# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d7a8cd6-782d-5a6d-9e98-3c6b1c5067d1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.08.2020 200 2020 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-82_2020-08-06.pdf

## Full Text

200 20 82 IV
ACT/SHE/MAJ/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. August 2020

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Fürsprecher lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Dezember 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1974 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) fiel 
am 14. Januar 2003 bei der Arbeit zwei Treppenstufen rückwärts hinunter 
und verspürte ab diesem Zeitpunkt Schmerzen an der unteren Lendenwir-
belsäule (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin 
{act. II, IIA}], act. II 78.56). Mit Verfügung vom 4. Januar 2006 
(act. II 78.109), bestätigt durch Einspracheentscheid vom 25. August 2006 
(act. II 78.99), sprach der zuständige Unfallversicherer für die verbliebene 
Beeinträchtigung ab dem 1. September 2005 eine Invalidenrente basierend 
auf einem Invaliditätsgrad von 11 % und eine Integritätsentschädigung für 
eine Integritätseinbusse von 10 % zu. Die Rente wurde mit unwiderspro-
chen gebliebener Verfügung vom 19. Januar 2011 (act. II 78.60) per Fe-
bruar 2011 aufgehoben.

B.

Bereits im Mai 2004 (act. II 2) meldete sich der Versicherte unter Hinweis 
auf seinen Unfall vom 14. Januar 2003 bei der IVB zum Leistungsbezug an. 
Nach getätigten beruflichen und medizinischen Abklärungen verneinte die-
se mit Verfügung vom 18. August 2005 (act. II 23) bei einem ermittelten 
Invaliditätsgrad von 0 % einen Rentenanspruch. Nach hiergegen erhobener 
Einsprache (act. II 25) holte die IVB insbesondere ein interdisziplinäres 
Gutachten der Dres. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und Rheumatologie, und D.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, vom 16. bzw. 20. Oktober 2006 (act. II 47 f.) ein und wies 
mit Entscheid vom 27. März 2007 (act. II 58) die Einsprache bei einem 
neuerlich ermittelten Invaliditätsgrad von 8 % ab, was unangefochten blieb.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 3

C.

Der Versicherte erlitt am 5. September 2015 (act. IIA 80.55) einen Motor-
radunfall. In der Folge erbrachte der zuständige Unfallversicherer erneut 
die gesetzlichen Leistungen (act. IIA 80.50 ff.), welche er mit Verfügung 
vom 11. April 2016 (act. IIA 80.11) resp. Einspracheentscheid vom 28. Juni 
2017 (act. II 105) per Ende April 2016 einstellte.

D.

Im Mai 2016 (act. II 74) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf sei-
nen Motorradunfall wiederum bei der IVB zum Leistungsbezug an. Diese 
tätigte in der Folge erneut berufliche und medizinische Abklärungen. Insbe-
sondere holte sie bei den Dres. med C.________ und D.________ Gutach-
ten vom 22. Oktober 2018 (inklusive Stellungnahme vom November 2018 
[act. IIA 152.1, 152.2, 153.2, 158]) ein. Nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens (act. IIA 181, 184) sprach sie mit Verfügung vom 6. De-
zember 2019 (act. IIA 187) bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 48 % 
eine Viertelsrente ab 1. November 2017 zu.

E.

Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 27. Januar 2020 Beschwerde erheben. Er beantragt, in Aufhebung der 
Verfügung der IVB vom 6. Dezember 2019 sei ihm mindestens eine halbe 
Invalidenrente auszurichten.

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG; vgl. Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 
26. Februar 2020) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. Dezember 2019 
(act. IIA 187), mit welcher dem Beschwerdeführer ab 1. November 2017 
eine Viertelsrente zugesprochen wurde. Anstelle der Viertelsrente verlangt 
dieser mindestens die Zusprache einer halben Rente. Vorliegend ist nicht 
bloss der Anspruch auf eine allenfalls höhere als die zugesprochene Vier-
telsrente, sondern der Rentenanspruch als Ganzes zu prüfen (vgl. 
BGE 125 V 413 E. 2d S. 417).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VPRG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 5

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 6

Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4

2.4.1 Wird ein Gesuch um Revision eingereicht, so ist darin glaubhaft zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den 
Anspruch erheblichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs. 2 der Verordnung 
vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, 
so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach 
Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 IVV, vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 
S. 351).

2.4.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 7

gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.

3.1 Da die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung vom Mai 2016 
(act. II 74) eingetreten ist und über den Anspruch materiell entschieden hat, 
ist die Eintretensfrage richterlich nicht zu überprüfen (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeitraum zwi-
schen dem rentenablehnenden Entscheid vom 27. März 2007 (act. II 58) 
und der angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2019 (act. IIA 187) 
eine Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erhebli-
chen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

3.2 Wie dem Gutachten des Dr. med. C.________ vom 22. Oktober 
2018 entnommen werden kann, ist seit der Erstbegutachtung im Oktober 
2006 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten 
(act. IIA 152.2/22 unten), was einen medizinischen Neuanmeldungsgrund 
darstellt. Dies wird von den Parteien zu Recht nicht bestritten. Damit ist der 
Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig und neu 
zu prüfen (vgl. E. 2.4.4 hiervor).

3.3 Was den Gesundheitszustand seit der Neuanmeldung vom Mai 
2016 (act. II 74) betrifft, ist den Akten im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

Die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 2019 (act. IIA 187) stützt 
sich in medizinischer Hinsicht insbesondere auf die Gutachten der Dres. 
med. C.________ und D.________ vom 22. Oktober 2018 (act. IIA 152.1, 
152.2, 153.2) sowie deren Stellungnahme vom November 2018 
(act. IIA 158). In der Konsensbeurteilung wurde als Diagnose mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit ein lumbalbetontes Panvertebralsyndrom mit 
spondylogener Ausstrahlung in den Kopf und in die Extremitäten festgehal-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 8

ten. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen 
gestellt (act. IIA 152.1/3 f. Ziff. 4.2):

• Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
• Anpassungsstörung (seit Mitte Juli 2018 [ICD-10 F43.2])
• Chronisches, sich generalisierendes Schmerzsyndrom 

- nicht ausreichend somatisch abstützbar
- krankheitsfremde Faktoren
- primäres Fibromyalgie-Syndrom
- betont im Bereich der unteren im Vergleich zur oberen Körperhälfte
- betont im Bereich der linken im Vergleich zur rechten Körperhälfte
- Panalgie
- diffuse Druckschmerzangabe
- multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Schmerzen im 

Bereich Brustkorb und Rippen, Kopfschmerzen und Augenschmerzen
• Diffuse idiopathische skelettale Hyperostose

- Bewegungseinschränkungen der Brustwirbelsäule
• Übergewicht mit Body-Mass-Index von 29.6 kg/m2

• Gestörte Gluconeogenese
• Palmarerythem der Hände und Alkoholkonsum

- CDT-Wert im «Graubereich»
• Nikotinsucht von ca. 50 pack years
• Anamnestisch Reizmagensyndrom

Aus psychiatrischer Sicht stelle die insgesamt milde Symptomatik nach Juli 
2018 keine relevante Ursache für allfällige Funktionseinschränkungen dar. 
Letzteres gelte auch für die anhaltende somatoforme Schmerzstörung, 
welche nur partiell nachgewiesen werden könne. Der Explorand leide we-
gen des lumbobetonten Panvertebralsyndroms an Funktionseinbussen, 
welche sich nach der letzten Rückenoperation vom März 2018 insofern 
negativ auswirken würden, als er die Arbeit nur zu 70 bis 75 % ausüben 
könne. Vorgängig sei es vorübergehend zu höheren Funktionseinbussen 
gekommen (act. IIA 153.1/4 Ziff. 4.3). Die Arbeitsfähigkeit sei – aus rein 
somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt – für die zuletzt in der … in der 
Firma E.________ ausgeübte berufliche Tätigkeit seit dem 29. November 
2016 zunächst zu 100 %, seit Ende der postoperativen Rehabilitationspha-
se nach diesem Eingriff seit Anfang März 2017 zu maximal 20 bis 30 % und 
seit dem 22. März 2018 zu 100 % eingeschränkt gewesen. Nach dieser 
letzten Rückenoperation vom 22. März 2018 respektive nach der postope-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 9

rativen Rehabilitationsphase könne vom Gutachter für die zuletzt ausgeüb-
te berufliche Tätigkeit eine maximale Einschränkung von erneut 25 bis 
30 % bestätigt werden (act. IIA 153.1/5 f. Ziff. 4.7). Dieses zumutbare Ar-
beitspensum könne sowohl am Stück als auch mit reduziertem Arbeitstem-
po über den Tag verteilt abgeleistet werden (act. IIA 152.2/25). In einer 
angepassten Verweistätigkeit würden die gleichen Einschränkungen der 
Arbeitsfähigkeit resultieren (act. IIA 158/8 Ziff. 4.8). Eine optimal angepass-
te Tätigkeit liege in einem temperierten Raum (Raumluft), beschränke sich 
auf leicht- bis gelegentlich mittelgradig körperlich belastende Arbeiten und 
lasse die Möglichkeit, zwischen sitzender, stehender und gehender Kör-
perhaltung zu wechseln, zu. Das Einhalten der Rückenergonomie sei wün-
schenswert. Die regelmässig zu bewegenden Gewichte sollten nicht 
schwerer als 7.5 bis 10 kg sein (act. IIA 152.2/26).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 10

3.5 Die Gutachten der Dres. med. C.________ und D.________ vom 
22. Oktober 2018 (act. IIA 152.2 resp. act. IIA 153.2) sowie deren Kon-
sensbeurteilung vom selben Tag (act. IIA 152.1) und deren Stellungnahme 
vom November 2018 (act. IIA 158) erfüllen die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.4 hiervor) und erbringen vollen 
Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Die Fachärzte haben sich in 
ihren Beurteilungen sorgfältig mit den gesundheitlichen Einschränkungen 
auseinandergesetzt sowie ihre Schlussfolgerungen und Einschätzungen 
gestützt auf ihre Untersuchungen sowie die Akten in schlüssiger und nach-
vollziehbarer Weise dargelegt. Die Ausführungen in den Beurteilungen der 
medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand überzeugend begründet. Die 
Vorbringen des Beschwerdeführers schmälern – wie nachfolgend dargelegt 
– die Beweiskraft der Gutachten nicht.

Wie dem Gutachten des Dr. med. C.________ entnommen werden kann, 
ist in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 70 bis 75 % 
erstellt (act. IIA 152.2/25 f.), während in psychiatrischer Hinsicht keine Ein-
schränkung besteht (act. IIA 153.2/14). Entgegen der Auffassung in der 
Beschwerde (S. 3 Ziff. B/1) sprechen die Ergebnisse der beruflichen Ab-
klärung in der Stiftung F.________, während der der Beschwerdeführer ein 
Pensum von maximal 3.5 Stunden pro Tag leistete (act. IIA 175/1), nicht 
gegen die Zuverlässigkeit der Einschätzung der Gutachter, denn in beweis-
rechtlicher Sicht ist zu berücksichtigen, dass den Erkenntnissen von Ein-
gliederungsfachpersonen im Rahmen von beruflichen Abklärungen respek-
tive Programmen bezüglich der Beurteilung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit nur beschränkte Aussagekraft zukommt; sie beruhen in der Regel 
nicht auf vertieften medizinischen Untersuchungen, sondern auf berufs-
praktischen Beobachtungen, welche in erster Linie die subjektive Arbeits-
leistung der versicherten Person wiedergeben (Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 26. September 2019, 9C_379/2019, E. 3.5.3). Überdies 
ergibt sich aus den Einträgen zur Abklärung (Protokoll per 21. Februar 
2020 [in den Gerichtsakten], Einträge ab dem 27. Mai 2019) im Übrigen 
nichts, das den Gutachtern nicht bekannt gewesen wäre. Der RAD-Arzt, Dr. 
med. H.________, Facharzt für Arbeitsmedizin, hat sich in seiner Stellung-
nahme vom 17. Juli 2019 denn auch zu den Divergenzen zwischen dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 11

Resultat des Belastbarkeitstrainings und den Schlussfolgerungen der me-
dizinischen Gutachter geäussert und ausgeführt, dass die im Rahmen der 
beruflichen Abklärung gezeigten Einschränkungen mit Blick auf den Ge-
sundheitsschaden aus medizinischer Sicht nicht erklärt werden können 
(act. IIA 175/4). Diese Einschätzung deckt sich im Übrigen mit derjenigen 
des Dr. med. C.________, welcher betonte, dass aufgrund der Ergebnisse 
der Begutachtung vom 22. Oktober 2018 erhebliche Diskrepanzen zwi-
schen den einerseits geschilderten Beschwerden des Beschwerdeführers 
sowie dessen Verhalten während der Begutachtung und andererseits den 
objektivierbaren Befunden bestünden (act. IIA 152.2/19). Schliesslich ist 
gestützt auf den Bericht des Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 5. Juli 
2018 (act. IIA 145/2) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass 
die angepasste Tätigkeit drei Monate nach der Operation vom 22. März 
2018 möglich ist (vgl. act. IIA 153.1/5 f. Ziff. 4.7).

3.6 Zusammenfassend ist der medizinische Sachverhalt hinreichend 
abgeklärt und es kann in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; 
SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4) auf diesbezüglich weitere Erhebungen 
verzichtet werden. Aufgrund des Dargelegten ist damit erstellt, dass der 
Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 70 bis 75 % 
arbeits- und leistungsfähig ist (vgl. E. 3.5 hiervor). In der Folge ist der Inva-
liditätsgrad zu bemessen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 12

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

Bezog eine versicherte Person aus invaliditätsfremden Gründen (z.B. ge-
ringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, mangelnde Deutsch-
kenntnisse) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem 
Umstand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu 
tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien 
Stücken mit einem bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. 
Nur dadurch ist der Grundsatz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Ge-
sichtspunkte zurückzuführenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht 
oder aber bei beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichti-
gen sind. Diese Parallelisierung der Einkommen kann praxisgemäss ent-
weder auf Seiten des Valideneinkommens durch eine entsprechende Her-
aufsetzung des effektiv erzielten Einkommens oder durch Abstellen auf die 
statistischen Werte oder aber auf Seiten des Invalideneinkommens durch 
eine entsprechende Herabsetzung des statistischen Wertes erfolgen 
(BGE 141 V 1 E. 5.4 S. 3, 135 V 58 E. 3.1 S. 59; SVR 2018 UV Nr. 33 
S. 115 E. 2.2). Weicht der tatsächlich erzielte Verdienst mindestens 5 % 
vom branchenüblichen LSE-Tabellenlohn ab, ist er im Sinne der Recht-
sprechung deutlich unterdurchschnittlich und kann – bei Erfüllung der übri-
gen Voraussetzungen – eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen 
rechtfertigen. Es ist allerdings nur in dem Umfang zu parallelisieren, in wel-
chem die prozentuale Abweichung den Erheblichkeitsgrenzwert von 5 % 
übersteigt (BGE 135 V 297 E. 6.1.2 S. 303 und E. 6.1.3 S. 304).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 13

nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herange-
zogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 
E. 5.1.3). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte 
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 
E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf 
das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begren-
zen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 
IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beur-
teilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein-
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Frühestmöglicher Rentenbeginn wäre unter Berück-
sichtigung der sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der 
IV-Neuanmeldung vom Mai 2016 (act. IIA 74) November 2016. Jedoch ist 
eine Arbeitsunfähigkeit erst ab November 2016 erstellt (Gutachten des Dr. 
med. C.________ vom 22. Oktober 2019 [act. IIA 152.2/25]), weshalb das 
Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG erst im November 2017 abgelau-
fen ist. Damit besteht frühestens ab November 2017 Anspruch auf eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 14

Rente, weshalb auf diesen Zeitpunkt hin der Einkommensvergleich durch-
zuführen ist.

4.5 Das seit Januar 2009 bestehende Arbeitsverhältnis (act. IIA 85/2) 
wurde auf Ende Oktober 2017 aufgelöst (vgl. act. IIA 152.2/6) und würde im 
hypothetischen Gesundheitsfall überwiegend wahrscheinlich weiterbeste-
hen (vgl. E. 4.2 hiervor), weshalb das Valideneinkommen auf der Basis des 
damals bezogenen Lohnes festzusetzen ist. Im Jahr 2015, also vor der Zeit 
der erneuten Rückenbeschwerden im Jahr 2016 (act. IIA 152.2/25), verdi-
ente der Beschwerdeführer Fr. 84'109.70 brutto (act. IIA 86.1/2, 
act. II 75/1). Dieser Betrag ist auf das Jahr 2017 zu indexieren, woraus ein 
Jahresverdienst von Fr. 84'837.55 resultiert (Fr. 84'109.70 / 104.0 x 104.9 
[BFS, Tabelle T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2011 - 2018, Ziff. 10 - 
33, verarbeitendes Gewerbe / Herstellung von Waren, Indexbasis 2015 
bzw. 2017]).

Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 4 Ziff. 2) 
ist vorliegend keine Parallelisierung der Einkommen durchzuführen: Der 
durchschnittliche Lohn der Branche betrug im Jahr 2015 Fr. 61'383.70 
(Fr. 4'816.-- [LSE 2014, Tabelle TA1, Männer, Ziff. 10 - 11, Herstellung von 
Nahrungsmitteln / Getränkeherstellung, Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 
40 Wochenstunden x 42.2 Wochenstunden [BFS, BUA, 2015, Ziff. 10 – 12, 
Herstellung von Nahrungsmitteln und Tabakerzeugnissen] / 103.3 x 104.0 
[BFS Tabelle T1.1.10, Männer, Ziff. 10 - 33, Verarbeitendes Gewerbe / 
Herstellung von Waren, Indexbasis 2014 bzw. 2015]). Damit lag er deutlich 
unter dem tatsächlich erzielten und für die IV-Bemessung massgebenden 
Verdienst von Fr. 84'109.70.

4.6 Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die Tabellenlöhne der LSE 
zu bestimmen, verwertet der Beschwerdeführer doch seine Restarbeits-
fähigkeit nicht (vgl. E. 4.3 hiervor). Dieses ist unter Berücksichtigung der 
70%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit anhand der LSE 2016 per No-
vember 2017 auf Fr.  46'987.-- (Fr. 5'340.-- [LSE 2016, Tabelle TA1, Män-
ner, Total, Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenstunden x 41.7 
Wochenstunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei-
lungen {BUA}, 2017, Total] / 104.1 x 104.6 [BFS, Tabelle T1.1.10, Männer, 
Total, Indexbasis 2016 bzw. 2017] / 100 x 70) festzusetzen. Es liegt im Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 15

messensspielraum der Verwaltung, hier die maximale Arbeitsunfähigkeit 
von 30 % (vgl. E. 3.6 hiervor) zu berücksichtigen.

Vom festgesetzten Invalideneinkommen ist – anders als der Beschwerde-
führer dies verlangt (Beschwerde S. 4 Ziff. 2) – kein Tabellenlohnabzug 
vorzunehmen. So wurden die behinderungsbedingten Einschränkungen in 
der – grosszügig bemessenen – reduzierten Leistungsfähigkeit bereits um-
fassend berücksichtigt. Auch die übrigen Einzelfallkriterien (Alter-, Dienst-
jahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad; vgl. E. 4.3 
hiervor) rechtfertigen vorliegend keinen zusätzlichen Abzug, denn Hilfsar-
beiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt alter-
sunabhängig nachgefragt, weshalb sich der Faktor Alter nicht lohnsenkend, 
sondern im Kompetenzniveau 1 sogar lohnerhöhend auswirkt (Entscheid 
des BGer vom 15. März 2017, 8C_14/2017, E. 6.3). Weiter gilt es zu be-
achten, dass sich – anders als der Beschwerdeführer annimmt (Beschwer-
de S. 4 Ziff. 2) – die geltend gemachten fehlenden Sprachkenntnisse bei 
einer Tätigkeit im Kompetenzniveau 1 in keiner einen Abzug rechtfertigen-
den Weise auswirken (Entscheid des BGer vom 10. September 2019, 
8C_314/2019, E. 6.2), zumal einfache und repetitive Tätigkeiten keine gu-
ten Sprachkenntnisse erfordern (Entscheid des BGer vom 30. Oktober 
2017, 9C_418/2017, E. 4.5.2). Sodann verdienen Ausländer mit einer Nie-
derlassungsbewilligung (Kat. C [vgl. act. IIA 96/2]) zwar bei Stellen ohne 
Kaderfunktion weniger als Schweizer (Fr. 5'819.-- resp. Fr. 6'472.-- [vgl. 
Tabelle T12_b der LSE 2016]), aber dennoch mehr als das für die Invali-
ditätsbemessung herangezogene Durchschnittseinkommen (Fr. 5'340.-- 
[vgl. Ausführungen hiervor]). Aufgrund des Ausgeführten beträgt das 
massgebende Invalideneinkommen mindestens Fr. 46'987.--. 

4.7 Zusammenfassend resultiert bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 84'837.55 (vgl. E. 4.5 hiervor) und einem Invalideneinkommen von 
Fr. 46'987.-- (vgl. E. 4.6 hiervor) eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse 
von Fr. 37'850.55, was zu einem Invaliditätsgrad von aufgerundet 45 % 
(vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123) führt (Fr. 37'850.55 x 100 / 
Fr. 84'837.55). In der Folge besteht ab November 2017 Anspruch auf eine 
Viertelsrente.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 16

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 
2019 (act. IIA 187) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Aug. 2020, IV/20/82, Seite 17

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.