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**Case Identifier:** 7f5a8a83-962d-5833-b62c-5a0425fe45ee
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.12.2022 UV 2021/72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-72_2022-12-15.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/72

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 06.02.2023

Entscheiddatum: 15.12.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2022
Art. 17 Abs. 1 ATSG. Der (medizinische) Sachverhalt ist hinlänglich erstellt. 
Die Voraussetzungen für eine Revision sind nicht erfüllt, weshalb die Rente 
zu Recht nicht revidiert wurde. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Dezember 2022, UV 
2021/72).

Entscheid vom 15. Dezember 2022

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2021/72

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Maschinist bei der B.___ AG angestellt 

und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) 

gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 14. Mai 1998 zog er sich durch eine 

Fehlmanipulation an einer Maschine eine Schnitt-Quetsch-Verletzung an der linken 

Hand zu. Im Kantonsspital St. Gallen (KSSG) wurde eine drittgradige offene 

Zweietagentrümmerfraktur Metacarpale II links diagnostiziert. Die Verletzung wurde 

gleichentags operativ behandelt (proximale Zugschrauben-Adaptionsosteosynthese, 

überbrückender Mini-Fixateur, volare Gefäss-Nerven-Revision). Nachdem der 

Versicherte sich bis 18. Mai 1998 im KSSG aufgehalten hatte, konnte er am 25. August 

1998 bei der Arbeitgeberin im Umfang von 50 % wieder eine leichtere Tätigkeit 

aufnehmen (Suva-act. 3, 26). Am 18. November 1998 wurde im KSSG ein weiterer 

operativer Eingriff vorgenommen (Teno- und Arthrolyse im Grundgelenk Strahl II, 

Metallentfernung). Ab dem 16. Januar 1999 arbeitete der Versicherte wieder halbtags. 

Mit Beurteilung vom 24. März 1999 befand der untersuchende Kreisarzt Dr. med. 

C.___, Spezialarzt FMH für orthopädische Chirurgie, den Versicherten ab 29. März 

1999 als zu 75 % und ab 19. April 1999 als voll arbeitsfähig (Suva-act. 3). Den 

Integritätsschaden schätzte Dr. C.___ unter Berücksichtigung einer mässiggradigen 

Beweglichkeitseinschränkung im Grundgelenk Dig. II links mit leichtem Rotationsfehler 

(15°) und wegen der angegebenen Beschwerden auf 5 % (Suva-act. 4; vgl. ferner lit. A 

im Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. März 2001, 

UV 1999/108, Suva-act. 100-6 ff.).

A.a. 

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Mit Verfügung vom 11. Mai 1999 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis eines Integritätsschadens von 5 % zu. Ferner 

wurde festgestellt, eine ärztliche Behandlung sei nicht mehr notwendig, weshalb diese 

als abgeschlossen betrachtet werde (Suva-act. 7). Die gegen diese Verfügung 

erhobene Einsprache (Suva-act. 8) wies die Suva mit Entscheid vom 24. September 

1999 ab, soweit sie darauf eintrat (Suva-act. 9). Die dagegen erhobene Beschwerde 

wurde vom Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 28. März 

2001 teilweise gutgeheissen, der Einspracheentscheid vom 24. September 1999 

aufgehoben und die Sache an die Suva zurückgewiesen, damit diese nach 

ergänzender Abklärung im Sinn der Erwägungen über die Leistungsansprüche des 

Versicherten neu verfüge (Suva-act. 100-6 ff.).

A.b. 

Am 22. Januar 2002 verfügte die Suva eine Integritätsentschädigung von 

insgesamt 10 % (Suva-act. 15). Am 4. Juni 2002 wurde der Versicherte erneut operiert 

(ausgedehnte Tendocapsulolyse MP-II, Beckenspan, Beckenspanplastik und 

Korrekturosteotomie CMC-II und Meta-II links; Suva-act. 101-41) und weilte vom 29. 

Januar bis 5. März 2003 in der Rehaklinik Bellikon (Suva-act. 100-1 f.). Mit Verfügung 

vom 5. November 2003 eröffnete die Suva dem Versicherten, es werde ihm ab 

November 2003 eine Rente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 17 % 

ausgerichtet. Hinsichtlich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei eine mindestens 50 %-

ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Eine körperlich leichte Tätigkeit ohne Heben und 

Tragen von Lasten über fünf Kilogramm sei hingegen ganztags zumutbar. Auf dem 

allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt könne er ein Einkommen von Fr. 47'389.-- 

erzielen. Der Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 56'875.-- ergebe die 

Erwerbseinbusse von 17 %. Ein wahrscheinlicher Kausalzusammenhang der 

Schmerzen im Arm- und Schulterbereich wurde verneint, ebenso die Adäquanz der 

psychischen Beschwerden (Suva-act. 100-18 ff.). Die Verfügung wurde mit 

Einspracheentscheid vom 19. Februar 2004 bestätigt (Suva-act. 35). Dieser Entscheid 

blieb unangefochten. Am 20. Januar 2007 und 1. März 2013 bestätigte die Suva den 

unveränderten Rentenanspruch (Suva-act. 49, 70).

A.c. 

Bei anhaltenden Beschwerden unterzog sich der Versicherte am 17. März 2014 

(partielle Metallentfernung und Stellungskorrektur des Metacarpale-II diaphysär) und 

17. Februar 2015 (Metallentfernung und Tendocapsulolyse im Bereich MP-II links) 

A.d. 

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B.  

weiteren Eingriffen an der linken Hand; Suva-act. 126-2, 150-1, 169-3). Am 6. Juli 2016 

wurde er durch med. pract. D.___, Fachärztin für Chirurgie, kreisärztlich untersucht und 

beurteilt (Suva-act. 169).

Vom 9. bis 21. November 2016 wurde eine Strahlentherapie an der linken Hand 

durchgeführt (Suva-act. 176-2 f.). Auch diese führte nicht zu einer 

Beschwerdereduktion (Suva-act. 178).

A.e. 

Ab dem 1. Mai 2019 war der Versicherte in einem Pensum von 30 % für die E.___ 

GmbH als Chauffeur (Kiosk- und Zeitschriftenlieferant) tätig (Suva-act. 221, 226-2). Ab 

dem 21. Mai 2019 bescheinigte Dr. med. F.___ dem Versicherten eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 226-1). Mit Bericht vom 22. April 2020 führte Dr. F.___ 

aus, dass der Versicherte am 21. Mai 2019 bei der Arbeit auf die linke Hand gestürzt 

sei und seitdem an unerträglichen Handschmerzen links leide. Er sei aktuell für jegliche 

Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (Suva-act. 233). Per 31. März 2020 wurde das 

Arbeitsverhältnis von der E.___ GmbH gekündigt (Suva-act. 257-1). Am 30. Juni 2020 

führte Dr. F.___ aus, dass es seit Beginn des Jahres 2018 nochmals zu einer deutlichen 

Verschlechterung des Gesundheitszustands des Versicherten gekommen sei. Im 

Rahmen der Arbeit als Chauffeur hätten die Beschwerden nochmals zugenommen, mit 

Schwellung der linken Hand, pochendem Dauerschmerz mit Ausstrahlungen bis ins 

Genick und anschliessender Verschlechterung sowohl des psychischen als auch des 

physischen Zustands (Suva-act. 249). Mit Arztbericht vom 30. Oktober 2020 attestierte 

Dr. F.___ dem Versicherten weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 

277).

B.a. 

Mit Bericht vom 30. November 2020 diagnostizierte der behandelnde Dr. med. 

G.___, Psychiatrie und Psychotherapie, eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig schwere depressive Episode, nach psychotraumatischem Schockerleben 

und bei chronischem unfallbedingtem Schmerzsyndrom, einen Status nach 

Belastungsstörung, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie eine 

andauernde Dekonditionierung und Persönlichkeitsänderung bei langjährig frustranen 

Behandlungen der Unfallfolgen und sich ergebender Therapieresistenz. Er bescheinigte 

dem Versicherten bei dauerhaft psychophysischer Dekonditionierung eine volle 

B.b. 

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Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit. Seit Anfang des Jahres 2018 sei es nochmals 

zu einer wesentlichen gesundheitlichen Verschlechterung gekommen. Der misslungene 

Arbeitsversuch habe ihn nochmals zurückgeworfen und mit Sicherheit sei nach dessen 

Scheitern (Sommer 2019) gar keine Arbeitsleistung auf dem ersten Arbeitsmarkt mehr 

denkbar (Suva-act. 278).

Am 15. Februar 2021 gab Dr. med. H.___ vom versicherungsmedizinischen Dienst 

der Suva, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, eine 

Aktenbeurteilung ab (Suva-act. 292-2 f.).

B.c. 

Mit Verfügung vom 20. Februar 2021 schloss die Suva den (Rück-)Fall 

rückwirkend per 31. August 2019 ab und lehnte einen Anspruch auf weitere 

Versicherungsleistungen ab. Auf die Rückforderung bereits bezahlter Heilkosten wurde 

verzichtet (Suva-act. 303).

B.d. 

Gegen diese Verfügung liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 

Ronald Pedergnana, St. Gallen, am 24. März 2021 Einsprache erheben. Es sei ein 

bidisziplinäres (orthopädisches und psychiatrisches) Gutachten zu erstellen für die 

Frage, wie gross die Leistungsfähigkeit des Versicherten noch sei (Suva-act. 306-1).

B.e. 

Am 1. Juni 2021 wurde der Versicherte von Dr. H.___ kreisärztlich untersucht. Am 

7. Juni 2022 reichte dieser seine Beurteilung ein (Suva-act. 334).

B.f. 

Mit Schreiben vom 11. Juni 2021 zog die Suva die Verfügung vom 20. Februar 

2021 zurück (Suva-act. 336). Mit Schreiben vom 23. Juni 2021 an den Rechtsvertreter 

des Versicherten führte die Suva aus, dass nach nochmaliger eingehender Prüfung des 

Berichts über die kreisärztliche Untersuchung vom 7. Juni 2021 die Terminierung 

gemäss Verfügung vom 20. Februar 2021 korrekt gewesen sei. Aus dem Bericht von 

Dr. H.___ lasse sich keine Verschlechterung des Gesundheitszustands bezugnehmend 

auf die objektivierbaren Unfallfolgen ableiten. Zu den psychischen bzw. nicht 

objektivierbaren Beschwerden werde keine Stellung genommen, zumal die Adäquanz 

der psychischen Beschwerden zum Unfall vom 14. Mai 1998 mit der Verfügung vom 5. 

November 2003 resp. dem Einspracheentscheid vom 19. Februar 2004 bereits 

rechtskräftig abgewiesen worden sei (Suva-act. 339). Am 23. Juni 2021 wurde der 

Rechtsvertreter des Versicherten eingeladen, zum Untersuchungsbericht von Dr. H.___ 

B.g. 

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C.  

Erwägungen

1.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers beantragte mit Einsprache vom 24. März 

2021 (Suva-act. 306-1), mit Stellungnahme vom 31. August 2021 (Suva-act. 360) und 

vom 7. Juni 2021 Stellung zu nehmen (Suva-act. 340), wovon er am 31. August 2021 

Gebrauch machte (Suva-act. 360).

Mit Entscheid vom 15. September 2021 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-

act. 367).

B.h. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 15. September 2021 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Pedergnana, 

am 15. Oktober 2021 Beschwerde erheben und beantragen, dass der 

Einspracheentscheid vom 15. September 2021 aufzuheben, ein multidisziplinäres 

(orthopädisches, neurologisches und psychiatrisches) gerichtliches Gutachten zur 

Klärung der Höhe der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers beim asim in Basel 

oder bei der Medas Luzern zu erstellen und dem Beschwerdeführer eine UVG-Rente 

nach Massgabe dieser Begutachtung zuzusprechen sei. Es sei dem Beschwerdeführer 

die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zulasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1).

C.a. 

Mit Schreiben vom 29. Oktober 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die 

Einreichung einer umfassenden Beschwerdeantwort, beantragte die vollumfängliche 

Beschwerdeabweisung und verwies auf die Begründung im Einspracheentscheid vom 

15. September 2021 (act. G 3).

C.b. 

Am 10. November 2021 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung durch Rechtsanwalt Pedergnana entsprochen (act. G 4).

C.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.d. 

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auch mit Beschwerde vom 15. Oktober 2021 (act. G 1) die Klärung der 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers mittels Gutachtens. Nach Massgabe der 

Begutachtung sei ihm eine Invalidenrente der Unfallversicherung auszurichten (act. G 1 

S. 2). Im Streit liegt damit einzig die Frage, ob dem Beschwerdeführer ein höherer 

Rentenanspruch als die seit November 2003 ausgerichtete Invalidenrente zusteht. 

Keiner eingehenden Prüfung bedarf es bezüglich der aufgeworfenen Frage (act. G 1 S. 

5 Ziff. 20), ob die Beschwerdegegnerin nach dem Rückzug der Verfügung vom 20. 

Februar 2021 (Suva-act. 303, 336) aus formell-rechtlicher Sicht eine neue Verfügung 

hätte erlassen müssen (anstelle eines sinngemäss erneuten Abstellens auf die 

Verfügung vom 20. Februar 2021 [Suva-act. 339]). Zum einen hat der anwaltlich 

vertretene Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren nicht gegen dieses Vorgehen 

opponiert (Suva-act. 360), zum anderen ist nicht ersichtlich, dass Gehörsansprüche 

verletzt worden wären. Schliesslich käme eine Rückweisung auch einem prozessualen 

Leerlauf gleich, was aus prozessökonomischen Gründen zu vermeiden ist.

2.  

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze 

oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 

1 und 2 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.1. 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

2.2. 

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Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Während es 

Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu 

beurteilen, obliegt es dem Rechtsanwender, die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58; Urteil des Bundesgerichts 

vom 12. Mai 2021, 8C_15/2021, E. 7.3). Im Bereich der klar ausgewiesenen 

organischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität deckt (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht 

automatisch auch die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen 

Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung vorzunehmen (vgl. nebst vielen 

Urteil des Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 2, 5; vgl. weiter BGE 

134 V 11 E. 2).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

2.3. 

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3.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht keine Anpassung der 

seit November 2003 ausgerichteten Invalidenrente, basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 17 %, vorgenommen hat.

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird 

die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG in der hier anwendbaren, bis Ende 

2021 geltenden Fassung; materielle Revision). Anlass zur Rentenrevision gibt jede 

wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, 

die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands 

revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, 

veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung. 

Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich 

gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 10 

f. E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen 

ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische 

Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen 

verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist 

in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage. Liegt in diesem Sinne 

ein Revisionsgrund vor, ist – in einem zweiten Schritt – der Rentenanspruch in 

rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an 

frühere Beurteilungen besteht. Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis 

zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche 

Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige 

Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 

rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs beruht (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Mai 2022, 

9C_26/2022, E. 2.1 f., mit Hinweisen).

3.1. 

Vorliegend ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten rentenzusprechenden 

rechtskräftigen Entscheidung vom 19. Februar 2004 (Suva-act. 35) mit demjenigen im 

3.2. 

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Zeitpunkt des streitigen Einspracheentscheids vom 15. September 2021 (Suva-act. 

367) zu vergleichen. Entscheidend ist, ob sich daraus eine Verschlechterung des 

unfallkausalen Gesundheitszustands mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergibt.

Der medizinische Sachverhalt präsentierte sich bis zur ursprünglichen 

Rentenzusprache ab November 2003 wie folgt: Der Beschwerdeführer erlitt am 14. Mai 

1998 eine offene Zweietagentrümmerfraktur Metacarpale II links. Aufgrund dessen 

hatte er sich initial zwei operativen Eingriffen zu unterziehen (vgl. im Sachverhalt lit. 

A.a). Danach zeigte sich klinisch eine mässiggradige Funktionseinschränkung im 

Grundgelenk Dig. II links mit einer eingeschränkten Flexion im MP-Gelenk (40 Grad) 

und ein Rotationsfehler von knapp 15 Grad sowie eine leichte Verkürzung des zweiten 

Strahles. Bei der Greiffunktion war am Zeigefinger eine leichte Einschränkung 

feststellbar mit einer Sperrdistanz beim Faustschluss von einem Zentimeter (Suva-act. 

3-2). Bei anhaltenden Schmerzen wurde am 14. Juni 2002 eine weitere Operation 

durchgeführt (ausgedehnte Tendokapsulolyse MP II, Beckenspan, Beckenspanplastik 

und Korrekturosteotomie CMC-II und Meta-II links; Suva-act. 101-40 f.). Vom 29. 

Januar bis 5. März 2003 wurde der Beschwerdeführer in der Rehaklinik Bellikon 

behandelt. Im Austrittsbericht vom 17. März 2003 von Dr. med. I.___, Assistenzarzt, 

und Dr. med. J.___, FMH Plastische und Wiederherstellungschirurgie spez. 

Handchirugie, wurden (weiterhin) Schmerzen im Handgelenk sowie im Bereich der 

Stellungskorrektur, ein Flexionsdefizit des Dig. II im MP-Gelenk, ein Flexions-/

Extensionsdefizit im Handgelenk sowie eine Kraftminderung der linken Hand 

beschrieben. Im Weiteren wurden Schmerzen zervikal und im Bereich der Schulter links 

aufgeführt. Ferner hatte ein Röntgenuntersuch vom 29. Januar 2003 eine konsolidierte 

Situation, das Osteosynthesematerial in situ sowie keine Lockerungszeichen gezeigt 

(Suva-act. 100-1 f.). Mit Bericht vom 29. Juli 2003 führten die Dres. I.___ und J.___ aus, 

dass die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bei einer Gewichtslimite von fünf 

Kilogramm in Beachtung der rein organischen Unfallfolgen 100 % betrage. Ein 

Kausalzusammenhang zwischen der Handverletzung links und der zervikalen 

Schmerzproblematik sowie den Schmerzen im Schulterbereich sei zwar möglich, aber 

nicht wahrscheinlich (Suva-act. 100-54). Gestützt auf diesen Sachverhalt resp. die 

genannte Beurteilung einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit erging 

bei errechneter Erwerbseinbusse von 17 % der rentenzusprechende Entscheid vom 19. 

Februar 2004, wobei von einer nicht hinlänglich ausgewiesenen natürlichen Kausalität 

der zervikalen Schmerzproblematik und der Schmerzen im Schulterbereich und von 

einer fehlenden Adäquanz der psychischen resp. organisch nicht hinlänglich 

erklärbaren Beschwerden ausgegangen wurde (Suva-act. 35). Der Einspracheentscheid 

vom 19. Februar 2004 blieb unangefochten, womit die genannte Sachlage als 

3.3. 

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Vergleichsbasis zum Gesundheitszustand per 15. September 2021 heranzuziehen ist. 

Ob allfällige aktuell bestehende psychische resp. organisch nicht hinlänglich erklärbare 

Beschwerden trotz rechtskräftig verneinter Adäquanz in die Revisionsbeurteilung 

miteinzubeziehen sind, bedarf keiner abschliessenden Klärung, nachdem der adäquate 

Kausalzusammenhang auch im Zeitpunkt der Revisionsprüfung zu verneinen ist (vgl. 

nachfolgende E. 3.5). Immerhin ist zu erwähnen, dass der von der Beschwerdegegnerin 

postulierte kategorische Ausschluss der psychischen resp. organisch nicht hinlänglich 

erklärbaren Beschwerden wegen einer ursprünglich rechtskräftig verneinten Adäquanz 

nicht zwingend erscheint. So ist zumindest denkbar, dass sich eine zukünftige 

Zurechnung solcher Beschwerden (bei Rückfällen) nach langer somatischer 

unfallkausaler Leidensgeschichte aufdrängen kann.

Nach der Rentenzusprache unterzog sich der Beschwerdeführer weiteren 

Behandlungen. In Bezug auf die unfallkausale Problematik an der linken Hand wurden 

am 17. März 2014 und 17. Februar 2015 abermals operative Eingriffe durchgeführt (vgl. 

im Sachverhalt lit. A.d). Am 6. Juli 2016 wurde der Beschwerdeführer von med. pract. 

D.___ kreisärztlich beurteilt. Diese beschrieb bei Untersuch von Unterarm/Handgelenk/

Hand links im Verlauf der Strecksehnen eine leichte Druckdolenz, jedoch nicht so stark 

wie im Bereich des Epicondylus, eine leichte Druckdolenz im Bereich des distalen 

Radius/Radiusstyloids und im Bereich des radialen Carpus, eine deutliche Druckdolenz 

von dorsal im Bereich der Narbe, weniger über dem DRUG und der ulnaren Seite. 

Weiter beschrieb sie keinen Achsenstauchungsschmerz im Bereich des Daumens oder 

des zweiten Strahls. Die Fingerextension war nahezu vollständig, lediglich im Bereich 

des PIP Dig. II verblieb ein leichtes Extensionsdefizit von 20 Grad. Der Faustschluss 

war vollständig und es war keine Sperrdistanz vorhanden. Die Kreisärztin 

diagnostizierte aktuell Restfunktionseinschränkungen an der linken Hand mit 

erheblicher Symptomausweitung und chronifiziertem Schmerzsyndrom. Der Vergleich 

zur kreisärztlichen Abschlussuntersuchung 1999 zeige keine namhaften Unterschiede, 

ausser dass der Rotationfehler nicht mehr nachweisbar sei, nach zwischenzeitlich 

erfolgter Korrekturosteotomie. Ausserdem werde die Beweglichkeit etwas schlechter 

demonstriert, dies aber nicht signifikant. Die zuletzt durchgeführten Operationen hätten 

leider keine namhafte Besserung des Zustandsbilds bringen können, insbesondere sei 

auch das subjektive Beschwerdeerleben gleich. Objektiv – aus rein somatisch 

unfallchirurgischer Sicht – stelle sich die Situation ebenfalls unverändert dar, weshalb 

sich auch keine Veränderungen hinsichtlich Integritätsentschädigung oder 

Zumutbarkeit ergeben würden (Suva-act. 169). Vom 9. bis 21. November 2016 

unterzog sich der Beschwerdeführer einer komplikationslosen Strahlentherapie an der 

linken Hand (Suva-act. 176-2 f.), welche nicht zu einer Beschwerdereduktion führte 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

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(Suva-act. 178). Am 1. Juni 2021 wurde eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr. 

H.___ durchgeführt. Dessen Befunde deckten sich weitestgehend mit denjenigen von 

med. pract. D.___ (Suva-act. 334-10). Auch Dr. H.___ diagnostizierte sodann aktuell 

Restfunktionseinschränkungen an der linken Hand mit erheblicher 

Symptomausweitung und chronifiziertem Schmerzsyndrom. Beurteilend führte er aus, 

dass sich auch nach dem Ereignis vom 21. Mai 2019 keine signifikante Änderung des 

klinischen fachorthopädischen Befunds zu den diversen Voruntersuchungen ergebe. 

Weiterhin wirke der Beschwerdeführer bei der Anamneseerhebung schmerzgeplagt, 

vornehmlich angesichts des chronifizierten Schmerzsyndroms der linken Hand mit 

Ausstrahlung in den gesamten linken Arm bis zum Kopf. Dies sei bereits in der 

kreisärztlichen Untersuchung im Jahr 2016 vom Beschwerdeführer angegeben worden. 

Nachdem sich sowohl klinisch als auch bildgebend-radiologisch ein identischer Befund 

zu 2016 zeige und sich an der Arthrosesituation im Bereich der Mittelhand nichts 

verändert habe und ebenso keine Anschlussarthrosen ersichtlich seien, habe sich auch 

an der Einschätzung der Integritätsentschädigung von 10 % keine Änderung ergeben. 

Die sowohl von der Hausärztin Dr. F.___ als auch vom behandelnden Psychiater Dr. 

G.___ getätigte Aussage, dass es seit 2018 nochmals zu einer wesentlichen 

gesundheitlichen Verschlechterung gekommen sei, beziehe sich aufgrund des klinisch 

identischen Untersuchungsbefunds von 2016 im Vergleich zu aktuell daher 

überwiegend wahrscheinlich auf das psychische Befinden (Suva-act. 334-12 ff.).

Die Beurteilungen der Kreisärzte med. pract. D.___ und Dr. H.___ wurden lege artis 

und in Kenntnis und Würdigung der Vorakten (inklusive der Bildgebungen und 

sämtlicher Eingriffe) erstellt. Sie beruhen auf eigenständigen und umfassenden 

Untersuchungen mit entsprechender Befunderhebung und befassen sich mit den 

geklagten Beschwerden. Es sind keine Anhaltspunkte erkennbar, dass objektiv 

wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Namentlich wurden auch 

die revisionsrechtlich relevanten Vergleiche gezogen und medizinisch schlüssig 

begründet, weshalb nicht von einer unfallkausalen somatischen Verschlechterung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers seit dem Jahr 2004 resp. von einer 

veränderten objektivierbaren unfallkausalen Befundlage, welche die geltend gemachte 

verstärkte Schmerzproblematik erklären könnte, auszugehen ist. Was der 

Beschwerdeführer gegen diese Beurteilungen vorträgt, vermag keine auch nur geringen 

Zweifel daran zu begründen. Es liegen auch keine anderslautenden Einschätzungen zur 

unfallkausalen somatischen Problematik im Vergleich zum Zustand aus dem Jahr 2004 

im Recht. Die vom Beschwerdeführer zur Diskussion gestellten Wechselwirkungen 

zwischen der physischen und der psychischen Problematik sind nicht in Abrede zu 

stellen und werden auch von Dr. H.___ bestätigt (Suva-act. 334-15). Bei diesen geltend 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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gemachten psychischen resp. organisch nicht hinlänglich erklärbaren Beschwerden/

Schmerzen ist indes bei objektivierter Betrachtung des Unfallereignisses, der dabei 

erlittenen körperlichen Gesundheitsschäden und der objektiven Folgen auch aktuell, in 

Anwendung der Rechtsprechung nach BGE 115 V 133, der adäquate 

Kausalzusammenhang zu verneinen. Beim Ereignis vom 14. Mai 1998 handelte es sich 

in Anlehnung an die Rechtsprechung (vgl. dazu die Beispiele in Rumo-Jungo/ Holzer, 

a.a.O., S. 65 ff.) um einen mittelschweren Unfall im engeren Sinne. Damit bedarf es für 

die Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhangs der Erfüllung von drei 

Adäquanzkriterien (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 

8C_897/2009, E. 4.5, und vom 7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis), 

wobei die Folgen der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden nicht in die 

Beurteilung miteinzubeziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2010, 

8C_903/2009, E. 4.6). Die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumstände oder 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls, der Schwere oder besonderen Art der 

erlittenen Verletzungen, insbesondere ihrer erfahrungsgemässen Eignung, psychische 

Fehlentwicklungen auszulösen und der ärztlichen Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert, sind ohne weiteres zu verneinen (vgl. Rumo-

Jungo/Holzer, a.a.O., S. 70 ff.). Nicht erfüllt ist auch das Kriterium des schwierigen 

Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikation. Zwar musste sich der 

Beschwerdeführer mehreren Eingriffen und Therapien unterziehen. Besondere 

somatische Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt hätten, sind aber nicht 

erkennbar. Dass keine Beschwerdefreiheit erreicht werden konnte, reicht nicht zur 

Annahme dieses Kriteriums (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2008, 

8C_252/2007, E. 7.6). Nachdem der Beschwerdeführer bereits rund drei Monate nach 

dem Unfall eine leichte Tätigkeit in einem Teilpensum wiederaufnehmen konnte und in 

der Folge – ausser während des Heilungsprozesses nach Eingriffen – aus somatischer 

Sicht überwiegend wahrscheinlich immer zu 100 % arbeitsfähig blieb, ist das Kriterium 

des Grads und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit nicht erfüllt. Damit 

kann offenbleiben, ob die Kriterien der körperlichen Dauerschmerzen und der 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung erfüllt sind, zumal sie, wenn 

überhaupt, sicherlich nicht in besonders ausgeprägter Weise vorliegen. Da somit 

höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, diese jedoch in nicht 

besonders ausgeprägter Weise, ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem 

Unfall vom 14. Mai 1998 und den psychischen resp. organisch nicht hinlänglich 

erklärbaren Beschwerden auch im Zeitpunkt der Revisionsprüfung zu verneinen. Damit 

kommt dem Unfall auch aktuell überwiegend wahrscheinlich keine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung dieser Problematik zu, womit diese, selbst bei einer 

Wechselwirkung mit den unfallkausalen somatischen Folgen, nicht in die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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4.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Revisionsbeurteilung miteinzubeziehen sind. Insgesamt erweisen sich gestützt auf das 

Gesagte die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen in Bezug auf die 

Beurteilung eines veränderten unfallkausalen Gesundheitszustands resp. zur 

Beurteilung einer materiellen Rentenrevision als schlüssig, sodass sich Weiterungen 

erübrigen und auf die beantragte Begutachtung in antizipierter Beweiswürdigung zu 

verzichten ist. Es liegt kein Revisionsgrund vor, der eine Anpassung der Rente der 

Unfallversicherung nach Art. 17 Abs. 1 ATSG rechtfertigen würde.

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. 

September 2021 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 

abzuweisen.

4.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

4.2. 
bis

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.--, wie in 

vergleichbaren Fällen üblich, angemessen. Die Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- ist 

um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 963.70]). 

Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit 

Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die 

unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie 

dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] 

in Verbindung mit Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; 

sGS 951.1]).

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2022
	Art. 17 Abs. 1 ATSG. Der (medizinische) Sachverhalt ist hinlänglich erstellt. Die Voraussetzungen für eine Revision sind nicht erfüllt, weshalb die Rente zu Recht nicht revidiert wurde. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. Dezember 2022, UV 2021/72).

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