# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a67d155e-b92d-521e-bf3c-eb0d55f88cab
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.05.2024 SB220034
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220034_2024-05-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB220034-O/U/ad

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. Bertschi, Präsidentin, Oberrichter lic. iur. Spiess 

und Oberrichter lic. iur. Wenker sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Willi 

Urteil vom 3. Mai 2024

in Sachen

A._____,
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____,

gegen

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,
Anklägerin und Berufungsbeklagte

sowie

1. B1._____ AG,
2. C._____,
3. D._____,
4. E._____,
Privatkläger und Anschlussberufungskläger

1, 2, 3, 4 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,

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betreffend gewerbsmässigen Betrug etc.

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, vom 
11. November 2021 (DG210040)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 25. März 

2021 (act. 10801001 ff.) und der Nachtrag 1 zur Anklage vom 7. April 2021 

(act. 4) sind diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 des gewerbsmässigen Betruges im Sinne von Art. 146 Abs. 1 und 

Abs. 2 StGB sowie

 der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 

und Abs. 2 StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit 

einer Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu CHF 220.–.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufgescho-

ben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate) wird 

die Freiheitsstrafe vollzogen. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben 

und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 9. April 

2015 beschlagnahmte Barschaft von CHF 200'000.–, USD 25'000.– und 

EUR 200'000.– (Sachkaution Nr. 10227) sowie CHF 4'650.–, USD 1'760.– 

und EUR 3'205.– (Sachkaution Nr. 10226), lagernd bei der Kasse der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, wird zur Kostendeckung verwen-

det. Im Restbetrag wird die Barschaft zur Deckung der Ersatzforderung her-

angezogen.

5. Die mit Verfügung vom 2. März 2015 angeordnete Grundbuchsperre betref-

fend die 3 ½-Zimmerwohnung des Beschuldigten am F._____-weg 1, 

Haus …, G._____, Grundbuch Blatt 2 (inkl. Miteigentumsanteile Grundbuch 

Blatt 3, 4, 5, 6), wird aufgehoben.

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6. Die mit Verfügung vom 2. März 2015 angeordnete Grundbuchsperre betref-

fend die 5 ½-Zimmerwohnung des Beschuldigten an der H._____-Strasse 7, 

… Zürich, Grundbuch Blatt 8, Kat-Nr. 9, wird aufgehoben.

7. Die mit Verfügung vom 12. März 2015 angeordnete Grundbuchsperre betref-

fend die 2 ½-Zimmerwohnung des Beschuldigten im 3. Obergeschoss an 

der I._____-strasse 10, J._____, Grundbuchauszug Nr. 11, Stockwerkeigen-

tum Nr. 12 (inkl. Miteigentumsanteile am Grundstück Nr. 13, Kellerabteil Nr. 

14), wird aufgehoben. 

8. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 26. Februar 2015 gesperrten Depots des Beschuldigten A._____ 

bei der Bank Julius Bär & Co. Ltd., Depot Nr. 15, wird zur Deckung der Er-

satzforderung herangezogen.

Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die Bank 

Julius Bär & Co. Ltd. wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten und 

den Erlös der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFi-

nance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zü-

rich) zu überweisen. 

9. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 5. März 2015 gesperrten Bankkontos des Beschuldigten 

A._____ bei der Basler Kantonalbank, Kontokorrent "Klientenkonto" Nr. 17, 

wird zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die Bas-

ler Kantonalbank wird angewiesen, den auf dem genannten Konto verblei-

bende Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der 

PostFinance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 

Zürich) zu überweisen. 

10. Die Guthaben der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zü-

rich vom 26. Februar 2015 gesperrten Portfolios bei der Berenberg Bank 

(Schweiz) AG:

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 Portfolio Nr. 18, lautend auf A._____ sowie

 Portfolio Nr. 19, lautend auf K._____ SA

werden zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Berenberg Bank (Schweiz) AG wird angewiesen, die Depotinhalte zu ver-

werten und die Erlöse bzw. die auf den genannten Konten verbleibenden 

Saldi der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFinance 

AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu 

überweisen. 

11. Die Guthaben der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 26. Februar 2015 gesperrten Bankkonten und Depots bei der 

Credit Suisse (Schweiz) AG:

 Depot Nr. 20, lautend auf A._____,

 Privatkonto Nr. 21, lautend auf A._____ sowie

 Konto Nr. 22, lautend auf K._____ SA

werden zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Credit Suisse (Schweiz) AG wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten 

und die Erlöse bzw. die auf den genannten Konten verbleibenden Saldi der 

Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFinance AG, lau-

tend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überwei-

sen. 

12. Die Guthaben der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 5. März 2015 gesperrten Bankkonten und Depots bei der Luzer-

ner Kantonalbank:

 Privatkonto Nr. 23, lautend auf A._____,

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 Aktionärssparkonto Nr. 24, lautend auf A._____,

 offenes Depot Nr. 25, lautend auf A._____ sowie

 Privatkonto Nr. 26, lautend auf K._____ SA

werden zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Luzerner Kantonalbank wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten und 

die Erlöse bzw. die auf den genannten Konten verbleibenden Saldi der 

Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFinance AG, lau-

tend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überwei-

sen. 

13. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 23. Februar 2015 gesperrten Portfolios des Beschuldigten 

A._____ bei der Privatbank IHAG Zürich AG, Portfolio Nr. 27 bzw. neu 

Nr. 28, wird zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die Pri-

vatbank IHAG Zürich AG wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten 

und den Erlös bzw. den auf dem Konto verbleibende Saldo der Kasse des 

Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFinance AG, lautend auf Be-

zirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überweisen. 

14. Die Guthaben der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 26. Februar 2015 gesperrten Bankkonten und Depots bei der 

Schwyzer Kantonalbank:

 Privatkonto Nr. 29, lautend auf A._____,

 Fremdwährungskonto (EUR) Nr. 30, lautend auf A._____ sowie

 Depot Nr. 31, lautend auf A._____

werden zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

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Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Schwyzer Kantonalbank wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten 

und die Erlöse bzw. die auf den genannten Konten verbleibenden Saldi der 

Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFinance AG, lau-

tend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überwei-

sen. 

15. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 16. April 2015 gesperrten Bankkontos des Beschuldigten 

A._____ bei der Swissqoute, Konto Nr. 32, wird zur Deckung der Ersatzfor-

derung herangezogen.

Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Swissquote wird angewiesen, den auf dem genannten Konto verbleibende 

Saldo der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFi-

nance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zü-

rich) zu überweisen. 

16. Die Guthaben der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 5. März 2015 gesperrten Bankkonten und Depots bei der 

Zürcher Kantonalbank:

 Privatkonto Nr. 33, lautend auf A._____,

 Privatkonto EUR Nr. 34, lautend auf A._____,

 Kontokorrent Fremdwährung (USD) Nr. 35, lautend auf A._____,

 Wertschriftendepot Nr. 36, lautend auf A._____,

 Kontokorrent Fremdwährung Firmen (EUR) Nr. 37, lautend auf 

A._____ sowie

 Kontokorrent Fremdwährung Firmen (USD) Nr. 38, lautend auf 

A._____ 

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werden zur Deckung der Ersatzforderung herangezogen.

Die Kontosperren werden nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die 

Zürcher Kantonalbank wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten und 

die Erlöse bzw. die auf den genannten Konten verbleibenden Saldi der 

Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFinance AG, lau-

tend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zürich) zu überwei-

sen.

17. Das Guthaben des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons 

Zürich vom 26. Februar 2015 gesperrten Depots der K._____ SA bei der 

Bank Julius Bär & Co. Ltd., Depot Nr. 39, wird zur Deckung der Ersatzforde-

rung herangezogen. Ein allfällig verbleibender Restbetrag wird dem Be-

schuldigten herausgegeben. 

Die Kontosperre wird nach Eintritt der Rechtskraft aufgehoben und die Bank 

Julius Bär & Co. Ltd. wird angewiesen, die Depotinhalte zu verwerten und 

den Erlös der Kasse des Bezirksgerichts Zürich (IBAN CH16 bei der PostFi-

nance AG, lautend auf Bezirksgericht Zürich, Rechnungswesen, 8004 Zü-

rich) zu überweisen.

18. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

23. Februar 2015 angeordneten Kontosperren bezüglich folgender von der 

Privatbank IHAG Zürich AG geführten Konten bzw. Depots:

 Portfolio Nr. 40 bzw. neu: 41, Rubrik "…", lautend auf K._____ SA, 

 Portfolio Nr. 42 bzw. neu: 43, Rubrik "…", lautend auf K._____ SA 

sowie

 Portfolio Nr. 44 bzw. neu: 45, Rubrik "…", lautend auf K._____ SA 

werden aufgehoben. Die Privatbank IHAG Zürich AG wird angewiesen, 

diese Konten, Hypotheken und Depots nach Eintritt der Rechtskraft freizuge-

ben.

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19. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

5. März 2015 angeordnete Kontosperre bezüglich des von der Basler Kanto-

nalbank geführten Depots Nr. 46, lautend auf den Beschuldigten A._____, 

wird aufgehoben. Die Basler Kantonalbank wird angewiesen, das Depot 

nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben.

20. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

5. März 2015 angeordneten Kontosperren bezüglich folgender von der Lu-

zerner Kantonalbank geführten Konten, Hypotheken und Depots:

 Euro-Privatkonto Nr. 47, lautend auf den Beschuldigten A._____,

 Privatkonto Fremdwährung (USD) Nr. 48, lautend auf den Beschuldigten 

A._____,

 Freizügigkeitskonto 2. Säule Nr. 49, lautend auf den Beschuldigten 

A._____,

 Fest-Hypothek Nr. 50, lautend auf den Beschuldigten A._____,

 Rollover-Hypothek Nr. 51, lautend auf den Beschuldigten A._____,

 Rollover-Hypothek Nr. 52, lautend auf den Beschuldigten A._____,

 Euro-Privatkonto Nr. 53, lautend auf die K._____ SA,

 Privatkonto Fremdwährung (USD) Nr. 53, lautend auf die K._____ SA,

 Depot Nr. 54, lautend auf die K._____ SA,

werden aufgehoben. Die Luzerner Kantonalbank wird angewiesen, diese 

Konten, Hypotheken und Depots nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben.

21. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

26. Februar 2015 angeordnete Kontosperre bezüglich des von der UBS 

Switzerland AG geführten Mieterkautionssparkontos Nr. 55, lautend auf 

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L._____ und/oder A._____, wird aufgehoben. Die UBS Switzerland AG wird 

angewiesen, das Konto nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben.

22. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

26. Februar 2015 angeordnete Kontosperren bezüglich folgender von der 

Credit Suisse (Schweiz) AG geführten Konten und Hypotheken:

 Sparkonto Nr. 56, lautend auf den Beschuldigten A._____,

 Fix-Hypothek Nr. 57, lautend auf den Beschuldigten A._____,

 Flex-Rollover-Hypothek Nr. 58, lautend auf den Beschuldigten A._____,

werden aufgehoben. Die Credit Suisse (Schweiz) AG wird angewiesen, das 

Konto und die Hypotheken nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben.

23. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

5. März 2015 angeordnete Kontosperre bezüglich des von der Bank Pictet & 

Cie SA geführten Freizügigkeitsdepots Nr. 59, lautend auf den Beschuldig-

ten A._____, wird aufgehoben. Die Bank Pictet & Cie SA wird angewiesen, 

das Depot nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben.

24. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

26. Februar 2015 angeordnete Kontosperre bezüglich des von der Bank Ju-

lius Bär & Co. Ltd. geführten Depots Nr. 60, lautend auf die M._____ S.A., 

wird aufgehoben. Die Bank Julius Bär & Co. Ltd. wird angewiesen, das De-

pot nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben.

25. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr vor-

handenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil CHF 3'981'699.95 zu 

bezahlen. Die Ersatzforderung wird der Privatklägerschaft im zur Deckung 

ihrer Schadenersatzforderung gemäss Dispositiv Ziffer 26 und 27 nötigen 

Umfang zugesprochen. Es wird vorgemerkt, dass die Privatklägerschaft ihre 

Forderung an den Staat abgetreten hat.

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26. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 Schadenersatz von 

CHF 2'139'681.70 zuzüglich 5 % Zins ab 20$. Oktober 2014 zu bezahlen.

27. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern 2-4 je Schadenersatz 

von CHF 607'163.70 zuzüglich 5 % Zins ab 31. Dezember 2009 zu bezah-

len.

28. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF 30'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

CHF 45'000.00   Gebühr für das Vorverfahren;
CHF 3'977.60   Auslagen Untersuchung;
CHF 1'950.00   Auslagen Polizei;
CHF 58'258.97   Entschädigung amtliche Verteidigung.

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

29. Rechtsanwalt Dr. iur. X2._____ wird für seine Bemühungen und Auslagen 

als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten mit CHF 58'258.97 (inkl. Mehr-

wertsteuer und Akontozahlungen in der Höhe von CHF 15'688.20 und CHF 

10'463.80) aus der Gerichtskasse entschädigt.

30. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt.

31. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des 

Kantons Zürich, III. Strafkammer, Geschäfts-Nr. UH160375-O, in der Höhe 

von CHF 900.– wird dem Beschuldigten auferlegt.

32. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des 

Kantons Zürich, III. Strafkammer, Geschäfts-Nr. UH160376-O, in der Höhe 

von CHF 900.– wird dem Beschuldigten auferlegt.

33. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des 

Kantons Zürich, III. Strafkammer, Geschäfts-Nr. UH160377-O, in der Höhe 

von CHF 900.– wird dem Beschuldigten auferlegt.

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34. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des 

Kantons Zürich, III. Strafkammer, Geschäfts-Nr. UH160378-O, in der Höhe 

von CHF 900.– wird dem Beschuldigten auferlegt.

35. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des 

Kantons Zürich, III. Strafkammer, Geschäfts-Nr. UH210258-O, in der Höhe 

von CHF 1'200.– wird dem Beschuldigten auferlegt.

36. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft für das gesamte 

Verfahren eine Prozessentschädigung von CHF 164'508.25 zu bezahlen.

Berufungsanträge:

a) Der erbetenen Verteidigung:

Berufungsanträge:

(Urk. 65 S. 1 f.; Urk. 238 S. 1; Prot. II S. 26 f.)

1. Das Verfahren sei zufolge Verjährung einzustellen, soweit es sich auf 

Vorwürfe bezieht, die sich vor dem 11. November 2006 ereignet haben.

2. Im Übrigen sei A._____ vollumfänglich freizusprechen.

3. Die Zivilforderungen der Privatkläger sowie deren Entschädigungsfor-

derungen seien abzuweisen, eventuell auf den Zivilweg zu verweisen.

4. Sämtliche Konto- und Depotsperren seien aufzuheben und die be-

schlagnahmten Vermögenswerte seien A._____ herauszugeben.

5. A._____ sei für die Aufwände der erbetenen Verteidigung mit 

Fr. 35'396.– zu entschädigen, und es sei ihm für seine eigenen Auf-

wände eine Umtriebsentschädigung von Fr. 126'743.– zuzusprechen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates.

Anträge zur Anschlussberufung der Privatklägerschaft:

(Urk. 247; Prot. II S. 27)

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1. Die Anschlussberufung der Privatkläger sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Privatkläger.

b) Der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich: 

(Urk. 242 S. 1; Prot. II S. 28)

Die Berufung des Beschuldigten A._____ sei vollumfänglich abzuweisen und 

das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. November 2022 zu bestäti-

gen.

c) Des Vertreters der Privatklägerschaft:

(Urk. 244 S. 2; Prot. II S. 28)

1. Die beschlagnahmten Gelder, Wertschriften und Liegenschaften seien 

allesamt definitiv zu beschlagnahmen und zur Deckung der Verfah-

renskosten und der Ersatzforderung zu verwenden.

2. Eventualantrag: Soweit Vermögenswerte zu Gunsten des Beschuldig-

ten freigegeben werden sollten, sei die Beschlagnahme während 

10 Tagen nach Urteilseröffnung aufrecht zu erhalten, damit die Privat-

kläger die notwendigen Schritte zur zwangsvollstreckungsrechtlichen 

Sicherung ihrer Ansprüche einleiten können.

3. Im Berufungsentscheid sei präzisierend festzuhalten, dass die Privat-

kläger ihre Forderungen gegenüber dem Beschuldigten nicht vollstän-

dig, sondern nur in dem Umfange abgetreten haben, als ihnen eine Er-

satzforderung zugesprochen wurde.

4. A._____ sei zu verpflichten, den Privatklägern für ihre Aufwendungen 

im Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von Fr.  51'823.60, 

inkl. Fr. 3'743.20 Mehrwertsteuer, zu bezahlen.

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Erwägungen:

I. Prozessgeschichte

1. Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung, 

vom 11. November 2021 wegen gewerbsmässigen Betrugs sowie mehrfacher Ur-

kundenfälschung verurteilt und mit 36 Monaten Freiheitsstrafe sowie mit einer be-

dingten Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu Fr. 220.– bestraft. Der Vollzug der Frei-

heitsstrafe wurde im Umfang von 24 Monaten aufgeschoben (Urk. 63 Disp.-

Ziff. 1-3). Der Beschuldigte wurde ferner verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht 

mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 3'981'699.95 zu 

bezahlen. Diese Ersatzforderung wurde der Privatklägerschaft im zur Deckung ih-

rer Schadenersatzforderung nötigen Umfang zugesprochen, wobei vorgemerkt 

wurde, dass diese ihre Forderung an den Staat abgetreten hat (a.a.O. Disp.-

Ziff. 25). Schliesslich wurde der Beschuldigte verpflichtet, den Privatklägern Scha-

denersatz und eine Prozessentschädigung zu bezahlen sowie die Kosten der Un-

tersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, zu tragen (a.a.O. Disp.-Ziff. 26 f., 30 und 36). Die beschlag-

nahmten Barschaften wurden zur Kostendeckung und im Restbetrag zur Deckung 

der Ersatzforderung herangengezogen (a.a.O. Disp.-Ziff. 4). Die Grundbuchsper-

ren betreffend die 3 ½-, die 5 ½- sowie die 2 ½-Zimmerwohnungen des Beschul-

digten wurden aufgehoben (a.a.O. Disp.-Ziff. 5-7). Die in den Dispositivziffern 8 

bis 17 genannten (mit Kontosperren belegten) Depots, Konten, Portfolios und Hy-

potheken des Beschuldigten wurden zur Deckung der Ersatzforderung herangezo-

gen und ein allfälliger Restbetrag teilweise freigegeben (vgl. a.a.O. Disp.-Ziff. 17), 

diejenigen in den Dispositivziffern 18 bis 24 wurden nach Eintritt der Rechtskraft 

freigegeben.

2. Der Beschuldigte hat Berufung erklärt und beantragt im Berufungsverfahren 

die teilweise Einstellung des Verfahrens und im Übrigen einen vollumfänglichen 

Freispruch. Ferner seien die Zivilforderungen der Privatkläger sowie deren Ent-

schädigungsforderungen abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen. 

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Zudem seien sämtliche Konto- und Depotsperren aufzuheben und die beschlag-

nahmten Vermögenswerte herauszugeben (Urk. 65 S. 1). 

3. Mit Präsidialverfügung vom 3. Februar 2022 wurde den Privatklägern sowie 

der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (nachfolgend Anklagebehörde oder 

Staatsanwaltschaft) eine Kopie der Berufungserklärung des Beschuldigten zuge-

stellt und Frist zur Anschlussberufung angesetzt (Urk. 66). Die Staatsanwaltschaft 

verzichtete mit Eingabe vom 7. Februar 2022 auf Anschlussberufung (Urk. 68). Die 

Privatklägerschaft (Privatkläger 1-4) erklärte mit Eingabe vom 17. Februar 2022 

Anschlussberufung in Bezug auf diejenigen Dispositivziffern, mit denen von der 

Vorinstanz die Aufhebung von Grundbuchsperren oder die Freigabe beschlag-

nahmter Vermögenswerte angeordnet wurden, mithin in Bezug auf die Dispositiv-

ziffern 5 bis 7 und 18 bis 24 (Urk. 69 S. 1 f.). 

4. Mit Eingabe vom 18. März 2022 liess der Beschuldigte beantragen, es sei auf 

die Anschlussberufung der Privatklägerschaft nicht einzutreten und festzustellen, 

dass die Dispositivziffern 5 bis 7 und 18 bis 24 des vorinstanzlichen Urteils in 

Rechtskraft erwachsen seien (Urk. 74). In der Folge wurde der Staatsanwaltschaft 

und der Privatklägerschaft mit Präsidialverfügung vom 13. Mai 2022 Frist ange-

setzt, um zum Nichteintretensantrag der Verteidigung Stellung zu nehmen 

(Urk. 79). Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Datum vom 2. Juni 2022 auf eine 

Stellungnahme (Urk. 85). Mit Eingabe vom 27. Juni 2022 nahm die Privatkläger-

schaft Stellung und beantragte das Eintreten auf die Anschlussberufung und die 

ordentliche Fortsetzung des Berufungsverfahrens (Urk. 86). In der Folge wurde ein 

zweiter Schriftenwechsel durchgeführt und der Privatklägerschaft sowie der Staats-

anwaltschaft Frist angesetzt, um sich zum Verfahrensantrag des Beschuldigten auf 

Kontozusammenführung zu äussern (Urk. 93; Urk. 99). Die Privatklägerschaft teilte 

mit Eingabe vom 9. November 2022 mit, dass keine Einwendungen gegen die vom 

Beschuldigten beantragte Kontozusammenführung erhoben würden (Urk. 95). Die 

Staatsanwaltschaft liess sich innert Frist nicht vernehmen (vgl. Urk. 94/4). Mit Da-

tum vom 23. November 2022 folgte die Replik des Beschuldigten. Der Beschuldigte 

hielt an seinen Anträgen fest, wiederholte seinen bisherigen Standpunkt und 

brachte ergänzend vor, dass das parallel laufende arbeitsrechtliche Verfahren zwi-

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schen ihm und der Privatklägerschaft höchstrichterlich entschieden worden sei. 

Sein Hauptanspruch auf Feststellung einer ungerechtfertigten Kündigung sei zwar 

abgewiesen worden, aber seine Geldansprüche seien im Betrag von Fr. 101'179.80 

gutgeheissen und mit den Schadenersatzansprüchen der Privatklägerschaft ver-

rechnet worden, was auch im Strafverfahren nachzuvollziehen sei (Urk. 97). Mit 

Eingabe vom 19. Dezember 2022 reichte die Privatklägerschaft ihre Duplik ein. Sie 

blieb bei ihren bisherigen Anträgen und Depositionen und erklärte ergänzend, dass 

die vom Beschuldigten behauptete Verrechnungsforderung gegenüber der 

B1._____ AG (nachfolgend B1._____ bzw. B1._____ AG) von Fr. 101'798.80 kei-

nen Einfluss auf die Höhe der Ersatzforderung habe, welche der Staat gegen den 

Beschuldigten habe (Urk. 104). Mit Beschluss vom 3. Januar 2023 (Urk. 110) wurde 

entschieden, dass auf die Anschlussberufung der Privatkläger vom 17. Februar 

2022 eingetreten werde. Ferner wurden mehrere Bankkonten, die aufgrund von 

Verfügungen der Staatsanwaltschaft im März 2015 gesperrt worden sind, auf dem 

(gesperrten) Konto des Beschuldigten bei der Zürcher Kantonalbank 

Nr. 33 und Depot Nr. 61 zusammengeführt.

5. Mit Eingabe vom 15. Dezember 2022 stellte der Beschuldigte den als drin-

gend bezeichneten Verfahrensantrag, die gesperrten Vermögenswerte des Be-

schuldigten und der K._____ SA (nachfolgend K._____) seien teilweise zur Steu-

erzahlung von Fr. 1'037'326.30 gemäss Einspracheentscheid des Kantonalen 

Steueramtes Zürich vom 30. August 2019 und zur Zahlung von Betreibungsforde-

rungen der Privatkläger im Betrag von Fr. 43'700.– freizugeben (Urk. 102). Als Be-

gründung führte er zusammengefasst aus, dass eine erhebliche Überbeschlag-

nahme bestehe und die Stundung der Steuerforderung nicht länger als bis zum 

31. Dezember 2022 bzw. 31. März 2023 bewilligt würde. Weiter machte er geltend, 

dass die Steuerforderung nachträglich auf den Honoraren der K._____ erhoben 

worden sei und auch von den Privatklägern bezahlt werden müsste, wenn die Ho-

norare der K._____ den Privatklägern zugesprochen würden (a.a.O. S. 2 f.). In der 

Folge wurde der Staatsanwaltschaft und der Privatklägerschaft mit Präsidialverfü-

gung vom 21. Dezember 2022 Frist angesetzt, um zum Verfahrensantrag des Be-

schuldigten Stellung zu nehmen (Urk. 106). Mit Eingabe vom 16. Januar 2023 be-

antragte die Privatklägerschaft, den Verfahrensantrag des Beschuldigten abzuwei-

- 17 -

sen. Sie begründete ihren Antrag damit, dass sich die Steuerforderung aus Nach-

steuern und Steuerstrafen zusammensetzen würde und es keinen legitimen Grund 

gäbe, diese Schulden aus Beschlagnahmesubstrat zu begleichen. Falls eine Er-

satzforderung ausgefällt und diese zu Gunsten der Privatkläger verwendet werde, 

würden die Privatkläger mit den Steuerbehörden zu klären haben, wie dies steuer-

lich zu behandeln sei (Urk. 112 S. 1, 4). Diese Eingabe wurde am 6. Februar 2023 

dem Beschuldigten sowie der Staatsanwaltschaft zur Kenntnisnahme zugestellt 

(Urk. 115). Mit Schreiben vom 9. Februar 2023 setzte der Beschuldigte das Gericht 

darüber in Kenntnis, dass er die von der Privatklägerschaft in Betreibung gesetzte 

Forderung über Fr. 43'700.– inkl. Betreibungskosten und Zinsen Anfang Fe-

bruar 2023 bezahlt habe und sich sein Verfahrensantrag diesbezüglich als gegen-

standslos erweise (Urk. 117). Am 13. Februar 2023 ersuchte das Gericht die Bank-

institute, aktuelle Kontostände der beschlagnahmten Vermögenswerte einzurei-

chen (Urk. 118/1-10), welchem Ersuchen die Banken in der Folge nachkamen 

(Urk. 119/1-10). Am 22. Februar 2023 stellte der Beschuldigte einen weiteren Ver-

fahrensantrag, mit welchem er beantragte, zwei Freizügigkeitskonten bei der Lu-

zerner Kantonalbank und ein Freizügigkeitskonto bei der Bank Pictet & Cie SA frei-

zugeben bzw. an seine Pensionskasse zu übertragen, des Weiteren die Grund-

buchsperre betreffend die Liegenschaft an der H._____-Strasse in Zürich aufzuhe-

ben und diverse Konten bzw. Depots auf den Konten der Zürcher Kantonalbank 

zusammenzuführen (Urk. 120). Zur Begründung führte der Beschuldigte an, dass 

er am tt. April 2023 ins Pensionsalter eintrete und für die Bestreitung seines Le-

bensunterhalts auf die Freizügigkeitsguthaben angewiesen sei. Bei den Freizügig-

keitsguthaben handle es sich zudem um unpfändbare Vermögenswerte. Zur Auf-

hebung der Grundbuchsperre führte der Beschuldigte an, dass sich seine finanzi-

elle Situation aufgrund seiner Pensionierung drastisch ändere und er nicht mehr 

fähig sei, die grosse finanzielle Belastung dieser Liegenschaft zu tragen. Es sei 

angedacht, die Liegenschaft an seine Lebenspartnerin zu verkaufen. Den Parteien 

wurde in der Folge mit Präsidialverfügung von 28. Februar 2023 Frist zur Stellung-

nahme angesetzt, um zum Verfahrensantrag des Beschuldigten vom 22. Februar 

2023 und zu den aktuellen Kontoständen Stellung zu nehmen (Urk. 122). Die 

Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Stellungnahme (Urk. 127). Zu den aktuellen 

- 18 -

Kontoständen führte der Beschuldigte in seiner Stellungnahme vom 12. März 2023 

(Urk. 129) zusammengefasst aus, dass unter Berücksichtigung der neuen Konto-

stände, der Immobilien und Barwerte Vermögenswerte im Gesamtwert von 

Fr. 6'379'403.– gesperrt seien. Hiervon sei die Freigabe von Freizügigkeitsgutha-

ben im Wert von insgesamt Fr. 693'000.– und der Liegenschaft in Zürich beantragt. 

Selbst nach dieser Freigabe verblieben immer noch gesperrte Vermögenswerte in 

Höhe von Fr. 5'686'403.–. Er erachte es als nicht gerechtfertigt, für die Schadener-

satzforderung einen höheren Betrag als Fr. 4.6 Mio. gesperrt zu halten, weshalb 

der überschiessende Betrag freizugeben sei, wofür er die Freigabe der übrigen ge-

sperrten Immobilien beantrage. Die Privatklägerschaft beantragte in ihrer Stellung-

nahme, die Anträge des Beschuldigten auf Freigabe beschlagnahmter Vermögens-

werte bzw. Aufhebung bestehender Grundstücksperren abzuweisen (Urk. 135). Sie 

führte an, dass sich der Wert der gesperrten Konten und Wertschriftendepots seit 

dem Urteil der Vorinstanz um rund Fr. 800'000.– reduziert hätte, was rund 20 % 

entspreche. Weiter bemängelte sie, dass die Freigabeanträge des Beschuldigten 

unzureichend begründet und substantiiert seien. Mit Schreiben vom 14. März 2023 

beantragte der Beschuldigte die Zürcher Kantonalbank zu ermächtigen, von ihm in 

Auftrag gegebene Börsen- und Devisenaufträge auszuführen und das E-Banking 

für Verwaltungshandlungen (nicht aber Verfügungen) des Beschuldigten freizuge-

ben, um sicherzustellen, dass die Vermögenswerte termingerecht verwaltet werden 

(Urk. 131). Am 17. März 2023 erhielten die Parteien Gelegenheit, dazu Stellung zu 

nehmen (Urk. 133). Die Privatklägerschaft beantragte die Abweisung des Verfah-

rensantrags mit der Begründung, dass die Vermögenswerte nach banküblichen 

Grundsätzen werterhaltend zu verwalten seien, und sie gab zudem zu bedenken, 

dass der Beschuldigte risikoreiche Börsengeschäfte eingehen oder absichtlich auf 

eine Verringerung der Vermögenswerte hinwirken könnte (Urk. 142 S. 2). Mit 

Schreiben vom 28. März 2023 brachte der Beschuldigte vor, dass bei der Zusam-

menführung von Konten bei der Zürcher Kantonalbank eine Überweisung von 

USD 1.4 Mio. irrtümlich in CHF gewechselt worden sei und beantragte, die Bank 

anzuweisen, diesen Betrag wieder in USD anzulegen (Urk. 138). Die Privatkläger-

schaft nahm hierzu mit Eingabe vom 11. April 2023 ablehnend Stellung (Urk. 144). 

Die Parteien erhielten hernach die Gelegenheit, sich zu den eingereichten Stellung-

- 19 -

nahmen nochmals zu äussern (Urk. 145). Dem kamen der Beschuldigte (Urk. 148) 

und die Privatklägerschaft (Urk. 149 f.), jeweils mit Eingaben vom 28. April 2023, 

nach. Weitere Eingaben folgten am 12. Mai 2023 (Urk. 153). Mit Beschluss vom 

22. Mai 2023 (Urk. 154) wurde entschieden, dass mehrere mit Verfügungen der 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich im Jahr 2015 angeordnete Sperren von 

Konten und Hypotheken bei der Luzerner Kantonalbank bzw. bei der Bank Pictet & 

Cie SA sowie die Grundbuchsperre betreffend die 5 ½-Zimmerwohnung des Be-

schuldigten an der H._____-Strasse 7, … Zürich aufzuheben und diese Vermö-

genswerte dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft freizugeben bzw. meh-

rere Konten auf dem (gesperrten) Konto des Beschuldigten bei der Zürcher Kanto-

nalbank Nr. 33 und Depot Nr. 61 zusammenzuführen seien. Im Übrigen wurden die 

Verfahrensanträge des Beschuldigten vom 14. bzw. 28. März 2023 abgewiesen.

6. Mit Eingabe vom 19. Juni 2023 (Urk. 157) liess der Beschuldigte beantragen, 

die Zürcher Kantonalbank an die Anweisung zu erinnern, auch das auf dem Privat-

konto 33 liegende Guthaben nach bankenüblichen Grundsätzen anzulegen. Mit 

Schreiben vom 20. Juni 2023 (Urk. 159) wurde die Zürcher Kantonalbank seitens 

des Gerichtes darauf hingewiesen, dass voraussichtlich in den nachfolgenden Wo-

chen weitere Zahlungseingänge erfolgen, sowie darauf, dass die gesperrten Ver-

mögenswerte, auch die auf dem Privatkonto befindlichen Guthaben, nach banküb-

lichen Grundsätzen anzulegen seien.

7. Am 21. Juni 2023 wurde seitens der Privatklägerschaft Beschwerde gegen 

Dispositivziffern 1 bis 3 des Beschlusses vom 22. Mai 2023 ans Bundesgericht er-

hoben (Urk. 161). Seitens des hiesigen Gerichtes wurde in der Folge auf Stellung-

nahme hierzu verzichtet (Urk. 163). Mit Verfügung der II. strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes vom 24. Juli 2023 (Urk. 165) wurde entschieden, dass der 

Beschwerde der Privatklägerschaft für die Dauer des bundesgerichtlichen Verfah-

rens die aufschiebende Wirkung zuerkannt werde. Mit Urteil vom 12. Oktober 2023 

wurde die Beschwerde der Privatkläger von der II. strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes gutgeheissen, der Beschluss der hiesigen Strafkammer vom 

22. Mai 2023 aufgehoben und die Sache zu neuen Entscheidung zurückgewiesen 

(Urk. 180). 

- 20 -

8. Mit jeweiligen Schreiben vom 10. November 2023 wurde seitens des Gerich-

tes bei den fraglichen Bankinstituten der aktuelle Kontostand der gesperrten Bank-

konten per 15. November 2023 bzw. die Bestätigung einer inzwischen erfolgten 

Kontensaldierung nachgefragt (Urk. 186/1-10), welcher Aufforderung in der Folge 

nachgekommen wurde (vgl. Urk. 189/1-10b; Aktennotizen Urk. 191 und Urk. 192). 

Am 13. November 2023 reichte die Verteidigung im Hinblick auf die für den 1. De-

zember 2023 vorgesehene Berufungsverhandlung eine Vorabstellungnahme mit 

Beilagen beim Gericht ein (Urk. 187; 188/1-6). Mit Präsidialverfügung vom 22. No-

vember 2023 (Urk. 193) wurden die Parteien aufgefordert, sich zu den aktuellen 

Kontoständen bzw. zu einem Schreiben der IHAG Privatbank bis spätestens an-

lässlich der Berufungsverhandlung vom 1. Dezember 2023 zu äussern. Seitens der 

Privatklägerschaft erfolgte mit Eingabe vom 27. November 2023 (Urk. 198) eine 

Stellungnahme zum Schreiben der IHAG Privatbank. Am 28. November 2023 gin-

gen seitens der Zürcher Kantonalbank auf entsprechende Nachfrage seitens des 

Gerichtes noch detailliertere Kontoauszüge ein (Urk. 200; 201/1-4; 202; vgl. auch 

Urk. 196-197).

9. Nachdem die Berufungsverhandlung vom 1. Dezember 2023 infolge Krank-

heit des Vorsitzenden kurzfristig verschoben werden musste, erging gleichentags 

eine Referentenverfügung (Urk. 204), mittels welcher den Parteien die ihnen mit 

Präsidialverfügung vom 22. November 2023 angesetzte Frist, um sich zu den ak-

tuellen Kontoständen bzw. sich zum Schreiben der IHAG Privatbank vom 17. No-

vember 2023 zu äussern, wieder abgenommen wurde. 

10. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2023 (Urk. 208) stellte der Verteidiger diverse 

Verfahrensanträge: Zum einen seien mehrere gesperrte Bankkonten und Depots 

(Konto der K._____ SA bei der Credit Suisse; Konto des Beschuldigten bei der 

Swissquote; Konto der K._____ SA bei der IHAG Zürich AG) auf dem (gesperrten) 

Konto Nr. 33 des Beschuldigten bei der Zürcher Kantonalbank zusammenzuführen. 

Ferner sei gemäss der Verteidigung die Zürcher Kantonalbank anzuweisen, sämt-

liche Werte im Depot Nr. 62 zu verkaufen. Des Weiteren beantragte die Verteidi-

gung, dass die Zürcher Kantonalbank anzuweisen sei, sämtliche Fremdwährungs-

beträge in CHF zu wechseln und sämtliche Guthaben als CHF-Festgeld wiederkeh-

- 21 -

rend jeweils auf drei Monate anzulegen. Schliesslich seien gemäss Antrag der Ver-

teidigung die Sperren verschiedener Vermögenswerte (FZG 2. Säule Luzerner 

Kantonalbank; FZG-Depot 2. Säule Bank Pictet; 3 ½-Zimmerwohnung G._____; 

5 ½-Zimmerwohnung Zürich; 2 ½-Zimmerwohnung J._____) aufzuheben. Nach-

dem zwischenzeitlich – nach der kurzfristigen Verschiebung der Verhandlung vom 

1. Dezember 2023 – zur Berufungsverhandlung auf den 30. April 2024 vorgeladen 

worden war (Urk. 207), erneuerte die Verteidigung die vorgenannten Anträge und 

liess verlautbaren, dass über die gestellten Anträge noch vor der Berufungsver-

handlung zu entscheiden sei (Urk. 214), woraufhin der Privatklägerschaft sowie der 

Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 12. Februar 2024 (Urk. 215) Frist zur Stel-

lungnahme angesetzt wurde. Während die Staatsanwaltschaft auf Vernehmlas-

sung verzichtete (Urk. 217), stellte die Privatklägerschaft – nach Gewährung einer 

ausserordentlichen Fristerstreckung (vgl. Urk. 218-221) – ihrerseits den Antrag, 

dass auf die Anträge der Verteidigung vom 6. Dezember 2023 nicht einzutreten sei, 

sowie den Eventualantrag, dass das vorinstanzliche Urteil im Zivilpunkt gemäss 

Dispositivziffern 26 und 27 für vorzeitig vollstreckbar zu erklären sei (Urk. 223). Mit 

Beschluss vom 28. März 2024 (Urk. 226) wies das Gericht die Zürcher Kantonal-

bank an, nach Ablauf der Rechtsmittelfrist sämtliche sich auf dem (gesperrten) 

Konto des Beschuldigten Nr. 33 und allenfalls Depot Nr. 61 befindlichen Fremd-

währungsbeträge in CHF zu wechseln und sämtliche Guthaben in CHF als CHF-

Festgeld für die Dauer des laufenden Strafverfahrens wiederkehrend jeweils auf 

drei Monate anzulegen. Ferner wurde die IHAG Zürich AG angewiesen, das Unter-

konto Nr. 63 in AUD, lautend auf K._____ SA, umgehend zum marktüblichen Inter-

bankenkurs in CHF umzurechnen, das Konto zu saldieren und den gesamten Be-

trag bzw. das Saldo auf das Konto des Beschuldigten bei der Zürcher Kantonalbank 

Nr. 33 zu überweisen. Im Übrigen wurden die Anträge der Verteidigung vom 6. De-

zember 2023 sowie ferner der Eventualantrag der Privatkläger vom 19. März 2024 

einstweilen abgewiesen.

11. Mit jeweiligen Schreiben vom 15. April 2024 wurde seitens des Gerichtes bei 

den fraglichen Bankinstituten der aktuelle Kontostand der gesperrten Bankkonten 

per 22. April 2024 bzw. die Auskunft über inzwischen vollständig saldierte oder nicht 

mehr bestehende Kontobeziehungen nachgefragt (Urk. 231/1-6), welcher Auffor-

- 22 -

derung in der Folge nachgekommen wurde (vgl. Urk. 234/1-6; vgl. auch Urk. 232 

und Urk. 237) und deren Antwortschreiben in der Folge den Parteien zugestellt wur-

den (Urk. 236).  

12. An der Berufungsverhandlung vom 30. April 2024 erschienen der Beschul-

digte in Begleitung seines erbetenen Verteidigers Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

seitens der Anklagebehörde der Leitende Staatsanwalt Dr. iur. N._____ und die 

Staatsanwältin lic. iur. O._____ sowie der Privatkläger 2 in Begleitung des Rechts-

vertreters der Privatkläger 1-4 Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____.

13. Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 30. April 2024 wurden seitens der 

Verteidigung und der Privatklägerschaft mehrere Verfahrensanträge gestellt. Die 

Verteidigung beantragte die jeweilige Übertragung der bei der Swissquote und bei 

der Credit Suisse (Schweiz) AG beschlagnahmten Vermögenswerte des Beschul-

digten bzw. der K._____ SA auf das Privatkonto Nr. 33 des Beschuldigten bzw. auf 

sein Wertschriftendepot Nr. 36 bei der Zürcher Kantonalbank und die jeweilige Sal-

dierung der bisherigen Konti bei der Swissquote bzw. Credit Suisse (Schweiz) AG 

bzw. die Anweisung der Zürcher Kantonalbank, sämtliche Werte im Depot Nr. 62 

zu verkaufen und den Erlös als CHF- Festgeld wiederkehrend jeweils auf drei Mo-

nate anzulegen (Urk. 241). Seitens der Privatklägerschaft wurde der Verfahrensan-

trag gestellt, dass – soweit Vermögenswerte zu Gunsten des Beschuldigten freige-

geben werden sollten – die Beschlagnahme während 10 Tagen nach Urteilseröff-

nung aufrecht zu erhalten sei, damit die Privatkläger die notwendigen Schritte zur 

zwangsvollstreckungsrechtlichen Sicherung ihrer Ansprüche einleiten könnten 

(Urk. 244). Die Verfahrensanträge der Verteidigung und der Privatklägerschaft wur-

den mit Beschluss vom 3. Mai 2024 allesamt abgewiesen (Urk. 249).

II. Prozessuales

1.1. Seitens der Verteidigung wurde vorgebracht, dass weder in der Anklage noch 

im vorinstanzlichen Urteil eine klare Unterscheidung zwischen Einnahmen des Be-

schuldigten aus der vertraglichen Tätigkeit und seinen Einnahmen aus entgeltlicher 

Nebenbeschäftigung getroffen werde, wobei die Einnahmen der K._____ so oder 

- 23 -

anders keiner Rechenschafts- oder Herausgabepflicht unterlegen hätten (Urk. 187 

f. S. 5 f. Rz. 14 ff.; Urk. 238 Rz. 33 ff.). Diesbezüglich ist vorab zu prüfen, ob der 

Anklagegrundsatz rechtsgenügend gewahrt wurde.

1.2. Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklageschrift den Gegenstand 

des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion; Art. 9 und Art. 325 StPO; Art. 29 

Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV; Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a und b EMRK). Das Gericht 

ist an den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden (Immutabilitäts-

prinzip), nicht aber an dessen rechtliche Würdigung durch die Anklagebehörde 

(vgl. Art. 350 StPO). Die Anklage hat die der beschuldigten Person zur Last geleg-

ten Delikte in ihrem Sachverhalt so präzise zu umschreiben, dass die Vorwürfe in 

objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind. Das Akkusations-

prinzip bezweckt zugleich den Schutz der Verteidigungsrechte der beschuldigten 

Person und dient dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Informationsfunktion; BGE 

141 IV 132 E. 3.4.1; 140 IV 188 E. 1.3; 133 IV 235 E. 6.2 f.; 126 I 19 E. 2a; je mit 

Hinweisen). Die beschuldigte Person muss unter dem Gesichtspunkt der Informa-

tionsfunktion aus der Anklage ersehen können, wessen sie angeklagt ist. Das be-

dingt eine zureichende Umschreibung der Tat. Entscheidend ist, dass der Betrof-

fene genau weiss, welcher konkreter Handlungen er beschuldigt und wie sein Ver-

halten rechtlich qualifiziert wird, damit er sich in seiner Verteidigung richtig vorbe-

reiten kann. Er darf nicht Gefahr laufen, erst an der Gerichtsverhandlung mit neuen 

Anschuldigungen konfrontiert zu werden (vgl. BGE 103 Ia 6 E. 1b; Urteile des Bun-

desgerichtes 6B_1404/2020 vom 17. Januar 2022; 6B_492/2015 vom 2. Dezember 

2015 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 141 IV 437; 6B_1073/2014 vom 7. Mai 2015 E. 1.2; 

6B_344/2011 vom 16. September 2011 E. 3; je mit Hinweisen).

1.3. Die Einwände der Verteidigung erweisen sich als unbegründet. Insbesondere 

aus Rz. 91 bis 93 der Anklage (Urk. 1) ergibt sich ohne Weiteres, dass der Beschul-

digte seiner Rechenschafts- bzw. Herausgabepflicht im Rahmen seiner vertragli-

chen Tätigkeit für die Kanzlei nicht nachgekommen sein soll, was somit rechtsge-

nügend angeklagt wurde. Gleichzeitig fehlt eine hinreichend konkrete Umschrei-

bung einer allfälligen Tathandlung des Beschuldigten im Rahmen einer nicht bewil-

ligten Nebentätigkeit. Die Verteidigung nahm denn auch extensiv zur Frage des 

- 24 -

(Nicht-)Bestandes einer Rechenschafts- und Herausgabepflicht des Beschuldigten 

Stellung (Urk. 187 S. 8 ff. Rz. 27 ff.; Urk. 238 Rz. 33 ff.). Der Anklagegrundsatz 

wurde rechtsgenügend gewahrt.

2.1. In prozessualer Hinsicht stellte die Verteidigung ferner den Antrag, es sei das 

Verfahren einzustellen, soweit die Verfolgungsverjährung eingetreten sei, weil die 

Verjährung bei einem Strafrahmen für gewerbsmässigen Betrug von bis zu 10 Jah-

ren oder bis zu 5 Jahren bei Urkundenfälschung und ungetreuer Geschäftsbesor-

gung nach 15 Jahren eintrete. Das Bundesgericht habe in BGE 131 IV 83 der Zu-

sammenfassung von Einzeltaten zu einer verjährungsrechtlichen Einheit durch Auf-

gabe der Rechtsfigur des Einheitsdelikts enge Grenzen gesetzt. Lediglich in Fällen 

von tatbestandlicher (z.B. Raub) oder natürlicher Handlungseinheit (z.B. Misswirt-

schaft) könnten mehrere Handlungen als verjährungsrechtliche Einheit qualifiziert 

werden. Die gewerbsmässige Deliktsbegehung sei nach bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung hingegen in verjährungsrechtlicher Hinsicht keine Handlungsein-

heit (mit Verweis auf BGE 124 IV 59). Ausgehend vom vorinstanzlichen Entscheid-

datum am Tag der Hauptverhandlung sei somit die Strafverfolgung für alle vor dem 

27. Oktober 2006 verübten Handlungen verjährt (Urk. 53 S. 1, 6 ff.; Urk. 187 

S. 26 ff. Rz. 97 ff.; Urk. 238 Rz. 1).

2.2. Seitens der Staatsanwaltschaft wird demgegenüber geltend gemacht, dass 

mit dem Verhalten des Beschuldigten nicht einfach ein rechtswidriger Zustand her-

beigeführt werde, sondern eine dauernde Pflichtverletzung vorliege und somit der 

angeklagte Betrug in dieser Konstellation ein Dauerdelikt sei. Die Verjährungsfrist 

in Bezug auf sämtliche Einnahmen der K._____ habe deshalb frühestens Mitte 

2014 zu laufen begonnen (Urk. 51 S. 15 f.).

2.3. Seitens der Vorinstanz wurde zutreffend dargelegt, dass das Gericht die Ver-

jährung der Strafverfolgung von Amtes wegen prüft (Art. 329 Abs. 1 lit. c StPO; 

Art. 339 Abs. 2 lit. c StPO). Art. 97 StGB legt die Fristen für die Verfolgungsverjäh-

rung von Verbrechen und Vergehen fest. Innert dieser Fristen hat ein erstinstanzli-

ches Urteil zu ergehen, widrigenfalls die Verfolgungsverjährung eintritt und das 

Strafverfahren als Folge dessen einzustellen wäre (Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO; 

Art. 329 Abs. 4 StPO; BSK STGB I-ZURBRÜGG, Art. 97 StGB N 1a). In Art. 97 Abs. 1 

- 25 -

StGB werden die Verjährungsfristen bestimmt. Zu beachten ist, dass die zehnjäh-

rige Verjährungsfrist gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. c StGB – im Gegensatz zu den üb-

rigen unter Abs. 1 erwähnten Fristen, welche bereits seit dem 1. Oktober 2002 gel-

ten – erst per 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt wurde und aufgrund des Rückwir-

kungsverbots nur für ab diesem Datum begangene Taten gilt. Deshalb beträgt die 

Verfolgungsfrist gemäss dem davor geltenden Recht hinsichtlich Taten, bei wel-

chen die angedrohte Höchststrafe drei Jahre beträgt, lediglich sieben Jahre 

(vgl. BSK STGB I-ZURBRÜGG, Art. 97 StGB N 10a m.w.H.).

2.4. Der angeklagte deliktische Zeitraum reicht vom 2. Juli 2003 bis zum 21. Ok-

tober 2014 (Urk. 1 S. 6). Gewerbsmässiger Betrug ist mit einer Freiheitsstrafe von 

bis zu 10 Jahren, qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung sowie Urkundenfäl-

schung – ausgenommen besonders leichte Fälle im Sinne von Ziffer 2 der Bestim-

mung – sind je mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren bedroht. Gemäss 

Art. 97 Abs. 1 lit. b StGB verjährt die Strafverfolgung für solche Delikte in 15 Jahren 

(entsprechend aArt. 97 Abs. 1 lit. b StGB). Ist vor Ablauf der Verjährungsfrist ein 

erstinstanzliches Urteil ergangen, so tritt die Verjährung nicht mehr ein (Art. 97 

Abs. 3 StGB). Dies könnte bedeuten, dass die dem Beschuldigten vorgeworfenen 

Delikte, welche sich vor dem 11. November 2006 ereignet haben, verjährt wären 

(erstinstanzliche Urteilsfällung am 11. November 2021; vgl. Prot. I S. 29).

2.5. Gemäss Art. 98 lit. b StGB beginnt die Verjährung, wenn der Täter die straf-

bare Tätigkeit zu verschiedenen Zeiten ausführt, erst mit dem Tag, an dem er die 

letzte Tätigkeit ausführt. Es stellt sich die Frage, ob vorliegend von einer für die 

Anwendung dieser Bestimmung auf eine Mehrheit von Delikten einschlägigen na-

türlichen oder tatbestandlichen Handlungseinheit auszugehen ist. Letztere liegt vor, 

wenn das tatbestandsmässige Verhalten schon begrifflich, faktisch oder doch typi-

scherweise mehrere Einzelhandlungen voraussetzt. Eine natürliche Handlungsein-

heit liegt vor, wenn mehrere Einzelhandlungen auf einem einheitlichen Willensakt 

beruhen und wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs bei ob-

jektiver Betrachtung noch als ein einheitliches zusammengehörendes Geschehen 

erscheinen. Eine natürliche Handlungseinheit fällt jedoch ausser Betracht, wenn 

zwischen den einzelnen Handlungen – selbst wenn diese aufeinander bezogen 

- 26 -

sind – ein längerer Zeitraum liegt. Das Bundesgericht hat deshalb eine Handlungs-

einheit in einem Fall verneint, in dem zwischen Vorbereitungshandlungen gemäss 

Art. 260bis StGB und einer Geiselnahme nach Art. 185 Ziff. 1 StGB mehr als ein 

Monat vergangen war (BGE 111 IV 144 E. 3). Abgesehen von diesen Konstellatio-

nen der Tateinheit ist der Lauf der Verjährung für jede Tathandlung gesondert zu 

beurteilen, womit das Bundesgericht eine weitergehende Ausdehnung der Hand-

lungseinheit spezifisch für den Lauf der Verjährung zu begrenzen beabsichtigte und 

dies mit der Wahrung des Legalitätsprinzips und dem Umstand, dass mit der Ge-

setzesrevision teilweise längere Verjährungsfristen zur Anwendung gelangen und 

ein Eintritt der Verjährung nach Ergehen des erstinstanzlichen Urteils nicht mehr 

möglich ist, begründet (BGE 131 IV 83 E. 2.4.5; Urteil des Bundesgerichtes 

6B_646/2018 vom 2. November 2018 E. 4.3, jeweils mit Hinweisen). Diese Ansicht 

wird in der Lehre teilweise kritisiert (BSK STGB I-ZURBRÜGG, Art. 97 StGB N 20 ff. 

m.w.H.).

2.6. Die Vorinstanz stellt sich auf den Standpunkt, dass vorliegend eine natürliche 

Handlungseinheit vorliege. Sie erwog, dass bei der Beurteilung, ob eine solche Ein-

heit anzunehmen sei, weiterhin die nach der alten Rechtsprechung zur verjäh-

rungsrechtlichen Einheit entwickelten Voraussetzungen herangezogen werden 

dürften (unter Hinweis auf: BGE 131 IV E. 2.4.1 m.w.H. auf die alte bundesgericht-

liche Rechtsprechung in BGE 117 IV 408 E. 2 f.; 127 IV 49 E. 1b; 126 IV 141 E. 1a 

und 124 IV 5). Massgebend sei dabei nicht eine abschliessende Umschreibung in 

einer abstrakten Formel, sondern die Beurteilung im konkreten Fall, wobei sich der 

Richter vom Sinn und Zweck der Verjährung leiten lassen müsse. Dabei müssten 

die konkreten Umstände des Sachverhalts Bedeutung erlangen. Die angeklagten 

Delikte des Betrugs bzw. der ungetreuen Geschäftsbesorgung fänden ihre Grund-

lage in der dem Beschuldigten vorgeworfenen arbeitsvertraglichen Verletzung sei-

ner Rechenschafts- und Herausgabepflicht gemäss Art. 321b OR, welche als ei-

gentliches "Geschäftsmodell" auf einem einheitlichen Willensakt beruhe. Da dem 
Handeln des Beschuldigten erst mit seiner fristlosen Entlassung am 21. Oktober 

2014 ein Ende gesetzt habe werden können, seien die dem Beschuldigten vorge-

worfenen Straftaten somit – mit Ausnahme der vor dem 11. November 2006 be-

gangenen Urkundenfälschungen – nicht verjährt (Urk. 63 E. II.2.).

- 27 -

2.7. Die Erwägungen der Vorinstanz erweisen sich als zutreffend. Das Verhalten 

des Beschuldigten erscheint bei objektiver Betrachtung als ein einheitliches, zu-

sammengehörendes Geschehen, wozu auch gehört, dass der Kreis der Geschä-

digten derselbe blieb. Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass im Zusammenhang 

mit dem vorliegend zu beurteilenden Betrug von einem Unterlassungsdelikt auszu-

gehen ist, welches sich aus mehreren Unterlassungen zu einer sog. Unterlassung-

seinheit zusammenfügt (vgl. analog für die Vernachlässigung von Unterhaltspflich-

ten BSK STGB II-BOSSHARD, Art. 217 StGB N 21). Bei einem Unterlassungsdelikt 

beginnt die Verjährung nicht, solange die strafbare Unterlassung andauert. 

Fristauslösend ist hier grundsätzlich der Tag, an dem der Garant hätte handeln 

sollen bzw. die Handlungspflicht endet (TRECHSEL/SCHULTZE, PRAXISKOMMENTAR 

STGB, 4. A., Zürich 2021, Art. 98 StGB N 3 m.w.H.). Die Annahme einer Unterlas-

sungseinheit rechtfertigt sich umso mehr, als der vorliegend realisierte Schaden 

nicht nur im entgangenem Gewinn (lucrum cessans), sondern auch im durch die 

Personal-, Raum- und Betriebskosten verursachten Verlust (damnum emergens) 

der Privatklägerschaft besteht (s. nachstehend unter E. III.5.1.-5.5.), weshalb zwi-

schen den einzelnen Unterlassungshandlungen des Beschuldigten und dem da-

durch verursachten Schaden keine zeitlichen Unterbrüche feststellbar sind, welche 

der Annahme einer natürlichen Handlungseinheit zuwiderlaufen würden.

2.8. Aus den gemachten Erwägungen folgt, dass die dem Beschuldigten vorge-

worfenen Straftaten – so oder anders mit Ausnahme der vor dem 11. November 

2006 begangenen Urkundenfälschungen (bei welchen allerdings unklar bleibt, ob 

diese überhaupt angeklagt sind: vgl. Urk. 1 S. 62 Rz. 110, wo, im Gegensatz zu 

S. 6 Rz. 3 und S. 66 Rz. 117 unten, von der Eröffnung von Bankkonten erst ab dem 

10. April 2008 die Rede ist) – nicht verjährt sind.

3.1. Beweisanträge dürfen abgelehnt werden, wenn damit die Beweiserhebung 

über Tatsachen verlangt wird, die unerheblich, offenkundig, bekannt oder bereits 

rechtsgenügend erwiesen sind (s. STPO KOMMENTAR-RICKLIN, Art. 331 StPO N 1; 

bzw. Art. 318 Abs. 2 StPO).

3.2. Im Laufe des Gerichtsverfahrens wurden seitens der Verteidigung mehrere 

Beweisanträge gestellt (vgl. Urk. 48). Zum einen wurde beantragt, dass die Privat-

- 28 -

kläger eine Liste der Offshore-Gesellschaften und Stiftungen, welche sie in der Zeit 

von 2003 bis 2014 verwaltet hätten, eine Liste der Organe dieser Stiftungen sowie 

eine Liste der Verwaltungsratshonorare und Honorare für Vermögensverwaltung 

der Privatkläger bei Offshore-Gesellschaften zu edieren hätten. Damit lasse sich 

beweisen, dass der Beschuldigte keine konkurrierende Tätigkeit zur derjenigen der 

Privatklägerschaft betrieben habe bzw. solle dadurch bewiesen werden, welche Tä-

tigkeiten und Funktionen die Privatkläger gerade nicht ausgeübt hätten (Urk. 48 

S. 1 ff.). 

3.3. Ferner wurde von der Verteidigung beantragt, dass die Privatkläger sämtliche 

Honorardetails aller Mandate in der Zeit von 2003 bis 2014, die Gegenstand der 

Anklage seien, zu edieren hätten (Urk. 48 S. 1 ff.). Damit solle bewiesen werden, 

dass der Beschuldigte seine Arbeit bzw. seine Arbeitszeit oder diejenige seines 

Assistenten/Sekretariats zu Gunsten der B1._____ verrechnete (Urk. 48 S 3 f.).

3.4. Die vor Vorinstanz von der Verteidigung im Rahmen der Stellung der Bewei-

santräge eingereichten exemplarisch ausgewählten Rechnungen der B1._____ 

inkl. Honorardetails gemäss Beweismittelverzeichnis vom 27. Oktober 2021 (Urk. 

49 bzw. Urk. 50/1-21) wurden ebenso zu den Akten genommen wie eine Liste des 

Beschuldigten über die eingeklagten Beträge, die nicht als Eingänge auf den Kon-

ten der K._____ verzeichnet seien (Urk. 49 bzw. Urk. 50/22).

3.5. Aus den nachstehend im Rahmen der Beweiswürdigung gemachten Erwä-

gungen ergibt sich, dass die seitens der Verteidigung im Laufe des Gerichtsverfah-

rens gestellten Beweisanträge unverändert abzuweisen wären (s. nachstehend un-

ter E. III.G.1.8.) bzw. dass die bereits von der Vorinstanz zu den Akten genomme-

nen Listen (Urk. 49 bzw. Urk. 50/1-22) nichts am Beweisergebnis zu ändern ver-

mögen.

3.6. Im Übrigen drängen sich im Berufungsprozess – abgesehen von der erneu-

ten Befragung des Beschuldigten – auch von Amtes wegen keine weiteren Bewei-

serhebungen auf.

- 29 -

4.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschie-

bende Wirkung und wird die Rechtskraft des angefochtenen Urteils dementspre-

chend gehemmt. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil 

nur in den angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Auch wenn das Beru-

fungsgericht nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende ein ins-

gesamt neues Urteil (Art. 408 StPO), worin es jedoch anzugeben hat, welche 

Punkte bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (Urteile des Bundesgerichtes 

6B_482/2012 vom 3. April 2013 E. 5.3. und 6B_99/2012 vom 14. November 2012 

E. 5.3.).

4.2. Seitens des Beschuldigten wurde das vorinstanzliche Urteil teilweise hinsicht-

lich der Schuldsprüche (Disp.-Ziff. 1), der Sanktion (Disp.-Ziff. 2), des Vollzugs 

(Disp.-Ziff. 3), der Heranziehung der beschlagnahmten Vermögenswerte zur Kost-

endeckung bzw. Deckung der Ersatzforderung (Disp.-Ziff. 4 und 8-17), der Ver-

pflichtung zur Zahlung einer Ersatzforderung an den Staat (Disp.-Ziff. 25), der Ver-

pflichtung zu Schadenersatzzahlungen an den Privatkläger 1 (Disp.-Ziff. 26) und 

die Privatkläger 2-4 (Disp.-Ziff. 27), der Kostenauflage der Untersuchungs- und Ge-

richtskosten (Disp.-Ziff. 25) und der Gerichtsgebühren mehrerer Beschwerdever-

fahren vor der III. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich (Disp.-

Ziff. 31-35) sowie der Verpflichtung zur Zahlung einer Prozessentschädigung an 

die Privatklägerschaft (Disp.-Ziff. 36) angefochten (Urk. 65 und Urk. 238). 

4.3. Seitens der Privatklägerschaft wurde ihre Anfechtung des vorinstanzlichen 

Urteils mittels ihrer Anschlussberufung auf die durch die Vorinstanz freigegebenen 

Vermögenswerte bzw. die durch sie aufgehobenen Grundbuchsperren (Disp.-

Ziff. 5-7 und18-24) begrenzt (Urk. 69). 

4.4. Der vorinstanzliche Entscheid ist demnach hinsichtlich der Dispositivziffern 28 

(Kostenfestsetzung) und 29 (Entschädigung amtliche Verteidigung) in Rechtskraft 

erwachsen, was mittels Beschlusses festzustellen ist. 

III. Materielles

A. Tatvorwurf

- 30 -

Hinsichtlich der Tatvorwürfe ist auf die Anklageschrift vom 25. März 2021 und den 

Nachtrag der Staatsanwaltschaft vom 7. April 2021 zu verweisen (Urk. 1 und 

Urk. 4).

B. Anerkennungen des Beschuldigten

Seitens des Beschuldigten wurde hinsichtlich des ihm vorgeworfenen Anklage-

sachverhalts anerkannt, dass 

- er im anklagegegenständlichen Zeitraum zumindest im Innenverhältnis als 

angestellter Rechtsanwalt und somit als Arbeitnehmer bei der Kollektivgesellschaft 

B2._____ (nachfolgend B2._____) bzw. später bei der B1._____ arbeitete (Urk. 

50101006 Nr. 13; Urk. 50101208 Nr. 3 f. und 7; Urk. 50101209 f. Nr. 12 ff.; Urk. 44 

S. 7; Urk. 187 S. 3 ff. Rz. 8 ff.; Prot. II S. 38 ff.) und er deswegen um seine arbeits-

vertraglichen Pflichten gemäss Gesetz (Sorgfalts- und Treuepflicht gemäss Art. 

321a Abs. 1 OR; Konkurrenzverbot gemäss Art. 321a Abs. 3 OR; Rechenschafts- 

und Herausgabepflicht gemäss Art. 321b OR) und Arbeitsvertrag wusste (Urk. 187 

S. 3 ff. Rz. 8 ff.; Urk. 238 Rz. 33 ff.);

- die K._____ in der anklagegegenständlichen Zeit bzw. ab 2006/2007 (Urk. 44 

S. 11 f.) von ihm beherrscht war (Urk. 44 S. 8 f. und 11 f.; Prot. II S. 36 und 39);

- die Honorareinnahmen der Kunden an die K._____ gingen (z.B. 

Urk. 50104003 ff. Nr. 7 ff.; Prot. II S. 38 ff.); sowie

- die B1._____ bzw. B2._____ nicht aktiv über die Mandate informiert wurde, 

bei welchen die K._____ involviert war bzw. Geld eingenommen hat (Urk. 

50101205 Nr. 20 ff.; Urk. 187 S. 1 ff.; Urk. 238 Rz. 9 ff.).

C. Bestreitungen des Beschuldigten

Seitens des Beschuldigten wird – auch im Rahmen des Berufungsverfahrens – in-

des bestritten, dass 

- 31 -

- er rund 30 % der im Rahmen der vertraglichen Tätigkeit erzielten Einnahmen 

über die K._____ vertragswidrig für eigene Zwecke vereinnahmt haben soll, weil 

laut dem Beschuldigten mit der Abrechnung sämtlicher Arbeitsstunden der K._____ 

über die B2._____ bzw. B1._____ deren Infrastrukturkosten gedeckt worden seien 

(Urk. 50101213 Nr. 37; Prot. II S. 39);

- für eine Ablieferung der Honorare bzw. Erträge der K._____ an die B1._____ 

bzw. B2._____ eine Veranlassung bestanden habe, weil die B1._____ bzw. 

B2._____ weder eine Funktion noch eine Leistung erbracht hätten, die eine Ent-

schädigung durch die K._____ rechtfertigen würde (Urk. 50101213 Nr. 34; Urk. 187 

S. 4 ff. Rz. 10 ff.; Urk. 238 Rz. 34 ff.; Prot. II S. 38 ff.), zumal die erbrachten Arbeits-

leistungen über die B1._____ bzw. B2._____ abgerechnet worden seien (Urk. 

50101210 Nr. 17; Urk. 50101225 Nr. 115; 50101382 f. Nr. 96; Prot. II S. 40);

- die K._____ ein "Alter Ego" von ihm sei, zumal die Verwendung der K._____ 

als Dienstleister für Gesellschaften zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit der 

K._____ geschehen sei (Urk. 50101128 Nr. 3; Urk. 50101210 Nr. 18; Urk. 

50101368 f. Nr. 16);

- er nur einen Teil der Einnahmen über die Anwaltskanzlei abgerechnet habe 

(Urk. 50101210 Nr. 17; Urk. 50101371 f. Nr. 26; Urk. 187 S. 14 Rz. 55; Urk. 238 

Rz. 33 ff.);

- er der Anwaltskanzlei die anklagegegenständlichen Einnahmen hätte ablie-

fern müssen, weil es Erträge für Tätigkeiten gewesen seien, welche die Kanzlei 

explizit nicht habe ausführen wollen (Vermögensverwaltung und die Ausübung von 

Verwaltungs- bzw. Stiftungsratsmandaten), weshalb entsprechende Leistungen 

von der Kanzlei auch nicht in Rechnung gestellt worden seien (Urk. 44 S. 12, 17; 

Urk. 50101202 Nr. 4; Urk. 50101213 Nr. 35; Urk. 50102306 ff. Nr. 18 und 25; 

Urk. 50103135 ff. Nr. 42 f. und 56 bzw. 58; Urk. 50103147 Nr. 113; 

Urk. 50101366 ff. Nr. 10 und 17 ff.; Prot. II S. 38 ff.) bzw. weil die Kanzlei oder sonst 

ein Partner oder er persönlich diese Funktionen nicht habe ausüben wollen oder 

können, weshalb diese Honorare nicht an ihn persönlich oder an die Kanzlei bezahlt 

werden hätten können, andernfalls die Kanzlei die Verantwortung für diese Verwal-

- 32 -

tungsrats- und Stiftungsmandate übernommen oder eine Vermögenstätigkeit aus-

geübt hätte, was sie nicht gedurft hätte (Urk. 50101366 ff. Nr. 10 und 17; Prot. II 

S. 49 ff.);

- er mit den Geschäften der K._____ einer Nebenbeschäftigung nachgegangen 

sei (Urk. 44 S. 12, 17; Urk. 50101210 Nr. 17; Urk. 50101368 Nr. 15; Urk. 187 S. 11 

Rz. 41);

- er für bezahlte Nebentätigkeiten die schriftliche Zustimmung der Geschädig-

ten hätte einholen müssen bzw. dass bezüglich bezahlter Nebentätigkeiten zusätz-

lich zum Arbeitsvertrag allgemeine Geschäftsbedingungen mit der Kanzlei verein-

bart worden bzw. zur Anwendung gekommen seien bzw. mündlich oder schriftlich 

vereinbart worden seien (Urk. 50101008 Nr. 24-26; Urk. 50101203 Nr. 13; 

Urk. 50101208 f. Nr. 10 ff.);

- er für die anklagegegenständlichen Tätigkeiten das Beziehungsnetz, das Per-

sonal, die Räume und die sonstige betriebliche Infrastruktur der Anwaltskanzlei ge-

nutzt haben soll (Urk. 50101009 f. Nr. 32 f.; Urk. 50101013 f. Nr. 57; Urk. 50101384 

Nr. 99);

 - die anklagegegenständlichen Tätigkeiten ohne Wissen der Partner der 

B2._____ bzw. der B1._____ vorgenommen worden sein sollen (Urk. 44 S. 13; Urk. 

50101003 Nr. 6; Urk. 50101366 Nr. 8; Urk. 50104003 ff. Nr. 7 ff.; Urk. 187 S. 1 ff. 

Rz. 1 ff.; Urk. 238 Rz. 9 ff.), auch weil er diese Tätigkeiten nicht verheimlicht habe 

und auch andere Anwälte der Kanzlei für die K._____ unterschriftsberechtigt gewe-

sen seien (Urk. 50101008 Nr. 26; Urk. 50101367 Nr. 11; Urk. 50101379 f. Nr. 88; 

Urk. 50101382 f. Nr. 93 und 97; Urk. 50104004 Nr. 8; Urk. 238 Rz. 27 ff.) bzw. die 

Funktion der K._____ dieselbe gewesen sei, wie es die anderen Partner mit ande-

ren Gesellschaften gemacht hätten (Urk. 50101367 ff. Nr. 12, 17 und 24; Urk. 

50101423 Nr. 15; Urk. 50104004 ff. Nr. 9 ff.; Prot. II S. 44 f.);

- sich die Rechnungen der K._____ im EDV-System der B2._____ bzw. 

B1._____ in einer unüblichen, verschachtelten Ordnerstruktur befunden hätten 

(Urk. 50101003 Nr. 6; Urk. 50101202 Nr. 6; Urk. 50101212 Nr. 28 f.; Urk. 50101366 

- 33 -

Nr. 8; Urk. 50101372 Nr. 27; Urk. 50101381 Nr. 92; Urk. 50104004 ff. Nr. 8 und 

11 ff.; Urk. 238 Rz. 11; Prot. II S. 53 und 59);

- er durch dieses Vorgehen insgesamt Fr. 3'981'699.95 an Einnahmen erzielt 

habe (Urk. 44 S. 6 ff.; Urk. 187 S. 16 ff. Rz. 64 ff.; Prot. II S. 61 f.);

- er sich habe bereichern wollen, zumal das Geld der K._____, und nicht ihm, 

zugekommen sei (Urk. 50101423 ff. Nr. 15; Urk. 50104003 f. Nr. 7; Urk. 50104008 f. 

Nr. 19 f.; Prot. II S. 37 ff.);

- die K._____ Arbeitsleistungen in Rechnung gestellt habe, weil alle Arbeitsleis-

tungen – mit Ausnahme der Pauschalhonorare für die Organfunktionen, welche 

durch die K._____ ausgeübt worden seien und dieser bezahlt worden seien – von 

der B1._____ bzw. der B2._____ in Rechnung gestellt worden seien (Urk. 

50101370 f. Nr. 25; Urk. 50101379 f. Nr. 88; Urk. 238 Rz. 34 ff.; Prot. II S. 37 ff.);

- der B1._____ bzw. B2._____ Honorare entgangen seien (Urk. 50101380 Nr. 

89 f.; Urk. 238 Rz. 34 ff.; Prot. II S. 37 ff.); sowie 

- er in den Formularen A bei mehreren Bankverbindungen sich selbst bzw. ein-

mal eine Drittperson unzutreffend als wirtschaftlich berechtigte Person eingetragen 

habe (Urk. 44 S. 14 f.; Urk. 50101215 f. Nr. 46 ff.; Prot. II S. 46 f.).

D. Beweismittel

Bei den Akten finden sich im Wesentlichen folgende massgebliche verwertbare Be-

weismittel, um den strittigen Anklagesachverhalt zu prüfen: Die Einvernahmen des 

Beschuldigten (Urk. 50101001 ff.; 50101023 ff.; 50101082 ff.; 50101128 ff.; 

50101201 ff.; 50101207 ff.; 50101239 ff.; 50102001 ff.; 50102171 ff.; 50102195 ff.; 

50102214 ff.; 50102243 ff.; 50102301 ff.; 50103001 ff.; 50103118 ff.; 50103126 ff.; 

50101357 ff.; 50101363 ff.; 50101421 ff.; 50101427 ff.; 50104001 ff.; Urk. 44 

S. 1 ff.; Prot. II S. 35 ff.), diejenigen der Privatkläger 2 (Urk. 50201001 ff.; 50201294 

ff.), Privatkläger 3 (Urk. 50201176 ff.) und Privatkläger 4 (Urk. 50201065 ff.), die 

Zeugeneinvernahmen von P._____ (Urk. 50201273 ff.) und Q._____ 

(Urk. 50201306 ff.), der Arbeitsvertrag vom 1. Dezember 2003 (Urk. 20101116 ff. 

- 34 -

bzw. 30310025 ff.), die Allgemeinen Anstellungsbedingungen (Urk. 20101119 ff. 

bzw. 30310038) und die seitens der Parteien vor Vorinstanz (Urk. 46; 47/1-5; 49; 

50/1-22) sowie an der Berufungsverhandlung (Urk. 239/1-5; 240/1-2; 245/1-3) ein-

gereichten Dokumente.

E. Beweisgrundsätze

1. Bestreitet ein Beschuldigter die ihm vorgeworfenen Taten, ist der Sachverhalt 

aufgrund der Untersuchungsakten und der vor Gericht vorgebrachten Argumente 

nach den allgemein gültigen Beweisregeln zu erstellen. Gemäss der aus Art. 32 

Abs. 1 BV fliessenden und in Art. 10 Abs. 3 StPO sowie Art. 6 Ziff. 2 EMRK veran-

kerten Maxime "in dubio pro reo" ist bis zum gesetzlichen Nachweis ihrer Schuld 

zu vermuten, dass die einer strafbaren Handlung beschuldigte Person unschuldig 

ist (BGE 137 IV 219 E. 7.3. mit Hinweisen; BGE 127 I 38 E. 2a; Urteil des Bundes-

gerichtes 6B_617/ 2013 vom 4. April 2014 E. 1.2). Angesichts der Unschuldsver-

mutung besteht Beweisbedürftigkeit, d.h. der verfolgende Staat hat dem Beschul-

digten alle objektiven und subjektiven Tatbestandselemente nachzuweisen (JO-

SITSCH/SCHMID, HANDBUCH DES SCHWEIZERISCHEN STRAFPROZESSRECHTS, 4. A., Zü-

rich 2023, N 216) und nicht der Beschuldigte seine Unschuld (BGE 127 I 38 E. 2a). 

Als Beweiswürdigungsregel besagt die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von 

der Existenz eines für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt er-

klären darf, wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrü-

ckende Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat (BGE 138 V 

74 E. 7; 128 I 81 E. 2 mit Hinweisen). Die Überzeugung des Richters muss auf 

einem verstandesmässig einleuchtenden Schluss beruhen und für den unbefange-

nen Beobachter nachvollziehbar sein (Urteil des Bundesgerichtes 1P.474/2004 

vom 3. Dezember 2004 E. 2.2). Es liegt in der Natur der Sache, dass mit mensch-

lichen Erkenntnismitteln keine absolute Sicherheit in der Beweisführung erreicht 

werden kann. Daher muss es genügen, dass das Beweisergebnis über jeden ver-

nünftigen Zweifel erhaben ist. Bloss abstrakte oder theoretische Zweifel dürfen da-

bei nicht massgebend sein, weil solche immer möglich sind (BGE 138 V 74 E. 7 mit 

Hinweisen). Es genügt also, wenn vernünftige Zweifel an der Schuld ausgeschlos-

sen werden können. Hingegen darf ein Schuldspruch nie auf blosser Wahrschein-

- 35 -

lichkeit beruhen (JOSITSCH/SCHMID, a.a.O., N 227 f.; Urteil des Bundesgerichtes 

1P.474/2004 vom 3. Dezember 2004 E. 2.2).

2. Stützt sich die Beweisführung auf die Aussagen von Beteiligten, so sind diese 

frei zu würdigen (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es ist anhand sämtlicher Umstände, die sich 

aus den Akten und den Verhandlungen ergeben, zu untersuchen, welche Sachdar-

stellung überzeugend ist, wobei es vorwiegend auf den inneren Gehalt der Aussa-

gen ankommt, verbunden mit der Art und Weise, wie die Angaben erfolgten. Nach 

neueren Erkenntnissen kommt der allgemeinen Glaubwürdigkeit der befragten Per-

son im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft kaum mehr Bedeutung zu. 

Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit 

ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen, welche durch eine methodische 

Analyse ihres Inhaltes darauf zu überprüfen sind, ob die auf ein bestimmtes Ge-

schehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben des Befragten entsprin-

gen (BGE 133 I 33 E. 4.3 mit Hinweisen und Urteile des Bundesgerichtes 

6B_1107/2020 vom 20. Juli 2022 E. 1.1.2; 6B_95/2015, 6B_112/2015, 

6B_113/2015 vom 25. Januar 2016 E. 6.3 mit Hinweisen).

3. Auf die Argumente des Beschuldigten ist im Rahmen der nachstehenden Er-

wägungen einzugehen. Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass 

das Gericht die Vorbringen des von einem Entscheid in seiner Rechtsstellung Be-

troffenen auch tatsächlich hört, prüft und in seiner Entscheidfindung berücksichtigt. 

Nicht erforderlich ist, dass es sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich ausein-

andersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann es 

sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es müssen we-

nigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich das Gericht hat 

leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; 139 IV 

179 E. 2.2; 138 IV 81 E. 2.2; Urteile des Bundesgerichtes 6B_25/2022 vom 18. Ok-

tober 2023 E. 3.1; 6B_770/2020 vom 25. November 2020 E. 1.3.2.; 6B_401/2015 

vom 16. Juli 2015 E. 1.1.; je m.w.H.).

F. Allgemeine Glaubwürdigkeit der Beteiligten

- 36 -

1. Die allgemeine Glaubwürdigkeit des Beschuldigten wurde von der Vorinstanz 

unter Berücksichtigung der massgebenden Umstände zutreffend gewürdigt, wes-

halb vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen (Urk. 63 E. III.6.1.) ver-

wiesen werden kann. Zu unterstreichen ist, dass die Glaubhaftigkeit seiner Aussa-

gen, auf welche noch einzugehen sein wird, im Vordergrund steht.

2.1. Ebenso hat sich die Vorinstanz ausführlich und sorgfältig mit der Beurteilung 

der allgemeinen Glaubwürdigkeit der Privatkläger 2-4 und ihre damit im Zusam-

menhang stehende Interessenlage auseinandergesetzt (Urk. 63 E. III.6.2.). Auf ihre 

zutreffenden Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen werden. Im Zentrum 

steht der Vorwurf des Beschuldigten, dass es in Wahrheit um einen Streit um ihm 

zustehende Bonuszahlungen gehe, welcher mit der Ankündigung des Beschuldig-

ten am 7. März 2014, offene Bonusansprüche mit Honoraren zu verrechnen, eska-

liert sei (Urk. 53 S. 12 f.) und mit der Strafanzeige seitens der Privatkläger habe 

erreicht werden sollen, dass er auf berechtigte finanzielle Ansprüche gegenüber 

der B2._____ bzw. der B1._____ verzichte bzw. dadurch eine Zahlung seinerseits 

erpresst werden sollte (vgl. Urk. 50101004 Nr. 8; Urk. 50101009 Nr. 28; Urk. 

50101204 Nr. 14 ff.; Urk. 50101224 Nr. 114; Urk. 50101423 Nr. 11 f.; Urk. 

50104008 f. Nr. 20; Urk. 53 S. 11 ff.; Prot. II S. 57). Die seitens der Vorinstanz ge-

machte Erwägung, dass kein Grund ersichtlich sei, warum die Privatkläger 2-4 dem 

Beschuldigten seinen vereinbarten Bonus nicht hätten ausbezahlen wollen, wenn 

alles zu ihrer vollen Zufriedenheit abgelaufen wäre (Urk. 63 E. III.6.2. S. 86), ver-

mag zu überzeugen. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Pri-

vatkläger 2-4 aufgrund finanzieller Interessen oder persönlicher Missstimmung an-

gesichts gewisser persönlicher Vorbehalte dem Beschuldigten gegenüber (s. dazu 

die sich als gänzlich zutreffend erweisenden Erwägungen der Vorinstanz zu den 

persönlichen Vorbehalten seitens der Privatklägerschaft – und da insbesondere der 

Privatkläger 3 und 4 – gegenüber dem Beschuldigten: Urk. 63 E. III.6.2. S. 87 ff.) 

plötzlich nicht mehr bereit waren, dass vorher vielleicht noch (zumindest implizit) 

akzeptierte Geschäftsgebaren des Beschuldigten mitzutragen. Allerdings vermag 

die Beweiswürdigung eine solche Motivationslage nicht zu stützen, zumal erstellt 

ist, dass die Privatkläger 2-4 von den anklagegegenständlichen Transaktionen des 

Beschuldigten keine Kenntnis hatten (s. nachstehend unter E. G.2.1.-2.9.) und sich 

- 37 -

keine Hinweise für einen gegen den Beschuldigten geführten "Komplott" finden las-

sen (s. dazu auch nachstehend unter E. 2.2.). Angesicht der erheblichen finanziel-

len Interessen und der erkennbaren persönlichen Animositäten dem Beschuldigten 

gegenüber sind die Aussagen der Privatkläger 2-4 nichtsdestotrotz mit einer gewis-

sen Zurückhaltung zu würdigen.

2.2. Unverdächtig erscheint jedenfalls der Hintergrund, welcher seitens der Privat-

klägerschaft als Anlass für die kanzleiinternen Abklärungen und schliesslich zur Er-

hebung der Strafanzeige gegen den Beschuldigten führte: So habe das US-Justiz-

ministerium die Corner Bank in R._____ um Übermittlung von Informationen er-

sucht, welche die B1._____ zu liefern in der Lage gewesen wäre. Auch wenn das 

Ersuchen in den dem Gericht vorliegenden Akten – soweit ersichtlich – nicht ent-

halten ist (vgl. auch Urk. 1 Rz. 91 i.V.m. Urk. 45 N 88 bzw. Urk. 20101060 Rz. 22), 

kann hinsichtlich der Vorgeschichte, welche zur Erhebung der Strafanzeige führte, 

gänzlich auf die glaubhafte Sachdarstellung seitens der Privatklägerschaft abge-

stellt werden (s. dazu auch die dazu von der Vorinstanz gemachten zutreffenden 

Erwägungen: Urk. 63 E. III.3.1. S. 64 bzw. III.3.3. S. 67 bzw. III.6.2. S. 86 f.). Der 

Privatkläger 4 schilderte plastisch, wie in diesem Zusammenhang der Privatkläger 

2 zu ihm gekommen sei und ihm gesagt habe, dass er gewisse Abläufe und Kun-

denaktivitäten nicht verstehe. Ihm (dem Privatkläger 4) seien damals weder diese 

Kunden noch die K._____ bekannt gewesen. Der Privatkläger 2 habe dann nach-

gehakt und sei der Meinung gewesen, dass gewisse Verrechnungen zwischen der 

K._____ und den Kunden bestehen würden, worauf er (der Privatkläger 4) erwidert 

habe, dass man schauen müsse, was überhaupt im System aufzufinden sei. Bei 

der K._____ habe sich gezeigt, dass diese im System "Plato" erfasst gewesen sei, 

dass aber seit 2005/2006 keine Eintragungen mehr erfolgt seien. Bei den Klienten-

gesellschaften habe man aber diverse Rechnungen der K._____ an die Kunden 

vorfinden können, was sie stutzig gemacht habe, weshalb sie der Sache auf den 

Grund gegangen seien. Weiter habe man herausgefunden, dass der Beschuldigte 

Direktor der K._____ war, weshalb er so die Rechnungen direkt habe abbuchen 

können. Deshalb habe man die Buchhaltungsstelle beauftragt, sämtliche Mandate 

des Beschuldigten im "Plato" durchzukämmen (Urk. 50201078). Auch seitens des 

Privatklägers 2 wurde bestätigt, dass die B1._____ per Zufall festgestellt habe, 

- 38 -

dass der Beschuldigte über die K._____ grosse Rechnungen für verschiedene 

Dienstleistungen gestellt habe (Urk. 50201014). Er ergänzte, dass bei ihnen jeder 

Kunde im System "Plato" erfasst gewesen sei. Die K._____ sei indes seit Jahren 

nicht mehr im "Plato" erfasst gewesen. Als sie herausgefunden hätten, dass die 

K._____ bei der Corner Bank als Stiftungsrat fungiert habe, hätten sie sich gefragt, 

wohin das Stiftungshonorar geflossen sei, wobei sie im "Plato" festgestellt hätten, 

dass beim Beschuldigten unter "Diverses" ein Unterkonto bestanden habe, was an-

sonsten niemand so erfasst habe (Urk. 50201022). Die Sachdarstellung des Privat-

klägers 2 vermag diejenige des Privatklägers 4 – entgegen der Ansicht der Vertei-

digung (Urk. 53 S. 9) – nicht zu widerlegen, sondern stützt sie vielmehr, weil – ein-

hergehend mit der zutreffenden Einschätzung der Vorinstanz (Urk. 63 E. III.6.2. S. 

86) – jeder der Partner die damaligen Vorkommnisse gemäss seinen eigenen Er-

innerungen, aus seiner eigenen Sicht und mit seinem eigenen Vorwissen in den 

verschiedenen relevanten Zeitabschnitten schilderte. Auch der Einwand der Vertei-

digung, wonach in den Akten weder belegt sei, dass die Corner Bank Auskunft über 

die K._____ verlangt hätte bzw. dass – entgegen den Angaben in der Strafanzeige 

– Informationen über die K._____ in die USA hätten geliefert werden sollen (Urk. 

53 S. 8 ff.), vermag an der Glaubhaftigkeit der Sachdarstellung seitens der Privat-

klägerschaft hinsichtlich der Vorgeschichte nichts zu ändern, zumal letztlich un-

massgeblich ist, welche Daten – diejenigen der K._____ oder diejenigen des Be-

schuldigten, der Privatkläger 1 und 2 (vgl. auch der seitens der Verteidigung er-

wähnte Entscheid des Bundesgerichtes 4A_83/2016 vom 22. September 2016 

insb. A.a. und A.c.) – herausgegeben hätten werden sollen. Auf die Konstruktion 

eines Vorwurfs gegenüber dem Beschuldigten im Sinne eines seitens der Privat-

klägerschaft geschmiedeten Komplotts lassen die geschilderten Umstände jeden-

falls nicht schliessen. Dass die eigentlichen Gründe für das Zerwürfnis zwischen 

der Privatklägerschaft und dem Beschuldigten in der zeitlich parallel zum Bonuss-

treit stattfindenden Auseinandersetzung mit der Corner Bank zu sehen sei, mittels 

welcher der Beschuldigte in den Augen der Privatkläger 2-4 dem Ruf der Kanzlei 

geschadet und hohe Prozesskosten verursacht habe, erscheint, auch angesichts 

des Umstands, dass dieser Einwand seitens des Beschuldigten – einhergehend mit 

- 39 -

der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz (Urk. 63 E. III.6.2. S. 87) – erst spät im 

Verfahren erfolgte (vgl. Urk. 53 S. 12 f.), wenig plausibel.

3. Hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der als Zeugen einvernommenen zwei Per-

sonen ist zu bemerken, dass es sich bei P._____ um eine Anwaltsassistentin des 

Beschuldigten (Urk. 50201274 f.) und bei Q._____ um den Buchhalter der Kanzlei 

(Urk. 50201307) handelte. Auch wenn diese Personen als Zeugen einvernommen 

wurden und unter der strengen Strafandrohung von Art. 307 StGB zu wahrheitsge-

mässen Aussagen verpflichtet waren, sind ihre Ausführungen aufgrund der ge-

schäftlichen Verbundenheit mit den beteiligten Personen mit einer gewissen Zu-

rückhaltung zu würdigen.

G. Beweiswürdigung

1.1. Seitens der Vorinstanz wurden die massgebenden Aussagen des Beschul-

digten zusammengefasst und zutreffend wiedergegeben (Urk. 63 E. III.2.1.-2.19.), 

weshalb vorab grundsätzlich darauf verwiesen werden kann. Nicht wiedergegeben 

wurden von der Vorinstanz indes seine anlässlich der staatsanwaltlichen Einver-

nahme vom 25. Februar 2020 (Urk. 50101427 ff.) sowie im Rahmen der vorinstanz-

lichen Hauptverhandlung (Urk. 44 S. 6 ff.) zur Sache gemachten Aussagen. Dies 

ist hier nachzuholen.

1.2. Hinsichtlich seiner vor Staatsanwaltschaft am 25. Februar 2020 gemachten 

Angaben ist zu ergänzen, dass der Beschuldigte im Anschluss an die mit dem Pri-

vatkläger 2 gleichentags durchgeführte Einvernahme (Urk. 50201294 ff.) u.a. aus-

sagte, dass für ihn eine zusätzliche Abrechnung der Infrastrukturkosten keinen Sinn 

gemacht habe. In der Rechnung, welche die Privatkläger ausgestellt hätten, seien 

sämtliche Unkosten bereits enthalten. Aus dieser Rechnung resultiere ein Gewinn 

von 2.2 Mio. zu Gunsten der Privatkläger. Die Rechnung mache auch deshalb kei-

nen Sinn, weil die Privatkläger die Honorare der K._____ beanspruchen würden. 

Es seien auch keine zusätzlichen Kosten entstanden, weil alle Verwaltungshand-

lungen für die Rechnungsstellung der K._____ als Verwaltungskosten den einzel-

nen Kunden abgerechnet worden seien. Diese seien als Honorar an die Privatklä-

ger geflossen. Die Arbeit der Mitarbeiter sei vor allem juristisch gewesen, es habe 

- 40 -

sich um Studenten gehandelt, welche erste praktische juristische Erfahrungen hät-

ten sammeln wollen. Deshalb seien sie vorwiegend auf juristischen Mandaten ein-

gesetzt gewesen. Die Mitarbeiter seien auch immer wieder für andere Partner tätig 

gewesen. Die Rechnung enthalte auch Kosten für Fahrzeug-Leasing, diese Kosten 

seien ihm regelmässig in der persönlichen Bonusabrechnung belastet worden. Bei 

den Raumkosten sei zudem ein Büro im Parterre zu viel berechnet worden. Die 

Arbeiten für die K._____ habe er in den Räumlichkeiten der B1._____ ausgeführt. 

Alle Unterlagen seien im Büro gewesen. Der Aufwand für die Rechnungen sei so 

minimal gewesen und habe darin bestanden, einmal pro Jahr eine Vorlage auszu-

drucken und zu aktualisieren. Der Aufwand dafür sei dem Kunden belastet worden. 

Zu den gleichentags gemachten Aussagen des Zeugen Q._____ 

(Urk. 50201306 ff.) wollte der Beschuldigte keine Stellung nehmen.

1.3. Vor Vorinstanz (Urk. 44 S. 6 ff.) führte der Beschuldigte aus, dass der ihm 

gemachte Anklagevorwurf absurd sei, weil es in der Kanzlei allgemeine Praxis ge-

wesen sei, dass das so gehandhabt wurde. Er habe nichts anderes gemacht, als 

alle anderen Anwälte auch. Es sei auch bekannt gewesen, dass das so gehandhabt 

werde. Er habe das erst von den anderen Anwälten der Kanzlei so kennengelernt. 

Er sei vorher nicht in diesem Bereich tätig gewesen und habe das erst in der Kanzlei 

so erfahren. Über Jahre sei das offen deklariert so gehandhabt worden und sei 

physisch und elektronisch alles dokumentiert gewesen. Mindestens ein Dutzend 

Leute hätten mit der Handhabung zu tun gehabt und hätten es gewusst. Es sei 

offen da, nichts versteckt gewesen. Der Kanzlei sei kein Schaden entstanden. 

Sämtliche Arbeiten, die er ausgeführt habe, seien den Kunden jede Minute abge-

rechnet worden. Egal, ob es eine Vermögensverwaltung oder die Haltung einer Ge-

sellschaft oder Stiftung gewesen sei, die Leistungen seien erfasst und dem Kunden 

abgerechnet worden. Auf den Vorhalt, dass er Angestellter oder Salaried Partner 

gewesen und somit nicht Partner der Aktiengesellschaft gewesen sei, erwiderte der 

Beschuldigte, dass er kein Aktionär gewesen sei. Es sei richtig, dass er sich gegen 

aussen als Partner habe bezeichnen dürfen, er im Innenverhältnis aber kein Partner 

gewesen sei. Die Frage des vorinstanzlichen Vorsitzenden, dass es nicht heisse, 

dass er als Angestellter das Gleiche auch tun dürfe, wenn er angestellt sei und die 

Besitzer der Gesellschaft etwas machen würden, bejahte der Beschuldigte, wobei 

- 41 -

er darauf verwies, dass es aber Drittfirmen gewesen seien, die die Funktion von 

Verwaltungs- und Stiftungsrat eingenommen hätten. Nichts anderes habe er auch 

gemacht. Es sei nicht um persönliches Geldverdienen gegangen, auch bei ihm 

nicht. Er habe das Geld nicht gebraucht und er habe es auch nicht gemacht, um für 

sich Geld zu verdienen. Es sei darum gegangen, dass man die Funktion mit einer 

geeigneten Gesellschaft besetze. Der Beschuldigte bestätigte, dass er den Kunden 

der K._____ Rechnung gestellt habe. Die Zahlung der Fees etc. sei dann auf ein 

Konto der K._____ geflossen. Auf den Vorhalt, dass gemäss Anklageschrift die 

K._____ von ihm beherrscht worden sei, erwiderte der Beschuldigte, das sei nicht 

von Anfang an so gewesen. Bereits als er in die Kanzlei eingetreten sei, habe es 

die K._____ gegeben. Er habe sie in den neunziger Jahren mit drei Partnern ge-

gründet. Die K._____ hätte Patente bewirtschaften und auswerten sollen. Das sei 

die ursprüngliche Idee gewesen. Er habe die Gesellschaft gegründet. Von den an-

deren drei Partnern habe einer Erfindungen gemacht und Patente darauf gehabt. 

Der zweite sei ein Industrieller gewesen, der für die Produktion der Erfindungen 

verantwortlich gewesen sei. Der dritte sei sein Kontakt in diesem Zusammenhang 

gewesen, S._____. Er sei Werber und Konzeptentwickler gewesen und habe den 

Erfinder T._____ gekannt. Er habe ihn gefragt, was sie machen könnten, weil 

T._____ langsam in ein gewisses Alter und mit seinen Erfindungen auf keinen grü-

nen Zweig gekommen sei. Er habe dann gesagt, es müsse ein Konzept für die 

Vermarktung entwickelt und die Produktion aufgegleist werden. Das habe alles 

Geld gekostet. Mit der K._____ hätten sie alles angehen wollen. Zu diesem Zweck 

hätten sie die K._____ gegründet. Bei der K._____ sei es nicht ums Verstecken 

von Geldern gegangen. Sie hätten nichts verstecken wollen, sie hätten Geld ver-

dienen wollen. Zuerst habe es gekostet. Das Geld sei nicht vorhanden gewesen, 

denn niemand habe Geld gehabt, weder der Erfinder noch der Produzent noch der 

Werber. Der Einsatz als Stiftungs- und Verwaltungsrat in diesen Gesellschaften sei 

eine Möglichkeit gewesen, ein bisschen Geld zu verdienen, um die Kosten decken 

zu können. Die K._____ habe kein Geld gehabt und das sei eine Möglichkeit ge-

wesen, Geld in die K._____ zu bringen, um die Kosten zu decken. Das sei der 

eigentliche Ursprung gewesen. Andererseits hätten sie den Nutzen gehabt, die 

- 42 -

Funktion zu besetzen, die die Kanzlei nicht habe wahrnehmen wollen. Die Kanzlei 

selbst sei nicht im Verwaltungs- oder Stiftungsrat von Panama-Gesellschaften.

Das Projekt mit dem Patent-Geschäft sei weiterverfolgt worden. Allerdings sei es 

dann ungefähr im Jahr 2006 oder 2007 definitiv gescheitert, weil der Erfinder 

T._____ seine Patente letztlich nicht habe übertragen wollen, was eine Vorausset-

zung für die Verwertung gewesen wäre. Ab 2006/2007 seien nur noch Geschäfte 

über die K._____ gelaufen, wie sie in der Anklage aufgeführt seien. Die K._____ 

habe Rechnung für ein jährliches Pauschalhonorar für die Tätigkeit als Stiftungs- 

oder Verwaltungsrat gestellt. Die Arbeit, die er geleistet habe, habe er quartals-

weise immer im Namen der Kanzlei abgerechnet. Dies habe den Vorteil für die 

Kanzlei gehabt, dass sie von den Leistungen profitiert habe, die er für die Gesell-

schaften erbracht habe, sie habe aber das Risiko der Verantwortung nicht gehabt. 

Sie sei in Panama nicht im Handelsregister eingetragen und habe keine Verantwor-

tung als Verwaltungs- und Stiftungsrat gehabt, habe aber für die Tätigkeit trotzdem 

Umsatz gemacht. Das Geld für seine Arbeit, die er in Rechnung gestellt habe, sei 

auf das Konto der Kanzlei bei der Credit Suisse geflossen. Auf die Frage, ob die 

übrigen Einnahmen, wie Fees etc. an die K._____ geflossen seien, gab der Be-

schuldigte vor Vorinstanz zu Protokoll, dass nicht alles zur K._____ gegangen sei. 

In Panama hätten sie einen Vertreter gehabt, der bezahlt habe werden müssen. 

Gewisse Mandate seien von Treuhändern übermittelt worden, die Vermögen ver-

waltet hätten. Diese hätten meistens auch noch eine Provision erhalten. Das sei 

von der Pauschalgebühr bezahlt worden. Auf die Frage, ob die Partner von diesem 

Konstrukt gewusst hätten, antwortete der Beschuldigte, "Ja, von Anfang an". Dass 

die Partner dies in der Untersuchung bestritten, verstehe er nicht. Es sei klar gewe-

sen. Bei ihm sei es um etwa 80 Gesellschaften gegangen. Die Kanzlei selbst habe 

mehrere hundert gehabt. Anfangs der Zweitausenderjahre habe es eine Verschie-

bung von Liechtenstein nach Panama gegeben. In Liechtenstein habe man natür-

liche Personen als Stiftungsrat eingesetzt. Dies sei immer formeller und immer teu-

rer geworden. Dann habe man mit den Stiftungen in Panama begonnen. Weil das 

weiter weg gewesen sei, um die Unterschriften einzuholen, und weil es auch weni-

ger sicher gewesen sei, weil es in Südamerika war, habe man damit begonnen, 

Gesellschaften als Stiftungsräte einzusetzen. Das Gesetz von Panama habe dies 

- 43 -

zugelassen. In Liechtenstein sei dies nicht der Fall gewesen. Deshalb habe man 

begonnen, Gesellschaften als Verwaltungs- und Stiftungsräte einzusetzen. Der Be-

schuldigte bestätigte ferner, dass die K._____ auch Einnahmen erzielt habe und 

dass unter dem Strich Erträge generiert worden seien. Weil es immer mehr Gesell-

schaften geworden seien, sei unter dem Strich schon etwas geblieben. Das Geld 

sei in der K._____ geblieben, welche mittlerweile ihm gehöre. Die Gelder seien ihm 

ursprünglich nicht, aber ab 2006/2007 zugeflossen. Auf den Vorhalt, dass das dann 

eine Nebenbeschäftigung wäre, erwiderte der Beschuldigte, eine Beschäftigung sei 

es nicht. Von allem, was er gearbeitet habe, seien die Gelder an die Kanzlei geflos-

sen. Ihm sei kein Geld zugeflossen, dies sei noch immer in der K._____ drin. Der 

Beschuldigte bestätigte im Folgenden, dass ihm die K._____ wirtschaftlich gehöre. 

Er bestätigte, dass die Tätigkeit über die Anwaltskanzlei gemacht und auch über 

die Anwaltskanzlei abgerechnet worden sei bzw. dass es sei keine Nebenbeschäf-

tigung gewesen sei, er die Tätigkeit im Rahmen der Anstellung bei der Arbeitskanz-

lei gemacht habe. Auf den Vorhalt, dass aus dieser Anstellung in der Anwaltskanz-

lei Erträge in eine Gesellschaft geflossen seien, von der er sage, sie gehöre ihm, 

folge, dass er die Erträge nach Art. 321b OR seinem Arbeitgeber herausgeben 

müsste, erwiderte der Beschuldigte, dass es Erträge für Tätigkeiten gewesen seien, 

die die Kanzlei explizit nicht habe ausführen wollen. Auf den Vorhalt, dass er die 

Arbeit im Rahmen seiner Tätigkeit als angestellter Anwalt bei der Anwaltskanzlei 

ausgeführt habe und ihm daraus Erträge wirtschaftlich zugeflossen seien, er diese 

dem Arbeitgeber hätte herausgeben bzw. ihn mindestens darüber hätte informieren 

müssen, antwortete der Beschuldigte, das sei so nicht diskutiert worden, aber es 

sei offenkundig gewesen. Seine Funktion bei der K._____ sei klar gewesen. Die 

Rechnungen seien offen in den Dossiers gewesen. Auch der ganze Bankverkehr 

der K._____ habe der Kanzlei physisch vorgelegen und sei zugänglich gewesen. 

Die Kanzlei habe davon gewusst. Der Beschuldigte bestätigte in der Folge, seine 

fristlose Kündigung und die nicht ausbezahlten Boni beim Arbeitsgericht angefoch-

ten zu haben. Vor erster Instanz sei der Bonus im Betrag von etwa Fr. 100'000.– 

gutgeheissen, aber mit der Schadenersatzforderung zur Verrechnung gebracht 

worden. Die fristlose Kündigung sei nicht als unzulässig eingestuft worden. Den 

Fall habe er ans Obergericht weitergezogen. Den Anklagevorwurf, im selben Zeit-

- 44 -

raum in den Formularen A gegenüber sieben Schweizer Banken selber bzw. einmal 

eine Drittperson als wirtschaftlich berechtigte Person genannt zu haben, obwohl er 

nie die Absicht gehabt haben soll, diesen Bankverbindungen eigene Vermögens-

werte zuzuführen, wies der Beschuldigte als klar falsch von sich. Das seien Konten 

gewesen, die er für sich eröffnet habe, namentlich als Transaktionskonten bei Ban-

ken, bei denen auch die Kunden gewesen seien. Es sei nicht selten vorgekommen, 

dass Kunden Gelder von der Bank hätten weg transferieren wollen, dies aber nicht 

direkt von ihren Stiftungskonten. Das sei dann über ein solches Konto geflossen. 

Das Geld, das auf dem Konto geblieben sei, sei von ihm gewesen. Darum sei er 

wirtschaftlich Berechtigter an diesem Konto. Es sei nicht der Plan gewesen, dass 

Kundengelder darauf fliessen sollten. Die Konten seien einfach mal eröffnet worden 

und es sei dann vorgekommen, dass vielleicht mal ein Kunde einbezahlt habe und 

dass das Geld ein bisschen länger dort gelegen sei. Das habe man nicht vorher 

gewusst. Es sei nicht absehbar gewesen. Das Geld sei gekommen, wenn ein 

Kunde im Zuge der Weissgeldstrategie von seiner Bank eine Kündigung erhalten 

habe. Einige Kunden hätten bei den Banken gehen müssen und nicht sofort ge-

wusst, wohin mit dem Geld. Es sei eine Zwischenlösung gesucht worden, bis sie 

gewusst hätten, wie sie weiter verfahren sollten. Auf den Vorhalt, weshalb er der 

Bank nicht gesagt habe, dass er an den Geldern nicht mehr wirtschaftlich berechtigt 

gewesen sei, erwiderte der Beschuldigte, dass es teilweise Konten mit Formular R 

gewesen seien. Diese seien explizit für solche Transaktionen vorgesehen gewe-

sen. Mit der Zeit hätten die Banken keine Formular-R-Konten mehr haben wollen. 

In der Praxis sei es dann toleriert worden, dass die Transaktionen auch ohne For-

mular R abgewickelt worden seien. Weil das Geld von einem Konto bei ihnen ge-

kommen sei, hätten die Banken jeweils gewusst, was für Transaktionen dies gewe-

sen seien. Es sei nichts verschleiert worden. Für die Banken sei es transparent 

gewesen. Teilweise seien auch transaktionsbezogene Formulare A ausgefüllt wor-

den. Der Beschuldigte negierte, sich des gewerbsmässigen Betrugs und der mehr-

fachen Urkundenfälschung schuldig gemacht zu haben. Auf die Ergänzungsfragen 

des Referenten, wer bei seinem Verlassen der B1._____ 2014 Verwaltungsrat der 

K._____ gewesen sei, antwortete der Beschuldigte, dass – Irrtum vorbehalten – es 

im Jahr 2013 einen Wechsel gegeben habe. Bis dahin seien es die ursprünglichen 

- 45 -

vier Partner gewesen. Im Jahr 2013 sei S._____ verstorben. Mit dem Wechsel 

seien seine Gesellschaft, die U._____, und sein Sohn Verwaltungsräte geworden. 

Er selbst sei Geschäftsführer mit Einzelzeichnungsberechtigung gewesen. Die 

Konten der K._____ seien für Honorareinzahlungen gedacht gewesen. Erst viel 

später seien diese Konten ausnahmsweise benutzt worden, um Gelder kurzfristig 

zwischen zu platzieren. Bei den gesperrten Bankverbindungen der K._____ könne 

es betragsmässig Unterschiede geben, wenn inzwischen Freigaben bewilligt wur-

den. Er habe diverse Anträge gestellt, dass Kundengelder freizugeben seien. Diese 

seien teilweise bewilligt worden, teilweise nicht. Dadurch könnten Verschiebungen 

entstanden sein. Der Beschuldigte bestätigte, dass es möglich sei, dass von diesen 

Konten Kundengelder ausbezahlt worden seien. Auf Ergänzungsfrage des Vertei-

digers, ob die Funktion, die die K._____ ausgeführt habe, Teil seiner Tätigkeit ge-

mäss dem Arbeitsvertrag bei der Kanzlei gewesen sei, erwiderte der Beschuldigte, 

dass dies klar nicht der Fall gewesen sei. Es sei Vermögensverwaltung gewesen. 

Die Kanzlei habe dies nicht gemacht. Die Kanzlei habe bei den Panama-Gesell-

schaften auch nicht als Verwaltungs- oder Stiftungsrat auftreten wollen. Der Hinter-

grund des Pfandhalterschaftsvertrags zwischen der V._____, der K._____ und dem 

Privatkläger 2 sei gewesen, dass die K._____ Gelder bei V._____ angelegt habe. 

V._____ sei eine brasilianische Gesellschaft, die von Dr. C._____ verwaltet worden 

sei. Für die Anlagen, das seien Darlehen gewesen, seien als Sicherheit Aktien ge-

stellt worden. Dr. C._____ habe diese als Pfandhalter entgegengenommen und für 

die K._____ gehalten. Daraus sei erkennbar, dass er Kenntnis von der K._____ 

gehabt habe. Die Anlagen in Brasilien seien so riskante Investments gewesen, dass 

man sie nur mit guten Bekannten gemacht habe. Auf die Frage des Verteidigers, 

wer ihn motiviert gehabt habe, die Anlagen von der K._____ zu machen, antwortete 

der Beschuldigte, dass dies die Privatkläger 2 und W._____, ein Vermögensver-

walter, der immer wieder bei ihnen im Büro gewesen sei, gewesen seien. Die bei-

den hätten diese Anlagen promotet. Auf die weitere Ergänzungsfrage des Referen-

ten, was die Aufgabe der B1._____ Gestion gewesen sei, erwiderte der Beschul-

digte, dass diese vor allem Buchhaltung und Treuhand bei Schweizer Gesellschaf-

ten gemacht habe, aber nicht bei Panama-Gesellschaften. Sie sei nie im Verwal-

tungsrat einer Panama-Gesellschaft gewesen.

- 46 -

1.4. Anlässlich der Berufungsverhandlung gab der Beschuldigte zudem zu Proto-

koll (Prot. II. S. 35 ff.), dass der ihm gemachte Vorwurf nicht berechtigt sei, was die 

Honorare der K._____ anbelange. Aus der Entwicklung sei ersichtlich, dass es Kun-

den gewesen seien, welche durch Banken oder Vermögensverwalter vermittelt 

worden seien. Diese Kunden hätten bereits lange alle Nummernkonten, dies seien 

alles Ausländer. In den 60/70er Jahren seien Liechtensteiner-Stiftungen ideale Ve-

hikel gewesen, um diese Nummernkonten aufzuheben und das Geld von diesen 

Kunden in eine Stiftung zu platzieren. In den 80er seien liechtensteinische Stiftun-

gen weniger interessant geworden, weil die Regulierung strenger geworden sei für 

Liechtenstein, das habe es dann massiv verteuert. Darum sei man auf Panama-

Stiftungen gekommen, die wesentlich günstiger gewesen seien. Sein Verhalten 

könne nie und nimmer als Betrug eingestuft werden. Sämtliche Dokumente seien 

im Büro aufgelegen, sie seien in den Kundendossiers, es sei verbucht worden. Dut-

zende Mitarbeiter hätten über alles Bescheid gewusst. Er hätte ohne Weiteres die 

Umsätze der K._____ auch ausserhalb des Büros behalten können, wenn er dies 

gewollt hätte. Er habe gar nie die Absicht gehabt, jemanden zu täuschen und es 

wäre gar nie ein Problem gewesen. Zum Vorwurf der Urkundenfälschung äusserte 

sich der Beschuldigte dahingehend, dass dieser unzutreffend sei, weil er das For-

mular A bei der Kontoeröffnung unterzeichnen musste. Er habe das auf sich aus-

füllen müssen hinsichtlich der Konten der K._____, bei welcher er Alleinaktionär 

sei. Auf die Frage, welche Tätigkeiten und Aufgaben sein Arbeitsverhältnis mit der 

B2._____/B1._____ umfasst habe, erwiderte der Beschuldigte, dass es juristische 

Arbeiten gewesen seien, die sich ergeben hätten, etwa die Hälfte Prozessführung 

und die andere Hälfte Beratung und Verwaltung von Gesellschaften. Er habe Be-

ratung für Lösungen von Bankkunden oder für die Abwicklung von Transaktionen 

angeboten. Er habe jahrelang im Rechtsdienst von Banken gearbeitet und durch 

das gewusst, wie eine Kreditfinanzierung und ein Akkreditiv funktioniere. Wenn Lö-

sungen gesucht worden seien, dann sei er auch viel von Banken angefragt worden, 

was er für eine Lösung vorschlage. Es sei um Vermögensstrukturierungen gegan-

gen, so auch um die Gründung und Verwaltung von Gesellschaften und Stiftungen. 

Auf die Frage, ob die Leistungen, die über die K._____ abgerechnet wurden, die-

sem Aufgabenbereich im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses bei der 

- 47 -

B2._____/B1._____ entsprochen hätten, antwortete der Beschuldigte, dass die 

K._____ keinerlei Arbeiten abgerechnet habe. Die Arbeitsstunden seien immer 

dem Kunden in Rechnung gestellt worden. Die Honorare seien an die Kanzlei ge-

gangen. Die K._____ habe nur die Funktionshonorare in Rechnung gestellt. Die 

Stiftungen hätten ein Organ, einen Stiftungsrat gebraucht. Bei den Liechtenstein-

Stiftungen sei es immer ein Rechtsanwalt oder Treuhänder in Liechtenstein gewe-

sen. Bei der Verschiebung nach Panama habe man vor Ort die gleiche Organisa-

tion gehabt, also einen Stiftungsrat vor Ort, der Bankunterlagen unterzeichnen 

musste. Es habe sich herausgestellt, dass dies mühsam und langwierig sei, vor 

allem wegen dem Postweg, wo die Post verloren gegangen sei. Statt dem Stiftungs-

rat vor Ort habe man eine andere Lösung gesucht, die praktischer sei, sodass man 

keine Post nach Panama verschicken und hernach ewig warten musste, bis sie 

wieder zurückgekommen sei. Liechtensteinische Gesellschaften habe er erst nach 

ein paar Jahren bei B1._____ eröffnet. Die Gesellschaft K._____ habe er schon vor 

B1._____ gehabt, sie habe aber einen anderen Zweck gehabt und sei inaktiv ge-

wesen. Er habe sie dann für diese Panama-Stiftungen wieder reaktiviert und als 

Organ verwendet. Auf die Frage, ob es etwas Besonderes gewesen sei, dass er 

ein solches Organ einsetzte, erwiderte der Beschuldigte, dass es nicht seine Idee 

gewesen sei. Er habe das von den Partnern von B1._____ übernommen, welche 

auch eine Offshore-Gesellschaft für die von ihnen gegründeten Stiftungen verwen-

det hätten. Die Einnahmen über die K._____ seien "sicher ausserhalb" des Anstel-

lungsverhältnisses erzielt worden, weil die Honorare für einen Auftrag an einen aus-

senstehenden Dritten gewesen seien. Die Funktion habe besetzt werden müssen, 

das hätte irgendjemand sein können. Das seien keine Honorare gewesen, welche 

an die Kanzlei gegangen seien. Die Kanzlei habe nicht mit einer Funktion in einer 

Panama-Stiftung in Verbindung gebracht werden wollen. Auch andere Honorare, 

welche im Zusammenhang mit der K._____ bezahlt wurden – für Beratungen, Ver-

waltungen, Gründungen etc. –, hätten laut dem Beschuldigten nichts mit dem An-

stellungsverhältnis zu tun gehabt. Das seien keine Honorare gewesen, die an die 

Kanzlei flossen. Diese hätten auch nicht dorthin fliessen dürfen, weil die Kanzlei 

nicht gewollt habe, dass diese von Panama-Stiftungen an die Kanzlei flossen. Es 

hätte sonst eine Verbin