# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b10e9b53-fa78-5136-a62b-b830d7291724
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-06-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.06.2021 E-2828/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2828-2021_2021-06-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2828/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  J u n i  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

Mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas; 

Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay. 

   

Parteien 

 
A._______,  

unbekannter Herkunft,  

eigenen Angaben zufolge geboren am (…)  

und afghanischer Nationalität, 

vertreten durch Michael Pfeiffer, Juriste,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 17. Mai 2021 / N (…). 

 

 

 

E-2828/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 5. Februar 2021 in der Schweiz ein Asyl-

gesuch stellte, 

dass das SEM am 16. Februar 2021 eine summarische Erstbefragung mit 

dem Beschwerdeführer durchführte und dabei namentlich seine Identität, 

sein Alter, Schulbildung, Reiseweg und -dauer sowie kurz die Asylgründe 

thematisiert wurden,  

dass ihm am Ende dieser Befragung zur Person erklärt wurde, aufgrund 

seiner Angaben könne nicht abschliessend beurteilt werden, ob er minder-

jährig respektive wie alt er sei, weshalb allenfalls eine entsprechende  

medizinische Abklärung erfolgen werde, 

dass das SEM am 10. März 2021 gestützt auf Art. 29 AsylG (SR 142.31) 

mit dem Beschwerdeführer die Anhörung zu den Asylgründen durchführte, 

dass der Beschwerdeführer angab, er sei ein afghanischer Staatsangehö-

riger tadschikischer Ethnie, sei aber in Pakistan zur Welt gekommen und 

habe mit den Eltern und drei Geschwistern in B._______ gelebt und dort 

fünf Jahre lang eine Privatschule besucht, 

dass sein Vater ein Talib sei, dieser den älteren Bruder zu den Taliban nach 

Afghanistan geschickt habe und der Bruder dort unter nicht näher bekann-

ten Umständen ums Leben gekommen sei, 

dass den Vater dies nicht gross gekümmert habe und dieser sowie Leute 

aus seinem Bekanntenkreis ihn (Beschwerdeführer) ebenfalls hätten dazu 

motivieren wollen, sich den Taliban anzuschliessen,  

dass die Mutter ihn davor habe bewahren wollen und deswegen seine Aus-

reise gemeinsam mit einem jungen Mann aus der Nachbarschaft organi-

siert und diese auch finanziert habe, 

dass er Pakistan im Frühjahr 2018 verlassen habe und im Juni 2018 nach 

Griechenland gelangt sei, und er nach längerem Aufenthalt in diesem Land 

anschliessend über verschiedene europäische Staaten weitergereist und 

am 5. Februar 2021 in die Schweiz gelangt sei, 

dass der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren als Beweismit-

tel die Farbkopie einer pakistanischen Proof of Registration Card und eine 

Tazkira im Original zu den Akten reichte, 

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Seite 3 

dass das SEM dem Beschwerdeführer am 17. März 2021 mitteilte, sein 

Asylgesuch werde im erweiterten Verfahren behandelt, 

dass das SEM am 19. März 2021 durch das Institut für Rechtsmedizin 

(IRM) des Kantonsspitals C._______ ein Altersgutachten erstellen liess,  

gemäss dessen Ergebnis der Beschwerdeführer mit Sicherheit das (…) Le-

bensjahr vollendet habe, 

dass dem Beschwerdeführer am 31. März 2021 vom SEM dazu sowie zu 

Zweifeln an der vorgebrachten Identität, zur Vermutung der Identitätstäu-

schung und zu einer vom SEM beabsichtigten Datenanpassung im Zentra-

len Migrationssystem (ZEMIS) das rechtliche Gehör gewährt wurde, 

dass er durch seinen Rechtsvertreter am 7. Mai 2021 seine Stellungnahme 

und gleichzeitig Kopien der Tazkiras von Mutter und Schwester einreichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 17. Juni 2021 – eröffnet am 19. Juni 

2021 – einerseits das Asylgesuch des Beschwerdeführers ablehnte und die 

Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,  

dass es in dieser Verfügung andererseits die Personalien des Beschwer-

deführers im ZEMIS änderte und den Eintrag mit einem Bestreitungsver-

merk versah,  

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Angaben, 

des Beschwerdeführers seien ungenau, vage und teils widersprüchlich 

ausgefallen, und die behauptete Minderjährigkeit werde durch das forensi-

sche Altersgutachten widerlegt, 

dass er ausserdem auch zu seinen Lebensumständen in Pakistan wenig 

nachvollziehbare und substanzarme Angaben gemacht habe, 

dass insgesamt davon auszugehen sei, dass die eingereichten Identitäts-

dokumente gefälscht seien oder sich nicht auf ihn beziehen würden, womit 

weder die Identität noch die Staatsangehörigkeit glaubhaft gemacht oder 

belegt seien, 

dass die in der Stellungnahme vom 7. Mai 2021 seitens der Rechtsvertre-

tung dargelegten Argumente sowie beigebrachten Kopien der Tazkiras von 

Mutter und Schwester zu keiner Änderung des Standpunktes des SEM füh-

ren würden, 

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Seite 4 

dass der Beschwerdeführer demnach die Behörden über seine Identität 

getäuscht und damit auch nicht glaubhaft gemacht habe, dass er des 

Schutzes vor Verfolgung bedürfe, 

dass die Vorbringen den Anforderungen des Asylgesetzes ohnehin nicht 

genügen würden, weil sie weder eine asylrechtlich genügende Intensität 

aufweisen würden noch unter eines der in Art. 3 Abs. 1 AsylG abschlies-

send genannten Motive subsumiert werden könnten, 

dass das Asylgesuch demnach abzuweisen sei und aufgrund der Täu-

schung über seine Identität kein Grund zur Annahme allfälliger Hinweise 

auf die Flüchtlingseigenschaft bestehe, die Zulässigkeit des Wegweisungs-

vollzugs zwar grundsätzlich von Amtes wegen immer zu prüfen sei, jedoch 

diese Untersuchungspflicht nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der 

Mitwirkungspflicht der asylsuchenden Person finde, welche überdies die 

Substanziierungslast trage, 

dass nach ständiger Rechtsprechung des BVGer nicht Sache der Asylbe-

hörden sei, bei fehlenden Hinweisen seitens der asylsuchenden Person 

nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen,  

dass der Wegweisungsvollzug zulässig sei und weder die im tatsächlichen 

Heimatstaat herrschende politische Situation noch andere Gründe gegen 

die Zumutbarkeit seiner Rückkehr dorthin spreche, 

dass letztlich der Vollzug der Wegweisung technisch möglich und praktisch 

durchführbar sei, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Juni 2021 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei auf die Erhebung von Verfah-

renskosten, eventualiter auf das Einfordern eines Kostenvorschusses, zu 

verzichten, 

dass in materiell-rechtlicher Hinsicht beantragt wurde, die Verfügung des 

SEM vom 17. Mai 2021 sei aufzuheben, der Beschwerdeführer sei als 

Flüchtling anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren, eventualiter sei 

festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig und nicht 

zumutbar sei, subeventualiter sei die Verfügung aufzuheben und an die 

Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass auf die Begründung des Rechtsmittels, soweit entscheidwesentlich, 

in den Erwägungen Bezug genommen wird, 

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Seite 5 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 18. Ju-

ni 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

dass am gleichen Tag der Eingang des Rechtsmittels bestätigt und festge-

stellt wurde, der Beschwerdeführer könne den Ausgang des Verfahrens 

einstweilen in der Schweiz abwarten, 

 

und das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Ver-

fügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass die Anpassung der ZEMIS-Daten (vgl. Dispositivziffern 7 und 8 der 

SEM-Verfügung vom 17. Mai 2021) in der Beschwerde nicht angefochten 

worden ist und demnach keine Veranlassung besteht, ein separates 

ZEMIS-Beschwerdeverfahren (vgl. BVGE 2018 VI/3) parallel zum Asyl- 

Beschwerdeverfahren zu führen, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

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Seite 6 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass der im Asylverfahren geltende Untersuchungsgrundsatz unter ande-

rem an der Mitwirkungspflicht gemäss Art. 8 AsylG seine Grenze findet 

(vgl. BVGE 2014/12 E. 6 S. 213 f.) und Asylsuchende verpflichtet sind, an 

der Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken, insbesondere ihre Identität 

offenzulegen sowie Reisepapiere und Identitätsausweise abzugeben 

(Art. 8 AsylG und Art. 2a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

[AsylV 1, SR 142.311]),  

dass die Vorinstanz nach umfassend durchgeführten Abklärungen mit ein-

gehender Begründung dargelegt hat, weshalb der Beschwerdeführer nicht 

als Flüchtling anerkannt und ihm nicht Asyl gewährt werden könne, 

dass diese Erwägungen weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht 

zu beanstanden sind, und zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf 

diese zu verweisen ist,  

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Seite 7 

dass die Einwendungen in der Beschwerdeschrift sich im Wesentlichen im 

Wiederholen der bereits in der Stellungnahme vom 7. Mai 2021 enthalte-

nen Ausführungen erschöpfen, 

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung die Argumente der Stellungnahme 

vom 7. Mai 2021 geprüft und gewürdigt hat, und auch diese Ausführungen 

gemäss der vorliegenden Aktenlage als zutreffend zu beurteilen sind, 

dass die Beschwerde insgesamt nicht aufzeigt, inwiefern die Vorinstanz 

Bundesrecht verletzt oder den Sachverhalt fehlerhaft festgestellt haben 

sollte, 

dass die Vorinstanz zu Recht darauf hingewiesen hat, dass die Angaben 

des Beschwerdeführers zu seinem Alter, zu seinen Identitätspapieren, zu 

seinen persönlichen Lebensumständen (Schulbesuch, verwandtschaftli-

che Verhältnisse etc.) und zu den Umständen der Ausreise insgesamt un-

substanziiert und teilweise ungereimt ausgefallen sind (vgl. die ausführli-

chen Erwägungen der Vorinstanz unter Hinweis auf die entsprechenden 

Protokollstellen; angefochtene Verfügung S. 5 f.) und es ihm nicht gelingt, 

diesen Feststellungen insgesamt etwas Entscheidendes entgegen- 

zuhalten (vgl. Beschwerde S. 6 ff., insbes. S. 9 f.), 

dass das ausführliche Altersgutachten des RMI vom Frühling 2021 einen 

nachvollziehbaren und schlüssigen Eindruck hinterlässt, und dieses dar-

legt, wieso ein nach unten abweichendes Ergebnis der Altersschätzung ei-

nes Weisheitszahns angesichts der übrigen erhobenen Daten forensisch 

nicht zu berücksichtigen sei und – mit Bezug auf die Frage des Mindestal-

ters – zum Ergebnis kam, der Beschwerdeführer habe zu diesem Zeitpunkt 

das (…) Lebensjahr sicher vollendet gehabt, weshalb seine Altersangabe 

– ein chronologisches Lebensalter von (…) Jahren und (…) Monaten – 

nicht zutreffen könne (vgl. Gutachten A44 S. 5 f.), 

dass auch das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der gesamten 

Akten von der Richtigkeit dieser Aussage ausgeht, 

dass der Beschwerdeführer in Griechenland bezeichnenderweise eben-

falls als Volljähriger mit dem Geburtsdatum "(…)" registriert war (vgl. Ak-

tenstück A23), 

dass er in diesem Zusammenhang angibt, er sei bei seiner Ankunft in Grie-

chenland im Juni 2018 (…) Jahre alt gewesen und die griechischen Behör-

den hätten ihn als minderjährig eingestuft, was er in der Folge einzig mit 

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Seite 8 

dem Beharren auf der Behauptung, volljährig zu sein, habe verhindern kön-

nen (vgl. Protokoll Erstbefragung S. 6), was gänzlich unrealistisch er-

scheint, 

dass der Beschwerdeführer bis heute ausser einer Tazkira und der Foto-

grafie einer pakistanischen Proof of Registration Card trotz mehrfacher 

Aufforderung keine rechtsgenüglichen beweisbildenden Dokumente zum 

Beleg seiner Herkunft, Identität und des Alters beigebracht hat,  

dass er auf den Hinweis, die Proof of Registration Card zum Beleg des  

legalen Aufenthalts in Pakistan sei seit (…) 2015 abgelaufen, und er und 

seine Familie hätten sich folglich seither illegal in Pakistan aufhalten, mehr-

fach erklärt hat, bei ihnen sei das nicht so wichtig (vgl. Protokoll Erstbefra-

gung S. 9; Protokoll Anhörung F/A 48, 131), um auf der anderen Seite an-

zugeben, diese Proof of Registration Card sei das wichtigste Dokument 

gewesen und so lange man in Pakistan als Ausländer diese Karte auf sich 

trage, habe man keine Probleme (vgl. Protokoll Erstbefragung S. 4 und 

S. 9), 

dass weiter bezüglich der Proof of Registration Card erstens festzuhalten 

ist, dass diese nur in Form einer (unter unbekannten Umständen angefer-

tigten) Fotografie vorliegt und damit jeglichen Manipulationen zugänglich 

ist, und zweitens nicht nachvollziehbar ist, dass die ausstellenden pakista-

nischen Behörden ein genaues Geburtsdatum erfassen konnten ("[…]"), 

wenn die angeblich am (…) 2012 – und offensichtlich vor der Proof of Re-

gistration Card – ausgestellte Tazkira gerade kein exaktes Geburtsdatum 

aufführt, und ausserdem auffällt, dass in der entsprechenden Rubrik der 

Proof of Registration Card "Year of Birth" lautet und demnach dort nur 

"(…)" zu erwarten gewesen wäre, 

dass zur Tazkira vom (…) 2012 mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass es 

sich hierbei um ein fälschungsanfälliges Dokument ohne formale Sicher-

heitsmerkmale handelt,  

dass zudem die darin enthaltene Altersangabe ("gemäss jetzigem Aus- 

sehen […]-jährig") durch das Altersgutachten widerlegt worden ist und nicht 

zutreffend sein kann, und demnach nicht von einem authentischen Doku-

ment auszugehen ist,  

dass das SEM bei dieser Aktenlage zu Recht von der Unglaubhaftigkeit der 

Minderjährigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen ist, 

  

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Seite 9 

dass das Gericht nach dem Gesagten in Übereinstimmung mit der Vor-

instanz zum Schluss gelangt, dass der Beschwerdeführer falsche Angaben 

namentlich zu seinem Alter (und vermutungsweise auch zu seiner sonsti-

gen Identität und Herkunft) gemacht und dadurch seine Mitwirkungspflich-

ten gemäss Art. 8 AsylG grob verletzt hat,  

dass dieses Verhalten eine sinnvolle Prüfung der behaupteten Asylgründe 

(und auch des Vorliegens von Wegweisungsvollzugshindernissen) verun-

möglicht, zumal seine Identität – angesichts der offenkundig nicht authen-

tischen Tazkira auch seine Nationalität – nicht feststeht, 

dass der Vollständigkeit halber festzuhalten ist, dass die vorgebrachten 

Asylgründe den Anforderungen zur Bejahung der Flüchtlingseigenschaft 

ohnehin nicht zu genügen vermöchten, und auch die diesbezüglichen Er-

wägungen der vorinstanzlichen Verfügung, auf die verwiesen werden kann, 

als zutreffend zu beurteilen sind,  

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelingt, die Flüchtlingsei-

genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

das Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

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Seite 10 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG) und sich der Vollzug als unzumutbar erweist, wenn 

sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen wie Krieg, 

Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage konkret ge-

fährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass angesichts der vorstehenden Erwägungen davon auszugehen ist, 

dass der Beschwerdeführer es pflichtwidrig unterlassen hat, bei der Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts in der gebotenen Weise mit-

zuwirken, 

dass er praxisgemäss die Folgen seiner mangelhaften Mitwirkung respek-

tive der Verheimlichung seiner tatsächlichen persönlichen Verhältnisse in-

sofern zu tragen hat, als vermutungsweise davon auszugehen ist, dass 

keine flüchtlings- oder wegweisungsbeachtlichen Gründe gegen eine 

Rückkehr an seinen bisherigen Aufenthaltsort bestehen (vgl. BVGE 

2014/12 E. 5.10) und der Beschwerdeführer diese Vermutungen offen-

sichtlich nicht zu widerlegen vermag, weshalb eine Anordnung der vorläu-

figen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG), 

dass es schliesslich dem Beschwerdeführer obliegt, sich bei der zuständi-

gen Vertretung seines tatsächlichen Heimatstaates die für eine Rückkehr 

notwendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung 

auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG), 

dass sich aus diesen Erwägungen insgesamt ergibt, dass die angefoch-

tene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sach-

verhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – so-

weit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen 

ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und diese auf insgesamt 

Fr. 750.‒ festzusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ge-

mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, weil die Rechtsbegehren sich 

als aussichtslos erwiesen haben, 

dass der Antrag auf Befreiung von der Kostenvorschusspflicht mit dem vor-

liegenden Direktentscheid gegenstandslos geworden ist.  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.‒ werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Eveline Chastonay 

 

 

Versand: