# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9710e04b-0d33-5cde-b77f-8e158f363a75
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.08.2011 D-4497/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4497-2011_2011-08-29.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­4497/2011/sed

U r t e i l   v om   2 9 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richter Martin Zoller (Vorsitz),
Richter Bruno Huber, Richter Gérard Scherrer,
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

Parteien A.______,
Äthiopien,
vertreten durch LL.M. lic.iur. Susanne Sadri, LL.M.
c/o Asylhilfe Bern, (…),
Gesuchsteller, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz

Gegenstand Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
vom 3. Dezember 2010 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Gesuchsteller am (…) in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass  er  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte, er habe die Aufgabe gehabt, in B._______ Touristen eine (…) 
zu zeigen,

dass es am (…) zwischen dem Oberhaupt der Kirche, C._______, und 
dessen Stellvertreter, D._______, einen Streit gegeben habe, aufgrund 
dessen  die Kirche  in  zwei  Fraktionen  zerfallen  sei,  wobei  der  Pfarrer 
und der Prediger Partei für den Stellvertreter ergriffen hätten, während 
der  Leiter  der  Kirche  und  das  Sekretariat  C._______  unterstützt 
hätten,

dass  eine  kirchliche  Versammlung  ein  Schreiben  an  den 
Ministerpräsidenten  gerichtet  habe,  worin  der  Rücktritt  des 
C._______en  gefordert  worden  sei,  und  am  selben  Abend  die 
Teilnehmer  der  Versammlung  von  Unbekannten  geschlagen  worden 
seien,

dass  der  Gesuchsteller  beschuldigt  worden  sei,  ein  Anhänger  des 
Stellvertreters  zu  sein,  und  man  ihm  verboten  habe,  seinen 
Arbeitsplatz (…) aufzusuchen,

dass er nicht mehr bezahlt worden sei und seine Dienstwohnung habe 
verlassen müssen,

dass  er  sich  schriftlich  an    C._______  gewandt  habe,  worauf  er  auf 
einem Polizeirevier während  (…) Tagen  in Haft  gehalten worden  und 
daraufhin  gegen  Kaution  freigekommen  sei,  wobei  ihm  C._______, 
welcher  zugleich Richter  gewesen  sei,  erlaubt  habe,  in  der Wohnung 
zu bleiben, bis er eine neue Unterkunft gefunden habe,

dass er am (…) zusammen mit E.______ in der Stadt gewesen sei, wo 
sie beschossen worden seien und E._______ tödlich getroffen worden 
sei,

dass er am (…) sein Haus verlassen habe und nach F._______ gereist 
sei,  von  wo  aus  er  (…)  Tage  später  die  Ausreise  aus  seinem 
Heimatstaat angetreten habe,

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dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  (…)  feststellte,  der  Gesuchsteller 
erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asylgesuch  ablehnte,  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  den  Vollzug  der 
Wegweisung anordnete,

dass  es  zur  Begründung  der  Nichtzuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  ausführte,  die  geltend  gemachten 
Verfolgungsvorbringen  genügten  den  Anforderungen  an  die 
Glaubhaftigkeit nicht,

dass  der  Gesuchsteller  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom  (…) 
beim Bundesverwaltungsgericht anfocht,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom 
3. Dezember 2010 (…) vollumfänglich abwies,

dass es  im Einklang mit der Vorinstanz erhebliche die Zweifel an den 
geltend gemachten Verfolgungsvorbringen hegte und den Beweiswert 
der eingereichten Dokumente als beschränkt einschätzte,

dass die am (…) mandatierte Rechtsvertreterin des Gesuchstellers mit 
Eingabe  vom  (…)  zuhanden  des  "hängigen  Beschwerdeverfahrens 
(…)" (…) Beweismittel (…) einreichte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  vom  (…)  auf  die 
erwähnte Eingabe unter dem Titel der Revision nicht eintrat,

dass es  zur Begründung ausführte,  das Beschwerdeverfahren sei mit 
Urteil  vom  3. Dezember  2010  abgeschlossen  worden,  weshalb  die 
Eingabe nicht als Beschwerdeergänzung entgegengenommen werden 
könne, und auch eine Entgegennahme als Revisionsgesuch gegen das 
erwähnte  Urteil  ausser  Betracht  falle,  zumal  die  Eingabe  explizit  als 
Ergänzung der Beschwerde vom (…) bezeichnet worden sei,

dass  der  Gesuchsteller  mit  einer  als  "Wiedererwägungsgesuch" 
bezeichneten  Eingabe  vom  (…)  an  das  BFM  beantragte,  es  sei  die 
Verfügung des Bundesamtes vom  (…)  in Wiedererwägung zu ziehen, 
neu  festzustellen,  dass  er  die  Flüchtlingseigenschaft  erfülle, 
eventualiter  die  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  der 
Wegweisung  festzustellen  und  als  Folge  davon  die  vorläufige 
Aufnahme anzuordnen,

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dass  er  gleichzeitig  die  Eingabe  vom  (…)  zusammen  mit  sämtlichen 
Beilagen  erneut  zu  den  Akten  reichte,  ein  zusätzliches  Beweismittel 
einreichte,  zur  Begründung  den  bisherigen  Sachverhalt  wiederholte 
und  ausführte,  die  neuen  Beweismittel  vermöchten  die 
Verfolgungsvorbringen glaubhaft darzutun,

dass  das  BFM  mit  Schreiben  vom  15. August  2011  die  Eingabe  zur 
weiteren Behandlung an das Bundesverwaltungsgericht überwies und 
zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  darin  werde  die 
Fehlerhaftigkeit  des  Urteils  vom  3. Dezember  2010  gerügt,  wobei  es 
auf  das  Urteil  (…)  verwies,  wonach  durch  die  Geltendmachung  der 
ursprünglichen  Asylgründe  im  Wiedererwägungsverfahren  auf  einen 
bereits  vor  dem  Urteil  der  Beschwerdeinstanz  bestandenen 
Sachverhalt  Bezug  genommen  und  damit  sinngemäss  der 
Revisionsgrund  nachträglich  aufgefundener  Beweismittel  gemäss 
Art. 123 Abs. 2 Bst. a des Bundesgerichts­gesetzes vom 17. Juni 2005 
(BGG,  SR  173.110)  angerufen  werde,  dessen  Beurteilung  in  die 
Zuständigkeit des Bundesverwaltungs­gerichts falle,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung von Gesuchen 
um  Revision  seiner  Urteile  selber  zuständig  ist  und  dabei  die 
Art. 121­128  BGG  sinngemäss  anwendet  (Art. 45  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR  173.32]; 
vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1 S. 242 f.),

dass  mit  dem  ausserordentlichen  Rechtsmittel  der  Revision  die 
Unabänderlichkeit  und  Massgeblichkeit  eines  rechtskräftigen 
Beschwerdeentscheides  angefochten  wird,  im  Hinblick  darauf,  dass 
die  Rechtskraft  beseitigt  wird  und  über  die  Sache  neu  entschieden 
werden  kann  (vgl.  PIERRE  TSCHANNEN/ULRICH  ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 2. Aufl., Bern 2005, S. 269),

dass  die  Gründe,  aus  denen  das  Bundesverwaltungsgericht  seine 
Urteile  auf  Gesuch  hin  in  Revision  zieht,  in  Art. 121­123  BGG 
aufgeführt sind,

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dass  Gründe,  welche  von  einer  um  Revision  ersuchenden  Partei 
bereits  mit  ordentlicher  Beschwerde  gegen  eine  Verfügung  des  BFM 
auf  dem  Gebiet  des  Asyls  vor  Bundesverwaltungsgericht  hätten 
geltend  gemacht  werden  können,  nicht  als  Revisionsgründe  gelten 
(Art. 46 VGG in analogiam),

dass das Bundesverwaltungsgericht in der Besetzung mit drei Richtern 
oder  Richterinnen  (Art. 21  Abs. 1  VGG)  entscheidet,  sofern  das 
Revisionsgesuch nicht  – was vorliegend nicht  in Betracht  kommt –  in 
die  Zuständigkeit  des  Einzelrichters  beziehungsweise  der 
Einzelrichterin fällt (Art. 23 VGG),

dass  der Gesuchsteller  sich  auf  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  der 
Aufhebung beziehungsweise Abänderung des Beschwerdeurteils  vom 
3. Dezember  2010  berufen  kann  und  zur  Einreichung  des  dagegen 
gerichteten  Revisionsgesuches  legitimiert  ist  (Art. 48  Abs. 1  Bst. c 
VwVG in analogiam; vgl. URSINA BEERLI­BONORAND, Die ausserordent­
lichen  Rechtsmittel  in  der  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes  und 
der Kantone, Zürich 1985, S. 65 ff.),

dass  auf  Inhalt,  Form,  Verbesserung  und  Ergänzung  des 
Revisionsgesuchs  Art. 67  Abs. 3  VwVG  Anwendung  findet  (Art. 47 
VGG),  welcher  für  dieselben  vier  Bereiche  seinerseits  auf  die 
Bestimmungen von Art. 52 und 53 VwVG verweist und darüber hinaus 
vorschreibt,  dass  die  Begründung  insbesondere  den  Revisionsgrund 
und  die  Rechtzeitigkeit  des  Revisionsbegehrens  darzutun  und 
Letzteres  auch  bereits  die  Begehren  für  den  Fall  eines  neuen 
Beschwerde­entscheides zu enthalten hat,

dass  die  Begründung  eines  Revisionsgesuches  somit  erhöhten 
Anforderungen zu genügen hat,

dass  der  Gesuchsteller  zwar  keinen  der  in  Art.  121­123  BGG 
aufgeführten  Gründe  explizit  benennt,  anhand  der  eingereichten 
Beweismittel  und  der  darauf  bezogenen  Argumentation  jedoch  mit 
genügender  Klarheit  das  Bestreben  zu  erkennen  ist,  die  Sach­
verhaltsfeststellung  im  Urteil  (…)  vom  3. Dezember  2010  als  falsch 
oder unvollständig erscheinen zu lassen,

dass der Gesuchsteller  insofern den gesetzlichen Revisionsgrund von 
Art. 123 Abs. 2  Bst. a  BGG  anruft  und mit  hinreichender  Begründung 
darlegt,  warum  nach  seiner  Einschätzung  dieser  Revisionsgrund 

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verwirklicht  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1993  Nr. 18  E. 4a 
S. 122  f.;  ELISABETH  ESCHER,  in:  Basler  Kommentar, 
Bundesgerichtsgesetz,  Marcel  Alexander  Niggli/Peter  Uebersax/Hans 
Wiprächtiger [Hrsg.], Basel 2008, N. 5 und 6 zu Art. 123 BGG),

dass die Eingabe des Gesuchstellers zudem die Begehren für den Fall 
eines neuen Beschwerdeentscheids enthält (Art. 67 Abs. 3 VwVG),

dass  mithin  die  vom  Gesuchsteller  als  „Wiedererwägungsgesuch“ 
bezeichnete  Eingabe  vom  BFM  zu  Recht  an  das 
Bundesverwaltungsgericht  zur  Prüfung  als  Revisionsgesuch 
überwiesen wurde,

dass  somit  auf  das  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Revisions­
gesuch einzutreten ist,

dass  nach  Art. 123  Abs. 2  Bst. a  BGG  die  Revision  eines  Urteils 
verlangt  werden  kann,  wenn  die  ersuchende  Partei  nachträglich 
erhebliche  Tatsachen  erfährt  oder  entscheidende  Beweismittel 
auffindet, die sie  im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter 
Ausschluss  der  Tatsachen  und  Beweismittel,  die  erst  nach  dem 
Entscheid entstanden sind,

dass  diejenigen  Tatsachen  als  neu  im  Sinne  von  “nachträglich 
erfahren“ gelten, welche sich bis zum Zeitpunkt, da im Hauptverfahren 
noch  tatsächliche  Vorbringen  prozessual  zulässig  waren,  verwirklicht 
haben, jedoch der um Revision ersuchenden Partei trotz hinreichender 
Sorgfalt  nicht  bekannt  waren  und  deswegen  von  dieser  nicht  schon 
damals  vorgebracht  wurden  (sog.  unechte  Nova,  vgl.  HANSJÖRG 
SEILER/NICOLAS  VON  WERDT/ANDREAS  GÜNGERICH, 
Bundesgerichtsgesetz [BGG], Handkommentar, Bern 2007, zu Art. 123 
Rz.  7;  KARL SPÜHLER/ANNETTE DOLGE/DOMINIK VOCK,  Kurzkommentar 
zum  Bundesgerichtsgesetz,  Zürich/  St. Gallen  2006,  Art. 123  N. 3; 
ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER,  Prozessieren 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008,  S. 249  f.  Rz. 5.46 
und 5.47),

dass auch neu aufgefundene Beweismittel  in der Regel nur unter der 
zusätzlichen  Bedingung  Berücksichtigung  finden  können,  dass  die 
gesuchstellende  Partei  zu  einer  Beibringung  im  früheren  Verfahren 

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nicht  in  der  Lage  war  (vgl.  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  S. 
250 Rz. 5.48),

dass es an der genügenden Sorgfalt fehlt, wenn die Entdeckung neuer 
Tatsachen  oder  Beweismittel  auf  Nachforschungen  zurückzuführen 
sind,  die  bereits  im  früheren  Verfahren  hätten  angestellt  werden 
können  und  müssen  (vgl.  SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH,  a.a.O.,  zu 
Art. 123 Rz. 8; SPÜHLER/DOLGE/VOCK, a.a.O., Art. 123 N. 4),

dass  es  der  um Revision  ersuchenden  Partei  obliegt,  rechtzeitig  und 
prozesskonform  zur  Klärung  des  Sachverhalts  entsprechend  ihrer 
Beweispflicht  beizutragen  (vgl.  ELISABETH  ESCHER,  a.a.O.,  N. 8  zu 
Art. 123  BGG;  zur  Einschränkung  der  behördlichen  Untersuchungs­
pflicht  durch  die Mitwirkungspflicht  der  Verfahrensparteien  und  deren 
Beweisführungslast  bezüglich  ihnen  naturgemäss  besser  bekannter 
und  behördlicherseits  schwierig  zu  ermittelnder  Tatsachen  im  Asyl­
verfahren  siehe  BVGE 2007/30  E. 5.5.2  S. 365  f.  mit  weiteren 
Hinweisen),

dass  die  objektive  Unmöglichkeit  einer  früheren  Beibringung  von 
Tatsachen  und  Beweismitteln  nur  mit  Zurückhaltung  anzunehmen  ist 
und  der  Revisionsgrund  der  unechten Noven  nicht  dazu  dienen  darf, 
bisherige  Versäumnisse  in  der  Beweisführung  wieder  gutzumachen 
(vgl. ESCHER, a.a.O., N. 8 zu Art. 123 BGG),

dass  im  vorliegenden  Verfahren  folgende  Beweismittel  eingereicht 
wurden: (…),

dass die erwähnten Beweismittel  – ungeachtet  der Fragen von deren 
Neuheit  und  Beachtung  der  zumutbaren  Sorgfalt  betreffend  die 
Einreichung  im  ordentlichen Verfahren  –  als  nicht  erheblich  im Sinne 
der revisionsrechtlichen Bestimmungen zu qualifizieren sind,

dass  sich  (…)  auf  die  Kontroverse  in  der  Äthiopischen  Orthodoxen 
Kirche,  den  Lebenslauf  von  C._______  und  die  Situation  von 
D._______  beziehen,  diese  Beweismittel  jedoch  in  keinem  direkten 
Zusammenhang  mit  den  vom  Gesuchsteller  konkret  geltend 
gemachten  Verfolgungsvorbringen  stehen  und  mithin  zu  deren 
Nachweis nicht geeignet sind,

dass  der Gesuchsteller  aus  (…)  nichts  zu  seinen Gunsten  abzuleiten 
vermag, zumal seine Tätigkeit sowohl als Touristenführer als auch  im 

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Zusammenhang mit (…) im ordentlichen Asylverfahren nicht in Abrede 
gestellt wurde,

dass  (…)  zwar  Bezug  auf  die  Verfolgungsvorbringen  des 
Gesuchstellers  nehmen,  jedoch  in  lediglich  pauschaler Weise,  indem 
darin  ausgeführt  wird,  diesem  sei  vorgeworfen  worden,  mit  den 
Gegnern  des  äthiopischen C._______  zusammengearbeitet  zu  haben 
beziehungsweise  er  habe  Äthiopien  aus  religiösen  und  politischen 
Gründen  verlassen  müssen,  während  im  Schreiben  von  D._______ 
diesbezüglich nur Mutmassungen geäussert werden,

dass  diese  (…)  mithin  nicht  geeignet  sind,  an  der  die  individuellen 
Verfolgungsvorbringen betreffenden Beweislage etwas zu ändern und 
mithin  ebenfalls  als  nicht  erheblich  im  Sinne  der  revisionsrechtlichen 
Bestimmungen zu qualifizieren sind,

dass  die  nachgereichten  Beweismittel  mithin  bei  Vorliegen  im 
ordentlichen  Verfahren  nicht  zu  einer  anderen  Beurteilung  geführt 
hätten,

dass es  dem Gesuchsteller  somit  nicht  gelungen  ist,  im  vorliegenden 
Revisionsverfahren  erhebliche  Tatsachen  oder  entscheidende 
Beweismittel  im Sinne  von Art.  123 Abs.  2 Bst.  a BGG beizubringen, 
weshalb  sein  Gesuch  um  Revision  des  Urteils  des 
Bundesverwaltungsgerichts vom 3. Dezember 2010 abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  insgesamt 
Fr. 1200.–  dem  Gesuchsteller  aufzuerlegen  sind  (Art. 37  VGG  i.V.m. 
Art. 63  Abs. 1  und  Art.  68  Abs.  2  VwVG;  Art. 16  Abs. 1  Bst.  a  VGG 
i.V.m.  Art. 1,  2  und  3  Bst.  b  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 172.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1200.–  werden  dem  Gesuchsteller 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Gesuchsteller,  das  BFM  und  die  zuständige 
kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: