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**Case Identifier:** 6735f5f9-c69b-5bbb-9044-698dfc61922b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.11.2014 IV 2013/357
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-357_2014-11-27.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/357

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 27.11.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 27.11.2014
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Anwendung der gemischten Methode. 
Invaliditätsbemessung gemäss Prozentvergleich mit Tabellenlohnabzug von 
15%. Rentenbeginn. Anspruch auf eine Viertelsrente. (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. November 2014, IV 
2013/357).

Entscheid Versicherungsgericht, 27.11.2014

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle 

Frei, a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Entscheid vom 27. November 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Jacober, Oberer Graben 44, Postfach, 

9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente (Status)

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich am 21. August 2006 unter Hinweis auf Knieschmerzen, 

chronische Arthrose und Depression zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 2). Die 

Versicherte war seit dem 25. September 2000 bei der B.___ AG als angelernte 

Produktionsmitarbeiterin angestellt, wobei vereinbarungsgemäss die Arbeitszeit ab ca. 

September 2002 5.25 Stunden pro Tag betragen sollte (IV-act 11-1 f.). Die 

Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis aufgrund der krankheitsbedingten 

Abwesenheit der Versicherten per 30. November 2006; letzter Arbeitstag der 

Versicherten war der 19. August 2005 gewesen (IV-act. 11-1 ff.).

A.b  Im Arztbericht vom 4. September 2006 diagnostizierte Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, eine rheumatoide Arthritis, eine beidseitige Gonarthrose mit 

lokalisierter Chondrocalcinose, ein beginnendes degeneratives Wirbelsäulensyndrom 

mit beginnender Chondrose und Unkarthrose sowie mässiggradiger Spondylarthrose 

L3-S1, ein Verdacht auf Autoimmunthyreopathie mit latenter Hypothyreose, eine 

anamnestisch chronische Gastritis mit Status nach Ulcus ventriculi, Senk-/Spreizfuss 

beidseits mit beginnendem Hallux valgus beidseits. Er attestierte der Versicherten eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 22. August 2005 (IV-act. 7). Die Versicherte weilte 

sodann vom 29. August bis 23. September 2006 in der Klinik Valens zur stationären 

Therapie. Im Austrittsbericht vom 11. Oktober 2006 wurde eine Kalziumpyrophosphat-

Arthropathie, ein generalisiertes Schmerzsyndrom mit degenerativen 

Wirbelsäulenveränderungen, eine beidseitige Gonarthrose, eine latente Hypothyreose 

bei Autoimmunthyreoiditis und eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Es 

bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 20). Im Arztbericht vom 7. Oktober 

2006 gab Dr. med. D.___, Psychiatrie und Psychotherapie, als Diagnosen Angst und 

depressive Störung gemischt sowie Verdacht auf somatoforme Schmerzstörung an 

und attestierte der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 40-50% (IV-act. 13). Im 

Bericht vom 6. März 2007 führte Dr. med. E.___, Facharzt für orthopädische Chirurgie, 

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aus, dass die Versicherte beidseitig unter fortgeschrittener Gonarthrose leide und eine 

stehende Tätigkeit nicht durchführbar sei. Mittel- bis längerfristig müsse durch den 

Fortgang der Gelenksdegeneration mit einer stetigen Abnahme der Leistungsfähigkeit 

gerechnet werden (IV-act. 25).

A.c  Anlässlich der Abklärung vor Ort vom 20. April 2007 gab die Versicherte an, dass 

sie ohne Behinderung weiterhin das bisherige Arbeitspensum von 62% ausüben 

würde. Für den Haushaltsbereich ermittelte die Abklärungsperson eine Einschränkung 

von 23.4% (IV-act. 28).

A.d  Gemäss Auftrag der IV-Stelle vom 23. Juli 2007 an das Medizinische 

Gutachtenzentrum St. Gallen (MGSG, IV-act. 31) wurde die Versicherte am 20./23. 

November 2007 von Dr. med F.___, Spezialarzt orthopädische Chirurgie FMH, und am 

22. Januar 2008 von Dr. med. G.___, Facharzt für Psychiatrie, Medizin und Neurologie, 

Arzt für psychosoziale Medizin und Psychosomatik, begutachtet. Dr. F.___ schätzte die 

Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht in einer adaptierten Tätigkeit auf 80% seit 

2006. Aus psychiatrischer Sicht wurde die Versicherte von Dr. G.___ als zu 100% 

arbeitsfähig erachtet (Gutachten vom 5. Februar 2008, IV-act. 35).

A.e  Mit Vorbescheid vom 25. August 2009 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aufgrund der Unterlagen bestehe in 

einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit eine zumutbare 80%ige 

Arbeitsfähigkeit. Zudem sei die Versicherte zu 62% im Erwerb und zu 38% im Haushalt 

einzustufen, woraus sich ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 20% 

ergebe (IV-act. 57).

A.f   Mit Einwand vom 25. September 2009 und Ergänzungen vom 23. Oktober 2009 

beantragte die Versicherte die Einholung eines aktuellen interdisziplinären Gutachtens. 

Auf das psychiatrische Gutachten könne nicht abgestellt werden, da auch der 

Regionale Ärztliche Dienst (RAD) dieses als widersprüchlich und nicht nachvollziehbar 

gewertet habe und keine Dolmetscherin bei der Begutachtung anwesend gewesen sei. 

Des Weiteren hätten sich die Gutachter nicht zur rheumatologischen Problematik 

geäussert. Weiter sei die Versicherte als voll Erwerbstätige zu qualifizieren (IV-act. 62 

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und 66). Dem Einwand wurde ein Bericht von Dr. D.___ vom 14. Oktober 2009 

beigelegt (IV-act. 67).

A.g  Im Verlaufsbericht vom 17. Februar 2010 hielt Dr. D.___ an seiner Diagnose fest 

und gab an, dass es der Versicherten möglich sei, ca. 3-4 Stunden pro Tag ganz 

leichte Arbeiten auszuführen. In diesem zeitlichen Rahmen bestehe eine verminderte 

Leistungsfähigkeit von 50%. Die attestierte Arbeitsfähigkeit sei jedoch nicht realisierbar 

(IV-act. 70). Dr. med. H.___, Assistenzärztin, Kantonsspital St. Gallen (KSSG), Abt. 

Rheumatologie, hielt im Arztbericht vom 15. März 2010 fest, dass die Versicherte für 

eine leichte körperliche Tätigkeit zumindest in einem Teilpensum arbeitsfähig sei und 

dass von einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit auszugehen sei (IV-act. 

72).

A.h  Die IV-Stelle beauftragte am 6. April 2010 das MGSG mit einer 

Verlaufsbegutachtung (IV-act. 75). Mit Schreiben vom 12./20. April 2010 lehnte die 

Versicherte das MGSG als Gutachterstelle wegen Voreingenommenheit ab und 

beantragte die Einholung eines interdisziplinären Gutachtens bei der MEDAS St. Gallen 

(IV-act. 76 und 79). Die IV-Stelle hielt mit Schreiben vom 4. Mai 2010 an der 

vorgeschlagenen Begutachtungsstelle fest und drohte für den Fall einer Verweigerung 

der Untersuchung das gesetzliche Mahn- und Bedenkzeitverfahren an.

A.i   Die Versicherte wurde am 8. Juli 2010 im MGSG psychiatrisch von Dr. med. I.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie, und 

rheumatologisch von Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Rheumatologie und für 

physikalische Medizin und Rehabilitation, begutachtet. Gemäss dem rheumatologisch-

psychiatrischen Gutachten vom 14. Oktober 2010 leidet die Versicherte an einer 

rheumatoiden Arthritis (M06.0, Erstdiagnose November 2005), einem generalisierten 

muskuloskelettalen und myofaszialen Schmerzsyndrom mit Valgusgonarthrose 

beidseits, einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode, zuletzt anhaltend chronifiziert (F33.1) und einer rezidivierenden Angststörung, 

derzeit hintergründig (F41.9). Depressive Störung und Angststörung würden seit 1994 

bestehen. Im Gutachten von 2008 sei die rheumatoide Arthritis nicht berücksichtigt 

worden. Das psychische Krankheitsbild habe sich  ausserdem  verschlechtert und 

scheine insgesamt chronifiziert. Die Versicherte sei in der bisherigen Tätigkeit seit dem 

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22. August 2005 zu 100% arbeitsunfähig. In einer dem Leiden ideal angepassten 

Tätigkeit sei sie noch zu 50% arbeitsfähig (IV-act. 83).

A.j   Gemäss Auftrag der IV-Stelle vom 12. Januar 2011 (IV-act. 90) wurde die Ver­

sicherte vom 19. bis 27. Januar 2011 überwacht (IV-act. 91). Die MGSG-Experten Dr. 

I.___ und Dr. J.___ hielten im Ergänzungsgutachten vom 1. September 2011 nach 

Prüfung der Ergebnisse der Überwachung und nach erneuter Untersuchung der 

Versicherten an ihrer bisherigen Einschätzung fest (IV-act. 107).

A.k  Mit Vorbescheid vom 6. Februar 2012 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen 

und Gutachten sei höchstens eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit ausgewiesen. Mit der Einstufung von 62% Erwerb und 38% Haushalt ergebe 

die Invaliditätsbemessung einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 23% 

(IV-act. 113).

A.l   Mit Einwand vom 5. März 2012 beantragte die Versicherte, es sei ihr eine 

Dreiviertelsrente ab 1. März 2007 zuzusprechen. Entgegen dem Vorbescheid sei sie als 

Vollerwerbstätige zu qualifizieren, wie dies die IV-Stelle in einer früheren Stellungnahme 

(IV-act. 73) anerkannt habe. Zudem sei beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug 

von 25% vorzunehmen (IV-act. 115).

A.m Gestützt auf eine Aktennotiz betreffend Überprüfung  des geleisteten 

Arbeitspensums vom 10. Dezember 2012 (IV-act. 123) teilte die IV-Stelle der 

Versicherten mit Schreiben vom 17. Dezember 2012 mit, dass aufgrund der 

vorliegenden Unterlagen die Qualifikation angepasst und die Versicherte neu zu 80% 

als Erwerbstätige und zu 20% als Hausfrau eingestuft werde. Auch das statistisch 

unterdurchschnittliche Valideneinkommen werde angepasst und bis auf eine Differenz 

von 5% mit den Hilfsarbeiterinnenlöhnen parallelisiert. Die Versicherte habe somit 

Anspruch auf eine Viertelsrente (IV-act. 124).

A.n  Mit Stellungnahme vom 10. Januar 2013 hielt die Versicherte an ihren Anträgen 

gemäss Einwand vom 5. März 2012 vollumfänglich fest. Sie sei mit der Qualifikation 

bzw. Anwendung der gemischten Methode keinesfalls einverstanden. Selbst die IV-

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Stelle habe die Gesuchstellerin in der internen Anfrage an den RAD vom 24. März 2010 

als Vollerwerbstätige anerkannt. Die IV-Stelle habe bei ihren Berechnungen zudem 

nicht berücksichtigt, dass die im Stundenlohn beschäftigte Versicherte während der 

Ferien nicht bezahlt werde und die entsprechenden Stunden aufzurechnen seien (IV-

act. 125).

A.o  Mit Verfügung vom 5. Juni 2013 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der Ver­

sicherten ab. Ein Leidensabzug sei nicht gerechtfertigt, da eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

in einer leidensangepassten Tätigkeit ausgeübt werden könne; diese restliche 

Arbeitsfähigkeit könne halbtags mit voller Leistung erbracht werden. Mit der 

Qualifikation in 80% Erwerb und 20% Haushalt liege ein nicht rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von 32% vor. Dass im Schreiben vom 17. Dezember 2012 eine 

Viertelsrente in Aussicht gestellt worden sei, beruhe auf einem Berechnungsfehler (IV-

act. 127).

B.    

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde 

vom 8. Juli 2013. Die Beschwerdeführerin beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 5. Juni 2013 und die 

Zusprache einer Dreiviertelsrente ab 1. März 2007. Sie begründet dies im Wesentlichen 

damit, dass sie entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin als Vollerwerbstätige zu 

qualifizieren sei und angesichts der vielen Einschränkungen ein Leidensabzug von 25% 

berücksichtigt werden müsse (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass die 

Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall in einem Pensum von 80% arbeiten würde und 

dass deshalb die gemischte Methode zur Anwendung komme. Ein Leidensabzug falle 

hier nicht in Betracht  (act. G 6).

B.c  Mit Replik vom 26. November 2013 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihrer Beschwerde fest (act. G 10). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 20. Januar 

2014 auf die Einreichung einer Duplik (act. G 12).

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Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin.

1.1   Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und am 1. Januar 

2012 die Bestimmungen der IV-Revision 6a in Kraft getreten. In materiellrechtlicher 

Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene 

Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids 

bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen 

führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 126 V 136 E. 4b, je mit 

Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 5. Juni 2013 ergangen (IV-act. 127), 

wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten 

Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat (Eintritt 

Arbeitsunfähigkeit am 22. August 2005, IV-act. 83-16). Daher ist entsprechend den 

allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die 

damals geltenden Bestimmungen und ab 1. Januar 2008  auf die neuen Normen der 5. 

IV-Revision (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts vom 

7. Juni 2006, I 428/04, E. 1) bzw. auf die ab 1. Januar 2012 geltenden Normen der IV-

Revision 6a abzustellen. Nachfolgend werden die seit 1. Januar 2012 gültigen 

Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht ausdrücklich auf die 

altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.

1.2   Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindesten zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40% auf eine Viertelsrente.

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1.3   Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 ATSG die ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit, es sei denn, eine versicherte Person sei vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung nicht erwerbstätig gewesen und es habe ihr auch nicht 

zugemutet werden können, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall gilt 

gemäss Art. 8 Abs. 3 ATSG die Unmöglichkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

als Invalidität. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Die Invalidität im Sinn von Art. 8 Abs. 1 ATSG wird durch einen Einkommensvergleich 

ermittelt (Art. 16 ATSG). Die Methode zur Bemessung der konkreten Unmöglichkeit, 

sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wird vom ATSG nicht geregelt. Diese Lücke füllt 

Art. 28a Abs. 2 IVG. Danach ist darauf abzustellen, in welchem Mass die betreffende 

Person unfähig ist, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Als Aufgabenbereich der im 

Haushalt tätigen Person gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die 

Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 IVV). 

Die Bestimmung von Art. 28a Abs. 3 IVG regelt die sogenannte gemischte Methode der 

Invaliditätsbemessung bei Personen, die zum Teil erwerbstätig und zum Teil im 

Aufgabenbereich tätig sind. In einem solchen "gemischten" Fall sind der Anteil der 

Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 

Invaliditätsgrad ist entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen. 

Ist bei einer Person, die nur zum Teil erwerbstätig ist, anzunehmen, dass sie im 

Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne den Gesundheitsschaden vollzeitlich 

erwerbstätig wäre, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den 

Grundsätzen für Erwerbstätige zu bemessen (Art. 27  IVV).

1.4   Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das 

bis

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gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2.     

Von den Parteien wird die Beweiskraft des Gutachtens vom 14. Oktober 2010 sowie 

des Ergänzungsgutachtens vom 1. September 2011 des MGSG nicht in Frage gestellt. 

Es ergeben sich aus den Akten auch keine Hinweise, welche Zweifel an der 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung entstehen lassen, weshalb mit den Parteien 

darauf abgestellt werden kann. Demzufolge ist die Beschwerdeführerin, welche an 

einer rheumatoiden Arthritis, an einem generalisierten muskuloskelettalen und 

myofaszialen Schmerzsyndrom, an einer Valgusgonarthrose beidseits und an einer 

rezidivierenden depressiven Störung (gegenwärtig mittelgradige Episode, anhaltend 

chronifiziert) und an einer rezidivierenden Angststörung (hintergründig) leidet, in einer 

leidensadaptierten Tätigkeit zu 50% arbeitsunfähig. Nach Meinung der Experten sind 

der Beschwerdeführerin aus rheumatologischer Sicht sehr leichte, wechselbelastende, 

vorwiegend sitzend auszuführende Tätigkeiten zumutbar, wobei weitere 

Einschränkungen zu beachten sind. In psychischer Hinsicht darf es sich nicht um eine 

belastende Tätigkeit mit erhöhter Verantwortung und nicht um eine geistig 

anspruchsvolle Tätigkeit mit erhöhter Konzentrationsfähigkeit und übermässigem 

Zeitdruck handeln (vgl. IV-act.83-12, IV-act. 83-16, IV-act. 106-6 und IV-act. 107-6 ff.).

3.     

Vorliegend ist insbesondere die von der Beschwerdegegnerin im Rahmen der 

Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode vorgenommene Aufteilung in 

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80% Erwerbstätigkeit und 20% Haushalt umstritten. Die Beschwerdeführerin macht 

geltend, sie sei als voll Erwerbstätige einzustufen.

3.1   Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als 

nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen 

unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 

bestünde (BGE 125 V 150 E. 2c). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen 

sind nach der Rechtsprechung die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen 

Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber 

Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 

persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt 

sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung 

entwickelt hätten, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall 

ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c; BGE 117 

V 194 f. E. 3b mit Hinweisen; AHI 1997 S. 288 ff. E. 2b, AHI 1996 S. 197 E. 1c, je mit 

Hinweisen). Die finanzielle Notwendigkeit, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, ist 

ebenfalls ein Kriterium. Die konkrete Situation und die Vorbringen der Versicherten sind 

nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b 

mit Hinweisen).

3.2   Zu prüfen ist im Folgenden der Verlauf des Erwerbslebens der 

Beschwerdeführerin in den Jahren vor der krankheitsbedingten Niederlegung der Arbeit 

im August 2005.

3.2.1         Nach ihrer Einreise in die Schweiz im Jahr 1981 war die Beschwerdeführerin 

von 1981 bis 1985 im Restaurant K.___ und von 1985 bis 1989 in der L.___-Fabrik tätig 

(vgl. IV-act. 2-5, 6-3). Vom 1. August 1989 bis 30. September 1998 arbeitete sie in 

einem Pensum von 100% bei der M.___ AG, wobei für die Jahre 1990 bis 1997 mit 

durchgehender Beschäftigung Einkommen von Fr. 41'802.-- (1991) bis Fr. 48'419.-- 

(1997) im IK-Auszug eingetragen sind (act. G 1.1.4). In dieser Zeit kamen die beiden 

Kinder der Beschwerdeführerin (geb. 1995 und 1997) zur Welt. Ab 25. September 2000 

arbeitete die Beschwerdeführerin bei der B.___ AG (vgl. IV-act. 11-1), wobei sie in der 

verbleibenden Zeit des Jahres 2000 Fr. 10'164.-- und im Jahr 2001 Fr. 35'511.-- 

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verdiente. Gemäss Vereinbarung reduzierte sie ab ca. September 2002 auf 5.25 

Stunden pro Tag, was bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 8.5 Stunden pro Tag 

einem Pensum von 62% entspricht (vgl. IV-act. 11-2). Anlässlich der Haushaltabklärung 

vor Ort am 20. April 2007 erklärte die Beschwerdeführerin, im hypothetischen 

Gesundheitsfall wäre sie weiterhin im bisherigen Pensum von 62% arbeitstätig (IV-act. 

28-3). Allerdings entsprachen die entlöhnten Arbeitsstunden in der Zeit vor Eintritt des 

Gesundheitsschadens einem höheren Pensum. So wurden der Beschwerdeführerin im 

Jahr 2004 1'504 Anwesenheitsstunden angerechnet (vgl. IV-act. 11-14). Aufgrund 

krankheitsbedingter Abwesenheiten der Beschwerdeführerin kamen für den Monat Mai 

2004 bezahlte 66 Stunden (Fr. 1'056.-- / Fr. 16.--) und für den Monat Juni 2004 

bezahlte 90 Stunden (Fr. 1'440.-- / Fr. 16.--) hinzu (vgl. IV-act. 11-13f.; 

Beschwerdebeilage act. G 1.1.3). Dies ergibt insgesamt ein Pensum für das Jahr 2004 

von 1'660 Stunden. Übereinstimmend mit der Beschwerdeführerin ist bei einem vollen 

Jahrespensum von 1'955 Arbeitsstunden (46 Arbeitswochen à 42.5 Stunden; vgl. act. 

G 10, S. 4) auszugehen, nachdem die Beschwerdeführerin mit dem Stundenlohn für 5 

Wochen Ferien (Zuschlag 9.59%) und für Feiertage entschädigt wurde (IV-act. 11-9 

und IV-act. 11-12). Daraus ergibt sich für das Jahr 2004 ein Arbeitspensum von 

84.91% ([1'660 / 1'955] * 100). Im Jahr 2003 hat die Beschwerdeführerin 1'711.77 

Stunden gearbeitet (vgl. IV-act. 119), dies ergibt ein Pensum von 87.56% ([1711.77 / 

1'955] *100). Für das Jahr 2002 sind nur die Stunden der Monate Oktober bis 

Dezember ausgewiesen, welche sich auf gesamthaft 419.33 belaufen (IV-act. 119 und 

IV-act. 123), was einem Pensum von 85,8% entspricht (419.33 / [1'955.-- / 4] * 100).

3.2.2         Die Beschwerdegegnerin hält der von der Beschwerdeführerin für den 

Gesundheitsfall geltend gemachten Vollerwerbstätigkeit entgegen, sie habe eine solche 

im Rahmen der Abklärung vor Ort nicht erwähnt.

3.2.3         Den Aussagen der versicherten Personen im Rahmen der 

Haushaltsabklärung ist, da noch nicht von möglichen versicherungsrechtlichen 

Überlegungen geprägt, rechtsprechungsgemäss erhöhtes Gewicht beizumessen, es sei 

denn, es bestehen Hinweise dafür, dass die versicherte Person die ihr gestellte 

Statusfrage nicht korrekt erfasst hat. Dies kann beispielsweise infolge sprachlicher 

Verständigungsprobleme geschehen oder bei Menschen, denen es schwer fallen 

dürfte, sich ein Leben und im Speziellen einen beruflichen Werdegang ohne 

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Behinderung vorzustellen, weil sie seit Kindesalter an gesundheitlichen Gebrechen 

leiden (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2008, 8C_352/2008, E. 3.3.3). Der 

Rechtsvertreter macht geltend, dass die Beschwerdeführerin bei der 

Haushaltabklärung nicht angegeben habe, dass sie im Gesundheitsfall 62% arbeiten 

würde, sondern dass sie weiterhin im selben Umfang wie bisher tätig wäre (act. G 1, S. 

12). Das erscheint plausibel, zumal ein Pensum von 62% nicht den effektiven 

Gegebenheiten entsprach, wie in E. 3.2.1 dargelegt ist. Die Bezugsgrösse bisheriges 

Pensum dürfte dabei - wie die Beschwerdeführerin zu Recht annimmt - dem effektiven 

Pensum in der Zeit vor Eintritt der dauerhaften Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit (August 2005) entsprechen. In den Jahren 2002 (letztes Quartal), 2003 und 

2004 belief sich das durchschnittliche Arbeitspensum, wie oben dargelegt, auf rund 

85%, was mithin dem Arbeitspensum im Gesundheitsfall gleichgestellt werden kann. 

Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Haushaltabklärung stamme aus dem Jahr 

2007 und die erfassten Aufgaben würden nicht mehr mit der aktuellen Situation 

übereinstimmen, da die 1995 und 1997 geborenen Kinder keine regelmässige 

Betreuung mehr bräuchten (act.G1, S. 13), vermögen daran nichts zu ändern, da die 

Reduktion der Arbeitstätigkeit unter 100% nicht aufgrund der Kinderbetreuung 

vorgenommen wurde. So verwies die Beschwerdeführerin bei der Haushaltabklärung 

auch auf die strenge Arbeit des Ehemannes, weshalb es nachvollziehbar ist, dass die 

Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall nicht eine Vollzeittätigkeit, sondern ein 

Arbeitspensum im bisherigen Umfang anstrebte, wie sie anlässlich der Abklärung vor 

Ort zum Ausdruck brachte.

4.     

Nach dem Gesagten ist der Invaliditätsgrad in Anwendung der gemischten Methode 

mit einer Aufteilung in 85% Erwerbstätigkeit und 15% Haushalt zu ermitteln.

4.1   Nachdem die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens ein stark 

schwankendes Einkommen erzielte (2004: Fr. 31'274.--, 2003: Fr. 35'239.--, 2002: Fr. 

28'865.--, 2001: Fr. 35'511.--), besteht vorliegend für die Bestimmung des Validen­

einkommens keine repräsentative Grundlage. Hinzu kommt, dass - wie unbestritten ist 

- die Beschwerdeführerin bei der B.___ AG einen Lohn erzielte, der tiefer war als das 

statistische Einkommen für einfache Arbeiten in der Metallbearbeitung bzw. das 

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statistische Einkommen einer Hilfsarbeiterin (act. G 1, S. 15; IV-act. 123-2, act. G 6, S. 

4 Ziff. 10). Dabei muss davon ausgegangen werden, dass sich die Beschwerdeführerin 

nicht freiwillig mit einem Minderverdienst begnügt hat. Vielmehr war sie bestrebt, nach 

dem Verlust der Stelle bei der M.___ AG und der darauf folgenden Periode der 

Arbeitslosigkeit möglichst bald eine Arbeit in einem Produktionsbetrieb aufzunehmen, 

wobei sie wohl auch unfreiwillig in Kauf nahm, eine gegenüber der früheren Stelle bei 

der M.___ AG schlechter entlöhnte Tätigkeit anzunehmen (vgl. IK-Auszug in IV-act. 

109). Um die durch den Gesundheitsschaden bewirkte Erwerbseinbusse zu ermitteln, 

ist es im vorliegenden Fall angezeigt, Valideneinkommen und Invalideneinkommen auf 

die gleiche statistische Grundlage zu stellen und einen Prozentvergleich vorzunehmen.

4.2   Bei der Vornahme eines Prozentvergleichs entspricht der Invaliditätsgrad dem 

Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung des Abzugs vom Tabellenlohn 

(Urteil des Bundesgerichts vom 9. März 2007, I 697/05, E. 5.4 mit Hinweis). Nach der 

Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um 

dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in 

welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten 

Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

4.3    Die Beschwerdegegnerin hat die Gewährung eines Leidensabzugs abgelehnt, 

weil sich die nachteiligen invaliditätsfremden Faktoren (Herkunft, Alter, Bildung, …) 

bereits im deutlich unterdurchschnittlichen Valideneinkommen ausgewirkt hätten. 

Diesen könne entweder durch eine teilweise Parallelisierung oder aber durch einen 

Leidensabzug Rechnung getragen werden. Sie dürften jedoch nicht doppelt korrigiert 

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werden. Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten invaliditätsimmanenten 

Faktoren (vgl. act. G 1, S. 16) seien bereits durch die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

abgebildet, weshalb ein weiterer Abzug nicht in Frage komme (act. G 6, III Ziff. 10). 

Diese Beurteilung berücksichtigt indessen nicht, dass die Beschwerdeführerin selbst 

bei der Ausübung von Hilfstätigkeiten zahlreichen Einschränkungen unterliegt, welche 

das Spektrum möglicher Beschäftigungen erheblich einschränken, was sich 

lohnsenkend auswirken dürfte. So kann die Beschwerdeführerin nur sehr leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten ausüben. Tätigkeiten mit repetitiven oder gehaltenen 

rückenergonomisch ungünstigen Zwangshaltungen wie Vornüberneigen, Überstrecken 

der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie Kauern und Knien sind nicht mehr zumutbar. 

Die Mobilität ist aufgrund der pathologischen Veränderungen im Bereiche der 

Kniegelenke und der Füsse hochgradig eingeschränkt. Ferner sind belastende, 

gehaltene Tätigkeiten auf Schulterhöhe und darüber zu vermeiden. Im Weiteren sind 

repetitive, grob- und feinmanuelle Belastungen nicht mehr zumutbar und die manuelle 

Geschicklichkeit ist hochgradig eingeschränkt. Tätigkeiten in nasskalter 

Arbeitsumgebung sowie Schichtarbeit sind aufgrund der im Tagesverlauf 

zunehmenden krankheitsassoziierten Müdigkeit nicht zumutbar. Zudem darf es sich um 

keine psychisch belastende Tätigkeiten mit erhöhter Verantwortung, keine geistig 

anspruchsvollen Tätigkeiten mit erhöhter Konzentrationsfähigkeit und mit 

übermässigem Zeitdruck handeln (IV-act. 83-16). In Anbetracht dieser  vielfältigen 

Anforderungen an eine leidensangepasste Tätigkeit erscheint ein Tabellenlohnabzug 

von 15% als angemessen.

4.4   Die Durchführung des Prozentvergleichs im Erwerbsbereich ergibt (ungewichtet) 

einen Invaliditätsgrad von 50% (Valideneinkommen von 85%, Invalideneinkommen von 

42.5% [50% x 0.85], Erwerbseinbusse von 42.5%). Bezogen auf einen Erwerbsanteil 

von 85% beträgt die entsprechende Teilinvalidität im Erwerbsbereich somit 42.5% 

(50% x 0.85).

4.5   Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei der Einschränkung im Haushalt auf den 

Abklärungsbericht Haushalt vom 4. Juni 2007 (IV-act. 28). Demgegenüber macht die 

Beschwerdeführerin geltend, dass die Einschränkung im Haushalt durch eine aktuelle 

Haushaltabklärung festgestellt werden müsse, sie brauche in allen Haushaltsbereichen 

Unterstützung und es sei von einer Einschränkung von 50% auszugehen (act. G 1, S. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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18). Im massgeblichen Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns am 1. August 2006 (s. 

nachstehende Erwägung) war der Abklärungsbericht Haushalt aktuell und es kann 

ohne Weiteres auf diesen abgestellt werden, womit im Haushalt eine Einschränkung 

von 23.4% gegeben ist (IV-act. 28-7).

4.6   In Anwendung der gemischten Methode ergibt die Teilinvalidität im 

Erwerbsbereich von 42.5% und die Teilinvalidität im Bereich Haushalt von 3.51% 

(23.4% x 0.15) einen Invaliditätsgrad von insgesamt 46%. Somit hat die 

Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Viertelsrente.

5.     

5.1   Hinsichtlich des Rentenbeginns ist zu berücksichtigen, dass gemäss Arztzeugnis 

Dr. C.___ und Gutachten MGSG ein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit am 22. August 2005 eingetreten ist. Ab diesem Zeitpunkt war die 

Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig, womit die 

einjährige Wartezeit gemäss aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG (in der bis 31. Dezember 2007 

gültigen Fassung) ausgelöst wurde. Die Arbeitsunfähigkeit in leidensangepasster 

Tätigkeit von 50% besteht nach gutachterlicher Einschätzung seit November 2005 (IV-

act. 83-16). Nachdem die IV- Anmeldung am 21. August 2006 (IV-act. 2) und damit 

nicht verspätet (vgl. aArt. 48 IVG [in der bis 31. Dezember 2007 gültigen Fassung]) 

erfolgt war, ist der Rentenanspruch mit Ablauf des Wartejahrs ab 1. August 2006 

gegeben.

6.     

Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung vom 

5. Juni 2013 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. August 2006 

eine Viertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.1   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

bis

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Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen 

(vgl. betreffend Überklagung Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.). Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

6.2   Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu 

beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 5. Juni 2013 

aufgehoben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. August 2006 eine 

Viertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird der Beschwerdeführerin 

zurückerstattet.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.11.2014
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Anwendung der gemischten Methode. Invaliditätsbemessung gemäss Prozentvergleich mit Tabellenlohnabzug von 15%. Rentenbeginn. Anspruch auf eine Viertelsrente. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. November 2014, IV 2013/357).

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		2025-07-19T09:28:24+0200
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