# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41b083c0-f993-51cd-acfa-2f78909accd8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Kassationsgericht 24.12.2010 AA100125
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA100125_2010-12-24.pdf

## Full Text

Kassationsgericht des Kantons Zürich 
   

 

 
Kass.-Nr. AA100125-P/U0002/ys 

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Bernhard Gehrig, 

die Kassationsrichterin Sylvia Frei, die Kassationsrichter Matthias 

Brunner und Georg Naegeli sowie der juristische Sekretär Jürg-

Christian Hürlimann 

Zirkulationsbeschluss vom 24. Dezember 2010 
 

 

in Sachen 

 

 

K- L,  

…,  

Beklagte, Appellantin, Anschlussappellatin und Beschwerdeführerin 

vertreten durch Rechtsanwalt … 
 

gegen 

 

K,  

…,  

Kläger, Appellat, Anschlussappellant und Beschwerdegegner 

vertreten durch Rechtsanwältin … 
 

betreffend  

Abänderung Scheidungsurteil  

 

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der I. Zivilkammer des 

Obergerichts des Kantons Zürich vom 29. September 2010 (LC100005/Z08) 

-   2   - 

Das Gericht hat in Erwägung gezogen: 

1. Die Parteien wurden mit Urteil vom 24. April 2006 geschieden. Mit Eingabe 

vom 24. April 2009 beantragte der Beschwerdegegner (Kläger) die Abänderung 

des Scheidungsurteils. Der Einzelrichter im ordentlichen Verfahren am Bezirksge-

richt N bewilligte der Beschwerdeführerin (Beklagten) mit Verfügung vom 15. De-

zember 2009 die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung und be-

stellte Rechtsanwalt Dr. L zu ihrem unentgeltlichen Rechtsvertreter (OG act. 47, 

Verfügungsdispositiv Ziff. 1 und 2). Mit gleichzeitig ergangenem Urteil stellte der 

Einzelrichter die gemeinsame Tochter der Parteien, H, geboren 1997, unter die el-

terliche Sorge des Beschwerdegegners (Urteilsdispositiv Ziff. 1) und regelte die 

Nebenfolgen der Umteilung der elterlichen Sorge (Urteilsdispositiv Ziffern 2 - 7: 

Besuchsrecht; Weiterführung der bestehenden Beistandschaft; Verpflichtung des 

Beschwerdegegners, die Beschwerdeführerin über besondere Ereignisse im Le-

ben der Tochter zu orientieren und vor für die Tochter wichtigen Entscheiden an-

zuhören; mangels Leistungsfähigkeit kein Unterhaltsbeitrag der Beschwerdeführe-

rin für die Tochter). Weiter verpflichtete der Einzelrichter den Beschwerdegegner, 

der Beschwerdeführerin ab 1. Juli 2009 bis 31. Dezember 2012 einen monatli-

chen Unterhaltsbeitrag von Fr. 950.-- zu bezahlen (Urteilsdispositiv Ziff. 8). 

Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdeführerin Berufung mit folgenden Anträ-

gen (OG act. 52 S. 2): 

„1.  Ziffer 1 des Urteils des Einzelrichters im ordentlichen Verfahren des 
Bezirks N vom 15. Dezember 2009 (Geschäfts-Nr. FP09xxxx) sei auf-
zuheben und die aus der Ehe der Parteien hervorgegangene Tochter 
H sei unter der elterlichen Sorge der Appellantin zu belassen. 

2.  Es sei vom Gericht ein angemessenes Besuchsrecht des Appellaten 
festzulegen. 

3.  Es sei vom Gericht ein angemessenes Ferienbesuchsrecht für den 
Appellaten festzulegen. 

4.  Die für H bestehende Beistandschaft durch Frau Gn sei unter Ein-
räumung einer angemessenen Übergangszeit aufzuheben und es sei 
die Vormundschaftsbehörde Kilchberg anzuweisen, eine neue Bei-
standschaft zu errichten, sofern das Gericht dies für nötig erachtet. 

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5.  Es sei Ziffer 7 des Urteils des Einzelrichters im ordentlichen Verfahren 
des Bezirks N vom 15. Dezember 2009 aufzuheben und der Appellat 
zu verpflichten, der Appellantin an die Kosten des Unterhalts der 
Tochter monatliche Beiträge von Fr. 1'500.--, zuzüglich allfällige ge-
setzliche oder vertragliche Kinderzulagen, zu bezahlen, zahlbar im 
Voraus, je auf den Ersten des Monats ab Rechtskraft des Urteils auch 
über deren Mündigkeit hinaus, solange H sich in einer Erstausbildung 
befindet und den Hauptwohnsitz bei der Mutter hat. 

6. Es sei Ziffer 8 des Urteils des Einzelrichters im ordentlichen Verfahren 
des Bezirks N vom 15. Dezember 2009 aufzuheben und der Appellat 
zu verpflichten, der Appellantin persönlich, gestützt auf Art. 125 ZGB 
monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'700.-- zu bezahlen, zahlbar 
im Voraus, je am Ersten eines Monats, erstmals rückwirkend per 1. 
Juli 2009 bis 31. Juli 2013.“ 

Weiter stellte die Beschwerdeführerin den prozessualen Antrag, es sei für H ein 

Vertretungsbeistand im Sinne von Art. 146 ZGB zu bestellen. 

Der Beschwerdegegner beantragte mit seiner Berufungsantwort, es sei die Beru-

fung abzuweisen, und erhob Anschlussberufung mit den Anträgen, er sei zu ver-

pflichten, der Beschwerdeführerin einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 

950.--, erstmals per 1. Juli 2009 bis 31. Dezember 2010, und er sei berechtigt zu 

erklären, zuviel bezahlte Unterhaltsbeiträge im Umfang von Fr. 7'000.-- mit den 

noch an die Beschwerdeführerin zu leistenden Unterhaltsbeiträgen zu verrechnen 

(OG act. 57 S. 2 f.). 

Am 19. Mai 2010 erfolgte eine Referentenaudienz mit persönlichen Befragung der 

Parteien (OG Prot. S. 5 - 12). Am 28. Mai 2010 wurde die Tochter H durch den 

obergerichtlichen Referenten in Abwesenheit der Parteien angehört (OG Prot. S. 

14 f.). 

Das Obergericht (I. Zivilkammer) entzog der Beschwerdeführerin mit Beschluss 

vom 21. Juni 2010 die unentgeltliche Prozessführung und Vertretung hinsichtlich 

der Berufungsanträge 1 - 5 und setzte ihr Frist zur Leistung einer Prozesskaution 

von Fr. 5'000.-- an, mit der Androhung, dass bei Säumnis auf die Berufungsanträ-

ge 1 - 5 nicht eingetreten werde (OG act. 65). 

Das Obergericht wies mit Beschluss vom 16. Juli 2010 ein Gesuch des Rechts-

vertreters der Beschwerdeführerin, ihn als unentgeltlichen Rechtsvertreter vollum-

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fänglich zu entlassen, ab (OG act. 67). Mit Eingabe vom 27. August 2010 beant-

wortete die Beschwerdeführerin die Anschlussberufung (OG act. 70). Mit Be-

schluss vom 3. September 2010 wies das Obergericht ein Wiedererwägungsge-

such, es sei ihr die unentgeltlichen Prozessführung und Vertretung auch hinsicht-

lich der Berufungsanträge 1 - 5 zu belassen und die Frist zur Leistung der Pro-

zesskaution abzunehmen (OG act. 73) sowie ein solches um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung für das Wiedererwägungsge-

such ab und setzte eine Nachfrist zur Leistung der Prozesskaution an (OG act. 

79).  

Nachdem die Beschwerdeführerin die ihr auferlegte Prozesskaution nicht geleistet 

hatte, trat das Obergericht mit Beschluss vom 29. September 2010 auf die Beru-

fungsanträge 1 - 5 nicht ein. Weiter wies es den Antrag auf Ernennung eines Pro-

zessbeistandes für die Tochter H ab (OG act. 83 = KG act. 2). 

2. Die Beschwerdeführerin beantragt mit ihrer Nichtigkeitsbeschwerde vom 1. No-

vember 2010 die Aufhebung des obergerichtlichen Beschlusses vom 29. Septem-

ber 2010 sowohl was das Nichteintreten auf ihre Berufungsanträge 1 - 5 als auch 

ihren Antrag auf Ernennung eines Prozessbeistandes für die Tochter Isabelle an-

geht. Weiter ersucht sie um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsvertretung sowohl für das Berufungsverfahren wie für das Kassationsver-

fahren (KG act. 1). Der Beschwerdegegner verzichtet auf die Beantwortung der 

Nichtigkeitsbeschwerde (KG act. 8). Das Obergericht liess sich nicht vernehmen. 

3. Aus der Natur des Beschwerdeverfahrens, das keine Fortsetzung des Verfah-

rens vor dem Sachrichter darstellt, folgt, dass sich der Nichtigkeitskläger konkret 

mit dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und den behaupteten Nich-

tigkeitsgrund in der Beschwerdeschrift selbst nachweisen muss (§ 288 Ziff. 3 ZPO 

ZH). In der Beschwerdebegründung sind insbesondere die angefochtenen Stellen 

des vorinstanzlichen Entscheides zu bezeichnen und diejenigen Aktenstellen, aus 

denen sich ein Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. Es ist 

nicht Sache der Kassationsinstanz, in den vorinstanzlichen Akten nach den 

Grundlagen des geltend gemachten Nichtigkeitsgrundes zu suchen. Wer die vo-

rinstanzliche Beweiswürdigung als willkürlich rügt, muss in der Beschwerde genau 

-   5   - 

darlegen, welche tatsächlichen Annahmen des angefochtenen Entscheides auf 

Grund welcher Aktenstellen willkürlich sein sollen. Wird Aktenwidrigkeit einer tat-

sächlichen Annahme behauptet, so sind ebenfalls die Bestandteile der Akten, die 

nicht oder nicht in ihrer wahren Gestalt in die Beweiswürdigung einbezogen wor-

den sein sollen, genau anzugeben. Wer vorbringt, angerufene Beweismittel seien 

nicht abgenommen worden, hat zu sagen, wo und zu welchen Behauptungen er 

sich auf diese berufen hat (ZR 81 Nr. 88 Erw. 6; Frank/Sträuli/Messmer, Kom-

mentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3.A., Zürich 1997, N 4 zu § 288; 

Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich und im Bund, Zürich 

1999, S. 72 f.; von Rechenberg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in Zivil– und Strafsa-

chen nach zürcherischem Recht, 2.A., Zürich 1986, S. 16 ff.). 

4. a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, im Verfahren um Abänderung eines 

Scheidungsurteils, in welchem die Zuteilung der elterlichen Sorge strittig sei, 

müsse der Sachverhalt gemäss Art. 145 ZGB von Amtes wegen erforscht werden. 

Es gelte die uneingeschränkte Untersuchungsmaxime. Seien beide Parteien an-

waltlich vertreten, stelle das Gericht auch bei Geltung der klassischen Untersu-

chungsmaxime in erster Linie auf die Vorbringen der Rechtsvertretungen ab und 

werde der Sachverhalt nur bei offensichtlichen Lücken und Ungereimtheiten von 

Amtes wegen ergänzt. Unter der Herrschaft der uneingeschränkten Untersu-

chungsmaxime sei das Gericht ohne Rücksicht auf Kostenüberlegungen verpflich-

tet, alle notwendigen Abklärungen vorzunehmen und den rechtlich relevanten 

Sachverhalt zu ermitteln. Insbesondere dürfe eine Beweisabnahme nicht deshalb 

unterbleiben, weil kein Kostenvorschuss für die Beweiserhebungen geleistet wor-

den sei. Analog dazu könne es auch nicht zulässig sein, das Eintreten auf die das 

Kind betreffenden Anträge von der Leistung einer Kaution abhängig zu machen. 

Nachdem im Prozess bisher von beiden Instanzen anerkannt worden sei, dass 

die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Vertretung der Beschwerdeführerin gegeben seien, sei die Auferlegung einer 

Kaution unzulässig gewesen und es seien der Beschwerdeführerin die unentgelt-

liche Prozessführung und Rechtsvertretung weiterhin zu gewähren (KG act. 1 S. 3 

Ziff. 4). 

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b) Die Beschwerdeführerin erhob gegen die beiden prozessleitenden Entscheide 

des Obergerichts vom 21. Juni 2010 und vom 3. September 2010 nicht selbstän-

dig Nichtigkeitsbeschwerde. Ob dies nach § 282 Abs. 1 ZPO ZH zulässig gewe-

sen wäre, kann offen bleiben, da die Unterlassung der selbständigen Anfechtung 

eines prozessleitenden Entscheids die Anfechtung eines darauf beruhenden End-

entscheids nicht ausschliesst (§ 282 Abs. 2 ZPO ZH).  

Die Beschwerdeführerin zitiert zu ihren Vorbringen betreffend Untersuchungsma-

xime und Abhängigmachen der Beweiserhebungen von der Leistung eines Kos-

tenvorschusses die Kommentierung von Art. 296 ZPO CH durch Daniel Steck 

(Spüler/Tenchio/Infanger [Hsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-

ordnung, Basel 2010). Der Entscheid über den Entzug der unentgeltlichen 

Rechtspflege und über die Kautionsauflage erfolgte unter bisherigem zürcheri-

schem Prozessrecht. Für Verfahren, die bei Inkrafttreten der Zivilprozessordnung 

rechtshängig sind, gilt das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss vor der 

betroffenen Instanz (Art. 404 Abs. 1 ZPO CH). Das Obergericht hatte daher bei 

seinen Entscheiden über den Entzug der unentgeltlichen Rechtspflege und die 

Kautionsauflage und über das entsprechende Wiedererwägungsgesuch der Be-

schwerdeführerin nicht zu prüfen, ob allenfalls unter neuem Prozessrecht anders 

zu entscheiden wäre. Eine allfällige Gutheissung der vorliegenden Nichtigkeitsbe-

schwerde hätte die Aufhebung des angefochtenen Nichteintretensentscheid zur 

Folge, womit das hängige Verfahren vor Obergericht in vollem Umfang weiterzu-

führen wäre. Die ursprüngliche Rechtshängigkeit bezüglich der Berufungsanträge 

1 - 5 würde wieder aufleben und es wäre das Verfahren vor Obergericht nach bis-

herigem Prozessrecht weiterzuführen. Die neue schweizerische Zivilprozessord-

nung kommt jedenfalls, abgesehen von der genannten Übergangsbestimmung, 

welche bisheriges Prozessrecht für anwendbar erklärt, nicht zum Zug, weshalb 

das neue Prozessrecht auch bei der Prüfung der geltend gemachten Nichtigkeits-

gründe im vorliegenden Kassationsverfahren unbeachtlich ist. 

c) § 78 ZPO ZH bestimmt, in welchen Verfahren keine Prozesskautionen auferlegt 

werden. Das Verfahren auf Abänderung eines Scheidungsurteils wird in dieser 

Aufzählung nicht genannt, so dass nach kantonalem Prozessrecht kein solcher 

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Ausschluss besteht. Ob sich aus Art 145 Abs. 1 ZGB, wonach das Gericht im 

Scheidungsverfahren mit Bezug auf Kinderbelange den Sachverhalt von Amtes 

wegen erforscht, ein bundesrechtliches Verbot ergibt, das Eintreten auf eine die 

Kinderzuteilung und deren Nebenfolgen betreffende Berufung von der Leistung 

eines Prozesskostenvorschusses abhängig zu machen, untersteht der Prüfung im 

Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht (Art. 95 lit. a BGG), weshalb darauf im 

vorliegenden kantonalen Kassationsverfahren nicht einzugehen ist (§ 285 ZPO). 

Voraussetzung der Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechts-

vertretung ist neben der Mittellosigkeit der betreffenden Partei, dass der Prozess 

bzw. das Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (§ 84 Abs. 1 ZPO ZH, Art. 

29 Abs. 3 BV). Eine Ausnahme von dieser Voraussetzung im Fall, dass Kinderbe-

lange streitig sind, ergibt sich weder aus dem kantonalen Prozessrecht noch aus 

der Bundesverfassung. 

Das Obergericht begründet in seinem Beschluss vom 21. Juni 2010 eingehend, 

weshalb dem Berufungsbegehren der Beschwerdeführerin um Rückübertragung 

der Obhut über H auf die Beschwerdeführerin und um Belassung des Sorgerechts 

bei dieser kaum gefolgt werden könne, womit sich das Berufungsverfahren mit 

Bezug auf die Kindesbelange als aussichtslos im Sinne von § 84 Abs. 1 ZPO ZH 

erweise (OG act. 65 S. 5 - 8 Erw. III/1 - 6). Ebenfalls begründet das Obergericht in 

seinem Beschluss vom 3. September 2010, weshalb das Wiedererwägungsbe-

gehren der Beschwerdeführerin abzuweisen sei (OG act. 79 S. 2 f. Erw. 3 und 4). 

Die Beschwerdeführerin setzt sich mit den Erwägungen der beiden Beschlüsse 

nicht auseinander und zeigt nicht auf, dass diese unter einem Nichtigkeitsgrund 

gemäss § 281 Ziff. 1 - 3 ZPO ZH leide. Der Hinweis der Beschwerdeführerin in 

der Beschwerdebegründung, im hängigen Fall hätten sich seit der Referentenau-

dienz Ereignisse zugetragen, welche nach ihrer Auffassung die Umteilung der el-

terlichen Sorge rechtfertigten, sie habe diese Umstände in ihrem Wiedererwä-

gungsgesuch vom 30. August 2010, soweit sie damals bekannt gewesen seien, 

dargestellt, und inzwischen habe sie von Verwandten des Beschwerdegegners er-

fahren, dass dieser den Verwandten erzählt habe, die Beschwerdeführerin sei 

psychisch krank, was auch die Tochter H erfahren habe (KG act. 1 S. 3 Ziff. 5), 

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stellen keine Auseinandersetzung mit den Erwägungen der beiden genannten 

obergerichtlichen Beschlüsse dar. Da die Kassationsinstanz nur zu prüfen hat, ob 

der angefochtene Entscheid nach der bei der Vorinstanz gegebenen Aktenlage an 

einem Nichtigkeitsgrund leidet, sind im Übrigen neue Behauptungen und Be-

weismittel im Kassationsverfahren unzulässig und besteht auch kein Novenrecht 

im Sinne von § 115 ZPO ZH (von Rechenberg, a.a.O., S. 17 f.). 

Der angefochtene Entscheid, auf die Berufungsanträge 1 - 5 nicht einzutreten, ist 

gesetzliche Folge der Nichtleistung der der Beschwerdeführerin auferlegten Pro-

zesskaution (§ 80 Abs. 1 ZPO) und nicht zu beanstanden, nachdem die Be-

schwerdeführerin nicht nachzuweisen vermag, dass die Kautionsauflage mit ei-

nem Nichtigkeitsgrund behaftet sei. 

5. Die Beschwerdeführerin begründet ihren Antrag, für die Tochter H einen Pro-

zessbeistand zu ernennen, damit, es sei ihr die Möglichkeit zu geben, ihren 

Standpunkt (zu den Ereignissen nach der Referentenaudienz) mit einer neutralen 

Person zu besprechen und ihn gegebenenfalls dem Gericht zukommen zu lassen 

(KG act. 1 S. 3 Ziff. 5). Nach dem Ausgeführten bleibt es beim Entscheid des 

Obergerichts, auf die Berufungsanträge 1 - 5, welche die Kindesbelange zum In-

halt haben, nicht einzutreten. Da somit das Berufungsverfahren lediglich mit Be-

zug auf die persönlichen Unterhaltsansprüche der Beschwerdeführerin, nicht aber 

die Belange von H fortzuführen ist, erübrigt sich die Ernennung eines Prozessbei-

stands für die Tochter. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der Entscheid des Ober-

gerichts, den entsprechenden Antrag der Beschwerdeführerin abzuweisen, mit ei-

nem Nichtigkeitsgrund behaftet sein soll. 

6. Zusammenfassend erweist sich die Nichtigkeitsbeschwerde als offensichtlich 

unbegründet, soweit auf sie eingetreten werden kann, so dass im Kassationsver-

fahren auch Aussichtslosigkeit des Prozessstandpunkts der Beschwerdeführerin 

im Sinne von § 84 Abs. 1 ZPO ZH besteht. Das Gesuch der Beschwerdeführerin 

um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretung für das 

Kassationsverfahren ist abzuweisen.  

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Soweit die Beschwerdeführerin in Antrag 3 ihrer Beschwerdeschrift (KG act. 1 S. 

2) für das Verfahren vor Obergericht die Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-

führung und Rechtsvertretung verlangt, ist auf die bisher ergangenen diesbezügli-

chen Beschlüsse des Obergerichts, welche im vorliegenden Kassationsverfahren 

nicht erfolgreich angefochten wurden und bei denen es somit sein Bewenden hat, 

zu verweisen und nicht weiter darauf einzugehen.  

7. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Kassationsverfahrens der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen (§ 64 Abs. 2 ZPO). Mangels erheblicher Umtriebe ist dem 

Beschwerdegegner, der die Nichtigkeitsbeschwerde nicht beantwortet hat, keine 

Prozessentschädigung zuzusprechen. 

 

Das Gericht beschliesst: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen 

Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreter für 

das Kassationsverfahren wird abgewiesen. 

3. Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf Fr. 

500.--. 

4. Die Kosten des Kassationsverfahrens werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. 

5. Dem Beschwerdegegner wird für das Kassationsverfahren keine Prozess-

entschädigung zugesprochen. 

6. Gegen diesen Entscheid kann unter den Voraussetzungen von 

Art. 90 ff. BGG innert 30 Tagen nach dessen Empfang schriftlich durch eine 

Art. 42 BGG entsprechende Eingabe Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG 

an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, erhoben werden. 

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Sodann läuft die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung des Beschlusses des 

Obergerichtes vom 29. September 2010 mit Beschwerde an das Bundesge-

richt neu ab Empfang des vorliegenden Entscheides (Art. 100 Abs. 1 und 6 

BGG). 

Hinsichtlich des Fristenlaufes gelten die Art. 44 ff. BGG. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die I. Zivilkammer des Obergerichts 

des Kantons Zürich und das Bezirksgericht N (Einzelrichter), je gegen Emp-

fangsschein. 

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KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Der juristische Sekretär: 

 
 

	Zirkulationsbeschluss vom 24. Dezember 2010
	Das Gericht hat in Erwägung gezogen:
	Das Gericht beschliesst: