# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fbb789c-a119-501c-92a6-0bbc69ca4cf3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.07.2008 D-3668/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3668-2008_2008-07-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3668/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richterin Therese Kojic,
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A._______, geboren 24. Februar 1955, 
Staatsangehörigkeit unbekannt, angeblich staatenlos,
dessen Lebenspartnerin B._______, 
geboren 2. Februar 1960, Mongolei,
und deren gemeinsame Kinder C._______, 
geboren 19. Januar 1991, Mongolei,
und D._______, geboren 11. September 1993,
Mongolei,
alle vertreten durch André Seydoux, Fürsprecher, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid); Verfügung vom 23. Mai 
2008/ N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3668/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführer am 23. Juni 2003 (Eltern) beziehungswei-
se  am  6.  April  2006  (Sohn  C._______)  und  24.  September  2007 
(Tochter D._______) in der Schweiz um Asyl nachsuchten,

dass der Beschwerdeführer (Vater) bei der Erhebung seiner Persona-
lien angab, er sei in der Volksrepublik China zur Welt gekommen, dort 
jedoch niemals registriert und im Alter von fünf Jahren zusammen mit 
seinem Vater  in  die  Mongolei  ausgeschafft  worden,  in  deren Haupt-
stadt  Ulaan Bataar  er  bis zur  Ausreise am 13. Juni  2003 mit  seiner 
Familie gelebt habe,

dass er zur Begründung seines Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 
machte, sein ehemaliger Geschäftspartner und dessen Entourage hät-
ten ihn wegen Meinungsverschiedenheiten über geschuldete Geldbe-
träge verschiedentlich zusammengeschlagen oder  mit  einem Messer 
verletzt und daneben auch gegen seine Lebenspartnerin Gewalt ange-
wandt und diese mit Drohungen in Angst versetzt,

dass er des Weiteren vorbrachte, er leide als Folge der wiederholten 
Gewalteinwirkungen  gegen  seine  Person  an  verschiedenen  gesund-
heitlichen Störungen wie namentlich Kopfschmerzen und nervösen Zu-
ckungen an beiden Augen,

dass  die  Beschwerdeführerin  (Mutter)  zur  Begründung  ihres  Asylge-
suchs den von ihrem Lebenspartner geltend gemachten Sachverhalt in 
den wesentlichen Zügen bestätigte, ihrem Wunsch nach einer Fortset-
zung der  Lebensgemeinschaft  Ausdruck gab und für  sich selbst  an-
führte,  sie  sei  wegen  der  erlittenen  Übergriffe  gesundheitlich  ange-
schlagen,

dass  das  BFF  (Bundesamt  für  Flüchtlinge,  seit  1.  Januar  2005  Be-
standteil  des BFM) mit Verfügung vom 6. Oktober 2004 in Bezug auf 
die Beschwerdeführer (Eltern) das Nichterfüllen der Flüchtlingseigen-
schaft feststellte, die Asylgesuche ablehnte und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFF zur  Begründung der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungs-
vollzugs zusammenfassend ausführte, gemäss den beiden eingereich-
ten ärztlichen Berichten vom 12. August 2004 beziehungsweise dem 

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Spitalbericht vom 12. Mai 2004 stünden einer Rückkehr der Beschwer-
deführer in die Mongolei keine medizinischen Gründe entgegen,

dass die Beschwerdeführer (Eltern) diese Verfügung in allen Punkten 
mit  Beschwerde vom 1. November 2004 bei der damals zuständigen 
Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) anfochten,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  der  ARK  mit  Zwischenverfü-
gung vom 10. Dezember 2004 ein im Nachgang zur Beschwerde ein-
gereichtes sinngemässes Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege (Gesuch um Genehmigung  der  Bezahlung  des  Verfah-
renskostenvorschusses in Raten) abwies und in der Begründung an-
führte,  die  Beschwerde  präsentiere  sich  unter  anderem deshalb  als 
aussichtslos,  weil  die  Folgerungen des BFF betreffend die Zulässig-
keit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  insge-
samt zu bestätigen sein dürften, nachdem auch der behandelnde Arzt 
in seinen Berichten vom 12. August  2004 in den geltend gemachten 
gesundheitlichen Beschwerden keine Vollzugshindernisse zu erblicken 
scheine,

dass der zuständige Einzelrichter der ARK mit Urteil  vom 24. Januar 
2005  wegen  Nichtbezahlens  des  Kostenvorschusses  auf  die  Be-
schwerde vom 1. November 2004 nicht eintrat,

das die beiden minderjährigen Kinder sich zur Begründung ihrer Asyl-
gründe jeweils hauptsächlich auf die Schwierigkeiten ihres Vaters be-
riefen und  darüber  hinaus geltend  machten,  sie  seien  nach  der  ge-
meinsamen Flucht aus der Mongolei im Unterschied zu ihren Eltern in 
Moskau verblieben und dort von einem profitsüchtigen Arbeitgeber wie 
Sklaven gehalten worden,

dass das BFM auch die Asylgesuche der beiden Kinder mit Verfügun-
gen vom 2. August 2007 (Sohn C._______) und vom 25. Januar 2008 
(Tochter  D._______)  ablehnte  und  jeweils  die  Wegweisung  sowie 
deren Vollzug anordnete,

dass die dagegen erhobenen Beschwerden durch Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts vom 20. Februar 2008 (Sohn C._______) und vom 
28.  Februar  2008  (Tochter  D._______)  vollumfänglich  abgewiesen 
wurden,

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dass das BFM in der Folge den Beschwerdeführern unter Hinweis auf 
die in Rechtskraft erwachsenen Wegweisungen eine bis zum 31. März 
2008  (Tochter  D._______,  in  Koordination  mit  ihrer  volljährigen 
Schwester E._______ und deren Tochter F._______ [separates Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts BVGE D-5917/2007 vom 28. Februar 
2008]) beziehungsweise bis zum 2. Mai 2008 (Eltern und C._______) 
laufende Frist zum Verlassen der Schweiz ansetzte,

dass die Beschwerdeführer am 14. Mai 2008 beim BFM ein nicht nä-
her  bezeichnetes  Schreiben einreichten,  in  welchem sie  unter  Beru-
fung auf drei gleichzeitig vorgelegte Beweismittel (Austrittsbericht der 
Privatklinik G._______ vom 30. April 2008 zuhanden von Dr. med. A. S. 
[Psychiatrie und Psychotherapie FMH] und Informationsschreiben der-
selben  Klinik  vom 14. Mai  2008 an das  BFM, jeweils  den Vater  be-
treffend; Aufgebot des Berner Inselspitals vom 9. Mai 2008, das Enkel-
kind  F._______  betreffend)  um  "Erneuerung  unserer  Aufenthaltsbe-
willigung"  ersuchten  und  geltend  machten,  der  Beschwerdeführer 
(Vater) befinde sich seit  dem 2. Mai 2008 in stationärer medikamen-
töser und psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung, sei auf die 
therapeutischen  Massnahmen  in  der  Schweiz  wegen  der  Unmög-
lichkeit einer Weiterbehandlung in der Mongolei angewiesen und habe 
aufgrund seiner schwierigen Lage auch schon Suizidversuche unter-
nommen,

dass  die  Beschwerdeführer  als  zusätzliches  Argument  vorbrachten, 
das  Enkelkind  F._______  erwarte  eine  logopädische  Behandlung  im 
Inselspital in Bern,

dass das BFM das Schreiben vom 14. Mai  2008 einschliesslich  der 
erwähnten  Beweismittel  als  Gesuch  der  Beschwerdeführer  um Wie-
dererwägung der sie betreffenden erstinstanzlichen Verfügungen vom 
7. September  2004  (recte: 6. Oktober  2004,  eröffnet  am 9. Oktober 
2004), 2. August 2007 und 25. Januar 2008 im Umfang des dort ange-
ordneten Wegweisungsvollzugs behandelte und dieses mit Verfügung 
vom 23. Mai 2008 - eröffnet am 27. Mai 2008 - nach materieller Prü-
fung abwies,

dass das BFM gleichzeitig im Verfügungsdispositiv die Rechtskraft und 
Vollstreckbarkeit  der  ursprünglichen  Verfügungen  vom  6.  Oktober 
2004, 2. August 2007 und 25. Januar 2008 bestätigte und feststellte, 
einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,

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dass die Beschwerdeführer am 4. Juni 2008 (Poststempel) durch ihren 
Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht eine als "Beschwerde 
bzw. Gesuch  um Erlass  vorsorglicher  Massnahmen gegen  den  Ent-
scheid des BFM vom 23. Mai 2008" bezeichnete Rechtsschrift einrei-
chen liessen,

dass sie darin das alleinige Rechtsbegehren stellten, es sei im Sinne 
einer vorsorglichen Massnahme das BFM anzuweisen, mit  dem Voll-
zug der Verfügungen vom 6. Oktober 2004, 2. August 2007 und 25. Ja-
nuar  2008  zuzuwarten  bis  zum  Entscheid  des  Bundesverwaltungs-
gerichts über die demnächst einzureichende Beschwerde,

dass  sie  zusammen  mit  der  Rechtsschrift  zwei  die  gesundheitliche 
Verfassung  des  Beschwerdeführers  (Vater)  betreffende  Beweismittel 
(Arztzeugnis der Privatklinik G._______ vom 30. Mai 2008, Bericht von 
Dr. med. H.-P. A. [Neurologie FMH] vom 7. Mai 2008 zuhanden der ver-
antwortlichen Ärztin in der Privatklinik G._______) zu den Akten reich-
ten,

dass der zuständige Instruktionsrichter mit  vorsorglicher Massnahme 
vom 11. Juni 2008 den Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführer 
bis zu anders lautender Verfügung aussetzte,

dass die Beschwerdeführer mit Folgeeingabe vom 24. Juni 2008 das 
weitere Rechtsbegehren stellten, es sei ihnen zu erlauben, solange in 
der Schweiz zu bleiben, bis der Beschwerdeführer (Vater) gesundheit-
lich soweit  wieder hergestellt  sei,  dass ihm eine Ausreise zugemutet 
werden könne,

dass  sie  zur  Begründung  dieses  Begehrens  vollumfänglich  auf  die 
Ausführungen in der Eingabe vom 4. Juni 2008 verwiesen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des  Asyls  entscheidet  (Art.  105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni  1998 [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m. Art.  31,  32  e  contrario  und 
33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR  173.32];  Art.  83  Bst. d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass vorliegend der Entscheid vom 23. Mai 2008, mit welchem das am 
14. Mai 2008 eingereichte Gesuch der Beschwerdeführer um Wieder-
erwägung der ursprünglichen Verfügungen des BFF beziehungsweise 
des BFM vom 6. Oktober 2004, 2. August 2007 und 25. Januar 2008, 
soweit dort jeweils nach Ablehnung eines Asylgesuchs der Vollzug der 
Wegweisung angeordnet worden war, abgewiesen wurde, eine Verfü-
gung des BFM auf  dem Sachgebiet  des  Asyls  darstellt,  die  mit  Be-
schwerde  an  das  letztinstanzlich  zuständige  Bundesverwaltungsge-
richt weitergezogen werden kann,

dass die Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt sind und 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung haben (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), womit sie 
zur  Einreichung  einer  dagegen  gerichteten  Beschwerde  legitimiert 
sind,

dass die Beschwerde von ihnen innert  der gesetzlichen Frist von 30 
Tagen in gültiger Form eingereicht wurde, weshalb auf diese einzutre-
ten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 29 Abs. 1 und 2 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101; zur Weiter-
geltung der  unter  Art. 4  aBV entwickelten Rechtsprechung des Bun-
desgerichts vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137) ein verfassungsmässiger 
Anspruch  auf  Wiedererwägung  besteht,  wenn  erhebliche  Tatsachen 
oder Beweismittel geltend gemacht werden, die im früheren Verfahren 

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nicht bekannt waren oder damals noch nicht eingebracht werden konn-
ten, oder wenn sich die Umstände seit der letzten Beurteilung wesent-
lich  geändert  haben  und  mithin  der  ursprüngliche  (fehlerfreie)  Ent-
scheid  an  nachträglich  eingetretene  Veränderungen  der  Sach-  oder 
Rechtslage anzupassen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 2003  Nr.  7  E. 1 
S. 42 f.;  BGE 124 II 1  E. 3a  S. 6,  120 Ib 42  E. 2b  S. 46,  113 Ia 146 
E. 3a S. 150 ff.),

dass ungeachtet dieses verfassungsmässigen Anspruchs ein Wieder-
erwägungsgesuch  nicht  dazu  dienen  darf,  die  Verbindlichkeit  eines 
nicht mehr anfechtbaren Verwaltungsentscheides fortlaufend in Frage 
zu stellen (vgl. EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b S. 104),

dass im vorliegenden Fall  zur  Begründung des Wiedererwägungsge-
suchs vom 14. Mai  2008 in  erster  Linie  akute  psychische Probleme 
des Beschwerdeführers (Vater) mit  Suizidalität  geltend gemacht wer-
den,  die  eine  stationäre  Behandlung  in  der  Privatklinik  G._______ 
("Zentrum für seelische Gesundheit") in der Periode vom 1. bis 29. Ap-
ril 2008 und wiederum ab dem 2. Mai 2008 nötig gemacht hätten und 
gegenwärtig sowie in Zukunft weitere therapeutische Massnahmen er-
forderten, wie sie in der Mongolei nicht zur Verfügung stünden,

dass diesbezüglich in den mit der Gesuchsschrift eingereichten Unter-
lagen der Klinik (Austrittbericht vom 30. April 2008, Informationsschrei-
ben  vom 14.  Mai  2008)  konkreter  ausgeführt  wird,  beim  Beschwer-
deführer  sei  eine  schwere  depressive  Episode  mit  psychotischen 
Symptomen (ICD-10 F32.3) diagnostiziert worden, auf welche man mit 
einer  umfassenden  medikamentösen  und  psychiatrisch-psychothera-
peutischen Behandlung reagiert habe,

dass in dem im Beschwerdeverfahren nachgereichten Arztzeugnis der 
Klinik vom 30. Mai 2008 ergänzend festgehalten wird, nach einer Zu-
fügung von Schnittverletzungen am Unterarm und der Wiedereinwei-
sung  in  die  Klinik  am 2.  Mai  2008  habe  sich  der  Zustand  des  Be-
schwerdeführers mittlerweile wieder stabilisiert, gleichwohl sei die vor-
liegende  depressive  Erkrankung  ungeachtet  des  bisherigen  Ausblei-
bens  einer  längeren  psychiatrischen  Erkrankung  als  chronifiziertes 
Leiden anzusehen, welches mit einer Tendenz zur Resignation einher-
gehe  und  im  Rahmen  einer  bevorstehenden  Ausschaffung  aus  der 
Schweiz mit grosser Wahrscheinlichkeit einen oder mehrere Suizidver-
suche zur Folge haben werde,

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dass sodann unter Hinweis auf die erwähnten medizinischen Unterla-
gen geltend gemacht wird, es sei beim Beschwerdeführer neben der 
psychiatrischen  Problematik  ein  so  genanntes  Meige-Syndrom  (Ver-
krampfung der Kaumuskeln und Muskeln der unteren Gesichtshälfte) 
festgestellt  worden, zu dessen Abklärung nach Einschätzung des am 
6.  Mai  2008  konsultierten  Facharztes  (Dr. med.  H.-P. A.  [Neurologie 
FMH]) weitere neurologische Untersuchungen wie als erstes eine Vor-
stellung beim Leiter  der Bewegungssprechstunde im Inselspital  Bern 
angezeigt seien,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  möglich,  nicht  zulässig  oder  nicht  zumutbar  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember 2005 über Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Wegweisungsvollzug für eine ausländische Person unzumut-
bar sein kann, wenn diese im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund 
von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medi-
zinischer Notlage konkret gefährdet ist (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass Art. 83 Abs. 4 AuG eine Kodifizierung der bisherigen Praxis zur 
konkreten Gefährdung nach Art. 14a Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 
26. März  1931  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer 
(aANAG,  BS  1  121)  darstellt  (vgl.  PETER BOLZLI IN 
MARC SPESCHA/HANSPETER THÜR/ANDREAS ZÜND/PETER BOLZLI,  Kommentar 
Migrationsrecht,  Zürich 2008, Nr. 15 zu Art. 83 AuG, mit  Hinweisen), 
welcher  zufolge  aus  humanitären  Gründen,  nicht  in  Erfüllung 
völkerrechtlicher  Pflichten  der  Schweiz,  auf  den  Vollzug  der 
Wegweisung verzichtet wird, wenn die Rückkehr in den Heimatstaat für 
die  betroffene  Person  eine  konkrete  Gefährdung  zur  Folge  hat,  die 
wiederum  angesichts  der  im  Heimatland  herrschenden  allgemeinen 
politischen  Lage,  die  sich  durch  Krieg,  Bürgerkrieg  oder  durch  eine 
Situation  allgemeiner  Gewalt  kennzeichnet,  oder  aufgrund  anderer 
Gefahrenmomente,  wie  beispielsweise  einer  notwendigen,  aber  dort 
nicht durchführbaren medizinischen Behandlung, anzunehmen ist,

dass  unter  Berücksichtigung  der  gegenwärtigen  allgemeinen  Sicher-
heitslage in der Mongolei unverändert keine Anhaltspunkte für die An-
nahme einer konkreten Gefährdung der Beschwerdeführer vorliegen,

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dass eine gänzlich unsichere, von bewaffneten Konflikten oder ande-
ren unberechenbaren Unruhen dominierte Lage im Land, aufgrund de-
rer die Beschwerdeführer sich bei einer Rückkehr unweigerlich einer 
konkreten  Gefährdung  ausgesetzt  sehen  würden,  auch  nach  den 
jüngsten Unruhen in der Hauptstadt Ulaan Bataar nicht anzunehmen 
ist,

dass Gründe ausschliesslich medizinischer Natur den Wegweisungs-
vollzug im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen lassen, es sei 
denn, die erforderliche Behandlung sei wesentlich und im Heimatland 
nicht erhältlich (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.),

dass,  entsprechen  die  Behandlungsmöglichkeiten  im  Herkunftsland 
nicht  dem medizinischen  Standard  in  der  Schweiz,  dies  allein  noch 
nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs bewirkt, sondern von einer sol-
chen  erst  dann  auszugehen  ist,  wenn  die  ungenügende  Möglichkeit 
der  Weiterbehandlung  eine  drastische  und  lebensbedrohende  Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes nach sich zieht (vgl. EMARK 
2004 Nr. 7 E. 5d S. 50 ff., 2003 Nr. 24 E. 5b S. 157 f.),

dass unter diesen Rahmenbedingungen im vorliegenden Fall den Vor-
bringen im Wiedererwägungsgesuch und in der Beschwerde sowie den 
Einschätzungen in den eingereichten Beweismitteln keine ausreichend 
stichhaltigen Anhaltspunkte für die Annahme zu entnehmen sind, der 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers (Vater) habe sich im Zeit-
raum seit Eintritt der Rechtskraft der Verfügung vom 6. Oktober 2004 
durch den Nichteintretensentscheid vom 24. Januar 2005 in einem ent-
scheiderheblichen Ausmass verschlechtert,

dass letztlich auch aus den Ausführungen im Artzeugnis  der  Privat-
klinik  G._______ vom 30. Mai  2008 keine genügend deutlichen Hin-
weise hervorgehen, um bei einer objektivierten Betrachtung ernsthaft 
befürchten zu lassen, der Beschwerdeführer würde im Falle der Rück-
kehr als Folge seiner bestehenden Leiden und der medizinischen In-
frastruktur im Herkunftsstaat einer konkret und unmittelbar drohenden 
Gefahr für seine Existenz ausgesetzt,

dass  die  unter  Zugrundlegung von Berichten des  mongolischen  Ge-
sundheitsministeriums und des britischen Innenministeriums getroffe-
ne Feststellung in der angefochtenen Verfügung, wonach in der Mon-
golei die Möglichkeit  der Behandlung grundlegender psychischer Be-

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schwerden in Spitälern und mittels Medikamenten bestehe, durch die 
Entgegnungen in der Beschwerde nicht entkräftet wird,

dass es im Übrigen nachvollziehbar und notorisch ist, wenn ein unaus-
weichlich bevorstehender Wegweisungsvollzug bei den damit konfron-
tierten  ausländischen Personen zu einer  nicht  unerheblichen psychi-
schen Belastung führt,

dass dieser Belastung aber im asyl- und ausländerrechtlichen Kontext 
grundsätzlich keine Bedeutung zukommt, weil eine geltend gemachte 
Gefährdung konkrete Formen aufweisen muss, um zur Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs nach Art. 83 Abs. 4 AuG führen zu können,

dass  andererseits  einer  reaktiv  auf  einen  bevorstehenden  Wegwei-
sungsvollzug  auftretenden  und  ernsthaft  gesundheitsgefährdenden 
psychischen  Störung  lebensbedrohlichen  Ausmasses  im  Einzelfall 
Relevanz für die Frage der Zumutbarkeit zukommen kann,

dass vorliegend für die Zeit vor und während der Rückreise in den Her-
kunftsstaat einer allfälligen zeitweiligen Verschlechterung des psychi-
schen Zustandes des Beschwerdeführers medikamentös und mit einer 
angepassten persönlichen Betreuung begegnet werden kann,

dass  auch  von  den  weiteren  gesundheitlichen  Problemen  des  Be-
schwerdeführers (fortgeschrittenes Meige-Syndrom) - ohne die damit 
verbundene Beeinträchtigung der  Lebensqualität  und nachteilige Be-
einflussung der psychischen Erkrankung zu verkennen - nicht auf eine 
konkrete Gefährdung in Form einer medizinischen Notlage nach dem 
Verständnis von Art. 83 Abs. 4 AuG geschlossen werden kann,

dass die unerlässliche ärztliche,  medikamentöse oder  psychiatrische 
Behandlung des Beschwerdeführers unter Inanspruchnahme einer zu 
beantragenden  individuellen  medizinischen  Rückkehrhilfe  (Art. 93 
Abs. 1 Bst. c AsylG i.V.m. Art. 75 der Asylverordnung 2 vom 11. August 
1999 über  Finanzierungsfragen [AsylV 2,  SR 142.312])  - auch unter 
dem Aspekt der Finanzierbarkeit über einen bestimmten Zeitraum - im 
Herkunftsstaat gewährleistet ist,

dass  die  vorgesehene  logopädische  Behandlung  des  Enkelkindes 
F._______  in  der  Schweiz  ebenfalls  kein  Vollzugshindernis  darstellt 
und hierzu auf  die Entscheidgründe der Vorinstanz zu verweisen ist, 
welche von den Beschwerdeführern nicht beanstandet werden,

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dass das BFF in der Verfügung vom 6. Oktober 2004 neben der Fest-
stellung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auch zur Erkennt-
nis  gelangt  ist,  dem Beschwerdeführer  und  dessen  Lebenspartnerin 
drohten  im Falle  einer  Rückkehr  in  den Herkunfts-  beziehungsweise 
Heimatstaat keine durch Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Europäische 
Menschenrechtskonvention,  EMRK,  SR 0.101)  verpönte  Strafe  oder 
Behandlung,

dass  die  Beschwerdeführer  seither  eingetretene  Sachumstände,  die 
eine  andere  Einschätzung  rechtfertigen  könnten,  nicht  namhaft  ma-
chen,

dass im vorliegenden Fall - ohne das Ausmass der psychischen und 
physischen  Leiden  des  Beschwerdeführers  zu  verharmlosen  -  ganz 
aussergewöhnliche  Umstände  („circonstances  très  exceptionelles“), 
wie sie der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) zu-
letzt in seinem Urteil vom 27. Mai 2008 i.S. N. gegen Grossbritannien 
(Entscheid Nr. 26565/05) mit ausführlicher Begründung als Leitprinzip 
seiner  Praxis  zur  Vereinbarkeit  der  Abschiebung  schwer  erkrankter 
Personen mit den Garantien von Art. 3 EMRK bestätigt hat (vgl. a.a.O., 
§ 42-45), ausgeschlossen werden können,

dass im Übrigen nach Art. 3 EMRK keine Verpflichtung des Konven-
tionsstaates besteht, bei einer Konfrontation mit Suiziddrohungen von 
einer  zu  vollziehenden  Weg-  oder  Ausweisung  Abstand  zu  nehmen, 
und vorliegend hinreichende Gewähr dafür  besteht  (vgl. vorstehende 
Erwägungen zur Zumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs),  dass nöti-
genfalls  geeignete  Massnahmen  ergriffen  werden  könnten  mit  dem 
Ziel, die Umsetzung allfälliger Suizidabsichten im Zusammenhang mit 
der  Ausschaffung  zu  verhindern  (vgl. EMARK  2005  Nr.  23  E.  5.1. 
S. 212, mit einem Hinweis auf den Entscheid des EGMR vom 7. Okto-
ber 2004 i.S. Dragan u.a. gegen Deutschland [Nr. 33743/03]),

dass die Beschwerdeführer mit ihren Vorbringen im Wiedererwägungs-
gesuch und in der Beschwerde sowie mit den eingereichten Beweis-
mitteln keine gegenüber der Situation bei Eintritt  der Rechtskraft  der 
ursprünglichen Verfügungen mit  Bezug auf  den Aspekt  des Wegwei-
sungsvollzugs  entscheidrelevant  veränderte  Sachlage  in  fundierter 
Weise darzutun vermögen,

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D-3668/2008

dass das BFM nach dem Gesagten das Wiedererwägungsgesuch vom 
14. Mai 2008 zu Recht abgewiesen hat,

dass es den Beschwerdeführern demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 1'200.-- zu 
bestimmenden Kosten (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE, SR 173.320.2]) im gesamten Umfang den Beschwerde-
führern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  mit  Ergehen  des  vorliegenden  verfahrensabschliessenden  Ent-
scheides die am 11. Juni 2008 durch den Instruktionsrichter angeord-
nete  vorsorgliche  Massnahme  betreffend  Aussetzung  des  Wegwei-
sungsvollzugs dahinfällt.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden den Beschwerdeführern 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  nach  Versand  des 
vorliegenden  Urteils  mit  dem  beiliegenden  Einzahlungsschein  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Die  mit  vorsorglicher  Massnahme  vom  11.  Juni  2008  angeordnete 
Aussetzung des Wegweisungsvollzugs fällt dahin.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: 
Einzahlungsschein, Verfügung des BFM vom 23. Mai 2008 im Origi-
nal; vorab per Telefax)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; per Telefax)

- den (...) des Kantons (...) (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Martin Maeder

Versand: 

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