# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2a122201-d786-5963-85c3-a48009772d26
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.04.2022 LY210016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY210016_2022-04-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LY210016-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin  

lic. iur. Ch. von Moos Würgler und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga  

sowie Gerichtsschreiber MLaw M. Wild 

Beschluss und Urteil vom 20. April 2022 

 

in Sachen 
 

A._____,  
Beklagter und Berufungskläger 
 

vertreten durch Fürsprecher X._____ 
 

gegen 
 

B._____,  
Klägerin und Berufungsbeklagte 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 
 

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen) 

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 8. April 2021 
(FE190402-L) 

 

 

 

 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 

des Beklagten und Berufungsklägers betreffend Erlass vorsorglicher Massnah-
men (Urk. 6/39, Urk. 6/98): 
 

 1. Das gemeinsame Kind der Parteien, C._____, geb. tt.mm.2010 
sei unter die gemeinsame Obhut der Parteien zu stellen (mit Do-
mizil bei der Klägerin). 

 2. Betreuungsregelung: C._____ wird vom Beklagten nach folgender 
Regelung betreut: 

 - an jedem ungeraden Wochenende jeweils ab Freitag Schul-
schluss bis Montagmorgen Schulbeginn; 

 - an jedem Donnerstagabend ab Schulschluss bis Freitag-
morgen Schulbeginn; 

 - Ferienbetreuung: die Hälfte der Ferien von C._____ (zwei-
wöchige Ferien: eine Woche / dreiwöchige Ferien: einein-
halb Wochen / vierwöchige Ferien: zwei Wochen etc.), je-
weils von Samstag 1200 Uhr bis Samstag 1200 Uhr; 

 Die Parteien sind sich darüber einig, dass während der Ferienwo-
chen beim Betreuenden anfallende Betreuungstage oder Wo-
chenenden in den Ferienwochen aufgehen (Beispiel: Beginnt eine 
Ferienwoche des Beklagten an einem seiner Betreuungswochen-
enden, so beginnt sie am Freitag nach Schulschluss von 
C._____; endet eine Ferienwoche an einem Betreuungswochen-
ende, so endet sie am Montagmorgen Schulbeginn. Enthält eine 
Ferienwoche einen Betreuungsabend, so gilt dieser, ebenso wie 
enthaltene Betreuungswochenendtage als mit den Ferien abge-
halten). 

 Feiertagsbetreuungsregelung: Die Parteien regeln die Ausgestal-
tung der Feiertagsbetreuung miteinander und vereinbaren so den 
Bedürfnissen des Kindes und ihrer Möglichkeiten entsprechende 
Lösungen. Sollten die Parteien sich nicht einigen können, so gel-
ten die nachfolgenden Regelungen: 

 Betreuung durch den Vater: 
 - in Jahren mit ungerader Jahreszahl Ostern (Karfreitag bis 

und mit Ostermontag) und Silvester (31. Dezember bis 
2. Januar); 

 - in Jahren mit gerader Jahreszahl Pfingsten (Freitagabend 
vor Pfingsten ab 1800 Uhr bis und mit Pfingstmontag) und 
Weihnachten (24. bis 26. Dezember). 

 In der übrigen Zeit wird die Tochter C._____ durch die Klägerin 
betreut. 

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 Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen unter 
Beachtung des Kindeswohls nach gegenseitiger Absprache blei-
ben vorbehalten. 

 Die Parteien sprechen sich über die Aufteilung der Ferien jeweils 
mindestens drei Monate im Voraus ab und berücksichtigen dabei 
die beruflichen Abwesenheitspflichten des Beklagten. 

 Können sich die Parteien nicht einigen, so kommt dem Beklagten 
in Jahren mit ungerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht be-
züglich der Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit gerader Jah-
reszahl der Klägerin. 

 Ist eine Partei - aus welchen Gründen auch immer - nicht in der 
Lage, die Betreuung gemäss der hier vereinbarten Regelung sel-
ber zu übernehmen, ist sie verpflichtet, für eine angemessene Be-
treuung des Kindes durch Drittpersonen auf eigene Kosten be-
sorgt zu sein. Eine Anfrage an die andere Partei ist möglich; diese 
ist jedoch nicht verpflichtet, die Betreuung zu übernehmen. Über-
nimmt sie die Betreuung, so entsteht dadurch kein Anspruch auf 
Gegenleistung (weder finanziell noch in Betreuungszeiten). 

3. Der Beklagte sei ab Datum Rechtshängigkeit der Scheidungskla-
ge (31. Mai 2019) zu verpflichten, der Klägerin für die gemeinsa-
me Tochter C._____ einen angemessenen, gerichtsüblich zu in-
dexierenden, monatlichen Bar- und Betreuungsunterhalt, zuzüg-
lich allfällig bezogene Kinderzulagen zu bezahlen, zahlbar jeweils 
monatlich im Voraus und zwar jeweils auf den 1. eines jeden Mo-
nats. Provisorischer Antrag: Fr. 3'000.00 pro Monat. 

 Dem Beklagten sei nach Vorliegen des Beweisergebnisses Gele-
genheit einzuräumen, diesen Antrag betragsmässig zu konkreti-
sieren. 

 4. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin monatlich einen an-
gemessenen, gerichtsüblich zu indexierenden monatlichen Ehe-
gattenunterhaltsbeitrag zu bezahlen, zahlbar jeweils monatlich im 
Voraus und zwar jeweils auf den 1. eines jeden Monats. Proviso-
rischer Antrag: Fr. 1'000.00 pro Monat.  

 Dem Beklagten sei nach Vorliegen des Beweisergebnisses Gele-
genheit einzuräumen, diesen Antrag betragsmässig zu konkreti-
sieren. 

 5. Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, sämtliche für den einge-
klagten Zeitraum bereits an oder für die Klägerin geleisteten Zah-
lungen an seine Unterhaltspflicht gemäss Ziffer 3 und 4 vorste-
hend anzurechnen. 

 6. Sämtliche weiteren Anträge der Klägerin (prozessualer oder ma-
terieller Art) seien abzuweisen. 

 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% MwSt.) 
zu Lasten der Klägerin. 

- 4 - 

 
der Klägerin und Berufungsbeklagten betreffend Erlass vorsorglicher Massnah-
men (Urk. 6/42, 6/61 und Prot. I S. 19): 
 

 1. Sämtliche Anträge des Beklagten mit Ausnahme der Anträge Zif-
fer 2 betreffend Feiertagsregelung (Ostern / Silvester und Pfings-
ten / Weihnachten) seien abzuweisen.  

 2. Die gemeinsame Tochter, C._____, geb. tt.mm.2010, sei für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens unter die alleinige Obhut der 
Mutter / Klägerin zu stellen. 

 3. Der Vater sei für berechtigt zu erklären, die Tochter auf eigene 
Kosten wie folgt zu besuchen / betreuen: 

 - An jedem ungeraden Wochenende jeweils ab Freitag Schul-
schluss bis Sonntagabend 18:00 Uhr 

 - 5 Wochen Ferien pro Jahr, jeweils von und bis Samstag 
12:00 Uhr, wovon die ersten drei Wochen der Sommerferi-
en, eine Woche Skiferien im Februar und die erste Woche 
der Frühlingsferien stehen dem Beklagten zu. 

 4. Der Beklagte sei zu verpflichten, ab Rechtshängigkeit der Schei-
dungsklage der Klägerin für die Tochter C._____ folgende monat-
lichen Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: 

 - CHF 5'500 Barunterhalt 
 - CHF 11'150 Betreuungsunterhalt 
 zahlbar rückwirkend ab Rechtshängigkeit der Scheidungsklage, 

unter Anrechnung der bereits bezahlten Geldbeträge, sowie zahl-
bar inskünftig je monatlich im Voraus. Vertragliche oder gesetzli-
che Kinder-, Familien- und Ausbildungszulagen seien vom Vater 
zusätzlich zu beziehen und der Klägerin zu überweisen. 

 5. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Beklagten persönlich rück-
wirkend ab Rechtshängigkeit der Scheidungsklage monatliche 
Unterhaltsbeiträge von CHF 7'050 zu bezahlen, unter Anrechnung 
der seit Rechtshängigkeit der Scheidungsklage bereits geleisteten 
Beiträge, zahlbar inskünftig je monatlich im Voraus. 

 6. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die anwaltliche 
Vertretung einen Prozesskostenbeitrag in der Höhe von 
CHF 8'000 zu bezahlen. 

 7. Der Beklagte sei zu verpflichten, Auskunft über sein aktuelles 
Vermögen und seine aktuellen Einkünfte zu erteilen, insbesonde-
re sei [er] zu verpflichten, folgende Urkunden zu edieren: 

 - Arbeitsvertrag 
 - Boni-Reglement der D._____ AG 
 - Kaderanstellungsbedingungen 
 - Mitarbeiterbeteiligungsplan 

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 - Mitarbeiteroptionsplan 
 - Generalversammlungsbeschlüsse über die Verwendung des 

Reingewinns in den Jahren 2018-2020 
 - Buchhaltung der D._____ AG 2018-2020, insbesondere mit 

Bezug auf Lohnkonti, Bonikonti, Kontokorrent, Privatbezüge 
und Aktionärsdarlehen 

 8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulas-
ten des Beklagten. 

Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren  
am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 8. April 2021: 

(Urk. 6/105 S. 44 ff. = Urk. 2 S. 44 ff.) 

1. Die Vereinbarung der Parteien vom 25. Februar 2020 betreffend vorsorgli-

che Massnahmen für die Dauer des Verfahrens wird genehmigt. Sie lautet 

wie folgt: 

"1.  Die Prozessparteien beantragen übereinstimmend, dass die gemeinsame Tochter 

C._____, geb. am tt.mm.2010, unter die gemeinsame elterliche Sorge der Parteien 

gestellt wird, mit alleiniger Obhut bei der Mutter (mit Hauptwohnsitz bei der Mutter). 

2.  Der Vater ist berechtigt die Tochter auf eigene Kosten zu sich oder mit sich zu neh-

men und das Besuchsrecht an folgenden Tagen auszuüben: 

a.  Jedes zweite Wochenende von Freitag nach Schulschluss bis Montagmorgen 
(Schulbeginn). 

b.  Jeden Donnerstag ab Schulschluss bis Freitagmorgen Schulbeginn. 
c.  Falls eine der zwei Parteien verhindert ist oder die Reihenfolge des Besuchs-

rechts ändern will, braucht es dazu das Einverständnis des anderen Elternteils. 
d.  Falls Hilfe, wie z.B. Babysitter organisiert werden muss oder eine organisatori-

sche Änderung (Flugumbuchung) vorgenommen werden muss, sind die Kosten 
von dem Elternteil zu übernehmen, welcher das Wochenende mit C._____ ver-
bringen sollte. 

3.  Der Vater ist berechtigt, Ferien und Feiertage mit der Tochter auf eigene Kosten wie 

folgt zu verbringen: 

a.  Die Parteien haben sich darauf geeignet, dass die gemeinsame Tochter 
C._____ jeweils die Hälfte der Ferien (nach Tagen berechnet) bei der Mutter und 
die andere Hälfte beim Vater verbringt. 

b.  Die Parteien verständigen sich selbst darüber, bei wem die Tochter die erste 
Hälfte der Ferien und bei wem die zweite Hälfte der Ferien verbringt. Gelingt 
keine Einigung über diesen Punkt, verbringt die Tochter die erste Hälfte beim 
Vater. 

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c.  Bezüglich der Weihnachtsferien wird vereinbart, dass die Tochter in geraden 
Jahren die Weihnachtstage (erste Ferienwoche) beim Vater verbringt, in unge-
raden Jahren bei der Mutter. 

d.  Bei einer ungeraden Anzahl an Ferientagen wird die Tochter am Mittag nach der 
ersten Hälfte übergeben, bei einer geraden Anzahl an Ferientagen am Abend 
vor Ablauf der ersten Hälfte der Ferientage. 

e.  In die Berechnung werden nur die Tage pro Ferienblock berücksichtigt und der 
letzte Schultag und erste Schultag nach den Ferien werden nicht mitgezählt. 

f.  Übergaben zu Beginn und am Ende der Ferien finden am ersten Ferientag am 
Vormittag resp. am letzten Ferientag am Nachmittag statt. 

g.  Kann ein Elternteil die Betreuung nicht wie vereinbart persönlich wahrnehmen, 
verpflichtet er sich, den anderen Elternteil zuerst anzufragen, ob dieser die Be-
treuung des Kindes übernehmen kann. Kann der andere Elternteil die Betreuung 
des Kindes nicht übernehmen, hat der betreuende Elternteil für eine geeignete 
Betreuung des Kindes, auf eigene Kosten, besorgt zu sein. 

h. In der übrigen Zeit wird das Kind C._____ von der Mutter betreut. 
i.  Beide Elternteile sind grundsätzlich berechtigt, uneingeschränkt mit der Tochter 

zu reisen. Der verreisende Elternteil informiert den anderen Elternteil über das 
Reiseziel. Der andere Elternteil kann Einsprache erheben, wenn aufgrund der 
Reisehinweise des EDA nicht ausgeschlossen werden kann, dass die Tochter 
auf der Reise Gefahren ausgesetzt werden könnte, die aus der politischen oder 
gesundheitlichen Lage an der Reisedestination resultieren. Die Gefahr muss das 
allgemein Übliche übersteigen. 

4.  Den Geburtstag verbringt C._____ in geraden Jahren beim Vater, in ungeraden Jah-

ren bei der Mutter. 

5.  Die Eheleute beantragen, dass das Bezirksgericht Zürich aufgrund dieser Vereinba-

rung auf eine Kinderanhörung verzichtet. 

6.  Bei schriftlicher Einigung der Eheleute können die Besuchszeiten einvernehmlich 

schriftlich abgeändert werden." 

2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Dauer des Scheidungs-

verfahrens an den Unterhalt und die Erziehung der Tochter C._____ folgen-

de Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familienzulagen (soweit diese vom 

Beklagten bezogen werden resp. bezogen worden sind), zu bezahlen: 

− CHF 12'310.–  ab 1. Juni 2019 bis 31. Dezember 2019  
(davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt) 

− CHF 12'634.–  ab 1. Januar 2020 bis 31. März 2020  
(davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt) 

− CHF 12'822.–  ab 1. April 2020 bis 31. August 2020  
(davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt) 

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− CHF 12'982.–  ab 1. September 2020 bis 31. Oktober 2020  
(davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt) 

− CHF 13'046.–  ab 1. November 2020 bis 31. Dezember 2020  
(davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt) 

− CHF 13'041.–  ab 1. Januar 2021 bis 31. August 2021  
(davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt) 

− CHF 11'109.–  ab 1. September 2021 bis 31. Dezember 2021  
(davon CHF 3'588.– als Betreuungsunterhalt) 

− CHF 11'138.–  ab 1. Januar 2022 für die weitere Dauer des Schei-
dungsverfahrens  
(davon CHF 3'588.– als Betreuungsunterhalt). 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.  

3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab dem 1. Juni 2019 

und für die Dauer des Scheidungsverfahrens persönliche monatliche Unter-

haltsbeiträge von CHF 7'050.– zu bezahlen. 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, und zwar monatlich im 

Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 

4. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beklagte der Klägerin für sie 

persönlich sowie für C._____ im Zeitraum 1. Juni 2019 bis und mit 17. März 

2021 bereits Unterhaltszahlungen in der Höhe von insgesamt 

CHF 193'910.– geleistet hat, welche an die rückwirkend zu leistenden Un-

terhaltsbeiträge anzurechnen sind. 

5. Das Gesuch der Klägerin um Zusprechung eines Prozesskostenvorschus-

ses wird abgewiesen. 

6. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird im Endentscheid befun-

den. 

7. [Mitteilungssatz] 

8. [Rechtsmittel: Berufung; Frist: 10 Tage] 

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Berufungsanträge: 

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 1 S. 2): 
 

"1. Die Verfügung FE190402 der 8. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich 
vom 8. April 2021 sei hinsichtlich Dispositivziffer 2 und 3 aufzuheben 
und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

 
Der Beklagte wird verpflichtet der Klägerin ab 1. Juni 2019 und für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens an den Unterhalt und Erziehung der 
Tochter C._____ Kinderunterhaltsbeiträge in der Höhe von 
Fr. 3'000.00, zuzüglich Familienzulagen (soweit diese vom Beklagten 
bezogen werden, resp. bezogen worden sind), zu bezahlen. 

 
Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab dem 1. Juni 
2019 und für die Dauer des Scheidungsverfahrens persönliche monat-
liche Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'000.00 zu bezahlen. 

 
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 7.7% MWST) zulasten 

der Berufungsbeklagten." 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien sind seit dem tt. April 2010 verheiratet und haben eine gemein-

same Tochter, C._____, geboren am tt.mm.2010 (Urk. 6/2). Am 3. Juni 2019 

machte die Klägerin und Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) bei der Vorinstanz 

die Scheidungsklage anhängig (Urk. 6/1). Während des vorinstanzlichen Verfah-

rens stellten beide Parteien Gesuche um Erlass vorsorglicher Massnahmen 

(Urk. 6/39 und 6/42). Für dessen weiteren Verlauf ist auf den angefochtenen Ent-

scheid zu verweisen (Urk. 2 S. 6 f. = Urk. 6/105 S. 6 f.). Am 8. April 2021 fällte die 

Vorinstanz den eingangs wiedergegebenen Entscheid betreffend vorsorgliche 

Massnahmen (Urk. 2). 

2. Am 19. April 2021 erhob der Beklagte und Berufungskläger (fortan Beklag-

ter) rechtzeitig (Urk. 6/108/2) Berufung, wobei er die oben aufgeführten Anträge 

und in prozessualer Hinsicht ein Gesuch um Aufschub der Vollstreckbarkeit stellte 

(Urk. 1 S. f.). Mit Verfügung vom 21. April 2021 wurde einerseits der Klägerin Frist 

angesetzt, um sich zum Gesuch um Aufschub der Vollstreckbarkeit zu äussern, 

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sowie andererseits dem Beklagten Frist zur Zahlung eines Gerichtskostenvor-

schusses von Fr. 6'000.– angesetzt (Urk. 5). Nach Eingang des Kostenvorschus-

ses (Urk. 7) sowie der Stellungnahme der Klägerin vom 3. Mai 2021 (Urk. 8) wur-

de der Berufung gegen Dispositiv-Ziffern 2 und 3 des vorinstanzlichen Entscheids 

die aufschiebende Wirkung hinsichtlich der Unterhaltsbeiträge für die Monate bis 

und mit April 2021 erteilt; im Mehrumfang wurde das Gesuch um Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung abgewiesen (Urk. 9). 

3. Auf Gesuch des Beklagten vom 31. Mai 2021 (Urk. 10), mit welchem sich 

die Klägerin gleichentags einverstanden erklärt hatte (Urk. 12/25), wurde mit Ver-

fügung vom 1. Juni 2021 das Berufungsverfahren bis zum 31. August 2021 

zwecks aussergerichtlicher Vergleichsgespräche antragsgemäss sistiert (Urk. 13). 

Mit Schreiben vom 30. August 2021 (Urk. 14), 4. September 2021 (Urk. 15) und 

6. September 2021 (Urk. 17) teilten die Parteien mit, dass keine Einigung gefun-

den werden konnte und das Berufungsverfahren fortzusetzen sei. 

4. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2021 stellte der Beklagte ein weiteres Gesuch 

um Erteilung der aufschiebenden Wirkung betreffend die vorinstanzlich festgeleg-

ten Unterhaltsbeiträge (Urk. 19). Mit Verfügung vom 13. Oktober 2021 wurde das 

Gesuch abgewiesen und der Klägerin Frist zur Einreichung der Berufungsantwort 

angesetzt (Urk. 22). Die Verfügung wurde nicht entgegengenommen, gilt aber 

aufgrund von Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO als am 22. Oktober 2021 zugestellt 

(Urk. 24). In der Folge ging keine Berufungsantwort ein. Die weiteren Eingaben 

des Beklagten vom 3. Dezember 2021 (Urk. 27), vom 10. Dezember 2021 

(Urk. 31) sowie vom 26. Januar 2022 (Urk. 34) wurden samt Beilagen der Kläge-

rin zur Kenntnisnahme zugestellt. Die Zustellung der Eingabe vom 26. Januar 

2022 erfolgte mittels Verfügung vom 27. Januar 2022, wobei den Parteien mitge-

teilt wurde, dass das Berufungsverfahren spruchreif und in die Phase der Urteils-

beratung übergegangen sei (Urk. 37). Die Eingabe der Klägerin vom 11. April 

2022 (Urk. 39 und 40) ist daher nicht mehr zu berücksichtigen (s. Erw. II.3). 

5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 6/1-109). 

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II. 

1. Gegenstand der vorliegenden Berufung ist die Höhe der vom Beklagten zu 

bezahlenden Unterhaltsbeiträge an die Tochter C._____ und die Klägerin persön-

lich gemäss Dispositiv-Ziffer 2 und 3 des angefochtenen Entscheids (Urk. 1 S. 2). 

Die übrigen Dispositivziffern wurden nicht angefochten. In diesem Umfang ist der 

vorinstanzliche Entscheid gemäss Art. 315 Abs. 1 ZPO in Rechtskraft erwachsen, 

was vorzumerken ist. 

2. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheits-

prüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Beru-

fungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der 

erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be-

trachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer 

von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Beru-

fungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich ar-

gumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verwei-

sungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärun-

gen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen 

sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verwei-

sung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (vgl. 

BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_247/2013 vom 15. Oktober 2013, E. 3.2; 

5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetz-

lichen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, 

braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – 

abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der 

Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formge-

recht gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 

413 E. 2.2.4 m.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; 

4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, E. 2.4.3; 4A_290/2014 vom 1. September 

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2014, E. 3.1 und E. 5). Insofern erfährt der Grundsatz "iura novit curia" (Art. 57 

ZPO) im Berufungsverfahren eine Relativierung (BK ZPO I-Hurni, Art. 57 N 21 

und N 39 ff.; Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). 

3.  Art. 296 ZPO statuiert für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegen-

heiten den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz. Das Gericht ist demgemäss 

nicht an die Anträge und tatsächlichen Vorbringen der Parteien gebunden und 

auch das Verbot der reformatio in peius greift nicht (vgl. BGE 137 III 617 E. 4.5.3.; 

BSK ZPO-Mazan/Steck, Art. 296 N 30b). Die Untersuchungsmaxime wirkt mithin 

umfassend, d.h. zugunsten beider Parteien (BGer 5A_745/2014 vom 16. März 

2015, E. 2.3 mit weiteren Hinweisen). In Verfahren, welche der umfassenden Un-

tersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien auch im Berufungsverfah-

ren neue Tatsachen und Beweismittel – bis zur Urteilsberatung (BGE 142 III 413 

E. 2.2.4-2.2.5; BGE 143 III 42 E. 5.1) – unbeschränkt vorbringen. Die Bestimmung 

von Art. 317 Abs. 1 ZPO, wonach im Berufungsverfahren neue Vorbringen und 

Beweismittel nur dann zulässig sind, wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 

schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten und ohne Verzug vorge-

bracht werden, gilt somit nicht für Verfahren, in welchen Kinderbelange zu beurtei-

len sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1). Es besteht jedoch auch im Bereich der Offizi-

al- und Untersuchungsmaxime eine Mitwirkungspflicht der Parteien (BGE 140 I 

285 E. 6.3.1; BGer 5A_743/2020 vom 14. Oktober 2020 E. 2); sie gilt aufgrund 

der spezifischen Begründungspflicht von Art. 310 und Art. 311 Abs. 1 ZPO insbe-

sondere im Rechtsmittelverfahren (BGE 137 III 617 E. 4.2.2 und 4.5.1; BGE 138 

III 374 E.4.3.1 und BGE 141 III 569 E. 2.3.3). 

III. 

1. Vorinstanzlicher Entscheid 

 Nachdem die Parteien am 25. Februar 2020 eine (Teil-)Vereinbarung betref-

fend vorsorgliche Massnahmen in Bezug auf die Zuteilung der elterlichen Sorge, 

die Obhut und das Besuchsrecht geschlossen hatten, oblag es der Vorinstanz, 

den Kinder- und Ehegattenunterhalt für die Dauer des Scheidungsverfahrens ge-

richtlich festzulegen (Urk. 2 S. 9 ff.). Diesbezüglich führte sie zusammengefasst 

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aus, dass aufgrund der neusten Rechtsprechung des Bundesgerichts die zweistu-

fig-konkrete Berechnungsmethode mit Überschussverteilung anzuwenden sei. 

Der Klägerin sei ab 1. September 2021 ein hypothetisches Nettoeinkommen von 

Fr. 2'500.– pro Monat für ein 50% Pensum anzurechnen (Urk. 2 S. 16 ff.). Beim 

Beklagten sei über den gesamten relevanten Zeitraum und auch für die Zukunft 

von einem monatlichen Nettoeinkommen von insgesamt Fr. 40'000.– auszuge-

hen, welches sich aus Fr. 10'000.– Erwerbseinkommen und Fr. 30'000.– Ein-

kommen aus regelmässigen Aktienverkäufen zusammensetze (Urk. 2 S. 16). Das 

monatliche Einkommen von C._____ belaufe sich bis und mit Oktober 2020 auf 

Fr. 220.– und ab November 2020 auf Fr. 200.– (je Kinderzulagen; Urk. 2 S. 28). 

Das Vermögen der Parteien sei nicht unterhaltsrelevant (Urk. 2 S. 29). Auf Basis 

dieser Einkommen sowie der für jede Partei separat ermittelten Bedarfszahlen be-

rechnete die Vorinstanz die in den Dispositiv-Ziffern 2 und 3 festgehaltenen Un-

terhaltsbeiträge für insgesamt acht verschiedene Phasen, wobei sie den Ehegat-

tenunterhaltsbeitrag aufgrund der Dispositionsmaxime plafonierte (Urk. 2 S. 39 

ff.). Sodann hielt sie fest, dass der Beklagte im Zeitraum vom 1. Juni 2019 bis 

17. März 2021 Unterhaltszahlungen von insgesamt Fr 193'910.– geleistet habe, 

welche an die aufgelaufenen Unterhaltsschulden anzurechnen seien (Urk. 2 

S. 43). 

2. Vorbringen des Beklagten 

 Der Beklagte macht berufungsweise zusammengefasst geltend, die Vorin-

stanz habe willkürlich gehandelt, indem sie (a) ihm rückwirkend ab 2016 den Erlös 

aus dem Verkauf seiner Aktien der D._____ AG (D._____ AG) als Einkommen 

sowie, (b) ihm Vermögensverzehr zwischen 2015 und bis Mitte 2021 vollumfäng-

lich als Einkommen angerechnet habe, obwohl ein Grossteil davon für Darlehens-

rückzahlungen und die Gewährung eines dringenden notwendigen Betriebskredi-

tes für die illiquide D._____ AG gebraucht worden sei, (c) den Kinderunterhalt für 

die Tochter C._____ aus erzieherischen und konkreten Bedarfsgründen nicht an-

gemessen "gedeckelt" habe (Urk. 1 S. 9 f.). Angefochten wird somit die Höhe res-

pektive die Berechnung des Einkommens des Beklagten sowie die effektive Höhe 

der Kinderunterhaltsbeiträge. 

- 13 - 

3. Erwerbseinkommen des Beklagten 

3.1 Die Vorinstanz hielt in Bezug auf das Einkommen des Beklagten in einem 

ersten Schritt fest, dass dieser in der Zeit von Juni 2019 bis Oktober 2020 ein 

Einkommen von netto Fr. 10'000.– für seine Arbeitstätigkeit bei der D._____ AG 

erzielt habe. Seit seiner fristlosen Kündigung auf Ende Oktober 2020 beziehe der 

Beklagte jedoch kein Einkommen mehr (Urk. 2 S. 21). Trotzdem sei ihm, auch 

aufgrund seiner Anerkennung (vgl. Urk. 6/69 S. 7; Urk. 6/98 S. 8), dieses Ein-

kommen von netto Fr. 10'000.– hypothetisch für die Dauer des Scheidungsverfah-

rens anzurechnen. Dies sei ihm ohne Weiteres zuzumuten und werde von ihm 

auch nicht in Abrede gestellt (Urk. 2 S. 23). 

 Die Vorinstanz führte weiter aus, dass es sich beim Darlehen, welches der 

Beklagte seit seiner Kündigung von der E._____ AG erhalte (total EUR 136'000.–, 

zahlbar in acht Raten à EUR 17'000.– vom 26. November 2020 bis 30. Juni 2021; 

vgl. Urk. 6/97/64), trotz diverser Unklarheiten um ein reguläres Darlehen handle, 

welches der Beklagte zurückzubezahlen habe. Es sei daher nicht als Einkommen 

zu berücksichtigen, da von einem Unterhaltsverpflichteten nicht verlangt werden 

könne, dass er sich zwecks Leistung von Unterhaltsbeiträgen bzw. Aufrechterhal-

tung des ehelichen Lebensstandards weiter verschulde (Urk. 2 S. 21 ff. und 23 

ff.). 

 Sodann hielt die Vorinstanz fest, dass der Beklagte mit den von ihm einge-

reichten Unterlagen und Ausführungen glaubhaft gemacht habe, dass er von der 

D._____ AG keine weiteren Zahlungen wie Boni, Dividenden, etc. erhalte bezie-

hungsweise erhalten habe, welche ihm als weiteres Einkommen hätten ange-

rechnet werden können. Die gegenteiligen Behauptungen der Klägerin seien un-

substantiiert und würden sich nicht mit den vorliegenden Beweismitteln auseinan-

dersetzen (Urk. 2 S. 24). 

3.2 Der Beklagte rügt die Anrechnung des effektiven und ab November 2020 

hypothetischen Einkommens von monatlich Fr. 10'000.– in seiner Berufung aus-

drücklich nicht (vgl. Urk. 1 S. 15), weshalb grundsätzlich auch im Berufungsver-

fahren von diesem Einkommen ausgegangen werden könnte. Für den Zeitraum 

- 14 - 

vom 1. Juni 2019 bis zum 31. Oktober 2020 ist dieses Einkommen aufgrund der 

Lohnabrechnungen, Lohnausweisen und des Lohnkontos des Beklagten bei der 

D._____ AG denn auch ausgewiesen (Urk. 6/70/28+29, 6/75/53+54 und 6/99/1). 

Betreffend den Zeitraum ab November 2020 gilt jedoch zu berücksichtigen, dass 

der Beklagte in seiner Eingabe vom 11. Oktober 2021 selber ausführte, dass er 

zurzeit monatlich Fr. 17'000.– verdiene, ohne weitergehende Erklärungen hierzu 

zu liefern (Urk. 19 S. 4). Aus den eingereichten Lohnabrechnungen März bis Sep-

tember 2021 sowie dem Kontoauszug vom 1. Januar 2021 bis 5. Oktober 2021 

wird ersichtlich, dass der Beklagte bei der E1._____ AG angestellt ist und seit 

März 2021 das vorgenannte Nettoeinkommen effektiv bezieht (Urk. 21/2+3). Die-

ser neue Verdienst aus unselbständiger Erwerbstätigkeit ist deshalb anstelle des 

hypothetischen Einkommens ab März 2021 zu berücksichtigen.  

 In welchem Zusammenhang das Darlehen der E._____ AG und die Lohn-

zahlungen der E1._____ AG stehen, kann an dieser Stelle offen bleiben. Die vo-

rinstanzlichen Ausführungen zum Darlehen sind nachvollziehbar und es ist davon 

auszugehen, dass der Beklagte dieses Geld zurückzuzahlen haben wird. Es ist 

daher nicht als Einkommen zu berücksichtigen.  

 Des Weiteren sind auch keine Gründe ersichtlich, die Erwägungen der Vor-

instanz zu allfälligen weiteren Zahlungen der D._____ AG in Form von Boni etc. 

von Amtes wegen in Frage zu stellen (vgl. Erw. II.2 f.). Solche Zahlungen sind aus 

den im Recht liegenden Unterlagen nicht ersichtlich. 

3.3 Zusammenfassend ist dem Beklagten bis und mit Februar 2021 ein monatli-

ches Nettoeinkommen von Fr. 10'000.– (ab November 2020 hypothetisch) und ab 

März 2021 ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 17'000.–, je aus unselbstän-

diger Erwerbstätigkeit, anzurechnen. 

4. Einkommen des Beklagten aus Vermögensverzehr 

4.1 Die Vorinstanz hielt in Bezug auf das Einkommen des Beklagten und mit 

Verweis auf OGer ZH LY170058 vom 3. Mai 2018 fest, dass Gelder aus Aktien-

verkäufen als für die Deckung des Lebensunterhalts der Familie zur Verfügung 

- 15 - 

stehende Einnahmen berücksichtigt werden können. So sei nicht glaubhaft, dass 

die Parteien ihren Lebensstandard während der Ehe lediglich mit einem Jahres-

einkommen von Fr. 116'225.– bestritten hätten. Die Einschätzungsentscheide der 

Jahre 2012 (Urk. 6/62/5; Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb 

Fr. 276'345.– bzw. Total der Einkünfte Fr. 464'748.–), 2013 (Urk. 6/62/6; Einkünfte 

aus unselbständigem Haupterwerb Fr. 510'966.– bzw. Total der Einkünfte 

Fr. 607'503.–) und 2015 (Urk. 6/62/7; Einkünfte aus unselbständigem Haupter-

werb Fr. 378'151.– bzw. Total der Einkünfte Fr. 539'380.–) sowie die Steuererklä-

rung 2010 (Urk. 6/70/43; Einkünfte aus unselbständigem Haupterwerb: 

Fr. 407'001.– bzw. Total der Einkünfte: Fr. 845'625.–) wiesen ein deutlich höheres 

Einkommen des Beklagten aus. Aufgrund dieser Unterlagen und da keine Spar-

quote behauptet worden sei, könne davon ausgegangen werden, dass die Partei-

en bereits während gelebter Ehe gemeinsam über ein Einkommen von bis zu 

Fr. 50'000.– pro Monat verfügen konnten und dieses auch für den Lebensunter-

halt verbraucht hätten (Urk. 2 S. 24 f.). Nachdem das damalige Einkommen weg-

gefallen sei respektive sich verringert habe, habe der Beklagte begonnen, Aktien 

der D._____ AG, deren Mitbegründer er sei, zu verkaufen und diverse Darlehen 

aufzunehmen. Diese Aktienverkäufe und Darlehen habe der Beklagte selbst mit 

über Fr. 2'000'000.– innert vier Jahren beziffert, folglich rund Fr. 40'000.– pro Mo-

nat. Es sei daher davon auszugehen, dass der Beklagte gewillt gewesen sei, sei-

ne Aktien der D._____ AG zu verkaufen, um seinen eigenen ehelichen Lebens-

standard sowie teilweise jenen der Klägerin und der Tochter C._____ aufrecht zu 

erhalten (Urk. 2 S. 25 f.). Entgegen den Behauptungen des Beklagten scheine die 

Annahme gerechtfertigt, dass dieser die Aktienverkäufe nicht in erster Linie auf-

grund eines finanziellen Engpasses oder gar aus finanzieller Not getätigt habe. 

Vielmehr scheine es offensichtlich, dass der Beklagte – wohl nicht zuletzt aus 

Steueroptimierungsgründen – quasi ein regelmässiges Einkommen aus den be-

sagten Aktienverkäufen generiert habe respektive nach wie vor generiere. In die-

sem Sinne seien die Erträge aus den Aktienverkäufen im Rahmen der vorsorgli-

chen Massnahmen und damit für die Dauer des Scheidungsverfahrens als für die 

Deckung des Lebensunterhalts der Familie zur Verfügung stehende Einnahmen 

zu behandeln. Das Gericht werde dabei auf einen Durchschnittswert für den Zeit-

- 16 - 

raum von anfangs 2016 bis März 2021 abstellen (Urk. 2 S. 26). Insgesamt habe 

der Beklagte seit Anfang 2016 bis Mitte März 2021 einen Betrag von total 

Fr. 1'874'900.– durch den Verkauf von Aktien der D._____ AG erzielt (Urk. 2 S. 26 

ff.). Dies ergebe einen monatlichen Betrag von Fr. 30'000.–, der ihm als weiteres 

Nettoeinkommen anzurechnen sei (Urk. 2 S. 28).  

4.2 Der Beklagte rügt generell die Anrechnung der Vermögenserträge aus den 

Aktienverkäufen der D._____ AG als Einkommen. Es sei der von der Vorinstanz 

zitierte Entscheid des Obergerichts Zürich aus verschiedenen Gründen nicht auf 

den vorliegenden Fall anwendbar. Erstens könne die Zumutbarkeit von Vermö-

gensverzehr zur Leistung von Unterhalt nur in Ausnahmesituationen zulässig 

sein. Zweitens habe der Beklagte die aus den Aktienverkäufen generierten Erträ-

ge in der Vergangenheit nicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten verwendet, 

sondern zur dringend notwendigen Schuldentilgung und zur Aufrechterhaltung der 

Liquidität seiner Arbeitgeberin, der D._____ AG, mittels Darlehensgewährung im 

Betrag von Fr. 500'000.–. Drittens hätten sich die Parteien, im Gegensatz zu den-

jenigen im vorinstanzlich genannten Entscheid, nicht in gegenseitiger Abrede da-

rauf geeinigt, den Lebensunterhalt aus Aktienverkäufen zu bestreiten. Vielmehr 

hätten sich die Parteien im Jahr 2015 getrennt und der Verkauf der Aktien sei erst 

nach der Trennung erfolgt. Viertens handle es sich bei den aus Aktienverkäufen 

erzielten Erträgen um Eigengut (vgl. Urk. 6/19/3). Fünftens sei der Beklagte im 

Gegensatz zu den im aufgeführten Entscheid vorkommenden Parteien massiv 

überschuldet (Urk. 1 S. 10 f.).  

 Der Beklagte führt weiter aus, dass es unzutreffend sei, dass er in der Ver-

gangenheit wohl nicht zuletzt aus Steueroptimierungsgründen quasi ein regel-

mässiges Einkommen aus den besagten Aktienverkäufen generiert habe und die-

ses nach wie vor generiere. Es sei belegt, dass er erst nach der Trennung im Jahr 

2016 angefangen habe, Aktien der D._____ AG zu verkaufen. Während dem ehe-

lichen Zusammenleben habe er den Unterhalt der Familie ausschliesslich aus 

selbständigem Arbeitserwerb respektive Mietertrag aus seinen Liegenschaften 

bestritten. Hierzu verweise er auf die Steuerunterlagen der Jahre 2012 bis 2019 

(vgl. Urk. 4/2 und 4/9-15). Die Tatsache, dass er erst ab 2016 Vermögenswerte 

- 17 - 

veräussert habe, belege, dass er spätestens ab 2016 wesentlich weniger verdient 

habe, als die Klägerin behauptet. Er habe sich die hohen Unterhaltsansprüche der 

Klägerin nicht mehr leisten können und Vermögensverzehr betreiben müssen, 

wozu er nicht verpflichtet werden könne. Der Einkommenseinbruch sei wohl auch 

ein Grund für die Trennung (Urk. 1 S. 11 f.). 

4.3 Grundsätzlich ist der Unterhalt aus dem laufenden Einkommen (Erträge aus 

Arbeit und Vermögen) zu decken; ausnahmsweise kann auf die Substanz des 

Vermögens gegriffen werden, wenn die Mittel für die Deckung des Unterhalts 

sonst nicht ausreichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um ehelichen, nachehe-

lichen oder Kindesunterhalt geht (BGE 147 III 393 E. 6.1.1 m.w.H.). Ob und in 

welchem Umfang es als zumutbar erscheint, Vermögen für den laufenden Unter-

halt einzusetzen, ist anhand sämtlicher Umstände des konkreten Einzelfalls zu 

beurteilen. Zu diesen Umständen gehören die Bedeutung des anzugreifenden 

Vermögens, die Funktion und Zusammensetzung desselben sowie das Ausmass 

des Vermögensverzehrs, und zwar sowohl hinsichtlich des Umfangs als auch der 

Dauer, aber auch das Verhalten, das zur Herabsetzung der Eigenversorgungska-

pazität geführt hat (BGE 147 III 393 E. 6.1.2 m.w.H.). Klassischerweise gilt ein 

Vermögensverzehr als zumutbar, wenn die Eheleute ihre (gegebenenfalls gross-

zügige) Lebenshaltung ganz oder teilweise aus ihrem Vermögen finanziert haben 

(BGE 147 III 393 E. 6.1.5 m.w.H.). Die weiteren Beurteilungskriterien sind (natur-

gemäss) voneinander abhängig und je nach den konkreten Umständen des Ein-

zelfalls von unterschiedlicher Bedeutung. So hat die Grösse des Vermögens Ein-

fluss einerseits auf die Höhe des zumutbaren Vermögensverzehrs und anderer-

seits auf die Höhe des zu deckenden Unterhalts. Dabei ist klarzustellen, dass es 

keinen vorbehaltlosen Anspruch auf Beibehaltung des zuletzt gemeinsam geleb-

ten Standards gibt und dieser gegebenenfalls herabgesetzt werden kann. Besteht 

eine eigentliche Mankosituation und geht es darum, das betreibungsrechtliche 

Existenzminimum (Grundbedarf) zu decken, kann auf das Vermögen gegriffen 

werden, selbst wenn die Ersparnisse nicht besonders bedeutend sind. Je nach 

Höhe des Vermögens kann dieses zur Deckung des familienrechtlichen Exis-

tenzminimums oder aber des über das familienrechtliche Existenzminimum hin-

ausgehenden gebührenden Unterhalts bzw. des zuletzt gelebten Standards her-

- 18 - 

angezogen werden (BGE 147 III 393 E. 6.1.6 m.w.H.). Zum anderen sind die 

Grösse des Vermögens und die Höhe des zugemuteten Vermögensverzehrs ins 

Verhältnis zur (voraussichtlichen) Dauer des letzteren zu setzen. Je kürzer die 

Dauer des zugemuteten Vermögensverzehrs, desto höher kann der monatlich 

dem Vermögen zu entnehmende Beitrag sein. Allenfalls darf auch einmalig auf 

das Vermögen gegriffen werden, namentlich um damit in der Vergangenheit an-

gefallene, aber unbezahlt gebliebene Unterhaltsbeiträge auszugleichen. Mit Aus-

nahme jener Fälle, in welchen das Vermögen für das Alter angespart wurde und 

auf genau dieses Vermögen gegriffen werden soll, um den Unterhalt nach der 

Pensionierung sicherzustellen, kann es nicht darum gehen, ein bestehendes 

Vermögen zwecks Aufrechterhaltung eines bestimmten Lebensstandards aufzu-

brauchen. Die Rechtsprechung liefert keine allgemeingültigen Vorgaben für die 

Berechnung der Höhe des (zumutbaren) Vermögensverzehrs (BGE 147 III 393 

E. 6.1.7). Somit liegt die Frage, ob der Unterhalt ganz oder teilweise aus dem 

Vermögen zu bestreiten ist, in verschiedener Hinsicht im Ermessen des urteilen-

den Gerichts (BGE 147 III 393 E. 6.1.8 m.w.H.). 

4.4 Indem die Vorinstanz den über rund fünf Jahre durchschnittlich erzielten 

Verkaufserlös der Aktien der D._____ AG dem Beklagten als Einkommen anrech-

nete, behandelte sie diesen Erlös als Vermögensverzehr zur Deckung von Unter-

haltsverpflichtungen. Es handelte sich dabei nicht um einen Ertrag aus Arbeit oder 

Vermögen, verringerte sich das Vermögen doch gerade durch dessen Verwen-

dung zur Deckung der Unterhaltsverpflichtungen. Die Vorinstanz setzte sich nicht 

mit der obgenannten bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur Zulässigkeit der 

Anrechnung des Vermögensverzehrs als Einkommen auseinander. Vielmehr be-

gründete sie die Anrechnung des Aktienverkaufserlöses als Einkommen einzig 

damit, dass die Parteien vor der Trennung einen hohen Lebensstandard gehabt 

hätten und dass der Beklagte ab 2016 diese Aktienverkäufe zur Generierung von 

Einkommen und zur Aufrechterhaltung des hohen Lebensstandards effektiv getä-

tigt habe. Dabei berechnete sie den zumutbaren Vermögensverzehr nicht auf Ba-

sis des effektiv vorhandenen Vermögens des Beklagten zum Zeitpunkt der Unter-

haltsverpflichtung, sondern stellte lapidar den Aktienverkaufserlös, der über einen 

bestimmten Zeitraum generiert wurde, einem regelmässigen Ertrag aus Arbeit  

- 19 - 

oder Vermögen gleich (vgl. Urk. 2 S. 26 ff.). Dies führte dazu, dass sich gemäss 

vorinstanzlicher Berechnung das für die Unterhaltsberechnung relevante monatli-

che Einkommen des Beklagten zu drei Vierteln aus Vermögensverzehr 

(Fr. 30'000.– / Monat; Urk. 2 S. 28) und lediglich zu einem Drittel aus Ertrag aus 

Arbeit (Fr. 10'000.– / Monat; Urk. 2 S. 21) zusammensetzte. Das Vorgehen der 

Vorinstanz wird vom Beklagten zu Recht gerügt, ist im Grundsatz doch nur aus-

nahmsweise und nach einer konkreten Einzelfallabwägung auf die Substanz des 

Vermögens zu greifen, wenn die Mittel für die Deckung des Unterhalts sonst nicht 

ausreichen. Die Vorinstanz ging jedoch weder auf die aktuelle Grösse des Ver-

mögens noch die Höhe des zugemuteten Vermögensverzehrs im Verhältnis zur 

(voraussichtlichen) Dauer des letzteren ein. So lässt sie die zentrale Frage offen, 

aus dem Verzehr welcher Vermögenswerte der Beklagte für die gesamte unbe-

stimmte Dauer des Verfahrens ein Einkommen von Fr. 30'000.– pro Monat für die 

Deckung von Unterhaltsbeiträgen erzielen soll? Die Rüge des Beklagten erweist 

sich somit als begründet und es ist zu prüfen, ob und wenn, in welchem Rahmen 

ihm ein Vermögensverzehr zur Leistung seiner Unterhaltsverpflichtungen zuge-

mutet werden kann. Dabei ist insbesondere die Vermögenssituation ab Einleitung 

des Scheidungsverfahrens im Juni 2019 massgeblich. 

4.5 Der Beklagte führte bereits vor Vorinstanz aus, dass er über praktisch kein 

Vermögen mehr verfüge und in Finanzierungsschwierigkeiten stecke. Die finanzi-

elle Situation der D._____ AG (welche er 2013 gegründet habe und bei welcher er 

heute nur noch Minderheitsaktionär sei; vgl. Urk. 15) sei mehr als angespannt, 

weshalb der Wert seiner Aktien von den Banken als nicht kreditwürdig eingestuft 

würden. Zudem schreibe die D._____ AG seit Jahren Verluste in Millionenhöhe 

(Urk. 6/18 S. 5 f.; Urk. 6/68 S. 10 ff.; Urk. 6/69 S. 6 ff.; Urk. 15). Im Jahr 2019 ha-

be der Verlust der D._____ AG Fr. 7.027 Mio. und im Jahr 2020 Fr. 3.548 Mio. be-

tragen (Urk. 17 S. 2). Er könne deshalb keine weiteren Aktien der D._____ AG 

verkaufen (Urk. 19 S. 7). Der D._____ AG drohe die Insolvenz und deren Aktien 

seien wertlos (Urk. 27 S. 2 und Urk. 31). Er habe die Aktienverkäufe seit 2016 ge-

tätigt, um Schulden zurückzubezahlen sowie zur Gewährung eines dringend not-

wendigen Betriebskredites an die D._____ AG (Urk. 1 S. 15). 

- 20 - 

 Die effektive Höhe des Vermögens des Beklagten seit Einleitung des Schei-

dungsverfahrens lässt sich nicht ohne Weiteres bestimmen, da einerseits nur be-

schränkt aussagekräftige Belege für die zahlreichen (unübersichtlichen) Vermö-

genspositionen vorliegen und andererseits der Verkehrswert der nicht börsenko-

tierten Aktien der D._____ AG nicht aus den Steuererklärungen ersichtlich ist. Mit 

Blick auf das Gesamtvermögen des Beklagten ist festzuhalten, dass gemäss 

(eingereichter, aber nicht rechtskräftiger) Steuererklärung 2018 das steuerbare 

Vermögen des Beklagten per 31. Dezember 2018 Fr. 116'155.– betrug (bewegli-
ches Vermögen: Fr. 2'839'407.–; Liegenschaften: Fr. 3'432'395.–; Schulden: 

Fr. 6'209'647.–; Urk. 4/15). Gemäss (eingereichter, aber nicht rechtskräftiger) 

Steuererklärung 2019 betrug das steuerbare Vermögen des Beklagten sodann 

per 31. Dezember 2019 minus Fr. 2'160'861.– (bewegliches Vermögen: 
Fr. 2'062'304.–; Liegenschaften: Fr. 700'000.–; Schulden: Fr. 4'923'165.–; 

Urk. 21/9). Aktuellere Unterlagen zum Gesamtvermögen des Beklagten finden 

sich keine im Recht. Die Kontoauszüge der BNP Paribas und der Barclays Bank 

PLC Monaco sind diesbezüglich zwar wenig aussagekräftig, zeigen aber zumin-

dest, dass auf diesen Konti kein unterhaltsrelevantes Vermögen vorhanden ist 

(Urk. 20/7+8). 

 Auch der effektive Wert der Aktien der D._____ AG lässt sich aus den vor-

handen Unterlagen nur beschränkt ableiten. So besass der Beklagte gemäss 

Wertschriftenverzeichnis 2018 per 31. Dezember 2018 7410 Aktien der D._____ 

AG zu einem Steuerwert von total Fr. 741'000.– (Urk. 4/15). Gemäss Wertschrif-

tenverzeichnis 2019 besass der Beklagte per 31. Dezember 2019 noch 7243 Ak-

tien der D._____ AG zu einem Steuerwert von Fr. 0.– (Urk. 21/9). Per 6. Oktober 

2021 besass der Beklagte noch 3'242 Aktien der D._____ AG zu einem Nominal-

wert von Fr. 324'200.– (Urk. 21/10). Die einzelnen Aktienverkäufe lassen sich 

dem Aktienbuch der D._____ AG entnehmen (Urk. 4/8). Weder der Steuer- noch 

der Nominalwert sagt jedoch etwas über den effektiven Wert der Aktien aus, führ-

te der Beklagte vor Vorinstanz doch aus, dass er durch den Verkauf von 2900 

D._____ AG Aktien zwischen Juni 2020 und März 2021 einen Erlös von 

Fr. 650'000.– erzielt habe (Prot. I S. 28 ff.). Aufgrund des Revisionsberichts der 

D._____ AG inklusive Jahresrechnung 2020 vom 28. Mai 2021 (Urk. 18), des Ak-

- 21 - 

tionärsbriefs der D._____ AG (Urk. 29/26) sowie der Bewertung der Wertpapiere 

durch die Steuerverwaltung des Kantons Graubünden vom 12. April 2021 

(Urk. 32) konnte der Beklagte sodann glaubhaft darlegen, dass ein gewinnbrin-

gender Verkauf weiterer Aktien aufgrund der prekären finanziellen Situation der 

D._____ AG derzeit nicht möglich ist.  

 Was die finanziellen Verhältnisse der Parteien während des Zusammenle-

bens betrifft, so ist aus den eingereichten Unterlagen ersichtlich, dass diese sehr 

gut waren. Die Parteien heirateten 2010 (Urk. 6/2) und trennten sich 2015 

(Urk. 6/1 S. 6, Urk. 1 S. 11). Gemäss Steuererklärung 2010 wies der Beklagte ei-

nen Nettolohn aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 470'001.– sowie 

Vermögenserträge von insgesamt Fr. 375'624.– aus, während das Reinvermögen 

Fr. 1'701'811.– betrug (Urk. 6/70/43). Auch aus den rechtskräftigen Einschät-

zungsentscheiden der Jahre 2012 bis 2015 ist ersichtlich, dass der Beklagte in 

diesen Jahren ausserordentlich gut verdiente (zwischen Fr. 275'000.– und 

Fr. 510'000.– pro Jahr) und dass er Ende 2015 ein Vermögen von rund 

Fr. 731'000.– auswies (Urk. 4/9-12). 

4.6 Aufgrund der Ausführungen des Beklagten und den vorhandenen Unterla-

gen erscheint es auf den ersten Blick zumindest als fraglich, ob dieser bei Einlei-

tung des Scheidungsverfahrens überhaupt noch über Vermögen verfügte, wel-

ches für den Verzehr zur Deckung von Unterhaltsbeiträgen in Frage kommen 

würde. Der vom Beklagten geltend gemachte Erlös von Fr. 650'000.– aus dem 

Verkauf der Aktien der D._____ AG seit der Einleitung des Scheidungsverfahrens 

zeigt jedoch, dass diese Aktien einen höheren Wert hatten, als in den Steuerer-

klärungen angegeben. Diese Fr. 650'000.– standen dem Beklagten zwischen der 

Einleitung des Scheidungsverfahrens und der Verhandlung im März 2021 grund-

sätzlich als verzehrbares Vermögen zur Verfügung. Auch wenn der Beklagte in 

der Berufungsschrift geltend macht, diese Aktienverkäufe einzig zur Rückzahlung 

von privaten Darlehen getätigt zu haben (Urk. 1 S. 13 f.), kommt er selber zum 

Schluss, dass er durch den Verkauf der Aktien der D._____ AG seit dem 16. April 

2016 mehr Erlös erzielt habe, als dass er an Darlehen zurückgezahlt habe (Diffe-

renz: Fr. 418'138.51; Urk. 1 S. 15). Es ist somit davon auszugehen, dass auch der 

- 22 - 

Erlös von Fr. 650'000.– nicht vollständig für die Tilgung von Schulden aufge-

braucht wurde. Es rechtfertigt sich daher, beim Beklagten bei Einleitung des 

Scheidungsverfahrens von einem grundsätzlich zur Deckung von Unterhaltsver-

pflichtungen verzehrbaren Vermögen von Fr. 650'000.– auszugehen. Andere 

Vermögenswerte, welche für den Verzehr in Frage kommen würden, sind hinge-

gen nicht ersichtlich. 

 Die Rechtsprechung liefert keine allgemeingültigen Vorgaben für die Be-

rechnung der Höhe des (zumutbaren) Vermögensverzehrs. Dies liegt im Ermes-

sen des Gerichts (BGE 147 III 393 E. 6.1.8 m.w.H.). Da auch die Dauer des zu-

mutbaren Vermögensverzehrs zu berücksichtigen ist, ist zunächst diese festzule-

gen. Vorliegend ist dem Beklagten die Anrechnung eines den Bedarfsverhältnis-

sen angemessenen Vermögensverzehrs zur Deckung der Unterhaltsverpflichtun-

gen bis maximal Ende Februar 2021 zuzumuten. So konnte er – wie oben ausge-

führt – glaubhaft machen, dass er ab diesem Zeitpunkt aufgrund der finanziellen 

Lage der D._____ AG keine Aktien mehr veräussern konnte. Des Weiteren trat er 

per März 2022 seine neue Stelle bei der E1._____ AG mit dem höheren Lohn an. 

Wie nachfolgend zu sehen sein wird, kann mit diesem Einkommen der familien-

rechtliche Bedarf gedeckt werden (s. Erw. III.6.1). Es rechtfertigt sich daher, dem 

Beklagten einen Vermögensverzehr zu Deckung der Unterhaltsbeiträge für einen 

beschränkten Zeitraum von 21 Monaten (Juni 2019 bis März 2021) zuzumuten. 

Ab März 2022 lässt seine Vermögenssituation jedoch keinen weiteren Verzehr 

mehr zu. 

 Was die effektive Höhe des verzehrbaren Vermögens betrifft, ist zunächst 

mit Blick auf die finanziellen Verhältnisse der Parteien während des Zusammen-

lebens festzuhalten, dass selbst wenn damals grosszügig Vermögen zur Deckung 

der Lebenshaltungskosten verzehrt wurde – wie von der Klägerin vor Vorinstanz 

behauptet (Urk. 6/61 S. 3; Prot. I S. 23) –, dies die heutigen Vermögensverhält-

nisse nicht mehr im selben Rahmen zulassen. Nur weil damals viel Geld für die 

Aufrechterhaltung des hohen Lebensstandards verwendet wurde, können nicht 

die gesamten dem Beklagten bei Einleitung des Scheidungsverfahrens zur Verfü-

gung gestandenen Fr. 650'000.– zur Deckung des Unterhalts beansprucht wer-

- 23 - 

den, besteht gemäss Rechtsprechung eben gerade kein vorbehaltloser Anspruch 

auf Beibehaltung des zuletzt gemeinsam gelebten Standards (BGer 5A_170/2016 

vom 1. September 2016, E. 4.3.5; 5A_372/2015 vom 29. September 2015, 

E. 2.1.2, in: FamPra.ch 2016 S. 261; je mit Hinweisen). So ist auch zu Gunsten 

des Beklagten zu berücksichtigen, dass die Parteien seit Beginn der Ehe dem Gü-

terstand der Gütertrennung unterliegen und sämtliche Vermögenswerte des Be-

klagten seinem Eigengut angehören (vgl. Urk. 6/19/3). Dies, sowie der Umstand, 

dass der Beklagte mit dem Verkauf der Aktien insbesondere Privatdarlehen zu-

rückzahlen musste, sprechen dafür, dass nur ein Teil der Fr. 650'000.– für die 

Deckung von Unterhaltsbeiträgen verzehrt werden kann.  

 Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände, der Dauer des Vermögens-

verzehrs sowie mit Blick auf den familienrechtlichen Bedarf der Parteien (s. 

Erw. III.5.3) rechtfertigt es sich, dem Beklagten einen Vermögensverzehr zur De-

ckung von Unterhaltsbeiträgen von 25 % des ihm bei Einleitung des Scheidungs-

verfahrens zur Verfügung gestandenen Vermögens von Fr. 650'000.–, mithin 

Fr. 162'500.–, zuzumuten. Entsprechend sind beim Beklagten bei der Berechnung 

des Unterhalts in der Periode von Juni 2019 bis und mit Februar 2021 zusätzlich 

zu seinem Grundeinkommen finanzielle Mittel von rund Fr. 7'740.– pro Monat 

(Fr. 162'500.– / 21 Monate) zu berücksichtigen. 

4.7 Zusammenfassend ist beim Beklagten von Juni 2019 bis und mit Februar 

2021 von einem monatlichen Nettoeinkommen von total Fr. 17'740.– (Fr. 10'000.– 

[Arbeitserwerb; ab November 2020 hypothetisch] + Fr. 7'740.– [Vermögensver-

zehr]) und ab März 2021 von Fr. 17'000.– (Arbeitserwerb) auszugehen.  

5. Bedarf  

5.1 Zunächst ist festzuhalten, dass auch bei der Unterhaltsberechnung nach der 

zweistufig-konkreten Methode, wie sie die Vorinstanz gewählt hat (Urk. 2 S. 14 ff.) 

und von welcher nur in besonderen Situationen abzuweichen ist (BGE 147 III 265 

E. 6.1), bei der Ermittlung des Einkommens der unterhaltsverpflichteten Partei ein 

Vermögensverzehr zumutbar ist (BGE 147 III 265 E. 7.1). Da vorliegend keine 

besondere Situation vorliegt, welche eine andere Methode rechtfertigen würde, ist 

- 24 - 

der Vorinstanz zu Folgen und die zweistufig-konkrete Berechnungsmethode an-

zuwenden. Dies hat zur Folge, dass mangels entsprechender Rügen und da wo 

keine offensichtlichen Mängel erkennbar sind (vgl. Erw. II.2 f.), grundsätzlich auch 

auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu den Bedarfszahlen der Parteien und 

C._____ (Urk. 2 S. 29 ff.) verwiesen werden kann.  

5.2  Ausgangspunkt der Bedarfsrechnung stellen grundsätzlich die Richtlinien 

der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz für die Be-

rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 1. Juli 2009 dar 

(Richtlinien; BGE 147 III 265 E. 7.2). Die Vorinstanz setzte die Parteien jedoch 

nicht auf das betreibungsrechtliche Existenzminimum, sondern rechnete ihnen 

"aufgrund der überdurchschnittlichen Einkommenssituation" das familienrechtliche 

Existenzminimum an (Urk. 2 S. 29). Auch wenn diese Begründung mit Blick auf 

das Einkommen des Beklagten aus Arbeitserwerb nicht zutrifft, rechtfertigt sich 

aufgrund der unbestrittenermassen während des Zusammenlebens grosszügigen 

finanziellen Verhältnisse der Parteien und des (beschränkt) zumutbaren Vermö-

gensverzehrs beim unterhaltsverpflichteten Beklagten, den Parteien nicht nur das 

betreibungsrechtliche Existenzminimum zu belassen. Wo möglich, sind somit die 

von der Vorinstanz angerechneten Bedarfspositionen des familienrechtlichen 

Existenzminimums zu berücksichtigen (BGE 147 III 265 E. 7.2). 

5.3 Der Bedarf der Parteien setzt sich wie folgt zusammen: 

 Klägerin C._____ Beklagter 

1) Grundbetrag  Fr. 1'350.– 
 Fr. 400.– 

 Fr. 600.– 
 (ab Aug. 2020) 

 Fr. 1'200.– 

2) Wohnkosten, inkl. Ne-
benkosten  Fr. 4'174.–  Fr. 1'391.– 

 Fr. 4'380.– 

 Fr. 3'440.–  
 (ab März 2020) 

3) Krankenkasse 
(KVG/VVG)  Fr. 300.–  Fr. 100.–  Fr. 502.– 

4) Kommunikation   Fr. 150.–  Fr. 0.–  Fr. 150.– 

5) Radio-/TV-Gebühren   Fr. 29.– –  Fr. 29.– 

- 25 - 

6) Hausratversicherung  Fr. 30.– –  Fr. 30.– 

7) Fahrkosten  
 Fr. 0.– 

 Fr. 85.– 
 (ab Sept. 2021) 

–  Fr. 150.– 

8) auswärtige Verpflegung  Fr. 0.– –  Fr. 180.– 

9) Schulkosten –  Fr. 0.– – 

10) Gesundheitskosten  Fr. 0.–  Fr. 0.–  Fr. 80.– 

11) Kinderunterhalt 
F._____ – – 

 Fr. 3'000.– 

 Fr. 0.– 
 (ab Aug. 2020) 

12) Steuerkosten 
 Fr. 0.– 

 Fr. 700.– 
 (ab April 2020) 

 Fr. 0.– 

 Fr. 300.– 
 (ab April 2020) 

 Fr. 0.– 

 Fr. 600.– 
 (ab März 2021) 

Total 

Fr. 6'033.– 
(bis Ende März 

2020) 
 

Fr. 6'733.–  
(ab April 2020  

bis Ende  
August 2021)  

 
Fr. 6'818.– 

(ab September 
2021) 

Fr. 1'891.–  
(bis Ende März 

2020) 
 

Fr. 2'191.–  
(ab April 2020 bis  
Ende mm.2020)  

 
Fr. 2'391.–  
(ab mm.2020)  

 

 
Fr. 9'701.–  

(bis Ende März 2020) 
 

Fr. 8'761.–  
(ab April 2020 bis  
Ende mm.2020)  

 
Fr. 5'761.– 
(ab mm.2020 

bis Ende Februar 
2021) 

 
Fr. 6'361.– 

(ab März 2021) 
 

 1) Die von der Vorinstanz bei der Klägerin und C._____ berücksichtigten Grund-

beträge sind zu übernehmen (vgl. Urk. 2 S. 30; Richtlinien Ziff. I). Mit Blick auf 

die verschiedenen Unterhaltsphasen rechtfertigt es sich, bei C._____ bereits 

ab August 2020 (anstatt September 2020) den höheren Grundbetrag von 

Fr. 600.– zu berücksichtigten (s. Erw. III.6.1) 

  Der Beklagte wohnte zu Beginn des Scheidungsverfahrens alleine und seit 

einem nicht bekannten Zeitpunkt zusammen mit seinem vorehelichen Sohn 

F._____, geboren am tt.mm.2002. So führte er anlässlich der Hauptverhand-

lung vom 17. März 2021 aus, dass F._____ "seit Längerem" bei ihm lebe (vgl. 

Urk. 98 S. 6). Mangels genaueren Angaben des Beklagten rechtfertigt es 

- 26 - 

sich, davon auszugehen, dass der Einzug von F._____ erst nach seiner Voll-

jährigkeit und damit nach dem tt.mm.2020 erfolgte. Der Beklagte muss für 

den volljährigen und sich in Ausbildung befindenden Sohn keine Erziehungs-

aufgaben übernehmen, weshalb weder der entsprechende höhere Grundbe-

trag noch ein Kindergrundbetrag zu berücksichtigen ist. Auf der anderen Seite 

stellt das Zusammenleben aber auch keine kostensenkende Wohngemein-

schaft dar. Dem Beklagten ist deshalb über den gesamten Zeitraum der 

Grundbetrag für einen alleinstehenden Schuldner von Fr. 1'200.– anzurech-

nen (Richtlinien Ziff. I).  

 2) Die von der Vorinstanz festgestellten und unbestritten gebliebenen Wohnkos-

ten der Parteien sind sehr hoch und es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob 

diese mit Blick auf die aktuellen finanziellen Verhältnisse noch angemessen 

sind (vgl. Urk. 2 S. 30 f.; Richtlinien Ziff. II). Mangels entsprechender Rügen 

und da sie vor Vorinstanz glaubhaft gemacht wurden (Urk. 6/61 S. 5 i.V.m. 

Urk. 98 S. 8 f.; Urk. 6/19/10; Urk. 6/97/67), sind sie im vorliegenden Verfahren 

betreffend vorsorgliche Massnahmen jedoch zu berücksichtigen. 

 3-6) Die von der Vorinstanz berücksichtigten Kosten für die Krankenkasse (inkl. 

Zusatzversicherung), Kommunikation, Radio-/TV-Gebühren und Hausratsver-

sicherung wurden nicht gerügt und sind grundsätzlich zu übernehmen (vgl. 

Urk. 2 S. 31 f.; Richtlinien Ziff. II).  

  Einzig zu ergänzen ist eine Hausratsversicherungspauschale von Fr. 30.– im 

Bedarf der Klägerin, welche beim familienrechtlichen Existenzminimum bei 

beiden Ehegatten gleichmässig zu berücksichtigen ist (vgl. BGE 147 III 265 

E. 7.2). 

 7-8) Die berufsbedingten Kosten des Beklagten sind an die neuen Verhältnisse 

anzupassen. Aufgrund der Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit ab März 

2021 rechtfertigt es sich, ihm die vorinstanzlich berücksichtigten Fahr- und 

Verpflegungskosten von Fr. 150.– respektive Fr. 180.– pro Monat in sämtli-

chen Berechnungsphasen anzurechnen (vgl. Urk. 2 S. 32 f.; Richtlinien 

Ziff. II). So wird ihm während seiner verhältnismässig kurzen Erwerbslosigkeit 

von November 2020 bis März 2021 denn auch ein hypothetisches Einkom-

men angerechnet.  

- 27 - 

  Die bei der Klägerin berücksichtigten berufsbedingten Kosten wurden weder 

gerügt noch bedürfen sie Weiterungen, weshalb die vorinstanzlichen Zahlen 

zu übernehmen sind (vgl. Urk. 2 S. 32; Richtlinien Ziff. II). 

 9-10) Die Erwägungen der Vorinstanz zu den Schul- und Gesundheitskosten wur-

den weder gerügt noch bedürfen sie Weiterungen, weshalb die berücksichtig-

ten Positionen zu übernehmen sind (vgl. Urk. 2 S. 33; Richtlinien Ziff. II). 

 11)  Im Vergleich zu den vorinstanzlichen Erwägungen nur teilweise zu berück-

sichtigen sind die beim Beklagten anfallenden Aufwendungen im Zusammen-

hang mit seinem vorehelichen Sohn F._____, geboren am tt.mm.2002 (Urk. 2 

S. 33 f.). F._____ wurde am tt.mm.2020 volljährig und lebt "seit Längerem" 

mit dem Beklagten zusammen (Urk. 6/98 S. 6). Entsprechend ist dem Beklag-

ten bis und mit mm.2020 Fr. 3'000.– als Unterhalt an den damals minderjähri-

gen Sohn F._____ anzurechnen. Der den Ansprüchen zugrunde liegende Un-

terhaltsvertrag liegt im Recht (Urk. 6/19/11). Für die Zeit ab der Volljährigkeit 

wurden vom Beklagten jedoch keinerlei Unterlagen eingereicht, welche Zah-

lungen ("Sackgeld"; Urk. 6/98 S. 6) an F._____ belegen würden. Da gemäss 

Rechtsprechung der Volljährigenunterhalt dem Unterhaltsanspruch minder-

jähriger Kinder und dem (nach-) ehelichen Unterhalt nach geht (BGE 147 III 

265 E. 7.3) und da im Vergleich zur Vorinstanz von anderen finanziellen Ver-

hältnissen auszugehen ist, besteht keine Grundlage für die Berücksichtigung 

unbelegter Zahlungen an F._____ zu Lasten von C._____ und der Klägerin.  

 12) Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, gehören die Steuern grundsätzlich 

zum familienrechtlichen Existenzminimum und sind auf die Eltern und Kinder 

aufzuteilen (BGE 147 III 265 E. 7.2; BGer 5A_816/2019 vom 25. Juni 2021, 

E. 4.2.3). Insbesondere aufgrund der hohen Wohnkosten der Parteien ist de-

ren monatliche Gesamtbedarf im Vergleich zum neu zu berücksichtigenden 

Gesamteinkommen sehr gross. So verbleibt mit Blick auf die Berechnung des 

Unterhalts bis zum Wohnungswechsel des Beklagten nur ein knapper Über-

schuss (s. Erw. III.6.1). Es rechtfertigt sich daher, bis zu diesem Zeitpunkt von 

der Anrechnung der Steuern im Bedarf abzusehen. Die entsprechenden Kos-

ten haben die Parteien aus ihrem Überschuss zu bezahlen.  

   Ab dem Wohnungswechsel des Beklagten sind – ausgehend von einem 

mutmasslichen Nettoeinkommen der Klägerin bestehend aus dem vom Be-

- 28 - 

klagten zu leistenden Kinder- und Ehegattenunterhalt von rund Fr. 120'000.– 

pro Jahr (Fr. 10'000.– * 12 Monate; 

<https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch>) – bei der Klägerin und C._____ 

Steuerkosten von monatlich Fr. 1'000.– zu berücksichtigen, und zwar 

Fr. 700.– bei der Klägerin und Fr. 300.– bei C._____. Die Steuerkosten sind 

in diesem Umfang der Klägerin lediglich im Bedarf und nicht in den Lebens-

haltungskosten anzurechnen, da durch den Betreuungsunterhalt die persönli-

che Betreuung sichergestellt und nicht die Teilhabe an einem überdurch-

schnittlichen Lebensstandard ermöglicht werden soll (vgl. BGE 147 III 265 

E. 7.2 letzter Absatz). Bei den Lebenshaltungskosten der Klägerin rechtferti-

gen sich ab dem Wohnungswechsel des Beklagten praxisgemässe Steuer-

kosten von Fr. 100.– pro Monat. 

   Bis zu seinem Stellenantritt bei der E1._____ AG sind beim Kläger keine 

Steuerkosten zu berücksichtigen, da er nach Abzug der mutmasslich zu leis-

tenden Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 10'000.– von seinem Einkommen 

aus Arbeitserwerb über kein steuerbares Einkommen verfügt. Sodann hat der 

Beklagte während dieser Zeit aufgrund der von ihm in der Steuererklärung 

ausgewiesenen Schulden auch keine Vermögenssteuer zu leisten. Ab März 

2021 sind – ausgehend von einem jährlichen Nettoeinkommen von 

Fr. 204'000.– (Fr. 17'000.– * 12 Monate) und abzüglich der mutmasslich zu 

leistenden Unterhaltsbeiträge von rund Fr. 120'000.– 

(<https://swisstaxcalculator.estv.admin.ch>) – beim Beklagten Steuerkosten 

von monatlich Fr. 600.– zu berücksichtigen.  

5.4 Weitere Bedarfspositionen sind, wie die Vorinstanz zutreffend ausführte 

(vgl. Urk. 2 S. 39), im familienrechtlichen Bedarf nicht zu berücksichtigen 

und aus dem Überschuss zu finanzieren (BGE 147 III 265 E. 7.3). 

5.5 Die Lebenshaltungskosten der Klägerin, das heisst der ihr oben berechnete 

Bedarf mit Berücksichtigung einer Steuerpauschale von Fr. 100.– anstelle 

der effektiven Steuern, betragen bis März 2020 Fr. 6'033.–, von April 2020 
bis August 2021 Fr. 6'133.– und ab September 2021 Fr. 6'218.–. 

- 29 - 

6. Berechnung der Unterhaltsbeiträge 

6.1 Basierend auf den sich verändernden Einkommens- und Bedarfszahlen sind 

verschiedene Phasen zu bilden, für welche die Unterhaltsbeiträge einzeln zu be-

rechnen sind. Mangels entsprechender Rügen und offensichtlicher Mängel (vgl. 

Erw. II.2 f.) sind die von der Vorinstanz festgelegten (hypothetischen) Einkommen 

der Klägerin (vgl. Urk. 2 S. 16 ff.) und von C._____ (vgl. Urk. 2 S. 28) sowie die 

Überschussverteilung grundsätzlich zu übernehmen. Bei der noch nicht 12-

jährigen C._____ rechtfertigt es sich, ihr über die gesamte Dauer ein Einkommen 

von Fr. 200.– anzurechnen. Somit ergeben sich die nachfolgenden Phasen mit 

dem jeweiligen Gesamteinkommen, Gesamtbedarf und Überschuss: 

  
Phase 1: 

 
Juni 2019  
bis Ende  

März 2020 
 

 
Phase 2: 

 
April 2020  
bis Ende 
mm.2020 

 
Phase 3: 

 
mm.2020  
bis Ende 

Feb. 2021 

 
Phase 4: 

 
März 2021 
bis Ende  

Aug. 2021 

 
Phase 5: 

 
ab  

Sept. 2021 
 

 
Grund für 

den Beginn 
der Phase: 

 
ab Einleitung des 

Scheidungsverfahrens 

 
ab dem Woh-

nungswechsel des 
Beklagten 

 
ab der Voll-

jährigkeit von 
F._____ / ab 
dem 10. Le-
bensjahr von 

C._____ 

 
ab der neuen Stelle 

des Beklagten / 
dem Ende des zu-
mutbaren Vermö-

gensverzehrs 

 
ab Anrech-

nung des hy-
pothetischen 
Einkommens 
bei der Kläge-

rin 
 

Einkommen 
der Partei-

en: 

 
Klägerin: 
Fr. 0.– 

 
C._____: 
Fr. 200.– 

 
 

Beklagter: 
Fr. 17'740.– 

 
Gesamt- 

einkommen: 
Fr. 17'940.– 

 

 
Klägerin: 
Fr. 0.– 

 
C._____: 
Fr. 200.– 

 
 

Beklagter: 
Fr. 17'740.– 

 
Gesamt- 

einkommen: 
Fr. 17'940.– 

 
Klägerin: 
Fr. 0.– 

 
C._____: 
Fr. 200.– 

 
 

Beklagter: 
Fr. 17'740.– 

 
Gesamt- 

einkommen: 
Fr. 17'940.– 

 
Klägerin: 
Fr. 0.– 

 
C._____: 
Fr. 200.– 

 
 

Beklagter: 
Fr. 17'000.– 

 
Gesamt- 

einkommen: 
Fr. 17'200.– 

 
Klägerin: 

Fr. 2'500.– 
 

C._____: 
Fr. 200.– 

 
 

Beklagter: 
Fr. 17'000.– 

 
Gesamt- 

einkommen: 
Fr. 19'700.– 

 
 

Bedarf der 
Parteien: 

 
Klägerin: 

Fr. 6'033.– 
 

C._____: 
Fr. 1'891.– 

 

 
Klägerin: 

Fr. 6'733.– 
 

C._____: 
Fr. 2'191.– 

 

 
Klägerin: 

Fr. 6'733.– 
 

C._____: 
Fr. 2'391.– 

 

 
Klägerin: 

Fr. 6'733.– 
 

C._____: 
Fr. 2'391.– 

 

 
Klägerin: 

Fr. 6'818.– 
 

C._____: 
Fr. 2'391.– 

 

- 30 - 

Beklagter: 
Fr. 9'701.– 

 
Gesamt- 
bedarf: 

Fr. 17'625.– 
 

Beklagter: 
Fr. 8'761.– 

 
Gesamt- 
bedarf: 

Fr. 17'685.– 
 

Beklagter: 
Fr. 5'761.– 

 
Gesamt- 
bedarf: 

Fr. 14'885.– 
 

Beklagter: 
Fr. 6'361.– 

 
Gesamt- 
bedarf: 

Fr. 15'485.– 
 

Beklagter: 
Fr. 6'361.– 

 
Gesamt- 
bedarf: 

Fr. 15'570.– 
 

 
Überschuss: 

 

 
Fr. 315.– 

 
Fr. 255.– 

 
Fr. 3'055.– 

 
Fr. 1'715.– 

 
Fr. 4'130.– 

6.2 Zum Barbedarf von C._____ ist – der Vorinstanz folgend einer Verteilung 

nach "grossen und kleinen Köpfen" entsprechend (vgl. Urk. 2 S. 41) – ein Anteil 

von 20% des Überschusses hinzuzurechnen, womit sich der Barunterhaltsbeitrag 

wie folgt berechnet: 

 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 

Barbedarf  Fr. 1'891.– Fr. 2'191.– Fr. 2'391.– Fr. 2'391.– Fr. 2'391.– 

Überschussanteil (20%) Fr. 63.– Fr. 51.– Fr. 611.– Fr. 343.– Fr. 826.– 

./. Familienzulagen  Fr. 200.– Fr. 200.– Fr. 200.– Fr. 200.– Fr. 200.– 

Barunterhalt (gerundet) Fr. 1'750.– Fr. 2'040.– Fr. 2'800.– Fr. 2'535.– Fr. 3'020.– 

6.3 Durch die persönliche Betreuung von C._____ ist die Klägerin in ihrer Er-

werbstätigkeit eingeschränkt und kann mit ihrem Einkommen ihre Lebenshal-

tungskosten nicht decken, weshalb Betreuungsunterhalt geschuldet ist. Dieser be-

rechnet sich wie folgt: 

- 31 - 

 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 

Lebenshaltungskosten der 
Klägerin 

Fr. 6'033.– Fr. 6'133.–  Fr. 6'133.– Fr. 6'133.– Fr. 6'218.– 

./. Einkommen der Klägerin Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 2'500.– 

Betreuungsunterhalt  
(gerundet) 

Fr. 6'030.– Fr. 6'130.– Fr. 6'130.– Fr. 6'130.– Fr. 3'720.– 

6.4 Zusammenfassend ist der Beklagte zu verpflichten, für die Tochter C._____ 

monatliche Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 7'780.– in Phase 1 (davon 
Fr. 6'030.– Betreuungsunterhalt), Fr. 8'170.– in Phase 2 (davon Fr. 6'130.– Be-
treuungsunterhalt), Fr. 8'930.– in Phase 3 (davon Fr. 6'130.– Betreuungsunter-
halt), Fr. 8'665.– in Phase 4 (davon Fr. 6'130.– Betreuungsunterhalt) und 
Fr. 6'740.– in Phase 5 (davon Fr. 3'720.– Betreuungsunterhalt), je zuzüglich all-
fälliger von ihm bezogenen Familienzulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge 

sind im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats an die Klägerin zahlbar.  

6.5 Mit Blick auf die Rüge des Beklagten, die Kinderunterhaltsbeiträge seien aus 

erzieherischen und aus konkreten Bedarfsgründen zu begrenzen (Urk. 1 S. 16), 

ist festzuhalten, dass sich der C._____ zustehende Überschuss in einer den fi-

nanziellen Verhältnissen der Familie angemessenen Höhe bewegt. Mit dem 

Überschuss können regelmässige Ausgaben, die nicht im familienrechtlichen Be-

darf berücksichtigt worden sind (z.B. Hobbykosten; s. Erw. III.5.4), bezahlt wer-

den. Eine weitere Beschränkung rechtfertigt sich nicht.  

 

6.6 Der Unterhaltsanspruch der Klägerin berechnet sich wie folgt: 

 Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 

Bedarf der Klägerin Fr. 6'033.– Fr. 6'733.–  Fr. 6'733.– Fr. 6'733.– Fr. 6'818.– 

- 32 - 

Überschussanteil (40%) Fr. 126.– Fr. 102.– Fr. 1'222.– Fr. 686.– Fr. 1'652.– 

./. Einkommen der Klägerin  Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 0.– Fr. 2'500.– 

./. Betreuungsunterhalt Fr. 6'030.– Fr. 6'130.– Fr. 6'130.– Fr. 6130.– Fr. 3'720.– 

Ehegattenunterhalt  
(gerundet) 

Fr. 130.– Fr. 710.– Fr. 1'830.– Fr. 1'290.– Fr. 2'250.– 

6.7 Zusammenfassend ist der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin monatliche 

Ehegattenunterhaltsbeiträge von Fr. 130.– in Phase 1, Fr. 710.– in Phase 2, 
Fr. 1'830.– in Phase 3, Fr. 1'290.– in Phase 4 und Fr. 2'250.– in Phase 5 zu be-
zahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats 

zahlbar. 

IV. 

 Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 104 Abs. 3 ZPO den Entscheid 

über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid in der Hauptsache 

vorbehalten (Urk. 2 Dispositiv-Ziffer 6). Diesbezüglich gilt es keine Anordnungen 

zu treffen. 

V. 

1. Die Gerichtsgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwendung 

von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf 

Fr. 6'000.– festzusetzen. In Anwendung von § 2 Abs. 1, § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1, 

§ 9, § 11 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 und 2 AnwGebV erscheint eine volle Parteient-

schädigung von Fr. 5'000.– zuzüglich 7.7 % Mehrwertsteuer als angemessen. 

2. Umstritten waren im vorliegenden Verfahren die Höhe der Kinder- und Ehe-

gattenunterhaltsbeiträge. Diesbezüglich sprach die Vorinstanz Unterhaltsleistun-

gen – bei einer mutmasslichen Dauer des strittigen Scheidungsverfahrens von 

vier Jahren ab Einleitung – von insgesamt Fr. 916'748.– zu. Mit der Berufung be-

antragte der Beklagte die Verringerung der Unterhaltsbeiträge auf insgesamt 

- 33 - 

Fr. 192'000.–. Im Ergebnis werden Ehegattenunterhaltsbeiträge für die mutmass-

liche Dauer des Scheidungsverfahrens von insgesamt Fr. 438'460.– festgesetzt. 

Somit obsiegt der Beklagte zu rund 65%. Es rechtfertig sich, der Klägerin 65% der 

Gerichtskosten, mithin Fr. 3'900.–, und dem Beklagten 35% der Gerichtskosten, 

mithin Fr. 2'100.–, aufzuerlegen. Sodann ist die Klägerin ausgangsgemäss zu 

verpflichten, dem Beklagten eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'500.– 

zzgl. 7.7. % Mehrwertsteuer, mithin total Fr. 1'615.50, zu bezahlen.  

Es wird beschlossen: 

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1, 4 und 5 der Verfügung des 

Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abtei-

lung, vom 8. April 2021 in Rechtskraft erwachsen sind. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Tochter C._____ monatli-

che Kinderunterhaltsbeiträge (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertrag-

licher Familien-, Kinder-, und Ausbildungszulagen) in folgendem Umfang zu 

bezahlen: 

- Phase 1: Fr. 7'780.– rückwirkend für die Zeit ab 1. Juni 2019 bis 

31. März 2020 (davon Fr. 6'030.– Betreu-

ungsunterhalt) 

- Phase 2: Fr. 8'170.– rückwirkend für die Zeit ab 1. April 2020 bis 

tt.mm.2020 (davon Fr. 6'130.– Betreuungs-

unterhalt) 

- Phase 3:  Fr. 8'930.– rückwirkend für die Zeit ab tt.mm.2020 bis 

28. Februar 2021 (davon Fr. Fr. 6'130.– Be-

treuungsunterhalt)  

- 34 - 

- Phase 4: Fr. 8'665.– rückwirkend für die Zeit ab 1. März 2021 bis 

31. August 2021 (davon Fr. Fr. 6'130.– Be-

treuungsunterhalt) 

- Phase 5: Fr. 6'740.– (teilweise) rückwirkend für die Zeit ab 

1. September 2021 für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens (davon 

Fr. Fr. 3'720.– Betreuungsunterhalt). 

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den 

Ersten eines Monats. 

2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin persönlich monatliche Ehegat-

tenunterhaltsbeiträge in folgendem Umfang zu bezahlen: 

- Phase 1: Fr.   130.– rückwirkend für die Zeit ab 1. Juni 2019 bis 

31. März 2020  

- Phase 2: Fr.   710.– rückwirkend für die Zeit ab 1. April 2020 bis 

tt.mm.2020 

- Phase 3:  Fr. 1'830.– rückwirkend für die Zeit ab tt.mm.2020 bis 

28. Februar 2021 

- Phase 4: Fr. 1'290.– rückwirkend für die Zeit ab 1. März 2021 bis 

31. August 2021 

- Phase 5: Fr. 2'250.– (teilweise) rückwirkend für die Zeit ab 

1. September 2021 für die weitere Dauer 

des Scheidungsverfahrens. 

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den 

Ersten eines Monats. 

- 35 - 

3. Diesem Entscheid liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde: 

Monatliches Nettoerwerbseinkommen, inkl. 13. Monatslohn: 

- Klägerin:  Fr.          0.–  bis 31. August 2021 

    Fr.   2'500.– ab 1. September 2021 
     (50% Arbeitspensum;  

       hypothetisch) 

- Beklagter:  Fr. 10'000.–  bis 28. Februar 2021 
(100% Arbeitspensum, ab  
1. November 2020 hypothe-
tisch) 

   Fr. 17'000.– ab 1. März 2021 
      (100% Arbeitspensum) 
 

- C._____:  Fr.      200.–  (Kinderzulagen) 

Vermögen: 

- Klägerin:  Kein unterhaltsbeeinflussendes Vermögen 

- Beklagter:  Bei Einleitung des Scheidungsverfahrens: 
Fr. 650'000.–  
(monatlicher Vermögensverzehr von Fr. 7'740.– 
von Juni 2019 bis März 2021 berücksichtigt) 

   Per 1. März 2021:  
Kein unterhaltsbeeinflussendes Vermögen 

- C._____:  Kein unterhaltsbeeinflussendes Vermögen 

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt. 

5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin 

zu 65% und dem Beklagten zu 35% auferlegt und mit dem vom Beklagten 

geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Klägerin wird verpflichtet, dem 

Beklagten den geleisteten Vorschuss im Umfang von Fr. 3'900.– zu erset-

zen.  

6. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche Ver-

fahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'615.50 zu bezahlen. 

- 36 - 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von 
Art. 90 und Art. 98 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 724'274.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 20. April 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw M. Wild 
 
 
versandt am: 
jo 

	Beschluss und Urteil vom 20. April 2022
	Rechtsbegehren:
	Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren  am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 8. April 2021: (Urk. 6/105 S. 44 ff. = Urk. 2 S. 44 ff.)
	1. Die Vereinbarung der Parteien vom 25. Februar 2020 betreffend vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Verfahrens wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:
	2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Dauer des Scheidungsverfahrens an den Unterhalt und die Erziehung der Tochter C._____ folgende Kinderunterhaltsbeiträge, zuzüglich Familienzulagen (soweit diese vom Beklagten bezogen werden resp....
	 CHF 12'310.–  ab 1. Juni 2019 bis 31. Dezember 2019  (davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 12'634.–  ab 1. Januar 2020 bis 31. März 2020  (davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 12'822.–  ab 1. April 2020 bis 31. August 2020  (davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 12'982.–  ab 1. September 2020 bis 31. Oktober 2020  (davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 13'046.–  ab 1. November 2020 bis 31. Dezember 2020  (davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 13'041.–  ab 1. Januar 2021 bis 31. August 2021  (davon CHF 6'003.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 11'109.–  ab 1. September 2021 bis 31. Dezember 2021  (davon CHF 3'588.– als Betreuungsunterhalt)
	 CHF 11'138.–  ab 1. Januar 2022 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens  (davon CHF 3'588.– als Betreuungsunterhalt).

	Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
	3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab dem 1. Juni 2019 und für die Dauer des Scheidungsverfahrens persönliche monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 7'050.– zu bezahlen.
	Die Unterhaltsbeiträge sind an die Klägerin zahlbar, und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
	4. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Beklagte der Klägerin für sie persönlich sowie für C._____ im Zeitraum 1. Juni 2019 bis und mit 17. März 2021 bereits Unterhaltszahlungen in der Höhe von insgesamt CHF 193'910.– geleistet hat, welche an die ...
	5. Das Gesuch der Klägerin um Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses wird abgewiesen.
	6. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird im Endentscheid befunden.
	7. [Mitteilungssatz]
	8. [Rechtsmittel: Berufung; Frist: 10 Tage]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	V.

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositiv-Ziffern 1, 4 und 5 der Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 8. Abteilung, vom 8. April 2021 in Rechtskraft erwachsen sind.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Tochter C._____ monatliche Kinderunterhaltsbeiträge (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Familien-, Kinder-, und Ausbildungszulagen) in folgendem Umfang zu bezahlen:
	- Phase 1: Fr. 7'780.– rückwirkend für die Zeit ab 1. Juni 2019 bis 31. März 2020 (davon Fr. 6'030.– Betreuungsunterhalt)
	- Phase 2: Fr. 8'170.– rückwirkend für die Zeit ab 1. April 2020 bis tt.mm.2020 (davon Fr. 6'130.– Betreuungsunterhalt)
	- Phase 3:  Fr. 8'930.– rückwirkend für die Zeit ab tt.mm.2020 bis 28. Februar 2021 (davon Fr. Fr. 6'130.– Betreuungsunterhalt)
	- Phase 4: Fr. 8'665.– rückwirkend für die Zeit ab 1. März 2021 bis 31. August 2021 (davon Fr. Fr. 6'130.– Betreuungsunterhalt)
	- Phase 5: Fr. 6'740.– (teilweise) rückwirkend für die Zeit ab 1. September 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens (davon Fr. Fr. 3'720.– Betreuungsunterhalt).
	Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines Monats.
	2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin persönlich monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge in folgendem Umfang zu bezahlen:
	- Phase 1: Fr.   130.– rückwirkend für die Zeit ab 1. Juni 2019 bis 31. März 2020
	- Phase 2: Fr.   710.– rückwirkend für die Zeit ab 1. April 2020 bis tt.mm.2020
	- Phase 3:  Fr. 1'830.– rückwirkend für die Zeit ab tt.mm.2020 bis 28. Februar 2021
	- Phase 4: Fr. 1'290.– rückwirkend für die Zeit ab 1. März 2021 bis 31. August 2021
	- Phase 5: Fr. 2'250.– (teilweise) rückwirkend für die Zeit ab 1. September 2021 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens.
	Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines Monats.
	3. Diesem Entscheid liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:
	Monatliches Nettoerwerbseinkommen, inkl. 13. Monatslohn:
	- Klägerin:  Fr.          0.–  bis 31. August 2021
	Fr.   2'500.– ab 1. September 2021       (50% Arbeitspensum;
	hypothetisch)
	- Beklagter:  Fr. 10'000.–  bis 28. Februar 2021
	(100% Arbeitspensum, ab  1. November 2020 hypothetisch)
	Fr. 17'000.– ab 1. März 2021        (100% Arbeitspensum)
	- C._____:  Fr.      200.–  (Kinderzulagen)

	Vermögen:
	- Klägerin:  Kein unterhaltsbeeinflussendes Vermögen
	- Beklagter:  Bei Einleitung des Scheidungsverfahrens: Fr. 650'000.–  (monatlicher Vermögensverzehr von Fr. 7'740.– von Juni 2019 bis März 2021 berücksichtigt)
	Per 1. März 2021:  Kein unterhaltsbeeinflussendes Vermögen
	- C._____:  Kein unterhaltsbeeinflussendes Vermögen

	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt.
	5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Klägerin zu 65% und dem Beklagten zu 35% auferlegt und mit dem vom Beklagten geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten den geleisteten Vor...
	6. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten für das zweitinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 1'615.50 zu bezahlen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz zurück.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...