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**Case Identifier:** 14972ff3-bef4-5fe2-a4d0-ef0d445c1086
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.07.2017 IV 2014/251
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-251_2017-07-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/251

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 28.07.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 28.07.2017
Art. 28 IVG. Anspruch auf Rente. Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten 
und unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10% besteht kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 28. Juli 2017, IV 2014/251).

Entscheid Versicherungsgericht, 28.07.2017

Entscheid vom 28. Juli 2017

Besetzung                                                                      

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Michaela 

Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Annemarie Haase           

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2014/251            

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Hans Frei, Kriessernstrasse 40, 9450 Altstätten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich erstmals am 12. November 2008 zum Bezug von IV-Leistungen 

im Kanton St. Gallen an. Im Anmeldeformular gab er an, er habe von 1967-1970 

Anlehren als Gärtner absolviert (ohne Fähigkeitsausweise) und arbeite Teilzeit als 

Gärtner und Hauswart. Er leide unter einer Diskushernie bzw. Rückenproblemen und an 

Arthrose/Meniskus in beiden Knien (IV-act. 1).

A.b  Gemäss den von der IV-Stelle eingeholten Unterlagen der IV-Stelle Liechtenstein 

(IV-Stelle FL) hatte sich der Versicherte am 18. Juli 2007 bei der IV-Stelle FL zur 

Durchführung einer Früherfassung angemeldet (IV-act. 8 f.). Am 21. August 2007 war 

ihm von seinem damaligen Arbeitgeber, der B.___, gekündigt worden, da er aus 

gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen sei, über seine 80% Anstellung 

hinaus Leistungen zu erbringen und selbst berufsspezifisch leichte Arbeiten aufgrund 

seiner gesundheitlichen Beschwerden nicht habe ausführen können (IV-act. 11). Diese 

Kündigung war nach einem am 25. September 2007 geführten Gespräch zwischen 

dem Versicherten, einem Vertreter der B.___ und einem Mitarbeiter der IV-Stelle FL 

zurückgezogen worden (vgl. IV-act. 12). Am 12. Juni 2008 hatte sich der Versicherte 

bei der IV-Stelle FL zum Bezug von IV-Leistungen (Arbeitsvermittlung/Rente) 

angemeldet (IV-act. 15 f.). Der behandelnde Arzt Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin FMH, hatte am 15. August 2007 festgehalten, der Versicherte sei 

infolge der degenerativen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule und beider 

Kniegelenke als Gärtner nur noch bedingt einsatzfähig. Vor allem sollten längere und 

grössere Belastungen sowie das Tragen von schweren Lasten vermieden werden. 

Kurzzeitige Belastungen seien noch möglich (IV-act. 10). Dr. med. D.___, Leitende 

Ärztin Rheumatologie, Klinik Valens, hatte am 24. Januar 2008 folgende Diagnosen 

angegeben: Chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei Status nach mehrfacher 

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Diskushernieoperation und Periarthropathia genu beidseits u.a. mit Gonarthrosen 

beidseits symptomatisch mit Status nach mehrmaligen operativen Eingriffen. Dazu 

hatte sie ausgeführt, dass der Versicherte für die bisherige schwere Tätigkeit in der 

Landschaftsgärtnerei sicher nicht mehr geeignet sei. Für eine leichte bis mittelschwere 

wechselbelastende Tätigkeit bestehe hingegen noch eine Arbeitsfähigkeit, deren 

Umfang anhand einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (nachfolgend EFL) 

festgestellt werden könne (IV-act. 14). Auch Dr. C.___ hatte am 30. Juni 2008 bei 

denselben Diagnosen festgehalten, dass dem Versicherten Belastungen, wie sie der 

Beruf des Landschaftsgärtners mit sich bringe, nicht mehr zumutbar seien. Eine wenig 

belastende Tätigkeit (z.B. eine Teilzeitbeschäftigung als Hauswart) sei, da der 

Versicherte nicht lange stehen könne und rasch ermüde, täglich während 4h bei leicht 

eingeschränkter Leistungsfähigkeit zumutbar. Der Versicherte sei in der angestammten 

Tätigkeit vom 6. bis 12. August 2007 zu 100%, vom 10. September 2007 bis 31. Januar 

2008 zu 50% und ab dem 1. Februar 2008 zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Aktuell 

sei er nach wie vor zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 21).

A.c  Gemäss den Angaben im Fragebogen für den Arbeitgeber hatte der Versicherte 

bei einem Pensum von 80% im Jahr 2007 monatlich Fr. 4'160.-- und im Jahr 2008 

monatlich Fr. 4'243.-- (jeweils + 13. Monatslohn) verdient (IV-act. 16, 23).

A.d  Im Rahmen einer durch die IV-Stelle FL angeordneten EFL vom 24./25. September 

2008 hatte Dr. D.___ zusätzlich zu den bisher bekannten Diagnosen ein leichtes 

residuelles motorisches Ausfallsyndrom L5 rechts, ein leichtes rezidivierendes 

radikuläres Reizsyndrom L3 links sowie eine Periarthropathia humeroscapularis 

tendinopathica rechts mit Impingementsymptomatik festgestellt. Laut E.___, 

Physiotherapeut Ergonomie, war der Versicherte in einer leichten bis mittelschweren 

wechselbelastenden Arbeit aufgrund der deutlich verminderten Belastbarkeit beider 

Kniegelenke und der Lendenwirbelsäule in der normalen Arbeitszeit nicht voll 

leistungsfähig, weshalb die tägliche Arbeitszeit um 2h reduziert werden sollte. 

Hockepositionen sollten nie und Arbeiten über Schulterhöhe, vorgeneigtes Stehen, 

Knien, Treppen- sowie Leitersteigen nur selten vorkommen. Die angestammte schwere 

Tätigkeit als Gärtner/Allrounder sei jedenfalls nicht mehr zumutbar (IV-act. 26).

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A.e  Mit einem Vorbescheid vom 18. November 2008 stellte die IV-Stelle FL dem 

Versicherten die Zusprache einer halben IV-Rente ab dem 1. April 2008 bei einem IV-

Grad von 50% in Aussicht (IV-act. 30). Nachdem der Versicherte dagegen am 9. Januar 

2009 einen Einwand erhoben hatte (IV-act. 37), beantragte er am 22. Januar 2009 eine 

neue Beurteilung der Situation, da seine Schmerzen zugenommen hätten (IV-act. 39, 

Austrittsbericht des Spitals F.___ vom 23. Januar 2009 betreffend eine am 20. Januar 

2009 durchgeführte Knieorthoskopie und medialen Teilmeniscektomie und 

Gelenkstoilette rechts, IV-act. 40). Dr. med. G.___, Chiropraktor, gab am 26. Januar 

2009 an, dem Versicherten sei aufgrund der massiven Bewegungseinschränkungen der 

Lendenwirbelsäule, der Schmerzen des paralumbalen Muskelhartspannes, der 

Druckdolenzen sowie der schmerzhaften Bewegungseinschränkung beider 

Kniegelenke lediglich eine leichte, wenig belastende, wechselseitige Tätigkeit während 

maximal 3-4h täglich zumutbar (IV-act. 41). Am 23. März 2009 teilte der Versicherte 

mit, ihm sei von seinem Arbeitgeber auf Mitte Jahr gekündigt worden (IV-act. 44). Am 

30. Juni 2009 verfügte die IV-Stelle FL ab dem 1. April 2008 die Ausrichtung einer 

halben Rente. Dabei hatte sie den vom ehemaligen Arbeitgeber für das Jahr 2007 

angegebenen Lohn für eine Vollzeitstelle aufgerechnet und das sich daraus ergebende 

Valideneinkommen von Fr. 70'193.-- einem Invalideneinkommen eines 30h pro Woche 

tätigen Hilfsarbeiters in Höhe von Fr. 35'377.05 (inkl. eines Abzugs von 20%) 

gegenübergestellt, woraus ein IV-Grad von 50% resultierte (IV-act. 23, 57).

B.   

B.a  Mit einem Vorbescheid teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 11. Dezember 

2009 mit, dass unter Berücksichtigung der Abklärungen durch die IV-Stelle FL in einer 

leidensangepassten, leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit mit 

eingeschränktem Belastungsprofil eine 75%ige (sechsstündige) Arbeitsfähigkeit 

bestehe. Sie habe den vom ehemaligen Arbeitgeber für das Jahr 2008 angegebenen 

Lohn für eine Vollzeitstelle aufgerechnet und das sich daraus ergebende 

Valideneinkommen von Fr. 68'949.-- einem Invalideneinkommen in Höhe von Fr. 

40'681.-- (75% des Lohnes eines 40h pro Woche tätigen Hilfsarbeiters abzüglich eines 

"Teilzeitabzugs" von 8%) gegenübergestellt. Daraus ergebe sich ein IV-Grad von 41%, 

womit der Versicherte ab dem 1. März 2008 einen Anspruch auf eine Viertelsrente habe 

(IV-act. 23, 49, 63, 70 f.). Dagegen liess der Versicherte am 26. Januar 2010 

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einwenden, die IV-Stelle habe sich bei der Rentenfestsetzung nicht mit den von den 

Einschätzungen der Klinik Valens abweichenden Berichten der behandelnden Ärzte 

auseinandergesetzt. Da er für die EFL vom 25. September 2008 Schmerzmittel habe 

einnehmen müssen, um die während der durchgeführten Belastbarkeitstests 

entstehenden Schmerzen ertragen zu können, müsse davon ausgegangen werden, 

dass seine Belastungsgrenze unter den von der Klinik ermittelten 6h pro Tag liege (IV-

act. 75).

B.b  Da dem Bericht von Dr. med. H.___, Oberarzt Orthopädie, Spital I.___, vom 21. 

Dezember 2009 zu entnehmen gewesen war, dass der Beschwerdeführer nach der 

Implantation einer Knie-TP rechts am 5. November 2009 keinerlei Beschwerden mehr 

hatte (IV-act. 84), riet Dr. med. J.___ vom RAD am 16. Juni 2010 zu einer erneuten 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (IV-act. 86). Am 25. Juni 2010 

gab Dr. H.___ an, die bisherige Tätigkeit sei dem Versicherten aus medizinischer Sicht 

zwar nicht mehr zumutbar, doch bestehe in einer adaptierten Tätigkeit mit einer 

begrenzten Belastung des rechten Knies/Beines und vermehrt sitzend ab Juni 2010 

eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 88). Der behandelnde Arzt Dr. med. K.___, 

Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, berichtete am 11. November 2010, der 

Versicherte ermüde rasch und habe bei Belastung und längerem Stehen 

Schmerzexacerbationen, weshalb Tätigkeiten bei leichter wechselseitiger Belastung 

während 4h pro Tag bei einer leicht- bis mittelgradig eingeschränkten 

Leistungsfähigkeit möglich seien (IV-act. 95). Am 15. Dezember 2010 erklärte Dr. K.___ 

im Rahmen eines Telefongesprächs mit Dr. J.___ vom RAD, der Versicherte habe sich 

von seiner Knie-TP gut erholt. Beschwerden würden nur diffus bzw. wenig konkret 

geschildert und seien schwer fassbar. In einer adaptierten Tätigkeit sei ab dem 4. 

Januar 2011 medizintheoretisch eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf 100% möglich 

(IV-act. 99).

B.c  Mit einer Verfügung vom 29. März 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, er 

habe ab dem 1. März 2008 bei einem IV-Grad von 41% einen Anspruch auf eine 

Viertelsrente. Zur Begründung führte sie aus, der RAD gehe weiterhin von einer mind. 

75%igen Arbeitsfähigkeit aus, obwohl der Versicherte nach den neu vorliegenden 

medizinischen Berichten in einer adaptierten Tätigkeit zu 100% arbeitsfähig sei (IV-act. 

97, 101, 113).

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C.  

C.a Dagegen liess der Versicherte am 13. Mai 2011 Beschwerde erheben und die 

Zusprache einer Dreiviertelsrente, eventualiter die Rückweisung zur weiteren 

medizinischen Abklärung beantragen. Zur Begründung liess er ausführen, es sei mit Dr. 

G.___ (26. Januar 2009) und Dr. K.___ (11. November 2010) davon auszugehen, dass er 

in der Lage sei, einer angepassten Tätigkeit ca. 4h täglich nachzugehen (IV-act. 112). 

Die IV-Stelle beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. August 2011 die 

Abweisung der Beschwerde (IV-act. 122). Mit einer Replik vom 17. November 2011 

hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (IV-act. 133).

C.b Nach dem Abschluss des Schriftenwechsels liess der Versicherte dem Gericht am 

21. Mai 2012 die Ergebnisse der kürzlich von der IV-Stelle FL in Auftrag gegebenen und 

am 2. März 2012 von der Klinik Valens durchgeführten zweiten EFL zukommen. Er 

machte geltend, gestützt auf das Ergebnis der Abklärung und unter Berücksichtigung 

eines Tabellenlohnabzugs von 25% habe er einen Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 

(IV-act. 141). Dr. med. L.___, Chefarzt Rheumatologie, hatte im Bericht zu dieser EFL 

festgehalten, das arbeitsbezogen relevante Problem sei die reduzierte körperliche 

Belastbarkeit aufgrund der Funktionsstörungen der Lendenwirbelsäule und beider 

Kniegelenke. Zudem seien beide Schultergelenke in ihrer Beweglichkeit endgradig 

schmerzhaft eingeschränkt. Gesamthaft sei eine Schmerzzunahme bei statischen und 

repetitiven Tätigkeiten aufgrund der Beobachtungen während der EFL und der 

konsistenten Leistung glaubhaft und nachvollziehbar, weshalb dem Versicherten 

leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit Gewichtsbelastungen bis maximal 10kg 

halbtags mit zusätzlichen Pausen von insgesamt 1h täglich zumutbar seien. Dabei 

sollte er nie kriechen, knien oder hocken. Arbeiten über Schulterhöhe, vorgeneigtes 

Stehen, Rotationen im Sitzen, wiederholte Kniebeugen, Treppen- und Leitersteigen 

sollten selten vorkommen. Statische Positionen wie Sitzen/vorgeneigtes Sitzen und 

Stehen sollten unterbrochen werden können und nur manchmal vorkommen. In der 

aktuellen Tätigkeit als Hauswart und in allen anderen adaptierten Tätigkeiten sei der 

Versicherte daher nur halbtags mit einem zusätzlichen Pausenbedarf von einer Stunde 

arbeitsfähig (IV-act. 142). Weiter reichte der Versicherte am 17. Juli 2012 den 

Vorbescheid der IV-Stelle Liechtenstein vom 9. Juli 2012 ein, mit welchem ihm gestützt 

auf die EFL 2012 ab dem 1. Dezember 2011 bei einem IV-Grad von 68% eine ganze 

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Rente in Aussicht gestellt worden war (IV-act. 145). Am 3. August 2012 verfügte die IV-

Stelle FL entsprechend ihrem Vorbescheid (IV-act. 147).

C.c Daraufhin beantragte die IV-Stelle am 24. September 2012 beim Gericht die 

Rückweisung der Sache zur weiteren medizinischen Abklärung. Zur Begründung führte 

sie an, die neue EFL sei für den RAD nicht gänzlich plausibel und nachvollziehbar (IV-

act. 152). Der Versicherte erklärte sich am 4. Oktober 2012 mit einem polydisziplinären 

Gutachten einverstanden und zog die Beschwerde zurück, nachdem die IV-Stelle die 

Verfügung vom 29. März 2011 am 23. Oktober 2012 widerrufen hatte (IV-act. 156, 162, 

165).

D.  

D.a Im polydisziplinären Gutachten vom 13. Mai 2013, durchgeführt am 9. April 2013 

von der Ärztliches Begutachtungsinstitut Basel GmbH (nachfolgend ABI GmbH), wurde 

der Versicherte allgemeininternistisch, psychiatrisch, orthopädisch und neurologisch 

untersucht. Dr. M.___, FMH Allgemeine Innere Medizin, und Dr. N.___, FMH Psychiatrie 

und Psychotherapie, hielten fest, dass sie keine Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt hätten. Einzig aus psychiatrischer Sicht könne - jedoch ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit - eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54) 

festgestellt werden, da die Überzeugung des Versicherten, auch in einer angepassten 

Tätigkeit nicht mehr als in seinem jetzigen Umfang arbeiten zu können, sich nicht durch 

die somatischen Befunde objektivieren lasse. Dr. O.___, FMH Orthopädische Chirurgie, 

hielt folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest: Chronisches lumbo- 

und thorakovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5/M54.6), symptomatische 

Gonarthrose links (ICD-10 M17.0), chronische Kniebeschwerden rechts (ICD-10 

M79.66/Z96.6), chronische Beschwerden an der adominanten rechten Schulter (ICD-10 

M19.01) und Epicondylitis humeri radialis links (ICD-10 M77.1). Er führte aus, bei der 

Untersuchung der Wirbelsäule habe sich eine praktisch freie Beweglichkeit sämtlicher 

Abschnitte gezeigt, indem der initial vermehrte Finger-Boden-Abstand später durch 

eine freie Auslenkung im Langsitz habe relativiert werden können. Auch die bei der 

expliziten Prüfung verminderte Kopfrotation habe sich unter Ablenkung als frei 

erwiesen. An den oberen und unteren Extremitäten habe gleichfalls eine freie 

Beweglichkeit mit Ausnahme endgradiger Einschränkungen an der rechten Schulter 

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und den linken Kniegelenk vorgelegen. Hinweise für ein subakromiales Impingement 

oder eine höhergradige Läsion des AC-Gelenkes hätten dabei gefehlt. Am linken 

Ellbogen hätten Zeichen einer radialen Epikondylopathie bestanden. 

Zusammenfassend liessen sich die vom Versicherten beklagten Beschwerden 

einerseits durch die klinischen und radiologischen Befunde durchaus nachvollziehen, 

andererseits sei festzuhalten, dass der Versicherte trotz des guten Erfolges nach 

rechtsseitigem Kniegelenksersatzes auf einen derartigen Eingriff an der Gegenseite 

verzichte, da immer wieder beschwerdearme Intervalle bestünden. Auch sei zu 

erwähnen, dass der Versicherte von einem durchaus aktiven Lebensstil einschliesslich 

ausgedehnter Spaziergänge, Velofahren, Schwimmen und handwerklicher 

Verrichtungen berichtet habe. Auf beruflicher Ebene sei die vollständige Reintegration 

in den Arbeitsprozess anzustreben, doch würden sich hier keine Massnahmen 

anbieten, da der Versicherte über keine entsprechende Motivation zu verfügen scheine. 

Dr. P.___, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

ein degeneratives LWS-Syndrom (ICD-10 M54.5) mit einem residuellen radikulären 

Syndrom S1 rechts (ICD-10 G54.4) bei Zustand nach zweimaliger 

Bandscheibenoperation (1993/96, nachfolgend BOP). Die entsprechenden 

Auswirkungen fielen jedoch überwiegend in das orthopädische Fachgebiet. Gesamthaft 

hielten die Gutachter fest, beim Versicherten bestehe für körperlich mittelschwere und 

schwere Tätigkeit seit dem 24. Januar 2008 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und für 

körperlich leichte, angepasste Tätigkeiten seit Juni 2010 eine Arbeitsfähigkeit von 80% 

(Ganztagespensum mit reduzierter Leistungsfähigkeit aufgrund eines erhöhten 

Pausenbedarfs). Es könne davon ausgegangen werden, dass die aktuelle Tätigkeit als 

Hilfsarbeiter/Allrounder/Hauswart einer optimal adaptierten Tätigkeit entspreche (IV-

act. 176).

D.b Dr. J.___ vom RAD hielt dazu am 1. Juli 2013 fest, das Gutachten sei umfassend, 

kohärent, in sich widerspruchsfrei und medizinisch nachvollziehbar, weshalb darauf 

abzustellen sei (IV-act. 177). Mit einem Vorbescheid vom 11. Juli 2013 stellte die IV-

Stelle dem Versicherten gestützt auf die im Gutachten der ABI GmbH attestierten 

80%igen Arbeitsfähigkeit und einem Tabellenlohnabzug von 10% bei einem IV-Grad 

von 37% die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht (IV-act. 180).

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D.c Am 21. Oktober 2013 liess der Versicherte beantragen, ihm sei aufgrund eines IV-

Grades von 70% spätestens ab dem 1. März 2008 eine ganze IV-Rente auszurichten; 

eventualiter sei ein neues interdisziplinäres Gutachten mit einer EFL in Auftrag zu 

geben. Zur Begründung liess er ausführen, das ABI-Gutachten enthalte zahlreiche 

Widersprüche. Dr. O.___ habe einerseits angeführt, die beklagten Beschwerden liessen 

sich durch die klinischen und radiologischen Befunde durchaus nachvollziehen und 

andererseits angemerkt, zwischen den anamnestischen Schmerzschilderungen und 

den objektivierbaren Befunden anlässlich der Untersuchung bestehe eine gewisse 

Diskrepanz. Des Weiteren sei die psychiatrische Diagnose einer 

Schmerzverarbeitungsstörung nicht nachvollziehbar, da seine Beschwerden zu den 

erhobenen Befunden an der Wirbelsäule, den Knien, der Schulter und dem Ellenbogen 

passten. Ausserdem sei keine EFL durchgeführt worden, obwohl die Arbeitsfähigkeit 

durch die direkte Beobachtung der Belastbarkeit viel genauer bestimmt werden könne. 

Da das Gutachten somit unvollständig sei, sei stattdessen auf die EFL in der Klinik 

Valens vom 2. März 2012 abzustellen, gemäss welcher er als Hilfsarbeiter zu 50% 

arbeitsunfähig sei. Unter Berücksichtigung seiner Teilzeittätigkeit und da er nur noch 

Hilfsarbeiter-Tätigkeiten annehmen könne, welche aufgrund seines eingeschränkten 

Belastungsprofils und seiner im Vergleich mit jüngeren Bewerbern eingeschränkten 

manuellen Fähigkeiten schwer bzw. mit erheblichen Lohneinbussen zu finden seien, 

rechtfertige sich ein Tabellenlohnabzug von insgesamt 25% (IV-act. 182).

D.d Die IV-Stelle bat die Gutachter der ABI GmbH, zu diesen Einwänden Stellung zu 

nehmen (IV-act. 184). Diese hielten am 14. November 2013 fest, dass die durch den 

Versicherten als widersprüchlich bezeichnete Aussage im orthopädischen Gutachten 

betreffend die Nachvollziehbarkeit der beklagten Beschwerden aufgrund der gestellten 

Befunde dahingehend zu verstehen sei, dass den subjektiv geklagten Beschwerden 

des Versicherten - dies sei nicht immer so - tatsächlich ein organischer Kern zugrunde 

liege, die Beschwerden also im Grundsatz nachvollziehbar seien. Hingegen liessen sich 

das Ausmass der subjektiv beklagten Beschwerden und die subjektiven Limitierungen 

nicht durch den plausibilisierten organischen Beschwerdekern erklären und begründen, 

was dazu geführt habe, dass aus psychiatrischer Sicht von einer 

Schmerzverarbeitungsstörung ausgegangen worden sei. Da eine EFL nur dann Sinn 

mache, wenn eine gute Kooperation vorliege, und sinnlos sei, wenn ohne Motivation 

mit Selbstlimitierung nicht bis an die Grenzen der Belastbarkeit getestet werden könne, 

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habe im Gutachten die Einschätzung der Zumutbarkeit und der medizinisch-

theoretischen Möglichkeit im Vordergrund gestanden (IV-act. 185). Am 28. November 

2013 entgegnete der Versicherte, die Gutachter blieben bezüglich seines angeblich 

selbstlimitierenden resp. nicht kooperativen Verhaltens einen Beweis schuldig (IV-act. 

187). Dr. J.___ vom RAD erachtete die Ausführungen der Gutachter am 11. März 2014 

"im Wesentlichen" als plausibel (IV-act. 188). Am 25. März 2014 verfügte die IV-Stelle 

die Ablehnung des Rentenanspruchs des Versicherten. In Bezug auf die Einwände des 

Versicherten führte sie aus, dass diese keine andere Annahme des aktuellen 

Sachverhaltes erlaubten (IV-act. 189).

E.   

E.a  Gegen die Verfügung vom 25. März 2014 liess der Versicherte (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 12. Mai 2014 Beschwerde erheben und die Zusprache einer 

Dreiviertelsrente, eventualiter eine Rückweisung an die IV-Stelle (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) zur weiteren medizinischen Abklärung, insbesondere zur 

Durchführung einer EFL, beantragen. Zur Begründung liess er in Ergänzung zu seinen 

Stellungnahmen im Vorbescheidverfahren ausführen, die IV-Stelle (nachfolgend 

Beschwerdegegnerin) habe seine verwertbare Arbeitsfähigkeit von Anfang an 

überschätzt. Schliesslich erhalte er von der IV-Stelle FL seit April 2008 eine halbe und 

seit Dezember 2011 eine ganze IV-Rente. Das ABI-Gutachten sei unvollständig und 

widersprüchlich und die bemängelten Ungereimtheiten seien nicht plausibel geklärt 

worden. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 50% und einem Teilzeit- und Leidensabzug von 

20% resultiere ein IV-Grad von 68,68%, womit er einen Anspruch auf eine 

Dreiviertelsrente habe. Dieser IV-Grad lasse sich umso mehr rechtfertigen, als er mit 

demjenigen der IV-Stelle FL übereinstimme, die das gleiche Bemessungsverfahren wie 

die Beschwerdegegnerin kenne (act. G 1).

E.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 21. August 2014 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führte sie aus, 

das ABI-Gutachten sei von qualifizierten Fachärzten den Anforderungen der 

Rechtsprechung entsprechend erstellt worden. Bei einer EFL wären aufgrund des 

festgestellten Schmerzsyndroms keine neuen Erkenntnisse zu erwarten gewesen, da 

eine EFL insbesondere dann nicht zielführend sei, wenn eine Person nicht zeigen wolle, 

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was sie könne, sondern was sie nicht könne. Vorliegend sei dem Beschwerdeführer 

eine Tätigkeit in einem ganztägigen Pensum zumutbar und es bestehe kein Grund, eine 

über die Einschränkung der Leistungsfähigkeit hinausgehende, überproportionale 

Lohneinbusse anzunehmen. Ausserdem wirke sich das Alter im Bereich der einfachen 

und repetitiven Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 4 bei männlichen Arbeitnehmern 

im Alterssegment von 50 bis 64/65 nicht lohnsenkend aus. Dass das Alter die 

Stellensuche faktisch negativ beeinflussen könne, müsse als invaliditätsfremder Faktor 

unberücksichtigt bleiben, weshalb der vorgenommene Abzug in Höhe von 10% nicht 

zu beanstanden sei (act. G 4).

E.c  Dem liess der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 3. Oktober 2014 entgegnen, 

Dr. H.___ habe keine entscheidungsrelevante Angaben zu Arbeitsfähigkeit machen 

können, da ihm lediglich ein Teilleiden bekannt gewesen sei. Auch auf die telefonische 

Auskunft von Dr. K.___ vom 15. Dezember 2010 sei nicht abzustellen, da dieser seine 

Arbeitsfähigkeit ohne neuerliche Untersuchung seit dem 11. November 2010 nicht habe 

einschätzen können. Zu beachten sei, dass seine Hausärztin, Dr. med. Q.___, 

Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, nie zu seinem Gesundheitszustand 

befragt worden sei, obwohl er schon länger bei ihr in Behandlung sei und die IV-Stelle 

FL auf zwei ihrer Arztberichte vom Januar 2012 abgestellt habe (act. G 6).

E.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 14. Oktober 2014 auf eine Duplik (act. G 

8).

E.e  Dem nachträglich durch das Gericht angeforderten vollständigen IV-Aktendossiers 

der IV-Stelle FL (act. G 11) war u.a. zu entnehmen, dass Dr. Q.___ am 2. Januar 2012 

angegeben hatte, die Knieschmerzen des Versicherten nähmen bei Belastung und in 

der Nacht zu und es bestehe ausserdem ein St. n. zweimaliger Arthroskopie links (act. 

G 11.1/272). Am 4. Januar 2012 hatte sie ergänzend ausgeführt, dem Versicherten 

seien nur noch körperlich leichte Arbeiten mit Wechselbelastung zumutbar. Seine 

aktuelle Arbeit als Hauswart übe er ca. 1,5-3h pro Tag aus; je nach Tätigkeit wären ihm 

bis zu 4h täglich zumutbar (act. G 11.1/274). Da Dr. med. R.___ vom RAD die 

Verschlechterung des Gesundheitszustands aufgrund der im November 2009 

vorgenommenen Knie-TP als belegt, die von der Sachbearbeitung unvollständig 

wiedergegebene Restarbeitsfähigkeit (1,5-3h statt je nach Tätigkeit bis zu 4h) Dr. 

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Q.___s jedoch als nicht nachvollziehbar erachtet hatte, hatte sie am 8. Februar 2012 

die Durchführung einer Verlaufs-EFL gefordert (act. G 11.1/275). Der Beschwerdeführer 

nahm zu den zugesandten Akten am 13. März 2017 dahingehend Stellung, dass die 

eingereichten Akten weder chronologisch noch systematisch einwandfrei geordnet 

seien, weshalb die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine geordnete und 

übersichtliche Aktenführung verletzt habe (act. G 16). Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 18).

E.f  Das Gericht bat die ABI-GmbH am 8. Mai 2017 um eine nachvollziehbare 

Begründung der Diskrepanz der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik Valens im Jahr 

2012 zu jener der ABI GmbH im Jahr 2013, um eine genaue Bezifferung des 

Arbeitsfähigkeitsgrades sowie die Klärung einiger Aussagen in Bezug auf die 

somatische Störung von Dr. N.___ (act. G 20). Dr. O.___ führte dazu am 30. Mai 2017 

aus, auch unter Berücksichtigung der Arthrose am linken Knie sei nicht 

nachvollziehbar, wie die Klinik Valens im Jahr 2012 von einer grösseren Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit habe ausgehen können als im Jahr 2008, da die für diese 

Einschränkungen grösstenteils ausschlaggebende Arthrose am rechten Knie im Jahr 

2012 bereits operiert gewesen sei. Weiter hätten die im Rahmen der EFL 2012 

beschriebenen funktionellen Defizite des Bewegungsapparates weder bei einer 

früheren Untersuchung in Valens noch anlässlich der ABI-Begutachtung bestätigt 

werden können. Die Arbeitsfähigkeit betrage 90% mit um 10% reduzierter Leistung bei 

ganztägigem Pensum (act. G 21).

E.g  Die Beschwerdegegnerin erklärte am 22. Juni 2017, die ABI GmbH habe die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung in ihrem Antwortschreiben vom 30. Mai 2017 

nachvollziehbar begründet. Sie habe sich bereits in ihrer Beschwerdeantwort auf die 

Einschätzung der ABI GmbH gestützt, weshalb sie auf die entsprechenden 

Ausführungen verweise und abermals die Abweisung der Beschwerde beantrage (act. 

G 24).

E.h  Der Beschwerdeführer liess in seiner Stellungnahme vom 4. Juli 2017 darauf 

hinweisen, dass das ABI-Gutachten die Kriterien für ein beweiskräftiges Gutachten 

nicht erfülle; insbesondere habe die ABI GmbH trotz des entsprechenden Auftrags des 

RADs keine EFL durchgeführt. Zudem hätten sich die Gutachter der ABI GmbH nicht 

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ausreichend mit den Ergebnissen der im Jahr 2012 durch die Klinik Valens 

durchgeführte EFL auseinandergesetzt. Auch im Antwortschreiben von Dr. O.___ vom 

30. Mai 2017 sei dieser Mangel nicht behoben worden. Er habe denn auch die 

gestellten Fragen nicht befriedigend bzw. nicht vollständig beantwortet. Es bestehe die 

Möglichkeit, dass die Diskrepanz zwischen den Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Klinik 

Valens und der ABI GmbH mit den unterschiedlichen allgemeininternistischen 

Einschätzungen zu begründen seien. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der 

Beschwerdeführer weiterhin Probleme am rechten Knie habe, indem nach einer 

einstündigen Gehstrecke eine Schwellung auftrete. Am linken Knie beklage er zudem 

Schmerzen und ein Streckdefizit. Es sei auf die Aussage der Gutachter der ABI GmbH 

abzustellen, gemäss welcher sich die geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers 

durch die klinischen und radiologischen Befunde nachvollziehen liessen. Ausserdem 

sei davon auszugehen, dass aufgrund dieser Einschätzung die Arbeitsunfähigkeit bei 

Durchführung einer EFL höher bewertet worden wäre. In Bezug auf die durch die Klinik 

Valens im Jahr 2012 durchgeführte EFL sei erneut darauf hinzuweisen, dass die Klinik 

Valens über einen grossen Erfahrungsschatz verfüge und auch die IV-Stelle FL voll auf 

die durchgeführte EFL abgestellt habe (act. G 27).

Erwägungen

1.   

1.1  Mit der angefochtenen Verfügung vom 25. März 2014 hat die Beschwerdegegnerin 

einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers bei einem Invaliditätsgrad von 37% 

verneint. Strittig ist demnach, ob der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente hat.

1.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 

830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), zu dem 

Einkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 

Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 

möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden; sie können aber 

auch nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 

1998 S. 120).

2.   

2.1  Um das Invalideneinkommen und damit den IV-Grad ermitteln zu können, muss die 

Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

feststehen.

2.2  Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. 

Die Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, 

d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

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Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 

Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 

Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 

(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten.

2.3  Die Beschwerdegegnerin hat sich bei ihrem Entscheid zur Hauptsache auf das 

Gutachten der ABI GmbH vom 13. Mai 2013 gestützt (vgl. IV-act. 176, 180). Zunächst 

stellt sich die Frage, ob dieses Gutachten die von der Rechtsprechung aufgestellten 

Kriterien erfüllt. Dafür muss das Gutachten in Kenntnis aller relevanten Vorakten 

abgegeben worden sein (Ziff. 2), eine Anamnese enthalten (Ziff. 3, 4.1.1, 4.2.1, 4.3.1), 

die subjektiven Angaben des zu Begutachtenden zu seinen Leiden berücksichtigen 

(Ziff. 3.3.1, 4.1.1.2, 4.2.1, 4.3.1.2), die erhobenen objektiven Befunde angeben (Ziff. 3.2, 

4.1.2, 4.2.2, 4.3.2) und eine abschliessende Gesamtbeurteilung (Ziff. 3.4, 4.1.4, 4.2.4, 

4.3.4) abgeben. Vorliegend scheinen zunächst alle Vorgaben erfüllt, doch hat der 

Beschwerdeführer in seiner Replik geltend gemacht, dass der Beschwerdegegnerin 

und der ABI GmbH die Arztberichte seiner Hausärztin Dr. Q.___ vom 2. und 4. Januar 

2012 nicht vorgelegen hätten (act. G 6). In der Tat finden sich diese im Rahmen des 

Vorbescheids der IV-Stelle FL vom 9. Juli 2012 aufgeführten Arztberichte nicht in den 

im Gutachten aufgeführten Vorakten und sind der Beschwerdegegnerin offenbar erst 

seit dem 2. Februar 2017 bekannt (vgl. act. G 11.1/272 ff.). Die Aussagen von Dr. Q.___ 

im Januar 2012 haben den die IV-Stelle FL beratenden RAD zwar von einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten überzeugt, doch hat Dr. 

R.___ aufgrund der ihrer Meinung nach nicht nachvollziehbaren 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. Q.___ (die sich auf die falsche Annahme gestützt 

hat, Dr. Q.___ hätte den Beschwerdeführer lediglich für 1,5-3h als arbeitsfähig 

betrachtet und nicht zusätzlich auch angegeben, dass ihm je nach Tätigkeit auch 4h 

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täglich zumutbar wären) die Durchführung einer EFL nahegelegt (vgl. act. G 11.1/275). 

Im Vorbescheid vom 9. Juli 2012 (IV-act. 146) hat sich die IV-Stelle FL denn auch 

ausschliesslich auf eben diese am 2. März 2012 durchgeführte EFL gestützt ("Dem 

EFL-Test der Klinik Valens, erstellt durch Dr. med. L.___ vom 2. März 2012 kann 

entnommen werden, dass nur noch leichte wechselbelastende Arbeiten halbtags 

verrichtet werden können. […]). Daraus ergibt sich folgende IV-Gradberechnung: […]"). 

Der sich aus der EFL 2012 ergebende und somit von der IV-Stelle FL angenommene 

Arbeitsfähigkeitsgrad von 50% mit einem erhöhten Pausenbedarf von 1h pro Tag 

weicht von der gemäss Dr. Q.___ verbliebenen Arbeitsfähigkeit von 1,5-3h, in einer 

adaptierten Tätigkeit evtl. bis zu 4h pro Tag nicht massgeblich ab. Dennoch hat sich 

die IV-Stelle FL ausschliesslich auf die Ergebnisse der EFL 2012 der Klinik Valens 

abgestützt, weshalb eine explizite Auseinandersetzung im ABI-Gutachten mit den 

Berichten von Dr. Q.___ nicht zwingend notwendig gewesen ist.  

2.4  Der Beschwerdeführer hat in seiner Stellungnahme vom 4. Juli 2017 darauf 

hinweisen lassen, dass die Diskrepanz zwischen den vorliegenden 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen möglicherweise auch mit den unterschiedlichen 

allgemeininternistischen Einschätzungen begründet werden könne (act. G 27). Im 

seinem Teilgutachten hat Dr. M.___ keine allgemeininternistische Diagnose mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit stellen können, da die CRP- und TSH-Werte lediglich leicht 

erhöht gewesen seien, die COPD nur mit einer minimalen Therapie behandelt werde, 

der Beschwerdeführer nicht über Atemnot geklagt habe und die Lungenauskultation 

und -perkussion unauffällig gewesen seien (IV-act. 176 S. 10). Dr. L.___ hat in seiner 

Beurteilung zur EFL am 17. April 2012 - genau wie Dr. M.___ festgestellt, dass der 

Beschwerdeführer an einer COPD und einer arteriellen Hypertonie leide. Weiter hat er 

jedoch ausgeführt, dass momentan die Beschwerden von Seiten des 

Bewegungsapparates im Vordergrund stünden. Die aufgrund der multilokulären 

Beschwerden seitens des Bewegungsapparates reduzierte körperliche 

Leistungsfähigkeit werde dennoch zusätzlich durch die beiden internistischen 

Erkrankungen, insbesondere durch die chronisch obstruktive Pneumopathie 

eingeschränkt (IV-act. 142 S. 6). Im Rahmen der EFL hat der Beschwerdeführer 

während der Tests stets auf Schmerzen und Beschwerden in Schulter, Ellenbogen, 

Knie, Kreuz und Gesäss ver¬wiesen. Über Atemnot (insbesondere beispielsweise beim 

fünfminütigen Treppensteigen), Schwindel oder anderweitige Beschwerden, die auf 

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eine internistische Problematik hätten schliessen lassen, hat er jedoch nicht geklagt 

(IV-act. 142 S. 11 f.). Im Ergebnis ist denn auch die Reduktion der Arbeitszeit auf 4h pro 

Tag mit der verminderten Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule sowie der Kniegelenke 

und der zusätzliche Pausenbedarf von einer Stunde mit dem reduzierten Gehtempo 

sowie der Einschränkung bei andauernden Tätigkeiten (wobei auch diese gemäss den 

Untersuchungsnotizen den Beschwerden des Bewegungsapparates zuzuschreiben 

sind) begründet worden (IV-act. 142 S. 8). Inwiefern die allgemeininternistischen 

Erkrankungen zusätzlich zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer aufgrund 

der Beschwerdeproblematik des Bewegungsapparates angeordneten leichten Tätigkeit 

während 4h täglich mit einem erhöhtem Pausenbedarf von zusätzlich 1h pro Tag führen 

sollten, geht aus dem EFL-Bericht nicht hervor und ist denn auch nicht nachvollziehbar. 

Schliesslich ist nicht davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer in einer 

körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit derart anstrengen müsste, dass 

aufgrund der COPD und der arteriellen Hypertonie mit zusätzlichen Einschränkungen 

seiner Arbeitsfähigkeit zu rechnen wäre. Dass sich die allgemeininternistischen 

Diagnosen direkt auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirken, ist also 

nicht anzunehmen, weshalb Dr. M.___, der aus allgemeininternistischer Sicht von einer 

vollen Arbeits- und Leistungsfähigkeit ausgegangen ist, gefolgt werden kann. Auf eine 

detaillierte Auseinandersetzung mit den vorliegen Arztberichten hat er im Übrigen zu 

Recht verzichtet, da in der Vergangenheit selbst durch Dr. L.___ keine konkrete 

Arbeitsfähigkeitsschätzung aus allgemeininternistischer Sicht vorgenommen worden 

ist.

2.5  Im Rahmen der orthopädischen Untersuchung durch Dr. O.___ hat der 

Beschwerdeführer angegeben, dass er primär unter Knie- und Rückenschmerzen leide. 

Dr. O.___ hat berichtet, der Beschwerdeführer zeige auf der Treppe und auf ebenem 

Terrain ein unauffälliges Gangbild. Die Wirbelsäule sei frei beweglich, nachdem der 

initial vermehrte Finger-Boden-Abstand durch eine freie Auslenkung im Langsitz habe 

relativiert werden können. Am linken Ellbogen bestünden Zeichen einer radialen 

Epikondylopathie. Radiologisch lägen ein Status nach dem Einsetzen einer Knie-

Totalprothese rechts, eine deutliche Gonarthrose links und an der Lendenwirbelsäule 

eine Osteochondrose des lumbosakralen Überganges nach einer 

Diskushernieoperation vor 17 Jahren vor. Die rechte Schulter zeige überdies Hinweise 

für eine Omarthrose. Gesamthaft liessen sich die vom Beschwerdeführer beklagten 

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Beschwerden durch die klinischen und radiologischen Befunde durchaus 

nachvollziehen. Allerdings könne dem Bericht der EFL 2012 nicht gefolgt werden, da 

die Arbeitsfähigkeit vor dem Gelenkersatz am rechten Knie qualitativ und quantitativ 

höher geschätzt worden sei als danach. Ausserdem habe sich im Rahmen der aktuell 

durchgeführten Überprüfungen weder eine um 1/3 noch eine um 2/3 verminderte 

Inklination der Lendenwirbelsäule gezeigt. Auch der Jobe-Test sei nicht positiv 

gewesen (IV-act. 176 S. 18 f.). Auf diese Diskrepanz hat Dr. O.___ in seinem Schreiben 

vom 30. Mai 2017 nochmals hingewiesen; er hat dazu ausgeführt, dass die Diskrepanz 

zwischen den sich aus den beiden von der Klinik Valens durchgeführten EFL 

ergebenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen im Rahmen der ABI-Begutachtung selbst 

unter der Berücksichtigung der Arthrose des linken Kniegelenks nicht habe 

nachvollzogen werden können. Schliesslich habe die im Jahr 2008 unter der 

Berücksichtigung der unbehandelten Arthrose im rechten Knie festgestellte 

Arbeitsfähigkeit von 6h pro Tag für leichte bis sogar mittelschwere Tätigkeiten 

gegolten. Im Jahr 2012 sei die Klinik Valens demgegenüber trotz eines erfolgreichen 

Gelenkersatzes am rechten Knie für eine lediglich leichte, wechselbelastende Tätigkeit 

von einer noch höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen (act. G 21). 

Die Klinik Valens hat sich im Rahmen der EFL 2012 weder zu anderen Arztberichten 

noch zu den aus der im Jahr 2008 durchgeführten EFL hervorgehenden Ergebnissen 

geäussert. In Bezug auf sein rechtes Knie hat der Beschwerdeführer gegenüber Dr. 

L.___ im Jahr 2012 angegeben, kaum Schmerzen, sondern lediglich Probleme beim 

Knien zu haben. Schwellungen habe er nie bemerkt; nach Belastungen bestehe aber 

gelegentlich ein Spannen im rechten Kniegelenk und nach langen körperlichen 

Belastungen gelegentlich ein kammerartiger Schmerz. Das linken Knie schmerze 

demgegenüber sowohl im Ruhezustand als auch unter Belastung (IV-act. 142 S. 5). 

Dementsprechend hat Dr. L.___ am 17. April 2012 festgehalten, momentan stünden die 

Beschwerden seitens einer Gonarthrose links und leichte Restbeschwerden bei Status 

nach Knie-TP rechts, ebenfalls infolge Gonarthrose, im Vordergrund (IV-act. 142 S. 6). 

Bei der ABI-Begutachtung im Jahr 2013 hat der Beschwerdeführer von Schwellungen 

am rechten Knie nach dem Velofahren sowie anschliessenden Schmerzen beim 

Abstellen des Fusses auf den Boden berichtet. Zudem schmerze das rechte Knie beim 

Bergabgehen (IV-act. 176 S. 8). Am linken Knie bestünden chronische Beschwerden; 

nachts im Liegen, beim Gehen oder verstärkt auch beim Tragen von Lasten ab 5kg 

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träten Schmerzen auf (IV-act. 176 S. 8). Dennoch hatte der Beschwerdeführer 

gegenüber Dr. O.___ offenbar angegeben, auf einen Kniegelenksersatz auf der linken 

Seite zu verzichten, da es immer wieder beschwerdearme Intervalle gebe (IV-act. 176 

S. 18). Dass die beim Beschwerdeführer bestehenden Kniebeschwerden es diesem 

verunmöglichen, in einer anderen als einer körperlich leichten, wechselbelastenden 

Tätigkeit zu arbeiten, ist nachvollziehbar und unbestritten. Seine Beschwerden am 

rechten Knie treten allerdings erst nach grösseren Belastungen (längere Gehstrecken, 

Velofahren, Bergabgehen) auf und am linken Knie - abgesehen von den 

beschwerdefreien Intervallen - beim Gehen, Liegen und Heben von Lasten ab 5kg. In 

einer adaptierten Tätigkeit ist es jedoch nicht nötig, dass der Beschwerdeführer längere 

Strecken zu Fuss zurücklegt, Lasten trägt oder über einen längeren Zeitraum eine 

Position einnimmt, die er aufgrund zunehmender Schmerzen nicht halten kann. 

Inwiefern seine Beschwerden in einer adaptierten Tätigkeit zu einer massgeblichen 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen sollen, kann daher in Übereinstimmung mit 

Dr. O.___ nicht nachvollzogen werden. Nach der Ansicht von Dr. O.___ besteht zudem 

eine "gewisse" Diskrepanz zwischen den anamnestischen Schmerzschilderungen und 

den objektivierbaren Befunden. Letzteres hat für den Beschwerdeführer einen 

Widerspruch zu der ebenfalls im Gutachten durch Dr. O.___ getätigten Aussage, die 

beklagten Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen Befunde 

durchaus nachvollziehen, dargestellt (vgl. IV-act. 176 S. 18 und 20, IV-act. 182). Die 

Gutachterhaben darauf geantwortet, die Aussage von Dr. O.___ habe lediglich 

ausdrücken sollen, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers zwar grundsätzlich 

auf einen organischen Beschwerdekern zurückzuführen seien, dass dieser das 

Ausmass der Beschwerden jedoch nicht erklären und begründen könne (IV-act. 185). 

Diese Erklärung der Gutachter der ABI GmbH erscheint, obwohl der Beschwerdeführer 

den Widerspruch nach wie vor als nicht aufgeklärt sieht, insbesondere in Verbindung 

mit der im psychiatrischen Gutachten diagnostizierten Schmerzverarbeitungsstörung 

als nachvollziehbar und schlüssig (vgl. act. G 1, IV-act. 176 S. 12). Somit vermögen 

auch die Aussagen im orthopädischen Gutachten zu überzeugen. 

2.6  Im Rahmen der neurologischen Untersuchung hat Dr. P.___ mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ein degeneratives LWS-Syndrom (ICD-10 G54.4) bei Zustand nach 

zweimaliger BOP und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine 

beginnende Polyneuropathie unklarer Aetiologie (ICD-10 G62.9) diagnostiziert. Weiter 

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hat Dr. P.___ angegeben, das leichte residuelle radikuläre Syndrom S1 rechts fiele mit 

leicht abgeschwächtem ASR und intermittierender Hypästhesie funktionell nicht ins 

Gewicht. Von neurologischer Seite her fänden sich lediglich Hinweise für eine 

beginnende Polyneuropathie, die sich jedoch funktionell nicht auswirke. Für die im 

Rahmen der EFL gestellte Diagnose "leichtes radikuläres Reizsyndrom L3 links" 

ergäben sich keine Hinweise und auch die Tangierung der Nervenwurzel L3 rechts 

lasse sich nicht verifizieren, da der nicht nachweisbare Patellarsehnenreflex bereits mit 

dem Zustand nach der Knie-TEP hinreichend erklärt sei. Die Ausführungen von Dr. 

P.___ sind nachvollziehbar und vom Beschwerdeführer auch nicht konkret beanstandet 

worden.

2.7  Dr. N.___ hat im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung festgehalten, dass der 

Beschwerdeführer unter einer Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54) leide, da 

sich seine Überzeugung, auch in einer angepassten Tätigkeit nicht mehr als im jetzigen 

Umfang arbeiten zu können, nicht durch die somatischen Befunde objektivieren lasse 

(IV-act. 176). Zu diesem Zeitpunkt hat der Beschwerdeführer ein bis zwei Stunden 

täglich gearbeitet. Im Rahmen der Anamnese hat er jedoch angegeben, er brauche 

"nach ein bis zwei Stunden leichter Arbeit, wie er sie jetzt verrichte, eine Pause und 

könne dann noch ein oder zwei Stunden weiterarbeiten" und er könne, "wenn er drei 

Tilur einnehme, sicher bis zu 50% arbeiten, wenn auch begleitet von starkem 

Schwindel" (vgl. IV-act. 176 S. 11 f.). Diese Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers 

hat sich in etwa mit der aus der EFL 2012 hervorgehenden Arbeitsfähigkeitsschätzung 

(50% mit zusätzlichem Pausenbedarf von einer Stunde) gedeckt, mit seinem aktuellen 

Beschäftigungsgrad von 1-2h täglich hingegen nicht. Gemäss der aus dem ABI-

Gutachten hervorgehenden somatischen Arbeitsfähigkeitsschätzung ist der 

Beschwerdeführer zu 90% arbeitsfähig gewesen. Da sich damit weder der bisherige 

Beschäftigungsgrad des Beschwerdeführers noch dessen Selbsteinschätzung im 

Umfang von 50% in Einklang bringen lässt, ist die durch Dr. N.___ gestellte Diagnose 

einer Schmerzverarbeitungsstörung grundsätzlich nachvollziehbar. Der 

Beschwerdeführer hat anführen lassen, dass diese Diagnose seinen Mühen 

widerspreche, so aktiv wie möglich zu bleiben und in einem vernünftigen Ausmass 

Sport zu treiben (act. G 1, IV-act. 182). Diesbezüglich haben die Gutachter 

festgehalten, dass sich die diagnostizierte Schmerzverarbeitungsstörung auf das 

subjektiv empfundene Ausmass der Einschränkungen des Beschwerdeführers und 

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nicht auf die Tatsache beziehe, dass der Beschwerdeführer Beschwerden habe, die 

unbegründet seien (vgl. IV-act. 185). Diese Erklärung erscheint als plausibel, da eine 

Schmerzverarbeitungsstörung nicht ausschliesst, dass ein davon Betroffener in einem 

seiner Meinung nach möglichen Umfang Sport treibt. Gleichzeitig ist es durchaus 

vorstellbar, dass der Beschwerdeführer sich selbst beim Sport zu wenig zutraut und 

seine Beschwerden von der Intensität her aufgrund der vorliegenden 

Schmerzverarbeitungsstörung zu hoch beurteilt. Dies würde auch erklären, weshalb es 

ihm unter Ablenkung leichter fällt, Bewegungen ausführen oder Positionen 

einzunehmen, die ihm in der Testsituation Schwierigkeiten bereiten. So hat die Rotation 

der Nackenmuskulatur unter Ablenkung deutlich gesteigert und der Finger-Boden-

Abstand hat durch eine freie Auslenkung im Langsitz relativiert werden können (vgl. IV-

act. 176 S. 16 und 18). Weiter ist im Rahmen der am 18./19. April 2012 durchgeführten 

EFL festgehalten worden, dass der Beschwerdeführer beim dreissigminütigen Sitzen 

mit zunehmender Testdauer unruhig geworden und aufgestanden sei, um sich zu 

strecken und um dann anzugeben, dass ihm gleichbleibende Positionen nicht gut 

täten. Demgegenüber hat sich der Beschwerdeführer im Rahmen der orthopädischen 

Begutachtung der ABI GmbH erst nach einer knappen Dreiviertelstunde ruhigen 

Sitzens erstmalig spontan erhoben (IV-act. 176 S. 15, 142 S. 12). In Bezug auf die 

Wirkung des eingenommenen Schmerzmittels Tilur hat der Beschwerdeführer 

anmerken lassen, das Gutachten beinhalte hierzu widersprüchliche Angaben. Dr. N.___ 

habe festgehalten, dass sich die chronische Schmerzproblematik bis heute trotz 

Behandlung und auch mit täglicher Einnahme eines Analgetikums nicht hinreichend 

bessere, obwohl der Beschwerdeführer im Rahmen der Untersuchung angegeben 

habe, dass er Tilur bei brennenden Schmerzen in der Nacht einnehme, dieses "recht 

gut" helfe und sich die Schmerzen tagsüber in Grenzen hielten, wenn er sich nicht zu 

stark belaste (IV-act. 182, vgl. IV-act. 176 S. 10, 13, 15). Die Gutachter haben dazu 

ausgeführt, dass es sich bei den Angaben, ob das Tilur helfe oder nicht, um 

anamnestische Angaben des Beschwerdeführers gehandelt habe. Dass diese nicht 

immer kongruent gewesen seien, bedeute keinen Fehler in der Befunderhebung (IV-act. 

185). Obwohl der RAD diese Ausführungen als plausibel erachtet hat (IV-act. 188), ist 

festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Gutachten kongruent angegeben hat, das 

Tilur entfalte seine Wirkung "recht gut" und er nehme es nachts gegen die Schmerzen. 

Die Aussage, dass sich die Schmerzproblematik des Beschwerdeführers auch mit 

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täglicher Einnahme eines Analgetikums nicht bessere, hat Dr. N.___ im Rahmen der 

psychiatrischen Beurteilung wiedergegeben. Trotzdem sie den Angaben des 

Beschwerdeführers auf den ersten Blick widerspricht, zeigt sich bei genauerer 

Betrachtung ihre Plausibilität. Diese Aussage hat sich nämlich nicht allein auf die 

Angaben des Beschwerdeführers betreffend die Wirksamkeit von Tilur, sondern auf die 

allgemeine Anamnese bezogen, aus der hervorgegangen ist, dass der 

Beschwerdeführer bereits seit Jahren behandelt wird, Schmerzmittel einnimmt und sich 

trotzdem immer weniger arbeitsfähig fühlt. Dr. N.___ hat also die direkte Wirksamkeit 

von Tilur bei konkret auftretenden Schmerzen nicht verneint. Er hat vielmehr in Frage 

gestellt, ob und inwiefern diese Schmerzmittelbehandlung in einem weiteren zeitlichen 

Kontext zu einer Verbesserung der Situation des Beschwerdeführers beizutragen 

vermag. Aufgrund der vorliegenden Situation erscheint diese Einschätzung als 

durchaus nachvollziehbar.

2.8  Im ABI-Gutachten sind die vorliegenden Vorakten angemessen gewürdigt worden, 

indem die untersuchenden Ärzte auf diese eingegangen und abweichende Diagnosen 

ausreichend begründet haben. Weiter sind die Befunde sorgfältig aufgezeigt und klare 

Diagnosen gestellt worden. Die Kenntnis der Berichte der Hausärztin Dr. Q.___ hätte 

keinen massgeblichen Einfluss auf die ABI-Begutachtung gehabt (vgl. E.2.3). Zudem ist 

davon auszugehen, dass die Einholung eines ausführlich begründeten Berichts von Dr. 

Q.___ dazu geführt hätte, dass Dr. Q.___ erneut vor allem auf die subjektiven 

Befindlichkeiten des Beschwerdeführers abgestellt und die Arbeitsfähigkeit 

dementsprechend pessimistisch eingeschätzt hätte.

2.9  Der Beschwerdeführer hat bemerkt, das ABI-Gutachten sei unvollständig, da keine 

EFL durchgeführt worden sei (IV-act. 182, act. G 27). Die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers hat mittels der im Rahmen der ABI-Begutachtung durchgeführten 

medizinischen Untersuchungen nachvollziehbar und schlüssig bestimmt werden 

können. Eine erneute EFL ist daher nicht notwendig gewesen. Zudem hat sich im 

Rahmen der ABI-Begutachtung ergeben, dass der Beschwerdeführer an einer 

Schmerzverarbeitungsstörung leidet. Eine solche Diagnose führt erfahrungsgemäss oft 

zu einer Verfälschung der Ergebnisse einer EFL, weshalb in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Durchführung einer erneuten EFL nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/27

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zielführend gewesen wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. April 2011, 8C 

882/2010, E 5.3).

2.10       Die Beschwerdegegnerin hat also auf das ABI-Gutachten abstellen dürfen, 

obwohl die Hausärztin Dr. Q.___ nicht zum Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers befragt und obwohl keine erneute EFL durchgeführt worden ist. Die 

Gutachter haben zusammenfassend festgehalten, dass beim Beschwerdeführer aus 

interdisziplinärer Sicht in einer körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeit seit 

dem 24. Januar 2008 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehe. In einer körperlich 

leichten, angepassten Tätigkeit bestehe hingegen seit Juni 2010 eine Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit von 90% (Ganztagspensum mit reduzierter Leistungsfähigkeit 

aufgrund eines erhöhten Pausenbedarfs). Dabei sollten das Heben und Tragen von 

Lasten über 10kg, das Überwinden von Leitern, Treppen und unebenem Grund, die 

Einnahme kniender und hockender Positionen sowie der Einsatz der adominanten 

rechten Extremität oberhalb des Schulterniveaus vermieden werden (IV-act. 176). 

Aufgrund der vorgängigen Auseinandersetzungen erscheint diese zusammenfassende 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers als überwiegend 

wahrscheinlich richtig. 

3.   

3.1  Nachdem der Arbeitsfähigkeitsgrad des Beschwerdeführers also mit dem 

erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleiches das zumutbare Invalideneinkommen zu 

bestimmen. Der Beschwerdeführer hat sich am 12. Juni 2006 zum Leistungsbezug bei 

der IV-Stelle FL angemeldet. Obwohl die Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin erst 

im November 2008 stattgefunden hat, ist auf die erste Anmeldung zum Leistungsbezug 

bei der IV-Stelle FL abzustellen (vgl. IV-act. 1, 15 und den Entscheid des 

Versicherungsgerichts St. Gallen vom 28. November 2016, IV 2014/432 E.1). Die IV-

Stelle FL ist aufgrund der Angaben der Concordia vom 20. Juni 2008 und 7. November 

2008 (vgl. IV-act. 19, 27) davon ausgegangen, dass seit Ende März 2007 eine nach Art. 

28 Abs. 1 lit. b IVG relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers vorgelegen hat (IV-act. 30, 57 S. 4). Dr. C.___ hat in seinem Bericht 

vom 30. Juni 2008 angegeben, der Beschwerdeführer sei vom 6. bis 12. August 2007 

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zu 100%, vom 10. September 2007 bis 31. Januar 2008 zu 50% und seit dem 1. 

Februar 2008 zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 21). Gemäss dem ABI-Gutachten besteht 

seit Januar 2008 eine vollständige und bleibende Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit (IV-act. 176). Für diese Einschätzung haben sich die Gutachter 

auf den Bericht von Dr. D.___ vom 21. Januar 2008 (recte 24. Januar 2008) gestützt (IV-

act. 14). In diesem hat Dr. D.___ jedoch keine Angaben zum Beginn der für eine 

Invalidität massgebenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gemacht. Deshalb ist auf 

den durch die IV-Stelle FL anhand von konkreten Auflistungen und Einschätzungen der 

Arbeitsfähigkeit ermittelten Beginn des Wartejahres Ende März 2007 abzustellen. Das 

Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) ist somit am 1. April 2008 erfüllt gewesen. Nach der 

seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung der Art. 28 ff. IVG wäre, obwohl 

grundsätzlich ab dem 1. April 2007 eine rentenbegründende Invalidität vorliegen 

könnte, ein allfälliger Rentenanspruch erst sechs Monate nach der Anmeldung (Art. 29 

Abs. 1 IVG) gegeben. Für Sachverhalte wie den vorliegenden, in denen das Wartejahr 

zwar noch im Jahr 2007, also vor dem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen, zu 

laufen begonnen hat, aber erst im Jahr 2008 erfüllt gewesen ist, und in denen die 

Anmeldung erst im Jahr 2008 eingereicht worden ist, hat eine von der 

Aufsichtsbehörde vorgegebene Übergangsregelung vorgesehen, dass weiterhin das 

alte Recht zum Rentenbeginn anwendbar bleibe (vgl. das IV-Rundschreiben Nr. 253 

des Bundesamtes für Sozialversicherungen). In seinem Urteil vom 18. Oktober 2012 ist 

das Bundesgericht dann allerdings zum Schluss gekommen, dass das Rundschreiben 

Nr. 253, soweit es eine anspruchswahrende Anmeldefrist bis Ende 2008 vorsehe, 

gesetzeswidrig sei und die Anmeldefrist maximal bis Ende Juni 2008 

anspruchswahrend erstreckt werden könne (BGE 138 V 475 E.3.4). Im Fall des 

Beschwerdeführers, der sich am 12. Juni 2008 und damit innerhalb der vom 

Bundesgericht gesetzten Frist bei der IV-Stelle FL angemeldet hat, ist daher nach wie 

vor das alte Recht anzuwenden (vgl. aArt. 29 Abs. 1 IVG). Ein allfälliger Rentenanspruch 

hat somit ab dem 1. April 2008 bestanden. Für den Einkommensvergleich ist somit auf 

die Einkommenszahlen des Jahres 2008 abzustellen.

3.2  Da der Beschwerdeführer keine Ausbildung absolviert hat und da eine 

Umschulung aufgrund seines Alters nicht mehr sinnvoll ist, steht ihm einzig eine 

Invalidenkarriere als Hilfsarbeiter offen. Ein vollerwerbstätiger Hilfsarbeiter hat im Jahr 

2008 bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,6h pro Woche jährlich Fr. 59'979.-- 

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verdient (TA1, Anforderungsniveau 4, Männer). Da der Beschwerdeführer zu 10% in 

seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, ist der Zentralwert dementsprechend 

anzupassen (Fr. 59'979.-- - 10% = Fr. 53'981.--). Bei diesem ermittelten Einkommen 

handelt es sich um einen Zentralwert. Das bedeutet, dass die Hälfte aller zu 90% 

erwerbstätigen Hilfsarbeiter mehr und die andere Hälfte weniger als Fr. 53'981.-- 

verdient hat. Damit der Beschwerdeführer also ein Invalideneinkommen in Höhe eines 

durchschnittlichen Lohnes eines zu 90% tätigen Hilfsarbeiters erreichen könnte, 

müsste der wirtschaftliche Wert seiner Arbeitsleistung an einem 

behinderungsadaptierten Arbeitsplatz den Wert der Arbeitsleistung jener 50% aller 

Hilfsarbeiter übersteigen, deren Lohn unter dem Zentralwert von Fr. 53'981.-- liegt. 

Wenn der wirtschaftliche Wert seiner Arbeitsleistung unter dem Zentralwert läge, 

könnte ihm ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender Arbeitgeber nur einen im 

entsprechenden Umfang unter dem Zentralwert liegenden Lohn bezahlen. Würde der 

Arbeitgeber einen höheren Lohn bezahlen, wäre in diesem Lohn ein Soziallohnanteil 

enthalten. Diesem Umstand muss bei der Invaliditätsbemessung mit einem Abzug von 

Tabellenlohn von maximal 25% Rechnung getragen werden (vgl. BGE 126 V 75). Der 

Beschwerdeführer macht geltend, aufgrund seiner Anforderungen an einen adaptierten 

Arbeitsplatz, seiner gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit und 

seines Alter sei ein Tabellenlohnabzug von 20% angemessen (act. G 1, G 6). Dazu ist 

zunächst festzuhalten, dass der Beschwerdeführer auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt als Hilfsarbeiter eine Tätigkeit finden kann, die seinem Belastungsprofil 

entspricht und in der er seine verbliebene Leistungsfähigkeit vollumfänglich 

ausschöpfen kann (beispielsweise indem er Kontrollarbeiten in der industriellen 

Produktion übernimmt, die keine körperliche Anstrengung von ihm erfordern, lediglich 

geringe Anforderungen an seine intellektuellen Fähigkeiten stellen und es ihm 

ermöglichen, seine Position immer wieder zu ändern). Sein beschränktes 

Belastungsprofil kann demnach keinen Einfluss auf einen allfällig vorzunehmenden 

Tabellenlohnabzug haben. Vorliegend wird sich ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch 

denkender und selbst den Zwängen der freien Marktwirtschaft unterliegender 

potentieller Arbeitgeber jedoch aufgrund des fortgeschrittenen Alters des 

Beschwerdeführers mit hohen Sozialversicherungsbeiträgen konfrontiert sehen. 

Ausserdem wird er den Beschwerdeführer, der nur zu 90% und in einem 

eingeschränkten Belastungsprofil arbeitsfähig ist, keine Überstunden zumuten und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/27

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nicht flexibel im Betrieb einsetzen können. Ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch 

sinnvolles Verhalten eines potentiellen Arbeitsgebers kann also nur darin bestehen, 

dem Beschwerdeführer einen unter dem Zentralwert liegenden Bruttolohn zu bezahlen. 

Ein Tabellenlohnabzug von 10% erscheint als angemessen. Der Ausgangswert des 

zumutbarerweise erzielbaren Invalideneinkommens reduziert sich somit auf Fr. 

48'583.--.

3.3  Dieses zumutbare Invalideneinkommen ist dem Valideneinkommen des 

Beschwerdeführers gegenüberzustellen. Bei der Bestimmung des Valideneinkommens 

ist zu beachten, dass das mit der Invalidenrente versicherte Gut die Erwerbsfähigkeit 

der versicherten Person ist. Der Beschwerdeführer hat drei Jahre lang eine Anlehre 

zum Gärtner gemacht, diese jedoch nie abgeschlossen. Dennoch ist er seit 1973 

durchgehend - sei es selbstständig oder unselbstständig - im Gartenbau tätig 

gewesen. Dabei hat er mit der Zeit immer berufsspezifischere Aufgaben übernommen 

(vgl. IV-act. 16 S. 5, 23 ff.), sodass unabhängig von nicht vorhandenen 

Ausbildungsnachweisen von einer Validenkarriere als Gärtner auszugehen ist. Gemäss 

den Angaben auf dem Fragebogen für Arbeitgeber hätte der Beschwerdeführer im Jahr 

2008 in einer 80%-Tätigkeit Fr. 55'159.-- verdient. Da der Beschwerdeführer aufgrund 

gesundheitlicher Probleme auf 80% reduziert hatte (IV-act. 12 S. 2, 22), ist dieser Lohn 

auf ein 100%-Pensum aufzurechnen. Im Gesundheitsfall hätte der Beschwerdeführer 

bei seinem ehemaligen Arbeitgeber also im Jahr 2008 Fr. 68'949.-- verdient. Diesem 

Valideneinkommen steht ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 48'583.-- 

gegenüber. Die Erwerbseinbusse von Fr. 20'366.-- entspricht einem Invaliditätsgrad 

von 29,5%, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.

3.4  Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. 

4.   

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/27

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Die Gerichtsgebühr ist durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

gedeckt. Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch 

auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Der Beschwerdeführer hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.07.2017
	Art. 28 IVG. Anspruch auf Rente. Gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten und unter Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10% besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Juli 2017, IV 2014/251).

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