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**Case Identifier:** b70e1c5d-91a6-59b9-91e9-6f4634f45a40
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.07.2018 UV 2016/8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-8_2018-07-04.pdf

## Full Text

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Fall-Nr.: UV 2016/8

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.07.2018

Entscheiddatum: 04.07.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2018
Wenn der Unfallversicherer den natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und einer 
Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende 
Leistungen erbringt, entfällt dessen Leistungspflicht erst, wenn der Unfall 
nicht (mehr) die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens 
darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden 
Ursachen beruht. Art. 10 und Art. 19 Abs. 1 UVG; Die verunfallte Person hat 
damit solange einen Anspruch auf Heilbehandlung im Sinn des UVG, als von 
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustands erwartet werden kann. Der (definitive) 
Rentenanspruch entsteht erst, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr 
erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2018, UV 2016/8).

Entscheid vom 4. Juli 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Jakob             

Geschäftsnr.                                                                                                                    

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UV 2016/8             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, GN

Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

Basler Versicherung AG, Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K Advokaten, Zürcherstrasse 

310, 8500 Frauenfeld,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen (Invalidenrente, Taggeld, Heilbehandlung, 

Integritätsentschädigung)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war vom 1. November 2012 bis 31. Juli 2014 als 

Lastwagenchauffeur bei der Käserei B.___ angestellt und infolgedessen während dieser 

Zeit bei der Basler Versicherung AG (nachfolgend: Unfallversicherung) unfallversichert 

(UV-act. 2.1, 7.12).

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A.b  Bereits vor diesem Anstellungsverhältnis hatte der Versicherte mehrere Unfälle 

erlitten. So hatte er sich am 24. April 2003 eine Ruptur der Rotatorenmanschette im 

linken Schultergelenk zugezogen, weswegen am 21. Oktober 2003 eine Arthroskopie 

des linken Schultergelenks durchgeführt worden war. Dabei waren das laterale 

Klavikulaende reseziert und eine Acromioplastik, eine transossäre Naht der Supra- und 

Infraspinatussehne sowie eine Tenodese der langen Bizepssehne vorgenommen 

worden. Ab dem 1. April 2004 hatte wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Im 

Arztbericht vom 12. Oktober 2004 hatte Dr. med. C.___ erklärt, dass der Versicherte 

keinerlei relevante Bewegungseinschränkungen mit der linken Schulter mehr gehabt 

hatte. Dr. med. D.___, Spezialarzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, 

war im Aktengutachten vom 30. November 2004 ebenfalls von einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit ab dem 1. April 2004 und von einer unfallbedingten Schädigung der 

körperlichen Integrität in einem Umfang von ca. 10% ausgegangen. Der damalige 

Unfallversicherer, die Swica Gesundheitsorganisation, Winterthur (nachfolgend: frühere 

Unfallversicherung), hatte im Zusammenhang mit dem Unfallereignis im Jahr 2003 die 

gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, Integritätsentschädigung; UV-act. 

2.55-2 f., 4.12-4 bis 9, 4.12-30 ff., 4.12-51 f., vgl. auch UV-act. 10.1 f., 10.11, 10.14, 

10.25, 10.30, 10.33 ff., 10.48, 10.58, 10.66 f.) erbracht. Am 5. August 2009 hatte sich 

der Versicherte bei einem Treppensturz verletzt und war darauf ins Spital E.___ 

eingeliefert worden. Im Klinikbericht des Spitals E.___ vom 17. August 2009 waren 

insbesondere eine intraartikuläre Längsfraktur distaler Radius links, eine 

mehrfragmentäre Radiusköpfchenfraktur links und ein neurographisch bestätigtes CTS 

links diagnostiziert worden (UV-act. 3.3 f., 4.12-14, vgl. auch UV-act. 7.57, 7.68, 7.70, 

7.75 f.). Am 23. März 2011 war eine postero-laterale Spondylodese LW4/LW5 mit 

transpedikulärer Verschraubung und Implantation eines Capstone Cages durchgeführt 

worden (UV-act. 3.6, 4.12-17 f., vgl. auch UV-act. 7.44, 7.52 ff.). Am 3. Februar 2011 

hatte sich der Versicherte zum Bezug von Leistungen bei der Invalidenversicherung 

angemeldet (UV-act. 7.140). Ab 1. Oktober 2011 hatte er von der Invalidenversicherung 

basierend auf einem IV-Grad von 40% eine Viertelsrente erhalten (UV-act. 4.12-44, 

7.22, 7.30).

A.c  Am 22. Februar 2013 verunfallte der Versicherte während der Arbeit. Gemäss der 

Bagatellunfall-Meldung vom 26. März 2013 (UV-act. 2.1) und dem Fragebogen des 

Unfallversicherers (UV-act. 2.32) rutschte er beim Entladen des Milch/Schotte-Tank-

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lastwagens auf Glatteis aus, fiel nach hinten und schlug mit dem Kopf und der Schulter 

an der Wand und am Boden auf und verletzte sich dabei am Arm, am Kopf und an der 

Schulter. Wegen der Schmerzen am Kopf und in der linken Schulter liess er sich in der 

Praxisgemeinschaft von Dr. C.___ und Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin 

FMH, behandeln. Diagnostiziert wurde insbesondere eine Schulterkontusion links (UV-

act. 3.7).

A.d  Am 25. April 2013 verunfallte der Versicherte, als er beim Lösen einer 

Verschraubung am Tank abrutschte und stürzte. Dabei verfing er sich mit dem linken 

Arm in der am Boden liegenden Schlauchvorrichtung. Sofort verspürte er Schmerzen in 

der linken Schulter, welche aber nach kurzer Zeit wieder nachliessen (UV-act. 2.55-2, 

2.58, 4.12-25, 4.12-38 f.). Die am 23. Mai 2013 durchgeführte radiologische 

Untersuchung des linken Schultergelenks im Zentrum für medizinische Radiologie 

G.___ ergab eine Re-Ruptur der Infraspinatussehne sowie eine partielle Re-Ruptur der 

Supraspinatussehne (UV-act. 3.8). Am 12. Juni 2013 meldete der Versicherte der 

Unfallversicherung telefonisch den Unfall vom 25. April 2013 (UV-act. 2.11, 5.15-2, 

5.27-2). Die radiologische Untersuchung des Schultergelenks links vom 12. Juni 2013 

im Kantonsspital St. Gallen (nachfolgend: KSSG) ergab einen Humeruskopfhochstand 

links, enthesiopathische Veränderungen am Tuberculum majus, ansonsten einen 

altersentsprechend normalen Skelett- und Gelenkbefund bei kleinem Ossikel an der 

Akromionspitze (UV-act. 3.17). Im Klinikbericht des Spitals Wil vom 17. Juni 2013 

wurde eine antero-kraniale Massen-Re-Ruptur der Rotatorenmanschette Schulter links 

(Sugaya Typ IV) diagnostiziert. Die Klinikärzte empfahlen eine arthroskopische Revision 

und einen Rekonstruktionsversuch der Rotatorenmanschette an der linken Schulter 

(UV-act. 3.9). Der von der Unfallversicherung um eine Stellungnahme gebetene Arzt, 

Dr. med. H.___, Facharzt für Chirurgie FMH, erklärte am 17. Juli 2013, dass die 

geplante Operation links in einem überwiegend kausalen Zusammenhang mit dem 

Unfall vom 22. Februar 2013 stehe (UV-act. 3.10, 4.12-23). Am 19. Juli 2013 erfolgte im 

Spital I.___ eine arthroskopische transossäre Suturebridge-Re-Rekonstruktion der 

Rotatorenmanschette (Supra-, Infraspinatus mit Arthrotunneler) mit subacromialer 

Mobilisation der Schulter links (UV-act. 3.11, 3.12, 4.12-23 f., vgl. auch UV-act. 2.23, 

2.55-3). Die Unfallversicherung anerkannte daraufhin ihre Leistungspflicht und richtete 

Versicherungsleistungen aus (Heilungskosten, Taggelder; UV-act. 2.23, 2.25, 2.27).

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A.e  Am 5. September 2013 berichtete Dr. med. J.___, Arzt m.b.F. Orthopädie, Spital 

E.___, über einen deutlich schmerzhaften Verlauf, trotz drei Therapieterminen pro 

Woche, mit sich vermutlich entwickelnder postoperativer Kapsulitis (UV-act. 3.14). Am 

15. Oktober 2013 diagnostizierte Dr. J.___ persistierende Restbeschwerden 

insbesondere im AC-Gelenk Schulter links und am 12. November 2013 eine 

persistierende deutlich symptomatische horizontale AC-Gelenksinstabilität Schulter 

links (UV-act. 3.15 f., vgl. auch UV-act. 3.19).

A.f  Am 9. Januar 2014 wurde der Versicherte erneut an der Schulter links operiert. 

Dabei zeigte sich, dass der Rekonstruktionsversuch der Rotatorenmanschette vom 19. 

Juli 2013 zu keiner Einheilung geführt hatte. Vorgefunden wurde ein kompletter Abriss 

der Supra- und Infraspinatussehne links. Durchgeführt wurde arthroskopisch eine 

zweireihige Fadenbrücken-Re-Re-Rekonstruktion mit Margin-Convertion der 

Rotatorenmanschette (Supra-, Infraspinatus) sowie eine anatomische ACG-

Stabilisation (Gracilis-Sehne Knie links, Docbone-Forcefiber) Schulter links (UV-act. 

3.21, 3.22, 4.12-41). Im Verlaufsbericht vom 1. April 2014 ging Dr. J.___ von einer 

Wiederaufnahme der Arbeit in frühestens 5 bis 6 Monaten aus. Im Weiteren rechnete er 

mit längerfristigen Einschränkungen bei belastenden Tätigkeiten über Kopf (UV-act. 

3.24, 4.12-27).

A.g  Die Unfallversicherung beauftragte daraufhin die beratende Ärztin Dr. med. K.___, 

Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, mit der Erstellung eines 

versicherungsmedizinischen Gutachtens insbesondere zur Frage des natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden des Versicherten und den 

Unfallereignissen vom 24. April 2003, 22. Februar 2013 und 25. April 2013. Im 

Aktengutachten vom 12. Mai 2014 (UV-act. 4.12) kam Dr. K.___ zum Schluss, dass die 

aktuellen Befunde überwiegend wahrscheinlich im natürlichen Kausalzusammenhang 

mit dem Unfallereignis vom 24. April 2003 stehen würden. Zu den Unfällen vom 22. 

Februar und 25. April 2013 bestehe nur möglicherweise ein natürlich kausaler 

Zusammenhang (UV-act. 4.12-70 f.).

A.h  Gemäss Arztbericht vom 13. Mai 2014 von Dr. J.___ war der Verlauf stabil. Es 

müsse auch längerfristig von Funktionsdefiziten für jegliche Elevationsbelastung an der 

linken Schulter ausgegangen werden (act. G 1.4).

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A.i   Die Unfallversicherung liess die bildgebenden Untersuchungsergebnisse des 

Jahres 2013 durch PD Dr. med. L.___, Facharzt für Radiologie FMH, würdigen. Er 

erklärte im Arztbericht vom 23. Mai 2013 (richtig: 23. Mai 2014), ein Teil der 

Knorpelschäden sei bereits vor dem ersten Unfall vom 22. Februar 2013 aufgetreten 

(Degeneration oder im Rahmen eines früheren Traumas). Weiter erhob der Arzt eine 

Supraspinatussehne mit Reruptur und eine Infraspinutussehne mit kompletter Ruptur 

(UV-act. 4.7).

A.j   Mit Schreiben vom 28. Mai 2014 teilte die Unfallversicherung dem Versicherten 

mit, dass

sie wegen der in den eingeholten Arztberichten geäusserten fehlenden natürlichen 

Kausalität der Verletzungen (Ruptur der Supraspinatus- und Infraspinatussehne) zum 

Unfallereignis vom 22. Februar 2013 beabsichtige, keine weiteren 

Versicherungsleistungen mehr zu erbringen. Zum Unfall von 25. April 2013 erklärte sie, 

dass erhebliche Zweifel bestünden, ob sich das geschilderte Unfallereignis überhaupt 

ereignet habe, und selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, so lasse sich basierend 

auf den medizinischen Akten kein überwiegend wahrscheinliches, strukturelles 

Organkorrelat einer unfallbedingten Läsion im Bereich des linken Schultergelenks 

objektivieren, welches zu Leistungen aus der Unfallversicherung berechtigen bzw. 

führen würde (UV-act. 5.1).

A.k  Ab 1. Juli 2014 war der Versicherte wieder zu 50% arbeitsfähig bzw. es wurde 

noch ein Taggeld von 50% entrichtet (UV-act. 8.3, 8.9 bis 8.15). Per 31. Juli 2014 löste 

die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (UV-act. 2.78).

A.l   Mit Schreiben vom 27. August 2014 nahm Rechtsanwältin Dr. iur. Romana Weber, 

Graf Niedermann Rechtsanwälte, St. Gallen, im Auftrag des Versicherten zum 

Gutachten von Dr. K.___ Stellung. Sie machte insbesondere geltend, dass der Unfall 

vom 25. April 2013 sehr wohl geeignet gewesen sei, eine Ruptur der 

Rotatorenmanschette zu bewirken. So habe Dr. J.___ im Arztbericht vom 1. April 2014 

bestätigt, dass keine unfallfremden Faktoren vorliegen würden (UV-act. 5.8 f.).

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A.m Die Unfallversicherung Swica beauftragte Dr. med. M.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie, mit der Erstellung eines Gutachtens insbesondere zur Frage 

der Kausalität der aktuellen Beschwerden des Versicherten zum Unfallereignis vom 24. 

April 2003. Dieser erstellte das Gutachten vom 2. Dezember 2014 basierend auf den 

Akten und einer persönlichen Untersuchung des Versicherten am 26. August 2014 (UV-

act. 4.10). Er erklärte, dass die aktuellen Beschwerden überwiegend wahrscheinlich 

Folgen des Ereignisses vom 22. Februar 2013 seien (UV-act. 4.10-33). Die erneute 

Operation im Januar 2014 sei wegen der Beschwerden erforderlich gewesen. Der 

erhoffte Erfolg sei jedoch nicht eingetreten. Es bestehe funktionell eine schlechtere 

Situation als vor dem operativen Eingriff im Juli 2013 (UV-act. 4.10-34). Im Weiteren 

erklärte er, dass der im optimalsten Fall zu erwartende Endzustand noch nicht 

eingetreten sei. Der Versicherte sei auf weitere Behandlungen angewiesen (UV-act. 

4.10-35).

A.n  Am 11. Dezember 2014 teilte die frühere der aktuellen Unfallversicherung mit, dass 

sie gestützt auf das Gutachten von Dr. M.___ vom 2. Dezember 2014 vorsehe, 

ihrerseits eine Leistungspflicht abzulehnen, da hinsichtlich der aktuellen Beschwerden 

weder eine Kausalität zum Unfall im Jahr 2003 noch ein Rückfall gegeben sei (UV-act. 

4.11).

A.o  Im Arztbericht vom 4. Februar 2015 erklärte Dr. J.___ basierend auf der 

Untersuchung des Versicherten vom 30. Januar 2015, dass ein Jahr nach der letzten 

Operation deutliche Restbeschwerden an der linken Schulter und dabei insbesondere 

bezüglich der Funktion bestehen würden. Er empfahl, die Arbeitsfähigkeit nicht über 

50% zu steigern (UV-act. 5.24).

A.p  Mit Verfügung vom 13. Mai 2015 lehnte die aktuelle Unfallversicherung gestützt 

auf das Aktengutachten von Dr. K.___ vom 12. Mai 2014 ihre Leistungspflicht ab dem 

1. April 2013 wegen fehlender Kausalität ab (UV-act. 5.15).

A.q  Mit Verfügung vom 13. Mai 2015 lehnte die für dem Unfall im Jahr 2003 zuständige 

frühere Unfallversicherung ihre Leistungspflicht für die aktuelle Gesundheitsschädigung 

der linken Schulter ab, da gemäss dem Gutachten von Dr. M.___ vom 2. Dezember 

2014 der Status quo sine am 31. Oktober 2004 erreicht worden sei und dem 

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Aktengutachten von Dr. K.___ vom 12. Mai 2014 entnommen werden könne, dass 

retrospektiv und versicherungsmedizinisch weder bildgebend noch intraoperativ 

überwiegend wahrscheinlich frische, auf das Ereignis vom 24. April 2003 

zurückzuführende, objektivierbare, strukturelle Organkorrelate einer unfallbedingten 

Läsion des linken Schultergelenks hätten objektiviert werden können. Folglich sei die 

Kausalität der Beschwerden zum Ereignis im Jahr 2003 nicht gegeben (UV-act. 5.15).

A.r  Mit Arztbericht vom 9. Juli 2015 erklärte Dr. med. N.___, Arzt der Orthopädie, Spital 

I.___, dass er gestützt auf die Akten und Röntgenbilder davon ausgehe, dass die 

vorliegende Degeneration mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Ereignisse im 

Jahr 2013 zurückzuführen sei (UV-act. 5.25).

B.   

B.a  Mit Schreiben vom 15. Juni 2015 erhob der Rechtsvertreter des Versicherten, 

Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Graf Niedermann Rechtsanwälte, St. Gallen, 

Einsprache gegen die Verfügung der Unfallversicherung vom 13. Mai 2015 (UV-act. 

5.20). In der Einsprachebegründung vom 14. Juli 2015 (UV-act. 5.23) verlangte er die 

Aufhebung der Verfügung vom 13. Mai 2015 und die Erbringung der gesetzlichen UVG-

Leistungen, insbesondere Taggeldleistungen, Heilbehandlungen und eine 

Invalidenrente, im Zusammenhang mit den Unfallereignissen vom 22. Februar und 25. 

April 2013. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen anzuordnen. Zur 

Begründung wurde insbesondere angeführt, es sei unbestritten, dass die Ruptur der 

Rotatorenmanschette nicht ausschliesslich auf unfallfremden bzw. krankheitsbedingten 

Ursachen beruhe. Da der Vorzustand (ACG-Arthrose) nicht schon vor dem Unfall zu 

einer Verminderung der Erwerbsfähigkeit geführt habe, müsse der aktuelle 

Unfallversicherer insbesondere für Heilbehandlungen und Taggelder alleine 

aufkommen. Im Weiteren wird geltend gemacht, dass die überwiegend wahrscheinliche 

Ursache der Ruptur der Rotatorenmanschette der Unfall vom 22. Februar 2013 sei, 

denn nur Dr. K.___ gehe von einer krankheitsbedingten Ruptur der 

Rotatorenmanschette aus, während sämtliche weiteren beteiligten Ärzte, inklusive der 

Vertrauensarzt des aktuellen Unfallversicherers Dr. H.___, gegenteiliger Meinung seien 

(UV-act. 5.23-4 ff.).

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B.b  Mit Entscheid vom 27. Januar 2016 wies die Unfallversicherung die Einsprache 

vom 15. Juni 2015 ab (UV-act. 5.27). Vorgebracht wurde zum Unfallereignis vom 22. 

Februar 2013 insbesondere, dass für die geltend gemachten Schulterbeschwerden 

links die Begutachtung keine knöcherne Verletzung ergeben habe. Dagegen seien 

ausgeprägte degenerative Veränderungen der Rotatorenmanschette und insbesondere 

des Musculus supraspinatus festgestellt worden. Zum Unfallereignis vom 25. April 

2013 wurde angemerkt, es gebe in den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte 

dafür, dass die Beschwerden auf diesem Unfallereignis beruhten.

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 27. Januar 2016 liess der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 12. Februar 2016 

Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren erheben (act. G 1): 1. Der 

Einspracheentscheid vom 27. Januar 2016 sei aufzuheben. 2. Dem Beschwerdeführer 

seien im Zusammenhang mit den Unfallereignissen vom 22. Februar und 25. April 2013 

die gesetzlichen UVG-Leistungen zu erbringen, insbesondere Taggeld und 

Heilbehandlung. 3. Dem Beschwerdeführer sei ab 1. Mai 2015 mindestens eine halbe 

Invalidenrente zu erbringen. 4. Dem Beschwerdeführer sei eine 

Integritätsentschädigung zu erbringen. 5. Eventualiter seien auf Kosten der 

Beschwerdegegnerin weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen. 6. Unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren und das Einspracheverfahren. Eingereicht wurde 

eine Honorarnote für das Einspracheverfahren (act. G 1.9).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 11. April 2016 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Krauter, S-E-K 

Advokaten, Frauenfeld, die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

C.c In der Replik vom 10. Mai 2016 wurde unverändert an den gestellten Anträgen 

gemäss Beschwerde vom 12. Februar 2016 festgehalten (act. G 9). Zur Begründung 

wurde insbesondere angeführt, dass die Beweislast für den Wegfall der Kausalität die 

Beschwerdegegnerin und nicht den Beschwerdeführer treffe. Ausser der von der 

Beschwerdegegnerin beauftragten Gutachterin Dr. K.___ hätten die behandelnden 

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Ärzte wie auch der patientenunabhängige Arzt Dr. N.___ und der Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin Dr. H.___ die Ruptur der Rotatorenmanschette auf die Unfälle 

vom 22. Februar und 25. April 2013 zurückgeführt. Zum Ereignis im Jahr 2003 wird 

angeführt, dass im Bericht des KSSG vom 19. Mai 2003 eine traumatische Ruptur 

erhoben worden sei. Dass nach dem 31. März 2013 keine Arbeits- oder 

Erwerbsunfähigkeit bestanden habe, sei nicht zutreffend.

C.d In der Duplik vom 20. Juni 2016 wurde unverändert die vollumfängliche Abweisung 

der Beschwerde beantragt. Ausgeführt wurde, dass der Fallabschluss zu Recht per 31. 

März 2013 vorgenommen worden sei, da von einer weiteren ärztlichen Behandlung 

keine Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen sei. Da der 

Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift mit Wirkung ab dem 1. Mai 2015 die 

Zusprechung einer halben Rente habe beantragen lassen, sei der Fallabschluss 

zumindest per 30. April 2015 vorzunehmen (act. G 13).

C.e Mit Schreiben vom 6. Juli 2016 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

Honorarnoten für das Beschwerdeverfahren über Fr. 6'857.15 und für das 

Einspracheverfahren über Fr. 12'063.70 ein (act. G 15).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem Ereignisse aus dem Jahr 2013 zur Debatte stehen, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

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2.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. Die versicherte 

Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung von Unfallfolgen (Art. 10 UVG) 

sowie auf ein Taggeld, wenn sie infolge eines Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(im Sinn des Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) ist.

2.2  Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 

Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 

beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 

Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit 

Hinweisen).

2.3  Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 

456 E. 5a).

2.4  Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a). Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und 

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gesundheitlichen Beschwerden hat in der Regel als gegeben zu gelten, wenn sich 

mittels apparativer Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, 

Arthroskopie) ein unfallkausaler organischer Befund im Sinn eines strukturellen 

Gesundheitsschadens erheben lässt.

2.5  Wenn der Unfallversicherer den Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und 

einer Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende Leistungen 

erbringt, entfällt dessen Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die 

natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 

E. 3b mit Hinweisen). Der Unfallversicherer hat jedoch nicht den Beweis für 

unfallfremde Ursachen zu erbringen, sondern nur darzutun, dass die unfallbedingten 

Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007 sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 27. Februar 2004, U 29/03, E. 3.1).

2.6  Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggelder (Art. 10 UVG) 

dahin (Art. 19 Abs. 1 Satz 2 UVG). Der (definitive) Rentenanspruch entsteht, wenn von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und 

allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind 

(Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG). Die verunfallte Person hat damit solange einen Anspruch 

auf Heilbehandlung im Sinn von Art. 10 UVG, als von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann 

(BGE 140 V 132 E. 2.2; Urteile des Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 

8C_616/2013, E. 3.1.1, und vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1; siehe auch BGE 

134 V 115 E. 4.2 und 5) bzw. der Rentenanspruch nach Art. 19 Abs. 1 oder Abs. 3 UVG 

zu prüfen ist. Ob eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands noch erwartet 

werden kann, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden 

Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt 

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beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffs „namhaft“ in Art. 19 Abs. 1 UVG 

verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinn 

von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss (BGE 134 V 115 E. 

4.3). Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen - wie etwa einer 

Badekur - zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen einen 

Anspruch auf deren Durchführung (Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2014, 

8C_888/2013, E. 4.1 mit Hinweisen).

2.7  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Der 

Unfallversicherer und im Streitfall das Gericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen 

zu ermitteln bzw. die notwendigen Beweise zu erheben. Indessen ist die 

leistungsansprechende Person gesetzlich verpflichtet, dabei mitzuwirken (BGE 125 V 

195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). Sie 

muss die Umstände des Unfalls glaubhaft machen. Unvollständige, ungenaue oder 

widersprüchliche Angaben genügen diesem Erfordernis nicht (RKUV 1990 NR. U 86 S. 

50; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 29). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der Beweisführungslast 

begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall 

der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Da vorliegend u.a. die 

Leistungseinstellung streitig ist, trägt die Beschwerdegegnerin die Beweislast. Die 

genannte Beweisregel kommt zur Anwendung, wenn im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes kein wahrscheinlicher Sachverhalt ermittelt werden kann. 

Die blosse Möglichkeit genügt nicht. Im Sozialversicherungsrecht besteht kein 

Grundsatz, wonach die Verwaltung oder das Gericht im Zweifel zugunsten der 

versicherten Person entscheiden müsse (BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; BGE 126 

V 319 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts vom 31. Januar 2011, 8C_709/2010, E. 2.2; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4 und 29 f.; THOMAS LOCHER/THOMAS 

GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 56 f.).

3.   

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Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 27. Januar 2016 (UV-act. 5.27). Beachtlich ist dabei, dass die dem 

Einspracheentscheid zugrundeliegende Verfügung vom 3. Mai 2015 (UV-act. 5.15) 

hinsichtlich der Versicherungsleistungsansprüche, welche die Beschwerdegegnerin 

effektiv regeln wollte, unklar und damit auslegungsbedürftig ist. Da sie im 

Einspracheentscheid auf die Rechtsbegehren in der Einsprache vom 15. Juni 2015 

("insbesondere" Heilbehandlung, Taggeld und Rente; vgl. UV-act. 5.20, 5.23) 

vollumfänglich eingetreten ist, erscheint es gerechtfertigt, von einer (zulässigen) 

Ausdehnung des Streitgegenstandes im Einspracheverfahren auszugehen. Im 

vorliegenden Gerichtsverfahren werden infolgedessen all diese Leistungen zum 

Streitgegenstand und damit überprüfbar. Nachfolgend ist damit insbesondere zu 

prüfen, ob die Leistungen, welche von der Beschwerdegegnerin im Sinne des UVG im 

Anschluss an die Unfallereignisse vom 22. Februar und 25. April 2013 ausgerichtet 

wurden, (rückwirkend) auf den 1. April 2013 eingestellt werden durften und ob der 

Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

3.1  Der Beschwerdeführer begründet seine in der Beschwerde vom 12. Februar 2016 

(act. G 1) geltend gemachten Leistungsansprüche insbesondere damit, dass nach der 

Einschätzung sämtlicher involvierten Ärzte, ausser derjenigen der Vertrauensärztin der 

Beschwerdegegnerin Dr. K.___, der Beschwerdeführer im Jahr 2003 bei 

vorbestehenden degenerativen Veränderungen mit AC-Gelenksarthrose eine 

unfallbedingte Rotatorenmanschettenruptur erlitten habe (act. G 1-7 ff.). Die damaligen 

Beschwerden seien jedoch - wie von Dr. M.___ bestätigt - bereits im Jahr 2004 soweit 

abgeklungen, das wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe. Hinsichtlich der 

gesundheitlichen Situation im Jahr 2013 wurde vorgebracht, dass eine degenerativ 

bedingte Ruptur aufgrund des festgestellten "frischen Risses", der starken Muskulatur 

des Beschwerdeführers sowie des zu geringen Fortschritts der Atrophie über die 

vorangegangenen zehn Jahre unwahrscheinlich sei. Für die These, dass eine ACG-

Instabilität die Rotatorenmanschettenruptur verursacht habe, seien von der 

Beschwerdegegnerin keine Beweise vorgebracht worden. Sogar der Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin, Dr. H.___, habe im Arztbericht vom 17. Juli 2013 erklärt, dass die 

geplante Operation links im überwiegend kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 

22. Februar 2013 stehe (act. G 1-11 ff.).

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3.2  In der Beschwerdeantwort vom 11. April 2016 begründete die 

Beschwerdegegnerin den Antrag auf Abweisung der Beschwerde insbesondere damit, 

dass laut dem Aktengutachten von Dr. K.___ vom 12. Mai 2014 sich kein 

(traumatisches) Geschehen zugetragen habe, welches geeignet wäre, eine 

Rotatorenmanschettenruptur zu bewirken. Für die Rotatorenmanschettenruptur seien 

daher degenerative Veränderungen ursächlich. Die Beschwerden könnten deshalb 

nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein bei ihr versichertes Unfallereignis 

zurückgeführt werden. Der Fallabschluss per 31. März 2013 sei folglich zu Recht 

erfolgt, zumal keine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit über den 31. März 2013 

bestanden habe und die Leistungen stets unter Vorbehalt erbracht worden seien. Da es 

keine unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gebe, bestehe auch kein 

Anspruch auf eine Invalidenrente nach UVG (act. G 7-6 ff.).

3.3  Nachfolgend sind daher die medizinischen Berichte - insbesondere die 

ausführlichen Gutachten von Dr. K.___ und Dr. M.___ - vorerst hinsichtlich der 

Kausalität der aktuellen Beschwerden zu den beiden Unfällen im Jahr 2013 zu prüfen.

3.3.1      Das Aktengutachten von Dr. K.___ stammt vom 12. Mai 2014 und wurde von 

der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegeben (UV-act. 4.12). Im Gutachten weist Dr. 

K.___ darauf hin, bereits im Jahr 2003 hätten die konventionellen Bildgebungen 

ergeben, dass im Bereich des linken Schultergelenks eine ACG-Arthrose bzw. 

degenerative Veränderungen des ACG und im Bereich des Tuberculum majus sowie 

degenerative Veränderungen der gesamten Rotatorenmanschette und dabei 

insbesondere des Musculus Supraspinatus vorliegen würden. Im Weiteren erklärte sie, 

dass trotz den degenerativen Veränderungen zumindest anteilsmässig eine Kausalität 

zum Unfall im Jahr 2003 in Erwägung zu ziehen sei (UV-act. 4.12-45). Zum 

Unfallereignis vom 22. Februar 2013 führte Dr. K.___ aus, dass die Unfallschilderungen 

stark voneinander abweichen und sich teilweise widersprechen würden. Gemäss den 

zeitnahen Unfalldokumentationen habe sich der Versicherte lediglich eine Prellung des 

linken Schultergelenks zugezogen. Ein solches Ereignis sei jedoch nicht dazu geeignet, 

eine Läsion der Rotatorenmanschette zu verursachen. So könne weder anatomisch 

noch physiologisch eine (Partial-) Ruptur der Supraspinatus- und Infraspinatussehne 

mit einem Direktanprall der Schulter begründet werden. Im Weiteren erklärte die Ärztin, 

es könne davon ausgegangen werden, dass die Teilruptur der Supraspinatussehne 

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sowie die komplette Ruptur der Infraspinatussehne nicht bereits seit Jahren bestünden, 

sondern relativ frisch seien, woraus jedoch nicht abgeleitet werden könne, dass ein 

überwiegend wahrscheinlicher Zusammenhang mit dem Ereignis vom 22. Februar 2013 

bestehe (UV-act. 4.12-52 bis 56). Die ACG-Instabilität führte sie auf die Operation vom 

21. Oktober 2003 zurück, denn diese habe zu einer Überbelastung der umgebenden 

Weichteile geführt. Die degenerativ bedingte Einengung des subacromialen Raumes sei 

keine Folge der Unfälle im Jahr 2013. Gegen eine Rotatorenmanschetten-Reruptur 

bzw. eine unfallbedingte strukturelle Läsion der linken Schulter spreche auch die 

Angabe des Versicherten, dass er nach dem Unfall die berufliche Tätigkeit tageweise 

alternierend in 100%- und 0%igem Umfang habe wahrnehmen können. 

Zusammenfassend erklärte Dr. K.___, dass die erhobenen Befunde allenfalls 

möglicherweise, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich, in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013 stünden (UV-act. 4.12-59 

bis 62). Zum Unfall vom 25. April 2013 führte Dr. K.___ an, dass dieser nicht zeitnah in 

den Arztberichten erscheine, obwohl die dabei erlittene Verletzung erhebliche 

Einschränkungen im Berufsalltag hätte bewirken müssen. Zudem lasse die Schilderung 

des Unfallhergangs keinen Mechanismus erkennen, mit dem sich die Rupturen erklären 

liessen. Knöcherne Verletzungen, welche überwiegend wahrscheinlich auf ein 

Unfallereignis zurückzuführen seien, hätten nicht objektiviert werden können. Es habe 

sich kein überwiegend wahrscheinliches strukturelles Organkorrelat einer 

unfallbedingten Läsion im Bereich der linken Schulter objektivieren lassen. Dr. K.___ 

äusserte deshalb erhebliche Zweifel, ob sich ein Unfallereignis, wie vom Versicherten 

beschrieben, am 25. April 2013 ereignet habe (UV-act. 4.12-62 bis 66). Die am 9. 

Januar 2014 durchgeführte Operation führte sie auf vorbestehende degenerative 

Veränderungen bzw. auf das Ereignis vom 24. April 2003 zurück (UV-act. 4.12-67 f.). 

Zusammenfassend erklärte Dr. K.___, dass die Befunde überwiegend wahrscheinlich 

im natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 24. April 2003 stehen 

würden. Zu den Unfällen vom 22. Februar und 25. April 2013 bestehe nur 

möglicherweise ein natürlich kausaler Zusammenhang (UV-act. 4.12-70 f.).

3.3.2      Das Gutachten von Dr. M.___ stammt vom 2. Dezember 2014 und beruht 

einerseits auf den Akten und andererseits einer persönlichen Untersuchung des 

Versicherten vom 26. August 2014 und wurde vom im Jahr 2003 zuständigen 

Unfallversicherer Swica in Auftrag gegeben (UV-act. 4.10). Dr. M.___ erhob folgende 

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Diagnosen: Status nach axialer Stauchung (24. April 2003), mit/bei Status nach offener 

Rotatorenmanschettennaht und Acromioplastik sowie AC-Gelenksektion am 21. 

Oktober 2003 mit/bei vorbestehenden, degenerativen aber asymptomatischen 

Veränderungen sowohl in der Rotatorenmanschette als auch im gleno-humeralen aber 

auch im acromio-clavicularen Gelenk. Postoperative frozen shoulder links mit/bei 

Status nach dreimaliger Traumatisierung (22. Februar, 25. und 26. April 2013) mit/bei 

vorbestehender, degenerativer aber asymptomatischer Rotatorenmanschettenläsion 

(inkl. ACG voroperiert), Status nach 2. Revision der Rotatorenmanschette (19. Juli 

2013), Status nach 3. Revision der Rotatorenmanschette und erstmaliger Stabilisierung 

des AC-Gelenks (9. Januar 2014). Multiple fallfremde Diagnosen (UV-act. 4.10-23). 

Zudem erklärte er, dass er hinsichtlich der radiologischen Befunde zur gleichen 

Einschätzung wie PD Dr. L.___ gekommen sei (UV-act. 4.10-22). Bezüglich des Unfalls 

vom 2. Mai 2003 sah der Arzt keine Diskrepanzen zwischen den verschiedenen 

Unfallbeschreibungen (UV-act. 4.10-23). Im Weiteren führte er aus, dass der in Folge 

des Unfalls im Jahr 2003 abgegoltene angebliche "dauerhafte und unfallbedingte 

Gesundheitsschaden" nicht als solcher hätte bezeichnet werden dürfen, denn auch 

retroperspektiv könne basierend auf den Akten keine eindeutige objektivierbare, 

reproduzierbare oder nachvollziehbare unfallkausale Pathologie mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erkannt werden. Der Status quo sine sei allerspätestens ein Jahr 

nach der Operation vom 21. Oktober 2003 per Ende Oktober 2004 erreicht worden. 

Dass es sich bei den Beschwerden im Jahr 2013 um Spätfolgen der Operation im Jahr 

2003 handle, erachtete er als "möglich", jedoch nicht als "überwiegend 

wahrscheinlich". Einen Rückfall zum Ereignis im Jahr 2003 schloss er dagegen aus 

(UV-act. 4.10-24/27/32; vgl. auch UV-act. 4.10-29 ff.). Die Integritätsentschädigung von 

10%, wie sie von Dr. D.___ basierend auf den Akten am 30. November 2004 erhoben 

worden sei, sei nicht geschuldet gewesen (UV-act. 4.10-32). Im Weiteren führte er aus, 

dass die aktuellen Beschwerden des Beschwerdeführers überwiegend wahrscheinlich 

Folgen des Ereignisses vom 22. Februar 2013 seien, ohne dass hierzu eine relevante 

unfallkausale Pathologie oder eine eindeutige objektivierbare richtunggebende 

Verschlimmerung des Vorzustandes nachgewiesen worden sei (UV-act. 4.10-33). Dass 

nach der Operation im Juli 2013 an der linken Schulter (Rekonstruktion der 

Rotatorenmanschette am 19. Juli 2013) Komplikationen und weitere Beschwerden 

aufgetreten seien, sei schlicht und einfach als schicksalshaft zu bezeichnen (UV-act. 

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4.10-33 f.). Die erneute Operation im Januar 2014 sei wegen den Beschwerden 

erforderlich gewesen, wobei der von der Operation erhoffte Erfolg nicht eingetreten sei. 

Funktionell bestehe eine schlechtere Situation als vor dem Eingriff im Juli 2013 - und 

bis heute eine ausgeprägte postoperative "frozen shoulder" (UV-act. 4.10-34).

3.3.3      Zur Kausalität der aktuellen Beschwerden zum Unfallereignis im Jahr 2003 hat 

Dr. M.___ überzeugend dargelegt, dass sich der Beschwerdeführer nach dem 

Unfallereignis im Jahr 2003 soweit gesundheitlich erholt und im Jahr 2004 wieder die 

volle Arbeitsfähigkeit erlangte hatte. Der Beschwerdeführer war danach bis hin zum 

Unfall im Jahr 2013 - mit Ausnahme kurzer Zeiträume nach den weiteren Unfällen (vgl. 

Ausführungen im Sachverhalt A.b) - stets voll arbeitsfähig, und es sind keine 

gesundheitlichen Einschränkungen bedingt durch die im Jahr 2003 verletzte linke 

Schulter bekannt. Im Weiteren gibt es auch keine Anhaltspunkte in den Akten, dass die 

erlittenen Verletzungen beim Unfall im Jahr 2003 oder die damals festgestellten ersten 

Degenerationen im Bereich der Schulter (Rotatorenmanschette und insb. Musculus 

Supraspinatus) in den Jahren bis hin zum Unfall im Jahr 2013 zu einer 

Behandlungsbedürftigkeit geführt hätten (vgl. UV-act. 5.25). Die Aussage von Dr. 

M.___, dass es sich bei den Beschwerden im Jahr 2013 nicht überwiegend 

wahrscheinlich um Spätfolgen der Operation im Jahr 2003 handle, überzeugt aus dem 

zuvor Gesagten. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin bzw. von Dr. K.___ zur 

(möglichen) Kausalität der aktuellen Beschwerden zum Unfallereignis vermögen 

demgegenüber insbesondere wegen fehlender Nachweise bzw. schlüssiger und 

nachvollziehbarer medizinischer Erklärungen nicht zu überzeugen.

3.3.4      Nachfolgend ist auf das Unfallereignis vom 22. Februar 2013 einzugehen. 

Diesbezüglich wies Dr. K.___ in ihrem Gutachten darauf hin, dass die 

Unfallschilderungen stark voneinander abweichen und sich teilweise widersprechen 

würden. Dieser Einschätzung kann nicht gefolgt werden, denn die verschiedenen 

Schilderungen des Unfallhergangs sind in den relevanten Aspekten übereinstimmend. 

So ist es normal und nicht etwa aussergewöhnlich, dass bei erneuter Nachfrage durch 

Ärzte oder Unfallversicherer ein Unfallereignis detaillierter geschildert wird. In den 

Berichten schilderte der Beschwerdeführer stets ein unerwartetes Ausrutschen auf dem 

eisigen Boden und einen damit verbundenen Sturz. In den späteren 

Unfallschilderungen brachte der Beschwerdeführer weder neue wesentliche Fakten vor 

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noch schilderte er einen grundlegend anderen Unfallhergang. Da auch keine 

grundlegenden Widersprüche oder unrealistischen Aussagen zum Unfallhergang 

erkennbar sind, welche berechtigte Zweifel an der Schilderung zu begründen 

vermöchten, ist auf die vorliegenden Unfallschilderungen abzustellen. So ist 

insbesondere von einem Ausrutschen auf Glatteis und einem unkontrollierten Sturz 

auszugehen. Es ist durchaus plausibel, dass beim Ausrutschen auf Glatteis und einem 

unkontrollierten Sturz ein für eine Rotatorenmanschettenruptur typischer 

Verletzungsmechanismus stattfindet. Dass die Re-Rupturen der Sehnen insbesondere 

durch den Unfall vom 22. Februar 2013 verursacht wurden, legen auch die Aussagen 

von Dr. K.___ in ihren Gutachten nahe. So erklärte sie einerseits, dass die Rupturen 

nicht bereits seit Jahren bestehen würden, sondern relativ frisch seien (UV-act. 

4.12-56), und andererseits, dass die aktuell erhobenen Befunde möglicherweise in 

einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013 

stünden (UV-act. 4.12-59 bis 62). Hinzu kommt, dass auch der Vertrauensarzt der 

Beschwerdegegnerin, Dr. H.___, im Arztbericht vom 17. Juli 2013 erklärte, dass die 

geplante Operation, welche am 19. Juli 2013 stattfand, im überwiegend kausalen 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013 stehe (UV-act. 3.10, 4.12-23). 

Aktenkundig ist, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht anerkannte und 

diesbezügliche UV-Leistungen erbrachte (vgl. UV-act. 2.23, 2.25 und 2.27). Auch die 

wegen Beschwerden durchgeführte erneute Operation vom 9. Januar 2014 steht in 

einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 22. Februar 2013, denn es zeigte 

sich anlässlich der Operation, dass der Rekonstruktionsversuch der 

Rotatorenmanschette vom 19. Juli 2013 zu keiner Einheilung geführt hatte.

3.3.5      Vorliegend kann offengelassen werden, ob die Operationen nur bedingt waren 

durch das Unfallereignis vom 22. Februar 2013 oder ob der Unfall vom 25. April 2013 

(vgl. Sachverhalt A.d) mitursächlich war, denn der Beschwerdeführer war zu beiden 

Unfallzeitpunkten bei der Beschwerdeführerin unfallversichert.

3.3.6      Aus dem Gesagten ergibt sich, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die 

aktuellen Beschwerden zumindest teilkausal zu den Unfallereignissen im Jahr 2013 

sind, denn bereits der geschilderte Unfallhergang vom 22. Februar 2013 ist durchaus 

geeignet, Verletzungen und Beschwerden der vorliegenden Art zu verursachen. Für 

Komplikationen während der Heilbehandlung hat die Beschwerdegegnerin einzustehen 

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(vgl. Art 6 mit Verweis auf Art. 10 UVG). Deshalb ist die Beschwerdegegnerin auch für 

die Operation im Januar 2014 und deren Folgen leistungspflichtig. Der 

Beschwerdeführer hat folglich weiterhin Anspruch auf Heilbehandlung und auf 

Taggelder bei Arbeitsunfähigkeit.

3.3.7      Wie in Erwägung 2.5 dargelegt, entfällt bei einmal anerkannter Leistungspflicht 

diese erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche und adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Folglich steht die Beschwerdegegnerin, nachdem sie 

den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang der Gesundheitsschädigung 

und dem Unfall von 22. Februar 2013 anerkannt und entsprechende Leistungen 

erbracht hat, solange in der Leistungspflicht, als der Nachweis nicht erbracht wurde, 

dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 

Gesundheitsschadens ist, sondern letzterer nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruht. Vorliegend konnte der erforderliche Nachweis, dass 

die unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung per 

31. März 2013 verloren haben, nicht erbracht werden und das gelangte auch mit dem 

Gutachten von Dr. K.___ nicht. Dies hat zur Folge, dass die Beschwerdegegnerin 

weiterhin - und damit auch über den von ihr festgelegten 

Leistungseinstellungszeitpunkt vom 31. März 2013 hinaus, - für die 

gesundheitsbedingten Unfallfolgen leistungspflichtig ist (vgl. dazu Erwägungen 2.2 ff.).

3.4  Vorliegend bleibt zu klären, auf welche Leistungen der Beschwerdeführer 

Anspruch hat. Während die Beschwerdegegnerin sämtliche Ansprüche grundsätzlich 

ab dem 1. April 2013 abweist (vgl. act. G 7 und G 13), verlangt der Beschwerdeführer 

weiterhin die Erbringung der gesetzlichen UVG-Leistungen, insbesondere 

Taggeldleistungen, Heilbehandlungen, zumindest eine halbe Invalidenrente ab 1. Mai 

2015 und eine Integritätsentschädigung (act. G 1 und G 9).

3.4.1      Wie in Erwägung 2.6 dargelegt, besteht, solange von der ärztlichen 

Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden 

kann, ein Anspruch auf Heilbehandlung und Taggelder. Der (definitive) Rentenanspruch 

entsteht dagegen erst, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet 

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werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG).

3.4.2      Zum aktuellen Gesundheitszustand führte Dr. M.___ in seinem Gutachten vom 

2. Dezember 2014 aus, es könne theoretisch davon ausgegangen werden, dass bei 

erfolgreicher Operation rund ein Jahr danach die Heilung abgeschlossen sei. Im 

vorliegenden Fall ging er jedoch gestützt auf seine erhobenen Befunde nicht von einem 

Abschluss der Heilung innerhalb eines Jahres nach der letzten Operation bzw. bis im 

Januar 2015 aus. So führte Dr. M.___ im Gutachten aus, dass der Endzustand noch 

nicht eingetreten und der Beschwerdeführer weiterhin auf Behandlungen angewiesen 

sei (UV-act. 4.10-34 f.). Im Arztbericht vom 4. Februar 2015 erklärte Dr. J.___ basierend 

auf der Untersuchung des Versicherten vom 30. Januar 2015, dass deutliche 

Restbeschwerden nach der Operation an der linken Schulter und dabei insbesondere 

an der Funktion bestehen würden. Dr. J.___ zog gar eine inverse Schulterprothese in 

Betracht, wobei er empfahl, vorerst den weiteren gesundheitlichen Verlauf zu 

beobachten. Die Arbeitsfähigkeit schätzte er aktuell auf maximal 50% (UV-act. 5.24).

3.5  Festzustellen ist, dass zum Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids vom 

27. Januar 2016 weder aktenmässig feststand noch von der Beschwerdegegnerin 

nachgewiesen oder geltend gemacht worden war, dass von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der 

versicherten Person mehr zu erwarten war. Gemäss den vorliegenden Arztberichten 

muss im Gegenteil davon ausgegangen werden, dass mit einer weiteren Verbesserung 

des Gesundheitszustandes und damit der Arbeitsfähigkeit zu rechnen war, bestanden 

doch noch erhebliche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende gesundheitliche 

Beschwerden. Folglich hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer weiterhin - 

und auch über den Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids hinaus - die 

gesetzlichen UVG-Leistungen und dabei insbesondere die bisher erbrachten 

Leistungen wie Heilungskosten und Taggelder zu erbringen und dies solange als 

zumindest eine Teilursächlichkeit der behandlungsbedürftigen gesundheitlichen 

Beschwerden im Bereich der linken Schulter/Rotatorenmanschette zu den beiden 

Unfällen im Jahr 2013 besteht und ausserdem von einer namhaften Verbesserung des 

Gesundheitszustandes ausgegangen werden kann. Es liegt an der 

Beschwerdegegnerin das Dahinfallen einer der genannten Voraussetzungen schlüssig 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/24

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und nachvollziehbar nachzuweisen. Da noch Heilungskosten und Taggelder zu 

gewähren sind, ist das Begehren des Beschwerdeführers für eine Invalidenrente 

abzuweisen (vgl. Erwägung 2.6). Vor diesem Hintergrund ist auch der Antrag auf eine 

Integritätsentschädigung abzuweisen (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG). Bei dieser 

Ausgangslage erübrigen sich die im Eventualantrag des Beschwerdeführers verlangten 

weiteren medizinischen Abklärungen (vgl. act. G 1).

4.   

4.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 12. Februar 2016 

unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 27. Januar 2016 

teilweise gutzuheissen. Die Beschwerdegegnerin hat (weiterhin) die gesetzlichen UVG-

Leistungen und dabei Heilungskosten und Taggelder im Zusammenhang mit den 

unfallbedingten gesundheitlichen Beschwerden im Bereich der linken Schulter/

Rotatorenmanschette zu erbringen. Infolgedessen sind der geltend gemachte 

Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuweisen.

4.2  Gerichtkosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.3  Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat am 6. Juli 2016 eine überarbeitete 

Honorarnote für das Einspracheverfahren eingereicht (act. G 15, vgl. auch act. G 1.9). 

Darin macht er für den Zeitraum vom 19. Juni 2014 bis 6. Juli 2016 einen Aufwand von 

37.62 Stunden und ein Honorar von Fr. 12'063.70 (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) geltend. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass 

die Unfallversicherung das rechtliche Gehör verletzt habe, da sie sich mit den 

Vorbringungen des Beschwerdeführers im Einspracheentscheid nicht rechtsgenüglich 

auseinandergesetzt habe (act. G 1-6 f.). Diesbezüglich ist festzustellen, dass der 

Rechtsvertreter im Einspracheverfahren offenbar keine Honorarnote eingereicht hat 

und der Einspracheentscheid sich auch nicht mit den Entschädigungsfolgen befasst. 

Da hinsichtlich der Parteientschädigung für das Einspracheverfahren kein 

Anfechtungsgegenstand vorliegt, kann auf den Antrag auf Parteientschädigung für das 

Einspracheverfahren nicht eingetreten werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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4.4  Gleichfalls am 6. Juli 2016 reichte der Rechtsvertreter eine Honorarnote für das 

Beschwerdeverfahren ein (act. G 15). Darin macht er für den Zeitraum vom 5. Februar 

bis 6. Juli 2016 einen Aufwand von 24.42 Stunden und ein Honorar von Fr. 6'857.15 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) geltend. Beigelegt wurde eine 

Aufstellung der erbrachten Leistungen. Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende 

beschwerdeführende Partei Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die 

Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht 

auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- 

bis Fr. 12'000.-. Im Regelfall wird in UV-Streitigkeiten eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 3'500.- bis Fr. 4'500.- zugesprochen. Im hier zu beurteilenden Fall liegt ein 

Sachverhalt vor, der hinsichtlich der Komplexität leicht über dem Durchschnitt liegt. 

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass der Rechtsvertreter den Beschwerdeführer 

bereits im Einspracheverfahren vertreten hat, weshalb zur Abgeltung der entstandenen 

Kosten und Aufwendungen eine Parteientschädigung von Fr. 4'500.- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen erscheint.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. Die 

Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer für die unfallbedingten 

gesundheitlichen Beschwerden im Bereich der linken Schulter weiterhin Leistungen in 

Form von Heilungskosten und Taggelder zu gewähren.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)  auszurichten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2018
	Wenn der Unfallversicherer den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und einer Gesundheitsschädigung einmal anerkannt hat und entsprechende Leistungen erbringt, entfällt dessen Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nicht (mehr) die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Art. 10 und Art. 19 Abs. 1 UVG; Die verunfallte Person hat damit solange einen Anspruch auf Heilbehandlung im Sinn des UVG, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann. Der (definitive) Rentenanspruch entsteht erst, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2018, UV 2016/8).

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		2025-07-19T06:03:34+0200
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