# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da2a3aa4-a41d-5214-9709-d5293b34ff3c
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 12.06.2019 810 19 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-19-46_2019-06-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 12. Juni 2019 (810 19 46) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Aufhebung der Beistandschaft / Verletzung des rechtlichen Gehörs 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret,  

Markus Clausen, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichts-
schreiberin Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Aufhebung der Beistandschaft  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, vom 
21. Januar 2019) 

 
 

 
 

A. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) vom 
3. Mai 2016 wurde für A.____, geboren 1967, eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögens-
verwaltung gemäss Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB errichtet. Die Errichtung der Beistandschaft 
wurde damit begründet, dass A.____ an einer minimalen cerebralen Dysfunktion leide und 
dadurch nicht mehr in der Lage sei, sich selbständig um ihre finanziellen und administrativen 

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Angelegenheiten zu kümmern. Unterstützung auf freiwilliger Basis sei vorliegend keine Option 
mehr, da diese zu keinem Erfolg geführt habe. 
 
B. Auf Antrag der Beiständin erweiterte die KESB die Beistandschaft für A.____ mit Ent-
scheid vom 18. Januar 2017 und entzog ihr die Handlungsfähigkeit in Bezug auf das Abschlies-
sen von Verträgen und das Eingehen von Verpflichtungen, welche über die alltäglichen Bedürf-
nisse hinausgehen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass A.____ regel-
mässig Verträge unterschreibe oder anderweitige Verpflichtungen eingehe, ohne zuvor mit der 
Beiständin Rücksprache zu halten. Ohne Massnahme könne A.____ weiterhin kostenpflichtig 
Verträge eingehen, wodurch aufgrund knapper finanzieller Verhältnisse den zwingenden finan-
ziellen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen werden könne. 
 
C. Mit Entscheid vom 13. Februar 2017 wies die KESB den Antrag von A.____ auf Wechsel 
der Beistandsperson ab. 
 
D. A.____, nachfolgend vertreten durch Marco Albrecht, Advokat, beantragte bei der KESB 
mit Eingabe vom 30. Oktober 2018 die Aufhebung der Beistandschaft und der Einschränkung 
der Handlungsfähigkeit; unter o/e-Kostenfolge, wobei A.____ die unentgeltliche Verbeiständung 
und Prozessführung zu bewilligen sei.  
 
E. Die Beiständin reichte am 6. Dezember 2018 ihren Bericht ein und beantragte, die Bei-
standschaft dringend beizubehalten. A.____ könne die Verwaltung des Vermögens nicht alleine 
bewerkstelligen, da sie mit dem ihr zur Verfügung stehenden Geld nicht umgehen könne. Auf-
grund des Wohnsitzwechsels von A.____ nach B.____ sei die Beistandschaft per 
1. Dezember 2018 an die Beiständin zu übertragen, welche seit Jahren auch die Beiständin von 
A.____s Kindern sei. Sowohl A.____ als auch die neue Beiständin seien mit diesem Wechsel 
einverstanden. 
 
F. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2018 gewährte die KESB A.____ das rechtliche Gehör 
zur Stellungnahme der Beiständin. Der Rechtsvertreter von A.____ ersuchte mit seiner Eingabe 
vom 15. Januar 2019 um Fristerstreckung zur Einreichung einer Stellungnahme, da er seine 
Klientin bisher nicht habe erreichen können. 
 
G. In ihrem Entscheid vom 21. Januar 2019 wies die KESB das Fristerstreckungsgesuch 
vom 15. Januar 2019 sowie den Antrag von A.____ auf Aufhebung der Beistandschaft ab. Zu-
dem wurde festgestellt, dass per 1. Februar 2019 B.____ als Kostenträgerin der Massnahme 
fungiere, die bisherige Beiständin aus ihrem Amt entlassen und die Beiständin der Kinder von 
A.____ neu auch als ihre Beiständin eingesetzt werde. Weiter wurde einer allfälligen Beschwer-
de die aufschiebende Wirkung entzogen, und die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.-- 
wurden A.____ auferlegt. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wurde 
abgewiesen. 
 
H. Gegen den Entscheid der KESB erhob A.____ mit Eingabe vom 21. Februar 2019 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-

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recht (Kantonsgericht). Sie beantragt, es sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und die 
bestehende Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung aufzuheben. Eventualiter sei 
die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. 
 
I. Mit Eingabe vom 27. März 2019 lässt sich die KESB vernehmen und schliesst auf Ab-
weisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 
 
J. Mit Verfügung vom 24. April 2019 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung überwie-
sen und eine Parteiverhandlung angesetzt. Die Beschwerdeführerin wurde aufgefordert, per-
sönlich zu erscheinen. 
 
K. An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim 
zuständigen Gericht erhoben werden. Gestützt auf Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit § 43 
Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 
16. Dezember 1993 und § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilge-
setzbuchs (EG ZGB) vom 16. November 2006 ist die Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht des Kantonsgerichts für die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit zuständig. Das 
Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des 
kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (vgl. § 66 Abs. 2 EG ZGB). 
 
1.2 Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren be-
teiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahe stehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben 
(Ziff. 3). Die Beschwerdeführerin als Adressatin des angefochtenen Entscheids ist ohne weite-
res zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen gemäss 
Art. 450 ff. ZGB i.V.m. § 66 Abs. 2 EG ZGB und § 43 ff. VPO erfüllt sind, ist auf die Beschwerde 
einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der Be-
schwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Streitgegenstand in der Hauptsache bildet vorliegend die Frage, ob die KESB mit Ent-
scheid vom 21. Januar 2019 zu Recht den Antrag der Beschwerdeführerin auf Aufhebung der 
Beistandschaft abgewiesen hat. 
 

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3.1 Die Beschwerdeführerin moniert in formeller Hinsicht, in der Verweigerung der Frist-
erstreckung liege eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Im Fristerstreckungs-
gesuch sei ein zureichender Grund genannt worden, was eine Erstreckung gerechtfertigt hätte. 
Unabhängig davon hätte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin eine kurze Nachfrist ansetzen 
müssen. Dieses Vorgehen lasse den Eindruck der Voreingenommenheit entstehen. Im Übrigen 
bestreitet die Beschwerdeführerin das Vorliegen eines Schwächezustandes. Die ursprüngliche 
Errichtung der Beistandschaft habe sich auf eine vage Grundlage gestützt und die Abklärungen 
seien sehr dürftig gewesen. Es sei nicht ersichtlich, weshalb eine minimale cerebrale Dysfunkti-
on bei der Beschwerdeführerin einen Schwächezustand begründen könne. Unter diesen Um-
ständen rechtfertige sich eine Vertretungsbeistandschaft samt Einschränkung der Handlungsfä-
higkeit nicht. 
 
3.2 Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid dahingehend, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund ihrer Gesundheit nicht mehr in der Lage sei, ihre administrativen und finanziellen An-
gelegenheiten selbständig zu erledigen. Die Beschwerdeführerin könne nach wie vor nicht mit 
dem ihr zur Verfügung stehenden Taschengeld umgehen und bitte Familienangehörige um fi-
nanzielle Unterstützung. Bei einer Aufhebung der Beistandschaft müsse davon ausgegangen 
werden, dass das noch vorhandene Vermögen aus dem Vorsorgegeld des Ex-Ehemannes, 
welches sie im Rahmen der Scheidung erhalten habe, innert Kürze verbraucht wäre. Vor der 
behördlichen Errichtung der Beistandschaft sei versucht worden, eine freiwillige Begleitung zu 
etablieren, was jedoch nicht funktioniert habe. Die Eltern der Beschwerdeführerin hätten sich 
immer wieder gezwungen gesehen, Schulden ihrer Tochter zu bezahlen, damit es nicht zu 
Zwangsvollstreckungsmassnahmen gekommen sei. Die Beschwerdeführerin sei ebenfalls mit 
anderen Dingen, wie der Wohnungssuche, überfordert gewesen und habe auch dort fachliche 
Unterstützung gebraucht. Zur Abweisung des Fristerstreckungsgesuchs führte die KESB aus, 
A.____ habe durch ihren Rechtsvertreter einen Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft ein-
reichen lassen und sei anschliessend für diesen nicht mehr erreichbar gewesen. Damit habe sie 
ihre Mitwirkungspflicht verletzt.  
 
4.1 Vorab ist auf die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs einzugehen. 
 
4.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzel-
nen eingreift (vgl. GEROLD STEINMANN, in: Die Schweizerische Bundesverfassung, St. Galler 
Kommentar, Zürich/St. Gallen 2014, N 42 zu Art. 29). Dazu gehört insbesondere das Recht des 
Betroffenen, sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Be-
weise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört 
zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumin-
dest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. 
Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht somit alle Befugnisse, die 
einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Gel-

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tung bringen kann (vgl. BGE 135 I 279 E. 2.3; 135 II 286 E. 5.1; 132 V 368 E. 3.1; jeweils mit 
Hinweisen). 
 
4.3.1 Die KESB führt in ihrer Vernehmlassung aus, sie habe nach Eingang der Stellungnahme 
der Beiständin mehrmals versucht, die Beschwerdeführerin telefonisch zu erreichen, um sie zur 
persönlichen Anhörung einzuladen und nachzufragen, ob sie die Anwesenheit ihres Rechtsver-
treters wünsche. Da dies nicht möglich gewesen sei, habe die KESB den Rechtsvertreter direkt 
gebeten, sich bei seiner Klientin diesbezüglich zu erkundigen. Nachdem dieser die Beschwer-
deführerin auch nicht habe erreichen können, habe man sich darauf geeinigt, das rechtliche 
Gehör schriftlich zu gewähren. Dem Rechtsvertreter sei sodann eine Frist für die Stellungnah-
me bis am 15. Januar 2019 eingeräumt worden, welche er nicht eingehalten und stattdessen 
ein Fristerstreckungsgesuch eingereicht habe. Als antragstellende Partei treffe die Beschwerde-
führerin eine Mitwirkungspflicht, welche sie durch ihre Unerreichbarkeit verletzt habe. Aus die-
sem Grund habe auf eine Fristerstreckung verzichtet werden dürfen.  
 
4.3.2 Gemäss den Akten reichte die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin mit Schreiben 
vom 30. Oktober 2018 ein Gesuch um Aufhebung der Beistandschaft bei der KESB ein. Mit 
Schreiben vom 31. Oktober 2018 bestätigte die KESB den Eingang des Gesuchs und versuchte 
anschliessend, die Beschwerdeführerin zu einer persönlichen Anhörung einzuladen. Auf diese 
Versuche der Kontaktaufnahme reagierte die Beschwerdeführerin nicht (vgl. E-Mail der KESB 
vom 14. November 2018) und es wurde mit dem Rechtsvertreter vereinbart, das rechtliche Ge-
hör schriftlich zu gewähren (vgl. Aktennotiz vom 19. Dezember 2018). Am 6. Dezember 2018 
reichte die Beiständin ihren Zwischenbericht ein und der Beschwerdeführerin wurde mit Schrei-
ben der KESB vom 20. Dezember 2018 Gelegenheit gegeben, sich zu diesem Bericht sowie zur 
geplanten Abweisung des Antrags bis am 15. Januar 2019 zu äussern. Unter Bezugnahme auf 
die Gewährung des rechtlichen Gehörs beantragte der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 
15. Januar 2019 eine Erstreckung der Frist, da er die Beschwerdeführerin nicht erreichen kön-
ne. Am 22. Januar 2019 wurde der Beschwerdeführerin der vom 21. Januar 2019 datierende 
Entscheid über die Abweisung ihres Antrags auf Aufhebung der Beistandschaft übermittelt. Im 
selben Entscheid wurde das Gesuch um Fristerstreckung abgewiesen. 
 
4.3.3 Soweit die KESB in ihrer Vernehmlassung ausführt, dass die Beschwerdeführerin eine 
Mitwirkungspflicht bei der Ermittlung des Sachverhalts treffe, ist ihr zuzustimmen (vgl. § 16 des 
Verwaltungsverfahrensgesetzes Basel-Landschaft [VwVG BL] vom 13. Juni 1988). Das Stellen 
eines Fristerstreckungsgesuches stellt jedoch keine Verletzung dieser Pflicht dar, insbesondere 
dann nicht, wenn ausreichende Gründe geltend gemacht werden (vgl. § 5 Abs. 3 VwVG BL). 
Ausreichend sind Gründe, die nach allgemeiner Lebenserfahrung geeignet erscheinen, die 
fristgerechte Vornahme der Prozesshandlung zu hindern (KATHRIN AMSTUTZ/PETER ARNOLD, in: 
Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar Bundesgerichtsgesetz, 
3. Aufl., Basel 2018, N 7 zu Art. 47). Dazu gehören unter anderem Krankheit, Abwesenheit, 
Arbeitsüberlastung oder Ferien. Verlangt wird somit nicht, dass das Hindernis unverschuldet ist 
(AMSTUTZ/ARNOLD, a.a.O., N 7 zu Art. 47). Setzt eine Behörde eine Frist an, ohne sie als "nicht 
erstreckbar" zu bezeichnen, können die Verfahrensbeteiligten mit der Gutheissung eines ersten 
Fristerstreckungsgesuches rechnen, sofern ausreichende Gründe für die Verzögerung vorge-

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bracht werden (KASPAR PLÜSS, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich 2014, N 18 
zu § 12). Die Fristansetzung der KESB wurde nicht als "unerstreckbar" bezeichnet und enthielt 
keinen Hinweis auf allfällige Säumnisfolgen (§ 5 Abs. 3 VwVG BL). Der Rechtsvertreter durfte 
demzufolge von einer "erstreckbaren" Frist ausgehen. Er beantragte innert Frist eine Erstre-
ckung derselben, da er die Beschwerdeführerin nicht habe kontaktieren können. Dabei handelt 
es sich um die erstmalige Fristerstreckung, welche mit der Abwesenheit bzw. der Nichterreich-
barkeit der Verfahrensbeteiligten begründet wurde. Der Rechtsvertreter durfte schon allein aus 
diesen Gründen eine Gutheissung seines Gesuchs erwarten. Im Fristerstreckungsgesuch sind 
die "ausreichenden" Gründe zumindest glaubhaft darzutun. Wäre der KESB der von der Be-
schwerdeführerin dargelegte Verzögerungsgrund nicht glaubhaft erschienen, hätte sie ihr kurz 
Gelegenheit zur Nachbesserung ihres Gesuchs geben müssen (AMSTUTZ/ARNOLD, a.a.O., N 6 
zu Art. 47). Andere Gründe, welche eine sofortige Gesuchsabweisung gerechtfertigt hätten, 
sind nicht ersichtlich. Es waren vorliegend weder Dringlichkeitsgründe gegeben noch konnte 
der Beschwerdeführerin eine Verzögerungsabsicht unterstellt werden, zumal das Verfahren 
bzw. die Beschleunigung desselben allein in ihrem Interesse liegt. Unter Berücksichtigung der 
Natur der Streitsache, der betroffenen Interessen und der Verfahrensumstände ist die vorlie-
gend angewandte Strenge der Vorinstanz sachlich nicht gerechtfertigt. Die KESB hätte das Ge-
such der Beschwerdeführerin um Fristerstreckung gutheissen müssen. Indem die KESB das 
Gesuch im Entscheid in der Hauptsache abgewiesen hat, hat sie es unterlassen, der Be-
schwerdeführerin Gelegenheit einzuräumen, sich vor Erlass des angefochtenen Entscheids 
zum entscheidrelevanten Bericht der Beiständin zu äussern. Sie hat dadurch den Anspruch der 
Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt.  
 
4.3.4 Nach dem Gesagten und unter Berücksichtigung des Beurteilungsspielraumes der 
KESB ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die An-
gelegenheit zur Gewährung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerin an die KESB zu-
rückzuweisen. Im Rahmen der Beurteilung des Antrags der Beschwerdeführerin auf Aufhebung 
der Beistandschaft ist zudem der angeführte Schwächezustand bzw. dessen Zusammenhang 
mit der Schutzbedürftigkeit der Beschwerdeführerin näher zu begründen und fachärztlich zu 
belegen. 
 
5. Bei dieser Sachlage ist auf die weiteren Rügen der Beschwerdeführerin nicht weiter ein-
zugehen. 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 
VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Re-
gel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Demzu-
folge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- vorliegend der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde B.____ aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 1'400.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. 
 
6.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 

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Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird nach § 21 Abs. 2 VPO keine Parteient-
schädigung zugesprochen. In seiner Honorarnote vom 15. Mai 2019 macht der Rechtsvertreter 
der Beschwerdeführerin einen Aufwand von Fr. 2‘508.85 (bestehend aus 9.25 Stunden à 
Fr. 250.--, Auslagen in der Höhe von Fr. 17.00 sowie 7.7% MWST) geltend. Hinzu kommen 2 
Stunden für die heutige Parteiverhandlung. Mit Ausnahme der Beschwerde wurden im vorlie-
genden Verfahren alle Eingaben vom Volontär des Rechtsvertreters unterzeichnet, weshalb es 
sich rechtfertigt, diesem einen Aufwand von 4 Stunden zuzurechnen. Nach § 3 Abs. 3 Tariford-
nung sind für die Bemühungen von Substitutinnen oder Substituten gemäss § 6 des Anwaltsge-
setzes Basel-Landschaft vom 25. Oktober 2001 1/3 bis 2/3 des für den konkreten Fall massge-
benden Stundenansatzes einer Anwältin oder eines Anwaltes zu berechnen. Praxisgemäss 
geht das Kantonsgericht für den Aufwand von Volontären und Volontärinnen von einem Stun-
denhonorar von Fr. 120.-- aus. Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin demzufolge eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'487.30 (4 Stunden à Fr. 120.-- und 7.25 à Fr. 250.-- 
inkl. Auslagen und 7.7% MWST) auszurichten. Im Übrigen sind die Parteikosten wettzuschla-
gen. 
 
 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Entscheid der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde B.____ aufgehoben und die Angelegenheit 
zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde B.____ zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'800.-- werden der Kindes- 

und Erwachsenenschutzbehörde B.____ auferlegt. Der geleistete Kos-
tenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- wird der Beschwerdeführerin 
zurückerstattet. 

   
 3. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ hat der Beschwer-

deführerin für das kantonsgerichtliche Verfahren eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2'487.30 (inkl. Auslagen und 7.7% MWST) 
auszurichten. Im Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin