# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4382c34-4c06-5a7b-a42d-16d894577df1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.11.2022 PS220196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS220196_2022-11-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PS220196-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. E. Pahud 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck 

Beschluss vom 25. November 2022 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Schuldnerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gläubigerin und Beschwerdegegnerin, 

 
betreffend Konkurseröffnung 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 10. November 2022 (EK221677) 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Mit Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 10. November 2022 wurde über die Schuldnerin und Beschwer-

deführerin (nachfolgend: Schuldnerin) für eine Forderung der Gläubigerin und Be-

schwerdegegnerin (nachfolgend: Gläubigerin) von Fr. 2'106.60 nebst Zins zu 5 % 

seit 11.03.2022, Fr. 1'579.95 nebst Zins zu 5 % seit 18.03.2022, Fr. 421.30 nebst 

Zins zu 5 % seit 31.03.2022, Fr. 474.– nebst Zins zu 5 % seit 15.04.2022, 

Fr. 86.50 Wohnsitzveränderung des BA Zürich 2 sowie Betreibungskosten von 

Fr. 152.60 der Konkurs eröffnet (act. 3 = act. 6 = act. 7/9). Dagegen erhob die 

Schuldnerin mit Eingabe vom 16. November 2022 (überbracht) Beschwerde, wo-

bei sie die Aufhebung des Konkurses und die Erteilung der aufschiebenden Wir-

kung beantragte (act. 2).  

2. Mit Verfügung vom 16. November 2022 wurde der Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung einstweilen verweigert und die Schuldnerin darauf hingewie-

sen, dass sie ihre Beschwerde bis zum Ablauf der Rechtsmittelfrist ergänzen 

könne (act. 11). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 7/1-13). Mit 

Eingabe vom 22. November 2022 (Datum Poststempel) zog die Schuldnerin ihre 

Beschwerde zurück (act. 15). Das Beschwerdeverfahren ist dementsprechend 

abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO). 

3.1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens der Schuld-

nerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und in Anwendung von Art. 111 Abs. 1 

ZPO mit dem geleisteten Kostenvorschuss (act. 5/4) zu verrechnen. Dass dieser, 

wie die Schuldnerin vorbringt, nicht von ihr, sondern von ihrem Verwaltungsrats-

mitglied und Alleinaktionär C._____ geleistet worden sei (act. 15, vgl. auch act. 8), 

mag zwar sein. Für das Gericht spielt es jedoch keine Rolle, ob die zur Leistung 

des Vorschusses verpflichtete Partei oder ein Dritter den Vorschuss leistet. Ge-

leistete Kostenvorschüsse gelten in der Regel als von der dazu verpflichteten Par-

tei geleistet und werden zur Tilgung der anfallenden Gerichtskosten verwendet. 

Ein allfälliger Überschuss wird der verpflichteten Partei – hier der Schuldnerin – 

zurückerstattet, wobei gegebenenfalls ein Rückerstattungsanspruch des den Kos-

tenvorschuss leistenden Dritten gegenüber der fraglichen Partei besteht (vgl. O-

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Ger ZH NG140012 vom 17. März 2015 E. 4; OGer ZH OGer ZH 13. Mai 2014, 

LF140026 E. 4 m.w.H.). Die für die Konkursforderung hinterlegten Mittel von ins-

gesamt Fr. 5'400.– (vgl. act. 5/5 und act. 13) wurden für die Deckung der Kon-

kursforderung geleistet und fallen, da der Konkurs nicht aufgehoben wird, entge-

gen der Ansicht der Schuldnerin (vgl. act. 15) in die Konkursmasse. Sie können 

damit – auch wenn sie wie der Kostenvorschuss für das Beschwerdeverfahren 

von einem Dritten geleistet worden sein sollten (vgl. act. 15) – weder zurückbe-

zahlt noch der Gläubigerin überwiesen werden, sondern sind dem von der Vor-

instanz mit der Durchführung des Konkurses beauftragten Konkursamt Oerlikon-

Zürich weiterzuleiten. Da das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs wie er-

wähnt abzuschreiben ist und der Konkurs eröffnet bleibt, können sodann keine 

Anordnungen über den dem Konkursamt Oerlikon-Zürich geleisteten Kostenvor-

schuss (vgl. act. 15 und act. 5/3) getroffen werden.  

3.2. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen; der Schuldnerin nicht, 

weil sie zufolge des Rückzugs der Beschwerde als unterliegend gilt, und der 

Gläubigerin nicht, weil ihr im Beschwerdeverfahren kein zu entschädigender Auf-

wand entstand. 

Es wird beschlossen: 

1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden der Schuldnerin auferlegt 

und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet; der Überschuss wird 

der Schuldnerin zurückerstattet, unter Vorbehalt eines allfälligen Verrech-

nungsanspruchs. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

- 4 - 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage von 

Kopien von act. 2 und act. 15, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung 

der erstinstanzlichen Akten), das Konkursamt Oerlikon-Zürich, das Handels-

registeramt des Kantons Zürich und an das Betreibungsamt Zürich 11, je 

gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des Be-
gehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision beim 
Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw C. Funck 
 
versandt am: 
25. November 2022 
 
 
 

https://www.swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/d14b19c8-5e79-4de6-89de-e2501acd79f5/7445c214-5c24-4552-a761-295404ced3bc?source=document-link&SP=9|t2jyi3

	Beschluss vom 25. November 2022
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden der Schuldnerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet; der Überschuss wird der Schuldnerin zurückerstattet, unter Vorbehalt eines allfälligen Verrechnungsanspruchs.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gläubigerin unter Beilage von Kopien von act. 2 und act. 15, sowie an die Vorinstanz (unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten), das Konkursamt Oerlikon-Zürich, das Handelsregisteramt des Kantons...
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...