# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8dab9183-f9cc-5b4a-99e5-aa2be14554c1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.08.2025 LA250020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA250020_2025-08-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LA250020-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin

Dr. iur. S. Janssen  und Oberrichterin lic. iur. R. Hürlimann 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw D. Müller

Beschluss vom 14. August 2025

in Sachen

A._____ AG, 
Beklagte und Berufungsklägerin

gegen

B._____, 
Kläger und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____, 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Arbeitsgericht Winterthur vom 9. Juli 2025 (AH250001-K)

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Erwägungen:

1.1 Mit Eingabe vom 8. Januar 2025 reichte der Kläger und Berufungsbeklagte 

(fortan Kläger) bei der Vorinstanz eine arbeitsrechtliche Klage ein (Urk. 1). Der erst-

instanzliche Prozessverlauf kann den Erwägungen des angefochtenen Entscheids 

entnommen werden (Urk. 21 S. 3). Mit Urteil vom 9. Juli 2025 hiess die Vorinstanz 

die Klage teilweise gut und verpflichtete die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan 

Beklagte) zur Lohnzahlung von insgesamt Fr. 15'725.30 (brutto) nebst Zins, zur 

Zahlung einer Pönale in Höhe von netto Fr. 6'000.– und zur Aus- und Zustellung 

der Lohnabrechnungen für die in Dispositivziffer 1 genannte Zahlung sowie einer 

Arbeitsbestätigung (Urk. 16 S. 25 = Urk. 21 S. 25).

1.2. Dagegen erhob die Beklagte mit Eingabe vom 30. Juli 2025 (Poststempel: 

gleichentags) bei der Vorinstanz "Einsprache" (Urk. 20). Die Vorinstanz leitete die 

"Einsprache" mit Schreiben vom 31. Juli 2025 an die hiesige Instanz weiter, welche 

diese als Berufung entgegennahm (Urk. 22). Die Berufung erfolgte fristgerecht (vgl. 

Art. 311 Abs. 1 ZPO, Art. 143 Abs. 1bis ZPO und Urk. 17) mit den folgenden Anträ-

gen (Urk. 20 S. 1):

"1. Das Urteil vom 09.07.2025 sei aufzuheben und die Klage des Herrn 
B._____ vollständig abzuweisen.

2. Die Prozesskosten sowie eine angemessene Parteientschädigung seien 
dem Kläger aufzuerlegen."

1.3 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–19). Da sich die Beru-

fung – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offensichtlich unbegründet 

erweist, kann auf weitere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 312 

Abs. 1 ZPO). 

2. Mit der Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-

fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheits-

prüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). In der schriftlichen Beru-

fungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwie-

fern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu 

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betrachten ist bzw. an einem der genannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; 

BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Berufungsinstanz hat sich – abgesehen von offen-

sichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu 

beschränken, die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben wer-

den (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4). Soweit eine Beanstandung vorgetragen wird, 

wendet die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO); sie ist 

weder an die Argumente der Parteien noch an die Begründung der Vorinstanz ge-

bunden. In diesem Rahmen ist insoweit auf die Parteivorbringen einzugehen, als 

dies für die Entscheidfindung erforderlich ist (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1). 

3. Diesen Anforderungen genügt die Berufung der Beklagten nicht. Sie setzt sich 

nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz, insbesondere, dass es sich bei ihren 

Vorbringen um pauschale und weitgehend unsubstantiierte Behauptungen handle 

und keine Beweismittel offeriert worden seien bzw. bereits konkrete Tatsachenbe-

hauptungen fehlten, auseinander (Urk. 21 S. 12 betreffend fristlose Kündigung, 

S. 14 betreffend die Einhaltung der vorgegebenen Arbeitszeiten seitens des Klä-

gers und die Entwendung von Werkzeugen sowie des Lieferwagens, S. 18 betref-

fend vom Kläger bezogene Ferien, S. 19 betreffend vom Kläger geleistete Über-

stunden). Die Beklagte wiederholt lediglich, dass sämtliche vertraglich geschulde-

ten Lohnzahlungen an den Kläger geleistet worden seien und keine rückständigen 

Ansprüche für die Monate Juni 2024 und Juli 2024 bestünden (Urk. 20 S. 1), ohne 

sich mit den Erwägungen der Vorinstanz zur ungerechtfertigten fristlosen Kündi-

gung und der damit zusammenhängenden Lohnfortzahlungspflicht auseinanderzu-

setzen. Weiter macht die Beklagte geltend, der Kläger habe nicht beweisen können, 

dass ein Anspruch auf zusätzliche Zahlungen bestehe, da rechtsgültige Arbeitszeit-

nachweise oder Belege für Mehrstunden, schriftliche Vereinbarungen über zusätz-

liche Vergütungen und Nachweise, dass der geltend gemachte Betrag jemals ge-

schuldet gewesen sei, fehlten. Sodann trage der Kläger die Beweislast für seine 

Forderung (Urk. 20 S. 1). Diesbezüglich setzt sich die Beklagte wiederum nicht mit 

den Erwägungen der Vorinstanz auseinander, dass der Kläger eine handschriftli-

che Zeiterfassung eingereicht habe, welche nachvollziehbar sei und dass zur Be-

stimmung der Auszahlung der Überstunden auf die vertraglichen sowie obligatio-

nenrechtlichen Bestimmungen abzustellen sei (Urk. 21 S. 19). Dasselbe gilt für die 

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Rüge der Beklagten, das Gericht habe ihre Beweise nicht hinreichend berücksich-

tigt, insbesondere die Aussagen von C._____, wodurch ihr rechtliches 

Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV verletzt worden sei (Urk. 20 S. 1). In diesem Zu-

sammenhang hätte die Beklagte sich mit den vorinstanzlichen Erwägungen, dass 

es bereits an konkreten Tatsachenbehauptungen zu den einzelnen Vorbringen 

fehle, die Beweismittel nicht dazu dienen dürften, mangelhaft behauptete Vorbrin-

gen der Parteien zu verbessern und es sich somit erübrige, solche abzunehmen, 

auseinandersetzen müssen, was sie unterlassen hat.

Abschliessend macht die Beklagte geltend, die zugesprochenen Nebenkosten und 

Verzugszinsen seien ohne Rechtsgrundlage und überhöht (Urk. 20 S. 1). Welche 

"Nebenkosten" die Beklagte beanstandet, ist nicht restlos klar. Es ist aber davon 

auszugehen, dass damit die Pönale gemeint ist. Die Behauptung der Beklagten, es 

bestehe keine Rechtsgrundlage dafür und ebenso wenig für die Verzugszinsen, ist 

nicht korrekt. Die Verzugszinsen sind in Art. 104 Abs. 1 OR normiert, wonach der 

Schuldner, welcher mit der Zahlung einer Geldschuld in Verzug ist, Verzugszinsen 

"zu fünf vom Hundert für das Jahr" zu bezahlen hat. Die Pönale ist in Art. 337c 

Abs. 3 OR verankert. Die Beklagte macht geltend, diese sei überhöht. Angesichts 

ihres Antrags auf vollständige Abweisung der Klage ist davon auszugehen, dass 

sie beantragt, es sei keine Pönale zuzusprechen. Die Beklagte setzt sich jedoch 

nicht mit der vorinstanzlichen Erwägung auseinander, dass es im gerichtlichen Er-

messen liege, dem Arbeitnehmer eine Entschädigung zuzusprechen und dass vor-

liegend keine ausserordentliche Umstände im Sinne der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung ersichtlich seien, die ein Absehen von einer Entschädigung recht-

fertigen würden (Urk. 21 S. 20). Ebenso wenig legt die Beklagte dar, weshalb es 

vorliegend – entgegen der Ansicht der Vorinstanz – gerechtfertigt wäre, von einer 

Entschädigung abzusehen. 

Nach dem Gesagten ist auf die Berufung nicht einzutreten.

4.1 Bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis mit einem Streitwert unter 

Fr. 30'000.– werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 114 lit. c ZPO). Die 

Kostenlosigkeit gilt – von vorliegend nicht anwendbaren Ausnahmen abgesehen 

(vgl. Art. 115 Abs. 1 ZPO) – auch für das kantonale Rechtsmittelverfahren (BGer 

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4A_332/2015 vom 10. Februar 2016 E. 6.2). Es sind entsprechend keine 

Gerichtskosten zu erheben.

4.2 Die Kostenfreiheit gemäss Art. 114 ZPO bezieht sich nur auf die Gerichts-

kosten. Die Zusprechung von Parteientschädigungen erfolgt nach den allgemeinen 

Regeln (Art. 105 ff. ZPO; BK ZPO-Sterchi, Art. 113-114 N 5). Es sind jedoch auch 

keine Parteientschädigungen zuzusprechen, der Beklagten zufolge ihres Unterlie-

gens und dem Kläger mangels relevanter Aufwendungen (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 

Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Kläger unter Beilage einer Kopie 

von Urk. 20, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 22'275.30. Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

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Zürich, 14. August 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw D. Müller

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