# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0d2b43f-7602-5a0c-9452-f784674c407b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.06.2019 200 2019 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-6_2019-06-25.pdf

## Full Text

200 19 6 IV
SCJ/SCM/RUL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Juni 2019

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch B.________, C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. November 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 20. Oktober 2008 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). Mit Verfügung vom 5. Januar 2010 (AB 61) sprach die IVB dem 
Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 % von August bis Dezem-
ber 2008 eine ganze Invalidenrente zu. Überdies wurden ihm diverse beruf-
liche Massnahmen (u.a. Umschulung [AB 93]) zugesprochen (vgl. AB 64, 
83). Im Rahmen einer im Jahr 2012 geltend gemachten gesundheitlichen 
Verschlechterung (vgl. AB 103/1 Ziff. 1, 109) veranlasste die IVB eine poly-
disziplinäre Begutachtung bei der MEDAS D.________ (Gutachten vom 
28. Dezember 2012 [AB 120.2]) und gewährte Arbeitsvermittlung (AB 135), 
welche sie nach erfolgreicher Stellensuche (AB 142/2, 154/4 f.) mit unange-
fochten gebliebener Verfügung vom 18. Mai 2015 (AB 155) abschloss. 

B.

Mit Schreiben vom 8. April 2016 (AB 158) ersuchte der Versicherte erneut 
um Prüfung des Rentenanspruchs. Die IVB trat auf dieses Leistungsbegeh-
ren mit Verfügung vom 26. Juli 2016 (AB 165) vorerst nicht ein. Die dage-
gen vom Versicherten erhobene Beschwerde (AB 166/3) hiess das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, 
mit Urteil vom 24. Januar 2017, IV/2016/… (AB 169), gut und wies die Sa-
che an die IVB zurück, damit diese auf die Neuanmeldung eintrete und den 
Leistungsanspruch neu prüfe. In der Folge liess die IVB ein weiteres poly-
disziplinäres Gutachten der MEDAS E.________ vom 21. März 2018 
(AB 217.1) einholen, gestützt worauf sie – nach Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens (AB 225/3, 230) – mit Verfügung vom 21. November 2018 
(AB 233) bei einem Invaliditätsgrad von 50 % ab 1. März 2017 eine halbe 
Rente zusprach. 

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C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch C.________, 
B.________, am 4. Januar 2019 Beschwerde. Er lässt die folgenden Anträ-
ge stellen: 

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. November 2018 sei aufzuheben. 
Die Sache sei zur Abklärung des vollständigen und richtigen Sachverhaltes und 
zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Anschliessend sei über 
das Leistungsbegehren neu zu verfügen. 

2. Eventuell sei unter Aufhebung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
21. November 2018 über das Leistungsbegehren zu entscheiden.

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2019 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung 21. November 2018 
(AB 233), mit welcher dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. März 2017 
eine halbe Invalidenrente zugesprochen worden ist. Streitig und zu prüfen 
ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und dabei insbesondere die Frage, 
ob eine Rente bereits vor dem 1. März 2017 auszurichten sei. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

2.2.1 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 
E. 2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 
gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 

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beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110). 

2.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429). 

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4

2.4.1 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 

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obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.4.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1). 

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-

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lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die 
Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 
E. 2b S. 114). Im VGE IV/2016/… (AB 169) war die Frage nach einer neu-
anmeldungsrechtlichen Sachverhaltsänderung nicht abschliessend zu be-
antworten, weshalb es vorliegend zunächst zu prüfen gilt, ob im Vergleich 
zur Sachlage, wie sie der Verfügung vom 5. Januar 2010 (AB 61) zu Grun-
de lag, im Zeitpunkt der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 21. No-
vember 2018 (AB 233) in den tatsächlichen Verhältnissen eine relevante 
Änderung eingetreten ist (vgl. E. 2.4.4 hiervor). Gegebenenfalls ist ansch-
liessend der Rentenanspruch allseitig frei zu beurteilen (vgl. E. 2.4.3 hier-
vor).

3.2 Die rechtskräftige Verfügung vom 5. Januar 2010 (AB 61) stützte 
sich in medizinischer Hinsicht massgeblich auf das polydisziplinäre (allge-
meininternistische, neurologische, rheumatologische und psychiatrische) 
Gutachten der MEDAS, Medizinische Abklärungsstation, Spital F.________ 
(MEDAS G.________) vom 6. August 2009. Darin wurden folgende Dia-
gnosen gestellt (AB 39/18 Ziff. 4):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• Status nach totaler Thyreoidektomie und Neck dissection beidseits wegen 

papillärem Schilddrüsenkarzinom im August 2007 mit
o Chronischen Schulterschmerzen rechts bei Osteochondrose C6/C7

• Status nach mehrfacher stationärer Radiojodtherapie

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• Rein sensible Defizite im Bereich des Plexus cervicalis nach totaler

Thyreoidektomie mit Neck dissection ohne motorische Defizite
• Ellbogenarthrose rechts

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• Arterielle Hypertonie
• Intermittierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom (anamnestisch)
• Leichtgradige, länger anhaltende Anpassungsstörung nach Schilddrüsenka-

rzinom-Erkrankung (ICD-10 F43.2)

Anlässlich der Untersuchung habe der Explorand vor allem über eine aus-
geprägte Müdigkeit, Schmerzen in der rechten Schulter sowie im rechten 
Ellbogen und Schwindel bei raschen Lagewechseln geklagt (AB 39/13 
Ziff. 2). Nach der Thyreoidektomie wegen des Schilddrüsenkarzinoms 
(2007) und der Radiojodtherapie sei es zu Schmerzen in der rechten Schul-
ter gekommen, welche teilweise auf eine Osteochondrose C6/C7 zurückge-
führt werden könnten (AB 39/19). Die jetzige Arbeit als … sei dem Explo-
randen seit August 2007 nicht mehr möglich. Soweit im Nachhinein beur-
teilbar, sei für eine leichte Tätigkeit ab Januar 2009 von einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit auszugehen (AB 39/20), wobei das Heben von Gewichten 
auf 10 kg beschränkt sei und Überkopfarbeiten zu vermeiden seien. Die 
Leistungsfähigkeit sei um 15 % reduziert (AB 39/21).

3.3 Im Hinblick auf die Verfügung vom 21. November 2018 (AB 233) 
kann den medizinischen Akten im Wesentlichen Folgendes entnommen 
werden:

3.3.1 Im polydisziplinären (allgemeininternistischen, psychiatrischen, or-
thopädischen, neurologischen, onkologischen und endokrinologischen) 
Gutachten der MEDAS D.________ vom 28. Dezember 2012 wurden die 
nachstehenden Diagnosen gestellt (AB 120.2/30 Ziff. 5):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
• Chronische Nacken-Schulter-Arm-Beschwerden der dominanten rechten

Seite (ICD-10 M54.2/M79.60/M19.82)
o St. n. totaler Thyreoidektomie und beidseitiger Neck Dissection 

08/2007 bei papillärem Schilddrüsenkarzinom
o Radiologisch beginnende Osteochondrose HWK6/7 (Röntgen 

26.06.2009)
o Radiologisch Partialläsion der Supraspinatussehne, AC-Arthrose und 

am ehesten posttraumatisch bedingte Veränderungen am Humerus-
kopf (MRI 13.11.2009)

o Radiologisch fortgeschrittene Kubitalarthrose mit freien Gelenkskör-
pern (MRI 20.01.2012 und Röntgen 30.03.2012)

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o Anamnestisch völlig fehlendes Ansprechen auf Infiltrationen sub-
akromial sowie im Bereich des AC-Gelenkes 03/2010 (Spital 
F.________)

• Leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/F32.1)

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit: 
• Arterielle Hypertonie (ICD-10 I10)
• Adipositas (BMI 30,3 kg/m2; ICD-10 E66.0)
• Papilläres Schilddrüsenkarzinom pT1, PN1b M0 (ICD-10 C73)
o 07.08.2007 totale Thyreoidektomie mit beidseitiger Neck dissection
o Zustand nach dreimaliger Radiojodtherapie (09/2007, 12/2007, 

01/2009)
o Klinisch zurzeit kein Hinweis auf Rezidiv, radiojoddiagnostisch keine 

Speicherung im April 2012
o Suppressive T4-Therapie
o Xerostomie als Folge der Radiojodtherapie

• Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom unter CPAP-Therapie (ICD-10 G47.31)
• Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54)
• Restbeschwerden nach anamnestisch 03/1995 erlittener ossärer Läsion im 

Beckenbereich rechts (ICD-10 T91.2)
• Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
• St. n. Neck dissection beidseits 2007 mit leichtem sensiblem Defizit im Be-

reich des Plexus zervikalis rechts (ICD-10 C73)
• Anosmie unklarer Ätiologie

Im Rahmen eines interdisziplinären Konsensus legten die Gutachter dar, 
aus Sicht des Bewegungsapparates könnten die vom Exploranden beklag-
ten Beschwerden im Bereich des Ellbogens durch die klinischen und radio-
logischen Befunde weitgehend begründet werden, wogegen die Sympto-
matik im Nacken- und Schulterbereich rechts aus Sicht des Bewegungsap-
parates nicht eindeutig zugeordnet werden könne. Aus orthopädischer 
Sicht bestehe für sämtliche körperlich schweren und mittelschweren Tätig-
keiten eine bleibende vollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem 9. Juli 2009, 
wogegen für körperlich sehr leichte Verweistätigkeiten von einer vollschich-
tigen Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungseinbusse von 20 % im Sinne eines 
erhöhten Pausenbedarfs auszugehen sei. Weder aus internistischer, neu-
rologischer, onkologischer noch aus endokrinologischer Sicht bestünden 
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Das papilläre Schilddrü-
senkarzinom befinde sich unter suppressiver T4-Therapie in kompletter 
Remission. Weder das leichte sensible Defizit im Bereich des Plexus zervi-

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kalis rechts (bei Status nach Neck dissection) noch das obstruktive 
Schlafapnoe-Syndrom unter CPAP-Therapie begründe eine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit (AB 120.2/31 Ziff. 6.2). Die leichte bis mittelgradige 
depressive Episode führe zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 
20 %. Indessen führe die Schmerzverarbeitungsstörung, welche für die 
Diskrepanz zwischen dem Ausmass der subjektiv geklagten Beschwerden 
und den objektivierbaren Befunden verantwortlich sei, zu keiner zusätzli-
chen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Körperlich schwere und mittel-
schwere Tätigkeiten seien bleibend nicht mehr zumutbar. Hingegen beste-
he für körperlich leichte, gut adaptierte Verweistätigkeiten eine Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit von 70 %. Im Rahmen der Polymorbidität bestehe ein 
teiladditiver Effekt. Das Pensum könne mit erhöhtem Pausenbedarf voll-
schichtig umgesetzt werden (AB 120.2/32 Ziff. 6.2). Die Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit liege nicht weit entfernt von derjenigen im Gutachten der 
MEDAS G.________ von 2009, wo für die angestammte Tätigkeit ebenfalls 
keine zumutbare Arbeitsfähigkeit mehr attestiert und für eine angepasste, 
körperlich leichte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % mit einer Leis-
tungseinschränkung von 15 % angegeben worden sei (AB 120.2/32 Ziff. 
6.5, vgl. AB 39/19). Zu empfehlen sei eine Fortsetzung der psychiatrisch-
psychotherapeutischen Behandlung, wobei die antidepressive Medikation 
durchaus noch intensiviert werden könnte (AB 120.2/32 Ziff. 6.6).

3.3.2 Im polydisziplinären (neurologischen, chirurgischen, oto-rhino-
laryngologischen, neuropsychologischen sowie psychiatrischen und psy-
chotherapeutischen) Gutachten der MEDAS E.________ vom 21. März 
2018 stellten die Gutachter die folgenden Diagnosen (AB 217.1/54 ff. 
Ziff. 4.4):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• Arterielle Hypertonie, medikamentös aktuell mit einer Sechsfachkombination 

behandelt
• Osteochondrose der HWS (C6 bis C7)
• Intermittierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Osteochondrosen 

L5/S1 und L4/5
• Schulterschmerzen rechts mit degenerativer Rotatorenmanschettenruptur 

(Supraspinatus)
• Aktivierte AC-Gelenksarthrose rechts
• Impingement-Syndrom rechte Schulter

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• Radiologisch fortgeschrittene Cubitalarthrose mit freien Gelenkskörpern 
(MRI 20.01.2012 und Röntgen 30.03.2012)

• Mittelgradiges obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (AHI 16.3/h; ICD-10 
G47.31)

• Leichte bis mittelschwere neuropsychologische Störung (ICD-10 F06.7) bei 
Diagnose 2 und 3

• Anhaltend mittelgradig ausgeprägte, ängstlich depressive Episode im Rah-
men einer rezidivierend depressiven Störung (ICD-10 F33.11)

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
• Diabetogene Stoffwechsellage (anamnestische Angaben)
• Vorbekannte Dislypidämie, bisher nicht medikamentös behandelt
• Gastroösophagealer Reflux, behandelt mit Protonenpumpenblockern 

(anamnestische Angaben)
• Adipositas Grad I
• Vorbekannte Aortenektasie der Aorta ascendens (zuletzt 4.3 cm)
• Z. n. Synkope, vermutlich vasovagal bedingt
• Mittelgrosse benigne Prostatahyperplasie mit Prostatolithiasis und korti-

kaler Nierenzyste
• Ätiologisch unklarer Kopfschmerz, mit trigemino-autonomen Symptomen 

links, DD atypische Migräne
• Subklinische Polyneuropathie
• Linkskonvexe LWS-Skoliose
• Anterolisthesis L5 auf S1
• St. n. Beckenfraktur rechts (1998)
• Initiale Coxarthrose rechts, osteophytische Apposition Femurkopf/Femurhals
• Beginnende Krallenzehenbildung im Bereich der Zehe 2 bis 5 rechter Fuss
• Papilläres Schilddrüsenkarzinom pT1, N1b, M0 (ICD-10 C73)
o 08/2007 totale Thyreoidektomie und neck dissection bds.
o 2007 bis 2009 dreimalige Radiojodtherapie

• Anosmie unklarer Ätiologie DD Nebenwirkung Radiojodtheropie, idiopa-
thisch (ICD-10 F43.0)

In der polydisziplinären Konsensbeurteilung (AB 217.1/57 f. Ziff. 4.7) hielten 
die Gutachter fest, in der angestammten Tätigkeit als …- bzw. … ergebe 
sich eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Massgeblich hierfür seien die auf 
orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet festgestellten Gesundheitsstörun-
gen, ausgehend von der Wirbelsäule, des rechten Schultergelenkes und 
des rechten Ellbogengelenkes. Für eine angepasste Tätigkeit ergebe sich 
aus orthopädisch-chirurgischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 60 %. Unab-
hängig von den festgestellten Gesundheitsstörungen auf orthopädisch-

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chirurgischem Fachgebiet sei der Beschwerdeführer aufgrund der beste-
henden Gesundheitsstörungen auf psychiatrischem und neuropsychologi-
schem Fachgebiet in seiner ursprünglichen Tätigkeit zu 50 bis 60 % einge-
schränkt. Verweistätigkeiten seien ihm nur noch zu 50 % möglich, wobei 
die genannte Leistungsbeeinträchtigung allein aufgrund der anhaltend mit-
telgradig ausgeprägten ängstlich-depressiven Episode im Rahmen einer 
rezidivierenden depressiven Störung zu rechtfertigen sei. Darüber hinaus 
sei der Beschwerdeführer auch aufgrund seiner neuropsychologischen 
Gesundheitsstörungen in seinem beruflichen Leistungsvermögen einge-
schränkt. Diesbezüglich ergebe sich eine Arbeitsfähigkeit von 70 %. Es 
bestehe jedoch nicht eine derart gegenseitige Verstärkung der Gesund-
heitsstörungen auf den verschiedenen Fachgebieten, die eine Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit für Verweistätigkeiten über die genannten 50 % 
hinaus rechtfertigen würden. Im Gutachten vom 28. Dezember 2012 sei für 
Verweistätigkeiten noch eine Leistungsfähigkeit von 70 % festgestellt wor-
den (AB 120.2/32 Ziff. 6.2). Im weiteren Verlauf sei erst wieder ein verwert-
barer psychiatrischer Befundbericht vom 18. März 2017 (AB 182) akten-
kundig. Dr. med. H.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie, habe damals eine rezidivierend mittelgradig depressive Episode, 
schwankend mit Phasen von schweren Depressionen, festgestellt 
(AB 182/2 Ziff. 3). Für angepasste Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer 
von Dr. med. H.________ als 50 % arbeitsfähig angesehen worden 
(AB 182/3 Ziff. 13). Da sich diese Einschätzung nicht wesentlich von der 
Einschätzung nach aktueller psychiatrischer Begutachtung unterscheide, 
sei für Verweistätigkeiten ab März 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % 
festzustellen (AB 217.1/58 Ziff. 4.7).

3.3.3 Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin hin (AB 220) führte der 
fallführende Gutachter der MEDAS E.________, Dr. med. I.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, im Bericht vom 26. April 2018 
(AB 224/4 ff.) unter anderem ergänzend aus, die im Gutachten der MEDAS 
D.________ vom 28. Dezember 2012 festgestellte Arbeitsfähigkeit (richtig: 
Arbeitsunfähigkeit) von 30 % für Verweistätigkeiten (AB 120.2/32 Ziff. 6.2) 
behalte Gültigkeit. Die im polydisziplinären Gutachten der MEDAS 
E.________ festgestellte Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit für Ver-
weistätigkeiten begründe sich mit den neu festgestellten Gesundheits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 13

störungen auf psychiatrischem Fachgebiet. Das Gutachten der MEDAS 
G.________ vom 6. August 2009 (AB 39) sei im Nachhinein ebenfalls nicht 
anzuzweifeln. Es bestehe retrospektiv betrachtet seit Januar 2009 eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit für Verweistätigkeiten. Mit Gutachtenerstellung 
vom 28. Dezember 2012 durch die MEDAS D.________ sei der Beschwer-
deführer retrospektiv betrachtet für Verweistätigkeiten zu 70 % arbeitsfähig 
gewesen (AB 120.2/32 Ziff. 6.2). Ab März 2017 bestehe für Verweistätigkei-
ten eine Arbeitsfähigkeit von 50 % und seit dem 5. Januar 2010 liege für 
die frühere Tätigkeit als … eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vor. 

3.3.4 In der Stellungnahme vom 26. Juli 2018 (AB 224/2 f.) hielt der 
psychiatrische Gutachter der MEDAS E.________ fest, das sich zum Un-
tersuchungszeitpunkt darstellende psychopathologische Befundbild, in 
Übereinstimmung mit dem psychometrischen Untersuchungsbefund wie 
auch mit den Eigenangaben des Beschwerdeführers (und nicht zuletzt 
auch in Einklang mit dem aktuellen psychiatrischen Behandlungsbericht 
vom 18. März 2017 [AB 182]), weise auf ein mittelgradig ausgeprägtes de-
pressives Störungsbild hin. Der sich zum Untersuchungszeitpunkt darstel-
lende Befund habe sich mit der Diagnose einer Schmerzverarbeitungs-
störung (ICD-10 F54, vgl. Gutachten der MEDAS D.________ vom 28. De-
zember 2012 [AB 120.2/30 Ziff. 5.2]) nicht mehr in Einklang bringen lassen. 
Hinsichtlich der zeitlichen Einordnung liege ein verwertbarer psychiatrischer 
Befundbericht erst wieder ab 18. März 2017 vor, sodass aus pragmati-
schen Gründen dieses Datum als ungefährer Zeitpunkt der veränderten 
Diagnose festgelegt werden könne.

3.3.5 Dr. med. H.________ führte im Bericht vom 15. September 2018 
(AB 230/3) aus, das psychiatrische Befinden sei geprägt gewesen von mit-
telgradigen bis schweren depressiven Episoden. Aufgrund der Symptome 
der mittelgradigen Depression habe eine Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten Tätigkeit bis zu einem Maximum von 50 % bestanden. Der Be-
schwerdeführer habe diese Arbeitsfähigkeit seit Beginn der Behandlung nie 
überschritten. In den schwer depressiven Phasen sei er sogar in den ange-
passten Tätigkeiten, denen er nachgegangen sei (…, … usw.) zu 100 % 
arbeitsunfähig gewesen. Der vom psychiatrischen Gutachter als verwertbar 
angesehene psychische Befund vom 18. März 2017 habe den mittelgradi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 14

gen depressiven Episoden entsprochen, welche der Beschwerdeführer seit 
Beginn der Behandlung (25. Mai 2012) aufweise. 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). 

3.5 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der hier angefochtenen 
Verfügung (AB 233) massgeblich auf das polydisziplinäre Gutachten der 
MEDAS E.________ vom 21. März 2018 (AB 217.1) sowie die dazugehöri-
gen Nachträge vom 26. April (AB 224/4 ff.) und 26. Juli 2018 (AB 224/2 f.). 
Diese Berichte erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Ex-
pertisen (vgl. E. 3.4 hiervor). Die Feststellungen der Gutachter beruhen auf 
eigenen spezialärztlichen Abklärungen und sind in Kenntnis der Vorakten 
sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen wor-
den. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sind für die streitigen Belange umfassend, und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und 
einleuchtend begründet. Die fachärztlichen Einschätzungen der Arbeits- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 15

und Leistungsfähigkeit sind schlüssig und widerspruchsfrei. Dem polydiszi-
plinären Gutachten sowie dessen Nachträgen kommt damit voller Beweis-
wert zu und es ist darauf abzustellen. 

3.5.1 In somatischer Hinsicht wurde im Gutachten der MEDAS 
G.________ vom 6. August 2009 dargelegt, dass es nach der Thyreoidek-
tomie wegen des Schilddrüsenkarzinoms (2007) und der Radiojodtherapie 
zu Schmerzen in der rechten Schulter gekommen war, welche objektiv 
mindestens zum Teil auf eine Osteochondrose C6/C7 zurückgeführt wer-
den konnten (AB 39/19). Im Gutachten vom 21. März 2018 der MEDAS 
E.________ wurde einlässlich aufgezeigt, dass zu den früheren Problemen 
namentlich ein Impingement-Syndrom der rechten Schulter sowie eine ra-
diologisch fortgeschrittene Cubitalarthrose mit freien Gelenkskörpern (MRI 
vom 20. Januar 2012 und Röntgen vom 30. März 2012; AB 217.1/49 f. 
Ziff. 3.2.1, 217.3/10 ff. Ziff. 2.2) und ein mittelgradiges obstruktives 
Schlafapnoe-Syndrom (AHI 16.3/h; ICD-10 G47.31; AB 217.1/50 Ziff. 3.3.1, 
217.1/51 Ziff. 3.4.1, 217.4/16 Ziff. 2.4.1, 217.5/16 Ziff. 2.3.1) hinzugekom-
men sind. Während der Beschwerdeführer früher noch Gewichte bis 10 kg 
heben konnte (AB 39/21), besteht seit dem Gutachten der MEDAS 
D.________ vom 28. Dezember 2012 aufgrund der Ellbogenproblematik 
nun eine Tragelimite von 5 kg (AB 120.2/23 Ziff. 4.2.8). Damit überzeugt, 
wenn aus orthopädisch-chirurgischer Sicht die angestammte Tätigkeit auf-
grund der Gesundheitsstörungen, ausgehend von der Wirbelsäule, des 
rechten Schultergelenkes und des rechten Ellbogengelenkes seit der Er-
stellung des Gutachtens der MEDAS G.________ vom 6. August 2009 wei-
terhin als nicht mehr zumutbar beurteilt wurde (AB 217.1/57 Ziff. 4.7, 
217.3/15 Ziff. 2.5.8, 120.2/31 Ziff. 6.2, 39/20 Ziff. 3). Ferner wurde schlüssig 
dargelegt, dass aus somatischer Sicht in einer Verweistätigkeit eine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit, welche auf die orthopädische Problematik 
zurückzuführen ist, im Umfang von 40 % besteht (AB 217.1/57 Ziff. 4.7, 
217.3/15 Ziff. 2.5.8). Diese Beurteilung ist in sich nachvollziehbar und über-
zeugend, weshalb in der Folge darauf abzustellen ist. Damit ist eine Ver-
schlechterung im Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus somati-
scher Sicht erstellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 16

3.5.2 Im Vergleich zum massgebenden Referenzzeitpunkt (vom 5. Januar 
2010 [AB 61]), als in psychiatrischer Hinsicht ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit eine leichtgradige, länger anhaltende Anpassungsstörung 
nach Schilddrüsenkarzinom-Erkrankung (ICD-10 F43.2) vorlag (AB 39/18 
Ziff. 4.2), hat sich insofern eine erhebliche Veränderung ergeben, als der 
Beschwerdeführer nunmehr an einer leichten bis mittelschweren neuropsy-
chologischen Störung (ICD-10 F06.7) sowie einer anhaltend mittelgradig 
ausgeprägten, ängstlich depressiven Episode im Rahmen einer rezidivie-
rend depressiven Störung (ICD-10 F33.11) leidet (AB 217.1/51 Ziff. 3.4.1, 
217.1/52 Ziff. 3.5.1). Im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 5. Ja-
nuar 2010 (AB 61) war der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht 
denn auch noch vollschichtig und ohne Minderung der Leistungsfähigkeit 
arbeitsfähig (AB 39/30) und stand nicht in psychiatrischer oder psychothe-
rapeutischer Behandlung (AB 39/25). Im aktuellen Gutachten der MEDAS 
E.________ wurde schlüssig dargelegt, dass der Beschwerdeführer in der 
bisherigen Arbeitstätigkeit aufgrund der bestehenden Gesundheitsstörun-
gen auf psychiatrischem und neuropsychologischem Fachgebiet in seiner 
Arbeit als … zu 50 bis 60 % eingeschränkt ist und dass Verweistätigkeiten 
noch zu 50 % möglich sind (AB 217.1/57 Ziff. 4.7). Damit ist eine Ver-
schlechterung im Gesundheitszustand des Beschwerdeführers auch aus 
psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht erstellt.

3.5.3 Indem der Beschwerdeführer unter Berufung auf den Bericht der 
behandelnden Psychiaterin Dr. med. H.________ vom 15. September 2018 
(AB 230/3) geltend macht, eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % liege bereits 
für die Zeit vor März 2017 vor, kann er aufgrund der überzeugenden Ein-
schätzung des psychiatrischen Gutachters der MEDAS E.________ 
(AB 217.6) nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie der psychiatrische Gut-
achter zu Recht darauf hinweist, liegt nach der Erstellung des Gutachtens 
der MEDAS D.________ vom 28. Dezember 2012 (AB 120.2) ein verwert-
barer psychiatrischer Befundbericht erst wieder am 18. März 2017 vor 
(AB 182/2, 217.1/59 Ziff. 4.7). Dass bereits vor diesem Zeitpunkt eine Ar-
beitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht von 50 % bestanden hätte, ist 
deshalb nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Weiter ist die Stellung-
nahme von Dr. med. H.________ zum einen lediglich kurz abgefasst und 
zum andern bestätigt sie mit der Angabe, dass die maximale Arbeitsfähig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 17

keit in einer angepassten Tätigkeit 50 % betrage, das gutachterliche Zu-
mutbarkeitsprofil zumindest implizit. In diesem Zusammenhang ist zu be-
achten, dass die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der thera-
peutisch tätigen Fachärztin einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits es nicht zu lässt, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2017 IV 
Nr. 49 S. 148 E. 5.5, 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1), was vorliegend nicht 
der Fall ist. Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass in Bezug auf Atteste 
von behandelnden Spezialärzten das Gericht der Erfahrungstatsache 
Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre 
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer 
Patienten aussagen (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute Bundesgericht] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). 
Damit ist von einer revisionsrechtlich relevanten Verschlechterung der ge-
sundheitlichen Situation erst seit dem Zeitpunkt des Berichts von Dr. med. 
H.________ vom 18. März 2017 auszugehen. 

3.6 Vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten ist die Annahme 
einer Arbeitsunfähigkeit von 50 %, welche sich im Zusammenspiel der or-
thopädischen sowie neuropsychologischen und psychiatrischen Einschrän-
kungen ergibt. Wie nachfolgend im Rahmen des strukturierten Beweisver-
fahrens (vgl. E. 2.2.2 hiervor) dargelegt, hat die Beschwerdegegnerin zu 
Recht die vom psychiatrischen Teilgutachter der MEDAS E.________ auf-
grund der bestehenden leichten bis mittelschweren neuropsychologischen 
Störung (ICD-10 F06.7) und der anhaltend mittelgradig ausgeprägten, 
ängstlich depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierend depressiven 
Störung (ICD-10 F33.11) attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % (vgl. 
AB 217.1/57 Ziff. 4.7) mitberücksichtigt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 18

Diesbezüglich ist vorab festzuhalten, dass keine Ausschlussgründe im Sin-
ne der höchstrichterlicher Rechtsprechung vorliegen (BGE 141 V 281 
E. 2.2 S. 287 f. unter Hinweis auf BGE 131 V 49), hielt der psychiatrische 
Gutachter doch explizit keine Hinweise auf Aggravation oder Simulation 
fest (AB 217.6/18 Ziff. 9.3). Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schwe-
regrad“ (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298) ergibt der Komplex „Gesundheits-
schädigung“ (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298) eine langjährig verlaufende 
ängstlich-depressive Störung im Verlauf unterschiedlicher Schweregrade 
(AB 217.6/15 f. Ziff. 9.1). Betreffend Behandlungserfolg oder -resistenz 
(BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist festzuhalten, dass der Beschwer-
deführer seit dem 25. Mai 2012 in psychiatrischer-psychotherapeutischer 
Behandlung bei Dr. med. H.________ mit ca. zweiwöchentlichen Therapie-
sitzungen steht (vgl. AB 120.2/12 Ziff. 4.1.1.2, 182/2 Ziff. 7, 217.6/5 
Ziff. 3.2, 230/3). Angesichts des vorliegenden langfristigen Verlaufs ging 
der psychiatrische Gutachter mittlerweile, trotz adäquater Behandlung, von 
einem ausgeprägten Chronifizierungsgrad aus (AB 217.6/19 Ziff. 9.5). Als 
massgebende Komorbidität nannte er eine ungünstige, krankheitserhalten-
de Wechselwirkung somatischer Beschwerden, erheblicher psychosozialer 
Belastungsfaktoren, geringer persönlichkeitsimmanenter Bewältigungsmög-
lichkeiten und einer rezidivierend ängstlich-depressiven Störung, womit die 
Bewältigungsmöglichkeiten des Beschwerdeführers eher gering sind 
(AB 217.6/19 f. Ziff. 9.5). Unter dem Komplex der Persönlichkeit ist auszu-
führen, dass der psychiatrische Gutachter der MEDAS E.________ eine 
Persönlichkeitsstörung ausschloss, jedoch eine ängstlich-depressive Sym-
ptomatik beschrieb, die gesamthaft am ehesten im Rahmen der rezidivie-
renden depressiven Symptomatik bei intermittierender Dekompensation der 
Problembewältigungsmöglichkeiten beurteilt werden kann (AB 217.6/17 
Ziff. 9.1). 

Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung der massgebenden Indikatoren be-
steht somit kein Anlass, von der Beurteilung des psychiatrischen Gutach-
ters der MEDAS E.________ abzuweichen. Die von ihm attestierte Arbeits-
unfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit kann somit auch aus 
rechtlicher Sicht übernommen werden. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 19

3.7 Zusammenfassend ist erstellt, dass im hier massgeblichen Überprü-
fungszeitraum in den medizinischen Verhältnissen wesentliche Verände-
rungen eingetreten sind. Folglich ist der Rentenanspruch des Beschwerde-
führers umfassend zu prüfen (vgl. E. 2.4.3 hiervor). Gemäss Gutachten der 
MEDAS G.________ vom 6. August 2009 kann seit August 2007 
(AB 39/20, 120.2/32 Ziff. 6.3) in der bisherigen Tätigkeit als … von einer 
100%igen Arbeitsunfähigkeit, seit dem Gutachten der MEDAS D.________ 
vom 28. Dezember 2012 in einer angepassten Tätigkeit von einer 70%igen 
und ab 18. März 2017 von einer 50%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
ausgegangen werden (AB 217.1/57 f. Ziff. 4.7). Aufgrund des hinreichend 
erstellten Sachverhalts erübrigen sich – entgegen dem Begehren des Be-
schwerdeführers (Beschwerde S. 2) – weitere Sachverhaltserhebungen 
(antizipierte Beweiswürdigung [vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 124 V 90 
E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 E. 4.2]).

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). 

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 20

Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Die verbleibende Arbeitsfähigkeit wird nicht in zumutbarer Weise 
voll ausgeschöpft, wenn die versicherte Person auf dem hypothetischen 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen höheren als den tatsächlich erhaltenen 
Lohn erzielen könnte. Auf diesem hypothetischen Arbeitsmarkt ist ein Stel-
lenwechsel auch dann zumutbar, wenn es für die versicherte Person auf 
Grund der wirtschaftlichen Gegebenheiten auf dem tatsächlichen Arbeits-
markt sehr schwierig oder gar unmöglich ist, eine entsprechende Stelle zu 
finden (SVR 2018 IV Nr. 24 S. 79 E. 6.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik (BfS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebun-
gen (LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 
E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). 
Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen 
Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 21

lich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu 
einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (SVR 
2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Angesichts der Anmeldung im April 2016 (AB 158) so-
wie der im August 2007 eröffneten Wartefrist (vgl. E. 3.7 hiervor) kann in 
Anwendung von Art. 29 Abs. 1 und Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ein Rentenan-
spruch frühestens ab Oktober 2016 entstehen. In diesem Zeitpunkt war der 
Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 70 % arbeits- und leis-
tungsfähig. Infolge Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustan-
des war er ab 18. März 2017 noch zu 50 % arbeits- und leistungsfähig 
(AB 217.1/56 Ziff. 4.7). Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
stellt einen Revisionsgrund dar (vgl. E. 2.4.2 hiervor). 

4.5 Bezüglich der Phase von Anfang Oktober 2016 bis 18. März 2017 
ist ein erster Einkommensvergleich vorzunehmen. 

4.5.1 Bei der Ermittlung des Valideneinkommens zog die Beschwerde-
gegnerin in der angefochtenen Verfügung statistische Werte heran 
(AB 233/5). Vom 1. März 1996 bis 31. August 2009 war der Beschwerde-
führer indessen bei der J.________ AG als "…" (…) in einem Vollzeitpen-
sum angestellt (AB 139/4). Nachdem ihm ab August 2007 infolge eines 
papillären Schilddrüsenkarzinoms sowie einem Status nach totaler Thy-
reoidektomie und Neck dissection beidseits 08/2007, welches zu einem 
chronischen Schmerzsyndrom im Bereich des rechten Schultergürtels führ-
te, eine 50%ige bzw. 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl. 
AB 14/3 Ziff. 3, 29, 32/2 f., 37/2, 42/4), löste die Arbeitgeberin das Arbeits-
verhältnis mit Schreiben vom 5. August 2009 (AB 42/4) auf (vgl. auch 
AB 42/1). Ausserdem gab der Beschwerdeführer gegenüber den Gutach-
tern der MEDAS E.________ an, am liebsten wieder als … zu arbeiten 
(AB 217.6/6 Ziff. 5), denn diese Tätigkeit habe ihm viel Spass bereitet und 
er sei kompetent und gut gewesen (AB 217.1/41 Ziff. 2.1.10, 217.5/8 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 22

Ziff. 2.1.1). Die Arbeitsaufgabe sei krankheitsbedingt erfolgt (AB 217.3/7 
Ziff. 2.1.7.1). Nach der Schilddrüsenoperation im Jahr 2007 und den ansch-
liessenden Therapien habe sein Arbeitgeber noch zwei Jahre auf seine 
Rückkehr an die Arbeitsstelle gewartet; erst als klar geworden sei, dass er 
seine Arbeit als … nicht wieder aufnehmen könne, sei ihm gekündigt wor-
den (AB 217.5/8 Ziff. 2.1.1). Unter diesen Umständen ist – entgegen der 
Auffassung der Beschwerdegegnerin – überwiegend wahrscheinlich erstellt 
(vgl. hierzu BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 221), dass der 
Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin bei der J.________ AG in 
einem 100%-Pensum angestellt wäre, so dass für die Ermittlung des Vali-
deneinkommens auf den dort zuletzt vor Eintritt des Gesundheitsschadens 
erzielten Lohn abzustellen ist. Dass die Auflösung dieses Arbeitsverhältnis-
ses im betreffenden Arbeitszeugnis vom 11. November 2009 (AB 139/4) 
mit einer stark schwankenden konjunkturellen Entwicklung in der Baubran-
che begründet wurde, vermag nichts daran zu ändern. Erfahrungsgemäss 
werden gesundheitliche Einschränkungen in einem Arbeitszeugnis nicht 
erwähnt, um dem ehemaligen Mitarbeiter das berufliche Fortkommen nicht 
zu erschweren (vgl. ADRIAN STAEHELIN, Zürcher Kommentar zum schweize-
rischen Zivilrecht, Der Arbeitsvertrag, Art. 319-330a OR, 4. Aufl. 2006, 
Art. 330a N. 11; STREIFF/VON KAENEL/RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxis-
kommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, Art. 330a N. 3e). Ebenso 
ändert auch die erfolgreich abgeschlossene (rein praktische) Umschulung 
(AB 123/2) nichts, ist doch für die Ermittlung des Valideneinkommens in 
einem späteren Zeitpunkt der davor (d.h. vor der invaliditätsbedingt erfolg-
ten beruflichen Eingliederung) erzielte (höhere) Verdienst heranzuziehen 
(vgl. MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
[IVG], 3. Aufl. 2014, S. 328 N. 53).

Für das Valideneinkommen ist demnach vom zuletzt bei der J.________ 
AG im Jahr 2006 erzielten Einkommen von Fr. 69'350.-- auszugehen 
(AB 6/2), womit unter Berücksichtigung an die geschlechts- und branchen-
übliche Nominallohnentwicklung indexiert auf das Jahr 2016 (Tabelle 
T1.1.05, Nominallohnindex, Männer, F, Index 2006 = 101.1, Index 2010 = 
107.7 bzw. Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, F, Indexbasis 
2010, Index 2016 = 102.9) hin ein Betrag von Fr. 76'019.75 (Fr. 69'350.-- / 
101.1 x 107.7 / 100 x 102.9) resultiert. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 23

4.5.2 Für das Invalideneinkommen ist das tatsächlich erzielte Erwerbs-
einkommen nur dann massgeblich, wenn es einer zumutbaren, d.h. die 
Restarbeitsfähigkeit bestmöglich verwertenden Leistung entspricht (vgl. 
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., S. 336 N. 77). Zur Festsetzung des Invaliden-
einkommens kann entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Be-
schwerde S. 5) somit nicht auf das bei der K.________ AG und der 
L.________ AG effektiv erzielte Einkommen abgestellt werden. Wie die 
Beschwerdegegnerin zu Recht ausführte (AB 233/6, Beschwerdeantwort 
S. 3 f.), wird mit diesen Tätigkeiten, welche zusammen etwa ein 50%-
Pensum ausmachen, das im polydisziplinären Gutachten der MEDAS 
E.________ vom 21. März 2018 genannte Zumutbarkeitsprofil mit einer 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % in einer Verweistätigkeit (vgl. 
AB 217.1/57 f. Ziff. 4.7), nicht ausgeschöpft (vgl. E. 4.3 hiervor). Hingegen 
ist an Stelle der LSE 2012 auf die LSE 2016 abzustellen. Das Heranziehen 
der neueren Werte wirkt sich im Ergebnis nicht aus und ist ohne weiteres 
zulässig, da die Tabelle TA1 der LSE 2016 am 26. Oktober 2018 – mithin 
vor Erlass der angefochtenen Verfügung – veröffentlicht wurde (vgl. BGE 
143 V 295 E. 4.1.1 S. 299). Auszugehen ist dabei von der LSE 2016, Ta-
belle TA1_tirage_skill_level, Total, Männer, Kompetenzniveau 1, im Betrag 
von monatlich Fr. 5'340.-- bzw. jährlich Fr. 64'080.--. Unter Anpassung an 
die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41.7 Stun-
den sowie unter Berücksichtigung der zumutbaren Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 70 % (vgl. E. 3.7 hiervor) resultiert ein Einkommen von 
Fr. 46'762.40 (Fr. 64'080.-- / 40 x 41.7 x 0.7). Entgegen der Auffassung des 
Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde S. 6), wonach er die verbleibende 
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit un-
terdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten könne und deshalb 
ein entsprechender behinderungsbedingter Abzug vorzunehmen sei, liegen 
keine persönlichen und beruflichen Merkmale vor, die einen Abzug vom 
Tabellenlohn rechtfertigten. Insbesondere wurde den gesundheitlichen Ein-
schränkungen beim Zumutbarkeitsprofil bereits hinreichend Rechnung ge-
tragen (vgl. E. 4.3 hiervor).

4.5.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 76'019.75 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 46'762.40 resultiert eine Erwerbseinbusse von 
Fr. 29'257.35 und damit ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 24

gerundet 38 % (Fr. 29'257.35 / Fr. 76'019.75 x 100 = 38.49 %; zur Rundung 
vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und E. 3.3 S. 123). 

4.6 Unter Berücksichtigung der ab März 2017 attestierten Arbeitsfähig-
keit von nunmehr 50 % ist ein weiterer Einkommensvergleich vorzuneh-
men.

4.6.1 Das Valideneinkommen des Jahres 2006 in der Höhe von 
Fr. 69'350.-- (vgl. E. 4.5.1 hiervor) beträgt indexiert auf das Jahr 2017 hin 
Fr. 76'241.35 (Fr. 69'350.-- / 101.1 x 107.7 / 100 x 103.2 [Tabelle T1.1.05 
bzw. T1.1.10, a.a.O., Index 2006 = 101.1, Index 2010 = 107.7 bzw. Index-
basis 2010, Index 2017 = 103.2]).

4.6.2 Das Invalideneinkommen ist gestützt auf die LSE 2016 zu ermitteln 
(vgl. E. 4.5.2 hiervor). Gemäss dem LSE-Totalwert für Männer im Kompe-
tenzniveau 1 der Tabelle TA1_tirage_skill_level ist im Jahr 2016 in einer 
leidensangepassten Tätigkeit auf einen monatlichen Lohn von Fr. 5‘340.-- 
abzustellen. Aufgerechnet auf ein Jahr, angepasst an die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Totalwert der Tabelle „Be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Wo-
che“ des BfS) und die Nominallohnentwicklung per 2017 (BfS, Tabelle 
T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, Total, Indexbasis 2016 bzw. 2017) 
ergibt sich unter Berücksichtigung der zumutbaren Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit von 50 % (vgl. E. 3.7 hiervor) ein Betrag von Fr. 33'562.15 
(Fr. 5'340.-- x 12 / 40 x 41.7 / 104.1 x 104.6 x 0.5). Entgegen der Auffas-
sung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 5) ist auch hier nicht auf das 
bei der K.________ AG und der L.________ AG effektiv erzielte Einkom-
men abzustellen, da dieses mit Fr. 29'042.-- (Fr. 21'344.-- [AB 234/21] + 
Fr. 7'698.-- [AB 234/22]) im Jahr 2017 im Vergleich zum ermittelten Tabel-
lenlohn deutlich tiefer liegt. Bezüglich des geltend gemachten Tabellen-
lohnabzugs sei auf die Ausführungen in Erwägung 4.5.2 hiervor verwiesen. 

4.6.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 76'241.35 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 33'562.15 resultiert eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 42'679.20 und damit ein Invaliditätsgrad von gerundet 56 % 
(Fr. 42'679.20 / Fr. 76'241.35 x 100 = 55.95 %). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 25

5.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdefüh-
rer zu Recht ab 1. März 2017 eine halbe Rente zugesprochen. Die Verfü-
gung vom 21. November 2018 (AB 233) ist im Ergebnis nicht zu beanstan-
den und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von Invalidenleistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen 
von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen. 

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Juni 2019, IV/2019/6, Seite 26

4. Zu eröffnen (R):
- B.________, C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.