# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd8e1f4e-6024-597e-9df5-b2e4fac270a6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.12.2023 C-4690/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4690-2022_2023-12-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4690/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  D e z e m b e r  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiberin Anja Valier.  
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Ungarn),   

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,  

Vorinstanz,  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Alters- und Hinterlassenenversicherung, Witwenrente;  

Einspracheentscheid der SAK vom 28. September 2022. 

 

 

 

C-4690/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die ungarische Staatsangehörige A._______ (nachfolgend Beschwerde-

führerin) wurde am (…) 1946 geboren und hat ihren Wohnsitz in Ungarn 

(Akten Beschwerdeführerin der Schweizerischen Ausgleichskasse [SAK 

BF-act.] 3). Ihr am (…) 2022 verstorbener Ehemann hat gemäss seinem 

Individuellen Konto (IK) von Dezember 1973 bis Juni 1974 sowie im De-

zember 1974 (total acht Monate) in der Schweiz gearbeitet und die obliga-

torischen Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen und Inva-

lidenversicherung gezahlt (SAK BF-act. 5; Akten Ehemann der Schweize-

rischen Ausgleichskasse [SAK EM-act.] 51). 

B.  

B.a  

Die Schweizerische Ausgleichskasse (SAK; nachfolgend Vorinstanz) ver-

neinte mit Verfügung vom 5. August 2022 einen Rentenanspruch von 

A._______, weil der verstorbene Ehemann der Beschwerdeführerin die 

Bedingung der einjährigen Mindestbeitragsdauer nicht erfüllt habe (SAK 

BF-act. 4). 

B.b Die Beschwerdeführerin erhob mit Eingabe vom 21. August 2022 

(SAK BF-act. 8; Übersetzung in den Akten des Bundesverwaltungsgerichts 

[BVGer-act.] 3) gegen die Verfügung Einsprache und beantragte sinnge-

mäss, ihr sei unter Berücksichtigung der beigelegten ungarischen Arbeit-

geberbescheinigung vom 22. Mai 2003 eine Witwenrente zuzusprechen; 

eventualiter seien die vom verstorbenen Ehemann geleisteten AHV-Bei-

träge zurückzuerstatten. 

B.c Die Vorinstanz hat am 28. September 2022 die Einsprache der Be-

schwerdeführerin abgewiesen (SAK BF-act. 9) und dies damit begründet, 

dass der verstorbene Ehemann die Mindestbeitragsdauer eines vollen Jah-

res nicht erfüllt habe, weshalb der Antrag auf Witwenrente mit Verfügung 

vom 21. August 2022 zu Recht abgewiesen worden sei. Auf den Eventu-

alantrag der Beschwerdegegnerin ging die Vorinstanz nicht ein. 

C.  

C.a  

Die Beschwerdeführerin erhob mit Eingabe vom 13. Oktober 2022 (BVGer-

act. 1; Übersetzung in BVGer-act. 3) beim Bundesverwaltungsgericht 

C-4690/2022 

Seite 3 

Beschwerde. Sie erklärte, ihr verstorbener Ehemann habe 12 Monate in 

der Schweiz gearbeitet. Sie verwies auf das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts C-1566/2014 vom 27. Januar 2015, mit dem der Rentenanspruch 

ihres verstorbenen Ehemannes abgelehnt wurde, weshalb sie vermutlich 

auch keine Leistungen erhalten werde. Sie bitte daher darum, dass ihr die 

AHV-Beiträge ihres verstorbenen Ehemannes zurückerstattet werden. 

C.b Mit Vernehmlassung vom 7. November 2022 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Ein-

sprachverfügung (BVGer-act. 5). Mit Verweis auf den IK-Auszug und man-

gels Vorliegens anderer Belege, sei die Mindestbeitragszeit von 12 Mona-

ten nicht erfüllt und die Beschwerdeführerin habe keinen Rentenanspruch. 

Auf den Eventualantrag der Beschwerdeführerin, dass ihr die von ihrem 

verstorbenen Ehemann geleisteten AHV-Beiträge zurückbezahlt werden, 

ging die Vorinstanz nicht ein. 

C.c Mit Zwischenverfügung vom 11. November 2022 wurde der Beschwer-

deführerin die Vernehmlassung zugestellt und ihr die Gelegenheit gege-

ben, eine Replik einzureichen (BVGer-act. 6). Weiter wurde sie aufgefor-

dert, Stellung zu nehmen, ob sie mit ihrer Eingabe vom 13. Oktober 2022 

gegen den Einspracheentscheid vom 28. September 2022 Beschwerde 

führt und die Zusprache einer Witwenrente beantragt und/oder die Rück-

vergütung der vom verstorbenen Ehemann geleisteten Versicherungsbei-

träge beantragt. 

C.d Innert Frist reichte die Beschwerdeführerin keine Replik ein. Mit Zwi-

schenverfügung vom 29. Dezember 2022 wurde daher der Schriftenwech-

sel abgeschlossen (BVGer-act. 8). 

D.  

Mit Eingabe vom 24. Oktober 2023 verwies die Beschwerdeführerin erneut 

auf die Arbeitgeberbescheinigung und verlangte die Rückzahlung des Be-

trags, den ihr verstorbener Ehemann an die Alters- und Hinterlassenenver-

sicherung geleistet hat (BVGer-act. 9; Übersetzung in BVGer-act. 9). 

E.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – sofern erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-

gen. 

 

C-4690/2022 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. d VGG und Art. 33 lit. d 

VGG und Art. 85bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 

über die Alters- und Hinterlassenenenversicherung (AHVG, SR 831.10) be-

urteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Aus-

land gegen Verfügungen der SAK. Es liegt keine Ausnahme im Sinne von 

Art. 32 VGG vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet das 

VwVG keine Anwendung auf das Verfahren in Sozialversicherungssachen, 

soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss 

Art. 1 Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten 

Teil geregelte Alters- und Hinterlassenenversicherung anwendbar, soweit 

das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen Einspracheent-

scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

oder Änderung, sodass sie im Sinne von Art. 59 ATSG beschwerdelegiti-

miert ist. 

1.4 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 39 Abs. 1 

und Art. 60 Abs. 1 ATSG sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht wurde, ist 

darauf einzutreten. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

1.6 Nach Art. 62 Abs. 4 VwVG sind Gerichte gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Begeh-

ren der Parteien gebunden. Sie können eine Beschwerde auch aus ande-

ren als den geltend gemachten Gründen gutheissen oder den angefochte-

nen Entscheid im Ergebnis mit einer Begründung bestätigen, die von jener 

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Seite 5 

der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 

2. Aufl., Bern 1983, S. 212).  

2.  

2.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses des streitigen Entscheides (hier: 28. September 2022) eingetre-

tenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Tatsachen, die 

jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegen-

stand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

2.2 In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Sachverhalts Geltung hatten (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leis-

tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bis-

herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro 

rata temporis; BGE 130 V 445). 

2.3 Die Beschwerdeführerin ist ungarische Staatsangehörige mit Wohnsitz 

in Ungarn. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft 

getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und 

Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung (BGE 138 V 533 

E. 2.1). Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen 

(EU) Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderun-

gen in den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaa-

ten anwendbar. Soweit das FZA – wie hier (vgl. insbesondere Art. 52 Abs. 4 

i.V.m. Anhang VIII Teil 1 «Schweiz» der Verordnung [EG] Nr. 883/2004) – 

keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, erfolgt mangels einer ein-

schlägigen gemeinschafts- beziehungsweise abkommensrechtlichen Re-

gelung die Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der AHV nach schwei-

zerischem Recht (vgl. anstelle vieler: BGE 141 V 246 E. 2.2 m.w.H.).  

2.4 Demnach bestimmt sich vorliegend die Frage, ob Anspruch auf Leis-

tungen der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung be-

steht, alleine aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Die Beur-

teilung des am 1. April 2022 gestellten Rentengesuchs richtet sich demzu-

folge nach dem AHVG, der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die 

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Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 831.101) in der ent-

sprechenden Fassung, dem ATSG sowie der Verordnung vom 11. Septem-

ber 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 

SR 830.11). 

3.  

3.1 Vorliegend ist strittig und vom Bundesverwaltungsgericht zu prüfen, ob 

die Vorinstanz zu Recht beim verstorbenen Ehemann der Beschwerdefüh-

rerin eine Beitragszeit von weniger als einem Jahr festgestellt und gestützt 

darauf das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung einer Witwen-

rente abgewiesen hat. Eventualiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdeführe-

rin einen Anspruch auf die Rückzahlung der von ihrem verstorbenen Ehe-

mann geleisteten AHV-Beträge hat. 

3.2 Anspruch auf eine ordentliche Alters- oder Hinterlassenenrente haben 

die rentenberechtigten Personen, denen für mindestens ein volles Jahr 

Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet wer-

den können, oder ihre Hinterlassenen (Art. 29 Abs. 1 AHVG). 

3.3 Ein volles Beitragsjahr liegt vor, wenn die versicherte Person insgesamt 

länger als elf Monate im Sinne von Art. 1a oder 2 AHVG der Beitragspflicht 

unterstellt war und während dieser Zeit den Mindestbeitrag bezahlt hat 

oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter Abs. 2 Bst. b und c AHVG auf-

weist (Art. 50 AHVV). Dabei richtet sich die Beitragsdauer eines Versicher-

ten in der Regel nach den Einträgen in seinen individuellen Konten 

(Art. 30ter AHVG). Nach Art. 140 Abs. 1 Bst. d AHVV muss im individuellen 

Konto das Beitragsjahr und die Beitragsdauer in Monaten eingetragen 

sein. Wird kein Kontoauszug verlangt, gegen einen erhaltenen Kontoaus-

zug kein Einspruch erhoben oder ein erhobener Einspruch abgewiesen, so 

kann bei Eintritt des Versicherungsfalls die Berechtigung von Eintragungen 

nur verlangt werden, soweit deren Unrichtigkeit offenkundig ist oder der 

volle Beweis erbracht wird. Dies gilt nicht nur für unrichtige, sondern auch 

für unvollständige bzw. fehlende Eintragungen im individuellen Konto 

(Art. 141 Abs. 3 AHVV; vgl. auch BGE 130 V 335 E. 4.1; BGE 117 V 261 

E. 3a). 

Dessen ungeachtet ist auch der im Sozialversicherungsrecht allgemein 

geltende Untersuchungsgrundsatz zu berücksichtigen, wonach die Verwal-

tungsbehörde und im Streitfall das Gericht den rechtserheblichen Sachver-

halt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bindung an die 

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Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien abzuklären und festzustellen 

haben, wobei die Parteien eine Mitwirkungspflicht trifft; im Fall der Beweis-

losigkeit fällt jedoch der Entscheid zu Ungunsten jener Partei aus, die dar-

aus Rechte ableiten will (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b und 4a [betreffend 

Art. 141 Abs. 3 AHVV], BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit 

weiteren Hinweisen). 

4.  

4.1 Aus dem aktenkundigen IK-Auszug des verstorbenen Ehemannes der 

Beschwerdeführerin geht hervor, dass dieser von Dezember 1973 bis Juni 

1974 sowie im Dezember 1974, mithin während insgesamt acht Monaten, 

AHV-Beiträge geleistet hat (SAK EM-act. 51).  

4.2 Die Beschwerdeführerin verweist in ihrer Eingabe vom 13. Oktober 

2022 (BVGer-act. 1; Übersetzung in BVGer-act. 3) auf eine ungarische Ar-

beitgeberbescheinigung vom 22. Mai 2003. Sie macht geltend, ihr verstor-

bener Ehemann habe demzufolge im Oktober 1973, von Dezember 1973 

bis Juli 1974, von Dezember 1974 bis März 1975 sowie im Dezember 1977, 

während insgesamt über 12 Monaten in der Schweiz gearbeitet, weshalb 

die einjährige Mindestbeitragszeit erfüllt sei. 

4.3 Der verstorbene Ehemann hat sich im Jahr 2013 zum Bezug einer Al-

tersrente der schweizerischen Alters- und Hinterlassenenversicherung an-

gemeldet. Er machte im Wesentlichen gelten, er sei über die im IK-Auszug 

hinaus ersichtlichen Zeiten in der Schweiz erwerbstätig gewesen. Zum 

Nachweis verwies er auf zwei identische ungarische Arbeitsbestätigungen 

vom 1. April 1996 und diejenige vom 22. Mai 2003, die identisch ist, mit 

derjenigen, die die Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren einge-

reicht hat (BVGer C-1566/2014 E. 6.1). Die Vorinstanz wies sein Gesuch 

mit Verfügung vom 28. August 2013 ab, weil die einjährige Mindestbei-

tragsdauer nicht erfüllt war. Die Einsprache des verstorbenen Ehemannes 

wies die Vorinstanz mit Einspracheentscheid vom 26. Februar 2014 ab und 

bestätigte die angefochtene Verfügung. Im Rahmen dieses Einsprachever-

fahrens klärte die Vorinstanz umfassend ab, ob der verstorbene Ehemann 

neben den acht anerkannten Monaten noch zusätzliche Beitragszeiten auf-

wies. Die angeschriebenen Ausgleichskassen konnten keine Hinweise 

ausfindig machen. Die Beschwerde des verstorbenen Ehemannes gegen 

den Einspracheentscheid wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil 

vom 27. Januar 2015 ab (BVGer C-1566/2014) und verwies darin auf die 

umfassenden Nachforschungen der Vorinstanz. Es hielt fest, dass der 

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verstorbene Ehemann mit den beigebrachten Unterlagen nicht beweisen 

konnte, dass er während der geltend gemachten Anstellungen auch tat-

sächlich Beiträge an die AHV bezahlt hat. Die Vorlage einer Arbeitgeber-

bestätigung genüge nach der Rechtsprechung nicht, um Beitragsleistun-

gen an die AHV nachweisen zu können. Hierfür wären vielmehr Lohnab-

rechnungen oder ähnliche Beweismittel erforderlich, aus denen die jewei-

ligen Lohnabzüge und Beitragsleistungen im Einzelnen ersichtlich sind. 

Derartige Beweismittel konnte der verstorbene Ehemann nicht vorlegen. 

Die Unrichtigkeit des massgeblichen IK-Auszugs war weder offenkundig 

noch wurde dafür der volle Beweis erbracht. Damit war eine Korrektur der 

IK-Eintragung nach Art. 141 Abs. 3 AHVV nicht möglich (BVGer C-

1566/2014 E. 6.2 f.).  

4.4 Nachdem in den Akten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kei-

nerlei weitere Dokumente zum Nachweis der Zahlungen der strittigen Bei-

träge enthalten sind, kann auf das Ergebnis im Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts C-1566-2014 abgestellt werden. Die IK-Eintragung ist daher 

weder offenkundig unrichtig noch konnte der volle Beweis für weitere Ver-

sicherungszeiten erbracht werden. Die Voraussetzungen, die erfüllt sein 

müssen, damit Eintragungen im IK berichtigt werden können, sind dement-

sprechend vorliegend nicht gegeben. 

4.5 Soweit die Beschwerdeführerin eine Rückerstattung der AHV-Beiträge 

beantragt, ist sie auf Art. 18 Abs. 3 AHVG und Art. 1 Abs. 1 der Verordnung 

vom 29. November 1995 über die Rückvergütung der von Ausländern an 

die Alters- und Hinterlassenenversicherung bezahlten Beiträge (RV-AHV, 

SR 831.131.12) hinzuweisen, wonach eine Rückerstattung von Beiträgen, 

welche eine Ausländerin oder ein Ausländer an die AHV bezahlt hat, kumu-

lativ voraussetzt, dass mindestens ein volles Beitragsjahr ausgewiesen 

wird und keine zwischenstaatliche Vereinbarung mit dem betreffenden Hei-

matstaat besteht. Wie festgestellt, liegt kein volles Beitragsjahr vor. 

4.6 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Vorinstanz den An-

trag der Beschwerdeführerin auf Gewährung einer Hinterlassenenrente 

wegen Nichterfüllens der Mindestbeitragszeit zu Recht abgewiesen hat. 

Aus dem gleichen Grund hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf 

Rückerstattung der AHV-Beiträge. Die Beschwerde ist somit im einzelrich-

terlichen Verfahren gemäss Art. 23 Abs. 2 VGG in Verbindung mit Art. 85bis 

Abs. 3 AHVG wegen offensichtlicher Unbegründetheit abzuweisen, und der 

Einspracheentscheid der Vorinstanz vom 28. September 2022 ist zu bestä-

tigen. 

C-4690/2022 

Seite 9 

5.  

Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG). Die 

Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf Par-

teientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Bun-

desamt für Sozialversicherungen. 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

Beat Weber Anja Valier 

 

  

C-4690/2022 

Seite 10 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Händen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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