# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7055528a-5e29-507c-b425-e874ce78d524
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.11.2010 RR.2010.199
**Docket/Reference:** RR.2010.199
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2010-199_2010-11-03

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kostenvorschuss (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG).

Entscheid vom 3. November 2010 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher,  
Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Marcel Bosonnet, 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
Beschwerdegegnerin 

 
Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Belgien 

 
Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 
 
Kostenvorschuss (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 
Abs. 4 VwVG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2010.199  
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 
 

- die belgischen Behörden gegen unbekannte Täterschaft ein Strafverfahren 
wegen Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Gruppierung und 
wegen Verdachts der Vorbereitung terroristischer Handlungen führen; sie in 
diesem Zusammenhang mit einem Rechtshilfeersuchen vom 18. Febru-
ar 2010 an die Schweiz gelangt sind; sie unter anderem um Einsichtnahme 
in die Strafverfahrensakten Nr. 1 der Bundesanwaltschaft und um Heraus-
gabe von Kopien sachdienlicher Unterlagen aus diesen Akten ersuchten 
(act. 1.1); 

 
- das Bundesamt für Justiz das Rechtshilfeersuchen der Bundesanwaltschaft 

zum Vollzug übermittelt hat; diese mit Schlussverfügung vom 29. Juli 2010 
dem Rechthilfeersuchen entsprochen und die Herausgabe einer CD mit Fo-
tos aus den schweizerischen Strafverfahrensakten angeordnet hat 
(act. 1.1); 

 
- dagegen A. am 30. August 2010 durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde 

bei der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erheben lässt 
(act. 1);  

 
- der Beschwerdeführer mit der Beschwerde das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege stellte (act. 1); dieses Gesuch mit Zwischen-
entscheid vom 6. Oktober 2010 abgewiesen und dem Beschwerdeführer 
eine Frist bis zum 18. Oktober 2010 zur Leistung des Kostenvorschusses in 
der Höhe von Fr. 4'000.-- angesetzt wurde (act. 3); der Beschwerdeführer 
gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht wurde, dass bei Säumnis auf die 
Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 3);  

 
- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag 

rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben 
oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 30 
lit. b SGG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG), und die Rechtzeitigkeit im Zweifelsfall 
vom Pflichtigen zu beweisen ist; 

 
- der Beschwerdeführer innert Frist weder den ihm auferlegten Kostenvor-

schuss bezahlt noch um Zahlungserleichterungen ersucht hat; 
 

-  auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 30 
lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG); 

 

- 3 - 

 

 

-  der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 
wird (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG); für die Berechnung der 
Gerichtsgebühren das Reglement vom 11. Februar 2004 über die Ge-
richtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) zur Anwen-
dung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 15 Abs. 1 lit. a SGG ); die 
Kosten des Zwischenentscheides vom 6. Oktober 2010 mit einzubeziehen 
sind (act. 3); die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 300.-- festzusetzen ist. 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 4. November 2010 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Marcel Bosonnet 
- Bundesanwaltschaft 
- Bundesamt für Justiz 
Rechtsmittelbelehrung 

 
Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).