# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a2e59910-9e5e-5b57-a897-40fa1bf268bb
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-06
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 06.05.2016 101 2015 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2015-33_2016-05-06.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2015 33 + 275

Urteil vom 6. Mai 2016

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Hubert Bugnon, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Laura Granito

Parteien A.________, Beklagter und Berufungskläger, vertreten durch 
Fürsprecher Urs Fasel

gegen

B.________, Klägerin  und Berufungsbeklagte 1, vertreten durch 
Rechtsanwalt Patrik Gruber

C.________, Beklagte und Berufungsbeklagte 2, vertreten durch 
Rechtsanwalt Michael Ueltschi

Gegenstand Volljährigenunterhalt

Berufung vom 30. Mai 2014 gegen den Entscheid des Präsidenten 
des Zivilgerichts des Seebezirks vom 21. März 2014

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Sachverhalt

A. B.________, geboren im Jahr 1994, reichte am 14. Februar 2013 beim Präsidenten des 
Zivilgerichts des Seebezirks (nachfolgend: Vorinstanz) eine Unterhaltsklage gegen ihre Eltern, 
A.________ und C.________, ein, nachdem der Vater die Unterhaltszahlungen aufgrund ihrer 
Volljährigkeit eingestellt hatte (act. 1). Sie verlangte namentlich, ihre Eltern seien solidarisch zu 
verpflichten, an ihren Unterhalt rückwirkend ab dem 1. November 2012 einen monatlichen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘300.- nebst Ausbildungs- und allfälligen Arbeitgeberzulagen zu 
bezahlen.

Mit Entscheid vom 21. März 2013 erliess die Vorinstanz vorsorgliche Massnahmen und 
verpflichtete A.________ an den Unterhalt seiner Tochter rückwirkend ab dem 1. November 2012 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘000.- zu bezahlen (act. 16). Die dagegen 
erhobene Berufung wurde mit Urteil vom 29. September 2013 teilweise gutgeheissen und der 
Unterhaltsbeitrag auf CHF 1‘695.- gesenkt (act. 43). 

Mit Entscheid vom 21. März 2014 hiess die Vorinstanz die Klage vom 14. Februar 2013 teilweise 
gut und verpflichtete A.________, B.________ ab dem 1. November 2012 bis 31. August 2013 
einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘840.- und ab dem 1. September 2013 einen 
Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘825.- zu bezahlen. Zudem wurde A.________ verpflichtet, 
B.________ einen Betrag von CHF 7‘876.15 zu bezahlen.

B. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ (Berufungskläger) am 30. Mai 2014 Berufung 
und verlangte hauptsächlich unter Kosten- und Entschädigungsfolgen den erstinstanzlichen 
Entscheid aufzuheben und die Klage abzuweisen. Mit Eingabe vom 11. Juli 2014 beantragte 
B.________ (Berufungsbeklagte 1) namentlich, A.________ habe ihr einen 
Prozesskostenvorschuss von CHF 2‘500.- zu bezahlen, subsidiär sei ihr die unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren. C.________ (Berufungsbeklagte 2) hat ihre Antwort am 31. Juli 2014 
eingereicht und beantragte die Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge vollumfänglich 
abzuweisen. Am 3. September 2014 reichte B.________ ihre Berufungsantwort ein und schloss 
auf Abweisung der Berufung. Am 15. September 2014 trat der I. Zivilappellationshof des 
Kantonsgerichts auf die Berufung nicht ein.

C. Mit Urteil vom 29. Januar 2015 hiess das Bundesgericht die von A.________ gegen das 
Urteil vom 15. September 2014 erhobene Beschwerde teilweise gut, hob dieses auf und wies die 
Sache zur weiteren Behandlung im Sinne der Erwägungen an das Kantonsgericht zurück.

D. Mit Eingabe vom 26. Februar 2015 beantragt B.________ eine Provisio ad litem, subsidiär 
die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege, auf eine Parteiverhandlung zu verzichten und 
aufgrund des aktuellen Aktenstandes zu entscheiden. Im gleichen Sinne beantragt C.________ 
ein Urteil aufgrund der Akten zu fällen. Im Übrigen bestätigt sie vollumfänglich ihre Stellungnahme 
zur Berufung vom 31. Juli 2014 (Eingabe vom 30. März 2015). A.________ bestätigt die in seiner 
Rechtsschrift vom 30. Mai 2014 gestellten Rechtsbegehren und Beweisanträge, verlangt die 
Prüfung des Anscheins der Befangenheit der bisher in der zweiten Instanz mitwirkenden Richter 
und macht Noven geltend (Eingabe vom 26. März 2015). Mit Eingabe vom 30. April 2015 
äusserten sich B.________ und mit Eingabe vom 15. Juli 2015 A.________ erneut zur Sache.

Mit Eingabe vom 8. September, vom 7. Oktober und vom 13. November 2015 äusserte sich 
B.________ zu den ausstehenden Unterhaltsbeiträgen und teils zu der Situation betreffend die 
Familienzulage. Die Eingaben von A.________ dazu folgten am 14. September und am 

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25. November 2015. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2015 äusserte sich C.________, nachdem ihr 
die Frist zweimal erstreckt worden war, zu ihren aktuellen finanziellen Verhältnissen und der Frage 
der Familienzulage.

Am 21. Dezember 2015 beantragte B.________, ihr sei nunmehr eine Proviso ad litem von 
CHF 8‘000.-, nicht CHF 2‘500.-, zuzusprechen. A.________ ersuchte am 15. Januar 2016 um 
Abweisung des Gesuchs. Mit Entscheid vom 27. Januar 2016 wurde B.________ die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt, unter Vorbehalt der Zusprechung einer Provisio ad litem zu 
ihren Gunsten. 

E. Mit Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen vom 24. November 2015 (101 
15 275) beantragte A.________, bis zum Nachweis der Aufnahme ihres Studiums sei der Unterhalt 
von B.________ zu sistieren. Weiter sei der vorsorglich verordnete Unterhalt von bisher monatlich 
CHF 1‘695.- ab Datum des Nachweises der Aufnahme eines Studiums, eventualiter ab 1. Juli 2015 
auf den Betrag von CHF 400.- herabzusetzen, für die Dauer des Prozesses. Die Massnahme sei 
vorsorglich zu verfügen. Mit Eingabe vom 15. Februar 2016 nahm B.________ Stellung dazu und 
beantragte, der monatliche Unterhaltsbeitrag sei für die Dauer des Verfahrens rückwirkend auf den 
1. September 2015 auf CHF 2‘100.- inkl. allfällige Ausbildungszulagen festzusetzen und 
A.________ sei zu verpflichten, ihr Zahnarztkosten von CHF 1‘085.- zu erstatten; zudem 
verkündete B.________ C.________ den Streit. C.________ lehnte den Eintritt mit Eingabe vom 
21. März 2016 ab. Mit Eingabe vom 23. März 2016 erläuterte B.________, weshalb sie in der 
Gesuchsantwort vom 15. Februar 2016 beantragte, ihr sei ein vorsorglicher Unterhaltsbeitrag von 
CHF 2‘100.- inklusive allfälliger Ausbildungszulagen zuzusprechen.

Erwägungen

1. Zunächst macht der Berufungskläger infolge Kassation und Rückweisung des Urteils des 
I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts vom 15. Dezember 2014 durch das Bundesgericht, 
den Anschein der Befangenheit - und damit einen Ausstandsgrund - der am bisherigen Verfahren 
mitwirkenden Richter der Berufungsinstanz geltend, ohne dies jedoch näher zu begründen. Der 
Ausstand wird auch nicht beantragt.

Im Rahmen eines Zivilprozesses liegt bei der Mitwirkung der Gerichtspersonen bei einer erneuten 
Beurteilung der Sache nach einer Rückweisung gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
keine unzulässige Vorbefassung vor: Vom Richter darf erwartet werden, dass er die Streitsache 
auch nach Aufhebung des Entscheids objektiv und unparteiisch behandelt (BGE 131 I 113 E. 3.6 
mit Hinweisen). Selbst die Tatsache, dass ein Urteil vom Bundesgericht zum zweiten Mal 
aufgehoben und zurückgewiesen wird, vermag für sich allein noch keinen Anschein der 
Befangenheit zu erwecken (Urteil BGer 4A_381/2009 vom 16. Oktober 2009 E. 3.2.2 mit 
Hinweisen). Vielmehr müssten zur Annahme von Befangenheit des/der betreffenden Richter 
weitere Gründe hinzutreten. Solche werden vom Berufungskläger nicht glaubhaft gemacht 
(vgl. Art. 49 Abs. 1 ZPO) und sind im Übrigen auch nicht ersichtlich, womit das (unbegründete) 
Gesuch um „Prüfung des Anscheins der Befangenheit von Amtes wegen“ abzuweisen ist, soweit 
darauf überhaupt eingetreten werden kann. Dies gilt umso mehr, als es sich beim kassierten Urteil 
um einen Prozess- und nicht um einen Sachentscheid handelt.

2. a) Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide in vermögensrechtlichen Streitigkeiten 
sind mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert mindestens CHF 10'000.- beträgt 

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(Art. 308 ZPO). Mit Berufung kann die unrichtige Rechtsanwendung und/oder die unrichtige 
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufung ist dem 
Appellationshof innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids beziehungsweise seit 
der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich einzureichen (Art. 311 Abs. 1 
ZPO). Unabhängig davon, ob der Verhandlungs- oder der Untersuchungsgrundsatz (Art. 55 ZPO) 
gilt, hat der Berufungskläger die Berufung zu begründen, mithin darzulegen, aus welchen Gründen 
der angefochtene Entscheid falsch ist und deshalb abgeändert werden muss. Der Berufungskläger 
muss sich mit der Begründung des vorinstanzlichen Entscheids auseinandersetzen. Die Berufung 
kann daher nicht einzig mit einem Verweis auf die bei der Vorinstanz eingereichten Rechtsschriften 
bzw. mit den in jenem Verfahren gemachten Vorbringen begründet werden. Die Begründung muss 
so abgefasst werden, dass die Berufungsinstanz sie leicht verstehen kann, was eine genaue 
Bezeichnung der angefochtenen Urteilserwägungen und Beweismittel, auf welche sich die Kritik 
stützt, voraussetzt (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Berufungseingabe muss im Übrigen Anträge 
enthalten. Zwar nennt Art. 311 Abs. 1 ZPO einzig die Begründung, die aber gerade auch der 
Erläuterung der Begehren dient und diese damit voraussetzt. Ein Rechtsbegehren muss so 
bestimmt sein, dass es im Falle der Gutheissung der Klage unverändert zum Urteil erhoben 
werden kann. Im Falle von Geldforderungen sind die Anträge zu beziffern (BGE 137 III 617 E. 4-6).

b) Betreffend Fristwahrung der Parteien wird auf die Erwägungen des Urteils des 
Kantonsgerichts vom 15. September 2014 (101 2014 118) verwiesen. Die übrigen 
Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Berufung ist - unter 
Vorbehalt der nachfolgenden Ausführungen - einzutreten.

c) In Bezug auf Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten normiert die ZPO 
den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz (Art. 296 ZPO). Fraglich ist, ob diese Bestimmung auch 
auf selbständige Unterhaltsklagen volljähriger Kinder Anwendung findet. 

Im Urteil BGE 118 II 93 E. 1a ging das Bundesgericht davon aus, dass die Offizialmaxime im 
Bereich des Volljährigenunterhalts nicht zur Anwendung kommt. Wie es sich unter der eidg. 
Zivilprozessordnung verhält, ist in der Lehre umstritten (vgl. Urteil KG/FR 101 2015 1 vom 
28. September 2015 E. 2b). Ohne nähere Begründung, führte das BGer im Urteil 5A_64/2015 vom 
2 April 2015 E. 5.2.2 in Bezug auf Art. 107 Abs. 1 BGG aus, dass in Verfahren betreffend 
Volljährigenunterhalt die Dispositionsmaxime Anwendung finde. Es ist damit davon auszugehen, 
dass der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach die Offizialmaxime keine Anwendung 
findet, auch unter geltendem Recht zu folgen ist. 

Auch kommt die Untersuchungsmaxime für selbständige Unterhaltsklagen volljähriger Kinder 
lediglich eingeschränkt zur Anwendung (Urteil BGer 5A_266/2007 vom 3. September 2007 
E. 3.2.3; STAEHELIN/STAEHELIN/GROLIMUND, Zivilprozessrecht, Unter Einbezug des Anwaltsrechts 
und des internationalen Zivilprozessrechts, 2. Aufl. 2013, § 10 N. 12, 32). Die eingeschränkte 
Untersuchungsmaxime verpflichtet das Gericht nicht zur eigentlichen Erforschung des 
Sachverhalts, sondern auferlegt ihm in erster Linie, eine unbeholfene oder die schwächere Partei 
zu unterstützen. Die soziale Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien nicht davon, dem 
Gericht die nötigen Tatbestandselemente zu nennen und ihm die verfügbaren Beweismittel zu 
liefern (vgl. Urteil BGer 5A_2/2013 vom 6. März 2013 E. 4.2).

d) Die Rechtsmittelinstanz kann eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten 
entscheiden (Art. 316 Abs. 1 ZPO). Vorliegend wird auf eine Verhandlung verzichtet. Sämtliche 
entscheidrelevanten Elemente befinden sich in den Akten. 

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3. Im Rechtsmittelverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel nur noch berücksichtigt, 
wenn sie - kumulativ - ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon 
vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Echte Noven, d.h. 
Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des 
erstinstanzlichen Verfahrens entstanden sind, gelten als grundsätzlich immer zulässig, wenn sie 
ohne Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Die Zulassung unechter Noven, d.h. von 
Tatsachen und Beweismitteln, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
entstanden waren, wird weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn 
sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht 
werden können (Urteil BGer 5A_330/2013 vom 24. September 2013 E. 3.5.1 mit Hinweisen).

Vorliegend sind folgende Noven ersichtlich: Zunächst ist der Umstand, dass die 
Berufungsbeklagte 2 ihre selbständige Erwerbstätigkeit aufgegeben hat und seit Februar 2015 bei 
Herrn Dr. D.________ als Angestellte arbeitstätig ist als (echtes) Novum zu berücksichtigen. Dies 
gilt auch für das Ableben der Darlehensgeberin des Berufungsklägers, E.________, am 3. Oktober 
2014. Hingegen ist im Umstand, dass die Berufungsbeklagte 1 den Kontakt nicht erst im 
Dezember 2012, sondern bereits im Dezember 2010 abgebrochen haben soll, kein Novum 
ersichtlich. Dass die Berufungsbeklagte 1 den Haushalt des Berufungsklägers bereits im 
Dezember 2010 verlassen hat, wurde bereits durch die Vorinstanz festgestellt (act. 88, E. 11). Was 
das Nicht-Nachkommen der Berufungsbeklagten 1 betreffend die Aufforderung zur Vorlage der 
Zeugnisse der letzten Abschlüsse anbelangt (Eingabe des Berufungsklägers vom 26. März 2015, 
B. 13), so wird dies unter E. 6.2 hiernach einbezogen. In der Eingabe vom 15. Juli 2015 macht der 
Berufungskläger die Aufnahme eines weiteren Darlehens von CHF 50‘000.- geltend. Es ist unklar, 
ob es sich hierbei um das Darlehen von E.________ handelt oder um ein anderes. Mangels 
Begründung/Beweismittel kann auf dieses Vorbringen nicht eingetreten werden. 

4. Der Berufungskläger stellt Beweisantrag auf Einvernahme von F.________ und Frau 
G.________ als Zeuginnen. 

a) Die Rechtsmittelinstanz kann Beweise abnehmen (Art. 316 Abs. 3 ZPO). Sie kann nicht 
nur gemäss Art. 317 ZPO beantragte neue Beweise abnehmen, sondern auch solche, die bereits 
vor erster Instanz beantragt, von dieser jedoch nicht abgenommen worden waren (STERCHI, in BK, 
Band I: Art. 1-149 ZPO, 2012, Art. 316 ZPO N 19). Der Beweisantrag muss sich auf im konkreten 
Fall rechtserhebliche Tatsachen beziehen. Die antizipierte Beweiswürdigung erlaubt es dem 
Gericht, weitere Beweismittel abzulehnen, wenn es in Würdigung der bereits erhobenen 
Beweismittel, d.h. nunmehr in Anwendung von Art. 157 ZPO, zum Schluss kommt, weitere 
Beweismassnahmen vermöchten an seiner bereits feststehenden Überzeugung nichts mehr zu 
ändern (BGE 126 III 315 E. 4a; 125 I 417 E. 7b; 124 I 208 E. 4a). Die antizipierte Beweiswürdigung 
darf allerdings nicht bloss auf allgemeiner Lebenserfahrung, allgemeinen tatsächlichen 
Vermutungen oder Indizien beruhen (BGE 115 II 305 mit Hinweisen). Die zulässige antizipierte 
Beweiswürdigung verletzt weder den Beweisanspruch gemäss Art. 152 Abs. 1 ZPO noch den 
Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Auch eine 
Verletzung von Art. 8 ZGB kann ausgeschlossen werden (BRÖNNIMANN, in BK ZPO, Band II: Art. 
150-352 ZPO und Art. 400-406 ZPO, 2012, Art. 152 ZPO N 55-63; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). 

b) Zwischen den Parteien ist insbesondere strittig, ob der Kontaktabbruch einseitig durch 
die Berufungsbeklagte 1 zu verantworten ist. Im Rahmen ihrer Eingaben sowie anlässlich der 
Befragungen durch die Vorinstanz hatten die Parteien Gelegenheit sich ausführlich zu dieser 
Frage zu äussern und Beweismittel einzureichen. Für das hiesige Gericht ergibt sich in antizipierter 
Würdigung der Beweise ein klares Ergebnis: Die zwischen dem Berufungskläger und der 

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Berufungsbeklagten 1 bestehende/andauernde Kontaktlosigkeit im entscheidrelevanten Zeitraum 
ab Volljährigkeit der letzteren ist beiden Parteien anzulasten (vgl. E. 6.2 hiernach). Weitere 
Beweismassnahmen vermöchten an dieser bereits feststehenden Überzeugung nichts mehr zu 
ändern. Aussagen der angerufenen Zeuginnen F.________ (Beiständin der Berufungsbeklagten 1 
während ihrer Minderjährigkeit) und G.________ (Fachpsychologin der Berufungsbeklagten 1 vor 
ihrer Volljährigkeit) betreffend die Situation zwischen dem Berufungskläger und der 
Berufungsbeklagten 1 nach Volljährigkeit der Berufungsbeklagten 1 sind nicht zu erwarten. Dies 
kann implizit bereits der Begründung des Beweisantrags des Berufungsklägers entnommen 
werden (vgl. act. 54). Der Beweisantrag des Berufungsklägers wird damit abgewiesen.

5. a) In formeller Hinsicht macht der Berufungskläger die Verletzung des rechtlichen Gehörs 
geltend, indem er vorbringt, unliebsame Beweismittel seien „unter den Teppich gekehrt worden“. 
Praktisch gar nicht gewürdigt worden sei der in KB 21 (gemeint ist act. 46.4) zugegebene 
einseitige Kontaktabbruch der Berufungsbeklagte 1. Weiter seien folgende angebotene und 
dargelegte Beweismittel nicht gewürdigt worden: KAB 5, 6, 10, 12, 13a, 14, 24, 60, 62a, 62b, 67, 
69, 70, 81a (zentral) und 82. 

b) Betreffend die aus seiner Sicht nicht gewürdigten Beweismittel führt der Berufungskläger 
lediglich aus, diese würden in Bezug auf den Kontaktabbruch ein klares Bild ergeben. Weitere 
Ausführungen dazu unterbleiben. Indem der Berufungskläger die diesbezügliche Nachforschung 
mittels Verweisen vollumfänglich der Berufungsinstanz überlässt, verletzt er die ihm obliegende 
Begründungslast. Insofern ist auf seine Rüge nicht einzutreten. Selbst wenn der 
I. Zivilappellationshof darauf eintreten würde, müsste er feststellen, dass es sich allesamt um 
Belege handelt, welche den Zeitraum vor Volljährigkeit der Berufungsbeklagten 1 betreffen. Zum in 
act. 46.4 erklärten Kontaktabbruch der Berufungsbeklagten 1 konnte sich der Berufungskläger 
sowohl vor der Vorinstanz als auch vor dem I. Zivilappellationshof, welcher über die gleiche 
Kognition wie die Vorinstanz verfügt, umfassend äussern. Die Vorinstanz setzt sich ihrerseits in 
E. 14.6 (act. 88) mit dem Kontaktabbruch der Berufungsbeklagten 1 respektive mit ihrem 
Schreiben vom 26. September 2013 (act. 46.4) eingehend auseinander. Der Kontaktabbruch wird 
auch im vorliegenden Urteil - unter Berücksichtigung von act. 46.4 - umfassend behandelt 
(vgl. E. 6 hiernach). Die diesbezügliche Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist 
unbegründet.

6. Die Eltern haben für den Unterhalt des Kindes aufzukommen, inbegriffen die Kosten der 
Ausbildung (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Diese Unterhaltspflicht der Eltern dauert grundsätzlich bis zur 
Volljährigkeit des Kindes (Art. 277 Abs. 1 ZGB). Hat es dann noch keine angemessene 
Ausbildung, so haben die Eltern, soweit es ihnen nach den gesamten Umständen zugemutet 
werden darf, für seinen Unterhalt aufzukommen, bis eine entsprechende Ausbildung 
ordentlicherweise abgeschlossen werden kann (Art. 277 Abs. 2 ZGB). Unter dem Gesichtspunkt 
der Zumutbarkeit sind einerseits die wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern (und des Kindes), und 
andererseits die persönliche Beziehung zwischen ihnen und ihrem Kind zu beachten 
(BGE 129 III 375 E. 3). In der früheren Rechtsprechung wurde dem Volljährigenunterhalt 
Ausnahmecharakter zugesprochen (vgl. etwa BGE 118 II 97). In der neueren Rechtsprechung 
wurde der Ausnahmecharakter des Volljährigenunterhalts nun relativiert: Seit Herabsetzung des 
Mündigkeitsalters kann die ordentliche Ausbildung nur noch selten vor Volljährigkeit 
abgeschlossen werden. Der Volljährigenunterhalt steht in engem Zusammenhang mit der 
elterlichen Erziehungspflicht, zu der gemäss Art. 302 Abs. 2 ZGB insbesondere gehört, dem Kind 
eine seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechende allgemeine und berufliche Ausbildung zu 
verschaffen. Freilich hat der Konnex zwischen Unterhalts- und Erziehungspflicht schon unter altem 
Recht bestanden; doch hat er durch die Herabsetzung des Mündigkeitsalters eine Akzentuierung 

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erfahren. Sind die meisten Jugendlichen während ihrer Ausbildung auch nach erlangter 
Volljährigkeit noch auf Unterhalt angewiesen, ist es realitätsfremd, den Volljährigenunterhalt als 
Ausnahmeerscheinung zu charakterisieren. Er kann umgekehrt aber auch nicht als Regel gelten, 
dürfte doch ein grosser Teil der Jugendlichen ungefähr mit 20 Jahren über eine angemessene 
Ausbildung verfügen (BGE 129 III 375 E. 3.3).

Strittig ist im vorliegenden Fall einerseits, ob dem Berufungskläger aufgrund der fehlenden 
persönlichen Beziehung zu seiner Tochter, die Leistung von Unterhaltsbeiträgen zumutbar ist. 
Andererseits bestreitet der Berufungskläger seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die 
Bedürftigkeit der Berufungsbeklagte 1 sowie die Angemessenheit und fehlende Befristung des von 
ihr gewählten Ausbildungswegs.

6.1 Der Berufungskläger macht in materieller Hinsicht geltend, die intellektuelle Fähigkeit eine 
gymnasiale Matur zu bestehen, dürfe nicht zum Schluss führen, die Absolvierung der gymnasialen 
Ausbildung an einer Privatschule sei eine angemessene Ausbildung im Sinne von Art. 277 ZGB. 
Eltern seien nicht gehalten eine Privatschule zu finanzieren.

a) Angemessen im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB ist eine Ausbildung, wenn das geplante 
(und realistische) Ausbildungsziel erreicht ist (BREITSCHMID, in BSK ZGB I, 5. Aufl. 2014, Art. 277 
N 12). Der Volljährigenunterhalt steht in engem Zusammenhang mit der elterlichen 
Erziehungspflicht, zu der gemäss Art. 302 Abs. 2 ZGB insbesondere gehört, dem Kind eine seinen 
Fähigkeiten und Neigungen entsprechende, allgemeine und berufliche Ausbildung zu verschaffen. 
Die Ausbildung muss praxisgemäss einem - zumindest in seinen Grundzügen - bereits vor der 
Mündigkeit angelegten Lebensplan entsprechen, wobei ein Universitätsstudium, das vor Erreichen 
der Mündigkeit (allenfalls mit dem Besuch des Gymnasiums) begonnen und erst als Erwachsener 
abgeschlossen wird, als ein Ganzes gilt (Urteil BGer 5C.249/2006 vom 8. Dezember 2006 E. 3.2.2; 
vgl. auch BGE 117 II 127 E. 3b). Dabei ist die Ausbildung nicht schon deshalb unangemessen, 
weil im Rückblick eine andere Ausbildung den Fähigkeiten und Neigungen besser zu entsprechen 
scheint als die tatsächlich gewählte (HEGNAUER, in BK, Band II/2/2/1, 1997, Art. 277 ZGB N 36). 
Grundsätzlich genügen die Eltern ihrer Verpflichtung, wenn sie den Besuch einer staatlichen 
Schule ermöglichen; ein Anspruch auf Besuch einer Privatschule besteht nur dann, wenn aufgrund 
besonderer Umstände das Bildungsziel in öffentlichen Schulen nicht erreicht werden kann und den 
Eltern der Besuch einer Privatschule aufgrund ihrer wirtschaftlichen Möglichkeiten zumutbar ist 
(SCHWENZER/COTTIER, in BSK ZGB I, 5. Aufl. 2014, Art. 302 N 9 mit Hinweisen). Anordnungen des 
Alleininhabers der elterlichen Gewalt über die angemessene Ausbildung sind - unter Einschluss 
der Zustimmung zu Entscheidungen des Unmündigen - auch für Eltern ohne oder mit beschränkter 
elterlicher Gewalt verbindlich (HEGNAUER, a.a.O., Art. 277 ZGB N 39). Die Verpflichtung zu 
Unterhaltsbeiträgen nach der Mündigkeit darf nicht von der Zustimmung der Eltern zur 
betreffenden Ausbildung abhängig gemacht werden (Urteil BGer 5C.249/2006 vom 8. Dezember 
2006 E. 3.2.4).

b) aa) Erstellt ist, dass die Berufungsbeklagte 1 über noch keine angemessene Ausbildung 
im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB verfügt. Seit 2012 absolvierte sie an der Privatschule 
H.________ die Matura. Die Ausführungen der Vorinstanz, wonach dieser Ausbildungsweg den 
intellektuellen Fähigkeiten der Berufungsbeklagten 1 entspreche, werden vom Berufungskläger im 
Rahmen seiner Berufung nicht mehr bestritten. Demnach erübrigen sich weitere Ausführungen 
dazu. Hingegen bestreitet der Berufungskläger, dass der Ausbildungsweg dem gesundheitlichen 
Zustand der Berufungsbeklagten 1 (bipolare affektive Störung, act. 29, B. 19-22) entspreche. 
Ausführungen, weshalb diese Diagnose oder ein diesbezüglicher Abbruch der Therapie einem 
Studium entgegenstehen sollten, unterbleiben hingegen. Damit verletzt der Berufungskläger in 

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diesem Punkt die ihm obliegende Begründungslast, so dass auf die Rüge der Unangemessenheit 
aus gesundheitlichen Gründen nicht einzutreten ist. Es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, 
dass die Berufungsbeklagte 1 einen ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechenden 
Ausbildungsweg (Maturität und Studium) verfolgt. Näher zu betrachten bleibt allerdings der 
Umstand, dass die Berufungsbeklagte 1 die Maturität an einem privaten Gymnasium absolviert.

bb) Beweismässig ergibt sich, dass die Berufungsbeklagte 1 einen "automatischen" 
Übertritt ins Gymnasium mittels Empfehlungsverfahren durch die Lehrerschaft aufgrund ihrer 
Noten nicht erreichen konnte (act. 2, B. 7). Auch die anschliessend von ihr abgelegte 
Aufnahmeprüfung für den Eintritt in das öffentliche Gymnasium bestand sie nicht (act. 7, B. 6). Mit 
Laufbahnentscheid vom 31. Januar 2011 wurde die Berufungsbeklagte 1 zum Übertritt an eine 
Fachmittelschule zugelassen (act. 48, B. 56). Im August 2011 meldete sich die 
Berufungsbeklagte 1 selbständig von der Fachmittelschule I.________ ab, dies entgegen dem 
vorerwähnten Laufbahnentscheid (act. 7, B. 7a/b; act. 48, B. 64a/b). 

Um trotz nicht bestanderer Aufnahmeprüfungen eine gymnasiale Matur zu erwerben, besuchte die 
Berufungsbeklagte 1 in der Folge, mit Zustimmung der Berufungsbeklagten 2 (act. 44, S. 17), 
zunächst im Fernstudium die Privatschule J.________ (2011/12), welche sie jedoch abgebrochen 
hat. Seit Herbst 2012 absolvierte sie das Gymnasium an der Privatschule H.________.

Die Ehe des Berufungsklägers und der Berufungsbeklagten 2 wurde mit Entscheid des 
Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 15. März 2012 geschieden (act. 2, B. 3). Die Trennung 
erfolgte zuvor mit Trennungsvereinbarung vom 17. Dezember 2007 (vgl. act. 2, B. 13). Das 
alleinige Sorgerecht betreffend die Berufungsbeklagte 1 war bereits mit Vereinbarung vom 
30. August 2011 auf die Berufungsbeklagte 2 übertragen worden (act. 2, B. 2). In der auf die 
Trennung folgenden Zeit weisen die Zeugnisse der Berufungsbeklagten 1 für das Schuljahr 
2007/08 (7. Schuljahr) insgesamt 248 Absenzen und für das Schuljahr 2008/09 (Wiederholung 
7. Schuljahr) insgesamt 441 Absenzen auf. Dies hat nachweislich zu Wissenslücken der ab 
Wiederholung des 7. Schuljahrs als Sekundarschülerin eingestuften Berufungsbeklagten 1 geführt: 
Im 7. Schuljahr (insgesamt zwei Jahre) und im 1. Semester des 8. Schuljahrs sind die 
Zeugnisnoten insbesondere in Mathematik durchgehend ungenügend. In den Fächern Deutsch 
und Französisch ergibt sich für die 7. und 8. Klasse ein Notendurchschnitt von 4.4. Im 9. Schuljahr 
liegen die Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Französisch grösstenteils im Bereich 4-
4.5 (act. 2, B. 7; act. 48, B. 53 f.). 

Diese erhebliche Anzahl Absenzen mit den negativen Auswirkungen auf die schulischen 
Leistungen haben sich der damals ebenfalls sorgeberechtigte Berufungskläger und insbesondere 
auch die Berufungsbeklagte 2, bei welcher die Berufungsbeklagte 1 in diesem Zeitraum wohnte 
(vgl. act. 2, B. 13), entgegenzuhalten lassen. Dies spätestens nachdem ihnen die Absenzen des 
1. Semesters des 7. Schuljahrs 2007/08 von 188 mit Zwischenzeugnis zur Kenntnis gebracht 
worden waren. Doch auch während der nächsten drei Semester (2. Semester 2007/08; 1./2. 
Semester 2008/09) blieb die Absenzenzahl mit 60, 103 und 339 ausserordentlich hoch. Aufgrund 
dieser besonderen Umstände rechtfertigt sich vorliegend der Eintritt der Berufungsbeklagten 1 in 
ein privates Gymnasium mit Blick auf ein universitäres Studium. Im Übrigen hat die 
Berufungsbeklagte 2, die in diesem Zeitpunkt die alleinige elterliche Sorge ausübte, der 
Anmeldung der Berufungsbeklagten 1 an ein privates Gymnasium (J.________) zugestimmt (act. 
44, S. 17). Mit den Berichten vom 7. Mai 2011 und vom 5. Juni bis 10. August 2011 wurde der 
Berufungskläger über die Anmeldung an der J.________ informiert (act. 2, B. 15 f.). Aus dem 
Umstand, dass er dem Ausbildungsweg der Berufungsbeklagten 1 nicht zugestimmt hat, kann der 
Berufungskläger nichts zu seinen Gunsten ableiten, denn die Verpflichtung zu Unterhaltsbeiträgen 

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nach der Mündigkeit darf gerade nicht von der Zustimmung der Eltern zur betreffenden Ausbildung 
abhängig gemacht werden. Der von der Berufungsbeklagten 1 eingeschlagene Ausbildungsweg 
(gymnasiale Matur und anschliessendes Studium) ermöglicht ihr mithin als Ganzes eine 
angemessene Ausbildung im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB zu realisieren. Die Berücksichtigung 
der Kosten der von der Berufungsbeklagten 1 besuchten Privatschule ist nicht zu beanstanden.

Soweit der Berufungskläger vorbringt, die Berufungsbeklagte 1 hätte direkt zum 
Psychologiestudium zugelassen werden können, wenn sie wie geplant die Fachmittelschule 
(Fachmittelschule I.________) absolviert hätte, kann ihm nicht gefolgt werden. Der 
Fachmittelschulausweis eröffnet den Zugang zu den höheren Fachschulen (HF) in der ganzen 
Schweiz, nicht hingegen zu den Universitäten (vgl. dazu auch Art. 29 des Gesetzes über die 
Universität des Kantons Bern 05. September 1996 [UniG] und Art. 10 der Verordnung über die 
Universität des Kantons Bern vom 12. September 2012  [UniV]). Das Bachelorstudium Major 
Psychologie umfasst 120 ECTS und dauert in der Regel sechs Semester. Es wird an einer 
Universität absolviert.

6.2 In Bezug auf die persönliche Zumutbarkeit des Unterhalts rügt der Berufungskläger zunächst 
die unrichtige Feststellung des Sachverhalts und Beweiswürdigung. Er macht geltend, es liege ein 
einseitiger Kontaktabbruch der Berufungsbeklagten 1 vor, welcher diese selber zugegeben habe. 
Dies führe zu einem Verlust des Unterhaltsanspruchs. Es sei beweismässig erstellt, dass er den 
Kontakt gesucht habe. Von einer Verweigerung seinerseits könne keine Rede sein. 

a) Die Vorinstanz führt namentlich aus, die Familie der Berufungsbeklagten 1 sei als 
schwer zerworfen zu betrachten. Der Kontaktabbruch der Berufungsbeklagten 1 scheine 
nachvollziehbar. Es könne nicht gesagt werden, dass sie grundlos bei ihrem Vater ausgezogen sei 
und sich grundlos dem persönlichen Verkehr entzogen habe. Ihr könne mit Eintritt der Volljährigkeit 
nicht die alleinige und ausschliessliche Verantwortung für den Kontaktabbruch auferlegt werden. 
Im Übrigen erscheine es zweifelhaft, dass der Berufungskläger zurzeit den Kontakt zu ihr suche 
und wünsche.

b) Eltern und Kinder sind einander allen Beistand, alle Rücksicht und Achtung schuldig, die 
das Wohl der Gemeinschaft erfordert (Art. 272 ZGB). Eine Verletzung dieser Pflicht, namentlich, 
wenn das Kind die persönlichen Beziehungen bewusst abbricht oder sich dem Kontakt entzieht, 
kann die Zahlung von Volljährigenunterhalt im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB unzumutbar 
machen, selbst wenn die Eltern dazu wirtschaftlich in der Lage sind. Vorausgesetzt ist aber, dass 
das mündige Kind schuldhaft seinen Pflichten der Familie gegenüber nicht nachgekommen ist, es 
mithin ohne Grund aus eigenem Willen die persönlichen Beziehungen zu den Eltern abbricht oder 
sich grundlos dem persönlichen Verkehr mit ihnen entzieht. Das Kind muss die Verantwortung 
dafür tragen, dass das Eltern-Kind-Verhältnis erheblich gestört oder gar zerstört ist, und diese 
Verantwortung muss ihm subjektiv zum Vorwurf gereichen (Urteil BGer 5A_503/2012 vom 
4. Dezember 2012 E. 3.1 mit Hinweise; 5A_64/2015 vom 2. April 2015 E. 5.1.1; 5A_137/2015 vom 
9. April 2015 E. 5.1; 5A_179/2015 vom 29. Mai 2015 E. 3.1). 

Diese Beurteilung kann sich insbesondere dann als heikel erweisen, wenn das Kind im Zeitpunkt 
der Scheidung und den Jahren unmittelbar danach den persönlichen Kontakt ablehnt. Die heftigen 
Emotionen, welche eine Scheidung der Eltern beim Kind vielfach auslösen, und die Spannungen, 
die in der Scheidungssituation normalerweise entstehen, schliessen zumeist eine 
Verantwortlichkeit des Kindes dafür aus, dass es die persönliche Beziehung zu einem Elternteil 
abgebrochen hat. Ein Schuldvorwurf ist hier erst dann gerechtfertigt, wenn das Kind auch nach 
Erreichen der Mündigkeit auf seiner ablehnenden Haltung gegenüber einem Elternteil beharrt, 
obwohl sich dieser ihm gegenüber korrekt verhält (Urteil BGer 5A_806/2011 vom 26. Januar 2012 

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E. 2 mit Hinweisen). Hat das Kind mit seinem Verhalten zwar dazu beigetragen, dass zwischen 
ihm und seinem Vater bzw. seiner Mutter nie eine Beziehung hat aufgebaut werden können, ohne 
aber allein dafür verantwortlich zu sein, erweist sich die Leistung des Volljährigenunterhalts 
hingegen als zumutbar (Urteil BGer 5A_627/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 6.1.2 mit 
Hinweisen). Dem Alter des Kindes kommt bei der Beurteilung der persönlichen Zumutbarkeit 
grosse, unter Umständen ausschlaggebende Bedeutung zu: Je jünger ein Kind ist, desto mehr ist 
es auf Ausbildungsunterhalt angewiesen, aber auch umso weniger dazu fähig, von 
traumatisierenden Erfahrungen in der Kind-Eltern-Beziehung Abstand zu gewinnen; entsprechend 
höhere Anforderungen sind daher an die Einrede der Unzumutbarkeit eines sich darauf 
berufenden Elternteils zu stellen. Je älter hingegen ein Kind ist, desto weniger ist es im 
Allgemeinen auf Ausbildungsunterhalt angewiesen, aber auch umso eher sollte es in der Lage 
sein, zu früheren Vorkommnissen Abstand zu gewinnen; dies wiederum rechtfertige es, 
entsprechend weniger hohe Anforderungen an die Einrede der Unzumutbarkeit des in Anspruch 
genommenen Elternteils zu stellen (BGE 129 III 375 E. 3.4).

c) Erstellt ist, dass der Berufungskläger und die Berufungsbeklagte 2 seit Juni 2007 
getrennt leben. Von 2007 bis Juli 2009 wohnte die Berufungsbeklagte 1 bei der 
Berufungsbeklagten 2. Anschliessend lebte sie im Haushalt des Berufungsklägers. Im Dezember 
2010 zog sie erneut um, diesmal zu K.________ und L.________. Am 30. August 2011 schlossen 
die Parteien diesbezüglich eine gerichtlich genehmigte Vereinbarung ab (act. 2, B. 2), wonach der 
Berufungsbeklagten 2 das alleinige Sorge- und Obhutsrecht über die Berufungsbeklagte 1 
zukommt und diese auch weiterhin bei K.________ und L.________ wohnen solle. Auf eine 
Regelung des Besuchs- und Ferienrechts zwischen ihr und dem Berufungskläger wurde auf 
Wunsch der Berufungsbeklagten 1 verzichtet. Auch wurde der vom Berufungskläger rückwirkend 
ab 1. Januar 2011 an sie zu leistende Unterhaltsbeitrag auf CHF 1‘700.- (inkl. Kinderzulagen und 
Krankenkassenprämien) bestimmt. Im September 2013 zog die Berufungsbeklagte 1 bei ihrem 
Freund ein, welcher bei seiner Mutter wohnt. 

Rund drei Monate vor ihrer Volljährigkeit teilte die Berufungsbeklagte 1 ihren Eltern mit Schreiben 
vom 23. August 2012 (act. 2, B. 17) mit, sie habe vor wenigen Tagen viele Tatsachen über ihre 
Kindheit (Säuglings-, Kleinkindalter und später) erfahren, die sie sehr verletzt und aufgewühlt 
hätten. Bis zur Verarbeitung dieser Informationen wolle sie zu ihnen keinen Kontakt haben. Darauf 
reagierte der Berufungskläger mit Schreiben vom 3. September 2012 (act. 48, B. 13a) und bat die 
Berufungsbeklagte 1, die Hintergründe ihrer Vorwürfe näher zu erläutern sowie um gemeinsame 
Aufarbeitung der Vergangenheit. Diesem Schreiben kann weiter entnommen werden, dass auch 
der Berufungskläger und seine Ehefrau zutiefst verletzt, aufgewühlt und enttäuscht seien und es 
auch ihnen schwer fallen würde, gewisse Tatsachen zu verarbeiten.

Zum Vorgehen der Berufungsbeklagten 1 finden sich in den Berichten der Psychologin 
M.________ vom 20. Februar und 6. Juni 2013 (act. 29, B. 19, 21) Hintergründe. Gemäss der 
Psychologin befindet sich die Berufungsbeklagte 1 seit dem 7. März 2012 wöchentlich bei ihr in 
Behandlung und soll an einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung nach längerer 
Extrembelastung sowie an einer bipolaren affektiven Störung leiden. Die posttraumatische 
Belastungsstörung soll sich aufgrund traumatisierender Situationen in der Kindheit und im 
Jugendalter über die Jahre entwickelt haben. Die traumatischen Erlebnisse würden körperliche wie 
psychische Gewalt, sowie übermässige Kontrolle, Abwertungen und Drohungen durch die Eltern, 
den Bruder und den jeweiligen neuen Partner der Eltern beinhalten. Nach einer längeren 
Stabilisierungsphase (Wohnen bei K.________ und L.________, Rückkehr in eine öffentliche 
Schule und damit ins soziale Leben), wie auch Fortschritten im Umgang mit stark negativen 
Emotionen, Flashbacks, Symptomen und der Mithilfe von Medikamenten, sei man seit Ende 2013 

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(korrekt wohl Ende 2012) intensiv an der Traumabearbeitung. Es sei fachlich klar, dass in dieser 
Phase kein „Täterkontakt“ bestehen dürfe. Daher sei es sehr wichtig, dass die Berufungsbeklagte 
1 im Moment keinen Kontakt zu ihren Eltern und dem Bruder habe. Dies könne ansonsten eine 
Retraumatisierung mit allen Symptomen und damit wieder Dissoziationen und schlimmstenfalls die 
psychiatrische Klinik zur Folge haben. Diese Gefahr sei durch die Doppeldiagnose 
(posttraumatische Belastungsstörung/bipolare affektive Störung) recht hoch. Mit Arztbericht vom 5. 
Juni 2013 (act. 29, B. 19) wurde diese Diagnose/Einschätzung bestätigt und eine belastende 
Konfrontation von der Berufungsbeklagten 1 mit ihren Eltern als nicht zumutbar erachtet. Die 
Einvernahmen der Vorinstanz wurden folglich getrennt geführt (act. 30).

Mit Schreiben vom 15. Oktober 2012 (act. 2, B. 12) teilte der Berufungskläger der 
Berufungsbeklagten 1 mit, er erachte seine Unterhaltspflicht aufgrund ihrer Volljährigkeit am 
22. November 2012 als beendet. Sollte sie Unterstützung erwarten, so habe sie ihm verschiedene 
Unterlagen (Budget, Belege, Ausbildungsplan usw.) zuzustellen, ansonsten werde er ihr Verhalten 
als vollständiger Verzicht werten. Mit Schreiben vom 26. Oktober 2012 teilte der Rechtsanwalt der 
Berufungsbeklagten 1 dem Berufungskläger mit, die Unterhaltspflicht würde gestützt auf 
Art. 277 Abs. 2 ZGB auch über die Volljährigkeit hinaus fortdauern (act. 48, B. 30). Persönlich 
reagierte die Berufungsbeklagte 1 nicht auf das Schreiben des Berufungsklägers.

Mit Schreiben vom 26. September 2013 (act. 46.4) teilte die Berufungsbeklagte 1 dem 
Berufungskläger mit, sie benötige den temporären Kontaktabbruch, welchen sie als Barriere zum 
Selbstschutz geschaffen habe, nicht mehr. Um den Kontakt wiederherzustellen, wünsche sie ein 
Treffen, jedoch gehe es ihr dabei nicht um Anwalts- und Gerichtsangelegenheiten. Darauf 
antwortete der Berufungskläger mit Schreiben vom 15. Oktober 2013 (act. 46.5). Diesem kann 
etwa entnommen werden: „So hast Du angefangen, hinter meinem Rücken systematisch unsere 
gute und stabile Familiensituation in den Dreck zu ziehen. Gegipfelt in Deiner geplanten Flucht 
vom Dezember 2010 […] und umgehender Hetze eines Anwalts gegen mich. Bald zeigte sich, 
dass es Dir nicht darum ging, mit mir Kontakt zu haben und das zerschlagene Geschirr zu kitten, 
sondern nur um Deinen Vorteil, Deinen hohen Lebensstandard und Deinen Luxus, den ich Dir nie 
bieten konnte.“ Weiter bringt er zum Ausdruck, er glaube, dass es der Berufungsbeklagten 1 
ausschliesslich um seinen Ruin und Niedergang gehe; sie systematisch versuche, ihn als Mensch 
und als Geschäftsmann zu demontieren und er den Kontaktabbruch, den sie als Barriere zum 
Selbstschutz bezeichne, als Frontalangriff verstehe. Daher sei es ihm nicht möglich, sie persönlich 
zu treffen, ohne dass es dabei auch um Anwalts- oder Gerichtsangelegenheiten gehe. Sein 
Vertrauen in sie sei massiv erschüttert. Weiter führt er aus, er sei durch ihr Verhalten mittlerweile in 
arge Schwierigkeiten getrieben worden, die ihn an den Rand des sozioökonomischen Ruins 
getrieben hätten. Derzeit sei ihm einzig ein Kontakt via Informationsraster möglich, damit er 
erkennen könne, wo sie sich auf ihrem Weg befinde. So sei es am wahrscheinlichsten, dass eine 
Kontaktaufnahme zwischen ihnen überhaupt wieder möglich sein könne. Zu einem späteren 
Zeitpunkt, wenn ihre Therapie weiter fortgeschritten sei und sie ihr Verhalten ihm gegenüber 
entspannt und eingependelt habe, sei er bereit, in einem geschütztem Rahmen, den persönlichen 
Kontakt wieder aufzunehmen.

d) Dies führt zu folgendem Beweisergebnis: Wie vom Berufungskläger ausgeführt, hat die 
Berufungsbeklagte 1 am 23. August 2012 kurz vor ihrer Volljährigkeit gegenüber ihm und ihrer 
Mutter den Kontakt abgebrochen. Auf sein Antwortschreiben hat sie nicht reagiert. Entgegen der 
Auffassung des Berufungsklägers darf daraus aber nicht ohne weiteres geschlossen werden, dass 
die bis heute andauernde Kontaktlosigkeit insgesamt einseitig der Berufungsbeklagten 1 
anzulasten ist: Das Schreiben vom 15. Oktober 2013 zeigt - unabhängig davon, ob das Schreiben 
der Berufungsbeklagten 1 vom 26. September 2013 aus prozesstaktischen Gründen erfolgt ist - 

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eine stark ablehnende und von negativen Eindrücken geprägte Haltung des Berufungsklägers 
gegenüber der Berufungsbeklagten 1. Auch wenn seine Haltung teils nachvollzogen werden kann 
und auch Bemühungen des Berufungsklägers auf die Berufungsbeklagte 1 einzugehen aus den 
Akten hervorgehen, ist festzustellen, dass ein persönlicher Kontakt in diesem Zeitpunkt auch von 
ihm abgelehnt und an Bedingungen geknüpft worden ist. Im Übrigen ist dieses Schreiben an die 
eigene Tochter als im Ton wenig angemessen zu bezeichnen. Bemühungen des Berufungsklägers 
zur Normalisierung der Verhältnisse sind darin jedenfalls nicht zu sehen. Weitere Unternehmungen 
einen persönlichen Kontakt wiederherzustellen als die hiervor aufgeführten, sind seit Volljährigkeit 
der Berufungsbeklagten 1 weder von ihr noch von Seiten des Berufungsklägers ersichtlich. Das 
der Berufungskläger von ihr mit Schreiben vom 4. März 2015 - ohne Resultat - Zeugnisse 
eingefordert hat, vermag an dieser Situation nichts zu ändern. Vielmehr ist festzustellen, dass die 
bestehende Kontaktlosigkeit gesamthaft auf das Verhalten beider Parteien zurückzuführen ist. 
Dabei darf die teils mangelnde Information des (seit August 2011 nicht mehr sorgeberechtigten) 
Berufungsklägers durch die Berufungsbeklagte 2 respektive durch K.________ und L.________ 
nicht mit einer nach Volljährigkeit bestehenden Kontaktlosigkeit zwischen ihm und der 
Berufungsbeklagten 1 verwechselt werden: Bis zur Volljährigkeit haben Eltern zumindest auf 
persönlicher Ebene bedingungslos für den Unterhalt ihrer Kinder aufzukommen. Dieser 
Unterhaltsanspruch ist als ganzer unverzichtbar, weder abtretbar noch verpfändbar und 
voraussetzungslos, d.h. grundsätzlich unabhängig von den Verhältnissen (wirtschaftliche 
Leistungsfähigkeit, häusliche Gemeinschaft und persönliche Beziehung, Innehabung der 
elterlichen Sorge oder Besuchsrecht) geschuldet (BREITSCHMID, a.a.O., Art. 276 ZGB N 2 mit 
Hinweisen insbesondere auf BGE 120 II 179 E. 3b; vgl. auch BBl 1993 I 1183, wo von 
„voraussetzungslose[r] Unterhaltspflicht der Eltern für ihre Kinder“ die Rede ist). Dennoch beziehen 
sich die vom Berufungskläger angerufenen Beweismittel hauptsächlich auf einen Zeitraum klar vor 
Volljährigkeit der Berufungsbeklagten 1 (vgl. Auflistung betreffend Bemühungen um die 
Berufungsbeklagte 1 seit Flucht, act. 48, B. 14). Nach dem Gesagten kann offen bleiben, ob ein 
Kontaktabbruch allenfalls bereits am 22. Dezember 2010 erfolgt ist. 

Weiter ist der von der Berufungsbeklagten 1 ausdrücklich erklärte Kontaktabbruch im 2012 vor 
dem Hintergrund der Trennung ihrer Eltern im 2007 und der anschliessenden Scheidung im 2012, 
verbunden mit den neuen Partnerschaften der Eltern, zu relativieren: Wie die bereits hiervor 
festgestellte schulische Situation insbesondere in den Jahren 2007-2009 aufgezeigt hat, ging die 
familiäre Situation nicht ohne Folgen an der Berufungsbeklagten 1 vorbei. All diese Umstände 
prägen ihr Verhalten auch heute noch nachvollziehbar. Im Übrigen ist auch relativierend 
heranzuziehen, dass der Kontaktabbruch nachweislich auf ärztliche Empfehlung hin erfolgt ist. 
Insgesamt lässt sich schliessen, dass die Berufungsbeklagte 1 den fehlenden Kontakt nicht allein 
zu verantworten hat; der unterbliebene Kontakt ist vielmehr ebenso auf die allgemeine familiäre 
Situation sowie auf ein unangepasstes Verhalten des Berufungsklägers gegenüber der 
Berufungsbeklagten 1 zurückzuführen. Angesichts der erstellten Mitverantwortung des 
Berufungsklägers ist ihm Volljährigenunterhalt zugunsten der Berufungsbeklagten 1 persönlich 
zumutbar.

6.3 Der Berufungskläger macht weiter geltend, er sei nicht leistungsfähig. 

a) Die Vorinstanz hielt fest, dem Berufungskläger sei die Leistung von Volljährigenunterhalt 
wirtschaftlich zumutbar. Sie ging von einem Bedarf von insgesamt CHF 8‘409.10 bestehend aus 
Grundbetrag (CHF 1‘700.- + 20%-Zuschlag), Wohnkosten (CHF 1‘800.-), Krankenkasse 
(CHF 676.95), Selbstbehalt (CHF 6.15), Mobiliarversicherung (CHF 128.50), Arbeitsweg 
(CHF 62.50), Unterhalt Berufungsbeklagte 1 (CHF 1‘695.-), Steuern (CHF 2‘000.-) und einem 
Einkommen von CHF 11‘679.- aus (act. 60). Der Überschuss wurde auf CHF 3‘269.90 bestimmt.

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b) Volljährigenunterhalt kommt nur bei entsprechender Leistungsfähigkeit des Pflichtigen in 
Frage. Unterhaltsleistungen an ein mündiges Kind, das sich noch in Ausbildung befindet, kann 
einem Elternteil grundsätzlich nur zugemutet werden, wenn ihm nach Ausrichtung der 
Unterhaltsleistungen noch ein Einkommen verbleibt, das den ([insbesondere um die Steuern] 
erweiterten) familienrechtlichen Grundbedarf um ungefähr 20% übersteigt (BGE 118 II 97 
E. 4b/aa). Dies ist als Grundsatz zu verstehen, von welchem im Einzelfall nach oben oder unten 
abgewichen werden kann, wenn es die konkreten Umstände rechtfertigen (BGE 118 II 97 
E. 4b/bb). Mit Herabsetzung des Alters der Volljährigkeit auf 18 Jahre ist diese Rechtsprechung zu 
relativieren: Stärkere Belastungen der Eltern (d.h. das Unterlassen der Erweiterung) bis zum 
vollendeten zwanzigsten Altersjahr des Unterhaltsberechtigten sind durchaus zu erwägen (vgl. 
HAUSHEER/SPYCHER, in Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, Rz. 06.106). Dabei gibt es 
Schulden, die bei der Notbedarfsrechnung berücksichtigt werden müssen, und zwar je nachdem, 
in welchem Zeitpunkt und zu welchem Zweck sie begründet wurden (vgl. Urteil BGer 5C.238/2003 
vom 27. Januar 2004 E. 2.2.3 mit Hinweisen). Allerdings sind nur regelmässig abbezahlte 
Schulden zu beachten (vgl. Urteil BGer 5A_923/2012 vom 15. März 2013 E. 3.1).

c) Das Einkommen von monatlich CHF 11‘679.- ist unbestritten. Betreffend die monatlichen 
Auslagen macht der Berufungskläger hingegen geltend, es seien folgende Aufwendungen 
fälschlicherweise unberücksichtigt geblieben: Amortisationszahlungen von jährlich CHF 50‘000.-, 
Selbstbehalte/Franchisen der Krankheitskosten, die Ablösesumme an zwei austretende Aktionäre 
der N.________ AG, Schuldzinsen, Darlehen von CHF 50‘000.- sowie effektive Wohnkosten von 
CHF 2‘445.-. 

aa) Was die "Amortisationszahlungen" und "Schuldzinsen" anbelangt, unterlässt der 
Berufungskläger die genaue Angabe der Beweismittel, worauf sich seine Kritik stützt, und 
insbesondere auch eine Bezifferung/Begründung der monatlich effektiv abbezahlten Raten. Die in 
diesem Zusammenhang erwähnte KAB 72, welche er gemäss Beilagenverzeichnis (act. 48) 
nachreichen wollte, befindet sich nicht in den Akten. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. BGE 138 III 
374 E. 4.3.1). Auch das Darlehen von E.________ (Berufungsverfahren, act. 1, B. 5) kann nicht 
berücksichtigt werden, dies mangels Fälligkeit (vgl. Eingabe Berufungskläger vom 26. März 2015). 
Eine Aufkündigung des Darlehens durch die Erben per 31. Dezember 2015 ist nicht erstellt.

bb) Betreffend die Selbstbehalte und Franchisen der Krankheitskosten verweist der 
Berufungskläger auf act. 35/1, B. 38a, 24 sowie 25 und führt aus, diesbezüglich sei von falschen 
Zahlen ausgegangen worden. Bei der Berechnung des Notbedarfs können nur die Prämien der 
obligatorischen Krankenversicherung berücksichtigt werden, nicht jedoch die Prämien der 
Kranken-Zusatzversicherung (BGE 134 III 323 E. 3). Stehen grössere Auslagen bevor, können 
etwa zeitweise Kosten für Arzt oder Franchise mitberücksichtigt werden (Richtlinien für die 
Berechnung des Existenzminimums nach Art. 93 SchKG vom 1. Juli 2009). Für die ausgewiesenen 
Arztkosten berücksichtigte die Vorinstanz einen Selbstbehalt von monatlich CHF 6.15. Weitere 
tatsächlich anfallende Krankheitskosten werden vom Berufungskläger nicht belegt. Es sind mit der 
Vorinstanz die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung von CHF 676.95 sowie der 
Selbstbehalt von CHF 6.15 zu berücksichtigen. 

cc) Betreffend die Wohnkosten macht der Berufungskläger einen Betrag von 
CHF 2‘455.- geltend. Bei Eigentum sind im Bedarf grundsätzlich der Hypothekarzins (ohne 
Amortisation), die öffentlich-rechtlichen Abgaben und die durchschnittlich notwendigen 
Unterhaltskosten anzurechnen (Richtlinien für die Berechnung des Existenzminimums nach 
Art. 93 SchKG vom 1. Juli 2009). Die effektiv anfallenden Auslagen können aber nur 
vollumfänglich berücksichtigt werden, wenn sie der familiären Situation und den ortsüblichen 

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Ansätzen entsprechen (BGE 129 III 526 E. 2). Dies ist vorliegend bei einem monatlichen 
Einkommen von CHF 11‘679.- und Wohnsitz in der Stadt Bern zu bejahen, womit grundsätzlich die 
geltend gemachten Wohnkosten von CHF 2‘445.- zu berücksichtigen sind. Die Kosten für Strom 
(CHF 67.80), Billag (CHF 38.53) und HD Kabelanschluss Urheberrechte (CHF 28.60) sind 
allerdings abzuziehen, da sie im Grundbetrag inbegriffen sind, womit Wohnkosten von CHF 2‘310.- 
in den Bedarf einzurechnen sind.

dd) Ohne Berücksichtigung der Unterhaltsleistungen beläuft sich der erweiterte 
Lebensbedarf des Berufungsklägers damit auf CHF 7‘224.10 (Grundbetrag CHF 2‘040.- [wie von 
der Vorinstanz berücksichtig, obschon bemerkt werden muss, dass dieser Betrag nicht nur den 
Grundbetrag des Berufungsklägers, sondern auch jenen seiner Gattin deckt und bereits einen 
Zuschlag von 20% beinhaltet], Wohnkosten CHF 2‘310.-, Krankenkasse CHF 676.95, Selbstbehalt 
CHF 6.15, Mobiliarversicherung CHF 128.50, Arbeitsweg CHF 62.50, Steuern CHF 2‘000.-). Dazu 
kommen Unterhaltsbeiträge von maximal CHF 1‘840.- (1. November 2012 bis 31. August 2013, 
vgl. E. 6.5 hiernach). Dies ergibt CHF 9‘064.10. Schlägt man 20% dazu, ergibt sich ein Betrag von 
CHF 10‘876.90. Das Einkommen des Berufungsklägers von CHF 11‘679.- übersteigt somit seinen 
um 20% erhöhten (erweiterten) Notbedarf um CHF 802.10. Unterhaltsleistungen an die 
Berufungsbeklagte 1 sind ihm somit auch wirtschaftlich zumutbar.

6.4 Betreffend die Berufungsbeklagte 2 ging die Vorinstanz davon aus, dass ihr eine Beteiligung 
am an die Berufungsbeklagte 1 allenfalls zu leistenden Unterhaltsbeitrag nicht zumutbar sei. Dies 
wird vom Berufungskläger bestritten. Er macht namentlich geltend, die Berufungsbeklagte 2 habe 
im Rahmen des Scheidungsverfahrens ein Kapital von CHF 190‘000.- erhalten. Selbst bei 
Auslagen von CHF 45‘000.- für eine Schule und Anwaltskosten von CHF 40‘000.- würde ihr ein 
Vermögen von CHF 100‘000.- verbleiben. Auch sei ihr Ehemann zu 100% erwerbstätig.

a) Die Vorinstanz ging bei der Berufungsbeklagten 2 mit Verweis auf den Entscheid 
betreffend unentgeltliche Rechtspflege vom 27. November 2013 (act. 61) von einem 
Existenzminimum von CHF 3‘741.25 (bestehend aus Grundbetrag CHF 1‘020.- [inkl. 20%-
Zuschlag]; Miete CHF 845.-, Nebenkosten CHF 107.55, Krankenkasse CHF 268.70, Arbeitsweg 
CHF 400.-, auswärtige Verpflegung CHF 150.- und Ausbildung CHF 950.-) und einem monatlichen 
Einkommen von rund CHF 600.- aus. Das festgestellte Existenzminimum wird vom 
Berufungskläger nicht bestritten. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2015 reichte die 
Berufungsbeklagte 2 aufforderungsgemäss ihren Arbeitsvertrag vom 17. Februar 2015 ein. Daraus 
ergibt sich, dass die Berufungsbeklagte 2 ein monatliches Einkommen von netto CHF 3‘250.- (inkl. 
Anteil 13. Monatslohn) erzielt. Insofern ist festzustellen, dass sich das monatliche Einkommen der 
Berufungsbeklagten 2 seit dem erstinstanzlichen Entscheid vom 21. März 2014 um CHF 2‘650.- 
auf CHF 3‘250.- erhöht hat. Es stehen sich mithin ein Existenzminimum von CHF 3‘741.25 und ein 
Einkommen von CHF 3‘250.- gegenüber. Weitere Bedarfsposten hat die Berufungsbeklagte 2 nicht 
substantiiert dargelegt. Schlägt man analog dem Vorgehen beim Berufungskläger (vgl. E. 6.3.b 
und 6.3.c.dd hiervor) zum Bedarf der Berufungsbeklagten 2 20% dazu, ergibt sich ein Betrag von 
CHF 4‘489.50, wobei darin noch keine Steuern berücksichtigt sind. Das Einkommen der 
Berufungsbeklagten 2 erreicht mithin ihren um 20% erhöhten (erweiterten) Notbedarf bei weitem 
nicht. 

Betreffend das vom Berufungskläger geltend gemachte Vermögen hat die Vorinstanz, ebenfalls mit 
Verweis auf den Entscheid zur unentgeltlichen Rechtspflege vom 27. November 2013 (act. 61), 
festgestellt, dass der Berufungsbeklagten 2 im Rahmen des Scheidungsverfahrens namentlich 
CHF 70‘000.- aus Güterrecht und einen vorsorgerechtlichen Ausgleichsbetrag von CHF 120‘000.-, 
mithin insgesamt CHF 190‘000.-, zugesprochen worden seien. Die Vorinstanz ging gestützt auf die 

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Ausführungen der Berufungsbeklagten 2 (act. 44, S. 17 f.) davon aus, dass ihr namentlich nach 
Finanzierung der Ausbildung als Naturheilpraktikerin mit Beginn März 2013 (CHF 45‘000.-, act. 24, 
B. 17), der Hochzeit und Flitterwochen, der Anschaffung eines Wohnmobils auf dem Camping 
O.________ (CHF 70‘000.-), Anwaltskosten (CHF 40‘000.-) und (bei einem Einkommen von 
CHF 600.-) der Verwendung des Betrags zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts, kein 
wesentlicher Betrag mehr verbleiben würde. Diesen Ausführungen der Vorinstanz kann gefolgt 
werden.

CHF 90‘000.- (Ausbildung und Anwaltskosten) sind vom Berufungskläger anerkannt. Erstellt ist 
auch, dass die Berufungsbeklagte 2 - ohne Beachtung des Einkommens ihres Ehemannes - einen 
Teil des Vermögens zur Deckung ihres Mankos bedurfte bzw. bedarf (seit Februar 2015 
monatliches Manko von rund CHF 500.-, ohne Berücksichtigung der Steuern, zuvor CHF 3‘141.25 
[act. 61]). Zur Deckung dieses Mankos bedurfte die Berufungsbeklagte 2 seit März 2013 (Beginn 
Ausbildung/Aufgabe der unselbständigen Erwerbstätigkeit, vgl. act. 23, S. 16) bis heute (März 
2016) einem Betrag von rund CHF 110‘943.75. Es ist damit richtig, wenn die Vorinstanz feststellt, 
dass es der Berufungsbeklagten 2 nicht zumutbar sei, sich zusätzlich am Unterhalt der 
Berufungsbeklagten 1 zu beteiligen. Dies gilt auch, wenn davon ausgegangen würde, dass die 
Ausgaben namentlich für die Anschaffung eines Wohnmobils oder die Finanzierung der Hochzeit 
und Flitterwochen, nicht belegt sind.

Insgesamt sind der Berufungsbeklagten 2 Unterhaltsleistungen an die Berufungsbeklagte 1 
wirtschaftlich nicht zumutbar.

b) Jeder Ehegatte hat dem anderen in Erfüllung der Unterhaltspflicht gegenüber 
vorehelichen Kindern in angemessener Weise beizustehen (Art. 278 Abs. 2 ZGB). HEGNAUER führt 
zu Situationen, in welchen Kinder nicht mit ihren Stiefeltern in einer Hausgemeinschaft wohnen, 
das Folgende aus: „Das Kind gehört nicht zur Familie des beitragspflichtigen Elters und des 
Stiefelters. Sein Unterhalt ist daher nicht Teil des Unterhalts der Familie, für den die Gatten 
gemäss Art. 163 zu sorgen haben. Vielmehr bleibt der Unterhaltsbeitrag alleinige Schuld des 
Elters, für die er im ordentlichen Güterstand und bei Gütertrennung mit seinem ganzen Vermögen, 
Art. 202, 249, und bei Gütergemeinschaft mit seinem Eigengut und der Hälfte des Wertes des 
Gesamtgutes haftet, Art. 234 Abs. 1. Der Stiefelter hat hierfür nicht aufzukommen.“ (HEGNAUER, 
a.a.O., Art. 278 N 43 mit Hinweisen). Hinzu kommt, dass die Beistandspflicht gemäss Art. 278 
Abs. 2 ZGB ohnehin subsidiär ist; die elterliche Unterhaltspflicht gegenüber den eigenen leiblichen 
Kindern geht vor. Zur Vor- oder Gesamtfinanzierung des Bedarfs des Kindes ist der Stiefvater nur 
verpflichtet, wenn er sie ohne eigene Einschränkungen, vorab mit Rücksicht auf die Deckung 
eigener Unterhaltsverpflichtungen zu leisten vermag. Er darf verlangen, dass die Mutter des 
Stiefkindes zur Deckung des Barbedarfs zuerst eigene Mittel einsetzt, Kindesvermögen anzehrt 
oder – soweit Aussicht auf Erfolg besteht – um Unterstützung von Verwandten oder um Sozialhilfe 
nachsucht (Urteil BGer 5A_733/2009 vom Urteil vom 10. Februar 2010 E. 3.2; vgl. auch BGE 120 
II 285 E. 2b). So oder anders ist festzustellen, dass vorliegend der leibliche Vater der 
Berufungsbeklagte 1 (Berufungskläger) leistungsfähig ist. Der Volljährigenunterhalt ist von ihm zu 
erbringen. Die finanzielle Situation des Ehemannes der Berufungsbeklagten 2 ist nicht 
einzubeziehen und vermag damit an der Leistungsunfähigkeit der Berufungsbeklagten 2 nichts zu 
ändern.

6.5 In einem nächsten Punkt rügt der Berufungskläger die Berechnung des Existenzminimums 
der Berufungsbeklagten 1.

a) Die Vorinstanz stellt in Bezug auf die Berufungsbeklagte 1 vom 1. November 2012 bis 
31. August 2013 einen Bedarf von CHF 2‘444.40 fest. Ab dem 1. September 2013 wird der Bedarf 

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auf CHF 2‘430.80 bestimmt. Auf der Einkommensseite werden Ausbildungszulagen von CHF 305.- 
und ein Eigenverdienst von CHF 300.- festgehalten. Vom 1. November 2012 bis zum 31. August 
2013 ergibt dies ein Manko von CHF 1‘839.40 und ab dem 1. September 2013 ein Manko von 
CHF 1‘825.80.

b) Die Unterhaltspflicht der Eltern wird gemindert oder entfällt gemäss Art. 276 Abs. 3 ZGB 
im Umfang des Arbeitserwerbs oder anderer eigener Mittel des an sich unterhaltsberechtigten 
Kindes, soweit der Rückgriff auf solche Mittel zumutbar ist (HAUSHEER/SPYCHER, a.a.O., Rz. 
06.21). Dies gilt auch für den Volljährigenunterhalt (HAUSHEER/SPYCHER, a.a.O., Rz. 06.107). 
Soweit mit der Ausbildung vereinbar, hat das (mündige) Kind demnach alle Möglichkeiten 
auszuschöpfen, um den Unterhalt während der Ausbildung nach Möglichkeit selbst zu bestreiten 
und namentlich einem Erwerb nachzugehen. Allenfalls ist ihm ein hypothetisches Einkommen 
anzurechnen (Urteil BGer 5C.150/2005 11. Oktober 2005 E. 4.4.1 mit Hinweisen).

c) Für das gleiche Kind wird nur eine Zulage derselben Art ausgerichtet (Art. 6 FamZG). 
Haben mehrere Personen für das gleiche Kind Anspruch auf Familienzulagen nach 
eidgenössischem oder kantonalem Recht, so steht der Anspruch in nachstehender Reihenfolge zu: 
a. der erwerbstätigen Person; b. der Person, welche die elterliche Sorge hat oder bis zur 
Mündigkeit des Kindes hatte; c. der Person, bei der das Kind überwiegend lebt oder bis zu seiner 
Mündigkeit lebte; d. der Person, auf welche die Familienzulagenordnung im Wohnsitzkanton des 
Kindes anwendbar ist; e. der Person mit dem höheren AHV-pflichtigen Einkommen (Art. 7 Abs. 1 
FamZG). Richten sich die Familienzulagenansprüche der erst- und der 
zweitanspruchsberechtigten Person nach den Familienzulagenordnungen von zwei verschiedenen 
Kantonen, so hat die zweitanspruchsberechtigte Person Anspruch auf den Betrag, um den der 
gesetzliche Mindestansatz in ihrem Kanton höher ist als im anderen (Art. 7 Abs. 2 FamZG). 
Anspruchsberechtigte Personen, die auf Grund eines Gerichtsurteils oder einer Vereinbarung zur 
Zahlung von Unterhaltsbeiträgen für Kinder verpflichtet sind, müssen die Familienzulagen 
zusätzlich zu den Unterhaltsbeiträgen entrichten (Art. 8 Fam ZG). 

Die Berufungsbeklagte 1 hat Anspruch auf die Ausbildungszulagen, welche sich entweder auf 
CHF 305.- oder CHF 290.- pro Monat belaufen. Es obliegt in casu den Parteien, und insbesondere 
den Eltern, die Problematik i.Z.m. der Geltendmachung der Ausbildungszulagen mit den jeweiligen 
Ausgleichskassen zu regeln. So oder anders bleiben diese zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag 
geschuldet. 

d) Vorab kann zu den Kosten der Privatschule im Sinne der Erwägungen hiervor 
festgehalten werden, dass sich deren Einbezug in den Bedarf der Berufungsbeklagten 1 im 
vorliegenden Einzelfall rechtfertigt. Insofern ist die Rüge des Berufungsklägers, wonach diese 
Kosten nicht in den Bedarf der Berufungsbeklagten 1 einzurechnen seien, abzuweisen. Würde 
man diese abziehen, so müsste man gleichzeitig die durch das Studium verursachten anderen 
Kosten berücksichtigen (Gebühren, Schulmaterial), dies bei einem Grundbetrag und Wohnkosten, 
die nicht zu hoch angesetzt wurden, und stetig wachsenden Krankenkassenprämien. Anderes gilt 
für den Eigenverdienst der Berufungsbeklagten 1. Die Vorinstanz stützt sich dazu vordergründig 
auf das hiervor bereits zitierte Urteil des Bundesgerichts (Urteil BGer 5C.150/2005 vom 
11. Oktober 2005 E. 4.4.1). Dieses unterteilt den Eigenverdienst der infrage stehenden 
unterhaltsberechtigten, volljährigen Person in zwei Phasen: Die erste Phase betrifft die 
Maturitätsausbildung, die zweite Phase das Studium (Studienrichtung Phil. I). Entsprechend hätte 
die Vorinstanz in Bezug auf die Berufungsbeklagte 1, welche sich gemäss dem von ihr dargelegten 
Ausbildungsplan auf einem analogen Ausbildungsweg (Matura dann Studium) befindet, vorgehen 
sollen. Dementsprechend ist der Berufungsbeklagten 1 während der Maturitätsausbildung (bis 

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Sommer 2015) ein Eigenverdienst von CHF 300.- und während der anschliessenden Studienzeit 
ab September 2015 ein Eigenverdienst von CHF 700.- anzurechnen. Ein entsprechend höherer 
Eigenverdienst ist als zumutbar und möglich zu erachten: Betrachtet man die doch erheblich 
längeren Semesterferien während der Studienzeit mit den rund 14 Wochen Ferien während dem 
Gymnasium, kann von der Berufungsbeklagten 1 eine entsprechend zeitintensiverer Ferien-
/Studentenjob aufgenommen werden. Auch sind lediglich die Prämien der obligatorischen 
Krankenversicherung einzubeziehen (ab 1. Januar 2013 CHF 290.50, act. 2, B. 10; ab 
1. September 2013 CHF 390.90, act. 46.6, B. 23; 2014 CHF 360.75; ab 1. Januar 2015 
CHF 380.80). 

Was die Verletzung des Effektivitätsgrundsatzes anbelangt, sind die vom Berufungskläger 
angerufenen Lohnabrechnungen (act. 48, B. 79 b-i) heranzuziehen. Gemäss diesen hat die 
Berufungsbeklagte 1 im 2013 in den Monaten Mai, Juni und August einen Eigenverdienst von 
insgesamt CHF 2‘630.65 erzielt. Wird dieser Eigenverdienst auf die Monate des Kalenderjahres 
2013 verteilt, ergibt sich ein Einkommen von monatlich rund CHF 220.-. Sofern der 
Berufungskläger einen höheren Betrag angibt, ist festzustellen, dass dieser nicht nachvollziehbar 
ist. Als Belege nennt er B. 79 b-i sowie B. 4 der Eingabe von RA Gruber betr. „Stellungnahme zu 
den Klageantworten“; diese Stellungnahme beinhaltet jedoch keine Beilagen respektive bezieht 
sich nicht auf den von der Berufungsbeklagten 1 erzielten Lohn. Es obliegt nicht dem 
I. Zivilappellationshof Nachforschungen zu betreiben respektive versuchen zu eruieren, wie der 
Berufungskläger auf einen Gesamtbetrag von CHF 7‘718.35 (CHF 4‘863.50 und CHF 2‘854.85) 
kommt. Die Parteien können sich nicht damit begnügen, Unterlagen einzureichen oder Anträge zu 
stellen, ohne eine entsprechende Begründung anzuführen. Damit hat die Vorinstanz den 
Effektivitätsgrundsatz nicht verletzt, indem sie der Berufungsbeklagten 1 einen (höheren) 
monatlichen Eigenverdienst von CHF 300.- angerechnet hat. Die Berufung ist in diesem Punkt 
abzuweisen. Was die übrigen Vorbringen des Berufungsklägers anbelangt (Nicht-Abstellen auf 
tatsächliche Ausgaben/Grundbeträge), so ist auf diese mangels Begründung nicht einzutreten. 
Insbesondere legt er nicht dar, welche Beträge, anstelle der von der Vorinstanz einbezogenen, 
hätten eingerechnet werden sollen. 

Damit würde sich der Unterhaltsbeitrag zugunsten der Berufungsbeklagten 1 ab 1. November 2012 
bis 31. August 2013 grundsätzlich auf CHF 1‘807.50 belaufen (CHF 2‘412.50 abzüglich 
Eigenverdienst von CHF 300.- und Ausbildungszulagen von CHF 305.-). Wenn man aber 
berücksichtigt, dass die Ausbildungszulagen in dieser Zeit schlussendlich CHF 290.- statt 
CHF 305.- betragen könnten und der Grundbetrag sowie der Mietzins nicht zu hoch angesetzt 
wurden, ist für eine Differenz von CHF 32.50, bzw. CHF 17.50 nicht in das Ermessen des ersten 
Richters einzugreifen. Dasselbe gilt für die Periode vom 1. September 2013 bis August 2015. Ab 
1. September 2015 (Zeitpunkt des offiziellen Studienbeginns: 14. September 2015) ist der 
Unterhaltsbeitrag auf gerundet CHF 1‘385.- (Bedarf von CHF 2‘389.30 [bestehend aus: 
Grundbetrag von CHF 600.-, Wohnkosten von CHF 400.-, Krankenkassenprämie von CHF 380.80, 
Schulkosten von CHF 734.-, Libero-Junior-Jahresabonnement von CHF 47.50.-, Kleidergeld von 
CHF 100.- auswärtige Verpflegung von CHF 127.-] abzüglich Eigenverdienst von CHF 700.- und 
Ausbildungszulagen von CHF 305.-) zu bestimmen. Der Berufungskläger hat der 
Berufungsbeklagten 1 in diesem Umfang Unterhaltszahlungen zu leisten. 

6.6 Der Berufungskläger wirft der Vorinstanz vor, der Berufungsbeklagten 1 Unterhalt 
zuzusprechen, ohne diesen zu befristen. Während der Dauer der Unterhaltspflicht habe die 
Berufungsbeklagte 1 ihn angemessen zu informieren. 

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a) Art. 277 Abs. 2 ZGB sieht keine Befristung und insbesondere auch keine absolute 
Altersgrenze vor. Die Ausbildung muss aber in einem vernünftigen Zeitrahmen abgeschlossen 
werden, was voraussetzt, dass sie mit dem erforderlichen Einsatz betrieben wird. Bei 
"Zeitverschwendung" besteht kein Anspruch auf Unterhalt. Indessen besteht ein Anspruch auf 
sozialadäquaten Misserfolg und auf Berücksichtigung von üblichen, kurzen Unterbrechungen. Die 
Beweislast dafür, dass die Ausbildung mit Erfolg betrieben wird und dabei insbesondere die 
erforderlichen Prüfungen bestanden wurden, obliegt dem Unterhalt beanspruchenden volljährigen 
Kind (vgl. BGE 117 II 127 E. 3b mit Hinweisen). So trifft dieses gegenüber dem 
Unterhaltspflichtigen namentlich eine Informationspflicht über den Stand und die voraussehbare 
weitere Dauer der Ausbildung, gegebenenfalls unter Vorlegung von Belegen. Diese Pflicht besteht 
auch, wenn das Verhältnis gestört ist (vgl. BREITSCHMID, a.a.O., Vor Art. 276-295 N 1; HEGNAUER, 
a.a.O., Art. 277 ZGB N 128).

b) Im Sinne der Erwägung hiervor, ist nicht angezeigt, den Unterhaltsanspruch der 
Berufungsbeklagten 1 zu befristen. Im Übrigen stellt der Berufungskläger diesen Antrag erstmals 
vor der Berufungsinstanz und führt darüber hinaus nicht aus, auf welchen Zeitpunkt die 
Unterhaltsleistungen zu befristen wären. Hingegen ist die Berufungsbeklagte 1 auch ohne 
entsprechendes Rechtsbegehren zu verpflichten, den Berufungskläger halbjährlich über den Stand 
ihrer Ausbildung und mittels Belegen über die aktuellen Noten zu informieren. 

7. Der Berufungskläger bringt mit Verweis auf E. 19 (gemeint wohl E. 18) vor, es sei eine 
Nachforderung zugesprochen worden, obwohl die separaten Verfahren (Rechtsöffnungen und 
vorsorgliche Massnahmen) die Gerichts- und Anwaltskosten in je separaten Urteilen liquidiert 
hätten. Dies komme einem Doppelinkasso der Parteientschädigungen gleich. Bei den nochmals 
eingegebenen Prozessbetreffnissen handle es sich um eine res iudicata, so dass auf dieses 
Begehren gar nicht einzutreten gewesen wäre. 

a) Die Vorinstanz hielt fest, die Parteientschädigung von RA Gruber sei auf CHF 13‘811.30 
festzusetzen. Diese habe der Berufungskläger der Berufungsbeklagten 1 zu ersetzen. Zudem 
wurde der Berufungskläger verpflichtet, der Berufungsbeklagten CHF 7‘876.15 für die in den 
übrigen Verfahren aufgelaufenen Anwaltskosten zu bezahlen.

b) Das Gericht entscheidet über die Prozesskosten in der Regel im Endentscheid 
(Art. 104 Abs. 1 ZPO). Über die Prozesskosten vorsorglicher Massnahmen kann aber auch 
zusammen mit der Hauptsache entschieden werden (Art. 104 Abs. 3 ZPO).

c) In den Entscheiden betreffend dringliche vorsorgliche Massnahmen vom 
21. Februar 2013 (act. 5) und vorsorgliche Massnahmen vom 21. März 2013 (act. 16) sowie im 
Entscheid betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen vom 21. März 2014 (act. 87) wurden 
die Prozesskosten zur Hauptsache verwiesen. Indem diese im Hauptverfahren mit Entscheid vom 
21. März 2014 (act. 88) liquidiert worden sind, ist keine doppelte Festsetzung der 
Parteientschädigung ersichtlich. Im Berufungsentscheid vom 29. September 2013 (act. 43) wurden 
einzig Prozesskosten betreffend das Berufungsverfahren liquidiert.

Mit Klageergänzung vom 21. Oktober 2013 (act. 45) verlangte die Berufungsbeklagte 1, der 
Berufungskläger und die Berufungsbeklagte 2 seien solidarisch zu verpflichten, ihr für die 
aufgelaufenen Anwaltskosten in den übrigen Verfahren gegen den Berufungskläger CHF 8‘580.85 
zu bezahlen. Das Gericht sprach der Berufungsbeklagten 1 zulasten des Berufungsklägers einen 
Betrag von CHF 7‘876.15 zu für Betreibungsverfahren, dem damit verbundenen 
Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des Kantons Bern sowie dem Berufungsverfahren in 
Sachen vorsorgliche Massnahmen.

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Die Parteikosten der Berufungsbeklagten 1 für das Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen 
wurden wie hiervor aufgeführt mit Entscheid vom 21. März 2014 dem Berufungskläger zum Ersatz 
auferlegt und damit liquidiert. Dies gilt auch für die Parteientschädigung im diesbezüglichen 
Berufungsverfahren. Im Beschwerdeverfahren vor dem Obergericht des Kantons Bern wurde der 
Berufungsbeklagten 1 die unentgeltliche Rechtspflege erteilt und ihr Rechtsbeistand amtlich 
entschädigt (act. 48, B. 80f; vgl. auch B. 80b). Auch Parteikosten betreffend 
Rechtsöffnungsverfahren sind in den entsprechenden Verfahren separat zu beurteilen und haben 
somit als erledigt zu gelten. Der von der Vorinstanz gesprochene Betrag von CHF 7‘876.15 ist vom 
Berufungskläger mithin nicht geschuldet. 

8. Mit Urteil vom 29. September 2013 (101 2013 64) wurden vorsorgliche Massnahmen 
getroffen. Mit Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen vom 24. November 2015 
(101 15 275) beantragt der Berufungskläger, bis zum Nachweis der Aufnahme ihres Studiums sei 
der Unterhalt von Frau B.________ zu sistieren. Weiter sei der vorsorglich verordnete Unterhalt 
von bisher monatlich CHF 1‘695.- ab Datum des Nachweises der Aufnahme eines Studiums, 
eventualiter ab 1. Juli 2015 auf den Betrag von CHF 400.- herabzusetzen, für die Dauer des 
Prozesses. Die Massnahme sei vorsorglich zu verfügen. Mit Eingabe vom 15. Februar 2016 nahm 
die Berufungsbeklagte 1 Stellung dazu und verkündete der Berufungsbeklagten 2 den Streit. Die 
Berufungsbeklagte äusserte sich zur Streitverkündung mit Eingabe vom 21. März 2016.

Das Gericht trifft gemäss Art. 261 Abs. 1 ZPO die notwendigen vorsorglichen Massnahmen, wenn 
die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist oder 
eine Verletzung zu befürchten ist (Bst. a) und ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder 
gutzumachender Nachteil droht (Bst. b). Haben sich die Umstände geändert oder erweisen sich 
vorsorgliche Massnahmen nachträglich als ungerechtfertigt, so können sie geändert oder 
aufgehoben werden. Mit Rechtskraft des Entscheides in der Hauptsache fallen die Massnahmen 
von Gesetzes wegen dahin. Das Gericht kann die Weitergeltung anordnen, wenn es der 
Vollstreckung dient oder das Gesetz dies vorsieht (Art. 268 ZPO).

Vorsorgliche Massnahmenentscheide werden stets mit Blick auf ein zu erwartendes 
Hauptsachenurteil angeordnet. Sie enden grundsätzlich mit Eintritt der formellen Rechtskraft des 
Hauptsachenurteils. Das Dahinfallen erfolgt unmittelbar mit Eintritt der formellen Rechtkraft. Ein 
Aufhebungsbeschluss des Massnahme- oder Hauptsachengerichts ist nicht erforderlich 
(GÜNGERICH, in BK ZPO, Band II: Art. 150-352 ZPO und Art. 400-406 ZPO, 2012, Art. 268 N 13). 
Der mit dem Entscheid in der Hauptsache zwangsläufig gewährte endgültige Rechtsschutz macht 
den einstweiligen, mit der vorsorglichen Massnahme verbundenen Rechtsschutz obsolet (HUBER, 
in Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, Art. 268 N 12).

Mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache (101 2015 33) erübrigt sich mithin ein Entscheid 
betreffend das Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen vom 24. November 2015. 
Das Verfahren 101 2015 275 ist als gegenstandslos abzuschreiben.

9. Die Berufungsbeklagte 1 beantragte zunächst, der Berufungskläger habe ihr einen 
Prozesskostenvorschuss in Höhe von CHF 2‘500.- zu leisten. Mit Eingabe vom 21. Dezember 
2015 beantragt sie nun einen Prozesskostenvorschuss in Höhe von CHF 8‘000.-. 

Nach Art. 277 ZGB umfasst die elterliche Unterhaltspflicht grundsätzlich auch die Übernahme von 
Prozesskosten des Kindes, da die familienrechtliche Unterstützungspflicht der staatlichen Pflicht 
zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege vorgeht. Dies gilt auch für den 
Volljährigenunterhalt, sofern der Ausbildungsabschluss des Kindes ansteht und die 
Unterhaltsleistungen angesichts der gesamten Umstände den Eltern zumutbar sind (MAIER, Die 

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Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung in familienrechtlichen Prozessen im 
Spannungsfeld mit der Vorschusspflicht von Ehegatten und Eltern, dargestellt anhand der Praxis 
der Zürcher Gerichte seit Inkraftsetzung der eidgenössischen ZPO, in FamPra.ch 2014 S. 635 ff., 
639). Erscheint der mutmasslich vorschusspflichtige Elternteil als leistungsfähig, so hat er der 
bedürftigen Person einen Kostenvorschuss zu entrichten. Auch im Rahmen der Prüfung eines 
Prozesskostenvorschusses ist beim Volljährigenunterhalt der Bedarf des Elternteils grosszügiger 
zu bemessen (MAIER, a.a.O., S. 640). Für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des 
Berufungsklägers in Bezug auf die Leistung eines Prozesskostenvorschuss zugunsten der 
Berufungsbeklagten 1 wird damit auf die für ihn unter E. 6.3 festgestellten Beträge abgestellt, 
wonach sein monatliches Einkommen von CHF 11‘679.- seinen um 20% erhöhten (erweiterten) 
Notbedarf um CHF 802.10 übersteigt. In Anbetracht der prozessualen Bedürftigkeit der 
Berufungsbeklagten 1 und ihrer als nicht aussichtslos erscheinenden Rechtsbegehren (Urteil vom 
27. Januar 2016; vgl. MAIER, a.a.O., S. 640), wäre der Berufungskläger grundsätzlich zu 
verpflichten der Berufungsbeklagten 1 einen Prozesskostenvorschuss zu leisten. In Anbetracht der 
finanziellen Situation des Berufungsklägers und der ihm auferlegten Prozesskosten im erst- und 
zweitinstanzlichen Verfahren (insgesamt CHF 31‘213.30, vgl. E. 10 und 11 hiernach) sowie der 
eigenen Parteikosten, ist ihm die Leistung eines Prozesskostenvorschusses an die 
Berufungsbeklagte 1 vorliegend nicht zumutbar. Das Gesuch der Berufungsbeklagten 1 betreffend 
eine Provisio ad litem ist somit abzuweisen.

10. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie auch über die 
Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3 ZPO). Die Vorinstanz auferlegte 
die Prozesskosten (Gerichtskosten und Parteientschädigung) dem Berufungskläger. Die 
Gerichtskosten (Entscheidgebühr inkl. Auslagen) wurden auf CHF 12‘000.- festgesetzt und die 
Parteientschädigung zugunsten der Berufungsbeklagten 1 auf CHF 12‘788.25 zuzüglich 
Mehrwertsteuer von 8%, total CHF 13‘811.30. Mit Verweis auf die ausführliche Begründung der 
ersten Instanz (act. 88, Ziff. 21), an welcher die teilweise Gutheissung der Berufung nichts zu 
ändern vermag, ist die vorinstanzliche Auferlegung zu bestätigen. Was die festgesetzten Beträge 
betrifft, bezieht sich der Berufungskläger einzig auf den Entscheid, mit welchem ihm die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde und erwähnt, dieser habe weit tiefere Beträge 
angekündigt. Damit setzt er sich jedoch keineswegs mit den Beträgen auseinander; er zeigt 
namentlich nicht auf, weshalb sie falsch oder zu hoch sein sollten, bzw. inwiefern sie 
herabzusetzen wären. Er bestreitet auch den aussergewöhnlichen Umfang des erstinstanzlichen 
Verfahrens nicht. 

11. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich die Prozesskosten für das 
Berufungsverfahren (101 2015 33) und das Verfahren um Abänderung der vorsorglichen 
Massnahmen (101 2015 275) zu 2/3 dem Berufungskläger und zu 1/3 der Berufungsbeklagten 1 
aufzuerlegen (Art. 95, 104 Abs. 1 und 106 Abs. 1 ZPO). Der Berufungsbeklagten 2 werden keine 
Prozesskosten auferlegt.

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 3‘000.- festgesetzt (Art. 105 und 96 ZPO 
i.V.m. Art. 19 JR und Art. 3 des Tarifs des Kantonsgerichts der Gerichtsgebühren für 
vermögensrechtliche Streitigkeiten vom 21. Januar 2016). Die Gerichtskosten werden zu 
CHF 2'000.- dem Berufungskläger und zu CHF 1'000.- der Berufungsbeklagten 1 auferlegt, unter 
Vorbehalt des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 106 Abs. 1, 118 und 122 Abs. 1 Bst. b 
ZPO). 

b) Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten 1 und der Berufungsbeklagten 2 eine 
Parteientschädigung zu leisten. Die Berufungsbeklagte 1 hat dem Berufungskläger und der 

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Berufungsbeklagten 2 ebenfalls eine Parteientschädigung zu leisten. Die Parteikosten sind 
vorliegend global festzusetzen (Art. 105 Abs. 2 i.V.m. 96 ZPO, Art. 63 Abs. 1 i.V.m. 64 JR). Bei der 
globalen Festsetzung berücksichtigt das Gericht namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des 
Verfahrens sowie die notwendige Arbeit der Anwältin oder des Anwalts, das Interesse und die 
wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien. 

In Anbetracht der Art, der Schwierigkeit und des Umfangs des vorliegenden Verfahrens sowie der 
notwendigen Arbeit der Anwälte, des Interesses und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien, 
werden die Parteientschädigungen des Berufungsklägers und der Berufungsbeklagten 1 auf je 
CHF 3‘000.-, zuzüglich Auslagen von 5% (CHF 150.-) und MwSt. von 8% (CHF 252.-), 
ausmachend insgesamt CHF 3‘402.-, bestimmt. Die Parteientschädigung der Berufungsbeklagten 
2 wird auf CHF 1‘500.-, zuzüglich Auslagen von 5% (CHF 75.-) und MwSt. von 8% (CHF 126.-), 
ausmachend insgesamt CHF 1‘701.-, bestimmt.

Der Berufungskläger hat der Berufungsbeklagten 1 damit eine Parteientschädigung in der Höhe 
von CHF 2'268.- und der Berufungsbeklagten 2 eine Parteientschädigung in der Höhe von 
CHF 1‘134.- zu bezahlen. Die Berufungsbeklagte 1 hat dem Berufungskläger eine 
Parteientschädigung von CHF 1'134.- und der Berufungsbeklagten 2 eine Parteientschädigung in 
der Höhe von CHF 567.- zu bezahlen.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen.

Der Entscheid vom 21. März 2014 des Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks lautet 
neu wie folgt:

1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen.

2. A.________ wird verpflichtet, B.________ folgende Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

- ab 1. November 2012 bis 31. August 2013 CHF 1‘840.-

- ab 1. September 2013 bis 31. August 2015 CHF 1‘825.-

- ab 1. September 2015 CHF 1‘385.-

3. B.________ wird verpflichtet, A.________ halbjährlich über den Stand ihrer Ausbildung und 
mittels Belegen über die aktuellen Noten zu informieren.

4. Die unter Ziff. 2 genannten Unterhaltsbeiträge sind jeweils am Ersten eines jeden Monats zur 
Zahlung fällig und tragen ab diesem Datum einen jährlichen Verzugszins von 5%. Die 
Unterhaltsbeiträge werden gestützt auf den Index am Urteilstag (Dezember 2010 = 
100 Punkte) indexiert und sind jeweils am 1. Januar eines jeden Jahres dem Indexstand der 
Schweizerischen Konsumentenpreise des Monats November des Vorjahres proportional 
anzupassen, erstmals auf den 1. Januar 2015. Die Berechnungsformel lautet dabei wie folgt:

Grundbetrag x neuer Index
Neuer Unterhaltsbeitrag = --------------------------------------------------------

Index bei Rechtskraft des Entscheids
Weist A.________ nach, dass sein Erwerbseinkommen nicht oder nur teilweise der 
eingetretenen Teuerung angepasst worden ist, so erfolgt die Erhöhung der Unterhaltsbeiträge 
nur verhältnismässig im Umfang des gewährten Teuerungsausgleichs.

5. Es wird festgestellt, dass A.________ für die Periode vom 1. November 2012 bis 
Entscheiddatum einen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘400.- an B.________ bezahlt hat.

6. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

7. Die B.________ mit Entscheid vom 21. Januar 2013 erteilte vollständige unentgeltliche 
Rechtspflege wird entzogen.

8. Die Prozesskosten (Gerichtskosten und Parteientschädigung) werden A.________ auferlegt. 
Die dem Staat geschuldeten Gerichtskosten (Entscheidgebühr inkl. Auslagen) werden auf 
CHF 12‘000.- festgesetzt.

9. A.________ wird verpflichtet, B.________ eine Parteientschädigung von CHF 12‘788.25, 
zuzüglich MwSt. von 8%, total CHF 13‘811.30, zu bezahlen.

10. A.________ und C.________ werden keine Parteientschädigung zugesprochen.

II. Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen.

Kantonsgericht KG
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III. Das Verfahren betreffend Abänderung der vorsorglichen Massnahmen (101 2015 275) wird 
als gegenstandslos abgeschrieben.

IV. Das Gesuch von B.________ um Provisio ad litem wird abgewiesen.

V. Die Prozesskosten werden zu 2/3 A.________ und zu 1/3 B.________ auferlegt.

a) Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 3‘000.- festgesetzt, wobei CHF 2‘000.- 
A.________ und CHF 1‘000.- B.________ auferlegt werden, unter Vorbehalt der 
unentgeltlichen Rechtspflege.

Sie werden im Umfang von CHF 2‘000.- von dem von A.________ geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 3‘500.- bezogen. Die restlichen CHF 1‘500.- werden 
A.________ zurückerstattet.

b) A.________ wird verpflichtet, B.________ eine Parteientschädigung von CHF 2'268.- zu 
bezahlen (inkl. MwSt.).

c) A.________ wird verpflichtet, C.________ eine Parteientschädigung von CHF 1‘134.- zu 
bezahlen (inkl. MwSt.).

d) B.________ wird verpflichtet, A.________ eine Parteientschädigung von CHF 1'134.- zu 
bezahlen (inkl. MwSt.).

e) B.________ wird verpflichtet, C.________ eine Parteientschädigung von CHF 567.- zu 
bezahlen (inkl. MwSt.).

VI. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 6. Mai 2016/lgr

Präsident Gerichtsschreiberin