# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3719cf4-2f57-5e0c-b05a-b6a130007085
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-14
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 14.03.2024 V 2023 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2023-75_2024-03-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 14. März 2024 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA B.________

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Widerruf der Aufenthaltsbewilligung 
(Nichteintretensentscheid)

V 2023 75

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Urteil V 2023 75

A. Mit Verfügung vom 27. April 2023 widerrief das Amt für Migration des Kantons 
Zug (fortan AFM) die Aufenthaltsbewilligung von A.________. Das AFM versandte die 
Verfügung per A-Post-Plus; sie wurde gemäss dem Track & Trace der Post am Samstag, 
29. April 2023, in das Postfach des Rechtsvertreters, RA B.________, gelegt. Mit am 
22. Mai 2023 der Post übergebener Verwaltungsbeschwerde gelangte A.________ an den 
Regierungsrat des Kantons Zug und liess beantragen, die Verfügung des AFM vom 
27. April 2023 sei aufzuheben und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung von 
A.________ sowie vom Erlass einer Wegweisung aus der Schweiz sei abzusehen, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten des AFM. Mit Verfügung 
vom 10. Juli 2023 trat die Sicherheitsdirektion nicht auf die Beschwerde ein, da die 
Rechtsmittelfrist nicht eingehalten worden sei. 

B. Mit Beschwerde vom 10. August 2023 gelangte A.________ (fortan Beschwerde-
führer) an das Verwaltungsgericht und liess beantragen, die Verfügung der Vorinstanz 
vom 10. Juli 2023 sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf die Verwal-
tungsbeschwerde einzutreten und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers sowie vom Erlass einer Wegweisung aus der Schweiz abzusehen. Even-
tualiter sei die Verfügung der Vorinstanz aufzuheben und die Angelegenheit nach Mass-
gabe der in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebrachten und der gerichtlichen Er-
wägungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Weiter sei der Be-
schwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen, unter Kosten und Entschädigungsfolgen 
zuzüglich MWST zu Lasten der Staatskasse. Begründend wurde im Wesentlichen ange-
führt, dass die Zustellung mittels A-Post-Plus-Sendung das Gebot von Treu und Glauben 
gemäss Art. 9 BV, die Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a BV und das rechtliche Gehör 
gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletze sowie im Sinne der Füllung einer unechten Gesetzes-
lücke nicht rechtmässig sei.

C. Der mit Verfügung vom 11. August 2023 verlangte Kostenvorschuss von 
Fr. 1'500.– ging fristgerecht ein. 

D. Mit Vernehmlassung vom 21. September 2023 beantragte die Sicherheitsdirektion 
des Kantons Zug namens des Regierungsrates die Abweisung der Beschwerde soweit 
darauf einzutreten sei, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers. Dabei führte 
die Sicherheitsdirektion zur Begründung im Wesentlichen an, dass das Urteil des Bundes-
gerichts 2C_587/2018 vom 8. März 2019 den Versand der Verfügung per A-Post-Plus-

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Urteil V 2023 75

Sendung in einem nahezu identischen Sachverhalt im Kanton Zug für zulässig erklärt ha-
be. 

E. Mit Replik vom 15. Januar 2024 beantragte der Beschwerdeführer nunmehr ledig-
lich noch, dass die Verfügung der Vorinstanz vom 10. Juli 2023 aufzuheben und die Vorin-
stanz anzuweisen sei, auf die Verwaltungsbeschwerde vom 22. Mai 2023 einzutreten und 
über diese materiell zu befinden. Eventualiter sei die Verfügung der Vorinstanz vom 10. 
Juli 2023 aufzuheben und die Angelegenheit nach Massgabe der nachstehenden sowie 
der gerichtlichen Erwägungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Wei-
ter sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen; unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten der Staatskasse. Auf die begründenden 
Ausführungen dieser Rechtsschrift ist – soweit notwendig – in den Erwägungen einzuge-
hen. 

F. In ihrer Duplik vom 31. Januar 2024 hielt die Sicherheitsdirektion im Namen des 
Regierungsrates an den in der Vernehmlassung vom 21. September 2023 gestellten An-
trägen fest und verwies grundsätzlich zur Begründung auf die Vernehmlassung, ergänzte 
lediglich, dass auch das Urteil des Bundesgerichts 2C_469/2023 vom 19. Oktober 2023 
einen ähnlich gelagerten Entscheid der Sicherheitsdirektion gestützt habe. 

G. Daraufhin erfolgten keine weiteren Stellungnahmen, womit der Schriftenwechsel 
als abgeschlossen gilt. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Nach § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssa-
chen (Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG; BGS 162.1) ist die Beschwerde an das Ver-
waltungsgericht gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats zulässig, soweit die 
Gesetzgebung den Weiterzug nicht ausnahmsweise ausschliesst. Nach § 3 Abs. 4 Ziff. 3 
Delegationsverordnung (DelV; BGS 153.3) kann die zuständige Direktion über Verwal-
tungsbeschwerden entscheiden, die an den Regierungsrat gerichtet sind, wenn die Frist 
offensichtlich nicht eingehalten wurde. Gestützt darauf hat die Sicherheitsdirektion des 
Kantons Zug am 10. Juli 2023 Nichteintreten auf die Verwaltungsbeschwerde entschieden. 

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Urteil V 2023 75

In formeller Hinsicht liegt somit ein Entscheid des Regierungsrats vor. Sodann ist der Wei-
terzug nicht ausgeschlossen. Als Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfü-
gung (vgl. § 62 VRG). Mit am 10. August 2023 der Post übergebener Eingabe ist die Be-
schwerdefrist gewahrt (§ 64 Abs. 1 VRG). Im Übrigen entspricht die Beschwerdeschrift 
den formellen Voraussetzungen (§ 65 VRG), weshalb auf die Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde einzutreten ist. 

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

2. Vorliegend strittig ist, ob der Beschwerdeführer mit seiner Verwaltungsbeschwerde 
vom 22. Mai 2023 gegen die Verfügung des AFM vom 27. April 2023 die Beschwerdefrist 
von 20 Tagen (vgl. § 43 Abs. 1 VRG) eingehalten hat. 

3.
3.1 Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, dass das Bundesgerichtsurteil 
1C_40/2021 vom 22. April 2021 den Versand mit A-Post-Plus-Sendung im Lichte der 
Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a BV als problematisch einstufe, da der Empfänger 
hinnehmen müsse, die Rechtsmittelfrist mangels Kenntnis der Zustellung zu verpassen. 
Gemäss dem Beschwerdeführer kann eine solche mangelhafte Orientierung dazu führen, 
dass, wie in casu, die materiellen Rechte nicht vollkommen ausgeschöpft werden könnten. 
Daher liege eine Verletzung der Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a BV sowie des recht-
lichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 BV vor.

3.2 Nach § 21 Abs. 1 VRG ist ein Entscheid den Parteien durch die Post zuzustellen. 
Es obliegt grundsätzlich der Verfügungsbehörde, nachzuweisen, dass bzw. wann eine 
Verfügung den Adressaten rechtsgültig eröffnet worden ist. Zugestellt ist eine uneinge-
schriebene Sendung (A- oder B-Post) bereits dadurch, dass sie in den Briefkasten oder in 
das Postfach des Adressaten gelegt wird und sich damit in dessen Verfügungsbereich be-
findet (vgl. BGer 2C_784/2015 vom 24. September 2015 E. 2.1). Nicht erforderlich ist für 
die Zustellung einer Sendung, dass der Adressat sie tatsächlich in Empfang nimmt; es 
genügt, wenn sie in seinen Machtbereich gelangt und er demzufolge von ihr Kenntnis 
nehmen kann (vgl. BGer 2C_587/2018 vom 8. März 2019 E. 3.1). Eine tatsächliche 
Kenntnisnahme ist nicht erforderlich (BGer 2C_469/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 3.4). 
Soweit die Behörde den Zustellmoment auf blosse Indizien stützt – z.B. auf einen Zustel-

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Urteil V 2023 75

lungseintrag im "Track & Trace" der Post –, muss sie dem Adressaten Gelegenheit ein-
räumen, die Vermutung zu widerlegen. Für den "Gegenbeweis" ist kein umfassender "Be-
weis des Gegenteils" nötig, sondern es genügt, dass der Adressat aufzeigt, dass die 
Eröffnungsvermutung mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit unzutreffend ist (Wieder-
kehr/Plüss, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 2020, Rz. 3432; vgl. Urs Peter Ca-
velti, in: Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 20 N 10; vgl. auch BGE 142 III 599 E. 
2.4.1). 

3.3 Vorliegend ist mittels Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post nachgewie-
sen, dass die Verfügung am 29. April 2023 ins Postfach des Rechtsvertreters des Be-
schwerdeführers gelegt wurde. Der Beschwerdeführer lässt weder aufzeigen, dass die in 
Erwägung 3.2 hiervor beschriebene Eröffnungsvermutung mit einer gewissen Wahrschein-
lichkeit unzutreffend ist, noch sind derartige Hinweise ersichtlich. Es ist daher festzustel-
len, dass die Verfügung am 29. April 2023 gültig zugestellt wurde. Soweit der Beschwer-
deführer ausführt, dass es sich bei der Zustellart der A-Post-Plus-Sendung nicht um eine 
gesetzlich erlaubte Zustellart handle, ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu 
verweisen, wonach eine Zustellung mit A-Post-Plus-Sendung nicht gegen bundesrechtli-
che Pflichten oder Garantien verstosse (BGer 2C_469/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 3.3; 
2C_784/2015 vom 24. September 2015 E. 2.1; 2C_1126/2014 vom 20. Februar 2015 
E. 2.2; je mit weiteren Hinweisen). 

4.
4.1 Der Beschwerdeführer lässt weiter ausführen, es sei festzuhalten, dass die Zustel-
lung mittels A-Post Plus im vorliegenden Fall Treu und Glauben widerspreche. Auch wenn 
die A-Post-Plus-Sendung – wie auf dem Sendungsverfolgungsbeleg der Post vermerkt – 
am Samstag, dem 29. April 2023, im Postfach seines Anwalts gewesen sein sollte, was 
bestritten werde, sei sich der Absender mit Sicherheit bewusst gewesen, dass der Adres-
sat – eine Anwaltskanzlei – wie die allermeisten Bürobetriebe und wie auch die allermeis-
ten Behörden in der ganzen Schweiz am Samstag nicht arbeite und somit niemand das 
Postfach leere. Es sei somit klar, dass die Sendung erst am Montag geöffnet werde. Ein 
solches Vorgehen (Versand mit A-Post Plus an einem Freitagabend an eine Anwaltskanz-
lei) führe somit zu einer treuwidrigen Verkürzung der gesetzlich vorgeschriebenen 
Rechtsmittelfrist, wenn davon ausgegangen werde, die Sendung sei am nächsten Tag zu-
gestellt worden und die Frist beginne dann zu laufen. Die Frist beginne demnach ohne 
physischen Empfang respektive eigentliche "Mitteilung" zu laufen. Dieses Vorgehen der 
Vorinstanz verletze Art. 9 BV, da die Zustellung mittels A-Post-Plus-Sendung dazu geführt 

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Urteil V 2023 75

habe, dass dem Beschwerdeführer die vom Gesetzgeber gewollte 20-tägige Bearbei-
tungsfrist ab Mitteilung nicht mehr zur Verfügung gestanden habe. 

4.2 Den Ausführungen des Beschwerdeführers kann nicht gefolgt werden. So geht 
gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts der Einwand, dass Anwaltskanzleien am 
Wochenende geschlossen seien, am Umstand vorbei, dass ein Empfänger grundsätzlich 
jederzeit faktischen Zugang zu seinem Briefkasten oder Postfach hat (BGer 
2C_1126/2014 vom 20. Februar 2015 E. 2.4). Der Beschwerdeführer behauptet denn auch 
nicht, dass dies vorliegend anders gewesen sei. Der Umstand, dass der Beschwerdefüh-
rer die Sendung erst am Montag aus dem Postfach geholt hat, vermag daran nichts zu 
ändern (BGer 8C_573/2014 vom 26. November 2014 E. 3.1). Sodann stellt die Post A-
Post-Plus-Sendungen schon seit einiger Zeit auch an Samstagen zu (vgl. VGer BE 
D.________19 96 UV vom 27. März 2019 E. 1.5.1; BGer 2C_463/2019 vom 8. Juni 2020 
E. 3.3.2; BVGer A-3798/2022 vom 8. November 2022 E. 3.4.1). Als Empfänger der Verfü-
gung hätte der Rechtsanwalt somit aus Gründen des Vertrauensschutzes und der Rechts-
sicherheit am Montag alles Zumutbare unternehmen müssen, um den genauen Zeitpunkt 
der Zustellung in Erfahrung zu bringen, falls Ungewissheit darüber bestanden hätte (vgl. 
Urs Peter Cavelti, a.a.O., Art. 20 N 10 m.w.H.). Dies gilt umso mehr, als die Fristenkontrol-
le zu den elementaren anwaltlichen Berufspflichten gehört. Zur pflichtgemässen Berufs-
ausübung gehört es, nicht bloss laufende, sondern auch versäumte Fristen festzustellen. 
Im Übrigen ist die zeitliche Planung ein grundlegendes Arbeitsinstrument, da die Dringlich-
keit eines Geschäftes den Tagesablauf in der Advokatur bestimmt. Ohne eine regelmässi-
ge Fristenkontrolle ist ein Rechtsanwalt ausserstande, seine Tätigkeit ordnungsgemäss zu 
verrichten (BGer 6B_389/2011 vom 10. Oktober 2011 E. 1.8). Schliesslich lässt sich das 
Zustelldatum bei einer A-Post-Plus-Sendung ohne grossen Aufwand anhand der 
Trackingnummer auf der Website der Post (https://service.post.ch/ekp-web/ui/list) feststel-
len. 

4.3 Ebenfalls nicht ersichtlich ist, inwiefern die Rechtsmittelfrist treuwidrig verkürzt wor-
den wäre (vgl. dazu etwa auch BGer 5A_562/2022 vom 14. Dezember 2022 E. 2.2.2). Der 
Rechtsanwalt hatte mit Zustellung am Samstag, dem 29. April 2023, 15 übliche Arbeitsta-
ge Zeit für die Beschwerdeerhebung (1.–5. Mai 2023; 8.–12. Mai 2023 und 15.–19. Mai 
2023). Wie die Sicherheitsdirektion zutreffend ausführt, hätten dem Rechtsanwalt 16 Ar-
beitstage (zusätzlich noch der 22. Mai 2023) und damit nur ein einziger Arbeitstag mehr 
zur Verfügung gestanden, wäre der Versand der Verfügung mit Einschreiben erfolgt und 
hätte der Rechtsvertreter die Verfügung des AFM erst am 1. Mai 2023 abgeholt, was ins-

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besondere unter Berücksichtigung des Umfangs der Beschwerdeschrift von lediglich neun 
Seiten als nicht relevant zu bezeichnen ist.

Ohnehin ist darauf hinzuweisen, dass der Gesetzgeber die Beschwerdefrist in Tagen – 
und nicht Arbeitstagen – festgelegt hat. Dies führt dazu, dass auch solche Feiertage, wel-
che die Arbeitstage während der laufenden Beschwerdefrist verringern, bei der Fristbe-
rechnung unberücksichtigt bleiben, sofern nicht der letzte Tag der Frist auf sie fällt.

Schliesslich hat das Bundesgericht bereits erwogen, dass die verfügende Behörde durch 
die Wahl der Zustellungsform nicht in rechtsungleicher Weise Einfluss auf die Dauer der 
Rechtsmittelfrist nimmt, denn die Rechtsmittelfrist ist bei jeder Zustellform gleich lang. Sie 
wird stets dann ausgelöst, wenn die Sendung in den Verfügungsbereich des Empfängers 
gelangt und dieser vom Inhalt der Sendung Kenntnis nehmen kann (anstatt vieler: 
BGer 2C_469/2023 vom 19. Oktober 2023 E. 3.6). Vor diesem Hintergrund ist nicht er-
sichtlich, inwiefern die Wahl der Versandart bzw. des Versandzeitpunkts, wie der Be-
schwerdeführer behauptet, die Beschwerdefrist in treuwidriger Weise (Art. 9 BV) verkürze 
oder die Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) sowie das rechtliche Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) 
verletze. 

4.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass das AFM davon ausgehen durfte und musste, 
dass der Rechtsanwalt prüft, wann die Verfügung zugegangen ist, zumal ihm dies anhand 
der Trackingnummer problemlos möglich war. Entsprechend ist nicht ersichtlich, inwiefern 
das AFM treuwidrig gehandelt hätte. Auch von einer relevanten Verkürzung der Rechtsmit-
telfrist kann nicht die Rede sein.  

5. Ferner lässt der Beschwerdeführer geltend machen, dass es sich bei der kantona-
len Zustellungsregel gemäss § 21 Abs. 1 VRG um eine unechte Gesetzeslücke handle, da 
keine näheren Angaben zur Art der Postzustellungen gemacht würden. Mangels entspre-
chender analoger öffentlich-rechtlicher Normen sei in Anwendung von Art. 138 Abs. 1 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272.0), wonach die Zustellung mittels 
Einschreiben zu erfolgen hat, von einer ungültigen Zustellung der Verfügung auszugehen. 

Nach Art. 138 Abs. 2 ZPO erfolgt die Zustellung durch eingeschriebene Postsendung oder 
auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung. Wiederum verweist die Sicherheitsdirekti-
on zutreffend auf das Urteil 2C_587/2018 des Bundesgerichts vom 8. März 2019, gemäss 
welchem die Zustellregelung von Art. 85 Abs. 2 StPO im ausländerrechtlichen Verfahren 

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nicht gilt, was analog für die Zustellregelung von Art. 138 Abs. 1 ZPO zu gelten hat. Die-
ses ist ein verwaltungsrechtliches und kein zivilrechtliches Verfahren. Auch die grosse 
Tragweite von ausländerrechtlichen Entscheiden steht einer Zustellung per A-Post Plus 
nicht entgegen (BGer 2C_919/2020 vom 17. November 2020 E. 3.3.3). Ausserdem ist – 
wie bereits in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt – nicht zu erkennen, dass im vorliegenden 
Fall die Ergreifung des Rechtsmittels unnötig erschwert wurde. Folglich kann der Be-
schwerdeführer auch aus Art. 138 Abs. 1 ZPO nichts zu seinen Gunsten ableiten.

6. Die Verwaltungsbeschwerde wurde somit verspätet eingereicht, weshalb der Regie-
rungsrat bzw. die Sicherheitsdirektion zu Recht nicht darauf eingetreten ist. Die Verwal-
tungsgerichtsbeschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist vollumfänglich abzu-
weisen. Der Vollständigkeit halber sei auf die – bereits von der Sicherheitsdirektion zitier-
ten – Urteile des Bundesgerichts 2C_587/2018 vom 8. März 2019 und 2C_469/2023 vom 
19. Oktober 2023 hinzuweisen, in welchem das Bundesgericht in nahezu identischen Fäl-
len entschied, dass bei der Zustellung am Samstag die Rechtsmittelfrist am darauffolgen-
den Sonntag zu laufen beginnt.

7. Zwar ist dem Gericht bekannt, dass der Bundesrat in Erfüllung der Motion 22.3381 
"Harmonisierung der Fristenberechnung" der Kommission für Rechtsfragen des National-
rates unlängst Änderungen von Bundesgesetzen, u.a. des Verwaltungsrechtspflegegeset-
zes (VwVG,) in die Vernehmlassung (bis zum 24. Mai 2024) gegeben hat, gemäss denen 
für die Zustellung an Wochenenden im ganzen Bundesrecht fristauslösende Sendungen 
erst am nächsten Werktag als erfolgt gelten sollen (sog. Zustellungsfiktion). Die (positive) 
Vorwirkung eines Erlasses ist jedoch unzulässig, weshalb die allenfalls in Kraft tretenden 
Gesetzesänderungen vorliegend keine Rechtswirkungen zeitigen (Häfelin/Müller/Uhlmann, 
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 299).

8. Bei diesem Verfahrensausgang sind die die Gerichtskosten von Fr. 1'000.– dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (§ 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG) und in dieser Höhe mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Fr. 500.– sind dem Beschwerdeführer zurück-
zuerstatten. Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (§ 28 Abs. 2 und 2a VRG).  

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Dem Beschwerdeführer wird eine Spruchgebühr von Fr. 1'000.– auferlegt, welche 
in dieser Höhe mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird. Fr. 500.– 
werden dem Beschwerdeführer zurückbezahlt.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an den 
Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach), an das Staatssekretariat für Migration, 
Bern, und zum Vollzug von Ziffer 2 des Dispositivs an die Finanzverwaltung des 
Kantons Zug (nur Dispositiv).

Zug, 14. März 2024

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am