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**Case Identifier:** 3675b5b7-1e52-540c-b601-3ed9cfb81d30
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.07.2014 200 2014 337
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-337_2014-07-01.pdf

## Full Text

200 14 337 UV
SCI/BOC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Juli 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG
Postfach, 8010 Zürich
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 6. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juli 2014, UV/14/337, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1989 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. 
Beschwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Allianz Suisse 
Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Allianz bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Mit Unfallmeldung 
vom 5. April 2012 liess er der Allianz melden, er habe sich am 2. April 2012 
beim … das linke Knie verletzt (Akten der Allianz, Antwortbeilage [AB] 1, 5, 
6). Die Allianz erbrachte in der Folge die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen (vgl. AB 10, 13). Am 24. Januar 2013 unterzog 
sich der Versicherte einem operativen Eingriff am bereits im Januar 2011 
operierten linken Knie (vgl. AB 34). 

Nachdem die Allianz das Dossier ihrem beratenden Arzt, Dr. med. 
C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, unterbreitet hatte (AB 26), teilte sie dem 
Versicherten mit Schreiben vom 14. Februar 2013 mit, die Operation vom 
24. Januar 2013 sei durch den Vorzustand notwendig geworden und nicht 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 2. April 2012 
zurückzuführen. Zudem seien die Unfallfolgen nach sechs Monaten 
abgeklungen. Die Leistungen würden per 30. November 2012 zufolge 
Erreichens des status quo ante eingestellt (AB 27). 

Mit Unfallmeldung vom 4. Mai 2013 liess der Versicherte der Allianz 
melden, er sei am 16. Februar 2013 auf schneebedecktem bzw. eisigem 
Untergrund ausgerutscht und habe sich wiederum am linken Knie verletzt 
(AB 53, 63), so dass dieses am 13. März 2013 erneut habe operiert werden 
müssen (vgl. AB 50, 67). 

Wie angekündigt verfügte die Allianz am 3. April 2013 im Zusammenhang 
mit dem Ereignis vom 2. April 2012 die Leistungseinstellung per 30. 
November 2012; gleichzeitig entzog sie einer allfälligen Einsprache die 
aufschiebende Wirkung (AB 37). Eine von der Krankenversicherung des 
Versicherten, der D.________, dagegen am 9. April 2013 vorsorglich 

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erhobene Einsprache zog diese am 22. April 2013 wieder zurück (AB 43, 
51). Die vom Versicherten, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 
6. Mai 2013 erhobene Einsprache (AB 54) wies die Allianz mit 
Einspracheentscheid vom 6. März 2014 ab, wobei sie das Vorliegen sowohl 
eines Unfalls als auch einer unfallähnlichen Körperschädigung verneinte 
(AB 68).

B.

Dagegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 4. April 2014 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung 
des angefochtenen Entscheides sowie der diesem zugrundeliegenden 
Verfügung vom 3. April 2013 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, 
dem Beschwerdeführer auch über den 30. November 2012 hinaus die 
vollumfänglichen Unfallversicherungsleistungen, namentlich Taggeld und 
Heilbehandlungen zu gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Juni 2014 beantragt die 
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 
eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu 
Lasten des Beschwerdeführers. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von 
Sozialversicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche 
Abteilung des Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 

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Staatsanwaltschaft vom 11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden 
gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen 
Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den 
angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). 
Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) 
eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 6. März 2014 (AB 
68). Streitig und zu prüfen ist die Leistungseinstellung per 30. November 
2012 im Zusammenhang mit dem geltend gemachten Ereignis vom 2. April 
2012. Das geltend gemachte Ereignis vom 16. Februar 2013 ist hingegen 
nicht Thema des vorliegenden Verfahrens (vgl. AB 68 S. 4 Ziff. 1.3 zweiter 
Absatz).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 
[UVG; SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte 
schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 
menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.2

2.2.1 Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem 
objektiven Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den 
jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des 
Ungewöhnlichen macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. 
Einwirkungen, die aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller 
Regel nicht als Ursache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund 
somit allein im Innern des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die 
blosse Auslösung des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor 
nichts; Unfall setzt vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element 
so ungewöhnlich ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht 
fällt (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal 
der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren 
Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der 
Ungewöhnlichkeit ist insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls 
schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Ungewöhnliche 
Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit. Ausschlaggebend 
ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an 
Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 72 
E. 4.3.1 S. 79).

Ein gesteigertes Abgrenzungsbedürfnis besteht dort, wo der 
Gesundheitsschaden seiner Natur nach auch andere Ursachen als eine 
plötzliche schädigende Einwirkung haben kann, also keine gesicherte 
Zuordnung zum exogenen Faktor erlaubt. Dies gilt nach der 
Rechtsprechung insbesondere dann, wenn die Gesundheitsschädigung 
erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von Krankheit, insbesondere 
von vorbestandenen degenerativen Veränderungen eines Körperteils, 
innerhalb eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann. In 
solchen Fällen muss die unmittelbare Ursache der Schädigung unter 
besonders "sinnfälligen" Umständen gesetzt worden sein. Somit wird eine 
Einwirkung ohne offensichtliche Schadensneigung erst durch das 
Hinzukommen eines zusätzlichen Ereignisses zum ungewöhnlichen 
äusseren Faktor. Es bedarf – neben den üblichen auf den Körper 
einwirkenden Kräften – eines schadensspezifischen Zusatzgeschehens, 

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damit ein Unfall angenommen werden kann (BGE 134 V 72 E. 4.3.2 und 
4.3.2.1 S. 80).

2.2.2 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann auch in 
einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt 
dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung 
lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand 
den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" 
beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der 
ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – 
Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt – ist wegen der erwähnten 
Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 
E. 2.1 S. 118; SVR 2011 UV Nr. 11 S. 40 E. 5.2). Dies trifft beispielsweise 
dann zu, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder an einem 
Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 
reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (RKUV 
2004 U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen 
Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 
2 S. 6 E. 3.1).

2.4 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter 
Rechtsprechung hat der Versicherer – sofern allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind 
– die Heilbehandlung (und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung 
des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, 
ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit 
gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine 
Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der 
versicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. 
Mit Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach 
auf die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 

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nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei 
verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den 
Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende 
Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen 
genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu 
erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur prognostisch und nicht 
aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 
S. 14 E. 8.2).

Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von 
Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex 
nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der 
Wiedererwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den 
Fall abzuschliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis 
liege – bei richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne 
ist auch hinsichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall 
und Gesundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der 
Unfallversicherer trotz vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und 
Taggeld ohne Berufung auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision 
die Adäquanz verneinen und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc 
einstellen. Nur im Rahmen einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die 
Rückkommensvoraussetzungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 
S. 384). 

Rechtsprechungsgemäss kann der Versicherungsträger bei der 
erstmaligen Zusprache von Dauerleistungen seine grundsätzliche 
Leistungspflicht neu überprüfen, ohne dass der Entscheid durch die 
faktische Erbringung vorübergehender Leistungen oder durch 
rechtskräftige Verfügungen, welche vorübergehende Leistungen oder eine 
Integritätsentschädigung zusprechen, präjudiziert wird (SVR 2013 UV Nr. 
15 S. 59 E. 4.1, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 4.1).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

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Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 
231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 2. April 2012 stellte die 
Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 3. April 2013 (AB 37) die 
Versicherungsleistungen per 30. November 2012 infolge Erreichens des 
status quo ante vel sine und damit des Wegfalls des natürlichen 
Kausalzusammenhangs ein, ohne dabei das Vorliegen eines 
Unfallereignisses in Frage zu stellen. Im angefochtenen 
Einspracheentscheid wird hingegen die Einstellung der Leistungen per 30. 
November 2012 bzw. die Leistungsverweigerung damit begründet, es liege 
weder ein Unfall im Rechtssinne noch eine unfallähnliche 
Körperschädigung vor (AB 68). 

3.2 Es ist somit zunächst zu prüfen, ob das Ereignis vom 2. April 2012 
einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG darstellt:

In der vom Arbeitgeber erstellten Unfallmeldung vom 5. April 2012 (AB 1) 
wurde der fragliche Vorfall als Misstritt ohne Fremdeinwirkung geschildert. 
Im „Frageblatt zur Verletzung“ vom 23. April 2012 (AB 6) gab der 
Beschwerdeführer an, er habe beim … einen Graben übersehen und sei 
hineingetreten. Dabei habe er das linke Knie verdreht. Die Frage, ob sich 
dabei etwas Besonderes, Unvorhergesehenes (Sturz, Anschlagen usw.) 
ereignet habe, verneinte der Beschwerdeführer, er habe nur das Knie 
verdreht. Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens führte der 
Beschwerdeführer am 3. April 2014 (Akten des Beschwerdeführers, 
Beschwerdebeilage [BB] 3) zum Ereignis vom 2. April 2012 aus, beim … 
sei er im … in ein Loch getreten, welches er übersehen habe, weil er nicht 

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damit gerechnet habe. Dabei sei er dann ins Straucheln geraten. Beim 
Bemühen, einen Sturz abzuwenden, habe er sich das linke Knie verdreht.

3.3 Mit Blick auf die im Sozialversicherungsrecht geltende 
Beweismaxime, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten 
Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere 
Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 
können (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 
515 S. 420 E. 1.2), ist auf die erste Schilderung des Beschwerdeführers 
vom 23. April 2012 (AB 6), welche von der Beschwerdegegnerin nicht in 
Frage gestellt wurde (vgl. AB 68 S. 7 Ziff. 3.1.1 und 3.1.2), abzustellen. Die 
beschwerdeweise vorgebrachte Umschreibung weicht davon nicht 
wesentlich ab, wobei hier offen bleiben kann, welche Bedeutung dem neu 
höheren Detaillierungsgrad zukommt. Bereits die erste Darstellung erlaubt 
eine abschliessende rechtliche Einordnung des Vorgangs.

Folglich ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer beim … einen 
Graben übersah, mit einem Bein hinein geriet und dabei das Knie 
verdrehte. Zwar ist unklar, wie tief der Graben war, es kann dabei jedoch 
auch nicht (anders als dies die Beschwerdegegnerin tut [vgl. AB 68 S. 7 
Ziff. 3.1.2]) davon ausgegangen werden, dass allein eine Bodenunebenheit 
bestand. Denn ein Graben ist auch im alltäglichen Sprachverständnis nicht 
eine einfache Bodenunebenheit. Das „Abstürzen“ mit einem Bein in einen 
Graben stellt letztlich den ungewöhnlichen äusseren Faktor dar. Es liegt 
damit ein Unfall im Rechtssinne vor. Anders als durch die 
Beschwerdegegnerin angenommen, ist es durch den Schritt in den nicht 
beachteten Graben mit entsprechend falscher Berechnung des 
Auftrittspunktes des Schrittes zu einem programmwidrigen 
Bewegungsablauf (vgl. E. 2.2.2 hiervor) gekommen, was zu einer 
Verdrehung des linken Beines mit Kniedistorsion – was offenbar durchaus 
nicht bestritten wird – geführt hat, womit ein versichertes Ereignis gegeben 
ist. 

Wie beschwerdeweise ausserdem zutreffend festgehalten wird 
(Beschwerde S. 8), ist der vorliegende Fall nicht mit den von der 
Beschwerdegegnerin angeführten Präjudizien zu vergleichen (Entscheide 

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des Bundesgerichts [BGer] vom 1. März 2012, 8C_50/2012, E. 5.6, und 
vom 3. März 2011, 8C_978/2010, E. 4.2), wonach das reine Stolpern ohne 
Sturz beim sportlichen „Walken“ oder Joggen in der freien Natur mangels 
Ungewöhnlichkeit den Unfallbegriff nicht erfüllt. Denn das vorliegend 
fragliche Begehen des … im Schritttempo mit Tritt in einen nicht beachteten 
Graben unterscheidet sich von jenen Fällen wesentlich. Der Tritt in einen 
Graben stellt das geforderte schadensspezifische Zusatzgeschehen dar 
(vgl. E. 2.2.1 hiervor).

4.

4.1 Ob die im Verlauf geklagten Beschwerden am linken Knie noch 
kausal zum (ersten) Unfall vom 2. April 2012 sind, wurde im angefochtenen 
Einspracheentscheid (AB 68; anders als noch in der Verfügung vom 3. April 
2013 [AB 37]) nicht geprüft. Diese Frage könnte an sich durch das Gericht 
eigenständig geprüft und die Begründung für den Entscheid substituiert 
werden (vgl. BGE 124 V 338 E. 1b S. 340; SVR 2001 IV Nr. 18 S. 53 E. 1). 
Dabei ist jedoch zu beachten, dass die zu beurteilende Frage auf der Basis 
der vom Sozialversicherungsträger erhobenen Beweise liquid sein muss. 
Diese Voraussetzung ist hier nicht erfüllt. Es liegt allein eine absolut 
knappe Stellungnahme des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin, 
Dr. med. C.________, vom 7. Februar 2013 (AB 26) vor, welche die 
Anforderungen an den Beweiswert eines medizinischen Berichts (vgl. E. 
2.5 hiervor) nicht erfüllt. Dr. med. C.________ bezeichnet darin einen 
Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 2. April 2012 und der 
patellofemoralen Instabilität links, welche zum Eingriff vom 24. Januar 2013 
geführt hat, zwar nicht als überwiegend wahrscheinlich, jedoch als möglich 
und schliesst diesen somit durchaus nicht aus. Eine Auseinandersetzung 
mit den verschiedenen Arztberichten und bildgebenden Abklärungen 
seitens des beratenden Arztes ist unterblieben bzw. nicht dokumentiert. 
Damit fehlt auch eine Begründung für die Einschätzung von Dr. med. 
C.________. Die Beschwerdegegnerin bestreitet offenbar nicht, dass 
unmittelbar nach dem (vom Gericht als Unfall qualifizierten) Ereignis vom 
2. April 2012 kausal Beschwerden aufgetreten sind (vgl. Notfallkonsultation 
vom 2./3. April 2012 [Beilage zu AB 8]). Der Beschwerdeführer hat zudem 

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konstant über Beschwerden geklagt. Betreffend das bereits im Januar 2011 
operierte linke Knie (vgl. z.B. AB 25) war noch vor dem zweiten (bis anhin 
nicht beurteilten) Ereignis vom 16. Februar 2013 (vgl. AB 53) am 24. 
Januar 2013 erneut ein operativer Eingriff erfolgt. (vgl. AB 34). Es ist dem 
Gericht nicht möglich, abschliessend über die Frage der Unfallkausalität zu 
urteilen, zumal auch die aktenkundigen Berichte der behandelnden Ärzte 
keine fachärztliche Diskussion und zusammenfassende Würdigung der 
natürlichen Kausalität enthalten. Die Sache ist folglich zu weiteren 
gutachterlichen Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 
Die Versicherung wird dazu zudem vorgängig sämtliche das linke Knie 
betreffenden Akten des Beschwerdeführers zu erheben haben. Dass der 
Beschwerdeführer offenbar bereits vor dem fraglichen Ereignis 
Kniebeschwerden links hatte, spielt keine Rolle, da es für die Begründung 
eines Leistungsanspruchs bereits ausreichend wäre, wenn der Unfall eine 
Teilursache für die Beschwerden darstellen würde (BGE 134 V 109 E. 9.5 
S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

4.2 Nach dem Ausgeführten ist die Beschwerde gutzuheissen und der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 6. März 2014 ist aufzuheben. Die 
Sache ist zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und 
anschliessendem Erlass eines neuen Einspracheentscheids an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.

5.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht 
festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 
Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 
lit. g ATSG).

Mit der Kostennote vom 16. Juni 2014 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Aufwand von 8.58 Stunden à Fr. 250.-- bzw. ein Honorar von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juli 2014, UV/14/337, Seite 12

Fr. 2‘145.-- plus Auslagen von Fr. 91.60 zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % 
(von Fr. 2‘236.60) im Betrag von Fr. 178.95, total Fr. 2‘415.55, geltend, was 
nicht zu beanstanden ist. Demnach ist die Parteientschädigung auf 
Fr. 2‘415.55 festzusetzen; diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 
Einspracheentscheid der Allianz vom 6. März 2014 aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – einen 
neuen Einspracheentscheid erlasse.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘415.55 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic.iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt 

eingereichten Akten) 
- Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG (samt eingereichten 

Akten)
- Bundesamt für Gesundheit 

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juli 2014, UV/14/337, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen 
Begründung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.