# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0b935d78-a0f4-5c8e-bc68-a31719a58b26
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LF250067-O1
**Docket/Reference:** LF250067-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LF250067-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LF250067-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw M. Schnarwiler

Beschluss vom 5. August 2025

in Sachen

A._____, 

Berufungskläger

betreffend Testamentseröffnung

im Nachlass von B._____, geboren tt. Februar 1949, von C._____, gestorben 

tt.mm.2025, wohnhaft gewesen in D._____

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerchtes Horgen 

vom 30. Juni 2025 (EL250208)

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Erwägungen:

1.

B._____, wohnhaft gewesen in D._____, starb am tt.mm.2025 in E._____ 

(act. 5/5/1). Mit Schreiben vom 16. Mai 2025 (Datum Poststempel: 18. Mai 2025) 

reichte F._____ dem Einzelgericht des Bezirksgerichtes Horgen (fortan Vorin-

stanz) eine eigenhändige letztwillige Verfügung vom 17. April 2015 von B._____ 

(fortan Erblasserin) ein (act. 5/1/1 f.). Mit Urteil vom 30. Juni 2025 eröffnete die 

Vorinstanz die letztwillige Verfügung. Sie hielt fest, die provisorische Auslegung 

der letztwilligen Verfügung ergebe die Einsetzung von A._____ und G._____ und 

zudem H._____ als Erben. Der mit der letztwilligen Verfügung eingesetzte Wil-

lensvollstrecker A._____ habe das Mandat angenommen; davon nahm die Vorin-

stanz Vormerk. Zudem stellte sie den Erben einen Erbschein auf Verlangen in 

Aussicht, hielt fest, dass die Erbabwicklung Sache des Willensvollstreckers sei 

und dass die Kosten auf Rechnung des Nachlasses vom Willensvollstrecker be-

zogen würden (act. 3 [= act. 5/8]).

2. Gegen dieses Urteil erhebt A._____ (fortan Berufungskläger) mit Eingabe 

vom 15. Juli 2025 rechtzeitig (vgl. act. 5/9/11) Berufung. Er macht geltend, dass 

eine neuere letztwillige Verfügung als die von der Vorinstanz eröffnete aufge-

taucht sei, welche Grundlage einer korrigierten Testamentseröffnung bilden 

müsse. Er reicht der Kammer eine letztwillige Verfügung vom 21. Dezember 2015 

ein (act. 2 u. 4).

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 5/1–11). Die Sache er-

weist sich als spruchreif. 

3. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine unrich-

tige Feststellung des Sachverhalts durch die Vorinstanz geltend gemacht werden 

(Art. 310 ZPO). Auf weitere prozessleitende Schritte wurde verzichtet.

4.1 Der Berufungskläger macht nicht geltend, dass die Vorinstanz gestützt auf 

die ihr vorliegenden Unterlagen den Sachverhalt falsch festgestellt oder das 

Recht falsch angewendet hätte. Vielmehr stützt er seine Begründung, dass der 

vorinstanzliche Entscheid (nunmehr) falsch sei, auf die erst nach Ergehen des 

vorinstanzlichen Entscheides entdeckte, neuere als die eröffnete, letztwillige Ver-

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fügung. Diese reicht der Berufungskläger im Original erstmalig der Kammer ein. 

Indes ist die Kammer nicht für die Entgegennahme dieser letztwilligen Verfügung 

zuständig. Vielmehr hat die gestützt auf Art. 556 Abs. 1 ZGB zu erfolgende Einrei-

chung beim Bezirksgericht am letzten Wohnsitz der verstorbenen Person, hier bei 

der Vorinstanz, zu erfolgen (Art. 28 Abs. 2 ZPO; § 137 lit. c GOG), welche sowohl 

für die Eröffnung desselben als auch für eine Abänderung ihres Entscheides vom 

15. Juli 2025 gestützt auf Art 256 Abs. 2 ZPO zuständig ist. 

4.2 Die Kammer ist nach dem Gesagten für die erstmalige Entgegennahme (als 

auch für die Eröffnung) der letztwilligen Verfügung nicht zuständig, sondern die 

Vorinstanz. Entsprechend ist die Berufungsschrift zusammen mit der letztwilligen 

Verfügung und dem vorliegenden Entscheid an die Vorinstanz zu überweisen (vgl. 

Art. 143 Abs. 1bis ZPO). Eine Kopie verbleibt in den Akten des vorliegenden Ver-

fahrens.

4.3 Aufgrund des Gesagten ist auf die Berufung nicht einzutreten.

5.

Umständehalber sind für das Berufungsverfahren keine Kosten zu erheben. 

Eine Entschädigung ist nicht zuzusprechen.

1.

2.

3.

4.

5.

Es wird beschlossen:

Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

Die Eingabe des Berufungsklägers vom 15. Juli 2025 (Datum Poststempel: 

16. Juli 2025) (act. 2) wird zusammen mit dem Original der letztwilligen Ver-

fügung vom 21. Dezember 2015 (act. 4) im Sinne der Erwägungen an das 

Einzelgericht des Bezirksgerichtes Horgen überwiesen.

Für das Berufungsverfahren werden keine Kosten erhoben.

Es wird keine Entschädigungen zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an den Berufungskläger sowie an die Vorinstanz unter 

Beilage von act. 2 und 4 und der erstinstanzlichen Akten, je gegen Emp-

fangsschein.

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6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 96'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw M. Schnarwiler

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