# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13313a50-4df1-5d6f-a917-07e9a2295ba2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-31
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 31.07.2019 106 2019 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2019-36_2019-07-31.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2019 36
106 2019 37

Urteil vom 31. Juli 2019

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Daniela Kiener
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Elmar Perler

gegen

B.________, Beschwerdegegnerin

betreffend

C.________

Gegenstand Kindesschutz – Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und 
Platzierung (Art. 310 Abs. 1 und 2 ZGB)

Beschwerde vom 21. Juni 2019 gegen den Entscheid des Friedens-
gerichts des Seebezirks vom 16. Mai 2019

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Sachverhalt

A. Am 17. November 2018 reichte B.________ beim Friedensgericht des Seebezirks (nachfol-
gend: das Friedensgericht) eine Gefährdungsmeldung betreffend ihre Tochter C.________, gebo-
ren 2004, ein. Diese leide an Magersucht und gefährde sich zu Hause. Am 16. November 2018 
wurde bereits eine ärztliche fürsorgerische Unterbringung angeordnet.

Am 31. Januar 2019 hörte die Friedensrichterin B.________ an. C.________ wurde am 3. Mai 
2019 angehört und äusserte den Wunsch, Abstand von den Eltern zu erhalten. Am 16. Mai 2019 
folgte eine gemeinsame Anhörung durch das Friedensgericht von B.________ und A.________, 
dem Vater von C.________.

B. Mit Entscheid vom 16. Mai 2019 wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht von B.________ 
und A.________ über C.________ aufgehoben und diese wurde platziert. Das Jugendamt, Sektor 
Kinderschutz, INTAKE, wurde beauftragt, dem Friedensgericht schnellstmöglich den Namen der 
Institution mitzuteilen, welche C.________ aufnehmen wird. Einer allfälligen Beschwerde wurde 
die aufschiebende Wirkung entzogen.

Am 22. Mai 2019 fand vor dem Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks eine Eheschutzver-
handlung zwischen B.________ und A.________ statt, wobei die Vergleichsverhandlungen in eine 
Vereinbarung betreffend die Eheschutzmassnahmen mündeten. C.________ und ihr Zwillingsbru-
der wurden zuvor am 10. Mai 2019 im Auftrag des Gerichtspräsidenten dazu angehört.

C. Am 21. Juni 2019 erhob A.________ Beschwerde gegen den Entscheid vom 16. Mai 2019. 
Er beantragt, dass der Entscheid aufzuheben sei. Ausserdem sei der Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung zu erteilen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Am 28. Juni 2019 nahm das Friedensgericht Stellung. Es beantragt, dass die Beschwerde sowie 
das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung abzuweisen seien. 

B.________ nahm ebenfalls am 28. Juni 2019 Stellung und schloss auf Abweisung des Gesuchs 
um Erteilung der aufschiebenden Wirkung. 

Am 3. Juli 2019 zog A.________ das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zurück 
und äusserte sich zur Stellungnahme des Friedensgerichts.

D. Die Platzierung von C.________ erfolgte per 4. Juni 2019 in eine Gastfamilie der 
D.________ AG.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 Bst. c 
des Reglements des Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für Beschwerden gegen Entscheide, die von 
der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des Geset-
zes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; SGF 212.5.1]).

1.2. Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in Kindes-
schutzverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB).

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1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). 
Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer anlässlich der Eheschutzverhandlung 
vom 22. Mai 2019 am Zivilgericht des Seebezirks übergeben. Die am 21. Juni 2019 eingereichte 
Beschwerde erfolgte somit fristgerecht.

1.4. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 
ZGB), was vorliegend erfüllt ist. 

1.5. Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind zur Beschwerde befugt: Die am Verfahren beteiligten 
Personen (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehenden Personen (Ziff. 2) und Personen, die 
ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheids haben (Ziff. 3). 

Als Vater von C.________ ist der Beschwerdeführer demnach zur Beschwerde legitimiert. Auf die 
Beschwerde ist somit einzutreten.

1.6. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemes-
senheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze 
der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz (KOKES-Praxis-
anleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34). Noven sind somit zu berücksichtigen (Urteil BGer 
5A_511/2016 vom 9. Mai 2017 E. 3.2 mit Hinweisen).

1.7. Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der Zivilpro-
zessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit 
aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

1.8. Der Beschwerdeführer stellte am 21. Juni 2019 ein Gesuch um Erteilung der aufschieben-
den Wirkung, welches er am 3. Juli 2019 wieder zurückzog. Davon ist Vormerk zu nehmen und 
das Verfahren abzuschreiben.

2.

2.1. Der Beschwerdeführer beanstandet zunächst, dass das Protokoll der Anhörung vom 
16. Mai 2019 nicht unterzeichnet wurde, obwohl dies Art. 193 i.V.m. Art. 176 ZPO vorschreibe. 
Soweit sich der Entscheid auf dieses Protokoll stütze, fusse dieser auf einem Dokument, dem 
keine Beweiskraft zukomme. Das Protokoll sei ausserdem sehr lückenhaft und stimme in wesentli-
chen Teilen nicht mit seinen Aussagen überein.

Das Friedensgericht führt hierzu aus, dass die Verhandlung vom 16. Mai 2019 nicht als Beweisab-
nahme qualifiziert werden könne. Es habe sich weder um eine Parteibefragung gemäss Art. 191 
ZPO noch um eine Beweisaussage gemäss Art. 192 ZPO gehandelt, was eine Protokollierung 
nach Art. 176 ZPO und folglich zwingend die Unterschrift der Kindseltern unter das Protokoll 
verlangen würde. Vielmehr sei es eine Anhörung gewesen, welche dem Institut der Instruktionsver-
handlung zuzuordnen sei. Die Protokollierung einer Instruktionsverhandlung unterstehe nicht den 
Vorschriften von Art. 192 ZPO, sondern von Art. 235 ZPO. Demnach sei einzig die Unterschrift der 
protokollführenden Person vorgeschrieben, nicht aber der angehörten Personen.

Der Beschwerdeführer ergänzte daraufhin, dass ein Gespräch beim Friedensgericht wohl dem 
Institut der Instruktionsverhandlung entsprechen vermag, nicht jedoch das Verfahren vor dem 
Friedensgericht als Kollegialbehörde.

2.2. Nach Art. 191 ZPO kann das Gericht eine oder beide Parteien zu den rechtserheblichen 
Tatsachen befragen (Abs. 1). Die Parteien werden vor der Befragung zur Wahrheit ermahnt und 

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darauf hingewiesen, dass sie mit einer Ordnungsbusse bis zu 2000 Franken und im Wiederho-
lungsfall bis zu 5000 Franken bestraft werden können, wenn sie mutwillig leugnen (Abs. 2). Das 
Gericht kann eine oder beide Parteien aber auch von Amtes wegen zur Beweisaussage unter 
Strafdrohung verpflichten (Art. 192 Abs. 1 ZPO). Gemäss Abs. 2 werden die Parteien vor der 
Beweisaussage zur Wahrheit gemahnt und auf die Straffolgen einer Falschaussage hingewiesen 
(Art. 306 StGB). Für das Protokoll der Parteibefragung und der Beweisaussage gilt Art. 176 ZPO 
sinngemäss (Art. 193 ZPO). Demnach werden die Aussagen in ihrem wesentlichen Inhalt zu Proto-
koll genommen, der Zeugin oder dem Zeugen vorgelesen oder zum Lesen vorgelegt und von der 
Zeugin oder dem Zeugen unterzeichnet (Art. 176 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Ein nicht unterzeichnetes 
und bestrittenes Parteibefragungsprotokoll vermag den Beweis über die Aussagen einer Partei 
nicht zu erbringen (Urteil BGer 4A_498/2014 vom 3. Februar 2015 E. 3.3). Zu protokollieren ist 
allerdings nur der wesentliche Inhalt, d.h. was den Ausgang des Verfahrens beeinflussen kann. 
Eine wortwörtliche Aufzeichnung ist nicht notwendig (GUYAN, in Basler Kommentar, Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 176 N. 7). 

Art. 235 Abs. 1 Bst. f ZPO sieht demgegenüber in allgemeiner Weise vor, dass das Gericht über 
jede Verhandlung Protokoll führt. Dieses enthält insbesondere die Unterschrift der protokollführen-
den Person. Die Unterschrift der Parteien wird nicht verlangt.

Die Frage, ob das Protokoll zu unterzeichnen gewesen wäre, kann vorliegend offenbleiben. Wie 
den nachfolgenden Erwägungen entnommen werden kann, wäre der rechtserhebliche Sachverhalt 
auch ohne die Aussagen des Beschwerdeführers vom 16. Mai 2019 genügend erstellt bzw. mögen 
die von ihm angeblich getätigten und nicht protokollierten Aussagen nichts am Entscheid ändern. 
Sofern er eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs geltend machen will, wird dies ausserdem im 
vorliegenden Verfahren geheilt (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 mit Hinweisen). 

3.

3.1. Im angefochtenen Entscheid führte das Friedensgericht aus, dass der Antrag von 
C.________ auf Platzierung, die hoch konfliktuelle Familiensituation, der offensichtlich nicht mehr 
aushaltbare Druck sowie das offensichtlich daraus resultierende Interesse von C.________ am 
Thema Suizid ein dringliches Handeln zum Schutze des Kindes erfordern würden. 

Der Beschwerdeführer rügt, dass der Sachverhalt falsch festgestellt worden sei. Das Protokoll 
erwecke den Eindruck, ihm gehe es mehr ums Prinzip als um das Wohl des Kindes. Dies treffe 
jedoch nicht zu. Schliesslich sei er es gewesen, der die Betreuung durch einen unabhängigen 
(Schul-)Psychologen veranlassen wollte. Weiter sei nicht beachtet worden, dass C.________ von 
Anfang Januar 2019 bis Ende April 2019 bei ihm gewohnt habe, es ihr recht gut gegangen sei und 
Gespräche mit der Psychologin geführt worden seien, um das Verhältnis zwischen Tochter und 
Mutter zu verbessern. Der ursprünglich weit gefasste Kontakt zwischen Mutter und Tochter sei in 
dieser Zeit mehrmals reduziert worden, was sich für C.________ positiv ausgewirkt habe. Ferner 
befänden sich in den Akten ausser der nicht verifizierbaren und bestrittenen Aussage der 
Beschwerdegegnerin nichts zu einer allfälligen Suizidgefährdung. Auch sei die Familiensituation 
nicht hoch konfliktuell. Er sei ausgezogen und die Meinungsverschiedenheiten hätten lediglich die 
Unterhaltsbeiträge betroffen. An der Eheschutzverhandlung vom 22. Mai 2019 hätten diese aber 
gelöst werden können, womit keine Konfliktsituation mehr bestehe. Die Akten des Eheschutzver-
fahrens hätten vom Friedensgericht beachtet werden müssen.

Das Friedensgericht hält dagegen, dass es unerheblich sei, zu welchem Elternteil mehr Spannun-
gen bestehen oder ob C.________ von Anfang Januar 2019 bis Ende April 2019 beim Beschwer-
deführer gewohnt habe. Auch bestehe kein Grund, Beweise für das Interesse von C.________ am 

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Austausch mit suizidalen Personen zu verlangen. Es genüge die diesbezügliche Beobachtung der 
Beschwerdegegnerin bzw. die Feststellung des Zwillingsbruders von C.________. Erheblich in 
Bezug auf die Gefährdung des Kindes sei ferner, dass der Beschwerdeführer die Situation als 
nicht konfliktuell erachtet und seiner Ansicht nach die Einigung über die Unterhaltsbeiträge vor 
dem Eheschutzrichter nun die Lage von C.________ verbessert habe. 

Die Beschwerdegegnerin führt aus, dass C.________ weder bei ihr noch beim Beschwerdeführer 
wohnen wolle. Vor der Platzierung habe der Zwillingsbruder von C.________ oft mit dieser gestrit-
ten. C.________ habe den Wunsch auf eine Platzierung wiederholt geäussert und finde dank 
dieser nun Ruhe und Fürsorge. Sie selber habe weiterhin Auseinandersetzungen mit dem 
Beschwerdeführer betreffend "Akteneinsicht Psychologin, Unterhaltszahlungen, Hauseinzug 
E.________ usw" und die Kinder seien häufig sein Sprachrohr. 

3.2.

3.2.1. Nach Art. 150 Abs. 1 ZPO sind Beweisgegenstand rechtserhebliche, streitige Tatsachen. 
Rechtserhebliche Tatsachen sind solche, die den Ausgang des Verfahrens zu beeinflussen vermö-
gen (Urteil BGer 4A_362/2015 vom 1. Dezember 2015 E. 2.2; Botschaft vom 28. Juni 2006 zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, BBl 2006 7221, 7311). Ob eine Tatsachendarstellung 
rechtserheblich ist, beurteilt sich regelmässig nach dem materiellen Recht (GUYAN, Art. 150 N. 3). 
Offenkundige und gerichtsnotorische Tatsachen sowie allgemein anerkannte Erfahrungssätze 
bedürfen keines Beweises (Art. 151 ZPO). Zu prüfen ist daher zunächst, ob die vom Beschwerde-
führer behaupteten Tatsachen in Bezug auf das materielle Recht erheblich sind. 

3.2.2. Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die Kindesschutzbehörde, wenn einer Gefährdung des 
Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses den Eltern wegzunehmen und in angemesse-
ner Weise unterzubringen. Dies hat zur Folge, dass das Recht der Eltern, den Aufenthaltsort des 
Kindes zu bestimmen, auf die Behörde übergeht und diese seine Unterbringung bestimmt. Die 
Gefährdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und 
gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheb-
lich ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder 
in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen 
spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die 
Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung (Urteile BGer 5A_993/2016 vom 19. Juni 2017 E. 4.2.2; 
5A_615/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.2 jeweils mit Hinweisen). 

Wie das Friedensgericht demnach zu Recht ausgeführt hat, ist betreffend das vorliegende Verfah-
ren kein Beweis darüber zu führen, zu welchem Elternteil mehr Spannungen bestehen. Die 
Behauptungen des Beschwerdeführers, dass es ihm nicht ums Prinzip gehe, er die Betreuung 
durch einen unabhängigen (Schul-)Psychologen veranlassen wollte oder C.________ von Anfang 
Januar 2019 bis Ende April 2019 bei ihm gewohnt hat, scheinen jedoch einzig darauf abzuzielen. 
Da diese Behauptungen im vorliegenden Verfahren nicht von Relevanz sind, ist nicht weiter darauf 
einzugehen.

3.3. Zu prüfen ist weiter, ob zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheides tatsächlich eine 
Gefährdung des Wohles von C.________ bestanden hat. 

3.3.1. Aus den Akten geht hervor, dass C.________ mehrmals wegen Magersucht in Behandlung 
war. Mit E-Mail vom 12. April 2019 führte die behandelnde Psychotherapeutin aus, dass es 
C.________ zurzeit gesundheitlich gut gehe, sie sich aber in einer schwierigen Situation befinde. 
Die Eltern seien getrennt und ziemlich zerstritten. Sie würden sich häufig über Geld streiten, wobei 

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sich C.________ dazwischen befinde. Diese wisse nicht mehr, bei wem sie nun leben möchte und 
sei innerlich so zerrissen, dass sie einige Male bei ihr ausgeflippt sei. Die Situation habe immer 
wieder beruhigt werden können. Nun sei C.________ aber wieder ausgeflippt und sie sei sich nicht 
sicher, ob C.________ sich auch etwas antun würde, damit sie endlich weg von beiden Eltern 
könne. C.________ halte diese Spannung nicht mehr aus und scheine sich auch nicht entscheiden 
zu können, bei wem sie leben möchte. Die behandelnde Psychotherapeutin forderte sodann das 
Friedensgericht auf, C.________ anzuhören und ihr eine Alternative zu bieten, wo sie hingehen 
könnte, wenn sie es nicht mehr aushält. Dies damit sie sich nicht zuerst etwas antun müsse, damit 
sie aus dem Haus kommt.

Am 26. April 2019 fand sodann ein Gespräch mit C.________ und der Beschwerdegegnerin beim 
Jugendamt, Sektor Kinderschutz, INTAKE, statt. Der gleichentags abgesendeten E-Mail der Fach-
person Kinderschutz kann entnommen werden, dass sich C.________ weder beim Vater noch bei 
der Mutter wohl fühlt und eine Platzierung in einer Institution wünscht. Dies werde von der Mutter 
unterstützt, nicht aber vom Vater, welcher C.________ unter Druck setze, damit sie sich gegen 
eine Platzierung äussert. Der Vater möchte im Übrigen einen Wechsel der Psychotherapeutin, was 
nicht dem Wunsch von C.________ entspreche. Die Eltern befänden sich aufgrund ihrer Trennung 
in einem grossen Konflikt. C.________ sei diesem häufig ausgesetzt und befinde sich in der Mitte 
des Konfliktes. So würden bspw. beide Elternteile häufig über ihre Geldkonflikte reden. Des Weite-
ren verspüre C.________ von Seiten ihrer Eltern einen grossen Leistungsdruck bezüglich der 
Schule. Dies habe sich nun noch verschlimmert, da sie jeweils von beiden Elternteilen gerügt 
werde, wenn sie bspw. eine schlechte Note erhalte. Auch bezüglich der Schnupperstellensuche 
fühle sich C.________ unter Druck und werde von ihren Eltern gerügt, da sie momentan nicht 
genügend Engagement zeige. C.________ habe jedoch erklärt, dass ihr dies in der aktuellen 
Situation nicht möglich sei. Es scheine, dass C.________ in vielen Belangen momentan unter 
Druck stehe und auch unter dem Konflikt der Eltern leide.

C.________ wurde am 3. Mai 2019 durch die Friedensrichterin angehört und äusserte sich dahin-
gehend, dass sie das "Gestürm" zwischen ihren Eltern nicht mehr länger ertrage. Sie fühle sich bei 
keinem von ihnen mehr wohl und brauche Abstand, da der Druck für sie nicht mehr tragbar sei. 

Anlässlich der Anhörung vom 16. Mai 2019 durch das Friedensgericht gab die Beschwerdegegne-
rin zu Protokoll, dass sie nicht beurteilen könne, ob C.________ tatsächlich Suizid gefährdet ist 
oder dies nur als Druckmittel benutzt. C.________ brauche zurzeit eine Auszeit und könne danach 
selber entscheiden, wo sie leben möchte. 

3.3.2. Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers ergibt sich eine allfällige Suizidge-
fährdung von C.________ nicht nur aus den Behauptungen der Beschwerdegegnerin. Vielmehr 
geht auch klar aus der E-Mail vom 12. April 2019 der behandelnden Psychotherapeutin hervor, 
dass dies nicht ausgeschlossen werden kann, sollte C.________ keine Alternative zur Verfügung 
gestellt werden. Darüber hinaus stimmen die Angaben der behandelnden Psychotherapeutin, der 
Fachperson Kinderschutz, der Beschwerdegegnerin und von C.________ dahingehend überein, 
dass diese durch den Konflikt der Eltern sehr belastet ist und es zu Hause nicht mehr aushält. Sie 
kann sich aktuell nicht entscheiden, wo sie in Zukunft leben möchte und braucht eine Auszeit von 
beiden Elternteilen.

3.3.3. Es ist nicht ersichtlich, was das Protokoll der Anhörung vom 10. Mai 2019 vor dem Zivilge-
richt des Seebezirks im Rahmen des Eheschutzverfahrens an diesen Feststellungen ändern sollte. 
Anlässlich dieser Anhörung sagte C.________ aus, dass sie eine Auszeit von beiden Elternteilen 
benötige, auch von der Frage, bei wem und wo zu leben. Das ständige Hin und Her belaste sie 

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stark. Am liebsten würde sie die Auszeit auf einem Bauernhof in einer Familie verbringen und dort 
auch in die Schule gehen. Sie habe gehört, im F.________ gebe es solche Möglichkeiten. Sie 
denke, auch ein Schulwechsel wäre nicht schlecht. Sie werde das ungute Gefühl nicht los, dass 
sie in der Klasse von ihren Kameraden ein wenig beobachtet werde. An einem anderen Ort würde 
niemand ihre Vorgeschichte kennen, was ihr einen Neustart erlauben würde. Sie habe ihren Eltern 
auch gesagt, dass sie von beiden eine Auszeit wünsche. Für ihre Mutter sei es in Ordnung. Der 
Vater möchte dies aber gar nicht. Er setze sie unter Druck, damit sie von ihrem Wunsch Abstand 
nehme. 

Diese Aussagen bestätigen somit lediglich die bereits vor dem Friedensgericht bekannten 
Tatsachen. 

3.3.4. Unbeachtlich ist auch die Behauptung des Beschwerdeführers, dass mit der abgeschlosse-
nen Eheschutzvereinbarung keine Konfliktsituation mehr bestehe. Massgebend sind die Verhält-
nisse im Zeitpunkt der Entziehung des Aufenthaltsbestimmungsrechts (Urteil BGer 5A_615/2013 
vom 2. Dezember 2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Eheschutzvereinbarung wurde erst nach dem 
Entscheid des Friedensgerichts geschlossen. Zwar war dies lediglich eine Woche später. Es ist 
jedoch nicht glaubhaft, dass damit von einem Tag auf den anderen sämtliche Konflikte gelöst 
worden sein sollen, auch wenn eine solche Vereinbarung zu einer Beruhigung der Situation führen 
kann. Viel glaubhafter erscheinen die Ausführungen der Beschwerdegegnerin, wonach immer 
noch Auseinandersetzungen bestehen. Bereits das vorliegende Verfahren bestätigt, dass sich die 
Eltern weiterhin nicht über sämtliche Angelegenheiten und insbesondere nicht betreffend die 
Belange von C.________ einig sind. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass nun 
kein Druck mehr auf C.________ laste, zumal die Frage nach ihrem zukünftigen Wohnort und der 
schulischen bzw. beruflichen Orientierung durch die Eheschutzvereinbarung nicht geklärt wurde.  

3.3.5. Zu beachten ist schliesslich, dass C.________ 15 Jahre alt und somit fähig ist, sich eine 
eigene Meinung zu bilden. Gemäss der allgemeinen Erfahrung bedarf es für Jugendliche eines 
erheblichen Leidensdruckes, bis sie selbst die Platzierung in einem Heim dem Verbleib im eigenen 
familiären Umfeld vorziehen (Urteil BGer 5C.117/2002 vom 1. Juli 2002 E. 3.3). C.________ hat 
wiederholt und klar ihren Wunsch nach einer Auszeit und Platzierung geäussert, was den bereits 
festgestellten Leidensdruck bestätigt. 

3.4. Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass das Friedensgericht eine Situation fest-
stellte, welche C.________ sehr belastet und ihr Wohl gefährdet.

4. 

4.1. Der Beschwerdeführer bringt sodann vor, dass die Massnahme nicht verhältnismässig sei. 
Er verkenne nicht, dass seine Tochter unter der Trennung leide. Sie wolle und könne sich offenbar 
nicht entscheiden und hege den Wunsch auf eine Platzierung. Da er sich nicht einverstanden 
erklärte, sei der Weg über das Friedensgericht vorgeschlagen worden. Der Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts mit Fremdplatzierung sei die letzte Stufe der Kindesschutzmassnahmen. 
Die Fachperson, welche C.________ angehörte habe, fordere keine Fremdplatzierung, sondern 
schlage weniger weitgehende Massnahmen vor. Die Massnahme möge zwar dem Wunsch von 
C.________ entsprechen, sei im Lichte der hohen Anforderungen des Gesetzes und der Recht-
sprechung gegen den Willen eines Elternteils aber nicht gerechtfertigt. Eine Erziehungsbeistand-
schaft würde zur Wahrung des Wohles von C.________ genügen. Diese hätte den Vorteil, dass 
auch mit Bezug auf die Schule und den künftigen Werdegang eine konkrete Begleitung stattfinden 
könnte. Diese fehle mit der Fremdplatzierung, welche nicht einmal Rahmenbedingungen enthalte, 
völlig.

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Das Friedensgericht ist der Ansicht, dass keine andere Lösung als die Platzierung C.________ 
zum gegebenen Zeitpunkt den nötigen Schutz geben könnte und sie aus der Situation genommen 
werden müsse. Die Massnahme sei daher verhältnismässig.

4.2.

4.2.1. Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität) und es ist immer 
die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese sollen elterli-
che Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität). Die Aufhebung des 
Aufenthaltsbestimmungsrechts ist aufgrund der erforderlichen Proportionalität nur zulässig, wenn 
andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen 
(Urteil BGer 5A_615/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Darüber hinaus wird 
vorausgesetzt, dass das Kind den Erziehungs- und Pflegebedürfnissen entsprechend in angemes-
sener Weise untergebracht wird (HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 
2. Aufl. 2016, N. 40.42). Kriterien bilden die Kontinuität (Bewahrung bisheriger positiver Momente, 
z.B. Pflegefamilie am Wohnort, welche den Schulbesuch im bisherigen Umfeld ermöglicht), aber 
auch die besondere Eignung einer bestimmten Institution. Der laufende Kontakt mit den Eltern ist 
durch Besuche, Briefe und Telefonate aufrecht zu erhalten (BREITSCHMID, in Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 6. Aufl. 2018, Art. 310 N. 9 f.). Zu beachten ist auch der Wunsch des urteilsfähi-
gen Kindes (Urteile BGer 5A_993/2016 vom 19. Juni 2017 E. 4.2.2; 5C.117/2002 vom 1. Juli 2002 
E. 3.3). 

4.2.2. Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers spricht die E-Mail vom 26. April 2019 
der Fachperson Kinderschutz nicht gegen eine Platzierung. So geht daraus hervor, dass eine 
vorübergehende Platzierung C.________ entlasten und etwas Ruhe in die Situation bringen 
könnte. Da der Beschwerdeführer dagegen sei, wäre diesbezüglich jedoch ein Entscheid des Frie-
densgerichts nötig. Weiter wird ausgeführt, dass es wichtig wäre, dass das Friedensgericht 
schnellstmöglich eine Kindesschutzmassnahme errichtet. Eine Erziehungsbeistandschaft sowie 
eine Beistandschaft zur Überwachung des persönlichen Verkehrs könnten C.________ und ihre 
Familie im aktuellen Konflikt und der schwierigen Situation unterstützen. Selbst wenn daraus eine 
Empfehlung lediglich betreffend die Errichtung einer Beistandschaft abgeleitet werden soll, ist das 
Friedensgericht nicht daran gebunden (vgl. auch Urteil BGer 5A_478/2016 vom 10. März 2017 
E. 5.2.2 mit Hinweisen).

Vorliegend erscheint die Errichtung von lediglich einer Erziehungsbeistandschaft von vorneherein 
ungenügend, um das Kindeswohl zu wahren. Die Kindeswohlgefährdung besteht insbesondere 
darin, dass C.________ den Druck zu Hause nicht mehr aushält und ausserdem nicht ausge-
schlossen werden kann, dass sie sich etwas antun würde, wenn ihr keine Alternative zur Verfü-
gung steht. C.________ hat den Wunsch nach einer Auszeit von beiden Elternteilen wiederholt 
klar geäussert. Das Kindeswohl kann somit einzig durch eine Auszeit gewahrt werden. Da der 
Beschwerdeführer damit nicht einverstanden ist, steht keine andere Massnahme zur Verfügung als 
die Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts. 

Betreffend die Platzierung ist festzuhalten, dass es dem ausdrücklichen Wunsch von C.________ 
entspricht, in einer Familie auf einem Bauernhof im F.________ untergebracht zu werden. Die 
individuelle Vereinbarung vom 4. Juni 2019 enthält sodann die Rahmenbedingungen der Platzie-
rung. So ist einerseits eine klare Tagesstruktur vorgegeben. Andererseits lässt sich dieser Verein-
barung entnehmen, dass die Platzierung nicht nur den Zweck, Zeit zum Überlegen und Ruhe und 
Abstand zu gewinnen, hat, sondern auch die berufliche Orientierung. Ausserdem wird auch der 
Kontakt zu den Eltern aufrechterhalten. 

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Die vom Friedensgericht angeordnete Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzie-
rung von C.________ ist somit verhältnismässig. Die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 6 KESG; Art. 450f ZGB; Art. 106 Abs. 1 ZPO; Art. 10 ff. des Justizreglements vom 
30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Diese sind auf CHF 400.- festzusetzen (pauschale 
Gerichtsgebühr, Art. 95 Abs. 2 lit. b ZPO; Art. 19 Abs. 1 JR). Es ist keine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Der Entscheid des Friedensgerichts des Seebezirks vom 16. Mai 2019 wird bestätigt.

II. Vom Rückzug des Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird Vormerk genom-
men und das diesbezügliche Verfahren abgeschrieben.

III. Die Verfahrenskosten werden auf pauschal CHF 400.- festgesetzt und A.________ auferlegt.

IV. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 31. Juli 2019/sig

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: