# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 724c402c-8cc5-51e3-9f96-240c119c5622
**Source:** TA (TA)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-04
**Language:** de
**Title:** Schiedsgerichte Schweizer Sportgericht 04.04.2025 SSG 2024/E/35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/TA_SST/TA_SST_001_SSG-2024-E-35_2025-04-04.pdf

## Full Text

1 

 

 

SSG 2024/E/35 - A._____ v. SSI 
 

 

 
 
 

 
Entscheid 

 

des 

 

SCHWEIZER SPORTGERICHTS 

 

in folgender Besetzung: 

 

Vorsitzender Richter:  Arthur Brunner, Rechtsanwalt, St. Gallen 

Richterin:   Charlotte Frey, Rechtsanwältin, Lausanne 

Richter:   Leonid Shmatenko, Rechtsanwalt, Zürich 

 

 

In der Sache zwischen 

 

 

 

 

A._____ 

 

-Beschwerdeführer - 

 

und 

 

Stiftung Swiss Sport Integrity (SSI), Eigerstrasse 60, 3007 Bern 

vertreten durch Nicola Schaller, Rechtsdienst 

 

- Beschwerdegegnerin - 

 

 

 

 

 
  

 

 

 

 

2 

I. Die Parteien 

1. Mehrere Kinder von A._____ ("Beschwerdeführer"), insbesondere dessen Söhne C._____ 

und D._____, betätig(t)en sich im Skeletonsport, und figurierten in den (Junioren-

)Nationalmannschaften von Swiss Sliding. Über die Führung dieser (Junioren-

)Nationalmannschaften durch den Verband kam es zwischen dem Beschwerdeführer und 

einzelnen Vertretern von Swiss Sliding zu Differenzen. 

 

2. Die Stiftung Swiss Sport Integrity ("SSI") ist eine Stiftung nach schweizerischem Recht mit 

Sitz in Bern (Schweiz). Seit dem 1. Januar 2022 ist SSI sowohl als Nationale Agentur zur 

Bekämpfung von Doping (Art. 19 Abs. 2 SpoFöG1 und Art. 73 SpoFöV2) als auch als Nationale 

Meldestelle für Ethikverstösse und Missbrauchsfälle im Schweizer Sport (Art. 72f SpoFöV) 

zuständig. 

 

3. Die SSI und der Beschwerdeführer werden im Weiteren gemeinsam als "Parteien" 

bezeichnet. 

II. Sachverhalt und Prozessgeschichte  

4. Das vorliegende Verfahren betrifft die - durch SSI verfügte - Nichteröffnung bzw. Einstellung 

einer Untersuchung, die auf eine Meldung des Beschwerdeführers zurückgeht und - nach 

dem Willen des Beschwerdeführers - mutmassliche Ethikverstösse verschiedener Vertreter 

von Swiss Sliding (B._____, E._____, F._____, G._____) zum Gegenstand haben sollte. 
  

5. Nachfolgend wird eine Zusammenfassung der wichtigsten Elemente des Sachverhalts 

gemäss den Schilderungen der Parteien in ihren schriftlichen Eingaben sowie im Rahmen 

der mündlichen Verhandlung wiedergegeben. Für weiterführende Details wird auf die 

Verfahrensakten verwiesen.  

A. Meldung 

6. Am 23. Februar 2022 reichte A._____ bei SSI brieflich eine Meldung ein mit dem Betreff 

"Meldung betreffend Ethikverstösse". Darin führte er - unter Hinweis auf die 

miteingereichten Beilagen - aus, was folgt: 

 

"Seit längerer Zeit beschäftigt mich der Fachverband (FV) Swiss Sliding, da meine 

Söhne und Töchter für diesen Verband als Sportler auch international auftreten 

(Skeleton). Leider ist mir aufgefallen, dass gewisse Vorkommnisse im FV nicht 

sorgfältig untersucht werden. Konkret will ich aufzeigen, dass die Verbandsspitze 

über die Geschäftsleitung bis runter zu den Trainern sich gegenseitig den Rücken 

freihalten, dies auf Kosten der Athleten/innen, dies seit 2015/2016. Im Frühjahr 2020 

wurden die Athleten von den Sparten Bub und Skeleton angehalten, die Trainer zu 

bewerten. Dies geschah dann und diese Meldungen wurden intern ausgewertet. 

Leider hatte dies keine Konsequenzen, der FV hätte auf Grund dieser Meldung bereits 

handeln müssen. Der Bobclub Z._____ in der Person des Sportchefs H._____ meldete 

im Herbst 2020 beim Chef Leistungssport und beim Sportchef Skeleton Bedenken an. 

Danach geschah nichts. Eine Saison später 2020/2021 das gleiche Bild. Es wird 

befragt und gemeldet. Das Resultat hat I._____ mündlich an B._____ Sportchefin 

 
1  Bundesgesetz über die Förderung von Sport und Bewegung vom 17. Juni 2011, SR 415.0 

(Sportförderungsgesetz, SpoFöG). 
2  Verordnung über die Förderung von Sport und Bewegung vom 23. Mai 2012, SR 415.01 

(Sportförderungsverordnung, SpoFöV). 

 

 

 

 

3 

Swiss Sliding mitgeteilt. Die Athletinnen wurden nicht namentlich erwähnt, da diesen 

bei der Umfrage zugesichert wurde, dass die Namen anonym bleiben werden. Auch 

hier wurde der Sportchefin B._____ mitgeteilt, dass das so nicht weitergehen kann. 

Wiederum geschah nichts. Im Trainingslager vom 17.10.2021 bis 24.10.2021 in 

Y._____ wurden dann wieder massive Vorwürfe von den Athleten/Innen gemacht. 

Auf Grund dieser Vorkommnisse haben C._____ und meine Person, J._____ und deren 

Vater K._____ sowie L._____ und deren Vater N._____ ein Einschreiben an den 

Verbandsvorstand von Swiss Sliding eingereicht. Am 21.10.2021 wurde durch Swiss 

Sliding ein Verfahren eröffnet, dies viel zu spät und erst auf Druck des 

eingeschriebenen Briefes. Der FV sowie die Geschäftsleitung von Swiss Sliding 

wussten seit 2015/2016, dass schwerwiegende Anschuldigungen gegen einen Trainer 

im Raum stehen. Wieder geschah nichts. Der Verband hätte viel früher, Jahre früher 

reagieren müssen. Doch wurde dieser Trainer immer gedeckt. Der Zusammenhang 

zwischen besagtem Trainer und Herr E._____ ist der Folgende: M._____ ist der 

Ziehsohn von E._____, diese leben praktisch Tür an Tür. Aus diesem Grund wurde im 

Verband nie richtig hingeschaut, obwohl alle wussten, was läuft. F._____ 

(Vizepräsident Swiss Sliding), der ja aussagt, im Turnverband mit solchen 

Vorkommnissen aufgeräumt zu haben, hat sich auch nicht vorbildlich benommen, 

obwohl er wusste, was in der Vergangenheit geschehen ist, hat er keine Verfahren 

eingeleitet. Dies geschah erst am 20.10.2021 auf Grund der Vorkommnisse in Y._____ 

und erst nachdem ein eingeschriebener Brief an den Verband unterwegs war, da 

wurde gehandelt. Im Jahre 2014/2015 wurde einer Frau auf den Hintern gefasst, 

dann gab es noch viele andere Vorkommnisse, welche aufgedeckt werden müssen. 

Die Beilagen in schriftlicher Form und die obigen Sachverhaltsausführungen zeigen 

auf, dass folgende Ethikverstösse und Missstände seit Jahren vorliegen und dies von 

der Verbandsspitze bis hinunter zu den Trainern gedeckt wurde: Diskriminierung und 

Ungleichbehandlung, Verletzung der psychischen Integrität, Verletzung der 

physischen Integrität, Verletzung der sexuellen Integrität, Verletzung von 

Mitwirkungspflichten (Information und Prävention), Verletzung der 

Mitwirkungspflicht bei der Untersuchung von Verstössen gegen das Statut. Ich bitte 

Sie, gegen alle involvieren Personen zu ermitteln und herauszufinden, wie es sein 

konnte, dass so viele Jahre und mit besagtem Wissen der Beteiligten E._____, 

M._____, F._____, B._____, G._____ und eventuell Präsident O._____ die internen 

Mechanismen betreffend Code of Conduct versagt haben. Dieses offensichtliche 

Fehlverhalten der Verbandsspitze, der Geschäftsleitung inklusive Sportchef und 

Sportchefin und der Trainer muss Konsequenzen haben." 

 

7. Soweit relevant enthalten die Beilagen zur Meldung den folgenden Inhalt: 

 

8. Bei Anhang 0 handelt es sich um eine E-Mail von H._____ vom 11. Oktober 2020 an E._____ 

(inkl. E-Mail-Kopie an G._____), in welcher H._____ u.a. nachfolgende Bedenken bezüglich 

der Personalie M._____ äussert:  

 

"Schliesslich haben wir gewisse Bedenken, was die Person von M._____ betrifft. 

Aufgrund von Umständen, die Swiss Sliding bekannt sind, fehlt die 

Vertrauensgrundlage im Zusammenhang mit M._____. Wir haben in diesem Punkt 

eine Verantwortung unserer Athletin gegenüber […]." 

 

9. Bei Anhang 1 handelt es sich um einen eingeschriebenen Brief vom 21. Oktober 2021 von 

K._____, N._____ und dem Beschwerdeführer, adressiert an den Vorstand von Swiss Sliding. 

Darin geht es um Vorkommnisse in einem Lager in Y._____ ab dem 17. Oktober 2021 unter 

der Betreuung von M._____. Beigefügt sind drei handschriftlich festgehaltene 

 

 

 

 

4 

Vorkommnisse bezüglich M._____ Benehmen, datiert und unterschrieben. Enthalten ist 

namentlich die folgende Passage:  

 

"In Anbetracht der Berichte, die wir von den Athleten (n.b. unseren Kindern) erhalten 

haben, und der Untätigkeit des Verbandes in Sachen M._____ sehen wir uns 

gezwungen, uns erneut an Sie zu wenden. Da im letzten Jahr keine Massnahmen zum 

Schutz der Athleten getroffen wurden, ersuchen wir: 1. die Suspendierung vom 

Jugendtrainer M._____ per sofort; 2. die Einleitung einer internen Untersuchung 

wegen der Ihnen bekannten Vorfälle (wiederholten sexuellen Anspielungen 

gegenüber Athletinnen und Athleten); 3. die Suche und die Anstellung eines 

geeigneten Jugendtrainers."  

 

Im Schreiben werden zudem strafrechtliche Schritte gegen M._____ vorbehalten. 

 

10. Bei Anhang 2 handelt es sich um eine - nachstehend in ihren relevanten Passagen - 

wiedergegebene E-Mail von F._____ vom 21. Oktober 2021 an den Beschwerdeführer, in 

welcher er als Vorstandsverantwortlicher für Recht & Ethik von Swiss Sliding ausführt, was 

folgt:  

 

"Sie werfen dem Vorstand in der Sache Untätigkeit vor. Das ist unzutreffend. Wie 

Ihren Mitunterzeichnern K._____ und N._____ bekannt ist, haben wir kürzlich die 

Meldungen für Vorfälle in der Saison 19/20 und 20/21 sehr ernst genommen und 

umgehend die Schritte gemäss Code of Conduct von Swiss Olympic in die Wege 

geleitet. Wie den Familien J._____/K._____ und N._____ mitgeteilt, wurde ihre 

Meldung an die unabhängige Ethik-Meldestelle unseres Verbands zur Untersuchung 

weitergeleitet. Das ist das korrekte Vorgehen (es ist Ihnen möglicherweise bekannt, 

dass ich vor meiner Wahl in den Vorstand selber Ethik-Meldestelle von Swiss Sliding 

war und heute Präsident der Ethikkommission des Schweizerischen Turnverbandes 

bin, das Verfahren ist mir darum sehr gut vertraut). Die Ethik-Meldestelle dürfte für 

die Sachverhaltsabklärungen und Befragungen zeitnah auf die Beteiligten zugehen, 

die Verfahrensleitung ist aber alleinige Sache der Ethik-Meldestelle, in die sich der 

Verbandsvorstand nicht einzumischen hat. Als Unternehmer werden Sie sicher 

Verständnis dafür haben, dass Swiss Sliding als Arbeitgeber gegenüber seinen 

Arbeitnehmern, darunter unsere Trainer, eine Fürsorgepflicht hat. Wir werden darum 

keine Vorverurteilung vornehmen, ehe die Vorwürfe nicht unabhängig untersucht 

worden sind […]." 

 

11. Anhang 3 besteht aus der nachstehend in ihren vorliegend relevanten Passagen 

wiedergegebenen E-Mail des Beschwerdeführers an F._____ vom 21. Oktober 2021:  

 

"Allzu lange haben wir zugeschaut und vom Verband dann gelesen, dass besagter 

Trainer kontaktiert wurde und man ihm noch eine Change gibt. In diesem Fall werde 

ich eine Anzeige erstatten, denn ich bin nicht mehr bereit, alles auf die lange Bank zu 

schieben." 

 

12. F._____s, nachstehend in ihren vorliegend relevanten Passagen wiedergegebene, Antwort 

auf die E-Mail des Beschwerdeführers vom 21. Oktober 2021 erfolgte gleichentags, 

ebenfalls per E-Mail. Sie bildet Anhang 4 der Meldung:  

 

"Der guten Vollständigkeit halber teile ich Ihnen mit, dass erstmals Ende September 

2021 eine Meldung in der Sache an den Verbandsvorstand herangetragen wurde. 

Eine Reaktion erfolgte umgehend. Früher gingen weder beim Vorstand noch bei der 

 

 

 

 

5 

Ethik-Meldestelle, welche dafür zuständig ist, Informationen ein. Es ist Ihnen 

selbstverständlich unbenommen, Strafanzeige zu erstatten. Was damit in sportlicher 

Hinsicht gewonnen wird, erschliesst sich mir jedoch nicht. Zudem seht es im 

Widerspruch zur Untersuchung, die Sie und Ihre Mitunterzeichner verlangen und 

welche bereits in die Wege geleitet wurde. Wenn ich im Rahmen eines konstruktiven 

Gesprächs zur Versachlichung und Klärung beitragen kann, bin ich dazu gerne bereit. 

Die Untersuchung der Ethik-Meldestelle bleibt davon jedoch wie dargelegt 

unberührt." 

 

13. In Anhang 5 finden sich eine E-Mail des Beschwerdeführers an F._____ und die 

dazugehörige Antwort, beide verfasst am 22. Oktober 2021 und nachstehend in ihren 

vorliegend relevanten Passagen wiedergegeben: 

 

E-Mail Beschwerdeführer: 

"Besten Dank für Ihre Ausführungen, welche so nicht stimmen. Seit den Zeiten von 

P._____ als aktive Sportlerin war die Personalie M._____ immer wegen der gleichen 

Vorwürfe im Verband Gesprächsthema. Dann sollten Sie natürlich Ihre Angestellten 

schützen, doch sind Sie auch den Athleten/Innen verpflichtet und nicht zuletzt auch 

dem Verband. Im Moment gilt die Unschuldsvermutung und seit wenigen Tagen 

wurde Swiss Sliding über den Ethikrat aktiv. Nach den neuerlichen und schriftlich 

vorliegenden Aussagen Ihres Angestellten, sollten Sie zum Schutz des Angestellten, 

der Athleten/Innen aber unseren Vorschlag annehmen. Es stehen dann noch ganz 

andere Themen zur Sprache, wie Erpressung und Nötigung. "Wenn du X nicht machst, 

dann startest du nicht bei der Olympiade." Dies nur ein Beispiel. Der Verband wurde 

mehrmals durch mindestens zwei Parteien und über die Athletenbefragung 

informiert, dies seit über zwei Jahren. E._____ weiss davon, wo sind diese 

Athletenbefragungsbögen hingekommen. Eine weitere Aussage eines Mitglieds: 

Nach diversen Sprüchen von M._____ im Trainingslager X._____ wurde der Sportchef 

des Z._____BC H._____ informiert, welcher daraufhin mit Swiss Sliding Kontakt 

aufnahm. Beim Rückmeldungsformular der Saison 2020/2021 im April bei der Frage 

6 wurde klar mitgeteilt, dass eine weitere Zusammenarbeit mit M._____ nicht mehr 

gewünscht sei. Da er keine zeigemässe Trainingsmethoden hat, sexistische Sprüche 

fallen lässt. Das Formular wurde an den Athletenvertreter gesandt. Wo ist diese 

Formular denn geblieben, wenn nicht beim Verband, bei E._____, bei M._____ oder 

ist es einfach verschwunden? Dann liegen Aussagen im Raum von unserem 

Präsidenten. "Es gibt da finanzielle Interessen die mit dieser Personalie M._____ und 

E._____ nicht zu trennen sind, da geht es um Beiträge von Swiss Olympic." Sie sehen, 

je mehr man die Büchse aufmacht, je interessanter wird es mit den Verbindungen im 

Verband. F._____ tun Sie das Richtige, suspendieren Sie wie von uns gewünscht Ihren 

Angestellten, zu seinem Schutz, zum Schutz der Athleten/Innen und zum Wohlwollen 

des Verbandes, dem Sie auch verpflichtet sind. Alle unsere Aussagen können mit 

Zeugen belegt werden. Unten aufgeführt noch ein Stellungnahme. Dazu kommen die 

Neuerlichen, der Verband wusste seit längerer Zeit davon. Diese Umfrage wurde am 

5. April beantwortet. "Die Kurzumfrage steht in Zusammenhang mit den "Ethik-

Missständen" im Schweizer Sport, die 2020 publik wurden. Wir wollen herausfinden, 

ob weitere Missstände im Schweizer Sport vorkommen und welche Bereiche davon 

betroffen sind. Mit deinen Antworten leistest du einen wertvollen Beitrag, damit wir 

Mass nahmen umsetzen können, die den Schutz der Athlet*innen weiter verbessern. 

Die Befragung ist freiwillig und anonym. Sie dauert nur etwa 10 Minuten. Deine 

Antworten sind absolut vertraulich. Sie werden von einem externen Partner 

ausgewertet und es sind keinerlei Rückschlüsse auf einzelne Athleten*innen oder 

Teams möglich." Diese Aussagen wurden vertraulich behandelt und das Feedback 

 

 

 

 

6 

blieb anonym. Auch die dort abgegebenen Aussagen sind irgendwo versickert. Also 

F._____ ziehen Sie Ihre Schlüsse daraus, die neuesten Sprüche haben Sie ja gestern 

erhalten. Ich behalte mir vor, auch bei Swiss Olympic diese Missstände anzuzeigen." 

 

E-Mail F._____: 

"Hiermit möchte ich Ihnen nochmals versichern, dass wir die Sache sehr ernst 

nehmen. Aktuell laufen noch einige Gespräche, weshalb ich einstweilen darauf 

verzichte, zu sämtlichen Punkten Stellung zu nehmen. So habe ich heute in der Sache 

bereits mit N._____ und O._____ gesprochen, habe jetzt dann einen Telefontermin 

mit B._____ und auch K._____ hat mich zuletzt zu erreichen versucht. Sollten wir in 

der Vergangenheit Fehler oder Versäumnisse passiert sein, so sind wir in der Pflicht, 

dies in der Gegenwart und Zukunft besser zu machen. Wir sind uns einig, dass wir 

eine für den Sport und die Athletinnen und Athleten gute Lösung finden wollen und 

die Ethik-Charta von Swiss Olympic bei unserem Handeln einhalten. Unabhängig 

davon, wie es ausgeht, würde ich mich freuen, Sie bald einmal persönlich 

kennenzulernen Die reine E-Mail Kommunikation hat bekanntlich auch Nachteile." 

 

14. Anhang 6 besteht aus der nachstehend in ihren vorliegend relevanten Passagen 

wiedergegebenen, am 25. Oktober 2021 per E-Mail versandten, Antwort F._____s auf eine 

Sprachnachricht und eine SMS des Beschwerdeführers, deren Inhalte aus den Anhängen zur 

Meldung nicht ersichtlich sind.  

 

"Hiermit bestätige ich Ihnen den Empfang Ihrer Sprachnachricht und Ihrer SMS von 

gestern Sonntag Abend ca. 22 Uhr. Die Sprachnachricht war zum grössten Teil 

akustisch nicht verständlich. Sie lassen den (auch) im Sport geforderten Respekt und 

die Sachlichkeit vermissen und scheinen verschiedene Sachen durcheinander zu 

bringen. Sie dürfen davon ausgehen, dass wir Ihr Benehmen nicht allzu lange weiter 

hinnehmen werden. Nachdem Sie sich nun offenbar entschieden haben, gegen 

verschiedene Verbandsvertreter und -mitarbeiter - darunter offenbar auch gegen 

mich und die Ethik-Meldestelle - Strafanzeige zu erstatten, teile ich Ihnen mit, dass 

ich mit Ihnen keine weitere Korrespondenz mehr führen werde, bis sie anstelle von 

Androhungen zu einem konstruktiven Verhalten im Sinne des Sports bereit sind. 

Ansonsten verweise ich auf die Art. 303 f. StGB. Man solle nicht mit Steinen werfen, 

wenn man im Glashaus sitzt." 

 

15. Die Anhänge 7 und 7a bestehen aus einer E-Mail der Meldestelle Ethik von Swiss Sliding an 

den Beschwerdeführer (7) und einer entsprechenden Antwort (7a), beide versandt am 

25. Oktober 2021 und nachstehend in ihren vorliegend relevanten Passagen 

wiedergegeben.  

 

E-Mail Meldestelle Ethik von Swiss Sliding: 

"Der Vorstand von Swiss Sliding hat mir im Verlaufe der vergangenen Woche 

mitgeteilt, dass verschiedene Meldungen eingegangen seien, die möglicherweise 

Verstösse gegen den Code of Conduct von Swiss Sliding zum Inhalt hätten. Die 

entsprechenden Meldungen wurden mir vom Vorstand ebenfalls weitergeleitet. Da 

ich letzte Woche ferienhalber abwesend [war], konnte ich erst heute auf die 

entsprechenden Meldungen reagieren. Als unabhängige Ethik-Meldestelle werde ich 

ein Verfahren eröffnen und zunächst den Sachverhalt abklären. Dazu werde ich in 

erster Linie mit den involvierten Personen Gespräche führen." 

  

  

 

 

 

 

7 

E-Mail Beschwerdeführer: 

"Ich bin froh dafür, dass Sie sich endlich darum kümmern müssen, denn Swiss Sliding 

kennt diese Vorwürfe seit längerer Zeit, seit mehreren Jahren." 

 

16. Eine Mitteilung von Swiss Sliding in der Sparte Skeleton, die dem Beschwerdeführer am 

25. Oktober 2021 durch G._____ per E-Mail übermittelt wurde, betrifft die Suspendierung 

eines Skeleton-Nachwuchstrainers. In den Anhängen 8 und 9 sind nebst dieser Mitteilung 

die E-Mails an den und vom Beschwerdeführer aufgeführt, alle gleichentags oder am 

Folgetag verfasst sowie nachstehend in ihren vorliegend relevanten Passagen chronologisch 

wiedergegeben.  

 

E-Mail an den Beschwerdeführer: 

"Im Namen des Vorstandes und der Geschäftsleitung von Swiss Sliding sende ich eine 

aktuelle Mitteilung der Sparte Selektion." 

 

Mitteilung Swiss Sliding: 

"Suspendierung Skeleton-Nachwuchstrainer   

Ende September 2021 wurden Vorwürfe ethischen Fehlverhaltens seitens eines 

Skeleton Nachwuchs-Trainers an die sportliche Leitung von Swiss Sliding und von 

dieser an den Verbandsvorstand herangetragen. Die Vorwürfe betreffen angebliche 

Ereignisse in den Saisons 19/20 und 20/21. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die 

sportliche Leitung und der Verbandsvorstand nehmen die Vorwürfe ernst und haben 

sie nach Rücksprache mit den meldenden Personen an die unabhängige Ethik-

Meldestelle des Verbandes zur Untersuchung weitergeleitet. Gleichzeitig sah man 

aufgrund der lange zurückliegenden Ereignisse damals noch keinen Anlass, 

hinsichtlich der geplanten Betreuung der Nachwuchs-Athletinnen und -Athleten für 

die Saison 21/22 Änderungen vorzunehmen. Am 21. Oktober 2021 wurden neue 

Vorwürfe gegen denselben Trainer erhoben, welche sich am 19. Oktober 2019 

ereignet haben sollen. Diese Meldung wird als Ergänzung der früheren Meldung an 

die Ethik-Meldestelle zur Untersuchung weitergeleitet. Es gilt auch dafür die 

Unschuldsvermutung. Die Ereignisse haben im Skeleton Nachwuchs erhebliche 

Unruhe und Unsicherheiten ausgelöst. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem 

Nachwuchs-Trainer und einigen Athletinnen und Athleten sowie deren Eltern ist stark 

angeschlagen. Damit für den unmittelbar bevorstehenden Saisonstart auf die 

sportliche Leistung fokussiert werden kann, und damit angesichts der bestehenden 

Spannungen sowohl die Athletinnen und Athleten wie auch der Trainer geschützt 

werden können, hat der Vorstand von Swiss Sliding zusammen mit der sportlichen 

Leitung entschieden, den Skeleton-Nachwuchs-Trainer mit sofortiger Wirkung bis 

zum Abschluss der Untersuchung durch die Ethik-Meldestelle von seinen Tätigkeiten 

zu suspendieren. Sportchefin B._____ wird separat über die neue Organisation der 

Betreuung im Nachwuchs der Sparte Skeleton informieren." 

 

E-Mail Beschwerdeführer: 

"Besten Dank für die Mitteilung. Leider hat auch hier der Verband zu spät reagiert. 

Natürlich gilt die Unschuldsvermutung, doch liegen schriftliche Unterlagen vor. Diese 

Situation hat sich jetzt auch auf die sportliche Ebene verlegt, mit nicht akzeptablen 

Folgen. Haben Sie einen Vorschlag, wie wir uns treffen können?" 

 
  

 

 

 

 

8 

E-Mail G._____: 

"Den Vorwurf, wir hätten zu spät reagiert, weisen wir zurück. Wir erhielten am 21 . 

Oktober 2021 Kenntnis von neuen Vorwürfen und reagierten sehr schnell. Leider hat 

es nach dem vereinbarten resp. abgesagten Gesprächstermin aus verschiedenen 

Gründen nicht geklappt und eine neue Terminvereinbarung zog sich insbesondere 

auch wegen meinem krankheitsbedingten Teilausfall (Lungenentzündung) in die 

Länge. Meine Rolle bei Swiss Sliding ist ganz klar und ich stelle mich hier voll und ganz 

hinter Vorstand und Mitarbeiter*innen. Sodann haben die Ethik-Vorwürfe mit dem 

Verlauf der Selektion nichts zu tun, sie bringen das allenfalls durcheinander. Wie das 

letzte Wochenende zeigte, sind sowohl unsere Angestellten wie auch die Athletinnen 

und Athleten in der Lage, sich professionell und respektvoll zu verhalten. Gemäss 

gestriger Mitteilung werden Sie verschiedene Personen von Swiss Sliding bei den 

Strafverfolgungsbehörden anzeigen. Solange dies der Fall ist und solange allfällige 

Verfahren in diesem Zusammenhang laufen sollten, sehen wir keinen Anlass, uns mit 

Ihnen zu treffen." 

 

17. Anhang 10 besteht aus einer E-Mail vom 2. November 2021 des Beschwerdeführers an 

I._____, einen ehemaligen Athletensprecher von Swiss Sliding, sowie dessen Antwort vom 

Folgetag, beide nachstehend in ihren vorliegend relevanten Passagen wiedergegeben.  

 

Email Beschwerdeführer: 

"Besten Dank für das letzte Woche geführte Telefongespräch bezüglich den 

Vorkommnissen im Trainingslager zum wiederholten Mal durch M._____. Ich will Sie 

nicht drängen, wäre aber froh, wenn Sie mir die Abläufe auch von früheren Zeiten 

übermitteln könnten."  

 

Email I._____: 

"Entschuldigen Sie die späte Antwort, anbei mein Statement zur Angelegenheit: 

 

Feedback Athleten 2020  

• M._____ erhält von den jungen Athleten neutrales bis positives Feedback 

• Ich habe auch anderweitig nichts gehört, dass auf grundlegende Probleme 

mit M._____ hindeuten würde 

 

Feedback Athleten 2021  

• M._____ erhält von den männlichen Athleten, die er betreut hat neutrales 

bis positives Feedback. Die Frauen erteilen ihm ein negatives bis sehr 

negatives Feedback (charakterliche als auch Coaching-Schwächen bis hin 

zu psychologischem Druck und sexistische Sprüche). Das Feedback habe 

ich im Frühling mündlich an B._____ soweit möglich anonym weiter 

geleitet. Ich habe ihr bei diesem Gespräch abgeraten weiter mit M._____ 

weiterzuarbeiten, da ich die Chance, dass wir bei einer Weiterführung der 

Anstellung die jüngeren Athletinnen aufhören, als sehr hoch betrachte.  

 

Statement bezüglich M._____   

Ich kann nicht wirklich als Zeuge aussagen, da ich das meiste nur aus zweiter Hand 

weiss. Am Besten würden Athleten aus dem YOG 2016 Projekt (Q._____, S._____) als 

auch dem YOG 2020 Projekt befragt. Seit ich mich 2018 als aktiver Athlet 

zurückgezogen habe, war ich sehr selten an der Bahn und hatte keinen direkten 

Kontakt zu M._____. Aus der Feme beurteilt gab es für mich bis zu den Feedbacks 

diesen Frühling keinen Handlungsbedarf. 

Trainingslager W._____ - 2014/15?  

 

 

 

 

9 

• Meine Freundin, jetzige Frau (TU._____, jetzt TI._____) klopft an meiner 

Zimmertüre im Lagerhaus und wird von M._____ am Gesäss berührt. Auf 

ihre Frage, was das soll, antwortet M._____, er dachte, dass es jemand 

anderes sei. M._____ war zu diesem Zeitpunkt in diesem Trainingslager 

für die YOG zuständig.  

 

Skeleton Komission Sitzung 2018  

• Als Athletenvertreter bin ich regelmässig an der Skeletonkomissions 

Sitzung präsent. In der Sitzung vom 11. Juli 2018 (???) in V._____ mache 

ich darauf aufmerksam, dass ich M._____ als nicht geeignete Besetzung 

für die YOG 2020 halte, da "gewisse Gerüchte" sich hartnäckig halten, dass 

er sich gegenüber Minderjährigen Athletinnen nicht legal verhalten habe. 

Wie gesagt, ich kann dies nur aus zweiter Hand erzählen und zu den 

konkreten Gerüchten möchte ich lieber auf die betroffenen Athleten 

verweisen. M._____ war in dieser Sitzung anwesend. E._____ wie auch 

M._____ sind auf die Vorwürfe nicht eingegangen, E._____ versicherte 

mir, dass das sicher nicht mehr vorkommen werde. 

• Da ich keinen Rückhalt von der Kommission erhielt, machte ich klar, dass 

M._____ mit Konsequenzen rechnen muss, sofern ich zukünftig über 

ahndbare Handlungen informiert werden sollte. 

• M._____ hat sich nicht direkt zu den Vorwürfen geäussert und hat mich 

nach der Sitzung zu einem Bier eingeladen und mir erzählt, wie sehr er für 

den Skeletonsport lebe. Im Hintergrund zu den vorher geäusserten 

Vorwürfen meinerseits empfand ich diese Reaktion als sehr speziell.  

 

Die folgenden Feedbacks sind schriftlich beim mir verfügbar, sofern nötig, 

Grundsätzlich möchte ich das nicht machen, da den Athleten versprochen wurde, 

dass die Feedbacks anonym behandelt werden.  

 

Feedback Athleten 2019  

• M._____ erhält ein durchwegs gutes Feedback. Deswegen ging/gehe ich 

davon aus, dass sich M._____ gebessert hat. 

• Ich habe auch anderweitig nichts gehört, dass auf grundlegende Probleme 

mit M._____ hindeuten würde." 

 

18. Anhang 11 schliesslich besteht aus einer E-Mail des Beschwerdeführers an die Ethik-

Meldestelle von Swiss Sliding vom 21. Februar 2022 sowie der gleichentags versandten 

Antwort-E-Mail, beide nachstehend in ihren relevanten Passagen wiedergegeben: 

 

E-Mail Beschwerdeführer: 

"Können Sie mir bitte mitteilen, wann (Datum) Sie vom Verband das erste Mal 

angeschrieben wurden und dann das Verfahren in Bezug auf die Verletzung des Code 

of Conduct von Swiss Sliding eingeleitet haben. Dann hätte ich gerne Akteneinsicht 

erhalten. Sollten die Akten bereits bei Die Akten können Sie mir an die folgende 

Adresse zusenden." 

 

E-Mail Ethik-Meldestelle Swiss Sliding: 

"Meine Untersuchung in dieser Angelegenheit ist abgeschlossen. Meinen Bericht inkl. 

sämtlicher Akten habe ich am 22. Dezember 2021 an den Vorsitzenden des 

Entscheidrats von Swiss Sliding, RA R._____ […], gesandt. Seither liegt die 

Verfahrensleitung und damit auch die Zuständigkeit für Akteneinsichtsgesuche beim 

Vorsitzenden des Entscheidrats bzw. beim Entscheidrat und ich ersuche Sie höflich, 

 

 

 

 

10 

Ihr Gesuch an ihn zu richten. Die ersten Informationen zu den beim Vorstand 

eingegangenen Meldungen erhielt ich am 20. Oktober 2021, wobei ich zufolge einer 

Ferienabwesenheit meine Tätigkeit in dieser Angelegenheit am 25. Oktober 2021 

aufgenommen habe." 

B. Verfahren vor Swiss Sport Integrity 

1. Erster Rechtsgang 

19. Per E-Mail vom 18. März 2022 ersuchte SSI den Beschwerdeführer um Präzisierung der 

Meldung, weil diese gemäss der Aktenlage offenbar durch Swiss Sliding zumindest teilweise 

bereits abgehandelt worden war und somit vorbehältlich zusätzlicher Elemente 

diesbezüglich abzuschreiben sei. Gleichentags meldete sich der Beschwerdeführer sowohl 

telefonisch als auch per E-Mail, um Präzisierungen vorzunehmen und Dokumente 

nachzuliefern.  

 

20. Mit Schreiben des Leiters Ethikverstösse vom 12. April 2022 wurde dem Beschwerdeführer 

die Abschreibung der Meldung mitgeteilt. Begründet wurde diese Abschreibung im 

Wesentlichen damit, der Inhalt der Meldung vom 23. Februar 2022 sei von Swiss Sliding 

bereits behandelt worden, weshalb SSI in Anwendung von Art. 8 Abs. 2 Ethik-Statut 

offensichtlich nicht zuständig sei. 

 

21. Der Beschwerdeführer erhob am 19. April 2022 Einspruch gegen die Abschreibung vom 12. 

April 2022. Der Ethik-Ausschuss der Stiftung Swiss Sport Integrity hiess diesen Einspruch mit 

Entscheid vom 30. September 2022 gut und wies die Meldestelle an, zu untersuchen, ob der 

gemeldete Sachverhalt (unter Ausschluss der Personalie M._____) Verstösse gegen Ethik-

Bestimmungen darstelle. Begründet wurde dieser Entscheid im Wesentlichen damit, das 

von Swiss Sliding angestrengte Verfahren habe nur M._____ betroffen. In der Meldung vom 

23. Februar 2022 würden jedoch auch Vorwürfe gegen weitere Personen im Umfeld von 

Swiss Sliding erhoben. Diese Vorwürfe seien bisher in keinem Verfahren behandelt worden 

bzw. seien aktuell nicht Gegenstand eines Verfahrens. Da die Meldung bei SSI nach dem 1. 

Januar 2022 eingegangen sei, finde Art. 8 Abs. 2 Ethik-Statut keine Anwendung und die 

Zuständigkeit von Swiss Sport Integrity sei zu bejahen, zumal die Meldung weder 

offensichtlich untauglich sei noch ausserhalb des (temporalen) Geltungsbereichs des Ethik-

Statuts liege. 

2. Zweiter Rechtsgang 

22. In der Folge teilte SSI dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 22. November 2022 mit, 

es würden Vorabklärungen in Aussicht genommen. Die Eröffnung einer Vorabklärung 

gemäss Art. 12 Abs. 1 VerfRegl-SSI bedeute indes nicht, dass sich ein Ethik-Verstoss auch 

tatsächlich ereignet habe. Im Rahmen der Vorabklärungen werde lediglich geprüft, ob sich 

eine Verletzung des Ethik-Statuts von Swiss Olympic erhärten lasse. Sei dies der Fall, würden 

die Verfahrensbeteiligten über die Eröffnung einer Untersuchung informiert. Dem 

Beschwerdeführer wurde ferner eine Frist bis 9. Dezember 2022 angesetzt, um seine 

Meldung zu präzisieren und aufzuzeigen, inwiefern seines Erachtens aufgrund der von ihm 

vorgebrachten Sachverhalte die anwendbaren Ethik-Bestimmungen verletzt worden sein 

sollten. 

 

23. Am 14. Dezember 2022 reichte der Beschwerdeführer, nachdem SSI ihm die angesetzte Frist 

erstreckt hatte, eine Stellungnahme ein. Er verwies dabei auf die 

Sachverhaltsausführungen, die er im bisherigen Verfahren bereits getätigt hatte. Rechtlich 

stellte er sich auf den Standpunkt, dass Verstösse gegen den Code of Conduct von Swiss 

 

 

 

 

11 

Sliding bzw. die dort in Bezug genommenen Codices 1 und 2. Ferner brachte er vor, im 

Codex 2 werde statuiert, dass die Prinzipien der Ethik-Charta von Swiss Olympic zu achten 

seien, wobei vorliegend die Prinzipien 4 (Respektvolle Förderung statt Überforderung), 5 

(Erziehung zu Fairness und Umweltverantwortung) und 6 (Gegen Gewalt, Ausbeutung und 

sexuelle Übergriffe) einschlägig seien. 

 

24. Mit Schreiben vom 24. Januar 2023 verfügte SSI die Einstellung des Verfahrens bzw. 

verzichtete auf die Eröffnung einer Untersuchung. Sie begründete dies zusammengefasst 

damit, seit der ersten Meldung im Oktober 2021 sei bei Swiss Sliding schnell und 

konsequent gehandelt worden; bis dahin seien bei der zuständigen Meldestelle für Ethik-

Fragen von Swiss Sliding zu dieser Thematik keine Meldungen eingegangen.  Aufgrund der 

erhaltenen Unterlagen und Informationen sei die zu sanktionierende Eingriffsschwelle bei 

keinem der in Frage kommenden Tatbestände erreicht. Insbesondere habe sich aufgrund 

der Vorabklärungen eine Duldung einer Diskriminierung oder Belästigung durch die 

angeschuldigten Personen nicht erhärten lassen. Nicht nachvollziehbar sei zudem, dass der 

Beschwerdeführer den angeschuldigten Personen "ganz offensichtlich gravierende Ethik-

Verstösse" vorwerfe, zugleich die entsprechenden Sachverhalte lange Zeit aber nicht der 

zuständigen Meldestelle für Ethik-Fragen gemeldet habe. 

C. Verfahren vor der Disziplinarkammer des Schweizer Sports 

25. Mit Eingabe vom 30. Januar 2023 focht der Beschwerdeführer die Einstellungsverfügung 

vom 24. Januar 2023 bei der Disziplinarkammer des Schweizer Sports ("DK") an. Er stellte 

dabei die folgenden Rechtsbegehren: 

 

"1. Der Entscheid der Meldestelle von Swiss Sport Integrity betreffend 

Verfahrenseinstellung bzw. Verzicht auf die Eröffnung einer Untersuchung im Fall 

PP/TTTT sei aufzuheben. 

2. Es sei ein Verfahren gegen diverse Mitarbeiter bzw. Funktionäre von Swiss Sliding 

im Sinne des Ethik-Statuts und des Verfahrensreglements der Stiftung Swiss Sport 

Integrity betreffend Ethikverstösse und Missstände durchzuführen. Insbesondere sei 

eine Untersuchung gegen folgende Personen, welche diverse Funktionen bei Swiss 

Sliding ausüben, zu eröffnen: 

− E._____, Spartenchef Skeleton 

− B._____, Sportchefin Bob, Skeleton, Rodeln 

− G._____, Geschäftsführer und Chef Leistungssport 

− F._____, Vizepräsident. 

3. Die beschuldigten Personen seien angemessen zu sanktionieren." 

  

26. Mit Präsidialverfügung vom 6. Februar 2023 nahm die DK vom Eingang des Rechtsmittels 

Kenntnis und eröffnete ein Verfahren. SSI wurde eine Frist bis am 6. März 2023 gesetzt, um 

der Disziplinarkammer sämtliche bei ihr liegenden Verfahrensakten in dieser Angelegenheit 

zukommen zu lassen und eine Stellungnahme samt Anträgen einzureichen. 

 

27. Am 3. März 2023 übermittelte SSI der DK die Akten und reichte eine Stellungnahme ein. 

Dabei stellte sie folgende Anträge: 

 

"1. Die Einsprache sei vollumfänglich abzuweisen. 

2. Allfällige Kosten seien dem Einsprecher aufzuerlegen." 

 

28. Am 3. Mai 2023 reichte der Beschwerdeführer bei der DK eine weitere Stellungnahme ein. 

 

 

 

 

12 

III. Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht 

29. Die DK hat ihre Tätigkeit gemäss einem Beschluss vom 24. November 2023 des 

Sportparlaments von Swiss Olympic am 30. Juni 2024 eingestellt. Gemäss diesem Beschluss 

gehen sämtliche Kompetenzen der DK an die Stiftung Schweizer Sportgericht über. 

 

30. Die DK reichte die vollständige Akte am 7. August 2024 beim Sekretariat des Schweizer 

Sportgerichts ein. 

 

31. Mit Schreiben vom 14. November 2024 setzte der Direktor der Stiftung Schweizer 

Sportgericht die Beteiligten darüber in Kenntnis, dass das Verfahren zwischen dem 

Beschwerdeführer und SSI mit sofortiger Wirkung von der Stiftung Schweizer Sportgericht 

übernommen werde. Mit gleichem Schreiben wurde den Beteiligten die Bestellung des 

Gerichts, die zuständige Kammerbesetzung (Art. 1 Abs. 1 des Reglements betreffend das 

Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht [VerfRegl]) sowie die Verfahrenssprache (Art. 2 

VerfRegl) mitgeteilt. E._____, B._____, G._____ und F._____ (als Personen, welche 

potenziell angeschuldigt sein könnten [Art. 4 Abs. 3 lit. b VerfRegl) sowie Swiss Sliding (als 

nationaler Sportverband [Art. 4 Abs. 3 lit. a VerfRegl]) wurde eine Frist von 10 Arbeitstagen 

gesetzt, um die Parteistellung in vorliegendem Verfahren zu beantragen (Art. 5 Abs. 4 

VerfRegl). Schliesslich wurden die Parteien darüber informiert, dass sie bis zum 5. Dezember 

2024 in schriftlicher oder mündlicher Form Stellung nehmen und Anträge stellen könnten, 

und dass für das Gericht - mit dem Einverständnis aller Parteien - gegebenenfalls die 

Möglichkeit bestehe, auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung zu verzichten 

und einen Zirkularentscheid zu fällen (Art. 20 VerfRegl).  

 

32. F._____ und B._____ beantragten mit E-Mails vom 18. November 2024 bzw. vom 27. 

November 2024 Parteistellung. Swiss Sliding teilte mit Schreiben vom 27. November 2024 

mit, auf die Parteistellung zu verzichten. G._____ und E._____ liessen sich innert 

angesetzter Frist nicht vernehmen und verzichteten damit konkludent auf Parteistellung. 

 

33. SSI beantragte mit Stellungnahme vom 5. Dezember 2024 eine Stellungnahme, wobei 

inhaltlich im Wesentlichen auf die der Disziplinarkammer am 3. März 2023 eingereichte 

Stellungnahme verwiesen wurde. F._____ reichte am 5. Dezember 2024 eine 

Stellungnahme ein, die mit verschiedenen Beilagen versehen war (Unterlagen zu den 

Rechtsmittelverfahren Selektion Skeleton Olympische Winterspiele 2022). Er stellte Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde.  B._____ verzichtete mit E-Mail vom 2. Dezember 2024 auf 

eine solche Stellungnahme, gab jedoch zu Protokoll, sie stehe jederzeit für eine mündliche 

Stellungnahme zur Verfügung. 
   

34. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2024 teilte das Schweizer Sportgericht den Beteiligten 

mit, es erachte die Untersuchung als vollständig und gewährte ihnen eine Frist bis 10. Januar 

2025 zur Einreichung von kurz begründeten Ergänzungsbegehren. Zudem wurde mitgeteilt, 

dass eine mündliche Verhandlung stattfinden werde. 

 

35. Mit Verfügung vom 29. Januar 2025 lud das Gericht die Parteien auf den 5. Februar 2025, 

16.30 Uhr, zur Hauptverhandlung vor, und informierte darüber, dass diese in Form einer 

Videokonferenz durchgeführt werde. Ferner orientierte es über den in Aussicht 

genommenen Ablauf der Hauptverhandlung und teilte den Beteiligten mit, dass F._____ (E-

Mail vom 20. Januar 2025) und B._____ (E-Mail vom 29. Januar 2025) auf die Teilnahme an 

der Hauptverhandlung verzichteten. 

  

 

 

 

 

13 

36. Am 5. Februar 2025 fand die mündliche Hauptverhandlung statt, wobei der 

Beschwerdeführer und SSI an den bereits gestellten Anträgen festhielten.  
  

37. Am 6. März 2025 entschied der Direktor der Stiftung Schweizer Sportgericht, dem Antrag 

des vorsitzenden Richters auf Verlängerung des Verfahrens im Sinne von Art. 19 Abs. 3 

VerfRegl um zwei Monate stattzugeben. Die Frist wurde bis am 5. April 2025 verlängert.  

IV. Zuständigkeit 

38. Gemäss Art. 11 Abs. 1 VerfRegl entscheidet das Schweizer Sportgericht selbst über seine 

Zuständigkeit.  
  

39. Das Schweizer Sportgericht ist eine Stiftung, die von Swiss Olympic per 1. Juli 2024 

gegründet wurde. Ihr Zweck besteht darin, ein unabhängiges Gericht zu betreiben, das über 

Streitigkeiten im Sport oder mögliche Regelverstösse entscheidet. Als unabhängige 

Disziplinarstelle im Sinne von Art. 72g Abs. 1 lit. a SpoFöV ist es zuständig für die Beurteilung 

der ihm von SSI überwiesenen Fälle mutmasslichen Fehlverhaltens oder mutmasslicher 

Missstände. 
  

40. Art. 1.2 Abs. 10 der Statuten von Swiss Olympic vom 24. November 2023 (Version mit 

Inkrafttreten am 1. Juli 2024) sieht vor, dass die Stiftung Schweizer Sportgericht für die 

Sanktionierung potenzieller Verstösse gegen das Ethik-Statut zuständig ist. Insbesondere ist 

die Stiftung Schweizer Sportgericht nach dieser Bestimmung zuständig für die Beurteilung 

von Fällen, die ihr durch die Stiftung Sport Integrity bezüglich potenzieller Verstösse gegen 

das Ethik-Statut des Schweizer Sports angetragen werden.  

 

41. Das Ethik-Statut sieht die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts freilich noch in anderen 

Konstellationen vor, und zwar sowohl in seiner ab 1. Februar 2022 gültigen Fassung (im 

Folgenden zit. als "Ethik-Statut 2022"), als auch in seiner am 1. Januar 2025 in Kraft 

getretenen (neuen) Fassung (im Folgenden zit. als "Ethik-Statut 2025"): 

 

• Art. 5.5 Abs. 4 Ethik-Statut 2022 sah in Übereinstimmung mit Art. 14 Abs. 1 des 

Verfahrensreglements der Stiftung Swiss Sport Integrity betreffend Ethikverstösse 

und Missstände (in Kraft getreten am 1. Januar 2022; nachfolgend zit. als VerfRegl-

SSI 2022) vor, dass SSI die Nichteröffnung des Verfahrens bzw. dessen Einstellung 

verfügen, wenn sich im Rahmen ihrer Vorabklärungen bzw. Untersuchung der 

Verdacht eines Verstosses gegen das Ethik-Statut nicht ausreichend erhärten resp. 

belegen liess. Die Nichteröffnung bzw. Einstellung konnte von den 

Verfahrensbeteiligten innert 14 Tagen bei der DK angefochten werden (Art. 5.5 Abs. 

4 Ethik-Statut 2022; Art. 14 Abs. 2 VerfRegl-SSI 2022). 

 

• Gemäss Art. 5.7.2.1 Abs. 1 Ethik-Statut 2025 erlässt SSI eine Einstellungsverfügung, 

wenn sie im Rahmen ihrer Untersuchung keinen Verstoss gegen das Ethik-Statut 

feststellt (vgl. - damit übereinstimmend - Art. 15 Abs. 1 VerfRegl-SSI 2025). Diese 

Verfügung kann nach Art. 5.7.2.1 Abs. 2 Ethik-Statut 2025 von den Parteien, dem 

betroffenen Mitgliedsverband bzw. der betroffenen Partnerorganisation von Swiss 

Olympic und Swiss Olympic innert 21 Tagen ab Zustellung beim Schweizer 

Sportgericht angefochten werden (vgl. - damit übereinstimmend - Art. 15 Abs. 2 

VerfRegl-SSI 2025). 

 

42. In den vorstehend beschriebenen Konstellationen wird das Schweizer Sportgericht nicht 

durch SSI (mittels Überweisung des Untersuchungsberichts) mit dem Fall befasst, sondern 

 

 

 

 

14 

durch jene Personen bzw. Organisationen, die ein Interesse an der weiteren Aufarbeitung 

eines gemeldeten Ethik-Verstosses geltend machen (siehe dazu auch Art. 5 Abs. 1 Satz 3 

VerfRegl). 

 

43. Ausserdem ist das Schweizer Sportgericht für sämtliche Verfahren zuständig, die gemäss 

den Vorschriften des VerfRegl eröffnet werden oder bereits eröffnet worden sind (Art. 30 

Abs. 2 VerfRegl). Die laufenden Verfahren vor der DK werden vom Schweizer Sportgericht 

übernommen und von diesem fortgesetzt (Art. 29 Abs. 1 VerfRegl).  
  

44. Die Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts zur Überprüfung der angefochtenen 

Nichteröffnungs- bzw. Einstellungsverfügung ist damit vorliegend grundsätzlich zu bejahen 

(vgl. Art. 30 Abs. 2 VerfRegl zur Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts für sämtliche 

Fälle, die gemäss den Vorschriften des VerfRegl eröffnet werden oder bereits eröffnet 

worden sind). 

V. Würdigung  

45. SSI prüfte im vorinstanzlichen Verfahren verschiedene Sachverhalte, die sich gemäss der 

Meldung des Beschwerdeführers zwischen 2014 und 2021 und damit vor dem 1. Januar 

2022 - dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des Ethik-Statuts 2022 - zugetragen haben sollen. 

In der angefochtenen Nichteröffnungs- bzw. Einstellungsverfügung ging SSI mit Hinweis auf 

Art. 8.2 Abs. 1 und 3 implizit davon aus, dass das Schweizer Sportgericht für die 

Aufarbeitung solcher Sachverhalte zuständig ist, sofern nicht eine Ethik-Stelle eines 

nationalen Sportverbands bereits über die Sache befunden habe (wie dies etwa bezüglich 

der Ethik-Verstösse des früheren Trainers M._____ der Fall war, vgl. Rz. 21 hiervor). In ihrer 

Stellungnahme vom 3. März 2023 vertrat SSI dementsprechend die Auffassung, der 

vorliegende Fall sei im Lichte der "während des sachverhaltlichen Zeitraums anwendbaren 

Ethik-Bestimmungen, so namentlich d[er]jenigen von Swiss Sliding" zu führen und zu 

beurteilen (a.a.O., Rz. 12). Dieser Standpunkt ist nach Auffassung des Schweizer 

Sportgerichts nicht zutreffend: 

 

46. Rechtsgrundlage zur Definition, Untersuchung, Beurteilung und Sanktionierung von 

Ethikverstössen sowie des dazugehörigen Verfahrens bildet das Ethik-Statut. Dieses trat in 

seiner ersten Fassung am 1. Januar 2022 in Kraft (vgl. Art. 8.3 Abs. 1 Ethik-Statut), nachdem 

es vom Sportparlament anlässlich seiner 25. Versammlung vom 26. November 2021 (inkl. 

entsprechender Statutenänderungen von Swiss Olympic per 1. Januar 2022) genehmigt 

worden war. 

 

47. Wie das Schweizer Sportgericht kürzlich unter Hinweis auf Art. 72g Abs. 1 lit. a Ziff. 2 SpoFöV 

entschieden hat, fällt - unbesehen allfällig anderslautender Vorschriften des Ethik-Statuts - 

allein die Beurteilung von Zuwiderhandlungen gegen das Ethik-Statut in seine 

Zuständigkeit; nicht von der Zuständigkeit des Schweizer Sportgerichts erfasst sind 

demgegenüber Fälle, die materiell noch nach den Ethikreglementen der 

Mitgliederverbände von Swiss Olympic zu beurteilen sind, die bis zum 31.12.2021 

anwendbar waren (vgl. Entscheid 2024.E.15 vom 26. Februar 2025, Rz. 116 ff.). SSI hat 

mithin zurecht keine Untersuchung eröffnet, die es dem Schweizer Sportgericht in Form 

eines Untersuchungsberichts zur Beurteilung hätte unterbreiten können. Die Beschwerde 

ist daher abzuweisen. 

  

 

 

 

 

15 

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen  

A. Kosten des Verfahrens vor dem Schweizer Sportgericht  

1. Höhe der Verfahrenskosten  

48. Nach Art. 25 Abs. 1 VerfRegl befindet das Schweizer Sportgericht in seinem Entscheid über 

die Kosten des Verfahrens. 
  

49. Unter Berücksichtigung der Umstände des vorliegenden Falls - es handelt sich hier im 

Vergleich mit weiteren Ethikfällen (auch unter dem Aspekt des Verfahrensaufwands und 

der Anzahl der Dokumente) um einen Fall geringer Komplexität - werden die 

Verfahrenskosten vor dem Schweizer Sportgericht auf CHF 1'000 festgelegt. Dabei ist 

festzuhalten, dass dieser Betrag bei Weitem nicht kostendeckend ist.  

2. Verteilung der Verfahrenskosten  

50. Art. 25 Abs. 2 VerfRegl sieht zur Verteilung der Verfahrenskosten die folgende Regelung vor: 

Im Falle einer Verurteilung werden die Kosten in der Regel der angeschuldigten Person 

auferlegt. Kommt es nicht zu einer Verurteilung, so werden die Kosten dem betreffenden 

Sportverband oder der SSI auferlegt. Das Schweizer Sportgericht kann von diesen 

Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Kosten nach Ermessen verteilen, wenn die 

Umstände es rechtfertigen. Die Art. 107 und 108 ZPO gelten sinngemäss (Art. 25 Abs. 2 

VerfRegl).  

 

51. Diese Bestimmung ist offenkundig nicht auf die Anfechtung einer Nichteröffnungs- bzw. 

Einstellungsverfügung zugeschnitten, wie es im vorliegenden Verfahren zur Debatte steht. 

Es drängt sich daher auf, die Verfahrenskosten nach Obsiegen und Unterliegen zu verlegen. 

 

52. Diesbezüglich ist vorliegend zu konstatieren, dass SSI (vgl. Rz. 27 und 33 hiervor) und 

F._____ (vgl. Rz. 33 hiervor) mit ihren Anträgen auf Abweisung der Beschwerde obsiegen. 

Es kommt daher nicht in Betracht, ihnen Kostenaufzuerlegen. B._____ hat keine eigenen 

Anträge gestellt. 

 

53. Der Beschwerdeführer hingegen unterliegt mit seinem Antrag auf Aufhebung der 

angefochtenen Nichteröffnungs- bzw. Einstellungsverfügung (vgl. Rz. 25 hiervor). Die 

Kosten für das Verfahren vor dem Schweizer Sportgericht sind daher ihm aufzuerlegen.  

B. Parteikostenersatz  

54. Der Beschwerdeführer und SSI haben keinen Antrag auf Parteikostenersatz gestellt. F._____ 

hat einen solchen Antrag gestellt und mit seinem Antrag auf Abweisung der Beschwerde 

obsiegt (vgl. Rz. 54 hiervor). Er hat seine Interessen im vorliegenden Verfahren jedoch selber 

wahrgenommen; da auch sonst nicht ersichtlich ist, dass ihm entschädigungsfähiger 

Aufwand angefallen wäre, ist ihm kein Parteikostenersatz zuzusprechen.  
 

55. Im vorliegenden Verfahren sind folglich keine Parteikosten zu sprechen.  
    

 

 

 

 

16 

Aus diesen Gründen  
  

entscheidet das Schweizer Sportgericht:  
  
  
1. Die Beschwerde von A._____ wird abgewiesen.  
 
2. Die Verfahrenskosten werden auf CHF 1'000.00 festgesetzt und A._____ auferlegt.  
 
3. Es wird kein Parteikostenersatz zugesprochen. 
 
4. Die weiteren Anträge werden abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 
  
  
Bern, Schweiz  
Datum: 4. April 2025  
  
  
  

SCHWEIZER SPORTGERICHT  
  
  
  

  
     Arthur Brunner 

Vorsitzender Richter 
   

  
Charlotte Frey 

Richterin 

    
Leonid Shmatenko 

Richter