# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57ce42ff-1129-55cc-afe8-1a56abb3b57f
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-31
**Language:** de
**Title:** Einschätzung Gutachter kann gefolgt werden; dass noch medizinische Therapieoptionen bestehen, schliesst eine Rente (zumindest vorübergehend) nicht aus. Indikatorenprüfung. Gutheissung.
**Docket/Reference:** IV.2017.01365
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.01365.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.01365
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Arnold Gramigna
Sozialversicherungsrichterin Philipp
Gerichtsschreiberin Stadler
Urteil
vom
31. Januar 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsdienst
Inclusion
Handicap
Grütlistrasse
20, 8002 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1957
und d
eutsche Staatsa
ngehörige
,
reiste im Jahr 1980 von
Ungarn in die Schweiz ein
, wo sie zusammen mit ihrem damaligen Ehemann
ein Tenniscenter betrieb (Urk. 11/19
). Die Ehe wurde im April 1993 geschieden (
Urk.
11/24
). In den Jahren 1993 und 1994 bezog die Versicherte
Arbeitslosen
entschädigung (Urk.
11/11
). Im November 1995 gebar sie eine Tochter (
Urk.
11/1
).
Seither ging die Versicherte keiner Erwerbstätigkeit mehr nach
(
Urk.
11/72 S. 7
).
Eine erste Anmeldung im Oktober 1997 zum Bezug von Leistungen der Inva
liden
versicherung (Urk. 11/2) beschied die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 3. März 1998 (Urk. 11/8) abschlägig.
Am 2
8.
September 2000 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hin
weis auf psychische Probleme
erneut
zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versiche
rung an (Urk. 11/9).
Ausgehend von
einem Invaliditätsgrad von 100 % sprach ihr
die IV-Stelle mit Verfügung vom
1
0.
Dezember 2001 rückwirkend ab dem
1.
September 1999
eine ganze Invalidenrente zu
(
Urk.
11/28
).
Den Anspruch auf eine ganze Rente bestätigte die IV-Stelle mit Mitteilungen vom
9.
August 2004 (Urk. 11/35) und 2
4.
August 2010 (
Urk.
11/55).
1.2
Im Rahmen einer erneuten revisionsweisen Überprüfung des Rentenanspruchs veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Begutachtung durch
Dr.
med.
Y.___
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, (
Urk.
11/69). Gestützt
auf
das Gutachten vom
30. April 2012 (Urk. 11/72)
stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
3.
April 2013 (
Urk.
11/107) die Ren
tenleistungen wiederer
wägungsweis
e ein. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2013.00480 vom 27. Juni 2014 ab (
Urk.
11/117).
1.3
Am 1
7.
November 2015 (Eingangsdatum)
reichte die Versicherte ein neues Leis
tungsbegehren (
Urk.
11/123
)
ein.
Die IV-Stelle stellte vorerst Nichteintreten auf das neue Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 11/127), trat indessen, nachdem die Versicherte im
Einwandverfahren
Bericht ihrer behandelnden Ärzte eingereicht hatte (Urk. 11/140 und Urk. 11/143)
auf die Neuanmeldung ein und nahm Abklä
rungen in medizinischer Hinsicht vor. Sie ordnete eine psychiatrische Ex
ploration bei
pract
. med. Z.___
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho
the
rapie, an, der seine Expertise am 7. November 2016 erstattete (Urk. 11/159),
holte
weitere Berichte der behandelnden Ärzte (Urk. 11/164, Urk. 11/165 und Urk. 11/
168) ein und
liess den Regionalen
Ärztlichen Dienst (RAD) hierzu Stel
lung nehmen
(vgl. Feststellungsblatt;
Urk.
11/175 S.
3
f.). Ausgehend vom Fehlen
eines
längerdauernden Gesundhe
itsschadens
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid
vom 9. Mai 2017 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
11/
176). Dagegen erhob die Versicherte am
8.
Juni 2017 Einwand (
Urk.
11/179). Mit Ver
fügung vom 20. November 2017 verneinte die IV-Stelle wie vorbeschieden einen Rentenanspruch (
Urk.
2)
.
Gleichentags auferlegte sie der Versicherten im Hinblick auf eine zukünftige Anmeldung, die fachärztlich psychiatrische ambulante The
rapie fortzusetzen und zu optimieren (Urk. 11/181).
2.
G
egen
die Leistungsabweisung
erhob die Versicherte mit Eingabe vom 1
5.
Dezem
ber 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung vom 2
0.
Novem
ber 2017 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu ver
pflichten, ihr eine Rente der Invalidenversicherung auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, es sei ihr die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
Januar 2018
(Urk. 9) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom
5.
Februar 2018 wurde
der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 12).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburts
ge
brechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über
die Inva
lidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281
E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung d
er Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung;
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen
).
Die für die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindi
katoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Wurde eine Rente
,
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
,
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neu
anmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu verge
wissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Inva
liditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs
begründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwer
de
fall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
0.
November 2017 (
Urk.
2) hielt die Be
schwerdegegnerin fest, die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass der medizinische Endzustand noch nicht erreicht sei. Das Zustandsbild sei weiterhin behandel- und besserbar. Die medikamentösen Therapieoptionen seien nicht ausgeschöpft.
Entsprechend sei nicht von einer
längerdauernden
Verschlech
te
rung
auszugehen. Aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht liege kein rele
vanter Gesund
heitsschaden vor, weshalb kein
Anspruch auf eine Invaliden
rente bestehe.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 15. Dezember 2017 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend, aus den medizinischen Akten ergebe sich eine psychiatrisch dokumentierte Zustandsverschlechterung seit August 2015 und damit eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit. Es könne auf das Gutachten, in welchem eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % festge
setzt worden sei, abgestellt werden. Die seit zwei Jahren bestehende durch
geh
ende Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht von mindestens 50 % habe versicherungsrechtliche Relevanz, weshalb ihr erneut eine Rente der Invaliden
versicherung auszurichten sei.
Die aktuelle Verschlechterung des Gesundheitszustands sei noch vor Ablauf von drei Jahren nach der Rentenaufhebung Ende Mai 2013 erfolgt. Entsprechend sei von einem Wiederaufleben der Invalidität nach Aufhebung der Rente im Sinne von Art. 29
bis
IVV
auszugehen und keine neue Wartezeit anzurechnen. Folglich sei ihr ab Mai 2016 wieder eine Rente auszurichten.
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung
der Beschwerdeführerin vom 17. November
2015 (Eingangsdatum,
Urk.
11/123
) eingetreten. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob seit der mit Verfügung vom
2
3.
April 2013
(
Urk.
11/107
) erfolgten Renten
aufhebung
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
20. November
2017 (
Urk.
2) eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Ver
änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist.
3.
3.1
Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die
Wiedererwä
gungs
v
erfügung vom
2
3.
April 2013
(
Urk.
11/107
), welcher in medizinischer Hin
sicht im Wesentlichen das
psychiatrische
Gutachten
von
Dr.
Y.___
vom
3
0.
April 2012 (
Urk.
11/72)
zugrunde lag.
3.2
Die Beschwerdeführerin wurde am 2
4.
April 2012 von
Dr.
Y.___
untersucht. Im Rahmen der objektiven psychopathologischen Befunderhebung hielt er fest, die Beschwerdeführerin sei in Begleitung eines Spitex-Mitarbeiters pünktlich zur Exploration erschienen. Sie wirke merklich sediert und verhangen, sei aber all
seits voll orientiert. Im Kontaktverhalten wirke sie misstrauisch und etwas ableh
nend. Fragen zum Tagesablauf und Freizeitverhalten würde sie auch nach mehr
facher
Nachfrage nur vage beantworten. Insgesamt sei sie aber ausreichend koope
rativ und auskunftsbereit. Das Gangbild sei behäbig, aber sicher. Das äussere Erscheinungsbild sei sehr gepflegt. Ein Rapport sei zufriedenstellend her
stellbar. Die Beschwerde
führerin spreche mit gut modulierter, aber verwaschener, Stimme. Die Grund
stimmung sei
klagsam
, die affektive Schwingungsfähigkeit
jedoch nicht eingeschränkt. Die Beschwerdeschilderungen hätten einen deut
lic
hen
appellativen
Charakter und seien dramatisierend. Es sei eine Tendenz zur Symp
tomausweitung und Selbstlimitierung erkennbar. Der formale Gedankengang sei
geordnet und nachvollziehbar, inhaltlich jedoch auf die Beschwerde
schilde
ru
ngen und eigenen Defizite fokussiert. Relevante akzentuierte Persönlichkeitszüge seien nicht zu finden. Ebenso wenig seien inhaltliche Denkstörungen mit wahnhaftem Erleben zu eruieren. Die Gedächtnisfunktionen sowie Aufmerksamkeit, Konzen
tra
tion und Intelligenz seien klinisch intakt. Das Antriebsverhalten sie infolge der
medikamentösen Sedierung reduziert. Psychomotorisch sei die Beschwerde
füh
rerin
entsprechend verlangsamt. Zwangsgedanken oder -handlungen sowie Ich-Stö
rungen seien keine zu eruieren. Es würden sich auch keine Hinweise auf Wahr
nehmungsstörungen oder Halluzinationen ergeben und ein Fremdbeein
fluss
ungs
erleben werde verneint. Eigenanamnestisch würden agora- und sozial
phobi
sche Ängste sowie Panikattacken beschrieben werden. Anhaltspunkte für eine akute Eigen- oder Fremdgefährdung würden nicht vorliegen (
Urk.
11/72 S. 9f.).
Dr.
Y.___
nannte die Diagnosen Panikstörung (ICD-10: F41.0) und Agoraphobie (ICD-10: F40.0) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/72 S.
10), wobei diese aus versicherungsmedizinscher Sicht keine vollumfassende Arbeits
unfähigkeit begründen würden. Dagegen spreche insbesondere das Aktivi
täts
niveau der Beschwerdeführerin. So habe sie angegeben, selbständig mit dem Auto ihres Ex-Partners zu fahren und zwei- bis dreimal pro Jahr in Begleitung eines Kollegen die Familienangehörigen in Ungarn zu besuchen. Der Hausarzt der Beschwerdeführerin habe in seinem Arztbericht zudem angegeben, ihm sei nie eine schwerwiegende Depression aufgefallen und eine solche sei von ihr auch nie beklagt worden. Ferner würden IV-fremde Faktoren respektive psychosoziale Be
las
tungen durch die Ehescheidung bzw. Partnertrennung (die Beschwerdeführerin sei alleinerziehend), Arbeitsplatzverlust und finanzielle Schulden in der Höhe von etwa
Fr.
50'000.-- bestehen (
Urk.
11/72 S. 13). Weiter äusserte
Dr.
Y.___
, die bipolare affektive Psychose sei gegenwärtig remittiert (ICD-10: F31.7) und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/72 S. 10). Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei
der Beschwerde
führerin aus versicherungspsychiatrischer Sicht eine mindestens 50%ige Arbeits
fähigkeit für die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit
als Tennislehrerin
zu atte
stieren. In einer dem psychischen Leiden optimal angepasste Tätigkeit bestehe aus versicherungspsychiatrischer Sicht eine Arbeits
fähigkeit im Umfang von 70 %. Geeignet seien zeitlich flexible, ausreichend strukturierte und wohnortnahe Tätig
keiten in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre, ohne per
manenten Zeit- und Termindruck. Die emotionale Belastbarkeit sei herabgesetzt, phasenweise bestünden zudem eine Antriebsminderung und Verlangsamung des Arbeitstempos (
Urk.
11/72 S. 13).
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung
der Beschwerdeführerin vom 17. Novem
ber 2015
sind die von ihr eingereichten
Arzt
berichte (
Urk.
11/140 und
Urk.
11/143
) sowie die
durch die Beschwerdegegner
in eingeholten
Berichte der behandelnden
Ärzte
(
Urk.
11/164,
Urk.
11/165 und
Urk.
11/168
) und
das psychia
trische Gutachten von
Dr.
Z.___
vom
7.
November
2016 (
Urk.
11/159
) akten
kundig.
4.2
Die Beschwerdeführerin war zwischen Apr
il und Dezember 2015 im A.___
-
zwischenzeitlich auch tagesklinisch -
in Behandlung gewesen.
In ihrem Bericht vom 2
2.
Februar 2016 (
Urk.
11/143) diagnostizierten die Ärzte
des
A.___
eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F31.3) sowie eine Panikstörung (ICD-10: F41.0) und äusserten den Verdacht auf eine kombinierte Persönlichke
itsstörung mit selbstunsicheren
, paranoiden und emotional-instabilen Anteilen (ICD-10: F61.0), differenzial
diag
nostisch eine Persönlichkeitsakzentuierung.
Eine Selbst
limitierung könne nicht
nachgewiesen werden, nehme die Beschwerdeführerin doch regelmässig und mot
i
viert am tagesklinischen Programm teil.
Hinsichtlich der Einschätzung der Arbei
ts
fähigkeit hielten die Ärzte
sodann
fest, es sei mit Überforderung, einer schwachen Durchhaltefähigkeit, reduzierter Belastbarkeit sowie reduzierter Konflikt
fähigkeit zu rechnen. Somit sei nicht davon auszugehen, dass
sie
nachhaltig in einer ange
passten Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Leistung erbringen könne.
4.3
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin führte
Dr.
Z.___
am 2
4.
Oktober 2016
eine psychiatrische Begutachtung durch (
Urk.
11/159). Er konstatierte, die Be
schwer
deführerin wirke bewusstseinsklar, vollständig orientiert, gepflegt, modisc
h g
ekleidet, sportlich erscheinend
und sehr um Kooperation bemüht. Die
Auffas
sungs
- und Konzentrationsfähigkeit seien eingeschränkt, die kognitive Leistungs
fähigkeit und
Belastbarkeit würden mit zunehmender Untersuchungsdauer nach
lassen. Die Gedächtnisleistung sei kursorisch intakt. Ihr Antrieb sei herabgesetzt, psychomotorisch wirke sie angespannt und würde eine Nervosität und innere Unruhe vermitteln.
In der Grundstimmung
sei sie
deutlich depre
ssiv ausgelenkt, niedergestimmt und weinerlich und zeige
über weite Strecken
eine
ausgeprägte emotionale Instabilität
. I
mmer wieder
sei sie
den Tränen nahe
. Zudem
verweis
e sie
immer wieder auf negative Erfahrungen im Rahmen der Vorbegutachtung
. Die
affektive Schwingungsfähigkeit
sei
reduziert. Hinweise für Wahnerleben, Halluzi
nation, Beeinflussungserleben, akute Selbst- oder Fremdgefährdung gebe es keine
. Sie
berichte aber
über
wiederkehrende suizidale Gedanken und Impulse, von denen sie sich aktuell
jedoch
distanzier
e
.
Die Beschwerdeführerin habe über
wiederkehrende aus heiterem Himmel auftretende Panikattacken, zuletzt vor
zwei
Tagen, dann wieder in einem Intervall
von bis zu zwei
Wochen Pause, berichtet.
Der f
ormale Gedankengang
sei geordnet
, inhaltlich
jedoch
sehr auf die Vor
stellung einer erneuten IV-Berentung als Entlastung fokussiert
. D
iesbezüglich
seien
wenig rehabilitative Ansatzpunkte oder beruflich aktivierbare Ressourcen
zu
erkenn
en
. Im Rahmen des über Jahrzehnte entwickelten Krankheitsgeschehens
zeige sich eine
deutlich
chronifizierende
Fehlentwicklungs
tendenz mit dysfunk
tional selbstlimitierenden Anteilen im Rahmen der Krankheits
fehlverarbeitung
und
in der Darstellung zum Teil mit theatralisch
katastrophisierenden
Ausfüh
rungstendenzen
. Es gebe aber keine Anhaltspunkte
für bewusste Aggravation oder Simulation
. Gesamthaft sei sie sehr instabil und wenig belastbar. Ihre
An
passungs
- und Interaktionsfähigkeit sowie die situative Flexibilität seien
herab
gesetzt. Des Weiteren weise sie eine eingeschränkte Therapie-Compliance hin
sicht
lich der benötigten Medikation auf, die sie teilweise wegen selbst erlebten und abgelehnten Nebenwirkungen (Gewichtszunahme) ablehne (
Urk.
11/159 S.
13)
.
Insgesamt stehe das aktuelle Zustandsbild (im Zeitpunkt der Begutachtung) in Übereinstimmung mit dem zuletzt erfassten mittelgradig depressiven Zu
stands
bild
seitens der Behandler
vom
A.___
(vgl. vorstehend
E. 4.2
). Der von der
Beschwerdeführerin beschriebene wechselhafte Verlauf mit einer seit drei Wo
chen anhaltenden manischen Phase (vermehrte Aktivitäten, Kaufsucht, Verschulden, distanzloses Verhalten) korreliere mit der Beschreibung des ambulant behandeln
den Psychiaters (
vgl.
Urk.
11/140) hinsichtlich wiederholt gemischter Episoden und gebe erneut einen Hinweis auf einen rasch wechselnden Verlauf zwischen depressiven und manischen Phasen im Sinne eines Rapid-
Cycling
(
Urk.
11/159 S. 15f.).
Dr.
Z.___
nannte folgende Diagnosen:
-
Bipolare affektive Störung gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F31.3) bei Hinweisen für rasch wechselnden Verlauf im Sinne eines Rapid-
Cycling
, medizinischer Endzustand nicht erreicht, aktuell unzureichende medikamentöse Behandlung
-
Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst; ICD-10: F41.0)
-
Akzentuierte Persönlichkeitsstruktur mit emotional
instabil-hysteri
formen
und ängstlich-abhängigen Zügen, nicht das Ausmass einer Persönlich
keitsstörung erreichend (ICD-10: Z73.1)
Dr.
Z.___
konstatierte, psychopathologisch sei die Beschwerdeführerin im Rahmen des reduzierten Antriebs, der verminderten Auffassungs- und Konzen
trationsfähigkeit, der depressiven Grundauslenkung, der emotionalen Instabilität, der Ängstlichkeit und der inneren Unruhe, Anspannung und verminderten Be
last
barkeit sowie der Stressresistenz beeinträchtigt. Funktionell würden sich mittelgradige Einschränkungen im Bereich der Belastbarkeit, Durchhalte
fähig
keit, Anpassungs- und Interaktionsfähigkeit, der kognitiven Dauerleistungs
fähig
keit, der Stress
resistenz, der Wegefähigkeit und der Flexibilität und Interaktions
fähigkeit insbesondere bezogen auf Arbeits- und Gruppenprozesse ergeben. An Ressourcen würden sich ein gutes intellektuelles Ausgangsniveau, eine einiger
massen stabile private Situation mit allerdings belasteter Beziehung zur bei ihr lebenden Tochter und eine grundsätzlich mehrheitlich gegebene Therapie-Com
pliance, allerdings nicht bezogen auf die Medikation (siehe oben), festhalten lassen. Erschwerend seien nicht primär versicherungsmedizinisch zu gewichtende private Belastungsfaktoren und eine dysfunktional selbstlimitierende Fehlent
wicklungs
tendenz im Rahmen des
chronifizierten
Verlaufs zu berücksichtigen, wobei dies nicht im Sinne einer bewussten Simulation, sondern im Rahmen der langjährig
chronifizierten
Fehlentwicklung zu sehen sei.
Dr.
Z.___
attestierte der Beschwerdeführerin unter Abwägung der objektivierbaren Psychopathologie und der resultierenden funktionellen Einschränkungen, mit aktuell feststellbarer Zustandsver
schlechterung der bipolaren Störung gegenüber dem remittierten Zustand in der Begutachtung 2012 (vgl. vorstehend
E. 3.2
), gegenüber den bestehenden Ressourcen und den nicht primär versicherungs
medizinisch zu ge
wich
tenden Aspekten aus fachärztlich psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeits
fähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit seit August 201
5.
Optimal angepasst sei eine Tätigkeit in reizarmer Umgebung mit möglicher flexibler Zeit
einteilung ohne Termindruck. Grundsätzlich sei auch eine Tätigkeit als Tennis
lehrerin möglich. Diesbezüglich müsse jedoch die ophthalmologische Situation mit insbesondere eingeschränktem Gesichtsfeld zusätzlich berück
sichtigt werden
(Urk. 11/159 S.
17).
Da die bipolare Erkrankung noch weiter behandel- und besserbar sei und die medikamentösen Therapieoptionen noch nicht ausgeschöpft seien, sei medizini
sch-theoretisch durchaus eine
höhe
re
Leistungsfähigkeit mög
lich, eine verbindlich Prognose könne aber nicht gestellt werden (vgl.
Urk.
11/159 S. 18).
4.4
Die Augenärztin
Dr.
med. B.___
berichtete über eine bei der Beschwerde
führerin seit Geburt bestehende
Schielamblyopie
auf dem linken Auge, wobei diese keine Auswirkung auf die bisherige Tätigkeit habe (vgl. Arztbericht vom 2
3.
Januar 2017;
Urk.
11/164). Auch
Dr.
m
ed. C.___
, FMH Ophthalmo
logie und speziell
Ophthalmochirurgie
, attestierte der Beschwerdeführerin aus ophthalmologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit, auch wenn die
Amblyopie
auf der linken Seite bei der Berufswahl gewisse Einschränkungen
(keine Arbeit auf hohen Gerüsten, kein Führen von gewerbsmässigen Personentransport
fahrzeugen oder Kraftfahrzeugen)
mit sich bringen würde (vgl. Arztbericht vom
1.
Februar 2017 [Eingangsdatum];
Urk.
11/165).
4.5
Gestützt auf das psychiatrische Gutachten nahm
d
ie Beschwerdegegnerin eine Ressourcenprüfung
(vgl. E. 1.2) vor
(vgl. Feststellungsblatt;
Urk.
11/175 S. 6
f.)
.
H
insichtlich des funktionellen Schweregrads
wurde
die Ausprägung der diag
nose
relevanten Befunde
als
mittelgradig
erachtet
.
Die Beschwerdeführerin stehe in regelmässiger ambulanter Therapie
, ein Leidensdruck bezüglich der medi
zini
schen Situation scheine gegeben
. Die Medikation sei
aber
noch optimierbar. Was die Panikattacken betreffe, sei eine Zustandsverbesserung zu verzeichnen. Trotz
dem sei eine berufliche Wiedereingliederung nicht gelungen. Als Komorbiditäten
wurde
die ophthalmologische Einschränkung
genannt
. Weiter
wurde
fest
ge
hal
ten
, die Beschwerdeführerin sei zwar
emotional-instabil und
hysteri
form
und es bestehe eine ängstlich-abhängige Akzentuierung, das Ausmass einer Persönlich
keits
störung werde hingegen nicht erreicht. Ausserdem könne die Beschwerde
führerin auf verschiedene Ressourcen zurückgreifen.
So
verfüge
sie
über ein gutes intellektuelles
Ausgangsniveau. Weiter habe sie im Rahmen der Begutachtung bei
Dr.
Z.___
angegeben, dass der Hund ihr Tagesstruktur
gebe, sie Auto fahren könne und hobbymässig Tennis spiele. Als psychosoziale Belastungsfaktoren
wurde der
Druck vom Sozialamt, die finanzielle Not (unter anderem Schulden über
Fr.
60'000.--) sowie die Probleme und verbalen Auseinandersetzungen mit der Tochter
genannt
.
Das soziale Umfeld sei jedoch einigermassen stabil. Die Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
sei in allen vergleichbaren Lebensbe
rei
chen gleichmässig, wobei sie während manischer Krankheitsphasen über ein gesteigertes Aktivitätsniveau
verfüge. Es würden aber auch dysfunktional selbst
limitierende Anteile vorliegen, zum Teil mit theatralisch
katastrophisierenden
Ausführungstendenzen.
Die
Beschwerdegegnerin
verwies
ferner
darauf, dass das Zustandsbild betreffend die bipolare Störung noch weiter behandel- und besserbar sei und die medika
men
tösen Therapieoptionen noch nicht ausgeschöpft seien. Unter weitergehender fachpsychiatrischer Behandlung mit Optimierung der Medikation könne die Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit medizinisch-theoretisch innerhalb von sechs bis zwölf Monaten auf 70 % erhöht werden. Was die Panikstörung betreffe, sei eine Besserungstendenz zu verzeichnen. In Bezug auf die akzentuierte Persönlichkeitsstruktur
wurde darauf hingewiesen
,
dass es
den Z-Diagnosen aus juristischer Sicht an der erf
orderlichen Erheblichkeit mangle
. Zusammenfassend sei das Zustandsbild weiter behandel- und besserbar. Ausserdem
sei
die aktuelle Medikation unzureichend. Gemäss Rechtsprechung falle ein psychisches Leiden invalidenrechtlich nur in Betracht, wenn es erwiesenermassen schwer und therapeutisch nicht mehr
angehbar
sei. Daher sei aktuell eine invalidenrelevante psychische Einschränkung zu verneinen.
5.
5.1
Das psychiatrische Gutachten von
Dr.
Z.___
vom
7.
November
2016 (Urk.
11/159
) basiert
auf einer umfassenden psychiatrischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abge
geben
(
Urk.
11/159 S. 3-
10
)
. Der Gutachter hat detaillierte und nach
vollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben
(
Urk.
11/159 S. 13-16)
und sich mit den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden auseinandergesetzt
(Urk. 11/159 S. 10)
. Zudem wurden die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situa
tion einleuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung nach
voll
ziehbar begründet
(
Urk.
11/159 S. 16-19)
. Dem psychiatrischen Gutachten kommt demnach grundsätzlich volle Beweiskraft zu
(vgl. E.
1.5
)
. Das ist unbe
stritten
.
5.2
Dr.
Z.___
verzeichnete hinsichtlich der Angsterkrankung im Rahmen einer langjährig entwickelten Panikstörung (F41.0) im Längsverlauf eine Besserungs
tendenz. In Bezug auf die bipolare Störung jedoch erkannte er in Überein
stimmung mit dem behandelnden Psychiater eine im Sommer 2015 eingetretene Zustandsverschlechterung im Vergleich zum remittierten Zustand im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr.
Y.___
. Fest steht indes auch, dass diesbezüglich eine
unzureichende Medikation besteht (Urk. 11/159 S. 15f.). Strittig ist, ob die Veränderung des Gesundheitsschadens invalidenversicherungsrechtlich relevant ist.
5.3
D
ie juristische Anspruchsprüfung
ist
in jedem Fall Aufgabe des Rechtsanwenders (vgl.
etwa Urteil des Bun
desgeric
hts 9C_154/2016 vom 19.
Oktober 2016 E.
4.)
und
die Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens
ist
anhand des in BGE 141 V 281 auf
gestellten Katalogs von Indikatoren vorzunehmen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1). Diese Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und Ko
mpensations
potenzialen (Ressour
cen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungs
ver
mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundes
gerichts
9C_534/2015 vom
1.
März 2016 E.
2.2.1). Die ärztliche Arbeitsfähig
keitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spezifischen nor
ma
tiven Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, kann zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7
Abs.
2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitgehend vom Ermessen des medizinisch-psychia
tri
schen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der Arbeits
fähig
keit ist aber eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werde
n kann (BGE 140 V 193 E. 3.2 S.
195). Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2 S. 306 f.). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen la
ssen (BGE 143 V 418 E. 6 S. 426
f.). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechts
an
wendern zu überprüfen, ob in
concreto
ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizi
nischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbar
keitsbeurtei
lung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E.
5.2.2;
Art.
7
Abs.
2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indika
toren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versiche
rungs
medizinischen Vorgaben Rechnung getragen wurde (BGE 141 V 281 E. 6 S.
307 f.; Urteil des Bundesgerichts 9C_126/201
8 vom
6.
Juli 2018, E. 2.2.2).
5.
4
5.4.1
Hinsichtlich des Komplexes der Gesundheitsschädigung hielt der psychiatrische Gutachter eine verminderte Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, eine einge
schränkte Auffassungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie eine reduzierte Flexi
bilität und Anpassungsfähigkeit bei persönlichkeitsstrukturell emotionaler Insta
bi
lität fest. Er fand bei der bipolaren affektiven Störung Hinweise für einen rasch wechselnden Verlauf im Sinne eines Rapid-
Cy
c
ling
, im Zeitpunkt der Begut
ach
tung präsentierte sich die Beschwerdeführerin in einer mittelgradig depressiven Episode (Urk. 11/159 S. 16). Die diagnoserelevanten Befunde erweisen sich daher als mittelgradig ausgeprägt, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht erkannte (vgl. E. 4.5).
Hinsichtlich des Therapieverlaufs weist der Gutachter darauf hin, dass
seit dem Jahr 1997 eine ambulante psychiatrische Behandlung dokumentiert sei (vgl. Urk. 11/159 S.
14) und die Beschwerdeführerin laut eigenen Angaben in regel
mässiger ambulanter Therapie sei (
Urk.
11/159 S. 12).
Sie zeige eine gute The
rapie-Compliance, d
ie pharmakologische Behandlung sei jedoch nicht optimal eingestellt und werde nicht ausgeschöpft
.
(
vgl. E. 4.3;
Urk.
11/159 S
.
16
f.
). Ange
sichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin
in regelmässiger
psychi
atrischer Behandlung steht
, ist ein Leidensdruck
ersichtlich
, was im Übrigen auch
die Beschwerdegegnerin anerkannte
(vgl. E. 4.5).
Aufgrund der
mangelhaften Medi
kation
kann jedoch nicht von einer therapeutisch nicht mehr angehbaren Störung ausgegangen werden.
5.
4.2
Hinsichtlich der Gesamtbetrachtung
der Wechselwirkungen und sonstigen Be
züge der psychischen Störung zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen (Indikator «Komorbiditäten») ist festzuhalten, dass Störungen unab
hängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht fallen, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende Wirkung bei
zumessen ist (BGE 143 V 418 E. 8.1). Vorliegend
nannte der Gutachter die ophthalmologische Situation mit insbesondere eingeschränktem Gesichtsfeld als körperliche Begleiterkrankung (vgl. E. 4.3).
Die behandelnden Augenärzte erach
teten die
Amblyopie
auf der linken Seite lediglich bei der Berufswahl
als
bis zu einem gewissen Grad einschränkend (vgl. E. 4.4).
Akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) fallen als solche nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 2
2.
Dezember 2015 E.
4.2.4). Allerdings kann ein solcher Fak
tor den Gesundheitszustand und das Leistungsvermögen ebenfalls beein
flussen (Urteil des
Bundesgerichts 8C_300/2017 vom
1.
Februar 2018 E. 5.3 unter Hin
weis auf BGE 141 V 281 E. 4.3.2).
D
er Gutachter diagnostizierte eine akzentuierte Persönlichkeitsstruktur mit emotional instabil-
hysteriformen
und ängstlich-ab
hän
gigen Zügen
(ICD-10: Z73.1
). Diese würden auf das psychische Erkran
kungs
bild
Einfluss nehmen (
vgl. E. 4.3
;
Urk.
11/159 S. 17
).
5.4.3
Die Beschwerdeführerin verfügt über keinen wirklichen Freundeskreis. In mani
schen Phasen sei sie aber sehr offen u
nd würde jeden ansprechen (Urk.
11/159 S.
12).
Im Rahmen der Begutachtung habe die Beschwerdeführerin über eine
ausgeprägte Instabilität in ihrem Privatleben berichtet und angegeben, d
ie Be
zieh
ung zur bei ihr lebenden Tochter
sei
angespannt und
sie würde ohne
einen festen Partner
leben
(vgl.
Urk.
11/159 S. 9). Die Anamnese zeigt indessen, dass die Beschwerdeführerin
in der Vergangenheit in der Lage
war
,
über längere Zeit stabile Beziehungen zu führen
(vgl.
Urk.
11/159 S. 8f)
.
Die sozialen Aktivitäten sind insbesondere während depressiven Phasen eingeschränkt
.
Die Beschwerde
führerin gab an, e
inzig die Spaziergänge mit ihrem Hund würden ihr Tages
struk
tur geben und sie aus der Wohnung rausholen
. Ihre Körperpflege vernach
lässige sie
in depressiven Phasen
. In einer manischen Phase hingegen würde sie sich schminken und könne viele Aktivitäten ausüben, den Haushalt erledigen, sich Essen zubereiten und Tennis spielen (vgl. Urk.
11/159 S. 11).
Die Beschwer
de
führerin verfügt über ein gutes intellektuelles Ausbildungsniveau, hat aber bereits über 20 Jahre nicht mehr gearbeitet (vgl.
Urk.
11/159 S. 9).
Dr.
Z.___
verwies überdies auf die privaten Belastungsfaktoren, die erschwerend
hinzukommen
würden (Urk. 11/159 S. 17). Insgesamt
enthält der soziale Lebenskontext (Kom
plex «sozialer Kontext»; vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.3)
nur wenige
Ressourcen, auf die die Beschwerdeführerin zurückgreifen kann.
Hinsichtlich des Gesichtspunkts der gleichmä
ssigen Einschränkung des Aktivi
tätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen ist festzuhalten, dass aus dem Gutachten hervorgeht, dass die Beschwerdeführerin in allen Lebensbereichen eingeschränkt ist, mithin auch alle sozialen Aktivitäten beeinträchtigt sind
.
5.5
Bei gesamthafter Betrachtung der massgeblichen Indikatoren kann daher der gut
achterlichen Beurteilung gefolgt werden, wonach
die
psychische Störung zwar auch von IV-fremden psychosozialen Faktoren erheblich beeinflusst
wird
,
eine
mittelgradige Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit jedoch durch psychische Fun
k
tionseinschränkungen mitbegründet ist und aus psychiatrischer Sicht die Beschwer
deführerin
,
zumindest
solange die medikamentöse Behandlung der bip
o
laren
Störung nicht optimal gelingt,
im Umfang von 50 % in ihrer Arbeits
fähigkeit eingeschränkt ist (
Urk.
11/159 S. 17).
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die einge
schränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führer
in
in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
6.2
Vor dem Hintergrund, dass die Beschwerdeführerin in der Schweiz hauptsächlich als Verkäuferin und Tennislehrerin gearbeitet hatte (vgl.
Urk.
11/159 S.
9
, Urk.
11/11
), ist davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall in einem 100%-Pensum einer entsprechenden Hilfstätigkeit nachgehen würde.
Dabei würde sowohl beim mutmasslichen Validen- wie beim Invalideneinkommen derselbe Tabellenwert nach der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk
turerhebungen zur Anwendung gelangen, wobei für das Invalideneinkommen keine über die attestierte Arbeitsunfähigkeit hinausgehende Einschränkung zu berücksichtigen wäre.
Bei 50%iger Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepasste Tätigkeit, wobei auch die letzte ausgeübte Tätigkeit als Tennislehrerin laut dem psychiatrischen Gutachter
(vgl. E. 4.3)
sowie den behandelnden Augenärzten
(vgl. E. 4.4)
als Verweist
ätigkeit erachtet werden kann, k
ann von der är
ztlichen ge
schätzten Arbeitsunfähigkeit
ohne weiteres auf einen entsprechenden Invalidi
tätsgrad geschlossen und damit ein Prozentvergleich vorgenommen werden
(BGE 134 V 322 E. 4.1; Urteile des Bun
desgerichts 9C_192/2014 vom 23.
September 2014 E. 3.2 und 8C_450/2014 vom 2
4.
Juli 2014 E. 7.3). Der Invaliditätsgrad beträgt demnach
50 %.
6.3
Wurde die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben, erreicht dieser jedoch in den folgenden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeitsunfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass, so werden gemäss
Art.
29
bis
IVV bei der Berechnung der Wartezeit nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet.
Die aufgrund psychischer Probleme mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2001 zugesprochene Rente (
Urk.
11/28) wurde mit Verfügung vom 2
3.
April
2013 (Urk. 11/107) wiedererwägungsweise aufgehoben.
Dr.
Z.___
konstatierte eine
fachärztlich psychiatrisch nachvollziehbare Zustandsverschlechterung seit Au
gust 2015 (vgl.
Urk.
11/159 S. 18). Damit führte die psychische Erkrankung der Be
schwerdeführerin gut zwei Jahre nach der Rentenaufhebung erneut zu einer Arbeitsunfähigkeit, weshalb
ein Tatbestand nach
Art.
29
bis
IVV gegeben ist.
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs
. Insofern hat die Beschwerdeführerin seit
1.
Mai 2016 Anspruch auf eine halbe Rente.
Die Beschwerde erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen.
7.
7.1
Das vorliegende Verfahren geht um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen, es ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Damit erweist sich das Gesuch um unent
geltliche Prozessführung als gegenstandslos.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1
des
Gesetz
es
über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kos
ten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die Par
teientschädigung ist auf
Fr.
1'85
0.-- (ein
schliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
Das Gericht erkennt:
1.
In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 2
0.
November 2017 aufgehoben, und es wird fest
ge
stellt
,
dass die Beschwerdeführerin gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50
%
ab dem 1. Mai
201
6
Anspruch auf eine
halbe R
ente hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der Beschwerdeführerin
eine Prozessent
schädigung von
Fr.
1’850
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsdienst
Inclusion
Handicap
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstStadler