# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ebe7e42-b526-5f57-81fd-f70ae4d46a2b
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.06.2013 720 2012 160 / 122 (720 12 160 / 122)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2012-160---122_2013-06-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Juni 2013 (720 12 160 / 122) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Unzureichende medizinische Abklärungen, Gerichtsgutachten 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichterin 

Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Ana Dettwiler, Advokatin, 
Fischmarkt 12, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A.1 Der 1956 geborene A.____ arbeitete zuletzt als Chauffeur bei verschiedenen Taxiunter-
nehmen. Am 10. Juni 2003 (Eingang) meldete er sich bei der IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-
Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Ver-
hältnisse ermittelte die IV-Stelle einen IV-Grad von 100%. Gestützt auf dieses Ergebnis sprach 
sie A.____ mit Verfügung vom 13. August 2003 rückwirkend ab 1. Januar 2002 eine ganze 
Rente zu. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. Nach Durchführung einer Revision von Am-
tes wegen wurde dem Versicherten am 21. Dezember 2006 mitgeteilt, dass er bei einem unver-

 
 
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änderten IV-Grad von 100% weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete ganze Rente ha-
be. 
 
A.2 Mit Schreiben vom 2. September 2010 leitete die IV-Stelle erneut eine Revision der Ren-
te ein. Nachdem sie die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abgeklärt hatte, ermit-
telte sie bei A.____ einen IV-Grad von 28%, worauf sie die laufende ganze Rente des Versi-
cherten nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens mit Verfügung vom 12. April 2012 per 
31. Mai 2012 aufhob. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Ana Dettwiler, am 16. Mai 2012 Be-
schwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er bean-
tragte, in Aufhebung der Verfügung vom 12. April 2012 sei ihm ab 1. Juni 2012 weiterhin eine 
ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei eine unabhängige medizinische Begutachtung in 
Auftrag zu geben und hernach über seinen Leistungsanspruch erneut zu entscheiden; unter 
o/e- Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege mit Advokatin Dettwiler als unentgeltliche Rechtsvertreterin. Die Beschwerde 
begründete er im Wesentlichen damit, dass die Verfügung auf unzureichenden medizinischen 
Unterlagen beruhe. Allenfalls sei bei der Bemessung des Invalidenkeinkommens ein Abzug 
vom Tabellenlohn von 25% vorzunehmen. 
 
C. Mit Verfügung vom 11. Juni 2012 wurde dem Beschwerdeführer für das vorliegende Ver-
fahren die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Verbeiständung mit Advokatin 
Dettwiler als unentgeltliche Rechtsvertreterin bewilligt. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 2012 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 16. August 2012 gelangte das Kantonsgericht zur 
Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vorhan-
denen medizinischen Akten nicht möglich ist. In der Folge stellte es den Fall aus und beauftrag-
te Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einem Gutachten, welches am 
7. Januar 2013 erstattet wurde. 
 
F. Mit Eingaben vom 8. Februar 2013 und 13. Februar 2013 bzw. 4. März 2013 nahmen die 
Parteien zum Gutachten sowie zu den Auswirkungen der medizinischen Beurteilung auf den 
Leistungsanspruch Stellung. Während der Beschwerdeführer an seinem Antrag auf Gutheis-
sung der Beschwerde festhielt, beantragte die IV-Stelle die Durchführung weiterer Abklärungen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 

 
 
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Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde des Versicherten vom 16. Mai 2012 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.2 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine 
halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (BGE 104 V 136 E. 2a und b). 
 
3.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich 
die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). 
 
3.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 

 
 
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welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunk-
ten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht 
(BGE 133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Vorliegend hat die IV-Stelle dem 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. August 2003 rückwirkend ab 1. Januar 2002 eine 
ganze Rente zugesprochen. Nachdem sie im September 2010 von Amtes wegen eine Überprü-
fung des Rentenanspruchs der Versicherten eingeleitet und die erforderlichen Abklärungen vor-
genommen hatte, hob die IV-Stelle die laufende ganze Rente des Versicherten mit Verfügung 
vom 12. April 2012 auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. So-
mit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, 
die eine revisionsweise Aufhebung der bis anhin ausgerichteten Rente rechtfertigt, durch Ver-
gleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom 13. Au-
gust 2003 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung 
vom 12. April 2012. 
 
4. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand und - damit einher-
gehend - der Grad der Arbeitsfähigkeit des Versicherten tatsächlich, wie von der IV-Stelle gel-
tend gemacht, seit der ursprünglichen Rentenzusprache per 1. Januar 2002 in einer an-
spruchserheblichen Weise verbessert hat. 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbar-
erweise noch verrichtet werden können (Ulrich Meyer-Blaser, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozi-
alversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streiti-

 
 
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gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen). 
 
6. Für die Beurteilung des vorliegenden Falles sind die folgenden medizinischen Unterla-
gen zu berücksichtigen: 
 
6.1 In der ursprünglichen Verfügung der IV-Stelle vom 13. August 2003, mit welcher dem 
Versicherten ab 1. Januar 2002 eine ganze Rente zugesprochen wurde, stützte sie sich bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit im Wesentlichen auf den Be-
richt der Klinik C.____ vom 22. Juli 2003. Darin wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode (ICD-10 F33.2), diag-
nostiziert. 
 
6.2 Im Rahmen des von ihr im September 2010 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevi-
sionsverfahrens beauftragte die IV-Stelle zur Abklärung des aktuellen medizinischen Sachver-
halts Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, mit einem Gutachten, welches am 
24. März 2011 erstattet wurde. Darin erhob der Gutachter als Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne so-
matische Symptome (ICD-10 F33.0). Er hielt fest, dass sich das Krankheitsgeschehen seit dem 
letzten depressiven Schub im Jahr 2005 beruhigt habe. Die aktuelle Therapie beim behandeln-
den Arzt Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, finde nur noch in grösseren 
Intervallen statt und entspreche in dieser Form nicht der Behandlung eines schwer depressiven 
Zustandes. Es sei davon auszugehen, dass ein weitgehend chronifiziertes Stadium der Depres-
sion eingetreten sei mit Müdigkeit, Energiemangel, Lustlosigkeit und leicht bedrückter Stim-
mung. Hinweise für schwer depressive Symptome würden fehlen, weshalb derzeit von einer 
leichtgradig depressiven Episode auszugehen sei. Für die bisherige Tätigkeit als Taxichauffeur 
sowie für angepasste Verweistätigkeiten bestünde aufgrund der chronifizierten leichtgradigen 
depressiven Störung mit erhöhter Müdigkeit und Energiemangel eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit von 20%. Ab Beginn des Jahres 2009 seien Arbeitseinsätze des Exploranden als 

 
 
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Taxifahrer belegt. Eine solche Tätigkeit sei nicht mit einem schwer depressiven Zustand zu ver-
einbaren, weshalb ab diesem Zeitpunkt auf ein leichtes Depressionsniveau zu schliessen sei. 
 
6.3 Im Überweisungsschreiben an die Klinik C.____ vom 12. August 2011 diagnostizierte 
der behandelnde Psychiater Dr. E.____ eine chronisch rezidivierende Depression mit ausge-
prägtem sozialem Rückzugsverhalten, aktuell schwere Episode mit zunehmender Suizidalität. 
Zudem hielt er im Schreiben an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers vom 15. August 
2011 im Wesentlichen fest, dass die Beurteilung von Dr. D.____ im Gutachten vom 24. März 
2011 nicht nachvollziehbar sei. Der Versicherte sei beschwerdebedingt nicht fähig, auch nur 
25% als Taxichauffeur zu arbeiten. 
 
6.4 Der Beschwerdeführer war vom 17. August 2011 bis 23. September 2011 in der Klinik 
C.____ hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 3. Oktober 2011 wurde festgehalten, dass er an 
einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psy-
chotische Symptome (ICD-10 F33.2), leide. 
 
6.5 In seiner Stellungnahme vom 23. November 2011 zum Austrittsbericht der Klinik C.____ 
vom 3. Oktober 2011 hielt Dr. D.____ fest, dass eine Verschlechterung der Depression nicht 
richtig objektivierbar sei und die Hospitalisation eine Reaktion auf die Neubewertung der Ar-
beitsfähigkeit in seinem Gutachten sei. Er halte deshalb an seiner Beurteilung vom 24. März 
2011 fest. 
 
6.6 Nachdem das Kantonsgericht anlässlich der Urteilsberatung vom 16. August 2012 zur 
Auffassung gelangte, dass aufgrund der der Berichte der Klinik C.____ vom 3. Oktober 2011 
und Dr. E.____ vom 12. und 15. August 2011 unüberwindbare Zweifel an der Zuverlässigkeit 
der Beurteilung von Dr. D.____ vom 24. März 2011 bestehen, beauftragte es Dr. B.____ mit 
einem Gutachten. Am 7. Januar 2013 diagnostizierte dieser mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-
higkeit eine anhaltend mittel- bis schwergradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, 
ohne psychotische Symptome im Rahmen einer rezidivierend depressiven Störung, im Verlauf 
unterschiedlichen Schweregrades (mittel- bis schwergradig), ohne zwischenzeitliche Remission 
(ICD-10 F33.11/F33.21). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bestünden akzentuierte 
Persönlichkeitsanteile (ICD-10 Z73.1). Die Symptome für eine depressive Störung seien klar 
feststellbar. Die Diagnose stimme weitgehend überein mit den vorliegenden Arztberichten, wel-
che seit der Berentung des Versicherten im Januar 2002 durchwegs eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit attestieren würden. Einzig Dr. D.____ komme in seinem Gutachten vom 24. März 
2011 zur Diagnose einer leichtgradig depressiven Episode ohne somatische Symptome und zu 
einer Beschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von lediglich 20%. Im Hinblick auf den 
Krankheitsverlauf im Vorfeld der Begutachtung durch Dr. D.____ und den Verlauf danach, in 
dem Dr. E.____ am 12. August 2011 eine schwergradig depressive Episode dokumentiert und 
auch die Klinik C.____ diese Diagnose in ihrem Austrittsbericht vom 3. Oktober 2011 bestätigt 
habe, erscheine die Beurteilung von Dr. D.____ etwas singulär. Insofern sei auch dessen Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar. Auch das aktuelle Untersuchungsergebnis 
spreche für eine mittel- bis schwergradig ausgeprägte depressive Störung. Eine willentliche 
Herbeiführung oder massive Verdeutlichung psychischer oder körperlicher Störungen im Sinne 

 
 
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einer Aggravation oder Simulation sei nicht festzustellen. Vielmehr zeige sich eine ausgeprägte 
Chronifizierung des depressiven Zustandsbildes, ohne dass es zu längerdauernden Remissio-
nen zwischen den Episoden gekommen sei. Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei 
sowohl auf der psychisch-geistigen als auch auf der psychiatrisch-körperlichen Ebene erheblich 
beeinträchtigt. Auch die psychosoziale Leistungsfähigkeit sei deutlich eingeschränkt. Die Be-
lastbarkeit sei gering, so dass im bisherigen Beruf oder vergleichbaren Verweistätigkeiten unter 
den Bedingungen der freien Wirtschaft eine Arbeitsunfähigkeit von 80% vorliege. Eine nachhal-
tige Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sei nicht eingetreten.  
 
7.1 Wie oben (vgl. E. 5.2 hiervor) ausgeführt, ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor-
akten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind. Das Gutachten von Dr. B.____ vom 7. Januar 2013 beruht 
auf eingehenden Untersuchungen des Versicherten und berücksichtigt die übrigen bei den Ak-
ten liegenden medizinischen Berichte. Zudem ging er auf die Beschwerden des Versicherten 
ein und vermittelt ein hinreichendes Bild über dessen Gesundheitszustand. Es wird deutlich, 
dass der Versicherte eine ausgeprägte Chronifizierung des depressiven Zustandsbildes auf-
weist und sich sein Gesundheitszustand seit der Rentenzusprache im Jahr 2003 nicht nachhal-
tig verbessert hat. Vor diesem Hintergrund ist auch die fachärztliche Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit nachvollziehbar begründet und es ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer aktuell und retrospektiv eine verminderte Leistungsfä-
higkeit von 80% aufweist. Die Beurteilung im Gutachten von Dr. B.____ ist sowohl in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge als auch bezüglich der daraus gezogenen Schluss-
folgerungen überzeugend und deshalb bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage mass-
gebend. 
 
7.2 Daran vermögen die Vorbringen der IV-Stelle nichts zu ändern. Soweit sie einwendet, 
das Gerichtsgutachten von Dr. B.____ sei insofern unvollständig, als entgegen dem Fragekata-
log im Gutachterauftrag keine laborchemische Prüfung der Medikamentencompliance vorge-
nommen worden sei, erweist sich dieser Einwand als nicht stichhaltig. Zunächst ist festzustel-
len, dass Dr. D.____ im Rahmen seiner Untersuchung die Medikamentencompliance prüfte und 
feststelle, dass diese intakt sei und die Serumwerte für Sertralin im Referenzbereich liegen 
würden. Aufgrund der vorliegenden Akten bestehen keine Hinweise, dass sich die Complience 
des Beschwerdeführers seit der Begutachtung durch Dr. D.____ verändert hat. Unter diesen 
Umständen durfte Dr. B.____ auf eine weitere Prüfung der Medikamentencoplience verzichten, 
ohne dass dadurch die Vollständigkeit seines Gutachtens tangiert würde. Im Übrigen wurde - 
entgegen der Behauptung der IV-Stelle - im Fragekatalog des gerichtlichen Gutachterauftrages 
keine Abklärung der Medikamentencomplience verlangt. Wenn die IV-Stelle weiter vorbringt, 
Dr. B.____ habe die Behandlungsoptionen zum Teil nicht zutreffend dargestellt, indem er 
fälschlicherweise davon ausgegangen sei, dass der Beschwerdeführer von den bisherigen sta-
tionären Behandlungen nicht habe profitieren können, ist festzustellen, dass nach Ansicht des 
Gerichtsgutachters die stationären Behandlungen zwar jeweils eine kurzfristige Besserung, je-

 
 
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doch nie eine nachhaltige Verbesserung und Stabilisierung des Gesundheitszustandes bewirkt 
haben. Die Feststellung von Dr. B.____, wonach der Beschwerdeführer von stationären Thera-
pien nicht profitiert habe, ist mit Blick auf den Krankheitsverlauf durchaus nachvollziehbar, wes-
halb der Rüge der IV-Stelle nicht gefolgt werden kann. Soweit sie einwendet, der Gerichtsgut-
achter habe die ausführlich dokumentierten Befunde im Gutachten von Dr. D.____ nicht zurei-
chend kommentiert und die Phasen der Remissionen nicht ausreichend berücksichtigt, ist ihr 
entgegenzuhalten, dass Dr. B.____ zu den abweichenden Diagnosen und zur unterschiedlichen 
Zumutbarkeitsbeurteilung hinreichend Stellung nahm und zudem nachvollziehbar begründete, 
weshalb er zu einem anderen Schluss kommt. So wies er überzeugend darauf hin, dass vor 
dem Hintergrund des langjährig dokumentierten Verlaufs und des aktuellen Untersuchungsbe-
fundes die Diagnose einer leichten depressiven Episode nicht nachvollziehbar sei. Sodann ver-
neinte er im Unterschied zu Dr. D.____ eine Aggravation oder Simulation und konnte - im Ge-
gensatz zum Vorgutachter - zur Untermauerung seiner Beurteilung auf die Ergebnisse der psy-
chometrischen Untersuchung verweisen. Demnach erreichte der Beschwerdeführer auf der 
Hamilton Depressionsskala ein Gesamtscore von 29 Punkten, was einem mittel- bis 
schwergradig depressiven Syndrom entspricht. Die Testung mittels MADRS-Skala ergab ein 
Gesamtscore von 31 Punkten, was einer schwerwiegenden Depression entspricht. Soweit die 
IV-Stelle kritisiert, Dr. B.____ habe bei seiner Beurteilung die dokumentierten Arbeitseinsätze 
des Beschwerdeführers als Taxifahrer zwischen dem 2. Januar 2009 und dem 8. April 2010 
nicht berücksichtigt, kann ihr nicht gefolgt werden. Diesbezüglich ist festzustellen, dass der Ge-
richtsgutachter zu den Arbeitseinsätzen des Versicherten als Taxifahrer Stellung nahm und 
glaubhaft ausführte, dass aus den vorübergehenden Beschäftigungen keine relevante Arbeits-
fähigkeit abgeleitet werden könne. Aus den aktenkundigen Unterlagen des Amtes für Wirtschaft 
und Arbeit geht hervor, dass der Beschwerdeführer in dem erwähnten Zeitraum von gut 15 Mo-
naten insgesamt 132,7 Stunden als Taxifahrer arbeitete, was einem Arbeitspensum von rund 
5% entspricht. Die sporadischen Arbeitseinsätze des Versicherten fallen unter diesen Umstän-
den bei der Beurteilung der Zumutbarkeit nicht weiter ins Gewicht. Insgesamt lässt das Gutach-
ten von Dr. B.____ vom 7. Januar 2013 eine zuverlässige Beurteilung der verbleibenden Ar-
beitsfähigkeit des Versicherten zu, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung 
(vgl. BGE 126 V 130 E. 2a mit zahlreichen Hinweisen) auf die von der IV-Stelle beantragte zu-
sätzliche Abklärung verzichtet werden kann. 
 
8. Werden die beiden Sachverhalte, welche im 2003 zur Berentung und im Jahr 2012 zur 
Aufhebung der Rente geführt haben, verglichen, so erweist sich, dass sich der Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenzusprechung nicht massgeblich 
verbessert hat. Damit steht fest, dass keine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustan-
des eingetreten ist und damit die Voraussetzungen der Revision von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht 
erfüllt sind. Demnach ist in Gutheissung der Beschwerde die angefochtene Verfügung vom 
12. April 2012, mit welcher der Rentenanspruch des Beschwerdeführers revisionsweise ver-
neint wurde, aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 
1. Juni 2012 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 
 
9.1 Die Kosten der Begutachtung durch Dr. B.____ in der Höhe von Fr. 4'200.-- sind der IV-
Stelle aufzuerlegen (vgl. 137 V 210, E. 4.4.2). 

 
 
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9.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemesse-
nem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unter-
liegende Partei grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist 
allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des 
hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Auf-
grund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfah-
renskosten aufzukommen. Dies hat zur Folge, dass für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten erhoben werden. 
 
9.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Die Rechtsvertreterin des Beschwerdefüh-
rers hat in ihren Honorarnoten vom 20. Juli 2012 und 22. März 2013 für das vorliegende Verfah-
ren einen Zeitaufwand von insgesamt 16 Stunden und Auslagen von Fr. 171.-- geltend ge-
macht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfra-
gen als angemessen erweist. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in 
der Höhe von Fr. 4'504.70 (16 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 171.-- zuzüglich 8% 
Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und es wird festgestellt, dass der 
Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Juni 2012 Anspruch auf eine 
ganze Rente der Invalidenversicherung hat. 

 2. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 4'200.-- werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 4. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 4'504.70 (inkl. Auslagen und 8% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht