# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd47c06b-f416-54b7-9ceb-b9cda118bc8e
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 02.05.2022 S 2020 166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-166_2022-05-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 2. Mai 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Rente)

S 2020 166

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Urteil S 2020 166

A. Der Versicherte, Jahrgang 1969, meldete sich am 12. Mai 2014 unter Hinweis auf 
Kniearthrose beidseits, Fehlbildung rechter Fuss, Herzinfarkt 2012 und psychische 
Probleme bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an (IV-act. 11). Die IV-Stelle holte 
daraufhin bei den behandelnden Ärzten aktuelle Berichte ein, legte das Dossier dem 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor und gewährte berufliche 
Eingliederungsmassnahmen, welche jedoch nicht zielführend durchgeführt werden 
konnten. Nach Abschluss der Arbeitsvermittlung prüfte die IV-Stelle den Rentenanspruch, 
wozu sie auf Empfehlung des RAD-Arztes C.________ eine polydisziplinäre Begutachtung 
in Auftrag gab. Das Gutachten der SMAB AG (Swiss Medical Assessment- and Business-
Center) datiert vom 6. November 2018. Die Gutachter kamen zum Schluss, dass der 
Versicherte gesundheitsbedingt nicht mehr als Küchenhilfe und Chef Produktion arbeiten 
könne. In einer leidensangepassten Tätigkeit (körperlich leichte wechselbelastende, 
vorwiegend sitzende, zeitweise stehend-gehende Tätigkeit) sei er hingegen seit 
September 2015 zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 97). In Abweichung davon ging RAD-Arzt 
C.________ davon aus, dass der Versicherte von Juli 2017 bis September 2018 für 
sämtliche Tätigkeiten vorübergehend zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei (IV-act. 98). 
Gestützt darauf stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 27. November 
2018 eine befristete ganze Rente vom 1. Juli 2017 bis 30. November 2018 in Aussicht (IV-
act. 99). Am 1. Februar 2019 stürzte der Versicherte und verletzte sich dabei an der linken 
Schulter. Aufgrund der Schulterverletzung korrigierte die IV-Stelle den Vorbescheid 
insofern, als sie dem Versicherten mit Verfügung vom 12. November 2020 nicht nur für 
den Zeitraum vom 1. Juli 2017 bis 30. November 2018, sondern auch für denjenigen vom 
1. Mai 2019 bis 31. Juli 2020 eine ganze Rente zusprach (IV-act. 136 und 142). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 14. Dezember 2020 liess der Versicherte 
beantragen, die Verfügung vom 12. November 2020 sei aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen nach IVG, 
namentlich eine unbefristete Invalidenrente, zu gewähren. Eventualiter sei ein 
verwaltungsexternes medizinisches (Gerichts-)Gutachten durchzuführen. Subeventualiter 
sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese zu verpflichten, eine 
verwaltungsexterne medizinische Begutachtung durchzuführen; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin. In prozessualer Hinsicht wurde 
die unentgeltliche Prozessführung und in der Person der Unterzeichnenden eine 
unentgeltliche Rechtsvertreterin verlangt. Materiell wurde im Wesentlichen die 
Verwertbarkeit des SMAB Gutachtens und der versicherungsinternen RAD-Stellungnahme 

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Urteil S 2020 166

sowie der von der IV-Stelle gewährte leidensbedingte Abzug in der Höhe von 10 % gerügt 
(act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2020 bewilligte der Vorsitzende der 
sozialversicherungsrechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des 
Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege und stellte ihm für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht in der Person von RA MLaw B.________ eine unentgeltliche 
Rechtsbeiständin bei (act. 2).

D. Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2021 beantragte die IV-Stelle Zug die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. 3). 

E. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen 
und Begründungen fest (act. 6 und 8). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten, geänderten Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Am 1. Januar 2022 ist 
weiter das revidierte Bundesgesetz über die Invalidenversicherung in Kraft getreten (IVG; 
SR 831.20; Weiterentwicklung der IV, Änderung vom 19. Juni 2020). Das 
Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 
zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt ab; in 
zeitlicher Hinsicht sind, vorbehältlich abweichender Übergangsbestimmungen, diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. etwa BGE 147 V 278 E. 2.1; 144 II 326 E. 2.1.1; 131 V 
9 E. 1; 129 V 354 E. 1, je mit Hinweisen). Die hier angefochtene Verfügung erging am 
12. November 2020; die zu beurteilende Beschwerde wurde am 14. Dezember 2020 der 
Post übergeben. Anwendbar sind demnach die bis zum 31. Dezember 2020 gültigen 
Normen des ATSG, des IVG sowie der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201). Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus Art. 82a ATSG 

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(Übergangsbestimmung zur Änderung vom 21. Juni 2019), der ebenfalls vorsieht, dass für 
im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [EG AHVIVG; BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG – 
Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige 
Verfügung am 12. November 2020. In Anwendung von Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen 
direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungsgericht einzureichen. Die 
Beschwerdeschrift wurde am 14. Dezember 2020 der Post übergeben und ging tags 
darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-
tägige Beschwerdefrist ist somit unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 3 ATSG 
eingehalten. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen 
und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begrün-
dung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 

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der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). Der 
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe-
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs).

3.3 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 
121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit 
Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades 
eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund 
gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der 
Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung 
beziehungsweise Herabsetzung der Rente. Spricht die Verwaltung der versicherten 
Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der 
Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des 
Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen 
Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit 
Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten 
verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die 
Aufhebung der Rente zu erfassen (EVG I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit 
Hinweisen).

3.4 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die 
anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung 
von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem 
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich 
weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.

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3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit weiteren Hinweisen). 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit 
dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf 
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 
Beweiswürdigung aufzustellen. So ist namentlich den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei der Beweiswürdigung grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. 
Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug auf Berichte von Hausärzten – wie auch 
von behandelnden Fachärzten (EVG I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4) – der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aus-
sagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Berichte der behandelnden 
Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und Therapie grundsätzlich mit 
Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt, den 
behandelnden Spezialarzt und namentlich für den therapeutischen Psychiater mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, welcher die geklagten Beschwerden als 
Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 vom 23. September 2008 E. 3 mit 
Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede substanziiert vorgetragene Einwendung den 

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Richter, den von der Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung 
folgend zu prüfen, ob sie in rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und 
Schlussfolgerungen eines vom Gericht oder von der Verwaltung förmlich bestellten 
Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen 
BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen Hinweisen).

4. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit des 
Beschwerdeführers lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

4.1 Im polydisziplinären (internistischen, orthopädischen, psychiatrischen und 
kardiologischen) SMAB-Gutachten vom 6. November 2018 führten die Sachverständigen 
im Rahmen der interdisziplinären Gesamtbeurteilung aus, dass der Versicherte bereits im 
Jahre 2015 aufgrund der bestehenden beidseitigen Kniegelenksarthrosen und einer 
residuellen Fussdeformität rechts für überwiegend stehende Tätigkeiten als nicht mehr 
leidensgerecht erachtet worden sei. Orthopädisch weise er eine Restdeformierung nach 
Fussbehandlung in der Kindheit auf. Es werde klinisch ein Pes adductus mit 
Supinationsneigung bei deutlichen Rückfussvarus festgestellt, der durch eine 
orthopädische Schuhversorgung gut kompensiert werde. Das Gangbild mit Schuh erfolge 
somit ohne wesentliche Beeinträchtigung. Im Bereich der Kniegelenke seien die Konturen 
leicht vergröbert, ein aktivierter Reizzustand im Sinne eines Ergusses bei varischer 
Beinachse könne jedoch nicht festgestellt werden. Die radiologische Kontrolluntersuchung 
zeige eine mediale und retropatellar betonte Gonarthrose beidseits. In der heutigen 
Untersuchung könne ein Fortschreiten der Gonarthrose nicht festgestellt werden. Seitens 
der Wirbelsäule stelle sich eine statisch ungünstige Hyperlordose der Halswirbelsäule und 
eine verstärkte Kyphose der Brustwirbelsäule bei gleichzeitiger Protraktion beider 
Schultergelenke dar. Aus orthopädischer Sicht seien Tätigkeiten überwiegend oder 
ständig stehend und gehend als nicht mehr leidensadaptiert anzusehen.

Internistisch und kardiologisch bestehe ein Status nach inferiorem STEMI bei koronarer 
Eingefässerkrankung mit erfolgter Rekanalisierung eines medialen RCA-Verschluss mit 
Implantation eines DES am 26. Juli 2012. Die später vorhandenen Thoraxschmerzen 
würden in den Akten als atypische Thoraxschmerzen bezeichnet. An kardiovaskulären 
Risikofaktoren würden sich aktuell eine behandelte Fettstoffwechselstörung, eine 
behandelte arterielle Hypertonie und eine positive Familienanamnese finden. Der 
Nikotinkonsum sei nach Angaben des Versicherten seit Jahren sistiert. Die klinische Herz-
Kreislaufuntersuchung sei im Wesentlichen unauffällig. Kardiopulmonale 

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Insuffizienzzeichen liessen sich nicht finden. Insgesamt dürfe man festhalten, dass die 
kardiale Situation gegenwärtig als stabil einzuschätzen sei. Hinweise für eine Progredienz 
liessen sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht ableiten. Die Arbeitsfähigkeit in der 
zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei aus kardiologischer und internistischer Sicht nicht 
eingeschränkt. 

Psychiatrisch habe nach dem Herzinfarkt im Jahre 2012 keine relevante 
Anpassungsstörung in der Folgezeit nachgewiesen werden können. Heute erlebe sich der 
Versicherte vor dem Hintergrund der Arbeitslosigkeit und anhaltender Schmerzen an den 
unteren Extremitäten in einer schwierigen Situation. Er reagiere darauf besorgt und 
ängstlich verunsichert, aber auch mit einer zunehmend pessimistischen Zukunftssicht. Der 
Versicherte weise einzelne Merkmale einer depressiven Symptomatik auf. Die 
diagnostischen Kriterien einer leichten, mittelschweren oder gar schweren depressiven 
Episode seien aber nicht erfüllt. Am ehesten müsse man heute noch von einer 
Anpassungsstörung vor dem Hintergrund einer Reihe psychosozialer Belastungsfaktoren 
ausgehen. Eine Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit könne daher aus 
psychiatrischer Sicht nicht gestellt werden. 

Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Sachverständigen 
folgende fest: mittelgradige Pangonarthrosen beidseits, eine orthopädisch gut versorgte 
Vorfussdeformierung bei Rückfussvarus und Pes adductus ohne funktionelle 
Einschränkung der Fussabwicklung beim Gehen und eine koronare Eingefässerkrankung. 

Die Gutachter kamen zum Schluss, dass die Arbeitsschwere aus orthopädisch-traumato-
logischer Sicht aufgrund der bestehenden beidseitigen medialen und retropatellar 
betonten Gonarthrosen eingeschränkt sei. Hierdurch sei eine überwiegend oder dauernd 
stehende Tätigkeit nicht möglich. Unter Ausschluss des Herz-Kreislaufleidens bestünden 
im allgemein-internistischen Bereich keine Erkrankungen mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit. Das Gleiche gelte aus psychiatrischer Sicht. Kardiologisch seien 
insbesondere Tätigkeiten begrenzt durch Tätigkeiten mit permanentem Zeit- und 
Termindruck und schwere Tätigkeiten über 25 kg. 

Die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe sahen die 
Sachverständigen als aufgehoben an, da der Versicherte nicht mehr in der Lage sei, 
überwiegend oder vollständig gänzlich im Stehen zu arbeiten. Hingegen gingen sie in 
einer leidensangepassten Tätigkeit – körperlich leichte, wechselbelastende, jedoch 

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überwiegend im Sitzen, zeitweilig im Stehen und Gehen auszuübende Tätigkeit mit Heben 
und Tragen von Lasten bis max. 10 kg – seit dem 29. September 2015 (Bericht 
Orthopädie des Kantonsspitals D.________) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus (IV-
act. 97). 

4.2 Am 13. November 2018 nahm RAD-Arzt C.________, Facharzt für 
Allgemeinmedizin (D), Stellung und führte aus, mit dem Gutachten der SMAB AG liege 
eine umfassende und abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustandes und der 
beruflichen Leistungsfähigkeit vor, auf die in allen wesentlichen Punkten abgestellt werden 
könne. Von den Gutachtern werde nachvollziehbar festgehalten, dass dem Versicherten 
die angestammte und zuletzt ausgeübte rein stehend-gehende Tätigkeit als 
Küchenhilfe/Chef Produktion dauerhaft nicht mehr zumutbar sei. In einer körperlich 
angepassten Tätigkeit (bis zu mittelschwer, vorwiegend sitzend, zeitweise stehend-
gehend) könne dagegen seit September 2015 vollständige Leistungsfähigkeit 
angenommen werden. Abweichend vom Gutachten müsse allerdings festgehalten werden, 
dass vorübergehend vollständige Arbeitsunfähigkeit seit Juli 2017 angenommen worden 
sei, so dass die Einschätzung der SMAB Gutachter erst mit dem Zeitpunkt ihrer 
Untersuchung im September 2018 Gültigkeit habe (IV-act. 98). 

4.3 Im Nachgang zum polydisziplinären Gutachten wurde der Versicherte von seinem 
Hausarzt an Dr. med. univ. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, überwiesen. Doktor F.________ hat den Versicherten in der Folge im Beisein eines 
Dolmetschers untersucht und gleichzeitig zum polydisziplinären Gutachten Stellung 
genommen. Der psychiatrischen Stellungnahme vom 4. Februar 2019 ist dabei zu 
entnehmen, dass Hinweise auf eine schwere depressive Episode mit psychotischen 
Symptomen (ICD-10 F32.3) sowie auf eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) bestünden. 
Gleichzeitig wies Dr. F.________ aber auch daraufhin, dass eine abschliessende 
diagnostische Beurteilung erst nach erfolgter neuropsychologischer Testung vor allem 
hinsichtlich Aggravationsverhalten und kognitiven Einschränkungen erfolgen könne. Am 
polydisziplinären Gutachten bemängelte Dr. F.________, dass keinerlei Testverfahren wie 
z.B. der Selbstbeurteilungsfragebogen Beck-Depressions-Inventar (BDI) oder der 
Fremdbeurteilungsskala von Hamilton gemacht worden seien. Weshalb es im 
Psychostatus und dadurch in den Diagnosen zwischen ihren Untersuchungsbefunden und 
jenen im Gutachten so starke Differenzen gebe, sei unklar und könne eventuell durch die 
neuropsychologische Testung erklärt werden. Da der Versicherte sehr wenig Auskunft 
gebe und nur mit Nachdruck Symptome beschreibe, zudem auch überzeugt davon sei, 

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nicht psychisch krank zu sein, könnte es sein, dass er die Symptome in der 
Gutachtensuntersuchung nicht genannt oder er aber bei ihr in der Untersuchung deutlich 
mehr aggraviert habe. Der Versicherte zeige sich sehr stark leidend, weise immer wieder 
auf seine somatischen Probleme hin, jammere, weine, stehe rezidivierend auf, huste, 
stöhne, sacke im Sessel zusammen etc. Der Gutachter habe dies mit einem 
aggravierenden Verhalten begründet, er habe dies jedoch nicht neuropsychologisch testen 
lassen. Ob wirklich ein Aggravationsverhalten vorliege, könne nur mittels Testung wirklich 
bestätigt werden. Auffallend sei des Weiteren, dass der Patient auch in seiner 
Muttersprache sehr wenig spreche. Er gebe kaum Auskunft über seine psychischen 
Beschwerden. Eigentlich erkenne er nicht, dass er auch psychische Probleme habe, dies 
würden ihm nur seine Verwandten und der Hausarzt sagen. Aus ihrer Sicht entspreche 
dies einer fehlenden Krankheitsüberzeugung und nicht dem Nichtvorhandensein von 
psychischen Symptomen. Abschliessend wies Dr. F.________ darauf hin, dass eine 
fundierte medikamentöse Einstellung, eine psychiatrische stationäre Therapie und eine 
langfristige psychiatrisch-psychotherapeutische ambulante Behandlung dringend indiziert 
seien (IV-act. 109 S. 3 ff.). 

4.4 Die neuropsychologische Untersuchung fand schliesslich am 1. März 2019 im 
Kantonsspital D.________ statt. Im entsprechenden Untersuchungsbericht wurde 
ausgeführt, der Patient habe in der Untersuchungssituation eine schwere Depression und 
ein ausgeprägtes Schmerzsyndrom gezeigt. Bei Vorliegen einer schweren Depression sei 
ein teilweise auch sehr stark reduziertes kognitives Leistungsvermögen im Rahmen der 
affektiven Erkrankung zu erklären. Die Kooperationsfähigkeit sei krankheitsbedingt 
vermindert. Auf eine Symptomvalidierung sei verzichtet worden, da der Patient aufgrund 
der Depression seine kognitiven Ressourcen nicht über einen längeren Zeitraum habe 
ausschöpfen können. Unter "Neuropsychologische Diagnose" wurde angemerkt, dass die 
Befunde insgesamt mit einer mittelschweren neuropsychologischen 
Funktionseinschränkung vereinbar seien. Die möglichen Ursachen für das Störungsbild 
seien am ehesten im Rahmen der affektiven Erkrankung und der Schmerzsymptomatik zu 
sehen. Sowohl im Beruf als auch im Alltag sei der Patient arbeitsunfähig (IV-act. 113).

4.5 Im Sprechstundenbericht des Kantonsspitals D.________ vom 18. März 2019 
wurde einleitend darauf hingewiesen, dass sich die Anamneseerhebung bei 
Fremdsprachigkeit erschwert gestalte. Ein Dolmetscher sei nicht anwesend. Beurteilend 
wurde ausgeführt, beim Patienten bestehe ein komplexes Beschwerdebild, wobei subjektiv 
aktuell die Schmerzen im Vordergrund stünden. In der klinisch-neurologischen 

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Untersuchung finde sich ein antriebsgemindert wirkender Patient mit hinkendem Gangbild 
bei vorbestehender Fussdeformität rechts. Die bereits im Vorfeld durchgeführte 
neuropsychologische Testung habe eine mittelschwere neuropsychologische 
Funktionsstörung objektivieren können, welche mit einer schweren Depression vereinbar 
sei. Bis zu einer stationären psychiatrischen Behandlung wäre eine 
schmerzdistanzierende und gleichzeitig stimmungsstabilisierende Therapie einzuleiten. Da 
bei eingeschränkter Anamnesekompetenz bei Fremdsprachigkeit aktuell nicht ganz klar 
sei, ob sich der Zustand seit der letzten cerebralen Bildgebung im Jahr 2013 weiterhin 
verschlechtert habe, könne die cerebrale Bildgebung zum Ausschluss einer sekundären 
Genese wiederholt werden (IV-act. 114). 

4.6 Mit Stellungnahme vom 26. September 2019 führte RAD-Arzt E.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, aus, der psychiatrische Teilgutachter 
Dr. G.________ habe im psychopathologischen Befund keine gravierende depressive 
Symptomatik feststellen können. Dazu hätten auch die anamnestischen Angaben des 
Versicherten, wonach er keinen Leidensdruck oder Lebensüberdruss wegen psychischer 
Beschwerden habe, er Schlafstörungen allenfalls wegen Schmerzen habe, die vita 
sexualis nicht beeinträchtigt sei und kein sozialer Rückzug bestehe (gehe regelmässig 
spazieren, unternehme ausserhäusliche Aktivitäten mit den Kindern und nehme auch 
ansonsten am Familienleben teil), gepasst. In der neuropsychologischen Abklärung durch 
das Kantonsspital D.________ seien die anamnestisch erhobenen Auffälligkeiten als 
Ausdruck einer schwergradig ausgeprägten depressiven Störung interpretiert worden. Auf 
einen Dolmetscher sei verzichtet worden, wobei kritisch angemerkt werden müsse, dass 
eine Beurteilung von kognitiven Defiziten überwiegend mit sprachlich gebundenen 
Testverfahren durchgeführt werde und damit die Validität der vorliegenden 
neuropsychologischen Testung grundsätzlich in Frage gestellt werden müsse. Zudem sei 
auf eine Symptomvalidierung aufgrund der subjektiven Angaben des Versicherten mit 
fehlender fremdanamnestischer Validierung verzichtet worden. Gemäss Dr. F.________ 
hätte es bei der neuropsychologischen Testung insbesondere um eine Konsistenzprüfung 
und Objektivierung von kognitiven Beeinträchtigungen gehen sollen. Insofern habe die 
vorliegende neuropsychologische Testung ihre Zielvorgabe letztendlich nicht erfüllt. Die 
beauftragte Psychiaterin Dr. F.________ habe in ihrer Stellungnahme betont, dass sie 
aufgrund der anamnestischen Angaben (subjektiv vorgetragenen Beschwerden) von einer 
depressiven Störung mit (sogar) psychotischen Symptomen (berichtete Halluzinationen) 
ausgehe, aber nicht entscheiden könne, inwiefern die Angaben des Versicherten valid 
seien (vom Versicherten aggraviert würden). Anamnestische Angaben, welche den 

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dokumentierten psychopathologischen Befund und das Funktionsniveau gemäss Mini-ICF-
APP erläutern und plausibel nachvollziehbar machten, würden in ihrer Stellungnahme 
fehlen. Würdigend kam der RAD-Arzt zum Schluss, die Beurteilungen der 
neuropsychologischen Testung des Kantonsspitals D.________ und die Ausführungen 
von Dr. F.________ würden aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht überzeugen. Der 
psychiatrische Gutachter Dr. G.________ habe den Versicherten nur knapp drei Monate 
zuvor gesehen und anhand seiner gezielten Anamneseerhebung nachvollziehbar 
dargelegt, dass keine depressive Störung im Sinne der ICD-10 Diagnosekriterien vorliege 
und auch eine sonstige psychiatrische Beeinträchtigung (mangels entsprechender 
Symptome) habe objektiviert werden können. Insofern seien die vorgelegten (Partei)-
Beurteilungen von Dr. F.________ und dem Kantonsspital D.________ allenfalls als eine 
andere (unbewiesene) Darstellung des gleichen medizinischen Sachverhaltes zu sehen, 
welche nicht plausibel nachvollziehbar seien (IV-act. 125). 

4.7 Den diversen Operations- und Sprechstundenberichten von Dr. med. H.________, 
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
kann entnommen werden, dass der Versicherte am 1. Februar 2019 stürzte und sich dabei 
eine Rotatorenmanschettenruptur links zuzog, die am 30. August 2019 operativ versorgt 
wurde. Dem Versicherten wurden daraufhin bis zum 3. Mai 2020 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die letzte Sprechstunde bei Dr. H.________ fand deswegen 
am 18. März 2020 statt (IV-act. 126, 127 S. 4 ff., 131 und 135). 

5.
5.1 Aus den soeben dargelegten medizinischen Berichten ergibt sich, dass der 
Beschwerdeführer an beidseitigen medialen und retropatellar betonten Gonarthrosen 
leidet und er im Juli 2012 einen Herzinfarkt erlitt. Aufgrund der orthopädischen und 
kardiologischen Befunde gehen die Gutachter davon aus, dass der Beschwerdeführer 
nicht mehr überwiegend oder ausschliesslich stehend arbeiten und keine Tätigkeiten mit 
permanentem Zeit- und Termindruck sowie schwere Tätigkeiten mit Lasten von über 25 kg 
ausüben kann (IV-act. 97 S. 8). Angesichts dessen ist unbestritten, dass dem 
Beschwerdeführer seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Küchenhilfe nicht mehr zumutbar 
ist. In einer leidens-angepassten Tätigkeit – körperlich leichte, wechselbelastende, jedoch 
überwiegend im Sitzen, zeitweilig im Stehen und Gehen auszuübende Tätigkeit mit Heben 
und Tragen von Lasten bis max. 10 kg – sehen die Gutachter den Beschwerdeführer 
demgegenüber als 100 % arbeitsfähig (IV-act. 97 S. 8 f.). Inwiefern dem 
Beschwerdeführer, dessen kardiale Situation als stabil bezeichnet werden muss, eine 

13

Urteil S 2020 166

leidensangepasste Tätigkeit – jedenfalls aus somatischer Hinsicht – nicht zu 100 % 
zumutbar sein sollte, erschliesst sich dem Gericht nicht und wird seitens des 
Beschwerdeführers denn auch gar nicht geltend gemacht. In somatischer Hinsicht ist 
somit grundsätzlich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Etwas anderes hat 
nur für den Zeitraum vom 1. Februar 2019 bis 3. Mai 2020 zu gelten, ist für diese Zeit doch 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit infolge eines Sturzes und damit zusammenhängender 
Schulterverletzung aktenkundig (IV-act. 126, 127 S. 4 ff. und 131). Unter Berücksichtigung 
der dreimonatigen Wartezeit steht dem Beschwerdeführer somit unbestrittenermassen 
vom 1. Mai 2019 bis 31. Juli 2020 eine ganze Rente zu. 

5.2 In psychiatrischer Hinsicht ist eine akute psychische Krise mit Verdacht auf 
Selbstgefährdung und notfallmässiger Krisenintervention in der Sprechstunde des 
Hausarztes Dr. med. I.________, Facharzt Innere Medizin FMH, im Juli 2017 aktenkundig. 
Offenbar ist es aufgrund des Verlustes der langjährigen Arbeitsstelle und des damit 
zusammenhängenden finanziellen Drucks zu einer psychischen Dekompensation des 
Beschwerdeführers gekommen, weshalb ihm ab Anfang Juli 2017 eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit durch den Hausarzt attestiert wurde (IV-act. 71 und 85). Dies führte 
dazu, dass dem Beschwerdeführer auch für die Zeit ab Juli 2017 eine ganze Rente 
zugesprochen wurde. Für die Zeit ab September 2018 stellte die Beschwerdegegnerin 
hingegen auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung der SMAB-Gutachter ab und hob den 
Rentenanspruch nach einer dreimonatigen Wartefrist per 30. November 2018 wiederum 
auf, was seitens des Beschwerdeführers beanstandet wird. 

5.2.1 Vorliegend stellt sich somit die Frage, ob dem psychiatrischen Teilgutachten von 
Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Beweiskraft zukommt. 
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass das psychiatrische Teilgutachten umfassend ist, auf 
Kenntnis der Vorakten basiert und auf einer eingehenden psychiatrischen Abklärung 
beruht. Zudem enthält das Teilgutachten anamnestische Angaben, es berücksichtigt die 
vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und vermittelt ein vollständiges Bild 
seines Gesundheitszustandes. Unter Ziff. 6 seines Gutachtens setzte sich Dr. G.________ 
sodann eingehend mit möglichen Diagnosen auseinander und kam zum Schluss, dass der 
Beschwerdeführer einzelne Merkmale einer depressiven Symptomatik aufweise, die 
diagnostischen Kriterien einer leichten, mittelschweren oder gar schweren depressiven 
Episode jedoch nicht erfüllt seien. Am ehesten müsse man heute noch von einer 
Anpassungsstörung vor dem Hintergrund einer Reihe psychosozialer Belastungsfaktoren 
ausgehen. Die depressive Symptomatik sei dabei subsyndromal, ohne dass sie die 

14

Urteil S 2020 166

Kriterien für eine depressive Episode entsprechend den Merkmalen des ICD-10 erfülle. Im 
Lichte der nicht detektierbaren Analgetikamedikation sowie dem Verhalten des 
Versicherten und seiner Körpersprache würden sich auch die Angaben zu den Schmerzen 
relativieren. Die diagnostischen Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung seien nicht 
hinlänglich erfüllt. Zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 25. September 2018 konnte der 
Sachverständige somit keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit stellen (IV-act. 97 S. 61). Die in der Vergangenheit diagnostizierte 
Depression sah er als remittiert an (IV-act. 97 S. 62). Unter Berücksichtigung des im 
Rahmen der psychiatrischen Untersuchung erhobenen klinischen Befunds (IV-act. 97 
S. 59 f.) erscheint dies einleuchtend und nachvollziehbar. Es trifft sicherlich zu, dass beim 
Beschwerdeführer, dem es nicht gelingt, eine neue Perspektive zu entwickeln, einzelne 
Merkmale einer depressiven Symptomatik erfüllt sind. Nicht unberücksichtigt bleiben darf 
aber auch, dass beim Beschwerdeführer die Fähigkeit zu Freude unbeeinträchtigt ist und 
weder ein vollständiger Interesseverlust noch ein sozialer Rückzug aus allen 
Lebensbereichen feststellbar war. Eine Verminderung der Konzentration konnte der 
Sachverständige ebenso wenig feststellen wie aussergewöhnliche Schuldgefühle, eine 
Antriebsminderung von Krankheitswert oder eine depressionstypische Inappetenz. Im 
psychopathologischen Befund konnte somit keine gravierende depressive Symptomatik 
festgestellt werden. Der Beschwerdegegnerin ist dementsprechend zuzustimmen, dass 
sich dem psychiatrischen Teilgutachter ein völlig anderes Bild präsentierte als noch im Juli 
2017, als es zur psychischen Dekompensation des Beschwerdeführers kam. Insofern ist 
es nicht zu beanstanden, wenn die IV-Stelle ab dem Zeitpunkt der psychiatrischen 
Untersuchung (September 2018) von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Tätigkeit auch in psychiatrischer Hinsicht ausgegangen ist. 

5.2.2 Wie das Nachfolgende zeigt, vermögen daran auch die fachärztlichen Berichte 
von Dr. F.________ (IV-act. 109 S. 3 ff.) und dem Kantonsspital D.________ (IV-act. 113 
f.) keine konkreten Zweifel zu erwecken. 

5.2.2.1 Soweit der Beschwerdeführer zunächst vorbringt, die Beschwerdegegnerin habe 
sich mit den soeben genannten Berichten nicht rechtsgenüglich auseinandergesetzt, kann 
ihm nicht gefolgt werden. Aktenkundig ist, dass die IV-Stelle sowohl die Stellungnahme 
von Dr. F.________ vom 4. Februar 2019 als auch die Berichte der Neurologie des 
Kantonsspitals D.________ vom 1. und 18. März 2019 dem RAD zur Beurteilung vorlegte. 
RAD-Arzt Dr. E.________ setzte sich in seiner Stellungnahme vom 26. September 2019 
(IV-act. 125) mit den genannten Berichten eingehend auseinander und zeigte auf, weshalb 

15

Urteil S 2020 166

die Beurteilungen nicht zu überzeugen vermögen und darauf nicht abgestellt werden kann. 
Davon, dass sich der RAD-Arzt "pauschal" gegen die Verwertbarkeit der eingereichten 
Berichte ausgesprochen hätte, kann jedenfalls keine Rede sein. 

5.2.2.2 Sodann trifft es zwar zu, dass es zwischen den Untersuchungsbefunden von 
Dr. F.________ und denjenigen des SMAB-Gutachters hinsichtlich Psychostatus und 
Diagnosen einige Differenzen gibt. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
konnte sich Dr. F.________ diese Unterschiede im erhobenen Psychostatus und den 
angenommenen Diagnosen jedoch gerade nicht hinlänglich erklären. Vielmehr merkte sie 
an, dass es unklar sei, weshalb es so starke Differenzen gebe. Eine Erklärung hierfür 
könne entweder in der fehlenden Krankheitseinsicht oder im Aggravationsverhalten des 
Beschwerdeführers gesehen werden. Da die Psychiaterin nicht entscheiden konnte, 
inwiefern die Angaben des Beschwerdeführers valide waren, hielt sie eine 
neuropsychologische Testung für unumgänglich, um eine fundierte psychiatrische 
Beurteilung zu gewährleisten. Die Arbeitsfähigkeit könne erst nach erfolgter 
neuropsychologischer Testung und abschliessender Diagnosestellung beurteilt werden 
(IV-act. 109 S. 7). Der Beschwerdegegnerin ist somit Recht zu geben, dass die 
neuropsychologische Abklärung der Konsistenzprüfung und Objektivierung kognitiver 
Beeinträchtigungen hätte dienen sollen. Wie sich aus dem neuropsychologischen 
Untersuchungsbericht vom 1. März 2019 ergibt, wurde auf eine Symptomvalidierung 
anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung indes gerade verzichtet (IV-act. 113 
S. 5), wodurch die Abklärung ihre Zielvorgabe letztendlich nicht erfüllt hat. Insofern kann 
weiterhin nicht gesagt werden, inwiefern die Angaben des Beschwerdeführers gegenüber 
Dr. F.________ valide waren oder von ihm aggraviert wurden. Wie Dr. F.________ selbst 
angemerkt hat, kann ohne neuropsychologische Testung nun aber nicht von einer 
fundierten psychiatrischen Beurteilung ihrerseits gesprochen werden. Dies führt dazu, 
dass ihre Ausführungen nicht geeignet sind, konkrete Zweifel am psychiatrischen 
Teilgutachten zu erwecken, zumal es sich lediglich um eine vorläufige diagnostische 
Beurteilung gehandelt hat, die nach erfolgter neuropsychologischer Testung hätte 
überdacht werden müssen. 

5.2.2.3 Nicht beigepflichtet werden kann Dr. F.________, soweit sie das psychiatrische 
Teilgutachten insofern bemängelt, als im Rahmen der Untersuchung kein Test zur 
Erfassung der depressiven Symptomatik (wie z.B. das Beck Depressionsinventar oder die 
Hamilton Depressionsskala) durchgeführt worden sei. Ihre Kritik am Vorgehen des 
Gutachters verfängt schon deshalb nicht, weil die klinische Untersuchung mit 

16

Urteil S 2020 166

Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung entscheidend ist 
und den angesprochenen Testverfahren im Rahmen einer psychiatrischen Begutachtung 
höchstens eine ergänzende Funktion zukommt (BGer 9C_728/2018 vom 21. März 2019 
E. 3.3). Ob und gegebenenfalls welche Testverfahren sie durchführen will, liegt im 
Ermessen der medizinischen Fachperson (BGer 8C_466/2017 vom 9. November 2017 
E. 5.1). Aus diesen Gründen ist es dem Beweiswert des psychiatrischen Teilgutachtens 
nicht abträglich, wenn es nicht mit Ergebnissen aus Testungen unterlegt wurde. 

5.2.2.4 Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin zu Recht angemerkt, dass in der 
Stellungnahme von Dr. F.________ anamnestische Angaben fehlen, welche den 
dokumentierten psychopathologischen Befund und das Funktionsniveau gemäss Mini-ICF-
APP erläutern und plausibel nachvollziehbar machen würden. 

5.2.2.5 Soweit sich der Beschwerdeführer im Weiteren auf den Standpunkt stellt, mit der 
Stellungnahme von Dr. F.________ sei eine Verschlechterung des psychischen 
Gesundheitszustandes für den Zeitpunkt nach der Begutachtung durch die SMAB AG 
nachgewiesen, kann ihm ebenso wenig gefolgt werden. Wie sich aus der genannten 
Stellungnahme der Psychiaterin ergibt, werden die Differenzen zwischen den erhobenen 
Untersuchungsbefunden im Psychostatus und der Diagnosestellung denn auch weder 
pauschal mit einer seitherigen Verschlimmerung begründet noch aufgezeigt, wie sich das 
depressive Geschehen zwischen den beiden Untersuchungen verändert haben sollte. 
Vielmehr konnte sich Dr. F.________ die Differenzen auch selbst nicht erklären und 
dachte dabei eher an fehlende Krankheitseinsicht oder Aggravationsverhalten des 
Beschwerdeführers. Anhaltspunkte für eine nach der Begutachtung durch die SMAB AG 
eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustandes ergeben sich aus der 
Stellungnahme vom 4. Februar 2019 jedenfalls gerade nicht. Insofern ist dem RAD-Arzt 
Recht zu geben, dass es sich vielmehr um eine unterschiedliche Beurteilung des gleichen 
Sachverhalts handelt. 

5.2.2.6 Was die Berichte der Neurologie des Kantonsspitals D.________ vom 1. und 
18. März 2019 anbelangt, ist einleitend noch einmal daran zu erinnern, dass eine 
aussagekräftige neuropsychologische Beurteilung eine Beschwerdevalidierung mittels 
entsprechender Tests voraussetzt, welche bei der am 1. März 2019 im Kantonsspital 
D.________ vorgenommenen neuropsychologischen Untersuchung gerade nicht 
durchgeführt wurde. Unzutreffend ist zwar die Feststellung des RAD-Arztes, auf den 
Beizug eines Dolmetschers sei verzichtet worden. Dies fällt vorliegend jedoch nicht ins 

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Urteil S 2020 166

Gewicht, da der neuropsychologische Untersuchungsbericht nicht wegen des Fehlens 
eines Dolmetschers, sondern u.a. wegen der nicht durchgeführten 
Beschwerdenvalidierung angezweifelt wird. Was sodann die Diagnosestellung anbelangt, 
ist auf die zutreffende Feststellungen der Beschwerdegegnerin zu verweisen, wonach die 
Diagnose der schweren Depression einerseits nicht von einem Psychiater gestellt wurde 
und zum anderen im Wesentlichen auf den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers 
und dem BDI-Wert von 48, mithin auf einem reinen Selbstbeurteilungsverfahren, beruhte. 
Wie die Beschwerdegegnerin darüber hinaus zutreffend aufgezeigt hat, enthält der 
neuropsychologische Untersuchungsbericht vom 1. März 2019 auch diverse 
widersprüchliche Angaben des Beschwerdeführers im Verhältnis zum Bericht von 
Dr. F.________. 

5.2.2.7 Zu guter Letzt ist anzumerken, dass sich der Beschwerdeführer zu keinem 
Zeitpunkt in fachärztlich psychiatrische Behandlung begeben und er nach dem Absetzen 
des im Juli 2017 (Zeitpunkt der psychischen Dekompensation) verschriebenen Remeron 
auch keine antidepressive Therapie mehr aufgenommen hat. Dies lässt auf einen wenig 
ausgeprägten Leidensdruck im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bzw. einen 
geringeren Schweregrad der postulierten depressiven Störung schliessen. 

5.2.2.8 Nach dem soeben Dargelegten ist festzustellen, dass die Ausführungen von 
Dr. F.________ sowie der Neurologen des Kantonsspitals D.________ nicht geeignet 
sind, die ausschlaggebende Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens der SMAB AG 
in Frage zu stellen. Die im Nachgang zur polydisziplinären Begutachtung eingereichten 
Stellungnahmen bzw. medizinischen Berichte führten jedenfalls nicht dazu, dass konkrete 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des MEDAS-Gutachtens erweckt wurden. 

5.3 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers erstellten die Gutachter auch 
ein negatives Anforderungsprofil für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit und ein positives Anforderungsprofil für eine angepasste 
Arbeitstätigkeit. Sie führten konkret aus, aufgrund der bestehenden beidseitigen medialen 
und retropatellar betonten Gonarthrosen sei eine überwiegend oder dauernd stehende 
Tätigkeit nicht mehr möglich. Ebenfalls nicht mehr zumutbar seien schwere Tätigkeiten 
über 25 kg sowie Tätigkeiten mit permanentem Zeit- und Termindruck. Angesichts dessen 
gingen die Gutachter in der angestammten und zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
Küchenhilfe von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus. Die leidensangepasste Tätigkeit 
umschrieben die Gutachter schliesslich als körperlich leichte, wechselbelastende, jedoch 

18

Urteil S 2020 166

überwiegend im Sitzen, zeitweilig im Stehen und Gehen auszuübende Tätigkeit mit Heben 
und Tragen von Lasten bis max. 10 kg. Sodann wiesen sie darauf hin, dass der Anteil 
sitzender Tätigkeit mindestens 40 % betragen sollte. Der Versicherte sei in der Lage, 
jegliche seinem körperlichen Belastungsprofil angepassten Tätigkeiten auf dem 
allgemeinen Arbeitsmarkt zu verrichten. Dabei könne er Tätigkeiten einfacher geistiger 
Natur mit geringen Verantwortungsbereichen und ohne besondere Anforderung an die 
Team- und Konfliktfähigkeit ausüben. Eine solch angepasste Tätigkeit erachteten die 
Gutachter zu 100 % als zumutbar (IV-act. 97 S. 8 f.). Im Rahmen der angefochtenen 
Verfügung wies die Beschwerdegegnerin sodann darauf hin, dass betreffend 
leidensangepasste Tätigkeit z.B. an eine mehrheitlich sitzende Montagetätigkeit oder eine 
Kontrolltätigkeit zu denken sei (IV-act. 136 S. 2). Angesichts des soeben Ausgeführten 
erschliesst sich dem Gericht nicht, inwiefern das noch zumutbare Belastungsprofil 
ungenügend diskutiert bzw. beschrieben sein sollte. Im Übrigen schreiben weder Gesetz 
noch Rechtsprechung den Psychiatern eine Begutachtung nach den seitens des 
Beschwerdeführers genannten Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische 
Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie vor, 
stellen diese doch lediglich eine Orientierungshilfe für die begutachtenden Fachpersonen 
dar (BGer 8C_772/2018 vom 19. März 2019 E. 6.2).

5.4 Was schliesslich den Vorwurf anbelangt, die Gutachter hätten sich nicht mit den 
Resultaten der beruflichen Eingliederungsmassnahmen befasst, ist zunächst anzumerken, 
dass die Beschwerdegegnerin der Gutachterstelle mit Gutachtensauftrag vom 27. Juli 
2018 zusammen mit einer Fallzusammenfassung, in der explizit die Ergebnisse der 
Eingliederung erwähnt wurden (IV-act. 92 S. 3), sämtliche IV-Akten zur Verfügung gestellt 
hat (IV-act. 93). Die Erkenntnisse der beruflichen Eingliederung wurden in der 
Aktenzusammenfassung der jeweiligen Teilgutachten denn auch aufgeführt. Zu beachten 
ist in diesem Zusammenhang aber auch, dass beim Beschwerdeführer weder ein 
Belastbarkeitstraining noch ein Arbeitsversuch durchgeführt wurde, sondern lediglich 
mehrere Gespräche stattfanden. Eigentliche Resultate von beruflichen Massnahmen, mit 
denen sich die Sachverständigen hätten auseinandersetzen können bzw. müssen, sind 
vorliegend somit gar nicht aktenkundig. Ergänzend ist in diesem Zusammenhang zudem 
darauf hinzuweisen, dass die Arbeitsfähigkeit rechtsprechungsgemäss primär gestützt auf 
ärztliche Befunde zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den daraus folgenden 
körperlich-funktionellen Belastbarkeitsgrenzen festzulegen ist (BGer 9C_187/2018 vom 
18. Mai 2018 E. 3.2). Dass es beim Beschwerdeführer im Juli 2017 zu einer psychischen 
Dekompensation kam, war dem psychiatrischen Teilgutachter schliesslich durchaus 

19

Urteil S 2020 166

bewusst, setzte er sich damit doch insofern auseinander, als er diesbezüglich anmerkte, 
die in der Vergangenheit attestierte Depression sei im Lichte der hier erhobenen Befunde 
weitgehend remittiert (IV-act. 97 S. 62). Davon, dass sich die Gutachter mit den Vorakten 
ungenügend auseinandergesetzt hätten, kann somit keine Rede sein. Ebenfalls keinen 
Abbruch tut der Beweiskraft des psychiatrischen Teilgutachtens schliesslich der Umstand, 
dass die gutachterliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum von Juli 2017 
bis September 2018 durch den RAD korrigiert werden musste. 

5.5 Zusammenfassend ist es somit nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin das genannte Gutachten vom 6. November 2018 als beweiskräftig 
angesehen und für die Zeit ab dem Untersuchungsdatum darauf abgestellt hat. Daraus 
folgt, dass der Beschwerdeführer – abgesehen von der Zeit vom 1. Juli 2017 bis 
25. September 2018 und vom 1. Februar 2019 bis 3. Mai 2020 – in einer 
leidensangepassten Tätigkeit als 100 % arbeitsfähig zu gelten hat. 

6.
6.1 Betreffend die Berechnung des lnvaliditätsgrades ist anzumerken, dass das von 
der IV-Stelle angenommene Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 58'499.– einer 
summarischen Überprüfung seitens des Gerichts standhält und die Berechnung im 
Übrigen auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wird, sodass sich Weiterungen 
hierzu erübrigen.

6.2
6.2.1 Bezüglich des Invalideneinkommens rügt der Beschwerdeführer, es sei anstatt auf 
den Medianwert auf das unterste Quartil der LSE abzustellen. Zudem sei aufgrund seiner 
Einschränkungen in somatischer, psychiatrischer und kognitiver Hinsicht sowie dem 
Umstand, dass er selbst bei Ausübung einer angepassten Tätigkeit vermehrt abwesend 
sein werde, ein Leidensabzug von 20 % und zusätzlich ein solcher von 25 % 
vorzunehmen. Zur Untermauerung seines Standpunktes verweist er auf das BASS-
Gutachten vom 8. Januar 2021 und das Rechtsgutachten "Grundprobleme der 
Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung" vom 22. Januar 2021. Mit BGer 
8C_256/2021 vom 9. März 2022 hat das Bundesgericht entschieden, dass keine 
ernsthaften sachlichen Gründe für eine Änderung der bisherigen Rechtsprechung zur 
Ermittlung des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte vorliegen. Betreffend 
Fälle, welche – wie vorliegend – nach der bisherigen Rechtslage zu beurteilen sind, hält 

20

Urteil S 2020 166

das Bundesgericht somit ausdrücklich an der Anwendbarkeit der LSE-Tabellen fest, 
weshalb der Beschwerdeführer mit seinen diesbezüglichen Einwänden nicht zu hören ist. 

6.2.2 Was die beantragte Erhöhung des gewährten Leidensabzugs von 10 % anbelangt, 
ist zunächst zu bedenken, dass die Höhe des Abzuges – im Gegensatz zur Frage, ob 
überhaupt ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist – eine Ermessensfrage darstellt 
und das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 
desjenigen der Verwaltung setzt (BGE 126 V 75 E. 6). Des Weiteren ist festzustellen, dass 
die gesundheitlichen Beschwerden Gegenstand der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus 
medizinischer Sicht bilden und von den Ärzten bereits berücksichtigt wurden. Mit dem 
gewährten Abzug von 10 % hat die Beschwerdegegnerin sodann insbesondere der 
Tatsache Rechnung getragen, dass der Beschwerdeführer nur noch körperlich leichte, 
vorwiegend sitzende Tätigkeiten ausüben kann, mithin das Zumutbarkeitsprofil gewisse 
besondere Bedingungen vorsieht. Dass das zumutbare Arbeitsprofil darüber hinaus 
zusätzlich durch erhebliche psychische oder kognitive Beeinträchtigungen eingeschränkt 
wäre, ergibt sich, wie die Beschwerdegegnerin vernehmlassend zutreffend angemerkt hat, 
aus dem Gutachten der SMAB AG hingegen nicht. Zu berücksichtigen ist sodann, dass 
Stellen des Kompetenzniveaus 1 grundsätzlich unbesehen von Alter, Nationalität und 
Dienstjahren vergeben werden. Dementsprechend besteht kein Anlass, in das 
diesbezügliche Ermessen der Verwaltung einzugreifen, zumal selbst bei Berücksichtigung 
des maximalen Leidensabzugs von 25 % kein rentenbegründender lnvaliditätsgrad 
resultieren würde. Damit erübrigen sich weitere Ausführungen hierzu. Dementsprechend 
ist auch das von der Beschwerdegegnerin errechnete Invalideneinkommen von 
Fr. 55'678.– nicht zu beanstanden.

6.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 58'499.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 55'678.– ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 2'821.– und somit ein 
lnvaliditätsgrad von gerundet 5 %. Bei einem lnvaliditätsgrad von weniger als 40 % besteht 
nach einer Wartezeit von jeweils drei Monaten per 30. November 2018 bzw. 31. Juli 2020 
kein Rentenanspruch mehr. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer nur für die Zeit vom 1. Juli 2017 bis 
30. November 2018 und vom 1. Mai 2019 bis 31. Juli 2020 eine ganze Rente 
zugesprochen hat. Dementsprechend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und 
ist vollumfänglich abzuweisen.

21

Urteil S 2020 166

7. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

Mit dem voll beweiskräftigen Gutachten der SMAB AG vom 6. November 2018 ist der 
medizinische Sachverhalt umfassend geklärt und von einer weiteren Begutachtung des 
Beschwerdeführers sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, sodass der 
diesbezügliche Antrag auf Einholung eines Gerichtsgutachtens in zulässiger Anwendung 
der antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen ist. Schliesslich ist festzuhalten, dass der 
Beschwerdegegnerin auch keine Verletzung der Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 
ATSG vorgehalten werden kann.

8. Nachdem dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 16. Dezember 2020 die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, sind ihm für das vorliegende Verfahren keine 
Kosten aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht 
auszurichten. Die vom Beschwerdeführer beigezogene Rechtsvertreterin ist für ihren 
Aufwand ausgehend von einem Stundenansatz für Rechtsanwälte von Fr. 220.– und in 
Berücksichtigung des Umstandes, dass nur der notwendige Aufwand verrechnet werden 
kann, ermessensweise mit Fr. 2'700.– (inkl. Barauslagen und MWST) aus der Staatskasse 
zu entschädigen. 

22

Urteil S 2020 166

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird für das Beschwerdeverfahren 
mit Fr. 2'700.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 2. Mai 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am