# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ea87776-f786-5408-b342-5d2ab1c143df
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 05.06.2015 S 2014 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2014-158_2015-06-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 14 158

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Moser
Richter Meisser, Racioppi 

Aktuar Simmen

URTEIL

vom 5. Juni 2015

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Suenderhauf, 

Beschwerdeführer

gegen 

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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1. Der im Jahr 1949 geborene A._____ war seit dem 1. September 2000 bei 

der B._____ AG als Schweisser und Hilfsschlosser angestellt und in die-

ser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Zuvor war er als 

Schlosser im Schienenwagenbau tätig, wo er jahrelang Asbeststaub aus-

gesetzt war. Infolge dieser Asbestexposition entwickelte sich bei A._____ 

ein Adenokarzinom des apikalen Lungenoberlappensegments rechts. Am 

19. April 2011 wurde am Kantonsspital Graubünden eine posterolaterale 

Thorakotomie sowie eine Bisegmentektomie des rechten Oberlappens 

und eine mediastinale Lymphadenektomie durchgeführt. Die SUVA aner-

kannte mit Schreiben vom 26. Juli 2011 das Adenokarzinom als Berufs-

krankheit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG.

2. Nach der Operation vom 19. April 2011 wurde bei A._____ eine COPD 

Gold II als kausale Folge der erwähnten Operation diagnostiziert sowie 

eine schmerzhafte Einschränkung der Schulterbeweglichkeit rechts seit 

der Operation beschrieben. Am 8. Mai 2012 wurde A._____ hinsichtlich 

seiner rechten Schulter am Kantonsspital Graubünden untersucht. Dabei 

wurde eine Scapula alata rechts diagnostiziert. Am 18. Juni 2012 schätz-

ten die SUVA-Arbeitsmediziner Dres. med. C._____ und D._____ den In-

tegritätsschaden aus pulmonaler Sicht auf 10 %. Am 15. Mai 2013 erfolg-

te die ärztliche Abschlussuntersuchung beim SUVA-Kreisarzt Dr. med. 

E._____. Dieser führte aus, dass es bei der kreisärztlichen Untersuchung 

lediglich um die Beurteilung allfälliger Restfolgen im Bereiche der rechten 

Schulter gehe. Hier bestehe nur noch eine minimale Restsymptomatik bei 

voller Funktion und guter Kraftentfaltung. Eine weitere ärztliche Behand-

lung oder Therapie sei nicht notwendig. Rein bezogen auf die rechte 

Schulter bestehe keine bleibende Beeinträchtigung der körperlichen Inte-

grität. Der Endzustand sei erreicht. Im Rahmen der pulmonalen Erkran-

kung bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Mit Schreiben 

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vom 21. Mai 2013 teilte die SUVA A._____ mit, dass sie die Heilkosten 

und Taggeldleistungen per 31. Juli 2013 einstellen werde. Am 3. Juni 

2013 hielt der SUVA-Arbeitsmediziner Dr. med. C._____ hinsichtlich Inte-

gritätsschadens aus pulmonaler Sicht an seiner Beurteilung vom 18. Juni 

2012 fest. 

3. Mit Verfügung vom 4. Juli 2013 sprach die Suva A._____ für die verblei-

benden Folgen der Berufskrankheit bei einem Invaliditätsgrad von 71 % 

eine Invalidenrente ab dem 1. August 2013 und in Bezug auf die Lungen-

problematik eine Integritätsentschädigung von Fr. 12'600.-- auf Basis ei-

ner Integritätseinbusse von 10 % zu. 

4. Dagegen erhob A._____ am 30. August 2013 Einsprache und beantragte 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, eine Erhöhung der Invali-

denrente auf 100 %, eventualiter auf 80 %, sowie eine Erhöhung der Inte-

gritätsentschädigung auf mindestens 50 %. Im Rahmen des Einsprache-

verfahrens veranlasste die SUVA eine weitere pneumologische Untersu-

chung von A._____ durch Dr. med. F._____. Diese wurde am 4. Septem-

ber 2014 durchgeführt. Gestützt auf den entsprechenden Untersuchungs-

bericht vom selbigen Tag nahm der SUVA-Arbeitsmediziner Dr. med. 

D._____ am 24. September 2014 eine neuerliche Schätzung der Inte-

gritätseinbusse vor und legte diese auf 15 % fest. Mit Einspracheent-

scheid vom 30. September 2014 hiess die SUVA die Einsprache teilweise 

gut und erhöhte den Invaliditätsgrad auf 78 % sowie die Integritätsent-

schädigung auf 15 %. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen. 

5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 1. Novem-

ber 2014 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubün-

den mit folgenden Anträgen:

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"1. Die Verfügung vom 04. Juli 2013 und der Einspracheentscheid vom 30. Septem-
ber 2014 seien mit Bezug auf die festgesetzte Integritätsentschädigung von 15 % 
aufzuheben.

2.1 Die Sache sei zur weiteren medizinischen Abklärung (Einholung eines rheumato-
logischen/orthopädischen Gutachtens) und Neubeurteilung der Integritätsent-
schädigung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2.2 Eventualiter seien vom Verwaltungsgericht die weiteren erforderlichen medizini-
schen Abklärungen zu tätigen und anschliessend die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen zugunsten der Beschwerdeführerin (recte: des Beschwerdefüh-
rers), insbesondere die IE aufgrund des Beweisergebnisses der zusätzlichen Ab-
klärungen festzusetzen.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8 % Mehrwert-
steuer, zulasten der Beschwerdegegnerin."

Zur Begründung führte der Beschwerdeführer aus, dass hinsichtlich der 

pulmonalen Invalidität keine weiteren medizinischen Abklärungen erfor-

derlich seien. Die Beschwerde richte sich einzig gegen die Nichtberück-

sichtigung der Schulterbeschwerdesymptomatik bei der Festsetzung der 

Integritätsentschädigung. Die SUVA stütze sich ausschliesslich auf die 

wenig überzeugende Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. E._____ vom 

15. Mai 2013, obwohl in den verschiedenen ärztlichen Berichten mehrfach 

auf die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit rechts hingewiesen werde 

beziehungsweise eine Scapula alata rechts diagnostiziert worden sei. Der 

Beschwerdeführer leide täglich an Schulterbeschwerden, welche trotz in-

tensiver Eigenanstrengungen mit mehrmaligem Fitnesstraining pro Wo-

che seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung weiter zugenommen 

hätten. Die Beurteilung von Dr. med. E._____ vom 15. Mai 2013 stehe 

denn auch in ungeklärtem Widerspruch zu den in zeitlicher Hinsicht vor-

angegangenen Befunderhebungen verschiedener beteiligter Ärzte. 

Dr. med. G._____ habe anlässlich der Untersuchung vom 31. Oktober 

2014 verschiedene beträchtliche Einschränkungen in Funktion und Be-

weglichkeit der Schulter festgestellt. Es liege eine kreisärztliche Beurtei-

lung im Sinne eines "Ausreissers" vor, auf den sich die SUVA letztlich ab-

stütze. Dr. med. G._____ und Dr. med. F._____ würden die Notwendig-

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keit einer aktualisierten rheumatologischen/orthopädischen Abklärung 

eindeutig und unmissverständlich befürworten. Bezüglich der Schulter-

problematik sei daher eine weitergehende medizinische Abklärung erfor-

derlich. Der Bericht von Dr. med. E._____ äussere sich nicht zur länger-

fristigen Entwicklung der Symptomatik mit zunehmendem Alter des Be-

schwerdeführers, obwohl die voraussehbare Verschlimmerung des Inte-

gritätsschadens bei der Festsetzung der Entschädigung gemäss Art. 36 

Abs. 4 UVV berücksichtigt werden müsse. Dr. med. G._____ habe aus-

drücklich bestätigt, dass sich die Symptomatik mit fortschreitender Dauer 

weiter verschlechtern könnte. Um letztlich die Integritätsentschädigung 

beurteilen zu können, müsse zudem gestützt auf Art. 36 Abs. 3 UVV die 

gesamte Beeinträchtigung berücksichtigt werden, was wiederum eine 

medizinische Gesamtbeurteilung bedinge. Schliesslich habe die SUVA 

den Gehörsanspruch des Beschwerdeführers verletzt, indem sie ihm kei-

ne Möglichkeit gewährt habe, sich zu den im Einspracheverfahren einge-

holten medizinischen Berichten vernehmen zu lassen. Dies müsse bei der 

Kosten- und Entschädigungsfolge unabhängig vom Ausgang des Be-

schwerdeverfahrens berücksichtigt werden. 

6. Die SUVA (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer Beschwer-

deantwort vom 20. November 2014 auf Abweisung der Beschwerde und 

Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids. Streitgegenstand 

sei ausschliesslich das Rechtsverhältnis der Integritätsentschädigung. Die 

vom Beschwerdeführer erwähnten ärztlichen Unterlagen aus den Jahren 

2011 und 2012 seien irrelevant, weil diese während des Heilungsverlaufs 

erstellt worden seien. Für die Bestimmung des Integritätsschadens seien 

die medizinischen Verhältnisse am Ende des Heilungsprozesses mass-

gebend, vorliegend am 1. August 2013. Bereits aus dem Bericht von 

Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 ergebe sich, dass die Schmerzen 

an der rechten Schulter praktisch verschwunden seien. Der kreisärztli-

chen Beurteilung vom 15. Mai 2013 von Dr. med. E._____ komme voller 

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Beweiswert zu. Bis zum Erlass der Verfügung vom 4. Juli 2013 bezie-

hungsweise des Einspracheentscheids vom 30. September 2014 seien 

der Beschwerdegegnerin keine anderweitigen ärztlichen Unterlagen zum 

Zustand der rechten Schulter zugegangen. Dr. med. G._____ begründe in 

seinem Schreiben vom 31. Oktober 2014 nicht, weshalb die verlangte ex-

terne orthopädische und rheumatologische Abklärung erforderlich sein 

solle. 

7. Am 10. Februar 2015 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen 

Anträgen fest und vertiefte seine Argumentation. Der Verweis der Be-

schwerdegegnerin auf den Bericht von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 

2013 sei insoweit nicht einschlägig, als dieser als Pneumologe die 

Schmerzproblematik der Schulter nicht abschliessend beurteilen könne. 

Der Kreisarzt Dr. med. E._____ habe sich nicht zur voraussehbaren Ver-

schlimmerung des Integritätsschadens geäussert. Im Hinblick auf Art. 36 

Abs. 4 UVV sei die kreisärztliche Beurteilung nicht nachvollziehbar bezie-

hungsweise lückenhaft. Insoweit sei der rechtserhebliche Sachverhalt in 

Verletzung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) von der Be-

schwerdegegnerin nicht ausreichend abgeklärt worden. 

8. Am 19. Februar 2015 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einrei-

chung einer einlässlichen Duplik. Ergänzend zu ihrer Beschwerdeantwort 

vom 20. November 2014 führte sie lediglich aus, dass sich den medizini-

schen Akten keine konkreten Hinweise auf eine im August 2013 voraus-

sehbare künftige dauerhafte Zustandsverschlechterung an der rechten 

Schulter entnehmen liessen. Voraussehbare Verschlimmerungen seien 

beim Fallabschluss ohnehin nur dann zu berücksichtigen, wenn in diesem 

Zeitpunkt bereits ein entschädigungspflichtiger Integritätsschaden beste-

he. Diese Voraussetzung sei hier nicht erfüllt, womit die Anwendung von 

Art. 36 Abs. 4 UVV entfalle. Sollte sich künftig im Rahmen einer Zu-

standsverschlechterung ein nachweisbarer entschädigungspflichtiger In-

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tegritätsschaden an der rechten Schulter einstellen, könnte der Be-

schwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin immer noch einen 

entsprechenden Anspruch auf Integritätsentschädigung geltend machen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften so-

wie auf den angefochtenen Einspracheentscheid vom 30. September 

2014 wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einge-

gangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesge-

setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim Versi-

cherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versi-

cherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorlie-

gend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in X.____ (GR), weshalb die 

örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubün-

den gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes 

ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das Verwal-

tungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden gegen 

Einspracheentscheide und Verfügung in Sozialversicherungssachen beur-

teilt, die gemäss Bundesrecht der Beschwerde unterliegen. Der Einspra-

cheentscheid vom 30. September 2014, mit welchem die Beschwerde-

gegnerin die Einsprache des heutigen Beschwerdeführers abgewiesen 

hat, stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor 

dem Verwaltungsgericht dar. Als formeller und materieller Adressat des 

angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt 

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und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

somit einzutreten. 

b) Der angefochtene Einspracheentscheid vom 30. September 2014 ist in-

soweit in Rechtskraft erwachsen, als die Beschwerdegegnerin dem Be-

schwerdeführer für die verbleibenden Folgen der Berufskrankheit bei ei-

nem Invaliditätsgrad von 78 % eine Invalidenrente ab dem 1. August 2013 

zugesprochen hat. Diese Rentenzusprache ist im vorliegenden Verfahren 

daher nicht mehr zu prüfen. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist demge-

genüber die Höhe der Integritätsentschädigung, welche die Beschwerde-

gegnerin dem Beschwerdeführer im angefochtenen Einspracheentscheid 

zuerkannt hat. Dabei ist insbesondere die Frage zu beantworten, ob die 

Beschwerdegegnerin die Schulterbeschwerdesymptomatik bei der Fest-

setzung der Integritätsentschädigung zu Recht nicht berücksichtigt hat. 

Hinsichtlich der zugesprochenen Integritätsentschädigung von 15 % für 

die pulmonale Invalidität hält der Beschwerdeführer in seiner Beschwer-

deschrift vom 1. November 2014 (S. 4 Ziff. IV. 1.) fest, dass diesbezüglich 

keine weiteren Abklärungen erforderlich seien, da im angefochtenen Ent-

scheid ausdrücklich darauf hingewiesen worden sei, dass eine weitere 

Verschlimmerung des Integritätsschadens zurzeit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit prognostiziert und damit nicht berücksichtigt werden 

könne, indessen eine ergänzende Entschädigung gewährt würde, wenn 

sich dieser in Zukunft erheblich und dauernd verschlimmern sollte. Weite-

re Ausführungen bezüglich der zugesprochenen Integritätsentschädigung 

von 15 % für die pulmonale Invalidität erübrigen sich somit.

2. a) Der Beschwerdeführer bringt in formeller Hinsicht zunächst vor, dass das 

beschwerdegegnerische Vorgehen seinen Gehörsanspruch verletze. Er 

habe keine Möglichkeit erhalten, sich zu den von der Beschwerdegegne-

rin im Einspracheverfahren eingeholten medizinischen Akten zur Inte-

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gritätsentschädigung vernehmen zu lassen. Dies müsse bei der Kosten- 

und Entschädigungsfolge unabhängig vom Ausgang des Beschwerdever-

fahrens berücksichtigt werden. Die Beschwerdegegnerin setzt sich mit 

diesem Vorwurf in ihren Rechtsschriften vom 20. November 2014 und 

19. Februar 2015 nicht auseinander.

Damit ist in Bezug auf den Vorwurf einer Verletzung des rechtlichen 

Gehörs nachfolgend die Frage zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 

dem Beschwerdeführer vor Erlass des angefochtenen Einspracheent-

scheids vom 30. September 2014 nochmals Gelegenheit zur Einsicht be-

ziehungsweise zur Stellungnahme zu den im Einspracheverfahren einge-

holten ärztlichen Berichten hätte gewähren müssen. 

b) Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-

genossenschaft (BV; SR 101) haben die Parteien Anspruch auf rechtli-

ches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, 

anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim 

Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person 

eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht, sich vor Erlass des in ihre 

Rechtstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche 

Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen 

Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis 

zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen 

(BGE 132 V 368 E.3 mit weiteren Hinweisen). 

c) Aus Inhalt und Funktion des Akteneinsichtsrechts als Teil des Anspruchs 

auf rechtliches Gehör folgt nach der Rechtsprechung, dass grundsätzlich 

sämtliche beweiserheblichen Akten den Beteiligten gezeigt werden müs-

sen, sofern in der sie unmittelbar betreffenden Verfügung darauf abge-

stellt wird. Denn es gehört zum Kerngehalt des rechtlichen Gehörs, dass 

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der Verfügungsadressat vor Erlass eines für ihn nachteiligen Verwal-

tungsaktes zum Beweisergebnis Stellung nehmen kann. Das Aktenein-

sichtsrecht ist somit eng mit dem Äusserungsrecht verbunden, gleichsam 

dessen Vorbedingung. Der Versicherte kann sich nur dann wirksam zur 

Sache äussern und geeignete Beweise führen oder bezeichnen, wenn 

ihm die Möglichkeit eingeräumt wird, die Unterlagen einzusehen, auf wel-

che sich die Behörde bei ihrer Verfügung gestützt hat. Das rechtliche 

Gehör dient in diesem Sinne einerseits der Sachaufklärung und stellt an-

derseits ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren dar. 

Daraus ergibt sich, dass der Versicherer, welcher neue Akten beizieht, 

auf die er sich in seiner Verfügung zu stützen gedenkt, grundsätzlich ver-

pflichtet ist, die Beteiligten über den Aktenbeizug zu informieren (BGE 

132 V 387 E.3.1, 115 V 302 E.2e; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., 

Zürich 2009, Art. 42 Rz. 14). 

d) Das Akteneinsichtsrecht bezieht sich auf sämtliche verfahrensbezogenen 

Akten, die geeignet sind, Grundlage des Entscheids zu bilden. Die Akten-

einsicht ist demnach auch zu gewähren, wenn die Ausübung des Akten-

einsichtsrechts den Entscheid in der Sache nicht zu beeinflussen vermag. 

Die Einsicht in die Akten, die für ein bestimmtes Verfahren erstellt oder 

beigezogen wurden, kann demnach nicht mit der Begründung verweigert 

werden, die fraglichen Akten seien für den Verfahrensausgang belanglos. 

Es muss vielmehr dem Betroffenen selber überlassen sein, die Relevanz 

der Akten zu beurteilen (BGE 132 V 387 E.3.2 mit Hinweis auf das Urteil 

des Bundesgerichtes 2A.444/1995 vom 13. August 1996). 

e) Nach Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 

Sie müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einspra-

che anfechtbar sind. Spätestens im Einspracheverfahren hat die Verwal-

tung jedoch die allgemeinen Grundsätze des rechtlichen Gehörs zu wah-

ren und folglich der versicherten Person oder ihrem Vertreter Einsicht in 

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die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage sie den Einspracheent-

scheid abstützt (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_738/2014 vom 

15. Januar 2015 E.6.4; RKUV 1992 Nr. U 152 S. 200 E.3b). Wird nach 

Erhebung einer Einsprache festgestellt, dass die Entscheidungsgrundla-

gen unvollständig sind, so ist der Sachverhalt unter Wahrung der Partei-

rechte zu vervollständigen und das Verwaltungsverfahren mit dem Ein-

spracheentscheid abzuschliessen (BGE 132 V 387 E.4.1, 131 V 431 

E.2.1.2.2). 

f) Vorliegend ist erstellt und unbestritten, dass die Beschwerdegegnerin im 

Rahmen des Einspracheverfahrens auf Antrag des Beschwerdeführers 

eine weitere pneumologische Untersuchung des Beschwerdeführers 

durch Dr. med. F._____, FMH für Innere Medizin und Pneumologie, lei-

tender Arzt für Pneumologie, veranlasste, welche am 4. September 2014 

durchgeführt wurde. Gestützt auf den entsprechenden Untersuchungsbe-

richt von Dr. med. F._____ nahm Dr. med. D._____, FMH für Arbeitsme-

dizin und Allgemeine Innere Medizin, am 24. September 2014 eine neuer-

liche Schätzung der Integritätseinbusse vor und legte diese auf 15 % fest. 

Sowohl der Untersuchungsbericht von Dr. med. F._____ vom 4. Septem-

ber 2014 (beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 243) als auch der 

Arztbericht von Dr. med. D._____ vom 24. September 2014 (Bg-act. 247) 

wurden dem heutigen Beschwerdeführer erst zusammen mit dem ange-

fochtenen Einspracheentscheid vom 30. September 2014 zugestellt, ohne 

dass diesem die Möglichkeit gewährt wurde, sich vor Erlass des Einspra-

cheentscheids zu den eingeholten medizinischen Akten zur Integritätsent-

schädigung zu äussern. Dass die erwähnten Berichte von Dr. med. 

F._____ und Dr. med. D._____ Eingang in den angefochtenen Einspra-

cheentscheid vom 30. September 2014 gefunden haben und ihnen über-

dies eine gewisse Entscheidrelevanz zukommt, kann − nachdem die Ein-

sprache unter anderem gestützt auf diese Berichte teilweise sogar gutge-

heissen wurde − nicht zweifelhaft sein. Durch dieses Verhalten hat die 

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Beschwerdegegnerin den beschwerdeführerischen Anspruch auf rechtli-

ches Gehör verletzt, hat doch die Verwaltung − wie vorstehend erläutert − 

spätestens im Einspracheverfahren die allgemeinen Grundsätze des 

rechtlichen Gehörs zu wahren und folglich der versicherten Person oder 

ihrem Vertreter Einsicht in die Akten zu gewähren, auf deren Grundlage 

sie den Einspracheentscheid abstützt. Diese Verletzung des rechtlichen 

Gehörs ist indes nicht als derart gravierend und nachhaltig einzustufen, 

als dass sie im Verlaufe des vorliegenden Beschwerdeverfahrens vor Ge-

richt nicht (mehr) geheilt werden könnte. "Heilung" bedeutet nach der 

Praxis des Bundesgerichtes nämlich, dass eine − nicht besonders 

schwerwiegende − Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise 

dann geheilt wird, sofern die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich 

vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, welche sowohl den Sachverhalt 

wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 127 V 431 E.3d/aa). 

Von einer Rückweisung der Sache an die Verwaltung ist sodann selbst 

bei einer gravierenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, 

wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und 

damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem Interesse 

der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht 

zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E.2.3.2, 136 V 117 E.4.2.2.2, 

133 I 201 E.2.2, 132 V 387 E.5.1; Urteil des Bundesgerichtes 

4D_111/2010 vom 19. Januar 2011 E.3.1). Vorliegend sind die Voraus-

setzungen für eine (ausnahmsweise) Heilung offenkundig erfüllt. Es wur-

de vor Verwaltungsgericht ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt, in 

dem sich die Parteien zu sämtlichen Sach- und Rechtsfragen (auch zu 

den im Einspracheverfahren von der Beschwerdegegnerin auf Antrag des 

Beschwerdeführers eingeholten Arztberichten von Dr. med. F._____ und 

Dr. med. D._____) noch einmal frei äussern konnten. Hinzu kommt, dass 

das streitberufene Gericht über eine volle/uneingeschränkte Kognitions- 

und Überprüfungsbefugnis verfügt, sodass dem Beschwerdeführer auch 

aus einem allfällig verkürzten Instanzenzug keine Rechtsnachteile er-

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wachsen können. Eine Rückweisung der ganzen Streitangelegenheit an 

die Beschwerdegegnerin zur Behebung allfälliger Formmängel würde im 

konkreten Fall daher lediglich einen formalistischen Leerlauf bedeuten 

und im Resultat zu einer unnötigen Verfahrensverzögerung führen. Der 

Beschwerdeführer verlangt vorliegend denn auch nicht die Rückweisung 

der Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur formgerechten Durch-

führung des Beweisverfahrens, sondern einen Entscheid in der Sache. Er 

beantragt lediglich die Berücksichtigung der Gehörsverletzung bei der 

Kosten- und Entschädigungsfolge. Darauf wird im Rahmen der Festle-

gung der Parteientschädigung zurückzukommen sein (vgl. nachstehend 

E.7b).

3. a) Zu prüfen bleibt die Höhe der Integritätsentschädigung. Nach Art. 24 

Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine angemessene Inte-

gritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erlei-

det. Die Integritätsentschädigung ist mit der Invalidenrente festzulegen 

oder, falls kein Rentenanspruch besteht, mit Beendigung der ärztlichen 

Behandlung zu gewähren (Art. 24 Abs. 2 UVG). Für die Bestimmung des 

Integritätsschadens sind somit die medizinischen Verhältnisse am Ende 

des Heilungsprozesses (medizinischer Endzustand) massgebend. Die In-

tegritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt, wobei 

sie den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahres-

verdienstes nicht übersteigen darf. Im Übrigen ist sie entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abzustufen (Art. 25 Abs. 1 UVG). 

b) Mit der Integritätsentschädigung soll die immaterielle Unbill entschädigt 

werden, die eine Person durch eine dauernde erhebliche Schädigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erlitten hat, die auf ei-

nen Unfall zurückzuführen ist (Art. 24 Abs. 1 UVG; vgl. FREI, Die Inte-

gritätsentschädigung nach Art. 24 und 25 des Bundesgesetzes über die 

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Unfallversicherung, Diss., Freiburg 1998, S. 80). Ein Integritätsschaden 

gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens 

mindestens in gleichem Umfang besteht. Erheblich ist er, wenn die kör-

perliche, geistige oder psychische Integrität einer versicherten Person, 

unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträch-

tigt ist (Art. 25 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Dabei wird die Schwere des Inte-

gritätsschadens nach dem medizinischen Befund beurteilt. Sie fällt bei 

identischem Befund für alle Versicherten gleich hoch aus. Die Integritäts-

entschädigung hängt folglich nicht von den besonderen Umständen des 

Einzelfalls ab. Sie ist vielmehr abstrakt und egalitär festzulegen 

(BGE 124 V 29 E.3c, 124 V 209 E.4b; RUMO-JUNGO/HOLZER, in: MU-

RER/STAUFFER [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozial-

versicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2012, S. 166). 

c) Dabei ist die Schwere des Integritätsschadens nach den Richtlinien des 

Anhangs 3 zur UVV zu bemessen (Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin hat der 

Bundesrat den Integritätsschaden für häufig vorkommende, typische 

Schäden in Form von Prozenten des maximal versicherten Verdienstes 

bestimmt. Die fraglichen, nicht abschliessenden Richtwerte hat die Be-

schwerdegegnerin weiterentwickelt, indem sie für weitere Gesundheits-

schäden Tabellen erarbeitet hat. Diese sogenannten SUVA-Tabellen stel-

len keine Rechtssätze, sondern Verwaltungsweisungen dar, die als sol-

che für das im Streitfall angerufene Versicherungsgericht nicht verbindlich 

sind. Soweit sie allerdings Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbe-

handlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie nach der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit dem Anhang 3 zur UVV verein-

bar und vom angerufenen Versicherungsgericht im Einzelfall zu beachten 

(BGE 124 V 29 E.1c, 113 V 218 E.2b). Findet sich für einen zu beurtei-

lenden Gesundheitsschaden weder im vom Bundesrat erlassenen An-

- 15 -

hang 3 zur UVV noch in den SUVA-Tabellen ein Richtwert, so ist die 

Schwere des strittigen Integritätsschadens durch den Vergleich mit den 

geregelten Fällen zu bestimmen (Ziff. 1 Abs. 2 Anhang 3 UVV; 

BGE 113 V 218 E.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 167).

d) Ob im Einzelfall ein Gesundheitsschaden vorliegt, der vom Typus her eine 

Integritätsentschädigung zu begründen vermag, hat ein medizinischer 

Sachverständiger zu beurteilen. Der Verwaltung und dem im Streitfall an-

gerufenen Gericht obliegt es alsdann, gestützt auf die ärztliche Befunder-

hebung zu beurteilen, ob eine gesundheitliche Beeinträchtigung die Er-

heblichkeitsschwelle erreicht und, bejahendenfalls, welches Ausmass die 

als erheblich einzustufende Schädigung aufweist. Dass sie sich hierfür an 

die medizinischen Angaben zu halten haben, ändert nichts daran, dass 

die Beurteilung des Integritätsschadens als Grundlage des gesetzlichen 

Leistungsanspruchs letztlich Sache der zuständigen Behörden und nicht 

der medizinischen Fachperson ist. Gelangt eine zuständige Behörde im 

Rahmen der freien Beweiswürdigung indes zur Auffassung, es lägen kei-

ne schlüssigen medizinischen Angaben zum Vorliegen eines Integritäts-

schadens vor, führt dies regelmässig zu weiteren medizinischen Sachver-

haltsabklärungen. Nur in Ausnahmefällen kann die zuständige Behörde 

die Integritätsentschädigung ohne weitere Abklärungen aufgrund der exis-

tierenden Unterlagen bemessen (vgl. SVR 2009 UV Nr. 27 S. 97; Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_826/2012 vom 28. Mai 2013 E.2.2; FREI, a.a.O., 

S. 68 ff.).

4. a) Die Beschwerdegegnerin hat die strittige Integritätsentschädigung einer-

seits aufgrund des Arztberichtes von Dr. med. F._____ vom 21. Januar 

2013 (Bg-act. 136) sowie andererseits aufgrund des kreisärztlichen Ab-

schlussuntersuchungsberichtes von Dr. med. E._____, Facharzt für Chir-

urgie FMH, vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161) festgelegt. Der Beweiswert 

dieser ärztlichen Stellungnahmen hängt nach der bundesgerichtlichen 

- 16 -

Rechtsprechung davon ab, ob sie für die strittigen Belange umfassend 

sind, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der Vorak-

ten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchten und in 

den Schlussfolgerungen zu überzeugen vermögen. Ausschlaggebend für 

den Beweiswert ärztlicher Stellungnahmen ist somit weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch dessen Bezeichnung als Bericht oder als Gut-

achten (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E1b, 112 V 30 

E.1a mit Hinweisen). Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grund-

satz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf be-

stimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. Danach haben Gutachten versicherungs-

externer Ärzte vollen Beweiswert, wenn sie die vorgenannten Anforde-

rungen erfüllen und nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit 

sprechen (BGE 125 V 353 E.3b/bb). Nur wenn die Schlüssigkeit eines 

solchen Gutachtens in wesentlichen Punkten als zweifelhaft erscheint, 

sind ergänzende Beweisvorkehren in Betracht zu ziehen und nötigenfalls 

anzuordnen (vgl. BGE 121 Ia 146 E.1c; MÜLLER, Das Verwaltungsverfah-

ren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, N. 1724). Dasselbe gilt 

grundsätzlich für Gutachten versicherungsinterner Ärzte, wie den von den 

Unfallversicherern beigezogenen Vertrauensärzten. Stützt sich die ange-

fochtene Verfügung indessen im Wesentlichen oder ausschliesslich auf 

derartige Beurteilungen, sind an die Beweiswürdigung höhere Anforde-

rungen zu stellen. Bestehen in einem solchen Fall auch nur geringe Zwei-

fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, 

erweist sich das fragliche Gutachten nicht als voll beweiskräftig und es 

sind weitere Beweiserhebungen zu veranlassen (BGE 135 V 465 E.4.4; 

Urteil des Bundesgerichtes I 142/04 vom 20. November 2007 E.3.2.1; 

MÜLLER, a.a.O., N. 1730).

- 17 -

b) Von diesen beweisrechtlichen Grundsätzen ausgehend ist nachfolgend zu 

prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dem Arztbericht von Dr. med. 

F._____ vom 21. Januar 2013 sowie insbesondere dem kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchungsbericht von Dr. med. E._____ vom 15. Mai 2013 

zu Recht vollen Beweiswert zuerkannt hat. 

Dr. med. F._____ diagnostizierte in seinem Arztbericht vom 21. Januar 
2013 unter anderem zwar eine Scapula alata rechts, führte aber aus, 
dass sich der Zustand in der Zwischenzeit (seit seinem letzten ausführli-
chen Bericht vom 24. Juli 2012) etwas verbessert habe. Insbesondere 
seien die Schmerzen in der rechten Schulter unter Physiotherapie prak-
tisch verschwunden. 

Anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 
führte der Beschwerdeführer sodann aus, dass sich die Situation unter 
physiotherapeutischer Behandlung an der rechten Schulter unterdessen 
deutlich verbessert habe. Aktuell habe er nur noch eine leichte Restsym-
ptomatik mit geringfügigen Schmerzen und Druckgefühl in der Schulter 
und der Scapula bei stärkerer Belastung. Dreimal pro Woche gehe er ins 
Fitness. Eine physiotherapeutische Behandlung werde aktuell nicht mehr 
durchgeführt. Auch sei er nicht auf die Einnahme von Medikamenten an-
gewiesen. In Ruhe sei er bezüglich der rechten Schulter beschwerdefrei.
Unter dem Titel "Beurteilung" führte der Kreisarzt Dr. med. E._____ im 
Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Mai 2013 sodann aus, dass es 
bei der heutigen kreisärztlichen Untersuchung lediglich um die Beurtei-
lung allfälliger Restfolgen im Bereiche der rechten Schulter gehe. Hier be-
stehe nur noch eine minimale Restsymptomatik bei voller Funktion und 
guter Kraftentfaltung. Eine weitere ärztliche Behandlung oder Therapie sei 
nicht notwendig. Rein bezogen auf die rechte Schulter bestehe keine 
bleibende Beeinträchtigung der körperlichen Integrität. Der Endzustand 
sei erreicht. 

c) Die vorstehend auszugsweise wiedergegebenen Arztberichte von 

Dr. med. F._____ sowie insbesondere jener von Dr. med. E._____ sind 

für die strittigen Belange, mithin die Schulterbeschwerdesymptomatik, im 

Umfang ausreichend, berücksichtigen die vom Beschwerdeführer geklag-

ten Leiden und wurden in Kenntnis der Vorakten erstellt. Zudem beruhen 

sowohl der Arztbericht von Dr. med. F._____ als auch derjenige des 

Kreisarztes Dr. med. E._____ auf einer persönlichen Untersuchung des 

Beschwerdeführers. Schliesslich leuchten sowohl der Arztbericht von 

- 18 -

Dr. med. F._____ als auch jener von Dr. med. E._____ in der Beurteilung 

der medizinischen Situation ein. In den medizinischen Akten finden sich 

zudem keine konkreten Indizien, welche auch nur geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit der erwähnten Arztberichte wecken. Den fraglichen ärztli-

chen Stellungnahmen ist demnach voller Beweiswert zuzuerkennen. 

5. Was der Beschwerdeführer dagegen einwendet, vermag − wie nachfol-

gend dargestellt − nicht zu überzeugen. 

a) Zum einen weist der Beschwerdeführer auf verschiedene ärztliche Beur-

teilungen hin, in welchen mehrfach auf die eingeschränkte Schulterbe-

weglichkeit rechts hingewiesen beziehungsweise eine Scapula alata 

rechts diagnostiziert worden sei. Die kreisärztliche Beurteilung von 

Dr. med. E._____, wonach von keiner bleibenden Beeinträchtigung der 

körperlichen Integrität im Bereich der oberen Extremität auszugehen sei, 

sei ein "Ausreisser" und stehe im Widerspruch zu den in zeitlicher Hin-

sicht vorangegangenen Befunderhebungen verschiedener Ärzte. 

Diese Ausführungen zielen ins Leere. Wie die Beschwerdegegnerin in 

ihrer Beschwerdeantwort vom 20. November 2014 zu Recht ausführt, sind 

für die Bestimmung des Integritätsschadens die medizinischen Verhält-

nisse am Ende des Heilungsprozesses (medizinischer Endzustand) 

massgebend. Sämtliche vom Beschwerdeführer erwähnten medizinischen 

Berichte (mithin die Arztberichte von Dr. med. F._____ vom 31. August 

2011 [Bg-act. 52], 18. Januar 2012 [Bg-act. 83] und 22. Februar 2013 [Bg-

act. 145], von Dr. med. G._____, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, 

vom 15. September 2011 [Bg-act. 56] und vom 13. August 2012 [Bg-

act. 115], von Dr. med. H._____, Facharzt FMH für Orthopädische Chir-

urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 9. Mai 2012 [Bg-

act. 96] sowie auch der Bericht über die Beurteilung des Integritätsscha-

dens von Dr. med. C._____, Facharzt FMH für Arbeitsmedizin und Der-

- 19 -

matologie, und Dr. med. D._____ vom 18. Juni 2012 [Bg-act. 104]) sind 

indes noch während des Heilungsprozesses und damit vor dem Erreichen 

des medizinischen Endzustands erstellt worden. Der Kreisarzt Dr. med. 

E._____ hat denn auch in seinem Arztbericht vom 23. Mai 2012 (Bg-

act. 97) zu Recht festgehalten, dass die Integritätsentschädigung aktuell 

nicht zu entscheiden sei, da der Verlauf noch abgewartet werden müsse. 

Im Bericht über die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 

2013 (Bg-act. 161) führte derselbe Dr. med. E._____ sodann aus, dass 

hinsichtlich der Situation an der rechten Schulter unterdessen der Endzu-

stand erreicht sein dürfte und die Frage einer allfälligen Integritätsent-

schädigung nun zu prüfen sei. Folglich kann aber der Beschwerdeführer 

aus den von ihm erwähnten Arztberichten nichts zu seinen Gunsten ablei-

ten, auch wenn darin mehrfach auf die eingeschränkte Schulterbeweg-

lichkeit rechts hingewiesen beziehungsweise eine Scapula alata rechts 

diagnostiziert wurde. Diese Beschwerde betrafen aber − wie gesehen − 

noch den Heilungsprozess und nicht den medizinischen Endzustand, 

weshalb sie für die Festlegung der Integritätsentschädigung nicht zu be-

achten sind. 

b) Weiter führt der Beschwerdeführer aus, er leide nach wie vor täglich an 

Schulterbeschwerden, welche trotz intensiver Eigenanstrengung mit 

mehrmaligem Fitnesstraining pro Woche seit der kreisärztlichen Ab-

schlussuntersuchung weiter zugenommen hätten. 

Diesbezüglich gilt es festzuhalten, dass seit der kreisärztlichen Ab-

schlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 durch Dr. med. E._____ keine 

anderslautenden Einschätzungen von medizinischen Fachpersonen bei 

den Akten liegen, welche Zweifel an dessen Beurteilung aufkommen las-

sen könnten. Vielmehr ergibt sich bereits aus dem Arztbericht von 

Dr. med. F._____ vom 21. Januar 2013 (Bg-act. 136), dass sich der Zu-

stand des Beschwerdeführers schon im damaligen Zeitpunkt etwas ver-

- 20 -

bessert hatte und die Schmerzen in der rechten Schulter unter Physiothe-

rapie praktisch verschwunden waren. Auch anlässlich der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 (vgl. Bg-act. 161 S. 3) führte 

der Beschwerdeführer gegenüber Dr. med. E._____ aus, dass sich die Si-

tuation an der rechten Schulter unterdessen deutlich verbessert habe und 

er aktuell nur noch eine leichte Restsymptomatik mit geringfügigen 

Schmerzen und Druckgefühl in der Schulter und der Scapula bei stärkerer 

Belastung verspüre. In Ruhe sei er bezüglich der rechten Schulter be-

schwerdefrei. Diese Aussagen bestätigte der Beschwerdeführer am 

15. Mai 2013 auch gegenüber der Sachbearbeiterin der Beschwerdegeg-

nerin (vgl. Besprechungsnotiz der Beschwerdegegnerin vom 15. Mai 2013 

[Bg-act. 159]). Den medizinischen Akten lassen sich sodann auch keine 

Hinweise entnehmen, wonach seit Erlass der angefochtenen Verfügung 

vom 4. Juli 2013 eine Zustandsverschlechterung eingetreten ist. Schliess-

lich begründete Dr. med. G._____ in seinem ärztlichen Zeugnis vom 

31. Oktober 2014 (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2) auch mit kei-

nem Wort, weshalb aus seiner Sicht eine zusätzliche orthopädische oder 

rheumatologische Abklärung erforderlich sei. Auch aus der E-Mail an 

Dr. med. F._____ vom 29. Oktober 2014 (Bf-act. 3) sowie dem vom Be-

schwerdeführer behaupteten, jedoch nicht nachgewiesenen, Telefonge-

spräch zwischen dem beschwerdeführerischen Rechtsvertreter und 

Dr. med. F._____ kann nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abge-

leitet werden. Folglich liegen vorliegend aber − mit Ausnahme der unbe-

legten beschwerdeführerischen Parteibehauptung − keinerlei Hinweise 

auf eine Zunahme der Schulterbeschwerden rechts seit der kreisärztli-

chen Abschlussuntersuchung vom 15. Mai 2013 vor. 

c) Des Weiteren rügt der Beschwerdeführer, der Kreisarzt Dr. med. E._____ 

äussere sich nicht zur längerfristigen Entwicklung der Symptomatik mit 

zunehmendem Alter des Beschwerdeführers, obwohl die voraussehbare 

- 21 -

Verschlimmerung des Integritätsschadens bei der Festsetzung der Ent-

schädigung gemäss Art. 36 Abs. 4 UVV berücksichtigt werden müsse. 

Auch diese Rüge zielt − wie nachfolgend dargestellt − ins Leere. Gemäss 

Art. 36 Abs. 4 UVV sind voraussichtliche Verschlimmerungen des Inte-

gritätsschadens bei der Bemessung der Integritätsentschädigung zwar 

angemessen zu berücksichtigen (Satz 1). Revisionen sind nur im Aus-

nahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist 

und nicht voraussehbar war (Satz 2). Eine voraussehbare Verschlimme-

rung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsentschä-

digung eine solche als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch ge-

schätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des 

Integritätsschadens genügt hingegen nicht (vgl. Urteil des Bundesgerich-

tes 8C_32/2010 vom 6. September 2010 E.2.6.2). Nicht voraussehbare 

Verschlechterungen können naturgemäss nicht im Voraus berücksichtigt 

werden. Entwickelt sich daher der Gesundheitsschaden im Rahmen der 

ursprünglichen Prognose, ist die Revision einer einmal zugesprochenen 

Integritätsentschädigung ausgeschlossen. Hingegen ist die Entschädi-

gung neu festzulegen, wenn sich der Integritätsschaden später bedeutend 

stärker als prognostiziert verschlimmert. Dem Erfordernis der angemes-

senen Entschädigung ist einzig dann Genüge getan, wenn die versicherte 

Person eine zusätzliche Kapitalabfindung erhält, die zusammen mit der 

früheren Leistung dem endgültigen Integritätsschaden entspricht (Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_885/2014 vom 17. März 2015 E.2.2.1; RKUV 

1991 Nr. U 132 S. 305, U 46/90 E.4b). Die Prognose (fallbezogene medi-

zinische Beurteilung über die voraussichtliche künftige Entwicklung einer 

Gesundheitsbeeinträchtigung im Einzelfall) ist eine Tatfrage, die anhand 

medizinischer Feststellungen zu beurteilen ist (BGE 132 V 393 E.3.2). 

Vorliegend ist eine Berücksichtigung einer voraussehbaren Verschlimme-

rung des Integritätsschadens bei der Bemessung der Integritätsentschä-

- 22 -

digung aus zwei Gründen ausgeschlossen. Zum einen ergibt sich bereits 

aus dem Wortlaut und dem Kontext von Art. 36 Abs. 4 UVV, dass voraus-

sehbare Verschlimmerungen beim Fallabschluss ohnehin nur dann an-

gemessen zu berücksichtigen sind, sofern in diesem Zeitpunkt bezie-

hungsweise im Zeitpunkt des medizinischen Endzustands bereits ein ent-

schädigungspflichtiger Integritätsschaden besteht. Dies ist vorliegend hin-

sichtlich der Schulterproblematik rechts − wie gesehen − nicht der Fall, 

führte doch Dr. med. E._____ im kreisärztlichen Abschlussuntersu-

chungsbericht vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161 S. 4) aus, dass bezogen 

auf die rechte Schulter keine bleibende Beeinträchtigung der körperlichen 

Integrität bestehe. Folglich entfällt die Anwendung von Art. 36 Abs. 4 UVV 

von vornherein. Selbst wenn man aber − entgegen der Auffassung von 

Dr. med. E._____ sowie des streitberufenen Gerichtes − davon ausginge, 

dass im Zeitpunkt des medizinischen Endzustands hinsichtlich der 

Schulterproblematik rechts ein entschädigungspflichtiger Integritätsscha-

den vorläge, wäre hier eine Berücksichtigung einer voraussehbaren Ver-

schlimmerung des Integritätsschadens bei der Bemessung der Inte-

gritätsentschädigung ausgeschlossen. Denn den bei den Akten liegenden 

medizinischen Berichten sind keinerlei Indizien auf eine voraussehbare 

Verschlimmerung des Integritätsschadens zu entnehmen. Einzig Dr. med. 

G._____ führt in seinem ärztlichen Zeugnis vom 31. Oktober 2014 (Bf-

act. 2) aus, dass damit gerechnet werden müsse, dass sich die Sympto-

matik mit fortschreitender Dauer weiter verschlechtern könnte. Wie vor-

stehend dargestellt genügt die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung 

des Integritätsschadens indes noch nicht, um eine solche bei der Bemes-

sung der Integritätsentschädigung zu berücksichtigen. Vielmehr müsste 

die voraussehbare Verschlimmerung des Integritätsschadens der bun-

desgerichtlichen Rechtsprechung zufolge zumindest als wahrscheinlich 

prognostiziert und damit auch geschätzt werden können (vgl. Urteil des 

Bundesgerichtes 8C_32/2010 vom 6. September 2010 E.2.6.2). Wie vor-

stehend dargestellt ist über die Integritätsentschädigung neu zu befinden, 

- 23 -

wenn sich der Integritätsschaden später bedeutend stärker verschlimmert 

als prognostiziert. Sollte sich die Schulterbeschwerdesymptomatik rechts 

des Beschwerdeführers somit inskünftig bedeutend verschlechtern, könn-

te der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin immer 

noch einen entsprechenden Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 

geltend machen. Die Beschwerdegegnerin hätte dann zu prüfen, ob die 

Voraussetzungen für die Zusprache einer Integritätsentschädigung erfüllt 

sind oder nicht (so die Beschwerdegegnerin auch explizit in ihrer Rechts-

schrift vom 19. Februar 2015, S. 2 Ziff. 2). 

d) Schliesslich bringt der Beschwerdeführer noch vor, es müsse zur Bemes-

sung der Integritätsentschädigung gestützt auf Art. 36 Abs. 3 UVV die ge-

samte Beeinträchtigung berücksichtigt werden, was eine medizinische 

Gesamtbeurteilung bedinge. 

Wie nachfolgen dargestellt erweist sich auch diese Rüge als unbegründet. 

Gemäss Art. 36 Abs. 3 UVV ist die Integritätsentschädigung nach der ge-

samten Beeinträchtigung festzusetzen, wenn mehrere körperliche oder 

psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zu-

sammenfallen. Von verschiedenen Integritätsschäden ist auszugehen, 

wenn sich die Beeinträchtigungen medizinisch eindeutig feststellen und in 

ihren Auswirkungen klar voneinander unterscheiden lassen. Klar unter-

scheidbare und sich gegenseitig nicht beeinflussende Integritätsschäden 

sind grundsätzlich zu addieren (SVR 2008 UV Nr. 10 S. 32, U 109/06 

E.6). Bei einer gegenseitigen Überlagerung verschiedener Beeinträchti-

gungen darf der Gesamtwert indessen nicht dazu führen, dass ein Teil 

der Beeinträchtigungen doppelt entschädigt wird. Umgekehrt kann sich 

eine Erhöhung rechtfertigen, wenn sich die verschiedenen Beeinträchti-

gungen in ihrer Wirkung verstärken (Urteil des Bundesgerichtes 

8C_826/2012 vom 28. Mai 2013 E.3.2; FREI, a.a.O., S. 45). 

- 24 -

Vorliegend besteht jedoch einzig in Bezug auf die Lungenproblematik 

eine bleibende und zu entschädigende Beeinträchtigung der körperlichen 

Integrität. Demgegenüber führt die Schulterbeschwerdesymptomatik 

rechts − wie Dr. med. E._____ im kreisärztlichen Abschlussuntersu-

chungsbericht vom 15. Mai 2013 (Bg-act. 161 S. 4) schlüssig und nach-

vollziehbar ausführt − nicht zu einer bleibenden Beeinträchtigung der kör-

perlichen Integrität. Folglich fallen vorliegend aber nicht mehrere Inte-

gritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, weshalb 

auch die Anwendung von Art. 36 Abs. 3 UVV von vornherein entfällt. Eine 

Festsetzung der Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträch-

tigung käme bloss dann in Frage, wenn hinsichtlich der Schulterbe-

schwerdesymptomatik rechts ebenfalls ein Integritätsschaden vorliegen 

würde, was vorliegend aber − wie gesehen − nicht der Fall ist. 

6. Abschliessend ist an dieser Stelle noch festzuhalten, dass die Beschwer-

degegnerin ihrer Abklärungspflicht nach Art. 43 ATSG rechtsgenüglich 

nachgekommen ist. Nachdem Dr. med. E._____ in seinem kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchungsbericht vom 15. Mai 2013 nachvollziehbar und 

schlüssig dargelegt hat, dass hinsichtlich der Beschwerdesymptomatik im 

Bereich der rechten Schulter nur noch eine minimale Restsymptomatik 

bei voller Funktion und guter Kraftentfaltung bestehe beziehungsweise 

bezogen auf die rechte Schulter keine bleibende Beeinträchtigung der 

körperlichen Integrität bestehe und sich in den medizinischen Akten über-

dies keine konkreten Indizien finden, welche auch nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit des erwähnten Arztberichtes von Dr. med. E._____ 

wecken, ist denn auch kein weiterer Abklärungsbedarf angebracht. Die 

Aktenlage ist ausreichend, um den medizinischen Sachverhalt beurteilen 

zu können. Dementsprechend kann auf weitergehende medizinische Ab-

klärungen in Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung (vgl. BGE 

134 I 140 E.5.3, 124 V 90 E.4b) verzichtet werde, zumal hiervon einer-

seits keine weiteren entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind 

- 25 -

und anderseits im Verfahren um Zusprechung oder Verweigerung von 

Sozialversicherungsleistungen rechtsprechungsgemäss kein förmlicher 

Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung besteht (vgl. BGE 

135 V 465 E.4; Urteil des Bundesgerichtes 8C_541/2012 E.4.1). Dem-

nach erweist sich auch der Eventualantrag des Beschwerdeführers, wo-

nach das streitberufene Gericht die weiteren erforderlichen medizinischen 

Abklärungen zu tätigen und anschliessend die Integritätsentschädigung 

aufgrund des Beweisergebnisses der zusätzlichen Abklärungen festzu-

setzen hat, als unbegründet.

7. a) In Würdigung der vorhandenen medizinischen Unterlagen gelangt das 

streitberufene Gericht aufgrund der vorstehenden Überlegungen zum 

Schluss, dass die Beschwerdegegnerin die beschwerdeführerische Schul-

terbeschwerdesymptomatik rechts bei der Bemessung der Integritätsent-

schädigung zu Recht nicht berücksichtigt hat. Daraus ergibt sich, dass die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer in Bezug auf die Lungen-

problematik bei einem unstrittigen Integritätsschaden von 15 % und einem 

versicherten Jahresverdienst von Fr. 126'000.-- (Art. 22 Abs. 1 UVV) eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.-- auf Basis einer Leistungsein-

busse von 15 % zu leisten hat. Der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 30. September 2014 erweist sich demnach als rechtmässig, was zu 

seiner Bestätigung und der Abweisung der dagegen erhobenen Be-

schwerde sowohl im Haupt- als auch im Eventualantrag führt. 

b) Gerichtskosten werden keine erhoben, da das kantonale Beschwerdever-

fahren gemäss Art. 61 lit. a ATSG − ausser hier nicht zutreffender Aus-

nahmen − grundsätzlich kostenlos ist. Entsprechend dem Ausgang des 

Verfahrens ist an sich keine Parteientschädigung geschuldet. Indessen ist 

die Gehörsverletzung und deren Heilung bei der Frage der Parteien-

tschädigung in gewissen Konstellationen zu berücksichtigen. Das Bun-

desgericht hat entschieden, dass es sich bei einer Verletzung des rechtli-

- 26 -

chen Gehörs durch die Verwaltung mit anschliessender Heilung im ge-

richtlichen Verfahren unter Umständen rechtfertige, der Gehörsverletzung 

durch Zusprache einer reduzierten Parteientschädigung und teilweiser 

Auferlegung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichtes (8C_738/2014 vom 15. Januar 2015 E.7, 9C_234/2008 

vom 4. August 2008 E.5.1). Eine Berücksichtigung der Gehörsverletzung 

bei der Frage der Parteientschädigung bedingt allerdings, dass der Partei 

durch die Gehörsverletzung Kosten entstehen, welche ihr ohne Gehörs-

verletzung nicht entstanden wären (Urteil des Bundesgerichtes 

8C_843/2014 vom 18. März 2015 E.11; BGE 134 I 234; SVR 2010 IV 

Nr. 51 S. 157 E.3.3). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin den be-

schwerdeführerischen Anspruch auf rechtliche Gehör − wie gesehen (vgl. 

vorstehend E.2) − zwar verletzt, indem sie im Einspracheverfahren eine 

weitere pneumologische Untersuchung des Beschwerdeführers durch 

Dr. med. F._____ erstellen und eine neuerliche Schätzung der Integrität-

seinbusse durch Dr. med. D._____ vornehmen liess, ohne die entspre-

chenden medizinischen Akten vor Erlass des angefochtenen Einspra-

cheentscheids vom 30. September 2014 dem Beschwerdeführer bezie-

hungsweise dessen Rechtsvertreter zur Einsicht und zur Stellungnahme 

zu unterbreiten. Der Beschwerdeführer weist indes nicht nach und es ist 

auch nicht ersichtlich, dass ihm wegen der − leichten und heilbaren − 

Gehörsverletzung (vgl. vorstehend E.2) zusätzliche Kosten entstanden 

sind. Insbesondere kann ausgeschlossen werden, dass sich der Be-

schwerdeführer einzig aufgrund der Gehörsverletzung zur Beschwerde 

ans Verwaltungsgericht veranlasst sah. Vielmehr ging es ihm im vorlie-

genden Beschwerdeverfahren primär um eine Erhöhung der Integritäts-

entschädigung bzw. um die Berücksichtigung der Schulterbeschwerde-

symptomatik rechts bei der Bemessung der Integritätsentschädigung. Der 

Beschwerdeführer widmet der Verletzung des rechtlichen Gehörs denn 

auch bloss wenige Zeilen seiner Beschwerdeschrift vom 1. November 

2014. Auch daraus ist ersichtlich, dass es dem Beschwerdeführer vorlie-

- 27 -

gend in erster Linie um eine Erhöhung der Integritätsentschädigung geht 

und die Verletzung des rechtlichen Gehörs lediglich einen Nebenschau-

platz bildet. Demzufolge sieht das streitberufene Gericht im vorliegenden 

Fall von der Zusprache einer Parteientschädigung infolge der Gehörsver-

letzung durch die Beschwerdegegnerin mit anschliessender Heilung im 

gerichtlichen Verfahren ab. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]