# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8e21a5b-8091-5809-baa7-5b513125e936
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-26
**Language:** de
**Title:** Die dargebotenen Beschwerden lassen sich weder bildgebend noch klinisch hinreichend erklären. Auf kreisärztliche Beurteilung kann abgestellt werden. Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2018.00194
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2018.00194.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2018.00194
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
2
6.
September 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Michael
Keiser
Peyer Alder
Keiser
Lämmli
, Rechtsanwälte
Pestalozzistrasse 2, Postfach 1126, 8201 Schaffhausen
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sac
hverhalt:
1.
1.1
X.___
,
geboren 19
62
, war seit dem 1. J
anuar
20
03
bei der
Y.___
,
Z.___
,
angestellt
und damit bei der Suva
gemäss
Bundesge
setz über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtbe
rufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert, als er
gemäss
der
Schadenmel
dung UVG
vom
2
0.
November 2015
am
1
1.
November 2015
über einen Antriebs
motor
gesti
e
gen sei, wobei er ausgelitten sei und sich den rechten
Fuss
überdehnt habe (vgl.
Urk.
12/1
Ziff.
2-4,
Ziff.
6).
Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht.
1.2
Seit dem
1.
Juni 2016 war der Versicherte bei der
A.___
,
B.___
, als
Mitarbeiter
in der
Giesserei
tätig
und ebenfalls bei der Suva
gemäss
UVG
obliga
torisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert
, als er
gemäss
Schadenmeldung vom
3
0.
Ju
ni
2016
am 2
0.
Juni 2016
im Treppen
haus den rechten
Fuss
erneut übertreten habe, wodurch die Verletzung aus dem Jahr 2015 wieder aufgetreten sei
und er sich eine Verdrehung/Verstauchung des rechten
Fussgelenkes
zugezogen habe.
D
as Arbeitsverhältnis wurde noch wäh
rend der Probezeit auf den
3
0.
Juni 2016 gekündigt
(
Urk.
1
2
/
14
).
Die Suva anerkannte erneut ihre Leistungspflicht. Nach kreisärztlicher
Beurteilung
vom
4.
Dezember 2017 (vgl.
Urk.
11/62) stellte die Suva m
it Verfügung vom
7
.
Dezem
ber
2017 (Urk.
11/
65
/1-2
) die Versicherungsleistungen
per
2
1.
Juli
2016
mangels Unfallkausalität der Beschwerden ein.
Die von der Kranken
pflege
versicherung am
1
2.
Dezember
2017 vorsorglich erho
ben
e
Einsprache (
Urk.
11/68
) wurde am
8.
Januar
2018 zurückgezogen (
Urk.
11/70
)
. Die vom Versicherten am 2
4.
Januar 2018
erhobene Einsprache
(
Urk.
11
/71
)
wies die Suv
a mit
Einspracheentscheid
vom 2
9.
Juni
2018 ab (Urk. 11
/
75
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
3
.
September
2018 Beschwerde gege
n den
Ein
spra
che
entscheid
vom 29
.
Juni
2018 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben, und es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
die ihm zustehenden gesetzlichen Leistungen
auszurichten
.
Weiter sei ein medizinisches Gerichtsgutachten einzu
holen.
Eventuell sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zwecks Einholung eines versicherungsexternen medizinischen Gutachtens (
Urk.
1 S. 2).
Die Suva beantr
agte mit Beschwerdeantwort vom
9.
Oktober 2018 (Urk. 10) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
1
1.
Januar 2019
wurd
e
antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S. 2
) die unentgeltliche Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
13
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
1.
November 2015 respektive am 2
0.
Juni 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich
hiebei
um eine anspruchsauf
hebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
grün
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt
, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) damit,
dass auf die kreisärztliche Beurteilung vom
4.
Dezember 2017 abgestellt werden könne
. Demnach seien die nach dem 2
1.
Juli 2016 noch geklagten Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf die Unfälle vom 1
1.
Novem
ber 2015 und vom 2
0.
Juni 2016 zurückzuführen, da keine objektivier
baren Befunde
hätten
erhob
en werden könn
en. D
ie kreisärztliche Einschätzung
decke sich mit der Aktenlage
(S. 7 ff.
Ziff.
5
lit
. a-b)
.
Da die vom Beschwer
deführer noch geklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlich
keit auf die Unfälle vom 1
1.
November 2015 und vom 2
0.
Juni 2016 zurückzu
führen seien, und die Beschwerden nicht auf einem objektivierbaren organischen Substrat im Sinne einer strukturellen Veränderung beruhten, habe eine spezifi
sche Adäquanzprüfung nach der Psycho-Praxis zu erfolgen (S. 9 f.
lit
. c). Bei jeweils lediglich leichtem Unfallhergang sei ein adäquater Kausalzusammenhang
zwischen den Unfällen und den psychischen beziehungsweise organisch nicht h
in
reichend nachweisbaren Beschwerden ohne weiteres zu verneinen (S. 10 f.
lit
. d)
.
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, die Beschwerdegegnerin vermöge den Beweis des Erreichens des Status quo sine per 2
1.
Juli 2016 nicht zu erbringen. Die Kausalität über diesen Zeitpunkt hinaus sei vorliegend durch verschiedene Ärzte klar bejaht worden
,
und die Ärzte stützten sich bei ihrer Einschätzung zudem auf bildgebende Untersuchungen (S. 4
Ziff.
3).
Dr.
C.___
, Facharzt für Chirurgie, sei in seinem Bericht vom 1
1.
September 2017 zum Schluss gekommen, dass die Veränderungen nach wie vor unfallbe
dingt und auf die beiden Ereignisse vom 1
1.
November 2015 und vom 2
0.
Juni 2016 zurückzuführen seien. Am 1
0.
Januar 2018 habe
Dr.
C.___
explizit ausge
führt, dass seine Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbe
dingt seien (S. 4 f.
Ziff.
4).
Auf die kreisärztliche Beurteilung vom
4.
Dezember 2017 könne nicht abgestellt werden. Es handle sich überdies um eine reine Akten
beurteilung
,
und es lägen aufgrund den Ausführungen von
Dr.
C.___
Zweifel an der Schlüssigkeit vor (S. 5
Ziff.
5-8).
2.3
Strittig und zu prüfen is
t, ob die nach dem 2
1.
Juli 2016
noch geklagten Be
schwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Unfälle vom 1
1.
Novem
ber 2015 und vom 2
0.
Juni
2016 zurückzufüh
ren sind respektive ob die Be
schwer
degegnerin hierfür noch leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Dr.
med.
D.___
und
Dr.
E.___
, Chefarzt,
F.___
,
führten in ihrem Bericht vom 2
1.
März 2016 (
Urk.
11/35) nach gleichentags durchgeführtem MRI des rechten Unterschenkels und des rechten OSG aus,
es zeige sich ein unauffälliger Bandapparat am rechten
Rückfuss
ohne sicheres Beschwerdekorrelat.
Der Hauptbefund sei ein deutliches Ödem des
Musculus
flexor
hallucis
longus
rechts. Hier sei unklar, ob eine echte Verbindung zu dem stattgehabten Trauma im November 2015 existiere oder eine atypische frühe
Denervierung
vorliege. Diesbezüglich werde gegebenenfalls eine neurolo
gische Abklärung empfohlen (S. 1 unten
).
Die Ärzte führten aus, der
Beschwerdeführer habe angegeben, am 1
1.
November 2015 eine OSG-Distorsion erlitten zu haben. Die Röntgenbilder seien unauffällig. Es sei am
4.
Dezember 2015 erneut zu einer Schmerzverstärkung ohne klaren Auslöser gekommen. Es bestünden persistie
rende Schmerzen vor allem am Unterschenkel lateral vom OSG ausgehend.
(S. 1 Mitte).
3.2
Dr.
med. G.___
, Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom 2
7.
Mai 2016 (
Urk.
11/33/1-2)
nach gleichentags erfolgter Untersuchung des Be
schwerdeführers
als D
iagnose persistierende leichte S
chwächen und Schmerzen nach Distorsionstrauma des rechten Fussgelenkes am 1
1.
November 2015 sowie
tibialisbetonte
, neurogene Störungen im Bereich der rechten Unterschenkel
mus
kulatur (S. 1 Mitte).
Dr.
G.___
führte aus, die Schmerzen und leichten Paresen am rechten Bein hätten sich
er
einer neurogene Mitursache. Aufgrund der Klinik könne er nicht entscheiden, ob es sich um ein distales Geschehen im Bereich des Unterschenkels oder um ein proximal
radikuläres
handle.
Dr.
G.___
führte aus, er denke eher an die Möglichkeit eines
radikulären
Geschehens und schlage daher vor, ein MRI der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
durchführen zu lassen. Im Falle einer vorwiegend distalen Läsion müsste man am ehesten von einem Muskelriss mit sekundärem
Kompartment
-Problem
en
ausgehen, wobei deutlicher
e
Hinweise darauf im MRI zu erwarten wären (S. 2 Mitte).
3.3
Dr.
G.___
stellte in seinem Bericht vom 2
1.
Juni 2016 (
Urk.
11/34) nach am 1
6.
Juni 2016 erfolgter Konsultation des Beschwerdeführers folgende Diagnosen (S. 1):
-
leichte Schwächen und Schmerzen nach Distorsionstrauma des rechten Fussgelenkes am 1
1.
November 2015
-
lumboradikuläre
Reizerscheinungen L5/S1 rechts
-
lokale neurogene Läsion im Bereich des
Musculus
flexor
hallucis
longus
und eventuell
tibialis
posterior
rechts
Dr.
G.___
führte aus, es habe unterdessen am
7.
Juni 2016 ein MRI der LWS stattgefunden, welches unter anderem eine ausgep
rägte
erosive
Osteochondrose
L5/
S1 mit
foraminorezessalen
Einengungen der Wurzel L5 und eventuell auch S1 rechts gezeigt habe. Die Beschwerden des Patienten hätten seit dem Voruntersuch leicht abgenommen, seien aber immer noch störend vorhanden. Der klinische Befund sei unverändert (S. 1 Mitte).
Dr.
G.___
führte in seiner Beurteilung aus, er könne weiterhin die beiden Ursachen für die Beschwerden nicht sicher gegen
einander
abgrenzen. Die Distorsion könn
t
e auch beides ausgelöst haben: Distal einen partiellen Sehnen- oder Muskelriss und proximal Wurzelreizungen bei
LWS-Ausgleichsbewegungen bei vorbestehend engen Verhältnissen für die Wurzel
L5
/S1
und eventuell einer Wirbelsäuleninstabilität (S. 1 unten).
3.4
Dr.
med. H.___
,
Facharzt für Chirurgie,
nannte in seinem Bericht vom
1
4.
Juli 2016 (
Urk.
11/15/2-3) als Verletzungsmuster eine Distorsion des rechten Fusses am 2
0.
Juni 2016 (S. 1).
Dr.
H.___
führte aus, die Suva habe ihn beauftragt, eine
medizinische Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit abzugeben (S. 1).
E
s liege ein Zustand 3.5 Wochen nach Distorsion des rechten Fusses mit anhaltenden Beschwerden ohne Hinweis auf Besserung
vor
. Es stelle sich schon die Frage, ob nicht eine
lum
boneurogene
Falltendenz bestehe.
Es bestehe ein Verdacht auf Symptomausweitung bei inadäquaten Angaben
des Beschwerdeführers
und thea
tralischem Auftritt.
Dr.
H.___
führte aus, a
ufgrund der objektiven Befunde und der Symptomausweitung erachte er einen Zusammenhang mi
t dem Ereignis vom 2
0.
Juni 2016
als nicht gegeben. Dem Beschwerdeführer sei erklärt worden, dass sich eine Arbeitsunfähigkeit wie bisher nicht begründen lasse (S. 2 oben).
D
ie Ressourcen seien gut, die Motivation
sei
fraglich und die Prognose eher gut. In Bezug auf das Ereignis beziehungsweise den Rückfall vom 2
0.
Juni 2016 bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 2 Mitte).
3.5
Dr.
med. I.___
, Leitender Arzt, und
Dr.
E.___
,
F.___
,
führten in ihrem Bericht vom
2
2.
Juli 2016
(
Urk.
11/32
) nach am 2
1.
Juli 2016
durchgeführten
MRI des rechten OSG und des Rückfusses aus, es ha
be
sich erneut der vorbeschriebene
unklare Befund im kaudalsten Abschnitt des
Musculus
flexor
hallucis
longus
gezeigt. Ergänzend zu den bislang diskutierten Differenzial
diag
nosen sollte insbesondere auch an eine
vaskuläre
Malformation
gedacht werden. Diesbezüglich werde eine nochmalige vertiefte MR-Abklärung des distalen Unter
schenkels mit auf den Befund fokussierten Dünnschicht-Sequenzen und mit Kon
trastmittel intravenös vorgeschlagen, in Kombination m
it einer Duplexsono
gra
phie (S. 1 f.
)
3.6
Dr.
med.
J.___
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
nannte in seinem Arztzeugnis vom 2
7.
Juli 2016 (
Urk.
11/22/1) als Diagnose eine Distorsion des rechten OSG vom 1
1.
November 2015
mit
protrahierten Schmerzen, verstärkt nach Re-Trauma am 2
0.
J
u
ni 2016 (
Ziff.
5).
Dr.
J.___
führte aus, die Erst
behandlung habe am 2
1.
Juni 2016 stattgefunden. Laut Angaben des Patienten sei er auf einer Betontreppe mit dem rechten Fuss über die Stufe gerutscht. Er habe den Fuss nach vorne übertreten und danach stärkere Schmerzen am rechten OSG verspürt (
Ziff.
1-2). Zum objektiven Befund führte
Dr.
J.___
aus, es zeige sich ein Schonhinken rechts und
keine wesentliche Schwellung
, jedoch eine
Druck
dolenz
medial und lateral am Knöchel.
Zudem zeige sich eine
Dolenz
mehr ventral als dorsal der Unterschenkelmuskulatur.
Das MRI vom 2
1.
Juni 2016 zeige keine Fraktur oder Bänderruptur
(
Ziff.
4).
Dr.
J.___
führte aus, seit dem 2
1.
Juni 2016 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Behandlungsab
schluss sei voraussichtlich in vier Wochen. Der Patient sei
subjektiv immer noch zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
11).
3.7
Dr.
med. K.___
, Leitender Arzt,
Klinik für Orthopädie und Traumato
logie,
L.___
,
nannte in seinem Bericht vom 3
0.
August 2016 (
Urk.
11/31/2-3) als
Diagnose unklare Schmerzen des
anterolateralen
OSG bei Status nach OSG-Distorsion rechts vom 1
1.
November 2015 und OSG-Distor
sion vom 2
0.
Juni 201
6.
Als Nebendiagnose nannte er eine MR-radiologische Ver
änderung im
Musculus
flexor
hallucis
longus
und [richtig wohl
:
ohne] Zu
sammenhang mit den jetzigen Beschwerden
(S. 1)
.
Dr.
K.___
führte in seiner Beurteilung aus, die Beschwerden des Patienten liessen sich durch die radio
logische Bildgebung nicht objektivieren. Trotz allem seien diese glaubhaft. Er glaube nicht, dass die Veränderung des
Musculus
flexor
hallucis
longus
mit den Beschwerden des Patienten in Zusammenhang stünden, dies sei eher ein radio
logischer Zufallsbefund. Sollten die Beschwerden persistieren, müsste die Indika
tion zu einer Arthroskopie des OSG zum Ausschluss von intraartikulären Patholo
gien überprüft werden. Es bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 2 Mitte).
3.8
Dr.
J.___
stellte in seinem Bericht vom
3
0.
August 2016 (
Urk.
11/30
/2-3
)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
Distorsion des rechten Fusses am 1
1.
November 2015
-
protrahierte Schmerzen
-
erneute Distorsion am 2
0.
Juni 2016 mit Zunahme der Schmerzen
-
Veränderung im Bereich des
Musculus
flexor
hallucis
longus
rechts im MRI
-
Differenzialdiagnose: vaskuläre Malformation, verletzungsbedingt
-
lumbospondylogenes
Syndrom, Erstdiagnose 2016
-
MRI 2016:
erosive
Osteochondrose
L5/S1 mit begleitender hypertropher
Spondylarthrose
-
myeloproliferatives
Syndrom mit
Thrombozytämie
, Erstdiagnose 2008
-
Litalir
-Behandlung 2008
-
stabile
Thrombozytenerhöhung
Dr.
J.___
führte in seiner Beurteilung aus, aufgrund der Anamnese und der bisherigen Untersuchungsbefunde handle es sich um anhaltende Schmerzen im rechten Sprunggelenk nach zweimaliger Distorsion beziehungsweise Zerrung am äusseren Bandapparat. Als Ursache kämen die beiden Unfälle in Frage. Lang
an
haltende Schmerzen nach einer Distorsion des Sprunggelenkes seien nicht selten, so dass eine Unfallbedingtheit unwahrscheinlich
[richtig wohl: wahrscheinlich]
wäre. Aufgrund der Schmerzen sei eine Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf entgegen der Beurteilung durch den Suva-Kreisarzt bis dato noch nicht wieder erreicht (S. 2).
3.9
Dr.
I.___
und
Dr.
E.___
,
F.___
, führten in ihrem Bericht vom 1
6.
September 2016 (
Urk.
11/43) nach am
1
3.
September 2016 durchgeführt
em
MRI des distalen Unterschenkels rechts sowie einer Weichteil- und Duplexsono
graphie des dis
talen Unterschenkels rechts aus, die heutige genauere MR-tomo
graphische und
sonographische
Darstellung der unklaren Läsion distal im rechten
Musculus
flexor
hallucis
longus
ergebe keine Hinweise auf eine Gefäss
mal
formation. Es sei auch nicht mehr von einer posttraumatischen oder
denerva
tions
bedingten
Veränderung auszu
gehen.
Am wahrscheinlichsten handle es sich um ein in
filtrierendes intramuskuläres Li
pom
des distalen
Musculus
flexor
hallucis
longus
, wohl ohne klinische Relevanz. Rein bildgebend könne prinzipiell allerdings auch ein «
low
grade»-
Liposarkom
nicht sicher ausgeschlossen werden (S. 2).
3.10
Kreisarzt
Dr.
med. M.___
,
Facharzt für Chirurgie, führte in seiner Beur
teilung vom
1
9.
September 2016 (
Urk.
11/37)
aus
,
die Beschwerden seien weder mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 1
1.
November 2015 noch auf jenes vom 2
0.
Juni 2016 zurückzuführen. Es sei keine unfall
be
dingte Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen. Der Unfall habe zu einer vorüber
gehenden Verschlimmerung des Gesundheitszustandes geführt. Der Status quo sine sei am 1
4.
Juli 2016 erreicht (
S. 1
Ziff.
1-5).
3.11
Dr.
K.___
nannte in seinem Bericht vom 2
9.
September 2016 (
Urk.
12/27) als Diagnose
klinisch, nativ-radiologisch und MR-radiologisch nicht objektivier
bare Schmerzen a
m
anterolateralen
OSG rechts bei Status nach OSG-Distorsion vom 1
1.
November 201
5.
Als Nebendiagnose nannte er eine MR-radiologische Ver
änderung im
Musculus
flexor
hallucis
longus
ohne Zusammenhang mit den jetzigen Beschwerden
(S. 1).
Dr.
K.___
führte aus, er habe den Patienten am 2
7.
September 2019 in seiner Sprechstunde gesehen (S. 1).
Dr.
K.___
hielt fest, dass ihm die
Ursache der Beschwerden des Patienten unklar
sei. Sie liessen sich durch die radiologische Bildgebung oder klinische Untersuchung nicht objektivieren. Die
Veränderung im Bereich des
Musculus
flexor
halluc
is
longus
sähe er nicht im Zusammenhang mit diesen Beschwerden.
Seiner
Ansicht nach sei der Patient als Maschinenführer voll arbeitsfähi
g (S. 2 oben).
3.12
Dr.
C.___
stellte in seinem Bericht vom
1
1.
September 2017 (
Urk.
11/49)
folgende Diagnosen (S. 1)
:
-
lokalisierter Schmerz OSG rechts
anterolateral
mit
Impingement
bei Dorsal
flexion
-
sonographisch
Verdacht auf kleines Gelenksganglion
-
Status nach Fussdistorsion am 1
1.
November 2015 sowie erneut am 2
0.
Juni 2016
-
Status nach
lumbospondylogenem
Syndrom bei
erosiver
Osteochondrose
L5/S1, hypertrophen
Spondylarthrosen
-
m
yeloproliferatives
Syndrom mit
Thrombozytämie
, Erstdiagnose 2008
-
Status nach
Litalir
-Behandlung 2008
-
aktuell anamnestisch stabile
Thrombozytenerhöhung
-
Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose 2016
-
rezidivierende Transaminase
n
erhöhung, am ehesten im Rahmen einer nicht-alkoholischen
Steato
-Hepatitis
-
anamnestisch
Dyslipidämie
Dr.
C.___
führte aus, der Bes
chwerdeführer zeige seit der OSG
-Distorsion rechts am 1
1.
November 2015 und erneut am 2
0.
Juni 2016 chronisch rezidivierende,
ante
r
olaterale
OSG-Beschwerden rechts mit teils Ausstrahlung. Erwähnenswert scheine, dass beim ersten Ereignis ein strahlender Schmerz vom
anterolateralen
Sprunggelenk nach proximal und nach distal eingeschossen sei und der Beschw
er
deführer ein Hitzegefühl verspürt habe.
Es seien bisher
mindestens vier MR-Tomographien durchgeführt worden, die alle
samt als Nebenbefund Veränderungen im
Musculus
flexor
hallucis
longus
gezeigt hätten, aber
anterolateral
keine wesentlichen Pathologien
(S. 1 unten)
.
Dr.
C.___
führte aus, in seiner Untersuchung habe sich ein flüssiger Gang mit dis
kretem Schonhinken und eine exquisite
Druckdolenz
anterolateral
distal de
r vor
deren
Syndesmose
gezeigt.
Die Ultrasonographie des OSG und vom Rückfuss
bereich rechts vom 1
8.
Juli 2018 habe abgesehen von einer
ovalären
zystischen Struktur mit einem Durchmesser von 5 mm dorsal der Sehne entlang der
Malleo
lenspitze
nach ventral ziehend, Differenzialdiagnose Ganglion am OSG
anterola
teral
, regelrechte Befunde gezeigt
(
S. 2 oben).
Dr.
C.___
führte abschliessend aus, da die bisherigen Massnahmen keine Besse
rung erbracht
hätten
, wäre als nächster Schritt eine OSG-Arthroskopie zu emp
fehlen. Falls
arthroskopisch
kein pathologischer Befund erhoben werden könnte, w
erde
empfohlen, in der gleichen Sitzung eine offene Revision der schmerzhaften Region vorzunehmen. Dies wünsche auch der Beschwerdeführer, da er unbedingt bald eine neue Anstellung antreten wolle.
Dr.
C.___
hielt fest, für ihn seien diese Veränderungen nach wie vor unfallbedingt und auf die beiden Ereignisse zurück
zuführen (S. 2 Mitte).
3.13
Kreisarzt
Dr.
med.
N.___
,
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in seiner Beurteilung vom
1
8.
September 2017
(
Urk.
11/50
/2
) aus, dass a
n der Einschätzung von
Dr.
M.___
festgehalten
werde unter Würdigung des Berichtes von
Dr.
O.___
[richtig wohl
:
Dr.
C.___
]
der P.___
.
3.14
Kreisarzt
Dr.
N.___
führte in seiner ärztlichen Beurteilung vom
4.
Dezember
2017 (
Urk.
11/62/1-5)
aus
,
gemäss eigenen Angaben habe der Beschwerdeführer
im November 2015 eine Verletzung des rechten Sprunggelenks
erlitten, wobei es im
Verlauf zweimalig zu einer neuen Verletzung der gleichen Körperregion
ge
kommen sei
. Es
seien
Röntgenuntersuchungen, Magn
etresonanztomografien und neurol
ogische Abklärungen durchgeführt
worden, welche alle
altersgemäss unauffällige Befunde
ergeben hätten,
bis auf eine Signalanhebung im
Musculus
flexor
hallucis
longus
, welche sich im Verlaufe der MRI-Untersuchungen als
gut
artiges Lipom in diesem Muskel
habe
darstellen
lassen
und somit als Schmerz
quelle
habe aus
geschlossen werden k
önnen (S. 3 unten).
Für das von
Dr.
C.___
postul
ierte kleine Gelenksganglion
fänden
sich in zwei auf
einanderfolgenden MRI-Untersuchungen der rechten Sprunggelenksregion keine Hin
weis
e, ebenso wenig für das Vorliegen einer int
raartikulären Gelenks
patho
logie
. Somit fehle der überwiegend wahrscheinlich
kausale Zusammenhang zwi
schen dem Ganglion und dem Ereignis. Unter Berücksichtigung der unauf
fälligen
Gelenksbefunde und bei
lediglich subjektiven Beschwer
den ohne von unter
schied
lichen Untersuchern objektivierbaren Befunden k
önne keine zwingende In
dika
tio
n für eine diagnostische
Arthroskopie abgeleitet werden
(S. 4 oben)
.
Dr.
N.___
führte aus, bei dem seit
dem Jahr
2000 bestehenden
lumbo
spondy
logenen
Syndrom,
dem
Diabetes mellitus Typ II,
der
Dyslipidä
mie
und im Übrigen unauffälligen Befunde
n
am Sprunggelenk
könne
bei
der kreisärztlichen Beurtei
lung vom 1
9.
September 2016
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausge
schlossen werden, dass die zu diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden auf das Ereignis vom 2
0.
Juni
2016 zurückzuführen s
eien (S. 4 Mitte)
.
Ein
anterolaterales
Impingement
des
OSG
ohne morphologisches Korrelat k
önne
nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen nicht zu einer 100%ige
n Arbeits
unfähigkeit führen, un
abhängig von
der
berufli
chen
Tätigkeit oder körperlichen
Belastung. Derartige subjektive Befunde f
änden
sich in der Fachliteratur nur unter den Diagnosen
der
somatoforme
n
Störungen ICD
-10 F45
ff. Das Charak
teristikum
sei
die wiederholte Darbietung körperlicher Symptome in Verbindung mit hart
näckigen Forderungen nach medizinischen Untersuchungen trotz wiederholter
negativer Ergebnisse und Versicherung der Ä
rzte, dass die Symptome nicht kör
perlich begründbar s
eien. Wenn somatische Stö
rungen vorhanden s
eien
, erklär
t
en sie nicht die Art und das Ausmaß der Symptome, das Leiden und die innerliche Beteiligung des Patienten. Somit
sei
auch unfallbedingt eine 100%ige Arbeits
fähigkeit s
pätestens mit Vorliegen des MRI
vom 2
1.
Juli
2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auszuweisen
(S. 4 unten)
.
3.15
Dr.
C.___
führte in seinem Schreiben vom 1
0.
Januar 2018 (
Urk.
11/71/5) aus, wie aus seinem Brief vom 1
1.
September 2017 hervorgehe, habe er den Patienten an jenem Tag persönlich befragt und untersucht.
Dr.
C.___
hielt
fest, dass für ihn die Beschwerden am Sprunggelenk rechts nach wie vor mit überwiegender Wahr
schein
lichkeit durch die Unfallereignisse vom 1
1.
November 2015 und vom 2
0.
Juni 2016 bedingt seien.
Die Problematik sei ähnlich durch
Dr.
K.___
beurteilt und eine
arthroskopische
Vorgehensweise empfohlen worden.
3.16
Dr.
med.
Q.___
,
Facharzt
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, stellte in seinem Bericht vom 2
1.
September 2018 (
Urk.
8/3) folgende Diagnosen (S. 1):
-
posttraumatische
anterolaterale
OSG-Beschwerden/Unter
schenkelbe
sch
wer
den
rechts bei Status nach Rü
ckfussdistorsion am 1
1.
November 2015 sowie 2
0.
Juni 2016 bei unklarem
pathoanatomischem
Korrelat
-
unklare, wahrscheinlich nicht traumatische Veränderung im distalen M
uskelbauch
flexor
hallucis
longu
s
(Differenzialdiagnose infiltrierendes intramuskuläres Lipom)
-
Status nach
lumbospondylogenem
Syndrom bei
erosiver
Osteochond
rose
L5/S1 bei Status nach Disk
us
h
ernie 1998, aktuell keine
Lumboischialgie
-
myeloproliferative
s
Syndrom mit
Thrombozytopenie
(Erstdiagnose 2008)
-
Diabetes mellitus Typ II, Erstdiagnose 2016
Dr.
Q.___
führte aus, die Konsultation des Patienten sei am
4.
September 2018 auf Zuweisung durch den
Traumatologen
Dr.
C.___
erfolgt, im Sinne einer
Viert
beurteilung
wegen posttraumatischer Beschwerden bei bis dahin schmerzlosem Patienten. Die aktuellen Schmerzen lokalisierten sich hauptsächlich auf das
anterolaterale
OSG, scheinbar mit Ausstrahlung in den lateralen Unterschenkel, subjektiv ohne Instabilitätsgefühl
oder erkennbare Rötung oder Schwellung.
Wiederholt werde ein lokales Hitzege
fühl beschrieben (S. 1 unten).
Zu den Befun
den führte
Dr.
Q.___
aus, es zeige sich ein 55-jähriger, schlanker Patient mit
hinkfreiem
Gangbild und ohne objektivierbare Schwellung oder Rötung
. Da
s OSG sei passiv frei beweglich
,
und es sei wiederholt kein eindeutiges ventrales oder dorsales
Impingem
ent
prov
ozierbar
(S. 2 oben)
.
Das am
4.
September 2018 durch
geführte Röntgen des belasteten OSG habe ein unauffälliges altersentsprechendes OSG und unteres Sprunggelenk (USG) ergeben.
Dr.
Q.___
führte aus, über zwei Jahre nach zweimaligen Rückfussdistorsionen leide der Patient an einer belastungsabhängigen Schmerzproblematik mit
punkt
um
maximum
über dem
anterolateralen
OSG/Sinus
tarsi
des rechten Fusses,
welche so vor dem Unfallereignis nicht bestanden h
abe
.
Frustrierender
w
eise
hä
tten wiederholte MR-tomographische
Abklärungen kein
pathoanatomisches
Korrelat definieren können
.
Dr.
Q.___
hielt fest, dass die Beschwerden des Patienten trotzdem glaubhaft seien, und da sie erst im Anschluss an die Traumatisierungen aufgetreten seien, seien sie mit grosser Wahrscheinlichkeit unfallbedingt persi
stie
rend.
Die beschriebenen patholog
i
s
chen Befunde im Bereich des distalen Mus
kel
bauches des
flexor
hallucis
longus
schiene
n
ihm eher ein Zufallsbefund zu sein, welcher nicht mit den Beschwerden am
anterolateralen
OSG korreliere. Auch wären dies
e
Veränderungen doch eher untypisch für
eine Unfallfolge und würden wohl
eine entsprechende Abheilung im Verlauf erwarten lassen.
Dr.
Q.___
führte aus, dass man sich aus chirurgischer Sicht vorerst
schwer tue
,
therapeutische Vorschläge zu machen, da die eigentliche Diagnose
bei fehlendem bildgebendem
pathoanatomischen
Korrelat
unklar sei.
Zusammenfassend lasse sich sagen, dass die vom Patienten glaubhaft beschrie
be
nen Beschwerden über dem
anterolateralen
OSG wohl mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit traumatisch bedingt seien, da diese erstmalig im Anschluss an das Ersttrauma vom 1
1.
November 2015 aufgetreten seien. Ein eigentliche
s
pathoa
na
tomisches
Korrelat lasse sich jedoch bis heute weder klinisch noch bildgebend genau definieren, weshalb Schwierigkeiten betreffend die therapeutischen Konse
quenzen bestünden. Letztlich werde wohl ein unabhängiges Gutachten die Situa
tion in versicherungstechnischer Hinsicht b
eurteilen müsse
n
(S. 2 unten f.
).
4.
4.1
Gestützt auf die Einschätzungen
des
Kreisarztes Dr.
N.___
vom
4.
Dezember 2017 (vgl. vorstehend E. 3.14)
ging die Beschwerdegegnerin
hinsichtlich der
vom Beschwerdeführer im Zusammenhang mit den
Unfallereignisse
n
vom 1
1.
Novem
ber 2015 und vom 2
0.
Juni 2016
geltend gemachten Beschwerden
von einem Erreichen des Status quo sine
am 21
.
Juli
2016 aus und stellte die Leistungen
auf diesen Zeitpunkt ein
(vgl. vorstehend E. 2.1). Der Beschwerdeführer machte dage
gen
insbesondere gestützt auf die Ausführungen des behandelnden Arztes
Dr.
C.___
vom 1
1.
September 2017 sowie vom 1
0.
Januar 2018 (vgl. vorstehend E. 3.12 und E. 3.15)
geltend, dass auf die Einschätzung von
Dr.
N.___
nicht abgestellt werden könne, der Status quo sine noch nicht erreicht sei und der Sachverhalt ungenügend abgeklärt und mithin die Beschwerdegegnerin noch leistungspflich
tig sei (vgl. vorstehend E. 2.2).
4.2
Das
Aktengutachten
von
Dr.
N.___
vom
4.
Dezember 2017
(vorstehend E. 3.
1
4) berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
und insbesondere der bildgebenden Abklärungen
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräft
ige
Expertise (vorstehend E. 1.5).
Vor dem Hintergrund, dass sämtliche bildgebenden Abklärungen
, namentlich
die MR-Tomographien vom 2
1.
März 2016 (vgl. vorstehend E. 3.1), vom 2
1.
Juli 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5) und
vom
1
3.
September 2016
, ergänzt durch eine Weich
teil- und Duplexsonographie des distalen Unterschenkels
(vgl. vorstehend E. 3.9)
sowie auch das von
Dr.
Q.___
in seinem Bericht vom 2
1.
September 2018 (vgl. vorstehend E. 3.16) beurteilte Röntgen des rechten OSG
ohne ein die Beschwerden erklärendes Korrelat und insbesondere ohne Hinweise auf ein erfolgtes Trauma blieben, und Einigkeit unter den Är
zten bestand, dass es sich bei dem einzigen Befund einer Veränderung des
Musculus
flexor
hallucis
rechts um eine
n
irrele
vanten Nebenbefund handelte,
was
zuletzt
auch
durch
Dr.
Q.___
in seinem Bericht vom 2
1.
September 2018 bestätigt wurde,
bestehen vorliegend keine Zweifel an der Einschätzung von
Dr.
N.___
.
Auch
Dr.
K.___
(vgl. vorstehend E.
3.7 und 3.11) wies in seinem Bericht vom 2
9.
September 2016 daraufhin, dass weder die radiologische Bildgebung noch die klinische Untersuchung die Beschwerden objektivieren könnten und bestätigte
ebenfalls, dass es sich bei der MR-radiologischen Veränderung im
Musculus
flexor
hallucis
longus
um eine Nebendiagnose ohne klinische Relevanz handle.
Des Weiteren wiesen auch die neurologischen Untersuchungen des Beschwerde
führers von
Dr.
G.___
am 2
7.
Mai 2016 und
am
1
6.
Juni 2016
(vgl. vorstehend E. 3.2-3)
keine überwiegend wa
hrscheinlichen Unfallfolgen aus. So gab es für den von
Dr.
G.___
suggerierten partiellen Sehnen- oder Muskelriss bildgebend kei
ner
lei Hinweise. Auch
der von der Beschwerdegegnerin beauftrag
t
e
Dr.
H.___
ver
neinte in seinem Bericht vom 1
4.
Juli 2016 (vgl. vorstehend E. 3.4) nach Unter
suchung des Beschwerdeführers eine Arbeitsunfähigkeit und wies auf ein theatra
lisches Verhalten und eine Symptomausweitung hin.
Kreisarzt
Dr.
M.___
hielt am 1
9.
September 2016 in seiner Beurteilung (vgl. vorstehend E. 3.
10
) fest, dass die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden weder mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 1
1.
November 2015 noch auf jenes vom 2
0.
Juni 2016 zurückzuführen seien und
der Status quo sine am 1
4.
Juli 2016 erreicht sei.
4.3
An der Schlüssig
keit der
Einschätzung von
Dr.
N.___
vom Dezember 2017 vermögen auch die anderslautenden Äusserungen des Hausarztes
Dr.
J.___
vom 2
7.
Juli und vom 3
0.
August 2016 (vgl. vorstehend E. 3.6 und E. 3.8) sowie des behandelnden Arztes
Dr.
C.___
v
om 1
1.
September 2017 und vom 1
0.
Januar 2018 (vgl. vorstehend E. 3.12 und E. 3.15) nichts zu ändern.
Abgesehen davon,
dass
das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen hat, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten au
ssagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc), stellte
Dr.
J.___
bei seinen Beurteilungen im Wesentlichen auf die subjek
tiven Beschwerdeschilderungen des Beschwerdefüh
rers und nicht auf objektiv fest
gestellte Befunde ab. Dies geht deutlich daraus hervor,
indem
Dr.
J.___
ausführte, dass sich der Patient subjektiv immer noch zu 100
%
arbeitsunfähig fühle.
Soweit sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen auf die Ausführungen
vo
n
Dr.
C.___
vom 1
1.
September 2017
und vom 1
0.
Januar 2018
(vgl. vorstehend E.
3
.12 und E. 3.15
)
beruft, um eine über den 2
1.
Juli 2016 hinausgehende Unfall
kausalität zu begründen,
genüg
t dies
in
keiner Weise
. So stellte
Dr.
C.___
, wie bereits die zahlreichen Voruntersucher,
als einzigen Befund die Schmerzangaben des Beschwerdeführers am OSG rechts
anterolateral
fest und äusserte hinsichtlich der am 1
8.
Juli 2017 durchgeführten Sonographie bei weitgehend regelhaften Befunden
lediglich
die Verdachtsdiagnose ein
es
kleine
n
Gelenksganglion
s
.
Zu Recht wies
Dr.
N.___
in seiner Beurteilung vom
4.
Dezember 2017 darauf hin,
dass die aufeinanderfolgenden MR-tomographischen Untersuchungen der rechten
Sprunggelenkregion (vgl. vorstehend E. 3.1, E. 3.5 und E. 3.9) keine Gelenkspa
tho
logie ergeben hätten.
Im Übrigen ging
Dr.
C.___
mit der Einschätzung von
Dr.
N.___
soweit einher, als dass
die
durchgeführten MR-Tomographien
- entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 2.2) -
keine wesentliche Pathologie und lediglich als Nebenbefund Veränderungen am
Musculus
flexor
hallucis
longus
zeigten.
Soweit
Dr.
C.___
die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Schmerzen ge
stützt auf dessen Angaben einfach darauf zurückführte, dass diese nach den Ereig
nissen vom 1
1.
November 2015 und vom 2
0.
Juni 2016 aufgetreten seien, ist darauf hinzuweisen, dass
d
ie Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweis
rechtlich nicht zulässig
ist
und zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu ge
nügen
vermag
(BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Schlussendlich bestätigte
die nachträglich vom Beschwerdeführer eingereichte Viertbeurteilung von
Dr.
Q.___
vom 2
1.
Septem
ber 2018
(vgl. vorstehend E. 3.16
)
ein
hinkfreie
s
Gangbild ohne Rötungen und Schwellungen
am OSG
sowie abgesehen von den Schmerzäusserungen des Be
schwerdeführers weitgehend unauffällige
klinische
Befunde.
Insbesondere konnte
Dr.
Q.___
das von
Dr.
C.___
in seinem Bericht vom 1
1.
September 2017 (vgl. vorstehend E.
3.12) festgestellt
e
dorsale
Impingement
nicht provozieren.
Die Rönt
genaufnahme des OSG vom
4.
September 2018 ergab sodann regelrechte Befunde.
Weiter bestätigte
Dr.
Q.___
hinsichtlich der zahlreichen MR-tomogra
phischen Abklärungen, dass diese kein die Beschwerden erkl
ärendes Korrelat ergeben hätten und es sich bei
m
einzigen Befund im Bereich des distalen Muskel
bauches des Flexor
hallucis
longus
um einen nicht relevanten Nebenbefund ni
cht traumatischer Genese handle
.
Mangels eigentlicher Diagnose und fehlenden objektivierbaren Befunden wollte sich
Dr.
Q.___
dann auch nicht zu einem chirur
gischen Vorgehen äussern.
Wie bereits in Bezug auf
Dr.
C.___
ausgeführt, genügt die auch von
Dr.
Q.___
gebrauchte
Argumentation nach der For
mel «
post
hoc ergo
propter
hoc»
beweis
rechtlich nicht zu
m Nachweis der Unfallkausalität.
Zusammenfassend liegend demnach keinerlei medizinische Berichte oder Gege
ben
heiten vor,
welche hinreichende Zweifel an
d
er Einschätzung von
Dr.
N.___
vom
4.
Dezember 2017 zu begründen vermöchten.
A
ufgrund dessen, d
ass
der Beschwerdeführer
eine Vielzahl von
Ärzte
n
aufsuchte und zahlreiche bildgebende Abklärungen
veranlasste
, ohne dass
ein die Be
schwer
den erklärendes
Korrelat gefunden werden
konnte
,
wäre
eine somatoforme Schmerzstörung
im Sinne einer psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung
zu diskutieren
.
E
ine
adäquate
Unfallkausalität einer
solchen
Störung wäre jedoch
i
n
folge
der
Banalität der Unfallerei
g
n
isse vom 1
1.
November 2015 und vom 2
0.
Juni 2016 ohne
Weiteres zu verneinen (vgl.
BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V
133 E. 6a)
, weshalb der Sachverhalt diesbezüglich nicht weiter geklärt werden muss
.
Abschliessend ist festzuhalten, dass
i
n Anbetracht der umfassenden klinischen und zahlreichen bildgebenden Untersuchungen auf die vom
Beschwerdeführer ver
langt
e Durchführung von weiteren
Abklärungen (vgl. Urk. 1 S.
2
)
in
antizi
piert
er Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b) verzichtet werden
kann
. Die Sachlage erweist sich
als
hinreichend abgeklärt, und v
on weiteren Untersu
chungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
4.4
Aufgrund des Gesagten ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom
11
.
November 2015
respektive vom 2
0.
Juni 2016
und den vom Beschwer
deführer über den
21
.
Juli 2016
hinaus weiterhin geklagten Beschwerden und damit eine Leistungspflicht hierfür zu Recht verneint hat.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
(Urk. 2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Das Verfahren ist kostenlos.
5.2
Mit Gerichtsverfügung vom 1
1
.
Januar 2019
wurde d
er
unentgeltliche Rechts
vertreter des Beschwerdeführers unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass
er
seine
Honorarnote
einreichen kann, eine solche im Unterlassungsfall seitens des Gerichts nicht eingefordert und die Entschädigung nach Ermesse
n festgesetzt wird (vgl. Urk. 13
). Bis dato reichte Rechtsanw
alt
Michael
K
e
iser
keine
Hono
rar
note
ein, weshalb
er
, unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses und beim
massgebenden
Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzügl
ich Mehrwertsteuer), mit Fr. 2'5
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehr
wertsteuer) aus der Ger
ichtskasse zu entschädigen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Michael Ke
iser, Schaffhausen,
wird mit
Fr.
2’500
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Michael
Keiser
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannSchucan