# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f34b981e-f938-57e3-a470-d4c7bda9fcd2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.04.2016 200 2015 933
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-933_2016-04-06.pdf

## Full Text

200 15 933 IV
SCI/ZID/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. April 2016

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. September 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich erstmals im Juni 2006 unter Hinweis auf Be-
schwerden an der Wirbelsäule und ein Schleudertrauma nach Autounfall 
vom 22. April 2005 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 
(IV) bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin) an 
(Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1/1 ff.). Diese holte die Akten der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA; AB 5, 22) sowie er-
werbliche (AB 6 f., 10) und medizinische Unterlagen (AB 14) ein und ordne-
te auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 18) eine 
MEDAS-Begutachtung im Spital B.________ an (Expertise vom 3. Dezem-
ber 2007; AB 25). Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (AB 26) 
wies die IVB das Leistungsbegehren ab (unangefochten gebliebene Verfü-
gung vom 26. Februar 2008; AB 38).

Unter Verweis auf einen Bericht des Spitals B.________ vom 27. März 
2009 ersuchte der Versicherte im April 2009 um Neubeurteilung des Ren-
tenanspruchs (AB 64). Auf Empfehlung des RAD (AB 65) veranlasste die 
IVB eine Verlaufsbegutachtung durch das Spital B.________ (MEDAS; 
Expertise vom 15. August 2009; AB 74, 78). Mit Vorbescheid vom 8. Sep-
tember 2009 (AB 76) stellte sie die Abweisung in Aussicht. In der Folge 
reichte der Versicherte einen Bericht seines behandelnden Psychiaters 
vom 7. Oktober 2009 ein (AB 79). Nach Konsultation des RAD (AB 81) ver-
fügte die IVB am 2. November 2009 entsprechend dem Vorbescheid 
(AB 82). Diese Verfügung blieb unangefochten.

B.

Im Mai 2014 meldete sich der Versicherte erneut bei der IVB an und mach-
te geltend, sein Zustand habe sich in den letzten Jahren drastisch ver-
schlechtert; er leide unter Schmerzen, Schwindel, Schlaf-/Konzentrations-
störungen, Müdigkeit, Panikanfällen sowie Herzrasen und nehme Erschei-

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nungen und Stimmen wahr (AB 98; vgl. auch AB 106, 111). Nach Konsulta-
tion des RAD (AB 110, 113) trat die IVB nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (AB 114) auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (Ver-
fügung vom 25. September 2014; AB 115). Hiergegen erhob der Versicher-
te Beschwerde (AB 118; dies unter Beilage einer Stellungnahme des be-
handelnden Psychiaters vom 24. Oktober 2014), worauf die IVB nach Kon-
sultation des RAD (AB 125) die Verfügung vom 25. September 2014 wie-
dererwägungsweise aufhob (AB 126) und eine psychiatrische Begutach-
tung veranlasste (Expertise vom 4. Juni 2015; AB 138.1). Nach Durch-
führung des Vorbescheidverfahrens (AB 139) wies die IVB mit Verfügung 
vom 25. September 2015 (AB 142) das Leistungsbegehren bei einem Inva-
liditätsgrad von 23 % ab.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte unter Verweis auf eine Stellungnahme 
des behandelnden Psychiaters (Akten des Beschwerdeführers, Beschwer-
debeilage [BB] 2) mit auf den 24. Oktober 2015 datierter und am 26. Okto-
ber 2015 der Post übergebener Eingabe Beschwerde. Sinngemäss bean-
tragte er die Ausrichtung einer IV-Rente.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2015 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 25. September 2015 (AB 142). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Rentenleistungen.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-

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keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 
S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 
trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf 
dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits-
markt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist 
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 
E. 3.2.1 S. 281).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

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ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]).

2.5.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin trat mit Verfügung vom 25. September 
2014 (AB 115) auf die Neuanmeldung vom Mai 2014 (AB 98) vorerst nicht 
ein. Nachdem sie die Verfügung im Rahmen eines gerichtlichen Beschwer-
deverfahrens (vgl. AB 118) wiedererwägungsweise aufgehoben hatte 
(AB 126), hat sie weitere Abklärungen (namentlich eine psychiatrische Be-
gutachtung; AB 138.1) vorgenommen und schliesslich materiell entschie-
den (AB 142). Die Eintretensfrage ist deshalb praxisgemäss nicht zu über-
prüfen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b S. 114 f.). Zu prüfen ist, ob zwischen der 
letzten rechtskräftigen Abweisung des Leistungsgesuchs am 2. November 
2009 (AB 82) und der hier angefochtenen Verfügung vom 25. September 
2015 (AB 142) eine anspruchsbegründende Veränderung der erheblichen 
Tatsachen eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 2. November 2009 (AB 82) stützte sich in medi-
zinischer Hinsicht massgeblich auf die folgenden medizinischen Einschät-
zungen:

3.2.1 Ursprünglich erfolgte die Anmeldung zum Leistungsbezug unter 
Hinweis auf (somatische) Beschwerden an der Wirbelsäule und ein 
Schleudertrauma (AB 1/6 Ziff. 7.1 ff.). Wegen anamnestisch bereits seit 
mehreren Jahren bestehender Schmerzen mit Ausstrahlung in den Schul-
tergürtel, die im Rahmen eines Autounfalls mit HWS-Distorsionstrauma im 
April 2005 exazerbiert seien, wurde der Beschwerdeführer im Dezember 
2005 im Spital B.________ untersucht. Im entsprechenden Austrittsbericht 
vom 29. Dezember 2005 (AB 5/84 ff.) wurde eine chronische Zervikobra-
chialgie links bei Schmerzchronifizierung und Verdacht auf Schmerzverar-
beitungsstörung diagnostiziert (AB 5/84). Ferner wird in diesem Bericht 
auch darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer 1996 und 1997 
zweimal jeweils mehrere Wochen im Spital B.________ hospitalisiert ge-
wesen sei, dies wegen im Vordergrund stehenden generalisierten Schmer-
zen und Panikattacken. Die damalige Beurteilung habe eine Depression mit 
Somatisierung bei psychosozialer Belastungssituation ergeben. Bei der 
gegenwärtigen Hospitalisation im Spital B.________ hätten sich erneut 
Hinweise auf eine relevante Überlagerung des organischen Beschwerde-

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kerns, begleitet von einer deutlichen Schmerzchronifizierung, ergeben 
(AB 5/85).

Gemäss Bericht des Spitals B.________ vom 8. Februar 2006 (AB 5/7 ff.) 
wurde der Beschwerdeführer vom 19. Dezember 2005 bis 27. Januar 2006 
stationär abgeklärt und behandelt. Diagnostiziert wurden eine chronische 
Zervikobrachialgie links, eine Hypästhesie des linken Ober- und ulnarseiti-
gen Unterarms ohne organisches Korrelat (Differentialdiagnose: Somatisie-
rungsstörung), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 
Episode, ein Verdacht auf Pneumonie rechts basal und schliesslich ein 
Hypoliquorrhoesyndrom (AB 5/7). Der Beschwerdeführer habe berichtet, 
seit dem Autounfall vom 23. April 2005 ganztags an andauernden, bewe-
gungsunabhängigen, zusammenziehenden Schmerzen, beginnend occipi-
tal mit Ausstrahlung in den Nacken, Kopf, Stirn- und Schläfenbereich zu 
leiden. Des Weiteren habe er über weniger Kraft und Gefühl des linken 
lateralen Ober- und ulnarseitigen Unterarms bis zum Ring- und Zeigefinger 
geklagt. Besonders bei kaltem Wetter habe er ein Nebelsehen vor den Au-
gen angegeben. Wegen Gedankenkreisen und Schmerzen könne er nicht 
ein- und durchschlafen. Schliesslich habe er angegeben, schon vor ca. 
sieben Jahren wegen Nervenkrankheit und Schlafstörungen im Spital 
B.________ hospitalisiert gewesen zu sein (AB 5/10 oben). Der Beschwer-
deführer habe eine gute Kindheit und ein gutes Verhältnis zur Familie er-
wähnt; er habe in guten finanziellen Verhältnissen gelebt (AB 5/10 unten).

3.2.2 Im MEDAS-Gutachten vom 3. Dezember 2007 (AB 25/3 ff.) wurde 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1.) eine Zervikobrachialgie bei de-
generativen HWS-Veränderungen, (2.) eine geringe inkomitante Hyperpho-
rie, (3.) Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10: F41.2) sowie (4.) 
eine Panikstörung (ICD-10: F41.0), und ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit (5.) eine somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4), (6.) 
Spannungskopfschmerz, (7.) Dysästhesie im Versorgungsgebiet des Ner-
vus ulnaris links, (8.) Hyperopie, (9.) Cataracta incipiens, (10.) geringe Na-
hexophorie mit subnormalem Binokularsehen, (11.) Fehlstatik der Wir-
belsäule, (12.) Haltungsinsuffizienz, muskulärer Hartspann und ver-
schmächtigte Rumpfmuskulatur, (13.) beidseits erheblich verkürzte Ischio-
kruralmuskulatur sowie (14.) Fussdeformationen beidseits diagnostiziert 

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(AB 25/14 Ziff. 4). Er sei in … geboren und sei behütet und integriert in der 
Familie aufgewachsen. Kindheit und Jugend habe er in schöner Erinne-
rung, keine Aussenseiterrolle (AB 25/9). Anamnestischen Angaben zufolge 
habe sich der Beschwerdeführer erstmals 1995/96 in psychiatrische Be-
handlung begeben und sei drei bis vier Jahre lang wegen Angst und Panik-
attacken behandelt worden (AB 25/8). Der Beschwerdeführer könne die 
bisherige Tätigkeit als … aufgrund der Doppelbilder nicht mehr ausüben. 
Die Tätigkeit als … sei durchführbar (AB 25/15 lit. C Ziff. 2). Körperlich 
durchschnittlich mittelschwere Tätigkeiten, bevorzugt aus wechselnder 
Ausgangslage und ohne Zwangshaltungen und ohne Überkopfarbeiten, 
seien vollschichtig zumutbar (AB 25/16 f. lit. C Ziff. 3, 4, 11, 12, 13 und 14).

Im MEDAS-Verlaufsgutachten vom 15. August 2009 (AB 74/4 ff., 78/2) 
wurden die bisherigen Diagnosen (vgl. AB 25/14 Ziff. 4) im Wesentlichen 
bestätigt (AB 74/21 f. Ziff. 4); der Untersuchungsbefund habe sich weder 
auf somatischem noch auf psychopathologischem Gebiet verändert 
(AB 74/22 lit. B). Im Rahmen der Systemanamnese und vegetativen Ana-
mnese habe der Beschwerdeführer angegeben, er leide unter Ein- und 
Durchschlafstörungen. Kürzlich habe er das Gefühl gehabt, als ob im 
Schlaf jemand mit ihm rede. Es sei noch zu weiteren Ereignissen gekom-
men, in denen er nicht gewusst habe, ob er wach sei oder träume. Sein 
Psychiater habe ihm gesagt, solche Träume könnten vorkommen. Der feh-
lende Realitätscharakter sei ihm durchaus bewusst (AB 74/13). Zur Sozial-
anamnese habe der Beschwerdeführer die Angaben des Vorgutachtens 
(AB 25/9) bestätigt. Kindheit und Jugend habe er in überwiegend schöner 
Erinnerung, obwohl er die Erziehung durch den impulsiven, teilweise sehr 
strengen Vater manchmal ungerecht erlebt habe; seine Mutter hingegen 
habe er stets in liebevoller, zugewandter Erinnerung (AB 74/14). Nach An-
sicht der Gutachter präsentierten sich, wenn überhaupt, die psychopatho-
logischen Befunde geringfügig ausgeprägter als vor zwei Jahren: Insbe-
sondere falle auf, dass es dem Beschwerdeführer nach der Trennung von 
der Ehefrau schwer falle, eine Tagesstruktur aufrecht zu erhalten. Es fän-
den sich Rückzugstendenzen, wobei der Beschwerdeführer allerdings nach 
wie vor durchaus interaktions- und integrationsfähig sei. Eine Gefangenheit 
in Ängsten oder pathologischen Angstaffekten habe sich im psychopatho-

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logischen Befund erneut nicht ausmachen lassen. Gegenüber dem Vorgut-
achten ergäben sich keine neuen Gesichtspunkte (AB 74/22 f. lit. B). 

3.2.3 In einem Bericht vom 7. Oktober 2009 an die Rechtsschutzversiche-
rung des Beschwerdeführers nahm der behandelnde Arzt med. pract. 
C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstmals 
aktenkundig Stellung (AB 79/2 f.): Er wiederholte die wesentlichen Diagno-
sen gemäss MEDAS-Begutachtung (vgl. AB 25/14 Ziff. 4 und AB 74/21 f. 
Ziff. 4) und wies auf erheblich mitwirkende psychosoziale Umstände hin 
(AB 79/2 Ziff. 2). Die Beschwerden, die zur seit dem Unfall bis heute beste-
henden Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, seien auf das Unfallereignis 
zurückzuführen. Durch diese Beschwerden und die Arbeitsunfähigkeit sei 
es auch zu psychosozialem Stress mit negativen Folgen (Beziehungsab-
bruch, Depression, Schlafstörungen, Panikattacken, evtl. PTSD) gekom-
men (AB 79/2 f, Ziff. 3).

3.3 Der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2015 (AB 142) 
liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde:

3.3.1 Gemäss Berichten des Spitals B.________ zu Handen des behan-
delnden Psychiaters vom 10. und 23. Januar 2013 (AB 106/2 f., 137) wur-
den im Rahmen einer Hospitalisation vom 17. Dezember 2012 bis 10. Ja-
nuar 2013 die bekannten Diagnosen (insbesondere rezidivierende depres-
sive Störung, chronifiziertes zervikales Schmerzsyndrom und Angst-/
Panikstörung) gestellt und auf im Zusammenhang mit der Depression auf-
getretene psychotische Symptome und psychosoziale Belastungsfaktoren 
hingewiesen. Den Ausführungen des Beschwerdeführers zufolge sei der 
Schmerz sein momentanes Hauptproblem (AB 137/3 oben). Es bestehe 
eine deutliche Assoziation zu Stressempfinden und Nervosität. Im Affekt 
wirke er hoffnungslos und deprimiert, klage über kommentierende Stimmen 
sowie visuelle Halluzinationen (Erscheinen der verstorbenen Mutter; 
AB 137/1 unten). Den Vater beschreibe der Beschwerdeführer als starken, 
strengen Mann, der in Auseinandersetzung zu Gewalt geneigt habe. Die 
Mutter sei der liebevolle Part in der Familie gewesen, verständnisvoller und 
weicher. Der Leichnam der Mutter habe nach … Recht nach 24 Stunden 
beerdigt werden müssen. Er habe (in der Schweiz) die Nachricht von ihrem 
Tod erst am Folgetag erhalten; ohnehin hätte er nicht so schnell einen Flug 

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bekommen. Das habe ihn kaputt gemacht, er habe viele Vorwürfe aus der 
Umgebung und auch von der Familie bekommen. Es bestünden Schuldge-
fühle bis heute. Seit dem Tod der Mutter erscheine sie ihm regelmässig fast 
täglich, meist abends. Sie schimpfe mit ihm, er solle zu ihr kommen. Der 
Inhalt der Beschimpfungen seien immer wiederkehrende Erinnerungen, 
was im Leben schief gelaufen sei. Die Kindheit sei geprägt gewesen durch 
seine Unruhe, häufig sei es zu Auseinandersetzungen handgreiflicher Art 
gekommen (AB 137/4).

3.3.2 Mit Stellungnahme vom 24. Oktober 2014 (AB 118/2 f.) machte der 
behandelnde Psychiater geltend, der Zustand des Beschwerdeführers habe 
sich verschlechtert, indem nun Erscheinungen und Stimmen aufgetreten 
seien. Der Beschwerdeführer sei seit ungefähr vier Jahren an einer schi-
zoaffektiven Störung (ICD-10: F25.2; Differentialdiagnosen: Depression mit 
psychotischen Symptomen [ICD-10: F32.2], Schizophrenie [ICD-10: F20]) 
erkrankt. Die visuellen und auditiven Halluzinationen hätten nach dem Tod 
der Mutter (2004) begonnen, an deren Beerdigung er aus finanziellen 
Gründen (im Einverständnis der ganzen Familie) nicht habe gehen können. 
Nun erscheine ihm die Mutter seit ungefähr 2009 und mache ihm entspre-
chende Vorwürfe. Weiter mache sie ihm Vorwürfe, wie er sie in seiner 
Kindheit behandelt habe. In der Psychotherapie dissoziiere der Beschwer-
deführer plötzlich, sei kurz nicht ansprechbar und spreche mit der Mutter. 
Diese psychotischen Symptome hätten noch zugenommen, andere Stim-
men seien dazugekommen. Es bestehe eine starke depressive Grund-
stimmung. Dadurch sei der Beschwerdeführer stark eingeschränkt. Die 
dabei dominierenden Emotionen verstärkten dann durch Verspannungen 
auch die Schmerzen. Der Beschwerdeführer isoliere sich. Die Bewältigung 
der familiären Konflikte sei so schwierig. In der Lebensgeschichte seien in 
der Kindheit traumatisierende Erlebnisse in der Familie feststellbar.

3.3.3 Der begutachtende Psychiater Dr. med. D.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, stellte im versicherungspsychiatrischen 
Gutachten vom 4. Juni 2015 (AB 138.1) keine Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit (AB 138.1/21). Die vordiagnostizierte rezidivierende 
depressive Störung (ICD-10: F33), die Panikstörung (ICD-10: F41) und die 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) seien diskussionsbedürftig 

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und die weiterhin gestellten Diagnosen der generalisierten Angststörung 
(ICD-10: F41.1), eines Zustands nach multiplem Substanzgebrauch (ICD-
10: F19.9) und der schizoaffektiven Störung (ICD-10: F25.2; differentialdia-
gnostisch Depression mit psychotischem Syndrom [ICD-10: F32.2] und 
Schizophrenie [ICD-10: F20]) seien aus versicherungspsychiatrischer Sicht 
nicht nachvollziehbar (AB 138.1/22).

Zur Begründung führte der Gutachter einleitend aus, die SUVA habe im 
Jahr 2006 die Verursachung der geklagten Beschwerden durch den Unfall 
in Abrede gestellt und nach kreisärztlicher Untersuchung vom 27. April 
2006 sämtliche Pathologien auf degenerative Veränderungen zurückge-
führt (vgl. AB 5/78 ff., 5/74 f. und 22/2 ff.). Es sei ein kumulativer Effekt auf-
getreten, der sich aus somatischen Faktoren und krankheitsfremden Fakto-
ren wie Lebensalter, Migrationshintergrund und dem Gefühl, eine Leistung 
von Versicherungen zugute zu haben nach erlittenem Unfall und ärztlicher 
Behandlung, zusammengesetzt habe. Es handle sich jedoch bei allen ge-
nannten Faktoren eindeutig nicht um Symptome einer primär psychischen 
Störung oder um Ausdruck einer eigenständigen psychiatrischen Erkran-
kung (AB 138.1/24 f.).

Die im Bericht des Spitals B.________ vom 8. Februar 2006 (vgl. E. 3.2.1 
zweiter Abschnitt hiervor) diagnostizierte rezidivierende depressive Störung 
könne aus versicherungspsychiatrischer Sicht erst dann als gesichert gel-
ten, wenn mehrere frühere Erkrankungsepisoden mit klar abgrenzbarem 
Beginn und Ende der Symptomatik sowie Behandlungsansätze in ambulan-
ter oder stationärer Therapie dokumentiert seien, was vorliegend nicht 
(ausreichend) der Fall sei (AB 138.1/25 f.). Eine nachhaltige Beeinträchti-
gung der psychischen Grundfunktionen sei nicht festzustellen 
(AB 138/28 f.).

Entgegen den Ausführungen im psychiatrischen Zusatzgutachten zum 
MEDAS-Gutachten 2007 (vgl. E. 3.2.2 erster Abschnitt hiervor) habe der 
Beschwerdeführer in den Jahren vor Sommer 2007 keine psychiatrisch 
psychotherapeutische Behandlung in Anspruch genommen, sondern sei 
zur Behandlung der somatisch durch Verschleiss bedingten und nach dem 
Unfall verstärkten Beschwerden in die Behandlung des Spitals B.________ 
gelangt; es habe sich eindeutig um den Zusammenhang zu den geäusser-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 13

ten Schmerzen und körperlichen Beschwerden gehandelt und nicht um 
psychische Beschwerden oder eigentliche psychosomatische Symptome. 
Aus der aktuellen Sicht sei diskussionsbedürftig, ob neben der aus den 
subjektiven Angaben ableitbaren Angst und depressiven Störung gemischt 
auch die Diagnose einer Panikstörung zu stellen gewesen sei, gehe doch 
aus den gemachten Angaben nicht deutlich hervor, dass ausgeprägte Pa-
nikattacken im Sinne von paroxysmalen Ängsten häufig und ausgeprägt 
vorgekommen seien. Auch die Diagnose einer somatoformen Schmerz-
störung sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar, 
habe der Beschwerdeführer doch nicht über einen als kausal zu betrach-
tenden andauernden psychosozialen Konflikt, eine Traumatisierung, kör-
perliche Übergriffe oder gravierende psychosoziale Probleme vor dem Auf-
treten der Schmerzen, die nicht körperlich zuordenbar gewesen wären, 
berichtet (AB 138.1/27 ff.). Aus der aktuellen gutachterlichen Sicht werde in 
den MEDAS-Gutachten (vgl. E. 3.2.2 hiervor) die Diskussion der krank-
heitsfremden Faktoren sowohl der psychosozialen Belastungsfaktoren als 
auch der motivationalen Faktoren vermisst. Von Relevanz scheine weiter-
hin, dass auch zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hinweise auf psychotische 
Symptome im weitesten Sinne bestanden hätten (AB 138.1/31 f.).

Der behandelnde Psychiater stelle einen sehr engen Zusammenhang zwi-
schen dem Unfallereignis, den körperlichen Beschwerden, den nachfolgen-
den psychosozialen Belastungsfaktoren und den womöglich krankheitswer-
tigen Symptomen von Angst und Depression sowie der bescheinigten Ar-
beitsunfähigkeit her (vgl. E. 3.2.3 hiervor). Er berücksichtige hierbei nicht, 
dass Unfallereignis und psychosoziale Faktoren ja gar nicht als Anteile ei-
ner gravierenden psychiatrischen Erkrankung benannt werden könnten, 
allenfalls die Angst und Depression in Ablauf aufgetreten sei, sondern dass 
hier (neben den somatischen Faktoren) die normal-psychologischen und 
krankheitsfremden Faktoren motivationaler Art eine sehr gewichtige Rolle 
spielten, warum nach dem Unfall keine Arbeitstätigkeit mehr aufgenommen 
worden sei (AB 138.1/32). In Bezug auf die vom behandelnden Psychiater 
später vorgebrachten Erscheinungen und Stimmen (vgl. E. 3.3.2 hiervor) 
sei anzumerken, dass diese Phänomene niemals zuvor dokumentiert wor-
den seien, obschon diese angeblich bereits nach dem Tod der Mutter im 
Jahr 2004 begonnen hätten. Es sei auch unklar, was aus psychiatrischer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 14

Sicht die Erscheinung der Mutter mit angegebenen optischen und akusti-
schen Phänomenen bedeuten solle. Da der psychische Befund ansonsten 
im formalen und inhaltlichen Denken unauffällig gewesen sei, könne eine 
gravierende Erkrankung aus dem Kapitel ICD-10 F2 nicht nachvollzogen 
werden. Es müsse ganz eindeutig aufgrund der aktuellen Anamneseerhe-
bung, der persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers und der Zu-
sammenschau des langjährigen Dossiers davon ausgegangen werden, 
dass nun die Verschlechterung des Zustandsbildes mit derartigen "Er-
scheinungen", wie sie der behandelnde Psychiater bestätige, dem Wunsch 
entspringe, doch eine Rentenleistung der IV zu erhalten. Insofern sei keine 
Veränderung gegenüber den Einschätzungen zur Arbeitsfähigkeit der 
MEDAS nachvollziehbar (AB 138.1/36 f.).

Im Austrittsbericht des Spitals B.________ vom 23. Januar 2013 (vgl. 
E. 3.3.1 hiervor) werde schliesslich zwar eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen, 
diagnostiziert, doch werde alsdann eindeutig nicht ein Patient mit einer 
schweren depressiven Episode und psychotischen Merkmalen beschrieben 
(AB 138.1/33 f.).

3.3.4 Mit Stellungnahme vom 24. Oktober 2015 (BB 2) nahm der behan-
delnde Psychiater zum Gutachten dahingehend Stellung, dass der Be-
schwerdeführer seine Erlebnisse/Wahrnehmungen eben gerade nicht ger-
ne freiwillig darstelle. Dieser leide seit dem Tod seiner Mutter unter zuneh-
menden Halluzinationen visueller und auditiver Art. Inhaltlich mache sie ihm 
meistens Vorwürfe, wie er sich ihr gegenüber in der Jugendzeit verhalten 
habe (Wutanfälle und anderes Verhalten, das er als schlecht anerkenne 
und wofür er sich schuldig fühle). Da in seiner Herkunftskultur psychische 
und besonders psychotische Krankheiten noch immer als sehr schlimm 
angesehen würden, sei er bestrebt, dass niemand in seinem Umfeld davon 
Kenntnis bekomme. Psychopathologisch manifestiere sich das in psychoti-
schen Symptomen, z.B. Halluzinationen, was während der langjährigen 
Therapie wiederholt festzustellen gewesen sei. Der Beschwerdeführer sei 
die meiste Zeit alleine zu Hause, da er sich unter Leuten nicht wohl fühle 
wegen der psychotischen Erlebnisse. Über Jahre hätten das chronische 
Schmerzsyndrom, depressive Symptome und Panikattacken im Vorder-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 15

grund gestanden und psychotische Erlebnisse seien lange aus Scham ver-
schwiegen worden.

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

3.4.4 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 16

medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten 
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV 
Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizieren-
den Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst 
recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen 
Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz 
zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht {BGer}] vom 20. März 
2006, I 655/05, E. 5.4).

3.5

3.5.1 Die aktuelle versicherungsexterne (psychiatrische) Begutachtung 
(AB 138.1; vgl. E. 3.3.3 hiervor) erweist sich als schlüssig. Das Gutachten 
erfüllt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers bzw. dessen be-
handelnden Psychiaters (BB 2) die von der Rechtsprechung an den Be-
weiswert von Gutachten gestellten Anforderungen sowohl formell wie auch 
materiell (vgl. E. 3.4.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweisraft zukommt (vgl. 
E. 3.4.3 hiervor). Der Gutachter hat die Anamnese wie auch die Befundlage 
einlässlich erhoben und detailliert festgehalten (AB 138.1/16 ff.). Der Be-
schwerdeführer hat nicht geltend gemacht, diese eigenständige und um-
fassende Erhebung von Biographie, Lebensumständen und Befindlichkei-
ten sei falsch bzw. er habe die Angaben nicht so gemacht; entsprechendes 
ist denn auch nicht ersichtlich. Diese Angaben können angesichts ihrer 
Vollständigkeit zudem keinesfalls als bloss aus den bisherigen Akten abge-
schrieben betrachtet werden. Bereits daraus ergibt sich, dass die erhebli-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 17

che Kritik seitens des Beschwerdeführers – bzw. in Fortschreibung dessen 
Vorbringen durch den behandelnden Psychiater – am Gutachter Dr. med. 
D.________ haltlos ist. Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Be-
gutachtung nicht lege artis erfolgt wäre. Insbesondere darf und muss sich 
ein Gutachter denn auch kritisch mit allen Facetten des Falles auseinan-
dersetzen und gegebenenfalls auch von früheren Beurteilungen abwei-
chende Ergebnisse präsentieren.

Der Gutachter hat – dies unter Einbezug der Vorgutachten (AB 25, 74) – in 
einlässlicher und überzeugender Weise dargelegt, dass ein Zusammenwir-
ken verschiedenster Faktoren zur heute beschriebenen Symptomatik ge-
führt hat, dies jedoch nicht vor dem Hintergrund einer eigentlichen psychi-
schen Störung gesehen werden kann. Die diesbezüglich ausführliche Dis-
kussion überzeugt und der Gutachter hat zu Recht auch darauf hingewie-
sen, dass letztlich der behandelnde Psychiater selbst das in den MEDAS-
Gutachten (AB 25, 74) präsentierte Modell bzw. die darin gestellten Dia-
gnosen noch in seinem Bericht vom 7. Oktober 2009 (AB 79) ebenfalls ver-
treten hat (AB 138.1/32). Insbesondere hat auch der behandelnde Psychia-
ter auf erheblich mitwirkende psychosoziale Umstände hingewiesen. Er 
führte die Beschwerden schliesslich auf den Unfall zurück, obwohl die SU-
VA schon Jahre vorher eine Kausalität korrekterweise verneint hatte (vgl. 
AB 5/78 ff., 5/74 f. und 22/2 ff.; vgl. auch AB 138.1/23), und er war auch 
bereit, eine zweifelsfrei nicht bestehende PTSD anzuerkennen (AB 79). 
Bereits darin zeigt sich die vom behandelnden Psychiater unkritische An-
nahme aller vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden.

Überzeugend hat der Gutachter unter Berücksichtigung der Akten und sei-
ner eigenen Erhebungen dargelegt, die geklagten Symptome könnten mit 
Blick auch auf die bisher attestierten Störungen keiner dieser Störungen 
(im Sinne einer Entwicklung) zugeordnet werden (vgl. E. 3.3.3 hiervor). 
Damit folgt der Gutachter in der diagnostischen Einordnung früheren gut-
achterlichen Einschätzungen nur beschränkt. Dies ist jedoch nicht Zeichen 
für eine Veränderung, sondern, wie vom Gutachter in der Auseinanderset-
zung mit den früheren Beurteilungen dargelegt, eine andere medizinische 
Beurteilung des soweit objektivierbar nach wie vor gleichen Befundbildes. 
Wenn der Gutachter festhält, es liege im Ergebnis trotz geltend gemachter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 18

neuer Symptome und deshalb geltend gemachter Verschlechterung der 
gesundheitlichen Situation aus versicherungspsychiatrischer Sicht keine 
Veränderung der Situation vor, erweist sich das als nachvollziehbar und 
überzeugend.

3.5.2 Der Gutachter hat zu Recht auf Widersprüche in Bezug auf die vom 
behandelnden Psychiater nun in den Vordergrund gestellten und als psy-
chotisch bezeichneten Symptome hingewiesen: So führte der behandelnde 
Psychiater aus, die entsprechenden Symptome seien bereits 2004 aufge-
treten (AB 118/2 unten und BB 2/1 unten; gleich auch AB 137/3 f., wo der 
Beschwerdeführer offenbar angab, er habe die Erscheinung seit 2005 fast 
täglich). Dem widersprechend führte er im identischen Schreiben nur zwei 
Sätze später aus (AB 118/2 unten), die Erscheinungen seien seit ungefähr 
2009 aufgetreten; eine entsprechende Erkrankung (schizoaffektive 
Störung; DD: Depression mit psychotischen Symptomen, Schizophrenie) 
erachtete er gemäss Schreiben vom 24. Oktober 2014 "seit ung 4 Jahren" 
erstellt (AB 118/2 Mitte). Jedenfalls wurden solche Symptome in den Be-
richten vor 2009 nie beschrieben. Signifikanterweise war es denn auch 
nicht der behandelnde Psychiater, welcher erstmals geltend gemachte 
Stimmen und Halluzinationen erwähnte, sondern die MEDAS-Gutachter im 
Jahr 2009 (AB 74/13; vgl. E. 3.2.2 zweiter Abschnitt hiervor). Obschon 
gemäss heutiger Darstellung angeblich seit langem bekannt, übernahm der 
behandelnde Arzt im Bericht vom 7. Oktober 2009 (AB 79/2 f.) im Wesentli-
chen bloss die Diagnosen der MEDAS-Begutachtung und unterliess eine 
vertiefte Betrachtung seinerseits. Erst im Rahmen der neuerlichen Anmel-
dung wurde nun grosses Gewicht auf die vom Beschwerdeführer behaupte-
ten Symptome gelegt. Widersprüche ergeben sich auch insoweit, als nun-
mehr – entgegen allen früheren Angaben (AB 5/10 unten, 25/9, 74/14) – 
behauptet wird, es seien traumatisierende Erlebnisse in der Kindheit insbe-
sondere in Bezug auf die Mutter vorhanden. Auch noch im Bericht des Spi-
tals B.________ vom 23. Januar 2013 wird die Mutter als verständnisvolle 
Bezugsperson dargestellt, zu deren Beerdigung der Beschwerdeführer in-
folge zu kurzfristiger Benachrichtigung nicht habe gehen können, was ihm 
sein Umfeld nunmehr vorwerfe (AB 137/4; vgl. E. 3.3.1 hiervor). Aus-
führungen des behandelnden Psychiaters zufolge hat er an der Beerdigung 
der Mutter aus finanziellen Gründen und im Einverständnis der ganzen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 19

Familie nicht teilnehmen können. Wenn der behandelnde Psychiater zu-
dem heute – im Widerspruch zu den umfangreichen früheren Erhebun-
gen – traumatisierende Kindheitserlebnisse annimmt (AB 118/2 f.; vgl. 
E. 3.3.2 hiervor), so kann ihm nicht gefolgt werden.

Soweit der behandelnde Arzt unter Verweis auf die seines Erachtens (neu) 
zu stellende Diagnose aus dem Bereich der Schizophrenie das Gutachten 
für nicht verwertbar hält (vgl. BB 2/1), kann ihm damit nicht gefolgt werden: 
Die diagnostischen Leitlinien der ICD-10 sind diesbezüglich verständlich 
und eindeutig. Der Gutachter hat sich an diese gehalten. Die vom behan-
delnden Arzt gestellte Diagnose der gemischten schizoaffektiven Störung 
(ICD-10: F25.2; vgl. AB 118/2) würde gemäss diagnostischen Leitlinien 
voraussetzen, dass während der gleichen Krankheitsperiode Elemente 
einer schizophrenen und einer gemischten bipolaren affektiven Störung 
vorliegen. Entsprechende Symptome sind hier jedoch keineswegs ausge-
wiesen, worauf der Gutachter zu Recht hingewiesen hat. Wenn der behan-
delnde Arzt von einem langjährigen und weitgehend immer gleichen psy-
chotischen Krankheitsverlauf ausgeht, fehlt damit eine hinreichende Ein-
ordnung. In diesem Sinne ist der Vorbehalt des Gutachters mit dem Hin-
weis auf Anzeichen für eine Aggravation – wie vorstehend dargelegt – 
durchaus berechtigt.

Die (nachgeschoben wirkende) sinngemässe Darlegung, der Beschwerde-
führer sei gehemmt, über seine "Halluzinationen" zu sprechen, weswegen 
diese im Rahmen der Begutachtung nur ungenügend zum Ausdruck ge-
kommen seien (vgl. BB 2/2 Mitte), überzeugt nicht. Derartige Stimmen wur-
den erstmals im MEDAS-Gutachten 2009 erwähnt (AB 74/13; vgl. E. 3.2.2 
zweiter Abschnitt hiervor), dies ohne Hinweis darauf, dem Beschwerdefüh-
rer sei es schwer gefallen, darüber zu sprechen. Gleiches gilt in Bezug auf 
die Berichte des Spitals B.________ vom 10. und 23. Januar 2013 
(AB 106/2 f., 137; vgl. E. 3.3.1 hiervor). Ganz allgemein liegen über die 
Jahre verschiedenste Arztberichte vor, die belegen, dass der Beschwerde-
führer sich im Behandlungssetting durchaus auf die Ärzte einlassen und 
insbesondere auch ohne grössere Hemmungen über Themen sprechen 
konnte, die gemeinhin mit Hemmungen verbunden sein können. Es wäre 
nicht einsichtig, weshalb der Beschwerdeführer sich etwa über sexuelle 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 20

Probleme durchaus äusserte, indessen in den früheren (auch stationären) 
Abklärungen nie bzw. kaum die angeblichen (prominenten und als wichtigs-
te Zeichen der entsprechenden Störung erscheinenden) Halluzinationen 
erwähnte. Dass diese Hemmung gar auch im langjährigen engen Behand-
lungssetting bei med. pract. C.________ bestanden haben soll, erscheint 
schlichtweg unglaubwürdig. Tatsächlich hatte dieser Arzt vor 2009 die Hal-
luzinationen nie thematisiert und erst rückwirkend eine entsprechende Er-
krankung als erstellt betrachtet (AB 118/2 Mitte; vgl. schon E. 3.5.3 hier-
vor). Wenn derartig prominente Faktoren einer Störung vorgelegen hätten, 
wären diese beim behandelnden Psychiater zweifellos thematisiert worden 
bzw. hätte der Facharzt zufolge seines Fachwissens und seiner Erfahrung 
in einer lege artis erfolgenden langjährigen Behandlung entsprechende 
Anzeichen selbst aufgespürt und diese danach auch vertieft abgeklärt. Ge-
rade dies ist bei den hier nun geltend gemachten Halluzinationen seit 2004 
(der behandelnde Psychiater hat im mit der Beschwerde eingereichten Be-
richt vom 24. Oktober 2015 [BB 2] nochmals ausdrücklich festgehalten, der 
Beschwerdeführer leide [bereits!] seit dem Tod der Mutter [im Jahr 2004] 
an Halluzinationen) zu keinem Zeitpunkt erfolgt. Die Ausführungen des 
behandelnden Psychiaters hinsichtlich der leitenden Funktion der Kultur 
des Beschwerdeführers überzeugen als Erklärung für das angebliche Ver-
schweigen nicht. Vielmehr bestätigen diese Ausführungen die Feststellung 
des Gutachters, dass vorab psychosoziale Umstände (Verlust von Ein-
kommen und Sozialstatus) zur derzeitigen Situation geführt haben (vgl. 
E. 3.3.3 hiervor). Die Ausführungen des behandelnden Psychiaters er-
scheinen als wenig kritische Wiedergabe dessen, was der Beschwerdefüh-
rer schilderte. Eine Plausibilisierung hat der behandelnde Arzt nie vorge-
nommen. Dies mag vor dem Hintergrund eines Therapiesettings medizi-
nisch zulässig und allenfalls auch sinnvoll sein, genügt jedoch nicht, um die 
gutachterlichen Feststellungen in Frage zu stellen (vgl. E. 3.4.4 hiervor).

Entgegen der Darstellung des med. pract. C.________ (BB 2/2 f.) hat der 
Gutachter die Besuche des Nachbarn und des Sohnes durchaus themati-
siert. Dass er diesen nicht die gleiche Bedeutung gibt, begründet keine 
Zweifel am Gutachten (vgl. E. 3.4.4 hiervor). Der behandelnde Arzt führte 
aus, der Beschwerdeführer erwidere diese Besuche nicht, woraus er auf 
eine soziale Isolation schloss. Ob der Beschwerdeführer die Besuche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 21

tatsächlich nicht erwidert, erscheint angesichts der Ausführungen gegenü-
ber dem Gutachter zumindest fraglich. Wie es sich damit verhält, ist jedoch 
nicht entscheidend. Entscheidend ist vielmehr, dass trotz angeblicher Pro-
bleme der Kontakt zu den Bezugspersonen nie abgebrochen ist und diese 
offensichtlich auch nach Jahren noch bereit sind, mit dem Beschwerdefüh-
rer den sozialen Kontakt zu pflegen und der Beschwerdeführer diese Kon-
takte offensichtlich auch nicht ablehnt, sondern vielmehr zulässt. Eine ei-
gentliche Isolation besteht damit nicht. Dass der Beschwerdeführer sich in 
der aktuellen psychosozialen Situation schämt und deshalb eher zurückge-
zogen lebt, mag zutreffen, ist jedoch weder Ausfluss noch Grundlage einer 
psychiatrischen Erkrankung. Mit dem Gutachter (vgl. E. 3.3.3 hiervor) ist 
zufolge der inzwischen langjährigen Abstinenz vom Arbeitsmarkt von einer 
Dekonditionierung auszugehen, die jedoch zweifellos überwindbar war und 
ist. Sie kann nicht der IV angelastet werden.

5.5.3 Es bleibt damit dabei, dass auf das psychiatrische Gutachten abzu-
stellen ist. Im Ergebnis ist von unveränderten Verhältnissen in medizini-
scher Hinsicht auszugehen. Die diagnostisch etwas andere Beurteilung des 
Gutachters hat keine Bedeutung. Auch aus erwerblicher Sicht hat sich 
gemäss Aktenlage nichts geändert. Entsprechendes wird vom Beschwer-
deführer denn auch nicht geltend gemacht. Eine umfassende Prüfung kann 
damit unterbleiben. Selbst wenn jedoch von einem Revisionsgrund (infolge 
veränderter Verhältnisse) als Neuanmeldungsgrund ausgegangen würde 
und eine allseitig freie Prüfung erfolgen würde (vgl. E. 2.5 hiervor), würde 
sich am Ergebnis nichts ändern. Eine massgebliche invalidenversiche-
rungsrechtlich relevante psychische Störung mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit liegt gemäss überzeugendem Gutachten nicht vor, wobei 
auch unter Berücksichtigung der somatischen Einschränkungen (vgl. 
AB 74/25 Ziff. 11) - bezüglich derer weder eine Veränderung geltend ge-
macht wurde noch Anzeichen hierfür vorlägen - offensichtlich kein an-
spruchsbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde (vgl. E. 2.2 hier-
vor).

5.6 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass nach der Rechtsprechung 
die Verweigerung der Rente so lange aufrechtzuerhalten ist, als vom Versi-
cherten eine Anstrengung erwartet werden kann, d.h. eine Rente erst dann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 22

gesprochen werden darf, wenn der Versicherte durch seinen Gesundheits-
zustand daran gehindert wird, die Arbeitsfähigkeit zu verwerten, wozu es 
aufgrund objektiver medizinischer Symptome der Diagnose eines neuen 
Krankheitsbildes bedarf, mithin bei im Wesentlichen unverändert gebliebe-
nen Verhältnissen eine Invalidisierung im Sinne einer Chronifizierung oder 
Fixierung eines diagnostisch unklaren neurotisch gefärbten Beschwerdebil-
des nicht allein durch blossen Zeitablauf erreicht werden kann (vgl. ULRICH 
MEYER/MARCO REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
[IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 4 Rz. 20 S. 22).

5.7 Es ist erstellt, dass weder eine wesentliche Veränderung des Ge-
sundheitszustandes (bzw. der Arbeits- und Leistungsfähigkeit) noch der 
erwerblichen Situation eingetreten ist. Der Beschwerdeführer hat folglich 
(auch weiterhin) keinen Anspruch auf Leistungen der IV. 

Die angefochtene Verfügung vom 25. September 2015 (AB 142) ist nach 
dem Dargelegten nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. April 2016, IV/15/933, Seite 23

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.