# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ccf368f-8f98-542c-bcab-7e72303051a9
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 06.02.2013 LZ120004
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ120004_2013-02-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LZ120004-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichter Dr. G. Pfister 

und Oberrichterin Dr. D. Scherrer sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

B. Demuth 

Beschluss vom 6. Februar 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch X._____ 

substituiert durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

betreffend Unterhalt   
 
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfah-
ren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 28. November 2011 (FP110024) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1.1. Mit Eingabe vom 20. Juli 2011 reichte der Kläger und Berufungskläger 

(fortan Kläger) bei der Vorinstanz eine Klage ein mit dem Begehren, es sei die 

Vaterschaft des Beklagten und Berufungsbeklagten (fortan Beklagter) festzustel-

len und es sei dieser zu verpflichten, dem Kläger ab 20. Juli 2010 bis zum Ab-

schluss einer angemessenen Ausbildung, mindestens aber bis zur Mündigkeit, 

angemessene Unterhaltsbeiträge sowie – soweit erhältlich – Kinder bzw. Ausbil-

dungszulagen zu bezahlen (Urk. 1). Mit Urteil und Verfügung vom 28. November 

2011 stellte die Vorinstanz die Vaterschaft des Beklagten fest und trat auf das 

Begehren, es sei dem Kläger ein angemessener monatlicher Unterhaltsbeitrag 

zuzusprechen, nicht ein (Urk. 17 S. 7). 

1.2. Gegen diesen Entscheid erhob der Kläger mit Eingabe vom 1. Februar 

2012 rechtzeitig Berufung mit folgenden Anträgen (Urk. 16 S. 2): 

"Die Verfügung des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 28. November 
2011 sei aufzuheben und das Bezirksgericht Dielsdorf anzuweisen, auf 
das Begehren betreffend Festlegung der Unterhaltsbeiträge einzutre-
ten. 
eventualiter sei den folgenden Anträgen stattzugeben: 
1. Der Beklagte sei zur Bezahlung angemessener monatlichen [rec-

te: monatlicher] Unterhaltsbeiträge für den Kläger ab dem 20. Juli 
2010 bis zur Vollendung einer angemessenen Ausbildung, min-
destens bis zur Mündigkeit des Klägers, zuzüglich allfälliger ge-
setzlicher oder vertraglichen [recte: vertraglicher] Kinderzulagen 
zu verpflichten. 
Die Unterhaltsbeiträge seien monatlich im Voraus zahlbar an die ge-
setzliche Vertreterin des Klägers, nach Erreichen der Volljährigkeit an 
den Kläger oder an eine von diesem ermächtigte Person. 

2. Die Unterhaltsbeiträge seien in gerichtsüblicherweise [recte: ge-
richtsüblicher Weise] zu indexieren. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklag-
ten." 

- 3 - 

Der Kläger liess zudem den folgenden prozessualen Antrag stellen (Urk. 16 S. 2): 

"Es sei dem Kläger die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren 
und ihm in der Person der Unterzeichnenden [Rechtsanwältin lic. iur. 
Y._____] eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen." 

1.3. Der Beklagte hat die ihm mit Beschluss vom 27. Februar 2012 unter Hin-

weis auf die Säumnisfolgen angesetzte Frist von 30 Tagen zur Beantwortung der 

Berufung (Urk. 21) unbenutzt verstreichen lassen. Das Verfahren ist damit andro-

hungsgemäss ohne die Berufungsantwort weiterzuführen (Art. 147 ZPO). 

2. Prozessuales 

2.1. Auf das vorliegende Verfahren kommt die Schweizerische Zivilprozessord-

nung (ZPO; LS 272) zur Anwendung. 

2.2. Die Berufung des Klägers bezieht sich auf Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung 

vom 28. November 2011. Das gleichentags gefällte Urteil wurde nicht angefoch-

ten und ist rechtskräftig geworden (vgl. Urk. 16 S. 2). 

3. Unterhalt 

3.1. Die Vorinstanz ist auf das Begehren des Klägers nicht eingetreten mit der 

Begründung, es bestehe kein Rechtsschutzinteresse eines Kindes an der gericht-

lichen Regelung des Unterhalts, solange die unverheirateten Eltern einen ge-

meinsamen Haushalt führten. Offenbar hätten die Eltern keinerlei Interesse daran, 

den Unterhaltsanspruch des Klägers zu regeln, was sich insbesondere auch darin 

zeige, dass sich weder der Beklagte noch die Mutter des Klägers – trotz mehrma-

liger Aufforderung – mit dem Jugendsekretariat resp. mit der Beiständin des Klä-

gers in Verbindung gesetzt hätten. Es bestehe keine explizite gesetzliche Vor-

schrift, wonach der von einem Elternteil zu leistende Unterhaltsbeitrag festgelegt 

werden müsse, solange die Eltern einen gemeinsamen Haushalt führten. Der Le-

bensunterhalt des Kindes werde durch das einträchtige Zusammenwirken der El-

tern erbracht. Bei einer Trennung indes würden sich ohnehin die gesamten Um-

stände ändern, was zur Folge hätte, dass ein zuvor festgelegter Unterhaltsbeitrag 

angepasst werden müsste. Es mache deshalb wenig Sinn, einen Unterhaltsbei-

- 4 - 

trag festzusetzen, der bei einer allfälligen Trennung der Eltern von vorneherein 

nicht den Verhältnissen entspreche und sogleich anzupassen sei. Ein Interesse 

des Kindes an der Festlegung von Unterhaltsbeiträgen bestehe erst, wenn sich 

die Eltern getrennt hätten und nicht mehr gemeinsam für den Unterhalt des Kin-

des aufkämen. Trete dies ein, seien die dannzumal herrschenden Verhältnisse zu 

erheben und sei ein entsprechender Unterhaltsbeitrag festzulegen (Urk. 17 S. 4 

f.). 

3.2. Zur Begründung der Berufung bringt der Kläger im Wesentlichen Folgen-

des vor: Die Weigerung des Beklagten, mit dem Jugendsekretariat zusammenzu-

arbeiten, um die Vaterschaft anzuerkennen und einen Unterhaltsvertrag abzu-

schliessen, zeige, dass er nicht gewillt sei, seinen Verpflichtungen nachzukom-

men. Sein unentschuldigtes Nichterscheinen an der Verhandlung vom 

3. November 2011 runde dieses Bild ab. Es gehe sodann bei der Festlegung des 

Unterhaltsbeitrages nicht um die Interessen der Eltern, sondern um diejenigen 

des Kindes (Urk. 16 S. 4). Die Pflicht des Beklagten, sich am Unterhalt des Klä-

gers zu beteiligen, bis dieser eine angemessene Ausbildung abgeschlossen habe, 

bestehe unabhängig davon, ob er mit der Kindsmutter zusammenlebe oder nicht 

(Urk. 16 S. 4). Aufgrund der Weigerung der Eltern des Klägers, mit der Beiständin 

zusammenzuarbeiten, hätten weder Angaben über die wirtschaftlichen Verhält-

nisse des Beklagten noch über diejenigen der Mutter des Klägers erhoben wer-

den können. Auch die Aufgabenteilung der Eltern des Klägers liege im Dunkeln. 

Alleine aufgrund des Umstandes, dass sich die Eltern des Klägers eine Wohnung 

teilen würden, könne nicht auf ein 'einträchtiges Zusammenwirken' in Bezug auf 

den Lebensunterhalt des Klägers geschlossen werden. Die fehlende Mitwirkung 

der Mutter des Klägers dürfe nicht zu seinen Lasten ausgelegt werden. Gerade 

dort, wo die Verhältnisse unklar seien, sei ein Eingreifen des Gerichts geboten zur 

Überprüfung, ob und in welchem Umfang ein Elternteil an den Unterhalt des Kin-

des beizutragen habe (Urk. 16 S. 4 f.). Die Tatsache, dass die Eltern des Klägers 

zusammenlebten, stehe der Festsetzung eines Unterhaltsbeitrages nicht entge-

gen, könne doch gemäss Art. 278 i.V.m. Art. 173 ZGB auch ein Ehegatte vom Ge-

richt verlangen, dass dieses Unterhaltsbeiträge an die Familie festsetze (Urk. 16 

S. 5). Der Beklagte sei – trotz Vorliegen eines Konkubinats mit der Mutter des 

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Klägers – nicht bereit gewesen, einen Unterhaltsvertrag abzuschliessen. Auch die 

Anerkennung der Vaterschaft habe gerichtlich durchgesetzt werden müssen. Es 

sei deshalb kaum zu erwarten, dass er nach Auflösung des Konkubinats bereit 

wäre, einen Unterhaltsvertrag abzuschliessen. Dieser Anspruch müsste gericht-

lich durchgesetzt werden und es bestünde die Gefahr, dass der Unterhalt des 

Klägers nicht lückenlos gewährleistet wäre. Die Festsetzung eines Unterhaltsbei-

trages sei deshalb notwendig, damit der Anspruch des Klägers auf Unterhalt auch 

nach Auflösung des Konkubinats der Eltern durchgesetzt und vollstreckt werden 

könne (Urk. 16 S. 6). 

3.3. Die Unterhaltspflicht der Eltern bei Bestehen eines Kindesverhältnisses 

ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz (Art. 279 ZGB). Unterhalt ist unentbehr-

lich, weshalb strenge Anforderungen an die Pflichtigen zu stellen sind. Das Kind 

ist regelmässig auf die Leistungen unbedingt angewiesen; es hat seine Bedürftig-

keit nicht selbst zu vertreten. Diese Umstände prägen die Rechtsnatur des Unter-

haltsanspruchs: Dieser ist als ganzer unverzichtbar und voraussetzungslos, d.h. 

im Prinzip unabhängig von den Verhältnissen (wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, 

häusliche Gemeinschaft und persönliche Beziehung, Innehabung der elterlichen 

Sorge oder Besuchsrecht [BGE 120 II 179 E. b]) geschuldet (BSK ZGB I – Peter 

Breitschmid, Art. 276 N 2). Die Eltern schulden Unterhalt sodann unabhängig von 

der konkreten Familiensituation: Verheiratete Eltern tragen die Kosten nach den 

Bestimmungen des Eherechts, d.h. unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen 

Leistungsfähigkeit und ihres Einsatzes bei der persönlichen Betreuung. Unverhei-

ratete Eltern tragen die Kosten nach stillschweigender oder ausdrücklicher indivi-

dueller Absprache, die sich entweder lediglich auf den Unterhalt des Kindes be-

ziehen oder in den Rahmen eines ihre Lebensgemeinschaft umfassend regelnden 

Konkubinatsvertrags eingebettet sein kann; immer setzt aber die Verbindlichkeit 

der Absprache für das unmündige Kind voraus, dass diese gerichtlich oder durch 

die Vormundschaftsbehörde genehmigt wurde (BSK ZGB I – Peter Breitschmid, 

Art. 276 N 9). 

3.4. Die Eltern des Klägers haben der Vormundschaftsbehörde keinen Unter-

haltsvertrag vorgelegt, der von dieser hätte genehmigt werden können. Auch wur-

- 6 - 

de ein solcher von keinem Gericht genehmigt. Mit anderen Worten besteht für den 

Kläger keine verbindliche Absprache betreffend seinen Unterhalt. Vor diesem Hin-

tergrund kann der Argumentation der Vorinstanz im Entscheid vom 28. November 

2011 nicht gefolgt werden. Aus dem Umstand, dass die Eltern des Klägers einen 

gemeinsamen Haushalt führen, kann nicht geschlossen werden, dass sie auch 

gemeinsam für seinen Unterhalt aufkommen, respektive, dass der Unterhalt des 

Klägers überhaupt sichergestellt ist. Zahlreiche Versuche des Jugendsekretariats 

sowie der Beiständin, mit dem Beklagten in Kontakt zu treten, führten in der Ver-

gangenheit offenbar ins Leere. Von Seiten des Beklagten hat zunächst nicht ein-

mal Interesse daran bestanden, die Vaterschaft zum Kläger festzustellen, was mit 

Urteil vom 28. November 2011 schliesslich auf gerichtlichem Weg erfolgen muss-

te (Urk. 10 = Urk. 17). Die Annahme der Vorinstanz, dass bei im Konkubinat le-

benden Eltern ohne Weiteres davon ausgegangen werden könne, dass diese sich 

einvernehmlich am Unterhalt des gemeinsamen Kindes beteiligen und diesen 

gemeinsam bestreiten, erscheint unter diesen Umständen lebensfremd. Es liegt 

vielmehr auf der Hand, dass ein Rechtsschutzinteresse des Klägers an der ge-

richtlichen Festlegung eines angemessenen Unterhaltsbeitrages gegeben ist. Ein 

von den Eltern gemeinsam geführter Haushalt reicht nicht aus, um dem Kläger 

das Rechtsschutzinteresse an der Festlegung eines Unterhaltsbeitrages abzu-

sprechen. Das bisherige Engagement des Beklagten betreffend seine Vaterschaft 

sowie den Unterhalt des Klägers lässt vielmehr ernsthafte Zweifel darüber auf-

kommen, ob er sich seiner Unterhaltspflicht genügend bewusst ist und diese auch 

wahrnimmt, was die gerichtliche Festlegung eines Unterhaltsbeitrages umso nöti-

ger erscheinen lässt. 

4. Veränderte Verhältnisse 

4.1. Der Kläger macht weiter geltend, die Verhältnisse, wie sie noch zum Zeit-

punkt des Entscheides der Vorinstanz geherrscht hätten, hätten sich in der Zwi-

schenzeit geändert. Am 19. Dezember 2011 habe die durch die Beiständin des 

Klägers für das Verfahren vor Vorinstanz bevollmächtigte Rechtsanwältin, lic. iur. 

Z._____, mit dessen Mutter telefonisch Kontakt gehabt, anlässlich welchem die 

Mutter des Klägers ausgeführt habe, der Beklagte sei bereits seit einer Woche 

- 7 - 

nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung gewesen, sie habe offene Rechnungen 

für die Krankenkasse und sich auch beim Sozialamt gemeldet (Urk. 16 S. 6). An-

lässlich eines Gesprächs mit der Mutter des Klägers am 19. Januar 2012 habe sie 

erklärt, sich vom Beklagten getrennt zu haben (Urk. 16 S. 7).  

4.2. Die Vorinstanz hat im Entscheid vom 28. November 2011 ausgeführt, bei 

einer Trennung der Eltern des Klägers wäre ein Rechtsschutzinteresse an der 

Festlegung von Unterhaltsbeiträgen gegeben (Urk. 17 S. 5). Dieser Umstand ist 

nun offenbar eingetreten, was die Ermittlung der finanziellen Verhältnisse des Be-

klagten sowie der Mutter des Klägers und die Festlegung eines Unterhaltsbeitra-

ges für diesen durch das Gericht erst recht unumgänglich macht. 

4.3. Auf das Begehren des Klägers um Festlegung eines Unterhaltsbeitrages ist 

aufgrund der vorstehenden Ausführungen somit einzutreten. Die im Recht liegen-

den Unterlagen vermögen indes keinen genügenden Aufschluss über die finanzi-

ellen Verhältnisse der Parteien zu geben, sodass durch die Berufungsinstanz kein 

Unterhaltsbeitrag für den Kläger festgelegt werden kann. Die Verfügung der Vo-

rinstanz vom 28. November 2011 betreffend das Begehren um Festlegung eines 

Unterhaltsbeitrages (Urk. 17 S. 7) ist deshalb aufzuheben und zur Abklärung der 

derzeitigen Verhältnisse und zur Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

5.1. Der Beklagte hat sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht identifiziert, 

weshalb die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens in Anwendung von Art. 107 

Abs. 2 ZPO auf die Gerichtskasse zu nehmen sind. 

5.2. Aus demselben Grund wird der Beklagte gegenüber dem Kläger nicht ent-

schädigungspflichtig. Eine Entschädigungspflicht des Staates besteht mangels 

gesetzlicher Grundlage nicht (vgl. Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-

berger, ZPO Komm., N 26 zu Art. 107 ZPO). 

- 8 - 

6. Unentgeltliche Rechtspflege 

6.1. Der Kläger stellt für das Berufungsverfahren Antrag auf Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung sowie Bestellung einer unentgeltlichen Rechts-

beiständin in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ (Urk. 16 S. 2). 

6.2. Da die Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens auf die Staatskasse zu 

nehmen sind, wird das Gesuch des Klägers diesbezüglich hinfällig. Hingegen ist 

ihm in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO Rechtsanwältin 

lic. iur. Y._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das Berufungsverfahren 

zu bestellen. 

Es wird beschlossen: 

1. Dem Kläger wird Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ als unentgeltliche Rechts-

beiständin für das Berufungsverfahren bestellt. 

2. Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Einzelgerichts o.V. am Bezirksge-

richt Dielsdorf vom 28. November 2011 in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Beschluss. 

sodann wird beschlossen: 

1. Die Verfügung des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 28. November 2011 wird 

aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägun-

gen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

4. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben. 

5. Dem Kläger wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie – unter Beilage der erst- und 

zweitinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Dielsdorf, Einzelgericht 

o.V., an letzteres mit dem Hinweis, dass nunmehr die Mitteilungen gemäss 

- 9 - 

Disp. Ziff. 5 Abs. 2 des Urteils vom 28. November 2011 zu ergehen haben, 

je gegen Empfangsschein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
über Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 6. Februar 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin 
 
 
 

lic. iur. B. Demuth 
 
 
 
versandt am: 
ss 

	Beschluss vom 6. Februar 2013
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	1.1. Mit Eingabe vom 20. Juli 2011 reichte der Kläger und Berufungskläger (fortan Kläger) bei der Vorinstanz eine Klage ein mit dem Begehren, es sei die Vaterschaft des Beklagten und Berufungsbeklagten (fortan Beklagter) festzustellen und es sei diese...
	1.2. Gegen diesen Entscheid erhob der Kläger mit Eingabe vom 1. Februar 2012 rechtzeitig Berufung mit folgenden Anträgen (Urk. 16 S. 2):
	1.3. Der Beklagte hat die ihm mit Beschluss vom 27. Februar 2012 unter Hinweis auf die Säumnisfolgen angesetzte Frist von 30 Tagen zur Beantwortung der Berufung (Urk. 21) unbenutzt verstreichen lassen. Das Verfahren ist damit androhungsgemäss ohne die...

	2. Prozessuales
	2.1. Auf das vorliegende Verfahren kommt die Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO; LS 272) zur Anwendung.
	2.2. Die Berufung des Klägers bezieht sich auf Dispositiv-Ziffer 1 der Verfügung vom 28. November 2011. Das gleichentags gefällte Urteil wurde nicht angefochten und ist rechtskräftig geworden (vgl. Urk. 16 S. 2).

	3. Unterhalt
	3.1. Die Vorinstanz ist auf das Begehren des Klägers nicht eingetreten mit der Begründung, es bestehe kein Rechtsschutzinteresse eines Kindes an der gerichtlichen Regelung des Unterhalts, solange die unverheirateten Eltern einen gemeinsamen Haushalt f...
	3.2. Zur Begründung der Berufung bringt der Kläger im Wesentlichen Folgendes vor: Die Weigerung des Beklagten, mit dem Jugendsekretariat zusammenzuarbeiten, um die Vaterschaft anzuerkennen und einen Unterhaltsvertrag abzuschliessen, zeige, dass er nic...
	3.3. Die Unterhaltspflicht der Eltern bei Bestehen eines Kindesverhältnisses ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz (Art. 279 ZGB). Unterhalt ist unentbehrlich, weshalb strenge Anforderungen an die Pflichtigen zu stellen sind. Das Kind ist regelmässig...
	3.4. Die Eltern des Klägers haben der Vormundschaftsbehörde keinen Unterhaltsvertrag vorgelegt, der von dieser hätte genehmigt werden können. Auch wurde ein solcher von keinem Gericht genehmigt. Mit anderen Worten besteht für den Kläger keine verbindl...

	4. Veränderte Verhältnisse
	4.1. Der Kläger macht weiter geltend, die Verhältnisse, wie sie noch zum Zeitpunkt des Entscheides der Vorinstanz geherrscht hätten, hätten sich in der Zwischenzeit geändert. Am 19. Dezember 2011 habe die durch die Beiständin des Klägers für das Verfa...
	4.2. Die Vorinstanz hat im Entscheid vom 28. November 2011 ausgeführt, bei einer Trennung der Eltern des Klägers wäre ein Rechtsschutzinteresse an der Festlegung von Unterhaltsbeiträgen gegeben (Urk. 17 S. 5). Dieser Umstand ist nun offenbar eingetret...
	4.3. Auf das Begehren des Klägers um Festlegung eines Unterhaltsbeitrages ist aufgrund der vorstehenden Ausführungen somit einzutreten. Die im Recht liegenden Unterlagen vermögen indes keinen genügenden Aufschluss über die finanziellen Verhältnisse de...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	5.1. Der Beklagte hat sich mit dem angefochtenen Entscheid nicht identifiziert, weshalb die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 ZPO auf die Gerichtskasse zu nehmen sind.
	5.2. Aus demselben Grund wird der Beklagte gegenüber dem Kläger nicht entschädigungspflichtig. Eine Entschädigungspflicht des Staates besteht mangels gesetzlicher Grundlage nicht (vgl. Jenny, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-berger, ZPO Komm., N 26 z...

	6. Unentgeltliche Rechtspflege
	6.1. Der Kläger stellt für das Berufungsverfahren Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsbeiständin in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ (Urk. 16 S. 2).
	6.2. Da die Gerichtskosten des vorliegenden Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen sind, wird das Gesuch des Klägers diesbezüglich hinfällig. Hingegen ist ihm in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO Rechtsanwältin lic. iur. Y.___...

	Es wird beschlossen:
	1. Dem Kläger wird Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ als unentgeltliche Rechtsbeiständin für das Berufungsverfahren bestellt.
	2. Es wird vorgemerkt, dass das Urteil des Einzelgerichts o.V. am Bezirksgericht Dielsdorf vom 28. November 2011 in Rechtskraft erwachsen ist.
	3. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Beschluss.
	sodann wird beschlossen:
	1. Die Verfügung des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 28. November 2011 wird aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.
	4. Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
	5. Dem Kläger wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie – unter Beilage der erst- und zweitinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Dielsdorf, Einzelgericht o.V., an letzteres mit dem Hinweis, dass nunmehr die Mitteilungen gemäss Disp. Ziff. 5 Abs. 2 des ...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...