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**Case Identifier:** f2c3c511-5339-55b7-8769-a4c92a465334
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2008 B-3450/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3450-2007_2008-11-20.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-3450/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 
Richter Ronald Flury, Richter Frank Seethaler, 
Richter Bernard Maitre, Richterin Vera Marantelli,
Gerichtsschreiber Michael Barnikol.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Autogewerbeverband der Schweiz (AGVS),
handelnd durch die Berufsprüfungskommission 
Automobiltechnik, Mittelstrasse 32, Postfach 5232, 
3001 Bern,
Erstinstanz,

Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT),
Effingerstrasse 27, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Höhere Fachprüfung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-3450/2007

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer legte im Herbst 2005 die höhere Fachprüfung 
für Automobilkaufleute ab. Mit Verfügung vom 30. September 2005 teil-
te  ihm die  Berufsprüfungskommission  Automobiltechnik  des  Autoge-
werbeverbands der Schweiz AGVS (Prüfungskommission, Erstinstanz) 
mit, dass er die Prüfung nicht bestanden habe. Im Fach "Technologi-
sche  Grundlagen,  Automobiltechnik,  Beurteilung  von  Instandstellun-
gen" habe er die ungenügende Fachnote 3.5 erhalten und auch seine 
Leistungen im Fach "Informatik,  Korrespondenz" seien mit  der eben-
falls nicht genügenden Note 3.8 beurteilt worden. Eine der Bedingun-
gen für das Bestehen der Prüfung sei, dass höchstens eine Fachnote 
den Wert 4.0 unterschreite.

B.
Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 1. Novem-
ber 2005 Beschwerde beim Bundesamt für Berufsbildung und Techno-
logie (BBT, Vorinstanz). Er rügte Unregelmässigkeiten beim Ablauf der 
Prüfung im Fach "Informatik Anwendung". Eine Diskette, die für die Lö-
sung der Prüfungsaufgaben ausgehändigt  worden sei,  habe er  auch 
nach mehreren  Anläufen  nicht  beschreiben können. Bei  der  Lösung 
dieses Problems sei wertvolle Zeit  verlorengegangen. Der Zeitverlust 
sei jedoch nicht ausgeglichen worden, indem die Prüfungszeit entspre-
chend verlängert oder ein Bonus bei der Bewertung der Prüfung ge-
währt worden sei. Ferner machte der Beschwerdeführer geltend, seine 
Prüfungsleistung in den Fächern "Informatik Anwendung", "Informatik 
schriftlich"  und  "Korrespondenz"  sei  in  mehrfacher  Hinsicht  unterbe-
wertet  worden.  Zudem  sei  seine  Prüfung  -  entgegen  der  ständigen 
Praxis der Prüfungskommission - keiner zweiten Überprüfung unterzo-
gen worden.

C.
In ihrer Vernehmlassung vom 10. Januar 2006 und in der Duplik vom 
9. März 2006 beantragte die Prüfungskommission die Abweisung der 
Beschwerde. Sie brachte vor,  dem Beschwerdeführer  sei  sofort  eine 
zweite Diskette zur Verfügung gestellt  worden, welche vom Experten 
sogar auf den Speicher des Rechners geladen worden sei. Dem Be-
schwerdeführer sei kein Nachteil entstanden, weil die Geschwindigkeit 
seiner Arbeiten auf dem Rechner hierdurch eher zugenommen habe. 
Die Prüfungsunterlagen seien zudem von zwei Expertenteams noch-
mals geprüft worden, wobei der Umstand, dass der Beschwerdeführer 

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die  Prüfung  bereits  zum zweiten  Mal  abgelegt  habe,  besonders  be-
rücksichtigt worden sei. Dennoch habe man keine Anhaltspunkte ge-
funden, die eine Vergabe von mehr Punkten hätten rechtfertigen kön-
nen.

D.
In  seiner  Replik  vom  26. Januar 2006  und  der  Triplik  vom 
29. März 2006 brachte der Beschwerdeführer vor, die Erstinstanz habe 
die Prüfung im Fach Informatik schriftlich nicht genügend vorbereitet. 
Eine Verlängerung der Prüfungszeit sei ihm keineswegs gewährt wor-
den. Auch habe er durch die Speicherung der Daten auf dem Desktop 
keine Zeit gewonnen. Die Differenz der Speichergeschwindigkeiten sei 
bei kleinen Datenmengen, wie sie bei der Prüfung verwendet worden 
seien, minimal.

E.
Zur Überprüfung der Rügen gegen die Bewertung der Prüfungsleistun-
gen zog die Vorinstanz einen Sachverständigen bei. In seinem Gutach-
ten vom 7. Juli 2006 kam der Sachverständige zum Ergebnis, dass im 
Fach "Informatik schriftlich" zwar eine Anhebung der Note vom 2.5 auf 
3.0 in Betracht komme. In diesem Fall sei jedoch  bei Prüfungsarbeiten 
aller Kandidaten eine entsprechende Bewertung bzw. Notenanhebung 
vorzunehmen. Im Übrigen bestätigte er im Wesentlichen die Erwägun-
gen der Erstinstanz. Zu dem Gutachten nahm der Beschwerdeführer 
am  4. September 2006  und  2. November  2006  erneut  Stellung  und 
hielt seine Beschwerde aufrecht.

F.
Mit Entscheid vom 18. April 2007 wies das Bundesamt die Beschwer-
de ab. Zur Begründung führte es aus, der Beschwerdeführer habe sich 
unbestrittenermassen nach Ablauf der Prüfung weder darüber beklagt, 
dass ihm wegen des besagten Vorfalls zu wenig Zeit  für die Lösung 
der Prüfungsaufgaben zur Verfügung gestanden sei, noch habe er ge-
genüber dem anwesenden Examinator den Anspruch auf Zeitkompen-
sation oder auf Wiederholung der Prüfung geltend gemacht. Aus den 
Akten ergebe sich vielmehr, dass sich der Beschwerdeführer unmittel-
bar nach der Prüfung dahingehend geäussert habe, dass die Prüfung 
einfach gewesen sei und dass er sie sich viel schwieriger vorgestellt 
habe. Erst nach Absolvierung sämtlicher Prüfungsteile und in Kenntnis 
des mangelhaften Prüfungsresultats habe er die Rüge erhoben, er sei 
unfair behandelt worden. Dem Beschwerdeführer sei es indessen zu-
zumuten gewesen, gleich nach Beendigung der Informatikprüfung auf 

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den Zeitverlust hinzuweisen und den Anspruch auf Gewährung einer 
Nachprüfzeit oder auf Wiederholung der Prüfung geltend zu machen. 
Da er dies nicht getan habe, gelte seine Rüge als verspätet und könne 
nicht gehört werden.

Etwas anderes gelte nach Ansicht der Vorinstanz nur dann, wenn dem 
Beschwerdeführer ein Zeitverlust entstanden wäre, der das Prüfungs-
ergebnis negativ hätte beeinflussen können. In diesem Fall hätten die 
Experten dem Beschwerdeführer von sich aus eine angemessene Ver-
längerung  der  Prüfungszeit  anbieten  müssen.  Vergegenwärtige  man 
sich die wenigen Arbeitsschritte, die nötig gewesen seien, um das Pro-
blem zu beheben, sei davon auszugehen, dass der gesamte Zeitver-
lust kaum mehr als zwei Minuten betragen habe. 

Die Vorinstanz ging weiter auf die inhaltlichen Rügen des Beschwerde-
führers an der Korrektur der Prüfungsarbeit ein und legte im Einzelnen 
dar, weshalb sie ihres Erachtens nicht begründet seien. 

G.
Gegen den  Beschwerdeentscheid  der  Vorinstanz  vom 18. April 2007 
erhebt der Beschwerdeführer am 18. Mai 2007 Beschwerde beim Bun-
desverwaltungsgericht.  Er  beantragt  sinngemäss,  die  angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben und ihm sei das eidgenössische Diplom zu-
zuerkennen. Er hält an den  Rügen, die er bereits im vorinstanzlichen 
Verfahren vorgebracht hat, fest und hebt noch einmal besonders her-
vor, dass er im Vergleich zu jenem Kandidaten, der die Prüfung wie-
derholen durfte,  willkürlich ungleich behandelt  worden sei,  und dass 
entgegen der Praxis der Erstinstanz keine erneute Korrektur der Prü-
fung stattgefunden habe.  Der Beschwerdeführer rügt  weiter  die Be-
wertung seiner Leistung bezüglich einzelner Prüfungsaufgaben.

H.
Mit  Vernehmlassung  vom 10. Juli  2007  beantragt  die  Vorinstanz  die 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie auf den an-
gefochtenen Entscheid vom 18. April 2007 und ergänzt, dem Gutach-
ten könne entnommen werden, dass sich der subjektive Eindruck des 
Beschwerdeführers, er sei ungerecht behandelt worden, nicht bestäti-
gen lasse. Vielmehr sei der Gutachter zum Schluss gekommen, dass 
die Bewertung der Prüfungsleistungen wohlwollend erfolgt sei. 

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I.
Auch die Erstinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2007 
die Abweisung der Beschwerde. Sie schliesst sich dem Vorbringen der 
Vorinstanz  an,  der  Beschwerdeführer  habe  die  Unterbrechung  der 
Prüfung wegen des Lesefehlers der Diskette zu spät gerügt. Da er erst 
nach Kenntnisnahme des negativen Prüfungsresultats den Ablauf des 
Verfahrens  bemängelt  und  während  der  Prüfung  "Informatik 
Anwendung"  keine  Nachprüfzeit  oder  die  Wiederholung  der  Prüfung 
verlangt  habe,  sei  die  Rüge  rechtsmissbräuchlich  und  verspätet.  Es 
habe  deshalb  keine  Veranlassung  für  eine  Verlängerung  oder 
Wiederholung der Prüfung bestanden. Es sei zwar richtig, dass bei der 
Bewertung  der  Prüfung  ein  Additionsfehler  gemacht  worden  sei. 
Dieser habe jedoch keine Auswirkungen auf  das Gesamtresultat  der 
Prüfung. 

J.
Das Bundesverwaltungsgericht lud die Erstinstanz mit Instruktionsver-
fügung  vom 19. März 2008  ein,  eine  interne  Regelung  über  die  Be-
handlung von Grenzfällen bei der höheren Fachprüfung für Automobil-
kaufleute im Jahr 2005 einzureichen, falls eine solche existiere. In ihrer 
Antwort vom 3. April 2008 gab die Erstinstanz an, in den Bestimmun-
gen zur Notenwahrung der höheren Fachprüfung für Automobilkaufleu-
te sei keine Pflicht zur Nachbeurteilung von Grenzfällen vorgesehen. 
Nach jedem Examen finde eine Notensitzung statt, zu der auch Vertre-
ter des BBT eingeladen würden. Die Arbeiten aller Kandidaten, welche 
die Prüfung nicht bestanden hätten, würden vom jeweiligen Experten-
team einer Nachkontrolle unterzogen. 

K.
Mit  Zwischenverfügung  vom  10. Juni 2008  wies  das  Bundesverwal-
tungsgericht die Prüfungskommission darauf hin, dass das Reglement 
vorsehe, dass jede Unterposition separat mit einer Note zu bewerten 
sei,  die  entweder  als  ganze oder  als  halbe  Note  auszudrücken  sei. 
Entgegen den Ausführungen in der Vernehmlassung sei deshalb da-
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der Unterposition "In-
formatik  Anwendung"  mindestens  30,5  Punkte  und  damit  gemäss 
Punkte/Noten-Raster  die  Note  5  erzielt  habe.  Ausgehend  von  einer 
Note 5 für die Unterposition "Informatik Anwendung" benötige er ledig-
lich einen halben Punkt mehr für eine Note 3 in der Unterposition "In-
formatik schriftlich", um damit die Positionsnote 4.5 für die Position "In-
formatik" und in der Folge die Fachnote 4.0 im Prüfungsfach 5, "Infor-
matik, Korrespondenz", zu erzielen und die Prüfung zu bestehen. Auf-

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grund der Aktenlage sei anzunehmen, dass der Prüfungskommission 
nicht bewusst gewesen sei, dass dem Beschwerdeführer lediglich ein 
halber Punkt zum Bestehen der Prüfung fehle und dass dessen Ertei-
lung letztlich von der Ermessensbetätigung der Examinatoren abhän-
ge.  Das  Bundesverwaltungsgericht  forderte  die  Prüfungskommission 
daher auf, in ihrer Zusammensetzung gemäss Art. 14 Prüfungsregle-
ment darüber zu beschliessen, ob sie an ihrer Verfügung vom 30. Sep-
tember 2005 festhalten wolle oder nicht. 

L.
Die  Prüfungskommission  teilte  dem  Bundesverwaltungsgericht  am 
25. Juli 2008 mit,  dass sie beschlossen habe, an der Verfügung vom 
30. September 2005  festzuhalten.  Sie  sei  der  Auffassung,  dass  die 
Wegleitung nicht im Widerspruch zum Prüfungsreglement stehe. Fach-
noten könnten auch  aus  Wertungen  ermittelt  werden,  welche  Noten 
umgingen.  Durch  die  Punktebewertung  gemäss  Wegleitung  ergebe 
sich eine viel feinere, genauere und damit gerechtere Bewertung der 
Leistungen. Selbst wenn Noten statt Punkte verwendet würden, bleibe 
es dabei, dass der Beschwerdeführer im Fach "Informatik, Korrespon-
denz" keine genügende Note erreicht habe. Dies ergebe sich sowohl 
aus der Stellungnahme der Examinatoren als auch aus dem Gutach-
ten des von der Vorinstanz beauftragten Sachverständigen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Der Entscheid der Vorinstanz vom 18. April 2007 stellt eine Verfügung 
im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Verwaltungs-
verfahren  vom  20. Dezember 1968  (VwVG,  SR  172.021)  dar.  Nach 
Art. 31  und  33 Bst. d des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) i.V.m. Art. 5 und 44 VwVG können Verfügun-
gen  des  Bundesamtes  für  Berufsbildung  und  Technologie  mit  Be-
schwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  angefochten  werden.  Der 
Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfügung durch 
diese berührt  und hat deshalb ein schutzwürdiges Interesse an ihrer 
Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Beschwerdeführung legiti-
miert  (Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Eingabefrist  und  -form  sind  gewahrt 
(Art. 50 und 52 Abs. 1 VwVG), der Kostenvorschuss wurde fristgemäss 
bezahlt  (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die  übrigen  Sachurteilsvorausset-
zungen liegen vor. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

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2.
Mit dem erfolgreichen Bestehen der höheren Fachprüfung für Automo-
bilkaufleute  weist  eine  Person  nach,  dass  sie  die  Fähigkeiten  und 
Kenntnisse  in  technischen,  personellen,  finanziellen  und  rechtlichen 
Belangen besitzt, um eine autogewerbliche Unternehmung selbständig 
zu führen (Art. 2 des Reglements über die höhere Fachprüfung für Au-
tomechaniker vom 3. Mai 1995 [Prüfungsreglement]).  

Die Prüfung umfasst die Fächer "Technologische Grundlagen, Automo-
biltechnik,  Beurteilung  von  Instandstellungen",  "Betriebsorganisation, 
Bau- und Einrichtungsplanung", "Betriebswirtschaftslehre, Personalwe-
sen, Arbeitstechnik und Kommunikation", "Fahrzeughandel, Marketing, 
Finanzierungswesen",  "Informatik,  Korrespondenz",  "Kalkulation, 
Rechnungswesen,  Bank-  und  Postzahlungsverkehr"  sowie  "Rechts-
kunde,  Versicherungswesen,  Volkswirtschaftslehre"  (Art. 15  Abs. 1 
Prüfungsreglement). 

Die Leistungen des Kandidaten werden mit Noten von 6 bis 1 bewer-
tet, wobei die Note 4 und höhere genügende Leistungen, Noten unter 
4 hingegen ungenügende Leistungen bezeichnen (Art. 18 Abs. 1  S. 1 
und  2  Prüfungsreglement).  Unzulässig  sind  andere  als  halbe  Zwi-
schennoten (Art. 18 Abs. 1 S. 3 Prüfungsreglement). Die Gesamtnote 
wird aus dem Mittel der Fachnoten gebildet (Art. 17 Abs. 3 S. 1 Prü-
fungsreglement). Eine Fachnote wird entweder aus dem Mittel aller Po-
sitionsnoten gebildet oder aus einer Wertung, welche Positionen um-
geht (Art. 17 Abs. 2 Prüfungsreglement). Wenn eine Note aus dem Mit-
tel von Fach- bzw. Positionsnoten gebildet wird, wird sie auf eine Dezi-
malstelle  gerundet  (Art. 17  Abs. 2  Bst. a  S. 2  und  Abs.  3  S. 2  Prü-
fungsreglement).  Die  Prüfung  ist  bestanden,  wenn  die  Gesamtnote 
den Wert 4,0 nicht unterschreitet, höchstens eine Fachnote den Wert 
4,0  unterschreitet  und  keine  Fachnote  den  Wert  3,0  unterschreitet 
(Art. 19 Abs. 1 Prüfungsreglement). 

3.
Nach Art. 49 VwVG kann mit  der Verwaltungsbeschwerde die Verlet-
zung  von  Bundesrecht,  einschliesslich  Überschreitung  oder  Miss-
brauch  des  Ermessens,  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung 
des  rechtserheblichen  Sachverhaltes  sowie  Unangemessenheit  der 
angefochtenen  Verfügung  gerügt  werden.  Wie  der  Bundesrat  (VPB 
62.62  E. 3,  56.16  E. 2.1)  und  das  Bundesgericht  (BGE  121  I  225 
E. 4b, 118 Ia 488 E. 4c, 106 Ia 1 E. 3c) auferlegt sich auch das Bun-
desverwaltungsgericht  bei  der  Überprüfung  von  Examensleistungen 

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Zurückhaltung, indem es in Fragen, die seitens der Verwaltungsbehör-
den naturgemäss schwer überprüfbar sind, nicht ohne Not von der Be-
urteilung der erstinstanzlichen Prüfungsorgane und Experten abweicht 
(BVGE 2007/6 E. 3). Dies deshalb, weil  der Rechtsmittelbehörde zu-
meist nicht alle massgebenden Faktoren der Bewertung bekannt sind 
und es ihr in der Regel nicht möglich ist,  sich ein zuverlässiges Bild 
über  die  Gesamtheit  der  Leistungen  des  Beschwerdeführers  in  der 
Prüfung und der Leistungen der übrigen Kandidaten zu machen. Über-
dies haben Prüfungen häufig Spezialgebiete zum Gegenstand, in de-
nen die Rechtsmittelbehörde über keine eigenen Fachkenntnisse ver-
fügt. Eine freie und umfassende Überprüfung der Examensbewertung 
würde  zudem die  Gefahr  von Ungerechtigkeiten  und  Ungleichheiten 
gegenüber anderen Kandidaten in sich bergen. 

Diese Zurückhaltung rechtfertigt sich allerdings nur bei der Bewertung 
von fachlichen Prüfungsleistungen. Sind demgegenüber die Auslegung 
und Anwendung von Rechtsvorschriften  streitig  oder  werden Verfah-
rensmängel im Prüfungsablauf gerügt, hat die Rechtsmittelbehörde die 
erhobenen  Einwendungen  mit  uneingeschränkter  Prüfungsdichte  zu 
prüfen. Andernfalls würde sie eine formelle Rechtsverweigerung bege-
hen (BVGE 2007/6 E. 3).

4.
Der  Beschwerdeführer  rügt  sowohl  Unregelmässigkeiten  beim  Prü-
fungsablauf bezüglich der Unterposition "Informatik Anwendung", wel-
ches eine Unterposition der Position "Informatik" des Prüfungsfachs 5 
"Informatik, Korrespondenz" darstellt, als auch das Vorgehen bezüglich 
der Bewertung sowie die Bewertung seiner Leistungen bezüglich der 
Unterpositionen "Informatik Anwendung" und "Informatik schriftlich".

Unklar ist,  ob der Beschwerdeführer auch die Bewertung seiner Lei-
stung bezüglich der Position "Korrespondenz" rügt. Da er diesbezüg-
lich indessen keine substantiierten Rügen vorbringt, kann diese Frage 
offen gelassen werden. 

5.
Als Verfahrensmangel rügt der Beschwerdeführer, bei  der Bewertung 
seiner Leistungen in den Fächern "Informatik Anwendung" und "Infor-
matik schriftlich" sei die Bewertung reglementswidrig nur durch einen 
statt durch zwei Examinatoren vorgenommen worden.

Die Prüfungskommission hat ein Schreiben des zweiten Examinators 

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ins Recht gelegt, in dem dieser bestätigt, dass er an der Prüfung als 
Aufsichtsperson anwesend war und sämtliche Prüfungsdokumente als 
Zweitexperte mitbewertet habe.

Diese Rüge des Beschwerdeführers erweist sich damit als offensicht-
lich unbegründet.

6.
Der Beschwerdeführer  rügt  als  weiteren Verfahrensmangel,  während 
der Prüfung in "Informatik Anwendung" sei die Diskette, die er zur Lö-
sung  der  Prüfungsaufgaben  benötigte,  nicht  beschreibbar  gewesen. 
Weil  er  auf  die  Behebung  des  Fehlers  durch  den  Prüfungsexperten 
habe warten müssen, sei er über einen längeren Zeitraum an der Be-
arbeitung  der  Prüfungsaufgaben  gehindert  gewesen.  Dennoch  habe 
der  Prüfungsexperte  ihm  keine  Verlängerung  der  Prüfungszeit  ge-
währt.

Die Vorinstanzen stellen sich auf den Standpunkt, dass es nur zu einer 
kurzen Unterbrechung gekommen und deshalb die Zeiteinbusse zu ge-
ringfügig gewesen sei. Der Beschwerdeführer habe innerhalb der zur 
Verfügung stehenden Prüfungszeit sämtliche Aufgaben gelöst. Schon 
allein deshalb sei  davon auszugehen, dass der eingetretene Zeitver-
lust  zu  geringfügig  gewesen  sei,  um sich  auf  das  Prüfungsergebnis 
auszuwirken.  Demgegenüber  macht  der  Beschwerdeführer  geltend, 
dass er  über einen längeren Zeitraum hinweg (insgesamt etwa 8-10 
Minuten) an der Bearbeitung der Prüfungsaufgaben gehindert  gewe-
sen sei.

6.1 Obwohl  die  Vorbringen  der  Parteien  bezüglich  der  Dauer  der 
Unterbrechung nicht übereinstimmen, ist jedenfalls unbestritten, dass 
die Diskette fehlerhaft  war, dass der Beschwerdeführer zuerst selbst 
mehrmals vergeblich versuchte, die Datei  darauf  zu speichern,  dann 
den  Prüfungsexperten  zu  Hilfe  rief  und  dass  dieser  nach  mehreren 
eigenen  erfolglosen  Versuchen,  die  Datei  auf  der  Diskette  zu 
speichern,  dem  Beschwerdeführer  gestattete,  die  zu  bearbeitenden 
Dokumente auf  der Festplatte  des PCs zu speichern  und ihm einen 
Platz dafür einrichtete. 

6.2 Die  Überlegungen  der  Vorinstanzen,  welche  allein  auf  dem 
Zeitbedarf  des  Prüfungsexperten  für  diese  Einrichtung  basieren, 
gehen  offensichtlich  fehl:  Durch  den  Defekt  der  Diskette  verlor  der 
Beschwerdeführer nicht nur die dafür nötige Zeit, sondern es ist auch 

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diejenige  Zeit  zu  berücksichtigen,  die  er  vorher  für  die  eigenen 
vergeblichen Speicherversuche, durch die Kontaktaufnahme mit  dem 
Prüfungsexperten, durch die Erklärung des Problems sowie durch die 
vergeblichen Versuche  des Prüfungsexperten verlor. Denn erst nach 
der Bewilligung und Einrichtung des Speicherplatzes auf der Festplatte 
war er wieder in der gleichen Situation, in der sich seine Mitkandidaten 
bereits zu Beginn der Prüfung befunden hatten. Es widerspricht aber 
der allgemeinen Lebenserfahrung,  diesen Zeitbedarf  mit  weniger  als 
fünf Minuten anzunehmen. 

6.3 Mängel  im  Prüfungsablauf  und  Reglementsverletzungen  stellen 
nur dann einen rechtserheblichen Verfahrensmangel dar, wenn sie in 
kausaler Weise das Prüfungsergebnis eines Kandidaten entscheidend 
beeinflussen können oder beeinflusst haben (vgl. das Urteil des Bun-
desgerichts  vom 3. Oktober 2000  1P.420/2000/sch E. 4 b; VPB 45.43 
E. 3;  50.45  E. 4.1;  56.16  E. 4,  sowie  das  Urteil  des  Bundesverwal-
tungsgerichts vom 2. Juli 2007 [B-2213/2006], E. 5). 

Für die Beurteilung der Frage, ob eine Unterbrechung der zur Verfü-
gung stehenden Zeit als beachtlich angesehen werden kann, ist diese 
in Relation zur Gesamtdauer der Prüfung sowie zu der zum Bestehen 
der Prüfung fehlenden Punktzahl zu setzen. 

Die Gesamtdauer der Prüfung betrug im vorliegenden Fall 50 Minuten; 
schon eine Unterbrechung von nur fünf Minuten hätte den Kandidaten 
daher  10  Prozent  seiner  Prüfungszeit  gekostet.  Mit  mindestens 
5 Minuten mehr Zeit  zur  Verfügung,  um die Übereinstimmung seiner 
Lösungen mit den formalen Kriterien der Aufgabenstellung zu verglei-
chen,  hätte  der  Beschwerdeführer  realistische  Aussichten  gehabt, 
noch einige weitere Teilpunkte, etwa bezüglich korrekten Schrifteigen-
schaften,  zu erreichen. Der gerügte Verfahrensfehler erscheint daher 
als rechtserheblich.

6.4 Voraussetzung für die Erteilung eines Diploms ist in jedem Fall ein 
gültiges und genügendes Prüfungsresultat. Es besteht ein gewichtiges 
öffentliches Interesse daran, dass nur Kandidaten den entsprechenden 
Ausweis erhalten, welche den damit verbundenen hohen Erwartungen 
auch nachgewiesenermassen entsprechen. Nach ständiger Praxis des 
Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner  Vorgängerorganisationen  ist 
deshalb  ein  gültiges  und  nachweislich  genügendes  Prüfungsresultat 
grundsätzliche Voraussetzung für die Erteilung eines Prüfungsauswei-
ses. Liegt wegen Verfahrensfehlern kein gültiges Prüfungsergebnis vor, 

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so ist diese Voraussetzung nicht erfüllt und es bleibt in der Regel keine 
andere  Lösung,  als  die  betreffende  Prüfung  durch  den  Betroffenen 
wiederholen  zu  lassen  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
B-7894/2007 vom  19. Juli 2008  E. 4.1,  VPB 64.106  E. 6.6.2, 
VPB 61.31 E. 8.1). Mängel im Prüfungsablauf, selbst wenn sie unzwei-
felhaft  nachgewiesen sind,  können daher  nur  dazu führen,  dass  der 
Beschwerdeführer  den  betroffenen  Prüfungsteil  gebührenfrei  wieder-
holen darf, nicht aber zur Erteilung des Prüfungsausweises. 

In der Folge sind daher auch noch die Rügen des Beschwerdeführers 
bezüglich der Bewertung seiner Prüfungsleistungen zu überprüfen, da 
nur Bewertungsfehler  geeignet  wären,  dazu zu führen,  dass die Be-
schwerde gutgeheissen und dem Beschwerdeführer das Diplom erteilt 
werden könnte. 

7.
Im  Fach  "Informatik  Anwendung"  rügt  der  Beschwerdeführer  die 
Bewertung seiner Prüfungsleistung bezüglich der Aufgaben 9, 10, 11, 
14 und 25. 

7.1 Wie dargelegt (vgl. E. 3 hievor) überprüft das Bundesverwaltungs-
gericht die Bewertung von Examensleistungen nur mit Zurückhaltung 
und weicht  nicht  ohne Not von der Beurteilung der erstinstanzlichen 
Prüfungsorgane ab. Den Examinatoren kommt bei der Beurteilung der 
Frage,  ob ein  Kandidat  eine  Prüfungsaufgabe richtig  gelöst  hat  und 
welche Antworten als vertretbare Lösungen in Betracht kommen, ein 
grosser  Beurteilungsspielraum zu. Es kann daher  nicht  Aufgabe der 
Beschwerdeinstanz  sein,  die  gesamte  Prüfung  gewissermassen  zu 
wiederholen. Die Rügen des Beschwerdeführers, dass die Bewertung 
seiner Prüfungsleistungen offensichtlich unangemessen gewesen sei, 
müssen daher von objektiven Argumenten und Beweismitteln getragen 
sein. Ergeben sich solche eindeutigen Anhaltspunkte nicht bereits aus 
den Akten, so kann von der Beschwerdeinstanz nur dann verlangt wer-
den, dass sie auf alle die Bewertung der Examensleistung betreffen-
den Rügen detailliert eingeht, wenn der Beschwerdeführer selbst sub-
stanziierte  und  überzeugende  Anhaltspunkte  dafür  liefert,  dass  ein-
deutig zu hohe Anforderungen gestellt oder die Prüfungsleistung offen-
sichtlich unterbewertet wurde. Haben die Examinatoren im Einzelnen 
dargelegt, warum eine Lösung des Beschwerdeführers falsch oder un-
vollständig ist  und er daher nicht die Maximalpunktzahl erhalten hat, 
so wird der Beschwerdeführer den Anforderungen an eine genügende 
Substanziierung seiner Rügen nicht gerecht, wenn er sich einfach da-

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rauf beschränkt zu behaupten, seine Lösung sei vollständig und kor-
rekt, ohne diese Behauptung näher zu begründen oder zu belegen. 

Diese  Zurückhaltung  ist  erst  recht  am Platz,  wenn  zur  Klärung  des 
Sachverhalts  ein  Sachverständiger  beigezogen wurde (Art. 12  Bst. e 
und  19  VwVG i. V. m. Art. 57 ff.  des  Bundesgesetzes  vom über  den 
Bundeszivilprozess 4. Dezember 1947 [BZP, SR 273]). Das Gutachten 
eines  derartigen  Sachverständigen  stellt  eine  Entscheidungshilfe  für 
den Richter dar, dessen Wissen durch die besonderen Fachkenntnisse 
des Experten ergänzt werden soll. Die Beweiswürdigung und die Be-
antwortung der sich stellenden Rechtsfragen bleiben Sache des Rich-
ters;  in  technischen  Fragen ist  jedoch  die  Auffassung  des Experten 
massgebend,  sofern  diese  nicht  offensichtlich  widersprüchlich  er-
scheint  oder  auf  irrtümlichen  tatsächlichen  Feststellungen  beruht. 
Grundsätzlich weicht der Richter daher nicht ohne zwingende Gründe 
von  der  Einschätzung  des  Experten  ab  (BGE 118  Ia  144  E. 1c, 
BGE 118 V 286 E. 1b, mit weiteren Hinweisen). 

7.2 Der  Beschwerdeführer  rügt  vorab,  die  Examinatoren  hätten  auf 
Seite 3 seiner Lösung die ihm erteilten Punkte falsch addiert und ihm 
deswegen bei der Gesamtpunktzahl einen Punkt zu wenig angerech-
net. Diese Rüge ist  unzweifelhaft  begründet,  wie auch die Prüfungs-
kommission in ihrer Vernehmlassung zugesteht. Bereits aufgrund die-
ser Korrektur allein erhöht sich die Gesamtpunktzahl in diesem Fach 
bzw. der Unterposition "Informatik Anwendung" auf 30.5 Punkte. 

In  ihrer  Vernehmlassung vertritt  die  Prüfungskommission  die  Auffas-
sung, dass diese Punkte zu gewichten (mit dem Faktor 2 zu multipli-
zieren) und zu den Punkten der Unterposition "Informatik schriftlich" 
zu addieren seien. In der Zwischenverfügung vom 10. Juni 2008 wies 
das  Bundesverwaltungsgericht  die  Prüfungskommission  darauf  hin, 
dass diese Auffassung zwar der Darstellung in der Wegleitung folge, 
jedoch in Widerspruch mit dem Prüfungsreglement stehe, welches vor-
sieht, dass jede Unterposition separat mit einer Note zu bewerten ist, 
die als ganze oder halbe Note auszudrücken ist, und dass andere als 
halbe Zwischennoten unzulässig sind (vgl. Art. 17 Abs. 1 i.V.m. Art. 18 
Prüfungsreglement).  Die  Prüfungskommission  wendet  dagegen  ein, 
dass das Reglement zulasse, Fachnoten aus Wertungen zu ermitteln, 
welche Noten umgehe, wobei insbesondere an Punktewertungen ge-
dacht  worden  sei,  wie  sie  nun  die  Wegleitung  vorsehe.  Durch  die 
Punktebewertung ergebe sich  eine viel  feinere,  genauere  und damit 
gerechtere Bewertung der Leistung der Kandidaten. 

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Wie es sich mit dieser Frage verhält, kann letztlich offen gelassen wer-
den, da sie im vorliegenden Fall nicht entscheidend ist, wie noch dar-
zulegen sein wird. 

7.3 Bezüglich der  Bewertung seiner  Leistungen in  der  Unterposition 
"Informatik Anwendung" rügt der Beschwerdeführer, er habe die Auf-
gaben 9 bis 11 im Wesentlichen korrekt gelöst, insbesondere habe er 
die einschlägigen Formeln richtig angewandt. Er habe lediglich für die 
Formeln falsche Bezüge eingesetzt und falsche Spalten in die Berech-
nung einbezogen. Der von der Erstinstanz vorgenommene Abzug von 
insgesamt 4.5 Punkten sei daher unangemessen hoch. 

Den  Examinatoren  steht  grundsätzlich  ein  grosser  Ermessensspiel-
raum zu bezüglich der Frage, welches relative Gewicht den verschie-
denen Angaben, Überlegungen oder Berechnungen zukommt, die zu-
sammen  die  korrekte  und  vollständige  Antwort  auf  eine  bestimmte 
Prüfungsfrage darstellen, und wie viele Punkte in der Folge für nur teil-
weise richtige Antworten zu vergeben sind. Das Bundesverwaltungs-
gericht geht daher davon aus, dass es ihm verwehrt ist, bei Rügen be-
züglich derartiger Fragen sein Ermessen an die Stelle desjenigen der 
Prüfungsorgane  zu  setzen.  Insbesondere  besteht  keinen  Rechtsan-
spruch  darauf,  dass  dieser  Ermessensspielraum  jeweils  so  weit  als 
möglich zu Gunsten des Kandidaten ausgenutzt wird. 

Das  Ermessen  der  Examinatoren  ist  lediglich  dann  eingeschränkt, 
wenn die  Prüfungsorgane einen verbindlichen Bewertungsraster  vor-
gegeben haben, aus dem die genaue Punktverteilung pro Teilantwort 
hervorgeht: Der Grundsatz der Rechtsgleichheit beziehungsweise der 
Gleichbehandlung aller  Kandidaten gewährt  in  einem derartigen Fall 
jedem  Kandidaten  den  Anspruch  darauf,  dass  auch  er  diejenigen 
Punkte erhält, die ihm gemäss Bewertungsraster für eine richtige Teil-
leistung zustehen. Im vorliegenden Fall liegt indessen kein derartiger 
Bewertungsraster für die Erteilung von Punkten für Teilantworten vor. 

Der Beschwerdeführer hat nicht substantiiert, inwiefern die Examinato-
ren das ihnen zustehende Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hätten. 
Der von der Vorinstanz beigezogene, neutrale Experte erachtet die Be-
wertung in diesem Prüfungsteil als angemessen und fair. Das Ermes-
sen der Examinatoren ist daher auch im vorliegenden Fall zu respek-
tieren. 

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7.4 Bezüglich  der  Aufgaben  14  und  25  rügt  der  Beschwerdeführer, 
aus der Aufgabenstellung sei  nicht  genügend klar  hervor  gegangen, 
dass die Wörter "Autor",  "Datum" und "Datei" Teil der Lösung hätten 
sein  müssen.  Die  Prüfungskommission  führt  indessen  verschiedene 
weitere,  nicht  substantiiert  bestrittene  Mängel  der  Lösung  des 
Beschwerdeführers auf. Das Ausmass des Abzugs für  diese Mängel 
liegt  im  Ermessen  der  Prüfungskommission,  weshalb  auch  diese 
Bewertung nicht zu beanstanden ist.

7.5 Soweit  der  Beschwerdeführer  rügt,  die  Unterposition  "Informatik 
Anwendung" sei zu Unrecht nicht mit mehr als 30.5 Punkten bewertet 
worden, erweisen sich seine Rügen daher nicht als begründet.

8.
Die Examinatoren haben die Leistung des Beschwerdeführers in der 
Unterposition  "Informatik  schriftlich"  mit  13.5  Punkten  bewertet.  Der 
Beschwerdeführer rügt die Bewertung seiner Leistungen bezüglich der 
Aufgaben 2, 5, 11, 12, 14, 15, 16, 18, und 19. 

8.1 Bezüglich der Aufgaben 2 und 5 rügt  der Beschwerdeführer, die 
Prüfungskommission  habe  unangemessen  hohe  Anforderungen  ge-
stellt,  substantiiert  diese Rüge indessen nicht weiter. Demgegenüber 
haben  sowohl  die  Prüfungskommission wie  auch  der  von der  Vorin-
stanz beigezogene, unabhängige Experte begründet,  warum sie das 
Schwierigkeitsniveau dieser Aufgaben als angemessen erachten. 

8.2 Bezüglich der Aufgaben 11 und 12  legte der von der Vorinstanz 
beigezogene Experte ausführlich dar, warum die vom Beschwerdefüh-
rer vorgebrachten Argumente in sich widersprüchlich und dessen Lö-
sungen  korrekt  bewertet  seien.  Lediglich  bezüglich  der  Aufgabe  12 
könnte man seiner Auffassung nach dem Beschwerdeführer noch ei-
nen halben Punkt zugestehen, sofern man  die "eindeutigen Inkonsis-
tenzen bzw. Widersprüche" im Quervergleich mit den Lösungen 10 und 
11 ausser Betracht lasse. Die in der Beschwerde vor dem Bundesver-
waltungsgericht an dieser Expertise bzw. an den daraus durch die Vor-
instanz gezogenen Schlussfolgerungen geübte Kritik des Beschwerde-
führers verkennt, dass der Experte effektiv weder bei der einen Aufga-
be mehr Punkte vergeben noch bei der anderen Aufgabe Punkte abge-
zogen hat, sondern nur auf die logisch notwendigen Konsequenzen ei-
ner allfälligen Höherbewertung hingewiesen hat. Die vom Experten ge-
wählte Formulierung bezüglich der allfälligen Möglichkeit einer Höher-
bewertung bringt nicht zum Ausdruck, dass er der Meinung wäre, die 

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Examinatoren hätten das ihnen bei der Bewertung zustehende Ermes-
sen rechtsfehlerhaft ausgeübt. 

8.3 Bezüglich der Aufgabe 14 rügt der Beschwerdeführer, bei der Be-
wertung seiner Prüfungsleistungen hätte berücksichtigt  werden müs-
sen,  dass  er  nicht  deutscher  Muttersprache sei.  Die  nicht  stufenge-
rechte Sprache hätte daher als zweitrangig beurteilt werden müssen. 
Die  Examinatoren kritisierten,  dass  die  Lösung des Beschwerdefüh-
rers teilweise nicht entzifferbar gewesen sei. Sowohl sie wie auch der 
von der Vorinstanz beigezogene Experte legten dar, dass die Antwort 
des  Beschwerdeführers  zu  wenig  präzise  war. Diese  Mängel  haben 
weniger mit einem fehlenden Gespür für sprachliche Feinheiten als mit 
Wissenslücken zu tun,  weshalb offen gelassen werden kann,  ob der 
Beschwerdeführer im Kontext einer höheren Fachprüfung überhaupt ir-
gendwelche  Rechtsansprüche  aus  seiner  andern  Muttersprachigkeit 
ableiten könnte. 

8.4 Auch bezüglich der Aufgabe 15 war die Lösung des Beschwerde-
führers nur teilweise richtig. Ein Bewertungsraster für die Erteilung von 
Punkten für Teilantworten existiert nicht, weshalb dem Beschwerdefüh-
rer kein Rechtsanspruch auf eine bestimmte Punktezahl zusteht. Viel-
mehr  ist  das  Ermessen der  Examinatoren zu respektieren (vgl.  E. 3 
und 7.3 hievor).

8.5 Bezüglich der Aufgaben 16,  18 und 19 haben die Examinatoren 
und insbesondere der von der Vorinstanz beigezogene Experte aus-
führlich dargelegt, warum die Lösung des Beschwerdeführers korrekt 
bewertet  wurde. Die Rügen des Beschwerdeführers sind demgegen-
über zu wenig substantiiert,  um diese Bewertung als rechtsfehlerhaft 
erscheinen zu lassen. Dass der Experte bei einzelnen Aufgaben auch 
eine für den Beschwerdeführer günstigere Bewertung als vertretbar er-
achtete, darf im Rechtsmittelverfahren nicht berücksichtigt werden. Der 
Entscheid  darüber,  welche  von  mehreren  vertretbaren  Bewertungen 
gewählt wird, liegt im Ermessen der Prüfungskommission bzw. der Ex-
aminatoren, welche auch die Leistungen der übrigen Kandidaten be-
wertet haben. Solange diese Ermessensausübung durch die Examina-
toren der Prüfungskommission sich nicht als rechtsfehlerhaft erweist, 
etwa weil sie willkürlich oder rechtsungleich ist, hat das Bundesverwal-
tungsgericht sie zu respektieren (vgl. E. 3 und 7.3 hievor).

8.6 Insgesamt ergibt sich somit, dass die Rügen des Beschwerdefüh-
rers,  seine Leistungen in  der Unterposition "Informatik  schriftlich"  zu 

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Unrecht nicht mit mehr als 13.5 Punkten bewertet worden seien, nicht 
begründet sind. 

9.
Unter  diesen  Umständen  kann  offen  gelassen  werden,  ob  die  Prü-
fungskommission bei korrekter Auslegung des Prüfungsreglements die 
dem  Beschwerdeführer  in  den  einzelnen  Unterpositionen  erteilten 
Punkte in Noten hätte umrechnen müssen oder ob das der Wegleitung 
entsprechende Vorgehen zulässig war, denn nach keiner dieser beiden 
Bewertungsweisen hätte der Beschwerdeführer genügend Punkte bzw. 
die erforderlichen Noten erreicht, um die Prüfung zu bestehen.

Im Ergebnis kann das Diplom somit nicht erteilt werden. Indessen führt 
der dargelegte, rechtserhebliche Verfahrensmangel im Ablauf der Prü-
fung in der Unterposition "Informatik Anwendung" (vgl. E. 6.4 hievor) 
dazu, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine kostenlose Wie-
derholung  des  entsprechenden  Prüfungsteils  unter  korrekten  Prü-
fungsbedingungen hat. Zu berücksichtigen ist indessen, dass die Prü-
fungskommission für  die verschiedenen Unterpositionen der Position 
"Informatik" keine separaten Noten erteilt  hat, sondern die Positions-
note aufgrund der  gewichteten und addierten Punkte beider Unterpo-
sitionen errechnet hat. Eine derartige Bewertungsweise setzt aufeinan-
der  abgestimmte  Punkteschemen  für  beide  Unterpositionen  voraus, 
was nicht gewährleistet ist, wenn die eine Unterposition im Jahr 2005 
abgelegt  und die andere nach dem im Jahr 2009 geltenden Punkte-
schema wiederholt  wird. Die betroffene Unterposition "Informatik An-
wendung" kann daher nicht  isoliert  wiederholt  werden,  sondern dem 
Beschwerdeführer  ist  Gelegenheit  zu  bieten,  beide  Unterpositionen 
der Position "Informatik" zu wiederholen. 

10.
Insgesamt erweist sich die Beschwerde somit als teilweise begründet, 
der  angefochtene  Entscheid  sowie  der  erstinstanzliche  Prüfungsent-
scheid sind aufzuheben und die Sache ist an die Prüfungskommission 
zurückzuweisen, damit sie dem Beschwerdeführer Gelegenheit gebe, 
die Prüfungen der Position "Informatik" kostenlos und unter korrekten 
Prüfungsbedingungen  erneut  abzulegen,  und  anschliessend  erneut 
über Bestehen oder Nichtbestehen der höheren Fachprüfung für Auto-
mobilkaufleute entscheide. 

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11.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt der Beschwerdeführer als nur 
teilweise obsiegend, weshalb ihm die Verfahrenskosten zur Hälfte auf-
zuerlegen sind (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr bemisst 
sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozess-
führung und finanzieller  Lage der  Parteien (vgl. Art. 2 Abs. 1 Satz 1 
des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]). 
Das  Bundesverwaltungsgericht  erachtet  eine  Gerichtsgebühr  in  der 
Höhe von Fr. 1'100.- als angemessen. Der dem Beschwerdeführer auf-
erlegte  Anteil  ist  mit  dem  am  14. Juni 2007  geleisteten  Kostenvor-
schuss zu verrechnen. 

12.
Der Beschwerdeführer ist nicht anwaltlich vertreten, weshalb ihm keine 
Parteientschädigung  zuzusprechen  ist  (vgl.  Art. 64  Abs. 1  VwVG, 
Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

13.
Dieses  Urteil  kann  nicht  mit  Beschwerde  an  das  Bundesgericht 
weitergezogen werden (Art. 83 Bst. t des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Es ist somit endgültig. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  teilweise gutgeheissen. Die Verfügung der Erst-
instanz  vom 30. September 2005  und  der  Beschwerdeentscheid  der 
Vorinstanz vom 18. April 2007 werden aufgehoben und die Streitsache 
wird  an  die  Erstinstanz  zurückgewiesen  mit  der  Weisung,  dem  Be-
schwerdeführer die Möglichkeit zu geben, die Prüfungen im Prüfungs-
fach 5,  Position  "Informatik", erneut,  unter  korrekten Prüfungsbedin-
gungen und kostenlos, abzulegen und anschliessend erneut über das 
Bestehen oder Nichtbestehen der höheren Fachprüfung für Automobil-
kaufleute zu entscheiden.

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2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 1'100.-  werden  dem Beschwerdeführer 
zur Hälfte, in der Höhe von Fr. 550.-, auferlegt und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss  von  Fr. 1'400.-  verrechnet. Der  Restbetrag  von 
Fr. 850.- wird dem Beschwerdeführer aus der Gerichtskasse zurücker-
stattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  (Einschreiben; Beilagen: Beschwerdeunter-
lagen, Rückerstattungsformular)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Einschreiben; Beilagen: Vorakten)
- die Erstinstanz (Einschreiben; Beilagen: Vorakten)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Eva Schneeberger Michael Barnikol

Versand: 24. November 2008

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