# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 517b036a-2203-5550-8360-e42ae081e89c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.09.2014 E-2840/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2840-2014_2014-09-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-2840/2014 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  S e p t e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Walter Stöckli (Vorsitz), Richter Fulvio Haefeli,  

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,    

Gerichtsschreiber Tobias Grasdorf. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…), 

Sri Lanka,   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  

Verfügung des BFM vom 26. Februar 2014 / N (…). 

 

 

E-2840/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer ersuchte mit Schreiben vom 15. Mai 2012 an 

die Schweizer Botschaft in Colombo um Asyl. 

A.b Mit Schreiben vom 29. Mai 2012 forderte die Botschaft den Be-

schwerdeführer unter Nennung von vier Fragen auf, detaillierte Angaben 

zu machen. Dieser antwortete mit Schreiben vom 21. Juni 2012. 

A.c Am 28. Juni 2012 wandte sich die Botschaft erneut mit einem Schrei-

ben an den Beschwerdeführer und ersuchte ihn abermals, eine Liste von 

diesmal neun Fragen zu beantworten. Mit Schreiben vom 19. Juli 2012 

nahm der Beschwerdeführer zu den Fragen Stellung. 

A.d Am 9. August 2012 lud die Botschaft den Beschwerdeführer zu einer 

Befragung ein. Die Befragung fand am 23. August 2012 statt. Am 

5. September 2012 sandte die Botschaft das Protokoll der Befragung und 

die Unterlagen des Dossiers zusammen mit einer Zusammenfassung der 

Vorbringen des Beschwerdeführers und einer Einschätzung an das BFM. 

A.e Zwischen Ende August 2012 und Ende September 2013 gelangte der 

Beschwerdeführer insgesamt 14 Mal schriftlich an die Botschaft und be-

richtete über seine Situation. Die Botschaft leitete die Schreiben jeweils 

an das BFM weiter. 

A.f Am 11. Oktober 2013 forderte das BFM die Botschaft auf, den Be-

schwerdeführer erneut anzuhören. Am 27. Januar 2014 hörte die Bot-

schaft den Beschwerdeführer zum zweiten Mal an und leitete das Proto-

koll am 31. Januar 2014 zusammen mit einer Zusammenfassung und ei-

ner Einschätzung an das BFM weiter. 

A.g Mit Verfügung vom 26. Februar 2014 wies das BFM das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Einreise in die Schweiz und Asylgewährung ab. 

A.h Am 17. Februar 2014 und am 21. Februar 2014 machte der Be-

schwerdeführer erneut Eingaben an die Botschaft, welche diese am 

28. Februar 2014 an das BFM (Eingang BFM: 7. März 2014) sandte. 

A.i Gemäss Rückschein der sri-lankischen Post erhielt der Beschwerde-

führer die Verfügung des BFM am 17. März 2014. 

E-2840/2014 

Seite 3 

B.  

Mit Schreiben an die Schweizer Botschaft in Colombo vom 4. Mai 2014 

erhob der Beschwerdeführer Beschwerde gegen die Verfügung des BFM 

(Eingang Bundesverwaltungsgericht: 26. Mai 2014). Er anerkannte, die 

Beschwerdefrist verpasst zu haben, und nannte als Grund, dass er in 

diesem Zeitraum festgehalten, misshandelt und hospitalisiert worden sei. 

Seine Beschwerdeergänzung vom 12. Mai 2014 traf beim Bundesverwal-

tungsgericht am 20. Juni 2014 ein. 

C.  

Mit Zwischenverfügung vom 10. Juni 2014 forderte das Bundesverwal-

tungsgericht den Beschwerdeführer auf, das Gericht innert 30 Tagen ab 

Erhalt der Verfügung über seine Situation zwischen dem Zeitpunkt des 

Erhalts der Verfügung des BFM und der Einreichung der Beschwerde 

präziser zu informieren. 

D.  

Mit Eingabe vom 17. Juli 2014, die das Bundesverwaltungsgericht am 

6. August 2014 erreichte, macht der Beschwerdeführer die in der Zwi-

schenverfügung vom 20. Juni 2014 gewünschten Ausführungen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM gehört zu den Be-

hörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgül-

tig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

[BGG, SR 173.110]).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

E-2840/2014 

Seite 4 

1.3 Die Beschwerde wurde in englischer Sprache und somit nicht einer 

Amtssprache des Bundes abgefasst. Auf die Ansetzung einer Frist zur 

Beschwerdeverbesserung oder die Einholung einer Übersetzung kann in-

dessen aus prozessökonomischen Gründen praxisgemäss verzichtet 

werden, da der Eingabe des Beschwerdeführers genügend klare, sinn-

gemässe Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind. 

1.4  

1.4.1 Nach Art. 108 Abs.1 AsylG ist eine Beschwerde in Asylsachen in-

nerhalb von 30 Tagen seit Eröffnung der Verfügung einzureichen. Nach 

Art. 20 Abs. 1 VwVG beginnt die Frist an dem auf ihre Mitteilung folgen-

den Tag zu laufen, wenn es sich dabei um eine Frist nach Tagen handelt, 

die der Mitteilung an die Parteien bedarf. Nach Art. 21 Abs. 1 VwVG müs-

sen schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde 

eingereicht oder zu deren Handen der schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben werden. 

Die angefochtene Verfügung wurde dem Beschwerdeführer am 17. März 

2014 eröffnet, die Beschwerdefrist begann damit am 18. März 2014 zu 

laufen, der letzte Tag der Frist war der 16. April 2014. 

Gemäss Poststempel übergab der Beschwerdeführer die Beschwerde am 

6. Mai 2014 der sri-lankischen Post. Gemäss Eingangsstempel der 

Schweizer Botschaft kam die Beschwerde dort am 12. Mai 2014 an. Die 

Beschwerdeschrift wurde damit verspätet eingereicht. 

1.4.2 Nach Art. 24 Abs. 1 VwVG kann eine Frist wiederhergestellt werden, 

wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldeterweise davon 

abgehalten wird, binnen Frist zu handeln, sofern er unter Angabe des 

Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht 

und die versäumte Rechtshandlung nachholt. 

In der Beschwerdeschrift und in seiner Eingabe vom 17. Juli 2014 macht 

der Beschwerdeführer geltend, er sei am (…) von der sri-lankischen "In-

vestigation Division of Armed Forces" festgenommen worden. Ihm seien 

die Augen verbunden worden und als er in den Lieferwagen verfrachtet 

worden sei, habe er die Verfügung des BFM, die er in der Tasche gehabt 

habe, wegwerfen können. Er sei zu einem abgelegenen Ort gebracht 

worden, wo bereits acht weitere Personen gewesen seien. Ihnen sei mit-

geteilt worden, dass die Behörden nach drei LTTE-Leuten suchten, und 

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Seite 5 

sie seien gefragt worden, ob sie gekommen seien, um Waffen auszugra-

ben. Ihnen sei auch vorgeworfen worden, sei würden versuchen, die 

LTTE neu zusammenzustellen. Ihm seien mit einer Zange Zähne ausge-

zogen worden, er sei mit einem Holzstab schwer geschlagen und mit 

Waffen bedroht worden. Bis um 4 Uhr morgens seien sie dort festgehal-

ten worden, bevor er zur Polizeistation gebracht worden sei. Sie seien 

gewarnt worden, niemandem von der Befragung durch die Armee zu er-

zählen. Bis am (…) sei er von der Polizei festgehalten worden. Am (…) 

sei er vor den "Magistrate of B._______" gebracht worden und dort auf 

Antrag hin freigesprochen und aus der Haft entlassen worden. Am (…) 

sei er zu einem Armeelager gebracht worden, um dort eine Unterschrift 

zu leisten. Deshalb sei er nicht in der Lage gewesen, rechtzeitig eine Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht einzureichen. Implizit ersucht 

der Beschwerdeführer damit um Wiederherstellung der Frist zur Be-

schwerdeeinreichung und Entgegennahme der Beschwerdeschrift als 

rechtzeitig. 

Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer eine sog. 

"Sworn Translation" eines zuhanden des Magistrate's Court von 

B._______ erstellten Berichts der sri-lankischen Polizei vom (…) ein. 

Diesem ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am (…) zusam-

men mit (…) weiteren Personen festgenommen worden war, weil er ver-

dächtigt wurde, (…). Daraufhin sei er zu Untersuchungen festgehalten 

worden. Nachdem sich herausgestellt habe, dass am fraglichen Ort keine 

Waffen versteckt gewesen seien, wurde die Entlassung der festgenom-

menen Personen beantragt. 

Die Vorbringen des Beschwerdeführers erscheinen grundsätzlich glaub-

haft (siehe E. 7.1). Die Ausführungen zeigen auf, dass der Beschwerde-

führer unverschuldeterweise nicht in der Lage war, die Beschwerde ans 

Bundesverwaltungsgericht innert Frist einzureichen. Er hatte nach seiner 

Entlassung aus der Polizeihaft am (…) nur noch (…) Tage Zeit, um die 

Beschwerde bei der Schweizer Botschaft in Colombo einzureichen. Dies 

erscheint nur schon aufgrund der Zeit, welche die Zustellung eines Brie-

fes an die Botschaft braucht (die Beschwerde brauchte sechs Tage) nicht 

möglich, zumal der Beschwerdeführer offenbar die Verfügung des BFM 

nicht mehr besass. Die Beschwerde kam schliesslich am 12. Mai 2014, 

da heisst innerhalb der Frist von Art. 24 Abs.1 VwVG (i.V.m. Art. 20 Abs. 3 

VwVG), bei der Schweizer Botschaft an. 

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Seite 6 

1.5 Die Beschwerde gilt somit als fristgerecht und in der Form akzeptiert 

eingereicht. Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz 

teilgenommen, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-

weise Änderung; er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

(Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

Für Asylgesuche aus dem Ausland, die vor dem 29. September 2012 (In-

krafttreten der dringlichen Änderung vom 28. September 2012, mit denen 

das Auslandverfahren abgeschafft wurde; AS 2012 5359) gestellt wurden, 

gilt das Asylgesetz nach der alten Fassung. In diesen Fällen sind weiter-

hin dessen Art. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 aAsylG anwendbar. Die 

Beschwerde ist somit vor dem Hintergrund der alten rechtlichen Bestim-

mungen zu beurteilen.  

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als 

ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des 

Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen 

psychischen Druck bewirken (Art. 3 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentli-

chen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

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Seite 7 

5.  

5.1 Einer Person, die im Ausland ein Asylgesuch gestellt hat, ist die Ein-

reise in die Schweiz zu bewilligen, wenn eine unmittelbare Gefahr für 

Leib, Leben oder Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 

glaubhaft gemacht wird (aArt. 20 Abs. 3 AsylG) – das heisst im Hinblick 

auf die Anerkennung als Flüchtling und die Asylgewährung – oder wenn 

für die nähere Abklärung des Sachverhalts ein Aufenthalt im Wohnsitz- 

oder Aufenthaltsstaat oder die Ausreise in einen Drittstaat nicht länger 

zumutbar erscheint (aArt. 20 Abs. 2 AsylG). Asyl und damit die Einreise in 

die Schweiz ist zu verweigern, wenn keine Hinweise auf eine aktuelle Ge-

fährdung im Sinne von Art. 3 AsylG vorliegen oder die Bemühung um 

Aufnahme in einem Drittstaat zumutbar erscheint (aArt. 52 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Voraus-

setzungen, wobei den Behörden eine weite Entscheidungsbefugnis zu-

kommt. Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG 

sind mit Blick auf den Ausschlussgrund von aArt. 52 Abs. 2 AsylG na-

mentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz und zu anderen Staaten, die 

Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen Staat, die prakti-

sche Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit einer anderweitigen Schutz-

suche und die voraussichtlichen Eingliederungsmöglichkeiten in Betracht 

zu ziehen. Ausschlaggebend für die Erteilung der Einreisebewilligung ist 

dabei die Schutzbedürftigkeit der betreffenden Person, mithin die Prüfung 

der Fragen, ob eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft ge-

macht wird und ob der Verbleib am Aufenthaltsort für die Dauer der Sach-

verhaltsabklärung zugemutet werden kann (vgl. BVGE 2011/10 E. 3.3). 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer brachte im erstinstanzlichen Verfahren vor, er 

sei 1998 unter Zwang den LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) beige-

treten. Nach einem einmonatigen Training sei er ins Vanni-Gebiet verlegt 

und in den Kampf bei C._______ geschickt worden. Während des Kamp-

fes sei er von einer Granate getroffen worden und habe (…) verloren. 

Danach habe er die LTTE um seine Entlassung ersucht. Diese sei aller-

dings nicht genehmigt worden und er sei während sechs Monaten in ei-

nem unterirdischen Gefängnis festgehalten worden. Danach sei er wäh-

rend weiteren sechs Monaten für die LTTE als Koch tätig gewesen. An-

schliessend sei er unter der Bedingung entlassen worden, dass er das 

Vanni-Gebiet nicht verlassen dürfe. Deshalb habe er sich in D._______ 

niedergelassen und habe für die LTTE als (...) gearbeitet, (…).  

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Seite 8 

Er sei auch in der letzten Phase des Krieges im Vanni-Gebiet gewesen 

und habe gesehen, was dort passiert sei. Er sei von der Armee zu einem 

Van geschleppt worden, und dabei sei (…), weshalb er zurückgelassen 

worden sei. Später habe er erfahren, dass die LTTE-Kämpfer in diesem 

Van erschossen worden seien. Einer davon sei sein Onkel gewesen. 

Seither werde er von der Armee verfolgt. Immer wieder kämen sie zu sei-

nem Haus. Er sei meist nicht zu Hause und schlafe woanders. Einmal, 

am 14. April 2012, sei er zu Hause gewesen und geschlagen worden. 

Daraufhin habe er in ein Militärcamp gehen müssen, wo er erneut heftig 

geschlagen worden sei, weil er nicht zu Hause gewesen sei, als er ge-

sucht wurde.  

Einmal habe die Terrorism Investigation Division in Colombo die Polizei in 

seinem Dorf kontaktiert und verlangt, er müsse sich bei einem Gericht in 

Colombo melden. Er habe eine entsprechende Nachricht der Polizeistati-

on bekommen, aber auf Nachfrage habe die Polizeistation ihm nicht sa-

gen könne, worum es gehe. Auf einer anderen Polizeistation habe man 

ihm gesagt, die Nachricht sei nicht echt. Er wisse nicht, wer die Nachricht 

gesendet habe, habe aber Angst, dass er entführt werden solle. 

In der zweiten Anhörung vom 27. Januar 2014 brachte der Beschwerde-

führer vor, er sei nach seiner ersten Anhörung, als er in sein Dorf zurück-

gekehrt sei, für eine Befragung mitgenommen und drei Tage festgehalten 

worden. Man habe ihn ausgezogen, (…) und ihn gefragt, wo er gewesen 

sei. Er sei auch mit einer Waffe bedroht worden. Seither müsse er jeweils 

Ende Monat zur Unterschrift erscheinen. Jedes Mal, wenn er gehe, werde 

er an seinen Geschlechtsteilen misshandelt. Er werde auch oft zu Befra-

gungen aufgeboten, bei denen er aufgefordert werde, Personen zu identi-

fizieren.  

Einmal habe er bei der Polizei eine Anzeige gemacht, da er Drohanrufe 

bekommen habe. Nach zwei Tagen sei er wiederum auf die Polizei ge-

gangen und habe eine Kopie der Anzeige verlangt. Diese sei ihm jedoch 

verweigert worden und er habe nur eine Bestätigung erhalten. Als er nach 

Hause gekommen sei, hätten Offiziere des militärischen Geheimdienstes 

auf ihn gewartet. Diese hätten ihn zu ihrem Militärcamp mitgenommen 

und ihm eine Kopie seiner Anzeige gezeigt. Sie hätten ihn zum Vorlesen 

der Anzeige gezwungen, stark geschlagen und bedroht. Einmal sei er zu-

dem für eine Befragung nach B._______ geholt worden, während der er 

auf den Kopf geschlagen worden sei; er habe aus der Nase geblutet und 

Blut erbrechen müssen. Später sei er in das (...) Spital gebracht worden. 

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Er zeigte entsprechende Röntgenbilder und erklärte, seinen Wirbelsäule 

schmerze noch immer. Das sei am 11. August oder am 8. November 2013 

passiert. Er könne sich nicht gut an Daten und Zeiten erinnern. Die Ärzte 

hätten ihn sieben Tagen im Spital behalten wollen, er habe sich aber ge-

fürchtet, weshalb er am Folgetag entlassen worden sei. 

Vor Kurzem seien Fotos von ihm im Internet publiziert worden aus der 

Zeit, als er bei den LTTE gewesen sei. Er trage darauf eine LTTE-

Uniform. Er sei für die LTTE als (...) aufgetreten und die Sicherheitskräfte 

würden ihn nun dazu zwingen, die anderen Personen, die mit ihm aufge-

treten seien, zu identifizieren. Zudem sei ihm bei einer Befragung gesagt 

worden, er sei ein Zeuge bezüglich eines Massengrabes, das in 

E._______ gefunden worden sei. Sie würden denken, er würde Sachen 

gegen die sri-lankische Regierung sagen. Er habe ihnen gesagt, er wisse 

nichts davon und würde das nicht machen. In Wahrheit kenne er die Ge-

schichte hinter dem Massengrab, aber er würde nie als Zeuge dafür auf-

treten, da er nur Probleme bekommen würde. Er habe gesehen, was am 

Ende des Krieges passiert sei, wie viele Zivilisten umgebracht und viele 

junge Frauen vergewaltigt worden seien. Als er am Ende des Krieges ge-

fangen genommen worden sei, habe er seine Digitalkamera dabei gehabt 

mit der er 2000 Fotos gemacht habe. Sie hätten ihm die Speicherkarte 

weggenommen. Sie wüssten, dass er die Fotos gemacht habe und er 

deshalb Bescheid wisse. Die Fotos zeigten die Tötung von Zivilisten. Er 

habe versucht, diese Fotos zu machen, um zu zeigen, was passiert sei. 

Er werde immer wieder aufgefordert, Leute zu identifizieren, mache dies 

aber nie, da er nicht wolle, dass ihnen das Gleiche zustosse wie ihm. Er 

kenne die Leute nicht, aber wenn er dies sage, werde er geschlagen. Er 

wisse viel über die LTTE, auch über versteckte Waffen, Geld und Gold. 

Sie versuchten, die Wahrheit aus ihm herauszubekommen.  

An einem Heldentag habe jemand Bekanntmachungen und Spruchbän-

der aufgehängt, auf denen die "New Tigers" angepriesen worden seien 

und eine Telefonnummer genannt worden sei, unter der man sich melden 

konnte, wenn man teilnehmen wollte. Er wisse nicht, wer das gemacht 

habe, aber die Sicherheitskräfte hätten ihn verdächtigt.  

6.2 Das BFM führt in der angefochtenen Verfügung an, die Vorbringen 

des Beschwerdeführers erschienen insgesamt mehrheitlich unglaubwür-

dig. Die geltend gemachten Ereignisse seien einerseits wenig belegt und 

fielen andererseits überwiegend widersprüchlich aus. So seien zum Bei-

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Seite 10 

spiel die vorgebrachten Foltererlebnisse nicht medizinisch belegt. Obwohl 

er angeblich viermal einer Entführung entkommen sei, habe er die Ent-

führer nie zu Gesicht bekommen. Auch über die zehn Besuche des Mili-

tärs habe er nur bescheiden Auskunft geben können. Da er angebe, bei 

diesen Besuchen nie zu Hause gewesen zu sein, sei davon auszugehen, 

dass er sich den Besuchen erfolgreich habe entziehen können. Schliess-

lich sei seinen Angaben auch nicht zu entnehmen, weshalb die Sicher-

heitskräfte ein Interesse an seiner Entführung haben sollten. 

Es bestünden keine Anhaltspunkte dafür, dass er auf Grund seines Auf-

enthaltes im Gefängnis in absehbarer Zukunft erneut staatliche Verfol-

gungsmassnahmen zu gewärtigen habe. Zwar sei nicht auszuschliessen, 

dass er sich weiterhin unter Beobachtung der sri-lankischen Behörden 

befinde, Belästigungen ausgesetzt sei und einer Meldepflicht unterstehe. 

Derartige Massnahmen komme indessen aufgrund mangelnder Intensität 

kein Verfolgungscharakter zu. Wären die sri-lankischen Behörden der 

Überzeugung gewesen, dass er eine Gefahr für die Sicherheit des Staa-

tes darstelle, wäre er zweifellos erneut inhaftiert worden.  

6.3 Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerdeschrift vor allem Aus-

führungen zu den Vorfällen zwischen Erhalt der angefochtenen Verfügung 

und Einreichung der Beschwerde (siehe E. 1.4.2).  

7.  

7.1 Die Aussagen des Beschwerdeführers in den beiden Anhörungen und 

seinen zahlreichen schriftlichen Eingaben sind detailliert und wirken sehr 

substanziell. Seine Vorbringen lassen sich ohne Weiteres in die bekann-

ten Zustände in Sri Lanka einfügen, die in Bezug auf ehemalige LTTE-

Kämpfer unter anderem durch eine intensive und engmaschige Überwa-

chung durch die staatlichen Sicherheitskräfte, regelmässige, teilweise mit 

Misshandlungen verbundene Befragungen und eine verbreitete Anwen-

dung der Haftgründe aus der Terrorismusgesetzgebung gezeichnet sind. 

Aus den beiden Anhörungsprotokollen ist ersichtlich, dass der Beschwer-

deführer psychisch stark unter seiner Kriegsverletzung und seiner damit 

zusammenhängenden Unfähigkeit, ein normales Leben zu führen, leidet. 

Diese psychischen Probleme scheinen dazu zu führen, dass seine Aus-

sagen teilweise etwas wirr sind und er Mühe hat, sich an Ereignisse zu 

erinnern und zwischen ähnlichen Begebenheiten Ereignisse zu unter-

scheiden. Diese Probleme sind bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit 

seiner Aussagen zu berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts E-1917/2014 vom 21. Mai 2014, E. 7.1.2).  

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Die subjektive Furcht des Beschwerdeführer erscheint teilweise übertrie-

ben stark ausgeprägt zu sein, wenn auch aufgrund seiner persönlichen 

Erlebnisse nachvollziehbar. So wirkt zum Beispiel seine Angst, er könnte 

während eines mehrtägigen Aufenthaltes in einem Spital getötet werden, 

als übersteigert. Die konkreten Erlebnisse, der er zur Begründung seiner 

Gefährdung anführt, stellt er jedoch weder übertrieben dar, noch wirken 

sie unnatürlich in den Vordergrund gerückt. Dies trifft beispielsweise auf 

die Aussagen bezüglich seiner Erlebnisse im Vanni-Gebiet zum Ende des 

Krieges zu. Diese Aussagen stellt er in keiner Weise in den Vordergrund, 

sondern kommt eher zufällig darauf zu sprechen, was für deren Glaubhaf-

tigkeit spricht. Schliesslich ist festzustellen, dass die Verhaftung des Be-

schwerdeführers (…) und seine Festhaltung während zweier Wochen 

aufgrund des Verdachts, (…), durch den von ihm eingereichten polizeili-

chen Bericht belegt ist. 

Seine Vorbringen, insbesondere bezüglich seiner Foltererlebnisse, sind – 

entgegen der vom BFM in der angefochtenen Verfügung vertretenen 

Meinung – nicht zu wenig belegt. Erstens vermochte der Beschwerdefüh-

rer zumindest für seine körperlichen Beschwerden nach dem Vorfall im 

August 2013, als er sich im Spital einer Behandlung unterzog, einen 

Nachweis zu erbringen. Zweitens erscheint der Umstand, dass er keine 

weiteren medizinischen Belege für seine körperlichen Misshandlungen 

vorlegen kann, auch aufgrund seiner Angst vor Spitalaufenthalten nach-

vollziehbar. Das BFM verweist zudem in der angefochtenen Verfügung 

darauf, dass die Darstellung der Ereignisse überwiegend widersprüchlich 

ausgefallen sei, begründet diese Behauptung jedoch nicht. Obwohl die 

Aussagen des Beschwerdeführers teilweise ungeordnet und ohne Kon-

text erscheinen, können ihnen in der Wahrnehmung des Gerichts keine 

relevanten Widersprüche entnommen werden. 

Die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der andauernden Über-

wachung durch die sri-lankischen Sicherheitskräfte, seiner Festnahmen 

und Befragungen und den erlittenen Misshandlungen erscheinen grund-

sätzlich glaubhaft. 

7.2 Trotz dieser Feststellung kann nicht von einem vollständig erstellten 

der Sachverhalt ausgegangen werden, weshalb die zukünftige, langfristi-

ge Gefährdung des Beschwerdeführers nicht abschliessend beurteilt 

werden kann. So ist insbesondere unklar, was der Beschwerdeführer am 

Ende des Krieges erlebt hat und ob er allenfalls deshalb einer besonde-

ren Verfolgungsgefahr ausgesetzt ist, weil die Sicherheitskräfte befürch-

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ten, er könnte als Zeuge der Vorkommnisse gegen die sri-lankische Ar-

mee aussagen. Ebenfalls unklar ist in diesem Zusammenhang der Wahr-

heitsgehalt der Behauptung des Beschwerdeführers, er habe am Ende 

des Krieges Fotos gemacht, die von der Armee beschlagnahmt worden 

seien, weshalb die Armee ihn besonders im Visier habe. Da (…), er-

scheint dieses Vorbringen nicht von Vornherein unglaubhaft. Er wurde je-

doch in den Anhörungen nicht weiter dazu befragt, obwohl eine (…) in 

dieser Schlussphase des Krieges auf eine konkrete Gefährdung hinwei-

sen würde. Ebenfalls nicht weiter abgeklärt wurde die behauptete Publi-

kation von Fotos des Beschwerdeführers im Internet, auf denen er angeb-

lich als Angehöriger der LTTE erkennbar sei. Unklarheiten bleiben des-

halb namentlich bezüglich der Motivation der sri-lankischen Sicherheits-

kräfte für seine Verfolgung und entsprechend bezüglich des Risikos einer 

(erneuten) Verhaftung und Misshandlung. Es ist deshalb festzustellen, 

dass der rechtserhebliche Sachverhalt vom BFM nicht vollständig und 

korrekt abgeklärt wurde. 

7.3 Entsprechend sind weitere Abklärungen zur Gefährdungslage des 

Beschwerdeführers notwendig. Diese können nicht im Rahmen des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens gemacht werden, da dem Beschwerde-

führer der Verbleib in seinem Heimatland während diesen Abklärungen 

nicht zugemutet werden kann. Insgesamt erscheint es nämlich als erstellt, 

dass der Beschwerdeführer nicht bloss – wie das BFM dies in der ange-

fochtenen Verfügung darstellt – die in Sri Lanka für einen tamilischen 

Mann "normalen" Benachteiligungen und Überwachungsmassnahmen zu 

erdulden hat, sondern dass seine durch die Sicherheitskräfte erlittenen 

Nachteile eine darüber hinausgehende Intensität erreichen. Dies zeigt 

insbesondere die Verhaftung des Beschwerdeführers (…), als er während 

zweier Wochen gefangen gehalten wurde, weil er verdächtigt worden war, 

(…). Der Beschwerdeführer wurde dabei, bevor er der Polizei übergeben 

wurde, während mehrerer Stunden von der Armee festgehalten, befragt, 

geschlagen und zumindest mittelschwer verletzt. Damit kann dieses Vor-

gehen nicht als legitime Massnahme im Rahmen einer Strafverfolgung 

bezeichnet werden. Zudem bringt der Beschwerdeführer vor, er sei auch 

bei anderen Befragungen und beim Leister der Unterschrift immer wieder 

geschlagen worden. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass er aufgrund 

seiner gut sichtbaren Kriegsverletzung ohne Weiteres und überall als 

mutmasslicher ehemaliger Kämpfer der LTTE identifiziert werden kann, 

was eine zusätzliche Gefährdung darstellt. 

E-2840/2014 

Seite 13 

Die Dauer der Verfolgungshandlungen durch die sri-lankischen Sicher-

heitskräfte und die Verhaftung und Misshandlungen vom (…) zeigen, 

dass der Beschwerdeführer konkret und akut gefährdet ist. Die Unzumut-

barkeit seines Verbleibs im Heimatland während der weiteren Abklärun-

gen der Vorinstanz ergibt sich auch aus dem Umstand, dass er offenbar 

nach beiden Befragungen auf der Botschaft in Colombo von den sri-

lankischen Sicherheitskräften nach seiner Abwesenheit befragt worden 

ist, weshalb er durch eine erneute Vorladung durch die Botschaft umso 

stärker gefährdet wäre. Zudem ist keine interne Schutzalternative vor-

handen; seine Kriegsverletzung wird ihn überall als ehemaligen LTTE-

Kämpfer erkennbar machen und Verfolgungshandlungen durch die sri-

lankischen Sicherheitsbehörden aussetzen. Auch verfügt er an keinem 

anderen Ort Sri Lankas über ein soziales Netz, auf das er zurückgreifen 

könnte.  

7.4 Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und das BFM 

anzuweisen, dem Beschwerdeführer die Einreise zu bewilligen. Nach sei-

ner Einreise hat das BFM ein ordentliches Asylverfahren zu eröffnen und 

seine Asylgründe umfassend zu prüfen.  

8.  

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

8.2 Es ist keine Parteientschädigung zuzusprechen, da nicht davon aus-

zugehen ist, dass dem nicht vertretenen Beschwerdeführenden aus der 

Einreichung der Beschwerde verhältnismässig hohe Kosten erwachsen 

sind (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-2840/2014 

Seite 14 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung wird 

aufgehoben. 

2.  

Das BFM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer die Einreise in die 

Schweiz zu bewilligen und nach der Einreise das Verfahren in der 

Schweiz fortzuführen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die schweize-

rische Vertretung in Colombo. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Stöckli Tobias Grasdorf 

 

 

 

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