# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9706c6a-3399-5d36-b144-23c0c44c4c4c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 07.10.2020 LZ200007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ200007_2020-10-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LZ200007-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech 

und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiber MLaw 

H. Schinz 

Urteil vom 7. Oktober 2020 

 

in Sachen 

 

A._____,   
Verfahrensbeteiligte und Berufungsklägerin 1 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._____,  

 

sowie 

 

B._____,  
Klägerin und Berufungsklägerin 2 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____,  

 

gegen 

 

C._____,  
Beklagter und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange 
 

- 2 - 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 (FK190010-E) 
 

- 3 - 

Rechtsbegehren: 

Anträge der Klägerin und der Verfahrensbeteiligten (Urk. 30): 

1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Kindsmutter an die Pflege 
und Erziehung der Klägerin, geb. tt.mm.2016, monatliche im Vo-
raus zahlbare indexierte angemessene Kinderunterhaltsbeiträge, 
rückwirkend ab dem 1. Dezember 2017, über die Volljährigkeit hin-
aus, bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung gestützt 
auf Art. 277 Abs. 2 ZGB, zzgl. allfälliger vertraglicher oder gesetzli-
cher Kinderzulagen, zahlbar an die Kindsmutter, solange die Klä-
gerin keine Direktansprüche stellt respektive Dritte als Zahlstelle 
bezeichnet, wie folgt zu bezahlen; 

 Barunterhalt 
 Stufe 0  
 Barunterhalt der Klägerin (ab dem 1. Dezember 2017  

bis zur Rechtskraft des Urteils [exkl. Fremdbetreuung]) CHF 519.00 
 Stufe 1 (ab Rechtskraft bis Ende November 2026)  
 Barunterhalt Klägerin, inkl. Fremdbetreuung (Fr. 300.–) CHF 819.00 
 Stufe 2 (ab 1. Dezember 2026 bis 30. November 2029) 
 Barunterhalt Klägerin, inkl. Fremdbetreuung (Fr. 300.–) CHF 1'049.00 
 Stufe 3 (ab 1. Dezember 2029 bis 30. November 2032) 
 Gebührender Barunterhalt Klägerin CHF 989.00 
 jeweils zuzüglich allfälliger Kinder- respektive Ausbildungszulagen 

 Betreuungsunterhalt 
 Stufe 0 und Stufe 1 (1. Dezember 2017 bis Ende November 2026)  
 Bedarf der Kindsmutter CHF 2'645.00 abzüglich  

Einkommen CHF 413.00 CHF 2'232.00 
 Stufe 2 (ab 1. Dezember 2026 bis 30. November 2029) 
 Bedarf der Kindsmutter CHF 2'745.00 abzüglich  

Einkommen CHF 835.00 CHF 1'910.00 
 Stufe 3 (ab 1. Dezember 2029 bis 30. November 2032) 
 Bedarf der Kindsmutter CHF 2'745.00 abzüglich 

Einkommen CHF 1'700.00 CHF 1'045.00 
2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, sich zur Hälfte an ausseror-

dentlichen Kinderkosten, mithin sämtlichen nicht regelmässig anfal-
lenden Kinderkosten, zu beteiligen; 

3. Es sei eine allfällige Unterdeckung des gebührenden Bedarfs der 
Klägerin, einschliesslich Fremdbetreuungskosten sowie des Be-
treuungsunterhalts, festzustellen; 

- 4 - 

4. Es sei Dispositiv Ziff. 1 des Entscheids der KESB Bezirk Pfäffikon 
vom 10. Juli 2018 aufzuheben und es sei der Kindsmutter die allei-
nige Obhut über B._____, geb. tt.mm.2016, zuzuteilen; 

5. Es sei Dispositiv Ziff. 3 lit. a des Entscheids der KESB Bezirk Pfäf-
fikon vom 10. Juli 2018 aufzuheben und es sei der Beklagte be-
rechtigt zu erklären und zu verpflichten, B._____ wie folgt zu be-
treuen: 

 Jedes zweite Wochenende von Freitagabend bis Sonntagabend; 
 Eventualiter bis zum Eintritt der Klägerin in den Kindergarten jedes 

zweite Wochenende vom Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Montag-
abend, 18.00 Uhr; 

6. Es sei Dispositiv Ziff. 3 lit. b des Entscheids der KESB Bezirk Pfäf-
fikon vom 10. Juli 2018 aufzuheben und es sei bis zum Eintritt von 
B._____ in den Kindergarten auf Ferien zu verzichten, eventualiter 
seien dem Beklagten zwei einzelne Ferienwochen zuzusprechen; 

7. Es sei Dispositiv Ziff. 6 des Entscheids der KESB Bezirk Pfäffikon 
vom 10. Juli 2018 aufzuheben und es sei auf eine Weisung ge-
stützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 273 ZGB gegenüber der 
Kindsmutter zu verzichten; 

8. Es sei Dispositiv Ziff. 7 lit. h des Entscheids der KESB Bezirk Pfäf-
fikon vom 10. Juli 2018 insoweit aufzuheben, als dass die Beistän-
din die Einhaltung der Weisung gestützt auf Art. 307 Abs. 2 ZGB 
i.V.m. Art. 273 ZGB zu überwachen hat; 

9. Es sei Dispositiv Ziff. 8 Abs. 1 des Entscheids der KESB Bezirk 
Pfäffikon vom 10. Juli 2018 aufzuheben und Frau D._____, kjz 
Pfäffikon, nicht als Beiständin zu ernennen respektive sie ab sofort 
aus ihrem Amt zu entlassen und stattdessen eine neue Beiständin 
des kjz Hinwil als Beiständin zu bestellen; 

10. Es sei Dispositiv Ziff. 9 Satz 2 des Entscheids der KESB Bezirk 
Pfäffikon vom 10. Juli 2018 aufzuheben, wonach die Beiständin 
ermächtigt wird, die Übergabe des Kindes nötigenfalls mit polizeili-
cher Hilfe durchzusetzen; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten 
des Beklagten. 
 
Anträge des Beklagten (Urk. 20 und Urk. 33): 

1. Es seien die klägerischen Anträge abzuweisen; 
2. […] 
3. Es sei das Kind B._____, geb. tt.mm.2016, unter die alleinige Ob-

hut des Kindsvaters zu stellen; 

- 5 - 

4. Es sei der Kindsmutter, A._____, geb. tt. März 1975, für das Kind 
B._____ ein Besuchsrecht jeweils am 2. und 4. Wochenende eines 
jeden Monats von Freitag 18 Uhr bis Sonntagabend 19 Uhr zu ge-
währen; mit Eintritt von B._____ in die Schulpflicht sei das Be-
suchsrecht von Frau A._____ an ihren Besuchswochenenden je-
weils bis Dienstagabend, 19 Uhr zu verlängern; 

5.  Es sei der Kindsmutter, A._____, geb. tt. März 1975, für das Kind 
B._____ ein Ferienbesuchsrecht von drei Wochen pro Kalender-
jahr, jeweils eine Woche am Stück, einzuräumen; 

6. Es sei festzustellen, dass Frau A._____, geb. tt. März 1975, mo-
mentan aus finanziellen Gründen ausserstande ist, Kinderunter-
haltsbeiträge für die Tochter B._____ zu zahlen und es sei die ent-
sprechende Unterdeckung festzustellen; 

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlicher 
Mehrwertsteuer zulasten der Klägerin bzw. der Kindsmutter. 

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren  
am Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 (Urk. 62 S. 24 ff.): 

1. Die Klägerin wird unter die alternierende Obhut der Kindseltern, 

C._____ und A._____, gestellt. Der Hauptwohnsitz der Klägerin befin-

det sich beim Vater. 

2. Die Eltern betreuen die Klägerin je zur Hälfte.  

 Die Mutter betreut die Klägerin jeweils von Freitag in Wochen mit gera-

der Wochenzahl, 18.00 Uhr, bis am darauffolgenden Freitag, 

18.00 Uhr. In der übrigen Zeit wird die Klägerin durch den Beklagten 

betreut. 

 Die Weihnachtsfeiertage vom 24. bis 26. Dezember, 10.00 Uhr, ver-

bringt die Klägerin jeweils bei demjenigen Elternteil, in dessen ordentli-

che Betreuungszeit der 24. Dezember fällt. Die Weihnachtsfeiertage 

vom 26. Dezember, 10.00 Uhr, bis 27. Dezember, 18.00 Uhr, verbringt 

die Klägerin jeweils ungeachtet der ordentlichen Betreuungszeiten 

beim andern Elternteil. 

 Beide Elternteile sind ab dem Kindergarteneintritt der Klägerin berech-

tigt, mit ihr je vier Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. Die Eltern 

sprechen sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei Monate 

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im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in 

Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der 

Aufteilung der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mut-

ter. 

 Der betreuende Elternteil überbringt die Klägerin am Ende seiner Be-

treuungszeit an den Wohnort des anderen Elternteils. 

 Es ist den Kindseltern erlaubt, von Fall zu Fall Abweichungen von die-

ser Regelung zu vereinbaren. 

3. Den Kindseltern wird die Weisung gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB in Ver-

bindung mit Art. 273 Abs. 2 ZGB erteilt, sich gemeinsam in eine am 

Kind orientierte Mediation zu begeben und an mindestens fünf Mediati-

onssitzungen aktiv und verbindlich teilzunehmen, mit dem Ziel, die 

Kommunikation zwischen den Eltern zu verbessern. 

 Von weiteren Weisungen an die Kindseltern wird abgesehen. 

4. Die Kindseltern sind verpflichtet, die Kosten der Klägerin zu überneh-

men, die während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil 

verbringt (insbesondere Verpflegung/Anteil Miete). 

 Die Kinderzulagen stehen der Mutter zu. Diese wird verpflichtet, daraus 

die Krankenkasse sowie die notwendige Alltagsbekleidung der Klägerin 

zu bezahlen. 

5. Alle übrigen Anträge der Parteien werden abgewiesen. 

6. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt.  

 Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Ent-

scheids, reduziert sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

7. Die Kosten werden den Kindseltern, C._____ und A._____, je zur Hälf-

te auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Parteien wer-

den auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen. 

- 7 - 

8. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen.  

9. (Mitteilung) 

10. (Rechtsmittel) 

Berufungsanträge: 

 Anträge der Verfahrensbeteiligten und Berufungsklägerin 1 (Urk. 61 
S. 2 ff.) 
"1. Es sei Ziff. 1 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 19. No-

vember 2019 (Geschäfts-Nr. FK190001) aufzuheben und es sei die 
Berufungsklägerin unter die alleinige Obhut der Kindsmut-
ter/Verfahrensbeteiligten zu stellen, wo sie auch ihren Hauptwohn-
sitz haben soll; 

 2. Es sei die Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 
19. November 2019 (Geschäfts-Nr. FK190001) aufzuheben und es 
sei der Berufungsbeklagte für berechtigt zu erklären und zu ver-
pflichten, die Berufungsklägerin wie folgt zu betreuen: 

 Wochenbetreuung 
 bis zum Eintritt der Berufungsklägerin in den Kindergarten (voraus-

sichtlich Sommer 2021) 
 alternierend je eine Woche gemäss Urteil vom 19. November 2019 

Ziff. 2 Abs. 1 und 2 
ab Eintritt der Berufungsklägerin in den Kindergarten (Dispositiv 
Ziff. 2 Abs. 4) 

 –  im Drei-Wochen-Rhythmus 

  erstes und zweites Wochenende ab Freitag nach Schulschluss 
bis Sonntagabend,19:00 Uhr (verpflegt) 

   drittes Wochenende bei der Mutter; 

  erster und zweiter Mittwochnachmittag ab Schulschluss bis 
19:00 Uhr (verpflegt); 

   dritter Mittwochnachmittag bei der Mutter 

  Feiertagsregelung (Dispositiv Ziff. 2 Abs. 3, ab Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils) 

 – in den Jahren mit gerader Jahreszahl vom 24. Dezember, 
10:00 Uhr bis 25. Dezember, 12:00 Uhr respektive in den Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl vom 25. Dezember, 12:00 Uhr 
bis zum 26. Dezember, 19:00 Uhr (verpflegt); 

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 – alternierend in den Jahren mit ungerader Jahreszahl über Os-
tern (Gründonnerstag, 18:00 Uhr bis Ostermontag, 18:00 Uhr) 
respektive in den Jahren mit ungerader Jahreszahl über 
Pfingsten (Pfingstfreitag ab Schulschluss bis Pfingstmontag, 
19:00 Uhr - verpflegt); 

 – in den Jahren mit gerader Jahreszahl vom 30. Dezember, 10:00 
Uhr bis 2. Januar, 19:00 Uhr (verpflegt); 

 – in der übrigen Zeit soll die Berufungsklägerin von der Kindsmut-
ter/Verfahrensbeteiligten betreut werden; 

 Ferienbetreuung (Dispositiv Ziff. 2 Abs. 5, ab Kindergarteneintritt) 
 Es seien die Parteien ab Eintritt in den Kindergarten der Beru-

fungsklägerin für berechtigt zu erklären und zu verpflichten, je 
sechs Wochen Ferien pro Jahr während der Schulferienzeit auf ei-
gene Kosten mit der Berufungsklägerin zu verbringen; 

 Es seien die Eltern zu verpflichten, zwischen Mitte November und 
Mitte Dezember gemeinsam einen Ferienplan für das nachfolgende 
Kalenderjahr zu erstellen; 

 Sollten sich die Eltern bezüglich der Aufteilung der Ferien nicht ei-
nig werden, so soll der Berufungsklägerin respektive der Kindsmut-
ter/Verfahrensbeteiligten in den Jahren mit gerader Jahreszahl das 
Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zukommen 
und dem Berufungsbeklagten umgekehrt in den Jahren mit unge-
rader Jahreszahl; 

 Übergaberegelung (Dispositiv Ziff. 2 Abs. 6) 
 Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, die Berufungskläge-

rin jeweils am Wohnort der Kindsmutter/Verfahrensbeteiligten res-
pektive in der Schule oder im Hort abzuholen und die Berufungs-
klägerin auch wieder an deren Wohnort zurückzubringen; 

 Eventualiter soll der betreuende Elternteil die Berufungsklägerin 
am Ende seiner Betreuungszeit an den Wohnort des anderen El-
ternteils überbringen (ausgenommen am Mittwochnachmittag); 

Eventualantrag 
 Sollte die Berufungsklägerin unter die alleinige Obhut des Beru-

fungsbeklagten gestellt werden und sie bei ihm auch ihren Wohn-
sitz haben, so beantragt die Kindsmutter/Verfahrensbeteiligte eine 
entsprechende Betreuungsregelung mit der Berufungsklägerin, wie 
sie das auch für den Berufungsbeklagten beantragt hat; 

 3.  Es sei die Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 
19. November 2019 (Geschäfts-Nr. FK 190001) aufzuheben und es 
sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklägerin 

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zuhanden der Kindsmutter angemessene indexierte im Voraus 
zahlbare Unterhaltsbeiträge, zuzüglich allfälliger Kinder- respektive 
Ausbildungszulagen, wie folgt zu bezahlen; 

 Barunterhalt 
 Stufe 1 (bis zum Eintritt in den Kindergarten) 
 Ab 1.12.2017 bis 30.8.2021   CHF  550.00 

Stufe 2 (Ab Eintritt in den Kindergarten bis 10 Jahre) 
 ab 1.9.2021 bis 1.12.2026   CHF  800.00 

Stufe 3 (ab 10 Jahren bis Ende der Oberstufe) 
 ab 1.12.2026 bis 30.11.2029   CHF  1'265.00 

Stufe 4 (ab Ende der Oberstufe bis zum Abschluss einer Ausbildung) 
 ab 1.12.2029     CHF  950.00 

Betreuungsunterhalt 

 ab dem 1.12.2017 bis 31.12.2018 mindestens CHF 2'500.00 

 ab 1.1.2019 bis 31.12.2019 mindestens CHF 1'886.00 

 ab 1.1.2020 bis 30.8.2021 mindestens CHF 2'121.00 

 ab 1.9.2021 bis 30.8.2028 mindestens CHF 1'221.00 

Unterdeckung 
 Es sei eine allfällige Unterdeckung festzustellen; 

Eventualantrag 
 Es sei im Falle der Zuteilung der alleinigen Obhut der Berufungs-

klägerin an den Berufungsbeklagten von der Zusprechung von Un-
terhaltszahlungen durch die Kindsmutter/Verfahrensbeteiligte man-
gels finanzieller Leistungsfähigkeit abzusehen; 

 4.  Es sei die Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 
19. November 2019 (Geschäfts-Nr. FK190001) respektive Disposi-
tiv Ziff. 6 des Entscheides der KESB Bezirk Pfäffikon vom 10. Juli 
2018 aufzuheben und es sei auf eine Weisung gestützt auf Art. 307 
Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 273 ZGB gegenüber der Kinds-
mutter zu verzichten; 

 5.  Es sei die Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 
19. November 2019 (Geschäfts-Nr. FK190001) respektive sei Dis-
positiv Ziff. 7 lit. h des Entscheides der KESB Pfäffikon vom 10. Juli 
2018 insoweit aufzuheben; 

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 6.  Es sei die Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 
19. November 2019 (Geschäfts-Nr. FK190001) respektive Disposi-
tiv Ziff. 8 Abs. 1 des Entscheides der KESB Bezirk Pfäffikon vom 
10. Juli 2018 aufzuheben und es sei Frau D._____, kjz Pfäffikon 
aus ihrem Amt zu entlassen und stattdessen eine neue Beiständin 
oder ein neuer Beistand zu bestellen; 

 7.  Es sei die Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 
19. November 2019 (Geschäfts-Nr. FK190001) respektive Disposi-
tiv Ziff. 9 Abs. 2 des Entscheides der KESB Bezirk Pfäffikon vom 
10. Juli 2018 aufzuheben, wonach die Beiständin ermächtigt wird, 
die Übergabe des Kindes nötigenfalls mit polizeilicher Hilfe durch-
zusetzen; 

 8.  Eventualiter sei das angefochtene Urteil vom 19. November 2019 
(Geschäfts Nr. FK190001) aufzuheben und die Angelegenheit an 
die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen; 

 9.  Es seien im Falle der Rückweisung der Angelegenheit an die Vor-
instanz die Verfahrenskosten neu zu regeln und die Ziff. 6 des Ur-
teils des Bezirksgerichtes Hinwil vom 19. November 2019 (Ge-
schäfts Nr. FK 190001) aufzuheben; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu 
Lasten des Berufungsbeklagten." 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Verfahrensbeteiligte und Berufungsklägerin 1 (nachfolgend: Verfahrens-

beteiligte oder Mutter) und der Beklagte und Berufungsbeklagte (nachfolgend: 

Beklagter oder Vater) sind die unverheirateten Eltern der am tt.mm.2016 gebore-

nen Klägerin und Berufungsklägerin 2 (nachfolgend: Klägerin oder Tochter). 

Nachdem sich der Vater am 25. Oktober 2017 wegen des bevorstehenden Aus-

zugs der Mutter beim Kinder- und Jugendhilfezentrum gemeldet hatte und 

schliesslich an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Pfäffikon 

ZH (nachfolgend: KESB) gelangt war (Urk. 14/15/5), standen sich die Eltern in 

den folgenden Jahren in einem aufwendig geführten Verfahren vor der KESB, 

dem Bezirksrat Pfäffikon (nachfolgend: Bezirksrat) und der II. Zivilkammer des 

Obergerichts des Kantons Zürich gegenüber (vgl. Urk. 14/1-66). 

- 11 - 

2. Aufgrund des am 3. Januar 2019 beim Friedensrichteramt E._____ einge-

reichten Schlichtungsgesuchs (Urk. 3/17) und der mit Eingabe vom 15. Mai 2019 

bei der Vorinstanz anhängig gemachten Unterhaltsklage (Urk. 1) wurde das beim 

Bezirksrat hängige Verfahren mit Präsidialverfügung vom 20. Juni 2019 sistiert 

(Urk. 13). Nach durchgeführtem erstinstanzlichem Verfahren erging unter dem 

19. November 2019 das angefochtene Urteil (Urk. 49, Urk. 57 = Urk. 62) und zeit-

gleich eine zwischenzeitlich in Rechtskraft erwachsene Verfügung betreffend vor-

sorgliche Massnahmen (Urk. 48 und Urk. 56). Hinsichtlich des weiteren Verlaufs 

des erstinstanzlichen Verfahrens sei auf die entsprechenden Erwägungen der  

Vorinstanz verwiesen (Urk. 62 S. 5 ff.). 

3. Mit Berufungsschrift vom 21. Februar 2020 wandten sich Mutter und Tochter 

gegen das vorinstanzliche Urteil und gelangten fristgerecht an die urteilende 

Kammer (Urk. 58 und Urk. 61). Nebst den eingangs aufgeführten Anträgen stell-

ten sie in prozessualer Hinsicht ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege und beantragten zudem, es sei ein Erziehungsfähigkeitsgutachten 

einzuholen (Urk.  61 S. 5). Sowohl die Mutter als auch der Vater äusserten sich 

innert der ihnen mit Verfügung vom 10. März 2020 (Urk. 67) angesetzten Frist zur 

Frage eines allfälligen Interessenskonflikts hinsichtlich der Vertretung der Tochter 

durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._____ (Urk. 68-69). Der Vater ersuchte des Wei-

teren um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfah-

ren (Urk. 68 S. 2). Nach gegenseitiger Zustellung der vorerwähnten Eingaben 

(Urk. 70) und jener vom 17. April 2020 (Urk. 71-72) wurde den Eltern mit Be-

schluss vom 18. Mai 2020 die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt, für die Toch-

ter eine Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet und Rechtsan-

wältin lic. iur. X2._____ als Kindesvertreterin vorgeschlagen (Urk. 73). Da in der 

Folge keine Einwendungen vorgebracht wurden (Urk. 75), wurde Rechtsanwältin 

lic. iur. X2._____ zur Kindesvertreterin ernannt (Urk. 76). Die Eltern und die Kin-

desvertreterin wurden alsdann mit Vorladung vom 1. Juli 2020 auf den 31. August 

2020 zu einer Vergleichsverhandlung vorgeladen (Urk. 77), anlässlich welcher sie 

unter Mitwirkung des Gerichtsschreibers (Prot. S. 14 f.) eine Vereinbarung mit 

nachfolgendem Inhalt abschlossen (Urk. 79): 

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"1. Obhut 

Die Eltern beantragen, es sei ihnen die Obhut für die Tochter B._____, geboren am 
tt.mm.2016, gemeinsam zu belassen. 

Weiter vereinbaren sie, dass der zivilrechtliche Wohnsitz der Tochter beim Vater ist.  

 2. Betreuungsanteile 

 a)  bis und mit 22. August 2021 

Die Mutter betreut die Tochter jeweils von Freitag in Wochen mit gerader Wochenzahl, 
18.00 Uhr, bis am darauffolgenden Freitag, 18.00 Uhr. In der übrigen Zeit wird die 
Tochter durch den Vater betreut. 

 b) ab 23. August 2021 (Eintritt in den Kindergarten) 

Die Mutter betreut die Tochter in geraden Kalenderwochen von Mittwoch nach Kinder-
garten-/Schulschluss bis Samstag, 17.00 Uhr (Abholung durch den Vater am Wohnort 
der Mutter), und in ungeraden Kalenderwochen von Donnerstag nach Kindergarten-
/Schulschluss bis zum Kindergarten-/Schulbeginn am Montag der folgenden geraden 
Kalenderwoche. 

In der übrigen Zeit wird die Tochter vom Vater betreut. 

 3. Feiertage  

In Jahren mit ungerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 
10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 25. Dezem-
ber 13.00 Uhr) mit dem Vater und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) sowie 
Silvester und die Neujahrstage des darauffolgenden Jahres (31. Dezember 10.00 Uhr bis 
2. Januar 19.00 Uhr) mit der Mutter.  

In Jahren mit gerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 10.00 Uhr 
bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 25. Dezember 
13.00 Uhr) mit der Mutter und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) sowie Sil-
vester und die Neujahrstage des darauffolgenden Jahres (31. Dezember 10.00 Uhr bis 2. Ja-
nuar 19.00 Uhr) mit dem Vater.  

 4. Ferien 

Die Tochter verbringt mit jedem Elternteil je die Hälfte der Schulferien (6 Wochen und drei-
einhalb Tage). Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien spätestens bis zum 
30. November des Vorjahres ab. Können sie sich nicht einigen, so verbringt die Tochter in 
Jahren mit gerader Jahreszahl die erste Woche der Sport-, Frühlings-, Herbst- und Weih-
nachtsferien (beginnend Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr) sowie die ersten zweiein-
halb Wochen der Sommerferien (beginnend Freitag 18.00 Uhr bis Mittwoch 12.00 Uhr) mit 

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dem Vater und die übrige Ferienzeit mit der Mutter. In Jahren mit ungerader Jahreszahl ver-
bringt die Tochter die erste Woche der Sport-, Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsferien (be-
ginnend Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr) sowie die ersten zweieinhalb Wochen der 
Sommerferien (beginnend Freitag 18.00 Uhr bis Mittwoch 12.00 Uhr) mit der Mutter und die 
übrige Ferienzeit mit dem Vater. 

Derjenige Elternteil, bei dem die Tochter in die Ferien geht, verpflichtet sich, die Tochter beim 
anderen abzuholen, sofern dies erforderlich ist. 

Derjenige Elternteil, bei welchem sich die Tochter am Ende der Ferien aufhält, verpflichtet 
sich, sie rechtzeitig zum Kindergarten-/Schulbeginn zur Schule zu bringen. 

Die Eltern verpflichten sich gegenseitig, das Ferienziel so früh als möglich, spätestens drei 
Wochen vor Ferienbeginn dem anderen bekannt zu geben. 

 5. Pass und ID 

Die Eltern verpflichten sich, einen Pass und eine ID für die Tochter zu erstellen. Der Pass 
wird bei der Mutter und die ID beim Vater zur Aufbewahrung belassen. Die Mutter verpflichtet 
sich, dem Vater den Pass für die Dauer seiner Ferien mit der Tochter im Austausch gegen 
die ID auf erstes Verlangen auszuhändigen und der Vater verpflichtet sich, diesen am Ende 
der Ferien auf erstes Verlangen gegen Austausch der ID der Mutter zurückzugeben. 

Die ordentliche Erneuerung von Pass und ID ist von den Eltern je hälftig zu tragen. 

 6. Beistandschaft 

Die Eltern beantragen dem Gericht, es sei die für die Tochter errichtete Beistandschaft im 
Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB beizubehalten. Dem Beistand bzw. der Beiständin seien die 
folgenden Aufgaben zu übertragen: 

- den Kindseltern bei Fragen und Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Besuchsrecht 
unterstützend und beratend zur Verfügung zu stehen; 

- die Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung des Betreuungs- 
bzw. Kontaktrechts zu unterstützen; 

- Unterstützung der Eltern, ihre Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf die Kinderbelan-
ge zu verbessern; 

- Unterstützung der Eltern bei Konflikten in Zusammenhang mit der Regelung der Ferien 
und der Erstellung eines Jahresferienplans für das kommende Jahr; 

- allfällige Kosten für die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 19. November 2019 
angeordnete Mediation tragen die Eltern je zur Hälfte, der Beistand bzw. der Beistän-
din wird jedoch beauftragt, die Finanzierung bei den entsprechenden Behörden zu be-
antragen. 

 7. Unterhalt 

- 14 - 

Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Tochter, die während der Zeit anfallen, die 
sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, Anteil Miete, notwendige All-
tagsbekleidung) jeweils selber. 

Die Kinderzulagen stehen der Mutter zu. Diese wird verpflichtet, daraus die Krankenkasse 
der Klägerin zu bezahlen." 

4. Die von der Kindesvertreterin im Nachgang zu vorerwähnter Verhandlung 

eingereichte Honorarnote (Urk. 80) wurde den Eltern mit Verfügung vom 

2. September 2020 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 81) und von diesen nicht 

beanstandet (Urk. 82). 

II. 

1. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind unter anderem die 

Obhutszuteilung, die Betreuungsregelung sowie der Unterhalt für die gemeinsame 

Tochter. Für alle Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten gilt unein-

geschränkt die Untersuchungs- und Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher 

unterliegt die von den Eltern getroffene Vereinbarung im Sinne eines überein-

stimmenden Parteiantrags der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung  

(vgl. ZK-Bräm, Art. 176 ZGB N 18 und N 117; BGer 5A_1031/2019 vom 26. Juni 

2020, E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, 

dass mit der Vereinbarung das Kindeswohl gewahrt wird (BGE 143 III 361 

E. 7.3.1).  

2. Gemäss Ziffer 1 und 2 der vorstehend wiedergegebenen Vereinbarung be-

antragen die Eltern, es sei ihnen die Obhut über die Tochter gemeinsam zu be-

lassen, deren Wohnsitz beim Vater festzulegen und die Betreuung alternierend zu 

organisieren. 

2.1 Ob die alternierende Obhut überhaupt in Frage kommt und ob sie sich mit 

dem Kindeswohl verträgt, hängt von den konkreten Umständen ab. Das bedeutet, 

dass das Gericht gestützt auf festgestellte Tatsachen der Gegenwart und der 

Vergangenheit eine sachverhaltsbasierte Prognose darüber zu stellen hat, ob die 

alternierende Obhut als Betreuungslösung aller Voraussicht nach dem Wohl des 

- 15 - 

Kindes entspricht. Unter den Kriterien, auf die es bei dieser Beurteilung ankommt, 

ist zunächst die Erziehungsfähigkeit der Eltern hervorzuheben, und zwar in dem 

Sinne, dass die alternierende Obhut grundsätzlich nur dann in Frage kommt, 

wenn beide Eltern erziehungsfähig sind. Weiter erfordert die alternierende Obhut 

organisatorische Massnahmen und gegenseitige Informationen. Insofern setzt die 

praktische Umsetzung einer alternierenden Betreuung voraus, dass die Eltern fä-

hig und bereit sind, in den Kinderbelangen miteinander zu kommunizieren und zu 

kooperieren, und das Kind durch eine derartige Lösung nicht einem gravierenden 

Elternkonflikt in einer Weise ausgesetzt würden die seinen Interessen offensicht-

lich zuwiderliefe. Zu berücksichtigen ist ferner die geographische Situation, na-

mentlich die Distanz zwischen den Wohnungen der beiden Eltern, und die Stabili-

tät, welche die Weiterführung der bisherigen Regelung für das Kind gegebenen-

falls mit sich bringt. In diesem Sinne fällt die alternierende Obhut eher in Betracht, 

wenn die Eltern das Kind schon vor ihrer Trennung abwechselnd betreuten. Wei-

tere Gesichtspunkte sind die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu be-

treuen, das Alter des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb-)Geschwistern und 

seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld (BGE 142 III 612 E. 4.2 f.). 

2.2 Im Entscheid über vorsorgliche Massnahmen der KESB vom 7. Dezember 

2017 war vorgesehen, dass beide Eltern die Tochter zu ungefähr gleichen Teilen 

betreuen sollten (Urk. 14/15/31). Alsdann wurde von der KESB mit Entscheid vom 

10. Juli 2018 unter anderem die alternierende Obhut angeordnet und die Betreu-

ung zu ungefähr gleichen Teilen beibehalten (Urk. 15/2). Schliesslich sind auch im 

angefochtenen Urteil wochenweise alternierende Betreuungsanteile vorgesehen 

(Urk. 62 S. 24). Wenngleich diesem Betreuungsmodell namentlich aufgrund der 

ablehnenden Haltung der Mutter anfänglich nur unzureichend nachgelebt wurde 

(Urk. 15/2 S. 6 ff.), änderte sich dies noch vor Einleitung des erstinstanzlichen 

Verfahrens, sodass nunmehr von einer sich über die Jahre bewährten Regelung 

gesprochen werden kann (vgl. Urk. 62 S. 17 mit weiteren Hinweisen). Der ge-

meinsame Antrag der Eltern bedeutet dem Grundsatz nach die Weiterführung der 

bisherigen Regelung, was im Sinne des Kindeswohls zu begrüssen ist. 

- 16 - 

2.3 Die Konflikte der Eltern sind in den Akten zahlreich dokumentiert (exempla-

risch: Urk. 14/15/58). Zudem lassen gewisse Vorkommnisse Zweifel an der Bin-

dungstoleranz der Mutter aufkommen (vgl. u. a. Urk. 14/15/137). Allerdings liegen 

diese Umstände allesamt geraume Zeit zurück und der Elternkonflikt scheint sich 

zum Wohle der Tochter beruhigt zu haben. Dies ist auch mit der zunehmenden 

zeitlichen Distanz zur Trennung der Eltern zu erklären. Namentlich mit Abschluss 

des vorliegenden Verfahrens wird eine weitere Entspannung in der Beziehung der 

Eltern zu erwarten sein. Die elterlichen Streitereien stehen nach dem Gesagten 

einer alternierenden Obhut nicht entgegen und lassen im Übrigen die Erziehungs-

fähigkeit der Eltern nicht als eingeschränkt erscheinen. Die Einholung eines Er-

ziehungsfähigkeitsgutachtens (vgl. Urk. 61 S. 5) ist unter diesen Umständen nicht 

angezeigt. Im weiteren sprechen die bei beiden Eltern unbestrittenermassen 

grosszügig vorhandenen persönlichen Betreuungsmöglichkeiten für eine alternie-

rende Obhut und die beantragte Betreuungslösung. In Anbetracht der geographi-

schen Gegebenheiten ist die Abkehr von der wöchentlich alternierenden Betreu-

ung mit Beginn des Kindergartens zu begrüssen. Darüber hinaus spricht die Dis-

tanz zwischen den beiden Wohnorten von rund 20 Kilometern nicht gegen die be-

antragte Betreuungslösung.  

2.4 Im Lichte des Kindeswohls erscheint die Anordnung einer alternierenden 

Obhut mit Wohnsitz beim Vater und die von den Eltern beantragte Betreuungslö-

sung als die bestmögliche Alternative, weshalb diese gemeinsamen Anträge zu 

genehmigen sind. Dispositiv-Ziffer 1 des angefochtenen Urteils ist daher zu bestä-

tigen. 

3. Unter Bezugnahme auf vorstehende Erwägungen entsprechen die von den 

Eltern beantragte hälftige Aufteilung der Feiertage sowie der Ferien genauso wie 

die übrigen Ferienmodalitäten und die Regelung betreffend den Reisepass und 

die Identitätskarte dem Kindeswohl. Als Ausdruck der gleichmässigen Aufteilung 

der Betreuungsverantwortung erscheinen diese klaren Regelungen konsequent 

und lassen die Tochter von den Ressourcen beider Eltern optimal profitieren. Die 

Vereinbarung ist folglich insoweit ebenfalls zu genehmigen.  

- 17 - 

4. Die Vorinstanz ordnete aufgrund der weiterhin bestehenden Kommunikati-

onsprobleme der Parteien die Weiterführung der mit Entscheid der KESB vom 

10. Juli 2018 errichteten Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB an 

(Urk. 62 S. 21). Dies erscheint auch zum gegenwärtigen Zeitpunkt angezeigt, 

weshalb entsprechend der Vereinbarung der Parteien die Beistandschaft nach 

Art. 308 Abs. 2 ZGB beizubehalten ist. Ebenso ist der Vorinstanz zuzustimmen, 

dass kein Anlass für eine Absetzung der zuständigen Beistandsperson, Frau 

D._____, besteht (vgl. Urk. 62 S. 21). Allerdings ist den neuerlichen Entwicklun-

gen mit einer Anpassung des Aufgabenkatalogs der Beistandsperson Rechnung 

zu tragen. Namentlich erscheint eine Übergabebegleitung nicht mehr notwendig, 

ebenso die Überwachung der Weisungen. Die zuständige Beistandsperson hat 

den Eltern dagegen bei Fragen und Unklarheiten im Zusammenhang mit dem Be-

suchsrecht unterstützend und beratend zur Verfügung zu stehen und sie bei der 

Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung des Betreuungs- und Ferien-

rechts sowie bei der Verbesserung ihrer Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf 

die Kinderbelange zu unterstützen. Auch bei der Erstellung eines Jahresferien-

plans für das jeweils kommende Jahr wird sie den Eltern die notwendige Unter-

stützung zu leisten und zudem die Finanzierung der mit Urteil des Bezirksgerichts 

Hinwil vom 19. November 2019 angeordneten Mediation bei den entsprechenden 

Behörden zu beantragen haben. 

5. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt sich ohne weiteres, dass die 

von der KESB mit Entscheid vom 10. Juli 2020 erteilten Weisungen, abgesehen 

von der die Mediation betreffenden, sowie die Vollstreckungskompetenz der Bei-

ständin zur Durchsetzung des Besuchsrechts nicht weiter aufrechterhalten wer-

den sollten (Urk. 62 S. 22). Der Klarheit halber ist diese zutreffende Erkenntnis im 

Dispositiv vorzumerken und Dispositiv-Ziffer 3 zu bestätigen. 

6. Die Eltern haben vereinbart, die Kosten für die Tochter, die während der Zeit 

anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, Anteil 

Miete, notwendige Alltagsbekleidung), jeweils selbst zu übernehmen. Die Kinder-

zulagen sollen der Mutter zustehen und von dieser vorab für die Krankenkassen-

kosten (KVG) verwendet werden. 

- 18 - 

6.1 Die Grundsätze der Unterhaltspflicht und insbesondere auch die Wirkung ei-

ner alternierenden Obhut auf die Unterhaltsverpflichtung wurden von der Vor-

instanz zutreffend dargelegt (Urk. 62 S. 22). Hierauf kann verwiesen werden. Wie 

nachfolgende Erwägungen erhellen, ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, 

dass beide Elternteile in der Lage sind, den eigenen Bedarf und jenen der Tochter 

zu decken. Kinderunterhalt ist demzufolge nicht zuzusprechen und die Vereinba-

rung der Parteien zu genehmigen. 

6.2 Die unter den Eltern gleichmässig aufgeteilte Betreuungsverantwortung 

bringt es mit sich, dass auf beiden Seiten bis zum Kindergartenbeginn der Tochter 

im August 2021 von einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 50 % auszugehen ist. 

Ab September 2021 ist in Anlehnung an die bundesgerichtliche Rechtsprechung 

(BGE 144 III 481 E. 4.7.6) eine Erhöhung der Arbeitspensa auf 75 % zu erwarten. 

Da die gegenwärtigen selbständigen Erwerbstätigkeiten beider Eltern als zu we-

nig einbringlich erscheinen und sie sich spätestens seit dem vorinstanzlichen Ur-

teil ihrer Pflicht zur Ausschöpfung ihrer Leistungsfähigkeit bewusst sein mussten, 

ist ihnen je ein hypothetisches Einkommen anzurechnen und zudem von einer 

Übergangsfrist abzusehen. Beide Eltern verfügen über grosse Erfahrung in ihrem 

angestammten Beruf. Es ist daher ohne weiteres als möglich und zumutbar zu er-

achten, dass der Vater als angestellter Schiff- und Bootsbauer monatlich zumin-

dest Fr. 3'145.10 (vgl. Tosoni, Lohnbuch Schweiz 2020, Alle Löhne der Schweiz 

auf einen Blick, 2020, S. 150) und die Mutter als Fotografin monatlich mindestens 

Fr. 2'651.50 zu verdienen in der Lage ist (vgl. Tosoni, a.a.O., S. 420). Hinzu 

kommen zudem die Familienzulagen für die Tochter von monatlich Fr. 200.–. Wie 

sich aus nachfolgenden Erwägungen ergibt, vermögen beide Eltern dadurch je 

sowohl den eigenen Bedarf als auch jenen der Tochter, der während der jeweili-

gen Betreuungszeit anfällt, zu decken. 

6.3 Hinsichtlich der Bedarfszahlen des Vaters kann grundsätzlich auf die in sei-

ner Rechtsschrift dargelegte Aufstellung verwiesen werden (Urk. 18 S. 3). In Ab-

weichung davon gilt es die Wohnkosten zu zwei Dritteln (Fr. 353.30 + Fr. 333.30) 

dem Vater und im Übrigen (Fr. 176.65 + Fr. 166.65) der Tochter anzurechnen. 

Die Kosten für den Selbstbehalt und die Franchise der Krankenversicherung sind 

- 19 - 

überdies nicht ausgewiesen und fallen daher ausser Betracht, genauso wie die 

Kosten für die Krankenzusatzversicherung (Urk. 19/3/1) und die Steuern, welche 

bei vorliegenden Verhältnissen nicht zu berücksichtigen sind. Der Bedarf des Va-

ter und der Tochter beim Vater errechnet sich demnach wie folgt: 

 Vater Tochter beim Vater 

Grundbetrag Fr. 1'350.– Fr. 200.– 

Hypothekarkosten Fr. 353.30 Fr. 176.65 

Liegenschaftsunterhaltskosten Fr. 333.30 Fr. 166.65 

Krankenkasse (KVG) Fr. 240.20  

Versicherungen Fr. 25.–  

Kommunikation inkl.  

Serafe 

Fr. 150.–  

Mobilität Fr. 150.–  

Total: Fr. 2'601.80 Fr. 543.30 

6.4 Auch die von der Mutter in der Berufungsschrift dargelegte Bedarfsaufstel-

lung erweist sich grundsätzlich als richtig (Urk. 61 S. 29). Zu bemerken gilt es ein-

zig, dass die Kosten für Wasser und Strom im Grundbetrag enthalten sind. Die 

Haftpflichtversicherung ist nur im Umfang von Fr. 10.50 ausgewiesen (Urk. 65/22) 

und als Nebenkosten können nur Fr. 109.95 monatlich für Brennholz (Urk. 32/68 

und Urk. 65/17) und Fr. 14.70 (Urk. 65/18; auf die undatierte Urk. 32/69 kann nicht 

abgestellt werden) für den Kaminfeger berücksichtigt werden. Davon sind 

Fr. 62.30 (50 %)der Mutter und Fr. 31.15 (25 %) der Tochter anzurechnen. Die 

Krankenzusatzversicherung und die Steuern sind unter vorliegenden Umständen 

aussen vor zu lassen. Unter Berücksichtigung der erwähnten Anpassungen prä-

sentiert sich der Bedarf der Mutter und der Tochter bei der Mutter folgendermas-

sen: 

 Mutter Tochter bei der Mutter 

Grundbetrag Fr. 1'350.– Fr. 200.– 

- 20 - 

Mietzins Fr. 340.– Fr. 170.– 

Nebenkosten Fr. 62.30 Fr. 31.15 

Krankenkasse (KVG) Fr. 302.55  

Weitere Gesundheitskosten Fr. 60.– Fr. 25.– 

Versicherungen Fr. 10.50  

Kommunikation inkl.  

Serafe 

Fr. 150.–  

Mobilität Fr. 150.–  

Total: Fr. 2'425.35 Fr. 426.15 

6.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass jeder Elternteil dazu in der Lage ist 

seinen Bedarf und die bei ihm für die Tochter anfallenden Kosten selbst zu de-

cken, weshalb kein Unterhalt geschuldet ist. 

III. 

Die Höhe der erstinstanzlichen Entscheidgebühr blieb ungerügt, ebenso die hälf-

tige Kostenauflage (vgl. Urk. 62 S. 25). Da sich das vorliegende Verfahren zum 

klar überwiegenden Teil um Kinderblange drehte, sind praxisgemäss die erstin-

stanzlichen Kostenfolgen zu bestätigen und auch die Kosten des zweitinstanzli-

chen Verfahrens sind den Parteien hälftig aufzuerlegen (vgl. statt vieler: OGer ZH 

LE200003 vom 24.04.2020, E. G/3 mit weiteren Hinweisen). In Anwendung von 

§ 5 Abs. 1, § 10 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG ist die Entscheidgebühr 

für das Berufungsverfahren auf Fr. 3'500.- festzusetzen. Zusammen mit den Kos-

ten für die Kindesvertreterin, welche antragsgemäss mit Fr. 5'833.70, zuzüglich 

Fr. 449.20 Mehrwertsteuer zu 7.7 %, mithin mit total Fr. 6'282.90 aus der Ge-

richtskasse zu entschädigen ist (Urk. 80; vgl. BGE 142 III 153 E. 2.5 und 

E. 5.3.4.2), belaufen sich die Gerichtskosten des zweitinstanzlichen Verfahrens 

auf total Fr. 9'782.90. Vom Zusprechen einer Parteientschädigung ist im Übrigen 

abzusehen und die den Parteien auferlegten Gerichtskosten sind aufgrund der 

- 21 - 

ihnen gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse 

zu nehmen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 Abs. 1 ZPO bleibt vorbehal-

ten. 

Es wird erkannt: 

1. Die Dispositiv-Ziffern 2 und 4 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten 

Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 werden aufge-

hoben. 

2. Die Dispositiv-Ziffern 1, 3 und 5 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfach-

ten Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 werden be-

stätigt. 

3. Die mit Entscheid der KESB vom 10. Juli 2018 für die Klägerin errichtete 

Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB wird weitergeführt. Der 

zuständigen Beistandsperson werden die folgenden Aufgaben übertragen: 

- den Kindseltern bei Fragen und Unklarheiten in Zusammenhang mit 

dem Besuchsrecht unterstützend und beratend zur Verfügung zu ste-

hen; 

- die Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung 

des Betreuungs- bzw. Kontaktrechts zu unterstützen; 

- Unterstützung der Eltern, ihre Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf 

die Kinderbelange zu verbessern; 

- Unterstützung der Eltern bei Konflikten in Zusammenhang mit der Re-

gelung der Ferien und der Erstellung eines Jahresferienplans für das 

kommende Jahr; 

- allfällige Kosten für die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 

19. November 2019 angeordnete Mediation tragen die Eltern je zur 

Hälfte, der Beistand bzw. die Beiständin wird jedoch beauftragt, die Fi-

nanzierung bei den entsprechenden Behörden zu beantragen. 

- 22 - 

4. Es wird davon Vormerk genommen, dass sämtliche mit Entscheid der Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Pfäffikon vom 10. Juli 

2018 getroffenen Anordnungen mit vorliegendem Erkenntnis dahingefallen 

sind.  

5. Die Vereinbarung der Parteien vom 31. August 2019 wird genehmigt. Sie 

lautet wie folgt: 

"1. Obhut 

Die Eltern beantragen, es sei ihnen die Obhut für die Tochter B._____, geboren am 
tt.mm.2016, gemeinsam zu belassen. 

Weiter vereinbaren sie, dass der zivilrechtliche Wohnsitz der Tochter beim Vater ist.  

 2. Betreuungsanteile 

 a)  bis und mit 22. August 2021 

Die Mutter betreut die Tochter jeweils von Freitag in Wochen mit gerader Wo-
chenzahl, 18.00 Uhr, bis am darauffolgenden Freitag, 18.00 Uhr. In der übrigen 
Zeit wird die Tochter durch den Vater betreut. 

 b) ab 23. August 2021 (Eintritt in den Kindergarten) 

Die Mutter betreut die Tochter in geraden Kalenderwochen von Mittwoch nach 
Kindergarten-/Schulschluss bis Samstag, 17.00 Uhr (Abholung durch den Vater 
am Wohnort der Mutter), und in ungeraden Kalenderwochen von Donnerstag 
nach Kindergarten-/Schulschluss bis zum Kindergarten-/Schulbeginn am Mon-
tag der folgenden geraden Kalenderwoche. 

In der übrigen Zeit wird die Tochter vom Vater betreut. 

 3. Feiertage  

In Jahren mit ungerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 
10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 
25. Dezember 13.00 Uhr) mit dem Vater und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 
19.00 Uhr) sowie Silvester und die Neujahrstage des darauffolgenden Jahres (31. De-
zember 10.00 Uhr bis 2. Januar 19.00 Uhr) mit der Mutter.  

In Jahren mit gerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 
10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 
25. Dezember 13.00 Uhr) mit der Mutter und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 
19.00 Uhr) sowie Silvester und die Neujahrstage des darauffolgenden Jahres (31. De-
zember 10.00 Uhr bis 2. Januar 19.00 Uhr) mit dem Vater.  

- 23 - 

 4. Ferien 

Die Tochter verbringt mit jedem Elternteil je die Hälfte der Schulferien (6 Wochen und 
dreieinhalb Tage). Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien spätestens 
bis zum 30. November des Vorjahres ab. Können sie sich nicht einigen, so verbringt 
die Tochter in Jahren mit gerader Jahreszahl die erste Woche der Sport-, Frühlings-, 
Herbst- und Weihnachtsferien (beginnend Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 10.00 Uhr) 
sowie die ersten zweieinhalb Wochen der Sommerferien (beginnend Freitag 18.00 Uhr 
bis Mittwoch 12.00 Uhr) mit dem Vater und die übrige Ferienzeit mit der Mutter. In Jah-
ren mit ungerader Jahreszahl verbringt die Tochter die erste Woche der Sport-, Früh-
lings-, Herbst- und Weihnachtsferien (beginnend Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 
10.00 Uhr) sowie die ersten zweieinhalb Wochen der Sommerferien (beginnend Frei-
tag 18.00 Uhr bis Mittwoch 12.00 Uhr) mit der Mutter und die übrige Ferienzeit mit dem 
Vater. 

Derjenige Elternteil, bei dem die Tochter in die Ferien geht, verpflichtet sich, die Toch-
ter beim anderen abzuholen, sofern dies erforderlich ist. 

Derjenige Elternteil, bei welchem sich die Tochter am Ende der Ferien aufhält, ver-
pflichtet sich, sie rechtzeitig zum Kindergarten-/Schulbeginn zur Schule zu bringen. 

Die Eltern verpflichten sich gegenseitig, das Ferienziel so früh als möglich, spätestens 
drei Wochen vor Ferienbeginn dem anderen bekannt zu geben. 

 5. Pass und ID 

Die Eltern verpflichten sich, einen Pass und eine ID für die Tochter zu erstellen. Der 
Pass wird bei der Mutter und die ID beim Vater zur Aufbewahrung belassen. Die Mutter 
verpflichtet sich, dem Vater den Pass für die Dauer seiner Ferien mit der Tochter im 
Austausch gegen die ID auf erstes Verlangen auszuhändigen und der Vater verpflich-
tet sich, diesen am Ende der Ferien auf erstes Verlangen gegen Austausch der ID der 
Mutter zurückzugeben. 

Die ordentliche Erneuerung von Pass und ID ist von den Eltern je hälftig zu tragen. 

 6. Beistandschaft 

Die Eltern beantragen dem Gericht, es sei die für die Tochter errichtete Beistandschaft 
im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB beizubehalten. Dem Beistand bzw. der Beiständin 
seien die folgenden Aufgaben zu übertragen: 

- den Kindseltern bei Fragen und Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Be-
suchsrecht unterstützend und beratend zur Verfügung zu stehen; 

- die Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung des Be-
treuungs- bzw. Kontaktrechts zu unterstützen; 

- Unterstützung der Eltern, ihre Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf die Kinder-
belange zu verbessern; 

- 24 - 

- Unterstützung der Eltern bei Konflikten in Zusammenhang mit der Regelung der 
Ferien und der Erstellung eines Jahresferienplans für das kommende Jahr; 

- allfällige Kosten für die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 19. November 
2019 angeordnete Mediation tragen die Eltern je zur Hälfte, der Beistand bzw. 
der Beiständin wird jedoch beauftragt, die Finanzierung bei den entsprechenden 
Behörden zu beantragen. 

 7. Unterhalt 

Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Tochter, die während der Zeit anfal-
len, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, Anteil Miete, not-
wendige Alltagsbekleidung) jeweils selber. 

Die Kinderzulagen stehen der Mutter zu. Diese wird verpflichtet, daraus die Kranken-
kasse der Klägerin zu bezahlen." 

6. Rechtsanwältin lic. iur. X2._____ wird für ihre Bemühungen und Barausla-

gen als Kindesvertreterin im Berufungsverfahren mit Fr. 5'833.70 zuzüglich 

Fr. 449.20 (Mehrwertsteuer von 7.7 %), also total Fr. 6'282.90, aus der Ge-

richtskasse entschädigt. 

7. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung wird bestätigt. 

8. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 6'282.90  Kosten für die Kindesvertretung 

Fr. 9'782.90   Gerichtskosten total 

9. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Verfah-

rensbeteiligten und dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge der 

gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehal-

ten. 

10. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

  

- 25 - 

11. Schriftliche Mitteilung an  

− die Parteien, an die Klägerin und den Beklagten unter Beilage des 
Doppels bzw. einer Kopie von Urk. 82 

− die Beiständin, D._____, kjz Pfäffikon, … [Adresse], 8330 Pfäffikon 
− die KESB Bezirk Pfäffikon 
− den Bezirksrat Pfäffikon, … [Adresse], 8330 Pfäffikon ZH 
− sowie an die Vorinstanz 
je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

12. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.  
 
Zürich, 7. Oktober 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 
 

Dr. D. Scherrer 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw H. Schinz 
 
versandt am: 
lb 
 

	Urteil vom 7. Oktober 2020
	Rechtsbegehren:
	Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren  am Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 (Urk. 62 S. 24 ff.):
	1. Die Klägerin wird unter die alternierende Obhut der Kindseltern, C._____ und A._____, gestellt. Der Hauptwohnsitz der Klägerin befindet sich beim Vater.
	2. Die Eltern betreuen die Klägerin je zur Hälfte.
	Die Mutter betreut die Klägerin jeweils von Freitag in Wochen mit gerader Wochenzahl, 18.00 Uhr, bis am darauffolgenden Freitag, 18.00 Uhr. In der übrigen Zeit wird die Klägerin durch den Beklagten betreut.
	Die Weihnachtsfeiertage vom 24. bis 26. Dezember, 10.00 Uhr, verbringt die Klägerin jeweils bei demjenigen Elternteil, in dessen ordentliche Betreuungszeit der 24. Dezember fällt. Die Weihnachtsfeiertage vom 26. Dezember, 10.00 Uhr, bis 27. Dezember,...
	Beide Elternteile sind ab dem Kindergarteneintritt der Klägerin berechtigt, mit ihr je vier Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei Monate im Voraus ab. Können sie sich nicht einig...
	Der betreuende Elternteil überbringt die Klägerin am Ende seiner Betreuungszeit an den Wohnort des anderen Elternteils.
	Es ist den Kindseltern erlaubt, von Fall zu Fall Abweichungen von dieser Regelung zu vereinbaren.
	3. Den Kindseltern wird die Weisung gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB in Verbindung mit Art. 273 Abs. 2 ZGB erteilt, sich gemeinsam in eine am Kind orientierte Mediation zu begeben und an mindestens fünf Mediationssitzungen aktiv und verbindlich teilzunehmen...
	Von weiteren Weisungen an die Kindseltern wird abgesehen.
	4. Die Kindseltern sind verpflichtet, die Kosten der Klägerin zu übernehmen, die während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insbesondere Verpflegung/Anteil Miete).
	Die Kinderzulagen stehen der Mutter zu. Diese wird verpflichtet, daraus die Krankenkasse sowie die notwendige Alltagsbekleidung der Klägerin zu bezahlen.
	5. Alle übrigen Anträge der Parteien werden abgewiesen.
	6. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt.
	Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Entscheids, reduziert sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
	7. Die Kosten werden den Kindseltern, C._____ und A._____, je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 Z...
	8. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen.
	9. (Mitteilung)
	10. (Rechtsmittel)
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.
	1. Die Verfahrensbeteiligte und Berufungsklägerin 1 (nachfolgend: Verfahrensbeteiligte oder Mutter) und der Beklagte und Berufungsbeklagte (nachfolgend: Beklagter oder Vater) sind die unverheirateten Eltern der am tt.mm.2016 geborenen Klägerin und Ber...
	2. Aufgrund des am 3. Januar 2019 beim Friedensrichteramt E._____ eingereichten Schlichtungsgesuchs (Urk. 3/17) und der mit Eingabe vom 15. Mai 2019 bei der Vorinstanz anhängig gemachten Unterhaltsklage (Urk. 1) wurde das beim Bezirksrat hängige Verfa...
	3. Mit Berufungsschrift vom 21. Februar 2020 wandten sich Mutter und Tochter gegen das vorinstanzliche Urteil und gelangten fristgerecht an die urteilende Kammer (Urk. 58 und Urk. 61). Nebst den eingangs aufgeführten Anträgen stellten sie in prozessua...
	Die Eltern beantragen, es sei ihnen die Obhut für die Tochter B._____, geboren am tt.mm.2016, gemeinsam zu belassen.
	Weiter vereinbaren sie, dass der zivilrechtliche Wohnsitz der Tochter beim Vater ist.
	2. Betreuungsanteile
	a)  bis und mit 22. August 2021
	Die Mutter betreut die Tochter jeweils von Freitag in Wochen mit gerader Wochenzahl, 18.00 Uhr, bis am darauffolgenden Freitag, 18.00 Uhr. In der übrigen Zeit wird die Tochter durch den Vater betreut.
	b) ab 23. August 2021 (Eintritt in den Kindergarten)
	Die Mutter betreut die Tochter in geraden Kalenderwochen von Mittwoch nach Kindergarten-/Schulschluss bis Samstag, 17.00 Uhr (Abholung durch den Vater am Wohnort der Mutter), und in ungeraden Kalenderwochen von Donnerstag nach Kindergarten-/Schulschlu...
	In der übrigen Zeit wird die Tochter vom Vater betreut.
	3. Feiertage
	In Jahren mit ungerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 25. Dezember 13.00 Uhr) mit dem Vater und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 19.00 Uh...
	In Jahren mit gerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 25. Dezember 13.00 Uhr) mit der Mutter und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr...
	4. Ferien
	Die Tochter verbringt mit jedem Elternteil je die Hälfte der Schulferien (6 Wochen und dreieinhalb Tage). Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien spätestens bis zum 30. November des Vorjahres ab. Können sie sich nicht einigen, so verbr...
	Derjenige Elternteil, bei dem die Tochter in die Ferien geht, verpflichtet sich, die Tochter beim anderen abzuholen, sofern dies erforderlich ist.
	Derjenige Elternteil, bei welchem sich die Tochter am Ende der Ferien aufhält, verpflichtet sich, sie rechtzeitig zum Kindergarten-/Schulbeginn zur Schule zu bringen.
	Die Eltern verpflichten sich gegenseitig, das Ferienziel so früh als möglich, spätestens drei Wochen vor Ferienbeginn dem anderen bekannt zu geben.
	5. Pass und ID
	Die Eltern verpflichten sich, einen Pass und eine ID für die Tochter zu erstellen. Der Pass wird bei der Mutter und die ID beim Vater zur Aufbewahrung belassen. Die Mutter verpflichtet sich, dem Vater den Pass für die Dauer seiner Ferien mit der Tocht...
	Die ordentliche Erneuerung von Pass und ID ist von den Eltern je hälftig zu tragen.
	6. Beistandschaft
	Die Eltern beantragen dem Gericht, es sei die für die Tochter errichtete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB beizubehalten. Dem Beistand bzw. der Beiständin seien die folgenden Aufgaben zu übertragen:
	- den Kindseltern bei Fragen und Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Besuchsrecht unterstützend und beratend zur Verfügung zu stehen;
	- die Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung des Betreuungs- bzw. Kontaktrechts zu unterstützen;
	- Unterstützung der Eltern, ihre Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf die Kinderbelange zu verbessern;
	- Unterstützung der Eltern bei Konflikten in Zusammenhang mit der Regelung der Ferien und der Erstellung eines Jahresferienplans für das kommende Jahr;
	- allfällige Kosten für die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 19. November 2019 angeordnete Mediation tragen die Eltern je zur Hälfte, der Beistand bzw. der Beiständin wird jedoch beauftragt, die Finanzierung bei den entsprechenden Behörden zu...
	7. Unterhalt
	Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Tochter, die während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, Anteil Miete, notwendige Alltagsbekleidung) jeweils selber.

	Die Kinderzulagen stehen der Mutter zu. Diese wird verpflichtet, daraus die Krankenkasse der Klägerin zu bezahlen."
	4. Die von der Kindesvertreterin im Nachgang zu vorerwähnter Verhandlung eingereichte Honorarnote (Urk. 80) wurde den Eltern mit Verfügung vom 2. September 2020 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 81) und von diesen nicht beanstandet (Urk. 82).

	II.
	III.
	Es wird erkannt:
	1. Die Dispositiv-Ziffern 2 und 4 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 werden aufgehoben.
	2. Die Dispositiv-Ziffern 1, 3 und 5 des Urteils des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 19. November 2019 werden bestätigt.
	3. Die mit Entscheid der KESB vom 10. Juli 2018 für die Klägerin errichtete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB wird weitergeführt. Der zuständigen Beistandsperson werden die folgenden Aufgaben übertragen:
	- den Kindseltern bei Fragen und Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Besuchsrecht unterstützend und beratend zur Verfügung zu stehen;
	- die Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung des Betreuungs- bzw. Kontaktrechts zu unterstützen;
	- Unterstützung der Eltern, ihre Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf die Kinderbelange zu verbessern;
	- Unterstützung der Eltern bei Konflikten in Zusammenhang mit der Regelung der Ferien und der Erstellung eines Jahresferienplans für das kommende Jahr;
	- allfällige Kosten für die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 19. November 2019 angeordnete Mediation tragen die Eltern je zur Hälfte, der Beistand bzw. die Beiständin wird jedoch beauftragt, die Finanzierung bei den entsprechenden Behörden zu...

	4. Es wird davon Vormerk genommen, dass sämtliche mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Pfäffikon vom 10. Juli 2018 getroffenen Anordnungen mit vorliegendem Erkenntnis dahingefallen sind.
	5. Die Vereinbarung der Parteien vom 31. August 2019 wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:
	Die Eltern beantragen, es sei ihnen die Obhut für die Tochter B._____, geboren am tt.mm.2016, gemeinsam zu belassen.
	Weiter vereinbaren sie, dass der zivilrechtliche Wohnsitz der Tochter beim Vater ist.
	2. Betreuungsanteile
	a)  bis und mit 22. August 2021
	Die Mutter betreut die Tochter jeweils von Freitag in Wochen mit gerader Wochenzahl, 18.00 Uhr, bis am darauffolgenden Freitag, 18.00 Uhr. In der übrigen Zeit wird die Tochter durch den Vater betreut.
	b) ab 23. August 2021 (Eintritt in den Kindergarten)
	Die Mutter betreut die Tochter in geraden Kalenderwochen von Mittwoch nach Kindergarten-/Schulschluss bis Samstag, 17.00 Uhr (Abholung durch den Vater am Wohnort der Mutter), und in ungeraden Kalenderwochen von Donnerstag nach Kindergarten-/Schulschlu...
	In der übrigen Zeit wird die Tochter vom Vater betreut.
	3. Feiertage
	In Jahren mit ungerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 25. Dezember 13.00 Uhr) mit dem Vater und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 19.00 Uh...
	In Jahren mit gerader Jahreszahl verbringt die Tochter die Osterfeiertage (Freitag 10.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr) und Heiligabend (24. Dezember 10.00 Uhr bis 25. Dezember 13.00 Uhr) mit der Mutter und Pfingsten (Freitag 18.00 Uhr bis Montag 19.00 Uhr...
	4. Ferien
	Die Tochter verbringt mit jedem Elternteil je die Hälfte der Schulferien (6 Wochen und dreieinhalb Tage). Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien spätestens bis zum 30. November des Vorjahres ab. Können sie sich nicht einigen, so verbr...
	Derjenige Elternteil, bei dem die Tochter in die Ferien geht, verpflichtet sich, die Tochter beim anderen abzuholen, sofern dies erforderlich ist.
	Derjenige Elternteil, bei welchem sich die Tochter am Ende der Ferien aufhält, verpflichtet sich, sie rechtzeitig zum Kindergarten-/Schulbeginn zur Schule zu bringen.
	Die Eltern verpflichten sich gegenseitig, das Ferienziel so früh als möglich, spätestens drei Wochen vor Ferienbeginn dem anderen bekannt zu geben.
	5. Pass und ID
	Die Eltern verpflichten sich, einen Pass und eine ID für die Tochter zu erstellen. Der Pass wird bei der Mutter und die ID beim Vater zur Aufbewahrung belassen. Die Mutter verpflichtet sich, dem Vater den Pass für die Dauer seiner Ferien mit der Tocht...
	Die ordentliche Erneuerung von Pass und ID ist von den Eltern je hälftig zu tragen.
	6. Beistandschaft
	Die Eltern beantragen dem Gericht, es sei die für die Tochter errichtete Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB beizubehalten. Dem Beistand bzw. der Beiständin seien die folgenden Aufgaben zu übertragen:
	- den Kindseltern bei Fragen und Unklarheiten in Zusammenhang mit dem Besuchsrecht unterstützend und beratend zur Verfügung zu stehen;
	- die Eltern bei der Lösungsfindung in Konflikten betreffend Ausübung des Betreuungs- bzw. Kontaktrechts zu unterstützen;
	- Unterstützung der Eltern, ihre Kommunikationsfähigkeit in Bezug auf die Kinderbelange zu verbessern;
	- Unterstützung der Eltern bei Konflikten in Zusammenhang mit der Regelung der Ferien und der Erstellung eines Jahresferienplans für das kommende Jahr;
	- allfällige Kosten für die mit Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 19. November 2019 angeordnete Mediation tragen die Eltern je zur Hälfte, der Beistand bzw. der Beiständin wird jedoch beauftragt, die Finanzierung bei den entsprechenden Behörden zu...
	7. Unterhalt
	Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Tochter, die während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, Anteil Miete, notwendige Alltagsbekleidung) jeweils selber.
	Die Kinderzulagen stehen der Mutter zu. Diese wird verpflichtet, daraus die Krankenkasse der Klägerin zu bezahlen."

	6. Rechtsanwältin lic. iur. X2._____ wird für ihre Bemühungen und Barauslagen als Kindesvertreterin im Berufungsverfahren mit Fr. 5'833.70 zuzüglich Fr. 449.20 (Mehrwertsteuer von 7.7 %), also total Fr. 6'282.90, aus der Gerichtskasse entschädigt.
	7. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung wird bestätigt.
	8. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	9. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Verfahrensbeteiligten und dem Beklagten je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Nachzahlung...
	10. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	11. Schriftliche Mitteilung an
	 die Parteien, an die Klägerin und den Beklagten unter Beilage des Doppels bzw. einer Kopie von Urk. 82
	 die Beiständin, D._____, kjz Pfäffikon, … [Adresse], 8330 Pfäffikon
	 die KESB Bezirk Pfäffikon
	 den Bezirksrat Pfäffikon, … [Adresse], 8330 Pfäffikon ZH
	 sowie an die Vorinstanz

	je gegen Empfangsschein.
	Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen Akten an die Vorinstanz zurück.
	12. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...