# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d5c6a87-710f-56df-83ef-3b56a741ef7d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-10-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.10.2023 D-5198/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5198-2023_2023-10-03.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5198/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 .  O k t o b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Aileen Truttmann;    

Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und seine Ehefrau   

B._______, geboren am (…), 

sowie die Kinder 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

alle vertreten durch Salvatore Crisogianni,  

SOS Ticino Protezione giuridica della Regione Ticino  

e Svizzera centrale - Caritas Svizzera,  

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 19. September 2023 / N (…). 

 

D-5198/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 12. August 2023 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchten, 

dass ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass sie am 8. August 2023 in Kroatien illegal eingereist sind 

und am gleichen Tag ein Asylgesuch eingereicht haben, 

dass die Beschwerdeführenden A._______ und B._______ anlässlich der 

Dublin-Gespräche vom 25. August 2023 gegen eine Rückkehr nach Kroa-

tien einwendeten, sie und ihre Kinder seien von den kroatischen Behörden 

sehr schlecht behandelt und in einer menschenunwürdigen Unterkunft un-

tergebracht worden, 

dass es ihnen zudem gesundheitlich nicht gut gehe, 

dass das SEM mit italienischsprachiger Verfügung vom 19. September 

2023 – eröffnet am selben Tag – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG (SR 142.31) auf die Asylgesuche nicht eintrat, die Wegweisung aus 

der Schweiz nach Kroatien anordnete und die Beschwerdeführenden auf-

forderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist 

zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an die Beschwerde-

führenden verfügte, 

dass die Beschwerdeführenden mit deutschsprachiger Eingabe vom 

26. September 2023 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde erhoben und dabei beantragten, die angefochtene Ver-

fügung sei aufzuheben und das SEM sei anzuweisen, auf die Asylgesuche 

einzutreten, 

dass eventualiter die Sache zur erneuten Entscheidung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen sei, 

dass in prozessualer Hinsicht um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

und der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG er-

sucht wurde, 

D-5198/2023 

Seite 3 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

27. September 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht am 27. September 2023 einen super-

provisorischen Vollzugsstopp verfügte, 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass das vorliegende Verfahren aufgrund der deutschsprachigen Be-

schwerdeeingabe auf Deutsch geführt wird (vgl. Art. 33a Abs. 2 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

D-5198/2023 

Seite 4 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass die Beschwerdeführenden zwar bestreiten, in Kroatien um Asyl er-

sucht zu haben, 

dass ein Abgleich ihrer Fingerabdrücke mit der "Eurodac"-Datenbank je-

doch ergab, dass sie am 8. August 2023 in Kroatien ein Asylgesuch einge-

reicht hatten, 

dass das SEM die kroatischen Behörden daher zu Recht am 25. August 

2023 mit zwei separaten Gesuchen um Wiederaufnahme der Beschwerde-

führenden gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die kroatischen Behörden den Gesuchen um Übernahme am 8. Sep-

tember 2023 zustimmten, 

dass die grundsätzliche Zuständigkeit Kroatiens somit gegeben ist, 

dass daran auch der Umstand nichts ändert, dass die Zustimmung gestützt 

auf Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO, "in order to continue to determine respon-

sibility" erfolgte (vgl. Urteil des BVGer F-1876/2023 vom 13. April 2023 S. 4 

m.w.H.), 

dass das Vorliegen systemischer Schwachstellen in Kroatien unter Hinweis 

auf die Praxis des Bundesverwaltungsgerichts zu verneinen ist (vgl. Refe-

renzurteil des BVGer E-1488/2020 vom 22. März 2023 E. 9.5), 

D-5198/2023 

Seite 5 

dass diese Feststellung auch im Lichte der in der Beschwerde referenzier-

ten Berichte (Are You Syrious?, Dublin returnees - legal and practical 

obstacles in Croatia, 24. April 2023, < www.sosf.ch/cms/up-

load/230424_AYS_Dublin_returnees_-_legal_and_practical_obstacles_ 

in_Croatia.pdf > und Solidarité sans frontières und Droit de Rester, Eine 

Spirale der Gewalt Dublin-Rückführungen nach Kroatien und die Rolle der 

Schweiz, 28. Juni 2023, < www.sosf.ch/cms/upload/230628_Sosf_Dub-

linKroatien_Spirale_der_Gewalt_DE_WEB.pdf >, beide abgerufen am 

29.09.2023) weiterhin Gültigkeit hat, 

dass dem in der Beschwerde angerufenen Urteil des Europäischen Ge-

richtshofs für Menschenrechte vom 17. Januar 2023, Daraibou v. Kroatien, 

Nr. 84523/17, ein sehr spezieller Sachverhalt betreffend einen von den kro-

atischen Behörden nicht ordentlich untersuchten tödlichen Brand in einer 

Polizeistation, in welcher Migranten inhaftiert waren, zugrunde gelegen 

hat,  

dass sich daraus für den vorliegenden Fall keine allgemeingültigen Aussa-

gen zugunsten der Beschwerdeführenden ableiten lassen (vgl. dazu Urteil 

des BVGer D-2807/2023 vom 26. Mai 2023 E. 6.2), 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO vermutungsweise davon ausgegangen werden kann, dass Kroatien 

seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegenüber 

Personen in der Situation der Beschwerdeführenden nachkommt und ins-

besondere die Rechte respektiert und schützt, die sich aus den Richtlinien 

des Europäischen Parlaments und des Rats 2013/32/EU vom 26. Juni 

2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung 

des internationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

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26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass diese Vermutung zwar im Einzelfall widerlegt werden kann, es hierfür 

aber konkreter und ernsthafter Hinweise bedarf, die von den Betroffenen 

glaubhaft darzutun sind (vgl. Urteil des BVGer F-1924/2023 vom 13. April 

2023 E. 7.2 m.w.H.), 

dass selbst unter der Annahme, die von den Beschwerdeführenden ge-

schilderten Erlebnisse entsprächen den Tatsachen, festzuhalten ist, dass 

sie diese im Rahmen der illegalen Einreise erlebt haben, 

dass sie sich im Falle einer Überstellung im Rahmen eines Dublinverfah-

rens in einer grundsätzlich anderen Situation befänden, weshalb aus den 

geschilderten Erlebnissen keine Schlüsse auf die Bedingungen gezogen 

werden können, denen sie bei einer Rückführung nach Kroatien in den dor-

tigen Aufenthaltsstrukturen ausgesetzt wären (vgl. Urteil des BVGer 

D-6041/2022 vom 16. Mai 2023 E. 8.1), 

dass namentlich nicht angenommen werden kann, die Bedingungen seien 

derart schlecht, dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 

FoK führen könnten, 

dass Kroatien grundsätzlich ein funktionierender Rechtsstaat ist und sich 

die Beschwerdeführenden bei Bedarf an die dortigen Behörden wenden 

könnten (vgl. dazu Urteil des BVGer D-2260/2023 vom 27. April 2023 

E. 8.3),  

dass die Beschwerdeführenden in der Dublin-Befragung geltend machten, 

an (…) zu leiden, 

dass beim Beschwerdeführer A._______ mit Arztbericht vom (…) 2023 

eine Entzündung des (…) und des (…) sowie (…) diagnostiziert wurde,  

dass die Beschwerdeführenden C._______ und D._______ gemäss Arzt-

berichten vom (…) 2023 ebenfalls an (…) gelitten haben, 

dass die übrigen geltend gemachten gesundheitlichen Probleme nicht ärzt-

lich belegt wurden, 

dass gemäss Ausführungen in der angefochtenen Verfügung eine Konsul-

tation der medizinischen Akten im Bundesasylzentrum vom (…) September 

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2023 ergeben habe, dass keine weiteren medizinischen Untersuchungen 

vorgesehen seien, 

dass es hinsichtlich der geltend gemachten medizinischen Probleme fest-

zuhalten gilt, dass Kroatien über eine ausreichende medizinische Infra-

struktur verfügt (vgl. Urteil des BVGer D-5422/2022 vom 23. Januar 2023 

E. 9.3.2 m.w.H.), 

dass auch das Kindeswohl einer Überstellung nach Kroatien nicht entge-

gensteht,  

dass Kroatien Signatarstaat des Übereinkommens vom 20. November 

1989 über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskonvention, SR 0.107; 

nachfolgend: KRK) ist und seinen daraus erwachsenen Verpflichtungen 

grundsätzlich nachkommt, 

dass aus der KRK kein Anspruch auf Aufenthalt im Staat mit den für ein 

Kind vorteilhaftesten Lebensbedingungen abgeleitet werden kann (vgl. Ur-

teil des BVGer E-1087/2023 vom 1. März 2023 E. 8.5), 

dass die Kinder ferner mit ihren Eltern und somit ihren Hauptbezugsperso-

nen nach Kroatien überstellt werden, 

dass es nach dem Gesagten nicht angezeigt ist, das SEM dazu zu ver-

pflichten, bei den kroatischen Behörden (individuelle) Zusicherungen ein-

zuholen, 

dass sich die Überstellung nach Kroatien unter Beachtung der massgebli-

chen völkerrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist, womit keine 

zwingenden Gründe für einen Selbsteintritt ersichtlich sind, 

dass dem SEM ausserhalb des Bereichs völkerrechtlicher Vollzugshinder-

nisse bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 ein Ermessensspiel-

raum zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.), 

dass die angefochtene Verfügung unter diesem Blickwinkel nicht zu bean-

standen ist, zumal sich das SEM – entgegen den entsprechenden Vorhal-

tungen in der Beschwerde – genügend mit dem konkreten Einzelfall ausei-

nandergesetzt hat, 

dass folglich kein Grund für einen Selbsteintritt der Schweiz gemäss 

Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 in Verbindung mit Art. 17 Dublin-III-VO vorliegt, 

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Seite 8 

Kroatien somit zuständiger Mitgliedstaat gemäss Dublin-III-VO bleibt und 

verpflichtet ist, die Beschwerdeführenden aufzunehmen, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht eingetreten ist 

und in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach Kroatien ange-

ordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen ist, 

weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung als 

gegenstandslos erweist, 

dass der am 27. September 2023 angeordnete Vollzugsstopp mit dem vor-

liegenden Urteil dahinfällt,  

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtlos zu bezeichnen wa-

ren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Linus Sonderegger