# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd4b3f48-816a-533b-bc34-4f3e82fadf8e
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2V-24-6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_002_O2V-24-6_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführerin C. 

 

vertreten durch: B.,  

 

 

 

Vorinstanz Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden,  

Gutenberg-Zentrum, Kasernenstrasse 2, 9100 Herisau 

 

 

Beigeladene   Eidg. Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern 

 

 

Gegenstand Staats- und Gemeindesteuern 2021 /  

Direkte Bundessteuer 2021  

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der  

kantonalen Steuerverwaltung vom 8. Januar 2024 

 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
2. Abteilung 

 

Urteil vom 21. Januar 2025 
 

 

 

Mitwirkende Obergerichtspräsident W. Kobler 

Oberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. Windisch 

Obergerichtsschreiberin A. Mauerhofer 

 

 

Verfahren Nr. O2V 24 6 

 

 

Ort des Entscheids Trogen,  

 

 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) der Beschwerdeführerin (sinngemäss): 

 

Der Einspracheentscheid vom 8. Januar 2024 sei aufzuheben und die Veranlagung der C. 

ohne Berücksichtigung von verdeckten Gewinnausschüttungen und ohne entsprechende 

Minderwerte beim Eigenkapital vorzunehmen. 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 

 1. Die Beschwerde sei abzuweisen. 

 

 2. Unter Kostenfolgen zu Lasten der Beschwerdeführerin.  

 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Die C. mit Sitz in D. (nachfolgend: Beschwerdeführerin) reichte bei der kantonalen Steuerver-

waltung Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend: Vorinstanz) im Oktober 2022 die 

Steuererklärung für die Steuerperiode 2021 samt diversen Beilagen ein (KStV.AR.act. 2). Am 

8. August 2023 nahm die Vorinstanz die Veranlagung vor und setzte die Staats- und 

Gemeindesteuern auf Fr. […] und die direkte Bundessteuer auf Fr. […] fest. Dem Ver-

anlagungsprotokoll war zu entnehmen, dass im Rahmen der Veranlagung eine verdeckte 

Gewinnausschüttung im Betrag von Fr. 254'770 mit der Bemerkung "simuliertes Darlehen 

(A.)" mitberücksichtigt worden war (einerseits in Form einer Aufrechnung zum Reingewinn; 

andererseits gleichzeitig in Form eines Abzugs vom Reingewinn, bezeichnet als "Bildung 

Minderwert simuliertes Darlehen"). Ausserdem war das Eigenkapital der Beschwerdeführerin 

unter Berücksichtigung eines Minderwerts von Fr. 254'770 nach unten korrigiert worden. Als 

Begründung für diese Abweichungen von der Steuerdeklaration wurde auf dem Veranla-

gungsprotokoll Folgendes angeführt: "Das Aktionärsdarlehen wird steuerlich als simuliertes 

Darlehen mit entsprechender Aufrechnung als geldwerte Leistung (BGE 25.11.1983; ASA 53 

S. 54) qualifiziert. Dabei wurden sowohl die Verhältnisse beim Beteiligten (Bonität, fehlender 

Rückzahlungswille, fehlender schriftlicher Darlehensvertrag etc.), als auch bei der Ge-

sellschaft (Verbot der Einlagerückgewähr nach Art. 680 Abs. 2 OR, Klumpenrisiko etc.) be-

urteilt. Der Minderwert wird im Eigenkapital berücksichtigt" (vgl. dazu im Einzelnen die Unter-

lagen bei KStV.AR.act. 3 sowie nachfolgenden Auszug aus dem Veranlagungsprotokoll): 

Grafik Veranlagungsprotokoll 
 

Seite 3 

 
B. Am 1. September 2023 erhob die mit Einzelunterschriftsberechtigung im Handelsregister ein-

getragene Verwaltungsrätin der Beschwerdeführerin, B., Einsprache gegen die 

Steuerveranlagung 2021 und beantragte, "die Veranlagung in den Positionen 211, 381, 805 

und 971 durch Streichung derselben zu korrigieren." A. sei gar nicht Aktionär der Be-

schwerdeführerin, deshalb handle es sich auch nicht um ein Aktionärsdarlehen. Die Quali-

fikation als simuliertes Darlehen sei vollumfänglich bestritten (KStV.AR.act. 4).  

 

Mit Schreiben vom 27. September 2023 an B. und ihren Ehemann, A., erläuterte die Steuer-

kommissärin die Gründe für die im Rahmen der Veranlagung vorgenommenen Korrekturen 

und bot einen Besprechungstermin an (KStV.AR.act. 5). Am 26. Oktober 2023 fand eine 

Besprechung bei der Vorinstanz statt (vgl. act. 9).  

 

Mit Einspracheentscheid vom 8. Januar 2024 (KStV.AR.act. 6) wies die Vorinstanz die Ein-

sprache der Beschwerdeführerin ab.  

 

 

C. Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die am 8. Februar 2024 persönlich dem Ober-

gericht überbrachte Beschwerde mit dem eingangs erwähnten sinngemässen Antrag bezüg-

lich der Steuerveranlagung der Beschwerdeführerin (act. 1). Die Beschwerdeschrift enthielt 

in erster Linie Anträge mit Bezug auf die persönliche Veranlagung von A. und B. für die 

Steuerperiode 2021; jene Beschwerde ist Gegenstand des Verfahrens O2V 24 4.  

 

Mit Vernehmlassung vom 11. April 2024 (act. 6) beantragte die Vorinstanz die kostenpflich-

tige Beschwerdeabweisung, worauf die Beschwerdeführerin mit Replik vom 7. Mai 2024 (act. 

9) an ihrer Beschwerde festhielt. Die Beigeladene verzichtete stillschweigend auf die Ein-

reichung einer Stellungnahme. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. Der Entscheid über Steuerstreitsachen fällt unabhängig vom Streitwert in die Zuständigkeit 

der Abteilungen des Obergerichts (Art. 29 Abs. 1 lit. a Justizgesetz [JG, bGS 145.31] e con-

trario); das gilt auch für allfällige Nichteintretensentscheide, sofern nicht zum Vornherein 

offensichtlich ist, dass die Eintretensvoraussetzungen nicht erfüllt sind (Art. 32 Abs. 1 lit. b 

JG e contrario).  

 

Das Gesamtgericht hat Beschwerden in Steuerstreitsachen der 2. Abteilung zur Beurteilung 

zugewiesen (so publiziert im aktuellen Staatskalender des Kantons Appenzell Ausserrhoden 

Seite 4 

[https:// staatskalender.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Behandlung 

der Beschwerde zuständig ist. 

 

 

2. Einspracheentscheide der Vorinstanz können innert 30 Tagen nach Eröffnung schriftlich mit 

Beschwerde beim Obergericht angefochten werden (Art. 188 Abs. 1 Steuergesetz [StG, bGS 

621.11] i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. a Justizgesetz [JG, bGS 145.31]; Art. 104 Abs. 3 und 140 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer [DBG, SR 642.11] i.V.m. Art. 4 

der Verordnung über die Durchführung des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer 

[bGS 625.11]).  

 

Die am 8. Februar 2024 beim Obergericht eingereichte Beschwerde richtet sich gegen den 

Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 8. Januar 2024 und erfolgte fristgerecht. Auch die 

die übrigen formellen Voraussetzungen an die Beschwerdeschrift sind erfüllt. Insoweit der 

Beschwerdeführerin auch tatsächlich ein Rechtsschutzinteresse an einer Beschwerde zu-

kommt (vgl. dazu ausführlich E. 4 nachfolgend), wäre auf die Beschwerde somit einzutreten.  

 

 

3. Was die Beurteilung von verdeckten Gewinnausschüttungen von Unternehmungen betrifft, 

bestehen zwischen den Rechtsgrundlagen im Bereich der direkten Bundessteuer und im 

harmonisierten Steuerrecht der Kantone und Gemeinden grundsätzlich keine Unterschiede, 

weshalb ausnahmsweise darauf verzichtet wurde, zur Behandlung der Beschwerde wie sonst 

üblich zwei separate Verfahren zu eröffnen (für den Bereich der Staats- und Gemeinde-

steuern einerseits bzw. für den Bundessteuerbereich andererseits).  

 

Parallel zum vorliegenden Verfahren O2V 24 6, das die Steuerveranlagung der Beschwerde-

führerin betrifft, wurde aber ein separates Verfahren zur Beurteilung der im selben 

Zusammenhang von der Alleinaktionärin der Beschwerdeführerin, B. und deren Ehemann A. 

eingereichten Beschwerde betreffend deren persönlicher Steuerveranlagung eröffnet 

(Verfahren O2V 24 4). Da die Beschwerdeführer der beiden Verfahren O2V 24 4 

(Beschwerdeführer: A. und B.) und O2V 24 6 (Beschwerdeführerin: C.) nicht identisch sind, 

wurde entgegen dem beschwerdeweise eingereichten Antrag keine Verfahrensvereinigung 

vorgenommen, auch wenn die Frage nach einer verdeckten Gewinnausschüttung der 

Beschwerdeführerin engem Zusammenhang zur Frage nach einem geldwerten Vorteil aus 

der Beteiligung von B. an der Beschwerdeführerin steht (von verdeckten Gewinnausschüt-

tungen wird gesprochen, wenn die Optik der Gesellschaft zur Diskussion steht; aus Sicht der 

Anteilsinhaberin wird dagegen der Begriff der geldwerten Vorteile aus Beteiligungen ver-

wendet, vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 2C_716/2022 vom 15. November 2022 E. 6.1 

m.w.H.). Gemäss ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts im Zusammenhang mit 

Seite 5 

geldwerten Vorteilen bzw. verdeckten Gewinnausschüttungen folgen Bestand, Qualifikation 

und Höhe einer Aufrechnung auf Ebene der Gesellschaft einerseits und der Anteilsinhaberin 

anderseits grundsätzlich einer jeweils eigenen Logik. Aus diesem Grund ist eine separate 

Beurteilung auf der Ebene der Anteilsinhaberin einerseits und auf der Ebene der Gesellschaft 

andererseits unerlässlich, zumal es sich bei der Gesellschaft und der an ihr beteiligten 

Person trotz gesellschaftsrechtlicher Verbundenheit um zwei voneinander vollständig 

unabhängige Rechts- und Steuersubjekte handelt (Urteil des Bundesgerichts 9C_5/2023 

vom 14. März 2024 E. 5.2.2.1 m.w.H.).  

 

Aufgrund des Sachzusammenhangs wurde die vorliegende Beschwerde im Verfahren O2V 

24 6 aber zeitnah zur Beschwerde im Verfahren O2V 24 4 beraten und über beide Beschwer-

den an derselben Sitzung der zweiten Abteilung des Obergerichts vom 21. Januar 2025 ent-

schieden. Die von der Vorinstanz im Verfahren O2V 24 4 eingereichten Vorakten wurden im 

vorliegenden Verfahren zusätzlich zu den hier von der Vorinstanz eingereichten Vorakten 

beigezogen. 

 

 

4. Auf die Beschwerde ist nur dann einzutreten, wenn der Beschwerdeführerin  ein schutzwür-

diges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des  angefochtenen Einspracheentscheids 

der Vorinstanz zukommt (vgl. dazu Art. 59 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 1 des Gesetzes über 

die Verwaltungsrechtspflege [VRPG, bGS 143.1]; RICHNER/FREI/KAUFMANN/ROHNER, Hand-

kommentar zum DBG, 4. Aufl. 2023, N. 11 zu Art. 140 DBG und N. 12 f. zu Art. 132 DBG, 

m.w.H.). Im vorliegenden Verfahren geht es in diesem Zusammenhang um die (steuerlichen) 

Auswirkungen des angefochtenen Einspracheentscheids auf die Beschwerdeführerin als 

juristische Person (und nicht um allfällige Folgen für ihre Aktionärin).  

 

Die vorliegend zu beurteilende Beschwerde richtet sich gegen folgende zwei Punkte:  

 

a) Einerseits ist die Beschwerdeführerin nicht damit einverstanden, dass die Vorinstanz, wie 

sich aus dem Veranlagungsprotokoll ergibt, sowohl bei der Veranlagung der Staats- und 

Gemeindesteuern als auch bei der Veranlagung der direkten Bundessteuer 2021 eine 

verdeckte Gewinnausschüttung der Beschwerdeführerin an die Alleinaktionärin B. (teils 

via deren Ehemann A.) im Betrag von Fr. 254'770.-- mitberücksichtigt hat; 

 

b) Andererseits ist die Beschwerdeführerin nicht damit einverstanden, dass die Vorinstanz 

im Rahmen der Veranlagung der Kapitalsteuer eine Korrektur des steuerbaren Kapitals 

durch zusätzliche Berücksichtigung eines Minderwerts in der Höhe von Fr. 254'770.-- 

vorgenommen hat, entsprechend dem Gesamtbetrag der beiden von der Vorinstanz als 

simuliert qualifizierten Darlehen der Beschwerdeführerin an A. und B. 

 

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Dazu ist Folgendes in Erwägung zu ziehen: 

 

a. Die Vorinstanz hat bei der Ermittlung des steuerbaren Gewinns der Beschwerdeführerin nicht 

nur eine Aufrechnung einer verdeckten Gewinnausschüttung vorgenommen, sondern gleich-

zeitig bei den Abzügen unter der Bezeichnung "Bildung Minderwert simuliertes Darlehen" 

eine Reduktion des steuerbaren Gewinns in der Höhe desselben Betrags berücksichtigt (vgl. 

das beim Sachverhalt unter lit. A auszugsweise dargestellte Veranlagungsprotokoll, Ziff. 211 

und Ziff. 381 [das Veranlagungsprotokoll findet sich ausserdem in den vorinstanzlichen Akten 

bei KStV.AR.act. 4]). Im Resultat hat sich die Aufrechnung der verdeckten Gewinnaus-

schüttung von Fr. 254'770.-- also gar nicht auf die Höhe des steuerbaren Gewinns ausge-

wirkt: Die durch die Aufrechnung zunächst eingetretene Erhöhung des steuerbaren Gewinns 

wurde durch die anschliessende Berücksichtigung eines Minderwerts vollumfänglich kom-

pensiert. Der von der Vorinstanz im Rahmen der Steuerveranlagung ermittelte steuerbare 

Gewinn der Beschwerdeführerin (abgerundet Fr. […], vgl. dazu die Unterlagen bei 

KStV.AR.act. 3) entspricht notabene betragsmässig dem von der Beschwerdeführerin in der 

Steuererklärung selber deklarierten Gewinn (vgl. dazu die Steuererklärung bei KStV.AR.act. 

2).  

 

b. Die von der Vorinstanz im Rahmen der von der Beschwerdeführerin angefochtenen Veran-

lagung vorgenommene Korrektur beim steuerbaren Kapital – dort berücksichtigte die Vor-

instanz einen Minderwert von Fr. 254'770.--, so dass die Kapitalsteuer nicht auf Basis des 

von der Beschwerdeführerin deklarierten höheren Werts von Fr. […], sondern auf Basis eines 

deutlich tieferen Werts von Fr. […] festgelegt wurde – blieb im Resultat ebenfalls ohne 

Auswirkung auf den erhobenen Steuerbetrag: In der während der hier betroffenen 

Steuerperiode 2021 gültigen Regelung im Steuergesetz war nämlich noch die Erhebung 

einer Mindestkapitalsteuer von Fr. 900.-- vorgesehen (vgl. Art. 90 Abs. 2 aStG; in der aktu-

ellen, heute gültigen Version des Steuergesetzes ist diese Bestimmung so nicht mehr ent-

halten). Die Vorinstanz ermittelte im Rahmen der Steuerveranlagung der Beschwerdeführe-

rin basierend auf dem gesetzlich vorgesehenen Steuersatz für die Kapitalsteuer von 0.065 

Promille (Art. 90 Abs. 1 StG, dieser Steuersatz gilt heute unverändert) einen theoretischen 

Steuerbetrag von Fr. […]. Da der errechnete Betrag unter der damals vorgesehenen Min-

deststeuer lag, wurde stattdessen die Mindeststeuer von Fr. 900.-- erhoben (vgl. dazu die 

definitive Berechnung der Staats- und Gemeindesteuern 2021 bei KStV.AR.act. 3). Diese 

Konsequenz hätte sich auch dann ergeben, wenn anstelle eines Kapitals von Fr. […] das von 

der Beschwerdeführerin in der Steuererklärung 2021 selber deklarierte Kapital von rund Fr. 

[…] berücksichtigt worden wäre: Die Kapitalsteuer würde sich also mit anderen Worten auch 

unter Berücksichtigung des sinngemässen Antrags der Beschwerdeführerin, wonach das 

steuerbare Kapital abweichend von der Veranlagung auf den von ihr deklarierten Wert von 

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rund Fr. […] festzulegen sei, im Resultat so oder so auf den Betrag der damals im Gesetz 

noch vorgesehenen Mindeststeuer (nämlich Fr. 900.--) belaufen.  

 

c. Zusammengefasst ist somit festzustellen, dass sich die Berücksichtigung der hier umstritte-

nen simulierten Darlehen im Rahmen der Steuerveranlagung 2021 der Beschwerdeführerin 

weder direkt auf die erhobene Gewinn- noch direkt auf die erhobene Kapitalsteuer ausgewirkt 

hat. Ein konkretes, schutzwürdiges Interesse an der erhobenen Beschwerde ist somit nicht 

erkennbar und wird normalerweise unter diesen Umständen verneint. Sollte ausnahmsweise 

dennoch ein schutzwürdiges Interesse an einer Beschwerde vorhanden sein, wäre dies von 

der Beschwerdeführerin konkret geltend zu machen und zu begründen. 

 

d. Die Beschwerdeführerin legte in der Beschwerde keine konkreten Gründe dar, die – unge-

achtet der Tatsache, dass sich selbst bei einer Gutheissung der von ihr eingereichten An-

träge nichts am erhobenen Steuerbetrag ändern würde – ein Eintreten auf die Beschwerde 

rechtfertigen würden. Bezüglich des Rechtsschutzinteresses an einer Beschwerde stellen 

sich im konkreten Fall vergleichbare Fragen wie bei der Anfechtung von sog. Nullveranla-

gungen (vgl. dazu ausführlich Urteile des Bundesgerichts 9C_383/2024, 9C_384/2024 und 

9C_385/2024 vom 25. September 2024 insbesondere E. 2.5 m.w.H.). Nach der für solche 

Konstellationen entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts wäre ausnahmsweise 

auch dann, wenn zwar keine konkreten Auswirkungen auf die erhobene Steuer vorhanden 

sind, dennoch von einem hinreichenden Rechtsschutzinteresse für eine Beschwerde auszu-

gehen, wenn die in Frage stehende Steuerveranlagung (andere) unmittelbare Rechtswir-

kungen entfaltet, deren Klärung keinen Aufschub erduldet. Somit könnte ein Rechtsschutz-

interesse u.U. selbst bei beantragter Höherveranlagung bejaht werden, so zum Beispiel 

dann, wenn dadurch in einer Folgeperiode niedrigere Steuern anfallen oder beispielsweise 

ein ansonsten drohendes Nachsteuer- oder Steuerhinterziehungsverfahren abgewendet 

werden kann (BGE 150 II 409 E. 2.3.2 m.w.H.).  

 

e. Auf Ebene der Beschwerdeführerin haben die von der Vorinstanz als simuliert qualifizierten 

Darlehen, wie bereits dargelegt, keine direkten Gewinnsteuerfolgen nach sich gezogen, weil 

die Vorinstanz im Rahmen der Veranlagung bei den Abzügen einen Minderwert entspre-

chend der aufgerechneten Darlehenssumme berücksichtigt hat. Dass das steuerbare Kapital 

auf einen tieferen Wert festgesetzt wurde, als die Beschwerdeführerin in der Steuererklärung 

deklariert hatte, änderte nichts am Betrag der so oder so zu erhebenden Mindeststeuer. Dass 

die Vorinstanz die Folgen der von ihr angenommenen Darlehenssimulation (siehe dazu im 

Einzelnen auch das parallel beurteilte Verfahren O2V 24 4) in der hier betroffenen Steuer-

periode 2021 auf Ebene der Gesellschaft nicht korrekt umgesetzt hätte, ist nicht ersichtlich: 

Ein simuliertes Darlehen schmälert das Eigenkapital und zeitigt keine Gewinnsteuerfolgen, 

Seite 8 

solange das Guthaben durch die Gesellschaft nicht erfolgsmindernd abgeschrieben wird 

(RICHNER/FREI/KAUFMANN/ROHNER, a.a.O., N. 162 zu Art. 58 DBG; vgl. zum Ganzen aus-

führlich und mit diversen Hinweisen insbesondere auch auf die bundesgerichtliche Recht-

sprechung: Urteil des Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich DB.2023.157 / ST.2023.217 

vom 30. April 2024 sowie Urteil der Steuerrekurskommission des Kantons Bern 100 18 420 / 

200 18 341 vom 28. März 2019).  

 

f. Basierend auf den vorstehend dargelegten Überlegungen ist auf die Beschwerde im Verfah-

ren O2V 24 6 nicht einzutreten, da ein konkretes Rechtsschutzinteresse der Beschwerde-

führerin an ihrer Beschwerde nicht ausgewiesen ist.  

 

 

5. Während im Bereich der Staats- und Gemeindesteuern die Kosten- und Entschädigungsfol-

gen kantonal geregelt sind (vgl. Art. 53 i.V.m. Art. 19 ff. VRPG), regelt im Bereich der direkten 

Bundessteuer Art. 144 DBG die Verlegung der Kosten und Entschädigungen. Die Höhe der 

Kosten bestimmt sich auch im Bundessteuerbereich nach dem kantonalen Recht (Art. 144 

Abs. 5 DBG). 

 

a. Die vorliegende Beschwerde betrifft eine verwaltungsrechtliche Streitigkeit. Vor Verwaltungs-

gericht betragen die Verfahrenskosten gemäss Art. 4a des Gesetzes über die Gebühren in 

Verwaltungssachen (bGS 233.2) grundsätzlich bis zu Fr. 5‘000.--. Innerhalb des Gebühren-

rahmens sind die Gebühren nach dem Zeit- und Arbeitsaufwand, der Bedeutung des Ge-

schäfts sowie nach dem Interesse und der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Gebühren-

pflichtigen zu bemessen (Art. 20 VRPG). Im konkreten Fall wird die Gerichtsgebühr unter 

Berücksichtigung, dass das Verfahren ohne materielle Beurteilung durch einen Nichteintre-

tensentscheid erledigt wurde, auf Fr. 750.-- festgelegt. Im Rechtsmittelverfahren ist gebüh-

ren- und kostenpflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf dessen Rechtsmittel nicht 

eingetreten wird (Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 19 Abs. 3 VRPG bzw. Art. 144 Abs. 1 DBG). 

Dementsprechend sind die Kosten von der Beschwerdeführerin zu tragen. Es kann eine Ver-

rechnung mit dem von ihr bei der Gerichtskasse einbezahlten Kostenvorschuss erfolgen.  

 

b. Entschädigungen sind keine zuzusprechen (Art. 144 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 bis 3 des 

Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021] sowie Art. 59, Art. 53 

Abs. 3 und Art. 24 Abs. 3 lit. a VRPG). 

  

Seite 9 

Demgemäss erkennt das Obergericht: 

 
1. Auf die Beschwerde der C. wird mangels Rechtsschutzinteresses nicht eingetreten. 
 
 
2. Der Beschwerdeführerin wird eine Entscheidgebühr von Fr. 750.-- auferlegt, unter Verrech-

nung mit dem einbezahlten Kostenvorschuss.  
 
 
3. Parteientschädigungen werden nicht zugesprochen. 
 
 
4. Rechtsmittel: 
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 
Beweismittel angerufenen Urkunden sind – soweit vorhanden – beizulegen (Art. 42 BGG). 
Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 

5. Mitteilung an: 

- C., mit Gerichtsurkunde 

- Steuerverwaltung Appenzell Ausserrhoden, mit Gerichtsurkunde 

- Eidg. Steuerverwaltung, mit Gerichtsurkunde 

 
 
 
 

Im Namen der 2. Abteilung des Obergerichts 
 
 

Der Obergerichtspräsident:  

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin:   

 

 

lic. iur. Annika Mauerhofer 

 
 
 
versandt am: 23. Januar 2025