# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dd5bef61-c196-5bc8-9d26-3edd04fcfd3f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.11.2025 200 2025 389
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-389_2025-11-24.pdf

## Full Text

IV 200 2025 389 und
IV 200 2025 390 (2)
KOJ/BOC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. November 2025

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügungen vom 19. und 20. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

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Sachverhalt:

A.

Die 1969 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im März 2022 unter Hinweis auf einen Herzfehler, 
Mikroinfarkte im Gehirn und einen Hirntumor bei der Invalidenversicherung 
(IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 1). Nach Abklärung des Leistungsan-
spruchs sprach die IVB der Versicherten mit Verfügungen vom 17. Novem-
ber und 18. Dezember 2023 (act. II 70, 73) ab dem 1. September 2022 eine 
ganze Rente zu, was im Rahmen einer Revision von Amtes wegen mit Mit-
teilung vom 20. September 2024 (act. II 86) bestätigt wurde.

B.

Am 6. Dezember 2024 meldete sich die Versicherte zum Bezug einer Hilf-
losenentschädigung an und am 13. Februar 2025 stellte sie ein Gesuch um 
Ausrichtung eines Assistenzbeitrages (act. II 87, 93). Nach Erstellung von 
Abklärungsberichten Hilflosenentschädigung und Assistenzbeitrag (Berich-
te je vom 11. März 2025 [act. II 94 f.]) und Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens (act. II 96 f.) mit Einholung von Stellungnahmen des 
Abklärungsdienstes (act. II 105 f.), verneinte die IVB mit Verfügungen vom 
19. und 20. Mai 2025 (act. II 107 f.) sowohl den Anspruch auf eine Hilflo-
senentschädigung als auch auf einen Assistenzbeitrag. 

C.

Gegen die Verfügungen vom 19. und 20. Mai 2025 erhob die Versicherte, 
vertreten durch Rechtsanwältin B.________, am 19. Juni 2025 Beschwerde 
(Verfahren IV 200 2025 389 und IV 200 2025 390). Sie stellt die folgenden 
Rechtsbegehren: 

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1. In Aufhebung der Verfügung vom 19. Mai 2025 sei der Beschwerdefüh-
rerin die gesetzliche Hilflosenentschädigung (zumindest leichter Grad) 
zuzusprechen.

2. In Aufhebung der Verfügung vom 20. Mai 2025 seien der Beschwerde-
führerin Assistenzbeiträge zu bewilligen.

3. Eventualiter: Die Abklärung vor Ort sei zu wiederholen und ein neuer 
Abklärungsbericht zur Hilflosenentschädigung und zum Assistenzbeitrag 
zu erstellen. Basierend darauf sei über den Anspruch neu zu verfügen.

– unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin –

Mit Beschwerdeantwort vom 17. Juli 2025 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Die Beschwerdeführerin macht mit Replik vom 25. Juli 2025 zusätzliche 
Ausführungen. 

Mit Duplik vom 11. (richtig: 10.) September 2025 hält die Beschwerdegeg-
nerin am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Diese Eingabe wurde 
der Beschwerdeführerin mit prozessleitender Verfügung vom 11. Septem-
ber 2025 zur Kenntnisnahme zugestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist in den vorinstanzlichen Verfahren mit ihren An-
trägen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 

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Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Angefochten sind die Verfügungen vom 19. und 20. Mai 2025 (act. II 
107 f.). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
eine Hilflosenentschädigung sowie einen Assistenzbeitrag der Invaliden-
versicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, haben Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 IVG).

Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit 
für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der per-
sönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Zu unterscheiden ist zwi-
schen schwerer, mittelschwerer und leichter Hilflosigkeit (Art. 42 Abs. 2 
IVG). Massgebend für die Höhe der Hilflosenentschädigung ist das Aus-
mass der persönlichen Hilflosigkeit (Art. 42ter Abs. 1 Satz 1 IVG).

Als hilflos gilt ebenfalls eine Person, welche zu Hause lebt und wegen der 
Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebenspraktische Begleitung 
angewiesen ist. Liegt ausschliesslich eine Beeinträchtigung der psychi-
schen Gesundheit vor, so gilt die Person nur als hilflos, wenn sie Anspruch 

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auf eine Rente hat. Ist eine Person lediglich dauernd auf lebenspraktische 
Begleitung angewiesen, so liegt immer eine leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 
Abs. 3 IVG).

2.2 Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln

a. in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in 
erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;

b. einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;

c. einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders 
aufwändigen Pflege bedarf;

d. wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren kör-
perlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher 
Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; 
oder

e. dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 der 
Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV; SR 831.201) angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 IVV).

2.3 Nach der herrschenden Praxis (BGE 151 V 1 E. 6.6.2 S. 12, 133 V 
450 E. 7.2 S. 463) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtun-
gen relevant:

 Ankleiden, Auskleiden;
 Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
 Essen;
 Körperpflege;
 Verrichtung der Notdurft;
 Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.

Bei Lebensverrichtungen, welche mehrere Teilfunktionen umfassen, ist 
nach der Rechtsprechung nicht verlangt, dass die versicherte Person bei 
der Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr ist bloss 
erforderlich, dass sie bei einer dieser Teilfunktionen regelmässig in erhebli-

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cher Weise auf direkte oder indirekte Dritthilfe angewiesen ist (BGE 121 V 
88 E. 3c S. 91).

2.4 Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf an lebenspraktischer 
Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine volljährige ver-
sicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beeinträchtigung 
der Gesundheit ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbstständig woh-
nen kann (lit. a), für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Wohnung 
auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder ernsthaft ge-
fährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Ziel der 
lebenspraktischen Begleitung ist es, den Eintritt einer versicherten Person 
in ein Heim nach Möglichkeit hinauszuschieben oder zu verhindern. Sie ist 
nicht auf Menschen mit psychischen oder geistigen Behinderungen be-
schränkt; auch körperlich Behinderte können grundsätzlich lebensprakti-
sche Begleitung beanspruchen. Die Notwendigkeit einer Dritthilfe ist 
objektiv nach dem Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurtei-
len. Abgesehen vom Aufenthalt in einem Heim ist demgegenüber die Um-
gebung, in welcher sie sich aufhält, grundsätzlich unerheblich. Bei der 
lebenspraktischen Begleitung darf keine Rolle spielen, ob die versicherte 
Person allein lebt, zusammen mit dem Lebenspartner, mit Familienmitglie-
dern oder in einer der heutzutage verbreiteten neuen Wohnformen. Mass-
gebend ist einzig, ob die versicherte Person, wäre sie auf sich allein 
gestellt, erhebliche Dritthilfe in Form von Begleitung und Beratung benöti-
gen würde. Von welcher Seite diese letztlich erbracht wird, ist ebenso be-
deutungslos wie die Frage, ob sie kostenlos erfolgt oder nicht. Dennoch ist 
als Frage der Schadenminderungspflicht im Rahmen der lebenspraktischen 
Begleitung in einem zweiten Schritt auch die tatsächlich erbrachte resp. 
zumutbare Mithilfe von Familienangehörigen zu prüfen (BGE 150 V 334 
E. 3.5 S. 336, 146 V 322 E. 2.3 S. 325, 133 V 450 E. 5 S. 461; SVR 2024 
IV Nr. 26 S. 86, 9C_444/2023 E. 2.3). 

2.5 Anspruch auf einen Assistenzbeitrag haben Versicherte, denen eine 
Hilflosenentschädigung der IV nach Art. 42 Abs. 1 - 4 IVG ausgerichtet 
wird, die zu Hause leben und die volljährig sind (Art. 42quater Abs. 1 lit. a - c 
IVG). Der Assistenzbeitrag bezweckt die Unterstützung der selbstbestimm-
ten und eigenverantwortlichen Lebensführung in einer Privatwohnung 

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(BGE 140 V 543 E. 3.5.2 S. 554). Er wird gewährt für Hilfeleistungen, die 
von der versicherten Person benötigt und regelmässig von einer natürli-
chen Person (Assistenzperson) erbracht werden, die von der versicherten 
Person oder ihrer gesetzlichen Vertretung im Rahmen eines Arbeitsvertra-
ges angestellt wird und weder mit der versicherten Person verheiratet ist, 
mit ihr in eingetragener Partnerschaft lebt oder eine faktische Lebensge-
meinschaft führt noch in gerader Linie mit ihr verwandt ist (Art. 42quinquies 
lit. a und b IVG; BGE 150 V 263 E. 4.2 S. 265, 140 V 113 E. 3 S. 114). Die 
versicherte Person hat nur Anspruch auf einen Assistenzbeitrag, wenn ihr 
Hilfebedarf zur Anstellung einer oder mehrerer Assistenzpersonen für mehr 
als drei Monate führt (Art. 39d IVV).

2.6 Bei der Schadenminderungspflicht der versicherten Person handelt 
es sich um einen allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts 
(BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463; SVR 2020 EL Nr. 6 S. 21, 9C_251/2019 
E. 7.3.1). Einer versicherten Person sind im Rahmen der Schadenminde-
rungspflicht Massnahmen zuzumuten, die ein vernünftiger Mensch in der 
gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwar-
ten hätte (BGE 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274).

Rechtsprechungsgemäss können Familienangehörigen im Rahmen der 
familienrechtlichen Beistandspflicht im Einzelfall umfangreiche Hilfestellun-
gen zugemutet werden. Diese Mithilfe geht zwar weiter als die ohne Ge-
sundheitsschaden üblicherweise zu erwartende Unterstützung, jedoch darf 
den Familienangehörigen keine unverhältnismässige Belastung entstehen. 
Vielmehr ist bei der Mitarbeit von Familienangehörigen stets danach zu 
fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, 
sofern keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären (BGE 133 V 504 
E. 4.2 S. 509; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 29, 9C_410/2009 E. 5.5). Keinesfalls 
darf aber unter dem Titel der Schadenminderungspflicht die Bewältigung 
der Haushaltstätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übri-
gen Familienmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei 
jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich 
ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Aus-
führung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt (BGE 141 V 642 
E. 4.3 S. 648; SVR 2024 IV Nr. 10 S. 28, 9C_525/2023 E. 4.4). 

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2.7 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die 
Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende 
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 223, 9C_762/2017 
E. 3.2). Diese Rechtsprechung ist auf Abklärungsberichte für Ansprüche 
auf Hilflosenentschädigung, Intensivpflegezuschlag, Hilfsmittel oder Assis-
tenzbeitrag analog anwendbar. Bei der Erarbeitung der Grundlagen für die 
Bemessung der Leistung ist eine enge, sich ergänzende Zusammenarbeit 
zwischen Arzt und Verwaltung erforderlich (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 
130 V 61 E. 6.2 S. 63).

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen: 

3.1 Im Untersuchungsbericht Neuropsychologie des Spitals 
C.________ vom 14. April 2022 (act. II 40/8 ff.) wurden die folgenden 
(Haupt-) Diagnosen aufgeführt: 

1. Unklare Raumforderung periventrikulär links im Bereich des Vorderhor-
nes, DD Gliom

2. Multiple zerebrale Marklagerläsionen a.e. mikrovaskulär bedingt
3. Minimale Schlafapnoe

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Zudem wurde die folgende neuropsychologische Diagnose aufgeführt: 

 Die Befunde seien insgesamt mit einer mittelschweren neuropsychologi-
schen Funktionseinschränkung (DD im Rahmen der multiplen cerebra-
len Marklagerläsionen und zusätzlicher cerebraler Raumforderung) 
vereinbar.

Der Schwerpunkt (der Funktionseinschränkungen) liege eher im Bereich 
räumlich-figuraler Funktionen sowie in einer deutlichen Verlangsamung und 
verminderten Flexibilität. Die Graphomotorik sei unauffällig.

3.2 Im Bericht der Klinik für Neurologie des Spitals C.________ vom 
25. September 2023 (act. II 58) wurden die folgenden (Haupt-)Diagnosen 
aufgeführt:

1. Multiple zerebrale Marklagerläsionen a.e. mikrovaskulär bedingt
2. Ovarial-Ca rechts (Endometrioides Adenokarzinom von 20cm Durch-

messer) pT1c3, pN0(0/2), L0, cMx, G1, V0, Pn0, FIGO: IC3
3. V.a. obstruktives Schlafapnoe-Syndrom
4. V.a. Restless-Legs Syndrom
5. St. n. tiefer Beinvenenthrombose ED 3. Juli 2023
6. Unklare Raumforderung periventrikulär links im Bereich des Vorderhor-

nes, DD low grade Gliom
7. PFO Grad III

Es gehe um die kognitive Funktionsstörung bei der Beschwerdeführerin, 
welche subjektiv schon seit langer Zeit Aufmerksamkeits- und Konzentrati-
onsschwierigkeiten aufweise, zunehmend aber auch Schwierigkeiten habe 
mit dem Frischgedächtnis, indem sie unmittelbare Ereignisse nicht mehr 
erinnere, wenn diese nicht notiert worden seien, auf eine Agenda angewie-
sen sei, um keine Termine zu verpassen, aber auch immer häufiger Dinge 
vergesse oder liegen lasse (Herdplatte bleibe angestellt). In jüngster Zeit 
seien auch exekutive Funktionsstörungen aufgetreten. Im Rahmen der heu-
tigen neuropsychologischen Testung werde ein insgesamt normales Er-
gebnis erzielt, wobei in einzelnen Aufgaben doch deutliche Defizite 
bestünden. Es zeichne sich nicht ein spezifisches Bild ab, vielmehr müsse 
angenommen werden, dass die zerebrovaskulären Ereignisse vor PFO-
Verschluss sowie möglicherweise auch die zerebrale Raumforderung in 
Form eines Glioms eine Rolle spielen könnte. Die Auswirkungen auf all-
tagsrelevante Aktivitäten würden als derart erheblich erachtet, dass eine 

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quantitative neuropsychologische Testung auch im Hinblick auf die Festle-
gung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit erforderlich sei. Eine Arbeits-
fähigkeit sei derzeit aus neurologischer Sicht nicht gegeben aufgrund der 
starken und raschen kognitiven Erschöpfbarkeit und psychomotorischen 
Verlangsamung. 

3.3 Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, ver-
wies im Bericht vom 4. Oktober 2023 (act. II 61/1 f.) auf einen verschlech-
terten Gesundheitszustand. Als zusätzliche Diagnose sei ein Ovarial-CA 
hinzugekommen. Er führte die folgenden Diagnosen auf: 

 Unklare Raumforderung im Gehirn, möglicherweise low grade Gliom, 
noch keine Histologie

 Multiple, cerebrale Marklagerläsionen whs. mikro-CVI im Rahmen des 
jahrzehntelang offenen Foramen ovale

 Ovarial-CA rechts
 Vier-Etagen tiefe Venenthrombosen Bein rechts durch Kompression im 

Beckenbereich durch riesiges Ovarial-CA

Als aktuelle Symptomatik zeigten sich ein verlangsamter, unsicherer Gang, 
eine Gleichgewichtsstörung und Schwindel. Die Beschwerdeführerin be-
richte von Konzentrations-, Auffassungs- und Gedächtnisstörungen. Es 
lägen auch Müdigkeit, Schmerzen in den Beinen und Kopf vor, nach fünf 
bis zehn Minuten Gehen beginne sie am ganzen Körper zu zittern. Seit 
September 2021 sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig. Auf-
grund von Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefiziten, eingeschränkter 
Auffassungsgabe und Erschöpfung seien körperlich keine Tätigkeiten mög-
lich, die Beschwerdeführerin könne nicht lange sitzen, nicht lange stehen 
und nicht lange gehen (Sitzen maximal 30 Minuten am Stück, Stehdauer 
wenige Minuten, Gehdauer maximal 10 Minuten, Gewichtheben maximal 
2kg). Die Familie helfe ihr in allen Tätigkeiten des täglichen Lebens (Ein-
kaufen, Kochen, Putzen, Waschen etc.). Die Beschwerdeführerin sei bei 
den alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig auf Hilfe von Drittperso-
nen angewiesen und sie sei auch auf Dritthilfe angewiesen, um den Alltag 
für sich zu gestalten. 

3.4 Im Bericht vom 26. Juni 2024 (act. II 89/5 f.) der Ergotherapeutin 
E.________ wurde ausgeführt, die Beschwerdeführerin zeige immer noch 

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eine Verlangsamung bei allen kognitiven Übungen. Die Aufmerksamkeits-
leistung und somit auch die sonstigen Hirnleistungen fluktuierten je nach 
Energielevel. Während der Chemo habe sich eine stetige Verschlechterung 
gezeigt, von der die Beschwerdeführerin sich aber nun wieder zu erholen 
scheine. Ihre chronische Müdigkeit und teilweise Rückenschmerzen beein-
flussten die Leistungen zudem stark. Weiter sei ihr Ehemann seit Septem-
ber 2023 ebenfalls krankgeschrieben. Er unterstütze sie körperlich im 
Haushalt und beim Einkauf und helfe ihr am Morgen mit den Kompressi-
onsstrümpfen. Zum Duschen hätten sie einen Hocker gekauft. Das Anzie-
hen gelinge mit Hilfe einer Checkliste. Die ganze Administration versuche 
sie möglichst allein zu stemmen. Die Terminverwaltung gelinge ihr mittler-
weile mit Hilfe einer übersichtlichen Wand-Agenda sehr gut. Die Beschwer-
deführerin zeige im Moment eine genügende kognitive Belastbarkeit für 
zirka 40 Minuten. Wenn die Aufgaben zu komplex seien, v.a. im Bereich 
Handlungsplanung, blockiere sie teilweise und müsse durch eine externe 
Person gecoacht oder zu einer kurzen Pause aufgefordert werden.

3.5 Im Kostengutsprachegesuch für ein Dreiradvelo mit Elektroan-
triebunterstützung vom 9. April 2025 (act. II 111) führte Dr. med. 
D.________ aus, die Beschwerdeführerin mit Hirntumor sei wegen ihrem 
Rechtsdrall und Gleichgewichtsstörungen nicht mehr im Stande kürzere 
und mittlere Strecken zu Fuss zu bewältigen (zum Beispiel zum Einkaufen 
zu gehen). Mit Unterstützung durch ein Dreiradvelo mit Elektrounterstüt-
zung sollte dieses wieder möglich sein, so dass für sie die Bewältigung der 
alltäglichen Aktivitäten erheblich vereinfacht würde. 

3.6 Dr. med. D.________ führte im ärztlichen Zeugnis vom 14. Mai 
2025 (act. II 115) aus, die Beschwerdeführerin mit Hirntumor und 
Gehstörung benötige einen Rollator zwecks Sturzprävention und ein 
Dusch-WC, da sie koordinationsmässig auf einem normalen WC nicht klar-
komme. 

3.7 Im Sprechstundenbericht der Klinik Neurochirurgie des Spitals 
F.________ vom 18. Mai 2025 (act. II 116) wurden die folgenden (Haupt-
)Diagnosen aufgeführt: 

1. Unsichere Neubildung der Basalganglien links
2. Persistierendes Foramen ovale

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3. Probleme und Beschwerden, insbesondere Ovarialkarzinom rechts so-
wie Endometriumkarzinom

4. Adipositas Grad III (WHO)
5. Polyneuropathie, anamnestisch der Finger beidseits

Aktuell berichte die Beschwerdeführerin von progredienten Gleichgewichts-
störungen und Fallneigung nach rechts, sodass sie sich vermehrt abstützen 
müsse und meist Gehstöcke zur Hilfe nehme. Intermittierend träten 
Schwindel und Nausea auf, jedoch ohne sie weiter zu stören. Kopfschmer-
zen würden meist retroorbital selbstlimitierend seit zwei Monaten täglich 
auftreten. Ihre Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen hätten ab-
genommen. MR-graphisch zeige sich eine weitere Progredienz der Raum-
forderung im Bereich der Basalganglien links mit einer aktuellen Grösse 
von 34 x 24 mm. Der Beschwerdeführerin sei erneut eine stereotaktische 
Biopsie zur Diagnosesicherung und anschliessender Einleitung der geeig-
neten Therapie empfohlen worden. Sie zeige sich nun mit dem Vorgehen 
einverstanden.

Zur Kraft und Koordination der oberen Extremitäten wurde Folgendes fest-
gehalten: Kein Absinken im Armvorhalteversuch bds., Finger-Nase-
Versuch metrisch bds.; Arm Abd re/li: 5/5 Arm Add re/li: 5/5 Ellenb Flex 
re/li: 5/5 Ellenb Ext re/li: 5/5 Handg Flex re/li: 5/5 Handg Ext re/li: 5/5 Finger 
Flex re/li: 4+/5 Finger Ext re/li: 5/5.

3.8 Im Austrittsbericht der Klinik Neurochirurgie des Spitals F.________ 
vom 30. Juni 2025 (act. II 131) wurden die folgenden (Haupt-) Diagnosen 
aufgeführt: 

 Postoperative Blutung
 Unsichere Neubildung der Basalganglien links

Bei der Beschwerdeführerin sei seit mehreren Jahren eine unklare Läsion 
im Caput nucleus caudatus links bekannt. Klinisch habe sich die Raumfor-
derung mit neuer Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung manifes-
tiert. Seither sei ihr bei Grössenprogredienz der Läsion eine Biopsie zur 
Diagnosesicherung empfohlen worden. Der Eingriff (Biopsie stereotaktisch 
rahmengestützt bei unklarer Läsion der Basalganglien links) sei am 26. Ju-
ni 2025 intraoperativ komplikationslos verlaufen. Der Schnellschnitt habe 
den Verdacht auf ein Gliom ergeben, die definitive histopathologische Dia-

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gnose habe zum Zeitpunkt des Austritts jedoch noch ausgestanden. Post-
operativ habe sich die Beschwerdeführerin neurologisch mit einem GCS 
von 15 gezeigt, ohne neue Ausfälle. Die Beschwerdeführerin habe am 30. 
Juni 2025 in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden kön-
nen.

Zum Eintrittsbefund bezüglich Kraft und Koordination wurde Folgendes 
angegeben: Dysdiadochokinese (Hände). Es seien keine Faszikulationen 
festgestellt worden. Obere Extremitäten: kein Absinken im Armvorhaltever-
such bds., Tonus bds. normal, keine Rigidität bds., keine Spastik bds., Fin-
ger-Nase-Versuch path bds.; Arm Abd re/li: 4+/4- Arm Add re/li: 4+/5 Ellenb 
Flex re/li: 4-/5 Ellenb Ext re/li: 4+/5 Finger Flex re/li: 4+/5 Finger Abd re/li: 4-
/5.

Zum Austrittsbefund bezüglich Kraft und Koordination der oberen Extre-
mitäten wurde Folgendes festgehalten: Finger-Nase-Versuch path bds., 
Arm Abd re/li: 5/5 Arm Add re/li: 5/5 Ellenb Flex re/li: 4/5 Ellenb Ext re/li: 4/5 
Handg Flex re/li: 4/5 Handg Ext re/li: 4/5 Finger Flex re/li: 4/5 Finger Ext 
re/li: 4/5 Finger Abd re/li: 4/5.

4.

4.1 Zu Recht unbestritten ist einerseits der Hilfsbedarf der Beschwerde-
führerin bei der "Körperpflege" und andererseits ihre Selbstständigkeit beim 
"Aufstehen/Absitzen/Abliegen"; auch eine Hilflosigkeit beim "Essen" und bei 
der "Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte" wird nicht geltend 
gemacht. Umstritten ist der Hilfsbedarf in den alltäglichen Lebensverrich-
tungen "An-/Auskleiden", "Verrichten der Notdurft" sowie bei der "Lebens-
praktischen Begleitung" (Beschwerde S. 6 IV./Ziff. 1). 

4.2 Dem Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 11. März 2025 
(act. II 94) ist zu den umstrittenen Punkten hauptsächlich Folgendes zu 
entnehmen: 

4.2.1 Zum "An-/Auskleiden" wurden festgehalten (act. II 94/4 Ziff. 6.1), die 
Beschwerdeführerin ziehe die Hosen und einen Pullover selber an und aus. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

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Das Sockenanziehen falle ihr schwer, aufgrund der Schmerzen. Einen 
Strumpfanzieher der Rheumaliga habe sie noch nicht ausprobiert. Den 
Büstenhalter (BH) könne die Beschwerdeführerin nicht mehr selber 
schliessen. Im Sinne der Schadenminderungspflicht sei es zumutbar, BHs 
zu kaufen, die vorne verschlossen würden. Ebenso sei es zumutbar, einen 
Strumpfanzieher zu benutzen. 

4.2.2 Zur "Verrichtung der Notdurft" wurde angegeben (act. II 94/6 
Ziff. 6.5), die Beschwerdeführerin reinige sich mit Feuchttüchern selber. Sie 
könne sich die Hosen nach dem Toilettengang selber richten.

4.2.3 Zur "Lebenspraktischen Begleitung" bzw. zu den "Hilfeleistungen, 
ohne die das selbständige Wohnen nicht möglich wäre" wurde Folgendes 
ausgeführt (act. II 94/7 Ziff. 7.1):

Haushalt: Die Beschwerdeführerin habe eine Liste, auf welcher sie abstrei-
chen könne, was sie im Haushalt gemacht habe. Sie vergesse vorweg, was 
sie machen müsse. Das Staubsaugen und Bodenaufnehmen könne sie aus 
körperlichen Gründen nicht mehr machen. Putzen auf Oberkörperhöhe sei 
möglich. Die gründliche Reinigung im Badezimmer mache der Ehemann. 
Die Wäsche werde ebenfalls durch den Ehemann gewaschen. Das Zu-
sammenlegen der Wäsche sei im Sitzen möglich. Ebenso könne sie die 
Wäsche wegräumen. Das Bett werde vom Mann frisch bezogen. Das Ko-
chen werde von der Beschwerdeführerin alleine gemacht, sie koche nur, 
wenn der Ehemann zum Essen zu Hause sei. Das Kochen sei sehr chao-
tisch. Sie könne nur mit einer Herdplatte kochen, da sie sonst überfordert 
sei. Das Rüsten werde im Sitzen selber gemacht. Die Küche werde nach 
dem Essen mit dem Mann zusammen gemacht. Den Geschirrspüler räume 
sie in Etappen selber aus.

Administratives und Termine: Das Administrative mache die Beschwerde-
führerin zusammen mit dem Ehemann. Alleine sei sie damit überfordert. 
Für Termine bei den Ärzten werde sie aufgeboten. Sie schreibe sich die 
Termine auf und halte sich daran. Ausserplanmässige Termine mache sie 
selber ab. Den Hundesitter bei Terminen organisiere die Beschwerdeführe-
rin selber.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

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Weiter wurde zur "Lebenspraktischen Begleitung" bzw. zur "Begleitung 
durch Dritte bei ausserhäuslichen Verrichtungen und Kontakten" festgehal-
ten (act. II 94/8 Ziff. 7.2), die Beschwerdeführerin könne nicht autofahren. 
Mit dem Zug könne sie noch selber fahren, jedoch nur Strecken, welche sie 
kenne. Bis zum Bahnhof müsse sie 20 Minuten gehen. Sie gehe mit dem 
Zug nach ... in die Tagesstätte. Wenn sie vom Bahnhof nicht zu Fuss in die 
Tagesstätte möchte, könne sie sich abholen lassen. Das Treppensteigen 
sei mühsam, gehe aber noch. Auch die Wohnung sei nur über Treppen 
erreichbar. Termine nehme die Beschwerdeführerin selber wahr. Sie müs-
se immer jemanden organisieren, der in dieser Zeit auf den Hund schaue. 
Der Mann arbeite 80 %, damit er bei Terminen zum Hund schauen könne. 
Die Einkäufe mache die Beschwerdeführerin selber. Diese müsse sie auch 
von der Ergotherapeutin her selber machen. Veranstaltungen besuche die 
Beschwerdeführerin nur noch von G.________.

4.3 In der Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 15. Mai 2025 
(act. II 106) wurde zu den umstrittenen Punkten hauptsächlich das Folgen-
de ausgeführt: 

4.3.1 Zum "An-/Auskleiden" wurde festgehalten (act. II 106/3), Hilflosigkeit 
liege vor, wenn die versicherte Person ein unentbehrliches Kleidungsstück 
oder ein Hilfsmittel nicht selber an- oder ausziehen könne. Gemäss 
Rz. 2027 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen 
(BSV) über Hilflosigkeit (KSH; vgl. zur Bedeutung von Verwaltungsweisun-
gen BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 
S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228, 132 V 121 E. 4.4 S. 125) seien Hilfsmittel, 
die der medizinischen Behandlung dienten (z.B. Stützstrümpfe, Nacht-
schienen), nicht unter dieser Verrichtung, sondern bei der Pflege zu 
berücksichtigen. Aus diesem Grund sei im Abklärungsbericht vom 11. März 
2024 (richtig: 2025) unter Punkt 4 (richtig: Punkt 3) die Behandlungspflege 
bejaht worden und die Stützstrümpfe seien korrekterweise unter diesem 
Punkt aufgeführt worden.

4.3.2 Zur "Verrichtung der Notdurft" wurde angegeben (act. II 106/4), es 
werde im Einwand nicht genauer beschrieben, wie genau die Beschwerde-
führerin auf Hilfe angewiesen sei und wer diese Hilfe leiste. Laut den Aus-
sagen der Beschwerdeführerin am Abklärungsgespräch könne sie sich mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

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Feuchttüchern selbstständig reinigen und die Kleider nach dem Toiletten-
gang alleine richten. Es werde dazu auf die Aussagen der ersten Stunde-
verwiesen, die in der Regel unbefangener und zuverlässiger als spätere 
Darstellungen seien, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Über-
legungen versicherungstechnischer oder anderer Art beeinflusst sein könn-
ten. Weiter werde auch auf die Schadenminderungspflicht gemäss 
Rz. 10001 KSH verwiesen, wonach die versicherte Person im Sinne von 
Art. 7 IVG verpflichtet sei, geeignete und zumutbare Massnahmen zu tref-
fen, um ihre Selbstständigkeit zu erhalten oder wiederherzustellen. Es sei 
somit zumutbar, sich beispielsweise ein H.________ Dusch-WC anzu-
schaffen, sollte die gründliche Körperreinigung mit den Feuchttüchern, wie 
im Abklärungsbericht beschrieben, nicht mehr möglich sein. 

4.3.3 Zur "Fortbewegung/Pflege gesellschaftlicher Kontakte" wurde fest-
gehalten (act. II 106/4), die Beschwerdeführerin tätige gemäss ihren Aus-
sagen am Abklärungsgespräch ihre Einkäufe selber. Sie müsse dies auch 
von der Ergotherapeutin aus selber machen. Dem Ehemann sei gestützt 
auf Rz. 2104 KSH im Sinne der Schadenminderungspflicht zumutbar, 
schwere Einkäufe vorzunehmen; ebenso könne er oder die Beschwerde-
führerin diese online bestellen und nach Hause liefern lassen. Dass das 
Treppenlaufen nur mit Mühe gelinge, werde nicht bestritten, dies sei auch 
im Abklärungsbericht so festgehalten worden. Die Wohnung sei nur über 
Treppen erreichbar. Eine blosse Erschwerung oder Verlangsamung könne 
dabei aber nicht berücksichtigt werden. Die vorgebrachten Einwände seien 
geprüft worden. Es würden keine neuen Tatsachen geltend gemacht, wel-
che zu einem anderen Entscheid führen würden.

5.

5.1 Der Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 11. März 2025 
(act. II 94) inklusive der Stellungnahme vom 15. Mai 2025 (act. II 106) er-
füllt die an den Beweiswert eines solchen Berichts gestellten Anforderun-
gen (vgl. E. 2.7 hiervor). Er wurde von einer qualifizierten Person verfasst, 
die Kenntnis der konkreten Verhältnisse und der medizinischen Situation 
hatte. Der Bericht ist bezüglich des jeweiligen Hilfsbedarfs angemessen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

- 17 -

detailliert und plausibel begründet. Zudem bestehen keine Anhaltspunkte 
für Fehleinschätzungen der Abklärungsfachperson. Was die Beschwerde-
führerin dagegen vorbringt, verfängt nicht.

5.1.1 Bezüglich der Lebensverrichtung "An-/Auskleiden" ist es unbestrit-
ten, dass die Beschwerdeführerin beim Anlegen von Stützstrümpfen Hilfe 
benötigt. Solche Strümpfe sind jedoch nicht beim "An-/Auskleiden", son-
dern bei der Pflege zu berücksichtigen (Rz. 2027 KSH), was im vorliegen-
den Fall auch entsprechend erfolgt ist (act. II 94/3 Ziff. 3). Was das An- und 
Ausziehen des BHs betrifft (vgl. Beschwerde S. 6 IV./Ziff. 1; Replik S. 2), so 
ist es der Beschwerdeführerin im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
(vgl. Rz. 2028 KSH und E. 2.6 hiervor) zumutbar, ein vorne verschliessba-
res Modell zu tragen. Dafür, dass sie einen solchen BH nicht selber 
schliessen könnte, enthalten die Akten keine hinreichenden Anhaltspunkte; 
solches ist weder dem Bericht der Tagesstätte … vom 16. Juni 2025 (Akten 
der Beschwerdeführerin [act. I] 4) noch den medizinischen Unterlagen zu 
entnehmen. Zwar wird in den Akten eine Polyneuropathie der Finger beid-
seits (act. II 116/2), eine Dysdiadochokinese (Störung der Fähigkeit, rasch 
aufeinanderfolgende antagonistische [entgegengesetzte] Bewegungen ko-
ordiniert auszuführen [https://.pschyrembel.de/Dysdiadochokinese/K06D7]) 
der Hände (act. II 131/2) und eine leichte Kraftminderung der oberen Ex-
tremitäten erwähnt (act. II 131/3 f. [bei den oberen Extremitäten teilweise 
Kraftgrad vier von fünf bei einer Skala von 0 bis 5; vgl. <htt-
ps://flexikon.doccheck.com/de/Kraftgrade_nach_Janda>]). Diese Hinweise 
lassen indes nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 
E. 3.2 S. 429; SVR 2022 UV Nr. 41 S. 161, 8C_457/2021 E. 3.3) darauf 
schliessen, dass die Beschwerdeführerin einen vorne verschliessbaren BH 
nicht selber schliessen könnte. Daran ändern auch die Hinweise in den 
Akten auf Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, exekutive Funk-
tionsstörungen, Gleichgewichtsstörungen wie auch Schwindel und Nausea 
(vgl. z.B. act. II 25/2, 38/2, 58/3, 61/1, 116/2) nichts. Zudem wurde im aus-
führlichen Bericht des Spitals I.________ vom 8. November 2022 (act. II 
38/2 f.) keine Einschränkung der Sensomotorik festgehalten und gemäss 
neuropsychologischem Bericht des Spitals C.________ vom 14. April 2022 
(act. II 40/8) war die Graphomotorik unauffällig. Eine seitherige Verschlech-
terung ist nicht ersichtlich; vielmehr war gemäss dem Austrittsbericht des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

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Spitals F.________ vom 30. Juni 2025 (act. II 131/3) die Motorik bei einem 
GCS-Gesamtwert von 15 (maximale Punktezahl) neurologisch nicht einge-
schränkt. Folglich ist ein Hilfsbedarf beim "An-/Auskleiden" zu verneinen. 

5.1.2 Bezüglich der alltäglichen Lebensverrichtung "Verrichten der Not-
durft" (vgl. Beschwerde S. 5 f. IV./Ziff. 1; Replik S. 2) ist festzuhalten, dass 
sich die Beschwerdeführerin gemäss den Angaben im Abklärungsbericht 
Hilflosenentschädigung vom 11. März 2025 mit Feuchttüchern selber reini-
gen und nach dem Toilettengang auch die Hosen selber richten kann 
(act. II 94/6 Ziff. 6.5). Stützstrumpfhosen, welche nach dem WC-Gang 
mehrmals täglich Unterstützung nötig machen (act. I 4), trug die Beschwer-
deführerin nach Angaben in der Replik, S. 1 f., nur vorübergehend. 
Gemäss der Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 15. Mai 2025 
(act. II 106/4) gab die Beschwerdeführerin am Abklärungsgespräch an, 
dass sie die Kleider allein richten könne. Dies deckt sich mit den Angaben 
am Abklärungsgespräch zum "An-/Auskleiden", wonach die Beschwerde-
führerin die Hosen und einen Pullover selber an- und ausziehen kann (act. 
II 94/4 Ziff. 6.1). Gestützt auf diese Angaben der ersten Stunde, die in der 
Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 
E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47), ist ein Hilfsbedarf bei der alltägli-
chen Lebensverrichtung "Verrichten der Notdurft" zu verneinen. 

5.1.3 Bezüglich der Erledigung der Einkäufe (vgl. Beschwerde S. 6 
IV./Ziff. 1) ist festzuhalten, dass dies entgegen den Ausführungen in der 
Beschwerdeantwort, S. 3 lit. C./Ziff. 8, nicht die "Fortbewegung/Pflege ge-
sellschaftlicher Kontakte" betrifft, sondern die "Lebenspraktische Beglei-
tung" bzw. die "Begleitung durch Dritte bei ausserhäuslichen Verrichtungen 
und Kontakten" (vgl. Rz. 2103 f. KSH). Gemäss dem Abklärungsbericht 
Hilflosenentschädigung vom 11. März 2025 kann die Beschwerdeführerin 
(kleine) Einkäufe selber erledigen (act. II 94/6 Ziff. 6.6 und 94/8 Ziff. 7.2). 
Für grössere Einkäufe ist die Mithilfe des Ehemannes unter dem Titel der 
Schadenminderungspflicht zumutbar (vgl. Rz. 2104 KSH und E. 2.6 sowie 
E. 4.3.3 hiervor). Gleiches gilt für nicht täglich anfallende Tätigkeiten wie 
Reinigungsarbeiten, Wäsche waschen, Betten beziehen und Administrati-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

- 19 -

ves, welche gemäss dem Abklärungsbericht Hilflosenentschädigung vom 
11. März 2025 durch den Ehemann erledigt werden (act. II 94/7 Ziff. 7.1). 
Soweit in der Beschwerde, S. 5 IV./Ziff. 1, geltend gemacht wird, es könne 
unmöglich richtig sein, dass die Beschwerdeführerin noch alleine koche 
(mit Gehstöcken und einer Konzentrationsstörung), ist auf die Aussagen 
der ersten Stunde (zu deren Beweiswert vgl. E. 5.1.2 hiervor) gegenüber 
der Abklärungsfachperson zu verweisen, wonach das Kochen von der Be-
schwerdeführerin selber gemacht werde (act. II 94/7 Ziff. 7.1). Damit ist ein 
Hilfsbedarf auch bei der "Lebenspraktischen Begleitung" zu verneinen. 

5.2 Nach dem Dargelegten ist der Sachverhalt rechtsgenüglich abge-
klärt. Auf weitere Beweismassnahmen und damit die eventualiter beantrag-
te Rückweisung (Beschwerde S. 2 I./Ziff. 3) kann in antizipierter 
Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 
90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 151 III 28 nicht publizierte 
E. 5.2 des Urteils des BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024; SVR 2019 
IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

5.3 Damit bleibt es jedenfalls im hier massgebenden Zeitraum bis zum 
Erlass der angefochtenen Verfügung (BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213, 131 
V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2022 UV Nr. 46 S. 183, 
8C_655/2021 E. 6.3.1) beim Hilfsbedarf in einer Lebensverrichtung ("Kör-
perpflege"), womit kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung besteht 
(vgl. E. 2.2 hiervor). 

5.4 Mangels eines Anspruchs der Beschwerdeführerin auf eine Hilflo-
senentschädigung hat die Beschwerdegegnerin auch einen Anspruch auf 
einen Assistenzbeitrag zu Recht verneint (Art. 42quater Abs. 1 lit. a IVG [Um-
kehrschluss]; vgl. E. 2.5 hiervor sowie Rz. 2002 des Kreisschreibens des 
BSV über den Assistenzbeitrag [KSAB]).

5.5 Folglich ist die Beschwerde in den Verfahren IV 200 2025 389 und 
IV 200 2025 390 abzuweisen.

Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass bei einer Verschlechterung 
des Gesundheitszustandes bzw. der Zunahme des Hilfsbedarfs für die Be-
schwerdeführerin gegebenenfalls die Möglichkeit einer Neuanmeldung be-
steht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

- 20 -

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Nachdem vorliegend die beiden angefochtenen Verfügungen von vornher-
ein in einem einzelnen Beschwerdefahren behandelt wurden und für das 
Gericht im Zusammenhang mit der Beurteilung der Verfügung vom 20. Mai 
2025 (act. II 108; Assistenzbeitrag) kein nennenswerter Aufwand angefal-
len ist, sind die Verfahrenskosten praxisgemäss auf Fr. 800.-- festzusetzen 
und dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu entnehmen. Die 
Restanz von Fr. 200.-- ist der Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten. 

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 1'000.-- entnommen. Die Restanz von Fr. 200.-- wird der Be-
schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils zurückerstat-
tet. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Nov. 2025, IV 200 2025 389

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4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.