# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 799cc2e1-207e-5535-84c4-277c2cff4cf6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.11.2018 200 2018 538
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-538_2018-11-02.pdf

## Full Text

200 18 538 EL
SCJ/FRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 2. November 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern 
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 11. Juni 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, EL/18/538, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Mit Verfügung vom 29. September 2017 legte die Ausgleichskasse des 
Kantons Bern (AKB bzw. Beschwerdegegnerin) die monatlichen Ergän-
zungsleistungen (EL) des 1956 geborenen A.________ (Versicherter bzw. 
Beschwerdeführer) unter Anrechnung eines zumutbaren Erwerbseinkom-
mens seiner Ehefrau von Fr. 24‘000.-- ab Mai 2018 auf Fr. 3‘169.-- fest 
(Akten der AKB [act. IIA] 81). Zur Begründung führte die AKB aus, die Ab-
sagen für die Bewerbungen der Monate Mai bis August 2017 seien immer 
noch nicht eingereicht worden. Zudem werde empfohlen, die Bewerbungen 
vielseitiger zu gestalten. Dagegen erhob der Versicherte am 4. Oktober 
2017 Einsprache (act. IIA 83), wobei er geltend machte, für die Bewerbun-
gen der Monate Mai bis August 2017 hätten sie keine einzige schriftliche 
Absage erhalten, obwohl bei den betroffenen Unternehmen regelmässig 
um solche nachgesucht worden sei. Mit prozessleitender Verfügung vom 
22. November 2017 sistierte die AKB das Einspracheverfahren bis Ende 
April 2018 (act. IIA 99). Die Ehefrau erhielt die Gelegenheit, bis spätestens 
14. Mai 2018 Arbeitsbemühungen nachzureichen, welche quantitativ und 
qualitativ genügend seien. Mit Entscheid vom 11. Juni 2018 wies die AKB 
die Einsprache ab und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung (act. IIA 109). Sie führte aus, die bisher eingereichten Ar-
beitsbemühungen der Ehefrau seien insbesondere in qualitativer Hinsicht 
klar ungenügend, weshalb der Nachweis nicht erbracht sei, dass ihre Ar-
beitskraft auf dem konkreten Arbeitsmarkt nicht verwertbar sei. 

B.

Hiergegen erhoben der Versicherte und seine Ehefrau am 9. Juli 2018 
(Eingang bei der AKB am 11. Juli 2018) Beschwerde und beantragten 
sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids so-
wie die Weiterausrichtung der bisherigen EL. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, EL/18/538, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 4. September 2018 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Sowohl der anspruchsberechtigte Beschwerdeführer als auch seine mitun-
terzeichnende Ehefrau sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb 
sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit 
ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 11. Juni 2018 (act. 
IIA 109). Streitig und zu prüfen ist der EL-Anspruch des Beschwerdeführers 
ab dem 1. Mai 2018 und dabei insbesondere die Frage, ob in der EL-
Berechnung zu Recht ein hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau 
von jährlich Fr. 24‘000.-- berücksichtigt worden ist. Die richterliche Beurtei-
lung hat sich praxisgemäss auf diesen Punkt zu beschränken, wogegen 
aufgrund der Akten kein Anlass besteht, die übrigen unbestritten gebliebe-
nen Berechnungspositionen in die Prüfung miteinzubeziehen (vgl. BGE 131 
V 329 E. 4 S. 330). 

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1.3 Mit Blick darauf, dass ein EL-Entscheid in zeitlicher Hinsicht nur für 
ein Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit entfalten kann (BGE 128 V 39 E. 3b 
S. 41) und der EL-Anspruch ab dem 1. Mai 2018 bzw. bloss für acht Mona-
te zu prüfen ist, erreicht der Streitwert den Betrag von Fr. 20'000.-- nicht, 
weshalb die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zustän-
digkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELG; SR 831.30) haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnli-
chem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn 
sie eine Rente der AHV oder IV beziehen oder nach lit. b oder d der ge-
nannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die Ergän-
zungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie der 
Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 ELG). 
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die aner-
kannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 
Abs. 1 ELG).

2.2 Grundsätzlich sind alle wiederkehrenden Leistungen, die nicht unter 
Art. 11 Abs. 3 ELG fallen, vollumfänglich als Einnahmen anzurechnen, 
gleichgültig, ob es sich um Geld- oder um Naturalleistungen handelt (BGE 
139 V 574 E. 3.3.3 S. 578). Als Einkommen anzurechnen sind auch Ein-
künfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (Art.  11 Abs. 1 
lit. g ELG). Mit dieser Regelung, welche die Verhinderung von Missbräu-
chen bezweckt, soll eine einheitliche und gerechte Lösung ermöglicht wer-
den, indem sich die schwierige Prüfung der Frage erübrigt, ob beim Ver-
zicht auf Einkommen oder Vermögen der Gedanke an eine EL tatsächlich 
eine Rolle gespielt hat oder nicht (BGE 131 V 329 E. 4.4 S. 335, 122 V 394 
E. 2 S. 397).

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2.3 Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne 
rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte 
oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf be-
stimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge-
brauch macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr 
zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zu-
mutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2 S. 270). Die Tat-
bestandselemente "ohne rechtliche Verpflichtung" resp. "ohne adäquate 
Gegenleistung" sind nicht kumulativ, sondern alternativ (BGE 134 I 65 
E. 3.2 S. 70 = Pra 2008 S. 562, 131 V 329; SVR 2012 EL Nr. 4 S. 11 E. 2). 

2.4 Unter dem Titel des Verzichtseinkommens (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG) 
ist auch ein hypothetisches Einkommen des Ehegatten eines EL-
Ansprechers anzurechnen (vgl. Art. 9 Abs. 2 ELG), sofern auf eine zumut-
bare Erwerbstätigkeit oder deren zumutbare Ausdehnung verzichtet wird. 
Daran ändert eine (Teil-)Invalidität des betroffenen Ehepartners nichts. 

Bei der Ermittlung einer allfälligen zumutbaren Erwerbstätigkeit der Ehefrau 
oder des Ehemannes ist der konkrete Einzelfall unter Anwendung familien-
rechtlicher Grundsätze (vgl. Art. 163 des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches [ZGB; SR 210]) zu berücksichtigen. Dementsprechend ist auf das 
Alter, den Gesundheitszustand, die Sprachkenntnisse, die Ausbildung, die 
bisherige Tätigkeit, die konkrete Arbeitsmarktlage sowie gegebenenfalls auf 
die Dauer der Abwesenheit vom Berufsleben abzustellen (BGE 142 V 12 
E. 3.2 S. 14). Dabei ist dem Ehegatten rechtsprechungsgemäss sowohl im 
Falle laufender als auch erstmals beantragter Ergänzungsleistungen eine 
realistische Übergangsfrist für die zumutbare Aufnahme einer Erwerbs-
tätigkeit oder die Ausdehnung eines Arbeitspensums einzuräumen. Dies 
gilt dort nicht, wo mit Blick auf einen absehbaren künftigen Bezug von Er-
gänzungsleistungen des einen Ehepartners, beispielsweise infolge Eintritts 
in das AHV-Rentenalter und Aufgabe der Erwerbstätigkeit, dem anderen 
Ehepartner im Vorfeld genügend Zeit zur Verfügung stand, um sich erwerb-
lich einzugliedern (BGE 142 V 12 E. 5.4 S. 17).

Bemüht sich der Ehegatte trotz (teilweiser) Arbeitsfähigkeit nicht oder nur 
ungenügend um eine Stelle, verletzt er dadurch die ihm obliegende Scha-
denminderungspflicht (SVR 2016 EL Nr. 1 S. 2 E. 3.2.1).

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2.5 Das Sozialversicherungsgericht beurteilt die Gesetzmässigkeit des 
angefochtenen Entscheides in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur 
Zeit seines Erlasses gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seit-
her verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-
tungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 
140).

3.

3.1 Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in der EL-Berechnung 
des Beschwerdeführers seiner Ehefrau, welche unbestrittenermassen nicht 
erwerbstätig ist, zu Recht ein hypothetisches Erwerbseinkommen von 
Fr. 24‘000.-- angerechnet und daraufhin die EL des Beschwerdeführers ab 
1. Mai 2018 auf Fr. 3‘169.-- reduziert hat (act. IIA 81), oder ob Gründe vor-
liegen, welche die Verwertung der Arbeitskraft als unzumutbar erscheinen 
lassen. 

3.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Frage, ob die Ehefrau des 
Beschwerdeführers qualitativ und quantitativ genügende Arbeitsbemühun-
gen vorweisen könne, im Rahmen der Berechnung des Anspruches auf EL 
zumindest seit Herbst 2014 Thema war (Akten der Beschwerdegegnerin 
[act. II] 28). Der Fokus lag vorerst auf dem Erfordernis von quantitativ 
genügenden Arbeitsbemühungen. Nachdem der von der Beschwerdegeg-
nerin geforderte Nachweis von acht bis zehn schriftlichen Bewerbungen 
während sechs Monaten im Jahr 2015 erbracht war (act. II 30 f.), sah diese 
vorerst von der Aufrechnung eines Mindesteinkommens ab. Im Verlauf des 
Jahres 2017 stand dann vermehrt die Qualität der Bewerbungen in Vorder-
grund (vgl. E. 3.3 hiernach). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin erachtete die von September 2017 bis 
April 2018 eingereichten Arbeitsbemühungen insbesondere in qualitativer 
Hinsicht als ungenügend, namentlich betreffend Rechtschreibung, Datie-
rung, Formatierung und konkrete Bezugnahme auf die ausgeschriebene 
Stelle. Sodann würden die Bewerbungsschreiben stets nur aus einigen 
wenigen Sätzen bestehen (act. IIA 109 S. 3). Diese Argumentation wurde 
in der Beschwerdeantwort vertieft und mit zusätzlichen Beispielen belegt 

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(Beschwerdeantwort S. 5 ff.). Indessen gilt zu berücksichtigen, dass die 
Anforderungen an eine schriftliche Bewerbung in Bezug auf …, wie bspw. 
als …, …- oder …, für welche sich die Ehefrau regelmässig beworben hat 
(act. IIA 96 ff.), nicht allzu hoch gestellt werden dürfen. Zudem können 
nach der Rechtsprechung bei versicherten Personen, die nur für einfache 
und unqualifizierte Hilfsarbeiten in Frage kommen, blosse Anfragen bei 
möglichen Arbeitgebern unter gewissen Voraussetzungen gleichwertig an 
die Stelle von Bewerbungen um offene und ausgeschriebene Stellen treten 
(BVR 1996 S. 383 E. 5b). Ob die Bewerbungen insgesamt qualitativ als 
ungenügend zu beurteilen sind, kann jedoch aufgrund der Ausführungen in 
E. 3.4 ff. hiernach, offengelassen werden. 

3.4 Eine Mitarbeiterin der AHV-Zweigstelle ... hielt auf dem Fragebogen 
vom 27. Oktober 2014 (act. II 10 S. 4 Ziff. 2 bis 4) fest, es würden im Fall 
der Ehefrau des Beschwerdeführers keine Umstände vorliegen, welche die 
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit zum vornherein als unzumutbar erschei-
nen lassen. Die Ehefrau sei gelernte ... und spreche einigermassen gut 
deutsch. Bewerbungen um Stellen seien bislang keine erfolgt. Wenn der 
Wille zum Arbeiten vorhanden wäre, bestände die Möglichkeit zu arbeiten. 
Sie hätten den Eindruck, dass der Beschwerdeführer nicht wolle, dass sei-
ne Ehefrau arbeiten gehe. Zudem sei die Ehefrau nicht invalid und müsse 
ihren Ehemann nicht pflegen. Die 16 und 17 Jahre alten Kinder könnten 
durch den Ehemann betreut werden. 

Wenn es deshalb der Ehefrau des Beschwerdeführers innerhalb einer Zeit-
spanne von rund drei Jahren ab Herbst 2014 bis zur Verfügung vom 
29. September 2017 (act. IIA 81) trotz angeblicher Bemühungen um Arbeit 
nicht gelungen ist, tatsächlich eine Stelle zu finden, so kann daraus der 
Schluss gezogen werden, dass sie nicht ernsthaft eine Arbeit gesucht hat. 
Andernfalls kann ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie eine 
– möglicherweise befristete oder als Teilzeit angebotene – Anstellung ge-
funden hätte. Sodann spricht auch aus familienrechtlicher Sicht (vgl. Art. 
163 ZGB und E. 2.4 hiervor) nichts gegen die Aufnahme einer Erwerbs-
tätigkeit. Die Kinder sind inzwischen beide volljährig, womit allfällige Be-
treuungspflichten einer Erwerbstätigkeit nicht entgegenstehen. Überdies 
muss die Ehefrau mit Jahrgang 1968 den Beschwerdeführer nicht pflegen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, EL/18/538, Seite 8

und es bestehen keine Hinweise dafür, dass sie aus gesundheitlichen 
Gründen auf dem Arbeitsmarkt eingeschränkt wäre. 

3.5 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, man erhalte einfach keine 
Arbeit mit 50 Jahren (Beschwerde vom 9. Juli 2018), kann dem nicht ge-
folgt werden. Die Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspra-
cheentscheid (act. IIA 109 S. 4) unter Verweis auf die Rechtsprechung des 
angerufenen Gerichts (Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 
vom 20. Oktober 2017, EL/2017/737, E. 3.2) zu Recht darauf hingewiesen, 
dass Hilfsarbeitstätigkeiten mit niedrigen Anforderungen auf dem Arbeits-
markt immer nachgefragt werden. Entsprechende Tätigkeiten sind auch der 
Ehefrau des Beschwerdeführers möglich. Zudem sind nach bundesgericht-
licher Rechtsprechung weder Alter, noch fehlende Ausbildung, Berufstätig-
keit oder Sprachkenntnisse ein Grund, die Verwertbarkeit der Arbeitsfähig-
keit zu verneinen (vgl. hierzu: Urteil des Bundesgerichts [BGer] vom 12. 
Oktober 2015, 9C_265/2015, E. 3.3.2 mit Hinweisen). Dazu kommt, dass 
der Beschwerdeführer nur vereinzelt schriftliche Absagen auf Bewerbungen 
seiner Ehefrau vorzulegen vermag (vgl. act. IIA 71), obschon er wiederholt 
dazu aufgefordert worden ist. Ein Absageschreiben ist indessen ein ge-
wichtiges Indiz dafür, dass sich eine Person ernsthaft um eine offene Stelle 
beworben hat. Dass sich angeschriebene Arbeitgeber geweigert hätten, 
Absageschreiben auszustellen, wird vom Beschwerdeführer zwar behaup-
tet (act. IIA 83), aber nicht belegt. 

3.6 Unter diesen Umständen können die Beschwerdeführer den ihnen 
obliegenden Nachweis, dass kein Einkommensverzicht vorliegt (BGer vom 
13. Juli 2017, 9C_549/2016, E. 2) bzw. dass die Ehefrau trotz ausreichen-
den Arbeitsbemühungen keine Stelle gefunden hat, nicht erbringen. 

3.7 Die Höhe des hypothetischen Erwerbseinkommens von Fr. 24‘000.- 
wird von den Beschwerdeführern zu Recht nicht gerügt und ist nicht zu 
beanstanden.  

3.8 Dem Arbeitsvertrag vom 8. August 2018 (Akten der Beschwerde-
gegnerin [act. IIB] 1) ist zu entnehmen, dass die Ehefrau des Beschwerde-
führers ab dem 27. August 2018 für die … im Stundenlohn arbeiten wird. 
Da vorliegend auf den massgeblichen Sachverhalt im Zeitpunkt des Erlas-

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ses des angefochtenen Einspracheentscheids vom 11. Juni 2018 (act. 
IIA 109) abzustellen ist (vgl. E. 2.5 hiervor), ist dieser Arbeitsvertrag vorlie-
gend nicht zu berücksichtigen. 

4. Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin aufgrund der 
Verhältnisse bis zum Einspracheentscheid vom 11. Juni 2018 (act. IIA 109) 
die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens von Fr. 24‘000.-- mit 
Wirkung ab 1. Mai 2018 zu Recht verfügt. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist den Beschwerdeführern 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Nov. 2018, EL/18/538, Seite 10

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.