# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7f5199ec-8a97-525f-8b8e-2c22a95a433c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.06.2014 200 2013 784
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-784_2014-06-26.pdf

## Full Text

200 13 784 UV und 
200 13 820 UV (2)
SCJ/IMD/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Juni 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer 1

C.________
Beschwerdeführerin 2

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Litigation Hauptbranchen, Postfach, 8085 Zürich 
Beschwerdegegnerin

Sympany Versicherungen AG
Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel
Beigeladene

betreffend Einspracheentscheid vom 16. Juli 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/784, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1985 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer 1) war bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 
(nachfolgend Zürich bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen versichert, als er sich gemäss Schadenmeldung UVG 
vom 14. März 2012 (Akten der Zürich [act. II] Z 1) am 25. Februar 2012 
beim Fussballspielen eine Verdrehung/Verstauchung des linken Knies zu-
zog. Im Bericht des behandelnden Arztes vom 2. März 2012 (Akten der 
Zürich [act. IIA] ZM 4) wurde eine chronische mediale Seitenbandinsuffizi-
enz des linken Kniegelenks mit Affektion des medialen Meniskusaufhänge-
apparats diagnostiziert. Am 24. April 2012 erfolgte ein operativer Eingriff im 
linken Knie (diagnostische Kniearthroskopie mit Narbenresektion, offene 
mediale Seitenbandrekonstruktion; act. IIA ZM 6).

Nachdem die Zürich zunächst die gesetzlichen Leistungen in Form von 
Heilbehandlung und Taggeld erbracht hatte (act. II Z 3, Z 7), teilte sie dem 
Versicherten nach Rücksprache mit ihrem beratenden Arzt (act. IIA ZM 9) 
mit Schreiben vom 29. August 2012 mit, sie sei für die behandlungsbedürf-
tigen Kniegelenksbeschwerden ab dem 27. Februar 2012 nur vorüberge-
hend leistungspflichtig. Aufgrund des dokumentierten Vorzustandes am 
medialen Seitenband sei der status quo ante per 23. April 2012 erreicht 
(act. II Z 16). Am 3. Januar 2013 verfügte die Zürich entsprechend (act. II Z 
35). Dagegen erhoben der Versicherte und sein Krankenversicherer, die 
C.________ (nachfolgend C.________ bzw. Beschwerdeführerin 2), Ein-
sprache (act. II Z 37, 39). Mit Entscheid vom 16. Juli 2013 wies die Zürich 
die Einsprachen ab (act. II Z 45).

B.

Hiergegen erhoben der Versicherte, vertreten durch B.________, Sozial-
versicherungsfachmann mit eidg. Fachausweis (Verfahren UV/2013/784), 
und die C.________ (Verfahren UV/2013/820) mit Eingaben vom 11. bzw. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/784, Seite 3

16. September 2013 Beschwerde. Beide beantragen sinngemäss, es sei 
der Einspracheentscheid vom 16. Juli 2013 aufzuheben und die Beschwer-
degegnerin zu verpflichten, ihre Leistungen über den 23. April 2012 hinaus 
zu erbringen. Im Weiteren ersucht der Versicherte um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege.

Mit prozessleitender Verfügung vom 17. September 2013 vereinigte der 
Instruktionsrichter die beiden Verfahren UV/2013/784 und UV/2013/820.

Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeantwort vom 18. No-
vember 2013 die Abweisung der Beschwerde. 

Der Instruktionsrichter stellte die Beschwerdeantwort den beschwerde-
führenden Parteien mit prozessleitender Verfügung vom 5. Februar 2014 
zu und lud gleichzeitig die Sympany Versicherungen AG (nachfolgend 
Sympany bzw. Beigeladene) zum Verfahren bei. Diese nahm mit Eingabe 
vom 20. Februar 2014 Stellung zum Verfahren. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide.

Der Beschwerdeführer 1 ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen An-
trägen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG).

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Die Beschwerdeführerin 2 ist als Krankenversicherer des Beschwerdefüh-
rers 1, deren Leistungspflicht durch den angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 16. Juli 2013 berührt ist, ebenfalls zur Beschwerde legitimiert 
(Art. 49 Abs. 4 ATSG).

Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
den einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 16. Juli 2013 (act. II Z 
45). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallversi-
cherung und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage, ob die 
Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 23. April 2012 abgeschlossen 
hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.2

2.2.1 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt weiter einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 
E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-

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des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.4 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin für 
die Folgen des Unfallereignisses vom 25. Februar 2012 über den 23. April 
2012 hinaus. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Be-
schwerdeführer 1 am 25. Februar 2012 (act. II Z 1) einen Unfall im Rechts-
sinn erlitten hat und danach unfallkausale Beschwerden im linken Knie auf-
getreten sind. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Ver-
sicherungsleistungen erbracht. Ebenso unbestritten und belegt ist, dass 
sich der Beschwerdeführer 1 bereits früher – zuletzt am 23. Juli 2011 (act. 

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IIA Vorzustandsakten) – Verletzungen am linken Knie zugezogen hatte. Die 
Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ab dem 24. April 2012 entfällt 
damit erst dann, wenn ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Unfall 
vom 25. Februar 2012 und den ab dem 24. April 2012 behandelten Kniebe-
schwerden links nicht nur möglicherweise, sondern überwiegend wahr-
scheinlich nicht mehr gegeben ist, wofür die Beweislast bei der Beschwer-
degegnerin liegt (vgl. E. 2.3 hiervor).

3.1 Den Akten lässt sich bezüglich des medizinischen Sachverhalts im 
Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Befundbericht vom 1. Oktober 2002 (act. IIA Vorzustandsakten) 
wurde auf eine Knochenkontusion im Bereich des lateralen Femurkondyls 
hingewiesen. Die Verdickung und die Signalalterationen im Bereich des 
medialen Seitenbandes seien vereinbar mit einem Zustand nach Zerrung. 
Es läge kein Hinweis auf eine Meniskusruptur vor. Die Kreuzbänder seien 
intakt, es finde sich wenig Gelenkserguss.

3.1.2 Im Bericht des Spitals D.________ vom 26. Juli 2011 (act. IIA Vor-
zustandsakten) wurde festgehalten, der Patient habe sich am Samstag 
(23. Juli 2011) beim Fussballspielen eine Kniedistorsion links zugezogen. 
Aktuell beklage er unter der Belastung des Arbeitsalltages einen stechen-
den Schmerz lateralseits des linken Kniegelenks. Es fände sich kein sicht-
barer Erguss, keine Rötung, keine Schwellung und keine Überwärmung. Es 
bestehe Druckdolenz im Bereich des lateralen Gelenkspalts und eine rela-
tive Insuffizienz des medialen Kollateralbandes. Das Kreuzband weise ei-
nen satten Anschlag auf, der Lachman-Test sei negativ. Im hinteren Menis-
kushorn lateral fänden sich fragliche Meniskuszeichen.

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 27. Februar 2012 (act. IIA ZM 2) einen Status nach Kniegelenksdistor-
sion links vom 25. Februar 2012 beim Fussballspiel, einen Status nach 
Kniegelenksdistorsion links im März (richtig: Juli) 2011 mit medialer Seiten-
bandzerrung sowie einen Status nach Distorsion mit Schwellung und 
Schmerzzuständen im Kniegelenk links zirka 2003. Bezüglich der Befunde 
hielt er fest, im linken Kniegelenk fände sich ein leichter Erguss. Es beste-

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he Druckdolenz auf Höhe des Gelenkspalts medial und ein deutlich positi-
ves Meniskuszeichen medialseitig. Es liege eine mediale Seitenbandinsuf-
fizienz mit deutlicher Aufklappbarkeit in Streckung und 20° Flexion von 2+ 
vor. Lateral und in der AP-Translation fänden sich stabile Verhältnisse. Die 
Beweglichkeit sei ordentlich. 

3.1.4 Im Bericht vom 2. März 2012 (act. IIA ZM 4) führte Dr. med. 
E.________ aus, im MRI vom 28. Februar 2012 (act. IIA ZM 3) hätten sich 
ein bone bruise lateral femoral, eine mediale Kollateralbandzerrung Grad I, 
ein zentral alter Spalt im distalen vorderen Kreuzband sowie ein mässiger 
Gelenkserguss, jedoch kein Nachweis einer Meniskusläsion gezeigt. Er 
hielt fest, es lägen zwei Probleme vor: Einerseits bestehe ein chronisches 
Problem im Bereich des medialen Seitenbandes. Dort sei eine deutliche 
Elastizität vorhanden. Eine frische Beteiligung lasse sich im aktuellen MRI 
aber weniger nachweisen. Andererseits sei der mediale 
Meniskusaufhängeapparat deutlich affektiert, was im MRI gut sichtbar sei. 
Auch diese Verletzung sei wahrscheinlich älteren Datums. 

3.1.5 Am 24. April 2012 führte Dr. med. E.________ eine diagnostische 
Kniearthroskopie mit Narbenresektion und eine offene Rekonstruktion des 
medialen Seitenbandes durch (Bericht vom 30. April 2012; act. IIA ZM 6).

3.1.6 In der medizinischen Beurteilung vom 17. August 2012 (act. IIA ZM 
9) führte der die Beschwerdegegnerin beratende Arzt Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, aus, der Versi-
cherte habe überwiegend wahrscheinlich eine vorbestehende Insuffizienz 
des medialen Seitenbandes im linken Kniegelenk. Aufgrund der im An-
schluss an das Ereignis vom 25. Februar 2012 erhobenen Befunde lägen 
keine frischen traumatischen Läsionen am Bandapparat vor, weshalb die 
Beschwerdegegnerin für die behandlungsbedürftigen Kniegelenksbe-
schwerden ab dem 27. Februar 2012 nur vorübergehend leistungspflichtig 
sei. Das heisse, der status quo ante sei per 23. April 2012 einzuwenden, 
darüber hinaus sei aufgrund des dokumentierten Vorzustandes am media-
len Seitenband der Vorversicherer leistungspflichtig.

3.1.7 Dr. med. E.________ hielt im Schreiben vom 12. September 2012 
(act. IIA ZM 10) fest, dass Kniegelenks-Binnenverletzungen und Verletzun-

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gen der Bänder häufig mehrzeitig geschähen. Oftmals komme es durch ein 
banales initiales Trauma zu einer Grenzbelastung. Die Bänder müssten da 
noch nicht rupturiert oder so geschädigt sein, dass funktionelle Einbussen 
hervorgerufen werden könnten. Häufig komme es erst bei einem weiteren 
Trauma zu einer Dekompensation der Situation. Mediale Seitenbandzer-
rungen würden in der Regel konservativ behandelt, wie im Sommer 2011 
geschehen. Erst durch das zweite Trauma vom 25. Februar 2012 sei es zu 
einer Dekompensation des medialen Seitenbandes gekommen. Dies habe 
dann die Indikation hervorgerufen, das Band operativ zu sanieren.

3.1.8 Der Vertrauensarzt der Beschwerdeführerin 2, Dr. med. 
G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, schloss sich im Bericht vom 9. Januar 2013 
(Akten der Beschwerdeführerin 2 [act. I] 6) der Meinung von Dr. med. 
E.________ an, wonach der Unfall vom 25. Februar 2012 zur Dekompen-
sation der medialen Seitenbandzerrung vom Sommer 2011 geführt habe. 
Anhand des Verlaufes und vor allem aufgrund der erst nach dem Zweitun-
fall nachweisbaren deutlichen Instabilitätszeichen des medialen Kollateral-
bandapparates, die mit konservativen Massnahmen nicht mehr, wie nach 
dem Erstunfall vom Sommer 2011 hätten behoben werden können, könne 
dem Zweitunfall vom Februar 2012 eindeutig eine richtunggebende Ver-
schlechterung angelastet werden, deren Behandlung erst nach dem Ab-
schluss der gesamten operativen Massnahmen und nicht, wie von Dr. med. 
F.________ postuliert, schon am 23. April 2012 hätte abgesetzt werden 
können. Auch das im MRI vom 28. Februar 2012 (act. IIA ZM 3) nachge-
wiesene Ödem des medialen Kollateralbandes und die femoro-lateral kor-
relierenden bone bruise Veränderungen hätten frische Verletzungen als 
Folge des Zweitunfalls vom Februar 2012 bestätigt, womit der status quo 
ante am 23. April 2012 noch nicht eingetreten sein könne.

3.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der Verfügung vom 
3. Januar 2013 (act. II Z 35) bzw. des Einspracheentscheids vom 16. Juli 
2013 (act. II Z 45) auf die Beurteilung von Dr. med. Burkart vom 17. August 
2012 (act. IIA ZM 9). Dessen Einschätzung, wonach aufgrund des Fehlens 
frischer traumatischer Läsionen am Bandapparat die Beschwerdegegnerin 
für die behandlungsbedürftigen Kniegelenksbeschwerden nur vorüberge-

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hend leistungspflichtig und der status quo ante per 23. April 2012 erreicht 
gewesen sei, vermag nicht zu überzeugen. Obschon Dr. med. E.________ 
im Bericht vom 2. März 2012 (act. IIA ZM 4) keine frische Läsion des medi-
alen Seitenbandes links feststellen konnte, hat er eine solche auch nicht 
ausgeschlossen ("Eine frische Beteiligung lässt sich jetzt im aktuellen MRI 
aber weniger nachweisen."). Immerhin konnte jedoch aufgrund des durch-
geführten MRI (act. IIA ZM 3) eine mediale Kollateralbandzerrung Grad I 
diagnostiziert werden. Hinzu kommt, dass dabei auch ein bone bruise fest-
gestellt werden konnte, mithin eine Beeinträchtigung des linken Knies von 
einer gewissen Intensität durch den Unfall vom 25. Februar 2012 offen-
sichtlich ist. 

Die Dres. med. E.________ und G.________ gehen übereinstimmend da-
von aus, dass der Unfall vom 25. Februar 2012 die Dekompensation einer 
vorbestehenden Insuffizienz des medialen Seitenbands zur Folge hatte, die 
nicht mehr konservativ habe behandelt werden können, sondern eine ope-
rative Rekonstruktion erforderlich gemacht habe. Zwar kann der Einschät-
zung der beiden Ärzte, die Insuffizienz des medialen Seitenbands sei auf 
den Unfall vom 23. Juli 2011 zurückzuführen, mit Blick auf das heutige Ur-
teil im parallel geführten Verfahren UV/2013/785, wonach es mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit anlässlich des Unfalls vom 23. Juli 2011 nicht zu 
einer Schädigung des medialen Seitenbands gekommen ist (vgl. E. 3.2 des 
erwähnten Urteils), nicht gefolgt werden. Hierauf kommt es vorliegend je-
doch nicht entscheidend an, ist doch aufgrund der Akten erstellt – und un-
ter den Parteien denn auch unbestritten –, dass eine bereits vor dem Unfall 
vom 25. Februar 2012 bestehende Schädigung am fraglichen Seitenband 
zumindest seit dem Jahr 2002 ausgewiesen ist (vgl. E. 3.1.1 und 3.1.2 
hiervor; Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 3b.). Unabhängig davon, wann und 
wie oft eine vorgängige Schädigung erfolgte, ist die Schlussfolgerung der 
beiden Ärzte hinsichtlich der durch ein erneutes Trauma hervorgerufenen 
Dekompensation eines Vorzustands durchaus schlüssig und nachvollzieh-
bar begründet. Damit zielt der Einwand der Beschwerdegegnerin, diese 
Berichte seien aufgrund der unvollständig erhobenen Anamnese nicht be-
weiskräftig (Beschwerdeantwort S. 3 f. Ziff. 5 f.), ins Leere. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/784, Seite 12

Aus dem Vorbringen, die von Dr. med. G.________ postulierte richtungge-
bende Verschlimmerung sei nicht röntgenologisch ausgewiesen, wie dies 
die – von ihr nicht näher präzisierte – Rechtsprechung verlange (Be-
schwerdeantwort S. 3 Ziff. 5), kann die Beschwerdegegnerin nichts für sich 
ableiten, bezieht sich diese Rechtsprechung doch auf posttraumatische 
Lumbalgien und Lumboischialgien bzw. Diskushernien und nicht auf Bän-
derverletzungen (vgl. SVR 2009 UV Nr. 1 S. 2 E. 2.3.1 und 2.3.2). 

3.3 Insgesamt vermag es die Beschwerdegegnerin nicht, unter Beru-
fung auf die Beurteilung von Dr. med. Burkart mit dem notwendigen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit darzulegen, dass die 
natürliche Kausalität zwischen dem Ereignis vom 25. Februar 2012 und 
den vom Beschwerdeführer 1 geklagten Beschwerden per 23. April 2012 
weggefallen ist. Die blosse Möglichkeit deren Wegfalls zu diesem Zeitpunkt 
genügt nicht (vgl. E. 2.3 hiervor).

Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die von der Beschwerdegegnerin mit 
Beschwerdeantwort beantragte Beiladung der AXA Versicherungen AG.

3.4 Nach dem Dargelegten sind die Beschwerden gutzuheissen und der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Juli 2013 (act. II Z 45) ist auf-
zuheben. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer 1 die ge-
setzlichen Leistungen für die Folgen des Ereignisses vom 25. Februar 2012 
auch über den 23. April 2012 hinaus zu erbringen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2

4.2.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Die Parteientschädigung an den nicht anwaltlich vertretenen Be-

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schwerdeführer 1 wird ermessensweise und pauschal festgesetzt auf 
Fr. 300.--.

4.2.2 Art. 61 lit. g ATSG schliesst die Zusprechung einer Prozessent-
schädigung an den Sozialversicherungsträger im kantonalen Verfahren 
grundsätzlich aus. Der Wendung "obsiegende Beschwerde führende Per-
son" liegt die gesetzgeberische Absicht zu Grunde, den Sozialversicherern 
keinen Anspruch auf Parteientschädigung einzuräumen (BGE 128 V 124 
E. 5b S. 133). Es besteht demnach kein Anspruch auf Parteientschädigung 
für die Beschwerdeführerin 2.

4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege gegenstandslos geworden und als erledigt abzuschrei-
ben.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerden wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG vom 16. Juli 
2013 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, die ge-
setzlichen Leistungen für die Folgen des Ereignisses vom 25. Februar 
2012 im Sinne der Erwägungen auch über den 23. April 2012 hinaus 
zu erbringen.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer 1 die Parteikos-
ten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 300.--, zu ersetzen. Der Beschwerde-
führerin 2 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als erledigt abge-
schrieben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Juni 2014, UV/13/784, Seite 14

5. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- C.________
- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
- Sympany Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.