# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b41978ff-8eba-5e5b-969b-9e6e56c48828
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2025 E-3043/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3043-2025_2025-09-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3043/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Richter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger,   

Gerichtsschreiber Daniel Merkli. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

alle Türkei,   

alle vertreten durch Hayriye Kamile Öncel Yigit,  

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 27. März 2025 / N (…). 

 

 

 

E-3043/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden suchten am 24. Oktober 2022 in der Schweiz 

um Asyl nach.  

B.  

Im Rahmen der Anhörung vom 6. Januar 2023 machte der Beschwerde-

führer A._______ (nachfolgend der Beschwerdeführer) zur Begründung 

des Asylgesuches im Wesentlichen geltend, er stamme aus einer politi-

schen Familie. Aufgrund seiner alevitischen Abstammung habe er immer 

wieder Ausgrenzung erlebt. So sei er aufgrund seines Engagements für die 

türkische kommunistische Partei vom Gymnasium ausgeschlossen wor-

den. Während des Studiums habe er damit begonnen, für die HDP tätig zu 

sein und sei schliesslich in den Vorstand gewählt worden. Am (…) Novem-

ber 2016 sei er festgenommen worden, nachdem die Polizei einen von ihm 

entsorgten Abfallsack mit Dokumenten der HDP entdeckt habe. Bei einer 

nachfolgenden Hausdurchsuchung sei die Polizei auf ein erst kürzlich ver-

botenes Buch gestossen, weshalb ein Verfahren wegen Propaganda für 

eine terroristische Organisation gegen ihn eröffnet worden sei. Im Rahmen 

des nachfolgenden Verfahrens sei er 2019 jedoch freigesprochen worden.  

Gleichwohl sei sein Leben danach von Schikanen durch die Polizei geprägt 

gewesen. 2021 sei er am Flughafen Istanbul festgehalten und mit einer 

Meldepflicht belegt worden, als er ausgereist sei. 2022 habe er in Erfah-

rung bringen können, dass bei einer Vernehmung der Co-Präsidenten der 

lokalen HDP angeblich nach ihm gefragt worden sei. Wegen seines politi-

schen Engagements und seiner Aktivitäten auf Social Media sei ihm Pro-

paganda für die PKK vorgeworfen worden. Seit seiner Zeit am Gymnasium 

sei er auf Twitter, Facebook und Instagram aktiv gewesen und habe politi-

sche Inhalte gepostet.  

Nach Auskunft seines Rechtsvertreters in D._______ bestehe ein Dossier 

am Kassationsgerichtshof gegen ihn. Sein Anwalt hege in diesem Zusam-

menhang den Verdacht, dass das Verfahren, in dem er 2019 freigespro-

chen worden sei, eventuell mit dem aktuellen Verfahren zusammengeführt 

werden könnte, um damit eine höhere Strafe gegen ihn aussprechen zu 

können. Das Dossier der Anklage aus dem Jahre 2016 sei nämlich aktuell 

trotz des Freispruchs nicht geschlossen, da die beiden Mitangeklagten 

noch nicht freigesprochen worden seien. Aus Furcht vor einer Verhaftung 

habe er schliesslich am 14. Oktober 2022 seinen Heimatstaat verlassen.  

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Seite 3 

C.  

Die Beschwerdeführerin B._______ (nachfolgend Beschwerdeführerin) 

gab an, selbst keine Asylgründe zu haben. Sie sei lediglich Sympathisantin 

der HDP gewesen. Ihren Heimatstaat habe sie verlassen, weil gegen den 

Beschwerdeführer ein Verfahren eröffnet worden sei. 

D.  

Hinsichtlich der vorinstanzlich eingereichten Beweismittel wird auf 

E. I Ziff. 3 der angefochtenen Verfügung verwiesen. 

Aus den eingereichten Beweismitteln geht unter anderem hervor, dass der 

Beschwerdeführer vor seiner Ausreise im November 2021 der Urkunden-

fälschung schuldig gesprochen und zu einer bedingt ausgesprochenen 

Haftstrafe von einem Jahr, elf Monaten und zehn Tagen verurteilt wurde.  

Gemäss den weiteren eingereichten Urkunden und Unterlagen sind aktuell 

Verfahren wegen Propaganda für eine Terrororganisation sowie wegen 

Präsidentenbeleidigung und Beleidigung hängig.  

E.  

Mit Verfügung vom 27. März 2025 verneinte die Vorinstanz die Flüchtlings-

eigenschaft der Beschwerdeführenden (Dispositivziffer 1) und lehnte deren 

Asylgesuche ab (Dispositivziffer 2). Gleichzeitig ordnete sie die Wegwei-

sung aus der Schweiz und den Vollzug an (Dispositivziffer 3-5). Mit der 

Verfügung erhielt sie Einsicht in die Akten (Dispositivziffer 6). 

F.  

Mit Eingabe vom 25. April 2025 erhoben die Beschwerdeführenden gegen 

diese Verfügung Beschwerde. Sie beantragten die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die 

Gewährung von Asyl, eventualiter die Anordnung der vorläufigen Auf-

nahme. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorin- 

stanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Kostenvorschussver-

zicht und die Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands ersucht. Im 

Weiteren sei der Rechtsvertretung nach vollständiger Akteneinsicht durch 

das SEM die Gelegenheit zur ergänzenden Stellungnahme zu gewähren.  

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 12. Mai 2025 wies der zuständige Instrukti-

onsrichter die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessfüh-

E-3043/2025 

Seite 4 

rung und der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ab und erhob einen 

Kostenvorschuss, der in der Folge fristgerecht geleistet wurde. 

H.  

Mit Eingabe vom 26. Mai 2025 reichte die Rechtsvertretung mehrere Do-

kumente ein (Anklageschrift der Staatsanwaltschaft E._______ vom 16. 

Mai 2025 mit Ermittlungsnummer […] [1 Seite, mit QR Code], Eingangsbe-

schluss des 1. Strafgerichts für leichtere Strafteten in E._______ mit der 

Ermittlungsnummer […] [1 Seite, mit QR Code], Anklageschrift der Staats-

anwaltschaft E._______ vom 9. Mai 2025 mit der Ermittlungsnummer […] 

[1 Seite, mit QR Code]). 

I.  

Mit Eingabe vom 12. August 2025 reichte er sodann noch ein Schreiben 

des heimatlichen Rechtsvertreters sowie ein Behördenschreiben ein.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgül-

tig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

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Seite 5 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden 

(Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um 

eine solche, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG).  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

Hinsichtlich des Antrags in der Beschwerde vom 25. April 2025 um Gewäh-

rung einer Frist zur Beschwerdeergänzung nach erfolgter vollständiger Ak-

teneinsicht durch das SEM ist festzustellen, dass das SEM diese mit 

Schreiben vom 28. April 2025 gewährt hat und die Beschwerdeführenden 

in der Folge hinreichend Gelegenheit hatten, ihre Beschwerde – wie mit 

(unaufgeforderter) Eingabe vom 26. Mai 2025 erfolgt – gutscheinend zu 

ergänzen. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungsge-

richt hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Asylvorbringen 

in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. 

Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 2013/11 

E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.). 

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Seite 6 

6.  

6.1 In der angefochtenen Verfügung hielt das SEM fest, dass es die geltend 

gemachten Vorbringen des Beschwerdeführers mangels begründeter 

Furcht vor künftiger Verfolgung als nicht asylrelevant erachte.  

6.2  

6.2.1 Der Beschwerdeführer habe angegeben, in der Türkei seien gegen 

ihn wegen Propaganda für eine Terrororganisation gemäss Art. 7 Abs. 2 

ATG und Präsidentenbeleidigung nach Art. 299 tStGB Strafverfahren eröff-

net worden. Hinzu komme ein Verfahren wegen Beleidigung, in dem bisher 

eine Eingangsverfügung vorliege. In diesem Zusammenhang sei er ange-

klagt worden.  

6.2.2 Aus den eingereichten Dokumenten gehe hervor, dass gegen den 

Beschwerdeführer Strafverfahren wegen Propaganda für eine Terrororga-

nisation, wegen Beleidigung und wegen Präsidentenbeleidigung eröffnet 

worden seien. Im Verfahren wegen Propaganda für eine Terrororganisation 

habe er einen Vorführbefehl, den Antrag für einen Vorführbefehl und den 

entsprechenden Beschluss in sonstiger Sache vom (…) eingereicht. Am 

(…) sei in diesem Verfahren bisher eine Eingangsverfügung ergangen. Es 

sei davon auszugehen, dass nach Dezember 2023 keine Verfahrenshand-

lungen mehr ergangen seien. Im geltend gemachten Verfahren wegen Be-

leidigung liege einzig die Eingangsverfügung vom (…) vor, im Verfahren 

wegen Präsidentenbeleidigung sei am (…) eine Anklageschrift ergangen. 

Beim Vorführbefehl wegen Propaganda für eine Terrororganisation handle 

es sich nicht um einen Haftbefehl, sondern um einen blossen Vorführbefehl 

und einen Vorführbeschluss, dessen Zweck es sei, den Beschwerdeführer 

einzuvernehmen und ihn danach wieder freizulassen.  

Ohnehin verfügten die eingereichten Strafverfahrensakten über keine (ve-

rifizierbaren) Sicherheitsmerkmale und seien daher leicht fälschbar und in 

der Türkei gegen Entgelt auch leicht beschaffbar, weshalb ihre Beweiskraft 

gering sei. Die Frage, ob es sich um echte Verfahrensdokumente handle, 

könne im Lichte der fehlenden Asylrelevanz offenbleiben. Im Koordina-

tionsurteil E-4103/2024 vom 8. November 2024 habe das Bundesverwal-

tungsgericht die Kriterien definiert, welche bei Ermittlungsverfahren wegen 

Propaganda für eine Terrororganisation (Art. 7 Abs. 2 Antiterrorgesetz, 

ATG) erfüllt sein müssten, damit solchen Ermittlungsverfahren flüchtlings-

rechtliche Relevanz zukomme.  

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Diese Kriterien erfülle der Beschwerdeführer jedoch nicht. Er sei im Ver-

fahren wegen Propaganda für eine Terrororganisation aus dem Jahr 2016 

per Urteil aus dem Jahr 2019 ausdrücklich freigesprochen worden und 

gelte somit als unbescholten. Die Spekulation, dass dieses Verfahren wo-

möglich gegen ihn erneut eröffnet werde, weil zwei seiner Mitangeklagten 

noch nicht freigesprochen worden seien, erscheine unbegründet.  

Das Strafurteil wegen Urkundenfälschung vom (…) (zu einer bedingten 

Freiheitsstrafe von 1 Jahr, 11 Monaten und 10 Tagen wegen Verwendung 

gefälschter Reisedokumenten) sei ein gemeinrechtliches Delikt und weise 

auch keinen Politmalus auf. Im Weiteren sei aus dem Schreiben des 

8. Strafgerichts erster Instanz von F._______ vom 23. Oktober 2024 nicht 

ersichtlich, dass er wegen Verletzung von Bewährungsauflagen eine Haft-

strafe verbüssen müsse. Auch seine vormalige politische Tätigkeit für die 

HDP sei als niederschwellig einzustufen (bloss lokaler Vorstand).  Eine be-

gründete Furcht vor künftiger Reflexverfolgung wegen seines im Jahre 

2017 ausgereisten Vaters sei nicht gegeben, sei der Beschwerdeführer 

noch jahrelang im Land verblieben und habe nach der Ausreise des Vaters 

wegen ihm keine Behelligungen erfahren. Somit weise er kein erhöhtes 

Risikoprofil auf.  

In Anwendung der im Koordinationsurteil E-4103/2024 vom 8. November 

2024 aufgeführten Kriterien wiesen daher die geltend gemachten Strafver-

fahren keine flüchtlingsrechtliche Relevanz auf. 

7.  

In der Beschwerde wurden im Wesentlichen die bereits im vorinstanzlichen 

Verfahren geltend gemachten Vorbringen wiederholt und Kritik an der 

rechtlichen Würdigung der Vorinstanz geübt. Im Weiteren wurde geltend 

gemacht, dass der Beschwerdeführer während der fünfjährigen Bewäh-

rungsfrist im Verfahren der Urkundenfälschung angeblich erneut straffällig 

geworden sei (Verurteilung wegen gewöhnlicher Beleidigung gemäss den 

Artikeln 125 Abs. 3a und 25 Abs. 4 des türkischen Strafgesetzbuches zu 

einer Geldstrafe in der Höhe von […] TL). Daher sei der Entschluss gefasst 

worden, die Entscheidung über die Aufschiebung der Urteilsverkündung 

des 8. Strafgerichts für leichtere Straftaten von F._______ mit dem Akten-

zeichen (…) einer Überprüfung zu unterziehen, wobei das Verfahren unter 

dem Aktenverzeichnis (…) einer neuen Erfassung unterzogen worden sei 

(vgl. Eingangsbeschluss und Verhandlungsprotokoll, Beilagen 4-5). Dar-

über hinaus liege unter dem Aktenzeichen (…) gegen eine Anklage wegen 

Beleidigung des Präsidenten gemäss Art. 299 Abs. 1 tStGB vor. Es sei ein 

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Seite 8 

Strafverfahren mit der Verfahrensnummer (…) eingeleitet worden (vgl. An-

lageschrift, Eingangsbeschluss, Verhandlungsprotokoll, Beilagen 6-8). 

Ebenso sei von der Staatsanwaltschaft wegen Propaganda für eine terro-

ristische Vereinigung Anklage erhoben unter der Verfahrensnummer (…) 

ein entsprechendes Strafverfahren eingeleitet worden (vgl. Anlageschrift, 

Eingangsbeschluss, Verhandlungsprotokoll, Beilagen 9-11).  

Mit ergänzender Eingabe vom 26. Mai 2025 wurden zum Nachweis, dass 

gegen ihn sowohl Anklage wegen Beleidigung des Präsidenten gemäss 

Art. 299 Abs. 1 tStGB als auch wegen öffentlicher Beleidigung des türki-

schen Volkes gemäss Art. 301 Abs. 1 tStGB erhoben worden sei, mehrere 

Dokumente in Kopie eingereicht (Anklageschriften der Staatsanwaltschaft 

E._______ vom […] und vom […], Eingangsbeschluss). 

8.  

8.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach eingehender Prüfung der 

Akten zu der Erkenntnis, dass das SEM zutreffend dargelegt hat, dass die 

Vorbringen der Beschwerdeführenden insgesamt die Voraussetzungen 

von Art. 3 AsylG nicht erfüllen. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann 

daher vollständig auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz gemäss 

obiger Zusammenfassung (vgl. E. 6) verwiesen werden.  

8.2 In der Beschwerdeeingabe werden in der Hauptsache die bereits im 

vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vorbringen wiederholt, auf 

welche die Vorinstanz in den Erwägungen der angefochtenen Verfügung 

einlässlich eingegangen ist, sowie Kritik an der rechtlichen Würdigung der 

Vorinstanz geübt. Die Ausführungen in der Beschwerdeeingabe sind indes 

nicht geeignet, eine asylrelevante Verfolgung darzutun.  

Die Behauptungen in der Beschwerde bedürfen letztlich keiner Prüfung auf 

deren Glaubhaftigkeit hin, da sie – wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt 

hat – nicht asylrelevant sind. Auch wenn der Beschwerdeführer, wie in der 

Beschwerde behauptet wird, während der fünfjährigen Bewährungsfrist an-

geblich erneut straffällig geworden wäre, würde dies nichts daran ändern, 

dass es sich hierbei um ein rein gemeinrechtliches Delikt handelt. Zudem 

sind keine konkreten Hinweise auf einen Politmalus vorhanden. Daran ver-

mögen auch die auf Beschwerdeebene eingereichten Dokumente nicht zu 

ändern. Es handelt sich dabei, wie vorstehend ausgeführt, insbesondere 

um Anklageschriften wegen Propaganda für eine terroristische Vereinigung 

gemäss Art. 7 Abs. 2 ATG, Beleidigung des Präsidenten gemäss Art. 299 

Abs. 1 tStGB als auch wegen öffentlicher Beleidigung des türkischen 

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Seite 9 

Volkes gemäss Art. 301 Abs. 1 tStGB. Selbst bei unterstellter Authentizität 

der Justizdokumente ist ungewiss, ob die Anklagen je zu einer Eröffnung 

eines Gerichtsverfahrens beziehungsweise diesfalls zu einer Verurteilung 

kommen sollte; zumal bekanntermassen lediglich ein Bruchteil der Social 

Media-Ermittlungsverfahren mit einer Verurteilung oder gar einer Haftstrafe 

enden (vgl. hierzu das Referenzurteil BVGer E-4103/2024 vom 8. Novem-

ber 2024 E. 8.4.4 m.w.H.).  

Weiter ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die vormalige politische Tä-

tigkeit des Beschwerdeführers als Vorstand im lokalen Bereich als nieder-

schwellig einzustufen ist. Auch ist eine begründete Furcht vor künftiger Re-

flexverfolgung wegen seines im Jahre 2017 ausgereisten Vaters ist nicht 

gegeben. So ist der Beschwerdeführer nach dessen Ausreise noch rund 

fünf Jahre im Heimatstaat verblieben, konnte unbehelligt sein Universitäts-

studium abschliessen und wurde gerichtlich freigesprochen, was illustrativ 

belegt, dass er weder im Alltag noch justiziell wegen seinem Vater irgend-

welche handfesten Nachteile oder gar einen Politmalus erlitten hätte.  

8.3 Das Gericht verkennt nicht, dass Angehörige der kurdischen Bevölke-

rung in der Türkei Schikanen und Benachteiligungen ausgesetzt sind. In-

dessen führen solche allgemein die kurdische Bevölkerungsgruppe betref-

fende Nachteile praxisgemäss nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigen-

schaft, da sie die Schwelle der Asylrelevanz im Sinne von Art. 3 AsylG in 

der Regel nicht erreichen. Auch sind im Fall der Kurden in der Türkei die 

praxisgemäss sehr hohen Anforderungen an die Bejahung einer Kollektiv-

verfolgung (vgl. BVGE 2013/11 E. 5.4.1 m.w.H.) nicht als erfüllt zu erach-

ten, dies auch unter Berücksichtigung der aktuellen politischen Entwicklun-

gen in der Türkei (vgl. etwa Urteil des BVGer E-3393/2023 vom 14. August 

2023 E. 7.6 m.w.H). 

8.4 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass der Be-

schwerdeführer nach dem Gesagten keine begründete Furcht vor einer 

asylrelevanten Verfolgung dargetan hat. Das SEM hat zu Recht seine 

Flüchtlingseigenschaft verneint. Diese Einschätzung gilt auch für die Be-

schwerdeführerin, welche keine eigenen Asylgründe geltend machte. Das 

SEM hat die Asylgesuche zutreffend abgelehnt.  

9.  

9.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es nicht darauf ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

E-3043/2025 

Seite 10 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

9.2 Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung 

aus der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht ein-

tritt. Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrecht-

liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. 

BVGE 2013/37 E.44; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

9.3 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 

Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration [AIG, SR 142.20]). 

9.3.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn Verpflichtungen der Schweiz ei-

ner Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der 

Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 

unterworfen werden. 

Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlings-

rechtlichen Non-Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei-

genschaft erfüllen. Da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, 

eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu 

machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschie-

bung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr 

der Beschwerdeführenden in den Heimatstaat ist demnach unter dem As-

pekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich weder aus den 

Aussagen der Beschwerdeführenden noch aus den Akten Anhaltspunkte 

E-3043/2025 

Seite 11 

dafür, dass sie für den Fall einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit 

beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK 

verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wären. Gemäss Praxis des 

Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des 

UN-Anti-Folterausschusses müsste den Beschwerdeführenden eine kon-

krete Gefahr ("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen 

im Fall einer Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung dro-

hen würden (vgl. Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, 

Grosse Kammer 37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Nach dem oben Gesag-

ten gelingt ihnen das nicht. 

9.3.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und  

medizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefähr-

dung festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläu-

fige Aufnahme zu gewähren. 

9.3.2.1 Die Vorinstanz bejahte die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

damit, dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation 

noch andere Gründe gegen diese sprechen würden.  

9.3.2.2 Die Beschwerdeführenden seien jung und verfügten über eine so-

lide schulische Ausbildung und einen Universitätsabschluss und entspre-

chende berufliche Erfahrungen (Beschwerdeführerin als Lehrerin, Be-

schwerdeführer in seinem Fachgebiet Versicherung- und Bankenwesen). 

Die Eltern der Beschwerdeführerin befänden sich aktuell in der Türkei, 

weshalb auch ein Beziehungsnetz bestehe. Der bisherige Aufenthalt der 

im Verlauf des Asylverfahrens geborenen Tochter C._______ stelle ange-

sichts des jungen Alters kein Hindernis für ihre Integration in der Türkei dar. 

Das Kindeswohl stehe dem Wegweisungsvollzug nicht entgegen.  

Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich diesen Einschätzungen an. 

9.3.3 Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführeden, sich bei der zustän-

digen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr allenfalls not-

wendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung 

auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

E-3043/2025 

Seite 12 

9.4 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

11.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG), welche durch 

den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt sind. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-3043/2025 

Seite 13 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Daniel Merkli 

 

 

 

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