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**Case Identifier:** 78012e69-c98f-57de-8f77-31084f065462
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.08.2018 200 2018 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-14_2018-08-21.pdf

## Full Text

200 18 14 IV
FUE/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. August 2018

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. November 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 5. November 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 13). Diese holte ein bidisziplinäres (orthopädisch-psychiatrisches) 
Gutachten ein (AB 44.1) und gewährte daraufhin ein Arbeitstraining (AB 50, 
52). Nach Aufforderung zur Schadenminderung (AB 58) brach sie das Ar-
beitstraining ab (AB 60, 75) und verneinte einen Anspruch auf weitere be-
rufliche Massnahmen (AB 74). In der Folge holte die IVB beim psychiatri-
schen Gutachter eine Verlaufsexpertise ein (AB 118.1) und verneinte nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 125, 129) sowie Rücksprache 
mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 132) mit Verfügung vom 
21. November 2017 (AB 134) mangels eines invalidisierenden Gesund-
heitsschadens einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

B.

Mit Eingabe vom 5. Januar 2018 hat der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde erhoben und beantragt, die ange-
fochtene Verfügung sei aufzuheben und ihm sei eine Invalidenrente zuzu-
sprechen.

Die Beschwerdegegnerin hat mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2018 
auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

Mit Schlussbemerkungen vom 9. bzw. 12. März 2018 haben die Parteien 
an ihren Anträgen festgehalten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 21. November 2017 
(AB 134). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). In Streitigkei-
ten, die weder von grundsätzlicher Bedeutung noch von grosser Tragweite 
sind, können sie auf dem Zirkulationsweg auch Mehrheitsbeschlüsse fas-
sen (Art. 56 Abs. 5 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss 
Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivier-
ten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen «Validität» der versicherten 
Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295) und die materielle 
Beweislast für Invalidität bei ihr liegt (BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). 

2.2.1 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 428, BGE 141 V 
281 E. 4.1 S. 296 ff.). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invali-

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ditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der me-
dizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand von Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind (BGE 141 
V 281 E. 6 S. 308). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 
143 V 418, E. 7.2 S. 429).

2.2.2 Eine invalidenversicherungsrechtlich erhebliche Gesundheitsbeein-
trächtigung liegt nur vor, wenn die Diagnose im Rahmen einer Prüfung auf 
der ersten Ebene auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe 
nach BGE 131 V 49 standhält. Danach liegt regelmässig keine versicherte 
Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Ag-
gravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche 
und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben 
sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil-
derten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese be-
steht, intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung 
jedoch vage bleibt, keine medizinische Behandlung und Therapie in An-
spruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach-
verständigen unglaubwürdig wirken oder schwere Einschränkungen im 
Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend 
intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Ver-
halten hin. Besteht im Einzelfall Klarheit darüber, dass nach plausibler ärzt-
licher Beurteilung die Anhaltspunkte auf eine Aggravation eindeutig über-
wiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens klar 
überschritten sind, ohne dass das aggravatorische Verhalten auf eine ver-
selbständigte, krankheitswertige psychische Störung (vgl. BGE 127 V 294 
E. 5a S. 299) zurückzuführen wäre, fällt eine versicherte Gesundheitsschä-
digung ausser Betracht und ein Rentenanspruch ist ausgeschlossen, selbst 
wenn die klassifikatorischen Merkmale einer psychischen Störung gegeben 
sein sollten (vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG erster Satz). Soweit die betreffenden 
Anzeichen neben einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheits-
schädigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299) auftreten, sind deren Auswir-
kungen derweil im Umfang der Aggravation zu bereinigen (BGE 141 V 281 
E. 2.1.1 S. 285 und E. 2.2 S. 287; SVR 2016 UV Nr. 25 S. 83 E. 6).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 6

2.2.3 Liegt auch unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe eine 
versicherte Gesundheitsschädigung vor, erfolgt schliesslich auf der zweiten 
Ebene anhand eines normativen Prüfungsrasters mit einem Katalog von 
Indikatoren eine ergebnisoffene symmetrische Beurteilung des – unter 
Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer-
seits und Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich 
erreichbaren Leistungsvermögens (BGE 141 V 281 E. 3.6 S. 294). Es gilt 
im Regelfall nach gemeinsamen Eigenschaften systematisierte Standard-
indikatoren zu beachten (E. 4.1.3 S. 297), welche sich in die Kategorien 
«funktioneller Schweregrad» (E. 4.3 S. 298) und «Konsistenz» einteilen 
lassen (E. 4.4 S. 303). Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur (E. 5 
S. 304). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist 
nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festge-
stellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der 
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) über-
wiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die 
Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete ver-
sicherte Person zu tragen (E. 6 S. 308).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 7

3.

3.1 Die Invalidenversicherung hatte sich mit dem Beschwerdeführer 
bereits vor dessen Anmeldung vom 5. November 2014 (AB 13) befasst. 
Nach einer Haftungsablehnung der Militärversicherung im Zusammenhang 
mit geltend gemachten Rückenbeschwerden (Akten des Beschwerdefüh-
rers, Beschwerdebeilage [BB] 5) hatte die IV-Kommission bzw. IV-Stelle … 
in den 90er Jahren diverse Massnahmen beruflicher Art gewährt und im 
Jahr 2004 ein neuerliches Leistungsgesuch hinsichtlich beruflicher Mass-
nahmen abschlägig beschieden (AB 5-8; BB 6-9, 11). Im vorliegenden Be-
schwerdeverfahren bildet aufgrund des Rechtsbegehrens allein der Ren-
tenanspruch Streitgegenstand, über den bisher nicht rechtskräftig befunden 
wurde. Im Rahmen der materiellen Prüfung dieses Leistungsanspruchs ist 
somit ein bei der Neuanmeldung analog zur Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 
ATSG) vorzunehmender Vergleich mit der Situation im Zeitpunkt der Leis-
tungsablehnung im Jahr 2004 (BB 11) obsolet, weshalb sich die beantragte 
Edition der Akten der IV-Stelle … (Beschwerde S. 4 f. Ziff. III Art. 2 f.) erüb-
rigt.

3.2 Der angefochtenen Verfügung vom 21. November 2017 (AB 134) 
liegen in medizinischer Hinsicht hauptsächlich das orthopädisch-
psychiatrische Gutachten der C.________ (MEDAS) vom 13. Juli 2015 
(AB 44.1) sowie das psychiatrische Verlaufsgutachten vom 16. Juni 2017 
(AB 118.1) zu Grunde.

3.2.1 In der Expertise vom 13. Juli 2015 (AB 44.1) diagnostizierten die 
Dres. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, und E.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, das Folgende (AB 44.1/16 Ziff. 5):

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

 Chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom ohne radikuläre 
Symptomatik (ICD-10: M54.80)
 radiologisch bis auf Osteochondrose L5/S1 und breitbasige 

Diskushernie L4/5 ohne Neurokompression unauffälliger Be-
fund an zervikaler, thorakaler und lumbaler Wirbelsäule 
(Myelographie und Myelo-CT vom 29. Oktober 2014, Rönt-
gen vom 8. April 2015 und MRI vom 29. April 2015)

 anamnestisch kein Ansprechen auf CT-gesteuerte Fazette-
ninfiltration L4/5 beidseits am 15. November 2007

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 anamnestisch mässiges Ansprechen auf CT-gesteuerte Fa-
zetteninfiltration L5/S1 beidseits am 12. Dezember 2007

 anamnestisch kein ansprechen auf CT-gesteuerte Fazette-
ninfiltration L2/3 beidseits am 4. September 2014

 anamnestisch kein Ansprechen auf erneute Infiltration vor 
einer Woche

Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

 Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10: F54)
 chronisches unspezifisches multilokuläres Schmerzsyndrom 

(ICD-10: R52.9)

Die beiden Sachverständigen attestierten für körperlich schwere, anhaltend 
mittelschwere und nicht adaptierte Tätigkeiten, so auch für die angestamm-
te Beschäftigung als Metallbauschlosser, ab August 2014 eine rein or-
thopädisch begründete, bleibende Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte 
bis intermittierend mittelschwere, adaptierte Tätigkeiten (wechselbelasten-
de Arbeiten ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 10kg, 
vereinzelt 15kg, ohne Einnahme von Zwangshaltungen) habe hingegen nie 
eine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden. Sie erklär-
ten unter anderem, bis auf die Osteochondrose und Diskushernie ohne 
Neurokompression seien bildgebend keine Befunde darstellbar, insbeson-
dere nicht solche, welche die Beschwerden miterklären könnten. Dies 
stimme auch mit der unspezifischen Klinik überein. Es lasse sich im Ge-
genteil eine ausgeprägte funktionelle Überlagerung in der klinischen Unter-
suchung feststellen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine überwindbare 
Schmerzverarbeitungsstörung, wobei das übertriebene Schmerzgebaren 
des Exploranden, welches auch als aggravatorisches Verhalten beschrie-
ben werden könne, auffallend sei (AB 44.1/17 Ziff. 6).

3.2.2 In der psychiatrischen Verlaufsexpertise vom 16. Juni 2017 
(AB 118.1) vermerkte Dr. med. E.________ als Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit neu eine rezidivierende depressive Störung, ge-
genwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), sowie eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4; AB 118.1/13 Ziff. 7.1). Er 
bescheinigte seit der Aufnahme der psychiatrischen Behandlung im Febru-
ar 2016 sowohl für die bisherige als auch eine Verweisungstätigkeit eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % (AB 118.1/18 Ziff. 14). Hinweise auf Aggrava-
tion oder Diskrepanzen fielen dem Gutachter nicht auf (AB 118.1/14 Ziff. 
8.4, 118.1/16 Ziff. 11).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 9

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4

3.4.1 Der orthopädische Teil des MEDAS-Gutachtens vom 13. Juli 2015 
(AB 44.1) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderun-
gen (vgl. E. 3.3 hiervor) und erbringt unbestrittenermassen vollen Beweis. 
Ferner haben die Schlussfolgerungen von Dr. med. D.________ mit Blick 
auf die im Nachgang zu dieser Begutachtung eingelangten medizinischen 
Unterlagen auch nicht an Aktualität eingebüsst. So wurde im Bericht des 
Zentrums F.________ vom 27. August 2015 (AB 77/8-11) der lumbale 
Schmerz nach wie vor als nicht radikulär gewertet, der geklagte Nacken-
schmerz am ehesten als myofaszial auf dem Boden der insuffizienten Mus-
kulatur interpretiert und lediglich ein beginnendes Karpaltunnelsyndrom 
rechts in Betracht gezogen. Eine konsiliarische Abklärung im Spital 
M.________ vom 26. Oktober 2015 (AB 77/5-7) führte ebenfalls nicht zu 
wesentlichen neuen Erkenntnissen, insbesondere war der im Zusammen-
hang mit der chronischen Lumbalgie erwähnte Morbus Scheuermann dem 
orthopädischen Gutachter aufgrund der Vorakten (AB 44.2/1-3) bereits be-
kannt. Die Ärzte des Spitals N.________, wo der Beschwerdeführer nach 
einem Zusammenbruch im Rahmen des Arbeitstrainings (vgl. IV-Protokoll 
[in den Gerichtsakten] S. 9) ambulant untersucht wurde, gingen im Notfall-
bericht vom 11. März 2016 (AB 64/3 f.) von einer schmerzinduzierten vaso-
vagalen Synkope aus und erklärten, das Beschwerdebild der chronischen 
Lumbalgie bzw. des Schmerzsyndroms habe sich ohne Änderung gezeigt. 
Dr. med. G.________, Facharzt für Rheumatologie, schloss im Konsiliarbe-

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richt vom 12. Oktober 2016 (AB 89/2-5) eine axiale Spondylarthropathie als 
Differentialdiagnose praktisch aus und führte die Degenerationen der 
Bandscheiben und Fazetten im Segmentbereich L3 bis S1 im Konsiliarbe-
richt vom 12. Oktober 2016 (AB 89/2-5) auf den bekannten Morbus Scheu-
ermann am thorakolumbalen Übergang zurück. 

3.4.2 Gestützt auf die beweiskräftige gutachterliche Beurteilung von Dr. 
med. D.________ ist erstellt, dass dem Beschwerdeführer zufolge der ver-
minderten Belastbarkeit vor allem der unteren Wirbelsäule das Verrichten 
der angestammten Arbeit als Metallbauschlosser seit August 2014 nicht 
mehr zumutbar ist, während er in leidensangepassten Tätigkeiten nie län-
gerdauernd eingeschränkt war (AB 44.1/14 f. Ziff. 4.5 f., 44.1/17 Ziff. 6). 

3.5

3.5.1 Was den psychiatrischen Teil des MEDAS-Gutachtens vom 13. Juli 
2015 (AB 44.1) anbelangt, drängte sich eine Verlaufsbegutachtung nicht 
allein aus rechtlicher Sicht auf (AB 105). Zwar wurde die Expertise noch vor 
der Praxisänderung im Sinne von BGE 141 V 281 in Auftrag gegeben 
(AB 38), weshalb sie in intertemporalrechtlicher Hinsicht den geänderten 
materiell-beweisrechtlichen Anforderungen allenfalls nicht genügte (vgl. 
BGE 141 V 281 E. 8 S. 309; AB 97/2). Mit der ab Februar 2016 in Anspruch 
genommenen ambulanten Therapie bei Dr. med. H.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie (AB 78/2 Ziff. 7), der Hospitalisation vom 
30. März bis 9. April 2016 in den psychiatrischen Diensten I.________ im 
Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung (FU; AB 73/2-5), dem Ab-
bruch des Arbeitstrainings in der Stiftung Battenberg per 5. April 2016 
(AB 55, 60, 75) und den zusätzlichen psychosozialen Belastungsfaktoren 
(Aussteuerung Krankentaggeld, Arbeitslosigkeit, Hausverkauf, Ehetren-
nung und -scheidung mit hohen Alimenten, familiäre Todesfälle [AB 86.1/1, 
101 f., 118.1/8 ff. Ziff. 3.2 und Ziff. 3.8; IV-Protokoll S. 4]) traten jedoch zu-
sätzliche Aspekte hinzu, die einer psychiatrischen Würdigung bedurften.

3.5.2 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung 
vom 21. November 2017 (AB 134) in Frage, ob Dr. med. E.________ im 
Verlaufsgutachten vom 16. Juni 2017 (AB 118.1) die anhaltende somato-

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forme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4; AB 118.1/13 Ziff. 7.1) «fachärztlich 
einwandfrei» diagnostiziert habe (AB 134/1).

Dem ist insoweit zuzustimmen, als gewisse Divergenzen hinsichtlich der 
klassifikatorischen Vorgaben (vgl. E. 2.2.1 hiervor) bestehen. Zunächst ist 
festzuhalten, dass die Herleitung der Diagnose einer anhaltenden somato-
formen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) im besagten Verlaufsgutachten 
einen sehr bescheidenen Raum einnimmt. Im Wesentlichen führte Dr. med. 
E.________ aus, der Explorand fühle sich durch seine körperlichen Be-
schwerden mehr eingeschränkt, als es sich durch die somatischen Befunde 
objektivieren lasse (AB 118.1/12 Ziff. 6). Er leide andauernd unter Rücken-
schmerzen, die sich bei Belastung und beim Gehen verstärkten. Die 
Schmerzen seien zum Teil so stark, dass er unter Schweissausbrüchen 
leide und auch schon zusammengesunken sei (AB 118.1/7 Ziff. 3.2). Seit 
der Beurteilung im Jahre 2015 sei es zu erheblichen psychosozialen Belas-
tungen gekommen. Daher – so der Experte weiter – «müsse» die Diagnose 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gestellt werden 
(AB 118.1/12 Ziff. 6). Ob die vorherrschende Beschwerde – «ein andau-
ernder, schwerer und quälender Schmerz» (DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT 
[Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 
V [F], klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 233) – durch den 
Untersucher im Rahmen der Exploration beobachtet bzw. plausibilisiert 
werden konnte oder ob die gutachterliche Einschätzung einzig auf den 
anamnestischen Angaben sowie den subjektiven Schilderungen des Explo-
randen beruht, lässt sich dem Gutachten vom 16. Juni 2017 (AB 118.1) 
nicht entnehmen. Ferner leuchtet der gutachterliche Schluss von den seit 
der ersten Begutachtung hinzugetretenen erheblichen psychosozialen Be-
lastungen auf die Diagnose nicht ohne Weiteres ein. Gemäss den diagnos-
tischen Leitlinien tritt der Schmerz «in Verbindung mit emotionalen Konflik-
ten oder psychosozialen Problemen auf», die schwerwiegend genug sein 
müssen, um als «entscheidende ursächliche Einflüsse zu gelten» (DILLING 
et al., a.a.O.; Hervorhebung durch das Gericht). Wenn nicht gezeigt werden 
kann, dass diese Aspekte eine wichtige Rolle für Beginn, Schweregrad 
oder Aufrechterhaltung der Schmerzen zukommt, dann spricht dies zumin-
dest nach ICD-10 gegen eine (somatoforme) Schmerzstörung (vgl. RALF 
DOHRENBUSCH, Begutachtung somatoformer Störungen und chronifizierter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 12

Schmerzen, 1. Aufl. 2007, S. 126). Inwieweit die emotionalen Konflikte oder 
psychosozialen Probleme hier ursächliche Einflüsse des Schmerzgesche-
hens sein sollen, ist nicht erkennbar, bestand das Schmerzgeschehen doch 
bereits bei der ersten Begutachtung im Jahre 2015 (AB 44.1/8 Ziff. 3.4), 
ohne dass dieses organisch hinreichend erklärbar gewesen wäre. So fielen 
beispielsweise alle fünf Waddell-Zeichen positiv aus (AB 44.1/14 Ziff. 4.4), 
was für eine nichtorganische Pathologie bzw. ein abnormes Schmerzver-
halten spricht (vgl. WIDDER/GAIDZIK [Hrsg.], Begutachtung in der Neurolo-
gie, 2. Aufl. 2011, S. 80; VILLIGER/SEITZ [Hrsg.], Rheumatologie in Kürze, 
2. Aufl. 2006, S. 166). Zudem konnte Dr. med. D.________ – abgesehen 
vom degenerativen Geschehen auf den Etagen L4-S1 ohne Radikulopathie 
– keine Befunde feststellen, welche die Beschwerden hätten miterklären 
können (AB 44.1/16 f. Ziff. 6). Mangels Auswirkung auf den Rentenan-
spruch kann aber letztlich offen bleiben, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben eingehalten sind (vgl. E. 2.2.1 hiervor). Denn das psychiatrische Ver-
laufsgutachten vom 16. Juni 2017 (AB 118.1) bildet – zusammen mit dem 
MEDAS-Gutachten vom 13. Juli 2015 (AB 44.1) – allemal eine hinreichen-
de Grundlage, um die Ausschlussgründe (vgl. E. 2.2.2 hiervor) und Stan-
dardindikatoren (vgl. E. 2.2.3 hiervor) einer Prüfung zu unterziehen, wobei 
deren Ergebnis der Annahme einer invalidisierenden Psychopathologie 
entgegensteht (vgl. E. 4 hiernach).

4.

4.1 Die diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung bzw. 
mittelgradige Episode einer rezidivierenden depressiven Störung hält unter 
dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 nicht stand 
(vgl. E. 2.2.2 hiervor). Anlässlich der MEDAS-Begutachtung im Juni 2015 
fiel vor allem dem Orthopäden das übertriebene Schmerzgebaren des Ex-
ploranden auf (AB 44.1/17 Ziff. 6). Er dokumentierte zahlreiche Inkonsis-
tenzen: Obwohl aus gutachterlicher Sicht keinerlei pathologische Befunde 
mit diesbezüglichen Auswirkungen erhoben werden konnten, kam der Be-
schwerdeführer an Walking-Stöcken zur Begutachtung und gab an, er be-
wege sich auch zuhause stets unter Zuhilfenahme von Stöcken fort, ausser 
wenn er sich über kurze Strecken an der Wand abstütze (AB 44.1/7 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 13

Ziff. 3.2, 44.1/10 Ziff. 4.1 und 4.2.1). Er präsentierte ein völlig inkonstantes, 
keinesfalls reproduzierbares rechtsseitiges Hinken und gab die Gangarten 
als undurchführbar an. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule bestand un-
ter Gegenspannung eine erheblich bis vollständig eingeschränkte Beweg-
lichkeit sämtlicher Abschnitte (AB 44.1/13 Ziff. 4.4). So liess die Halswir-
belsäule (HWS) beispielsweise statt den Referenzwerten von je 60-80º (vgl. 
GEORG FREIHERR VON SALIS-SOGLIO, Die Neutral-0-Methode, 2015, S. 16) 
links bloss eine Rotation von 40º und rechts unter erheblichem Zittern 30º 
zu, wogegen sich unter Ablenkung beidseits keine relevante Einschränkung 
bzw. eine durchaus freie Kopfrotation zeigte (AB 44.1/11 Ziff. 4.2, 44.1/13 
Ziff. 4.4). Auch an sämtlichen Extremitäten zeigte der Beschwerdeführer 
eine massive Bewegungseinschränkung, insbesondere bei der Prüfung der 
Hüftgelenke in Rückenlage samt resultierender Schmerzhaftigkeit an der 
thorakolumbalen Wirbelsäule, während die Vornahme derselben Manöver 
in sitzender Position mit hängenden Beinen durchaus bis in die Endposition 
gelangt. Auffallend waren zudem äusserst diffuse (ubiquitäre) Druck-
dolenzen an praktisch sämtlichen Wirbelsäulenabschnitten, selbst bei ge-
ringer Berührung mit den Fingerkuppen. Die gesamte ausführliche Unter-
suchung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen wurde von einer andauern-
den, von den eingenommenen Positionen weitgehend unabhängigen diffu-
sen Schmerzäusserung begleitet (AB 44.1/11 Ziff. 4.2, 44.1/14 Ziff. 4.4). Dr. 
med. D.________ gelangte zusammenfassend zum Schluss, dass sich die 
völlig diffus unter anderem den ganzen Bewegungsapparat umfassenden, 
permanent auftretenden und unablässig zunehmenden Beschwerden in 
keiner Weise begründen liessen. Die anamnestische und klinische Präsen-
tation mit massivem, zum Teil grotesk anmutendem Schmerzgebaren sei 
keinesfalls nachvollziehbar (AB 44.1/14 Ziff. 4.4). Es bestehe eine erhebli-
che Diskrepanz zwischen den Schmerzschilderungen einerseits und den 
objektivierbaren Befunden andererseits (AB 44.1/16 Ziff. 4.9). Dr. med. 
E.________ konstatierte aus psychiatrischer Optik, dass anlässlich der 
Exploration eine erhebliche Diskrepanz zwischen den als sehr einschrän-
kend geklagten Schmerzen und der psychischen Befindlichkeit bestanden 
habe (AB 44.1/8 Ziff. 3.4; vgl. auch AB 44.1/7 Ziff. 3.2). Schliesslich ging 
der psychiatrische Gutachter in der bidisziplinären Beurteilung mit Dr. med. 
D.________ einig, dass das übertriebene Schmerzgebaren auch als ag-
gravatorisches Verhalten zu werten sei (AB 44.1/17 Ziff. 6).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 14

Allein der Umstand, dass anlässlich der psychiatrischen Verlaufsbegutach-
tung im Jahre 2017 dem Gutachter keine Hinweise auf Aggravation oder 
Diskrepanzen auffielen (AB 118.1/14 Ziff. 8.4, 118.1/16 Ziff. 11), ändert 
nichts an den diesbezüglich eindeutigen Feststellungen im MEDAS-
Gutachten vom 13. Juli 2015 (AB 44.1). Dies zumal sich der gerichtliche 
Überprüfungshorizont hinsichtlich des strittigen Rentenanspruchs über den 
gesamten Zeitraum vom Beginn der Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 21. November 2017 
(AB 134) erstreckt (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 
S. 140) und somit auch das orthopädische Teilgutachten von Dr. med. 
D.________ umfasst, welches im Verfügungszeitpunkt immer noch aktuell 
war (vgl. E. 3.4.1 hiervor). Wenngleich die Feststellung einer Aggravation, 
Simulation oder Somatisierung stets auch eine Aussage über innere Tatsa-
chen (bewusste oder weitgehend bewusstseinsnahe Motivation bzw. Sym-
ptombildung) enthält (vgl. DOHRENBUSCH, a.a.O., S. 55 f.) und der begut-
achtende Orthopäde bei diesbezüglichen Feststellungen Vorsicht walten 
lassen sollte (vgl. Swiss Orthopaedics, Leitlinien für die orthopädische Be-
gutachtung, 2017, S. 3 Ziff. 2.7 Lemma 2 [abrufbar unter <www.swiss
orthopaedics.ch>, Rubrik: Kommissionen und Expertengruppen/Empfehl-
ungen und Publikationen]), können sich relevante Inkonsistenzen oder Ag-
gravationshinweise – wie hier – allemal auch bei der Exploration durch so-
matische Experten ergeben. Hier kommt hinzu, dass Dr. med. E.________ 
im Rahmen des bidisziplinären Konsenses aus seinem Kompetenzbereich 
heraus (vgl. E. 2.2.2 hiervor; IV-Rundschreiben Nr. 313 i.V.m. Schweizeri-
sche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie [SGPP], Qualitätsleit-
linien für versicherungspsychiatrische Gutachten, 3. Aufl. 2016, S. 32 An-
hang 4 [abrufbar unter <www.psychiatrie.ch>, Rubrik SGPP/Direkt-
zugriff/Qualität; SZS 2016 S. 435 ff.]) die Aggravation bestätigte 
(AB 44.1/17 Ziff. 6).

Dass sich in der aktuellsten Begutachtung keine solchen Auffälligkeiten 
mehr zeigten, mag auch dem Umstand geschuldet sein, dass die klinische 
Funktionskontrolle des Bewegungsapparates, bei welcher die Diskrepan-
zen ursprünglich besonders deutlich zu Tage traten, mangels Notwendig-
keit einer orthopädischen Verlaufsbegutachtung nicht wiederholt wurde. 
Des Weiteren wurde der Beschwerdeführer durch den Inhalt des MEDAS-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 15

Gutachtens (AB 44.1) des Aggravationsvorwurfes gewahr und konnte sich 
im Rahmen der Verlaufsbegutachtung allenfalls bezüglich seines Schmerz-
gebarens in entsprechender Zurückhaltung üben. Dr. med. E.________ 
stellte aber dennoch eine ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung 
bzw. ein im Vordergrund stehendes Klagen über die Beschwerden fest 
(AB 118.1/11 Ziff. 4, 118.1/15 f. Ziff. 9.3 und 10.7), ohne dass er seine 
frühere Einschätzungen in Bezug auf die Aggravationshinweise revidierte 
(Beschwerde S. 12 Ziff. IV Ziff. 9).

Angesichts dieser Ausschlussgründe verbietet sich – entgegen der 
Argumentation des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 12 Ziff. IV Ziff. 9) – 
die Annahme einer psychisch bedingten invalidisierenden 
Gesundheitsbeeinträchtigung, zudem sprechen auch die 
Standardindikatoren gegen eine funktionelle Auswirkung der somatoformen 
Schmerzstörung bzw. depressiven Störung (vgl. E. 4.2 f. hiernach).

4.2 Zu prüfen sind zunächst die einzelnen Komplexe der Kategorie 
«funktioneller Schweregrad» (BGE 141 V 281 E. 4.3 S. 298 ff.):

4.2.1 Mit Bezug auf den Komplex Gesundheitsschädigung (BGE 141 V 
281 E. 4.3.1 S. 298 ff.) ergibt sich Folgendes: 

4.2.1.1 Beim Indikator der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde 
und Symptome gilt es unter anderem, die Schwere des 
Krankheitsgeschehens anhand aller verfügbaren Elemente aus der 
diagnoserelevanten Ätiologie und Pathogenese zu plausibilisieren (BGE 
141 V 281 E. 4.3.1.1 S. 298 f.). Die Schwere der Gesundheitsschädigung 
kann sich deshalb nicht allein aus der Diagnosestellung ergeben 
(Beschwerde S. 13 Ziff. IV Ziff. 11). Dr. med. E.________ beschrieb ein 
mittelgradiges depressives Zustandsbild (AB 118.1/13 Ziff. 8.1) und stellte 
die Diagnosen nicht nur vor dem Hintergrund multipler psychosozialer 
Belastungen (Aussteuerung Krankentaggeld, Arbeitslosigkeit, Hausverkauf, 
Ehetrennung und 
-scheidung mit hohen Alimenten, familiäre Todesfälle [AB 86.1/1, 101 f., 
118.1/8 ff. Ziff. 3.2 und Ziff. 3.8; IV-Protokoll S. 4]), er erachtete diese 
grundsätzlich invaliditätsfremden Gesichtspunkte gleichsam als ursächlich 
für die entsprechende Krankheitsentwicklung (AB 118.1/12 f. Ziff. 6 und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 16

Ziff. 7.3; vgl. auch E. 3.5.2 hiervor). Zudem ist der Beschwerdeführer in der 
Lage, Freude an seinem Hund zu empfinden, täglich um 6.00 Uhr aufzu-
stehen um diesen zu füttern, spazieren zu gehen, in die Natur zu fahren 
und mit dem Hund zu spielen, Einkäufe zu erledigen, regelmässigen Be-
such von seiner Mutter zu empfangen, ab und zu – wenn auch selten – zu 
kochen, die Wäsche zu erledigen, ein wenig zu putzen und sich gelegent-
lich mit Spielen auf dem Computer zu beschäftigen (AB 118.1/8 Ziff. 3.2, 
118.1/9 Ziff. 3.5, 118.1/10 Ziff. 3.9, 118.1/12 Ziff. 6). Dies deutet auf in wei-
ten Teilen erhaltene Alltagsfunktionen hin, was mit den Schmerzangaben 
(diffuse ubiquitäre Schmerzen bei blosser Palpation [AB 44.1/11 Ziff. 4.2]) 
nicht vereinbar ist. Eine schwere Ausprägung der diagnoserelevanten Be-
funde und Symptome fällt vor diesem Hintergrund ausser Betracht (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 21. April 2016, 9C_367/2015, 
E. 3.3.2).

4.2.1.2 Sodann ist auf Verlauf und Ausgang von Therapien (und damit auf 
Behandlungserfolg bzw. -resistenz) als wichtige Indikatoren für den 
funktionellen Schweregrad einzugehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 
f.): Der Beschwerdeführer nahm erstmals ab 5. Februar 2016 eine 
ambulante psychiatrische Behandlung bei Dr. med. H.________ in 
Anspruch (AB 78/2 Ziff. 7; IV-Protokoll S. 7). Weil dieser angeblich einen 
IV-Bericht nicht habe ausfüllen wollen (AB 118.1/12 Ziff. 6), liess sich der 
Beschwerdeführer ab 20. Juni 2016 durch die Psychologinnen J.________ 
bzw. K.________ (unter Verantwortung von Dr. med. L.________, Facharzt 
für Psychiatrie und Psychotherapie) weiterbetreuen, wobei die 
Therapiesitzungen alle ein bis zwei Wochen stattfanden (AB 73/2 Ziff. 7, 
118.1/7 Ziff. 3.2, 118.1/12 Ziff. 6). Auf Wunsch des Beschwerdeführers 
wurde anfänglich keine medikamentöse Therapie mit Psychopharmaka 
etabliert (AB 78/3 Ziff. 8), später aber Antidepressiva verschrieben 
(AB 118.1/7 Ziff. 3.2). Gemäss Dr. med. E.________ wurde die bisherige 
Therapie lege artis durchgeführt und sollen keine weiteren 
Therapieoptionen bestehen (AB 118.1/15 f. Ziff. 10.1 und Ziff. 10.3). 
Abgesehen von der kurzen Hospitalisation in den psychiatrischen Diensten 
I.________ vom 30. März bis 9. April 2016 (die als FU erfolgte, da der 
Beschwerdeführer eine Morddrohung ausgestossen hatte [AB 73/2-5]), 
fanden jedoch keine stationären oder teilstationären Massnahmen statt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 17

4.2.1.3 Die bisherigen Kriterien der «psychiatrischen Komorbidität» und 
«körperlichen Begleiterkrankung» wurden zu einem einheitlichen Indikator 
zusammengefasst. Relevant ist die Gesamtbetrachtung der 
Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge des psychosomatischen Leidens 
zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen (BGE 141 V 281 
E. 4.3.1.3 S. 301). Die degenerativen Veränderungen am 
Bewegungsapparat führen nicht zu einer quantitativen Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten (vgl. E. 3.4.2 hiervor). 
Zwar kann dem depressiven Zustandsbild nicht jegliche 
ressourcenhemmende Wirkung abgesprochen werden (AB 118.1/15 Ziff. 
8.8 und Ziff. 9.5; Beschwerde S. 15 Ziff. IV Ziff. 16), augenscheinlich stellt 
es indes hauptsächlich ein reaktives Geschehen dar, beruhend auf 
psychosozialen Belastungsfaktoren (AB 118.1/12 f. Ziff. 6 und Ziff. 7.3; vgl. 
auch E. 3.5.2 hiervor), welche als invaliditätsfremd auszuklammern sind 
(vgl. dazu etwa BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416).

4.2.2 Dafür, dass der Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2 
S. 302) einer Erwerbstätigkeit entgegensteht, bestehen keine 
Anhaltspunkte. Es ergaben sich anlässlich der psychiatrischen 
Verlaufsexploration keine Hinweise auf überwertige Ideen und wahnhaftes 
Denken oder Wahnvorstellungen waren ebenfalls nicht vorhanden. Der 
Beschwerdeführer hatte einen klaren und guten Bezug zur Realität und zu 
seiner Person, er äusserte weder Zwangsgedanken noch berichtete er über 
Ängste oder Phobien (AB 118.1/11 Ziff. 4).

4.2.3 Der Komplex Sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) 
spricht gegen die rechtliche Anerkennung der geltend gemachten 
Einschränkungen, hält das soziale Umfeld doch weiterhin gewisse 
Ressourcen bereit. Zwar ging Dr. med. E.________ von einem 
ausgeprägten sozialen Rückzug aus (AB 118.1/14 Ziff. 8.2), er liess dabei 
aber offensichtlich unberücksichtigt, dass der Beschwerdeführer nach 
eignen Angaben schon immer eher zurückgezogen lebte (AB 44.1/7 
Ziff. 3.1, 44.1/8 Ziff. 3.4) und sich in seiner Freizeit um das (mittlerweile 
verkaufte) Haus mit Garten kümmerte (AB 44.1/8 Ziff. 3.4). Zudem ist eine 
gewisse Isolation auch auf den aussermedizinischen Aspekt der 
Ehetrennung bzw. -scheidung zurückzuführen (AB 118.1/12 Ziff. 6). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 18

Immerhin trifft sich der Beschwerdeführer regelmässig mit seiner Mutter 
und geht «mehr oder weniger regelmässig» auswärts in einer 
Gassenküche essen (AB 118.1/10 Ziff. 3.9). 

4.3 In der Gesamtbetrachtung fehlt es am erforderlichen funktionellen 
Schweregrad der diagnostizierten psychischen Störung. Die 
Indikatorenprüfung gemäss BGE 141 V 281 zeigt weder im Komplex 
Gesundheitsschädigung noch im Komplex Persönlichkeit eine erhebliche 
negative Beeinflussung. Eine Konsistenzprüfung (BGE 141 V 281 E. 4.4 S. 
303 f.; Beschwerde S. 17 Ziff. IV Ziff. 20) erübrigt sich vor diesem 
Hintergrund (vgl. BGer 9C_367/2015, E. 4). Selbst wenn keine 
Ausschlussgründe vorlägen und die klassifikatorischen Vorgaben 
eingehalten wären, bliebe damit aus rechtlicher Sicht allein die somatisch 
begründete qualitative Einschränkung im medizinischen Zumutbarkeitsprofil 
bei 100%iger Arbeitsfähigkeit massgebend. Zu prüfen bleiben die 
erwerblichen Auswirkungen dieser Ausgangslage.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Vollerwerbstätigen 
wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

5.2

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
(bzw. im Revisionszeitpunkt) nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 19

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 
28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 
E. 5.1). 

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Übt die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – ku-
mulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzu-
nehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 
Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar-
beitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich 
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 143 V 295 E. 2.2 
S. 296).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 
(LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 
E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 20

6.

6.1 Der Beschwerdeführer war ab August 2014 in der angestammten 
Tätigkeit bleibend arbeitsunfähig (AB 24/7-9, 44.1/17 Ziff. 6) und meldete 
sich im November 2014 zum Leistungsbezug an (AB 13). Der frühestmögli-
che Rentenbeginn fällt demnach auf August 2015 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b 
IVG [Wartezeit] bzw. Art. 29 Abs. 1 IVG [Karenzfrist]).

6.2 Der Beschwerdeführer ist gelernter … (AB 13/4 Ziff. 5.3, 26/4, 
27/18) und war zuletzt ab August 2005 als … bei einer … angestellt 
(AB 24/2 f. Ziff. 2.1 und 2.7). Dieses langjährige Arbeitsverhältnis wurde 
nach der krankheitsbedingten Arbeitsniederlegung offensichtlich 
invaliditätsbedingt aufgelöst (AB 36/2; IV-Protokoll S. 3 f.) und würde mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt des frühestmöglichen 
Rentenbeginns weiterhin bestehen. Gestützt auf die Angaben der letzten 
Arbeitgeberin, wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2014 ein 
Bruttoeinkommen von Fr. 74‘750.-- erzielt hatte (AB 24/3 f. Ziff. 2.10 und 
Ziff. 2.12), ergibt sich unter Berücksichtigung der branchenspezifischen 
Nominallohnentwicklung ein Valideneinkommen von Fr. 75‘257.-- 
(Fr. 74‘750.-- / 103.3 x 104.0 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 
Wirtschaftszweig Ziff. 10-33 {Verarbeitendes Gewerbe/Herstellung von 
Waren}, Index 2014 bzw. 2015]).

6.3 Da der Beschwerdeführer seine medizinisch-theoretisch uneinge-
schränkte Arbeitsfähigkeit nicht verwertet ist für das Invalideneinkommen 
auf hypothetische Werte abzustellen, was zu einem hypothetischen Brutto-
jahreseinkommen von Fr. 66‘646.-- führt (Fr. 5‘312.-- [LSE 2014, Tabelle 
TA1, Männer, Total, Kompetenzniveau 1] x 12 Monate / 40 Wochenarbeits-
stunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, 
Total 2015] / 103.2 x 103.5 [Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Männer, 
Total, Index 2014 bzw. 2015]). Ob – und wenn ja, in welcher Höhe – ein 
leidensbedingter Abzug gerechtfertigt ist, kann offen bleiben, würde sich 
doch selbst die Zulassung eines (keinesfalls gerechtfertigten) Maximalab-
zugs von 25 % (vgl. E. 5.2.2 hiervor) im Ergebnis nicht auswirken. Diesfalls 
läge das Invalideneinkommen bei Fr. 49‘985.-- (Fr. 66‘646.-- ./. 25 %).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 21

6.4 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich 
selbst im für den Beschwerdeführer günstigsten Fall ein aufgerundeter (vgl. 
BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und rentenausschliessender (vgl. 
E. 2.3 hiervor) Invaliditätsgrad von 34 % ([Fr. 75‘257.-- ./. Fr. 49‘985.--] / 
Fr. 75‘257.-- x 100). Die gegen die Verfügung vom 21. November 2017 
(AB 134) erhobene Beschwerde, welche allein auf einen Rentenanspruch 
abzielt, ist folglich abzuweisen.

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Aug. 2018, IV/18/14, Seite 22

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.