# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0295f74-e2e3-5165-8e21-e68e69fff6c1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.12.2021 SB180092
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180092_2021-12-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180092-O/U/mc-as 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, Oberrichter lic. iur. Stiefel und 

Oberrichterin lic. iur. Bertschi sowie Gerichtsschreiberin MLaw Wol-

ter 

 

Urteil vom 16. Dezember 2021 

 

in Sachen 

 

1. … 

2. A._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

3. B._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

2 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

3 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, vertreten durch Staatsanwalt MLaw 
Candrian,  

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend mehrfacher Pfändungsbetrug etc.   

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon, 1. Abteilung, vom 
9. November 2017 (DG170001)  

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, Wirtschaftsdelik-

te, vom 7. Dezember 2016 (Urk. 011001) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

"1. Der Beschuldigte 1 ist des mehrfachen Pfändungsbetrugs im Sinne von 

Art. 163 Ziff. 1 StGB und der Gläubigerschädigung durch Vermögensver-

minderung im Sinne von Art. 164 Ziff. 1 StGB schuldig. 

Der Beschuldigte 2 ist der mehrfachen Gehilfenschaft zum (mehrfachen) 

Pfändungsbetrug im Sinne von Art. 163 Ziff. 2 StGB und der Gehilfenschaft 

zur Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung im Sinne von 

Art. 164 Ziff. 2 StGB schuldig. 

Der Beschuldigte 3 ist der mehrfachen Gehilfenschaft zum (mehrfachen) 

Pfändungsbetrug im Sinne von Art. 163 Ziff. 2 StGB schuldig. Vom Vorwurf 

der Falschbeurkundung nach Art. 251 Ziff. 1 StGB wird der Beschuldigte 3 

freigesprochen. 

 2. Der Beschuldigte 1 wird bestraft mit 24 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 4 Tage durch Haft erstanden sind. 

Der Beschuldigte 2 wird bestraft mit 15 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 4 Tage durch Haft erstanden sind. 

Der Beschuldigte 3 wird bestraft mit 20 Monaten Freiheitsstrafe. 

 3. Der Vollzug der Freiheitsstrafen der Beschuldigten 1 bis 3 wird aufgescho-

ben und die Probezeit jeweils auf 2 Jahre festgesetzt. 

 4. Das mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 der Anklägerin beschlagnahmte 

Bargeld im Betrag von Fr. 80'000.– wird eingezogen und zur Verfahrensde-

ckung in Bezug auf die vom Beschuldigten 1 zu tragenden Kosten verwen-

det. Zuerst werden daraus die Kosten des amtlichen Verteidigers des Be-

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schuldigten 1 gedeckt; der verbleibende Restbetrag wird an die übrigen Ver-

fahrenskosten angerechnet. 

Sämtliche mit Verfügung vom 22. August 2015 der Anklägerin beschlag-

nahmten Gegenstände werden den Beschuldigten 1 bis 3 herausgegeben. 

Auf die Festsetzung einer Ersatzforderung des Staats gegenüber dem Be-

schuldigen 3 als Ersatz für den nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich er-

langten Vermögensvorteil wird verzichtet. 

 5. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 28'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 120'100.– Gebühren für das Vorverfahren; 

Fr. 6'625.– Auslagen im Vorverfahren; 

Fr. 43'154.60 Kosten des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten 1 

(Rechtsanwalt lic. iur. Z._____; davon bereits ausbe-

zahlt: Fr. 7'600.–); 

Fr. 19'398.05 Kosten des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten 2 

(Rechtsanwalt lic. iur. X._____). 

 6. Dem Beschuldigten 1 werden die Kosten der Untersuchung und jene des 

gerichtlichen Verfahrens im Umfang von Fr. 51'575.– auferlegt. Die Kosten 

seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. Z._____ werden aus 

dem mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 der Anklägerin beschlagnahm-

ten Bargeld im Umfang von Fr. 80'000.– bezogen. Der bereits ausbezahlte 

Betrag von Fr. 7'600.– ist zu beachten. 

Dem Beschuldigten 2 werden die Kosten der Untersuchung und jene des 

gerichtlichen Verfahrens im Umfang von Fr. 51'575.– auferlegt. Die Kosten 

seines amtlichen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. X._____ werden auf die 

Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Dem Beschuldigten 3 werden die Kosten der Untersuchung und jene des 

gerichtlichen Verfahrens im Umfang von Fr. 51'575.– auferlegt." 

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Berufungsanträge: 

a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 2: 

(Urk. 128 S. 2, sinngemäss) 

1. Der Beschuldigte, A._____, sei vom Vorwurf der Gehilfenschaft zur 

Gläubigerschädigung durch Vermögensminderung im Sinne von Art. 

164 Ziff. 2 StGB (Tatkomplex "Mietzinse") freizusprechen. 

2. Der Beschuldigte, A._____, sei mit einer Geldstrafe von 150 Tagessät-

zen à Fr. 30.– zu bestrafen, wovon 4 Tage, welche durch Haft erstan-

den sind, anzurechnen seien. 

3. Die Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit sei auf 2 Jahre 

festzusetzen. 

4. Die Kosten für die Strafuntersuchung und das erstinstanzliche Verfah-

ren seien dem Beschuldigten, A._____, zu maximal einem Achtel auf-

zuerlegen. 

5. Die Kosten für das Berufungsverfahren, inklusive diejenigen der amtli-

chen Verteidigung, seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu neh-

men. 

b) Der erbetenen Verteidigung des Beschuldigten 3: 

(Urk. 130 S. 2, sinngemäss) 

1. Es sei Ziffer 1 des Urteils der Vorinstanz (Prozess Nr. DG170001) teil-

weise zu bestätigen und der Berufungskläger B._____ wegen Falsch-

beurkundung freizusprechen. 

2. Es seien die Ziffern 1 bis 7 des Urteils der Vorinstanz teilweise aufzu-

heben und der Berufungskläger B._____ wegen mehrfacher Gehilfen-

schaft zum Pfändungsbetrug freizusprechen. 

3. Es seien die Verfahrenskosten der Vorinstanz und des Berufungsver-

fahrens auf die Staatskasse zu nehmen soweit sie dem Berufungsklä-

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ger B._____ auferlegt wurden bzw. diesen im Berufungsverfahren be-

treffen. 

4. Es sei der Berufungskläger B._____ für das Verfahren vor  

Vorinstanz und das Berufungsverfahren angemessen aus der Staats-

kasse zu entschädigen, und es sei ihm zumindest eine symbolische 

Genugtuung auszurichten. 

Beweisanträge: 

(Urk. 75 S. 4, Prot. II S. 36) 

1. Es seien die nachfolgend genannten Personen 

  - C._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - E._____, Rue du F._____ ..., ... G._____, 
  - H._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - I._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - J._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - evt. andere Mitarbeiter der Anwaltskanzlei B._____ & C._____ 

  als Zeugen einzuvernehmen. 

2. Es sei ein Amtsbericht betreffend die Aktivitäten des Beschuldigten 3 

im Rahmen der Wahrnehmung der Rechte des Beschuldigten 1† im 

SchKG-Verfahren gegen denselben einzuholen. 

(Urk. 115; Prot II S. 36) 

1. Es seien beim Konkursamt L._____ die Akten des Konkursverfahrens 

betreffend den ausgeschlagenen Nachlass von †K._____ beizziehen. 

2. Evt. sei beim Konkursamt L._____ ein Amtsbericht einzuholen und das 

Konkursamt L._____ erheben und berichten zu lassen, seit wann die 

dort angemeldeten Forderungen in der Höhe von rund CHF 21 Mio. 

gemäss den bekannten Akten bestanden haben. 

3. Es seien die Akten B-2/2014/10004732 der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich sowie von allfälligen weiteren Strafverfahren, die gegen 

†K._____ bis zu dessen Tod geführt wurden, beizuziehen. 

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4. Es seien J._____ und H._____ als Zeugen einzuvernehmen. 

c) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft:  

(Urk. 133 S. 1 f., sinngemäss) 

1. Dispositiv Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 

09.11.2017 sei wie folgt abzuändern: 

- Der Beschuldigte 3 sei der Urkundenfälschung im Sinne von 

Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

2. Dispositiv Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 

09.11.2017 sei wie folgt abzuändern: 

- Der Beschuldigte 2 sei mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten 

zu bestrafen, unter Anrechnung der erstandenen Haft. 

- Der Beschuldigte 3 sei mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten 

zu bestrafen. 

3. Dispositiv Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 

09.11.2017 sei wie folgt abzuändern: 

- Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten 2 sei aufzu-

schieben unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren. 

- Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten 3 sei aufzu-

schieben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. 

4. Dispositiv Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 

09.11.2017 sei wie folgt abzuändern: 

- Der Beschuldigte 3 sei zu verpflichten, Fr. 14'564.– als Ersatzfor-

derung an den Staat zu zahlen. 

5. Im Übrigen sei das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 09.11.2017 

zu bestätigen. 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensgang 

 1. Das Verfahren wurde durch die Strafanzeige des Gemeindeammann- und 

Betreibungsamtes L._____ ZH vom 16. April 2015 gegen den Beschuldigten 1† 

wegen Pfändungsbetruges, bzw. Verheimlichen von Vermögenswerten, bei der 

Kantonspolizei Zürich in Gang gesetzt (Urk. 030005 ff.; Urk. 030002 ff.). Am 

7. Dezember 2016 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Beschuldig-

ten 1† bis 3 an das Bezirksgericht Pfäffikon (Urk. 011001 ff.). Dieses erliess am 

9. November 2017 das erstinstanzliche Urteil (Urk. 72). 

 2. Gegen das eingangs im Dispositiv wiedergegebene, in begründeter Fas-

sung am 1. resp. 5. Februar 2018 schriftlich mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichtes 

Pfäffikon, 1. Abteilung, vom 9. November 2017 meldeten die amtlichen Verteidi-

gungen der Beschuldigten 1† und 2 sowie die erbetene Verteidigung des Be-

schuldigten 3 jeweils fristwahrend Berufung an (Prot. I S. 31 ff.; Urk. 62/2–4; 

Urk. 63, 66, 69; Art. 399 Abs. 1 StPO). Mit Eingaben vom 20. resp. 23. Februar 

2018 reichten die Verteidigungen rechtzeitig die jeweilige Berufungserklärung im 

Sinne von Art. 399 Abs. 3 StPO ein (Urk. 73–75). Gleichzeitig erneuerte die erbe-

tene Verteidigung des Beschuldigten 3 die bereits im Vorverfahren und vor Vor-

instanz gestellten, bislang abgewiesenen Beweisanträge (Urk. 75 S. 4 ff.; 

Urk. 76/1+2). Mit Präsidialverfügung vom 7. März 2018 wurden die jeweiligen Be-

rufungserklärungen der Staatsanwaltschaft zugestellt und dieser Frist für An-

schlussberufung oder einen Nichteintretensantrag angesetzt. Gleichzeitig wurde 

dem Beschuldigten 2 Frist angesetzt, um das "Datenerfassungsblatt" und Unter-

lagen zu seinen wirtschaftlichen Verhältnissen einzureichen (Urk. 43). Mit Einga-

be vom 22. März 2018 erhob die Staatsanwaltschaft rechtzeitig Anschlussberu-

fung (Urk. 78/3; Urk. 79). Mit Präsidialverfügung vom 27. März 2018 wurde die 

Anschlussberufungserklärung der Staatsanwaltschaft den Beschuldigten zuge-

stellt (Urk. 80 f.). Mit Eingabe vom 29. März 2018 liess der Beschuldigte 2 das Da-

tenerfassungsblatt und Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen einreichen 

(Urk. 82; Urk. 83/1–4). 

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 3. Die Beweisanträge des Beschuldigten 3 lauten wie folgt: 

 "1. Es seien die nachfolgend genannten Personen 
  - C._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - E._____, Rue du F._____ ..., … G._____, 
  - H._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - I._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - J._____, c/o B._____ & C._____, D._____-str. ..., ... Zürich, 
  - evt. andere Mitarbeiter der Anwaltskanzlei B._____ & C._____ 
als Zeugen einzuvernehmen. 

  2. Es sei ein Amtsbericht betreffend die Aktivitäten des Beschuldigten 3 im Rah-

men der Wahrnehmung der Rechte des Beschuldigten 1† im SchKG-Verfahren gegen 

denselben einzuholen." 

 Mit Präsidialverfügung vom 5. März 2021 wurden diese Beweisanträge des 

Beschuldigten 3 einstweilen abgewiesen (Urk. 110). 

 4. Am 19. März 2021 wurde auf den 17. Dezember 2021 zur Berufungsver-

handlung vorgeladen (Urk. 112). Anlässlich derselben stellten die Parteien die 

eingangs aufgeführten Anträge (vgl. Prot. II. S. 12 ff.). 

 5. Mit Eingabe vom 15. November 2021 liess der Beschuldigte 3 weitere 

Beweisanträge stellen (Urk. 115):  

 "1. Es seien beim Konkursamt L._____ die Akten des Konkursverfahrens betref-
fend den ausgeschlagenen Nachlass von †K._____ beizuziehen. 

  Evt. sei beim Konkursamt L._____ ein Amtsbericht einzuholen und das Kon-

kursamt L._____ erheben und berichten zu lassen, seit wann die dort ange-

meldeten Forderungen in der Höhe von rund CHF 21 Mio. gemäss den be-

kannten Akten bestanden haben. 

 2. Es seien die Akten B-2/2014/10004732 der Staatsanwaltschaft III des Kan-

tons Zürich sowie von allfälligen weiteren Strafverfahren, die gegen †K._____ 

bis zu dessen Tod geführt wurden, beizuziehen. 

 3. Es seien J._____ und H._____ als Zeugen einzuvernehmen." 

 5.1. Mit Präsidialverfügung vom 17. November 2021 wurden dem Beschul-

digten 2 und der Staatsanwaltschaft eine Frist von 14 Tagen zur freigestellten 

Stellungnahme zu diesen Beweisanträgen vom 15. November 2021 angesetzt 

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(Urk. 116). Innert Frist liess sich einzig die Staatsanwaltschaft vernehmen und 

beantragte Abweisung der Beweisanträge (Urk. 117/1; Urk. 118). Mit Präsidialver-

fügung vom 6. Dezember 2021 wurden die weiteren Beweisanträge des Beschul-

digten 3 vom 15. November 2021 einstweilen abgewiesen (Urk. 120). 

 5.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV; Art. 3 

Abs. 2 lit. c StPO) ergibt sich u.a. das Recht der Betroffenen, vor Erlass eines 

Entscheides erhebliche Beweise beizubringen und mit erheblichen Beweisanträ-

gen gehört zu werden (Art. 107 Abs. 1 lit. e StPO), wenn diese geeignet sind, den 

Entscheid zu beeinflussen. Dem Mitwirkungsrecht entspricht die Pflicht der Be-

hörden, die Argumente und Verfahrensanträge der Parteien entgegenzunehmen 

und zu prüfen sowie die ihr rechtzeitig und formrichtig angebotenen Beweismittel 

abzunehmen. Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde 

bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt 

(Art. 139 Abs. 2 StPO). Das Gericht darf ohne Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO) rechtzeitig und 

formrichtig angebotene Beweisanträge ablehnen, wenn es in willkürfreier Würdi-

gung der bereits abgenommenen Beweise zur Überzeugung gelangt, der rechtlich 

erhebliche Sachverhalt sei genügend abgeklärt, und es in willkürfreier antizipierter 

Würdigung der zusätzlich beantragten Beweise annehmen kann, seine Überzeu-

gung werde dadurch nicht mehr geändert (BGE 141 I 60 E. 3.3; BGE 138 V 125 

E. 2.1; BGE 137 II 266 E. 3.2; Wohlers, in: Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2020, N 8 ff. zu Art. 139 StPO). 

 5.3. Auf die Beweisanträge des Beschuldigten 3 ist nachfolgend, im Rahmen 

der Beweiswürdigung, näher einzugehen. 

II. Prozessuales 

 1. Der Beschuldigte 1† verstarb am tt. März 2020 (Urk. 86), weshalb nach 

der Gewährung des rechtlichen Gehörs der Parteien zu den Nebenfolgen einer 

Verfahrenseinstellung (Urk. 87 ff.) das Strafverfahren gegen diesen mit Beschluss 

der II. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 28. Juli 2020 un-

ter Kostenfolge zulasten der Gerichtskasse eingestellt wurde (Urk. 98). Damit er-

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weisen sich die den Beschuldigten 1† betreffenden Anordnungen im vorinstanzli-

chen Urteil (Dispositivziffern 1, 2 Abs. 1, 3 teilweise, 4 Abs. 1 und 2 teilweise, und 

6 Abs. 1) als gegenstandslos, und die bei ihm beschlagnahmte Barschaft von 

Fr. 80'000.– wurde zugunsten seines Nachlasses freigegeben (Urk. 98 S. 4 ff., 

insbes. S. 9).  

 2. Die Berufung des Beschuldigten 2 richtet sich beim Schuldpunkt aus-

schliesslich gegen seine Verurteilung wegen Gehilfenschaft zu Gläubigerschädi-

gung durch Vermögensverminderung im Sinne von Art. 164 Ziff. 2 StGB, welche 

einzig den Tatkomplex "Mietzinse" betrifft, im Übrigen (d.h. wegen mehrfacher 

Gehilfenschaft zu Pfändungsbetrug i.S.v. Art. 163 Ziff. 2 StGB) sei er anklagege-

mäss schuldig zu sprechen, ferner gegen die Strafzumessung und gegen die  

Kostenauflage (Dispositivziffern 1, 2 und 6 des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 73 

S. 2; Urk. 128 S. 2). Der Beschuldigte 3 verlangt mit seiner Berufung einen voll-

umfänglichen Freispruch (ihn betreffende Dispositivziffern 1–3 und 6 f. Die Kos-

tenfestsetzung wurde zwar mit den Anträgen angefochten, jedoch im Plädoyer der 

Verteidigung nicht beanstandet. Die Kostenfestsetzung ist daher mangels Anfech-

tung durch eine Partei in Rechtskraft erwachsen. Weiter verlangt der Beschuldigte 

3, er sei für seinen Aufwand und die wirtschaftlichen Einbussen angemessen zu 

entschädigen, und es sei eine Genugtuung zu entrichten (Urk. 75 S. 2 ff.; Urk. 130 

S. 2). Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen den Teil-

freispruch des Beschuldigten 3 wegen Falschbeurkundung (Dispositivziffer 1, 

3. Absatz, 2. Satz) und gegen die Höhe der gegen die Beschuldigten 2 und 3 je 

verhängten bedingten Freiheitstrafen sowie die minimale Länge der Probezeit 

(Dispositivziffern 2). Schliesslich ficht sie das Absehen von einer Ersatzforderung 

(im Betrage von Fr. 14'564.–) bezüglich des Beschuldigten 3 an (Dispositivziffer 4, 

letzter Absatz). Im Übrigen sei das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen (Urk. 79 

S. 2). 

 3. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechts-

kraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Nachdem 

die Urteilsdispositivziffern 2 teilweise (Verurteilung wegen Gehilfenschaft zu mehr-

fachem Pfändungsbetrug, Beschuldigter 2), 4, 1. und 2 Absatz (Einziehung/ Her-

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ausgaben), 5 (Kostenfestsetzung), unangefochten blieben, ist mittels Beschluss 

festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil in diesem Umfang in Rechtskraft er-

wachsen ist. 

III. Sachverhalt 

 1. In der Anklageschrift vom 7. Dezember 2016 wird den Beschuldigten 1†, 

2 und 3 auf rund 30 Seiten teils Beweismittel enthaltenden Lebenssachverhalt im 

Wesentlichen vorgeworfen (Urk. 011001 ff.), sie hätten durch unterschiedliche 

Tatbeiträge teilweise gemeinsam das Vermögen des Beschuldigten 1† mit Hilfe 

von diversen gezielten Machenschaften zum Schutz vor einer Pfändung zum 

Scheine vermindert, verheimlicht, Schulden vorgetäuscht und anerkannt oder de-

ren Geltendmachung vorgetäuscht und – nicht den Beschuldigten 3 betreffend – 

ohne sachlichen Grund unentgeltlich auf Rechte verzichtet, nachdem gegen den 

Beschuldigten 1† als Folge eines von diesem im Februar 2014 vermittelten, aber 

gescheiterten Diamantengeschäftes, am 17. Februar 2014 beim Betreibungsamt 

L._____ ZH eine Betreibung auf Pfändung über Fr. 530'521.95 durch die M._____ 

AG (M._____ AG) eingeleitet worden sei, wogegen er am 26. Februar 2014 

Rechtsvorschlag erhoben habe und in welcher am 9. Juni 2015 ein provisorischer 

Verlustschein ergangen sei (Urk. 011001 S. 4 f.). 

 1.1. Diese Machenschaften zum Schutz des Vermögens des Beschuldig-

ten 1† vor einer Pfändung hätten sich im Wesentlichen zusammengesetzt aus 

dem Erstellen unbelasteter Schuldbriefe, wobei eine angebliche Belastung der-

selben mit fingierten Aktienkaufverträgen und einer vom Beschuldigten 2 gegen 

den Beschuldigten 1† am 20. Mai 2015 abredegemäss eingeleiteten Betreibung 

auf Pfandverwertung über Fr. 2 Mio. vorgetäuscht worden sei, ferner aus dem 

Verheimlichen von dessen diversen Wertsachen, wie Bargeld- und Goldbestände 

sowie sich in seinem Eigentum befindliche Luxusuhren, durch den Beschuldig-

ten 1†, sowie aus dem Vorschieben von fingierten Zessionsverträgen, um das Ei-

gentum des Beschuldigten 1† an Aktienbeteiligungen zu verheimlichen, und 

schliesslich aus dem unentgeltlichen Verzicht auf Mietzinseinnahmen durch den-

selben. Bei diesen Machenschaften, insbes. dem Vortäuschen angeblicher 

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Schulden, soll der Beschuldigte 3 als Rechtsanwalt in Kenntnis der tatsächlichen 

wirtschaftlichen Hintergründe den Beschuldigten 1† und 2 beratend zur Seite ge-

standen sein und den Beschuldigten 1† in Betreibungsverfahren vertreten sowie 

in dessen Auftrag u.a. eine betreibungsrechtliche Beschwerde gegen die vom Be-

schuldigten 2 abredegemäss zum Untermauern einer entsprechend vorgegaukel-

ten Belastung angehobene Betreibung auf Pfandverwertung verfasst und am 

22. Juni 2015 bei der Aufsichtsbehörde eingereicht haben. 

 1.2. Alsdann soll der Beschuldigte 3 einer Aktennotiz vom 7. April 2015 als 

Urkunde einen unwahren Inhalt gegeben und damit eine Falschbeurkundung be-

gangen haben (Urk. 011001 S. 25 f.). 

 2. Umfang der Berufung des Beschuldigten 2 

 2.1. Der Beschuldigte 2 hat die ihm vorgeworfenen Anklagesachverhalte im 

Vorverfahren mit Ausnahme des Vorwurfes eines unentgeltlichen Verzichtes auf 

Mietzinseinnahmen schrittweise im Wesentlichen zugegeben und sich vor Vorin-

stanz geständig und im Sinne der Anklageschrift schuldig erklärt (Urk. 046213 ff., 

insbes. S. 4 ff.; Prot. I S. 7). Wie bereits erwogen, hat er den vorinstanzlichen 

Schuldspruch wegen mehrfacher Gehilfenschaft zu (mehrfachem) Pfändungsbe-

trug im Sinne von Art. 163 Ziff. 2 StGB nicht angefochten, weshalb dieser in 

Rechtskraft erwachsen ist (vorstehend, Erw. II.2. f.). 

 2.2. Indessen lässt der Beschuldigte 2 mit seiner Berufungserklärung durch 

die Verteidigung die Verurteilung wegen Gehilfenschaft zu Gläubigerschädigung 

durch Vermögensverminderung anfechten und, wie bereits vor Vorinstanz, gel-

tend machen, der Beschuldigte 1† habe ihm damals mitgeteilt, dass er nicht mehr 

von zuhause aus arbeite und diese Mietzinszahlungen dementsprechend nicht 

mehr benötige. Er (der Beschuldigte 2) habe daher der Sekretärin den Auftrag er-

teilt, diese Zahlungen inskünftig einzustellen. Er habe es jedoch unterlassen, die-

se Mietverträge zu kündigen bzw. Kündigungsverträge zu erstellen. Dies ent-

spricht der Aussage des Beschuldigten 2 anlässlich der Konfrontations-

schlusseinvernahme vom 2. November 2016 (Urk. 046255). Die Vorinstanz habe 

daher zu Unrecht angenommen, die Einstellung dieser Mietzinszahlungen sei oh-

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ne sachlichen Grund erfolgt (Urk. 54 S. 7 Rz 4.2 f.; Urk. 73 S. 6 Rz 6.1). Vielmehr 

hätte sie dem Grundsatz "in dubio pro reo" folgend davon ausgehen sollen, der 

Beschuldigte 1† habe dem Beschuldigten 2 gegenüber erklärt, er arbeite nicht 

mehr von zuhause aus und habe deshalb keinen Anspruch mehr auf die Mietzins-

zahlungen, weshalb die Einstellung dieser Zahlungen sachlich begründet gewe-

sen sei. Es sei daher nicht erstellt, dass der Beschuldigte 2 das pfändbare Ver-

mögen des Beschuldigten 1† habe vermindern wollen (Urk. 73 S. 6). Zudem habe 

die Vorinstanz das Anklageprinzip verletzt, indem sie zu seinen Ungunsten von 

einem anderen als dem vorgeworfenen Sachverhalt ausgegangen sei. Ihm werde 

im Anklagesachverhalt vorgeworfen, gewusst zu haben, dass das Betreibungsamt 

L._____ beim Beschuldigten 1† eine umfassende Lohn- bzw. Forderungspfän-

dung verfügt habe, welche auch diese Mietzinszahlungen mitumfasst habe, als er 

die Einstellung der Mietzinszahlungen Beschuldigten 1† veranlasst habe. Davon 

abweichend habe die Vorinstanz angenommen, der Beschuldigte 2 habe zumin-

dest um das laufende Zwangsvollstreckungsverfahren gewusst (Urk. 73 S. 6 

Rz 5.2 f.). Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme 

vom 29. Juni 2016 habe der Beschuldigte 2 alsdann ausdrücklich bestritten, von 

der Lohnpfändung gewusst zu haben. Er könne sich nicht erinnern, ein entspre-

chendes Schreiben gesehen zu haben. Die Mietverträge seien aber unverändert 

in Kraft geblieben und erst später gekündigt worden. Ja, er oder Frau N._____, 

seine Sekretärin, hätten die Zahlungsaufträge so abgeändert, dass die Mietzins-

zahlungen nicht mehr ausgeführt worden seien (Urk. 046138 ff., 046140 ff.; 

Urk. 046255 ff.). 

 2.3. Bei diesem Standpunkt blieb der Beschuldigte 2 auch anlässlich der Be-

rufungsverhandlung (Urk. 128 S. 3 ff.). 

 2.4. Eine Verletzung des Anklageprinzips liegt nicht vor. Beim im angefoch-

tenen Urteil als erstellt erkannten Anklagesachverhaltsteil, wonach der Beschul-

digte 2 zumindest um das laufende Zwangsvollstreckungsverfahren gewusst ha-

be, handelt es sich nicht um einen anderen als den vorgeworfenen Sachverhalt. 

Der von der Vorinstanz erstellte Sachverhalt geht lediglich weniger weit, als der 

Anklagevorwurf, wonach der Beschuldigte 2 gewusst habe, dass das Betrei-

- 15 - 

bungsamt L._____ beim Beschuldigten 1† eine umfassende Lohn- bzw. Forde-

rungspfändung verfügt habe, welche auch die Mietzinszahlungen mitumfasst ha-

be, als er die Einstellung der Mietzinszahlungen an diesen veranlasst habe. Der 

von der Vorinstanz erstellte Sachverhalt ist mithin offensichtlich im Anklagesach-

verhalt enthalten. Indem die Vorinstanz lediglich einen Teil des Anklagesachver-

haltes als erstellt erkannte und diesen alsdann der rechtlichen Würdigung zu-

grunde legte, hat sie das Anklageprinzip nicht verletzt. 

 2.5. Wie sich in der nachfolgenden Beweiswürdigung ergibt (Erw. III.4.3. und 

III.5.), hatte der Beschuldigte 2 entgegen seiner Bestreitung ohnehin Kenntnis da-

von, dass das Betreibungsamt L._____ eine umfassende Lohn- bzw. Forderungs-

pfändung beim Beschuldigten 1† verfügt hatte, welche selbstredend auch Miet-

zinseinnahmen mitumfasste. 

 3. Umfang der Berufung des Beschuldigten 3 

 3.1. Der Beschuldigte 3 machte im Vorverfahren und vor Vorinstanz weitest-

gehend vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Soweit er sich äusserte, er-

folgte dies im Vorverfahren in der Form von zwei kurzen schriftlichen Erklärungen 

vom 13. November 2015 und vom 2. November 2016 (Urk. 046329; Urk. 031446) 
und einer solchen vom 23. Oktober 2017 vor Vorinstanz, welche sich alle in einer 

schlichten vollumfänglichen Bestreitung der Tatvorwürfe erschöpften. In Letzterer 

verwies er zudem auf das Plädoyer seiner Verteidigung (Urk. 50). 

 3.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt der Beschuldigte 3 den 

ihm vorgehaltenen Anklagesachverhalt durchwegs und stellte sich auf den Stand-

punkt, dass er immer juristisch korrekt gehandelt habe und Illegales nie ein The-

ma gewesen sei. Auf konkrete Treffen oder E-Mails angesprochen, machte er je-

weils Erinnerungslücken geltend (Prot. II S. 28 ff.). 

 4. Die bestrittenen Anklagesachverhalte sind somit in Bezug auf den Tat-

vorwurf des Mitwirkens des Beschuldigten 2 beim unentgeltlichen Verzicht auf 

Mietzinseinnahmen sowie des Mitwirkens des Beschuldigten 3 und dessen Wis-

sen in Bezug auf die Tatkomplexe "Schuldbriefe", und "Zessionsverträge" mit Hil-

- 16 - 

fe der Untersuchungsakten und den Aussagen der Befragten sowie der vor Ge-

richt vorgebrachten Argumente nach den allgemeingültigen Beweisregeln zu er-

stellen, wobei sich die urteilende Instanz nicht mit allen Parteistandpunkten ein-

lässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerle-

gen muss (BGE 139 IV 179 E. 2.2). 

 4.1. Die rechtstheoretischen Grundsätze der richterlichen Beweis- und Aus-

sagenwürdigung wurden im angefochtenen Urteil zutreffend wiedergegeben. Es 

kann darauf verwiesen werden (Urk. 72 S. 12–17; Art. 82 Abs. 4 StPO). Ebenso 

verhält es sich hinsichtlich der vorinstanzlichen Erwägungen zur generellen 

Glaubwürdigkeit der Beschuldigten (Urk. 72 S. 17 f.), auch darauf kann verwiesen 

werden. Nochmals hervorzuheben ist, dass gemäss bundesgerichtlicher Recht-

sprechung bei der Würdigung von Aussagen nicht mehr wie früher Gewicht auf 

die generelle Glaubwürdigkeit des Einvernommenen im Sinne einer dauerhaften 

personalen Eigenschaft gelegt wird, sondern diesem Gesichtspunkt kaum mehr 

relevante Bedeutung zukommt. Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung ist 

die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage, welche durch methodische Analyse 

ihres Inhalts darauf überprüft wird, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezoge-

nen Angaben einem tatsächlichen Erleben des Aussagenden entspringen 

(BGE 133 I 33 E. 4.3; Urteil des Bundesgerichts 6B_1094/2017 vom 11. Juni 

2019 E. 3.1) und allenfalls durch weitere Beweismittel bestätigt wird. 

 4.2. Soweit die Beweisanträge des Beschuldigten 3 (vorstehend, Erw. I.3. 

und I.5.) auf die eigene sowie die generelle Glaubwürdigkeit der Beschuldigten 1† 

und 2 abzielen (z.B. Leumundszeugen), kann dies bei glaubhaften, mit der Dar-

stellung von weiteren Befragten und weiteren, bereits vorhandenen Beweismitteln 

übereinstimmenden Aussagen selbst dann nicht zu einem anderen Beweisergeb-

nis führen, wenn die eigene generelle Glaubwürdigkeit durch weitere Beweiser-

hebungen gestärkt und jene des Beschuldigten 1† und allenfalls auch des Be-

schuldigten 2 weiter als bis anhin eingeschränkt würde. Soweit es sich bei den 

vom Beschuldigten 3 angerufenen Zeugen mithin um Leumundszeugen und sol-

che handelt, welche bloss Angaben vom Hörensagen oder genereller Art, über all-

fällige allgemeine Beobachtungen oder Wahrnehmungen ausserhalb des konkre-

- 17 - 

ten Anklagesachverhaltes zu machen in der Lage und dafür angerufen sind, er-

weisen sich Beweisergänzungen für die Beurteilung des Anklagesachverhaltes 

als unergiebig, weshalb von solchen weiteren Beweiserhebungen abzusehen ist. 

 5. Beim Anklagevorwurf Tatkomplex "Mietzinse", wonach der Beschuldig-

te 1† auf Mietzinseinnahmen verzichtet habe und der Beschuldigte 2 diesem da-

bei wissentlich behilflich gewesen sei, bedarf die vorinstanzliche Beweiswürdi-

gung der Ergänzung und teilweisen Korrektur (nachfolgend, Erw. III.7.). 

 6. Beim Tatkomplex "Schuldbriefe" und "Zessionsverträge" kann vorab voll-

umfänglich auf die zutreffende und überzeugende Beweiswürdigung der Vorder-

richter verwiesen werden (Urk. 72 S. 19 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Dies betrifft ins-

besondere und im Einzelnen auch die Erwägungen zu den Tatbeiträgen und zum 

Wissen des Beschuldigten 3 (Urk. 72 S. 20 ff.). Den nachfolgenden Erwägungen 

zu diesem Tatkomplex kommt daher bloss ergänzende und vertiefende Bedeu-

tung zur vorinstanzlichen Beweiswürdigung zu. Zur Veranschaulichung sind die 

Aussagen der Beschuldigten 1† und 2, von O._____, damals noch als weiterer 

Beschuldigter, sowie von den beiden damaligen Mitarbeitern des Beschuldigten 3, 

P._____ und Q._____, als Zeugen bei der Staatsanwaltschaft, nachfolgend zu-

sammengefasst wiederzugeben (Erw. III.8. ff.). 

 6.1. Ebenso ist nochmals hervorzuheben, dass der Beschuldigte 1† den 

äusseren Anklagesachverhalt im Vorverfahren vollumfänglich eingestanden hat 

und einräumte, vorsätzlich gehandelt zu haben. In der staatsanwaltschaftlichen 

Konfrontationsschlusseinvernahme der Beschuldigten 1† bis 3 vom 2. November 

2016 bestätigte er die Vorhalte weitestgehend, machte bloss ganz vereinzelt 

mangelnde Erinnerung geltend und anerkannte schliesslich vorbehaltlos, sich des 

mehrfachen Pfändungsbetruges und der Gläubigerschädigung durch Vermögens-

verminderung schuldig gemacht zu haben (Urk. 046213 ff., 046280 f.). Bei diesem 

vorbehaltlosen Geständnis blieb er auch anlässlich der vorinstanzlichen Haupt-

verhandlung (Prot. I S. 8 ff.). 

 6.2. Ebenso anerkannte der Beschuldigte 2 den äusseren Anklagesachver-

halt im Verlaufe des Vorverfahrens und nach entsprechender Kenntnis des Ge-

- 18 - 

ständnisses des Beschuldigten 1† mehr und mehr und belastete dabei nicht nur 

sich selbst, sondern auch den Beschuldigten 3 (dazu eingehender, nachfolgend 

Erw. III.8.3.). Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationsschlussein-

vernahme vom 2. November 2016 bestätigte der Beschuldigte 2 die Vorhalte 

weitgehend, wiederum unter entsprechender Belastung des Beschuldigten 3. Auf 

den Vorhalt, sich der Gehilfenschaft zu mehrfachem Pfändungsbetrug und der 

Gehilfenschaft zu Gläubigerschädigung durch Vermögensverminderung schuldig 

gemacht zu haben, meinte er, er glaube, die Gläubiger seien nicht geschädigt 

worden. Sonst (gemeint: darüber hinaus) werde er das mal offenlassen 

(Urk. 046213 ff., 046234 ff., 046281). Auch er war vor Vorinstanz geständig 

(Prot. I S. 12 f.). Seine Verteidigung führte im vorinstanzlichen Plädoyer dazu aus 

(Urk. 54 S. 4 ff.), der Beschuldigte 2 habe bereits in der Hafteinvernahme vom 

29. Oktober 2015, mithin ganz zu Beginn des Vorverfahrens, eingestanden, zu-

nächst mit dem Mitbeschuldigten K._____† besprochen zu haben, wie das in der 

Sache M._____ mit den Verträgen genau sei (Urk. 041028). Er habe die simulier-

ten und rückdatierten Aktienkaufverträge erstellt und ihren damaligen Rechtsan-

walt B._____ gefragt, ob diese Verträge in Ordnung seien. Darauf habe er die 

Verträge ausgedruckt und von allen Parteien unterschreiben lassen 

(Urk. 041029). Die Originale der Vertragsurkunden habe er vernichtet 

(Urk. 041030). Der Beschuldigte 2 sei in Bezug auf diesen Anklagevorwurf somit 

bereits in einem sehr frühen Anfangsstadium der Untersuchung vollumfänglich 

geständig gewesen. Im weiteren Verlauf habe sein Mandant dieses Geständnis 

stets bestätigt und präzisierend angegeben, dass der Beschuldigte 1† vor allem 

als Kollege und Geschäftspartner zu ihm gekommen sei, weil er immer die Schrift-

lichkeiten erledigt habe. In der Konfrontationseinvernahme vom 13. November 

2015 habe der Beschuldigte 1† erklärt, bei den Besprechungen mit dem Beschul-

digten 3 hätten sie erfahren, dass die Originalverträge vernichtet werden sollten 

und ein Zessionsvertrag benötigt werde, damit die anderen Verträge rechtsgültig 

seien. Diese Ausführungen seien durch seinen Mandanten bestätigt worden. Der 

Tipp, die Originale dieser Verträge zu vernichten, sei vom Beschuldigten 3 ge-

kommen. Das umfassende Geständnis seines Mandaten decke sich mit dem üb-

rigen Untersuchungsergebnis. Folglich könne der vorliegende Anklagesachverhalt 

- 19 - 

betreffend "Schuldbriefe" als rechtsgenügend erstellt erachtet werden. Dies gelte 

auch für Sachverhaltsabschnitt Ziffer 31 der Anklageschrift (gemeint: betr. Aktien-

kaufverträge), sodass in dieser Hinsicht ebenfalls vom eventualiter vorgeworfenen 

Sachverhalt auszugehen sei. Den Tatvorwurf gemäss Tatkomplex "Zessionsver-

träge" habe der Beschuldigte 2 auf ersten Vorhalt eingestanden (Urk. 046015 f.). 

Somit sei sein Mandant auch in dieser Hinsicht von Anfang an geständig gewesen 

und habe in der Folge an dieser Sachdarstellung vollumfänglich festgehalten. 

Zum genauen Tatablauf habe er ausgeführt, der Beschuldigte 3 habe ihm erklärt, 

dass die Aktienkaufverträge nicht gültig seien bzw. nichts bringen würden, wenn 

es diese Zessionsverträge nicht gebe. In diesem Zeitpunkt habe er noch keine 

Zessionsverträge erstellt gehabt. Vor dem entsprechenden Tipp des Beschuldig-

ten 3 habe er nichts von der Notwendigkeit solcher Zessionsverträge gewusst 

(Urk. 041061). Die Ausführungen seines Mandanten zu diesem Tatkomplex wür-

den sich mit dem übrigen Untersuchungsergebnis decken, sodass auch dieser 

Anklagevorwurf rechtsgenügend erstellt sei (Urk. 54 S. 6). 

Wie bereits erwogen, hat der Beschuldigte 2 kein Rechtsmittel gegen den vorin-

stanzlichen Schuldspruch wegen Gehilfenschaft zu mehrfachem Pfändungsbetrug 

erhoben, weshalb dieser in Rechtskraft erwachsen ist (vorstehend, Erw. II.3.). 

 6.3. Der Beschuldigte 3 äusserte sich demgegenüber weder im Vorverfahren 

noch vor Vorinstanz zu einzelnen Anklagevorwürfen, sondern bestritt diese pau-

schal und machte ausnahmslos vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Zu 

diesem Zweck reichte er im Vorverfahren und vor Vorinstanz insgesamt drei kurze 

schriftliche Erklärungen ein (Urk. 031446 f.; Urk. 046329; Urk. 50). 

 6.4. Im Zusammenhang mit nach wie vor bestrittenen Anklagesachverhalten 

liegen im Wesentlichen insbesondere folgende Sachbeweismittel vor: 

• Medienmitteilung der Stadtpolizei Zürich vom 13. Februar 2014 betr. 

Diamantendeal (Urk. 020026) 

• Schriftliche Erklärung des Beschuldigten 1† an den Beschuldigten 3 

vom 11. Februar 2014 über die Ereignisse des Diamantendeals 

(Urk. 030180 ff.) 

- 20 - 

• Vollmacht "K._____ an die Rechtsanwälte B._____ (et al.) vom 21. Au-

gust 2014 betr. M._____ AG" (Urk. 030292) 

• Leistungsaufstellungen Mandatsverhältnis zwischen dem Beschuldig-

ten 1† und dem Beschuldigten 3 vom 1. Januar 2014 bis 2. November 

2015: "Klient K._____" (Urk. 030211–030234), insbes. Dossiers "Aber-

kennungsklage", "Allgemein" (Urk. 030214 f.), "M._____ AG" 

(Urk. 030216 ff.), "Rechtsöffnung Neu" (Urk. 030228 ff.); Urk. 030292; 

pro memoria: Festnahme des Beschuldigten 1† am 28.10.2015) 

• E-Mail des Beschuldigten 1† mit Anfrage an den Beschuldigten 3 vom 

6. März 2014 betr. Lösungen zum Vermögensschutz nach gescheiter-

tem "Diamantendeal" (Urk. 030253 ff.) 

• Urteil des Einzelrichters im summarischen Verfahren des Bezirksge-

richts Pfäffikon vom 21. August 2014 betr. provisorische Rechtsöffnung 

für Fr. 528'521.95 (Forderung von Fr. 530'521.95) in der Betreibung 

Nr. 1 des Betreibungsamtes L._____ (Zahlungsbefehl vom 18. Februar 

2014) in Sachen M._____ AG (M._____ AG) gegen K._____, vertreten 

durch Rechtsanwalt lic. iur. B._____ (Urk. 030293 ff.) 

• Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, vom 

2. Februar 2015 in Sachen K._____, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 

iur. B._____, gegen M._____ AG, betr. Rechtsöffnung Beschwerde 

(Urk. 102451 ff.) 

• Aberkennungsklage Beschuldigter 1†, vertreten durch Beschuldigter 3 

gegen M._____ AG an das Einzelgericht des Bezirksgerichts Pfäffikon 

vom 12. November 2014 betr. provisorische Rechtsöffnung in der Be-

treibung Nr. 1 des Betreibungsamtes L._____ (Urk. 030276 ff., 030290) 

• Pfändungsurkunde vom 16. April 2015 betr. Forderung M._____ AG 

über Fr. 528'521.95, etc., Pfändungs-Nr. 2 (Urk. 102584 ff.) 

• revidierte Pfändungsurkunde vom 9. Juni 2015 betr. Forderung 

M._____ AG über Fr. 528'521.95, etc., Pfändungs-Nr. 2 

(Urk. 102589 ff.) 

• Betreibungsrechtliche Beschwerde des Beschuldigten 1†, vertreten 

durch den Beschuldigten 3, an das Bezirksgericht Pfäffikon vom 

- 21 - 

22. Juni 2015 gegen die Pfändung der Liegenschaft des Beschuldig-

ten 1†, R._____-strasse ..., ... L._____, samt Beilagen (Urk. 115135 ff. 

= Urk. 102156 ff.) 

• Grundbuchauszug betr. Liegenschaft R._____-strasse ... vom 

5. Dezember 2014, Alleineigentümer: Beschuldigter 1† (Urk. 030007 ff. 

= Urk. 102008 ff.) 

• Verkehrswertschätzung der Liegenschaft vom 10. April 2015 im Auftrag 

des Betreibungsamtes L._____ auf Fr. 2'640'000.– (Urk. 102113 ff.) 

• Foto der 8 Inhaberschuldbriefe im Original, über insgesamt Fr. 2 Mio., 

sichergestellt anlässlich der Hausdurchsuchungen beim Beschuldig-

ten 1† vom 28. Oktober 2015 (Urk. 041038, vgl. auch Urk. 030093; 

030102 ff.; Urk. 031519; Urk. 031588) 

• E-Mail des Beschuldigten 1† an den Beschuldigten 3 vom 1. April 2015 

mit Verträgen für das Betreibungsamt im Anhang (Urk. 030544 ff., 

030549, 030559, 030569, 030573) 

Zitat Beschuldigter 1† daraus: "Damals habe ich die Verträge alleine 

ohne Anwalt abgeschlossen. Ich habe leider nur Kopien dieser Verträ-

ge. Bitte prüfe, ob diese Verträge in Ordnung sind. Die Originalen 

Schuldbriefe sind im Besitz von der S._____ und der T._____." 

• E-Mailantwort des Beschuldigten 3 an den Beschuldigten 1† vom 

1. April 2015: "Danke für die Email. Für mich passen die Verträge! Ich 

würde diese allerdings nicht so dem Betreibungsamt einreichen, son-

dern in anonymisierter Form, nicht dass die Gegenseite noch Ge-

schäftspartner angeht / belästigt. Falls Du möchtest, kann ich das für 

Dich erledigen. Lieben Gruss B._____" (Urk. 030579 f.) 

• E-Mail des Beschuldigten 3 an den Beschuldigten 1† vom 7. April 2015 

mit eine Aktennotiz des Beschuldigten 3 betr. Prozesskaution, Prozess-

finanzierer (Urk. 030626; Urk. 030631 f.) 

• Aktennotiz von P._____, Mitarbeiter des Beschuldigten 3, vom 7. April 

2015 "betr. Pfändung", Erforderlichkeit einer Sicherungsübereignung-

/Zession (Urk. 030657) 

- 22 - 

• Brief des Beschuldigten 3 an das Betreibungsamt L._____ vom 2. April 

2015: Einreichung Aktienkaufvertrag vom 10. Mai 2009, Ergänzungen 

zum Aktienkaufvertrag vom 10. Oktober 2010 und Ergänzungen zum 

Aktienkaufvertrag vom 26. April 2014, samt geschwärzte Verträge 

(Urk. 030011 ff. = Urk. 102264 ff.) 

• Aktienkaufverträge zwischen dem Beschuldigten 1† als Verkäufer und 

der S._____ Vermögensverwaltung AG, vertreten durch VR A._____ 

vom 10. Mai 2009 und mit der T._____ Ltd. vom 10. Oktober 2010, ver-

treten durch O._____, Direktor, sowie Ergänzungen dazu betr. Über-

gabe Originalinhaberschuldbriefe als Sicherheit vom 26. April 2014 

(Urk. 102103 ff. = Urk. 030124 ff.) 

• Zessionsverträge vom 6. März 2014 resp. 10. Oktober 2010 

(Urk. 102107 f. = Urk. 030155 ff.) 

• Handelsregisterauszüge vom 7. April 2015 resp. vom 17. Juli 2015 der 

Firmen, U._____ Beteiligungen AG (B 1†: Mitglied des VR, B 2, beide 

koll. zeichnungsberechtigt zu zweien: Urk. 102015), V._____ AG (B 1†: 

Mitglied des VR, B 2: VRP, beide koll. zeichnungsberechtigt zu zwei-

en), W._____ AG (B 1†: Mitglied des VR, B 2: VRP, beide koll. zeich-

nungsberechtigt zu zweien), AA._____ AG (B 1†: Mitglied des VR, B 2: 

VRP, beide koll. zeichnungsberechtigt zu zweien), AB._____ AG (B 1†: 

Mitglied des VR, B 2: VRP, beide einzelzeichnungsberechtigt), 

AC._____ AG (B 1†: Mitglied des VR, einzelzeichnungsberechtigt), 

AD._____ AG (B 1†: Mitglied des VR, B 2: VRP, beide koll. zeich-

nungsberechtigt zu zweien), AE._____ AG (B 1†: Mitglied des VR, B 2: 

VRP, beide koll. zeichnungsberechtigt zu zweien), AF._____ GmbH 

(B 1†: Gesellschafter, koll. zeichnungsberechtigt zu zweien) 

(Urk. 102015 ff.; Urk. 109001–109396) 

• Betreibungsbegehren auf Grundpfandverwertung des Beschuldigten 2 

gegen den Beschuldigten 1† über Fr. 2 Mio. vom 20. Mai 2015 

(Urk. 041047 = 102541) 

- 23 - 

• SMS Beschuldigter 1† an Beschuldigten 3 vom 1. Juni 2015 zur Frage 

"Rechtsvorschlag machen oder nicht?" Antwort: "Geb dir morgen Be-

scheid lg" (Urk. 502143) 

• SMS Beschuldigter 1† an Beschuldigten 3 vom 1. Juni 2015: "Als Info: 

A._____ und ich sind ab Mittwoch bis Samstag in Dubai.." 

(Urk. 502143 f.) 

• SMS Beschuldigter 3 an Beschuldigten 1† vom 2. Juni 2015: "Rechts-

vorschlag gegen Forderung nicht aber gegen Pfand erheben, lg" 

(Urk. 502144) 

• SMS Beschuldigter 1† an Beschuldigten 3 vom 2. Juni 2015: Foto von 

"Rechtsvorschlag gegen die Forderung" auf Formular (Urk. 502144; 

Urk. 502147) 

• SMS Beschuldigter 1† an Beschuldigten 3 vom 2. Juni 2015: Foto von 

"Rechtsvorschlag gegen die Forderung" auf Formular mit Frage: "ok 

so?", Antwort: "Io" (Urk. 502148) 

• SMS Beschuldigter 1† an Beschuldigten 3 vom 11. Juni 2015: "Kannst 

gegen AG._____ auch soviele Beschwerden machen wie es geht", 

Antwort: "Ja checke alles" (Urk. 502148) 

• Weitere SMS Beschuldigter 1† an Beschuldigten 3, im Zeitraum 18. bis 

30. September 2015, z.B. betr. Steuerbehörde etc. (Urk. 502153 ff.) 

• Im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme 

vom 13. November 2015 zu Handen der Staatsanwaltschaft abgege-

bene schriftliche Erklärung des Beschuldigten 3, in der er u.a. aner-

kennt, dass es sich bei den Beschuldigten 1† und 2 um zwei ehemalige 

Klienten handelt, im Übrigen aber vom Aussageverweigerungsrecht 

Gebrauch macht (Urk. 115013 = Urk. 046035) 

• Im Rahmen der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationsschlusseinver-

nahme vom 2. November 2016 zu Handen der Staatsanwaltschaft ab-

gegebene schriftliche Erklärung des Beschuldigten 3, wonach die An-

klagevorwürfe unzutreffend seien und er bezogen auf das Vorverfahren 

vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch mache (Urk. 046329) 

- 24 - 

• Erklärung des Beschuldigten 3 vor Vorinstanz: Verzicht auf Aussagen, 

generelle Bestreitung der Anklagevorwürfe, Verweis auf die Ausfüh-

rungen der eigenen Verteidigung (Prot. I S. 14; Urk. 50) 

 Zum Tatkomplex "Mietzinse" insbesondere: 

• Anzeigen an den Arbeitgeber betr. Lohnpfändung, Schuldner: Beschul-

digter 1† vom 22. April 2015 resp. 28. April 2015 (Urk. 102151 ff.; 

Urk. 102245 ff.) 

• Zustellbescheinigungen der Anzeige des Betreibungsamtes L._____ 

betr. Lohnpfändung (Pfändung Nr. 2) an den Beschuldigten 2 persön-

lich am Schalter der Post AN._____ vom 28. April 2015 resp. 29. April 

2015 (Urk. 102561–102579; "Empfangsperson: A._____": Urk. 102564 

[AI._____ AG], 102568 [U._____ Beteiligungen AG], 102571 [W._____ 

AG], 102575 [U._____ Beteiligungen AG], 102579 [W._____ AG], 

102583 [AA._____ AG],  

 6.5. Als Personalbeweismittel liegen im Wesentlichen vor:  

• Staatsanwaltschaftliche Hafteinvernahme des Beschuldigter 1† vom 

28. Oktober 2015 samt Beilagen (Urk. 040004 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Hafteinvernahme des Beschuldigter 1† vom 

29. Oktober 2015 samt Beilagen (Urk. 040027 ff.) 

• Haftrichterliche Befragung des Beschuldigten 1† vom 30. Oktober 2015 

(Urk. 040058 ff. = Urk. 501176 ff. = Urk. 501229 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Befragung des Beschuldigten 1† vom 21. April 

2016, in Gegenwart des Beschuldigten 2 und den Verteidigungen aller 

drei Beschuldigten (Verzicht auf Teilnahme: Beschuldigter 3), samt Bei-

lagen (Urk. 040065 ff., betr. Tatkomplex "Mietzinse": ab 040072 ff.) 

• Delegierte polizeiliche Befragung des Beschuldigten 2 vom 28. Oktober 

2015 (Urk. 041002)  

• Staatsanwaltschaftliche Hafteinvernahme des Beschuldigter 2 vom 

29. Oktober 2015 samt Beilagen (Urk. 041013 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Befragung des Beschuldigten 2 vom 21. April 

2016, in Gegenwart des Beschuldigten 1† und den Verteidigungen aller 

drei Beschuldigten (Verzicht auf Teilnahme: Beschuldigter 3) samt Bei-

- 25 - 

lagen (Urk. 041053 ff., betr. Tatkomplexe "Schuldbriefe" und "Zessi-

onsverträge", betreffend den Beschuldigten 3: ab 041054 ff.) 

• Haftrichterliche Befragung des Beschuldigten 2 vom 30. Oktober 2015 

(Urk. 041049 ff. = Urk. 507139 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Befragung von O._____ als Beschuldigter vom 

18. Januar 2016, in Gegenwart des Beschuldigten 2 und den Verteidi-

gungen der Beschuldigten 1† bis 3 (Verzicht auf Teilnahme: Beschul-

digte 1† und 3) samt Beilagen, betr. Tatkomplexe "Schuldbriefe" und 

"Zessionsverträge" (Urk. 042001 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Befragung des Beschuldigten 3 vom 3. Mai 

2016, samt Beilagen (Urk. 044001 ff., keine Aussagen, Verweis auf 

eingereichte Stellungnahme: Urk. 046034) 

• Schriftliche Erklärungen des Beschuldigten 3 mit dem Verzicht auf 

Aussagen (Urk. 031446 f.; Urk. 046329; Urk. 50). 

• Staatsanwaltschaftliche Konfrontationseinvernahme der Beschuldig-

ten 1† bis 3 vom 13. November 2015 samt Beilagen (Urk. 046001 ff.; 

bez. Beschuldigter 3: Urk. 046028 f., Auf Vorhalte: Verzicht auf Aussa-

gen; Einreichen der schriftl. Stellungnahme: Urk. 046034) 

• Staatsanwaltschaftliche Konfrontationseinvernahme der Beschuldig-

ten 1† und 2 vom 8. Juni 2016, in Gegenwart der Verteidigungen aller 

drei Beschuldigten (Verzicht auf Teilnahme: Beschuldigter 3) samt Bei-

lagen (Urk. 046044 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Konfrontationseinvernahme der Beschuldig-

ten 1† bis 3 vom 29. Juni 2016 samt Beilagen (Urk. 046113 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Konfrontationsschlusseinvernahme der Be-

schuldigten 1† bis 3 vom 2. November 2016 samt Beilagen 

(Urk. 046213 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Befragung von P._____, damaliger Mitarbeiter 

des Beschuldigten 3, als Zeuge vom 8. Juni 2015 (Urk. 047001 ff.) 

• Staatsanwaltschaftliche Befragung von Q._____, damaliger Mitarbeiter 

des Beschuldigten 3, als Zeuge vom 8. Juni 2015 (Urk. 047018 ff.) 

- 26 - 

 7. Beim Anklagevorwurf Tatkomplex "Mietzinse" hatte der Beschuldigte 2 

entgegen seiner Bestreitung Kenntnis davon, dass das Betreibungsamt L._____ 

eine umfassende Lohn- bzw. Forderungspfändung beim Beschuldigten 1† verfügt 

hatte, welche selbstredend auch Mietzinseinnahmen mitumfasste, da er die be-

treffenden Mitteilungen des Betreibungsamtes am Schalter der Post AN._____ 

am 28./29. April 2015 persönlich entgegengenommen hatte (vgl. Urk. 102561–

102579; "Empfangsperson: A._____": Urk. 102564, 102568, 102571, 102575, 

10579). Seine Beteuerungen, das wisse er nicht mehr, resp. er möge sich nicht 

daran erinnern, diese Anzeigen erhalten zu haben (Urk. 046138, 046146 f.) ver-

fangen somit nicht. Vor Vorinstanz hatte er dazu auf die Frage, ob er gewusst ha-

be, dass gegenüber dem Beschuldigten 1† eine Einkommens- und Forderungs-

pfändung verfügt worden sei, denn auch etwas zurückhaltender erklärt (Prot. I 

S. 13 f.), dieser habe ihm gegenüber erwähnt, dass dies auf ihn zukommen könn-

te. Aber ob er gewusst habe, dass es dann so gewesen sei, wisse er nicht mehr. 

Hinzukommt, dass der Beschuldigte 1† die Frage, ob er ab Mai 2015 aufgehört 

habe von seinem Büro von zu Hause aus für diese Gesellschaften zu arbeiten, 

anlässlich seiner staatsanwaltschaftlichen Befragung vom 21. April 2016 in Ge-

genwart des Beschuldigten 2, ausdrücklich verneint hatte (Urk. 040078). Es be-

stehen keine Hinweise dafür, dass er mit dieser Antwort nicht nur den Beschuldig-

ten 2, sondern auch sich selbst zu Unrecht belastet haben könnte. Die vom Be-

schuldigten 1† nicht bestätigte Behauptung des Beschuldigten 2, wonach ihm 

dieser gesagt habe, er würde nicht mehr von zuhause aus arbeiten (vgl. Urk. 128 

S. 6), erweist sich mithin als offenkundige Schutzbehauptung, auf welche nicht 

abzustellen ist. Es bleibt daher kein Raum für die von der Verteidigung verlangte 

in dubio-Annahme zugunsten des Beschuldigten 2. Auch aus dem Umstand, dass 

die Mietzinse für den Monat Mai noch bezahlt wurden, kann der Beschuldigte 2 

nichts zu seinen Gunsten ableiten, zumal er die Mitteilung der Lohn- bzw. Forde-

rungspfändung erst kurz vorher, am 28./29. April 2015, erhalten hat. Dieser hat 

zudem eingeräumt, dass er die Mietverträge nicht gekündigt hatte 

(Urk. 046255 ff.), diese mithin weiter Geltung hatten. Im Übrigen hätte der Be-

schuldigte 2 eine Beendigung der Mietverträge durch Kündigung oder Aufhebung 

nicht selbständig herbeiführen können, da er keine Einzelzeichnungsberechti-

- 27 - 

gung, sondern nur eine Kollektivunterschrift zu zweien zusammen mit dem Be-

schuldigten 1† hatte. Der betreffende Anklagesachverhalt ist somit auch hinsicht-

lich der Kenntnis des Beschuldigten 2 der umfassenden Lohn- bzw. Forderungs-

pfändung, vollumfänglich erstellt. 

 8. Bloss zur teilweisen Ergänzung der vorinstanzlichen Beweiswürdigung, zu 

deren Untermauerung und weiteren Veranschaulichung sind nachfolgende Aus-

sagen zusammengefasst wiederzugeben und nochmals näher zu betrachten. 

 8.1. Im Zusammenhang mit dem Tatkomplex "Mietzinse" hatte der Beschul-

digte 1† anlässlich seiner staatsanwaltschaftlichen Befragung vom 21. April 2016 

auf die Frage, ob er ab Mai 2015 aufgehört habe von seinem Büro von zu Hause 

aus für diese Gesellschaften zu arbeiten, im Beisein des Beschuldigten 2 und der 

Verteidigungen aller drei Beschuldigten (der Beschuldigte 3 hatte auf eine Teil-

nahme verzichtet [Urk. 040065]), zu Protokoll gegeben: "Nein." (Urk. 040078). Im 

Zusammenhang mit dem Beschuldigten 3 wurde er gefragt, ob dieser sie in der 

Sache auch beraten habe oder damit nichts zu tun gehabt habe. Er antwortete 

(Urk. 040080): "Ich glaube, er hatte damit nichts zu tun. Wir brauchten in dieser 

Sache keinen Ratschlag und konnten das selber bewerkstelligen." Aus seiner 

Antwort auf eine frühere Frage ist im Übrigen klar, dass mit "Wir" der Beschuldig-

te 2 und er selber gemeint waren (Urk. 040080, Frage 81). Hätte der Beschuldig-

te 1† den Beschuldigten 3 zu Unrecht belasten wollen, hätte seine Antwort selbst-

redend anders gelautet. Schliesslich bejahte der Beschuldigte 1† auch noch die 

Ergänzungsfrage der Verteidigung des Beschuldigten 2, wonach dieser geltend-

mache, die Büromieten von monatlich 4 x Fr. 500.– seien von den Gesellschaften 

fortwährend geschuldet gewesen, aber nicht mehr an ihn (den Beschuldigten 1†) 

ausbezahlt worden, dass dies stimme (Urk. 040081, Frage 89). 

 8.2. Der Beschuldigte 1† hatte mit all seinen Aussagen anlässlich seiner 

beiden staatsanwaltschaftlichen Hafteinvernahmen vom 28. und 29. Oktober 2015 

und anlässlich der haftrichterlichen Anhörung vom 30. Oktober 2015 im Beisein 

seiner damals noch erbetenen Verteidigung auch zu den Tatkomplexen "Schuld-

briefe" und "Zessionsverträge" bereits ein die wesentlichen Anklagevorwürfe um-

fassendes Geständnis abgelegt (vgl. Urk. 040004 ff.; 040027 ff.; 040058 ff.) und 

- 28 - 

diese Aussagen in weiteren Befragungen bestätigt und verfeinert (Urk. 040065 ff.; 

vgl. nachfolgend, Urk. 046001 ff.; 046001 ff.; 046044 ff.; 046113 ff.; 046213 ff.). Er 

hat sich damit fortlaufend selbst belastet, mithin diese Aussagen nach anfängli-

chem Geständnis im Rahmen der Haftprüfung später weder massgeblich relati-

viert noch widerrufen, im Gegenteil. 

 8.2.1. Er hat seine Aussagen vielmehr auch anlässlich der staatsanwalt-

schaftlichen Konfrontationseinvernahme der Beschuldigter 1† bis 3 vom 13. No-

vember 2015 wiederholt und detailliert bestätigt (Urk. 046001 ff.). Auf die Frage, 

die Geschehnisse nochmals zu beschreiben, nachdem ihm im Februar 2014 be-

kanntgeworden sei, dass die M._____ AG eine Forderung von ca. Fr. 530'000.– 

gegen ihn erhoben habe, gab er zu Protokoll (Urk. 046006 f.): "Ja, das Ganze be-

gann im Hotel AH._____ mit diesem geplatzten "Diamantendeal". Das war eigent-

lich die Ursache für alles. Ich rief dann B._____ an und fragte ihn um rechtliche 

Hilfe. Er sagte mir, wir hätten keinen Stress, man müsse schauen, was nun ge-

schehe. Das dauere nun sicher 1 Jahr. Damals hat aber das Mandat mit B._____ 

in dieser Sache begonnen. Wir hörten dann länger nichts. Als dann die Betrei-

bung der M._____ AG eintraf, erhob ich Rechtsvorschlag. Das Bezirksgericht hat 

danach der Gegenpartei leider Recht gegeben. Gestützt darauf wurde dann die 

provisorische Pfändung meines Vermögens verlangt. B._____ hat mir gesagt, der 

Entscheid des Bezirksgerichtes sei falsch, wir könnten diesen Entscheid weiter-

ziehen und würden dann Recht erhalten. B._____ sagte, der Richter hätte keine 

Ahnung. Gestützt auf diese Ausführungen hatte ich die Hoffnung, dass die Betrei-

bung im Nachhinein sich als richtig herausstellen würde. Getragen von dieser 

Hoffnung und in Absprache mit A._____ und B._____, machte ich mir Gedanken, 

wie ich vor allem mein Haus sichern könnte. Ziel war es, das Haus vor einer allfäl-

ligen Pfändung zu sichern. Ich dachte mir auch, dass es ein unnötiges "Theater" 

geben würde, gerade mit der Bank, wenn mein Haus einmal provisorisch gepfän-

det würde. Wir wollten auch andere meiner Vermögenswerte sichern, hier wiede-

rum mit dem Ziel, dass es keine Pfändung dieser Vermögenswerte gebe. Wir 

setzten dann mehrere Verträge auf, zwischen mir, der S._____, der T._____ Ltd. 

und O._____. Die Verträge wurden im Nachhinein erstellt und rückdatiert. Die 

Originale dieser Verträge wurden vernichtet. Das geschah, weil wir durch B._____ 

- 29 - 

erfahren hatten, dass es wissenschaftliche Methoden gebe, um herauszufinden, 

wann ein Vertrag erstellt worden sei. Der erste Vertrag (Urk. 102103) wurde si-

cher schon 2009 so besprochen, eventuell dann erst im Jahr 2010 abgeschlos-

sen. Der Zusammenhang zwischen dem Landkauf (mein Grundstück in L._____ 

ZH), dem Verkauf von Aktien aus meinem Bestand und der Sicherungsmöglich-

keit durch Schuldbriefe wurde damals genau so besprochen. Ich bin mir jetzt nicht 

mehr ganz sicher, ob allenfalls im Nachhinein gewisse Änderungen an diesem 

Vertrag vorgenommen worden sind, was dem nun vorliegenden Vertrag 

(Urk. 102103) entsprechen würde. Alle anderen Verträge, die mir hier vorliegen, 

sind im Nachhinein erstellt worden. Gerade was die Zessionsverträge betrifft, so 

hatte ich keine Ahnung, dass man dies so machen muss, damit es rechtlich "ver-

hebet". Hier war es B._____, der mich darauf hingewiesen hat, dass es das 

braucht." 

 Weiter ergänzte er auf Frage, wie das im Detail gelaufen sei, wisse er nicht. 

Die Verträge habe der Beschuldigte 2 geschrieben, nicht er. Er nehme an, wisse 

es jedoch nicht, dass dieser den genauen Inhalt der Verträge mit dem Beschuldig-

ten 3 besprochen habe. Er habe dem Beschuldigten 2 keinen Auftrag erteilt. Es 

sei mehr eine Bitte in ihrer Geschäftsbeziehung gewesen, die Verträge unentgelt-

lich zu erstellen. Es sei typischerweise der Beschuldigte 2 gewesen, welcher in ih-

rer Geschäftsbeziehung Vertragliches geregelt habe (Urk. 046007). Gefragt nach 

seinem diesbezüglichen Kontakt mit dem Beschuldigten 3 erklärte der Beschul-

digte 1†, diese Gespräche seien jeweils bei diesem im Büro gewesen. Es habe 

einige Meetings zu diesem Fall gegeben. Wie viele, könne er nicht sagen, da die 

Meetings nicht nur mit ihm gewesen seien. Auch der Beschuldigte 2 habe sich mit 

dem Beschuldigten 3 getroffen. Dabei sei es auch um andere Fälle gegangen. Es 

habe auch gemeinsame Treffen an der D._____-strasse ... beim Beschuldigten 3 

gegeben. Der Beschuldigte 3 habe alle Verträge gehabt, um diese dem Pfän-

dungsbeamten einzureichen. Zuerst habe er diese nur geschwärzt eingereicht, 

später noch in ungeschwärzter Version. Er selber habe die Verträge dem Be-

schuldigten 3 per E-Mail gesandt. Beim Beschuldigten 2 wisse er dies nicht. Auf 

Nachfrage: Er wisse jetzt nicht mehr, inwiefern er mit dem Beschuldigten 3 dar-

über gesprochen habe, dass einige Verträge simuliert und nicht gewollt gewesen 

- 30 - 

seien (Urk. 046008 f.). Auf Vorhalt, wonach er bereits ausgesagt habe 

(Urk. 040035; Urk. 501180), dass die Kommunikation mit dem Betreibungsamt 

L._____ nur über den Beschuldigten 3 gelaufen sei, und dieser gewusst habe, 

dass die Verträge, welche dieser dem Betreibungsamt L._____ eingereicht habe, 

simuliert gewesen seien, gab der Beschuldigte 1† zu Protokoll (Urk. 046010): 

"Aufgrund der Tipps von Herr B._____ (Originalverträge vernichten, Zessionsver-

träge aufsetzen für die Verpfändung) und da auch diverse Male bei deren Entste-

hung mit B._____ über den Inhalt der Verträge geredet worden ist, namentlich ob 

diese so korrekt sind und ob man diese auch so einreichen kann, hab er gewusst, 

dass zumindest ein Teil dieser Verträge simuliert sind. Was ich mir nicht sicher 

bin, ob B._____ auch wusste, dass die Schuldbriefe nicht belastet sind." Auf wei-

tere Frage: Bei der Betreibung durch den Beschuldigten 2 sei es darum gegan-

gen, zu belegen, dass die Schuldbriefe belastet seien. Mit anderen Worten habe 

man untermauern wollen, dass das, was in den Aktienkaufverträgen stehe, auch 

tatsächlich stimme. Er habe mit dem Beschuldigten 3 sicher auch darüber ge-

sprochen, ob es sinnvoll sei, gegen diese Betreibung einen Rechtsvorschlag zu 

erheben oder nicht. Er wisse jedoch nicht mehr, was dieser ihm empfohlen habe 

und welche Gründe dieser dabei angeführt habe (Urk. 046010). 

 8.2.2. Diese Aussage des Beschuldigten 1† wird bestätigt durch die akten-

kundige Empfehlung des Beschuldigten 3 in dessen Antwort-SMS vom 2. Juni 

2015 (Urk. 502144) auf die entsprechende Frage-SMS des Beschuldigten 1† vom 

1. Juni 2015 (Urk. 502143). Zudem wurde dieser Vorgang in den Konfrontations-

einvernahmen vom Beschuldigten 1† weiter bestätigt (z.B. Urk. 046113, 

046116 ff.), während der Beschuldigte 3 weiter dazu schwieg und auf seine frühe-

re schriftliche Stellungnahme verwies (Urk. 046118 ff.; Urk. 046034 f.). 

 8.2.3. Auf weitere Frage antwortete der Beschuldigte 1† (Urk. 046010): Ja, 

er habe gewusst, dass der Beschuldigte 2 diese Betreibung (gemeint: über Fr. 2 

Mio.) gegen ihn einleite. Da der Pfändungsbeamte die Überschuldung der Lie-

genschaft vorerst nicht akzeptiert habe, hätten sie zusätzlich belegen wollen, dass 

dies tatsächlich der Fall gewesen sei. Er habe dafür dem Beschuldigten 2 ja auch 

die Schuldbriefe wieder ausgehändigt, damit dieser sie dem Betreibungsamt vor-

- 31 - 

weisen könne. Diesen Plan habe er sicher mit dem Beschuldigten 2 besprochen. 

Bezüglich des Beschuldigten 3 sei er sich nicht mehr sicher. Auf die weitere Fra-

ge, inwieweit der Beschuldigte 3 gewusst habe, dass diese Betreibung ein Fake 

gewesen sei (Urk. 046010 u.) gab der Beschuldigte 1† zu Protokoll: "Das wusste 

er, da ich B._____ ja fragte, ob ich jetzt Rechtsvorschlag erheben sollte oder 

nicht. Ich würde ja sonst nie von Herr A._____ betrieben werden, wir hatten ja ei-

ne sehr gute Beziehung."(Urk. 046011). Dies bestätigte er anlässlich der staats-

anwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme vom 8. Juni 2016 in Gegenwart 

des Beschuldigten 3 (Urk. 046135). 

 8.2.4. Ein starkes Indiz für die sehr gute Geschäftsbeziehung ergibt sich zu-

dem aus der SMS des Beschuldigten 1† an den Beschuldigten 3 vom 1. Juni 

2015, mithin aus exakt jener Zeit: "Als Info: A._____ und ich sind ab Mittwoch bis 

Samstag in Dubai" (Urk. 502143 f.], welche zeigt, dass die Beschuldigten 1† 

und 2 damals gemeinsam unterwegs waren. 

 8.2.5. Auf den weiteren Vorhalt, wonach der Beschuldigte 3 in seinem Na-

men am 22. Juni 2015 eine betreibungsrechtliche Beschwerde eingereicht 

(Urk. 102156 ff.) und darin erneut geltend gemacht habe, die Liegenschaft dürfe 

nicht gepfändet werden, da sie offensichtlich überbelastet sei, und der weiteren 

Frage, was im Vorfeld dieser SchKG-Beschwerde zwischen ihm und dem Be-

schuldigten 3 besprochen worden sei, erklärte der Beschuldigte 1†: "Ich nehme 

an, dass im Vorfeld ein Entscheid eingetroffen ist, dass die Liegenschaft nun doch 

provisorisch gepfändet werde. Ich rief wohl noch am gleichen Tag verzweifelt 

Herrn B._____ an und fragte ihn, was ich machen könne. Er machte daraufhin 

dann diese Beschwerde. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich diese vielen Ent-

scheide, welche in diesem Verfahren ergangen sind, wie auch weitere Stellung-

nahmen etc. jeweils nicht richtig durchgelesen habe. Ich habe alles auf die Seite 

gelegt, es war ein riesen Stapel, und mich bei Herrn B._____ dann jeweils infor-

miert, ob und was ich tun soll. Ich habe Herrn B._____ vertraut, dass er das 

schon "schaukeln" werde." (Urk. 046011). Auf weitere Nachfrage: Der Beschuldig-

te 3 habe gewusst, dass ein Teil dieser Verträge im Nachhinein erstellt worden 

- 32 - 

seien. Er wisse nicht, ob dieser gewusst habe, dass die Schuldbriefe nicht belas-

tet seien. 

 8.2.6. Diese vom Beschuldigten 1† geäusserte Unsicherheit ist indessen 

wenig überzeugend, denn wie hätte der Beschuldigte 3 das nicht wissen sollen, 

nachdem die Schuldbriefe zur angeblichen Sicherung der simulierten Aktienkauf- 

und Zessionsverträge sowie deren Ergänzungen erstellt worden waren, um eine 

angebliche Belastung derselben vorzugeben. Er wusste fraglos, dass diese Ver-

träge simuliert waren. Waren die Verpflichtungen in den geänderten und rückda-

tierten Verträgen simuliert, konnten sie auch die Schuldbriefe nicht verpflichtend 

belasten. Mithin musste auch dem Beschuldigten 3 als Rechtsanwalt fraglos klar 

sein, dass die Schuldbriefe nicht belastet waren, sondern bloss der Täuschung 

des Betreibungsamtes dienten. 

 8.2.7. Auf den weiteren Vorhalt im Zusammenhang mit der Höhe der Betrei-

bungsforderung über Fr. 2 Mio. welche der Beschuldigte 2 gegen den Beschuldig-

ten 1† abredegemäss in Betreibung gesetzt hatte, um die angebliche Überschul-

dung der Liegenschaft zu untermauern, wonach aufgrund der bisherigen Aussa-

gen der Beiden plausibel sei, dass der Beschuldigte 1† die erste Mio. zu bezahlen 

gehabt habe, für die zweite Mio. (Kauf der Aktien der S._____ Vermögensverwal-

tung AG) bislang eine Plausibilisierung fehle, räumte der Beschuldigte 1† ein, 

dass er immer gesagt habe, dass er sich nicht ganz sicher sei, ob nicht auch die-

ser Aktienkaufvertrag vom 10. Mai 2009 im Nachhinein noch angepasst worden 

sei (Urk. 046011 u.). Wenn er dies nun betrachte, meine er, dass diese Verpflich-

tung für diese zweite Mio. erst im Nachhinein in den Vertrag aufgenommen wor-

den sei. Der Vertrag sei ebenfalls angepasst worden. Es sei ursprünglich nur um 

1 Mio. gegangen. Er habe die Originalverträge nicht vernichtet, weshalb er davon 

ausgehe, dass dies der Beschuldigte 2 gewesen sei. Die Verträge seien nach 

dem Pfändungsvollzug durch das Betreibungsamt L._____ vom 9. April 2015 ent-

standen; erst auf Aufforderung des Betreibungsbeamten, seine Vermögenssitua-

tion genauer zu belegen. Ob er vom Beschuldigten 3 jemals darauf aufmerksam 

gemacht worden sei, dass das Vorgehen möglicherweise strafbar sei, könne er 

- 33 - 

nicht mehr sagen. Dass dies Hausdurchsuchung, Untersuchungshaft etc. zur Fol-

ge haben könnte, sei ihm überhaupt nicht bewusst gewesen (Urk. 046012 f.). 

 8.2.8. Auf die Frage, ob er mit dem Beschuldigten 3 über die vom Beschul-

digten 2 in Absprache mit ihm gegen ihn erhobene Betreibung über Fr. 2 Mio. ge-

sprochen habe, meinte der Beschuldigte 1†, ja, er würde sagen ja. Er wisse, dass 

er mit dem Beschuldigten 3 über diese Betreibung gesprochen habe. "Meiner 

Meinung nach hat er es auch gewusst. Ich habe mit ihm insbesondere über die 

Frage des Rechtsvorschlages gesprochen. Wir haben die Vor- und Nachteile ab-

gewogen." (Urk. 046025 f.). 

 8.2.9. Dies bestätigten in der Folge sowohl der Beschuldigte 1† als auch der 

Beschuldigte 2 u.a. anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 29. Juni 2016 

in Gegenwart des Beschuldigten 3 (Urk. 046131 ff.). Dass dem tatsächlich so war, 

ergibt sich im Übrigen aus dem SMS-Verkehr zwischen ihm und dem Beschuldig-

ten 3 vom 1. und 2. Juni 2015 (Urk. 502143 f.). Abgesehen von den beweisbil-

denden klaren Aussagen der Beschuldigten 1† und 2, stellt auch die weitere SMS 

des Beschuldigten 1† an Beschuldigten 3 vom 1. Juni 2015 ein sehr gewichtiges 

Indiz dafür, dass diese Betreibung nicht ernstgemeint war. Überdies ist deren Text 

an ihn: "Als Info: A._____ und ich sind ab Mittwoch bis Samstag in Dubai.." 

(Urk. 502143 f.) ein gewichtiges Indiz dafür, dass der Beschuldigte 3 bestens Be-

scheid wusste. Zudem wurde dieses Vorgehen sowohl vom Beschuldigten 1† als 

auch vom Beschuldigten 2 anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontati-

onseinvernahme vom 8. Juni 2016, in Gegenwart der Verteidigungen aller drei 

Beschuldigten (Verzicht auf Teilnahme: Beschuldigter 3) erneut bestätigt 

(Urk. 046065 ff.). 

 8.2.10. Im Zusammenhang mit dem Wissen des Beschuldigten 3 gab der 

Beschuldigte 1† anlässlich derselben Konfrontationseinvernahme auf Fragen zum 

Inhalt der Besprechung mit diesem vom 30. März 2015 (Urk. 030228) weiter zu 

Protokoll (Urk. 046055): "Ich habe ihn sicher immer über alles unterrichtet. Er war 

also auf dem Laufenden. Ob ich es ihm genau an dieser Besprechung gesagt ha-

be, weiss ich aber nicht mehr." Und auf Vorhalt, dass das Betreibungsamt 

L._____ geschrieben habe, dass er mehrmals an seinen Anwalt verwiesen habe, 

- 34 - 

mit der Frage, ob dies zutreffend sei und was gegebenenfalls der Grund dafür 

gewesen sei, dass er auf den Beschuldigten 3 verwiesen habe (Urk. 046053): "Ja, 

weil B._____ gesagt habe, er solle das so machen, er regle das alles." Auch dies 

bestätigte der Beschuldigte 1† erneut anlässlich der staatsanwaltschaftlichen 

Konfrontationseinvernahme der Beschuldigten 1† bis 3 vom 29. Juni 2016 

(Urk. 0461120, u.a. 046126). Anlässlich derselben Konfrontationseinvernahme 

(Urk. 046113 ff.) gab der Beschuldigte 1† auf Vorhalt der E-Mail des Beschuldig-

ten 3 vom 7. April 2015 an ihn, mit einer Aktennotiz des Beschuldigten 3 über eine 

Besprechung betreffend Prozesskaution, Prozessfinanzierer (Urk. 030626; 

Urk. 030631 f.), auf Frage weiter zu Protokoll (Urk. 046150): "Ich habe diese E-

Mail noch nie gesehen. Ich lese diese zum ersten Mal." … "Geht es hier um diese 

CHF 28'000.–, als den Kostenvorschuss? Wenn das so ist, dann hat B._____ ge-

sagt, man könne etwas beantragen, damit ich diesen nicht zu bezahlen habe. Er 

hat mir aber auch empfohlen, dass ich das selber finanzieren soll." (Urk. 046150). 

Auf die Frage, ob es einen Prozessfinanzierer gegeben habe, antwortete er 

(Urk. 046151): "Nein." Es sei Teil der Strategie gewesen, dass man das so auf-

setze. Auch die Summe… Er habe mal gefragt, wie hoch die Summe sein soll, da 

sei man auf die Summe CHF 70'000.– gekommen. Aber die Summe sei auch 

noch offen gewesen. Auf Nachfrage: Es sei Teil der Strategie für die Sicherung 

der Beteiligungen, also seiner Aktien der AI._____ und der U._____, gewesen. 

Man brauche dann einen Darlehensgeber, der eine Sicherheit verlange, und das 

wäre der Prozessfinanzierer gewesen. Dann sei dann auch der Tipp gekommen, 

dass die Verträge nur "verhebed", also rechtlich gültig seien, wenn eine Zession 

im Vertrag drin sei. Er wisse bis heute nicht, warum dies notwendig gewesen sei. 

Aber sie hätten dann die Zessionsverträge erstellt, also der Beschuldigte 2 habe 

dies getan. Von wem genau die Idee mit dem Prozessfinanzierer gekommen sei, 

wisse er nicht mehr. Das sei im Gespräch zwischen den Beschuldigten 2 und 3 

und ihm entstanden (Urk. 046151). Es habe gegen aussen so aussehen sollen. 

Dies sei wie mit der E-Mail gewesen, welche er auf Anregung des Beschuldig-

ten 3 geschrieben habe, dass die Verträge schon früher erstellt worden seien. Es 

sei darum gegangen, wie man darstellen müsse, dass seine Aktien angeblich 

verpfändet gewesen seien, als Sicherheit für ein Darlehen, bekräftigt durch die 

- 35 - 

Zessionsverträge. So sei man nicht mehr angreifbar gewesen. Auf die Frage, ob 

seiner Ansicht nach der Beschuldigte 3 in den Ziff. 2 und 3 der Aktennotiz Aussa-

gen gemacht habe, welche so nicht zugetroffen hätten, um gegenüber Dritten ei-

nen falschen Anschein zu erwecken, gab der Beschuldigte 1† zu Protokoll 

(Urk. 046152): "Ich nehme es an. Dieser habe ja gewusst, dass er keine Aktien 

übereignet habe, irgendjemandem, sondern nur dass es um den Schutz dieser 

Beteiligungen gegangen sei." Auf weitere Nachfrage: Der Beschuldigte 3 habe 

diese Aktennotiz vielleicht als Beweis dafür verfasst, dass er die Sachen nicht 

gewusst hätte. Es sei so, dass die Mittel für den Prozesskostenvorschuss nicht 

von einem Prozessfinanzierer zur Verfügung gestellt worden seien (Urk. 046152 

u.). 

 8.2.11. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationsschlussein-

vernahme der Beschuldigten 1† bis 3 vom 2. November 2016 bestätigte der Be-

schuldigte 1† die Vorhalte weitestgehend, machte bloss ganz vereinzelt mangeln-

de Erinnerung geltend und anerkannte schliesslich vorbehaltlos, sich des mehrfa-

chen Pfändungsbetruges und der Gläubigerschädigung durch Vermögensvermin-

derung schuldig gemacht zu haben (Urk. 046213 ff., 046280 f.). 

 8.3. Zu den Tatkomplexen "Schuldbriefe" und "Zessionsverträge" betreffend 

den Beschuldigten 3 und dessen beratende Tätigkeit und Wissen hatte nicht bloss 

der Beschuldigte 1†, sondern auch der Beschuldigte 2 bereits anlässlich seiner 

staatsanwaltschaftlichen Hafteinvernahme vom 29. Oktober 2015 beiläufig und 

nicht konkret danach befragt, Angaben gemacht (Urk. 041013 ff.), worauf auch 

dessen Verteidigung bereits vor Vorinstanz hingewiesen hat (vgl. vorstehend, 

Erw. III.6.2.). Jene Aussagen machte der Beschuldigte 2 mithin am Anfang des 

Vorverfahrens, als er die gegen ihn selbst erhobenen Tatvorwürfe noch als haltlos 

bezeichnete und bestritt (Urk. 041014) und noch bevor er über das zeitgleich ab-

gelegte weitgehende Geständnis des Beschuldigten 1† in Kenntnis gesetzt wor-

den war (vgl. Urk. 041027). Soweit er mit seinen beiläufigen Angaben den Be-

schuldigten 3 spontan belastete, kann auch ihm nicht unterstellt werden, dass 

solches gezielt und zu Unrecht erfolgt wäre, etwa um sich selbst aus dem Fokus 

der Strafverfolgungsbehörden zu nehmen. Seine den Beschuldigten 3 belasten-

- 36 - 

den Aussagen erfolgten denn auch sachlich und zurückhaltend. So erklärte er auf 

die im Zusammenhang mit seiner gegen den Beschuldigten 1† erhobenen Betrei-

bung über Fr. 2 Mio. stehende Frage, wie er es mache, wenn ein anderer Gläubi-

ger, z.B. die M._____ AG, soweit komme, dass die Pfändung der Liegenschaft 

(gemeint des Beschuldigten 1†) vollstreckt werden könne, und er die Inhaber-

schuldbriefe nicht zur Hand habe, um das Vollzugsrecht geltend zu machen…: 

"Die habe ich in Absprache mit B._____, unserem Rechtsanwalt, gemacht. Er hat 

mir erläutert, dass ich vorerst keine weiteren Schritte einleiten muss." 

(Urk. 041022, Frage 64). Oder, ob er den Beschuldigten 3 konsultiert habe, um 

sich beim Aufsetzen der Verträge beraten zu lassen: "Ich habe ihn über einzelne 

Punkte gefragt, ob das so in Ordnung ist." (Urk. 041023). 

 8.3.1. Nachdem er über das weitgehende Geständnis des Beschuldigten 1† 

in Kenntnis gesetzt worden war und einem Unterbruch für ein Gespräch mit sei-

nem damaligen Verteidiger (Urk. 041028), ergänzte der Beschuldigte 2 noch zu-

rückhaltend u.a., er wolle festhalten, dass er den Beschuldigten 1† in keiner Wei-

se zu irgendetwas angestiftet habe. Sie hätten die im Jahre 2014 neu erstellten 

Verträge ihrem Anwalt, dem Beschuldigten 3, gezeigt, diesem jedoch nicht ge-

sagt, dass sie diese neu erstellt hätten (Urk. 041029). Anlässlich seiner haftrich-

terlichen Befragung vom 30. Oktober 2015 räumte er weiter ein, es stimme leider, 

dass er sich zusammen mit dem Beschuldigten 1† zwischen Februar 2014 und 

Juni 2015 des Pfändungsbetruges schuldig gemacht habe. Es sei zutreffend, 

dass er alle Originalverträge vernichtet habe (Urk. 041050 ff.). 

 8.3.2. In der staatsanwaltschaftlichen Befragung vom 21. April 2016 gab der 

Beschuldigte 2 ferner u.a. auf Frage, ob er während der Erstellung bzw. Finalisie-

rung dieser Verträge sich mit K._____† oder B._____ besprochen habe 

(Urk. 041056, Frage 17), nunmehr im Widerspruch zu seiner früheren Aussage, 

wonach er beim Aufsetzen der Verträge den Beschuldigten 3 über einzelne Punk-

te gefragt habe, ob das so in Ordnung sei (vgl. nochmals Urk. 041023), zu Proto-

koll: "Ich glaube nicht." (Urk. 041056). Und auf den Vorhalt, dass drei Verträge 

(Urk. 102103–102105) vom Beschuldigten 3 geschwärzt mit Schreiben vom 

2. April 2015 beim Betreibungsamt L._____ eingereicht worden seien, sowie auf 

- 37 - 

Frage, wie diese von ihm am 1. April 2015 letztmals modifizierten Verträge zum 

Beschuldigten 3 gelangt seien (Urk. 041056, Frage 18), meinte er, nicht mehr zu 

wissen, ob er diese dem Beschuldigten 1† gegeben habe…oder ob er dem Be-

schuldigten 3 die Verträge in dessen Büro selber übergeben habe. Er wisse es 

nicht mehr. 

 8.3.3. Dass es der Beschuldigte 1† war, der die simulierten, rückdatierten 

Verträge dem Beschuldigten 3 zukommen liess, ergibt sich zweifelsfrei aus der 

entsprechenden E-Mail vom 1. April 2015, in deren Anhang diese Verträge mit 

übermittelt wurden (Urk. 030544 ff., 030549, 030559, 030569, 030573), und 

ebenso zweifelsfrei ergibt sich aus dem Brief des Beschuldigten 3 an das Betrei-

bungsamt L._____ vom 2. April 2015 die Einreichung der Verträge: Einreichung 

Aktienkaufvertrag vom 10. Mai 2009, Ergänzungen zum Aktienkaufvertrag vom 

10. Oktober 2010 und Ergänzungen zum Aktienkaufvertrag vom 26. April 2014, 

samt geschwärzte Verträge (Urk. 030011 ff.). Dass die damalige Angabe des Be-

schuldigten 1† in jener E-Mail, wonach er damals die Verträge alleine ohne An-

walt abgeschlossen habe, so nicht den Tatsachen entsprach und wohl bereits der 

antizipierten Entlastung des Beschuldigten 3 dienen sollte, ergibt sich ebenso of-

fenkundig aus den übereinstimmenden späteren Aussagen der Beschuldigten 1† 

und 2. Ferner belegt auch die weitere Erklärung des Beschuldigten 1†: "Ich habe 

leider nur Kopien dieser Verträge. Bitte prüfe, ob diese Verträge in Ordnung sind. 

Die Originalen Schuldbriefe sind im Besitz von der S._____ und der T._____.", 

dass der Beschuldigte 3 auch hinsichtlich der Überprüfung der simulierten Verträ-

ge in die Machenschaften involviert war. 

 8.3.4. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme 

der Beschuldigten 1† und 2 vom 8. Juni 2016, bei welcher der Beschuldigte 3 auf 

eine Teilnahme verzichtet hatte (Urk. 046044 ff.), gab der Beschuldigte 1† in 

Übereinstimmung mit seinen früheren Angaben im Übrigen nochmals mit aller 

Deutlichkeit zu Protokoll (Urk. 046059): "Das habe ich in einer früheren Einver-

nahme bereits erklärt. Ich habe auf Anraten von B._____ diese E-Mail an ihn ge-

schrieben. Er hat mir gesagt, dass ich die E-Mail genau so schreiben soll." Es 

sollte so aussehen, als ob die Verträge schon früher erstellt worden seien. Auf 

- 38 - 

Frage, weshalb er in dieser E-Mail erwähnt habe, dass er nur über Kopien der 

Verträge verfügen würde, erklärte der Beschuldigte 1† (Urk. 046060): "Weil die 

Originale ja auf Anraten von B._____ vernichtet worden sind." (E-Mailantwort des 

Beschuldigten 3 an den Beschuldigten 1† vom 1. April 2015: "Danke für die 

Email. Für mich passen die Verträge! Ich würde diese allerdings nicht so dem Be-

treibungsamt einreichen, sondern in anonymisierter Form, nicht dass die Gegen-

seite noch Geschäftspartner angeht / belästigt. Falls Du möchtest, kann ich das 

für Dich erledigen. Lieben Gruss B._____" (Urk. 030579 f.). Der Beschuldigte 3 

habe die Verträge anonymisiert dem Betreibungsamt L._____ ZH eingereicht 

(Urk. 046060 u.). Und der Beschuldigte 2 bestätigte, der Beschuldigte 1† habe 

ihm gesagt, er "müsse" nun eine solche E-Mail schreiben, mit diesem ungefähren 

Inhalt (Urk. 046061). Dies bestätigte der Beschuldigte 1† abermals anlässlich der 

staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme der Beschuldigten 1† bis 3 

vom 29. Juni 2016 in Gegenwart derselben (Urk. 0461120 ff.), während der Be-

schuldigte 2 teilweise bestätigte oder auf seine bisherigen Aussagen verwies, so-

weit er Aussagen machte (Urk. 046123 ff., 046127 ff., 046130), während der Be-

schuldigte 3 weiterhin auf seine schriftliche Stellungnahme (Urk. 046034 f.) ver-

wies (Urk. 046123 ff.). 

 8.3.5. Auf die spätere Frage an den Beschuldigten 2, weshalb seine Betrei-

bung gegen den Beschuldigten 1† vom 20. Mai 2015 auf Verwertung eines 

Grundpfandes und nicht eines Faustpfandes gerichtet gewesen sei, erklärte er 

weiter, den Rat des Betreibungsbeamten AG._____ befolgt zu haben 

(Urk. 041059, Frage 41). Die Folgefrage, in früheren Einvernahmen gesagt zu 

haben, dass er sich auch vom Beschuldigten 3 bezüglich dieser Fragen habe be-

raten lassen, beantwortete er mit: "Ja." (Urk. 041060). Auf die weitere Frage, wie 

es dazu gekommen sei, dass er die Zessionsverträge im April 2015 erstellt habe, 

gab er zu Protokoll (Urk. 041060, Frage 45): "In einem Gespräch mit B._____ ist 

mir gesagt worden, dass diese Verträge nur gültig sind im Zusammenhang mit ei-

ner Zession, die von den Organen unterschrieben sein muss." Er beziehe sich auf 

sämtliche Verträge, bei denen in der Folge auch ein Zessionsvertrag erstellt wor-

den sei, deren zwei (Urk. 102107 f.). Der Beschuldigte 3 habe ihm erklärt, dass 

die Verträge nur ihre Wirkung hätten im Zusammenhang mit einem Zessionsver-

- 39 - 

trag. Vorher habe er keine Zessionsverträge geschrieben, da er dies vor dem Tipp 

des Beschuldigten 3 nicht gewusst habe. Er habe dem Beschuldigten 3 verschie-

dene Verträge gezeigt und diesen gefragt, ob das rechtlich so standhalte. Der ha-

be "ja" gesagt, sofern es Zessionsverträge dazu gebe. Er glaube nicht, dass der 

Beschuldigte 1† dabei gewesen sei, könne es aber nicht zu 100% ausschliessen. 

Relativierend meinte er dann wieder, der Beschuldigte 3 habe nicht wissen kön-

nen, dass noch keine Zessionsverträge existiert hätten. Ob dieser es hätte ahnen 

können, wisse er nicht. Nach dem Erstellen habe er diesem auch die Zessions-

verträge unterbreitet, und dieser habe bestätigt (Urk. 041061 f.), dass es soweit 

gut sei. Er könne sich erinnern, dass er einige Male solche Vertragssachen im Bü-

ro des Beschuldigten 3 durchgegangen sei. Ob der Beschuldigte 1† auch dabei 

gewesen sei, könne er nicht mit 100% Sicherheit sagen. Und weiter relativierend 

sowie im Widerspruch zu späteren Zugaben: Nein, er habe dem Beschuldigten 3 

nicht offengelegt, dass diese Zessionsverträge aufgrund von dessen Anregung 

erstellt worden seien (Urk. 041063). Ihm selber (dem Beschuldigten 2) sei ja be-

wusst gewesen, dass er die Verträge im Nachhinein erstellt habe. Er gehe davon 

aus, dass er dem Beschuldigten 3 die unterschriebenen Verträge vorgelegt habe 

mit dem Datum. 100% sicher sei er sich aber nicht (Urk. 041064). Er habe diesem 

gegenüber nicht offenlegen wollen, dass es diese Verträge noch nicht gegeben 

habe (Urk. 041065). Auf die Frage, wer die Zessionsverträge beim Betreibungs-

amt L._____ eingereicht habe, antwortete er: "Ich glaube, das war B._____." Er 

habe mal etwas gehört, dass dieser geschwärzte Verträge ans Betreibungsamt 

gefaxt habe, er sei aber nicht dabei gewesen (Urk. 041065, Frage 79). Es sei zu-

treffend, dass er in den bisherigen Einvernahmen gesagt habe, dass der Be-

schuldigte 3 ihm und dem Beschuldigten 1† anlässlich einer Besprechung in des-

sen Anwaltskanzlei den Tipp gegeben habe, die Originale dieser Verträge zu ver-

nichten. Ja, er gehe davon aus, dass die Vernichtung all dieser Verträge nach 

dem Tipp des Beschuldigten 3 erfolgt sei. Er glaube nicht, auch bereits davor Ver-

träge vernichtet zu haben (Urk. 041068 mit Hinweis auf Urk. 046015). 

 8.3.6. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme 

der Beschuldigten 1† und 2 vom 8. Juni 2016, bei welcher der Beschuldigte 3 auf 

eine Teilnahme verzichtete (Urk. 046044 ff.), bestätigte der Beschuldigte 1† in 

- 40 - 

Übereinstimmung mit seinen früheren Angaben auf Vorhalt weiter (Urk. 046063), 

der Beschuldigte 2 habe im Mai 2015 eine simulierte Betreibung gegen ihn einge-

leitet, um zu untermauern, dass das, was in den Aktienkaufverträgen gestanden 

sei, auch tatsächlich stimmen würde. Es sei notwendig erschienen, die bisherige 

Geschichte durch eine simulierte Betreibung weiter zu untermauern, um zu be-

weisen, dass die Schuldbriefe belastet seien. Der Beschuldigte 2 und der Be-

schuldigte 3 seien in diesen Plan eingeweiht gewesen. Und auf Frage, ob er von 

diesem Plan gewusst habe, bestätigte auch der Beschuldigte 2: "B._____ erklärte 

bei einem gemeinsamen Treffen mit Herrn K._____ zusammen, dass wir das so 

machen sollen." (Urk. 046063 ff.). Auch dies bestätigten die Beschuldigten 1† 

und 2 im Wesentlichen erneut anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfronta-

tionseinvernahme der Beschuldigten 1† bis 3 vom 29. Juni 2016 

(Urk. 0461131 ff.). 

 8.3.7. Auch der Beschuldigte 2 bestätigte im Wesentlichen seine bisherigen 

Aussagen anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme der 

Beschuldigten 1† bis 3 vom 13. November 2015 und wiederholte diese teilweise 

detailliert (Urk. 0460013 ff.). Zwischenzeitliche Relativierungen und Widersprüche 

zu früheren eigenen Aussagen, beispielsweise wonach er beim Aufsetzen der 

Verträge den Beschuldigten 3 über einzelne Punkte gefragt habe, ob das so in 

Ordnung sei (Urk. 041023), und dann zum selben Thema im Widerspruch dazu: 

"Ich glaube nicht." (Urk. 041056), oder der Beschuldigte 3 habe nicht wissen kön-

nen, dass noch keine Zessionsverträge existiert hätten. Nein, er habe dem Be-

schuldigten 3 nicht offengelegt, dass diese Zessionsverträge aufgrund von des-

sen Anregung erstellt worden seien (Urk. 041063), oder, der Beschuldigte 3 sei 

gar nicht in die Gespräche über verschiedene Möglichkeiten, was man tun könne, 

damit die Liegenschaft des Beschuldigten 1† nicht in Mitleidenschaft gezogen 

würde, involviert gewesen (Urk. 046015), zeigen seine offenkundige Zurückhal-

tung bei Belastungen des Beschuldigten 3, indem er sichtlich bestrebt war, diesen 

durch punktuelle Rücknahmen und Widersprüche zu früheren eigenen spontan 

und möglicherweise zunächst unüberlegt zu Protokoll gegebenen Aussagen so-

gar vermeintlich zu entlasten. Daneben hat er sich auf entsprechende Vorhalte 

teilweise aber auch dem Geständnis des Beschuldigten 1† angeschlossen und 

- 41 - 

damit einhergehende Belastungen des Beschuldigten 3 bestätigt. Da das Aussa-

geverhalten des Beschuldigten 2 relativ durchsichtig ist und eigene belastende 

Angaben sich mit jenen des Beschuldigten 1† decken, die Relativierungen als-

dann aber von diesen abwichen und teilweise auch offenkundig vorerwähnten 

Sachbeweismitteln widersprechen, erweisen sich spätere Abweichungen und Re-

lativierungen als unglaubhaft, weshalb auf diese nicht abzustellen ist, sondern der 

Beschuldigte 2 auf seinen früheren mit der Darstellung des Beschuldigten 1† im 

Einklang stehenden und durch Sachbeweismittel gestützten Aussagen sowie auf 

seinen späteren Zugaben zu behaften ist. So ist beispielsweise auch die Beteue-

rung des Beschuldigten 2, der Beschuldigte 3 sei gar nicht in die Gespräche über 

verschiedene Möglichkeiten, was man tun könne, damit die Liegenschaft des Be-

schuldigten 1† nicht in Mitleidenschaft gezogen würde, involviert gewesen, äus-

serst wenig glaubhaft, nachdem es eine E-Mail des Beschuldigten 1† vom 6. März 

2014 mit der Anfrage an den Beschuldigten 3 gibt, in welcher er diesen nach Lö-

sungen zum Vermögensschutz nach gescheitertem "Diamantendeal" mit folgen-

dem Wortlaut fragte (Urk. 030253 ff.): "Mein Haus läuft nur auf mich privat d.h. 

meine Frau hat mit dem Haus nichts zu tun. Da ich allerdings einiges an Eigenmit-

teln d.h. Vermögen in meinem Haus drin habe, such ich nach Lösungen um dies 

zu schützen…". 

 8.3.8. Dazu aufgefordert, nun den Ausführungen des Beschuldigten 1† bei-

gewohnt zu haben und nunmehr seine eigene Sicht der Dinge noch einmal darzu-

legen, gab der Beschuldigte 2 anlässlich dieser Konfrontationseinvernahme ins-

besondere zu Protokoll (Urk. 046013 ff.): "Grundsätzlich stimmen die Ausführun-

gen von Herr K._____†. Ich möchte gewisse Punkte aber präzisieren: Im Vertrag 

act. 102103 ist der zweite Teil der Präambel, wo es um die zweite Million geht, 

nachträglich erstellt worden. Der Rest des Vertrages ist in etwa, so wie er hier ist, 

so gelebt worden. Der Vertrag ist aber, wie gesagt, nachträglich erstellt worden. 

Ein ähnlicher Vertrag, aber eben ohne diese zweite Million, ist ca. 2009 erstellt 

worden. Bezüglich der Vernichtung der Originalverträge bin ich der Meinung, dass 

ich es war, der die meisten Verträge vernichtet hat. Einen Vorbehalt mache ich 

betreffend des Vertrages act. 102109. Ich bin der Meinung, diesen Vertrag Herrn 

K._____† gegeben und nicht vernichtet zu haben. Ich bin mir aber nicht 100% si-

- 42 - 

cher. Was die Reihenfolge dieser Verträge anbelangt, bin ich mir nicht sicher, 

welcher zuerst erstellt worden ist. Das müsste man auf meinem USB-Stick nach-

schauen, welcher konfisziert worden ist. Das müsste der Stick mit der Anschrift 

"AJ._____" sein. Wenn man den Stick öffnet, sollte es einen Ordner mit dem Na-

men "Verträge K._____" geben. Dort kann man das Erstellungsdatum dieser Ver-

träge sehen. Mir persönlich war es nicht bewusst, was für eine Tragweite es für 

mich hat, diese Verträge zu erstellen. Ich habe in unserer Geschäftsbeziehung 

mei-stens die Schriftlichkeiten erledigt. So war es auch hier, ohne dass ich einen 

persönlichen Vorteil gehabt hätte. Was die Schuldbriefe betrifft, war ich eigentlich 

der Ansicht, dass diese nach der Erstellung der Aktienkaufverträge nicht hätten zu 

K._____† zurückgehen sollen. Da mir resp. der S._____ gegenüber aber keine 

Schulden mehr bestanden, das heisst, die Verpflichtungen erfüllt waren, war es 

für mich nicht mehr so wichtig, darauf zu bestehen, dass die Schuldbriefe in mei-

nem Besitz blieben. Generell war ich geschäftlich zu jener Zeit unter einem star-

ken Druck, ich hatte sehr viele Arbeiten zu erledigen. Ich habe mich zu wenig 

exakt in das Ganze hineingedacht, was es allenfalls für strafrechtliche Konse-

quenzen haben könnte. Ich habe mich extrem unter Druck gefühlt und habe dem-

zufolge auch diesen Fehler begangen..." (Urk. 046014). 

 8.3.9. Auf weitere Nachfrage: Er schätze, ca. 2013 hätten keine Schulden 

gegenüber der S._____ mehr bestanden. Ja, damals habe er die vier Schuldbrie-

fe im Jahre 2013 dem Beschuldigten 1† zurückgegeben. Als alle Unterschriften 

getätigt worden seien, mit Ausnahme des Vertrages (Urk. 102109), sei er der 

Meinung, dass er die Originale in seinem Büro geschreddert habe, damit man 

nicht darauf schliessen könne, dass die Verträge später erstellt worden seien. Es 

sei ihm gesagt worden, dass dies eine Möglichkeit sei, dies so zu tun. Auf die 

Frage, wer ihm dies gesagt habe, erklärte der Beschuldigte 2 erneut zurückhal-

tend: "Ich möchte da keine weiteren Ausführungen machen.", und auf den Vor-

halt, wonach der Beschuldigte 1† sage, dieser Tipp sei vom Beschuldigten 3 ge-

kommen: "Er hat es erwähnt, ja." Auf weitere Nachfrage: "In seinem Büro, an der 

R._____-strasse … in Zürich." (Urk. 046015 oben). Die Gespräche über verschie-

dene Möglichkeiten, was man tun könne, damit die Liegenschaft des Beschuldig-

ten 1† nicht in Mitleidenschaft gezogen würde, hätten nach dem Diamantendeal 

- 43 - 

und vor der Betreibung, welche er gegen den Beschuldigten 1† eingeleitet habe, 

stattgefunden. Und abermals relativierend und in teilweisem Widerspruch zu sei-

nen übrigen Aussagen: Der Beschuldigte 3 sei gar nicht in diese Gespräche in-

volviert gewesen. Sie hätten diesen erst später um Rat gefragt, ob diese Verträge 

in Ordnung seien, wobei er diesem gegenüber erwähnt habe, dass sie diese Ver-

träge früher gelebt hätten. Er beziehe sich insbesondere auf den Vertrag 

(Urk. 102103). Er habe dem Beschuldigten 3 gegenüber den Anschein erweckt, 

dass sie diese Verträge bereits früher, den Vertrag (Urk. 102103) früher schon un-

terschrieben hätten. Der Beschuldigte 3 habe sie darauf hingewiesen, dass das 

Ganze nur gültig sei, wenn sie diese Zessionsverträge hätten. Er sei der Meinung, 

diesem die Zessionsverträge in einem späteren Zeitpunkt in dessen Büro an der 

D._____-strasse ... vorgehalten und gefragt zu haben, ob das so in Ordnung sei. 

Der Beschuldigte 3 habe gesagt, das sei gut so, und habe keine weiteren Bemer-

kungen gemacht (Urk. 046015 f.). 

 8.3.10. Dass diese neuerlichen Relativierungen und Widersprüche des Be-

schuldigten 2 nicht glaubhaft sind und auf sie nicht abgestellt werden kann, ergibt 

sich bereits aus seinen übrigen Aussagen, welche mit jenen des Beschuldigten 1† 

im Einklang stehen sowie den Leistungsaufstellungen des Beschuldigten 3 

(Urk. 030228 ff.) und weiteren Sachbeweismitteln (vorstehend, Erw. III.6.4.), wel-

che ebenfalls belegen, dass bereits ab dem Zeitpunkt des gescheiterten Diaman-

tendeals solche Gespräche unter Beteiligung des Beschuldigten 3 stattgefunden 

haben. An welchen Gesprächen der Beschuldigte 2 selbst jeweils beteiligt war, 

lässt sich indessen nicht exakt rekonstruieren, was eine Erklärung für seine Unsi-

cherheit und sein teilweise unstetes Aussageverhalten zu diesem Thema bieten 

könnte. 

 8.3.11. Auf den Vorhalt, der Beschuldigte 1† sage, diese Zessionsverträge 

seien simuliert und eine Verwendung der Aktien sei nie beabsichtigt gewesen, 

räumte der Beschuldigte 2 alsdann ein: "Das ist richtig." (Urk. 046016). Ja, der 

Zessionsvertrag vom 10. Oktober 2010 (Urk. 102108) sei rückdatiert worden. Er 

meine – erneut etwas abweichend zu späteren Zugeständnissen – die Zessions-

verträge (Urk. 102107 f.) dem Beschuldigten 3 ohne den untersten Abschnitt, oh-

- 44 - 

ne Datum, vorgelegt zu haben, da er noch nicht gewusst habe, welches Datum er 

einsetzen solle. Er sei sich aber nicht sicher. Ein Blick auf den USB-Stick könnte 

diese Frage klären (Urk. 046017). 

 8.3.12. Aus diesen Angaben des Beschuldigten 2 erhellt nun exemplarisch 

sein teilweise unstetes und widersprüchliches Aussageverhalten was die Belas-

tungen des Beschuldigten 3 anbelangt. Seine zunächst zu Protokoll gegebene 

Darstellung, wonach diesem nicht offengelegt worden sei, dass diese Zessions-

verträge erst aufgrund von dessen Anregung erstellt worden seien (vgl. vorste-

hend, Erw. III.8.3.7.), geht mit seiner weiteren Darstellung, wonach er die Zessi-

onsverträge diesem ohne den untersten Abschnitt, ohne Datum, vorgelegt haben 

will, da er noch nicht gewusst habe, welches Datum er einsetzen solle (vorste-

hend, Erw. III.8.3.11.), nicht auf. Ging er, wie soeben geschildert vor, war es für 

den Beschuldigten 3 nachgerade offensichtlich, dass die Verträge ebengerade im 

Entstehen waren. Von dieser Darstellung des Beschuldigten 2 ausgehend, wo-

nach der Beschuldigte 3 die Zessionsverträge ohne Datum zu Überprüfung erhal-

ten haben soll, wäre nicht nachvollziehbar, wie er unvollständige Verträge hätte 

überprüfen und für "ok" befinden sollen, wie er dies angeblich getan haben soll. 

Hätten diese Verträge aus der Sicht des Beschuldigten 3 tatsächlich schon vorbe-

standen, würde auch der Auftrag an ihn, diese erst im Nachhinein zu überprüfen, 

wenig Sinn ergeben. Insbesondere würde nicht einleuchten, weshalb er für diese 

Überprüfung bloss unvollständige Verträge hätte erhalten sollen, zumal er es ge-

mäss übereinstimmender Darstellung der Beschuldigten 1† und 2 ja war, der 

ihnen den Tipp mit der Notwendigkeit von Zessionsverträgen gegeben hatte (vgl. 

z.B. Urk. 046018 f.; Urk. 046021). Mithin erweist sich diese Darstellung des Be-

schuldigten 2 unter den gegebenen Umständen als wenig plausibel und erweckt 

vielmehr den Eindruck, als würde er sich herumdrücken und mit diesen Aussagen 

einen durchsichtigen, unbehelflichen Entlastungsversuch zugunsten des Beschul-

digten 3 unternehmen, weshalb darauf nicht abzustellen ist. 

 8.3.13. Auf die Frage, wonach er erwähnt habe, die Gespräche zu diesem 

Thema hätten in den Büros des Beschuldigten 3 an der D._____-strasse ... statt-

gefunden, was denn das Thema gewesen sei, erklärte der Beschuldigte 2 nun: 

- 45 - 

"Diese Verträge". Ob die so "verhebed". Er glaube, der Beschuldigte 3 habe ge-

sagt, es sei in Ordnung. Und er glaube, dass dieser nicht gesagt habe, dass et-

was korrigiert werden müsse. 100% sicher sei er sich aber auch da nicht 

(046017). Auf den weiteren Vorhalt, wonach der Beschuldigte 1† ausgesagt habe 

(Urk. 040028, 040034, 5011178), der Beschuldigte 3 habe gewusst, dass er sein 

Vermögen dem Zugriff der M._____ AG habe entziehen wollen, dieses Thema sei 

in den Büros der Kanzlei B._____ & C._____ an der D._____-strasse ... bespro-

chen worden, er gehe davon aus, dass der Beschuldigte 2 mit dem Beschuldig-

ten 3 über die simulierten Verträge gesprochen habe, gab der Beschuldigte 2 

nunmehr zur Antwort, sie hätten über diese Verträge gesprochen. Er könne nicht 

sagen, inwieweit der Beschuldigte 3 das gewusst habe. Er persönlich habe die-

sem nicht offengelegt, dass sie fingieren würden. Und zwar aus dem Grunde, weil 

er Angst gehabt habe, der Beschuldigte 3 würde dann vielleicht nicht Hand bieten. 

Inwiefern der Beschuldigte 3 dies durchschaut habe, könne er nicht beantworten. 

Ja, er glaube auch, dass die Verträge etwa im Sommer 2015 entstanden seien, 

könne es aber nicht genau sagen (Urk. 046017). 

 8.3.14. Auf die Frage, er sei am 20. Mai 2015 auf dem Betreibungsamt 

L._____ erschienen und habe eine Betreibung auf Pfandverwertung über Fr. 2 

Mio. gegen den Beschuldigten 1† eingeleitet (Urk. 046024), erklärte der Beschul-

digte 2, dieser habe ihm ca. fünf Tage vor der Einleitung der Betreibung die Origi-

nalschuldbriefe überreicht. Er sei dann damit zum Betreibungsamt gegangen, um 

die Betreibung einzuleiten. Ob sie das vorher auch mit dem Beschuldigten 3 be-

sprochen hätten, sei er sich nicht sicher, er glaube nicht. Auf Vorhalt, wonach er 

selber ausgesagt habe (Urk. 041009; Urk. 041022), dass er sich bei dieser Be-

treibung vom Beschuldigten 3 habe beraten lassen, ergänzte er, sie hätten bezüg-

lich dieser Betreibung über verschiedene Varianten gesprochen. Er sei in Abspra-

che mit dem Beschuldigten 1† beim Betreibungsamt erschienen. Der Beschuldig-

te 3 habe aber nicht gewusst, wie und wann dies genau passiere (Urk. 046024 f.). 

Auf den Vorhalt, wonach der Beschuldigte 1† bestätigt habe, dass diese Betrei-

bung nicht ernstgemeint gewesen sei, meinte der Beschuldigte 2, es sei ein Fake 

gewesen, aber er sei ernsthaft zum Betreibungsamt gegangen. Ob für den Be-

schuldigten 3 auch klar gewesen sei, dass die Betreibung ein Fake sei, darüber 

- 46 - 

wolle er nicht spekulieren. Für ihn selbst wäre es aber klar gewesen 

(Urk. 046025). Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernah-

me der Beschuldigten 1† bis 3 vom 29. Juni 2016 (Urk. 0461131 ff.) bestätigte der 

Beschuldigte 2 alsdann, einmal gesagt zu haben, dass der Beschuldigte 3 ihm die 

Vor- und Nachteile der Einleitung einer Betreibung erklärt habe. Er sei sich aber 

nicht mehr sicher, wo dies gewesen sei. Er sei sich aber sicher, dass Herr 

AG._____ vom Betreibungsamt ihm zwei Varianten von Betreibungen erklärt ha-

be. Ob der Beschuldigte 3 ihm tatsächlich gesagt habe, Betreibung einleiten sei 

besser als keine einleiten, da sei er sich nicht mehr sicher. Er habe gesagt, dass 

die Betreibung auf jeden Fall eingeleitet werden solle. Der Beschuldigte 3 habe 

gesagt, er kläre das ab. Demzufolge hätte der Termin bezüglich dieser Betreibung 

zu Dritt stattgefunden. Die Frage, ob man Rechtsvorschlag erheben soll, sei vom 

Beschuldigten 3 abgeklärt worden. Dieses Gespräch, in dem es um den Rechts-

vorschlag gegangen sei, habe seiner Meinung nach zu Dritt im Büro des Beschul-

digten 3 stattgefunden. Hundertprozent sicher sei er sich jedoch nicht 

(Urk. 046131 ff.). Dies bestätigte alsdann wiederum auch der Beschuldigte 1†, 

während der Beschuldigte 3 jeweils wiederum auf seine Stellungnahme verwies 

(Urk. 046132 f.). 

 8.3.15. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationsschlussein-

vernahme der Beschuldigten 1† bis 3 vom 2. November 2016 bestätigte der Be-

schuldigte  2 die Vorhalte weitgehend und belastete damit auch erneut den Be-

schuldigten 3. Auf den Vorhalt, sich der Gehilfenschaft zu mehrfachem Pfän-

dungsbetrug und der Gehilfenschaft zu Gläubigerschädigung durch Vermögens-

verminderung schuldig gemacht zu haben, meinte er, er glaube, die Gläubiger 

seien nicht geschädigt worden. Sonst (gemeint: darüber hinaus) werde er das mal 

offenlassen (Urk. 046213 ff., 046281). 

 8.4. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Befragung von O._____, von 

Beruf Automechaniker, Geschäftspartner der Beschuldigten 1† und 2, als Be-

schuldigter vom 18. Januar 2016, in Gegenwart des Beschuldigten 2 und den Ver-

teidigungen der Beschuldigten 1† bis 3 (Verzicht auf Teilnahme: Beschuldigter 1† 

und 3) samt Beilagen, betr. Tatkomplexe "Schuldbriefe" und "Zessionsverträge" 

- 47 - 

(Urk. 042001 ff.) wurden O._____ die Aktienkaufverträge, die Ergänzungen dazu 

und der Zessionsvertrag vorgehalten. Dabei gab er auf Fragen im Wesentlichen 

zu Protokoll, ja, er habe eine Firma, die heisse AK._____. Nein, er arbeite nicht 

gross mit dieser Firma. Er gebe Empfehlungen ab. Die AK._____ verfüge über 

Bankbeziehungen in Liechtenstein bei der AL._____. Er sei an den dortigen Ver-

mögenswerten berechtigt. Auf Frage: Nein, die Fr. 300'000.–, die auf jenem Konto 

lägen, gehörten nicht ihm. Er sei zeichnungsberechtigt und gebe die Unterschrift, 

aber es sei nicht sein Geld. Wessen Geld es sei, wisse er nicht. Er habe blanko 

A4 Blätter unterschrieben. Was dann mit diesen gemacht worden sei, wisse er 

nicht. Er habe nic