# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0bb096c1-6e8d-5668-a139-79da52d08b84
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-28
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 28.04.2016 745 16 28/110
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_745-16-28-110_2016-04-28.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 28. April 2016 (745 16 28 / 110) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Ergänzungsleistungen 

 

 

Voraussetzungen, unter denen der Eigenmietwert einer leerstehenden Liegenschaft als 

Einnahme anzurechnen ist / Frage, ob Darlehen, welches der Versicherten zur Bestrei-

tung der ungedeckten Lebens- und Pflegekosten gewährt worden ist, bei der Berechnung 

des Vermögens bzw. des Vermögensverzehrs als Schuld zu berücksichtigen ist 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ergänzungsleistungen  
 
 
 
A. Mit Verfügung vom 1. September 2015 sprach die Ausgleichskasse Basel-Landschaft 
der 1921 geborenen A.____ rückwirkend ab Februar 2015 Ergänzungsleistungen (EL) zu ihrer 
Altersrente zu. Am 18. September 2015 annullierte sie diese Verfügung wiedererwägungsweise 
und ersetzte sie durch eine neue Verfügung vom selben Tag. Zur Begründung machte sie gel-
tend, dass der Eintritt der Versicherten ins Alters- und Pflegeheim nicht, wie in der ursprüngli-

 

 
 
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chen Verfügung angenommen, im Februar 2015, sondern erst im Juli 2015 erfolgt sei. Die Neu-
berechnung ergab, dass die Versicherte ab 1. Juli 2015 Anspruch auf monatliche Ergänzungs-
leistungen habe. Die aufgrund der ersten Verfügung zu viel bezogenen Ergänzungsleistungen 
müssten deshalb zurückgefordert werden. Gegen die beiden Verfügungen vom 1. und 18. Sep-
tember 2015 erhob A.____, vertreten durch ihren Sohn B.____, Einsprache bei der Ausgleichs-
kasse. Darin rügte sie im Wesentlichen, dass die privaten Darlehen ihrer Kinder fälschlicher-
weise dem Vermögen und die Zinsen auf diesen Darlehen dem Einkommen zugerechnet wor-
den seien. Zudem seien der Berechnung des EL-Anspruchs zum Teil unzutreffende Steuerzah-
len zugrunde gelegt worden und man sei von zu niedrigen Kosten des Pflegeheims ausgegan-
gen. Mit Entscheid vom 18. Dezember 2015 hiess die Ausgleichskasse die Einsprache der Ver-
sicherten insoweit teilweise gut, als das Darlehen der Kinder aus der Berechnung des EL-
Anspruchs genommen werde. Zudem werde der Verkehrswert der Liegenschaft der Versicher-
ten per 1. Juli 2015 entsprechend der Verkehrswertschätzung der Steuerverwaltung Basel-
Landschaft angepasst. Im Übrigen werde die Einsprache abgewiesen. Die erforderliche Neube-
rechnung des EL-Anspruchs bilde Bestandteil dieses Einspracheentscheids. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch ihren 
Sohn B.____, am 28. Januar 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei der angefochtene Entscheid aufzuhe-
ben und es sei die Streitsache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventua-
liter sei der Entscheid aufzuheben und die Ergänzungsleistungen seien ab Juli 2015 neu zu 
berechnen und festzusetzen. Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, die Darle-
hen ihrer Kinder müssten bei der EL-Berechnung als Schulden angerechnet werden. Weiter sei 
bei den Einnahmen der Eigenmietwert als anrechenbarer Einkommensbestandteil weggefallen, 
als sie ins Alters- und Pflegeheim gezogen sei. Da die Liegenschaft umgehend geräumt und am 
9. Oktober 2015 bereits veräussert worden sei, habe kein Mietertrag anfallen können. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 12. Februar 2016 beantragte die Ausgleichskasse die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Am 29. März 2016 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein. Darin wies sie da-
rauf hin, dass die Ausgleichskasse am 2. Februar 2016 über ihren EL-Anspruch ab Oktober 
2015 neu verfügt habe. Diese neue Verfügung erachte sie als richtig, weshalb sie diese auch 
nicht angefochten habe. Streitig sei demnach lediglich noch ihr EL-Anspruch für die Monate Juli 
2015 bis September 2015. Diesbezüglich halte sie an den in der Beschwerde gestellten 
Rechtsbegehren und an den dort vorgebrachten Argumenten fest. 
 
E. Die Ausgleichskasse beantragte in ihrer Duplik vom 7. April 2016 weiterhin die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

 
 
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1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Al-
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) vom 6. Oktober 2006 auf die Ergän-
zungsleistungen anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 
beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist 
nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Per-
son zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in 
Laufen, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi-
ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde der 
Versicherten vom 28. Januar 2016 ist demnach einzutreten. 
 
2. Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem 
Aufenthalt in der Schweiz, wenn sie eine der Voraussetzungen nach den Art. 4 bis 6 ELG erfül-
len und die gesetzlich anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) die anrechenbaren Einnahmen 
(Art. 11 ELG) übersteigen. Der Differenzbetrag entspricht der jährlichen Ergänzungsleistung 
(Art. 9 Abs. 1 ELG). 
 
3. Strittig ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren einzig noch der Anspruch der Be-
schwerdeführerin auf Ergänzungsleistungen für die Monate Juli 2015 bis September 2015, wo-
bei die vorinstanzliche Berechnung lediglich in zwei Punkten beanstandet wird: Zum einen mo-
niert die Versicherte, dass ihr im fraglichen Zeitraum der Eigenmietwert ihrer Liegenschaft als 
Einnahme angerechnet wird, zum andern macht sie geltend, dass das Darlehen, welches ihre 
Kinder ihr zur Bestreitung der ungedeckten Lebens- und Pflegekosten gewährt haben, bei der 
Berechnung des Vermögens bzw. des Vermögensverzehrs als Schuld zu berücksichtigen sei.  
 
4. Zu prüfen ist demnach als erstes, ob die Ausgleichskasse der Versicherten im hier inte-
ressierenden Zeitraum (Juli bis September 2015) zu Recht den Eigenmietwert ihrer Liegen-
schaft als Einkommen angerechnet hat.  
 
4.1 Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt. Dazu gehören unter 
anderem Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (Art. 11 Abs. 1 lit. b ELG).  
Gemäss Rz. 3433.01 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV) über 
die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL, gültig ab 1.Januar 2011) umfasst der Ertrag 
aus unbeweglichem Vermögen unter anderem den Mietwert der eigenen Wohnung. Bei Perso-
nen, die eine Liegenschaft bewohnen, die ihnen selbst gehört, ist deshalb der Mietwert der Lie-
genschaft als Einnahme anzurechnen (WEL Rz. 3433.02). 
 
4.2 Als Einkommen anzurechnen sind sodann auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf 
die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG). Eine Verzichtshandlung liegt nach der 

 

 
 
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Rechtsprechung vor, wenn die leistungsansprechende Person auf Einkünfte oder Vermögen 
verzichtet hat, ohne dass hierzu eine rechtliche Verpflichtung oder ein (anderer) zwingender 
Grund bestanden hat und ohne eine adäquate Gegenleistung erhalten zu haben (BGE 
121 V 206 E. 4b mit Hinweisen). Diese Voraussetzungen müssen nicht kumulativ erfüllt sein; es 
reicht, wenn alternativ eines der beiden Elemente gegeben ist (BGE 131 V 332 E. 4.2 ff mit 
Hinweisen). Eine Gegenleistung ist als adäquat zu betrachten, wenn sie etwa 90 % der Leis-
tung beträgt. Ein Vermögensverzicht ist beispielsweise bei Schenkungen, Zuwendungen und 
gewährten Erbvorbezügen anzurechnen (ERWIN CARIGIET/UWE KOCH, Ergänzungsleistungen 
zur AHV/IV, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, S. 173 ff.).  
 
4.3 Vorliegend gilt es nun allerdings im Zusammenhang mit der strittigen Anrechnung des 
Eigenmietwertes als Einnahme zu beachten, dass die Beschwerdeführerin anfangs Juli 2015 
aus ihrem Eigenheim ausgezogen und in ein Alters- und Pflegeheim eingetreten ist. Sie hat mit 
andern Worten die in ihrem Eigentum stehende Liegenschaft ab anfangs Juli 2015 nicht mehr 
selber bewohnt. Dazu kommt, dass die Kinder der Beschwerdeführerin nach dem Wegzug ihrer 
Mutter die Liegenschaft umgehend geräumt und sich um deren sofortigen Verkauf bemüht ha-
ben. Es ist ihnen denn auch gelungen, die Liegenschaft relativ rasch, nämlich per 9. Oktober 
2015, zu veräussern. Ungeachtet dieses Sachverhalts hat die Ausgleichskasse der Versicher-
ten in der EL-Berechnung für die vorliegend interessierenden Monate Juli bis September 2015 
den Eigenmietwert ihrer Liegenschaft nach wie vor als Einkommen angerechnet. Sie begründet 
dieses Vorgehen in ihrer Vernehmlassung vom 12. Februar 2016 mit dem Hinweis auf WEL 
Rz. 3433.03, wonach auch bei leer stehenden Liegenschaften ein Ertrag in der Höhe des orts-
üblichen Mietzinses angerechnet werden müsse.  
 
4.4 Dem Vorgehen und der Argumentation der Ausgleichskasse kann nicht gefolgt werden. 
Insbesondere mutet es seltsam an, dass die Ausgleichskasse in ihren Ausführungen die Be-
stimmung von WEL Rz. 3433.03 nur unvollständig wiedergibt. Es trifft zwar zu, dass dort grund-
sätzlich festgehalten wird, dass auch bei leer stehenden Liegenschaften ein Ertrag in der Höhe 
des ortsüblichen Mietzinses - im Sinne einer Einkunft, auf die verzichtet wird (vgl. dazu E. 4.2 
hiervor) - anzurechnen sei. Der Wortlaut von WEL Rz. 3433.03 hält jedoch zusätzlich - und ein-
schränkend - auch fest, dass dies für Fälle gelte, in denen „ die Liegenschaft leer steht, obwohl 
eine Vermietung möglich wäre.“ Gerade das Vorliegen letzterer Bedingung wird von der Be-
schwerdeführerin vorliegend zu Recht bestritten. Die Beschwerdeführerin beabsichtigte, wie 
oben aufgezeigt, unmittelbar nach ihrem Heimeintritt den Verkauf ihrer Liegenschaft. Ein sol-
cher ist denn auch verhältnismässig rasch (am 9. Oktober 2015) zustande gekommen. Unter 
diesen Umständen ist es aber nicht sachgerecht, der Beschwerdeführerin für diese kurze Dauer 
der Verkaufsphase einen Mietertrag der leerstehenden Liegenschaft als (Verzichts-) Einkom-
men anzurechnen. Diesbezüglich gilt es auch zu beachten, dass sich bei einer umgehenden 
Vermietung der Liegenschaft ein rascher Verkauf derselben zweifellos bedeutend schwieriger 
gestaltet hätte. Somit liegt im vorliegenden Fall aber eine Konstellation vor, in welcher eine 
Vermietung der Liegenschaft nicht realistisch - oder gemäss dem Wortlaut von WEL Rz. 
3433.03 - eben „nicht möglich“ gewesen wäre. Es geht deshalb nicht an, der Beschwerdeführe-
rin in der EL-Berechnung für die vorliegend interessierenden Monate Juli bis September 2015 

 

 
 
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den Eigenmietwert ihrer Liegenschaft als Einkommen anzurechnen. Die Beschwerde der Versi-
cherten erweist sich in diesem Punkt als begründet. 
 
5. Zu prüfen ist als nächstes, ob das private Darlehen, welches der Versicherten von ih-
ren Kindern zur Bestreitung der ungedeckten Lebens- und Pflegekosten gewährt worden ist, bei 
der Berechnung des Vermögens bzw. des Vermögensverzehrs als Schuld zu berücksichtigen 
ist.  
 
5.1 Nach Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG wird bei Altersrentnerinnen ein Zehntel des Reinvermö-
gens, soweit es bei alleinstehenden Personen Fr. 37'500.- übersteigt, als Einnahmen einge-
rechnet, was bedeutet, dass die Schulden der EL-Ansprecherin abzuziehen sind (Urteil A. des 
Bundesgerichts vom 22. August 2014, 9C_333/2014, E. 2 mit Hinweis). In diesem Sinne hält 
denn auch WEL Rz. 3443.05 klar fest, dass vom rohen Vermögen die nachgewiesenen Schul-
den abzuziehen sind.  
 
5.2 Die Existenz des zu Gunsten der Beschwerdeführerin gewährten Darlehens wird von 
der Ausgleichskasse zu Recht nicht in Frage gestellt. Diesbezüglich kann auf den bei den Akten 
liegenden Darlehensvertrag vom 16. Juli 2014 verwiesen werden. Bei der von der Beschwerde-
führerin geltend gemachten Darlehensschuld handelt es sich somit um einwandfrei belegte 
Schulden. Dies wird denn auch von der Ausgleichskasse zu Recht nicht bestritten. Nichtsdes-
totrotz hat es die Ausgleichskasse bei der EL-Berechnung für die vorliegend interessierenden 
Monate Juli bis September 2015 aber abgelehnt, die Darlehensschuld in Form eines Abzugs 
vom Vermögen zur Berechnung des Vermögensverzehrs zu berücksichtigen. Sie begründet 
dies in ihrer Vernehmlassung vom 12. Februar 2016 dahingehend, dass die nachgewiesenen 
Schulden zwar vom rohen Vermögen abzuziehen seien, dies gelte aber nicht für Auslagen, wel-
che bei der EL-Berechnung bereits berücksichtigt würden. Im vorliegenden Fall seien nach dem 
Eintritt der Versicherten ins Alters- und Pflegeheim die Heimkosten sowie ein pauschaler Betrag 
für persönliche Auslagen gemäss Art. 10 Abs. 2 ELG als anerkannte Ausgaben angerechnet 
worden. Die Ausgaben für die Lebens- und Pflegekosten der Versicherten seien somit - soweit 
anerkannt - berücksichtigt worden und daher gedeckt gewesen. Demzufolge könne dieses Dar-
lehen, welches der Deckung der Lebens- und Pflege- bzw. Heimkosten der Versicherten diene, 
nicht als Schuld zusätzlich in Abzug gebracht werden. Die Ausgleichskasse stützt ihre Auffas-
sung auf einen Entscheid des Bundesgerichts vom 15. Oktober 2013 (Urteil 9C_396/2013). Da-
rin hält dieses explizit fest, dass Lebenshaltungskosten, soweit sie anerkannte Ausgaben im 
Sinne von Art. 10 ELG darstellen, von der Ergänzungsleistung als gedeckt gelten, d.h. damit zu 
bezahlen sind, was eine Berücksichtigung von diesbezüglichen am Ende des Kalenderjahres 
bestehenden Schulden in Form eines Abzugs vom Vermögen zur Berechnung des Vermögens-
verzehrs nach Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG ausschliesst (E. 6.1 des genannten Urteils). In diesem 
höchstrichterlich beurteilten Fall hatte die Ergänzungsleistungen beziehende Versicherte ge-
genüber dem Pflegeheim, in welchem sie wohnte, Ende Kalenderjahr Schulden (in Form von 
nicht bezahlten Heimrechnungen) im Umfang von rund Fr. 18‘400.--. Da der Versicherten mo-
natlich Ergänzungsleistungen zur Bestreitung der anerkannten Ausgaben, wie sie die Heimkos-
ten darstellen, ausgerichtet wurden, ist es verständlich, dass sie die Ende Kalenderjahr nicht 
bezahlten Heimkosten nicht zusätzlich als Schulden vom Vermögen in Abzug bringen kann. 

 

 
 
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5.3.1 Dem hier zur Beurteilung stehenden Fall liegt nun aber ein anderer Sachverhalt zu 
Grunde. Vorliegend reichen die effektiven Einkünfte (AHV-Rente) der Versicherten und die ihr 
wegen des vorhandenen, nicht unbeträchtlichen Vermögens vorerst noch gar nicht und dann 
anfänglich in bescheidenem Umfang zustehenden Ergänzungsleistungen unbestrittenermassen 
nicht aus, um die effektiv anfallenden Lebens- und Pflegekosten zu bestreiten. Die Versicherte 
ist deshalb grundsätzlich darauf angewiesen, zur Deckung dieser Kosten laufend auf ihr Ver-
mögen zurückzugreifen.  
 
5.3.2 Wenn nun das Vermögen der Versicherten zur Hauptsache aus liquiden Mitteln (Spar-
guthaben etc.) bestehen würde, wäre sie ohne weiteres in der Lage, mit diesen die ungedeck-
ten Kosten zu begleichen, was zur Folge hätte, dass ihr Vermögen kontinuierlich abnehmen 
würde. Dadurch würde sich aber auch der auf der Einnahmenseite anrechenbare Vermögens-
verzehr laufend verringern, was wiederum bewirken würde, dass der Versicherten ebenso kon-
tinuierlich höhere Ergänzungsleistungen zustehen würden. Der gleiche Effekt stellt sich ein, 
wenn man das der Versicherten von ihren Kindern mangels ausreichender liquider Mittel ge-
währte Darlehen, welches der Bestreitung der ungedeckten Lebens- und Pflegekosten dient, als 
Abzug vom Vermögen zulässt. Durch die laufend wachsende Darlehensschuld verringern sich 
das Netto-Vermögen der Versicherten (Wert der Liegenschaft abzüglich Darlehensschuld) und 
entsprechend auch der anrechenbare Vermögensverzehr. In gleicher Weise erhöht sich daher 
auch hier kontinuierlich der EL-Anspruch der Versicherten.  
 
5.3.3 Anders verhält es sich jedoch, wenn man - dem Vorgehen der Ausgleichskasse fol-
gend - die Darlehensschuld der Versicherten nicht als Abzug vom Vermögen zulässt. In diesem 
Fall bleiben das zur Hauptsache aus dem Wert der Liegenschaft bestehende Vermögen und 
der anrechenbare Vermögensverzehr unverändert gleich hoch mit der Folge, dass auch die 
Ergänzungsleistungen auf dem gleichen Stand bleiben, obwohl die Versicherte kontinuierlich 
auf die Verwendung ihres Vermögens angewiesen ist, um die durch die Einnahmen und die 
Ergänzungsleistungen (noch) nicht gedeckten Lebens- und Pflegekosten zu bestreiten. Eine 
solche Ungleichbehandlung von EL-Bezügerinnen und Bezügern geht nicht an. Es ist nicht er-
sichtlich, weshalb eine versicherte Person, deren Vermögen zur Hauptsache aus einer Liegen-
schaft besteht und die sich zur Bestreitung der nicht gedeckten Ausgaben eines Darlehens be-
dienen muss, bei der Berechnung des Vermögensverzehrs - und somit bei der Bemessung ihrer 
Ergänzungsleistungen - schlechter behandelt werden soll als eine versicherte Person, die be-
tragsmäsig über dasselbe Vermögen verfügt und die ihre Ausgaben jedoch laufend aus liquiden 
Mitteln decken kann.  
 
6. Zusammenfassend ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
18. Dezember 2015 aufzuheben ist. Die Ausgleichskasse hat für den noch strittigen Zeitraum 
von Juli bis September 2015 eine Neuberechnung des EL-Anspruchs der Versicherten vorzu-
nehmen. Dabei hat sie zum einen ab Datum des Heimeintritts den Eigenmietwert der bis zu 
diesem Zeitpunkt selbstbewohnten Liegenschaft als Einnahme wegzulassen; zum andern hat 
sie das private Darlehen, welches der Beschwerdeführerin von ihren Kindern zur Bestreitung 
der ungedeckten Lebens- und Pflegekosten gewährt worden ist, in Form eines Abzugs vom 

 

 
 
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Vermögen zur Berechnung des Vermögensverzehrs zu berücksichtigen. Die vorliegende Be-
schwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.  
 
7.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Darunter sind die Kosten zu verstehen, die einer Beschwerde führen-
den versicherten Person im gerichtlichen Verfahren für den Beizug einer Rechtsanwältin bzw. 
eines Rechtsanwalts entstanden sind. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin zwar obsiegt, da 
sie sich jedoch nicht anwaltlich hat vertreten lassen, entfällt ein Anspruch auf Ersatz der Partei-
kosten im Sinne der genannten Bestimmung. Die ausserordentlichen Kosten des Verfahrens 
können demnach wettgeschlagen werden. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid der Ausgleichskasse Basel-Landschaft vom 
18. Dezember 2015 aufgehoben und die Angelegenheit zur Neube-
rechnung der Ergänzungsleistungen der Beschwerdeführerin für die 
Monate Juli, August und September 2015 im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Ausgleichskasse Basel-
Landschaft zurückgewiesen wird.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 

 
 
 
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