# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb1b173a-3113-54fd-b21e-98fb046a6257
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.02.2024 I 2023 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-8_2024-02-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 8

Entscheid vom 14. Februar 2024 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien C.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, D.________ 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. C.________, geboren am C.________ 1972, türkische Staatsangehörige, 
lebte bis zum 20. September 1980 (= Einreisedatum in die Schweiz) in der 
Türkei. Von 1981 bis 1987 besuchte sie die Volksschule in A.________. Nach 
der in der Türkei erfolgten Heirat mit einem türkischen Landsmann am 28. 
Dezember 1988 brachte sie zwei Kinder zur Welt (B.________ xxx 1990; 
I.________ xxx 1992). Seit dem 5. September 1996 ist sie geschieden. 

Nach Beendigung der Primarschule hat sie verschiedene Hilfsarbeitertätigkeiten 
ausgeübt (Betriebsmitarbeiterin Versand, Produktionsmitarbeiterin J.________ 
AG, K.________ AG, Verkäuferin). Von 2002 bis 2003 absolvierte sie eine 
Handelsschule in Rapperswil. Von August 2004 bis Januar 2006 arbeitete sie als 
Sachbearbeiterin / Telefonistin bei einem Verlag. Es folgten verschiedene 
kürzere Arbeitseinsätze. Die Arbeitstätigkeit wurde jedoch unterbrochen durch 
verschiedene mehrjährige, familienbedingte Abwesenheiten vom Arbeitsmarkt 
(vgl. IV-act. 30-35/37 f.). Am 22. Dezember 2006 (= Registrierungsdatum) 
meldete sich C.________ bei der IV-Stelle Schwyz zum Bezug von IV-
Leistungen an (IV-act. 2). Zu dem Zeitpunkt übte sie eine Teilzeittätigkeit als 
Montagemitarbeiterin aus (letzter Arbeitstag 31.5.2007, IV-act. 38-4/4). 

B. Die IV-Stelle veranlasste u.a. eine psychiatrische Abklärung, welche von 
Dr.med. E.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
vorgenommen wurde (Gutachten vom 29. Mai 2007 = IV-act. 30). Der Gutachter 
kam unter anderem zum Ergebnis, dass aus psychiatrischer Sicht ein volles 
zeitliches Arbeitspensum zumutbar sei, indessen aufgrund einer leichten 
depressiven Episode (F32.0) und einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit 
emotional-instabilen und histrionischen Anteilen (ICD-10: F61) aktuell die 
Leistungsfähigkeit um 40% eingeschränkt sei (vgl. IV-act. 30-21/37). 

Zudem wurde am 16. Oktober 2007 eine Haushaltsabklärung vorgenommen (vgl. 
IV-act. 44).

C. Am 8. Mai 2008 hat die IV-Stelle verfügt, dass der ermittelte IV-Grad 40% 
betrage und C.________ mit Wirkung ab 1. Oktober 2007 eine IV-Viertelsrente 
zustehe (IV-act. 59). Auf Beschwerde von C.________ hin bestätigte das 
Verwaltungsgericht mit VGE I 2008 133 v. 16. September 2008 diese Verfügung 
(IV-act. 80). Der Verwaltungsgerichtentscheid erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft.

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D. Ab Ende September 2008 übte C.________ eine Teilzeittätigkeit als 
Verkäuferin aus (welche sie Ende November 2011 allerdings wieder aufgab, IV-
act. 79, 83-4/4). 

Mit Mitteilung vom 20. Januar 2010 wurde nach Durchführung einer Revision von 
Amtes wegen der bestehende Rentenanspruch (IV-Grad 40%) bestätigt (IV-act. 
97). Nachdem im Rahmen des zweiten Revisionsverfahrens eine Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes geltend gemacht worden war, veranlasste die 
IV-Stelle die Einholung eines psychiatrischen Verlaufsgutachtens (IV-act. 115, 
123). Nach Vorliegen des Gutachtens verfügte die IV-Stelle am 20. Februar 
2014, dass kein Anspruch auf eine Erhöhung der Invalidenrente bestehe. Der 
Anspruch auf eine Viertelsrente wurde bestätigt (IV-act. 142). In der Zwischenzeit 
war C.________ teilweise arbeitslos, nahm an einem Beschäftigungsprogramm 
teil und war während kürzeren bis längeren Perioden teilweise erwerbstätig (ab 
Januar 2014 als Raumpflegerin [IV-act. 138, 146-5/6, 150]).

E. Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 14. August 2017 beantragte die be-
handelnde Psychiaterin im Namen von C.________ die Erhöhung der Rente in-
folge vollständiger Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 146). Die IV-Stelle veranlasste dar-
aufhin wiederum eine Verlaufsbegutachtung durch den Psychiater (IV-act. 156, 
158). Das Gutachten wurde am 23. Juli 2018 erstattet (IV-act. 160). Mit der Ver-
sicherten wurden Integrationsmassnahmen abgeklärt. Im Schlussbericht vom 
2. April 2019 wurde zu den Eingliederungsbemühungen festgehalten, dass sich 
die Versicherte keine Arbeitstätigkeit im 1. Arbeitsmarkt vorstellen könne, sie 
werde sich bei der BSZ zwecks Aufnahme einer Beschäftigung melden (IV-act. 
169-8/8).

Nach Vorliegen des psychiatrischen Verlaufsgutachtens verfügte die IV-Stelle am 
18. Dezember 2019, dass das Gesuch um Rentenerhöhung abgewiesen werde. 
Es bestehe weiterhin Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act. 173).

F. Am 24. Februar 2021 wurde eine Haushaltsabklärung bei der Tochter von 
C.________ durchgeführt, welche zusammen mit ihrer Tochter (geb. Oktober 
2020, IV-act. 179-1/1) seit Januar 2021 bei C.________ lebt. Gemäss dem in der 
Folge erstellten Bericht habe sich bei der Abklärung vor Ort gezeigt, dass sich 
v.a. C.________ um das Grosskind kümmere. Es könne deshalb nicht mehr von 
einer 100%-igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall ausgegangen werden (IV-
act. 179). Entsprechend wurde am 9. März 2021 eine Rentenrevision von Amtes 
wegen eingeleitet (IV-act. 177). Nachdem eine Kontaktaufnahme mit C.________ 
zunächst gescheitert war (vgl. Vorbescheid v. 8.3.2022 betr. Sistierung der Rente 

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infolge Verletzung der Mitwirkungspflicht, IV-act. 196), wurde am 12. Mai 2022 
eine Haushaltsabklärung vor Ort durchgeführt (IV-act. 201). 

G. Mit Vorbescheid vom 17. Juni 2022 (IV-act. 203) wurde eine Aufhebung der 
Rente infolge Änderung der Erwerbssituation (Statuswechsel von voller Erwerbs-
tätigkeit zu Teilzeittätigkeit im Umfang von 50%) angekündigt. Dagegen liess 
C.________ mit Eingabe vom 24. August 2022 Einwand erheben (IV-act. 209). 

Mit Verfügung vom 14. Dezember 2022 hob die IV-Stelle Schwyz in Berücksich-
tigung eines Statuswechsels nach der Geburt eines Enkelkindes (neu 50% Er-
werbstätigkeit und 50% Haushalt) und einem sich neu ergebenden IV-Grad von 
20% den Anspruch auf eine Viertelsrente auf Ende des folgenden Monats auf 
(IV-act. 213).

H. Gegen diese Verfügung lässt C.________ mit Eingabe vom 1. Februar 
2023 fristgemäss Beschwerde führen mit folgenden Anträgen: 

1. Die Verfügung vom 14.12.2022 sei aufzuheben. 

2. Es seien der Beschwerdeführerin weiterhin die gesetzlichen Leistungen 
nach IVG, namentlich eine Viertelsrente auszurichten. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt. zu Lasten 
der Beschwerdegegnerin.

Des Weiteren lässt C.________ die unentgeltliche Prozessführung und die un-
entgeltliche Prozessverbeiständung durch die unterzeichnende Rechtsanwältin 
beantragen. 

I. Die IV-Stelle Schwyz beantragt mit Vernehmlassung vom 28. Februar 2023 
die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerde-
führerin.

Mit Replik vom 17. April 2023 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 
fest. Die Vorinstanz verzichtet mit Mitteilung vom 4. Mai 2023 auf weitere Aus-
führungen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgeset-
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), 
der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSV; SR 830.11), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; 

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SR 831.20) sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 
831.201) in Kraft getreten.

In zeitlicher Hinsicht sind - vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege-
lungen - grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des 
rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung 
haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Für Fälle 
erstmaliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist 
der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendba-
re Recht entscheidend (vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Inva-
lidenversicherung, KSIR, Rz. 9102). 

Damit sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvor-
schriften anwendbar, nachdem die potentiell massgebliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen (Geburt des Enkelkindes im Oktober 2020 bzw. Ein-
zug der Tochter und des Enkelkindes bei der Beschwerdeführerin im Januar 
2021) vor dem 1. Januar 2022 liegt.  

2.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 
16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein-
tritt der Invalidität und Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche-
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dies ist 
die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs mit den Untervarianten des 
Schätzungs- oder Prozentvergleichs (BGE 144 I 21 E. 2.1 m.H. auf BGE 114 V 
31 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 144 I 21 E. 2.1 m.H. auf 
BGE 128 V 29 u.w.H.).

Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und de-
nen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, 
in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (aArt. 
28a Abs. 2 IVG). Dies ist die spezifische Methode der Invaliditätsbemessung 
(Betätigungsvergleich).

Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Be-
trieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Inva-
lidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbe-
reich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Abs. 2 festgelegt. In die-

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sem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufga-
benbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemes-
sen (aArt. 28a Abs. 3 IVG).

Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 144 I 221 E. 2.1 
m.H. auf BGE 137 V 334).

2.3 Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch auf eine 
Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% auf eine halbe 
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70% auf eine ganze Rente (aArt. 
28 Abs. 2 IVG).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird 
die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (aArt. 17 Abs.1 ATSG). Anlass zur Ren-
tenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revi-
dierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebe-
nen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben oder eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt (BGE 144 I 21 E. 2.2 m.H.; 
BGE 130 V 343 E. 3.5).

Steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass eine 
bisher ausschliesslich erwerbstätige versicherte Person ohne Gesundheitsscha-
den neu nur noch teilweise erwerbstätig wäre und sich daneben neu in einem 
Aufgabenbereich im Sinne von Art. 28a IVG betätigen würde, so stellt ein solcher 
Statuswechsel gleichzeitig ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG 
dar (Urteil BGer 9C_77/2021 v. 4.3.2021 E. 3.3 m.H.). 

Ergänzend gilt unter Hinweis auf BGE 147 V 124 anzumerken, dass mit Ein-
führung des neuen Berechnungsmodells gemäss aArt. 27bis IVV kein Anlass 
mehr besteht, einen Statuswechsel von der Voll- zur Teilerwerbstätigkeit nicht als 
Revisionsgrund anzuerkennen, auch wenn einzig die Geburt eines Kindes dafür 
verantwortlich ist (vgl. auch Urteil BGer 8C_658/2022 v. 30.6.2023 E. 4.2 m.H.). 

2.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder 
als nichterwerbstätig einzustufen ist, was je zur Anwendung einer anderen Me-

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thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, gemischte Methode, 
Betätigungsvergleich) führt, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im 
Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträch-
tigung bestünde. Diese Frage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnis-
sen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, 
wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-
) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1 m.H).  Bei im 
Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönli-
chen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Er-
ziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die berufli-
chen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Be-
gabungen zu berücksichtigen.

2.6 Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim 
bisherigen Rechtszustand (Urteil BGer 8C_336/2017 v. 11.10.2017 m.H.). 

3.1 In der Verfügung vom 14. Dezember 2022 wird ausgeführt, aus medizini-
scher Sicht habe es keine Veränderung gegeben. Es könne weiterhin von einer 
40%-igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden. Die Versicherte sei jedoch 
höhergradig in die Betreuung des Enkelkindes eingebunden und auch die Toch-
ter habe höheren Unterstützungsbedarf. Die Abklärung vor Ort habe ergeben, 
dass sie neu zu 50% als Erwerbstätige und zu 50% im Aufgabenbereich Haus-
halt zu beurteilen sei. Im Aufgabenbereich Haushalt bestünden keine Einschrän-
kungen. Entsprechend bestehe nurmehr ein IV-Grad von 20%. Bei der Haus-
haltsabklärung der Tochter sei festgestellt worden, dass sich vor allem die Versi-
cherte um das Grosskind kümmere. Bei der Tochter sei deshalb eine 100%-ige 
Erwerbstätigkeit geltend gemacht worden. Dass auch die Versicherte im Ge-
sundheitsfall trotz der Situation mit Tochter und Grosskind voll erwerbstätig wäre, 
sei bei dieser Familienkonstellation nicht nachvollziehbar. Auch habe die Versi-
cherte ihre Resterwerbstätigkeit bis anhin nicht verwertet. Zudem liege eine Be-
scheinigung vor, wonach die Tochter auf eine engmaschige Hilfe angewiesen 
sei, idealerweise durch die Mutter. Die Versicherte sei in der Kinderbetreuung 
nicht eingeschränkt und habe solches auch nicht beschrieben. Sie habe vielmehr 
darauf hingewiesen, wie wichtig sie für die Tochter und das Grosskind sei und 
wie viele Aufgaben sie im Haushalt übernehme. Eine ausserhäusliche Tätigkeit 
im Umfang von über 50% wäre deshalb nicht möglich. 

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3.2 Die Beschwerdeführerin wendet ein, die im Rahmen der Haushaltsab-
klärung von der Abklärungsperson umschriebenen Betreuungsaufgaben in Be-
zug auf das Enkelkind würden eine neue Festlegung des Status auf eine Teiler-
werbstätigkeit nicht rechtfertigen. Gemäss Abklärungsbericht koche sie zweimal 
pro Woche und gehe ein bis zweimal pro Woche einkaufen. Zudem übernehme 
sie die Wäsche. Die Reinigungsarbeiten würden von der Tochter ausgeführt. In 
Bezug auf die Betreuung der Enkelin ergebe sich aus dem Abklärungsbericht, 
dass diese vormittags von der Beschwerdeführerin gefüttert und dann zweimal 
pro Woche in die Kita gebracht werde. Nachmittags werde die Enkelin (sofern 
nicht in der Kita) von der Mutter betreut. Die beschriebenen Aufgaben würden 
keinen Wechsel von 100% Erwerbstätigkeit auf 50% Haushaltstätigkeit und 50% 
Erwerbstätigkeit rechtfertigen. Der Beistand der Tochter habe zudem angegeben, 
dass die Tochter ihr Kind sehr gut selber betreuen könne. Auch wenn die Be-
schwerdeführerin anfangs bzw. unmittelbar nach der Geburt der Enkelin gewisse 
Aufgaben übernommen habe, würde sie zunehmend in den Hintergrund treten, 
weshalb maximal von einer vorübergehend erhöhten Betreuung ausgegangen 
werden könne. Sie habe denn während der Abklärung auch angegeben, dass sie 
ohne gesundheitliche Einschränkungen weiterhin zu 100% arbeiten würde. Dies 
sei alleine schon aufgrund ihrer finanziellen Situation einleuchtend. Dass sie im 
Übrigen einiges aufgegeben habe, um die Tochter und die Enkelin zu unterstüt-
zen, schliesse nicht aus, dass sie im Gesundheitsfall 100% erwerbstätig wäre. Ihr 
würden als Grossmutter im Übrigen keinerlei Betreuungspflichten gegenüber der 
Enkelin zukommen. Die im Abklärungsbericht erwähnten Aufgaben, welche die 
Beschwerdeführerin übernehme (Betreuung in der Nacht bzw. das Kind schläft 
bei der Grossmutter, am Morgen das Kind füttern, zweimal/Woche kochen, Be-
treuung an gewissen Nachmittagen, Wäsche waschen und ab und zu Einkäufe 
erledigen) sprächen im Gesundheitsfall nicht gegen eine volle Erwerbstätigkeit; 
die Tätigkeiten könnten neben einem 100% Pensum geleistet werden. 

Die Beschwerdeführerin anerkennt des Weiteren, dass sie ihre Restarbeitsfähig-
keit in den vergangenen Jahren nicht bzw. nur teilweise verwertet hat. Dass der 
Arbeitsmarkt keine auf Menschen mit Einschränkungen angepasste Stellen im 
Überfluss anbiete, könne ihr jedoch nicht angelastet werden. 

Soweit die Vorinstanz geltend mache, die Beschwerdeführerin habe während der 
Abklärung erwähnt, wie wichtig sie für das Grosskind und die Tochter sei, bleibe 
unberücksichtigt, dass die Beschwerdeführerin an einer kombinierten Persönlich-
keitsstörung mit emotional-instabilen und histrionischen Anteilen leide. Um im 
Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu sein, erachte sie sich in ihrer Wahrnehmung 
sowohl für die Tochter als auch die Enkelin als unglaublich wichtig. 

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Die Annahme eines Statuswechsels aus familiären Gründen verstosse zudem 
gegen Art. 14 i.V.m. Art. 8 EMRK und sei diskriminierend. Denn ein Statuswech-
sel von Voll- zu Teilerwerbstätigkeit führe regelmässig zu einer invalidenversiche-
rungsrechtlichen Schlechterstellung der Position. 

4.1 In dem vor Zusprechung der Viertelsrente erstellten Abklärungsbericht 
Haushalt vom 2. November 2007 (IV-act. 44) wird davon ausgegangen, dass die 
Versicherte ohne gesundheitliche Probleme zum damaligen Zeitpunkt einer 
Tätigkeit in einem 100%-Pensum nachgegangen wäre. Es wird diesbezüglich 
ausgeführt, die Versicherte erhalte von ihrem Ex-Mann keine Unterhaltszahlun-
gen. Die Tochter B.________, die eine Hilflosenentschädigung leichten Grades 
aufgrund einer dauernden Überwachungsbedürftigkeit beziehe, sei ausbildungs-
bedingt in einem Heim und nur am Wochenende zu Hause. Die Tochter 
I.________ sei im Haushalt sehr aktiv und besuche die Oberstufe. In der Folge 
wurde bei der Rentenfestsetzung von einer vollen Erwerbstätigkeit im Gesund-
heitsfall ausgegangen. 

4.2 Mit Verlaufsgutachten vom 3. September 2013 (IV-act. 126) und vom 23. 
Juli 2018 (IV-act. 160) wurde von einem gleichbleibenden Gesundheitszustand 
(weiterhin die Diagnose einer kombinierten Persönlichkeitsstörung mit emotional-
instabilen und histrionischen Anteilen sowie einer rezidivierenden depressiven 
Störung) ausgegangen und es wurde eine gleichbleibende Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit von 40% attestiert. Die behandelnde Psychiaterin ging dem-
gegenüber immer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeits-
markt aus (vgl. IV-act. 146-4/6, 168-4/8).  Dementsprechend wurde vereinbart, 
dass sich die Versicherte bei der BSZ Schübelbach meldet (vgl. Aktennotiz vom 
2.4.2019, IV-act. 168-8/8). Ob eine Kontaktaufnahme in der Folge stattfand, ist 
aus den Akten nicht ersichtlich. Eine Erwerbstätigkeit wurde gemäss den Akten 
nach Mitte 2016 nicht mehr ausgeübt.

4.3 Am 24. Februar 2021 wurde bei der Tochter der Versicherten eine Haus-
haltsabklärung durchgeführt, welche zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Kleinkind bei 
der Versicherten lebte. In der Aktennotiz des Abklärungsdienstes vom 13. April 
2021 wird anschliessend u.a. festgehalten (IV-act. 179): 

Frau C.________ wurde bisher als 100% Erwerbstätige beurteilt. An der Abklärung 
vor Ort zeigte sich, dass sich nun vor allem die Versicherte um das Grosskind 
L.________ kümmert und es nicht mehr glaubhaft ist, dass die Versicherte heute 
im Gesundheitsfall einer 100% ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachgehen 
könnte. Es wird zudem ärztlich bescheinigt, dass die Tochter der Versicherten eine 
engmaschige Hilfe bei der Kinderbetreuung sowie eine dauerhafte Anwesenheit 
einer Drittperson zur Betreuung des Säuglings benötigt. Diese Hilfe wird nun von 

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Frau C.________ erbracht, was ihr offensichtlich auch viel Freude bereitet. Z.B. 
wird Grosskind L.________ jede Nacht bis ca. 12.00 Uhr mittags ausschliesslich 
durch sie betreut. Auch im Haushalt übernimmt die Versicherte einige Arbeiten wie 
z.B. das Kochen, Einkaufen, Wäsche oder Koordination/Begleitung von Terminen 
der Tochter und des Grosskindes. 

4.4 Während der Hausarzt der Versicherten, Dr.med. F.________, am 1. 
August 2021 von einem (aus somatischer Sicht) stationären Gesundheitszustand 
berichtet (IV-act. 188-1/15 f.), spricht die behandelnde Psychiaterin, Dr.med. 
G.________, mit Verlaufsbericht vom 1. Oktober 2021 (IV-act. 189) von einer 
Verschlechterung der Situation. Im Verlaufsbericht führt sie u.a. aus, 
zwischenzeitlich lebe die Versicherten mit ihrer behinderten Tochter (100% IV-
Rente aufgrund eines Geburtsleidens) und deren 1-monatigem Kind zusammen, 
da die Tochter alleine mit der Versorgung des Kindes nicht zurechtkomme und 
die Versicherte um Hilfe gebeten habe. Die Situation habe sich insofern 
verschlechtert und zugespitzt, als dass die Versicherte, die schon mit ihrem 
eigenen Leben überfordert und psychisch stark eingeschränkt sei, die 
Versorgung der Enkeltochter weitgehend übernehme, da die Tochter den 
Vormittag im Bett verbringe, seit der Geburt der Tochter häufiger epileptische 
Anfälle bekomme und nicht mehr arbeite. Die Tochter habe sich auch sozial 
zurückgezogen. Die Überforderungssituation habe bei der Versicherten weiter zu 
einer Zunahme von Ängsten und der Depressivität geführt. Die Versicherte sei 
mit der Haushaltsführung überfordert, die Aufrechterhaltung der eigenen 
Körperpflege gelinge grenzwertig. Auch öffne die Versicherte die Post nicht. Es 
bestehe ein ausgeprägter sozialer Rückzug. Aufräumen und Kochen schaffe sie 
nicht. Da sie es infolge Kraftlosigkeit nicht schaffe, Bewerbungen zu schreiben, 
seien die Ergänzungsleistungen eingestellt worden. Aufgrund der schweren 
Krankheitssymptome sei die Versicherte zu 100% arbeitsunfähig; eine Tätigkeit 
sei aktuell auch in einem geschützten Rahmen nicht möglich, sei jedoch als Ziel 
weiterhin zu verfolgen 

4.5 Im Haushaltsbericht wird vorab Bezug genommen auf eine ärztliche 
Bescheinigung der Klinik Lengg vom 25. August 2020 (nicht bei den Akten) 
bezüglich der Tochter, wobei ausgeführt wird (IV-act. 201-2/9):

Frau M.________ ist wegen einer pharmakoresistenten Epilepsieerkrankung in 
Behandlung in unserem Zentrum. Bei nicht bestehender Anfallsfreiheit ist Frau 
M.________ bei der Betreuung eines Säuglings auf engmaschige Hilfe durch eine 
weitere Person, idealerweise die Mutter der Patientin als Vertrauensperson, 
angewiesen. Aufgrund der Schwere der Erkrankung von Frau M.________ ist die 
dauerhafte Anwesenheit einer Drittperson zur Betreuung des Säuglings aus 
ärztlicher Sicht dringend erforderlich.

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Des Weiteren wird im Abklärungsbericht ausgeführt, auf dem Tisch lägen viele 
ungeöffnete Briefe. Die Versicherte habe - darauf angesprochen - festgehalten, 
sie schaffe es nicht, die Briefe zu öffnen. Sie habe Angst vor dem Inhalt. Sie ge-
he auch trotz Zahnschmerzen nicht zum Zahnarzt und habe auch keine Kraft, zur 
Therapie bei der Psychiaterin zu gehen. Küche und Esszimmer werden jedoch 
als ordentlich beschrieben (IV-act. 201-2/9). Das Grosskind gehe zwei Tage pro 
Woche in die Kita. Die Versicherte sei darüber nicht sehr erfreut. Anfänglich habe 
diese das Grosskind in die Kita gebracht, zwischenzeitlich dürfe sie dies nicht 
mehr, da die Selbständigkeit der Kindsmutter gefördert werden solle (IV-act. 201-
2/9).

Im Abklärungsbericht wird zudem Bezug genommen zu einem Telefon mit dem 
Beistand der Tochter, wobei ausgeführt wird (IV-act. 201-2/9):

Herr N.________ berichtet, dass es bisher nie einen Vorfall gab, in dem 
B.________ M.________ nicht genügend zur Tochter geschaut hätte oder einen 
Sturz hatte oder ähnliches. Aktuell kämpft die Beistandschaft für die 
Selbständigkeit der Tochter, da die Mutter sehr dominant ist und der Tochter nichts 
zutraut und ihr die Kinderbetreuung bisher abgenommen hat. Deshalb geht 
Grosskind L.________ nun auch in die Kita und muss von der Mutter dorthin 
gebracht werden, was sie auch kann. Die Versicherte wird absichtlich für Termine 
und Besprechungen ausgeschlossen, dass M.________ B.________ vermehrt an 
Selbstvertrauen gewinnen kann und sich von der Mutter lösen kann. Frau 
M.________ kann wesentlich mehr, als dass die Mutter jeweils sagt, die Trennung 
von der Mutter ist aber nicht einfach. Es findet deshalb aktuell ein 
Ablösungsprozess statt. Ob Frau M.________ ohne die Mutter in ein 
Mutter/Kindhaus einziehen hätte müssen, kann er nicht ausschliessen. 

Auch ist unklar, ob Frau M.________ heute alleine zu ihrem Kind schauen könnte. 
Schlussendlich profitieren beide von der gemeinsamen Wohnsituation (die 
Versicherte vor allem finanziell). Wie stark, dass Frau M.________ wirklich auf ihre 
Mutter angewiesen ist, ist unklar und möchte nun mit diesen Massnahmen genauer 
erkennbar gemacht werden. Grosskind L.________ hat ebenfalls einen Beistand.

In Bezug auf den Haushalt konnten keine Einschränkungen festgestellt werden.

Zur beruflichen Situation wird im Abklärungsbericht ausgeführt, dass die 
Versicherte seit ca. einem Jahr keine Bewerbungen mehr gemacht habe, 
weshalb sie keine Ergänzungsleistungen mehr erhalte. Die zuletzt ausgeübte 
Tätigkeit als Raumpflegerin habe ihr zwar gefallen, sie könne aber nurmehr 
sitzende Tätigkeiten ausüben. Des Weiteren wird ausgeführt, die Versicherte 
sage, dass sie im Gesundheitsfall 100% arbeiten würde, z.B. in einem 
Produktionsbetrieb. Auf die Frage, was dann mit der Grosskindbetreuung wäre, 
habe sie gemeint, dass L.________ ja in die Kita gehen könne. Gleichzeitig finde 
sie die Betreuung in der Kita nicht so gut und sie sei skeptisch, ob das für 
L.________ eine gute Lösung sei, wenn sie jeden Tag dort sei. Allerdings laufe 

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aktuell die Anfangsphase, was für alle noch eine Umstellung sei (IV-act. 201-4/9). 
Ergänzend wird im Abklärungsbericht festgehalten, die Versicherte erwähne, 
dass sie alles aufgegeben habe, damit sie die Tochter und die Enkeltochter 
betreuen könne. Dies komme für alle günstiger, als wenn L.________ immer 
fremdbetreut werde (IV-act. 201-4/9). 

Insgesamt wird im Abklärungsbericht der Schluss gezogen, dass ein Wechsel der 
Bemessungsmethode vorzunehmen sei. Die Versicherte sei trotz 
Teilarbeitsfähigkeit in den letzten Jahren nie erwerbstätig gewesen. Die 
Versicherte würde sich gerne weiterhin um das Grosskind kümmern; ihre 
Aussage zur Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall sei deshalb nicht 
nachvollziehbar. Inwiefern es nötig sei, dass sich die Versicherte um die Tochter 
und Enkelin kümmere, sei nicht ganz klar. Von der gemeinsamen Wohnsituation 
würden letztlich alle profitieren (IV-act. 201-5/9). 

4.6 Die Psychiaterin Dr.med. G.________ hält mit Schreiben vom 15. August 
2022 fest, dass die Versicherte aufgrund ihrer krankheitsbedingten psychischen 
Beeinträchtigung nicht in der Lage sei, eine solche Betreuungsaufgabe anneh-
men und umsetzen zu können. Es sei ihr weder im Gesundheits- noch Krank-
heitsfall zumutbar, für die Betreuung ihrer Enkelin zu sorgen. Hinzu komme, dass 
die Betreuung nun anderweitig organisiert werde und die Tochter in der Lage sei, 
ihr Kind allein zu betreuen. Tochter und Grosskind seien verbeiständet und er-
hielten damit genügend Unterstützung. Zur Entlastung der Kindesmutter gehe 
das Kind seit April zwei Tage/Woche in die Krippe. Die Tochter habe seit Mai 
2020 keine epileptischen Anfälle mehr gehabt. Die dauerhafte Anwesenheit einer 
Drittperson sei nicht mehr notwendig. Zu den Äusserungen der Versicherten 
während der Haushaltsbefragung hielt die Ärztin u.a. fest, diese habe eventuell 
gemeint, vorgeben zu müssen, sich um die Tochter und Enkelin zu kümmern, um 
der befürchteten Wegnahme des Kindes durch die Behörden entgegen zu wirken 
(IV-act. 210). 

4.7 Mit Stellungnahme vom 12. Dezember 2022 (IV-act. 211) wurde von Seiten 
der für die Haushaltsabklärung verantwortlichen Person festgehalten, dass bei 
der Haushaltsabklärung der Tochter geltend gemacht worden sei, die Tochter sei 
im Gesundheitsfall 100% erwerbstätig und die Grossmutter würde einen grossen 
Teil der Kinderbetreuung übernehmen. Dass nun auch die Grossmutter eine 
100%-ige Erwerbstätigkeit geltend mache, gehe bei dieser Familienkonstellation 
nicht auf.

5.1 Auch wenn die behandelnde Psychiaterin eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes attestiert, wird dies von der Versicherten vorliegend nicht 

13

geltend gemacht. Sie wehrt sich einzig gegen die Änderung des Status von Voll- 
zu Teilerwerbstätigkeit im Umfang von 50% und die damit einhergehende Aufhe-
bung der Viertelsrente. Die angefochtene Verfügung ist mithin einzig in Bezug 
auf den darin verfügten Statuswechsel zu prüfen. 

5.2 Soweit die Beschwerdeführerin in casu eine Verletzung von Art. 14 (Dis-
kriminierungsverbot) in Verbindung mit Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Fa-
milienlebens) geltend macht, da der Statuswechsel einzig mit der Geburt eines 
Kindes begründet werde, kann ihr gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung nicht gefolgt werden. Wie bereits vorstehend dargelegt, hat der Bundesrat 
am 1. Dezember 2017 als Folge des EGMR-Urteils Di Trizio (vgl. BGE 144 I 21) 
eine Änderung von Art. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV beschlossen, welche am 1. Januar 
2018 in Kraft getreten ist (vgl. BGE 147 V 124 E. 3.3). Die Revision hat zur Fol-
ge, dass das Validen- und das Invalideneinkommen in Bezug auf eine hypotheti-
sche Vollzeittätigkeit zu bestimmen sind. Damit werde der vom EGMR kritisierten 
überproportionalen Berücksichtigung der Teilzeitarbeit im Erwerbsbereich Rech-
nung getragen und es bestehe kein Anlass mehr, einen Statuswechsel von der 
Voll- zur Teilerwerbstätigkeit nicht als Revisionsgrund anzuerkennen, wenn ein-
zig die Geburt eines Kindes dafür verantwortlich sei (BGE 147 V 124 E. 5, 6 und 
7).

5.3 Es ist mithin zu prüfen, ob mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass die Versi-
cherte im Gesundheitsfall nach der Geburt der Enkelin bzw. mit dem Einzug von 
Tochter und Enkelin bei ihr die Erwerbstätigkeit auf 50% reduziert hätte. 

Vorab ist unbestritten, dass die im Verfügungszeitpunkt ca. 50-jährige, seit vielen 
Jahren geschiedene Versicherte keinerlei Unterstützungsleistungen vom Ehe-
mann erhält. Sie wird vom Sozialamt finanziell unterstützt. Sie hat lediglich die 
Primarschule sowie eine einjährige kaufmännische Grundbildung absolviert. Sie 
ist als Ungelernte auf dem Arbeitsmarkt auf Tätigkeiten beschränkt, welche zur 
Bestreitung des Lebensunterhaltes regelmässig die Ausübung eines vollen Ar-
beitspensums erfordern. Im Rahmen der Haushaltsabklärung hat sie denn auch 
klar zum Ausdruck gebracht, dass sie im Gesundheitsfall einer vollen Erwerbs-
tätigkeit nachgehen würde. Auch wenn sie im Rahmen der Haushaltsabklärung 
sinngemäss festgehalten hat, dass sie sich gerne die ganze Woche um die Enke-
lin kümmern würde, spricht dies nicht gegen die Annahme einer vollen Erwerbs-
tätigkeit im Gesundheitsfall. Diese Äusserung ist in Berücksichtigung der aktuel-
len Situation als gesundheitlich Beeinträchtigte einzuordnen. Die Versicherte hielt 

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denn auch klar fest, dass das Grosskind in die Kita gehen könne, wenn sie 100% 
arbeiten würde.  

Die Erwerbsbiografie der Versicherten spricht ebenfalls nicht gegen eine volle 
Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall. Als ihre eigenen Kinder noch sehr klein wa-
ren (Oktober 1990 bis April 1993) war sie in Berücksichtigung des damals erziel-
ten Lohnes zu einem hohen Pensum, evtl. zu einem vollen Pensum bei der 
J.________ erwerbstätig (vgl. IK-Auszug v. 19.4.2007, IV-act. 28-3/4). Die Er-
werbsphasen wurden in der Folge allerdings immer wieder von längeren Peri-
oden ohne Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit unterbrochen. Ein längerdauern-
des volles Erwerbspensum wurde nicht mehr erreicht. Allerdings gilt zu berück-
sichtigen, dass die Versicherte an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Diese tritt 
meist in der Kindheit oder Adoleszenz in Erscheinung und besteht während des 
Erwachsenenalters weiter (Dilling/Mombour/Schmidt, Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, 10.A., S. 274). Daraus ergeben sich gewisse Hinweise 
dafür, dass die Versicherte bereits während ihres ganzen Erwerbslebens ge-
sundheitlich eingeschränkt war, weshalb aus ihrer sehr lückenhaften Erwerbs-
biographie nur beschränkt Schlüsse für die hypothetische Erwerbstätigkeit im 
Gesundheitsfall gezogen werden können. Immerhin war sie gerade während ei-
ner Phase, als ihre Kinder geboren wurden bzw. noch sehr klein waren, nach-
weislich in einem sehr hohen Umfang erwerbstätig. Dieser Umstand spricht ge-
gen die Annahme der Vorinstanz, dass die Versicherte bei Wohngemeinschaft 
mit einem Enkelkind und dessen Mutter im Gesundheitsfall ihre Erwerbstätigkeit 
eingeschränkt hätte. Dass sie ihre Resterwerbstätigkeit nur teilweise bzw. seit ca. 
2019 gar nicht mehr verwertet, spricht für sich ebenfalls nicht gegen eine volle 
Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall trotz Wohngemeinschaft mit Tochter und En-
kelin. Es gilt in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen, dass die Versicherte 
aus Sicht der behandelnden Psychiaterin schon seit vielen Jahren vollständig ar-
beitsunfähig für Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt ist und auch an einem 
geschützten Arbeitsplatz zeitlich nur sehr eingeschränkt (Präsenz von 20-30%) 
einsetzbar ist (IV-act. 146-2/6, 168-4/8, 189-3/3). Auch wenn der Gutachter ande-
rer Ansicht ist, sind die fehlenden bzw. ungenügenden Arbeitsbemühungen vor 
dem Hintergrund der psychischen Erkrankung zu sehen. Es kommt hinzu, dass 
bei der Versicherten auch diverse organische Erkrankungen vorliegen (Adiposi-
tas Grad III b. Status nach Gastroektomie, Hyperhidriosis, chronische Sinusitis, 
Asthma bronchiale, IV-act. 188-5/15, 188-7/15, 152-22/24, 121-7/9).

Weiter gilt zu berücksichtigen, dass die Versicherte gegenüber der Enkelin und 
der Tochter, welche gemäss den Akten eine Hilflosenentschädigung bezieht, kei-
nerlei Betreuungspflichten hat, was sie zu Recht geltend macht. In finanzieller 

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Hinsicht wäre es für sie als Gesunde auch nicht zumutbar, die Erwerbstätigkeit 
einzuschränken, um die Enkelin zu betreuen, da sie als Ungelernte nicht mehr in 
der Lage wäre, ihren Unterhalt zu sichern. Auch die gemäss der Rechtsprechung 
von Angehörigen im Rahmen der Schadenminderungspflicht zu leistende Mithilfe 
darf zu keiner unverhältnismässigen Belastung führen (vgl. Urteil BGer 
9C_410/2009 E. 5.5). Insbesondere kann im Rahmen der Schadenminderungs-
pflicht von einer Mutter in prekären finanziellen Verhältnissen nicht gefordert 
werden, ihre Erwerbstätigkeit einzuschränken, um ihre erwachsene Tochter und 
ihre Enkelin zu unterstützen, zumal ein Unterstützungseinsatz in gewissem Um-
fang auch neben einer vollen Erwerbstätigkeit geleistet werden kann. Dass die 
Tochter im Übrigen im Rahmen der Haushaltsabklärung offenbar erklärt haben 
soll, sie selber wäre als Gesunde voll erwerbstätig und ihre Mutter würde sich um 
das Kind kümmern, kann der Beschwerdeführerin nicht entgegengehalten wer-
den. Einerseits ist diese Aussage wiederum in Berücksichtigung der aktuellen Si-
tuation, in welcher die Versicherte zumindest teilweise krankheitsbedingt keiner 
Erwerbstätigkeit nachgeht, zu interpretieren. Des Weiteren sind die Aussagen 
der Tochter auch immer in Berücksichtigung von deren kognitiven Beeinträchti-
gungen zu werten. Andererseits ist es auch in der Schweiz heute keine Selten-
heit mehr, dass kleine Kinder fremdbetreut werden. Immerhin 27% der 0-3 Jähri-
gen werden 30 h oder mehr pro Woche familienergänzend betreut (vgl. Familien 
in der Schweiz, BFS 2021, S. 41). 

5.4 Insgesamt vermag die Vorinstanz nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen, dass die Versicherte im 
Gesundheitsfall nach der Geburt der Enkelin ihre Erwerbstätigkeit auf 50% redu-
ziert hätte. Entsprechend ist die Beschwerde gutzuheissen und die angefochtene 
Verfügung ist aufzuheben. Die Beschwerdeführerin hat weiterhin Anspruch auf 
ein Viertelsrente der Invalidenversicherung.

6.1 Diesem Ergebnis entsprechend gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der 
Vorinstanz.

Zudem wird der beanwalteten Beschwerdeführerin zu Lasten der IV-Stelle eine 
Parteientschädigung zugesprochen. Diese wird in Beachtung des Gebührentarifs 
für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher nach § 14 einen Rahmen 
von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie unter Beachtung der nach § 2 an-
wendbaren Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Um-
fang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand), und 
in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2'500.-- (inkl. Auslagen und 
MwSt) festgelegt.

16

6.2 Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung eines Anspruchs auf unent-
geltliche Rechtspflege inkl. unentgeltliche Rechtsverbeiständung.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Verfügung vom 14. Dezember 
2022 wird aufgehoben.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz auferlegt. Sie hat die-
sen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Post-
konto IBAN CH10 0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu 
überweisen.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung von Fr. 2'500.-- (inkl. MwSt) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A)

Schwyz, 14. Februar 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. Februar 2024