# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fda2126-1956-5504-95a4-88a7c5c274ad
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 28.10.2025 200 2024 215
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-215_2025-10-28.pdf

## Full Text

UV 200 2024 215 
FRC/SAW/SSM

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 28. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Baumann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva  
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. Februar 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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Sachverhalt:

A.

Der 1983 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war über seine Arbeitgeberin bei der Suva (nachfolgend 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert, als er am 13. Juni 2021 beim ... auf einem ... 
stürzte (Akten der Suva [act. II] 1). Dabei zog er sich ein Polytrauma mit 
einer Impressionsfraktur der maxillären Vorderwand links, einer Zeigefin-
gerkontusion links und diversen Riss-Quetsch- und Schürfwunden zu 
(act. II 5 S. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die 
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld, vgl. u.a. act. II 2, 6, 
39 S. 1, 63 S. 1, 97, 104). Zudem tätigte sie medizinische Abklärungen; 
namentlich wurde, nachdem der Versicherte seit dem Unfall bestehende 
Konzentrationsprobleme geltend gemacht hatte (act. II 42 S. 1, 48 S. 1), 
eine weitere Magnetresonanztomographie (MRI) des Schädels (act. II 102 
S. 2 f.) veranlasst und bei Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie, 
Versicherungsmedizin ... der Suva, eine Aktenbeurteilung vom 28. Juli 
2022 (act. II 107) eingeholt. Gestützt darauf hielt die Suva mit Verfügung 
vom 28. Juli 2022 (act. II 113) fest, dass sie keine Versicherungsleistungen 
bezüglich der geltend gemachten Konzentrationsstörungen erbringe. 
Nachdem der Versicherte dagegen Einsprache erhoben hatte (act. II 127) 
und bei Dr. med. C.________ erneut eine Aktenbeurteilung, datiert vom 
16. Dezember 2022 (act. II 139), eingeholt worden war, zog die Suva mit 
Schreiben vom 4. April 2023 (act. II 163) ihre Verfügung vom 28. Juli 2022 
zurück und teilte mit, dass sie weitere Abklärungen vornehmen werde. 
Nach Eingang einer weiteren Stellungnahme von Dr. med. C.________ 
vom 19. April 2023 (act. II 166) stellte die Suva mit Verfügung vom 16. Mai 
2023 (act. II 174) die bisherigen Versicherungsleistungen mangels adäqua-
ter Unfallfolgen per 20. Juni 2022 ein und verneinte einen Anspruch auf 
weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder einer Inte-
gritätsentschädigung. Mit Verfügung vom 31. Mai 2023 (act. II 177) forderte 
die Suva zudem zu viel ausgerichtete Taggelder in der Höhe von 
Fr. 5'918.05 zurück. Die gegen die Verfügung vom 16. Mai 2023 gerichte-
ten Einsprachen des Versicherten (act. II 178, 189) und der Krankentag-

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geldversicherung der Arbeitgeberin (act. II 185) wies die Suva mit Ent-
scheid vom 12. Februar 2024 ab (act. II 203). 

B.

Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch die B.________ AG, mit 
Eingabe vom 11. März 2024 Beschwerde und beantragte, der Einspra-
cheentscheid vom 12. Februar 2024 sei aufzuheben und es seien für das 
Ereignis vom 13. Juni 2021 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Wei-
ter sei der Beschwerde in Bezug auf die Rückforderung von Fr. 5'918.05 
aufschiebende Wirkung zu erteilen; unter Kosten- und Entschädigungsfol-
ge.

Am 29. April 2024 ersuchte die Beschwerdegegnerin betreffend Einreichen 
einer Beschwerdeantwort um Fristerstreckung und reichte zugleich in Kopie 
ein Schreiben an den Beschwerdeführer vom 3. April 2024 ein, gemäss 
welchem sie die Rückforderung des Taggeldes in der Höhe von 
Fr. 5'918.05 storniert habe.

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2024 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 3. Juni 2024 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein und hielt an 
den gestellten Rechtsbegehren fest. Diese wurde der Beschwerdegegnerin 
mit prozessleitender Verfügung vom 5. Juni 2024 zur Kenntnisnahme zu-
gestellt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich (vgl. E. 1.2 hiernach) einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 12. Februar 
2024 (act. II 203). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung über den 
20. Juni 2022 hinaus und dabei insbesondere, ob die geklagten Beschwer-
den noch als kausal zum Ereignis vom 13. Juni 2021 zu qualifizieren sind.

Soweit der Beschwerdeführer beantragt, der Beschwerde sei in Bezug auf 
die Rückforderung von Fr. 5'918.05 aufschiebende Wirkung zu erteilen 
(vgl. Beschwerde S. 2, Rechtsbegehren Ziff. 3, und S. 3 Ziff. 10), ist festzu-
halten, dass die mit Verfügung vom 31. Mai 2023 (act. II 177) angeordnete 
Rückforderung des Taggeldes nicht Gegenstand des vorliegend angefoch-
tenen Einspracheentscheids ist. Somit liegt dieses Begehren ausserhalb 
von Anfechtungsobjekt und Streitgegenstand (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1 
S. 165), weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist. Abge-
sehen davon, dass die Beschwerdegegnerin einer Einsprache gegen die 
Verfügung vom 31. Mai 2023 die aufschiebende Wirkung nicht entziehen 
konnte (vgl. Art. 49 Abs. 5 ATSG) und auch nicht entzogen hat, der Be-
schwerdeführer gegen die Verfügung am 22. Juni 2023 Einsprache erho-
ben hat (act. II 187; vgl. auch act. II 201) und die Beschwerdegegnerin mit 
Schreiben vom 3. April 2024 (in den Gerichtsakten) die Rückforderung 
storniert und als "nichtig" bezeichnet, mithin im entsprechenden Einspra-

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cheverfahren in Gutheissung der Einsprache die Rückerstattungsverfügung 
ersatzlose aufgehoben hat (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 5.2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt (u.a.) voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden 
(Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 148 V 356 E. 3 S. 358).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit 
eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist 
für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 
dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-
ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht wegge-
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 

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Störung entfiele ("conditio sine qua non"; BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163; 
SVR 2023 UV Nr. 39 S. 139, 8C_305/2022 E. 3.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 8C_537/2009 
E. 5.1).

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 148 V 301 
E. 4.5.1 S. 309, 147 V 207 E. 6.1 S. 211, 135 V 465 E. 5.1 S. 472).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 148 V 356 E. 3 S. 358, 129 V 177 E. 3.2 S. 181).

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Gesundheitsschäden deckt 
sich die natürliche weitgehend mit der adäquaten Unfallkausalität. Hier 

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spielt mithin die unter Adäquanzgesichtspunkten entscheidende Frage, ob 
das Unfallereignis nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet 
ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt 
dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint, 
für die Begründung der Leistungspflicht praktisch keine Rolle (BGE 149 V 
218 E. 5.2 S. 220).

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und 
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten un-
abhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann 
somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit ap-
parativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und 
die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich aner-
kannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251; SVR 2020 UV Nr. 34 S. 136, 
8C_627/2019 E. 3.2).

2.4.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 
V 356 E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; 
SVR 2018 UV Nr. 29 S. 100, 8C_860/2015 E. 2.2). Dabei ist wie folgt zu 
differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim 
Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrau-
ma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV 
Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b 
S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleuder-
trauma-Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der Latenzzeit 
von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der Halswir-
belsäule (HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105, 8C_413/2008 
E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Recht-

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sprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschä-
den zur Anwendung. 

Erreicht ein allfälliges Schädel-Hirntrauma höchstens den Schweregrad 
einer Commotio cerebri nicht im Grenzbereich zu einer Contusio cerebri, so 
genügt dies grundsätzlich nicht für die Anwendung der Schleudertrauma-
Praxis (SVR 2023 UV Nr. 42 S. 149, 8C_565/2022 E. 3.2.3, 2019 UV 
Nr. 41 S. 155, 8C_632/2018 E. 7.2.2). Die Diskussion der Frage, nach wel-
chen Regeln die Adäquanz zu beurteilen ist, kann indessen unterbleiben, 
wenn der Kausalzusammenhang auch nach der Schleudertrauma-Praxis 
(BGE 134 V 109) zu verneinen ist (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 3, 8C_100/2012 
E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_248/2010 vom 17. Juni 2010 
E. 3.3).

2.4.3 Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychi-
schen Fehlentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 
133) für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall 
zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Er-
werbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann 
zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten 
ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Un-
fallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Gesche-
hensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften (BGE 140 V 356 
E. 5.1 S. 359; SVR 2019 UV Nr. 41 S. 155, 8C_632/2018 E. 8.1) – zwi-
schen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen ander-
seits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unter-
schieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen Rückschlüsse auf 
die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV 
Nr. 10 S. 35, 8C_584/2010 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausalzu-
sammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht 
und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 
Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Un-
fallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv er-
fassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang 
stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 
Gesamtwürdigung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126; 

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SVR 2019 UV Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 8.2.1). Je nach den konkreten 
Umständen kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammen-
hangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn 
es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mitt-
leren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall 
zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein ein-
ziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 
ist. Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien in be-
sonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die Be-
jahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9, 8C_147/2017 E. 5.1). Handelt es sich um einen 
mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für 
die Bejahung der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2019 UV 
Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 8.4). Diese Würdigung des Unfalles zusam-
men mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 
369 E. 4c S. 384). 

Der Katalog der – abschliessend aufgezählten (BGE 134 V 109 E. 10.2 
S. 127) – adäquanzrelevanten Kriterien lautet (BGE 134 V 109 E. 10.3 
S. 130; SVR 2017 UV Nr. 41 S. 141, 8C_833/2016 E. 6.1):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

2.5 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; 
BGE 149 V 224 E. 6.3.1 S. 235, 143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 

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E. 2.1 S. 201). Die Besserung bestimmt sich namentlich nach Massgabe 
der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, 
soweit unfallbedingt beeinträchtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung 
zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbes-
serungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist 
prospektiv zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 11, 8C_283/2009 E. 8.2; 
zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 40 S. 162, 8C_183/2020 E. 2.3).

Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heil-
behandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc 
et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwä-
gung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzusch-
liessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei rich-
tiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. Eine solche Einstellung kann 
grundsätzlich auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine 
Leistungen zurückfordern will. In gleichem Sinne ist auch hinsichtlich der 
Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Gesundheitsscha-
den zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz vorheriger 
Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung auf Wieder-
erwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen und gestützt 
hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen einer allfälligen 
Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen zu be-
achten (vgl. BGE 150 V 188 E. 7.2 S. 193 und E. 7.3.5 S. 196, 130 V 380 
E. 2.3.1 S. 384).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

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3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis 
vom 13. Juni 2021 (act. II 1) die kumulativen Anspruchsvoraussetzungen 
des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) erfüllt. Die 
Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistun-
gen erbracht (vgl. u.a. act. II 2, 6, 39 S. 1, 63 S. 1, 97, 104). Umstritten ist 
hingegen, ob die Beschwerdegegnerin die Leistungen zu Recht per 20. Ju-
ni 2022 – wobei (inzwischen) auf eine Rückforderung der Taggeldleistun-
gen verzichtet wurde (vgl. Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 3. April 
2024, in den Gerichtsakten) – mangels Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Ereignis vom 13. Juni 2021 und den geklagten Beschwerden einge-
stellt hat (act. II 174). Aus den medizinischen Unterlagen ergibt sich hierzu 
– soweit entscheidwesentlich – das Folgende:

3.1.1 Im medizinischen Einsatzplan der Schweizerischen Rettungsflug-
wacht (Rega) vom 13. Juni 2021 wurden als Verdachtsdiagnosen ein 
Schädelhirntrauma Grad 1 bei GCS (Glasgow-Koma-Skala) 15, eine Schä-
delkontusion hochfrontal zentral und diverse Riss-Quetsch-Wunden und 
Kontusionen der Extremitäten festgehalten. Beim Eintreffen der Rega sei 
der Patient stabil im felsigen, steilen Gelände gestanden. Der Patient sei 
"ABCD" (A: Atemwege frei, B: Atmung normal, C: Kreislauf nor-
mal/normoton, Puls tastbar, Hautbefund rosig/normal, Elektrokardiogramm 
[EKG] Sinusrhythmus, D: Neurologie unauffällig, GCS 15, psychischer Zu-
stand unauffällig) stabil gewesen. 

3.1.2 Der Beschwerdeführer war vom 13. bis 16. Juni 2021 im Spital 
D.________ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 21. Juni 2021 (act. II 5) 
wurde ein Polytrauma mit einer Impressionsfraktur der maxillären Vorder-
wand links, einer Zeigefingerkontusion über dem proximalen Interphalan-
gealgelenk (PIP) links und diversen Wunden diagnostiziert (S. 1). Die am 
13. Juni 2021 durchgeführte Computertomographie (CT) vom Schädel bis 
zu den Füssen (act. II 7) habe neben der Impressionsfraktur der maxillären 
Vorderwand keine posttraumatischen Veränderungen gezeigt. Beim Rönt-
gen des Zeigefingers links am 15. Juni 2021 (act. II 8) seien kleinste Flakes 
angrenzend an das palmare Caput der proximalen Phalanx Digitus II, diffe-
rentialdiagnostisch (DD) ligamentär, zu sehen gewesen. Im Übrigen habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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sich keine traumatische ossäre Läsion gezeigt (S. 2). Bei unauffälliger 
Überwachung und guter Schmerzkompensation sei am 16. Juni 2021 die 
Entlassung nach Hause erfolgt (S. 3).

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Handchirurgie, diagnostizierte im 
Bericht vom 20. August 2021 (act. II 20) eine imprimierte Volar Lip-Fraktur 
P2 Dig II Hand links (adominant) und hielt fest, dass durchaus eine OP-
Indikation bestehe. Aus handchirurgischer Sicht sei der Patient zu 100 % 
arbeitsfähig (S. 1 f.). 

3.1.4 Am 7. März 2022 erfolgte eine Rekonstruktion des linken Zeigefin-
gergelenkes mittels CapFlex-PIP-Prothese durch Dr. med. F.________, 
Facharzt für Chirurgie, Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirur-
gie sowie für Handchirurgie (act. II 38). Nach mehreren Verlaufskontrollen 
(act. II 34, 35) berichtete Dr. med. F.________ im Sprechstundenbericht 
vom 5. April 2022 (act. II 40) über einen zeitgerechten Verlauf mit zufrie-
denstellender Beweglichkeit. Der Patient habe angegeben, dass er wegen 
Konzentrationsproblemen, resultierend aus dem Unfall, derzeit zu 100 % 
arbeitsunfähig sei (S. 2).

3.1.5 Im Bericht vom 19. April 2022 (act. II 42 S. 6 ff.) führte 
Dr. med. G.________, Fachärztin für Neurologie, als Hauptdiagnosen eine 
leichte neurokognitive Störung bei Status nach Polytrauma mit Commotio 
cerebri, ein Polytrauma, eine Sekundärarthrose PIP-Gelenk Dig II Hand 
links und eine rezidivierende sub-depressive Stimmungslage, DD saisonal, 
auf (S. 6). Testdiagnostisch zeige sich im Vergleich zu einer alters- und 
bildungskorrelierten Normgruppe bis auf eine mittelschwer beeinträchtigte 
verbale Merkfähigkeit und einen schwer beeinträchtigten figuralen Abruf ein 
altersentsprechendes kognitives Leistungsprofil. Vom klinischen Aspekt 
imponiere aber eine gewisse Fehleranfälligkeit mit Perserverationstendenz. 
Die Befunde passten zu den anamnestischen Schilderungen. In der veran-
lassten MRI-Untersuchung des Schädels vom 8. April 2022 (act. II 42 S. 4 
f.) hätten sich vereinzelte punktförmige Marklager Läsionen bifrontal ge-
zeigt, welche möglicherweise Ausdruck gewisser traumatischer Scherver-
letzungen seien. In Zusammenschau mit der Gesichtsschädelfraktur sei 
somit doch von einer gewissen Commotio cerebri auszugehen. In dieser 
Situation sei ein schrittweiser Wiedereinstieg in die Arbeitswelt wichtig. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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Prognose sei grundsätzlich günstig, könne sich aber noch über einige Mo-
nate hinziehen (S. 7). Es sei kein weiterer Termin vereinbart worden. Bei 
fehlender Besserung im Verlauf bzw. Auftreten von neuen Aspekten bitte 
sie um eine erneute Zuweisung (S. 8).

3.1.6 Die Hausärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin, bat mit Bericht vom 25. April 2022 (act. II 42 S. 1 f.) die 
Beschwerdegegnerin, mit dem Beschwerdeführer Kontakt aufzunehmen, 
da dieser seit dem Unfall in den … an Gedächtnis- und Konzentrations-
störungen leide. Die Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen seien in der 
kürzlich durchgeführten neurologischen Untersuchung objektiviert worden 
und passten zu den postkontusionellen Veränderungen in der MRI-
Untersuchung des Schädels. Die kognitiven Einschränkungen hätten dazu 
geführt, dass der Beschwerdeführer im Herbst 2021 die neu begonnene 
Stelle per April 2022 wieder habe kündigen müssen (S. 1).

3.1.7 Mit Verlaufsbericht vom 15. Juni 2022 (act. II 83 S. 2 f.) berichtete 
Dr. med. F.________ über ein gutes Ergebnis drei Monate postoperativ. 
Der Versicherte sei schmerzfrei. Seitens der Handverletzung bestehe ab 
dem 20. Juni 2022 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 3).

3.1.8 Am 8. Juli 2022 (act. II 102 S. 2 f.) erfolgte erneut eine MRI-
Diagnostik des Schädels. Gestützt auf diese legte der Suva-Arzt 
Dr. med. C.________ in der Stellungnahme vom 28. Juli 2022 (act. II 107 
S. 1 ff.) dar, dass traumatische Scherverletzungen am Gehirn definitiv aus-
zuschliessen seien. Wie bereits in der Vor-MRI-Untersuchung hätten sich 
einzelne kleine subkortikale Marklagerläsionen frontal beidseits gezeigt, die 
als unspezifisch zu beurteilen seien und möglicherweise kleinen erweiter-
ten Virchow-Robin`schen Räumen als Anlagevariante ohne pathologische 
Bedeutung entsprächen. Somit sei festzuhalten, dass der Unfall vom 
13. Juni 2021 zwar zu einer Verletzung des Gesichtsschädels im Sinne 
einer Kieferhöhlenvorderwandfraktur links und einer Kalottenfraktur tempo-
ral links geführt habe, eine strukturelle Hirnverletzung aber kernspintomo-
grafisch nicht habe nachgewiesen werden können. In Zusammenschau mit 
dem klinischen Befund mit einer allenfalls kurzen Bewusstlosigkeit liege 
somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein über eine leichte trauma-
tische Hirnverletzung hinausgehendes Schädel-Hirn-Trauma vor. Nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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einer leichten traumatischen Hirnverletzung ohne Nachweis einer struktu-
rellen Hirnschädigung seien Folgebeschwerden in aller Regel nach einem 
halben Jahr abgeklungen. Die vom Beschwerdeführer angegebenen neu-
ropsychologischen Beeinträchtigungen seien nicht mehr als Folge des Un-
falls aufzufassen und hätten eine unfallfremde Ursache (S. 2). Der Fallab-
schluss könne aus versicherungsmedizinisch-neurologischer Sicht jetzt 
erfolgen (S. 3 Ziff. 4).

3.1.9 Auf Ersuchen des Beschwerdeführers hin teilte Dr. med. 
G.________ in der Stellungnahme vom 19. August 2022 (act. II 127 S. 5 f.) 
mit, die Beschwerden (Konzentrationsstörungen) seien mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen. Die Symptomatik sei im 
Anschluss an den Unfall aufgetreten und sei seither persistierend. Vor dem 
Unfall habe der Versicherte nicht an solchen Beschwerden gelitten (S. 5 
Ziff. 1). Sie gehe mit dem Suva-Arzt einig, dass eine leichte traumatische 
Hirnverletzung vorliege. Nur bei einem geringen Prozentsatz würden hier 
im CT-Schädel intrakranielle Verletzungen festgestellt werden. Bei 10-15 % 
der Betroffenen bestehe dennoch ein Chronifizierungsrisiko mit persistie-
renden Beschwerden über Monate. Der Suva-Arzt schreibe, dass die "Fol-
gebeschwerden in aller Regel nach einem halben Jahr" abgeklungen seien. 
Dies lasse den Umkehrschluss zu, dass in Ausnahmefällen die Beschwer-
den auch länger andauern könnten, wie es hier der Fall sei (S. 5 Ziff. 2). 
Sie habe den Versicherten am 19. Juli 2022 gesehen. Damals sei er zu 
100 % arbeitsunfähig gewesen (S. 2 Ziff. 3).

Mit E-Mail vom 11. September 2022 (act. II 127 S. 7) ergänzte 
Dr. med. G.________, die Quelle ihrer Angabe betreffend die 10-15 % der 
Personen mit Chronifizierungsrisiko können sie nicht mehr nennen. Sie 
habe diese Zahl einmal einer Review entnommen und sie entspreche auch 
etwa ihrer persönlichen Erfahrung.

3.1.10 Mit Bericht vom 16. Dezember 2022 (act. II 139 S. 1 f.) teilte 
Dr. med. C.________ mit, die Stellungnahmen von Dr. med. G.________ 
vom 19. August und 11. September 2022 änderten nichts an seiner Beur-
teilung vom 28. Juli 2022 (S. 1). Aus handchirurgischer Sicht sei der Be-
schwerdeführer am 14. September 2022 beschwerdefrei und hinsichtlich 
der handchirurgischen Problematik zu 100 % arbeitsfähig gewesen. Hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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sichtlich der Verletzung des Gesichtsschädels lägen keine Verlaufsbefunde 
vor, hierfür seien offenbar keine medizinischen Behandlungen erforderlich 
gewesen (S. 2).

Am 19. April 2023 (act. II 166) ergänzte Dr. med. C.________ unter ande-
rem, dass bezüglich der Handverletzung ab dem 20. Juni 2022 eine volle 
Arbeitsfähigkeit attestiert worden sei.

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV 
Nr. 3 S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseig-
nung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachper-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

- 16 -

sonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen 
oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlass-
ten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufge-
legten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichti-
gen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen 
Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden 
Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen 
auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um sol-
che Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Ge-
richtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 
zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 
S. 65, 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des 
BGer 8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: 
BGE 150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

3.2.4 Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztli-
che Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts 
geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 
den Hintergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte 
und Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 
S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

3.3 Am 16. Juli 2021 (act. II 9) – und damit rund einen Monat nach dem 
Unfallgeschehen vom 13. Juni 2021 (act. I) – teilte der Beschwerdeführer 
der Beschwerdegegnerin während einem Telefongespräch mit, dass es ihm 
wieder gut gehe. Er arbeite seit letzter Woche wieder teilweise. Die Ar-
beitsunfähigkeit habe letzte Woche 50 % und diese Woche 25 % betragen. 
Ab dem 19. Juli 2021 sei wieder ein volles Pensum geplant. Im Weiteren 
war der Beschwerdeführer mehrmals in der handchirurgischen Sprech-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

- 17 -

stunde wegen der Zeigefingerfraktur (act. II 20, 31 S. 2 f., 34 S. 2 f., 35 S. 2 
f.), wobei insbesondere am 7. Januar 2022 angegeben wurde, dass der 
Beschwerdeführer seiner Tätigkeit als ... und ... weiterhin zu 100 % nach-
gehe (act. II 31 S. 2). Aktenkundig erst im Sprechstundenbericht vom 
5. April 2022 (act. II 40 S. 2) – und damit mehr als neun Monate nach dem 
Unfall – wurde festgehalten, der Beschwerdeführer berichte, derzeit wegen 
Konzentrationsproblemen zu 100 % arbeitsunfähig zu sein. Am 8. April 
2022 (act. II 42 S. 4 f.) wurde sodann ein MRI des Neurokraniums durchge-
führt und – nach neurologischer Beurteilung von Dr. med. G.________ vom 
19. April 2022 (act. II 42 S. 6 ff.) – bat die Hausärztin Dr. med. H.________ 
am 25. April 2022 (act. II 42 S. 1 f.) die Beschwerdegegnerin, mit dem Be-
schwerdeführer Kontakt aufzunehmen, da dieser seit dem Unfall an Ge-
dächtnis- und Konzentrationsstörungen leide. Dabei gab die Hausärztin 
auch an, dass die kognitiven Einschränkungen dazu geführt hätten, dass 
der Beschwerdeführer seine im Herbst 2021 neu begonnene Stelle per 
Ende April 2022 wieder habe kündigen müssen. Aus dem Dargelegten 
folgt, dass die neuropsychologischen Beschwerden erst mit einer massiven 
Latenzzeit nach dem Unfall geltend gemacht wurden. Weder vom Be-
schwerdeführer noch von der Hausärztin wurden diesbezüglich Berichte für 
die Zeit vor April 2022 eingereicht. Die behandelnden Ärzte ordneten denn 
auch keine Therapien an. Die Neurologin Dr. med. G.________ verzichtete 
gar auf eine weitere Kontrolle (act. II 42 S. 8). Erst der Beschwerdeführer 
äusserte anfangs Mai 2022 den Wunsch, eine kognitive Ergotherapie be-
ginnen zu wollen (act. II 48 S. 1). Über die in der Folge begonnene Thera-
pie (act. II 61, 96 S. 1 ff.) liegen keine Berichte in den Akten.

In diesem Kontext fällt zudem auf, dass der Beschwerdeführer am Telefon-
gespräch mit der Beschwerdegegnerin am 2. Mai 2022 (act. II 48 S. 1) an-
gab, dass er bereits vor dem Unfall geplant habe, seine Arbeitsstelle zu 
kündigen, weil er "mal etwas anderes sehen wollte". Mitte Oktober habe er 
beim neuen Unternehmen angefangen und der Start sei "komisch" gewe-
sen. "Dort" – an der neuen Stelle – habe er gemerkt, dass er sich schlecht 
konzentrieren könne. Ende März 2022 habe er gekündigt, weil es ihm "dort" 
nicht gefallen habe. Auf den Hinweis der Beschwerdegegnerin, dass er sich 
bei der Arbeitslosenversicherung anmelden müsse, antwortete er, dass er 
"eine Auszeit" nehmen möchte. Ausserdem möchte er "mal drei Wochen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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am Stück" Ferien haben. Weiter gab er an, dass er verstehe, dass dies 
nicht zu Lasten der Unfallversicherung gehen könne. Am 9. Mai 2022 
(act. II 55) meldete er sich erneut bei der Beschwerdegegnerin und teilte 
mit, er habe sich nach dem Gespräch vom 2. Mai 2022 Gedanken ge-
macht. Er sei zum Schluss gekommen, dass eine Auszeit in der aktuellen 
Situation "wenig sinnvoll sei" und er sich daher zuerst um seine Gesundheit 
und berufliche Zukunft kümmern wolle. Morgen wolle er die IV-Anmeldung 
ausfüllen. Im weiteren Telefongespräch vom 19. Juli 2022 (act. II 103) be-
richtete er sodann, dass er bei der Arbeitslosenversicherung viele Einstell-
tage erhalten habe, weil er die letzte Stelle gekündigt habe. Damit sei er 
aber nicht einverstanden, weil er aufgrund seiner Konzentrationsschwierig-
keiten gekündigt habe. Gestützt auf das Ausgeführte ist festzuhalten, dass 
die neuropsychologischen Einschränkungen aktenkundig erst im April 2022 
geltend gemacht wurden und damit genau in jenem Moment, in welchem 
der Beschwerdeführer seine neue Stelle ab Herbst 2021 bereits wieder per 
Ende März 2022 gekündigt hatte (act. II 48 S. 1). Erst konfrontiert mit Ein-
stelltagen seitens der Arbeitslosenversicherung machte der Beschwerde-
führer – entgegen seinen früheren Ausführungen – geltend, er habe wegen 
den Konzentrationsschwierigkeiten gekündigt. Augenfällig ist dabei, dass 
sich der Arbeitgeber der neuen Stelle nie über die Leistungen des Be-
schwerdeführers beschwert hat (act. II 48 S. 1), mithin davon auszugehen 
ist, dass diesem die Konzentrationsprobleme nicht aufgefallen sind. 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer der Be-
schwerdegegnerin am 17. Mai 2022 (act. II 61) mitteilte, dass er mit der 
Hausärztin besprechen werde, ob sie ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis be-
züglich seiner "Kopfbeschwerden" (Konzentrationsstörungen) ausstellen 
könne. Daraufhin attestierte die Hausärztin am 20. Mai 2022 (act. II 67 
S. 2) vom 1. bis 30. Juni 2022 wegen Krankheit eine Arbeitsunfähigkeit in 
der Höhe von 50 %. Explizit gab sie an, die Arbeitsunfähigkeit für den Mo-
nat Mai sei durch den Suva-Kreisarzt zu definieren. Das Attest für den Juni 
sei "vorgegriffen" worden, damit die Stellensuche ermöglicht werde. Am 
3. Juni 2022 attestierte sie denn auch für den Monat Mai 2022 wegen Un-
fall eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 73 f.). Weiter liess Dr. med. 
F.________ der Beschwerdegegnerin am 27. Juni 2022 (act. II 93) explizit 
mitteilen, dass die von der Hausärztin postulierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

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nichts mit der Handverletzung zu tun habe. Die Behandlung der Hand sei 
inzwischen abgeschlossen. Aus dem Dargelegten folgt, dass die Hausärz-
tin Dr. med. H.________ – wie auch Dr. med. F.________ – ab Mai 2022 
eigentlich gar keine Arbeitsunfähigkeit hätte bescheinigen wollen, sondern 
dies dem Suva-Kreisarzt hätte überlassen wollen. Nur auf Ersuchen des 
Beschwerdeführers hin und "pro forma" wegen dessen Stellensuche stellte 
sie schliesslich die Atteste vom 20. Mai und 3. Juni 2022 aus. Ob es sich – 
angesichts der gesamten Sachlage – bei diesen Attesten um reine Gefäl-
ligkeitszeugnisse handelt, kann hier offenbleiben, da – wie nachfolgend 
dargelegt wird (vgl. E. 4 hiernach) – der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall vom 13. Juni 2021 und den über den 20. Juni 2022 
hinaus geklagten Beschwerden so oder anders zu verneinen ist.

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich im hier angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 12. Februar 2024 (act. II 203) massgeblich auf die Ak-
tenbeurteilungen von Dr. med. C.________ vom 28. Juli 2022 (act. II 107), 
16. Dezember 2022 (act. II 139) und vom 19. April 2023 (act. II 166) ge-
stützt. Diese erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
und überzeugen, weshalb darauf abzustellen ist. Dass im Rahmen der Ak-
tenbeurteilungen des Suva-Arztes keine Exploration des Beschwerdefüh-
rers durchgeführt wurde, schadet nicht, zumal es sich um eine Kausalitäts-
beurteilung bei feststehendem Sachverhalt resp. lückenlosem Befund han-
delt (vgl. E. 3.2.4 hiervor). 

3.4.1 In somatischer Hinsicht ist erstellt, dass es anlässlich des Unfalles 
vom 13. Juni 2021 zu mehreren Frakturen des Gesichtsschädels gekom-
men ist (act. II 5 S. 1, 71 S. 2 f.). Behandlungsberichte oder Verlaufsbefun-
de liegen diesbezüglich keine vor, weshalb – entsprechend der Stellung-
nahme von Dr. med. C.________ vom 16. Dezember 2022 (act. II 139 S. 2) 
– davon auszugehen ist, dass hierfür offenbar keine eigentliche medizini-
sche Behandlung erforderlich war. Aus handchirurgischer Sicht steht zu-
dem fest, dass sich der Beschwerdeführer auch eine imprimierte Volar Lip-
Fraktur P2 Dig II Hand links zugezogen hat (act. II 20), welche am 7. März 
2022 mittels CapFlex-PIP-Prothese rekonstruiert werden konnte (act. II 38 
S. 1 f.). Dass die unfallkausale Verletzung des linken Zeigefingers spätes-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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tens per 20. Juni 2022 abgeheilt und ab diesem Zeitpunkt eine volle Be-
lastbarkeit gegeben war, hat der Suva-Arzt Dr. med. C.________ in der 
Stellungnahme vom 19. April 2023 (act. II 166) schlüssig dargelegt. An-
haltspunkte, welche eine andere Beurteilung rechtfertigen könnten, werden 
weder geltend gemacht noch sind solche gestützt auf die Akten ersichtlich. 
Korreliert doch diese Beurteilung insbesondere mit dem Bericht von 
Dr. med. F.________ vom 15. Juni 2022 (act. II 83 S. 3), gemäss welchem 
sich der Beschwerdeführer weiterhin beschwerdefrei zeigte und ab dem 20. 
Juni 2022 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wurde. 

In neurologischer Hinsicht legte Dr. med. C.________ in der Stellungnah-
me vom 28. Juli 2022 (act. II 107 S. 1 ff.) – mit Verweis auf die wissen-
schaftliche Literatur – nachvollziehbar und stringent dar, dass der Unfall 
vom 13. Juni 2021 zwar zu einer Verletzung des Gesichtsschädels im Sin-
ne einer Kieferhöhlenvorderwandfraktur links und einer Kalottenfraktur 
temporal links geführt hat, eine strukturelle Hirnverletzung kernspintomo-
grafisch jedoch nicht nachgewiesen werden konnte. Insbesondere erläuter-
te er differenziert, dass – entgegen der Vermutung von Dr. med. 
G.________ im Bericht vom 19. April 2022 (act. II 42 S. 7) – traumatische 
Scherverletzungen am Gehirn gestützt auf die Schädel-MRI-Diagnostik 
vom 8. Juli 2022 (act. II 102 S. 2 f.) ausgeschlossen werden konnten und 
die einzelnen kleinen subkortikalen Marklagerläsionen frontal beidseits als 
unspezifisch zu beurteilen seien und möglicherweise kleinen erweiterten 
Virchow-Robin`schen Räumen als Anlagevariante ohne pathologische Be-
deutung entsprächen. Auch mit Blick auf den klinischen Befund hielt Dr. 
med. C.________ sodann schlüssig fest, dass hier mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit kein über eine leichte traumatische Hirnverletzung hin-
ausgehendes Schädel-Hirn-Trauma vorlag und dessen Folgen in aller Re-
gel nach einem halben Jahr abgeklungen sind. Mithin seien die vom Be-
schwerdeführer angegebenen neuropsychologischen Beeinträchtigungen 
nicht mehr als Folge des Unfalls aufzufassen und hätten eine unfallfremde 
Ursache (act. II 107 S. 2). An dieser schlüssigen Beurteilung vermögen die 
Ausführungen von Dr. med. G.________ im Bericht vom 19. August 2022 
(act. II 127 S. 5 f.) und in der E-Mail vom 11. September 2022 (act. II 127 
S. 7) nichts zu ändern. Im Wesentlichen hält die Neurologin fest, die Kon-
zentrationsstörungen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

- 21 -

Unfall zurückzuführen, weil die Symptomatik erst im Anschluss an den Un-
fall aufgetreten sei und seither persistiere (act. II 127 S. 5). Für den Nach-
weis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädigung ist die Formel "post 
hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schä-
digung schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, wenn sie nach 
diesem aufgetreten ist, jedoch nicht massgebend (BGE 149 V 218 E. 5.6 S. 
223, 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2021 UV Nr. 34 S. 154, 8C_672/2020 
E. 4.2). Dies hat umso mehr hier zu gelten, wenn die Beschwerden erst 
neun Monate nach dem Unfall, mithin mit einer massiven Latenzzeit (vgl. E. 
3.3 hiervor), geltend gemacht werden und keine anderen medizinisch aus-
schlaggebenden Elemente mit der Formel "post hoc, ergo propter hoc" in 
Verbindung gebracht werden können (SVR 2022 UV Nr. 44 S. 176, 
8C_586/2021 E. 5.2.2).

3.4.2 Zusammenfassend ist in Bezug auf die vom Beschwerdeführer über 
den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten Beschwerden kein 
unfallbedingtes objektivierbares organisches Korrelat im Sinne der Recht-
sprechung ausgewiesen. Wie es sich beim Fehlen organisch objektivierba-
rer unfallkausaler Befunde mit dem natürlichen Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Unfall vom 13. Juni 2021 sowie den geklagten Beschwerden 
verhält, braucht nicht abschliessend beurteilt zu werden, da es vorliegend 
an der für die Leistungspflicht im Weiteren vorausgesetzten Adäquanz des 
Kausalzusammenhangs fehlt (vgl. E. 2.3 in fine hiervor und E. 4 hiernach). 
Der Sachverhalt ist rechtsgenüglich abgeklärt, weshalb für weitere Ab-
klärungen kein Anlass besteht (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 144 V 
361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; in BGE 
151 III 28 nicht publ. E. 5.2 des Urteils des BGer 9C_298/2024 vom 14. 
August 2024; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4).

3.5 Die Adäquanzbeurteilung hat in dem Zeitpunkt zu erfolgen, in dem 
von der Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Besserung des Ge-
sundheitszustandes mehr erwartet werden kann (vgl. E. 2.5 hiervor). 
Gemäss den schlüssigen Beurteilungen von Dr. med. C.________ vom 28. 
Juli 2022 (act. II 107 S. 1 ff.) und vom 19. April 2023 (act. II 166) war der 
medizinische Endzustand im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG spätestens per 
20. Juni 2022 bei voller Arbeitsfähigkeit erreicht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 28. Oktober 2025, UV 200 2024 215

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4.

Die Adäquanzprüfung kann nach der für den Beschwerdeführer günstige-
ren Schleudertraumapraxis – d.h. ohne Differenzierung zwischen physi-
schen und psychischen Komponenten des Gesundheitsschadens 
(vgl. E. 2.4.3 hiervor) – durchgeführt werden, da sich dadurch am Ergebnis 
nichts ändert (vgl. E. 2.4.2 in fine hiervor).

4.1 Zum Unfallhergang vom 13. Juni 2021 wurde im medizinischen Ein-
satzplan der Rega (act. II 19 S. 1) festgehalten, dass der Beschwerdeführer 
beim Überqueren eines ... auf dem ... auf der ... abgestürzt sei. Die Ab-
sturzhöhe habe insgesamt 20 Meter betragen, entlang eines engen .... Un-
terwegs habe der Beschwerdeführer seinen Fall mit den Händen und Füs-
sen gebremst. Sein Kollege habe den Absturz inkomplett beobachtet. 
Gemäss diesem habe der Beschwerdeführer direkt nach dem Absturz initial 
nicht reagiert. Gemäss dem Beschwerdeführer sei er aber immer bei Be-
wusstsein gewesen. Beim Eintreffen der Rega sei der Beschwerdeführer 
stabil im felsigen, steilen Gelände gestanden und sei "ABCD" stabil gewe-
sen. Diese Unfallschilderungen sind in sich schlüssig und korrelieren mit 
den Angaben des Beschwerdeführers im Austrittsbericht des Spitals 
D.________ vom 21. Juni 2021 (act. II 5 S. 2). Zudem entsprechen sie 
auch den Eingaben des Beschwerdeführers im Verwaltungsverfahren vom 
14. September 2022 (act. II 127 S. 2 Ziff. 3), vom 1. Juni 2023 (act. II 178 
S. 2 Ziff. 3) und vom 29. Juni 2023 (act. II 189 S. 1 Ziff. 8 und S. 3 Ziff. 13). 

Daran vermögen die dramatischeren Unfallschilderungen im Beschwerde-
verfahren nichts zu ändern. Soweit der Beschwerdeführer unter Hinweis 
auf einen neu eingereichten Auszug aus einem Einsatzbericht der Rega, 
wonach er zuerst ca. 25 Meter über den ... und weitere ca. 40 Meter durch 
einen …, … ... geglitten sei (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 4), und 
einer Geländeprofil-Skizze samt mehreren Fotos (act. I 6) eine Absturz-
höhe von mehr als 20 Meter sowie einen "freien Fall" geltend macht (vgl. 
Beschwerde S. 4 f. Ziff. 17), kann ihm nicht gefolgt werden. Wurde doch in 
allen anderen Berichten nie von einem "freien Fall" berichtet. Die genauen 
Meterangaben sind daher nicht entscheidend. Massgeblich ist vielmehr der 

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Geschehensverlauf und die dabei erlittenen Verletzungen. Ferner über-
zeugt nicht, wenn zudem geltend gemacht wird, dass der Beschwerdefüh-
rer unterkühlt, ängstlich und verzweifelt gewesen sein soll, stark zitternd in 
der Nässe habe warten müssen und Todesangst verspürt habe (vgl. Be-
schwerde S. 5). Dem ist entgegenzuhalten, dass es gemäss dem neu ein-
gereichten Auszug aus dem Einsatzbericht der Rega am Unfalltag schö-
nes, sehr warmes und windstilles Sommerwetter war (act. I 4). Gestützt auf 
den medizinischen Einsatzplan der Rega (act. II 19 S. 1) ist zudem hervor-
zuheben, dass der Beschwerdeführer beim Eintreffend der Rega stabil im 
felsigen, steilen Gelände stand und der Flugarzt im Erstbefund einen nor-
malen Kreislauf sowie einen neurologisch und psychisch unauffälligen Zu-
stand feststellte. Auch auf der GCS-Skala erreichte der Beschwerdeführer 
den bestmöglichen Wert von 15, woraus folgt, dass er bei der Bergung bei 
vollem Bewusstsein war. Nichts anderes ist den Angaben der erstbehan-
delnden Ärzte im Spital D.________ zu entnehmen (act. II 5 S. 2). Ferner 
kann der Beschwerdeführer aus dem Vorbringen, er habe unter Schock 
gestanden, als er den Vorfall kurz nach dem Ereignis geschildert habe (vgl. 
Beschwerde S. 4 Ziff. 17), nichts zu seinen Gunsten ableiten. Im Sozialver-
sicherungsrecht gilt die Beweismaxime, wonach die sogenannten sponta-
nen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuver-
lässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von 
nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art 
beeinflusst sein können (BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 
47). Wechselt ein Versicherter seine Darstellung über den Unfallhergang im 
Laufe der Zeit, kommt den Angaben, die er kurz nach dem Unfall gemacht 
hat, meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ableh-
nungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E. 2a S. 174). Folglich 
besteht kein Anlass, die Glaubwürdigkeit der Aussagen des Beschwerde-
führers, die er noch unter dem Eindruck des tatsächlichen Geschehens 
abgegeben hat und die mit jenen des Begleiters und der Rettungskräfte 
übereinstimmen, in Zweifel zu ziehen, worauf die Beschwerdegegnerin 
zutreffend hingewiesen hat (Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 6.2). 

Dass die Beschwerdegegnerin den Unfall als höchstens mittelschweres 
Ereignis im engeren Sinn qualifiziert hat (act. II 203 S. 9 Ziff. 5; Beschwer-
deantwort S. 5 Ziff. 6.4), ist nach dem Dargelegten somit nicht zu bean-

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standen. Die adäquate Unfallkausalität kann demnach nur dann bejaht 
werden, wenn drei der sieben Adäquanzkriterien erfüllt sind oder eines 
besonders ausgeprägt vorliegt (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

4.1.1 Dem Unfallereignis vom 13. Juni 2021 muss bei objektiver Betrach-
tung eine besondere Eindrücklichkeit abgesprochen werden, zumal jedem 
mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist 
(BGE 140 V 356 E. 5.6.1 S. 366, 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127; SVR 2020 
UV Nr. 34 S. 136, 8C_627/2019 E. 5.4.1, 2016 UV Nr. 21 S. 66, 
8C_134/2015 E. 5.3.2). Besonders dramatische Begleitumstände sind 
ebenfalls in keiner Art und Weise auszumachen (vgl. ergänzend E. 4.1 
hiervor). Dieses Adäquanzkriterium ist somit nicht erfüllt.

4.1.2 Die Diagnose eines Schleudertraumas (oder einer anderen, 
adäquanzrechtlich gleich behandelten Verletzung) genügt für sich allein 
nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der 
erlittenen Verletzung. Es bedarf dazu vielmehr einer besonderen Schwere 
der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Um-
stände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Diese können 
beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen Körper-
haltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erheb-
liche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleu-
dertrauma zugezogen hat, können bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 
10.2.2 S. 127; SVR 2019 UV Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 8.5). 

Der Beschwerdeführer erlitt am 13. Juni 2021 mehrere Frakturen des Ge-
sichtsschädels (act. II 5 S. 1, 71 S. 2), welche keiner eigentlichen medizini-
schen Behandlung bedurften (vgl. Stellungnahme von Dr. med. 
C.________ vom 16. Dezember 2022, act. II 139 S. 2), und eine imprimier-
te Volar Lip-Fraktur P2 Dig II Hand links (act. II 20 S. 1), welche am 7. März 
2022 (act. II 38) erfolgreich operiert werden konnte und ohne weitere Kom-
plikationen verheilte (vgl. u.a. act. II 83 S. 3). Im Weiteren wurde gestützt 
auf die MRI-Untersuchung vom 8. Juli 2022 (act. II 102 S. 2) keine struktu-
relle Hirnverletzung nachgewiesen und festgehalten, dass mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit kein über eine leichte traumatische Hirnverletzung 
hinausgehendes Schädel-Hirn-Trauma vorlag (act. II 107 S. 2). Bei den 

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anlässlich des Unfalles vom 13. Juni 2021 erlittenen Verletzungen handelt 
es sich somit nicht um Verletzungen von besonderer Art oder Schwere.

4.1.3 Das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen 
Behandlung erfordert eine kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässig-
keit auf eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgerichtete ärztli-
che Behandlung, verbunden mit einer erheblichen zusätzlichen Beeinträch-
tigung der Lebensqualität. Medikamentöse und ambulante physiotherapeu-
tische Behandlung, alternativ-medizinische Massnahmen sowie Verlaufs-
kontrollen und Abklärungen sind nicht im Sinne der Rechtsprechung als 
belastend zu qualifizieren (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; SVR 2019 UV 
Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 S. 45 E. 8.5, 2007 UV Nr. 25 S. 81, U 479/05 
E. 8.3.3; Urteil des BGer 8C_327/2008 vom 16. Februar 2009 E. 4.2).

Auch dieses Kriterium ist vorliegend nicht erfüllt. Nach der Zeigefingerope-
ration am 7. März 2022 konnte bereits am dritten postoperativen Tag eine 
deutliche Regredienz der Schmerzsymptomatik festgehalten werden 
(act. II 35 S. 2). Auch in der Folge zeigte sich der postoperative Verlauf mit 
unterstützender Ergotherapie ohne weitere Komplikationen (act. II 40 S. 2, 
69 S. 2). Im Weiteren begann der Beschwerdeführer im Mai 2022 mit einer 
kognitiven Ergotherapie, welche ihm sehr gut tat (act. II 103 S. 1) und damit 
ebenfalls nicht als belastend zu qualifizieren ist.

4.1.4 Für die Adäquanzfrage wesentlich können im Weiteren in der Zeit 
zwischen Unfall und Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch beste-
hende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach 
den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die 
verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt 
(BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128; SVR 2017 UV Nr. 9 S. 31, 8C_616/2016 
E. 9).

Gewisse Beschwerden und damit verbundene Beeinträchtigungen im Le-
bensalltag sind einem erlittenen Schädel-Hirn-Trauma immanent. Aufgrund 
der medizinischen Aktenlage sind diese jedoch nicht als erheblich zu beur-
teilen, zumal vorliegend weder eine Reha noch eine andere intensive oder 
einschneidende Therapie notwendig war. Folglich ist auch das Kriterium 
der erheblichen Beschwerden zu verneinen.

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4.1.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hätte, ist nicht aktenkundig und wird auch nicht geltend ge-
macht.

4.1.6 Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungs-
verlaufs und der erheblichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt 
sein (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 3, 8C_100/2012 E. 3.5.5). Eine Komplikation 
ist ein Umstand, der den durchschnittlichen Heilungsprozess eines unfall-
bedingten Gesundheitsschadens ungünstig beeinflusst und muss als sol-
cher selber nicht auf den Unfall zurückzuführen sein (SVR 2018 UV Nr. 3 
S. 9, 8C_147/2017 E. 5.3). Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behand-
lung und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwieri-
gen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. 
Es bedarf hiezu besonderer Umstände, welche die Heilung beeinträchtigt 
haben (BGE 140 V 356 E. 5.6.3 S. 367, 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; 
SVR 2019 UV Nr. 11 S. 41, 8C_525/2017 E. 8.5, 2007 UV Nr. 25 S. 81, 
U 479/05 E. 8.5). Nicht darunter fallen etwa die Einnahme vieler Medika-
mente und die Durchführung verschiedener Therapien wie auch die Tatsa-
che, dass trotz regelmässiger Therapien weder eine Beschwerdefreiheit 
noch eine (vollständige) Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 
erreicht werden konnten (SVR 2010 UV Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009 E. 4.3).

Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf einen schwierigen Hei-
lungsverlauf oder erhebliche Komplikationen, welche einen ungünstigen 
Einfluss auf die Heilbehandlung gehabt hätten. 

4.1.7 Bezüglich erheblicher Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener An-
strengungen gilt das Folgende: Anstrengungen der versicherten Person 
können sich insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger 
persönlicher Unannehmlichkeiten manifestieren. Dabei ist auch der persön-
liche Einsatz im Rahmen von medizinischen Therapiemassnahmen zu 
berücksichtigen. Sodann können Bemühungen um alternative, der gesund-
heitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Ge-
wicht fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss in erheblichem Mas-
se arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann 
das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 130; SVR 2009 UV 
Nr. 13 S. 52, 8C_590/2007 E. 7.7.1).

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Auch dieses Kriterium ist nicht erfüllt. Festzuhalten ist in diesem Zusam-
menhang vorab, dass der Beschwerdeführer am Telefongespräch mit der 
Beschwerdegegnerin am 2. Mai 2022 (act. II 48 S. 1) angab, er möchte 
"eine Auszeit" nehmen. Folglich strengte er sich zunächst gerade nicht im 
obgenannten Sinne an. Erst als er sich der Konsequenzen bewusst wurde, 
änderte er seine Auffassung (act. II 55). 

4.2 Aus dem Dargelegten folgt, dass kein Adäquanzkriterium erfüllt ist, 
womit der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
13. Juni 2021 und den über den 20. Juni 2022 hinaus geklagten Beschwer-
den zu verneinen ist.

5.

Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin den Fallabschluss 
korrekterweise per 20. Juni 2022 vorgenommen und die bisherigen Leis-
tungen auf diesen Zeitpunkt hin eingestellt. Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 12. Februar 2024 (act. II 203) ist nicht zu 
beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit 
auf diese einzutreten ist.

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Die Beschwerdegegnerin hat als mit der Durchführung der Unfallversiche-
rung betraute Institution praxisgemäss keinen Anspruch auf Ersatz ihrer 
Parteikosten (Art. 104 Abs. 4 VRPG; vgl. auch BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.