# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4709a4e-a43e-53a6-aa6d-1da402a16898
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.12.2014 SB140478
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140478_2014-12-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

1 .  

Geschäfts-Nr.: SB140478-O/U/eh 
 

 

Mitwirkend: Die Oberrichter lic. iur. P. Marti, Präsident, lic. iur. M. Langmeier und 

Dr. iur. D. Schwander sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Laufer 

 
Urteil vom 11. Dezember 2014 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. C. Meier,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 

20. Juni 2014 (DG140054) 

-   2   - 

 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 19. Februar 

2014 (Urk. 22) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 54 S. 33 f.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit  

Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit fünf Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 303 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'800.–   Gebühr Strafuntersuchung, 

Fr. 240.–   Auslagen Untersuchung, 

Fr. 594.–   amtliche Verteidigung Untersuchung. 

 Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

5. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

wird für seine Bemühungen und Auslagen mit Fr. 11'824.– (inkl. MwSt.) aus 

der Bezirksgerichtskasse entschädigt. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt, aber sofort definitiv abgeschrieben. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

-   3   - 

 

nommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vor-

behalten. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 67 S. 1) 

1. Der Beschuldigte A._____ sei von Schuld und Strafe freizusprechen. 

2. Die Kosten des gesamten Strafverfahrens einschliesslich jener der 

amtlichen Verteidigung seien auf jeden Fall auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. 

3. Es sei meinem Mandanten eine angemessene Entschädigung für die 

erstandene Haft zuzusprechen. 

Evtl. 

Sei mein Mandant im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen und mit einer 

wesentlich geringeren Strafe zu belegen, als die Vorinstanz ausgesprochen 

hat. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 61) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

-   4   - 

 

Erwägungen: 
 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 20. Juni 2014 wurde der Beschuldigte  

der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19  

Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig  

gesprochen (Dispositivziffer 1) und mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren  

bestraft (wobei zum damaligen Zeitpunkt 303 Tage durch Haft erstanden waren; 

Dispositivziffer 2). Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens  

wurden dem Beschuldigten auferlegt, aber sofort definitiv abgeschrieben; die  

Kosten der amtlichen Verteidigung wurden einstweilen auf die Gerichtskasse  

genommen unter Vorbehalt der Nachforderung gestützt auf Art. 135 Abs. 4 StPO 

(Dispositivziffer 6). 

1.2. Gegen dieses Urteil, das den Parteien gleichentags mündlich eröffnet  

wurde (Prot. I S. 12 Mitte), meldete der Beschuldigte mit Eingabe vom 27. Juni 

2014 innert der zehntägigen Frist von Art. 399 Abs. 1 StPO Berufung an (Urk. 49). 

Am 23. September 2014 wurde dem Beschuldigten das begründete Urteil zuge-

stellt (Urk. 53/2). Die Berufungserklärung des Beschuldigten erfolgte mit Eingabe 

vom 10. Oktober 2014 (Urk. 55) und damit innert der zwanzigtägigen Frist von  

Art. 399 Abs. 3 StPO. Mit Präsidialverfügung vom 27. Oktober 2014 wurde die  

Berufungserklärung des Beschuldigten der Staatsanwaltschaft zugestellt zwecks 

allfälliger Erhebung einer Anschlussberufung bzw. Antragsstellung auf Nichtein-

treten (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO; Urk. 59). Mit Eingabe vom 30. Oktober 2014 

erklärte die Staatsanwaltschaft auf eine Anschlussberufung zu verzichten und  

beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 61). 

1.3. Am 4. November 2014 wurde auf den 11. Dezember 2014 zur Berufungs-

verhandlung vorgeladen (Urk. 63). 

-   5   - 

 

2. Umfang der Berufung 

Gemäss Berufungserklärung richtet sich die Berufung des Beschuldigten gegen 

das gesamte vorinstanzliche Urteil (Urk. 55 S. 2). Anlässlich der Berufungs-

verhandlung erklärte die Verteidigung, die vorinstanzliche Kostenfestsetzung  

gemäss Dispositivziffer 4 und die von der Vorinstanz ausgesprochene Entschädi-

gung für die amtliche Verteidigung gemäss Dispositiv Ziffer 5 seien nicht ange-

fochten (Prot. II S. 5). Demnach sind diese Ziffern in Rechtskraft erwachsen, was 

es vorab festzustellen gilt (Art. 404 Abs. 1 StPO).  

3. Sachverhalt 

3.1. Ausgangslage 

B._____ und C._____ gestanden in ihren jeweiligen Verfahren ihre Tatbeiträge 

ein und sind bereits rechtskräftig verurteilt (Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. 

Abteilung, vom 7. März 2013 betreffend B._____, lautend auf 4 Jahre Freiheits-

strafe [Beizugsakten Urk. 35]; Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 

3. Juni 2013 betreffend C._____, lautend auf 30 Monate Freiheitsstrafe unter Auf-

schub von 21 Monaten [Beizugsakten Urk. 26]). Mit Verfügung vom 26. März 

2014 ordnete die Vorinstanz den Beizug der Akten dieser rechtskräftig abge-

schlossenen Verfahren an (Urk. 28). 

Der Beschuldigte räumt den äusseren Ablauf der in der Anklageschrift erwähnten 

Reise im Wesentlichen ein, macht jedoch geltend, mit dem Transport von Drogen 

nichts zu tun gehabt zu haben und davon auch nichts gewusst zu haben (Urk. 42 

S. 3 unten und S. 4; Urk. 66 S. 5 ff.). 

Im Anschluss an die Tat wurden der Beschuldigte, C._____ sowie B._____ (sowie 

weitere Personen) verhaftet (Urk. 7/1; Urk. 1/1). Im Gegensatz zu C._____ und 

B._____ wurde der Beschuldigte am 25. Juli 2012 bereits wieder auf freien Fuss 

gesetzt (Urk. 7/2) und erst im Zuge der Belastungen durch die beiden Vorgenann-

ten zur Verhaftung ausgeschrieben. Diese erfolgte schliesslich am 25. August 

2013 in Serbien (Urk. 22 S. 1). 

-   6   - 

 

3.2. Grund der Reise von Mazedonien nach D._____ [Stadt in Österreich] bzw. 

von D._____ in die Schweiz 

3.2.1. Auf die vor der Vorinstanz gestellte Frage, warum er am 22. Juli 2012  

zusammen mit seinem ebenfalls in ... in Mazedonien wohnhaften Cousin B._____ 

in seinem VW nach D._____ gefahren sei (Distanz: ca. 1295 km), antwortete der 

Beschuldigte (Urk. 42 S. 4 Mitte): Ein Teil seiner Familie sei in D._____ ansässig. 

Eines Tages habe er einen Anruf von seinem Vater erhalten, wonach es Arbeit für 

ihn gebe. Er weile jeweils während dreier Monate in Österreich und kehre danach 

nach Mazedonien zurück. Oft fahre er auch bloss für eine Woche oder zehn Tage. 

Er erhalte einen Lohn, arbeite jedoch schwarz. Dass der Beschuldigte zeitweise in 

D._____, wo sein Vater wohnt (genauer: in ...; Urk. 19/3 Ziff. 4) auf dem Bau ar-

beitet, um dann wieder zu seiner Familie in Mazedonien zurückzukehren, deckt 

sich mit seinen Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen (dazu unten); wie 

sogleich näher zu zeigen sein wird, erscheint indes zweifelhaft, ob im vorliegen-

den Fall tatsächlich ein derartiger Arbeitseinsatz auf dem Programm stand. 

Die Anschlussfrage, ob er alsdann seinen Vater in D._____ getroffen habe,  

verneinte der Beschuldigte überraschenderweise; auch von der Arbeit, die es  

angeblich für ihn in D._____ gegeben habe, erwähnte er sonderbarerweise nichts 

mehr. In D._____ traf der Beschuldigte anstelle seines Vaters seinen in der 

Schweiz wohnhaften Neffen C._____ und dessen Freundin. Dieses Treffen muss 

– jedenfalls nach Darstellung des Beschuldigten – unerwartet bzw. ungeplant er-

folgt sein, da der Beschuldigte sowie B._____ sich, wie erwähnt, wegen angebli-

cher Arbeit nach D._____ begeben hatten. Unklar ist auch, unter welchen Um-

ständen bzw. bei wem dieses Treffen in D._____ erfolgte, zumal der Beschuldigte 

aussagte, seinen (in ..., d.h. 20 km von D._____, wohnhaften) Vater nicht getrof-

fen zu haben. Obwohl das Treffen mit C._____ und dessen Freundin ungeplant 

erfolgte und der Beschuldigte in Begleitung von B._____ von Mazedonien ange-

reist war, um in D._____ Bauarbeiten auszuführen, habe C._____ in der Folge 

den Beschuldigten gebeten, B._____ in die Schweiz zu chauffieren, da B._____ in 

Zürich ein Auto kaufen wolle (was auch insofern sonderbar wirkt, als der Beschul-

digte – entgegen einer natürlich-spontanen Erzählweise – gar nicht erwähnt, 

-   7   - 

 

B._____ habe beschlossen, in der Schweiz ein Auto kaufen zu wollen). Er, 

C._____, habe B._____ bei seiner Rückreise in die Schweiz nicht in seinem Wa-

gen (BMW ...) mitfahren lassen wollen, da er mit seiner Freundin unterwegs ge-

wesen sei. Aus diesem Grund habe C._____ den Beschuldigten darum gebeten, 

eigens für B._____ als Chauffeur zu amten, wobei C._____ dem Beschuldigten 

sogar in Aussicht stellte, ihm die Fahrkosten zu bezahlen (zum Ganzen: Urk. 42 

S. 4 f.). Sonderbar erscheint weiter, warum C._____ ein derart grosses Interesse 

daran hatte, allein mit seiner Freundin in die Schweiz zurückzufahren, dass er den 

Beschuldigten sogar dafür bezahlte, B._____ in die Schweiz zu chauffieren. Ei-

genartig wirkt auch, dass B._____ offenbar ausgerechnet in D._____ den Ent-

schluss fasste, in die Schweiz zu reisen, um dort ein Auto zu kaufen, nachdem er 

ja den Beschuldigten zu einem angeblichen (aber letztlich doch nicht stattgefun-

denen) Arbeitseinsatz begleitet hatte und zum Zeitpunkt des diesbezüglichen Ent-

schlusses auch noch nicht wusste, dass in D._____ ein Treffen mit dem in der 

Schweiz wohnhaften C._____ bevorstand. Wenig einsichtig ist auch, warum der in 

Mazedonien wohnhafte B._____ überhaupt auf die Idee kommt, ausgerechnet in 

der Schweiz ein Auto zu kaufen zu gehen. Ebenso wenig nachvollziehbar ist, wa-

rum der Beschuldigte nicht einmal erwähnt, warum es nach seiner Ankunft in 

D._____ nicht zum erwähnten Arbeitseinsatz kam und er statt dessen für B._____ 

als Chauffeur amtete (der jedoch nicht von Letzterem, sondern von C._____ hätte 

bezahlt werden sollen), nur weil C._____ offenbar ungestört zusammen mit seiner 

Freundin von D._____ nach Zürich zurückfahren wollte (wobei es dann in der 

kommenden Nacht allerdings für C._____ kein Problem darstellte, dass B._____ 

sogar in der Wohnung seiner Freundin übernachtete). 

3.2.2. Die vorerwähnte Schilderung weist – allein schon bei isolierter Betrachtung 

– derart viele Unplausibilitäten und logische Inkonsistenzen auf, dass der Schluss 

aufdrängt, dass sie nicht erlebnisbasiert ist (auch wenn einzelne Elemente wie 

z.B. die Reiseroute und die involvierten Personen zutreffen). 

3.3. Erstaussage des Beschuldigten 

3.3.1. In seiner Ersteinvernahme unmittelbar nach seiner erstmaligen Verhaftung 

in einem Restaurant in E._____ sagte der Beschuldigte Folgendes aus (Urk. 2/1 

-   8   - 

 

Ziff. 5): „[...] Wir kamen hier in die Schweiz um Autos anzuschauen. Da wir hier 

keine Autos gefunden hatten, wollten wir nach Deutschland weiter reisen. Plötz-

lich taucht ein Neffe auf. Dieser wollte uns nicht weiterfahren lassen, ohne dass 

wir etwas gegessen haben. Dieser wollte uns zum Essen in einer Dönerbude ein-

laden. Wir kamen nicht zum essen, weil wir zuvor verhaftet wurden.“ Entgegen 

der vorerwähnten Darstellung erfolgte das plötzliche Auftauchen des Neffen 

(C._____) gemäss dieser Version somit in der Schweiz und nicht in D._____. 

Sprachlich auffällig ist weiter die dreimalige Verwendung des Modalverbs  

„wollen“, was auf eine unbewusste Distanzierung des Sprechers vom Gesagten 

bzw. eine intentionale Falschaussage hindeutet. Im weiteren Verlauf der Einver-

nahme stellt sich dann weiter heraus, dass der Neffe (C._____) nicht einfach 

plötzlich auftauchte, sondern vom Beschuldigten (und seinem Beifahrer) bewusst 

an seinem Wohnort bzw. am Wohnort seiner Freundin aufgesucht wurde (Urk. 2/1 

Ziff. 16), um dort zu übernachten (Urk. 2/1 Ziff. 15 undZiff. 34). 

Weiter wurde dem Beschuldigten folgende Frage gestellt (Urk. 2/1 Ziff. 35): „Ich 

dachte, Sie seien gekommen, um Autos zu kaufen. Schildern sie mir doch einmal 

genau den Tagesablauf vom Montag 23.7.2012.“ Darauf antwortete der Beschul-

digte: „Wir sind aufgewacht. Da sind wir in der Gegend Kaffee trinken gegangen. 

Danach gingen wir Esswaren kaufen. Der Neffe hatte mein Auto mitgenommen 

und ist mit diesem arbeiten gegangen. Der Neffe kam so gegen 16:00 Uhr,  

16:30 Uhr von der Arbeit nach Hause. Danach haben wir noch einen Kaffee 

getrunken und wir wollten los. Der Neffe wollte nicht, dass wir ohne etwas zu  

essen losfahren sollten. Bei der Abreise hätten wir dann vielleicht irgendwelche 

Autos gesehen [Hervorhebung hinzugefügt].“ Gerade diese beiläufig vage Aus-

sage, wonach sie „vielleicht“ „bei der Abreise“ noch Autos angeschaut hätten, 

zeigt sehr deutlich, dass darin wohl kaum der Grund für die Reise in die Schweiz 

gelegen haben kann (wobei der Beschuldigte im Rahmen der Fragestellung sogar 

noch eigens auf seine frühere Aussage betreffend Autokauf aufmerksam gemacht 

wurde). 

3.3.2. Nach dem Gesagten erweist sich die Sachdarstellung des Beschuldigten 

auch im Lichte dieser Erstaussage als unglaubhaft. Der Beschuldigte machte im 

-   9   - 

 

Laufe des Verfahrens in Bezug auf wesentliche Punkte widersprüchliche  

Angaben. Zu verweisen ist in diesem Zusammenhang etwa auf die Aussagen des 

Beschuldigten in Bezug auf den Zweck der Reise in die Schweiz. Wie erwähnt, 

gab der Beschuldigte diesbezüglich in seiner ersten Einvernahme an, sie seien in 

die Schweiz gekommen, um Autos anzuschauen. Danach hätten sie weiter nach 

Deutschland reisen wollen, da sie hier keine Autos gefunden hätten (Urk. 2/1 

Ziff. 5). Später stellte sich der Beschuldigte demgegenüber auf den Standpunkt, 

dass er lediglich seinen Onkel in die Schweiz gefahren habe. In der Folge habe er 

zurück nach D._____ fahren wollen, um zu arbeiten (vgl. dazu auch Urk. 66 S. 7 

ff.). Auch an der Berufungsverhandlung fielen die Aussagen des Beschuldigten 

teilweise widersprüchlich aus. So gab der Beschuldigte auf die Frage, weshalb 

C._____ am 23. Juli 2012 mit seinem VW zur Arbeit gefahren sei, zunächst an, er 

wisse es nicht. Dies müsse man C._____ fragen (Urk. 66 S. 11). Wenig  

später führte der Beschuldigte jedoch aus, der Grund dafür sei gewesen, dass der 

BMW von C._____ defekt gewesen sei (Urk. 66 S. 17). 

3.4. Belastung des Beschuldigten durch die beiden Mittäter; Allgemeines  

3.4.1. Die vom Beschuldigten ins Feld geführte Sachdarstellung, namentlich  

soweit er damit einen Bezug zum Drogentransport gänzlich in Abrede stellt und 

statt dessen auf einen geplanten Autokauf in der Schweiz verweist, findet in den 

Aussagen der beiden Mitbeteiligten keinerlei Stütze: C._____ und B._____ haben 

den Beschuldigten im Zuge der Untersuchung im Wesentlichen übereinstimmend 

belastet. Diese Belastungen entstanden zudem spontan, d.h. auf grundsätzlich  

offene Fragen hin (wobei erst später, insbesondere im Rahmen von Konfrontati-

onseinvernahmen mittels Vorhalten auf frühere Aussagen Bezug genommen   

wurde); die Aussagen sind inhaltlich differenziert und harmonieren in den wesent-

lichen Punkten sowohl untereinander als auch mit der übrigen Aktenlage. 

3.4.2. Da sich B._____ seit seiner Verhaftung, die unmittelbar nach der Tat  

erfolgte, während sämtlicher Einvernahmen in Haft befand, kann eine auf eine 

Falschanschuldigung des Beschuldigten abzielende Absprache zwischen ihm und 

C._____ ausgeschlossen werden. Dass sich B._____ und C._____ bereits im 

Vorfeld für den Fall einer allfälligen Verhaftung abgesprochen haben, ist nicht an-

-   10   - 

 

zunehmen, zumal ihre Aussagen zahlreiche Details aufweisen, die zuvor im Ein-

zelnen hätten festgelegt werden müssen. Im Übrigen haben B._____ und 

C._____ den Beschuldigten in ihren ersten Einvernahmen nicht belastet. Dieser 

Umstand spricht ebenfalls gegen eine vorgängige Absprache der beiden, wäre in 

diesem Fall doch zu erwarten, dass die Belastungen von Anfang an vorgebracht 

worden wären. C._____ sagte zudem aus, sein Verhältnis zum Beschuldigten sei 

„gut“ (Urk. 14/7 S. 4 unten), und auch B._____ gab an, dieser sei für ihn „wie ein 

Bruder“ (Urk. 14/9 S. 3 Mitte). Auch der Beschuldigte gab an, weder mit C._____ 

noch mit B._____ Streit gehabt zu haben (Urk. 66 S. 9 f.). 

Die Belastungen zeichnen sich sodann durch eine gewisse Zurückhaltung aus, 

die in Anwesenheit des Beschuldigten (anlässlich der Konfrontationseinver-

nahmen) verstärkter auftritt als in den separaten früheren Einvernahmen, wobei 

beide Befragten auf Vorhalt ihrer früheren eigenen Aussagen deren Richtigkeit 

letztlich einräumten bzw. nicht bestritten oder sie bloss ein wenig relativierten 

(u.a. Urk. 14/9 S. 9 oben: „Dasselbe habe ich heute gesagt.“ Urk. 14/9 S. 12 

oben: „Es kann sein, wenn ich es gesagt habe, dann vielleicht.“ Urk. 14/9 S. 13 

oben: „Dasselbe habe ich heute gesagt.“ Urk. 14/9 S. 14 oben: „Es kann so sein, 

ich habe das auch am Anfang gesagt.“ Urk. 14/9 S. 17 unterhalb Mitte: „Ja, es ist 

möglich.“ Urk. 14/9 S. 23 Mitte: „Ja, es ist möglich.“ Urk. 14/7 S. 8 unten: „Wie  

gesagt, ich bin mir aber nicht mehr sicher. Es kann sein.“). Zu berücksichtigen gilt 

es in diesem Zusammenhang auch, dass zwischen den Konfrontationseinver-

nahmen und den anlässlich dieser vorgehaltenen früheren Aussagen eine Zeit-

spanne von rund einem Jahr liegt. 

Nach seiner Verhaftung wurde der Beschuldigte mit den entsprechenden  

Belastungen im Einzelnen konfrontiert (bezüglich der Belastungen von C._____: 

Urk. 14/7; bezüglich der Belastungen von B._____: Urk. 14/9). Der  

Konfrontationsanspruch gemäss Art. 147 Abs. 1 StPO bzw. Art. 6 EMRK wurde 

insofern gewahrt. 

-   11   - 

 

3.5. Die Belastungen des Beschuldigten durch B._____ und C._____ im 

Einzelnen 

3.5.1. Oberster Auftraggeber der Transaktion war gemäss B._____ ein gewisser 

in Mazedonien ansässiger F._____ (Nachname unbekannt; Urk. 14/9 S. 6 unten). 

B._____ sagte aus, der Kontakt zu dieser Person sei über den Beschuldigten zu 

Stande gekommen, da dieser F._____ von Bauarbeiten her gekannt habe 

(Urk. 14/9 S. 11 unten). Er sei mit dem Beschuldigten und mit F._____ an einem 

Tisch gesessen und sie hätten sich über die geplante Operation unterhalten, wo-

bei F._____ die Sache erklärt habe. Er, B._____, habe dabei seine Angst vor 

Drogengeschäften geäussert (Urk. 14/9 S. 8 oben). Mit den Worten „Nimm die 

Aufgabe an, Du benötigst das Geld“ habe ihn der Beschuldigte schliesslich zum 

Mitmachen überredet, und zwar gegen ein in Aussicht gestelltes Honorar von 

Fr. 2'000.– (Urk. 14/9 S. 8 Mitte; abweichend noch: Urk. 14/9 S. 6 Mitte).  

Nachdem der Beschuldigte zunächst erfolglos versucht hatte, C._____ zu kontak-

tieren, um ihn zum mitmachen aufzufordern, habe der Beschuldigte B._____ 

(C._____s Onkel) darum gebeten, sich darum zu kümmern. Schliesslich sagte 

C._____ gegen ein in Aussicht gestelltes Honorar von Fr. 2'000.– zu, an der ge-

planten Einfuhr mitzuwirken (Urk. 14/9 S. 9 oben sowie S. 8 unten; Urk. 14/7 S. 5 

unten). B._____ erwähnte ferner, der Beschuldigte habe ihm im Vorfeld der Ope-

ration Mobiltelefone und Fr. 500.– bis 600.– Bargeld übergeben (Urk. 14/9 S. 12 

oben). 

C._____ sagte weiter aus, ein Tag vor der Fahrt nach D._____ habe er von einer 

österreichischen Nummer aus ein SMS erhalten, worin die anzusteuernde Adres-

se in D._____ vermerkt gewesen sei (Urk. 14/7 S. 8 unten). Da der Beschuldigte 

über ein österreichisches Mobiltelefon verfügte (Urk. 2/1 Ziff. 40) und sich in 

D._____ (wo seine Eltern wohnen und er selber längere Zeit wohnte; Urk. 14/10 

S. 4 unten; Urk. 14/9 S. 14 oben) gut auskennt, liegt es nahe, dass es der Be-

schuldigte war, der C._____ die besagte Adresse mitteilte. Überdies erwähnte 

B._____, als Übergabeort sei zuvor Wien vorgesehen gewesen; man sei dann auf 

D._____ gekommen, da sich der Beschuldigte dort bestens auskenne (Urk. 14/9 

S. 12 unten und S. 13 oben). Der Beschuldigte habe dann C._____ per SMS mit-

-   12   - 

 

geteilt, er solle sich nicht nach Wien, sondern an eine bestimmte Adresse in 

D._____ begeben (Urk. 14/9 S. 13 unten und S. 14 ganz oben). Dass die 

Übergabe in Österreich habe stattfinden müssen, sei von F._____ festgelegt 

worden (Urk. 14/9 S. 14 oben). 

C._____ sagte aus, er sei alsdann in Begleitung seiner Freundin mit seinem BMW 

von Zürich zur besagten Adresse in D._____ gefahren, wo er den Beschuldigten 

und B._____ getroffen habe (Urk. 14/7 S. 5 oben). B._____ und seine (ahnungs-

lose) Freundin seien dann in ein Café gegangen, während der Beschuldigte ihn 

angewiesen habe, mit ihm zu einem Parkplatz zu fahren (Urk. 14/7 S. 7 Mitte; 

Urk. 14/7 S. 9 unten). Bei besagtem Parkplatz sei ein anderes Auto angekommen, 

der Beschuldigte habe sich zu diesem begeben und dort eine Tasche erhalten, 

mit der er dann wieder zum BMW zurückgekehrt sei (Urk. 14/7 S. 10 oben; Urk. 

14/7 S. 6 Mitte). Daraufhin habe er, C._____, die Heroinpakete in der Rücksitz-

lehne eingebaut, während der Beschuldigte ausserhalb des Wagens gestanden 

sei (Urk. 14/7 S. 10 oben) und geschaut habe, dass sie von niemandem gesehen 

würden (Urk. 14/7 S. 6 unten). C._____ gab weiter an, Angst gehabt zu haben, da 

er wusste, dass er etwas Illegales machte. Auf die damals dem Beschuldigten ge-

stellte Frage, was sich in den Paketen befinde, habe dieser geantwortet, er wisse 

es auch nicht (Urk. 14/7 S. 11 oben). Diese Sachdarstellung ist unglaubhaft, zu-

mal B._____ darlegte, „selbstverständlich“ habe der Beschuldigte gewusst, was 

sich in den Paketen befunden habe bzw. alle drei hätten dies gewusst (Urk. 14/9 

S. 15 Mitte und unterhalb Mitte; Urk. 14/9 S. 16 unterhalb Mitte). Sie hätten auch 

darüber diskutiert, wo sich das Heroin am besten verstecken lasse (Urk. 14/9  

S. 15 oben). 

In der Folge fuhren C._____ mit dem in der Rücksitzlehne versteckten Heroin zu-

sammen mit seiner Freundin im BMW (mit Schweizer Kennzeichen) und der Be-

schuldigte zusammen mit B._____ im VW (mit mazedonischem Kennzeichen) 

nach Zürich-... und übernachteten in der Wohnung der Freundin von C._____ 

(Urk. 14/7 S. 6 Mitte). Am anderen Morgen ging C._____ zur Arbeit, allerdings 

aus Sicherheitsgründen nicht mit seinem BMW, in welchem sich nach wie vor das 

Heroin befand (Urk. 14/7 S. 12 oberhalb Mitte), sondern mit dem VW des Be-

-   13   - 

 

schuldigten (Urk. 14/7 S. 14 unten und S. 15 oben), wozu der Beschuldigte vor-

gängig eingewilligt hatte; allerdings ist die Aussage von C._____ nicht glaubhaft, 

wonach der Beschuldigte den Grund dieses Fahrzeugtausches nicht gekannt ha-

be (Urk. 14/7 S. 15 oberhalb Mitte), nachdem er ja, wie erwähnt, vom darin ver-

steckten Heroin Kenntnis hatte (siehe dazu B._____: Urk. 14/9 S. 18 Mitte). 

Im Rahmen des ihn betreffenden Verfahrens hatte B._____ im Vorfeld der Haupt-

verhandlung dem Bezirksgericht eine Schreiben eingereicht, in welchem er – in 

Abweichung von seiner Schlusseinvernahme – einräumte, am Morgen vor der 

Übergabe im Auftrag des Beschuldigten von den Abnehmern Fr. 18'000.–  

verlangt zu haben, wobei er und C._____ von diesem Betrag je Fr. 2'000.– hätten 

behalten dürfen (Beizugsakten: Urk. 23 sowie Urk. 25 S. 4). Im Rahmen der spä-

teren Konfrontationseinvernahme mit dem Beschuldigten (in dessen Verfahren) 

widerrief B._____ diese Aussage sinngemäss bzw. zumindest teilweise wieder; er 

habe dies lediglich auf Anweisung seines Verteidigers zugegeben bzw. er habe 

zwar die Fr. 18'000.– erwähnt, nicht jedoch auf Anweisung des Beschuldigten 

(Urk. 14/9 S. 19 unten sowie S. 20 oben). Dieser Widerruf erscheint sonderbar 

und lässt sich plausibel allein dadurch erklären, dass B._____ den Beschuldigten 

nachträglich schützen wollte, denn es leuchtet nicht ein, warum er zunächst ein 

Handeln auf Anweisung des Beschuldigten hätte zugeben sollen, um diese Zuga-

be später ohne nähere bzw. plausible Begründung wieder zu widerrufen. Dieses 

Sachverhaltselement ist für die Beurteilung der vorliegenden Einfuhr letztlich oh-

nehin irrelevant. B._____ sagte nämlich aus, F._____ habe den Beschuldigten 

schliesslich angewiesen, das Heroin ohne Bezahlung an die Abnehmer zu über-

geben, da es sich um ein Kommissionsgeschäft gehandelt habe (Urk. 14/9 S. 23). 

Nachdem C._____ von der Arbeit zurückgekehrt war, begaben sich alle drei mit 

dem BMW bzw. VW nach E._____, wo sie die Abnehmer vor dem Restaurant 

G._____ trafen. Daraufhin fuhren der Beschuldigte und C._____ zu einem Park-

platz, wo C._____ das Heroin (mit Ausnahme eines Halbkiloblockes) aus der 

Rücksitzlehne hervorholte, während der Beschuldigte Schmiere stand (Urk. 14/7 

S. 16 ganz unten); B._____ blieb mit den Abnehmern beim vorerwähnten Restau-

rant (Urk. 14/9 S. 21 Mitte; Urk. 14/7 S. 17). Dorthin kehrten der Beschuldigte und 

-   14   - 

 

C._____ in der Folge zurück und C._____ übergab das Heroin dem Abnehmer 

H._____ (Urk. 14/7 S. 16 Mitte, S. 18 oben sowie S. 6 unten; Urk. 14/9 S. 21 

oben), der es alsdann in seinem Lager an der ...-strasse in E._____ deponierte. 

Kurz darauf erfolgte die Verhaftung aller Beteiligten sowie die Sicherstellung des 

eingeführten Heroins. 

3.5.2. Im Lichte der vorstehenden Aussagen von C._____ und B._____ besteht 

kein Zweifel darüber, dass alle drei Mittäter wussten, dass sie gemeinsam Heroin 

von D._____ in die Schweiz einführten (u.a. Urk. 14/7 S. 6 oben). Der Beschuldig-

te und B._____ agierten dabei auf einer hierarchisch deutlich höheren Stufe als 

C._____, der lediglich als Kurier amtete, sein Auto mit Schweizer Kennzeichen 

zur Verfügung stellte und die beiden anderen in Zürich beherbergte. 

3.6. Zum hierarchischen Verhältnis von B._____ und dem Beschuldigten 

Es bestehen zahlreiche Hinweise, aus denen die massgebliche Rolle des  

Beschuldigten hervorgeht: Der Beschuldigte war derjenige, der den Kontakt zum 

obersten Drahtzieher F._____ überhaupt hergestellt hatte (Urk. 14/9 S. 11 unten; 

vgl. auch Urk. 14/9 S. 8 ganz oben), sowie in der Folge B._____ und indirekt auch 

C._____ überredete, an der Einfuhr mitzuwirken (Urk. 14/9 S. 6 und 8). Im unmit-

telbaren Vorfeld der Einfuhr kümmerte sich der Beschuldigte um Logistisches und 

übergab, wie erwähnt, B._____ Mobiltelefone und einen Bargeldbetrag von  

Fr. 500.– bis 600.– (Urk. 14/9 S. 13 Mitte). Im Rahmen von F._____s Vorgabe, 

wonach der Übernahmeort in Österreich zu sein habe, wählte der Beschuldigte 

einseitig D._____ aus, da er über sehr gute dortige Ortskenntnisse verfügte (Urk. 

14/9 S. 12 unten). Weiter ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte C._____ 

mitteilte oder zumindest mitteilen liess, wohin sich dieser genau in D._____ zu 

begeben hatte (Urk. 14/9 S. 13 unten). In D._____ war es dann ebenfalls der Be-

schuldigte, der C._____ anwies, mit ihm zusammen an den Übernahmeort der 

Drogen zu fahren (Urk. 14/7 S. 9 unten). Dort angekommen behändigte der Be-

schuldigte die Ware von den Lieferanten und übergab sie C._____ zwecks Ein-

baus in der Rücksitzlehne (Urk. 14/7 S. 10 oben). Überhaupt fällt auf, dass der 

Beschuldigte sowohl bei der Übernahme der Drogen sowie bei deren Ein- und 

Ausbau im Transportfahrzeug jeweils unmittelbar zugegen war, was darauf 

-   15   - 

 

schliessen lässt, dass er letztlich die entsprechende Verantwortung trug und die 

Vorgänge deswegen überwachte.  

Zum Zeitpunkt der Konfrontationseinvernahmen mit dem Beschuldigten waren 

B._____ sowie C._____ bereits rechtskräftig verurteilt. Vor diesem Hintergrund 

erscheint es verständlich, dass insbesondere C._____ – trotz seiner differenzier-

ten Belastungen des Beschuldigten – auf die explizit gestellte Frage nach der  

Rolle des Beschuldigten geradezu auffällig dazu tendierte, diese Rolle zu bagatel-

lisieren bzw. statt dessen den, wie erwähnt, bereits rechtskräftig verurteilten 

B._____ zu belasten (u.a. Urk. 14/7 S. 7 oben: „kleiner Kurierhelfer“; Urk. 14/7  

S. 18 unten: „keine grosse Rolle“; Urk. 14/7 S. 6 oben: „nicht viel“). Dieses  

auffällig bagatellisierende Aussageverhalten legt im Lichte der übrigen Aussagen 

den Schluss nahe, dass es sich in Tat und Wahrheit gerade nicht so verhielt. Ein 

ähnliches Bild bieten die Aussagen von B._____: Der bereits rechtskräftig verur-

teilte B._____ wich auf Fragen nach der Rolle des Beschuldigten tendenziell aus 

(Urk. 14/9 S. 10 oben; Urk. 14/9 S. 23 ganz unten sowie S. 24 ganz oben; Urk. 

14/9 S. 6 unten) oder tat plakativ kund, er (B._____) habe bewusst von Beginn 

weg alles auf sich genommen (Urk. 14/9 S. 10 Mitte). Bezeichnend ist auch die 

folgende seiner Antworten (Urk. 14/9 S. 9 unten): „In dieser Angelegenheit sind 

wir alle tote Menschen, d.h. keiner von uns hatte eine Rolle.“  

Nach dem Gesagten kam dem Beschuldigten bei der Organisation und Durchfüh-

rung der Drogeneinfuhr eine massgebliche wichtige Rolle zu. Dabei verfügte er – 

im Rahmen der Vorgaben seines Auftraggebers F._____ – über einen erhebli-

chen Handlungsspielraum. Hierarchisch ist der Beschuldigte auf einer mittleren 

Stufe anzusiedeln. Ob der Beschuldigte effektiv auf einer höheren oder auf einer 

ungefähr gleichen hierarchischen Ebene wie B._____ agierte, kann vorliegend 

letztlich offen bleiben. 

3.7. Eingeführte Heroinmenge 

Im Zuge der Verhaftsaktion erfolgte auch die Sicherstellung des Heroins, welches 

der Abnehmer H._____ unmittelbar nach der Übernahme in seinem Lager an der 

...strasse ... in E._____ deponiert hatte. Im erwähnten Lager wurde zudem eine 

-   16   - 

 

Heroinmenge entdeckt, die sich bereits dort befunden hatte (1484 g Nettogewicht 

bzw. 351 g Reingewicht; Urk. 1/3 S. 7 ganz unten; Urk. 5/3 S. 4 oben; in weissem 

Spar-Sack). Diese Heroinmenge wurde vom Beschuldigten somit nicht in die 

Schweiz eingeführt. In die Schweiz eingeführt und anschliessend im erwähnten 

Lager sichergestellt wurden folgende 3 Teilmengen: 1522 g Nettogewicht mit 

Reinheitsgrad 38 % bzw. 575 g Reinsubstanz (aus grünem Coop-Sack; Urk. 5/3 

S. 3 oben), 3971 g Nettogewicht mit Reinheitsgrad 41% bzw. 1611 g Rein-

substanz (aus weissem Spar-Sack; Urk. 5/3 S. 3 unten) sowie 499 g Nettogewicht 

mit Reinheitsgrad 40 % bzw. 201 g Reinsubstanz (aus der Sitzlehne von 

C._____s BMW; Urk. 5/3 S. 2 oben). Vom Beschuldigten eingeführt wurden somit 

5992 g Nettogewicht bzw. 2387 g Reinsubstanz. 

Demgegenüber gehen die Anklage (Urk. 22 S. 3 a.E.) sowie die Vorinstanz 

(Urk. 54 S. 7 Mitte) von 5.95 kg Nettogewicht bzw. von 2.16 kg Reinsubstanz aus. 

Diese Differenz rührt daher, dass die Anklage und – ihr folgend – auch die Vor-

instanz irrtümlich annahmen, die 1484 g Nettogewicht bzw. 351 g Reinsubstanz 

seien eingeführt worden, während sich die 1522 g Nettogewicht bzw. 575 g Rein-

substanz bereits im Lager befanden. Gemäss dem Polizeirapport verhielt es sich 

aber gerade umgekehrt (Urk. 1/3 S. 7 ganz unten). Auch der deutlich tiefere Rein-

heitsgrad der nicht eingeführten Menge (24 % gegenüber 38, 40 bzw. 41 %) 

spricht für die Richtigkeit des Polizeirapports.  

Aufgrund des Anklageprinzips sowie des Verschlechterungsverbots ist vorliegend 

allerdings von der angeklagten bzw. vorinstanzlich festgestellten Drogenmenge 

(2.16 kg Reinsubstanz) auszugehen.  

4. Rechtliche Würdigung 

Aus dem festgestellten Sachverhalt folgt, dass der Beschuldigte in einem  

mengenmässig qualifizierten Fall in massgeblicher Rolle und in organisatorischem 

Zusammenwirken mit seinen beiden Mittätern Heroin im Umfang von 2.16 kg 

Reinsubstanz von D._____ in die Schweiz einführte. Aufgrund der Umstände 

wusste der Beschuldigte, dass es sich um Heroin handelte und in ungefähr  

welcher Menge es geliefert wurde, zumal er es eigenhändig in Empfang nahm. Im 

-   17   - 

 

Bilde war der Beschuldigte aufgrund der Umstände auch über den bei grenzüber-

schreitenden Einfuhren typischerweise verhältnismässig hohen Reinheitsgrad 

(vorliegend: 38 % - 41 % bzw. gemäss Anklage und Vorinstanz [siehe dazu oben 

unter eingeführte Heroinmenge]: 24 % - 41 %; der Median-Wert gemäss SGRM-

Statistik des Jahres 2012 lag noch höher, nämlich bei 52 %). Ebenfalls bekannt 

war dem Beschuldigten die mengenmässig bedingte potenzielle Gesundheits-

gefährdung vieler Menschen. 

Demzufolge machte sich der Beschuldigte des Verbrechens im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 lit. b Betäubungsmittelgesetz (BetmG) in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 

lit. a BetmG schuldig. 

5. Strafzumessung 

5.1. Vorliegend wird der 12 Gramm reines Heroin betragende Grenzwert des 

mengenmässig qualifizierten Falles im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG um 

ein Vielfaches überschritten (2.16 kg Reinsubstanz). Demzufolge erstreckt sich 

der Strafrahmen von mindestens einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe,  

wobei damit eine Geldstrafe verbunden werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG), was 

jedoch vorliegend nicht angezeigt ist. Da einzig der Beschuldigte Berufung  

erhoben hat, steht vorliegend aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 

Abs. 2 Satz 1 StPO) lediglich eine Senkung der Strafe zur Diskussion. 

5.2. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung gemäss 

Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 und 5.5 mit Hin-

weisen). Darauf kann verwiesen werden. 

5.3. Das objektive Tatverschulden bemisst sich nicht nur nach der  

Betäubungsmittelmenge, sondern nach sämtlichen Umständen des konkreten 

Einzelfalls (dazu sogleich); dennoch ist die Art des Betäubungsmittels sowie  

deren Menge von erheblicher Bedeutung für den Unrechtsgehalt der Tat. 

Vorliegend wirkte der Beschuldigte an der Einfuhr von Heroin (Heroin-

Hydrochlorid) mit, das als weltweit gefährlichstes Betäubungsmittel gilt, da bei 

seinem Konsum innert kürzester Zeit eine sehr starke psychische und physische 

-   18   - 

 

Abhängigkeit entsteht, die einhergeht mit sehr ausgeprägten Abstinenzsyndromen 

sowie einem Zwang zu immer höheren Dosen (sehr starke Toleranzentwicklung). 

Vorliegend zu beurteilen gilt es eine einzelne, mengenmässig aber bedeutende 

grenzüberschreitende Einfuhr. Wie im Rahmen der Sachverhaltsfeststellung aus-

geführt (dazu oben), war der Beschuldigte massgeblich an der Organisation und 

Durchführung der Heroineinfuhr beteiligt. Seine Stellung ist demzufolge im  

mittleren Hierarchiebereich anzusiedeln. Vorliegend ist, wie bereits erwähnt, von 

2.16 Kilogramm Reinsubstanz auszugehen. Insgesamt ist die objektive Tat-

schwere im Lichte aller denkbaren Fälle von qualifizierten Heroineinfuhren im un-

teren Drittel des Strafrahmens einzuordnen. 

Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich. Dies gilt wie bereits dargelegt auch in 

Bezug auf die Betäubungsmittelmenge. Der Beschuldigte sagte vor der  

Vorinstanz aus, selber Heroin zu konsumieren, allerdings nur etwa alle 3 bis  

4 Monate, manchmal auch nur alle 6 Monate (Urk. 42 S. 3 ganz oben). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung gab er ebenfalls an, schon Heroin konsumiert zu  

haben. Er konsumiere aber nicht häufig, vielleicht einmal in 6 Monaten (Urk. 66 

S. 4). Angesichts eines derart sporadischen Konsums liegt keine zufolge eigener 

Sucht verminderte Schuldfähigkeit vor. Nach dem Gesagten wird die objektive 

Tatschwere durch die subjektive nicht relativiert. 

In Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Tatkomponenten erweist sich 

die von der Vorinstanz festgesetzte Einsatzstrafe von 4 ¾ Jahren (Urk. 54 S. 31) 

als vertretbar. 

5.4. Zum Vorleben und den persönliche Verhältnissen des Beschuldigten lässt 

sich den Akten Folgendes entnehmen (Urk. 14/10 S. 3 ff.; Urk. 19/3; Urk. 8/2; 

Urk. 19/1; Urk. 42 S. 1 ff.; Urk. 66 S. 1 ff.): Der Beschuldigte wurde 1973 in ... (al-

banisch: ...) in Mazedonien geboren, wo er zunächst auch aufwuchs. Im Alter von 

15 Jahren zog er zu seinem Vater nach D._____ in Österreich. Eine Schule  

besuchte der Beschuldigte in Österreich wegen fehlender Sprachkenntnisse nicht 

und arbeitete seither bzw. bis zur Verhaftung in der Umgebung von D._____ als 

Fliesenleger auf dem Bau (Monatseinkommen zurzeit schwankend zwischen  

EUR 400 und EUR 1200; Urk. 14/10 S. 3). 1996 kehrte der Beschuldigte in seine 

-   19   - 

 

Heimatstadt zurück (Urk. 19/3 Ziff. 10), wo er zusammen mit seiner Ehefrau und 

drei Kindern (geb. 1998, 2002 und 2006) das elterliche Haus bewohnte (ein Sohn 

ist invalid und erhält eine monatliche Rente von EUR 60; Urk. 42 S. 3 unterhalb 

Mitte), aber weiterhin periodisch in D._____ beruflich tätig war. Diese persönli-

chen Verhältnisse erweisen sich als strafzumessungsrechtlich irrelevant. 

Der Beschuldigte weist in der Schweiz und in Deutschland keine Vorstrafen auf 

(Urk. 58/2; Urk. 8/4), ist jedoch im österreichischen Strafregister zweifach  

einschlägig verzeichnet (Betäubungsmitteldelikte; Urk. 8/5): Die eine Verurteilung 

erging im Jahre 1996 (Freiheitsstrafe von 2 Jahren), die andere erging am 

17. November 2011 und wurde am 31. Mai 2012 rechtskräftig (bedingte Freiheits-

strafe von 2 Jahren unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren), mithin also 

weniger als zwei Monate vor dem vorliegend zu beurteilenden Vorfall. Wie der 

Beschuldigte an der Berufungsverhandlung vorbrachte (Urk. 66 S. 5), lag der 

zweiten Verurteilung ein Sachverhalt zugrunde, der sich bereits im Jahre 1994  

ereignet hatte (vgl. dazu auch Urk. 8/5). Dies ändert aber nichts daran, dass sich 

der Beschuldigte durch das entsprechende Strafverfahren und die Verurteilung 

nicht hat beeindrucken lassen, sondern kurz darauf weiter einschlägig delinquiert 

hat, was straferhöhend zu berücksichtigen ist. Die vorliegende Tatbegehung fällt 

zudem in die Probezeit der vorerwähnten Verurteilung. Weiter sagte der Beschul-

digte aus, es bestehe eine weitere Vorstrafe in Mazedonien wegen einer Prügelei 

(Urk. 14/10 S. 3 unterhalb Mitte; Urk. 66 S. 5). Anlässlich der vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung präzisierte er, dass es sich dabei um eine 6 oder 7 Jahre  

zurückliegende bedingt ausgesprochene einjährige Freiheitsstrafe handle (Urk. 42 

S. 2; vgl. auch Urk. 66 S. 5). 

Ausländische Vorstrafen dürfen bei der Strafzumessung mitberücksichtigt werden 

(BSK StGB-WIPRÄCHTIGTER/KELLER, 3. Aufl., N 134 zu Art. 47 mit Hinweisen). In 

analoger Anwendung von Art. 369 Abs. 1 lit. b StGB bzw. der dazu ergangenen 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 135 IV 87 E. 2.4) kann die erst-

genannte Vorstrafe aus dem Jahre 1996 dem Beschuldigten nicht mehr ent-

gegengehalten werden. Aufgrund der zweitgenannten Vorstrafe, welche weniger 

als 2 Monate vor dem vorliegend zu beurteilenden Vorfall in Rechtskraft erwuchs 

-   20   - 

 

und einschlägig ist (insbesondere: § 28a [4] Z 3 SMG [Suchtmittelgesetz] = quali-

fizierter Fall von Suchtmittelhandel, d.h. mehr als 25-faches Übersteigen des 

Grenzwertes) sowie auch aufgrund der Probezeitverletzung ist eine deutliche 

Straferhöhung angezeigt. Die dritte Vorstrafe (Prügelei) ist demgegenüber ledig-

lich geringfügig straferhöhend zu berücksichtigen. 

Da der Beschuldigte den Vorwurf der Drogeneinfuhr bestreitet, fällt eine Straf-

minderung wegen Geständnis, Reue bzw. Einsicht nicht in Betracht. 

5.5. Wie erwähnt, führt die einschlägige Vorstrafe des Beschuldigten vorliegend 

zu einer deutlichen Straferhöhung. Vor diesem Hintergrund fiel die von der Vor-

instanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 5 Jahren jedenfalls nicht zu hoch aus, 

weshalb sie zu bestätigen ist.  

Einer Anrechnung der erstandenen Haft steht nichts entgegen. Auch die  

Auslieferungshaft stellt eine Untersuchungshaft im Sinne von Art. 51 StGB dar  

(Art. 110 Abs. 7 StGB). Der Beschuldigte befand sich vom 25. August 2013  

bis zum 2. Oktober 2013 in Auslieferungshaft in Serbien sowie ebenfalls ab  

dem 2. Oktober 2013 in Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft in der Schweiz  

(Urk. 22 S. 1). Ausserdem wurde der Beschuldigte unmittelbar nach der Tat  

(am 23. Juli 2012) ein erstes Mal verhaftet (Urk. 7/1) und am 25. Juli 2012 bereits 

wieder auf freien Fuss gesetzt (Urk. 7/2). Diese drei Tage Haft sind vorliegend 

ebenfalls zu berücksichtigen. Demnach sind vorliegend 477 Tage Haft anzu-

rechnen. 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und des erstin-

stanzlichen gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen. Zu be-

stätigen ist auch der Entscheid der Vorinstanz, diese Kosten sofort definitiv abzu-

schreiben (Urk. 54 S. 33, Dispositivziffer 6). Wie nachfolgend dargelegt wird,  

besteht zwar an sich keine Veranlassung zu einer solchen Abschreibung.  

Aufgrund des Verschlechterungsverbots gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO ist es  

-   21   - 

 

der Berufungsinstanz aber verwehrt, die vorinstanzliche Kostenregelung zu Un-

gunsten des einzig Berufung führenden Beschuldigten abzuändern. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

6.2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  

unterliegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten 

des Berufungsverfahrens aufzuerlegen sind. Diese Kosten sind nicht abzu-

schreiben. Der Beschuldigte wird nun zwar eine mehrjährige Freiheitsstrafe  

verbüssen müssen. Dies schliesst aber nicht aus, dass er dereinst wieder einmal 

in günstige finanzielle Verhältnisse kommen kann, sei dies etwa durch eigenen 

Arbeitserwerb oder auch Vermögensanfall sonstiger Art. Der Beschuldigte war 

stets erwerbstätig (Urk. 14/10 S. 3 ff.; Urk. 19/3 S. 2; Urk. 66 S. 3 f.). Es kann  

daher nicht gesagt werden, es sei ausgeschlossen, dass er in absehbarer Zeit in 

eine günstigere wirtschaftliche Situation kommen wird. Den Beschuldigten bereits 

im jetzigen Zeitpunkt von der Tragung der Kosten des Berufungsverfahrens  

definitiv zu entbinden, wäre somit nicht gerechtfertigt. 

Die Kosten für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren sind einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO bleibt vorbehalten. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 8. Abteilung, 

vom 20. Juni 2014 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

Es wird erkannt: 

1. […] 

2. […] 

-   22   - 

 

3. […] 

4. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'600.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 1'800.–   Gebühr Strafuntersuchung, 

Fr. 240.–   Auslagen Untersuchung, 

Fr. 594.–   amtliche Verteidigung Untersuchung. 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

5. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird für 

seine Bemühungen und Auslagen mit Fr. 11'824.– (inkl. MwSt.) aus der Bezirksge-

richtskasse entschädigt. 

6. […] 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 
 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 

19 Abs. 1 lit. b Betäubungsmittelgesetz (BetmG) in Verbindung mit Art. 19 

Abs. 2 lit. a BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 5 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und 

mit heute 477 Tage durch Haft erstanden sind. 

3. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen gerichtlichen  

Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber sofort definitiv ab-

geschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf 

die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 135 

Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

-   23   - 

 

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'800.–   amtliche Verteidigung 

   
5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt  

vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

− das Bundesamt für Polizei  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich.  

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

-   24   - 

 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. Dezember 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. P. Marti 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Laufer 
 

 

	Urteil vom 11. Dezember 2014
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Widerhandlung gegen das Betäubungs-mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit  Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit fünf Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 303 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	5. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird für seine Bemühungen und Auslagen mit Fr. 11'824.– (inkl. MwSt.) aus der Bezirksgerichtskasse entschädigt.
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte A._____ sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
	2. Die Kosten des gesamten Strafverfahrens einschliesslich jener der amtlichen Verteidigung seien auf jeden Fall auf die Gerichtskasse zu nehmen.
	3. Es sei meinem Mandanten eine angemessene Entschädigung für die erstandene Haft zuzusprechen.
	Evtl.
	Sei mein Mandant im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen und mit einer wesentlich geringeren Strafe zu belegen, als die Vorinstanz ausgesprochen hat.
	Erwägungen:
	1. Prozessgeschichte
	1.1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 20. Juni 2014 wurde der Beschuldigte  der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19  Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig  gesprochen (Dispositivziffe...
	1.2. Gegen dieses Urteil, das den Parteien gleichentags mündlich eröffnet  wurde (Prot. I S. 12 Mitte), meldete der Beschuldigte mit Eingabe vom 27. Juni 2014 innert der zehntägigen Frist von Art. 399 Abs. 1 StPO Berufung an (Urk. 49). Am 23. Septembe...
	1.3. Am 4. November 2014 wurde auf den 11. Dezember 2014 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 63).

	2. Umfang der Berufung
	Gemäss Berufungserklärung richtet sich die Berufung des Beschuldigten gegen das gesamte vorinstanzliche Urteil (Urk. 55 S. 2). Anlässlich der Berufungs-verhandlung erklärte die Verteidigung, die vorinstanzliche Kostenfestsetzung  gemäss Dispositivziff...

	3. Sachverhalt
	3.1. Ausgangslage
	B._____ und C._____ gestanden in ihren jeweiligen Verfahren ihre Tatbeiträge ein und sind bereits rechtskräftig verurteilt (Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, vom 7. März 2013 betreffend B._____, lautend auf 4 Jahre Freiheitsstrafe [Beiz...
	Der Beschuldigte räumt den äusseren Ablauf der in der Anklageschrift erwähnten Reise im Wesentlichen ein, macht jedoch geltend, mit dem Transport von Drogen nichts zu tun gehabt zu haben und davon auch nichts gewusst zu haben (Urk. 42 S. 3 unten und S...
	Im Anschluss an die Tat wurden der Beschuldigte, C._____ sowie B._____ (sowie weitere Personen) verhaftet (Urk. 7/1; Urk. 1/1). Im Gegensatz zu C._____ und B._____ wurde der Beschuldigte am 25. Juli 2012 bereits wieder auf freien Fuss gesetzt (Urk. 7/...
	3.2. Grund der Reise von Mazedonien nach D._____ [Stadt in Österreich] bzw. von D._____ in die Schweiz
	3.2.1. Auf die vor der Vorinstanz gestellte Frage, warum er am 22. Juli 2012  zusammen mit seinem ebenfalls in ... in Mazedonien wohnhaften Cousin B._____ in seinem VW nach D._____ gefahren sei (Distanz: ca. 1295 km), antwortete der Beschuldigte (Urk....
	Die Anschlussfrage, ob er alsdann seinen Vater in D._____ getroffen habe,  verneinte der Beschuldigte überraschenderweise; auch von der Arbeit, die es  angeblich für ihn in D._____ gegeben habe, erwähnte er sonderbarerweise nichts mehr. In D._____ tra...
	3.2.2. Die vorerwähnte Schilderung weist – allein schon bei isolierter Betrachtung – derart viele Unplausibilitäten und logische Inkonsistenzen auf, dass der Schluss aufdrängt, dass sie nicht erlebnisbasiert ist (auch wenn einzelne Elemente wie z.B. d...
	3.3. Erstaussage des Beschuldigten
	3.3.1. In seiner Ersteinvernahme unmittelbar nach seiner erstmaligen Verhaftung in einem Restaurant in E._____ sagte der Beschuldigte Folgendes aus (Urk. 2/1 Ziff. 5): „[...] Wir kamen hier in die Schweiz um Autos anzuschauen. Da wir hier keine Autos ...
	Weiter wurde dem Beschuldigten folgende Frage gestellt (Urk. 2/1 Ziff. 35): „Ich dachte, Sie seien gekommen, um Autos zu kaufen. Schildern sie mir doch einmal genau den Tagesablauf vom Montag 23.7.2012.“ Darauf antwortete der Beschuldigte: „Wir sind a...
	3.3.2. Nach dem Gesagten erweist sich die Sachdarstellung des Beschuldigten auch im Lichte dieser Erstaussage als unglaubhaft. Der Beschuldigte machte im Laufe des Verfahrens in Bezug auf wesentliche Punkte widersprüchliche  Angaben. Zu verweisen ist ...
	3.4. Belastung des Beschuldigten durch die beiden Mittäter; Allgemeines
	3.4.1. Die vom Beschuldigten ins Feld geführte Sachdarstellung, namentlich  soweit er damit einen Bezug zum Drogentransport gänzlich in Abrede stellt und statt dessen auf einen geplanten Autokauf in der Schweiz verweist, findet in den Aussagen der bei...
	3.4.2. Da sich B._____ seit seiner Verhaftung, die unmittelbar nach der Tat  erfolgte, während sämtlicher Einvernahmen in Haft befand, kann eine auf eine Falschanschuldigung des Beschuldigten abzielende Absprache zwischen ihm und C._____ ausgeschlosse...
	Die Belastungen zeichnen sich sodann durch eine gewisse Zurückhaltung aus, die in Anwesenheit des Beschuldigten (anlässlich der Konfrontationseinver-nahmen) verstärkter auftritt als in den separaten früheren Einvernahmen, wobei beide Befragten auf Vor...
	Nach seiner Verhaftung wurde der Beschuldigte mit den entsprechenden  Belastungen im Einzelnen konfrontiert (bezüglich der Belastungen von C._____: Urk. 14/7; bezüglich der Belastungen von B._____: Urk. 14/9). Der  Konfrontationsanspruch gemäss Art. 1...
	3.5. Die Belastungen des Beschuldigten durch B._____ und C._____ im Einzelnen
	3.5.1. Oberster Auftraggeber der Transaktion war gemäss B._____ ein gewisser in Mazedonien ansässiger F._____ (Nachname unbekannt; Urk. 14/9 S. 6 unten). B._____ sagte aus, der Kontakt zu dieser Person sei über den Beschuldigten zu Stande gekommen, da...
	Nachdem der Beschuldigte zunächst erfolglos versucht hatte, C._____ zu kontaktieren, um ihn zum mitmachen aufzufordern, habe der Beschuldigte B._____ (C._____s Onkel) darum gebeten, sich darum zu kümmern. Schliesslich sagte C._____ gegen ein in Aussic...
	C._____ sagte weiter aus, ein Tag vor der Fahrt nach D._____ habe er von einer österreichischen Nummer aus ein SMS erhalten, worin die anzusteuernde Adresse in D._____ vermerkt gewesen sei (Urk. 14/7 S. 8 unten). Da der Beschuldigte über ein österreic...
	C._____ sagte aus, er sei alsdann in Begleitung seiner Freundin mit seinem BMW von Zürich zur besagten Adresse in D._____ gefahren, wo er den Beschuldigten und B._____ getroffen habe (Urk. 14/7 S. 5 oben). B._____ und seine (ahnungslose) Freundin seie...
	In der Folge fuhren C._____ mit dem in der Rücksitzlehne versteckten Heroin zusammen mit seiner Freundin im BMW (mit Schweizer Kennzeichen) und der Beschuldigte zusammen mit B._____ im VW (mit mazedonischem Kennzeichen) nach Zürich-... und übernachtet...
	Im Rahmen des ihn betreffenden Verfahrens hatte B._____ im Vorfeld der Hauptverhandlung dem Bezirksgericht eine Schreiben eingereicht, in welchem er – in Abweichung von seiner Schlusseinvernahme – einräumte, am Morgen vor der Übergabe im Auftrag des B...
	Nachdem C._____ von der Arbeit zurückgekehrt war, begaben sich alle drei mit dem BMW bzw. VW nach E._____, wo sie die Abnehmer vor dem Restaurant G._____ trafen. Daraufhin fuhren der Beschuldigte und C._____ zu einem Parkplatz, wo C._____ das Heroin (...
	3.5.2. Im Lichte der vorstehenden Aussagen von C._____ und B._____ besteht kein Zweifel darüber, dass alle drei Mittäter wussten, dass sie gemeinsam Heroin von D._____ in die Schweiz einführten (u.a. Urk. 14/7 S. 6 oben). Der Beschuldigte und B._____ ...
	3.6. Zum hierarchischen Verhältnis von B._____ und dem Beschuldigten
	Zum Zeitpunkt der Konfrontationseinvernahmen mit dem Beschuldigten waren B._____ sowie C._____ bereits rechtskräftig verurteilt. Vor diesem Hintergrund erscheint es verständlich, dass insbesondere C._____ – trotz seiner differenzierten Belastungen des...
	3.7. Eingeführte Heroinmenge
	Im Zuge der Verhaftsaktion erfolgte auch die Sicherstellung des Heroins, welches der Abnehmer H._____ unmittelbar nach der Übernahme in seinem Lager an der ...strasse ... in E._____ deponiert hatte. Im erwähnten Lager wurde zudem eine Heroinmenge entd...
	Demgegenüber gehen die Anklage (Urk. 22 S. 3 a.E.) sowie die Vorinstanz (Urk. 54 S. 7 Mitte) von 5.95 kg Nettogewicht bzw. von 2.16 kg Reinsubstanz aus. Diese Differenz rührt daher, dass die Anklage und – ihr folgend – auch die Vorinstanz irrtümlich ...
	Aufgrund des Anklageprinzips sowie des Verschlechterungsverbots ist vorliegend allerdings von der angeklagten bzw. vorinstanzlich festgestellten Drogenmenge (2.16 kg Reinsubstanz) auszugehen.

	4. Rechtliche Würdigung
	Aus dem festgestellten Sachverhalt folgt, dass der Beschuldigte in einem  mengenmässig qualifizierten Fall in massgeblicher Rolle und in organisatorischem Zusammenwirken mit seinen beiden Mittätern Heroin im Umfang von 2.16 kg Reinsubstanz von D._____...
	Demzufolge machte sich der Beschuldigte des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b Betäubungsmittelgesetz (BetmG) in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig.
	5. Strafzumessung
	5.1. Vorliegend wird der 12 Gramm reines Heroin betragende Grenzwert des mengenmässig qualifizierten Falles im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG um ein Vielfaches überschritten (2.16 kg Reinsubstanz). Demzufolge erstreckt sich der Strafrahmen von ...
	5.2. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung gemäss Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 und 5.5 mit Hin-weisen). Darauf kann verwiesen werden.
	5.3. Das objektive Tatverschulden bemisst sich nicht nur nach der  Betäubungsmittelmenge, sondern nach sämtlichen Umständen des konkreten Einzelfalls (dazu sogleich); dennoch ist die Art des Betäubungsmittels sowie  deren Menge von erheblicher Bedeutu...
	5.4. Zum Vorleben und den persönliche Verhältnissen des Beschuldigten lässt sich den Akten Folgendes entnehmen (Urk. 14/10 S. 3 ff.; Urk. 19/3; Urk. 8/2; Urk. 19/1; Urk. 42 S. 1 ff.; Urk. 66 S. 1 ff.): Der Beschuldigte wurde 1973 in ... (albanisch: .....
	5.5. Wie erwähnt, führt die einschlägige Vorstrafe des Beschuldigten vorliegend zu einer deutlichen Straferhöhung. Vor diesem Hintergrund fiel die von der Vorinstanz ausgesprochene Freiheitsstrafe von 5 Jahren jedenfalls nicht zu hoch aus, weshalb si...

	6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	6.1. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und des erstin-stanzlichen gerichtlichen Verfahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen. Zu be-stätigen ist auch der Entscheid der Vorinstanz, diese Kosten sofort definitiv abzuschreiben (Urk. 54 S. 33, ...
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	6.2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte  unterliegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich, weshalb ihm die Kosten des Berufungsverfahre...
	Die Kosten für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Eine Rückforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.

	Es wird beschlossen:
	Es wird erkannt:
	1. […]
	2. […]
	3. […]
	4. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	5. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, wird für seine Bemühungen und Auslagen mit Fr. 11'824.– (inkl. MwSt.) aus der Bezirksgerichtskasse entschädigt.
	6. […]
	7. (Mitteilungen)
	8. (Rechtsmittel)
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. b Betäubungsmittelgesetz (BetmG) in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 5 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heute 477 Tage durch Haft erstanden sind.
	3. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen gerichtlichen  Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt, aber sofort definitiv ab-geschrieben. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine ...
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-nommen. Die Rückzahlungspflicht gemäss Art...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich.

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.