# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a0eb669-e991-5892-8271-097852e287cc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-29
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Zivilkammern 29.03.2016 KES 2015 284
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_001_KES-2015-284_2016-03-29.pdf

## Full Text

KES 15 284, publiziert Juni 2016

Entscheid des Kindes und Erwachsenenschutzgerichts des Kantons Bern

vom 29. März 2016

Besetzung
Oberrichterin Grütter (Vorsitzende), Oberrichterin Apolloni Meier und Oberrichter Messer
Gerichtsschreiberin von Hünerbein

Verfahrensbeteiligte

X., vertreten durch Fürsprecher F.
Beschwerdeführerin

Y.
Beigeladener

gegen

A.________
Vorinstanz

Gegenstand
Stiefkindadoption

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Jugendamtes  (KJA) der Justiz-, 
Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern vom 6. März 2015

Regeste: 
 Art. 2 Abs. 1 HAÜ, Art. 4 lit. c HAÜ (Haager Adoptionsübereinkommen)
 Art. 264 ZGB, Art. 265a Abs. 1 ZGB, Art. 268a Abs. 1 ZGB, Art. 265c ZGB

 Das HAÜ findet auch auf Stiefkindadoptionen Anwendung, sofern mit der Adoption ein 
Wechsel des gewöhnlichen Aufenthaltes des Kindes von einem Vertragsstaat in einen 
anderen verbunden ist.

 Die Adoptionsbehörde trifft eine umfassende Abklärungspflicht. Zu prüfen ist unter 
anderem die Voraussetzung der Zustimmung beider Eltern zur Adoption. Bestehen 
begründete Zweifel an der schriftlich erteilten Zustimmung der leiblichen Mutter und kann 
die Mutter hierzu nicht befragt werden, da sie zurzeit unauffindbar ist, darf die 
Adoptionsbehörde die Zustimmung zur Adoption verweigern.

 Gründe, von der Zustimmung der leiblichen Mutter abzusehen, sind vorliegend keine zu 
bejahen. Insbesondere kann hierzu nicht auf Fakten, welche in offensichtlicher 
Umgehungsabsicht der einschlägigen nationalen und internationalen Bestimmungen zur 
Adoption geschaffen wurden, abgestellt werden.

 Die Adoptionsbehörde hat vorrangig das Kindeswohl zu beachten. Mit einer Zustimmung 
zur Adoption würde dem Kind vorliegend das Recht genommen, sich später als Opfer des 
widerrechtlichen Vorgehens der Beschwerdeführerin und des Beigeladenen zu sehen.

Redaktionelle Vorbemerkungen:
X. und Y. sind miteinander verheiratet und haben keine gemeinsamen Kinder. Nach mehreren 
gescheiterten Versuchen, ein Kind zu adoptieren, anerkannte Y. im Staat Z. das Kind K. Rund 
ein Jahr nach der Verbringung von K. in die Schweiz stellte X. ein Gesuch um 
Stiefkindadoption. Das Kantonale Jugendamt der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion 
des Kantons Bern lehnte das Gesuch ab, wogegen X. Beschwerde erhob.

Auszug aus den Erwägungen:

(...) 

40. Anwendbarkeit des Haager Adoptionsübereinkommens (HAÜ)

40.1 Die Vorinstanz prüfte die Voraussetzungen der Stiefkindadoption lediglich nach den 
Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 
(ZGB; SR 210) und schloss damit implizit die Anwendbarkeit des Übereinkommens 
vom 29. Mai 1993 über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem 
Gebiet der Internationalen Adoption (Haager Adoptionsübereinkommen [HAÜ; SR 
0.211.221.311]) aus. Die Beschwerdeführerin stellt sich ebenfalls auf den 
Standpunkt, das HAÜ sowie das Bundesgesetz vom 22. Juni 2001 zum Haager 
Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei 
internationalen Adoptionen (BG-HAÜ; SR 211.221.31) fänden vorliegend keine 
Anwendung. Die Anwendung des Rechts überprüft die angerufene 
Beschwerdeinstanz im Rahmen des Streitgegenstands indessen von Amtes wegen 
und ohne Bindung an die Anträge und Ausführungen der Parteien (vgl. Art. 20a Abs. 
1 VRPG; MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die 
Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, N. 2 zu aArt. 51 VRPG). Vorliegend 
bildet der gesamte Entscheid der Vorinstanz Beschwerdegegenstand, womit die 
Anwendbarkeit des HAÜ auf den zu beurteilenden Fall von Amtes wegen zu prüfen 
ist.

https://swisslex.ch/DOC/ShowLawViewByGuid/3226235a-8f33-418e-a0de-4b84bd3ee490/00000000-0000-0000-0000-000000000000?source=document-link&SP=5|0bdx5c

40.2 Sowohl die Schweiz als auch Z. sind Unterzeichnerstaaten des Haager 
Adoptionsübereinkommens. Ziel des Abkommens ist es, Schutzvorschriften 
einzuführen, damit internationale Adoptionen zum Wohl des Kindes und unter 
Wahrung seiner völkerrechtlich anerkannten Grundrechte stattfinden (Art. 1 lit. a 
HAÜ). Insbesondere sollen der Verkauf von Kindern sowie der Handel mit ihnen 
verhindert werden können (vgl. Art. 1 lit. b HAÜ). Die Erreichung des Schutzzweckes 
soll anhand eines durch das Übereinkommen errichteten Systems der 
Zusammenarbeit unter den Vertragsstaaten sichergestellt werden (Art. 1 lit. b HAÜ). 
Anwendung findet das Übereinkommen, wenn ein Kind mit gewöhnlichem Aufenthalt 
in einem Vertragsstaat (seinem «Heimatstaat») entweder nach dessen Adoption oder 
im Hinblick auf eine solche in einen anderen Vertragsstaat («Aufnahmestaat») 
gebracht worden ist, wird, oder werden soll (Art. 2 Abs. 1 HAÜ). Zur Umsetzung 
dieses Übereinkommens in der Schweiz wurde das BG-HAÜ erlassen.

40.3 Gemäss der Botschaft zum HAÜ sowie zum BG-HAÜ ist der sachliche 
Anwendungsbereich des Übereinkommens umfassend. Geregelt sind demnach 
Adoptionen aller Art, die ein dauerhaftes Eltern-Kind-Verhältnis begründen. 
Sondervorschriften für Stiefkindadoptionen fehlen; auf sie findet somit das 
Übereinkommen Anwendung, sofern mit der Adoption ein Wechsel des gewöhnlichen 
Aufenthaltes des Kindes von einem Vertragsstaat in einen anderen verbunden ist 
(Botschaft vom 19. Mai 1999 betreffend das Haager Übereinkommen vom 29. Mai 
1993 über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der 
internationalen Adoption sowie das Bundesgesetz zum Haager 
Adoptionsübereinkommen und über Massnahmen zum Schutz des Kindes bei 
internationalen Adoptionen, BBl 1999 5795 ff., S. 5813).

40.4 Die Beschwerdeführerin macht geltend, K. habe sich zum Zeitpunkt der Einleitung 
des Adoptionsverfahrens bereits in der Schweiz aufgehalten. Auch sei K. nicht im 
Hinblick auf eine spätere Adoption in die Schweiz gekommen. Den Akten würden sich 
keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Ausreise K.s und einer 
späteren Adoption durch die Beschwerdeführerin finden. Es sei reine Spekulation und 
willkürlich, davon auszugehen, K. sei im Hinblick auf eine Adoption in die Schweiz 
verbracht worden. Die Anwendbarkeit des HAÜ falle damit ausser Betracht […].

40.5 Entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift und gestützt auf den 
oberinstanzlich festgestellten Sachverhalt ist davon auszugehen, dass die spätere 
Adoption durch die Beschwerdeführerin bereits zum Zeitpunkt des Verbringens von 
K. in die Schweiz beabsichtigt war. Insbesondere sind die von der leiblichen Mutter 
auf Initiative des Anwalts der Beschwerdeführerin und des Beigeladenen 
ausgestellten Zustimmungen, wonach diese K. die Ausreise in die Schweiz bewillige, 
mit Ausnahme eines Formulars für einen längeren Zeitraum ausgestellt («bis zum 
Abschluss der Studien», «solange notwendig»), was zusammen mit dem Umstand, 
dass die Beschwerdeführerin K. bei Bekannten – wohl von Beginn weg – als 
Adoptivkind bezeichnet hat, darauf schliessen lässt, dass K. mit der Absicht in die 
Schweiz geholt wurde, eine Eltern-Kind-Beziehung nicht nur zum Beigeladenen, 
sondern auch zur Beschwerdeführerin aufzubauen. Dieser Schluss wird unterstützt 
durch die Feststellungen der abklärenden Sozialarbeiterinnen des Sozialdienstes S., 
wonach der Beigeladene die Erziehung und Betreuung von K. in die Hände der 
Beschwerdeführerin übergibt und auf ihre Kompetenzen vertraut, während er selbst 

eher die Rolle eines Grossvaters einnimmt […]. Ein Jahr nach der Einreise von K. in 
die Schweiz stellte die Beschwerdeführerin denn auch bereits das vorliegend zu 
beurteilende Gesuch um Adoption eines Stiefkindes. K. wurde mit anderen Worten 
von Beginn weg mit der Absicht in die Schweiz geholt, das Kind des Ehepaars X. und 
Y. zu werden. 

40.6 Das Bundesgericht befasste sich in einem jüngeren Entscheid mit dem Schutzzweck 
des in der Schweiz geltenden Verbots der Leihmutterschaft bzw. mit der 
Anerkennungsfähigkeit einer ausländischen Geburtsurkunde zu genetisch nicht 
verwandten Eltern. Das Bundesgericht nahm dort Bezug auf die einschlägige 
Botschaft, wonach das Verbot der Leihmutterschaft seine Begründung unter anderem 
im Schutz des Kindes vor der Degradierung zur Ware, welche bei Dritten bestellt 
werden könne, finde (BGE 141 III 328 E. 5.2 S. 339). Zwar beschlage dieses Verbot 
lediglich Vorgänge in der Schweiz, während Gegenstand der bundesgerichtlichen 
Erwägungen die Anerkennung eines im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien 
gesetzeskonform begründeten Kindsverhältnisses bilden würden. Die Umstände im 
Einzelfall könnten jedoch für eine Verletzung des ordre public sprechen (BGE 141 III 
328 E. 5.3 S. 339). Das Bundesgericht beurteilte die Rechtsumgehung als 
offensichtlich; die Rechtsordnung sollte durch das Vorgehen der beiden 
Beschwerdeführer, welche ihren Kinderwunsch im Ausland mit der dort erlaubten 
Leihmutterschaft erfüllen wollten, um die beabsichtigte Wirkung ihrer Vorschriften 
gebracht werden (BGE 141 III 328 E. 6.3 und 6.4, S. 342 f.). Die Anerkennung der in 
den USA begründeten Kindsverhältnisse (Zwillinge) könne nicht im Interesse der 
betroffenen Kinder sein, da diesen jedes Recht abgesprochen würde, sich später als 
Opfer zu fühlen (BGE 141 III 328 E. 6.7 S. 345). Weiter stellte das Bundesgericht die 
funktionale Nähe des zu beurteilenden Falles zum Adoptionsrecht fest (BGE 141 III 
328 E. 6.6 S. 344). 

40.7 Das vorliegend zu beurteilende Vorgehen des Beigeladenen – welches nach Ansicht 
des Kindes- und Erwachsenenschutzgerichtes (KESGer) von der Beschwerdeführerin 
unterstützt oder gar initiiert wurde –, das Kind einer bedeutend jüngeren, fremden 
Frau aus Z. mit sozialen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten nach zwei 
gescheiterten Adoptionsversuchen als das eigene anzuerkennen, lässt darauf 
schliessen, dass die internationalen und nationalen Bestimmungen zur Adoption 
umgangen werden sollten. Dass das Kind K. bei der Beschwerdeführerin und dem 
Beigeladenen sozial, emotional und gesundheitlich gut aufgehoben […] und finanziell 
besser gestellt ist als es dies in Z. wäre, ist zwar anzunehmen. Beim Abschluss des 
HAÜ wurden solche Überlegungen indessen mitberücksichtigt und der Anspruch des 
Kindes auf Verbleib in seiner Herkunftsfamilie bzw. in seiner Herkunftskultur im 
sozialen Umfeld seines Herkunftslandes wurde höher gewichtet (vgl. Präambel des 
HAÜ, welche den Grundsatz der Subsidiarität einer grenzüberschreitenden Adoption 
verankert; vgl. ferner DAVID URWYLER, Erste Erfahrungen mit dem Haager 
Adoptionsübereinkommen, in. FamPra.ch 2004, S. 519 ff., S. 520). Die Ausnutzung 
wirtschaftlicher Gefälle zwischen der ersten und der dritten Welt sollte mit Abschluss 
des HAÜ unterbunden werden. Der Schutzzweck des HAÜ wurde mit dem Vorgehen 
des Beigeladenen sowie der Beschwerdeführerin geradezu untergraben. Der 
Umstand, dass K. sich zum Zeitpunkt der Einreichung des Adoptionsgesuches bereits 
in der Schweiz aufhielt, kann mit anderen Worten vorliegend umso weniger 

entscheidend sein, als dieser Fakt von der Beschwerdeführerin und dem 
Beigeladenen in Umgehung der Bestimmungen des HAÜ geschaffen wurde. In 
Anlehnung an die zitierten bundesgerichtlichen Erwägungen lassen die Umstände 
des Einzelfalls auch vorliegend nicht zu, dass das offensichtlich als Rechtsumgehung 
zu beurteilende Verhalten der Beschwerdeführerin und des Beigeladenen geschützt 
werden kann, da durch dieses die zum Schutz des Kindes vor der Degradierung zur 
Ware erlassenen Vorschriften des HAÜ sowie des BG-HAÜ umgangen werden 
sollten.

Nach Ansicht des KESGer ist die Verbringung von K. mit der Absicht einer späteren 
Adoption durch die Beschwerdeführerin vorgenommen worden, womit der 
Anwendungsbereich des HAÜ eröffnet ist.

40.8 Das HAÜ regelt wie gezeigt die Zusammenarbeit der Vertragsstaaten mit dem Ziel 
der Vermeidung des Kinderhandels. 

40.8.1 Der Herkunftsstaat des Kindes hat dafür zu sorgen, dass ein Kind nur unter 
Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen zur internationalen Adoption 
freigegeben wird (DAVID URWYLER, Das Verfahren bei internationalen Adoptionen 
nach dem HAÜ – Die Rolle des Bundes und der Kantone, in: Zeitschrift für 
Vormundschaftswesen [ZVW] 2003, S. 6 ff., S. 9). Die zentrale Behörde des 
Herkunftslandes hat hierfür unter Berücksichtigung der Unterbringungsmöglichkeiten 
im Heimatstaat zu prüfen, ob eine internationale Adoption dem Wohl des Kindes 
dient. Weiter hat sie abzuklären, ob die leiblichen Eltern, Behörden oder andere 
Personen, deren Zustimmung zur Adoption notwendig ist, soweit erforderlich beraten 
und über die Wirkung ihrer Zustimmung unterrichtet worden sind, und dass die 
Zustimmung in der gesetzlich erforderlichen Form erteilt, nicht durch einen Zahlung 
oder andere Gegenleistung herbeigeführt und nicht widerrufen worden ist (Art. 4 
HAÜ; DAVID URWYLER, Das Verfahren bei internationalen Adoptionen nach dem HAÜ 
– Die Rolle des Bundes und der Kantone, in: ZVW 2003, S. 6 ff., S. 10). Die zentrale 
Behörde des Aufnahmestaates klärt demgegenüber unter anderem ab, ob die 
adoptionswilligen Eltern geeignet und fähig sind, ein Kind aus einem anderen 
Herkunftsstaat zu adoptieren und ob sie über die Wirkungen und Folgen einer 
Adoption soweit erforderlich beraten worden sind (Art. 5 HAÜ).

40.8.2 Adoptionswillige Eltern haben sich an die Zentrale Behörde des Staates zu wenden, 
in welchem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben (Art. 14 HAÜ). Hat sich die 
Zentrale Behörde des Aufnahmestaates davon überzeugt, dass der oder die 
Antragsteller für eine Adoption in Betracht kommen und dazu geeignet sind, so 
verfasst sie einen Bericht über ihre Abklärungen und übermittelt diese der Zentralen 
Behörde des Heimatstaates des Kindes (Art. 15 HAÜ). Die Zentrale Behörde des 
Heimatstaates klärt sodann ab, ob das Kind adoptiert werden kann und ob 
insbesondere die Zustimmungen nach Art. 4 HAÜ vorliegen (Art. 16 Abs. 1 HAÜ). 
Über die vorgenommenen Abklärungen verfasst diese wiederum einen Bericht und 
übermittelt ihn der Zentralen Behörde des Aufnahmestaates (Art. 16 Abs. 2 HAÜ).

40.8.3 Die Zentrale Behörde des Herkunftsstaates entscheidet aufgrund der Berichte, ob sie 
den Adoptionsanwärtern das Kind zuteilen wolle (Art. 17 lit. a HAÜ). Auch der 
Aufnahmestaat hat sich dazu zu äussern, ob er mit der Platzierung des Kindes 
einverstanden ist (Art. 17 lit. b HAÜ). Diese Bestimmungen sind auf die 

Zusammenführung eines Kindes mit bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Eltern 
zugeschnitten und können im Falle einer Stiefkindadoption, in welchem der 
adoptierende Elternteil von Anfang an feststeht, keine direkte Anwendung finden. 
Auch im Verfahren auf Stiefkindadoption gilt indessen, dass dieses nur fortgesetzt 
werden kann, wenn die Zentralen Behörden beider Staaten der Fortsetzung des 
Adoptionsverfahrens zugestimmt haben (Art. 17 lit. c HAÜ; sog. «Matching-
Entscheid», zum Begriff vgl. DAVID URWYLER, Das Verfahren bei internationalen 
Adoptionen nach dem HAÜ – Die Rolle des Bundes und der Kantone, in: ZVW 2003, 
S. 6 ff., S. 10). 

40.8.4 Bei jedem Verfahrensschritt ist die «internationale Brille» zu tragen. Die Praxis des 
Staates Z. lässt die Aufnahme eines Pflegekindes unter 2 Jahren zur Adoption nur bei 
Ehepaaren bis 38 Jahre zu […]. Es würde sich damit als Leerlauf erweisen, wenn die 
zuständige schweizerische Behörde ihre Zustimmung zur Adoption erteilen würde, 
wenn aufgrund des Alters der Parteien bereits von Beginn weg feststeht, dass die 
kolumbianische Behörde dem Fortgang des Adoptionsverfahrens aufgrund des Alters 
der gesuchstellenden Person oder Personen nicht zustimmen wird. Ob im Falle der 
Stiefkindadoption das Alter des adoptionswilligen Elternteils von dieser Praxis 
abweichend beurteilt wird und damit überhaupt mit einer Zustimmung der Zentralen 
Behörde des Staates Z. zu rechnen gewesen wäre, kann aus den nachfolgenden 
Überlegungen aber offen bleiben.

40.8.5 Vorliegend zeigten die Abklärungen der Vorinstanz, dass die Versuche, die leibliche 
Mutter aufzufinden, trotz entsprechender Bemühungen der Sozial- und 
Polizeibehörden des Staates Z. sowie des Anwalts A. keine Erfolge zeitigten. Eine 
Vergewisserung im Sinne von Art. 4 lit. c HAÜ, dass die Zustimmung der leiblichen 
Mutter (vgl. zu diesem Erfordernis Ziffern 41 ff. nachfolgend) nach gebührender 
Unterrichtung über deren Wirkungen, ohne Leistung einer Zahlung oder einer 
anderen Gegenleistung herbeigeführt und nicht widerrufen worden ist (Art. 4 lit. c Ziff. 
1-3 HAÜ), ist demnach zurzeit nicht zu erbringen. Der Beizug der Zentralen Behörden 
des Staates Z. hätte sich damit als Leerlauf erwiesen. Die Vorinstanz durfte das 
Adoptionsgesuch damit ohne Beizug der Zentralen Behörde des Staates Z. 
beurteilen. Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Durchführung des 
nach den Bestimmungen des HAÜ vorgesehenen Verfahrens erübrigt sich aus 
denselben Gründen. 

41. Das HAÜ regelt lediglich das Verfahren der internationalen Zusammenarbeit, nicht 
aber die materiellen Voraussetzungen der Adoption. Da die Beschwerdeführerin ihr 
Adoptionsgesuch in der Schweiz einreichte, finden die Bestimmungen des 
Schweizerischen ZGB Anwendung.

41.1 Nach Art. 264 ZGB ist die Adoption eines minderjährigen Kindes möglich, wenn nach 
den gesamten Umständen zu erwarten ist, die Begründung eines Kindesverhältnisses 
diene seinem Wohl. Eine Person darf das Kind ihres Ehegatten adoptieren, wenn die 
Ehegatten seit mindestens fünf Jahren verheiratet sind (Art. 264a Abs. 3 ZGB). Die 
Adoption bedarf der Zustimmung des Vaters und der Mutter des Kindes (Art. 265a 
Abs. 1 ZGB). Von der Zustimmung eines Elternteils kann nach Art. 265c ZGB 
abgesehen werden, wenn er unbekannt, mit unbekanntem Aufenthalt länger 

abwesend oder dauernd urteilsunfähig ist (Ziff. 1) oder wenn er sich um das Kind 
nicht ernstlich gekümmert hat (Ziff. 2). 

41.2 Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist das rechtliche Kindesverhältnis zwischen 
dem Beigeladenen und K. für das Adoptionsverfahren bindend […]. Damit bedarf die 
Adoption von K. durch die Beschwerdeführerin einerseits der Zustimmung des 
Beigeladenen, welche der Vorinstanz schriftlich eingereicht wurde […]. Andererseits 
bedarf eine Gutheissung des Adoptionsgesuchs aber auch einer gültigen 
Zustimmung durch die leibliche Mutter.

41.3 Die Vorinstanz wies das Adoptionsgesuch der Beschwerdeführerin 
zusammenfassend mit der Begründung ab, an der Darstellung des Sachverhalts 
durch die Beschwerdeführerin und den Beigeladenen würden erhebliche Zweifel 
bestehen. Insbesondere müsse die Authentizität der Zustimmungserklärung der 
leiblichen Mutter in Frage gestellt werden […]. Die Zweifel hätten nicht ausgeräumt 
werden können, da die Mutter nicht habe aufgefunden werden können […]. Auch 
würden keine Gründe nach Art. 265c ZGB für ein Absehen vom 
Zustimmungserfordernis der leiblichen Mutter vorliegen.

41.4 Zu Recht führte die Vorinstanz aus, sie habe betreffend die Voraussetzungen zur 
Adoption eine Prüfungspflicht. Insbesondere habe sie sich zu vergewissern, dass die 
Zustimmungserklärung vom Berechtigten stammt und in Kenntnis ihrer Tragweite 
abgegeben wurde. Dies gelte sowohl bei unbeholfen formulierten sowie bei von 
Dritten aufgesetzten Erklärungen (mit Hinweis auf BREITSCHMID, Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl. 2014, N. 11 zu Art. 265a ZGB). Dem ist hinzuzufügen, dass 
die gesuchstellende Partei die Voraussetzungen der Adoption nachzuweisen hat. Im 
Adoptionsverfahren gelten der Untersuchungs- sowie der Offizialgrundsatz, doch trifft 
die gesuchstellende Partei eine Mitwirkungspflicht. 

41.5 Über die leibliche Mutter ist bekannt, dass sie bereits im jungen Alter mehrere Kinder 
gebar. Ihre Schulbildung entspricht der Grundausbildung […]. Ob sie die ihr zur 
Unterzeichnung vorgelegten Ermächtigungen und Schreiben, bei denen es sich 
teilweise um juristische Texte in komplizierter Formulierung handelt, vollumfänglich 
verstanden hat, ist nicht bekannt. Es kann damit nicht ermittelt werden, ob die 
leibliche Mutter jeweils verstanden hat, wozu sie mit ihrer Unterschrift die Einwilligung 
erteilte. Weiter ist offen, ob und in welchem Umfang die leibliche Mutter vor deren 
Unterzeichnung über die Bedeutung und Konsequenzen der erteilten Zustimmungen 
informiert wurde. Gemäss eigener Aussage tat sie alles, was die Anwälte ihr sagten. 
Diese Äusserung lässt eher darauf schliessen, dass sich die leibliche Mutter ihrer 
jeweiligen Handlungen und deren Folgen nicht vollumfänglich bewusst war. Weiter ist 
festzustellen, dass die leibliche Mutter in engen finanziellen Verhältnissen lebt, erhält 
sie doch von ihrer Familie keine Unterstützung und verdiente sie in ihrer zuletzt 
bekannten Anstellung […] lediglich ein bescheidenes Einkommen. Auch verfügt sie 
über keine dokumentierte berufliche oder akademische Ausbildung, welche auf die 
Möglichkeit einer Steigerung des Einkommens schliessen lassen würde. Weiter gab 
die leibliche Mutter […] an, vom Beigeladenen […] finanziell unterstützt worden zu 
sein […]. Ob ein Teil der Zahlungen als Gegenleistung für die Zustimmung zur 
Adoption floss, ist unklar und wäre durch eine Befragung der leiblichen Mutter zu 
prüfen gewesen. 

41.6 Aufgrund dieser Umstände sowie unter Berücksichtigung der Äusserungen der 
leiblichen Mutter [gegenüber der Behörde B.], sie wünsche nun keine Ausreise von K. 
mehr bzw. sie wolle das Sorgerecht über das Kind […], zog die Vorinstanz deren 
schriftliche Zustimmungen zur Adoption durch die Beschwerdeführerin zu Recht in 
Zweifel. Insbesondere ist fraglich, ob die leibliche Mutter die Zustimmung nach 
Aufklärung über und in Kenntnis von deren Bedeutung abgab und ob sie dies ohne 
Gegenleistung tat. Weiter erfüllte die Vorinstanz die ihr obliegende Prüfungspflicht, 
indem sie die schriftlichen Zustimmungen durch Kontaktierung der leiblichen Mutter 
bestätigen lassen wollte. Da die leibliche Mutter trotz entsprechender dokumentierter 
Versuche nicht gefunden werden konnte, konnten die bestehenden Zweifel an deren 
Zustimmungserklärungen nicht ausgeräumt werden. Daran ändert auch das 
Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts, wonach die leibliche Mutter angeblich von 
den Behörden des Staates Z. aufgefunden werden konnte […]. Gemäss [dem 
fraglichen Dokument] konnten zwar verschiedene Registereinträge der leiblichen 
Mutter ermittelt werden, jedoch blieb diese bei Aufsuchen ihres letzten bekannten 
Wohnorts physisch unauffindbar […]. Auch der […] Eintrag der leiblichen Mutter im 
Zivilstandsregister […] konnte die Suche nach ihr offensichtlich nicht erleichtern. Dass 
die leibliche Mutter für die Behörden des Staates Z. und [den beigezogenen Dienst] 
unauffindbar blieb, ist umso unbefriedigender, als die Beschwerdeführerin ihrerseits 
eine [neue] schriftliche Zustimmung der leiblichen Mutter einreichte, als dies 
notwendig wurde, zur Suche der leiblichen Mutter zwecks Bestätigung dieser 
Zustimmung sowie zur Abklärung von deren Lebensumständen hingegen keinerlei 
Unterstützung bieten konnte oder wollte. 

Die Vorbringen der Beschwerdeführerin, die von der Vorinstanz an den 
Zustimmungserklärungen der leiblichen Mutter zur Adoption eingeräumten Zweifel 
würden auf blossen Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten basieren, sind damit 
nicht zu hören […]. Festzustellen ist demgegenüber, dass die leibliche Mutter nie eine 
durch eine Behörde des Staates Z. oder durch eine schweizerische Behörde 
überprüfbare Zustimmung zur Adoption von K. durch die Beschwerdeführerin abgab.

42. Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die Vorinstanz verneine zu Unrecht, 
dass vorliegend auf die Zustimmungserklärung der leiblichen Mutter nach Art. 265c 
ZGB verzichtet werden könne […].

42.1 Die Vorinstanz stellte fest, es könne nicht ausgeschlossen werden, dass der 
Aufenthaltsort der leiblichen Mutter einmal bekannt werden könnte […]. Die 
Beschwerdeführerin hält dem entgegen, Art. 265c Ziff. 1 ZGB erlaube das Absehen 
von der Zustimmung unter anderem, wenn ein Elternteil mit unbekanntem Aufenthalt 
länger abwesend sei. Da die leibliche Mutter trotz intensiver Suchbemühungen der 
Behörden des Staates Z. bereits seit mehr als zwei Jahren als vermisst gelte, sei es 
mit dem Kindeswohl nicht vereinbar und unverhältnismässig, auf einer Zustimmung 
der leiblichen Mutter zur Adoption zu beharren […]. 

42.2 Die Vorinstanz erwog, die Biographie der leiblichen Mutter lasse darauf schliessen, 
dass diese wohl wenige Möglichkeiten erhalten habe, ein selbstbestimmtes Leben zu 
führen. Ihr Verschwinden könne damit nicht als absichtliches im Stiche lassen von K. 
betrachtet werden […]. Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, […] 
nach der Ausreise von K. habe die leibliche Mutter nie versucht, Kontakt zum Kind 

aufzunehmen. Auch Art. 265c Ziff. 2 ZGB, wonach von der Zustimmung eines 
Elternteils abgesehen werden könne, wenn sich dieser nicht ernstlich um das Kind 
gekümmert habe, sei damit erfüllt.

42.3 Die Vorbringen der Beschwerdeführerin vermögen die überzeugenden Erwägungen 
der Vorinstanz nicht zu erschüttern. Bei den Ausführungen der Beschwerdeführerin, 
die Kindsmutter habe nie den Kontakt zu ihnen bzw. zu K. nach dessen Einreise in 
die Schweiz gesucht, handelt es sich um Parteibehauptungen, welche nicht 
überprüfbar sind. Dass die Mutter indessen auf Versuche der Beschwerdeführerin 
und des Beigeladenen, den Kontakt zum Kind aufrechtzuerhalten, nicht reagiert hätte, 
wird von diesen weder behauptet noch belegt. Ob ausserdem das Unterbleiben von 
Kontaktversuchen seitens der leiblichen Mutter gegenüber der Beschwerdeführerin 
und dem Beigeladenen nicht Teil der mit ihr getroffenen Vereinbarung bilde, wäre 
ebenfalls Gegenstand der bei einer Befragung der leiblichen Mutter vorzunehmenden 
Abklärungen. […] Von der Zustimmung der leiblichen Mutter kann vorliegend umso 
weniger abgesehen werden, als begründete Zweifel an der aufgeklärten und ohne 
Erhalt einer Gegenleistung erfolgten schriftlichen Zustimmung zur Adoption bestehen. 
Die Voraussetzungen von Art. 265c ZGB für einen Verzicht auf die Zustimmung der 
leiblichen Mutter sind nicht erfüllt […].

43. Die Beschwerdeführerin führt wiederholt aus, zentral bei der Beurteilung eines 
Adoptionsgesuches sei das Kindeswohl. 

43.1 Im Einzelnen macht die Beschwerdeführerin geltend, ihre Eignung als Adoptivmutter 
sei im Bericht des Sozialdienstes S. […] bejaht worden. K. betrachte sie und den 
Beigeladenen als seine Eltern. Das Kind spreche ausschliesslich Schweizerdeutsch. 
Die Adoption liege in K.s Interesse, zumal die familiären Verhältnisse dadurch 
gefestigt werden könnten und auch nach dem allfälligen Tod des Beigeladenen nicht 
gefährdet würden. Eine Gefährdung des Wohls von K. durch eine Adoption sei nicht 
ersichtlich […]. Eine Trennung K.s von den sozialen Eltern werde […] als sehr 
problematisch eingeschätzt. Damit sei erstellt, dass dem Wohle K.s mit einer 
Adoption besser gedient sei als ohne. Gegenüber K. werde nichts verheimlicht, womit 
das Kind immer die Möglichkeit haben werde, den Kontakt zur leiblichen Mutter zu 
suchen. Auch bei einer Zustimmung zur Adoption werde es K. in Zukunft frei stehen, 
das Elternverhältnis sowohl zum Beigeladenen als auch zur Beschwerdeführerin 
aufzulösen. Das Kind K. werde ausserdem altersentsprechend über seine Herkunft 
informiert. […].

43.2 Die Vorinstanz erwog, mit Nicht-Aussprechung der Adoption werde K. die Möglichkeit 
eingeräumt, später selbst zu bestimmen, in welchem Verhältnis das Kind zur 
Gesuchstellerin und zum Beigeladenen stehen möchte […]. Weiter bestehe gestützt 
auf den Abklärungsbericht des Sozialdienstes S. […] die Befürchtung, dass das Wohl 
des Kindes K. auf längere Sicht gefährdet sein könnte mit Blick auf eine 
angemessene Aufklärung über seine Herkunft und die Möglichkeit, den Kontakt zu 
seiner leiblichen Mutter zu suchen. […].

43.3 Angesichts der offensichtlichen Umgehungsabsicht nationaler und internationaler 
Adoptionsbestimmungen im Vorgehen der Beschwerdeführerin und des 
Beigeladenen können die dadurch von ihnen geschaffenen Fakten – namentlich der 
Umstand, dass das Kind K. die Beschwerdeführerin als seine Mutter betrachtet, dass 

es ausschliesslich Schweizerdeutsch spricht und dass es im Falle eines Ablebens 
des Betroffenen eine Absicherung der rechtlichen Verhältnisse bedarf – nicht mit 
einer Adoption belohnt werden. Ein solches Vorgehen ist insbesondere und entgegen 
den Ausführungen der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung des Kindeswohls 
nicht geboten. Mit einer Akzeptierung des Vorgehens der Beschwerdeführerin und 
des Beigeladenen durch Gutheissung des Adoptionsgesuches würde K. vielmehr das 
Recht genommen, sich später als Objekt des widerrechtlichen Vorgehens zu sehen 
bzw. als Opfer zu fühlen. In Anlehnung an die Erwägungen des Bundesgerichtes im 
zitierten Entscheid (BGE 141 III 328 E. 6.7 S. 345) gilt es, dies im Interesse des 
Kindeswohls gerade zu vermeiden. 

Zu ergänzen ist, dass das Kind K. infolge der Abweisung des Adoptionsgesuches 
keine Trennung von seinen sozialen Eltern, bei welchen es ihm unbestrittenermassen 
gut geht, zu befürchten hat. So lange die leibliche Mutter mit dessen Verbleib beim 
Beigeladenen und der Beschwerdeführerin einverstanden ist – was nach 
Ausführungen der beiden der Fall zu sein scheint – steht einem weiteren Verbleib K.s 
in der Schweiz nichts im Wege. Sollte eine Adoption durch die Beschwerdeführerin zu 
einem späteren Zeitpunkt und bei fortgeschrittenerem Alter K.s erneut ins Auge 
gefasst werden, so wird dem Kind die Möglichkeit zustehen, in Kenntnis sämtlicher 
Umstände seines Falles die eigene Zustimmung zur Adoption zu erteilen oder zu 
verweigern (Art. 265 Abs. 2 ZGB). Demgegenüber ist das Wohl K.s bei einer 
Nichtadoption durch die Beschwerdeführerin zum jetzigen Zeitpunkt nicht als 
gefährdet zu erachten, zumal im Falle des Todes des Beigeladenen ohnehin die dem 
Kindeswohl am besten entsprechende Lösung zu finden wäre und das Kind das 
Schweizer Bürgerrecht dadurch nicht verliert. 

(...)

Hinweis:
Der Entscheid ist rechtskräftig.