# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ab31858-c0d4-55b9-a13e-5782de933152
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2008 C-8/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-8-2006_2008-09-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-8/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, Richter Johannes Frölicher, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, Richter Alberto Meuli,
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

SWICA Versicherungen AG, 
vertreten durch Fürsprecher Daniel Staffelbach, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Ersatzkasse UVG, 
vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer, 
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Gesundheit (BAG),
Vorinstanz.

Koordination von Leistungen nach UVG.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-8/2006

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1945 geborene O._______ war seit dem 1. März 1995 als 
Betriebsleiter (Gerant) im Dancing X._______ in A._______ angestellt. 
Er verdiente dort ein monatliches Bruttogehalt von Fr. 4500.- zuzüglich 
einer  Beteiligung am Betriebserfolg  (vgl. Arbeitsvertrag vom 6. März 
1995  sowie  dessen  Anhang  vom  5.  April  1995).  Daneben  betrieb 
O._______ als selbständigerwerbender Carunternehmer die Einzelfir-
ma Y._______ in B._______ und betätigte sich als Vermieter von Fest-
wirtschaftsmobiliar. Mit  Bezug  auf  die  beiden  Einkommen  aus  selb-
ständiger  Erwerbstätigkeit  hatte  O._______ mit  Vertrag vom 8. März 
1994, gültig ab 1. Februar 1994, bei der SWICA Gesundheitsorganisa-
tion  (heute:  SWICA  Versicherungen  AG;  nachfolgend:  SWICA)  eine 
freiwillige Unfallversicherung mit einem versicherten Verdienst von Fr. 
97'200.-  abgeschlossen. Als  versicherte Tätigkeiten hatte O._______ 
"Restaurant"  und "Carreisen"  angegeben  und  einen entsprechenden 
Antrag unterschrieben (vgl. Versicherungsantrag vom 21. Januar 1994, 
act. 85 Akten SWICA I). Ein Mitarbeiter der SWICA strich "Restaurant" 
nachträglich durch, überstrich "Carreisen" mit Korrekturflüssigkeit und 
brachte  statt  dessen  den  Vermerk  "Restaurant  (Festwirtschaft)"  an. 
Diese Änderung des Versicherungsantrags erfolgte ohne Einverständ-
nis von O._______. Der Abschluss der Versicherung wurde ihm – ohne 
Hinweis auf  die Änderung des versicherten Risikos – mit  Schreiben 
der SWICA vom 31. Januar 1994 (act. 86 Akten SWICA I) bestätigt. 

B.
Am  8.  Juli  1995  erlitt  O._______  in  Ausübung  seiner  Tätigkeit  als 
Gerant  im  Dancing  X._______  einen  Unfall,  in  dessen  Folge  er  im 
Kantonsspital A._______ behandelt werden musste (vgl. act. 2 Akten 
SWICA I). Sein Arbeitgeber hatte keine Unfallversicherung für ihn ab-
geschlossen.  Die Heilungskosten in der Höhe von Fr. 14'434.10 wur-
den zunächst  von der  SWICA übernommen,  wovon die  Ersatzkasse 
UVG der  SWICA Fr. 13'038.20  zurückerstattete  (vgl.  act.  268  Akten 
Ersatzkasse UVG). Auf der Basis des versicherten Verdienstes von Fr. 
97'200.-  richtete  die  SWICA  O._______  bei  einer  Arbeitsunfähigkeit 
von 100% vom 11. Juli 1995 bis 11. Dezember 1995 und einer solchen 
von 70% vom 12. Dezember 1995 bis 16. Oktober 1996 Taggelder in 
der Höhe von Fr. 79'394.- aus (vgl. act. 260 Akten Ersatzkasse UVG).

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C.
Mit Verfügung vom 20. Juli 1998 (act. 275 Akten Ersatzkasse UVG) an-
erkannte die Ersatzkasse UVG ihre Leistungspflicht betreffend den Un-
fall  vom 8. Juli  1995 im Umfang des obligatorisch versicherten,  von 
O._______  als  Arbeitnehmer  des  Dancing  X._______  erzielten  Ver-
dienstes. Basierend auf  einer Arbeitsunfähigkeit  von 70% als Gerant 
richtete die  Ersatzkasse UVG O._______ vom 17. Oktober  1996 bis 
31. Mai 1998 UVG-Taggelder in der Höhe von Fr. 53'457.60 aus (vgl. 
Taggeldabrechnung  vom  5.  Mai  1998,  act.  265  Akten  Ersatzkasse 
UVG). Die gegen die Verfügung vom 20. Juli 1998 erhobenen Einspra-
chen  der  SWICA  (act.  276  Akten  Ersatzkasse  UVG)  und  von 
O._______ (act. 278 Akten Ersatzkasse UVG) wies  die  Ersatzkasse 
UVG mit Einspracheentscheid vom 16. November 1998 (act. 279 Akten 
Ersatzkasse UVG) ab.

D.
Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 1998 (act. 272 Akten Ersatzkas-
se UVG) betreffend die von O._______ angefochtene Verfügung vom 
5.  Mai  1998  (nicht  bei  den  Akten)  lehnte  die  SWICA  jegliche  Leis-
tungspflicht aus dem Unfall vom 8. Juli 1995 ab. Da es sich um einen 
Berufsunfall von O._______ in seiner Tätigkeit im Dancing X._______ 
handle, sei dieser für den Unfall vom 8. Juli 1995 nicht bei der SWICA 
versichert.  Einzig  zuständiger  UVG-Versicherer  sei  die  Ersatzkasse 
UVG. Diese habe der SWICA die fälschlicherweise bereits ausgerich-
teten Taggelder von insgesamt Fr. 79'394.- zurückzuerstatten.

E.
Gegen den Einspracheentscheid der SWICA vom 10. Juli  1998 liess 
O._______, vertreten durch Rechtsanwalt Rudolf Strehler, am 9. Okto-
ber 1998 Beschwerde (act. 157 Akten SWICA II) beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Thurgau erheben mit den Anträgen, der Einsprache-
entscheid sei aufzuheben, es sei festzustellen, dass der Beschwerde-
führer  bei  der  SWICA für  sämtliche zum Unfallzeitpunkt  ausgeübten 
Tätigkeiten versichert  sei,  und die gesetzlichen Leistungen seien auf 
der  Basis  eines  versicherten  Jahresverdienstes  von  Fr. 38'700.-  zu 
entrichten. 

Gegen den Einspracheentscheid  der  Ersatzkasse UVG vom 16. No-
vember  1998  (act.  279  Akten  Ersatzkasse  UVG)  liess  O._______ 
ebenfalls  Beschwerde führen mit  den Anträgen,  es sei  festzustellen, 
dass  er  bei  der  Ersatzkasse UVG für  sämtliche zum Unfallzeitpunkt 

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ausgeübten Tätigkeiten versichert  sei,  soweit  nicht  die SWICA dafür 
einzustehen habe, und die Ersatzkasse UVG sei zu verpflichten, ihm 
die gesetzlichen Leistungen auf der Basis eines versicherten Verdiens-
tes von Fr. 97'200.- zu entrichten, soweit nicht die SWICA dafür einzu-
stehen habe.

Die  SWICA,  vertreten  durch  Fürsprecher  Daniel  Staffelbach,  reichte 
gegen  den  Einspracheentscheid  der  Ersatzkasse  UVG vom 16. No-
vember 1998 (act. 279 Akten Ersatzkasse UVG) am 26. Januar 1999 
Beschwerde (act. 161 Akten SWICA II) ein mit den Anträgen, die bei-
den von O._______ anhängig gemachten Beschwerdeverfahren seien 
zu  vereinigen,  die  Beschwerde  gegen  den  Einspracheentscheid  der 
SWICA sei abzuweisen und die Angelegenheit sei gesamthaft zur Be-
urteilung der Rentenfrage an die Ersatzkasse UVG zurückzuweisen.

F.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau vereinigte die drei Ver-
fahren. Mit Entscheid vom 8. September 1999 hiess es die Beschwer-
de von O._______ gegen den Einspracheentscheid der  SWICA vom 
10. Juli  1998 gut,  wies die Beschwerde der SWICA gegen den Ein-
spracheentscheid der Ersatzkasse UVG vom 16. November 1998 ab 
und schrieb die Beschwerde von O._______ gegen den Einsprache-
entscheid der Ersatzkasse UVG als gegenstandslos ab.

G.
Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau 
vom 8. September 1999 liess die SWICA,  wiederum vertreten durch 
Fürsprecher Daniel Staffelbach, mit Eingabe vom 25. November 1999 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben beim damaligen Eidgenössi-
schen Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht). 
Sie  stellte  den  Antrag,  der  Entscheid  des  Verwaltungsgerichts  des 
Kantons Thurgau vom 8. September 1999 sei aufzuheben, das Verfah-
ren sei an die Vorinstanz zurückzuweisen und diese anzuweisen, das 
Beweisverfahren durchzuführen. Eventuell  sei  festzustellen,  dass die 
SWICA nicht  leistungspflichtig  sei; zudem sei  festzustellen,  dass die 
Ersatzkasse  UVG  allein  leistungsverpflichtet  und  die  Angelegenheit 
gesamthaft zur Beurteilung der Rentenfrage an die Ersatzkasse UVG 
zurückzuweisen sei.

H.
Mit  Urteil  vom 18. Oktober 2000 wies das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht  die Beschwerde ab, soweit  es darauf eintrat  (Urteil  des 

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Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U  416/99  vom  18.  Oktober 
2000). Es erwog, gemäss dem angefochtenen Entscheid des kantona-
len Gerichts seien die SWICA und die Ersatzkasse UVG zuständig für 
die Folgen des Unfalls vom 8. Juli 1995, und zwar je auf der Grundlage 
der  bei  ihnen  versicherten  Verdienste  aus  der  Beschäftigung  von 
O._______ als selbständigerwerbender Vermieter von Festwirtschafts-
mobiliar  und Carunternehmer einerseits  und aus seiner Tätigkeit  als 
unselbständigerwerbender Gerant andererseits. Alle anderen Fragen, 
wie insbesondere die ziffernmässige Festlegung der von der Ersatz-
kasse UVG geschuldeten Leistungen, die Arbeitsunfähigkeit oder die 
Kausalität  würden von diesem Anfechtungsgegenstand nicht  erfasst; 
auch  die  Leistungskoordination  zwischen  den  beiden  im  Grundsatz 
leistungspflichtigen Versicherern in Bezug auf  Geld-  und Naturalleis-
tungen sei damit nicht präjudiziert. 

In  Bezug  auf  die  Frage,  ob  und  für  welche  Tätigkeiten  zwischen 
O._______ und der SWICA ein Vertrag über die freiwillige Unfallversi-
cherung gemäss UVG bestanden hatte, kam das Eidgenössische Ver-
sicherungsgericht zum Schluss, O._______ habe sich für seine beiden 
Aktivitätsbereiche  als  Vermieter  von  Festwirtschaftsmobiliar  und  als 
Carunternehmer als unfallversichert  wähnen dürfen. Gestützt auf den 
abgeschlossenen Vertrag und zum Schutz des durch diesen begründe-
ten Vertrauens habe die SWICA die versicherten Leistungen zu erbrin-
gen.

I.
Mit Schreiben vom 12. Juni 2002 reichte die SWICA ein Erläuterungs-
begehren beim Eidgenössischen Versicherungsgericht betreffend des-
sen Urteil vom 18. Oktober 2000 ein. In dem Gesuch legte die SWICA 
dar, die beiden Parteien (gemeint sind die Ersatzkasse UVG und die 
SWICA selbst) könnten sich über die Auslegung des EVG-Urteils nicht 
einigen. Denn die SWICA gehe davon aus, mit dem Urteil sei lediglich 
über  die Versicherteneigenschaft  von O._______ im Rahmen seines 
UVG-Versicherungsvertrags mit der SWICA entschieden worden, wäh-
rend die Ersatzkasse UVG den Standpunkt vertrete, es sei damit zu-
gleich auch die Koordination zwischen der Ersatzkasse UVG und der 
SWICA entschieden worden. Für den Fall, dass die letztgenannte Kon-
stellation zutreffe, stellte die SWICA die Frage, wie diese Koordination 
rechnerisch durchzuführen sei.

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J.
Die Ersatzkasse UVG, vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer, 
liess sich mit Eingabe vom 17. Juni 2002 vernehmen. Sie stellte den 
Antrag,  das  Erläuterungsgesuch der  SWICA sei  abzuweisen,  sofern 
darauf eingetreten werden könne. Das Dispositiv des Urteils vom 18. 
Oktober 2000 sei klar und bedürfe nicht der Erläuterung. Im Weiteren 
sei die Erläuterung einer Frage, die vom EVG nicht zu prüfen war und 
die es daher nicht geprüft habe, ausgeschlossen. Die Frage über das 
Quantitativ der Leistungen der SWICA und der Ersatzkasse UVG so-
wie die Frage der Leistungskoordination seien im Verfahren vor dem 
EVG nicht Prozessthema gewesen.

K.
Mit Urteil vom 16. September 2002 trat das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht  auf  das  Erläuterungsgesuch  der  SWICA  vom  12.  Juni 
2002 nicht ein. Es erwog, in dem Gesuch werde nicht dargelegt, inwie-
fern das Dispositiv des Urteils des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts vom 18. Oktober 2000 unklar, unvollständig, zweideutig oder in 
sich widersprüchlich sei oder aber Rechnungs- oder Redaktionsfehler 
enthalte.  Das  Erläuterungsgesuch  ziele  auf  eine  Diskussion  jener 
Punkte  ab,  die  vom  Eidgenössischen  Versicherungsgericht  nicht  zu 
prüfen waren und erweise sich deshalb als unzulässig.

L.
Mit Verfügung vom 8. Januar 2003 (act. 256 Akten SWICA III) teilte die 
Ersatzkasse  UVG  O._______  mit,  aufgrund  der  von  Prof.  Dr.  med. 
M._______ am 9. September 2002 durchgeführten Untersuchung und 
des entsprechenden Arztberichts stehe nun fest,  dass sich sein Ge-
sundheitszustand nicht wesentlich verändert habe und der Endzustand 
per  9. September  2002 erreicht  sei. Die Taggeldleistungen habe die 
Ersatzkasse UVG bis zum 31. Dezember 2002 ausbezahlt. Auf Emp-
fehlung ihres Vertrauensarztes und nach Rücksprache mit der SWICA 
setze die Ersatzkasse UVG den Invaliditätsgrad auf 80% und den Ren-
tenbeginn  auf  den  1. Januar  2003  fest.  Die  Rente  basiere  auf  dem 
Höchstbetrag  des  versicherten  Jahresverdienstes  von  Fr. 106'800.- 
(gültig seit 1. Januar 2000). Die Invalidenrente betrage bei Vollinvalidi-
tät  80% des  versicherten  Verdienstes,  ausmachend  Fr. 85'440.-; bei 
Teilinvalidität werde sie entsprechend gekürzt. Somit belaufe sich die 
Invalidenrente für O._______ bei einem Invaliditätsgrad von 80% auf 
Fr. 68'352.- pro Jahr. Die Monatsrente betrage Fr. 5'696.-, wovon der 

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Anteil  der  SWICA  Fr.  3'554.-  und  jener  der  Ersatzkasse  UVG  Fr. 
2'142.- ausmache. 

Zudem habe der Versicherte Anspruch auf  eine Integritätsentschädi-
gung.  Die  unfallbedingte  Integritätseinbusse  sei  vom  Gutachter  auf 
80% geschätzt worden. Basierend auf einem versicherten Jahresver-
dienst von Fr. 97'200.- betrage die Entschädigung Fr. 77'760.-.

M.
Mit  Eingabe vom 19. Februar 2003 (act. 1 Vorakten BSV) stellte die 
SWICA beim Bundesamt für Sozialversicherung (BSV; heutige Zustän-
digkeit: Bundesamt für Gesundheit [BAG]) ein Gesuch um Erlass einer 
Verfügung gemäss Art. 78a des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 
über  die  Unfallversicherung (UVG, SR 832.20). Es  sei  festzustellen, 
dass die Ersatzkasse UVG für den Gesamtschaden inklusive dem An-
teil aus der bei der SWICA bestandenen freiwilligen Versicherung nach 
UVG aufzukommen habe. Die  Ersatzkasse UVG sei  zu  verpflichten, 
die von der  SWICA bisher  erbrachten Leistungen vollumfänglich  zu-
rückzuerstatten.

N.
Die Ersatzkasse UVG, wiederum vertreten durch Fürsprecher René W. 
Schleifer, beantragte mit Stellungnahme vom 20. Mai 2003 (act. 6 Vor-
akten BSV),  auf  das  Gesuch der  SWICA vom 19. Februar  2003 sei 
nicht  einzutreten;  eventuell  seien  sämtliche  darin  gestellten  Anträge 
abzuweisen.

O.
Mit  Verfügung vom 28. August  2003 (act. 10 Vorakten BSV) trat  das 
BSV auf das Gesuch der SWICA vom 19. Februar 2003 nicht ein. Es 
erwog, das Eidgenössische Versicherungsgericht habe in seinem Ur-
teil  vom 18. Oktober 2000 implizit entschieden, dass die SWICA und 
die Ersatzkasse UVG für die Folgen des Unfalls je auf der Grundlage 
der bei ihnen versicherten Verdienste aufkommen müssten. Insbeson-
dere werde in  den Erläuterungen klargestellt,  dass der Tätigkeitsbe-
reich der Ersatzkasse UVG gemäss Art. 73 Abs. 1 UVG eindeutig auf 
obligatorisch versicherte Arbeitnehmer beschränkt sei. Somit habe das 
Eidgenössische Versicherungsgericht die Zuständigkeitsfragen bereits 
präjudiziert. Da ein Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
von der Verwaltung wegen des Grundsatzes der Gewaltenteilung nicht 
abgeändert werden könne, trete das BSV auf den Antrag, eine Verfü-
gung nach Art. 78a UVG zu erlassen, nicht ein. 

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P.
Gegen die Verfügung des BSV vom 28. August 2003 liess die SWICA 
am 29. September 2003 beim Eidgenössischen Departement des In-
nern  (EDI)  Beschwerde  erheben mit  folgenden Anträgen:  Die  Verfü-
gung des BSV vom 28. August 2003 sei aufzuheben, die Ersatzkasse 
UVG sei zu verpflichten, alleine die gesetzlichen Leistungen nach UVG 
für den Gesamtschaden des Unfalls vom 8. Juli 1995 inklusive Anteil 
aus  der  bei  der  SWICA bestandenen  freiwilligen  Versicherung  nach 
UVG zu erbringen und der SWICA die bis zum 28. August  2003 er-
brachten, noch nicht entschädigten Akontozahlungen in der Höhe von 
Fr. 262'812.05 zu bezahlen, darüber hinaus sei die Ersatzkasse UVG 
zu verpflichten, die von der SWICA ab dem 28. August 2003 zu erbrin-
genden Leistungen an O._______ in  vollem Umfang der SWICA zu-
rückzuerstatten.

Die SWICA begründete ihre Beschwerde im Wesentlichen damit, das 
Eidgenössische  Versicherungsgericht  habe  in  seinem  Urteil  vom 
18. Oktober  2000  lediglich  über  die  Versicherteneigenschaft  von 
O._______ als selbständigerwerbender Carunternehmer entschieden. 
Die Frage, wie die Leistungspflicht zwischen den beiden verantwortli-
chen Versicherungsträgern (SWICA und Ersatzkasse UVG) zu koordi-
nieren sei, habe das Gericht ausdrücklich offen gelassen.

Den Antrag auf Rückerstattung der bereits erbrachten Leistungen be-
gründete die SWICA damit, dass für teilweise unselbständig, teilweise 
selbständig erwerbende Versicherte Art. 99 Abs. 1 der Verordnung vom 
20. Dezember  1982  über  die  Unfallversicherung  (UVV, SR 832.202) 
analog anzuwenden sei. Denn wenn O._______ zusätzlich zu seiner 
Anstellung als Gerant nicht selbständig, sondern unselbständig bei ei-
nem anderen Arbeitgeber tätig gewesen wäre, hätte die Ersatzkasse 
UVG in Anwendung von Art. 99 Abs. 1 UVV und Art. 23 Abs. 5 UVV für 
den gesamten versicherten Lohn aufkommen müssen. Da die Konstel-
lation, dass ein Versicherter selbständig und unselbständig erwerbstä-
tig sei, im Gesetz nicht erwähnt sei, müsse von einer Lücke ausgegan-
gen werden, und die Regelungen betreffend mehrere Arbeitgeber sei-
en auf Selbständigerwerbende sinngemäss anwendbar.

Q.
Die Ersatzkasse UVG, wiederum vertreten durch Fürsprecher René W. 
Schleifer, liess sich mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2003 ver-
nehmen. Sie beantragte, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, da 

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die Beschwerdebegründung keine zulässigen Rügen im Sinn vom Art. 
49  VwVG  enthalte.  Sollte  dennoch  auf  die  Beschwerde  eingetreten 
werden, sei diese abzuweisen. Die darin gestellten Leistungsbegehren 
seien einer Verfügung gemäss Art. 78a UVG nicht zugänglich; eine sol-
che Verfügung beschränke sich darauf zu bestimmen, welcher Versi-
cherer  nach  den  materiellrechtlichen  Vorschriften  generell  leistungs-
pflichtig sei, wenn ein negativer Kompetenzkonflikt zwischen zwei Ver-
sicherern vorliege. Mit dem Urteil des EVG vom 18. Oktober 2000 sei 
dieser Kompetenzkonflikt beseitigt worden. 

R.
Das BSV stellte mit Vernehmlassung vom 28. Oktober 2003 den An-
trag, die Verfügung des BSV vom 28. August 2003 sei dahingehend zu 
ergänzen, dass die Ersatzkasse UVG für die Heilungskosten leistungs-
pflichtig sei. Zur Begründung führte das BSV an, eine Aufteilung der 
Heilungskosten nach der  Höhe der  versicherten Verdienste  sei  nicht 
praktikabel. Diese Kosten seien aufgrund der einfacheren Handhabung 
demjenigen Versicherer aufzuerlegen, der zuständig sei für die Tätig-
keit, während deren Ausübung der Versicherte einen Unfall erlitten hat-
te, vorliegend also der Ersatzkasse UVG. Die übrigen Begehren der 
SWICA seien abzuweisen. Das EVG habe im Urteil  vom 18. Oktober 
2000 die Leistungspflicht der Ersatzkasse UVG für Leistungen aus der 
freiwilligen Unfallversicherung verneint. Da der  Ersatzkasse  UVG le-
diglich die Funktion einer Auffangeinrichtung zukomme, sei die Auftei-
lung der Leistungspflicht auf die Ersatzkasse UVG als subsidiär leis-
tungspflichtige Institution und auf die SWICA als freiwilligen Versiche-
rer je nach versichertem Verdienst sachgerecht.

S.
Die Ersatzkasse UVG liess sich mit Eingabe vom 5. Februar 2004 ver-
nehmen. Sie stellte den Antrag, die Heilungskosten seien im Verhältnis 
der versicherten Löhne unter  der  SWICA und der  Ersatzkasse UVG 
aufzuteilen. Die SWICA habe der  Ersatzkasse UVG Fr. 8'138.45 zu-
rückzuerstatten. Die verhältnismässige Aufteilung sei  praktikabel  und 
entspreche zudem den Empfehlungen der Ad-Hoc-Kommission Scha-
den UVG vom 11. September 1998, ergänzt am 28. April 1999, Ziff. 1 
Abs. 1.

T.
Mit Replik vom 27. Februar 2004 hielt die SWICA an ihrer Beschwerde 
fest. Sie ergänzte die gestellten Rechtsbegehren mit dem Antrag, die 

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Ersatzkasse UVG sei zu verpflichten, die von der SWICA ab dem 28. 
August 2003 zu erbringenden Leistungen an O._______ im vollen Um-
fang der SWICA zurückzuerstatten.

Die SWICA hielt erneut dafür, das EVG habe lediglich über die Gültig-
keit  der  bei  der  SWICA  abgeschlossenen  freiwilligen  Versicherung 
nach UVG entschieden. Nicht entschieden habe das EVG die Koordi-
nation der Leistungspflicht zwischen den Versicherern, und zwar we-
der in Bezug auf die Heilungskosten noch in Bezug auf die Geldleis-
tungen. Nachdem das BSV in seiner Verfügung vom 28. August 2003 
keinen Koordinationsbedarf gesehen habe, weil mit einem rechtskräfti-
gen EVG-Urteil  über die Frage der Koordination entschieden worden 
sei, komme das BSV nun auf die Frage der Koordination der Heilungs-
kosten zurück. Dies könne nur dahingehend interpretiert werden, dass 
das BSV der SWICA neu Recht gebe, indem das EVG die Zuständig-
keit  der Versicherer  für  die Deckung der  Folgekosten geregelt  habe, 
nicht aber die Koordination der Versicherer.

Weiter führte die SWICA aus, es bestehe kein Anlass, die vom BSV in 
freier Rechtsfindung vorgeschlagenen Sonderkoordinationsregelungen 
für die Ersatzkasse UVG anzuwenden. Die einschlägigen gesetzlichen 
Regelungen würden diese Rechtsfrage in analoger Anwendung beant-
worten. Die vom BSV vorgeschlagene Lösung widerspreche dem Le-
galitätsprinzip.

Im Gegensatz zu den Ausführungen der Ersatzkasse UVG sei Art. 78a 
UVG im vorliegenden Fall  anwendbar. Gemäss BGE 127 V 176 E. 4 
finde Art. 78a UVG unter Anderem dann Anwendung, wenn ein Versi-
cherer von einem anderen Versicherer Rückerstattung von gegenüber 
der versicherten Person erbrachten Leistungen verlange. 

U.
In ihren Schlussbemerkungen vom 27. Januar 2005 hielt  die  Ersatz-
kasse UVG an ihrer Auffassung fest, wonach das Eidgenössische Ver-
sicherungsgericht  über  die  einzelnen  Leistungen  jedes  Versicherers 
rechtskräftig entschieden habe. Mit  einer Verfügung gemäss Art. 78a 
UVG könne nie eine konkrete Forderung zugesprochen werden, son-
dern  es  könne  lediglich  bestimmt  werden,  welcher  Versicherer  nach 
den materiellrechtlichen Vorschriften generell leistungspflichtig sei. 

Bei  der  freiwilligen  UVG-Versicherung  zwischen  der  SWICA  und 
O._______ als Selbständigerwerbendem handle es sich um einen Pri-

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vatrechtsvertrag nach dem Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den 
Versicherungsvertrag  (Versicherungsvertragsgesetz,  VVG,  SR 
221.229.1).

V.
Die SWICA hielt in ihren Schlussbemerkungen vom 24. Februar 2005 
fest, wie das BSV beantrage nun auch die Ersatzkasse UVG, auf die 
Beschwerde sei einzutreten. Die Koordination unter den Versicherern 
sei  noch  nicht  abgeschlossen.  Entgegen  den  Ausführungen  der  Er-
satzkasse UVG seien jedoch die Empfehlungen der Ad-Hoc-Kommissi-
on Schaden UVG vom 11. September 1998, ergänzt am 28. April 1999, 
Ziff. 1 Abs. 1, im vorliegenden Fall nicht anwendbar, da diese sich auf 
Art. 99 Abs. 2 UVV (in der seit 1. Januar 1998 gültigen Fassung) bezö-
gen. Da es sich beim Unfall  vom 8. Juli  1995 um einen Berufsunfall 
handle, sei nicht Art. 99 Abs. 2 UVV, sondern Art. 99 Abs. 1 UVV an-
wendbar.  Immerhin  könne  der  genannten  Empfehlung  entnommen 
werden, dass es bei der Bemessung der Geldleistungen bei Versicher-
ten  mit  mehreren  Arbeitgebern  nicht  darauf  ankomme,  ob  der  Ver-
dienst obligatorisch oder freiwillig nach UVG versichert sei.

W.
Das Verfahren wurde am 1. Januar 2007 vom Bundesverwaltungsge-
richt übernommen. Der mit Verfügung vom 9. März 2007 einverlangte 
Kostenvorschuss von Fr. 4000.- wurde fristgerecht bezahlt. Gegen die 
mit Verfügungen vom 9. März 2007 und vom 8. August 2008 bekannt 
gegebene  Zusammensetzung  des  Spruchkörpers  sind  keine  Aus-
standsbegehren eingegangen. 

X.
Mit Schreiben vom 31. März 2008 wurde den Verfahrensbeteiligten je 
eine  Kopie  der  Schlussbemerkungen  der  Ersatzkasse  UVG und der 
SWICA zugestellt.

Y.
Mit Verfügung vom 10. Juni 2008 wurde die SWICA zur Edition des Ur-
teils des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 8. September 
1999  ersucht. Sie  ist  dieser  Aufforderung  mit  Eingabe vom 13. Juni 
2008 nachgekommen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsge-
setzes bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder 
bei  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel. 
Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs. 2 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht un-
ter Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Beim 
angefochtenen Nichteintretensentscheid des Bundesamtes für Sozial-
versicherungen handelt es sich um eine Verfügung im Sinn von Art. 5 
VwVG; eine sachliche Ausnahme gemäss Art. 32 VGG liegt nicht vor. 
Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen ge-
mäss Art. 33 VGG. Bis zum 31. Dezember 2003 war das BSV zum Er-
lass von Verfügungen gemäss Art. 78a UVG zuständig (vgl. Art. 78a 
UVG in der ab 1. Januar 1994 in Kraft stehenden Fassung gemäss An-
hang Ziff. 21 der Verordnung vom 3. Februar 1993 über Vorinstanzen 
des Bundesgerichts und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, 
in Kraft bis 31. Dezember 2006 [AS 1993 910]). Nachdem das bis an-
hin im BSV  angesiedelte Geschäftsfeld Kranken- und Unfallversiche-
rung am 1. Januar 2004 vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) über-
nommen worden ist,  liegt die Zuständigkeit  seit  dem 1. Januar 2004 
beim Bundesamt für Gesundheit (vgl. redaktionell angepasste, in Kraft 
stehende Fassung von Art. 78a UVG). Sowohl das BSV als auch das 
BAG sind Vorinstanzen im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Das Bundes-
verwaltungsgericht ist somit für die Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig.

Im Folgenden wird der Begriff  "Vorinstanz" sowohl für  das BSV (zu-
ständig bis 31. Dezember 2003) als auch für das BAG (zuständig seit 
1. Januar 2004) verwendet.

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teil-
genommen. Sie ist durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges 
Interesse im Sinn von Art. 48 Abs. 1 VwVG. Sie ist daher grundsätzlich 

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zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde ist deshalb grundsätzlich einzutreten. Inwieweit 
auf die einzelnen Anträge eingetreten werden kann, wird im Rahmen 
der nachfolgenden Erwägungen zu prüfen sein.

1.4 Die Beschwerdegegnerin hat als Gesuchsgegnerin am Verfahren 
vor der Vorinstanz teilgenommen. Eine Verfügung nach Art. 78a UVG 
würde in den Bestand ihrer Rechte und Pflichten eingreifen; demnach 
besteht  ihr  Interesse  darin,  dass  die  angefochtene  Verfügung  in 
Rechtskraft  erwächst.  Nach  der  Lehre  gelten  Verfahrensbeteiligte  in 
diesem Sinn  als  Gegenparteien,  die  zur  Bezahlung  von Verfahrens- 
und Parteikosten verpflichtet werden können, wenn sie sich den Anträ-
gen der beschwerdeführenden Partei mit eigenen Anträgen widerset-
zen  (ANDRÉ MOSER/PETER ÜBERSAX,  Prozessieren  vor  eidgenössischen 
Rekurskommissionen, Basel 1998, Rz. 3.1, ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, 
Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. 
Auflage, Zürich 1998, Rz. 527 und 707). Diese Voraussetzung ist vor-
liegend erfüllt, so dass die Beschwerdegegnerin als Partei im Sinn von 
Art. 6 VwVG zu betrachten ist. 

2.
Mit  der  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  gerügt 
werden,  die  angefochtene  Verfügung  verletze  Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

3.
Streitig  und zu prüfen ist  im vorliegenden Fall,  ob die Vorinstanz zu 
Recht nicht auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 19. Februar 
2003 um Erlass einer Verfügung nach Art. 78a UVG eingetreten ist. 

4.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2). Gemäss Art. 1 Abs. 2 Bst. c UVG kommt im Verfahren 
um geldwerte Streitigkeiten zwischen Versicherern nicht das Bundes-
gesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-

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sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1), sondern das VwVG zur Anwen-
dung.

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Da 
die  Leistungskoordination  zwischen der  Beschwerdeführerin  und der 
Beschwerdegegnerin  auf  die  Ansprüche  des  Versicherten  und  jene 
wiederum auf das Unfallereignis vom 8. Juli  1995 zurückgehen, sind 
für die Entstehung und den Umfang der Leistungen die im damaligen 
Zeitpunkt gültig gewesenen Rechtsnormen sowie bei Dauerleistungen 
die im jeweiligen Zeitraum geltenden Rechtsnormen anwendbar. Somit 
sind die Bestimmungen des UVG und der UVV in der jeweils massgeb-
lichen Fassung heranzuziehen.

5.
Die  Beschwerdeführerin  beantragt,  die  Verfügung  der  Vorinstanz  sei 
aufzuheben.  Mit  dem  Begehren,  die  Beschwerdegegnerin  sei  zur 
Übernahme aller gesetzlichen Leistungen nach UVG und zur Rücker-
stattung  bereits  erbrachter  Leistungen  zu  verpflichten,  beantragt  die 
Beschwerdeführerin  implizit,  das  Gesuch vom 19. Februar  2003  um 
Erlass einer Verfügung gemäss Art. 78a UVG sei vom Bundesverwal-
tungsgericht  materiell  zu  behandeln. Zur  Begründung  bringt  die  Be-
schwerdeführerin im Wesentlichen vor, das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht habe nur die Frage der Versicherteneigenschaft des Ver-
sicherten entschieden, nicht aber die Frage der Leistungskoordination 
zwischen ihr und der Beschwerdegegnerin.

Demgegenüber vertritt die Beschwerdegegnerin den Standpunkt, das 
Eidgenössische Versicherungsgericht habe mit Urteil vom 18. Oktober 
2000 dargelegt, dass die Beschwerdeführerin auf der Grundlage des 
bei ihr versicherten Verdienstes leistungspflichtig sei, und dass die Be-
schwerdegegnerin nicht für den Gesamtschaden aus dem Unfall vom 
8. Juli 1995 aufzukommen habe.

Die Vorinstanz begründet ihren Nichteintretensentscheid mit  dem Ar-
gument, die Frage, ob und zu welchen Anteilen die Beschwerdeführe-
rin und die Beschwerdegegnerin für die Folgen des Unfalls vom 8. Juli 
1995  aufzukommen hätten,  stelle  eine  res iudicata dar,  da  sie  vom 
Eidgenössischen  Versicherungsgericht  mit  Urteil  vom  18.  Oktober 
2000 implizit entschieden worden sei. 

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Im Folgenden ist zu prüfen, wie es sich damit verhält.

5.1 Gegenstand  des  Verfahrens  vor  dem Eidgenössischen  Versiche-
rungsgericht  bildete  der  Beschwerdeentscheid  des  Verwaltungsge-
richts des Kantons Thurgau vom 8. September 1999. Mit diesem Ent-
scheid  wurden  drei  Beschwerden  behandelt:  Die  Beschwerden  des 
Versicherten vom 9. Oktober 1998 gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdeführerin vom 10. Juli 1998 und gegen den Einspracheent-
scheid  der  Beschwerdegegnerin  vom 16. November  1998  sowie  die 
Beschwerde der Beschwerdeführerin vom 26. Januar 1999 gegen den 
Einspracheentscheid  der  Beschwerdegegnerin  vom  16.  November 
1998.

5.1.1 Gutgeheissen hat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau 
die Beschwerde des Versicherten gegen den Einspracheentscheid der 
Beschwerdeführerin  vom 10. Juli  1998. Der Einspracheentscheid der 
Beschwerdeführerin, in dem diese eine Leistungspflicht aus dem Ver-
trag mit dem Versicherten abgelehnt hatte, wurde aufgehoben und der 
Antrag des Versicherten, die SWICA habe ihm die gesetzlichen Leis-
tungen  auf  der  Basis  eines  versicherten  Jahresverdienstes  von  Fr. 
38'700.- zu entrichten, wurde gutgeheissen. 

5.1.2 Abgewiesen  wurde  die  Beschwerde  der  Beschwerdeführerin 
vom 26. Januar 1999 gegen den Einspracheentscheid der Beschwer-
degegnerin vom 16. November 1998, indem der Antrag auf Rückwei-
sung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin abgelehnt wurde. 
Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 16. November 
1998 bzw. die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. Juli 1998, 
in der diese ihre Leistungspflicht basierend auf dem versicherten Ver-
dienst des Versicherten als Arbeitnehmer, d. h. Fr. 58'500.- anerkennt, 
wurde damit bestätigt und der Anspruch des Versicherten gegenüber 
der  Beschwerdegegnerin  auf  Versicherungsleistungen  basierend  auf 
diesem versicherten Verdienst bejaht. 

5.1.3 Die  Beschwerde  des  Versicherten  gegen  den  Einspracheent-
scheid  der  Beschwerdegegnerin  vom 16.  November  1998  war  nach 
Auffassung  des  Verwaltungsgerichts  des  Kantons  Thurgau  gegen-
standslos geworden, weil die Leistungspflicht der Beschwerdeführerin 
bejaht worden war und sich somit eine Leistungspflicht der Beschwer-
degegnerin, welche über einen versicherten Verdienst von Fr. 58'500.- 
hinausgegangen wäre, erübrigt hatte. 

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5.2 Als erstes Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass der 
Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 8. Sep-
tember 1999 die Leistungsansprüche des Versicherten gegenüber bei-
den  Versicherern  bestätigt  hat,  indem einerseits  die  Leistungspflicht 
der Beschwerdeführerin im Rahmen des gestellten Antrags, also auf 
der Basis eines versicherten Verdienstes von Fr. 38'700.-,  anerkannt 
und andererseits die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin im Um-
fang des versicherten Verdienstes von Fr. 58'500.- bestätigt wurde. Der 
Umstand, dass das kantonale Verwaltungsgericht nicht über den An-
trag des Versicherten hinsichtlich der Leistungen der Beschwerdefüh-
rerin hinausgegangen ist, kann nicht dahingehend verstanden werden, 
dass damit  ein konkreter  Verteilschlüssel  zwischen den Versicherern 
festgelegt worden wäre, wonach die Leistungspflicht der Beschwerde-
führerin auf einem versicherten Verdienst von Fr. 38'700.- und jene der 
Beschwerdegegnerin auf einem versicherten Verdienst von Fr. 58'500.- 
beruhen würde. Das Gericht bejahte lediglich den grundsätzlichen An-
spruch des Versicherten gegenüber beiden Versicherern auf  die ihm 
zustehenden gesetzlichen Leistungen auf der Basis des versicherten 
und damals maximal versicherbaren Verdienstes von Fr. 97'200.- (vgl. 
Art. 22 Abs. 1 UVV in der Fassung vom 2. Mai 1990 [AS 1990 768], in 
Kraft vom 1. Januar 1991 bis 31. Dezember 1999).

5.3 Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 
8. September 1999 wurde vom Eidgenössischen Versicherungsgericht 
geschützt.  Damit  wurde  die  Leistungspflicht  beider  Versicherer  im 
Grundsatz  höchstrichterlich  bestätigt.  Die  Beschwerdegegnerin  und 
die Vorinstanz ziehen daraus den Schluss, das Eidgenössische Versi-
cherungsgericht  habe  die  Leistungspflicht  der  beiden  Versicherer  in 
Bezug auf deren Höhe verbindlich festgelegt. Dieser Schluss ist nicht 
zutreffend, wie nachfolgend darzulegen ist. 

5.3.1 In den Erwägungen des Urteils vom 18. Oktober 2000 wies das 
Eidgenössische  Versicherungsgericht  explizit  darauf  hin,  Fragen  der 
Koordination zwischen den beiden Versicherern seien mit  dem Urteil 
nicht präjudiziert. Dies ergibt sich daraus, dass der angefochtene Ent-
scheid nicht Forderungen der Versicherer gegeneinander zum Gegen-
stand hatte, sondern die (unabhängig von dem jeweils anderen Versi-
cherer festzulegende) Leistungspflicht der beiden Versicherungsträger 
gegenüber dem Versicherten. Da ein Unfallversicherer gegenüber ei-
nem anderen Unfallversicherer keine Weisungsbefugnis besitzt (Urteil 
des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U  255/01  vom  28.  Mai 

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2003 E. 1.2, BGE 127 V 176 E. 4a, je mit  Hinweisen),  kann der An-
spruch eines Versicherers gegenüber einem anderen Versicherer nicht 
Verfügungsgegenstand diesem gegenüber und auch nicht Streitgegen-
stand  in  einem  Rechtsmittelverfahren  vor  dem  kantonalen  Verwal-
tungsgericht  sein; denn Letzteres  ist  ausschliesslich  für  die  Beurtei-
lung  von Beschwerden  gegen  Einspracheentscheide der  Versicherer 
zuständig.  Auch  die  Vereinigung  der  Verfahren  durch  das  kantonale 
Verwaltungsgericht ändert nichts daran, dass Gegenstand des Verfah-
rens  nicht  die  Koordination  unter  den  Versicherern,  sondern  deren 
Leistungspflicht gegenüber dem Versicherten war. Zunächst mussten 
die Ansprüche des Versicherten, die in den Einspracheentscheiden der 
Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin ganz oder teilweise 
verneint worden waren und somit Ausgangspunkt des Beschwerdever-
fahrens  bildeten,  festgestellt  werden. Die  Koordination  der  Versiche-
rungsleistungen zwischen den Versicherern  kann  erst  vorgenommen 
werden, wenn deren grundsätzliche Leistungspflicht feststeht. Da das 
kantonale  Verwaltungsgericht  nicht  über  Ansprüche  der  Versicherer 
gegeneinander befinden durfte, war es ihm auch verwehrt,  die Höhe 
der massgeblichen versicherten Verdienste zu Lasten oder zu Gunsten 
des einen oder anderen Versicherers zu ändern in der Absicht, die ver-
sicherte  Lohnsumme auf  den  maximal  versicherbaren Verdienst  von 
Fr. 97'200.-  zu  reduzieren.  Die  Koordination  der  Leistungen,  welche 
insbesondere auch dazu dient, eine Überentschädigung zu vermeiden 
(vgl. dazu BERUFSBILDUNGSVERBAND DER VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT, Personen- 
und Sozialversicherung – Grundlagen, 2. Auflage, Zürich 2006, S. 241 
f.),  liegt  in  der  primären  Kompetenz  der  Versicherer,  die  einander 
gleichgeordnet sind. Somit wurde weder im Dispositiv des kantonalen 
Beschwerdeentscheids noch im Dispositiv des Urteils des Eidgenössi-
schen  Versicherungsgerichts  ein  Rechtsverhältnis  zwischen  der  Be-
schwerdeführerin  und der Beschwerdegegnerin konstituiert. Das Eid-
genössische  Versicherungsgericht  hat  die  Leistungspflicht  der  Be-
schwerdeführerin  basierend  auf  dem  versicherten  Verdienst  von 
Fr. 97'200.- bejaht (Urteil vom 18. Oktober 2000 E. 4 am Ende), sich 
jedoch zur Koordination unter den Versicherungsträgern infolge Über-
entschädigung nicht  geäussert. Indem das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht  in E. 1 des Urteils festgehalten hat,  für  die Folgen des 
Unfalls  vom 8. Juli  1995  seien  die  Beschwerdeführerin  und  die  Be-
schwerdegegnerin  zuständig,  und zwar  auf  der  Basis  der  jeweiligen 
versicherten Verdienste, so wird damit lediglich das Dispositiv begrün-
det, wonach die Beschwerde abgewiesen und der angefochtene Ent-
scheid  bestätigt  wird.  Im  Übrigen  hat  das  Eidgenössische  Versiche-

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rungsgericht festgehalten, dass insbesondere die ziffernmässige Fest-
legung der von der Beschwerdegegnerin geschuldeten Leistungen und 
die  Leistungskoordination  zwischen  den  beiden  im  Grundsatz  leis-
tungspflichtigen Versicherern  in  Bezug auf  Geld-  und Naturalleistun-
gen nicht präjudiziert sei. 

5.3.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen steht fest, dass die Fra-
ge der Leistungskoordination zwischen den beiden Versicherern und 
damit  der  prozentualen Beteiligung  der  Parteien  an  der  Übernahme 
des Schadens aus dem Unfall vom 8. Juli 1995 im Verfahren vor dem 
Eidgenössischen Versicherungsgericht nicht Streitgegenstand war, in-
folge dessen nicht entschieden worden ist und somit keine res iudicata 
darstellt.

5.4 Im  Folgenden  ist  zu  prüfen,  ob  der  Beschwerdeführerin  der 
Rechtsweg an das BAG gemäss Art. 78a UVG offen steht, oder ob die 
Vorinstanz mit  Verfügung vom 28. August  2003 auf  das Gesuch der 
Beschwerdeführerin vom 19. Februar 2003 um Erlass einer Verfügung 
gemäss Art. 78a UVG zu Recht nicht eingetreten ist. 

5.4.1 Art. 78a UVG wurde im Rahmen der Änderung vom 4. Oktober 
1991 (AS 1992 288, BBl  1991 II  465) des Bundesgesetzes vom 16. 
Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bun-
desrechtspflegegesetz, OG, BS 3 521, in Kraft vom 1. Januar 1945 bis 
31. Dezember 2006) erlassen (eingefügt durch Anhang Ziff. 21 der Ver-
ordnung vom 3. Februar 1993 über Vorinstanzen des Bundesgerichts 
und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, AS 1993 910). In der 
Lehre wurde eine Regelung, wonach bei negativem Kompetenzkonflikt 
das BSV angerufen werden könnte, mit der Begründung befürwortet, 
ohne  eine  solche  Regelung  würden  Kompetenzkonflikte  unter  Versi-
cherern auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen (WILLI MORGER, 
Die Mehrfachträgerschaft in der obligatorischen Unfallversicherung, in: 
Sozialversicherungsrecht im Wandel, Festschrift 75 Jahre Eidgenössi-
sches Versicherungsgericht, Bern 1992, S. 549 ff., hier S. 562). Bis zur 
Inkraftsetzung von Art. 78a UVG am 1. Januar 1994 waren die Instan-
zenzüge in Bezug auf  Ansprüche von Versicherten gegenüber Versi-
cherungsträgern einerseits und von Versicherern gegeneinander ande-
rerseits nicht klar getrennt. Art. 105 Abs. 2 UVG (in Kraft bis 31. De-
zember  1993,  aufgehoben  durch Anhang  Ziff.  38  der  Änderung  des 
OG vom 4. Oktober 1991, AS 1992 326) sah vor, dass gegen Einspra-
cheentscheide, welche die Zuständigkeit eines Versicherers betrafen, 

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beim Bundesamt für Sozialversicherung Beschwerde erhoben werden 
konnte. Gemäss Art. 110 Abs. 1 UVG (in der bis zum 31. Dezember 
2002 gültig  gewesenen Fassung)  stand gegen Entscheide des  Bun-
desamtes für  Sozialversicherung  die  Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
an das Eidgenössische Versicherungsgericht  offen. Gemäss Art. 110 
Abs. 2 UVG (in Kraft  bis 31. Dezember 1993, aufgehoben durch An-
hang Ziff. 21 der Verordnung vom 3. Februar 1993 über Vorinstanzen 
des Bundesgerichts und des Eidgenössischen Versicherungsgerichts, 
AS 1993 910) entschied das Eidgenössische Versicherungsgericht au-
sserdem  als  einzige  Instanz  über  geldwerte  Streitigkeiten  zwischen 
Versicherern (vgl. auch die Botschaft zum Bundesgesetz über die Un-
fallversicherung vom 18. August 1976, BBl 1976 III 141, insb. 226 [Art. 
109 des Entwurfs]). Art. 110 Abs. 2 UVG (in Kraft  bis 31. Dezember 
1993)  erlaubte  somit  die  verwaltungsrechtliche Klage an das  Eidge-
nössische Versicherungsgericht bei geldwerten Streitigkeiten zwischen 
mehreren Versicherern und stellt bezogen auf den Norminhalt die Vor-
läuferbestimmung zu Art. 78a UVG dar. Das Eidgenössische Versiche-
rungsgericht vertrat in BGE 114 V 51 allerdings den Standpunkt, Kom-
petenzkonflikte  zwischen  Versicheren  könnten  nicht  durch  Privatver-
einbarung dem EVG auf  dem Weg der verwaltungsrechtlichen Klage 
unterbreitet werden. Die in Art. 105 Abs. 2 und Art. 110 Abs. 1 UVG 
getroffene  Regelung  des  Rechtsweges sei  für  positive  und negative 
Kompetenzkonflikte zwischen Versicherern generell  anwendbar (BGE 
114 V 51 E. 2a). In jenem Fall stand jedoch die Leistungspflicht des 
klagenden Versicherers noch nicht fest, so dass für den vorliegenden 
Fall nichts daraus abgeleitet werden kann. In dem zitierten Urteil wies 
das Eidgenössische Versicherungsgericht den Versicherer an, die Ein-
sprache des Versicherten zu behandeln, und trat auf die verwaltungs-
rechtliche Klage nicht ein (BGE 114 V 51 E. 3). 

5.4.2 Im Zuge der eingangs der Erwägung 5.4.1 erwähnten Justizre-
form wurde der Rechtsschutz in unfallversicherungsrechtlichen Verfah-
ren in den beiden hier interessierenden Bereichen, d. h. in Bezug auf 
den Versicherten wie auch auf den Versicherer, verbessert. 

Erstens  wurden  die  Kantone  angewiesen,  richterliche  Behörden  als 
letzte kantonale Instanzen als  Vorinstanzen des Bundesgerichts  und 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts zu schaffen (Art. 98a OG, 
in Kraft vom 15. Februar 1992 bis 31. Dezember 2006). Dadurch waren 
Einsprachen  von  Versicherten  gegen  Verfügungen  von  Versicherern 
gemäss UVG (ab 1. Januar 2003: gemäss ATSG) nicht mehr vom Bun-

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desamt  für  Sozialversicherungen,  sondern  von  kantonalen  Verwal-
tungs- bzw. Versicherungsgerichten zu behandeln. 

Zweitens wurde der Bundesrat als Verordnungsgeber in Ziff. 1 Abs. 3 
Bst. b der Schlussbestimmungen zur Änderung des OG vom 4. Okto-
ber  1991 (AS 1992 288)  ermächtigt  bzw. angewiesen,  innert  zweier 
Jahre nach Inkrafttreten der Änderung Ausführungsbestimmungen zu 
erlassen  über  die  Zuständigkeit  in  den  Fällen,  in  denen  bisher  das 
Bundesgericht oder das Eidgenössische Versicherungsgericht als ein-
zige Instanz auf verwaltungsrechtliche Klage zu entscheiden hatte und 
diese Klage nach den Art. 116 und 130 OG nicht mehr zulässig war. In 
Umsetzung  dieser  Schlussbestimmung  wurde  Art.  110  Abs.  2  UVG 
aufgehoben und per 1. Januar 1994 Art. 78a UVG in Kraft gesetzt. Der 
Gesetzgeber hat somit in der Konstellation, dass zwei Versicherungs-
träger  gegeneinander  Forderungen  erheben  und  der  Leistungsan-
spruch des Versicherten feststeht (siehe dazu nachstehende E. 5.4.3 
am Ende), das BSV als zuständige Erstinstanz für geldwerte Streitig-
keiten  zwischen Versicherern  bezeichnet  und  mittels  Verwaltungsbe-
schwerde an das EDI und Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Eid-
genössische Versicherungsgericht einen zweistufigen Instanzenzug er-
öffnet. Seit der Inkraftsetzung des VGG am 1. Januar 2007 ist anstelle 
des  EDI  das  Bundesverwaltungsgericht  zuständig  für  Beschwerden 
gegen Verfügungen des Bundesamtes gemäss Art. 78a UVG (vgl. dazu 
Art. 191a Abs. 2  der  Bundesverfassung der  Schweizerischen Eidge-
nossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]). 

Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die bundesrätliche Vorlage zur 
Änderung des UVG (Botschaft  vom 30. Mai  2008 zur  Änderung des 
Bundesgesetzes  über  die  Unfallversicherung,  BBl  2008  5395)  eine 
neue  Fassung  von Art.  78a UVG enthält,  wonach  zur  Entscheidung 
von Streitigkeiten unter Versicherern betreffend die Leistungspflicht in 
einem  konkreten  Fall  das  Versicherungsgericht  desjenigen  Kantons 
zuständig sein soll, in dem der Versicherte seinen Wohnsitz hat (Art. 
78a Abs. 1 erster Satz E-UVG [Entwurf vom 29. Mai 2008; BBl 2008 
5395, hier 5474]). 

5.4.3 Nach  der  Rechtsprechung  kommt  die  bundesamtliche  Verfü-
gungszuständigkeit nach Art. 78a UVG in all jenen geldwerten Streitig-
keiten zum Tragen, in denen ein Unfallversicherer, der gegenüber dem 
anderen  Unfallversicherer  keine  Weisungsbefugnis  besitzt,  das  BSV 
(heute: das BAG) anruft, damit dieses über die streitige Zuständigkeit 

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entscheide (BGE 127 V 176 E. 4d, 125 V 324 E. 1b). Dieser Rechts-
weg steht namentlich dann offen, wenn ein negativer Kompetenzkon-
flikt zwischen zwei Versicherern über die Leistungspflicht bezüglich ei-
nes Schadenseignisses vorliegt oder wenn ein Versicherer von einem 
anderen Versicherer Rückerstattung von gegenüber dem Versicherten 
erbrachten Leistungen verlangt (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts U 255/01 vom 28. Mai 2003 E. 1.1, BGE 127 V 176 E. 
4d).  Nach  der  Rechtsprechung  ist  der  negative  Kompetenzkonflikt 
grundsätzlich auf dem Rechtsweg nach Art. 78 UVG (in Kraft bis 31. 
Dezember  2002,  aufgehoben durch Anhang Ziff. 12  ATSG) und Art. 
78a UVG zu lösen, wenn in Bezug auf ein bestimmtes Schadensereig-
nis die Person des nach UVG leistungspflichtigen Versicherers umstrit-
ten ist, nicht hingegen grundsätzlich Bestehen und Umfang der Leis-
tungspflicht  (Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U 
255/01 vom 28. Mai 2003 E. 1.2, Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts U 187/02 vom 24. September 2002 E. 2.3). 

Vorliegend ist die genannte Konstellation gegeben, indem der Umfang 
der Leistungsberechtigung feststeht, die Versicherer sich jedoch nicht 
über die Anteile ihrer Leistungspflicht einigen können. 

5.4.4 Die Beschwerdegegnerin wendet ein, der Vertrag zwischen der 
Beschwerdeführerin und dem Versicherten unterstehe nicht dem UVG, 
sondern dem VVG, weshalb Art. 78a UVG nicht zur Anwendung kom-
me. Es ist nachfolgend zu prüfen, wie es sich damit verhält.

Die freiwillige Unfallversicherung wird primär in Art. 4 und 5 UVG so-
wie in Art. 134 ff. UVV geregelt. Zur Durchführung der freiwilligen Ver-
sicherung berechtigt sind grundsätzlich alle diejenigen Versicherer, die 
auch die obligatorische Versicherung vornehmen (Art. 68 UVG in Ver-
bindung mit Art. 135 UVV), namentlich private Versicherungsunterneh-
men, die dem Bundesgesetz vom 17. Dezember 2004 betreffend die 
Aufsicht  über  Versicherungsunternehmen  (Versicherungsaufsichtsge-
setz,  VAG,  SR  961.01)  unterstehen,  öffentliche  Unfallversicherungs-
kassen  sowie  Krankenkassen  im  Sinn  des  Bundesgesetzes  vom 
18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10). Die 
Versicherer, die sich an der Durchführung der obligatorischen Unfall-
versicherung beteiligen wollen, haben sich in ein vom BAG geführtes 
öffentliches Register einzutragen. Unbestritten ist, dass die Beschwer-
deführerin sowohl zur Durchführung der obligatorischen wie auch der 
freiwilligen Unfallversicherung berechtigt ist.

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Das Antragsformular der Beschwerdeführerin (act. 85 Akten SWICA I) 
ist mit "Antrag zum Abschluss einer UVG-Unfallversicherung bzw. Un-
fallversicherung in Ergänzung zum UVG im Rahmen des Kranken- und 
Unfallversicherungsvertrages Wirte" überschrieben und enthält weiter 
unten den Vermerk "obligatorische und freiwillige Versicherung (UVG) 
gemäss Bundesgesetz vom 20. März 1981". Unbestritten ist im vorlie-
genden  Verfahren,  dass  zwischen  dem  Versicherten  und  der  Be-
schwerdeführerin  ein  Versicherungsvertrag  betreffend  die  freiwillige 
Unfallversicherung,  der  die  Risiken  aus  der  selbständig  ausgeübten 
Tätigkeit  des  Versicherten  als  Carunternehmer  und  Vermieter  von 
Festwirtschaftsmobiliar  abdeckt,  zustande  gekommen  ist  (Urteil  des 
Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U  416/99  vom  18.  Oktober 
2000). 

Gemäss Art. 5 Abs. 1 UVG gelten für die freiwillige Versicherung sinn-
gemäss die Bestimmungen über die obligatorische Versicherung. Ge-
mäss  Art.  5  Abs. 2  UVG ist  der  Bundesrat  befugt,  ergänzende Vor-
schriften über die freiwillige Versicherung zu erlassen, namentlich über 
den Beitritt, den Rücktritt und den Ausschluss sowie über die Prämien-
bemessung. Der Bundesrat hat die freiwillige Versicherung in der Fol-
ge in den Art. 134 bis 140 UVV geregelt. Dass eine freiwillige Versi-
cherung nach UVG neben einer obligatorischen Unfallversicherung be-
stehen kann, geht insbesondere aus Art. 134 Abs. 1 UVV hervor, wo-
nach eine freiwillige Versicherung auch abschliessen kann, wer teilwei-
se als Arbeitnehmer tätig ist. Wie für die obligatorische wird auch für 
die  freiwillige  Versicherung  der  Höchstbetrag  des  versicherten  Ver-
dienstes festgelegt (Art. 138 UVV in Verbindung mit Art. 22 UVV). Prä-
mien und Geldleistungen werden im Rahmen von Art. 22 UVV nach 
dem versicherten Verdienst bemessen, der bei Vertragsschluss verein-
bart  wurde. Dieser  Verdienst  darf  bei  Selbständigerwerbenden  nicht 
weniger als die Hälfte des Höchstbetrages des versicherten Verdiens-
tes betragen (Art. 138 UVV) und wurde im Versicherungsvertrag zwi-
schen dem Versicherten und der Beschwerdeführerin auf den Höchst-
betrag  festgelegt.  Auf  dieser  Grundlage  hat  die  Beschwerdeführerin 
somit  vom Versicherten die geschuldeten Prämien erhoben,  und die 
Geldleistungen im Schadensfall richten sich ebenso danach. 

Steht somit fest, dass für die freiwillige Versicherung die Bestimmun-
gen über die obligatorische Versicherung sinngemäss anwendbar sind, 
dass der Versicherte neben der freiwilligen Versicherung auch obliga-
torisch versichert  sein  kann,  dass  der  durch Verordnung festgelegte 

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versicherte Höchstbetrag sowohl für die obligatorische wie für die frei-
willige  Versicherung  zum  Tragen  kommt  und  sich  die  geschuldete 
Geldleistung der Versicherer in beiden Fällen nach dem versicherten 
Verdienst richtet, so kann kein Zweifel daran bestehen, dass auch vor-
liegend  eine  Streitigkeit  betreffend  die  Koordination  von  Leistungen 
nach UVG vorliegt  und die Zuständigkeit  des BAG zum Erlass einer 
Verfügung nach Art. 78a UVG gegeben ist.

5.4.5 Zu prüfen bleibt,  ob es sich um eine geldwerte Streitigkeit  der 
Versicherer  handelt.  Diese  haben  dem  Versicherten  Leistungen  in 
Form  der  Erstattung  von  Heilungskosten,  einer  Integritätsentschädi-
gung,  von Taggeldern und einer Invalidenrente ausgerichtet. Die Be-
schwerdeführerin fordert  von der Beschwerdegegnerin alle bisher er-
brachten Leistungen zurück, während die Beschwerdegegnerin in ihrer 
Eingabe  vom  5.  Februar  2004  ihrerseits  die  Rückerstattung  von 
Fr. 8'138.45  durch  die  Beschwerdeführerin  verlangt  mit  der  Begrün-
dung, die Heilungskosten seien im Verhältnis der versicherten Löhne 
aufzuteilen. Somit steht ausser Zweifel, dass die Beschwerdeführerin 
die  Vorinstanz  in  einer  geldwerten  Streitigkeit  angerufen  hat.  Diese 
hätte daher auf das Gesuch eintreten und den Streit durch Verfügung 
entscheiden müssen. Nicht zu hören ist der Einwand der Beschwerde-
gegnerin, mit einer Verfügung gemäss Art. 78a UVG könne keine kon-
krete Forderung zugesprochen werden, sondern es könne lediglich be-
stimmt werden, welcher Versicherer nach den materiellrechtlichen Vor-
schriften  generell  leistungspflichtig  sei.  Es  verhält  sich  vielmehr  so, 
dass die grundsätzliche Leistungspflicht  der beiden Unfallversicherer 
bereits in den gerichtlichen Verfahren zwischen diesen und dem Versi-
cherten vor dem kantonalen Verwaltungsgericht und dem Eidgenössi-
schen Versicherungsgericht  rechtskräftig  bejaht  wurde. Im vorliegen-
den Verfahren ist  hingegen nicht  der Versicherte Partei,  sondern die 
Versicherer, und streitig ist der Umfang ihrer jeweiligen konkreten Leis-
tungspflicht  und  damit  die  Koordination  ihrer  Leistungen. Der  Vorin-
stanz  obliegt  es,  diese  Koordination  vorzunehmen,  Gegenstand  und 
Umfang der geschuldeten Leistungen der Parteien festzulegen und ge-
gebenenfalls über Ansprüche der Parteien gegeneinander zu befinden.

5.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Antrag der Beschwerde-
führerin  auf  Aufhebung  der  Nichteintretensverfügung  der  Vorinstanz 
vom  28.  August  2003  gutzuheissen  ist.  Nachdem  der  Leistungsan-
spruch des Versicherten und damit die grundsätzliche Leistungspflicht 
der Versicherer durch das Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-

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gerichts vom 18. Oktober 2000 bestätigt worden war, die Parteien sich 
aber nicht darüber einigen können, zu welchen Anteilen sie hinsicht-
lich der Heilungskosten, Taggelder, Integritätsentschädigung und Inva-
lidenrente leistungspflichtig sind, war die Beschwerdeführerin berech-
tigt, ihre Forderung gestützt auf Art. 78a UVG bei der Vorinstanz gel-
tend zu machen. Diese hat den Streit durch Verfügung zu entscheiden. 

6.
6.1 Zu befinden bleibt über die Anträge der Beschwerdeführerin, wel-
che über  die  Aufhebung der  angefochtenen Verfügung hinausgehen. 
Die  Beschwerdeführerin  beantragt,  die  Beschwerdegegnerin  sei  zu 
verpflichten, die gesetzlichen Leistungen nach UVG für den Gesamt-
schaden des Unfalls vom 8. Juli 1995 zu erbringen, noch nicht bezahl-
te  Akontozahlungen zu leisten und bereits  erbrachte  Leistungen zu-
rückzuerstatten.  Über  diese  Forderungen  hat  jedoch  die  Vorinstanz 
nicht  befunden,  weshalb  sie  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren 
nicht  vom  Anfechtungsgegenstand  erfasst  werden  und  darauf  nicht 
eingetreten werden kann.

6.2 Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang ferner der Antrag der Vor-
instanz,  die  angefochtene  Verfügung  sei  dahingehend  zu  ergänzen, 
dass  die  Heilungskosten  der  Beschwerdegegnerin  überbunden  wür-
den. Damit hat die Vorinstanz implizit  die materielle Behandlung und 
Abweisung der  vom Anfechtungsgegenstand nicht  erfassten Anträge 
durch die Beschwerdeinstanz beantragt. 

Nach der Lehre kann die Beschwerdeinstanz eine Beschwerde gegen 
einen  Nichteintretensentscheid  aus  prozessökonomischen  Gründen 
materiell  entscheiden, wenn die Vorinstanz sich in einer Eventualbe-
gründung zur Sache geäussert hat (ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwal-
tungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, 
Zürich 1998, Rz. 412). Im vorliegenden Fall wäre diese Voraussetzung 
erfüllt;  jedoch  wird  weder  für  den  Antrag,  die  Beschwerdegegnerin 
habe die Heilungskosten ganz zu übernehmen, noch für den Antrag, 
die Rückforderungsbegehren der Beschwerdeführerin seien abzuwei-
sen, eine fundierte rechtliche Begründung angeführt. Zudem sind meh-
rere Punkte offen geblieben, zu denen sich die Vorinstanz als fachlich 
zuständige und in erster Instanz verfügende Behörde zu äussern hat. 
Zu beantworten ist die grundsätzliche Frage, wie die Leistungen in der 
vorliegenden Konstellation,  in der ein Versicherter  zugleich als Selb-
ständigerwerbender und als Arbeitnehmer unfallversichert war, koordi-

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niert werden sollen. Sodann muss geklärt werden, in welchen Punkten 
die Parteien noch uneinig sind. Anhand der Zahlen des vorliegenden 
Falls wird ersichtlich, dass eine Koordination zwischen den beiden Ver-
sicherern  insofern stattgefunden hat,  als die Summe der  Leistungen 
auf den höchsten versicherbaren Verdienst beschränkt wurde, welcher 
im jeweiligen Zeitpunkt der angefochtenen Einspracheentscheide (10. 
Juli 1998 bzw. 16. November 1998) Fr. 97'200.- und zwischen 1. Janu-
ar 2000 und 31. Dezember 2007 Fr. 106'800.- betrug (Art. 22 Abs. 2 
UVV in der Fassung vom 2. Mai 1990 [AS 1990 768], in Kraft seit 1. 
Januar 1991 bzw. in der Fassung vom 28. September 1998 [AS 1998 
2588], in Kraft vom 1. Januar 2000 bis 31. Dezember 2007). Jedoch ist 
die Frage, zu welchen Anteilen sie leistungspflichtig sind, offen geblie-
ben. Unklar ist auch, ob und weshalb Differenzierungen nach der Art 
der zu erbringenden Leistungen angezeigt wären, wie die Vorinstanz in 
Bezug auf die Heilungskosten beantragt hat. Es ist nicht Aufgabe des 
Bundesverwaltungsgerichts,  solche Fragen erstmalig  abzuklären,  zu-
mal die Parteien durch ein reformatorisches Urteil einer Instanz verlus-
tig gingen. Die Vorinstanz hat die Pflicht, diese Fragen vertieft zu erör-
tern  und  ihren  Entscheid  zu  begründen,  so  dass  die  unterliegende 
Partei diesen gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann (vgl. zur Be-
gründungspflicht der verfügenden Behörde BGE 124 V 180 E. 1a). Aus 
den genannten Gründen ist vorliegend auf ein reformatorisches Urteil 
zu verzichten und die Sache zur erneuten Beurteilung und zum Erlass 
einer materiellen Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

7.
7.1 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwer-
de sich insofern als begründet erweist, als die Vorinstanz zu Unrecht 
nicht auf das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 19. Februar 2003 
um Erlass einer Verfügung nach Art. 78a UVG eingetreten ist. Die Vor-
instanz ist zu verpflichten, auf das Gesuch einzutreten und dieses ma-
teriell zu behandeln. Auf die übrigen Anträge der Beschwerdeführerin 
ist nicht einzutreten.

7.2 Entsprechend  diesem  Ergebnis  ist  der  Antrag  der  Beschwerde-
gegnerin, auf  die Beschwerde sei nicht einzutreten,  abzuweisen und 
auf den Antrag, die Heilungskosten seien im Verhältnis der versicher-
ten Löhne zwischen ihr und der Beschwerdeführerin aufzuteilen, nicht 
einzutreten. 

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8.
8.1 Das Verfahren ist grundsätzlich kostenpflichtig, wobei die Verfah-
renskosten in  der Regel  der unterliegenden Partei  auferlegt  werden. 
Unterliegt diese nur teilweise, so werden die Verfahrenskosten ermäs-
sigt. Ausnahmsweise können sie ihr erlassen werden (Art. 63 Abs. 1 
VwVG). 

8.1.1 Die Beschwerdeführerin  hat  nur teilweise obsiegt,  da zwar die 
angefochtene Verfügung aufzuheben ist, auf die Anträge betreffend die 
materielle  Beurteilung  der  gegenüber  der  Beschwerdegegnerin  gel-
tend gemachten Ansprüche im vorliegenden Verfahren aber nicht ein-
getreten werden kann. Da hingegen die Vorinstanz zu Unrecht auf das 
Gesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten  ist,  rechtfertigt  es 
sich  vorliegend  ausnahmsweise,  der  Beschwerdeführerin  die  Verfah-
renskosten ganz zu erlassen. Der  Beschwerdeführerin  ist  daher  der 
geleistete Kostenvorschuss von Fr. 4'000.- zurückzuerstatten.

8.1.2 Zu prüfen ist ferner, ob der Ersatzkasse UVG als Beschwerde-
gegnerin  Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Da es  sich  vorliegend 
um eine Streitigkeit mit vermögensrechtlichen Interessen einer juristi-
schen Person handelt,  die  öffentlich-rechtliche Aufgaben wahrnimmt, 
sind  ihr  nach  Massgabe  ihres  Unterliegens  grundsätzlich  Verfah-
renskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 zweiter Halbsatz VwVG); auch 
davon wird vorliegend ausnahmsweise abgesehen (vgl. auch BGE 127 
V 176 E. 5a [nicht veröffentlicht, aber in Urteil des Bundesgerichts U 
329/99 vom 25. Juni 2001]).

8.1.3 Der weitgehend unterliegenden Vorinstanz werden keine Verfah-
renskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 erster Halbsatz VwVG).

8.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 Abs. 1 und 2 des Regle-
ments  vom  21. Februar  2008 über  die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2)  haben ob-
siegende Parteien Anspruch auf eine Parteientschädigung für die ih-
nen erwachsenen notwendigen Kosten; obsiegt die Partei nur teilwei-
se, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen. Keinen An-
spruch  auf  Parteientschädigung  haben  Bundesbehörden  und  in  der 
Regel  andere  Behörden,  die  als  Parteien  auftreten  (Art.  7  Abs.  3 
VGKE). 

8.2.1 Es ist daher zu prüfen, ob die teilweise obsiegende Beschwerde-
führerin Anspruch auf eine Parteientschädigung hat. 

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Den  Bundesverwaltungsbehörden  gleichgestellt  sind  gemäss  Art.  1 
Abs. 2 Bst. e VwVG andere Instanzen und Organisationen ausserhalb 
der Bundesverwaltung, soweit sie in Erfüllung ihnen übertragener öf-
fentlich-rechtlicher Aufgaben des Bundes verfügen. Das Bundesgericht 
hat gestützt auf Art. 159 Abs. 2 OG privaten UVG-Versicherern sowie – 
von  Sonderfällen  abgesehen  –  den  Krankenkassen  keine  Parteient-
schädigungen  zugesprochen,  weil  sie  hinsichtlich  der  Durchführung 
der  obligatorischen Unfallversicherung als  Organisationen mit  öffent-
lich-rechtlichen  Aufgaben  zu  qualifizieren  seien  (so  bereits  das  den 
vorliegenden Versicherungsfall  betreffende Urteil  des Bundesgerichts 
U 416/99 vom 18. Oktober 2000 i.S. SWICA gegen O. und Ersatzkasse 
UVG E. 6; ferner BGE 128 V 124 E. 5b, BGE 127 V 176 E. 5b [nicht 
veröffentlicht, aber in U 329/99 vom 25. Juni 2001], BGE 112 V 356 E. 
6, BGE 112 V 44 E. 3, BGE 107 V 230 E. 3. Vgl. auch BGE 133 V 642 
E. 5, in dem das Bundesgericht ausgeführt hat, dass die zu Art. 159 
Abs. 2 OG ergangene Rechtsprechung mit Blick auf die Regelung der 
Gerichtskosten  in  Art.  66  Abs.  4  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110] übernommen werden könne; es hat 
der Beschwerdeführerin allerdings aufgrund der eigenen Vermögensin-
teressen gestützt auf die Regelung im BGG die Gerichtskosten aufer-
legt).

Die obsiegende Beschwerdeführerin hat nicht in Durchführung der ob-
ligatorischen,  sondern  der  freiwilligen  Unfallversicherung  gehandelt 
(Art. 4 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 68 UVG und Art. 135 Abs. 1 
UVV). Die freiwillige Unfallversicherung unterscheidet sich von der ob-
ligatorischen einzig dadurch, dass der Versicherte sich aus freiem Wil-
len versichert und nicht einem gesetzlichen Versicherungsobligatorium 
untersteht. Im Übrigen gelten die Bestimmungen über  die obligatori-
sche  Versicherung  sinngemäss  auch  für  die  freiwillige  Versicherung 
(Art. 5 Abs. 1 UVG; oben E. 5.4.4). Die möglichen Versicherer der obli-
gatorischen wie der freiwilligen Versicherung werden in Art. 68 UVG 
gleichermassen umschrieben,  und der Versicherer  muss im Rahmen 
der  freiwilligen Versicherung wie  in  der  obligatorischen Versicherung 
einen  gesetzlich  vorgesehenen  Versicherungsschutz  gewähren  (Art. 
70  UVG). Wenn ein  Versicherer  daher  den  Versicherungsschutz  der 
freiwilligen  Unfallversicherung  nach  den  Vorschriften  der  Unfallversi-
cherungsgesetzgebung gewährt,  übernimmt er  eine öffentlich-rechtli-
che Aufgabe; er gilt diesbezüglich als Behörde im Sinn von Art. 1 Abs. 
2 Bst. e VwVG, welche gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung hat. 

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Ausnahmen  sind  gemäss  bundesgerichtlicher  Rechtsprechung  ge-
rechtfertigt, wenn das Verhalten der Gegenpartei leichtsinnig oder mut-
willig ist oder wenn die besondere Art des Prozesses die Zusprechung 
von Parteikosten rechtfertigt  (BGE 128 V 124 E. 5b). Eine derartige 
Ausnahmesituation ist vorliegend nicht gegeben.

Die  Beschwerdeführerin  hat  folglich  keinen  Anspruch  auf  Parteient-
schädigung. 

8.2.2 Keinen  Anspruch  auf  Parteientschädigung  hat  ferner  die  Be-
schwerdegegnerin,  die  mit  ihren  Anträgen  nicht  durchgedrungen  ist 
und im Übrigen ebenfalls als Behörde im Sinn von Art. 1 Abs. 2 Bst. e 
VwVG zu qualifizieren ist (vgl. E. 8.2.1 am Ende).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2003 wird aufgehoben. 
Die Angelegenheit wird zur Beurteilung in der Sache und zum Erlass 
einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 4'000.- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

4.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)
- den Versicherten (Einschreiben)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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