# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 32449515-4a3e-549f-ba71-3fabc2d61b37
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-07-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 29.07.2005 SB 2005 17
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SB-2005-17_2005-07-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. Juli 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SB 05 17 (mündlich eröffnet)

Urteil 
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Vital und Möhr
Aktuar ad hoc Hitz

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In der strafrechtlichen Berufung

d e r  S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, 
Berufungsklägerin,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 1. Februar 2005, mitgeteilt 
am 14. April 2005, in Sachen des X., Palästina, geboren am 11. August 1983 in 
Gaza/Palästina, des Tahib und der Aisha, ledig, Asylbewerber, Durchgangszentrum 
Ried, Schulstrasse 82, 7302 Landquart, Angeklagter und Berufungsbeklagter, ge-
gen die Berufungsklägerin, 

betreffend Diebstahl etc.,

hat sich ergeben:

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A. X. wurde am 11. August 1983 in Gaza/Palästina geboren und wuchs 
als Einzelkind bei seinen Eltern auf. Als er fünf Jahre alt war, zogen seine Eltern 
von Palästina nach Algerien. Im Alter von sechs Jahren trat er in die Moschee von 
Algier ein, wo er lesen und schreiben lernte. Eine Ausbildung absolvierte er nicht, 
er betätigte sich aber mit dem Verkauf von Kleidern. Etwa im Oktober 2003 reiste 
X. in Vallorbe in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Seit ca. Mitte Oktober 
2003 lebt er in Landquart. Gemäss eigenen Angaben erhält er alle zwei Wochen Fr. 
145.- ausbezahlt.

X. wurde am 30. Juli 2004 vom Kreispräsidenten Fünf Dörfer wegen unvoll-
endeten Diebstahlversuch, mehrfacher Entwendung zum Gebrauch sowie Wider-
handlung gegen das Strassenverkehrsgesetz mit 20 Tagen Gefängnis (Probezeit 
zwei Jahre) und mit einer Busse von Fr. 300.- bestraft. Ebenfalls am 30. Juli 2004 
wurde er vom Juge d’instruction de l’arrondissement de Lausanne wegen Tätlich-
keiten, Diebstahls, Sachbeschädigung sowie Widerhandlung gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz mit 20 Tagen Gefängnis, unter Anrechnung von 20 Tagen Haft, 
bestraft.

B. Mit Anklageverfügung vom 2. November 2004 wurde X. wegen Dieb-
stahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, wegen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 
Abs. 1 StGB sowie mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in An-
klagezustand versetzt. Dieser Anklage legte die Staatsanwaltschaft Graubünden 
gemäss Anklageschrift vom 2. November 2004 folgenden Sachverhalt zu Grunde:

1. „Am 13. Mai 2004, zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr, schlug X. mit 
einem Stein die hintere linke Scheibe des an der C. in D. stehenden 
Opel Omega B26 Kombi, Kennzeichen A., von B., ein. Anschliessend 
entwendete er aus dem Fahrzeug ein Mobiltelefon Nokia im Wert von 
ca. Fr. 450.-- sowie einen Taschencomputer der Marke Palm im Wert 
von ca. Fr. 200.--. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. Fr. 600.--.“

X. bestreitet die Tat; er will sich daran nicht erinnern können. Die Kantonspo-
lizei Graubünden konnte an der Rückenlehne des Fahrersitzes einen kleinen 
Blutspritzer feststellen und sichern. Die durchgeführte DNA-Analyse ergab, 
dass der Blutspritzer von X. stammt.

B. stellte am 13. Mai 2004 Strafantrag gegen Unbekannt unter anderem we-
gen Sachbeschädigung.

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2. „Zwischen dem 04. März 2004 und dem 29. September 2004 konsu-
mierte X. in D. in mehreren Malen Marihuana und Haschisch.“

C. In der schriftlichen Ergänzung der Anklageschrift stellte die Staatsan-
waltschaft folgende Anträge:

„1. X. sei

- des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB,

- der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie

- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG

schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei er, als Zusatzstrafe zum Strafmandat des Kreispräsidenten 
Fünf Dörfer sowie zum Entscheid des Juge d’instruction de l’ arrondis-
sement de Lausanne vom 30. Juli 2004 mit 20 Tagen Gefängnis zu 
bestrafen.

3. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

X. bestritt vor dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur den ihm zur Last gelegten 
Diebstahl und die ihm zur Last gelegte Sachbeschädigung, derweil er die mehrfache 
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zugestand.

D. Mit Urteil vom 1. Februar 2005, mitgeteilt am 14. April 2005, hat der 
Bezirksgerichtsausschuss Plessur wie folgt erkannt:

„1. X. wird vom Vorwurf der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB und des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB freigesprochen.

2. X. ist schuldig der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 
BetmG. Da es sich um einen leichten Fall gemäss Art. 19a Ziff. 2 
BetmG handelt, wird von einer Bestrafung abgesehen.

3. Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 
1'481.50 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Die Kosten die-
ses Verfahrens von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten der Gerichtskasse.

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4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung).“

Als Begründung führte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur aus, dass der 
bei den Akten liegende kriminaltechnische Bericht vom 8. Juni 2004 den gestellten 
Anforderungen – zumal keine anderen Beweise oder Indizien vorliegen würden – 
nicht genüge; er stelle lediglich fest, die gefundene Blutspur sei analysiert worden 
und stimme mit dem Wangenschleimhautabstrich (WSA) des Angeklagten überein; 
da ein Nachweis für diese Feststellung fehle, könne diese durch das Gericht weder 
überprüft noch nachvollzogen werden. Selbst wenn die Aussagen des Angeklagten 
als wenig glaubhaft eingestuft würden, würden die vorhandenen Beweise dennoch 
nicht ausreichen, um die Schuld des Angeklagten mit der erforderlichen Sicherheit 
nachzuweisen.

E. Mit Eingabe vom 26. April 2005 erhob die Staatsanwaltschaft 
Graubünden Berufung beim Kantonsgerichtsausschuss Graubünden. In der Beru-
fungsschrift stellt sie folgende Rechtsbegehren:

„1. Ziff. 1 und 3 des Urteils vom 1. Februar 2005 seien aufzuheben.

2. X. sei schuldig zu sprechen des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 
StGB und der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB.

3. Dafür sei er, als Zusatzstrafe zum Strafmandat des Kreispräsidenten 
Fünf Dörfer sowie zum Entscheid des Juge d’instruction de l’arrondis-
sement de Lausanne, beide vom 30. Juli 2004, mit 20 Tagen Gefäng-
nis zu bestrafen.

4. Gesetzliche Kostenfolge.“

Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, dass im betreffen-
den kriminaltechnischen Bericht vom 8. Juni 2004 das Ergebnis des Ablaufs der 
Erstellung eines DNA-Profils gemäss EDNA-Verordnung kurz geschildert werde 
und sich daraus ergäbe, dass die ab der Rückenlehne des Fahrersitzes gesicherte 
DNA-Spur mit dem DNA-Profil eines Wangenschleimhautabstriches des Ange-
schuldigten übereinstimme. Dass einem solchen Bericht auch Berichte der einzel-

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nen Stationen dieses Ablaufes beigelegt werden müssen, werde nirgends verlangt. 
Hinzu komme, dass bei diesem weitgehend automatisierten Ablauf entgegen der 
Annahme der Vorinstanz jeweils keine eigentliche Gutachten des gerichtsmedizini-
schen Instituts oder, wie von der Vorinstanz gefordert wurde, Untersuchungsbe-
richte des biologischen Untersuchungsmaterials vorlägen. Es sei somit nicht einzu-
sehen, weshalb der Bericht des kriminaltechnischen Dienstes nicht als ausreichen-
des Beweismittel gelten und bei der Beweiswürdigung nicht auf diesen abgestellt 
werden sollte. Das angebliche Fehlen der von der Vorinstanz geforderten zusätzli-
chen Unterlagen könne keinen Grund darstellen, nach dem Grundsatz „in dubio pro 
reo“ an der Beweistauglichkeit des kriminaltechnischen Berichtes zu zweifeln. Es 
stelle sich auch die Frage, ob die Vorinstanz gemäss Art. 118 Abs. 1 StPO die Ver-
handlung zur Ergänzung der Untersuchung hätte vertagen müssen, wenn der in 
Frage stehende Beweis nicht sofort erhoben werden könne, bevor sie zu einem 
Urteil gelangte.

F. Während sich X. nicht vernehmen liess, verzichtete die Vorinstanz mit 
Schreiben vom 17. Mai 2005 auf die Einreichung einer Vernehmlassung. 

G. An der Berufungsverhandlung vom 29. Juli 2005 vor dem Kantonsge-
richtsausschuss von Graubünden war nur der Berufungsbeklagte anwesend. Die 
Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete gestützt auf Art. 145 Abs. 4 StPO auf 
eine Teilnahme. Gegen die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts 
wurden keine Einwände erhoben, so dass sich dieses als in der Sache legitimiert 
erklärte.

Zu Beginn der Verhandlung wurden die Akten zur Person verlesen. Da X. 
kein Deutsch versteht, amtet ein Dolmetscher als französischer Übersetzer. Auf ent-
sprechende Fragen des Gerichtsvorsitzenden führte X. aus, dass er keine Ge-
schwister habe, ledig sei und keinen Beruf ausübe. Er wohne in Landquart und er-
halte pro Tag Fr. 7.-. 

Auf die Frage des Gerichtsvorsitzenden, ob X. bei seiner Aussage bleiben wolle, 
wonach es nicht sein Blut sei, welches im Auto sichergestellt wurde, antwortete die-
ser, dass er getrunken habe und sich nicht mehr genau erinnern könne. Er nehme 
aber zur Kenntnis, dass es sein Blut sei, er sich aber nicht erklären könne, wie die-
ses an die Rücksitzlehne des Autos gelangen konnte. 

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In seinem Schlusswort sagte X., dass er zwar Dummheiten gemacht habe. 
Er arbeite nun seit zwanzig Tagen unentgeltlich. Er habe nunmehr keine Dummhei-
ten mehr gemacht. Man solle ihm eine Chance geben.

H. In der mündlichen Urteilseröffnung wurde das Ergebnis des Entschei-
des auf Französisch übersetzt.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil sowie die weiteren Ausführun-
gen in den Begründungen der Berufungsschrift wird, soweit erforderlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1.a) Gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer Aus-
schüsse, sowie gegen Verfügungen der Bezirksgerichts- und Kreispräsidenten 
(ausgenommen Untersuchungshandlungen, prozessleitende Verfügungen und 
Strafmandate) können der Verurteilte und der Staatsanwalt gemäss Art. 141 Abs. 1 
des Gesetzes über die Strafrechtspflege des Kantons Graubünden (StPO; BR 
350.000) beim Kantonsgerichtsausschuss innert 20 Tagen seit der schriftlichen 
Eröffnung des angefochtenen Entscheides Berufung einreichen. Diese ist zu be-
gründen und hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides oder 
Gerichtsverfahrens gerügt werden (Art. 142 Abs. 1 StPO). Diesen Anforderungen 
vermag die im Übrigen form- wie fristgerecht eingereichte Berufung vom 26. April 
2005 zu genügen, weshalb auf sie einzutreten ist.

b) Der Kantonsgerichtsausschuss überprüft das erstinstanzliche Urteil in 
tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht im Rahmen der gestellten Anträge frei (Art. 
146 Abs. 1 StPO). Er besitzt somit eine umfassende, uneingeschränkte Kognitions-
befugnis, und zwar auch mit Bezug auf Ermessensfehler, obschon er sich bei deren 
Überprüfung eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. Wenn die Aktenlage die Beur-
teilung zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, oder der Man-
gel geheilt ist, entscheidet der Kantonsgerichtsausschuss in der Sache selbst (Art. 
146 Abs. 2 StPO, e contrario). Die Rückweisung an die Vorinstanz bildet die Aus-
nahme (vgl. Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Graubün-
den, 2. Auflage, Chur 1996, S. 376).

c) Gemäss Art. 145 Abs. 3 StPO kann der Kantonsgerichtsausschuss in 
allen Fällen auf Antrag oder von Amtes wegen das Beweisverfahren jederzeit er-

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gänzen oder wiederholen, entweder selbst oder nach Vertagung mit Auftrag an die 
Untersuchungsbehörde (vgl. Padrutt, a.a.O., S. 314; siehe unten Erwägung 5. b)). 

2.a) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht nach Art. 
144 Abs. 2 StPO in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfah-
ren nach freier Überzeugung (vgl. Niklaus Schmid, Strafprozessrecht, 3. Auflage, 
Zürich 1997, N 286). Die Beweislast für die dem Angeklagten zur Last gelegten Tat 
liegt dabei grundsätzlich beim Staat (vgl. Padrutt, a.a.O., S. 306). An den Beweis 
der zur Last gelegten Tat sind hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr 
als eine blosse Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft. 
Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden Beweiswürdi-
gungsregel „in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht von der Existenz 
eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt erklären, wenn bei 
objektiver Betrachtung Zweifel an den tatsächlichen Voraussetzungen für ein verur-
teilendes Erkenntnis bestehen (vgl. BGE 124 IV 87 f.). Bloss theoretische und abs-
trakte Zweifel sind indessen nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und 
absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erheb-
liche und nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich 
nach der objektiven Rechtslage aufdrängen (vgl. BGE 120 Ia 37). Aufgabe des Rich-
ters ist es, ohne Bindung an Beweisregeln die an sich möglichen Zweifel zu über-
winden und sich mit Überzeugung für einen bestimmten Sachverhalt zu entschei-
den, wobei die Bildung der Überzeugung objektivier- und nachvollziehbar sein 
muss. Die Schuld des Angeklagten muss sich dabei auf vorgelegte Beweise und 
Indizien stützen, die vernünftige Zweifel in ausschliesslicher Weise zu beseitigen 
vermögen (vgl. PKG 1987 Nr. 12). Es ist anhand sämtlicher sich aus den Akten 
ergebenden Umstände zu untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene 
des Angeklagten den Richter zu überzeugen vermag. Erst wenn eine solche Über-
zeugung weder in der einen noch in der anderen Richtung zu gewinnen ist, muss 
gemäss dem Grundsatz „in dubio pro reo“ der für den Angeklagten günstigere Sach-
verhalt angenommen werden und es hat ein Freispruch zu erfolgen (vgl. Padrutt, 
a.a.O., S. 307; Schmid, a.a.O., N 286; BGE 127 I 40 E. 2).

b) Das Prinzip der freien Beweiswürdigung besagt, dass es keine Rang-
ordnung der Beweise gibt. Entscheidend ist die Überzeugungskraft eines Beweis-
mittels. Wesentlich können auch Hilfsbeweise oder Indizien sein. Indizien können 
einen für die Beweisführung bedeutsamen Schluss erlauben (vgl. BGE 102 IV 33 E. 
2a). Indizien sind Tatsachen, die einen Schluss auf eine andere, unmittelbar erheb-

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liche Tatsache zulassen. Dabei müssen Indizienbeweise den direkten Beweis oft 
ersetzen, weil Straftaten meistens nicht in aller Öffentlichkeit verübt werden. 

Indizien können aber trügen, und müssen deshalb besonders sorgfältig und kritisch 
gewürdigt werden, da ein Indiz immer nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf 
die Täterschaft oder die Tat hinweist und einzeln betrachtet die Möglichkeit des An-
derssein offen lässt und somit auch Zweifel enthält. Alle Indizien zusammen können 
aber vollen Beweis und volle Überzeugung bringen und jeden vernünftigen Zweifel 
ausschliessen. Somit kann aus der Gesamtheit der verschiedenen Indizien, welche 
je für sich allein betrachtet nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf eine be-
stimmte Tatsache oder Täterschaft hindeuten und insofern Zweifel offen lassen, auf 
den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat oder Täter geschlossen werden (vgl. 
Pra 2002 Nr. 180, E. 3.4; Hauser/Schweri/Hartmann, Schweizerisches Strafpro-
zessrecht, 6. Auflage, Basel 2005, § 59 N 12 ff.). 

3.a) Nach Art. 139 Ziff. 1 StGB wird mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren oder 
mit Gefängnis bestraft, wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneig-
nung wegnimmt, um sich oder einen anderen damit unrechtmässig zu bereichern. 
Weiter wird gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB auf Antrag mit Gefängnis oder mit Busse 
bestraft, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutz-
niessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. Nach Auf-
fassung der Vorinstanz hat der Angeklagte nicht gegen diese Bestimmungen ver-
stossen. Sie begründete ihren Freispruch im Wesentlichen damit, dass der krimi-
naltechnische Bericht vom 8. Juni 2004 den gestellten Anforderungen für einen Be-
weis nicht genüge, da der Nachweis für die Feststellung der Übereinstimmung des 
gefundenen Blutspritzers mit dem Wangenschleimhautabstrich des Angeklagten 
fehle und somit durch das Gericht weder überprüft noch nachvollzogen werden 
könne. Währenddem die Staatsanwaltschaft Graubünden für die Verurteilung des 
Angeklagten plädiert, bestreitet dieser die Taten. Vorliegend steht somit die Beweis-
würdigung im Zentrum der richterlichen Urteilsfindung. 

Es ist somit zu prüfen, ob die Vorinstanz aufgrund der Beweislage davon ausgehen 
durfte, dass der Tatbestand des Diebstahls und der Sachbeschädigung nicht aus-
reichend nachgewiesen sei.

Wie oben ausgeführt, ist bei der Würdigung der Beweise weniger die Form, 
sondern vielmehr der Gesamteindruck, das heisst die Art und Weise der Bekundung 
sowie die Überzeugungskraft entscheidend. Massgebend ist mit anderen Worten 

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allein die Beweiskraft der konkreten Beweismittel. Im Folgenden sind nun die in den 
von der Staatsanwaltschaft Graubünden vorgelegten Akten und Urkunden enthal-
tenen Aussagen und Beweise einer Prüfung und Würdigung zu unterziehen. 

b) Gemäss Art. 71 Abs.1 StPO hat die Kantonspolizei beim Verdacht ei-
ner strafbaren Handlung ohne Verzug die ersten Erhebungen vorzunehmen, die 
Spuren der Tat festzustellen und zu sichern sowie alle dringlichen Massnahmen zu 
treffen, um den Täter zu ermitteln und entfremdetes Gut sicherzustellen. Zu den 
ersten Massnahmen gehört somit unter anderem die Spurensicherung (vgl. Padrutt, 
a.a.O., S. 92). Zu den Aufgaben der Polizei gehört als weiterer Schritt die kriminal-
wissenschaftliche Auswertung der so gewonnenen sachlichen Beweismittel (vgl. 
Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 59 N 17; § 75 N 16). Gemäss Art. 76 Abs. 4 
StPO darf der Angeschuldigte einer körperlichen Durchsuchung und erkennungs-
dienstlichen Behandlung unterworfen werden. Als erkennungsdienstliche Massnah-
men gelten Handlungen, die der Polizei dabei helfen, Personen zu identifizieren. 
Gewöhnlicherweise geschieht dies durch die Erfassung äusserer Körpermerkmale 
wie das Erstellen von Fotografien, die Abnahme von Finger- oder Handballenabdrü-
cken, die Körpervermessung etc. Ziel der erkennungsdienstlichen Massnahmen ist 
einerseits aufgrund der erfassten Merkmale nicht aufgeklärte Straftaten bestimmten 
Personen zuzuordnen und andererseits bei künftigen Taten eine Wiedererkennung 
zu ermöglichen (vgl. BGE 128 II 259, E. 3.4.1). 

Zu einem wichtigen Mittel der Verbrechensbekämpfung entwickelte sich die 
DNA-Analyse, welche auf dem Umstand beruht, dass die gesamte Erbinformation 
eines Menschen in einem bestimmten Molekül (der DNS bzw. DNA) einer jeden 
Zelle festgeschrieben ist. Durch einen Vergleich von Blutspuren mit den Erbinfor-
mationen des mutmasslichen Tatverdächtigen können Schlüsse auf die Identität 
des Täters gezogen werden, die zur Entlastung oder Belastung eines Beschuldigten 
führen. 

Die DNA-Analyse wird heute als neue, im Wesentlichen anerkannte wissenschaftli-
che Methode berücksichtigt (vgl. Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 64 N 10 ff.; 
ZR 91/92, 1992/1993, Nr. 30; 94, 1995, Nr. 7). Bundesgesetzlich geregelt ist die 
Erstellung von DNA-Profilen im Bundesgesetz über die Verwendung von DNA-Pro-
filen im Strafverfahren und zur Identifizierung von unbekannten oder vermissten 
Personen (DNA-ProfilG) vom 20. Juni 2003 (in Kraft seit 1. Januar 2005), welches 
die bis dahin geltende Verordnung über das DNA-Profil-Informationssystem (EDNA-
Verordnung) vom 31. Mai 2000 ablöste, weitgehend aber die gleichen Abläufe 

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kennt. Solche DNA-Analysen weisen einen hohen Beweiswert auf (vgl. Hau-
ser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 75 N 31a). 

c) Als Vergleichsprobe kann ein sog. Wangenschleimhautabstrich 
(WSA) dienen. Für das weitere Vorgehen kann zusammenfassend folgendes fest-
gehalten werden: 

Die Strafverfolgungs- oder Polizeibehörden, welche die Vergleichsprobe erheben, 
senden diese mit einer Prozesskontrollnummer versehen einem vom Eidgenössi-
schen Justiz- und Polizeidepartement anerkannten Institut für Rechtsmedizin. 
Gleichzeitig übermittelt sie die Prozesskontrollnummer (PCN) mit den bekannten 
Personalien oder den Tatortangaben den für das erkennungsdienstliche DNA-Profil-
Informationssystem verantwortlichen AFIS Services, d.h. dem Dienst, der das Au-
tomatisierte Fingerabdruck-Identifizierungssystem betreut (vgl. Art. 4 Abs. 1 und Art. 
11 Abs. 1 EDNA-Verordnung). Das Institut für Rechtsmedizin erstellt das DNA-Pro-
fil und sendet es mit der Prozesskontrollnummer an die Koordinationsstelle zur Ein-
gabe in das Informationssystem und zur Prüfung der Übereinstimmung mit den 
darin enthaltenen DNA-Profilen (Abgleichung). Bei der Erstellung des Profils wer-
den nur nicht-codierte Abschnitte der DNA analysiert. Die so gewonnenen Daten 
eignen sich – ähnlich wie ein Fingerabdruck – einzig zur Identifizierung einer Per-
son. Mit Ausnahme des Geschlechts lassen sich keine Aussagen zu bestimmten 
(körperlichen, geistigen oder charakterlichen) Eigenschaften eines Menschen oder 
zum (gesundheitlichen) Zustand seines Körpers aus dem abstrakten Buchstaben-
Zahlen-Code herauslesen (vgl. BGE128 II 259, E. 3.4.1). Die Kontrollstelle teilt das 
Ergebnis der Abgleichung den AFIS Services mit. Diese wiederum benachrichtigen 
die auftraggebende Strafverfolgungs- oder Polizeibehörde (vgl. Art. 8 und 11 EDNA-
Verordnung). Die Bearbeitung der weiteren Personen- und Spurendaten sowie Tat-
ortangaben erfolgen zusammen mit den Prozesskontrollnummern im informatisier-
ten Personennachweis-, Aktennachweis- und Verwaltungssystem (IPAS) des Bun-
desamtes für Polizei (vgl. Art. 13 Abs. 1 EDNA-Verordnung). Einzig die AFIS Ser-
vices sind befugt, die im DNA-Profil-Informationssystem enthaltenen Daten mittels 
der Prozesskontrollnummern mit den im IPAS getrennt bearbeiteten weiteren Per-
sonen- und Spurendaten sowie Tatortangaben zu verknüpfen (vgl. Art. 13 Abs. 2 
EDNA-Verordnung) und diese Daten allenfalls der auftraggebenden Behörde be-
kannt zu geben (vgl. Art. 11 Abs. 3 EDNA-Verordnung).

Die Anordnung eines Wangenschleimhautabstrichs sowie die Erstellung, 
Verwendung und Registrierung eines DNA-Profils verletzt weder die körperliche In-

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tegrität noch das informationelle Selbstbestimmungsrecht. Aufgrund der (obge-
nannten) Sicherheitsvorkehren, der Einfachheit der Entnahme eines Wangen-
schleimhautabstrichs, deren nicht-invasiven Charakters, d.h. die Haut nicht verlet-
zenden Eingriffs, und des Umstandes, dass nur nicht-codierte Abschnitte der DNA 
untersucht werden, kommt die Erstellung eines DNA-Profils auf der Basis eines 
Wangenschleimhautabstrichs heute einer erkennungsdienstlichen Massnahme 
gleich (vgl. BGE 128 II 259, E. 3.4.1).

4. Gemäss Art. 5 Abs. 1 lit. b EDNA-Verordnung werden unter anderem 
DNA-Profile erhoben und in das Informationssystem aufgenommen, die im Zusam-
menhang mit einem Diebstahl gemäss Art. 139 StGB und Sachbeschädigung mit 
grossem Schaden gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB stehen. Gemäss Absatz 2 von 
Artikel 5 werden die DNA-Profile von Personen in das Informationssystem aufge-
nommen, die als Täter oder Teilnehmer verdächtigt werden, Straftaten nach Absatz 
1 begangen zu haben. Vorliegend wird der Angeklagte des Diebstahls und der 
Sachbeschädigung verdächtigt. Auch wenn in Bezug auf die Sachbeschädigung der 
Sachschaden in der Höhe von Fr. 600.- nicht als gross bezeichnet werden kann, 
rechtfertigte sich die Aufnahme in das Informationssystem bereits aufgrund des Ver-
dachts auf Diebstahl gemäss Art. 139 StGB. Da die Erstellung eines DNA-Profils 
aufgrund eines Wangenschleimhautabstrichs als erkennungsdienstliche Massnahe 
gemäss Art. 76 Abs. 4 StPO zu qualifizieren ist, war die Kantonspolizei somit befugt, 
einen Wangenschleimhautabstrich beim Angeklagten anzuordnen. Das Ergebnis 
der Untersuchung wurde im kriminaltechnischen Bericht vom 8. Juni 2004 festge-
halten. Darin wurde ausgeführt, dass die Untersuchung des auf der Rückenlehne 
des Vordersitzes gefundenen Blutspritzers durch das IRM St. Gallen (DNA-Spur mit 
der PCN 2080039473) ein verwertbares DNA-Profil ergab und dass dieses DNA-
Profil mit dem DNA-Profil des Angeklagten, aufgrund des bei ihm vorgenommenen 
Wangenschleimhautabstrichs, identisch sei (WSA PCN 2050456965).

5.a) Die Vorinstanz führt aus, dass der kriminaltechnische Bericht vom 8. 
Juni 2004 nicht als Beweis anerkannt werden könne, da, obwohl die beiden DNA-
Profile übereinstimmen, ein Nachweis für diese Feststellung fehle und somit vom 
Gericht weder überprüft noch nachvollzogen werden könne. Es liege weder das be-
treffende Gutachten des IRM St. Gallen bezüglich der am Tatort sichergestellten 
Blutspuren noch ein Untersuchungsbericht des biologischen Vergleichsmaterials 
vor.

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Der kriminaltechnische Bericht kann mit einem Polizeirapport verglichen wer-
den, in welchem der Polizei zur Kenntnis gelangte Tatsachen festgehalten werden. 
Auch ein Polizeirapport ist ein taugliches und wichtiges Beweismittel. Er kann durch-
aus berücksichtigt werden, soweit er mit den Angaben des Angeklagten überein-
stimmt, die darin enthaltenen Angaben mit den Akten übereinstimmen, auf eigenen 
Feststellungen beruhende und verifizierbare (etwa durch Befragung des Polizeibe-
amten als Zeugen) Ermittlungsergebnisse festhält, oder sofern weitere Abklärungen 
getroffen würden, welche es dem Gericht ermöglichen, die Glaubhaftigkeit der An-
gaben zu überprüfen. Fehlen diese Voraussetzungen, so kann nicht allein auf die 
im Polizeirapport enthaltenen Angaben abgestellt werden (vgl. BGE 98 Ia 253; ZR 
86 Nr. 87, E. 1; SF 02 1). Der kriminaltechnische Bericht vom 8. Juni 2004 hält zwar 
fest, dass die beiden DNA-Profile übereinstimmen, doch ist eine Verifizierung dieser 
Aussage aufgrund der Akten nicht möglich. Die Vorinstanz konnte die Glaubhaftig-
keit dieser Aussage und somit auch die tatsächliche Übereinstimmung der beiden 
DNA-Profile nicht überprüfen. Sie durfte sich also bei ihrem Entscheid nicht allein 
auf den kriminaltechnischen Bericht vom 8. Juni 2004 stützen.

b) Wie bereits ausgeführt, richtet sich die Erhebung von DNA-Profilen 
nach dem neuen DNA-Profil-Gesetz vom 20. Juni 2003, in Kraft seit dem 1. Januar 
2005. Der Angeklagte soll die ihm zur Last gelegten Taten am 13. Mai 2004 verübt 
haben, zu einem Zeitpunkt, in dem noch die EDNA-Verordnung vom 31. Mai 2000 
galt. In Art. 11 Abs. 3 der EDNA-Verordnung wird festgehalten, dass die AFIS Ser-
vices das Ergebnis der Abgleichung der auftraggebenden Behörde melden und al-
lenfalls weitere Personendaten der identifizierten Person oder Tatortangaben be-
kannt geben. Über die Art und Weise der Mitteilung wird nichts weiter ausgeführt. 

Wie oben ausgeführt, kann der Kantonsgerichtsausschuss gemäss Art. 145 Abs. 3 
StPO das Beweisverfahren von Amtes wegen ergänzen. Nach Rücksprache mit 
dem Chef des kriminaltechnischen Dienstes der Kantonspolizei Graubünden am 27. 
Juli 2005, Andreas Davatz, überbrachte dieser am 28. Juli 2005 dem Kantonsge-
richtsausschuss die entsprechende Bestätigung der DNA-Analyse. Es handelt sich 
dabei um ein E-Mail vom 8. Juni 2004 des AFIS Managers an die Kantonspolizei 
Graubünden. In dieser Mitteilung wird das Resultat des DNA-Vergleichs festgehal-
ten. Es wurden folglich keine Gutachten der rechtsmedizinischen Institute (obwohl 
solche bei Bedarf dort bestellt werden könnten) oder Untersuchungsberichte des 
biologischen Vergleichsmaterials verschickt. In der Mitteilung des AFIS Managers 

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wird aber klar festgehalten, dass die sichergestellte DNA-Spur des Tatortes iden-
tisch mit dem DNA-Profil des Angeklagten sei. Es kann somit davon ausgegangen 
werden, dass aufgrund dieser Bestätigung vom 8. Juni 2004 der kriminaltechnische 
Bericht am gleichen Tag verfasst wurde.

Dem Kantonsgerichtsausschuss liegt nun der Beweis für die Übereinstimmung der 
beiden DNA-Profile vor. 

Diese Beweisergänzung hätte im Übrigen auch bereits die Vorinstanz vornehmen 
können und müssen und sie hätte gemäss Art. 118 Abs. 1 StPO allenfalls die Ver-
handlung zur Ergänzung der Untersuchung vertagen können, falls es nicht möglich 
gewesen wäre, die Bestätigung des AFIS Managers vom 8. Juni 2004 sofort einzu-
holen. 

6. In der Mitteilung des AFIS Managers vom 8. Juni 2004 wird weiter fest-
gehalten, dass die beiden PCNs übereinstimmende DNA-Profile zeigen würden. 
Somit könne bei dieser Person-Spur-Übereinstimmung Spurengeberschaft der Per-
son angenommen werden. Wie oben ausgeführt, kann heute die DNA-Analyse für 
sich allein als neue anerkannte wissenschaftliche Methode berücksichtigt werden 
und sie wird sowohl von der Lehre als auch von der Rechtsprechung als Beweis-
mittel anerkannt (vgl. Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 64 N 13; BGE 128 II 259 
ff.). Auch wenn vorliegend das Schreiben des AFIS Managers vom 8. Juni 2004 kein 
eigentliches Gutachten darstellt, kann festgehalten werden, dass DNA-Profile, wel-
che in das Informationssystem aufgenommen werden, gemäss Art. 7 EDNA-Ver-
ordnung durch vom Bund anerkannte rechtsmedizinische Institute erstellt werden. 
Bei der Analyse ist folglich ein hoher wissenschaftlicher Stand Voraussetzung für 
die Erstellung eines DNA-Profils. 

Das Ergebnis dieser von Experten bzw. Sachverständigen erstellten Analyse wird 
somit wie vorliegend den ersuchenden Untersuchungsbehörden nicht in Form eines 
eigentlichen Gutachtens mitgeteilt, sondern in Form einer elektronischen Mitteilung. 
Bei der Würdigung der Mitteilung des Ergebnisses vom 8. Juni 2004 kann aber ana-
log den Regeln zur Würdigung von Gutachten vorgegangen werden. 

Dabei unterliegt das Gutachten und somit auch das Mitteilungsergebnis des AFIS 
Managers vom 8. Juni 2004 wie jedes andere Beweismittel der freien richterlichen 
Beweiswürdigung (vgl. Hauser/Schweri/Hartmann, a.a.O., § 54 N 1). Das Gericht ist 
grundsätzlich nicht an den Befund oder die Meinungsäusserung des Sachverstän-
digen gebunden und würdigt das Gutachten frei. Es kann, wenn es das Gutachten 

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für unzureichend hält, davon abweichen oder ein überarbeitetes Gutachten vom 
gleichen Experten oder ein neues von einem anderen Sachverständigen (Obergut-
achten) verlangen (vgl. BGE 125 V 351; BGE 118 Ia 146; SJZ 90, 1994, S. 273). 
Der Richter darf sich aber nur aus triftigen Gründen von den Schlussfolgerungen 
einer Expertise entfernen und in Fachfragen nicht ohne triftige Gründe vom Gutach-
ten abweichen. Eine abweichende Meinung muss begründet werden (vgl. BGE 129 
I 49, E. 4; BGE 102 IV 226; BGE 107 IV 8).

Vorliegend kann festgehalten werden, dass mit dem Schreiben des AFIS Ma-
nagers vom 8. Juni 2004 der Beweis für die Übereinstimmung der am Tatort gefun-
denen DNA-Spuren mit denjenigen des Angeklagten erbracht worden ist. Es sind 
keine Zweifel an der Korrektheit der Vornahme zur Erstellung des DNA-Profils zu 
erkennen. Der Kantonsgerichtsausschuss sieht somit keinen Grund, vom Ergebnis 
der vom rechtsmedizinischen Institut St. Gallen vorgenommenen Erstellung des 
DNA-Profils abzuweichen. Der Beweis für die Schuld des Angeklagten ist dadurch 
erbracht.

7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass anhand eines 
Vergleichs der gefundenen Blutspritzer auf der Rückenlehne des Vordersitzes mit 
dem Wangenschleimhautabstrich des Angeklagten durch die DNA-Analyse die 
Täterschaft von X. für den Kantonsgerichtsausschuss zweifelsfrei erwiesen ist. Die 
DNA wurde fachgerecht aufgenommen und ausgewertet. Aufgrund der Überein-
stimmung der erstellten DNA-Profile war X. am 13. Mai 2004 am Tatort anwesend. 
Er eignete sich sowohl ein Mobiltelefon im Wert von ca. Fr. 450.- als auch einen 
Taschencomputer im Wert von ca. Fr. 200.- aus einem an der C. in D. stehenden 
Fahrzeug an, um sich oder einen anderen damit unrechtmässig zu bereichern, in-
dem er mit einem Stein die hintere linke Scheibe einschlug. X. erfüllt damit sowohl 
in objektiver als auch in subjektiver Hinsicht den Straftatbestand des Diebstahls im 
Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB und der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 
Abs. 1 StGB. X. stritt sowohl bei seiner Einvernahme vom 20. Juli 2004 (vgl. act. 
3.5) und der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 29. September 2004 
(vgl. act. 3.7) als auch anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgerichtsaus-
schuss Plessur ab, etwas mit den ihm zur Last gelegten Taten zu tun zu haben bzw. 
er machte geltend, sich nicht erklären zu können, wie sein Blut in das Fahrzeug 
gelangen konnte. Vor Schranken des Kantonsgerichtsausschusses von Graubün-
den führte X. dann aus, dass er zur Kenntnis nehme, dass es sein Blut sei, welches 
an der Rückenlehne des Fahrersitzes gefunden wurde. Er hat somit nicht mehr be-
stritten, dass der Blutspritzer von ihm stamme. Schon allein diese Aussage lässt 

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eine Täterschaft nicht ausschliessen. Vorliegend braucht dies aber nicht weiter erör-
tert zu werden, da mit den übereinstimmenden DNA-Profilen der Nachweis der 
Täterschaft von X. bereits erbracht ist. X. ist somit des Diebstahls gemäss Art. 139 
Ziff. 1 StGB und der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu 
sprechen.

8.a) Bei der Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumessung setzt der 
Kantonsgerichtsausschuss sein Ermessen anstelle desjenigen der Vorinstanz und 
wendet die Regeln über die Strafzumessung selbständig an. Er misst die Strafe 
nach dem Verschulden des Täters zu, wobei er die Beweggründe, das Vorleben 
und die persönlichen Verhältnisse des Schuldigen berücksichtigt (vgl. Art. 63 StGB). 
In BGE 117 IV 112 ff. hat das Bundesgericht grundsätzliche Bemerkungen zur 
Frage der Strafzumessung angebracht. Demnach muss sich der Begriff des Ver-
schuldens auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat be-
ziehen. Bei der Tatkomponente sind insbesondere das Ausmass des verschuldeten 
Erfolgs, die Art und Weise seiner Herbeiführung, die Willensrichtung, mit welcher 
der Täter gehandelt hat und die Beweggründe, die Art. 63 StGB ausdrücklich er-
wähnt, zu beachten. Die Täterkomponente erfasst demgegenüber das Vorleben, 
insbesondere auch allfällige Vorstrafen, die persönlichen Verhältnisse, das Verhal-
ten nach der Tat und im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, Einsicht oder Straf-
empfindlichkeit (vgl. auch BGE 129 IV 20 f.; BGE 118 IV 14 f.). Die den Täter belas-
tenden oder entlastenden Umstände sind jeweils als Straferhöhungs- bzw. Straf-
minderungsgründe innerhalb des ordentlichen Strafrahmens zu berücksichtigen. 
Liegen keine Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe vor, so hat sich der Rich-
ter an den ordentlichen Strafrahmen zu halten.

b) Hat der Richter gemäss Art. 68 Ziff. 2 StGB eine mit Freiheitsstrafe 
bedrohte Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer an-
deren Tat zu Freiheitsstrafe verurteilt worden ist, so bestimmt der Richter die Strafe 
so, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die mehreren strafbaren 
Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären. Der Täter soll durch die getrennte 
Beurteilung von Straftaten, welche zeitlich zusammen hätten beurteilt werden kön-
nen, primär nicht benachteiligt und soweit möglich auch nicht besser gestellt werden 
(vgl. BGE 124 II 43). Nach Art. 68 Ziff. 2 StGB ist nicht das frühere Urteil aufzuheben 
und eine Gesamtstrafe zu fällen, sondern eine Zusatzstrafe auszusprechen (vgl. 
BGE 102 IV 241). Damit für die nachträglich zu beurteilende Tat eine Zusatzstrafe 
ausgefällt werden kann, muss die zu beurteilende Tat vor einer früheren Verurtei-
lung (wegen einer anderen Tat) begangen worden sein. Massgeblicher Zeitpunkt 

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der Verurteilung im Sinne von Art. 68 Ziff. 2 StGB ist jener der Fällung des Urteils 
betreffend Ersttat und nicht jener der Eröffnung oder des Eintritts der Rechtskraft 
dieses Urteils (vgl. BGE 127 IV 109; J.-B. Ackermann, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafgesetzbuch I, Art. 1-110 StGB, Basel 2003, N 48 
ff. zu Art. 68 StGB).

c) Das Verschulden von X. wiegt nicht leicht. Er hat sich erneut über die 
hierzulande geltenden Rechte hinweggesetzt, indem er die im vorliegenden Verfah-
ren beurteilten Taten vor den mit Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf Dörfer und 
mit Entscheid des Untersuchungsrichters Lausanne vom 30. Juli 2004 erfolgten Ver-
urteilungen begangen hat. Strafschärfend gemäss Art. 68 Ziff. 1 StGB wirkt sich 
zudem das Begehen verschiedener strafbarer Handlungen aus (Diebstahl gemäss 
Art. 139 Ziff. 1 StGB und Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs.1 StGB). Die 
Tatsache, dass X. die ihm zur Last gelegten Taten bestreitet, kann zwar nicht straf-
erhöhend gewertet werden; gleichwohl darf er bei dieser Sachlage aber nicht mit 
besonderer Milde rechnen (vgl. Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemei-
ner Teil II, Bern 1989, S. 241). Straferhöhend wirkt sich hingegen das Delinquieren 
während hängigen Strafuntersuchungen aus (Diebstahlversuch vom 2. November 
2003, abgeschlossen mit Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 30. 
Juli 2004; Diebstahl etc. vom 4. März 2004, abgeschlossen mit Strafmandat des 
Untersuchungsrichters Lausanne vom 30. Juli 2004). Strafmilderungsgründe liegen 
keine vor. Da X. kein vorstrafenfreies Vorleben vorweist, sind auch keine Strafmin-
derungsgründe ersichtlich. 

Aufgrund des Verschuldens und der Tatsache, dass X. während zweier laufender 
Strafuntersuchungen erneut delinquiert hat, spricht der Kantonsgerichtsausschuss 
eine Zusatzstrafe gemäss Art. 68 StGB zum Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf 
Dörfer sowie zum Entscheid des Juge d’instruction de l’arrondissement de Lau-
sanne vom 30. Juli 2004 in Form einer Gefängnisstrafe von 20 Tagen aus. 

9.a) Gemäss Art. 41 StGB ist die Gewährung des bedingten Strafvollzuges 
an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, bei deren Vorliegen der Verurteilte einen 
Rechtsanspruch darauf hat (vgl. Trechsel, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Kurz-
kommentar, 2. Auflage, Zürich 1997, N 5 zu Art. 41 StGB). In objektiver Hinsicht ist 
zunächst erforderlich, dass die Freiheitsstrafe 18 Monate nicht übersteigt. Gemäss 
Art. 41 Ziff. 1 Abs. 2 StGB ist der Aufschub einer Freiheitsstrafe von Gesetzes we-

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gen nicht zulässig, wenn der Verurteilte innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat 
wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens oder Vergehens eine Zucht-
haus- oder Gefängnisstrafe von mehr als drei Monaten verbüsst hat. In subjektiver 
Hinsicht ist der Aufschub der Freiheitsstrafe zulässig, wenn Vorleben und Charakter 
des Verurteilten erwarten lassen, er werde dadurch von weiteren Verbrechen oder 
Vergehen abgehalten; es muss ihm mit andern Worten eine günstige Prognose ge-
stellt werden können. Verlangt wird eine innere und infolgedessen dauernde Bes-
serung; durch die Warnungsstrafe muss der Verurteilte von Verbrechen oder Ver-
gehen schlechthin abgehalten werden, nicht nur in Bezug auf Strafhandlungen von 
der Art, welche zur Beurteilung stehen (vgl. Roland M. Schneider, in: Niggli/Wi-
prächtiger, a.a.O., N 69 f. zu Art. 41 StGB). Bei der günstigen Prognose sind alle 
rechtlich massgebenden Gesichtspunkte des Vorlebens, des Charakters, des Leu-
munds, der konkreten Tatumstände wie auch alle weiteren Tatsachen, die gültige 
Rückschlüsse auf die Bewährungsaussichten zulassen, abwägend in die Beurtei-
lung mit einzubeziehen, um aufgrund einer Gesamtwürdigung darüber zu entschei-
den, ob beim Verurteilten berechtigtes Vertrauen auf dauerndes Wohlverhalten be-
steht. Dabei ist es unzulässig, einzelnen dieser Beurteilungskriterien eine vorran-
gige Bedeutung beizumessen und andere zu vernachlässigen oder überhaupt aus-
ser Acht zu lassen (vgl. BGE 124 IV 107 ff.; PKG 1993 Nr. 24). Der Richter soll sich 
dergestalt ein möglichst vollständiges Bild von der Täterpersönlichkeit machen. Nur 
eine bestimmte Aussicht auf wirkliche und dauernde Besserung rechtfertigt es, den 
Strafvollzug zurücktreten zu lassen (PKG 1969 Nr. 32). 

Der Richter muss begründetes Vertrauen haben, dass der Verurteilte in Zukunft 
dauernd – und nicht nur während der Probezeit – einen klaglosen Lebenswandel 
führen werde. Man darf indes ruhig eingestehen, dass die Zukunft naturgemäss mit 
zahlreichen Unsicherheiten behaftet ist und selbst eine umfassende und sehr inten-
sive Auseinandersetzung mit der Täterpersönlichkeit eine absolut verlässliche Vor-
aussage nicht ermöglicht. 

Es steht somit die Frage im Mittelpunkt, unter welchen Voraussetzungen einem Ver-
urteilten trotz unsicherer Zukunftsaussichten Vertrauen geschenkt werden darf (vgl. 
PKG 1993 Nr. 24). Wo zwischen vager Hoffnung und Bedenken geschwankt wird, 
verbietet sich die Gewährung des bedingten Strafvollzuges.

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b) Vorliegend kann festgehalten werden, dass die Voraussetzungen zur 
Gewährung des bedingten Strafvollzuges in objektiver Hinsicht erfüllt sind, da die 
Freiheitsstrafe 18 Monate nicht übersteigt und X. innerhalb der letzten fünf Jahre 
vor der Tat nicht wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens oder Vergehens 
eine Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von mehr als drei Monaten verbüsst hat. Hin-
gegen scheitert die Gewährung des bedingten Strafvollzuges in subjektiver Hin-
sicht. Bei der Prognosestellung sind die persönlichen Verhältnisse bis zum Zeit-
punkt des Urteils mit einzubeziehen (vgl. BGE 128 IV 198 f.; Roland M. Schneider, 
in: Niggli/Wiprächtiger, a.a.O., N 73 zu Art. 41 StGB). Zum Vorleben von X. gehört 
auch das soziale Umfeld, welches für die Bewährungsaussichten massgeblichen 
Anteil hat. Nach Ansicht des Kantonsgerichtsausschusses bestehen im Leben von 
X. keine persönlichen Beziehungen, von denen eine stabilisierende Wirkung erwar-
tet werden kann, zumal seine Eltern im Ausland wohnen und er keine Angehörigen 
in der Schweiz hat. Auch sagte X. während der Hauptverhandlung vor dem Kan-
tonsgerichtsausschuss aus, dass er für sich keine Zukunft sehe. Einzig positiv zu 
bewerten ist seine teilweise geäusserte Reue. Eine eigentliche Einsicht in die Ver-
werflichkeit seiner Taten konnte während der Verhandlung aber nicht festgestellt 
werden. Desweitern wird X. im vorliegenden Verfahren nicht zum ersten Mal wegen 
desselben Tatbestandes (Diebstahl) verurteilt. Dieser Rückfall führt zwar nicht au-
tomatisch zu einer negativen Prognose; er bildet indessen aber ein Indiz für die 
Uneinsichtigkeit beziehungsweise für das Vorliegen einer Charakterschwäche des 
Fehlbaren. Weder die hängigen Strafuntersuchungen im Kanton Graubünden bzw. 
im Kanton Waadt noch die im Kanton Waadt erstandene Untersuchungshaft von 20 
Tagen konnten den Angeschuldigten davon abhalten, weiter zu delinquieren. 

Bereits bei der Strafzumessung gilt die Regel, dass das Verschulden des Täters 
umso schwerer wiegt, je leichter es für ihn gewesen wäre, die Rechtsgutverletzung 
zu vermeiden. Ist vorliegend das Verschulden diesbezüglich nicht als leicht zu be-
zeichnen, ist bei der Bereitschaft, ein Delikt zu begehen, von einer tief liegenden 
Hemmschwelle auszugehen, was auch bei einer das Wohlverhalten betreffenden 
Prognose zu berücksichtigen ist.

Die einschlägigen Vorstrafen haben offenbar auf X. keinen Eindruck gemacht; er 
hat sich durch diese Strafen weder warnen noch bessern lassen, noch hat er die 
nötigen Lehren aus den damaligen Strafverfahren und den Verurteilungen gezogen, 
zumal es für X. ein leichtes gewesen wäre, sein strafbares Verhalten zu vermeiden. 
Diese Umstände sind bei einer Prognosestellung als erheblich ungünstige Elemente 
zu gewichten. Dies umso mehr, als X. die Delikte vom 13. Mai 2004 während zweier 

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laufender Untersuchungsverfahren begangen hat. X. kann sich für seine Handlung 
weder auf eine Ausnahmesituation noch auf andere für ihn sprechende Umstände 
berufen. Der Kantonsgerichtsausschuss ist der Ansicht, dass in Gesamtwürdigung 
der wesentlichen Umstände bei X. kein berechtigtes Vertrauen auf ein dauerndes 
Wohlverhalten gegeben ist und dass er durch das blosse Ausfällen einer Warnstrafe 
in Zukunft nicht von weiteren Verbrechen oder Vergehen abgehalten wird. Eine Aus-
sicht auf wirkliche und dauernde Besserung ist nicht ersichtlich. Eine günstige Pro-
gnosestellung ist deshalb nicht möglich und somit verbietet sich die Gewährung des 
bedingten Strafvollzuges gemäss Art. 41 StGB.

10. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass X. des Diebstahls 
gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB und der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 
StGB schuldig ist. Als Zusatzstrafe erachtet der Kantonsgerichtsausschuss eine Ge-
fängnisstrafe von 20 Tagen als angemessen. Der bedingte Strafvollzug kann nicht 
gewährt werden. Die Berufung der Staatsanwaltschaft Graubünden wird somit gut-
geheissen und die Ziffer 1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs wird aufgehoben. 
Abschliessend ist noch anzumerken, dass der Kantonsgerichtsausschuss auch eine 
höhere Strafe hätte ausfällen können, vorliegend aber darauf verzichtet wird.

11. Gemäss Art. 158 Abs. 1 StPO werden die Verfahrenskosten dem Ver-
urteilten ganz oder teilweise überbunden. Dieser hat die Kosten in der Regel voll-
umfänglich zu tragen. 

Diese Regelung gilt auch für den Fall, dass die Staatsanwaltschaft mit Erfolg zuun-
gunsten des Verurteilten Berufung erhoben hat. (vgl. Padrutt, a.a.O., S. 405 ff.). 
Somit gehen die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 
1'481.50 sowie die Kosten des Bezirksgerichtsausschusses Plessur von Fr. 2'000.- 
zu Lasten von X.. Ziffer 3 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs wird daher aufge-
hoben.

12. Es ist somit festzuhalten, dass die Berufung vollumfänglich gutzuheis-
sen ist. Gemäss Art. 160 Abs. 2 StPO werden die Rechtsmittelkosten dem Staat 
belastet, wenn die Staatsanwaltschaft obsiegt und der Betroffene deren Weiterzug 
nicht zu vertreten hat. Daher gehen bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten 
des Berufungsvefahrens zu Lasten des Kantons Graubünden.

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21

Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Berufung wird gutgeheissen und die Ziffern 1. und 3. des angefochtenen 
Urteils werden aufgehoben.

2. X. ist schuldig des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB und der Sach-
beschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB.

3. Dafür wird er als Zusatz zu den mit Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf 
Dörfer sowie mit Entscheid des Juge d’ instruction de l’arrondissement de 
Lausanne, beide vom 30. Juli 2004, ausgefällten Strafen mit 20 Tagen Ge-
fängnis bestraft.

4. Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 
1'481.50 sowie die Kosten des Bezirksgerichtsausschusses Plessur von Fr. 
2'000.- gehen zu Lasten von X..

5. Die Kosten des Berufungsvefahrens gehen zu Lasten des Kantons Graubün-
den.

6. Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

7. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: