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**Case Identifier:** 731f13bb-3150-5864-8276-146f0033a3cd
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-23
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 23.10.2023 ZOR.2023.3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2023-3_2023-10-23.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

 

ZOR.2023.3 
(OZ.2012.1) 

 

 

Urteil vom 23. Oktober 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichterin Vasvary  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin Albert 

 

 
   

Kläger und 

Berufungs-

beklagter 1 

 A._____,  

geboren am tt.mm.1956, von Q._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwältin Daniela Byland,  

[…] 

 

 
    

Beklagte 1 und 

Berufungs-

klägerin 

 C._____,  

geboren am tt.mm.1958, von E._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Roger Brändli,  

[…] 

 

Beklagte 2 und 

Berufungs-

beklagte 2 

 F._____,  

geboren am tt.mm.1954, von Q._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Kaiser,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Erbteilung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

 
   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

A._____, C._____ und F._____ sind die Kinder und Erben des am tt.mm. 

2007 verstorbenen H._____ und der am tt.mm. 2010 verstorbenen I._____. 

 

1.2. 

Mit Klage vom 9. Januar 2012 stellte A._____ beim Bezirksgericht Q._____ 

folgende Anträge: 

 

1. 
Es seien die Nachlässe des Dr. H._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm. 2007, und 
der I._____ geborene L._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm. 2010, festzustellen. 
 
2. 
Es seien die Nachlässe des Dr. H._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm. 2007, und 
der I._____ geborene L._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm. 2010, zu teilen und es 
sei festzustellen, dass der Kläger zu einem Drittel und die Beklagten 1 und 2 zu je einem 
Drittel an diesen Nachlässen berechtigt sind. 
 
3. 
3.1. 
Es sei – mit Ausnahme der dem BGBB unterstellten Liegenschaften und Grundstücke – 
gerichtlich die Versteigerung der erblasserischen Grundstücke unter den Parteien, 
eventualiter die öffentliche Versteigerung, anzuordnen. Dabei sei den Erben das 
Mitsteigern unter Anrechnung an ihren (zum Verkehrswert geschätzten) Erbteil zu 
ermöglichen. 
 
3.2. 
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Kläger sich mit einer Übernahme der in 
R._____ befindlichen Grundstücke durch die Beklagte 1 zum geschätzten Verkehrswert, 
resp. der dem BGBB unterstehenden Grundstücke zum höchstzulässigen Preis, unter 
Anrechnung auf ihren Erbteil einverstanden erklärt. 
 
3.3. 
Bezüglich der dem BGBB unterstellten Grundstücke sei durch die Abteilung Landwirtschaft 
der höchstzulässige Preis gemäss Art. 66 BGBB zu ermitteln und es seien die Grundstücke 
gemäss Art. 64 lit. f BGBB öffentlich zum Verkauf auszuschreiben, sofern sie nicht durch 
einen Miterben übernommen werden. 
 
4. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten 1 und 2 (zzgl. MWST). 
 

1.3. 

Mit Klageantwort vom 4. Mai 2016 stellte F._____ folgende Anträge: 

 

1. 
Es seien die Nachlässe des Dr. H._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm.2007, und der 
I._____ geb. L._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm.2010, gerichtlich festzustellen. 
 

 - 3 - 

 

 

 

1.1. 
Dabei sei die Beklagte 1 insbesondere zu verpflichten, ihre Vorempfänge in Höhe von 
Fr. 305'000.00 rechnerisch zur Ausgleichung zu bringen, Beweisergebnis ausdrücklich 
vorbehalten. 
 
2. 
Es seien die Nachlässe des Dr. H._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm.2007, und der 
I._____ geb. L._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm.2010, zu teilen und es sei festzu-
stellen, dass die Beklagte 2 sowie der Kläger und die Beklagte 1 zu je einem Drittel an 
diesen Nachlässen berechtigt sind.  
 
3. 
Es sei – mit Ausnahme der dem BGBB unterstellten Grundstücke – gerichtlich die 
öffentliche Versteigerung der erblasserischen Grundstücke anzuordnen, soweit sie nicht 
bereits vorgängig durch die Parteien freihändig verkauft wurden, und der Steigerungserlös 
in die Nachlässe einzurechnen.  
 
4. 
Bezüglich der dem BGBB unterstellten Grundstücke sei durch die Abteilung Landwirtschaft 
der höchstzulässige Preis gemäss Art. 66 BGBB zu ermitteln und es seien die Grundstücke 
gemäss Art. 64 lit. f BGBB öffentlich zum Verkauf auszuschreiben, soweit sie nicht durch 
einen Miterben übernommen werden. 
 
5. 
Es sei festzustellen, dass der Beklagten 2 zusätzlich zu ihrem Erbanteil von einem Drittel 
an den beiden vorgenannten Nachlässen vorab ein Betrag von CHF 256'008.35 (Wert 
31.12.2004) zum Wert per Teilungstag zusteht und ihr auszuzahlen ist.  
 
6. 
Soweit in der Klage mehr oder anderes verlangt wird, sei sie abzuweisen. 
 
7. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers und der Beklagten 1. 

 

1.4. 

Mit Klageantwort vom 3. Juni 2016 stellte C._____ die folgenden Anträge: 

 

1. 
Es seien die Nachlässe des Dr. H._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm. 2007, und 
der I._____ geborene L._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am tt.mm. 2010, festzustellen und 
zu teilen. 
 
2. 
Es sei festzustellen, dass die Beklagte 1 an diesen Nachlässen zu 1/3 berechtigt ist. 
 
3. 
Der Kläger und die Beklagte 2 seien anzuhalten, Auskunft zu erteilen über die von den 
Erblassern erhaltenen Zuwendungen. 
 
4. 
Die Zuwendungen der Erblasser an den Kläger und die Beklagte 2 seien festzustellen, als 
ausgleichungspflichtige Zuwendungen zu erklären und gegenüber der Beklagten 1 zur 
Ausgleichung zu bringen. 
 
5. 

 - 4 - 

 

 

 

Die Schulden der Nachlässe seien vor Vollzug der Teilung zu tilgen, eventuell 
sicherzustellen. 
 
6. 
Der Beklagten 1 seien die ihr gehörenden, sich im Safe des Erblassers befundenen 
Goldbarren und Goldmünzen herauszugeben. 
 
7. 
Die Teilung der Nachlassliegenschaften sei wie folgt zu vollziehen: 
 
a) Die Liegenschaft S-Strasse,  Q._____, sei der Beklagten 1 unter Übernahme der 

Hypothek und im Übrigen in Anrechnung auf ihren Erbanteil zuzuweisen. 
b) Die Liegenschaft GB Q._____, Parz. aaa (S-Strasse) sei der Beklagten 1 unter 

Übernahme der Hypothek und im Übrigen in Anrechnung auf ihren Erbanteil 
zuzuweisen. 

c) Die Liegenschaft GB Q._____, Parz. bbb sei der Beklagten 1 für Fr. 50'000.00 in 
Anrechnung auf ihren Erbanteil zuzuweisen; eventualiter sei diese Liegenschaft durch 
den Erbenvertreter M._____ zu verkaufen und der Erlös zu teilen. 

d) Die drei landwirtschaftlichen Grundstücke in R._____ seien unter den Miterben zu 
versteigern. 

e) Die Liegenschaften der Mehrfamilienhäuser T._____, U-Strasse, sowie V._____, W-
Strasse, seien durch den Erbenvertreter M._____ zu verkaufen und der Erlös zu 
teilen. 

f) Die Liegenschaft des Ferienhauses in B._____, Italien, sei im Gesamteigentum der 
Parteien zu belassen; eventualiter sei diese Liegenschaft unter den Miterben zu 
versteigern. 

 
8. 
Der Anteil zu 40% an der einfachen Gesellschaft zwischen Dr. H._____ und der 
Erbengemeinschaft O._____ (Anteil Liegenschaft und Gewinn) sei durch den 
Erbenvertreter zu verkaufen und der Erlös zu teilen. 
 
9. 
Das Gericht ordne alle anderen Vorkehrungen und Abklärungen an, um die 
Nachlassteilungen gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1. – 8. vorzubereiten und zu 
gewährleisten. 
 
10. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MWSt) zulasten des Klägers und 
der Beklagten 2. 

 

1.5. 

Mit Replik vom 20. September 2016 präzisierte A._____ seine Anträge 

dahingehend, dass das Gericht die Art des Verkaufs der Liegenschaften 

festlegen möge, sei es als interne Versteigerung, als öffentliche 

Versteigerung oder als freihändigen Verkauf durch eine Treuhandfirma 

innert einer bestimmten Frist (bspw. 6-12 Monate), allenfalls mit Option für 

die Erben, das Objekt zum Höchstpreis zu übernehmen auf Anrechnung an 

den Erbteil.  

 

Mit Stellungnahme vom 18. November 2016 beantragte er zudem, die 

Beteiligung an der Gesellschaft D._____ könne in der Erbengemeinschaft 

verbleiben. 

 

 - 5 - 

 

 

 

1.6. 

Mit Duplik vom 14. Juli 2017 hielt F._____ mit folgenden Ergänzungen bzw. 

Abweichungen an ihren Anträgen fest: 

 

1.1. 
Dabei sei die Beklagte 1 insbesondere zu verpflichten, ihre Vorempfänge in Höhe von 
Fr. 841'783.50 rechnerisch zur Ausgleichung zu bringen, Beweisergebnis ausdrücklich 
vorbehalten. 
 
1.2. 
Dabei sei der Kläger insbesondere zu verpflichten, seine Vorempfänge in Höhe von 
Fr. 832'520.– rechnerisch zur Ausgleichung zu bringen, Beweisergebnis ausdrücklich 
vorbehalten. 
 
5. 
Der in den Nachlässen vorhandene Hausrat, bestehend insbesondere aus Münzen, 
Möbeln, Bildern, Büchern, Geschirr sowie Aufzeichnungen der Erblasser, sei unter den 
Parteien gleichmässig aufzuteilen, wobei der Beklagten 2 insbesondere folgende 
Gegenstände (in Anrechnung auf ihren Erbteil) zuzuteilen seien: 
 
-  Schuhmacherwerkbänkli (dunkelbraun) 

Schaffreite aus Tannenholz 
- Tanka (tibetanisches Mandala aus Ladakh) 
- 4 Teetassen mit Unterteller und Kuchenteller (Meissen; rot-blau-gold) 
- 2 Teetassen, Unterteller, Kuchenteller und Zuckerdose (Meissen; blau-weiss) 
- Stofftuch aus Peru (oder Bolivien) mit Tiermuster 
- 1 blauer Perserteppich 
- alle vorhandenen Fotos 
 
6. 
Der Inhalt der drei Schrankfächer der Erblasser (ein Schrankfach bei der P._____ AG in 
Q._____, zwei Schrankfächer bei der AA._____ in Q._____) sei unter den drei Parteien 
wertmässig zu gleichen Teilen aufzuteilen. 

 

1.7. 

Mit Duplik vom 14. Juli 2017 von C._____, Stellungnahme vom 

13. September 2017 von F._____ und Stellungnahme vom 25. September 

2017 von C._____ hielten die Parteien je an ihren Anträgen fest. 

 

1.8. 

Am 11. Mai 2021 reichte A._____ einen schriftlichen Schlussvortrag ein. 

 

Mit schriftlichem Schlussvortrag vom 26. Mai 2021 änderte F._____ ihre 

Anträge insofern ab, als dass sie neu beantragte, C._____ habe einen 

Betrag von Fr. 904'620.22 und A._____ einen Betrag von Fr. 1'116'545.79 

zur Ausgleichung zu bringen. 

 

C._____ reichte keinen schriftlichen Schlussvortrag ein. 

 

2. 

Mit Urteil vom 22. November 2021 erkannte das Bezirksgericht Rheinfelden 

das folgende Urteil: 

 - 6 - 

 

 

 

 

1. 
Der für die Prozessparteien massgebliche Nachlass von Dr. H._____, geb. tt.mm.jjjj, 
gestorben am tt.mm. 2007, und der I._____ geb. L._____, geb. tt.mm.jjjj, gestorben am 
tt.mm. 2010, beide in Q._____ wohnhaft gewesen, besteht aus folgenden Aktiven und 
Passiven: 
 
Aktiven: 
       Bewertung: 
- Bankguthaben  
 -  Konto AA._____ ccc, 
  Stand 31.12.2020    Fr. 68'281.03 
 -  Konto AA._____ ddd, 
  Stand 31.12.2020    Fr. 4'923.59 
 -  Konto AA._____ eee, 
  Stand 31.12.2020    Fr. 112'855.07 
 
- Wertschriften  
 -  Konto AA._____ Depot fff, 
  Stand 31.12.2020    Fr. 312'780.00 
 
- Verrechnungssteuer 
 -  Stand 31.12.2020    Fr. 2'835.00 
 
- Vorräte, Dienstleistungen (Nebenkosten Mieter) 
 -  Stand 31.12.2020    Fr. 102'813.10 
 
- Transitorische Aktiven 
 -  Stand 31.12.2020    Fr. 7'090.10 
 
- Darlehen  
 -  C._____, unverzinst 
       Fr. 144'600.00 
 -  C._____, verzinst 5%, 
       Fr. 100'000.00 
 -  Zinsguthaben C._____ 
  Stand 31.12.2020    Fr. 52'063.53 
 
 -  Kontokorrent C._____ 
  Stand 31.12.2020    Fr. 25'610.65 
 
 -  A._____, verzinst Referenz 
       Fr. 400'000.00 
 -  A._____, verzinst 3%, 
       Fr. 283'005.95 
 -  Zinsguthaben A._____ 
  Stand 31.12.2020    Fr. 210'933.12 
 
- Ausgleichungspflichtige Vorempfänge  
 o A._____ 

 Garage X-Strasse-Strasse V._____   Fr. 24'000.00 
o C._____ 

 Mietzins AF._____    Fr. 360'000.00 
 Rückzahlung Verw.unterstützung  Fr. 17'620.60 

o F._____ keine 
 
- Beteiligungen  
 -  40%-Anteil D._____ 
  Stand 27.06.2019    Fr. 1'904'000.00 
 -  Anteil Gewinn 40% 
  Stand 31.12.2020    Fr. 26'231.20 
 

 - 7 - 

 

 

 

- Immobilien  
 -  GB Q._____, S-Strasse 
  Verkehrswert, Stand 27.06.2019   Fr. 2'175'000.00 
 -  GB Q._____, S-Strasse 
  Verkehrswert, Stand 27.06.2019   Fr. 3'020'000.00 
 -  GB Q._____, G-Strasse 
  Verkehrswert, Stand 27.06.2019   Fr. 71'000.00 
 -  GB R._____, J-Strasse, unüberbaut, 5'769 m2 
  Verkehrswert, Stand 27.06.2019   Fr. 30'000.00 

- GB R._____, K-Strasse, überbaut, 1'628 m2 
  Verkehrswert, Stand 27.06.2019   Fr. 43'000.00 

-  GB R._____, X-Strasse-Strasse, überbaut, 34'340 m2 
  Verkehrswert, Stand 27.06.2019   Fr. 562'200.00 
 -  GB T._____, U-Strasse 
  Verkehrswert, Stand 21.10.2019   Fr. 2'450'000.00 
 -  GB V._____, W-Strasse 
  Verkehrswert, Stand 21.10.2019   Fr. 2'800'000.00 

- Italien, B._____, AH._____,  
  Gemeinde QS._____, AI._____ 
  Verkehrswert, Stand 10.02.2019: € 495'000.00,  
  ergibt gemäss oanda.com per 10.02.2019  Fr. 560'226.00 
 
- Inventar im Haus S-Strasse, Q._____, gemäss 
 Bewertung vom 7. Mai 2019    Fr. 33'046.00 
 
- Wertsachen in Kassetten und Tresor, gemäss 
 Bewertung vom 7. Mai 2019    Fr. 47'371.00 
 
- Total Aktiven      
 Stand 31.12.2020     Fr. 15'951'485.94 

 
Passiven: 
       Bewertung: 
- Kreditoren  
 -  CHF, 
  Stand 31.12.2020    Fr. 8'907.05 
 -  Mietzinsvorauszahlungen 
  Stand 31.12.2020    Fr. 29'949.95 
 -  Rechnungen C._____ 
  Stand 31.12.2020    Fr. 14'020.00 

- Akontozahlungen Nebenkosten 
  Stand 31.12.2020    Fr. 88'258.00 

- Rückstellung 
  Stand 31.12.2020    Fr. 282.90 

- Mahnspesen 
  Stand 31.12.2020    Fr. 30.00 

- Transferkonto 
  Stand 31.12.2020    Fr. 8'236.35 
 
- AA._____ ddd 
 Stand 31.12.2020     Fr. 0.00 
 
- Darlehen O._____ 
 Stand 31.12.2020     Fr. 100'000.00 
 
- Transitorische Passiven 
 Stand 31.12.2020     Fr. 12'216.80 
 
- Hypotheken 
 - AA._____ ggg, Q._____, S-Strasse 
  Stand 31.12.2020    Fr. 1'190'000.00 
 -  AA._____ hhh, Q._____, S-Strasse 
  Stand 31.12.2020    Fr. 555'000.00 

 - 8 - 

 

 

 

 -  AA._____ iii, T._____, U-Strasse 
  Stand 31.12.2020    Fr. 340'000.00 
 -  K._____ jjj, T._____, U-Strasse 
  Stand 31.12.2020    Fr. 900'000.00 
 -  AA._____ aaaaaa, V._____, W-Strasse  
  Stand 31.12.2020    Fr. 1'301'500.00 
 
- Total Passiven 

Stand 31.12.2020     Fr. 4'548'401.05 

 
- Nettowert des Nachlasses 

Stand 31.12.2020     Fr. 11'403'084.89 
 
2. 
2.1. 
Der Erbteil des Klägers und der beiden Beklagten beträgt je 1/3 des Nachlasses der 
Erblasser. 
 
2.2. 
Die effektiven Ansprüche der Erben setzen sich wie folgt zusammen: 
 
 Kläger Beklagte 1 Beklagte 2 
1/3-Erbanteil 3'801'028 3'801'028 3'801'028 
Offene Rechnung 0  14'020 0 
Darlehen -894'000 -297'000 0 
Ausgleichung -24'000 -377'621 0 
Kontokorrentschuld  -25'610  0 
Anspruch 2'883'028 3'114'817 3'801'028 
 
3. 
3.1. 
Es wird gerichtlich die öffentliche Versteigerung der folgenden erblasserischen 
Grundstücke angeordnet, soweit sie nicht bereits vorgängig durch die Parteien freihändig 
verkauft wurden. Dabei wird den Erben das Mitsteigern unter Anrechnung an ihren (zum 
Verkehrswert geschätzten) Erbteil ermöglicht. Der Steigerungserlös fällt in die Nachlässe: 
 
-  GB Q._____, S-Strasse 
 Verkehrswert, Stand 27.06.2019    Fr. 2'175'000.00 
 Hypothek:  
 AA._____ hhh, Q._____, S-Strasse 
 Stand 31.12.2020     Fr. 555'000.00 
 
-  GB Q._____, S-Strasse 
 Verkehrswert, Stand 27.06.2019    Fr. 3'020'000.00 
  Hypothek: 
 AA._____ ggg, Q._____, S-Strasse 
 Stand 31.12.2020     Fr. 1'190'000.00 
 
-  GB Q._____, G-Strasse 
 Verkehrswert, Stand 27.06.2019    Fr. 71'000.00 
 
- GB R._____, K-Strasse, überbaut, 1'628 m2 
 Verkehrswert, Stand 27.06.2019    Fr. 43'000.00 
 
-  GB T._____, U-Strasse 
 Verkehrswert, Stand 21.10.2019    Fr. 2'450'000.00 
 Hypotheken: 
 AA._____ iii, T._____, U-Strasse 
 Stand 31.12.2020     Fr. 340'000.00 
 AL._____ jjj, T._____, U-Strasse 
 Stand 31.12.2020     Fr. 900'000.00 

 - 9 - 

 

 

 

 
-  GB V._____, W-Strasse 
 Verkehrswert, Stand 21.10.2019    Fr. 2'800'000.00 
 Hypothek:  
 AA._____ aaaaaa, V._____, W-Strasse 
 Stand 31.12.2020     Fr. 1'301'500.00 
 
- Italien, B._____, AH._____,  
 Gemeinde QS._____, AI._____ 
 Verkehrswert, Stand 10.02.2019: € 495'000.00,  
 ergibt gemäss oanda.com per 10.02.2019   Fr. 560'226.00 

 
Die Modalitäten und der Ablauf der Versteigerung werden nach Rechtskraft des 
Entscheides separat festgelegt. 
 
3.2. 
Bezüglich der zwei dem BGBB unterstehenden landwirtschaftlichen Grundstücke 
 
-  GB R._____, X-Strasse-Strasse, überbaut, 34'340 m2 
 Verkehrswert, Stand 27.06.2019    Fr. 562'200.00 
 
-  GB R._____, J-Strasse, unüberbaut, 5'769 m2 
 Verkehrswert, Stand 27.06.2019    Fr. 30'000.00 

 
wird die interne Versteigerung unter den Miterben angeordnet. Der Steigerungserlös fällt 
in die Nachlässe. 
 
Die Modalitäten und der Ablauf der Versteigerung werden nach Rechtskraft des 
Entscheides separat festgelegt. 
 
3.3. 
Der 40%ige Anteil an der im Gesamteigentum der Erbengemeinschaften Dr. H._____ und 
O._____ stehenden Liegenschaft D._____, QU._____, (GB QU._____, D._____, 
QV._____, Verkehrswert, Stand 27.06.2019 Fr. 4'760'000.00, 40% = Fr. 1'904'000.00) 
bleibt bis zur Liquidation ungeteilt in der Erbengemeinschaft. Die Parteien haben Anspruch 
auf je den gleichen Liquidationsanteil. 
 
4. 
4.1. 
Der in den Nachlässen vorhandene Hausrat sowie die Wertsachen sind in der Schätzung 
AO._____ vom 25.02., 25.03., 15.04.2019 aufgelistet (Beilage zur Eingabe M._____ vom 
10. Mai 2019 [nachfolgend Schätzung]; vgl. auch Dispositiv Ziff. 1 hiervor betr. Bewertung). 
Die Gegenstände und Wertsachen sind in der Schätzung nummeriert von 1-373. 
 
4.2. 
Soweit sich unter dem Hausrat zwei mit C._____ bzw. R._____ angeschriebene 
Silberbesteckservice befinden, gehen diese ohne Anrechnung an die Beklagte 1 und an 
die Beklagte 2.  
 
4.3. 
4.3.1. 
Im Übrigen werden die Gegenstände und Wertsachen gemäss Schätzung intern unter den 
Miterben versteigert. Der Erlös fällt in die Erbschaft. Die Modalitäten und der Ablauf der 
Versteigerung werden nach Rechtskraft des Entscheides separat festgelegt. 
 
4.3.2. 
Nicht ersteigerte Gegenstände werden verwertet.  
Der Verkauf erfolgt zum bestmöglichen Preis; der Verkauf erfolgt auch dann, wenn der 
Schätzwert gemäss Schätzung nicht erreicht wird.  

 - 10 - 

 

 

 

Die innert Frist nicht verkauften Gegenstände werden entsorgt oder allenfalls innert 
Monatsfrist einer Brockenstube oder einer gemeinnützigen Organisation übergeben. Der 
Erbenvertreter entscheidet endgültig. 
Der Nettoerlös (Verkaufspreis abzüglich Kosten für die Verwertung) fällt in Erbschaft. 
 
5. 
5.1. 
Die Gerichtskosten bestehen aus: 
a) der Entscheidgebühr von  Fr. 51'000.00 
b) den Kosten der Beweisführung von Fr. 11'911.05 
Total    Fr. 62'911.05 
 
5.2. 
Die Gerichtskosten werden zunächst mit dem aus den Nachlässen geleisteten 
Kostenvorschuss von Fr. 10'000.00 verrechnet.  
 
5.3. 
Die restlichen Verfahrenskosten von Fr. 52'911.05 werden den Parteien zu je einem Drittel 
mit Fr. 17'637.00 auferlegt und mit dem Kostenvorschuss des Klägers von Fr. 35'000.00 
verrechnet. 
 
Die Beklagte 1 und die Beklagte 2 haben dem Kläger je Fr. 8'681.50 direkt zu ersetzen und 
je Fr. 8'955.50 an die Gerichtskasse Q._____ zu bezahlen.  
 
6. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

 - 11 - 

 

 

 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufung vom 17. Januar 2023 stellte C._____ folgende Anträge: 

 

1. 
Die Dispositiv-Ziffer 1. des Entscheids des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 22. November 
2021 sei insofern aufzuheben und abzuändern, als der Beklagten 1 / Berufungsführerin 
keine ausgleichungspflichtige Vorempfänge für die Position Mietzins Paradieshof in der 
Höhe von Fr. 360'000.00 anzurechnen seien. Eventualiter, d.h. für den Fall, dass der 
Beklagten 1 / Berufungsführerin ausgleichungspflichtige Vorempfänge für die Position 
«Mietzins Paradieshof» angerechnet werden, seien der Beklagten 2 / Berufungsgegnerin 
2 ausgleichungspflichtige Vorempfänge in der Höhe von Fr. 540'000.00 anzurechnen. 
 
2. 
Die Dispositiv-Ziffer 3.1. des Entscheids des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 
22. November 2021 sei aufzuheben und es sei folgendes anzuordnen: 
 
a. Die Liegenschaft S-Strasse, Q._____, sei der Beklagten 1 / Berufungsführerin unter 

Übernahme der Hypothek und im Übrigen in Anrechnung auf ihren Erbanteil 
zuzuweisen. 

b. Die Liegenschaft GB Q._____, Parz. aaa (S-Strasse), sei der Beklagten 1 / 
Berufungsführerin unter Übernahme der Hypothek und im Übrigen in Anrechnung auf 
ihren Erbanteil zuzuweisen. 

c. Die Liegenschaft GB Q._____, Parz. bbb (G-Strasse), sei der Beklagten 1 / 
Berufungsführerin für Fr. 50'000.-- in Anrechnung auf ihren Erbanteil zuzuweisen; 
eventualiter seien diese Liegenschaft durch den Erbenvertreter M._____ zu 
verkaufen und der Erlös zu teilen. 

d. Die Liegenschaften der Mehrfamilienhäuser T._____, U-Strasse, sowie V._____, W-
Strasse, seien durch den Erbenvertreter M._____ zu verkaufen und der Erlös zu 
teilen. 

e. Die Liegenschaft GB R._____, K-Strasse-Strasse, sei unter den Miterben zu 
versteigern. 

f. Die Liegenschaft des Ferienhauses in B._____, Italien, N._____, sei im 
Gesamteigentum der Parteien zu belassen; eventualiter seien diese Liegenschaft 
unter den Miterben zu versteigern. 

 
3. 
Die Dispositiv-Ziffer 3.3. des Entscheids des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 
22. November 2021 sei aufzuheben und der Anteil zu 40 % an der einfachen Gesellschaft 
zwischen Dr. H._____ und der Erbengemeinschaft O._____ (Anteil Liegenschaft und 
Gewinn) sei durch den Teilungsrichter gemäss Art. 612 Abs. 2 ZGB zu verwerten. 
 
4. 
Die Schulden der Nachlässe seien vor Vollzug der Teilung zu tilgen, eventuell 
sicherzustellen. 
 
5. 
Das Gericht ordne alle anderen Vorkehrungen und Abklärungen an, um die 
Nachlassteilung gemäss Rechtsbegehren Ziffer 1.-4. vorzubereiten und zu gewährleisten. 
 
Eventualantrag 
 
6. 
Der Entscheid des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 22. November 2021 sei aufzuheben 
und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 - 12 - 

 

 

 

 
Kosten- und Entschädigungsfolgen 
 
7. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzliche MwSt.) sowohl für das erst- als 
auch das zweitinstanzliche Verfahren zulasten der Berufungsgegner. 

 

3.2. 

A._____ und F._____ beantragten am 16. März 2023 mit jeweils separater 

Berufungsantwort die kostenfällige Abweisung der Berufung. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitgegenstand des Berufungsverfahrens bildet die Ausgleichungspflicht 

von C._____ und von F._____, die Zuweisung bzw. Versteigerung der sich 

im Nachlass befindenden Liegenschaften, die nicht dem BGBB unterstehen 

(Urteilsdispositiv Ziff. 3.1), die ungeteilte Belassung im Nachlass des 40 %-

Anteils an der im Gesamteigentum der Erbengemeinschaften H._____ und 

O._____ stehenden Liegenschaft D._____ in QU._____ (Urteilsdispositiv 

Ziff. 3.3) sowie eine allfällige Tilgung bzw. Sicherstellung der Schulden der 

Nachlässe vor Vollzug der Teilung. In den übrigen Punkten ist das Urteil 

des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 22. November 2021 unangefochten 

geblieben und damit in Rechtskraft erwachsen (Art. 315 Abs. 1 ZPO). 

 

2. 

2.1. 

Aufgrund deren formellen Natur ist vorab die Rüge der Berufungsklägerin 

zu prüfen, die Vorinstanz habe Art. 232 Abs. 1 ZPO sowie ihr verfassungs-

mässiges Replikrecht und damit ihren Anspruch auf rechtliches Gehör 

verletzt, indem sie nach den schriftlichen Schlussvorträgen – auf welchen 

die Berufungsklägerin zwar verzichtet hatte – ihr Gesuch um 

Fristansetzung für einen zweiten schriftlichen Schlussvortrag abgewiesen 

habe. Ein Verzicht auf den ersten schriftlichen Parteivortrag bedeute nicht 

auch einen Verzicht auf den zweiten schriftlichen Parteivortrag. Weil die 

Vorinstanz ihr dieses Recht verwehrt habe, sei der angefochtene Entscheid 

aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen 

(Berufung S. 7 f.). 

 

2.2. 

Insofern die Berufungsklägerin eine Verletzung von Art. 232 Abs. 1 ZPO 

moniert, kann ihr nicht gefolgt werden. Gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung sieht die Regel von Art. 232 Abs. 2 ZPO für den Fall, dass 

die Parteien auf die mündlichen Schlussvorträge im Sinne von Art. 232 

Abs. 1 ZPO verzichten, einen einfachen schriftlichen Schlussvortrag je 

Partei vor. Mithin verpflichtet Art. 232 Abs. 2 ZPO das Gericht nicht, ihnen 

 - 13 - 

 

 

 

eine Frist für das Einreichen von zweiten schriftlichen Schlussvorträgen zu 

setzen. Wie alle Stellungnahmen und neu vorgebrachte Tatsachen muss 

das Gericht dagegen den Parteien zwingend das Plädoyer der Gegenpartei 

zustellen und ihnen genügend Zeit lassen, um das aus Art. 29 Abs. 2 BV 

und Art. 6 EMRK fliessende unbedingte Replikrecht auszuüben (BGE 146 

III 97 E. 3.3 und E. 3.5.1 = Pra 2020 Nr. 101). Die Vorinstanz hat den 

Parteien die schriftlichen Schlussvorträge mit Verfügung vom 28. Mai 2021 

zugestellt, womit sie ihrer Pflicht nach Art. 232 Abs. 2 ZPO nachgekommen 

ist.  

 

Entgegen den Ausführungen der Berufungsklägerin ist im Vorgehen der 

Vorinstanz auch kein Verstoss gegen das verfassungsmässige Replikrecht 

gemäss Art. 29 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 1 EMR zu erkennen. Das 

Replikrecht gilt vielmehr unabhängig davon, ob die ZPO eine Gelegenheit 

zur Stellungnahme vorsieht oder das Gericht einen zweiten 

Schriftenwechsel anordnet oder nicht (vgl. BGE 146 III 97 E. 3.4.2 = Pra 

2020 Nr. 101). Will eine Partei, die eine Eingabe ohne Fristansetzung 

zugestellt erhält, dazu Stellung nehmen, ist davon auszugehen, dass sie 

das umgehend tut oder zumindest beantragt, andernfalls das Gericht davon 

ausgehen darf, sie habe auf eine weitere Eingabe verzichtet (BGE 138 I 

484 E. 2.2).  

 

Die Berufungsklägerin hat die fraglichen Schlussvorträge, zu welchen sie 

eine Stellungnahme hätte einreichen wollen, am 1. Juni 2021 zugestellt 

erhalten (GA act. 553). Am 11. Juni 2021 ersuchte sie die Vorinstanz um 

Fristeinräumung für einen zweiten schriftlichen Schlussvortrag im Umfang 

von 30 Tagen, was die Vorinstanz mit Verfügung vom 24. Juni 2021 

abwies. Es kann offen bleiben, ob die Vorinstanz der Berufungsklägerin 

eine kurze Nachfrist zur Ausübung ihres unbedingten Replikrechts hätte 

ansetzen müssen (vgl. BGE 146 III 97 E. 3.4.3). Denn einerseits könnte 

eine Verletzung des rechtlichen Gehörs als Folge einer nicht 

ausreichenden Gewährung des konventionsrechtlichen Replikrechts im 

vorliegenden Berufungsverfahren geheilt werden. Zum anderen legt die 

Berufungsklägerin auch mit Berufung nicht dar, was sie denn mit der 

damals nicht möglich gewesenen Replik hätte vorbringen wollen, was 

keinen Rechtsschutz verdient (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_144/2023 

vom 26. Mai 2023 E. 7.3.2 mit weiteren Hinweisen). 

 

3. 

3.1. 

Die Vorinstanz nimmt eine Ausgleichungspflicht der Berufungsklägerin in 

der Höhe von Fr. 17'620.60 (Rückzahlung Verwandtenunterstützung) und 

Fr. 360'000.00 (Mietzins Paradieshof) an. Sie begründet letzteres damit, 

dass die Berufungsklägerin von Anfang 1991 bis Ende 2020 (30 Jahre bzw. 

360 Monate) den Paradieshof in R._____ zuerst unentgeltlich 

bewirtschaftet und dann ab 1997 dort auch unentgeltlich gewohnt habe. 

 - 14 - 

 

 

 

Dies sei als Zuwendung im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB zu 

berücksichtigten und rechnerisch dem Nachlass anzurechnen. Bei einem 

angemessenen monatlichen Mietzins von Fr. 1'000.00 ergebe dies einen 

ausgleichungspflichtigen Betrag von Fr. 360'000.00 (vgl. vorinstanzliches 

Urteil E. 1.3.3.3). 

 

3.2. 

Die Berufungsklägerin bringt mit ihrer Berufung im Wesentlichen vor, das 

«Gratis-Wohnen» sei als unentgeltliche Gebrauchsleihe und somit als 

periodische Sach- und Dienstleistung zu qualifizieren, wobei bei einer 

solchen eine natürliche Vermutung für einen Ausgleichungsdispens 

vorliege (vgl. BGE 136 III 305 E. 3). Es sei nichts vorgebracht worden, was 

eine solche Vermutung widerlegen würde. Zudem stelle der Verzicht auf 

das Entgelt bei einer Gebrauchsleihe keine unentgeltliche Zuwendung dar, 

weil sich das Vermögen des Erblassers nicht mindere, auch wenn der 

Erblasser seine Mittel sonst vielleicht gewinnbringend hätte einsetzen 

können. Deshalb sei die Ausgleichungsfähigkeit einer unentgeltlichen 

Gebrauchsüberlassung analog zu einem unentgeltlichen bzw. 

unverzinslichen Darlehen zu verneinen (Berufung S. 11 f.). 

 

Sofern doch eine Ausgleichungspflicht angenommen würde, würden nur 

Zuwendungen zu Lebzeiten berücksichtigt werden können. Der Erblasser 

sei am tt.mm. 2007 gestorben. Die Jahre nach 2007 unterlägen 

entsprechend nicht der Ausgleichung (Berufung S. 12 f.). 

 

Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass die Berufungsklägerin nicht gratis 

auf dem Paradieshof gewohnt habe. Sie habe zahlreiche Investitionen in 

den Hof vorgenommen sowie viele der Bauarbeiten in Eigenleistung 

getätigt (Berufung S. 13). 

 

3.3. 

A._____ führt in seiner Berufungsantwort im Wesentlichen aus, die 

Ausführungen der Vorinstanz seien stichhaltig und korrekt. Die Berufung 

sei entsprechend abzuweisen (Berufungsantwort A._____ S. 7 f.). 

 

F._____ führt in ihrer Berufungsantwort ebenfalls aus, die Vorinstanz habe 

grundsätzlich korrekt erwogen, weshalb die Berufung abzuweisen sei 

(Berufungsantwort F._____ S. 7 ff.). 

 

3.4. 

3.4.1. 

Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Berufungsklägerin seit anfangs 

1991 den Paradieshof in R._____ bewirtschaftet und ab 1997 auch 

gewohnt habe, wofür sie den Eltern keinen Mietzins gezahlt habe. Diese 

Feststellung blieb vor Obergericht unbestritten. 

 

 - 15 - 

 

 

 

Bestritten und zu prüfen ist einerseits die Frage, ob ihr der Paradieshof 

ohne jede Gegenleistung, also gänzlich unentgeltlich, überlassen wurde 

und – sofern dies zu bejahen wäre – ob das unentgeltliche Überlassen des 

Paradieshofes als ausgleichungspflichtige Zuwendung im Sinne von 

Art. 626 Abs. 2 ZGB bei der Erbteilung zu berücksichtigen ist. Andererseits 

ist zu klären, für welchen Zeitraum eine allfällige Ausgleichungspflicht 

bestanden hat. 

 

3.4.2. 

Insoweit die Berufungsklägerin vorbringt, sie habe nicht gratis auf dem 

Paradieshof gewohnt, sondern im Umfang eines allfälligen Mietzinses 

Investitionen und Bauarbeiten in Eigenleistung getätigt, gelingt ihr der 

Beweis dafür nicht. Gemäss Art. 8 ZGB hat derjenige das Vorhandensein 

einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. 

Nachdem A._____ und F._____ der Beweis gelungen bzw. unbestritten 

geblieben ist, dass die Berufungsklägerin für eine Zeit von rund 30 Jahren 

den Paradieshof bewohnt bzw. bewirtschaftet habe, ohne einen Mietzins 

bezahlt zu haben, obliegt der Berufungsklägerin der Beweis für ihre 

bestrittene Behauptung, in mindestens diesem Umfang unentgeltlich 

Leistungen für die Erblasser auf dem Hof bzw. Investitionen in diesen 

erbracht zu haben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_271/2014 vom 

26. Mai 2014 E. 3.4). Die Berufungsklägerin verweist in ihrer Berufung zur 

Begründung der angeblichen Leistungen und Investitionen auf ihre Duplik 

vom 14. Juli 2017, Rz. 18-23, und die entsprechenden Duplikbeilagen 7-9. 

Darin liess sie zusammengefasst ausführen, sie habe zwecks Erstellung 

eines Kleintierunterstands Kosten in Gesamthöhe von Fr. 112'431.00, 

davon Fr. 77'491.45 für Gebäude, Fr. 6'864.25 für die Umgebungsarbeiten, 

Fr. 56.00 als Baunebenkosten sowie Fr. 28'019.30 für Zusätzliches 

investiert. Hinzu kämen Eigenleistungen der Berufungsklägerin selbst 

sowie ihren Freunden. Als Beweis hierfür hat sie zahlreiche Rechnungen 

ins Recht gelegt (vgl. Duplikbeilage 9). Daraus lässt sich jedoch 

grösstenteils nicht schliessen, dass die Berufungsklägerin für die 

entsprechenden Kosten aufgekommen wäre. Im Gegenteil, so ist – wie die 

Vorinstanz zutreffend feststellt – unter den Belegen auch ein vom Erblasser 

signierter Zahlungsauftrag an die AA._____ für den Betrag von 

Fr. 23'862.75 zugunsten eines Bauunternehmens und zulasten des 

Bankkontos der beiden Erblasser (Duplikbeilage 9/14). Dieser Umstand 

deckt sich denn auch mit der Aussage des Zeugen BD._____, der zufolge 

der Erblasser verschiedene Überweisungen getätigt habe, u.a. an A._____, 

damit er seine Praxis aufbauen könne, und an die Berufungsklägerin, damit 

sie etwas umbauen könne, dabei sei es um Handwerkerrechnungen 

gegangen. Der Erblasser habe mehrere Sachen vom Paradieshof bezahlt 

(GA act. 473). Die Berufungsklägerin setzt sich in ihrer Berufung in Bezug 

auf die Investitionen denn auch mit keinem Wort mit den vorinstanzlichen 

Erwägungen auseinander, sondern begnügt sich damit, zur Begründung 

ihrer Berufung auf ihre Duplik zu verweisen. Der der Berufungsklägerin 

 - 16 - 

 

 

 

obliegende Beweis für von ihr finanzierte Investitionen in den Paradieshof 

ist damit nicht erbracht. Insofern die Berufungsklägerin neben den 

angeblichen Investitionen auch Eigenleistungen behauptet, scheitern diese 

bereits an einer substanziierten Behauptung. Der Beweis für die 

behaupteten Eigenleistungen ist damit ebenfalls nicht erbracht. 

 

Zusammengefasst lässt sich mit der Vorinstanz festhalten, dass die beiden 

Erblasser den Paradieshof der Berufungsklägerin unentgeltlich und ohne 

Gegenleistung überlassen haben. 

 

3.4.3. 

Zu prüfen ist in einem nächsten Schritt, ob das unentgeltliche Überlassen 

des Paradieshofes der Ausgleichung im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB 

unterliegt. Wie im Folgenden aufzuzeigen ist, ist diese Frage entgegen der 

Berufungsklägerin zu bejahen. 

 

Was der Erblasser seinen Nachkommen als Heiratsgut, Ausstattung oder 

durch Vermögensabtretung, Schulderlass und dergleichen zugewendet 

hat, untersteht ohne seine ausdrückliche und gegenteilige Verfügung der 

Ausgleichungspflicht (Art. 626 Abs. 2 ZGB). Soweit die Ausgleichungs-

pflicht nach Art. 626 Abs. 2 ZGB in Frage steht, fallen nur Zuwendungen 

mit Ausstattungs- oder Versorgungscharakter in Betracht. Das sind 

Verfügungen des Erblassers, die den Zweck haben, dem Empfänger eine 

Existenz zu verschaffen oder ihm die vorhandene Existenz zu sichern oder 

zu verbessern. Neben (gemischten) Schenkungen von Vermögenswerten 

können insbesondere Gebrauchsüberlassungen wie das unentgeltliche 

oder verbilligte Überlassen einer Wohnung unter Art. 626 Abs. 2 ZGB 

fallen. Die Gebrauchsüberlassung muss jedoch über das hinausgehen, 

was in Familien üblich ist. Ob und inwieweit eine Zuwendung als 

unentgeltlich anzusehen ist, beurteilt sich aufgrund der Verhältnisse im 

Zeitpunkt ihrer Vornahme (BGE 149 III 145 E. 4.3.2)  

 

Die Erblasser überliessen der Berufungsklägerin den Paradieshof, damit 

sie dort sowohl wirtschaften, als auch leben konnte. Die Gebrauchs-

überlassung dieses Hofes war zeitlich unbestimmt und dauerte tatsächlich 

auch mehrere Jahrzehnte bzw. bis zum Tod der Erblasser und darüber 

hinaus an. Angesichts dieser Dauer bezweckte die Überlassung zweifellos 

zumindest die Existenzverbesserung, wenn nicht gar die Existenz-

begründung. Zuwendungen, die zum Zweck der Existenzbegründung, 

Existenzsicherung, oder Existenzverbesserung erfolgen, weisen 

grundsätzlich Ausstattungscharakter im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB auf 

(vgl. BGE 149 III 145 E. 4.3.2 m.w.H.) und sind damit auszugleichen. Das 

Überlassen einer Wohnung bzw. eines Hofes für die Dauer von mehreren 

Jahrzehnten geht auch deutlich über das hinaus, was in Familien üblich ist 

(vgl. BGE 149 III 145 E. 4.3.2) Im Gegensatz zum Sachverhalt, wie er im 

von der Berufungsklägerin angeführten BGE 76 II 195 zugrunde lag, haben 

 - 17 - 

 

 

 

die Erblasser die Berufungsklägerin vorliegend nicht für eine 

vorrübergehende Dauer bei sich aufgenommen, sondern haben ihr für eine 

unbestimmte Zeit ein separates Grundstück mit Hof zur Verfügung gestellt, 

wo sie sich eine eigene Existenz aufbauen konnte. Die Zuwendung geht 

damit auch über freiwillige Unterhaltsleistungen, die dem laufenden 

Verbrauch dienen (vgl. BGE 76 II 195 E. 6), hinaus. Dass der 

Berufungsklägerin dadurch ausgleichungspflichtiges Kapital verschafft 

worden wäre (vgl. Berufung S. 13), ist für die Ausgleichungspflicht letztlich 

irrelevant. Fest steht, dass sie durch die unentgeltliche Überlassung des 

Hofes über mehrere Jahrzehnte von den üblicherweise anfallenden Kosten 

für Wohnraum befreit war, was eine erhebliche Ersparnisbereicherung 

darstellt und zweifelsfrei existenzsichernd, wenn nicht gar begründend 

wirkte. Eine natürliche Vermutung für einen Ausgleichungsdispens ähnlich 

der Situation bei der Gewährung eines zinslosen Darlehens kann unter 

diesen Umständen nicht angenommen werden und wäre im Ergebnis auch 

nicht zu rechtfertigen. Das unentgeltliche Überlassen des Hofes ist damit 

als Zuwendung im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB zur Ausgleichung zu 

bringen. 

 

3.4.4. 

Zu prüfen bleibt die ausgleichungspflichtige Dauer der Überlassung des 

Hofes. Der Ausgleichung unterliegt grundsätzlich, was der Erblasser bei 

Lebzeiten zugewendet hat (Art. 626 Abs. 1 ZGB). Die Erblasser, denen der 

Paradieshof je hälftig zu Miteigentum gehörte (vgl. Klagebeilage 2 S. 9), 

haben diesen der Berufungsklägerin seit 1991 überlassen. Nach dem Tod 

des Vaters am tt.mm. 2007 sowie dem Tod der Mutter am tt.mm. 2010 lebte 

die Berufungsklägerin weiter auf dem Hof. Bis zum Tod des Vaters (tt.mm. 

2007) hat es sich damit zweifellos um eine lebzeitige Zuwendung 

gehandelt, die der Ausgleichung unterliegt. Ab dem Tod des Vaters (tt.mm. 

2007) kann es sich hinsichtlich seines Miteigentumsanteils, ab dem Tod der 

Mutter (tt.mm. 2010) hinsichtlich des gesamten Hofes nicht mehr um eine 

lebzeitige Zuwendung gehandelt haben, denn es waren nicht mehr die 

Eltern, die ihrem Kind den Hof überlassen haben, sondern die Erben, die 

mit dem Tod des Erblassers die Erbschaft auf dem Weg der 

Universalsukzession als Ganzes erworben haben und in der Folge die 

Berufungsklägerin auf dem Hof haben wohnen lassen. Entsprechend kann 

für diese Dauer eine Anrechnung der Nutzung nicht unter dem Titel der 

Ausgleichung erfolgen.  

 

Daraus folgt indessen nicht per se, dass die Gebrauchsüberlassung des 

Hofes für diesen Zeitraum unentgeltlich erfolgt wäre. Massgeblich dafür ist 

die Vereinbarung zwischen der Erbengemeinschaft als Rechtsnachfolgerin 

der Erblasser und der Berufungsklägerin. Da die Berufungsbeklagten auch 

für diesen Zeitraum einen Entschädigungsanspruch zugunsten der 

Erbengemeinschaft geltend machen, sind sie hinsichtlich der Entgeltlichkeit 

der Gebrauchsüberlassung beweisbelastet (Art. 8 ZGB). Da weder die 

 - 18 - 

 

 

 

Erblasser noch die Erbengemeinschaft mit der Berufungsklägerin über die 

Entgeltlichkeit explizit eine Vereinbarung getroffen haben bzw. eine solche 

nicht behauptet wird, müssen sie diejenigen Tatsachen behaupten, aus 

denen sich die Entgeltlichkeit der Gebrauchsüberlassung ableiten lässt. Ein 

rechtlicher Konsens bedeutet nicht zwingend, dass die sich äussernde 

Partei tatsächlich den inneren Willen hat, sich zu binden. Es reicht, wenn 

die andere Partei aufgrund der nach dem objektiv verstandenen Sinn einer 

Erklärung oder dem Verhalten nach Treu und Glauben annehmen konnte, 

die sich äussernde Partei habe einen entsprechenden Rechtsbindungs-

willen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_155/2020 vom 15. Juli 2020 

E. 3.2).  

 

Die Berufungsbeklagten stützten den fraglichen Entschädigungsanspruch 

zwar auch für den Zeitraum nach dem Tod der Erblasser auf das Institut 

der Ausgleichung (Klage S. 15; Klageantwort der Beklagten 2 S. 9). Auch 

wenn – wie soeben dargelegt – eine Ausgleichungspflicht mangels 

lebzeitiger Zuwendung nicht mehr als Rechtsgrund infrage kommt, sind die 

Berufungsbeklagten dennoch implizit davon ausgegangen, die Gebrauchs-

überlassung erfolge nicht unentgeltlich, sondern werde letztlich aus dem 

Erbanspruch der Berufungsklägerin finanziert bzw. mit diesem verrechnet. 

Davon musste auch die Berufungsklägerin nach Treu und Glauben 

ausgehen, zumal eine derartige Leistung nicht nur üblicherweise, sondern 

auch nach den konkreten Umständen in ihrer Familie über das Ausmass 

einer Gefälligkeit hinausging und auch ihre Geschwister für weit weniger 

weit gehende Gebrauchsüberlassungen ausgleichungspflichtig sind und 

deshalb ein Entgelt dafür zu entrichten haben (vgl. vorinstanzliches Urteil 

E. 1.3.3.4 betreffend die Nutzung einer Garage). Inwiefern der Tod der 

Erblasser die Berufungsklägerin zu einer anderen Annahme berechtigen 

würde, ist nicht ersichtlich bzw. wird nicht geltend gemacht.  

 

Die Berufung der Berufungsklägerin erweist sich in diesem Punkt folglich 

als unbegründet. Die Berufungsklägerin ist für die unentgeltliche 

Gebrauchsüberlassung des Paradieshofes für insgesamt 360 Monate 

ausgleichungs- bzw. entschädigungspflichtig. Die Höhe des monatlichen 

«Mietzinses» von Fr. 1'000.00 blieb vor Obergericht unbestritten. 

Entsprechend hat die Berufungsklägerin neben dem Betrag von 

Fr. 17'620.60 (Rückzahlung Verwandtenunterstützung) einen Betrag von 

insgesamt Fr. 360'000.00 für die Überlassung des Paradieshofes zur 

Ausgleichung zu bringen. 

 

3.5. 

3.5.1. 

Die Berufungsklägerin hat für den Fall, dass das Obergericht mit der 

Vorinstanz die Ausgleichung der eingesparten Mietzinse anordnen würde, 

beantragt, dass der Berufungsbeklagten 2 ebenfalls ausgleichungs-

pflichtige Vorempfänge im Umfang von Fr. 540'000.00 anzurechnen seien. 

 - 19 - 

 

 

 

Letztere habe seit 45 Jahren eine 1-Zimmer-Wohnung in der Liegenschaft 

des Erblassers an der S-Strasse in Q._____ bewohnt, ohne einen Mietzins 

dafür zu bezahlen, was aus Gründen der Gleichbehandlung ebenfalls zur 

Ausgleichung zu bringen sei (vgl. Berufung Rz. 20).  

 

3.5.2. 

Mit der Vorinstanz (vorinstanzliches Urteil E. 1.3.3.4) hat die 

Berufungsbeklagte 2 für die Nutzung des Studios an der S-Strasse in 

Q._____ nichts zur Ausgleichung zu bringen.  

 

Die Berufungsbeklagte 2 hat im vorinstanzlichen Verfahren bestritten, an 

der fraglichen Adresse gewohnt zu haben. Sie habe das besagte Studio 

auf ausdrücklichen Wunsch des Erblassers genutzt, wenn sie die Eltern 

besucht habe. Gewohnt habe sie jedoch seit 1977 ununterbrochen in 

QW._____, wo sie auch arbeite (vgl. Duplik der Berufungsbeklagten 2 

Rz. 28 [GA act. 299]). Gestützt darauf ist zwar unbestritten und somit 

erstellt, dass die Berufungsbeklagte 2 das fragliche Studio nutzen konnte. 

Die Berufungsklägerin blieb jedoch den ihr obliegenden Beweis dafür 

schuldig, dass die Berufungsbeklagte 2 tatsächlich darin gewohnt hätte. 

Vielmehr scheint naheliegend, dass die Berufungsbeklagte 2 das Studio 

tatsächlich nur gelegentlich genutzt hat, da ihre damalige sowie die aktuelle 

Wohnadresse doch – wie ausgeführt – in QW._____ liegt. Die Situation der 

Berufungsbeklagten 2 unterscheidet sich demzufolge insofern von jener 

der Berufungsklägerin, als dass erstere generell keine Wohnkosten 

einsparen konnte. Dadurch fehlt es jedoch am für die Ausgleichung 

erforderlichen Ausstattungscharakter der Zuwendung, zumal die 

gelegentliche Nutzung des Studios im Rahmen von Besuchen der Eltern 

weder existenzbegründend, existenzsichernd oder existenzverbessernd 

wirkt. Mit der Vorinstanz hat die Berufungsbeklagte 2 daher unter diesem 

Titel nichts zur Ausgleichung zu bringen, weshalb die Berufung der 

Berufungsklägerin in diesem Punkt unbegründet ist. 

 

4. 

4.1. 

Die Vorinstanz stellte weiter den Wert der sich im Nachlass befindenden 

Liegenschaften fest (vorinstanzliches Urteil E. 1.3.2) und erwog, dass sich 

eine Realteilung aufgrund der finanziellen Möglichkeiten der Berufungs-

klägerin als nicht möglich erweise. Zudem seien die anderen Parteien mit 

einer Zuweisung der Liegenschaften nicht einverstanden. Die Natural-

teilung würde entsprechend den Grundsatz der Gleichbehandlung der 

Erben verletzen. Da eine Losbildung von den Parteien nicht beantragt 

worden sei und F._____ explizit beantragt habe, keine Liegenschaften 

übernehmen zu wollen, bleibe allein der Verkauf der Liegenschaften und 

die Teilung des Erlöses als mögliche Lösung. Aufgrund der 

unterschiedlichen finanziellen Verhältnisse der Parteien und des Antrags 

von F._____, keine Liegenschaften übernehmen zu wollen, bleibe 

 - 20 - 

 

 

 

schliesslich nur die öffentliche Versteigerung (vorinstanzliches Urteil 

E. 3.1.3). 

4.2. 

Die Berufungsklägerin bringt mit ihrer Berufung im Wesentlichen dagegen 

vor, sie habe – im Gegensatz zu den anderen Parteien – ausdrücklich und 

als einzige den Antrag auf Zuweisung bestimmter Liegenschaften gestellt. 

Entsprechend lägen keine unterschiedlichen Zuweisungsbegehren vor, die 

eine Versteigerung rechtfertigen würden, womit der Grundsatz der Natural-

teilung zum Tragen komme (Berufung S. 15 ff.). Die Zuteilung der 

Liegenschaften habe deshalb durch Losbildung- und Losziehung zu 

erfolgen (Berufung S. 18). Das Argument der Vorinstanz, die Zuweisung 

scheitere an ihren finanziellen Möglichkeiten, überzeuge deshalb nicht, weil 

sie die Liegenschaften auf Anrechnung an ihren Erbteil sowie mit der darauf 

lastenden Hypothek übernehmen würde (Berufung S. 16 f.). 

 

F._____ und A._____ beantragten jeweils in ihren Berufungsantworten mit 

Verweis auf die konkreten Erwägungen der Vorinstanz die Abweisung der 

Berufung auch in diesem Punkt. 

 

4.3. 

Das Gesetz ermöglicht dem Teilungsgericht – sofern wie vorliegend kein 

Testament etwas anderes vorgibt oder sich die Parteien nicht anderweitig 

einigen können – einzig das Losbildungsverfahren (Art. 611 ZGB) und den 

Verkauf bzw. die Versteigerung einzelner Erbschaftssachen (Art. 612 

ZGB). So kann das Gericht den Erben insbesondere nicht nach eigenem 

Gutdünken Erbschaftsgegenstände zuweisen (BGE 143 III 425 E. 5.9) oder 

andere Zuteilungskriterien heranziehen. Gleichzeitig hat das Bundes-

gericht deutlich gemacht, dass ein Verkauf von Erbschaftssachen nur 

möglich ist, wenn der Weg nach Art. 611 ZGB verschlossen bleibt, d.h., 

wenn die Erbschaftssache nicht mehr in einem Los Platz hat und damit 

nicht mehr einem Erben zugewiesen werden kann. Sogar wenn die Erbteile 

kleiner sind als der Wert der Sache, ist die Zuweisung mit 

Ausgleichszahlung gegenüber der Veräusserung vorzuziehen, sofern die 

Differenz nicht erheblich ist. Die Zulässigkeit einer Ausgleichszahlung ist 

auf Grund der Umstände des konkreten Einzelfalls nach Recht und 

Billigkeit (Art. 4 ZGB) zu prüfen, wobei das richtige Verhältnis zwischen 

Ausgleichssumme und Wert des Erbteils nicht schematisch festgelegt 

werden kann (BGE 143 III 425 E. 4.6). Das Bundesgericht priorisiert damit 

eindeutig die Verteilung der Erbschaftssachen unter den Erben in natura 

vor der Versilberung. 

 

4.4. 

Die Berufungsklägerin beantragte wie auch bereits vor Vorinstanz die 

Zuweisung dreier Grundstücke auf Anrechnung an ihren Erbteil und mit 

Übernahme der darauf lastenden Hypotheken (S-Strasse, Q._____; GB 

Q._____, Parz. aaa [S-Strasse; GB Q._____, Parz. bbb [G-Strasse]). 

 - 21 - 

 

 

 

Eventualiter sei letzteres zu verkaufen und der Erlös zu teilen. Ebenso 

seien die restlichen Liegenschaften zu verkaufen und der Erlös zu teilen. 

 

Angesichts der oben dargelegten Bundesgerichtspraxis greift die vor-

instanzliche Erwägung, keine der Parteien habe die Losbildung beantragt, 

entsprechend bleibe diese Variante dem Gericht verwehrt, zu kurz. Die 

Berufungsklägerin hat mit ihren Anträgen deutlich zum Ausdruck gebracht, 

dass sie eine Verteilung gewisser Erbschaftssachen in natura wünscht, hat 

sie doch die Zuweisung einzelner Liegenschaften an sich selbst beantragt. 

Zudem hat sie in ihrer Stellungnahme zur Duplik von F._____ explizit auf 

die bundesgerichtliche Praxis betreffend Vorrang des Losbildungs-

verfahren nach Art. 611 ZGB gegenüber dem Verkauf der Liegenschaften 

hingewiesen (GA act. 349). Da das Gesetz in streitigen Fällen nur die 

Losbildung oder den Verkauf kennt, die Berufungsklägerin die Zuweisung 

in natura beantragt hat und das Bundesgericht die Losbildung und damit 

die Zuweisung in natura höher gewichtet als den Verkauf, hat das 

Teilungsgericht das Losbildungsverfahren durchzuführen, zumal ein 

solches bei dieser Vielzahl von Liegenschaften und den übrigen Aktiven 

ohne Weiteres möglich sein wird. Sind erst einmal die Lose nach 

richterlichem Ermessen verbindlich erstellt, ist auch die Ausgangslage für 

Einigungsgespräche unter den Erben eine andere und allenfalls 

erfolgsversprechender, denn andernfalls die Ziehung der gemachten Lose 

vollständig dem Zufall überlassen wird. 

 

Nachdem die Vorinstanz auf die Losbildung verzichtete und stattdessen die 

Veräusserung sämtlicher Liegenschaften anordnete, ist das Verfahren in 

diesem Punkt gestützt auf Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO in teilweiser 

Gutheissung der Berufung zur Durchführung des Losbildungsverfahrens 

und zum neuen Entscheid in der Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

  

 - 22 - 

 

 

 

5. 

5.1. 

Die Vorinstanz urteilte weiter über den sich im Nachlass befindenden 40 %- 

Anteil an der im Gesamteigentum der Erbengemeinschaften H._____ und 

O._____ stehenden Liegenschaft D._____ in QU._____. Da eine 

Zuweisung des Liquidationsanteils mangels Einigkeit über den 

Anrechnungswert nicht möglich und eine öffentliche Versteigerung nicht 

realistisch sei, beliess es diesen 40 % Anteil ungeteilt in der 

Erbengemeinschaft. Es hielt darüber hinaus fest, dass die drei Parteien 

Anspruch auf je den gleichen Liquidationsanteil hätten (vorinstanzliches 

Urteil E. 3.3). 

 

5.2. 

Die Berufungsklägerin bringt mit ihrer Berufung dagegen vor, sie habe 

gestützt auf Art. 604 Abs. 1 ZGB einen Anspruch darauf, dass der 40 %-

Gesamthandanteil ebenfalls geteilt werde und sie den ihr zustehenden 

Erbanteil erhalte sowie nach Erhalt dessen aus der Erbengemeinschaft 

ausscheiden könne. 

 

F._____ und A._____ beantragten jeweils in ihren Berufungsantworten mit 

Verweis auf die konkreten Erwägungen der Vorinstanz die Abweisung der 

Berufung auch in diesem Punkt. 

 

5.3. 

Nach Art. 604 Abs. 1 ZGB kann jeder Miterbe zu beliebiger Zeit die Teilung 

der Erbschaft verlangen, soweit er nicht durch Vertrag oder Vorschrift des 

Gesetzes zur Gemeinschaft verpflichtet ist. Bei der betreffenden 

Erbschaftssache handelt es sich um einen 40 %-Anteil an einem 

Gesamthandverhältnis über eine Liegenschaft, in welchem die restlichen 

60 % ebenfalls von einer Erbengemeinschaft gehalten werden. Es liegt in 

der Natur des Gesamthandverhältnisses, dass über eine im Gesamt-

eigentum stehende Sache nur gemeinschaftlich, d.h. zur gesamten Hand, 

verfügt werden kann (Art. 652 f. ZGB). Da jedoch die übrigen Beteiligten 

dieses Gesamthandverhältnisses im vorliegenden Verfahren nicht beteiligt 

sind, steht es dem Teilungsgericht vorliegend nicht zu, darüber zu verfügen 

bzw. dessen Teilung anzuordnen. Vielmehr bedürfte es dazu die 

Zustimmung der üblichen Gemeinschafter, d.h. der Erbengemeinschaft 

O._____, welche an sich selbst wieder eine Gemeinschaft zur gesamten 

Hand ist. Die Vorinstanz ist daher im Ergebnis – wenn auch mit falscher 

Begründung – zu Recht davon ausgegangen, dass der entsprechende 

Anteil nicht verwertet werden könne. Der entsprechende Antrag der 

Berufungsklägerin, der 40 %-Anteil am Gesamthandverhältnis sei durch 

den Teilungsrichter gemäss Art. 612 Abs. 2 ZGB zu verwerten, läuft daher 

ins Leere und ist abzuweisen. Lediglich der Vollständigkeit halber sei an 

dieser Stelle jedoch darauf hingewiesen, dass es der Vorinstanz 

unbenommen wäre, den Gesamthandsanteil als solchen im Rahmen des 

 - 23 - 

 

 

 

nach den vorstehenden Erwägungen neu durchzuführenden 

Losbildungsverfahrens einem der Erben zuzuweisen.  

 

6. 

6.1. 

Weiter beantragt die Berufungsklägerin wie bereits vor Vorinstanz, die 

Schulden der Nachlässe seien vor Vollzug der Teilung zu tilgen, 

eventualiter sicherzustellen. Die Vorinstanz habe sich lediglich zu den 

Grundpfandschulden geäussert, ohne dazu effektiv eine Tilgung oder 

Sicherstellung anzuordnen. Zu den weiteren Passiven habe sie sich gar 

nicht geäussert, obschon nach Art. 610 Abs. 3 ZGB jeder Miterbe 

verlangen könne, dass die Schulden des Erblassers vor der Teilung der 

Erbschaft getilgt oder sichergestellt werden. 

 

F._____ und A._____ beantragen mit jeweiliger Berufungsantwort auch in 

diesem Punkt die Abweisung der Berufung. 

 

6.2. 

Nach Art. 610 Abs. 3 ZGB kann jeder Erbe verlangen, dass die Schulden 

des Erblassers vor der Teilung der Erbschaft getilgt oder sichergestellt 

werden. Das Begehren eines einzigen Erben genügt, und zwar auch dann, 

wenn dieser faktisch aus der Erbteilung nichts mehr erhält (WOLF, in: 

Berner Kommentar, Die Teilung der Erbschaft, 2014, N. 39 zu Art. 610 

ZGB). Die Passiven einer Erbschaft können wie die Aktiven anlässlich der 

Teilung den einzelnen Miterben zugewiesen werden. Das Gesetz lässt 

denn auch die Solidarhaftung der Miterben für fünf Jahre über die 

Erbteilung hinaus andauern (Art. 639 ZGB). Die Erben sind aber von 

Gesetzes wegen nicht zum Einbezug der Schulden in die Erbteilung 

verpflichtet; diese ist im Grunde vielmehr eine Auseinandersetzung nur 

über die Aktiven (WOLF, a.a.O., N. 33 zu Art. 610 ZGB).  

 

6.3. 

Die Vorinstanz stellte zunächst die Aktiven und Passiven des Nachlasses 

fest. Gemäss den unbestritten gebliebenen Feststellungen der Vorinstanz 

weisen die Passiven folgende Kreditoren auf: «CHF», Mietzinsvoraus-

zahlungen, Rechnungen C._____, Akontozahlungen Nebenkosten, 

Rückstellung, Mahnspesen, Transferkonto. Daneben sind unter den 

Passiven weiter ein Darlehen von O._____, transitorische Passiven und 

verschiedene Hypotheken verzeichnet. Nach der Feststellung der Aktiven 

und Passiven berechnete die Vorinstanz den Nettowert des Nachlasses 

(Aktiven abzüglich Passiven) und stellte fest, dass sämtliche drei Erben zu 

je 1/3 am Nachlass berechtigt seien (vorinstanzliches Urteil E. 1.3.2 und E. 

2.1). Bei der darauffolgenden Berechnung der effektiven Ansprüche der 

Erben drittelte die Vorinstanz den Nettowert des Nachlasses und 

verrechnete jeweils diesen Drittel mit allfälligen ausgleichungspflichtigen 

Vorempfängen, Darlehen oder Guthaben der Erben. Daraus resultierte der 

 - 24 - 

 

 

 

effektive Anspruch eines jeden Erben am Nettowert des Nachlasses. Die 

Vorinstanz beschränkte sich damit nicht nur auf eine Auseinandersetzung 

mit den Aktiven, sondern bezog die Passiven insofern ein, als dass sie 

diese vorab zumindest rechnerisch vom Nachlass subtrahierte. Damit hat 

die Vorinstanz – ohne es als solches zu bezeichnen – die Schulden des 

Nachlasses gewissermassen sichergestellt, denn die Erben haben gestützt 

auf das vorinstanzliche Urteil nur in dem Umfang Anspruch auf die Aktiven 

des Nachlasses, als diese abzüglich der Passiven noch vorhanden sind. 

Wie die Berufungsklägerin aber zu Recht vorbringt, unterliess es die 

Vorinstanz indessen gänzlich, bezüglich der Passiven konkrete 

Anweisungen zu treffen. So werden zwar finanzielle Mittel im Umfang der 

Passiven nicht an die Erben verteilt, ob und gegebenenfalls von wem die 

Schulden getilgt werden oder ob die übriggebliebenen Mittel bspw. auf 

einem Sperrkonto sichergestellt werden, ist dem vorinstanzlichen Urteil 

nicht zu entnehmen. Die Vorinstanz ist damit ihrer Pflicht nach Art. 610 

Abs. 3 ZGB nicht nachgekommen. 

 

Nachdem die Vorinstanz hinsichtlich der Tilgung oder Sicherstellung der 

Schulden des Nachlasses keine Anordnung getroffen hat, ist das Verfahren 

auch in diesem Punkt gestützt auf Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO in teilweiser 

Gutheissung der Berufung zu diesem Zweck und zum neuen Entscheid in 

der Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 

7. 

Zusammengefasst dringt die Berufungsklägerin mit ihrer Berufung insoweit 

durch, als dass die Streitsache zur Neuvornahme der Erbteilung mittels 

Losbildungsverfahren sowie zur vorgängigen Schuldentilgung bzw. -

sicherstellung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Bei diesem Ausgang 

des Verfahrens ist lediglich die obergerichtliche Entscheidgebühr für das 

Berufungsverfahren festzulegen, welche sich – ausgehend vom 

streitwertbestimmenden Erbteil der Berufungsklägerin von Fr. 3'114'817.00 

– auf rund Fr. 37'250.00 (§ 11 Abs. 1 VKD i.V.m. § 7 Abs. 1 VKD) beläuft. 

Über die Verteilung der Prozesskosten des Berufungsverfahrens wird die 

Vorinstanz in ihren erneuten Entscheid zu befinden haben (vgl. Art. 104 

Abs. 4 ZPO; Urteil des Bundesgerichts 4A_171/2020 vom 28. August 2020 

E. 7.2). 

 

  

 - 25 - 

 

 

 

   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

1.1. 

In teilweiser Gutheissung der Berufung wird Dispositiv-Ziffer 3. des 

Entscheids des Bezirksgerichts Rheinfelden vom 22. November 2021 

aufgehoben und zur Neubeurteilung im Sinne der obergerichtlichen 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen.  

 

1.2. 

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen. 

 

2. 

Die obergerichtliche Entscheidgebühr von Fr. 37'250.00 wird mit dem von 

der Berufungsklägerin geleisteten Kostenvorschuss verrechnet und 

zusammen mit den obergerichtlichen Parteikosten von der Vorinstanz in 

ihrem neuen Entscheid nach dem Ausgang des Verfahrens verlegt.  

 
 

   

Zustellung an: 

[…] 

 
 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In vermögens-

rechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der Streitwert in arbeits- 

und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen übrigen Fällen 

mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechtsfrage von 

grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- und 

Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 

1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-

gericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt Fr. 3'114'817.00. 

 
   

 - 26 - 

 

 

 

Aarau, 23. Oktober 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     Albert