# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 844c9c97-8346-57d1-9ab5-3d146ff96904
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-07
**Language:** de
**Title:** Befristete Rente. Medizinische Akten unvollständig, deshalb kann nicht geprüft werden, ob eine Verbesserung eingetreten ist. Beurteilung der psychiatrischen Beeinträchtigung und der Standardindikatoren durch RAD-Orthopäden genügt nicht. Rückweisung
**Docket/Reference:** IV.2023.00440
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2023.00440.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2023.00440
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Fehr, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Bachofner
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiberin Lienhard
Urteil
vom
7. März 2024
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Tomas Kempf
Webernstrasse 5, Postfach, 8610 Uster
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1970,
war seit 1991 als Warenkontrolleurin bei der
Y.___
AG,
in Z.___
, tätig (Urk. 6/17
/1 f.,
Ziff. 2.1
und
Ziff. 2.8). Am 20. Juni 2016 meldete sie sich wegen eines Bandscheibenvorfalls erstmals bei der Invali
denversicherung
zum Leistungsbezug
an (Urk. 6/11 Ziff. 6.1, Ziff. 10). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen
,
zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 6/
20/1-14; Urk. 6/36/1-26)
und teilte der Versicherten mit Schreiben vom 31. Oktober 2016 mit, es seien keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (Urk. 6/25). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/38) verneinte die IV-Stelle mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 9. Oktober 2017 einen Rentenanspruch der Versicherten (Urk. 6/39).
1.2
In der Folge war die Versicherte ab November 2017 in einem Pensum von 50 % in der angestammten Tätigkeit bei der
Y.___
AG angestellt (Urk. 6/40 Ziff. 5.4)
, der letzte effektive Arbeitstag
war
der 24. Oktober 2020 (Urk. 6/47 Ziff.
2.1)
.
Am 25. Oktober 2020 erlitt die Versicherte einen Unfall zu Hause mit verschiedenen Läsionen an der linken Schulter (Urk. 6/43/52).
Am 25. März 2021 meldete sie sich wegen
unfallbedingten
Beschwerden in der linken Schulter erneut bei der Invalidenversicherung an (Urk. 6/40 Ziff. 6.1, Ziff. 10). Die IV- Stelle tätigte erneut erwerbliche und medizinische Abklärungen und zog die Akten der Unfallversicherung (Urk. 6/42
/1-17; Urk. 6/
43
/1-120; Urk. 6/51
; Urk.
6/131
) bei.
Der Versicherten wurde per 31. Juli 2021 gekündigt (vgl. Urk. 6/27/1
8 Ziff. 2.1
; Urk. 6/51/60
). Am 3. September 2021 (Urk. 6/55) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien.
Mit Verfügung vom 14. April 2022 (Urk. 6/64) sprach
der Unfallversicherer
der Versicherten
ab Juli 2022
eine Rente basierend auf einer Erwerbsunfähigkeit von 11 % und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10 % zu. Die IV-Stelle sprach der Versicherten nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/74; Urk. 6/80; Urk. 6/114) mit Verfügung vom 27.
Juli 2023 eine vom 1. Oktober 2021 bis 30. Juni 2022 befristete ganze Rente zu (Urk. 6/125 in Verbindung mit Urk. 6/118 = Urk. 2
).
2.
Am 5. September 2023 erhob die Versicherte Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Juli 2023 (Urk. 2) und beantragte deren Aufhebung und die Zusprechung einer unbefristeten ganzen Rente ab Oktober 2021, eventualiter die Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung (Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwerdeantwort vom 5. Oktober 2023 (Urk. 5) beantragte die Beschwer
degegnerin die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 19.
Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).
Da der Zeitpunkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Rentenanspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invali
denrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008
des Kreisschreibens
des Bundesamtes für Sozialversicherungen zu den Übergangsbestimmungen zur Ein
führung des linearen Rentensystems [
K
S ÜB WE IV],
gültig ab 1. Januar 2022
).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022.
Für Fälle erst
maliger abgestufter bzw. befristeter Rentenzusprachen und Revisionsfälle ist der Zeitpunkt der massgebenden Änderung nach Art. 88a IVV für das anwendbare Recht entscheidend; vgl. Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invali
denversicherung [KSIR],
Rz
. 9102)
.
Nachdem die Beschwerdegegnerin
die
der Beschwerdeführerin
zugesprochene Rente
per 30. Juni 2022 befristet hat (Urk. 2), sind
bezüglich der Befristung
somit die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechts
vorschriften anwendbar.
1.2
Erw
erbsunfähigkeit ist gemäss Art.
7 ATSG der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden au
sge
glichenen Arbeitsmarkt (Abs.
1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Si
cht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs.
2 ATSG
).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1
bis
und 1
ter
nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1
bis
IVG). Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Renten
anspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50-69 % entspricht der prozentuale Anteil dem Invalidi
tätsgrad (Abs. 2). Bei einem Invaliditätsgrad
ab
70 % besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Abs. 3). Bei einem Inv
aliditätsgrad unter 50 % gelten
die folgenden prozentualen Anteile (Abs. 4):
Invaliditätsgrad
prozentualer Anteil
49 Prozent47.5Prozent
48 Prozent45Prozent
47 Prozent42.5Prozent
46 Prozent40Prozent
45 Prozent37.5Prozent
44 Prozent35Prozent
43 Prozent32.5Prozent
42 Prozent30Prozent
41 Prozent27.5Prozent
40 Prozent25Prozent
1.4
Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Invalidenrente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
erhöht,
herabgesetzt oder aufgehoben, wenn der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers sich um mindestens fünf Prozentpunkte ändert (
lit
.
a) oder auf 100
Prozent erhöht (
lit
. b). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswir
kungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl mass
geblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachver
halts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
144 I 103 E. 2.1,
141 V 9 E. 2.3
, je
mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschied
liche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts
9C_477/2022
vom
18. Januar 2023 E. 2.1
mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
144 I 103 E. 2.1,
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts
9C_477/2022
vom
18. Januar 2023 E. 2.1
, je mit Hinweisen).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der
versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_26/2022 vom 30. Mai 2022 E. 2.2 mit Hinweisen)
.
1.5
Die rückwirkende Zusprache einer in der Höhe abgestuften und/oder zeitlich befristeten Invalidenrente richtet sich grundsätzlich nach denselben Regeln wie die Revision eines bestehenden Rentenanspruchs nach Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 148 V 321 E. 7.3.1, 145 V 209 E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_142/2023 vom 18. September 2023 E. 3.3.1).
Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des ana
log anwendbaren Art. 88a Abs. 1
IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Rente analog anzuwenden (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2017 vom 9. Mai 2018 E. 3.2).
1.6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz ü
ber die Invalidenversicherung, 4
. Aufl
. 2022, N. 11 zu Art. 30
). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insge
samt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gericht
lichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregel
ten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundesgerichts 8C_489/2009 vom 23. Okt
ober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis
; Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2023 vom 30. November 2023 E. 4.2.1
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid (Urk. 2) wie folgt: Die Beschwerdeführerin sei seit Oktober 2020 in ihrer Arbeitsfähigkeit ein
geschränkt, womit das gesetzliche Wartejahr per Oktober 2021 abgelaufen sei. Ohne gesundheitliche Einschränkung ginge die Beschwerdeführerin einer Erwerbs
tätigkeit von 100 % nach. Gemäss Stellungnahme des regionalen ärzt
lichen Dienstes (RAD) sei sie seit dem 26. Oktober 2021 bis zum 25. März 2022 in der angestammten sowie in
einer
angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsun
fähig, was einem Invaliditätsgrad von 100 % entspreche. Nach der kreisärztlichen Untersuchung vom März 2022 sei von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in optimal angepassten Tätigkeiten auszugehen. Der Einkommensvergleich
per 26.
März 2022
ergebe keine Erwerbseinbusse und damit keinen Invaliditätsgrad (Verfügungsteil 2 S. 1).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte geltend (Urk. 1),
auf die Einschätzung des RAD könne nicht abgestellt werden, da dieser die nebst den Schulterbeschwerden
bestehenden krankheitsbedingten
Beschwerden an
Knie und Rücken zu wenig berücksichtigt habe.
Diese seien nicht abgeklärt worden (S. 8 Ziff. 7). Hinzu kämen psychische Beschwerden, die ebenfalls nicht näher geprüft worden seien und die der RAD
-Arzt
fachfremd beurteilt habe. Sie habe zudem Probleme mit den Augen, leide an Atembeschwerden und sei schwerhörig; hinzu kämen Allergien, welche ihre Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ebenfalls beeinträchtigten (S. 9). Somit sei entweder eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen oder eine polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen (S. 9). Weiter sei der Einkommens
vergleich nicht korrekt (S. 10 Ziff. 8).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob im Vergleich zur Situation, wie sie sich im Oktober 2021 präsentierte, per März 2022 eine anspruchsrelevante Verbesserung eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 1.5) und ob die Aktenlage eine rechtsgenügliche Beurteilung dieser Frage zulässt.
Einzugehen ist auch auf die Frage, inwiefern seit Erlass der anspruchsverneinenden Verfügung vom 9. Oktober 2017 (Urk.
6/39) eine
wesentliche
Änderung eingetreten ist.
Unbestritten ist die Qualifikation der Beschwerdeführerin als im Gesundheitsfall zu 100 % Erwerbstätige (vgl. Urk. 1 S.
4 Ziff. 3.1)
, was in Anbetracht der 100%igen
Erwerbstätigkeit wenigstens bis zur erstmaligen Anmeldung zum Bezug von Invalidenversicherungsleitungen (vgl. etwa Urk.
6/17/2) nicht zu beanstanden ist
.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der ursprünglichen anspruchs
verneinenden Verfügung vom 9. Oktober 2017 (Urk. 6/39) im Wesentlichen auf die folgenden medizinischen Berichte (vgl. Urk. 6/37/5-6):
Dr. med.
A.___
, Facharzt für Rheumatologie, diagnostizierte mit Bericht vom 30. Januar 2014 (Urk. 6/16/6-7) ein
thorakovertebrales
und
lumbover
tebrales
Schmerzsyndrom rechts mit Fehlhaltung und
Fehlform
sowie Adipositas (S. 1). Radiologisch habe eine Hyperlordose der Lendenwirbelsäule (LWS) mit geringfügigen Spondylarthrosen L5/
Sacrum
festgestellt werden können. Über der Brustwirbelsäule (BWS) hätten sich nur geringgradig angedeutete degenerative Veränderungen auf der Höhe der mittleren BWS gefunden, welche aber die aktuelle Beschwerdeproblematik nicht erklären könnten. Auffällig sei eine Streck
haltung der Halswirbelsäule (HWS). Aktuell seien Physiotherapie und eine ergonomische Anpassung des Arbeitsplatzes zu empfehle
n
(S. 1 unten f.).
3.2
In ihrem zuhanden der Krankentaggeldversicherung am 29. Mai 2017 erstatteten rheumatologischen Gutachten (Urk. 6/36/12-26) stellten Dr.
B.___
, Facharzt für Physikalische Medizin, und Prof. Dr.
C.___
, Facharzt für Neurologie,
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12). Es seien kein Schonsitz, kein Schongang und keine Schonhaltung zu beobachten und es entstehe kein schmerzgeplagter klinischer Eindruck, was in deutlicher Diskrepanz zur anamnestisch reklamierten erheblichen Schmerzintensität stehe (S. 5). Bei Ablenkung werde ein symmetrisches, rumpfaufgerichtetes
hinkfreies
Gangbild gezeigt. Auch beim Verlassen der Untersuchungsstelle zeige sich ein dynamisches, symmetrisches Gangbild mit freien Rotationsbewegungen zur Prü
fung des Strassenverkehrs und mit dynamischem Hineinsetzen in die Beifahrer
seite des Fahrzeugs
. Beim Entkleiden der oberen Extremität werde zunächst eine Einschränkung der Schulterelevation demonstriert, beim Ankleiden erfolge dies dynamisch ohne Einschränkung. Beim Entkleiden der unteren Extremität erfolge dies im Sitzen und teilweise im Stehen, hierbei zeige sich eine sichere Standkon
trolle. Das Ankleiden erfolge sicher im
Einbeinstand
. In der Durchführung der aktiven Bewegungsprüfung erfolge keine Schmerzangabe, bei Prüfung passiv jedoch eine subjektive Schmerzangabe mit aktivem Gegenspannen (S. 6). 4 von 5
Waddell
-Zeichen seien positiv (S. 10 unten f.). Die spontane Beweglichkeit sei nicht namhaft limitiert. Die angegebenen Schmerzen und Bewegungseinschrän
kungen liessen sich nicht konsistent reproduzieren. Die Zeichen der bewusstseins
nahen demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden seien deutlich positiv. Radiologisch hätten sich keine höhergradigen degenerativen Veränderungen gefunden, die über alterstypische Befunden hinausgingen. Die bislang attestierten Arbeitsunfähigkeiten basierten überwiegend auf dem subjek
tiven Beschwerdevortrag. Somit ergebe sich keine objektivierte Gesundheits
störung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 12).
Die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (S. 13).
3.3
Dr. med.
D.___
,
regionaler ärztlicher Dienst (RAD),
Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt gestützt auf dieses Gutachten mit Stellungnahme vom 19. Juli 2017 (Urk. 6/37/4
6) fest,
es könne eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit zugemutet werden (S. 6).
Von dieser Zumutbarkeitsbeurteilung ging die Beschwerdegegnerin verfügungs
weise aus (Urk. 6/39).
4.
4.1
Gemäss Schadenmeldung vom 5. November 2020 (Urk. 6/43) sei die Beschwer
deführerin am 25. Oktober 2020 im Badezimmer gestürzt und habe sich an der linken Schulter verletzt (Ziff. 4-5, Ziff. 9). Dr. med.
E.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, diagnostizierte mit Bericht vom 24. November 2020 (Urk. 6/43/107-108) eine Kontusion/Distorsion der linken Schulter nach Sturz in der Badewanne am 25. Oktober 2020 mit Labrumläsion ventral mit SLAP-Läsion
und
Partialruptur der Supraspinatussehne. Die Beschwerdeführerin habe einen Termin zur Kniearthroskopie im Rahmen einer anderen Krankheitssituation, so dass die Schulter im Moment noch zurückgestellt werde (S.
1).
4.2
Am
24. Juni 2021 fand eine Arthroskopie der linken Schulter mit Bizeps
tenotomie,
Débridement
der
Supraspinatussehnenansatzregion
und subacro
mia
le
r
Depression (SAD) statt (Urk. 6/51/12-13). Der Verlauf war komplikationslos (Urk. 6/51/15).
4.3
Dr. med.
F.___
hielt in seinem Bericht vom 12. Oktober 2021 (Urk.
6/57) fest, er behandle die Beschwerdeführerin seit September 2021 (Ziff.
1.1). Er
habe keine Arbeitsunfähigkeit attestiert
(Ziff. 1.3). Dr.
F.___
diagnostizierte eine Anpassungsstörung mit depressiven Symptomen (ICD-10 F43.2) und eine Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0
) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2.5).
Aktuell sei keine Arbeitstätigkeit zumutbar
(Ziff. 4.1-4.2).
Diese Angaben wiederholte Dr.
F.___
mit Verlaufsbericht vom 11. März 2022 (Urk. 6/58). Die Beschwerdeführerin habe weiterhin Schulter-, Knie- und Rücken
schmerzen, weshalb der psychische Zustand unverändert
sei (Ziff. 1.3).
4.4
Eine bildgebende Untersuchung (
Arthro
-MRI) des linken Schultergelenks vom 11.
Februar 2022 ergab eine leichte Degeneration im AC-Gelenk, narbige Verän
derungen des
Rotatorenintervalls
und des superioren Labrums nach Tenotomie der langen Bizepssehne sowie eine
Ansatztendinopathie
der Supraspinatus- und
Infraspinatussehne
(Urk. 6/60/4).
4.5
Dr. med.
G.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
Hausarzt der Beschwerdeführerin (
vgl. Urk.
6/11 Ziff. 6.3
),
stellte mit Bericht vom 7. März 2022 (Urk. 6/60/1-3) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff.
1.2):
-
Restbeschwerden Schulter links bei Status nach Schulterarthroskopie am 24. Juni 2021 nach Sturz im Oktober 2020
-
Restbeschwerden Knie rechts bei Status nach Kreuzbandarthroskopie am 25. November 2021
-
psychosoziale Belastungssituation
Die Beschwerdeführerin sei in keiner Tätigkeit arbeitsfähig (Ziff. 2.1).
4.6
Am 25. März 2022 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt
(Urk. 6/62/22-32)
. Med.
pract
.
H.___
, Fachärztin für Anästhesiologie, stellte folgende Diag
nosen (S. 10):
-
mässige Belastungsintoleranz der linken Schulter bei
-
Status nach Schulterarthroskopie, Bizepstenotomie, Dekompression am 24. Juni 2021 nach posttraumatischem subacromialen
Impingement
mit PASTA-Läsion und SLAP-Läsion nach Unfall vom 25. Oktober 2020
Es sei
en
eine deutliche Kurzatmigkeit und eine vermehrte Schweissbildung fest
stellbar (S. 5 oben).
Zu den Vorerkrankungen hielt med.
pract
.
H.___
fest,
gemäss Angaben der Beschwerdeführerin habe diese
aufgrund der Rückenbe
schwerden
die angestammte Tätigkeit 2017 auf 50 % reduziert
. Sie habe Probleme mit den Augen, Atembeschwerden, sei schwerhörig und es bestehe ein Status nach Knieoperation im November 2020. Aufgrund der Kniebeschwerden könne sie nicht Treppen
steigen. Im Mai 2020 sei sie am Ohr operiert worden und befinde sich ausserdem in psychiatrischer Behandlung (S. 8). Anlässlich der Untersuchung habe sich
inspektorisch
ein unauffälliger Befund an der linken oberen Extremität ohne Hinweise auf eine Muskelatrophie oder verminderte Muskulatur als Hinweis auf eine länger dauernde Schonung der linken oberen Extremität, welche von der Beschwerdeführerin angegeben werde, gezeigt. Auch die Umfangmasse der oberen Extremitäten seien seitengleich. Die aktive Beweglichkeit der linken Schulter sei eingeschränkt. Die passive Schulterbeweglichkeit habe aufgrund der Schmerzen bei der Untersuchung nicht konklusiv beurteilt werden können. Bei der Durchführung der Schultertests habe sich eine reduzierte Kraftentwicklung links gezeigt und die Beschwerdeführerin habe dabei über Schmerzen im Bereich des linken Schultergelenks geklagt. Ein klares bildmorphologisches Korrelat für die anamnestisch angegebenen übermässigen Schulterbeschwerden finde sich j
edoch
nicht (S. 6). Aus versicherungsmedizinischer Sicht seien die übermässigen subjektiven Beschwerden durch die klinischen und bildgebenden Befunde nicht gänzlich begründbar. Die angestammte Tätigkeit mit Belastungen der Schulter in Form von Zieh- und Stossbewegungen sei nicht mehr zumutbar. Eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Arbeit sei ganztags zumutbar. Überkopfarbeiten, repetitive Belastungen, Stoss- und Vibrationsbelastungen der linken oberen Extremität seien auszuschliessen (S. 7).
4.7
Dr.
D.___
, RAD, stellte am 28. April 2022 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/71/7-9):
-
Funktionseinschränkung und Belastungsminderung linke Schulter
-
thorako
- und
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
Restbeschwerden nach Knie-Arthroskopie November 2020
Die folgenden Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Anpassungsstörung mit depressiver Symptomatik (ICD-10 F43.2)
-
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.0)
-
Adipositas
In der angestammten Tätigkeit bestehe seit 26. Oktober 2020 eine volle Arbeits
unfähigkeit. In angepassten Tätigkeiten sei die Beschwerdeführerin vom 26. Okto
ber 2020 bis zum 25. März 2022 ebenfalls zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Die funktionellen Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit umfassten Funktionseinschränkungen der linken Schulter, eine Funktionsminderung des rechten Kniegelenks und eine reduzierte Belastbarkeit des Achsenskeletts. Das Belastungsprofil laute wie folgt: Arbeiten über Brusthöhe, in häufiger Armvor
halte, Zug-, Stoss- und Drehbewegungen im Schultergelenk und insbesondere repetitive Tätigkeiten und das Anheben und Tragen von Lasten über 5 kg seien zu vermeiden. Tätigkeiten mit Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, wiederholtem Ersteigen von Leitern, Treppen und Gerüsten, in kniender oder kniebeugender Körperhaltung sowie überwiegende Geh- und Stehbelastung seien nicht geeignet. Längere Zwangshaltungen des rechten Kniegelenks seien ungeeignet. Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an Konzentration und Flexi
bilität sollten vermieden werden. Leichte und mittelschwere, wechselbelastende, überwiegend sitzende, gelegentlich ebenerdig gehende oder stehende Tätigkeiten mit der flexiblen Möglichkeit zum Positionswechsel seien zumutbar. Die psy
chiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sei fortzusetzen. Zu den Standard
in
dikatoren hielt Dr.
D.___
fest, der Schweregrad sei leicht- bis mittel
gradig
, die Therapie
/
-resistenz sei gering
/
hoch, die Persönlichkeit sei unauffällig, die Ressourcen seien gering. Ob eine Funktionseinschränkung in allen Lebens
bereichen vorliege, sei nicht beurteilbar
Bezüglich Konsistenz bestehe eine Diskre
panz zwischen den subjektiven Beschwerden und den objektivierbaren Befunden. Aus somatischer Sicht bestünden Restbeschwerden von Schulter, Knie und Rücken. Das Ausmass der therapeutischen Massnahmen sei sehr über
schaubar. Auf Basis der objektivierbaren Befunde könne festgestellt werden, dass die angestammte Tätigkeit dauerhaft ungeeignet sei. Sofern die funktionellen Defizite im Belastungsprofil berücksichtigt würden, sei eine höhergradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit medizinisch nicht begründbar (S. 8).
Die psychiatrische und hausärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit stelle auf die körperlichen Beschwerden und die psychosoziale Belastungssituation ab. Gravierende psychiatrische Diagnosen würden nicht präsentiert. Unter Berück
sichtigung einer Minderbelastbarkeit von Achsenskelett und rechtem Knie erscheine die kreisärztliche Beurteilung als realistisch. In einer optimal ange
passten Tätigkeit bestehe spätestens seit der kreisärztlichen Untersuchung keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr (S. 9).
5.
5.1
Bei der Neuanmeldung vom 25. März 2021 erwähnte die Beschwerdeführerin die Rückenbeschwerden, die Anlass für die Erstanmeldung im Jahr 2016 bildeten, nicht mehr (vgl. Urk. 6/40
; Urk. 6/52
).
Den im Rahmen des Revisionsverfahrens eingeholten somatischen medizinischen Berichten sind denn auch keine Angaben bezüglich einer entsprechenden Verschlechterung im Vergleich zur Beurteilung durch Dr.
B.___
und Prof.
C.___
im Jahr 2017 zu entnehmen; es werden keine
den Rücken betreffende
Diagnosen erwähnt (vgl. vorstehend E. 4.5 und 4.6). Wenngleich die Beschwerdeführerin gegenüber Kreisärztin
I.___
erwähnte, sie habe ihr angestammtes Pensum aufgrund der Rückenbeschwerden auf 50 % reduziert (vgl. vorstehend E. 4.6), lässt sich dies nach Lage der Akten medizinisch nicht begründen. Somit ist hinsichtlich der Rückenbeschwerden keine Ver
schlech
terung ausgewiesen.
5.2
Diese ergibt sich in somatischer Hinsicht
jedoch
aus den unfallbedingten Beschwer
den in der linken Schulter.
Die Beschwerdeführerin war unbestrit
tenermassen aufgrund der Verletzung
und Behandlung
der Schulter ab dem 25.
Oktober 2020 in allen Tätigkeiten zu 100 % arbeitsunfähig,
weshalb die Unfall
versicherung bis Juni 2022 Taggelder
leist
e
te
(vgl. Urk. 6/62/19-20).
Zu prüfen ist, ob per März 2022 eine Verbesserung eingetreten ist (vgl. vorstehend E. 2.3, 1.5).
Gemäss
der kreisärztlichen Beurteilung
vom 25. März 2022
best
and
noch
eine
mässige Belastungsintoleranz der linken Schulter aufgrund des am 25. Oktober 2020 erlittenen Unfall
s, welche eine Ausübung der angestammten Tätigkeit in der Warenkontrolle mit schulterbelastenden Zieh- und Stossbewegungen verunmög
liche. Leichte bis mittelschwere Arbeiten ohne Überkopfarbeiten, repetitive Belas
tungen sowie Stoss- und Vibrationsbelastungen der linken oberen Extre
mität seien hingegen ganztags zumutbar.
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass Kreis
ärztin
H.___
gewisse Diskrepanzen feststellte. So zeigte sich trotz der geltend
gemachten übermässigen Schulterbeschwerden keine Muskelatrophie oder eine verminderte Muskulatur aufgrund der angegebenen längeren Schonung und die Umfangmasse der oberen Extremitäten war seitengleich. Ein klares bildmor
phologisches Korrelat für die übermässigen Beschwerden war nicht vorhanden. Med.
pract
.
H.___
nahm dennoch keine objektive Überprüfung der geltend gemachten Beschwerden, beispielsweise mittels
Prüfung
unter Ablenkung, vor.
Eine schlüssig nachvollziehbare Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
der Beschwerde
führerin
ab März 2022
hinsichtlich der Schulterbeschwerden
ist deshalb fraglich.
5.3
Aus den Akten ergeben sich Hinweise auf weitere
mögliche
Beschwerden, de
ren
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
unklar ist
. So erwähn
te Dr.
E.___
eine Kniearthroskopie (vgl. vorstehend E. 4.1) und Dr.
G.___
wies auf diesbezügliche Restbeschwerden hin (vgl. vorstehend E. 4.5). RAD-Arzt Dr.
D.___
wollte deshalb
zu
näch
s
t
aktuelle Befunde
und Beurteilungen
bezüglich der Kniebeschwerden einholen (vgl. Urk. 6/71/5). Ein entsprechender fachärztlicher orthopädischer Bericht
fand
jedoch
keinen Eingang in die Akten
(vgl. Urk. 6/71/7 Mitte). Wenngleich Dr.
D.___
die - allfällig
noch vorhandenen
-
Kniebeschwerden in seinem Belastungsprofil berücksichtigte
(vgl. vorstehend E.
4.7)
, ist deren genaues Ausmass nicht bekannt. In de
n Akten
sind
zudem
weitere mögliche Beeinträchtigungen
erwähnt
,
die nicht weiter abgeklärt wurden. So nannte Dr.
H.___
eine deutliche Kurzatmigkeit (vgl. vorstehend E. 4.6) und es bestehen Allergien (vgl. Urk. 6/106-107).
5.4
Nebst der somatischen Seite sind Mängel in der Beurteilung de
s
psychischen
Gesundheitszustands
festzustellen.
Dr.
F.___
diagnostizierte eine Anpas
sungs
störung mit depressiven Symptomen (ICD-10 F43.2) und eine Somati
sierungsstörung (ICD-10 F45.0) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
. Er
behan
delt die Beschwerdeführerin seit September 2021, wobei auch Psycho
phar
maka zum Einsatz kommen (vgl. Urk. 6/62/25; Urk. 6/58/3 Ziff. 3.2).
Dr.
F.___
verfügt
aber
nicht über einen Facharzttitel
für Psychiatrie und Psychotherapie
(vgl. medregom.admin.ch, zuletzt besucht am
21. Februar 2024).
Zwar
kann nicht ohne weiteres ausgeschlossen werden, dass
in
psychi
scher
Hinsicht
eine anspruchs
relevante Beeinträchtigung besteht.
Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit
ist jedoch ein
psychiatri
sche
r
Fach
arzt
beizuziehen (BGE
130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4).
5.5
Hinzu kommt das Folgende:
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struktur
ierten Beweisverfahren nach BGE
141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderu
ng der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E.
4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nach
weis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweis
losigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E
. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen
).
5.6
Über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechts
anwendung hat sich das Bundesgericht verschiedentlich geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten als auch den Organen der Rechtsanwendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall mit Blick auf die normativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht. Bei der Abschätzung der Folgen aus den diagnostizierten gesundheitlichen Beein
trächtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Ein
schätzung ist eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 141 V 281 E. 5.2.1).
Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen
lassen. Es soll keine losgelöste juristische Parallelüberprüfung nach Massgabe des strukturierten Beweisverfahrens stattfinden, sondern im Rahmen der Beweiswür
digung überprüft werden, ob die funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt wurden und somit den normativen Vorgaben Rechnung tragen. Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend nur aus juristischer Sicht beantwortet werden
kann
.
5.7
Vorliegend
hat RAD-Arzt Dr.
D.___
als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates fachfremd eine Beurteilung der psychi
schen Gesundheit der Beschwerdeführerin inklusive Prüfung der Standardin
dikatoren vorgenommen (vgl. vorstehend E. 4.7), was im Lichte des Gesagten nicht
genügt
.
Vielmehr wäre die
medizinische
Beurteilung durch einen RAD-Psychiater
und die
rechtliche
Prüfung durch den Rechtsanwender
notwendig gewesen.
Hinzu kommt, dass die Berichte von Dr.
F.___
keine
beziehungs
weise keine
genügenden Angaben zu den massgeblichen Indikatoren enthalten, womit die
diesbezügliche
Beurteilung durch Dr.
D.___
jeglicher Grundlage entbehrt.
5.8
Gemäss Art. 54a IVG stehen die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungs
anspruchs zur Verfügung (Abs. 2). Sie legen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person für die Ausübung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich fest (Abs. 3). Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Abs. 4). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfme
thoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des
Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Bei der Festsetzung der funktionellen Leistungsfähigkeit (Art. 54a Abs. 3 IVG) ist die medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und für angepasste Tätigkeiten unter Berücksichtigung sämtlicher physischen, psychi
schen und geistigen Ressourcen und Einschränkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu beurteilen und zu begründen (Abs. 1
bis
). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu
nehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1).
Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
Reine Aktengutachten sind beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteile des Bundesgerichts 9C_647/2020 vom 26. August 2021 E. 4.2 und 8C_750/2020 vom 23. April 2021 E. 4, je mit Hinweisen).
5.9
Aufgrund des Gesagten kann nicht auf die Einschätzung durch Dr.
D.___
abgestellt werden. Die somatische Aktenlage ist nicht vollständig und die psy
chische Beeinträchtigung unklar. Es kann deshalb nicht von einem lückenlosen
Befund gesprochen werden, der die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts mittels eines RAD-Aktengutachtens erlauben würde. Es
bestehen vielmehr erhebliche Zweifel an der Beurteilung durch Dr.
D.___
.
Mithin kann nicht geprüft werden, ob
und in welchem Umfang
im Vergleich zur
Situation, wie sie nach Ablauf des Wartejahrs im Oktober 2021 bestand, im März beziehungsweise Juni 2022 eine Verbesserung eingetreten ist.
Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid.
6.
6.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
;
GSVGer
).
6.2
Vorliegend wurde der Sachverhalt unvollständig festgestellt. Es ist angezeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizinischen Sachverhalt und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ab März 2022 rechts
genügend
abkläre
und hernach erneut über
den Rentenanspruch
entscheide.
In diesem Sinne
– und wie
im Eventualbegehren beantragt -
ist die Beschwerde gutzuheissen.
7.
7.1
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem
kann
tonalen
Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr.
700.-- anzusetzen
und
der unterliegenden Beschwer
degegnerin aufzuerlegen.
7.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollstän
diges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Parteientschädi
gung hat.
Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
). Als weitere Bemessungs
kriterien nennt § 7
der
Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädi
gungen vor dem Sozialversicherungsgericht
(
GebV
SVGer
)
den Zeitaufwand und die
Barauslagen.
In Nachachtung dieser Kriterien ist die Parteientschädigung beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf Fr.
2'000.-- (inklu
sive MWST und Barauslagen) festzusetzen
und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen
.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
27. Juli
202
3
aufgehoben und die Sache an die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zurückgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu entscheide.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine Parteient
schädigung von Fr.
2’000
.-- (inkl. Barauslagen und MWST) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Tomas Kempf
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
FehrLienhard