# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** be20f755-e224-561a-9c2d-4b9ee87d5a35
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.08.2015 UV 2014/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-50_2015-08-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2015

Entscheiddatum: 20.08.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2015
Bestehen nach einer Kollision zwischen Personenwagen und Velo gefolgt 
von einem eintägigen Spitalaufenthalt und konservativer medikamentöser 
Behandlung und kurzer Arbeitsunfähigkeit noch neuropsychologische 
Beschwerden (Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten) ohne 
objektivierbare somatische Unfallfolgen, so ist die Adäquanz der 
Restbeschwerden nach der sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu prüfen 
und vorliegendenfalls zu verneinen. (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 20. August 2015, UV 2014/50).Entscheid vom 20. 
August 2015BesetzungPräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen 
Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin 
Marilena GnesaGeschäftsnr.UV 
2014/50ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas, Markusstrasse 10, 
8006 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

A.    

A.a  A.___ war vom 5. Mai 2012 bis 14. August 2014 als Lehrling bei der B.___ AG tätig 

und in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen 

sowie Berufskrankheiten versichert. Am 9. Mai 2012 war der Versicherte mit seinem 

Fahrrad unterwegs zum Lehrbetrieb. An einer Kreuzung kollidierte er mit einem aus der 

Gegenrichtung nahenden Personenwagen, der im Begriff war, nach links abzubiegen. 

Der Versicherte prallte in das Auto und wurde über die Motorhaube 

hinweggeschleudert. An den Unfallhergang konnte er sich nicht erinnern, d.h. es 

bestand eine Amnesie mit Bezug auf den Unfallhergang (Suva-act. 18, 20). Die 

Erstbehandlung erfolgte noch am Unfalltag im Spital C.___ (Suva-act. 2). Gemäss 

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Austrittsbericht des Spitals C.___ vom 10. Mai 2012 (Suva-act. 18) erfolgte die 

stationäre Aufnahme zur 24-stündigen neurologischen Überwachung sowie zur 

konservativen Therapie mit Analgesie. Bei der Kollision erlitt der Versicherte ein 

Schädelhirntrauma Grad I (commotio cerebri), eine nicht dislozierte Claviculafraktur im 

lateralen Drittel rechts, eine Kniekontusion beidseits sowie eine Handgelenkskontusion 

links (Suva-act. 11, 18 und 20). Die 24-stündige neurologische Überwachung sei ohne 

Komplikationen verlaufen. Am Tag nach dem Unfall habe der Patient nach Hause 

entlassen werden können (Suva-act. 18). Die Suva nahm die Abklärungen auf, erteilte 

Kostengutsprache für die Spitalbehandlung und richtete das Taggeld aus (Suva-act. 

3,4 und 6). Am 10. Mai 2012 wurde der Versicherte aus dem Spital C.___ entlassen. 

Vom 9. Mai 2012 bis 24. Mai 2012 war er zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 25). Im 

Arztzeugnis UVG des Spitals C.___ vom 23. Mai 2012 wurde dem Versicherten ein 

neurologisch unauffälliger Status bescheinigt. Die weitere Behandlung erfolge durch 

den Hausarzt (Suva-act. 11). Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, 

Klinik E.___, hielt im Behandlungseintrag vom 13. Juni 2012 fest, es handle sich um 

einen neurologisch absolut unauffälligen Patienten, mit kognitiv einwandfreiem Befund. 

Zunächst sei er beschwerdefrei gewesen, doch zurück im Alltag verspüre er raschere 

Kopfschmerzen nuchal und es würden sich Konzentrationsstörungen und 

Vergesslichkeit zeigen. Eine commotio bestehe sicher nicht mehr (Suva-act. 23).

A.b  Am 2. September 2012 teilte der Versicherte der Suva schriftlich mit, die 

Behandlung sei noch nicht abgeschlossen. Eine neue Konsultation beim behandelnden 

Arzt Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie FMH, sei derzeit nicht vereinbart. Er habe 

noch Kopfschmerzen bei Sonnenschein und kopflastiger Arbeit (Suva-Fragebogen, 

Suva-act. 29). Im Zwischenbericht vom 13. November 2012 berichtete Dr. med. G.___, 

Facharzt für Neurologie, über eine deutliche Besserung bis Juli 2012. Die Prognose sei 

gut. Gegenwärtig erfolge keine spezifische Behandlung. Er schlage vor, den 

Spontanverlauf abzuwarten unter Einhalten der Belastungsgrenze. Weitere 

Konsultationen würden nach Bedarf stattfinden. Die Wiederaufnahme der Arbeit zu 

100% sei für den 25. Juni 2012 vorgesehen. Ein bleibender Nachteil sei nicht zu 

erwarten (Suva-act. 35). Gemäss telefonischer Mitteilung des Arbeitgebers konnte die 

Wiederaufnahme der Arbeit ohne Probleme stattfinden (Suva-act. 25). Am 31. Januar 

2013 teilte der Versicherte der Suva mit, dass die ärztliche Behandlung abgeschlossen 

sei (Suva-act. 37). Dr. H.___, Leitender Arzt der Abteilung für Pneumonologie, Spital 

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I.___, überwies den Versicherten zu einer allergologischen Standortbestimmung an Dr. 

J.___, Spezialarzt FMH Dermatologie und Venerologie. Dr. H.___ stellte fest, dass der 

Versicherte bei sportlicher Tätigkeit grundsätzlich keiner Einschränkung unterstellt sei 

(Suva-act. 65). Der Verlauf sei - so Dr. H.___ - seit der letzten Konsultation Ende August 

2013 unproblematisch gewesen. Während der letzten Wochen habe - auch bei 

maximaler sehr sportlicher Aktivität - eine subjektiv uneingeschränkte Belastbarkeit 

ohne Atembeschwerden bestanden (Suva-act. 69).

A.c  Am 14. Oktober 2013 teilte der Ergotherapeut K.___ der Suva telefonisch einen 

Rückfall mit; der Versicherte sei ihm von Dr. G.___ für eine ergotherapeutische 

Behandlung überwiesen worden, da er bei der Arbeit Konzentrationsprobleme 

festgestellt habe (Suva-act. 38). Mit Schreiben vom gleichen Tag an den Versicherten 

ersuchte die Suva um Zustellung einer Rückfallmeldung (Suva-act. 41). Laut 

Rückfallmeldung vom 4. November 2013 (Rückfalldatum 5. September 2013) litt der 

Versicherte an Kopfschmerzen sowie Konzentrationsschwierigkeiten (Schadenmeldung 

UVG, Rückfall, Suva-act. 42). Mit Arztzeugnis UVG für Rückfall vom 12. November 

2013 gab Dr. G.___ an, dass der Versicherte seit dem Unfall vom 9. Mai 2012 kognitiv 

reduziert belastbar sei. Es bestünden keine fokalen neurologischen Defizite, wobei die 

neuropsychologische Untersuchung noch ausstehe. Der Patient werde 

ergotherapeutisch behandelt (kognitives Training). Seit 25. Juni 2012 bestehe keine 

Arbeitsunfähigkeit mehr. Der Behandlungsabschluss sei noch nicht absehbar 

(Arztzeugnis UVG für Rückfall, Suva-act. 46).

A.d  Die Suva legte das Dossier zur Beurteilung des Rückfalls ihrer Kreisärztin Dr. med. 

L.___ vor, welche die Durchführung eines MRI des Neurocraniums, die Einholung eines 

Berichts von Dr. G.___ sowie eines detaillierten Untersuchungsbefundes zeitnah zum 

Unfall am 9. Mai 2012 empfahl (Suva-act. 47). Die MRI-Untersuchung vom 29. 

November 2013 ergab ein altersentsprechend unauffälliges Schädel-MRT; es konnten 

ausserdem keine posttraumatischen interzerebralen Veränderungen festgestellt werden 

(MRI-Befund vom 29. November 2013, Suva-act. 52). Dr. G.___ berichtete am 3. Januar 

2014 über Verlaufskontrollen vom 5. Dezember 2013 sowie 31. Dezember 2013 und 

hielt die Diagnose postcommotionelles Syndrom bei Status nach Commotio cerebri am 

9. Mai 2012 mit leichten frontalen neuropsychologischen Defiziten (inhibitorische 

Kontrolle, Interferenzunterdrückung) fest (Suva-act. 56). Die von Dr. G.___ am 31. 

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Dezember 2013 durchgeführte neuropsychologische Untersuchung ergab nur kleinere 

Auffälligkeiten, die bei ansonsten durchwegs normalen bis sehr guten Befunden als 

Folge des Schädelhirntraumas anzusehen seien und die die seither im Alltag erlebten 

Probleme erklären würden (Suva-act. 56).

A.e  Dr. med. M.___, Versicherungsmedizin der Suva, empfahl in seiner Stellungnahme 

vom 13. Januar 2014 die Beurteilung der Frage nach der Rückfallkausalität zum Unfall 

vom 9. Mai 2012 durch die Kollegen der Neurologie (Suva-act. 57 und 58). Dr. med. 

N.___, Facharzt für Neurologie FMH, Abteilung für Versicherungsmedizin der Suva, 

stellte in seiner neurologischen Beurteilung vom 16. Januar 2014 mit Bezug auf das 

Ergebnis der MRT-Untersuchung sowie der neurologischen und neuropsychologischen 

Untersuchungen fest, dass aus neurologischer und versicherungsmedizinischer 

Perspektive eine unfallbedingte organische Grundlage der von Dr. G.___ beschriebenen 

Befunde nicht nachweisbar sei (Suva-act. 59).

A.f   Mit Schreiben vom 21. Januar 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass ein 

sicherer oder überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen den als 

Rückfall gemeldeten Beschwerden und der beim anerkannten Schadenfall vom 9. Mai 

2012 erlittenen Gesundheitsschädigung zu verneinen sei. Demzufolge sei die 

Leistungspflicht der Suva nicht gegeben (Ablehnung vom 21. Januar 2014, Suva-act. 

60). Mit Schreiben vom gleichen Tag informierte die Suva die Arbeitgeberin des 

Versicherten, die B.___ AG (Suva-act. 61), sowie den Ergotherapeuten K.___ (Suva-act. 

62) darüber, dass sie die Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem 

gemeldeten Rückfall abgelehnt habe. Mit Schreiben vom 31. Januar 2014 bat der 

Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. K. Glavas, St. Gallen, um 

Zustellung der gesamten Akten sowie um den Erlass einer anfechtbaren Verfügung 

(Suva-act. 63). Die Akten wurden dem Rechtsvertreter am 10. Februar 2014 zugestellt 

(Suva-act. 64). Die Suva hielt mit Verfügung vom 27. März 2013 an ihrer ablehnenden 

Haltung fest (Suva-act. 68).

B.    

B.a  Mit Eingabe vom 10. April 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch lic. iur. 

Peter Büchler (Advokatur Glavas AG), Einsprache gegen die Verfügung der Suva vom 

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27. März 2014 (Suva-act. 70) und stellte die Anträge, es seien die im Oktober 2013 

gemeldeten und andauernden Beschwerden als Rückfall anzuerkennen und es seien 

die gesetzlichen UVG-Leistungen weiter zu erbringen, eventualiter sei die Frage der 

natürlichen Kausalität durch ein neutrales Aktengutachten zu klären. Zur Begründung 

führte der Rechtsvertreter aus, die Suva lehne ihre weitere Leistungspflicht ab, weil 

zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der beim anerkannten 

Schadenfall erlittenen Gesundheitsschädigung kein sicherer oder überwiegend 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Diese Schlussfolgerung gehe auf die 

neurologische Stellungnahme der Versicherungsmedizin der Suva vom 16. Januar 2014 

zurück, die nach Konsultation der wissenschaftlich-medizinischen Literatur zum Thema 

erfolgt sei. Die Berücksichtigung des nachgereichten Berichts von Dr. G.___ vom 16. 

Juli 2012 hätte zur Bejahung der Kausalität geführt. Die aktuell geklagten Beschwerden 

seien demnach bereits kurz nach dem Unfall vom 9. Mai 2012 vorhanden gewesen; die 

Diagnose eines postcommotionellen Syndroms sei bereits im Juli 2012 gestellt worden. 

Ausserdem zeige der Bericht vom 16. Juli 2012 auf, dass nach dem Unfall eine 

Erinnerungslücke von 2 Stunden vorgelegen habe, was die Diagnose einer leichten 

traumatischen Hirnverletzung (LTHV; Erinnerungslücke von maximal 60 Min. nach 

einem Aufsatz von Sönke Johannes und Rita Schassmann aus dem Jahr 2007, vgl. act. 

G 1, S. 3) in Frage stelle. Folglich würden klare Brückensymptome zwischen dem Unfall 

und den aktuell noch bestehenden Beschwerden vorliegen, denn das 

postcommotionelle Syndrom sei kurz nach dem Unfall diagnostiziert worden und die 

entsprechenden Beschwerden würden persistieren und seien trotz einem 

vorübergehenden Unterbruch in der ärztlichen Behandlung bisher nie ganz 

verschwunden. Aus den medizinischen Akten ergebe sich, dass die Wahrscheinlichkeit, 

dass das postcommotionelle Syndrom auf eine Erkrankung oder einen anderen Unfall 

zurückzuführen sei, mit Sicherheit nicht gegeben sei, sondern dass es im Anschluss an 

einen Unfall mit LTHV entstanden sei. Es finde sich nirgends in den Akten ein Hinweis, 

wonach der Versicherte unfallunabhängig an einem postcommotionellen Syndrom 

leide, wie die Suva mit der Verneinung des Kausalzusammenhanges mit der LTHV 

behaupte. Eine Klärung durch Einholen aller möglichen ärztlichen Berichte oder durch 

Befragen des Versicherten selber hätte klar ergeben, dass mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit der natürliche Kausalzusammenhang zu bejahen sei. Es genüge 

nicht, den Kausalzusammenhang unter Hinweis auf die Literatur und dort beschriebene 

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Schwierigkeiten bei der Kausalitätsprüfung abzulehnen. Die Suva habe ihre Meinung 

primär auf Literatur und Studien abgestützt, ohne den Versicherten je gesehen oder 

gesprochen zu haben. Im Gegensatz dazu habe der behandelnde Neurologe Dr. G.___ 

unter genauester Klärung von Anamnese und Beschwerdebild und nach eingehenden 

Gesprächen mit dem Versicherten die Kausalität eindeutig bejaht. Seiner 

Stellungnahme sei bei der Frage der natürlichen Kausalität mehr Gewicht beizumessen 

als den Spezialisten, die sich lediglich auf Literaturmeinungen und Studien berufen 

würden.

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 30. Mai 2014 verneinte die Suva ihre 

Leistungspflicht für die rückfallweise geltend gemachten neuropsychologischen 

Beschwerden gestützt auf die versicherungsinterne neurologische Beurteilung von Dr. 

N.___ vom 16. Januar 2014 mangels unfallbedingter Schädigungen. Unter Hinweis auf 

die bestehende Aktenlage sowie auf die einschlägige höchstrichterliche 

Rechtsprechung insbesondere zur natürlichen Kausalität verneinte die Suva deren 

Vorliegen erneut. Sie wies darauf hin, dass selbst die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht zur Bejahung der Leistungspflicht des Unfallversicherers 

unter dem Gesichtspunkt eines Rückfalls zum Unfall vom 9. Mai 2012 führen würde. 

Die commotio cerebri bzw. die leichte Schädelhirnverletzung könne gemäss Schädel-

MRI vom 29. November 2013 nicht bildgebend objektviert werden, womit 

rechtsprechungsgemäss die Adäquanz nach der sog. Psycho-Praxis zu prüfen sei 

(Suva-act. 73, E. 3).

C.    

Gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 30. Mai 2014 richtet sich die beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen erhobene Beschwerde vom 27. Juni 

2014. Damit wird die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und die 

Zusprechung der gesetzlichen Leistungen für die im Oktober 2013 gemeldeten 

Beschwerden beantragt. In der Beschwerdeantwort vom 1. September 2014 beantragt 

die Suva (Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Mit Replik 

vom 17. September 2014 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (act. G 5). 

Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet. Zu den in 

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diesen Rechtsschriften ausgeführten Begründungen der Anträge wird, soweit 

erforderlich, in den anschliessenden Erwägungen Stellung genommen.

Erwägungen:

1.     

Die Beschwerde vom 27. Juni 2014 wurde innert der gesetzlich vorgesehenen Frist von 

30 Tagen eingereicht und ist somit fristgerecht. Da auch die übrigen formellen 

Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.     

Streitig und zu beurteilen ist die Frage, ob die mit Schadenmeldung UVG vom 4. 

November 2013 gemeldeten Beschwerden (Kopfschmerzen, 

Konzentrationsschwierigkeiten) kausal auf den Unfall vom 9. Mai 2012 zurückzuführen 

sind. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich einen Rückfall zum genannten Unfall 

geltend. In der Replik hält der Beschwerdeführer hingegen - unter Hinweis auf die 

medizinischen Berichte - das Vorhandensein von Brückensymptomen für gesichert 

(act. G 5, Ziff. 3) und entsprechend eine Leistungspflicht aus dem Grundfall für 

gegeben.

2.1   Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 

und Berufskrankheiten gewährt. Als Unfall gilt nach Art. 4 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) die plötzliche, 

nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors 

auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat 

die versicherte Person nach einem Unfall Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 

ihrer Unfallfolgen. Ist sie zufolge Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), 

so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu 

mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente 

(Art. 18 Abs. 1 UVG).

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2.2   Angesichts der in Erwägung 2.1 aufgeführten gesetzlichen Bestimmungen bildet 

die Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3). 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 

gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, wenn das 

schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 

geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 

Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 

gesundheitliche Störung entfiele (BGE 119 V 337 E. 1; BGE 127 V 177 E. 3). Ob 

zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 

bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung 

nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 E. 1; BGE 

129 V 181 E. 3.1 je mit Hinweisen).

2.3   Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges somit durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 461 E. 5a, BGE 127 V 181 E. 

3.2 je mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges 

zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 

Schädigung auch der kumulativ erforderliche adäquate oder rechtserhebliche 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, deren Beantwortung der 

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Verwaltung und im Beschwerdefall dem Richter und nicht dem Arzt obliegt (BGE 125 V 

461 E. 5a; BGE 129 V 181 E. 3.2 je mit Hinweisen).

2.4   Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, sobald der Unfall nicht mehr 

die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt. Der 

Unfallversicherer hat somit in jenem Zeitpunkt seine Leistungen einzustellen, in 

welchem der Unfall keine ursächliche Rolle mehr spielt. Dabei hat der Unfallversicherer 

nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbringen. Welche Gründe (etwa 

Krankheit, degenerative Veränderungen, Geburtsgebrechen) für ein nach wie vor 

geklagtes Leiden verantwortlich zu machen sind, ist an sich unerheblich und ohne 

weitere Relevanz. Allein entscheidend ist die Frage, ob die unfallbedingten Ursachen 

eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, d.h. dahingefallen 

sind. Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass 

kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2007 vom 17. Juni 2008, E. 2.2 mit 

Hinweisen).

2.5   Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Beim 

Rückfall handelt es sich um das Wiederaufleben einer vermeintlich geheilten 

Schädigung. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im 

Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu 

einem andersgearteten Krankheitsbild führen können (BGE 123 V 138 E. 3a). Rückfälle 

und Spätfolgen schliessen sich somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 

Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, 

wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim 

versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater 

Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 f.)

3.     

Ein Grundsatz, wonach die Verwaltung oder das Gericht im Zweifel zugunsten der 

versicherten Person entscheiden müsse, besteht im Sozialversicherungsrecht nicht. 

Bleibt demnach eine behauptete Tatsache unbewiesen, fällt der Entscheid 

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zuungunsten jener Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (Art. 8 ZGB).

4.     

Der vorliegende Fall wirft die Frage auf, ob die geltend gemachten Beschwerden als 

Rückfall zum Unfall vom 9. Mai 2012 qualifiziert werden können. Der Beschwerdeführer 

macht im Weiteren geltend, dass von einer geheilten Schädigung keine Rede sein 

könne (act. G 1, Ziff. 9; act. G 5, Ziff. 4). Der Beschwerdeführer argumentiert damit im 

Sinne eines fortdauernden Grundfalls und er bemängelt, dass die Beschwerdegegnerin 

bei der Beurteilung des Leistungsanspruchs auf unzutreffende Weise von einem 

Rückfall ausgegangen sei. Die medizinische Dokumentation zeige, dass eine Heilung 

nie eingetreten sei, da die neurologischen Beschwerden, unter welchen der 

Beschwerdeführer leide, seit dem Unfall vom 9. Mai 2012 immer bestanden hätten. Der 

Behandlungsabschluss per 31. Januar 2013 bedeute keinesfalls eine Heilung, sondern 

könne heissen, dass man den Heilverlauf abwarten wolle oder Heilungschancen nicht 

mehr bestehen würden. Wie es sich letztlich mit der Frage verhält, ob im vorliegenden 

Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen ist, kann im 

Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben. Denn die Frage, wer die 

Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, stellt sich erst, wenn es sich 

tatsächlich als unmöglich erweist, in Ausübung des Untersuchungsgrundsatzes auf 

Grund der Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, was vorliegend - wie 

nachfolgend zu zeigen ist - nicht zutrifft. Im Übrigen ist entscheidend und hat als 

unbestritten zu gelten, dass der Beschwerdeführer Versicherungsleistungen erst 

(wieder) zu Beginn der Heilbehandlung der Kopfschmerzen und 

Konzentrationsstörungen, d. h. ab Oktober 2013, geltend macht. Die Frage betreffend 

Brückensymptome bildet sodann nochmals Thema im Rahmen der Frage der 

Rückfallkausalität. Hinsichtlich der vorgebrachten Beschwerden müssen in die 

Beurteilung der Frage nach deren natürlichem Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis vom 9. Mai 2012 weitere Umstände miteinbezogen werden. So bilden 

Brückensymptome insofern ein mögliches Indiz für eine Kausalität, als sie das 

Geschehene über das betreffende Intervall hinweg als Einheit zu kennzeichnen 

vermögen.

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4.1   Beim Unfall vom 9. Mai 2012 zog sich der Beschwerdeführer eine commotio 

cerebri Grad I, eine nicht dislozierte Claviculafraktur im lateralen Drittel rechts, 

Kniekontusionen beidseits sowie eine Handgelenkskontusion links zu (Suva-act. 7). Der 

medizinischen Dokumentation lässt sich entnehmen, dass die somatischen 

Beschwerden folgenlos abgeheilt sind. Dr. H.___ berichtet am 1. Oktober 2013 (Suva-

act. 65), dass der Beschwerdeführer bei sportlicher Tätigkeit grundsätzlich keiner 

Einschränkung unterworfen war (vgl. auch act. 56 und 80). Der Patient klage über 

vermehrte Müdigkeit nach der Arbeit. Aktuell sei die Lungenfunktion normal; auf Grund 

verminderter körperlicher Belastbarkeit bei diesem Sportler sei die Situation klinisch 

dennoch unbefriedigend, was eine Basistherapie mit einem inhalativen Steroid bis 

Beschwerdefreiheit nach sich ziehe, zudem "wie üblich" eine medikamentöse Therapie 

vor sportlicher Aktivität (Bricanyl oder Ventolin). Auf Grund der grossen Bedeutung 

einer möglichst uneingeschränkten körperlichen Belastbarkeit für den Patienten sei 

eine allergologische Standortbestimmung zur Detektion weiterer Auslöser von Asthma 

oder rhinokonjunktivalen Beschwerden indiziert (Überweisungsschreiben des Spitals 

I.___ an Dr. J.___, Suva-act. 65). Dr. H.___ berichtete am 6. November 2013 über einen 

seit der letzten Konsultation Ende August 2013 unproblematischen Verlauf. Der Patient 

sei subjektiv uneingeschränkt belastbar, habe keine Atembeschwerden mehr, auch 

nicht bei maximaler sportlicher Intensität. Den Wettkampf des Vortages habe er ohne 

Probleme und mit zufriedenstellendem Ergebnis absolviert. Er habe keine 

asthmatischen Beschwerden mehr. Eine regelmässige Basistherapie sei nicht 

notwendig (Bericht des Spitals I.___ vom 6.11.2013, Suva-act. 69).

4.2   Es ist vorliegend zu prüfen, ob die noch geklagten neuropsychologischen 

Beschwerden (Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Ablenkbarkeit) 

überwiegend wahrscheinlich in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 9. Mai 2012 bzw. der dabei erlittenen 

commotio cerebri stehen. Der Beschwerdeführer bestreitet die von der 

Beschwerdegegnerin eingenommene Position, die das Vorliegen der natürlichen 

Kausalität zwischen Restbeschwerden und Unfall verneint.

4.3   Die Frage der natürlichen Kausalität der geklagten neuropsychologischen 

Beschwerden gemäss Schadenmeldung (Suva-act. 42) ist anhand der medizinischen 

Berichte zu prüfen und zu beantworten (BGE 118 V 289 E. 1b). Der Austrittsbericht vom 

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10. Mai 2012 des Spitals C.___ informiert über Diagnose (Schädelhirntrauma I, nicht 

dislozierte Claviculafraktur im lateralen Drittel rechts, Handgelenkskontusion links) und 

Therapie. Die 24-stündige neurologische Überwachung sei ohne Komplikationen 

verlaufen, und der Patient sei am Folgetag, 10. Mai 2012, nach Hause entlassen 

worden mit Analgesie bei Bedarf und der Empfehlung, starke visuelle Reize für 7 Tage 

zu vermeiden und sich körperlich zu schonen. Die Arbeitsfähigkeit betrage 0 % vom 9. 

bis 20. Mai 2012. Der behandelnde Allgemeinmediziner Dr. D.___ berichtete am 13. 

Juni 2012 über einen neurologisch absolut unauffälligen und kognitiv einwandfreien 

Patienten. Eine commotio bestehe mit Sicherheit nicht mehr. Der Patient sei zunächst 

beschwerdefrei gewesen. Zurück im Alltag habe er raschere Kopfschmerzen nuchal 

verspürt, sowie Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit. Die Beschwerden seien 

im Rahmen eines Nacken-Schultersyndroms bei Status nach Sturz, Commotio und 

Schulterverletzung zu interpretieren, die mit Physiotherapie anzugehen seien. Es 

bestehe volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 23). Am 25. Juni 2012 hat der 

Beschwerdeführer seine Arbeit wieder aufgenommen (Suva-act. 25). Dem Bericht von 

Dr. G.___ vom 16. Juli 2012 (act. G 1.3; Dokument liegt nicht bei den Beilagen der 

Suva, und ging bei der Beschwerdegegnerin erst am 24. März 2014 ein) lässt sich 

entnehmen, dass sich der Patient am 12. Juli 2012 mit Beschwerden, die als 

postcommotionelles Syndrom bezeichnet werden könnten, mit reduzierter 

Belastbarkeit, erhöhter Irritierbarkeit durch äussere Reize, reduzierter 

Konzentrationsfähigkeit und erhöhtem Schlafbedürfnis präsentierte. In den 

vorangegangenen Wochen sei es zu einer deutlichen Besserung gekommen, sodass 

von einem natürlichen Heilverlauf gesprochen werden könne. Vordringlich sei die 

konsequente Beachtung der Belastungsgrenzen sowohl bezüglich der körperlichen als 

auch der geistigen Belastung mit ausreichenden Erholungszeiten. Sollten sich 

Gedächtnis- und Konzentrationsfähigkeit bis August 2012 nur ungenügend bessern, sei 

ein kognitives Training im Rahmen einer Ergotherapie indiziert. Sollten wieder 

vermehrte und stärkere Kopfschmerzattacken auftreten, wäre eine konsequente 

Kopfschmerztherapie indiziert; aus neurologischer Sicht bestünden keine weiteren 

Therapieempfehlungen.

4.4   Der Beschwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin am 2. September 2012 mit, 

dass die ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen sei. Er verspüre noch 

Kopfschmerzen bei Sonnenschein und kopflastiger Arbeit. Eine nächste Konsultation 

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beim behandelnden Neurologen Dr. F.___ sei nicht vereinbart (Suva-act. 29). Im 

ärztlichen Zwischenbericht vom 13. November 2012 diagnostizierte Dr. G.___ ein 

postcommotionelles Syndrom bei commotio cerebri nach Velounfall am 9. Mai 2012. Er 

berichtete von einer deutlichen Besserung bis Juli 2012 sowie einer guten Prognose. 

Es finde keine spezifische Behandlung statt; es sei der Spontanverlauf abzuwarten 

unter Einhalten der Belastungsgrenze. Weitere Konsultationen seien nicht geplant und 

würden bei Bedarf stattfinden. Die Wiederaufnahme der Arbeit zu 100 % sei am 25. 

Juni 2012 vorgesehen gewesen mit Zuweisung geeigneter Arbeit beim Betrieb je nach 

Verlauf. Es sei nicht mit einem bleibenden Nachteil zu rechnen (Suva-act. 35). Am 31. 

Januar 2013 teilte der Beschwerdeführer der Suva schriftlich mit, dass die ärztliche 

Behandlung abgeschlossen sei (Suva-act. 37).

4.5   Der Ergotherapeut K.___ teilte am 14. Oktober 2013 der Suva telefonisch mit, 

dass Dr. G.___ ihm den Beschwerdeführer wegen Konzentrationsproblemen zur 

ergotherapeutischen Behandlung überwiesen habe (Suva-act. 38). Daraufhin verlangte 

die Suva beim Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. Oktober 2013 eine 

Rückfallmeldung (Suva-act. 41). Die Schadenmeldung UVG bei Rückfall vom 4. 

November 2013 mit Rückfalldatum 5. September 2013 erwähnt Kopfschmerzen und 

Konzentrationsschwierigkeiten, die "gemäss Arzt" (gemeint ist wohl Dr. G.___) auf den 

Unfall vom 9. Mai 2012 zurückzuführen sein sollen (Suva-act. 42). Mit Schreiben vom 6. 

November 2013 (Suva-act. 45) ersuchte die Suva Dr. G.___ im Zusammenhang mit 

dem Rückfall vom 5. September 2013 um ein Arztzeugnis. Mit Arztzeugnis UVG für 

Rückfall vom 12. November 2013 (Suva-act. 46) hielt Dr. G.___ fest, dass der 

Beschwerdeführer seit dem Velounfall vom 9. Mai 2012 gemäss eigenen Angaben eine 

reduzierte kognitive Belastbarkeit aufweise. Der Patient leide an einem 

postcommotionellen Syndrom mit reduzierter Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. 

Objektiv seien keine fokalen neurologischen Defekte festzustellen. Die 

neuropsychologische Untersuchung sei noch ausstehend. Er habe dem Patienten 

Ergotherapie (kognitives Training) verordnet. Der Patient sei seit 25. Juni 2012 nicht 

mehr arbeitsunfähig. Es gebe keine besonderen Umstände, welche den Heilungsverlauf 

ungünstig beeinflussen könnten. Der Behandlungsabschluss sei nicht absehbar. Die 

neuropsychologischen Auffälligkeiten bezeichnete Dr. G.___ als geringfügig (Suva-act. 

56).

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4.6   Am 29. November 2013 wurde der Beschwerdeführer im Rahmen der 

Abklärungen der Rückfallkausalität durch die Beschwerdegegnerin im Auftrag ihres 

Versicherungsärztlichen Dienstes einer MRI-Untersuchung unterzogen (Suva-act. 47, 

48 und 51). Das MRI des Schädels ergab einen altersentsprechend unauffälligen 

Befund; es waren keine posttraumatischen interzerebralen Veränderungen abgrenzbar 

(MRI-Befund des Spitals C.___, Suva-act. 52). Dr. G.___ berichtete in der Folge am 3. 

Januar 2014 (Suva-act. 56) nach den Verlaufskontrollen vom 5. Dezember 2013 sowie 

31. Dezember 2013 von einer anamnestisch seit Frühjahr 2013 stagnierenden Situation. 

Der Patient habe nur noch selten Kopfschmerzen, und dementsprechend habe er in 

den letzten Monaten keine Schmerzmittel benötigt. Hauptproblem seien eine stark 

störende Ablenkbarkeit bei der Arbeit, eine Unkonzentriertheit, eine Verlangsamung 

beim Reden, Gedächtnisprobleme und Wortfindungsstörungen. Er fühle sich in der 

Schule zwar müde, die Schulnoten hätten jedoch nicht darunter gelitten. Seit Sommer 

2013 finde eine ergotherapeutische Behandlung statt. Die neuropsychologische 

Untersuchung vom 31. Dezember 2013 habe eine leicht verlangsamte visuo-verbale 

Interferenzunterdrückung und reduzierte inhibitorische Kontrolle (grenzwertiger Befund) 

bei im Übrigen unauffälligem bis sehr gutem Ergebnis ergeben. Dr. G.___ beurteilte 

diese kleineren Auffälligkeiten bei ansonsten normalen bis sehr guten Befunden als 

Folge des Schädelhirntraumas, welche die seither im Alltag erlebten Probleme erkläre. 

Bei der Beurteilung und beim Vorschlag zum weiteren Vorgehen wies Dr. G.___ darauf 

hin, dass das Hauptproblem weiterhin eine erhöhte Ablenkbarkeit mit reduzierter 

Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit sei. 1 ½ Jahre nach dem Unfall müsse noch 

nicht der Endzustand erreicht sein, sodass in den darauffolgenden 12 bis 18 Monaten 

noch eine weitere Besserung möglich sei. Es sei deshalb zu empfehlen, die bereits 

aufgenommene kognitive Therapie im Rahmen der Ergotherapie fortzuführen. Sollte 

allerdings bis Ende 2014 oder spätestens Sommer 2015 keine signifikante Besserung 

eintreten, wäre wohl von einem Residuum nach Schädelhirntrauma auszugehen und 

dementsprechend auch die berufliche Zukunft zu planen (Umschulung auf eine 

adäquate bzw. der Behinderung angepasste Tätigkeit; Suva-act. 56). Dr. M.___, 

Versicherungsmedizin der Suva, dem nach Durchführung des MRI sowie der 

neuropsychologischen Untersuchung das Dossier zur Stellungnahme unterbreitet 

wurde, hielt am 13. Januar 2014 fest, dass die Frage nach dem Rückfall von den 

ärztlichen Kollegen der Neurologie zu beurteilen sei; seines Erachtens sei die 

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Rückfallkausalität bei fehlenden traumatisch bedingten Läsionen im MRI mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr gegeben (Suva-act. 57).

5.     

Die neurologische Beurteilung durch Dr. N.___ vom 16. Januar 2014 (Suva-act. 59) 

weist darauf hin, dass die reduzierte Konzentrationsfähigkeit sowie Ausdauer zur 

Rückfallmeldung geführt haben. Diese Beschwerden seien mittels Schädel-MRI sowie 

neurologischen und neuropsychologischen Untersuchungen abgeklärt worden. Das 

MRI habe keine Hinweise auf unfallbedingte Veränderungen ergeben. Aus 

neurologischer und versicherungsmedizinischer Perspektive sei festzustellen, dass eine 

unfallbedingte organische Grundlage der geklagten Befunde nicht nachweisbar ist. 

Ohne den Nachweis einer unfallbedingten substantiellen Hirnverletzung könnten die 

zum "Rückfall" (wohl: zur Schadenmeldung) führenden und grundsätzlich 

unspezifischen Beschwerden des Beschwerdeführers nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit kausal auf den Unfall vom 9. Mai 2012 

zurückgeführt werden; dies im Gegensatz zum Bericht vom 3. Januar 2014, in welchem 

Dr. G.___ zum Schluss gekommen sei, dass die verlangsamte visuo-verbale 

Interferenzunterdrückung sowie die grenzwertig reduzierte inhibitorische Kontrolle und 

die damit einhergehende Diagnose eines postcommotionellen Syndroms in kausalem 

Zusammenhang zum Unfall vom 9. Mai 2012 stehen würden (Suva-act. 59).

6.     

Der Beschwerdeführer rügt, dass sich die Verneinung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs durch die Beschwerdegegnerin ausschliesslich auf die 

neurologische Beurteilung der Versicherungsmedizin der Suva vom 16. Januar 2014 

(Suva-act. 59) stütze (act. G 1, Ziff. 3). Dieser sei jedoch der Beweiswert abzusprechen. 

Abgestützt werden könne hingegen auf die Berichte des behandelnden Arztes Dr. 

G.___. Diese Rüge ist unbegründet, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen.

6.1   Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen 

sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

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Sozialversicherungsrichter die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass der Sozialversicherungsrichter alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Dem im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens durch die Beschwerdegegnerin eingeholten Aktengutachten, 

welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 

Einsicht in die Akten erstellt werden und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 

V 352 E. 3).

6.2   Zunächst ist festzustellen, dass der neurologische Bericht von Dr. N.___ vom 16. 

Januar 2014 alle vorhandenen medizinischen Berichte und Stellungnahmen, somit 

auch diejenigen von Dr. G.___, berücksichtigt und auf einer von Letzterem in Auftrag 

gegebenen und von O.___ AG durchgeführten MRI-Untersuchung beruht. Der im 

Einspracheverfahren eingereichte Bericht von Dr. G.___ vom 16. Juli 2012 konnte die 

Beschwerdegegnerin zwar erst im Rahmen der Einsprache würdigen. Wie die 

nachfolgenden Ausführungen (Erw. 7.1) zeigen, führt jedoch die Berücksichtigung 

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dieses Berichts dem medizinischen Sachverhalt keine neuen Elemente bei, 

insbesondere keine solchen, die zu einer andersgearteten Schlussfolgerung führen 

würden. Im Weiteren ist der Bericht vom 16. Januar 2014 umfassend, schlüssig und 

nachvollziehbar; es lassen sich zudem keine Widersprüche und keine Befangenheit 

erkennen. Führen die Abklärungen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung das Gericht 

zur Überzeugung, dass ein bestimmter Sachverhalt mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zutreffe und weitere Beweismassnahmen an diesem Ergebnis 

nichts mehr zu ändern vermögen, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 

verzichten. Darin ist kein Verstoss gegen die Gewährung des rechtlichen Gehörs 

gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) und Art. 6 der Europäischen 

Menschenrechtskonvention (EMRK) zu erblicken (BGE 122 V 162 E. 1d, BGE 124 V 94 

E. 4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 vom 28. Juli 2011 E. 2.1). Dem 

Eventualantrag des Beschwerdeführers, es sei die Frage nach der natürlichen 

Kausalität durch ein neutrales Gutachten zu klären, wird demnach nicht entsprochen.

7.     

Der Beschwerdeführer rügt die neurologische Beurteilung der Versicherungsmedizin 

der Beschwerdegegnerin: Diese halte fest, die wissenschaftlich medizinische Literatur 

liefere keine zuverlässige Evidenz, dass über 12 Monate nach einer leichten 

traumatischen Hirnverletzung (LTHV) bestehende kognitive Beschwerden kausal auf die 

LTHV zurückgeführt werden können. Als medizinische Literatur sei in erster Linie eine 

Studie aufgeführt, bei welcher bei einer Gruppe von 350 Befragten mit und ohne LTHV 

in der Vorgeschichte festgestellt worden sei, dass ein persistierendes 

postcommotionelles Syndrom nicht spezifisch für eine LTHV sei. Die 

Kausalitätsproblematik sei im Aufsatz Commotio cerebri – leichte traumatische 

Hirnverletzung (2007) von Sönke Johannes, Rehaklinik Bellikon, und Rita Schassmann, 

Leiterin Kompetenzzentrum VMG der Suva, behandelt. Danach werde das 

postcommotionelle Syndrom kontrovers diskutiert, und seine Definition sei schwierig, 

da die Symptome unspezifisch seien und auch in gesunden Populationen, bei 

Traumapatienten ohne vorgängige Hirnverletzung sowie bei anderen akuten oder 

chronischen Erkrankungen auftreten könnten. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, 

dass der Hinweis auf die erwähnten Schwierigkeiten und auf wissenschaftliche 

Literatur und Studien die Beschwerdegegnerin nicht davor entbinde zu prüfen, ob im 

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konkreten Fall eines Verunfallten mit LTHV eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 

bestehe, dass lange andauernde Beschwerden noch auf den Unfall zurückzuführen 

seien und die anderen Möglichkeiten (postcommotionelles Syndrom bei Gesunden, als 

Folge eines Unfalles ohne Hirnverletzung oder als Folge einer Krankheit) faktisch 

ausgeschlossen werden könnten. Die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, die 

Wahrscheinlichkeiten der erwähnten Möglichkeiten zu klären, und habe damit die 

entsprechende, sich aus der Offizialmaxime ergebende Pflicht verletzt. Die 

Beschwerdegegnerin habe ihre Beurteilung allein auf die (nach Meinung des 

Beschwerdeführers unvollständigen) medizinischen Berichte gestützt, ohne dass der 

Beschwerdeführer von einem Kreisarzt der Beschwerdegegnerin befragt und 

untersucht worden sei. Zudem habe die Beschwerdegegnerin vom behandelnden 

Neurologen keinen ausführlichen Bericht über die damalige Behandlung unmittelbar 

nach dem Unfall vom 9. Mai 2012 eingeholt, was der Beschwerdeführer nun mit dem 

Bericht von Dr. G.___ vom 16. Juli 2012 nachgeholt habe (act. G 3, Suva-act. 70).

7.1   Soweit der Beschwerdeführer die Meinung vertritt, dass die Beschwerdegegnerin 

ihrer Pflicht, den Sachverhalt umfassend zu klären, nicht nachgekommen sei, ist dieser 

Einwand nicht stichhaltig. Der Beschwerdeführer hält unter Hinweis auf den nicht in 

den Suva-Akten vorhandenen medizinischen Bericht von Dr. G.___ vom 16. Juli 2012 

fest, dass der Neurologe Dr. N.___ bei seiner Beurteilung nicht im Besitz aller 

relevanten medizinischen Akten gewesen sei. Es fällt zunächst auf, dass der Bericht 

vom 16. Juli 2012 den Eingangsstempel vom 24. März 2014 trägt. Es fragt sich, warum 

Dr. G.___, der von der Beschwerdegegnerin am 6. November 2013 (Suva-act. 45) 

aufgefordert wurde, das Arztzeugnis UVG auszufüllen, den vorexistierenden, von ihm 

stammenden Bericht vom 16. Juli 2012 unerwähnt lässt. Der Beschwerdegegnerin (act. 

G 3, Ziff. 5.5) ist jedenfalls beizupflichten, dass die Berücksichtigung des erst im 

Einspracheverfahren vom Beschwerdeführer eingereichten Berichtes vom 16. Juli 2012 

im Rahmen der neurologischen Beurteilung durch Dr. N.___ zu keinem anderen 

Ergebnis geführt hätte. Gemäss Bericht vom 16. Juli 2012 hat Dr. G.___ den 

Beschwerdeführer erstmals am 12. Juli 2012 untersucht. Vor dieser Zeit wurde der 

Beschwerdeführer in der Klinik E.___, durch Dr. P.___, Facharzt für orthopädische 

Chirurgie FMH, sowie durch Dr. F.___, Facharzt für Neurologie FMH, betreut. Ihre 

Berichte wurden eingeholt und liegen in den Akten (Suva-act. 20, 22, 23, 34). Im 

ärztlichen Zwischenbericht vom 13. November 2012 (Suva-act. 35) bescheinigt Dr. 

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G.___ dem Beschwerdeführer eine deutliche Besserung bis Juli 2012 und die 

Wiederaufnahme der Arbeit zu 100 % seit 25. Juni 2012. Der Zwischenbericht erwähnt 

den Bericht vom 16. Juli 2012 nicht. Darin berichtet Dr. G.___, dass der Patient 3x 

wöchentlich trainiere, wobei dies keine Kopfschmerzen provoziere. Der Neurostatus 

präsentierte sich ohne Auffälligkeiten (Suva-act. 70). Vor der neurologischen 

Beurteilung durch Dr. N.___ hat die Beschwerdegegnerin ein MRI sowie das Einholen 

eines Berichtes des behandelnden Neurologen Dr. G.___ veranlasst (Suva-act. 48, 57 

und 58). Eine Befragung oder Untersuchung des Beschwerdeführers durch Dr. N.___ 

ist zwar nicht erfolgt. Da jedoch bereits ein klarer Befund vorlag, ist nicht zu 

beanstanden, dass es sich beim neurologischen Bericht von Dr. N.___ um ein reines 

Aktengutachten handelt (Urteil des Bundesgerichts U 181/06 vom 21. Juni 2007 E. 2.3).

7.2   Zusammenfassend und entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann der 

Beschwerdegegnerin nicht der Vorwurf gemacht werden, sie habe den Sachverhalt 

nicht umfassend abgeklärt. Es trifft zwar zu, dass die neurologische Beurteilung durch 

Dr. N.___ auf eine Studie zur Problematik des postcommotionellen Syndroms im 

Zusammenhang mit einer LTHV verweist. Es ist jedoch nicht richtig, dass Dr. N.___ 

seine Schlussfolgerungen "allein" auf die Ergebnisse dieser Studie (act. G 1, Ziff. 3) 

bzw. seine Meinung "primär auf Literatur und Studien" (act. G 1, Ziff. 7) stützt. Vielmehr 

hat Dr. N.___ wie gesagt alle vorhandenen medizinischen Berichte sowie das gemäss 

seiner Empfehlung veranlasste MRI herangezogen. In seiner Beurteilung erwähnt Dr. 

N.___ die Ergebnisse dieser Studie bloss als zusätzliches Argument zur Untermauerung 

der Schlussfolgerungen. Würde man die Hinweise auf die Studie und auf die Literatur 

weglassen, so würde sich am Ergebnis nichts ändern.

7.3   Der Beschwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin am 31. Januar 2013 mit, 

dass die Behandlung abgeschlossen sei (Suva-act. 37). Darauf basierend schloss die 

Suva den Fall mit Wirkung per 31. Januar 2013. Ausserdem war der Beschwerdeführer 

seit 25. Juni 2012 ununterbrochen 100 % arbeitsfähig. Ab Januar 2013 bis zur Meldung 

des Rückfalls am 4. November 2013 fand keine weitere Behandlung mehr statt. Die 

Schulnoten litten nicht unter Restbeschwerden des Unfalls, und der Beschwerdeführer 

konnte im Sommer 2014 die Lehre erfolgreich abschliessen. Bereits im Jahre 2012 

hatte der Beschwerdeführer das Training nach kurzem Unterbruch wieder 

aufgenommen und mit gutem Erfolg an Wettbewerben teilgenommen. Von 

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Brückensymptomen kann entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (act. G 1 Ziff. 

9) nicht die Rede sein.

7.4   Der Beschwerdegegnerin ist auch bezüglich der Annahme des Zeitpunkts des 

Fallabschlusses beizupflichten. Zwar berichtet Dr. G.___ im Bericht vom 3. Januar 

2014, dass der Endzustand eineinhalb Jahre nach dem Unfall "nicht erreicht sein 

müsse", so dass in den darauffolgenden 12-18 Monaten durchaus noch eine weitere 

Besserung "möglich" sei. Die bereits aufgenommene kognitive Therapie im Rahmen 

der Ergotherapie sei deshalb fortzuführen. Dr. G.___ hält damit eine Besserung für 

möglich, nicht aber für überwiegend wahrscheinlich. Wie das bisher Gesagte gezeigt 

hat, wäre ausserdem die für möglich gehaltene Verbesserung der Restbeschwerden 

nicht wie vom Bundesgericht gefordert von namhafter Natur. Die namhafte Besserung 

beurteilt sich nämlich primär nach der zu erwartenden Steigerung oder 

Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Eine Besserung im vorliegend zu beurteilenden 

Fall ist deshalb nicht mehr möglich, weil der Beschwerdeführer seit 25. Juni 2012 voll 

arbeitsfähig ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_467/2008 vom 4. November 2008 E. 5.2; 

BGE 134 V 109 E. 11). Gestützt auf die Aktenlage ist überwiegend wahrscheinlich 

davon auszugehen, dass Ende Januar 2013 keine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit mit der Aussicht auf eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit mehr vorlag und allfällige später 

durchgeführte Behandlungsmassnahmen lediglich der Schmerzlinderung und 

Aufrechterhalten des erreichten Zustands dienten. Der Abschluss des Falls durch den 

Unfallversicherer im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG bedingt lediglich, dass von weiteren 

medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 

mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_467/2008 vom 4. November 2008 E. 

5.2.2.2). Es genügt für eine weiterdauernde Übernahme der Behandlungskosten nicht, 

dass eine Therapie lediglich eine unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für 

eine namhafte Besserung nur eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer, 

Unfallversicherungsrecht, 2. A. Bern 1989, 274). Von einer namhaften Besserung des 

Gesundheitszustands kann auch dann nicht gesprochen werden, wenn eine 

therapeutische Massnahme mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus 

einem stationären Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte 

Zeit zu lindern vermag (RKUV 2005, Nr. U 557, S. 388). Für die Bejahung des 

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medizinischen Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. 

Rumo-Jungo, Bundesgesetzt über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). Die 

Beschwerdegegnerin nahm somit zu Recht den Fallabschluss im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 UVG - als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109) - auf Ende 

Januar 2013 an.

7.5   Daran ändert nichts, dass der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin 

vorwirft, sie übersehe, dass er vom Unfalltag bis heute durchgehend an identischen 

und persistierenden neurologischen Beschwerden leide; eine vollständige Heilung sei 

nie eingetreten. Er sei prätraumatisch völlig gesund gewesen (act. G 1, Ziff. 5 f.). Es ist 

unbestritten, dass der Beschwerdeführer an Kopfschmerzen und 

Konzentrationsstörungen leidet, unabhängig davon, ob dieses Beschwerdebild dem 

medizinisch umstrittenen Beschwerdebild eines postcommotionellen Syndroms 

zuzuordnen ist. Massgebend ist die Frage, ob diese Beschwerden als in einem 

natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 9. Mai 2012 

stehend angesehen werden können. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer die 

besagten Beschwerden nach seinen Angaben erst nach dem Unfall entwickelt hat, 

lässt nicht den Schluss zu, dass diese überwiegend wahrscheinlich kausal auf den 

Unfall zurückzuführen sind. Dies wäre im Lichte des Grundsatzes post hoc ergo 

propter hoc ein unzulässiger Schluss auf die Unfallkausalität der geltend gemachten 

Beschwerden (BGE 119 V 341 E. 2b/bb). Ebenso wenig lässt sich sagen, es sei völlig 

undenkbar, dass der Beschwerdeführer auch ohne den Unfall vom 9. Mai 2012 an 

neurologischen Beschwerden leiden würde (act. G 1, Ziff. 6). So lässt sich den 

medizinischen Akten entnehmen, dass der Beschwerdeführer bereits vor dem Unfall 

alle 2-3 Monate an Kopfschmerzen der Stärke 5-6/10 mit deutlicher 

Lärmempfindlichkeit gelitten hatte. Ausserdem hatte er 2006 bis 2010 gehäuft an 

Kopfschmerzen gelitten, mit Attacken bis zur Stärke 7/10 (Suva-act. 70; vgl. auch 

Suva-act. 23, Eintrag vom 16. März 2012). Auch für das Vorliegen einer Teilursache im 

Sinne von Art. 36 UVG besteht kein rechtsgenüglicher Beweis. Art. 36 Abs. 1 UVG setzt 

nämlich voraus, dass die unfallbedingte Teilursache in einem natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhang mit der fraglichen Gesundheitsschädigung steht.

7.6   Der Beschwerdeführer hat zur Untermauerung des Standpunktes seiner 

Beschwerde Berichte von ihm nahestehenden Personen beigelegt. Es ist der Suva 

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beizupflichten, dass diesen Berichten mit Bezug auf die Unfallkausalität der geklagten 

Beschwerden kein Beweiswert zukommt. Vielmehr handelt es sich um Beobachtungen, 

Eindrücke und Schlussfolgerungen, die eher einer laienhaften Meinung entsprechen als 

einer fundierten fachlichen Berichterstattung. Auf der Basis dieser Berichte lassen sich 

keine Kausalitätsfragen beantworten.

8.     

Als Zwischenergebnis ist festzuhalten, dass ein natürlicher Kausalzusammenhang 

zwischen den vorgebrachten neuropsychologischen Beschwerden und dem Unfall vom 

9. Mai 2012 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann

8.1   Der Prüfung der rechtserheblichen Kausalität zwischen einem Unfall und einem 

Gesundheitsschaden kommt bei gesundheitlichen Beschwerden und damit 

verbundener Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit, die sich durch organische Unfallfolgen 

nicht oder nicht hinreichend oder höchstens teilweise erklären lassen, eine eigenstätige 

Bedeutung zu (BGE 134 V 109 E. 2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_746/2008 vom 17. 

August 2009 E. 3.). Bei psychisch bedingten Schmerzsyndromen erfolgt die 

Adäquanzprüfung unter Ausschluss psychischer Aspekte nach den in BGE 115 V 133 

aufgestellten Kriterien (Urteile des Bundesgerichts 8C_746/2008 vom 17. August 2009 

E. 3, und 8C_806/2009 vom 15. Januar 2009 E. 2.). Vorliegend ist unbestritten, dass 

der Beschwerdeführer durch den fraglichen Unfall ein Schädelhirntrauma (commotio 

cerebri, d.h. milde traumatische Hirnverletzung) erlitten hat, das den Schweregrad einer 

contusio cerebri nicht erreicht und bildgebend kein klar fassbares, unfallbedingtes 

Korrelat findet, welches die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen 

hinreichend zu erklären vermag. Demnach ist der adäquate Kausalzusammenhang 

rechtsprechungsgemäss nicht nach den Regeln der Schleudertrauma- (BGE 134 V 209 

E. 10 mit Hinweisen), sondern nach denjenigen der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu 

beurteilen (Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 vom 28. Juli 2011 E. 2; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_476/2007 vom 4. August 2008 E. 4).

8.2   . Das ist vorliegend der Fall, da bildgebend (MRI vom 29. November 2013) kein 

klar fassbares, unfallbedingtes Korrelat für die vorgebrachten Beschwerden festgestellt 

werden konnte. Inwiefern in diesem Zusammenhang von weiteren Abklärungen zum 

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medizinischen Sachverhalt zusätzliche Erkenntnisse zu erwarten sind, wird in der 

Beschwerde nicht begründet und ist auch nicht ersichtlich, weshalb darauf zu 

verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 

vom 28. Juli 2011 E. 2; BGE 124 V 90 E. 4b). Der Beschwerdeführer hält zwar die 

Anwendung der Psycho-Praxis auf den vorliegenden Fall für nicht korrekt, da er nicht 

unter psychischen Beschwerden leide und nicht in psychiatrischer Behandlung sei, und 

plädiert für die Anwendung der allgemeinen Adäquanzformel. Dieser Ansicht kann 

jedoch nicht gefolgt werden. Das Vorliegen eines Schädelhirntraumas, worunter 

sämtliche Hirnfunktionsstörungen mit oder ohne morphologisch fassbare Schädigung 

des Gehirns und seiner Hüllen, einschliesslich Gehirnschädel und Kopfschwarte, 

subsumiert werden, rechtfertigt wie dargelegt die analoge Anwendung der 

Schleudertrauma-Praxis, wenn die erlittene Hirnerschütterung mindestens im 

Grenzbereich zwischen einer commotio und einer contusio cerebri liegt. Leichte 

Hirnerschütterungen hingegen reichen hierfür nicht aus (Urteil des EVG U 6/03 vom 6. 

Mai 2003). Die Schwere eines Schädelhirntraumas wird üblicherweise nach dem 

Punktwert in der Glasgow-Coma-Skala (GCS) eingeteilt. In dieser Skala erhält der 

Patient für bestimmte Reaktionen (wie Augenöffnung, Reaktion auf Schmerzreize und 

sprachliche Äusserungen) eine Anzahl von Punkten, welche zum Schluss addiert 

werden. Der schlechteste Wert beträgt 3, der beste 15. Von einem leichten 

Schädelhirntrauma spricht man bei einem GCS-Wert von 13 bis 15 (mittelschwer: 9 bis 

13, schwer: 3 bis 8; vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 262 Aufl. Berlin 2010, S. 

260 zum Begriff "Bewusstseinsstörung", S. 1839 zu "Schädelhirntrauma"; Urteil des 

EVG U 276/04 vom 13. Juni 2005 E. 2.2.1. f., mit Hinweisen auch auf einschlägige 

medizinische Literatur). Der medizinischen Dokumentation lassen sich über einen GCS-

Wert zeitnah zum Unfall keine Informationen entnehmen. Da jedoch bei Eintritt im Spital 

C.___ am Unfalltag ein unauffälliger neurologischer Status festgehalten wurde und 

zudem die 24-stündige neurologische Überwachung unauffällig war (Suva-act. 59, S. 

4), lassen sich im Ergebnis keine Hinweise für einen reduzierten GSC-Wert feststellen. 

Schliesslich ist anhand der medizinischen Berichte von einem Schädelhirntrauma Grad 

1 auszugehen (Suva-act. 11, 18 und 47). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die 

Adäquanzprüfung nach der sog. Psychopraxis (BGE 115 V 133) zu erfolgen hat.

8.3   Bei der Beurteilung der Adäquanz ist zunächst ausgehend vom augenfälligen 

Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften die Schwere des Unfalls 

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zu bestimmen. Nicht massgebend sind hingegen die Folgen des Unfalles oder 

Begleitumstände, die nicht direkt dem Unfallgeschehen zugeordnet werden können. 

Derartigen, dem eigentlichen Unfallgeschehen nicht zuordenbaren Faktoren ist 

gegebenenfalls bei den Adäquanzkriterien Rechnung zu tragen. Zu prüfen ist im 

Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise, ob der Unfall eher als leicht, als 

mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine 

weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_746/2008 vom 17. August 2009 E. 5.1).

8.3.1         Der Beschwerdeführer kollidierte als Lenker eines Rennvelos mit einem 

entgegenkommenden linksabbiegenden Personenwagen. Die Geschwindigkeit des 

Personenwagens soll gemäss Polizeiprotokoll ungefähr 20 km/h betragen haben. Der 

Personenwagen wies Kratzspuren auf der Fahrzeugfront auf; er war noch fahrbar. Die 

Lenkstange des Velos war verbogen und die Vordergabel gestaucht (Polizeirapport 

vom 26. Juni 2012, Suva-act. 33, S. 2 f.). Auf Grund des augenfälligen 

Unfallgeschehens ist dieser Unfall der Kategorie der mittelschweren Unfälle mit 

Tendenz zu den leichten Unfallereignissen zuzuordnen. Zu beachten ist, dass es sich 

nicht um eine Frontalkollision handelte und dass die Geschwindigkeit des 

Personenwagens mit 20 km/h vergleichsweise gering war. Über die Geschwindigkeit 

des Velos im Zeitpunkt des Aufpralls bestehen keine Angaben.

8.3.2         Bei den im mittleren Bereich zu situierenden Unfällen lässt sich die Frage, ob 

zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig 

beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar 

mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon 

erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Solche unfallbezogenen 

Umstände können als Beurteilungskriterien dienen, weil sie ihrerseits nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, in 

Verbindung mit dem Unfall zu einer psychischen Erwerbsunfähigkeit zu führen oder 

diese zu verstärken. Als wichtigste der abhängig von der Unfallschwere in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien gelten nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung (BGE 115 V 140 E. 6c): Besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen 

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Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung; 

körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen 

erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; 

Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit. Zwar ist es nicht 

erforderlich, sämtliche objektive Kriterien in die Gesamtwürdigung einzubeziehen. Bei 

einem Unfall im mittleren Bereich kann ein einziges Kriterium genügen, wenn es in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes 

bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien 

erfüllt sein, damit eine Leistungspflicht des Unfallversicherers bejaht werden kann. 

Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur 

Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 115 V 140, 

BGE 124 V 44 E. 5c, Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2009 vom 15. Januar 2010, E. 

4.1.1.).

8.3.3         Keines der obenerwähnten Merkmale ist vorliegend erfüllt. Beim Kriterium 

der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des 

Unfalls geht es um Umstände, die von einem objektiven Standpunkt aus als geeignet 

erscheinen, bei der betroffenen Person während dem Unfallgeschehen oder danach 

psychische Abläufe zu bewirken, die an den darauffolgenden psychischen 

Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein können. Dem vorliegend zu beurteilenden 

Geschehen kann eine gewisse Eindrücklichkeit nicht abgesprochen werden, kollidierte 

doch der Beschwerdeführer als Velolenker mit einem Personenwagen. Es sind 

gleichwohl keine Umstände erkennbar, die eine besondere Dramatik der 

Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls rechtfertigen 

würden. Betreffend Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen ist darauf 

hinzuweisen, dass die erlittenen Verletzungen (commotio cerebri, Schlüsselbeinbruch, 

Kniekontusion, Handgelenkkontusion) nicht von solcher Schwere sind, dass sie 

geeignet wären, psychogene Störungen auszulösen. Auch das Kriterium der 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung ist zu verneinen. Der 

Beschwerdeführer wurde bereits am Tag nach dem Unfall nach Hause entlassen und 

es folgte eine konservative Behandlung von relativ kurzer Dauer. Ebenfalls von kurzer 

Dauer war die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit, die bis 24. Juni 2012 dauerte. Von 

körperlichen Dauerschmerzen kann deshalb nicht die Rede sein, weil der 

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Beschwerdeführer selber am 31. Januar 2013 der Suva mitteilte, dass die Behandlung 

abgeschlossen sei; eine spezifische fortgesetzte ärztliche Behandlung der 

Restbeschwerden vom Unfalldatum bis zur Rückfallmeldung hat nicht stattgefunden. 

Dem Bericht von Dr. G.___ vom 16. Juli 2012 lässt sich entnehmen, dass es bereits 

nach dem Unfall zu einer deutlichen Besserung gekommen ist, so dass von einem 

natürlichen Heilungsverlauf ausgegangen werden kann. Es ist nicht abwegig 

anzunehmen, dass der natürliche Heilungsverlauf Ende Januar 2013 zum 

Behandlungsabschluss geführt hat, wie dies die Beschwerdegegnerin getan hat. 

Entsprechend finden sich in den medizinischen Berichten keine Anhaltspunkte für 

einen schwierigen Heilungsverlauf bzw. Komplikationen. Dem Bericht von Dr. G.___ 

vom 3. Januar 2014 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer nur noch selten 

Kopfschmerzen verspüre und dementsprechend in den vergangenen Monaten auf die 

Einnahme von Schmerzmitteln verzichten konnte. Die Schulnoten hätten trotz der 

geklagten Müdigkeit nicht gelitten, und die Lehrabschlussprüfung sei wie geplant im 

Sommer 2014 vorgesehen. Den Akten lässt sich ausserdem entnehmen, dass der 

Beschwerdeführer als Sportler gute Leistungen erbringt. Es finden sich 

zusammenfassend keine Anhaltspunkte für die Erheblichkeit der geltend gemachten 

Beschwerden. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung kann ebenfalls nicht die Rede sein, 

und das Kriterium betreffend Arbeitsunfähigkeit ist ebenso wenig erfüllt, ist doch der 

Beschwerdeführer seit 25. Juni 2012 wieder voll arbeitsfähig. Die Arbeitsunfähigkeit 

war demnach von bloss kurzer Dauer.

8.3.4         Zusammenfassend ist festzustellen, dass keines der erwähnten 

Adäquanzkriterien erfüllt ist, womit die Adäquanz der geklagten Beschwerden mit dem 

Unfall vom 9. Mai 2012 nicht gegeben ist. Da sowohl die natürliche als auch die 

adäquate Kausalität nach dem Gesagten zu verneinen ist, erübrigt sich die Prüfung des 

Anspruchs auf die gesetzlichen Leistungen (Art. 10 UVG, Art. 16 f. UVG, Art. 21 UVG). 

Die Kosten einer allfälligen Heilbehandlung hat nach dem Gesagten die obligatorische 

Krankenpflegeversicherung zu übernehmen, die vorliegend die Verfügung der Suva 

nicht angefochten hat.

9.      Nach dem Gesagten ist der Einspracheentscheid der Suva nicht zu beanstanden 

und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Das Verfahren ist kostenlos (Art. 

61 lit. a ATSG). Bei diesem Prozessausgang besteht kein Anspruch auf 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/27

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Parteientschädigung (Art. 98 bis des Verwaltungsverfahrensgesetzes [VRP; SGS 

951.1]).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.                                                                                          

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.                                                                                          

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2015
	Bestehen nach einer Kollision zwischen Personenwagen und Velo gefolgt von einem eintägigen Spitalaufenthalt und konservativer medikamentöser Behandlung und kurzer Arbeitsunfähigkeit noch neuropsychologische Beschwerden (Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten) ohne objektivierbare somatische Unfallfolgen, so ist die Adäquanz der Restbeschwerden nach der sog. Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) zu prüfen und vorliegendenfalls zu verneinen. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. August 2015, UV 2014/50).Entscheid vom 20. August 2015BesetzungPräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Marilena GnesaGeschäftsnr.UV 2014/50ParteienA.___,Beschwerdeführer,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas, Markusstrasse 10, 8006 Zürich,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,GegenstandVersicherungsleistungenSachverhalt

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