# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 65b6c677-c876-5a22-a78f-b71e49ea5a33
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-16
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 16.05.2022 603 2022 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2022-36_2022-05-16.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2022 36

Urteil vom 16. Mai 2022

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher

Dominique Gross 
Gerichtsschreiberin-Praktikantin: Luana Mizzi

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt 
Remo Gilomen    

gegen

KOMMISSION FÜR ADMINISTRATIVMASSNAHMEN IM STRASSEN-
VERKEHR, Vorinstanz    

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Entzug des Führerausweises wegen schwerer Widerhandlung

Beschwerde vom 28. Februar 2022 gegen die Verfügung vom 20. Januar 
2022

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer) ist im Jahr 1969 geboren. Er ist seit 1996 bzw. 2000 im Besitz 
des Führerausweises namentlich der Kategorien B, BE, C, CE, C1 und C1E. Im Informationssystem 
Verkehrszulassung (vgl. Art. 89a ff. des Strassenverkehrsgesetzes vom 19. Dezember 1958 [SVG; 
SR 741.01] und die Verordnung vom 30. November 2018 über das Informationssystem 
Verkehrszulassung [IVZV; SR 741.58]) ist gegen ihn namentlich ein vorsorglicher Entzug des 
Führerausweises auf unbestimmte Dauer gemäss Verfügung vom 21. Juli 2016 und in der Folge ein 
Entzug für die Dauer von 24 Monaten infolge eines Raserdelikts gemäss der Verfügung vom 
1. September 2016 verzeichnet (Aufhebung des Entzuges nach positivem Gutachten am 2. Juli 
2018).  

B. Mit Schreiben vom 22. November 2021 bzw. vom 2. Dezember 2021 übermittelte das 
schweizerische Konsulat in Milano, Italien, dem Amt für Strassenverkehr und Schifffahrt des Kantons 
Freiburg (ASS) einen Entscheid vom 11. November 2021 der Präfektur von Udine, wonach der 
Beschwerdeführer am 7. November 2021 in Ronchis die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 
41.64 km/h überschritten habe; die Präfektur erteilte ihm daher ein Fahrverbot für das italienische 
Gebiet für die Dauer von einem Monat. 

Die Kommission für Administrativverfahren im Strassenverkehr (Vorinstanz) informierte den 
Beschwerdeführer am 6. Dezember 2021, dass aufgrund des Ereignisses vom 7. November 2021 
in Italien ein Administrativverfahren gegen ihn eröffnet werde. Er führte hierzu am 21. Dezember 
2021 im Wesentlichen aus, dass er gegen 21 Uhr auf der Autobahn A4 unterwegs gewesen sei, als 
plötzlich ein Auto ganz nah auf ihn aufgefahren sei, sodass er nicht mal das Licht des Autos habe 
wahrnehmen können. So habe er sich entschlossen, die Spur zu wechseln, das Auto sei ihm in 
geringem Abstand gefolgt. Als er gebremst habe, habe er im Rückspiegel zwei Männer gesehen, da 
habe er Angst bekommen. Bei jedem Spurwechsel sei das Auto ganz nah hinter seinem Wagen 
geblieben. Er habe dann bei einer Abfahrtsstelle geblinkt und sei auf eine Raststätte gefahren, er 
habe an einem Ort parkiert, wo es viele Leute gehabt habe, da er nicht gewusst habe, was die zwei 
Männer in einem privaten Personenwagen von ihm wollten. Als sie sich als Polizisten ausgegeben 
hätten, sei er erleichtert gewesen, dass es keine Kriminellen waren. Die zwei Polizisten hätten ihn 
mit ihrem Verhalten in Angst und Schrecken versetzt und somit die Geschwindigkeitsüberschreitung 
massgeblich mitbeeinflusst. Er habe die Busse von EUR 543.- vor Ort bezahlt.

C. Mit Verfügung vom 20. Januar 2022 (zugestellt am 27. Januar 2022) hat die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer den Führerausweis wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf der 
Autobahn um 41.64 km/h, begangen am 7. November 2021 in Ronchis, und aufgrund des zuvor 
begangenen Raserdeliktes für die Dauer von drei Monaten entzogen; das fragliche Ereignis vom 
7. November 2021 wurde als schwere Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften 
qualifiziert. 

D. Am 28. Februar 2022 hat der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung Beschwerde an das 
Kantonsgericht erhoben. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Eventualiter sei 
ihm der Führerausweis für die Dauer von zehn Tagen zu entziehen.

E. Die Vorinstanz beantragt am 25. April 2022 die Abweisung der Beschwerde. 

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F. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die 
Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 12 des kantonalen Gesetzes 
vom 12. November 1981 zur Ausführung der Bundesgesetzgebung über den Strassenverkehr 
[AGSVG; SGF 781.1] in Verbindung mit Art. 114 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung 
des Rechtsmittels gegen den vorliegenden Entscheid legitimiert (Art. 76 VRG). Die Beschwerdefrist 
wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt 
(Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

3.1. Der Beschwerdeführer rügt vorerst, dass sein Anspruch auf rechtliches Gehör bzw. die 
Begründungspflicht verletzt worden sei. Er habe in seiner Stellungnahme vom 21. Dezember 2021 
den Sachverhalt eingehend dargelegt. Insbesondere habe er festgehalten, dass er aufgrund des 
aufdringlichen Verhaltens der Polizei – welche in Zivil unterwegs und somit nicht als Polizei 
erkennbar gewesen sei – Angst gehabt habe, ausgeraubt zu werden. Die Vorinstanz habe sich mit 
diesem Vorbringen mit keinem Wort auseinandergesetzt. Seine Argumente seien überdies auch 
hinsichtlich der verfügten Entzugsdauer überhaupt nicht gehört worden, so dass die 
Begründungspflicht verletzt worden sei. 

3.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 
18. April 1999 (BV; SR 101) fliesst unter anderem ein Anspruch der von einem Entscheid in ihrer 
Rechtsstellung betroffenen Person, dass die Behörde ihre Vorbringen auch tatsächlich hört, prüft 
und in der Entscheidfindung berücksichtigt. Entsprechend ist die Behörde verpflichtet, ihren 
Entscheid zu begründen (vgl. auch Art. 66 Abs. 1 lit. c VRG). Dabei muss sie sich nicht mit allen 
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzen, sondern kann sich auf die wesentlichen Punkte 
beschränken. Der Begründungspflicht ist Genüge getan, wenn sich der Betroffene über die 
Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 
Instanz weiterziehen kann (siehe Urteil KG FR 603 2017 58 + 60 vom 7. April 2017 E. 3b f.; vgl. zum 
Ganzen BGE 138 IV 81; 134 I 83 E. 4.1, je mit Hinweisen; ausführlich zur Begründungspflicht 
ALBERTINI, Der verfassungsmässige Anspruch auf rechtliches Gehör im Verwaltungsverfahren des 
modernen Staates, 2000, S. 402 ff. mit zahlreichen Hinweisen).

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3.3. Diesen Anforderungen vermag die angefochtene Verfügung knapp zu genügen. Immerhin 
ergibt sich aus dieser Verfügung, dass der Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdeführers vom 
21. September 2021 nicht gefolgt wird und nicht von einem Notstand ausgegangen wurde, und dass 
hinsichtlich der Entzugsdauer namentlich das zuvor begangene Raserdelikt ins Gewicht fiel. Dem 
Beschwerdeführer ist es denn auch gelungen, die Verfügung sachgerecht anzufechten. Die Rüge, 
die angefochtene Verfügung verletze die Begründungspflicht, ist demnach unbegründet.

4.

4.1. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts darf die Verwaltungsbehörde beim Ent-
scheid über die Massnahme des Führerausweisentzugs von den tatsächlichen Feststellungen des 
Strafrichters nur abweichen, wenn sie Tatsachen feststellt und ihrem Entscheid zugrunde legt, die 
dem Strafrichter unbekannt waren, wenn sie zusätzliche Beweise erhebt oder wenn der Strafrichter 
bei der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht alle Rechtsfragen abgeklärt, namentlich die 
Verletzung bestimmter Verkehrsregeln übersehen hat (BGE 124 II 103 E. 1c/aa, mit Hinweis). Die 
Verwaltungsbehörde ist grundsätzlich auch an einen Strafentscheid gebunden, der nicht im ordent-
lichen Verfahren, sondern im Strafbefehlsverfahren gefällt wurde, sofern die beschuldigte Person 
wusste oder angesichts der Schwere der ihr vorgeworfenen Delikte voraussehen musste, dass 
gegen sie ein Führerausweisentzugsverfahren eröffnet wird, und sie es trotzdem unterlässt oder 
darauf verzichtet, im Rahmen des summarischen Strafverfahrens die ihr garantierten Verteidigungs-
rechte geltend zu machen. Unter diesen Umständen darf die betroffene Person nicht das Verwal-
tungsverfahren abwarten, um allfällige Rügen vorzubringen und Beweisanträge zu stellen, sondern 
ist nach Treu und Glauben verpflichtet, dies bereits im Rahmen des summarischen Strafverfahrens 
zu tun, sowie allenfalls die nötigen Rechtsmittel zu ergreifen (BGE 123 II 97 E. 3c/aa; Urteile BGer 
1C_537/2020 vom 16. Februar 2021 E. 3.1; 1C_432/2017 vom 7. Februar 2018 E. 2.3).

4.2. Bei einem im Ausland begangenen Delikt muss die Entzugsbehörde des Wohnsitzkantons 
von den Tatumständen umfassende Kenntnis erhalten haben. Dies ist dann der Fall, wenn das 
fehlerhafte Verkehrsverhalten im Ausland Anlass zu einer gründlichen Sachverhaltsabklärung durch 
die ausländischen Polizei- und Strafbehörden gab und die Tatbestandsfeststellung dieser Behörden 
hinsichtlich der Fehlerhaftigkeit des Verkehrsverhaltens die schweizerischen Entzugsbehörden zu 
überzeugen vermag; namentlich dürfen die von den ausländischen Behörden eruierten Tatumstände 
keine Zweifel offenlassen. Es müssen eindeutige Schlüsse im Hinblick auf die zu verfügende 
Verwaltungsmassnahme gezogen werden können, denn es ist den schweizerischen 
Verwaltungsbehörden in der Regel nicht möglich, selber Erhebungen zur Sache anzustellen. Den 
Besonderheiten der ausländischen Verkehrsregeln ist Rechnung zu tragen. Diese können unter 
Umständen von den im schweizerischen Strassenverkehr geltenden beträchtlich verschieden sein. 
Liegt zudem eine strafrechtliche Verurteilung vor, so darf das ausländische Urteil den Grundsätzen 
des schweizerischen Rechts nicht widersprechen (BGE 102 Ib 59 E. 3; 108 Ib 69 E. 2; zum Ganzen 
BSK SVG-RÜTSCHE/WEBER, Art. 16cbis N. 11, mit weiteren Hinweisen). 

5.

5.1. Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerde im Wesentlichen vor, dass er den 
Polizisten vor Ort ein Bussgeld bezahlt habe. Er habe anlässlich der Stellungnahme vom 
21. Dezember 2021 ausgeführt, dass er sich bei der Begehung der Geschwindigkeitsüberschreitung 
in einem Sachverhaltsirrtum bzw. in einer Notstandssituation befunden habe. Er habe befürchtet, 
durch die Personen in dem ihm nachfolgenden Auto, das jeden Spurwechsel mitgemacht und 
anschliessend auch auf die Raststätte gefahren sei, angegriffen und anschliessend ausgeraubt zu 

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werden; indes hätten sich diese dann als Polizisten herausgestellt, die in einem Zivilwagen fuhren. 
Die Geschwindigkeitsüberschreitung – sofern diese effektiv belegt sei – sei daher massgeblich durch 
diese Polizisten verursacht worden. Für ihn stelle sich zudem die Frage, ob tatsächlich eine 
Geschwindigkeitsüberschreitung stattgefunden habe, zumal offen sei, wie die Polizisten dies mittels 
Nachfahren zweifelsfrei festgestellt haben wollten. Er habe bislang keine Verfügung bzw. kein Urteil 
aus Italien erhalten, gegen das er hätte vorgehen können und sollen. Er habe einfach vor Ort eine 
Busse von EUR 543.- bezahlt, bis heute sei das Ereignis aber für ihn nicht transparent 
nachvollziehbar. Die Verfügung betreffend das Fahrverbot in Italien, welche sich in den Akten 
befinde, enthalte keine rechtsgenügliche Rechtsmittelbelehrung, und sie gelte – da er keine 
Verfügung betreffend die strafbare Widerhandlung erhalten und auch nicht gewusst habe, wie er 
sich gegen ein solches aus hiesiger Sicht willkürliches Beweisergebnis hätte wehren sollen – als 
nicht rechtsgültig eröffnet und sei damit nicht rechtskräftig. Weiter sei nicht nachvollziehbar, wie er 
sich zusätzlich gegen den strafrechtlichen Vorwurf hätte wehren sollen. Für ihn sei ohnehin nicht 
abschliessend geklärt, ob in Italien ebenfalls zwischen Strafverfahren und Administrativverfahren 
unterschieden werde oder ob alles in einem behördlichen Akt abgehandelt werde. 

5.2. Vorliegend wurde der Beschwerdeführer mit dem polizeilichen Bussenentscheid des 
"Comando Sezione Polstrada di Udine" vom 7. November 2021 mit einer Busse von EUR 543.- 
sanktioniert, wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um 41.64 km/h auf der 
Autobahn in Ronchis. Der Beschwerdeführer ist italienischer Staatsbürger. Es ist damit davon 
auszugehen, dass er die italienische Sprache beherrscht und mit den italienischen Vorschriften und 
Gepflogenheiten im Strassenverkehr vertraut ist, zumal er in seiner Beschwerde geltend macht, dass 
ihn (auch) aufgrund seines Berufes als LKW-Fahrer das von den ausländischen Behörden für Italien 
verfügte Fahrverbot bereits ausserordentlich intensiv treffe. Es musste ihm damit bewusst sein, dass 
eine Busse zwar sofort bezahlt werden kann, dass aber offensichtlich auch die Möglichkeit einer 
Anfechtung des Bussenentscheides besteht; gegebenenfalls wäre es ihm möglich gewesen, die 
Polizeistreife – nachdem er gemäss seinen Ausführungen erleichtert zur Kenntnis genommen hatte, 
dass es sich um Polizisten handle – nach dem entsprechenden Vorgehen zu fragen. Der 
Beschwerdeführer macht überdies nicht geltend, dass er die Busse bezahlt hätte, ohne dass ihm im 
Gegenzug eine ordentliche Quittung ausgestellt worden wäre, und es erscheint unglaubwürdig, dass 
ihm anlässlich der Anhaltung kein Bussenbescheid ausgehändigt worden wäre. Seine 
Argumentation zum geltend gemachten Notstand bzw. seine Zweifel an der Feststellung der 
Geschwindigkeitsüberschreitung durch die Polizisten hätte er im italienischen Strafverfahren 
vorbringen müssen. Es verstösst gegen Treu und Glauben, die strafrechtliche Verurteilung zu 
akzeptieren und gegen die tatsächlichen Grundlagen im anschliessenden Administrativverfahren in 
der Schweiz Einwände zu erheben (vgl. Urteil BGer 1C_266/2014 vom 17. Februar 2015 E. 2.1.4, 
mit Hinweisen auf die Rechtsprechung). Insbesondere mussten dem Beschwerdeführer bereits 
aufgrund des im Jahr 2016 begangenen Raserdeliktes die drohenden Sanktionen bei einer 
Geschwindigkeitsüberschreitung von 41.64 km/h bewusst sein, und er konnte nicht in guten Treuen 
davon ausgehen, dass die in Italien begangene Verkehrsregelverletzung mit straf- und 
massnahmenrechtlichen Folgen in der Schweiz ohne Konsequenzen bleiben würde. Indem er den 
italienischen Bussenentscheid vom 7. November 2021 anerkannte, nahm er in Kauf, dass er in der 
Schweiz zusätzlich administrativrechtlich belangt wird.

5.3. Vor diesem Hintergrund ist in casu im Führerausweisentzugsverfahren nicht mehr auf die 
Sachverhaltsfeststellungen im rechtskräftigen italienischen Bussenentscheid zurückzukommen. Es 
ist mithin zu schliessen, dass der Beschwerdeführer am 7. November 2021 in Ronchis die zulässige 
Höchstgeschwindigkeit um 41.64 km/h überschritten hat; auf einen relevanten Sachverhaltsirrtum 

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bzw. einen Notstand durch das Verhalten der Polizisten kann aufgrund der rechtskräftigen straf-
rechtlichen Verurteilung nicht geschlossen werden. Der Beschwerdeführer muss sich den 
entsprechenden Sachverhalt entgegenhalten lassen und die Vorinstanz durfte auf diesen 
Sachverhalt abstellen. 

6.

Nach Art. 16cbis Abs. 1 SVG wird nach einer Widerhandlung im Ausland der Führerausweis entzo-
gen, wenn a) im Ausland ein Fahrverbot verfügt wurde; und b) die Widerhandlung nach den Art. 16b 
und 16c SVG als mittelschwer oder schwer zu qualifizieren ist.  

Wie nachfolgend aufgezeigt wird, sind diese Voraussetzungen hier erfüllt.

7.

7.1. Mit Entscheid der Präfektur von Udine vom 11. November 2021 wurde dem 
Beschwerdeführer wegen der am 7. November 2021 begangenen Geschwindigkeitsüberschreitung 
ein Fahrverbot von einem Monat für das italienische Territorium erteilt. Der Beschwerdeführer macht 
wie erwähnt geltend, dass er bislang keine Verfügung oder ein Urteil aus Italien erhalten habe, gegen 
welches er hätte vorgehen können und sollen, bzw. dass zwar der in den Akten befindlichen 
Verfügung betreffend das Fahrverbot zu entnehmen sei, dass er innert 60 Tagen seit Erhalt beim 
zuständigen Friedensrichter der Präfektur Einsprache dagegen hätte machen können; diese 
Verfügung enthalte aber keine weitere Adressangabe o.ä. zur Rechtsmittelinstanz und sei nach 
hiesigem Verständnis – da er keine Verfügung betreffend die strafbare Widerhandlung erhalten habe 
und als Laie auch nicht gewusst hätte, wie er sich gegen ein solches aus hiesiger Sicht willkürliches 
Beweisergebnis hätte wehren sollen – nicht rechtsgültig eröffnet worden und damit nicht 
rechtskräftig. Dem kann indes nicht gefolgt werden. 

Gemäss den Angaben in der Rechtsmittelbelehrung des erwähnten Entscheides der Präfektur von 
Udine konnte innerhalb von 60 Tagen beim zuständigen Friedensgericht eine Einsprache gegen das 
Fahrverbot erhoben werden, und dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer wäre es ohne 
weiteres zumutbar gewesen, diese Rechtsmittelfrist gegebenenfalls mit Hilfe eines italienischen 
Rechtsanwaltes wahrzunehmen. Die Präfektur hat den Entscheid dem schweizerischen Konsulat 
zugestellt, welches den Entscheid seinerseits rechtsgültig an den Beschwerdeführer übermitteln 
konnte. Es ist demnach davon auszugehen, dass der Entscheid der Präfektur von Udine vom 
11. November 2021, mit dem gegen den Beschwerdeführer ein Fahrverbot von einem Monat für das 
italienische Territorium ausgesprochen wurde, unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist, wobei 
hinsichtlich der Erwägungen zum Strafurteil auf E. 5.2 f. verwiesen wird. Die Voraussetzung von 
Art. 16cbis Abs. 1 lit. a SVG, nämlich die Verfügung eines Fahrverbotes im Ausland, ist somit erfüllt 
(siehe auch namentlich Urteile BGer 1C_353/2015 vom 21. Dezember 2015 1C_282/2015 vom 
30. November 2015 hinsichtlich einer Überschreitung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit in 
Italien; in beiden Fällen schloss das Bundesgericht, dass die Voraussetzungen zum 
schweizerischen Nachvollzug erfüllt sind).  

7.2. Betreffend die Voraussetzung von Art. 16cbis Abs. 1 lit. b SVG ist festzuhalten, dass das 
Gesetz zwischen der leichten, mittelschweren und schweren Widerhandlung unterscheidet (Art. 16a-
c SVG). Eine leichte Widerhandlung begeht, wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe 
Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft, sofern ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft 
(Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG). Nach der Rechtsprechung müssen eine geringe Gefahr und ein leichtes 
Verschulden kumulativ gegeben sein. Eine mittelschwere Widerhandlung begeht, wer durch 

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Verletzung von Verkehrsregeln eine Gefahr für die Sicherheit anderer hervorruft oder in Kauf nimmt 
(Art. 16b Abs. 1 lit. a SVG). Sie stellt einen Auffangtatbestand dar. Sie liegt vor, wenn nicht alle 
privilegierenden Elemente einer leichten und nicht alle qualifizierenden Elemente einer schweren 
Widerhandlung gegeben sind. Ist die Gefährdung gering, aber das Verschulden hoch, oder 
umgekehrt die Gefährdung hoch und das Verschulden gering, liegt eine mittelschwere 
Widerhandlung vor (vgl. Urteil BGer 1C_746/2013 vom 12. Dezember 2013 E. 2.3). Ist die Verlet-
zung von Verkehrsregeln grob und wird dadurch eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer 
hervorgerufen oder in Kauf genommen, ist die Widerhandlung schwer (Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG). 
Eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer ist nicht erst bei einer konkreten, sondern bereits 
bei einer erhöhten abstrakten Gefährdung zu bejahen. Ob eine solche vorliegt, hängt von den 
jeweiligen Verhältnissen des Einzelfalles ab (BGE 135 II 138 E. 2.2.2 f.; 131 IV 133 E. 3.2).

7.3. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 41.64 km/h auf der Autobahn stellt nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung unabhängig von den konkreten Umständen in objektiver 
Hinsicht eine schwere Widerhandlung im Sinn von Art. 16c Abs. 1 lit. a SVG dar (siehe Urteil BGer 
1C_335/2011 vom 26. Oktober 2011, E. 2.2 mit Hinweisen auf 1C_83/2008 vom 16. Oktober 2008 
E. 2). Dem Lenker kann eine derart massive Überschreitung nicht verborgen bleiben, weshalb sie 
zumindest auf grober Fahrlässigkeit beruht, es sei denn, es bestehe eine Ausnahmesituation (Urteil 
BGer 1C_263/2011 vom 22. August 2011 E. 2.6, mit Hinweisen). Eine solche Ausnahme ist aufgrund 
des vorliegend festgestellten Sachverhaltes nicht ersichtlich: Wie aufgezeigt, kann der 
Argumentation des Beschwerdeführers hinsichtlich des geltend gemachten Notstands bzw. 
Sachverhaltsirrtums aufgrund des in Rechtskraft erwachsenen Strafurteils nicht gefolgt werden und 
für eine entsprechende Notsituation bestehen aufgrund der Akten auch keinerlei Hinweise. 

8.

8.1. Bei der Festsetzung der Entzugsdauer sind die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, 
namentlich die Gefährdung der Verkehrssicherheit, das Verschulden, der Leumund als 
Motorfahrzeugführer und die berufliche Notwendigkeit, ein Motorfahrzeug zu führen (Art. 16 Abs. 3 
SVG). Hinsichtlich der Entzugsdauer nach einer Widerhandlung im Ausland spezifiziert Art. 16cbis 
Abs. 2 SVG, dass die Auswirkungen des ausländischen Fahrverbotes auf die betroffene Person 
angemessen zu berücksichtigen sind. Die Mindestentzugsdauer darf unterschritten werden. Die 
Entzugsdauer darf bei Personen, zu denen im Informationssystem Verkehrszulassung (IVZ) keine 
Daten zu Administrativmassnahmen enthalten sind, die am Begehungsort im Ausland verfügte 
Dauer des Fahrverbots nicht überschreiten. Aus dem gesetzlichen Verweis auf Art. 16b und Art. 16c 
SVG und dem Hinweis, dass die gesetzliche Mindestdauer unterschritten werden dürfen, ergibt sich, 
dass grundsätzlich die für Inlandtaten geltenden Vorschriften anzuwenden sind, sofern sich aus 
Art. 16cbis SVG nichts anderes ergibt (Urteil BGer 1C_392/2013 vom 23. Januar 2014 E. 2.2 mit 
Hinweis auf 1C_47/2012 vom 17. April 2012 E. 2.2). Die Möglichkeit der Unterschreitung der 
Mindestentzugsdauer gemäss Art. 16cbis Abs. 2 SVG bezweckt die Vermeidung von Doppel-
bestrafungen. Insgesamt müssen die im Ausland und in der Schweiz ausgesprochenen Mass-
nahmen in ihrer Gesamtheit schuldangemessen sein (Art. 16cbis Abs. 2 Satz 1 SVG). Damit trägt 
das Gesetz dem Umstand Rechnung, dass das ausländische Fahrverbot den Fehlbaren unter-
schiedlich stark oder gar nicht treffen kann. So gibt es Fahrzeuglenker, die im Tatortstaat oft 
unterwegs sind, weshalb sie das dortige Fahrverbot erheblich belastet. Umgekehrt gibt es Personen, 
die praktisch nie im Tatortstaat ein Fahrzeug lenken, weshalb sie das ihnen dort auferlegte 
Fahrverbot kaum oder überhaupt nicht trifft (BGE 141 II 256 E. 2.3). Bei der Anordnung eines 
Warnungsentzugs wegen eines im Ausland begangenen Verkehrsdeliktes sind auch die übrigen 
Regelungen des SVG zur Entzugsdauer zu beachten. Insbesondere findet auch das 

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Kaskadensystem gemäss Art. 16b Abs. 2 SVG und Art. 16c Abs. 2 SVG Anwendung, und Rückfälle 
führen dementsprechend zu einer höheren (allerdings unterschreitbaren) Mindestentzugsdauer 
(BSK SVG-RÜTSCHE/WEBER, Art. 16c N. 17).

8.2. Die Mindestentzugsdauer für schwere Widerhandlungen beträgt gemäss Art. 16c Abs. 2 lit. a 
SVG drei Monate; sie erhöht sich auf mindestens zwölf Monate, wenn in den vorangegangenen fünf 
Jahren der Ausweis einmal wegen einer schweren Widerhandlung oder zweimal wegen mittel-
schweren Widerhandlungen entzogen war (Art. 16c Abs. 2 lit. c SVG).

8.3. Der Beschwerdeführer ist im IVZ mit einem Entzug des Führerausweises infolge eines im 
Jahr 2016 begangenen Raserdeliktes verzeichnet. Dieser Führerausweisentzug endete am 2. Juli 
2018. Die erwähnte Rückfallfrist von fünf Jahren für die Kaskade nach 16c Abs. 2 lit. c SVG beginnt 
nach der Rechtsprechung erst nach Ablauf des letzten Tages des früheren Führerausweisentzuges 
bzw. bei einem früheren Sicherungsentzug mit dem Tag der Wiederzulassung zum Strassenverkehr 
zu laufen (siehe ausführlich Urteil BGer 1C_180/2010 vom 22. September 2010). Da der Be-
schwerdeführer durch das Ereignis vom 7. November 2021 in Italien innerhalb von fünf Jahren nach 
der Wiederzulassung zum Strassenverkehr erneut eine schwere Widerhandlung begangen hat, 
beträgt die Mindestentzugsdauer – welche jedoch wie aufgezeigt unterschritten werden kann – zwölf 
Monate. Die Vorinstanz hat den Führerausweis des Beschwerdeführers in Anbetracht der Umstände 
lediglich für die Dauer von drei Monaten entzogen. 

Diese Entzugsdauer kann aufgrund der Umstände, unter Berücksichtigung des zuvor begangenen 
Raserdeliktes – selbst bei einem LKW-Fahrer, der regelmässig nach Italien fährt und gegen den in 
Italien ein Fahrverbot von einem Monat verfügt wurde –, als äusserst mild bezeichnet werden. 

9.

Im Ergebnis hat damit die Vorinstanz die Geschwindigkeitsüberschreitung des Beschwerdeführers 
in Italien zu Recht als schwere Widerhandlung gegen die Verkehrsvorschriften qualifiziert und ihm 
gestützt auf das zuvor begangene Raserdelikt den Ausweis für die Dauer von drei Monaten 
entzogen. 

Die Beschwerde ist somit abzuweisen und die Verfügung der Vorinstanz vom 20. Januar 2022 ist zu 
bestätigen.

10.

10.1. Die Gerichtskosten, die auf CHF 800.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang 
entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]).

10.2. Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 Abs. 1 VRG).  

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen.

II. Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Es ist keine Parteientschädigung geschuldet. 

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 16. Mai 2022/dgr

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Praktikantin: