# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5ba53f80-c8d2-591a-b838-56cf5491d46e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 29.08.2023 UV 2022/60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2022-60_2023-08-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/60

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.09.2023

Entscheiddatum: 29.08.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 29.08.2023
Art. 18 UVG. 19 Abs. 1 UVG. Frage des Zeitpunkts der Einstellung der 
Taggeldzahlungen. Damals lagen noch gewisse unfallkausale Beschwerden 
vor, der Beschwerdeführer war aber gemäss der beweiskräftigen 
kreisärztlichen Beurteilung in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. 
Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. Kein Anspruch auf eine 
Rente. Abweisung der Beschwerde. (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 29. August 2023, UV 2022/60).

Entscheid vom 29. August 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Christiane Gallati Schneider; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2022/60

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Studer, Studer Zahner Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Sabine Baumann Wey, Vetsch Rechtsanwälte 

AG, Pilatusstrasse 26, 6003 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG als angelernter 

Autolackierer tätig, und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich 

am 1. Juli 2001 beim Fussballspielen das Bein verdrehte und umfiel (Suva-act. 3). Der 

gleichentags auf der Zentralen Notfallaufnahme des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

erstbehandelnde Arzt äusserte einen Verdacht auf Ruptur des vorderen Kreuzbandes 

(VKB), mediale Seitenbandzerrung und Meniskusläsion rechts. Er behandelte den 

Versicherten konservativ mit Schmerzmitteln sowie Ruhigstellung und attestierte ihm 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von sechs Tagen (Suva-act. 1). Der 

zuständige Oberarzt des KSSG berichtete am 5. Dezember 2001, der Versicherte 

komme im Alltag gut zurecht und habe keine Arbeitseinschränkung. In Anbetracht des 

guten konservativen Verlaufs seien keine weiteren Massnahmen geplant (Suva-act. 15). 

Die Suva hatte dem Versicherten bis zum 23. September 2001 Taggelder entrichtet 

(Suva-act. 20).

A.a. 

Aufgrund einer chronischen anteromedialen Knieinstabilität rechts bei Ruptur des 

VKB führte Dr. med. C.___, Orthopädie D.___, am 26. Mai 2004 eine vordere 

Kreuzbandplastik mittels Semitendinosussehne durch (Suva-act. 22). Er attestierte dem 

Versicherten vom 25. Mai bis 8. August 2004 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und 

A.b. 

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vom 9. bis 22. August 2004 eine solche von 50 % (Suva-act. 27, vgl. Suva-act. 26). Die 

Suva kam für die Kosten der Operation als Folge des Unfalls vom 1. Juli 2001 auf 

(Suva-act. 24).

Am 22. Januar 2018 rutschte der Versicherte beim Spazieren auf der rutschigen 

Strasse aus und fiel auf das rechte Knie (Suva-act. 28). Gestützt auf das Ergebnis einer 

MRT-Abklärung (vgl. Suva-act. 33-3) diagnostizierte Dr. C.___ am 31. Januar 2018 eine 

Reruptur VKB Kniegelenk rechts mit Meniskusverletzung. Im Rahmen der Anamnese 

erhob er einen Status nach medialer Teilmeniskektomie vor vier Jahren. Er hielt fest, 

der Versicherte sei derzeit arbeitsunfähig und er empfehle eine nochmalige VKB-Plastik 

(Suva-act. 33-1 f.). Diese führte Dr. C.___ am 22. Februar 2018 durch (Suva-act. 38 f.).

A.c. 

Die Suva hatte dem Versicherten am 13. Februar 2018 mitgeteilt, sie entrichte 

Leistungen für die Folgen des Schadenfalls vom 22. Januar 2018. Dieser werde als 

Rückfall zum Ereignis vom 1. Juli 2001 geführt (Suva-act. 42, vgl. auch die 

diesbezügliche kreisärztliche Beurteilung in Suva-act. 37). Dr. C.___ attestierte dem 

Versicherten bis zum 27. Juli 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und danach eine 

solche von 0 % (Suva-act. 67, 69).

A.d. 

Am 12. Februar 2019 hielt Dr. C.___ fest, der Versicherte müsse an seiner neuen 

Arbeitsstelle bei der E.___ GmbH vermehrt auch kniende Belastungen ausüben, was 

immer mehr zu Schmerzen führe. Längerfristig würden mit dieser knienden Tätigkeit 

immer mehr Probleme auftreten. Allenfalls müsste eine Umschulung in Betracht 

gezogen werden (Suva-act. 81, vgl. auch Suva-act. 71).

A.e. 

Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 6. Juni 2019 mit, sein Leistungsbegehren 

auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen werde abgewiesen (Suva-act. 95).

A.f. 

In der Folge kam es zu persistierenden Kniebeschwerden (vgl. Suva-act. 98, 100, 

102, 111). Am 15. Dezember 2019 erlitt der Versicherte sodann eine Kniedistorsion 

durch Wegsacken des rechten Beines auf einer Treppe. Die tags darauf behandelnde 

Dr. med. F.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Orthopädie 

D.___, äusserte einen Verdacht auf eine VKB-Transplantat-Insuffizienz und eine 

mediale Meniskusläsion des Knies rechts. Sie attestierte dem Versicherten ab 16. 

Dezember 2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Tätigkeit als Lackierer (Suva-

A.g. 

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act. 111). Ein von ihr veranlasstes MRI brachte einen fokalen Knorpeldefekt am 

medialen Femurcondylus und eine mediale Meniskusläsion zur Darstellung. Dr. F.___ 

empfahl am 18. Dezember 2019 einen operativen Eingriff (Suva-act. 111, vgl. Suva-act. 

107).

Suva-Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie, beurteilte am 

28. Januar 2020, die derzeitige Behandlung und die geplante Operation seien eindeutig 

unfallkausal zum Ereignis von 2001. Der Versicherte leide an einer posttraumatischen 

Gonarthrose (Suva-act. 112).

A.h. 

Am selben Tag führte Dr. C.___ eine Kniegelenks-Arthroskopie rechts mit 

ausgedehntem intraartikulärem peripatellärem Débridement sowie eine offene Knorpel-

Behandlung im Sinne einer AMIC-Plastik durch (Suva-act. 118 f.). Dr. F.___ attestierte 

dem Versicherten ab dem Operationsdatum eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-

act. 116, 123, 130, 146, 167, 169, 181, 188).

A.i. 

Die Arbeitgeberin meldete der Suva am 10. Februar 2020 einen Rückfall bezüglich 

des rechten Knies (Suva-act. 117, vgl. das Schreiben der Suva vom 20. Februar 2020 

[Suva-act. 122]). Aufgrund persistierender belastungsabhängiger Schmerzen wurde am 

19. Mai 2020 in der Radiologie H.___ eine MR-Untersuchung des Kniegelenks rechts 

durchgeführt (Suva-act. 182). Dr. F.___ führte tags darauf aus, im Bereich des ventralen 

Kniegelenks hätten sich Adhäsionen gebildet und der Hoffa'sche Fettkörper erscheine 

hypertroph (Suva-act. 192). Am 15. Juni 2020 hielt Dr. F.___ fest, es sei nun eine 

erneute operative Sanierung des Kniegelenks geplant. Der Versicherte sei für 

körperliche Tätigkeiten weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 192). Dr. C.___ 

führte am 25. Juni 2020 die Operation durch und attestierte dem Versicherten in der 

Folge eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 199, 203 f., 211).

A.j. 

Suva-Kreisarzt Dr. med. I.___, Facharzt für Allgemeinmedizin (D), hatte am 22. Mai 

2020 beurteilt, die Tätigkeit als Industrielackierer sei dem Versicherten nicht mehr 

zumutbar. In einer adaptierten Tätigkeit sei er jedoch voll arbeitsfähig (Suva-act. 168). 

Am 1. Juli 2020 befand Dr. I.___, die geltend gemachten Beschwerden und die dadurch 

nun am 25. Juni 2020 erfolgte Operation stünden in kausalem Zusammenhang mit dem 

Unfall bzw. Rückfall zum Unfall vom 1. Juli 2001. Es bestehe eine progrediente 

A.k. 

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Chondropathie / Gonarthrose ohne Möglichkeit einer therapeutischen Reversibilität. 

Postoperativ sei eine allgemeine Arbeitsunfähigkeit von vier bis sechs Wochen 

begründet. Das Zumutbarkeitsprofil ändere sich aufgrund der Operation nicht (Suva-

act. 193).

Dr. F.___ und Dr. C.___ hielten am 19. August 2020 fest, der Versicherte sei 

zufrieden mit dem postoperativen Verlauf. Die Physiotherapie sei fortzusetzen bei 

bereits gutem Beweglichkeits- und Belastungsaufbau. Bei körperlicher Tätigkeit 

bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 232). Dr. I.___ befand 

am 28. September 2020, an seiner Zumutbarkeitsbeurteilung vom 22. Mai 2020 habe 

sich nichts verändert. Es sei von einem stabilen Gesundheitszustand auszugehen und 

es sollte zeitnah eine angepasste Tätigkeit gefunden / aufgenommen werden (Suva-

act. 233, vgl. auch Suva-act. 278).

A.l. 

Mit Schreiben vom 11. November 2020 kündigte die Arbeitgeberin dem 

Versicherten per 28. Februar 2021 (Suva-act. 281).

A.m. 

Dr. F.___ und Dr. C.___ hielten nach einer Untersuchung vom 9. Dezember 2020 

fest, es sei infolge einer Übung in der Physiotherapie zu einem Reizerguss des rechten 

Knies gekommen. Sie hätten eine Abpunktion und eine therapeutische Infiltration 

durchgeführt. Am 13. Januar 2021 hielten sie fest, das von ihnen veranlasste MRI habe 

einen adhäsiven Hoffa'schen Fettkörper gezeigt, welcher zur Hyperkompression der 

Patella führe. Weiter habe sich eine neu aufgetretene, progrediente retropatellare 

Chondropathie fokal bis vierten Grades in der Hauptbelastungszone gezeigt. Sie hätten 

dem Versicherten einen operativen Eingriff vorgeschlagen. Die Arbeitsunfähigkeit 

betrage 100 % für eine körperliche Tätigkeit, eine nicht-körperliche Tätigkeit könnte 

aufgenommen werden (Suva-act. 306).

A.n. 

Dr. I.___ befand am 3. Februar 2021, die empfohlene Operation sei unfallkausal 

weder zwingend notwendig noch indiziert. Eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands und der Zumutbarkeit einer angepassten Tätigkeit sei durch 

einen erneuten Eingriff nicht zu erwarten (Suva-act. 308). Die Suva teilte dem 

Versicherten gleichentags mit, sie übernehme die Kosten der geplanten Operation nicht 

(Suva-act. 309, vgl. Suva-act. 313 f.).

A.o. 

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B.  

Am 4. Februar 2021 führte Dr. C.___ eine Kniegelenksarthroskopie rechts, eine 

arthroskopische ausgedehnte Synovectomie mit infrapatellärer Adhäsiolyse, ein 

Débridement des femoropatellären Knorpelschadens und ein Entfernen freier 

Gelenkskörper durch (Suva-act. 323).

A.p. 

Nach einer Untersuchung des Versicherten hielt Dr. I.___ am 14. Juni 2021 als 

Diagnose anhaltende Belastungseinschränkungen des rechten Kniegelenks fest. Er 

beurteilte, es sei ein stabiler medizinischer Endzustand erreicht. Adaptierte Tätigkeiten 

seien dem Versicherten mit einem vollzeitigen Arbeitspensum zumutbar (Suva-act. 

357). Den Integritätsschaden schätzte er auf 20 % (Suva-act. 361).

A.q. 

Mit Verfügung vom 22. Juni 2021 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 20 % zu (Suva-

act. 364).

A.r. 

Mit Vorbescheid vom 29. Juni 2021 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung seines Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht (Suva-

act. 380, vgl. auch Suva-act. 282, 325).

A.s. 

Die Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 7. Juli 2021 mit, sie richte das 

Taggeld noch bis und mit 31. Juli 2021 aus. Danach bestehe kein Anspruch mehr auf 

Suva-Taggelder (Suva-act. 378). Damit erklärte sich der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. D. Studer, Kreuzlingen, am 9. September 2021 nicht 

einverstanden (Suva-act. 388).

A.t. 

Mit Verfügung vom 27. Juli 2021 hatte die Suva einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 3 % verneint (Suva-act. 386).

A.u. 

Gegen die Verfügung vom 27. Juli 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Studer, am 14. September 2021 Einsprache (Suva-act. 389, vgl. die 

Begründung in Suva-act. 409). Er reichte ein ärztliches Zeugnis von Dr. C.___ vom 16. 

August 2021 ein, indem dieser dem Versicherten bis 31. Juli 2021 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab 1. August 2021 eine solche von 50 % attestiert 

hatte (vgl. Suva-act. 388-7 f.).

B.a. 

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C.  

Erwägungen

1.

Dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. September 2022 (Suva-act. 423) 

liegen die Verfügungen vom 27. Juli 2021 betreffend Ablehnung des Rentenanspruchs 

(Suva-act. 386) und vom 1. November 2021 betreffend Einstellung der 

Taggeldleistungen per 31. Juli 2021 (Suva-act. 406) zugrunde. Letztere wurde zwar im 

Betreff des Einspracheentscheids nicht explizit aufgeführt und gemäss Dispositiv 

Mit Schreiben vom 26. Oktober 2021 forderte Rechtsanwalt Studer die Suva auf, 

eine beschwerdefähige Verfügung bezüglich der Einstellung der Taggeld- und 

Heilkostenleistungen zu erlassen (Suva-act. 400). Mit Verfügung vom 1. November 

2021 stellte die Suva ihre Taggeldleistungen per 31. Juli 2021 ein (Suva-act. 406). 

Dagegen liess der Versicherte am 2. Dezember 2021 Einsprache erheben (Suva-act. 

415).

B.b. 

Mit Entscheid vom 13. September 2022 wies die Suva die Einsprachen ab (Suva-

act. 423).

B.c. 

Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt Studer, am 17. Oktober 2022 Beschwerde. Er beantragte, der 

Einspracheentscheid vom 13. September 2022 und die Verfügung vom 27. Juli 2021 

seien vollumfänglich aufzuheben und es seien ihm die ihm zustehenden gesetzlichen 

Leistungen zuzusprechen, namentlich Taggeld über den 31. Juli 2021 hinaus sowie 

eine Rente. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen, damit ein neues Gutachten, z. B. bei der asim 

Begutachtung des Universitätsspitals Basel oder der MEDAS Zentralschweiz, eingeholt 

werden könne; alles unter Kosten -und Entschädigungsfolge (act. G1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. S. Baumann 

Wey, Luzern, beantragte am 19. Januar 2023 die Abweisung der Beschwerde (act. G5).

C.b. 

Mit Replik vom 10. März 2023 und Duplik vom 5. Mai 2023 liessen die Parteien an 

ihren Anträgen festhalten (act. G10, G13).

C.c. 

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wurde nur eine (nicht näher bezeichnete) Einsprache abgewiesen. Entgegen diesem 

Wortlaut ist dem Sachverhalt und der Begründung des Einspracheentscheids jedoch 

eindeutig zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin sich auf beide genannten 

Verfügungen bzw. die jeweiligen Einsprachen bezog und beide abweisen wollte (vgl. 

insbesondere auch Suva-act. 423, Ziff. 5). Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers (vgl. act. G1) ist damit vorliegend sowohl ein Anspruch auf 

Taggeldleistungen über den 31. Juli 2021 hinaus als auch (eventualiter) ein 

Rentenanspruch zu prüfen. Mit Verfügung vom 1. November 2021 sicherte die 

Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer auch nach dem Fallabschluss weiterhin 

die Übernahme der Kosten von ca. ein- bis zweimal jährlichen ärztlichen klinischen und 

bei Bedarf auch bildgebenden Verlaufskontrollen mit der Abgabe einer symptomatisch 

analgetischen Bedarfsmedikation zu. Sie führte aus, längerfristig sei mit einer weiteren 

Progredienz der Kniegelenksarthrose zu rechnen, wozu auch symptomlindernd lokale 

Infiltrationen zur Anwendung kommen könnten. Sie komme auch noch für die Kosten 

einer Serie Physiotherapie auf und leiste einen einmaligen Beitrag an ein Fitnessabo 

(Suva-act. 406, vgl. Suva-act. 378, 423). Dies wurde vom Beschwerdeführer nicht 

beanstandet (bezüglich weitergehender Ansprüche auf Heilkosten bzw. der am 3. 

Februar 2021 formlos abgelehnten Übernahme der Kosten der Operation vom 4. 

Februar 2021 [Suva-act. 309, 313 f.] siehe die nachfolgenden Ausführungen in E. 2.7). 

Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die mit Verfügung vom 22. Juni 

2021 zugesprochene und unangefochten gebliebene Integritätsentschädigung (Suva-

act. 364).

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die 

versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden 

Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine 

Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Das Erreichen des 

medizinischen Endzustands bildet demgemäss in Nachachtung des 

Eingliederungsgrundsatzes die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage.

1.1. 

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2.

Die Beschwerdegegnerin stellte die Taggeldleistungen per 31. Juli 2021 ein (Suva-act. 

406, vgl. Suva-act. 378, 423). Sie stützte sich dabei auf die Beurteilung von Kreisarzt 

Dr. I.___ (Suva-act. 357). Der Beschwerdeführer spricht dieser die Beweiskraft ab und 

hält ihr die Einschätzung seiner behandelnden Ärzte entgegen (vgl. act. G1).

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181, E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in Erwin Murer/

Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls 

Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/

ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281, 

S. 281 f., E. 1a).

1.3. 

Der Beschwerdeführer hatte im Zeitpunkt der Einstellung der Taggeldleistungen 

per 31. Juli 2021 unbestrittenermassen noch unfallkausale Beschwerden am rechten 

Knie im Sinne von anhaltenden Belastungseinschränkungen (vgl. Suva-act. 357). Diese 

2.1. 

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stellen jedoch den Fallabschluss nicht per se in Frage. Für den Anspruch auf weitere 

vorübergehende Leistungen wird rechtsprechungsgemäss vorausgesetzt, dass noch 

eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Das Kriterium 

beurteilt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Es 

bedarf dabei einer ins Gewicht fallenden Besserung durch die ärztliche Behandlung. 

Eine allfällige blosse Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige 

Linderung, eine blosse Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die versicherte 

Person etwa von Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht. Für den Abschluss 

der medizinischen Behandlung ist ein Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung 

somit nicht vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2016, 

8C_306/2016, E. 5.3, mit weiteren Hinweisen; Philipp Geertsen, N 7 ff. zu Art. 19, in 

Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018).

Dr. I.___ beurteilte am 14. Juni 2021, bei einem derzeit reizarmen Lokal- und 

zufriedenstellenden Funktionsbefund sei ein stabiler medizinischer Endzustand 

erreicht. Der Beschwerdeführer sei ohne Hilfsmittel bei einem klinisch bandstabilen 

Kniegelenksbefund sicher auf der Ebene mobil. Auch durch weitere medizinische 

Behandlungsmassnahmen könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

namhafte Verbesserung des Zustandes und keine Verbesserung des 

Zumutbarkeitsprofils erwartet werden. Die vom Beschwerdeführer belastungsabhängig 

beklagten Restbeschwerden seien auf die bekannte, medial und retropatellar betonten 

Knorpelschädigungen mit der Entwicklung einer Gonarthrose zurückzuführen. Es seien 

keine therapeutischen Massnahmen bekannt, welche einen derartigen 

chondropathischen / arthrotischen Schaden des Gelenks rückgängig machen könnten. 

Auch durch weitere interventionelle Eingriffe wäre keine Verbesserung des 

gegenwärtigen Gesundheitszustandes zu erwarten. Die zuletzt durchgeführten 

Infiltrationsanwendungen hätten einer symptomatischen Beschwerdelinderung und 

insofern dem Erhalt der Beweglichkeit und des Zumutbarkeitsprofils gedient. Eine 

Verbesserung des Gesundheitszustandes sei hierunter aber ebenfalls nicht realistisch 

zu erwarten. In Anbetracht des noch relativ jungen Lebensalters sowie der derzeit 

vorliegenden strukturellen und funktionellen Befunde sei eine 

Endoprothesenversorgung derzeit sicherlich noch nicht indiziert. Die angestammte 

Tätigkeit als Industrielackierer sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Eine 

adaptierte Tätigkeit sei jedoch weiterhin mit einem vollzeitigen Arbeitspensum möglich 

(Suva-act. 357). Dr. I.___ war bereits am 5. Januar 2021 von einer Arbeitsfähigkeit von 

100 % in einer adaptierten Tätigkeit ausgegangen (Suva-act. 278). Die Beurteilung von 

2.2. 

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Dr. I.___, wonach im Zeitpunkt seiner Untersuchung vom 14. Juni 2021 der 

medizinische Endzustand erreicht war, ist – wie nachfolgend ausgeführt – aufgrund der 

fehlenden nachhaltigen Behandlungsmöglichkeiten bei einer Gonarthrose überzeugend 

(vgl. Suva-act. 316).

Dr. C.___ und Dr. F.___ hatten am 9. Dezember 2020 über einen Verdacht auf eine 

rund eine Woche zuvor geschehene Überlastung bei exzentrischem einbeinigen 

Training des rechten Kniegelenks berichtet. Da sich die Beschwerden bereits spontan 

gebessert hätten, werde die konservative Therapie fortgesetzt und eine therapeutische 

Infiltration durchgeführt. Aufgrund persistierender belastungsabhängiger Beschwerden 

und nicht adäquatem Ansprechen auf die Infiltration veranlassten die behandelnden 

Ärzte ein MRI. Sie hielten am 13. Januar 2021 fest, die Untersuchung (vgl. Suva-act. 

306-3 f.) habe einen adhäsiven Hoffa'schen Fettkörper, welcher zur Hyperkompression 

der Patella führe, und eine neu aufgetretene, progrediente retropatellare Chondropathie 

fokal bis vierten Grades in der Hauptbelastungszone gezeigt. Sie hätten dem 

Beschwerdeführer daher die Möglichkeit einer operativen Sanierung unterbreitet (Suva-

act. 306-1 f.). Wie sich aus diesem Bericht ergibt, hielten Dr. C.___ und Dr. F.___ die 

Operation nicht für absolut notwendig, sondern empfahlen diese lediglich. Dies stimmt 

überein mit der Beurteilung von Dr. I.___ vom 3. Februar 2021. Er befand, die 

empfohlene Operation sei unfallkausal nicht zwingend notwendig und indiziert. Auch 

durch wiederholte arthroskopische operative Eingriffe könne der vorliegende komplexe 

Schaden des Kniegelenks nicht kurativ behandelt werden. Durch invasive Eingriffe 

seien allfällige zusätzliche Vernarbungen und entzündliche Reizungen zu befürchten. 

Auch durch den letzten Eingriff (vom 25. Juni 2020; vgl. Suva-act. 199) mit ausgiebigen 

Adhäsiolysen, Notch-Plastik, Synovektomie und Plica-Resektion habe bereits keine 

grundlegende Verbesserung oder Ausbremsung der Arthrosenentwicklung erreicht 

werden können (Suva-act. 308). Nachdem die Beschwerdegegnerin die Übernahme 

der Kosten abgelehnt hatte (vgl. Suva-act. 309), führte Dr. C.___ am 4. Februar 2021 

eine Kniegelenksarthroskopie rechts, eine arthroskopische ausgedehnte Synovectomie 

mit infrapatellärer Adhäsiolyse, ein Débridement des femoropatellären 

Knorpelschadens und ein Entfernen von freien Gelenkskörpern durch (Suva-act. 323). 

Die Operation führte – wie gesagt – zu einer Beschwerdebesserung (vgl. Suva-act. 316, 

342). Dennoch ist aufgrund der progredienten Arthrose mit Dr. I.___ (vgl. Suva-act. 324, 

357) davon auszugehen, dass weitere operative Eingriffe oder eine konservative 

Behandlung nicht zu einer nachhaltigen massgeblichen Besserung der Beschwerden 

und insbesondere der Arbeitsfähigkeit führen würden. Entgegen der Ansicht des 

Beschwerdeführers (vgl. act. G1) steht dies nicht im Widerspruch zur früheren 

Beurteilung von Kreisarzt Dr. G.___. Dieser hatte am 28. Januar 2020 beurteilt, die 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/19

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damals geplante Operation sei eindeutig unfallkausal zum Ereignis von 2001. Der 

Beschwerdeführer leide an einer posttraumatischen Gonarthrose, das sei das Problem 

(Suva-act. 112). Damit ging er in Übereinstimmung mit Dr. I.___ davon aus, dass die 

Beschwerden mehrheitlich durch die Gonarthrose ausgelöst wurden. Damals war 

jedoch der medizinische Endzustand unbestritten noch nicht erreicht.

Es liegen keine ärztlichen Berichte im Recht, welche die Beurteilung von Dr. I.___ 

bezüglich des Erreichen eines medizinischen Endzustandes in Frage stellen würden. 

Dr. C.___ und Dr. F.___ äusserten sich lediglich zur Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass auch sie bereits am 13. 

Januar 2021, mithin vor der Operation vom 4. Februar 2021, beurteilt hatten, die 

Arbeitsunfähigkeit für eine körperliche Tätigkeit betrage 100 %, eine nicht-körperliche 

Tätigkeit könne formell jedoch aufgenommen werden (Suva-act. 306-2). Nach der 

Operation vom 4. Februar 2021 hatten sie dem Beschwerdeführer eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert (Suva-act. 322, 332, 337, 353, 367). Ab 1. 

August 2021 ging Dr. C.___ von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus (Suva-act. 

388-8). Den Akten lassen sich jedoch keine weitere Begründung derselben und 

insbesondere keine Adaptionskriterien entnehmen. Dr. C.___ bzw. Dr. F.___ erwähnten 

am 5. Juli bzw. 16. August 2021 lediglich, der Beschwerdeführer sei in der 

angestammten Tätigkeit als Industrielackierer zu 100 % arbeitsunfähig und sie würden 

eine Umschulung in eine nicht kniebelastende Tätigkeit empfehlen (Suva-act. 416-10 

f.). Daraus lässt sich nicht ableiten, dass nach Ansicht von Dr. C.___ und Dr. F.___ 

weitere medizinische Massnahmen noch zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

geführt hätten. Der Beschwerdeführer verweist in seiner Beschwerde auf eine Notiz der 

Beschwerdegegnerin vom 18. Januar 2021 (act. G1, Suva-act. 293) bezüglich eines 

Telefonats mit dem Beschwerdeführer, wonach Dr. C.___ sich schockiert gezeigt habe 

über den Kreisarztbericht und gemeint habe, dass er die Aussagen vom Kreisarzt (Dr. 

I.___) nicht akzeptieren könne. Diese lediglich vom Beschwerdeführer zitierte Aussage 

von Dr. C.___ ist nicht begründet und bezieht sich zudem auf eine Einschätzung von 

Dr. I.___, welche am 5. Januar 2021, und damit rund ein halbes Jahr vor dem 

Fallabschluss, erfolgte (vgl. Suva-act. 278). Die nicht weiter dokumentierte Aussage 

von Dr. C.___ ist damit nicht geeignet, die Einstellung der Taggelder per 31. Juli 2021 in 

Frage zu stellen. 

2.4. 

Insgesamt ist gestützt auf die überzeugende Beurteilung von Dr. I.___ davon 

auszugehen, dass spätestens per 31. Juli 2021 durch weitere medizinische 

Massnahmen überwiegend wahrscheinlich keine massgebliche Verbesserung des 

Gesundheitszustandes mehr möglich war. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, 

2.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/19

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dass – wie nachfolgend ausgeführt wird (Erwägung 3) – in diesem Zeitpunkt eine volle 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vorlag und der Kreisarzt überzeugend 

dargelegt hat, dass keine Verbesserung des Zumutbarkeitsprofils zu erwarten ist. Die 

Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer über den 31. Juli 

2021 hinaus die Übernahme gewisser Behandlungskosten zusicherte, stellt den 

Fallabschluss per dieses Datum nicht in Frage. Dies zumal es sich bei den in der 

Verfügung vom 1. November 2021 erwähnten Verlaufskontrollen, der analgetischen 

Bedarfsmedikation, allfälligen Infiltrationsanwendungen, einer Serie Physiotherapie und 

einem Kostenzuschuss für ein Fitnessabo um medizinische Massnahmen handelt, 

welche zwar zu einer kurzfristigen Linderung oder Verbesserung der Befindlichkeit des 

Beschwerdeführers führen, nicht aber seine Arbeitsfähigkeit steigern könnten. Die IV-

Stelle hatte dem Beschwerdeführer mit Vorbescheid vom 29. Juni 2021 die Abweisung 

des Leistungsbegehrens um berufliche Massnahmen in Aussicht gestellt (Suva-act. 

380). Damit war im Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder per 31. Juli 2021 ein 

Einwand gegen den Vorbescheid grundsätzlich noch möglich. Allfällige berufliche 

Eingliederungsmassnahmen der IV-Stelle hätten jedoch insofern nicht zu einer 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit bzw. des Erwerbspotentials führen können, als – wie 

nachfolgend ausgeführt (E. 3) – bereits eine volle Arbeitsfähigkeit in einer ideal 

adaptierten Tätigkeit bestand. Die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Juli 2021 

ist damit grundsätzlich nicht zu beanstanden.

Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe ihn erst mit 

Schreiben vom 7. Juli 2021 zu einem Berufswechsel aufgefordert. Die 

Beschwerdegegnerin sei daher – im Sinne einer Übergangsfrist – bis zum 16. 

Dezember 2021 noch leistungspflichtig gewesen zur Weiterausrichtung eines ganzen 

Taggeldes. Auch die Tatsache, dass er sich per 1. August 2021 zwar bei der 

Arbeitslosenkasse angemeldet, jedoch keine Taggelder erhalten habe, berechtige nicht 

zur Unterschreitung der Übergangsfrist (act. G1). Wie die Beschwerdegegnerin jedoch 

zu Recht vorbringt (act. G5) geht es vorliegend nicht um eine Kürzung von Taggeldern 

gestützt auf Art. 6 Satz 2 ATSG, sondern der Anspruch auf Taggelder ist gestützt auf 

Art. 19 Abs. 1 UVG untergegangen. Da – wie bereits dargelegt – von einer Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung über den 31. Juli 2021 hinaus keine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war, durfte die Beschwerdegegnerin 

rechtsprechungsgemäss (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2017, 

8C_83/2017, E. 5.3) die Taggeldleistungen einstellen, ohne den Beschwerdeführer 

zunächst zu einem Berufswechsel aufzufordern und eine Übergangsfrist zu gewähren. 

Zudem ist darauf hinzuweisen, dass das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers 

bereits per 28. Februar 2021 gekündigt worden war (vgl. Suva-act. 281) und er 

2.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/19

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aufgrund der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. I.___ vom 5. Januar 2021 sowie der 

telefonischen Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 7. Januar 2021 (vgl. Suva-act. 

291) wissen musste, dass er gehalten war, eine neue angepasste Tätigkeit zu finden. 

Die Tatsache, dass ihm seine angestammte Tätigkeit als Industrielackierer nicht mehr 

zumutbar war, musste dem Beschwerdeführer zudem schon wesentlich länger 

bewusst sein. Dies zumal Dr. C.___ ihn bereits ab Februar 2019 auf zunehmende 

Probleme bei kniender Arbeit hinwies (vgl. Suva-act. 84) und Dr. I.___ erstmals am 22. 

Mai 2020 beurteilte, die angestammte Tätigkeit als Industrielackierer sei nicht mehr 

zumutbar (Suva-act. 168, vgl. auch Suva-act. 193, 236).

Insgesamt war damit der medizinische Endzustand spätestens am 31. Juli 2021 

erreicht und die Einstellung der Taggeldleistungen per dieses Datum zu Recht erfolgt. 

Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. Es ist darauf hinzuweisen, dass die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet war, bis zum Fallabschluss per 31. Juli 2021 ebenfalls 

für die Kosten der Heilbehandlung und damit grundsätzlich auch für die Kosten der am 

4. Februar 2021 durchgeführten Operation (Suva-act. 323) aufzukommen. Die 

Beschwerdegegnerin hatte die Kostenübernahme derselben gestützt auf eine 

Stellungnahme von Dr. I.___ (Suva-act. 308) am 3. Februar 2021 formlos abgelehnt 

(Suva-act. 309, 313 f.). Die Leistungsablehnung hätte jedoch in Form einer Verfügung 

ergehen müssen (vgl. Art. 49 Abs. 1 ATSG). Zwar enthält das Gesetz für den hier 

gegebenen Fall, in dem der Versicherer im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG 

einen Entscheid gefällt hat, welcher laut Art. 49 Abs. 1 ATSG in Verfügungsform 

ergehen muss, keine ausdrückliche Regelung. Das Bundesgericht hält jedoch dafür, 

dass – um das Verfahren in die gesetzlich vorgesehenen Wege zu leiten und der 

versicherten Person den Rechtsweg zu eröffnen – die versicherte Person in Analogie zu 

Art. 51 Abs. 2 ATSG einen Entscheid in Form einer Verfügung verlangen kann (BGE 134 

V 149 E. 5.1). Rechtsprechungsgemäss steht der versicherten Person eine Frist von 

einem Jahr zur Verfügung, um an den Versicherungsträger zu gelangen (BGE 134 V 

152 f.). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin die Übernahme der Kosten der 

Operation – wie gesagt – am 3. Februar 2021 formlos abgelehnt (Suva-act. 309, 313 f.). 

Der Beschwerdeführer hat zwar aktenkundig nie konkret den Erlass einer 

diesbezüglichen Verfügung verlangt, doch ergingen am 7. Juli 2021 ein Schreiben und 

am 1. November 2021 eine Verfügung, worin die Beschwerdegegnerin erklärte, der 

medizinische Endzustand sei erreicht und von weiteren ärztlichen Behandlungen oder 

Therapien sei keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten 

(Suva-act. 378-1 ff., 406). Der Rechtsvertreter machte daraufhin in seiner 

Einsprachebegründung vom 5. November 2021 – im Übrigen auch weniger als ein Jahr 

nach der formlosen Leistungsablehnung – geltend, die Beschwerdegegnerin habe die 

2.7. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/19

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3.

Unter Berücksichtigung der unfallkausalen Belastungseinschränkungen des rechten 

Kniegelenks (vgl. Suva-act. 357) ist nachfolgend die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit zu prüfen. In seiner angestammten 

Tätigkeit als Industrielackierer ist er unbestritten und aktenmässig ausgewiesen als zu 

100 % arbeitsunfähig zu erachten (vgl. Suva-act. 357).

Kosten der Operation vom 4. Februar 2021 zu übernehmen (Suva-act. 409). Eine 

rechtskräftige Leistungsablehnung in Bezug auf die Übernahme der Kosten der 

Operation vom 4. Februar 2021 liegt damit nicht vor. Sollte die Beschwerdegegnerin 

der Ansicht sein, dass sie – obwohl die Operation noch vor dem Fallabschluss per 31. 

Juli 2021 stattgefunden hatte – ausnahmsweise (insbesondere aufgrund mangelnder 

Zweckmässigkeit) bezüglich der Operation vom 4. Februar 2021 und deren Folgen 

nicht leistungspflichtig sei, müsste sie darüber noch formell verfügen, da sie sich dazu 

im angefochtenen Einspracheentscheid nicht geäussert hatte.

Dr. I.___ beurteilte am 14. Juni 2021 – wie bereits am 5. Januar 2021 (Suva-act. 

291) –, dem Beschwerdeführer seien wechselbelastende, leichte bis mittelschwere 

Tätigkeiten, zeitweise aber nicht langfristig im Stehen, mit kürzeren Gehdistanzen, 

sowie überwiegend im Sitzen (über 50 %) mit einem vollzeitigen Arbeitspensum 

zumutbar. Auszuschliessen seien wiederkehrende Arbeiten auf einem unebenen oder 

sich bewegenden Untergrund, das repetitive Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie 

häufiges Treppengehen. Weiter seien die Einnahme körperlicher Zwangshaltungen zum 

Knien, Hocken und Kauern leidensungünstig und auch zur Vermeidung einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes auszuschliessen (Suva-act. 357). Diese 

Beurteilung ist angesichts der auf das rechte Kniegelenk des Beschwerdeführers 

beschränkten Beschwerden nachvollziehbar.

3.1. 

Wie erwähnt (E. 2.4), hatten Dr. C.___ und Dr. F.___ bereits am 13. Januar 2021, 

mithin vor der Operation vom 4. Februar 2021, beurteilt, die Arbeitsunfähigkeit für eine 

körperliche Tätigkeit betrage 100 %, eine nicht-körperliche Tätigkeit könne formell 

jedoch aufgenommen werden (Suva-act. 306-2). Nach der Operation vom 4. Februar 

2021 hatten sie dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % attestiert 

(Suva-act. 322, 332, 337, 353, 367). Ab 1. August 2021 ging Dr. C.___ von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % bei adaptierter Tätigkeit aus (Suva-act. 388-8). Dr. C.___ 

begründete diese Beurteilung jedoch nicht und umschrieb auch keine 

Adaptionskriterien. Dr. C.___ bzw. Dr. F.___ erwähnten am 5. Juli bzw. 16. August 2021 

lediglich, der Beschwerdeführer sei in der angestammten Tätigkeit als Industrielackierer 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/19

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4.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer ideal adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

zu 100 % arbeitsunfähig und sie würden eine Umschulung in eine nicht kniebelastende 

Tätigkeit empfehlen (Suva-act. 416-10 f.). Es ist aus den Akten jedoch nicht ersichtlich 

und lässt sich nicht plausibel erklären, weshalb sie – nach der postoperativen 

Rekonvaleszenz – im Widerspruch zu ihrer früheren Beurteilung vom 13. Januar 2021 

nicht mehr von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ausgingen. 

Das unbegründete Attest einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ist damit nicht geeignet, die 

Beurteilung von Dr. I.___ in Frage zu stellen. Dr. F.___ und Dr. C.___ hatten am 28. April 

2021 eine Schwellung und damit assoziiert eine gelegentliche Überwärmung des Knies 

abends oder bei längeren Gehstrecken erwähnt (Suva-act. 342). Am 5. Juli 2021 hatte 

Dr. C.___ berichtet, höhere Belastungen im Sinne vom Einnehmen einer Hockeposition 

und Treppenlaufen würden noch Restbeschwerden verursachen. Dr. F.___ hielt sodann 

am 16. August 2021 fest, Treppensteigen sei nach wie vor am schmerzhaftesten (Suva-

act. 416-10). Diese Beschwerden entsprechen im Wesentlichen denjenigen, welche der 

Beschwerdeführer auch anlässlich der Untersuchung durch Dr. I.___ vom 27. Mai 2021 

geltend machte. Dr. I.___ berücksichtigte diese entsprechend bei der Formulierung des 

Zumutbarkeitsprofils (Suva-act. 357). Dasselbe gilt für das von Physiotherapeut K.___ 

festgehaltene Kraftdefizit im Sinne einer Muskelatrophie besonders des Musculus 

vastus medialis, welches dem Beschwerdeführer in Alltagsaktivitäten wie 

Treppensteigen oder tiefer Hocke im Zeitpunkt der letzten Behandlung durch ihn am 

21. Juni 2021 noch deutliche Mühe bereitet habe (Suva-act. 410).

Weiter für eine volle Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit spricht auch die 

Tatsache, dass der Beschwerdeführer seit Oktober 2021 (Suva-act. 413) als 

selbständiger "Güggeli-Grilleur" tätig ist. In seiner Replik führte er aus, er verlasse das 

Haus jeweils spätestens um 7:30 Uhr und komme selten vor 20:30 Uhr nach Hause. Er 

leide zwar jeden Tag unter Knieschmerzen, sei aber dankbar, "einen Job zu haben und 

sein Brot selber zu verdienen". Da er seine arbeitsbedingte körperliche Belastung 

relativ frei einteilen könne, sei diese Tätigkeit ideal adaptiert (act. G10, vgl. Suva-act. 

413). Es ist damit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer tatsächlich in einem 

Pensum von 100 % tätig ist.

3.3. 

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

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Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 

mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). 

Der Beschwerdeführer war bis zum 28. Februar 2021 als angelernter Industrielackierer 

angestellt (Suva-act. 3, 83, 117, 281). Gemäss Angaben der früheren Arbeitgeberin 

hätte er dort im Jahr 2021 ein Einkommen von monatlich Fr. 5'350.-- (mal 13) sowie 

eine Grati von monatlich Fr. 169.-- erhalten (Suva-act. 263). Daraus ergibt sich das von 

den Parteien unbestrittene Valideneinkommen von Fr. 71'578.-- (13 x Fr. 5'350.-- + 12 

x Fr. 169.--).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 

von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – 

kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und 

erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss Schweizerischer Lohnstrukturerhebung 

(LSE) des Bundesamtes für Statistik herangezogen werden (BGE 135 V 301 E. 5.2 mit 

Hinweisen). Der Beschwerdeführer ist seit Oktober 2020 (Suva-act. 413) als "Güggeli-

Grilleur" tätig. Gemäss seinen Angaben generiert er damit je nach Jahreszeit einen 

Umsatz von zwischen Fr. 15'000.-- (Sommer) und Fr. 20'000.-- (Winter). Davon 

entfielen ca. 60 % auf Ausgaben, so dass 40 % Einnahmen verblieben, was 

durchschnittlich ca. Fr. 5'000.-- pro Monat ergebe (act. G10). Bei dieser im Zeitpunkt 

der Rentenprüfung erst wenige Monate ausgeübten Tätigkeit mit schwankendem und 

im Übrigen in Bezug auf den angeführten durchschnittlichen Monatslohn nicht 

nachvollziehbarem Einkommen ist (noch) nicht von einem stabilen Arbeitsverhältnis 

auszugehen. Zudem ist aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers (insbesondere 

sehr lange Arbeitstage mit 13 Stunden täglich ausser Haus) fraglich, ob dies einer ideal 

adaptierten Tätigkeit gemäss den Kriterien von Dr. I.___ (vgl. Suva-act. 357) entspricht. 

Der tatsächlich erzielte Verdienst ist deshalb nicht geeignet, um das 

Invalideneinkommen festzulegen. Da dem Beschwerdeführer Hilfsarbeitertätigkeiten 

zumutbar sind, rechtfertigt es sich, das Invalideneinkommen stattdessen gestützt auf 

die LSE 2018, Total sämtlicher Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Männer, zu 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

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5.  

bestimmen. Der entsprechende Lohn belief sich im Jahr 2018 auf Fr. 5'417.-- pro 

Monat bzw. Fr. 65'004.-- jährlich. Aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche 

Arbeitszeit von 41.7 Stunden und angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2021 

(Index 2018: 2'260, 2021: 2'281) ergibt sich ein massgebliches Jahreseinkommen von 

Fr. 68'396.--.

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter-)Tätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Der 

Beschwerdeführer hat gewisse qualitative Einschränkungen (wechselbelastend, leichte 

bis mittelschwere Tätigkeiten, überwiegend im Sitzen, keine wiederkehrenden Arbeiten 

auf unebenem oder sich bewegendem Untergrund, kein repetitives Besteigen von 

Leitern und Gerüsten, kein häufiges Treppengehen, keine körperlichen 

Zwangshaltungen [Knien, Hocken und Kauern]; vgl. Suva-act. 357). Er ist im Vergleich 

zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig nur geringfügig benachteiligt 

und muss höchstens mit leicht unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. 

zum Ganzen Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers 

[Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Vorliegend rechtfertigt 

sich ein Tabellenlohnabzug von maximal 5 %, womit ein Invalideneinkommen von 

zumindest Fr. 64'976.-- (0.95 x Fr. 68'396.--) resultiert. Ein höherer Abzug rechtfertigt 

sich entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (act. G1) nicht.

4.2.1. 

Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten 

Hilfsarbeitertätigkeit, einem Valideneinkommen von Fr. 71'578.-- und einem 

Invalideneinkommen von zumindest Fr. 64'976.-- ergibt sich ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von maximal rund 9 %.

4.3. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 13. 

September 2022 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Im vorliegenden Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. f

ATSG).

5.2. bis

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf die beantragte 

Parteientschädigung (vgl. act. G1).

5.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.08.2023
	Art. 18 UVG. 19 Abs. 1 UVG. Frage des Zeitpunkts der Einstellung der Taggeldzahlungen. Damals lagen noch gewisse unfallkausale Beschwerden vor, der Beschwerdeführer war aber gemäss der beweiskräftigen kreisärztlichen Beurteilung in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. Kein Anspruch auf eine Rente. Abweisung der Beschwerde. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. August 2023, UV 2022/60).

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