen Explo-
ration vom 6. Oktober 2017 keine Hinweise auf eine allfällige Suizidalität vorge-
funden hat (act. KESB 253 S. 4) und eine solche auch aus den Klinikakten über 
den Beschwerdeführer nicht ersichtlich ist. 

Aus dem Kurzbericht der Klink B._____ vom 18. Oktober 2017 ergibt sich jedoch, 
dass wegen anhaltender Selbst- und Fremdgefährdung zurzeit keine weniger ein-
schneidende Massnahme als die Unterbringung auf der geschlossenen Station 
ersichtlich sei. Begründend wird darin ausgeführt, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund seines hohen Suchtdrucks (unter anderem Alkohol, Cannabis, Benzodi-
azepine) derzeit nicht in der Lage sei, sich einer Behandlung im offenen Rahmen 
zu unterziehen. Wie in der Vergangenheit mehrfach der Fall, nutze er den offenen 

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Rahmen, um Alkohol und illegale Substanzen zu konsumieren. Aufgrund des 
Suchtdrucks sei der Beschwerdeführer auch während des aktuellen Aufenthalts 
auf der geschützten Abteilung mehrfach von der Abteilung entwichen, um Drogen 
zu konsumieren. Die sofortige Verstärkung des manischen Zustandsbildes mit feh-
lender Einsichts- und Steuerungsfähigkeit sei die Folge. Aufgrund der in diesem 
Kontext vorhandenen manisch-psychotischen Zustandsbilder komme es intermit-
tierend zu massiven Fremdaggressionen verbaler Art gegenüber dem Personal 
und Mitpatienten sowie zu Tätlichkeiten gegenüber Gegenständen. Intermittierend 
verweigere der Beschwerdeführer die ihm verordnete Medikation, was ebenfalls 
zur Verstärkung des manischen Zustandsbildes führe. Während der Hospitalisati-
on sei daher auch eine Behandlung ohne Zustimmung initiiert worden. 

Gestützt auf die am 4. Oktober 2017 durchgeführte Exploration des Beschwerde-
führers gelangt schliesslich auch Dr. med. D._____ zum Schluss (act. KESB 253 
S. 4 ff.), dass die derzeitige Unterbringung auf der geschlossenen Station D11/12 
zum jetzigen Zeitpunkt im Verhältnis zum psychischen Zustand des Patienten die 
bestmögliche Unterbringungsform sei. Eine ambulante Behandlung sei derzeit 
mangels Kooperation und noch zu ausgeprägtem Antrieb sowie fehlender Krank-
heits- und Behandlungseinsichtigkeit noch nicht möglich. Es sei zu befürchten, 
dass sich das Krankheitsbild des Beschwerdeführers rasch verschlechtere und 
dieser wieder sozial umtriebiger sowie für seine Umgebung untragbar werde, 
wenn die notwendige medikamentöse Behandlung zum jetzigen Zeitpunkt unter-
bliebe. Diesen Eindruck erhielt die Gutachterin nach dem Gespräch mit dem Be-
schwerdeführer bestätigt, wonach dieser auch nach Auskunft des Pflegepersonals 
immer noch manisch sowie stark logorrhoisch sei und oft ein aggressives Verhal-
ten zeige. Er sei ausserdem nach wie vor krankheitsuneinsichtig, in Gedanken 
sehr sprunghaft und angetrieben. Er wolle nur Drogen konsumieren, zum Beispiels 
Koks beruhige ihn sehr, so dass er nach Austritt aus der Klinik wahrscheinlich 
wieder schnell rückfällig werden würde. Im Moment sei der Beschwerdeführer 
nicht absprachefähig, die verordnete Medikation sei verweigert worden, so dass 
das Pflegepersonal die Medikamenteneinnahme kontrollieren müsse (act. KESB 
253 S. 2). 

Aus den Klinikakten geht weiter hervor, dass der Beschwerdeführer am 1. Sep-
tember 2017 bereits zum insgesamt 13. Mal bei den Psychiatrischen Diensten 
Graubünden (nachfolgend: PDGR) hospitalisiert wurde. Nach Beendigung der 
11. Hospitalisation, welche vom 17. August 2017 bis zum 29. August 2017 andau-
erte, wurde dem Beschwerdeführer ein Zimmer in der Notschlafstelle O.1_____ 
organisiert, da er über keinen sozialen Rückzugsraum ausserhalb der Klinik 

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B._____ verfügt. Bereits am 30. August 2017 erfolgte der erneute notfallmässige 
Eintritt zur Krisenintervention in die Klinik B._____, die 12. Hospitalisation. Nach-
dem der Beschwerdeführer bereits am 31. August 2017 auf eigenen Wunsch wie-
der entlassen wurde, erfolgte am 1. September 2017 wiederum ein notfallmässiger 
Eintritt durch eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung. Seither 
machte der Beschwerdeführer während des aktuellen Aufenthalts auf der ge-
schützten Abteilung mehrere inoffizielle Ausflüge, wie er sie anlässlich der Haupt-
verhandlung vom 25. Oktober 2017 selbst nannte. Zum Beispiel entwich er am 
14. Oktober 2017 nach Zürich an eine Goa-Party und nahm dort offenbar Amphet-
amine zu sich (act. 10, Protokoll S. 1). Nachdem der Beschwerdeführer noch am 
selben Tag von der Polizei angehalten sowie daraufhin von Dr. med. G._____ un-
tersucht und angehört wurde, wurde aufgrund einer psychischen Störung und be-
stehender Selbst- und Fremdgefährdung einmal mehr eine fürsorgerische Unter-
bringung ausgestellt und der Beschwerdeführer in die Klinik B._____ zurückge-
bracht. Der Beschwerdeführer wurde extrem agitiert vorgefunden und er sei zur-
zeit logorrhoisch (act. 06.5). Letzten Freitag, am 20. Oktober 2017, ging er nach 
eigenen Aussagen wiederum in die Stadt und holte zwei Dosen Bier (act. 10, Pro-
tokoll S. 1). Im Rahmen der richterlichen Befragung anlässlich der Hauptverhand-
lung vom 25. Oktober 2017 streitet der Beschwerdeführer zwar ab, drogenabhän-
gig zu sein, gibt aber zu, sich regelmässig mit verschiedensten Drogen zu berau-
schen, da dies ihm Spass machen würde, und er gedenke auch nicht, damit auf-
zuhören (act. 10, Protokoll S. 2). Er hält weiter fest, dass er gegen seinen Willen 
Medikamente und überdies noch die falschen Medikamente bekomme (act. 10, 
Protokoll S. 2). Dass der Beschwerdeführer gegen seinen Willen Medikamente 
bekommt, ergibt sich schliesslich auch aus den Klinikakten, wonach eine medika-
mentöse Behandlung ohne Zustimmung nach Art. 434 ZGB angeordnet wurde 
(act. 06.3). Der Beschwerdeführer selbst glaubt vielmehr an einem Aufmerksam-
keitsdefizithyperaktivitätssyndrom zu leiden, welches mit Ritalin behandelt werden 
sollte (act. 10, Protokoll S. 3). 

Selbst wenn die urteilende Kammer keine direkte Selbst- oder Fremdgefährdung 
verspüren konnte, geht aus den Klinikakten und dem Gutachten von Dr. med. 
D._____ deutlich hervor, dass sich bei Nichteinnahme der zur Behandlung erfor-
derlichen Medikamenten in Kombination mit dem Drogenkonsum des Beschwer-
deführers die manischen Zustandsbilder und damit einhergehend eine Fremdge-
fährdung verstärken würden. Weil sich der Beschwerdeführer weigert, die für die 
Behandlung notwendigen Medikamente einzunehmen, er sich nicht sonderlich 
absprachefähig und auch nur mangelhaft krankheits- und behandlungseinsichtig 

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zeigt, erscheint aktuell eine fürsorgerische Unterbringung in der akut geschlosse-
nen Abteilung unerlässlich. Ausserdem droht die Gefahr, auf der Strasse zu ver-
wahrlosen sowie ein Rückfall in die Drogen, zumal weder die zukünftige Wohnsi-
tuation des Beschwerdeführers abschliessend geklärt noch derzeit eine konkrete 
Beschäftigung und Struktur für eine selbständige Lebensführung vorhanden ist. 
Gemäss Art. 426 Abs. 3 ZGB wird eine Person entlassen, sobald die Vorausset-
zungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt sind. Mit dieser Umschreibung 
beabsichtigte der Gesetzgeber eine restriktive Regelung der Entlassungsvoraus-
setzungen, welche der sogenannten Drehtürpsychiatrie entgegen wirken sollte 
(vgl. Botschaft Erwachsenenschutz, a.a.O., S. 7063). Führt man sich aber nur 
schon die jüngste Krankengeschichte des Beschwerdeführers vor Augen, er-
scheint der Beschwerdeführer in der jetzigen Situation als besonders schutzbe-
dürftig. Im Ergebnis erweist sich die mittels Unterbringungsentscheid vom 10. Ok-
tober 2017 vorläufig verfügte Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung un-
ter diesen Umständen als verhältnismässig. 

5.5. Als letzte kumulative Voraussetzung für eine rechtmässige fürsorgerische 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeignete Einrichtung. Dass die Klinik B._____ der 
PDGR eine geeignete Einrichtung für eine stationäre Behandlung in geschlosse-
nem Rahmen darstellt, steht im vorliegenden Fall ausser Frage, womit die fürsor-
gerische Unterbringung auch unter diesem Aspekt den Grundsatz der Verhältnis-
mässigkeit wahrt.

6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nach wie vor erfüllt sind. Der 
angefochtene Unterbringungsentscheid der KESB Nordbünden vom 10. Oktober 
2017 ist damit rechtmässig erfolgt und nicht zu beanstanden, weshalb die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. Infolge Abweisung der Beschwerde 
bleibt der Beschwerdeführer vorerst auf der geschlossenen Abteilung in der Klinik 
B._____ untergebracht. Der Beschwerdeführer äusserte sich im Rahmen der rich-
terlichen Befragung an der Hauptverhandlung vom 25. Oktober 2017 dahinge-
hend, dass er in einem ersten Schritt auf freiwilliger Basis in der Klinik B._____ 
bleiben wolle, aber auf eine halboffene bzw. offene Station verlegt werden möchte 
(act. 10, Protokoll S. 3). Eine Verlegung auf eine halboffene bzw. offene Station 
scheint auch die KESB Nordbünden im angefochtenen Unterbringungsentscheid 
nicht kategorisch auszuschliessen (S. 2 in fine). Aufgrund dessen wird die Ärztli-
che Leitung der Klinik B._____ dazu angehalten, sobald die Entlassung des Be-
schwerdeführers absehbar ist, den anlässlich der Hauptverhandlung geäusserten 

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Wunsch des Beschwerdeführers bezüglich der Verlegung auf eine halboffene bzw. 
offene Station zu prüfen (s. dazu auch Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden 
ZK1 14 91 vom 29. Juli 2014 E. 4). Die Ärztliche Leitung der Klinik B._____, bei 
welcher die Kompetenz zur Entlassung liegt (vgl. Dispositiv-Ziff. 2 des angefoch-
tenen Entscheids), wird die fürsorgerische Unterbringung allerdings aufheben 
müssen, sobald es der Zustand des Beschwerdeführers erlaubt und seine Nach-
betreuung, wozu auch eine geeignete Wohnsituation gehört, sichergestellt ist. Der 
Beschwerdeführer sei an dieser Stelle jedoch abermals darauf verwiesen, dass er 
bei der Ärztlichen Leitung der Klinik B._____ jederzeit ein Entlassungsgesuch stel-
len kann, über welches dann unverzüglich entschieden wird (Art. 426 Abs. 4 ZGB). 
Dabei hat es der Beschwerdeführer in der Hand, die Voraussetzungen für eine 
rasche Entlassung zu begünstigen, indem er sich der in der Klinik B._____ ange-
botenen Behandlung konsequent unterzieht und sich kooperativ verhält. 

7. Bei diesem Ausgang wären die Kosten des Beschwerdeverfahrens an sich 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 60 Abs. 2 und Art. 63 Abs. 5 EGzZGB 
i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der finanziellen Verhältnisse des Be-
schwerdeführers rechtfertigt es sich vorliegend jedoch, auf die Erhebung von Ver-
fahrenskosten zu verzichten (Art. 63 Abs. 3 EGzZGB). Die Kosten des Beschwer-
deverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben damit beim Kanton Graubünden.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: