# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c6b0e63-95ee-5a9f-985b-8171ad1fbe89
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.12.2017 UV 2015/66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-66_2017-12-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/66

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 18.12.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 18.12.2017
Art. 9 und 18 UVG. Beurteilung der aus der Berufskrankheit resultierenden 
Restarbeitsfähigkeit. Verwertbarkeit bejaht. Einkommensvergleich. 
Tabellenlohnabzug von 20%. Rentenanspruch bejaht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Dezember 2017, UV 
2015/66). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_91/2018.

Entscheid vom 18. Dezember 2017

 

Besetzung                                                                      

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und a.o. 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei;

Gerichtsschreiber Daniel Furrer             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/66         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Bertschinger, St. Gallerstrasse 46, Postfach 

945, 9471 Buchs SG 1,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Invalidenrente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit Juni 2008 bei der B.___ AG als 

Produktionsmitarbeiter angestellt und dadurch bei der Suva für die Folgen von Unfällen 

und Berufskrankheiten versichert, als er per 25. Februar 2011 eine Hautallergie an 

beiden Händen durch den Arbeitgeber melden liess (UV-act. 1 und 3). Dr. med. C.___, 

Facharzt für Dermatologie und Venerologie FMH, hielt im Schreiben vom 7. April 2011 

fest, dass der Versicherte ein chronisches Handekzem mit Verschlimmerung bei 

Arbeitsbelastung aufweise, welches während den arbeitsfreien Wochen jeweils abheile 

und sich nach Wiederaufnahme der Arbeit als Industriemitarbeiter wieder neu zeige. Dr. 

C.___ attestierte dem Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 4). Im Bericht 

vom 19. Mai 2011 diagnostizierte Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Medizin 

FMH, ein chronisch hyperkeratotisches Handekzem bei atopischer Diathese und Typ-

IV-Sensibilisierung auf Kobalt-II-chlorid, Nickel-II-sulfat und Palladiumchlorid und 

wertete dies als Berufserkrankung (UV-act. 9). Da dem Versicherten intern keine andere 

Arbeitsstelle angeboten werden konnte (vgl. UV-act. 1 und 3), erfolgte die Kündigung 

per 30. Juni 2011 (vgl. UV-act. 16 und 53).

A.b  Suva-Arzt, Dr. med. E.___, Facharzt für Dermatologie und Venerologie FMH, hielt 

in der ärztlichen Beurteilung vom 28. Dezember 2011 fest, es liege ein Handekzem auf 

dyshydrotischer und hyperkeratotischer (atopischer) Basis bei starker beruflicher 

Feuchtbelastung und diversen mechanischen Irritationen vor, so dass er die 

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Anerkennung dieser kumulativ-toxischen Handekzeme als Berufskrankheit, kein 

Listenstoff (Glasfasern und vermehrte mechanische sowie Feuchtbelastung) empfehle 

(UV-act. 35).

A.c  Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 

Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen; UV-act. 47 ff.).

A.d  Der Versicherte arbeitete ab 1. Januar 2012 bei der F.___ AG, wobei er in den 

ersten Wochen mehr oder weniger Reinigungsarbeiten habe verrichten müssen (UV-

act. 57 und 70). Dr. C.___ hielt in seinem Bericht vom 7. Februar 2012 entsprechend 

fest, dass das Handekzem unter erneuter Arbeitsaufnahme mit mechanischen und 

Feuchtarbeiten wieder stark aufgeflammt sei (UV-act. 56). Die Stelle wurde dem 

Versicherten per 31. März 2012 wieder gekündigt (vgl. UV-act. 68).

A.e  Am 4. April 2012 erliess die Suva eine Nichteignungsverfügung für den 

Versicherten. Er wurde ab sofort als nicht geeignet für Arbeiten mit Exposition zu 

Glasfasern und für wiederkehrende Feucht- und Nassarbeiten erklärt (UV-act. 63).

A.f  Gegen die Nichteignungsverfügung erhob der Versicherte mit Schreiben vom 4. 

Mai 2012 Einsprache. Die Nichteignungsverfügung erweise sich als unvollständig. Er 

sei auch nicht geeignet für mechanische Arbeiten und reagiere nachgewiesenermassen 

allergisch auf Nickel und Kobalt, weshalb er für sämtliche Produktionsarbeiten 

ungeeignet sei (UV-act. 78). Mit Einspracheentscheid vom 20. Juli 2012 wies die Suva 

die Einsprache ab (UV-act. 82).

A.g  Im Verlaufsbericht vom 19. September 2012 führte Dr. C.___ aus, dass der 

Versicherte unter Arbeitskarenz blande Hautverhältnisse aufweise. Es werde ihm 

nahegelegt, sich um einen Beruf ohne Feuchtkontakt und ohne mechanische Irritation 

zu kümmern. Weil der Versicherte angegeben habe, dass sich während längeren 

Autofahrten ein Ekzem im Bereich der Innenseite der Finger und der Handinnenfläche 

gebildet hätte, werde eine Chauffeur-Ausbildung als wenig geeignet beurteilt (UV-act. 

97).

A.h  Gegen den Einspracheentscheid vom 20. Juli 2012 reichte der Versicherte mit 

Schreiben vom 14. September 2012 eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

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ein und beantragte unter anderem, die Nichteignungsverfügung vom 4. April 2012 sei 

mit dem Text zu ergänzen, dass sie auch für Tätigkeiten mit mechanischer Belastung, 

insbesondere mit Kontakt zu Nickel und Kobalt, gelte (UV-act. 102).

A.i   In der ärztlichen Beurteilung vom 17. Dezember 2012 hielt Suva-Arzt, Dr. med. 

G.___, Facharzt für Arbeitsmedizin und Dermatologie FMH fest, eine 

Maschinenbedienung mit intensivem Gerätekontakt der Hände sei nicht mehr 

zumutbar, ebenfalls handwerkliche Tätigkeiten mit Handinstrumenten, die mit grosser 

Kraftanstrengung der Hände zu bedienen seien. Offensichtlich genüge auch langes 

Steuern eines Autos, um erneut leichte Hautveränderungen an den Handflächen zu 

provozieren. Bei Tätigkeiten, bei welchen ein geringfügiger und/oder sporadischer 

Kontakt zu solch praktisch ubiquitären Metallen wie Nickel und Kobalt vorkomme, 

bestehe aufgrund des bisherigen Krankheitsverlaufs keine Einschränkung. Es sei 

jedoch zu berücksichtigen, dass Arbeitsplätze mit intensiver Exposition gegen diese 

Metalle, beispielsweise in einem Galvanikbetrieb mit Vernickelung oder in einem 

Betrieb, wo Hartmetalle bearbeitet oder hergestellt würden, als ungünstig anzusehen 

seien. Zumutbar in einem höheren oder vollen zeitlichen Pensum seien somit generell 

Tätigkeiten, die trocken und sauber seien, die Hände nur wenig mechanisch belasteten 

und die die Vorgaben der Nichteignungsverfügung berücksichtigen würden. 

Empfehlenswert sei somit eine Tätigkeit mit einem hohen Anteil von Kontrolltätigkeit 

oder eine mehr administrative Tätigkeit (UV-act. 105).

A.j   Dr. med. H.___, Spezialarzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten FMH, führte im 

Bericht vom 19. Januar 2013 aus, dass der derzeit arbeitslose Versicherte keine 

Ekzeme aufweise (UV-act. 117). Auch im Bericht vom 17. Mai 2013 hielt er fest, dass es 

unter Arbeitslosigkeit nicht zu einem Rezidiv des Kontaktekzems gekommen sei (UV-

act. 142). In einem weiteren Bericht vom 20. Juni 2013 stellte Dr. H.___ fest, dass es 

beim Versicherten nach Arbeiten im Lager im Rahmen eines Arbeitsversuchs der 

Invalidenversicherung zwei bis drei Tage nach Arbeitsbeginn zu einem Rezidiv des 

Ekzems geführt habe. Nach Besserung sei zunächst eine Reexposition in verminderter 

Arbeitsbelastung von 50% zu empfehlen (UV-act. 153). Mit Schreiben vom 4. Juli 2013 

berichtete Dr. H.___, dass das Ekzem unter Arbeitskarenz und Therapie mit 

Lokalsteroiden weitgehend unter Kontrolle habe gebracht werden können (UV-act. 

160). Im Bericht vom 2. November 2013 meldete Dr. H.___, dass das Ekzem beim 

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derzeit arbeitslosen Versicherten vollständig verschwunden sei (UV-act. 193), was in 

einem weiteren Bericht vom 11. Januar 2014 bestätigt wurde (UV-act. 212).

A.k  Die Suva-Ärztin Dr. med. I.___, Fachärztin für Arbeitsmedizin FMH, hielt in der 

Stellungnahme vom 20. Januar 2014 fest, dass in dieser Situation ein Arbeitsversuch in 

einer dem beschriebenen Zumutbarkeitsprofil von Dr. G.___ vom 17. Dezember 2012 

entsprechenden angepassten Tätigkeit möglich und erstrebenswert sei (UV-act. 216).

A.l   Im Rahmen eines Assessments konnte der Versicherte bei der Firma J.___ ab dem 

28. Februar 2014 ein Arbeitstraining absolvieren. In der Folge meldete er jedoch, dass 

ihm wieder ein Ausschlag an den Händen zu schaffen mache (UV-act. 222). Dr. H.___ 

attestierte dem Versicherten im Arztbericht vom 5. April 2014 erneut eine volle 

Arbeitsunfähigkeit. Auch die 50%ige Arbeit im Lager ohne feuchtes Milieu habe zum 

Rezidiv des Ekzems geführt. Es sei nicht sehr sinnvoll, wenn weitere solche 

Arbeitsversuche durchgeführt würden. Der Versicherte sei auch für minimal 

mechanisch oder physikalisch belastende Arbeiten als nicht arbeitsfähig zu betrachten 

(UV-act. 226).

A.m Mit Bericht vom 24. Mai 2014 meldete Dr. H.___, dass das Ekzem wieder 

nachgelassen habe und unterdessen unter Arbeitskarenz fast vollständig abgeheilt sei 

(UV-act. 233). Im Verlaufsbericht vom 9. August 2014 erklärte Dr. H.___, dass für den 

Versicherten wahrscheinlich nur die Haut nicht belastende Arbeiten in Frage kommen 

würden. Für diese sei er vermittelbar. Für Arbeiten mit Belastung der Haut auch im 

trockenen Milieu sei er als nicht mehr arbeitsfähig und vermittelbar zu betrachten (UV-

act. 251).

A.n  Im Bericht vom 3. Oktober 2014 hielt der Suva-Arzt Dr. med. K.___, Facharzt für 

Arbeitsmedizin und Allgemeine Innere Medizin FMH, fest, dass bei den Arbeitsstellen, 

die bisher angetreten wurden, die bestehenden Zumutbarkeitsbeurteilungen nicht 

vollständig berücksichtigt worden seien. Die zuständigen Stellen sollten sich an der 

weiterhin gültigen Zumutbarkeitsbeurteilung vom 17. Dezember 2012 orientieren (UV-

act. 258).

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A.o  Im Verlaufsbericht vom 22. November 2014 berichtete Dr. H.___ erneut, dass das 

Ekzem beim Versicherten wie jedes Mal, wenn er arbeitslos sei, abgeheilt sei. Er sei für 

nicht oder wenig hautbelastende Arbeiten als vermittelbar zu betrachten (UV-act. 269).

A.p  Mit Urteil vom 24. November 2014 wies das Bundesverwaltungsgericht die 

Beschwerde vom 14. September 2012 ab. Aus den ärztlichen Beurteilungen ergebe 

sich, dass die bestehenden Sensibilisierungen auf Nickel und Kobalt keinen relevanten 

Anteil an den Ekzemrezidiven hätten. Weiter seien Tätigkeiten mit mechanischer 

Belastung als zu unpräzis definiert zu erachten, um sie in eine Nichteignungsverfügung 

aufzunehmen, da der Begriff der mechanischen Belastung in seiner generellen Form 

den Versicherten in unverhältnismässiger Weise in seinen Möglichkeiten auf dem 

Arbeitsmarkt einschränken würde (UV-act. 272).

A.q  Mit Schreiben vom 13. Februar 2015 überwies Dr. H.___ den Versicherten wegen 

des Bestehens einer reaktiven Depression an das Psychiatrie-Zentrum L.___ (UV-act. 

282).

A.r  Der Suva-Arzt Dr. K.___ hielt in seinem Bericht vom 24. April 2015 fest, medizinisch 

könne insofern von einem „Endzustand“ gesprochen werden als bei konsequenter 

Umsetzung der Nichteignungsverfügung und der Zumutbarkeitsbeurteilung eine 

überwiegend stabile Hautsituation angenommen werden könne. Jedoch könne auch 

unter Einhaltung dieser Vorbedingungen ein Rezidiv des beruflich bedingten 

Handekzems bei adaptierter Tätigkeit nicht vollständig ausgeschlossen werden. Sobald 

beim Versicherten eine höhere mechanische Belastung oder irritativ-toxische 

Expositionen eintreten würden, könne sich ein Rezidiv der berufsbedingten 

Hautproblematik ausbilden (UV-act. 291). Dr. K.___ empfahl der Agentur in der 

Beurteilung vom 24. April 2015 einen Integritätsentschädigungsanspruch von 10% für 

das wiederholt rezidivierende Handekzem zuzusprechen (UV-act. 292).

A.s  Mit Verfügung vom 17. Juni 2015 wies die Suva den Anspruch des Versicherten 

auf eine Invalidenrente ab und sprach ihm eine Integritätsentschädigung auf der Basis 

einer Integritätseinbusse von 10% zu (UV-act. 300).

B.   

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B.a  Mit Schreiben vom 30. Juni 2015 erhob der Versicherte Einsprache gegen diese 

Verfügung und beantragte die Zusprache einer vollen Invalidenrente. Er könne lediglich 

handwerkliche Arbeiten ausführen, da ihm für anderweitige Arbeiten die Ausbildung 

fehle. Bei sämtlichen Anstellungen seit 2009 und den Arbeitsversuchen sei es wieder 

zu Hautekzemen gekommen und er habe die Arbeiten nicht ausführen können. Es sei 

deshalb unzutreffend, dass in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehen würde. Auch aus dem Verlaufsprotokoll 

der Invalidenversicherung (vgl. UV-act. 306) gehe beim Eintrag vom 3. Juli 2013 hervor, 

dass sich während der beruflichen Abklärungen in einer ärztlich adaptierten Tätigkeit 

wiederum Hautveränderungen zeigten, die zu einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt 

hätten. Zudem sei es mittlerweile zu einer reaktiven Depression gekommen (UV-act. 

301).

B.b  Im Bericht vom 22. August 2015 führte Dr. H.___ aus, ein erneuter Arbeitsversuch 

zu 50% als Lagerist sei fehlgeschlagen, da es zu einem Rezidiv des Ekzems mit recht 

intensiven, subakuten Ekzemveränderungen gekommen sei. Unter Arbeitslosigkeit sei 

das Ekzem wieder vollständig abgeheilt. Der Versicherte sei in adaptierter Tätigkeit 

arbeitsfähig, für handwerkliche Tätigkeiten – anscheinend auch mit minimaler 

Belastung der Haut an den Händen – sei er jedoch nicht arbeitsfähig (UV-act. 311).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 24. September 2015 wies die Suva die Einsprache 

des Versicherten ab. Aus den Akten gehe keine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer 

Sicht hervor und die adäquate Kausalität zwischen der diagnostizierten reaktiven 

Depression und der Berufskrankheit müsse verneint werden. Weiter bestehe kein 

Anlass, die mehrfach einlässlich und schlüssig begründeten Einschätzungen der 

erfahrenen Suva-Arbeitsmediziner in Frage zu stellen, womit von einer vollen 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen sei. Mittels 

Einkommensvergleich resultiere ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

2.17% (UV-act. 315).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegend zu beurteilende 

Beschwerde vom 28. Oktober 2015. Der Beschwerdeführer beantragt unter Kosten- 

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und Entschädigungsfolge die Aufhebung des Einspracheentscheids und die Zusprache 

einer vollen IV-Rente, evtl. einer Komplementärente. Eventualiter sei die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei unzutreffend, dass in einer 

leidensangepassten Tätigkeit eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. Bei einer 

beruflichen Abklärung der Invalidenversicherung sei es auch in einer adaptierten 

Tätigkeit wiederum zu Hautveränderungen gekommen, die zu einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit geführt hätten (act. G 1).

C.b Am 2. November 2015 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 3).

C.c Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2015 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Aus den medizinischen 

Unterlagen ergebe sich einhellig, dass der Beschwerdeführer bei leidensadaptierten 

Tätigkeiten (speziell bei Kontroll-, Überwachungs- und Administrativarbeiten) ohne 

Einschränkungen voll arbeitsfähig sei. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt würden in 

genügender Weise intellektuell anspruchslose Kontroll-, Überwachungs- und 

Administrativtätigkeiten offen stehen, sodass nicht von realitätsfremden, unmöglichen 

oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten gesprochen werden könne. Die psychischen 

Probleme des Beschwerdeführers würden nicht in einem adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Handekzem stehen (act. G 4).

C.d Mit Replik vom 11. Januar 2016 hielt der Beschwerdeführer vollumfänglich an der 

Beschwerde fest. Für Kontroll-, Überwachungs- und Administrativarbeiten würde dem 

Beschwerdeführer die notwendige Ausbildung fehlen (act. G 6). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 8).

C.e Mit Schreiben vom 26. Februar 2016 reichte der Beschwerdeführer eine 

Honorarnote über insgesamt Fr. 2‘314.65 ein (act. G 9). Mit Schreiben vom 22. 

November 2016 reichte er einen weiteren Bericht von Dr. H.___ vom 19. November 

2016 ein, woraus hervorgehe, dass eine eigentliche leidensangepasste Tätigkeit für den 

Beschwerdeführer nicht existiere, da er ungelernter Arbeiter sei (act. G 11).

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C.f  Mit Schreiben vom 5. Dezember 2016 führte die Beschwerdegegnerin aus, es 

stehe unverändert fest, dass der Beschwerdeführer in leidensadaptierter Tätigkeit 

vollumfänglich arbeitsfähig sei. Diesbezüglich reichte sie einen Bericht von Dr. H.___ 

vom 26. März 2016 und zwei Berichte von med. pract. M.___, Facharzt für 

Arbeitsmedizin, vom 31. März und 13. April 2016 ein.

Erwägungen

1.   

1.1  Strittig und vorliegend zu prüfen ist einzig der Rentenanspruch des 

Beschwerdeführers. Die Festsetzung der Integritätsentschädigung ist unangefochten 

geblieben.

1.2  Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über 

die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem das Ekzem seit 2011 

auftritt, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

1.3  Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG eine (durch 

ein UVG-versichertes Ereignis verursachte) Invalidität von mindestens zehn Prozent 

voraus. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das eine 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

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medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.   

2.1  Das Vorliegen einer Berufskrankheit gemäss Art. 9 UVG ist vorliegend unbestritten. 

Umstritten ist einzig die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit beziehungsweise die 

Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin stützt sich dabei 

insbesondere auf die Beurteilungen der Suva-Ärzte, welche jeweils eine volle 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit attestieren (vgl. UV-act. 105, 216 und 

258).

2.2  Der Beschwerdeführer macht demgegenüber eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

auch in einer adaptierten Tätigkeit geltend. Sämtliche bisherigen Anstellungen seit 

2009 sowie Arbeitsversuche hätten gezeigt, dass es bei ihm zu Hautekzemen komme 

und er die entsprechenden Arbeiten nicht ausführen könne. Es sei unzutreffend, wenn 

die Beschwerdeführerin von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit ausgehe. Im Verlaufsprotokoll der IV-Stelle vom 3. Juli 

2013 sei auf jeden Fall festgehalten, dass sich während der beruflichen Abklärungen in 

einer ärztlich adaptierten Tätigkeit wiederum Hautveränderungen gezeigt hätten, die zu 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit geführt haben. Die Massnahme sei daher abgebrochen 

worden und es bestehe auch in einer adaptierten Tätigkeit keine 

Eingliederungsfähigkeit. Selbst wenn der behandelnde Dermatologe Dr. H.___ sowie 

andere Arztberichte dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit attestiert hätten, so würden hier Theorie und Praxis ganz 

offensichtlich auseinanderklaffen. Eine anderweitige leidensangepasste Tätigkeit wie 

Arbeit in einem Büro gebe es für den Beschwerdeführer nicht, da er lediglich 

handwerkliche Arbeiten ausführen könne (act. G 1, S. 5 ff.).

2.3  Gemäss der Nichteignungsverfügung vom 4. April 2012 sind dem 

Beschwerdeführer Arbeiten mit Exposition zu Glasfasern und wiederkehrende Feucht- 

und Nassarbeiten nicht zumutbar (UV-act. 63). Weiter bringt der Suva-Arzt Dr. G.___ im 

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Bericht vom 17. Dezember 2012 vor, es beständen auch Einschränkungen bei 

vermehrter mechanischer Belastung. Beispielsweise sei eine Maschinenbedienung mit 

intensivem Gerätekontakt der Hände oder eine handwerkliche Tätigkeit mit 

Handinstrumenten, die mit grosser Kraftanstrengung zu bedienen seien, nicht mehr 

zumutbar. Auch das mehrstündige Tragen von luftdichten Schutzhandschuhen sei dem 

Beschwerdeführer nicht möglich. Weiter müsse ebenso eine Exposition gegenüber 

Stoffen, die als hautreizend eingestuft seien, oder Tätigkeiten, die mit regelmässiger 

Hautverschmutzung verbunden seien und somit eine überdurchschnittlich häufige und 

intensive Handreinigung erfordern würden, vermieden werden. Zumutbar seien 

Tätigkeiten, die trocken und sauber seien, die Hände nur wenig mechanisch belasten 

und die Vorgaben der Nichteignungsverfügung berücksichtigen würden. 

Empfehlenswert sei somit eine Tätigkeit mit einem hohen Anteil von Kontrolltätigkeit 

oder eine mehr administrative Tätigkeit (UV-act. 105). Im Arztbericht vom 5. April 2014 

führte Dr. H.___ schliesslich aus, dass der Beschwerdeführer auch für minimal 

mechanisch oder physikalisch belastende Arbeit als nicht arbeitsfähig zu betrachten 

sei. Es kämen lediglich überhaupt nicht belastende Arbeiten in Frage, wie zum Beispiel 

Büroarbeiten, Bewachungsaufgaben und ähnliches. Bekanntlich seien solche Stellen 

für Ungelernte extrem selten zu finden, weshalb der Beschwerdeführer faktisch als 

vollständig arbeitsunfähig zu betrachten sei (UV-act. 226, S. 2). Im Bericht vom 22. 

November 2014 gab Dr. H.___ an, dass der Beschwerdeführer nur für nicht oder wenig 

hautbelastende Arbeiten als vermittelbar gelten könne (UV-act. 269).

2.4  Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer bei seiner 

ursprünglichen Arbeitgeberin, der B.___ AG, aufgrund seines Handekzems nicht mehr 

eingesetzt werden konnte (UV-act. 4), weshalb dieses auch als Berufserkrankung 

gewertet wurde (vgl. UV-act. 9). Deshalb kam es schliesslich auch zur Kündigung der 

Anstellung per 30. Juni 2011 (vgl. UV-act. 16 und 53). Per 1. Januar 2012 trat der 

Beschwerdeführer eine neue Stelle bei der F.___ AG an (vgl. UV-act. 54, S. 1).  Aus 

dem Bericht vom 7. Februar 2012 von Dr. C.___ geht hervor, dass der 

Beschwerdeführer ausschliesslich putzende Tätigkeiten und die Maschinenbedienung 

habe durchführen müssen, obwohl ihm zugesagt worden sei, dass er keine 

mechanischen und Feuchtarbeiten erledigen müsse. Das Handekzem sei während 

dieses Einsatzes massiv aufgeflammt. In der Folge wurde das Arbeitsverhältnis von der 

Arbeitgeberin per 31. März 2012 gekündigt (UV-act. 56 und 68; vgl. UV-act. 57 und 62). 

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Im Rahmen einer beruflichen Abklärung durch die IV-Stelle wurde am 2. April 2013 ein 

Arbeitsversuch bei der N.___ gestartet. Nach Angaben des Beschwerdeführers sei sein 

Haupteinsatzgebiet innerhalb der Logistik gewesen, teilweise auch in der 

Umgebungsarbeit. Er habe mit dem Palettenrolli und der Elektroameise gearbeitet und 

das Be- und Entladen der Lastwagen sei für ihn kein Problem gewesen. Dazwischen 

habe er allgemeine Aufräumarbeiten und Kontrollaufgaben durchgeführt. Dort konnten 

im ersten Monat keine Hautreaktionen beobachtet werden, bei offenbar geringer 

Auslastung (vgl. UV-act. 150, S. 3 f.). In der Folge wurde ab 27. Mai 2013 ein 

Praxiseinsatz bei der O.___ AG durchgeführt. Dort berichtete der Beschwerdeführer 

über einen erneuten Allergieschub, weshalb ihm ab 10. Juni 2013 von Dr. H.___ auch 

wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde. Der Beschwerdeführer gab 

gegenüber Dr. H.___ an, dass er bei der O.___ AG Züge ausladen, Paletten sortieren, 

und Boxen sortieren musste, wobei es sich um eine trockene Arbeit gehandelt habe. 

Bereits zwei bis drei Tage nach Arbeitsbeginn sei es zu einem Rezidiv des Ekzems mit 

Juckreiz gekommen. Die berufliche Abklärung lief schliesslich am 28. Juni 2013 aus 

(UV-act. 125, 146, 149, 150, 152, 153). Der Eingliederungsverantwortliche der IV hält im 

Bericht vom 3. Juli 2013 fest, dass sich während der beruflichen Abklärung in einer 

ärztlich adaptierten Tätigkeit wiederum Hautveränderungen gezeigt hätten, was zu 

einer erneuten vollen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. Die Massnahme sei daher 

abgebrochen worden und es bestehe aus seiner Sicht auch in einer adaptierten 

Tätigkeit keine Eingliederungsfähigkeit (UV-act. 306, S. 6). Der Suva-Arzt Dr. G.___ hielt 

diesbezüglich fest, dass er anhand der Angaben nicht definitiv beurteilen könne, 

inwiefern es sich bei der durchgeführten Arbeit um eine manuell beanspruchende 

Tätigkeit gehandelt habe. Dass eine stärker manuell beanspruchende Tätigkeit für den 

Versicherten grundsätzlich nicht zumutbar sei, sei schon früher dargelegt worden. 

Somit wäre ein Eingliederungsversuch mit einer Tätigkeit mit hohem Anteil von 

Kontrolltätigkeit oder eine mehr administrative Tätigkeit prinzipiell besser gewesen (UV-

act. 157). Am 28. Februar 2014 startete der Beschwerdeführer mit einem 

Arbeitstraining zu 50% bei der J.___ GmbH. Die Arbeit bestand aus ca. 10% Reinigung 

von gepolsterten Stühlen, ca. 40% Waren mit Schrumpffolie versehen und zum 

Versand vorbereiten und ca. 50% allgemeine Reinigung und Verpacken von 

Büromöbeln (UV-act. 222 und 248). Da es nach wenigen Tagen wieder zu einem 

Rezidiv des Ekzems gekommen war, bescheinigte Dr. H.___ dem Beschwerdeführer 

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mit Bericht vom 5. April 2014 wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 24. März 

2014. Weiter hielt er fest, dass lediglich überhaupt nicht belastende Arbeiten in Frage 

kommen würden, nachdem auch dieser Arbeitsversuch mit Arbeiten im Lager ohne 

feuchtes Milieu zu einem Rezidiv des Ekzems geführt habe (IV-act. 226). Suva Arzt Dr. 

K.___ führte in der Stellungnahme vom 3. Oktober 2014 aus, dass bei den bisher 

angetretenen Arbeitsstellen die bestehende Zumutbarkeitsbeurteilung nicht vollständig 

berücksichtigt worden sei (UV-act. 258). Im Bericht vom 22. August 2015 bestätigte Dr. 

H.___, dass der Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit arbeitsfähig sei. Für 

handwerkliche Tätigkeiten anscheinend auch mit minimaler Belastung der Haut an den 

Händen sei er jedoch nicht arbeitsfähig (UV-act. 311).

2.5  Bei der Tätigkeit bei der F.___ AG musste der Beschwerdeführer vor allem 

putzende Tätigkeiten ausführen und auch die Bedienung von Maschinen übernehmen. 

Somit entsprach die Tätigkeit gerade nicht den Anforderungen an eine angepasste 

Tätigkeit ohne mechanische Belastung und Feuchtarbeiten. Von daher lässt sich auch 

das Wiederaufflammen des Handekzems erklären. Bei der Arbeit bei der O.___ AG, 

welche das Entladen von Zügen und das Sortieren von Paletten und Boxen umfasste, 

handelte es sich zwar um eine trockene Arbeit, jedoch um eine manuell stärker 

beanspruchende Tätigkeit. Auch bei der J.___ GmbH, wo der Beschwerdeführer 

Reinigungsarbeiten von gepolsterten Stühlen, allgemeine Reinigungsarbeiten sowie 

Verpackungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Versand von Büromöbeln ausüben 

musste, wurden die bestehenden Zumutbarkeitsbeurteilungen nicht (vollständig) 

berücksichtigt. Diese Erfahrungen hatten zur Folge, dass Dr. H.___ präzisierte, 

zukünftig kämen überhaupt nur noch nicht belastende Arbeiten in Frage.

2.6  Insgesamt geht aus den vorgängigen Erwägungen hervor, dass das Festhalten an 

einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit nicht zu beanstanden ist. Die 

Ärzte verwiesen immer wieder darauf, dass insbesondere Kontroll- und administrative 

Tätigkeiten für den Beschwerdeführer geeignet wären. Die Argumentation des 

Beschwerdeführers, dass aufgrund der negativen Ergebnisse der Arbeitsversuche von 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, überzeugt deswegen nicht, da es sich 

stets um Tätigkeiten gehandelt hatte, welche gerade nicht optimal adaptiert waren. Bei 

einer optimal adaptierten Tätigkeit ist somit weiterhin von einer 100%igen 

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Arbeitsfähigkeit auszugehen. Ob die so bestehende Arbeitsfähigkeit überhaupt noch 

verwertbar ist, bleibt indessen zu prüfen.

3.   

3.1  Zuvor ist allerdings die Relevanz der psychischen Störung zu klären. Der 

Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, er habe im Einspracheverfahren beantragt, 

es sei eingehend abzuklären, ob die psychogene Störung nicht doch in einem 

adäquaten kausalen Zusammenhang mit dem erlittenen Ereignis stehe. Die 

Beschwerdegegnerin habe dies kurzerhand vom Tisch gewischt, indem sie lapidar 

ausgeführt habe, dass nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 

Lebenserfahrung das Ekzem des Versicherten nicht geeignet sei, eine psychische 

Störung in Form einer reaktiven Depression zu verursachen. Diese ungenügende 

Begründung stelle eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, weshalb der 

Beweisantrag zur Einholung eines ausführlichen Arztberichts beim Psychiatrie-Zentrum 

L.___ erneut gestellt werde (act. G 1, S. 7 f.).

3.2  Im Bericht des Psychiatrie-Zentrum L.___ vom 30. April 2015 führen die Ärzte 

explizit aus, dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

bestehe. Vielmehr bestehe eine gesundheitliche Einschränkung aufgrund der beim 

Beschwerdeführer bestehenden somatisch bedingten Arbeitslosigkeit (act. G 1.8, S. 2). 

Aufgrund dieser klaren Aussage erübrigt sich das Einholen eines weiteren Berichts 

beim Psychiatrie-Zentrum L.___. Zudem kann auch die Frage der Kausalität offen 

bleiben, da keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vorliegt.

.  

4.1  Was nun die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit anbelangt (vgl. E. 2.6 oben), 

führt der Beschwerdeführer sinngemäss aus, dass er lediglich handwerkliche Arbeiten 

ausführen könne. Für anderweitige Arbeiten fehle es ihm an der notwendigen 

Ausbildung (act. G 1, S. 5 f.).

4.2  Die Zumutbarkeit der Ausschöpfung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit ist unter 

Annahme eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes zu bestimmen. Der Begriff des 

ausgeglichenen Arbeitsmarktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und 

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abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (BGE 134 

V 64 E. 4.2.1). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem 

Angebot von Stellen und der Nachfrage nach solchen. Andererseits bezeichnet er einen 

Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen 

offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und 

intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 

110 V 273 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts vom 28. November 2014 9C_485/2014  E. 

2.2). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, 

also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen 

Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. November 2014, 9C_485/2014 E. 2.2 mit Hinweis auf Urteil 

vom 29. August 2007, 9C_95/2007 E. 4.3). Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht 

mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nurmehr in so eingeschränkter 

Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder 

sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen 

Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von 

vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 

2010, 8C_1050/2009 E 3.3 mit weiteren Hinweisen). Daraus folgt, dass für die 

Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine beeinträchtigte Person unter 

den konkreten Arbeitsverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob 

sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die 

verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 

1998 S. 291). Die wirtschaftliche Verwertbarkeit der noch zumutbaren 

Restarbeitsfähigkeit auf dem als ausgeglichen gedachten Arbeitsmarkt bedeutet eine 

Einschätzung der Chancen der versicherten Person, trotz der im Einzelfall 

einzuhaltenden Restriktionen bezüglich Arbeitsplatz, Arbeitshaltung, Arbeitszeit und Art 

der Tätigkeit von einem durchschnittlichen Arbeitgeber noch angestellt zu werden. Es 

geht dabei um die konkrete Beurteilung der für die versicherte Person 

realistischerweise noch vorhandenen oder nicht mehr vorhandenen 

Arbeitsmarktchancen (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2008, 9C:

854/2008, E. 3.2; vgl. auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 

seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts] vom 10. März 

2003, I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen).

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4.3  Dem Beschwerdeführer stehen noch trockene und saubere Tätigkeiten offen, 

welche die Hände nicht oder nur sehr wenig belasten. Weiter muss eine Exposition 

gegenüber Glasfasern und anderen Stoffen, die als hautreizend eingestuft sind, 

vermieden werden (vgl. E. 2.3). Als mögliche Tätigkeiten wurden von den Ärzten 

wiederholt Kontrolltätigkeiten oder Bewachungsaufgaben aufgeführt. So wurde 

beispielsweise von Dr. H.___ explizit eine Stelle beim P.___ erwähnt (vgl. UV-act. 311). 

Auch wenn im Rahmen der Eingliederungsbemühungen offensichtlich keine passende 

Stelle gefunden werden konnte, zeigt dies doch, dass zumindest auf dem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus Stellen vorhanden wären, welche unter 

Berücksichtigung der Adaptationskriterien dem Beschwerdeführer zumutbar wären. 

Somit ist von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

auszugehen.

5.   

5.1  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

5.2  Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt – d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit – erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V 349 E. 3.4.2 

mit Hinweisen).

5.3  Die Festlegung des Valideneinkommens durch die Beschwerdegegnerin auf Fr. 

59‘085.-- (vgl. UV-act. 315, S. 11) gestützt auf die Angaben der früheren Arbeitgeberin 

bezüglich des hypothetischen Jahreslohnes des Beschwerdeführers im Jahr 2015 ohne 

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Berufskrankheit (vgl. UV-act. 283) ist nicht zu beanstanden und es kann darauf 

abgestellt werden.

5.4  Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 

beruflicherwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret 

steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ 

– besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint 

zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als 

Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik 

periodisch herausgegebene schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die von 

der Suva geführte Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP-Zahlen) herangezogen 

werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit Hinweisen).

5.5  Das Heranziehen der LSE 2012 zur Bestimmung des Invalideneinkommens durch 

die Beschwerdegegnerin und die Berücksichtigung einer Parallelisierung aufgrund 

eines unterdurchschnittlichen Valideneinkommens (vgl. UV-act. 315, S. 11 f.) ist 

vorliegend nicht zu beanstanden. Weiter ist der gewährte Tabellenlohnabzug von 5% 

(vgl. UV-act. 315, S. 12) zu überprüfen.

5.6  Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalles ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b 

und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

5.7  Dem Beschwerdeführer stehen nur noch trockene und saubere Tätigkeiten offen, 

welche die Hände nicht oder nur wenig belasten. Weiter muss eine Exposition 

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gegenüber Glasfasern und anderen Stoffen, die als hautreizend eingestuft sind, 

vermieden werden (vgl. E. 2.3). Diese Einschränkungen führen gerade bei Hilfsarbeiten 

zu einer erheblichen Einschränkung der in Frage kommenden Tätigkeiten. Überdies 

wird ein betriebswirtschaftlich-ökonomisch denkender und selbst den Zwängen der 

freien Marktwirtschaft unterliegender Arbeitgeber die selbst in grundsätzlich 

adaptierten Tätigkeiten eingeschränkte Flexibilität des Beschwerdeführers 

einkalkulieren müssen. Ebenso ist zu berücksichtigen, dass selbst bei Einhaltung der 

Nichteignungsverfügung und der Zumutbarkeitsbeurteilung ein Rezidiv des beruflich 

bedingten Handekzems bei adaptierten Tätigkeiten nicht vollständig ausgeschlossen 

werden kann (vgl. UV-act. 291), womit ein Risiko für vermehrte krankheitsbedingte 

Absenzen besteht. Aus diesen Gründen kann rein ökonomisch betrachtet die 

verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht den gleichen Wert wie die 

Arbeitsleistung eines gesunden, durchschnittlich leistungsfähigen Hilfsarbeiters haben, 

weshalb die Voraussetzungen für einen Abzug vom Tabellenlohn erfüllt sind. Auch 

wenn diese Einschränkungen wie vorgängig ausgeführt (vgl. E. 4) nicht zu einer 

Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit führen, so sind sie dennoch erheblich und 

sind deshalb vorliegend mit einem Tabellenlohnabzug von 20% zu berücksichtigen.

5.8  Somit beträgt das Invalideneinkommen mit Berücksichtigung des 20%igen 

Tabellenlohnabzugs Fr. 48‘676.-- (Fr. 60‘845.-- [vgl. UV-act. 315, S. 12] x 0.8).

5.9  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 59‘085.-- und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 48‘676.-- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 10‘409.-- (Fr. 59‘085.-- – Fr. 

48‘676.--) bzw. ein Invaliditätsgrad von gerundet 18% (Fr. 10‘409.-- / Fr. 59‘085 x 100).

6.   

6.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheides vom 24. September 2015 teilweise gutzuheissen und dem 

Beschwerdeführer ist eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 18% 

zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

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6.3  Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Trotz teilweisen Obsiegens ist ihm die volle Parteientschädigung zuzusprechen 

(vgl. betreffend Überklagung Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 2008, 

9C_466/2007, E. 5). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1‘000.-- bis Fr. 12‘000.--. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte eine Honorarnote über Fr. 2‘314.65 ein 

(act. G 9). Dies erscheint vorliegend als angemessen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 24. 

September 2015 aufgehoben und dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von 18% ausgerichtet. Zur Festsetzung und 

Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2‘314.65 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) auszurichten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.12.2017
	Art. 9 und 18 UVG. Beurteilung der aus der Berufskrankheit resultierenden Restarbeitsfähigkeit. Verwertbarkeit bejaht. Einkommensvergleich. Tabellenlohnabzug von 20%. Rentenanspruch bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Dezember 2017, UV 2015/66). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_91/2018.

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		2025-07-19T06:39:15+0200
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