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**Case Identifier:** a7d0545b-5b9e-51fa-a08d-3dc0f90786fa
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 26.10.2016 IV 2014/342
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-342_2016-10-26.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/342

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.01.2020

Entscheiddatum: 26.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 26.10.2016
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gerichtsgutachten. 
Einkommensvergleich. Prozentvergleich. Anspruch auf eine halbe Rente 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. 
Oktober 2016, IV 2014/342). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_753/2016.

Besetzung

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Lisbeth Mattle Frei und Marie-

Theres Rüegg Haltinner; a.o. Gerichtsschreiber Silvio Breu

Geschäftsnr.  

IV 2014/342

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz,

Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im Juni 2011 bei der Invalidenversicherung des Kantons St. 

Gallen (nachfolgend: IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen an. Als gesundheitliche 

Beeinträchtigungen gab sie permanente Lendenwirbelschmerzen sowie einen 

Bandscheibenvorfall und einen Infekt an. Die Versicherte war als Büroangestellte bei 

der B.___ AG, zuletzt in einem 75%-Pensum tätig (IV-act. 1, 11). Dr. med. C.___, 

Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, gab im Gespräch mit dem IV-internen 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 18. Juli 2011 an, bei der Versicherten bestehe 

ein LWS-Syndrom bei Status nach Mikrodiskektomie mit Dekompression L3/L4 und 

dynamischer Stabilisation L3/L4 und L4/L5 am 26. Januar 2011 sowie bei Status nach 

Revisionsoperation vom 13. Mai 2011. Die Versicherte sei seit dem 25. Januar 2011 zu 

100% arbeitsunfähig (IV-act. 15).

A.b  Vom 11. bis 28. Juli 2011 wurde die Versicherte in der Klinik Valens stationär 

behandelt. Im Austrittsbericht vom 28. Juli 2011 nannte die Klinik als Diagnosen ein 

chronisches lumbovertebrales Syndrom, Hyperlaxizität, muskuläre Dysbalance, Status 

nach Einlage zweier interspinöser Implantate L3/L4 und L4/L5 und Mikrodiskektomie 

L3/L4 bei chronischem lumbospondylogenem Schmerzsyndrom 01/2011, Status nach 

lumbaler Wundexzision von nekrotischem Gewebe bei postoperativem Wundinfekt 

03/2011, Status nach Entfernung des Osteosynthesematerials L3/L4 und L4/L5 bei 

periprothetischem Infekt mit Propionibacterium acnes 05/2011 sowie 

Anpassungsstörung. Die lumbovertebralen Schmerzen seien auf eine ungenügende 

Stabilisationsfähigkeit der Wirbelsäule bei Hyperlaxizität (Beighton Score 8/9 Punkte) 

und muskulärer Dysbalance mit konsekutiver Wirbelsäulenfehlform und -haltung 

zurückzuführen. Die Ärzte gaben an, die Versicherte sei seit dem 25. Januar und bis 

zum 21. August 2011 zu 100% arbeitsunfähig, danach bestehe für die angestammte 

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leichte wechselbelastende Tätigkeit als kaufmännische Angestellte im aktuellen 

Teilzeitpensum von 80% eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 19).

A.c  Am 10. Januar 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, sie übernehme die 

Kosten für einen ergonomischen Stuhl und eine Fussstütze (IV-act. 33; vgl. auch IV-act. 

21, 25, 30). In einer Mitteilung gleichen Datums gewährte die IV-Stelle zudem Beratung 

und Unterstützung beim Erhalt des derzeitigen Arbeitsplatzes durch die 

Eingliederungsberatung (IV-act. 34).

A.d  Dr. med. D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, Schmerzzentrum 

des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) diagnostizierte im Bericht vom 9. 

Februar 2012 ein chronifiziertes nozizeptives lumbales und lumbosakrales 

Schmerzsyndrom. Er führte aus, die Versicherte sei durch ihre Schmerzen bei der 

Arbeit sowohl im Sitzen als auch im Stehen massiv behindert. Wechselbelastungen 

seien möglich, jedoch nicht über längere Zeit (IV-act. 37). Im Bericht vom 29. Mai 2012 

führte Dr. D.___ aus, die Versicherte bekomme bei längerem Sitzen mehr Schmerzen 

im Bereich der unteren LWS und am lumbo-sakralen Übergang, welche das weitere 

Sitzen behinderten und die Versicherte zum Aufstehen und Herumgehen zwängen. Dies 

verhindere eine längerdauernde sitzende Position und längeres Arbeiten in dieser 

Position. Ihr sei die bisherige Tätigkeit zu 50% zumutbar (IV-act. 54). Im Arztbericht 

vom 25. Juli 2012 äusserte Dr. D.___ nach Durchführung eines MRI der Wirbelsäule 

den Verdacht auf eine Erkrankung aus dem rheumatologischen Formenkreis (IV-act. 65, 

72-41/41).

A.e  Dr. med. E.___, Fachärztin FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, führte im 

Bericht vom 6. August 2012 aus, es fänden sich keine Hinweise für eine entzündlich-

rheumatische Erkrankung im Sinne einer Kollagenose oder einer rheumatoiden Arthritis, 

weder in der klinischen Untersuchung noch sonographisch oder labormässig (IV-act. 

67).

A.f  Anlässlich des Assessmentgesprächs vom 27. September 2012 hielt die IV-Stelle 

fest, es seien keine weiteren beruflichen Massnahmen angezeigt. Gemäss telefonischer 

Besprechung mit der Arbeitgeberin der Versicherten vom 11. Juni 2012 sei der 

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Arbeitsplatz gesichert, solange die Versicherte nicht weniger als 50% arbeite (vgl. das 

FI-Ergebnis-Protokoll nach Assessementgespräch, IV-act. 71).

A.g  Nach Einholung weiterer medizinischer Berichte (IV-act. 72f.), unter anderem eines 

Verlaufsberichts von Dr. D.___ vom 22. Oktober 2012, in welchem dieser den 

Gesundheitszustand der Versicherten als stationär bezeichnete (IV-act. 73), teilte die 

IV-Stelle der Versicherten am 20. November 2012 mit, es sei eine polydisziplinäre 

Begutachtung angezeigt (IV-act. 83, vgl. auch IV-act. 89).

A.h  Mit interdisziplinärem Medas Gutachten des Zentrums für interdisziplinäre 

medizinische Begutachtungen AG, Schwyz (ZIMB) vom 28. April 2013 (IV-act. 99) 

beurteilten die Gutachter die Versicherte als aus rein somatischer (internistischer, 

rheumatologischer, orthopädisch-chirurgischer und neurologischer) Sicht als 

Sachbearbeiterin in einem Büro in ihrer Arbeitsfähigkeit als nicht eingeschränkt. Aus 

versicherungspsychiatrischer Sicht bestehe aber eine 30%-ige Arbeitsunfähigkeit, 

bedingt durch die depressive Symptomatik; die gedankliche Flexibilität sei reduziert, 

ebenso die Belastbarkeit. Vom Januar bis Ende August 2011 habe aufgrund der 

Rückenoperation sowie der operativen Revisionen vorübergehend eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden. Dann habe die Versicherte wieder begonnen, zu 50% zu 

arbeiten. Aufgrund der aktuell gutachterlich erhobenen Befunde sei es ihr ab sofort 

zumutbar, das Pensum auf 70% zu erhöhen.

A.i Am 16. Dezember 2013 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen 

Arztbericht von Dr. med. F.___, Facharzt FMH Physikalische und Rehabilitative Medizin, 

leitender Arzt Departement Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation, KSSG, vom 

14. November 2013 ein (IV-act. 109). Darin wurde neu die Diagnose einer peripheren 

und axialen Spondyloarthritis gestellt. Der RAD holte daraufhin sämtliche ambulanten 

Behandlungsberichte inklusive Laborbefunde der Versicherten beim KSSG ein (IV-act. 

112f.) und kam am 4. Februar 2014 zum Schluss, dass das neu geltend gemachte 

Vorliegen einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung aufgrund der objektivierbaren 

Befunde nicht nachvollzogen werden könne und der Gesundheitszustand im Vergleich 

zum Medas Gutachten vom April 2013 stationär sei (IV-act. 117-2).

A.j Daraufhin wurden die beruflichen Massnahmen mit Schreiben vom 21. Februar 2014 

abgeschlossen (IV-act. 120).

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A.k  Mit Vorbescheid vom 16. April 2014 stellte die IV-Stelle in Aussicht, den 

Rentenanspruch der Versicherten bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 22% zu 

verneinen. Der dagegen erhobene Einwand vom 2. Juni 2014 (IV-act. 130) wurde mit 

Verfügung vom 3. Juni 2014 abgewiesen (IV-act. 131).

B. 

B.a  Mit Beschwerde vom 4. Juli 2014 (act. G 1) liess die Versicherte durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Markus Schultz, St. Gallen, beantragen, ihr sei ab dem 14. Mai 

2013 eine halbe Invalidenrente zuzusprechen; unter voller Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Zur Begründung liess sie insbesondere vorbringen, die im 

Gutachten geschätzte 70%-ige Arbeitsfähigkeit werde am ursprünglichen Pensum von 

75% gemessen und nicht an einem Vollpensum. Dadurch ergebe sich eine 

Arbeitsfähigkeit von 52,5% bzw. eine Arbeitsunfähigkeit von 22,5%. Sie habe aufgrund 

des Alters der Kinder und deren Betreuungsbedarfs ihr Pensum vor Eintritt der 

Invalidität nicht auf über 75% erhöhen können. Spätestens im Jahr 2013, als ihr 

jüngstes Kind 16 Jahre alt geworden sei, hätte sie ihr Pensum auf 100% erhöht. Ihre 

derzeitige Arbeitsstelle sei optimal adaptiert. Es sei offensichtlich, dass eine 

vergleichbare Arbeitsstelle auf dem freien Arbeitsmarkt nicht zu finden sei, weshalb 

vorliegend zusätzlich eine versteckte Soziallohnkomponente von mindestens 10% zu 

berücksichtigen sei. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 50% und damit ab ___ 2013 

(16. Geburtstag des jüngsten Kindes) der Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 5. September 2014 (act. G 4) schloss die 

Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie im 

Wesentlichen an, es könne offen bleiben, ob sich die Arbeitsunfähigkeit auf der 

Grundlage eines 75%-Pensums errechne. Die mittelgradige depressive Episode mit 

somatischem Syndrom sei nicht invalidisierend. Es ergebe sich aus dem 

psychiatrischen Teilgutachten klar, dass die mittelschwere depressive Symptomatik als 

Begleiterscheinung der von einer Rückenoperation vom 26. Januar 2011 herrührenden 

Schmerzstörung anzusehen sei. Zudem seien hinsichtlich der depressiven 

Symptomatik die zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten nicht ausgeschöpft, da sich 

die Beschwerdeführerin erst seit kurzem in einer psychotherapeutischen Behandlung 

befinde. Damit bestehe keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung 

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der Arbeitsfähigkeit und die nach der Rechtsprechung erforderlichen Kriterien lägen 

nicht in genügender Weise vor, um die Schmerzstörung als invalidisierend anzusehen.

B.c  Am 8. September 2014 legte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen 

Arztbericht von Dr. F.___ und Prof. Dr. G.___, Facharzt FMH für Innere Medizin und 

Rheumatologie, Fachimmunologe DGfl, Klinikleiter Departement Innere Medizin, Klinik 

für Rheumatologie, KSSG, vom 27. August 2014 ins Recht (act. G 6.1).

B.d  Mit Replik vom 8. Oktober 2014 (act. G 7) brachte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin vor, der Gesundheitszustand habe sich nachweislich 

verschlechtert.

B.e  Mit Schreiben vom 24. Oktober 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine 

Duplik und hielt am bisherigen Antrag vollumfänglich fest (act. G 9).

B.f  Nach entsprechender Orientierung und Anhörung der Parteien (act. G 11 ff.) gab 

das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen am 1. Juni 2015 ein orthopädisches 

und psychiatrisches Gerichtsgutachten bei der asim Begutachtung, Universitätsspital 

Basel, in Auftrag, welches zwecks Klärung allfälliger entzündlicher Prozesse um ein 

rheumatologisches Aktenkonsil ergänzt wurde (act. G 14, G 17).

B.g  Im Gerichtsgutachten vom 3. Mai 2016 (act. G 19) wurden als Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, 

eine mittelgradige depressive Episode und eine Persönlichkeitsakzentuierung nach 

Vernachlässigung und ungünstigen Bindungserfahrungen in der Kindheit diagnostiziert. 

Gesamtmedizinisch bestehe seit Ende Juli 2011 eine 50%ige Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit im angestammten Beruf als Büroangestellte, wobei die bisherige 

Tätigkeit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen optimal angepasst sei.

B.h  Mit Stellungnahme vom 19. Mai 2016 (act. G 21) hielt die Beschwerdegegnerin 

fest, das polydisziplinäre Gerichtsgutachten und das polydisziplinäre Gutachten des 

ZIMB enthielten vor allem in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

divergierende Schlussfolgerungen. In somatisch-rheumatologischer Hinsicht bestätige 

das Gerichtsgutachten implizit die Beurteilung des ZIMB-Gutachtens. Die 

Nachvollziehbarkeit der Schmerzsymptomatik sei in der wirbelsäulenchirurgischen 

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Beurteilung im asim-Gutachten einzig mit einer Aggravation des schon vor den 

operativen Eingriffen bestehenden Schmerzsyndroms aufgrund der 

komplikationsreichen Operation begründet worden. Bei der Beschwerdeführerin seien 

weder schwere degenerative Veränderungen ausgewiesen noch lägen Instabilitäten 

oder eine ausgeprägte Fehlstatik vor, was auch schon das somatische 

Abklärungsergebnis der ZIMB-Begutachtung gezeigt habe. Vor diesem Hintergrund 

erweise sich die im asim-Gerichtsgutachten rein somatisch begründete 30%ige 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als nicht schlüssig. Die Therapiemöglichkeiten seien 

bei Weitem nicht ausgeschöpft worden, weshalb nicht auf Therapieresistenz und 

demzufolge auch nicht auf das Vorliegen einer invalidisierenden depressiven 

Erkrankung geschlossen werden könne. Auch die diagnostizierte 

Persönlichkeitsakzentuierung nach Vernachlässigung und ungünstigen 

Bindungserfahrungen vermöge keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu 

begründen.

B.i Mit Stellungnahme vom 20. Juni 2016 (act. G 24) äusserte sich der Rechtsvertreter 

der Beschwerdeführerin dahingehend, dass auf das Gerichtsgutachten abzustellen sei. 

Die Arbeitsfähigkeit im Beruf liege bei einem Arbeitspensum von 70% bei 35%. 

Einschränkungen in der Haushaltsführung seien ebenfalls zu berücksichtigen und 

(allenfalls) die gemischte Methode anzuwenden.

B.j Zu den Ausführungen der Beschwerdegegnerin vom 19. Mai 2016 nahm der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 5. September 2016 Stellung (act. G 28). Es 

sei verfehlt zu behaupten, die Schmerzsymptomatik sei objektiv nicht nachvollziehbar 

und die Beschwerdeführerin sei aufgrund der mittelgradig depressiven Episode nicht 

arbeitsunfähig.

Erwägungen

1. 

1.1  Zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.

1.1  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

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Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) und kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bilden die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung und die Umschreibung der trotz der 

Gesundheitsbeeinträchtigung noch möglichen und zumutbaren Tätigkeiten (vgl. Art. 6 

ATSG). Dabei ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer 

wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 

berücksichtigt.

1.2  Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie 

körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinn von Art. 4 Abs. 1 IVG in 

Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen 

Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant 

gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 

Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, 

abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen 

Beeinträchtigung vereinbar ist.

1.3  Einen Rentenanspruch haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

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Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid 

sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

1.4  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen und somit den 

Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung - und im Beschwerdefall das 

Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere 

Fachleute zur Verfügung gestellt haben. Nach dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Gutachtens 

ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich 

mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinandersetzt, was vor 

allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls 

in Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in 

der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, 

dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann (vgl. BGE 125 V 

351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c, je mit Hinweisen).

1.5  Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nicht ohne zwingende Gründe von den 

Einschätzungen der medizinischen Experten ab. Ein Grund zum Abweichen kann 

vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht 

eingeholtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen 

gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche 

Meinungsäusserungen anderer Fachexperten dem Gericht als triftig genug erscheinen, 

die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens in Frage zu stellen, sei es, dass es die 

Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt hält, sei es, dass es ohne 

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Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schlussfolgerungen 

zieht (BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.6; BGE 125 V 351 E. 3a und 3b/aa mit Hinweis; UELI 

KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N55 zu Art. 43).

2. 

2.1  Die Beschwerdegegnerin hat sich in der rentenablehnenden Verfügung vom 3. Juni 

2014 auf das Gutachten des ZIMB vom 28. April 2013 gestützt, in welchem der 

Beschwerdeführerin eine 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 

attestiert wurde (IV-act. 99-51, vgl. vorne A.h). Im Gegensatz zur Beschwerdegegnerin 

hat das Versicherungsgericht das Gutachten des ZIMB vom 28. April 2013 nicht als 

rechtsgenügliche Grundlage zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin erachtet: Im Bericht von Dr. F.___/Prof. G.___ vom 27. August 

2014 wurde der Beschwerdeführerin unter Hinweis auf eine mittel- bis schwergradig 

funktionsgeminderte Lenden-Becken-Hüftregion beiderseits (M54.5) mit 

schmerzbedingten Minderinnervationen L3 und L4 beiderseits, einer peripheren und 

axialen Spondyloarthritis (M46.0) sowie einer mittelgradigen depressiven Episode 

(F32.1; ohne Hinweise für somatoforme Schmerzstörung) eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

in der zuvor ausgeübten Tätigkeit attestiert und eine darauf ausgerichtete Therapie 

festgehalten (act. G 6.1). Bei diesen relativ stark divergierenden Einschätzungen, 

namentlich in somatischer Hinsicht, vor dem Hintergrund einer misslungenen 

Rückenoperation hat das Versicherungsgericht eine weitere medizinische Abklärung in 

Form eines Gerichtsgutachtens als notwendig erachtet.

2.2  Zu klären ist damit die Frage, ob die medizinische Aktenlage mit der Erstellung des 

asim-Gerichtsgutachtens des Universitätsspitals Basel vom 3. Mai 2016 (act. G 19; 

nachfolgend asim-Gutachten) eine rechtsgenügliche Beurteilung der 

Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt. Im asim-Gutachten wurden als 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom, eine mittelgradige depressive Episode sowie eine 

Persönlichkeitsakzentuierung nach Vernachlässigung und ungünstigen 

Bindungserfahrungen in der Kindheit festgehalten. Gesamtmedizinisch bestehe im 

angestammten Beruf als Büroangestellte eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Nach 

Einschätzung der Sachverständigen sollte rein wirbelsäulenchirurgisch aufgrund der 

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aktuellen klinischen und radiologischen Befunde eine Tätigkeit als Büroangestellte, die 

einer optimal angepassten leichten wechselbelastenden Tätigkeit mit Möglichkeit zur 

Einnahme von Entlastungspositionen entspreche, ein Arbeitspensum von 70% möglich 

sein. Im Bereich der Lendenwirbelsäule sei zwar zweimal eine Operation durchgeführt 

worden. Ein nachweisbarer erheblicher struktureller Schaden sei davon jedoch nicht 

verblieben. Nachvollziehbar sei, dass bei zweifach operierter Wirbelsäule eine gewisse 

Belastungsminderung vorliege. Das Ausmass der Beschwerdeschilderung sei, auch 

wenn die Beschwerden differenziert vorgebracht würden, orthopädisch nicht 

vollständig erklärbar. Aufgrund der psychiatrischen Diagnose könne die ausgeübte 

Tätigkeit nur zu 50% umgesetzt werden. Es beständen Einschränkungen aufgrund der 

gestörten Durchhaltefähigkeit. Die Fähigkeit, sich an Regeln und Routinen anzupassen, 

sei eingeschränkt. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sei bei chronischem 

Schmerzsyndrom ebenso reduziert. Die Beschwerdeführerin brauche mehrere Pausen 

während des Arbeitstages, die sie flexibel gestalten könne. Es bestehe eine 

Konzentrationsstörung durch Schmerzen und Ablenkung bei dysfunktionalen 

Kognitionen im Rahmen der Persönlichkeitsakzentuierung. Eine Überlastung über die 

eigene Belastungsgrenze hinaus sei ungünstig; die Beschwerdeführerin sei nur 

eingeschränkt in der Lage, diese adäquat wahrzunehmen. Aktuell leiste die 

Beschwerdeführerin ein 70% Pensum aus rein finanzieller Notwendigkeit, was einer 

konstanten Überforderung gleichkomme und auf dem Hintergrund der biographischen 

Entwicklung und bei bestehender mittelgradiger Depression auch prognostisch 

ungünstig sei und die Gefahr einer schwerer wiegenden Dekompensation beinhalte 

(act. G 19 S. 8 f.).

2.3  Während die Beschwerdeführerin die im asim-Gutachten aus gesamtmedizinischer 

Sicht auf 50% angesetzte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit grundsätzlich anerkennt 

(act. G 24 Ziff. 1), kritisiert die Beschwerdegegnerin die Arbeitsfähigkeitseinschätzung 

im asim-Gutachten.

2.4  Die Beschwerdegegnerin rügt, die rein somatisch begründete 30%ige 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei nicht schlüssig; die Beschwerdeführerin sei 

somatisch in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Sie begründet dies damit, dass 

entgegen den Berichten des KSSG mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

entzündliche rheumatologische Erkrankung in Form einer Spondylarthritis vorliege. 

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Damit werde implizit bestätigt, dass aus rein rheumatologischer Sicht in adaptierter 

Tätigkeit keine Einschränkung bestehe (act. G 21 Ziff. III/5). Weiter führt die 

Beschwerdegegnerin als Begründung der von ihr vorgebrachten uneingeschränkten 

Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht an, dass weder schwere degenerative 

Änderungen ausgewiesen seien noch Instabilitäten oder eine ausgeprägte Fehlstatik 

vorliegen würden. In einer solchen Konstellation vermöge eine nicht durch organische 

Befunde erklärbare Schmerzsymptomatik keine quantitative Einschränkung der 

Leistungsfähigkeit zu begründen (act. G 21 Ziff. III/7). Zur Arbeitsfähigkeit in 

psychiatrischer Hinsicht bringt die Beschwerdegegnerin vor, die Therapiemöglichkeiten 

für die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode seien noch nicht ausgeschöpft, 

weshalb nicht auf Therapieresistenz und demzufolge nicht auf das Vorliegen einer 

invalidisierenden depressiven Erkrankung geschlossen werden könne. Die 

mittelgradige depressive Episode begründe daher keine Arbeitsunfähigkeit (act. G 21 

Ziff. III/12). Mangels Persönlichkeitsstörung vermöge auch die diagnostizierte 

Persönlichkeitsakzentuierung keine invalidenversicherungsrechtlich relevante 

Arbeitsunfähigkeit zu begründen (act. G 21 Ziff. III/13).

2.4.1  Es trifft zu, dass die asim-Gutachter die Diagnose einer entzündlichen 

Spondyloarthritis anders als das KSSG für sehr unwahrscheinlich halten (act. G 19 S. 

11 f.). Daraus lässt sich allerdings nichts gegen die Beurteilung der Gutachter ableiten; 

vielmehr zeigt sich darin die Sorgfalt der Gutachter, die sich unvoreingenommen mit 

allen Vorakten auseinandersetzen und nachvollziehbar beschreiben, weshalb sie eine 

Diagnose als ausgewiesen oder nicht ausgewiesen erachten. Aus dem 

rheumatologischen Aktengutachten geht auch hervor, dass sich eine aktivierte lumbale 

Fazettengelenksarthrose zeige, was bei Menschen mit Hypermobilität häufig 

angetroffen werde. Zudem habe die frustrane Mikrodiskektomie und Versteifung der 

Wirbelsäule die Symptomatik nicht verbessert, sondern verschlechtert (act. G 19, 

rheumatologisches Aktengutachten S. 2). Es trifft sodann nicht zu, dass nur eine durch 

organische Befunde nicht erklärbare Schmerzsymptomatik vorliegt. Im 

wirbelsäulenchirurgischen Gutachten wird festgehalten, dass sich die lumbalen 

Schmerzen in Folge der retrospektiv nicht klar indizierten Operation verschlechtert 

hätten, was zweifellos durch den langsam schwelenden Infekt der Implantate erklärt 

werden könne, welche im Rahmen der Infektsanierung korrekterweise entfernt worden 

seien. Dadurch sei zwangsläufig ein Flurschaden an den Bändern zwischen den 

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Dornfortsätzen entstanden. Zwar führe dieser nicht zu einer grundsätzlichen 

gravierenden Instabilität der Wirbelsäule, lasse aber die Aggravation des vorher schon 

bestehenden Schmerzsyndroms nachvollziehen (act. G 19, wirbelsäulenchirurgisches 

Gutachten S. 7 f.). Dass das initiale Schmerzsyndrom gemäss dem 

wirbelsäulenchirurgischen Gutachten nicht ganz erklärt werden kann, spielt vorliegend 

keine Rolle. Eine mögliche Ursache der Schmerzen wird im benignen 

Hypermobilitätssyndrom mit einem Beighton Score von 8/9 Punkten gesehen. 

Chronische Schmerzzustände im Bereich der Wirbelsäule seien bei diesem 

Krankheitsbild gehäuft vorliegend (act. G 19, rheumatologisches Aktengutachen S. 2). 

Massgebend bleibt, dass die Aggravation des bestehenden Schmerzsyndroms durch 

die komplikationsreiche Operation aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht nachvollziehbar 

ist. Auch wenn die Wirbelsäule nach den verschiedenen Eingriffen als stabil und 

grundsätzlich belastbar angesehen werden müsse, würden sich Einschränkungen aus 

der ebenso nachvollziehbaren Schmerzhaftigkeit ergeben (act. G 19, 

wirbelsäulenchirurgisches Gutachten S. 8). Zudem wird festgehalten, dass die 

Operation selbst, die Revisionsoperation sowie die vielen anschliessenden Infiltrationen 

der Wirbelsäule rückblickend die Chronifizierung der Schmerzen gefördert hätten (act. 

G 19, asim-Gutachten S. 13). Diese Feststellungen führen gemäss den 

Sachverständigen zu einer rein somatisch betrachteten Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit um 30% aufgrund der Notwendigkeit von regelmässigen Ruhepausen 

und der Möglichkeit zum Abliegen. Zudem müssten noch Ressourcen zur Erledigung 

des Haushalts und zur Durchführung einer regelmässigen Physiotherapie freigehalten 

werden. Diese sei notwendig, um eine weitere Dekonditionierung zu vermeiden und die 

Arbeitsfähigkeit zu erhalten (act. G 19, wirbelsäulenchirurgisches Gutachten S. 8). Es 

ist demnach medizinisch unbegründet, allein von fehlenden schweren degenerativen 

Veränderungen und der fehlenden Instabilität ohne weiteres darauf zu schliessen, die 

Leistungsfähigkeit sei nicht eingeschränkt. Vor allem aber ist es verfehlt, jede Diagnose 

einzeln für sich alleine zu betrachten und für jede Diagnose einzeln zu beurteilen, ob 

diese für sich isoliert betrachtet eine Arbeitsunfähigkeit begründet oder zu keiner 

Arbeitsfähigkeitseinschränkung führt (so die Ansicht der Beschwerdegegnerin, act. G 

21). Zwar sind die Schmerzen, wie die Beschwerdegegnerin korrekt vorbringt, nach 

Angaben der Gutachter nicht vollständig organisch erklärbar (vgl. act. G 19, asim-

Gutachten S. 13), was aber nicht mit Beschwerden ohne jegliche organische Grundlage 

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gleichzusetzen ist. Vielmehr bedeutet dies, dass nur das Ausmass der 

Beschwerdeschilderung aus rein orthopädischer Sicht nicht vollständig erklärbar ist 

(act. G 19, asim-Gutachten S. 8). Auch werden im asim-Gutachten nirgends eine 

Aggravation oder auch nur Verdeutlichungstendenzen der Beschwerdeführerin 

festgehalten. Letztere fällt vielmehr durch Kooperation und Konsistenz bei der 

Schmerzschilderung auf.

2.4.2  Das fachärztlich diagnostizierte chronische Schmerzsyndrom (eine somatoforme 

Schmerzstörung hingegen wurde mangels Diagnosekriterien verneint [act. G 19, asim-

Gutachten S. 13, psychiatrisches Fachgutachten S. 12]) ist ebenfalls nicht isoliert für 

sich alleine zu betrachten. Die versicherte Person ist - insbesondere vor dem 

Hintergrund, dass ihre gesamthaft vorhandenen Ressourcen (vgl. BGE 141 V 281, E. 

3.4.2. ff. und E. 4.3.1.3 betreffend Komorbidität) eine wesentliche Rolle bei der Frage 

nach der ganzen oder teilweisen Arbeitsfähigkeit spielen - gesamtheitlich, respektive, 

wie es im Fazit des asim-Gutachtens heisst, gesamtmedizinisch (act. G 19, asim-

Gutachten S. 8) zu betrachten und daraus folgend, ihre Arbeitsfähigkeit ebenso 

gesamtheitlich zu beurteilen. Die diagnostizierten Gesundheitsbeeinträchtigungen 

haben gegenseitige Wechselwirkungen mit Einfluss auf die vorhandenen Ressourcen, 

weshalb es verfehlt ist, das chronische Schmerzsyndrom einerseits und die 

mittelgradige depressive Episode andererseits je einzeln und für sich isoliert zu 

betrachten. Entsprechend erachten die Sachverständigen im asim-Gutachten bei 

ausgeprägtem Schmerzsyndrom und gleichzeitiger mittelgradiger Depression, vor 

allem auch vor dem Hintergrund der im psychiatrischen Fachgutachten diskutierten 

Persönlichkeitsaspekte, eine Arbeitsfähigkeit von 50% für möglich, eine 70%ige 

Arbeitstätigkeit hingegen für nicht zumutbar, jedoch bei Verbesserung der Depression 

in Zukunft für durchaus erreichbar (act. G 19, asim-Gutachten S. 14). Was schliesslich 

das Vorbringen der Beschwerdegegnerin betrifft, invalidenversicherungsrechtlich lasse 

sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen, ist zu beachten, dass die 

Behandelbarkeit einer psychischen Störung für sich allein betrachtet nichts über deren 

invalidisierenden Charakter aussagt (Urteil des Bundesgerichts vom 19. Juni 2013, 

9C_947/2012, E. 3.2.1 mit Hinweis). Das Bundesgericht hat klargestellt, dass die 

Behandelbarkeit eines psychischen Leidens sogar bei grundsätzlich guter Prognose 

einen - allenfalls befristeten - Rentenanspruch nicht zum Vorneherein ausschliesst 

(Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2014, 8C_148/2014 E. 3.1 mit Hinweis auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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das Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juni 2014, 8C_56/2014, E. 4.1). Vor dem 

Hintergrund, dass die Beschwerden und die vorhandenen Ressourcen einer 

versicherten Person gesamtheitlich zu betrachten und zu beurteilen sind, wie dies im 

asim-Gutachten geschehen ist, kann dem Argument der fehlenden invalidisierenden 

Wirkung des psychischen Leidens im vorliegenden Fall nicht gefolgt werden. Es 

besteht demnach kein Anlass, der medizinisch bescheinigten Arbeitsunfähigkeit aus 

rechtlicher Sicht eine Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit abzusprechen.

2.4.3  Schliesslich ist ebenso festzuhalten, dass angesichts der klaren Formulierung im 

asim-Gutachten, wonach gesamtmedizinisch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit im 

angestammten Beruf als Büroangestellte bestehe (act. G 19, S. 8), und der Ausführung 

im psychiatrischen Gutachten, wonach die Explorandin in ihrer angestammten, optimal 

angepassten Tätigkeit zu etwa 50% - explizit "4 Stunden täglich" - arbeitsfähig sei (act. 

G 19, psychiatrisches Fachgutachten S. 14), nicht von einer lediglich 35%igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht wird (vgl. 

act. G 24 Ziff. 3).

2.5  Zusammenfassend ist auf das asim-Gutachten sowie auf die darin interdisziplinär 

festgestellte 50%ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten abzustellen.

3. 

3.1  Im Folgenden ist ausgehend von der medizinisch-theoretisch 50%igen 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zu ermitteln, ob sich ein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad ergibt.

3.2  Den Akten zufolge war die Beschwerdeführerin vor Eintritt der gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen zuletzt im Pensum von 75% arbeitstätig (vgl. IV-act. 1, 11; Pensum 

wäre nach Angaben der Beschwerdeführerin eigentlich 80%, sie komme aber nicht 

ganz auf ihre Stunden und bekomme deshalb nur Lohn für ein 75% Pensum, vgl. IV-

act. 30-3). Sie gab gegenüber der Eingliederungsverantwortlichen am 19. Februar 2014 

glaubhaft an, im Gesundheitsfall 100% zu arbeiten, da ihre Kinder erwachsen seien (IV-

act. 116). Vorliegend besteht kein Anlass, die Beschwerdeführerin nicht als 

Vollzeiterwerbstätige im Vollpensum zu qualifizieren.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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3.3  Im Zusammenhang mit dem Einkommensvergleich gemäss Art. 16 ATSG bestimmt 

sich das Valideneinkommen nach dem Erwerbseinkommen, welches die versicherte 

Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG letzter 

Teilsatz). Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 

135 V 297 E. 5.2). Sind die Validen- und die Invalidenkarriere dieselben, so kann der 

Einkommensvergleich auf die Untervariante des Prozentvergleichs beschränkt werden. 

Die Beschwerdeführerin arbeitete seit Januar 2003 stets bei der gleichen Arbeitgeberin 

(vgl. IV-act. 11-1). Ihr bisheriger Arbeitsplatz ist gesichert, solange sie nicht weniger als 

50% arbeitet (IV-act. 71-1), was mit ihrem 50%-Pensum der Fall ist (vgl. IV-act. 125). 

Es liegen demnach stabile Verhältnisse vor. Die Beschwerdeführerin schöpft mit dem 

effektiv geleisteten 50%-Pensum die ihr zugemutete Restarbeitsfähigkeit von 50% voll 

aus. Gemäss Angaben der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin vom 28. März 2014 

entspricht der im Arbeitspensum von 50% ausbezahlte Lohn der erbrachten 

Arbeitsleistung (IV-act. 125). Der ausgerichtete Lohn weist also keine 

Soziallohnkomponente auf. Die Invalidenkarriere stimmt somit mit der Validenkarriere 

überein. Beim Prozentvergleich entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit, unter Berücksichtigung eines allfälligen Leidensabzugs. Letzterer 

entfällt im vorliegenden Fall, solange die Invalidenkarriere mit der Validenkarriere 

übereinstimmt. Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin beträgt 50% (E. 2.5). 

Damit ergibt sich ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 50%.

3.4  Die Beschwerdeführerin beantragt eine Rente mindestens ab dem ___ 2013, da ihr 

jüngstes Kind an diesem Tag sechzehn Jahre alt wurde und die Beschwerdeführerin im 

Gesundheitsfall spätestens ab diesem Zeitpunkt in einem 100% Pensum tätig gewesen 

wäre. Der Rentenanspruch beginnt gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG frühestens nach 

Erfüllung des Wartejahrs. Seit der Operation am 26. Januar 2011 war die 

Beschwerdeführerin stets durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (act. 

G 19, asim-Gutachten S. 9). Die Anmeldung bei der IV-Stelle erfolgte am 27. Juni 2011 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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(IV-act. 1). Der ___ 2013 liegt damit auch nach dem Ablauf von sechs Monaten ab 

Geltendmachung des Leistungsanspruches (Art. 29 Abs. 1 IVG). Die Rente wird 

gemäss Art. 29 Abs. 3 IVG vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der 

Rentenanspruch besteht, was vorliegend somit im Mai 2013 der Fall ist.

4. 

4.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen. Die 

Sache ist zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden 

nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 

200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Ausgangsgemäss hat die 

unterliegende Beschwerdegegnerin die Kosten für das Gerichtsverfahren, die 

angesichts des überdurchschnittlichen Verfahrensaufwandes auf Fr. 1'000.-- 

festzusetzen sind, und die Kosten für das Gerichtsgutachten von Fr. 10'912.30 zu 

bezahlen. Sie hat der Beschwerdeführerin zudem eine dem überdurchschnittlichen 

Vertretungsaufwand entsprechende Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.  In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2014 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. Mai 2013 eine halbe 

Rente der Invalidenversicherung zugesprochen; die Sache wird zur Festsetzung der 

Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 1'000.-- und die Kosten für 

das Gerichtsgutachten von Fr. 10'912.30 zu bezahlen. Der Beschwerdeführerin wird 

der von ihr geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 4'000.-- zu 

entschädigen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 26.10.2016
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gerichtsgutachten. Einkommensvergleich. Prozentvergleich. Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Oktober 2016, IV 2014/342). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_753/2016.

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		2025-07-19T07:51:17+0200
	"9001 St.Gallen"
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