# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7217380-22f2-5cbe-a0f4-98ba890bfef0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.04.2014 UV 2013/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-67_2014-04-01.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 01.04.2014

Entscheiddatum: 01.04.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 01.04.2014
Art. 4 ATSG: Erfüllung sämtlicher Merkmale des Unfallbegriffs beim 
ZeckenbissArt. 53 Abs. 2 ATGS: Prüfung der 
Wiedererwägungsvoraussetzungen in Bezug auf eine rechtskräftige De-
facto-Leistungszusprache; zweifellose Unrichtigkeit einer ursprünglichen 
Leistungszusprache bei Vorliegen eines Unfalls bzw. Zeckenbisses, einer 
positiven IgG-Borrelien-Serologie sowie nachfolgend typischem 
Beschwerdebild für eine Lyme-Borreliose verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2014, UV 
2013/67).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Peter 

Wohnlich

Entscheid vom 1. April 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Thöny, Bahnhofstrasse 8, 

7000 Chur,gegen

Helsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.      

A.a  Der 19__ geborene A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Versicherungsmakler 

bei der B.___ GmbH tätig und dadurch bei der Helsana obligatorisch gegen die Folgen 

von Unfällen versichert. Am 15. April 2009 erfolgte eine Unfallmeldung mit der 

Unfallbeschreibung, der Versicherte sei am 30. September und 8. Oktober 2008 auf der 

Jagd von Zecken gebissen worden (act. K1, K5). Am 22. Oktober 2008 hatte er wegen 

Müdigkeit und diffuser Gelenksbeschwerden seinen Hausarzt Dr. med. C.___, Facharzt 

für Allgemeinmedizin FMH (M4, M9, K5) konsultiert, der eine erste Lyme-Serologie im 

labormedizinischen Zentrum Dr. D.___, durchführen liess. Diese hatte ein fragliches 

Resultat ergeben (act. M1, M2). Ab Februar 2009 waren weitere Beschwerden, wie 

verminderte Leistungsfähigkeit, muskuläre Schmerzen im Oberschenkel und in den 

Oberarmen, eine belastungsabhängige und allgemeine Schwäche, Schmerzen, 

Dysästhesien und ein Einschlafgefühl in der rechten Hand sowie wandernde 

Gelenkschmerzen in grossen und kleinen Gelenken, aufgetreten (act. M2, M4, K5). Am 

18. Februar 2009 war eine Verlaufskontrolle der Lyme-Serologie im labormedizinischen 

Zentrum Dr. D.___ durchgeführt worden, anlässlich der eine Borrelia-burgdorferi-

spezifische Immunantwort nachweisbar war (gegenüber Vorbefund klarer IgG-

Titeranstieg, act. M1). Dr. C.___ hatte dem Versicherten ab 25. Februar 2009 bis auf 

weiteres eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und ihn wegen Verdachts auf eine 

Borrelieninfektion vier Wochen mit Tetracyclin therapiert (act. M4). In der Folge wurde 

er durch verschiedene Ärzte - Dr. med. E.___, FMH Rheumatologie, Innere Medizin  

(M5), Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin FMH (act. M6, M11), sowie die Ärzte 

des Departements Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation des Kantonsspitals 

St. Gallen (KSSG; act. M12) - medizinisch abgeklärt. Ausserdem legte die Helsana den 

Schadenfall ihren beratenden Ärzten Dr. med. G.___, Facharzt FMH Innere Medizin und 

Rheumatologie (act. M10), und Dr. med. H.___, Facharzt FMH Innere Medizin (act. 

M14), zur Stellungnahme vor. Mit Schreiben vom 30. September 2009 reichte Dr. C.___ 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ein Kostengutsprachegesuch für eine Abklärung und eine alternativmedizinische 

Therapie in der I.___ Klinik ein, wobei er festhielt, dass die früher im Raum stehende 

Diagnose Lyme-Borreliose sehr unwahrscheinlich sei. Der Versicherte leide am ehesten 

unter einem chronischen Müdigkeitssyndrom oder einer somatoformen Depression 

(act. M13). Ab Oktober 2009 befand sich der Versicherte an der I.___ Klinik in 

Behandlung (act. M22). Nach Vorliegen einer weiteren Beurteilung des Schadenfalls 

durch ihren beratenden Arzt Dr. H.___ vom 4. November 2009 (act. M17) verneinte die 

Helsana mit Verfügung vom 16. November 2009 einen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und den 

Unfällen (Zeckenbissen) vom 30. September und 8. Oktober 2008 und stellte ihre 

Versicherungsleistungen per 31. November 2009 ein (act. K35).

A.b  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. 

Ch. Thöny, Chur, am 4. Dezember 2009 Einsprache erheben (act. K45). In der Folge 

wurde der Versicherte im Auftrag der Helsana durch Dr. med. J.___, Spezialarzt FMH 

für physikalische Medizin, spez. Rheumaerkrankungen und Dr. med. K.___, Facharzt 

FMH Psychiatrie/Psychotherapie untersucht (act. M20, M23) und Dr. med. L.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, I.___ Klinik, liess der Helsana ein 

von ihm am 24. November 2010 verfasstes psychiatrisches Konsilium zukommen (act. 

M22). Mit Einspracheentscheid vom 26. April 2010 wies die Helsana die Einsprache 

des Versicherten ab (act. K52).

A.c  Die gegen diesen Einspracheentscheid vom Rechtsvertreter des Versicherten am 

21. Mai 2010 erhobene Beschwerde mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die 

Versicherungsleistungen gemäss UVG auch ab dem 1. Dezember 2009 weiterhin zu 

gewähren, hiess das Versicherungsgericht - nach Vorliegen weiterer Beurteilungen 

bzw. Untersuchungsberichten von Dr. G.___ und Dr. M.___ vom 9. bzw. 14. Juni 2010 

(act. M24, act. K69) - mit Entscheid vom 21. Februar 2011 in dem Sinn teilweise gut, 

dass der Einspracheentscheid aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung 

ergänzender medizinischer Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu neuer 

Verfügung an die Helsana zurückgewiesen wurde (UV 2010/41; act. K75). Dieser 

Entscheid erwuchs in Rechtskraft.

B.      

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.a  Am 19. Mai 2011 beauftragte die Helsana Prof. Dr. med. N.___, Klinikdirektor der 

Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des Universitätsspitals Zürich, mit 

einer polydisziplinären Begutachtung (infektiologisch, rheumatologisch und 

psychiatrisch; act. K83). In seinem Gutachten vom 13. September 2011 (act. M27) 

diagnostizierte Prof. Dr. N.___ ein Post-Lyme-Syndrom überwiegend wahrscheinlich, 

einen Status nach disseminierter Lyme-Borreliose überwiegend wahrscheinlich 

(wahrscheinlich im Jahr 2008), keine Anhaltspunkte für internistisches, neurologisches 

oder rheumatologisches oder anderweitig aktives medizinisches Leiden sowie keine 

Hinweise für eine psychiatrische Erkrankung oder ein Suchtleiden. Betreffend 

Arbeitsfähigkeit hielt Prof. Dr. N.___ fest, dass der Versicherte momentan zu 50% 

arbeitsunfähig sei. Aufgrund der Erfahrung und der Literatur bestünden durchaus gute 

Chancen, dass die Arbeitsfähigkeit gesteigert werden könne, insbesondere mit 

hausärztlicher Führung oder mit kognitiver Verhaltenstherapie.

B.b  Am 21. September 2011 legte die Helsana das Gutachten von Prof. Dr. N.___ 

ihrem beratenden Arzt Dr. H.___ zur Beurteilung vor. In seiner gleichentags erstellten 

Stellungnahme bezeichnete Dr. H.___ das Gutachten als nachvollziehbar und korrekt 

und verneinte die Erforderlichkeit einer weiteren Behandlung. Eine kognitive 

Verhaltenstherapie wäre prinzipiell möglich, in diesem Fall aber nicht zwingend. Die 

attestierte Arbeitsunfähigkeit sei unfallbedingt ausgewiesen. Er schlage vor, die 

Situation Ende 2012 neu zu beurteilen. Falls bis dahin keine weitere Steigerung erfolgt 

sei, würde er dies als Endzustand betrachten (act. M28). In einer ergänzenden 

Stellungnahme vom 2. November 2011 hielt Dr. H.___ sodann fest, es sei mit 

bleibenden kognitiven Defiziten zu rechnen. Die jetzige Situation könne wahrscheinlich 

- wie von Prof. Dr. N.___ vertreten - mit guter hausärztlicher Betreuung und einer 

kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) deutlich verbessert werden. Dies benötige einen 

Zeitraum von 1-3 Jahren. Sobald in dieser KVT ersichtlich sei, dass ein endgültiger 

Zustand erreicht sei, müsste zur Objektivierung der verbleibenden Defizite eine 

neuropsychologische Untersuchung erwogen werden (act. M29). Mit Schreiben vom 7. 

November 2011 teilte die Helsana dem Rechtsvertreter des Versicherten mit, sie 

übernehme die Kosten für eine kognitive Verhaltenstherapie vorerst für 6 Monate. Bei 

gutem Verlauf und der Aussicht auf eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit könne diese 

Therapie verlängert werden. Die Taggeldzahlungen würden zu 50% rückwirkend ab 1. 

Dezember 2009 bis auf weiteres wieder aufgenommen. Der Anspruch auf eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Integritätsentschädigung werde nach Abschluss der Therapie geprüft (act. K87). Vom 

29. November 2011 bis 24. April 2012 befand sich der Versicherte im Ambulatorium der 

O.___ Klinik in neuropsychologischer Behandlung (act. M33 f.). Die Helsana hatte dem 

Versicherten mit Verfügung vom 29. Februar 2012 Taggelder basierend auf einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50% sowie Heilbehandlungsleistungen zugesprochen (act. 

K103).

B.c  Mit Schreiben vom 19. Juni 2012 zog die Helsana zur Klärung des Anspruchs des 

Versicherten auf eine Integritätsentschädigung die Abteilung Versicherungsmedizin der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) bei (act. K119). Am 10. Juli 2012 

erfolgte eine neurologische Beurteilung durch Dr. med. P.___, Fachärztin für Neurologie 

FMH und Psychiatrie, Suva, Versicherungsmedizin, Leiterin Kompetenzzentrum, Stv. 

Chefärztin (act. K120).

B.d  Am 8. August 2012 nahm Dr. med. Q.___, Facharzt Innere Medizin, Facharzt 

Vertrauensarzt SGV im Auftrag der Helsana zum Gutachten von Prof. Dr. N.___ 

Stellung. Nicht jede Borreliose-Diagnose treffe zu, insbesondere nicht bei Patienten mit 

chronischem Müdigkeitssyndrom oder fibromyalgischen Beschwerden. Dass solche 

Beschwerden noch Monate bis Jahre nach adäquater Therapie einer Borreliose weiter 

bestehen können sollten, sei zumindest als kausal eindeutige Borreliose-Folge sehr 

umstritten. Klinische Verlaufsuntersuchungen und epidemiologische Studien würden 

darauf hinweisen, dass die genannten unspezifischen Beschwerden nach einer Lyme-

Borreliose nicht häufiger auftreten würden als nach anderen Erkrankungen. Die Lyme-

Borreliose habe ausserdem, abgesehen von wenigen Ausnahmen, eine günstige 

Prognose. Somit sei in der Regel von einer Koinzidenz und nicht von einer Kausalität 

zwischen dem Nachweis Borrelien-spezifischer Antikörper und unspezifischer 

klinischer Beschwerden auszugehen. Schliesslich würdigte Dr. Q.___ das Gutachten 

von Prof. Dr. N.___ auch rein formell. Es entspreche weder den Format- noch den 

Inhaltsvorgaben der Swiss Insurance Medicine (SIM) und weise verschiedene Mängel 

auf. Es handle sich überwiegend um ein Aktengutachten, dass durch die Erhebung 

einiger subjektiver Beschwerden ohne vollständige Wiedergabe des gerichteten 

Untersuchungsgangs angereichert worden sei (act. M38).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.e  Am 17. September 2012 unterbreitete die Helsana dem Rechtsvertreter des Ver­

sicherten die neurologische Beurteilung von Dr. P.___ sowie die Stellungnahme von Dr. 

Q.___. Die psychiatrische Beurteilung der Suva betreffend Integritätsentschädigung sei 

noch ausstehend. Sie habe das Dossier Dr. Q.___ aufgrund der Feststellung von Dr. 

P.___, dass zu keinem Zeitpunkt klinisch noch laborchemisch ein Anhaltspunkt für eine 

Neuroborreliose bestanden habe, vorgelegt. Laut Dr. Q.___ erfülle das Gutachten von 

Prof. Dr. N.___ die Schlüssigkeitsanforderungen nicht, weshalb sie nochmals ein 

interdisziplinäres Gutachten (rheumatologisch, neurologisch und psychiatrisch) 

durchführen werde. Die Helsana schlug drei Gutachter aus den verschiedenen 

Fachrichtungen vor und hielt fest, es sei dem neurologischen Gutachter überlassen, ob 

noch eine neuropsychologische Hilfsuntersuchung notwendig sei (act. K124).

B.f   Mit Schreiben vom 4. Oktober 2012 reichte der Rechtsvertreter des Versicherten 

der Helsana eine Stellungnahme von Dr. M.___ vom 27. September 2012 zum 

Gutachten von Prof. Dr N.___ sowie zur Stellungnahme von Dr. Q.___ ein (act. K128). Er 

stellte sodann eine weitere, selbst in Auftrag gegebene Stellungnahme von Prof. Dr. 

N.___ zur Stellungnahme von Dr. Q.___ in Aussicht (act. K128). Ebensolches hatte der 

Rechtsvertreter des Versicherten der Helsana bereits am 27. September 2012 mitgeteilt 

und vor Eingang der fraglichen Berichterstattung durch Prof. Dr. N.___ eine weitere 

Begutachtung des Versicherten als nicht in Frage kommend bezeichnet (act. K127).

B.g  Mit Schreiben vom 9. Oktober 2012 räumte die Helsana dem Rechtsvertreter des 

Versicherten unter Hinweis auf Art. Art. 43 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil zum Sozialversicherungsrecht (ATSG; SR 830.1) eine Frist zur 

Mitteilung ein, ob der Versicherte bereit sei, sich der vorgesehenen Untersuchung zu 

unterziehen (act. K130). Dieser teilte darauf mit Schreiben vom 19. Oktober 2012 mit, 

der Versicherte wolle die Stellungnahme von Prof. Dr N.___ abwarten, bevor er sich 

einer allfälligen neuen Begutachtung unterziehe (act. K132).

B.h  Mit Verfügung vom 14. November 2012 stellte die Helsana ihre Leistungen per 30. 

November 2012 infolge Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht des Ver­

sicherten bei der Sachverhaltsabklärung gestützt auf die vorhandenen Akten, d.h. ohne 

das Begutachtungsergebnis, ein (act. K133).

C.      

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.a  Am 3. Dezember 2012 reichte der Rechtsvertreter des Versicherten gegen die 

Verfügung vom 14. November 2012 Einsprache ein mit dem Antrag, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und die UVG-Leistungen aus dem Ereignis vom 30. 

September 2008 seien auch nach dem 30. September 2012 weiterhin auszurichten. Mit 

der Einsprache legte der Rechtsvertreter sodann die nun vorliegende Stellungnahme 

von Prof. Dr N.___ vom 25. November 2012 zur Stellungnahme von Dr. Q.___ ins Recht 

(act. K136).

C.b  Am 21. Mai 2013 nahm Dr. Q.___ erneut im Auftrag der Helsana zum Schadenfall 

bzw. zu den Stellungnahmen von Dr. M.___ vom 27. September 2012 (act. K128) und 

von Prof. Dr N.___ vom 25. November 2012 (act. K136) Stellung (act. M39). Am 21. Juni 

2013 beantwortete er einige Ergänzungsfragen (act. M40).

C.c  Mit Verfügung vom 6. August 2013 (act. K138) stellte die Helsana fest, sie habe 

aufgrund der Einsprache vom 3. Dezember 2012 (act. K136) die Akten erneut überprüft 

als auch nochmals zwei Stellungnahmen ihres beratenden Arztes eingeholt. Demnach 

ziehe sie die Verfügung vom 14. November 2012 (act. K133) gestützt auf Art. 53 Abs. 3 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) in Wiedererwägung und verfüge neu, dass im Falle des Versicherten keine 

Versicherungsleistungen zu entrichten seien. Der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen der ab Oktober 2008 bestehenden Gesundheitsschädigung und den geltend 

gemachten Zeckenbissen sei nicht überwiegend wahrscheinlich und die 

leistungsbegründenden Voraussetzungen seien damit nicht erfüllt. Die Rückforderung 

der bereits erbrachten Leistungen behielt sich die Helsana vor.

C.d  Die gegen diese Verfügung am 28. August 2013 erhobene Einsprache - mit dem 

Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Angelegenheit sei 

gutachterlich umfassender abzuklären; dann sei erneut zu verfügen (act. K139) - wies 

die Helsana mit

Einspracheentscheid vom 17. September 2013 ab (act. K140).

D.      

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

D.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Rechtsvertreter des Versicherten 

am 3. Oktober 2013 Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer die Versicherungsleistungen ab dem 1. Dezember 2012 

weiterhin zu gewähren. Eventualiter sei ein gerichtliches polydisziplinäres 

medizinisches Gutachten anzuordnen und die Leistungen der Beschwerdegegnerin 

seien dann auf dessen Grundlage festzusetzen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G1).

D.b  Mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G3).

D.c  Mit Schreiben vom 23. Oktober 2013 verzichtete der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers auf die Einreichung einer Replik (act. G5).

D.d  Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen 

Rechtsschriften bzw. medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.    

1.1 Am 15. April 2009 erfolgte bei der Beschwerdegegnerin die Unfallmeldung, der 

Versicherte sei am 30. September und 8. Oktober 2008 auf der Jagd von Zecken 

gebissen worden und es bestehe seit 25. Februar 2009 eine Arbeitsunfähigkeit (act. 

K1). Laut Bericht des Schadeninspektors der Beschwerdegegnerin vom 12. Mai 2009 

hatte er die Zeckenbisse jeweils sofort festgestellt und die Zecken selbst entfernt (act. 

K5). Gestützt auf diese Unfallmeldung richtete die Beschwerdegegnerin in der Folge 

Versicherungsleistungen - Taggeldleistungen basierend auf einer 50%-igen 

Arbeitsunfähigkeit sowie Heilbehandlungsleistungen - aus (vgl. act. K7, K13 f., K25). 

Mit Verfügung vom 16. November 2009 verneinte sie einen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und den 

Zeckenbissen vom 30. September und 8. Oktober 2008 und stellte ihre 

Versicherungsleistungen per 30. November 2009 ein (act. K35). Am 4. Dezember 2009 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

reichte der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Einsprache ein (act. K45). Mit 

Einspracheentscheid vom 26. April 2010 lehnte die Beschwerdegegnerin die 

Einsprache ab. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 21. Mai 2010 

Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Versicherungsleistungen gemäss 

UVG auch ab dem 1. Dezember 2009 weiterhin zu gewähren. Eventuell sei die 

Angelegenheit zur genaueren Abklärung durch ein interdisziplinäres medizinisches 

Gutachten und zum neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (act. 

K75). Mit Entscheid vom 21. Februar 2011 hiess das Versicherungsgericht die 

Beschwerde in dem Sinn teilweise gut, dass der Einspracheentscheid aufgehoben und 

die Angelegenheit zur Durchführung ergänzender medizinischer Abklärungen im Sinn 

der Erwägungen (polydisziplinäre Untersuchung durch eine unabhängige 

Begutachtungsstelle) und zu neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wurde (act. K75). Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. Am 29. 

Februar 2012 stellte die Helsana verfügungsweise fest, dass der Beschwerdeführer 

aufgrund seines Unfalls vom 30. September 2008 ein Taggeld für die ihm ärztlich 

attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% beziehe. Sie werde die Kosten der ihm 

empfohlenen kognitiven Verhaltenstherapie übernehmen, diesbezüglich jedoch keine 

zusätzliche Arbeitsausfallentschädigung ausrichten (act. K103). Diese Verfügung 

erwuchs ebenfalls in Rechtskraft. Mit Sanktionsverfügung vom 14. November 2012 im 

Sinne von Art. 43 Abs. 3 ATSG wegen Mitwirkungspflichtverletzung stellte die 

Beschwerdegegnerin sodann ihre Leistungen per 30. November 2012 mit der 

Begründung ein, der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der vorliegenden 

Gesundheitsschädigung und den Ereignissen vom 30. September und 8. Oktober 2008 

sei nicht mehr überwiegend wahrscheinlich erstellt (act. K133). Nachdem der 

Beschwerdeführer gegen diese Verfügung am 3. Dezember 2012 Einsprache 

eingereicht hatte (act. K136), holte die Beschwerdegegnerin nochmals zwei 

Stellungnahmen ihres beratenden Arztes ein (act. M39f.) und teilte dem 

Beschwerdeführer am 6. August 2013 mit, demnach sei die angefochtene Verfügung 

vom 14. November 2012 in Wiedererwägung zu ziehen. Neu sei davon auszugehen, 

dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen der ab Oktober 2008 bestehenden 

Gesundheitsschädigung und den geltend gemachten Zeckenbissen nicht überwiegend 

wahrscheinlich sei. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien auf unfallfremde 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Faktoren zurückzuführen. Die leistungsbegründenden Voraussetzungen seien somit 

nicht erfüllt und es könnten daher keine Versicherungsleistungen entrichtet werden. Die 

Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen behalte sie sich vor (act. K138). Der 

Beschwerdeführer erhob gegen diese Verfügung am 28. August 2013 Einsprache mit 

dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Angelegenheit sei 

gutachterlich umfassender abzuklären. Dann sei erneut zu verfügen (act. K139). Mit 

Einspracheentscheid vom 17. September 2013 wies die Beschwerdegegnerin die 

Einsprache ab. Sie wiederholte, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen 

den ab Oktober 2008 geklagten Beschwerden und allfälligen im September/Oktober 

2008 erlittenen Zeckenbissen nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei. Insbesondere sei das Vorliegen 

eines Post-Lyme-Syndroms nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt (act. K140).

1.2    Ungeachtet von Art. 49 Abs. 1 ATSG, wonach der Versicherer über Leistungen, 

Forderungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene 

Person nicht einverstanden ist, schriftlich verfügen muss, erliess die 

Beschwerdegegnerin in Folge der am 15. April 2009 gemeldeten Zeckenbisse keine 

eigentliche schriftliche Leistungszusprache. Dem Beschwerdeführer soll daraus jedoch 

kein verfahrensrechtlicher Nachteil erwachsen. Wie im Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 21. Februar 2009 festgehalten (act. K75, Erwägung 1.1), ist 

davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin mit der tatsächlichen Ausrichtung 

von Leistungen bzw. De-facto-Erledigung die Kausalität zu den anschliessend 

aufgetretenen gesundheitlichen Störungen mit Arbeitsunfähigkeit anerkannt hat. Damit 

verbunden war auch die Anerkennung eines Unfallereignisses. Auch einem De-facto-

Entscheid wird ab einem bestimmten Zeitpunkt Verbindlichkeit zugeschrieben werden, 

d.h. er erwächst - wie im Anwendungsbereich von Art. 49 ATSG - in Rechtskraft. Der 

Versicherungsträger kann nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des 

formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen; ist diese Frist 

verstrichen, ist eine Änderung nur im Rahmen von Art. 53 ATSG zulässig (vgl. BGE 129 

V 110 ff.; Bestätigung der Rechtsprechung in SVR 2004 ALV Nr. 1, C 7/02, E. 3.1, 

Thomas C.___, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl. Bern 2003, S. 433; 

Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 53 N 28). Von 

einer Rechtswirkung des ursprünglichen De-facto-Entscheids ging offensichtlich auch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Beschwerdegegnerin aus, nachdem sie am 16. November 2009 eine 

Leistungseinstellung mangels natürlicher Kausalität verfügte (act. K35).

1.3    In Bezug auf den Anfechtungsgegenstand des vorliegenden 

Beschwerdeverfahrens - den Einspracheentscheid vom 17. September 2013 (act. 

K140) - und die diesem zugrunde liegende Wiedererwägungsverfügung vom 6. August 

2013 (act. K138) ist sodann zu sagen, dass die Beschwerdegegnerin deren 

Begründungen zufolge dem Beschwerdeführer neu von Grund auf, d.h. ab Oktober 

2008, als bei ihm erste gesundheitliche Störungen auftraten, einen Leistungsanspruch 

aberkennt bzw. die Kausalität zwischen den Zeckenbissen und den anschliessenden 

gesundheitlichen Beschwerden ab Oktober 2008 verneint und sich entsprechend die 

Rückforderung bisher gewährter Taggelder und Heilbehandlung vorbehält. Diese 

Verneinung bildet nun zwar Teil der materiell-rechtlichen Begründung der 

Wiedererwägungsverfügung bzw. des angefochtenen Einspracheentscheids. Doch 

vermag sie das Verfahrensrecht bzw. die formellrechtliche Wirkung des rechtskräftigen 

De-facto-Entscheids mit ursprünglicher Leistungszusprache bzw. Anerkennung der 

Leistungsvoraussetzungen ab Oktober 2008 nicht aufzuheben. Der 

Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen nur 

wiedererwägungsweise zurückkommen, wenn die Voraussetzungen von Art. 53 Abs. 2 

ATSG - zweifellose Unrichtigkeit des Entscheids und erhebliche Bedeutung der 

Berichtigung - erfüllt sind. Die richterliche Überprüfung im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren beinhaltet mithin die materiell-rechtliche Frage, ob diese 

Wiedererwägungsvoraussetzungen in Bezug auf den De-facto-Entscheid erfüllt sind. 

Der Widerruf der (wegen Einsprache vom 3. Dezember 2012; act. K136) nicht 

rechtskräftig gewordenen Verfügung vom 14. November 2012 (act. K133) ist entgegen 

der von der Beschwerdegegnerin verwendeten Terminologie - demnach sei die 

Verfügung vom 14. November 2012 in Wiedererwägung zu ziehen - grundsätzlich 

voraussetzungslos möglich.

2      

2.1     Konkret stellt sich die Frage, ob sich die Bejahung der natürlichen Kausalität 

zwischen den Zeckenbissen vom September und Oktober 2008 sowie den in der Folge 

vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden als zweifellos unrichtig erweist und die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Berichtigung des ursprünglichen De-facto-Entscheids von erheblicher Bedeutung ist 

(Art. 53 Abs. 2 ATSG). Wird dies bejaht und konnte die Beschwerdegegnerin deshalb 

auf ihre ursprüngliche Entscheidung zurückkommen, ist in einem zweiten Schritt unter 

Berücksichtigung der massgebenden Umstände ein erneuter Entscheid zu fällen 

(Kieser, a.a.O, Art. 53 N 43). Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen 

Einspracheentscheid (Erwägung 4) die rechtlichen Voraussetzungen der 

Unfallkausalität zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2.2  Weil die Kausalität zwischen Unfall und gesundheitlichen Beschwerden die 

Grundvoraussetzung für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bildet, wäre für 

den Fall, dass diese verneint werden müsste, die Wiedererwägungsvoraussetzung der 

erheblichen Bedeutung der Berichtigung im vorliegenden Fall offensichtlich erfüllt. 

Anders verhält es sich mit der Wiedererwägungsvoraussetzung der zweifellosen 

Unrichtigkeit des fraglichen De-Facto-Entscheids. Wann von zweifelloser Unrichtigkeit 

auszugehen ist, beurteilt sich nicht nach der Grobheit des Fehlers. Massgebend muss 

vielmehr das Ausmass der Überzeugung sein, dass die bisherige Entscheidung 

unrichtig war. Mit der Zweifellosigkeit wird dabei ein hoher Grad umschrieben. Es darf 

kein vernünftiger Zweifel daran möglich sein, dass eine Unrichtigkeit vorliegt; es ist ein 

einziger Schluss - eben derjenige auf eine Unrichtigkeit - möglich. Die Frage der 

Unrichtigkeit beurteilt sich dabei nach der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im 

Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot. Erscheint die damalige 

Beurteilung als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Kieser, 

a.a.O., Art. 53 N 31; Rudolf Rüedi, Die Verfügungsanpassung als verfahrensrechtliche 

Grundfigur namentlich von Invalidenrentenrevisionen, in: René Schaffhauser/Franz 

Schlauri [Hrsg.], Die Revision von Dauerleistungen in der Sozialversicherung, 

(Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der 

Universität St. Gallen, Neue Reihe), St. Gallen 1999, S. 22 f.; BGE 125 V 389 f. E. 3 mit 

Hinweisen, 117 V 17 E. 2c, 115 V 314 E. 4a/cc; ).

2.3     Das Sozialversicherungsverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung (Art. 43 ATSG) und im Beschwerdeverfahren das Gericht 

(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht 

uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). 

Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die 

Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten 

jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten 

wollte. Diese Beweisregeln greifen jedoch erst dann Platz, wenn die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz nicht rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (vgl. BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 

3b). Im vorliegenden Fall liegt die Beweislast bei der Beschwerdegegnerin. Sie leitet im 

Wiedererwägungsverfahren aus dem Nachweis der zweifellosen Unrichtigkeit für sich 

einen Vorteil ab, indem sie ihrem ursprünglichen De-facto-Entscheid, womit sie ihre 

Leistungspflicht bejaht hatte, aufheben will.

3.      

3.1     Nach der Rechtsprechung ist ein Zeckenbiss als Unfall zu qualifizieren und fällt 

grundsätzlich in den Leistungsbereich des Unfallversicherers (BGE 122 V 230 = Pra 86 

Nr. 82; A. Rumo-Jungo/A. Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf, S. 35 f.). Es bestehen keinerlei Gründe die Sachverhaltsdarstellung des 

Beschwerdeführers in der Unfallmeldung vom 15. April 2009 (act. K1) und gegenüber 

dem Schadeninspektor der Beschwerdegegnerin vom 12. Mai 2009 (act. K5) an sich in 

Frage zu stellen. Die Beschwerdegegnerin spricht zwar im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 17. September 2013 nur von "allfälligen" Zeckenbissen, 

doch führt auch sie selbst nichts Konkretes dafür an, dass sich solche nicht ereignet 

haben sollten.

3.2      

3.2.1      Nachdem der Zeckenbiss - wie bereits erwähnt - sämtliche Merkmale des 

Unfallbegriffs erfüllt, hat die obligatorische Unfallversicherung für die damit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

verbundenen Infektionskrankheiten (Lyme-Krankheit bzw. Lyme-Borreliose, 

Enzephalitis) und deren Folgen aufzukommen (vgl. BGE 122 V 230 = Pra 86 Nr. 82; A. 

Rumo-Jungo/A. Holzer, a.a.O., S. 35 f.). Während die Zecke die Übertragerin der Lyme-

Borreliose ist, ist das Bakterium Borrelia burgdorferi deren Verursacher. Nur eine 

Zecke, die den Lyme-Borreliose-Erreger Borrelia burgdorferi auf sich trägt, vermag 

mithin natürlich kausal eine Lyme-Borreliose zu verursachen (vgl. dazu W. Zimmerli, 

Infektiologie: Therapie der Lyme-Borreliose: Fakten ersetzen Mythen in: SMF 2004 Nr. 

1/2, 16; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 1248 f.; 

Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1144). Bei der Lyme-Borreliose 

handelt es sich um eine Infektionskrankheit mit komplexem Krankheitsbild, das aus 

unspezifischen Allgemein- und spezifischen Symptomen besteht, die aus dem Befall 

der einzelnen Organe resultieren. Zu den wichtigsten Symptomen gehören Müdigkeit, 

Unbehagen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Gelenkschmerzen, 

Muskelschmerzen, Heiserkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bindehautentzündung, 

Gewichtsverlust und Durchfall. Bekannt sind auch Beeinträchtigungen der Psyche wie 

insbesondere depressive Verstimmungen. Als Folge kann ferner ein Chronic Fatigue 

Syndrom auftreten, wobei für dessen Diagnose andere Krankheiten ausgeschlossen 

sein müssen (vgl. Norbert Satz, Klinik der Lyme-Borreliose, 2. Aufl. Bern 2002, S. 95 ff. 

und 190 ff.; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007 sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 14. März 2005, U 

282/04, E. 2.2). Gemäss den medizinischen Akten sowie der medizinischen Literatur 

gibt es sodann verschiedene Formen und Stadien der Lyme-Borreliose (u.a. 

Neuroborreliose, Post-Lyme-Syndrom, Lyme-Arthritis; aktiv bzw. florid [= Stadium II] 

und chronisch [= Stadium III], http://www.rheuma-online.de/a-z/b/borreliose.html, 

Abfrage vom 20. Februar 2014; Abklärung und Therapie der Lyme-Borreliose bei 

Erwachsenen und Kindern, Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für 

Infektiologie, Teil 3: Prävention, Schwangerschaft, Immundefizienz, Post-Lyme-

Syndrom, in: Schweizerische Ärztezeitung, 2005; 86: Nr. 43; Pschyrembel, a.a.O., S. 

1248 f.). Während der erfolgte Kontakt mit dem Borreliose-Erreger mittels 

serologischen Untersuchungen belegt werden kann, genügen diese für den Schluss auf 

eine daraus entstandene Lyme-Borreliose nicht. Die Diagnose einer Lyme-Borreliose - 

gleich welchen Stadiums - setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus (Satz, a.a.O., S. 70; SVR 2008 UV Nr. 

3 S. 12, E. 4.3).

3.2.2    Es ist unbestritten, dass beim Beschwerdeführer durch die positive IgG-

Borrelien-Serologie der Nachweis einer Borrelia burgdorferi (Erreger einer Borreliose) 

erbracht werden konnte (act. M1, M4, M11). Daraus ist zu schliessen, dass er eine 

Borrelien-Infektion durchmachte bzw. Kontakt mit dem Borreliose-Erreger Borrelia 

burgdorferi gehabt hat, was wiederum auf einen Zeckenbiss als Überträger hinweist. 

Die Ausführungen von Prof. Dr N.___ in seinem Gutachten vom 13. September 2011 

betreffend negativen IgM-Titer bzw. eines für das Leiden im Oktober 2008 

möglicherweise verantwortlichen früheren Zeckenstichs vermögen den vorgenannten, 

eigentlich unbestrittenen Sachverhalt nicht in Frage zu stellen. Der negative IgM-Titer 

(act. M1, M6) wurde in den medizinischen Akten nie thematisiert und durfte 

offensichtlich negativ sein (vgl. dazu SVR 2008 UV Nr. 3 S. 12, E. 4.5).

3.2.3   Anschliessend an die Zeckenbisse vom September und Oktober 2008 trat beim 

Beschwerdeführer ein Beschwerdebild mit Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrations- 

und Aufmerksamkeitsstörungen, Gelenkschmerzen, muskuläre Beschwerden, 

Schlafstörungen, Schwellungsgefühle in der rechten Hand auf (act. M4, M6). Ab 

Februar 2009 zeigten sich bei ihm weitere Beschwerden, wie verminderte 

Leistungsfähigkeit, muskuläre Schmerzen im Oberschenkel und in den Oberarmen, 

eine belastungsabhängige und allgemeine Schwäche, Schmerzen, Dysästhesien und 

ein Einschlafgefühl in der rechten Hand sowie wandernde Gelenkschmerzen in grossen 

und kleinen Gelenken (act. M2, M4, K5). Das eben beschriebene Beschwerdebild kann 

ohne weiteres im Rahmen einer Lyme-Borreliose gesehen werden.

3.2.4  In seinem Entscheid vom 21. Februar 2011 (UV 2010/41, E. 1.1, E. 3.2; act. K75) 

ging das Versicherungsgericht vom Vorliegen eines Unfalls aus und prüfte die Frage, 

ob beim Beschwerdeführer durch den Kontakt mit dem Borreliose-Erreger Borrelia 

burgdorferi eine Lyme-Borreliose entstanden sei bzw. für seine Beschwerden ein 

direkter Zusammenhang mit der Borrelien-Infektion bestehe. Es kam zum Schluss, 

dass die verschiedenen durchgeführten Abklärungen im Resultat - insbesondere 

hinsichtlich Vorliegen von Differentialdiagnosen (hauptsächlich Chronique Fatigue 

Syndrom, larvierte Depression, Rheumafaktor-Positivität) - nicht zu einem gebührend 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abgerundeten Bild führen würden und wies die Sache zu weiteren medizinischen 

Abklärungen bzw. einer polydisziplinären Begutachtung durch eine unabhängige 

Begutachtungsstelle an die Beschwerdegegnerin zurück. Aus dem fraglichen 

Versicherungsgerichtsentscheid kann jedoch nicht gefolgert werden, dass die 

ursprüngliche Kausalitätsbejahung zweifellos unrichtig gewesen ist. So ist nämlich zu 

beachten, dass sich der fragliche Versicherungsgerichtsentscheid auf den 

Einspracheentscheid vom 26. April 2010 (act. K52) bzw. die Einstellungsverfügung vom 

16. November 2009 (act, K35) bezog. Geprüft wurde somit nicht die zweifellose 

Unrichtigkeit der Leistungszusprache im Grundfall bzw. der Bejahung eines 

überwiegend wahrscheinlichen leistungsbegründenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und den geltend gemachten 

Beschwerden, sondern die anspruchsaufhebende Tatfrage des Dahinfallens jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens. 

Gegenüber dem damaligen Beschwerdeverfahren vor Versicherungsgericht gilt es im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren die Frage zu prüfen, ob die ursprüngliche Annahme 

des Vorliegens einer Lyme-Borreliose als zweifellos unrichtig zu qualifizieren ist.

3.3  Vor dem Hintergrund der dargelegten Sachlage, wie sie sich im Zeitpunkt der 

rechtskräftigen De-facto-Leistungszusprache darbot - erlittener Zeckenbiss bzw. 

Geschehen des bei einer Lyme-Borreliose konkret vorausgesetzten Unfallereignisses, 

Borreliose Antikörpernachweis und damit aller Wahrscheinlichkeit nach erfolgter 

Kontakt mit dem Borreliose-Erreger Borrelia burgdorferi sowie Vorliegen eines 

typischen Beschwerdebilds für eine Lyme-Borreliose - erschien die Beurteilung der 

Beschwerdegegnerin des Vorliegens eines natürlich kausalen Zusammenhangs 

zwischen dem fraglichen Unfall sowie der nachfolgend beim Beschwerdeführer 

aufgetretenen Erkrankung ohne weiteres vertretbar. Die Annahme zweifelloser 

Unrichtigkeit scheidet damit aus. Eine allfällige spätere, infolge erweiterter 

medizinischer Aktenlage bessere Einsicht, dass mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht die Borrelieninfektion, sondern eine andere 

(Differential-)Diagnose für die Beschwerden verantwortlich ist, vermag an dieser 

Beurteilung nichts zu ändern bzw. erlaubt keine wiedererwägungsweise Aufhebung der 

ursprünglichen Leistungszusprache.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.4     Zusammenfassend ist festzuhalten, dass von einer zweifellosen Unrichtigkeit des 

fraglichen De-facto-Entscheids nicht gesprochen werden kann, weshalb ein 

Zurückkommen auf dem Wege der Wiedererwägung ausgeschlossen ist.

4.      

4.1   Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 17. September 2013 (act. K140) gutzuheissen.

4.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.3   Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung ist pauschal auf Fr. 

4'000.--, einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer, festzulegen.

5   

5.1  Nachdem das Versicherungsgericht mit Entscheid vom 21. Februar 2011 (act. K75) 

die Einstellung der Leistungen per 30. November 2009 durch die Beschwerdegegnerin 

nicht als richtig beurteilt bzw. das Dahinfallen der natürlichen Kausalität (noch) nicht als 

rechtsgenüglich dargetan betrachtet hatte, teilte die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer nach Vorliegen des Gutachtens von Prof. Dr. N.___ vom 13. 

September 2011 (act. M27) mit Schreiben vom 17. September 2012 mit, dass sie 

nochmals eine interdisziplinäre Begutachtung durchführen werde. Ohne 

Begutachtungsergebnis erliess die Beschwerdegegnerin jedoch am 14. November 

2012 eine Sanktionsverfügung, worin sie ihre Leistungen per 30. November 2012 

infolge Verletzung der Auskunfts- und Mitwirkungspflicht des Versicherten bei der 

Sachverhaltsabklärung gestützt auf die vorhandenen Akten einstellte (act. K133). 

Gegen diese Verfügung ist bei der Beschwerdegegnerin ein Einspracheverfahren 

hängig (vgl. act. K136). Das Leistungseinstellungsverfahren wurde damit durch die 

Beschwerdegegnerin noch nicht abgeschlossen und sie wird dieses nun fortführen 

müssen.

5.2    Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass das Gutachten von Prof. Dr N.___ 

vom 13. September 2011 (act. M27) als wesentliche Beurteilungsgrundlage den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Standpunkt beinhaltet, dass sich im konkreten Fall weitere fachspezifische 

Untersuchungen (psychiatrisch, neuropsychologisch, rheumatologisch und 

neurologisch) erübrigen würden. Der Gutachter schliesst damit das Vorliegen von 

Differenzialdiagnosen mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aus. 

Fest steht jedoch, dass das Gutachten von Prof. Dr. N.___ kein polydisziplinäres 

Gutachten darstellt, obwohl ihm von der Beschwerdegegnerin der Auftrag für ein 

solches erteilt worden ist (act. K83). Der Beschwerdeführer wurde sodann zwar durch 

verschiedene Fachspezialistinnen und Fachspezialisten untersucht. Dies jedoch nur in 

den Fachbereichen der Rheumatologie, Psychiatrie, Neuropsychologie und Innere 

Medizin, nicht aber der Neurologie. Gerade auch dieser Fachbereich bildet jedoch mit 

Blick auf die wichtigsten Differentialdiagnosen bei Status nach Lyme-Borreliose (vgl. 

Abklärung und Therapie der Lyme-Borreliose bei Erwachsenen und Kindern, 

Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie, Teil 3: Prävention, 

Schwangerschaft, Immundefizienz, Post-Lyme-Syndrom, in: Schweizerische 

Ärztezeitung, 2005; 86: Nr. 43) eine bedeutende Rolle. Auch Dr. Q.___ hält in seinen 

Stellungnahmen vom 8. August 2012 (act. M38) sowie vom 21. Mai 2013 (act. M39) und 

21. Juni 2013 (act. M40) fest, dass vorliegend eine infektiologische Neubetrachtung 

nicht genüge, zumal es sich im konkreten Fall vorwiegend um ein neurologisches-

rheumatologisches Beschwerdebild handle, und im vorliegenden Fall eine 

polydisziplinäre Begutachtung mit den Fachdisziplinen Neurologie, Neuropsychologie, 

Rheumatologie und Psychiatrie indiziert sei. Wie gesagt, war schliesslich bereits im 

Entscheid des Versicherungsgerichts vom 21. Februar 2011 (act. K75, Erwägung 6) 

festgehalten worden, dass die verschiedenen durchgeführten Abklärungen im Resultat 

- insbesondere hinsichtlich Vorliegen von Differentialdiagnosen - nicht zu einem 

gebührend abgerundeten Bild führen würden. Die Beschwerdegegnerin wird das eben 

Gesagte im Rahmen des Leistungseinstellungsverfahrens zu berücksichtigen haben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.      In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 17. 

September 2013 aufgehoben.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- zu bezahlen (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 01.04.2014
	Art. 4 ATSG: Erfüllung sämtlicher Merkmale des Unfallbegriffs beim ZeckenbissArt. 53 Abs. 2 ATGS: Prüfung der Wiedererwägungsvoraussetzungen in Bezug auf eine rechtskräftige De-facto-Leistungszusprache; zweifellose Unrichtigkeit einer ursprünglichen Leistungszusprache bei Vorliegen eines Unfalls bzw. Zeckenbisses, einer positiven IgG-Borrelien-Serologie sowie nachfolgend typischem Beschwerdebild für eine Lyme-Borreliose verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2014, UV 2013/67).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:00:41+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen