# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1cafe20-212d-5a03-bcda-b3256a9eab7c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 20.08.2014 ZK2 2013 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2013-27_2014-08-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 20. August 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 13 27 27. August 2014

Urteil 
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
RichterInnen Pritzi und Michael Dürst
Aktuarin Mosca

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X . _ _ _ _ _ S A , Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Andrea Mani, Obere Gasse 24, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Inn vom 22. April 2013, mitge-
teilt am 25. April 2013, in Sachen gegen die Beschwerdeführerin,

betreffend Ordnungsbusse,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Kontumazurteil des Bezirksgerichts Inn vom 9. März 2010, mitgeteilt am 
10. Juni 2010, wurde die X._____SA unter anderem verpflichtet, A._____ sel. ver-
schiedene Hölzer herauszugeben. Die dagegen von der X._____SA erhobene 
Beschwerde wurde vom Kantonsgericht von Graubünden mit Verfügung vom 18. 
August 2010, mitgeteilt am 6. September 2010, abgewiesen, soweit darauf einzu-
treten war. Das Bundesgericht trat auf die gegen diese Verfügung erhobene Be-
schwerde mit Urteil vom 16. Dezember 2010 nicht ein. 

B. Am 11. Januar 2011 ersuchte A._____ sel. den Einzelrichter am Bezirksge-
richt Inn um Vollstreckung des betreffenden Urteils. Mit Entscheid vom 31. Mai 
2011, ohne schriftliche Begründung mitgeteilt am 1. Juni 2011, auf Verlangen der 
X._____SA mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 4. Juli 2011, erkannte der 
Einzelrichter am Bezirksgericht Inn wie folgt:

„1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen.

2. Der gesuchsgegnerischen Partei wird gestützt auf das Urteil des Be-
zirksgerichtes Inn vom 9. März 2010, mitgeteilt am 10. Juni 2010 (Proz. 
Nr. 110-2008-7) richterlich befohlen, innerhalb von 20 Tagen seit Zu-
stellung dieses Entscheids die folgenden Hölzer der gesuchstellenden 
Partei herauszugeben:

Position Warenbezeichnung Menge

4 24 mm Lä-Klotz m3 1.54

24 mm Lä-Schalung m3 0.21

6 24/48 mm Zaunspelten, roh m3 1606.00
26/48 mm Zaunspelten, gehobelt m3 1713.10

30/50 mm Zaunspelten, roh m3 332.50

30/60 mm Zaunspelten, roh m3 156.00

26/70 mm Plöcke m3 138.00

35/50 mm Plöcke m3 100.00

45/50 mm Plöcke m3 128.00

7 30 mm Fö-Bretter m3 1.54
24 mm Fö-Bretter m3 9.11

9 24 mm Lä-Bretter, Sicht m3 7.45

10 30 mm Fi-Bretter, Sicht m3 8.27

11 24 mm Fi + Fö-Bretter, Astrein m3 11.63

12 20 mm Dachschalung US m3 4.41
18 80 mm Fi-Klotz m3 2.55

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19 100 mm Fi-Klotz m3 1.20

20 120 mm Fi-Klotz m3 0.96

21 40 mm Arven, 40/130 m3 3.35

23 40 mm Lattenholz m3 12.80

24 24 mm Lä-Schindelbretter m3 9.92

28 60/60 mm Latten m3 0.47

60/120 mm Latten m3 3.13

31 30 mm Fi-Parallel-Bretter m3 1.00

27 mm Fi-Parallel-Bretter, gehob. m3 1.35

34 24 mm Lä-Schindelbretter m3 0.86

40/50 mm Latten m3 3.51

35 24/48 mm Latten m3 0.31

38 30/200 Fi-Parallel-Bretter m3 2.13

39 45 mm Fi-Klotz m3 1.43

43 45 mm Lä-Klotz m3 1.94

45 24 mm Lä-Klotz m3 4.18

46 36 mm Fi-Klotz m3 0.68

47 24 mm Fi-Klotz m3 5.75

48 24 + 36 mm Arven-Klotz m3 0.68

51 + 52 20 mm Arventäfer m3 4.95

20 mm Fichtentäfer m3 1.02

53 20 mm Fastäfer m3 0.22

54 24 mm Vollholzplatten m3 0.60

18 mm Vollholzplatten m3 1.17

56 27 mm Fi-Bodenriemen m3 0.92

57 27 mm Fi-Bodenriemen m3 0.90

58 36 mm Fö-Parallel-Bretter m3 2.27

60 mm Lä-Parallel-Bretter m3 0.19

60 mm Fö-Klotzbretter m3 0.59

59 36 mm Fö-Parallel-Bretter m3 1.12

50 mm Lä-Sibirisch m3 0.23

60 30 mm Fö-Parallel-Bretter m3 0.46

61 24 mm Fö-Parallel-Bretter m3 3.11

62 20 mm Fö-Täfer m3 4.48

63 20 mm Fö-Täfer m3 5.47

64 20 mm Lä-Rhomboid m3 0.98

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19 mm Naturholzplatten 3-S m3 0.95

65 60/80 Riegellatten m3 2.51

40 mm Fi-Massivboden m3 2.77

27 mm Naturholzplatten 3-S m3 4.73

66 20 mm Fi-Täfer m3 5.54

67 20 mm Fi-Täfer m3 1.26

68 20 mm Fi-Täfer m3 3.10

69 30 mm Stirnbretter m3 3.84

3. Der Befehl gemäss Ziff. 2 ergeht gegenüber der gesuchsgegnerischen 
Partei unter ausdrücklicher Anordnung einer Ordnungsbusse von CHF 
500.00 für jeden Tag der Nichterfüllung.

4. Für den Fall der teilweisen oder gänzlichen Nichterfüllung der Ver-
pflichtung gemäss vorstehender Ziff. 2

a) wird die gesuchsgegnerische Partei bzw. deren Organe verpflichtet, 
vollständige Auskunft über den aktuellen Standort von allen in vorste-
hender Ziff. 2 aufgeführten Hölzern zu geben und

b) es erfolgt die Zwangsmassnahme gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. d ZPO, 
d.h. die gesuchstellende Partei wird ermächtigt, die in vorstehender 
Ziff. 2 aufgeführten Hölzer unter Beizug der Kantonspolizei abzuholen.

5. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.

6. (Gerichtskosten/aussergerichtliche Entschädigung).

7. (Rechtsmittelbelehrung).

8. (Mitteilung).“

B. Gegen diesen Entscheid liess die X._____SA, vertreten durch deren Ge-
schäftsführer B._____, mit Eingabe vom 13. Juli 2011 Beschwerde beim Kantons-
gericht von Graubünden mit folgendem Rechtsbegehren erheben:

„1. Der Entscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichts Inn vom 31. Mai 
2011 bzw. 4. Juli 2011 sei aufzuheben.

2. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur neu-
en Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerde-
gegners.“

C. Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juli 2011 (Poststempel) stellte A._____ 
sel. folgendes Rechtsbegehren:

„1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Berichtigung der folgen-
den Positionen in Ziff. 2 des Dispositivs zurückzuweisen:

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Position Warenbezeichnung Menge

6 24/48 mm Zaunspelten, roh m1 1606.00

26/48 mm Zaunspelten, gehobelt m1 1713.10

30/50 mm Zaunspelten, roh m1 332.50

30/60 mm Zaunspelten, roh m1 156.00

26/70 mm Pflöcke m1 138.00

35/50 mm Pflöcke m1 100.00

45/50 mm Pflöcke m1 128.00

3. Alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl. 8% MwSt 
zu Lasten der Beschwerdeführerin.“

D. Mit Urteil vom 29. September 2011, mitgeteilt am 17. Oktober 2011, wies 
die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts die Beschwerde ab, soweit darauf einzu-
treten war und überband die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 
Fr. 3‘000.-- der X._____SA, welche A._____ sel. mit Fr. 2‘000.-- (inkl. MWSt) aus-
seramtlich zu entschädigen hatte.

E. Die in Ziffer 2 des Dispositivs des Vollstreckungsentscheids aufgeführten 
Hölzer konnten schliesslich von A._____ sel. am 9. November 2011 unter Beizug 
der Kantonspolizei Graubünden in O.1_____ auf dem Gelände der X._____SA 
abgeholt werden.

F. Mit Schreiben vom 10. April 2013 machte der Einzelrichter am Bezirksge-
richt Inn die X._____SA darauf aufmerksam, dass der Befehl zur Herausgabe der 
Hölzer gemäss Vollstreckungsentscheid vom 31. Mai 2011 während 105 Tagen 
nicht befolgt worden sei (vom 27. Juli 2011 bis 8. November 2011). Da die 
X._____SA nach Ablauf der 20-tägigen Frist seit Zustellung des Vollstreckungs-
entscheids für jeden Tag der Nichterfüllung eine Ordnungsbusse von Fr. 500.-- zu 
leisten habe (Ziff. 2 des Dispositivs des Vollstreckungsentscheids vom 31. Mai 
2011), wäre sie zu verpflichten, eine Ordnungsbusse von Fr. 52‘500.-- zu bezah-
len. Der X._____SA werde aus diesem Grund die Möglichkeit eingeräumt, bis zum 
22. April 2013 eine Stellungnahme einzureichen.

Mit Stellungnahme vom 18. April 2013 führte die X._____SA im Wesentlichen aus, 
A._____ sel. sei mehrfach aufgefordert worden, das Restholz abzuholen, sei aber 
keiner dieser Aufforderungen nachgekommen. Aus diesem Grund habe die 
X._____SA auch keine Busse für die Nichtherausgabe des Restholzes zu bezah-
len.

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G. Mit Entscheid vom 22. April 2013, mitgeteilt am 25. April 2013, erkannte der 
Einzelrichter am Bezirksgericht Inn:

„1. Die X._____SA wird zur Bezahlung einer Ordnungsbusse in Höhe von 
CHF 52‘500.00 verpflichtet. Diese ist dem Bezirksgericht Inn innert 30 
Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu überweisen.

 2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 250.00 gehen zu Lasten der 
X._____SA.

 3. (Rechtsmittelbelehrung)

 4. (Rechtsmittelbelehrung für den Kostenentscheid)

 5. (Mitteilung)“

H. Gegen diesen Entscheid liess die X._____SA am 6. Mai 2013 "Berufung" 
an das Kantonsgericht von Graubünden erheben. Sie beantragt:

„1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei von der Aus-
fällung einer Ordnungsbusse abzusehen.

 2. Eventuell sei der Berufungsklägerin bloss eine reduzierte Ordnungs-
busse von maximal Fr. 5‘000.00 aufzuerlegen.

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwertsteuer, 
zulasten der Vorinstanz.“

Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in der 
Rechtsschrift wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

II. Erwägungen

1.a) Entscheide des Vollstreckungsgerichts sind gemäss Art. 319 Abs. 1 lit. a in 
Verbindung mit Art. 309 lit. a ZPO mit Beschwerde anfechtbar (vgl. Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, 
N 12 ff. zu Art. 309 ZPO; Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Basel 2013, 2. Aufl., N 1 zu 
Art. 309 ZPO). Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden als Be-
schwerdeinstanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgeset-
zes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Die Be-
schwerde ist unter Beilage des angefochtenen Entscheids innert 30 Tagen seit der 
Zustellung des begründeten Entscheids oder seit der nachträglichen Zustellung 
der Entscheidbegründung (Art. 239 ZPO) schriftlich und begründet einzureichen 
(Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO). Vorliegend hat die Vorinstanz eine falsche Rechts-

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mittelbelehrung angefügt und die X._____SA hat in der Folge das Rechtsmittel der 
Berufung statt der Beschwerde ergriffen. Dies gereicht ihr jedoch nach der Praxis 
des Kantonsgerichts nicht zum Nachteil (zurückhaltend Peter Reetz, a.a.O., N 51 
zu Vorbemerkungen zu den Art. 308 – 318 ZGB). Die Berufung wird als Be-
schwerde entgegengenommen, zumal die Zulässigkeitsvoraussetzungen der Be-
schwerde erfüllt sind und keine Rechte von A._____ sel. tangiert sind. Im Ord-
nungsbussenverfahren ist lediglich die X._____SA Partei. Da das vorliegende 
Rechtsmittel vom 6. Mai 2013 frist- und formgerecht eingereicht wurde, ist darauf 
einzutreten. 

b) Mit Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO). 
Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss gegen ge-
schriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz überprüft ent-
sprechende Rügen mit freier Kognition. Für die Beschwerde hinsichtlich der Sach-
verhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte Kognition. Diesfalls ist eine 
qualifiziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts erforderlich, wobei „offen-
sichtlich unrichtig“ gleichbedeutend mit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV ist (Die-
ter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 2. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2013, N 3 ff. zu Art. 320 ZPO; Karl Spühler, a.a.O., N 1 f. zu 
Art. 320 ZPO).

2. Gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. b und c ZPO kann der Vollstreckungsrichter bei 
einem Entscheid auf eine Verpflichtung zu einem Tun, Unterlassen oder Dulden 
u.a. eine Ordnungsbusse als Vollstreckungsmassnahme anordnen. Ihrer Rechts-
natur als Zwangsgeld entsprechend ist dabei die Ordnungsbusse vorerst für den 
Fall der Nichterfüllung anzudrohen und erst dann auszusprechen, wenn die Nich-
terfüllung feststeht. Die Nichterfüllung eines Zivilurteils ist nicht schon per se eine 
Ordnungswidrigkeit, die ohne jegliche Androhung vom Vollstreckungsgericht mit 
einer Busse bestraft werden kann (Daniel Staehelin, in: Sutter/Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 343 N 22; Kellerhals, Berner Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, Art. 343 N 43 ff.). 
Die Androhung kann bereits in das zu vollstreckende Urteil aufgenommen oder in 
einem separaten Vollstreckungsentscheid angeordnet werden. Der Vollstre-
ckungsrichter hat sodann in einem zweiten Entscheid festzustellen, ob tatsächlich 
nicht erfüllt wurde, und allenfalls die Busse zu verhängen sowie deren Höhe fest-
zusetzen. Dieser letztere Entscheid des Vollstreckungsrichters bedarf eines An-

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trags der obsiegenden Partei (Daniel Staehelin, a.a.O., Art. 343 N 22 i.f.; Keller-
hals, Berner Kommentar, a.a.O., Art. 343 N 49). Daran vermag nichts zu ändern, 
dass die vereinnahmten Ordnungsbussen dem Staat zustehen und nicht dem Ur-
teilsgläubiger. Dies ergibt sich schon daraus, dass der Streitgegenstand auch 
nach Vorliegen eines Zivilurteils in der Dispositionsbefugnis der Parteien verbleibt, 
so dass es diesen unbenommen bleibt, sich bezüglich Vollstreckung eines Ent-
scheids aussergerichtlich abweichend zu einigen (vgl. in diesem Zusammenhang 
auch nachfolgend E. 6).

Vorliegend wurde - auf ein entsprechendes Vollstreckungsgesuch von A._____ 
sel. hin - mit Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Inn vom 31. Mai 2011 
für den Fall einer teilweisen oder gänzlichen Nichterfüllung eine Ordnungsbusse 
angedroht. Dieser Entscheid wurde mit Urteil des Kantonsgerichts vom 29. Sep-
tember 2011 bestätigt. Am 10. April 2013 hielt der Einzelrichter am Bezirksgericht 
Inn der X._____SA vor, der Vollstreckungsanordnung während 105 Tagen nicht 
befolgt zu haben. Demzufolge wäre eine Ordnungsbusse in Höhe von Fr. 52‘500.-- 
zu verfügen. Gleichzeitig wurde ihr die Gelegenheit zur Stellungnahme ein-
geräumt. Mit Entscheid vom 22. April 2013 verfügte der Einzelrichter am Bezirks-
gericht Inn eine Ordnungsbusse in Höhe von Fr. 52‘500.--. Weder der im Hinblick 
auf die zu erlassende Ordnungsbusse ergangenen Aufforderung zur Stellungnah-
me noch im angefochtenen Entscheid beruft sich der Einzelrichter auf einen An-
trag der im Zivilprozess obsiegenden Partei. Ein solcher ist auch den Akten nicht 
zu entnehmen. Somit ist davon auszugehen, dass der Einzelrichter die angefoch-
tene Busse von Amtes wegen ausgesprochen hat. Gemäss den vorstehenden 
Ausführungen ist ein solches Vorgehen nicht zulässig. 

Dieses amtswegige Vorgehen des Vorderrichters erstaunt umso mehr, wenn in 
Betracht gezogen wird, dass die Beschwerdeführerin das Bezirksgericht mit 
Schreiben vom 12. Oktober 2011 darauf hinwies, sie habe A._____ sel. mehrmals 
vergeblich aufgefordert, das Holz abzuholen. Sie ersuche daher das Gericht um 
die Bekanntgabe eines geeigneten Hinterlegungsortes. Daraufhin antwortete der 
Bezirksgerichtspräsident Inn, das Verfahren vor Bezirksgericht sei abgeschlossen 
und es bestehe seitens des Gerichts kein Handlungsbedarf (Brief vom 13. Oktober 
2011, act. 31). Es erscheint insoweit reichlich widersprüchlich, wenn der Einzel-
richter am Bezirksgericht nun plötzlich im April 2013 und somit rund eineinhalb 
Jahre nach Übergabe des Holzes und ohne Antrag der Gegenpartei von Amtes 
wegen eine Ordnungsbusse ausspricht. 

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Bereits wegen des fehlenden Antrags um Ausfällung einer Ordnungsbusse erweist 
sich der angefochtene Entscheid demzufolge als rechtsfehlerhaft. Da die Be-
schwerdeführerin selbst keine entsprechende Rüge erhob, könnte sich lediglich 
die Frage stellen, ob die Beschwerdeinstanz von Amtes wegen korrigierend ein-
greifen darf. Da es sich beim Antrag um Ausfällung einer Ordnungsbusse um eine 
Entscheidvoraussetzung handelt, ist diese Frage wohl zu bejahen. Selbst wenn 
aber die fehlende Antragstellung nicht von Amtes wegen zu berücksichtigen wäre, 
würde der angefochtene Entscheid einer Überprüfung nicht standhalten, wie sich 
aus nachfolgenden Erwägungen ergibt.

3. Die Vorinstanz hat die X._____SA zur Bezahlung einer Ordnungsbusse in 
der Höhe von Fr. 52‘500.-- verpflichtet mit der Begründung, die X._____SA habe 
statt die Hölzer nach der Mitteilung des Vollstreckungsentscheids des Bezirksge-
richts Inn herauszugeben, eine Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben. So-
dann habe die Beschwerdeführerin für die Bereitstellung der Hölzer an einem zen-
tralen Ort des Werkgeländes der X._____SA eine Kostengutsprache von Fr. 
7‘000.-- verlangt, was - bei einem Verkehrswert der Hölzer von rund Fr. 32‘000.-- - 
einer faktischen Verweigerung zur Herausgabe der Hölzer gleichzusetzen sei. Zu-
dem habe B._____ die notwendige Kooperation (Zurverfügungstellung seiner Ma-
schinen oder Zustimmung zum Befahren des Geländes mit externen Maschinen) 
verweigert und die Herausgabe der Hölzer von der Begleichung immer neuer, un-
berechtigter Forderungen seinerseits abhängig gemacht. 

Dieser Argumentation kann – wie noch zu zeigen sein wird - nicht gefolgt werden. 
Wie bereits ausgeführt, wurde die X._____SA mit Entscheid des Einzelrichters am 
Bezirksgericht Inn vom 31. Mai 2011 verpflichtet, die in Ziff. 2 des Dispositivs auf-
geführten Hölzer A._____ sel. herauszugeben. Vorliegend ist unbestritten, dass es 
sich dabei um eine Holschuld handelt. Dem Kontumazurteil des Bezirksgerichts 
Inn vom 9. März 2010 kann sinngemäss entnommen werden, dass sowohl der 
Kläger wie auch das Gericht von einer Holschuld ausgegangen sind. Gemäss Ziff. 
2 des klägerischen Rechtsbegehrens sollte die Beklagte verpflichtet werden, dem 
Kläger die strittigen Hölzer "herauszugeben". Die Beklagte sollte angewiesen wer-
den, dem Kläger auf dem Lagerplatz in O.1_____ den Zutritt zu seinem Holz zu 
gewähren und alles zu unterlassen, was diesen Zutritt und/oder den Wegtransport 
der fraglichen Hölzer erschwere oder verunmögliche. In Ziff. 2a des Dispositivs 
des Kontumazurteils wird die Beklagte verpflichtet, die genau bezeichneten Hölzer 
„herauszugeben“. Wenn das Bezirksgericht Inn von einer Bringschuld ausgegan-
gen wäre, so hätte es nicht diese Terminologie verwendet, sondern hätte be-
stimmt, dass die Beklagte die Hölzer zu bringen hätte. Auch der Einzelrichter am 

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Bezirksgericht Inn hat in seinem Entscheid betreffend Vollstreckung vom 31. Mai 
2011 in Dispositiv Ziff. 2 dieselbe Terminologie verwendet und erkannt, dass die 
X._____SA die fraglichen Hölzer A._____ sel. herauszugeben habe. Eine gegen 
diesen Entscheid geführte zivilrechtliche Beschwerde wurde vom Kantonsgericht 
von Graubünden mit Urteil vom 29. September 2011, mitgeteilt am 17. Oktober 
2011, abgewiesen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden konnte. Der Ge-
schäftssitz der X._____SA war zur Zeit, als der vorinstanzliche Vorsteckungsent-
scheid rechtskräftig geworden ist, O.1_____ (vgl. Handelsregisterauszug vom 2. 
Mai 2013, act. B.4). Somit oblag es A._____ sel., die besagten Hölzer am Lagerort 
in O.1_____ abzuholen. Als nächstes stellt sich die Frage, ob die X._____SA 
tatsächlich die Herausgabe der besagten Hölzer faktisch verweigert hat, wie dies 
die Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 31. Mai 2011, mitgeteilt am 4. Juli 2011, 
festgehalten hat.

4. Die Vorinstanz erwog, indem die X._____SA gegen das Vollstreckungsurteil 
des Bezirksgerichts Inn vom 31. Mai 2011 beim Kantonsgericht am 13. Juli 2011 
Beschwerde erhoben und massiv überhöhte Kosten von Fr. 7'000.-- für die Bereit-
stellung der Hölzer verlangt habe sowie angesichts ihrer mangelnden Kooperation 
habe sie faktisch die Herausgabe der Hölzer verweigert (S. 4 Erw. 4 des vorin-
stanzlichen Urteils). Diese Vorwürfe gehen fehl, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.

a) Zunächst kommt der Beschwerde keine aufschiebende Wirkung zu (Art. 
325 Abs. 1 ZPO). Das bedeutet, dass ein mit Beschwerde angefochtener Ent-
scheid mit seiner Eröffnung rechtskräftig und grundsätzlich vollstreckbar wird (Karl 
Spühler, a.a.O., N 1 zu Art. 325 ZPO). Kommt der Beschwerde keine aufschie-
bende Wirkung zu, so kann nicht behauptet werden, die X._____SA habe mit der 
Ergreifung der Beschwerde faktisch die Herausgabe der Hölzer verweigert, zumal 
das fragliche Urteil sofort hätte vollzogen werden können. Im übrigen kann einer 
Partei ohnehin kein Vorwurf gemacht werden, wenn sie die ihr zustehenden 
Rechtsmittel ausschöpft, solange dies nicht mutwillig oder trölerisch geschieht.

b) Bei Holschulden muss der Gläubiger die Leistung am Wohnort (Geschäfts-
sitz) des Schuldners oder einem anderen, vertraglich oder gesetzlich bezeichne-
ten Ort beziehen. Vorbehaltlich einer anderslautenden Abrede hat der Gläubiger 
für das Verladen und den Transport der Leistungsobjekte aufzukommen. Der 
Gläubiger hat demnach die Kosten der Abholung und das Risiko des Transportes 
zu tragen (Weber, Berner Kommentar, Bd. VI/1/4, Bern 2005, N 35 ff. zu Art. 74 
OR). 

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Vorliegend hat die X._____SA bereits mit Einschreibebrief vom 18. Juli 2011 und 
damit vor Ablauf der vom Einzelrichter am Bezirksgericht Inn gesetzten Herausga-
befrist von 20 Tagen seit Zustellung des fraglichen Entscheides A._____ sel. auf-
gefordert, die gekennzeichneten Hölzer bis spätestens am 3. August 2011 abzu-
holen. Diese Aufforderung erfolgte ohne Bedingungen und wie bereits ausgeführt, 
innerhalb der vom Einzelrichter am Bezirksgericht Inn festgesetzten Herausgabe-
frist. Damit ist die X._____SA aber ihrer Verpflichtung gemäss Vollstreckungsurteil 
vom 31. Mai 2011, mitgeteilt am 4. Juli 2011, nachgekommen. Mehr oder anderes 
war nicht erforderlich. Mit Schreiben vom 21. Juli 2011 bestätigte die X._____SA 
den telefonisch vereinbarten Termin für den Augenschein des Restinventars auf 
Montag, den 25. Juli 2011. Bei diesem Termin werde der Ablauf des Abtransports 
sowie das genaue Abholdatum festgelegt (act. B.8). Weitere Aufforderungen zur 
Abholung des Holzes erfolgten sodann am 2. August 2011 sowie am 5. Oktober 
2011 (act. B.9 und 10). Am 12. Oktober 2011 ersuchte die X._____SA das Be-
zirksgericht Inn um Festlegung eines Hinterlegungsortes, worauf dieses mitteilte, 
seitens des Gerichts bestünde in dieser Sache kein Handlungsbedarf, zumal das 
Verfahren beim Bezirksgericht Inn abgeschlossen sei (act. B.11 und 12). Aufgrund 
all dieser aktenkundlichen Bemühungen kann der X._____SA nicht ernsthaft vor-
geworfen werden, sie habe die Herausgabe der Hölzer verweigert. 

Die Vorinstanz warf der X._____SA in diesem Zusammenhang vor, sie habe die 
Herausgabe der Hölzer faktisch verweigert, weil sie unter anderem für die Bereit-
stellung der Hölzer an einem zentralen Ort des Werkgeländes der X._____SA eine 
überhöhte Kostengutsprache von CHF 7‘000.00 gefordert habe. Tatsächlich kann 
dem Schreiben der X._____SA vom 14. April 2011 (act. 16/2) an A._____ sel. 
entnommen werden, dass sie eine Kostengutsprache in Höhe von CHF 7‘000.00 
verlangte. Der besagte Brief lautet wie folgt: “Von dir sollte ich wissen, ob du die 
Hölzer ab ihrem Depot in der Halle, von Hand holen willst. Wenn nicht, stelle ich 
dir entweder die Hölzer an einem zentralen Ort auf dem Areal bereit oder ich ma-
che den Transport ab jeweiligem Depotplatz bis zum Lastwagen. Dazu erteilst du 
mir bitte die Zusicherung, Kostengutsprache in Höhe von Fr. 7‘000.-- und ich be-
rechne die nach der Übergabe die entsprechende Leistung nach Aufwand ….“ Die 
X._____SA wollte demnach A._____ sel. zunächst nicht erlauben, das Holz mit 
eigenen Maschinen abzuholen, sondern verlangte eine Kostengutsprache für die 
Verschiebung der Hölzer an einen zentralen Ort oder den Transport bis zum Last-
wagen. Es gilt jedoch zu beachten, dass dieses fragliche Schreiben vom 14. April 
2011 datiert. Zu jenem Zeitpunkt lag das Vollstreckungsurteil des Bezirksgerichts 
Inn noch gar nicht vor. Im entscheidenden Brief vom 18. Juli 2011 ist keine Rede 

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mehr davon, dass A._____ sel. nicht mit eigenen Maschinen das Holz abholen 
könne. Vielmehr wird A._____ sel. aufgefordert, das markierte Holz bis zum 3. 
August 2011 abzuholen. Mehr musste die X._____SA nicht anbieten, zumal es 
sich um eine Holschuld handelt, das abzuholende Holz gekennzeichnet war und 
A._____ sel. die Kosten für die Verladung und den Transport des Holzes zu tragen 
hat. Daran ändert auch das Schreiben von A._____ sel. an die X._____SA vom 
10. Oktober 2011 nichts (act. 29), worin er ausführt, bis anhin seien die Übergabe-
versuche daran gescheitert, dass die X._____SA sich geweigert habe, ihre Ma-
schinen zur Verfügung zu stellen, um die dezentral eingelagerten Hölzer auf dem 
Platz zu transportieren oder die Zustimmung verweigert habe, mit von A._____ 
sel. extern organisierten Gabelstaplern das Gelände zu befahren. Bei den Akten 
finden sich keinerlei Hinweise, wonach die X._____SA nach dem Vollstreckungs-
urteil des Bezirksgerichts Inn vom 31. Mai 2011, mitgeteilt am 4. Juli 2011, 
A._____ sel. daran gehindert hätte, die Hölzer mit eigenem Personal und eigenen 
Maschinen abzuholen. Die X._____SA bestreitet diesen Vorwurf denn auch in ih-
rer "Berufung" (recte Beschwerde) vom 6. Mai 2013 (Ziff. 4, S. 5) ausdrücklich. 
Ohne Belang sind schliesslich die Diskussionen über die Höhe der Stundenansät-
ze der X._____SA für die Zurverfügungstellung von Personal und Material für den 
Abtransport der Hölzer. Wie bereits ausgeführt, oblag es A._____ sel. das Holz 
abzuholen. Indem die X._____SA mit Brief vom 18. Juli 2011 A._____ sel. auffor-
derte, das gekennzeichnete Holz abzuholen, ist erstere dem richterlichen Befehl 
nachgekommen.

c) Soweit sich die Vorinstanz auf ein Schreiben von A._____ sel. vom 10. Ok-
tober 2011 beruft, in welchem dieser der X._____SA vorwirft, die Herausgabe von 
der Begleichung immer neuer Forderungen abhängig zu machen, so ist dies ak-
tenmässig nicht belegt. Die X._____SA war einzig verpflichtet, innerhalb der vor-
geschriebenen Frist von 20 Tagen seit der Mitteilung des Vollstreckungsurteils 
zuzulassen, dass A._____ sel. die gekennzeichneten Hölzer auf dem Lagerplatz in 
O.1_____ abholt. Mit dem Einschreibebrief vom 18. Juli 2011 hat die X._____SA 
ganz klar und ohne Bedingungen A._____ sel. aufgefordert, die fraglichen Hölzer 
abzuholen. Im Weiteren hat die Gegenpartei auch nie eingewendet, es sei nicht 
klar, um welches Holz es sich handle. So findet sich bei den Akten kein Antworts-
chreiben von A._____ sel., worin er erklärt, er wisse nicht, welches Holz er abho-
len soll. Die Hölzer wurden wiederholt nach Art und Mass aufgelistet, zuletzt im 
Dispositiv (Ziff. 2) des Vollstreckungsurteils vom 31. Mai 2011, mitgeteilt am 4. Juli 
2011. Gemäss Schreiben vom 18. Juli 2011 war das zur Abholung vorgesehene 
Holz im Lager gekennzeichnet und somit abholbereit. Es war somit klar, welches 

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Holz abzuholen war. Mit der gehörig angebotenen Leistung - wofür nach bundes-
gerichtlicher Rechtsprechung bereits ein wörtliches Angebot genügt (BGE 109 II 
32) - setzt die Schuldnerin den Gläubiger in Annahmeverzug im Sinne von Art. 91 
OR. Gemäss dieser Bestimmung kommt der Gläubiger in Verzug, wenn er die An-
nahme der gehörig angebotenen Leistung oder die Vornahme der ihm obliegen-
den Vorbereitungshandlungen ohne die der Schuldner zu erfüllen nicht imstande 
ist, ungerechtfertigterweise verweigert. Wenn der Gläubiger sich im Verzug befin-
det, so ist der Schuldner berechtigt, die geschuldete Sache auf Gefahr und Kosten 
des Gläubigers zu hinterlegen und sich dadurch von seiner Verbindlichkeit zu be-
freien (Art. 92 Abs. 1 OR). Eine Busse, wie von der Vorinstanz ausgesprochen, 
steht unter diesen Umständen nicht zur Diskussion.

5. Im Resultat kann somit festgehalten werden, dass der angefochtene Ent-
scheid ohne Antrag der im Hauptverfahren obsiegenden Partei auf Ausfällung ei-
ner Ordnungsbusse erfolgte und bereits deshalb aufzuheben ist. Im übrigen hat 
die X._____SA - entgegen der Ansicht der Vorinstanz - mit Schreiben vom 18. Juli 
2011 und somit innert Frist ihre Leistung gehörig angeboten, weshalb die Vorin-
stanz zu Unrecht eine Busse in der Höhe von Fr. 52‘500.00 ausgesprochen hat. 
Demnach ist die Berufung gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzu-
heben. Von der Ausfällung einer Ordnungsbusse ist abzusehen.

6. Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt anzumerken, dass - falls eine 
Ordnungsbusse hätte ausgesprochen werden müssen - diese keinesfalls Fr. 
52‘500.00 hätte betragen dürfen. Es gilt zu beachten, dass das Gericht den 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu wahren hat (Gian Reto Zinsli, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, Basel 2013, 2. Aufl., N 4 zu Art. 343 ZPO). Wie die Beschwerdeführerin 
zu Recht rügt, steht die Busse in keinem vernünftigen Verhältnis zum Wert der 
fraglichen Hölzer, auf den sich der Herausgabeanspruch bezieht. Selbst wenn die 
Hölzer einen höheren Marktwert aufgewiesen haben sollten, als die von der Be-
schwerdeführerin offerierten Fr. 32‘000.--, so ergibt sich im Vergleich zur ausge-
fällten Busse von Fr. 52‘500.-- ein ausgeprägtes Missverhältnis. Auch die Berech-
nung der Nichterfüllungstage ist fehlerhaft. Die Beschwerdeführerin wies in ihrer 
Stellungnahme vom 18. April 2013 darauf hin, dass die Parteien noch nach Vorlie-
gen des Vollstreckungsentscheids über einen Kauf der Hölzer verhandelt hätten. 
Dies belegte sie durch ein Schreiben vom 2. August 2011 an A._____ sel. (vgl. 
Stellungnahme vom 18. April 2013 sowie Schreiben vom 2. August 2011, act. B.14 
und B.9). Wenn die Parteien über eine Übernahme des Holzes durch die Be-
schwerdeführerin verhandelten, ist davon auszugehen, dass sie zumindest 

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während der Dauer der Kaufsverhandlungen den Vollzug einvernehmlich aufscho-
ben, was sie trotz des Vollstreckungsurteils durften. Der Streitgegenstand verbleibt 
auch nach Vorliegen eines Zivilurteils in der Dispositionsbefugnis der Parteien. 
Trotzdem ging der Vorderrichter im angefochtenen Entscheid mit keinem Wort 
darauf ein und berücksichtigte diesen Umstand bei der Berechnung der Nichterfül-
lungstage nicht. Ebenso liess er ausser Acht, dass das Holz bereits am 21. Okto-
ber 2011 ausgelagert wurde und nicht mehr im Besitz und Einflussbereich der Be-
schwerdeführerin war.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens, bestehend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 
95 ZPO), vollumfänglich zu Lasten des Kantons Graubünden (Art. 107 Abs. 2 
ZPO). 

Mangels Einreichung einer Honorarnote wird die Höhe der Parteientschädigung 
zugunsten der Beschwerdeführerin nach richterlichem Ermessen festgesetzt. Auf-
grund der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie angesichts des Auf-
wands für die Ausarbeitung der Beschwerde erscheint vorliegend eine ausseramt-
liche Entschädigung von Fr. 2’000.-- (einschliesslich MwSt.) als angemessen. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid aufgeho-
ben und von der Ausfällung einer Ordnungsbusse wird abgesehen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.-- gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden, welcher die Beschwerdeführerin ausseramtlich 
mit Fr. 2'000.-- inkl. MwSt. zu entschädigen hat.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist 
dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollstän-
digen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorge-
schriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegi-
timation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde 
gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: