# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33950bbc-a11e-5ed2-ad73-9a3cae913449
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2009 D-5068/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5068-2009_2009-08-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5068/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Robert Galliker,
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A._______, geboren (...),
Kongo (Kinshasa),
vertreten durch lic. iur. Heidi Koch-Amberg, 
Rechtsanwältin, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung (Beschwerde gegen 
Wiedererwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 
8. Juli 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5068/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am 20. August 2003  in  der  Schweiz  um 
Asyl nachsuchte,

dass das Bundesamt für Flüchtlinge (BFF, seit dem 1. Januar Teil des 
BFM) mit Verfügung vom 11. September 2003 das Asylgesuch des Be-
schwerdeführers infolge Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft 
ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug 
anordnete,

dass das BFM in der Entscheidbegründung unter anderem ausführte, 
aus  den  Akten  ergäben  sich  keine  Hinweise  auf  eine  für  den  Be-
schwerdeführer  bestehende  Gefahr,  im  Falle  einer  Rückkehr  in  das 
Heimatland konkret einer Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 
SR 0.101)  zuwiderlaufenden  Strafe  oder  Behandlung  ausgesetzt  zu 
werden,

dass es weiter  argumentierte,  weder die politische Situation im Hei-
matstaat  des  Beschwerdeführers  noch andere  Gründe sprächen ge-
gen die Zumutbarkeit einer Rückkehr dorthin,

dass es zur Verdeutlichung dessen erwog, der Beschwerdeführer sei 
jung, erfreue sich guter Gesundheit, verfüge über Berufserfahrung und 
könne sich  angesichts  der  in  seinem Heimatland lebenden Ehefrau, 
(...) Söhne, Mutter, (...) Schwestern und (...) Brüder auf ein breites so-
ziales Beziehungsnetz abstützen,

dass  die  damals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK) mit Entscheidung vom 5. Januar 2004 auf die dagegen erhobe-
ne  Beschwerde  nicht  eintrat,  da  der  aufgrund  der  Aussichtslosigkeit 
der  Begehren erhobene Verfahrenskostenvorschuss innert  gewährter 
Frist nicht bezahlt wurde,

dass der  Beschwerdeführer  am 2. März 2004 eine vom 27. Februar 
2004  datierende  Eingabe  an  die  ARK  richtete,  welche  am  3.  März 
2004 zur Behandlung als Wiedererwägungsgesuch an das BFF weiter-
geleitet wurde,

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dass  das  BFF  das  Wiedererwägungsgesuch  mit  Verfügung  vom 
3. September 2004 abwies,

dass  der  Beschwerdeführer  gegen  diesen  Entscheid  am  6. Oktober 
2004 bei der ARK Beschwerde erhob,

dass  die  Instruktionsrichterin  mit  Zwischenverfügung  vom  12. Okto-
ber 2004  aufgrund  der  Aussichtslosigkeit  der  Beschwerdebegehren 
einen Kostenvorschuss erhob,

dass  die  ARK mit  Urteil  der  Einzelrichterin  vom 17. November 2004 
auf die Beschwerde nicht eintrat,  nachdem der Beschwerdeführer es 
versäumt hatte, den einverlangten Kostenvorschuss innert Frist zu ent-
richten,

dass der Beschwerdeführer am 11. Juni 2008 beim BFM ein zweites 
Wiedererwägungsgesuch einreichte, welches mit Verfügung des BFM 
vom 18. Juli 2008 abgewiesen wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
14. August 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anfechten liess,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom 
17. September 2008 im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung 
eines zweiten Richters vollumfänglich abwies,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. Dezember 2008 das 
BFM zum dritten Mal um Wiedererwägung der Verfügung vom 11. Sep-
tember 2003 ersuchte,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom  18. Dezember  2008  auch  dieses 
Wiedererwägungsgesuch abwies,

dass  der  Beschwerdeführer  hiergegen  mit  Eingabe  vom  8. Januar 
2009 erneut Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
12. Februar 2009 die Aussichtslosigkeit  der Begehren feststellte  und 
dem Beschwerdeführer Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses 
ansetzte,

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dass das Bundesverwaltungsgericht  mit Urteil des Einzelrichters vom 
9. März 2009 wegen Nichtbezahlens des Kostenvorschusses auf  die 
Beschwerde nicht eintrat,

dass  für  die  Einzelheiten  der  drei  erwähnten  Wiedererwägungsver-
fahren auf die jeweiligen Akten des BFM und des Bundesverwaltungs-
gerichts beziehungsweise der ARK verwiesen wird,

dass der Beschwerdeführer dem BFM am 18. Juni 2009 (Poststempel) 
durch  seine  Rechtsvertreterin  ein  viertes  Wiedererwägungsgesuch 
(datierend vom 11. Juni 2009) einreichen liess,

dass er zusammen mit der Gesuchsschrift unter anderem ein Schrei-
ben der ihn behandelnden Ärzte am Universitätsspital  (...)  (Klinik für 
Infektionskrankheiten und Spitalhygiene) vom 17. März 2009 ans BFM, 
ein unadressiertes Bittschreiben des Schweizerischen Roten Kreuzes 
(Kanton [...]) vom 29. April 2009 und ein Schreiben seines Hausarztes 
vom 24. März 2009 an seine Rechtsvertreterin einreichte,

dass das BFM das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung vom 8. Juli 
2009  -  eröffnet  am 9. Juli  2009  -  abwies,  die  Rechtskraft  und  Voll-
streckbarkeit der Verfügung vom 11. September 2003 bestätigte, eine 
Gebühr in der Höhe von Fr. 600.-- erhob und feststellte, einer allfälli-
gen Beschwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass der Beschwerdeführer am 10. August 2009 (Poststempel) durch 
seine  Rechtsvertreterin  beim  Bundesverwaltungsgericht  eine  Be-
schwerde einreichen und zur Hauptsache beantragen liess, die Verfü-
gung des BFM vom 8. Juli  2009 sei aufzuheben, und das Wiederer-
wägungsgesuch sei aufgrund der neuesten Beweismittel  materiell  zu 
behandeln,

dass er im Weiteren beantragte, es sei ihm aufgrund der neu beige-
brachten Beweismittel Asyl zu gewähren, eventuell sei er aufgrund von 
Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslän-
derinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) vorläufig aufzunehmen,

dass er daneben die formellen Begehren stellte, es seien die mit dem 
Wiedererwägungsgesuch aufgelegten Beweismittel sowie die Vorakten 
beizuziehen, der Beschwerde sei in jedem Fall die aufschiebende Wir-
kung zu erteilen, und es sei ihm für das vorliegende Verfahren die un-

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entgeltliche Rechtspflege zu erteilen und ihm die von ihm bevollmäch-
tigte Anwältin als amtliche Vertreterin zu bestellen,

dass er zusammen mit der Beschwerdeschrift diverse Beweismittel zu 
den  Akten  reichte,  so  die  bereits  mit  dem  Wiedererwägungsgesuch 
vom 11. Juni 2009 vorgelegten Schreiben des  Universitätsspitals (...) 
vom  17.  März  2009  und  des  Schweizerischen  Roten  Kreuzes  vom 
29. April  2009,  einen  ärztlichen  Befund  des  Universitätsspitals  (...) 
vom 4. Juni 2008 zuhanden des BFM, ein Schreiben des Stadtspitals 
(...) vom 7. August 2009 sowie - als Kopie - ein französischsprachiges 
Bestätigungsschreiben  („attestation  de  témoignage“)  vom  6.  August 
2009,

und zieht in Erwägung,

dass gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  das Bundesverwaltungsgericht  unter  Vorbe-
halt  der  in  Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen 
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021)  beurteilt, welche 
von einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden,

dass  darunter  auch  Verfügungen  fallen,  mit  denen  das  BFM  (vgl. 
Art. 33  Bst.  d  VGG)  ein  Gesuch  um  Wiedererwägung  eines  rechts-
kräftigen Entscheides betreffend den Vollzug einer nach Verweigerung 
des Asyls angeordneten Wegweisung abgewiesen hat,

dass dagegen erhobene Beschwerden vom Bundesverwaltungsgericht 
endgültig beurteilt werden (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und sich 
auf  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung berufen kann (Art. 6  des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998  [AsylG,  SR 142.31] i.V.m. Art. 48 Abs. 1  VwVG),  womit  er  zur 
Einreichung einer dagegen gerichteten Beschwerde legitimiert ist,

dass die Beschwerde von ihm innert der gesetzlichen Frist von 30 Ta-
gen in gültiger Form eingereicht wurde, weshalb auf diese - unter Vor-

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behalt  der sogleich folgenden Erwägungen - einzutreten ist  (Art. 108 
Abs. 1 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass im Wiedererwägungsgesuch vom 11. Juni 2009, welches vom Be-
schwerdeführer im Titel  als „Wiedererwägungsgesuch betr. vorläufige 
Aufnahme“ bezeichnet und vom BFM in der angefochtenen Verfügung 
vollumfänglich abgewiesen wurde, keine als solche gekennzeichneten 
Rechtsbegehren formuliert wurden,

dass in der Gesuchsbegründung ausschliesslich mit den gesundheitli-
chen Problemen des Beschwerdeführers beziehungsweise fehlenden 
Behandlungsmöglichkeiten im Heimatland argumentiert und insbeson-
dere auf die Einschätzung der behandelnden Ärzte hingeweisen wur-
de, wonach der Vollzug der Wegweisung nicht zumutbar sei,

dass  vor  diesem  Hintergrund  das  Wiedererwägungsgesuch  vom 
11. Juni 2009 als Begehren um Aufhebung der den Wegweisungsvoll-
zug  betreffenden  Dispositivziffern  (4  und  5)  der  Verfügung des BFF 
vom 11. September  2003  und  Anordnung  der  vorläufigen  Aufnahme 
des Beschwerdeführers in der Schweiz zu qualifizieren ist,

dass der Streitgegenstand im Laufe des Rechtsmittelzuges nicht aus-
geweitet  oder  qualitativ  verändert  werden  darf  (vgl.  CHRISTOPH AUER, 
Streitgegenstand und Rügeprinzip im Spannungsfeld der verwaltungs-
rechtlichen  Prozessmaximen,  Bern  1997,  S.  35;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE 
HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bun-
des, 2. Aufl., Zürich 1998, S. 149, Rz. 405),

dass  das  in  der  Beschwerde  formulierte  Begehren,  es  sei  dem Be-
schwerdeführer aufgrund der neu beigebrachten Beweismittel Asyl zu 
gewähren, eine unzulässige Ausweitung des Streitgegenstandes dar-
stellt, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,

dass dementsprechend mit der Urteilsfällung nicht bis zum Eintreffen 
des in der Beschwerde in Aussicht gestellten Originals der „attestation 
de  témoignage“  vom 6. August  2009,  aus  welcher  der  Beschwerde-
führer eine Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG herzuleiten versucht, 
zuzuwarten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Wiedererwägung  im  Verwaltungsverfahren  einen  gesetzlich 
nicht geregelten Rechtsbehelf darstellt, auf dessen Behandlung durch 
die verfügende Behörde grundsätzlich kein Anspruch besteht,

dass gemäss herrschender Lehre und ständiger Praxis des Bundesge-
richts jedoch aus Art. 29 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) unter bestimmten 
Voraussetzungen ein verfassungsmässiger Anspruch auf Wiedererwä-
gung abgeleitet wird (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 mit weiteren Hinweisen),

dass  gemäss  diesem  Anspruch  die  zuständige  Behörde  zunächst 
dann eine selbst getroffene Verfügung in Wiedererwägung zu ziehen 
hat,  wenn  sich  der  rechtserhebliche  Sachverhalt  seit  Eintritt  der 
Rechtskraft - am Tag nach Ablauf der nicht genutzten Rechtsmittelfrist 
oder  durch  bestätigendes  Urteil  der  mit  Beschwerde  angerufenen 
Rechtsmittelinstanz - in wesentlicher Weise verändert  hat und mithin 
eine Anpassung der (fehlerfreien) Verfügung erforderlich ist, ohne dass 
deren Gegenstand neu beurteilt wird,

dass sodann auch Revisionsgründe einen Anspruch auf Wiedererwä-
gung begründen können, sofern sie sich auf eine rechtskräftige Verfü-
gung beziehen, die entweder unangefochten geblieben oder deswegen 
niemals einer materiellen Prüfung unterzogen worden ist, weil das an-
gehobene Beschwerdeverfahren mit einem formellen Prozessurteil ge-
endet hat, wobei ein derartiges, als qualifiziertes Wiedererwägungsge-
such zu bezeichnendes Rechtsmittel  grundsätzlich nach den Regeln 
des Revisionsverfahrens zu behandeln ist,

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dass  auf  ein  Wiedererwägungsgesuch  gar  nicht  erst  einzutreten  ist, 
wenn zu dessen Begründung lediglich unsubstanziierte Behauptungen 
aufgestellt  werden  und  aus  der  Rechtsschrift  die  tatsächlichen  An-
haltspunkte,  die  auf  das  Vorliegen  eines  Wiedererwägungsgrundes 
hindeuten sollen, nicht ersichtlich sind (zum Ganzen vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK]  2005  Nr. 25  E.  4.2.  S.  227  f.,  EMARK  2003  Nr. 17  E. 2a 
S. 103 f. mit weiteren Hinweisen, EMARK 2001 Nr. 20 E. 3c.dd S. 156),

dass das Bundesverwaltungsgericht unter Befolgung des Grundsatzes 
der  Rechtsanwendung  von Amtes wegen  (Art.  62  Abs. 4 VwVG)  auf 
den festgestellten  Sachverhalt  jene Rechtsnormen anwendet,  die es 
als  zutreffend  erachtet,  und  ihnen  jene  Auslegung  gibt,  von  der  es 
überzeugt  ist  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwal-
tungsgerichts [BVGE] 2007/41 E. 2 S. 529 f.),

dass der Beschwerdeführer im Wiedererwägungsgesuch vom 11. Juni 
2009 geltend machte, er leide derart  an (...),  dass die behandelnden 
Ärzte eine Wegweisung für unzumutbar hielten,

dass er ergänzend vorbrachte, er könne die überlebenswichtigen Me-
dikamente in Kongo (Kinshasa) nicht erhalten, weil  sein Herkunftsort 
B._______ (C._______) weit  entfernt  liege von einem Spital  und der 
Möglichkeit,  die  für  die  Fortsetzung der  (...)  Therapie  unerlässlichen 
Arzneimittel  regelmässig  verabreicht  zu  bekommen,  so  dass  eine 
Rückführung  seinen  Tod  bedeute  und  deshalb  aus  humanitären 
Gründen unterbleiben müsse,

dass der Beschwerdeführer damit im Wesentlichen den bereits in den 
drei  vorangegangenen  Wiedererwägungsverfahren  vorgebrachten 
Sachverhalt rekapituliert,

dass nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichs im Rahmen der 
Tatbestandsvariante der  medizinischen Notlage im Sinne von Art. 83 
Abs. 4  AuG nur  dann auf  Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs 
geschlossen  werden  kann,  wenn  eine  notwendige  medizinische  Be-
handlung im Heimatland nicht  zur Verfügung steht  und die Rückkehr 
zu einer raschen und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Ge-
sundheitszustandes der betroffenen Person führt, wobei als wesentlich 
die allgemeine und dringende medizinische Behandlung erachtet wird, 
welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz absolut 

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notwendig ist (vgl. BVGE 2009 Nr. 2 E. 9.3.2, mit einem Hinweis auf 
EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und 5b),

dass  das  BFM den Beschwerdeführer  bereits  in  der  Verfügung vom 
18. Juli 2008 auf die ihm offen stehende Möglichkeit verwiesen hatte, 
im Hinblick auf die indizierte (...) Therapie an dem in Kongo (Kinshasa) 
seit  einigen Jahren bestehenden und laufend optimierten Programm 
zur  Bekämpfung von (...)  ([...])  zu  partizipieren,  ohne für  die  Kosten 
aufkommen zu müssen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  im  dagegen  angehobenen  Be-
schwerdeverfahren das Bestehen dieser Option bestätigt  und klarge-
stellt hatte, die (...) Therapie werde nicht nur in Kinshasa angeboten, 
weshalb  der  Beschwerdeführer  in  eine  andere  Stadt  ausweichen 
könne,  und  im  Übrigen  verfüge  er  unbesehen  der  behaupteten 
Festnahme  beziehungsweise  Ausreise  seiner  (...)  Brüder  weiterhin 
über ein Beziehungsnetz in Kongo (Kinshasa), lebten doch seine Frau, 
seine Kinder,  seine Mutter  und seine Schwestern  nach wie  vor  dort 
(vgl. Urteil [...] vom 17. September 2008),

dass  der  Beschwerdeführer  nicht  schlüssig  darlegt,  inwiefern  diese 
Beurteilung nicht weiterhin Gültigkeit haben sollte,

dass  er  insbesondere  nicht  geltend  macht,  seine  (...)  habe  sich 
markant  verschlimmert  und  nunmehr  ein  Stadium  erreicht,  welches 
grundsätzlich den Vollzug der Wegweisung als unzumutbar erscheinen 
lasse (vgl. BVGE 2009 Nr. 2 E. 9.3.4 S. 22 f.),

dass in dem mit der Beschwerde eingereichten ärztlichen Befund des 
Universitätsspitals (...)  vom 4. Juni 2008 zuhanden des BFM für den 
Beschwerdeführer das (...) diagnostiziert wurde,

dass diese Diagnose in  dem mit  dem Wiedererwägungsgesuch vom 
11. Juni 2009 vorgelegten Schreiben des Universitätsspitals (...) vom 
17.  März  2009  an  das  BFM  von  den  behandelnden  Ärzten  nicht 
korrigiert wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  auch  keine fallspezifischen  Um-
stände  benennt,  die  auch  ohne  Ausbruch  einer  (...)  ([...])  zur 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu führen vermöchten (vgl. 
BVGE 2009 Nr. 2 E. 9.3.4 S. 22 f.),

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dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmittelschrift vom 10. August 
2009 zusätzlich geltend macht, der Vollzug seiner Wegweisung erwei-
se sich als völkerrechtlich unzulässig im Sinne von Art. 83 Abs. 3 AuG,

dass in der rechtskräftigen Verfügung des Bundesamtes vom 11. Sep-
tember  2003  festgestellt  wurde,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG nicht,

dass die Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die Ableh-
nung des Asylgesuchs - wie bereits erwähnt -  nicht Gegenstand der 
Prüfung im vorliegenden Verfahren bilden,

dass demzufolge das vom Beschwerdeführer in Anspruch genommene 
Refoulement-Verbot  von  Art.  33  des  Abkommens  vom 28. Juli  1951 
über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) von vornhe-
rein nicht zum Tragen kommt,

dass auch keine substanziellen Hinweise für eine Unvereinbarkeit des 
Wegweisungsvollzugs mit den Garantien von Art. 3 EMRK ersichtlich 
sind (vgl. hierzu BVGE 2009/2 E. 9.1.3 S. 19 f.),

dass im vorliegenden Fall ganz aussergewöhnliche Umstände („circon-
stances très exceptionelles“), wie sie der Europäische Gerichtshof für 
Menschenrechte (EGMR) in seinem Urteil vom 27. Mai 2008 i.S. N. ge-
gen Grossbritannien  (grosse Kammer, Beschwerde Nr. 26565/05) mit 
ausführlicher Begründung als Leitprinzip seiner Praxis zur Vereinbar-
keit  der Abschiebung schwer erkrankter  Personen mit  den Garantien 
von  Art.  3  EMRK bestätigt  hat  (vgl.  a.a.O.,  §§ 42-45,  insbes. §  43), 
ausgeschlossen werden können,

dass schliesslich  das  BFM einer  allfälligen Rekonvaleszenz des Be-
schwerdeführers  nach  dem  am (...)  erfolgten  operativen  Eingriff  mit 
dem Instrument der Ausreisefrist Rechnung zu tragen haben wird,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seinen  Vorbringen  im  Wiedererwä-
gungsgesuch und in der Beschwerde sowie mit den eingereichten Be-
weismitteln keine gegenüber der Situation bei Eintritt  der Rechtskraft 
der ursprünglichen Verfügung vom 11. September 2003 in Bezug auf 
die Aspekte der Zumutbarkeit und der Zulässigkeit des Wegweisungs-
vollzugs  entscheidrelevant  veränderte  Sachlage  in  fundierter  Weise 
darzutun vermag,

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dass das BFM nach dem Gesagten das Wiedererwägungsgesuch vom 
11. Juni 2009 zu Recht abgewiesen hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen sei  (Art. 106 AsylG),  weshalb  die  Beschwerde, 
soweit darauf überhaupt einzutreten ist, abzuweisen ist,

dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren 
keine ernsthaften  Erfolgsaussichten beschieden waren,  weshalb  das 
gleichzeitig  eingereichte  Gesuch  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG unabhängig von 
der Frage der prozessualen Bedürftigkeit des Beschwerdeführers und 
der sachlichen Notwendigkeit einer Rechtsverbeiständung abzuweisen 
ist,

dass entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 1'200.-- zu 
bestimmenden  Kosten (Art.  1,  2  und  3  Bst.  a  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  im  gesamten  Umfang 
dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1  und  5 
VwVG),

dass  das  Begehren,  es sei  der  Beschwerde  die  aufschiebende Wir-
kung zu erteilen, mit  Ergehen des vorliegenden verfahrensabschlies-
senden Entscheides gegenstandslos wird.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  und 
Verbeiständung wird abgewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorlie-
genden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 
Kurier; in Kopie)

- das (...) des Kantons (...) ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Martin Maeder

Versand: 

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