# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4c522c26-e95d-5c2b-83a2-7e837252a9d1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.03.2010 C-8765/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8765-2007_2010-03-04.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8765/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Vito Valenti, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiber Daniel Golta.

A._______, (wohnhaft in: Kosovo)
vertreten durch memos Osmani, Ernest Osmani, 
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente, Verfügung der IVSTA vom 
27. November 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8765/2007

Sachverhalt:

A.
A.a A._______  (im  Folgenden:  Beschwerdeführer)  wurde  1949 
geboren, ist  kosovarischer Staatsbürger, und lebt  mit  seiner Ehefrau 
und seinen fünf Kindern im Kosovo. Er besuchte - nach widersprüchli-
chen Angaben -  vier  bzw. acht  Jahre lang die  Schule  im damaligen 
Jugoslawien, wo er danach als Hilfsarbeiter in einer Garage arbeitete.  
Von 1971 bis 1978 arbeitete er als Hilfskoch, Bademeister und als Ga-
ragengehilfe in Wien. Vom 20. Mai bis 12. Dezember 1980 sowie vom 
16. März bis 20. Mai 1981 arbeitete er in der Schweiz im Saisonnier-
status  als  Hilfsarbeiter  für  die  Bauunternehmung  B._______  (im 
Folgenden: letzte Arbeitgeberin des Beschwerdeführers). In dieser Zeit 
bezahlte  er  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterbliebenen 
und Invalidenversicherung. Am 20. Mai 1981 stürzte der Beschwerde-
führer  während  der  Arbeit  von  einem  Baugerüst  und  erlitt  eine 
Kompressionsfraktur der Lendenwirbelkörper 1 und 3. Seither hat der 
Beschwerdeführer  nicht  mehr  gearbeitet  (vgl.  Akten  der  Schweizeri-
schen  Unfallversicherungsanstalt  [im  Folgenden:  SUVA]  SUVA/1-3, 
SUVA/32  SUVA/27;  vgl.  Akten  der  Invalidenstelle  für  Versicherte  im 
Ausland [im Folgenden: IVSTA bzw. Vorinstanz] IV/1, IV/3). 

A.b Die Verletzungen des Beschwerdeführers wurden - von der SUVA 
koordiniert  -  mehrfach  operativ  und  therapeutisch  behandelt  (vgl. 
SUVA/30 und  SUVA/32). Zuletzt  entliess  das  Nachbehandlungszent-
rum  W._______  den  Beschwerdeführer  nach  einer  achtwöchigen 
Rehabilitationskur am 16. April 1982, worauf dieser nach Jugoslawien 
zurückkehrte (vgl. SUVA/30). Das Nachbehandlungszentrum diagnosti-
zierte  ein  lumbovertebrales  Syndrom und Funktionseinschränkungen 
der Lendenwirbelsäule nach dorsaler Spondylodese (operative Wirbel-
körperblockierung)  Th12/L1  und  L2/L3  sowie  einen  Status  nach 
Kompressionsfrakturen  L1  und  L3.  Das  Nachbehandlungszentrum 
erachtete  die  gesundheitliche  Situation  des  Beschwerdeführers  aus 
objektiver  Sicht  als  stabil,  wobei  durch  weitere  medizinische  Mass-
nahmen keine nennenswerte Besserung zu erwarten sei. Daher schlug 
es  den  Abschluss  der  Behandlung  und  einen  Entscheid  der  SUVA 
über  die  Frage  der  Arbeitsfähigkeit  bzw.  Invalidität  vor.  Ein 
Wiedereinsatz  des  Beschwerdeführers  auf  einer  Baustelle  entfalle. 
Aufgrund der durchgeführten Berufserprobung sei davon auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer nach kurzer innerbetrieblicher Ausbildung 

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z.B.  als  Hilfsmechaniker  oder  Maschinenarbeiter  eingesetzt  werden 
könne. 

A.c Am  19.  Juli  1982  sprach  die  SUVA  dem  Beschwerdeführer 
rückwirkend ab 1. Mai 1982 eine halbe Rente zu. Diese Rente wurde 
seither mehrfach bestätigt (vgl. SUVA/44, SUVA/51-52), zuletzt gegen-
über der IVSTA mit Schreiben der SUVA vom 26. Januar 2007 (in den 
SUVA-Akten, nicht paginiert). 

A.d Nachdem  der  Beschwerdeführer  sich  mit  Schreiben  vom 
15. Dezember 1982 erneut an die SUVA gerichtet hatte, liess diese ihn 
durch  die  Klinik  für  orthopädische  Chirurgie  des  Kantonsspitals 
V._______ begutachten (vgl. SUVA/35 und SUVA/37). Im resultieren-
den  Gutachten  vom  29.  März  1983  (SUVA/43)  diagnostizierten  die 
Dres. C._______ und D._______ 

- einen Zustand nach instabilen Kompressionsfrakturen L1 und 
L2, 

- einen  Zustand  nach  dorsaler  Spondylodese  Th12/L1  und 
L2/L3,

- eine  chronische  therapieresistente  Lumbalgie  bei  vor  allem 
posttraumatisch  bedingten  Bandscheibenveränderungen,  be-
ginnender  Spondylarthrose  L3/L4  und  L4/L5,  Spondylose 
L2/L3,  durch  Keilwirbel  L1  bedingten  Kyphose (eine  dorsale 
konvexe  Krümmung  der  Wirbelsäule)  im  thoraco-lumbalen 
Übergang mit kompensatorischer Hyperlordose L4/S1,

- eine  reaktive  depressive  Verstimmung  bei  Zustand  nach 
Arbeitsunfall  (gemäss  psychiatrischem  Konsilium  mit  Dr. 
E._______). 

Der Zustand sei seit dem Aufenthalt in W._______ stationär geblieben. 
Die Prognose sei sehr schwierig zu stellen, langfristig dürfte eher mit  
einer Verminderung des Schmerzzustandes zu rechnen sein. Über die 
künftige Arbeitsfähigkeit könne keine Prognose gestellt werden.

B.
B.a Mit  Anmeldeformular vom 4. Juni 2006 (recte wohl: 4. Mai  2006 
[vgl. Posteingangsstempel vom 15. Mai 2006]), mit Fragebogen für den 
Versicherten  vom 4. Mai  2006  und mit  Fragebogen für  Arbeits-  und 

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Lohnverhältnisse  von  Unselbständigerwerbenden  vom 4. Mai  2006  - 
beantragte der Beschwerdeführer bei der IVSTA die Ausrichtung einer 
IV-Rente (vgl. IV/1-3). 

B.b Unter  ausdrücklicher  Bezugnahme  auf  drei  vom  Beschwerde-
führer  neu  eingereichte  Arztberichte  von Dr. F._______  (Orthopäde) 
nahm  der  Regionale  Ärztliche  Dienst  der  Invalidenversicherung 
S._______ (im Folgenden: RAD) am 23. April 2007 erstmals Stellung 
(Dr. G._______, Facharzt für physikalische Medizin und Rehabilitation 
FMH). Darin attestierte er  dem Beschwerdeführer einen Status nach 
Spondylodese D12-L1 und L2-L3 nach einer Kompressionsfraktur der 
Wirbel L1 und L3 (ICD-10 Z98.; Hauptdiagnose), degenerative Lumbal-
beschwerden auf verschiedenen Niveaus (ICD-10 M47.8; Diagnose mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) sowie eine depressive Reaktion 
(Diagnose  ohne  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit).  Der  RAD 
beurteilte den Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit seit  dem 
20.  Mai  1981  als  zu  100%  arbeitsunfähig,  in  einer  angepassten 
Verweisungstätigkeit hingegen nur vom 20. Mai 1981 bis 16. April 1982 
zu 100% arbeitsunfähig, danach aber zu 100% arbeitsfähig. Für eine 
angepasste  Verweisungstätigkeit  sei  zu  berücksichtigen,  dass  der 
Beschwerdeführer  keine  schweren  Arbeiten  ausüben  könne.  Ferner 
müsse eine frei wechselnde Körperhaltung (sitzend-stehend) möglich 
sein,  dürfe  der  Beschwerdeführer  nur  gelegentlich  und  maximal 
Gewichte von fünf bis zehn Kilogramm tragen und seien Arbeiten mit 
Rumpfrotationen oder mit Vorbeugen ausgeschlossen. In Frage kämen 
eine Tätigkeit als Detailhandelsverkäufer, in der Reparatur von kleinen 
Geräten oder im internen Postdienst bzw. als Dienstbote. 

B.c Die IVSTA errechnete in ihrem Einkommensvergleich vom 5. Juni 
2006 - ausgehend von entsprechenden Verweisungstätigkeiten - eine 
Erwerbseinbusse und damit einen Invaliditätsgrad von 10.82% (IV/11).

B.d Mit  Vorbescheid  vom  22.  August  2007  stellte  die  IVSTA  dem 
Beschwerdeführer  die  Abweisung  seines  Leistungsbegehrens  in 
Aussicht  (vgl.  IV/13).  Sie  begründete  dies  damit,  dass  in  renten-
ausschliessender  Weise  die  Ausübung  einer  angepassten 
Verweisungstätigkeit zumutbar sei.

B.e Mit Schreiben vom 27. August 2007 und 8. Oktober 2007 (IV/14 
und IV/23) nahm der Beschwerdeführer zum Vorbescheid Stellung und 
beantragte  die  Zusprache  einer  ganzen  Invalidenrente.  Dies 
begründete  er  -  unter  Beilage  diverser  medizinischer  Unterlagen 

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(IV/16-22, IV/24) - im Wesentlichen damit, dass er seit dem Unfall im 
Jahr 1981 vollständig und für jede Tätigkeit arbeitsunfähig sei.

B.f Am 21. November 2007 hielt der RAD (Dr. G._______) an den in 
seiner Stellungnahme vom 23. April 2007 attestierten Diagnosen und 
den entsprechenden Beurteilungen fest. Die neu unterbreiteten medi-
zinischen Unterlagen änderten nichts an der bisherigen Beurteilung.

B.g Am 27. November  2007  verfügte  die  IVSTA die  Abweisung des 
Leistungsbegehrens des Beschwerdeführers. Sie begründete dies im 
Wesentlichen gleich wie den Vorbescheid (vgl. IVSTA/27). Ergänzend 
erwähnte sie, dass nach einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit in 
allen Tätigkeiten dem Beschwerdeführer seit  dem 17. April  1982 die 
Ausübung  einer  Verweisungstätigkeit  zugemutet  werden  könne. 
Gemäss der  neu  eingeholten Stellungnahme des RAD änderten  die 
neu eingereichten medizinischen Unterlagen nichts an der Beurteilung 
im Vorbescheid.

B.h Auf Ersuchen des Beschwerdeführers hin übermittelte die IVSTA 
diesem am 4. Dezember 2007 eine Kopie der IV-Akten (vgl. IV/28-29).

C.
C.a Am 28. Dezember  2007 erhob der Beschwerdeführer  gegen die 
Verfügung  vom  27.  November  2007  Beschwerde  an  das  Bundes-
verwaltungsgericht.  Er  beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung,  die  Zusprache  einer  ganzen  Invalidenrente  ab  1. Januar 
2005, eine durch die Vorinstanz zu leistende Parteientschädigung und 
die Kostenauflage zu Lasten der Vorinstanz. Ausserdem stellte er ein 
Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Prozessführung.  Er 
begründete  seine Beschwerde  im Wesentlichen  damit,  dass  anhand 
der medizinischen Akten feststehe, dass er zu 100% erwerbsunfähig 
sei,  keine  Eingliederungsmöglichkeit  bestehe  und  er  in  der  freien 
Wirtschaft  nicht  vermittelbar  sei.  Weiter  macht  er  geltend,  dass  die 
SUVA ihm vor Jahren eine halbe Invaliditätsrente zugesprochen habe 
und die Vorinstanz auf die vorhandenen Arztzeugnisse und auf seine 
Anträge und Begründungen nicht achtungsvoll eingegangen sei.

C.b Mit Vernehmlassung vom 7. März 2008 beantragte die IVSTA die 
Abweisung  der  Beschwerde und  die  Bestätigung  der  angefochtenen 
Verfügung.  Sie  begründete  dies  im  Wesentlichen  damit,  dass  auf 
Grund  der  medizinischen  Beurteilung  durch  den  RAD  und  den 
durchgeführten  Einkommensvergleich  ab  dem  17.  April  1982  eine 

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Erwerbseinbusse  von  11%  bestehe.  Ausserdem  bestehe  gemäss 
bundesgerichtlicher Praxis für den Invalidenversicherer keine absolute 
Bindung  an  eine  durch  einen  Unfallversicherer  vorgenommene 
Invaliditätseinschätzung.  Schliesslich  sei  für  die  Verwertbarkeit  der 
Arbeitsfähigkeit  von einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt  auszugehen 
und  habe  die  Invalidenversicherung  nicht  für  invaliditätsfremde 
Faktoren einzustehen.

C.c Nachdem  der  Beschwerdeführer  das  ausgefüllte  Formular 
"Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  vom  14.  April  2008 
eingereicht hatte, wies das Bundesverwaltungsgesuch das Gesuch um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiordnung seines 
Rechtsvertreters  als  unentgeltlichem  Rechtsbeistand  mit  Zwischen-
verfügung vom 4. Juni 2008 ab und auferlegte dem Beschwerdeführer 
einen Kostenvorschuss von Fr. 300.-, den dieser fristgerecht bezahlte.

C.d Der Beschwerdeführer reichte innerhalb der ihm dafür angesetz-
ten  Frist  keine  Replik  ein,  woraufhin  das  Bundesverwaltungsgericht 
den Schriftenwechsel am 1. Juli 2008 abschloss. 

D.
Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 
soweit  erforderlich,  im  Rahmen  der  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR  831.20)  sowie  Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungs-
verfahren  (VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfügungen 
der IVSTA. Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-
waltungsgericht  nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes 
bestimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG 
keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das 

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Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 
2 des ATSG sind die Bestimmungen des ATSG anwendbar, soweit die 
einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  des  Bundes  dies  vorsehen. 
Nach  Art. 1  Abs.  1  IVG  sind  die  Bestimmungen  des  ATSG auf  die 
Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 28-70) anwendbar, soweit das 
IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.

2.
2.1 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er ist 
daher zur Beschwerde legitimiert.

2.2 Da im Übrigen die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht 
und  der  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist  auf  die 
Beschwerde einzutreten (Art. 38 Abs. 4 und 60 ATSG sowie Art. 52 
und 63 Abs. 4 VwVG).

3.
3.1 Nach  dem  Zerfall  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  vom  8.  Juni 
1962  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der 
Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  (SR 
0.831.109.818.1;  im  Folgenden:  das  Abkommen)  für  alle  Staats-
angehörigen  des  ehemaligen  Jugoslawiens  anwendbar  (BGE 126  V 
198 E. 2b, BGE 122 V 381 E. 1 mit Hinweis). Zwischenzeitlich hat die 
Schweiz  mit  Nachfolgestaaten  des  ehemaligen  Jugoslawiens  (Kroa-
tien,  Slowenien,  Mazedonien),  nicht  aber  mit  Serbien  und  Kosovo, 
neue  Abkommen  über  Soziale  Sicherheit  abgeschlossen.  Für  den 
Beschwerdeführer  als  Bürger  des  Kosovo  findet  das  Abkommen 
demnach Anwendung (zumal die bezüglich des anwendbaren Rechts 
massgebende  angefochtene  Verfügung  [vgl.  unten  E.  3.2]  vor  dem 
1. April  2010  erlassen  wurde,  ab  welchem  das  Abkommen  gemäss 
Bundesratsbeschluss nicht  mehr  angewendet  wird). Nach Art.  2  des 
Abkommens  stehen  die  Staatsangehörigen  der  Vertragsstaaten  in 
ihren  Rechten  und  Pflichten  aus  den  in  Art.  1  genannten 
Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische  Bundesgesetz-
gebung über die Invalidenversicherung gehört, einander gleich, soweit 
nichts  anderes  bestimmt  ist.  Bestimmungen,  die  hinsichtlich  der 
Voraussetzungen  des  Anspruchs  auf  eine  schweizerische 

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Invalidenrente sowie der anwendbaren Verfahrensvorschriften von dem 
in Art. 2 des Abkommens aufgestellten Grundsatz der Gleichstellung - 
in für den vorliegenden Fall relevanter Weise - abweichen, finden sich 
weder  im  Abkommen selbst  noch  in  den  seitherigen  schweizerisch-
jugoslawischen  Vereinbarungen.  Demnach  bestimmt  sich  vorliegend 
der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  (als  kosovarischem  Staats-
bürger  mit  kosovarischem Wohnsitz)  auf  eine  Rente  der  schweizeri-
schen  Invalidenversicherung  ausschliesslich  nach  dem  innerstaatli-
chen schweizerischen Recht.

3.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis 
auf  den  im Zeitpunkt  des  Erlasses des angefochtenen Verwaltungs-
aktes eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für 
die  Zeit  vor  einem  Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab 
diesem Zeitpunkt nach den Normen zu prüfen (pro rata temporis; vgl. 
BGE 130 V  445). Daher  sind  hier  die  ab 1. Januar  2003  geltenden 
Bestimmungen  des  ATSG  anwendbar.  Bei  den  materiellen  Bestim-
mungen des IVG und  der  IVV ist  für  die  Beurteilung  eines Renten-
anspruchs auf  die Fassung gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft 
getretenen Änderungen (4. IV-Revision) abzustellen.  Nicht zu berück-
sichtigen  sind  hingegen  die  durch  die  5.  IVG-Revision  eingeführten 
Änderungen,  welche  am 1.  Januar  2008  in  Kraft  getreten  sind  (AS 
2007 5129). 

4.
4.1 Im vorliegenden Verfahren ist strittig und vom Bundesverwaltungs-
gericht  zu  prüfen,  ob  die  IVSTA  das  Leistungsbegehren  des 
Beschwerdeführers  vom 4. Juni  2006  (recte: 4. Mai  2006)  zu  Recht 
abgewiesen hat. 

4.2 Bei der Beurteilung eines Falles stellt das Sozialversicherungsge-
richt grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streiti -
gen Verfügung  (hier  die  angefochtene  Verfügung vom 27. November 
2007) eingetretenen Sachverhalt  ab (BGE 131 V 243 E. 2.1). Verän-
derungen  des  Gesundheitszustands  nach  dem  Erlass  des  Ein-
spracheentscheids  sowie  daraus  resultierenden  Folgen  für  die 
Erwerbsfähigkeit können nur Gegenstand eines neuen Rentengesuchs 
bilden. 

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Meldet sich ein Versicherter erst mehr als zwölf Monate nach dem Ent-
stehen  des  Anspruchs  auf  eine  Invalidenrente,  so  werden  allfällige 
Leistungen nach Art. 48 Abs. 2 IVG nur für die zwölf der Anmeldung 
vorangegangenen Monate ausgerichtet (erster Satz). Weiter gehende 
Nachzahlungen  werden  nur  erbracht,  wenn  der  Versicherte  den  an-
spruchsbegründenden Sachverhalt  nicht  kennen  konnte  und  die  An-
meldung innert zwölf Monaten seit Kenntnisnahme vornimmt (zweiter 
Satz). 

4.3 Daher  ist  im Folgenden zu prüfen,  ob der  Beschwerdeführer  im 
Zeitraum  vom  5.  Mai  2005  bis  zum  27. November  2007  in  renten-
begründendem Umfang erwerbsunfähig war.

5.
5.1 Die  folgenden gesetzlichen  Grundlagen  und  von der  Rechtspre-
chung entwickelten Grundsätze sind für die Beurteilung der Streitsa-
che massgebend: 

5.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art.  8  Abs.  1 
ATSG). Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach 
Art. 29 Abs. 1  IVG. Der  Rentenanspruch entsteht  frühestens in  dem 
Zeitpunkt,  in  dem der  Versicherte  mindestens  zu  40%  bleibend  er-
werbsunfähig geworden ist (Bst. a: Dauerinvalidität, Art. 7 ATSG) oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krank-
heit, Art. 6 ATSG, vgl. BGE 121 V 269 E. 5 und 6). 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-
se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

Arbeitsunfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperli -
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil -
weise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumut-
bare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-
tigkeit  in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

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5.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

5.4 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht bei einem Invaliditäts-
grad  von  mindestens  70%,  auf  eine  Dreiviertelsrente  bei  einem 
Invaliditätsgrad  von  mindestens  60%,  bei  einem Invaliditätsgrad  von 
50%  auf  eine  halbe  Rente  und  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
mindestens  40%  auf  eine  Viertelsrente  (Art.  28  Abs.  1  IVG).  Bei 
Versicherten,  die  ihren  Wohnsitz  und  ihren  gewöhnlichen  Aufenthalt 
nicht  in  der  Schweiz  haben  (vgl.  Art.  13  ATSG),  entsteht  bei  einem 
Invaliditätsgrad von weniger als 50% - vorbehaltlich einer - hier nicht 
vorliegenden  -  abweichenden  staatsvertraglichen  Regelung,  kein 
Rentenanspruch (vgl. Art. 28 Abs. 1ter IVG und BGE 121 V 264 E. 6c 
sowie Art. 8 Bst. e des Abkommens). 

6.
6.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

6.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein  Korrelat  insbesondere  in  den  Mitwirkungspflichten  der  Parteien 
(BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinwei -
sen). 

6.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanfor-
derungen nicht. Das Gericht  hat  vielmehr  jener  Sachverhaltsdarstel-
lung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als 

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die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2,  
je mit Hinweisen). 

6.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Die - arbeitsmedizinische - Aufgabe der Ärzte 
und  Ärztinnen  besteht  darin,  sich  dazu  zu  äussern,  inwiefern  die 
versicherte  Person  in  ihren  körperlichen  oder  geistigen  Funktionen 
leidensbedingt  eingeschränkt  ist.  Im  Vordergrund  stehen  dabei  vor 
allem jene Funktionen, welche für  die nach der  Lebenserfahrung im 
Vordergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person 
wesentlich  sind  (so  etwa,  ob  diese  sitzend  oder  stehend,  im Freien 
oder  in  geheizten Räumen arbeiten  kann oder  muss,  ob sie  Lasten 
heben und tragen kann). 

6.5 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend,  ob  der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf 
allseitigen Untersuchungen beruht,  auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der  Expertinnen  und  Experten  begründet  sind. Bestehen  Zweifel  an 
der  Zuverlässigkeit  und  Schlüssigkeit  der  ärztlichen  Feststellungen, 
sind  ergänzende  Abklärungen  vorzunehmen.  Dabei  hat  das  Sozial-
versicherungsgericht  grundsätzlich  die  Wahl,  ob  es  die  Sache  zur 
weiteren  Beweiserhebung  an  die  verfügende  Instanz  zurückweisen 
oder die erforderlichen Instruktionen - insbesondere durch Anordnung 
eines  Gerichtsgutachtens  -  selber  vornehmen  will  (BGE 125  V  351 
E. 3a, BGE 122 V 157 E. 1c und 1d mit weiteren Hinweisen).

7.
7.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, dass er - wie den 
kosovarischen  medizinischen  Unterlagen  zu  entnehmen  sei  -  an 
gesundheitlichen Beschwerden leide, welche es ihm verunmöglichten, 

Seite 11

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einer  Erwerbstätigkeit  nachzugehen.  Dies  vermöge  der  Bericht  des 
RAD, welcher der angefochtenen Verfügung zu Grunde gelegt wurde, 
nicht zu widerlegen.

7.2 Bei  den  Akten  befinden  sich  -  wie  aus  den  folgenden 
Ausführungen ersichtlich - zahlreiche medizinische Unterlagen.

7.2.1 Unter  den  in  den  SUVA-Akten  enthaltenen  medizinischen 
Unterlagen sind vorliegend die beiden letzten ausschlaggebend:

- der  Austrittsbericht  des  Nachbehandlungszentrums  W._______ 
vom 19. April  1982 in Verbindung mit  dem Bericht  über die im 
Nachbehandlungszentrum  durchgeführte  Berufserprobung  vom 
29. März 1982 (SUVA/30 und SUVA/27),

- das  Gutachten  der  Klinik  für  orthopädische  Chirurgie  des 
Kantonsspitals  V._______ vom 29. März 1983 (SUVA/43). 

7.3 In  den  IV-Akten  finden  sich  die  folgenden  medizinischen 
Unterlagen:

- ein ärztliches Attest von Dr. F._______ (Orthopädie) vom 5. April 
2006 (IV/16),

- ein ärztliches Attest von Dr. F._______ vom 22. April 2006 (IV/5-6 
bzw. IV/17),

- ein Fragebogen für Ärzte von Dr. F._______ vom 22. April 2006 
(IV/7-8),

- zwei ärztliche Atteste von Dr. H._______ ("Specialist  MF") vom 
5. März und 31. August 2007 [IV/20 und IV/21]),

- ein  ärztliches  Attest  von  Dr.  I._______  (Orthopädie-
Traumatologie) vom 17. September 2007 (IV/18-19),

- ein  ärztliches  Attest  von  Dr. J._______  (Neuropsychiater)  vom 
14. September 2007 (IV/22),

- zwei Stellungnahmen des RAD (je Dr. G._______) vom 23. April 
und 21. November 2007 (IV/10 und IV/26).

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7.4 Die  von  Dres.  F._______,  H._______  und  I._______  erstellten 
Atteste und der Fragebogen für Ärzte des Dr. F._______ bestätigen im 
Wesentlichen  die  Diagnosen  und  Feststellungen  des  Nach-
behandlungszentrums W._______ und des Kantonsspital V._______ in 
Bezug auf die gesundheitlichen Folgen des 1981 erfolgten Sturzes und 
der  operativen  Behandlung  derselben  (vgl.  oben  A.b  und  A.d).  In 
Bezug  auf  die  seitherigen  Entwicklungen  attestieren  die  drei 
obgenannten Ärzte, dass sich der Beschwerdeführer seit 1982 bzw. in 
den Jahren 2000 bis 2006 medizinischen Kontrollen sowie stationären 
und  ambulanten  Rehabilitationstherapien  unterzog.  Die  Ärzte 
diagnostizieren eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit 
intensiven Lumbalschmerzen und Schmerzen in den Beinen bzw. eine 
symptomatische  Lumboischialgie  bilateral  bzw. auf  der  linken  Seite. 
Dr. J._______ diagnostiziert in seinem Attest eine depressive Störung.

7.5 Die Frage der Arbeitsfähigkeit wird von den verschiedenen Ärzten 
unterschiedlich  beurteilt:  Dr.  F._______  geht  von  einer  Arbeits-
unfähigkeit  von 80% in der bisherigen Tätigkeit  und von 0% in einer 
angepassten sehr  leichten Tätigkeit  aus  (IV/7-8). Dr. I._______ geht 
von einer Arbeitsunfähigkeit  von 60% in der bisherigen Tätigkeit  aus 
und äussert  sich nicht ausdrücklich zur Frage der Arbeitsfähigkeit  in 
einer  angepassten  Verweisungstätigkeit  (IV/18-19).  Dr.  H._______ 
erklärt den Beschwerdeführer ohne Differenzierung für arbeitsunfähig 
(IV/20-21)  und  Dr.  J._______  attestiert  dem  Beschwerdeführer 
unspezifiziert eine verminderte Arbeitsfähigkeit (IV/22).

Woraus  die  kosovarischen  Ärzte  auf  die  entsprechenden  Ein-
schränkungen der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers schliessen, 
wird von diesen nicht dargelegt. Vielmehr werden die entsprechenden 
Schlüsse nach Aufzählung von Diagnosen angeführt. Sie entsprechen 
damit  nicht  nur  nicht  den  vom  Bundesgericht  an  ein  ärztliches 
Gutachten  gestellten  Voraussetzungen  (vgl.  oben  E.  6.5)  sondern 
vermögen  auch  nicht  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  darzu-
legen,  inwiefern  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Arbeitsfähigkeit 
eingeschränkt ist. 

Ob angesichts der divergierenden Beurteilungen die Arbeitsunfähigkeit 
in der bisherigen Tätigkeit tatsächlich bei 100% anzusetzen ist - wovon 
die IVSTA, der RAD und der Beschwerdeführer ausgehen und wofür 
die  ausführlichen  Untersuchungen  und  Ausführungen  des  Nach-
behandlungszentrums W._______ und des Kantonsspitals  V._______ 

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sprechen (vgl. IV/30 S. 2 und IV/43 S. 2) -  kann hier offen gelassen 
werden,  zumal  eine  rentenausschliessende  Arbeitsfähigkeit  in  einer 
angepassten Verweisungstätigkeit vorliegt (vgl. unten E. 9 und 11). 

7.6 Umstritten ist, in welchem Umfang der Beschwerdeführer für eine 
angepasste  Verweisungstätigkeit  arbeitsfähig  ist.  Von  den  kosovari-
schen  Ärzten  differenziert  einzig  Dr.  F._______  (im  Fragebogen  für 
Ärzte)  zwischen  Arbeitsfähigkeit  in  der  bisherigen  und  einer 
angepassten Verweisungstätigkeit. Diesbezüglich geht er für eine sehr 
leichte  Arbeit  von  einer  hundertprozentigen  Arbeitsfähigkeit  aus. 
Soweit  Dr. I._______ von einer  Arbeitsunfähigkeit  von 60% ausgeht, 
geht  sie  auch  für  eine  angepasste  Verweisungstätigkeit  von  einer 
Arbeitsfähigkeit von mindestens 40% aus. Auch die von Dr. J._______ 
attestierte Verminderung der Arbeitsfähigkeit kann für eine angepasste 
Verweisungstätigkeit  höchstens  gleich  hoch  ausfallen,  wie  für  die 
bisherige Tätigkeit.

7.7 Der  RAD  attestiert  dem  Beschwerdeführer  in  seinen  Stellung-
nahme  vom  23.  April  und  21.  November  2007  einen  Status  nach 
Spondylodese D12-L1 und L2-L3 nach einer Kompressionsfraktur der 
Wirbel  L1  und  L3  (ICD-10  Z98.;  Hauptdiagnose),  degenerative 
Lumbalbeschwerden  auf  verschiedenen  Niveaus  (ICD-10  M47.8; 
Diagnose  mit  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit)  sowie  eine 
depressive  Reaktion  (Diagnose  ohne  Auswirkungen  auf  die  Arbeits-
fähigkeit).  Diese  Darstellung  entspricht  im  Wesentlichen  einer 
Zusammenfassung  der  aus  den  medizinischen  Unterlagen  ersicht-
lichen Diagnosen. 

Auch die Schlussfolgerung des RAD, dass dem Beschwerdeführer seit  
dem  17.  April  1982  grundsätzlich  eine  angepasste  Verweisungs-
tätigkeit  zugemutet  werden  kann,  ist  angesichts  des  besagten 
Beschwerdebildes nachvollziehbar. Insbesondere ist das Nachbehand-
lungszentrum W._______ in seinem Austrittsbericht vom 19. April 1982 
davon  ausgegangen,  dass  der  Beschwerdeführer  nach  kurzer 
innerbetrieblicher  Ausbildung  eine  angepasste  Tätigkeit  z.B.  als 
Hilfsmechaniker oder Maschinenarbeiter (vollzeitlich) ausüben werden 
könne.  Ausserdem  erklärte  das  Kantonsspital  V._______  in  seinem 
Gutachten  vom  29.  März  1983,  dass  langfristig  eher  mit  einer 
Verminderung des Schmerzzustandes zu rechnen sei. 

Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte und von den kosovari-
schen Ärzten attestierte Verschlechterung des Gesundheitszustandes 

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ist diagnostisch nicht ersichtlich. Es wurde - auch von Dr. J._______ - 
medizinisch  nicht  substantiert,  dass  der  diagnostizierten  (reaktiven) 
Depression ein eigener, die Arbeitsfähigkeit  zusätzlich einschränken-
der Krankheitswert im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
(vgl. BGE 127 V 294 E. 4) zukommt.

7.8 Die  vom  RAD  vorgesehenen  Einschränkungen  -  Ausschluss 
schwerer  Arbeiten,  freier  Stellungswechsel  (stehend-sitzend),  nur 
gelegentliches  Tragen  von  maximal  fünf  bis  zehn  Kilogramm,  keine 
Rumpfrotationen  und  kein  Vorbeugen  sind  auf  Grund  des  erstellten 
Beschwerdebildes  nachvollziehbar.  Die  vom  RAD  vorgeschlagenen 
Tätigkeiten  als  Verkäufer  im  Detailhandel,  im  Reparaturdienst  für 
kleine  Apparate  oder  Haushaltsgeräte  sowie  als  Mitarbeiter  in  der 
internen Post oder als Dienstbote können diesem durchaus zugemutet 
werden.

8.
8.1 Der Beschwerdeführer macht geltend,  dass er angesichts seiner 
gesundheitlichen  Einschränkungen  in  der  freien  Wirtschaft  nicht 
vermittelbar sei und für ihn keine Eingliederungsmöglichkeit bestehe. 

8.2 Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf abzustellen, ob eine 
invalide  Person  unter  den  konkreten  Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden kann, sondern einzig darauf, ob sie - mit  Blick auf 
den allgemeinen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt  -  die ihr  verbliebene 
Arbeitskraft  noch wirtschaftlich nutzen könnte,  wenn die verfügbaren 
Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. 
AHI 1998 S. 291 E. 3b). Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts 
-  auf  welchen  Art.  7  und  Art.  16  ATSG  Bezug  nehmen  -  ist  ein 
theoretischer  und  abstrakter  Begriff,  welcher  dazu  dient,  den 
Leistungsbereich  der  Invalidenversicherung  von  jenem  der  Arbeits-
losenversicherung abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein 
bestimmtes  Gleichgewicht  zwischen  dem  Angebot  von  und  der 
Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, 
der  von seiner  Struktur  her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen 
offen hält (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). 

8.3 Die  dem  Beschwerdeführer  offenstehenden  Tätigkeiten  unter-
liegen keineswegs so vielen Einschränkungen (vgl. oben E. 7.8), dass 
eine Anstellung - bei einem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
-  nicht  als  realistisch  zu  bezeichnen  wäre.  Soweit  die  gesamten 
Umstände  des  Einzelfalles  Anhaltspunkte  dafür  liefern,  dass  eine 

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entsprechende  Tätigkeit  nur  mit  einem  unterdurchschnittlichen 
Einkommen  wirtschaftlich  verwertet  werden  kann,  ist  dies  bei  der 
Prüfung einer allfälligen Parallelisierung der Vergleichseinkommen so-
wie eines allfälligen Leidensabzuges (vgl. unten E. 9.2 und E. 9.3.2) zu 
berücksichtigen. 

9.
9.1 Somit  ist  -  ausgehend  von  der  bisherigen  Tätigkeit  des 
Beschwerdeführers als Hilfsarbeiter auf dem Bau (für die Berechnung 
des  Valideneinkommens)  und  von  den  in  Frage  kommenden  ange-
passten  Verweisungstätigkeiten  (für  die  Berechnung  des  Invaliden-
einkommens)  -  ein  Einkommensvergleich  vorzunehmen  (vgl.  nach-
folgend E. 9.2 bis 9.4). Massgebend sind dabei die Verhältnisse zum 
frühest  möglichen Zeitpunkt  des  Beginns eines allfälligen Rentenan-
spruchs  (vorliegend:  Mai  2005),  wobei  das  Validen-  und  Invaliden-
einkommen  auf  zeitidentischer  Grundlage  zu  erheben  und  allfällige 
rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass  (vorliegend:  November  2007)  zu  berücksichtigen 
sind (vgl. BGE 129 V 222 m.w.H.). 

9.2
9.2.1 Das  Valideneinkommen  ist  dasjenige  Einkommen,  das  die 
versicherte  Person erzielen könnte,  wenn sie nicht  invalid  geworden 
wäre (Art. 16  ATSG). Für  die  Ermittlung  des Valideneinkommens ist 
rechtsprechungsgemäss entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad 
der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  als  Gesunde  tatsächlich 
verdienen  würde  (und  nicht,  was  sie  bestenfalls  verdienen  könnte). 
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung 
und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst ange-
knüpft.  Bezog  eine  versicherte  Person  aus  invaliditätsfremden 
Gründen (z.B. geringe Schulbildung,  fehlende  berufliche  Ausbildung, 
mangelnde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten 
wegen Saisonnierstatus) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkom-
men, ist diesem Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 
ATSG  Rechnung  zu  tragen,  sofern  keine  Anhaltspunkte  dafür 
bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem bescheideneren 
Einkommensniveau begnügen wollte. Nur  dadurch ist  der  Grundsatz 
gewahrt,  dass  die  auf  invaliditätsfremde  Gesichtspunkte  zurückzu-
führenden  Lohneinbussen  entweder  überhaupt  nicht  oder  aber  die 
beiden  Vergleichseinkommen  gleichmässig  zu  berücksichtigen  sind. 

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Diese  Parallelisierung  der  Einkommen kann  praxisgemäss  entweder 
auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Herauf-
setzung des effektiv erzielten Einkommens oder aber auf Seiten des 
Invalideneinkommens  durch  eine  entsprechende  Herabsetzung  des 
statistischen Wertes erfolgen (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.1 sowie BGE 
135  V  297  E.  5.1,  je  mit  Hinweis  auf  BGE  134  V  322  E.  4.1  mit 
wiederum  weiteren  Hinweisen).  Die  Grundüberlegung  dieser  Recht-
sprechung  ist  die  folgende:  Wenn  eine  versicherte  Person  in 
derjenigen  Tätigkeit,  die  sie  als  Gesunde  ausgeführt  hat,  einen 
deutlich  unterdurchschnittlichen  Lohn  erzielt,  weil  ihre  persönlichen 
Eigenschaften  (namentlich  fehlende  Ausbildung  oder  Sprachkennt-
nisse,  ausländerrechtlicher  Status)  die  Erzielung eines Durchschnitt-
lohnes verunmöglichen, dann ist nicht anzunehmen, dass sie mit einer 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  behaftet  einen  (anteilmässig) 
durchschnittlichen Lohn erzielen könnte  (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.1 
und BGE 135 V 58 E. 3.4.3). Ein Abweichen vom Regelfall,  wonach 
das  Valideneinkommen  grundsätzlich  anhand  des  zuletzt  verdienten 
Lohnes  zu  bestimmen  ist,  kommt  erst  dann  in  Frage,  wenn  -  unter 
anderem  -  der  tatsächlich  erzielte  Verdienst  deutlich unter  dem 
branchenüblichen LSE-Tabellenlohn liegt (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.1 
m.w.H.; LSE = Die schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundes-
amtes für  Statistik). Der  Erheblichkeitsgrenzwert  dieser  Abweichung, 
ab  welchem sich  eine  Parallelisierung  der  Vergleichseinkommen (im 
Sinne  von  BGE  134  V  322  a.a.O.)  rechtfertigen  kann,  wurde  vom 
Bundesgericht  auf  5% festgesetzt.  Dabei  ist  nur  in  dem Umfang  zu 
parallelisieren, in welchem die prozentuale Abweichung diesen Erheb-
lichkeitsgrenzwert übersteigt (vgl. BGE 135 V 297 E. 6.1.2 und 6.1.3).

9.2.2 Gemäss  Angaben  der  letzten  Arbeitgeberin  des  Beschwerde-
führers erhielt dieser für den Zeitraum vom 16. März bis 19. Mai 1981 
(65 Tage) einen Lohn von Fr. 5'282.55 (vgl. SUVA/3). Umgerechnet auf 
einen Monat  (Fr. 5'282.55 : 65 x 30) ergibt sich ein Monatseinkommen 
von  Fr. 2'438.10.  Bei  einer  Anpassung  an  die  Lohnentwicklung  von 
1981  bis  2007  (vgl.  Bundesamt  für  Statistik  [BFS],  Lohnentwicklung 
1976-2008  [Index:  Basis  1939])  resultiert  für  das  Jahr  2007  ein 
monatliches  Valideneinkommen von  Fr. 4'677.40 (Fr. 2'438.10  : 1067 
[Indexwert 1981] x 2047 [Indexwert 2007]). Im Vergleich dazu betrug 
der  Tabellenlohn  2006  für  einen  Hilfsarbeiter  im  Baugewerbe 
(Anforderungsniveau 4) gemäss Tabellenlöhnen des BFS (monatlicher 
Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsniveau 
des Arbeitsplatzes,  Geschlecht,  Privater  Sektor)  Fr. 5'007.-  bei  einer 

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40-Stundenwoche. Wird dieser Wert an die Lohnentwicklung per 2007 
angepasst und auf die im Jahr 2007 im Baugewerbe betriebsübliche 
Arbeitszeit  von  41.7  Stunden  umgerechnet  (Fr.  5'007.-  :  2014 
[Indexwert 2006] x 2047 [Indexwert 2007] : 40 x 41.7), ergibt sich ein 
monatliches  Valideneinkommen  von  Fr. 5'305.33.  Das  auf  den 
Tabellenlöhnen  errechnete  Valideneinkommen  ist  somit  um  13.42% 
höher  als  das auf  der Basis  des letzten Lohnes errechnete Validen-
einkommen  ([Fr. 5'305.33  :  Fr.  4'677.40  =  13.42%).  Da  keine 
Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  der  Beschwerdeführer  sich  aus 
freien Stücken mit  einem unterdurchschnittlichen Einkommensniveau 
begnügen  wollte,  ist  davon  auszugehen,  dass  das  deutlich  unter-
durchschnittliche  Einkommen  in  invaliditätsfremden  persönlichen 
Eigenschaften des Beschwerdeführers - namentlich in seiner geringen 
Schulbildung,  der  fehlenden  beruflichen  Ausbildung  und  den 
beschränkten  Anstellungsmöglichkeiten  wegen  seines  Saisonnier-
status - begründet liegt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
(vgl.  oben  E.  9.2.1)  ist  das  auf  der  Basis  des  letzten  Lohnes 
errechnete Valideneinkommen zur Parallelisierung mit dem Invaliden-
einkommen in dem Umfang, in welchem die prozentuale Abweichung 
den Erheblichkeitsgrenzwert  von 5% -  vorliegend somit  um 8.42% - 
heraufzusetzen.  Damit  ist  für  den  Einkommensvergleich  von  einem 
Valideneinkommen  von  Fr.  5'071.24 (=  Fr.  4'677.40  x  108.42%) 
auszugehen.

9.3
9.3.1 Für  die  Ermittlung  des  Invalideneinkommens  ist  gemäss  den 
vom RAD vorgeschlagenen Tätigkeiten vom Durchschnitt der Löhne in 
Detailhandel  und Reparatur (Fr. 4'383.-)  und für  Dienstleistungen für 
Unternehmen (Fr. 4'563.-)  (jeweils  für  das  Jahr  2006,  Anforderungs-
niveau  4)  auszugehen  (Fr. 4'473.-).  Wird  dieser  Wert  an  die 
Lohnentwicklung  per  2007  angepasst  und  auf  die  im  Jahr  2007  im 
Dienstleistungssektor  betriebsübliche  Arbeitszeit  von  41.7  Stunden 
umgerechnet  (Fr. 4'473.-  : 2014  [Indexwert  2006]  x  2047  [Indexwert 
2007] : 40 x 41.7),  resultiert  ein vorläufiges Invalideneinkommen von 
Fr. 4'739.51.

9.3.2 Wird  das  Invalideneinkommen  auf  der  Grundlage  von  statisti-
schen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangs-
wert zu kürzen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass 
die  versicherte  Person  wegen  eines  oder  mehrerer  Merkmale 
(namentlich  Alter,  Dauer  der  Betriebszugehörigkeit,  Nationalität  oder 

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Aufenthaltskategorie  sowie  Beschäftigungsgrad)  ihre  gesundheitlich 
bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 
mit  unterdurchschnittlichem  Einkommen  verwerten  kann.  Bei  der 
Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht 
fallender Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 
Umstände  im  Einzelfall  gesamthaft  zu  schätzen  und  insgesamt  auf 
höchstens 25% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 134 V 322 
E. 5.2 m.w.H.). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei einer 
Parallelisierung  der  Vergleichseinkommen  mitverantwortliche  invalidi-
tätsfremde  Faktoren  im  Rahmen  des  sogenannten  Leidensabzuges 
nicht  nochmals berücksichtigt  werden dürfen,  weshalb sich dieser  in 
der Regel auf leidensbedingte Faktoren beschränken und nicht mehr 
die  maximal  zulässigen  25%  für  sämtliche  invaliditätsfremden  und 
invaliditätsbedingten Merkmale ausschöpfen wird (vgl. BGE 135 V 297 
E. 5.3 und BGE 134 V 322 a.a.O., je m.w.H.). 

9.3.3 Soweit die persönlichen und beruflichen Eigenschaften des Be-
schwerdeführers  bereits  im Rahmen der  Einkommensparallelisierung 
berücksichtigt  wurden  (vgl.  oben  E.  9.2.2),  fallen  sie  für  die  Be-
messung eines allfälligen Leidensabzuges ausser Betracht. Daher sind 
diesbezüglich  lediglich  die  leidensbedingten  Einschränkungen  des 
Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Er ist in der bisherigen Tätig -
keit (Hilfsarbeiter auf dem Bau) zu 100% arbeitsunfähig und muss sich 
daher (zu 100%) in eine angepasste, neue Verweisungstätigkeit (z.B. 
als Verkäufer im Detailhandel, im Reparaturdienst für kleine Apparate 
oder  Haushaltsgeräte,  als  Mitarbeiter  in  der  internen  Post  oder  als 
Dienstbote)  einarbeiten.  Dazu  kommen  die  gesundheitsbedingten 
funktionellen  Einschränkungen: Ausschluss  schwerer  Arbeiten,  freier 
Stellungswechsel  (stehend-sitzend),  nur  gelegentliches  Tragen  von 
maximal  fünf  bis  zehn  Kilogramm,  keine  Rumpfrotationen. Dem Be-
schwerdeführer ist  daher ein zusätzlicher Leidensabzug von 10% zu 
gewähren. 

Die entsprechende Reduktion des Invalideneinkommens ergibt  einen 
Betrag von Fr. 4'265.56 (= 90% von Fr. 4'739.51).

9.4 Der  Einkommensvergleich  stellt  sich  somit  wie  folgt  dar:  Dem 
Valideneinkommen von Fr. 5'071.24 steht ein Invalideneinkommen von 
Fr. 4'265.56 gegenüber.  Der  Invaliditätsgrad  beträgt  somit  gerundet 
16% ([Fr. 5'071.24 -  Fr. 4'265.56] x 100 : 5'071.24 = 15.89%), woraus 
sich kein Anspruch auf Invalidenrente ergibt.

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10.
10.1 Der Beschwerdeführer beruft sich des Weiteren darauf, dass die 
SUVA  ihm  eine  halbe  Invalidenrente  aus  Unfallversicherung 
zugesprochen habe. Soweit der Beschwerdeführer damit sinngemäss 
geltend  macht,  dass  die  IVSTA ihm deswegen ebenfalls  eine  halbe 
Invalidenrente  zuzusprechen  habe,  ist  auf  die  bundesgerichtliche 
Rechtsprechung  zu  verweisen.  Gemäss  dieser  besteht  keine 
Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung für 
die  Invalidenversicherung  (vgl.  BGE 133  V  549  [von  der  IVSTA als 
Urteil des Bundesgerichts U 148/06 vom 26. August 2007 angerufen], 
mehrfach bestätigt [für viele: Urteil  des Bundesgerichts 9C_681/2009 
E. 3.1]). Dementsprechend kann der Beschwerdeführer daraus, dass 
die  SUVA  ihm  eine  halbe  Invalidenrente  aus  Unfallversicherung 
zugesprochen hat,  nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ausserdem ist 
darauf hinzuweisen, dass die IVSTA die Akten der SUVA beigezogen 
und  bei  der  Beurteilung  berücksichtigt  hat  (vgl.  die  ausdrückliche 
Bezugnahme in  der  RAD-Stellungnahme vom 23. April  2007  [IV/10] 
auf  den  Austrittsbericht  des  Nachbehandlungszentrums  W._______ 
vom 19. April  1982  und  das Gutachten  der  Klinik  für  orthopädische 
Chirurgie des Kantonsspitals V._______ vom 29. März 1983). 

10.2 Soweit der Beschwerdeführer rechtliche Ausführungen betreffend 
die  Unfallversicherung  macht,  ist  festzuhalten,  dass  diese  für  die 
Beurteilung der IV-Rente nicht massgebend sind.

11.
Aus dem Einwand des Beschwerdeführers, dass die IVSTA sich nicht 
ausreichend mit  den Arztzeugnissen sowie mit  seinen Anträgen und 
Begründungen auseinandergesetzt habe, ergibt sich nichts, was über 
das bereits Erörterte hinausgeht. 

12.
12.1 Da  ein  Invaliditätsgrad  von  16%  keinen  Rentenanspruch 
begründet,  ist  die  Beschwerde  abzuweisen  und  die  angefochtene 
Verfügung zu bestätigen.

12.2 Im  Übrigen  würde  selbst  bei  Gewährung  eines  maximalen 
Leidensabzugs von 25% nur ein - ebenfalls rentenausschliessender - 
Invaliditätsgrad von 30% resultieren (Invalideneinkommen: Fr. 3'554.63 
[=  75%  von  Fr. 4'739.51,  vgl.  oben  E.  9.3);  Valideneinkommen: 
Fr. 5'071.24. [vgl. oben E. 9.2.2]; Invaliditätsgrad: ([5'071.24 - 3'554.63] 
x 100 : 5'071.24 = 30.0%). 

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C-8765/2007

13.
13.1 Die Verfahrenskosten sind bei  Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem 
Verfahrensaufwand und  unabhängig  vom Streitwert  im  Rahmen  von 
200  -  1000  Franken  festzulegen  (Art.  69  Abs.  1bis  IVG).  Für  das 
vorliegende  Verfahren  sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr.  300.- 
festzusetzen,  dem  Beschwerdeführer  als  unterlegene  Partei 
aufzuerlegen  und  mit  dem  von  ihm  am  24.  Juni  2008  geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 300.- zu verrechnen.

13.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf 
Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und 
verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art.  64 Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IV-Stelle jedoch keinen Anspruch 
auf  Parteientschädigung  (Art.  7  Abs.  3  des  Reglements  vom  21. 
Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE]  SR  173.320.2),  weshalb  keine 
Parteientschädigung auszurichten ist.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

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C-8765/2007

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Golta

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand:

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