# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** afd5c9b0-99e8-57d8-8336-8e6fd75d1d13
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 03.07.2019 460 18 350
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-18-350_2019-07-03.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

3. Juli 2019 (460 18 350) 

____________________________________________________________________ 

 

Strafrecht 

 

Gewerbs- und teilweise bandenmässiger Diebstahl etc. 

 
 

Besetzung Vizepräsident Markus Mattle, Richter Dominique Steiner (Ref.), 

Richter Markus Clausen, Ersatzrichter Joel Stebler, Ersatzrichterin 

Suzanne Styk Kohlhaas; Gerichtsschreiberin Manuela Illgen 

 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,                                        

Allgemeine Hauptabteilung, Grenzacherstrasse 8, Postfach, 

4132 Muttenz,  

Anklagebehörde 

 

A.____, 

Privatkläger 

 

B.____,  

Privatkläger 

 

C.____, 

Privatkläger  

  

gegen 

 

 D.____,  

vertreten durch Advokatin Wicky Tzikas, Oberwilerstrasse 3,      

Postfach, 4123 Allschwil,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

Gegenstand Gewerbs- und teilweise bandenmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts vom                           

27. September 2018 

 

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A. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend Strafgericht) vom 27. Sep-

tember 2018 wurde D.____ des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahls, des 

mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, sowie der mehrfachen, teilweise qua-

lifizierten Sachbeschädigung schuldig erklärt und verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 3 ¾ 

Jahren, unter Anrechnung der seit dem 13. September 2017 ausgestandenen Untersuchungs- 

und Sicherheitshaft von insgesamt 379 Tagen (Dispositiv-Ziffer 1). Demgegenüber wurde 

D.____ in den Fällen 1 - 8 und 10 von der Anklage des bandenmässigen Diebstahls freige-

sprochen (Dispositiv-Ziffer 2). Des Weiteren wurde D.____ in Anwendung von Art. 66a StGB 

für die Dauer von 10 Jahren des Landes verwiesen, wobei die Landesverweisung nicht im 

Schengener Informationssystem einzutragen sei (Dispositiv-Ziffer 3). Im Weiteren wurde über 

die Beschlagnahmen (Dispositiv-Ziffer 4) und über die Zivilforderungen (Dispositiv-Ziffer 5) 

entschieden. Schliesslich wurden dem Beurteilten in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die 

Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von CHF 20‘553.00, den 

Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von CHF 3‘650.00 und der Gerichtsgebühr von CHF 

8‘000.00, auferlegt (Dispositiv-Ziffer 6) und über die Kosten des amtlichen Verteidigers 

Joachim Lederle, Rechtsanwalt, entschieden (Dispositiv-Ziffer 7).  

 

B. Gegen dieses Urteil reichte der Beschuldigte, dannzumal vertreten durch Rechtsanwalt 

Joachim Lederle, am 19. November 2018 eine Berufungserklärung ein und beantragte einen 

vollumfänglichen Freispruch. Er teilte mit, dass das Urteil der Vorinstanz in allen Punkten an-

gefochten werde. Der Beschuldigte sei unschuldig und daher auch unverzüglich aus der Haft 

zu entlassen. Mit weiterer Eingabe vom 26. November 2018 präzisierte Rechtsanwalt Joachim 

Lederle, nach dem Inhalt des erstinstanzlichen Urteils seien ein dringender Tatverdacht und 

Fluchtgefahr zu bejahen, weshalb kein Haftentlassungsgesuch gestellt werde. 

 

C. Mit Verfügung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfol-

gend Kantonsgericht), vom 30. November 2018 wurden unter anderem die Akten im Be-

schwerdeverfahren 470 18 341 (Widerruf und Wechsel der amtlichen Verteidigung) für das 

vorliegende Berufungsverfahren beigezogen. Zudem wurden die Gesuche des Beschuldigten 

vom 2., 9. und 20. November 2018 um Wechsel der amtlichen Verteidigung gutgeheissen, 

nachdem auch Rechtsanwalt Joachim Lederle mit Stellungnahme vom 19. November 2018 

mitgeteilt hatte, dass er persönlich einer Auswechslung der amtlichen Verteidigung für die Zu-

kunft nicht entgegenstehen würde. Entsprechend wurde Rechtsanwalt Joachim Lederle per 

sofort aus dem amtlichen Mandat entlassen und Advokatin Wicky Tzikas als neue amtliche 

Verteidigerin des Beschuldigten eingesetzt. 

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D. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Allgemeine Hauptabteilung (nachfolgend 

Staatsanwaltschaft), teilte mit Schreiben vom 13. Dezember 2018 mit, dass sie weder Antrag 

auf Nichteintreten auf die Berufung des Beschuldigten stelle noch Anschlussberufung erkläre.  

 

E. Mit weiterer Verfügung des Kantonsgerichts vom 18. Dezember 2018 bewilligte das 

Präsidium dem Beschuldigten auf dessen Gesuch vom 30. November 2018 hin das Führen 

eines Telefonats mit seiner Familie nach den Regeln der Gefängnisordnung und den Vorgaben 

der Gefängnisleitung. 

 

F. Sodann wurde mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 28. Dezember 2018 unter an-

derem der Entscheid über das Honorar von Rechtsanwalt Joachim Lederle betreffend die amt-

liche Verteidigung des Beschuldigten im Berufungsverfahren auf das Urteil des Berufungsge-

richts verwiesen.  

 

G. Mit Eingabe vom 13. Januar 2019 ersuchte der Beschuldigte die Verfahrensleitung des 

Kantonsgerichts um Bewilligung des vorzeitigen Strafvollzugs.  

 

H. Am 16. Januar 2019 ersuchte die amtliche Verteidigerin Wicky Tzikas unter Hinweis 

auf ein zerstörtes Vertrauensverhältnis zum Beschuldigten um sofortige Entlassung aus dem 

amtlichen Mandat. Daran hielt sie in ihrer Eingabe vom 1. Februar 2019 fest. 

 

I. Die Staatsanwaltschaft beantragte mit Stellungnahme vom 24. Januar 2019 sinnge-

mäss die Abweisung des Antrags von Advokatin Wicky Tzikas.  

 

J. Gleichentags teilte der Beschuldigte mit, dass er Rechtsanwalt Beat Muralt, Solothurn, 

eine Vollmacht erteile. 

 

K. In ihrer Stellungnahme vom 25. Januar 2019 teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass 

unter Berücksichtigung der bestehenden Fluchtgefahr keine Einwände gegen einen vorzeiti-

gen Strafvollzug vorzubringen seien. 

 

L. Sodann wurde am 28. Januar 2019 durch die Verfahrensleitung des Kantonsgerichts 

der vorzeitige Strafvollzug gemäss Art. 236 StPO bewilligt. 

 

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M. Gemäss Vollzugsauftrag des Amtes für Justizvollzug vom 30. Januar 2019 wurde 

zwecks Antritt des vorzeitigen Strafvollzugs die Verlegung des Beschuldigten vom Gefängnis 

Muttenz in das Gefängnis Arlesheim per 4. Februar 2019 angeordnet. 

 

N. Mit handschriftlichen Schreiben vom 7. und 10. Februar 2019 bat der Beschuldigte um 

Wechsel der amtlichen Verteidigung an Rechtsanwalt Beat Muralt. 

 

O. Sodann wurde mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 20. Februar 2019 das Gesuch 

der amtlichen Verteidigerin Wicky Tzikas vom 16. Januar 2019 um Entlassung aus dem Man-

dat betreffend den Beschuldigten abgewiesen. 

 

P. Mit Schreiben vom 4. März 2019 teilte die amtliche Verteidigerin Wicky Tzikas mit, dass 

auf eine schriftliche Berufungsbegründung verzichtet und die Berufung anlässlich der Beru-

fungsverhandlung im Rahmen der Parteivorträge begründet werde. Es werde an den Rechts-

begehren gemäss Berufungserklärung vollumfänglich festgehalten.  

 

Q. Schliesslich wurde mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 19. März 2019 unter ande-

rem der Schriftenwechsel geschlossen und die Parteien wurden zur kantonsgerichtlichen 

Hauptverhandlung geladen. Dabei wurde dem Beschuldigten im Rahmen der Parteivorträge 

gestattet, sich kurz (maximal 30 Minuten) ergänzend oder widersprechend zum Parteivortrag 

seiner amtlichen Verteidigerin zu äussern.  

 

R. Auf Gesuch des Beschuldigten vom 15. März 2019 und entsprechender Stellungnahme 

der Staatsanwaltschaft vom 22. März 2019 hin wurde sodann mit Verfügung vom 25. März 

2019 der Entscheid über die sofortige Herausgabe des Mobiltelefons der Marke Samsung auf 

das Urteil des Berufungsgerichts verwiesen. 

 

S. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht vom 1. bis 3. Juli 2019 erscheinen 

der Beschuldigte D.____, vertreten durch Advokatin Wicky Tzikas, die Staatsanwaltschaft, ver-

treten durch Staatsanwältin Elisabeth Vetsch, sowie eine Albanisch-Dolmetscherin. Der Be-

schuldigte wird vor Gericht sowohl zur Person als auch zur Sache befragt. Die Parteien wie-

derholen ihre schriftlich gestellten Anträge. In ihrem Parteivortrag präzisiert die Verteidigerin 

ihre Anträge wie folgt: (1.) Es sei der Beschuldigte von der Anklage des gewerbs- und ban-

denmässigen Diebstahls, des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs sowie 

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der mehrfachen, teilweise qualifizierten Sachbeschädigung vollumfänglich und kostenlos frei-

zusprechen und aus der Haft zu entlassen, (2.) es sei keine Landesverweisung auszuspre-

chen, (3.) es seien jegliche Zivilforderungen abzuweisen, (4.) es seien die Kosten des erstin-

stanzlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen, (5.) es sei dem Beschuldigten eine 

angemessene Entschädigung für die erlittene Haft auszurichten, (6.) unter o/e Kostenfolge, 

wobei infolge der bewilligten amtlichen Verteidigung gemäss beiliegender Honorarnote zu ent-

schädigen sei (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 2 ff; Plädoyer Verteidigung, 

S. 29). Im Sinne eines Eventualantrages begehrt die Verteidigerin des Beschuldigten eine 

Freiheitsstrafe von maximal 2 ½ Jahren sowie die Annahme eines viel niedrigeren Schadens 

(vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 2 ff., Plädoyer Verteidigung, S. 4). Die Staats-

anwaltschaft demgegenüber schliesst auf vollumfängliche Abweisung der Berufung und Be-

stätigung des vorinstanzlichen Urteils, wobei für den Fall einer (teilweisen) Gutheissung der 

Berufung Antrag auf Sicherheitshaft gegenüber dem Beschuldigten gestellt werde (vgl. Prot. 

Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 5). 

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Ge-

richte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Gestützt auf 

Art. 398 Abs. 3 StPO können mit der Berufung gerügt werden: Rechtsverletzungen, ein-

schliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und 

Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts 

(lit. b), sowie Unangemessenheit (lit. c), wobei das Berufungsgericht das Urteil in allen ange-

fochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 StPO). Die Legitimation des 

Beschuldigten zur Berufung ergibt sich aus Art. 382 Abs. 1 StPO. Der Beschuldigte rügt sowohl 

die unrichtige Feststellung des Sachverhalts als auch Rechtsverletzungen und Unangemes-

senheit hinsichtlich der Strafzumessung. Nach Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist die Beru-

fung zunächst dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schrift-

lich und mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der 

Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Aus 

den Akten ergibt sich, dass das Urteilsdispositiv des Strafgerichts dem Beschuldigten am 

1. Oktober 2018 zugestellt worden ist. Mit seiner Berufungsanmeldung vom 1. Oktober 2018 

hat der Beschuldigte die zehntägige Frist gemäss Art. 399 Abs. 1 StPO eingehalten. Auch die 

Frist zur Berufungserklärung gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO wurde vorliegend gewahrt: Das 

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begründete Urteil des Strafgerichts wurde dem Beschuldigten am 15. November 2018 zuge-

stellt und am 27. November 2018 hat der Beschuldigte die Berufungserklärung eingereicht. 

Was die Form betrifft, so erfüllen die Eingaben des Beschuldigten die Anforderungen von 

Art. 385 Abs. 1 StPO. Schliesslich ergibt sich die Zuständigkeit der Fünferkammer des Kan-

tonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Be-

rufung aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 15 Abs. 1 lit. b EG StPO. Es ist demnach auf die 

Berufung des Beschuldigten einzutreten. 

 

 

II. Gegenstand der Berufung 

Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil nur 

in den angefochtenen Punkten. Die Berufung des Beschuldigten richtet sich mit wenigen Aus-

nahmen gegen das Urteil des Strafgerichts vom 27. September 2018 in seiner Gesamtheit, 

d.h. gegen den Schuldspruch wegen gewerbs- und teilweise bandenmässigen Diebstahls, 

mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs sowie mehrfacher, teilweise qualifizier-

ter Sachbeschädigung und die dafür ausgesprochene Freiheitsstrafe von 3 ¾ Jahren (Dispo-

sitiv-Ziffer 1), gegen die vorinstanzlich ausgesprochene Landesverweisung von 10 Jahren ge-

mäss Art. 66a StGB (Dispositiv-Ziffer 3a), gegen den vorinstanzlichen Entscheid betreffend 

die Zivilforderungen (Dispositiv-Ziffer 5) sowie gegen die Verurteilung des Beschuldigten zur 

Tragung der Verfahrenskosten (Dispositiv-Ziffer 6). Es gilt somit nachfolgend, die angefochte-

nen Punkte im Einzelnen zu prüfen.  

 

Alle übrigen Teile des strafgerichtlichen Urteils (Dispositiv-Ziffern 2, 3b, 4 und 7) stehen hin-

gegen nicht mehr zur Debatte. Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt Art. 82 Abs. 4 StPO 

den Rechtsmittelinstanzen, für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des in Frage stehen-

den Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dieser beipflich-

ten. Hingegen ist auf neue tatsächliche Vorbringen und rechtliche Argumente einzugehen, die 

erst im Rechtsmittelverfahren vorgetragen werden (vgl. Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl., 

DANIELA BRÜSCHWEILER, Art. 82 N 9). Vorliegend wird daher in Anwendung der obgenannten 

Bestimmung bezüglich Sachverhaltsfeststellung und rechtliche Würdigung in den unangefoch-

ten gebliebenen Punkten bereits an dieser Stelle auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen und 

nur auf neu im Berufungsverfahren vorgebrachte Argumente eingegangen. 

 

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Gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil der 

beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen wor-

den ist. Diese Konstellation des Verbots der reformatio in peius liegt in casu vor, so dass das 

Kantonsgericht das vorinstanzliche Urteil nicht zu Lasten des Beschuldigten verschärfen, son-

dern es entweder nur bestätigen oder zu seinen Gunsten abändern darf. 

 

 

III. Die angefochtenen Punkte im Einzelnen 

1. Gewerbsmässiger, teilweise bandenmässiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschä-

digung und mehrfacher Hausfriedensbruch 

1.1 Die Anklageschrift vom 2. Mai 2018 warf dem Beschuldigten vor, in der Zeit zwischen 

dem 11. November 2016 und dem 2. September 2017 in insgesamt 15 Fällen teilweise zu-

sammen mit E.____, teilweise zusammen mit einem weiteren unbekannten Mittäter, jeweils 

gegen den Willen der Berechtigten in mehrere Wohnliegenschaften in den Kantonen Jura, 

Bern, Solothurn und Bern eingedrungen zu sein. In der Absicht, sich unrechtmässig zu berei-

chern und sich Vermögenswerte zum Nachteil der Geschädigten anzueignen, habe der Be-

schuldigte, eventualiter einer der Mittäter, zumeist mit einem Flachwerkzeug Fenster oder Tü-

ren der betreffenden Liegenschaften aufgebrochen und dabei in Kauf genommen, diese zu 

beschädigen. Dabei habe der Beschuldigte, teilweise zusammen mit seinen Mittätern, einen 

grossen Sachschaden von total ca. CHF 38'817.05 angerichtet. Durch die aufgewuchteten 

Fenster und Türen hätten der Beschuldigte und zumindest teilweise sein/e Mittäter unrecht-

mässig die Räumlichkeiten der Geschädigten betreten und diese nach Geld und sonstigen 

Wertsachen durchsucht, wobei er bzw. sie eine Konfrontation mit deren Bewohnern in Kauf 

genommen hätten. Dabei habe der Beschuldigte, teilweise zusammen mit seinen Mittätern, 

Deliktsgut (elektronische Geräte, Uhren, Schmuck, Bargeld und sonstige Wertsachen) im Ge-

samtwert von ca. CHF 68'237.60 entwendet. Eventualiter hätten E.____ und ein weiterer un-

bekannter Mittäter in den Fällen 13 bis 15 in vorgenannter Weise unrechtmässig die Räum-

lichkeiten betreten, während der Beschuldigte basierend auf dem gemeinsamen Tatplan, zur 

Sicherung des Diebesguts und zur Gewährleistung der Flucht draussen im/beim Fahrzeug 

gewartet habe. Der Beschuldigte, E.____ und ein weiterer unbekannter Mittäter, die sich dazu 

zumindest teilweise mittäterschaftlich vereint hätten, hätten dies mit Wissen und Willen sowie 

in der ungerechtfertigten Absicht getan, das entwendete Geld und die entwendeten Wertsa-

chen für sich zu behalten bzw. nach ihrem Belieben zu verwenden (vgl. Anklageschrift vom 

2. Mai 2018, act. S 1-23). Bei der Begehung dieser Einbruchdiebstähle habe sich der Beschul-

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digte darauf eingestellt, nach der Art eines Berufes durch eine Vielzahl von (Einbruch-)Dieb-

stählen gegenüber einer zuvor noch nicht bestimmbaren Anzahl von Geschädigten namhafte 

Einkünfte zur Finanzierung seines Lebensunterhaltes zu erzielen. Dazu sei er jeweils einzig in 

der Absicht in die Schweiz eingereist, um hier durch Begehung von (Einbruch-)Diebstählen ein 

eigentliches Erwerbseinkommen resp. Nebeneinkommen zu seinen Einkünften in Frankreich 

zu erzielen. Der Beschuldigte habe dabei während 10 Monaten insgesamt Einnahmen von 

mindestens CHF 68'237.60 erzielt, was einen namhaften Beitrag zur Bestreitung seines Le-

bensunterhaltes ausmache (vgl. Anklageschrift vom 2. Mai 2018, act. S 25). Der Beschuldigte, 

E.____ und der unbekannte Mittäter, hätten zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt, an 

einem unbekannten Ort, mutmasslich in Frankreich, gemeinsam den Entschluss gefasst, nach 

der Art einer Bande mehrere selbständige, im Einzelnen noch unbestimmte (Einbruch-)Dieb-

stähle in der Schweiz, durch gleichmassgebliches, arbeitsteiliges Vorgehen auszuführen, wo-

bei jeder, soweit er nicht selber gehandelt habe, mit dem Vorgehen des anderen, soweit es 

zum Tatplan gehört habe, einverstanden gewesen sei. Dabei seien der Beschuldigte, E.____ 

und der unbekannte Mittäter namentlich übereingekommen, die (Einbruch-)Diebstähle nach 

einem einheitlichen Vorgehen zu begehen, indem sie jeweils am späteren Nachmittag bzw. 

früheren Abend zusammen mit dem vom Beschuldigten genutzten (und auf seine Ehefrau ein-

gelösten) Fahrzeug VW Sharan, AA.____, sowie mit den von den Mittätern (Ford KA, 

BB.____Fall 1) verwendeten, insbesondere den von E.____ unter dem Namen F.____bei der 

Firma G.____ GmbH angemieteten Fahrzeugen Peugeot 308, CC.____, Mercedes A 180, 

DD.____, Peugeot 308, EE.____, und Peugeot 508, FF.____, in die Schweiz gereist seien, 

um sich hier während einigen Stunden aufzuhalten, dabei eine noch unbestimmte Anzahl, 

mindestens jedoch einen (Einbruch-)Diebstahl zu begehen, daraufhin die Schweiz wieder zu 

verlassen und das Deliktsgut bzw. den damit erzielten Erlös unter sich aufzuteilen. Gestützt 

auf diese Vereinbarung seien der Beschuldigte, teilweise mit E.____, teilweise überdies mit 

einem weiteren unbekannten Mittäter zwischen dem 11. November 2016 und dem 2. Septem-

ber 2017, mehrfach mit dem Fahrzeug des Beschuldigten, dem VW Sharan und den wie vor-

genannt von den Mittätern benutzten Fahrzeugen in die Schweiz eingereist, wobei sie verein-

barungsgemäss Flach-/Brechwerkzeuge, Taschenlampen, eventualiter andere Gegenstände 

zur Begehung der verabredeten (Einbruch-)Diebstähle mitgeführt hätten, und in der Folge die 

einzelnen Taten als Bande begangen hätten (vgl. Anklageschrift vom 2. Mai 2018, act. S 25-

27). 

 

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1.2 Das Strafgericht wertete die Bestreitungen des Beschuldigten, welcher immer wieder 

von einer Manipulation der Beweise und einer Zusammenarbeit zwischen dem «Schwerkrimi-

nellen» mit zwei Polizisten gesprochen habe, als unglaubhaft. In tatsächlicher Hinsicht erach-

tete das Strafgericht die allgemeine Beweis- und Indizienanlage als für den Beschuldigten 

äusserst belastend. Gegen eine mögliche Täterschaft des Beschuldigten sprächen einzig 

seine finanziellen Verhältnisse, welche zur Befriedigung des familiären Bedarfs ausreichten, 

was jedoch nur ein schwaches Indiz darstelle. Für die Täterschaft des Beschuldigten spreche 

demgegenüber, dass an sechs Tatorten (Fälle 1, 5, 7, 9, 10 und 11) seine DNA gefunden 

worden sei. Hinzu kämen die in den Fällen 1, 11, 12, 14 und 15 festgestellten Einreisen von 

Fahrzeugen des Beschuldigten (VW Sharan und VW Touran) in die Schweiz und die sich in 

den Fällen 2 bis 5 aus der Auswertung des Mobiltelefons ergebende Anwesenheit des Be-

schuldigten in der Schweiz. Der Beschuldigte habe sich darüber hinaus gemäss den Telefon-

auswertungen im gesamten Zeitraum der Fälle 1 bis 13 regelmässig in der Schweiz aufgehal-

ten. E.____ habe sich zu den Tatzeitpunkten der Fälle 2 bis 13 in Haft befunden, so dass er 

als Täter ausscheide. Schliesslich sei generell gestützt auf die festgestellten Grenzübertritte 

der Fahrzeuge des Beschuldigten und dessen Mobiltelefonauswertung auf weitere zahlreiche 

Aufenthalte desselben in der Schweiz zu schliessen. Es sei angesichts des bei den Grenz-

übertritten gezeigten Verhaltens teilweise auf Vorausfahrten und somit auf konspirative Ab-

sichten zu schliessen. Die mehrfach im Verbund mit anderen Fahrzeugen erfolgten Grenz-

übertritte liessen auf weitere Tatbeteiligte schliessen. Ein Begleitfahrzeug (Ford KA) ent-

stamme einer undurchsichtigen, möglicherweise illegalen Herkunft. Das andere Begleitfahr-

zeug (Mercedes) sei von E.____ angemietet gewesen, zu dem der Beschuldigte einen engen 

Kontakt gepflegt habe. Die DNA von E.____ sei in den Fällen 14 und 15 an den Tatorten 

festgestellt worden. Sowohl der Beschuldigte als auch E.____ seien einschlägig vorbestraft, 

der Beschuldigte gar mehrfach. Das Aussageverhalten des Beschuldigte falle insbesondere 

hinsichtlich seines Verhältnisses zu E.____ als widersprüchlich, taktisch und nicht nachvoll-

ziehbar auf. Gleiches gelte für das Aussageverhalten des Beschuldigten hinsichtlich seiner 

Aufenthalte in der Schweiz, seiner zeitlichen Verfügbarkeit, der Benutzung seiner Fahrzeuge 

und seiner Aussagen zu seinem Alias H.____ und insbesondere bezüglich seiner nicht nach-

vollziehbaren «Verschwörungstheorie» hinsichtlich der gefundenen DNA-Spuren. Die Identität 

des Beschuldigten trage konspirative Züge, seine finanziellen Verhältnisse erschienen als 

nicht schlecht, jedoch gesamthaft undurchsichtig, und der Beschuldigte habe aufgrund seiner 

vorgesehenen geschäftlichen Expansion des Lebensmittelladens einen Geldbedarf und damit 

auch ein deutliches Motiv aufgewiesen (vgl. S. 4-26 des angefochtenen Urteils). Im Einzelnen 

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sah die Vorinstanz den angeklagten Sachverhalt in allen 15 Einzelfällen als erstellt an (vgl. S. 

27-32 des angefochtenen Urteils). 

 

In rechtlicher Hinsicht erachtete das Strafgericht in den Fällen 1, 2, 3, 5, 6, 7, 13, 14, und 15 

den Tatbestand des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB als mehrfach und hinsichtlich 

einer Deliktssumme von CHF 68'255.60 erfüllt. In den Fällen 4, 8, und 10 wertete die Vor-

instanz das Handeln des Beschuldigten als Versuch. Als Alleintäter habe der Beschuldigte 

zwei vollendete Diebstähle mit einer Deliktssumme von CHF 1'463.80 (Fälle 11 und 12) sowie 

einen Diebstahl (Fall 9) verübt (vgl. S. 32 des angefochtenen Urteils). Zudem habe der Be-

schuldigte über einen Zeitraum von annähernd 10 Monaten 15 Mal und damit im Schnitt einmal 

pro Monat delinquiert, wobei gegen Ende 2016/Anfang 2017 eine gehäufte Deliktsbegehung 

ausgemacht werden könne. Gesamthaft sei eine Deliktssumme von CHF 69'719.40 erzielt 

worden, was annähernd einem Jahreseinkommen des Beschuldigten entspreche und mit Blick 

auf seine Einkünfte als Bauarbeiter als erheblich zu bezeichnen sei, selbst wenn er sich die 

Beute allenfalls mit Mitbeteiligten geteilt habe und der Erlös nicht dem Sachwert entspreche. 

Zweifellos habe der Beschuldigte aus den deliktischen Einkünften den Unterhalt seiner acht-

köpfigen Familie mindestens im Sinne eines Nebeneinkommens mitfinanzieren wollen. Mit der 

Verwendung von mehreren Fahrzeugen, samt deren teilweisen Anmietung in der Schweiz un-

ter Verwendung falscher Identitätspapiere sowie angesichts der zurückgelegten Wegstrecken 

sei ein zeitlich und finanziell erheblicher Aufwand betrieben worden. Damit sei Gewerbsmäs-

sigkeit zu bejahen und die mehrfache Tatbegehung sowie die Versuche gingen in der Qualifi-

kation auf (vgl. S. 33 des angefochtenen Urteils). In den Fällen 13-15 habe der Beschuldigte 

über einen Zeitraum von etwas mehr als vier Monaten drei Diebstähle mit E.____ und einer 

weiteren, unbekannt gebliebenen Person, verübt. Die Verwendung von angemieteten Fahr-

zeugen zur Deliktsbegehung lasse auf eine gewisse Organisationsstruktur schliessen. Ange-

sichts des erzielten Deliktsbetrages und des gezeigten, auch auf die Zukunft gerichteten Vor-

gehens, sei in diesen Fällen zusätzlich von einer bandenmässigen Deliktsbegehung auszuge-

hen (vgl. S. 33 f. des angefochtenen Urteils). In den Fällen 1-8 und 10-15 erachtete das Straf-

gericht zusätzlich den Tatbestand des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB und im Fall 

9 denjenigen des versuchten Hausfriedensbruchs als erfüllt, wobei angesichts des Hausfrie-

densbruchs als unabdingbare Voraussetzung eines Einbruchdiebstahls vom Vorliegen des 

Vorsatzes zweiten Grades auszugehen sei (vgl. S. 34 des angefochtenen Urteils). In sämtli-

chen Fällen erachtete die Vorinstanz ausserdem den Tatbestand der Sachbeschädigung ge-

mäss Art. 144 Abs. 1 StGB, im Fall 15 angesichts des angerichteten grossen Schaden von 

CHF 13'274.40 denjenigen gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB als erfüllt. In den Fällen 9, 11 und 12 

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habe der Beschuldigte allein agiert, in den übrigen Fällen als Mittäter oder mittäterschaftlich 

als Mitglied einer Bande. Soweit der Beschuldigte nicht direkt in die Begehung der Sachbe-

schädigung involviert gewesen sei, müsse er sich die Handlungen seiner Mittäter damit den-

noch anrechnen lassen. Wiederum sei von einem direkten Vorsatz zweiten Grades auszuge-

hen (vgl. S. 34 f. des angefochtenen Urteils). Schliesslich seien weder Rechtfertigungs- noch 

Schuldausschlussgründe ersichtlich. Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl stehe in echter 

Konkurrenz zur mehrfachen, teilweise qualifizierten Sachbeschädigung und aufgrund der un-

terschiedlichen geschützten Rechtsgüter auch zum mehrfachen, teilweise versuchten Haus-

friedensbruch, weshalb der Beschuldigte entsprechend schuldig zu sprechen sei (vgl. S. 35 

des angefochtenen Urteils). 

1.3 Der Beschuldigte hat den Vorhalt gemäss Anklageschrift von Beginn weg bestritten (vgl. 

dazu dessen generelle Angaben, wiedergegeben auf S. 5-7 des angefochtenen Urteils). An-

lässlich der Hauptverhandlung vor Strafgericht betonte der Beschuldigte, dass er «komplett 

unschuldig» und alles von einem kriminellen Albaner und der Polizei «manipuliert» worden sei. 

Dieser Kriminelle habe auch falsche Spuren gelegt, um den Verdacht auf den Beschuldigten 

zu lenken (vgl. Prot. Hauptverhandlung Strafgericht, S. 8 ff.). In seiner Eingabe vom 7. Dezem-

ber 2018 beteuert der Beschuldigte weiterhin seine Unschuld. Es sei alles «manipuliert» wor-

den, weshalb er zu Unrecht ohne Beweise verurteilt worden sei. Das Strafgericht habe die 

angeblichen DNA-Beweise falsch gewürdigt. Auch in seinem handschriftlichen Brief vom 

10. Februar 2019 hält der Beschuldigte an seiner Unschuld fest. Er habe sich nichts zu Schul-

den kommen lassen, vielmehr stecke ein gewisser I.____ dahinter. Zudem hinterfragt der Be-

schuldigte den Beweiswert der an den Tatorten sichergestellten Spuren. In seinem Schreiben 

vom 19. März 2019 schliesslich weist der Beschuldigte abermals auf den «Schwerkriminellen» 

namens I.____ hin, welcher mit zwei Baselbieter Polizisten «zusammenarbeite».  

Die Verteidigerin macht in ihrem Parteivortrag vor Kantonsgericht geltend, das Aussagever-

halten des Beschuldigten dürfe nicht zu dessen Nachteil ausgelegt werden. Dieser habe viel-

mehr aus purer Verzweiflung angesichts seiner Inhaftierung so reagiert (vgl. Plädoyer Vertei-

digung, S. 5 f.). Was zunächst die DNA-Spuren betreffe, so sei die Theorie einer Drittübertra-

gung gar nicht so abwegig, da der Beschuldigte als Inhaber eines Gemüse- und Obstladens 

einer Vielzahl von Personen Zugang zu seinen persönlichen Effekten gewährt habe. Die in 

einzelnen Fällen gefundenen DNA-Spuren dürften ohne weitere Indizien nicht zur einer Verur-

teilung führen und die Theorie einer Drittübertragung oder gar einer gewollten Streuung sei als 

möglich zu betrachten (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 7-10). Hinsichtlich der Identität des Be-

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schuldigten habe die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass die Ausführungen des Beschul-

digten als glaubwürdig erschienen und die verschiedenen Aliasnamen somit nicht zu dessen 

Lasten ausgelegt werden dürften (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 10). Der Beschuldigte verfüge 

zwar über keinen einwandfreien Leumund, die Vorstrafen lägen aber schon viele Jahre zurück 

und dürften nicht zu seinen Lasten ausgelegt werden, zumal er für seine damaligen Taten 

bereits bestraft worden sei. Es würde ausserdem den Grundsatz der Unschuldsvermutung 

verletzen, aufgrund von Vorstrafen auf eine Täterschaft zu schliessen. Hinsichtlich modus ope-

randi oder dergleichen könne auch kein Vergleich zu den früheren Delikten gezogen werden 

(vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 10). Ein eigentliches Deliktsmotiv habe der Beschuldigte nicht, 

da er über ein geregeltes Einkommen verfügt habe. Auch habe sich die finanzielle Situation 

seit 2012/2013 massiv verbessert. Damit spreche dessen Situation eher für denn gegen den 

Beschuldigten (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 11 f.). Was des Weiteren die Möglichkeit zur 

Deliktsbegehung betreffe, so seien die Aussagen des Beschuldigten, er habe im Laden gear-

beitet und sich rund um die Uhr um seine Tochter gekümmert, durchaus glaubhaft. Der Be-

schuldigte habe sechs Kinder, eines davon mit einer Behinderung. Dass er daneben noch 

etwas Zeit gehabt habe, um sich mit E.____ zu treffen und ihm bei der Wagenvermietung zu 

helfen, stelle sicherlich kein Indiz für die Vorwürfe dar (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 12 f.). 

Die Aufenthalte des Beschuldigten in der Schweiz seien auch gemäss dem strafgerichtlichen 

Urteil aus geschäftlichen und familiären Gründen erfolgt. Die Vorinstanz hätte im Zweifel nicht 

auf andere, illegale Gründe für Aufenthalte des Beschuldigten in der Schweiz schliessen dür-

fen (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 13). Was des Weiteren die Aufenthalte des Beschuldigten 

in der Schweiz, die Auswertungen des Mobiltelefons sowie die Überwachung der Grenzüber-

tritte betreffe, so sei zwar korrekt und unbestritten, dass das Handy des Beschuldigten immer 

wieder in der Schweiz eingeloggt gewesen sei. Dies müsse aber nicht bedeuten, dass er auch 

jedes Mal in der Schweiz gewesen sei; auch ein grenznaher Aufenthalt mit Einschaltung sei-

nes Telefons ins Schweizer Netz sei denkbar. Es müssten weitere Indizien vorliegen, welche 

für einen Aufenthalt des Beschuldigten in der Schweiz sprächen. Die Handyauswertungen hät-

ten sich nur teilweise durch die Grenzüberwachungen stützen lassen. In 26 Fällen sei es zu 

einem Einloggen in das Schweizer Netz gekommen, nicht jedoch zu einem Grenzübertritt ge-

mäss Überwachung. Umgekehrt habe es 27 Grenzübertritte gegeben, ohne dass ein Einlog-

gen erfolgt sei. Die Auslegung dieser Ungereimtheiten durch die Vorinstanz dahingehend, 

dass der Beschuldigte in solchen Fällen das Handy ausgeschaltet gehabt habe bzw. nicht mit 

einem der überwachten Fahrzeuge in die Schweiz eingereist sei, gehe wiederum krass zu 

dessen Lasten und sei mit dem Grundsatz in dubio pro reo nicht vereinbar. Die abgebildeten 

Grenzübertritte zeugten zudem insgesamt von massiv schlechter Qualität und der Fahrer sei 

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nicht auf einem einzigen Bild erkennbar. Die Aussagen des Beschuldigten, er habe sein Fahr-

zeug auch an andere Personen ausgeliehen, sei nicht nur glaubhaft, sondern auch durch die 

Akten objektiviert. Im Zweifel habe sich der Beschuldigte somit an den relevanten Daten nicht 

in der Schweiz aufgehalten (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 13-18). Was in einem letzten Punkt 

die Begleitfahrzeuge betreffe, so gebe es keine Verbindung des Beschuldigten zum Perso-

nenwagen BB.____. Hinsichtlich des Personenwagens DD.____ werde eine Begleitung des 

Beschuldigten von E.____ zur Autovermietung nicht bestritten, da am 17. März 2016 ohnehin 

kein Einbruch verübt worden sei. Auch die Ausführungen der Vorinstanz hinsichtlich des 

Peugeot 508 stellten reine Vermutungen dar. Gegen die Annahme der Vorinstanz, der Be-

schuldigte und E.____ hätten zusammen Fahrzeuge gemietet und dann Einbrüche begangen, 

spreche vor allem aber, dass nach der Verhaftung von E.____ weitere Einbrüche begangen 

worden seien. Es sei höchst ungewöhnlich, dass eine Person trotz Verhaftung eines Kompli-

zen weitere Straftaten begehe, dies umso mehr, wenn eine klare Organisation vorhanden ge-

wesen sei. Der Beschuldigte habe auf jeden Fall nie auf seinem Namen Fahrzeuge gemietet 

(vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 18-20). Im Übrigen würden alle Ausführungen der Vorinstanz 

zur Beweislage bestritten und es werde geltend gemacht, dass keine hinreichenden Indizien 

vorlägen, um den Beschuldigten zu verurteilen (vgl. Plädoyer Verteidigung S. 20 f.). Bezug-

nehmend auf die einzelnen angeklagten Fälle erwähnt die Verteidigerin diejenigen Indizien, 

welche ihrer Ansicht nach nicht zwingend auf eine Täterschaft des Beschuldigten schliessen 

liessen. Sie weist abermals darauf hin, dass eine Drittübertragung von DNA-Spuren nicht aus-

geschlossen werden könne. Gerade ein Stein könne in jedermanns Hände sein und Aussen-

glühbirnen seien überall erhältlich, weshalb nicht ausgeschlossen werden könne, dass der 

Beschuldigte unter anderem in einem Laden damit in Berührung gekommen sei. Es sei zudem 

nicht ausgeschlossen, dass mehrere Einbrüche von verschiedenen Täterschaften am selben 

Tag oder Ort begangen würden. Auch die aufgefundenen Schuhspuren seien nicht dem Be-

schuldigten zuzuordnen gewesen. Wo DNA-Spuren nur von E.____ festgestellt worden seien, 

lasse sich von der Handlung der einen Person nicht per se auf die Handlung einer anderen 

Person schliessen (vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 21-26). Zusammenfassend sei der Beschul-

digte somit in allen Fällen vollumfänglich freizusprechen, auf alle Fälle aber in denjenigen Fäl-

len, bei welchen keinerlei Beweise vorlägen. Das Gericht habe dem Umstand Rechnung zu 

tragen, dass derzeit mehrere Tätergruppen unterwegs gewesen seien (vgl. Plädoyer Verteidi-

gung, S. 26). Schliesslich würden die Vorwürfe der Banden- und Gewerbsmässigkeit bestritten 

(vgl. Plädoyer Verteidigung, S. 26-28). 

 

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1.4 Demgegenüber verweist die Staatsanwaltschaft vor Kantonsgericht vollumfänglich auf 

das vorinstanzliche Urteil und beantragt daher eine Abweisung der Berufung (vgl. Prot. Haupt-

verhandlung Kantonsgericht, S. 5). 

 

1.5.1 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urtei-

lende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus dem gesamten Verfahren ge-

wonnenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber zu entschei-

den, ob es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil unabhängig von der 

Anzahl der Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und ohne Rücksicht 

auf die Art des Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Massgebend ist 

allein deren Stichhaltigkeit (CHRISTOF RIEDO/GERHARD FIOLKA/MARCEL ALEXANDER NIGGLI, 

Strafprozessrecht, 2011, Rz. 234; THOMAS HOFER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, 

Art. 10 N 41 ff.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist gemäss der aus Art. 32 

Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) fliessen-

den und in Art. 6 Ziff. 2 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten 

(EMRK, SR 0.101) verankerten Maxime "in dubio pro reo" bis zum gesetzlichen Nachweis der 

Schuld zu vermuten, dass der wegen einer strafbaren Handlung Beschuldigte unschuldig ist. 

Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Exis-

tenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei 

objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Be-

weiswürdigungsregel ist verletzt, wenn der Strafrichter an der Schuld des Beschuldigten hätte 

zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil 

solche immer möglich sind und absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich 

um erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich 

nach der objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 124 IV 87, Erw. 2a; mit Verweis auf BGE 120 

Ia 31). Dem Sachgericht steht im Bereich der Beweiswürdigung ein erheblicher Ermessens-

spielraum zu (BGE 134 IV 132, Erw. 4.2; BGE 129 IV 6, Erw. 6.1). 

 

Auch indirekte, mittelbare Beweise, sog. Anzeichen oder Indizien, können einen für die Be-

weisführung bedeutsamen Schluss erlauben. Indizien sind Tatsachen, die einen Schluss auf 

eine andere, unmittelbar erhebliche Tatsache zulassen. Beim Indizienbeweis wird vermutet, 

dass eine nicht bewiesene Tatsache gegeben ist, weil sich diese Schlussfolgerung aus bewie-

senen Tatsachen (Indizien) nach der Lebenserfahrung aufdrängt. Der Indizienbeweis ist dem 

direkten Beweis gleichwertig. Da ein Indiz jedoch immer nur mit einer gewissen Wahrschein-

lichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hinweist, lässt es, einzeln betrachtet, die Möglichkeit 

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des Andersseins offen. Es ist jedoch zulässig, aus der Gesamtheit der verschiedenen Indizien, 

welche je für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine be-

stimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offen lassen, auf den vollen 

rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter zu schliessen (BGer 6B_890/2009 vom 22. April 

2010 Erw. 6.1; 6B_332/2009 vom 4. August 2009 Erw. 2.3 mit Hinweisen).  

 

1.5.2 Das Kantonsgericht schliesst sich in tatsächlicher Hinsicht dem seitens der Vorinstanz 

gezogenen Zwischenfazit hinsichtlich der allgemeinen Beweis- und Indizienlage auf S. 4-26 

des angefochtenen Urteils grundsätzlich an. Es kann insofern darauf verwiesen werden. Trotz 

Bestreitens seitens des Beschuldigten liegen daher auch für das Kantonsgericht genügende 

Indizien bzw. Beweise für dessen Täterschaft vor. Ausgangspunkt im Sinne eines Schlüssel-

beweises stellen unzweifelhaft die dem Beschuldigten zuzuordnenden DNA-Spuren dar. 

Nachdem der Beschuldigte durch seine Verteidigerin von der als Schutzbehauptung zu wer-

tenden Version einer bewussten Manipulation der Spuren Abstand genommen hat, ist hinsicht-

lich dessen weiterer Argumentation, seine DNA könne unbemerkt durch eine Drittperson an 

den Tatort gelangt sein, zu bemerken, dass ein solches Phänomen technisch (vgl. dazu den 

Bericht des IRM der Universität Basel, Abteilung Forensik, act. 1541 ff.) und allenfalls im Sinne 

eines einmaligen Zufalls denkbar wäre. Von einem Zufall kann jedoch dann nicht mehr die 

Rede sein, wenn DNA-Spuren des Beschuldigten in gehäufter Form an verschiedenen Tator-

ten vorliegen. Ebenso wenig gelingt es der Verteidigung, konkrete Einwendungen gegen die 

aufgefundenen DNA-Spuren in den Einzelfällen vorzubringen. Hier gilt es, keine isolierte Be-

trachtung des Einzelfalles vorzunehmen, sondern sämtliche DNA-Spuren und weiteren Indi-

zien, wozu insbesondere auch die unbestrittene enge Verbindung zu E.____, die Ergebnisse 

der Telefonauswertung, der modus operandi sowie die örtliche und zeitliche Nähe gehören, in 

einem Gesamtzusammenhang zu betrachten. Entgegen der Auffassung der Verteidigung ist 

es mit Blick auf die in einer Serie verübten Einbrüche gerade als gerichtsnotorisch, dass Ein-

brecher ganze Strassen und Quartiere auskundschaften und bei einer Eignung gleich mehr-

fach zuschlagen, damit sich die Tour auch «lohnt». Des Weiteren hat der Beschuldigte seine 

Aussagen auch immer wieder angepasst, insbesondere was die Verbindung zu E.____ betrifft. 

Er legte insofern ein widersprüchliches und taktisches Aussageverhalten an den Tag, was klar 

gegen seine Glaubwürdigkeit spricht. Einzig hinsichtlich des Deliktsmotivs folgt das Kantons-

gericht dem Strafgericht nicht: Die aktuellen persönlichen Verhältnisse berücksichtigend ist zu 

Gunsten des Beschuldigten nicht davon auszugehen, dass er vor einer geschäftlichen Expan-

sion stand und «schnell verdientes Geld» daher «immer willkommen» gewesen sei. Jedenfalls 

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gehen solche beruflichen Pläne nicht aus den Depositionen des Beschuldigten zu seiner Per-

son hervor. Auch die Grenzübertritte des Beschuldigten bilden kein besonders starkes Indiz, 

verfügt der Beschuldigte doch nachweislich über Verwandte in der Schweiz, welche er regel-

mässig besucht. Hinzu kommt, dass die Grenzen nicht immer überwacht sind, weshalb gerade 

kein entlastendes Element vorliegt, wenn keine Beobachtung des Beschuldigten beim Grenz-

übertritt vorliegt. Richtig hat die Vorinstanz betreffend die Verwendung von Aliasnamen ein 

opportunistisches Verhalten des Beschuldigten ausgemacht, wobei jedoch mit Blick auf die 

Akten auch in diesem Punkt einschränkend zu Gunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen 

ist, dass dieser laut Bestätigung von Interpol Belgrad (act. 1407) legitimiert war, einen Teil 

seiner Namen wegen der Gefahr der Blutrache zu ändern. Zusammenfassend gelangt somit 

das Kantonsgericht zum klaren Schluss, dass bereits schon die allgemeine Indizienlage für 

eine Täterschaft des Beschuldigten spricht. In denjenigen Fällen, in denen der Beschuldigte 

nicht anhand einer DNA-Spur der Täterschaft überführt ist, mithin weniger deutliche Indizien 

vorliegen, kann ohne Weiteres aufgrund des örtlichen oder räumlichen Konnexes zu anderen 

Fällen bzw. aufgrund der engen Verbindung zu E.____ auf die Täterschaft des Beschuldigten 

geschlossen werden (vgl. dazu nachfolgend in den Einzelfällen). Zweifel an der Täterschaft 

des Beschuldigten sind somit allerhöchstens theoretischer Natur und daher nicht geeignet, 

den Beschuldigten in irgendeiner Form zu entlasten.  

 

Was die Einzelfälle angeht, so kann ebenso grundsätzlich den tatsächlichen Feststellungen 

der Vorinstanz auf S. 27-32 des angefochtenen Urteils gefolgt werden. Demnach liegt im Fall 

1 als klares Indiz eine DNA-Spur des Beschuldigten vor, was gemäss dem Bericht des Univer-

sitätsspitals Genf, Abteilung forensische Genetik, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:10.3 Mio. 

für den Beschuldigten als Spurengeber spricht (vgl. act. 2247 f.). Eher ein vages Indiz sind die 

Beobachtungen des Grenzwachtkorps. Die drei Schuhspuren sodann konnten nicht dem Be-

schuldigten zugeordnet werden. Betreffend die Fälle 2 bis 5 ist mit der Vorinstanz festzustellen, 

dass die in den Fällen 2, 3 und 5 aufgefundenen Schuhspuren nicht dem Beschuldigten zu-

ordenbar sind, aber eine mustermässige Übereinstimmung derselben vorliegt, was wiederum 

für dieselbe Täterschaft spricht. Angesichts dieses Zusammenhangs darf von der DNA-Spur 

des Beschuldigten im Fall 5 als klares Indiz auf die Täterschaft des Beschuldigten in den übri-

gen Fällen 2 bis 4 geschlossen werden. Hinzu kommen die bereits erwähnte zeitliche und 

örtliche Nähe (jeweils in einem ländlichen Einzugsgebiet) der einzelnen Fälle. Es liegen somit 

zusammenfassend sehr viele gegen den Beschuldigten sprechende Indizien vor, weshalb die 

vom Beschuldigten hervorgebrachte Version, es könnte jemand, dem er sein Fahrzeug gelie-

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hen habe, Täter sein, nicht gehört werden kann. Hinsichtlich der Fälle 6 bis 8 ist mit der Vo-

rinstanz zu konstatieren, dass die aufgefundenen Schuhspuren an den Tatorten wiederum 

nicht dem Beschuldigten zuordenbar sind, aber eine Musterübereinstimmung vorliegt, welche 

wiederum für dieselbe Täterschaft spricht. Zudem besteht eine zeitliche und örtliche Nähe zwi-

schen den Fällen. Ausgehend vom Fall 7, in welchem als stärkstes Indiz eine weitere DNA-

Spur des Beschuldigten ab einem Unkrautkratzer, mit welchem eine Geldkassette aufgebro-

chen worden war, gesichert werden konnte, und dem zeitlichen sowie teilweise örtlichen Kon-

nex zu den Fällen 6 und 8 sind auch diese drei Fälle dem Beschuldigten zuzuordnen. Im Fall 

9 liegt ebenfalls eine DNA-Spur des Beschuldigten vor. Die Vorgehensweise, nämlich das 

Werfen eines Steins in das Fenster der Sitzplatztüre, unterscheidet sich nicht wesentlich von 

derjenigen im Fall 7. Des Weiteren befindet sich der Tatort auch hier in einer ländlichen Ge-

gend. Angesichts der aufgefundenen DNA-Mischspur ist von mehreren Tätern auszugehen. 

Diese wurden vorliegend bei ihrem Vorhaben durch die Bewohner gestört und flüchteten da-

raufhin. Sodann ist betreffend Fall 10 festzustellen, dass wieder eine DNA-Spur des Beschul-

digten, hier ab einer ausgedrehten Glühbirne, sichergestellt worden ist. Wiederum liegt bei der 

Tatausübung ein analoges Vorgehen wie beim Wurf mit dem Stein im Fall 9 vor. Im Gesamt-

zusammenhang mit weiteren Fällen besteht zwar kein Konnex. Aber die DNA-Spur weist doch 

– wie bereits erwähnt – eine Wahrscheinlichkeit von 1:10.3 Mio. für den Beschuldigten als 

Spurengeber auf. Selbst wenn der Einwand des Beschuldigten zutreffen würde, dass er just 

die besagte Glühbirne bereits in einem Baumarkt angefasst haben soll, dann müsste sich da-

rauf ein Mischprofil befinden, was aber nicht der Fall ist. Hinsichtlich der Fälle 11 und 12 spre-

chen wiederum genügend Indizien für eine Täterschaft des Beschuldigten. Dazu gehört auch 

der modus operandi, nämlich das Beschädigen der Balkontüren, sowie die zeitliche und örtli-

che Nähe. Schliesslich ist festzustellen, dass der Tatort in J.____ nur 14 km von K.____ (Fall 

9) entfernt liegt. Auch im Fall 13 liegen genügend Indizien vor, wie das Strafgericht richtig 

festgestellt hat. Es gibt zudem eine Verbindung zu E.____ angesichts dessen DNA-Spur ab 

einem Schraubendreher und der Zeuge L.____ konnte sehr detailliert und glaubhaft Auskunft 

über seine Beobachtung der Täterschaft, deren Fahrzeug und deren Verhalten geben (vgl. 

act. 2381 f.). Im Fall 14 stellt sich die Beweislage angesichts der DNA-Spur von E.____ sowie 

dessen Verbindung zum Beschuldigten fast ebenso erdrückend wie im vorherigen Fall dar. 

Hinzu kommt der festgestellte gleiche modus operandi wie in den übrigen Fällen, nämlich der 

Zugang vom Wintergarten bzw. Garten aus. Die Erklärungen des Beschuldigten hierzu vermö-

gen nicht zu überzeugen. Schliesslich zeigt der Fall 15 auf, dass die Täterschaft offenbar mit 

mehreren Fahrzeugen operiert hat. Es liegen mit der DNA-Spur von E.____, dessen Verbin-

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Seite 18  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dung zum Beschuldigten, den Beobachtungen der Anwohner sowie der GPS-Auswertung ei-

nes der fraglichen Fahrzeuge wiederum genügend Indizien vor, welche klar für eine Täter-

schaft des Beschuldigten sprechen. Die Erklärungen des Beschuldigten demgegenüber wir-

ken mit Blick auf die Indizienlage absolut unglaubhaft.  

 

Zusammenfassend zeigt sich somit in allen vorgenannten Fällen, dass der angeklagte Sach-

verhalt angesichts der vorliegenden Beweise und Indizien als erstellt zu erachten und von der 

Täterschaft des Beschuldigten in allen 15 Anklagefällen auszugehen ist.  

 

1.5.3 In rechtlicher Hinsicht kann zunächst betreffend den Grundtatbestand des Diebstahls 

gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, den gewerbsmässigen Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 StGB, 

den bandenmässigen Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 3 StGB, den Tatbestand des Hausfrie-

densbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie die mehrfache, teilweise qualifizierte Sachbeschädi-

gung gemäss Art. 144 Abs. 1 und Abs. 3 StGB auf die dogmatischen Ausführungen der Vor-

instanz auf S. 32-35 des angefochtenen Urteils verwiesen werden.  

 

Ebenso ist der Subsumtion der Vorinstanz an genannter Stelle vollumfänglich zu folgen, dem-

nach in den Fällen 1, 2, 3, 5, 6, 7, 13, 14, und 15 von mittäterschaftlich begangenem Diebstahl, 

in den Fällen 4, 8 und 10 von entsprechenden Diebstahlsversuchen (Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB), in den Fällen 11 und 12 von alleintäterschaftlich begangenem Diebstahl 

und im Fall 9 von einem entsprechenden Diebstahlsversuch auszugehen (vgl. auch S. 32 des 

angefochtenen Urteils).  

 

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt im Begriff des berufsmässigen Handelns 

der Ansatzpunkt für die Umschreibung der Gewerbsmässigkeit. Der Täter handelt berufsmäs-

sig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus 

der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestreb-

ten und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes 

ausübt. Wesentlich für die Annahme der Gewerbsmässigkeit ist, dass sich der Täter, wie aus 

den gesamten Umständen geschlossen werden muss, darauf eingerichtet hat, durch delikti-

sche Handlungen Einkünfte zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finan-

zierung seiner Lebensgestaltung darstellen (BGer 6B_333/2018 vom 23. April 2019, Erw. 

2.3.1, unter Verweis auf 6B_290/2016 vom 15. August 2016, Erw. 1.2; 6B_550/2016 vom 10. 

August 2016, E. 2.3). Dabei genügt eine nebenberufliche deliktische Tätigkeit (vgl. BGE 123 

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IV 117, 71 IV 85, 115).  Einbruchdiebstählen immanent ist, dass die Täterschaft vor dem Dieb-

stahl noch nicht genau weiss, wie hoch ihre Beute sein wird. Sie stellt sich aber auf einen nach 

oben offenen Betrag ein, womit auch der entsprechende Vorsatz begründet wird. Im vorlie-

genden Fall stützt sich der Deliktsbetrag in erster Linie auf die Angaben der Geschädigten. 

Auch wenn diese Angaben ungesichert sind, wurde die Schwelle zur Gewerbsmässigkeit in 

jedem Fall überschritten, wenn sie auch eher im unteren Bereich anzusiedeln ist. Die Delikts-

summe beläuft sich somit auf CHF 68'237.60; bei den im strafgerichtlichen Urteil angegebenen 

CHF 69'719.40 dürfte es sich um einen Rechnungsfehler handeln. Unter weiterer Berücksich-

tigung der im Zeitraum von 10 Monaten begangenen 15 Delikte (somit mindestens einmal pro 

Monat), des doch erheblichen zeitlichen und finanziellen Aufwands, welchen die Täterschaft 

zur Begehung dieser Delikte betrieben hat sowie der nicht unerheblichen Einkünfte, die der 

Beschuldigte durch diese Delikte zumindest im Sinne eines Nebeneinkommens erzielt haben 

dürfte, ist das Qualifikationsmerkmal der Gewebsmässigkeit unter Berücksichtigung der Erfor-

dernisse gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung fraglos zu bejahen (vgl. auch S. 33 

des angefochtenen Urteils). Da gerichtsnotorisch auf dem Schwarzmarkt kein allzu hoher Erlös 

beim Verkauf von Deliktsbeute zu erwarten ist und wohl zudem eine Aufteilung unter den Mit-

tätern stattgefunden hat, ist von einer Gewerbsmässigkeit an der unteren Grenze auszugehen, 

was beim Verschulden, d.h. im Rahmen der Strafzumessung zu berücksichtigen sein wird (vgl. 

Erw. 2.3).  

 

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist sodann Bandenmässigkeit gegeben, wenn 

zwei oder mehrere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen zu-

sammenfinden, inskünftig zur Verübung mehrerer selbständiger, im Einzelnen möglicherweise 

noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwirken (BGE 122 IV 265, Erw. 2b mit Hinweisen). 

Es macht hierbei keinen Unterschied, ob zwei oder mehr Täter vorhanden sind; entscheidend 

ist einzig der ausdrücklich oder konkludent manifestierte Wille, inskünftig zur Verübung meh-

rerer selbständiger, im Einzelnen noch unbestimmter Straftaten zusammenzuwirken, und die-

ser Zusammenschluss (auch nur zweier Personen) ist es, der den einzelnen psychisch und 

physisch stärkt, ihn deshalb besonders gefährlich macht und die Begehung von weiteren sol-

chen Straftaten voraussehen lässt (vgl. BGE 124 IV 86 S. 88 f., unter Verweis auf BGE 83 IV 

142, Erw. 5; BGE 78 IV 227 S. 233, Erw. 2 mit Hinweis; bestätigt in BGE 135 IV 158). Wie das 

Strafgericht, so bejaht auch das Kantonsgericht vorliegend diesen weiteren Qualifikations-

grund nur hinsichtlich der Fälle 13 bis 15, in welchen eine gemeinsame Tatbegehung zusam-

men mit E.____ und einer weiteren, unbekannt gebliebenen Person nachgewiesen ist. Wäh-

rend eines Zeitraums von über vier Monaten verübten die Täter im Rahmen einer gewissen 

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Organisationsstruktur (Mieten bzw. Zurverfügungstellung von Fahrzeugen) hinsichtlich eines 

Deliktsbetrags von rund CHF 42'928.00 sowie eines erkennbaren, auf die Zukunft ausgerich-

teten Verhaltens die Diebstähle gemäss den Anklagefällen 13 bis 15. Hinsichtlich des Vorsat-

zes ist zu ergänzen, dass – wie bereits mehrfach erwähnt – eine sehr enge persönliche Ver-

bindung zwischen dem Beschuldigten und E.____ bestand, welche wiederum die eigentliche 

Basis für die gemeinsame Delinquenz gebildet haben dürfte. Demgegenüber hat die Vor-         

instanz völlig zu Recht in Anwendung des Grundsatzes «in dubio pro reo» in den Fällen 1 bis 

8 und 10 die Kriterien der Bandenmässigkeit als nicht erstellt erachtet (vgl. auch S. 33 f. des 

angefochtenen Urteils).  

 

Ebenso ist der rechtlichen Würdigung der Vorinstanz zu folgen, wonach der Beschuldigte in 

den Fällen 1 bis 8 und 10 bis 15 zusätzlich den Tatbestand des vollendeten Hausfriedens-

bruchs und im Fall 9 des versuchten Hausfriedensbruchs begangen hat, und zwar mit einem 

Vorsatz zweiten Grades (vgl. S. 34 des angefochtenen Urteils). Bei Mittäterschaft, wie sie vor-

liegend anzunehmen ist, ist insofern irrelevant, ob der Beschuldigte selbst das Haus betreten 

hat, hat sich doch ein Mittäter alle Tathandlungen der übrigen Mittäter anrechnen zu lassen, 

welche dem gemeinsamen Tatplan entsprechen (vgl. BGer 6B_838/2014 vom 5. Mai 2014, 

Erw. 4.2, 6.2). Dasselbe gilt hinsichtlich der Ausführungen des Strafgerichts zum Tatbestand 

der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, welcher, teils allein, teils mittäterschaft-

lich begangen, zusätzlich in allen 15 Anklagefällen vorliegt, wobei im Fall 15 angesichts des 

grossen Schadens von CHF 13'274.40 gar eine qualifizierte Sachbeschädigung gemäss 

Art. 144 Abs. 3 StGB zu bejahen ist. Insgesamt ist von einem Sachschaden von CHF 

38'817.05 auszugehen, wobei der Beschuldigte mindestens eventualvorsätzlich gehandelt hat, 

was sich beispielsweis darin zeigt, dass im Fall 15 ein Tresor mit einem Gewicht von über 100 

kg blindwütig die Treppe hinuntergeschleift worden ist (vgl. auch S. 34 f. des angefochtenen 

Urteils). Auch wenn die Verteidigung die Schadenshöhe anzweifelt (vgl. Plädoyer Verteidi-

gung, S. 26), zeigt ein Blick in die Akten, dass die jeweiligen Versicherungen der Geschädigten 

die Rechnungen in der jeweils geltend gemachten Schadenshöhe anstandslos beglichen ha-

ben. Es ist daher von der Richtigkeit der Schadenshöhe, so wie sie angeklagt wurde, auszu-

gehen.  

 

Schliesslich sind die Ausführungen der Vorinstanz zu den fehlenden Rechtfertigungs- und 

Schuldausschlussgründen sowie zu den Konkurrenzen (vgl. S. 35 des angefochtenen Urteils) 

in jeder Hinsicht zu bestätigen. Einbruchdiebstähle zeichnen sich gerade durch die Kombina-

tion von Diebstahl, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung aus. 

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1.5.4 Zusammenfassend zeigt sich somit, dass die Vorinstanz weder den Sachverhalt unrich-

tig festgestellt noch die Beweise fehlerhaft gewürdigt hat. Die Berufung des Beschuldigten 

hinsichtlich der vorinstanzlichen Schuldsprüche erweist sich als unbegründet, weshalb sie ab-

zuweisen ist. Insofern die Verteidigung im Berufungsverfahren einen Antrag auf Entschädi-

gung für die erlittene Haft stellt, ist festzustellen, dass im vorliegenden Fall kein entsprechen-

der Anspruch besteht (vgl. Art. 429 Abs. lit. c StPO). 

 

2. Strafzumessung 

2.1 Das Strafgericht verurteilte den Beschuldigten wegen gewerbs- und teilweise banden-

mässigen Diebstahls, mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs sowie mehrfa-

cher, teilweise qualifizierter Sachbeschädigung zu einer Freiheitsstrafe von 3 ¾ Jahren, unter 

Anrechnung der seit dem 13. September 2017 ausgestandenen Untersuchungs- und Sicher-

heitshaft von insgesamt 379 Tagen. Es ging hinsichtlich des Strafrahmens und der Strafart 

beim bandenmässigen Diebstahl vom schwersten Delikt aus und begrenzte unter Berücksich-

tigung der weiteren Delikte den Strafrahmen auf 1 Jahr Freiheitsstrafe bis zu 10 Jahren Frei-

heitsstrafe. Dabei sei die Freiheitsstrafe als Strafart vorgegeben. Infolge der Tat- und Delikts-

mehrheit sei die Strafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB zu schärfen (vgl. S. 35 f. des angefochtenen 

Urteils). Unter den objektiven Tatkomponenten hielt die Vorinstanz fest, dass der Beschuldigte 

über 10 Monate lange delinquiert und dabei 15 Delikte mit einem Deliktsbetrag von annähernd 

CHF 70'000.00 begangen habe, was erheblich sei. Da es vom Zufall abhänge, auf welche 

Beute die Einbrecher stiessen, wirkten sich auch die versuchten Diebstähle nur marginal zu 

Gunsten des Beschuldigten aus. Der angerichtete Schaden von rund CHF 36'100.00 sei eben-

falls erheblich, ebenso der mit rund CHF 13’270.00 am unteren Rand der Qualifikation lie-

gende Sachschaden. Gesamthaft sei die Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 

Rechtsguts im Vergleich zu anderen vorstellbaren Tatausführungen noch nicht als mittel-

schwer zu bewerten. Unter dem Aspekt der Verwerflichkeit des Handelns wirke sich schwer 

zu Lasten des Beschuldigten aus, dass alle Einbrüche Wohnliegenschaften beträfen. Die Mög-

lichkeit einer Konfrontation mit den Hausbewohnern sei schwer zu Lasten des Beschuldigten 

zu gewichten. In Bezug auf den bandenmässigen Diebstahl werde mit dem Anmieten oder der 

Verwendung eines Autos mit Schweizer Kennzeichen ein Organisationsgrad erreicht, der über 

das Mindestmass hinausgehe. Das Zurücklassen bzw. Abschalten der Mobiltelefone am Tat-

tag sowie die teilweise speziell vorgenommene Sicherung der Flucht durch Versperren der 

Eingangstüren lasse zudem auf ein relativ professionelles Vorgehen und damit eine hohe kri-

minelle Energie schliessen. Angesichts des Alters des Beschuldigten und dessen einschlägi-

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gen Erfahrungen sei dessen Rang innerhalb der Bande nicht auf der untersten Stufe anzusie-

deln (vgl. S. 36 des angefochtenen Urteils). Unter den subjektiven Tatkomponenten sei die 

direktvorsätzliche Tatbegehung als neutral zu gewichten. Dass der Beschuldigte für die De-

liktsbegehung extra in die Schweiz eingereist sei, gehe leicht zu dessen Lasten; er sei jedoch 

nicht ein klassischer Kriminaltourist, zumal er im grenznahen Ausland wohne und hier wie dort 

auch legalen Geschäften nachgegangen sei und in der Schweiz Familienangehörige aufge-

sucht habe. Doch er habe sein Tun nach der ersten Deliktsbegehung trotz der Verhaftung 

seines Komplizen E.____ fortgeführt, was sich in mittlerem Ausmass negativ auswirke. Ange-

sichts des monatlichen Überschusses von EUR 4'500.00 sei der Beschuldigte eigentlich nicht 

auf die Deliktsbegehung angewiesen gewesen, was zu seinen Ungunsten zu berücksichtigen 

sei. Gesamthaft seien die subjektiven Tatkomponenten mittelgradig zu Lasten des Beschul-

digten zu gewichten. In einem gedanklichen Zwischenschritt werde eine Einsatzstrafe von 3 

Jahren dem gesamthaft mittelschweren Tatverschulden gerecht (vgl. S. 37 des angefochtenen 

Urteils). Hinsichtlich der Täterkomponenten und der Strafzumessung i.e.S. führte das Strafge-

richt aus, das Vorleben des Beschuldigten falle nicht durch besondere, deliktsrelevante Kom-

ponenten auf, so dass es neutral zu bewerten sei. Zu Lasten des Beschuldigten fielen zwei 

einschlägige Vorstrafen ins Gewicht, wobei die eine Deliktsbegehung knapp 21 Jahre, die an-

dere knapp 5 ½ Jahre zurückliege. Indessen sei der Beschuldigte in Deutschland vergleichs-

weise sehr hart bestraft worden, was ihn aber dennoch nicht davon abgehalten habe, vorlie-

gend zumindest bezüglich der Anzahl der Delikte sogar noch massiver zu delinquieren, so 

dass sich der Rückfall schwer zu Lasten des Beschuldigten auszuwirken habe. Der Beschul-

digte habe die Tatbegehung durchwegs und trotz der in gewissen Fällen erdrückenden Be-

weislage bestritten. Er habe sich jedoch nicht mit dem blossen Bestreiten begnügt, sondern 

eine Verschwörungstheorie geltend gemacht und in deren Rahmen auch die in die Untersu-

chung involvierten Mitarbeiter der Polizei massiv belastet. Dies gelte als Zeichen fehlender 

Einsicht und Reue und falle daher leicht straferhöhend ins Gewicht. Eine besondere Strafemp-

findlichkeit sei nicht auszumachen. Seine familiäre und berufliche Situation habe den Beschul-

digten bisher nicht davon abgehalten, zu delinquieren. Aufgrund der Täterkomponenten sei 

die Einsatzstrafe zu erhöhe. Eine Strafe von 3 ¾ Jahren werde dem weiterhin als mittelschwer 

zu qualifizierenden Verschulden des Beschuldigten gerecht. Auf diese Strafe sei im Umfang 

von 379 Tagen die seit dem 13. September 2017 ausgestandene Untersuchungs- und Sicher-

heitshaft gemäss Art. 51 StGB anzurechnen (vgl. S. 37 f. des angefochtenen Urteils). 

 

2.2 Die Verteidigerin erachtet die seitens der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 

3 ¾ Jahren als viel zu hoch (vgl. Plädoyer der Verteidigung, S. 1). Dies zeige ein Vergleich 

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des vorliegenden Falles mit Entscheiden des Strafgerichts Basel-Landschaft und des Bundes-

gerichts. Es sei wichtig, dass gleich- oder ähnlich gelagerte Fälle auch zu ähnlichen Verurtei-

lungen führten, um so sicherzustellen, dass Entscheidungen nicht von Sympathien abhingen 

(vgl. Plädoyer der Verteidigung, S. 2). Die Tatkomponenten an sich würden nicht bestritten. 

Bestritten werde aber, dass der Beschuldigte relativ professionell vorgegangen sei, was auf 

eine hohe kriminelle Energie schliessen lasse. Das Ausschalten des Mobiltelefons lasse näm-

lich noch nicht auf eine hohe kriminelle Energie schliessen. Das Versperren der Türen sei 

vorliegend nur einmal so praktiziert worden. Inwiefern das Anmieten von Fahrzeugen durch 

E.____ mit den vorgeworfenen Einbrüchen tatsächlich zusammenhänge, sei nicht genügend 

geklärt. Um einen speziellen Organisationsgrad begründen zu können, müssten zudem meh-

rere Faktoren gegeben sein. Auch die Fahrten des Beschuldigten in die Schweiz seien allen-

falls als neutral zu werten, zumal es sich eben nicht um typischen Kriminaltourismus handle 

(vgl. Plädoyer der Verteidigung, S. 3). Die Tatsache, dass der Beschuldigte neben seinem 

Einkommen nicht auf die Deliktsbegehung angewiesen sei, sei ebenfalls neutral und nicht zu 

Lasten des Beschuldigten zu gewichten. Bei den Vorstrafen sei zunächst die 21 Jahre zurück-

liegende Strafe bei der Strafzumessung nicht mehr zu berücksichtigen. Auch die straferhö-

hende Wirkung aufgrund fehlenden Geständnisses und Bestreitens werde bestritten. Dies 

würde dem Recht jedes Beschuldigten widersprechen, keine Aussagen machen und sich nicht 

belasten zu müssen. Das angeblich renitente Verhalten aufgrund der Verschwörungstheorie 

sei ebenso wenig geeignet, eine derartige Straferhöhung zu rechtfertigen; dies sei nichts an-

deres als Ausfluss reiner Verzweiflung und Machtlosigkeit. Schliesslich habe es das Strafge-

richt unterlassen, dem Beschuldigte eine gewisse Strafempfindlichkeit zuzugestehen, zumal 

er für seine Ehefrau und sechs Kinder, davon eines mit Behinderung, zu sorgen habe. Eine 

derart hohe Freiheitsstrafe würde für den in ein familiäres Umfeld eingebetteten Beschuldigten 

eine gewisse Härte darstellen. Angemessen wäre daher eine Freiheitsstrafe von höchstens 2 

½ Jahren (vgl. Plädoyer der Verteidigung, S. 4).  

 

2.3.1 Nach Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. 

Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 

Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Ver-

letzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, 

den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach 

den inneren und äusseren Umständen in der Lage gewesen ist, die Gefährdung oder Verlet-

zung zu vermeiden (Abs. 2). Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraus-

setzungen für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 

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der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der an-

gedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und ist an das gesetzliche Höchstmass 

der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

 

2.3.2 Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ihrem 

eigenen Ermessen festzusetzen. Nach Prüfung der Ausführungen des Strafgerichts zu Straf-

rahmen und Strafart, zu den Tatkomponenten und die Einsatzstrafe sowie zu den Täterkom-

ponenten und die Strafzumessung i.e.S. auf S. 35-38 des angefochtenen Urteils, kann sich 

das Kantonsgericht über weite Strecken den genannten Erwägungen anschliessen.  

 

2.3.3 Was zunächst die Tatkomponenten betrifft, so kann hingegen der Auffassung der Vor-

instanz hinsichtlich des subjektiven Tatverschuldens, wonach der Beschuldigte finanziell ge-

sehen gar nicht auf die Deliktbegehung angewiesen gewesen sei, sondern zwecks Expandie-

rung seines Lebensmittellandens in Frankreich Kapital benötigt habe, und schnell verdientes 

Geld im Übrigen immer willkommen sei, nicht gefolgt werden: Es ist vielmehr davon auszuge-

hen, dass der Beschuldigte mit dem Deliktserlös zumindest teilweise den Lebensunterhalt für 

sich und seine achtköpfige Familie bestreiten wollte und dies in einem gewissen Umfang auch 

tat. Somit ist die Motivlage nicht zusätzlich negativ zu berücksichtigen. Angesichts dessen 

sowie mit Blick auf die eher im unteren Bereich anzusiedelnde qualifizierte Deliktsbegehung 

ist nicht – so das Strafgericht – von einem gesamthaft mittelschweren, sondern von einem 

leichten bis mittelschweren Verschulden auszugehen. Die in dieser Hinsicht nicht nachvoll-

ziehbaren Ausführungen der Vorinstanz zum objektiven Tatverschulden, wonach mit Blick auf 

Deliktsbetrag und Schadenshöhe die Schwere der Verletzung oder Gefährdung des Rechts-

guts «noch nicht als mittelschwer» bewertet werde (vgl. S. 36 des angefochtenen Urteils), das 

Verschulden aber (dennoch) als «gesamthaft mittelschwer» zu bezeichnen sei (vgl. S. 37 des 

angefochtenen Urteils), sind insofern zu korrigieren. Zusätzlich berücksichtigt das Kantonsge-

richt, dass der Beschuldigte zwar einer Begegnung mit den Hausbewohnern teilweise durch 

Flucht aus dem Weg ging, dennoch aber nicht davor zurückschreckte, einen Stein in eine be-

wohnte Liegenschaft zu werfen, was ein gewisses Gefährdungspotential beinhaltete. Auch das 

Tatvorgehen an sich lässt auf eine erhebliche kriminelle Energie des Beschuldigten schlies-

sen. Verschuldenserhöhende oder –mindernde Umstände sind keine auszumachen. Des Wei-

teren ist festzustellen, dass die Vorinstanz zwar einleitend auf eine Strafschärfung gemäss 

Art. 49 Abs. 1 StGB wegen Tat- und Deliktsmehrheit hinweist (vgl. S. 36 des angefochtenen 

Urteils), eine solche aber nachfolgend in der konkreten Strafzumessung nicht vornimmt; in 

diesem Bereich wird die Strafe durch das Kantonsgericht geschärft. In einem gedanklichen 

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Zwischenschritt erachtet das Kantonsgericht eine Einsatzstrafe von 2 Jahren Freiheitsstrafe 

für den banden- und gewerbsmässigen Diebstahl als angemessen. In Berücksichtigung der 

übrigen Delikte, für welche ebenfalls eine Freiheitsstrafe auszusprechen ist, wird diese Ein-

satzstrafe um 8 Monate auf insgesamt 2 Jahre und 8 Monate asperiert.  

 

2.3.4 Bei den Täterkomponenten wird grundsätzlich auf die Ausführungen des Strafgerichts 

auf S. 37 f. des angefochtenen Urteils verwiesen. Was die aktuellen persönlichen Verhältnisse 

des Beschuldigten betrifft, so gibt dieser dazu vor Kantonsgericht befragt an, es habe sich seit 

der Verhandlung vor Strafgericht nichts verändert. Im vorzeitigen Strafvollzug gehe es ihm gut. 

Er arbeite in der Malerei und treibe daneben viel Sport. Mit seiner Familie telefoniere er regel-

mässig und habe im Vollzug mit drei bis vier Leuten näheren Kontakt. Seine Familie habe 

derzeit finanzielle Probleme und eine seiner Töchter sei schwer behindert. Diese könne mo-

mentan keine geeignete Schule besuchen. Die Ehefrau des Beschuldigten sei mit der Situation 

überfordert. Einkünfte aus dem Kosovo habe der Beschuldigte derzeit ebenso wenig. Wenn er 

aus der Haft entlassen werde, werde er entweder wieder beim ehemaligen Arbeitgeber arbei-

ten oder bei einem Kollegen. Danach werde er sein Land im Kosovo verkaufen und später 

wieder einen Laden in Frankreich eröffnen. Der Beschuldigte müsse mit seiner Familie in 

Frankreich bleiben, da er wegen der Gefahr der Blutrache nicht in den Kosovo zurückkehren 

könne (vgl. Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht, S. 2 f.). Nicht gefolgt werden kann hinge-

gen der Erwägung der Vorinstanz, wonach der Beschuldigte in Deutschland zwei einschlägige 

Vorstrafen aufweist: Da die ältere einschlägige Vorstrafe vom 6. Mai 1998 (act. 59) am 2. De-

zember 2003 in Rechtskraft erwachsen ist und in Anwendung von Art. 369 Abs. 1 lit. b StGB 

mit einer Frist von 15 Jahren aus dem Schweizerischen Strafregister zu löschen gewesen 

wäre, darf sie in Anwendung von Art. 369 Abs. 7 StGB dem Beschuldigten nicht mehr entge-

gengehalten werden. Es ist somit vielmehr nur noch von einer einschlägigen Vorstrafe auszu-

gehen. Auch darf sich der Rückfall nach so langer Zeit nicht mehr schwer, sondern nur noch 

mittelschwer auswirken. Ebenso wenig vertritt das Kantonsgericht die Auffassung, dass beim 

Beschuldigten keinerlei Strafempfindlichkeit erkennbar ist, was ein Blick auf die persönlichen, 

vor allem familiären Verhältnisse zeigt. Schliesslich darf bei einem Beschuldigten, welcher das 

Recht hat, die Aussage zu verweigern bzw. den Vorwurf zu bestreiten, nicht straferhöhend 

berücksichtigt werden, dass er keine Einsicht und Reue zeigt. Angesichts dessen bleibt das 

Verschulden des Beschuldigten leicht bis mittelschwer. In Berücksichtigung der insgesamt ver-

schuldenserhöhenden Elemente ist die Strafe um weitere 4 Monate auf eine Freiheitsstrafe 

von schlussendlich 3 Jahren zu erhöhen. 

 

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2.3.5 Ein teilbedingter Vollzug dieser Strafe gemäss Art. 43 StGB ist angesichts der schlechten 

Prognose (vgl. nur Vorstrafen und Vorleben) ausgeschlossen. Die Freiheitsstrafe von 3 Jahren 

ist somit unbedingt auszusprechen. Richtig hat die Vorinstanz in Anwendung von Art. 51 StGB 

die seit dem 13. September 2017 ausgestandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft bis zum 

Urteildatum, d.h. bis zum 27. September 2018, an die Freiheitsstrafe angerechnet. Angesichts 

des Weiterzugs an das Kantonsgericht ist die Haftdauer – einschliesslich der seit dem 4. Feb-

ruar 2019 ausgestandene vorzeitige Strafvollzug von 149 Tagen – bis zum Datum des vorlie-

genden Urteils, d.h. bis zum 3. Juli 2019 zu berücksichtigen, was zu einer Anrechnung von 

insgesamt 509 Tagen Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie 149 Tagen vorzeitigen Straf-

vollzugs, d.h. insgesamt 658 Tagen führt. Auch wenn nicht ausdrücklich gerügt, ist von Amtes 

wegen eine entsprechende Anpassung in Dispositiv-Ziffer 1 vorzunehmen.  

 

2.3.6 Zusammenfassend erweist sich die Berufung des Beschuldigten in diesem Punkt somit 

als teilweise begründet, weshalb sie teilweise gutzuheissen ist. 

 

3. Landesverweisung, Beschlagnahmen, Zivilforderungen und Kosten der Vor-         

instanz  

Da sich im Berufungsverfahren keine Änderung betreffend Schuld- und Freisprüche sowie nur 

eine marginale Reduktion der auszusprechenden Strafe ergeben hat, drängt sich auch keine 

Korrektur in diesen Punkten auf. Insbesondere die Voraussetzungen der obligatorischen Lan-

desverweisung gemäss Art. 66a Abs. 1 lit. d StGB sind fraglos erfüllt. Was des Weiteren im 

Besonderen die im Berufungsverfahren explizit beantragte Herausgabe des Mobiltelefons 

Samsung betrifft, so ist auf Dispositiv-Ziffer 4c) des vorinstanzlichen Urteils zu verweisen, wo-

nach eine Rückgabe desselben an den Beurteilten unter Aufhebung der Beschlagnahme ge-

stützt auf Art. 267 Abs. 1 und Abs. 3 StPO erst nach Rechtskraft des Urteils erfolgt. Die nur 

unwesentliche Änderung des vorinstanzlichen Urteils hat des Weiteren auch keinen Einfluss 

auf die Verteilung der Kosten (vgl. Art. 428 Abs. 2 lit. b StPO). Im Übrigen kann vollumfänglich 

auf die zutreffenden Ausführungen des Strafgerichts auf S. 38-42 sowie auf die Dispositiv-

Ziffern 3-7 des angefochtenen Urteils verwiesen werden. Damit ist die Berufung des Beschul-

digten in Bezug auf diese Punkte ebenfalls abzuweisen. 

 

 

 

 

 

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IV. Kosten des Kantonsgerichts 

1. Ordentliche Kosten 

Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens werden in Anwendung von § 12 Abs. 2 

GebT auf CHF 17‘700.00, beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 17‘500.00 sowie Auslagen 

von CHF 200.00, festgesetzt. Nachdem die Berufung des Beschuldigten zu einem grossen 

Teil abgewiesen worden ist, gehen die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 428 Abs. 1 

StPO im Umfang von 2/3 (= CHF 11‘800.00) zu Lasten des Beschuldigten und im Umfang von 

1/3 (= CHF 5‘900.00) zu Lasten des Staates. 

 

2. Ausserordentliche Kosten 

Der vormalige amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Joachim Lederle, hat mit 

Honorarnote vom 17. Dezember 2018 einen Zeitaufwand von 8 Stunden 20 Minuten zu je CHF 

200.00 zuzüglich Auslagen von CHF 50.00 geltend gemacht. Dieser Aufwand ist mit Blick auf 

die Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO, SGS 178.112) nicht zu beanstanden. 

Somit ist Rechtsanwalt Joachim Lederle ein Honorar von CHF 1'666.65 zuzüglich CHF 50.00 

Auslagen, d.h. insgesamt CHF 1‘716.65 (inkl. Auslagen), zu Lasten der Staatskasse auszu-

richten. 

 

Sodann stellt die aktuelle amtliche Verteidigerin des Beschuldigten, Advokatin Wicky Tzikas, 

mit Honorarnote vom 28. Juni 2019 einen Aufwand von 38 Stunden zu je CHF 250.00 und 

Auslagen von CHF 246.00 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer in Rechnung. Hier hat zunächst 

hinsichtlich des Zeitaufwands für den 1. Juli 2019 eine geringe Kürzung um 3 Stunden zu 

erfolgen, da die Parteiverhandlung an diesem Tag nicht – wie von der Verteidigerin angenom-

men – 5, sondern 2 Stunden gedauert hat. Demgegenüber sind für die Teilnahme an der 

Hauptverhandlung am 3. Juli 2019 2 Stunden hinzuzurechnen, so dass insgesamt ein Stun-

denaufwand von 37 resultiert. In einem letzten Punkt ist der geltend gemachte Stundenansatz 

von CHF 250.00 auf den für amtliche Verteidigungen geltenden von CHF 200.00 herabzuset-

zen (vgl. § 3 Abs. 2 TO). Daraus folgt ein Honorar von CHF 7‘646.00 (inkl. Auslagen) zuzüglich 

7,7% (= CHF 588.75), somit insgesamt CHF 8‘234.75, welches zu Lasten des Staates geht. 

 

Der Beschuldigte ist, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, verpflichtet, dem 

Staat 2/3 der Kosten der amtlichen Verteidigung (= CHF 6‘634.25) zurückzuzahlen und der 

amtlichen Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen 

Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 

 

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Demnach wird erkannt: 

://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 27. September 

2018, auszugsweise lautend: 

 

„1. D.____ wird des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Dieb-

stahls, des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, 

sowie der mehrfachen, teilweise qualifizierten Sachbeschädigung 

schuldig erklärt und verurteilt  

 

zu einer Freiheitsstrafe von 3 ¾ Jahren,  

unter Anrechnung der seit dem 13. September 2017 ausgestande-

nen Untersuchungs- und Sicherheitshaft von insgesamt 379 Tagen,   

 

in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und teilweise Ziff. 3 StGB, 

Art. 144 Abs. 1 und teilweise Abs. 3 StGB, Art. 186 StGB (teilweise 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) sowie Art. 40 StGB, Art. 47 StGB, Art. 49 

Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB.  

 

2. D.____ wird in den Fällen 1 - 8 und 10 von der Anklage des ban-

denmässigen Diebstahls freigesprochen. 

 

3.a) D.____ wird in Anwendung von Art. 66a StGB für die Dauer von 

10 Jahren des Landes verwiesen. 

 

b)   Die Landesverweisung wird im Schengener Informationssystem 

nicht eingetragen. 

 

4.a) Die Beschlagnahme über die beiden Schraubendreher (Fundus 

Nr. G60114) sowie den Tankbeleg (Pos. A4, Fundus-Nr. G58827) 

wird aufgehoben und die Gegenstände werden der Staatsanwalt-

schaft zur Verwendung in dem bei ihr hängigen Verfahren gegen 

E.____ zurückgegeben.  

 

b)   Das am 19. September 2017 beschlagnahmte Bargeld von total 

CHF 415.55, nach teilweiser Umrechnung (Pos. A2 und 3: CHF 

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150.00 und EUR 235.00; Fundus-Nrn. G58828 und G58829), wird 

gemäss Art. 442 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 268 StPO an die Ver-

fahrenskosten angerechnet. 

 

c)  Das am 13. September 2017 beschlagnahmte Mobiltelefon Sam-

sung (Pos. A1, Fundus-Nr. G58826) wird gestützt auf Art. 267 Abs. 

1 und Abs. 3 StPO nach Rechtskraft unter Aufhebung der Beschlag-

nahme dem Beurteilten zurückgegeben. 

 

5.a) Der Beurteilte wird verurteilt, A.____ Schadenersatz in Höhe 

von CHF 5‘339.70 zu bezahlen. 

 

b)   Die unbezifferte Schadenersatzforderung von C.____ wird auf 

den Zivilweg verwiesen (Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO).  

Die Genugtuungsforderung wird abgewiesen. 

 

6. Der Beurteilte trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO die 

Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens 

von CHF 20‘553.00, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts 

von CHF 3‘650.00 und der Gerichtsgebühr von CHF 8‘000.00. 

 

7. Das Honorar des amtlichen Verteidigers Joachim Lederle, Rechts-

anwalt, wird in Höhe von CHF 16‘300.00 genehmigt (Bemühungen 

ab Einsetzung als amtlicher Verteidiger am 26.9.2017 inkl. Ausla-

gen) und zuzüglich des Aufwands für die Teilnahme an der Haupt-

verhandlung und Urteilseröffnung von CHF 1‘800.00 (8 Std. inkl. 

Weg und Nachbesprechung) in der Höhe von total CHF 18‘100.00 

unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung des Beurteilten nach 

Art. 135 Abs. 4 StPO aus der Gerichtskasse entrichtet. 

 

Der Beurteilte ist, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse er-

lauben, verpflichtet, dem Staat die Kosten der amtlichen Verteidi-

gung zurückzuzahlen und der amtlichen Verteidigung die Differenz 

zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu 

erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO).“ 

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Seite 30  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

wird in teilweiser Gutheissung der Berufung des Beschuldigten 

in Ziffer 1 wie folgt geändert bzw. angepasst: 

 

„1. D.____ wird des gewerbs- und teilweise bandenmässigen Dieb-

stahls, des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, 

sowie der mehrfachen, teilweise qualifizierten Sachbeschädigung 

schuldig erklärt und verurteilt  

 

zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren,  

unter Anrechnung der seit dem 13. September 2017 ausgestande-

nen Untersuchungs- und Sicherheitshaft von insgesamt 509 Tagen 

sowie des seit dem 4. Februar 2019 ausgestandenen vorzeitigen 

Strafvollzugs von 149 Tagen,  

 

in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und teilweise Ziff. 3 StGB, 

Art. 144 Abs. 1 und teilweise Abs. 3 StGB, Art. 186 StGB (teilweise 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB) sowie Art. 40 StGB, Art. 47 StGB, Art. 49 

Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB.“ 

 

Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil bestätigt. 

 

 II. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 17‘700.00, 

beinhaltend eine Urteilsgebühr von CHF 17‘500.00 sowie Auslagen 

von CHF 200.00, gehen im Umfang von 2/3 (= CHF 11‘800.00) zu 

Lasten des Beschuldigten und im Umfang von 1/3 (= CHF 5‘900.00) 

zu Lasten des Staates. 

 

Die Kosten des vormaligen amtlichen Verteidigers des Beschuldigten, 

Rechtsanwalt Joachim Lederle, von CHF 1‘716.65 (inkl. Auslagen) 

gehen zu Lasten des Staates. 

 

Die Kosten der amtlichen Verteidigerin des Beschuldigten, Advokatin 

Wicky Tzikas, von CHF 7‘646.00 (inkl. Auslagen) zuzüglich 7,7% 

Mehrwertsteuer (= CHF 588.75), somit insgesamt CHF 8‘234.75, ge-

hen zu Lasten des Staates. 

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Seite 31  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Der Beschuldigte ist, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse er-

lauben, verpflichtet, dem Staat 2/3 der Kosten der amtlichen Verteidi-

gung (= CHF 6‘634.25) zurückzuzahlen und der amtlichen Verteidi-

gung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem 

vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 

 

 

   

 

Vizepräsident 
 
 
 
 
Markus Mattle 

Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
Manuela Illgen 

 

 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

 

 

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