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**Case Identifier:** 8811a749-8869-5063-82ec-466c818f4ec7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.11.2025 UV 2024/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2024-52_2025-11-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2024/52

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.12.2025

Entscheiddatum: 04.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2025
Art. 15 Abs. 2, 20 Abs. 2 UVG. Der beweisbelasteten Beschwerdeführerin 
misslingt der Nachweis, dass der versicherte Verdienst im relevanten 
Zeitraum höher war als der gemäss Unfallmeldung angegebene. Trotzdem 
teilweise Gutheissung der Beschwerde resp. Anspruch auf eine höhere 
Komplementärrente in Anwendung von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV. (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2025, 
UV 2024/52).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/13 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 4. November 2025 

Besetzung  Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn (Vorsitz), Versicherungsrichter 
Michael Rutz und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck;  
Gerichtsschreiber Markus Lorenzi  

   

Geschäftsnr.   UV 2024/52 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Jakob, rtwp rechtsanwälte & 
notare, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  A l l i a n z  S u i s s e  V e r s i c h e r u n g s - G e s e l l s c h a f t  
A G ,  Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, PCLHC, 
Postfach, 8010 Zürich,  
 
 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2024/52 
 

 

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Sachverhalt 
A.   

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Teilinhaberin in einem Teilzeitpensum bei der B.___ AG 
tätig und dadurch bei der Elvia Schweizerische Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Elvia; heute: 

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, nachfolgend: Allianz) obligatorisch gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert, als sie am 7. August 1991 

beim Wasserskifahren stürzte und sich dabei Verletzungen an Kopf und Wirbelsäule zuzog (vgl. die 

Unfallmeldung vom 14. August 1991 [act. G 3.2]). Die Elvia erbrachte in der Folge die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen bis zum Abschluss der Behandlung am 23. Oktober 1991 (Zeitpunkt der 

vollständigen Wiederaufnahme der Arbeit; vgl. act. G 3.12 S. 2 lit. a). 

A.b Aufgrund einer am 11. November 1993 ergangenen Rückfallmeldung sprach die Elvia der 
Versicherten mit Verfügung vom 20. August 1997 vergleichsweise eine Integritätsentschädigung, 

basierend auf einem Integritätsschaden von 40 %, zu sowie Taggelder für den Zeitraum vom 1. 

November 1991 bis 31. Mai 1995, basierend auf einem unfallbedingten Arbeitsunfähigkeitsgrad von 50 

% (vgl. act. G 3.12 S. 2 lit. b). 

A.c Mit Verfügung vom 20. Juli 1999 sprach die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: 
IVSTA) der Versicherten ab 1. August 1996 eine halbe Rente zu. Die dagegen erhobene Beschwerde 

hiess die Eidgenössische Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

für im Ausland wohnende Personen (nachfolgend: Rekurskommission AHV/IV) in ihrem Urteil vom 12. 

Dezember 2001 gut und sprach der Versicherten ab 1. August 1996 eine ganze Rente zu (act. G 1.3; 

vgl. act. G 1.4 zu der anschliessend erlassenen Renten-Verfügung der IVSTA vom 7. März 2002). 

A.d Mit Verfügung vom 11. Juni 2004 stellte die Allianz die Leistungen rückwirkend per 1. Juni 1995 
ein und bestätigte diesen Standpunkt mit Einspracheentscheid vom 31. März 2005. Die von der 

Versicherten dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

mit Entscheid vom 26. September 2006 (UV 2005/53) gut und verpflichtete die Allianz, der Versicherten 

ab 1. Juni 1995 die gesetzlichen Leistungen, basierend auf einer unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit von 

70 %, zu erbringen. Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) bestätigte diesen Entscheid mit 

Urteil vom 14. August 2007 (U 523/06). 

A.e Mit Verfügung vom 29. Januar 2008 stellte die Allianz die Taggeldleistungen per 31. Mai 1995 ein 
und sprach der Versicherten, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 70 % und einem versicherten 

Verdienst von Fr. 24'000.--, zuzüglich Teuerung Fr. 25'848.--, ab 1. Juni 1995 eine Komplementärrente 

von monatlich Fr. 908.-- zu (act. G 3.3). Dieser Entscheid blieb unangefochten. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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A.f Aufgrund des Erreichens des AHV-Alters des Ehegatten der Versicherten und der daraus 
folgenden Einkommensteilung für die Rentenbemessung berechnete die IVSTA die Invalidenrente der 

Invalidenversicherung neu und erhöhte diese mit Verfügung vom 3. März 2020 auf monatlich Fr. 1'988.-

- (act. G 3.4 S. 1). 

A.g Mit Verfügung vom 24. März 2020 legte die Allianz dar, die von der IVSTA am 3. März 2020 
verfügte Rentenerhöhung habe Auswirkungen auf die Invalidenrente der Unfallversicherung gemäss 

UVG. Zudem sei bei der Neuberechnung des Rentenanspruchs ab 1. Februar 2020 festgestellt worden, 

dass bei der seinerzeitigen Rentenberechnung per 1. Juni 1995 die Renten der IV nicht korrekt 

berücksichtigt worden seien, weshalb die Verfügung vom 29. Januar 2008 in Wiedererwägung gezogen 

werde. Auf eine Rückforderung der seit 1. Juni 1995 zu viel ausbezahlten Renten der Unfallversicherung 

werde verzichtet. Im Dispositiv hielt die Allianz unter anderem fest, dass die Verfügung vom 29. Januar 

2008 hinsichtlich Rentenbetreffnis (Ziff. 2 + 3 Dispositiv) aufgehoben werde. Bei einem versicherten 

Verdienst von Fr. 24'000.--, zuzüglich Teuerung Fr. 28'680.-- (Tippfehler; richtig Fr. 29'736.--), und 

einem Invaliditätsgrad von 70 % bestehe ab dem 1. April 2020 Anspruch auf eine monatlich vorschüssig 

auszuzahlende Komplementärrente von Fr. 469.45 (UV-act. 3.4).  

A.h Auf die gegen die Verfügung vom 24. März 2020 erhobene Einsprache der Versicherten trat die 
Allianz mit Einspracheentscheid vom 14. April 2022 nicht ein, da die Versicherte lediglich die Höhe des 

versicherten Verdienstes bemängle, diese jedoch nicht Gegenstand der Wiedererwägung gewesen sei, 
sondern lediglich die Berechnungsmethode der Komplementärrente der Versicherten. Diesen 

Einspracheentscheid hob das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 19. April 

2023 auf und ersetzte ihn durch den verfahrensleitenden Entscheid, dass auf die Einsprache gegen die 

Verfügung vom 24. März 2020 einzutreten sei. Zur materiellen Prüfung der Einsprache im Sinne der 

Erwägungen wies es die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück. Im Sinne eines obiter dictums wies 

das Gericht zudem darauf hin, dass nicht einzusehen sei, weshalb die Allianz die 

wiedererwägungsweise Korrektur mit Wirkung ex nunc et pro futuro und nicht ex tunc vorgenommen 

habe, zumal eine Korrektur ex tunc zu einer erheblichen Rückforderung führen würde. Ein 

unbegründeter Verzicht auf diese Rückforderung dürfte wohl das Legalitätsprinzip und das 

Gleichbehandlungsgebot verletzen sowie den Interessen der Prämienzahlenden zuwiderlaufen (vgl. 

zum Ganzen den Entscheid des Versicherungsgerichts vom 19. April 2023, UV 2022/33; vgl. zum 

gesamten Sachverhalt überdies die unbestritten gebliebene Sachverhaltsschilderung im angefochtenen 

Einspracheentscheid [act. G 3.12]). 

B.  

B.a Am 22. April 2024 teilte die Allianz der Versicherten mit, sie halte in materieller Hinsicht an ihren 
Ausführungen in den Ziff. 6 bis 16 des aufgehobenen Einspracheentscheids vom 14. April 2022 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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vollumfänglich fest. Aus diesem Grund und angesichts des gerichtlichen obiter dictums (Aufforderung 

zu einer wiedererwägungsweisen Korrektur ex tunc) müsse eine reformatio in peius durchgeführt 

werden. Im zu erlassenden Einspracheentscheid werde sie die Einsprache vom 14. Mai 2020 abweisen 

und feststellen, dass die Versicherte die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen zurückzuzahlen habe. 

Die konkrete Rückforderung werde im Rahmen einer noch zu erlassenden Verfügung separat 
angeordnet werden. Die Allianz räumte der Versicherten dementsprechend die Möglichkeit ein, zu den 

materiellen Ausführungen im aufgehobenen Einspracheentscheid vom 14. April 2022 Stellung zu 

nehmen oder die Einsprache zurückzuziehen (act. G 3.9). 

B.b Mit Eingabe vom 3. Juni 2024 hielt die Versicherte an ihrer Einsprache fest (act. G 3.11). 

B.c Mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 wies die Allianz im Wesentlichen die Einsprache der 
Versicherten vom 14. Mai 2020 ab (Ziff. 1) und stellte fest, dass die Versicherte die zu Unrecht 

ausgerichteten Leistungen zurückzuzahlen habe, wobei für die konkrete Rückforderung auf die separat 

zu ergehende Verfügung verwiesen werde (Ziff. 2; act. G 3.12). 

C.  

C.a Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin), nunmehr vertreten durch 
Rechtsanwalt J. Jakob (vgl. zum kanzleiinternen Anwaltswechsel act. G 3.10), am 8. August 2024 

Beschwerde. Sie beantragte, der Einspracheentscheid der Allianz (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

vom 12. Juni 2024 sei aufzuheben und ihr sei mit Wirkung ab dem 1. April 2020 eine 
Komplementärrente aus der Unfallversicherung von monatlich Fr. 1'525.-- auszurichten; unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge zzgl. Mehrwertsteuer (act. G 1). 

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 6. September 2024 beantragte die Beschwerdegegnerin die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Beschwerdeführerin. Zusammen mit der Beschwerdeantwort liess die Beschwerdegegnerin dem 

Gericht – unter Hinweis auf die bereits im Verfahren UV 2022/33 eingereichten 

Unfallversicherungsakten – lediglich noch ergänzende Akten einreichen (act. G 3 und 3.1). 

C.c Mit Replik vom 11. November (act. G 7) und Duplik vom 6. Dezember 2024 (act. G 9) hielten die 
Parteien an ihren jeweiligen Anträgen und Ausführungen fest. 

C.d Mit E-Mail vom 14. April 2025 ersuchte das Versicherungsgericht die Beschwerdegegnerin um 
Zustellung der gesamten Vorakten, da die Vorakten aus dem Verfahren UV 2022/33 nach Eintritt der 

Rechtskraft entsorgt worden seien (act. G 11). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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C.e Am 2. Mai 2025 liess die Beschwerdegegnerin dem Gericht die Akten des Verfahrens UV 2022/33 
erneut zukommen (act. G 12 und 12.1). Diese wurden Rechtsanwalt Jakob am 12. Mai 2025 zur Einsicht 

zugestellt (act. G 15), welcher am 15. Mai 2025 auf eine Stellungnahme verzichtete (act. G 16). 

Erwägungen 

1.   

Die Beschwerdeführerin hat ihren Wohnsitz in C.___, D.___ (vgl. dazu act. G 1 S. 2 Ziff. II.2). Da jedoch 

ihr letzter Wohnsitz in der Schweiz in der Stadt St. Gallen war, ist das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen zur Behandlung der vorliegenden Streitigkeit örtlich zuständig (Art. 58 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die 

sachliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts ergibt sich aus Art. 42 Abs. 1 lit. a des Gesetzes 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1). Da auch die übrigen prozessualen 

Voraussetzungen erfüllt sind – insbesondere die Beschwerde unter Berücksichtigung der Gerichtsferien 

nach Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG rechtzeitig erfolgt ist –, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

2.  

2.1 Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid (vgl. zur Invalidität Art. 
8 Abs. 1 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Gemäss Art. 20 Abs. 1 UVG beträgt 

die Invalidenrente bei Vollinvalidität 80 % des versicherten Verdiensts; bei Teilinvalidität wird sie 

entsprechend gekürzt. Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der Renten der innerhalb eines 

Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Als versicherter Verdienst gilt der nach der 

Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn mit folgender Abweichung: für mitarbeitende 

Familienglieder, Gesellschafter, Aktionäre und Genossenschafter wird mindestens der berufs- und 

ortsübliche Lohn berücksichtigt (Art. 22 Abs. 2 lit. c der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; 

SR 832.202]). 

2.2 Hat der Versicherte Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (IV) oder auf eine Rente 
der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), so wird ihm nach Art. 20 Abs. 2 UVG eine 

Komplementärrente gewährt; diese entspricht in Abweichung von Art. 69 ATSG der Differenz zwischen 

90 % des versicherten Verdienstes und der Rente der IV oder der AHV, höchstens aber dem für Voll- 

oder Teilinvalidität vorgesehenen Betrag. Die Komplementärrente wird beim erstmaligen 

Zusammentreffen mit der IV- oder der AHV-Rente festgesetzt. Sie wird unter anderem angepasst, wenn 

die für Familienangehörige bestimmten Teile der IV- oder der AHV-Rente geändert werden. 

2.3 Laut Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen 
oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich 

unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinn der Würdigung des 

Sachverhalts. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine 

Leistungszusprache aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn 

massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 23. November 2012, 8C_368/2012, E. 2.2 mit Hinweisen).  

2.4 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach hat das 
Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts zu sorgen. Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Die 

Richterin und der Richter haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen. Der Untersuchungsgrundsatz 

schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des 

Sozialversicherungsgerichts ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als 
im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen 

gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es 

sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 221 f. E. 6). 

3.  

Mit Blick auf die Argumentationen/Ausführungen der Parteien zum Renten- resp. einem allfälligen 

Rückforderungsanspruch (vgl. dazu Art. 25 ATSG) hinsichtlich der Rentenbetreffnisse vom 1. Juni 1995 

bis 31. März 2020 ist zunächst auf den Anfechtungs- sowie den Streitgegenstand des vorliegenden 

Verfahrens einzugehen. 

3.1 Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im verwaltungsgerichtlichen 
Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich Rechtsverhältnisse zu überprüfen resp. zu beurteilen 

sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde oder der zuständige Versicherungsträger vorgängig 

verbindlich – in Form einer Verfügung resp. eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. 
Insoweit bestimmen die Entscheide der Beschwerdegegnerin den beschwerdeweise weiterziehbaren 

Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit kein Entscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1 mit 

Hinweis). Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 

12. Juni 2024 (act. G 3.12). Diesem liegt die Verfügung vom 24. März 2020 zugrunde (act. G 3.4). 

3.2 In der Verfügung vom 24. März 2020 hat die Beschwerdegegnerin einerseits revisionsweise resp. 
wiedererwägungsweise ex nunc et pro futuro (was sich formell betrachtet nicht unterscheiden lässt) den 
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab 1. April 2020 festgelegt (vgl. Ziff. 2 des Dispositivs) und 

andererseits wiedererwägungsweise (ex tunc) Ziff. 2 und 3 des Dispositivs der Verfügung vom 29. 

Januar 2008, welche den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab 1. Juni 1995 zum Gegenstand 

hatten (act. G 3.3), aufgehoben (vgl. Ziff. 1 des Dispositivs). Da die Beschwerdegegnerin jedoch den 

Rentenanspruch für den entsprechenden Zeitraum nicht neu verfügt hat, obwohl dies – wie sich aus 

der entsprechenden Begründung ergibt – ohne weiteres möglich gewesen wäre, war der 

Rentenanspruch zwischen 1. Juni 1995 und 31. März 2020 und eine allfällige Rückerstattung nach Art. 

25 ATSG somit nicht Gegenstand der Verfügung und bildet demnach auch nicht Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Es ist damit lediglich der Rentenanspruch ab 1. April 2020 zu 

beurteilen. Ziff. 2 des Dispositivs des Einspracheentscheids vom 12. Juni 2024 (act. G 3.12; "Es wird 

festgestellt, dass die Versicherte die zu Unrecht ausgerichteten Leistungen zurückzuzahlen hat. Die 

konkrete Rückforderung wird ad separatum verwiesen.") ist ersatzlos aufzuheben, zumal ein 

Feststellungsentscheid mangels eines rechtsgenüglichen Feststellungsinteresses ohnehin unzulässig 
war. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen. 

3.3 Vorliegend strittig und zu prüfen ist somit in materieller Hinsicht einzig die mit Verfügung vom 24. 
März 2020 (act. G 3.4) erfolgte und mit Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 (act. G 3.12) bestätigte 

Herabsetzung der (Komplementär-)Rente der Beschwerdeführerin auf monatlich Fr. 469.45 per 1. April 

2020. Die Beschwerdegegnerin berechnete den Komplementärrentenanspruch nach Art. 20 Abs. 2 

UVG gesetzmässig korrekt wie folgt: 

versicherter Verdienst: Fr. 24'000.-- 

zuzüglich Teuerungszulage 23.9 % Fr. 29'736.-- 

davon 90 % Fr. 26'764.40 

pro Monat / 12 Fr. 2'230.20 

88.57 % der Rente der IV in Höhe von Fr. 1'988.-- - Fr. 1'760.75 

Monatsrente ab 1. April 2020 Fr. 469.45 

In Bezug auf die Rentenanpassung per 1. April 2020 ist unbestritten, dass diese gestützt auf Art. 20 

Abs. 2 UVG erfolgen konnte. Auch ein Wiedererwägungsgrund nach Art. 53 Abs. 2 ATSG ist unstreitig 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ausgewiesen, nachdem die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 29. Januar 2008 die Rente 

der IV versehentlich/zweifellos unrichtig zu 50 %, statt zu 88.57 % angerechnet hat. Unstrittig ist weiter, 

dass beim versicherten Verdienst bei der Berechnung der Komplementärrente die Teuerungszulage in 

Höhe von 23.9 % aufzurechnen ist (vgl. Art. 31 Abs. 2 UVV). Schliesslich ist auch festzuhalten, dass 

aufgrund der Aktenlage erstellt und zwischen den Parteien zu Recht nicht umstritten ist, dass die 
Beschwerdeführerin aufgrund des Unfallereignisses vom 7. August 1991 zu 70 % invalid ist und 

dementsprechend gegenüber der Beschwerdegegnerin einen (Komplementär-)Rentenanspruch in 

dieser Höhe hat (vgl. dazu das Urteil des EVG vom 14. August 2007, U 523/06). Eine Veränderung der 

gesundheitlichen und/oder erwerblichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin und mithin eine 

Veränderung des Invaliditätsgrads steht jedenfalls nicht im Raum. 

3.4 Strittig ist einzig der für die Komplementärrentenberechnung zugrunde zu legende versicherte 
Verdienst, welcher, wie im Entscheid vom 19. April 2023 (UV 2022/33, E. 2.2) entschieden, ebenfalls 

einer erneuten Prüfung zugänglich ist. 

4.  

4.1 Wie in Erwägung 2.1 festgehalten, gilt als versicherter Verdienst für die Bemessung der Renten 
der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Der Unfall ereignete 

sich am 7. August 1991. Relevant für die Höhe des versicherten Verdienstes ist damit der bezogene 

Lohn von August 1990 bis August 1991. Ein Rentenanspruch besteht seit 1. Juni 1995 (vgl. im 
Sachverhalt lit. A.e), weniger als fünf Jahre nach dem Unfall, womit Art. 24 Abs. 2 UVV nicht zur 

Anwendung gelangt. 

4.2 Massgebend für den versicherten Verdienst gemäss Art. 15 UVG sind die tatsächlichen 
Lohnbezüge und nicht davon allenfalls abweichende vertragliche Abmachungen. Die Rechtsprechung 

verweist diesbezüglich auf die Ermittlung des versicherten Verdienstes in der Arbeitslosenversicherung 

(BGE 139 V 475 E. 3.1). Nach der Rechtsprechung genügen als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss 

Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der 

Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto; bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen 

und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussagen) in Betracht. 

Höchstens Indizien für eine tatsächliche Lohnzahlung bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom 

Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unterzeichnete Lohnabrechnungen und Steuererklärungen 

sowie Eintragungen im individuellen Konto (IK; vgl. BGE 131 V 447 E. 1.2 mit zahlreichen Hinweisen). 

4.3 Die Beschwerdegegnerin ging in der rentenzusprechenden Verfügung vom 29. Januar 2008 (act. 
G 3.3) von einem versicherten Verdienst von Fr. 24'000.-- aus (12 x Fr. 2'000.--). Gleiches gilt für die 
dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 (act. G 3.12) zugrundeliegende Verfügung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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vom 24. März 2020 (act. G 3.4). Sie stützt den von ihr angenommenen versicherten Verdienst im 

Wesentlichen auf die Angabe in der Unfallmeldung vom 14. August 1991 (Grundlohn Fr. 2'000.-- bei 20 

Stunden Arbeitszeit pro Woche; act. G 3.2), welchem als "Aussage der ersten Stunde" (vgl. zu dieser 

Beweismaxime BSK UVG-HOFER, N 10 zu Art. 6; KOSS UVG-NABOLD, N 10 f. zu Art. 6; Urteil des 

Bundesgerichts vom 18. September 2018, 8C_470/2018, E. 4.1 mit Hinweisen) ein höherer Beweiswert 
zukomme als den späteren Angaben und Unterlagen der Beschwerdeführerin. 

4.4 Die Beschwerdeführerin lässt gegen einen versicherten Verdienst in Höhe von Fr. 24'000.-- 
einwenden, dass der Ehemann und Firmeninhaber nur sieben Tage nach dem Unfallereignis in der 

Hitze des Gefechts in der Unfallmeldung irrtümlich den Lohn des Vorjahres (1989) angegeben habe. 

Zum einen sei er sich der Tragweite, die diese für ihn provisorische Lohnangabe für die 17 Jahre später 

erfolgende Rentenzusprechung haben würde, schlicht nicht bewusst gewesen. Zum anderen sei gerade 

die verletzte Beschwerdeführerin für die Buchhaltung und die Lohnverarbeitung und nicht ihr Ehemann 

zuständig gewesen. Gestützt auf den IK-Auszug (act. G 1.4 S. 4) sowie in Würdigung des Entscheids 

der Rekurskommission AHV/IV vom 12. Dezember 2001 (act. G 1.3) sei von einem versicherten 

Verdienst von Fr. 35'367.-- auszugehen, nachdem der IK-Auszug (act. G 1.4 S. 4) für das Jahr 1990 

einen versicherten Verdienst von Fr. 30'000.-- und für das Jahr 1991 von Fr. 39'200.-- ausweise. 

4.5 Abklärungen zum versicherten Verdienst, namentlich die Einholung von Bankunterlagen aus den 
Jahren 1990/1991 oder Geschäftsunteralgen der (ehemaligen) Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin, 
der B.___ AG, sind gemäss Aussagen der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich (act. G 1 S. 8 Ziff. 

19). Die nachfolgend vorzunehmende Beurteilung/Beweiswürdigung hat somit gestützt auf die 

vorliegende Aktenlage (im Zusammenhang mit den Parteiaussagen der Beschwerdeführerin) zu 

erfolgen. Dabei liegt die Beweislast für die Höhe des versicherten Verdiensts resp. einen höheren 

versicherten Verdienst als Fr. 24'000.-- nach dem vorstehend in E. 2.4 Gesagten bei der 

Beschwerdeführerin (vgl. dazu auch das Urteil des EVG vom 28. März 2006, C 5/06, E. 2 f., betreffend 

Nachweis der tatsächlich erfolgten Auszahlung des Lohnes gemäss Arbeitsvertrag). 

4.6  

4.6.1 Im Recht liegen, wie es die Beschwerdeführerin zutreffend ausführen lässt, einige Dokumente, 
welche gewisse Anhaltspunkte für einen im relevanten Zeitraum höheren bezogenen als den 

veranschlagten versicherten Verdienst von Fr. 24'000.-- liefern. Zu erwähnen ist dabei der IK-Auszug 

der Beschwerdeführerin (act. G 1.4 S. 4), welcher der Verfügung der IVSTA vom 7. März 2002 beiliegt 

und zur Berechnung des IV-Rentenanspruchs berücksichtigt wurde. Auch gab die Beschwerdeführerin 

in der Anmeldung zur Kollektivversicherung vom 27. Februar 1990 für das Jahr 1990 einen Jahreslohn 
von Fr. 30'000.-- an (act. G 1.9), was mit dem IK-Auszug für das Jahr 1990 übereinstimmen würde. Für 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/13 

das Jahr 1991 wird indes bereits keine weitere Anmeldung resp. keine Erhöhung des Jahreslohns, wie 

es die Beschwerdeführerin beantragt, ins Recht gelegt. 

4.6.2 Die weitere Aktenlage und die Ausführungen der Beschwerdeführerin vermögen aber – auch in 
Beachtung des IK-Auszugs, welcher, wie erwähnt (vgl. vorstehende E. 4.2), lediglich ein Indiz für eine 

tatsächliche Lohnzahlung in dokumentierter Höhe bildet – einen bezogenen Lohn von über Fr. 24'000.-
- in den Jahren 1990 und 1991 nicht hinlänglich nachzuweisen. Aus den Erwägungen des Urteils der 

Rekurskommission AHV/IV vom 12. Dezember 2001 lässt sich nichts zu Gunsten der 

Beschwerdeführerin ableiten. Es wird darin gerade auf die Diskrepanz zwischen angegebenen 

Beschäftigungsgraden und Einkommen der Beschwerdeführerin in den vorliegend relevanten Jahren 

1990/1991 hingewiesen und die Darlegung der Beschwerdeführerin, wonach sie vor dem Unfall in 

einem Pensum von 80 % tätig gewesen sei, als nicht ausgewiesen erachtet (act. G 1.3 S. 8 E. 5.a). 

Entsprechend spricht sich die Rekurskommission AHV/IV nicht – zumindest nicht verbindlich – für einen 

tatsächlich bezogenen Lohn in der beantragten Höhe resp. gemäss IK-Auszug aus. Bei den weiteren 

Unterlagen, welche den Lohn in der relevanten Zeitspanne in der beantragten Höhe hinlänglich 

plausibel machen sollen, handelt es sich – wie die Beschwerdegegnerin richtig ausführt – um keine 

echtzeitlichen Aktenstücke. Die im Recht liegenden Lohnabrechnungen weisen einen Monatslohn von 

Fr. 3'350.-- für die Jahre 1993 und 1994 aus (act. G 1.7). Im Befragungsprotokoll vom 21. März 1994 

(act. G 1.8) sowie in der IV-Anmeldung der Beschwerdeführerin von Juli 1997 (act. G 1.6) wird (bei 
einem Pensum von 50 %) ein erzieltes Einkommen von Fr. 3'300.-- pro Monat angegeben. Dass das 

bezogene Einkommen der Beschwerdeführerin auch im Jahr 1991 auf dieser Höhe zu veranschlagen 

wäre, ergibt sich auch daraus nicht, zumal dieser Betrag (12 x Fr. 3'300.--), wenn auch nur minimal, 

vom im IK-Auszug festgesetzten Betrag für das Jahr 1991 abweicht (Fr. 39'600.-- statt Fr. 39'200.--). 

Schliesslich trifft es auch nicht zu, dass der Ehemann – wie es die Beschwerdeführerin einwendet – in 

der Unfallmeldung versehentlich den Lohn des Vorjahres angegeben hätte. Denn der Unfall ereignete 

sich im August 1991 und gemäss IK-Auszug betrug das Einkommen im Jahr 1989 Fr. 24'000.-- und im 

Vorjahr des Unfalls 1990 bereits Fr. 30'000.--. Er müsste demnach versehentlich den Lohn für das Jahr 

1989 anstatt für das Jahr 1991 angegeben haben, was nicht plausibel erscheint. Nicht naheliegend ist 

ferner der Einwand, dass der Ehemann, Gründer und gemäss Beschwerdeführerin Firmeninhaber (vgl. 

act. G 1 S. 7 Ziff. 18) der B.___ AG, nicht über das Einkommen seiner Ehefrau informiert gewesen sein 

soll. Nur am Rande sei erwähnt, dass auch die fehlende Anfechtung der Verfügung vom 29. Januar 

2008 (act. G 3.3), welche mit einem versicherten Verdienst von Fr. 24'000.-- die (Komplementär-)Rente 

berechnete, gegen einen höheren tatsächlich erzielten Verdienst spricht, zumal davon auszugehen ist, 
dass sich die anwaltliche Vertretung der Relevanz des versicherten Verdienstes für die Höhe der Rente 

bewusst war. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/13 

4.7 Zusammengefasst ist in Würdigung der vorgenannten einzelnen Aktenstücke und auch bei 
gesamtheitlicher Betrachtung nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, 

dass die Beschwerdeführerin im relevanten Zeitraum (1990: 5 Monate; 1991: 7 Monate) einen höheren 

Lohn als den in der Unfallmeldung angegebenen bezogen hat. Die Einwände der Beschwerdeführerin 

vermögen jedenfalls den echtzeitlich in der Unfallmeldung dokumentierten Verdienst von monatlich Fr. 
2'000.-- und jährlich Fr. 24'000.-- nicht entscheidrelevant in Frage zu stellen. Anders gesagt erscheint 

ein bezogener Lohn von Fr. 24'000.-- als am wahrscheinlichsten. Zumindest aber ist von 

Beweislosigkeit zulasten der Beschwerdeführerin (vgl. dazu vorstehende E. 2.4 und 4.5) auszugehen, 

zumal gemäss deren Aussagen weitere entscheidwesentliche Abklärungen zum versicherten Verdienst 

nicht mehr möglich und auch nicht erkennbar sind. 

4.8 Nachdem die Beschwerdeführerin bei ihrer Tätigkeit bei der B.___ AG als mitarbeitendes 
Familienmitglied zu qualifizieren ist, steht nachfolgend zur Prüfung, ob gestützt auf Art. 22 Abs. 2 lit. c 

UVV (vgl. dazu vorstehende E. 2.1) von einem höheren versicherten Verdienst auszugehen ist resp. 

das in den Jahren 1990 und 1991 erzielte Einkommen von Fr. 24'000.-- einem berufs- und ortsüblichen 

Lohn für ein 50%-iges Pensum bei 20 Stunden pro Woche entsprach. Die Beschwerdeführerin, gelernte 

Kosmetikerin, arbeitete seit 1985 (vgl. act. G 1.2 S. 2 lit. B; vgl. ferner Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts vom 15. Mai 2017, C-3286/2014, Sachverhalt lit. A) als Sekretärin und 

Buchhalterin bei der B.___ AG. Entsprechend ist in Bezug auf die Frage eines berufs- und ortsüblichen 
Lohns vom Median für Sekretariats- und Kanzleiarbeiten auszugehen. Es ist davon auszugehen, dass 

die Beschwerdeführerin in den Jahren vor dem Unfall ausreichende Berufs- und Fachkenntnisse 

erworben hat, so dass auf das Kompetenzniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) 

abzustellen ist. Gemäss TA7, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Tätigkeit, Anforderungsniveau 

des Arbeitsplatzes und Geschlecht; privater und öffentlicher Sektor, 1998 (act. G 1.12), ist damit im 

Jahr 1998 von einem Jahreseinkommen von Fr. 60'900.-- (12 x Fr. 5'075.--) für ein 100 %-Pensum 

auszugehen. Nominallohnindexiert ergibt sich für das Jahr 1991 ein Einkommen von Fr. 53'650.-- (Fr. 

60'900.-- / 2142 x 1887; act. G 1.13) und für das Jahr 1990 ein solches von Fr. 50'466.-- (Fr. 60'900.-- 

/ 2142 x 1775; act. G 1.13). Im relevanten Zeitraum (1990: 5 Monate; 1991: 7 Monate) ist damit von 

einem Jahreslohn von Fr. 52'323.-- (Fr. 53'650.-- / 12 x 7 + Fr. 50'466.-- / 12 x 5) auszugehen. Bei einem 

Pensum von 50 % resultiert damit ein berufsüblicher Lohn von auf Franken aufgerundet Fr. 26'162.--. 

Dieser Betrag entspricht damit dem für die Berechnung der (Komplementär-)Rente heranzuziehenden 

versicherten Verdienst. Dies ergibt folgende Berechnung ab 1. April 2020: 

versicherter Verdienst: Fr. 26'162.-- 

zuzüglich Teuerungszulage 23.9 % Fr. 32'414.70 

davon 90 % Fr. 29'173.25 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/13 

pro Monat / 12 Fr. 2'431.10 

88.57 % der Rente der IV in Höhe von Fr. 1'988.-- - Fr. 1'760.75 

Monatsrente ab 1. April 2020 Fr. 670.35 

5.  

5.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als der Einspracheentscheid 
vom 12. Juni 2024 im Sinne der Erwägungen aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 
dem 1. April 2020 eine Komplementärrente aus der Unfallversicherung von monatlich Fr. 670.35 

zuzusprechen ist. Im beantragten, darüber hinausgehenden Umfang ist die Beschwerde im Sinne der 

Erwägungen abzuweisen. 

5.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 
lit. fbis ATSG). 

5.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). Mit der Replik vom 11. November 2024 beantragte der 

Vertreter der Beschwerdeführerin bei einem Aufwand von 18 Stunden zu Fr. 270.-- eine 

Parteientschädigung von Fr. 4'860.-- zuzüglich 4 % Barauslagen, total Fr. 5'054.40. Ein Honorar nach 

Zeitaufwand sieht die Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) im Verfahren vor dem Versicherungsgericht 

indes nicht vor. Es beträgt nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. 
Praxisgemäss wird bei einem durchschnittlichen Verfahren – wie hier vorliegend – eine Entschädigung 

von Fr. 4'000.-- (inklusive Barlauslagen und Mehrwertsteuer) zugesprochen. Gegenstand dieses 

Verfahrens bildete einzig die Höhe des Komplementärrentenanspruchs der Beschwerdeführerin ab 1. 

April 2020 und in diesem Zusammenhang die Höhe des versicherten Verdienstes. Die 

Beschwerdegegnerin gewährte eine monatliche Komplementärrente in Höhe von Fr. 469.45 (bei einem 

versicherten Verdienst von jährlich Fr. 24'000.--); die Beschwerdeführerin beantragte eine monatliche 

Komplementärrente von Fr. 1'525.-- (bei einem versicherten Verdienst von jährlich Fr. 35'367.--). 

Gemäss diesem Entscheid erhält die Beschwerdeführerin eine Komplementärrente in Höhe von Fr. 

670.35 (bei einem versicherten Verdienst von jährlich Fr. 26'162.--). Da die Komplementärrente in 

diesem Beschwerdeverfahren erhöht wird, obsiegt die Beschwerdeführerin dem Grundsatz nach und 

unterliegt lediglich im Masslichen (teilweise). Dies bedingt eine ungekürzte Parteientschädigung 

zulasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. Oktober 2022, 

8C_281/2022, E. 7.1). Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Fr. 

4'000.-- zu entschädigen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/13 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, als der Einspracheentscheid vom 12. Juni 2024 im 

Sinne der Erwägungen aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. April 2020 eine 

Komplementärrente aus der Unfallversicherung von monatlich Fr. 670.35 zugesprochen wird. Im 

beantragten, darüber hinausgehenden Umfang wird die Beschwerde im Sinne der Erwägungen 

abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.11.2025
	Art. 15 Abs. 2, 20 Abs. 2 UVG. Der beweisbelasteten Beschwerdeführerin misslingt der Nachweis, dass der versicherte Verdienst im relevanten Zeitraum höher war als der gemäss Unfallmeldung angegebene. Trotzdem teilweise Gutheissung der Beschwerde resp. Anspruch auf eine höhere Komplementärrente in Anwendung von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. November 2025, UV 2024/52).

		2026-01-28T04:01:50+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen