# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d6fa8e3-1418-5399-b87b-dcf0e9829e6e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-05-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.05.2013 UV 2012/65, UV 2012/68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-65--UV-2012-_2013-05-22.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/65, UV 2012/68

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.09.2019

Entscheiddatum: 22.05.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 22.05.2013
Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückfallkausalität zu einem über 20 Jahre 
zurückliegenden Unfallereignis verneint. Ein natürlicher 
Kausalzusammenhang der heutigen Kniebeschwerden zur damaligen 
Meniskusläsion ist lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Mai 
2013, UV 2012/65 und UV 2012/68).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; a.o. Gerichtsschreiberin Annina Baltisser

Entscheid vom 22. Mai 2013

In Sachen

Helsana Versicherungen AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdeführerin,

und

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Walter Fritsche, Unterer Althof 1, 8854 Siebnen,

gegen

AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer, Stampfenbachstrasse 42, 8006 Zürich,

betreffend

Leistungspflicht

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war bei der B.___ angestellt und dadurch bei den Winterthur-Versicherungen 

(heute AXA Versicherungen AG, nachfolgend AXA) obligatorisch gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als er gemäss Unfallmeldung vom 15. Mai 1986 am 8. April 1986 

beim Versetzen von Holzpalisaden ausrutschte und sich am rechten Knie verletzte (act. 

UV 2012/65 A1, M1, M2). Gemäss Bericht des Spitals C.___ vom 20. Juni 1986 wurde 

eine Läsion des rechten lateralen Meniskus im Hinterhornbereich diagnostiziert und in 

der Folge eine Arthroskopie sowie anschliessend eine totale laterale Meniskektomie 

durchgeführt. Nachdem postoperativ eine Beinvenenthrombose aufgetreten war, wurde 

der Versicherte am 17. Juni 1986 in die hausärztliche Nachkontrolle entlassen (act. UV 

2012/65 M2, M4). Ab dem 18. Juni 1986 wurde ihm eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit 

attestiert; der Behandlungsabschluss durch den Hausarzt erfolgte am 12. Juli 1986 

(act. UV 2012/65 M5). Die AXA anerkannte ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis 

und erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

A.b  Seit April 1997 war der Versicherte bei der D.___ AG angestellt und bei der 

Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG (Nationale Suisse) 

unfallversichert. Aufgrund von seit dem Frühsommer 2003 bestehenden Schmerzen im 

linken Knie wurde am 29. August 2003 eine MRI-Untersuchung durchgeführt. Diese 

ergab eine Meniskopathie sowohl medial als auch lateral, medialseits mit deutlicher 

Volumenminderung des gesamten Meniskus sowie mit einer Rissbildung im Hinterhorn, 

lateralseits lediglich mit einer trophischen Störung (act. UV 2012/65 M15). Am 26. 

September 2003 wurde der Versicherte von Dr. med. E.___, Facharzt FMH für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kantonales 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Spital C.___, operiert (Arthroskopie links, arthroskopische mediale und laterale 

Teilmeniskektomie links mit Plicateilresektion; act. UV 2012/65 M17).

A.c  Am 3. November 2006 verdrehte sich der Versicherte gemäss Unfallmeldung vom 

6. November 2006 beim Tragen einer Granitpalisade das rechte Knie (act. UV 2012/65 

G 1.4). Die Erstbehandlung erfolgte am 4. November 2006 bei Dr. med. F.___, Facharzt 

FMH für Allgemeine Innere Medizin. Ein am 10. November 2006 durchgeführtes MRI 

ergab einen deutlich verkürzten Aussenmeniskus mit Einriss des Hinterhorns, eine 

fortgeschrittene laterale Gonarthrose sowie eine mässiggradige 

Femoropatellararthrose, einen Kniegelenkerguss und eine Knochenzyste der distalen 

Femurdiaphyse (act. UV 2012/65 M14). Am 21. Dezember 2006 wurde der Versicherte 

in der Klinik I.___ von Dr. med. G.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, operiert. Gemäss Operationsbericht gleichen 

Datums erfolgte eine arthroskopische Nachresektion des lateralen Meniskus mit 

Débridement und partieller Synovektomie mit Hoffateilresektion medial und lateral 

rechts (act. UV 2012/65 M11, M12). Die National erbrachte die gesetzlichen Leistungen 

für dieses Unfallereignis.

A.d  In der Stellungnahme vom 17. Februar 2007 führte Dr. med. H.___, Fachärztin 

FMH für Allgemeine Innere Medizin, Vertrauensärztin (SGV), aus, die in der 

Arthroskopie vom 21. Dezember 2006 beschriebenen Veränderungen seien mit stark 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht Zeichen einer neuen Verletzung, sondern auf 

den Vorzustand zurückzuführen, sie seien klassisch für eine ausgeprägte Arthrose nach 

der vorherigen Operation. Der Status quo sine sei nach ca. 8 bis 12 Wochen erreicht 

(act. UV 2012/65 G 1.8).

A.e  Mit Verfügung vom 30. November 2007 stellte die Nationale Suisse ihre Leistungen 

per 28. Februar 2007 mit der Begründung ein, die Kniebeschwerden des Versicherten 

stünden ab 1. März 2007 nicht mehr im kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 

3. November 2006, sondern seien auf unfallfremde Faktoren zurückzuführen (act. UV 

2012/65 G 1.6). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Nationale 

Suisse mit Einspracheentscheid vom 17. Juni 2008 ab (act. UV 2012/65 G 1.7).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.f Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, stellte in den Berichten vom 12. Juli 2007 folgende Diagnosen: 

Eine symptomatische, lateralbetonte Pangonarthrose rechts bei Status nach 

Kniearthroskopie, Nachresektion lateraler Meniskus, Débridement, partielle 

Synovektomie, Hoffa-Teilresektion medial und lateral am 21. Dezember 2006 bei 

Kniedistorsion vom 3. November 2006, einen Status nach arthroskopischer lateraler 

Teilmeniskektomie links 2002 sowie eine chronische Lumbago mit pseudoradikulärer 

Schmerzausstrahlung Bein rechts bei degenerativer Veränderungen L2 bis S1 sowie 

kleiner medianer Diskushernie L5/S1 (act. UV 2012/65 M8-7 ff.).

A.g  Am 5. September 2008 führte Dr. med. K.___, Facharzt FMH für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, beim Versicherten die 

Implantation einer Knie-Totalprothese rechts (Hybrid) durch (act. UV 2012/65 M24). In 

den Berichten vom 13. Februar 2009 und 14. August 2009 diagnostizierte Dr. K.___ 

einen Status nach Knie-Totalprothese rechts am 5. September 2008 (Hybrid) sowie 

deutliche degenerative Veränderungen der LWS (act. UV 2012/65 M7).

A.h  Im Schreiben vom 5. November 2009 ersuchte der Rechtsvertreter des 

Versicherten, Rechtsanwalt Walter Fritsche, Siebnen, die AXA um Anerkennung eines 

Rückfalls oder von Spätfolgen zum Unfall vom 8. April 1986 und um Erbringung der 

gesetzlichen Leistungen. Bei den Schäden am rechten Knie handle es sich um typische 

Spätfolgen der am 6. Mai 1986 erfolgten Meniskektomie (act. UV 2012/65 G 1.9).

A.i Mit Schreiben vom 20. Mai 2010 teilte die AXA dem Rechtsvertreter des 

Versicherten mit, aufgrund des Unfalls von 1986 seien ausschliesslich die 

Beschwerden des linken Knies Gegenstand ihrer Leistungspflicht gewesen. Es könne 

nicht nachgewiesen werden, dass die jetzigen Einschränkungen des rechten Knies mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 8. April 1986 zurückzuführen 

seien. Die Unfallkausalität sei nicht erstellt (act. UV 2012/65 A18). Mit Einwand vom 27. 

Mai 2010 gab der Rechtsvertreter des Versicherten an, es treffe nicht zu, dass beim 

Unfall vom 8. April 1986 das linke Knie geschädigt worden sei, auch damals sei das 

rechte Knie betroffen gewesen (act. UV 2012/65 A19). Daraufhin teilte die AXA dem 

Rechtsvertreter des Versicherten am 24. November 2010 mit, nach erneuter 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Überprüfung der Aktenlage sei von einem Rückfall auszugehen. Die entsprechenden 

Heilbehandlungen und Taggelder würden erbracht (act. UV 2012/65 A26).

A.j Mit Schreiben vom 21. März 2011 gab der Rechtsvertreter des Versicherten der 

AXA auf Anfrage an, zwischen den Unfällen von 1986 und 2006 habe der Versicherte 

immer wieder Beschwerden im rechten Knie gehabt. Trotzdem habe er immer 

gearbeitet und sei nicht in ärztlicher Behandlung gewesen (act. UV 2012/65 A42). Dr. 

med. L.___ führte als beratender Arzt der AXA im Bericht vom 5. April 2011 aus, es 

könne nicht davon ausgegangen werden, dass die im MRI vom 10. November 2006 

beschriebene laterale Hinterhornmeniskusläsion ausschliesslich auf das Unfallereignis 

vom April 1986 zurückzuführen sei. Das Ereignis von 2006 habe zu einer 

richtungsgebenden Verschlimmerung des Vorzustands geführt. Mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit hätte der Eingriff ohne das Ereignis von 2006 zu einem 

wesentlichen späteren Zeitpunkt durchgeführt werden müssen, wobei sich der exakte 

Zeitpunkt nicht bestimmten lasse (act. UV 2012/65 G 1.11).

A.k  Gestützt auf die Beurteilung von Dr. L.___ lehnte die AXA ihre Leistungspflicht mit 

Verfügung vom 2. Mai 2011 ab. Sicher sei, dass die Knie-Totalprothese vom 5. 

September 2008 ohne das Ereignis von 2006 nicht zu diesem Zeitpunkt hätte 

eingesetzt werden müssen, weshalb kein Rückfall zum Ereignis vom 8. April 1986 

vorliege (act. UV 2012/65 G 1.12).

B.

B.a  Gegen diese Verfügung erhoben der Krankenversicherer des Versicherten, die 

Helsana Versicherungen AG (nachfolgend: Helsana), und der Rechtsvertreter des 

Versicherten mit Eingaben vom 5. und 17. Mai 2011 (act. UV 2012/65 A48, A51) 

Einsprachen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter des Versicherten im 

Wesentlichen an, lediglich der schwere Vorzustand, welcher ausschliesslich durch den 

Unfall von 1986 verursacht worden sei, habe die gesamte nachfolgende 

Heilbehandlung bewirkt. Bei den Beschwerden des Versicherten handle es sich damit 

ohne jeden Zweifel um Spätfolgen des Unfalls von 1986. Die Helsana schloss sich in 

ihrer Einsprachebegründung vom 30. Mai 2011 vollumfänglich den Ausführungen des 

Rechtsvertreters des Versicherten an (act. UV 2012/65 A53).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.b  Im Bericht vom 18. Mai 2012 führte Dr. med. M.___, Facharzt FMH für 

Physikalische Medizin und Rehabilitation und Rheumatologie, als beratender Arzt der 

AXA aus, es sei möglich, dass es sich bei den Beschwerden, welche im August 2008 

zu einer Totalprothese geführt hatten, um einen Rückfall bzw. um Spätfolgen zum 

Unfall aus dem Jahre 1986 handle, unwahrscheinlich seien ein Rückfall bzw. 

Spätfolgen zum Unfall aus dem Jahre 2006. Überwiegend wahrscheinlich seien mit 

Bezug auf das rechte Kniegelenk degenerativ bedingte Beschwerden (act. UV 2012/65 

G 1.13a). Im Schreiben vom 13. Juli 2012 ergänzte Dr. M.___, dass die Veränderungen, 

die bereits vor dem Ereignis von 2006 bestanden haben, mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ebenfalls zur Notwendigkeit einer Prothese geführt hätten. Das 

Ereignis von 2006 habe den Verlauf vorübergehend verschlimmert und damit die 

Entwicklung ebenfalls vorübergehend beschleunigt, weshalb der Protheseneinsatz 

bereits im August 2008 (richtig: September 2008) notwendig geworden sei (act. UV 

2012/65 G 1.13b). Mit Stellungnahmen vom 26. und 27. Juni 2012 hielten die Helsana 

und der Versicherte an ihren Einsprachen fest (act. UV 2012/65 A65, A66).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 8. August 2012 wies die AXA die Einsprachen ab. 

Zur Begründung wurde im Wesentlichen angeführt, der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 8. April 1986 und den Beschwerden 

sei nicht mit dem nötigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, sondern 

nur möglicherweise gegeben. Mindestens ebenso wahrscheinlich sei eine degenerative 

Genese der Beschwerden, weshalb es sich nicht um einen Rückfall oder um 

Spätfolgen handle (act. UV 2012/65 G 1.14).

C.

C.a  Gegen diesen Einspracheentscheid richten sich die von der Helsana am 21. 

August 2012 und vom Versicherten am 3. September 2012 erhobenen Beschwerden 

(act. UV 2012/65 und act. UV 2012/68 G 1) mit den Anträgen, die Beschwerde sei 

gutzuheissen und der Einspracheentscheid vom 8. August 2012 aufzuheben. Zur 

Begründung führt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an, die degenerativen 

Veränderungen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilkausal zum 

Unfallereignis von 1986. Bei einer Teilkausalität sei der Unfallversicherer 

leistungspflichtig. Der Beschwerdeführer führt seinerseits zur Begründung an, die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kniearthrose als Folge der Meniskektomie sei eine Erfahrungstatsache und nach 

wissenschaftlichen Kriterien überwiegend wahrscheinlich. Es fehle bezüglich der 

Behauptung von Dr. M.___, die Schäden im rechten Knie seien überwiegend 

wahrscheinlich degenerativ bedingt, an jeglichem Beweis. Es sei festzuhalten, dass die 

degenerativen Veränderungen im linken Knie im Gegensatz zum rechten Knie bis heute 

keine Prothese erforderlich gemacht hätten. Im Weiteren komme die Nichteinholung 

eines medizinischen Gutachtens einer Verweigerung des rechtlichen Gehörs gleich.

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2012 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer, die Abweisung 

der beiden Beschwerden (act. UV 2012/65 und UV 2012/68 G 9). Zur Begründung wird 

im Wesentlichen angeführt, aufgrund der medizinischen Abklärungen stehe fest, dass 

eine unfallkausale Ursache der arthrotischen Veränderungen im rechten Knie 

höchstens als möglich anzusehen sei. Die Ausführungen von Dr. M.___ seien 

hinreichend und nachvollziehbar begründet und der Beweis für den krankhaften bzw. 

für einen degenerativen Zustand am rechten Knie sei erbracht. Weiter könne von einer 

Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ein medizinisches Gutachten einzuholen, keine 

Rede sein, da die medizinischen Berichte für eine zuverlässige medizinische 

Stellungnahme von Dr. M.___ ausgereicht hätten.

C.c  Am 28. November 2012 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers betreffend 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren bewilligt (act. G 

10).

C.d  Mit Schreiben vom 10. Januar 2013 verzichtet die Beschwerdeführerin auf eine 

einlässliche Replik, hält jedoch an ihrem Antrag fest (act. UV 2012/65 G 11). Mit Replik 

vom 14. Januar 2013 hält der Beschwerdeführer ebenfalls an seinen Anträgen fest (act. 

UV 2012/68 G 12). Darüber hinaus macht er geltend, die Beschwerdegegnerin habe die 

Unfallkausalität damals anerkannt, weshalb sie die Beweislast für das Dahinfallen des 

natürlichen Kausalzusammenhangs trage. Im Weiteren seien die Berichte der 

versicherungsinternen Mediziner widersprüchlich, weshalb die beantragte 

Begutachtung unabdingbar sei.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.e  In der Duplik vom 11. Februar 2013 hält die Beschwerdegegnerin vollumfänglich 

an ihrem Rechtsbegehren fest. Hinsichtlich der Replik des Beschwerdeführers führt sie 

im Weiteren aus, es sei ein Rückfall angemeldet worden, weshalb der 

Beschwerdeführer die Beweislast trage. Auch könne ohne Weiteres auf den Bericht von 

Dr. M.___ vom 18. Mai 2012 abgestellt werden, da dieser im Gegensatz zu den 

anderen Ärzten eine nachvollziehbare Begründung abgegeben habe (act. UV 2012/68 

G 14).

Erwägungen:

1. 

Beide Beschwerden richten sich gegen denselben Einspracheentscheid der 

Beschwerdegegnerin. Da es um denselben Sachverhalt und dieselben Rechtsfragen 

geht, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu 

erledigen (vgl. BGE 128 V 126 E. 1 und 128 V 194 E. 1, je mit Hinweisen).

2. 

Vorliegend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für den vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten Rückfall zu Recht verneint hat.

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsun­

fällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. Die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 

ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 

in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 

genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 

körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der 

Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ob zwischen 

einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung oder im 

Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 

Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

111 E. 2). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a; vgl. BGE 117 V 365 unten E. 5d/bb, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung).

2.2 Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei 

Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände darstellen (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Praxisgemäss handelt es sich bei einem 

Rückfall um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. 

vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es erneut zu ärztlicher Behandlung, mög­

licherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, während von Spätfolgen dann 

gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Lauf längerer Zeit organische 

oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem andersgearteten Krankheitsbild führen 

können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein in der Vergangenheit 

bestandenes Unfallereignis an. Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des 

(damaligen) Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut 

vorgebrachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang 

besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1, BGE 118 V 296 f. E. 2c).

2.3 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, BGE 122 V 158 E. 1a, je mit 

Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst 

die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Dabei gilt es zu 

beachten, dass je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem 

Auftreten der neuen gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 

Anforderungen an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen sind (vgl. das Urteil des Bundesgerichtes vom 7. 

Oktober 2011, 8C_389/2011, E. 5.2, mit Hinweisen). Selbstverständlich greift die 

genannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - 

das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. 

es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 

117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).

2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beschwerdegegnerin habe ihre 

Leistungspflicht für den Unfall vom 8. April 1986 anerkannt, weshalb sie auch die 

Beweislast für den Wegfall der Unfallkausalität trage (act. UV 2012/68 G 12). Da der 

Beschwerdeführer ab Juni 1986 wieder 100% arbeitsfähig war, der Abschluss der 

Behandlung am 12. Juli 1986 erfolgte (act. UV 2012/65 M5) und die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin seitdem keine Versicherungsleistungen ausgerichtet hat, liegt 

entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ein Rückfall vor. Entsprechend 

sind die in der vorstehenden E. 2.3 dargestellten Regeln zu Rückfällen und Spätfolgen 

anwendbar. Somit obliegt es dem Beschwerdeführer, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem ursprünglichen 

Unfallereignis von 1986 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen.

3. 

Die Parteien streiten darüber, ob zwischen den Kniebeschwerden des 

Beschwerdeführers, welche am 5. September 2008 rechts eine Knie-Totalprothese 

notwendig machten, und dem Unfall vom 8. April 1986 ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin verneint diese Frage 

insbesondere gestützt auf den Bericht ihres beratenden Arztes Dr. M.___ vom 18. Mai 

2012 (act. UV 2012/65 G 1.13a).

3.1 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Erachtet 

das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2, mit Hinweisen).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.2 Im Bericht vom 18. Mai 2012 führte Dr. M.___ aus, zum Zeitpunkt des Ereignisses 

im Jahre 2006 habe bereits eine fortgeschrittene, intraoperativ und 

kernspintomographisch eindeutig nachgewiesene laterale femorotibiale und 

patellofemorale Arthrose bestanden. Die damals ebenfalls festgestellte laterale 

Restmeniskushinterhornläsion hätte durchaus durch jenes Ereignis von 2006 

verursacht worden sein können, allerdings könne dies nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Ebenso gut hätte die Läsion degenerativ und 

vorbestehend sein können. Letztlich sei es der massive degenerative Vorzustand des 

rechten Kniegelenks gewesen, welcher in der Folge zur Notwendigkeit einer 

Kniearthroplastik geführt habe. Demnach sei einzig fraglich, ob das Unfallereignis von 

1986 geeignet gewesen sei, die schwere laterale Gonarthrose und 

Femoropatellararthrose zu verursachen. Da bei (teil-)meniskektomierten Kniegelenken 

im Verlauf eine Häufung von degenerativen Veränderungen festgestellt werde, lasse 

sich eine Kausalität nicht vollständig ausschliessen. Andererseits sei darauf 

hinzuweisen, dass der Versicherte an einer generalisierten Knorpeldegenerations­

erkrankung leide, indem auch im linken Knie eine Gonarthrose und zudem massive 

degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule objektiviert seien. Daraus lasse 

sich ableiten, dass eine unfallfremde, krankheitsbedingte Ursache der Gonarthrose 

rechts wahrscheinlicher sei als ein überwiegender Zusammenhang zum Ereignis von 

1986, insbesondere, nachdem über 20 Jahre auch unter körperlicher Schwerarbeit 

keine Beschwerden des rechten Kniegelenks vermeldet wurden. Somit sei es möglich, 

dass es sich bei den Beschwerden, welche im August 2008 zu einer Totalprothese 

geführt hätten, um einen Rückfall bzw. um Spätfolgen zum Unfall aus dem Jahre 1986 

handle, überwiegend wahrscheinlich seien jedoch degenerativ bedingte Beschwerden 

(act. UV 2012/65 G 1.13a).

3.3 Dr. M.___ legt in seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2012 umfassend und 

überzeugend dar, dass das Unfallereignis von 1986 lediglich möglicherweise 

(teil-)ursächlich für die Kniebeschwerden und die dadurch notwendig gewordene Knie-

Totalprothese vom 5. September 2008 ist. Dass krankheitsbedingte degenerative 

Veränderungen im Vordergrund stehen, ist aufgrund der Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer im Gartenbau tätig war und damit eine körperlich schwere Arbeit 

verrichtet hat, welche sich gerade durch eine häufige Belastung der Knie auszeichnet, 

nachvollziehbar; insbesondere, weil im Jahr 2003 auch im linken Knie ohne 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vergleichbares Unfallereignis Beschwerden auftraten. So diagnostizierte Dr. E.___ im 

Operationsbericht vom 27. September 2003 eine schwere Degeneration Hinterhorn 

lateraler Meniskus und führte aus, es habe sich "im Kompartiment eine schwere 

degenerative Auffaserung des grössten Teils des lateralen Hinterhorns" gezeigt (UV 

2012/65 M15). Hinzu kommen die mit den  Degenerationen im Kniebereich 

einhergehenden degenerativen Veränderungen im Bereich der Lendenwirbelsäule (vgl. 

die Berichte von Dr. K.___ vom 13. Februar 2009, 14. August 2009 und 22. Dezember 

2009, act. UV 2012/65 M6, M7, sowie die Berichte von Dr. J.___ vom 12. Juli 2010, act. 

UV 2012/65 M8-7 ff.).

3.4 Gegen eine überwiegend wahrscheinliche (Teil-)Ursächlichkeit des 

Unfallereignisses von 1986 spricht im Weiteren, dass zwischen dem Unfall vom 8. April 

1986 und der Rückfallmeldung vom 5. November 2009 (act. UV 2012/65 G 1.9) gemäss 

Aktenlage keine Behandlungen im Zusammenhang mit dem rechten Knie stattgefunden 

haben. Dass der Beschwerdeführer in dieser Zeit wegen des rechten Knies nie 

arbeitsunfähig war, bestätigt er darüber hinaus selbst (vgl. das Schreiben des 

Rechtsvertreters des Beschwerdeführers vom 21. März 2011, act. UV 2012/65 A42). 

Sodann wird in den medizinischen Akten bezüglich des rechten Knies ein "günstiger 

Verlauf" beschrieben. So führte Dr. E.___ im Bericht vom 16. September 2003 (act. UV 

2012/65 M16) aus, "Vor 15 Jahren Operation am rechten Knie, offenbar verzögerter 

Verlauf mit "viel Schmerz", heute aber günstiger Zustand". Dr. G.___ gab im Bericht 

vom 21. Dezember 2006 (act. UV 2012/65 M12) an, es liege ein "günstiger Verlauf nach 

der ersten arthroskopischen Intervention rechtes Knie" vor. Der Darstellung des 

Beschwerdeführers, er sei in den 20 Jahren nach dem Unfall nie beschwerdefrei 

gewesen, ist deshalb in Bezug auf das rechte Knie nicht bewiesen. Daran vermögen 

auch die Ausführungen des Rechtsvertreters, wonach sich der Beschwerdeführer beim 

Arzt wegen der Schmerzen im rechten Knie beklagt, dieser ihm jedoch entgegnet habe, 

dass dies bei einem dermassen stark geschädigten Knie normal sei (vgl. hierzu act. UV 

2012/68 G 1), nichts zu ändern, da das Vorliegen solcher Brückensymptome durch die 

Akten nicht belegt ist.

3.5 Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Ärzte Dr. H.___ und Dr. L.___ 

hätten in ihren Berichten die Ansicht vertreten, der Knieschaden des 

Beschwerdeführers sei Folge des Unfalles von 1986. In diesem Zusammenhang gilt es 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zu beachten, dass sich Dr. H.___ in ihrer Stellungnahme vom 17. Februar 2007 (act. UV 

2012/65 G 1.8) hauptsächlich mit dem Ereignis vom 3. November 2006 und dies­

bezüglich mit der Frage nach dem Status quo sine befasste. Bezüglich des Ereignisses 

von 1986 äusserte sie sich lediglich dahingehend, dass die in der Arthrosokopie vom 

21. Dezember 2006 beschriebenen Veränderungen auf den Vorzustand zurückzuführen 

und klassisch für eine ausgeprägte Arthrose nach der vorherigen Operation seien. 

Letzteres wird von Dr. M.___ sodann auch nicht bestritten, sondern er berücksichtigt in 

seiner Beurteilung die Häufung von degenerativen Veränderungen bei 

meniskektomierten Kniegelenken. Dr. L.___ führte seinerseits im Bericht vom 5. April 

2011 (act. UV 2012/65 G 1.11) aus, es könne nicht davon ausgegangen werden, dass 

die im MRI vom 10. November 2006 beschriebene laterale Hinterhornmeniskusläsion 

ausschliesslich auf das Unfallereignis vom April 1986 zurückzuführen sei. Schon 2006 

sei die posttraumatische Gonarthrose als Folge des Unfalls von 1986 berücksichtigt 

worden. Dabei enthält er sich, wie von der Beschwerdegegnerin dargelegt, jeglicher 

näheren Begründung und insbesondere einer schlüssigen Aussage zur Ursache des 

Vorzustandes. Sowohl der Bericht von Dr. H.___ vom 17. Februar 2007 als auch 

derjenige von Dr. L.___ vom 5. April 2011 vermögen somit entgegen der Argumentation 

des Beschwerdeführers die nachvollziehbare Beurteilung Dr. M.___s vom 18. Mai 2012 

nicht in Zweifel zu ziehen.

3.6 Nach dem Gesagten ist der schlüssig begründeten Beurteilung von Dr. M.___ zu 

folgen. Insgesamt und unter Berücksichtigung des grossen zeitlichen Abstandes 

zwischen dem Unfall und den heutigen Kniebeschwerden erscheint ein Rückfall zum 

Unfallereignis von 1986 lediglich als möglich.

4. 

Was den Antrag des Beschwerdeführers betrifft, die Angelegenheit sei zur 

Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, so ist 

diesem nicht stattzugeben. Bei der vorliegenden Ausgangslage sind von weiteren 

medizinischen Abklärungen respektive einem medizinischen Gutachten keine 

entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb von der Einholung eines 

externen Gutachtens abgesehen werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 

I 236 E. 5.3; BGE 134 I 148 E. 5.3 und BGE 124 V 94 E. 4b).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5. 

Soweit der Beschwerdeführer bezüglich der Rückfallanerkennung der 

Beschwerdegegnerin (vgl. das Schreiben vom 24. November 2010, act. UV 2012/65 

A26) Vertrauensschutz geltend macht, bleibt festzuhalten, dass sich der 

Beschwerdeführer vorliegend schon mangels Vertrauensgrundlage nicht auf den 

Vertrauensschutz berufen kann. Da somit wenigstens eine der kumulativ zu erfüllenden 

Voraussetzungen nicht erfüllt ist, erübrigt sich die Prüfung der weiteren 

Voraussetzungen (vgl. zu den weiteren Voraussetzungen BGE 131 V 472 E. 5 mit 

Hinweisen).

6. 

Zusammenfassend ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den heute 

bestehenden Kniebeschwerden des Beschwerdeführers und dem Unfallereignis vom 8. 

April 1986 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erstellt. Damit hat der Beschwerdeführer die Folgen der 

Beweislosigkeit zu tragen und die Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht aus 

der obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint.

6.1 Da der natürliche Kausalzusammenhang nach dem Gesagten zu verneinen ist, 

erübrigt sich eine Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs.

7. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden gegen den 

Einspracheentscheid vom 8. August 2012 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerden vom 21. August 2012 (UV 2012/65) und vom 3. September 2012 

(UV 2012/68) werden abgewiesen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 22.05.2013
	Art. 6 UVG, Art. 11 UVV: Rückfallkausalität zu einem über 20 Jahre zurückliegenden Unfallereignis verneint. Ein natürlicher Kausalzusammenhang der heutigen Kniebeschwerden zur damaligen Meniskusläsion ist lediglich möglich, nicht aber überwiegend wahrscheinlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Mai 2013, UV 2012/65 und UV 2012/68).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T10:42:31+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen