# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ef6eb99-2afe-50bd-8399-d4d25500d22a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 25.07.2017 ZK1 2017 51
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-51_2017-07-25.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 25. Juli 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 51 03. August 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuar Guetg

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ran-
zi, Quaderstrasse 5, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
16. März 2017, mitgeteilt am 17. März 2017, in Sachen Y._____, Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, Quaderstrasse 18, 
7000 Chur, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend Feststellung des Interesses an einer Namensänderung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. A._____, geboren am __________ 2010, ist der Sohn des X._____ und der 
Y._____. Die Eltern heirateten im _____ 2010, wobei sie sich einen Monat nach 
der Geburt ihres Sohnes wieder trennten. 

B. Seit Geburt nennt die Mutter ihren Sohn B._____. Unter diesem Namen ist 
er auch an seinem Wohnort, in der Schule und der Krankenkasse bekannt. Über-
dies wurde er auf diesen Namen nach römisch-katholischem Ritus getauft (act. 
B.0; B.4; KESB act. 82; 84; 89).

C. Für A._____ besteht eine Beistandschaft in Besuchsrechtsangelegenheiten 
gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB (KESB act. 72; 94). Mit der Mandatsführung wurde 
mit Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 11. September 2014 C._____, Be-
rufsbeistandschaft Prättigau/Davos, beauftragt (KESB act. 113). An diese wandte 
sich Y._____ im Dezember 2015 mit dem Anliegen, für A._____ eine Namensän-
derung zu beantragen (KESB act. 72). Mit Eingabe vom 21. Dezember 2015 an 
die KESB Prättigau/Davos entsprach die Beiständin dem Anliegen von Y._____ 
und beantragte die Änderung des Vor- und Familiennamens von A._____ in 
B._____ (KESB act. 72). Mit Email vom 5. Januar 2016 wies die KESB Prätti-
gau/Davos indessen darauf hin, dass die Einleitung eines entsprechenden Verfah-
rens durch die Eltern zu erfolgen habe, weswegen das von der Beiständin einge-
reichte Gesuch nicht behandelt werden könne (KESB act. 73). 

D. Gemäss Aktennotiz der KESB Nordbünden vom 30. November 2015 (KESB 
act. 71) über den Verfahrensablauf bei einer Namensänderung vertritt die Mutter 
das urteilsunfähige Kind bei einem derartigen Gesuch. Sofern der Vater der Na-
mensänderung nicht zustimme, sei von einer hypothetischen Interessenkollision 
zwischen Mutter und Kind auszugehen (Art. 306 Abs. 2 ZGB). Die jeweils zustän-
dige KESB habe dann nach Anhörung der Beteiligten einen Entscheid, ob die 
Namensänderung im Interesse des Kindes ist, zu fällen. Anschliessend habe die 
Mutter das entsprechende Gesuch beim Amt für Migration und Zivilrecht (AMZ) 
einzureichen. 

E. Mit Eingabe vom 22. März 2016 beantragte Y._____ die Namensänderung 
ihres Sohnes in B._____ (vgl. zur Gesuchsbegründung insbesondere KESB act. 
76). Der Eingabe war ein Schreiben des Rechtsvertreters des Vaters von A._____ 
beigelegt, woraus hervorgeht, dass dieser mit der Namensänderung nicht einver-
standen ist (KESB act. 76). 

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F. Mit Schreiben vom 22. März 2016 teilte die KESB Prättigau/Davos die 
Eröffnung eines Abklärungsverfahrens betreffend Namensänderung mit (KESB 
act. 77). Gegen dieses Verfahren opponierte der Vater von A._____, damals ver-
treten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann. Im Schreiben vom 30. 
August 2016 hielt dieser fest, dass seinerseits kein Einverständnis zur Namens-
änderung gegeben werde, weil sie dem Kindeswohl zuwider laufen würde (KESB 
act. 92). Sodann rügte er mit Email vom 2. November 2016, dass die KESB Prätti-
gau/Davos für den Entscheid über Namensänderungsgesuche nicht zuständig sei 
und auch die Instruktion nicht an sie delegiert werden könne (KESB act. 96).

G. Nach Eingang der auf dem Korrespondenzweg durchgeführten Anhörung 
von Y._____ vom 22. November 2016 (KESB act. 102) ging ebenso eine Stel-
lungnahme von X._____ ein. In dieser wird, nebst den erneuten Vorbringen der 
fehlenden Zuständigkeit der KESB Prättigau/Davos sowie der Ablehnung der be-
antragten Namensänderung durch den Vater, ein Ausstandsgesuch infolge Befan-
genheit der KESB Prättigau/Davos gestellt (KESB act. 103). 

H. Mit Entscheid vom 16. März 2017, mitgeteilt am 17. März 2017, erkannte 
die Kollegialbehörde der KESB Prättigau/Davos was folgt:

1. Die KESB verfügt:
Das Ausstandsgesuch von X._____ vom 23. 11. 2016 im Verfahren be-
treffend Namensänderung gegen die Behördenmitglieder der KESB 
Prättigau/Davos wird abgelehnt (Art. 47 ff. ZPO). 

2. Es wird festgestellt, dass eine Namensänderung von A._____ in 
B._____ im Interesse des Kindes liegt.

3. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im Verfahren "Interessenkollision Namensänderung" wer-
den auf Fr. 1'000.-- festgesetzt;

b. die Kosten werden der Mutter von A._____ auferlegt;

c. auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der besonde-
ren Umstände verzichtet

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)

Bezüglich des Vorwurfs der Befangenheit bringt die KESB Prättigau/Davos be-
gründend vor, dass sie aufgrund ihres Informationsstandes zum Zeitpunkt des 
Fragenkataloges davon ausgehen durfte, dass eine Namensänderung im Interes-
se des Kindes liege. Die auf dem Fragenkatalog gewählte Formulierung bedeute 
jedoch kein abschliessendes Urteil. Vielmehr habe es dem Kindsvater freigestan-
den, mit genügend Argumenten das Gegenteil darzulegen. Es habe keine Befan-

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genheit und damit auch kein Ausstandsgrund vorgelegen. In Bezug auf das Na-
mensänderungsverfahren hält die KESB Prättigau/Davos fest, dass sie nicht zu-
ständig sei, dieses vorzunehmen oder zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine 
Namensänderung vorliegen würden. Es gehe im vorliegenden Verfahren indessen 
einzig darum, ob die Namensänderung eines urteilsunfähigen Kindes im Interesse 
des Kindes liege. Hierfür sei die KESB gestützt auf Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB zu-
ständig. Aufgrund der sich darstellenden Umstände liege eine Namensänderung 
von A._____ in B._____ im Interesse des Kindes. 

I. In der Folge liess X._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) durch seinen 
neuen Rechtsbeistand, Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi, mit Schreiben vom 19. 
April 2017 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erheben. Darin 
beantragte er was folgt:

1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegeg-
nerinnen.

In formeller Hinsicht wird gerügt, dass der KESB Prättigau/Davos in vorliegender 
Angelegenheit keine Entscheidkompetenz zukomme und die KESB Prätti-
gau/Davos als befangen zu gelten habe. Sie habe von Anfang an die Sicht der 
Mutter und der mit dieser verbündeten Besuchsrechts-Beiständin übernommen. 
Dies ergebe sich bereits daraus, dass die KESB in Frage 1 des Fragenkatalogs 
vom _____ 2016 (KESB act. 102) festgehalten habe, dass die Namensänderung 
im Interesse des Kindes liege. Damit sei der Entscheid offensichtlich schon ge-
fasst worden, bevor sich die Mutter und der Vater dazu hätten äussern können. 
Die Behördenmitglieder hätten folglich in den Ausstand treten müssen. Schliess-
lich sei der Entscheid auch in materieller Hinsicht falsch, da die vorgenommene 
Interessenabwägung einseitig und unvollständig erfolgt sei. 

J. Die KESB Prättigau/Davos beantragt unter Verweisung auf den angefoch-
tenen Entscheid sowie auf die weiteren Akten in ihrer Beschwerdeantwort vom 
8. Mai 2017 Folgendes:

1. Die Beschwerde sei abzuweisen, sofern darauf eingetreten werden 
kann.

2. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen.

K. In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2017 liess Y._____ (nachfolgend 
Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann, das 
Folgende beantragen:

1. Die gegnerische Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

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2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwer-
deführers zuzüglich 8% MWST.

Auf die Begründung der Beschwerdeantwort wird vorliegend lediglich verwiesen 
(act. A.3).

L. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Vorliegend ist ein Entscheid der KESB Prättigau/Davos angefochten, der 
sich auf eine Bestimmung des Kindesrechts – Art. 306 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB, der 
unter dem Titel „Wirkungen des Kindesverhältnisses“ steht – stützt. Für derartige 
Verfahren gelten die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenen-
schutzbehörde sinngemäss (Art. 314 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 443 ff. ZGB). 
Gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde kann somit gestützt auf 
Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Ge-
richt Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes 
zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsge-
richt von Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz.

1.1. Die Beschwerde ist 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids der KESB bei 
der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 450b Abs. 1 in Verbindung mit Art. 450 
Abs. 3 ZGB). Nach allgemeinen Rechtsgrundsätzen und in Anlehnung an die Pra-
xis zu Art. 420 aZGB und Art. 397d Abs. 1 aZGB läuft die Frist zur Beschwerde 
erst ab Kenntnisnahme des Entscheids (Botschaft zur Änderung des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] 
vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001 ff., Ziff. 2.3.3., S 7085 [zit.: Bot Rev ZGB 2006]; 
Daniel Steck, in: Breitschmid/Rumo-Jungo, Handkommentar zum Schweizer Pri-
vatrecht, Personen- und Familienrecht, Partnerschaftsgesetz, Zürich/Basel/Genf 
2016, 3. Auflage, N 4 zu Art. 450b ZGB [zit. CHK ZGB-Bearbeiter]). Vorliegend 
wurde der Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 16. März 2017, mitgeteilt am 
17. März 2017, dem damaligen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 20. 
März 2017 mittels Einschreiben zugestellt (act. B.0). Mit Eingabe vom 19. April 
2017 liess der Beschwerdeführer durch seinen jetzigen Rechtsbeistand Be-
schwerde gegen den vorgenannten Entscheid erheben, wodurch die Beschwerde-
frist gewahrt wurde.

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1.2. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
ferner die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens 
(Art. 443 ff. ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB), soweit das Gesetz in 
den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften enthält (Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 
zu Art. 450 ZGB [zit. BSK ZGB I-Bearbeiter]). Dies gilt namentlich für die in 
Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze 
bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der KESB und erstreckt sich nach dem 
Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 ZGB mit 
weiteren Hinweisen; Daniel Steck, in: Büchler et al. [Hrsg], Erwachsenenschutz, 
FamKommentar, Bern 2013, N 7 ff. zu Art. 446 ZGB).

1.3. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am 
Verfahren beteiligten Personen. Am Verfahren beteiligt sind neben den von der 
Anordnung der KESB direkt betroffenen Personen auch alle weiteren Personen, 
die sich im erstinstanzlichen Verfahren vor der KESB tatsächlich beteiligt haben 
oder denen zumindest der Entscheid zugestellt wurde. Vorliegend ist der Be-
schwerdeführer Verfahrensbeteiligter und folglich im Sinne von Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 1 ZGB beschwerdelegitimiert. Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu 
keinen Bemerkungen Anlass, weswegen auf die Beschwerde einzutreten ist. 

2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB kann mit der Beschwerde gemäss Art. 450 ff. 
ZGB Rechtsverletzung (Ziff. 1), unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) oder Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt 
werden. Ferner kann wegen Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung Be-
schwerde geführt werden (Abs. 2). Bei der Beschwerde i.S.v. Art. 450 ff. ZGB 
handelt es sich mithin um ein vollkommenes Rechtsmittel, das die umfassende 
Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids in rechtlicher und tatsächlicher Hin-
sicht ermöglicht. Die gerichtliche Beschwerdeinstanz hat für alle in Art. 450a Abs. 
1 aufgeführten Beschwerdegründe freie Kognition (CHK ZGB-Steck, N 1 zu Art. 
450 a ZGB).

3. Vorab ist auf die prozessualen Anträge der Beschwerdeparteien einzuge-
hen.

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3.1. Der Beschwerdeführer beantragt den Beizug bzw. die Edition aller Akten 
beim Kantonsgericht Graubünden aus den Verfahren SK1 15 20 und ZK1 14 148. 
Begründend wird ausgeführt, dass es in beiden Fällen um die grundsätzlich vor-
handene Problematik gehe, dass die Beschwerdegegnerin die Rechte und die 
Existenz des Vaters ihres Kindes auf allen Ebenen und in jeder Art und Weise 
gelöscht haben wolle. Für die Beschwerdeinstanz ist nicht ersichtlich, inwiefern 
entsprechende Informationen aus genannten Verfahren zur Klärung des vorlie-
genden Streitthemas nützlich sein sollten. Die KESB hat für die Frage der Na-
mensänderung ein eigenes Abklärungsverfahren durchgeführt und die dafür nöti-
gen Akten angelegt. Diese genügen für die Beurteilung der Beschwerde ohne wei-
teres. Da überdies der angefochtene Entscheid, wie noch zu zeigen sein wird, 
aufgrund formeller Fehlerhaftigkeit aufzuheben ist (vgl. E. 4. ff.), kann eine materi-
elle Überprüfung des Entscheides und damit der Beizug der beantragten Akten 
unterbleiben. Der Antrag des Beschwerdeführers wird folglich abgelehnt.

3.2. Gleiches ist bezüglich des Antrags der Beschwerdegegnerin festzuhalten, 
bei der kantonalen Fremdenpolizei eine schriftliche Auskunft über den Wohn- und 
Aufenthaltsort des Beschwerdeführers, seinen Aufenthaltsstatus und die allfällige 
Geltung und Einhaltung von Auflagen betreffend Aufenthalt sowie eventuell die 
Edition sämtlicher Akten betreffend X._____ einzufordern. Auch dieser Antrag ist 
abzuweisen.

4. Ausgangspunkt des angefochtenen Entscheides der KESB Prättigau/Davos 
war der Wunsch der Beschwerdegegnerin, den Namen ihres Sohnes von A._____ 
in B._____ abzuändern, was auch von der bisherigen Beiständin in Besuchs-
rechtsangelegenheiten, C._____, unterstützt wurde (KESB act. 72). Nach durch-
geführtem Abklärungsverfahren entschied die KESB Prättigau/Davos am 16. März 
2017, dass die Namensänderung im Interesse des Kindes liege. Dabei stützte sie 
sich auf Art. 306 Abs. 2 ZGB. Sie ging davon aus, dass es bei diesem Entscheid 
nur darum gehe, ob die Namensänderung eines urteilsunfähigen Kindes in dessen 
Interesse liege. Dafür sei gemäss Art. 306 Abs. 2 und 3 ZGB die KESB zuständig, 
welche hierfür einen Beistand einsetzen oder die Angelegenheit selber regeln 
könne. Der Beschwerdeführer rügt nun unter anderem, für einen solchen Ent-
scheid sei nicht die KESB zuständig. Vielmehr obliege dieser der Regierung bzw. 
dem Amt für Migration und Zivilrecht (AMZ) gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB. Sowohl 
die Sichtweise der KESB Prättigau/Davos als auch jene des Beschwerdeführers 
greifen indessen zu kurz, was aus den nachfolgenden Erwägungen ersichtlich 
wird. 

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4.1. Am 1. Januar 2013 ist die Revision zum Namensrecht in Kraft getreten. 
Gemäss dem revidierten Art. 30 Abs. 1 ZGB kann die Regierung des Wohnsitz-
kantons einer Person die Änderung des Namens bewilligen, wenn achtenswerte 
Gründe vorliegen. Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. a der Verordnung betreffend die Über-
tragung von Befugnissen der Regierung auf die Departemente und Dienststellen 
(BR 170.340) i.V.m. Art. 15 Abs. 1 Ziff. 1 EGzZGB i.V.m. Art. 30 Abs. 1 ZGB wur-
de diese Kompetenz an das AMZ delegiert. Zutreffend – und sowohl von der Be-
schwerdegegnerin als auch von der KESB Prättigau/Davos anerkannt – ist ohne 
Zweifel, dass ausschliesslich diese Behörde darüber zu entscheiden hat, ob hin-
reichende Gründe für die beantragte Namensänderung vorliegen und diese zu 
bewilligen ist. Die KESB Prättigau/Davos hat denn auch nicht über die Namens-
änderung an sich entschieden, sondern lediglich geprüft, ob die Namensänderung 
im Interesse des Kindes liege. Diesbezüglich hat sie keine Zuständigkeiten miss-
achtet. Dennoch ist der Entscheid der KESB Prättigau/Davos nicht haltbar. 

4.2.1. Wie erläutert, geht es im vorliegenden Fall um die Änderung des Namens 
eines Kindes im 7. Altersjahr, welches den Nachnamen der Beschwerdegegnerin 
und zwei von ihr verwendete Vornamen annehmen soll. Das Recht auf Änderung 
des Namens gehört zu den (relativ) höchstpersönlichen Rechten (BGE 117 II 6 E. 
1b). Aufgrund der Urteilsunfähigkeit des Kindes würde es im Namensänderungs-
verfahren von der Beschwerdegegnerin, bei der A._____ lebt, vertreten werden 
(BGE 140 III 577 E. 3.1.1; 117 II 6 E. 1b). In BGE 117 II 6 hat das Bundesgericht 
in Bezug auf Namensänderungen die Vertretungsberechtigung des Inhabers der 
elterlichen Sorge auch für den Fall zugelassen, wenn mit dem Gesuch das Kind 
dessen aktuellen Namen erhalten soll. Indessen scheint das Bundesgericht dies-
bezüglich kritische Stimmen in der Lehre mehr Beachtung schenken zu wollen. So 
hat es im Urteil 5A_89/2010 vom 3. Juni 2010 E. 5.3.1 unter Verweis auf die kriti-
schen Stimmen aus der Lehre ausdrücklich auf die Problematik der möglichen 
Interessenkollision hingewiesen, die Frage der Zulässigkeit der gesetzlichen Ver-
tretung durch die sorgeberechtigte Mutter aber letztendlich offengelassen (vgl. 
auch Heinz Hausheer/Regina Aebi-Müller, Das Personenrecht des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches, 4. Auflage, Bern 2016, Rz. 16.40a). Im erwähnten Ent-
scheid wies das Bundesgericht unter anderem darauf hin, dass das gesetzliche 
Vertretungsrecht nach Art. 304 Abs. 1 ZGB grundsätzlich den Inhabern der elterli-
chen Sorge zukomme. Das Vertretungsrecht erlösche aber von Gesetzes wegen, 
wenn die Eltern in einer Angelegenheit eigene Interessen hätten, die denjenigen 
der Kinder widersprechen (Art. 306 Abs. 2 ZGB). In Bezug auf Art.  306 Abs. 2 
ZGB hält die Lehre und Rechtsprechung grundsätzlich fest, dass bereits ein hypo-

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thetischer, d.h. abstrakter, Interessenkonflikt genügt, um das gesetzliche Vertre-
tungsrecht entfallen zu lassen (BGE 107 II 114; Thomas Geiser, Das neue Na-
mensrecht und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, in: ZKE 5/2012, Rz. 
3.45). Ein konkret zu Tage tretender Interessenkonflikt wird nicht gefordert. So 
wäre denkbar, dass das Interesse des Kindes schon durch die Einleitung eines 
entsprechenden Verfahrens verletzt werden würde, bzw. lasse sich eine Vertre-
tung durch die Mutter kaum damit rechtfertigen, dass die Namensänderungs-
behörde die Interessen des Kindes an der Namensänderung umfassend zu prüfen 
habe (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_89/2010 vom 3. Juni 2010 E. 5.3.1).

4.2.2. Vor diesem Hintergrund ist mit der KESB Prättigau/Davos festzuhalten, 
dass eine gesetzliche Vertretung durch die Mutter vorliegend nicht erfolgen kann, 
weil eine immerhin hypothetische Kollision der Interessen von Mutter und Kind 
besteht, zumal das Kind den Nachnamen der Mutter und ausschliesslich von ihr 
gewählte Vornamen annehmen soll (vgl. dazu auch Thomas Geiser, a.a.O., Rz. 
3.45). Überdies akzentuiert sich die (zumindest hypothetische) Interessenkollision 
dadurch, weil sich der Vater entschieden gegen die Namensänderung stellt (vgl. 
Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Auflage, N 5 zu Art. 306 ZGB m.w.H.). Die KESB 
Prättigau/Davos hat folglich richtig erkannt, dass die Kindesinteressen bei einer 
Konstellation wie der vorliegenden nicht von der Mutter vertreten werden können 
(Art. 306 Abs. 3 ZGB). Sie hat dabei jedoch verkannt, dass es im Zusammenhang 
mit der zur Diskussion stehenden Namensänderung nicht nur darum geht, zu prü-
fen, ob diese im Interesse des Kindes steht. Vielmehr hat die KESB im Sinne von 
Art. 306 Abs. 2 ZGB dafür zu sorgen, dass die Kindesinteressen während dem 
gesamten Verfahren vor dem AMZ gewahrt werden. Hierfür eignet sich die KESB 
als Gesamtbehörde nicht; ist doch bei einem Gesuch um Namensänderung ein 
Gesuch mit entsprechender Begründung zu verfassen und muss der Kindesvertre-
ter während des Verfahrens für allenfalls weitere Verfahrenshandlungen der zu-
ständigen Behörde zur Verfügung stehen. Es ist unter diesen Umständen folglich 
ausgeschlossen, dass die KESB gestützt auf Art. 306 Abs. 2, 2. Satz, ZGB "die 
Angelegenheit selber regelt". Dies hat umso mehr zu gelten, als ein solches Vor-
gehen in der Regel nur dann in Frage kommt, wenn die Angelegenheit dringlich 
und infolge ihrer Liquidität rasch lösbar ist, oder wenn sie so unproblematisch ist, 
dass die Bestellung eines Beistands eine unnötige Formalität darstellen würde 
(Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, a.a.O., N 7b zu Art. 307 ZGB m.w.H.; Chri-
stoph Häfeli, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar, Erwachse-
nenschutz, Bern 2013, N 5 zu Art. 403 ZGB; Yvo Biderbost, in: Breitschmid/Rumo-

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Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 2. Auflage, 
Zürich 2012, N 2 zu Art. 307 ZGB). Diese Voraussetzungen sind vorliegend au-
genscheinlich nicht gegeben. 

An dieser Stelle sei noch auf das sich in den Akten befindliche "Merkblatt zur Än-
derung des Familiennamens für ein minderjähriges Kind aus geschiedener Ehe 
auf den Ledignamen eines sorgeberechtigten Elternteils" des AMZ verwiesen 
(KESB act. 76). Bereits aus diesem geht hervor, dass, sofern bei noch urteilsun-
fähigen Kindern, der nicht sorgeberechtigte leibliche Elternteil mit der Namensän-
derung nicht einverstanden ist, zwingend eine Vertretungsbeistandschaft für das 
Kind bei der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde errichtet wer-
den muss. 

4.2.3. Die KESB hat somit gestützt auf Art. 306 Abs. 2 ZGB dem urteilsunfähigen 
Kind einen Vertretungsbeistand zu bestellen, der anstelle der Mutter die Interes-
sen des Kindes vertritt. Diesem kommt zunächst die Aufgabe zu, zu prüfen, ob 
das beabsichtigte Namensänderungsgesuch überhaupt im Interesse des Kindes 
liegt. Der Entscheid ist zu dokumentieren und den Eltern mitzuteilen. Diese haben 
alsdann die Möglichkeit, gemäss Art. 419 ZGB an die KESB zu gelangen, welche 
diesfalls die Verfahrenshandlung des Vertretungsbeistandes zu überprüfen hätte 
(vgl. zum Ganzen Thomas Geiser, a.a.O., Rz. 3.46). 

4.2.4. Da in dieser Angelegenheit die eingesetzte Beiständin in Besuchsrechtsan-
gelegenheiten, C._____, als auch die Komposition der KESB Prättigau/Davos 
gemäss Entscheid vom 16. März 2017 nunmehr vorbefasst sind, empfiehlt es sich, 
eine unbefangene Beistandsperson einzusetzen und im Falle der Anfechtung de-
ren Entscheides, ob eine Namensänderung zu beantragen ist, die KESB Prätti-
gau/Davos in anderer Zusammensetzung entscheiden zu lassen (vgl. Art. 38 Abs. 
2 EGzZGB). Erst wenn feststeht, dass die Namensänderung im Interesse des 
Kindes liegt – und voraussichtlich achtenswerte Gründe dafür gegeben sind –, hat 
die Verfahrensbeistandsperson das entsprechende Gesuch beim AMZ einzurei-
chen, welches sodann die Voraussetzungen gemäss Art. 30 Abs. 1 ZGB zu prüfen 
hat. 

4.3. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass sich der angefochtene Ent-
scheid als rechtsfehlerhaft erweist und aufzuheben ist. Die KESB Prättigau/Davos 
ist überdies anzuweisen, für das allfällige Namensänderungsgesuch und das da-
mit zusammenhängende Verfahren einen Beistand oder eine Beiständin gemäss 
Art. 306 Abs. 2 ZGB einzusetzen. 

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5. Bei diesem Verfahrensausgang wären die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens an sich der unterlegenen Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts der knappen 
Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Beschwerdegegnerin, die aufgrund 
des separaten Verfahrens um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege ausge-
wiesen (ZK1 17 67) und auch im Verfahren vor der KESB Prättigau/Davos festge-
stellt worden sind (vgl. act. B.0 sowie KESB act. 100), rechtfertigt es sich, auf die 
Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten (vgl. Art. 63 Abs. 3 EGzZGB; vgl. 
Verfügung der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 13 65 
vom 19. August 2013). Damit verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
welche auf CHF 1'500.00 festgesetzt werden (Art. 10 der Verordnung über die Ge-
richtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]), beim Kanton Graubünden.

5.1. Mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 24. Juli 2017 (ZK1 
17 67) wurde das Gesuch der Beschwerdegegnerin um Bewilligung der unentgelt-
lichen Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden (ZK1 17 51) dahin entschieden, dass Rechtsanwalt lic. iur. Peter 
Portmann als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt wurde. Die Kosten ihrer 
Rechtsvertretung gehen demnach zu Lasten des Kantons Graubünden und sind 
aus der Gerichtskasse zu bezahlen (vgl. Art. 122 Abs. 1 lit. b ZPO). Die Entschä-
digung des unentgeltlichen Rechtsvertreters lic. iur. Peter Portmann wird, da die-
ser keine Honorarnote eingereicht hat, auf CHF 1'112.40 (bestehend aus 5 Stun-
den à CHF 200.00, zzgl. 3 % Barauslagen und 8% MwSt. in Höhe von CHF 30.00 
bzw. CHF 82.40) festgesetzt und zu Lasten des Kantons Graubünden aus der Ge-
richtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückforderung durch den Kostenträger 
im Sinne von Art. 123 ZPO. 

6. In Bezug auf die aussergerichtliche Entschädigung zu Gunsten des Be-
schwerdeführers ist das Nachstehende festzustellen: Weder das ZGB noch die 
subsidiär zur Anwendung gelangenden Bestimmungen des EGzZGB bzw. der 
Verordnung zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESV; BR 215.010) ent-
halten Regelungen betreffend die Parteientschädigung vor der Beschwerdein-
stanz. Daher gelangen die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessord-
nung sinngemäss zur Anwendung (Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB; vgl. 
auch Art. 63 Abs. 5 EGzZGB). Infolge ihres Unterliegens im Beschwerdeverfahren 
hat die Beschwerdegegnerin – obschon ihr die unentgeltliche Prozessführung be-
willigt wurde (vgl. E. 5.1.) – den Beschwerdeführer aussergerichtlich zu entschädi-
gen (vgl. Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO; 118 Abs. 3 ZPO). Mit Verfügung des Vorsitzen-
den der I. Zivilkammer vom 24. Juli 2017 wurde ebenfalls das Gesuch des Be-

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schwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Be-
schwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 17 52) dahin 
entschieden, dass Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi als unentgeltlicher Rechts-
vertreter eingesetzt wurde. Vorliegend muss die Entschädigung, welche seinem 
Rechtsvertreter aufgrund der Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege zu-
steht, festgesetzt werden, da ein Rechtsbeistand auch bei Obsiegen der unent-
geltlich prozessführenden Partei durch den Kanton angemessen zu entschädigen 
ist, falls die der Gegenpartei auferlegte Parteientschädigung nicht oder voraus-
sichtlich nicht einbringlich ist (Art. 122 Abs. 2 Satz 1 ZPO; Frank Emmel, in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 11 zu Art. 122 ZPO). Ist der 
kostenpflichtigen Partei ihrerseits die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden, 
was in casu der Fall ist, gilt die von ihr zu leistende Parteientschädigung in der 
Regel zum vornherein als uneinbringlich (Alfred Bühler; in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I: Art. 1–
149 ZPO, Bern 2012, N 67 zu Art. 122 ZPO; Lukas Huber, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Art. 1‒196 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 21 zu Art. 122 ZPO). 

Die von der Gegenpartei geschuldete Parteientschädigung ist nach den tariflichen 
Ansätzen zu bemessen, die für frei gewählte Anwaltsmandate gelten. Vorliegend 
ergibt sich aus der Vollmacht von Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi ein vereinbar-
ter Stundenansatz von CHF 260.00 (act. B.V.). Obsiegt eine unentgeltlich vertre-
tene Partei, wäre es willkürlich, die Parteientschädigungsforderung nach den für 
die staatliche Entschädigung geltenden Tarifregeln zu kürzen (BGE 140 III 167 E. 
2.2; 121 I 113 E. 3d). Das gilt auch für die von einer Gegenpartei geschuldete Par-
teientschädigung, welcher ebenfalls die unentgeltliche Rechtpflege gewährt wor-
den ist. Die der Gegenpartei zugesprochene unentgeltliche Rechtspflege ist 
rechtswirksam für den Fall der Uneinbringlichkeit der Parteientschädigung und 
damit indirekt für die Höhe der staatlichen Entschädigung, beeinflusst aber die 
Bemessung der Parteikostenersatzforderung nicht (vgl. Alfred Bühler, in: Haus-
heer/Walter, Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. 1, Bern 
2012, N 62 zu Art. 122 ZPO; Lukas Huber, a.a.O., N 21 zu Art. 122 ZPO). Die 
aussergerichtliche Entschädigung wird, da keine Honorarnote eingereicht wurde, 
auf CHF 1'446.10 (bestehend aus 5 Stunden à CHF 260.00 [vgl. act. B.V.], zzgl. 
3 % Barauslagen und 8% MwSt. in Höhe von CHF 39.00 bzw. CHF 107.10) fest-
gelegt. 

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Der subsidiäre Entschädigungsanspruch des unentgeltlichen Rechtsbeistandes lic. 
iur. Guido Ranzi gegenüber dem Kanton entspricht der Höhe nach nicht der un-
einbringlichen Parteientschädigung. Es besteht lediglich ein Anspruch auf eine 
angemessene Entschädigung i.S.v. Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO. Die im kantonalen 
Tarifrecht vorgesehenen Bemessungsregeln sind hierbei anwendbar (vgl. Alfred 
Bühler, a.a.O., N 71 zu Art. 122 ZPO). Ausgehend von einem geschätzten Stun-
denaufwand von 5 Stunden zum reduzierten Ansatz von CHF 200.00 zzgl. 3% 
Barauslagen und 8% MwSt. in Höhe von CHF 30.00 bzw. CHF 82.40 ergibt sich 
eine durch den Kanton zu leistende uneinbringliche Prozessentschädigung i.S.v. 
Art. 122 Abs. 2 ZPO in Höhe von total CHF 1'112.40. Mit der Zahlung geht der 
Anspruch auf die Parteientschädigung im entsprechenden Umfang auf den Kanton 
über (Art. 122 Abs. 2 Satz 2 ZPO).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid aufge-
hoben. 

2. Die KESB Prättigau/Davos wird im Sinne der Erwägungen angewiesen, für 
das allfällige Namensänderungsgesuch des A._____ eine Verfahrensbei-
standschaft zu errichten.

3. a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 verbleiben beim 
Kanton Graubünden. 

b) Y._____ hat X._____ eine Parteientschädigung von CHF 1'446.10 (inkl. 
Spesen und Mehrwertsteuer) zu leisten. 

Da sich die Parteientschädigung im Umfang von CHF 1'112.40 als voraus-
sichtlich uneinbringlich erweist, wird der Rechtsvertreter gestützt auf die mit 
Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 24. Juli 2017 gewährte 
unentgeltliche Rechtspflege (ZK1 17 52) zu Lasten des Kantons Graubün-
den mit CHF 1'112.40 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-
kasse entschädigt (Art. 122 Abs. 2 ZPO). 

c) Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von Y._____ wird 
auf CHF 1'112.40 festgesetzt. Die Rückforderung der geleisteten Kostenhil-
fe durch den Kanton Graubünden bleibt im Sinne von Art. 123 ZPO vorbe-
halten.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: