# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf93c28d-f781-53aa-be66-2a6d39cbb8d1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.05.2024 200 2023 487
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-487_2024-05-08.pdf

## Full Text

200 23 487 UV
KNB/SAW/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Mai 2024

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Isliker, Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________

Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 22. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von 
Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er am 21. Mai 2022 mit dem 
Auto vor einer roten Ampel anhielt und ein anderer Personenwagen in sein 
Heck fuhr (Akten der Suva [act. II] 1, 3). Die Suva anerkannte ihre Leis-
tungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (act. II 5 f.). Mit Ver-
fügung vom 25. November 2022 (act. II 83) stellte sie nach Beizug ver-
schiedener Arztberichte und einer Beurteilung durch Dr. med. B.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Chirurgie, Suva …, Versi-
cherungsmedizin … (act. II 78), die vorübergehenden Leistungen mangels 
adäquater Unfallfolgen auf den 30. November 2022 ein und verneinte den 
Anspruch auf weitere Leistungen in Form einer Invalidenrente und/oder 
einer Integritätsentschädigung. Während der Krankentaggeldversicherer 
der Arbeitgeberin eine dagegen gerichtete (vorsorgliche) Einsprache 
(act. II 87) wieder zurückzog (act. II 101), wies die Suva jene des Versi-
cherten (act. II 86) nach Eingang weiterer medizinischer Berichte und einer 
erneuten Stellungnahme des Suva-Arztes Dr. med. B.________ vom 8. Mai 
2023 (act. II 157) mit Entscheid vom 22. Mai 2023 ab (Akten der Suva 
[act. IIA] 161).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
C.________, am 23. Juni 2023 Beschwerde. Er beantragt, unter Aufhebung 
des angefochtenen Einspracheentscheids sei die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, die gesetzlich geschuldeten Unfallversicherungsleistungen im 
Umfang einer Arbeitsunfähigkeit von 100% bis und mit 18. Juni 2023 bzw. 
ab dem 19. Juni 2023 im Umfang einer Arbeitsunfähigkeit von 50% zu er-
bringen. Eventualiter sei die Sache an die Suva zurückzuweisen und diese 
zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten mindestens in den Fach-

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richtungen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie, Neurologie sowie Hals-
Nasen-Ohren in Auftrag zu geben und idealerweise in … Sprache durchzu-
führen. Subeventualiter sei ein solches in … Sprache durchzuführen. 

Am 7. Juli 2023 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Arztbericht 
seines Hausarztes, Dr. med. univ. D.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, vom 20. Juni 2023 zu den Akten (Akten des Beschwerde-
führers [act. I] 11).

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 10. Au-
gust 2023 auf Abweisung der Beschwerde.

Am 26. März 2024 teilte Rechtsanwalt C.________ dem Verwaltungsge-
richt mit, dass er sein Mandat mit sofortiger Wirkung niederlege. Die ge-
richtliche Post sei inskünftig direkt dem Beschwerdeführer zuzustellen. Die-
ser war zudem nach Beschwerdeerhebung vom Kanton Bern in den Kanton 
… umgezogen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

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kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 22. Mai 
2023 (act. IIA 161). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwer-
deführers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 21. Mai 2022 und dabei insbesondere 
die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen zu 
Recht per 30. November 2022 einstellte und einen Anspruch auf weitere 
Unfallversicherungsleistungen verneinte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallver-
sicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 148 V 
356 E. 3 S. 358, 147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 

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eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 
Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3

2.3.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.2 S. 181).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

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2.3.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 137 E. 3.2).

Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die Beur-
teilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, 
und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. 
Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkri-
terien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 
E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleudertraumen 
und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-
Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2018 UV Nr. 29 S. 101 E. 2.2). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-
schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-
gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. 

2.3.3 Die Diskussion der Frage, nach welchen Regeln die Adäquanz zu 
beurteilen ist, kann unterbleiben, wenn der Kausalzusammenhang auch 
nach der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) zu verneinen ist (SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.3; Entscheid des BGer vom 17. Juni 2010, 
8C_248/2010, E. 3.3).

2.4

2.4.1 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbe-
handlung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente 
und Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung 

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der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass-
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 
UVG; BGE 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Bes-
serung bestimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Stei-
gerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt 
beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Bes-
serung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 
S. 163 E. 2.3).

2.4.2 Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung 
von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung 
ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wie-
dererwägung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall 
abzuschliessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – 
bei richtiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch 
hinsichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 
auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen 
einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvorausset-
zungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

3.

3.1 Dass das Ereignis vom 21. Mai 2022 (act. II 1) die kumulativen Tat-
bestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist zu Recht unbestritten. Ferner steht ebenso ausser 
Frage, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Nichtberufsunfalls bei 
der Beschwerdegegnerin unfallversichert war. Die Beschwerdegegnerin 
erbrachte in diesem Zusammenhang denn auch vorübergehende Leistun-
gen (act. II 5 f.). 

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3.2 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers lässt sich den 
medizinischen Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.2.1 Im "Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kranio-
zervikalem Beschleunigungstrauma" vom 11. Juli 2022 (act. II 33) gab 
Dr. med. univ. D.________ als Verdachtsdiagnose eine HWS-Distorsion, 
Grad I, an und diagnostizierte zusätzlich eine Oberkieferkontusion (S. 4 
Ziff. 7). Eine Bewusstlosigkeit oder Gedächtnislücken wurden verneint. Ei-
ne Angst- und/oder Schreckreaktion wurde bejaht. Nach dem Aufschlag am 
Lenkrad seien sofort Schmerzen am Oberkiefer aufgetreten und sechs 
Stunden nach dem Unfall Kopf- und Nackenschmerzen sowie Schwindel 
(S. 2 f. Ziff. 4). In den Röntgen HWS ap/seitlich und Densaufnahme trans-
buccal hätten sich keine Hinweise auf Frakturen ergeben (S. 4 Ziff. 6g). Es 
bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 23. bis 30. Mai 2022 (S. 5 
Ziff. 9).

Im Zwischenbericht vom 5. September 2022 (act. II 57 S. 5) führte Dr. med. 
univ. D.________ als Hauptdiagnose eine HWS Distorsion, Grad I, auf. 
Nebendiagnostisch nannte er das Folgende:

1. chronischer Schwindel a.e. somatoformer Genese
- DD im Rahmen Dig. 2

2. Status nach Schädel-Hirn-Trauma am 15. November 2019
- mit Schwankschwindel, Tinnitus und Kopfschmerzen

3. chronische Stressbelastung

Er dokumentierte einen auffälligen Heilungsverlauf ohne Besserung der 
Beschwerden, so wie vor zwei Jahren im Rahmen des letzten HWS Trau-
mas (S. 5 Ziff. 1 f.). Die voraussichtliche Dauer der Behandlung sei unklar, 
wahrscheinlich bis zur Einstellung der Suva-Zahlungen (S. 6 Ziff. 3c).

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 5. September 2022 (act. II 55 S. 2) persistierende fluktuierende 
Kopfschmerzen temporal beidseits und occipital, intermittierende Schwin-
delbeschwerden, zervikale Schmerzen, aktenanamnestisch eine chroni-
sche Stressbelastung und einen Status nach Schädel-Hirn-Trauma am 
15. November 2019 (S. 2). Gemäss Anamnese habe der Patient im Jahr 
2019 ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten, worauf es anschliessend zu Kopf-
schmerzen, Schwindelbeschwerden und auch einem Tinntitus gekommen 
sei, was bis Anfang 2022 gedauert habe. Am 21. Mai 2022 sei es zu einem 

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Auto-Auffahrunfall mit Kopfanprall links temporal gekommen (keine Be-
wusstlosigkeit gemäss dem Patienten), worauf der Patient erneut an persis-
tierenden fluktuierenden Kopfschmerzen temporal beidseits und okzipital 
zu leiden begonnen habe. Bei den Kopfschmerzen seien partiell migräne-
forme Komponenten aufgefallen. Zudem belasteten den Patienten seit dem 
Unfall intermittierende Schwindelbeschwerden, wobei in der klinischen Un-
tersuchung (inkl. Abklärung mittels vestibulärer Funktionsprüfung mit der 
Frenzel-Brille) keine Konstellation eines benignen paroxysmalen Lage-
rungsschwindels habe aufgezeigt werden können. In der ergänzend durch-
geführten neurovaskulären Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden 
Arterien fänden sich auch keine Anzeichen einer (stattgehabten) Dissektion 
resp. anderweitigen Auffälligkeiten im vertebrobasilären Stromgebiet, womit 
die Beschwerden erklärt werden könnten. Im Weiteren leide der Patient an 
zervikalen Schmerzen, wobei unter Berücksichtigung der klinischen Unter-
suchung vordergründig eine muskuläre und facettogene Ursache diskutiert 
werden müsse. Klinisch seien fluktuierende Unsicherheiten in der Gleich-
gewichtsprüfung aufgefallen, welche allerdings bei Ablenkung deutlich we-
niger ausgeprägt gewesen seien. Im gesamten Beschwerdekomplex müs-
se dementsprechend auch eine funktionelle Komponente in Betracht gezo-
gen werden. Sobald als möglich solle eine schrittweise Wiederaufnahme 
der Arbeitstätigkeit angegangen werden (S. 3 f.).

3.2.3 Mit E-Mail vom 27. Oktober 2022 (act. II 75) teilte Dr. med. univ. 
D.________ mit, er habe versucht, den Patienten zur Wiederaufnahme der 
Arbeit zu min. 50% zu motivieren. Der Patient leide weiterhin unter Kopf-
schmerzen, Schwindel und auf mehrfaches Nachfragen hin auch noch un-
ter Beschwerden der HWS. An sich mache der Patient einen depressiven 
Eindruck, was aber auch im Rahmen der letzten Schwindelproblematik 
nach Treppensturz so gewesen sei, wobei er sich nie sicher gewesen sei, 
ob hier nicht doch eine Simulation vorgelegen habe. Die 30%ige Arbeits-
fähigkeit habe er aufrechterhalten.

3.2.4 Der Suva-Arzt Dr. med. B.________ führte in seiner Aktenbeurtei-
lung vom 17. November 2022 (act. II 78 S. 2) aus, das Unfallereignis habe 
im Bereich der HWS und des Neurokraniums nachweislich nicht zu unfall-
bedingten strukturellen Läsionen geführt (vgl. MRT des Neurokraniums mit 

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inneren Gehörgängen und der HWS vom 12. September 2022, act. II 67). 
Die in der neurologischen Untersuchung beobachtete Änderung der de-
monstrierten Symptomatik unter Ablenkung des Versicherten lasse eine 
funktionelle Komponente vermuten. Der behandelnde Arzt, Dr. med. univ. 
D.________, sei bereits beim letzten Schadenfall nie sicher gewesen, ob 
bei der Schwindelsymptomatik nicht eine Simulation vorgelegen habe. Von 
einer weiteren Behandlung der Unfallfolgen könne keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustandes erwartet werden. Inzwischen bald sechs 
Monate nach dem beklagten Unfallereignis mit lediglich einer HWS Distor-
sion, Grad I, und nachweislich fehlenden strukturellen Läsionen weder an 
der HWS noch am Neurokranium seien die beklagten Beschwerden nicht 
mehr überwiegend wahrscheinlich mit Unfallfolgen erklärbar, zumal auch in 
der klinischen Untersuchung beim Neurologen am 5. September 2022 kei-
nen Schwindel habe objektiviert werden können und der Versicherte unter 
Ablenkung bessere Befunde gezeigt habe, was auf eine funktionelle (nicht 
organische) Genese hinweise.

3.2.5 Am 20. Dezember 2022 (act. II 102 S. 2) berichtete Dr. med. 
E.________, seit der letzten Untersuchung am 5. September 2022 sei es 
zu einer Akzentuierung der bekannten persistierenden fluktuierenden Kopf-
schmerzen temporal beidseits mit Ausbreitung aktuell vor allem nach fron-
tal und parietal sowie auch der intermittierenden, bewegungsabhängigen 
Schwindelbeschwerden gekommen. In der klinischen Untersuchung fänden 
sich im Vergleich zur Voruntersuchung keine neu aufgetretenen neurologi-
schen Defizite. Weiterhin könne in der vestibulären Funktionsprüfung mit 
der Frenzel-Brille kein benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel nach-
gewiesen werden. Auch mittels Videookulographie liessen sich keine ein-
deutigen pathologischen Befunde aufzeigen, wobei die Untersuchung ko-
operationsbedingt nur teilweise konklusiv beurteilt werden könne. Vor allem 
in der klinischen Gleichgewichtsprüfung seien weiterhin teilweise fluktuie-
rende Befunde aufgefallen, welche bei Ablenkung weniger stark ausge-
prägt gewesen seien. Daher müsse partiell eine funktionelle Komponente 
der Beschwerden vermutet werden. Hierzu würde auch passen, dass in der 
im September 2022 durchgeführten MRT-Untersuchung des Schädels der 
HWS keine richtungsweisenden pathologischen Befunde hätten aufgezeigt 
werden können. 

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3.2.6 Am 13. März 2023 wurde der Beschwerdeführer im Spital 
F.________ im Rahmen einer Sprechstunde für funktionelle neurologische 
Störungen untersucht. Im Bericht vom 28. März 2023 (act. IIA 172 S. 2) 
diagnostizierten die Dres. med. G.________, Fachärztin für Neurologie, 
und H.________ eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Anteilen nach Auffahrunfall im Mai 2022 mit Kopf- und Na-
ckenschmerzen sowie intermittierendem Schwindel und bei einem Status 
nach identischem Symptomkomplex nach Schädelhirntrauma im November 
2019 mit Restitution per Februar 2022. Als Nebendiagnose wurde eine mit-
telgradige depressive Episode aufgeführt (S. 2). Der Patient berichte, dass 
seine Beschwerden am 21. Mai 2022 im Rahmen eines Autounfalles be-
gonnen hätten. Er habe damals bei einem Rotlicht anhalten müssen, als 
ein Auto von hinten in ihn „hineingerast“ sei. In der Folge habe er den Kopf 
am Steuerrad geprellt (Schläfe links) und sei während 10 bis 15 Minuten 
bewusstlos gewesen. Er könne sich aber nicht recht daran erinnern. Er 
habe anschliessend das Auto auf die Seite gefahren und ein Unfallformular 
ausgefüllt. Es sei keine Ambulanz vor Ort gewesen, auch sei er nicht ins 
Spital gegangen. Er habe direkt nach dem Unfall Kopfschmerzen entwi-
ckelt, als er dann nach Hause gefahren sei, seien seine Beschwerden viel 
stärker geworden (S. 2 f.). In der medizinischen Beurteilung führten die 
Dres. med. G.________ und H.________ aus, der Patient leide in der Fol-
ge eines Schleudertraumas (Auffahrunfall im Mai 2022) an chronischen 
Kopf- und Nackenschmerzen im Sinne einer chronischen Schmerzstörung. 
Leider sei es in diesem Zusammenhang zu einem problematischen 
Schmerzmittelkonsum gekommen. Die neurologische Untersuchung sei 
unauffällig gewesen (bis auf Finger-Nase-Versuch und Romberg mit diskre-
ter funktioneller Symptomausweitung). Aufgrund der langen Leidensge-
schichte und des ausgeprägten Leidensdrucks erscheine eine stationäre 
multimodale Schmerztherapie als indiziert (S. 4).

3.2.7 In der Beurteilung vom 8. Mai 2023 (act. II 157) diagnostizierte der 
Suva-Arzt Dr. med. B.________ das Folgende (S. 8):

HWS Distorsion, Grad I nach QTF
- unauffällige neurootologische Untersuchung
- keinerlei Hinweis für unfallbedingte strukturelle Läsionen im 

Röntgen und MRT
- keine objektivierbaren Symptome für Schwindel

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- Hinweise für funktionelle Symptomausweitung
Zustand nach Kopf- und Rückenkontusion bei Sturz auf der Treppe 
am 15. November 2019 mit:

- simulierter Schwerhörigkeit (in objektiven Untersuchungen 
normale Befunde)

- somatoformem Schwankschwindel (Ausschluss einer organi-
schen Ursache)

Unfallfremder Tinnitus (damals mit einer Latenz von 3-4 Wochen 
aufgetreten)

Der Suva-Arzt hielt fest, es sei eine medizinische Erfahrungstatsache, dass 
unfallbedingte Beschwerden unmittelbar und in hoher Intensität aufträten 
und im weiteren Verlauf sukzessive abnähmen. Der Versicherte zeige eine 
umgekehrte Dynamik mit im Verlauf zunehmender Symptomatik, als Hin-
weis auf eine unfallfremde Ursache. Sowohl in der Bildgebung einschliess-
lich MRT des Schädels und der HWS als auch in der neurovaskulären   
Ultraschalluntersuchung hätten sich keinerlei unfallbedingte strukturelle 
Läsionen gezeigt. Auch in den klinisch/neurologischen Untersuchungen 
fänden sich keine objektivierbaren Befunde. Im Gegenteil, es hätten sich 
bei sämtlichen Untersuchern Hinweise auf eine funktionelle Symptomaus-
weitung gezeigt. Aus versicherungsmedizinischer Sicht falle auf, dass trotz 
einer ausgedehnten Diagnostik für die vom Versicherten beklagten Be-
schwerden keinerlei objektivierbaren unfallbedingten Befunde nachgewie-
sen werden könnten. Es seien nur subjektive Beschwerden vorgetragen 
worden. Zudem sei wiederholt eine Verbesserung der präsentierten Ein-
schränkungen unter Ablenkung beobachtet worden. Des Weiteren habe 
sich im Verlauf eine Änderung der „Geschichte“ mit anfangs fehlender Be-
wusstlosigkeit bis hin zum 10 bis 15-minütigem Bewusstseinsverlust ge-
zeigt. Das zuerst angegebene verzögerte Einsetzen von Beschwerden ha-
be im Verlauf zu unmittelbar aufgetretenen Schmerzen geändert. Es fän-
den sich somit etliche Inkonsistenzen, welche Zweifel an der Glaubwürdig-
keit der geschilderten Symptomatik aufkommen liessen. Angesichts der 
erst mit einer deutlichen Latenz von sechs Stunden aufgetretenen Sym-
ptomatik und den gänzlich fehlenden Hinweisen für eine strukturelle Mitbe-
teiligung sei von einer geringen Unfallschwere auszugehen. Die auf den 
Unfall zurückzuführenden Beschwerden seien in diesem Fall nach spätes-
tens sechs Monaten abgeheilt. Die im Verlauf angegebene Beschwerdezu-
nahme und die durchgehende volle Arbeitsunfähigkeit liessen sich soma-
tisch nicht überwiegend wahrscheinlich mit Unfallfolgen erklären (S. 9 f.). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 13

3.2.8 Auf Anfrage des Beschwerdeführers hin gab Dr. med. univ. 
D.________ mit Bericht vom 20. Juni 2023 (act. I 11) an, der Patient leide – 
wie bereits im Jahre 2019 nach einem Trauma im Rahmen eines Sturzes 
auf einer Treppe – auch nach dem Unfall im Mai 2022 unter einem langen 
Krankheitsverlauf mit Kopfschmerzen, Schwindel, Nackenschmerzen und 
in der Folge unter einer Depression und Opiatabhängigkeit. Der Patient 
habe direkt nach dem Unfall unter Schwindel und Nackenschmerzen, sowie 
leichten occipitalen Kopfschmerzen, aber nicht unter frontalen Kopfschmer-
zen, Konzentrationsstörungen oder unter Depression gelitten. Die starken, 
intermittierenden frontalen Kopfschmerzen sowie die Konzentrations-
störungen seien ab August und die Depression ab Oktober gefolgt. Die 
Konzentrationsstörungen seien wahrscheinlich Folgen der Kopfschmerzen, 
die Depression Folge der chronischen Beschwerden, was auf jeden Fall 
plausibel und nachvollziehbar sei. Seit Mai 2022 stehe der Patient bei ihm, 
wie auch bei diversen Fachspezialisten, im Rahmen des obgenannten Un-
fallereignisses vom 21. Mai 2022 in Behandlung. Er bestätige, dass der 
Patient nach dem Unfall im 2019 ab Anfang 2022 für einige Monate be-
schwerdefrei gewesen sei und die aktuell beklagten Beschwerden teilweise 
direkt nach dem Unfallereignis vom 21. Mai 2022 aufgetreten seien. Ob es 
sich hier ausschliesslich um Folgen des Unfalls handle, könne er als Haus-
arzt nicht sicher bestätigen, ein kausaler Zusammenhang sei aber wahr-
scheinlich.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinter-
ner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach-
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 14

en gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; 
SVR 2022 UV Nr. 3 S. 8 E. 3.2). Auch reine Aktengutachten können be-
weiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentli-
chen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me-
dizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit 
der versicherten Person in den Hintergrund rückt (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 134 E. 4.3). Urteilt das Gericht indessen abschliessend gestützt auf Be-
weisgrundlagen, die aus dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger 
stammen, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 22. Mai 2023 (act. IIA 161) massgeblich auf die versi-
cherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. med. B.________ vom 
17. November 2022 (act. II 78) und vom 8. Mai 2023 (act. II 157). Dessen 
Beurteilungen erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanfor-
derungen und erbringen vollen Beweis. Dass der Suva-Arzt keine klinische 
Exploration des Beschwerdeführers durchgeführt hat, ist nicht zu bean-
standen, konnte er sich aufgrund der vorhandenen umfassenden medizini-
schen Akten einschliesslich der bildgebenden Abklärungen doch ein ge-
samthaft lückenloses Bild verschaffen, womit die Voraussetzungen für ei-
nen rechtsgenüglichen Aktenbericht erfüllt sind (vgl. E. 3.3 hiervor). Zudem 
kann insbesondere (auch) die Kausalität im Rahmen eines Aktenberichts 
erörtert werden (vgl. Entscheid des BGer vom 9. November 2011, 
8C_383/2011, E. 4.2). Dr. med. B.________ hat sich in seinen Beurteilun-
gen in Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheit-
lichen Einschränkungen des Beschwerdeführers auseinandergesetzt und 
seine Schlussfolgerungen insbesondere auch auf die bildgebenden Unter-
suchungen vom 5. und 12. September 2022 (act. II 56, 67) gestützt. Folg-
lich ist auf die Aktenbeurteilungen von Dr. med. B.________ abzustellen. 

3.4.1 Nachvollziehbar und einleuchtend hat Dr. med. B.________ darge-
legt, dass der Unfall vom 21. Mai 2022 mit einer Distorsion der HWS, Grad 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 15

I, zu keinen unfallbedingten strukturellen Läsionen geführt hat (act. II 78 S. 
2; 157 S. 10 f.). Diese Beurteilung steht im Einklang zu den bildgebenden 
Abklärungen und den von den behandelnden Ärzten erhobenen klinischen 
Befunden. So stellte der Hausarzt Dr. med. univ. D.________ in den Rönt-
gen der HWS ap/seitlich und in der Densaufnahme transbuccal keine Hin-
weise auf Frakturen fest (act. II 33 S. 4 Ziff. 6g). In der am 5. September 
2022 (act. II 56) durchgeführten neurovaskulären Ultraschalluntersuchung 
der hirnversorgenden Arterien zeigte sich eine unauffällige extra- und intra-
kranielle Farbduplexsonographie, insbesondere ohne Hinweis auf eine 
stattgehabte Dissektion. Die MRT-Untersuchungen des Neurokraniums (mit 
inneren Gehörgängen) und der HWS vom 12. September 2022 (act. II 67 
S. 1) ergaben ebenfalls keine posttraumatischen intrakraniellen Verände-
rungen. Dabei wurde weder ein Nachweis einer Blutung noch ein Hinweis 
auf „Shearing injuries“ festgestellt. Auch in den klinisch/neurologischen 
Untersuchungen fanden sich keine objektivierbaren Befunde. So konnte 
Dr. med. E.________ in Bezug auf die geltend gemachten intermittierenden 
Schwindelbeschwerden weder nach seiner neurologischen Untersuchung 
am 5. September 2022 noch nach derjenigen am 19. Dezember 2022 eine 
Konstellation eines benignen paroxysmalen Lagerungsschwindels nach-
weisen (act. II 55 S. 4; 102 S. 4). Was die geltend gemachten zervikalen 
Schmerzen anbelangt, wies er diese einer muskulären und facettogenen 
Ursache zu (act. II 55 S. 4). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass 
klinische Befunde wie Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur, 
Druckdolenzen im Nacken, Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit so-
wie Nackenverspannungen für sich allein nicht auf ein klar fassbares un-
fallbedingtes organisches Korrelat des geklagten Beschwerdebildes 
schliessen lassen (Entscheid des BGer vom 22. Februar 2021, 
8C_763/2020, E. 6.3.2). Weiter fielen Dr. med. E.________ jeweils bei der 
klinischen Gleichgewichtsprüfung fluktuierende Befunde auf, die bei Ablen-
kung weniger stark ausgeprägt waren und damit auf eine funktionelle Kom-
ponente hindeuten (act. II 55 S. 4; 102 S. 4). Nichts Anderes zeigte sich am 
13. März 2023 im Spital F.________. Bis auf den Finger-Nase-Versuch und 
den Romberg-Versuch mit diskreter funktioneller Symptomausweitung war 
diese Untersuchung ebenfalls unauffällig (vgl. Bericht vom 28. März 2023, 
act. IIA 172 S. 4). Schliesslich vermag der Bericht von Dr. med. univ. 
D.________ vom 20. Juni 2023 (act. I 11) keine Zweifel an den versiche-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 16

rungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. med. B.________ zu wecken. 
So ergeben sich aus diesem keine Aspekte, welche bei der versiche-
rungsmedizinischen Beurteilung durch den Suva-Arzt unerkannt oder un-
gewürdigt geblieben wären (vgl. SVR 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3, 2017 IV 
Nr. 49 S. 148 E. 5.5). Insbesondere erbringt das Auftreten von Beschwer-
den nach einem Unfallereignis für sich allein keinen genügenden Nachweis 
für den Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitsschädi-
gung: Soweit Dr. med. univ. D.________ festhielt, der Beschwerdeführer 
sei nach dem Unfall vom 2019 ab Anfang 2022 für einige Monate be-
schwerdefrei gewesen und die aktuell beklagten Beschwerden seien teil-
weise direkt nach dem Unfallereignis vom 21. Mai 2022 aufgetreten, be-
zieht er sich auf die Formel „post hoc ergo propter hoc“, welche im Rahmen 
der Kausalitätsbeurteilung nicht massgebend ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb 
S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. n156 E. 4.2).

3.4.2 Zusammenfassend ist in Bezug auf die vom Beschwerdeführer ge-
klagten Beschwerden kein unfallbedingtes objektivierbares organisches 
Korrelat im Sinne der Rechtsprechung ausgewiesen. Weitere medizinische 
Sachverhaltserhebungen – insbesondere im Sinne der eventualiter und 
subeventualiter beantragten Einholung eines polydisziplinären Gutachtens 
(vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 3 f.) – erübrigen sich in antizi-
pierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

3.4.3 Da keine organisch ausgewiesenen Unfallfolgen vorliegen, hängt 
eine allfällige weitere Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin davon ab, 
ob die geklagten Beschwerden in einem rechtsgenügenden Kausalzusam-
menhang zum erlittenen Unfall stehen, mithin ob die Adäquanz gegeben 
ist.

Die Adäquanzbeurteilung hat in dem Zeitpunkt zu erfolgen, in dem von der 
Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheits-
zustandes mehr erwartet werden kann (vgl. E. 2.4.1 hiervor). Gemäss den 
schlüssigen versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. med. 
B.________ vom 17. November 2022 (act. II 78 S. 2) und vom 8. Mai 2023 
(act. II 157 S. 10) war von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
keine namhafte Besserung mehr zu erwarten bzw. der medizinische End-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 17

zustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG im strittigen Zeitpunkt der Leis-
tungseinstellung (per 30. November 2022) erreicht, lagen doch zu diesem 
Zeitpunkt keine unfallkausalen Residuen und keine unfallbedingte Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit mehr vor:

Dr. med. B.________ legte in seinem Bericht vom 17. November 2022 (act. 
II 78 S. 2) mit Blick auf die nach dem Unfallereignis vom 21. Mai 2022 dia-
gnostizierte HWS Distorsion, Grad I, die nachweislich fehlenden strukturel-
len Läsionen an der HWS und am Neurokranium sowie unter Berücksichti-
gung der festgestellten Inkonsistenzen – als Hinweis für eine funktionelle 
Symptomausweitung – schlüssig dar, dass die auf den Unfall zurückzu-
führenden Beschwerden spätestens nach sechs Monaten abgeheilt waren. 
Daran ändern – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. 
Beschwerde S. 6 f., lit. C Subsumtion, Ziff. 3) – die ununterbrochen durch-
geführten hausärztlichen Verlaufskontrollen sowie die Einnahme von Medi-
kamenten nichts, da dies keine kontinuierliche, mit einer gewissen Plan-
mässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes 
gerichtete ärztliche Behandlung darstellt (Entscheid des BGer vom 
22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3). Ebensowenig vermag die vom 
Beschwerdeführer im Verlauf angegebene Beschwerdezunahme (act. II 75 
S. 2; 102 S. 4 und act. IIA 172 S. 4) den Fallabschluss hinauszuschieben, 
beruht diese doch entsprechend den Ausführungen von Dr. med. 
B.________ im Bericht vom 8. Mai 2023 (act. II 157 S. 11) ausschliesslich 
auf den – beweisrechtlich nicht ausschlaggebenden (BGE 140 V 290 E. 
3.3.1 S. 296) – subjektiven anamnestischen Angaben des Beschwerdefüh-
rers. Weiter wies Dr. med. B.________ diesbezüglich denn auch auf die 
medizinische Erfahrungstatsache hin, dass unfallbedingte Beschwerden 
unmittelbar sowie in hoher Intensität auftreten und im weiteren Verlauf suk-
zessive abnehmen, die vom Beschwerdeführer gezeigte umgekehrte Dy-
namik – mit im Verlauf zunehmender Symptomatik – indessen ein Hinweis 
auf eine unfallfremde Ursache sei (act. II 157 S. 9 f.). Sodann vermag der 
Beschwerdeführer auch aus dem Einwand, der medizinische Endzustand 
sei im November 2022 noch nicht erreicht gewesen, da nachweislich auf-
grund einer semistationären Behandlung im Spital I.________ vom 8. Mai 
bis 16. Juni 2023 eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit um 50% resp. eine 
Verbesserung des Gesundheitszustandes um 50% habe erzielt werden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 18

können (vgl. Beschwerde S. 6, lit. C Subsumtion, Ziff. 2; act. I 7 und 9), 
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, fehlt es den diesbezüglichen Ein-
schränkungen – soweit überhaupt objektiviert – doch an einer objektiv 
nachweisbaren Unfallkausalität und hatte die Beurteilung des Fallabschlus-
ses im November 2022 im Übrigen prospektiv zu erfolgen (vgl. E. 2.4.1 
hiervor). Dementsprechend ist der Fallabschluss per 30. November 2022 
nicht als verfrüht zu betrachten und die von der Beschwerdegegnerin in 
diesem Zeitpunkt vorgenommene Adäquanzprüfung nicht zu beanstanden.

4.

4.1 Ob die Adäquanz gemäss der Praxis nach BGE 134 V 109 oder 
nach BGE 115 V 133 zu prüfen ist resp. ob die zum typischen Beschwer-
debild eines Schleudertraumas gehörenden Beeinträchtigungen im Ver-
gleich zur psychischen Problematik ganz in den Hintergrund getreten sind, 
kann hier offen bleiben. Die Adäquanz ist nämlich auch unter Berücksichti-
gung der für den Beschwerdeführer tendenziell günstigeren Praxis gemäss 
BGE 134 V 109 (da nicht zwischen physischen und psychischen Kompo-
nenten unterschieden wird; BGE 134 V 109 E. 6.2.1 S. 117 in Verbindung 
mit E. 10.1 S. 126 f.) zu verneinen (vgl. nachfolgend).

4.2 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (BGE 140 V 356 
E. 5.1 S. 359; SVR 2019 UV Nr. 41 S. 157 E. 8.1) – zwischen banalen bzw. 
leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich 
dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Dabei 
können die erlittenen Verletzungen Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich 
beim Unfall entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 37 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 19

E. 4.2.2). Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 
schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint 
werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mitt-
leren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beant-
worten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar 
mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 
134 V 109 E. 10.1 S. 126; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 44 E. 8.2.1). Je nach 
den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausal-
zusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann 
zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fäl-
len im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem 
schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren 
Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgepräg-
ter Weise erfüllt ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Ein-
zelkriterien in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so 
müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kri-
terien erfüllt sein (SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.1). Handelt es sich um 
einen mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müs-
sen für die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2019 
UV Nr. 11 S. 45 E. 8.4). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den 
objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E.4c 
S. 384). 

Der Katalog der – abschliessend aufgezählten (BGE 134 V 109 E. 10.2 
S. 127) – adäquanzrelevanten Kriterien lautet (BGE 134 V 109 E. 10.3 
S. 130; SVR 2017 UV Nr. 41 S. 143 E. 6.1):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 20

- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird bei der Beurteilung der vor-
stehend genannten Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen 
und psychischen Komponenten verzichtet, weil hier nicht entscheidend ist, 
ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder psychischer Na-
tur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 5d aa S. 364 und E. 6a S. 367; 
RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 4a). Voraussetzung 
für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychischen Beschwer-
den aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Be-
schwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein 
komplexes Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV Nr. 13 S. 48 E. 3b).

4.3 Gemäss der Schadenmeldung UVG hielt der Beschwerdeführer am 
21. Mai 2022 vor einer roten Ampel an, als ihm das nachfolgende Fahrzeug 
ins Heck fuhr (act. II 1 S. 1 Ziff. 6).

Nach der Rechtsprechung werden einfache Auffahrunfälle in der Regel als 
mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen eingestuft (SVR 
2017 UV Nr. 16 S. 56 E. 4.3.3; RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über 
die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 64). Vor diesem Hintergrund und 
mit Blick darauf, dass die Unfallbeteiligten ihre Fahrzeuge nach der 
Kollision von der Strasse wegfuhren (act. II 158 S. 7) und der 
Beschwerdeführer nach dem Unfallereignis als Lenker mit dem Unfallauto 
weiterfahren konnte (act. II 33 S. 2 Ziff. 3), gemäss den Unfallfotos (act. II 
156 S. 6 ff. und 158 S. 7 f. und S. 11) und dem Verkehrsunfallbericht (act. II 
3 S. 1 Ziff. 11) nur minimale Beschädigungen an den Fahrzeugen 
entstanden, der Airbag beim Beschwerdeführer nicht ausgelöst wurde (act. 
II 33 S. 2 Ziff. 2b) und weder eine Ambulanz noch die Polizei an den 
Unfallort gerufen wurden (act. II 1 S. 1 Ziff. 6; act. IIA 172 S. 2), ist es nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 21. Mai 
2022 als "höchstens" mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leich-
ten Unfällen qualifiziert hat (act. IIA 161 S. 8 Ziff. 6.3). Daran vermag allein 
die Tatsache, dass der Beschwerdeführer – wie er geltend macht (vgl. Be-
schwerde S. 6 Ziff. 4) – völlig unerwartet und im Stillstand von hinten ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 21

fahren worden sei, nichts zu ändern, ist doch die Schwere des Unfalles 
insbesondere aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich 
dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen (vgl. E. 4.2 hiervor). Soweit er im 
Rahmen der Sprechstunde für funktionelle neurologische Störungen im 
März 2023 angab, beim Unfall am 21. Mai 2022 sei ein Auto von hinten in 
ihn „hineingerast“, in der Folge sei er während 10 bis 15 Minuten bewusst-
los gewesen und habe direkt nach dem Unfall Kopfschmerzen entwickelt 
(act. IIA 172 S. 2), stimmen diese dramatischen Schilderungen nicht mit 
seinen früheren Angaben in der Schadenmeldung vom 24. Mai 2022 (act. II 
1 S. 1 Ziff. 6), im "Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach kra-
nio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vom 11. Juli 2022 (act. II 33 S. 1 
Ziff. 2a) oder während der neurologischen Untersuchung am 5. September 
2022 bei Dr. med. E.________ (act. II 55 S. 3) überein. Zudem vermögen 
die erst im März 2023 erfolgten Aussagen zum Unfallhergang denn auch 
mit Blick auf die Unfallfotos, welche nur geringe Beschädigungen an den 
Fahrzeugen zeigen und belegen, dass der Beschwerdeführer nach dem 
Ereignis die Unfallformulare selber ausgefüllt hat (act. II 158 S. 7 ff.), nicht 
zu überzeugen. Die zuvor getätigten „Aussagen der ersten Stunde“ sind in 
der Regel unbefangener und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs-
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 
E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47). Den Unfallschilderungen des Be-
schwerdeführers während der neurologischen Sprechstunde im März 2023 
kann somit nicht gefolgt werden.

Ob das Ereignis vom 21. Mai 2022 sogar als banalen bzw. leichten Unfall, 
bei welchem der adäquate Kausalzusammenhang ohne weiteres zu ver-
neinen wäre, eingestuft werden könnte (vgl. Beschwerdeantwort S. 1), 
kann hier offengelassen werden, da die adäquate Unfallkausalität – wie 
nachfolgend dargelegt wird – auch unter Berücksichtigung der Adäquanz-
kriterien zu verneinen ist. 

4.4 Die adäquate Unfallkausalität ist bei einem mittelschweren Unfall im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen nur dann zu bejahen, wenn vier der 
sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt 
vorliegt (vgl. E. 4.2 hiervor). Massgebend sind dabei die Verhältnisse, wie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 22

sie sich bis zum Fallabschluss per 30. November 2022 entwickelt haben 
(vgl. Entscheid des BGer vom 27. November 2017, 8C_488/2017, E. 6.7).

4.4.1 Ob besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere 
Eindrücklichkeit des Unfalls vorliegen, beurteilt sich objektiv und nicht auf-
grund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Per-
son (Entscheid des BGer vom 6. November 2012, 8C_398/2012, E. 6.1). 
Dem Unfallereignis vom 21. Mai 2022 (act. II 1) muss bei objektiver Be-
trachtung eine besondere Eindrücklichkeit abgesprochen werden, zumal 
jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit ei-
gen ist (BGE 140 V 356 E. 5.6.1 S. 366, 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127; SVR 
2020 UV Nr. 34 S. 139 E. 5.4.1, 2016 UV Nr. 21 S. 69 E. 5.3.2). Besonders 
dramatische Begleitumstände sind nicht auszumachen und werden auch 
nur in deutlich gravierenderen Fällen bejaht (vgl. Rechtsprechungsüber-
sicht im BGer 8C_398/2012, E. 6.1.1). Das Kriterium der besonders drama-
tischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls ist 
somit zu verneinen.

4.4.2 Die Diagnose eines Schleudertraumas (oder einer anderen, 
adäquanzrechtlich gleich behandelten Verletzung) genügt für sich allein 
nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der 
erlittenen Verletzung. Es bedarf dazu vielmehr einer besonderen Schwere 
der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Um-
stände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können 
beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körper-
haltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erheb-
liche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleu-
dertrauma zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 
10.2.2 S. 127; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 45 E. 8.5).

Der Beschwerdeführer zog sich keine schweren oder in ihrer Art besonde-
ren Verletzungen zu. Initial wurde im "Dokumentationsbogen für Erstkon-
sultationen nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma" vom 11. Juli 
2022 einzig ein Verdacht auf eine HWS-Distorsion, Grad I, diagnostiziert 
und eine Oberkieferkontusion festgehalten (act. II 33 S. 4 Ziff. 7). Zudem 
betrug der GCS-Wert bei der Erstuntersuchung 15 Punkte (act. II 33 S. 4 
Ziff. 6d), was dem bestmöglichen Wert entspricht. Eine erhebliche und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2024, UV/23/487, Seite 23

dauerhafte Vorschädigung der HWS durch das frühere Unfallereignis vom 
15. November 2019 (act. II 55 S. 3), welche als erschwerender Umstand zu 
berücksichtigen wäre (vgl. SVR 2017 UV Nr. 9 S. 32 E. 5), ist nicht ausge-
wiesen. Unmittelbar vor dem Unfall hat in Bezug auf die HWS keine Ar-
beitsunfähigkeit bestanden. Das Kriterium ist folglich nicht erfüllt.

4.4.3 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 
Behandlung erfordert eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässig-
keit auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgerichtete ärztli-
che Behandlung, verbunden mit einer erheblichen zusätzlichen Beeinträch-
tigung der Lebensqualität. Medikamentöse und ambulante physiotherapeu-
tische Behandlung, alternativ-medizinische Massnahmen sowie Verlaufs-
kontrollen und Abklärungen sind nicht im Sinne der Rechtsprechung als 
belastend zu qualifizieren (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; SVR 2019 UV 
Nr. 11 S. 45 E. 8.5, 2007 UV Nr. 25 S. 84 E. 8.3.3; Entscheid des BGer 
vom 16. Februar 2009, 8C_327/2008, E. 4.2).

Die nach dem Unfall vom 21. Mai 2022 erfolgten Behandlungen bestanden 
im Wesentlichen aus medikamentösen und physiotherapeutischen Behand-
lungen, hausärztlichen Verlaufskontrollen sowie Abklärungen (act. II 55 
S. 4; 56 S. 2; 57 S. 6 Ziff. 3; 67) und sind insoweit – entgegen der Ansicht 
des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 7) – nicht im Sinne der 
Rechtsprechung als belastend zu qualifizieren, zumal eine Behandlungs-
bedürftigkeit (in Form medikamentöser Schmerz- und Physiotherapie) 
während zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS resp. 
äquivalenten Verletzungen mit ähnlichem Beschwerdebild durchaus üblich 
ist (Entscheid des BGer vom 23. April 2008, 8C_402/2007, E. 5.2.3). Damit 
ist auch dieses Kriterium zu verneinen.

4.4.4 Für die Adäquanzfrage wesentlich können im Weiteren in der Zeit 
zwischen Unfall und Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch beste-
hende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach 
den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die 
verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 
134 V 109 E. 10.2.4 S. 128; SVR 2017 UV Nr. 9 S. 33 E. 9).

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Während der neurologischen Untersuchung am 5. September 2022 bei 
Dr. med. E.________ gab der Beschwerdeführer an, täglich unter Kopf-
schmerzen – bis teilweise zu einer „Schmerzstärke von 10/10 auf der VAS“ 
– zu leiden. Diese Exazerbationen würden über Stunden anhalten, bevor 
die Schmerzsymptomatik nachlasse. Während der Kopfschmerzen könne 
es auch zu Photo-Phonophobie, Übelkeit und bei starker Ausprägung der 
Kopfschmerzen zu Erbrechen kommen. Zudem würden mehrmals am Tag 
Schwindelbeschwerden episodenhaft bei Bewegungen auftreten, jeweils für 
ca. 10 bis 60 Sekunden. Bezüglich der zervikalen Schmerzen werde er 
physiotherapeutisch behandelt, dies habe jedoch zu keiner wesentlichen 
Verbesserung geführt. Dem ist entgegenzuhalten, dass in der klinischen 
Untersuchung (inkl. Abklärung mittels vestibulärer Funktionsprüfung mit der 
Frenzel-Brille) keine Konstellation eines benignen paroxysmalen Lage-
rungsschwindels aufgezeigt werden konnte und die fluktuierenden Unsi-
cherheiten in der Gleichgewichtsprüfung bei Ablenkung deutlich weniger 
ausgeprägt waren (act. II 55 S. 3 f.). Auch Dr. med. univ. D.________ gab 
mit Bericht vom 27. Oktober 2022 an, der Beschwerdeführer mache zwar 
aktuell einen depressiven Eindruck, was jedoch auch im Rahmen der letz-
ten Schwindelproblematik nach Treppensturz so gewesen sei, wobei er 
sich nie sicher gewesen sei, ob eine Simulation vorgelegen habe (act. II 
75). Die neurologische Untersuchung der Dres. med. G.________ und 
H.________ war bis auf den Finger-Nase-Versuch und Romberg mit dis-
kreter funktioneller Symptomausweitung ebenfalls unauffällig (act. IIA 172 
S. 4). In den klinischen Untersuchungen wurden somit übereinstimmend 
von verschiedenen Ärzten Inkonsistenzen als Hinweis auf eine funktionelle 
Symptomausweitung festgestellt und der Hausarzt wies gar auf den (frühe-
ren) Verdacht auf Simulation hin (act. II 75). Vor diesem Hintergrund kön-
nen die geltend gemachten Schmerzen – entgegen der Ausführungen in 
der Beschwerde (S. 6 Ziff. 4) – lediglich eingeschränkt als glaubhaft und 
sicherlich nicht als erheblich im Sinne der Rechtsprechung eingestuft wer-
den, so dass dieses Kriterium ebenfalls nicht erfüllt ist.

4.4.5 Offensichtlich nicht erfüllt ist das Kriterium der ärztlichen Fehlbe-
handlung, die die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat. 

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4.4.6 Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsver-
laufs und der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt 
sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5.5). Eine Komplikation ist ein Umstand, 
der den durchschnittlichen Heilungsprozess eines unfallbedingten Gesund-
heitsschadens ungünstig beeinflusst und muss als solcher selber nicht auf 
den Unfall zurückzuführen sein (SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.3). Aus der 
blossen Dauer der ärztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden 
darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Umstän-
de, welche die Heilung beeinträchtigt haben (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 
S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 85 E. 8.5, 
2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). Nicht darunter fallen etwa die Einnahme vie-
ler Medikamente und die Durchführung verschiedener Therapien wie auch 
die Tatsache, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerde-
freiheit noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit erreicht werden konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 42 E. 4.3), wo-
mit auch vorliegend kein schwieriger Heilungsverlauf im Sinne des Kriteri-
ums gegeben ist. Sodann sind keine Komplikationen – verstanden als (un-
fallfremde oder unfallbedingte) Umstände, die den durchschnittlichen 
Heilungsprozess eines unfallbedingten Gesundheitsschadens ungünstig 
beeinflussen (vgl. SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 5.3) – aktenkundig. Soweit 
der Beschwerdeführer geltend macht, die lang andauernde 
Behandlungszeit habe ihn in eine schwere Depression versetzt (vgl. 
Beschwerde S. 7 Ziff. 5), ist festzuhalten, dass eine solche bis zum Fallab-
schluss per 30. November 2022 in den Akten nicht ausgewiesen ist. Dr. 
med. univ. D.________ hielt – wie bereits ausgeführt – einzig fest, der 
Beschwerdeführer mache einen depressiven Eindruck, wobei er implizit 
auch auf das Vorliegen einer diesbezüglichen Simulation hinwies (act. II 
75). Damit ist auch dieses Kriterium zu verneinen.

4.4.7 Bezüglich des Kriteriums der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz 
ausgewiesener Anstrengungen ist Folgendes festzuhalten: Anstrengungen 
der versicherten Person können sich insbesondere in ernsthaften Arbeits-
versuchen trotz allfälliger persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. 
Dabei ist auch der persönliche Einsatz im Rahmen von medizinischen The-
rapiemassnahmen zu berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um 

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alternative, der gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragen-
de Tätigkeiten ins Gewicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss 
in erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszu-
weisen vermag, kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 
S. 130; SVR 2009 UV Nr. 13 S. 56 E. 7.7.1).

Zwischen dem Unfallereignis vom 21. Mai 2022 und dem Fallabschluss 
vom 30. November 2022 sind keine eigentlichen beruflichen 
Anstrengungen zur Wiedereingliederung aktenkundig. Allein die subjektiven 
Angaben des Beschwerdeführers, er habe versucht, zu 50% oder auch zu 
80% wieder zu arbeiten, jedoch sei dies nicht möglich gewesen (vgl. act. II 
55 S. 3), vermögen daran nichts zu ändern, zumal Dr. med. univ. 
D.________ insbesondere versuchte, den Beschwerdeführer zur Wieder-
aufnahme der Arbeit zu min. 50% zu motivieren. Entsprechend den 
Ausführungen von Dr. med. B.________ im Bericht vom 8. Mai 2023 (act. II 
157 S. 10) ist vorliegend zudem von einer geringen Unfallschwere 
auszugehen und die geltend gemachte bzw. durchgehend bescheinigte 
volle Arbeitsunfähigkeit nicht unfallbedingt erklärbar. Das Kriterium der 
erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen kann 
somit nicht bejaht werden.

4.5 Insgesamt ist damit keines der massgebenden Kriterien erfüllt, 
womit der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 21. 
Mai 2022 und den weiterhin geklagten Beschwerden zu verneinen ist. Die 
Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht ihre Leistungen per 30. 
November 2022 eingestellt bzw. einen Anspruch auf weitere Leistungen 
(Invalidenrente, Integritätsentschädigung) verneint.

5.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
22. Mai 2023 (act. IIA 161) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene 
Beschwerde ist abzuweisen.

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6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.