# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2153b32d-8c9b-5fa6-b491-fb866bd0fdf8
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.11.2018 I 2018 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-54_2018-11-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 54

Entscheid vom 12. November 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Z.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rente)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1968) unterzeichnete am 7. März 2002 eine Anmeldung 
zum Bezug von IV-Leistungen. Die damals zuständige IV-Stelle Bern gelangte 
nach Abklärungen mit Verfügung vom 17. September 2003 zum Ergebnis, dass 
mit Wirkung ab 1. Januar 2002 auf der Basis eines IV-Grades von 54% Anspruch 
auf eine halbe IV-Rente bestehe (IV-act. 23ff.). Diese Rentenverfügung beruhte 
darauf, dass A.________ im Januar 2001 an beiden Augen von Dr.med. 
B.________ operiert worden war und seither (infolge missglückter Operation) aus 
visuellen Gründen eingeschränkt ist (vgl. IV-act. 73-1/3 i.V.m. IV-act. 75; IV-act. 
60).

Im Rahmen einer IV-Rentenrevision ermittelte die IV-Stelle Bern einen IV-Grad 
von 55% und teilte dem Rechtsvertreter von A.________ am 20. August 2009 
mit, dass weiterhin Anspruch auf eine halbe IV-Rente bestehe (IV-act. 48). 

B. Nachdem A.________ seinen Wohnsitz in den Kanton Schwyz verlegt hat-
te, leitete die IV-Stelle Schwyz am 2. September 2011 ein IV-Rentenrevisions-
verfahren ein (IV-act. 49). Das Verfahren verzögerte sich u.a. einerseits wegen 
eines zivilrechtlichen Verfahrens vor dem Tribunal civil de l'arrondissement de la 
Sarine (FR) gegen die Erbin des zwischenzeitlich verstorbenen Operateurs 
(Dr.med. B.________) und anderseits infolge des Beizugs von Observationsun-
terlagen der Haftpflichtversicherung des operierenden Arztes.

C. Nach einer Sichtung und Auswertung der Akten durch die BVM-Abteilung 
der IV-Stelle Schwyz vom 17. August 2015 regte der konsultierte RAD-Arzt 
Dr.med. C.________ (Allgemeinmedizin FMH) eine polydisziplinäre medizinische 
Untersuchung an (vgl. IV-act. 106). Darüber informierte die IV-Stelle mit Schrei-
ben vom 28. August 2015 (IV-act. 107). In einer Eingabe vom 17. September 
2015 opponierte der Rechtsvertreter von A.________ gegen eine interdisziplinä-
re Abklärung (IV-act. 112). Mit Schreiben vom 7. Oktober 2015 teilte die IV-Stelle 
mit, dass an einer interdisziplinären Abklärung festgehalten werde, indessen 
wurde die Frage aufgeworfen, ob auf Abklärungen in den Disziplinen Neurologie 
und Rheumatologie verzichtet werden könne (IV-act. 114). 

Mit Schreiben vom 20. Oktober 2015 erklärte sich A.________ mit einer interdis-
ziplinären Abklärung (inkl. die Disziplinen Neurologie und Rheumatologie) ein-
verstanden, empfahl indessen, dass die Begutachtungsstelle mit dem früheren 
IV-Gutachter Dr.med. H.________ (Augenarzt FMH) zusammenarbeiten solle 
(IV-act. 117). In der Antwort vom 21. Oktober 2015 erläuterte die IV-Stelle, dass 
die Vergabe des Gutachtensauftrages gestützt auf Art. 72bis Abs. 2 IVV nach dem 
Zufallsprinzip erfolge (IV-act. 118). In der Folge wurde der Begutachtungsauftrag 

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der Gutachterstelle I.________ zugelost (IV-act. 122). Diese Information (inkl. die 
Namen der Gutachter) wurde am 13. Januar 2016 u.a. dem Rechtsvertreter von 
A.________, aber auch der Haftpflichtversicherung des operierenden Arztes 
schriftlich mitgeteilt (IV-act. 125). Daraufhin forderte A.________ mit Eingabe 
vom 2. Februar 2016 von der IV-Stelle, dass der Begutachtungsauftrag dem 
I.________ zu entziehen und eine andere Begutachtungsstelle zu ernennen sei 
(IV-act. 126).

D. Mit Zwischenverfügung vom 19. Februar 2016 hat die IV-Stelle das 
Ausstandsbegehren bzw. das Begehren um Widerruf des Begutachtungsauftrags 
an das I.________ abgewiesen (IV-act. 128). Eine dagegen von A.________ am 
7. April 2016 erhobene Beschwerde hat das Verwaltungsgericht Schwyz mit Ent-
scheid I 2016 37 vom 25. Juli 2016 abgewiesen (IV-act. 142). Auf eine dagegen 
erhobene Beschwerde ist das Schweizerische Bundesgericht nicht eingetreten 
(Urteil 8C_612/2016 vom 6.10.2016 = IV-act. 152).

E. Am 23. November 2016 hat die I.________-Gutachterstelle A.________ für 
eine am 16. Januar 2017 geplante Untersuchung aufgeboten (IV-act. 157-2f./3). 
Die weiteren Untersuchungen fanden am 12. und 14. Juni 2017 statt (IV-act. 158-
3/3). Am 14. August 2017 wurde das interdisziplinäre Gutachten erstattet (IV-act. 
160). Nach einer am 5. Dezember 2017 vorgenommenen Würdigung des Gut-
achtens durch den zuständigen RAD-Arzt D.________ (IV-act. 166) hat die IV-
Stelle mit Vorbescheid vom 22. Januar 2018 angekündigt, die Rente werde auf-
gehoben (IV-act. 167). Mit Eingaben vom 23. Februar 2018 und vom 25. April 
2018 erhob A.________ Einwände gegen den Vorbescheid (IV-act. 171 und 
174). Am 29. Mai 2018 verfügte die IV-Stelle, dass die Rente auf Ende des nach 
der Zustellung folgenden Monats aufgehoben werde (IV-act. 175).

F. Gegen diese am 30. Mai 2018 eingegangene Verfügung liess A.________ 
fristgerecht am 28. Juni 2018 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit 
den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Schwyz vom 29. Mai 2018 wird auf-
gehoben.

2. Primär: Die bisher ausgerichtete Invalidenrente wird im Rahmen des geführten 
Revisionsverfahrens bestätigt.
Subsidiär: Die Angelegenheit wird der Vorinstanz zu weiteren Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen zurückgewiesen.

3. Die Gerichtskosten werden der IV-Stelle des Kantons Schwyz auferlegt.
4. Für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht sei dem Beschwerdeführer zu 

Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Mit Vernehmlassung vom 23. August 2018 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen (unter Kostenfolgen zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers). Im Eventualstandpunkt beantragte die IV-Stelle (für den Fall, dass an der 
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung gemäss I.________-Gutachten zu zweifeln sei, dass 
der Beschwerdeführer aufzufordern sei, seine vollständigen Tauchlogbücher für 
die Zeit zwischen März 2002 bis heute einzureichen.

Zur vorinstanzlichen Vernehmlassung nahm der Beschwerdeführer in Eingaben 
vom 5. und 12. September 2018 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird 
gemäss Art. 17 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Dies gilt auch für 
andere formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistungen, deren 
Sachverhaltsgrundlage sich nachträglich erheblich verändert hat. Die Frage der 
wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch 
Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen 
Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen 
Revisionsverfügung. Eine rechtskräftige Revisionsverfügung gilt - im Hinblick auf 
eine weitere Revision - ihrerseits als (neue) Vergleichsbasis, wenn sie auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 
Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den 
erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_137/2017 vom 8.11.2017 Erw. 3.1 mit Verweis auf BGE 133 
V 108).

1.2 Der Beweiswert eines zwecks Rentenrevision erstellten Gutachtens hängt 
wesentlich davon ab, ob es sich ausreichend auf das Beweisthema - erhebliche 
Änderung(en) des Sachverhalts - bezieht. Einer für sich allein betrachtet 
vollständigen, nachvollziehbaren und schlüssigen medizinischen Beurteilung, die 
im Hinblick auf eine erstmalige Beurteilung der Rentenberechtigung beweisend 
wäre, mangelt es daher in der Regel am rechtlich erforderlichen Beweiswert, 
wenn sich die (von einer früheren abweichende) ärztliche Einschätzung nicht 
hinreichend darüber ausspricht, inwiefern eine effektive Veränderung des 
Gesundheitszustandes stattgefunden hat. Vorbehalten bleiben Sachlagen, in 
denen es evident ist, dass die gesundheitlichen Verhältnisse sich verändert 
haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_137/2017 Erw. 3.1 mit Verweis auf die 

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Urteile 9C_418/2010 vom 29.8.2011 Erw. 4.2, in: SVR 2012 IV Nr. 18 S. 81 und 
9C_710/2014 vom 26.3.2015). 

2.1  Im vorliegenden Fall geht es um eine revisionsweise Aufhebung der 
bisherigen halben IV-Rente, welche ursprünglich mit Verfügung vom 17. 
September 2003 auf der Basis eines ermittelten IV-Grades von 54% mit Wirkung 
ab Januar 2002 zugesprochen worden war. Der damalige IV-Grad von 54% 
wurde wie folgt hergeleitet: Aus medizinisch-theoretischer Sicht wurde eine 
Arbeitsunfähigkeit ("incapacité de travail médico-théorique") von 50% 
veranschlagt, welche aus der irreversiblen Schädigung der Sehfunktion mit 
verschlechtertem Visus beidseits, Blendung, schnelle Ermüdung ("lire à l’écran et 
sur papier est possible pendant maximum 30 mn…“), Kopfschmerzen, 
verminderte Akkomodation etc. hergeleitet wurde (vgl. IV-act. 22-3/145 i.V.m. IV-
act. 20-3/3). Beim Einkommensvergleich ermittelte die IV-Stelle Bern ein 
Valideneinkommen des Versicherten (als gesunder Unternehmer) von Fr. 
212‘400.-- (hergeleitet aus den Geschäftszahlen der vom Versicherten 
beherrschten Firma E.________ SA, vgl. IV-act. 22-29ff./145), welches im 
Vergleich zum berechneten Invalideneinkommen von Fr. 97‘285.-- (als 
Versicherter mit den angeführten gesundheitlichen Beeinträchtigungen) einen IV-
Grad von 54% ergab (212‘400 minus 97‘285 = 115‘115; 115‘115 : 212‘400 x 100 
= 54.19, vgl. IV-act. 22-17/145, 23-1/2). 

2.2 Am 6. September 2007 eröffnete die IV-Stelle Bern ein 
Rentenrevisionsverfahren und ersuchte den Versicherten um aktuelle Angaben 
zur gesundheitlichen und erwerblichen Situation (vgl. IV-act. 28). Dr.med. 
J.________ (Psychiatrie und Psychotherapie FMH) bescheinigte der IV-Stelle 
Bern am 2. April 2008, dass er den Versicherten am 31. Januar 2008 nochmals 
untersucht habe sowie dass der Versicherte aus psychiatrischer Sicht gesund sei 
(siehe IV-act. 30-1f./2). Hinsichtlich der Sehstörungen holte die IV-Stelle Bern 
einen Bericht der Augenklinik F.________ ein, welcher am 13. November 2008 
erstattet wurde. PD Dr. med. K.________ (Facharzt FMH für Augenheilkunde) 
stellte die Diagnose eines Status nach Lasik (Laser-in-situ-Keratomileusis) 
beidseits/ optische Störungen (IV-act. 39-1/4). Weiter führte dieser Augenarzt 
sinngemäss aus, dass der Versicherte in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
Informatiker nach 2 h am PC stark ermüdet sei; zudem sei Autofahren nachts 
praktisch unmöglich. Gesamthaft schätzte er die verbliebene Arbeitsfähigkeit des 
Versicherten auf ca. 80% (vgl. IV-act. 39-2/4, Ziff. 3). Im anschliessenden 
Einkommensvergleich knüpfte die IV-Stelle Bern bei der Ermittlung des 
Invalideneinkommens an die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Augenarztes PD 
Dr.med. L.________ an, indem vom Tabellenlohn aus der Lohnstrukturerhebung 

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2006 (TA7, Position 21, Niveau 1+2 für Männer) von jährlich Fr. 119'220.-- (9'530 
: 40 x 41.7 = 9'935 x 12) lediglich 80% bzw.  Fr. 95'376.-- (0.8 x 119'220) 
berücksichtigt wurden (siehe IV-act. 47-4/5 oben). Zur Ermittlung des 
Invalideneinkommens stellte die IV-Stelle Bern im "Rapport d’enquête" vom 14. 
August 2009 deshalb auf einen Tabellenlohn ab, weil der Versicherte seine Firma 
E.________ SA am 1. April 2009 an die Firma G.________ SA verkauft hatte 
(vgl. IV-act. 47-2/5, 2. unterster Absatz). Das aus den Tabellenlöhnen 
hergeleitete Invalideneinkommen von Fr. 95'376.-- ergab im Vergleich zum 
unverändert übernommenen Valideneinkommen von Fr. 212‘400.-- einen IV-
Grad von 55% (bzw. im Vergleich zur ursprünglichen Rentenverfügung mit 
einem IV-Grad von 54% einen geringfügig höheren IV-Grad; vgl. IV-act. 47-4/5; 
212‘400 minus 95‘376 = 117‘024; 117‘024 : 212‘400 x 100 = 55.09). Dieses 
Ergebnis des IV-Rentenrevisionsverfahrens mit einem leicht höheren IV-Grad 
von 55% führte zur Mitteilung der IV-Stelle Bern vom 20. August 2009, wonach 
weiterhin Anspruch auf eine halbe IV-Rente bestehe (IV-act. 48).

2.3.1  Bei dieser Sachlage ist als Zwischenergebnis festzuhalten, dass die IV-
Stelle Bern im Rentenrevisionsverfahren, welches von September 2007 bis 
August 2009 dauerte, erwiesenermassen eine umfassende materielle 
Überprüfung des Rentenanspruchs sowohl im Hinblick auf die gesundheitliche 
Situation, als auch hinsichtlich eines (infolge des Firmenverkaufs) neuen 
Einkommensvergleichs (mit einem aus den Tabellenlöhnen hergeleiteten 
Invalideneinkommen) vorgenommen hat. Dass dabei die IV-Stelle Bern trotz des 
berücksichtigten höheren Arbeitsfähigkeitsgrades von 80% (statt 50% gemäss 
ursprünglicher Rentenverfügung) einen Erwerbsunfähigkeitsgrad von 55% 
ermittelte, hängt letztlich damit zusammen, dass der Versicherte als (gesunder) 
Unternehmer (mit ursprünglich eigener Firma im Informatikbereich) ein (im 
Vergleich zu den meisten Tabellenlöhnen) überdurchschnittliches Einkommen 
erzielte, was zu einem hohen Valideneinkommen führte (derweil das 
Invalideneinkommen - aufgrund einer Änderung der Erwerbssituation [Verkauf 
der eigenen Firma] - im erwähnten Revisionsverfahrens trotz höherem 
Arbeitsfähigkeitsgrad im Vergleich zur ursprünglichen Rentenverfügung tiefer 
angesetzt wurde).

2.3.2  Damit ist im vorliegend umstrittenen, von der IV-Stelle Schwyz 
durchgeführten Rentenrevisionsverfahren die aktuelle (gesundheitliche und 
erwerbsmässige) Situation mit derjenigen zu vergleichen, welche die IV-Stelle 
Bern im August 2009 (beim Abschluss des damaligen Revisionsverfahrens, 
siehe Erw. 2.2) festgehalten hat. Darauf wurde in der vorliegenden Beschwerde 
(S. 4, Ziff. 2) zu Recht hingewiesen.

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2.3.3  Demgegenüber beruht die angefochtene Rentenaufhebungsverfügung 
vom 29. Mai 2018 auf einem Vergleich mit der ursprünglichen Rentenverfügung 
vom 17. September 2003 (vgl. insbesondere IV-act. 175-3/8, 8. Abs.), was nach 
dem Gesagten offensichtlich falsch ist. 

3.1 In der Folge ist zu prüfen, ob und inwiefern sich die aktuelle 
gesundheitliche Situation seit August 2009 (= massgebender 
Vergleichszeitpunkt) verändert hat. Damals (im August 2009) wurden die 
Sehstörungen sowie die damit zusammenhängenden Auswirkungen wie 
schnellere Ermüdung, weniger PC-Arbeit bzw. geringere Zumutbarkeit von 
Bildschirmarbeit, zeitliche Einschränkungen beim Lesen, vermehrter 
Pausenbedarf etc. mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % 
berücksichtigt. Mit anderen Worten war für die IV-Stelle (Bern) im 
Vergleichszeitpunkt ein zumutbarer Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% gegeben (vgl. 
oben, Erw. 2.2). 

3.2.1  Im vorliegenden I.________-Gutachten vom 14. August 2017 wirkten 
Dr.med. M.________ (FMH Allgemeinmedizin/ Fallführung), Dr.med. N.________ 
(FMH Neurologie), Dr.med. O.________ (FMH Psychiatrie/ Psychotherapie), 
Dr.med. P.________ (FMH Rheumatologie) und Dr.med. Q.________ (FMH 
Ophthalmologie) mit (IV-act. 160-27/27). Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit wurden Sehstörungen beidseits angeführt mit folgenden 
Zusätzen (IV-act. 160-24/27):

- Z.n. refraktiver Laserchirurgie (LASIK)
- Irregulärer Astigmatismus (ICD-10 H52.2)
- Anisometropie (ICD-10 H52.3)
- Chronische Benetzungsstörung (ICD-10 H 10.4)

3.2.2  Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter u.a. was folgt aus (IV-act. 160-
25/27):

Bei unserer ophthalmologischen Untersuchung wurden ein irregulärer 
Astigmatismus und eine Anisometropie diagnostiziert. Der Astigmatismus beruht 
auf zu kleiner Abtragungsfläche bei der Lasik-Operation gegenüber der 
Pupillenweite. Dies führt zu Streulichtphänomenen insbesondere bei Dämmerung 
und in der Nacht. Durch den Refraktionsunterschied können beim binokularen 
Sehen Störungen auftreten, was zu Ermüdungserscheinungen führt. Auch die 
chronische Benetzungsstörung kann zu Verschwommensehen und schnellerer 
Ermüdung führen. Aus ophthalmologischer Sicht ist daher die Arbeitsfähigkeit 
insbesondere bei Büroarbeit um 15% eingeschränkt wegen erhöhtem 
Pausenbedarf. Tätigkeiten ohne höhere Anforderungen an diese Leistung wie auch 
sportliche Betätigungen sind allenfalls mit Tragen einer Schutzbrille gegen Zugluft 
ohne Einschränkungen möglich.

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3.2.3  Hinsichtlich der Fragestellung, inwiefern sich die gesundheitliche Situation 
und namentlich die ärztlich bescheinigte Arbeitsfähigkeit im Vergleich zu früheren 
ärztlichen Einschätzungen verändert haben, wurde im I.________-Gutachten 
unter Ziffer 6.5 ausgeführt (IV-act. 160-26/27, Hervorhebung nicht im Original):

Aus ophthalmologischer Sicht wurde 2003 im Gutachten von Dr. Y.________ eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50% festgestellt. Die damals erhobenen Befunde, 
insbesondere der Refraktionsunterschied haben sich verbessert. Der Explorand 
hatte damals auch eine andere Tätigkeit, welche er nicht mehr ausübt. Die 
Arbeitsfähigkeit wird deshalb von uns höher beurteilt. Im Wesentlichen besteht 
Übereinstimmung mit den Angaben der Begutachtung der Augenklinik 
F.________ 2008. Im weiteren Verlauf gaben die behandelnden Augenärzte 
jeweils einen stationären Zustand an. (…)

3.3 Aus diesen Angaben der I.________-Gutachter kann grundsätzlich - im 
Vergleich zur Einschätzung der Augenklinik F.________ von November 2008 
(Dr.med. L.________) - keine relevante Veränderung bzw. Verbesserung des 
Gesundheitszustandes des Versicherten hinsichtlich der Sehstörungen (und 
deren dargelegten Auswirkungen wie schnellere Ermüdung etc.) hergeleitet 
werden. Im Gegenteil betonten die I.________-Gutachter ausdrücklich, dass sie 
den Angaben der Augenklinik F.________ aus dem Jahr 2008 im Wesentlichen 
beipflichten. 

3.4 Bei dieser Sachlage ist im Lichte der in Erwägung 1.2 dargelegten 
Rechtsprechung des Bundesgerichts dem vorliegenden I.________-Gutachten 
der Beweiswert für die Belange der Rentenrevision abzusprechen. Denn im 
I.________-Gutachten wird nicht hinreichend dargelegt, inwiefern sich die 
gesundheitliche Situation seit der Einschätzung des Arbeitsfähigkeitsgrades 
durch Dr.med. L.________ (Augenklinik F.________) im November 2008 
massgeblich verändert habe. Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung 
übersehen, dass die I.________-Gutachter eine Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit im Vergleich zur ursprünglichen Rentenverfügung (17.9.2003) 
postuliert haben. Diese Verbesserung der Arbeitsfähigkeit wurde indes bereits 
von der IV-Stelle Bern im IV-Revisionsverfahren (2007 - 2009) mit einem 
geänderten (gemäss Augenklinik F.________ auf 80% erhöhten) 
Arbeitsfähigkeitsgrad berücksichtigt. Dass seither die Arbeitsfähigkeit weiter 
zugenommen habe (von 80% auf 85%), wurde im I.________-Gutachten nicht 
thematisiert.

3.5 Und selbst wenn entgegen den vorstehenden Ausführungen an sich dem 
I.________-Gutachten zu folgen wäre, verhält es sich so, dass im erwähnten 
Bericht der Augenklinik F.________ die zumutbare Arbeitsfähigkeit auf "ca. 80%" 
veranschlagt wurde (mithin eine Einschränkung von 20% anerkannt wurde, IV-
act. 39-2/4), derweil die I.________-Gutachter die mit den Sehstörungen 

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einhergehenden Beeinträchtigungen auf 15% schätzen und somit von einem 
Arbeitsfähigkeitsgrad von 85% ausgehen. In einer solch geringfügigen Differenz 
in der geschätzten Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ist keine wesentliche Änderung in 
den tatsächlichen Verhältnissen zu erblicken, sondern vielmehr eine etwas 
andere (strengere) Betrachtungsweise eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Gesundheitszustandes. Dafür spricht auch, dass sich die I.________-Gutachter 
ausdrücklich an die Einschätzung gemäss Bericht der Augenklinik F.________ 
2008 anlehnten (siehe IV-act. 160-26/27, Ziffer 6.5) und auch die Vorinstanz in 
der angefochtenen Verfügung ausdrücklich zum betreffenden Bericht der 
Augenklinik F.________ 2008 festhielt: "Dies entspricht etwa unserer 
Beurteilung" (vgl. IV-act. 175-2/8 unten). Damit ist - entgegen der Auffassung der 
Vorinstanz - kein relevanter Revisionsgrund gegeben. 

3.6 Und selbst dann, wenn ungeachtet der vorstehenden Erwägungen auf den 
von den I.________-Gutachtern geschätzten Arbeitsfähigkeitsgrad abzustellen 
wäre, hätte es mit dem Fortbestand eines Anspruchs auf eine halbe IV-Rente 
sein Bewenden, denn die Vorinstanz hat hinsichtlich der erwerblichen Seite nicht 
dargelegt, inwiefern die im Rahmen der Rentenrevision 2009 verwendeten 
Parameter (Valideneinkommen von Fr. 212'400/ Tabellenlohn von Fr. 119'220 als 
Ausgangspunkt für die Ermittlung des massgebenden Invalideneinkommens) bei 
einer Umrechnung auf die aktuellen Verhältnisse zu einer Aufhebung der halben 
IV-Rente führen würden. Selbst wenn man gemäss I.________-Gutachten von 
einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 85% ausginge, würde anhand des erwähnten 
Tabellenlohnes von Fr. 119'220.-- (per 2009, noch ohne Berücksichtigung der 
seither erfolgten Lohnentwicklung) ein Invalideneinkommen von Fr. 101'337.-- 
resultieren (119'220 x 0.85; statt Fr. 95'376 gemäss damaliger Berechnung der 
IV-Stelle Bern). Stellt man dieses so ermittelte Invalideneinkommen dem 
Valideneinkommen von Fr. 212‘400.-- gegenüber, resultiert ein IV-Grad von 
52.28 % (212'400 minus 101'337 = 111'063; 111'063 : 212'400 x 100 = 52.289). 
Nachdem die Lohnentwicklung von 2009 bis heute beim Valideneinkommen und 
Invalideneinkommen parallel vorzunehmen wäre, würde sich letztlich am 
Anspruch auf eine halbe IV-Rente nichts ändern.

4. An diesem Ergebnis, wonach bei einer korrekt (mit der richtigen 
Vergleichsbasis) durchgeführten Rentenrevision ein Anspruch auf eine halbe IV-
Rente verbleibt, vermögen die Vorbringen der Vorinstanz in der Vernehmlassung 
nichts zu ändern. Unbehelflich sind im vorliegenden Kontext namentlich die 
Hinweise auf die BVM-Akten und Tauchaktivitäten des Versicherten, weil mit 
dieser Argumentation übersehen wird, dass bei der letzten materiellen 
Überprüfung des Rentenanspruchs durch die IV-Stelle Bern im Jahre 2009 ein 

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massgebender Arbeitsfähigkeitsgrad von 80% (und nicht mehr 50% gemäss 
ursprünglicher Rentenverfügung) berücksichtigt wurde.

5. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
der Vorinstanz auferlegt. 

Zudem wird dem beanwalteten Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung zugesprochen. In Beachtung des kantonalen Gebührenta-
rifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411), welcher für das Honorar in Ver-
fahren vor dem Verwaltungsgericht in § 15 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- 
bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen 
Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und der Art der Ar-
beitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und in Ausübung des pflichtgemässen 
Ermessens ist das Honorar (inkl. Auslagen/ MwSt) auf Fr. 2‘500.-- festzulegen. 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung 
aufgehoben und es wird festgehalten, dass der Beschwerdeführer weiterhin 
Anspruch auf eine halbe IV-Rente hat.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, 
dass das Verwaltungsgericht den vom Beschwerdeführer bezahlten Kos-
tenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und ihm (bzw. seinem Rechtsvertre-
ter) Fr. 500.-- durch die Vorinstanz zu bezahlen sind.

3. Dem beanwalteten Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine 
Parteientschädigung von Fr. 2‘500.-- (inkl. MwSt und Spesen) zugespro-
chen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 12. November 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 19. November 2018