# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 36fca046-8124-507d-ba51-6005de25d9ca
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.06.2024 E-2384/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2384-2024_2024-06-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2384/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Regina Derrer (Vorsitz), 

Richterin Nina Spälti Giannakitsas,  

Richter Lorenz Noli,   

Gerichtsschreiberin Eliane Hochreutener. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch Lara Hoeft, (…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch (sicherer Drittstaat)  

und Wegweisung Datenänderung im Zentralen  

Migrationsinformationssystem (ZEMIS);  

Verfügung des SEM vom 11. April 2024 / N (…). 

 

 

 

E-2384/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin, eine afghanische Staatsangehörige usbeki-

scher Ethnie, am 5. Dezember 2023, zusammen mit ihrer Schwester  

B._______ ([…]; N […]) in der Schweiz ein Asylgesuch stellte, 

dass die Beschwerdeführerin auf dem gleichentags ausgefüllten Persona-

lienblatt angab, sie sei 1(…)Jahre alt, und dass die Vorinstanz in der Folge 

den 1. Januar (…) als ihr Geburtsdatum erfasste, 

dass ein Abgleich mit der Fingerabdruck-Datenbank Eurodac ergab, dass 

die Beschwerdeführerin am (…) Februar 2023 in Griechenland Asyl bean-

tragte, ihr dort am (…) Juni 2023 Schutz gewährt wurde und sie am 

(…) August 2023 in Kroatien und am (…) August 2023 in Norwegen um 

Asyl ersuchte, 

dass die Vorinstanz am 11. Dezember 2023 mittels Informationsersuchens 

nach Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rats vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (Dublin-III-

VO) die griechischen und norwegischen Behörden um Auskunft zur Person 

der Beschwerdeführerin ersuchte,  

dass die norwegischen Behörden der Vorinstanz am 12. Dezember 2023 

mitteilten, die Beschwerdeführerin habe dort unter den Personalien 

C._______, geboren am (…), ein Asylgesuch gestellt, welches am 

2. Oktober 2023 abgelehnt worden sei,  

dass die norwegischen Behörden der Vorinstanz ferner die Zustimmung 

Griechenlands um ihre Rückübernahme vom 25. Oktober 2023 und eine 

Kopie ihrer Tazkera übermittelten,  

dass die Vorinstanz die griechischen Behörden am 21. Dezember 2023 um 

Rückübernahme der Beschwerdeführerin gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mit-

gliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger 

(sog. Rückführungsrichtlinie) sowie auf das bilaterale Rückübernahmeab-

kommen zwischen der Schweiz und Griechenland ersuchte, 

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Seite 3 

dass am 22. Dezember 2023 die Erstbefragung für unbegleitete minder-

jährige Asylsuchende (EB UMA) stattfand und der Beschwerdeführerin in 

diesem Rahmen unter anderem Fragen zu ihren Personalien, ihrer Familie 

und ihrem Reiseweg gestellt wurden und ihr das rechtliche Gehör zu ihrem 

Gesundheitszustand gewährt wurde,  

dass die Beschwerdeführerin zu ihrem Alter hauptsächlich angab, sie sei 

am (…) geboren worden, im afghanischen Kalender laute ihr Geburtsda-

tum auf den (…). Tag des Monats (…) (Anmerkung der dolmetschenden 

Person: umgerechnet entspreche dies dem […]), das Geburtsjahr nach 

dem afghanischen Kalender habe sie vergessen, sie wisse nicht, ob sie 

bereits 1(…) Jahre alt sei oder erst 1(…) Jahre alt werde, ihre Schwester 

(N […]) werde «jetzt» 1(…) Jahre alt und der Altersunterschied zu ihr be-

trage ein Jahr,  

dass die damalige Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin anmerkte, 

das Alter der Beschwerdeführerin sei unklar, weshalb die Durchführung ei-

ner medizinischen Altersabklärung beantragt werde,  

dass die griechischen Behörden am 27. Dezember 2023 das Informations-

ersuchen der Vorinstanz vom 11. Dezember 2023 beantworteten und mit-

teilten, die Beschwerdeführerin sei dort unter den Personalien D._______, 

geboren am (…), bekannt und am 12. Juni 2023 als Flüchtling anerkannt 

worden,  

dass die griechischen Behörden das Gesuch der Vorinstanz um Rücküber-

nahme der Beschwerdeführerin am 6. Januar 2024 guthiessen, 

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 20. Feb-

ruar 2024 das rechtliche Gehör zur Altersanpassung (Geburtsdatum 1. Ja-

nuar […]) sowie zu einer möglichen Wegweisung nach Griechenland ge-

währte, 

dass die Beschwerdeführerin diese Gelegenheit mit Stellungnahme vom 

28. Februar 2024 wahrnahm und darin unter anderem beantragte, es sei 

die Übersetzung ihrer Tazkera, welche sich bei den griechischen Behörden 

befinde, bei jenen Behörden einzufordern und es sei vor einer allfälligen 

Anpassung ihres Geburtsdatums eventualiter eine medizinische Altersab-

klärung durchzuführen, 

dass am 4. März 2024 seitens des angeblichen Bruders der Beschwerde-

führerin (E._______, N […]) ein Schreiben vom 29. Februar 2024 beim 

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Seite 4 

SEM einging, in dem dieser im Wesentlichen geltend machte, bei der Be-

schwerdeführerin und B._______ handle es sich um seine Schwestern,  

dass am 11. März 2024 das Geburtsdatum der Beschwerdeführerin im 

Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den 1. Januar (…), 

mit Bestreitungsvermerk, angepasst wurde, 

dass sich in den Akten zwei ärztliche Kurzberichte vom 14. Februar 2024 

und 1. März 2024 sowie zwei Mitteilungen der Vorinstanz zum medizini-

schen Sachverhalt vom 27. März 2024 und vom 8. April 2024, unter ande-

rem betreffend die psychischen Probleme der Beschwerdeführerin, befin-

den,  

dass die Vorinstanz der damaligen Rechtsvertreterin am 9. April 2024 den 

Entwurf ihres Entscheids unterbreitete und diese gleichentags dazu Stel-

lung nahm, wobei sie darin unter anderem mitteilte, die Beschwerdeführe-

rin sei mit der Altersanpassung nicht einverstanden und verweise diesbe-

züglich auf die Stellungnahme vom 28. Februar 2024, anlässlich welcher 

sie sich dazu bereit erklärt habe, ein Altersgutachten durchführen zu las-

sen, 

dass die Vorinstanz mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 11. April 

2024 auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eintrat, ihre Weg-

weisung aus der Schweiz nach Griechenland sowie den Vollzug anordnete 

und ihr Geburtsdatum im ZEMIS auf den 1. Januar (…), mit Bestreitungs-

vermerk, festlegte,  

dass die Vorinstanz zur Begründung im Wesentlichen ausführte, die Anga-

ben der Beschwerdeführerin hinsichtlich ihres Alters seien widersprüchlich 

und inkonsistent ausgefallen und der Kopie der Tazkera komme nur ein 

verminderter Beweiswert zu, wobei darauf ohnehin kein Geburtsdatum, 

sondern nur ein ungefähres Alter erfasst worden sei, 

dass die Beschwerdeführerin nicht klar habe darlegen können, ob ihr Ge-

burtsdatum der (…). Tag des (…). Monats gemäss europäischem oder af-

ghanischem Kalender sei,  

dass ferner ungeklärt geblieben sei, worauf die Angaben der Beschwerde-

führerin beruhen würden, ihr Geburtsdatum sei gemäss dem afghanischen 

Kalender der (…) (Anmerkung der Vorinstanz: (…). Monat des afghani-

schen Kalenders), wobei dieses Datum umgerechnet nicht dem von ihr an-

gegebenen (…), sondern dem (…) entspreche,  

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dass sie auch hinsichtlich ihres aktuellen Alters keine konstanten Angaben 

habe machen können, da sie auf dem Personalienblatt 1(…) Jahre, an der 

EB UMA jedoch 1(…) Jahre angegeben habe,  

dass sich ihre Aussagen zum Ausstellungszeitpunkt der Tazkera und zu 

ihrer Schulbildung im Weiteren nicht miteinander vereinbaren lassen wür-

den,  

dass alleine der Umstand, wonach ihr Geburtsdatum von den norwegi-

schen und griechischen Behörden einheitlich auf den (…) erfasst worden 

sei, nicht darauf schliessen lasse, dass es sich dabei tatsächlich um ihr 

korrektes Geburtsdatum handle, 

dass die Beschwerdeführerin somit nicht glaubhaft habe darlegen können, 

sie sei aktuell noch minderjährig, weshalb gemäss Amtspraxis der 

1. Januar (…) als Geburtsdatum erfasst worden sei, 

dass die zugewiesene Rechtsvertretung das Mandat am 11. April 2024 

niederlegte,  

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe ihrer rubrizierten Rechtsvertre-

tung vom 18. April 2024 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-

hob und beantragte, die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 

11. April 2024 sei vollumfänglich aufzuheben, auf ihr Asylgesuch sei einzu-

treten, eventualiter sei ihr die vorläufige Aufnahme zu gewähren, subeven-

tualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen,  

dass sie des Weiteren darum ersuchte, es sei ihre Minderjährigkeit festzu-

stellen und die Vorinstanz sei anzuweisen, ihr Geburtsdatum im ZEMIS auf 

den (…) zu ändern, eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung und zur 

Durchführung eines Altersgutachtens an die Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass sie in prozessualer Hinsicht beantragte, die Aussetzung des Wegwei-

sungsvollzuges sei superprovisorisch zu erlassen und der zuständige Kan-

ton (F._______) sei über die Aussetzung der Wegweisung bis zum Ent-

scheid über die vorliegende Beschwerde in Kenntnis zu setzen, das Ver-

fahren sei mit demjenigen ihrer Schwester (N […]) zu vereinigen, ihr sei die 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, insbesondere sei auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses zu verzichten, und die Rechtsvertreterin 

sei als amtliche Rechtsbeiständin beizuordnen, 

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Seite 6 

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 3. Juni 2024 einen Aus-

trittsbericht der (…) vom (…)2024 einreichen liess, welchem zu entnehmen 

ist, dass sie am (…) 2024 wegen (…), wobei bei ihr eine (…) und eine (…) 

diagnostiziert wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31–33 

VGG), wobei es im Bereich des Asyls in der Regel – und so auch vorlie-

gend – endgültig entscheidet (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG); 

dass, soweit die ZEMIS-Berichtigung betreffend, gegen den Beschwerde-

entscheid hingegen ein Rechtsmittelweg an das Schweizerische Bundes-

gericht offensteht, 

dass das Verfahren sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG),  

dass die Beschwerdeführerin zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG) und die 

Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht wurde (Art. 108 Abs. 3 

AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), womit 

darauf einzutreten ist, 

dass das Urteil in der vorliegenden Sache zeitgleich und mit demselben 

Spruchgremium wie dasjenige der Schwester ([…]; N […]) ergeht, die Ver-

fahren koordiniert behandelt werden und der Antrag auf Vereinigung der 

Verfahren abgewiesen wird, 

dass die Beschwerde in Verwaltungssachen gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG 

aufschiebende Wirkung hat und die Vorinstanz der Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb 

auf den Antrag, die Aussetzung des Wegweisungsvollzuges sei superpro-

visorisch zu erlassen und die kantonalen Behörden seien entsprechend 

anzuweisen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts und des Datenschutzes nach Art. 49 VwVG, 

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, 

die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die 

Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 

eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1, 2012/4 E. 2.2), und sich die 

Beschwerdeinstanz, falls sie den Nichteintretensentscheid als unrechtmäs-

sig erachtet, demnach einer selbständigen materiellen Prüfung enthält, die 

angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an 

die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 E. 3), 

dass die Vorinstanz die Fragen betreffend Wegweisung und Vollzug sowie 

betreffend Datenschutz materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwal-

tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch in der Regel 

nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person in einen vom Bun-

desrat als sicher bezeichneten Drittstaat (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG) zu-

rückkehren kann, in dem sie sich vorher aufgehalten hat, wobei es sich bei 

Griechenland um einen solchen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG handelt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht im Referenzurteil E-3427/2021;  

E-3431/2021 vom 28. März 2022 mit Blick auf die Legalvermutung, wonach 

die Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat gestützt auf Art. 83 Abs. 5 

AIG (SR 142.20) vermutungsweise zumutbar ist, zum Schluss gelangte, 

der Vollzug von äusserst vulnerablen schutzberechtigten Personen, wie 

unbegleiteten Minderjährigen, nach Griechenland sei grundsätzlich unzu-

mutbar, ausser es bestünden besonders begünstigende Umstände, auf-

grund derer ausnahmsweise von der Zumutbarkeit des Vollzugs der Weg-

weisung ausgegangen werden könne,  

dass es daher vorliegend entscheidend auf die Frage ankommt, ob die Be-

schwerdeführerin minderjährig ist oder nicht, 

dass der Vorinstanz in der Beschwerdeschrift im Wesentlichen eine Verlet-

zung des Untersuchungsgrundsatzes im Hinblick auf die Altersprüfung vor-

geworfen wird und diese formelle Rüge vorab zu prüfen ist, da sie geeignet 

sein könnte, eine Kassation der erstinstanzlichen Verfügung zu bewirken 

(vgl. BVGE 2013/34 E. 4.2), 

dass im Asylverfahren – wie in anderen Verwaltungsverfahren – der Unter-

suchungsgrundsatz (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG) gilt und dieser 

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besagt, dass die entscheidende Behörde den Sachverhalt von sich aus ab-

klärt, was heisst, dass sie verantwortlich für die Beschaffung der für den 

Entscheid notwendigen Unterlagen und das Abklären sämtlicher rechtsre-

levanter Tatsachen ist (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 142; KRAUS-

KOPF/EMMENEGGER/BABEY, Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensge-

setz, 2. Aufl. 2016, Rz. 20 ff. zu Art. 12 VwVG), 

dass der Untersuchungsgrundsatz seine Grenze an der Mitwirkungspflicht 

der Asylsuchenden (Art. 8 AsylG; Art. 13 VwVG) findet, wozu insbesondere 

gehört, die Identität offenzulegen, vorhandene Identitätspapiere abzuge-

ben und an der Feststellung des Sachverhaltes mitzuwirken, 

dass angesichts der Angaben der Beschwerdeführerin (in der EB UMA, in 

ihrer Stellungnahme im Rahmen der Gehörsgewährung zur Altersanpas-

sung im ZEMIS sowie in ihrer Stellungnahme zum Entscheidentwurf) und 

der von ihr vorgelegten Kopie der Tazkera nicht von einer Verletzung der 

Mitwirkungspflicht ausgegangen werden kann,  

dass betreffend ihr Alter aufgrund der sich aus den Akten ergebenden ver-

schiedenen Geburtsdaten respektive Altersangaben (Personalienblatt: 

1(…) Jahre; Auskunft der norwegischen und griechischen Behörden sowie 

Angaben an der EB UMA: (…); umgerechnetes Datum gemäss afghani-

schem Kalender: (…) [Jahr unklar]) Ungereimtheiten und Unklarheiten be-

stehen,  

dass anhand der Ausführungen der Beschwerdeführerin zwar tatsächlich 

nicht klar ist, ob sie sich bei Angabe des (…). Tags des (…). Monats als ihr 

Geburtsdatum auf den europäischen oder afghanischen Kalender bezieht, 

dass aufgrund ihrer Aussagen indes auch erhebliche Zweifel daran beste-

hen, dass sie überhaupt weiss, in welchem Jahr sie geboren ist (A23/13, 

Rz. 1.06), und neben ihrer Altersangabe im Personalienblatt mit der Schil-

derung, wonach sie glaube, bei Verlassen der Schule im Zeitpunkt der 

Machtübernahme der Taliban (Anmerkung des Gerichts: August 2021) 

noch nicht 1(…) Jahre alt geworden zu sein, Indizien dafür vorliegen, dass 

sie nicht im Jahr 200(…), sondern erst im Jahr 200(…) geboren sein könnte 

(A23/13, Rz. 1.17.04),  

dass damit aufgrund der aktuellen Beweislage nicht ausgeschlossen wer-

den kann, dass die Beschwerdeführerin minderjährig ist, wobei angesichts 

der noch möglichen Abklärungsmassnahmen (vgl. hierzu nachfolgend) 

noch keine von der Beschwerdeführerin zu tragende Beweislosigkeit 

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eingetreten ist und die Beweisführungslast gestützt auf den Untersu-

chungsgrundsatz bei der entscheidenden Behörde liegt,  

dass daher nicht nachvollziehbar ist, warum die Vorinstanz – trotz der An-

kündigung in der EB UMA, dass möglicherweise eine medizinische Alters-

abklärung durchgeführt werde, sowie dem diesbezüglichen Antrag der 

Beschwerdeführerin in der EB UMA (SEM-Akte -23/13 1.06) und in ihren 

Stellungnahmen vom 28. Februar 2024 (SEM-Akten -32/5 S. 3) und vom 

9. April 2024 (SEM-Akten 40/3 S. 2) – kein Altersgutachten eingeholt hat,  

dass das SEM vorliegend ihr in Griechenland und Norwegen registriertes 

Geburtsdatum – wonach sie noch minderjährig wäre – trotz der bei beiden 

Behörden übereinstimmenden Eintragung nicht als Indiz für die Richtigkeit 

des von ihr angegebenen Geburtsdatums erachtet, 

dass sich die Vorinstanz im Gegensatz dazu im Verfahren der Schwester 

der Beschwerdeführerin (N […]) bezüglich der Annahme der Volljährigkeit 

unter anderem gerade auf das Geburtsdatum stützt, welches bei den grie-

chischen Behörden registriert wurde, 

dass – wie in der Rechtsmitteleingabe zu Recht darauf hingewiesen – die 

von den ausländischen Behörden registrierten Geburtsdaten damit im Er-

gebnis jeweils zu Ungunsten der beiden Schwestern herangezogen res-

pektive für unglaubhaft erachtet wurden,  

dass die Vorinstanz basierend auf dieser Aktenlage das Alter der Be-

schwerdeführerin nicht rechtsgenüglich abgeklärt hat, weshalb die Erstel-

lung eines medizinischen Altersgutachtens vorliegend angezeigt erscheint,  

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG in der 

Sache selbst entscheidet oder diese ausnahmsweise mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurückweist, wobei eine Kassation und Rück-

weisung an die Vorinstanz insbesondere dann angezeigt ist, wenn weitere 

Tatsachen festgestellt werden müssen und ein umfassendes Beweisver-

fahren durchzuführen ist (vgl. BVGE 2012/21 E. 5), 

dass vorliegend der Mangel in einer unvollständigen Sachverhaltsfeststel-

lung liegt und sich eine Kassation der angefochtenen Verfügung rechtfer-

tigt,  

dass die Beschwerde daher gutzuheissen ist, soweit die Aufhebung der 

Verfügung und die Rückweisung der Sache zur ergänzenden Sachver-

haltsabklärung und erneuter Beurteilung an die Vorinstanz beantragt wird, 

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dass die Vorinstanz aufzufordern ist, zeitnah die zur vollständigen Abklä-

rung des Sachverhalts erforderlichen Massnahmen zu treffen (Durchfüh-

rung eines medizinischen Altersgutachtens) und bei der Beurteilung sämt-

liche wesentlichen Gesichtspunkte zu berücksichtigen, 

dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf die übrigen Anträge und Aus-

führungen in der Beschwerdeschrift näher einzugehen, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens gemäss Art. 63 Abs. 1 und 2 

VwVG keine Kosten aufzuerlegen sind, 

dass der vertretenen Beschwerdeführerin angesichts ihres Obsiegens in 

Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen ist,  

dass keine Kostennote zu den Akten gereicht wurde, weshalb die Höhe der 

Entschädigung aufgrund der Akten zu bestimmen ist (Art. 14 Abs. 2 VGKE) 

und die von der Vorinstanz der Beschwerdeführerin auszurichtende Partei-

entschädigung insgesamt auf Fr. 750.– (inkl. Auslagen) festzusetzen ist.  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Der Antrag auf Vereinigung der Verfahren (…) und E-2384/2024 wird ab-

gewiesen.  

2.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung beantragt und soweit darauf eingetreten wird.  

3.  

Die Verfügung der Vorinstanz vom 11. April 2024 wird aufgehoben und die 

Sache im Sinne der Erwägungen zur vollständigen Sachverhaltsabklärung 

und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

4.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

5.  

Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 750.– 

auszurichten. 

6.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM, die zuständige 

kantonale Behörde und das Generalsekretariat des EJPD. 

 

Die vorsitzende Richterin:  Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Eliane Hochreutener 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.) 

Versand: 

  

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Seite 12 

Rechtsmittelbelehrung:  

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., Art. 90 ff. und Art. 100 BGG). Die 

Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist 

beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizeri-

schen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist 

in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begrün-

dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).