# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24fdad69-0283-5300-80dc-e8e741793d29
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 14.12.2010 S 2010 98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2010-98_2010-12-14.pdf

## Full Text

S 10 98

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 14. Dezember 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren am … 1954, arbeitete ab dem 11. Juli 1977 bei der … AG in ... 

Gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis war er bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 10. Juni 1980 wurde der 

Versicherte auf dem Bauplatz von einem herabstürzenden Betonkübel eines 

Seilbaggers direkt an der linken Flanke getroffen. Darauf wurde er ins 

Regionalspital … in … gebracht, wo eine Beckenfraktur links mit 

geringgradiger Dislokation, Frakturen der Querfortsätze des 1.-4. 

Lendenwirbelkörpers links und diverse Schürfwunden diagnostiziert wurden. 

Die Hospitalisation dauerte in der Folge bis zum 26. Juni 1980. Am 5. August 

1980 wurde der Versicherte vom Kreisarzt, Dr. Meier, untersucht. Die 

kreisärztliche Untersuchung ergab, dass der Versicherte voraussichtlich ab 

dem 18. August 1980 die Arbeit vorerst am Vormittag (50%) wieder 

aufnehmen könne. Ab dem 1. September 1980 sei ihm wieder die vollständige 

Arbeitsfähigkeit zumutbar. 

2. Am 25. März 2009 stellte der Versicherte bei der SUVA einen Antrag auf 

Invalidenrente und Integritätsentschädigung aufgrund des Unfalls vom 10. 

Juni 1980. Dazu reichte er verschiedene Unterlagen und Arztberichte von 

Ärzten ein, die er im Kosovo aufgesucht hatte. Mit Stellungnahme vom 30. 

Juni 2009 befasste sich der Kreisarzt, Dr. med. …, mit dem Begehren des 

Versicherten, der unter Bezugnahme der eingereichten Arztberichten zum 

Schluss kam, dass die geltend gemachten Beschwerden nicht wahrscheinlich 

kausal auf den Arbeitsunfall vom 10. Juni 1980 zurückzuführen seien. Am 30. 

November 2009 stellte der Versicherte einen Antrag auf Prüfung eines 

Rückfalls, da sich die Beschwerden wesentlich verschlimmert hätten. 

Wiederum lagen Arztberichte von Ärzten aus dem Kosovo bei, welche die 

SUVA anschliessend dem Kreisarzt zur Stellungnahme vorlegte. Mit 

Schreiben vom 4. Januar 2010 hielt dieser fest, dass die im Kosovo 

festgestellten Befunde nicht wahrscheinlich im Zusammenhang mit dem 

Unfallereignis vom 10. Juni 1980 ständen. Darauf reichte der Versicherte am 

23. Januar 2010 noch Röntgenaufnahmen und Begleitberichte ein, die der 

Kreisarzt am 19. Februar 2010 begutachtete.

3. Mit Verfügung vom 22. Februar 2010 lehnte die SUVA eine Leistungspflicht 

ab. Gemäss Kreisarzt, Dr. med. …, bestehe kein sicherer     oder 

wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Arbeitsunfall vom 10. 

Juni 1980 und den am 25. März 2009 gemeldeten Beschwerden. Die gegen 

die Verfügung erhobene Einsprache vom 5. März 2010 mit Nachtrag vom 16. 

März 2010 wies die Vorinstanz mit Entscheid vom 11. Mai 2010 ab.

4. Dagegen erhob der Versicherte am 21. Juni 2010 Beschwerde an das 

Verwaltungsgericht Graubünden mit dem sinngemässen Antrag auf 

Aufhebung des Einspracheentscheids der Vorinstanz und Verpflichtung der 

Beschwerdegegnerin zur Leistung einer IV-Rente sowie einer 

Integritätsentschädigung in der Höhe von 50%, zuzüglich Zins von 4%. Der 

Beschwerdeführer sei unfallbedingt über 50% invalid, was sich klar aus der 

ärztlichen Begutachtung im Kosovo vom 19. November und vom 23. 

November 2009 ergebe. Durch die SUVA sei der Beschwerdeführer gar nicht 

ärztlich begutachtet worden, so dass diese auch keinen richtigen 

Einspracheentscheid habe erlassen können. Mit einer Begutachtung beim 

Gericht sei er einverstanden.

5. Die SUVA beantragte in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der 

Beschwerde. Der Beschwerdeführer habe einerseits einen Rückfall und 

andererseits eine Verschlimmerung in Bezug auf den Unfall vom 10. Juni 

1980 geltend gemacht. Bei Rückfällen und Spätfolgen obliege der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den geltend gemachten 

Beschwerden und dem Unfallereignis dem Beschwerdeführer. Dieser habe 

verschiedene Arztberichte eingereicht, die teilweise nichts mit dem Unfall zu 

tun hätten und unfallfremde Diagnosen enthielten. Weiter hätten die 

untersuchenden Ärzte nicht über die Unterlagen des Unfalls verfügt. Dagegen 

sei der Kreisarzt in Besitz aller dieser Unterlagen sowie auch der 

eingereichten Berichte und Röntgenaufnahmen in Bezug auf die aktuell 

geltend gemachten Beschwerden gewesen, so dass er sich ein lückenloses 

Bild habe machen können. Brückensymptome lägen keine vor, da der 

Beschwerdeführer während 29 Jahren nicht behandlungsbedürftig gewesen 

sei und auch keine Arbeitsunfähigkeit resultiert habe. Der Zeitablauf spreche 

daher klar gegen den natürlichen Kausalzusammenhang der aktuellen 

Beschwerden zum Unfall vom 10. Juni 1980. Eine Verschlimmerung der 

Unfallfolgen sei ebenfalls auszuschliessen, da der Kreisarzt anhand der 

Berichte und der Röntgenaufnahmen festgestellt habe, dass die 

Unfallbefunde ausgeheilt und ausreichend stabilisiert seien. 

Zusammenfassend habe der Beschwerdeführer weder den Beweis für einen 

Rückfall noch für eine Verschlimmerung der Unfallfolgen erbringen können.

6. Mit der Replik brachte der Beschwerdeführer keine neuen Behauptungen und 

Argumente vor. Die SUVA verzichtete auf eine Duplik. 

Auf die weiteren Ausführungen der Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der 

Einspracheentscheid der SUVA vom 11. Mai 2010 resp. die diesem zugrunde 

liegende Verfügung vom 22. Februar 2010. Streitig und zu prüfen ist, ob die 

Vorinstanz zu Recht ihre Leistungspflicht für die mit Rückfall gemeldeten 

Beschwerden und die geltend gemachte Verschlimmerung  verneint hat.

2. Der Einspracheentscheid der SUVA wurde dem Beschwerdeführer gemäss 

eigener glaubhafter Darstellung am 25. Mai 2010 zugestellt. Mit der 

Beschwerde vom 21. Juni 2010 wurde die 30-tägige Beschwerdefrist gemäss 

Art. 60 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG) daher soweit ersichtlich gewahrt. Auf die 

Beschwerde ist einzutreten.

3. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt nach dem ATSG sowie der 

Spezialgesetzgebung im Unfallversicherungsrecht (UVG) zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingeklagten 

Gesundheitsschaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind 

alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

verwirklicht gedacht werden kann. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 

und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 

bestehe, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung und im Beschwerdefall der 

Richter nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 

eines Sachzusammenhanges genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches noch nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 V 138 E. 3a, 119 

V 138 E. 1, 118 V 289 E. 1b; Pra 3/2004 Nr. 45 E. 2.2.2 S. 235; SVR-

Rechtsprechung [SVR] 8-9/2003 UV Nr. 11 E. 3.1 S. 32, Nr. 12 UV E. 3.1.1 

S. 35; PVG 2000 Nr. 26, 1994 Nr. 65).

b) Als adäquate oder rechtserhebliche Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis 

dann zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach 

der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg  von der 

Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch 

das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2, 125 

V 461 E. 5a, 123 V 141 E. 3d, 122 V 416 E. 2a, 121 V 49 E. 3a; SVR 8-9/2003 

UV Nr. 11 E. 3.2 S. 32). Der Voraussetzung des     adäquaten 

Kausalzusammenhanges kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu 

(BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Sie hat bei allen 

Gesundheitsschädigungen, die aus ärztlicher Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als natürliche Unfallfolgen gelten, Platz zu greifen. Die 

Frage der Adäquanz ist eine Rechtsfrage, sie ist nicht von medizinischen 

Sachverständigen, sondern vom Richter zu beurteilen (SVR 8-9/2003 UV Nr. 

12 E. 3.2.1 S. 36, 9/2002 UV Nr. 11 E. 2b S. 31).

c) Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) werden 

die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Laut 

Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern 

einer vermeintlich geheilten Verletzung, sodass es zu ärztlicher Behandlung, 

möglicherweise zu weiterer Arbeitsunfähigkeit kommt. Von Spätfolgen spricht 

man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit 

organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders 

gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 

somit begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können 

sie eine Leistungspflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen 

den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim 

versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und 

adäquater Kausalzusammenhang bejaht werden kann (SVR 8-9/2003 UV Nr. 

14 E. 4 S. 43; BGE 118 V 296 E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 2). Bei 

Rückfällen und Spätfolgen obliegt es der versicherten Person, das Vorliegen 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen 

Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen 

dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, 

desto strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 

E. 1c in fine). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der 

versicherten Person aus (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E 3b). Werden durch 

den Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt die Unfallversicherung den 

durch das Unfallereignis verursachten Schaden, spätere 

Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome 

gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts U 293/01 vom 17. Mai 2002 E. 1, mit 

Hinweisen auf die Literatur). 

4. a) Zur Beurteilung der im vorliegenden Fall umstrittenen und daher zu prüfenden 

Frage, ob zwischen dem Unfallereignis vom 10. Juni 1980 und den aktuell 

geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, sind der Versicherungsträger und das Gericht 

auf ärztliche Unterlagen angewiesen. Für den Beweiswert eines solchen 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahmen als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 

352 E. 3a). Weil die SUVA in beweisrechtlicher Hinsicht ein zur Objektivität 

verpflichtetes gesetzesvollziehendes Organ ist, kann auch den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert beigemessen werden, 

sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen 

(BGE 122 V 157 E. 1c). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann 

sodann auch einem Aktengutachten voller Beweiswert zukommen, sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_540/2007 vom 27. März 2008 E. 3.2; EVG-

Urteil U 330/02 vom 5. Dezember 2003 E. 2.3, U 277/01 vom 29. April 2002 

E. 3c; RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95; 1988 Nr. U S. 366).

b) Konkret sind für die Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 

dem Unfall vom 10. Juni 1980 und den neuerdings eingeklagten Beschwerden 

die vom Beschwerdeführer am 25. März 2009 eingereichten, in die deutsche 

Sprache übersetzten Berichte der Ärzte aus dem Kosovo und der Bericht des 

Kreisarztes, Dr. med. V. Rehli, vom 30. Juni 2009 massgebend:

• Dr. …, Neuropsychiater in der Facharztpraxis … für Neurologie und 
Psychiatrie, führt in seinem Bericht vom 21. März 2009 aus, dass der 
Beschwerdeführer wegen vielfältiger Beschwerden psychischer Natur, die 

von somatischen Beschwerden begleitet werden, zur Untersuchung 
komme. Der Patient habe im Jahr 1980 eine Verletzung in der Schweiz 
erlitten, wobei er eine zeitlang stationär und anschliessend ambulant 
behandelt worden sei. Er klage derzeit über Schmerzen im Lumbalbereich, 
Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Schlafstörungen, schlechte Stimmung 
und Verlust des Interesses an normalen Dingen, Zurückgezogenheit aus 
dem sozialen Umfeld, geschwächte Erinnerung und 
Konzentrationsschwierigkeiten. Der Arzt diagnostizierte eine depressive 
Episode schweren Grades, einen posttraumatischen Kopfschmerz und ein 
chronisches Lumbalsyndrom. Die Arbeitsfähigkeit des Patienten sei 
hochgradig reduziert und der Patient benötige eine weitere Behandlung 
auf psychischer Ebene.

• Dr. med. …, Facharzt für Augenheilkunde am Regionalkrankenhaus …, 
untersuchte den Beschwerdeführer am 23. März 2009 und kam zum 
Schluss, dass der Patient eine Sehnerventzündung habe und eine 
Veränderung des Augenhintergrundes gegeben sei. Zudem leide der 
Patient unter einem posttraumatischen Kopfschmerz. Die Arbeitsfähigkeit 
des Patienten sei eingeschränkt.

• …, Orthopäde und Traumatologe an der medizinischen Polyklinik …, 
befasste sich am 21. März 2009 mit dem Beschwerdeführer. Er 
diagnostizierte einen Zustand nach Kompressionsbruch des Wirbels L1 
und einen Zustand nach Bruch der unteren Rippen V, VI rechts und VIII, 
IX, X links, eine generalisierte Knochengewebeentzündung der Hals-
Lendenwirbel, Missempfindungen in den unteren Extremitäten, 
Zuckerkrankheit und eine Instabilität der Wirbelsäule. Im Übrigen ist die 
Diagnose unleserlich. Der Patient sei daher über 50% invalid und solle bei 
der Invaliditätskommission vorsprechen. 

• Am 23. März 2009 wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. …, 
Pulmologe/Radiologe/Ultrasonist am Diagnostischen Zentrum „…“ 
untersucht. Dabei wurden eine obstruktive chronische Bronchitis, eine 
Erweiterung der Bronchien links, eine chronische Verfettung und eine 
chronische Gallenblasenentzündung festgestellt. 

• …, Internist/Echokardiograph an der Internistischen Facharztpraxis 
„CARDIO“, untersuchte den Beschwerdeführer am 23. März 2009. Dabei 
stellte er Diabetes Typ II, einen essentiellen arteriellen Bluthochdruck und 
Angina Pectoris (Herzenge) fest. Wegen der chronischen Natur der 
Krankheiten und seines Gesundheitszustandes sei die Arbeitsfähigkeit 
des Patienten deutlich reduziert. Er solle das Invaliditätsrentenverfahren 
beginnen.

• Der Kreisarzt, Dr. med. …, beurteilte die eingereichten Arztberichte unter 
Zugrundelegung der Unfallakten am 30. Juni 2009 (aktengestützt). Im 
Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. Juni 1980 sei eine Fraktur 
des Os pubis links und Querfortsatzfrakturen festgehalten. Eine strukturell 
fassbare Hüftgelenksverletzung habe aber ausgeschlossen werden 
können. Diese Befunde seien ausreichend dokumentiert. Zu den aktuell 
geltend gemachten Beschwerden bestehe kein zumindest 

wahrscheinlicher kausaler Zusammenhang mit den vorerwähnten 
Verletzungen im Rahmen des Arbeitsunfalls.

c) Im Weiteren in die Beurteilung der natürlichen Kausalität einzubeziehen sind 

die ebenfalls auf Deutsch übersetzten Facharztberichte, die der 

Beschwerdeführer mit der Rückfallmeldung vom 30. November 2009 

einreichte. Dazu äusserte sich der Kreisarzt am 4. Januar 2010:

• … an der Orthopädischen Klinik „…“, untersuchte den Beschwerdeführer 
am 20. bzw. 23. November 2009. Der Patient sei wegen Schmerzen in der 
Lende und Schwierigkeiten beim Gehen zur Untersuchung gekommen, er 
könne ohne Hilfe eines Gehstocks nicht gehen und klage insbesondere 
bei Belastung über Schmerzen und Taubheit des linken Beines. Der 
Patient habe am 10. Juni 1980 einen Arbeitsunfall erlitten. Aufgrund der 
Anamnese, der klinischen Untersuchung und mittels Röntgen sei die 
folgende Diagnose bestätigt: Zustand nach Bruch des 1. Lendenwirbels, 
Zustand nach Bruch des Dornfortsatzes der Lendenwirbel 1 bis 4, Zustand 
nach Bruch des Schambeins links und Zustand nach Bruch der rechten 5. 
und 6. Rippe und der 7., 9. und 10. Rippe, Spondylose der Brust- und 
Lendenwirbelsäule und eine linksseitige Ischialgie. Trotz der verordneten 
Therapie habe der Patient keine deutlichen Verbesserungen erreicht. Er 
könne ohne Gehstock nicht mehr gehen. Es bestehe eine Invalidität von 
60% mit Tendenz zur Verschlechterung, der Patient sei zu 100% 
arbeitsunfähig.

• …, Neuropsychiater am Dienst für Geistige Gesundheit in der 
Gemeinschaft …, untersuchte den Patienten am 19. November 2009. Der 
Patient klage über Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Angst und Verlust des 
Willens. Die psychischen Beschwerden hätten vor etwa acht Monaten 
begleitet von somatischen Beschwerden begonnen. Der Patient habe im 
Jahr 1980 einen Unfall während einer vorübergehenden Arbeitstätigkeit in 
der Schweiz erlitten. Derzeit klage der Patient über ein lang andauerndes 
schlechtes Gesamtbefinden. Bezugnehmend auf den aktuellen Zustand 
des Patienten, die anamnetischen Angaben und die der Heteroanamnese 
habe man es mit einem Zustand progressiver Krankheitsverschlechterung 
zu tun. Es liege eine psychotische Depression vor und der Patient sei zu 
100% arbeitsunfähig.

• Mit Schreiben vom 4. Januar 2010 nahm der Kreisarzt, Dr. med. …, 
wiederum zu den eingereichten Arztberichten und zur Kausalität Stellung. 
Der Versicherte habe sich beim Berufsunfall vom 10. Juni 1980 eine 
Beckenfraktur links und osteoligatische Rückenverletzungen mit Fraktur 
der Proc. transversi L3/L4 zugezogen. Bei der Beckenfraktur handle es 
sich um eine undislozierte isolierte Fraktur des linken Schambeins. 
Zusätzlich hätten aufgrund der Körperkontusion multiple Hautschürfungen 
und Weichteilgewebekontusionen bestanden. Weiter habe eine 
unfallfremde Bronchitis vorgelegen. Die Befunde seine allesamt durch die 
entsprechenden Untersuchungen im Spital … ausreichend dokumentiert. 
Sodann habe eine kreisärztliche Untersuchung am 5. August 1980 
stattgefunden. Zusammenfassend könne aus versicherungsmedizinischer 

Sicht festgehalten werden, dass die Unfallbefunde im Zusammenhang mit 
dem Unfallereignis vom 10. Juni 1980 ausgeheilt und ausreichend 
stabilisiert seien. Zum heutigen Zeitpunkt seien keine neuen, 
wesentlichen, strukturell fassbaren Unfall-Restfolgen nachweisbar. Auch 
sei eine kreisärztliche Untersuchung aus versicherungsmedizinischer 
Sicht nicht weiterführend. Die Befunde im Rahmen des fachärztlichen 
Berichts von Dr. med. … stünden heute nicht zumindest wahrscheinlich im 
Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. Juni 1980.

d) Schliesslich zu berücksichtigen sind die Röntgenaufnahmen und die 

Begleitberichte, die der Beschwerdeführer der SUVA am 23. Januar 2010 

einreichte. Dazu nahm der Kreisarzt am 19. Februar 2010 Stellung:

• Dr. … und Prof. Dr. sci. …, Radiologen am Diagnostischen Zentrum „…“ 
untersuchten gemäss Bericht vom 20. Januar 2010 den Brustkorb des 
Patienten und stellten destruktive Veränderungen an der neunten Rippe 
fest. Der Brustkorb sei symmetrisch, das Brustfell in seiner Gesamtheit 
beidseitig verdickt. An den Herzwänden beständen Verkalkungen, die den 
Verkalkungen der Koronargefässe entsprächen. An den Beckenknochen 
sei ein Zustand nach einem Bruch des Hüftknochens links in Begleitung 
eines recht kleinen Fragments in Resorption festgestellt. Am 
Lumbosakralabschnitt sei deutlich marginale Osteophyte begleitet von 
einer deutlichen Verminderung der Knochenstruktur feststellbar. 

• Dr. … untersuchte den Beschwerdeführer am 13. Januar 2010 nochmals 
und verfügte eine Therapie mit Ampullen, Tabletten und Kapseln. Im 
Übrigen ist der Arztbericht gemäss Übersetzung unleserlich. Einen 
weiteren solchen Bericht von Dr. … vom 15. März 2010 reichte der 
Beschwerdeführer sodann noch mit Nachtrag vom 16. März 2010 zur 
Einsprache vom 5. März 2010 nach. Dieser Bericht wurde soweit 
ersichtlich nicht übersetzt, gleicht vom Schriftbild und den ersichtlichen 
Angaben her aber dem Bericht vom 13. Januar 2010. 

• Der Kreisarzt Dr. med. …, der die Röntgenaufnahmen und die 
Begleitberichte am 19. Februar 2010 beurteilte, führte aus, es ergäben 
sich infolge der radiologischen Untersuchung keine wesentlichen neuen 
Befundhinweise und auch keine weiteren unfallbedingten Befundhinweise. 
Daher könne an der Beurteilung [vom 4. Januar 2010] festgehalten 
werden.

5. a) Im vorliegenden Fall ist zur Beurteilung der natürlichen Kausalität aus 

nachfolgenden Gründen auf die Berichte des Kreisarztes Dr. med. … vom 30. 

Juni 2009, 4. Januar 2010 und 19. Februar 2010 abzustellen.

Die kreisärztlichen Stellungnahmen liefern eine umfassende, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigende Beurteilung der streitigen Frage des 

natürlichen Kausalzusammenhangs. Sie wurden in voller Kenntnis der 

Unfallakten- und befunde vom 10. Juni 1980 unter Berücksichtigung der vom 

Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte und Röntgenaufnahmen 

verfasst. Dagegen verfügten die den Beschwerdeführer im Kosovo 

untersuchenden Ärzte offensichtlich nicht über die Unfallakten, da sich die 

betreffenden Berichte dazu ausschweigen. So werden in den vom 

Beschwerdeführer eingereichten Arztberichten verschiedentlich 

Beschwerden und Befunde erwähnt, die als unfallfremd bezeichnet werden 

müssen: So unter anderem Augenprobleme, Depressionen, 

Lungenprobleme, Verkalkungen, Zuckerkrankheit. Was die als 

posttraumatische Kopfschmerzen bezeichneten Befunde (vgl. Arztberichte 

Dr. … und Dr. med. …) betrifft, so werden diese nicht begründet. Aus den 

Akten geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer nach dem 

Arbeitsunfall vom 10. Juni 1980 gemäss kreisärztlicher Untersuchung vom 5. 

August 1980 spätestens ab dem 1. September 1980 wieder zu 100% 

arbeitsfähig war. In der Zeit zwischen seiner Ausreise aus der Schweiz im 

Jahr 1980 und seinem Schreiben vom 25. März 2009 an die SUVA ergeben 

sich aus den Akten keine Hinweise auf Beschwerden, Behandlungen oder 

Arbeitsunfähigkeiten (Brückensymptome). Diesbezügliche Behauptungen hat 

der Beschwerdeführer auch nicht erhoben. Im Übrigen würden nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts aber auch Beschwerden allein nicht als 

für das Bestehen der Kausalität beweiskräftige Brückensymptome gelten, 

wenn sie weder zu Behandlungsbedürftigkeit noch zu Arbeitsunfähigkeit 

führen (Urteil des Bundesgerichts U 458/00 vom 24. Oktober 2001 E. 4b). 

Nachdem die Behandlung des Beschwerdeführers infolge des Unfalls vom 10. 

Juni 1980 noch im gleichen Jahr ohne Restfolgen abgeschlossen wurde, die 

Unfallbefunden ausgeheilt sowie ausreichend stabilisiert waren (vgl. 

Beurteilung Dr. med. … vom 4. Januar 2010) und keine Brückensymptome 

behauptet werden oder aktenkundig sind, erscheint es nicht zumindest 

wahrscheinlich, dass es 29 Jahre später zu einem Rückfall kommt, sich zu 

diesem Zeitpunkt erst Spätfolgen bemerkbar machen oder eine 

Verschlimmerung der Unfallbefunde eintritt. Damit erweisen sich die 

kreisärztlichen Stellungnahmen von Dr. med. … in sachlicher Hinsicht als 

nachvollziehbar, widerspruchsfrei und schlüssig. 

b) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass weder die vom Beschwerdeführer 

eingereichten Arztzeugnisse noch der Zeitablauf Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Feststellungen 

aufzuwerfen vermögen. Vielmehr indiziert im Gegenteil bereits die 29-jährige 

beschwerdefreie Zeit zwischen dem Arbeitsunfall und dem geltend 

gemachten Rückfall bzw. den Spätfolgen den fehlenden 

Kausalzusammenhang. Aus diesem Grund ist festzuhalten, dass die vom 

Kreisarzt Dr. med. … verfassten Arztberichte den vorliegenden 

Streitgegenstand umfassend und lückenlos beurteilen, indem sowohl die vom 

Beschwerdeführer eingereichten Arztberichte und Röntgenaufnahmen als 

auch die Akten des Arbeitsunfall vom 10. Juni 1980 berücksichtigt werden. 

Die Stellungnahmen sind in Bezug auf die Darstellung der medizinischen 

Situation, die medizinischen Zusammenhänge und die Schlussfolgerungen 

nachvollziehbar, detailliert begründet und schlüssig. Ihnen kommt daher der 

volle Beweiswert zu. Hingegen kann, wie bereits erwähnt, nicht auf die 

eingereichten und übersetzten Arztberichte aus dem Kosovo abgestellt 

werden, da diese nicht als umfassende und rechtsgenügliche Beurteilung des 

streitigen (natürlichen) Kausalzusammenhanges gewürdigt werden können. 

Da der ganz überwiegende Teil der eingereichten Unterlagen in die deutsche 

Sprache übersetzt wurde, so dass der massgebende Inhalt vom Gericht frei 

gewürdigt werden konnte, ist es unbeachtlich, wenn einzelne Anmerkungen 

der Unterlagen infolge ihrer Unleserlichkeit nicht      übersetzt werden konnten. 

Dasselbe gilt für den soweit ersichtlich nicht   übersetzten Bericht von Dr. … 

vom 15. März 2010, der vom Schriftbild her dem übersetzten Bericht vom 13. 

Januar 2010 entspricht, der lediglich Anweisungen für eine medikamentöse 

Therapie enthält. Die Vorinstanz hat somit zu Recht auf die Beurteilungen des 

Kreisarztes abgestellt.

6. a) Der Beschwerdeführer bringt sinngemäss vor, er sei durch die SUVA gar nicht 

ärztlich begutachtet worden, so dass auch kein zutreffender Entscheid zur 

Frage der Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den aktuellen 

Beschwerden habe gefällt werden können. Daher erwarte er nunmehr eine 

Vorladung zur ärztlichen Begutachtung durch das Gericht.

b) Es liegt im Ermessen des Rechtsanwenders, darüber zu befinden, mit 

welchen Mitteln der Sachverhalt abzuklären ist und ob im Einzelfall die 

vorliegenden Arztberichte genügen, ergänzende Untersuchungen 

anzuordnen sind oder ein förmliches Gutachten einzuholen ist (vgl. SVR 1998 

IV Nr.1 E. 3 b; BGE 122 V 160 E. 1 b in fine). Führen die von Amtes wegen 

vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht bei 

pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter 

Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und es 

könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 

nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten 

(antizipierte Beweiswürdigung; Kieser, Das Verwaltungsverfahren in der 

Sozialversicherung, S. 212, Rz 450; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Auflage, S. 39, Rz 111 und S. 117, 

Rz 320; Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, S. 274; vgl. auch 

BGE 122 II 469 Erw. 4a, 122 III 223 Erw. 3c, 120 Ib 229 Erw. 2b, 119 V 344 

Erw. 3c mit Hinweis). In einem solchen Vorgehen liegt kein Verstoss gegen 

das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV vor (SR 2001 IV Nr. 10 S. 28 

Erw. 4b; zu Art. 4 Abs. 1 aBV ergangene, weiterhin geltende Rechtsprechung: 

BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d mit Hinweis). Nach den 

vorstehenden Erwägungen zum Beweiswert der dem Gericht vorliegenden 

Arztberichten ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf weitere 

ergänzende Abklärungen und insbesondere auf eine weitere ärztliche 

Untersuchung in der Schweiz verzichtet hat. Die Vorinstanz durfte angesichts 

der Sachlage - 29-jährige beschwerdefreie Zeit zwischen dem Unfall vom 10. 

Juni 1980 und der Geltendmachung eines Rückfalls bzw. einer 

Verschlimmerung der Beschwerden - ohne weiteres auf die widerspruchsfrei 

und schlüssig erstellten Stellungnahmen des Kreisarztes Dr. med. … 

abstellen und im Rahmen der antizipierten Beweiswürdigung auf die 

Einholung weiterer Beweismittel verzichten (vgl. BGE 135 V 467 ff. E. 4). Aus 

den gleichen Gründen erübrigt sich auch die gerichtliche Anordnung eines 

weiteren ärztlichen Gutachtens.

7. Damit ist dem Beschwerdeführer der ihm obliegende Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhanges zwischen den mit der Rückfallmeldung geltend 

gemachten Beschwerden und dem Unfall vom 10. Juni 1980 nicht gelungen. 

Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich als rechtmässig und die 

dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten werden keine 

erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG 

grundsätzlich kostenlos ist. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der 

Vorinstanz (Beschwerdegegnerin) nicht zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Auf die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 11. März 2011 

nicht eingetreten (8C_169/2011).