# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 439ad24d-92c9-55e1-b3fc-c146d80defbf
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.10.2016 ZK1 2016 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-150_2016-10-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 18. Oktober 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 150 24. Oktober 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Hubert
Aktuarin ad hoc Lenz

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Mar-
ty, Alexanderstrasse 8, 7001 Chur, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2016 wurde X._____, geboren am _____ 
1993, durch B._____, Arzt am Kantonsspital C._____, gestützt auf Art. 429 ZGB in 
der Klinik A._____ in Chur fürsorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einwei-
sung führte der einweisende Arzt eine akute Psychose an. X._____ sei uneinsich-
tig gegenüber einer stationären Behandlung, weshalb er zur fürsorgerischen Un-
terbringung in die Psychiatrische Klinik A._____ verlegt werde. Der Patient fahre 
zum Teil mit übersetzter Geschwindigkeit Auto und eine Selbstgefährdung sei ent-
sprechend vorhanden (vgl. act. 01.1).

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung reichte X._____ (nachfolgend Be-
schwerdeführer) am 6. Oktober 2016 (Poststempel) ein als Beschwerde entge-
gengenommenes Schreiben beim Kantonsgericht von Graubünden ein, in wel-
chem er um Entlassung aus der Klinik ersucht (act. 01). 

C. Mit Schreiben vom 7. Oktober 2016 informierte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Gaubünden den Beschwerdeführer über allfälli-
ge Kostenfolgen des Beschwerdeverfahrens (act. 03). 

D. Mit IncaMail gleichen Tages ersuchte der Vorsitzende der I. Zivilkammer 
des Kantonsgerichts von Graubünden ausserdem die Klinik A._____ um Übermitt-
lung eines kurzen Berichts zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur 
Art der Behandlung und insbesondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung noch gegeben seien. Er setzte hierzu Frist bis zum 
10. Oktober 2016. Gleichzeitig ersuchte der Vorsitzende um Einreichung der we-
sentlichen Klinikakten des Beschwerdeführers, namentlich Eintrittsbericht, Be-
handlungsplan und Krankengeschichte (act. 02). 

E. Am 10. Oktober 2016 stellte die Klinik A._____ die geforderten Unterlagen 
zu. In ihrem Kurzbericht wird ausgeführt, dass die wiederholte fürsorgerische Un-
terbringung von X._____ durch das Kantonsspital C._____ bei erneuter manisch-
psychotischer Entgleisung erfolgt sei. Der Patient sei nicht krankheits- und nur 
bedingt behandlungseinsichtig. Antipsychotische Medikation werde von X._____ 
abgelehnt, Lithium hingegen eingenommen. Der Patient sei anhaltend psychotisch 
mit massiven Grössenideen. Beispielsweise behaupte er, dass er im Besitz von 
2000 Firmen sei und daher die Klinik auf 24 Milliarden verklagen möchte. Auf-
grund dieses anhaltenden grössenwahnsinnigen Zustandes mit massiver Selbstü-
berschätzung seien aktuell keine anderen Massnahmen ausser der Unterbringung 

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auf der geschlossenen Station ersichtlich, da ansonsten eigengefährdende Hand-
lungen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten seien (act. 04).

F. Mit prozessleitender Verfügung 10. Oktober 2016 betraute der Vorsitzende 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden D._____, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, O.1._____, mit der Begutachtung des Beschwer-
deführers und setzte ihm zur Einreichung seines Gutachtens eine Frist bis zum 13. 
Oktober 2016. Im Gutachten sei darzulegen, ob und inwiefern ein Bedarf an der 
Behandlung einer festgestellten psychischen Erkrankung bzw. an der Betreuung 
der betroffenen Person bestehe und mit welcher konkreten Gefahr für die Ge-
sundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, 
wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. die Betreu-
ung unterbliebe. Ebenso sei darzulegen, ob eine stationäre Behandlung bzw. Be-
treuung unerlässlich erscheine oder allfällige ambulante Alternativen bestehen 
würden. Auch sei über die glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 
Auskunft zu erteilen (act.05).

G. Mit Kurzgutachten vom 12. Oktober 2016 beantwortete der beauftragte 
Gutachter die ihm gestellten Fragen. Gestützt auf ein Gespräch mit dem Be-
schwerdeführer sowie in Kenntnis der Vorakten hielt D._____ fest, dass der Be-
schwerdeführer an einer bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig manische Epi-
sode mit psychotischen Symptomen (ICD-10:F31.2), leide. Markus 
Pletscher führt in seinem Kurzgutachten unter anderem aus, dass der Patient un-
ter einer deutlichen Wahnstimmung und ausgeprägtem Grössenwahn leide. 
Ausserdem sei er deutlich gespannt, etwas gereizt und äussere ein stark gestei-
gertes Selbstwertgefühl. Er sei zudem motorisch unruhig, verbal aggressiv und 
weise einen deutlichen Mangel an Krankheitsgefühl und -einsicht auf. Auch der 
Verlauf der Hospitalisierung mit zunehmend kürzer werdenden Abständen lasse 
vermuten, dass grundsätzlich noch keine Krankheitseinsicht bestehe. Zudem leh-
ne X._____ eine Behandlung klar ab. Aufgrund des Gesprächs mit dem Patienten 
zeige sich eindeutig ein psychotisches Zustandsbild mit deutlich ausgeprägtem 
Grössenwahn. D._____ kommt zum Schluss, dass aufgrund des gegenwärtigen, 
psychotischen Zustandes von X._____ eine geschlossene Abteilung eines psych-
iatrischen Krankenhauses die geeignete Einrichtung sei (act. 06). 

H. Am 18. Oktober 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Beschwerde-
führer persönlich teilnahm. Bezüglich der richterlichen Befragung wird auf das se-
parat angefertigte Protokoll vom 18. Oktober 2016 verwiesen. 

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I. Am 18. Oktober 2016 wurde dem Beschwerdeführer, der ärztlichen Leitung 
der Psychiatrischen Klinik A._____ sowie der KESB C._____ das vorzeitige Ent-
scheiddispositiv zugestellt.

J. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 426 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt. Da das Kantonsgericht in solchen Angelegenheiten die einzi-
ge kantonale Beschwerdeinstanz ist (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB in Ver-
bindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch 
[EGzZGB GR; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begehren um gericht-
liche Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an das hierfür zuständige 
Gericht eingereicht.

b) Gegen die am 4. Oktober 2016 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich 
angeordnete fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahe-
stehende Person innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Be-
schwerde erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist gemäss 
Art. 439 Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das Verfahren vor der ge-
richtlichen Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinn-
gemäss anwendbar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde die Beschwerde-
frist mit der Eingabe vom 6. Oktober 2016 gewahrt. Da keine Begründungspflicht 
besteht und aus besagten Eingaben mit hinreichender Klarheit geschlossen wer-
den kann, dass der Beschwerdeführer mit der – seiner Ansicht nach – ungerecht-
fertigten fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik A._____ nicht einverstanden 
ist und seine sofortige Entlassung beantragt, ist auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde einzutreten.

2.a) Art. 439 Abs. 1 ZGB sieht für die gerichtliche Überprüfung einer ärztlich an-
geordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe Anwendung der Be-
stimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz vor (Art. 
450a ff. ZGB). Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, der an sich 
das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines durch die Kindes- und Er-

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wachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsentscheids behandelt (vgl. da-
zu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Vom Verweis nicht erfasst wird da-
gegen Art. 450 ZGB, weil die Vorinstanzen, die Legitimation und die Form der Be-
schwerde in Art. 439 ZGB selbständig und abschliessend geregelt sind (vgl. dazu 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 38 zu Art. 439 ZGB). Zu beach-ten sind 
sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens 
(Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden 
Vorschriften enthält (vgl. Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt na-
mentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und 
Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfah-
rensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter 
Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren 
vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenen-schutz, Basel 2012, N 1 
zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner der ebenfalls für 
alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Be-stimmungen der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbar erklärt, soweit die Kantone 
nichts anderes bestimmen. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton Graubün-
den kein Gebrauch gemacht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB GR eben-
falls auf die Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf die 
entsprechende kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 
EGzZGB GR wird des Weiteren klargestellt, dass die Bestimmungen der ZPO 
über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsachen und Beweismittel keine An-
wendung finden. Dass im Verfahren der gerichtlichen Beurteilung von fürsorgeri-
schen Unterbringungen Noven unbeschränkt zuzulassen sind und das Gericht 
seinem Entscheid den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, wie er sich im Zeitpunkt 
der Urteilsfällung präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch aus dem Grundsatz der 
Prozessökonomie (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus 
Art. 450a ZGB wie auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, dass 
das Gericht sowohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie auch die Angemessen-
heit frei überprüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kognition zukommt. Weil 

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die Vorinstanz jeweils keine Behörde, sondern entweder ein Arzt oder eine Ein-
richtung ist, hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht 
an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist 
mithin reformatorisch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechter-
haltung der Massnahme, wobei das Gericht die Massnahme aber auch abändern 
kann, indem es die betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung 
einweist. Allenfalls kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zu-
sätzlicher Massnahmen als notwendig erweisen. Zur Sicherstellung der gebotenen 
Fürsorge kann in einem solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, 
bis die zuständige Behörde die für ein Leben ausserhalb der Einrichtung notwen-
digen Anordnungen getroffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu 
Art. 439 ZGB).

b) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB, welcher aufgrund von Art. Art. 439 Abs. 3 
ZGB sinngemäss anwendbar ist, muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Dieses muss von einem unabhängigen, im laufenden 
Verfahren noch nicht involvierten Sachverständigen erstellt werden und in dem 
Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden 
Fragen äussern muss (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB, 
und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwach-
senenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB, sowie BGE 137 III 289 und Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, jeweils noch zum 
bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem Kurzgutachten vom 12. Oktober 
2016 von D._____, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, welcher den Be-
schwerdeführer am 11. Oktober 2016 persönlich in der Klinik A._____ untersuch-
te, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerde-
instanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 18. Oktober 2016 vor 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden wurde diese Vorgabe 
umgesetzt.

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3. Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Der Kanton bezeichnet die Ärzte, die auf sei-
nem Gebiet zur Unterbringung zuständig sind. Entscheidend ist, wo der Entscheid 
über die Einweisung gefällt wird (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 10 zu 
Art. 429/430 ZGB), vorliegend somit der Kanton C._____. Gemäss Art. 66a Abs. 1 
des Gesetzes über die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches im 
Kanton C._____ (Einführungsgesetz zum Zivilgesetzbuch; EG ZGB GL) können 
die im Kanton über eine Bewilligung zur selbstständigen Berufsausübung verfü-
genden Ärzte der Grundversorgung oder der Psychiatrie sowie der zuständige 
Arzt der überweisenden Einrichtung eine fürsorgerische Unterbringung anordnen. 
Die vorliegende Einweisungsverfügung wurde von B._____, Arzt am Kantonsspital 
C._____, ausgestellt. Nach Aussagen von X._____ wurde er im Kantonsspital 
C._____ vom Assistenz- als auch vom Oberarzt begutachtet (vgl. Protokoll vom 
18. Oktober 2016 S. 2), weshalb damit davon auszugehen ist, dass die Verfügung 
betreffend fürsorgerische Unterbringung zumindest mit dem Oberarzt abgespro-
chen wurde. Der einweisende Arzt hat die betroffene Person persönlich zu unter-
suchen und anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und ihr anschliessend den Un-
terbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auszuhändi-
gen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, dass der Arzt selber die Un-
tersuchungen vornehmen muss und diese nicht durch Hilfspersonen vornehmen 
lassen darf. Gemäss Aussagen von X._____ anlässlich der Hauptverhandlung 
(vgl. Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 2) ist davon auszugehen, dass er von 
B._____ persönlich untersucht wurde; die erfolgte Rücksprache mit dem leitenden 
Arzt Dr. G._____ ist durchaus zulässig. Zudem enthält die Verfügung vom 4. Ok-
tober 2016 die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. 
Allerdings fehlt die unterschriftliche Bestätigung des Beschwerdeführers, ein Ex-
emplar der Verfügung erhalten zu haben. Dieser Umstand ist letztlich unbeacht-
lich, da der Beschwerdeführer offensichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, 
das gerichtliche Verfahren zur Überprüfung seiner Unterbringung in der Klinik 
A._____ einzuleiten.

4. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder geistigen Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 

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wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 
vor Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung 
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 ff., S. 7062). Erste gesetzliche 
Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der drei 
abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige Be-
hinderung oder schwere Verwahrlosung (vgl. Bernhart, a.a.O., N 262; Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 12 zu Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 34 
zu Art. 426 ZGB). Erforderlich ist sodann eine sich aus dem Schwächezustand 
ergebende Notwendigkeit der Behandlung beziehungsweise Betreuung. Weitere 
Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung 
nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehal-
tung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich 
eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_189/2013 vom 
11. April 2013 E. 2.1 sowie 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 E. 1.2). Die genann-
ten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem 
Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine fürsorge-
rische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der 
Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer sol-
chen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, 
wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den ange-
strebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 
ZGB).

a/aa) Erste Voraussetzung für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbrin-
gung ist das Vorliegen eines gesetzlich genannten Schwächezustandes. D._____ 
stützt sich in seinem Kurzgutachten vom 12. Oktober 2016 (vgl. act. 06) nebst ei-
ner persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf die Unterlagen der Psych-
iatrischen Dienste Graubünden (insbesondere Kurzbericht der behandelnden Ärz-
te der Klinik A._____, F._____, Co-Chefarzt, und Dr. med. E._____, Oberarzt). Er 
gelangt zum Schluss, dass bei dem Beschwerdeführer eine bipolare affektive 
Störung, gegenwärtig manische Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10: 
F31.2), vorliege. Dieses Krankheitsbild stellt zweifelsohne eine psychische 

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Störung im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 1 ZGB dar (vgl. 
Bernhart, a.a.O., N 285 ff.). Dieselbe Diagnose wurde bereits anlässlich des letz-
ten stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers im August 2016 durch die 
Psychiatrischen Dienste Graubünden gestellt (vgl. ZK1 16 137 act. 06.3). Gemäss 
dem Gutachter verfügt der Beschwerdeführer über keinerlei Krankheits- und/oder 
Behandlungseinsicht und ohne schützenden Rahmen seien bei diesem selbst- 
oder fremdgefährdende Verhaltensweisen (z.B. zu viel Geld ausgeben, mit über-
setzter Geschwindigkeit Auto fahren, aggressiv-belästigendes Verhalten gegenü-
ber Dritten) zu erwarten. 

bb) Ähnliches ist den übrigen, dem Gericht vorliegenden Akten zu entnehmen. 
So geht etwa aus dem Kurzbericht der ärztlichen Leitung der Klinik A._____ vom 
10. Oktober 2016 (act. 04) hervor, dass der Beschwerdeführer nicht krankheits- 
und nur bedingt behandlungseinsichtig sei. Er lehne eine antipsychotische Medi-
kation ab, nehme Lithium hingegen ein. X._____ sei anhaltend psychotisch mit 
massiven Grössenideen. Aufgrund dieses anhaltenden grössenwahnsinnigen Zu-
standes mit massiver Selbstüberschätzung seien aktuell keine anderen Mass-
nahmen ausser die Unterbringung auf der geschlossenen Station ersichtlich, da 
ansonsten eigengefährdende Handlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwar-
ten wären (act. 04). 

cc) Anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. Oktober 2016 brachte der Be-
schwerdeführer bezüglich seines psychischen Gesundheitszustandes zum Aus-
druck, dass ihm das Vorliegen seiner Krankheit bewusst sei und er deshalb auch 
nach seiner Entlassung im September 2016 die Medikamente Quilonorm und Re-
meron jederzeit eingenommen habe. In der Klinik nehme er zurzeit Lithium und 
Zyprexa ein (vgl. Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 2). Gleichzeitig ist der Be-
schwerdeführer aber der Ansicht, dass sich sein Zustand seit Eintritt in die Klinik 
A._____ eher verschlechtert habe (Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 2), d.h. 
dass die Behandlung keine Wirkung zeige. Ob eine echte Krankheits- und Be-
handlungseinsicht bei X._____ besteht, ist zumindest zweifelhaft. Es ist nicht da-
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer vorsätzlich falsche Angaben zu sei-
ner Krankheits- und Behandlungseinsicht macht; allerdings stellt sich die Frage, 
ob sich seine Wahrnehmung mit der Realität deckt. So hat er denn auch an der 
letzten Hauptverhandlung am 14. September 2016 (ZK1 16 137) zugesichert, die 
Medikamente nach seiner Entlassung einzunehmen, weil er nie wieder in eine 
ähnliche Situation kommen wolle (vgl. ZK1 16 137, Protokoll vom 14. September 
2016 S. 4). Allerdings hat er diese nach seiner Entlassung selbständig wieder ab-
gesetzt, was wiederum zur Verschlechterung seines Krankheitsbildes geführt hat 

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(vgl. Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 5). Auch gemäss D._____ lasse der Ver-
lauf der Hospitalisierungen mit zunehmend kürzer werdenden Abständen im Wei-
teren vermuten, dass beim Beschwerdeführer grundsätzlich noch keine Krank-
heitseinsicht bestehe (vgl. act. 06).

b/aa) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, 
dass eine fürsorgerische Unterbringung nur verfügt werden darf, als mit einer kon-
kreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen 
ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Be-
handlungs- bzw. Betreuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr 
für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu 
rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. 
die Betreuung unterbliebe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 
E. 2.4 mit Verweisen auf die Urteile des Bundesgerichts 5A_312/2007 vom 10. Juli 
2007 E. 2.3 und 5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3). Die Person hat mithin 
besonders schutzbedürftig zu erscheinen. Generell ist davon auszugehen, dass 
für eine stationäre Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigen-
gefährdung vorliegen muss. Für eine Unterbringung muss die Gefahr gegenwärtig 
sein, d.h. Schäden müssen drohen, wenn keine Freiheitsentziehung erfolgt. Die 
Gegenwärtigkeit der Gefahr ist dabei gegeben, wenn ein schadenstiftendes Ereig-
nis unmittelbar bevorsteht. Ebenso muss für eine Unterbringung eine erhebliche 
Gefahr ausgewiesen werden (Bernhart, a.a.O., N 386 ff.).

bb) Aus den Ausführungen des Kurzberichts der Klinik A._____ vom 10. Okto-
ber 2016 geht hervor, dass der Beschwerdeführer in Folge seines psychischen 
Gesundheitszustandes behandlungsbedürftig sei. Aufgrund des anhaltenden 
grössenwahnsinnigen Zustandes mit massiver Selbstüberschätzung seien aktuell 
keine anderen Massnahmen ausser der Unterbringung auf der 
geschlossenen Station ersichtlich, da ansonsten eigengefährdende Handlungen 
mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten wären. Ebenso hält D._____ in seinem 
Kurzgutachten vom 12. Oktober 2016 fest, dass sich X._____ in einer akut psy-
chotischen Phase befinde und eine stationäre Behandlung zur Vermeidung einer 
Fremd- und/oder Selbstgefährdung (z.B. zu viel Geld ausgeben, mit übersetzter 
Geschwindigkeit Auto fahren, aggressiv-belästigendes Verhalten) unerlässlich sei. 
Ebenso sei auch nach Abklingen der akuten Phase eine stationäre Behandlung 
angezeigt, damit sich der Zustand längerfristig stabilisieren könne (vgl. act. 06).

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cc) Anlässlich der Hauptverhandlung am 18. Oktober 2016 gab der Beschwer-
deführer an, nicht mit übersetzter Geschwindigkeit Auto gefahren zu sein. Es habe 
nur etwa zwei Bussen gegeben, weil er 3 oder 4 km/h zu schnell gefahren sei, was 
ja noch im Rahmen liege. Dem Bericht zur Krankengeschichte der Psychiatrischen 
Dienste Graubünden vom 3. November 2015 lässt sich allerdings entnehmen, 
dass die Mutter des Beschwerdeführers am 13. August 2015 eine Gefährdungs-
meldung bei der KESB C._____ gemacht habe, weil ihr Sohn mehrmals mit dem 
Auto - auch einmal mit einem gestohlenen Fahrzeug - in stark überhöhtem Tempo 
mit bis zu 200 km/h in der ganzen Schweiz herumgerast sei (act. 04.4 S. 2). Un-
abhängig von der Frage, ob sich dies so wie von der Mutter geschildert zugetra-
gen hat, ist auffallend, dass der Beschwerdeführer versucht, die Verfehlungen und 
die daraus resultierende Gefährdung zu bagatellisieren oder zu beschönigen. 
Dass die Wahrnehmung des Beschwerdeführers von der Realität abweicht, zeigen 
auch seine Aussagen in Bezug auf seine (Ex-)Freundin und seinen Vater. So führ-
te er anlässlich der letzten Hauptverhandlung noch aus, dass er "ausser zum Va-
ter, welcher sehr materialistisch sei", ein sehr gutes Verhältnis zu seiner Familie 
habe (ZK1 16 137, Protokoll vom 14. September 2016 S. 3) und dass er eine 
"glückliche[n] Liebe zu seiner Freundin" habe (ZK1 16 137, Protokoll vom 14. Sep-
tember 2016 S. 1). Anlässlich der vorliegenden Hauptverhandlung rund einen Mo-
nat später beschreibt er den Vater aber wieder als "die Person seines Lebens" 
und gibt an, sich von seiner Freundin getrennt zu haben (Protokoll vom 18. Okto-
ber 2016 S. 3).

Aufgrund des Berichts der Klinik A._____, des Gutachtens von D._____ und dem 
Auftreten des Beschwerdeführers anlässlich der gerichtlichen Hauptverhandlung 
erscheint die Behandlungsbedürftigkeit und Selbstgefährdung des Beschwerde-
führers klar ausgewiesen. Eine Behandlung ist primär deshalb indiziert, damit der 
Beschwerdeführer vor einem weitergehenden gesundheitlichen Schaden in Form 
einer Verschlechterung seines Zustands sowie einer Selbstgefährdung geschützt 
wird.

c/aa) Als weitere Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als mit der Ein-
weisung in eine Einrichtung. Weil eine Unterbringung stets eine schwerwiegende 
Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, muss sie verhältnismässig sein. 
Mit anderen Worten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, 
den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, a.a.O., N 64 f. zu Art. 426 ZGB). Eine 

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Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen Erwachsenenschutzrecht 
deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft zur Änderung des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7062). Als leichtere Massnahme kommt den 
ambulanten Massnahmen und der Nachbetreuung sowie der freiwilligen Sozialhil-
fe entscheidende Bedeutung zu (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 24 zu Art. 426 
ZGB). Das frühere Kindes- und Erwachsenenschutzrecht sah im Übrigen vor, dass 
die betroffene Person entlassen werden muss "sobald ihr Zustand es erlaubt" (vgl. 
Art. 397a Abs. 3 aZGB). Diese frühere Regelung hat zu der unerwünschten 
"Drehtürpsychiatrie" beigetragen: Die Patienten verliessen die Einrichtung, sobald 
die akute Krise vorüber ist, die zur Einweisung geführt hat; Zeit für eine gewisse 
Stabilisierung des Gesundheitszustandes oder für die Organisation der notwendi-
gen Betreuung ausserhalb der Einrichtung blieb nicht, dafür erfolgte dann relativ 
rasch wieder die Klinikeinweisung. Um der Problematik dieser sogenannten 
"Drehtürpsychiatrie" zu begegnen, wurde mit der Revision die Entlassung der be-
troffenen Person vorgesehen, "sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind" (Art. 426 Abs. 3 ZGB) (Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7063).

bb) D._____ hält im Gutachten fest, dass bei X._____ aufgrund der Fremd- 
und/oder Selbstgefährdung die Unterbringung in einer geschlossenen Abteilung 
dringend indiziert sei und dass eine stationäre Behandlung auch nach Abklingen 
der akuten Phase sinnvoll sei, damit sich sein Zustand längerfristig stabilisieren 
könne. Auch gemäss dem Bericht der Klinik A._____ seien aufgrund der anhal-
tenden psychotischen Symptomatik zurzeit keine anderen Massnahmen ausser 
die Unterbringung auf der geschlossenen Station ersichtlich, da ansonsten mit 
hoher Wahrscheinlichkeit eine Selbstgefährdung zu erwarten sei. Anlässlich der 
Hauptverhandlung gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, dass er bereit sei, die 
Betreuung im ambulanten Rahmen durch seinen Hausarzt und eine Psychologin 
sicherzustellen (Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 3). Eine regelmässige Medi-
kamenteneinnahme ist im Falle von X._____ unerlässlich, da die Vergangenheit 
gezeigt hat, dass sich dadurch eine Besserung einstellt. Dies wird ebenfalls vom 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers anlässlich der Hauptverhandlung aner-
kannt (Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 5). Zu befürchten ist indessen, dass 
X._____ im Falle einer Entlassung wie bereits in der Vergangenheit (vgl. ZK1 16 
137, Protokoll vom 14. September 2016 S. 2) die Medikamente entgegen der ärzt-
lichen Empfehlung selbständig wieder absetzt. Ebenfalls nahm der Beschwerde-
führer entgegen seiner Zusicherung an der letzten Hauptverhandlung im Septem-
ber 2016 (vgl. ZK1 16 137, Protokoll vom 14. September 2016 S. 4) die Arbeit bei 

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seinem Arbeitgeber nicht wieder auf, weil er dafür "noch nicht fit gewesen sei" 
(Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 1).

Im Falle einer sofortigen Entlassung mit lediglich ambulanter Betreuung erscheint 
nach dem Gesagten ein erneuter Rückfall und damit eine erneute Einweisung in 
eine Klinik zur fürsorgerischen Unterbringung in naher Zukunft als sehr wahr-
scheinlich. Eine solche "Drehtürpsychiatrie" wollte der Gesetzgeber mit der Revi-
sion des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts aber gerade verhindern. Eine 
weniger einschneidende Massnahme ist folglich nicht ersichtlich. Insbesondere 
scheidet eine ambulante Betreuung des Beschwerdeführers aus, da er sich in der 
Vergangenheit nicht an seine Zusicherungen hielt und es daher an der erforderli-
chen Einsichts- und Umsetzungsfähigkeit fehlt. Die Aufrechterhaltung der fürsor-
gerischen Unterbringung erscheint damit auch unter diesem Aspekt gerechtfertigt.

d) Als letzte kumulative Voraussetzung einer rechtmässigen fürsorgerischen 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Dass die Klinik A._____ der 
Psychiatrischen Dienste Graubünden eine geeignete Einrichtung in diesem Sinne 
darstellt, steht ausser Frage, auch wenn der Beschwerdeführer mehrmals betont, 
dass er sich in der Klinik A._____ nicht wohl fühle (vgl. Protokoll vom 18. Oktober 
2016 S. 2). 

e) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB zum Zeitpunkt der Einweisung 
erfüllt waren und nach wie vor erfüllt sind. Die ärztliche Einweisung ist damit 
rechtmässig erfolgt. Die Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und die 
Entlassung aus der Klinik können derzeit nicht gewährt werden. Das Gutachten 
wie auch die persönliche Anhörung haben klar aufgezeigt, dass der Beschwerde-
führer aufgrund seiner psychischen Störung zum jetzigen Zeitpunkt und in der 
momentanen Verfassung nicht in der Lage ist, seinen Alltag selbständig zu bewäl-
tigen. Vielmehr ist er auf eine kontinuierliche medikamentöse Behandlung und 
ärztliche Betreuung angewiesen, welche nur in einem stationären Rahmen sicher-
gestellt werden kann. Folglich ist die Beschwerde gegen den ärztlichen Einwei-
sungsentscheid abzuweisen.

5.a) Gemäss Art. 436 ZGB haben die behandelnden Ärzte bei Vorliegen einer 
Rückfallgefahr mit der betroffenen Person ein Austrittsgespräch zu führen, um zu 
versuchen, mit ihr die Behandlungsgrundsätze für den Fall einer erneuten Unter-

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bringung in der Einrichtung zu vereinbaren. Im Rahmen dieses Austrittsge-
spräches wird auch auf die Frage der Nachbetreuung einzugehen sein. 

aa) Gestützt auf Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer 
beendeten fürsorgerischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu 
können die Kantone gemäss Abs. 2 der vorerwähnten Bestimmung auch ambulan-
te Massnahmen vorsehen. Nach der Intention des Gesetzgebers soll die Nachbe-
treuung in erster Linie in Zusammenarbeit mit der betroffenen Person und in ge-
genseitigem Einvernehmen festgelegt werden. 

bb) Gemäss Art. 442 Abs. 1 ZGB ist die Erwachsenenschutzbehörde am 
Wohnsitz der betroffenen Person zuständig. Der Beschwerdeführer ist im Kanton 
C._____ wohnhaft, wo sich auch bereits die dortige Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde mit seinem Fall befasst. Die KESB C._____ hat gemäss Art. 66e 
Abs. 1 EG ZGB GL für jede Person, die aus der fürsorgerischen Unterbringung 
entlassen wird, eine angemessene Nachbetreuung sicherzustellen. Sie holt vor-
gängig einen Bericht der ärztlichen Leitung ein. Gemäss Abs. 2 der vorerwähnten 
Bestimmung bezweckt die Nachbetreuung die nachhaltige Stabilisierung des Ge-
sundheitszustandes und die Vermeidung von Rückfällen. Im Weiteren kann die 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ambulante Massnahmen für die Entlas-
sung aus einer fürsorgerischen Unterbringung anordnen (vgl. Art. 66 Abs. 1 lit. a 
i.V.m. Art. 66c EG ZGB GL). Die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde hat somit in Absprache mit den Ärzten eine geeignete Nachbetreuung 
des Beschwerdeführers sicherzustellen. 

b) Vorliegend ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass der Beschwerdefüh-
rer aus medizinischer Sicht behandlungsbedürftig ist. Daher hat sich die ärztliche 
Leitung der Klinik A._____ zu bemühen, zusammen mit dem Beschwerdeführer 
vor dessen Entlassung ein weiterführendes Behandlungskonzept auszuarbeiten. 
Dadurch soll der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nachhaltig stabili-
siert und das Rückfallrisiko, welches aufgrund seiner Krankheitsgeschichte und 
der mehrfachen Hospitalisierung nicht von der Hand zu weisen ist, vermindert 
werden. 

Neben der medizinischen Nachbetreuung ist es jedoch ebenso wichtig, dass so-
wohl die Wohn- als auch die Arbeitssituation des Beschwerdeführers überwacht 
werden. Den vorliegenden Akten ist zu entnehmen, dass die Mutter des Be-
schwerdeführers bereits am 13. August 2015 bei der KESB C._____ eine Gefähr-
dungsmeldung bezüglich ihres Sohnes gemacht hat. Auch an der Hauptverhand-

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lung wurde deutlich, dass die KESB C._____ bereits in die Angelegenheit invol-
viert ist. Auf entsprechende Nachfrage des Gerichts gaben der Beschwerdeführer 
sowie sein Rechtsvertreter zu Protokoll (vgl. Protokoll vom 18. Oktober 2016 S. 4 
und S. 6), dass Kontakt zu der KESB C._____ bestehe und noch ein Gespräch mit 
der zuständigen Mitarbeiterin, Frau G._____, ausstehend sei. Es liegt nun bei der 
KESB C._____, bereits vor der Entlassung des Beschwerdeführers allenfalls in 
Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst der Klinik A._____ die erforderlichen 
Massnahmen für sein Leben ausserhalb der Klinik zu prüfen und unter Umständen 
zu treffen bzw. allenfalls bereits bestehende entsprechend umzusetzen. 

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 
Abs. 2 EGzZGB GR subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden 
die Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden 
Partei auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag auf sofortige Entlas-
sung aus der Klinik A._____ nicht durchgedrungen. Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von insgesamt 
CHF 2'437.50 (CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 937.50 Gutachterkosten) 
zulasten von X._____. Dieser hat anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. Okto-
ber 2016 angegeben, über Erspartes von rund CHF 500.-- zu verfügen und in den 
nächsten Tagen den Eingang des Betrags von CHF 7'500-8'000.-- zu erwarten. 
Aufgrund dieser Angaben kann davon ausgegangen werden, dass X._____ die 
Prozesskosten zu decken vermag.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die KESB C._____ wird im Sinne der Erwägungen angewiesen, erwachse-
nenschutzrechtliche Massnahmen zu prüfen oder allenfalls bereits beste-
hende entsprechend umzusetzen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'437.50 
(bestehend aus der Gerichtsgebühr von CHF 1'500.-- und den Gutachter-
kosten von CHF 937.50) gehen zu Lasten von X._____.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: