# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6271cca-5da9-5e93-8e8b-b42fabb93e34
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.09.2014 200 2014 298
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-298_2014-09-10.pdf

## Full Text

200 14 298 IV
SCI/ABE/WOL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. September 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Februar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer), seit 1986 selbstständig erwerbender …, meldete sich am 
23. September 2008 bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) wegen Arthrose an beiden unteren Daumengelenken 
sowie an beiden Daumenwurzeln für Massnahmen der beruflichen Einglie-
derung an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). Nachdem die IVB dem 
Versicherten Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten ge-
währt hatte (AB 13), nahm sie weitere erwerbliche und medizinische Ab-
klärungen vor (AB 14 ff.), insbesondere holte sie ein handchirurgisches 
Gutachten ein (Expertise vom 21. September 2009 [AB 37]). Am 27. Okto-
ber 2009 erteilte die IVB dem Versicherten Kostengutsprache für eine Um-
schulung (Vollzeitstudium) zum dipl. … für die Zeit vom 24. Oktober 2009 
bis zum 31. Juli 2012 (AB 40), welche der Versicherte mit Diplom vom 7. 
Dezember 2012 erfolgreich abschloss (AB 103).

B.

Im September 2012 setzte der Versicherte die IVB in Kenntnis darüber, 
dass er wegen Rückenschmerzen auch nach der erfolgten Umschulung 
nicht zu 100% arbeitsfähig sei (AB 93, 102). Daraufhin holte die IVB bei 
den behandelnden Ärzten weitere Berichte ein (AB 95, 98 f.). Nachdem die 
IVB in der Folge ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) beigezogen 
(AB 108) und ein rheumatologisches Gutachten eingeholt hatte (AB 114.1), 
stellte sie dem Versicherten mit Vorbescheid vom 26. Juni 2013 bei einem 
ermittelten Invaliditätsgrad von 0% die Abweisung des Rentenbegehrens in 
Aussicht (AB 124). Hiergegen erhob der Versicherte Einwand (AB 126). Am 
21. Februar 2014 verfügte die IVB wie angekündigt (AB 135).

C.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 3

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 24. März 2014 Beschwerde. Er beantragt unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Ausrich-
tung einer ganzen Invalidenrente ab wann rechtens. Eventualiter beantragt 
er die Rückweisung zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin. 
Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, das medizinische 
Gutachten, welches als Entscheidgrundlage gedient habe, sei beweisun-
tauglich und die Beschwerdegegnerin habe den medizinischen Sachverhalt 
ungenügend abgeklärt, dies insbesondere in neurologischer und orthopädi-
scher oder wirbelsäulenchirurgischer Hinsicht. Beanstandet werden aus-
serdem die dem errechneten Invaliditätsgrad zugrunde gelegten Ver-
gleichseinkommen.

Nachdem die Beschwerdegegnerin beim RAD eine Stellungnahme zu den 
vom Beschwerdeführer neu aufgelegten Arztberichten eingeholte hatte (in 
den Gerichtsakten), beantragte sie mit Beschwerdeantwort vom 30. April 
2014 die Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 13. Juni 2014 und Duplik vom 7. Juli 2014 hielten die Par-
teien an den bisherigen Ausführungen und Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 21. Februar 2014 
(AB 135). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

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2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand resp. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen: 

3.1.1 Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates sowie Handchirurgie FMH, nann-
te im Gutachten vom 21. September 2009 (AB 37) als Diagnosen mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein CRPS (chronic reflex pain syndrome) 
Typ II im Stadium I (ICD-10 G56.3 und G56.4) bei Status nach einer Tra-
pezektomie und Interpositions- sowie Suspensionsarthroplastik nach Ep-
ping links (ICD-9 81.72) vom 18. Juni 2009 mit iatrogener Neurapraxie R. 
superficialis N. radialis wegen einer Rhizarthrose (ICD-10 M18.1) sowie 
eine Rhizarthrose rechts Stadium III (ICD-10 M18.1). Als Diagnose ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gab er einen Status nach viraler Ence-
phalitis 2004 an. Die Arbeit als … sei durch die beidseits erhebliche Arthro-
se zu ca. 80% eingeschränkt. Seit der Operation sei der Explorand als … 
zu 100% arbeitsunfähig. Solange die Daumensattelgelenke nicht belastet 

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werden müssten, bestehe für die bisherige Tätigkeit eine 100%-ige Arbeits-
fähigkeit. Angepasste Tätigkeiten wie beispielsweise … könnten zu 100% 
absolviert werden, eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe dabei nicht.

3.1.2 Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt im Bericht vom 
26. Mai 2011 (AB 95/8) fest, dass der Beschwerdeführer seit jeher Rü-
ckenbeschwerden gehabt habe. Seit ungefähr einem Jahr berichte er über 
neu aufgetretene, in das linke Bein bis zur Wade ausstrahlende Schmer-
zen. Beim Gehen habe er lediglich Kreuzschmerzen und keine Bein-
schmerzen. Momentan seien jedoch nicht die Kreuzschmerzen sein Haupt-
problem, sondern die Daumenbeschwerden. Prof. Dr. med. D.________ 
nannte folgende Diagnosen: Lumboischialgien links bei Spondylolyse und 
Olisthesis L5/S1 Grad II sowie Foraminalstenose L5/S1. Die Beschwerden 
des Patienten seien auf die bildgebend erhobenen Veränderungen zurück-
zuführen. Zum jetzigen Zeitpunkt könne der Beschwerdeführer mit seinen 
Beschwerden umgehen und habe keine neurologischen Ausfälle. Bei Auf-
treten von neurologischen Ausfällen (Sensibilitäts- oder motorische Störun-
gen) müsse eine operative Behandlung diskutiert werden.

3.1.3 Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Spital 
F.________, diagnostizierte im Bericht vom 14. September 2012 (AB 99) 
eine Spondylolisthese Grad II L5/S1 mit Foraminalstenose L5/S1 und Lum-
boischialgien linksbetont. Der Patient leide seit längerem an einer Spondy-
lolisthese mit chronischen Rückenschmerzen sowie in den letzten Monaten 
zunehmend an Lumboischialgien. Die Beschwerden mit den ausstrahlen-
den Dysästhesien an die Fusssohle seien gut vereinbar mit der foraminalen 
Enge aufgrund der Spondylolisthese. Die Lösung hierfür sei eine Dekom-
pression mit Spondylodese L5/S1.

3.1.4 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, nannte im Bericht vom 1. Oktober 2012 (AB 95/2) als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Lumboischialgien links bei Spondyloly-
se und Spondylolisthesis L5/S1, eine Foraminalstenose L5/S1 sowie eine 
Rhizarthrose. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte 
Dr. med. G.________ eine virale Hirnhautentzündung aus dem Jahr 2006 

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auf. Gemäss Angaben des Patienten leide er seit Jahren an Lumboischial-
gien, wodurch er stark eingeschränkt sei. Während des derzeitigen Studi-
ums könne er nicht länger als eine Stunde am Stück sitzen. Er müsse min-
destens jede Stunde einen Spaziergang machen. Durch seine Daumen-
schmerzen sei er so eingeschränkt, dass ihm manchmal die Kraft fehle, 
Gegenstände richtig zu fassen. Rein „sitzende“ und rein „stehende“ Tätig-
keiten seien dem Patienten nicht mehr zumutbar. Wechselbelastende 
Tätigkeiten seien vier bis sechs Stunden täglich mit vielen Pausen mit einer 
Leistung von 50-80% möglich. Nach dem Abschluss des Studiums werde 
der Patient sicherlich wieder eine Arbeit aufnehmen können, dies jedoch 
nicht zu 100%.

3.1.5 Im undatierten, am 22. Oktober 2012 bei der Beschwerdegegnerin 
eingegangenen Arztbericht (AB 98/2) des Spitals H.________ wurden als 
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Rhizarthrose Grad 
II – III links und eine Rhizarthrose Grad III rechts genannt. Prognostisch sei 
mit einer Progression zu rechnen. Die momentane Tätigkeit als … sei für 
den Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht zumutbar. Weil im … keine 
verminderte Leistungsfähigkeit bestehe, sei der Patient hier zu 100% ein-
satzfähig.

3.1.6 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Medi-
zin FMH, hielt im Bericht vom 17. Dezember 2012 (AB 108/2) fest, dass 
nun, gegen Ende der zufolge der Beschwerden an den Händen zugespro-
chenen Umschulung, der Versicherte Rückenbeschwerden in den Vorder-
grund stelle. Prof. Dr. med. D.________ habe im Mai 2011 festgehalten, 
dass der Beschwerdeführer seit jeher unter Rückenschmerzen leide und 
deswegen nicht mehr über einen längeren Zeitraum hinweg sitzen könne. 
Seit Frühling 2010 berichte der Versicherte über in das linke Bein bis zur 
Wade ausstrahlende Schmerzen. Prof. Dr. med. D.________ habe jedoch 
keine auffälligen Befunde feststellen können, insbesondere sei die Len-
denwirbelsäule normal beweglich gewesen. Trotz der aufgrund der genann-
ten Beschwerden notwendigen, kurzen stündlichen Geh- oder Stehpausen 
sei nichts darüber dokumentiert, dass die Rückenschmerzen den Be-
schwerdeführer beim Absolvieren seiner Ausbildung relevant behindert 
hätten. Die Ausbildung habe er dann auch zeitgerecht beendet, der Be-

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schwerdeführer könne jetzt wieder in den Erwerbsprozess einsteigen. Be-
züglich der Rhizarthrosenproblematik sei nicht von einer funktionell rele-
vanten Veränderung auszugehen. Als … könne der Versicherte die körper-
lich leichte Arbeit wechselbelastend gestalten. Diese Arbeit sei sowohl der 
eingeschränkten Handfunktion wie auch der Rückenproblematik optimal 
angepasst. Eine Limitierung des zeitlichen Pensums über eine leicht ver-
mehrte Pausenbedürftigkeit hinaus könne nach dem Aktenstudium eigent-
lich nicht nachvollzogen werden. Weil dies aber vom Versicherten anders 
eingeschätzt werde und ihn sein Hausarzt darin unterstützte, erachte er 
eine rheumatologisch-orthopädische Standortbestimmung als unverzicht-
bar.

3.1.7 Im Gutachten vom 22. Februar 2013 (AB 114.1) führte Dr. med. 
J.________, Facharzt für Rheumatologie sowie Allgemeine Innere Medizin 
FMH, Folgendes auf:

Diagnosen mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

1. Fingerpolyarthrose beidseits

Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

2. Chronisches Schmerzsyndrom der Hände und des Rückens

- nicht ausreichend somatisch abstützbar

- nicht-dermatombezogene Hyposensibilität ganze linke Hand, Aussenseite des 

linken Ober- und Unterschenkels sowie der Vorderseite des linken Oberschen-

kels für ausschliesslich taktile Reize bei allseits normalem Lage- und Vibrations-

sinn

- diffuse Druckschmerzangabe

- Schlafstörungen, Müdigkeit

3. Chronisches lumbospondylogenes Syndrom

4. Anamnestisch Reizmagen-Syndrom

5. Erektionsbeschwerden

Der Explorand klage über Schmerzen im Bereich der Hände und seit An-
fang 2011 auch im Bereich der unteren Rückenregion (S. 2 f.). Allgemeinin-
ternistisch könne kein relevanter klinisch-pathologischer Befund objektiviert 
werden (S. 13). Insgesamt seien die vom Exploranden geschilderten Be-

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schwerden bezüglich Umfang und Intensität partiell auf die objektivierbaren 
somatisch-pathologischen Befunde abstützbar (S. 14). Aus rein somatisch-
rheumatologischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit bezüglich der angestamm-
ten Tätigkeit als selbstständiger … mit eigenem … und mit Angestellten 
noch partiell gegeben. So seien das Führen des Personals, administrative 
Tätigkeiten sowie die Akquisition auch derzeit noch vollumfänglich zumut-
bar. Bezüglich der manuellen Leistungsfähigkeit als … bestünden wider-
sprüchliche Einschätzungen (S. 16). Für eine angepasste Verweistätigkeit 
lasse sich – aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht – zu keinem Zeit-
punkt eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen. Die berufliche 
Tätigkeit als … sei vollumfänglich zumutbar. Eine angepasste Verweistätig-
keit sei eine Arbeit in einem temperierten (Raumluft) Raum, beschränke 
sich auf leichtgradig körperlich belastende Arbeiten und biete die Möglich-
keit, zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung zu wech-
seln. Zu vermeiden seien berufliche Tätigkeiten, bei denen der Explorand 
repetitiv die Daumensattelgelenke belasten müsse (S. 17). Eine Trapezi-
um-Prothese rechts im Sinne der Schadenminderungspflicht sei momentan 
nicht indiziert, da für eine angepasste Verweistätigkeit sowie für die berufli-
che Tätigkeit als … derzeit, aus rein somatischer Sicht, keine Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit begründbar sei (S. 18). Ungünstig auf eine erfolg-
reiche Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess könnten sich krankheits-
fremde Faktoren wie beispielsweise die länger andauernde Arbeitsabsti-
nenz, das Alter sowie möglicherweise die limitierte Motivation des Explo-
randen auswirken (S. 17).

3.1.8 Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, hielt in seinem im vorlie-
genden Verfahren aufgelegten Bericht vom 19. März 2014 (Beschwerde-
beilage [BB] 3) auf Frage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers 
dafür, um den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers objektiv und 
umfassend beurteilen zu können, empfehle sich zwingend eine neurologi-
sche sowie orthopädische oder wirbelsäulenchirurgische Abklärung. Der 
Bericht des Spitals F.________ zeige, dass man für die vorliegende Beur-
teilung mit einem rein rheumatologischen Gutachten an Grenzen stosse. 
Ausserdem dränge sich durch den MRI-Befund vom Mai 2013 eine diffe-
renzierte Beurteilung durch einen auf periphere Neurologie spezialisierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 10

Neurologen auf. Eine rein rheumatologische Begutachtung sei deshalb 
unzureichend bzw. unvollständig und komme einer umfassenden Beurtei-
lung der bildgebenden objektivierten Beeinträchtigung keinesfalls gleich.

3.1.9 Der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Tropen- und Rei-
semedizin FMH, hielt in seiner Stellungnahme vom 2. April 2014 (in den 
Gerichtsakten) zur Beschwerde fest, dass die „Diagnose Lumbovertebral-
syndrom bei Spondylolisthesis L5/S1 Grad II, Foraminalstenosen L5, inter-
mittierend sensible Reizerscheinungen L5 li“ gestellt und diese als Diagno-
se mit Relevanz generell auf die Erwerbstätigkeit betrachtet werden müss-
te. Auf Grund der MRI-Befunde und der konsistent vorgetragenen, wenn 
auch etwas diffus geschilderten, intermittierenden Beschwerden mit Ge-
fühlsstörungen und Schmerzen am linken Bein (seit 2011) und Fuss (seit 
2013) müsse sodann angenommen werden, dass diese wohl neurogene 
Reizerscheinungen repräsentieren würden, welche mit grosser Wahr-
scheinlichkeit von der foraminalen Kompression der Wurzel L5 herrühren 
würden. Die bisherige Tätigkeit als … sei, wie früher festgestellt, nicht mehr 
in vollem Ausmass zumutbar, die Einschränkung übersteige 20% dauer-
haft. Die angepasste Tätigkeit als … könne mit den Einschränkungen und 
Beschwerden in Übereinstimmung gebracht werden, so dass ein volles 
Pensum möglich und zumutbar sei.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 11

hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.3 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 21. Februar 2014 
(AB 135) stützte sich die Beschwerdegegnerin massgeblich auf das rheu-
matologische Gutachten von Dr. med. J.________.

3.3.1 Auf das Gutachten von Dr. med. J.________ vom 22. Februar 2013 
(AB 114.1) kann, was die rein rheumatologische Begutachtung anbetrifft, 
grundsätzlich abgestellt werden. Das Gutachten erfüllt die an ein solches 
gestellten Anforderungen (E. 3.2 hiervor). Zu beachten ist jedoch gleichzei-
tig, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden weniger den 
Fachbereich der Rheumatologie als vielmehr jenen der Orthopädie und 
Neurologie/Neurochirurgie beschlagen. Sollten, wie vom Gutachter Dr. 
med. J.________ festgehalten, zudem somatisch nicht erklärbare Be-
schwerdekomplexe vorliegen, würde dies auf die Notwendigkeit psychiatri-
scher Abklärungen hindeuten. Obwohl bereits der RAD-Arzt Dr. med. 
I.________ im Bericht vom 17. Dezember 2012 (AB 108) eine rheumatolo-
gisch-orthopädische Standortbestimmung als „unverzichtbar“ erachtet hat-
te, ordnete die Beschwerdegegnerin allein eine rheumatologische Begut-
achtung und Beurteilung an. Der Gutachter Dr. med. J.________ erklärte 
aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit für eine angepasste Verweistätigkeit sowie für die umge-
schulte berufliche Tätigkeit als … resp. … als unbegründet (AB 114.1/16 f.). 
Der RAD-Arzt Dr. med. L.________ wies in seiner Stellungnahme vom 
2. April 2014 (in den Gerichtsakten, Ziff. 3 und 4) folgerichtig auf die zufolge 
der Spezialisierung des Gutachters für das Fachgebiet Rheumatologie al-
lein beschränkte Aussagekraft des Gutachtens hinsichtlich der Hände und 
des Rückens hin. Eine rein rheumatologische Begutachtung ist für die Be-
urteilung der sich hier stellenden Fragen nicht hinreichend.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 12

3.3.2 Zur abschliessenden Beurteilung der hier zur Diskussion stehenden 
Ansprüche genügt auch die im Beschwerdeverfahren eingeholte Stellung-
nahme des RAD-Arztes Dr. med. L.________ vom 2. April 2014 (in den 
Gerichtsakten) nicht. So hat dieser Arzt keine eigenen Untersuchungen 
durchgeführt, sondern seine Stellungnahme allein gestützt auf die ihm vor-
gelegten Berichte verfasst. Zwar kann auch einer Aktenbeurteilung Be-
weiswert zukommen. Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu bean-
standen, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf 
und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der 
Experte muss sich aufgrund vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lü-
ckenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 578 S, 175 E. 3.4; 1988 U 
56 S. 371 E. 5b). Vorliegend sind diese Voraussetzungen jedoch nicht er-
füllt. Aus den Akten lässt sich in Anbetracht der nun primär geklagten und 
seitens des behandelnden Facharztes des Spitals F.________ für teilweise 
(somatisch) begründet erklärten Rückenproblematik gerade kein vollständi-
ges Bild der Arbeits- und Leistungsfähigkeit gewinnen. Ausserdem müssen 
auch RAD-Ärzte über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachli-
chen Qualifikationen verfügen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 14. Juli 2009, 9C_323/2009, E. 4.3.1).

3.3.3 Der vom Beschwerdeführer zusammen mit der Beschwerdeschrift 
vom 24. März 2014 eingereichte Bericht von Dr. med. K.________ vom 
19. März 2014 (BB 3) ist für eine abschliessende Beurteilung gleichermas-
sen nicht geeignet. Der erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung ver-
fasste Bericht von Dr. med. K.________ bestätigt die vorstehend dargeleg-
te Unvollständigkeit der Abklärungen. Er ist für sich allein wie auch in Kom-
bination mit den übrigen Akten jedoch nicht geeignet, die hier massgebliche 
Frage nach der Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der gebotenen medizini-
schen Gesamtheit zu beantworten. Bei der vom Beschwerdeführer einge-
reichten, angeblich von Prof. Dr. med. E.________ abgegebenen, jedoch 
nicht unterzeichneten Stellungnahme vom 7. September 2013 (BB 5) von 
einem in … domizilierten „M.________“, handelt es sich entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers nicht um eine solche von Prof. Dr. med. 
E.________. Diesbezüglich ist unklar, wann und ob der bezeichnete Arzt 
den Beschwerdeführer (in …) untersucht hat bzw. auf welcher Basis seine 
Stellungnahme beruht. In diesem Zusammenhang ist abschliessend darauf 

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hinzuweisen, dass die vorstehend genannten Ärzte zwar Kritik am Vorge-
hen des Gutachters hinsichtlich der bildgebenden Abklärungen geübt ha-
ben, selbst aber bis anhin offenbar keinen Anlass sahen, die für besser 
geeignet gehaltenen Abklärungen zu veranlassen. 

3.4 Nach dem Ausgeführten erweist sich der medizinische Sachverhalt 
als ungenügend abgeklärt. Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Be-
schwerdeführers lässt sich gestützt auf die vorliegenden medizinischen 
Unterlagen nicht abschliessend beurteilen. Die angefochtene Verfügung ist 
damit in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Akten sind an 
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin wird 
bei den behandelnden Ärzten deren Unterlagen zu erheben und anschlies-
send ein polydisziplinäres Gutachten bei einer Medizinischen Abklärungs-
stelle (MEDAS) in Auftrag zu geben haben, welches sich zu den orthopädi-
schen und neurochirurgischen/neurologischen Fragestellungen äussert 
sowie somatisch unklare Beschwerden (vgl. E. 3.3.1 hiervor) aus psychia-
trischer Sicht beleuchtet. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin neu 
über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu befinden haben.

3.5 Unter diesen Umständen braucht die vom Beschwerdeführer bean-
standete Höhe des Validen- wie auch Invalideneinkommens nicht näher 
geprüft zu werden. Festzuhalten ist an dieser Stelle aber immerhin, dass 
eine Arbeitsunfähigkeit (erst) seit Mai 2008 ärztlich attestiert ist (vgl. AB 5, 
8/5), womit für die Berechnung des (zuletzt als Gesunder erzielten) Vali-
deneinkommens an sich durchaus auf diesen Zeitpunkt abzustellen wäre.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 14

(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der vom Beschwerdeführer 
geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1‘000.-- ist ihm nach Eintritt 
der Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61).

4.2.1 Mit Kostennote vom 11. August 2014 machte Rechtsanwalt 
B.________ eine Parteientschädigung über Fr. 5‘082.70, bestehend aus 
einem Honorar von Fr. 4‘045.--, Auslagen (inkl. Arztbericht über Fr. 500.--) 
von Fr. 661.20 sowie Mehrwertsteuer von Fr. 376.50, geltend.

4.2.2 Die Kosten eines vom Versicherten selbst veranlassten Privatgut-
achtens sind vom Versicherer zu übernehmen, wenn sich der medizinische 
Sachverhalt erst aufgrund des im kantonalen Beschwerdeverfahrens bei-
gebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem 
Versicherten insoweit eine Verletzung der ihm nach dem Untersuchungs-
grundsatz obliegenden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsab-
klärung vorzuwerfen ist (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 15 f. E. 10). Zwar handelt 
es sich beim im vorliegenden Verfahren aufgelegten Bericht von Dr. med. 
K.________ vom 19. März 2014 (BB 3) nicht um ein eigentliches (Privat-) 
Gutachten, die eben aufgeführten Grundsätze sind aber analog anwend-
bar. Der Bericht von Dr. med. K.________ untermauert die Notwendigkeit 
weiterer fachärztlicher Abklärungen. Er ist jedoch weder hinreichend, um 
den medizinischen Sachverhalt rechtsgenüglich abklären zu können (vgl. 
E. 3.3.3 hiervor) noch ist er für die Beurteilung der Beschwerde entscheid-
relevant (vgl. Art. 45 Abs. 1 ATSG). Gleichzeitig ergibt sich die Notwendig-
keit weiterer Abklärungen bereits auch aus den übrigen Akten eindeutig. 
Der Bericht von Dr. med. K.________ war zur Beurteilung des medizini-
schen Sachverhalts nicht ausschlaggebend. Auf weiteren Abklärungsbedarf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 15

wäre auch ohne diesen Bericht zu erkennen gewesen (vgl. E. 3.3.1 f. hier-
vor). Unter diesen Umständen besteht diesbezüglich keine Kostenüber-
nahmepflicht seitens der Beschwerdegegnerin. 

Im Übrigen ist die Kostennote – im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen – 
eher hoch. Zu einer weiteren Kürzung besteht jedoch gerade noch kein 
Anlass. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit eine 
Parteientschädigung von Fr. 4‘542.70, bestehend aus einem Honorar von 
Fr. 4‘045.--, Auslagen von 161.20 sowie Mehrwertsteuer von 8% auf 
Fr. 4‘206.20 (Fr. 336.50) zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 21. Februar 2014 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 1‘000.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet. 

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 4‘542.70 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt einge-

reichten Akten) 
- IV-Stelle Bern (samt eingereichten Akten)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Sept. 2014, IV/14/298, Seite 16

Hinweis: Im Falle einer Anfechtung dieses Entscheides sind die Akten dem 
Bundesgericht zuzustellen.

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.