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**Case Identifier:** 927c50a8-dccb-5bc8-be81-46d35490f5ff
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.03.2014 IV 2012/315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-315_2014-03-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/315

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.06.2020

Entscheiddatum: 14.03.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2014
Art. 28 IVG. Zumutbarkeit der Aufgabe eines Bergbauerbetriebs wegen 
psychischer Verwurzelung, fortgeschrittenen Alters, erschwerter 
Vermittelbarkeit und selbst für leidensangepasste Tätigkeiten bestehender 
20%iger Arbeitsunfähigkeit verneint. 20%iger Tabellenlohnabzug (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2014, IV 
2012/315). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_357/2014 und 
9C_364/2014.

Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und Marie-

Theres Rüegg Haltinner, Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 14. März 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Corinne Willimann, Brack & Partner AG, Werfte-

strasse 2, 6005 Luzern,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___, geboren 19__, stürzte am 31. Juli 2006 von einer Leiter 5 m in die Tiefe und 

verletzte sich am Rücken (Schadenmeldung UVG vom 7. August 2006, act. G 6.2). 

Dabei zog er sich eine instabile Berstungsfraktur L2, eine Fraktur Interarticularportion 

L1 und Processus spinosus, eine grosse traumatische RM-Ruptur der rechten Schulter, 

eine Thoraxkontusion sowie eine passagere massive Rechtsherzbelastung mit 

pulmonal arterieller Hypertonie zu (Austrittsbericht der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie am Kantonsspital St. Gallen [KSSG] vom 6. September 2006, wo der 

Versicherte vom 1. August bis 4. September 2006 hospitalisiert war, act. G 6.2). Am 

25. April 2007 meldete sich der Versicherte zum Bezug von Rentenleistungen bei der IV 

an. In der Anmeldung gab er an, er sei selbstständiger Landwirt und übe eine 

Nebenbeschäftigung als Belader bei der Kehrichtabfuhr aus. Er leide an Schmerzen im 

Rücken und in den Beinen, an Herzklopfen/Herzrasen sowie Einschränkungen im 

rechten Arm (act. G 6.1.1). Der behandelnde Dr. med. B.___ bescheinigte dem 

Versicherten seit Unfalldatum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Haupt- und 

Nebenbeschäftigung (Bericht vom 22. Juni 2007, act. G 6.1.16).

A.b  Im Auftrag der IV-Stelle (act. G 6.1.25) führte das Landwirtschaftliche Zentrum SG 

am 4. Februar 2008 eine Abklärung im Landwirtschaftsbetrieb des Versicherten durch. 

Die Abklärungsperson führte im Bericht vom 21. Februar 2008 aus, den Nebenerwerb 

als Kehrichtwagenbelader übe der Versicherte im Rahmen eines 50%igen Pensums 

aus. Für die im Rahmen eines 50%igen Pensums ausgeübte Tätigkeit als Landwirt 

ermittelte sie eine 55%ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 6.1.38).

A.c  Der RAD hielt den Versicherten für leidensangepasste Tätigkeiten zu 100% 

arbeitsfähig (Stellungnahme vom 15. Oktober 2008, act. G 6.1.52-2; vgl. auch 

Stellungnahme vom 29. April 2009, act. G 6.1.58). Am 25. September 2009 teilte die IV-

Stelle dem Versicherten mit, sie gewähre Beratung und Unterstützung bei der 

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Stellensuche (act. G 6.1.67). In der Mitteilung vom 25. März 2010 verneinte die IV-Stelle 

einen Anspruch des Versicherten auf berufliche Massnahmen, da er gemäss ihrer 

Abklärung (act. G 6.1.76) keine Unterstützung in der Stellenvermittlung wünsche und 

weiterhin selbstständig erwerbstätig sein wolle (act. G 6.1.79).

A.d  Mit Vorbescheid vom 25. März 2010 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in 

Aussicht, dessen Rentenbegehren abzuweisen. Es sei ihm möglich, in einer 

leidensangepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (act. 

G 6.1.81). Dagegen erhob der Versicherte am 20. Mai 2010 Einwand und wies darauf 

hin, dass die Suva als leistungspflichtiger Unfallversicherer ein polydisziplinäres 

Gutachten in Auftrag gebe. Des Weiteren sei die geforderte Aufgabe des 

Landwirtschaftsbetriebs nicht zumutbar (act. G 6.1.88). Die IV-Stelle ersuchte die Suva 

am 12. August 2010, die zusätzliche Frage "Wie hoch ist die Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit, seit wann und gegebenenfalls mit Schwankungen im zeitlichen 

Verlauf" von den Gutachtern beantworten zu lassen (act. G 6.1.93). Am 2., 3., 8., 

11. und 22. November 2010 wurde der Versicherte in der MEDAS Zentralschweiz 

polydisziplinär (rheumatologisch, psychiatrisch, pneumologisch, neurologisch, 

kardiologisch, otorhinolaryngologisch und internistisch) untersucht. Im 

Gesamtgutachten vom 2. Februar 2011 diagnostizierten die Experten mit wesentlicher 

Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit ein chronisches, residuelles 

lumbovertebragenes Schmerzsyndrom; eine residuelle subakromiale Impingement-

Symptomatik vom Supraspinatustyp rechts; eine residuelle Funktionseinschränkung 

der linken Hand und eine pulmonal arterielle Hypertonie. Für die angestammte Tätigkeit 

als Landwirt bescheinigten die Gutachter dem Versicherten eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit. Die Tätigkeit als Belader bei der Kehrrichtabfuhr sei ihm nicht mehr 

zumutbar. Für leidensangepasste Tätigkeiten verfüge der Versicherte über eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit (act. G 6.1.96). Der RAD bestätigte die gutachterliche Einschätzung 

und ging davon aus, dass der Versicherte spätestens ab 1. Januar 2007 über eine 

50%ige Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Landwirt und eine 80%ige 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt habe; eine Begründung für 

die zeitliche Einschätzung fehlt (Stellungnahme vom 14. März 2011, act. G 6.1.97).

A.e  Im neuerlichen Vorbescheid vom 23. März 2011 hielt die IV-Stelle an der Absicht 

fest, das Rentenbegehren abzuweisen, wobei sie den Invaliditätsgrad mit einer Art 

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gemischten Methode ermittelte (act. G 6.1.100). Dagegen erhob der Versicherte am 

9. Mai 2011 Einwand (act. G 6.1.101). Am 28. Oktober 2011 forderte die IV-Stelle die 

MEDAS-Gutachter auf, zur Kritik des Versicherten am Gutachten Stellung zu nehmen 

(act. G 6.1.115). Die MEDAS Zentralschweiz antwortete am 7. November 2011, die vom 

Versicherten vorgebrachten Einwände seien unberechtigt (act. G 6.1.117). Am 

3. Januar 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs, wobei sie den 

Invaliditätsgrad anhand eines Einkommensvergleichs ermittelte (act. G 6.1.119). Diese 

Verfügung widerrief sie (Widerrufsverfügung vom 27. Januar 2012, act. G 6.1.126) und 

gewährte dem Versicherten das rechtliche Gehör ("Zweite Anhörung"; Schreiben vom 

27. Januar 2012, act. G 6.1.127). Dieser nahm in den Eingaben vom 28. Februar 2012 

(act. G 6.1.134), vom 6. März 2012 (act. G 6.1.136) und vom 8. Mai 2012 (act. 

G 6.1.139 mit kardiologischem Bericht des Departements Innere Medizin am KSSG 

vom 24. April 2012, act. G 6.1.140) Stellung zur beabsichtigten Rentenabweisung. Der 

RAD verneinte eine Verschlechterung des kardialen Gesundheitszustands und 

bestätigte die bisherige Einschätzung (Stellungnahme vom 7. Juni 2012, act. 

G 6.1.141). Am 26. Juni 2012 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Rentengesuchs 

(act. G 6.1.143). Der Versicherte reichte am 13. Juli 2012 einen Bericht von Dr. med. 

C.___, Rheumatologie FMH, vom 15. Juli 2010 (act. G 6.1.147) ein, von dem weder die 

IV-Stelle noch die MEDAS-Gutachter Kenntnis gehabt hätten (act. G 6.1.146).

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 26. Juni 2012 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 29. August 2012. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen deren Aufhebung und: es seien ihm die gesetzlichen Leistungen 

zuzusprechen; es sei festzustellen, dass ihm die Aufgabe seines landwirtschaftlichen 

Betriebs nicht zumutbar sei; es sei ihm mit Wirkung ab 31. Juli 2007 bis 30. Oktober 

2008 eine "volle" IV-Rente zuzusprechen; für die Zeit danach seien "im Sinne der 

Begründung" weitere Abklärungen bezüglich des Gesundheitszustands, dessen 

Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, zur Unzumutbarkeit der 

Betriebsaufgabe, zum Einkommen aus landwirtschaftlicher Tätigkeit und zum Validen- 

sowie Invalideneinkommen "im Allgemeinen etc." vorzunehmen. Eventualiter sei ihm 

vom 1. November 2008 bis 28. Februar 2011 und ab 1. März 2011 bis auf Weiteres eine 

IV-Rente "im Sinne der Begründung" zuzusprechen. Sofern mit der vorliegenden 

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Verfügung implizit ebenfalls darüber verfügt worden sei, seien ihm die von ihm 

finanzierten Hilfsmittel gemäss eingereichten Belegen sowie eine Rohrmelkanlage bzw. 

ein selbstamortisierendes Darlehen "im Umfang dieser Investitionen zur Verfügung zu 

stellen". Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und mit 

gerichtlichen Anweisungen "im Sinne der Begründung" an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Vorab rügt der Beschwerdeführer die unübersichtliche und 

unvollständige Aktenführung der Beschwerdegegnerin. In der (weitschweifigen) 

Begründung weist er darauf hin, dass die Suva für die unfallversicherte Tätigkeit als 

Kehrrichtwagenbelader eine 34.34%ige Rente ausrichte, und er macht im wesentlichen 

geltend, für die Dauer von 31. Juli 2006 bis 31. Dezember 2007 habe eine 100%ige und 

ab 1. Januar bis 31. Juli 2008 eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb bis 

30. Oktober 2008 ein Anspruch auf eine ganze Rente bestehe (act. G 1, Rz 21 f.). Des 

Weiteren sei ihm die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs nicht zumutbar (act. G 1, 

Rz 23 ff.). In diesem Zusammenhang rügt er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

und des Untersuchungsgrundsatzes (act. G 1, Rz 33), da sich die Beschwerdegegnerin 

in der angefochtenen Verfügung nicht genügend mit seiner Argumentation 

auseinandergesetzt habe und erforderliche Abklärungen unterblieben seien. 

Schliesslich beanstandet er die von der Beschwerdegegnerin herangezogenen 

Vergleichseinkommen (act. G 1, Rz 36 ff.) und rügt auch in diesem Kontext eine 

Gehörsverletzung (act. G 1, Rz 36 am Schluss).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 

2012 die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass dem 

Beschwerdeführer die Aufgabe des Landwirtschaftsbetriebs zugemutet werden könne 

(act. G 6).

B.c  In der Replik vom 22. März 2013 hält der Beschwerdeführer unverändert an der 

Beschwerde fest (act. G 13).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Duplik verzichtet (act. G 18).

B.e  Am 31. Mai 2013 reicht der Beschwerdeführer den Bericht der Klinik D.___ vom 

26. Mai 2013 ein, wo er vom 4. April bis 14. Mai 2013 stationär behandelt wurde (act. 

G 20). Vom 8. Juni bis 17. Juli 2013 befand sich der Beschwerdeführer erneut zur 

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stationären Behandlung in der Klinik D.___ (Bericht vom 6. August 2013, act. G 24.1; 

vgl. auch Schreiben des Beschwerdeführers vom 9. August 2013, act. G 24).

Erwägungen:

1.

1.1 Was den Antrag des Beschwerdeführers anbelangt, es sei festzustellen, dass ihm 

die Aufgabe seines landwirtschaftlichen Betriebs nicht zumutbar sei (Ziff. 3 der 

Beschwerdeanträge, act. G 1, S. 2), so kann darauf nicht eingetreten werden. Dem 

Begehren um Erlass einer Feststellungsverfügung ist zu entsprechen, wenn die 

gesuchstellende Person ein schützenswertes Interesse glaubhaft macht (Art. 49 Abs. 2 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.]). Erforderlich ist ein rechtliches oder tatsächliches und aktuelles Interesse an 

der sofortigen Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines 

Rechtsverhältnisses, dem keine erheblichen öffentlichen oder privaten Interessen 

entgegenstehen, und das nicht durch eine rechtsgestaltende Verfügung gewahrt 

werden kann (BGE 132 V 259 E. 1 mit Hinweisen). Vorliegend stellt die Frage nach der 

Zumutbarkeit der Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebs lediglich ein 

Begründungselement für die Zusprechung einer Rente oder die Verneinung eines 

Rentenanspruchs dar, weshalb mit Blick auf die vorliegend angefochtene 

Rentenverfügung kein (selbstständiges) Feststellungsinteresse erkennbar ist.

1.2 Auch auf den Antrag, es seien dem Beschwerdeführer die von ihm finanzierten 

Hilfsmittel sowie eine Rohrmelkanlage bzw. ein selbstamortisierendes Darlehen im 

Umfang dieser Investitionen "zur Verfügung zu stellen" (Ziff. 8, act. G 1, S. 2), ist nicht 

einzutreten, da diese anbegehrte Leistung nicht Gegenstand der einzig den Renten­

anspruch betreffenden Verfügung vom 26. Juni 2012 ist.

1.3 Schliesslich bleibt in formeller Hinsicht noch die Gehörsrüge des 

Beschwerdeführers (act. G 1, Rz 33) zu beurteilen.

1.3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe die 

detaillierten Vorbringen, weshalb eine Betriebsaufgabe unzumutbar sei, ignoriert und 

sich in keiner Art und Weise mit diesen Problemkreisen auseinandergesetzt. Es müsse 

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bei der Zumutbarkeitsprüfung eine Gesamtschau und eine detaillierte Einzelfallprüfung 

vorgenommen werden. Diese sei bislang vollständig unterblieben. Die 

Beschwerdegegnerin verweise lediglich auf die Rechtsprechung. Die gemäss 

Untersuchungsgrundsatz geforderten Abklärungen seien unterblieben (act. G 1 Rz 33; 

vgl. auch act. G 1, Rz 22 am Schluss; act. G 13, S. 3). Auch hinsichtlich der 

Bestimmung der Vergleichseinkommen rügt der Beschwerdeführer eine 

Gehörsverletzung (act. G 1, Rz 36 am Schluss).

1.3.2 Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll 

entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren 

Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei darf 

sich die Verwaltung nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person 

vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen. Die Verwaltung 

hat vielmehr ihre Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich 

mit den Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben, 

weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 183 

E. 2b). Mit Erlass von Art. 57a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

(IVG; SR 831.20), worin in der Invalidenversicherung das Vorbescheidverfahren wieder 

eingeführt wurde, sind an die Begründungsdichte von Verfügungen, die nach 

Durchführung eines Vorbescheidverfahrens gemäss Art. 57a IVG ergehen, erhöhte 

Anforderungen zu stellen (vgl. hierzu eingehend Urteil des Sozialversicherungsgerichts 

des Kantons Zürich vom 30. Mai 2007, IV.2007.00436, E. 1.8 ff.). Eine – nicht 

besonders schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs kann dann als geheilt 

gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer 

Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei 

überprüfen kann. Diese Voraussetzung ist im Fall des Versicherungsgerichts erfüllt (vgl. 

Art. 61 lit. c ATSG i.V.m. Art. 46 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; 

sGS 951.1]).

1.3.3 Der Beschwerdeführer äusserte sich im Einwand vom 9. Mai 2011 ausführlich zur 

Zumutbarkeitsfrage (act. G 6.1.101-9 ff.). In der im Rahmen der 2. Anhörung 

ergangenen Stellungnahme vom 28. Februar 2012 wies der Beschwerdeführer bereits 

auf eine Gehörsverletzung hin (act. G 6.1.134-2) und äusserte sich nochmals 

eingehend zur Zumutbarkeitsfrage (act. G 6.1.134-4 ff.; vgl. auch die Eingabe vom 

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1. März 2012, act. G 6.1.135). In der angefochtenen, in Zusammenarbeit mit dem 

Rechtsdienst (act. G 6.1.144) redigierten Verfügung führte die Beschwerdegegnerin 

diesbezüglich einzig aus, "es sei Ihnen zumutbar den Hof aufzugeben und eine 

leidensadaptierte Tätigkeit auszuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. Mai 

2006, I 640/05, E. 3.1)" (act. G 6.1.143-2). Zwar hat die Beschwerdegegnerin mit ihrem 

Hinweis auf die Rechtsprechung und die darin enthaltenen allgemeinen Ausführungen 

immerhin auf die anwendbaren rechtlichen Grundsätze hingewiesen. Hingegen fehlt es 

an einer eigentlichen Würdigung und Subsumption. Eine Verletzung des Anspruchs auf 

rechtliches Gehör ist vor diesem Hintergrund zu bejahen. Angesichts dessen, dass der 

Beschwerdeführer keine Rückweisung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs 

beantragt und der materiellen Beurteilung den Vorzug gibt, ist die Gehörsverletzung 

ausnahmsweise zu heilen, zumal die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort 

vom 13. Dezember 2012 eine Begründung für den abweisenden Rentenentscheid 

nachgeliefert hat (act. G 6) und es dem Beschwerdeführer möglich war, ausführlich zu 

begründen, weshalb er die angefochtene Verfügung materiell für unzutreffend hält (act. 

G 1).

2.

ln materieller Hinsicht ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers umstritten.

2.1 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des IVG, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des 

ATSG in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine 

übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu 

legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids beziehungsweise im Zeitpunkt 

gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt 

verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die 

angefochtene Verfügung ist am 26. Juni 2012 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu 

beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-

Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat (Unfall vom 31. Juli 2006, act. G 6.2) und 

angemeldet wurde (IV-Anmeldung vom 25. April 2007, act. G 6.1.1). Daher und 

aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über die noch nicht 

rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen 

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Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen 

und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 

4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, 

I 428/04, E. 1). Diese übergangsrechtliche Lage zeitigt indessen keine 

materiellrechtlichen Folgen, da die 5. IV-Revision hinsichtlich des Begriffs und der 

Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis Ende 

2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat. Nachfolgend werden - soweit nicht 

anders vermerkt - die seit 1. Januar 2008 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG 

wiedergegeben.

2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird nach Art. 16 ATSG das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der 

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Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen 

Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach 

Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen 

Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Lassen sich die beiden hypothetischen 

Erwerbseinkommen nicht zuverlässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an 

die spezifische Methode für Nichterwerbstätige (Art. 27 IVV) ein Betätigungsvergleich 

anzustellen und der Invaliditätsgrad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen 

der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu 

bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen 

Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode besteht darin, dass die Invalidität 

nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchem bemessen 

wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die leidensbedingte 

Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche 

Auswirkung zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktionellen 

Leistungsvermögen eines Erwerbstätigen kann zwar, braucht aber nicht 

notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfanges zur Folge zu haben (vgl. 

Art. 4 Abs. 1 IVG; BGE 104 V 135 und 128 V 29).

3.

Im Mittelpunkt der vorliegenden Streitsache steht die Frage, ob dem Beschwerdeführer 

die Aufgabe seiner selbstständigen (Teil-)Erwerbstätigkeit als Landwirt hinsichtlich der 

Invaliditätsgradbestimmung zugemutet werden kann. Unbestritten und ausgewiesen 

ist, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall zu 50% auf seinem Betrieb tätig ge­

wesen wäre und zu 50% eine Nebenerwerbstätigkeit ausgeübt hätte (act. G 6.1.38-3; 

act. G 1, Rz 39, und G 6.1.141-1).

3.1 Bevor eine versicherte Person Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der 

Schadenminderungspflicht alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der 

Invalidität bestmöglich zu mindern. Ein Rentenanspruch ist zu verneinen, wenn sie 

selbst ohne Eingliederungsmassnahmen, nötigenfalls mit einem Berufswechsel, 

zumutbarerweise in der Lage ist, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu 

erzielen. Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit 

im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbstständigen Erwerbstätigkeit im 

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Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des 

Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen 

die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse, wie 

Alter, berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort usw. Bei den objektiven 

Umständen sind insbesondere der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu 

erwartende Aktivitätsdauer massgeblich. Eine Betriebsaufgabe ist nur unter strengen 

Voraussetzungen unzumutbar, und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten 

der Invalidenversicherung aufrecht erhalten werden, wenn die versicherte Person darin 

Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 

vom 11. Dezember 2013, 9C_624/2013, E. 3.1.1 mit Hinweisen).

3.2 Der Beschwerdeführer arbeitet seit der Beendigung der obligatorischen Schulzeit 

und ohne die Absolvierung einer Berufslehre auf dem Landwirtschaftsbetrieb seines 

Vaters, den er von diesem in der Mitte der 80er-Jahre abgekauft hatte. Der Betrieb liegt 

auf 1250 m Höhe in der Bergzone III (act. G 6.1.38-1). Gerade in dieser Region sind die 

Produktionsbedingungen "am härtesten". In den Bergzonen III und IV gehören mehr als 

die Hälfte der Betriebe zu den sogenannten Nebenerwerbsbetrieben, d.h. Betrieben, 

die den grösseren Teil ihres Einkommens ausserhalb der Landwirtschaft erwirtschaften. 

Die Diversifikation finde "zwangsläufig im Zu- oder Nebenerwerb statt" (siehe Bericht 

"Landwirtschaft am Berg" des Landwirtschaftlichen Informationsdiensts, Dossier 

Nr. 451, vom 23. April 2012, Download unter: < http://www.lid.ch/de/medien/dossier/

artikel/ infoarticle/23842/>, abgerufen am 14. März 2014). Die meisten 

Bergbauerfamilien sind - wie der Beschwerdeführer - damit zwangsläufig auf ein 

zusätzliches Einkommen angewiesen und eine Nebenerwerbstätigkeit kann als 

charakteristisches Merkmal der Bergbauertätigkeit - zumindest in den Bergzonen III 

und IV - angenommen werden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin 

(act. G 6, Rz 4) spielt daher die langjährig ausgeübte Nebenerwerbstätigkeit keine 

entscheidende Rolle bei der Frage der Zumutbarkeit der Aufgabe eines 

Bergbauerbetriebs, wurde diese doch gerade im vorliegenden Fall deshalb ausgeübt, 

um den Bergbauernhof überhaupt betreiben zu können (act. G 6.1.38-3 f.; zur kaum 

realisierbaren Betriebsvergrösserungsmöglichkeit siehe act. G 6.1.38-2).

3.3 Entscheidend ist, dass der Beschwerdeführer als Bergbauer in der Bergzone III mit 

harten Produktionsbedingungen konfrontiert ist (vgl. vorstehende E. 3.2; das Land ist 

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steil, act. G 6.1.38-2). Der Beschwerdeführer war daher mehr als ein Tallandwirt 

gefordert, zur Bestellung des Betriebs physische und psychische Ressourcen 

einzusetzen und dabei nur vergleichsweise bescheidene Erträge zu erzielen. Diesen 

speziellen Herausforderungen stellte er sich bereits seit Jahrzehnten und unmittelbar 

nach der obligatorischen Schulzeit. Vor diesem Hintergrund ist nicht bloss von einem 

Beruf als Bergbauer, sondern - mit den Worten des Beschwerdeführers - von einer 

eigentlichen "Berufung" (act. G 6.1.76-2) auszugehen. Es ist daher verständlich, dass 

der Beschwerdeführer psychisch sehr verwachsen ist mit seinem vom Vater 

übernommenen Landwirtschaftsbetrieb. Die tiefgreifende psychische Verwurzelung 

wird durch die nachgereichten Berichte der Psychiatrie-Dienste Süd vom 26. Mai 2013 

und vom 6. August 2013 bestätigt (act. G 20.1 und G 24.1; "mit Leib und Seele 

Landwirt"; "undenkbar, dass der Patient seinen ererbten Hof, den er als Grundlage 

seiner Existenz begreift, aufgeben kann"). Die Zumutbarkeit einer Betriebsaufgabe 

sowie der damit einhergehenden psychischen Entwurzelung ist vor diesem Hintergrund 

zu verneinen.

3.4 Hinzu kommt, dass dem Beschwerdeführer für die angestammte Bergbauertätigkeit 

eine 50%ige und für eine leidensangepasste Tätigkeit keine vollständige, sondern bloss 

eine Teilarbeitsfähigkeit von 80% bescheinigt wird (act. G 6.1.96-34 f.). Die 

gesundheitlichen Beschwerden wirken sich damit nicht bloss in der angestammten 

landwirtschaftlichen Tätigkeit, sondern auch in einer leidensangepassten Arbeit aus. 

Der Beschwerdeführer könnte damit selbst bei Betriebsaufgabe keine vollständige 

Arbeitsfähigkeit mehr verwerten, sondern lediglich die Teilarbeitsfähigkeit um zusätzlich 

30% Arbeitsfähigkeit steigern.

3.5 Des Weiteren fallen das bereits fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers 

(geboren 1956; act. G 6.1.1) und der Gesichtspunkt der erschwerten Vermittelbarkeit 

ins Gewicht. Der Beschwerdeführer verfügt über keine ordentliche Berufsausbildung 

und aus seiner Nebenerwerbstätigkeit als Belader von Kehrrichtlastwagen (act. 

G 6.1.66) ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, die sich günstig auf seine 

Vermittelbarkeit für eine lukrativere Arbeit auswirken würden. Auch bei der langjährig 

ausgeübten Tätigkeit als Landwirt (Milch abliefern, Stall reinigen, Kühe füttern, 

Milchgeschirr reinigen, auf die Alp heuen gehen und Schneeräumung um den Hof, act. 

G 6.1.76-2) sind keine Kenntnisse erworben worden, die in einer leidensangepassten 

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Tätigkeit die Vermittelbarkeit erleichtern würden. Diese Sichtweise wird dadurch 

bestätigt, dass der Unfallversicherer bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 

einen relativ hohen Tabellenlohnabzug von 20% gewährte, mithin mit erheblichen 

lohnwirksamen Lohnnachteilen bei einer leidensangepassten Tätigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt rechnete (siehe Verfügung vom 15. Juli 2011, act. G 6.2). 

Damit gehen die Ausführungen der Abklärungsperson des Landwirtschaftlichen 

Zentrums SG einher, wonach das Finden einer Anstellung für eine leidensangepasste 

Tätigkeit in Anbetracht des Alters des Beschwerdeführers, dessen Bildung und der 

angeschlagenen Gesundheit "nicht einfach" sei (act. G 6.1.38-4). Dem 

Beschwerdeführer steht des Weiteren im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung keine 

lange Aktivitätsdauer mehr zur Verfügung, was sich aus der Sicht eines potenziellen 

Arbeitgebers auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt als ungünstig erweist, zumal nach dem 

Gesagten mit einer längeren umstellungsbedingten Einführungsphase zu rechnen ist.

3.6 Schliesslich wäre eine Betriebsaufgabe gemäss den - von der Beschwerdegegnerin 

unbestritten gebliebenen (act. G 6, Rz 4) - Ausführungen des Beschwerdeführers mit 

schwerwiegenden finanziellen Folgen (act. G 1, Rz 25.1 ff.) sowie höheren 

Lebenshaltungs- und Wohnkosten verbunden (act. G 1, Rz 26 und 28), was bei der 

Beurteilung der Zumutbarkeit nicht ausser Acht gelassen werden darf. Daran vermag 

der Rechtsprechungshinweis der Beschwerdegegnerin (Urteil des Bundesgerichts vom 

2. April 2012, 9C_834/2011, E. 4) nichts zu ändern, war doch in dem dort beurteilten - 

im Gegensatz zum vorliegenden - Fall nicht substantiiert dargelegt worden, inwiefern 

sich die Aufgabe und die Liquidation des Betriebs nachteilig auswirkten.

3.7 Da dem Beschwerdeführer eine Betriebsaufgabe nicht zugemutet werden kann, ist 

für die im Rahmen eines 50%igen Pensums ausgeübte Bergbauerntätigkeit gestützt 

auf den schlüssigen und unbestrittenen Betätigungsvergleich im Abklärungsbericht 

vom 21. Februar 2008 (55%ige Invalidität, act. G 6.1.38-6) von einem unter 

Berücksichtigung des Pensums gewichteten (aufgerundeten) 28%igen 

Teilinvaliditätsgrad (55% x 0.5) auszugehen (zur zuvor vom 31. Juli 2006 bis 20. August 

2007 bestehenden vollständigen Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten, die einen 

Invaliditätsgrad von 100% begründet, siehe act. G 6.1.96-35 und nachstehende E. 4.1).

4.

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Zu prüfen ist ferner die Erwerbseinbusse, die der Beschwerdeführer in der im Rahmen 

eines 50%igen Beschäftigungsgrads ausgeübten Nebenerwerbstätigkeit erleidet.

4.1 Im MEDAS-Gutachten vom 2. Februar 2011 bescheinigten die Experten dem 

Beschwerdeführer ab dem Unfallereignis vom 31. Juli 2006 bis zur kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 20. August 2007 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für 

sämtliche Tätigkeiten. Für die Zeit danach hielten sie den Beschwerdeführer für 

leidensangepasste Tätigkeiten zu 80% arbeitsfähig (act. G 6.1.96-35).

4.2 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt ins Gewicht, dass das MEDAS-

Gutachten vom 2. Februar 2011 (act. G 6.1.96) auf umfassender Aktenkenntnis sowie 

interdisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild des 

Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse 

nachvollziehbar sind. Im Ergänzungsschreiben vom 7. November 2011 setzten sich die 

Gutachter mit den Vorbringen des Beschwerdeführers auseinander und begründeten 

schlüssig ihre davon abweichende Einschätzung (act. G 6.1.117).

4.3 Der Beschwerdeführer bringt im Beschwerdeverfahren keine Mängel vor, die 

Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung zu begründen vermögen. Sein Vorbringen, 

die Gutachter hätten nicht über den Bericht von Dr. C.___ vom 15. Juli 2010 (act. 

G 6.1.147) verfügt (act. G 6.1.146), beruht auf einer ungenauen Lektüre des 

Gutachtens, worin der betroffene Arztbericht nicht bloss aufgeführt, sondern dessen 

wesentlicher Inhalt sogar wiedergegeben wird (act. G 6.1.96-16).

4.4 Im Licht dieser Umstände besteht kein Anlass, von der von den Gutachtern für eine 

leidensangepasste Tätigkeit vorgenommenen Beurteilung abzuweichen. Zwar hat der 

RAD in der Stellungnahme vom 14. März 2011 den Zeitraum, während dessen eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden hat, vom Gutachten abweichend definiert 

("Spätestens ab 1. Januar 2007 (also noch innerhalb Jahresfrist) kann von" einer 

80%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ausgegangen werden, act. 

G 6.1.97-2). Allerdings begründet er die abweichende Einschätzung nicht. Es ergeben 

sich aus den Akten keine Gesichtspunkte, welche die gutachterliche Festsetzung in 

Frage stellen, weshalb auch in diesem Punkt auf das Gutachten abzustellen ist. Aus 

den rund ein Jahr nach der angefochtenen Verfügung erstellten psychiatrischen 

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Berichten der Klinik D.___ vom 26. Mai 2013 (act. G 20.1) und vom 6. August 2013 (act. 

G 24.1) ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine vor Verfügungserlass eingetretene 

Verschlechterung. Damit geht einher, dass sich in der Beschwerde vom 29. August 

2012 (act. G 1) keine Hinweise für ein relevantes psychisches Leiden finden (gleiches 

gilt für die Replikeingabe vom 22. März 2013, act. G 13), weshalb sich Weiterungen 

erübrigen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist nicht davon 

auszugehen, eine Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten 

Tätigkeit sei nicht realistisch (act. G 1, Rz 30), zumal er im Zeitpunkt der angefochtenen 

Verfügung immerhin noch eine Aktivitätsdauer von knapp 9 Jahren vor sich hatte und 

die qualitativen Anforderungen an eine Stelle (act. G 6.1.96-35) nicht bloss noch einen 

Nischenarbeitsplatz zulassen. Sofern der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang 

auf seine auf dem konkreten Arbeitsmarkt gemachten Erfahrungen hinweist (act. G 1, 

Rz 30), übersieht er, dass sich die Antwort auf die Frage nach der Verwertbarkeit der 

Restleistungsfähigkeit gemessen am allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. 

hierzu BGE 134 V 70 f. E. 4.2.1) bestimmt. Es ist deshalb dem Beschwerdeführer 

weiterhin zuzumuten, dass er seine für den Nebenerwerbsbereich bestehende 

Restarbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit verwertet.

5.

Zu bestimmen bleibt damit der Gesamtinvaliditätsgrad und hierfür namentlich die für 

den Nebenerwerbsbereich zu bestimmenden Vergleichseinkommen.

5.1 Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer in der Nebenerwerbstätigkeit als Be­

lader bei der Kehrrichtabfuhr schwankende Einkommen erzielte (etwa Jahr 2000: 

Fr. 35'479.--, Jahr 2005: Fr. 24'325.--, act. G 6.1.7) und damit für die Bestimmung des 

Valideneinkommens keine repräsentative Grundlage besteht, rechtfertigt sich die 

Vornahme eines Prozentvergleichs zur Bestimmung des Invaliditätsgrads im 

Nebenerwerbsbereich (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts vom 1. Juli 2011, IV 

2009/339, E. 4.1). Zu klären ist damit lediglich noch die Frage der Höhe des 

Tabellenlohnabzugs bei der Bestimmung des Invalideneinkommens.

5.2 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, 

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im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).

5.3 Aufgrund dessen, dass der Beschwerdeführer selbst bei körperlich leichten 

Tätigkeiten eingeschränkt ist und dabei weitere qualitative Anforderungen zu beachten 

sind (act. G 6.1.96-34 f.) sowie mit Blick auf das fortgeschrittene Alter, die lange 

Betriebszugehörigkeit (Urteil des Bundesgerichts vom 29. November 2012, 

9C_655/2012, E. 3) und die zu erwartenden Schwierigkeiten beim Wechsel in ein 

anderes Tätigkeitsgebiet (Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2008, 

8C_404/2007, E. 4.2.2) rechtfertigt es sich, mit dem Unfallversicherer den Abzug auf 

20% festzusetzen (Verfügung vom 15. Juli 2011, S. 2, act. G 6.2). Bei einer 

Arbeitsunfähigkeit von 20% und einem 20%igen Abzug ergibt sich für den 

Nebenerwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von 36% (20% + [80% x 0.20]) bzw. von 

18% bei Gewichtung an das Pensum von 50%.

5.4 Unter Berücksichtigung der an das Pensum (je 50%) gewichteten 

Teilinvaliditätsgrade (28% für den Bergbauerbereich; 18% für den 

Nebenerwerbsbereich) resultieren ein Gesamtinvaliditätsgrad von 46% und damit ein 

Anspruch auf eine Viertelsrente. Angesichts dessen, dass nach dem Ablauf des 

Wartejahres von Art. 29 Abs. 1 lit. b aIVG (in der vorliegend anwendbaren, bis 

31. Dezember 2007 in Kraft gestandenen Fassung) am 30. Juli 2007 (Datum 

Unfallereignis: 31. Juli 2006; Schadenmeldung vom 7. August 2006, act. G 6.2) noch 

bis zur kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 20. August 2007 eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit für beide Tätigkeitsbereiche, mithin eine 100%ige Invalidität bestand 

(siehe vorstehende E. 4.1), hat der Beschwerdeführer in Nachachtung von Art. 88a 

Abs. 1 IVV für die Dauer vom 1. Juli 2007 bis 30. November 2007 zunächst einen 

Anspruch auf eine ganze Rente. Für die Zeit danach hat er Anspruch auf eine 

Viertelsrente.

6.

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6.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, ist die 

angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2012 aufzuheben und dem Beschwerdeführer 

für die Dauer vom 1. Juli bis 30. November 2007 eine ganze sowie ab 1. Dezember 

2007 eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Leistungen 

ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Mit Blick auf den erhöhten Aufwand 

erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.). Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

6.3 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei ins­

besondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen ist 

(Art. 61 lit. g ATSG). Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers hat auf die 

Einreichung einer Honorarnote verzichtet. Der Bedeutung und Komplexität der 

Streitsache sowie des Mehraufwands aufgrund unsystematischer Aktenführung durch 

die Beschwerdegegnerin (vgl. zur entsprechenden Rüge act. G 1, S. 3) angemessen 

erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'800.-- (inklusive Barauslagen 

und Mehrwertsteuer). Die von der Rechtsvertreterin geltend gemachten Mehraufwände 

im Verwaltungsverfahren (act. G 13) können nicht im Rahmen des 

Beschwerdeverfahrens, wo einzig die dort anfallenden Aufwände berücksichtigt 

werden, entschädigt werden.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 

kann, wird die angefochtene Verfügung vom 26. Juni 2012 aufgehoben und dem 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Beschwerdeführer für die Dauer vom 1. Juli bis 30. November 2007 eine ganze sowie 

ab 1. Dezember 2007 eine Viertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Leistungen wird die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- zu bezahlen. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'800.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.03.2014
	Art. 28 IVG. Zumutbarkeit der Aufgabe eines Bergbauerbetriebs wegen psychischer Verwurzelung, fortgeschrittenen Alters, erschwerter Vermittelbarkeit und selbst für leidensangepasste Tätigkeiten bestehender 20%iger Arbeitsunfähigkeit verneint. 20%iger Tabellenlohnabzug (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. März 2014, IV 2012/315). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_357/2014 und 9C_364/2014.

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