# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d4daa17-fa37-50fe-a617-3acfbdb14e23
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-01-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.01.2022 F-4389/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-4389-2021_2022-01-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-4389/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  J a n u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Richter Fulvio Haefeli (Vorsitz), 

Richter Gregor Chatton,  

Richterin Jenny de Coulon Scuntaro,    

Gerichtsschreiber Michael Spring. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Besuchszwecken. 

 

 

 

F-4389/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die schweizerische Auslandvertretung in (…) am 1. Juli 2021 die Vi-

sumsanträge vom 3. Juni 2021 der Ehefrau und des Sohnes des Be-

schwerdeführers abwies, 

dass der Beschwerdeführer hiergegen am 29. Juli 2021 gestützt auf 

Art. 6 Abs. 2bis AIG (SR 142.20) Einsprache bei der Vorinstanz erhob, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 23. September 2021 die Einspra-

che als durch Rückzug gegenstandslos geworden abschrieb, 

dass die Vorinstanz den Abschreibungsentscheid damit begründete, dass 

das Migrationsamt des Kantons (…) (nachfolgend: Migrationsamt) mitge-

teilt habe, die zwischenzeitlich eingeleiteten Abklärungen beim Beschwer-

deführer seien erfolglos geblieben, weshalb angenommen werden könne, 

dass dieser die Gäste nicht mehr erwarten würde,  

dass der Beschwerdeführer hiergegen am 4. Oktober 2021 Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht erhob und sinngemäss die Aufhebung des 

Einspracheentscheids beantragte, 

dass er auf Beschwerdeebene geltend macht, vom Migrationsamt nie et-

was vernommen zu haben und seine Gäste nach wie vor zu erwarten, 

dass das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in Art. 32 VGG 

genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 

VwVG beurteilt, welche von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde 

erlassen wurden,  

dass darunter unter anderem Verfügungen des SEM fallen, die im Ein-

spracheverfahren gegen die Verweigerung eines Schengen-Visums erge-

hen,  

dass das Bundesverwaltungsgericht in dieser Materie endgültig entschei-

det (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur Beschwerde 

legitimiert und auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-

zutreten ist (Art. 50 und Art. 52 VwVG),  

F-4389/2021 

Seite 3 

dass der Rückzug eines eingelegten Rechtsmittels klar, ausdrücklich und 

unbedingt erfolgen muss und es insbesondere nicht stillschweigend zu-

rückgezogen werden kann (vgl. BGE 141 IV 269 E. 2.1; Urteil des BVGer 

A-1625/2006 vom 15. Dezember 2008 E. 2.2 m.w.H.),  

dass das Bundesverwaltungsgericht der Vorinstanz am 1. November 2021 

Gelegenheit gab, sich zu dieser Rechtslage zu äussern,  

dass sich die Vorinstanz nicht vernehmen liess, 

dass die dargestellten Bedingungen eines rechtsgültigen Rückzugs der 

Einsprache vom 29. Juli 2021 vorliegend nicht erfüllt sind und die Vo-

rinstanz das Verfahren demnach zu Unrecht als gegenstandslos geworden 

abgeschrieben hat,  

dass die Beschwerde daher gutzuheissen, der angefochtene Einsprache-

entscheid aufzuheben und die Sache zur neuerlichen Prüfung und Beurtei-

lung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, 

dass für dieses Verfahren keine Kosten aufzuerlegen sind (vgl. Art. 63 

Abs. 1 und 2 VwVG),  

dass eine Parteientschädigung nicht zuzusprechen ist, zumal dem nicht 

anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer keine verhältnismässig hohen 

Kosten entstanden sind (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-4389/2021 

Seite 4 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. Die angefochtene Verfügung vom 

23.  September 2021 wird aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwä-

gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Fulvio Haefeli Michael Spring 

 

 

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