# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 918d7042-8828-543f-ac4c-22bdafe6f5e3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.12.2010 E-8316/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8316-2010_2010-12-13.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8316/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet;
Gerichtsschreiber Marco Abbühl.

A._____, geboren (...),
dessen Ehefrau
B._____, geboren (...),
und deren Kinder
C._____, geboren (...),
D._____, geboren (...),
E._____, geboren (...), 
F._____, geboren (...),
Russland,
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin-Verfahren); 
Verfügung des BFM vom 26. November 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8316/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die  Beschwerdeführenden eigenen Angaben zufolge ihren Hei-
matstaat  am 27. August 2001 verliessen und sich anschliessend bis 
Oktober 2005 in Syrien aufhielten, 

dass sie am 28. Oktober 2005 nach Österreich reisten, wo sie in der 
Folge  zwei  Asylverfahren  anstrengten,  bevor  sie  am 16.  September 
2010 in die Schweiz gelangten, wo sie am gleichen Tag im G._____ 
um Asyl nachsuchten,

dass  eine  Abfrage  der  EURODAC-Datenbank  (Fingerabdruck-Ver-
gleich)  ergab,  dass  die  Beschwerdeführenden am 28. Oktober  2005 
und am 17. März 2010 von den österreichischen Behörden erfasst wor-
den waren,

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im H._____ vom 28. September 
2010  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  geltend  machten,  sie  seien 
Wahabiten  (konservative,  dogmatische  Richtung  des  sunnitischen 
Islams,  Anm. BVGer)  tschetschenischer  Ethnie  aus  I._____  (Region 
[...], Russland),

dass der Beschwerdeführer nach seinem Schulabschluss eine Religi-
onsschule in Grosny besucht, zwischen 1994 und 1997 in Syrien ein  
Religionsstudium begonnen und danach in einer Moschee in I._____ 
als Imam verrichtet habe,

dass der  Beschwerdeführer  an der  Religionsschule  in  Grosny einen 
späteren  Anführer  der  Aufständischen,  K._____,  kennengelernt  und 
diesen von 2000 bis 2001 im Elternhaus beherbergt habe,

dass er von K._____ Geld erhalten habe, um die Aufständischen mit 
Lebensmitteln und Kleidern zu versorgen,

dass  uniformierte  und  bewaffnete  Personen  im  August  2001  in  ihr 
Haus eingedrungen seien und den Beschwerdeführer zum Verhör ab-
geführt hätten,

dass der Beschwerdeführer über die Anführer der Aufständischen be-
fragt, misshandelt und nach drei Tagen wieder auf freien Fuss gesetzt 

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worden sei, nachdem er sich schriftlich dazu verpflichtet habe, mit den 
Behörden zusammenzuarbeiten,

dass sie ihren Heimatstaat eine Woche später in Richtung Syrien ver-
lassen hätten,

dass sie sich danach bis Oktober 2005 in Syrien aufgehalten hätten 
und der Beschwerdeführer während dieser Zeit sein Religionsstudium 
abgeschlossen habe,

dass der Beschwerdeführer zweimal vom syrischen Geheimdienst vor-
geladen worden sei und man ihn als Informanten habe anwerben wol-
len,

dass die Beschwerdeführenden Syrien am 27. Oktober 2005 auf dem 
Luftweg verlassen hätten und nach einer  Zwischenlandung in Beirut 
am 28. Oktober 2005 auf dem Flughafen in Wien gelandet seien,

dass sie in der Folge in Österreich ein Asylgesuch gestellt und bis zu 
ihrer  Ausreise  zunächst  in  L._____  und  danach  in  M._____  gelebt 
hätten,

dass sie nach Erhalt  des negativen Asylentscheids im März 2010 in 
Österreich ein zweites Asylgesuch gestellt hätten, weil ihnen nach der 
Ablehnung des ersten Gesuchs die Grundversorgung gekürzt worden 
sei,

dass sie von der Polizei für den 14. September 2010 vorgeladen wor-
den  seien  und  Österreich  am  16.  September  2010  aus  Angst  ver-
lassen hätten, nach Russland ausgeschafft zu werden,

dass  den  Beschwerdeführenden  anlässlich  der  Erstbefragung  das 
rechtliche Gehör zu einer allfälligen Wegweisung nach Österreich ge-
währt wurde,

dass die Beschwerdeführenden dabei vorbrachten, im Falle einer Weg-
weisung nach Österreich drohe ihnen die Abschiebung nach Russland,

dass das BFM mit Verfügung vom 26. November 2010 – eröffnet am 
29.  November  2010  –  gestützt  auf  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung nach Österreich verfügte, nachdem 

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die  österreichischen  Behörden  am  16.  November  2010  dem  Rück-
übernahmeersuchen des BFM vom 9. November 2010 zugestimmt hat-
ten,

dass  das  Bundesamt  die  Beschwerdeführenden  gleichzeitig  auffor-
derte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerde-
frist zu verlassen, den Kanton Zürich mit dem Vollzug der Wegweisung 
beauftragte  und  festhielt,  einer  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung 
komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass  die  Vorinstanz  zur  Begründung  anführte,  Österreich  habe  am 
16. November 2010 dem Ersuchen des BFM um Übernahme der Be-
schwerdeführenden zugestimmt,

dass  Österreich  für  die  Durchführung  des  Asylverfahrens  zuständig 
sei, dies gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen 
der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Ge-
meinschaft über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedsstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA,  SR 0.142.392.68])  und  auf  das  Übereinkommen  vom 17. De-
zember  2004 zwischen der  Schweizerischen Eidgenossenschaft,  der 
Republik Island und dem Königreich Norwegen über die Umsetzung, 
Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands und über die 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen Staates für 
die  Prüfung  eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  ge-
stellten Asylantrags,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens am 16. Mai 2011 zu erfolgen habe,

dass die Beschwerdeführenden anlässlich der Gewährung des rechtli-
chen Gehörs zu einer Wegweisung nach Österreich keine Gründe gel-
tend gemacht hätten, die einer Rückkehr in dieses Land entgegenste-
hen würden, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass die Folge eines Nichteintretensentscheides in der Regel die Weg-
weisung  aus  der  Schweiz  und  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach 
Österreich zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführenden mit  handschriftlich  ergänzter  Formu-
larbeschwerde  Eingabe  vom 2.  Dezember  2010  gegen  diesen  Ent-

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scheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  in 
materieller Hinsicht beantragten, die Verfügung des BFM sei aufzuhe-
ben und es sei ihnen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen sowie 
Asyl zu gewähren, zudem sei die Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit und 
Unmöglichkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und die vor-
läufige Aufnahme anzuordnen,

dass sie in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgeltlichen 
Prozessführung  beantragten  und  darum  ersuchten,  ihnen  einen 
Rechtsbeistand  beizugeben  und  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses zu verzichten,  eventualiter  die  aufschiebende Wirkung  der 
Beschwerde wiederherzustellen und die zuständige Behörde vorsorg-
lich  anzuweisen,  die  Kontaktnahme  mit  den  heimatlichen  Behörden 
sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen,  even- 
tualiter – bei erfolgter Datenweitergabe – die Beschwerdeführenden in 
einer separaten Verfügung darüber zu orientieren,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Verfügung vom 3. Dezember 
2010 (per Telefax) den Vollzug der Wegweisung per sofort aussetzte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 6. Dezember 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 

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der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde, 
vorbehältlich der nachstehenden Erwägungen, einzutreten ist (Art. 108 
Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt,  um eine solche handelt,  weshalb  der  Beschwerde-
entscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. die diesbezüg-
lich  weiterhin  zutreffende Rechtsprechung der  vormaligen Schweize-
rischen Asylrekurskommission [ARK] in Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  diesbezüg-
lich grundsätzlich volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich diese Fragen 
– namentlich diejenigen über das Bestehen von Vollzugshindernissen 
(Durchführbarkeit der Überstellung an den zuständigen Staat) – in den 

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Dublin-Verfahren  bereits  vor  Erlass  des  Nichteintretensentscheides 
stellen,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich aus den Akten ergibt,  dass sich die Beschwerdeführenden 
vor ihrer Einreise in die Schweiz während mehreren Jahren in Öster-
reich aufgehalten und dort zwei Asylverfahren durchlaufen haben,

dass bei dieser Sachlage Österreich für die Prüfung des Asylgesuches 
der Beschwerdeführenden zuständig ist (vgl. die einschlägigen staats-
vertraglichen  Bestimmungen  namentlich  im  Dublin-Assoziierungsab-
kommen  und  in  der  Verordnung  (EG)  Nr. 343/2003  des  Rates  vom 
18. Februar 2003 zur Festlegung von Kriterien und Verfahren zur Be-
stimmung des Mitgliedstaates, der für die Prüfung eines Asylantrags 
zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem 
Mitgliedsstaat gestellt hat [Dublin II-Verordnung]),

dass  das  BFM  die  zuständige  österreichische  Behörde  am 
9. November 2010 um Wiederaufnahme der Beschwerdeführenden ge-
mäss  Art. 16  Abs. 1  Bst. c  Dublin  II-Verordnung  ersucht  und  diese 
einer solchen mit Schreiben vom 16. November 2009 zugestimmt hat,

dass die Beschwerdeführenden somit ohne weiteres nach Österreich 
und damit in einen Drittstaat  ausreisen können, welcher für  die Prü-
fung des Asylgesuchs staatsvertraglich zuständig ist,

dass  Österreich  unter  anderem Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK, 
SR 0.142.30),  der  Konvention  vom 4. November  1950  zum  Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105) ist,

dass  der  Beschwerdeführer  geltend  macht,  er  habe  in  Österreich 
viermal einen negativen Entscheid erhalten,

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dass  er  mit  dieser  Aussage  den  effektiven  Zugang  zum österreichi- 
schen Asylsystem offenlegt,

dass keine Hinweise darauf bestehen, Österreich würde sich im Falle 
der  Beschwerdeführenden nicht  an seine völkerrechtlichen Verpflich-
tungen  halten,  womit  die  Vorbringen  betreffend  eine  angeblich  in 
Österreich  drohende Wegweisung die  Rechtmässigkeit  der  Überstel-
lung dorthin nicht in Frage zu stellen vermögen,

dass die schweizerischen Asylbehörden entsprechend nicht gehalten 
sind, von ihrem Selbsteintrittsrecht Gebrauch zu machen,

dass kein Anlass zur Annahme besteht, die Beschwerdeführenden hät-
ten in Österreich eine existenzgefährdende Situation zu gewärtigen, 

dass zudem allein der erkennbare Wunsch der Beschwerdeführenden 
nach einem (erneuten) Asylverfahren in der Schweiz in keiner Weise 
gegen eine Rückführung nach Österreich spricht,

dass schliesslich die geltend gemachte Bedrohung durch Agenten Ka-
dyrows (Oberhaupt  der  Teilrepublik  Tschetschenien,  Anm. BVGer)  in 
Österreich weder im erstinstanzlichen Verfahren noch in der Rechts-
mitteleingabe substanziiert werden,

dass sich die Beschwerdeführenden im Übrigen in der Beschwerde auf 
eine Wiederholung der bereits im erstinstanzlichen Verfahren gemach-
ten Vorbringen beschränken,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführenden  nicht  ein-
getreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei in 
Verfahren  nach  Art. 34  Abs. 2  Bst. d  AsylG  die  Frage  nach  der  Zu-
lässigkeit und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs regelmässig be-
reits  Voraussetzung  (und  nicht  erst  Regelfolge)  des  Nichteintretens-
entscheides ist, weshalb sie hier nicht mehr zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von  Art. 83  Abs. 1  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember 

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2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]) stellt, 
sondern ebenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts oder  gegebenenfalls  – wenn sich 
Familienmitglieder  in  verschiedenen  Dublin-Mitgliedstaaten  befinden 
und zusammengeführt werden sollen – bei der Ausübung der Huma-
nitären Klausel (Art. 15 Dublin II-Verordnung),

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin II-VO) beziehungsweise zur 
Anwendung der  Humanitären Klausel  (Art.  15 Dublin  II-VO) besteht, 
weshalb der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu be-
stätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, darzutun, inwie-
fern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder un-
angemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde,  soweit 
darauf einzutreten ist, abzuweisen ist,

dass mit  der  Abweisung der  Beschwerde die am 3. Dezember  2010 
angeordnete  vorsorgliche  Massnahme  und  der  sinngemässe  Antrag 
auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie auf 
weitergehende Anweisungen an das BFM hinfällig werden,

dass der Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der Bedürftigkeit der Beschwer-
deführenden abzuweisen ist,  da die Beschwerdebegehren nach dem 
Gesagten als aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.− 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Marco Abbühl

Versand:

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