# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea1014e4-e1df-5455-9d29-1ffda597b5d1
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-29
**Language:** de
**Title:** RAD-Aktenbeurteilung vermag nicht zu überzeugen, Rückweisung.
**Docket/Reference:** IV.2020.00439
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2020.00439.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2020.00439
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Fankhauser
Ersatzrichter Sonderegger
Gerichtsschreiber Wyler
Urteil
vom
2
9.
Januar 2021
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1959 geborene
X.___
ist gelernter kaufmännischer Angestellter
. Von November 1999 bis Juni 2000 war er
in der Finanzabteilung der
Y.___
als Leiter Debitoren tätig (
Urk.
9/
9
,
Urk.
9/63/2
).
In der Folge bezog er mit kurzen Unterbrüchen Arbeitslosenentschädigung (
Urk.
9/63/2).
Am 1
3
. April 2006
(Ein
gangs
datum)
meldete
er
sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/
12). Die IV-Stelle tätigte beruf
liche und medizinische Abklärungen und liess den Versicherten du
rch das
Z.___
polydisziplinär
begutachten (Gut
achten vom 10. Juli 2007,
Urk.
9/
24). Gestützt darauf wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 28. Januar 2008 ab (
Urk.
9/
48). Die dage
gen
vom Versicherten
erhobene Beschwerde (
Urk.
9/
49/3-4) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 26. Juni 2008 ab (
Urk.
9/
53).
Am 3. Dezember 2013
(Eingangsdatum)
meldete sich der Versicherte erneut
bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/
58). Nach Vornahme
erwerbliche
r
und medizinische
r Abklärungen
(
Urk.
9/
63-78) stellte die IV-Stelle m
it Vorbe
scheid vom 16. Januar 2015 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
9/
80). Dagegen erhob der Versicherte Einwand
(
Urk.
9/
83,
Urk.
9/
85).
Die IV-Stelle nahm d
araufhin weitere Abklärungen
vor
und veranlasste ein poly
disziplinäres Gutachten, welches die
A.___
am 18. April 2016 erstattete (
Urk.
9/
147). Gestützt
darauf
verneinte
die IV-Stelle mit Verfügung vom 30. Mai 2016
einen Leistungsanspruch des Versicherten
(Urk.
9/150
).
Die vom Versicher
ten dagegen erhobene Beschwer
d
e (
Urk.
9/156/3
5) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
9.
Mai 2017 ab
(
Urk.
9/162).
1.2
Am
6.
März
2019 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte
, welcher am 24.
Dezember 2018 ein primäres Kammerflimmern mit Reanimation, mehrfacher Defibrillation und Intubation erlitten hatte (
Urk.
9/200/9),
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/172).
Am 2
2.
März 2019 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass keine Eingliederung
smassnahmen möglich seien (Urk.
9/176).
In der Folge holte d
ie IV-Stelle
ärztliche
Berichte von
Dr.
med. B.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und für Kardiologie,
C.___
,
(
Urk.
9/179-18
2
)
und
von
Dr.
med. D.___
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
(
Urk.
9/186
)
ein
.
Mit Vorbescheid vom
5.
September 2019 stellte
sie die Abweisung des
Leistungsbegehren
s in Aus
sicht
(
Urk.
9/196). Dagegen erhob der Versicherte am
4.
Okt
ober 2019 Einwand (
Urk.
9/197), worauf d
ie IV-Stelle Berichte von
Dr.
med. E.___
, Ober
ärztin,
F.___
(
Urk.
9/200),
von
Dr.
med.
G.___
,
Facharzt FMH für Psychia
trie und Psychotherapie, (
Urk.
9/203)
sowie einen weiteren Bericht
von
Dr.
D.___
(
Urk.
9/204) ein
holte
.
Der Versicherte liess sich am 2
8.
Januar 2020
dazu
ver
nehmen (
Urk.
9/207
; vgl.
Urk.
9/206
).
In der Folge holte d
ie IV-Stelle einen Bericht von
Dr.
med. H.___
, Facharzt FMH für Pneumologie und für
Allgemeine
Innere Medizin, ein (
Urk.
9/214). Am
5.
März 2020 stellte
zudem
der Versicherte der IV-Stelle Berichte der
I.___
zu (
Urk.
9/218-223).
Am
9.
März 2020
nahm
Dr.
med.
J.___
, Facharzt
für Chirurgie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle zu den Akten Stellung
(Urk.
9/223/7-8), worauf
die IV-Stelle m
it Vorbescheid vom 24.
April 2020
erneut die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
stellte
(Urk.
9/224).
Nachdem der
Versicherte am 2
3.
Mai 2020
dagegen
Einwand
erhoben hatte (
Urk.
9/225), wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren m
it Verfügung vom
4.
Juni
2020
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom 3
0.
Juni 2020 (
Urk.
1) Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine ganze Invalidenrente auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung. Die Beschwerdegegnerin bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom 2
5.
August 2020 die Ab
weisung der Beschwerde (
Urk.
8). Die Beschwerdeantwort wurde
dem Beschwe
rdeführer mit Verfügung vom 16.
September 2020
zur Kenntnisnahme zugestellt. Gleichzeitig wurde ihm die unentgeltliche Prozessführung gewährt
(
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
-
er
lau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V
281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines renten
be
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung
über die Invalidenversicherung, IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides im Wesentli
chen (
Urk.
2), seit ihrem letzten Entscheid vom 2
0.
Mai 2016
könne
sie keine langandauernde Verschlechterung feststelle
n
. Deswegen entstehe kein Anspruch auf Leistungen. Das Einglie
d
erungspotenzial sei aufgrund des instabilen Zustan
des des Beschwerdeführers nicht vorhanden gewesen.
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen im Wesentlichen geltend (
Urk.
1), seit dem Entscheid
der Beschwerdegegnerin
vom 2
0.
Mai 2016 sei eine langandauernde Verschlechterung seines Gesundheitszustandes eingetreten. Seine Notope
ration an der Lendenwirbelsäule
wie auch seinen Herzstillstand, den er nur mit sehr viel Glück überlebt habe,
erachte er
als gravierende, andauernde Verschlechterung.
Die Operation an der Lendenwirbelsäule sei zwar bereits im Jahr 2015 gewesen, sie sei jedoch nicht mehr ins damaligen Gutachten miteinbezogen worden.
Über die Folgen des Herzstillstandes
führe er
mit seinem Psychiater
Gespräche
, da es ihm absolut nicht gut gehe. Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Aktenbeurteilung sei nicht korrekt. Sein Hausarzt,
Dr.
D.___
, welcher i
hn seit
vielen Jahren betreu
e, erachte ihn als nicht mehr arbeitsfähig. Ebenso attestiere ihm sein Psychiater,
Dr.
G.___
, eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit durch psychi
sche Einschränkungen.
In den Akten der Beschwerdegegnerin fehlten
zudem
Berichte, welche für die Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit wichtig seien.
3
.
3.1
Das hiesige Gericht war mit Urteil vom 1
9.
Mai 2017 (
Urk.
9/162) davon ausge
gangen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Erlass der Verfügung vom 2
8.
Januar 2008 nicht wesentlich verändert habe und dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit und jede adaptierte Tätigkeit nach wie vor mit einem Pensum
von 100% zumutbar sei (E. 4.8).
3.2
3.2.1
Im aktuellen Neuanmeldeverfahren erklärte
Dr.
B.___
vom
C.___
mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
7.
Juni 2019 (
Urk.
9/179),
aus rein kardiologischer Sicht bestünden derzeit formal keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit (zumindest für körperlich leichtere Tätigkeiten). Die
im Alltag
limitierende Symptomatik sei extrakardialer Genese. Sie hätten den Beschwerde
führer am 1
5.
Mai 2019 zur ergometrischen Nachkontrolle bei ihnen in der kardiologischen Sprechstunde gesehen. Der Beschwerdeführer habe beschwerde
frei 175 Watt leisten können (Sollwert erreicht) und Rhythmus
stör
u
ngen seien seit der ICD-Implantation nie mehr aufgetreten. Er könne zur Arbeitsunfähigkeit insgesamt keine Stellung beziehen, medizinisch-theoretisch aus kardialer Sicht bestünden keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit.
3.2.2
Dr.
E.___
,
F.___
,
führte
mit Bericht an die Beschwerde
gegnerin vom 3
1.
Oktober 2019
aus (
Urk.
9/200), der Beschwerdeführer
sei
vom 1
2.
Juli bis 1
4.
August 2019 durch sie ambulant betr
eut worden
. A
ls Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
nannte sie
:
-
p
rimäres Kammerflimmern mit Reanimation, mehrfacher Defibril
l
ation und Intubation 2
4.
Dezember 2018
-
e
rfolgreiche Reanimation in der Physiotherapieabtei
l
ung in der
I.___
-
b
ei vorbestehenden gehäuften
Arrhythmien
ohne bisherige Synkope
-
b
ei umschriebenem
infero
-basalem Herzwandaneurys
m
a nach Myokard
in
farkt 2013 (aktuell ohne Hinweis für akutes Koronar
syndrom, ohne relevante koronare Stenosen)
-
mit global erhaltener LV-Funktion (EF 61
%
, umschriebenes
infero
-basales Herzwandaneurysma)
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren
:
Nikotinabusus (ca. 50
packyear
)
-
koronare Her
z
krankheit
-
ana
mnestisch Status nach Myokardi
nfar
k
t und PTCA (mit Stent-Ein
lage?) 2013
-
aktuell: Koronarangiographie 2
4.
Dezember 2018:
Koronaratheroma
tose
ohne relevante Stenosen oder Gefässverschlüsse
-
ICD-Implantation (Medtronic
Evera
XT
DR
2-Kamm
e
r)
subcutan
pectoral
links 2
8.
Dezember 2018 (sekundärprophylaktisch)
-
Schrittmacher Kontrolle Mai 2019: AAI-DDD 60/min Funktion
-
s
tabile Sternum-Querfraktur nach Reanimation
-
COPD GOLD Stadium II, Risikogruppe bei anhaltendem Nikotinkonsum
-
Status nach mikrochi
r
urgischer Entfernung einer Diskushernie L4/5 links
intraforaminal
mit Dekompression ein
er Spinalkanalstenose am 2
3.
Ju
n
i
2015
-
p
eriphere arterielle Verschlu
sskrankheit Stadium I beidseits
-
Status nach
kathetertechnischer
Rekanali
sation
eines Verschlusses der
Arteria
femoralis
superficialis
rechts (1
0.
Dezember 2012
)
-
Februar 2015: stab
ile leichtgradige Stenose der
Arteria
femoralis
superficialis
beidseits
-
Coxarthrose beidseits.
Von ihnen sei keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden.
3.2.3
Dr.
G.___
führte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
4.
November 2019 (
Urk.
9
/203) als psychiatrische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit an:
-
r
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, seit vielen Jahren
(ICD-10 F33.1)
-
Verdacht auf affektive und mnestische Störung bei Pons-Läsion mit
mikroangiopathischen
Veränderungen (MRI Schädel vom 2
7.
Dezember 2018,
K.___
)
am ehesten im Rahmen von ICD-10 F06.7 leichte kognitive Störung (neuropsychologische Testung nicht durchgeführt)
-
Verdacht auf p
sychische und Verhaltensstörung durch Opioide
(ICD-10 F11.2)
, Abhängigkeitssyndrom (langjährige Schmerztherapie mit
Oxycodon
)
Der Beschwerdeführer berichte
,
bereits zweimal ein kardiales Ereignis aus «heite
rem Himmel» gehabt zu habe
n
, zuletzt am 2
4.
Dezember 201
8.
Bereits nach dem ersten Myokardinfarkt 2013 sei er in psychotherapeutischer Behandlung gewesen. Nach dem letzten Ereignis mit Herzsti
l
lstand am 2
4.
Dezember
2018 sei es ab etwa Mai 201
9
zunehmen
d
zu einer psychischen Verschlechterung mit Grübeln, diversen Ängsten, Gedankenkreise
n
, Gefühl Gedanken im Kopf würden explo
dieren, dann wieder Gefühl von Leere, verbunden mit Schlafstörungen und Lust
losigkeit
gekommen
. Der Beschwerdeführer habe permanent Kopfschmerzen und Schwindel, fühle sich müde und erschöpft und hinterfrage alles. Er schleppe sich
nur so durch den Alltag. Zusätzliche Belastungen seien die diversen körperlichen Stressfaktoren mit Schmerzen, belastende Beziehungen zu den Kindern und zur Exfrau (Kontaktabbruch), ein Status nach Suchterkrankung sowie familiäre Belastung durch Krankheit der Mutter und der Schwester
(Urk.
9/203/4)
.
Beim Beschwerdeführer gebe es Hinweise für kognitive Defizite (Vergesslichkeit, Wort
findungsstörungen und reduzierte Konzentration)
,
vermutlich im Rahmen
mikro
angiopathische
r
Veränderungen. Der Schweregrad und der Charakter der kogni
tiven Defizite müsste
n
in einer neuropsychologischen Testung abgeklärt werden. Im Längsschnitt bestünden Defizite in der Durchhaltefähigke
it (der Beschwerde
führer ermüde
rasch, reduzierter Antrieb), in der Flexibilität, im Rahmen der kognitiven Defizite
vermutlich auch in der Fähig
keit zur Planung und Struktu
rierung von Aufgaben und bei re
duzierter Frustrations
toleranz
in der Gruppen
fähigkeit (
Urk.
9/203/7). In einer behinde
rungs
angepassten Tätigkeit mit klar strukturier
t
en Anweisungen, Reizab
schirmung und
der
Möglichkeit zur flexiblen Pausengestaltung erachte er aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von drei Stunden pro Tag für möglich. Eine Steigerung müsste in einem Arbeitsver
such abgek
lärt werden (Urk.
9/203/6).
3.2.4
Dr.
D.___
nannte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
4.
November 2019 (
Urk.
9/204) als Diagnosen:
-
multimodale Schmerzkrankheit
-
Depression
-
seit R
eanimation
zunehmend vergesslich und mnestische Störungen
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verschlechtert. Seine Leistungsfähigkeit sei zu 100
%
vermindert.
3.2.5
Dr.
H.___
führte mit Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 2
4.
Februar 2020
(
Urk.
9/214)
keine Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
an. Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine chro
nische Bronchitis bei Nikotinkonsum. Aus
pneumologischer
Sicht sei die Arbeits
fähigkeit nicht eingeschränkt.
3.2.6
Dr.
med.
L.___
, Stellvertretender Oberarzt Untere Extremitäten,
I.___
,
nannte
mit Bericht
an
Dr.
D.___
vom
2.
März 2020 (
Urk.
9/
219-
220
, vgl. auch
Urk.
9/222
)
als Diagnose eine fortgeschrittene Coxarthrose beid
seits (rechts symptomatisch). Der Beschwerdeführer berichte über seit vielen Jahren bestehen
de
Hüftschmerzen. Dies
e
seien seit November 2019 akzentuiert. D
er
Radiologiebefund
ergebe im Vergleich zu den vorliegenden Voraufnahmen leicht progrediente, insbesondere
posteroinferior
betonte
Coxarthrosen
beidseits. Zudem zeige
sich die
bekannte, unveränderte Zyste im Bereich des
F
e
murkopfes
rechts. Er habe anlä
sslich der
Sprechstunde vom 28.
Februar 2020 mit dem Beschwerdeführer die Behandlungsoptionen besprochen. Prinzip
i
ell habe er die Indikation zur
Implentat
ion
einer Hüfttotalprothese rec
h
t
s minimal-invasiv über
einen
direkten Zugang bestätigt. Ungeachtet dessen erscheine der Leidensdruck für den Beschwerdeführer noch nicht ausreichend, um sich einer chirurgischen Prozed
ur zu unterziehen. Er vereinbar
e daher zunächst konservative Massnahmen mittels ambulanter Physiotherapie und einer diagnostisch/therapeutischen Hüft
gelenksinfiltration rechts. Eine entsprechende Aufklärung sei erfolgt. Sechs Wochen nach
der
Infiltration
erfolge
dann nochmals
eine
klinische Kontrolle in seiner Sprechstunde.
3.2.7
Dr.
J.___
erklärte mit Stellungnahme vom
9.
März
2020 (
Urk.
9/223/7-8), h
in
sichtlich Hüftbeschwerden liege ein Gesundheitsschaden vor, welcher sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirken könne. Die reduzierte Belastbarkeit sei bei der Verrichtung schwerer körperlicher Arbeit
nachvollziehbar
. In angepasster Tätigkeit entsprechend des Leistungs
profils sei die Belastbarkeit nicht eingeschränkt. A
rbeitsunfähigkeits
zeugnisse würden nicht ausgestellt. Die Unterlagen seien aussagefähig.
Betreffend Lungenbeschwerden
sei
d
ie vom Beschwerdeführer behauptete Diagnose
COPD
v
om behandelnden
Pneumologen
Dr.
H.___
als chronische Bronchitis bei persistierendem Nikotinkonsum deklariert worden. Es liege ein
Gesundheitsschad
en
vor
,
welcher sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit auswirken könne. Die reduzierte Belastbarkeit sei bei der Verrichtung schwerer kö
r
perlicher Arbeit
nachvollziehbar
. I
n
angepasster Tätig
keit entspr
e
chend des Leistungsprofils sei die Belastbarkeit
hingegen
nicht einge
schränkt. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse würden nicht ausgestellt. Die
U
nter
lagen seien aussagefähig.
Zu
der
von
Dr.
G.___
genannten depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, seit vielen Jahren, fü
h
rt
e
Dr.
J.___
aus, diese vom Beschwerdeführer geltend gemachte psychische Einschrä
nkung bestehe schon seit Jahren. E
ine fachärztliche Behandlung sei gem
äss
Dr.
G.___
jedoch erst am 21.
Oktober 2019 begonnen w
orden, das heisse
nach Eingan
g des Vorbescheides vom 5.
September 2019.
Der Arztbericht von
Dr.
D.___
vom 1
4.
November 2019 sei unvollständig und minimalistisch. Es könne darau
s
versicherungsmedizinisch kein objektivierbarer Schluss zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit gezogen werden. Auf den Arztbericht könne daher nicht abgestellt und dieser auch nicht berücksichtigt werden.
Als Fazit hielt
Dr.
J.___
fest,
es
könne keine Verschlechterung festgestellt wer
den, die zu einer Abweichung von der letzten Stellungnahme des RAD vom 3
0.
Mai 2016 oder des letzten Bescheides vom
5.
September 2019 führen würde. Es werde daher aus versicherungsmedizinischer Sicht empfohlen, von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen.
4.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdegegnerin ging, wie dargelegt (E. 2.1), davon aus, dass der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers seit ihrem Entscheid vom 30. Mai 2016 (Urk. 9/150)
unverändert geblieben ist
. Sie stützte sich dabei auf die Einschätzung ihres RAD-Arztes
Dr.
J.___
.
4.1.2
Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invali
den
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungs
fähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzel
fall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
des Bundesgesetzes über
die Invaliden
versiche
rung, IVG
). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizi
nischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungs
ergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
4.1.
3
Die
Einschätzung
von
Dr.
J.___
beruht
auf einer Beurteilung der Aktenlage. Bei
seinen
Ausführungen handelt es sich mangels selber durchgeführter Unter
su
chungen mithin nicht um Stellungnahmen im Sinne von
Art.
49
Abs.
2 IVV. Es sind damit keine medizinischen Befunde erhoben worden, sondern die vorhande
nen Befunde wurden
von ihm
gewürdigt. Es liegt folglich eine Empfehlung zur weiteren Bearbeitung des Leistungsbegehrens aus medizinischer Sicht im Sinne von
Art.
59
Abs.
2
bis
IVG und
Art.
49
Abs.
1 IVV vor.
Sein Bericht vermag
daher lediglich dazu Stellung zu nehmen, ob der einen oder anderen Ansicht zu folgen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Soll ein Versiche
rungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens ent
schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (
BGE 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.2
Zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
hat sich im Rahmen des Neuanmeldeverfahrens, neben
RAD-Arzt
Dr.
J.___
, welcher Facharzt für Chirurgie, jedoch kein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist
,
im Wesentlichen
Dr.
G.___
geäussert
(
vgl. E. 3.2.3
).
Dr.
G.___
führte, wie dargelegt
(E.
3.2.3)
,
aus,
nach dem Herzstillstand vom 2
4.
Dezember 2018 habe sich ab etwa Mai 2019 eine zunehmende psychische Verschlechterung eingestellt.
Dr.
J.___
setzte sich
in seiner Stellungnahme
vom 9.
März 2020 nich
t mit
d
ieser von Dr.
G.___
angeführten Verschlechterung des Gesundheitszustandes auseinander, beschränkte sich seine Begründung des unveränderten Gesundheitszustandes
doch auf die Feststellung
en
, es bestehe bereits seit Jahren eine rezidivierende depressive Störung
und der Beschwerdeführer habe erst am 21. Oktober 2019, mithin nach Eingang des Vorbescheides vom 5. September 2019,
eine fach
ärztlich psychiatrische Behandlung
begonnen
(vgl. E. 3.2.7).
Diese
Begründung
von
Dr.
J.___
vermag nicht zu überzeugen, kann sich der Gesundheitszustand einer versicherten Person doch auch bei grundsätzlich unveränderter Diagnose verän
dern. Vorliegend
ging
Dr.
G.___
jedoch ohnehin
nicht von einer
un
ver
änderte
n Diagnose
aus
, hielt
er im Rahmen der rezidivierenden de
pressiven Störung doch
eine
mittelgradigen Episode
fest
(E.
3.2.3), während die Gutachter
der
A.___
in ihrem Gutachten v
om 18.
April 2016 (
Urk.
9/147) die
rezidivierende depressive Störung als remittiert erachtete
t hatten (
Urk.
9/147/60).
Nach dem Gesagten bestehen Zweifel an der psychiatrischen Einschätzung von RAD-Arzt
Dr.
J.___
. Es kann daher nicht darauf abgestellt werden.
Da sich auch gestützt auf die übrigen Akten, insbesondere auch gestützt auf den Bericht von
Dr.
G.___
vom 1
4.
November 2019 (E. 3.2.3
) d
er
psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nicht schlüssig
beurteilen
lässt, erweist sich der psychi
sche Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
als ungenügend abgeklärt.
4.
3
Wie sich aus den zitierten ärztlichen Berichten (E. 3
.2
) ergibt, ist der somatische Gesundheitszustand des B
eschwerdeführers beeinträchtig
t
.
Dr.
J.___
legt
e
zwar in grundsätzlicher Übereinstimmung mit den berichtenden Spezialärzten (E. 3.2.1, E. 3.2.2, E. 3.2.5, E. 3.2.6) dar, dass di
e somatischen Beschwerden
der Ausübung der angestammten, körperlich leichten Tätigkeit nicht entgegenstehen
(vgl.
E.
3.2.7
). Da jedoch – wie dargelegt
(E. 4.2)
– sich der psychische Gesund
heits
zustand als nicht rechtgenügend abgeklärt erweist, kann nicht ausge
schlossen werden, dass der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen die ange
stammte Tätigkeit
(teilweise)
nicht mehr ausüben kann. Es erweist sich daher als
angezeigt
, abzuklären, welche
Tätigkeiten der Beschwerdeführer
aus somatischer
Sicht
noch ausüben kann.
Darüber hinaus ist eine umfassende Abklärung des somatischen Gesundheitszustandes unabdingbar, um im Rahmen der Indika
toren
prüfung die Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht schlüssig beurteilen zu können
(vgl. E. 1.2).
Zur Abklärung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers hat die Beschwerde
gegnerin daher ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen, bei welchem zumin
dest Ärztinnen und/oder Ärzte der Fachrichtungen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie,
Kardiologie
und Rheumatologie oder
O
rthop
ädie beteiligt sind. Das Gutachten muss eine Beurteilung nach Massgabe der Standard
indikatoren gemäss der mit BGE 141 V 281 begründeten Rechtsprechung
(vgl.
E.
1.2)
ermöglichen.
5.
Nach dem Gesagten ist di
e angefochtene Verfügung vom
4.
Juni
2020 (
Urk.
2)
aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Sie hat die Abklärungen im Sinne der Erwägungen durchzuführen und hernach bezüg
lich des
Leistungsanspruchs
des Beschwerdeführers eine neue Verfügung zu erlassen. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die
angefochtene
Verfügung
vom
4.
Juni
2020 aufgehoben und die Sache an
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zurückgewiesen wird, damit
diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen,
über den
Leistun
gs
anspr
uch
de
s
Beschwerdeführer
s
neu verfüge
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
HurstWyler