# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ff9a8ed-1325-5379-af07-5ddae4e33f32
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.07.2020 UV 2019/18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2019-18_2020-07-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2019/18

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.11.2020

Entscheiddatum: 10.07.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 10.07.2020
Art. 4 ATSG: Bejahung eines Unfallereignisses bzw. eines ungewöhnlichen 
äusseren Faktors. Der Versicherte hatte beim Tennisspielen auf Sand zu 
einem seitlichen Stoppschritt angesetzt und war auf dem Sand nach links 
gerutscht, wobei das Sprunggelenk überdehnt wurde und das Knie 
einknickte. Weil er "unerwartet weiter als geplant" gerutscht war, wird der 
Rahmen einer normalen Gelenksverdrehung überschritten. Die Bejahung 
eines Unfalls darf allgemein nicht von der Schwere der dabei erlittenen 
Verletzung abhängig gemacht werden. Art. 6 UVG: Bejahung eines 
unfallkausalen Meniskusrisses gestützt auf die Beurteilung des 
behandelnden Arztes (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 10. Juli 2020, UV 2019/18).

Entscheid vom 10. Juli 2020

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; 

Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

UV 2019/18

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Diane Günthart, Bahnhofstrasse 12, 8001 Zürich,

gegen

AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Berufsschullehrer bei der B.___ angestellt 

und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (act. A1). Mit Schadenmeldung UVG vom 

17. Mai 2018 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin melden, er habe sich am 

8. Mai 2018 bei einem Stoppschritt in der Tennishalle das Sprunggelenk gedehnt und 

sei zusätzlich mit dem Knie eingeknickt (act. A1). Eine Erstbehandlung hatte am 10. Mai 

2018 bei Dr. med. C.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, stattgefunden, der eine Knie- 

und OSG-Distorsion links am 8. Mai 2018 diagnostiziert, die aktuellen Beschwerden als 

unfallbedingt eingeschätzt, dem Versicherten vom 10. bis 27. Mai 2018 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert und ihn einer MRT-Untersuchung des linken Knies und 

OSG sowie einer orthopädischen Untersuchung zugewiesen hatte (act. M1, M6).

A.a. 

Die MRT-Untersuchungen waren am 14. und 15. Mai 2018 im Röntgeninstitut 

D.___ durch Dr. med. E.___, FMH Radiologie, durchgeführt worden. Das linke OSG 

hatte laut Untersuchungsbericht vom 14. Mai 2018 eine ältere Ruptur des Ligamentum 

fibulotalare anterius/fibulokalkaneare sowie einen partiell ossären Ausriss des 

Ligamentum deltoideum, eine mässige OSG-Arthrose mit chronischer Synovitis und 

kleiner osteochondraler Läsion (Grad I) an der medialen Talusschulter sowie eine 

Faszitis plantaris mit kleiner Partialruptur gezeigt (act. M2). In der MRT-Bildgebung des 

A.b. 

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linken Kniegelenks waren laut Untersuchungsbericht vom 15. Mai 2018 ein kleiner 

longitudinaler Riss ohne Fragmentdislokation des medialen Meniskushinterhorns, ein 

intakter Bandapparat und eine oberflächliche Chondropathie am medialen 

Femurkondyl ohne bone bruise (Grad II) erkennbar gewesen (act. M3).

Am 24. Mai und 28. August 2018 wurde der Versicherte durch Dr. med. F.___, 

FMH Orthopädische Chirurgie, untersucht, der eine mediale Meniskusläsion Kniegelenk 

links und einen Zustand nach Kapselbandverletzung mit vernarbtem VKB (act. M5) 

bzw. eine mechanisch relevante Meniskusruptur Kniegelenk links nach Unfall mit 

aktuell Streckblockaden und deutlich massiven medialen Schmerzen (act. M4) 

diagnostizierte.

A.c. 

Am 18. Juli 2018 machte der Versicherte in einem "Formular zum 

Schadenereignis" unter anderem nähere Angaben zum Hergang des Ereignisses vom 

8. Mai 2018. Er habe beim Tennisspielen auf Sand zu einem seitlichen Stoppschritt 

angesetzt und sei auf dem Sand nach links gerutscht, wobei er das linke Sprunggelenk 

überdehnt habe und daraufhin mit dem linken Knie medial eingeknickt sei (act. A2).

A.d. 

Mit Schreiben vom 29. August 2018 reichte die Klinik G.___ der AXA ein 

Kostengutsprachegesuch für einen stationären Aufenthalt im Zusammenhang mit einer 

von Dr. F.___ durchzuführenden Meniskusoperation mit Synovektomie und 

Knorpelbehandlung links ein (act. A3), worauf die AXA den Schadenfall ihrem 

beratenden Arzt Dr. med. H.___, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie, 

Traumatologie, zur Beantwortung der Fragen vorlegte, ob es sich vorliegend um eine 

Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG handle, falls ja, um welche, und ob die 

Listenverletzung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf Abnützung oder Erkrankung 

zurückzuführen sei. Dr. H.___ bejahte in einer Stellungnahme vom 11. September 2018 

beide Fragen, indem er einen Meniskusriss bzw. eine - gemäss MRT-Befunden des 

linken Knies vom 15. Mai 2018 - degenerative Läsion des Meniskus angab (act. M7).

A.e. 

Ebenfalls am 11. September 2018 führte Dr. F.___ beim Versicherten eine 

diagnostische Kniearthroskopie links, eine arthroskopisch kontrollierte 

Teilmeniskektomie medial, perimeniskale Anfrischung und Meniskusglättung lateral 

A.f. 

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B.

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten und dessen Krankenversicherer am 1. 

bzw. 10. Oktober 2018 erhobenen Einsprachen (act. A6, A8) wurden von der AXA nach 

Einholung einer ausführlichen Beurteilung des Schadenfalls bei ihrem beratenden Arzt 

Dr. med. I.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, vom 10./18. 

Januar 2019 (act. M11) mit Einspracheentscheid vom 24. Januar 2019 abgewiesen 

(act. A10).

C.  

sowie eine arthroskopisch geführte Teilsynovektomie und Lavage durch (act. M8 und 

M9).

Mit Schreiben vom 4. September 2018 hatte die AXA dem Versicherten mitgeteilt, 

dass mangels Vorliegens eines Unfalls im Sinne des Gesetzes und wegen einer 

degenerativen Ursache der Gesundheitsschäden kein Anspruch auf 

Versicherungsleistungen der obligatorischen Unfallversicherung bestehe. Die 

Kostengutsprache der Klinik G.___ werde daher abgelehnt (act. A4).

A.g. 

Mit Verfügung vom 17. September 2018 bestätigte die AXA ihre 

Leistungsablehnung betreffend das Ereignis vom 8. Mai 2018 bzw. die 

Gesundheitsschäden im Bereich des linken Knies und des linken OSG des Versicherten 

(act. A5).

A.h. 

Mit Schreiben vom 19. September 2018 nahm Dr. F.___ zur verfügten 

Leistungsablehnung Stellung. Aus seiner Sicht bestehe eine eindeutige traumatische 

Meniskusläsion (act. M10).

A.i. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seine 

Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin MLaw D. Günthart, Zürich, mit Eingabe vom 19. 

Februar 2019 Beschwerde mit folgenden Anträgen erheben: 1. Es sei der 

Einspracheentscheid vom 24. Januar 2019 aufzuheben und dem Beschwerdeführer 

seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. 2. Eventualiter sei die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zu weiteren medizinischen Abklärungen zurückzuweisen, damit 

sie hernach nochmals über die gesetzlichen Ansprüche des Beschwerdeführers 

entscheide. 3. Die vollständigen Akten seien von der Beschwerdegegnerin zu edieren 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin für das vom Beschwerdeführer 

gemeldete Ereignis vom 8. Mai 2018 und die bei ihm in der Folge ärztlich behandelten 

Gesundheitsstörungen im Bereich des linken OSG sowie die am 11. September 2018 

an seinem linken Knie operativ therapierte Gesundheitsschädigung - laut 

Operationsbericht von Dr. F.___ vom 12. September 2018 eine komplexe mediale 

Meniskusruptur mit radiärer Spaltung am Hinterhorn - leistungspflichtig ist.

und dem Beschwerdeführer sei eine angemessene Nachfrist zur weiteren Begründung 

anzusetzen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1). Mit Schreiben vom 

11. März 2019 verzichtete die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers auf eine 

Beschwerdeergänzung (act. G3).

Mit Beschwerdeantwort vom 11. April 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G5).

C.b. 

In der Replik vom 9. Mai 2019 hielt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

an ihren Anträgen Ziff. 1 und 2 aus der Beschwerde fest (act. G7).

C.c. 

Mit Schreiben vom 19. Juni 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin weiterhin 

die Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Einreichung einer ausführlichen 

Duplik (act. G9).

C.d. 

 1.1. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung in der seit 1. 

Januar 2017 geltenden Fassung (UVG; SR 832.20) werden Versicherungsleistungen bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetztes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die plötzliche, nicht 

beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Dabei bezieht sich das 

Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, 

sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

1.1.1. 

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somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach 

sich gezogen hat. Ein äusserer Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im 

jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, 

beurteilt sich im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht 

fallen (André Nabold in: Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], Bern 2018, N 42 zu Art. 6 UVG; BSK 

UVG-Irene Hofer, Basel 2019, N 32 ff. zu Art. 6 UVG; Alexandra Rumo-Jungo/André 

Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf, S. 31; RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit 

Hinweisen). Das für den Unfallbegriff wesentliche Merkmal des ungewöhnlichen 

äusseren Faktors kann nach Lehre und Rechtsprechung auch in einer unkoordinierten 

Bewegung bestehen. Bei unkoordinierten Bewegungen ist das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit erfüllt, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam „programmwidrig“ beeinflusst hat, 

was beispielsweise dann zutrifft, wenn die versicherte Person stolpert, ausgleitet oder 

an einen Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu verhindern, eine 

reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht. Dass es tatsächlich 

zu einem Sturz kommt, wird mithin nicht vorausgesetzt. Wo sich eine Schädigung auf 

das Körperinnere beschränkt und sie erfahrungsgemäss auch als alleinige Folge von 

Krankheiten, namentlich von degenerativen Veränderungen eines Körperteils innerhalb 

eines durchaus normalen Geschehensablaufs auftreten kann, muss die unkoordinierte 

Bewegung als unmittelbare Ursache der Schädigung indessen unter besonders 

sinnfälligen Umständen gesetzt worden sein; denn ein Unfallereignis manifestiert sich 

in der Regel in einer äusserlich wahrnehmbaren Schädigung, während bei deren Fehlen 

eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein krankheitsbedingter Ursachen besteht (vgl. BGE 

134 V 80 E. 4.3.2.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2011, 

8C_693/2010, E. 5; RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b, 

RKUV 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 32 zu Art. 6 

UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 38 zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 40 f.; 

Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.).

Bei einer Sportverletzung ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118 

E. 2.2 mit Hinweis). Hingegen ist bei sportlichen Tätigkeiten ein Unfall im Rechtssinn 

dann anzunehmen, wenn die sportliche Übung anders verläuft als geplant (vgl. RKUV 

1992 Nr. U 156 S. 258). Wenn sich das in einer sportlichen Übung inhärente Risiko 

1.1.2. 

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einer Verletzung verwirklicht, liegt kein derartiges Unfallereignis vor. Ein solches ist 

auch dann zu verneinen, wenn die Übung zwar nicht ideal verläuft, die Art der 

Ausführung sich aber in der Spannweite des Üblichen bewegt (RKUV 2004 Nr. U 502 S. 

185 E. 4.4).

Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer sodann bei Vorliegen 

eines Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als 

dieser in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten 

Ereignis steht (BGE 129 V 181 E. 3.1 ff. mit Hinweisen; UVG Kommentar-Nabold, 

a.a.O., N 48 ff. zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 63 ff. zu Art. 6 UVG; Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55; Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2007, U 37/06, 

E. 5.2). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. UVG 

Kommentar-Nabold, a.a.O., N 53, 59 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu 

Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58; BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2 sowie 

in BGE 135 V 465 nicht publizierte E. 2 des Urteils 8C_216/2009 vom 28. Oktober 

2009, je mit Hinweisen). Die Adäquanz spielt im Bereich organisch objektiv 

ausgewiesener Unfallfolgen indessen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 

weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2).

1.2. 

Gemäss neuem Art. 6 Abs. 2 UVG (in Kraft seit 1. Januar 2017) erbringt die 

Versicherung ihre Leistungen auch bei den folgenden, abschliessend aufgelisteten 

Körperschädigungen (vgl. dazu UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 42 zu Art. 6 UVG), 

sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: a. 

Knochenbrüche, b. Verrenkungen von Gelenken; c. Meniskusrisse; d. Muskelrisse, e. 

Muskelzerrungen; f. Sehnenrisse; g. Bandläsionen; h. Trommelfellverletzungen. Mit Art. 

6 Abs. 2 lit. a bis h UVG wird die gesetzliche (Kausalitäts-)Vermutung statuiert, dass der 

Unfallversicherer bei erfüllter Listendiagnose leistungspflichtig ist. Dieser kann sich 

aber von seiner Leistungspflicht befreien, wenn er den Nachweis erbringt, dass die 

Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist 

(Botschaft vom 30. Mai 2008, BBl 2008 S. 5411, und Zusatzbotschaft vom 19. 

September 2014, BBl 2014 S. 7922; SZS 2017 S. 33). Auf das Kriterium des äusseren 

Faktors wird explizit verzichtet (BBl 2014 S. 7922). Der Gegenbeweis der vorwiegend 

abnützungs- oder krankheitsbedingten Verursachung beschlägt den natürlichen 

Kausalzusammenhang. Nur der Nachweis eines rechtsgenügenden, d.h. vorwiegend 

1.3. 

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degenerativ oder krankhaft verursachten Schadens, kann zu einer Verneinung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. der Leistungspflicht des Unfallversicherers 

führen (Evalotta Samuelsson, Neuregelung der unfallähnlichen Körperschädigung, Das 

Beispiel des Meniskusrisses, in: SZS 2018 S. 358 [nachfolgend: Samuelsson]). Der 

(Gegen-)Beweis der vorwiegend krankhaften oder degenerativen Pathogenese der 

Listendiagnose ist erbracht, wenn für die Richtigkeit einer degenerativ oder krankhaft 

begründeten Listenverletzung mehr Indikatoren vorliegen als für die traumatische 

Pathogenese (BGE 133 III 88 f. E. 4.2.2, 132 III 720 E. 3.1, 130 III 325 E. 3.2 f.; Urteil 

des Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 4A_48/2010, E. 71; Samuellson S. 355 f., Markus 

Hüsler, Erste UVG-Revision: wichtigste Änderungen und mögliche Probleme bei der 

Umsetzung, in SZS 2017 S. 34). Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse, 

konkret zur Beurteilung der Tatfrage, ob eine Schädigung vorwiegend auf Abnützung 

oder Erkrankung zurückzuführen ist, ist die rechtsanwendende Behörde auf Unterlagen 

angewiesen, die ihr von Ärzten und Ärztinnen zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 

122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., 

N 53 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 66 zu Art. 6 UVG; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 55; Samuelsson, a.a.O., S. 357 f.).

Die durch einen Unfall verursachte Gesundheitsschädigung oder eine auftretende 

Beschwerdesymptomatik kann einen zuvor intakten oder einen bereits 

vorgeschädigten Körperteil betreffen. Ist letzteres der Fall kommt eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung oder eine unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 6 Abs. 

2 UVG höchstens als vorübergehende oder richtunggebende Verschlimmerung eines 

Vorzustandes in Betracht. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem 

verschlimmerten oder überhaupt erst manifest gewordenen Vorzustand entfällt erst, 

wenn der Unfall nicht mehr die natürliche oder adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt oder die Ursächlichkeit einer vorübergehenden 

Verschlimmerung (so bei der Aktivierung einer vormals stummen Listenverletzung) einer 

unfallähnlichen Vorschädigung ausgeschlossen werden kann. Dies trifft zu, wenn 

entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall oder dem 

Eintreten der Beschwerdesymptomatik bestanden hat (Status quo ante), oder aber 

derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften 

Vorzustands (auch ohne Unfall) früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 

erreicht ist. Eine richtunggebende Verschlimmerung liegt vor, wenn medizinischerseits 

feststeht, dass weder der Status quo sine noch der Status quo ante je wieder erreicht 

werden können (vgl. in Bezug auf die unfallähnlichen Körperschädigungen: 

Samuelsson, a.a.O., S. 362 f.; vgl. zum Erreichen des Status quo sine vel ante: UVG 

1.4. 

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Kommentar-Nabold, a.a.O., N 54 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 71 zu Art. 6 

UVG; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a, 121 V 210 E. 6c). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen, 

138 V 221 f. E. 6). Die Verwaltung respektive das Gericht dürfen eine Tatsache nur 

dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Die Frage, 

ob sich ein Unfallereignis im Rechtssinn ereignet hat (vgl. Erwägung 1.1), und falls ja, 

die weitere Frage, ob zwischen dem Unfallereignis und einer gesundheitlichen Störung 

ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist (vgl. Erwägung 1.2), und ebenso die 

Frage, ob eine Schädigung vorwiegend durch Abnützung oder Krankheit verursacht ist 

(vgl. Erwägung 1.3), beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines 

Sachverhalts genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs bzw. für die 

Verneinung einer Leistungspflicht nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. 

Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 

Bern 2014, § 70 N 58 f.). Die obgenannte Beweislastregel kommt also erst zur 

Anwendung, wenn im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes hinsichtlich der 

vorgenannten Fragen kein überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden 

kann (BGE 138 V 221 f. E. 6, BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen, 114 V 298 E. 5b). 

Wird auf dem Weg der Beweiserhebung das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht 

wenigstens mit dem Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, so hat 

dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden 

Person auswirkt (BGE 116 V 136 E. 4b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50). Bei der Frage, ob 

ein Kausalzusammenhang eines Gesundheitsschadens zu einem Unfallereignis 

überhaupt jemals gegeben ist, ist ebenfalls die versicherte Person beweisbelastet. Die 

Beweislast für den Wegfall einer Unfallkausalität oder der Ursächlichkeit einer 

vorübergehenden Verschlimmerung einer vorbestandenen Listendiagnose trägt 

hingegen der Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326; Urteil des 

Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2; BGE 117 V 264 E. 3b; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54 f.; vgl. zur Beweisast bei unfallähnlichen 

1.5. 

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2.

Zu prüfen ist zunächst, ob das Ereignis vom 8. Mai 2018 als Unfall zu qualifizieren ist, 

und dabei insbesondere, ob im Sinne der Legaldefinition des Unfalls gemäss Art. 4 

ATSG von einem ungewöhnlichen äusseren Faktor gesprochen werden kann.

Körperschädigungen: Samuelsson, a.a.O., S. 363). Selbstredend trägt auch die 

Beweislast in Bezug auf den Nachweis einer vorwiegend krankhaften oder 

degenerativen Verursachung der Listendiagnose der Unfallversicherer.

Im vorliegenden Fall liegen keine widersprechenden Angaben des 

Beschwerdeführers über den Ereignishergang vor und es werden auch von 

beschwerdegegnerischer Seite keine solchen geltend gemacht. Die 

Beschwerdegegnerin hat den Sachverhalt nach Eingang der Schadenmeldung UVG 

vom 17. Mai 2018 (act. A1) mit einem Fragebogen ("Formular zum 

Schadenereignis" [act. A2]) detailliert erhoben. Darin schilderte der Beschwerdeführer, 

er habe beim Tennisspielen auf Sand zu einem seitlichen Stoppschritt angesetzt und 

sei auf dem Sand nach links gerutscht, wobei er sich das linke Sprunggelenk 

überdehnt habe und daraufhin mit dem linken Knie medial eingeknickt sei. Die Frage, 

ob sich irgendetwas Ungewöhnliches oder Programmwidriges, das zum Ereignis 

beigetragen habe, ereignet habe, z.B. ein Ausgleiten oder ein Sturz, beantwortete der 

Beschwerdeführer damit, er sei beim Rutschen auf die linke Seite abrupt und 

unerwartet weiter als "geplant" gerutscht. Zur weiteren Frage, wann die Schmerzen 

oder Beschwerden erstmals aufgetreten seien und wie sich die Verletzungen geäussert 

hätten, schrieb er, dass die Schmerzen ein paar Stunden später aufgetreten seien. Das 

linke Sprunggelenk sei heftig angeschwollen und er habe den Fuss nicht mehr 

bewegen können. Das Knie habe einen stechenden Schmerz medial bereitet. Die 

detaillierte Erhebung der tatsächlichen Verhältnisse erfolgt durch den Unfallversicherer 

oft mittels Frageblättern. Im Vordergrund stehen entsprechend - wie auch im konkreten 

Fall - Fragen betreffend die für die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

massgebenden Voraussetzungen des Unfallgeschehens. Sofern der Unfallversicherer 

die tatsächlichen Verhältnisse mittels Frageblättern detailliert erhoben hat, ist er seiner 

Verpflichtung zur richtigen und vollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts grundsätzlich rechtsgenüglich nachgekommen (Untersuchungsgrundsatz; 

vgl. BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E: 1a). Die Ereignisschilderung des 

Beschwerdeführers einschliesslich seiner Beschreibung des Ungewöhnlichen bzw. 

Programmwidrigen erscheint grundsätzlich vollständig und plausibel. Sie stimmt im 

Übrigen in den wesentlichen Elementen mit der Sachverhaltsbeschreibung in der 

2.1. 

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Schadenmeldung UVG vom 17. Mai 2018 (act. A1) überein und es wurden vom 

Beschwerdeführer auch nachfolgend weder in der Einsprache noch in der Beschwerde 

neue, insbesondere widersprüchliche (vgl. dazu BGE 121 V 47 E. 1a mit Hinweisen, 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 29 f.), Sachverhaltselemente hinzugefügt. So hielt die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers auch in der Beschwerde vom 19. Februar 

2019 (act. G1) fest, dass der Beschwerdeführer effektiv zu einem seitlichen 

Stoppschritt angesetzt habe und dabei auf dem Sand nach links gerutscht sei. Dies 

sehr viel weiter als er beabsichtigt gehabt habe. In der Folge sei er dann mit dem linken 

Knie eingeknickt. Den Angaben der versicherten Person im Fragebogen kommt - sofern 

sie überzeugend und nachvollziehbar erscheinen - im Rahmen der Beweiswürdigung 

hinsichtlich des Nachweises des überwiegend wahrscheinlichen Geschehensablaufs 

eine entscheidende Bedeutung zu. Genauso überzeugt es nämlich umkehrt 

rechtsprechungsgemäss nicht, wenn die versicherte Person einen bestimmten, 

bedeutsamen Sachverhalt bzw. Umstand als Schadensursache nicht bereits im 

Fragebogen im Zusammenhang mit den rechtlich relevanten Sachverhaltsfragen 

anführt, sondern erst nach der abschlägigen, einlässlich begründeten Verfügung 

erwähnt und bis zum Einspracheverfahren unerwähnt lässt (Urteil des Bundesgerichts 

vom 3. November 2017, 8C_483/17, E. 6.3 mit Hinweisen). Angesichts der 

vorangehenden Darlegungen ist im Folgenden mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit von einem Sachverhalt auszugehen, wie ihn der Beschwerdeführer 

am 18. Juli 2018 im "Formular zum Schadenereignis" der Beschwerdegegnerin 

niedergeschrieben hat.

 2.2. 

Für die Bejahung eines Unfallereignisses ist - wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 

2.1.1) - nicht vorausgesetzt, dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt. Entsprechend 

ist die Aufzählung der ungewöhnlichen, unkoordinierten Bewegungen in der 

Rechtsprechung (SVR 1999 Nr. 9 S. 28 E. 3c/aa; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d, 

1999 Nr. U 345 S. 422 E. 2b, 1996 Nr. U253 S. 2024 E. 4c) und Literatur (Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O., S. 40; Maurer, a.a.O., S. 176; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 32 zu 

Art. 6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 37 zu Art. 6) nur eine beispielhafte ("z.B.", 

"beispielsweise"; "wie"). Dennoch muss im Einzelfall ein programmwidriger 

Bewegungsablauf vergleichbar mit der Wirkungskraft eines Sturzes passiert sein. Die 

Programmwidrigkeit beim Sport kann beispielsweise durch andere Mitspieler (z.B. 

durch Schubsen, Anrempeln, Bodycheck), aber auch durch andere äussere Umstände 

(Ausrutschen auf glitschigem Untergrund, Stolpern über einen Absatz, Abheben auf 

2.2.1. 

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einem Buckel beim Skifahren) oder reflexartige Abwehrbewegungen verursacht worden 

sein (BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 41 zu Art. 6).

Bei einem seitlichen Stoppschritt sowie bei einem Rutschen auf Sandbelag 

handelt es sich zunächst um normale Bewegungen, die im Tennissport mit dem Körper 

ausgeführt werden können. Dr. C.___ hat sodann anlässlich der Erstbehandlung vom 

10. Mai 2018 die Diagnose einer Knie- und OSG-Distorsion am 8. Mai 2018 gestellt, 

welche offensichtlich auf dem ihm vom Beschwerdeführer geschilderten Unfallhergang 

(vgl. act. M1, Ziff. 2) und den von ihm erhobenen Befunden basiert. Es ist eine 

Erfahrungstatsache, dass im alltäglichen Bewegungsablauf und insbesondere bei 

sportlichen Betätigungen Verdrehungen und ein gewisser Zug auf Sehnen, Muskeln, 

Bänder und Gelenke nichts Aussergewöhnliches darstellen, sondern die genannten 

Körperteile gerade ein normales und verletzungsfreies Funktionieren im täglichen 

Leben bzw. verschiedenste Bewegungen und Drehungen und dergleichen 

gewährleisten. Gerade Distorsionen zeichnen sich durch verschiedenste Schweregrade 

aus und können auch nach einem geringfügigen Trauma auftreten (vgl. Alfred M. 

Debrunner, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 1097; vgl. dazu 

auch Urteil des EVG vom 30. August 2001, U 277/99). Damit ist allgemein gesagt, dass 

eine Distorsion nicht in jedem Fall einem Unfall mit unphysiologischer, 

programmwidriger Beanspruchung eines Körperteils im Sinne eines ungewöhnlichen 

äusseren Faktors entspricht. Tennis ist zwar bekanntermassen eine Sportart, bei 

welcher die Knie- und Sprunggelenke beansprucht und belastet werden. Allein deshalb 

kann jedoch nicht von einem Überschreiten der physiologischen Bewegungsgrenze 

ausgegangen werden. Beim Beschwerdeführer sind jedoch beim Ereignis vom 8. Mai 

2018 offensichtlich Faktoren hinzugetreten, welche davon ausgehen lassen, dass sein 

Knie- und OSG-Gelenk übermässig beansprucht worden ist. So beschrieb er, dass er 

beim seitlichen Stoppschritt unerwartet weiter als geplant gerutscht sei. Zwar mag die 

Formulierung "weiter" einer unbestimmten, nicht messbaren Beschreibung 

gleichkommen, doch macht der Beschwerdeführer damit dennoch kenntlich, dass die 

Rutschbewegung für ihn nicht wie gewöhnlich und im Regelfall verlief. Im Übrigen fällt 

ein "Ausgleiten" rechtsprechungsgemäss unter die beispielhaft aufgezählten 

programmwidrig gestörten Bewegungsabläufe (Urteil des EVG vom 21. Dezember 

2005, U 368/05, E. 3.1, bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 3. November2017, 

8C_483717, E. 6.2; vgl. Erwägungen 1.1.1 und 2.2.1). Der Beschwerdeführer beschrieb 

ausserdem eine damit verbundene Überdehnung des Sprunggelenks sowie ein 

daraufhin eingetretenes Einknicken mit dem linken Knie medial. Insgesamt kann damit 

der von ihm beschriebene Bewegungsablauf selbst im Tennissport nicht mehr als 

2.2.2. 

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normale bzw. der sportlichen Betätigung übliche und unter vertrauten Umständen 

erfolgte Dehnung des Knie- und Sprunggelenks aufgefasst werden. Die erwähnten 

zusätzlichen Faktoren zusammen mit dem als "unerwartet weiter als geplant" 

beschriebenen Rutschen überschreiten den Rahmen einer normalen 

Gelenksverdrehung und lassen das Ereignis zu einem unphysiologischen werden.

Anzufügen ist, dass die Bejahung eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG 

allgemein nicht von der Schwere der dabei erlittenen Verletzung abhängig gemacht 

werden darf. Wird der natürliche Ablauf durch ein besonderes Vorkommnis, d.h. eine 

Programmwidrigkeit, gestört, ist für die Annahme eines Unfalls im Sinn von Art. 4 ATSG 

lediglich gefordert, dass das Vorkommnis schädigend auf den Körper der versicherten 

Person eingewirkt und dadurch eine kausale Beeinträchtigung ihrer Gesundheit zur 

Folge gehabt hat. Genauso wie es für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ohne Belang 

ist, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich 

gezogen hat, kann nicht entscheidend sein, dass die Folgen nur leicht ausgefallen sind.

2.2.3. 

Der Einwand der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 11. April 

2019 (act. G5) - das Abknicken mit dem Knie sei als auslösender Faktor des fraglichen 

Bewegungsablaufs und nicht als Folge desselben zu betrachten, weshalb das 

Abknicken nicht einem äusseren Faktor, sondern vielmehr einer Schwäche der 

Körperstruktur und damit einem inneren Faktor geschuldet sei - vermag nicht zu 

überzeugen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wendet in der Replik vom 9. 

Mai 2019 zutreffend ein (act. G7, Rz 4), dass bei einem gesunden Mann keine 

Schwäche der Körperstruktur angenommen werden müsse und das Abknicken zu einer 

Programmwidrigkeit gehöre. Damit ist eine unkoordinierte Bewegung im Sinn eines 

äusseren Faktors zu bejahen (siehe etwa zum Ausgleiten eines Skifahrers ohne 

Sturzfolge das Urteil des EVG vom 1. Februar 2005, U 313/04, E. 2.2 und 2.3). Die 

Sichtweise der Beschwerdegegnerin erscheint auch insofern nicht belegt, als die 

Schmerzen und Beschwerden beim Beschwerdeführer laut seinen Angaben im 

"Formular zum Schadenereignis" nach dem Vorfall aufgetreten sind (act. A2; vgl. auch 

Erwägung 2.1).

2.2.4. 

Nach dem Gesagten kann mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer am 8. Mai 

2018 ein Ereignis erlitten hat, welches die Voraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss 

Art. 4 ATSG erfüllt.

2.3. 

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3.  

Der Umstand allein, dass bestimmte Ereignisse, wie ein Ausgleiten, ein 

Überdehnen des Sprunggelenks sowie ein Einknicken mit dem Knie potentiell geeignet 

wären, körperliche Verletzungen herbeizuführen, bedeutet jedoch nicht, dass zwingend 

für alle Beschwerden im Bereich eines vom konkreten Unfall betroffenen Körperteils 

dieser Unfall verantwortlich sein muss und damit auch natürlich kausale Unfallfolgen 

vorliegen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG). Mit dem alleinigen Vorliegen eines 

Gesundheitsschadens ist demnach nicht in jedem Fall auch mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit dessen Unfallkausalität ausgewiesen (vgl. dazu 

Erwägung 2.2). Im konkreten Fall ist streitig und zu prüfen, ob es beim Unfall vom 6. 

Juni 2017 zu einer Schädigung des linken Meniskus gekommen bzw. ob die von 

Dr. F.___ am 11. September 2018 operativ behandelte und laut seinem Bericht vom 19. 

September 2018 als Unfallverletzung in Betracht kommende komplexe mediale 

Meniskusruptur mit radiärer Spaltung am Hinterhorn links durch den Unfall vom 8. Mai 

2018 verursacht worden ist. Streitig und zu prüfen ist ausserdem, ob der Unfall im 

Bereich des linken OSG eine Verletzung herbeigeführt hat. In Bezug auf das linke OSG 

ist zumindest unbestritten, dass ab dem 24. Mai 2018 keine gesundheitliche Störung 

mehr vorgelegen hat und damit ab diesem Zeitpunkt auch keine 

Versicherungsleistungen für eine unfallkausale Gesundheitsschädigung mehr geltend 

gemacht werden (vgl. act. M5, act. G1 S. 4 Ziff. 13, S. 8 Ziff. 23). Eine unfallkausale 

Gesundheitsschädigung bezüglich des linken OSG steht damit nur als vorübergehende 

Unfallverletzung zur Diskussion (vgl. Erwägung 1.4).

3.1. 

Die beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin, Dr. H.___ und Dr. I.___, nahmen in 

ihren Beurteilungen vom 11. September 2018 (act. M7) bzw. 18. Januar 2019 (act. M11) 

grundsätzlich nicht zur Frage der natürlichen Kausalität zwischen den 

Körperschädigungen und dem Ereignis vom 8. Mai 2018, sondern zum Vorliegen einer 

unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. b UVV (Verrenkungen 

von Gelenken), Art. 6 Abs. 2 lit. c UVV (Meniskusrisse) und Art. 6 Abs. 2 lit. g UVV 

(Bandläsionen) Stellung. Wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 1.3), beschlägt jedoch der 

Gegenbeweis der vorwiegend abnützungs- und krankheitsbedingten Verursachung 

ebenfalls den natürlichen Kausalzusammenhang. Vor diesem Hintergrund kann den 

Beurteilungen von Dr. H.___ und Dr. I.___ auch Beweiskraft für die Frage der 

Unfallkausalität der Meniskus- und OSG-Problematik zukommen. Ist die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers für unfallkausale Gesundheitsschäden zu 

prüfen, ist jedoch zu beachten, dass es bereits genügt, dass das schädigende Ereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen, insbesondere auch degenerativen oder 

3.2. 

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krankheitsbedingten Ursachen, die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 

Person beeinträchtigt hat (Teilkausalität), der Unfall mit anderen Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (vgl. UVG Kommentar-Nabold, N 52 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, a.a.O., N 65 zu 

Art. 6; BGE 129 V 181 E. 3.1, 117 V 376 E. 3a; SVR 2007 UV Nr. 28 S. 94, U 413/05, E. 

4.1). Betreffend Teilursächlichkeit wurde weder vom EVG bzw. Bundesgericht noch 

vom Gesetzgeber ein Mindestsatz bestimmt. Auch in Art. 36 Abs. 1 UVG wird von einer 

solchen Regelung abgesehen. Der Unfallversicherer ist also nur dann nicht 

leistungspflichtig, wenn der Gesundheitsschaden ausschliesslich auf unfallfremden 

Ursachen beruht. Im Folgenden ist zu prüfen, ob anhand der vorhandenen 

medizinischen Akten in Bezug auf das zuvor Gesagte ein überwiegend 

wahrscheinlicher Sachverhalt festgelegt werden kann.

 3.3. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351, E. 3a mit 

Hinweis). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 

351, E. 3a mit Hinweis 122 V 157). Die Beschwerdegegnerin stützt sich in 

medizinischer Hinsicht bei ihrer Leistungsablehnung für die beim Beschwerdeführer 

nach dem Unfall vom 8. Mai 2018 aufgetretene Knie- und OSG-Problematik links 

insbesondere auf die Beurteilung von Dr. I.___ vom 18. Januar 2019 (act. M12). Den 

Berichten versicherungsinterner oder beratender Ärzte und Ärztinnen kann 

rechtsprechungsgemäss gleichfalls Beweiswert beigemessen werden. Auf deren 

Ergebnis kann jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 470 E. 4.4 mit 

3.3.1. 

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4.

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion oder eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 

mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; 

SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

5.  

Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2; 

SVR 2018 IV, Nr. 4, S. 12, E. 3.2). Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch reine 

Beurteilungen aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. H.___ und Dr. I.___ 

vorgenommen wurden (act. M7, M12), beweiskräftig sein können, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 5.1.1). Die Stellungnahme von 

Dr. H.___ vom 11. September 2018 (act. M7) beinhaltet eine Beurteilung der 

Knieproblematik und wurde offensichtlich nach Einsichtnahme in die Operationsbilder 

vom 11. September 2018 abgegeben (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 4). Die 

ärztliche Beurteilung von Dr. I.___ vom 10. Januar 2019 (act. M11) wurde in Kenntnis 

der Vorakten ("I. Aktenbeurteilung") vorgenommen. Sie enthält ausführliche 

Erwägungen zur Kausalitätsfrage der Meniskusläsion links und der OSG-Problematik 

links. Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine formell-rechtlichen Gründe 

gegen den Einbezug der ärztlichen Aktenbeurteilungen von Dr. H.___ und Dr. I.___. Ob 

letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden materiell-

rechtlichen Beurteilung bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

Dr. E.___ hatte laut Untersuchungsbericht vom 15. Mai 2018 in der am selben Tag 

durchgeführten MRT-Untersuchung des linken Knies einen longitudinalen Riss ohne 

Fragmentdislokation des medialen Meniskushinterhorns sowie eine oberflächliche 

Chondropathie am medialen Femurkondyl ohne bone bruise (Grad II) erhoben. Der 

Bandapparat hatte sich intakt gezeigt (act. M3). Im Rahmen der Arthroskopie vom 11. 

5.1. 

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September 2018 diagnostizierte Dr. F.___ sodann eine komplexe Meniskusruptur mit 

radiärer Spaltung posttraumatisch am Hinterhorn und zusätzlich eine horizontale 

Rissbildung am Hinterhorn mit deutlich induriertem Meniskus, eine Chondromalazie 

ersten Grades mediales Kompartiment, eine Synovitis, eine diskrete laterale 

Vorderhorn-Meniskusläsion sowie eine Plica infrapatellaris (act. M9). Laut 

Operationsbericht vom 12. September 2018 sah Dr. F.___ in der medialen 

Meniskusruptur mit radiärer Spaltung am Hinterhorn links den Hauptbefund (vgl. act. 

M9-2) und darin laut Bericht vom 19. September 2018 (act. M10) offensichtlich eine 

strukturelle Gesundheitsschädigung aus dem Ereignis vom 8. Mai 2018.

Dr. I.___ unterscheidet demgegenüber in seiner Beurteilung vom 18. Januar 2019 

(act. M10) zwischen einer blossen Meniskusschädigung bzw. -veränderung und einem 

Meniskusriss. Nach seiner Auffassung kann nur letzterer traumatischen Ursprungs sein. 

Der Feststellung von Dr. I.___ kann insofern gefolgt werden, als sich eine traumatische 

Meniskusverletzung in Form eines Risses zeigt. Dies lässt sich auch aus Art. 6 Abs. 2 

UVG ableiten, wonach nur ein Meniskusriss als Hauptbefund (vgl. dazu BGE 116 V 151 

f. E. 4d) unter die unfallähnliche Körperschädigung von lit. d subsumiert werden kann, 

während eine Knorpelveränderung, beispielsweise eine "Ausfransung" am Meniskus, 

keinen eigentlichen Meniskusriss darstellt (Urteil des Bundesgerichts vom 13. März 

2014, 8C_865/2013, E. 4.2). Nicht nachvollziehbar ist jedoch die von Dr. I.___ scheinbar 

getroffene Grenzziehung, wonach ein Meniskusriss überhaupt nur als traumatische 

Läsion, nicht jedoch als degenerativ bedingter Gesundheitsschaden in Frage komme. 

So wird der Meniskusriss in der medizinischen Literatur auch, ja sogar im Regelfall, als 

degenerative bzw. chronische Schädigung beschrieben (Pschyrembel, Klinisches 

Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 1146; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 

München 2003, S. 1204, 1852; Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Berlin 2002, S. 1056 f.; Evalotta Samuelsson, Neuregelung der 

unfallähnlichen Körperschädigung, Das Beispiel des Meniskusrisses, in: SZS 2018, 

S. 344 f.). Nach dem Gesagten ist mithin zunächst zu prüfen ist, ob im vorliegenden 

Fall - was Dr. I.___ anzweifelt - überhaupt ein Meniskusriss objektiviert werden konnte, 

andernfalls eine traumatische Verletzung bereits ausser Betracht fallen würde. 

Gegebenenfalls wäre nachfolgend zu entscheiden, ob mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einem traumatisch oder einem degenerativ 

bedingten Meniskusriss auszugehen ist.

5.2. 

Im MRT-Untersuchungsbericht vom 15. Mai 2018 spricht Dr. E.___ explizit von 

einem kleinen longitudinalen Riss des medialen Meniskushinterhorns (act. M3). Dr. 

F.___ diagnostizierte am 11. September 2018 laut Operationsbericht vom 12. 

5.3. 

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September 2018 arthroskopisch eine komplexe mediale Meniskusruptur mit radiärer 

Spaltung am Hinterhorn und bezeichnete diese als Hauptbefund. Eine Ruptur ist 

definitionsgemäss ein Riss (vgl. https://www.duden.de/rechtschreibung/Ruptur, 

abgerufen am 17. Juni 2020). Bei der Operation nahm Dr. F.___ ausserdem im 

medialen Kompartiment bei der Meniskusruptur eine Teilmeniskektomie vor, was 

ebenfalls deutlich macht, dass ein Meniskusriss vorgelegen habe muss. So schrieb Dr. 

F.___ auch an die Adressaten des Operationsberichts, dass bei der Operation eine 

eindeutige Meniskusläsion zu sehen gewesen sei (act. M9). Unter Einsichtnahme in die 

Operationsbilder bejahte ausserdem auch Dr. H.___ in seiner Stellungnahme vom 11. 

September 2018 eine Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG, namentlich einen 

Meniskusriss (act. M7). Inwiefern bei diesen übereinstimmenden ärztlichen Diagnosen 

und Beurteilungen nicht von einem dokumentierten Meniskusriss auszugehen wäre, ist 

nicht nachvollziehbar. Ein Meniskusriss ist damit hinreichend nachgewiesen.

Die von Dr. I.___ gegen einen Meniskusriss angeführten Erläuterungen vermögen 

an dieser Beurteilung nichts zu ändern. Dr. I.___ unterscheidet "semantisch streng" 

zwischen asymptomatischen Meniskusveränderungen, chronischen, allenfalls 

symptomatischen, degenerativen, isolierten Meniskusschädigungen und dem 

klassischen Bild eines traumatischen Risses, der obligatorisch mit dem Nachweis einer 

frischen Schädigung von funktionell assoziierten Gewebestrukturen (korrespondierende 

Innenbandstrukturen, Bone bruises, eventuell Knorpelschäden und vorderes 

Kreuzband) verbunden sein müsse. Ein Meniskusriss im eigentlichen Sinn könne nur 

dann gutgeheissen werden, wenn die unmittelbar benachbarte Kapselbandstruktur 

auch eine Rissbildung erkennen liesse und der Übergang des Meniskus in der 

Peripherie unterbrochen wäre. Eine traumatische Schädigung im Bereich des 

femoralen oder tibialen Innenbandansatzes in den extraartikulären Anteilen würde 

bereits Ansatz für Zweifel liefern. Einen isolierten Meniskusriss gebe es somit in der 

Regel nicht. Im MRT und selbst in der Arthroskopie sei es in der Regel morphologisch 

schwierig zu entscheiden, ob es sich um eine chronisch entstandene 

Kontinuitätsunterbrechung oder um einen Riss handle. Deswegen sei es wichtig, dass 

die Radiologen von Signalalterationen oder Kontinuitätsunterbrüchen sprechen 

würden. Das ungerechtfertigte Wort eines Risses präjudiziere Traumarelevanz. Der von 

Dr. I.___ dargelegte Standpunkt findet in der medizinischen Literatur und in der 

Rechtsprechung keine eindeutige Stütze. Zumindest wird der isolierte traumatische 

Meniskusriss kontrovers diskutiert. Für eine grundsätzliche Negierung von isolierten 

traumatischen Meniskusrissen im gesunden Meniskus gibt es jedenfalls keinen 

gesicherten Evidenznachweis. Der Meniskusriss sowie Verletzungen anderer Strukturen 

des Knies werden als Kombinationsverletzungen und auch als eigenständige bzw. 

5.4. 

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6.  

isolierte Verletzung beschrieben (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S. 950 f., 997, 1146; 

Debrunner, a.a.O., S. 1060, 1098; Samuelsson, a.a.O., S. 345; vgl. auch Urteil des 

Versicherungsgerichts vom 11. September 2018, UV 2017/56, E. 4.3). Dass ein 

Meniskus nicht isoliert reissen kann bzw. gleichzeitig mit einem traumatisch bedingten 

Meniskusriss Verletzungen verschiedener Strukturen auftreten müssen, kann mithin 

nicht generell gesagt. Das Fehlen von frischen Schädigungen von funktionell 

assoziierten Gewebestrukturen im konkreten Fall spricht demzufolge zumindest nicht 

gegen das Vorliegen eines Meniskusrisses.

Die Ausdrücke "Riss" und "Ruptur" können jedoch nicht ohne Weiteres mit einer 

Traumarelevanz verbunden werden (Debrunner, a.a.O., S. 412, 628, 724 f., 728 ff.; 

Roche Lexikon, a.a.O., S. 1681; Pschyrembel, a.a.O., S. 1576, 1646). Insofern ist mit 

dem alleinigen Vorliegen eines solchen nicht in jedem Fall auch mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit die Unfallkausalität eines Risses bzw. einer 

Ruptur ausgewiesen. Es bleibt also immer noch zu entscheiden, von welcher Kausalität 

der Meniskusriss des Beschwerdeführers ist.

6.1. 

Dr. I.___ beleuchtet dazu in seiner Beurteilung vom 10. Januar 2019 an sich 

überzeugend den Schadens- bzw. Unfallmechanismus (act. M11-5). So führt nicht 

jeder Unfall bzw. Unfallmechanismus zu einer Verletzung oder zumindest nicht zu einer 

derart körperlich gravierenden, strukturellen Verletzung, dass anhaltende Beschwerden 

deren Folge oder eine operative Behandlung notwendig wären. Erfahrungsgemäss gibt 

es sodann für bestimmte Unfallverletzungen - insbesondere auch für Meniskusrisse - 

potenziell geeignete Verletzungsmechanismen. Als solchen nennt Dr. I.___ den 

sogenannten Drehsturz, der als Schadensmechanismus einen Übergang von Flexion in 

Extension bei blockiertem Fuss, bei welchem in der Endphase kurz vor der Streckung 

die Schlussrotation behindert werde, verlange. In allen anderen Situationen gerate der 

Meniskus nicht primär unter Stress; er könne stets ausweichen und habe Reserveraum. 

Er werde nachrangig belastet. An den Ausführungen von Dr. I.___ gibt es grundsätzlich 

keine - auch nicht von beschwerdeführender Seite erhobene - Zweifel. Nicht zwingend 

ist jedoch ein Sturz. Auch in einer Verwindung des gebeugten Kniegelenks ohne Sturz 

ist ein für einen traumatischen Meniskusriss geeigneter Mechanismus zu sehen (vgl. 

dazu Debrunner, a.a.O., S. 1057 [Flexions-Aussenrotations- bzw. Valgisationstrauma]; 

Samuelsson, a.a.O., S. 352; Leitlinie der Orthopädie, hrsg. von der Deutschen 

Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und dem Berufsverband der 

Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 141). In der medizinischen 

Literatur wird ausserdem allgemeiner von einer Distorsion bzw. Torsion (Verletzung 

6.2. 

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durch Drehbewegung) gesprochen, welche dazu geeignet sei, eine Meniskusläsion 

hervorzurufen (vgl. Pschyrembel, a.a.O., S .1146; vgl. auch H. Bilow/S. Weller, 

Chirurgische und orthopädische Erkrankungen und Verletzungen, in: Marx [Hrsg.], 

Medizinische Begutachtung, Grundlagen und Praxis, S. 394). Der Beschwerdeführer 

hat beim Tennisspielen auf Sand zu einem seitlichen Stoppschritt angesetzt, ist auf 

dem Sand "unerwartet weiter als geplant" nach links gerutscht, hat sich dabei das linke 

Sprunggelenk überdehnt und ist daraufhin mit dem linken Knie medial eingeknickt (vgl. 

Erwägung 3.1.2). Angesichts dieses Unfallereignisses kann ein Verwindungstrauma 

nicht ohne Weiteres ausgeschlossen werden. Vielmehr sind dadurch, dass der 

Beschwerdeführer beim Stoppschritt mit gebeugtem Bein weiter als geplant gerutscht 

und dann medial eingeknickt ist, Komponenten, die für ein Verwindungstrauma 

sprechen, erkennbar. Zumindest kann ein solches vermutet werden. Des Weiteren 

diagnostizierte Dr. C.___ eine Kniedistorsion links, was ebenfalls auf einen für eine 

Meniskusläsion typischen Bewegungsmechanismus hinweist. Zusammenfassend ist 

mithin festzuhalten, dass der konkrete Bewegungsablauf eine traumatische 

Meniskusläsion nicht ohne Weiteres ausschliessen lässt.

Ein weiterer wichtiger Hinweis für die Beurteilung, ob der Meniskusriss traumatisch 

oder degenerativ bedingt ist, stellt für Dr. I.___ das initiale funktionelle Schadensbild 

dar. Dies ist grundsätzlich in dem Sinne nachvollziehbar, als massgebende 

Verletzungen im Regelfall zu Beschwerden, insbesondere zu Schmerzen und 

Bewegungseinschränkungen, führen und sich je nach Verletzung weitere typische 

Symptome manifestieren können. Eine traumatische Verletzung ist radiologisch 

echtzeitlich am besten sichtbar. Auch klinisch zeigen sich Unfallverletzungen in der 

Regel unmittelbar nach dem Unfall am auffälligsten, präsentieren sich - wie bereits 

erwähnt - mit den entsprechenden Symptomen und werden damit zumindest klinisch 

vermutet. Nachfolgend schliesst der Heilungsprozess an, was in der Regel zu einer 

stetigen Abnahme der Erkennbarkeit von Verletzungen führt. Für Dr. I.___ spricht das 

im konkreten Fall dokumentierte funktionelle Schadensbild gegen eine traumatische, 

jedoch für eine degenerative Schädigung. Er argumentiert, es sei nicht dokumentiert, 

wie sich der Beschwerdeführer nach dem 8. Mai 2018 habe fortbewegen können. Der 

mutmasslich eher indolente Sportlehrer habe zwei Tage nach dem Ereignis wegen eher 

zunehmenden Schmerzen am Fuss und Knie seinen Hausarzt aufgesucht, zumal er 

sich nicht berufsfähig eingeschätzt haben dürfte. In den medizinischen Akten werde 

nirgends von einer schwellungsbedingten Einschränkung des Knies berichtet. Unter 

beruflichen Sportbelastungen sei der Beschwerdeführer immer wieder symptomatisch 

geworden (act. M11-5). Die Argumentation von Dr. I.___ vermag nicht zu überzeugen. 

Als typische Symptome eines Meniskusrisses werden in der medizinischen Literatur ein 

6.3. 

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akuter Schmerz, ein Gelenkerguss und meist ein Streckdefizit angeführt (vgl. 

Pschyrembel, a.a.O., S. 1146; Debrunner, a.a.O., S. 1058 f.; Roche Lexikon, a.a.O., S. 

1204; Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 142). Angesichts dieser Beschwerden 

erscheint eine Latenzzeit von weniger als bzw. knapp zwei Tagen zwischen dem 

geltend gemachten Ereignis am Abend des 8. Mai 2018 und der Erstbehandlung bei Dr. 

C.___ am 10. Mai 2018 (act. M1) kurz oder zumindest in keiner Weise zweifelhaft. Hinzu 

kommt, dass der Beschwerdeführer plausibel darlegte, dass er ein paar Stunden nach 

dem Ereignis an stechenden Schmerzen im linken Knie litt (act. A2). Ein zeitlicher 

Zusammenhang darf ohne Weiteres angenommen werden. Anders wäre dies bei einer 

typischerweise auftretenden Bewegungsunfähigkeit zu beurteilen. Die Annahme von 

Dr. I.___, der Beschwerdeführer sei indolent gewesen stellt - wie er selbst formuliert - 

eine Mutmassung dar, womit auch daraus nichts gegen eine Verursachung durch das 

Ereignis vom 8. Mai 2018 abgeleitet werden kann. Seine weitere Sichtweise, der 

Beschwerdeführer habe sich wegen eher zunehmenden Schmerzen am Knie in die 

ordentliche Sprechstunde begeben, ist den Berichten von Dr. C.___ vom 1. Juni 2018 

(act. M1) und Dr. F.___ vom 24. Mai 2018 (act. M5) nicht explizit zu entnehmen und 

lässt sich auch nicht durch den Hinweis - zumal sich der Beschwerdeführer nicht 

berufsfähig eingeschätzt haben dürfte - erklären. Im Übrigen ist nicht nachvollziehbar, 

weshalb ein Verlauf mit zunehmenden Beschwerden nach einer Verletzung abwegig 

sein sollte. Dr. I.___ stellt zwar bezüglich des linken Knies zutreffend fest, dass Dr. 

C.___ anlässlich der Erstbehandlung vom 10. Mai 2018 weder eine Schwellung noch 

einen Erguss und auch kein sichtbares Hämatom erhoben habe. Hingegen stellte Dr. 

C.___ klinisch Druckdolenzen am Pes anserinus sowie am medialen Gelenkspalt fest, 

welche auf eine Meniskusverletzung hindeuteten. Das Meniskuszeichen war zwar 

wiederum negativ, doch suchte der Beschwerdeführer seinen Hausarzt 

unbestrittenermassen wegen Kniebeschwerden links auf und im MRT vom 15. Mai 

2018 wurde sodann auch ein Riss des medialen Meniskushinterhorns festgestellt (act. 

M3). Daraus lässt sich schliessen, dass das Fehlen gewisser typischer Symptome 

sowie ein negativer Meniskustest offensichtlich auch bei tatsächlichem Vorliegen eines 

Meniskusrisses möglich sind. Dies zumal die klinischen Befunde erfahrungsgemäss 

auch von der Grösse des Gesundheitsschadens abhängig sein dürften und im 

konkreten Fall nur ein kleiner longitudinaler Riss ohne Fragmentdislokation erhoben 

worden war.

Dr. I.___ äussert sich schliesslich zum "morphologischen Schadensbild". Weder 

Dr. C.___ noch Dr. F.___ hätten klinisch eine palpatorische oder funktionelle 

Auffälligkeit am Innenband dokumentiert. Eine dortige Zerrung im Innenband bei 

Valgusknick müsste sofort einen rissartigen Schmerz ausgelöst haben. Dieser blande 

6.4. 

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Befund werde auch im MRT vom 15. Mai 2018 (act. M3) bestätigt, indem keine 

Schädigungszeichen am Innenband erkennbar gewesen seien. Ebenso werde explizit 

beschrieben, dass keine Bone Bruises erkennbar seien, welche auf eine stärkere 

Traumaenergie hinweisen würden. Wie in Erwägung 6.2 dargelegt, ist nicht belegt, 

dass ein traumatischer Meniskusriss immer gleichzeitig mit Verletzungen weiterer 

Strukturen auftritt bzw. nicht isoliert reissen kann. Weiter kann der medizinischen Lehre 

nicht entnommen werden, dass es für einen traumatischen Meniskusriss zwingend 

einer starken Gewalteinwirkung bedarf. Als entscheidend für einen traumatischen 

Meniskusriss wird hingegen der Bewegungsmechanismus beschrieben, welcher im 

Rahmen des Unfallereignisses stattgefunden hat (vgl. Bilow/Weller, a.a.O., S. 394; 

Debrunner, a.a.O., S. 1057; vgl. auch Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. 

Gallen vom 11. September 2018, UV 2017/56, E. 4.3). Insofern kommt den 

Ausführungen von Dr. I.___ im konkreten Fall keine entscheidende Beweiskraft zu. 

Ebenso wenig kann aus seiner weiteren Bezugnahme auf die radiäre Spaltung und den 

Horizontalriss eine überzeugende Erklärung gegen einen traumatischen Meniskusriss 

abgeleitet werden. Dr. I.___ selbst erklärt, dass bei Betrachtung der Printbilder (vgl. act. 

M8) der Querriss als kurz und klinisch völlig harmlos imponiere und die eigentliche 

Schädigung im Hinterhorn liege, worin er mit Dr. F.___ übereinstimmt (vgl. Erwägung 

6.3; act. M9-2, M10). Seine weitere Aussage - dieser empfinde die Hinterhornperipherie 

bei der Tasthakenprüfung als "sehr instabil" - ist zwar so dem Operationsbericht vom 

12. September 2018 (act. M9-2) zu entnehmen. Nicht entnommen werden kann diesem 

jedoch die weitere Angabe von Dr. I.___, dass gerade in der Hinterhornperipherie kein 

Riss "vermutet" worden sei. Gemäss Operationsbericht wurde gerade hier der 

Meniskusriss festgestellt und eine Teilmeniskektomie durchgeführt. Anzufügen ist, dass 

der radiäre Längsriss des Beschwerdeführers zumindest nicht gegen eine traumatische 

Verletzung spricht (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 1057) und sich damit in das Gesamtbild 

eines traumatisch bedingten Meniskusrisses einfügt.

Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung der Ursächlichkeit einer 

Meniskusläsion bildet schliesslich der allgemeine Gesundheitszustand eines 

Kniegelenks. So erscheint es naheliegend, dass ein umfassend degenerativ 

geschädigtes Knie einen bedeutsamen Hinweis gegen einen traumatisch bedingten 

Meniskusriss darstellt und in einem solchen Fall schwieriger zu erklären ist, weshalb 

ausgerechnet der Meniskusriss losgelöst von den übrigen strukturellen degenerativen 

Gesundheitsschäden als unfallbedingt betrachtet werden müsste. Dementsprechend 

äusserte sich Dr. F.___ in seinem Bericht vom 19. September 2018 zu dieser Frage. Er 

legte dar, dass beim Beschwerdeführer praktisch ausschliesslich nur eine radiäre 

Spaltung des Innenmeniskus im dorsalen Bereich, ohne zusätzliche degenerative 

6.5. 

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Veränderungen, vor allem keine - wie durch den Radiologen beschrieben - 

Knorpeldelamination (vgl. act. M3) gefunden worden sei. Er wolle ausdrücklich darauf 

hinweisen, dass der MRT-Bericht bezüglich Knorpeldelamination und auch 

degenerativen Veränderungen nicht stimme. Die übrigen Strukturen seien normal 

gewesen; am lateralen Kompartiment seien absolut keine degenerativen 

Veränderungen sichtbar gewesen. Eine kleine Bakerzyste fände sich praktisch bei 

jedem Patienten und sei kein Hinweis auf ein chronisches Geschehen. Die im MRT 

beschriebene "leichte Bursitis im Bereich des Pes anserinus", d.h. das Ödem im 

Bereich der medialen Weichteile, sei sodann bedingt durch die Meniskusruptur. An den 

Ausführungen von Dr. F.___ bestehen keine Zweifel. Allgemein ist zu sagen, dass die 

Arthroskopie gegenüber dem MRI durch die direkte Visualisierung der intraartikulären 

Strukturen in vielen Fällen eine nochmals feinere diagnostische Differenzierung zulässt 

(Pschyrembel, a.a.O., S. 153 f.; Debrunner, a.a.O. S. 247 f., 725 f.), weshalb der 

arthroskopischen Befundlage eine entscheidende Bedeutung zukommt. Dr. F.___ 

stellte zwar arthroskopisch die Diagnose einer Chondromalazie des medialen 

Kompartiments, jedoch nur eine solche ersten Grades und nicht - wie Dr. E.___ (act. 

M3) - zweiten Grades. Entsprechend vermag auch das von Dr. H.___ in seiner 

Stellungnahme vom 11. September 2018 für eine degenerative Läsion des Meniskus 

angeführte Beurteilungskriterium einer "schon Knorpeldelamination an med. 

Femurkondyl (Grad II)" nicht zu überzeugen, zumal die arthroskopische Befundung im 

damaligen Zeitpunkt noch nicht vorgelegen hatte. Bereits bezüglich des MRT-

Untersuchungsergebnisses hatte Dr. F.___ im Bericht vom 24. Mai 2018 im Übrigen 

festgestellt, dass keine wesentlichen Zusatzschäden vorliegen würden. Zum lateralen 

Kompartiment schrieb er im Operationsbericht, es sei alles in Ordnung, es gebe nur 

eine leicht diskrete Aufsplitterung des Vorderhorns (act. M9-2). Diese Zone werde mit 

dem Shaver gesäubert. Insgesamt kann mithin nicht von einem umfassenden oder 

zumindest bedeutenden degenerativen Zustand des linken Kniegelenks und damit 

aussagekräftigen Hinweis gegen einen traumatischen Meniskusriss gesprochen 

werden.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass hinsichtlich der Beurteilung von Dr. I.___ 

vom 10. Januar 2019, gemäss welcher nur eine mediale Meniskusschädigung bzw. -

veränderung vorliegt, jedenfalls aber kein traumatisch bedingter Meniskusriss, Zweifel 

bestehen. Den Feststellungen und Beurteilungen von Dr. F.___, der von einem 

eindeutig traumatischen Meniskusriss ausgeht, kann demgegenüber nichts 

entgegengehalten werden, was Zweifel an seiner Einschätzung begründen könnte. Es 

ist deshalb nach dem Gesagten aufgrund der medizinischen Akten davon auszugehen, 

dass die Verursachung des Meniskusrisses überwiegend wahrscheinlich durch das 

6.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/26

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7.  

Unfallereignis vom 8. Mai 2018 entstanden ist und demzufolge mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auch bei der Arthroskopie vom 11. September 

2018 eine traumatische Meniskusläsion behandelt worden ist. Die Beschwerdegegnerin 

ist damit für die operative Behandlung und sodann bis zur Heilung der unmittelbaren 

Operationsfolgen (Wundheilung, postoperative Schmerzphase, Einnahme von 

Medikamenten, Schonungsphase mit möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) 

leistungspflichtig.

Es bleibt die Leistungspflicht in Bezug auf die OSG-Problematik zu prüfen. Wie 

bereits erwähnt, ist diese im Verlauf, angeblich bis 24. Mai 2018, folgenlos abgeheilt 

(vgl. act. G1, S. 4 Ziff. 13, S. 8 Ziff. 23; vgl. auch act. M5), demgemäss nur eine 

vorübergehende unfallkausale Gesundheitsschädigung zur Diskussion steht (vgl. 

Erwägung 1.4).

7.1. 

Dr. I.___ beschreibt in seiner Beurteilung vom 10. Januar 2019 die im MRT des 

linken OSG vom 14. Mai 2018 erhobenen strukturellen Befunde und erklärt, inwiefern 

diese keine traumatischen Verletzungen darstellen würden. Er kommt zum Schluss, 

dass am OSG links vorwiegend Vorschädigungen nach früherer Bandläsion vorliegen 

würden. Seinen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen. Sie sind insbesondere mit Blick 

auf den MRT-Untersuchungsbericht nachvollziehbar und überzeugend. Die zur 

Darstellung gelangende Bandruptur wurde als "ältere" bezeichnet. Eine Arthrose stellt 

definitionsgemäss eine degenerative Gesundheitsschädigung dar und kann 

traumatisch bedingt nur als sekundäre Spätfolge auftreten. Eine traumatische Arthrose 

fällt angesichts des im Zeitpunkt der MRT-Untersuchung erst weniger als eine Woche 

zurückliegenden Ereignisses offenkundig ausser Betracht (vgl. Debrunner, a.a.O., S. 

579 ff.; Pschyrembel, a.a.O., S. 152 f.; Roche Lexikon, a.a.O., S. 134). Die kleine 

Partialruptur der Plantarfaszie beurteilt Dr. I.___ nicht als frisch unfallbedingt und 

betrachtet überhaupt deren klinische Relevanz als fraglich. Weder den Eingaben des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers noch den übrigen medizinischen Akten lassen 

sich gegenteilige Standpunkte bzw. Hinweise entnehmen.

7.2. 

Allerdings diagnostizierte Dr. C.___ anlässlich der Erstbehandlung vom 10. Mai 

2018 eine OSG-Distorsion und erhob hierfür typische Befunde, eine periartikuläre 

Schwellung zirkumferentiell sowie eine - wenn auch diffuse - Druckdolenz, speziell über 

dem anterioren OSG-Anteil (act. M1). Vor diesem Hintergrund lässt sich eine natürlich 

kausale Unfallverletzung, insbesondere in Form einer Bänderzerrung - wenn auch nicht 

von einer strukturellen Läsion begleitet (vgl. Erwägung 7.2) -, nicht in Abrede zu stellen. 

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/26

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8.  

Entscheid

Es handelt sich dabei um eine einfache Weichteilverletzung, welche in gewissen Fällen 

anhand klinischer Befunde (Hämatome, Schwellungen, Druckdolenzen, 

Bewegungseinschränkungen, Sensibilitätsstörungen, Muskelverhärtungen) objektiviert 

werden kann. Nach der medizinischen Erfahrung heilt eine solche Weichteilverletzung 

auch ohne spezifische Behandlung innert kurzer Zeit folgenlos ab und die mit ihr 

verbundenen Beschwerden bilden sich demzufolge gänzlich zurück (vgl. Debrunner, 

a.a.O., S. 412, 1096 f.). Für eine solche vorübergehende unfallbedingte 

Gesundheitsschädigung hat der Unfallversicherer bis zur Besserung der klinischen 

Befundsituation und damit offensichtlichen Heilung der Unfallverletzung die 

gesetzlichen Leistungen zu erbringen (vgl. dazu "Status quo ante" in Rumo-Jungo/

Holzer, a.a.O. S. 54; UVG Kommentar-Nabold, a.a.O., N 54 zu Art. 6 UVG; BSK UVG-

Hofer, a.a.O., N 71 zu Art. 6 UVG). Die Beschwerdegegnerin hat somit eine 

Leistungspflicht für die OSG-Problematik zu Unrecht abgelehnt. Aktenkundig ist, dass 

der Beschwerdeführer deswegen einer ärztlichen Behandlung und Untersuchung 

bedurfte und ab dem 10. Mai 2018 arbeitsunfähig gewesen ist (act. M1 f., M5). 

Unbestritten ist sodann, dass die OSG-Problematik im Verlauf, angeblich bis 24. Mai 

2018, folgenlos ausgeheilt war (vgl. act. G1, S. 4 Ziff. 13, S. 8 Ziff. 23; vgl. auch act. 

M5). Der vorliegende Sachverhalt stimmt damit offensichtlich mit dem bezüglich 

Weichteilverletzungen bzw. Distorsionen Gesagten überein. Die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin endet im obgenannten Heilungszeitpunkt.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 24. Januar 2019 (act. A10) gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für die Knie- sowie OSG-

Problematik links die gesetzlichen Leistungen im Sinne der Erwägungen zu erbringen.

8.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).8.2. 

Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, die Entschädigung 

angesichts des getätigten Aufwands sowie der überblickbaren Aktenlage auf pauschal 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

8.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/26

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 24. Januar 2019 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, für die Knie- sowie OSG-

Problematik links des Beschwerdeführers die gesetzlichen Leistungen im Sinne der 

Erwägungen zu erbringen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.07.2020
	Art. 4 ATSG: Bejahung eines Unfallereignisses bzw. eines ungewöhnlichen äusseren Faktors. Der Versicherte hatte beim Tennisspielen auf Sand zu einem seitlichen Stoppschritt angesetzt und war auf dem Sand nach links gerutscht, wobei das Sprunggelenk überdehnt wurde und das Knie einknickte. Weil er "unerwartet weiter als geplant" gerutscht war, wird der Rahmen einer normalen Gelenksverdrehung überschritten. Die Bejahung eines Unfalls darf allgemein nicht von der Schwere der dabei erlittenen Verletzung abhängig gemacht werden. Art. 6 UVG: Bejahung eines unfallkausalen Meniskusrisses gestützt auf die Beurteilung des behandelnden Arztes (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Juli 2020, UV 2019/18).

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		2025-07-19T03:41:29+0200
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