# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1917641f-f9fe-587a-9ea2-7c9c3d56e98d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.09.2014 IV 2013/630
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-630_2014-09-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/630

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 05.09.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 05.09.2014
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Bestimmung der 
Vergleichseinkommen. Kein Tabellenlohnabzug. Rückwirkend befristeter 
Anspruch auf eine ganze Rente. (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 5. September 2014, IV 2013/630). Bestätigt durch 
Urteil des Bundesgerichts 9C_745/2014

Entscheid Versicherungsgericht, 05.09.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, a.o. 

Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 5. September 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Karin Herzog, M.A. HSG in Law, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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IV-Leistungen

Sachverhalt:

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 4. April 2011 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). 

Anlässlich des Frühinterventionsgesprächs vom 28. April 2011 gab der behandelnde 

Dr. med. B.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, gegenüber RAD-Arzt Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH für Innere Medizin, an, der Versicherte leide an einer 

Supraspinatussehnenruptur der rechten Schulter, einer depressiven Störung mit 

Antriebsminderung und Schlafstörungen (nach fristloser Kündigung nach 22 Jahren 

Mitarbeit als Bauarbeiter im Oktober 2010 aufgetreten), einem Carpaltunnelsyndrom 

beidseits und Sulcus ulnaris Operation rechts (2006) sowie an degenerativen 

Wirbelsäulenveränderungen (IV-act. 13). Am 15. Juli 2011 orientierte Dr. B.___ RAD-

Arzt Dr. C.___, es bestehe weiterhin bis zum 14. September 2011 keine Arbeitsfähigkeit 

(IV-act. 17). Am 29. September 2011 berichtete er, am 6. September 2011 sei eine 

arthroskopische Dekompression und Supraspinatus-Sehnen-Reinsertion rechts erfolgt, 

weshalb nun eine Rekonvaleszenz von 12 Wochen erforderlich werde (Protokoll vom 

4. Oktober 2011, IV-act. 21). Am 4. Oktober 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten 

mit, aufgrund seines Gesundheitszustands seien zurzeit keine beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen möglich. Es werde die Rekonvaleszenz abgewartet. Ca. 

Ende Dezember 2011 werde der Anspruch auf IV-Leistungen mit der Einleitung von 

weiteren Abklärungen neu geprüft werden (IV-act. 20).

A.b  Im Verlaufsbericht vom 19. Januar 2012 gab Dr. B.___ an, der Gesundheitszustand 

des Versicherten habe sich seit dem 29. September 2011 verschlechtert. Trotz 

mehreren Schulteroperationen bestehe nach wie vor eine massiv eingeschränkte 

Schulterbeweglichkeit rechts. Aufgrund der eingeschränkten Schulterbeweglichkeit, 

der chronischen Rückenschmerzen und des Sulcus ulnaris Syndroms links sei der 

Versicherte nicht arbeitsfähig. Eine Tätigkeit sei dem Versicherten nicht zumutbar (IV-

act. 22). Am 9. Mai 2012 berichtete Dr. B.___, der Gesundheitszustand des 

Versicherten sei seit 19. Januar 2012 stationär geblieben. Es bestehe eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (IV-act. 33).

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A.c  RAD-Arzt Dr. C.___ empfahl am 3. September 2012 eine polydisziplinäre 

(allgemeininternistische, rheumatologische und psychiatrische) Begutachtung des 

Versicherten (IV-act. 37). Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 

26. November 2012 polydisziplinär (allgemeininternistisch, psychiatrisch und 

orthopädisch) in der ABI Aerztliches Begutachtungsinstitut GmbH untersucht (zum 

SuisseMED@P- Auswahlergebnis siehe IV-act. 36 und zur Mitteilung der Begutachtung 

an den Versicherten vom 6. November 2012 siehe IV-act. 41). Im Gutachten vom 

1. März 2013 diagnostizierten die Experten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

chronische, vorwiegend belastungsabhängige Schulterschmerzen rechts (ICD-10: 

M79.61) und ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, anamnestisch mit 

Ausstrahlung ins linke Bein, derzeit ohne diesbezüglich fassbare objektivierbare 

Befunde (ICD-10: M54.5). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine 

Dysthymie (ICD-10: F34.1), eine Schmerzverarbeitungsstörung mit algogener 

Verstimmung (ICD-10: F54.0) sowie ein Status nach Karpaltunnelspaltung rechts und 

nach Revision bei Sulcus ulnaris-Syndrom Ellenbogen rechts 2006, derzeit objektiv 

unauffälliger Befund (ICD-10: Z98.8). Die Arbeitsunfähigkeit für die angestammte, 

körperlich schwere Tätigkeit bestehe seit der Krankschreibung im Jahr 2010. Für 

adaptierte Tätigkeiten sei die Arbeitsfähigkeit nach der ersten Schulteroperation im 

März 2011 aufgehoben gewesen. Wegen des protrahierten Verlaufs habe diese 

Arbeitsunfähigkeit angedauert. Nach der Rekonvaleszenz nach dem letzten Eingriff im 

November 2011 könne ab März 2012 wieder eine vollständige Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten angenommen werden. Sicher bestehe diese 

Arbeitsfähigkeit seit der Untersuchung vom 26. November 2012 (IV-act. 43). RAD-Arzt 

Dr. C.___ schloss sich der gutachterlichen Beurteilung an (Stellungnahme vom 

22. März 2013, IV-act. 44).

A.d  Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

ermittelte die IV-Stelle einen 37%igen Invaliditätsgrad und stellte dem Versicherten mit 

Vorbescheid vom 4. April 2013 in Aussicht, sein Rentengesuch abzuweisen (IV-act. 48). 

Dagegen erhob der Versicherte am 17. April 2013 Einwand (IV-act. 49), den er am 

13. Juni 2013 ergänzend begründete (IV-act. 56). Der orthopädische ABI-Gutachter 

nahm am 2. Juli 2013 Stellung zur vom Versicherten vorgebrachten Kritik an der 

gutachterlichen Einschätzung und hielt an den Schlussfolgerungen im Gutachten vom 

1. März 2013 fest (IV-act. 59). Am 13. August 2013 äusserte sich der Versicherte zur 

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Stellungnahme der ABI und hielt unverändert an seinem Einwand fest (IV-act. 61). In 

der Verfügung vom 8. November 2013 wies die IV-Stelle das Rentengesuch ab (IV-

act. 62).

B.    

B.a  Gegen die Verfügung vom 8. November 2013 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 13. Dezember 2013. Der Beschwerdeführer beantragt darin unter

Kosten- und Entschädigungsfolge deren Aufhebung und die Ausrichtung der 

gesetzlichen Leistungen. Er rügt zunächst die Höhe der Vergleichseinkommen. 

Hinsichtlich der Höhe des Invalideneinkommens hält er die Aufrechnung auf eine 

betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden für falsch, da bei der 

ehemaligen Arbeitgeberin eine Arbeitszeit von 40.5 Stunden pro Woche üblich 

gewesen sei. Des Weiteren sei ein Leidensabzug von mindestens 10% gerechtfertigt. 

Schliesslich bringt er vor, der Grundsatz "Eingliederung vor Rente" sei verletzt worden 

und es seien ihm berufliche Eingliederungsmassnahmen zu gewähren. Seit dem 

27. November 2013 befinde er sich zur stationären Behandlung in der Klinik Valens, wo 

insbesondere die Eingliederungsfähigkeit geprüft werde (act. G 1).

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 14. Februar 

2014 die Abweisung der Beschwerde. Bezüglich der vom Beschwerdeführer 

beantragten beruflichen Massnahmen führt sie aus, dass lediglich der Rentenanspruch 

Verfügungs- und Streitgegenstand bilde. Da kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

bestehe, könne auch ohne Prüfung von Eingliederungsmassnahmen über den 

Rentenanspruch verfügt werden. Das Gutachten der ABI sei beweiskräftig und es 

würden in der Beschwerde auch keine Einwände dagegen vorgebracht. Entgegen der 

Ansicht des Beschwerdeführers erscheine es nicht opportun, bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens vom lediglich während 9 Monaten im Jahr 2010 erzielten 

Einkommen auszugehen und dieses auf einen hypothetischen Jahresverdienst 

hochzurechnen. Verlässlicher sei es, wenn das im Jahr 2009 tatsächlich erzielte 

Jahreseinkommen herangezogen werde. Zur Bestimmung des Invalideneinkommens 

sei der durchschnittliche Hilfsarbeiterlohn auf eine betriebsübliche wöchentliche 

Arbeitszeit umzurechnen. Die Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn rechtfertige 

sich nicht (act. G 4).

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B.c  In der Replik vom 21. März 2014 hält der Beschwerdeführer unverändert an der

Beschwerde fest. Ergänzend beantragt er eventualiter, die Angelegenheit sei zur 

Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die 

vom 27. November bis 17. Dezember 2013 in der Klinik Valens behandelnden 

medizinischen Fachpersonen seien zum Schluss gelangt, dass aus rein psychiatrischer 

Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um 20% bestehe. Unter 

Berücksichtigung der somatischen Beschwerden hätten sie eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigt (siehe beigelegter 

Bericht der Kliniken Valens vom 14. Januar 2014, act. G 7.1). Dieser medizinischen 

Einschätzung komme gegenüber der ABI-Beurteilung höheres Gewicht zu (act. G 7).

B.d  Die Beschwerdegegnerin hat auf eine begründete Duplik verzichtet (act. G 9).

Erwägungen:

1.     

In formeller Hinsicht ist vorab die Frage zu klären, ob auf den geltend gemachten 

Anspruch auf berufliche Massnahmen einzutreten ist.

1.1   Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich 

Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 

Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung - Stellung 

genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise 

weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem 

Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und 

insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 414 E. 1a).

1.2   Was den Anspruch auf berufliche Massnahmen anbelangt, so bildete dieser nicht 

Gegenstand der angefochtenen Rentenverfügung vom 8. November 2013. Im Hinblick 

darauf, dass darin ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 37% ermittelt 

wurde, ist die Frage betreffend berufliche Massnahmen auch nicht notwendigerweise 

deren Gegenstand, worauf die Beschwerdegegnerin zutreffend hinweist. Diese lässt 

sich ferner materiell nicht zum Anspruch auf berufliche Massnahmen vernehmen (act. 

G 4 Rz 1). Unter diesen Umständen ist auf das Begehren um berufliche Massnahmen 

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nicht einzutreten (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts vom 18. Februar 2011, 

IV 2009/123, E. 1). Die Beschwerdegegnerin wird darüber noch zu befinden haben, ist 

doch der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit erheblich eingeschränkt; 

auch die ABI-Gutachter hielten berufliche Massnahmen für angezeigt, sofern der 

Beschwerdeführer die dafür notwendige Motivation aufbringt (IV-act. 43-21).

2.     

Zu prüfen bleibt damit der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.

2.1   Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Erwerbsun­

fähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

2.2   Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

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Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet 

sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

3.     

Vorab gilt es die Frage zu beurteilen, ob der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich 

abgeklärt worden ist. Die angefochtene Verfügung stützt sich in medizinischer Hinsicht 

auf das ABI-Gutachten vom 1. März 2013 (IV-act. 43).

3.1   Das ABI-Gutachten beruht auf einer polydisziplinären (allgemeininternistischen,

orthopädischen und psychiatrischen) Begutachtung. Zwar wäre es wünschenswert

gewesen, wenn die ABI-Experten begründet hätten, weshalb sie anstelle der vom RAD 

empfohlenen (IV-act. 37-2) und im Auftrag vom 17. Oktober 2012 geforderten 

rheumatologischen Teilbegutachtung (IV-act. 37-2) eine orthopädische Abklärung 

vorgenommen haben. Da die Parteien nicht geltend machen, der orthopädische 

Gutachter verfüge nicht über einen hinreichenden Sachverstand hinsichtlich der 

Beurteilung der körperlichen Leiden (ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die 

Parteien vor der Begutachtung Kenntnis von den durchzuführenden Fachabklärungen 

erhielten und diesbezüglich keine Einwände vorbrachten; vgl. Mitteilung vom 

6. November 2012, IV-act. 41), und sich auch aus den übrigen Akten keine Hinweise für 

eine zwingend rheumatologische Teilbegutachtung ergeben, wird der Beweiswert des 

ABI-Gutachtens aufgrund der Substitution der rheumatologischen durch eine 

orthopädische Begutachtung nicht erschüttert. Dies umso weniger, als im Rahmen der 

allgemeininternistischen und orthopädischen Beurteilung sämtlichen geklagten 

somatischen Leiden Rechnung getragen wurde.

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3.2   Der Beschwerdeführer benennt ferner keine konkreten fachlichen Mängel an der 

Durchführung der Begutachtung sowie der Erstellung des ABI-Gutachtens. Solche 

ergeben sich auch nicht aus den Akten. Der Beschwerdeführer bringt allerdings vor, die 

Gutachter hätten eine eingeschränkte Belastbarkeit festgestellt. Dass diese keinen 

Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit haben soll, 

sei nicht nachvollziehbar (act. G 7, Rz 8). Dem kann nicht gefolgt werden. Die ABI-

Gutachter kamen gestützt auf die umfangreichen eigenen Untersuchungen und in 

Kenntnis sowie Würdigung der Vorakten schlüssig zur Erkenntnis, dass die im 

Vordergrund stehende Schulterproblematik belastungsabhängig sei. Die Belastbarkeit 

sei vermindert, so dass dem Beschwerdeführer die angestammte, körperlich teilweise 

schwere Tätigkeit auf dem Bau nicht mehr zugemutet werden könne. In einer körperlich 

leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe aus orthopädischer 

Sicht eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit (IV-

act. 43-20). Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Schmerzen im 

Lendenwirbelsäulenbereich gemäss Austrittsbericht der Kliniken Valens vom 14. Januar 

2014 ebenfalls belastungsabhängig sind ("bei längerem Sitzen, Stehen oder Bücken" 

verspüre der Beschwerdeführer "verstärkt Schmerzen", act. G 7.1, S. 2). Angesichts 

des im Wesentlichen belastungsabhängigen Schmerzes erscheint es nachvollziehbar, 

dass bei einer der Schmerzproblematik angepassten Tätigkeit keine quantitative 

Einschränkung besteht. Gründe, weshalb dem Leiden des Beschwerdeführers mit dem 

Zumutbarkeitsprofil einer körperlich leichten bis mittelschweren wechselbelastenden 

Tätigkeit nicht angemessen Rechnung getragen wird, sind weder dargetan noch 

ersichtlich.

3.3   Schliesslich hält der Beschwerdeführer die im Austrittsbericht der Kliniken Valens 

vom 14. Januar 2014 vorgenommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Vergleich zum 

ABI-Gutachten für überzeugender (act. G 7, Rz 8).

3.3.1         Hinsichtlich der psychischen Leiden ist festzustellen, dass der 

psychiatrische Experte der Kliniken Valens wie der psychiatrische ABI-Gutachter primär 

eine Dysthymie (ICD-10: F34.1) diagnostizierte, was die gutachterliche Beurteilung 

bekräftigt (act. G 7.1). Der psychiatrische Experte der Kliniken Valens führte aus, 

"angesichts des langjährigen Leidens des Patienten sowie unter Berücksichtigung der 

aktuellen Symptomatik erscheint die Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit etwas 

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eingeschränkt (ca. 20%)" (Austrittsbericht Psychosomatik vom 13. Dezember 2013, 

S. 4, act. G 7.1). Diese vage, nicht näher mit konkreten Funktionseinschränkungen 

begründete Arbeitsfähigkeitsschätzung vermag die gutachterliche Beurteilung nicht in 

Zweifel zu ziehen. Die geringfügige Abweichung zur gutachterlich bescheinigten 

100%igen Arbeitsfähigkeit scheint lediglich durch den der medizinischen Fachperson 

zuzugestehenden Ermessenspielraum begründet, zumal sich keine wesentlichen 

Gesichtspunkte aus dem Austrittsbericht Psychosomatik ergeben, die anlässlich der 

ABI-Begutachtung ausser Acht gelassen worden sind.

3.3.2         Was den Austrittsbericht vom 14. Januar 2014 anbelangt, so ist vorab darauf 

hinzuweisen, dass der Aufenthalt in den Kliniken Valens die Rehabilitation und nicht die 

Prüfung der Leistungsfähigkeit bezweckte. Die im Austrittsbericht der Kliniken Valens 

vom 14. Januar 2014 gestellten Diagnosen entsprechen im Wesentlichen denjenigen im 

ABI-Gutachten. Die Beurteilung der funktionellen Einschränkungen ist lediglich 

rudimentär und primär mit den vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen 

begründet. Eine nähere Erklärung der - unter Berücksichtigung der psychiatrischerseits 

vorgenommenen Schätzung - bescheinigten 50%igen Arbeitsunfähigkeit für 

leidensangepasste (leichte wechselbelastende) Tätigkeiten fehlt. Relevante objektive 

Gesichtspunkte, denen im ABI-Gutachten nicht Rechnung getragen wurde, ergeben 

sich nicht und werden vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Bei der 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung der Kliniken Valens handelt es sich demnach lediglich um 

eine abweichende Würdigung desselben Sachverhalts. Angesichts dieser Umstände 

besteht kein Anlass den knapp begründeten Arbeitsfähigkeitsschätzungen der in der 

Kliniken Valens behandelnden medizinischen Fachpersonen gegenüber dem 

beweiskräftigen ABI-Gutachten den Vorzug zu geben, zumal sie die gutachterliche 

Einschätzung offenbar nicht zur Kenntnis nahmen und auch nicht würdigten.

3.4   Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht als 

medizinische Grundlage für die Ermittlung des Invaliditätsgrads die im ABI-Gutachten 

enthaltene Arbeitsfähigkeitsschätzung heranzog. Hinsichtlich des zurückliegenden 

Zeitraums hielten die Gutachter fest, ab März 2011 habe eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bestanden. Spätestens ab März 

2012 habe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten bestanden. 

"Mit Sicherheit gelten unsere Angaben jedenfalls seit dem Datum unserer aktuellen 

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Untersuchung" (IV-act. 43-18). Angesichts dessen, dass der behandelnde Dr. B.___ 

gestützt auf die damals letzte ärztliche Kontrolle vom 17. April 2012 von einem 

stationären Gesundheitszustand ausging (Verlaufsbericht vom 9. Mai 2012, IV-act. 33) 

und die Behandlung im Departement Chirurgie und Orthopädie des Spital D.___ Ende 

März 2012 offenbar abgeschlossen werden konnte (siehe Sprechstundenbericht vom 

29. März 2012, IV-act. 33-10), ist gestützt auf die retrospektive gutachterliche 

Beurteilung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer seit März 2012 über eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für 

leidensangepasste Tätigkeiten verfügt.

4.     

Angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer seit dem 5. Oktober 2010 bezogen auf 

die angestammte Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig ist (IV-act. 24-2 und IV-act. 37-2) 

und er sich am 4. April 2011 zum Leistungsbezug angemeldet hat (IV-act. 1) entsteht 

ein Anspruch auf Rentenleistungen frühestens per 1. Oktober 2011 (Art. 28 Abs. 1 lit. b 

und Art. 29 Abs. 1 IVG). Da der Beschwerdeführer im Oktober 2011 noch vollständig 

arbeitsunfähig gewesen ist und er erst seit März 2012 (wieder) über eine 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten verfügt (vgl. vorstehende E. 3.4), hat 

er ab 1. Oktober 2011 Anspruch auf eine ganze Rente, der unter Berücksichtigung der 

dreimonatigen Frist von Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 

SR 831.201) am 30. Juni 2012 endet.

5.     

Zu prüfen bleibt der Rentenanspruch für die Zeit ab 1. Juli 2012, für die der 

Beschwerdeführer gemäss gutachterlicher Einschätzung (wieder) über eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit verfügt.

5.1   Die Frage, ob das von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung 

berücksichtigte Valideneinkommen zutreffend ist, kann vorliegend offen bleiben. Denn 

selbst wenn zugunsten des Beschwerdeführers auf das von ihm für das Jahr 2010 ins 

Feld geführte Valideneinkommen von Fr. 100'653.-- (Aufrechnung des bis 4. Oktober 

2010 erzielten Einkommens auf ein Jahr, act. G 1, Rz 16) bzw. (angepasst an die bis 

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zum Jahr 2011 eingetretene Nominallohnentwicklung von +1%) Fr. 101'660.-- 

(Fr. 100'653.-- x 1.01) abgestellt würde, resultierte bei einer 100%igen Arbeitsfähigkeit 

für leidensangepasste Tätigkeiten kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. 

nachstehende E. 5.4).

5.2   Hinsichtlich der Bestimmung des Invalideneinkommens ist zwischen den Parteien 

zu Recht der LSE-Hilfsarbeiterlohn als Berechnungsgrundlage unbestritten geblieben.

5.2.1         Der Beschwerdeführer bringt allerdings vor, der statistische, auf einer

40-stündigen Arbeitswoche beruhende Hilfsarbeiterlohn sei nicht auf die durchschnitt­

liche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (im Jahr 2011) aufzurechnen, sondern 

lediglich auf 40,5 Stunden, da dem Valideneinkommen eine 40.5-stündige 

Arbeitswoche zugrunde liege (act. G 1 Rz 18).

5.2.2         Auch wenn die ehemalige Arbeitgeberin im Formular vom 16. August 2011 

angab, die allgemeine Arbeitszeit im Betrieb habe 40,5 Stunden betragen (IV-act. 16-2), 

erscheint fraglich, ob dem tatsächlich vom Beschwerdeführer erzielten Lohn nur eine 

40,5-stündige Arbeitswoche ohne Entschädigungen für Überzeitarbeit zugrunde lag. 

Denn die im individuellen Konto enthaltenen Einkommen weisen eine nicht 

unerhebliche Schwankung auf (IV-act. 30-2). Ferner liess die Arbeitgeberin die Frage 

nach der vom Beschwerdeführer erfüllten Arbeitszeit unbeantwortet (IV-act. 16-2). 

Letztlich kann indessen das tatsächlich erfüllte wöchentliche Arbeitspensum offen 

bleiben, da die dem statistischen Invalidenlohn zu Grunde liegende Wochenarbeitszeit 

von 40 Stunden rechtsprechungsgemäss auch dann auf eine betriebsübliche 

wöchentliche Arbeitszeit umzurechnen ist, wenn die versicherte Person als Valide in 

einem Betrieb mit geringerer Stundenwoche gearbeitet hat. Anlass, das standardisierte 

Durchschnittseinkommen nicht auf eine branchenübliche wöchentliche Arbeitszeit (für 

das Baugewerbe/Bau beträgt das durchschnittliche wöchentliche Arbeitspensum im 

Jahr 2011 - wie der Gesamtdurchschnitt - 41,7 Stunden; siehe Bundesamt für Statistik, 

Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen) umzurechnen, bestünde 

allenfalls dann, wenn dargetan wäre, dass die versicherte Person wegen der 

Wochenarbeitszeit von 40 Stunden bereits ohne Behinderung einen wesentlich unter 

dem branchenüblichen Verdienst liegenden Lohn erzielt hätte, sodass diesem das 

Valideneinkommen beeinflussenden Umstand nach dem Grundsatz der Parallelität der 

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Bemessungsfaktoren auch beim Invalideneinkommen Rechnung zu tragen wäre (Urteil 

des Bundesgerichts vom 24. Januar 2011, 8C_965/2010, E. 4.2). Eine lohnmässige 

Benachteiligung aufgrund der angeführten 40,5 Stundenwoche im Sinn einer 

branchenunüblich tiefen Entlöhnung wird weder geltend gemacht, noch ergeben sich 

hierfür aus den Akten Anhaltspunkte. Die durch die Beschwerdegegnerin 

vorgenommene Umrechnung des statistischen Invalidenlohns auf die betriebsübliche 

Arbeitszeit entspricht damit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.

5.3   Der Beschwerdeführer bringt mit Blick auf die Höhe des Invalideneinkommens

weiter vor, es sei ein Tabellenlohnabzug von mindestens 10% gerechtfertigt (act. G 1). 

Demgegenüber verneint die Beschwerdegegnerin das Vorliegen von Umständen, die 

Anlass für einen Abzug bieten (IV-act. 62-3).

5.3.1         Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen - auch von invaliditätsfremden Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab 

(namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

5.3.2         Zur Begründung eines Tabellenlohnabzugs führt der Beschwerdeführer aus, 

aufgrund des fortgeschrittenen Alters, der begrenzten Sprachkenntnisse und der 

Notwendigkeit zur Aufnahme einer gänzlich anderen Tätigkeit seien lohnwirksame 

Nachteile zu erwarten, zumal die qualitative Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei (act. 

G 1, Rz 19). In der Replik verweist er zusätzlich auf die im Austrittsbericht der Kliniken

Valens vom 14. Januar 2014 beschriebenen Leistungsbeeinträchtigungen (act. G 7, 

Rz 12).

5.3.3         Zunächst ist zu bemerken, dass der Verweis auf den Austrittsbericht der 

Kliniken Valens ins Leere zielt, da bezüglich der zu beachtenden Leistungsfähigkeit in 

medizinischer Hinsicht auf die beweiskräftige ABI-Beurteilung abzustellen ist.

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5.3.4         Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 

8. November 2013 48 Jahre alt. Inwiefern er durch dieses Alter einen Lohnnachteil zu 

befürchten hat, ist weder konkret dargetan noch ersichtlich.

5.3.5         Was die vorgebrachten begrenzten Sprachkenntnisse anbelangt, so hat 

bereits die Beschwerdegegnerin zutreffend darauf hingewiesen, dass der 

Beschwerdeführer im Jahr 2006 eingebürgert wurde (IV-act. 1-1). Es ist mit Blick auf 

die für die Einbürgerung u.a. vorausgesetzten Kriterien der Eingliederung (Art. 14 lit. a 

des Bundesgesetzes über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts [BüG; SR 

141.0]) und des Vertrautseins (Art. 14 lit. b BüG, was zumindest gewisse 

Sprachkenntnisse voraussetzt, vgl. Karl Hartmann/Laurent Merz, Einbürgerung: Erwerb 

und Verlust des Schweizer Bürgerrechts, in: Peter Uebersax/Beat Rudin/ Thomas Hugi 

Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Handbücher für die Anwaltspraxis, Band VIII, 

Ausländerrecht, Rz 12.18) ohne weiteres davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer für eine leidensangepasste Hilfsarbeitertätigkeit über die 

erforderlichen Sprachkenntnisse verfügt bzw. aufgrund der geltend gemachten 

begrenzten Deutschkenntnisse keine Lohneinbusse zu gewärtigen hat. Diese 

Sichtweise wird dadurch bestätigt, als der Beschwerdeführer seit 1985 in der Schweiz 

erwerbstätig ist (vgl. IV-act. 7), im Rahmen seiner langjährigen Tätigkeit zum Vorarbeiter 

und Maschinenführer aufstieg (IV-act. 16-8) und anlässlich der ABI-Begutachtung 

erhebliche Sprachkompetenzen beschrieben sind (IV-act. 43-7 ["Die Erhebung der 

Anamnese findet zusammen mit einem Dolmetscher statt, welcher nur

wenig übersetzen muss"], IV-act. 43-10 ["Der Explorand verfügt über ordentliche 

Deutschkenntnisse"] und IV-act. 43-12).

5.3.6         Inwiefern sich vorliegend allein aufgrund der Notwendigkeit der Aufnahme 

einer - im Vergleich zur angestammten Arbeit - anderen Tätigkeit ein Lohnnachteil 

betreffend eine leidensangepasste Hilfsarbeitertätigkeit ergeben soll, wird weder 

begründet noch ergeben sich aus den Akten Hinweise für diesbezüglich zu erwartende 

Umstellungs- oder Anpassungsschwierigkeiten.

5.3.7         Die bei einer angepassten Tätigkeit zu beachtenden qualitativen 

Anforderungen (körperlich leichte bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit, IV-

act. 43-22) schränkt das verfügbare Spektrum möglicher Arbeitsmöglichkeiten nicht in 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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einem Umfang ein, der einen Lohnnachteil bei einer entsprechenden 

Hilfsarbeitertätigkeit erwarten liesse (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 

2009, 9C_722/2009, E. 3.3 mit Hinweisen).

5.3.8         Der Beschwerdeführer arbeitete seit 1987 bis zum 4. Oktober 2010 für seine 

ehemalige Arbeitgeberin (IV-act. 16-1). Im Rahmen dieses langen 

Anstellungsverhältnisses gelang ihm eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt 

(anders als in dem vom Bundesgericht im Urteil vom 29. November 2012, 

9C_655/2012, E. 3, beurteilten Fall, wo es u.a. aufgrund langer Betriebszugehörigkeit 

der versicherten Person ohne Möglichkeit zu anderweitiger Integration im Arbeitsmarkt 

einen Abzugsgrund anerkannte). Er vermochte sich "dort bis zum Gruppenführer 

empor" zu arbeiten (IV-act. 43-9). Hinzu kommt, dass er auch körperlich leichte 

Tätigkeiten zu verrichten hatte (Führung einer Baugruppe, Erstellen von Arbeits- und 

Maschinenrapporte, Organisation von Baustellen, Erstellen von Materiallisten und 

Bestellungen, Koordination mit der Bauleitung, Teilnahme an Baustellensitzungen 

sowie Vertretung der Bauführung an Koordinationssitzungen, IV-act. 16-8). Die hierbei 

gemachten Erfahrungen dürften sich für das berufliche Fortkommen in dem ihm noch 

offenstehenden Arbeitsmarkt eher positiv auswirken.

5.3.9         Im Licht dieser Verhältnisse ist es ausgehend von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin auf die Vornahme eines Tabellenlohnabzugs verzichtet hat.

5.4   Der an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden angepasste 

Hilfsarbeiterlohn, Männer, bzw. das Invalideneinkommen beträgt im Jahr 2011 

Fr. 61'910.-- (vgl. Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV). Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 101'660.-- für das Jahr 2011 (vgl. vorstehende E. 5.1) 

resultieren eine Erwerbseinbusse von Fr. 39'750.-- (Fr. 101'660.-- - Fr. 61'910.--) und 

ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 39,1% 

([Fr. 39'750.-- / Fr. 101'660.--] x 100). Der Beschwerdeführer hat damit ab 1. Juli 2012 

keinen Anspruch mehr auf Rentenleistungen.

6.     

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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6.1   In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 

8. November 2013 aufzuheben und dem Beschwerdeführer ist rückwirkend für die Zeit 

vom 1. Oktober 2011 bis 30. Juni 2012 eine ganze Rente zuzusprechen. Die Sache ist 

zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist.

6.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

teilweisen Obsiegen entsprechend bezahlen die Beschwerdegegnerin und der 

Beschwerdeführer die Gerichtsgebühr je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 300.-- 

daran anzurechnen und im Umfang von Fr. 300.-- zurückzuerstatten.

6.3   Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre eine Parteientschädigung von Fr. 3‘500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen. Wegen des nur teilweisen 

Obsiegens erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 1‘750.-- als gerechtfertigt.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.    In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

8. November 2013 aufgehoben und dem Beschwerdeführer rückwirkend für die Zeit 

vom 1. Oktober 2011 bis 30. Juni 2012 eine ganze Rente zugesprochen. Die Sache 

wird zur Festsetzung und Ausrichtung der geschuldeten Leistungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, 

soweit darauf eingetreten wird

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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2.      Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin und der

Beschwerdeführer je im Betrag von Fr. 300.--. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer daran angerechnet und im Umfang von 

Fr. 300.-- zurückerstattet.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 1‘750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.09.2014
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Kein Tabellenlohnabzug. Rückwirkend befristeter Anspruch auf eine ganze Rente. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 5. September 2014, IV 2013/630). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_745/2014

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