# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6f0348e7-fb8a-5415-bd8b-031d662e7b7e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.08.2008 C-5617/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5617-2007_2008-08-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5617/2007/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  A u g u s t  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

M._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV-Rente (Einspracheentscheid vom 3. August 2007).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5617/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Schweizerische  Ausgleichskasse  (SAK)  mit  Einspracheent-
scheid vom 3. August 2007 ihre Verfügung vom 19. März 2007 bestä-
tigte,  wonach  M._______  mangels  erfüllter  Mindestbeitragsdauer 
keinen Anspruch auf eine AHV-Altersrente habe,

dass M._______ dagegen am 20. August 2007 Beschwerde erhob und 
–  ergänzt  durch  Eingabe  vom  17. September  2007  –  sinngemäss 
vorbrachte,  es  seien  nicht  alle  Beitragszeiten  berücksichtigt  worden, 
weil  sein  Name oder  andere  persönliche Daten uneinheitlich  erfasst 
worden seien,

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) zur Beurteilung 
von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen  gemäss 
Art. 33 und 34 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 
VGG vorliegt,

dass die SAK als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat, 
und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen 
ist (vgl. auch Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1946  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  [AHVG]  SR 
831.10),  so  dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Be-
schwerde zuständig ist,

dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem 
Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) richtet, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz 
nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG), wobei die besonderen Bestim-
mungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten 
bleiben (Art. 3 Bst. dbis VwVG),

dass  die  Parteien  der  Beschwerdeinstanz  ihren  Wohnsitz  oder  Sitz 
anzugeben  und,  wenn  sie  im  Ausland  wohnen,  in  der  Schweiz  ein 
Zustelldomizil  zu  bezeichnen  haben,  es  sei  denn,  das  Völkerrecht 
gestatte  der  Beschwerdeinstanz,  Mitteilungen  im  betreffenden  Staat 
durch die Post zuzustellen (Art. 11b VwVG), 

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C-5617/2007

dass die Schweiz mit Kosovo kein entsprechendes Abkommen abge-
schlossen hat  und auch das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksre-
publik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1) und 
die  Verwaltungsvereinbarung vom 5. Juli  1963 betreffend die Durch-
führung  des  Abkommens  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenos-
senschaft und der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien über Sozial-
versicherung (0.831.109.818.12)  keine direkte postalische Zustellung 
von Gerichtsakten an die Beschwerdeführenden vorsehen, 

dass der Beschwerdeführer mit  Verfügung vom 29. Januar 2008 auf-
gefordert wurde, innert 30 Tagen nach Empfang dieser Verfügung ein 
Zustelldomizil  in  der  Schweiz  zu  bezeichnen,  ansonsten  künftige 
Anordnungen  und  Entscheide  in  der  vorliegenden  Sache  gemäss 
Art. 36 Bst. b VwVG durch Publikation im Bundsblatt eröffnet würden, 

dass dem Beschwerdeführer diese Verfügung auf dem diplomatischen 
Weg über das Verbindungsbüro in Kosovo am 15. Mai 2008 zugestellt 
wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  der  angesetzten  Frist  kein 
Zustelldomizil  verzeigt  hat,  weshalb  das  vorliegende  Urteil  –  im 
Dispositiv – durch Publikation im Bundesblatt eröffnet wird,

dass  gemäss  Art. 29  Abs. 1  AHVG die  rentenberechtigten  Personen 
Anspruch auf eine ordentliche Altersrente haben, sofern ihnen mindes-
tens  ein  volles  Jahr  Einkommen,  Erziehungs-  oder  Betreuungsgut-
schriften angerechnet werden können, und sich die Beitragsdauer in 
der  Regel  nach  den  Einträgen  in  den  individuellen  Konten  der 
versicherten Person bestimmt (Art. 30ter Abs. 1 AHVG),

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 23. Januar 2008 die 
Gutheissung  der  Beschwerde und Rückweisung  zur  weiteren Abklä-
rung beantragte, da die Ermittlungen ergeben hätten, dass unter einer 
anderen Referenznummer den Beschwerdeführer betreffende Einträge 
im  individuellen  Konto  vorgenommen  worden  seien,  die  Einträge  in 
diesem  Konto  aber  unvollständig  seien,  weshalb  weitere  Nachfor-
schungen eingeleitet werden müssten,

dass mit der Vorinstanz davon auszugehen ist, dass der angefochtene 
Entscheid auf einer unvollständigen und unrichtigen Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts beruht,

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dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,

dass die Beschwerde daher gutzuheissen und die Sache zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),

dass dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer keine unver-
hältnismässig  grossen  Kosten  entstanden  sind,  weshalb  ihm  keine 
Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contra-
rio; vgl. auch Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE] SR 173.320.2). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Einspra-
cheentscheid vom 3. August 2007 aufgehoben wird und die Sache an 
die  Schweizerische  Ausgleichskasse  (SAK)  zurückgewiesen  wird, 
damit  diese nach erfolgter  Abklärung über den Rentenanspruch neu 
verfüge.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben  und  es  wird  keine 
Parteientschädigung zugesprochen. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Eröffnung durch Veröffentlichung des
Dispositivs im Bundesblatt)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdefüh-
rende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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