# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b82fedff-152f-5f97-9726-4ed5d7bb7fed
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 23.04.2025 ZR2 2025 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZR2-2025-9_2025-04-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 23. April 2025
mitgeteilt am 24. April 2025

Referenz ZR2 25 9

Instanz Zweite zivilrechtliche Kammer

Besetzung Bergamin, Vorsitz
Fleisch, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt Fabrizio N. Campanile
Forum Rechtsanwälte, Universitätsstrasse 100, 8006 Zürich

gegen

B._____
Beschwerdegegner

Gegenstand Forderung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur, Einzelrichter, vom 24. Februar 
2025, mitgeteilt am 25. Februar 2025 (Proz. Nr. 135-2025-32)

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Sachverhalt

A. Die A._____ mit Sitz in C._____ führt alljährlich in der Wiener Hofburg eine 
couleurstudentische Ballveranstaltung durch. B._____ nahm in der Vergangenheit 
an dieser Veranstaltung teil und erwarb für die Durchführung im Jahr 2024 ebenfalls 
Eintrittstickets.

B. Aufgrund der unterbliebenen Bezahlung reichte der A._____ beim 
Betreibungs- und Konkursamt der Region Plessur am 23. September 2024 ein 
Betreibungsbegehren ein. Der Zahlungsbefehl wurde B._____ am 16. Oktober 2024 
zugestellt. B._____ erhob am 25. Oktober 2024 Rechtsvorschlag.

C. Mit Eingabe vom 10. Januar 2025 (Poststempel) reichte der A._____ beim 
Regionalgericht Plessur ein Gesuch um Rechtsschutz in klaren Fällen ein und stellte 
folgendes Rechtsbegehren:

1. Es sei der Gesuchsgegner zur Zahlung von EUR 2'740.00 zuzüglich 
Zins von 4 % ab 27. Februar 2024 an die Gesuchstellerin zu verurteilen.

2. Es sei der Gesuchsgegner zur Zahlung der Betreibungskosten von 
CHF 74.00 und CHF 13.80 an die Gesuchstellerin zu verurteilen.

3. Es sei in der Betreibung Nr. D._____ beim Betreibungs- und 
Konkursamt der Region Plessur der vom Gesuchsgegner erhobene 
Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseitigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 
Gesuchsgegners.

D. B._____ verzichtete mit Schreiben vom 17. Februar 2025 auf eine 
Stellungnahme.

E. Auf die Durchführung einer Hauptverhandlung wurde verzichtet. Mit 
Entscheid vom 24. Februar 2025 entschied das Regionalgericht Plessur was folgt: 

1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten.

2. a) Die Gerichtskosten von CHF 800.00 gehen zu Lasten der 
A._____

Die der A._____ auferlegten Gerichtskosten in Höhe von CHF 
800.00 werden mit dem von ihr geleisteten Vorschuss in Höhe 
von CHF 800.00 verrechnet.

b) Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilung]

F. Gegen diesen Entscheid erhob der A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) am 10. März 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden und stellte folgendes Rechtsbegehren:

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1. Es sei der Entscheid vom 24. Januar 2025 (Proz. Nr. 135-2025-32) des 
Regionalgerichts Plessur vollumfänglich aufzuheben und die vor erster 
Instanz gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich gutzuheissen, 
welche lauten:

(1) Es sei der Beschwerdegegner zur Zahlung von EUR 2'740.00 
zuzüglich Zins von 4 % ab 27. Februar 2024 an die 
Beschwerdeführerin zu verurteilen.

(2) Es sei der Beschwerdegegner zur Zahlung der Betreibungskosten 
von CHF 74.00 und CHF 13.80 an die Beschwerdeführerin zu 
verurteilen.

(3) Es sei in der Betreibung Nr. D._____ beim Betreibungs- und 
Konkursamt der Region Plessur der vom Beschwerdegegner 
erhobene Rechtsvorschlag vollumfänglich zu beseitigen.

2. Der Beschwerdegegner sei für das erstinstanzliche Verfahren zu 
verpflichten, die Gerichtskosten von 800.00 zu übernehmen und der 
Beschwerdeführerin zu erstatten sowie ihr eine angemessene 
Parteientschädigung zu entrichten.

3. Die Gerichtskosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens seien 
vollumfänglich dem Beschwerdegegner aufzuerlegen und er sei zu 
verpflichten, der Beschwerdeführerin für das vorliegende 
Berufungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung zu 
bezahlen.

G. B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) verzichtete mit Schreiben vom 
24. März 2025 auf die Einreichung einer Stellungnahme.

H. Der von der Beschwerdeführerin eingeforderte Kostenvorschuss in der Höhe 
von CHF 1'000.00 ging innert Frist ein. Die vorinstanzlichen Akten wurden 
beigezogen. Das Verfahren ist spruchreif.

Erwägungen

1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide ist in vermögensrechtlichen 
Angelegenheiten das Rechtsmittel der Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert 
der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt 
(Art. 308 ZPO), ansonsten steht das Rechtsmittel der Beschwerde offen (Art. 319 
lit. a ZPO). Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert EUR 2'740.00, womit die 
Beschwerde zulässig ist. Die Frist zur Einreichung der Beschwerde beträgt zehn 
Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO). Der vorinstanzliche Entscheid wurde der 
Beschwerdeführerin am 26. Februar 2025 zugestellt (act. B.3). Mit Eingabe vom 10. 
März 2025 wurde die Frist gewahrt. Damit ist auf die Beschwerde einzutreten. 
Innerhalb des Obergerichts ist für die vorliegende vertragsrechtliche Streitigkeit die 
Zweite zivilrechtliche Kammer zuständig (Art. 10 OGV [BR 173.010]). Über 
Beschwerden entscheidet die oder der Kammervorsitzende in einzelrichterlicher 
Kompetenz (Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO [BR 320.100]). Mit der Beschwerde können 

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unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO).

2. Gemäss Art. 257 Abs. 1 ZPO gewährt das Gericht Rechtsschutz im 
summarischen Verfahren, wenn der Sachverhalt unbestritten oder sofort beweisbar 
ist (lit. a) und die Rechtslage klar ist (lit. b). 

2.1. Ein Sachverhalt ist dann sofort beweisbar im Sinne von Art. 257 Abs. 1 lit. a 
ZPO, wenn er ohne zeitliche Verzögerung und ohne besonderen Aufwand 
nachgewiesen werden kann. Der Beweis ist – entsprechend Art. 254 Abs. 1 ZPO – 
in der Regel durch Urkunden zu erbringen. Ein klarer Fall ist in 
sachverhaltsmässiger Hinsicht dann zu verneinen, wenn die beklagte Partei 
substantiiert und schlüssig Einwendungen vorträgt, die in tatsächlicher Hinsicht 
nicht sofort widerlegt werden können und die geeignet sind, die bereits gebildete 
richterliche Überzeugung zu erschüttern (BGE 144 III 462 E. 3.1; 141 III 23 E. 3.2; 
138 III 620 E. 5.1.1).

2.2. Die Rechtslage ist klar im Sinne von Art. 257 Abs. 1 lit. b ZPO, wenn sich die 
Rechtsfolge bei der Anwendung des Gesetzes unter Berücksichtigung der Lehre 
und Rechtsprechung ohne Weiteres ergibt und damit die Rechtsanwendung zu 
einem eindeutigen Ergebnis führt (BGE 141 III 23 E. 3.2; 138 III 123 E. 2.1.2). Die 
Rechtsprechung verneint in der Regel das Vorliegen einer klaren Rechtslage, wenn 
die Anwendung einer Norm einen Ermessens- oder Billigkeitsentscheid des 
Gerichts mit wertender Berücksichtigung der gesamten Umstände erfordert, wie 
dies beispielsweise bei der Beurteilung von Treu und Glauben zutrifft (BGE 141 III 
23 E. 3.2; 138 III 123 E. 2.1.2 m.w.H.). Auch ausländisches Recht kann als klares 
Recht in Frage kommen, wenn es eben klar ist, zumal dann, wenn es dem Gericht 
bekannt ist und kein Gutachten benötigt wird (HOFMANN, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 257 N. 11b).

3.1. Die Vorinstanz ging von einem liquiden Sachverhalt aus, da der 
Beschwerdegegner auf eine Stellungnahme verzichtet habe und die 
Sachverhaltsdarstellung somit unbestritten geblieben sei. In Bezug auf die 
Rechtslage hielt die Vorinstanz hingegen fest, dass der Beschwerdeführerin 
betreffend das ausländische Recht eine Obliegenheit zur Darlegung der klaren 
Rechtslage treffe. Diesbezüglich bringe die Beschwerdeführerin vor, dass der 
vorliegende Vertrag als gemischter Vertrag mit Schwerpunkt Kaufvertragsrecht zu 
qualifizieren sei. Der Kern der Vereinbarung bestehe in der entgeltlichen 
Überlassung der Eintrittskarten und Logenplätzen. Indessen führe die 

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Beschwerdeführerin nicht aus, gestützt auf welche in Österreich bestehenden 
Lehrmeinungen bzw. auf welcher Rechtsprechung die Qualifikation als gemischter 
Vertrag mit Schwerpunkt Kaufvertragsrecht beruhe. Gemäss österreichischem 
Recht sei die Qualifikation des Vertrages nicht eindeutig. Ähnlich wie in der Schweiz 
werde in der österreichischen Rechtsordnung ein Zuschauervertrag teilweise als 
Werkvertrag i.S.v. § 1151 ABGB und teilweise auch als gemischter Vertrag mit 
mietrechtlichen und werkvertraglichen Elementen qualifiziert. Anders als beim 
Besuch einer Konzertaufführung oder einer Sportveranstaltung beinhalte eine 
Ballveranstaltung jedoch eine deutlich aktivere Beteiligung der 
Veranstaltungsteilnehmenden. Hinsichtlich des Besuchs einer Ballveranstaltung 
erscheine es infolgedessen fraglich, inwieweit sich darauf die Lehrmeinungen zum 
"Zuschauervertrag" übertragen liessen. Entsprechend bedürfe es einer Auslegung 
und rechtlichen Einordnung des Vertrages. Mangels nicht ersichtlicher klarer 
Rechtsprechung könne indessen eine derartige rechtliche Einordnung nicht ohne 
wertende Berücksichtigung aller Umstände sowie der Interessenlage der Parteien 
erfolgen. Zugleich würde eine rechtliche Einordnung auch an den fehlenden 
Tatsachenbehauptungen zum spezifischem Leistungsumfang (für die Logen-
Tickets, für die Zusatztickets, allfällige Inklusion von der Verpflegung/Getränken für 
die Loge etc.) scheitern. Demzufolge bestehe kein klares Recht.

3.2. Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Vorinstanz verkannt habe, dass der 
Beschwerdegegner Bestand, Höhe und Fälligkeit der eingeklagten Forderung – und 
nicht bloss des dargelegten Sachverhalts – ausdrücklich anerkannt habe. Indem die 
Vorinstanz diese Anerkennung übersehen habe, habe sie zu Unrecht eine unklare 
Rechtslage angenommen. Aufgrund des anwendbaren Verhandlungsgrundsatzes 
hätten die von ihr dargelegten Tatsachen als unbestritten zu gelten. Wesentlich für 
den vorliegenden Fall sei, dass der Beschwerdegegner die streitgegenständlichen 
Karten verbindlich zu einem vereinbarten Preis bestellt sowie erhalten habe und 
seine Gäste die damit verbundenen Leistungen bezogen hätten. Die 
rechtsdogmatische Qualifikation des Vertrages und die Bestimmung seiner 
Leistungsinhalte wären einzig für den Fall relevant, in dem der Beschwerdegegner 
Leistungsstörungen geltend gemacht hätte, was jedoch nicht der Fall sei. Der 
Leistungsinhalt stütze sich ohnehin auf die vertragliche Privatautonomie. Die 
Grundlagen des anwendbaren österreichischen Rechts seien im Gesuch eingehend 
dargelegt worden, insbesondere die auf die Kaufpreiszahlung der Ballkarten 
anwendbaren Kaufrechtsnormen. Die Zahlung sei vereinbarungsgemäss innert 
sieben Tagen nach Ausstellung der Reservationsbestätigung/Rechnung vom 25. 
Januar 2024, indes spätestens am Tag des Balls, dem 12. Februar 2024, zu 
begleichen gewesen. All dies sei Ausfluss einer innerhalb der Parteiautonomie 

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getroffenen klaren Vertragsvereinbarung und bedürfe keiner rechtsdogmatischen 
Einordnung innerhalb des Universums der gemischten Verträge. Folglich müsse die 
Rechtslage als klar betrachtet werden (act. A.1 S. 4 ff.).

4. Die Beschwerdeführerin hat ihren Sitz in Österreich, der Beschwerdegegner 
seinen Wohnsitz in der Schweiz. Damit liegt ein internationales Verhältnis i.S.v. 
Art. 1 Abs. 1 IPRG vor. Anwendbar ist das Recht des Staates, mit dem der Vertrag 
am engsten zusammenhängt, wobei vermutet wird, dass der engste 
Zusammenhang mit dem Staat bestehe, in dem die Partei, welche die 
charakteristische Leistung erbringen soll, ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, oder, 
wenn sie den Vertrag aufgrund einer beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit 
geschlossen hat, in dem sich ihre Niederlassung befindet (Art. 117 Abs. 2 IPRG). 
Als charakteristische Leistung kann im vorliegenden Vertragsverhältnis die 
Ausführung des Studentenballs angesehen werden. Die Vorinstanz ist zu Recht von 
der Anwendung österreichischen Rechts ausgegangen.

5.1. Nach der unbestrittenen Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführerin 
buchte der Beschwerdegegner am 30. August 2023 per E-Mail eine Loge für die am 
12. Februar 2024 stattfindende "A._____" zum Preis vom EUR 2'500.00. Später 
buchte der Beschwerdegegner noch zwei zusätzliche Eintrittskarten zu je EUR 
120.00, was zu einem Gesamtpreis von EUR 2'740.00 führte. Die 
Beschwerdeführerin bestätigte mit E-Mail vom 11. Februar 2024 die Bestellung der 
zusätzlichen Karten (RG-act. I/1 S. 6 ff.). Die Zahlung wäre vereinbarungsgemäss 
innert sieben Tagen nach Ausstellung der Reservationsbestätigung/Rechnung vom 
25. Januar 2024, spätestens jedoch am Tag des Balls, dem 12. Februar 2024, zu 
begleichen gewesen (act. A.1 S. 8). In der Folge hat der Beschwerdegegner die 
Schuld mehrfach anerkannt und die Zahlung wiederholt in Aussicht gestellt (vgl. RG-
act. II/1/4).

5.2. Gemäss § 904 des Allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuchs (ABGB), den die 
Beschwerdeführerin in ihrem Gesuch angeführt hat, richtet sich die Fälligkeit primär 
nach der Vereinbarung (BOLLENBERGER/BYDLINSKI P., in: Bydlinski/Perner/Spitzer 
[Hrsg.], Kommentar zum ABGB, 7. Aufl. 2023, § 904 N. 1). Vereinbart wurde als 
Zahlungstermin gemäss unbestrittener Sachverhaltsdarstellung der 12. Februar 
2024. Somit war die Zahlung ab diesem Zeitpunkt fällig. Zum gleichen Ergebnis 
gelangt man, wenn auf den gesetzlichen Zahlungstermin abgestellt wird. 
Grundsätzlich gilt nämlich, dass die Erfüllung sofort gefordert werden kann (§ 904 
ABGB; Zug-um-Zug-Prinzip). Auch die kaufvertraglichen Bestimmungen normieren 
das Zug-um-Zug-Prinzip (§ 1062 ABGB). Nach den Regeln des Werkvertrages ist 
das Entgelt nach der Vollendung des Werks – in casu des Studentenballs – zu 

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entrichten (§ 1170 ABGB). Somit wäre die Zahlung spätestens am Tag der 
Ausrichtung des Studentenballs fällig gewesen, auch ohne Parteiabrede und 
unabhängig von der Qualifikation des Vertrages. Die Rechtslage ist diesbezüglich 
eindeutig und lässt keinen Ermessensspielraum übrig. 

5.3. Den Verzug regelt das österreichische Recht in § 918 ABGB. Anders als im 
schweizerischen Recht gerät der Schuldner gemäss § 918 ABGB bei unterbliebener 
Leistung sofort in Verzug. Eine Mahnung wird nicht vorausgesetzt. Befindet sich der 
Schuldner im Verzug, hat er für den Verspätungsschaden Schadenersatz zu leisten. 
Für die verspätete Erfüllung einer Geldschuld hat der Schuldner 
verschuldensunabhängig Verzugszinsen zu bezahlen (BYDLINSKI P., in: 
Bydlinski/Perner/Spitzer [Hrsg.], Kommentar zum ABGB, 7. Aufl. 2023, § 918 N. 8). 
Der Verzugszins beträgt nach § 1000 ABGB, auf den sich die Beschwerdeführerin 
ebenfalls bereits im Gesuch berief, 4 %. Da der Beschwerdegegner die vereinbarte 
Leistung unbestrittenermassen nicht erfüllt hat, geriet er nach Eintritt der Fälligkeit 
in Verzug. Dafür schuldet er Verzugszinsen. Auch in diesem Punkt erweist sich die 
Rechtslage als eindeutig. Da die Beschwerdeführerin jedoch Verzugszinsen erst ab 
dem 27. Februar 2024 beantragt, sind diese erst ab diesem Zeitpunkt zuzusprechen 
(Art. 58 Abs. 1 ZPO). 

5.4. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz erweist sich die Rechtslage im 
vorliegenden Fall demnach als klar. Somit ist die Beschwerde gutzuheissen und der 
vorinstanzliche Entscheid aufzuheben. Da die Sache spruchreif ist, fällt das 
Obergericht einen reformatorischen Entscheid (Art. 327 Abs. 2 lit. b ZPO). Der 
Beschwerdegegner ist zu verpflichten, der Beschwerdeführerin EUR 2'740.00 
zuzüglich Zins von 4 % ab 27. Februar 2024 zu zahlen. Nicht besonders 
zuzusprechen sind hingegen die Betreibungskosten von CHF 74.00 und CHF 13.80 
(vgl. Beschwerdeantrag Ziff. 1.2). Gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG können von den 
Zahlungen des Schuldners die Kosten nämlich vorab erhoben werden, womit diese 
im Ergebnis zur Schuld geschlagen werden und vom Schuldner zusätzlich zum 
Betrag, welcher dem Gläubiger zugesprochen worden ist, zu bezahlen sind (Urteil 
des Bundesgerichts 5A_455/2012 vom 5. Dezember 2012 E. 3). Für den Ersatz der 
Betreibungskosten bedarf es daher keiner Verpflichtung des Beschwerdegegners 
im vorliegenden Urteil. Des Weiteren ist in der eingeleiteten Betreibung der 
Rechtsvorschlag zu beseitigen (vgl. Beschwerdeantrag Ziff. 1.3). Wurde die 
Betreibung für eine Schuld in fremder Währung in Schweizer Franken eingeleitet 
(Art. 67 Abs. 1 Ziff. 3 SchKG), die materielle Klage indes auf Zahlung der 
ausländischen Währung eingeleitet, so kann das Gericht dennoch den 
Rechtsvorschlag beseitigen, wenn der zugesprochene Betrag gemäss dem 

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Wechselkurs zur Zeit der Einreichung des Betreibungsbegehrens dem in 
Betreibung gesetzten Betrag entspricht (STAEHELIN, in: Staehelin/Bauer/Lorandi 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum SchKG I, 3. Aufl. 2021, Art. 79 N. 30). Dies ist 
vorliegend der Fall (vgl. RG-act. II/1/8 und II/1/9). Der Rechtsvorschlag ist folglich 
im Umfang von CHF 2'587.40 zuzüglich Zins von 4 % ab 27. Februar 2024 zu 
beseitigen.

6.1. In Analogie zu Art. 318 Abs. 3 ZPO entscheidet die Beschwerdeinstanz über 
die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens, wenn sie einen neuen 
Entscheid trifft (FREIBURGHAUS/AFHELDT, in: Sutter-
Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 4. Aufl. 2025, Art. 327 N. 24). Zu beachten sind dabei 
die allgemeinen Bestimmungen zum Kostenrecht (Art. 104 ff. ZPO). Die Gläubigerin 
und Beschwerdeführerin ist mit ihrem Gesuch um Rechtsschutz in klaren Fällen 
vorliegend vollumfänglich durchgedrungen. Die Kosten des erstinstanzlichen 
Verfahrens in Höhe von CHF 800.00 gehen daher vollumfänglich zu Lasten des 
Beschwerdegegners. Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdeführerin sodann 
für die im erstinstanzlichen Verfahren entstandenen Auslagen und die Kosten der 
Rechtsvertretung zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1 i.V.m. Art. 95 ZPO). Deren 
Rechtsvertreter hat weder eine Honorarnote noch eine Honorarvereinbarung 
eingereicht, sodass die Parteientschädigung auf der Basis eines mittleren 
Stundenansatzes von CHF 240.00 festzusetzen ist (statt vieler Urteil des 
Obergerichts ZR2 24 35 vom 17. März 2025 E. 6). Der zu entschädigende Aufwand 
ist praxisgemäss anhand der Akten nach dem Umfang der notwendigen und 
tatsächlich geleisteten Arbeit sowie nach dem Mass der unumgänglichen Umtriebe 
und nach der objektiven Bedeutung der Streitsache zu bemessen. Im vorliegenden 
Fall erscheint eine Entschädigung von pauschal CHF 1'000.00 inklusive Spesen 
angemessen. Da die vertretene Partei ihren Sitz im Ausland hat, erübrigt sich die 
Zusprechung der Mehrwertsteuer (Art. 8 Abs. 1 i.V.m. Art. 18 Abs. 1 e contrario 
MWSTG).

6.2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 1'000.00 
festgesetzt. Da die Gutheissung der Beschwerde im vorliegenden Fall auf eine 
falsche Rechtsanwendung der Vorinstanz zurückzuführen ist und der 
Beschwerdegegner auf die Einreichung einer Stellungnahme verzichtet und sich 
demnach mit dem vorinstanzlichen Entscheid nicht identifiziert hat, rechtfertigt es 
sich, die Kosten gestützt auf Art. 107 Abs. 2 ZPO dem Kanton aufzuerlegen (vgl. 
Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 2021 53 vom 4. Februar 2022 E. 
7.1). Die Kosten der Parteientschädigung, welche für das vorliegende 

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Beschwerdeverfahren pauschal auf CHF 800.00 inklusive Spesen festgelegt 
werden, gehen ebenfalls zulasten des Kantons (vgl. Urteil des Kantonsgerichts von 
Graubünden ZK1 2023 75 vom 17. Juni 2024).

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Es wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Entscheid des 
Regionalgerichts Plessur aufgehoben.

2. B._____ wird verpflichtet, der A._____ EUR 2'740.00 zuzüglich Zins von 4 % 
ab 27. Februar 2024 zu zahlen.

3. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung D._____ wird im Umfang von 
CHF 2'587.40 zuzüglich Zins von 4 % ab 27. Februar 2024 aufgehoben.

4. Die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 800.00 gehen 
zulasten von B._____. Sie werden aus dem von der A._____ geleisteten 
Kostenvorschuss in derselben Höhe bezogen. B._____ wird verpflichtet, der 
A._____ den Betrag von CHF 800.00 direkt zu ersetzen. 

5. B._____ hat der A._____ für das erstinstanzliche Verfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 1'000.00 (inkl. Spesen) zu bezahlen.

6. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'000.00 gehen 
zulasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht Plessur). Der geleistete 
Kostenvorschuss in Höhe von CHF 1'000.00 wird der A._____ vom 
Obergericht zurückerstattet.

7. Für das Beschwerdeverfahren wird die A._____ zulasten des Kantons 
Graubünden (Regionalgericht Plessur) mit CHF 800.00 (inkl. Spesen) 
entschädigt.

8. [Rechtsmittelbelehrung]

9. [Mitteilungen]