# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abb54c93-e0c4-5b29-a152-c2f887e14209
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.07.2014 D-4138/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4138-2014_2014-07-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-4138/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  J u l i  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch,   

Gerichtsschreiber Linus Sonderegger. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), Eritrea,   

vertreten durch lic. iur. Rebecca Moses,  

Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende,  

(…), 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM),  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 16. Juli 2014 / N (…). 

 

 

D-4138/2014 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 21. April 2014 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass ihm am 22. April 2014 mitgeteilt wurde, dass er per Zufallsprinzip 

der Testphase des Verfahrenszentrums (VZ) Zürich zugewiesen worden 

sei, 

dass ihm am 23. Mai 2014 Rebecca Moses, Rechtsberatungsstelle für 

Asylsuchende im VZ Zürich, als Rechtsvertreterin zugewiesen wurde, 

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung vom 27. Mai 2014 

das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretensentscheid und 

der Möglichkeit einer Überstellung nach Italien gewährt wurde, 

dass das BFM die italienischen Behörden am 2. Juni 2014 um Aufnahme 

des Beschwerdeführers gemäss Art. 13 Abs. 1 der Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des 

Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehöri-

gen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist, (nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte, 

dass diesem Gesuch am 10. Juli 2014 entsprochen wurde, 

dass das BFM der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 15. Juli 

2014 Gelegenheit gab, zum Entscheidentwurf Stellung zu nehmen,  

dass am 16. Juli 2014 die entsprechende Stellungnahme eingereicht 

wurde, 

dass das BFM mit Verfügung vom 16. Juli 2014 – eröffnet am 17. Juli 

2014 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Ita-

lien anordnete und den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spä-

testens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

D-4138/2014 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 

23. Juli 2014 (vorab per Telefax) gegen diesen Entscheid beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragte, die ange-

fochtene Verfügung sei aufzuheben und auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers sei einzutreten, 

dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren sei und 

die zuständigen Behörden unverzüglich anzuweisen seien, von allfälligen 

Vollzugshandlungen abzusehen, 

dass die unentgeltliche Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zu 

gewähren sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. Juli 2014 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der 

Regel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG rich-

tet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 

AsylG), 

dass aufgrund der Zuweisung des Beschwerdeführers in die Testphase 

des Verfahrenszentrums in Zürich die Verordnung vom 4. September 

2013 über die Durchführung von Testphasen zu den Beschleunigungs-

massnahmen im Asylbereich (TestV, SR 142.318.1) zur Anwendung 

kommt (Art. 1 und Art. 4 Abs. 1 TestV), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

D-4138/2014 

Seite 4 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass zur Frist noch zu erwähnen ist, dass sich die Spezialbestimmung in 

Art. 38 TestV gemäss Sachüberschrift lediglich auf Art. 108 Abs. 1 AsylG 

(materielle Entscheide), nicht aber auf Art. 108 Abs. 2 AsylG bezieht und 

somit die Beschwerdefrist bei Dublin-Entscheiden im Testverfahren – wie 

im Übrigen in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung zutreffend ver-

merkt – fünf Arbeitstage beträgt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich, wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung 

des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist 

(Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem ein-

zigen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im 

Kapitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in 

den eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentli-

D-4138/2014 

Seite 5 

che Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der 

Grundrechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, 

nachfolgend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Re-

geln der Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt 

werden kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag ge-

stellt hat, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-III-VO aufzuneh-

men (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen ge-

stellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach 

den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zu-

ständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass den vorliegenden Akten zu entnehmen ist, dass sich der 

Beschwerdeführer vor seiner Einreise in die Schweiz in Italien aufgehal-

ten hatte, 

dass der Beschwerdeführer anlässlich seiner Befragung zur Person im 

Testphasenzentrum vom 27. Mai 2014 ausführte, am 9. April 2014 per 

Schiff von Libyen her kommend nach Italien gelangt zu sein, 

dass das BFM die italienischen Behörden am 2. Juni 2014 um Aufnahme 

des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 21 Dublin-III-VO ersuchte, 

dass die italienischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 10. Juli 

2014 zustimmten, 

dass die Zuständigkeit Italiens somit gegeben ist, 

dass der Beschwerdeführer die grundsätzliche Zuständigkeit Italiens nicht 

bestreitet, sich aber auf den Standpunkt stellt, das Asylverfahren müsse 

in der Schweiz durchgeführt werden, da das italienische Asylwesen sys-

tematische Mängel aufweise, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 der EU-Grundrechte-

charta mit sich bringen würden, 

D-4138/2014 

Seite 6 

dass bereits seit Längerem in diversen NGO-Berichten auf diese Mängel 

hingewiesen werde und die Parlamentarische Versammlung des Europa-

rates in ihrer Resolution 2000 vom 24. Juni 2014 auf die strukturellen 

Probleme Italiens hingewiesen habe, 

dass der Menschenrechtskommissar des Europarates davon abrate, 

Asylsuchende nach Italien zurückzuschicken, 

dass der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen am 11. Juni 

2014 ebenfalls auf die grossen Probleme Italiens hingewiesen habe, 

dass die Asylbehörden verschiedener europäischer Staaten die Dublin-

Rückführungen nach Italien ausgesetzt hätten, 

dass die Schweiz daher gehalten sei, in Anwendung von Art. 3 Abs. 2 

Dublin-III-VO auf das Asylgesuch einzutreten, 

dass das BFM demgegenüber zu Recht davon ausgeht, dass es keine 

wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfahren und die 

Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne des Artikels 4 der EU–

Grundrechtecharta mit sich bringen (vgl. zu den nachfolgenden Ausfüh-

rungen die Urteile des Bundesverwaltungsgerichts E-1336/2014 vom 

19. März 2014 E. 3.5 und D-1623/2014 vom 1. April 2014 E. 6), 

dass in Weiterführung der bisherigen Praxis des Bundesverwaltungsge-

richts vielmehr nach wie vor von der Vermutung auszugehen ist, dass Ita-

lien als sicher im Sinne des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) gilt und es die Gebote 

des flüchtlingsrechtlichen und des menschenrechtlichen Rückschiebever-

bots beachtet, 

dass gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofs für Menschen-

rechte (EGMR) Italien wirksame verfahrensrechtliche Garantien (inkl. Re-

kursmöglichkeiten) vorsieht, die eine beschwerdeführende Person vor ei-

ner unmittelbaren Zurückweisung in ihren Herkunftsstaat, in dem sie 

nachweislich Gefahr laufen würde, Folter oder unmenschlicher Behand-

lung i.S. von Art. 3 EMRK ausgesetzt zu werden, schützen, 

D-4138/2014 

Seite 7 

dass davon auszugehen ist, dem Beschwerdeführer werde bei einer 

Überstellung nach Italien der Zugang zu einem fairen Asylverfahren er-

möglicht, 

dass ungeachtet des hängigen Verfahrens i.S. Tarakhel gegen die 

Schweiz, in welchem die vorgebrachten Mängel des italienischen Asylver-

fahrens Gegenstand einer eingehenden Prüfung unterzogen werden, 

derzeit weiterhin von der bisherigen Rechtsprechung des EGMR auszu-

gehen ist, welche in dieser Hinsicht festhält, dass in Italien kein systema-

tischer Mangel an Unterstützung und Einrichtungen für Asylsuchende (als 

eine besonders verletzliche Personengruppe) bestehen würde (vgl. Urteil 

des EGMR vom 2. April 2013, Mohammed Hussein und andere gegen 

Niederlande und Italien [Beschwerde Nr. 27725/10], Unzulässigkeitsent-

scheidung wegen offensichtlicher Unbegründetheit gemäss Art. 35 Abs. 3 

EMRK), 

dass die vom Gerichtshof zitierten Berichte detailliert eine Struktur von 

Einrichtungen und Versorgung aufzeigen, und in letzter Zeit zudem ge-

wisse Verbesserungen festzustellen sind, 

dass der EGMR im soeben zitierten Fall zum Schluss kam, dass die asyl-

suchende Person – eine alleinstehende Frau mit zwei kleinen Kindern – 

bei einer Rückkehr nach Italien nicht einer ernsthaften und unmittelbar 

drohenden Gefahr ausgesetzt wäre, in materieller, physischer oder psy-

chischer Hinsicht in eine Notlage zu geraten, die in den Schutzbereich 

von Art. 3 EMRK fallen würde,  

dass diese Feststellungen für das vorliegende Verfahren ableiten lassen, 

dass Rückkehrende, die noch nicht in einer entsprechenden Einrichtung 

aufgenommen wurden, in einem Aufnahmezentrum untergebracht werden 

können, 

dass es dem Beschwerdeführer überdies offensteht, allfällige Probleme 

bei der Unterbringung oder beim Zugang zum Asylverfahren bei den zu-

ständigen italienischen Justizbehörden zu rügen, dies entweder unter 

Beiziehung eines italienischen Rechtsanwalts oder mittels Hilfe unabhän-

giger, vorhandener Hilfsorganisationen in Italien, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

http://vs00001a/BVGER-Org$/ABT_V-IV/IV_V/Gerichtsentscheide/2%20-%20Internationale%20Gerichte/1%20-%20Europäischer%20Gerichtshof%20für%20Menschenrechte/2013/MOHAMMED_HUSSEIN_v._THE_NETHERLANDS_AND_ITALY.pdf
http://vs00001a/BVGER-Org$/ABT_V-IV/IV_V/Gerichtsentscheide/2%20-%20Internationale%20Gerichte/1%20-%20Europäischer%20Gerichtshof%20für%20Menschenrechte/2013/MOHAMMED_HUSSEIN_v._THE_NETHERLANDS_AND_ITALY.pdf

D-4138/2014 

Seite 8 

dass sich der Beschwerdeführer auf seinen Gesundheitszustand beruft, 

der einer Überstellung entgegenstehe,  

dass der Beschwerdeführer gemäss medizinischem Bericht vom (…) an 

Tuberkulose leide,  

dass dieses Leiden zwar deutlich gebessert habe, aber dennoch weitere 

Kontrollen angezeigt seien, 

dass der Beschwerdeführer damit geltend macht, die Überstellung nach 

Italien setze ihn einer Gefahr für seine Gesundheit aus und verletze damit 

Art. 3 EMRK,  

dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen kann, 

wenn die betroffene Person sich in einem fortgeschrittenen oder termina-

len Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe befindet (vgl. BVGE 

2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des Europäischen Gerichtshofs 

für Menschenrechte [EGMR]), 

dass das BFM diesbezüglich zu Recht darauf hingewiesen hat, dass Ita-

lien über die nötige medizinische Infrastruktur verfüge (vgl. Urteile des 

Bundesverwaltungsgerichts E-3593/2013 vom 2. Dezember 2013 und  

E-2720/2014 vom 27. Mai 2014), 

dass die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug der angefochten 

Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umständen bei der Be-

stimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung der Beschwerde-

führenden Rechnung tragen und die italienischen Behörden vorgängig in 

geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände infor-

mieren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO),  

dass es nach dem Gesagten keinen Grund für einen Selbsteintritt ge-

mäss Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhalten bleibt, 

dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den 

ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. auch BVGE 

2010/45 E. 8.3), 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetre-

ten ist und – weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen 

Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von 

D-4138/2014 

Seite 9 

Art. 44 AsylG die Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a 

AsylV 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 

142.311]),  

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen ist und die Verfü-

gung des BFM zu bestätigen ist,  

dass das Beschwerdeverfahren mit vorliegendem Urteil abgeschlossen 

ist, weshalb sich der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

als gegenstandslos erweist, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich 

aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeich-

nen waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht 

erfüllt sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr.  600.–

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 

VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-4138/2014 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die mit dem Vollzug der angefochtenen Verfügung beauftragten Behör-

den werden angewiesen, die italienischen Behörden vorgängig in geeig-

neter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände zu informie-

ren. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sin-

ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

4.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Bendicht Tellenbach Linus Sonderegger 

 

 

Versand: