# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a186e7a1-c69a-5a1b-83c9-f67abdf2b708
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 30.03.2015 PS150035
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS150035_2015-03-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde 
über Schuldbetreibung und Konkurs  
 

 

Geschäfts-Nr.: PS150035-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Diggelmann und Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden sowie 

Gerichtsschreiber lic. iur. T. Engler 

Urteil vom 30. März 2015 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführer, 

 
betreffend Betreibungsauskunft 

(Beschwerde über das Betreibungsamt Feuerthalen) 
 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 4. März 2015 
(CB140010) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2, sinngemäss) 

Dem Betreibungsamt Feuerthalen sei zu verbieten, die Verlustscheine aus 
den Jahren 1994-1998 des Betreibungsamts Trüllikon in der Betreibungsaus-
kunft über den Beschwerdeführer aufzuführen. 

 
 
 

Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen vom 4. März 2015: 
(act. 15 = act. 18 = act. 20) 

"1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben. 
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

[4.-5. Mitteilung / Rechtsmittel]" 
 
 
 

Beschwerdeanträge: 

des Beschwerdeführers (act. 19, sinngemäss): 
 

Der Entscheid des Bezirksgerichts Andelfingen vom 4. März 2015 sei aufzu-
heben, und dem Betreibungsamt Feuerthalen sei zu verbieten, die Verlust-
scheine aus den Jahren 1994-1998 des Betreibungsamts Trüllikon in der Be-
treibungsauskunft über den Beschwerdeführer aufzuführen. 

 

- 3 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Der Beschwerdeführer beanstandete zunächst beim Betreibungsamt 

Feuerthalen, dass in der Betreibungsregisterauskunft über ihn vom 6. Oktober 

2014 verschiedene Verlustscheine aus den Jahren 1994 bis 1998 vermerkt seien. 

Das Betreibungsamt verweigerte die Streichung der Verlustscheine mit Schreiben 

vom 15. Oktober 2014, worauf der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Ok-

tober 2014 an die Vorinstanz gelangte und sinngemäss den eingangs erwähnten 

Beschwerdeantrag stellte (act. 1, 2/1, 2/2).  

2. Die Vorinstanz erliess am 4. März 2015 das eingangs angeführte Urteil, 

mit dem sie die Beschwerde abwies (act. 15). Das Urteil wurde dem Beschwerde-

führer am 5. März 2015 zugestellt (act. 16).  

3. Mit Eingabe vom 5. März 2015 erhob der Beschwerdeführer Beschwer-

de an die Kammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Betreibungsämter 

und stellte sinngemäss den eingangs angeführten Beschwerdeantrag (act. 19).  

4. Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens wurden beigezogen (act. 1-

16). Von der Einholung einer Beschwerdeantwort wurde abgesehen (Art. 322 

Abs. 1 ZPO). Das Verfahren ist spruchreif.  

II.  

1. Das Verfahren der Beschwerde in Schuldbetreibungs- und Konkurssa-

chen richtet sich nach den Bestimmungen von Art. 20a Abs. 2 SchKG. Soweit das 

SchKG keine Bestimmungen enthält, regeln die Kantone das Verfahren (Art. 20a 

Abs. 3 SchKG). Im Kanton Zürich wird in § 84 i.V.m. § 85 GOG für das Verfahren 

des Weiterzugs an die obere kantonale Aufsichtsbehörde auf das Beschwerde-

verfahren nach Art. 319 ff. ZPO verwiesen, welches dementsprechend als kanto-

nales Recht anzuwenden ist (vgl. dazu JENT-SØRENSEN, Das kantonale Verfahren 

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nach Art. 20a Abs. 3 SchKG: ein Relikt und die Möglichkeit einer Vereinheitli-

chung, BlSchK 2013 S. 89 ff., S. 103). 

2. Der Beschwerdeführer wies vor der Vorinstanz auf Betreibungsaus-

künfte des Betreibungsamts Trüllikon aus den Jahren 2002, 2004, 2008 und 2009 

hin, in welchen keine gegen ihn angehobenen Betreibungen oder Pfändungen 

und keine Verlustscheine erwähnt worden seien. Die Verlustscheine aus den Jah-

ren 1994 bis 1998, die abweichend davon in der erwähnten Betreibungsauskunft 

vom 6. Oktober 2014 vermerkt seien, würden Gläubiger betreffen, mit welchen er 

sich 1998 finanziell geeinigt habe. Nachdem er, der Beschwerdeführer, die letzten 

15 Jahre lang ausdrücklich im Glauben belassen worden sei, es seien keine Ver-

lustscheine mehr offen, sei es für ihn heute so gut wie unmöglich, eine ordnungs-

gemässe Löschung der Verlustscheine zu veranlassen. Zudem setze ihn die neue 

Auskunft dem Verdacht aus, er hätte seine früheren Betreibungsauskünfte ge-

fälscht (act. 1; act. 2/1 = act. 21/9). 

Der Beschwerdeführer bestreitet damit nicht, dass die fraglichen Verlust-

scheine zu den jeweiligen Zeitpunkten ausgestellt wurden. Er macht lediglich gel-

tend, dass sie aufgrund der späteren Entwicklung in einer aktuellen Betreibungs-

registerauskunft nicht mitgeteilt werden dürften.  

3. Vorab ist festzuhalten, dass es verschiedene Arten von Betreibungsre-

gisterauszügen bzw. -auskünften gibt. Oft wird etwa lediglich bescheinigt, welche 

Vorgänge sich in einer bestimmten Zeitperiode ereigneten. So verhält es sich mit 

den Betreibungsauskünften des Betreibungsamts Trüllikon vom 3. April 2002 und 

vom 20. Juli 2004 über den Beschwerdeführer, welche bei den Verlustscheinen 

lediglich diejenigen aus den vergangenen fünf Jahren aufführen (vgl. act. 2/3-4 = 

act. 21/5-6). Insoweit liegen gegenüber dem aktuellen Auszug inhaltlich andere, 

soweit ersichtlich richtige Auskünfte vor (weil in den fünf Jahren vor den entspre-

chenden Daten keine Verlustscheine ausgestellt wurden). Die Frage, ob der Be-

schwerdeführer sich auf eine inhaltlich falsche Betreibungsregisterauskunft ver-

lassen durfte, kann sich mit Blick auf diese Auszüge daher gar nicht stellen. 

- 5 - 

Bei den weiteren zwei Betreibungsauskünften, auf die der Beschwerdeführer 

sich stützt, ist der zeitliche Bezug nicht ganz klar. Sowohl die Auskunft vom 6. Au-

gust 2008 als auch diejenige vom 26. Oktober 2009 geben zwar zunächst an, 

dass umfassend den Zeitraum vom 1. Januar 2006 bis 6. August 2008 (bzw. vom 

1. Januar 2007 bis 26. Oktober 2009) keine Betreibungen angehoben und keine 

Pfändungen vollzogen worden seien. Darauf folgt in einem neuen Satz die Anga-

be: "Es sind keine offenen Verlustscheine vorhanden" (act. 2/5-6 = act. 21/7-8). 

Hier lässt sich zumindest nicht ausschliessen, dass die Angaben über die Verlust-

scheine als zeitlich unbeschränkt verstanden werden könnten.  

4. Zu prüfen ist zunächst, wie es sich mit den im aktuellen Betreibungsre-

gisterauszug aufgeführten Verlustscheinen tatsächlich verhält, d.h. ob der aktuelle 

Auszug inhaltlich insoweit korrekt ist. In einem zweiten Schritt wird danach – falls 

die Angaben korrekt sind – zu prüfen sein, ob sich der Beschwerdeführer auf sei-

nen anderweitigen guten Glauben verlassen darf (und der Auszug daher abzuän-

dern ist). Dabei ist auf die Rügen in der Beschwerdebegründung des Beschwer-

deführers (act. 19) einzugehen, soweit es erforderlich erscheint.  

4.1 Nach den von der Vorinstanz eingeholten Bestätigungen der haupt-

sächlichen Verlustscheingläubiger des Beschwerdeführers gemäss dem streitge-

genständlichen Betreibungsregisterauszug (den Kantonen Zürich und Schaffhau-

sen, vgl. act. 21/9) verhält es sich mit den Verlustscheinforderungen wie folgt:  

Gegenüber der Finanzverwaltung des Kantons Schaffhausen bestehen offe-

ne Verlustscheinforderungen über ein Total von Fr. 7'940.70. Nach einer Verein-

barung vom 20. Juni 2013 kaufte der Beschwerdeführer die Verlustscheine für 

Fr. 3'000.00 zurück, wobei er diesen Betrag in monatlichen Raten von Fr. 100.00 

bezahlt und die letzte Rate (bei weiterhin fristgerechter Zahlung) Ende Dezember 

2015 fällig sein wird (act. 8, act. 18 S. 4).  

Was die Auskunft des Kantonalen Steueramts Zürich angeht (act. 11), rügt 

der Beschwerdeführer, das Steueramt habe entgegen der Feststellung der Vor-

instanz (act. 18 S. 4) nicht bestätigt, die Verlustscheine hätten noch Bestand. 

Vielmehr habe das Steueramt nur bestätigt, dass die Verlustscheine nach der An-

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gabe des Betreibungsamts Feuerthalen noch bestünden (act. 19 S. 1). Das mag 

nach dem Wortlaut der Erklärung zwar zutreffen, doch ist festzuhalten, dass die 

Kenntnis eines Gläubigers von der Existenz von Verlustscheinen nicht massgeb-

lich ist. Entscheidend ist, dass die zugrundeliegenden Betreibungen offenbar ein-

mal durchgeführt wurden und Verlustscheine resultierten. Der Beschwerdeführer 

bestreitet weder das, noch macht er geltend, die Forderungen seien danach voll-

ständig getilgt worden. Er spricht lediglich allgemein davon, er sei sich "finanziell 

einig" geworden mit den Gläubigern (act. 1 S. 2). 

Selbst wenn die Verlustscheinforderungen des Kantons Zürich vollständig 

getilgt worden sein sollten, ergibt sich daraus noch nicht, dass sie zu Unrecht im 

Betreibungsregister erscheinen. Die blosse Tatsache der Tilgung, ohne dass die-

se dem Betreibungsamt zur Kenntnis gebracht wird, zieht keine Anpassung des 

Betreibungsregisters nach sich. Dass eine allfällige Tilgung zwecks Löschung der 

Verlustscheine dem Betreibungsamt mitgeteilt worden wäre, macht weder der Be-

schwerdeführer geltend, noch ergibt es sich aus der Bestätigung des Steueramts 

(act. 11).  

4.2 Zu den weiteren Verlustscheinen gemäss dem aktuellen Betreibungs-

registerauszug (act. 2/1) ist das Folgende festzuhalten: Zur Forderung von 

B._____ erklärt der Beschwerdeführer nur, diese stamme aus der heftigen Schei-

dungsauseinandersetzung. Dass die weitere allgemeine Angabe des Beschwer-

deführers, er habe sich mit seinen Gläubigern finanziell geeinigt (act. 1 S. 1), für 

den Betreibungsregisterauszug nichts aussagt, wurde bereits aufgezeigt (vgl. vor-

ne II./4.1). Schliesslich bleibt es auch für den Fall der tatsächlich erfolgten Tilgung 

(wie bei der gemäss Schreiben des Strassenverkehrsamts vom 22. Januar 2003 

effektiv getilgten weiteren Verlustscheinforderung, act. 14) dabei, dass die Tilgung 

für sich nicht zu einer Löschung des Verlustscheins führt, solange sie nicht dem 

Betreibungsamt zu diesem Zweck angemeldet wird (vgl. auch dazu vorne II./4.1).  

4.3 Somit ist festzuhalten, dass die Angaben im Betreibungsregisterauszug 

vom 6. Oktober 2014 (act. 2/1) inhaltlich korrekt sind.   

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5. Zum guten Glauben des Beschwerdeführers hielt die Vorinstanz fest, 

da der Beschwerdeführer für die Verlustscheinforderungen des Kantons Schaff-

hausen nach einer Abzahlungsvereinbarung Ratenzahlungen leiste, habe er of-

fenkundig Kenntnis vom Bestehen offener Verlustscheinforderungen. Er könne 

deshalb nicht für sich in Anspruch nehmen, gutgläubig vom Fehlen von Verlust-

scheinen ausgegangen zu sein (act. 18 S. 5). Dem ist zuzustimmen. Der Be-

schwerdeführer macht dazu vor der oberen Aufsichtsbehörde denn auch nichts 

Abweichendes geltend. Das zentrale Argument des Beschwerdeführers, er könne 

sich auf seinen guten Glauben verlassen, mit Blick auf die Verlustscheine nichts 

unternehmen zu müssen (act. 19 S. 1 unten), geht aus diesem Grund fehl. 

6. Im Übrigen würde auch der gute Glaube des Beschwerdeführers über 

das (vermeintliche) Fehlen von Verlustscheinen nicht dazu führen, dass tatsäch-

lich vorhandene Verlustscheine nun nicht mehr mitgeteilt werden dürften. Die Vor-

instanz hielt dazu zu Recht fest, der Schutz des guten Glaubens gelte gegenüber 

der Öffentlichkeit und nicht gegenüber dem Schuldner, und die Betreibungsaus-

kunft müsse daher die tatsächliche Situation korrekt wiedergeben, auch wenn in 

einem früheren Zeitpunkt allenfalls ein fehlerhafter Betreibungsregisterauszug 

ausgestellt worden sei (act. 18 S. 5).  

7. Insgesamt ist somit kein Grund ersichtlich, weshalb dem Betreibungs-

amt Feuerthalen zu verbieten wäre, die aufgezeigten Verlustscheine in der Be-

treibungsregisterauskunft mitzuteilen. Daher ist die Beschwerde abzuweisen.  

III. 

Das Verfahren vor den kantonalen Aufsichtsbehörden in Schuldbetreibungs- 

und Konkurssachen ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG), 

und es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

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Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen vom 

4. März 2015 (CB140010-B) wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.  

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie an das Betreibungs-

amt Feuerthalen und das Bezirksgericht Andelfingen, je gegen Empfangs-

schein. 

Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens gehen nach Ablauf der Rechts-

mittelfrist an die Vorinstanz zurück.  

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um einen Entscheid der kantonalen Aufsichtsbehörde in 
Schuldbetreibungs- und Konkurssachen im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. c BGG.  
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. T. Engler 
 
versandt am: 
31. März 2015 
 

	Urteil vom 30. März 2015
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2, sinngemäss)
	Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen vom 4. März 2015: (act. 15 = act. 18 = act. 20)
	Beschwerdeanträge:
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Andelfingen vom 4. März 2015 (CB140010-B) wird abgewiesen.
	2. Es werden keine Kosten erhoben.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer sowie an das Betreibungsamt Feuerthalen und das Bezirksgericht Andelfingen, je gegen Empfangsschein.
	Die Akten des erstinstanzlichen Verfahrens gehen nach Ablauf der Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 10 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...