# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3262605-d057-5a83-8fd4-6c0783b28950
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 31.08.2020 BK 2020 245
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2020-245_2020-08-31.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 20 245

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 31. August 2020

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, Oberrichte-
rin Hubschmid
Gerichtsschreiberin i.V. Schürch

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand DNA-Analyse

Strafverfahren wegen Diebstahls und Sachbeschädigung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Berner Jura-Seeland vom 3. Juni 2020 (BJS 20 12825)

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Erwägungen:

1. Im Strafverfahren gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer oder Be-
schuldigter) wegen Diebstahls und Sachbeschädigung verfügte die Regionale 
Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) am 
3.  Juni 2020 die erkennungsdienstliche Erfassung und die Erstellung eines DNA-
Profils über den Beschwerdeführer. Dagegen erhob er, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, am 18. Juni 2020 Beschwerde. Er beantragt, die Verfügung der 
Staatsanwaltschaft sei vollumfänglich aufzuheben; der Auftrag an die Kantonspoli-
zei sei zurückzuziehen und diese sei anzuweisen, auf eine erkennungsdienstliche 
Behandlung des Beschwerdeführers zu verzichten. Der Beschwerde sei zudem die 
aufschiebende Wirkung zu erteilen und Fürsprecher B.________ sei als amtlicher 
Rechtsbeistand des Beschwerdeführers zu bestellen; alles unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolge. Mit Verfügung vom 19. Juni 2020 eröffnete die Verfahrensleitung 
das Beschwerdeverfahren und erteilte der Beschwerde die aufschiebende Wirkung. 
Gleichzeitig wurde die Staatsanwaltschaft ersucht, der Verfahrensleitung die Straf-
akten zuzustellen. Weiter wurde verfügt, dass über das Gesuch auf Beiordnung ei-
ner amtlichen Verteidigung für das Beschwerdeverfahren zu einem späteren Zeit-
punkt entschieden werde. Am 23. Juni 2020 wurde vom Eingang der Akten der 
Staatsanwaltschaft Kenntnis genommen. Weiter wurde der Generalstaatsanwalt-
schaft Gelegenheit eingeräumt, innert angesetzter Frist von 20 Tagen eine Stel-
lungnahme einzureichen. Mit Eingabe vom 6. Juli 2020 beantragte und begründete 
die Generalstaatsanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, soweit 
darauf einzutreten sei. Die Generalstaatsanwaltschaft führte bezüglich der in 
französischer Sprache ergangenen Verfügung vom 3. Juni 2020 weiter aus, dass 
es ihr als angemessen erscheine, das Beschwerdeverfahren in deutscher Sprache 
zu führen, zumal der Beschwerdeführer schweizerdeutsch spreche und die Strafun-
tersuchung gegen ihn auf Deutsch geführt werde. Die Verfahrensleitung nahm und 
gab mit Verfügung vom 7. Juli 2020 von der Stellungnahme der Generalstaatsan-
waltschaft Kenntnis und räumte dem Beschwerdeführer Gelegenheit ein, innert an-
gesetzter Frist von 20 Tagen eine Replik einzureichen. Ferner wies sie darauf hin, 
dass die Abklärungen der französischen Kanzlei der Beschwerdekammer in Straf-
sachen des Obergerichts des Kantons Bern ergeben hätten, dass das Strafverfah-
ren gegen den Beschwerdeführer vor der Staatsanwaltschaft auf Deutsch geführt 
werde, weshalb das Beschwerdeverfahren der deutschen Kanzlei der Beschwer-
dekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern übergeben und in 
deutscher Sprache geführt werde. Der Beschwerdeführer reichte am 28. Juli 2020 
eine Replik ein.

2.

2.1 Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in 
Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt wer-
den (Art 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Strafprozessordnung [StPO; 
SR 312], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsre-
glements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist 

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durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten In-
teressen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

2.2 Der Beschwerdeführer hat anzugeben, welche Punkte des Entscheids er anficht 
(Art. 385 Abs. 1 Bst. a StPO). Zu beachten ist, dass die Anträge bzw. die Angabe 
der angefochtenen Punkte durch die fragliche hoheitliche Verfahrenshandlung be-
grenzt werden. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift eine Er-
weiterung des Streitgegenstandes vornimmt, ist darauf nicht einzutreten, weil dies 
im Beschwerdeverfahren grundsätzlich unzulässig ist (GUIDON, Die Beschwerde 
gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, S. 174 f. Rz. 390).

Die Staatsanwaltschaft verfügte am 3. Juni 2020 in Ziffer 1 zweiter Absatz die er-
kennungsdienstliche Erfassung und die Erstellung eines DNA-Profils über den Be-
schwerdeführer (La police cantonale bernoise, en particulier le service d'identité judiciaire, est 
chargé de prélever les données signalétiques du prévenu et d'effectuer le prélèvement d'ADN par frot-
tis de la muqueuse jugale). Indem der Beschwerdeführer die vollumfängliche Abwei-
sung der Verfügung beantragt, richtet sich seine Beschwerde – entgegen der Auf-
fassung der Generalstaatsanwaltschaft – auch gegen die Anordnung der erken-
nungsdienstlichen Erfassung. Es liegt keine Erweiterung des Streitgegenstandes 
vor. Auf die Beschwerde ist vollumfänglich einzutreten.

3. Die Staatsanwaltschaft begründete die angefochtene Verfügung vom 3. Juni 2020 
im Wesentlichen wie folgt: Die Entnahme einer DNA-Probe und die Erstellung ei-
nes DNA-Profils des Beschwerdeführers seien notwendig, da dieser des Diebstahls 
und der Sachbeschädigung verdächtigt werde. Der Beschwerdeführer bestreite 
zwar die Tatbestände, er sei jedoch in der Nähe einer beschädigten Parkuhr beob-
achtet worden. Durch die Entnahme einer DNA-Probe soll definitiv festgestellt wer-
den können, ob der Beschwerdeführer an den ihm vorgeworfenen Handlungen be-
teiligt gewesen sei. Zudem soll festgestellt werden können, ob sein DNA-Profil 
auch in anderen einschlägigen Fällen auftauche. Vor diesem Hintergrund sei die 
Erstellung des DNA-Profils verhältnismässig.

4. In der Beschwerde bringt der Beschwerdeführer zunächst vor, dass die ihm vorlie-
genden Akten sehr dürftig seien; es befinde sich insbesondere kein Einvernahme-
protokoll darin, obwohl die Staatsanwaltschaft behaupte, dass er die Tatbestände 
bestreite. Zudem bestehe kein hinreichend begründeter Tatverdacht gegen ihn. 
Zwangsmassnahmen, mit denen ein Tatverdacht erst generiert werde (sog. «Fis-
hing Expeditions»), seien unzulässig. Der erforderliche Verdachtsgrad richte sich 
nach der Schwere der betreffenden Zwangsmassnahmen. Vorliegend handle es 
sich nur um einen leichten Eingriff in das Recht auf persönliche Freiheit, auf infor-
mationelle Selbstbestimmung und auf Familienleben. Dennoch liege eine Ein-
schränkung vor und diese müsse durch das öffentliche Interesse gerechtfertigt und 
verhältnismässig sein. Bezüglich der Anlasstat werde behauptet, dass er in der 
Nähe einer beschädigten Parkuhr gesehen worden sei, wofür es aber keinerlei Be-
lege gebe. Mit dieser Begründung könne jede Person, die sich in dieser Nacht in 
Biel in der Nähe einer beschädigten Parkuhr befunden habe, zu einer erkennungs-
dienstlichen Erfassung gezwungen werden. Dies wäre in keiner Weise verhältnis-

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mässig. Soweit die Staatsanwaltschaft die Entnahme einer DNA-Probe mit der 
Aufdeckung vergangener oder künftiger Delikte begründe, liege keine – auch nicht 
leicht – erhöhte Wahrscheinlichkeit vor, dass er bereits andere Verbrechen oder 
Vergehen begangen habe. Sofern die Staatsanwaltschaft mit dieser Begründung 
den Umstand abdecken wolle, dass in dieser Nacht noch andere Parkuhren be-
schädigt worden seien, ginge es wiederum um die Anlasstat. Der Beschwerdefüh-
rer führt aus, dass in jenen Fällen, in denen das Bundesgericht die Verhältnismäs-
sigkeit erkennungsdienstlicher Massnahmen bejaht habe, anders als im vorliegen-
den Fall erhebliche und konkrete Anhaltspunkte dafür bestanden hätten, dass der 
Betroffene in vergleichsweise schwerwiegende Delikte (insbesondere gegen Leib 
und Leben, das Vermögen oder die sexuelle Integrität) verwickelt gewesen sei. Die 
DNA-Analyse dürfe nicht routinemässig erfolgen. Der Beschwerdeführer verfüge 
über ein blankes Strafregister und es sei auch nicht behauptet worden, dass er in 
der Vergangenheit bereits einmal strafrechtlich in Erscheinung getreten sei. Inso-
fern könne es sich nur um die Klärung des Anlassdelikts handeln, wofür der hinrei-
chende Tatverdacht fehle. Zudem sei die Zwangsmassnahme nicht erforderlich. Es 
sei fraglich, ob auf den Parkuhren überhaupt DNA-Material sichergestellt worden 
sei. Und selbst wenn auf den Parkuhren DNA-Material gefunden worden sei, be-
weise dies nichts, zumal auf Parkuhren haufenweise DNA-Material zu finden sei. 
Der Beschwerdeführer führt aus, dass seine Einwände gleichermassen auch für die 
erkennungsdienstliche Erfassung gelten würden, zumal auch für deren Anordnung 
ein hinreichender Tatverdacht erforderlich sei.

5. Die Generalstaatsanwaltschaft entgegnet, dass es aufgrund der Tatsache, dass 
sich der Vorfall erst am 31. Mai 2020 ereignet habe und der EL-Fall längere Zeit fe-
rienabwesend gewesen sei, weder ungewöhnlich noch zu bestanden sei, dass das 
Protokoll noch keinen Eingang in die Akten gefunden habe. Zwischenzeitlich seien 
die Akten um das Einvernahmeprotokoll vom 31. Mai 2020 ergänzt worden. Zudem 
liege der Stellungnahme ein Dokument der Polizei bei, aus dem sich der Gesamt-
zusammenhang des Vorfalls zeige. Sowohl auf die polizeiinterne Zusammenfas-
sung der Sachlage zu Handen der Staatsanwaltschaft als auch auf die bislang 
mündlich erfolgten Meldungen der Polizei dürfe zur Begründung des Tatverdachts 
abgestellt werden. Weiter macht die Generalstaatsanwaltschaft geltend, dass die 
Darstellung des Beschwerdeführers, wonach kein hinreichender Tatverdacht gegen 
ihn vorliegen würde, unzutreffend sei: Die Kantonspolizei sei am 31. Mai 2020 um 
03:44 Uhr von der Zeugin C.________ über den interessierenden Vorfall informiert 
worden. Diese habe beobachten können, wie drei Jugendliche an einer Parkuhr 
herumhantiert hätten. Es habe danach ausgesehen, als hätten sie die Parkuhr be-
schädigen wollen. Die Jugendlichen seien dann in Richtung Dufourstrasse (Anmer-
kung der Kammer: gemeint ist die General-Dufour-Strasse) davongegangen, zum 
Teil mit Fahrrädern. In der Folge habe die Polizei D.________ und E.________ an-
halten können, wobei D.________ CHF 156.40 Hartgeld, welches in ein Taschen-
tuch gewickelt gewesen sei, bei sich gehabt habe. Der Beschwerdeführer hingegen 
sei an der General-Dufour-Strasse – eine Strasse vom Meldeort entfernt – von der 
Polizei kontrolliert worden. Er habe den Abend mit D.________ und E.________ 
verbracht und habe diese nach der Kontrolle auf ihre Handys angerufen. Damit lie-
ge der Verdacht nahe, dass der Beschwerdeführer die beobachtete dritte Person 

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gewesen sei. Die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er sich von seinen 
Freunden getrennt und sich alleine auf den Heimweg begeben habe, wo dann aber 
auch D.________ hätte übernachten sollen, sei alles andere als glaubhaft. Zur 
fraglichen Uhrzeit seien erfahrungsgemäss nur vereinzelt Personen in der Stadt Bi-
el unterwegs und es sei daher als höchst unwahrscheinlich anzusehen, dass die 
von der Zeugin beobachtete Täterschaft eine andere Dreiergruppe gewesen sei, 
zumal einer der Beschuldigten eine auffällig grosse Menge Hartgeld in einem Ta-
schentuch bei sich getragen habe und die beiden Mitbeschuldigten auf das gemel-
dete Signalement der Zeugin passen würden. Der Beschwerdeführer nenne in sei-
ner Beschwerde denn auch keine Gründe, die den Verdacht gegen ihn zerstreuen 
könnten. Somit bestehe gegen den Beschwerdeführer ein klarer Tatverdacht. Die-
ser richte sich auf ein Vergehen und nicht bloss auf ein geringfügiges Vermögens-
delikt, auch wenn bei D.________ bloss ein Deliktsbetrag von CHF 156.40 aufge-
funden worden sei. Gegen die Tätergruppe bestehe zudem der konkrete Verdacht, 
dass auch die zweite, in der gleichen Nacht beschädigte und entleerte Parkuhr in 
Biel auf ihr Konto gehe. Dies begründet die Generalstaatsanwaltschaft damit, dass 
sich die drei Beschuldigten zur Tatzeit in der «F.________» d.h. unmittelbar neben 
dem Tatort befunden haben sollen. Vermögenswert und Sachschaden seien zu 
addieren, womit das Täterverhalten keinen Bagatellcharakter mehr habe. Die inter-
essierten Delikte seien somit als Anlasstaten im Sinne von Art. 255 StPO zu quali-
fizieren. Weiter verkenne der Beschwerdeführer mit seinen Ausführungen, wonach 
keine erheblichen und konkreten Anhaltspunkte für die Annahme vorliegen würden, 
dass er in vergangene oder zukünftige Delikte verwickelt (gewesen) sei, dass die 
DNA-Profilerstellung mit dem Zweck angeordnet worden sei, die zu untersuchen-
den Delikte – und nicht beliebige weitere Delikte – aufzuklären. Die Generalstaats-
anwaltschaft führt weiter aus, dass mindestens von einer Parkuhr DNA-Material 
habe entnommen werden können. Es sei daher Vergleichsmaterial vorhanden und 
die Entnahme einer DNA-Probe erforderlich und verhältnismässig. Das öffentliche 
Interesse an der Aufdeckung des dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Delikts 
überwiege. 

6. In seiner Replik bringt der Beschwerdeführer vor, dass das Rechtsmittelverfahren 
auf Beweisen beruhe, welche im Vorverfahren erhoben worden seien. Zudem ge-
währe Art. 107 ff. StPO den Parteien im Strafverfahren den Anspruch auf rechtli-
ches Gehör. Die Generalstaatsanwaltschaft habe Beweismittel nachgereicht, die 
zum Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung nicht aktenkundig gewesen seien; so et-
wa das Einvernahmeprotokoll vom 31. Mai 2020 und das Ersuchen der Polizei an 
die Staatsanwaltschaft um Abnahme eines Wangenschleimhautabstrichs. Das 
rechtliche Gehör des Beschwerdeführers sei verletzt worden, da der Beschwerde-
führer die Behauptungen der Staatsanwaltschaft nicht habe verifizieren können. 
Diese Verletzung könne oberinstanzlich nicht geheilt werden. Dies mit der Begrün-
dung, dass die Voraussetzungen von Art. 389 Abs. 2 StPO, welcher besage, wann 
im Rechtsmittelverfahren Beweisergänzungen vorgenommen werden können, nicht 
erfüllt seien. Eine Heilung komme im Übrigen nur in Frage, wenn die Rückweisung 
eine reine Formalität wäre und einen prozessualen Leerlauf verursachen würde, 
was vorliegend nicht der Fall sei. Im Übrigen hält der Beschwerdeführer an seinen 
Einwänden fest und verneint das Vorliegen eines hinreichenden Tatverdachts. 

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Zwar gesteht der Beschwerdeführer ein, am Abend des Vorfalls mit den beiden 
Mitbeschuldigten unterwegs gewesen zu sein und diese nach seiner Kontrolle an-
gerufen zu haben, doch könne dadurch kein konkreter Tatverdacht gegen ihn ab-
geleitet werden. Hinzu komme, dass das Einvernahmeprotokoll nicht zu Ungunsten 
des Beschwerdeführers verwertbar sei, zumal er als Auskunftsperson und nicht als 
beschuldigte Person einvernommen worden sei. Die Staatsanwaltschaft berufe sich 
auf mündliche Auskünfte der Polizei, die bis dato keinen Niederschlag in den Akten 
gefunden hätten, sondern nachgeschoben worden seien. Zudem stelle sich die 
Frage, von welcher Parkuhr DNA-Material sichergestellt worden sei. Die Staatsan-
waltschaft schreibe lediglich, dass «von mindestens einer Parkuhr» Material si-
chergestellt worden sei. Weiter sei nicht ersichtlich, ob dieses für einen Abgleich 
überhaupt ausreiche. Zusammenfassend hält der Beschwerdeführer fest, dass im 
Zeitpunkt der Anordnung des DNA-Profils keine genügenden und verwertbaren 
Beweismittel vorgelegen hätten, welche den geringsten Tatverdacht hätten be-
gründen können. Selbst wenn die Beschwerdekammer der Ansicht sein sollte, dass 
die Verletzung des rechtlichen Gehörs oberinstanzlich geheilt werden könne, müs-
se sie dennoch zum Schluss kommen, dass auch heute noch keine hinreichenden 
Belastungsmomente gegen den Beschwerdeführer vorliegen würden.

7.

7.1 Wird jemand durch Rollenwechsel (vorher Zeuge oder Auskunftsperson) zur be-
schuldigten Person, führt das grundsätzlich zu einem Beweisverwertungsverbot der 
in anderer Rolle gemachten Aussagen, weil ansonsten Beschuldigtenrechte – ins-
besondere der nemo-tenetur-Grundsatz – umgangen würden. Wenn jemand als 
Auskunftsperson einvernommen wird und diese Aussagen dann gegen sie als be-
schuldigte Person verwendet werden, muss jedoch differenziert werden. Einigkeit 
besteht darüber, dass Unverwertbarkeit in den Fällen von Art. 178 Bst. a bis und 
mit Bst. e StPO die Folge sein muss, weil in diesen Fällen keine Belehrung i.S.v. 
Art. 158 Abs. 1 StPO stattfand (SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen 
Strafprozessrechts, 3. Aufl. 2017, S. 382 Rz. 928; RUCKSTUHL, in: Basler Kommen-
tar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 158 StPO; vgl. 
auch Beschluss der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern BK 
17 265 vom 7. September 2017 E. 4.1). SCHMID/JOSITSCH vertreten zudem die An-
sicht, dass wenn die Auskunftsperson i.S.v. Art. 158 Abs. 1 StPO wie eine be-
schuldigte Person aufgeklärt wurde (ebenso bezüglich der Bestellung einer Vertei-
digung) die Unverwertbarkeitsregel von Art. 158 Abs. 2 StPO nicht gelte 
(SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Fn. 351 zu S. 382 Rz. 928). Demgegenüber soll Ver-
wertbarkeit im Falle von Art. 178 Bst. f StPO vorliegen (Auskunftsperson, welche in 
einem anderen Verfahren, das mit dem abzuklärenden in einem Zusammenhang 
steht, beschuldigt ist). Dies mit der Begründung, dass in diesem Fall die Auskunfts-
person in ihrem eigenen Strafverfahren die Belehrung gemäss Art. 158 Abs. 1 
StPO erhalten habe (SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., S. 382 Rz. 928, a.M. RUCKSTUHL, 
welcher sich dafür ausspricht, dass die Rolle einer Auskunftsperson eine andere ist 
als diejenige der beschuldigten Person und somit die veränderte Rechtslage betref-
fend zustehende Rechte und Pflichten durch die Belehrung klarzustellen ist [RUCK-
STUHL, a.a.O., N. 5 zu Art. 158 StPO]). EPPRECHT/GFELLER gehen bei einem Rol-

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lenwechsel von einer Auskunftsperson zur beschuldigten Person, unabhängig da-
von in welcher Rolle i.S.v. Art. 178 Bst. a bis g StPO die Aussage gemacht wurde, 
von der Unverwertbarkeit der Aussage aus (EPPRECHT/GFELLER, Verwertbarkeit 
von Aussagen nach dem Rollenwechsel von der Auskunftsperson zur beschuldig-
ten Person, in: AJP 11/2017, S. 281 ff.). 

Der Beschwerdeführer wurde am 31. Mai 2020 als Auskunftsperson polizeilich ein-
vernommen. Es ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer als Auskunfts-
person in der Rolle von Art. 178 Bst. d StPO befragt wurde. Aus dem Protokoll geht 
hervor, dass der Beschwerdeführer zunächst gefragt wurde, ob er eine Überset-
zung brauche, was er verneint hat. Zudem wurde dem Beschwerdeführer das 
«Merkblatt für Auskunftspersonen» ausgehändigt und erläutert. Die Erläuterung er-
ging wie folgt: «Sie sind nicht zur Aussage verpflichtet. Wenn Sie Aussagen ma-
chen, dürfen Sie die Strafbehörden nicht irreführen und niemanden absichtlich be-
günstigen oder falsch beschuldigten. Ansonsten machen Sie sich strafbar. Im Wei-
teren haben Sie das Recht, bei Vorliegen eines Zeugnisverweigerungsrechts 
(gemäss Merkblatt für Auskunftspersonen, Ziffer 3) die Aussage zu verweigern. 
Haben Sie das verstanden?».

Bei dieser Belehrung fehlt der Hinweis gemäss Art. 158 Abs. 1 Bst. c StPO, wo-
nach die beschuldigte Person berechtigt ist, eine Verteidigung zu bestellen oder 
gegebenenfalls eine amtliche Verteidigung zu beantragen. Da dies unterlassen 
wurde, sind die Aussagen des Beschwerdeführers als Auskunftsperson im Strafver-
fahren gegen ihn – auch nach der Lehrmeinung von SCHMID/JOSITSCH, welche bei 
einem Rollenwechsel nicht stets von Unverwertbarkeit ausgehen – (absolut) un-
verwertbar. Für die Frage, ob die Anordnung des DNA-Profils zu Recht erfolgt ist, 
kann demnach nicht auf das Einvernahmeprotokoll vom 31. Mai 2020 abgestellt 
werden.

7.2 Weiter rügt der Beschwerdeführer, dass ihm das Ersuchen der Polizei an die 
Staatsanwaltschaft um Abnahme eines Wangenschleimhautabstrichs im Zeitpunkt 
der Beschwerdeerhebung nicht vorgelegen habe, was eine Verletzung seines 
rechtlichen Gehörs darstelle. Die Generalstaatsanwaltschaft habe diesen Beleg 
erst in der Stellungnahme zur Beschwerde nachgereicht.

Wesentlicher Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist das Aktenein-
sichtsrecht. Es soll sicherstellen, dass die von einem staatlichen Verfahren Betrof-
fenen die Entscheidgrundlagen der Behörde kennen (SCHMUTZ, in: Basler Kom-
mentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 1 zu Art. 101 
StPO). Die Akteneinsicht dient der wirksamen Verteidigung und bildet die Grundla-
ge des Äusserungs- und Antragsrechts der Prozessbeteiligten. Für eine effektive 
Wahrnehmung der Mitwirkungsrechte ist die Möglichkeit der Akteneinsicht somit 
zwingend notwendig (VEST/HORBER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Straf-
prozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 11 zu Art. 107 StPO). Eine nicht besonders 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs kann ausnahmsweise als ge-
heilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer 
Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechts-
lage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist darüber hinaus – im Sin-
ne einer Heilung des Mangels – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des 

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Anspruchs auf rechtliches Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorin-
stanz abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen 
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der 
Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen 
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1B_133/2015 vom 10. Juni 2015 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Indem dem Beschwerdeführer vor seiner Beschwerdeerhebung die Einsicht in die 
Akten nicht vollumfänglich gewährt wurde und ihm dadurch nicht die gänzlichen 
Entscheidgrundlagen der Staatsanwaltschaft betreffend die Anordnung der erken-
nungsdienstlichen Erfassung und der Erstellung des DNA-Profils vorgelegen ha-
ben, wurde sein rechtliches Gehör verletzt. Diese Gehörsverletzung wurde indes im 
Beschwerdeverfahren geheilt, hatte der Beschwerdeführer doch Gelegenheit, in 
seiner Replik zum nachträglich eingereichten Beleg der Staatsanwaltschaft Stel-
lung zu nehmen und kommt der Beschwerdekammer die gleiche Kognition wie der 
Vorinstanz zu (vgl. Art. 393 Abs. 2 StPO). Es würde deshalb einem formalistischen 
Leerlauf gleichkommen und wäre mit dem Beschleunigungsgebot nicht vereinbar, 
die Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs kann unter diesen Umständen als ge-
heilt betrachtet werden. Sie ist jedoch im Dispositiv förmlich festzustellen und bei 
den Kostenfolgen zu berücksichtigen.

8. Zur Aufklärung eines Verbrechens oder eines Vergehens kann von der beschuldig-
ten Person eine Probe genommen und ein DNA-Profil erstellt werden 
(Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO). Ein solches Vorgehen kommt vorweg in Betracht, um 
jenes Delikt aufzuklären, welches dazu Anlass gegeben hat, oder zur Zuordnung 
von bereits begangenen und den Strafverfolgungsbehörden bekannten Delikten. 
Wie aus Art. 1 Abs. 2 Bst. a des DNA-Profil-Gesetzes (SR 363) klarer hervorgeht, 
muss die Erstellung eines DNA-Profils es auch erlauben, den Täter von Delikten zu 
identifizieren, die den Strafverfolgungsbehörden noch unbekannt sind. Das DNA-
Profil kann Irrtümer bei der Identifikation einer Person und die Verdächtigung Un-
schuldiger verhindern. Es kann auch präventiv wirken und damit zum Schutz Dritter 
beitragen (Urteil des Bundesgerichts 1B_111/2015 vom 20. August 2015 E. 3.1 mit 
Hinweis auf die Urteile des Bundesgerichts 1B_277/2013 vom 15. April 2014 
E. 4.3.2 und 1B_324/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.2.1). 

Erkennungsdienstliche Massnahmen (d.h. die erkennungsdienstliche Erfassung 
sowie die DNA-Probenahme und DNA-Profilerstellung) einerseits und die Aufbe-
wahrung der Daten andererseits stellen Grundrechtseingriffe dar. Tangiert werden 
das Recht auf persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]), auf informationelle Selbstbe-
stimmung (Art. 13 Abs. 2 BV) und auf Familienleben (Art. 8 der Europäischen Men-
schenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; BGE 136 I 87 E. 5.1, 128 II 259 E. 3.2, 
je mit Hinweisen). Bei der Entnahme eines Wangenschleimhautabstriches sowie 
bei der Blutentnahme handelt es sich um leichte Eingriffe in das Recht auf körperli-
che Integrität, wenn keine aussergewöhnlichen gesundheitlichen Risiken bestehen 
(BGE 134 III 241 E. 5.4.3 mit Verweis auf BGE 124 I 80 E. 2d und BGE 128 II 259 
E. 3.3). Einschränkungen von Grundrechten müssen nach Art. 36 Abs. 2 und 3 BV 

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durch ein öffentliches Interesse gerechtfertigt und verhältnismässig sein. Dies kon-
kretisiert Art. 197 Abs. 1 StPO: Zwangsmassnahmen können nur ergriffen werden, 
wenn ein hinreichender Tatverdacht vorliegt (Bst. b), die damit angestrebten Ziele 
nicht durch mildere Massnahmen erreicht werden können (Bst. c) und die Bedeu-
tung der Straftat die Zwangsmassnahme rechtfertigt (Bst. d). Nach der Rechtspre-
chung ist die Erstellung eines DNA-Profils, das nicht der Aufklärung der Straftaten 
eines laufenden Strafverfahrens dient, nur dann verhältnismässig, wenn erhebliche 
und konkrete Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die beschuldigte Person in ande-
re – bereits begangene oder künftige – Delikte verwickelt sein könnte. Allerdings 
muss es sich dabei um Delikte von einer gewisser Schwere handeln. Dabei ist 
auch zu berücksichtigen, ob die beschuldigte Person vorbestraft ist (BGE 145 IV 
263 E. 3.4).

Ein strafprozessualer Tatverdacht entsteht, wenn konkrete Anhaltspunkte bezie-
hungsweise Tatsachen aufgrund besonderer Kenntnisse und Erfahrungen zum 
Schluss führen, dass wahrscheinlich eine verfolgbare strafbare Handlung oder Un-
terlassung vorliegt (vgl. ACKERMANN, Tatverdacht und Cicero – in dubio contra su-
spicionem maleficii, in: Festschrift für Franz Riklin, 2007, S. 325). Für das Vorliegen 
eines hinreichenden Tatverdachts bedarf es – gemäss den einschlägigen Bestim-
mungen und Prinzipien der StPO – zweier Elemente: Erstens muss ein Sachverhalt 
ausreichend detailliert umschrieben werden, damit eine Subsumtion unter einen 
oder allenfalls auch alternativ unter mehrere Tatbestände des Strafrechts über-
haupt nachvollziehbar vorgenommen werden kann. Zweitens müssen ausreichen-
de Beweismittel oder Indizien angegeben und vorgelegt werden, die diesen Sach-
verhalt stützen. In Abgrenzung zum dringenden Tatverdacht setzt dabei der hinrei-
chende Tatverdacht gerade nicht voraus, dass Beweise oder Indizien bereits für ei-
ne erhebliche oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sprechen (Zum 
Ganzen: Urteil des Bundesstrafgerichts BE.2018.4 vom 20. August 2018 E. 4.1). 
Zu beachten ist schliesslich, dass auch mit Bezug auf den hinreichenden Tatver-
dacht die vom Bundesgericht zum dringenden Tatverdacht entwickelte Rechtspre-
chung sinngemäss gelten muss, wonach sich dieser im Verlaufe des Verfahrens 
konkretisieren und verdichten muss, dass eine Verurteilung immer wahrscheinli-
cher wird. Die Verdachtslage unterliegt mit anderen Worten einer umso strengeren 
Überprüfung, je weiter das Verfahren fortgeschritten ist. Befindet sich das Strafver-
fahren erst im Anfangsstadium, vermag grundsätzlich bereits eine noch wenig prä-
zise Verdachtslage Zwangsmassnahmen zu rechtfertigen (Urteil des Bundesstraf-
gerichts BE.2006.7 vom 20. Februar 2007 E. 3.1 mit Hinweisen). Bestreitet der von 
strafprozessualen Zwangsmassnahmen Betroffene das Vorliegen eines ausrei-
chenden Tatverdachts, ist zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersuchungser-
gebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat vorlagen, die Strafver-
folgungsbehörden somit das Bestehen eines hinreichenden Tatverdachts mit ver-
tretbaren Gründen bejahen durften. Es genügt dabei der Nachweis von konkreten 
Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte Verhalten mit erheblicher Wahr-
scheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (Urteil des Bun-
desgerichts 1B_277/2013 vom 15. April 2014 E. 4.2 u.a. mit Verweis auf BGE 137 
IV 122 E. 3.2).

10

9. Dem Beschwerdeführer werden Diebstahl und Sachbeschädigung vorgeworfen. Es 
handelt sich dabei um Verbrechen bzw. Vergehen (Art. 139 und Art. 144 i.V.m. 
Art. 10 des Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311]). Damit stellt der 
zur Diskussion stehende Tatvorwurf grundsätzlich eine Anlasstat i.S.v. 
Art. 255 Abs. 1 Bst. a StPO dar. Ein geringfügiges Vermögensdelikt nach 
Art. 172ter StGB, welches das Verbrechen bzw. Vergehen aufgrund seiner Gering-
fügigkeit zu einer Übertretung herabstufen würde, liegt nicht vor. Es ist – in objekti-
ver Hinsicht – davon auszugehen, dass der vom Bundesgericht festgelegte 
Schwellenwert von CHF 300.00 vorliegend überschritten wurde. Der durch die Tat 
angerichtete Schaden und die durch die Tat erlangte Beute sind zu addieren 
(SCHLEGEL, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Handkommentar, 4. Aufl. 2020, 
N. 5 zu Art. 172ter StGB; vgl. auch DONATSCH, in: Orell Füssli Kommentar, 
StGB/JStG Kommentar, 20. Aufl. 2018, N. 5 zu Art. 172ter StGB). Das Kriterium der 
ausreichenden Schwere ist erfüllt. Auch in subjektiver Hinsicht liegt kein geringfügi-
ges Vermögensdelikt vor, darf doch davon ausgegangen werden, dass allein be-
treffend Diebstahl der (Eventual-)Vorsatz auf einen CHF 300.00 übersteigenden 
Deliktsbetrag ausgerichtet war (vgl. auch TRECHSEL/CRAMERI, in: Praxiskommentar 
StGB; 3. Aufl. 2017, N. 6 zu Art. 172ter StGB). 

Das vorliegende Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer befindet sich erst im 
Anfangsstadium, so dass grundsätzlich bereits eine noch wenig präzise Verdachts-
lage Zwangsmassnahmen zu rechtfertigen vermag. Der von der Staatsanwaltschaft 
geltend gemachte Tatverdacht stützt sich in erster Linie auf die Aussagen der Zeu-
gin C.________. Diese schilderte der Polizei am 31. Mai 2020 um 03:44 Uhr, dass 
sie drei Jugendliche habe beobachten können, die an einer Parkuhr herumhantiert 
hätten. Es habe danach ausgesehen, als hätten sie die Parkuhr beschädigen wol-
len. Die Täter seien anschliessend in Richtung Dufourstrasse (Anmerkung der 
Kammer: gemeint ist die General-Dufour-Strasse) davongegangen, zum Teil mit 
Fahrrädern. Aus dem Ersuchen der Polizei an die Staatsanwaltschaft um Abnahme 
eines Wangenschleimhautabstrichs kann herausgelesen werden, dass der Be-
schwerdeführer am 31. Mai 2020 mutmasslich nach 03:44 Uhr an der General-
Dufour-Strasse in Biel von der Polizei kontrolliert wurde. Dies wird vom Beschwer-
deführer nicht bestritten. Es kann somit festgehalten werden, dass die Beschrei-
bung der Zeugin insoweit auf den Beschwerdeführer passt, als dass es sich bei ihm 
um einen Jugendlichen handelt (Alter: 23-jährig), der sich in der besagten Nacht – 
kurz nach der Meldung der Zeugin, wonach die Täter in Richtung General-Dufour-
Strasse weggegangen sind – an der General-Dufour-Strasse in Biel aufgehalten 
hat. Zudem ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer in der besagten Nacht mit 
D.________ und E.________ unterwegs gewesen ist (vgl. Ausführungen unter Zif-
fer 3 der Replik). Aus dem Ersuchen der Polizei an die Staatsanwaltschaft um Ab-
nahme eines Wangenschleimhautabstrichs geht im Übrigen hervor, dass 
D.________ und E.________ in der besagten Nacht von der Polizei angehalten 
wurden, wobei bei D.________ CHF 156.40 Hartgeld, welches in einem Taschen-
tuch eingewickelt gewesen sei, aufgefunden werden konnte. E.________ ergriff bei 
der Anhaltung die Flucht. Die beiden sind – soweit ersichtlich – zwar nicht gestän-
dig, doch lässt sich das aufgefundene Hartgeld in seiner auffällig grossen Menge 
von CHF 156.40 und eingewickelt in einem Taschentuch mit dem Tatverdacht ei-

11

nes Diebstahls durch Entleeren einer Parkuhr (inkl. deren Sachbeschädigung) 
zweifelsohne vereinbaren. Zudem gab die Zeugin an, dass die Täter teils mit 
Fahrrädern davongegangen seien, was mit dem Ersuchen der Polizei an die 
Staatsanwaltschaft um Abnahme eines Wangenschleimhautabstrichs überein-
stimmt, worin festgehalten wurde, dass E.________ zuerst zu Fuss und anschlies-
send mit dem Fahrrad geflüchtet sei. Aktenkundig und unbestritten (vgl. seine Aus-
führungen unter Ziffer 3 der Replik) ist im Übrigen, dass der Beschwerdeführer 
nach seiner Anhaltung durch die Polizei mehrmals versuchte, D.________ und 
E.________ anzurufen. Im Lichte des Gesagten bestehen somit genügend An-
haltspunkte, die in ihrer Gesamtbetrachtung – und unter Berücksichtigung, dass 
sich das vorliegende Verfahren erst im Anfangsstadium befindet – das Vorliegen 
des hinreichenden Tatverdachts für die verfügten Zwangsmassnahmen zu begrün-
den vermögen. Aufgrund des gleichen Vorgehens (Beschädigen und Entleeren ei-
ner Parkuhr) sowie des örtlichen und zeitlichen Zusammenhangs erscheint es der 
Kammer zudem eher nicht vorstellbar, dass die zweite, in der gleichen Nacht be-
schädigte Parkuhr, welche sich an der Dr. Schneider-Strasse in Biel befindet, von 
einem anderen Täter bzw. von einer anderen Tätergruppe beschädigt und entleert 
wurde. Vielmehr liegt der Verdacht vor, dass auch diese Parkuhr auf das Konto der 
drei Mitbeschuldigten geht. Dieser Verdacht wird dadurch erhärtet, dass die drei 
Mitbeschuldigten den Abend in der «F.________» in Nidau verbracht haben (vgl. 
Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft in der Stellungnahme) d.h. in unmit-
telbarer Nähe der Dr. Schneider-Strasse. Vor diesem Hintergrund erachtet die 
Kammer den hinreichenden Tatverdacht auch hinsichtlich dieses Vorfalls als gege-
ben.

Gesamthaft betrachtet liegen folglich genügend Hinweise vor, um das Bestehen ei-
nes hinreichenden Tatverdachts zu bejahen. Daran vermögen auch die erhobenen 
Einwände des Beschwerdeführers, insbesondere sein blankes Strafregister und 
dass noch eine vierte Person mit ihnen im Ausgang gewesen sei, nichts zu ändern.

Die Erstellung eines DNA-Profils ist das einzig geeignete Mittel, um einen Abgleich 
der gemäss der Kantonspolizei (vgl. Stellungnahme Generalstaatsanwaltschaft, 
E. 7) sichergestellten Spur(en) vornehmen zu können und stellt für die Aufklärung 
der Anlasstaten somit eine wichtige Massnahme dar. Sie bewirkt einen geringfügi-
gen Eingriff in die Grundrechte des Beschwerdeführers, namentlich das Recht auf 
persönliche Freiheit und informationelle Selbstbestimmung (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts 1B_277/2013 vom 15. April 2014 E. 4.1; 6B_251/2008 vom 14. August 
2008 E. 4). Angesichts dessen überwiegt das öffentliche Interesse an der Auf-
klärung der Anlasstaten, womit sich die DNA-Analyse als verhältnismässig erweist.

Somit stimmt die angeordnete Zwangsmassnahme mit den gesetzlichen Vorgaben 
für die Erstellung eines DNA-Profils überein und ist rechtmässig. Die Beschwerde 
ist abzuweisen. 

10. Bei diesem Verfahrensausgang werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens 
grundsätzlich dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens werden bestimmt auf CHF 1'200.00. Mit Blick auf die 

12

festgestellte Gehörsverletzung rechtfertigt es sich, dass der Kanton Bern einen 
Drittel der Kosten des Beschwerdeverfahrens, ausmachend CHF 400.00, trägt.

11.

11.1 Der Beschwerdeführer ersucht mit seiner Beschwerde vom 18. Juni 2020 um Bei-
ordnung einer amtlichen Verteidigung für das Beschwerdeverfahren. Gemäss 
Art. 132 Abs. 1 Bst. b StPO ordnet die Verfahrensleitung eine amtliche Verteidi-
gung an, wenn die beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt 
und die Verteidigung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist. Der Beschwerde-
führer verfügt nicht über die erforderlichen Mittel, um für die Verteidigungskosten 
selbst aufzukommen. Das Beschwerdeverfahren bietet in rechtlicher Hinsicht 
Schwierigkeiten, denen der Beschwerdeführer allein nicht gewachsen gewesen wä-
re. Die Beiordnung eines amtlichen Verteidigers ist folglich zur Wahrung der Inter-
essen des Beschwerdeführers geboten. Das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Beiordnung einer amtlichen Verteidigung für das Beschwerdeverfahren wird rück-
wirkend per 18. Juni 2020 gutgeheissen; als amtlicher Verteidiger wird Fürsprecher 
B.________ bestellt.

11.2 Gemäss Art. 135 Abs. 1 StPO wird die amtliche Verteidigung nach dem Anwalts-
tarif desjenigen Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde. 
Art. 135 Abs. 4 StPO bestimmt, dass die beschuldigte Person bei einer Verurtei-
lung zu den Verfahrenskosten dazu verpflichtet ist, (Bst. a) dem Kanton die der 
amtlichen Verteidigung ausgerichtete Entschädigung zurückzuzahlen und (Bst. b) 
der Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vol-
len Honorar zu erstatten, sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

Die StPO regelt die Entschädigung der amtlichen Verteidigung bei Freispruch bzw. 
Obsiegen im Rechtsmittelverfahren nicht explizit. Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichts richtet sich ihre Entschädigung allein nach Art. 135 StPO. Unter 
Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 Bst. b StPO kann die amtliche Verteidigung von ih-
rem Mandanten keine weitere Vergütung verlangen. Dass die amtliche Verteidi-
gung bei Verurteilung des Mandanten zu den Verfahrenskosten im Prinzip finanziell 
besser gestellt wird (weil sie die «Differenz» einfordern kann) als bei Freispruch 
oder Obsiegen im Rechtsmittelverfahren, wo in der Regel keine Kosten auferlegt 
werden (und entsprechend die «Differenz» nicht zu erstatten ist), muss als gesetz-
liche Konsequenz hingenommen werden (BGE 139 IV 261 E. 2.2.2 f.).

Der amtliche Verteidiger hat Anspruch auf eine Entschädigung für seine Aufwen-
dungen im Beschwerdeverfahren. Für das Beschwerdeverfahren macht Fürspre-
cher B.________ einen Aufwand von 9 Stunden à CHF 250.00 zuzüglich Auslagen 
von CHF 27.00 geltend. Dieser Aufwand erscheint angemessen. Die auszurichten-
de amtliche Entschädigung wird festgesetzt auf CHF 1‘967.60 (9 Stunden à 
CHF 200.00 zuzüglich Auslagen von CHF 27.00 und MWST von 7.7%).

Die gesetzliche Pflicht des Beschwerdeführers zur Rückzahlung der ausgerichteten 
Entschädigung an den Kanton Bern und zur Nachzahlung der Differenz zwischen 
der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar an Fürsprecher B.________ 
bleibt vorbehalten (vgl. Art. 135 Abs. 4 StPO). Dies allerdings einzig im Umfang, in 
dem er unterliegt.

13

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Es wird festgestellt, dass das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt wurde.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'200.00, werden zu zwei 
Dritteln, ausmachend CHF 800.00, dem Beschwerdeführer auferlegt. Ein Drittel, aus-
machend CHF 400.00, trägt der Kanton Bern.

4. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Beiordnung einer amtlichen Verteidigung für 
das Beschwerdeverfahren wird rückwirkend per 18. Juni 2020 gutgeheissen; als amt-
licher Verteidiger wird Fürsprecher B.________ bestellt.

5. Die Entschädigung von Rechtsanwalt Schmidli für die amtliche Verteidigung des Be-
schwerdeführers im Beschwerdeverfahren wird auf CHF 1'967.60 festgesetzt. 

Der Beschwerdeführer hat dem Kanton Bern zwei Drittel der für das Beschwerdever-
fahren ausgerichteten Entschädigung von insgesamt CHF 1'967.60, ausmachend 
CHF 1'311.75, zurückzuzahlen und Fürsprecher B.________ zwei Drittel der Differenz 
zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar von insgesamt 
CHF 484.70, ausmachend CHF 323.15, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Für die auf die Verletzung des rechtlichen Gehörs entfallende amtliche Entschädigung 
(1/3) besteht weder für den Kanton Bern noch für Fürsprecher B.________ ein Rück-
forderungs- bzw. Nachforderungsrecht.

6. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Fürsprecher B.________

(per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland, Staatsanwalt 

G.________
(mit den Akten – per Einschreiben)

- Kantonspolizei Bern, KTD, ED-Behandlung (per A-Post)
- Kantonspolizei Bern, Regionalpolizei Seeland-Berner Jura, H.________, Spital-

strasse 20, Postfach, 2501 Biel (per A-Post)

14

Bern, 31. August 2020 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin i.V.

Schürch
i.V. Gerichtsschreiber Müller

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird durch die Beschwerdekammer in Strafsachen entrichtet. 
Es wird um Zustellung eines Einzahlungsscheins ersucht. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen seit Zustellung bei der 
Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts, Viale Stefano Franscini 7, 6500 Bellinzona schriftlich und be-
gründet Beschwerde führen (Art. 135 Abs. 3 Bst. b, Art. 396 Abs. 1 StPO).