# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 335982f4-76e2-5021-9714-96b25a81cf47
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Enteignungsgericht 09.07.2020 650 2020 1 (650 20 1)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_EG_001_650-2020-1_2020-07-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft,  
> Abteilung Enteignungsgericht 
 

vom 9. Juli 2020 (650 20 1) 
 

 
 
 
Abgaberecht – Wasser und Abwasser  
 
Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots und des Willkürverbots (Abgrenzung zwi-
schen Freibetrag und Freigrenze)  
 
 
Das Bundesgericht erachtet sowohl Freigrenzen als auch Freibeträge als grundsätzlich mit 
dem Bundesrecht vereinbar, da beide eine Gegenüberstellung des Vollzugsaufwands und 
des erzielten Ertrags ermöglichen. Einschränkend gilt jedoch, dass auf die Erhebung einer 
Abgabe nur dann verzichtet werden darf, wenn der voraussichtliche Ertrag, gemessen am 
Erhebungsaufwand, nicht genügt bzw. in einem ungünstigen Verhältnis dazu steht. Auf eine 
bestimmte absolute oder relative Grenze, von der an ein Verzicht auf eine Abgabeerhebung 
nicht mehr mit dem Gleichbehandlungsgebot vereinbar wäre, hat sich das Bundesgericht 
nicht festgelegt; die Befreiung muss sich aber immerhin sachlich auf geringfügige Fälle be-
schränken («l'esenzione deve infatti limitarsi oggettivamente ai casi di poca importanza») 
(BGE 143 II 568 E. 7.8 583). Bei einem Erhebungsaufwand von etwas mehr als CHF 50.00 
und einer Freigrenze von CHF 2'750.00 kann nicht mehr von einer auf sachlich geringfügige 
Fälle beschränkten Befreiung gesprochen werden. (E. 2.2.3) 

 

http://www.baselland.ch/main_entge-htm.280641.0.html

 

 

650 20 1 / 2 
 
  
 
 
 

 Urteil 
 vom 9. Juli 2020 
 
 
 
 
 

Besetzung Abteilungspräsident Dr. Ivo Corvini-Mohn, 
Gerichtsschreiber Dr. Thomas Kürsteiner, 
Gerichtsschreiber i.V. Dominic Willi 
 
 

Parteien A.____ und , Beschwerdeführende 
  

 
gegen 
 
 

 C.____, Beschwerdegegnerin 
 
 
 

Gegenstand Wasser- und Kanalisationsanschlussgebühr 
 

  

 - 2 - 

 

A.  

Die Beschwerdegegnerin verfügte für Parzelle Nr. 3512 Grundbuch C.____, 

X.____strasse 12 mit Rechnung vom 12. Dezember 2019 Wasser- und Kanalisationsan-

schlussgebühren in der Höhe von CHF 7'568.70 (inkl. Mehrwertsteuer [MWST]). 

 

B.   

Mit Eingabe vom 31. Dezember 2019 erhoben die Beschwerdeführenden beim Steuer- 

und Enteignungsgericht, Abteilung Enteignungsgericht (nachfolgend Enteignungsgericht), 

Beschwerde und beantragten die Aufhebung der Verfügung (Rechtsbegehren Nr. 1). Zu-

dem sei die Gemeinde anzuweisen, das Wasserreglement und das Abwasserreglement in 

Bezug auf die Gebühren bei Umbauten in Einklang mit dem Legalitätsprinzip neu auszu-

gestalten (Rechtsbegehren Nr. 2). Weiter sei, sofern das geltende Wasserreglement und das 

Abwasserreglement das Legalitätsprinzip in Bezug auf die Gebühren bei Umbauten erfüllen, die 

Gebühr in Übereinstimmung mit den in den Anhängen der genannten Reglemente aufgeführten 

Belastungswerten und unter Berücksichtigung des im Informationsschreiben festgehaltenen Erlas-

ses der fünf Belastungswerte bei Umbauten neu zu berechnen (Rechtsbegehren Nr. 3). 

Schlussendlich sei die Gemeinde anzuweisen, die Plombierung des Anschlusses eines Wasch-

automaten zu ermöglichen und die Gebühr entsprechend zu ermässigen (Rechtsbegehren 

Nr. 4). In der Stellungnahme vom 9. März 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin sinn-

gemäss die Abweisung der Beschwerde. Am 25. März 2020 schloss das Enteignungsge-

richt den Schriftenwechsel und ordnete einen Augenschein und eine Parteiverhandlung 

an. Mit Vorladung vom 15. Juni 2020 wurden die Parteien zum Augenschein am 25. Juni 

2020 und zur Hauptverhandlung am 9. Juli 2020 geladen. Am 25. Juni 2020 forderte das 

Enteignungsgericht die Beschwerdegegnerin auf, dem Gericht mitzuteilen, welchen Ar-

beitsaufwand (Stunden und Minuten), welche Bruttolohnkosten (CHF) beziehungsweise 

Kosten für Aufwendungen Dritter (CHF) und wie hohe Barauslagen sie für die Geltendma-

chung der angefochtenen Anschlussgebühren hatte. Dieser Aufforderung kam die Be-

schwerdegegnerin am 30. Juni 2020 nach. 

 

  

 - 3 - 

 

C.   

Im Rahmen der heutigen Hauptverhandlung zogen die Beschwerdeführenden das 

Rechtsbegehren Nr. 2 zurück. Davon abgesehen hielten die Parteien im Wesentlichen an 

ihren Begehren und Begründungen fest. Auf die Ausführungen der Parteien wird – soweit 

erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

  

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Das Enteignungsgericht zieht 

 

i n  E r w ä g u n g :  

 

 

1. Formelles 

1.1 Örtliche und sachliche Zuständigkeit 

Die vorliegende Streitsache hat Erschliessungsabgaben der Einwohnergemeinde C.____ 

im Sinne von §§ 90 ff. des Gesetzes über die Enteignung vom 19. Juni 1950 (EntG, 

SGS 410) zum Gegenstand. Gemäss § 96a Abs. 1 lit. a EntG können die von Erschlies-

sungsabgaben Betroffenen beim Enteignungsgericht Beschwerde erheben. Zu den Er-

schliessungsabgaben gehören gemäss § 90 Abs. 2 EntG unter anderem einmalige An-

schlussgebühren für Wasser und Abwasser. Das Enteignungsgericht ist dementspre-

chend sachlich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die Einwohner-

gemeinde C.____ liegt im Bezirk D.____ des Kantons Basel-Landschaft (§ 35 Abs. 1 lit. a 

des Gesetzes über die Organisation und die Verwaltung der Gemeinden vom 28. Mai 

1970 [Gemeindegesetz, SGS 180]). Somit ist das Enteignungsgericht auch örtlich zustän-

dig.  

 

1.2 Funktionelle Zuständigkeit 

§ 98a Abs. 1 EntG sieht vor, dass die präsidierende Person der Abteilung Enteignungsge-

richt Streitigkeiten beurteilt, deren Streitwert CHF 15'000.00 nicht übersteigt. Die Summe 

der angefochtenen Anschlussgebühren beläuft sich auf CHF 7'568.70. Folglich hat die 

Beurteilung durch die präsidierende Person zu erfolgen. 

 

1.3 Fristwahrung 

Gemäss § 96a Abs. 1 lit. a EntG können Erschliessungsabgabeverfügungen innert 

10 Tagen nach Erhalt mit Beschwerde angefochten werden. Die streitgegenständliche 

Verfügung trägt den Vermerk «Versanddatum: 12.12.2019» und «Einschreiben» und ist 

den Beschwerdeführenden gemäss eigener, unbestritten gebliebener Angabe am 

23. Dezember 2019 zugegangen. Mit Eingabe vom 31. Dezember 2019 (Datum des Post-

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stempels) haben die Beschwerdeführenden folglich innert Frist Beschwerde beim Enteig-

nungsgericht erhoben. 

 

1.4 Übrige Eintretensvoraussetzungen 

Die Bestimmungen des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 

vom 16. Dezember 1993 (VPO, SGS 271) sind auf das Verfahren vor dem Enteignungs-

gericht sinngemäss anwendbar (§ 96a Abs. 3 EntG). Da auch alle übrigen Prozessvo-

raussetzungen erfüllt sind (vgl. § 16 Abs. 2 VPO), ist auf die vorliegende Beschwerde ein-

zutreten, wobei festzuhalten ist, dass das Begehren Nr. 2 zufolge seines Rückzugs an-

lässlich der Hauptverhandlung nicht zu beurteilen ist. 

 

 

2. Materielles 

2.1 Gesetzliche Grundlage 

2.1.1 Grundsätzliches 

Gemäss § 36 des Raumplanungs- und Baugesetzes vom 8. Januar 1998 (RBG, 

SGS 400) sowie § 90 Abs. 2 EntG kommt den Gemeinden die Kompetenz zu, Gebühren 

von Grundeigentümern zu erheben, deren Grundstück ein öffentliches Erschliessungs-

werk benutzt. Insbesondere können gemäss § 90 Abs. 2 EntG einmalige Anschlussge-

bühren erhoben werden. Öffentliche Abgaben bedürfen einer Grundlage in einem formel-

len Gesetz, welches zumindest den Kreis der Abgabepflichtigen sowie den Gegenstand 

und die Bemessungsgrundlagen der Abgabe selbst festlegt (vgl. Art. 127 Abs. 1 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101] 

sowie § 135 der Verfassung des Kantons Basel-Landschaft vom 17. Mai 1984 [KV, 

SGS 100] und § 90 Abs. 3 EntG; BGE 123 I 248 E. 2 249 f. und Urteil des Bundesgerichts 

[BGer] 2C_150/2007 vom 9. August 2007 E. 1.2). Gemäss der ständigen bundesgerichtli-

chen Praxis muss die Bemessungsgrundlage nur in den Grundzügen in einem formellen 

Gesetz geregelt sein, sofern das Mass der Abgabe nicht allein durch den Gesetzesvorbe-

halt, sondern auch durch überprüfbare verfassungsrechtliche Prinzipien (Kostende-

ckungs- und Äquivalenzprinzip) begrenzt wird. Zudem darf der rechtsanwendenden Be-

hörde, in casu also dem Gemeinderat, bei der Festsetzung der Abgabe kein übermässiger 

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Spielraum verbleiben und die Abgabepflichten müssen in hinreichendem Masse voraus-

sehbar sein (BGE 123 I 248 E. 2 250, 135 I 130 E. 7.2 140 m.w.H.). 

 

Die vorliegend angefochtenen Anschlussgebühren basieren auf dem Wasserreglement 

der Einwohnergemeinde C.____ vom 20. September 2006 (Wasserreglement, WR) sowie 

auf dem Abwasserreglement der Einwohnergemeinde C.____ vom 20. Juni 2012 (Abwas-

serreglement, AR). In diesen sind sowohl der Kreis der Abgabepflichtigen (§ 29 Abs. 2 

lit. b WR beziehungsweise § 36 Abs. 1 WR und § 16 Abs. 2 lit. a AR), der Gegenstand der 

Abgabe (§ 29 Abs. 2 lit. b WR beziehungsweise § 36 WR und § 16 Abs. 2 lit. a AR) sowie 

deren Bemessungsgrundlage (§ 37 i.V.m. Anhang I WR und § 19 AR) festgelegt. Die Ab-

gabeerhebung basiert somit, vorbehältlich der Ausführungen in Ziff. 2.1.2, auf einer genü-

genden formellgesetzlichen Grundlage. 

 

2.1.2 Verletzung des Legalitätsprinzips 

Die Beschwerdeführenden monieren, die verfügten Anschlussgebühren würden nicht auf 

einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen, da sinngemäss weder aus dem 

Wasser- beziehungsweise Abwasserreglement noch aus einer Kombination selbiger mit 

dem Informationsschreiben der Beschwerdegegnerin vom 19. Dezember 2012 ausrei-

chend klar hervorgehe, wie die Anschlussgebühren bemessen würden. Insbesondere 

ergebe sich weder aus § 37 i.V.m. Anhang I WR noch aus § 19 AR, dass für die Berech-

nung der Anschlussgebühren eine Unterscheidung und in der Folge Kumulation der Be-

lastungswerte von Kalt- und Warmwasseranschlüssen vorgenommen werde. Aufgrund 

der beiden Reglemente seien maximal 9 zusätzliche Belastungswerte (Dusche 3, Hand-

waschbecken 1, Spülkasten 1, Waschautomat 4) begründbar. 

 
Hinsichtlich der Bemessungsgrundlage geht aus den genannten Normen hervor, dass 

sich die Wasseranschlussgebühren (vgl. § 37 Abs. 1 WR) und die Abwasseranschlussge-

bühren (vgl. § 19 Abs. 1 AR) nach den Belastungswerten des Schweizerischen Vereins 

des Gas- und Wasserfachs (SVGW) richten. Den Beschwerdeführenden wäre es folglich 

möglich gewesen, die zufolge ihres Umbaus hinzukommenden Belastungswerte beim 

SVGW in Erfahrung zu bringen. Eine Tabelle, aus der sich die jeweilige Anzahl Belas-

tungswerte für einen Verwendungszweck ergibt, befindet sich zudem in Anhang I zum 

Wasserreglement. Für die Abwasseranschlüsse fehlt eine derartige Ergänzung im Ab-

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wasserreglement. § 36 Abs. 2 WR und § 19 Abs. 2 AR normieren im Weiteren, dass sich 

die zusätzlich geschuldete Gebühr unter anderem bei Umbauten nach der Erhöhung der 

entsprechenden Bemessungsgrössen richtet. In Kombination mit § 3 der Gebührenver-

ordnung zum Wasserreglement der Einwohnergemeinde C.____ vom 4. Dezember 2012 

(Gebührenverordnung Wasser, WV) und § 3 der Verordnung zum Abwasserreglement der 

Einwohnergemeinde C.____ vom 13. November 2012 (Abwasserverordnung, AV) wird 

ersichtlich, mit welchen Beträgen pro SVGW-Belastungswert zu rechnen ist und dass für 

eine aus einem Umbau resultierende Erhöhung um bis zu 5 Belastungswerte keine zu-

sätzliche Anschlussgebühr erhoben wird. Insoweit die Beschwerdeführenden in der Ver-

deutlichung der Anschlussgebührenbemessung auf Verordnungsstufe eine Verletzung 

des Legalitätsprinzips erblicken, gilt das Folgende: Der Gemeinderat der Gemeinde 

C.____ ist direkt aufgrund von § 47 Abs. 3 KV ermächtigt, Vollziehungsverordnungen zu 

erlassen (vgl. PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER, Allgemeines Verwal-

tungsrecht, 4. Aufl., Bern 2014, § 14 Rz. 24). Aufgrund der bereits in den beiden formell-

gesetzlichen Reglementen festgeschriebenen Bindung der Wasser- und Abwasseran-

schlussgebühren an die Belastungswerte als Bemessungsgrundlage, kommt dem Ge-

meinderat bei der Festsetzung der Abgabe kein übermässiger Spielraum zu. Dieser wird 

weiter durch die Geltung des Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzips für Wasser- und 

Abwasseranschlussgebühren beschränkt (vgl. § 29 Abs. 1 WR und § 16 Abs. 1 AR). Die 

verfügten Anschlussgebühren basieren somit, vorbehältlich der weiteren Ausführungen, 

auf einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage. 

 

Zu prüfen bleibt das Vorbringen der Beschwerdeführenden, weder aus § 37 i.V.m. An-

hang I WR noch aus § 19 AR ergebe sich, dass eine Unterscheidung und daraufhin Ku-

mulation der Belastungswerte von Kalt- und Warmwasser erfolge. Abweichend von der im 

Rahmen des Legalitätsprinzips noch zulässigen allgemeinen Verweisung auf die Belas-

tungswerte des SVGW, besteht hier ein Konflikt mit dem Bestimmtheitsgebot als Teilas-

pekt des Legalitätsprinzips. Das Bundesgericht führt dazu in ständiger Praxis aus, dass 

Rechtsnormen im Lichte des Legalitätsprinzips unabhängig ihrer Normstufe «[…] so prä-

zise formuliert sein [müssen], dass der Bürger sein Verhalten danach einrichten und die 

Folgen eines bestimmten Verhaltens mit einem den Umständen entsprechenden Grad an 

Gewissheit erkennen kann» (BGE 109 Ia 273 E. 4d 283 m.w.H., ferner auch 139 I 280 

E. 5.1 284 m.w.H.). In casu geht weder aus den relevanten Reglementen noch Verord-

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nungen hervor, dass bei der Bemessung von Wasser- und Abwasseranschlussgebühren 

jeweils zwischen Kalt- und Warmwasseranschlüssen unterschieden wird und beispiels-

weise der Einbau einer Dusche nicht nur mit je 3 Belastungswerten (wie in Anhang I zum 

Wasserreglement aufgelistet), sondern mit je 6 Belastungswerten Eingang in die Gebüh-

renbemessung findet. Die Beschwerdegegnerin nimmt zum Vorbringen der Beschwerde-

führenden Stellung und deutet sinngemäss an, dass sich eine Unterscheidung in Kalt- und 

Warmwasseranschlüsse aus dem von den Beschwerdeführenden noch vor dem Umbau 

eingereichten Wasseranschlussgesuch ergebe. Die Beschwerdegegnerin verkennt mit 

dieser Argumentation, dass eine Deklaration von Kalt- und Warmwasseranschlüssen sie 

nicht vom Erfordernis einer hinreichend bestimmten Gesetzesgrundlage befreit. Für die 

Beschwerdeführenden waren nur 3 anstatt 6 Belastungswerte der Dusche, und 

1 Belastungswert anstatt 2 des Handwaschbeckens voraussehbar. Eine darüberhinaus-

gehende Gebührenbemessung aufgrund zusätzlicher Belastungswerte, die sich aus der 

Unterscheidung zwischen Kalt- und Warmwasseranschlüssen ergibt, verletzt das Be-

stimmtheitsgebot und damit das Legalitätsprinzip und ist dementsprechend unzulässig. 

Dasselbe gilt analog für die Abwasseranschlüsse. Die für die Veranlagung der angefoch-

tenen Anschlussgebühren massgebende Bemessungsgrundlage ist demnach von 13 auf 

9 Belastungswerte (Dusche 3, Handwaschbecken 1, Spülkasten 1, Waschautomat 4) zu 

reduzieren. Das Begehren Nr. 3 der Beschwerdeführenden erweist sich folglich als be-

gründet. 

 

2.2 Rechtsgleichheitsgebot und Willkürverbot 

2.2.1 Vorbringen der Parteien 

Die Beschwerdeführenden machen des Weiteren eine Verletzung des Rechtsgleichheits-

gebots und des Willkürverbots geltend, da nicht nachvollziehbar sei, welche Regelung bei 

einer aus einem Umbau resultierenden Erhöhung um mehr als 5 (gebührenfreie) Belas-

tungswerte gelte. Sofern sinngemäss der Zweck dieser Sonderregelung sei, dass Umbau-

ten mit zusätzlichen Wasser- beziehungsweise Abwasseranschlüssen in einem beste-

henden Haus zu keinen zusätzlichen Lasten führen und dadurch helfen sollen, das Äqui-

valenzprinzip zu wahren, so verfehle die Sonderregelung bei der vorliegenden Anwen-

dung ihren Zweck und sei dementsprechend willkürlich. Es müsse geschlossen werden, 

dass beispielsweise ein Umbau, aus dem 6 Belastungswerte resultieren würden, Gebüh-

ren von CHF 3'300.00 ([6 x 250] + [6 x 300]) zur Folge hätte, während 5 Belastungswerte 

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zu keinen Gebühren führten. Um eine rechtsgleiche Behandlung und eine angemessene 

Gebührenhöhe sicherzustellen, schlagen die Beschwerdeführenden vor, bei einer Erhö-

hung um mehr als 5 Belastungswerte die ersten 5 in Abzug zu bringen. Diesem Vorschlag 

und der bereits in Ziff. 2.1.2 genannten Berechnungsmethode der Beschwerdeführenden 

folgend, hätte dies eine weitere Reduktion der Gebühren von 9 auf 4 Belastungswerte zur 

Folge. Die Beschwerdegegnerin verweist in ihrer Stellungnahme vom 9. März 2020 auf 

die gesetzliche Normierung der Sonderregelung in § 3 WV sowie in § 3 AV und hält sinn-

gemäss an der Rechtmässigkeit der veranlagten Anschlussgebühren fest. 

 

2.2.2 Grundsätzliches 

Das Rechtsgleichheitsgebot gemäss Art. 8 BV verlangt, dass Gleiches nach Massgabe 

seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu 

behandeln ist (statt vieler BGE 131 I 1 E. 4.2 6 f.; ULRICH HÄFELIN/WALTER HALLER/HELEN 

KELLER/DANIELA THURNHERR, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 9. Aufl., Zü-

rich/Basel/Genf 2016, Rz. 752). Nach Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den 

staatlichen Organen ohne Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Eine 

Bestimmung ist willkürlich, wenn sie sinn- und zwecklos ist, rechtliche Unterscheidungen 

trifft, für die ein vernünftiger Grund in den tatsächlichen Verhältnissen nicht ersichtlich ist, 

oder Unterscheidungen unterlässt, die richtigerweise hätten getroffen werden müssen 

(BGE 136 II 337 E. 5.1). 

 

Gemäss §§ 44 und 45 KV i.V.m. §§ 90 f. EntG und § 36 RBG kommt den Gemeinden im 

Bereich der Erschliessungsabgaben ein eigener Entscheidungs- und Gestaltungsspiel-

raum zu. Aus § 36 RBG folgt unter anderem, dass Gemeinden Erschliessungsreglemente 

erlassen, in denen die Finanzierung von Erschliessungsanlagen geregelt ist und § 90 

Abs. 3 EntG sieht vor, dass insbesondere auch die Bemessungskriterien in einem Gesetz 

oder Reglement festgelegt sein müssen. Eine Vorgabe, wie die Gemeinden die Gebüh-

renbemessung spezifisch auszugestalten haben, findet sich im kantonalen Verfassungs- 

und Gesetzesrecht nicht. Besonders im öffentlichen Abgaberecht beziehungsweise bei 

der Verteilung der Last auf die Abgabepflichtigen ist die Gestaltungsfreiheit gross, wie das 

Bundesgericht wiederholt festgestellt hat (statt vieler BGE 131 I 1 E. 4.2 7 m.w.H.). Es 

obliegt somit den Gemeinden, die Bemessungsgrundlage und -methode festzulegen. Die 

Beschwerdegegnerin ist in diesem durch das Bundesrecht als Gemeindeautonomie ga-

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rantierten und durch das kantonale Verfassungs- und Gesetzesrecht umschriebenen Be-

reich autonom (Art. 50 BV; BGE 128 I 3 E. 2a 7 f.; HÄFELIN/HALLER/KELLER/THURNHERR, 

a.a.O., Rz. 976). In casu hat sich die Gemeinde C.____ sowohl bezüglich Wasser- als 

auch Abwasseranschlüssen für Belastungswerte als Bemessungsgrundlage entschieden 

(§ 37 Abs. 1 WR und § 19 Abs. 1 AR) und auf Verordnungsstufe bestimmt, dass Er-

schliessungsabgaben erst ab einer Erhöhung um 6 und mehr Belastungswerte geschuldet 

sind (vgl. § 3 WV und § 3 AV). 

 

Bei der Prüfung dieser Sonderregelung auf ihre Vereinbarkeit mit dem Rechtsgleichheits-

gebot hin, ist auch dem Argument der Erhebungswirtschaftlichkeit Rechnung zu tragen. 

Insbesondere das Differenzierungsgebot (Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit 

ungleich behandeln) steht dabei zuweilen im Widerspruch zum Praktikabilitätsgedanken 

(vgl. zum Ganzen THOMAS KÜRSTEINER, Erschliessungsabgaberecht, Eine Analyse am 

Beispiel des Kantons Basel-Landschaft, Diss., Basel 2019, Liestal 2020, Rz. 183 f. 

m.w.H.). 

 

2.2.3 Sonderregelung der Gemeinde C.____ 

Die Sonderregelung der Bemessungsmethode der Gemeinde C.____, bei der eine Er-

schliessungsabgabe bei Umbauten erst ab einer Erhöhung um 6 Belastungswerte ge-

schuldet ist, stellt abgaberechtlich eine Freigrenze dar. Resultieren im vorliegenden Fall 

aus einem Umbau höchstens 5 Belastungswerte, entsteht keine Abgabepflicht. Wird die 

genannte Schwelle überschritten, so ist auf der gesamten Anzahl an Belastungswerten 

eine Gebühr geschuldet. Der Vorschlag der Beschwerdeführenden, wonach bei einer Er-

höhung um mehr als 5 Belastungswerte die ersten 5 in Abzug zu bringen seien, entspricht 

einem sogenannten Freibetrag. Ein solcher läge definitionsgemäss vor, wenn eine be-

stimmte Anzahl Belastungswerte immer von der Gesamtzahl erreichter Belastungswerte 

abgezogen beziehungsweise abgabefrei bleiben würde. Nur eine über den Freibetrag 

hinausgehende Anzahl Belastungswerte wäre somit für die Gebührenbemessung heran-

zuziehen. Sowohl für Freigrenzen als auch Freibeträge gilt, dass sie den Vollzugsaufwand 

mindern und damit die in Ziff. 2.2.2 genannte Praktikabilität der Abgabeerhebung erhöhen 

(vgl. FELIX UHLMANN/FLORIAN FLEISCHMANN, Entwicklungen im Verwaltungsrecht / Le point 

sur le droit administratif, in: Schweizerische Juristen-Zeitung, Band 114/2018, S. 427). 

 

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Spezifisch für erschliessungsabgaberechtliche Freigrenzen oder Freibeträge besteht, so-

weit ersichtlich, weder eine bundesgerichtliche noch eine Praxis der basellandschaftlichen 

Gerichte. Das Bundesgericht hat sich hingegen in BGE 143 II 568 mit der Vereinbarkeit 

von Freigrenzen beziehungsweise Freibeträgen bei der Erhebung von Mehrwertabgaben 

nach Art. 93 des Gesetzes über die Raumentwicklung des Kantons Tessin vom 21. Juni 

2011 (LST, RL 701.100) mit der bundesgerichtlichen Regelung in Art. 5 des Bundesge-

setzes über die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG, SR 700) befasst. Das Bundesge-

richt erachtete im genannten Entscheid sowohl Freigrenzen als auch Freibeträge als 

grundsätzlich mit dem Bundesrecht vereinbar, da beide eine Gegenüberstellung des Voll-

zugsaufwands und des erzielten Ertrags ermöglichen würden (BGE 143 II 568 E. 7.5 

581). Einschränkend hielt das Bundesgericht fest, dass auf die Erhebung einer Mehr-

wertabgabe nur dann verzichtet werden dürfe, wenn der voraussichtliche Ertrag, gemes-

sen am Erhebungsaufwand, nicht genüge (BGE 143 II 568 E. 7 und 9. 578 ff. und 586 f.) 

oder mit anderen Worten in einem ungünstigen Verhältnis dazu stehe (vgl. den Wortlaut in 

Art. 5 Abs. 1quinquies lit. b RPG; RUDOLF MUGGLI/BERNHARD WALDMANN, Neue Urteile – Öf-

fentliches Recht, in: Stöckli Hubert [Hrsg.], Schweizerische Baurechtstagung 2019, Frei-

burg 2019, S. 280; BGE 143 II 568 E. 4.4 572). Gleiches muss in casu für die Erhebung 

und den Ertrag von Anschlussgebühren gelten. Auf eine bestimmte absolute oder relative 

Grenze, von der an ein Verzicht auf eine Abgabeerhebung nicht mehr mit dem Gleichbe-

handlungsgebot vereinbar wäre, hat sich das Bundesgericht nicht festgelegt (Vgl. 

BGE 143 II 568 E. 7.5 582 ff.); die Befreiung muss sich aber immerhin sachlich auf gering-

fügige Fälle beschränken («l'esenzione deve infatti limitarsi oggettivamente ai casi di poca 

importanza») (BGE 143 II 568 E. 7.8 583). 

 

Die Gemeinde C.____ erhebt nach § 3 WV CHF 1'250.00 (5 x 250) beziehungsweise § 3 

AV CHF 1'500.00 (5 x 300) und damit höchstens CHF 2'750.00 (1'250 + 1'500) nicht. Die 

Zulässigkeit dieser Freigrenze hängt nach dem erwähnten Bundesgerichtsentscheid da-

von ab, ob der voraussichtliche Anschlussgebührenertrag, gemessen am Erhebungsauf-

wand, nicht genügt beziehungsweise ob sich die Befreiung auf sachlich geringfügige Fälle 

beschränkt. Um festzustellen, mit welchem Aufwand die Erhebung der vorliegend ange-

fochtenen Anschlussgebühren verbunden ist, müssen sämtliche amtlichen Verrichtungen 

inklusive dem Erlass von Verfügungen (d.h. auch die in casu erfolgte Abnahme bezie-

hungsweise Schlusskontrolle der neu erstellten Anschlüsse) miteinbezogen werden. Hin-

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zu kommen Auslagen geringerer Höhe wie beispielsweise Gebühren für Fotokopien oder 

Auskünfte (vgl. zum Ganzen RENÉ WIEDERKEHR/PAUL RICHLI, Praxis des allgemeinen 

Verwaltungsrechts, Band II, Eine systematische Analyse der Rechtsprechung, Bern 2014, 

Rz. 725 ff.). Im Schlussabnahmeprotokoll wird für die Bemessung des Zeitaufwands zwar 

auf die Geltung des Ansatzes C der Tarifempfehlungen der Koordinationskonferenz der 

Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren (KBOB) verwiesen, die ent-

sprechenden Felder für den in casu notwendig gewordenen Zeitaufwand wurden hinge-

gen leer gelassen. Um feststellen zu können, welcher effektive finanzielle Aufwand der 

Gemeinde C.____ für die Anschlussgebührenbemessung erwachsen ist, wurde die Be-

schwerdegegnerin mit Verfügung vom 25. Juni 2020 aufgefordert, dem Enteignungsge-

richt den im vorliegenden Fall notwendig gewordenen Arbeitsaufwand (Stunden und Minu-

ten), die Bruttolohnkosten (CHF) beziehungsweise Kosten für Aufwendungen Dritter 

(CHF) sowie die Barauslagen mitzuteilen. Dieser Aufforderung kam die Beschwerdegeg-

nerin mit E-Mail vom 30. Juni 2020 nach. Der Arbeitsaufwand beläuft sich demnach auf 

1 Stunde und 5 Minuten, die Bruttolohnkosten werden mit CHF 45.09 beziffert und die 

Barauslagen mit CHF 6.45 angegeben. Spezifische Kosten für Aufwendungen Dritter 

wurden nicht ausgewiesen. Daraus erhellt, dass in casu einem Anschlussgebührenertrag 

von CHF 7'568.70 (inkl. MWST) Aufwendungen der Gemeinde C.____ von CHF 51.54 

(45.09 + 6.45) gegenüberstehen. Der Anschlussgebührenertrag übersteigt damit die ge-

nannten Aufwendungen um ein Vielfaches. Mit Blick auf eine Freigrenze von 

CHF 2'750.00 kann nicht mehr von einer auf sachlich geringfügige Fälle beschränkten 

Befreiung gesprochen werden. Die Freigrenze der Gemeinde C.____ verletzt dadurch das 

Rechtsgleichheitsgebot und das Willkürverbot und erweist sich demnach als nicht zuläs-

sig. Selbst eine Freigrenze von bloss 1 Belastungswert für einen Wasseranschluss von 

CHF 250.00 (1 x 250) wäre bei derart geringen Aufwendungen nicht mehr als sachlich 

geringfügig zu qualifizieren. Deshalb ist festzustellen, dass auch eine Freigrenze von nur 

1 Belastungswert das Rechtsgleichheitsgebot und das Willkürverbot verletzt. Folglich sind 

- ohne damit den Autonomiebereich der Gemeinde C.____ zu tangieren - die aus dem 

Umbau der Beschwerdeführenden resultierten 9 Belastungswerte (vgl. Ziff. 2.1.2) weiter 

um 5 Belastungswerte auf 4 zu reduzieren. Die Rüge der Beschwerdeführenden erweist 

sich folglich als begründet und das Rechtsgleichheitsgebot und das Willkürverbot als ver-

letzt. 

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2.3 Plombierung der Waschmaschine 

Schlussendlich bringen die Beschwerdeführenden sinngemäss vor, dass sich zumindest 

teilweise eine Verletzung des Äquivalenzprinzips beziehungsweise eine Unverhältnismäs-

sigkeit ergebe, weil die Beschwerdegegnerin ihnen keine Möglichkeit zur Plombierung des 

Anschlusses des Waschautomaten zur Reduktion der Bemessungsgrundlage um die auf 

diesen Anschluss an die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung entfallenden Belas-

tungswerte gewähre. Die Gemeinde C.____ sei anzuweisen, eine Plombierung zu ermög-

lichen und die Verfügung um die Höhe der betreffenden Gebühren zu ermässigen. Be-

gründet wird dies damit, dass weder ein Waschautomat betrieben werde noch die Inbe-

triebnahme eines solchen angedacht sei. Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, 

dass für die Berechnung der Anschlussgebühren nicht von Relevanz sei, ob der betref-

fende Anschluss genutzt werde oder nicht. Zudem sei eine Plombierung im Wasserregle-

ment nicht vorgesehen, da weder kontrollierbar sei, dass der Anschluss nicht genutzt 

werde noch aus hygienischen Gründen stehendes Wasser im Leitungsnetz erwünscht sei. 

Eine Befreiung von der Anschlussgebühr für den Waschautomaten könne nur erfolgen, 

wenn der Anschluss an der Hauptleitung abgehängt würde. 

 
Hierzu ist einleitend festzuhalten, dass Anschlussgebühren gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung unabhängig davon geschuldet sind, ob die spezifischen Erschliessungs-

anlagen (d.h. die Wasserversorgungs- und Kanalisationswerke) tatsächlich benutzt wer-

den. Die Anschlussgebühren sind geschuldet, sobald der Anschluss an die genannten 

Erschliessungsanlagen erfolgt und eine Benutzung letzterer möglich ist (BGE 106 Ia 241 

E. 3b 242). Im Weiteren findet sich weder im Wasserreglement noch im Abwasserregle-

ment eine Norm, welche die Gemeinde C.____ verpflichten würde, die Plombierung der 

Anschlüsse des Waschautomaten vorzunehmen. Entsprechend ist die Rechtsauffassung 

der Beschwerdegegnerin, eine Befreiung von der Anschlussgebühr könne nur dann erfol-

gen, wenn der Wasser- und Abwasseranschluss des Waschautomaten von der Hauptlei-

tung getrennt würde, nicht zu beanstanden. Demzufolge erweist sich die sinngemässe 

Rüge, das Äquivalenzprinzips sei verletzt beziehungsweise es bestehe eine Unverhält-

nismässigkeit, da Anschlussgebühren für einen nicht betriebenen Waschautomaten erho-

ben würden, als unbegründet. 

 

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3. Kosten 

3.1 Verfahrenskosten 

Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und wer-

den in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Für einen En-

dentscheid des Präsidiums erhebt das Enteignungsgericht eine Gebühr von CHF 100.00 

bis CHF 1'000.00 (§ 17 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die Gebühren der Gerichte vom 

15. November 2010 [Gebührentarif, GebT, SGS 170.31]). Vorliegend wurden ein Augen-

schein und eine Hauptverhandlung durchgeführt. Aufgrund des mittelhohen Streitwerts, 

des Zeitaufwands und der Bedeutung des Entscheids sind die Verfahrenskosten auf 

CHF 500.00 festzusetzen und der Beschwerdegegnerin als unterliegende Partei aufzuer-

legen. 

 

3.2 Parteientschädigung 

Gemäss § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-

zug einer Anwältin beziehungsweise eines Anwalts eine angemessene Parteientschädi-

gung zulasten der Gegenpartei zugesprochen werden. Vorliegend sind die Parteien nicht 

anwaltlich vertreten, womit keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. Die ausseror-

dentlichen Kosten sind demnach wettzuschlagen. 

 
 

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Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide des Enteignungsgerichts kann innert 10 Tagen, vom Empfang des Entscheids 
an gerechnet, beim Kantonsgericht (Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht), Bahnhof-
platz 16, 4410 Liestal, schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde muss ein klar um-
schriebenes Begehren sowie die Unterschrift der Beschwerdeführenden oder der sie vertretenden 
Person enthalten. Dieser Entscheid ist der Beschwerde in Kopie beizulegen. 

D e m g e m ä s s  w i r d  e r k a n n t :  

 

 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Angelegenheit zur Neufestsetzung 

der Gebühren im Sinne der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

 

2.  

Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 500.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt. 

 

3.  

Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

 

4.  

Dieses Urteil wird den Beschwerdeführenden (1) sowie der Beschwerdegegnerin (1) 

schriftlich mitgeteilt. 

 

Liestal, 7. September 2020 

Im Namen der Abteilung Enteignungsgericht 
des Steuer- und Enteignungsgerichts Basel-Landschaft 

 

 

Abteilungspräsident: 
 
 
 
 
 
Dr. Ivo Corvini-Mohn 

Gerichtsschreiber i.V.: 
 
 
 
 
 
Dominic Willi, MLaw 

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