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**Case Identifier:** 26209a14-588c-54df-912c-ef148d793164
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.02.2025 IV 2024/55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2024-55_2025-02-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2024/55

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 24.03.2025

Entscheiddatum: 04.02.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 04.02.2025
Art. 28 IVG, Invalidenrente; faktische Einhändigkeit des Beschwerdeführers. 
Die anlässlich der beruflichen Abklärungen ermittelte Arbeitsfähigkeit für 
adaptierte Tätigkeiten widerspricht derjenigen, welche der Rentenablehnung 
zugrunde gelegt wurde. Erneute Rückweisung zu weiteren Abklärungen zu 
möglichen Tätigkeiten samt ihren behinderungsrelevanten Anforderungen 
und dem jeweiligen Lohnniveau sowie anschliessend neuem Entscheid 
hinsichtlich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und damit 
zusammenhängend auch des Rentenanspruchs (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2025, IV 
2024/55).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
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Versicherungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 4. Februar 2025 

Besetzung  Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 
Christiane Gallati Schneider und Michaela Machleidt Lehmann;  
Gerichtsschreiberin Anita Burkhart  

   

Geschäftsnr.   IV 2024/55 

   

Parteien 

 

 A.___,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Silvan Meier Rhein, advokatur 

rechtsanker, Ankerstrasse 24, Postfach 9822, 8036 Zürich,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 

9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  

 

 

 
  

Gegenstand  Rente 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2024/55 
 

 

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Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich im September 2014 unter Hinweis auf bei einem 

Unfall vom 1. Mai 2014 erlittene gesundheitliche Beeinträchtigungen bei der IV-Stelle des Kantons St. 

Gallen zum Leistungsbezug an (IV-act. 3).  

A.b Der Versicherte hatte am 1. Mai 2014 während seiner Tätigkeit als Bohrgehilfe für die B.___ 

GmbH eine Fräsenverletzung mit Amputation von Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger sowie einer 

mehrfragmentären Grundphalanxtrümmerfraktur und Strecksehnenläsion des Kleinfingers seiner 

rechten Hand erlitten (vgl. die Schadenmeldung an die Suva [Fremd-act. 4] und Austrittsbericht des 

Kantonsspitals C.___ vom 4. Juni 2014 [Fremd-act. 13]). Nach einer Replantation im Kantonsspital 

C.___ war es im Verlauf zu einem Wundinfekt gekommen. Bei zusätzlich nicht vollständig konsolidierter 

Fraktur des Grundgliedes des Zeigefingers war am 12. August 2014 eine Plattenosteosynthese 

durchgeführt worden (vgl. Bericht des Kantonsspitals D.___ vom 15. Oktober 2014 [IV-act. 8-3 f.]). Am 

14. September 2015 hatte sich der Versicherte in der Klinik für Handchirurgie einer Arthrodese MCP III-

Gelenk rechts mit Aptus Medartis 2.0 winkelstabiler Leiterplatte unterzogen (IV-act. 26-2 ff.). 

A.c Am 1. März 2016 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva von Dr. med. E.___, Facharzt für 

Neurochirurgie, kreisärztlich untersucht (IV-act. 37). Dieser kam zu dem Schluss, dass aus den 

gesamten Operationen und der Verletzung eine massiv schmerzhafte rechte Hand mit völliger 

Gebrauchsunfähigkeit resultiere (IV-act. 37-6 f.). Bezüglich des aktuellen Zumutbarkeitsprofils sei der 

Versicherte als einhändig, mit der nicht dominanten Hand, zu beurteilen. Die rechte Hand sei nicht nur 

nicht einsetzbar, erschwerend sei sie auch von einem ausgeprägten hyperpathischen Schmerzsyndrom 

geprägt. Der Versicherte sei für eine einhändige, linksseitige Tätigkeit bei leichten, gelegentlich 

mittelschweren Arbeiten ganztags einzusetzen. Der Heilungszustand könne noch nicht als stabil 

betrachtet werden (IV-act. 37-7). Am 30. März 2016 wurde der Versicherte im Auftrag der Suva 

zusätzlich von Dr. med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Konsiliararzt, untersucht 

(IV-act. 36). Dieser stellte die Diagnosen längere depressive Reaktion sowie posttraumatische 

Belastungsstörung, aktuell leichtgradige Ausprägung (IV-act. 36-11). In therapeutischer Hinsicht wäre 

eine möglichst rasche Einleitung von Schritten zur beruflichen Wiedereingliederung von höchster 

Bedeutung. Die berufliche Zumutbarkeit in angepassten Tätigkeiten (keine Tätigkeiten mit gefährlichen 

und/oder lauten Maschinen, insbesondere, wenn diese eine Ähnlichkeit mit den beim Unfall involvierten 

Bohrmaschinen aufweisen) werde durch das vorliegende, psychiatrische Krankheitsbild nicht 

eingeschränkt (IV-act. 36-12). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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A.d Am 18. Mai 2016 unterzog sich der Versicherte in der Klinik für Handchirurgie einer 

(rechtsseitigen) Rearthrodese und einer Zuggurtung MCP (III)-Gelenk (Fremd-act. 145 und 146; vgl. 

auch IV-act. 70-1). 

A.e In einem am 3. Oktober 2016 bei der IV-Stelle eingegangenen Bericht nannten die behandelnden 

Ärzte des Psychiatrie-Zentrums G.___, wo der Versicherte vom 18. November 2014 bis 12. September 

2016 in Behandlung gestanden hatte (vgl. IV-act. 95-1), die Diagnosen posttraumatische 

Belastungsstörung sowie Anpassungsstörung. Die therapeutischen Erfolge seien vor allem zu Beginn 

der Behandlung erzielt worden; zu signifikanten Veränderungen sei es in den letzten zwölf Monaten 

nicht gekommen (IV-act. 63-3 f.).  

A.f Am 17. November 2016 erstattete die BEFAS Appisberg ihren Schlussbericht über die 20-tägige 

Abklärung des Versicherten (IV-act. 74). Die zuständigen Abklärungspersonen schätzten dessen 

durchschnittliche Leistungsfähigkeit mit 50 % ein. Je nach konkret ausgeführter Arbeit habe die 

Leistungsfähigkeit etwas höher oder tiefer gelegen, wobei zusammenfassend festzustellen gewesen 

sei, dass auch bei sogenannten Einhändertätigkeiten Einschränkungen vorhanden seien und der 

Versicherte nirgends ganz selbständig gewesen sei, da er gewisse Arbeitsschritte nur mit Hilfe habe 

ausführen können. Naheliegend seien Arbeitsfelder, in denen lediglich ein einhändiger resp. gar kein 

Handeinsatz notwendig sei, also leichte Kurierdienste, Überwachungsaufgaben, Sitzwache und damit 

Vergleichbares. Verschiedene Telefonate mit potentiellen Arbeitgebern resp. bereits die Angaben in 

den entsprechenden Stellenausschreibungen hätten jedoch ergeben, dass diese Tätigkeiten für den 

Versicherten ebenfalls nicht in Frage kommen würden. Insgesamt sei festzustellen, dass Tätigkeiten, 

welche der Versicherte ausüben könnte, auf dem freien Arbeitsmarkt kaum bzw. nicht zu finden seien. 

Es wäre notwendig, dass die entsprechende Arbeit völlig ohne Handeinsatz oder aber mit 

ausschliesslich einer Hand ausführbar wäre (IV-act. 74-9). Abgesehen von den migrationsbedingt 

knappen deutschsprachlichen als auch schulischen Kenntnissen hätten keine behinderungsfremden 

Faktoren festgestellt werden können (IV-act. 74-10). 

A.g Am 23. November 2016 notierte Dr. med. H.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), die 

Schlussfolgerungen der Abklärungsstelle bezüglich Gebrauchs der dominanten rechten Hand könnten 

zumindest für die Zeit der BEFAS Abklärung hinreichend nachvollzogen werden. Der Versicherte sei 

als funktioneller Einhänder zu betrachten. Rein medizinisch- theoretisch gesehen, wäre er in einer 

entsprechend adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Bezüglich der laut BEFAS fehlenden 

Verwertbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt sei nicht der RAD zuständig (IV-act. 76-2). 

A.h Am 28. November 2016 schloss die zuständige Eingliederungsberaterin der IV das Dossier des 

Versicherten und leitete es zur Rentenprüfung weiter, da – gestützt auf die Abklärungsergebnisse der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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BEFAS – Tätigkeiten, die der Versicherte ausüben könne, auf dem freien Arbeitsmarkt kaum (absolute 

Nische) bzw. nicht zu finden seien (IV-act. 77-2 f.). 

A.i Anlässlich einer medizinischen Beurteilung vom 28. November 2016 schätzte Kreisarzt Dr. E.___ 

den vom Versicherten erlittenen Integritätsschaden auf 35 %. Dabei ging er davon aus, dass die 

Situation des Versicherten mit noch vorhandener, aber nicht einsatzfähiger Hand analog des Verlusts 

einer Hand zu betrachten sei. Das Schmerzsyndrom wirke als zusätzlicher Störfaktor und 

verunmögliche den Einsatz der rechten Hand selbst als Hilfshand (Fremd-act. 173). Am 29. November 

2016 befand Dr. E.___ hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Versicherten, es seien keine Ergänzungen 

zur Einschätzung vom 1. März 2016 zu machen. Es sei aber daran zu erinnern, dass nicht nur die 

fehlende Funktion der Hand zu beachten sei, sondern auch das Schmerzsyndrom. Selbst bei Nicht-

Einsatz der Hand erzeuge Kontakt/Berührung starke Beschwerden, welche auch die restliche 

Arbeitsfähigkeit einschränkten (Fremd-act. 172). 

A.j Mit Verfügung vom 13. Dezember 2016 sprach die Suva dem Versicherten ab 1. Februar 2017 

gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 70 % eine Rente und eine auf einer Integritätseinbusse von 

35 % basierende Integritätsentschädigung zu. Sie ging davon aus, dass der Versicherte für eine 

einhändige, linksseitige Tätigkeit bei leichten, gelegentlich mittelschweren Tätigkeiten mit einer 

Einschränkung von 50 % einsetzbar sei (Fremd-act. 177).  

A.k Mit Mitteilung vom 3. Januar 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Versicherten um 

berufliche Massnahmen gestützt auf die Einschätzung der IV-Eingliederungsberaterin vom 28. 

November 2016 (vgl. vorstehend Sachverhalt A.h) ab (IV-act. 85).  

A.l RAD-Arzt Dr. H.___ notierte am 23. Februar 2017, er bleibe dabei, dass aus rein medizinisch-

theoretischer Sicht der Versicherte als funktioneller Einhänder in einer leidensangepassten Tätigkeit 

100 % arbeitsfähig sei. Welche Einschätzung (BEFAS, Suva, RAD) anerkannt werde, liege allein in der 

Kompetenz des Rechtsanwenders (IV-act. 96-3). 

A.m Mit Vorbescheid vom 13. März 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er bei einem 

Invaliditätsgrad von 15 % keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Dabei ging sie von einer vollen 

Einsatzfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten aus und berücksichtigte einen leidensbedingten Abzug von 

15 % (IV-act. 101). 

A.n Der zuständige Case Manager der Suva bekundete am 16./17. März 2017 Unverständnis 

hinsichtlich diverser Aspekte der Invaliditätsbemessung der IV (IV-act. 102; vgl. auch IV-act. 107). 

Rechtsanwältin lic. iur. Z.___ erhob als Vertreterin des Versicherten am 27. April 2017 Einwand gegen 

den Vorbescheid und beantragte die Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente ab 1. Mai 2015 (IV-act. 

110). In diesem Zusammenhang reichte sie mit Schreiben vom 9. Mai 2017 (IV-act. 113) einen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ärztlichen Bericht von Dr. med. I.___, KSSG, Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie, vom 26. April 2017 ein, wonach bezüglich der Verletzung an der rechten 

Hand ein vorläufiger Endzustand erreicht sei und eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 

50 % bestehe (IV-act. 114). 

A.o Am 26. Juli 2017 teilte die IV-Stelle nach Durchführung eines Strategiegesprächs (vgl. Strategie-

Protokoll in IV-act. 115) dem Versicherten mit, dass eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung 

notwendig sei (IV-act. 120). In der Folge erteilte die IV-Stelle der estimed AG, Zug, den Auftrag für eine 

polydisziplinäre Begutachtung (Allgemeine Innere Medizin, Handchirurgie, Neurologie, 

Neuropsychologie, Psychiatrie; IV-act. 129). Nachdem der Versicherte von Oktober bis Dezember 2017 

abgeklärt worden war, erstattete die estimed AG am 19. Februar 2018 ihr Gutachten (IV-act. 138). 

Diesem zufolge besteht in der angestammten Tätigkeit aus neurologischer und handchirurgischer Sicht 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und in einer Verweistätigkeit aus handchirurgischer Sicht eine 

Arbeitsunfähigkeit von 70 % (IV-act. 138-53 f.). Dem handchirurgischen Teilgutachten ist zu 

entnehmen, dass eine permanente Schmerzhaftigkeit der rechten Hand bei allen Bewegungen und 

Belastungen vorliege, sodass diese nicht mal mehr als Hilfshand eingesetzt werden könne. Es würden 

sodann im Alltag nur leichteste Bewegungen ausgeführt (IV-act. 138-90). 

A.p RAD-Arzt Dr. H.___ notierte am 23. Februar 2018, dass er die gutachterlich festgestellte 

Arbeitsunfähigkeit von 70 % in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht hinreichend plausibel 

nachvollziehen könne. Soweit es ihm bekannt sei, gehe auch die Rechtsprechung davon aus, dass ein 

funktioneller Einhänder sehr wohl in einer leidensangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig sein könne. 

Das Gutachten erfülle grundsätzlich die versicherungsmedizinischen Voraussetzungen; ob die 

gutachterliche Einschätzung anerkannt werde, liege in der Kompetenz des Rechtsanwenders, nicht des 

RAD (IV-act. 141). Am 29. März 2018 bat die IV-Stelle die estimed AG um eine "detaillierte und 

begründete Stellungnahme zur medizinisch theoretischen Arbeitsfähigkeit unter Ausschluss der 

verletzten Extremität, sprich: Wie beurteilen Sie die Arbeitsfähigkeit […] als funktioneller Einhänder?" 

(IV-act. 143). Die Antwort datiert vom 9. April 2018 und bekräftigt die früher getätigten Feststellungen 

(IV-act. 145). RAD-Arzt Dr. H.___ befand am 16. April 2018, das Antwortschreiben der estimed AG sei 

für ihn nicht plausibel. Er gehe davon aus, dass der Versicherte unter Berücksichtigung der funktionellen 

Einhändigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei. Gerade noch zu akzeptieren wäre aus seiner Sicht, wenn man 

dem Versicherten zur Schonung der linken (gesunden) Hand einen vermehrten Pausenbedarf von 20 

% zubilligen würde. Ausgegangen werden müsse sowieso von einer Tätigkeit, welche die linke 

Hand/das linke Handgelenk nicht wesentlich beanspruche (IV-act. 148-1; vgl. auch IV-

Besprechungsprotokoll vom 8. Mai 2018 [IV-act. 149] und eine weitere RAD-Stellungnahme von 

demselben Datum [IV-act. 156]). Vor diesem Hintergrund informierte die IV-Stelle den Versicherten mit 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Mitteilung vom 13. Juli 2018 darüber, dass eine weitere handchirurgische Abklärung unumgänglich sei 

(IV-act. 162). 

A.q Nach einer am 17. Januar 2019 durchgeführten Untersuchung des Versicherten erstattete Dr. 

med. J.___, Facharzt Handchirurgie und Plastische Chirurgie, asim, am 10. Mai 2019 unter 

Berücksichtigung des Testbefunds der Ergotherapie Abteilung Handrehabilitation vom 30. November 

2018 (IV-act. 203) ein handchirurgisches Gutachten (IV-act. 187).  Darin attestierte er dem Versicherten 

in der angestammten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und in leidensangepassten 

Tätigkeiten eine vollständige Arbeits- und Leistungsfähigkeit ab März 2018. Die 70%ige 

Arbeitsunfähigkeit sei rein handchirurgisch schwierig zu begründen. Die Schmerzen hätten seit April 

2017 weiter nachgelassen und der Versicherte sei nicht mehr regelmässig auf Schmerzmittel 

angewiesen. Die linke Hand könne voll eingesetzt werden. Die rechte Hand gelte als passive Hilfshand 

mit einem House Score von 1-2. Da keine sinnvolle Kontrolle des bimanuellen Griffs möglich sei, könne 

der Versicherte als funktioneller Einhänder gelten (IV-act. 187-11). Dr. H.___ vom RAD hielt am 15. Mai 

2019 fest, das asim-Gutachten erfülle die versicherungsmedizinischen Anforderungen. Die 

administrative Entscheidung könne darauf abgestützt werden (IV-act. 188-1). 

A.r Mit dem – den Vorbescheid vom 13. März 2017 ersetzenden – Vorbescheid vom 6. September 

2019 teilte die IV-Stelle dem nunmehrigen Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. S. 

Meier Rhein, advokatur rechtsanker, Zürich, mit, dass der Versicherte vom 1. Mai 2015 bis 31. Mai 2018 

Anspruch auf eine ganze Rente habe. Anschliessend bestehe bei einem Invaliditätsgrad von 32 % kein 

Anspruch auf eine Rente. Für die Festsetzung des Invaliditätsgrads ging sie von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierten Tätigkeiten und einem leidensbedingten Abzug von 25 % aus (IV-

act. 192). Gegen die Befristung der ganzen Rente wandte sich Rechtsanwalt Meier Rhein mit Einwand 

vom 10. Oktober 2019 (IV-act. 198). Am 27. Februar 2020 liess er der IV-Stelle eine chirurgisch-

versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr. med. K.___, Fachärztin für Chirurgie, lex iatrik AG, vom 

28. Januar 2020 zukommen, welche dem Versicherten für einarmige, angepasste Tätigkeiten eine 

Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % attestierte (IV-act. 211). Dr. H.___ vom RAD notierte am 5. März 

2020, Dr. K.___ bringe keinerlei neue medizinische Erkenntnisse vor, die es notwendig machen würden, 

die Einschätzung von Dr. J.___ in irgendeiner Form abzuändern (IV-act. 213). Mit Verfügung vom 26. 

Mai 2020 sprach die IV-Stelle dem Versicherten – entsprechend dem Vorbescheid – eine befristete 

ganze Invalidenrente für den Zeitraum vom 1. Mai 2015 bis 31. Mai 2018 zu und verneinte einen 

darüberhinausgehenden Rentenanspruch (IV-act. 219 und 214). 

A.s Die dagegen erhobene Beschwerde vom 6. März 2020 (IV-act. 221) hiess das 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 13. Dezember 2021 (IV 2020/140) 

dahingehend gut, dass die Verfügung vom 26. Mai 2020 aufgehoben und die Sache zu weiteren 

Abklärungen sowie neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die IV-Stelle zurückgewiesen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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wurde. Es begründete seinen Entscheid damit, dass es – mit Blick auf den Abschluss der beruflichen 

Massnahmen mangels Verwertbarkeit einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit des Versicherten – mehr als 

stossend erschiene, das Rentenbegehren ab dem 1. Juni 2018 mit der dieser Einschätzung diametral 

entgegenstehenden Begründung abzuweisen, er könne eine leidensangepasste Tätigkeit vollzeitlich 

ausüben und damit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Die IV-Stelle hätte im Rahmen 

der Beurteilung des Rentenanspurchs nochmals eine Fachperson aus der Berufsberatung beiziehen 

müssen, um mögliche Tätigkeiten samt ihren behinderungsrelevanten Anforderungen und dem 

jeweiligen Lohnniveau zu beschreiben. Anschliessend hätte sie diese dem handchirurgischen Facharzt 

mit der Frage nach der Leistungsfähigkeit in den konkret in Frage kommenden Tätigkeiten vorlegen 

müssen (IV-act. 242). 

A.t Am 14. Januar 2022 gab der Versicherte im Rahmen eines Assessmentsgesprächs gegenüber 

der IV-Stelle an, am 17. November 2021 gestürzt zu sein und dabei einen Bizepssehnenriss am 

gesunden, linken Arm erlitten zu haben (IV-act. 248). Nach Aufdatierung der medizinischen Aktenlage 

in dieser Hinsicht (vgl. IV-act. 252 bis 256, 264, 270) kam RAD-Arzt Dr. H.___ am 16. Juni 2022 zu dem 

Schluss, es müsse sozialpraktisch evaluiert werden, wie weit der linke Arm schon belastet werden 

könne (IV-act. 271). Dementsprechend erfolgte vom 7. November bis 2. Dezember 2022 eine berufliche 

Grundabklärung (IV-act. 305) sowie vom 3. Dezember 2022 bis 4. Februar 2023 eine vertiefte berufliche 

Abklärung des Versicherten in der Rehaklinik Bellikon (IV-act. 312). Gestützt auf die Einschätzung der 

Rehaklinik Bellikon, dass keine verwertbare Leistungsfähigkeit bezüglich dem ersten Arbeitsmarkt 

vorhanden sei, erachtete der zuständige Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle am 13. Februar 

2023 keine weiteren Eingliederungsmassnahmen mehr angezeigt (IV-act. 316-6). Mit Mitteilung vom 

15. Februar 2023 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass kein Anspruch auf berufliche 

Massnahmen bestehe (IV-act. 318). 

A.u In seiner Beurteilung vom 3. April 2023 hielt RAD-Arzt Dr. H.___ fest, eine umfassende erneute 

vertiefte medizinische Abklärung sei sinnvoll. Es sei nachvollziehbar, dass durch die Folgen des 

Abrisses der distalen Bizepssehne links und der nachfolgenden Refixation eine Einschränkung der 

Funktion wie auch der Belastungsfähigkeit resultiere. Aus Sicht des RAD werde aber nicht genug die 

medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit herausgearbeitet (IV-act. 326). 

A.v Anlässlich eines Gesprächs vom 27. April 2023 zwischen dem fallführenden Sachbearbeiter der 

Rentenabteilung, RAD-Arzt Dr. H.___, einem Mitarbeiter der Rechtsabteilung sowie einer Mitarbeiterin 

der Eingliederungsberatung hielt der zuständige Jurist fest, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

beständen rechtsprechungsgemäss genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten für funktionell 

einarmige Personen. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und entgegen der Auffassung 

des Versicherungsgerichts im Rückweisungsentscheid vom 13. Dezember 2021 habe es im 

vorliegenden Fall in Bezug auf den Gesundheitsschaden, der im für die gerichtliche Beurteilung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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massgebenden Zeitpunkt (Verfügung vom 26. Mai 2020) vorgelegen habe, genügt, auf die noch als 

zumutbar erachteten Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten zu verweisen, ohne dass 

weitergehende Ausführungen zu den Betätigungsmöglichkeiten im Einzelnen erforderlich gewesen 

seien. Der Rückweisungsentscheid habe jedoch nicht beim Bundesgericht angefochten werden 

können, da die Voraussetzung des nicht wiedergutzumachenden Nachteils nicht erfüllt gewesen sei. 

Interdisziplinär kamen die verantwortlichen Personen zu dem Schluss, es müsse ein polydisziplinäres 

Obergutachten in den Fachdisziplinen Handchirurgie, Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie 

veranlasst werden (IV-act. 327-2). 

A.w Am 4. Oktober 2023 erstattete die SMAB AG St. Gallen ein polydisziplinäres Gutachten in den 

Disziplinen Orthopädie/Traumatologie, Psychiatrie, Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 

Handchirurgie. Im Rahmen der Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zu dem Schluss, der 

Versicherte sei vom 1. Mai 2014 (Unfall) bis (25.) April 2017 (Abschluss handchirurgische Behandlung) 

vollständig arbeitsunfähig gewesen. Ab (26.) April 2017 sei er in einer angepassten Tätigkeit (keine 

Tätigkeiten mit rechtem Arm; möglich ist das Heben Tragen von Lasten bis 10 kg mit dem linken Arm; 

kein Ersteigen von Leitern und Gerüsten; keine Dauerbelastung des linken Arms durch repetitive 

Tätigkeit; keine Tätigkeiten mit Anforderungen an Feinmotorik und Koordination; ein Umgang mit 

Gefährdungsfaktoren ist auszuschliessen; keine Exposition zu Kälte, Hitze oder Vibration [kein 

ungeschützter Ausseneinsatz]) zu 70 % arbeitsfähig. Lediglich für den Zeitraum von November 2021 

bis Januar 2022 habe aufgrund der Ruptur und Refixation der Bizepssehne links vorübergehend 

wiederum eine 100 % Arbeitsunfähigkeit bestanden (IV-act. 345). 

A.x Am 16. Oktober 2023 hielt RAD-Arzt Dr. H.___ fest, das Gutachten der SMAB erfülle die 

versicherungsmedizinischen Anforderungen und es könne für die administrative Entscheidung darauf 

abgestellt werden (IV-act. 347-1). 

A.y Am 30. Oktober 2023 nahm der zuständige Sachbearbeiter der IV-Stelle einen 

Einkommensvergleich vor. Dabei ging er von einem Valideneinkommen von Fr. 65'000.-- aus und 

stützte sich hinsichtlich des Invalideneinkommens auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit gemäss 

Gutachten der SMAB vom 4. Oktober 2023 ab, wobei er hinsichtlich des Tabellenlohns als Hilfsarbeiter 

(LSE Kompetenzniveau 1) einen Abzug von 25 % vornahm (IV-act. 348 f.). Demnach kam er zu dem 

Schluss, der Beschwerdeführer habe vom 1. Mai 2015 bis 31. Juli 2017 Anspruch auf eine ganze Rente 

und ab dem 1. August 2017 auf eine Viertelsrente (bei einem IV-Grad von 46 %; vgl. zum Ganzen das 

Feststellungsblatt Rente [IV-act. 350]). Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2023 informierte die IV-Stelle 

den Versicherten über die geplante Rentenzusprache im vorerwähnten Umfang (IV-act. 351). 

B.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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B.a Am 30. Oktober 2023 erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt Meier Rhein vertretene Versicherte 

Einwände gegen den Vorbescheid der IV-Stelle. Er beantragte, es sei die ihm bis 31. Mai 2018 

ausgerichtete ganze Invalidenrente zu bestätigen; es sei ab 1. Juni 2018 die Teilrente aufgrund eines 

höheren IV-Grads als 46 % festzusetzen, wobei von einer Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten 

von weniger als 70 %, richtigerweise von 50 % auszugehen sei; es seien ihm berufliche Massnahmen 

zuzusprechen (IV-act. 356). 

B.b Mit Stellungnahme vom 12. Dezember 2023 kam der Rechtsdienst zu dem Schluss, am 

vorgesehenen Rentenentscheid könne – gestützt auf die nachvollziehbare Begründung im 

Feststellungsblatt (vgl. zu diesem IV-act. 350) – festgehalten werden (IV-act. 357). 

B.c Mit Verfügung vom 6. Februar 2024 sprach die IV-Stelle dem Versicherten vom 1. Mai 2015 bis 

31. Juli 2017 eine ganze Rente und ab dem 1. August 2017 eine Viertelsrente zu (IV-act. 365 und 358). 

C.  

C.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch 

Rechtsanwalt Meier Rhein, am 12. März 2024 Beschwerde. Er beantragte, die Verfügung vom 

6. Februar 2024 sei aufzuheben; ihm sei vom 1. Mai 2015 bis 31. Mai 2018 eine ganze Invalidenrente 

auszurichten; ihm sei ab 1. Juni 2018 eine Dreiviertelrente auszurichten; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1). 

C.b Der vom Versicherungsgericht am 22. März 2024 eingeforderte Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 

600.-- (act. G 2) ging am 27. März 2024 beim Gericht ein (vgl. dazu auch act. G 3).  

C.c Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2024 beantragte die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 6).  

C.d Mit Replik vom 20. August 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (act. G 10).  

C.e Mit Eingabe vom 27. August 2024 verzichtete die Beschwerdegegnerin – unter Festhalten an 

ihren Ausführungen und ihrem Antrag in der Beschwerdeantwort – auf die Einreichung einer Duplik (act. 

G 12). 

Erwägungen 

1.  

1.1 Vorliegend strittig und zu prüfen ist ein – gestützt auf die Anmeldung vom 19. September 2014 

(IV-act. 3) resultierender – möglicher Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der 

Invalidenversicherung. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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10/22 

1.2 In dieser Hinsicht ist – in Übereinstimmung mit den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in 

ihrer Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2024 (act. G 6-5 f. Ziff. 3.1 ff.) – zunächst festzuhalten, dass 

Streitgegenstand sowohl des ersten (IV 2020/140) wie auch des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

vor dem Versicherungsgericht der Rentenanspruch des Beschwerdeführers als Ganzes war bzw. ist. 

Eine Art "Teilrechtskraft" der Verfügung vom 26. Mai 2020 (IV-act. 219 und 214) bzw. des Urteils vom 

13. Dezember 2021 (IV 2020/140; IV-act. 242), wie sie der Beschwerdeführer hinsichtlich des (ganzen) 

Rentenanspruchs bis 31. Mai 2018 zumindest sinngemäss geltend macht, indem er replikweise 

ausführt, der Anspruch auf eine ganze Rente bis zum 31. Mai 2018 sei vom Gericht materiell geprüft 

und bestätigt worden (act. G 10-2), ist nicht eingetreten und konnte – entsprechend der von der 

Beschwerdegegnerin korrekt zitierten höchstrichterlichen Rechtsprechung (insbesondere BGE 131 V 

165 E. 2.2) – auch nicht eintreten. Daran würde sich – entgegen dem Dafürhalten des 

Beschwerdeführers (act. G 10-2) auch nichts ändern, wenn die Beschwerdegegnerin die Zusprache der 

Leistung und deren Anpassung an geänderte Verhältnisse in zwei separaten Verfügungen 

vorgenommen hätte (vgl. BGE 131 V 166 E. 2.3.2 f.). Die Beschwerdegegnerin durfte mithin den 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers im Rahmen des Erlasses der neuen Verfügung vom 

6. Februar 2024 (IV-act. 365 und 358) grundsätzlich als Ganzes (neu) beurteilen. Ein 

Wiedererwägungsgrund war dafür nicht notwendig (vgl. zu diesem Argument des Beschwerdeführers 

act. G 10-2). Es liegt auch kein rechtsmissbräuchliches Verhalten der Beschwerdegegnerin (vgl. zu 

diesem Vorwurf seitens des Beschwerdeführers act. G 10-2) vor. 

1.3 Hinsichtlich des verfahrensrechtlichen Anspruchs auf Einräumung der Möglichkeit zum 

Beschwerderückzug im Falle einer Rückweisung der Streitsache zur weiteren Abklärung an die 

Verwaltung (Art. 61 lit. d des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]; vgl. dazu BGE 137 V 314) ist in Bezug auf den am 13. Dezember 2021 ergangenen 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen bzw. das vorhergehende 

Beschwerdeverfahren (IV 2020/140; IV-act. 242) – ebenfalls in Übereinstimmung mit der 

Beschwerdegegnerin (act. G 6-6 Ziff. 3) – festzuhalten, dass der Beschwerdeführer durch die neu 

erlassene Verfügung vom 6. Februar 2024 (IV-act. 365 und 358; Zusprache einer befristeten ganzen 

Rente vom 1. Mai 2015 bis 31. Juli 2017 und anschliessend einer unbefristeten Viertelsrente) im 

Ergebnis nicht schlechter gestellt wird, als er es durch die Verfügung vom 26. Mai 2020 (IV-act. 219 

und 214; Zusprache einer befristeten ganzen Rente vom 1. Mai 2015 bis 31. Mai 2018) gewesen war. 

Dies ergibt sich bereits aus dem in der Verfügung vom 6. Februar 2024 festgehaltenen 

Nachzahlungsanspruch (nach Verrechnung der Rückforderungen) in Höhe von Fr. 42'455.60 (IV-act. 

365-3). Eine effektive Schlechterstellung wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Im 

Übrigen hat der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer im Rahmen des vorliegenden Verfahrens – 

trotz Kenntnis der von der Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Beschwerdeantwort (act. G 6-6) 

zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung hinsichtlich dem Recht auf nachträgliche Einräumung der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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11/22 

Möglichkeit des Beschwerderückzugs (Urteil des Bundesgerichts vom 14. April 2022, 8C_713/2021, E. 

1 mit Hinweisen) – nicht beantragt, ihm sei nunmehr im Rahmen des vorliegenden, zweiten 

Beschwerdeverfahrens die Möglichkeit des Rückzugs seiner Beschwerde einzuräumen. Unter den 

gegebenen Umständen erübrigt sich ein Vorgehen im Sinne von BGE 137 V 314 bzw. die Nachholung 

der Möglichkeit zum Beschwerderückzug im Rahmen des vorliegenden Verfahrens. 

2.  

2.1 Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) haben 

Versicherte Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen sind 

(lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Gemäss Art. 8 Abs. 1 

ATSG wird unter Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 

berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG (in der bis 31. Dezember 2021 gültigen, 

im vorliegenden Verfahren anzuwendenden und im folgenden zitierten Fassung; vgl. dazu Rz. 9100 f. 

des Kreisschreibens über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]) besteht Anspruch 

auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 

% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 

auf eine Viertelsrente. Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach 

Geltendmachung des Leistungsanspruchs, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. 

Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). 

2.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird bei erwerbstätigen Versicherten das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 28a Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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12/22 

Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, 

worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode 

des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die 

Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit 

Hinweisen). 

2.3 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an 

förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

2.4 Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Rechtserheblich 

sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders 

zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, 

wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 f. E. 4a). Die Verwaltung resp. das Gericht dürfen eine 

Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im 

Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas 

Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht 

hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 

als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b mit Hinweisen).  

3.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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13/22 

Um den Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers bestimmen zu können, muss zuerst seine (Rest-

)Arbeitsfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen.  

3.1 Die Beschwerdegegnerin stützt sich zur Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der SMAB vom 4. Oktober 

2023 ab. Darin gingen die Gutachter im Rahmen der Konsensbeurteilung davon aus, der 

Beschwerdeführer sei vom 1. Mai 2014 bis (25.) April 2017 sowohl in der angestammten als auch in 

einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Ab (26.) April 2017 sei der 

Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 70 % arbeitsfähig (IV-act. 345). 

Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, zum einen sei – gestützt auf die Einschätzungen 

seiner behandelnden Ärzte – von einer bloss 50%igen Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit auszugehen und zum anderen könne nicht auf den im vorerwähnten Gutachten festgelegten 

Zeitpunkt der Verbesserung seines Gesundheitszustands (hinsichtlich der rechten Hand) abgestellt 

werden.  

3.2 In diesem Zusammenhang ist vorab festzuhalten, dass gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens formgerecht eingeholten 

(Administrativ-)Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 

und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der 

Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen ist, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 

(BGE 137 V 227 E. 1.3.4). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen 

(Fach-)Person einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 

anderseits lässt es rechtsprechungsgemäss nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in 

Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 

Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. 

Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil diese wichtige 

– und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 3. März 2022, 

8C_461/2021, E. 4.1). Zu prüfen ist entsprechend nachfolgend, ob hinsichtlich der Restarbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers auf das Gutachten der SMAB vom 4. Oktober 2023 (IV-act. 345) abgestellt 

werden kann. 

3.3 Dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 1. Mai 2014 in seiner angestammten Tätigkeit 

als Bohrgehilfe nicht mehr arbeitsfähig ist, ist zwischen den Parteien – mit Blick auf die 

übereinstimmenden Beurteilungen der involvierten Mediziner hinsichtlich des Vorliegens einer 

funktionellen Einhändigkeit (vgl. dazu insbesondere die Diagnosestellung einer vollständigen 

Aufhebung der Handfunktion rechts im Gutachten der SMAB [IV-act. 345-7 Ziff. 4.3]) – zu Recht 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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14/22 

unumstritten. Die nachstehenden Ausführungen beziehen sich somit einzig auf die Arbeitsfähigkeit in 

einer angepassten Tätigkeit, die es im Folgenden zu prüfen gilt. 

3.4 Hinsichtlich des qualitativen Ausmasses der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, d.h. den 

Anforderungen an eine optimal leidensangepasste Tätigkeit, erfüllt das Gutachten der SMAB vom 

4. Oktober 2023 (IV-act. 345-9) die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an den Beweiswert 

eines versicherungsexternen Gutachtens (vgl. dazu nochmals vorstehende E. 2.3 und 3.2) ohne 

Weiteres. Namentlich berücksichtigen die Gutachter die vom Beschwerdeführer in Bezug auf die 

jeweiligen Fachgebiete geklagten Leiden (namentlich den vorerwähnten [E. 3.3] Funktionsverlust der 

rechten Hand sowie die aufgrund des Bizepssehnenrisses vom November 2021 neu aufgetretenen 

Einschränkungen des linken Arms), tragen den Vorakten umfassend Rechnung und beruhen ihre 

Einschätzungen überdies auf persönlichen Untersuchungen. Darauf kann somit abgestellt werden, 

zumal auch der Beschwerdeführer keine weiteren Einschränkungen in qualitativer Hinsicht geltend 

macht. Es ist somit von folgendem Zumutbarkeitsprofil auszugehen: "Keine Tätigkeiten mit rechtem 

Arm. Möglich ist das Heben und Tragen von Lasten bis 10 kg mit dem linken Arm, kein Ersteigen von 

Leitern und Gerüsten, keine Dauerbelastung des linken Arms durch repetitive Tätigkeit, keine 

Tätigkeiten mit Anforderungen an Feinmotorik und Koordination stellen. Ein Umgang mit 

Gefährdungsfaktoren ist ebenso auszuschliessen. Keine Exposition zu Kälte, Hitze oder Vibration (kein 

ungeschützter Ausseneinsatz)." 

3.5 Hinsichtlich des quantitativen Ausmasses der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gingen die 

Gutachter der SMAB davon aus, der Beschwerdeführer sei nach dem Unfallereignis vom 1. Mai 2014 

zunächst zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Seit dem Behandlungsabschluss hinsichtlich der rechten 

Hand sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 70 % arbeitsfähig (IV-act. 345-

10; zum genauen zeitlichen Verlauf vgl. nachfolgende E. 3.6). 

3.5.1 In Bezug auf die nach dem Unfallereignis zunächst bestehende vollumfängliche 

Arbeitsunfähigkeit (bis zum Behandlungsabschluss hinsichtlich der rechten Hand) kann – mit Blick auf 

die übrigen medizinischen Akten, insbesondere die übereinstimmende Einschätzung der Gutachter der 

estimed AG vom 19. Dezember 2018 (IV-act. 138-61 f.; vgl. in diesem Zusammenhang im Besonderen 

das handchirurgischen Teilgutachten von Dr. L.___ vom 21. Dezember 2017 [IV-act. 138-84 ff.]) sowie 

Dr. J.___ im handchirurgischen Gutachten vom 10. Mai 2019 (IV-act. 187-10 f.) – wiederum ohne 

Weiteres davon ausgegangen werden, dass dieser Einschätzung Beweiswert zukommt (vgl. dazu 

nochmals vorstehende E. 2.3 und 3.2). Die zunächst bestehende volle Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers ist zwischen den Parteien somit zu Recht unumstritten und es ist überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen, dass der Beschwerdeführer vom 1. Mai 2014 bis (mindestens) 25. April 

2017 vollständig arbeitsunfähig war. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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15/22 

3.5.2 Die gutachterliche Einschätzung der SMAB, dass anschliessend (nach Behandlungsabschluss 

hinsichtlich der rechten Hand; vgl. zum genauen zeitlichen Verlauf nachfolgende E. 3.6) wieder eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, bestreitet der Beschwerdeführer hingegen. Es sei von einer 

Arbeitsfähigkeit von bloss 50 % auszugehen (act. G 1-6 f. zweiter Absatz; zu der vom 

Beschwerdeführer ebenfalls aufgeworfenen Frage der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit vgl. 

nachfolgende E. 4). 

3.5.3 Entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers (act. G 1-8) ergeben sich aus der 

vorliegenden Aktenlage keine Hinweise darauf, dass die Gutachter der SMAB im Rahmen ihrer 

Gesamtbeurteilung der Restarbeitsfähigkeit eine Beeinträchtigung des Arbeitstempos aufgrund der 

Adominanz der funktionell zur Verfügung stehenden linken Hand nicht (genügend) berücksichtigt 

hätten. Zwar hatte die Neurologin die in ihrem Teilgutachten attestierte Einschränkung im Umfang von 

30 % auf einen erhöhten Pausenbedarf sowie ein verlangsamtes Arbeitstempo zurückgeführt (IV-act. 

345-87), während die vom Handchirurgen in seinem Teilgutachten attestierte Einschränkung von 30 % 

(IV-act. 345-100) sowie auch die 30%ige Gesamt-Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der 

Konsensbeurteilung (IV-act. 345-10 Ziff. 4.7) nur mit einem erhöhten Pausenbedarf begründet wurde. 

Indessen geht aus der Begründung der Gesamt-Arbeitsunfähigkeit hervor, dass die Gutachter im 

Rahmen der Konsensbeurteilung eine mögliche Addition der handchirurgisch sowie neurologisch 

begründeten Arbeitsunfähigkeiten von jeweils 30 % darum verworfen haben, weil die neurologische und 

handchirurgische Einschränkung jeweils dasselbe Körperteil betrifft und die gleichen Zeitabschnitte für 

Pausen und Erholung genutzt werden können (vgl. IV-act. 345-9 Ziff. 4.5). Da auch keine Hinweise 

darauf vorliegen, dass sich das verlangsamte Arbeitstempo des Beschwerdeführers aufgrund der 

Adominanz der funktionell zur Verfügung stehenden linken Hand in einer angepassten Tätigkeit (ohne 

Anforderungen an Feinmotorik und Koordination) zusätzlich, d.h. über die 30 % hinaus, 

leistungsmindernd auswirken würde, kann somit auf die Beurteilung der Gesamt-Arbeitsfähigkeit 

gemäss SMAB-Gutachten vom 4. Oktober 2023 abgestellt werden, zumal es eine spezifisch 

medizinische Problematik und Einschätzung darstellt, ob sich die einzelnen aus mehreren 

Behinderungen resultierenden Einschränkungsgrade summieren und in welchem Masse, von der das 

Gericht rechtsprechungsgemäss grundsätzlich nicht abrückt (Urteil des Bundesgerichts vom 

26. Oktober 2020, 8C_483/2020, E. 4.1 mit Hinweis).  

3.5.4 Am Beweiswert der Einschätzung der Gutachter der SMAB hinsichtlich der 70%igen 

Restarbeitsfähigkeit vermag auch der Verweis des Beschwerdeführers auf die Ergebnisse der 

dreimonatigen Abklärung in der Rehaklinik Bellikon, welche eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ergeben 

habe (act. G 1-6 zweiter Absatz), nichts zu ändern. Insbesondere ergibt sich eine entsprechende 

Aussage entgegen dem Dafürhalten des Beschwerdeführers aus den Berichten der Rehaklinik Bellikon 

vom 16. Dezember 2022 (IV-act. 305) und 27. Januar 2023 (IV-act. 312) nicht. Vielmehr geht aus dem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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16/22 

Bericht vom 27. Januar 2023 hervor, dass – nachdem aufgrund der Schmerzen im linken Arm/der linken 

Hand sowie der damit einhergehenden starken Verlangsamung des Arbeitstempos nicht sämtliche 

geplanten Tätigkeitsbereiche eruiert oder der Einsatz von Hilfsmittel erprobt werden konnten – die 

Massnahme abgeschlossen wurde, ohne dass eine abschliessende Leistungseinschätzung erfolgen 

konnte. Abschliessend wurde im Bericht sodann festgehalten, dass eine Rückkehr in den ersten 

Arbeitsmarkt an eine Verweistätigkeit nicht realistisch erscheine (IV-act. 312-2 f.). Zudem waren den 

Gutachtern der SMAB die Abklärungsergebnisse der Rehaklinik Bellikon bekannt (vgl. den Aktenauszug 

in IV-act. 345-33 ff.) und sind diese im Rahmen der Teilgutachten auch berücksichtigt worden (vgl. IV-

act. 345-45, 345-86, 345-97). Schliesslich ist in Bezug auf die Beurteilung der Rehaklinik Bellikon 

festzuhalten, dass offenbar keinerlei kritische Auseinandersetzung mit den subjektiv geschilderten 

Beschwerden/Einschränkungen des Beschwerdeführers stattgefunden hat. Im Rahmen des 

orthopädischen Gutachtens wurde denn auch explizit festgehalten, die Einschätzung der Rehaklinik 

Bellikon könne nicht nachvollzogen werden, da im Bericht keinerlei Untersuchungsbefunde zu den 

Bewegungseinschränkungen dokumentiert worden seien (IV-act. 345-46). Sowohl im orthopädischen 

als auch im neurologischen Teilgutachten der SMAB fand hingegen eine kritische Auseinandersetzung 

mit den subjektiven Angaben des Beschwerdeführers statt, wobei in beiden Fällen im Ergebnis 

Inkonsistenzen hinsichtlich der subjektiven Angaben des Beschwerdeführers festgehalten wurden (IV-

act. 345-45 und IV-act. 345-83). Unter diesen Umständen ist die Diskrepanz der gutachterlichen 

Einschätzung der SMAB zu derjenigen der Rehaklinik Bellikon – sofern eine solche mit Blick auf die 

vorerwähnte fehlende Erwähnung einer solchen in den Berichten überhaupt tatsächlich besteht – ohne 

Weiteres erklärbar.  

3.5.5 Soweit der Beschwerdeführer in seinen Rechtsschriften schliesslich wiederholt darauf hinweist, 

dass die Suva von einer (bloss) 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgegangen sei, 

vermag er daraus ebenfalls nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da zwischen den beiden 

Versicherungszweigen bzw. deren Entscheiden keine Bindungswirkung besteht (BGE 133 V 553 ff. E. 

6). 

3.5.6 Somit steht überwiegend wahrscheinlich fest, dass der Beschwerdeführer – seit dem 

Behandlungsabschluss hinsichtlich der rechten Hand (vgl. dazu auch nachfolgende E. 3.6) – aus 

medizinisch-theoretischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 70 % arbeitsfähig ist (zur 

Frage der Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit vgl. nachfolgende E. 4).  

3.6 In zeitlicher Hinsicht gingen die Gutachter der SMAB schliesslich davon aus, die Veränderung 

des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers bzw. die 70%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. dazu 

vorstehende E. 3.5) sei im April 2017 eingetreten (IV-act. 345). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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17/22 

3.6.1 Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, der Behandlungsabschluss in Bezug auf seine 

rechte Hand sei erst mit der Materialentfernung am 20. Dezember 2017 (vgl. dazu Fremd-act. 212) bzw. 

drei Monate danach im März 2018 (vgl. zu dieser Einschätzung auch das handchirurgische Gutachten 

von Dr. J.___ vom 10. Mai 2019 [IV-act. 187-11]) erfolgt (act. G 1-5 Ziff. 4 letzter Absatz). Damit macht 

er in zeitlicher Hinsicht zumindest sinngemäss geltend, die teilweise Arbeitsfähigkeit bestehe erst seit 

März 2018. Diese Argumentation vermag indessen nicht zu überzeugen. Massgebend für die 

Beurteilung der – für den Rentenanspruch relevanten – Arbeitsfähigkeit bzw. des Zeitpunkts einer 

Veränderung derselben ist nämlich nicht die Frage, ob bzw. wann die letzte ärztliche Behandlung erfolgt 

ist. Massgebend ist einzig, ob eine Veränderung des Gesundheitszustands dahingehend eingetreten 

ist, dass sich die funktionellen Einschränkungen in qualitativer oder quantitativer Weise verändert 

haben. Mit Blick auf den Bericht seines behandelnden Handchirurgen Dr. I.___ vom 26. April 2017, in 

welchem dieser dem Beschwerdeführer wieder ein 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert, macht der 

Beschwerdeführer jedoch zu Recht nicht geltend, dass erst die Materialentfernung im Dezember 2017 

zu einer Verbesserung seines Gesundheitszustands bzw. der funktionellen Einschränkungen geführt 

habe. Auch sonst ergeben sich aus den medizinischen Akten keine Hinweise auf eine erst im Dezember 

2017 eingetretene Verbesserung. Vielmehr hat bereits Dr. L.___ in seinem handchirurgischen 

Teilgutachten vom 21. Dezember 2017 – in Kenntnis des vorerwähnten Berichts von Dr. I.___ vom 

26. April 2017 (vgl. dazu den Aktenauszug in IV-act. 138-41) – festgehalten, die früheren Bemessungen 

der Arbeitsfähigkeit könnten nachvollzogen werden (IV-act. 138-91). Eine anderweitige Einschätzung 

des zeitlichen Verlaufs der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergibt sich insbesondere auch nicht 

aus der Beurteilung von Dr. K.___ vom 28. Januar 2020 (IV-act. 211-3 ff.; Dr. K.___ beschränkt sich im 

Wesentlichen auf Ausführungen zum Ausmass der qualitativen und quantitativen Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und äussert sich nicht zum zeitlichen Verlauf derselben). Nach 

Gesagtem kann hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs der Arbeits(un)fähigkeit des Beschwerdeführers 

bzw. des Eintritts einer Verbesserung auf das Gutachten der SMAB vom 4. Oktober 2023 abgestellt 

werden und ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass diese per 26. April 2017 

eingetreten ist.  

3.6.2 Der Vollständigkeit halber kann zudem festgehalten werden, dass eine allfällige Verschlechterung 

des Gesundheitszustands bzw. Reduktion der Arbeitsfähigkeit aufgrund der Operation vom 

20. Dezember 2017 – wie auch die Beschwerdegegnerin korrekt ausführt (vgl. act. G 6-8) – lediglich 

vorübergehender Natur war und mithin bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit nicht weiter 

berücksichtigt werden muss. 

3.6.3 Gleiches gilt auch hinsichtlich der rund dreimonatigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers nach dem Bizepssehnenriss im November 2021 (vgl. dazu insbesondere den 

Austrittsbericht des Spitals M.___ vom 6. Januar 2022 [IV-act. 255-2]). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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18/22 

3.7 Zusammengefasst ist gestützt auf das überzeugende Gutachten der SMAB vom 4. Oktober 2023 

(IV-act. 345) überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer vom 1. Mai 

2014 bis 25. April 2017 zu 100 % arbeitsunfähig war und seit dem 26. April 2017 in einer angepassten 

Tätigkeit (vgl. zu den qualitativen Anforderungen vorstehende E. 3.4) wieder zu 70 % arbeitsfähig ist. 

4.  

Als nächstes ist die Verwertbarkeit dieser medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit zu prüfen. 

4.1 Massgeblich für die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG), der als theoretische Grösse durch ein gewisses Gleichgewicht 

zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften gekennzeichnet ist und einen Fächer 

verschiedenster Tätigkeiten aufweist. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Unverwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit ist erst anzunehmen, wenn die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form 

möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht 

realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. Dezember 2021, 8C_202/2021, E. 5.1 mit Hinweisen). Fehlt es an einer 

wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die 

einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet (BGE 138 V 460 E. 3.1 mit Hinweisen). Die 

Frage, ob die medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich noch verwertbar ist, bestimmt 

sich bezogen auf den Zeitpunkt, in welchem die medizinische Zumutbarkeit feststeht (BGE 138 V 461 f. 

E. 3.3 f.), d.h. vorliegend den Zeitpunkt des Gutachtens der SMAB vom 4. Oktober 2023 (IV-act. 345).  

4.2 Das Versicherungsgericht hat bereits im Entscheid vom 13. Dezember 2021 (IV 2020/140, E. 4; 

IV-act. 242) festgehalten, dass es – mit Blick auf den damals erfolgten Abschluss der beruflichen 

Massnahmen mangels Verwertbarkeit einer allfälligen Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers – 

stossend erscheine, das Rentenbegehren mit der dieser Einschätzung diametral entgegenstehenden 

Begründung abzuweisen, er könne in einer angepassten Tätigkeit ein rentenausschliessendes 

Einkommen erzielen. Dieselbe Problematik stellt sich nunmehr erneut im vorliegenden Verfahren: 

Wiederum wurde – gestützt auf die berufliche Abklärung in der Rehaklinik Bellikon von November 2022 

bis Januar 2023 (IV-act. 305 und 312) – ein Anspruch des Beschwerdeführers auf 

Eingliederungsmassnahmen mangels verwertbarer Leistungsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt 

abgelehnt (vgl. dazu den Vorschlag des Eingliederungsverantwortlichen vom 13. Februar 2023 [IV-act. 

316] sowie die anschliessende Mitteilung an den Beschwerdeführer vom 15. Februar 2023 [IV-act. 

318]). Und wiederum geht die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 6. Februar 2024 hinsichtlich 

des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers davon aus, die medizinisch-theoretisch attestierte 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei verwertbar (vgl. dazu IV-act. 358-2). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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19/22 

4.3 Aus den zuvor erfolgten internen Abklärungen bzw. Gesprächen der Beschwerdegegnerin ergibt 

sich, dass die Beschwerdegegnerin bzw. der intern zuständige Jurist davon ausging, dass es entgegen 

dem vorerwähnten Rückweisungsentscheid ausreiche, auf die rechtsprechungsgemäss für funktionell 

einhändige Personen noch als zumutbar erachteten Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten zu 

verweisen, ohne dass weitergehende Ausführungen zu den Betätigungsmöglichkeiten im Einzelnen 

erforderlich wären (vgl. das Besprechungsprotokoll vom 27. April 2023 [IV-act. 327-2]; vgl. dazu auch 

das Feststellungsblatt Rente, in welchem pauschal festgehalten wurde, die Adaptionskriterien würden 

Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten als funktionell Einhändiger nicht ausschliessen und die 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sei gegeben [IV-act. 350-5]). Zwar sind an die Konkretisierung 

von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen. Je 

restriktiver das medizinische Anforderungsprofil umschrieben ist, desto eingehender ist jedoch die 

Verwertbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt abzuklären und nachzuweisen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 5. November 2018, 9C_304/2018, E. 5.1. mit Hinweisen). Mit Blick auf die beim 

Beschwerdeführer vorliegenden Einschränkungen, welche sich aufgrund der zwischenzeitlich erlittenen 

Schulterverletzung links im Vergleich zum Zeitpunkt des Rückweisungsentscheids vom 13. Dezember 

2021 (IV 2020/140, E. 4; IV-act. 242) sogar noch verschärft haben (vgl. dazu vorstehende E. 3.4 f.), 

kann es im vorliegenden Fall – wie bereits im Entscheid vom 13. Dezember 2021 festgehalten – unter 

Berücksichtigung der plausiblen Ausführungen von Dr. K.___ in ihrer Beurteilung vom 28. Januar 2020 

(IV-act. 211-5 und 211- 8) sowie dem Schlussbericht vom 17. November 2016 zur BEFAS-Abklärung 

in Appisberg (vgl. dazu IV-act. 74, insbesondere S. 5 ff.) nicht als rechtsgenüglich ausgewiesen gelten, 

dass die von der Beschwerdegegnerin erwähnten Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten 

angesichts der konkreten gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers sowie auch 

seiner fehlenden Ausbildung und seiner Validenkarriere tatsächlich noch ausgeübt werden könnten. 

4.4 Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit haben denn auch die abklärenden Personen der 

Rehaklinik Bellikon in ihrem Bericht vom 27. Januar 2023 im Ergebnis verneint ("Aufgrund der gezeigten 

Leistung während der Massnahmen sowie den bestehenden körperlichen Einschränkungen und 

kognitiven Leistungsfähigkeiten und den daraus resultierenden notwendigen Anforderungen an einen 

möglichen Arbeitsplatz, gehen wir davon aus, dass Herr A.___ die Anforderungen des ersten 

Arbeitsmarktes nicht erfüllt" [IV-act. 312-2]). Da es in ihrem Bericht jedoch an einer nachvollziehbaren 

Begründung dieser Einschätzung fehlt, kann – wie auch bereits im Rückweisungsentscheid vom 

13. Dezember 2021 hinsichtlich der BEFAS-Abklärung in Appisberg (vgl. dazu IV-act. 74) sowie des 

damaligen Entscheids der Eingliederungsberatung (IV-act. 77-2 und 85) festgehalten – darauf nicht 

ohne Weiteres abgestellt und die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit damit verneint werden. 

4.5 Nach dem Gesagtem sind vorliegend – entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin – 

weiterhin zusätzliche berufsberaterische Abklärungen zu möglichen Tätigkeiten samt ihren 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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20/22 

behinderungsrelevanten Anforderungen und dem jeweiligen Lohnniveau notwendig. Gegebenenfalls 

wird die Beschwerdegegnerin – namentlich mit Blick auf die fehlenden/geringen Computerkenntnisse 

des Beschwerdeführers (vgl. dazu den Bericht der BEFAS Appisberg vom 17. November 2016 [IV-act. 

74-5]) – in der Folge zu prüfen haben, inwiefern mit beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine 

Verwertbarkeit der medizinisch-theoretischen Restarbeitsfähigkeit von 70 % auf dem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt erreicht werden kann. Erst danach wird sie über den Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers neu entscheiden können (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts vom 

5. November 2018, 9C_304/2018, E. 5.2.3). 

4.6 Da die Beschwerdegegnerin die mit Entscheid vom 13. Dezember 2021 (IV 2020/140) 

angeordneten und auch weiterhin notwendigen Abklärungen unterlassen hat, ist die angefochtene 

Verfügung in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 ATSG) ergangen. Sie ist deshalb als 

rechtswidrig aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung im Sinne der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

5.  

5.1 Abschliessend kann festgehalten werden, dass sich vorliegend angesichts der ausgewiesenen 

100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vom 1. Mai 2014 bis 25. April 2017 (vgl. dazu 

nochmals vorstehende E. 3.7) unabhängig von den weiteren zu tätigenden Abklärungen zumindest die 

vom 1. Mai 2015 (nach Ablauf des sogenannten Wartejahrs nach Art. 28 Abs. 1 IVG) bis 31. Juli 2017 

(Ablauf der Anpassungsfrist nach Art. 88a Abs. 1 IVV) zugesprochene befristete ganze Rente als 

begründet erweist.  

5.2 In Bezug auf einen möglichen Rentenanspruch des Beschwerdeführers über den 31. Juli 2017 

hinaus kann festgehalten werden, dass hinsichtlich der Berechnung des Invalideneinkommens – wie 

dies auch die Beschwerdegegnerin getan hat – grundsätzlich von einer medizinisch-theoretischen 

Restarbeitsfähigkeit im Umfang von 70 % (vgl. vorstehende E. 3.5.6) sowie einem Tabellenlohnabzug 

von 25 % auszugehen ist (der Tabellenlohnabzug ist zwischen den Parteien unbestritten und erscheint 

unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Tabellenlohnabzug bei 

funktionell Einhändigen, welche in ähnlichen Fällen bereits einen Abzug von 20 bis 25 % bestätigt hat, 

auch als angemessen [vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2012, 

8C_527/2012, E. 4.2.2.3, und vom 15. Juli 2020, 8C_151/2020, E. 6.1, je mit Hinweisen]). In Bezug auf 

das Valideneinkommen ist zwischen den Parteien strittig, ob die vom Beschwerdeführer vor seinen 

Unfall im Mai 2014 erzielten Überstunden und Provisionen weiterhin angefallen und ausbezahlt worden 

wären und mithin zu berücksichtigen sind (vgl. dazu u.a. die Ausführungen des Beschwerdeführers in 

act. G 1-8 Ziff. 6). Die Beschwerdegegnerin hat dies verneint und ist – gestützt auf die Angabe der 

ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers bzw. den Arbeitsvertrag vom 16. Dezember 2013 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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21/22 

(gültig ab 1. Januar 2014; Fremd-act. 1) – von einem Fixlohn von Fr. 65'000.-- jährlich (Fr. 5'000.-- x 

13) ausgegangen (vgl. dazu auch das Feststellungsblatt Rente [IV-act. 350-5]). Mindestens in diesem 

Umfang ist das Valideneinkommen somit ausgewiesen und erweist sich demnach auch die von der 

Beschwerdegegnerin zugesprochene Viertelsrente ab dem 1. August 2017 zumindest in diesem 

Umfang als begründet. Weitere Ausführungen zu den Vergleichseinkommen, insbesondere zur 

strittigen Höhe des Valideneinkommens, sowie dem genauen IV-Grad des Beschwerdeführers 

erübrigen sich an dieser Stelle jedoch, da mit Blick auf die notwendigen Abklärungen hinsichtlich der 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (vgl. vorstehende E. 4) ohnehin noch 

unklar ist, ob dem Beschwerdeführer überhaupt ein Invalideneinkommen angerechnet werden kann. 

5.3 Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen, aufgrund derer sich die mit Verfügung vom 

6. Februar 2024 zugesprochene befristete ganze sowie anschliessend unbefristete Viertelsrente 

mindestens in diesem Umfang als ausgewiesen erwiesen haben, ist im vorliegenden Fall ein Vorgehen 

gemäss BGE 137 V 314 – d.h. ein Hinweis auf eine allenfalls drohende Schlechterstellung bzw. die 

Möglichkeit zum Beschwerderückzug – nicht erforderlich (vgl. BGE 137 V 314 E. 3.2.4). 

6.  

6.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 

6. Februar 2024 dahingehend gutzuheissen, dass die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis 

IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit 

als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen (vgl. BGE 

132 V 235 E. 6.2). Folglich hat die Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 

6.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz 

der Parteikosten. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. 

Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen 

Umständen, namentlich nach Art und Umfang der notwendigen Bemühungen und der Schwierigkeit des 

Falles, bemessen (Art. 19 Abs. 1 HonO). In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint 

mit Blick auf die Bedeutung der Streitsache sowie den notwendigen Aufwand für die 

Beschwerdeführung bei durchschnittlichem Aktenumfang eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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22/22 

Entscheid 

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass die Verfügung vom 6. Februar 2024 aufgehoben 

und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung 

an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2.  

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der geleistete 

Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.02.2025
	Art. 28 IVG, Invalidenrente; faktische Einhändigkeit des Beschwerdeführers. Die anlässlich der beruflichen Abklärungen ermittelte Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten widerspricht derjenigen, welche der Rentenablehnung zugrunde gelegt wurde. Erneute Rückweisung zu weiteren Abklärungen zu möglichen Tätigkeiten samt ihren behinderungsrelevanten Anforderungen und dem jeweiligen Lohnniveau sowie anschliessend neuem Entscheid hinsichtlich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit und damit zusammenhängend auch des Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2025, IV 2024/55).

		2026-01-28T04:45:53+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen