# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abd56acd-41d9-5e22-b8db-f9f84cb032c4
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 15.05.2015 RR.2015.118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2015-118_2015-05-15.pdf

## Full Text

Entscheid vom 15. Mai 2015  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz,  

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser 

Gerichtsschreiberin Claude-Fabienne Husson  

Albertoni 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Keller, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS 

ZÜRICH, 

 

Beschwerdegegnerin 

 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 

Deutschland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

Rückzug der Beschwerde 

 
 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2015.118 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass 

 

- die Staatsanwaltschaft Heidelberg ein Strafverfahren gegen B. und A. wegen 

Verdachts der Veruntreuung führt (act. 3.1); 

 

- in diesem Zusammenhang die deutschen Behörden rechtshilfeweise am 

1. September 2014 an die Schweiz gelangten und u.a. um 

Bankenermittlungen ersuchten (act. 3.1);  

 

-  die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend "StA ZH") dem 

Rechtshilfeersuchen mit Eintretensverfügung vom 20. November 2014 

entsprach und eine Aktenedition bei der Bank C. SA anordnete (act. 3.1); 

 

- Bank C. SA am 8. Januar 2015 diese Dokumente übermittelte (act. 3.1);  

 

- mit Schlussverfügung vom 27. März 2015 die StA ZH die Herausgabe der 

edierten Bankunterlagen anordnete (act. 3.1);  

 

-  dagegen A., vertreten durch Rechtsanwalt Alexander Keller, am 28. April 2015 

Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erhebt 

(act. 3);  

 

-  der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. April 2015 aufgefordert wurde, 

bis zum 11. Mai 2015 einen Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- zu leisten; der 

Beschwerdeführer zugleich aufgefordert wurde, innerhalb der gleichen Frist 

ein Zustelldomizil in der Schweiz zu bezeichnen, ansonsten weitere 

Zustelllungen durch das Bundesstrafgericht grundsätzlich unterblieben; 

insbesondere würde bei Fehlen eines schweizerischen Zustelldomizils der 

Schlussentscheid nicht zugestellt (act. 5);  

 

- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 7. Mai 2015 mitteilte, dass er seine 

Beschwerde zurückziehe (act. 6); 

 

- das Beschwerdeverfahren daher zufolge Rückzugs der Beschwerde als 

erledigt abzuschreiben ist;  

 

- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich als 

unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. 

Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten zu tragen 

hat (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2007.4 vom 6. März 2007 und 

RR.2007.70 vom 30. Mai 2007);  

 

- 3 - 

 

 

- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- anzusetzen ist (vgl. Art. 8 Abs. 3 

des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die 

Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren; 

SR 173.713.162). 

 

- eine Partei, die im Ausland wohnt, gemäss Art. 80m Abs. 1 lit. b IRSG i.V.m. 

Art. 9 IRSV ein Zustelldomizil in der Schweiz bezeichnen muss, ansonsten die 

Zustellung unterbleiben kann;  

 

- der Beschwerdeführer der Aufforderung vom 30. April 2015 zur Bezeichnung 

eines Zustelldomizils in der Schweiz nicht nachgekommen ist, weshalb dieser 

Entscheid ihm androhungsgemäss nicht formell eröffnet wird und die 

Zustellung an den Beschwerdeführer ad acta erfolgt.  

 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

 

1. Das Verfahren RR.2015.118 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als 

erledigt abgeschrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.  

 

 

Bellinzona, 18. Mai 2015 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Alexander Keller 

- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).