# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49847851-51c4-5354-a8a2-9d30540a92cb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.04.2012 UV 2011/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-76_2012-04-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/76

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 16.04.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 16.04.2012
Art. 4 ATSG, Art. 31 Abs. 2 KVG: Natürliche Kausalität eines Schlags mit 
Skiern auf das Gesicht und der Lockerung einer Zahnbrücke, die rund acht 
Monate später festgestellt wird, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
dargetan. Ablehnung einer Leistungspflicht durch die obligatorische 
Krankenpflegeversicherung, bei der auch Deckung bei Unfällen besteht, zu 
Recht erfolgt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 16. April 2012, UV 2011/76).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Karin Huber Studerus, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 16. April 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

KPT Krankenkasse AG, Tellstrasse 18, Postfach 8624, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen (Zahnschaden)

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Sachverhalt:

A. 

A.a A.___ war bei seiner Krankenversicherung, der KPT Versicherungen AG 

(nachfolgend KPT) im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach 

dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) auch gegen 

Unfälle versichert (act. G 1.5). Am 1. November 2010 reichte sein Zahnarzt, 

Dr. med. dent. B.___ der KPT einen Kostenvoranschlag für eine Neuanfertigung der 

sechsgliedrigen Brücke 12 auf 17 über insgesamt CHF 6'475.70 ein, begleitet von der 

handschriftlichen Schilderung des Versicherten über einen Unfall am 6. Februar 2010 

(act. G 1.1): Er sei von drei jungen Mädchen mit Skiern auf den Schultern überholt 

worden. Als sich eine von ihnen umdrehte, weil ihr etwas zugerufen worden sei, habe 

sie ihm mit den Ski-Enden direkt in die rechte untere Hälfte des Gesichts geschlagen. 

Er sei wie betäubt gewesen und hätte Mühe gehabt, seinen Gepäckwagen weiterhin zu 

halten. Der untere Teil seines Gesichts sei einige Tage lang wie taub gewesen und 

habe sich dann aber erholt, ohne dass Spuren zurückgeblieben seien. Kürzlich habe 

die rechte obere Zahnreihe plötzlich auf "kalt und warm" reagiert, weshalb er zum 

Zahnarzt gegangen sei, der den Schaden festgestellt habe. Die KPT unterbreitete die 

Unterlagen ihrem beratenden Zahnarzt, Dr. med. dent. C.___, und lehnte gestützt auf 

dessen Stellungnahme (act. G 3.1-3) mit Schreiben vom 28. März 2011 eine 

Leistungspflicht ab (act. G 1.2; Ablehnung gegenüber Dr. B.___ mit Kopie an den 

Versicherten). Auf dieses Schreiben hin verlangte der Versicherte am 3. April 2011 ein 

anfechtbare Verfügung (act. G 1.3). Nachdem Dr. med. dent. D.___ der Versicherung 

die Stellungnahme von Dr. C.___ als richtig bestätigt hatte (act. G 3.1-3), hielt diese mit 

Verfügung vom 12. Mai 2011 weiterhin an ihrer Ablehnung fest (act. G 1.4 f.).

A.b Die Einsprache des Versicherten vom 27. Mai 2011 wies die KPT mit Entscheid 

vom 1. September 2011 ab (act. G 1.6 f.).

B. 

B.a Dagegen richtet sich die Beschwerde vom 18. September 2011 mit dem Antrag, 

die KPT habe den durch den Unfall verursachten Schaden zu übernehmen. Zur 

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Begründung führt der Versicherte an, die Wahrscheinlichkeit spreche dafür, dass der 

Zahnschaden durch den Unfall verursacht worden sei. Einige Tage nach dem Unfall 

habe er bemerkt, dass die Brücke beim Kauen ganz leicht "federte". Da er sonst 

keinerlei Beschwerden gehabt habe, habe er dem keine Bedeutung zugemessen. Für 

einen Laien sei ja nicht ersichtlich und nicht spürbar, wenn zwei Verankerungen durch 

einen Schlag gebrochen seien. Er sei erst auf den Schaden aufmerksam geworden, als 

die betroffene Stelle begonnen habe auf "kalt und warm" zu reagieren.

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2011 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde vom 18. September 2011 unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung verwies sie auf ihren Einspracheentscheid vom 

1. September 2011 und führte zusätzlich an, sie könne den natürlichen Kausalverlauf 

nicht als erwiesen betrachten. Sie stütze sich dabei auf die Begutachtung des Falls 

durch zwei Vertrauenszahnärzte, die übereinstimmend die Meinung äusserten, die 

erweiterte Spannweite der Brücke 17xxx1312 habe zu deren unfallunabhängigem 

Retentionsverlust geführt. Zehn Monate nach dem Vorfall könnten unzählige andere 

Ursachen dazwischen gekommen sein, welche die Brücke gelockert haben könnten.

B.c Aufgrund der Akteneinsicht beim Versicherungsgericht vom gleichen Tag hielt der 

Beschwerdeführer mit Replik vom 20. Oktober 2011 an seinem Antrag auf Gutheissung 

der Beschwerde fest. Weiter beantragte er, vom Gericht sei ein unabhängiger externer 

zahnärztlicher Experte zu bestimmen, um die bestehenden Unklarheiten zu klären. 

Zudem führte er aus, die Lockerung der im Frontbereich liegenden Pfeilerzähne 12/13 

sei durch den Unfall zu erklären, weil sie im Unfallbereich lägen. Dr. B.___ habe ihm 

erklärt, dass eine Pfeilerlockerung bei einer Brücke, die über mehr als zwei Pfeiler 

getragen sei, auch durch Zahnärzte schwer diagnostizierbar sei und für den Patienten 

erst spürbar werde, wenn Karies oder sonstige Beschwerden aufträten.

B.d Mit Duplik vom 8. November 2011 hielt die Beschwerdegegnerin entgegen, ihre 

ablehnende Haltung stütze sich hauptsächlich auf den Umstand, dass erst zehn 

Monate nach dem Vorfall vom 6. Februar 2010 eine Lockerung der Brücke festgestellt 

worden sei. Die Folgen der Beweislosigkeit träfen den Beschwerdeführer, der nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit beweisen könne, dass die Lockerung der Brücke 

auf den Vorfall vom 6. Februar 2010 zurückzuführen sei. Es bestehe kein Anlass für ein 

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unabhängiges Gutachten, da die zugezogenen Vertrauenszahnärzte einer Meinung 

seien und keine fachlich begründete Meinungsäusserung entgegen stehe.

B.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften, sowie den Inhalt der 

übrigen Akten wird, soweit für den Entscheid erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen näher eingegangen.

Erwägungen:

1.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen überwiegend 

wahrscheinlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Vorfall vom 6. Februar 2010 

und der Lockerung der Zahnbrücke 12 auf 17 (17xxx1312) verneint und gestützt darauf 

eine Leistungspflicht für den Ersatz der Zahnbrücke abgelehnt hat.

2.

2.1  Die Beschwerdegegnerin hat die anwendbaren Gesetzesbestimmungen von 

Art. 1a Abs. 2 lit. b des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 

832.10), von Art. 31 Abs. 2, Art. 32 und von Art. 36 bis 40 KVG über die 

Leistungspflicht der obligatorischen Krankenpflegeversicherung bei einem Unfall 

zutreffend dargestellt (E. 4 des angefochtenen Einspracheentscheids). Das gleiche gilt 

für Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) zum Unfallbegriff und die Würdigung des 

Ereignisses vom 6. Februar 2010 als Unfall im Sinn des Gesetzes (E. 5 des 

angefochtenen Einspracheentscheids). Darauf kann verwiesen werden.

2.2  Liegt ein Unfall im Sinn von Art. 4 ATSG vor, was die Beschwerdegegnerin zu 

Recht bejaht hat und was unbestritten ist, ist weiter zu prüfen, ob die geklagte 

Gesundheitsbeeinträchtigung natürlich und adäquat kausal zum Ereignis ist (vgl. auch 

E. 6 des angefochtenen Einspracheentscheids), wobei beide Kausalitäten gegeben sein 

müssen. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 

oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

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werden kann. Nicht erforderlich ist, dass der Unfall die alleinige oder die unmittelbare 

Ursache der gesundheitlichen Schädigung ist; es genügt, dass das Unfallereignis 

zusammen mit anderen Bedingungen zu dieser Folge geführt hat, der Unfall mit 

anderen Worten als Teilursache nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

eingetretene Folge entfiele (vgl. BGE 119 V 337 f. E. 1 mit Hinweisen). Der 

Versicherungsträger hat aufgrund der ihm vorliegenden Erkenntnisse über den 

Sachverhalt (die er nach dem Untersuchungsgrundsatz selbst zusammenzutragen hat), 

darüber zu entscheiden, ob das Unfallereignis mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zur festgestellten Gesundheitsschädigung geführt hat. Dabei hat die 

Regel "post hoc ergo propter hoc" nach deren Bedeutung eine gesundheitliche 

Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem 

aufgetreten ist (oder "danach ist deswegen") keine beweisrechtliche Bedeutung (vgl. 

Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. Zürich 2009, N 43 f. zu Art. 4; BGE 119 V 341 f. 

E. 2b/bb am Ende, SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52, E. 7.2.4, sowie SVR 

2008 UV Nr. 11 [U 290/06], S. 34, E. 4.2.3, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Je grösser 

der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der 

Gesundheitsbeeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 

Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Die 

blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c und RKUV 1994 

Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen).

2.3  Macht die versicherte Person später andere oder sich gar widersprechende 

Aussagen, kommt den "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel grösseres Gewicht 

zu. Diese sind meistens unbefangener und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die 

bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher 

oder anderer Art beeinflusst sein können (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a sowie Alexandra 

Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

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Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 343, je mit 

Hinweisen).

3.

3.1  Dr. B.___ hatte bei der Befundaufnahme vom 27. Oktober 2010 als unfallbedingt

eine Kontusion (Anschlagen) der Brücke mit Lockerung der Pfeiler 12 und 13 

angegeben (vgl. Kostenvoranschlag vom 1. November 2010 Ziff. 3.4, act. G 1.1). Zum 

Hergang des Unfalls verwies er auf die handgeschriebene Schilderung des Vorfalls vom 

6. Februar 2010 durch seinen Patienten. Darin führte dieser zu den Folgen wörtlich aus: 

"Der untere Teil meines Gesichtes war einige Tage lang wie taub erholte sich dann aber 

ohne Spuren zu hinterlassen. Kürzlich reagierte die rechte obere Zahnreihe plötzlich auf 

'kalt und warm', weshalb ich zum Zahnarzt ging, der den Schaden feststellte." (act. 

G 1.1). In der Einsprache vom 27. Mai 2011 hielt der Beschwerdeführer unter anderem 

fest: "Die Brücke mit der überhöhten Spannweite hatte jahrelang ohne Probleme 

gehalten. Aber einige Tage nach dem Zwischenfall - als sich das Gesicht langsam vom 

Schlag erholte - bemerkte ich jedoch, dass die Brücke beim Kauen ganz leicht 'federt', 

was sie vorher nicht getan hatte. Dadurch sind kleine Speiseresten hängen geblieben 

und Bakterien konnten sich einnisten. Durch die dadurch entstandene Entzündung 

reagierte die betroffene Stelle auf 'kalt und warm'. Ich bin ganz sicher, dass die 

Verankerungen der Brücke ohne äussere Einwirkung nicht brechen oder sich lösen 

konnten. Der Rückschluss, dass die Verankerungen durch den Schlag beschädigt 

worden sind, ist deshalb sehr nahe liegend." (act. G 1.6). Diese Schilderung führt er - in 

kürzerer Form - auch in der Beschwerde vom 18. September 2011 an, indem er 

darlegt, er habe einige Tage nach dem Unfall bemerkt, dass die Brücke beim Kauen 

ganz leicht "gefedert" habe. Mit diesen nachträglichen Schilderungen setzte sich der 

Beschwerdeführer in Widerspruch zu den ersten (undatierten) Angaben, die er durch 

seinen Zahnarzt zusammen mit dessen Kostenvoranschlag der Krankenversicherung 

einreichen liess (act. G 1.1). Es ist unwahrscheinlich, dass er darin erklärte, nach 

einigen Tagen habe sich der durch den Schlag taub gewordene Teil seines Gesichts 

erholt, ohne Spuren zu hinterlassen, wenn er - wie er in Einsprache und Beschwerde 

ausführte - damals ein leichtes "Federn" der Zahnbrücke wahr nahm. Im Sinn der 

zitierten Rechtsprechung (vgl. E. 2.3) ist die nachträgliche Schilderung, wonach er 

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schon einige Tage nach dem Unfall vom 6. Februar 2010 ein "Federn" wahrgenommen 

haben will, daher unbeachtlich.

3.2  Beide von der Beschwerdegegnerin um Stellungnahmen angegangenen Zahnärzte, 

Dr. C.___ und Dr. D.___, wiesen darauf hin, dass der Beschwerdeführer erst acht bzw. 

achteinhalb Monate nach dem Unfall vom 6. Februar 2010 eine Veränderung 

festgestellt habe. Nach dieser Zeit erachteten sie übereinstimmend den 

Kausalzusammenhang als nicht gegeben. Dr. C.___ führte als möglichen Grund für die 

Lockerung der Brücke einen unfallunabhängigen Retentionsverlust an, da diese 

(17xxx1312) eine erhöhte Spannweite aufweise (act. G 3.1-3). Aufgrund der 

Stellungnahmen durch die Vertrauenszahnärzte ist ausgewiesen, dass der 

Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 6. Februar 2010 und der Lockerung der 

Zahnbrücke lediglich möglich ist, dass es aber auch andere Möglichkeiten gibt, welche 

die Lockerung der Zahnbrücke verursacht haben könnten. Wie ausgeführt (E. 2.2), 

genügt jedoch die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht. Bei dieser Ausgangslage sind von zusätzlichen Erhebungen 

durch Fachleute für Zahnmedizin keine entscheidrelevanten neuen Aufschlüsse zu 

erwarten, weshalb sich die Einholung eines zahnmedizinischen Gutachtens durch das 

Gericht erübrigt (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148

E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).

3.3  In der Replik führt der Beschwerdeführer an, die Brücke sei am 11. September 

1996 eingegliedert worden und habe also 14 Jahre lang ihren Dienst erbracht. Die 

Lebensdauer von Zahnbrücken wird von unterschiedlichen Quellen unterschiedlich 

angegeben: Ab 10 Jahre über durchschnittlich 10 bis 15 Jahre bis zu einer 

Lebensdauer von bis zu 20 Jahren finden sich bei einer Internetrecherche alle 

Möglichkeiten. Übereinstimmend wird ausgeführt, dass die Lebensdauer von Brücken 

(und Kronen) durch eine gute Mundhygiene verlängert wird und vom verwendeten 

Material abhängt (vgl. <http://www.prothesen.at/zahnersatz/zahnbruecken/

index.html>, <http://www.flymedic.de/zahnersatz>, <http://www.zahne.com/

zahnbruecke.html>; alle abgerufen am 5. April 2012). Aufgrund der Lebensdauer der 

Zahnbrücke 12 auf 17 von 14 Jahren kann jedenfalls eine alters- bzw. 

abnützungsbedingte Ursache für die Lockerung derselben nicht ausgeschlossen 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.09.2009&to_date=06.09.2011&sort=relevance&subcollection_mI35=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=%22BGE+124+V+29%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-I-229%3Ade&number_of_ranks=0#page229
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.09.2009&to_date=06.09.2011&sort=relevance&subcollection_mI35=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=%22BGE+124+V+29%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-I-140%3Ade&number_of_ranks=0#page140
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=01.09.2009&to_date=06.09.2011&sort=relevance&subcollection_mI35=on&insertion_date=&top_subcollection_aza=any&query_words=%22BGE+124+V+29%22&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F124-V-90%3Ade&number_of_ranks=0#page90

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werden und sie stellt sich neben einer unfallbedingten Ursache als weitere, mindestens 

gleich wahrscheinliche Möglichkeit dar.

3.4  In der Replik fragt der Beschwerdeführer auch, weshalb sich beim Zahnarztbesuch 

vom 22. Oktober 2010 (gemeint ist wohl der 27. Oktober wie in act. G 1.1 vermerkt) die 

Lockerung von den zwei nah zusammenstehenden und im Frontbereich liegenden 

Pfeilerzähnen 12/13 (Unfallbereich) gezeigt habe und nicht die Lockerung des einzigen 

Pfeilerzahns im Molarenbereich. Dieser habe ja als einziger Pfeilerzahn mehr Kau-

Belastung zu tragen als die zwei zusammenliegenden Frontzähne. Die Antwort gibt er 

mit dem Schlag auf die Frontzähne (beim Unfall vom 6. Februar 2010) und schliesst 

eine Folge von Alterung oder Abnützung aus. Teilweise widersprechen auch diese 

Ausführungen zur Lockerung der Pfeilerzähne im Frontbereich der ersten 

Hergangsschilderung vom Herbst 2010: Dort hatte er ausgeführt, die Ski-Enden seien 

ihm in die rechte untere Gesichtshälfte geschlagen worden. Wäre der Schlag frontal 

erfolgt, wie er in der Replik ausführt, hätte die ursprüngliche Schilderung "frontal ins 

Gesicht geschlagen" oder ähnlich lauten müssen. Seine ursprüngliche Schilderung 

lässt demgegenüber viel eher auf einen seitlichen Schlag schliessen. Es mag sein, dass 

der Zahn 17 eine höhere Kau-Belastung zu tragen hat als die zwei zusammen und im 

Frontbereich liegenden Zähne 12 und 13. Allerdings werden letztere zum Abbeissen 

benutzt und die dabei wirkenden Kräfte weichen bereits in ihrer Art von denjenigen ab, 

denen die Backenzähne beim Kauen ausgesetzt sind. Aus der Argumentation in der 

Replik lässt sich damit nichts ableiten, das eine unfallbedingte Verursachung der 

Lockerung überwiegend wahrscheinlich darstellen und die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin begründen würde.

4.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist damit ein Anspruch des Beschwerdeführers 

auf Versicherungsleistungen der Beschwerdegegnerin für den Ersatz der 

sechsgliedrigen Zahnbrücke 12 auf 17 zu verneinen und die Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

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entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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