# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7533ebc8-baff-52bc-9db1-a2af32098b9c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.04.2014 100 2013 390
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-390_2014-04-10.pdf

## Full Text

100.2013.390U
VBL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. April 2014

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Häberli, a.o. Verwaltungsrichterin von Büren
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
Beschwerdeführerin 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge 
Auflösung der Ehegemeinschaft (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 24. Oktober 2013; BD 017/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.04.2014, Nr. 100.2013.390U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … 1984, Staatsangehörige von Mazedonien, und 
B.________, Inhaber einer Niederlassungsbewilligung, heirateten am 10. September 
2009 in ..., Mazedonien. Am 11. April 2010 reiste A.________ in die Schweiz ein und 
erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 
1. März 2012 verzeichnen die Ehegatten getrennte Wohnorte. 

Mit Verfügung vom 17. Januar 2013 verweigerte das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), die Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung von A.________.

B.

Am 24. Januar 2013 erhob A.________ Beschwerde bei der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid 
vom 24. Oktober 2013 ab. 

C.

Hiergegen hat A.________ am 10. November 2013 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben. Sie beantragt sinngemäss, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und 
ihr sei die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Die POM beantragt mit 
Vernehmlassung vom 12. Dezember 2013 die Abweisung der Beschwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.04.2014, Nr. 100.2013.390U, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Die 
Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder unvollständige 
Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen einschliesslich 
Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Der massgebliche Sachverhalt stellt sich nach den Akten wie folgt dar:

2.1 Nach der Heirat am 10. September 2009 reiste die Beschwerdeführerin am 
11. April 2010 in die Schweiz ein und zog nach C.________ zu ihrem Ehemann 
(Vorakten MIDI, pag. 7, 12; angefochtener Entscheid, E. 4b). Dieser besitzt dort, 
zusammen mit seinem Vater, ein 6-Zimmer-Haus, in dem auch die Schwiegereltern 
und die Schwägerin der Beschwerdeführerin wohnen (Vorakten POM, pag. 39). Die 
Beschwerdeführerin war zunächst ab Juli 2010 bei der … als Küchenmitarbeiterin 
angestellt und arbeitet in dieser Funktion seit dem 1. Januar 2012 bei der «D.___ AG 
ag», zuerst mit einem Beschäftigungsgrad von 50 % und seit dem 1. Dezember 2012 
zu 70 % (Vorakten MIDI, pag. 61 ff.; angefochtener Entscheid, E. 7b). Zudem 
unterrichtet die Beschwerdeführerin, die über ein Lehrerdiplom verfügt, an einem Nach-
mittag pro Woche Kinder in albanisch und mazedonisch (Vorakten MIDI pag. 57, 64, 
65). Die Beschwerdeführerin bezahlt ihre Rechnungen nach eigenen Angaben selber 
und unterstützt ihre Schwiegereltern gelegentlich finanziell (Vorakten POM, pag. 39). 

2.2 Am 9. März 2010 liess der Ehemann der Beschwerdeführerin die Firma E.___ 

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GmbH mit Sitz in C.________ eintragen (Schweizerisches Handelsamtsblatt [SHAB] 
Nr. 51 vom 15.3.2010, S. 3). Zuvor war er alleiniger Gesellschafter der inzwischen im 
Handelsregister gelöschten F.___ GmbH mit Sitz in G.________. Am 1. März 2012 hat 
er sich aus C.________ abgemeldet und zog nach H.________ (Vorakten MIDI, 
pag. 51), wohin er auch den Sitz seiner Firma (E.___ GmbH) verlegt hatte (SHAB 
Nr. 56 vom 20.3.2012). Er bewohnt dort in den Geschäftsräumlichkeiten ein Zimmer 
mit Bad und Kochnische (Vorakten POM, pag. 19, 40). Die Eheleute werden steuerlich 
getrennt veranlagt; die Beschwerdeführerin unterliegt der Quellensteuer (Vorakten 
POM, pag. 38).

3.

Umstritten ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin gestützt auf die Ehe mit ihrem 
niederlassungsberechtigten Ehemann Anspruch auf Verlängerung ihrer 
Aufenthaltsbewilligung hat. 

3.1 Nach Art. 43 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) haben ausländische Ehegatten von 
Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des 
Zusammenwohnens besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe 
geltend gemacht werden und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). 
Wichtige Gründe können insbesondere in beruflichen Verpflichtungen oder in einer 
vorübergehenden Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme liegen (Art. 76 der 
Verordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit 
[VZAE; SR 142.201]). Ein wichtiger Grund muss objektivierbar sein und ein gewisses 
Gewicht aufweisen. Ein solcher ist umso eher zu bejahen, je weniger die Ehegatten auf 
die Situation des Getrenntlebens Einfluss nehmen können, ohne einen grossen 
Nachteil in Kauf nehmen zu müssen (BGer 2C_24/2013 vom 3.5.2013, E. 2.1, 
2C_871/2010 vom 7.4.2011, E. 3.1, 2C_544/2010 vom 23.12.2010, E. 2.3.1; 
VGE 2010/156 vom 1.3.2011, E. 5.3.3 [bestätigt durch BGer 2C_288/2011 vom 
7.4.2011]; Botschaft des Bundesrats zum Ausländergesetz, BBl 2002 S. 3709 ff., 
3795). Dementsprechend ist beispielsweise nicht jeder berufliche Grund ein wichtiger 
Grund, um eine Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens zu rechtfertigen 
(BGer 2C_544/2010 vom 23.12.2010, E. 2.3.1). Bei beruflichen Verpflichtungen ist ein 

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wichtiger Grund denkbar, wenn für einen bestimmten Arbeitgeber eine besondere 
Tätigkeit an einem weit entfernt gelegenen Ort ausgeübt werden muss und ein Umzug 
der Familie bzw. der Ehepartnerin oder des Ehepartners an diesen Ort nicht zumutbar 
ist. Erhebliche familiäre Probleme sind beispielsweise bei häuslicher Gewalt gegeben, 
wobei es um die Berücksichtigung der Situation der Opfer solcher Probleme geht 
(BGer 2C_314/2010 vom 26.7.2010, E. 2.2 mit Hinweis auf Amtl. Bull. SR 2005 S. 304 
und 310; ferner Esther S. Amstutz, in Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], 
Handkommentar AuG, 2010, Art. 49 AuG N. 25). Solange das Getrenntleben 
vorübergehender Natur ist, ist von einer weiterbestehenden Familiengemeinschaft 
auszugehen. Die Regelung von Art. 49 AuG trägt jedoch den Charakter einer 
Ausnahmebestimmung, die in besonderen, nicht leichthin anzunehmenden Konstel-
lationen von der grundsätzlichen Notwendigkeit des ehelichen Zusammenlebens 
befreit (BGer 2C_635/2009 vom 26.3.2010, E. 4.4, bestätigt in BGer 2C_207/2011 vom 
5.9.2011, E. 4.1, 2C_891/2012 vom 7.6.2013, E. 2.3). Sie zielt nicht darauf ab, den 
Eheleuten ein längerfristiges Getrenntleben in der Schweiz zu ermöglichen. Das 
System des Ausländerrechts ist nicht darauf ausgelegt, dass ausländische Eheleute 
längere Zeit voneinander getrennt in der Schweiz leben können, um sich über ihre Be-
ziehung klar zu werden; insbesondere ist insoweit kein wichtiger Grund im Sinn von 
Art. 49 AuG gegeben (BGer 2C_488/2010 vom 2.11.2010, E. 3.2, 2C_575/2009 vom 
1.6.2010, E. 3.6; zum Ganzen VGE 2013/172 vom 27.11.2013, E. 2.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_1/2014 vom 6.1.2014], 2012/82 vom 9.8.2012, E. 4.4 [bestätigt durch 
BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013]; 2010/355 vom 15.3.2011, E. 4.1.2).

3.2 Die Vorinstanz hat erwogen, dass die in H.________ eingegangenen 
beruflichen Verpflichtungen des Ehemanns der Beschwerdeführerin keinen wichtigen 
Grund gemäss Art. 49 AuG darstellen. Dem Ehemann sei ohne weiteres zuzumuten, 
vom gemeinsamen ehelichen Domizil aus seiner Erwerbstätigkeit nachzugehen. Art. 49 
AuG gewähre nur bei einer kurzfristigen Trennung eine Ausnahme vom Erfordernis des 
Zusammenwohnens. Die Trennung könne heute nicht (mehr) als vorübergehend 
gelten. In einer Gesamtschau aller wesentlichen Umstände kommt die Vorinstanz zum 
Schluss, dass eine Familiengemeinschaft zwischen der Beschwerdeführerin und ihrem 
Ehemann seit der Wohnsitzverlegung des Ehemanns nach H.________ nicht mehr 
bestehe. Die Ehegatten wüssten wenig voneinander, zeigten keine Anstrengungen 
bzw. verfügten über keinerlei Pläne, an der Wohnsituation etwas zu ändern, machten 
widersprüchliche Angaben zu Inhalt und Häufigkeit der Kontakte und es sei keine 
gemeinsame Freizeitgestaltung dargetan. – Die Beschwerdeführerin begründet das 

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Getrenntleben damit, dass der Ehemann in H.________ erwerbstätig sei und – da ihm 
der Führerausweis entzogen worden sei – nicht vom ehelichen Domizil in C.________ 
aus seiner Arbeit nachgehen könne. Sie fühle sich dort zu Hause. Weder schriftlich 
noch mündlich habe ihr Ehemann mit ihr über Trennung oder Scheidung gesprochen. 
Ebenso habe ihr Ehemann ausgesagt, dass er sich mit ihr wiedergefunden habe und 
dass die Beziehung wieder gut sei. Zudem bestehe entgegen den Ausführungen der 
Vorinstanz durchaus eine wirtschaftliche Verbindung; beide würden an die 
Gesamtkosten des Hauses in C.________ beitragen. Sobald ihr Ehemann den 
Führerausweis zurückerhalte, wolle er auch wieder nach C.________ zurückkehren.

3.3 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann seit dem 
1. März 2012 in getrennten Wohnungen leben (vorne E. 2). Zu prüfen ist somit, ob die 
Erwerbstätigkeit des Ehemanns der Beschwerdeführerin in H.________ einen 
wichtigen Grund für das Getrenntleben im Sinn von Art. 49 AuG darstellt. Anlässlich 
der am 9. September 2013 vor der POM durchgeführten Instruktionsverhandlung sagte 
der Ehemann aus, er habe mit seinem ursprünglich in C.________ ansässigen 
Unternehmen vermehrt Aufträge aus dem Raum Zürich erhalten. Zudem sei ihm der 
Führerausweis entzogen worden. Um nicht jeden Tag pendeln zu müssen und weil er 
sich in dieser Zeit öfters mit seiner Ehefrau gestritten habe, habe er den Sitz der Firma 
sowie seinen Wohnsitz nach H.________ verlegt (Vorakten POM, pag. 37). Die 
Beschwerdeführerin sagte aus, sie wolle mit ihren Schwiegereltern im Haus in 
C.________ bleiben, eine eheliche Wohnung auf halbem Weg sei nie in Erwägung 
gezogen worden, das möchte sie nicht. Sie wolle ihr Umfeld nicht verlassen und in 
Zürich neu anfangen müssen (Vorakten POM, pag. 39). – Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu Art. 49 AuG ist eine lediglich vorübergehende 
Trennung der Eheleute gerechtfertigt, wenn einer der Ehegatten eine Arbeit an einem 
anderen Ort findet und die nachgezogene Partnerin bzw. der nachgezogene Partner 
bemüht ist, eine Arbeitsstelle am Aufenthaltsort des anderen zu finden 
(vgl. BGer 2C_871/2010 vom 7.4.2011, E. 3.2). Ein Grund für eine vorübergehende 
Trennung aufgrund der Arbeitssituation einer Person ist ebenfalls denkbar, wenn innert 
kurzer Frist keine geeignete Wohnung gefunden werden kann (vgl. BGer 2C_544/2010 
vom 23.12.2010, E. 2.3.1). 

3.4 Zwar ist vorliegend aufgrund der Aktenlage davon auszugehen, dass beruflich-
wirtschaftliche Gründe für den Wohnortwechsel des Ehemanns mitentscheidend 
waren. Es haben aber auch Unstimmigkeiten zwischen den Eheleuten dazu geführt, 

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dass sich der Ehemann nach H.________ abgemeldet hat, zumal dieser seinen 
Entscheid offenbar nicht mit der Beschwerdeführerin abgesprochen hatte und 
gegenüber den Behörden angab, sich scheiden lassen zu wollen (Vorakten MIDI, pag. 
25, 51, 88). Dass erhebliche familiäre Probleme im Sinn von Art. 49 AuG bestanden 
hätten (häusliche Gewalt oder dergleichen, dazu vorne E. 3.1), wird hingegen nicht 
geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin scheint 
ebenfalls wenig Interesse daran zu haben, mit ihrem Ehemann zusammenzuwohnen; 
sie zieht es vor, mit den Schwiegereltern in C.________ zu leben und möchte – wie 
auch ihr Ehemann – keine gemeinsame Wohnung auf halbem Weg oder im Raum 
Zürich bewohnen (Vorakten POM, pag. 39, 37; vorne E. 3.3). Vor diesem Hintergrund 
erstaunt denn auch nicht, dass sich das Paar seit dem Auszug des Ehemanns im März 
2012 nicht darum bemüht hat, etwas an der Situation des Getrenntlebens zu ändern 
und wieder zusammenzuwohnen. Weder wurde in Erwägung gezogen oder versucht, 
im Raum Zürich oder auf halbem Weg eine gemeinsame Wohnung zu finden, noch 
scheint der Ehemann der Beschwerdeführerin gewillt zu sein, seiner Arbeit von 
C.________ aus nachzugehen, sei es mit Hilfe des ihm beruflich zur Verfügung 
stehenden Chauffeurs (Vorakten POM, pag. 36, 40), sei es mit öffentlichen 
Verkehrsmitteln. Der Beschwerdeführerin wäre es zudem zuzumuten, in Zürich eine 
berufliche Existenz aufzubauen, zumal ihre Tätigkeit als Küchenmitarbeiterin bzw. 
Lehrperson auch im Raum Zürich gefragt sein dürfte. Bemühungen, dort eine gleich-
artige Arbeitsstelle zu finden, sind jedoch ebenso ausgeblieben wie Bestrebungen, 
zusammenzuwohnen. Unter diesen Umständen kann offenbleiben, ob es aufgrund der 
bekannten Wohnungsknappheit im Raum Zürich schwierig wäre, eine geeignete 
Wohnung zu finden. Dieser Umstand rechtfertigte ohnehin lediglich eine 
vorübergehende Trennung (vgl. BGer 2C_544/2010 vom 23.12.2010, E. 2.2 und 2.3.1; 
vorne E. 3.3), nicht jedoch ein mittlerweile mehr als zwei Jahre dauerndes 
Getrenntleben. Erhebliche Nachteile eines Umzugs sind keine ersichtlich. Die 
Beschwerdeführerin bringt zwar vor, eine gemeinsame Wohnung zusätzlich zum Haus 
in C.________ und dem Mietzins für die Lagerräumlichkeiten und für das Zimmer in 
H.________ sei finanziell nicht verkraftbar (Vorakten POM, pag. 19, 39, 46). 
Abgesehen davon, dass sie anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 9. September 
2013 noch angegeben hatte, ihr Ehemann verdiene gut und wäre in der Lage, eine 
Wohnung zu bezahlen (Vorakten POM, pag. 39), ist nicht dargetan, dass eine 
gemeinsame Wohnung (im Raum Zürich oder auf halbem Weg) finanziell für das 
Ehepaar nicht tragbar wäre. Schliesslich stellt auch der Umstand, dass die 
Beschwerdeführerin und ihr Ehemann gemeinsam mit den (Schwieger-)Eltern im Haus 

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in C.________ leben möchten, keinen wichtigen Grund im Sinn von Art. 49 AuG dar. 
Art. 43 AuG bezweckt den Familiennachzug und das Zusammenleben von Ehegatten 
und nicht von Grossfamilien (vgl. vorne E. 3.1). Die Beschwerdeführerin muss sich 
entgegenhalten lassen, dass ihr das alltägliche Zusammenleben mit den 
Schwiegereltern offenbar wichtiger ist als dasjenige mit ihrem Ehemann. Die 
Beziehung zu den Schwiegereltern könnte zudem auch von Zürich aus gepflegt 
werden (vgl. BGer 2C_342/2011 vom 12.1.2012, E. 3.2). Mit der Vorinstanz ist in der 
Erwerbstätigkeit des Ehemanns der Beschwerdeführerin in H.________ somit kein 
wichtiger Grund für das Getrenntleben im Sinn von Art. 49 AuG zu erblicken. 

3.5 Nach Art. 49 AuG ist selbst beim Vorliegen wichtiger Gründe erforderlich, dass 
die Ehegemeinschaft fortbesteht (vorne E. 3.1). Der Anspruch auf Aufenthalt setzt in 
jedem Fall voraus, dass noch ein gegenseitiger Ehewille vorhanden ist, die Ehe 
tatsächlich gelebt wird und nicht als definitiv gescheitert betrachtet werden muss, denn 
Aufenthaltszweck der auf Art. 43 Abs. 1 AuG basierenden Aufenthaltsbewilligung ist 
die Familien- bzw. Ehegemeinschaft (vgl. betreffend Art. 42 AuG BVR 2010 S. 481 
E. 4.1 mit Hinweisen). Vorausgesetzt ist, dass die eheliche Beziehung als Lebens- und 
Schicksalsgemeinschaft anhaltend und nicht bloss punktuell bzw. während kurzer Zeit 
gelebt wird, im Übrigen aber jeder Partner seinen eigenen Interessen und Bedürfnissen 
nachgeht (BGer 2C_1018/2013 vom 5.11.2013, E. 3.2). Bei anhaltendem 
Getrenntleben, d.h. etwa über eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten hinaus, ist 
aufgrund der Art der ehelichen Kontakte zu ermitteln, ob die Trennung definitiv und die 
Familiengemeinschaft als aufgelöst zu betrachten ist (Marc Spescha in Spescha et al. 
[Hrsg.], Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, Art. 49 AuG N. 3). Nicht relevant ist, bis wann 
die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell noch weiterbesteht 
(BGE 136 II 113 E. 3.2; VGE 2012/82 vom 9.8.2012, E. 4.1 [bestätigt durch 
BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013]). – Die Vorinstanz hat erwogen, es sei von einem 
anhaltenden Getrenntleben der Ehegatten auszugehen, eine Familiengemeinschaft 
bestehe nicht mehr und zumindest seitens des Ehemanns sei der Ehewille erloschen. 
Weder seien Anstrengungen dargetan, an der Situation des Getrenntlebens etwas zu 
ändern noch bestünden konkrete Zukunftspläne für ein Zusammenleben oder sei 
dargetan, dass die Ehegatten die Freizeit miteinander verbringen. Die Aussagen 
anlässlich der Instruktionsverhandlung seien teilweise widersprüchlich gewesen und 
zeugten von mangelndem Interesse und fehlenden Kenntnissen in Bezug auf die 
Familienverhältnisse sowie die Arbeits- und Wohnsituation des Partners bzw. der 
Partnerin (angefochtener Entscheid, E. 4b). – Die Beschwerdeführerin bringt vor, das 

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Getrenntleben habe rein berufliche Gründe. Ihr Ehemann habe ihr gegenüber nie von 
Trennung oder Scheidung gesprochen. Sie liebe ihren Mann und fühle sich «bei ihm in 
C.________» zu Hause (Beschwerde, S. 1). 

3.6 Abgesehen von den kaum substantiierten Beteuerungen, sich wiedergefunden 
zu haben, bringt die Beschwerdeführerin nichts vor, was den Entscheid der Vorinstanz 
infrage zu stellen vermöchte. Dass sich die Eheleute bei Fragen zu Beruf oder 
gegenseitigen Besuchen und Kontakten teilweise widersprochen haben und 
insbesondere der Ehemann wenig über die berufliche Situation sowie die 
Familienverhältnisse der Beschwerdeführerin wusste, bestreitet die 
Beschwerdeführerin nicht konkret. Auch die vorinstanzlichen Feststellungen, es 
bestünde keine gemeinsame Freizeitgestaltung, die Eheleute zeigten kein Interesse 
füreinander und Pläne für einen gemeinsamen Wohnort seien nicht dargetan (vgl. dazu 
angefochtener Entscheid, E. 4b S. 6), bestreitet sie bloss pauschal, ohne anhand 
geeigneter Beweise weitergehende als von der Vorinstanz anerkannte Kontakte oder 
Freizeitgestaltungen zu belegen. Die blosse Behauptung, sich mit ihrem Mann 
versöhnt und wiedervereinigt zu haben, vermag für die Annahme eines intakten 
Ehelebens jedoch nicht auszureichen. Vielmehr muss sich der fortbestehende Ehewille 
daran ablesen lassen, ob und welche Kontakte die Eheleute weiterhin gepflegt und 
welche Anstrengungen sie zur Überwindung der gemeinsamen Schwierigkeiten 
unternommen haben (VGE 2012/82 vom 9.8.2012, E. 4.7 [bestätigt durch 
BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013]). Dabei trifft die Betroffenen nach der 
Rechtsprechung bei der Feststellung des Sachverhalts eine besondere 
Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 90 Bst. a AuG; Art. 20 VRPG; BVR 2010 S. 541 E. 4.2.3), 
da es in der Regel um Umstände aus ihrem Lebensbereich geht, die sie besser kennen 
als die kantonalen Behörden. Es darf erwartet werden, dass wer sich auf Art. 49 AuG 
beruft, dartut und – soweit möglich – anhand geeigneter Belege nachweist, dass die 
Ehegemeinschaft fortbesteht (BGer 2C_50/2010 vom 17.6.2010, E. 2.2; vgl. VGE 
2010/156 vom 1.3.2011, E. 5.3.1 mit Hinweisen [bestätigt durch BGer 2C_288/2011 
vom 7.4.2011]). Der Nachweis von lediglich freundschaftlichen Kontakten zwischen 
den Eheleuten genügt nicht, um eine Ehegemeinschaft nachzuweisen, selbst wenn die 
Kontakte zwei- oder dreimal pro Woche stattfinden (BGer 2C_212/2011 vom 
13.7.2011, E. 7.1).

3.7 Unbestritten ist, dass eheliche Probleme bestanden und sich die Ehegatten vor 
dem Wegzug des Ehemanns im März 2012 nach H.________ öfters stritten (Vorakten 

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POM, pag. 37, 39). Im April 2012 bestätigte der Ehemann auf telefonische Nachfrage 
der Gemeinde C.________ seine Scheidungsabsicht (Vorakten MIDI, pag. 25) und im 
Juli 2012 bekräftigte er gegenüber dem MIDI schriftlich, dass er sich eine gemeinsame 
Zukunft mit der Beschwerdeführerin nicht mehr vorstellen könne und es wohl zur 
Scheidung kommen werde (Vorakten MIDI, pag. 51). Eine Wiederaufnahme des 
Zusammenwohnens hat seither, wie bereits festgestellt, nicht stattgefunden, ohne dass 
sich die Ehegatten darum bemüht hätten (vorne E. 3.4). Im Gegenteil liegt ihnen 
beiden offenbar wenig daran, am selben Ort zu wohnen und sich möglichst oft zu 
sehen. Bestrebungen, das Eheleben durch Besuche oder gemeinsame Aktivitäten zu 
intensivieren, sind, abgesehen von Ferien bei den Verwandten in Mazedonien im 
Sommer 2012 nicht ersichtlich (im Sommer 2013 verbrachte die Beschwerdeführerin 
ihre Ferien wieder allein in Mazedonien; Vorakten POM, pag. 36, 38). Die 
Beschwerdeführerin gab vielmehr an, nicht nach H.________ zu ihrem Mann gehen zu 
wollen, dafür habe sie keine Zeit (Vorakten POM, pag. 40). Die Aufenthalte der 
Beschwerdeführerin in H.________ beschränken sich offenbar darauf, das Zimmer des 
Ehemanns zu reinigen (Vorakten POM, pag. 46). Zwar ist davon auszugehen, dass der 
Ehemann am Wochenende regelmässig nach C.________ zur Beschwerdeführerin 
und zu seinen Eltern zurückkehrt, doch tun die Eheleute nicht dar, dass und inwiefern 
sie die Freizeit zusammen verbringen und gemeinsame Interessen pflegen. Nach An-
gaben der Beschwerdeführerin kommt es selten vor, dass sie etwas unternehmen 
(Vorakten POM, pag. 38). Konkrete Anhaltspunkte dafür, dass die eheliche Beziehung 
seit dem Wegzug des Ehemanns im März 2012 und den damaligen Streitigkeiten 
wieder vermehrt gelebt wurde und die Eheleute auf ein Zusammenleben hinwirken, 
sind – trotz entsprechender Beteuerungen der Eheleute – somit weder dargetan noch 
ersichtlich. Die behaupteten Annäherungen und Kontakte per SMS sowie 
Telefonanrufe vermögen den Fortbestand der ehelichen Gemeinschaft nicht zu 
belegen (vgl. BGer 2C_342/2011 vom 12.1.2012, E. 3.2). Entgegen der Darlegung der 
Beschwerdeführerin ist zudem davon auszugehen, dass auch eine weitgehende 
wirtschaftliche Trennung stattgefunden hat; die Beschwerdeführerin kommt selber für 
ihre Rechnungen auf und wird getrennt von ihrem Ehemann veranlagt (vorne E. 2.2). 
Der Umstand, dass sich beide an den Kosten des Hauses beteiligen, vermag 
höchstens eine Wohn- nicht aber eine Ehegemeinschaft zu begründen. Schliesslich ist 
auch die schriftenpolizeiliche Abmeldung des Ehemanns aus C.________ als Indiz für 
eine definitive Trennung zu betrachten (vgl. BGer 2C_501/2012 vom 21.12.2012, 
E. 6.4.1). 

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3.8 Unter diesen Umständen kommt dem Schreiben des Ehemanns vom 
20. Januar 2013, mit welchem dieser seine gegenüber der Gemeinde und dem MIDI 
geäusserte Scheidungs- bzw. Trennungsabsicht zurücknahm und bekräftigte, die 
Beschwerdeführerin und er stünden sich sehr nahe und eine geistig-seelische 
Trennung habe nie stattgefunden (Vorakten MIDI, pag. 80), keine entscheidende 
Bedeutung zu; das drei Tage nach der Wegweisungsverfügung des MIDI vom 
Vorgesetzten der Beschwerdeführerin aufgesetzte Schreiben (Vorakten POM, pag. 37, 
39) vermag nicht darüber hinwegzutäuschen, dass der Ehemann anlässlich der 
Instruktionsverhandlung nichts sagen konnte zur ehelichen Zukunft und auch die 
Ehefrau keine Perspektive für ein Zusammenleben aufzuzeigen vermochte (Vorakten 
POM, pag. 36, 38). Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat (angefochtener 
Entscheid, E. 4b S. 6), ist somit anzunehmen, dass zumindest der Ehewille des 
Ehemanns erloschen ist. Dass die Ehe formell weiterbesteht, ist bei diesen Gegeben-
heiten unerheblich (vorne E. 3.5). Die Vorinstanz hat somit zu Recht erwogen, dass die 
eheliche Gemeinschaft seit dem 1. März 2012 als definitiv aufgelöst zu gelten hat.

3.9 Da die Eheleute nach dem Gesagten ohne wichtigen Grund nicht 
zusammenwohnen und auch keine Ehegemeinschaft mehr gelebt wird, hat die 
Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung 
gestützt auf Art. 43 AuG. Der vorinstanzliche Entscheid hält in diesem Punkt der 
Rechtskontrolle stand.

4.

Zu prüfen ist weiter, ob der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 50 Abs. 1 AuG auch 
nach Auflösung der Familiengemeinschaft ein Anspruch auf Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung zusteht.

4.1 Der Anspruch nach Art. 43 Abs. 1 AuG bleibt gemäss Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG 
nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft bestehen, wenn die 
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche 
Integration besteht (BGE 137 II 345 E. 3.1.2). Verlangt ist eine dreijährige 
Ehegemeinschaft in der Schweiz (BGE 136 II 113 E. 3.3). Massgeblicher Zeitpunkt 
hinsichtlich der Beendigung der Ehegemeinschaft ist in der Regel die Aufgabe der 
Haushaltsgemeinschaft (BGE 136 II 113 E. 3.2). Nicht relevant ist somit, bis zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.04.2014, Nr. 100.2013.390U, Seite 12

welchem Zeitpunkt die Ehe nach Beendigung des ehelichen Zusammenlebens formell 
noch weiterbesteht (BGE 136 II 113 E. 3.2; BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013, E. 2.1; 
zum Ganzen VGE 2013/172 vom 27.11.2013, E. 2.3 [bestätigt durch BGer 2C_1/2014 
vom 6.1.2014], 2012/82 vom 9.8.2012, E. 4.1 a.E. [bestätigt durch BGer 2C_891/2012 
vom 7.6.2013], 2011/398 vom 31.8.2012 E. 2.4.1, 2010/124 vom 21.10.2010, E. 4.1 mit 
Hinweisen [bestätigt durch BGer 2C_921/2010 vom 23.6.2011]). 

4.2 Die Beschwerdeführerin reiste am 11. April 2010 zu ihrem Ehemann in die 
Schweiz ein. Die Trennung erfolgte bereits am 1. März 2012 (vorne E. 2.2 und 3.5 ff.). 
Somit bestand die Ehegemeinschaft lediglich knapp zwei Jahre. Die Vorinstanz hat 
daher zu Recht erkannt, dass die Ehegemeinschaft die Dauer von drei Jahren nicht 
erreicht hat. Ein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gestützt auf 
Art. 50 Abs. 1 Bst. a AuG fällt daher ausser Betracht, ungeachtet der Frage, ob sich die 
Beschwerdeführerin erfolgreich integriert hat.

4.3 Ein Anspruch auf Bewilligungsverlängerung besteht weiter, wenn wichtige 
persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen 
(Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG). Die Vorschrift bezweckt nach dem gesetzgeberischen 
Willen, «schwerwiegende Härtefälle» bei der Auflösung der ehelichen Gemeinschaft zu 
vermeiden (zum Ganzen BVR 2010 S. 481 E. 5.1). Dabei muss sich der Härtefall auf 
die Ehe und den damit verbundenen Aufenthalt beziehen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 
mit Hinweisen). Wichtige Gründe liegen gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich vor, 
wenn der Ehegatte oder die Ehegattin Opfer ehelicher Gewalt wurde oder (alternativ) 
die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (vgl. 
BGE 137 II 345 E. 3.2.2 mit Hinweis auf BGE 136 II 1 E. 5.3). Ein wichtiger 
persönlicher Grund kann sich aber auch aus anderen Umständen ergeben. Bei der 
Beurteilung sind sämtliche Aspekte des Einzelfalls mitzuberücksichtigen, namentlich 
der Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverhält-
nisse, die finanziellen Verhältnisse, die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz und der 
Gesundheitszustand sowie die Umstände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt 
haben (BGE 138 II 229 E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.; vgl. auch Art. 31 VZAE). Als 
Richtlinie bleibt indes beachtlich, dass ein persönlicher nachehelicher Härtefall gemäss 
gesetzlicher Konzeption eine erhebliche Intensität der Konsequenzen für das Privat- 
und Familienleben der ausländischen Person voraussetzt, die mit ihrer Lebenssituation 
nach dem Dahinfallen der gestützt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG 
abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (BGE 138 II 229 E. 3.1, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.04.2014, Nr. 100.2013.390U, Seite 13

137 II 345 E. 3.2.3; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.3; VGE 2013/172 vom 27.11.2013, E. 2.5 
[bestätigt durch BGer 2C_1/2014 vom 6.1.2014, 2012/82 vom 9.8.2012, E. 5.1 
[bestätigt durch BGer 2C_891/2012 vom 7.6.2013]). Kein wichtiger persönlicher Grund 
liegt vor, wenn für die betroffene Person das Leben in der Schweiz bloss einfacher 
wäre. Auch der Umstand, dass Eltern und Geschwister in der Schweiz leben, stellt für 
sich keinen wichtigen Grund dar (BGer 2C_316/2011 vom 17.10.2011, E. 3.4).

4.4 Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde nichts vor, was auf einen 
nachehelichen Härtefall hindeuten könnte; dass sie Opfer ehelicher Gewalt geworden 
wäre, macht sie nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Ebenso wenig ist davon 
auszugehen, dass die soziale Wiedereingliederung der Beschwerdeführerin in 
Mazedonien stark gefährdet ist; die entsprechenden Ausführungen der Vorinstanz 
werden nicht bestritten: Nach nur vier Jahre dauernder Abwesenheit vom 
Herkunftsland ist die Beschwerdeführerin mit den dortigen sprachlichen, kulturellen und 
gesellschaftlichen Gepflogenheiten nach wie vor bestens vertraut. Dafür spricht auch, 
dass sie Kinder in der Schweiz in der albanischen und mazedonischen Sprache 
unterrichtet hat und in den letzten zwei Jahren mehrmals in ihrem Heimatland weilte. 
Zudem hat sie Familienangehörige in Mazedonien, darunter ihr achtjähriger Sohn aus 
erster Ehe (Vorakten POM, pag. 36, 38, 39; angefochtener Entscheid, E. 6b). Auch ihre 
berufliche Wiedereingliederung ist ohne weiteres möglich. Die Beschwerdeführerin ist 
Primarlehrerin und hat nach eigenen Angaben vor ihrem Umzug in die Schweiz zwei 
Jahre als Lehrerin in … gearbeitet (Vorakten POM, pag. 38). Bei geschiedenen Frauen 
(mit Kindern), die in ein patriarchalisches Gesellschaftssystem zurückkehren und dort 
wegen ihres Status als Geschiedene mit Diskriminierungen oder Ächtungen rechnen 
müssen, kann sich unter Umständen zwar ein weiterer Aufenthalt in der Schweiz 
rechtfertigen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.2). Es ist aber weder ersichtlich noch geltend 
gemacht, dass die Beschwerdeführerin bei ihrer Rückkehr nach Mazedonien solche 
Nachteile gewärtigen müsste. Da sie bereits einmal geschieden wurde und einen 
achtjährigen Sohn aus erster Ehe hat, kennt sie die Umstände in ihrer Heimat und 
weiss offenbar damit umzugehen. Schliesslich entspricht auch die bisherige 
Eingliederung der Beschwerdeführerin einer normalen zeitlichen Entwicklung, nicht 
aber einer besonderen – und auf eine enge Beziehung zur Schweiz hinweisenden – 
Integrationsleistung. Die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG sind damit 
nicht erfüllt, weshalb der angefochtene Entscheid auch insoweit nicht zu beanstanden 
ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.04.2014, Nr. 100.2013.390U, Seite 14

5.

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die zuständige 
Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilligungsverlängerung (Art. 3, 
Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). – Die Vorinstanz hat die ermessensweise 
Bewilligungsverlängerung verweigert und zur Begründung festgehalten, dass die heute 
30-jährige Beschwerdeführerin seit 3½ Jahren und damit nur kurz in der Schweiz 
gelebt hat, jedoch die ersten 26 Jahre und somit beinahe ihr gesamtes bisheriges 
Leben im Heimatland verbracht habe, wo nach wie vor ihr Vater, ihre Geschwister und 
ihr Sohn lebten. Die hiesige Erwerbstätigkeit, die finanzielle Selbständigkeit sowie der 
gute Leumund seien ihr zu Gute zu halten. Sie verfüge jedoch nicht über eine 
spezifische oder hochqualifizierte Ausbildung und übe keine besondere qualifizierte 
berufliche Tätigkeit aus, die für sich allein ihren Verbleib in der Schweiz aus 
wirtschaftlicher Sicht zwingend erfordern würde. Die Bemühungen der 
Beschwerdeführerin seien zwar lobenswert, doch sei bei kurzer Aufenthaltsdauer von 
einer normalen Integration in der Schweiz auszugehen (angefochtener Entscheid, 
E. 7c). Insgesamt seien keine Gründe dargetan, die den weiteren Aufenthalt der 
Beschwerdeführerin in der Schweiz zu rechtfertigen vermögen. – Die Beschwerde-
führerin bringt nichts vor, was diese zutreffenden Erwägungen als rechtsfehlerhaft 
erscheinen liesse. Die Vorinstanz hat die massgebenden Umstände und Interessen 
berücksichtigt und bei ihrer Würdigung gegen keine Rechtsprinzipien verstossen (vgl. 
hierzu BVR 2010 S. 481 E. 6.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 66 N. 21). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass sie 
die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin auch nicht ermessensweise 
verlängert hat.

6.

Nach dem Erwogenen hat die POM durch die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung kein Recht verletzt. Der angefochtene Entscheid hält damit der 
Rechtskontrolle stand. Der Beschwerdeführerin ist praxisgemäss eine neue 
Ausreisefrist anzusetzen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10.04.2014, Nr. 100.2013.390U, Seite 15

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende Beschwerdeführerin 
kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Beschwerdeführerin wird eine neue 
Ausreisefrist angesetzt auf den 23. Mai 2014.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Migration

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt werden.