# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5668d777-e2f6-568b-948e-329f10ccb833
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-04-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.04.2020 C-1509/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1509-2020_2020-04-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1509/2020 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  3 0 .  A p r i l  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichter Christoph Rohrer, 

Gerichtsschreiber Milan Lazic. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ AG,  

vertreten durch Dr. iur. Thomas Eichenberger,  

Rechtsanwalt,und MLaw Claudio Helmle, Rechtsanwalt  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinär- 

wesen BLV, Schwarzenburgstrasse 155, 3003 Bern,   

vertreten durch das Institut für Virologie und Immunologie 

IVI, Impfstoffkontrolle, Sensemattstrasse 293,  

3147 Mittelhäusern,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Tierarzneimittel, Nichtverlängerung der Zulassung von  

B._______ (IVI Nr. […]),  

Verfügung vom 11. Februar 2020. 

 

 

 

C-1509/2020 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), 

handelnd durch das Institut für Virologie und Immunologie (IVI; im Folgen-

den auch: Institut) mit Verfügung vom 11. Februar 2020 das Gesuch der 

A._______ AG (im Folgenden: Beschwerdeführerin) vom 23. September 

2019 um Verlängerung der Zulassung des Präparates B._______ (IVI Nr. 

[…]) unter Gebührenauflage von Fr. 600.- abgewiesen und dabei festge-

halten hat, die Zulassung des Arzneimittels erlösche per 31. März 2020 

(vgl. Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 1 Beilage 

1), 

dass die Beschwerdeführerin, vertreten durch die Rechtsanwälte 

Dr. Thomas Eichenberger und Claudio Helmle, hiergegen mit Eingabe vom 

13. März 2020 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und 

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge – beantragen liess, die Verfü-

gung vom 11. Februar 2020 sei aufzuheben und die Zulassung für 

B._______ (IVI Nr. […]) sei unbefristet zu verlängern; eventualiter sei die 

Verfügung vom 11. Februar 2020 aufzuheben und die Streitsache an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese im Sinne der Erwägungen über 

die unbefristete Verlängerung der Zulassung B._______ neu verfügen 

könne (vgl. BVGer-act. 1), 

dass die Beschwerdeführerin im Weiteren den Verfahrensantrag stellen 

liess, die Vorinstanz sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme dazu zu 

verpflichten, «die Zulassung für B._______ bis zum rechtskräftigen Ab-

schluss des Beschwerdeverfahrens und bis zur rechtskräftigen Erteilung 

der Zulassungsverlängerung zu verlängern» (vgl. BVGer-act. 1), 

dass der Vorinstanz mit Instruktionsverfügung vom 18. März 2020 auf-

grund der ausserordentlichen Umstände eine kurze, nicht erstreckbare 

Vernehmlassungsfrist bis zum 25. März 2020 gesetzt wurde, um dem Ge-

richt innert dieser Frist eine Stellungnahme zum Gesuch um Anordnung 

einer vorsorglichen Massnahme einzureichen (vgl. BVGer-act. 3), 

dass die Beschwerdeführerin den mit Zwischenverfügung vom 18. März 

2020 einverlangten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.- am 25. März 2020 be-

zahlt hat (vgl. BVGer-act. 2 und 12), 

dass die Vorinstanz mit Eingabe vom 25. März 2020 dem Bundesverwal-

tungsgericht eine Kopie ihrer Wiedererwägungsverfügung vom 25. März 

2020 zukommen liess, mit welcher sie unter anderem die angefochtene 

C-1509/2020 

Seite 3 

Verfügung vom 11. Februar 2020 aufgehoben und die Zulassungsbewilli-

gung für B._______ (IVI Nr. […]) aufgrund der geltenden ausserordentli-

chen Lage zur Gewährleistung der Versorgung der Tiere mit Tierarzneimit-

teln in der Schweiz (vorläufig) bis zum 31. März 2021 verlängert hat, und 

im Weiteren – ohne dabei Anträge zu stellen – mitteilte, die neue Verfügung 

sei am 25. März 2020 zu Handen der Rechtsvertretung der Beschwerde-

führerin der Post aufgegeben worden (vgl. BVGer-act. 10), 

dass in der Folge mit Zwischenverfügung vom 27. März 2020 das Gesuch 

um Erlass vorsorglicher Massnahmen als gegenstandslos geworden abge-

schrieben und der Beschwerdeführerin ein Doppel der Eingabe der Vor-

instanz vom 25. März 2020 inkl. einer Kopie der Wiedererwägungsverfü-

gung vom 25. März 2020 zur Kenntnisnahme gebracht wurde (BVGer-

act. 11), 

dass der Beschwerdeführerin gleichzeitig Gelegenheit gegeben wurde, 

dem Bundesverwaltungsgericht innert 30 Tagen ab Erhalt dieser Verfügung 

mitzuteilen, ob das Beschwerdeverfahren infolge Gegenstandslosigkeit ab-

geschrieben werden könne oder ob sie an der Beschwerde festhalte, wobei 

sie im Falle des Festhaltens an der Beschwerde zur eingehenden Begrün-

dung aufgefordert wurde (BVGer-act. 11), 

dass zudem darauf hingewiesen wurde, dass das Beschwerdeverfahren 

weitergeführt werde, sollte beim Bundesverwaltungsgericht innert der Frist 

von 30 Tagen keine Stellungnahme eingehen (BVGer-act. 11), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. April 2020 einerseits 

mitteilen liess, die Wiedererwägungsverfügung vom 25. März 2020 werde 

nicht angefochten, andererseits beantragen liess, das Verfahren sei als ge-

genstandslos geworden abzuschreiben und es sei entsprechend dem mut-

masslichen Ausgang des Verfahrens, und weil die Vorinstanz die Gegen-

standslosigkeit bewirkt habe, auf die Verlegung von Verfahrenskosten zu 

verzichten (vgl. BVGer-act. 15),  

dass sie überdies mitteilen liess, auf die Geltendmachung von Parteikosten 

werde hiermit verzichtet (vgl. BVGer-act. 15), 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungsge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 1732.32) Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 

über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern 

keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt, 

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Seite 4 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, zu 

welchen auch das dem Eidgenössischen Departement des Innern unter-

stellte Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen gehört, 

das im Bereich des Heilmittelrechts zum Vollzug der Bestimmungen über 

die Zulassung zum Inverkehrbringen immunologischer Arzneimittel für den 

tierärztlichen Gebrauch zuständig ist (vgl. Art. 82 Abs. 1 des Heilmittelge-

setzes vom 15. Dezember 2000 [HMG, SR 812.21] i.V.m. Art. 80 Bst. a der 

Verordnung vom 21. September 2018 über die Arzneimittel [VAM, 

SR 812.212.21]), wobei mit der Durchführung betreffend Impfstoffe für 

Tiere das dem Bundesamt als Kompetenzzentrum dienende Institut für Vi-

rologie und Immunologie betraut ist (vgl. Art. 12 Abs. 4 der Organisations-

verordnung für das Eidgenössische Departement des Innern vom 28. Juni 

2000 [OV-EDI, SR 172.212.1]),  

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Heilmittelrechts vor Bun-

desverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Art. 84 Abs. 1 HMG), mithin 

das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig ist, 

dass die Vorinstanz in Anwendung von Art. 58 Abs. 1 VwVG ihren ur-

sprünglichen Entscheid bis zu ihrer Vernehmlassung in Wiedererwägung 

ziehen kann, 

dass die Beschwerdeinstanz die Behandlung der Beschwerde fortzusetzen 

hat, soweit diese durch die neue Verfügung der Vorinstanz nicht gegen-

standslos geworden ist (Art. 58 Abs. 3 VwVG), 

dass die Vorinstanz mit Wiedererwägungsverfügung vom 25. März 2020 

(BVGer-act. 10) das Nachfolgende verfügt hat: 

"1. Die beim Bundesverwaltungsgericht angefochtene Verfügung vom 11. Feb-

ruar 2020 betreffend die nicht gewährte Verlängerung der Zulassung für 

B._______ (IVI Nr.[…]) wird aufgehoben. 

2. Die Zulassung für B._______ (IVI Nr. […]) wird aufgrund der geltenden aus-

serordentlichen Lage gemäss Art. 7 EpG verlängert bis 31. März 2021. 

3. B._______ (IVI Nr. […]) untersteht weiterhin der behördlichen Chargenfrei-

gabe gemäss Art. 17 HMG. 

4. Im Rahmen der gesetzlichen Chargenprüfung können die Anforderungskrite-

rien und Spezifikationen im Detail überprüft werden. Es können mittels unab-

hängiger Laborprüfungen und unter zu Hilfenahmen der Herstellermethoden 

die Spezifikationen durch die zuständigen Behörden überprüft werden. 

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Seite 5 

5. Es ist bis zum 31. November 2020 eine produktspezifische Inspektion in Ko-

operation mit den zuständigen Inspektoraten durchzuführen. 

6. Die Gebühr für die Verlängerung der Zulassung beträgt Fr. 600.-" 

dass die Vorinstanz demzufolge mit Wiedererwägungsverfügung vom 

25. März 2020 insbesondere die im vorliegenden Verfahren angefochtene 

Verfügung vom 11. Februar 2020, mit welcher das Gesuch um Zulassungs-

verlängerung abgelehnt und das Erlöschen der Zulassung des Präparats 

B._______ per 31. März 2020 verfügt worden war, aufgehoben hat und die 

ersuchte Zulassungsbewilligung für B._______ (IVI Nr. […]) aufgrund der 

geltenden ausserordentlichen Lage zur Gewährleistung der Versorgung 

der Tiere mit Tierarzneimitteln in der Schweiz (vorläufig) bis zum 31. März 

2021 verlängert hat, 

dass die Vorinstanz mit Wiedererwägungsverfügung vom 25. März 2020 

insbesondere auch das Prüfverfahren wieder aufgenommen hat zur Beur-

teilung einer ordentlichen Verlängerung, d.h. – aufgrund der seit 1. Januar 

2019 in Kraft stehenden revidierten heilmittelrechtlichen Bestimmungen – 

einer unbefristeten Verlängerung der Zulassung von B._______ (IVI Nr. 

[…]), und hierzu die Beschwerdeführerin eingeladen hat, die zur eingehen-

den Prüfung erforderlichen Unterlagen einzureichen, 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. April 2020, welche der 

Vorinstanz mit vorliegendem Urteil zur Kenntnisnahme zuzustellen ist, die 

Abschreibung des Verfahrens beantragt sowie explizit auf eine Anfechtung 

der Wiedererwägungsverfügung vom 25. März 2020 verzichtet hat, mithin 

vorbehaltlos zum Ausdruck gebracht hat, dass sie an der Fortsetzung des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens kein Interesse mehr hat und dieses 

vollumfänglich gegenstandslos geworden sei (vgl. BVGer-act. 15), 

dass die Wiedererwägungsverfügung vom 25. März 2020 insbesondere im 

Ergebnis vollständig dem Eventualbegehren (Rechtsbegehren Ziffern 2) 

der Beschwerdeführerin entspricht, 

dass aufgrund des Dargelegten das Beschwerdeverfahren im einzelrich-

terlichen Verfahren als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden 

abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

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Seite 6 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 Satz 1 des Reg-

lements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass diese Regel analog für die Festsetzung einer allfälligen Parteient-

schädigung gemäss Art. 64 VwVG gilt (Art. 15 VGKE i.V.m. Art. 5 VGKE), 

dass die Beschwerdeführerin zutreffend darauf hinweist, dass die Vor-

instanz die Gegenstandslosigkeit herbeigeführt hat, habe doch die Be-

schwerde vom 13. März 2020 Anlass zur Wiedererwägung vom 25. März 

2020 gegeben, 

dass die Vorinstanz die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung 

vom 11. Februar 2020 sowie die (vorläufige) Verlängerung der Zulassungs-

bewilligung bis zum 31. März 2021 damit begründet, dies sei zur Gewähr-

leistung der Versorgung der Tiere mit Tierarzneimitteln in der Schweiz auf-

grund der geltenden ausserordentlichen Lage (Corona-Pandemie) erfolgt, 

wobei sie gleichzeitig eine erneute Prüfung der ordentlichen Verlängerung 

der Zulassungsbewilligung eingeleitet und die Beschwerdeführerin zur Ein-

reichung verschiedener Unterlagen aufgefordert hat (vgl. BVGer-act. 10),  

dass Vorinstanzen oder Beschwerde führenden und unterliegenden Bun-

desbehörden indes keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 63 

Abs. 2 VwVG), so dass vorliegend keine Verfahrenskosten zu erheben sind 

und der Beschwerdeführerin der am 25. März 2020 einbezahlte Kostenvor-

schuss von Fr. 5‘000.- zurückzuerstatten ist, 

dass im Weiteren die Beschwerdeführerin auf den beschwerdeweise erho-

benen Anspruch auf Parteientschädigung mit späterer Mitteilung vom 

16. April 2020 explizit verzichtet hat, weshalb ihr vorliegend keine Partei-

entschädigung zuzusprechen ist. 

 

 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite) 

  

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Seite 7 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 5'000.- wird der Beschwerdeführerin nach Ein-

tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde; Beilage: Kopie der Stel-

lungnahme der Beschwerdeführerin vom 16.4.2020) 

– das Eidgenössische Departement des Innern (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Christoph Rohrer Milan Lazic 

 

  

C-1509/2020 

Seite 8 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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