# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ed38487-ccd6-53f0-bae4-76cbbe06d16c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 08.04.2014 SB130494
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130494_2014-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    

 

 
 

Geschäfts-Nr. SB130494-O/U/gs 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic.iur. Burger, 

Ersatzoberrichter lic. iur. Ernst sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. 

Hafner 

Urteil vom 8. April 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldiger und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache qualifizierte Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, II. Abteilung,  
vom 2. Juli 2013 (DG130013) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Büro B-4, vom 

29. Januar 2013 ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig  

− der mehrfach begangenen qualifizierten Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz im Sinne von aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 3 BetmG 

jeweils in Verbindung mit aArt. 19 Ziff. 2 lit a BetmG (ND 1, 2, 3, 4, 5, 6 

und 7). 

2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf 

− der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im 

Sinne von aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG in Verbindung mit aArt. 19 

Ziff. 2 lit a BetmG (HD lit. A und B) 

− der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (HD lit. C).  

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 

701 Tage durch Haft bereits erstanden sind. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

8. August 2011 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'130.– wird zur Deckung 

der Verfahrenskosten eingezogen.  

6. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 

16. Februar 2012 beschlagnahmten Gegenstände  

− 1 Armbanduhr "Breitling", Nr. … mit Zertifikat 
− 1 Mobiltelefon i-phone, IMEI-Nr. …  
− 1 Mobiltelefon Samsung, IMEI-Nr. … 

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− 1 Samsung Wave, IMEI-Nr. … 
− 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. … 
− 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. … 
− 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. … 
− 1 SIM-Kartenhalter Sunrise postpaid, Pin …, Puk … 
− 1 SIM-Kartenhalter Sunrise postpaid, Pin …, Puk … 
− 1 SIM-Kartenhalter Sunrise prepaid SIM, Pin …, Puk … 
− 1 SIM-Kartenhalter Sunrise postpaid, Pin …, Puk … 
− 1 SIM-Kartenhalter Swisscom, … 
− 1 SIM-Kartenhalter Vodafone mit Unterlagen 
− 3 Guthabenkarten Lebara Mobile 
− 1 Flash-Karte 

werden zuhanden der Gerichtskasse zur Verwertung und Verwendung des 

Erlöses zur Deckung der Verfahrenskosten eingezogen. 

7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 12'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 12'000.–   Gebühr für die Strafuntersuchung 

Fr. 18'604.–   Auslagen Untersuchung  

Fr. 1'288.–   Kosten Kantonspolizei Zürich 

Fr. 58'504.25   amtl. Verteidigungskosten 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. a) Die Auslagen der Strafuntersuchung (Fr. 18'604.–) sowie die Kosten 

der Kantonspolizei (Fr. 1'288.–) werden vollumfänglich auf die Staatskasse 

genommen. 

b) Die Gebühr für die Strafuntersuchung (Fr. 12'000.–) und die 

Entscheidgebühr (Fr. 12'000.–) werden dem Beschuldigten zu 5/6 auferlegt. 

c)  Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden im Umfang von 1/6 

definitiv und im Umfang von 5/6 einstweilen und unter dem Vorbehalt von 

Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen. 

-   4   - 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 83 S. 1 f.) 

1. Es sei festzustellen, dass das angefochtene Urteil des BG Bülach vom 

2. Juli 2013 wie folgt rechtskräftig geworden ist: 

-teilweise bezüglich der Dispositivziffer 1 (Schuldsprüche ND 2, 3, 4, 5, 

6 und 7)  

-bezüglich der Dispositivziffern 2 (Freispruch von den Vorwürfen der 

qualifizierten Widerhandlung gegen das BetmG hinsichtlich HD lit. A 

und B und Freispruch der Geldwäscherei hinsichtlich HD lit. C),  

- bezüglich Ziff. 5 (Einziehung von Bargeld),  

-Ziff. 6 (Einziehung von Gegenständen), 

-Ziff. 7 und 8 (erstinstanzliches Kostendispositiv). 

2. Die Berufung des Beschuldigten sei gutzuheissen und es seien Ziff. 1 

(teilweise, nämlich in Bezug auf ND 1) und Ziff. 3 des angefochtenen 

Urteils aufzuheben. 

3. Der Beschuldigte sei in Gutheissung seiner Berufung (auch) vom 

Angeklagten ND 1 freizusprechen. 

4. Der Beschuldigte sei in Gutheissung seiner Berufung vor allem deutlich 

milder zu bestrafen (mit einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als 7 

Jahren unter Anrechnung der bereits erstandenen Haft und des bereits 

erstandenen vorzeitigen Strafvollzugs). 

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5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu 

nehmen.  

b) Der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich:  

(Urk. 84 S. 1) 

9. Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom 2. Juli 2013 

vollumfänglich zu bestätigen. 

 
 

Das Gericht erwägt: 

I.  Prozessgeschichte und Prozessuales 

1. Mit Urteil vom 2. Juli 2013 des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, wurde der 

Beschuldigte der mehrfach begangenen qualifizierten Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz im Sinne von aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 3 BetmG jeweils in 

Verbindung mit aArt. 19 Ziff. 2 lit a BetmG (ND 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7) schuldig 

gesprochen. Freigesprochen wurde er vom Vorwurf der qualifizierten 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von aArt. 19 Ziff. 1 

Abs. 4 BetmG in Verbindung mit aArt. 19 Ziff. 2 lit a BetmG (HD lit. A und B) 

sowie der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (HD lit. C). Er 

wurde bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, unter Anrechnung von 701 Tagen 

Haft. Sodann wurde die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons 

Zürich vom 8. August 2011 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'130.– zur 

Deckung der Verfahrenskosten eingezogen. Sodann wurden verschiedene, mit 

Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 16. Februar 2012 

beschlagnahmten Gegenstände zuhanden der Gerichtskasse zur Verwertung und 

Verwendung des Erlöses zur Deckung der Verfahrenskosten eingezogen (Urk. 

76A). 

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2. Mit Eingabe vom 9. Juli 2013 meldete der amtliche Verteidiger fristgerecht die 

Berufung an (Urk. 65). Mit Schreiben vom 11. November 2013 reichte der neue 

erbetene Verteidiger innert Frist die Berufungserklärung ein (Urk. 78A). Die 

Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 17. Dezember 2013 auf 

Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

(Urk. 81).  

3. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung (Art. 402 

StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in Rechtskraft 

(Schmid, StPO Praxiskommentar, Art. 402 N 1; Art. 437 StPO). 

3.1. Der Beschuldigte beantragte in seiner Berufungserklärung in teilweiser 

Abänderung der Urteilsdispositivziffer 1 einen Freispruch betreffend 

Anklagevorwurf ND1, sowie in Abänderung von Ziffer 3 eine Freiheitstrafe von 

nicht mehr als 7 Jahren in Anrechnung der erstandenen Haft. 

3.2. Damit ist festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. 

Abteilung, vom 2. Juli 2013, bezüglich der Dispositivziffern 1 teilweise 

(Schuldspruch betr. ND2-ND7), 2 (Freisprüche betr. HD), 5 - 6 (Entscheid über 

Beschlagnahmungen und Sicherstellungen) und 7 (Kostenaufstellung) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

4. Der erbetene Verteidiger beantragte sodann noch den Beizug der vollständigen 

Akten betreffend der Mitbeschuldigten B._____, C._____, D._____ und E._____, 

um die ausgesprochenen Strafen zu vergleichen (Urk. 78 S. 2 ff.). Die 

wesentlichen Beweismittel, die die genannten Beschuldigten und deren 

Strafzumessung betreffen, sowie die entsprechenden Urteile befinden sich bereits 

bei den Akten (vgl. Urk. 2, 39, 41 und 42). Das Verfahren ist damit spruchreif.  

II.  Sachverhalt 

1. Die Anklage wirft dem Beschuldigten die Einfuhr von über 26 Kilogramm 

(reinem) Kokain im Zeitraum vom 4. Mai 2007 bis am 24. Juli 2010 vor. Betreffend 

der Anklagepunkte ND 2 - 7 zeigte sich der Beschuldigte nunmehr vor 

-   7   - 

Appellationsinstanz geständig, an der Einfuhr über den Transitbereich des 

Flughafen Zürich von rund 19 Kilogramm reinem Kokain organisatorisch beteiligt 

gewesen zu sein, wobei letztlich nur die Einfuhr von 6 Kilogramm reinem Kokain 

gelang (ND 2, 4, 6 und 7), während die restlichen 13 Kilogramm bereits im 

Flughafen beschlagnahmt wurden (ND 3 und 5). Die Tathandlungen liefen jeweils 

nach folgendem Muster ab: Der Beschuldigte beauftragte eine im Transitbereich 

des Flughafens mit entsprechenden Zugangsberechtigung beschäftige 

befreundete Person (sog. Schleuser) mit der Übernahme der (im Reisegepäck 

versteckten) Drogen, die von - aus der dominikanischen Republik eingereisten -

Drogenkurieren in den Transitbereich verbracht wurden. Diese von den 

Transitmitarbeitern übernommenen und nach draussen geschmuggelten Drogen 

wurden dann ausserhalb des Flughafens vom Beschuldigten in Empfang 

genommen. 

2. Wie bereits erwähnt, bestreitet der Beschuldigte nunmehr nur noch den 

Anklagevorwurf gemäss ND 1. Danach landete am 4. Mai 2007 – vom 

Beschuldigten erwartet – die Drogenkurierin F._____ von Mexico kommend mit 

9,057 Kilo Kokaingemisch (enthaltend 7,658 Kilo reines Kokainhydrochlorid) im 

Gepäck auf dem Flughafen Zürich-Kloten. Die mit dem Beschuldigten befreundete 

Flughafenmitarbeiterin B._____ übernahm das Kokain im Transitbereich. Sie 

sollte es aus dem Flughafen schmuggeln und zum Beschuldigten bringen, wurde 

aber noch im Transitbereich des Flughafens verhaftet. 

3. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass sich der Sachverhalt gemäss ND 1 

erstellen lässt, und somit der Beschuldigte über die von ihm geleitete Schleuserin 

B._____ in den Besitz von 9.057 Kilogramm Kokaingemisch gelangen sollte, die 

ihr von der Drogenkurierin F._____ im Transitbereich zuvor übergeben worden 

waren (Urk. 76A S. 9 ff.). 

4. Der Beschuldigte beantragt hingegen einen vollumfänglichen Freispruch 

betreffend ND 1. Es ist nachfolgend zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel 

genügen, um den vom Beschuldigten bestrittenen Sachverhalt rechtsgenügend zu 

erstellen. 

-   8   - 

5.1. Die Vorinstanz hat ausführliche und zutreffende Ausführungen zu den 

Grundsätzen und Regeln der Beweiswürdigung gemacht, worauf vollumfänglich 

verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 76 S. 5 ff.). Auch zur 

Glaubwürdigkeit der befragten Personen sowie der Verwertbarkeit von deren 

Aussagen hat die Vorinstanz umfassende und zutreffende Ausführungen 

gemacht, auf welche vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 76A Erw. 

III.3.1. und 3.2.ff.). 

5.2. Der eingeklagte Sachverhalt beruht nebst den Aussagen des Beschuldigten 

insbesondere auf den Aussagen von B._____, welche im vorinstanzlichen Urteil 

ausführlich und zutreffend wiedergegeben wurden. Um unnötige Wiederholungen 

zu vermeiden, ist auf die entsprechenden Ausführungen in den vorinstanzlichen 

Erwägungen zu verweisen (Art. 82 Abs. 4 StPO; Urk. 76A Erw. III.4.3. [B._____] 

sowie 4.4. [Beschuldigter]). Ebenso hat die Vorinstanz die Erkenntnisse der 

rückwirkenden Teilnehmeridentifikation (RTI) vom 5. Mai 2007 zutreffend 

aufgeführt (Urk. 76A Erw. III.4.5). Zusammenfassend und teilweise ergänzend 

kann Folgendes festgehalten werden: 

5.2.1. Unbestritten am Sachverhalt ist der Drogenimport von 9.057 Kilogramm 

Kokaingemisch (enthaltend 7,658 Kilo reines Kokainhydrochlorid) durch die 

Kurierin F._____ aus Cancun, Mexiko, und die Übernahme dieser Drogen im 

Transitbereich durch die Schleuserin B._____, sowie deren Versuch, diese aus 

dem Transitbereich zu schleusen. Bestritten ist die Beteiligung des Beschuldigten 

an dieser Einfuhr. B._____, die sich betreffend ihrer Tathandlungen geständig 

zeigte, behauptete in ihrem Verfahren, den Auftrag von einem unbekannten Mann 

erhalten zu haben. 

Als Beweismittel zur Erstellung des Sachverhaltes stehen nebst den Aussagen 

des Beschuldigten die Aussagen von B._____, die Aufzeichnungen über die 

rückwirkende telefonische Teilnehmeridentifikation (RTI) sowie der 

Wahrnehmungsbericht der Kantonspolizei zur Verfügung.  

5.2.2. Die Schleuserin B._____ war mit dem Beschuldigten seit dem Jahr 2006 

intim befreundet (Urk. 12/2 S. 2). Sie wurde am 4. Mai 2007 beim Versuch 

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verhaftet, einen Teil des zuvor von F._____ übernommenen Kokains aus dem 

Transitbereich zu schmuggeln. Sie bestritt als Beschuldigte in ihrem 

Strafverfahren vehement eine Beteiligung des Beschuldigten A._____ an der 

fraglichen Drogeneinfuhr. Vielmehr sei ein unbekannter Mann zu ihr an den 

Schalter an ihren Arbeitsplatz beim …-Schalter im Terminal … gekommen und 

habe sie gefragt, ob sie etwas für ihn gegen ein Entgelt über den Zoll schmuggeln 

könne (Urk. 3/9/8/1 S. 6 ff.; Urk. 3/9/8/11 S. 3). An dieser Version hielt sie nach 

rechtskräftiger Verurteilung auch als Auskunftsperson bei der Polizei bzw. Zeugin 

in vorliegendem Strafverfahren fest (Urk. 12/1 S. 14; 12/2 S. 3 ff.). Sie wich auch 

nicht davon ab, als ihr vom einvernehmenden Staatsanwalt die Anhandnahme 

eines Verfahrens wegen falschem Zeugnis in Aussicht gestellt wurde, falls sie 

nicht die Wahrheit bezüglich der Rolle des Beschuldigten sage (Urk. 12/2 S. 8).  

Der amtliche Verteidiger rügte in diesem Zusammenhang den massiven Druck, 

der während der Befragung auf die Zeugin B._____ ausgeübt worden sei. Dies 

habe die Unverwertbarkeit der Aussagen zur Folge (Urk. 63 S. 9 und S. 2). Dieser 

Ansicht kann nicht gefolgt werden. Der Staatsanwalt hat damit nur auf im Gesetz 

vorgesehenen Rechtsfolgen von Falschaussagen hingewiesen. Die Zeugin ist 

trotz dieser mit Nachdruck vorgebrachten Hinweisen von ihrer Darstellung nicht 

abgewichen. Dennoch geben gewisse Aussagen in diesem Zusammenhang zu 

Irritationen Anlass, so dass nicht ohne Weiteres ihre Aussagen zum Nennwert 

genommen werden können. 

Ihre Aussagen legen vielmehr den Schluss nahe, dass sie anlässlich der 

Einvernahme unter grossen (psychischem) Druck zufolge der Anwesenheit des 

Beschuldigten gestanden ist ("Bin ich verpflichtet, das vor ihm (dem anwesenden 

Beschuldigten) auszusagen?"; "Und wenn ich Angst um mein Leben habe?" 

(Urk. 12/2 S. 9). Sie wolle einfach nicht mehr ins Gefängnis (Urk. 12/2 S. 9). Dass 

diese Angst vor dem Beschuldigten nicht unbegründet ist, zeigt sich auch bei den 

Aussagen der Schleuserin C._____ in ihrem Verfahren (Urk. 13/4 S. 10), welche 

zunächst aus Angst vor ihm nicht bereit war, ihn auf einem Fotobogen zu 

bezeichnen, obwohl sie ihn eigenen Aussagen gemäss anhand von Fotos 

wiedererkannt hätte. Damit erscheint diese Angst von B._____ nicht unbegründet, 

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weshalb dieses Motiv, den Beschuldigten nicht zu belasten, durchaus glaubhaft 

erscheint. Auch wurde sie vier Tage vor der Einvernahme von einer Nichte des 

Beschuldigten telefonisch kontaktiert, obwohl zwischen ihr und dem 

Beschuldigten keine Beziehung mehr bestehe (Urk. 12/2 S. 7). Vieldeutig ist auch 

ihre Aussage zur Rolle des Beschuldigten, dass sie nur wisse, dass er nichts 

damit zu tun gehabt habe. Es könne aber sein, dass sie damals nicht gewusst 

habe, dass er nichts damit zu tun habe. Sie habe eine Affäre mit ihm gehabt und 

er sei verheiratet gewesen. Sie habe "nicht tiefer" gewusst, was er sonst gemacht 

habe (Urk. 12/2 S. 8). Ihrem Aussagedilemma versucht sie, nach erneutem 

Hinweis auf eine wahrscheinliche Eröffnung einer Strafuntersuchung zufolge 

falschen Zeugnisses bei Unterzeichnung des Einvernahmeprotokolls, damit zu 

entrinnen, dass sie erwägt, die Unterschrift zu verweigern (Urk.12/2 S. 7). Dies 

sind deutliche Indizien, dass sie sich nicht in der Lage sah, zur Rolle des 

Beschuldigten Aussagen zu machen.  

5.2.3. Die Aussagen von B._____ sind indessen auch inhaltlich bezogen auf die 

Rolle des unbekannten Dritten nicht nachvollziehbar. Sie beschreibt ihn bereits in 

ihrer ersten Einvernahme bei der Polizei zwar ziemlich detailliert ("etwas braune 

Hautfarbe, grau-weisse kurze Haare, ca. 45jährig und 1.75 Meter gross, blaue 

Jeans, kariertes Hemd, Deutsch mit französischem Akzent"), was auf eine reale 

Person schliessen lässt. Der Verteidiger lässt vorbringen, die genaue 

Beschreibung des Unbekannten durch B._____ sowie ihr Antrag auf Auswertung 

von Videobändern der Überwachungskamera ihres Arbeitsplatzes belege sodann 

den Wahrheitsgehalt dieser Aussage (Urk. 63 S. 13). Indessen bedeutet dies 

mitnichten, dass diese Person, die vermutlich am Schalter erschienen ist und mit 

B._____ gesprochen hat, mit dem Drogenhandel zu tun haben soll. Nicht 

nachvollziehbar ist nämlich, weshalb ein ihr völlig unbekannter Mann diese höchst 

risikoreiche und vertrauenserheischende Arbeit hätte anvertrauen sollen. Für 

solche Schleuserdienste werden nicht unbeteiligte Dritte einbezogen. Es 

bestünde keine Gewähr für die Zuverlässigkeit der Person. Immerhin ging es um 

einen (konservativ) geschätzten Handelswert von deutlich über Fr. 700'000.–. 

Vielmehr hätte die grosse Gefahr bestanden, dass die angefragte Person die 

Polizei informiert hätte. Dass sie mit ihrer Aussage eine Drittperson hätte 

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schützen wollen, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht von der Verteidigung 

geltend gemacht.  

5.2.4. Ein weiteres Beweismittel stellt die rückwirkende Teilnehmeridentifikation 

(RTI) der Mobiltelefonverbindungen dar. Diese wurde für die 

Mobiltelefonnummern von B._____ (… und …) und des Beschuldigten (… und …) 

durchgeführt. Für die Zeitspanne vom 8. Dezember 2006 bis 7. Mai 2007 ergeben 

sich folgende Erkenntnisse: Die häufigsten Kontakte zwischen den Beiden 

erfolgten über die Nummer B._____ (…) mit den beiden Nummern des 

Beschuldigten (… und …). Gemäss Beilage 6 und 7 ergeben sich für die Periode 

vom 8. Dezember 2006 bis 5. Mai 2007 mit einem kurzen Unterbruch vom 22. 

Dezember 2006 bis 12. Januar 2007 regelmässige tägliche Kontakte in einer 

Bandbreite zwischen 15 und 50 Verbindungen, mit Spitzen an fünf Tagen mit über 

60 Verbindungen. Am 4. Mai 2007 wurden 69 Kontakte registriert. Unter Abzug 

der SMS-Lesebestätigungen (Kürzel SR, Urk. 3/5) verbleiben immerhin noch 51 

Verbindungen. Auffällig ist dabei die Konzentration in der Zeitspanne nach der 

Landung der Drogenkurierin (um 09:51 Uhr) und der Verhaftung von B._____ (14: 

31 Uhr). Danach liessen sich noch drei SMS-Nachrichten und 14 Anrufversuche 

(bis um 16:23 Uhr) des Beschuldigten feststellen (Urk. 3/9/8/19 Beil. 1a und 1b). 

In der vorerwähnten Zeitspanne erfolgten 38 Kontakte, teils innert Minutentakt 

(vgl. dazu Auflistung ein Urk. 12/2 S. 4-6). Dabei hat B._____ vom Beschuldigten 

17 Anrufe entgegengenommen und 9 Mal den Beschuldigten angerufen (Urk. 

3/9/8/10 Beil. act. 1a-g). Der Beschuldigte hat sodann 9 SMS an B._____ und 

B._____ hat 5 SMS an den Beschuldigten gesendet (Urk. 12/2 und Urk.10/27 

Beil. 11 bis 11.4).  

Diese gehäuften Telefonkontakte mit dem Beschuldigten in der Zeit zwischen der 

Landung der Drogenkurierin in Zürich um 09:50 Uhr und ihrer Verhaftung um 

14:45 Uhr, die teilweise im Minutentakt erfolgten, begründete sie – wenn 

überhaupt ("Ich sage gar nichts dazu" [Urk. 12/2 S. 6]) – wenig plausibel damit, 

dass sie sich in jener Zeit "mega gern" gehabt hätten (Urk. 12/2 S. 6). Sodann sei 

dies sicher nicht der einzige Tag mit einer solchen Häufung von Telefonkontakten 

gewesen (Urk. 12/2 S. 8).  

-   12   - 

5.2.5. Wird diesen Mobiltelefonkontakten noch der Ablauf der Geschehnisse 

gemäss Wahrnehmungsbericht über die Drogeneinfuhr vom 4. Mai 2007 (Urk. 
3/7) unterlegt, so verlieren die Aussagen von B._____ (aber auch des 

Beschuldigten, vgl. unten) vollends ihre Glaubhaftigkeit. Der erste Kontakt 

zwischen der Drogenkurierin und B._____ fand um 11:19 Uhr statt, während die 

eigentliche Drogenübergabe um 12:27 Uhr erfolgte. Um 11:55 Uhr befanden sich 

Beide im Damen-WC in einer Kabine, zwecks Umpacken der Drogen in die 

mitgebrachte Tasche der Drogenkurierin (vgl. dazu Aussagen von B._____, Urk. 

3/9/8 /5 S. 6). Auch in dieser Zeit werden SMS und kurze Gespräche geführt, die 

mehrheitlich vom Beschuldigten ausgehen (Urk. 12/2 S. 5). Insbesondere fällt auf, 

dass kurz nach Übernahme des Kokains um 12:27 Uhr (Urk. 3/7 S. 4) zwei 

Gespräche zwischen dem Beschuldigten und B._____ stattfanden (Urk. 10/27 

Beil. 11.3). Der Beschuldigte war somit die erste Person, die mit der Schleuserin, 

nach dem sie das Kokain erhalten hat, gesprochen hat. Im Übrigen verfängt auch 

die Erklärung des Beschuldigten nicht, er habe von B._____ keine Antwort 

erhalten und sie habe keine Anrufe entgegengenommen, weswegen er so oft 

Kontakt mit ihr aufgenommen habe (Urk. 10/27 Antwort 69). Dieser mehrheitlich 

vom Beschuldigten ausgehende Telefonkontakt widerspricht auch der Ansicht des 

amtlichen Verteidigers, dass B._____ nur zufolge ihrer Nervosität wegen ihrer 

Schleusertätigkeit dem – unbeteiligten Beschuldigten – so oft telefoniert habe 

(Urk. 63 S. 11). Auffällig ist sodann auch das SMS von B._____ an den 

Beschuldigten um 14.31 Uhr, just bevor sie die Drogen aus dem Transit 

schmuggeln wollte. Dies ist ebenfalls ein starkes Indiz, dass sie damit dem 

Beschuldigten ihr Kommen (mit den Drogen) ankündigte.  

5.2.6. Der Umstand, dass am 4. Mai 2007 noch insgesamt zwei Anrufe von 

unbekannten Nummern an B._____ registriert worden sind (vgl. Urk. 10/27 Beil. 9; 

um 10:01:38: Dauer 7 Sekunden; um 15:49:36: Dauer 6 Sekunden) sowie zwei 

SMS um 15:17 Uhr und B._____ noch um 12:44:46 selbst einen Anruf an eine 

unbekannte Person getätigt hat (Dauer 6 Sekunden) vermag die Indizien der 

anderen Anrufe nicht zu entkräften.  

-   13   - 

5.3. Auch die Aussagen des Beschuldigten zu dieser augenscheinlichen Häufung 
der Kontakte wirken unbeholfen. Sie sei zu jenem Zeitpunkt seine Freundin 

gewesen, sie seien sehr verliebt gewesen und hätten sich immer viele SMS 

geschickt und sich oft angerufen. Das sei aber nicht nur an jenem Tag, sondern 

immer so gewesen (Urk. 10/28 S. 2). Er habe nichts mit dem Drogenhandel der 

Freundin zu tun und wisse darüber nichts. Was an diesem Tag geschehen sei, 

darüber wisse er nichts. Er habe an diesem Morgen gearbeitet und seine Arbeit 

um 14:30 Uhr beendet gehabt. Er wisse nicht, weshalb ihm B._____ um 14:30 

Uhr, kurz vor ihrer Verhaftung, noch ein SMS geschrieben habe. Warum solle er 

über all dies informiert gewesen sein, bloss weil sie seine Freundin gewesen sei 

(Urk. 10/27 S. 11). Diese Ausführungen vermögen die Indizienkraft dieser 

Kontakte nicht zu schwächen. 

5.4. Der amtliche Verteidiger liess sodann ausführen, dass gegen die Beteiligung 

des Beschuldigten an dieser Einfuhr spreche, dass der Beschuldigte kein 

spanisch spreche und keinerlei Beziehungen zu Lateinamerika habe. Sodann sei 

die Drogenkurierin aus Cancun in Mexiko gekommen und ihren Angaben gemäss 

sei ein gewisser G._____ aus Amsterdam der Auftraggeber des Drogentransports 

gewesen. Dies sei ein Geschäft unter Latinos gewesen. Dieser offensichtlich 

lateinamerikanische Hintergrund des Drogentransportes mache es absolut 

unwahrscheinlich, dass ein aus Nigeria stammender Schwarzafrikaner in die 

Sache verwickelt gewesen sei (Urk. 63 S. 10). Dem ist entgegenzuhalten, dass 

auch im internationalen Drogenhandel die Arbeitsteilung nationenübergreifend ist 

und das Kokain naturgemäss aus Südamerika stammt, was nicht dagegen 

spricht, dass die Besteller bzw. Adressaten der Kokainlieferung aus 

Schwarzafrika stammen können. Abgesehen davon entspricht dieses 

Beziehungsmuster genau den weiteren Anklagepunkten ND 2 bis ND 7.  

Gemäss Aussagen von B._____ soll sie die Telefonnummer der Drogenkurierin 

von diesem Unbekannten erhalten haben (Urk. 3/9/8/3 Antwort 76). Nach Ansicht 

der Verteidigung entspreche dies eindeutig nicht dem Vorgehen in allen anderen 

Fällen, die dem Beschuldigten zur Last gelegt würden. Dort werde eben gerade 

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geltend gemacht, es habe einen Vermittler gebraucht, damit Schleuser und Kurier 

nie direkt miteinander in Kontakt treten müssten (Urk. 63 S. 13 f.).  

5.5. Eine gesamthafte Würdigung dieser Beweismittel führt zu folgendem 

Ergebnis: Zum einen hat die Schleuserin B._____ als Zeugin unter der 

Strafdrohung von Art. 307 StGB bestritten, dass der Beschuldigte an dieser 

Drogeneinfuhr beteiligt war. Sie hielt an dieser Aussage trotz Einleitung eines 

Verfahrens wegen falscher Zeugenaussage fest. Dies könnte deshalb als 

besonders glaubhafte Aussage gelten. Eine solche Interpretation verbietet sich 

indessen nach einer vertieften Analyse ihrer Aussagen, die – wie die Vorinstanz 

ebenfalls zu Recht festgehalten hat (Urk. 76A S. 14 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO) – 

betreffend den Auftraggeber für die Schleusung widersprüchlich, nicht 

nachvollziehbar und lebensfremd sind.  

Dass somit erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen der 

Schleuserin B._____ und des Beschuldigten bestehen, ändert aber nichts daran, 

dass keine positiven Beweise vorliegen, die den Beschuldigten belasten. Weder 

B._____ noch F._____ sagten aus, der Beschuldigte sei am Drogentransport 

beteiligt gewesen. Wie die Verteidigung zutreffend anführt (Urk. 83 S. 5), ist der 

Inhalt der Gespräche und der SMS am fraglichen Tag völlig unbekannt. Es kann 

auch nicht von der Hand gewiesen werden, dass die hohe Anzahl der 

Telefonkontakte für den Drogentransport nicht notwendig, sondern beim 

Umpacken der Drogen im Flughafen wohl eher hinderlich war. Zudem zeigt die 

Auswertung der Telefondaten, dass zwischen B._____ und dem Beschuldigten 

auch an anderen Tagen reger Telefonkontakt bestand (vgl. Urk. 10/27 Anhang). 

Die Häufigkeit der Telefonkontakte am 4. Mai 2007 kann daher auch anders, zum 

Beispiel durch Verliebtheit, erklärt werden. Unter diesen Umständen verbleiben 

erhebliche und unüberwindliche Zweifel daran, dass der Beschuldigte B._____ 

während des Drogentransports am 4. Mai 2007 instruierte und überwachte oder 

diesen Transport organisiert hatte.  

5.6. Der Sachverhalt gemäss ND1 der Anklageschrift ist somit nicht erstellt und 

der Beschuldigte vom entsprechenden Vorwurf der qualifizierten Widerhandlung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz mit Bezug auf ND 1 freizusprechen. 

-   15   - 

 

III.  Rechtliche Würdigung 

Die von der Vorinstanz vorgenommene rechtliche Würdigung ist zutreffend 

(Urk. 76A S. 58-66) und wurde von der Verteidigung nicht in Frage gestellt. Im 

Umfang der ND2 bis ND7 ist sie mangels Anfechtung, wie eingangs erwähnt, 

bereits in Rechtskraft erwachsen.  

 

IV.  Strafzumessung 

1. Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt abgesteckt und die gesetzlichen 

Zumessungsregeln zutreffend aufgeführt (Urk. 50 S. 34-36). 

2. Gemäss Art. 47 StGB ist die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu 

bemessen. Es wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 

betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen der straffälligen Person sowie danach bestimmt, wie 

weit sie nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 

Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Mit zu 

berücksichtigen sind aber auch das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 

sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben der Beschuldigten. 

3. Im Bereich des Betäubungsmittelstrafrechts ist sodann zu berücksichtigen, 
dass der Drogenmenge und der daraus resultierenden Gefährdung bei der 

Bemessung der Strafe keine vorrangige Rolle zukommen darf (BGE 118 IV 342 

ff.; 121 IV 206). Es wäre verfehlt, im Sinne eines Tarifs überwiegend oder gar 

allein auf dieses Kriterium abzustellen. Falsch wäre aber auch die Annahme, 

diesem Strafzumessungselement, komme eine völlig untergeordnete oder gar 

keine Bedeutung zu. Es ist nicht nebensächlich, ob jemand mit zwanzig oder 

zweihundert Gramm einer gefährlichen Droge handelt. Die genaue 

-   16   - 

Betäubungsmittelmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad werden umso 

weniger wichtig, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. a 

BetmG überschritten ist (BGE 121 IV 193). 

Die objektive Tatschwere bestimmt sich bei Drogendelikten neben der erwähnten 

eher sekundären Bedeutung der Drogenmenge (BGE 121 IV 202) und der daraus 

folgenden Gesundheitsgefährdung namentlich nach der Art und Weise der 

Tatbegehung, der Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und den 

Beweggründen (BGE 118 IV 348). Massgebend sind dabei unter anderem die 

Häufigkeit und Dauer der deliktischen Handlungen, die aufgewendete persönliche 

Energie, das gezeigte kriminelle Engagement, sowie die Grösse der erzielten 

oder angestrebten Gewinne.  

In der jüngeren Rechtsprechung des Bundesgerichts spielt zunehmend die 

hierarchische Stellung des Täters eine entscheidende Rolle (vgl. dazu 

Eugster/Frischknecht, AJP 2014 S. 327, Strafzumessung im 

Betäubungsmittelhandel). 

Zu beachten ist sodann, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

Präventionszwecke bei der Strafzumessung bis zum Ausgleich des verschuldeten 

Unrechts berücksichtigt werden dürfen (BGE 118 IV 342). 

4. Vorliegend hat der Beschuldigte mehrfach ein Verbrechen gegen das 

Betäubungsmittelgesetz begangen. Es ist indessen keine Gesamtstrafe nach Art. 

49 Abs. 1 StGB zu bilden, da hier eine isolierte Betrachtung und rechtliche 

Bewertung einzelner Tathandlungen nicht angezeigt ist. Zwar erstrecken sich die 

Tathandlungen über eine längere Zeitspanne vom September 2008 bis Juli 2010; 

indessen weisen sie identische Handlungsmuster innerhalb eines 

gleichbleibenden organisatorischen Rahmens auf, weshalb eine 

Gesamtbewertung vorzunehmen ist. Der mehrfachen Tatbegehung ist innerhalb 

der Bewertung der Tatkomponente Rechnung zu tragen. 

5.1. Was nun die objektive Tatkomponente angeht, so ist zunächst die 

hierarchische Stellung des Beschuldigten zu würdigen. Er war der regionale 

-   17   - 

Koordinator einer international tätigen Drogenbande und für die reibungslose 

Einfuhr der Drogen besorgt. Dazu baute er eine entsprechende Struktur mit 

Schleusern auf, koordinierte die Treffen der Drogenkuriere mit den Schleusern 

und übernahm nach der Einfuhr die Drogen in Besitz. Zu seinen Aufgaben 

gehörte auch die Entlohnung der Schleuser mit zum Teil erheblichen 

Geldbeträgen (bis zu Fr. 10'000.–). Bei den jeweiligen Einfuhren stand er in 

engem Kontakt mit den Schleusern und erteilte situativ auch weitere 

Anweisungen. Er schreckte dabei auch nicht zurück, Druck auf die Schleuser 

auszuüben, wenn diesen das Risiko einer Schleusung zu gross erschien, sei es 

wegen der Menge bzw. Grösse der zu schleusenden Koffer und/oder der Gefahr 

einer Kontrolle (vgl. z.B. Aussagen von C._____, Urk. 13/3 S. 7 f., wobei er 

teilweise auch drohte, bei Nichtbefolgen seiner Anweisungen ihre Familie in Afrika 

ausfindig zu machen). Diese Funktion des Beschuldigten innerhalb des 

organisierten Drogenhandels zeichnet sich einerseits durch eine 

Vertrauensposition aus, da er für die Einfuhr und Übernahme erheblicher Mengen 

Drogen (hochprozentiges Kokain im Mehrkilobereich) zuständig war, seine 

Tathandlungen vorwiegend im Hintergrund standen und er selbständig 

organisatorische Aufgaben (Anwerben der Schleuser) und ihnen gegenüber 

weisungsbefugt war. Unklar ist indessen, wie weit er an der strategischen 

Ausrichtung der Organisation mitbestimmen konnte und wie hoch seine finanzielle 

Entschädigung ausgefallen ist. Dass er in nicht völlig frei über die Entschädigung 

der Schleuser bestimmen konnte, wird durch Äusserungen der Schleuserin 

C._____ indiziert: Als sie ein höheres Entgelt für ihre Schleuserdienste verlangte, 

habe er ihr erklärt, die Drogen würden nicht ihm gehören und er könne nicht mehr 

bezahlen (Urk. 13/2 S. 9). Er ist wohl einer mittleren Hierarchiestufe 

(Hierarchiestufe 3 nach Eugster/Frischknecht, AJP 2014 S. 327) zuzuordnen. 

Gegen eine höhere Einstufung spricht der Umstand, dass er direkten Kontakt mit 

den Drogen hatte (bei der Übernahme) und durch telefonischen Kontakt mit den 

Frontleuten (Schleuser, Kurier) einem gewissen Risiko ausgesetzt war.  

Verschuldenserhöhend kommt hinzu, dass er über eine längere Zeit gehandelt 

und die Einfuhr einer erheblichen Menge von insgesamt über 19 kg reinem 

Kokain ermöglichen wollte. Dass davon knapp 13 kg durch Verhaftung der Kuriere 

-   18   - 

bzw. Schleuser nicht in den Handel gelangt sind, vermag ihn verschuldensmässig 

nicht zu entlasten, da er alles für das Gelingen der Einfuhr unternommen hatte.  

Insgesamt ist von einem mittleren bis erheblichem objektiven Tatverschulden 

auszugehen. 

5.2. Beim subjektiven Tatverschulden fällt die rein finanzielle Motivation ins 

Gewicht, da der Beschuldigte selbst nicht drogensüchtig ist. Auch wenn nicht 

bekannt ist, wie gross der Profit aus seiner Drogenhandelstätigkeit war, so kann 

aufgrund der Entlohnung der Schleuser auf eine grosses Entgelt geschlossen 

werden, das indessen wohl durch die Beschlagnahmung eines Teils der Drogen 

etwas tiefer als erwartet ausgefallen ist. Der Beschuldigte zeigte indessen wenig 

Skrupel, unbeirrt mit der kriminellen Tätigkeit fortzufahren, auch wenn Kuriere und 

/oder Schleuser verhaftet wurden. Wie bereits erwähnt, schreckte er auch nicht 

davor zurück, erheblichen Druck bis hin zu Drohungen auf die Schleuser 

auszuüben, um zu seinem Profit zu gelangen. Es bestand für ihn auch keine 

Veranlassung, dem Drogenhandel nachzugehen, hatte er doch die C-

Niederlassung und ging er einer regelmässigen beruflichen Tätigkeit nach. Das 

subjektive Verschulden vermag das objektive Verschulden nicht zu relativieren. 

5.3. Insgesamt ist von einer Einsatzstrafe von 9 Jahren auszugehen. 

6. Was die Täterkomponente angeht, so ist Folgendes festzuhalten: 

6.1. Der Beschuldigte wurde am tt.mm.1978 in Nigeria geboren und wuchs 

zusammen mit 8 Geschwister bei den Eltern in Nigeria auf. Er besuchte während 

sechs Jahren die Primar- und während drei Jahren die Sekundarschule. Er hat 

keinen Beruf erlernt. In Lagos arbeitete er während zwei bis drei Jahren im 

Bereich Autoteile. Von 1999 bis 2001 war er in Wien, wo er unter falschem 

Namen und falscher Nationalität einen Asylantrag gestellt hat. Danach kam er im 

Jahre 2001 in die Schweiz und beantragte ebenfalls Asyl. Am tt. Juni 2002 

heiratete er in Nigeria H._____, welche er zuvor in der Schweiz kennengelernt 

hatte. Am 7. April 2003 kehrte er dann im Rahmen des Familiennachzugs in die 

Schweiz zurück und fand in Zürich für sechs Monate in einem Restaurant Arbeit 

als Küchengehilfe. Von 2005 bis 2008 war er Küchengehilfe im Restaurant "…" 

-   19   - 

am …. Nach seiner Entlassung arbeitete er 2009 oder 2010 als Lagermitarbeiter 

bei der Firma I._____ in … und erzielte ein Einkommen von mindestens 

Fr. 2'500.-- monatlich. Es sei keine regelmässige Arbeit gewesen, weswegen er 

dann aufgehört habe. Dann habe er bis zu seiner Verhaftung fünf Monate bei der 

Firma "J._____" in … gearbeitet. Er verdiente je nach Einsatz zwischen Fr. 

2'500.– bis Fr. 3'800.– pro Monat. Dazwischen handelte er noch mit 

Gebrauchtwagen, welche er (mit Waren gefüllt) nach Nigeria exportierte.  

Im Jahre 2011 wurde die Ehe mit H._____ geschieden. Mit einer Freundin aus 

dem Kongo, K._____, geboren am tt.mm.1990, hat er zwei Söhne, geboren 

tt.mm.2009 und tt.mm.2010. Seit ungefähr Dezember 2010 ist er mit L._____, 

geb. tt.mm.1993, aus Gambia intim befreundet (Urk. 23/34, 10/29 S. 15 ff.).  

Im Jahre 2007 reichte der Beschuldigte ein Gesuch um vorzeitige Einbürgerung 

ein, auf welches am 7. April 2008 eingetreten wurde. Man habe ihm dann 

mitgeteilt, wegen seiner Vorstrafe wegen Fahrens ohne Ausweis müsse er noch 

warten (Prot. II S. 6).  

Anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, seine 

Beziehung zu K._____ bestehe immer noch und sie besuche ihn im Gefängnis 

(Prot. II S. 10). Seine Stelle im "…" habe er nach einem Missverständnis mit 

Bezug auf seine Arbeit verloren (Prot. II S. 9). Für die Zeit nach seiner Entlassung 

aus der Haft habe er eine Stelle bei der J._____ in Aussicht, wo er auch eine 

Ausbildung machen wolle (Prot. II S. 11).  

Seinen persönlichen Verhältnissen lassen sich keine relevanten 

Strafzumessungsfaktoren entnehmen. 

6.2. Der Beschuldigte weist mehrere, teilweise einschlägige Vorstrafen auf. So 

wurde er in Österreich am 21. Juli 2000 vom Jugendgerichtshof Wien zu zwei 

Jahren Freiheitsstrafe wegen Handels mit grossen Mengen Kokain und Heroin 

verurteilt, allerdings unter der falschen Identität A1._____, geboren am 

tt.mm.1982. Am 5. November 2001 erwirkte er einen Strafbefehl der 

Bezirksanwaltschaft Zürich wegen Zuwiderhandlung gegen das 

-   20   - 

Betäubungsmittelgesetz (Kokain) und Hinderung einer Amtshandlung, mit einer 

Strafe von 60 Tagen Gefängnis bedingt. Am 8. November 2002 wurde er mit 

Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Zürich zu 30 Tagen Gefängnis unbedingt 

verurteilt, wegen Missachtung einer Ausgrenzung, ebenfalls begangen unter der 

Falschidentität A1._____. In den Jahren 2007 bis 2010 erwirkte er noch drei 

Strafbefehle mit Geldstrafen wegen Strassenverkehrsdelikten (Urk. 23/2, 10/23 S. 

18).  

Vorab die einschlägige Vorstrafe aus Österreich wegen Drogenhandels ist 

straferhöhend zu berücksichtigen. Es handelt sich nicht um eine eigentliche 

Jugendstrafe, war doch der Beschuldigte im Tatzeitpunkt (Mai bis September 

1999) effektiv bereits 20 Jahre alt (Prot. I S. 11) und wurde nur wegen der 

Falschidentität als Jugendlicher verurteilt. Rund sieben Jahre nach diesem Urteil 

wurde er dann wieder einschlägig straffällig. Dazu kommt der Strafbefehl aus dem 

Jahre 2001 wegen Betäubungsmittelhandel. Dies wirkt sich, trotz Zeitablauf, leicht 

straferhöhend aus. Die übrigen Vorstrafen fallen demgegenüber kaum ins 

Gewicht.  

6.3. Was das Nachtatverhalten angeht, so zeigte sich die Beschuldigte während 

der gesamten Strafuntersuchung und auch vor Vorinstanz völlig ungeständig. Erst 

vor Berufungsinstanz anerkannte er die vorinstanzliche Verurteilung in den 

Anklagepunkten ND2 bis ND7. Dieses Teilgeständnis wirkt sich indessen nur sehr 

geringfügig zu seinen Gunsten aus, war doch in diesen Anklagepunkten die 

Beweislage erdrückend. Weitere Strafminderungsgründe sind nicht ersichtlich. 

Insgesamt kompensieren sich die strafmindernden und straferhöhenden Faktoren. 

7. Unter Berücksichtigung aller wesentlicher Strafzumessungsgründe erweist sich 

eine Freiheitsstrafe von 9 Jahren als angemessen. Der Anrechnung von 981 

Tagen erstandener Haft und vorzeitigem Strafantritt steht nichts entgegen. 

8. Diese Strafe erweist sich auch im Vergleich zu den Strafen der als Schleuser 

beteiligten Mittäter als angemessen. C._____ wurde mit 6 Jahren (Urk. 2/9), 

D._____ mit 7 Jahren (Urk. 2/14) und E._____ mit 5 Jahren Freiheitsstrafe 

(Urk. 2/12) bestraft. Angesichts des Umstands, dass er sich bei den 

-   21   - 

Mitbeschuldigten um blosse Transporteure ohne Entscheidungsbefugnisse mit 

Bezug auf das Drogengeschäft handelte, ist die die Freiheitsstrafe von 9 Jahren 

keineswegs überhöht und hält auch Stand im Vergleich zu den jüngeren 

Entscheiden des Bundesgerichtes (vgl. Übersicht bei Eugster/Frischknecht, AJP 

2014 S. 327). 

 

V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres 

Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt 

mit seinem Antrag auf Freispruch betreffend Anklageziffer ND1 vollständig und 

mit seinem Antrag auf Reduktion der Strafe auf maximal 7 Jahre teilweise. Somit 

sind dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens zu einem Viertel 

aufzuerlegen und zu drei Vierteln auf die Gerichtskasse zu nehmen. Zudem ist 

ihm für das Berufungsverfahren eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 4'500.– aus der Gerichtskasse zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, 

vom 2. Juli 2013 bezüglich Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch 

betreffend ND2-ND7), 2 (Freisprüche betreffend HD), 4 (Vollzug), 5 und 6 

(Beschlagnahmungen), sowie 7 und 8 (Kostendispositiv) in Rechtskraft 

erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

-   22   - 

Es wird erkannt: 

1. Der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

gemäss ND 1 ist der Beschuldigte nicht schuldig; er wird diesbezüglich 

freigesprochen. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 981 Tage 

durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug 

erstanden sind. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.–. 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden zu einem Viertel dem 

Beschuldigten auferlegt und zu drei Vierteln auf die Gerichtskasse 

genommen.  

5. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 4'500.– aus der Gerichtskasse zugesprochen. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben) 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste   

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten  
− die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich  
− die Bundesanwaltschaft  
− das Bundesamt für Polizei 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

-   23   - 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  
− die Kantonspolizei Zürich betr. Geschäfts-Nr. 45844857 
− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten. 

7. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 8. April 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic.iur. Spiess 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic.iur. Hafner 
 

 

 

	Urteil vom 8. April 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der mehrfach begangenen qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 3 BetmG jeweils in Verbindung mit aArt. 19 Ziff. 2 lit a BetmG (ND 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 7).

	2. Der Beschuldigte wird freigesprochen vom Vorwurf
	 der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von aArt. 19 Ziff. 1 Abs. 4 BetmG in Verbindung mit aArt. 19 Ziff. 2 lit a BetmG (HD lit. A und B)
	 der Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB (HD lit. C).

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 701 Tage durch Haft bereits erstanden sind.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 8. August 2011 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'130.– wird zur Deckung der Verfahrenskosten eingezogen.
	6. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 16. Februar 2012 beschlagnahmten Gegenstände
	 1 Armbanduhr "Breitling", Nr. … mit Zertifikat
	 1 Mobiltelefon i-phone, IMEI-Nr. …
	 1 Mobiltelefon Samsung, IMEI-Nr. …
	 1 Samsung Wave, IMEI-Nr. …
	 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. …
	 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. …
	 1 Mobiltelefon Nokia, IMEI-Nr. …
	 1 SIM-Kartenhalter Sunrise postpaid, Pin …, Puk …
	 1 SIM-Kartenhalter Sunrise postpaid, Pin …, Puk …
	 1 SIM-Kartenhalter Sunrise prepaid SIM, Pin …, Puk …
	 1 SIM-Kartenhalter Sunrise postpaid, Pin …, Puk …
	 1 SIM-Kartenhalter Swisscom, …
	 1 SIM-Kartenhalter Vodafone mit Unterlagen
	 3 Guthabenkarten Lebara Mobile
	 1 Flash-Karte

	7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	8. a) Die Auslagen der Strafuntersuchung (Fr. 18'604.–) sowie die Kosten der Kantonspolizei (Fr. 1'288.–) werden vollumfänglich auf die Staatskasse genommen.
	Berufungsanträge:
	9. Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom 2. Juli 2013 vollumfänglich zu bestätigen.
	Das Gericht erwägt:
	I.   Prozessgeschichte und Prozessuales
	II.   Sachverhalt
	III.   Rechtliche Würdigung
	IV.   Strafzumessung
	V.   Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, II. Abteilung, vom 2. Juli 2013 bezüglich Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch betreffend ND2-ND7), 2 (Freisprüche betreffend HD), 4 (Vollzug), 5 und 6 (Beschlagnahmungen), so...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss ND 1 ist der Beschuldigte nicht schuldig; er wird diesbezüglich freigesprochen.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 981 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.–.
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden zu einem Viertel dem Beschuldigten auferlegt und zu drei Vierteln auf die Gerichtskasse genommen.
	5. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 4'500.– aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich (übergeben)
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich
	 die Bundesanwaltschaft
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die Kantonspolizei Zürich betr. Geschäfts-Nr. 45844857
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

	7. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.