# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41fafaa7-2ae5-5d8b-a3f1-e11a2820bf3c
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-08
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 08.06.2020 F 2020 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2020-19_2020-06-08.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiber: lic. iur. Albert Dormann

U R T E I L  vom 8. Juni 2020 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________, zzt. Triaplus AG Klinik Zugersee, Oberwil b. Zug
Beschwerdeführer

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung

F 2020 19

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Urteil F 2020 19 

A. A.________, Jahrgang 1947, wurde am 27. Mai 2020 von Dr. med. B.________, 
C.________ SZ, mit fürsorgerischer Unterbringung in die Triaplus AG Klinik Zugersee ein-
gewiesen.

B. Gegen diese Anordnung beschwerte sich A.________ am 29. Mai 2020 (Post-
stempel) der falschen Rechtsmittelbelehrung entsprechend beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz, welches seine Eingabe mit Entscheid vom 2. Juni 2020 zuständigkeits-
halber an das Verwaltungsgericht des Kantons Zug weiterleitete. In seiner Beschwerde 
hielt A.________ fest, dass er gegen seinen Willen in der Klinik festgehalten werde und 
um ein rechtliches Gehör bitte.

C. Am 8. Juni 2020 wurde der Beschwerdeführer von der fürsorgerechtlichen Kam-
mer des Verwaltungsgerichts per Skype angehört. An dieser Verhandlung nahmen seitens 
der Klinik Oberärztin med. pract. D.________ und Pflegefachmann E.________ sowie als 
gerichtlicher Gutachter Dr. med. F.________, Facharzt FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, teil, der sein Gutachten im Anschluss an die Anhörung mündlich erstatte-
te. Die Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung unterbrochen und danach wurde 
der Urteilsspruch eröffnet und mündlich kurz begründet. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gegen eine ärztlich angeordnete Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). 
Zuständiges Gericht für die Beurteilung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB 
ist gemäss der per 1. Januar 2013 geltenden Fassung von § 58 Abs. 1 lit. b des Einfüh-
rungsgesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig 
ist das Verwaltungsgericht, wenn die betroffene Person Wohnsitz im Kanton Zug hat oder 
wenn die Massnahme von einer Arztperson oder Einrichtung im Kanton Zug angeordnet 
wurde und die betroffene Person sich im Kanton Zug aufhält (§ 58 Abs. 2 EG ZGB). Der 
Beschwerdeführer wohnt in G.________, weshalb die örtliche und sachliche Zuständigkeit 
des Verwaltungsgerichts gegeben und die fristgerecht eingereichte und den minimalen for-

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Urteil F 2020 19 

mellen Anforderungen genügende Beschwerde (Art. 439 Abs. 1 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 
ZGB) zu prüfen ist. 

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) bzw. als Deleg-
ation an, wobei die Anhörung auch per Skype durchgeführt werden darf (s. dazu Art. 4 ff. 
der Verordnung über Massnahmen in der Justiz und im Verfahrensrecht im Zusammen-
hang mit dem Coronavirus; COVID-19-Verordnung Justiz und Verfahrensrecht vom 
16. April 2020). Die Beschwerdeinstanz entscheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen 
seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss 
zudem gestützt auf das Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden 
(Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.1 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 
die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 

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Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel - in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung - überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der be-
troffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.2 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-
handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne 
von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

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3.1 Den Akten - insbesondere dem geriatrischen Kurzgutachten von Dr. H.________, 
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, speziell Geriatrie, vom 9. Februar 2020 und 
dem KESB-Entscheid vom 10. März 2020 - lässt sich zur Vorgeschichte im Wesentlichen 
entnehmen, dass beim Beschwerdeführer eine dementielle Entwicklung eingetreten ist, die 
sich nach der mehrmonatigen Unterbringung seiner Ehefrau in verschiedenen Kliniken und 
schliesslich im Zentrum I.________ in J.________ akzentuiert hat. Da der Beschwerde-
führer mit dem selbständigen Leben im eigenen Haushalt an der ____strasse in 
G.________ offensichtlich zunehmend überfordert war, sah sich die KESB veranlasst, 
eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gestützt auf Art. 394 Abs. 1 
i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB zu errichten und K.________ vom Mandatszentrum Zug als 
Beiständin einzusetzen. Gegen Ende Mai 2020 trat der Beschwerdeführer ebenfalls in das 
Altersheim I.________ ein. Er fand sich dort jedoch offenbar nicht zurecht, verhielt sich 
renitent und aggressiv und lief wiederholt weg, worauf er von Dr. B.________ am 27. Mai 
2020 in verwirrtem und desorientiertem Zustand in die Klinik Zugersee eingewiesen 
wurde. Im Eintrittsbericht der Klinik wurden Anpassungsstörungen ICD-10 F43.2 als 
Diagnosen festgehalten und folgende Beurteilungen erwähnt: unklare Desorientiertheit 
und Dysphorie mit Weglauftendenz, DD Anpassungsstörung, DD Demenz, DD somatische 
Ursache, DD Delir. 

3.2 An der Anhörung vom 8. Juni 2020 erklärte Oberärztin D.________, dass sowohl 
das klinische Bild wie auch der MRT-Befund vom 5. Juni 2020 für eine Alzheimer-Demenz 
sprächen. Beim MRT sehe man bi-temporal eine massive Atrophie, auch hippocampal, da-
zu leichte vaskuläre Veränderungen. Die bi-temporalen und hippocampalen Atrophien zu-
sammen mit dem klinischen Bild seien gut mit einer Alzheimer-Demenz vereinbar. Beim 
Klinikeintritt sei der Beschwerdeführer zu Beginn ruhig und freundlich gewesen. Bald habe 
man aber festgestellt, dass er sich nicht zurechtgefunden habe; er habe schnellstmöglich 
zu seiner Tochter gewollt, bei der er eine akute Gefährdung angenommen und Angst ge-
habt habe, dass sie nicht versorgt werde und krank in der Wohnung liege. Er sei darob 
sehr aufgebracht, sehr emotional gewesen. Er sei denn auch verbal laut geworden, was 
man aber habe deeskalieren können. Da er eine Weglauftendenz gezeigt habe, hätten die 
Türen geschlossen gehalten werden müssen. Je nach Zustand und Mitarbeit fielen noch 
psychologische Tests an, z.B. der CERAD-Test. Beim EKG habe man ein Vorhofflimmern 
gesehen, das abgeklärt und allenfalls medikamentös behandelt werde. 

3.3 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ führte aus, dass die Einweisung erfolgt 
sei, weil es offenbar Schwierigkeiten im Altersheim I.________ gegeben habe. Der Be-

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schwerdeführer sei aggressiv geworden, weil er daran gehindert worden sei, das zu tun, 
was er habe tun wollen. In der Klinik Zugersee habe er sich dann aber rasch beruhigt. Bei 
ihm sei eine Demenz-Erkrankung da; es spreche vieles für eine Alzheimer-Demenz. 

3.4 Gestützt auf die Vorgeschichte und die ärztlichen bzw. gutachterlichen Angaben 
steht fest, dass der Beschwerdeführer an einer schwerwiegenden psychischen Störung 
leidet, bei der es sich voraussichtlich um eine Alzheimer-Demenz handeln dürfte. Der Be-
schwerdeführer selbst führte seine Verständnisschwierigkeiten und die Erinnerungslücken 
auf einen Vorfall zurück, bei dem er offenbar als Kind in die Jauchegrube gefallen war. 
Weshalb er in die Klinik eingewiesen worden sei, sei ihm völlig unverständlich und rätsel-
haft, da es ihm in letzter Zeit noch nie so gut gegangen sei wie jetzt. Dieses völlig an der 
Realität vorbeigehende Bagatellisieren zeigt in aller Deutlichkeit, dass beim Beschwerde-
führer eine gravierende psychische Erkrankung vorliegt. Damit ist die erste Voraussetzung 
für eine fürsorgerische Unterbringung in einer Einrichtung erfüllt. 

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer bestehende psychische 
Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem an-
hand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Klinikärztin D.________ geht beim Beschwerdeführer nicht von einer akuten 
Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität aus. Die Selbstgefährdung in einem weiteren 
Sinne von Chronifizierung und insbesondere Verwahrlosung sei jedoch erheblich und un-
mittelbar drohend. Wenn er alleine zuhause an der ____strasse wäre, würde er ver-
wahrlosen; er sei nicht in der Lage, allein zu leben und für sich selber zu sorgen. Der Be-
schwerdeführer sei auch nicht urteilsfähig. Sie könne sich nicht vorstellen, dass er sich im 
Strassenverkehr zurechtfinde. 

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4.1.2 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ führte aus, dass keine Hinweise auf 
eine Suizidalität vorhanden seien. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne von Ver-
wahrlosung, Mangelernährung, Hygiene, Unfällen und Chronifizierung bzw. Verschlechte-
rung des Krankheitsbildes sei erheblich. Der Beschwerdeführer sei zurzeit nicht mehr in 
der Lage, einen Tagesablauf zu planen, Administratives auszuführen, den Überblick über 
seine Geschäfte zu behalten. Im Rahmen der Demenzabklärung sei auch festgestellt wor-
den, dass die Wohnung in einem desolaten Zustand gewesen sei, inklusive verdorbener 
Lebensmittel, was nicht ungefährlich sei.

4.1.3 Eine Selbstgefährdung im Sinne von akuter und erheblicher Suizidalität steht beim 
Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht offenkundig nicht im Vordergrund. Die Selbstgefähr-
dung in einem weiteren Sinne ist demgegenüber im Falle einer sofortigen Entlassung als 
erheblich und auch unmittelbar drohend anzusehen. Einerseits droht dem Beschwerdefüh-
rer eine Verschlechterung des Krankheitsbildes, das sich bezüglich der dementiellen Ent-
wicklung immerhin stoppen oder zumindest verlangsamen liesse. Andererseits ist die Ge-
fahr der Verwahrlosung als erheblich und unmittelbar drohend zu qualifizieren und es ist 
nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer adäquat für sich sorgen könnte. Die 
zu befürchtende Verwahrlosung lässt sich auch dem geriatrischen Kurzgutachten von 
Dr. H.________ vom 9. Februar 2020 entnehmen, wo der Gutachter beim Besuch in der 
chaotisch anmutenden Wohnung an der ____strasse seit Monaten abgelaufene 
Nahrungsmittel im Kühlschrank, Aktenberge und teils ungeöffnete Post vorgefunden hat. 
Nach den Ausführungen von Dr. H.________ ist der Beschwerdeführer unter anderem mit 
administrativen Aufgaben völlig überfordert und auch nicht in der Lage, adäquat einzu-
kaufen, eine Mahlzeit zuzubereiten oder weitere Arbeiten im Haushalt zu besorgen. Die 
Selbstgefährdung insbesondere in einem weiteren Sinne ist folglich im Falle einer baldigen 
Entlassung als akut und unmittelbar drohend zu beurteilen.

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 
Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 

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(Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 41 zu Art. 426 ZGB mit Hinweisen). Das geltende Recht 
hält im Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung, sondern 
auch der Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 42 zu Art. 426 ZGB).

4.2.1 Nach Ansicht von Klinikärztin D.________ besteht im Klinikrahmen aktuell keine 
akute Fremdgefährdung. Allerdings sei der Beschwerdeführer verbal aggressiv geworden, 
wenn er sich bedroht gefühlt habe; hier in der Klinik habe dies professionell aufgefangen 
werden können. Ob es ausserhalb der Klinik zu Handgreiflichkeiten kommen würde, könne 
sie nicht sagen. Sie selber habe noch keinen Kontakt zu Ehefrau und Tochter gehabt; die 
Belastung für beide sei im Falle einer baldigen Entlassung aber nicht tragbar.

4.2.2 Doktor F.________ führte aus, dass keine akute Fremdgefährdung bestehe, wäh-
rend eine solche im Rahmen der Grunderkrankung aber immer möglich sei. Beim Be-
schwerdeführer sei es zu aggressiven verbalen Äusserungen gekommen; über Gewaltan-
wendung sei bis jetzt aber nichts bekannt. Dies sei jedoch nicht ausgeschlossen, wenn 
sich jemand in dieser Situation überfordere oder bedroht fühle, z.B. wenn er sich einge-
engt fühle. Der Beschwerdeführer sei für das soziale Umfeld ausserhalb eines professio-
nellen Rahmens wegen seiner massiven Vergesslichkeit und Unbestimmtheit schwierig 
bzw. unzumutbar, eine Belastung. Ein Zusammenwohnen mit ihm an der ____strasse 
wäre wohl unzumutbar, wobei er, der Gutachter, allerdings den Zustand von Ehefrau und 
Tochter nicht kenne.

4.2.3 In Berücksichtigung der Vorgeschichte und auch der ärztlichen Angaben liegt beim 
Beschwerdeführer eine Fremdgefährdung insofern vor, als er sich zumindest verbal ag-
gressiv verhalten könnte, wenn er sich überfordert und in die Enge getrieben fühlt. Zudem 
ist er für seine soziale Umgebung im Falle einer baldigen Entlassung eine unzumutbare 
Belastung. 

4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das beim Beschwerdeführer 
bestehende Selbstgefährdungspotential vor allem im Sinne einer Verwahrlosungsgefahr 
und einer Verschlechterung des Krankheitsbildes als schwerwiegend und unmittelbar dro-
hend zu qualifizieren ist, während auch das Fremdgefährdungspotential im Sinne einer un-
zumutbaren Belastung im Falle einer sofortigen Entlassung als erheblich und akut einzu-
schätzen ist.

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5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob dem Be-
schwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit seiner Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 
Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Klinikärztin D.________ sieht beim Beschwerdeführer keine Krankheitseinsicht. 
Medikamente nehme er nicht mit der Einsicht, wofür ein Medikament genommen werde; er 
nehme es, weil es ihm angeboten werde. Nach Ansicht des gerichtlichen Gutachters ist 
der Beschwerdeführer partiell krankheitseinsichtig; er merke, dass er Gedächtnisprobleme 
habe, dass er Schwierigkeiten habe, Dinge abzurufen. Das Ausmass seiner Beeinträchti-
gung sei ihm jedoch nicht bewusst. Eine Behandlungsbereitschaft sei eigentlich nicht da. 
Er füge sich lediglich den Strukturen. Er sei ein höflicher Mensch, er passe sich an; dies 
passiere jedoch aus der Situation heraus, nicht aus einer Überzeugung. Urteilsfähig in Be-
zug auf die Krankheit und die Notwendigkeit einer adäquaten Behandlung sei er nicht. Der 
Beschwerdeführer selber erklärte, dass es ihm gesundheitlich noch nie so gut gegangen 
sei wie in der letzten Zeit. Er fühle sich gesund, bewege sich viel, das tue ihm gut. Für ihn 
sei rätselhaft, weshalb er überhaupt eingeliefert worden sei. Insgesamt brachte er zum 
Ausdruck, dass mit ihm - abgesehen von gewissen Gedächtnislücken seit der Kindheit - 
alles in Ordnung sei. Von einer echten Krankheitseinsicht und einer belastbaren Behand-
lungsbereitschaft kann bei dieser Sachlage nicht die Rede sein.

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind nicht günstig. Der 72 Jahre alte Beschwerde-
führer lebte seit dem Auszug seiner Ehefrau, die in den letzten Monaten hospitalisiert und 
danach im Altersheim untergebracht war, und vor dem Übertritt ins Altersheim in der eige-
nen Wohnung an der ___strasse in G.________ und war damit offensichtlich zunehmend 
überfordert. Seine Tochter, die im gleichen Haus lebt, ist offenbar selber nicht in der Lage, 
sich um den Vater zu kümmern. Die beruflichen Aktivitäten im Zusammenhang mit einer 
Immobilienverwaltung, die der Beschwerdeführer noch mit seiner Ehefrau betrieben hatte, 
sind mittlerweile abgewickelt und beendet. Die finanziellen Verhältnisse scheinen grund-

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sätzlich geordnet zu sein, wobei es wegen der Überforderung des Beschwerdeführers 
auch schon zu Betreibungen gekommen sein soll. Eine professionelle ärztliche Betreuung 
besteht soweit bekannt nicht und einen Hausarzt konnte der Beschwerdeführer nicht be-
nennen. Mittlerweile besteht mit dem Entscheid der KESB vom 10. März 2020 eine Bei-
standschaft und die Beiständin hat ihre Tätigkeit auch bereits aufgenommen und den 
Übertritt des Beschwerdeführers in das Altersheim I.________ organisiert, von wo er aller-
dings umgehend wieder weggelaufen ist. Die aktuelle Krisensituation mit der Klinikein-
weisung konnte das bestehende soziale und auch professionelle Beziehungsnetz indes-
sen nicht verhindern; es ist daher aktuell nicht ausreichend tragfähig. 

5.3 Klinikärztin D.________ erachtet eine weitergehende stationäre Behandlung und 
Betreuung als notwendig. Dabei seien zusätzliche Abklärungen notwendig, insbesondere 
auch bezüglich des festgestellten Vorhofflimmerns. Es sei zudem die Verlegung auf die 
neuro-kognitive Station und auch der Einsatz eines Anti-Dementivums geplant, was zu-
mindest die Progredienz etwas aufhalten könne. Es sei dafür mit ungefähr acht Wochen 
zu rechnen; solange dürfte es auch dauern, bis eine adäquate Platzierung - allenfalls auch 
wieder in J.________ - gefunden sei. Falls der Beschwerdeführer sofort entlassen würde, 
sei damit zu rechnen, dass es zu einer potenziellen Selbst- oder auch Fremdgefährdung 
mit Verwahrlosung kommen könnte. 

5.4 Für Gutachter Dr. F.________ ist die Notwendigkeit einer weiteren stationären 
Betreuung und Behandlung klar gegeben; dabei sei mit einer Aufenthaltsdauer von sechs 
bis acht Wochen zu rechnen. Der Beschwerdeführer sei derzeit ein Abklärungspatient. Die 
Diagnose müsse noch bestätigt werden, es müssten Verlaufsuntersuchungen durchge-
führt werden, man müsse die Herzsituation klären und allenfalls behandeln; dies alles ge-
he bei ihm nur stationär, denn er sei nicht in der Lage, die nötigen Stellen selber anzuge-
hen und zu koordinieren. Sobald diese Abklärungen getroffen worden seien und sein Zu-
stand stabil sei, könne eine Verlegung in eine andere geeignete Institution vorgenommen 
werden. Es müsse aber zumindest vorübergehend aufgrund der Weglauftendenz die Mög-
lichkeit einer geschlossenen Führung bestehen. Eine Rückkehr an die ____strasse wäre 
nur möglich, wenn ein professionelles Pflegesetting mit geschlossenen Türen installiert 
werden könnte; ob dies realistisch sei, sei ihm nicht bekannt. Im Falle einer sofortigen 
Entlassung würde der Beschwerdeführer wohl nach Hause gehen, sich rasch zurückzie-
hen und in den Zustand zurückfallen, wie er in der gerontologischen Abklärung beschrie-
ben worden sei. Er wäre überfordert mit der Haushaltsführung, der Selbstversorgung, der 
Tagesgestaltung und der Besorgung seiner Angelegenheiten. In einem ambulanten Set-

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ting würde auch die Zusammenarbeit mit seiner Beiständin wahrscheinlich nicht funktionie-
ren. Es würde mutmasslich nicht lange - bestenfalls ein paar Wochen - dauern, bis er wie-
der eingeliefert würde. 

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen des Betroffenen ist - wie erwähnt - nur 
dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihm die nötige persönliche Fürsorge nicht an-
derweitig erwiesen werden kann. Der Beschwerdeführer leidet an einer schwerwiegenden 
psychischen Erkrankung und damit an einem Schwächezustand im Sinne des Gesetzes. 
Er weist zudem ein erhebliches und unmittelbar drohendes Selbst- und Fremdgefähr-
dungspotential auf und ist daher auch in besonderem Masse schutzbedürftig. Er ist kaum 
krankheitseinsichtig und nicht ernsthaft behandlungsbereit. Würde er in seinem aktuellen 
Zustand aus der Klinik entlassen, wäre er mit der Situation völlig überfordert und würde 
verwahrlosen, was schnell zu einer weiteren Krisensituation und einer erneuten Klinikein-
weisung führen dürfte. Vor einer Entlassung sollte daher die gesundheitliche Situation des 
Beschwerdeführers abgeklärt werden und zwar insbesondere bezüglich der demenziellen 
Entwicklung und auch bezüglich der Herzproblematik mit dem Vorhofflimmern. Einzustel-
len wäre auch eine adäquate Medikation und die Nachbetreuung müsste sorgfältig vorbe-
reitet und in die Wege geleitet sein, so auch bezüglich einer passenden Institution. Derzeit 
ist eine stationäre Betreuung und Behandlung notwendig. Eine weitere Zurückbehaltung in 
der Klinik für einige wenige Wochen erscheint angesichts des Gefährdungspotentials als 
verhältnismässig, wenn man die Folgen einer sofortigen Entlassung im aktuellen Zustand 
bedenkt. Die Einweisung in die Klinik, die im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeigne-
te Einrichtung für den Beschwerdeführer ist, ist zu Recht erfolgt und die weitere Zurück-
behaltung erweist sich wegen der zu befürchtenden gravierenden Folgen einer sofortigen 
Entlassung insgesamt als notwendig und auch verhältnismässig. Die Beschwerde erweist 
sich mithin als unbegründet und muss abgewiesen werden. 

5.6 Die ärztliche Unterbringung ist grundsätzlich bis insgesamt maximal sechs Wo-
chen gültig. In dieser Zeit bleibt die Klinik für eine allfällige Entlassung zuständig (Art. 429 
Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG ZGB). Muss die Unterbringung über sechs Wochen 
hinaus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig, d.h. spätestens acht Tage vor Ab-
lauf der sechswöchigen Frist, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu informieren 
und einen behördlichen Entscheid über die Fortführung der Unterbringung zu beantragen 
(§ 53 EG ZGB). 

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6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Bei diesem Verfahrensausgang ist dem ohnehin nicht an-
waltlich vertretenen Beschwerdeführer eine Parteientschädigung nicht zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung) und 
an die ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee.

Zug, 8. Juni 2020

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am