# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c2bcb07-fc6e-5e7c-9ff1-afcbb1c8eedb
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-04-30
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 30.04.2020 II 2020 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2020-18_2020-04-30.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2020 18

Entscheid vom 30. April 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 
6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1981) stellte am 18. Mai 2019 Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung per 16. April 2019. Dies, nachdem er am 1. April 2019 über eine Per-
sonalvermittlerin eine Temporärstelle als Schwimmbadbauer antreten konnte und 
ihm diese am 12. April 2019 per 15. April 2019 mit der Begründung "mangelnde 
Erfahrung" gekündigt wurde. Gemäss A.________ handelte es sich um die siebte 
Rahmenfrist. Am 16. April 2019 wurde er durch das RAV B.________ zur Ar-
beitsvermittlung angemeldet und zum Erstgespräch auf den 18. April 2019, 15.30 
Uhr, eingeladen (Vi-act. 1-3). Nachdem er diesem Gespräch fernblieb, wurde er 
durch das Amt für Arbeit am 23. April 2019 zur Stellungnahme eingeladen, wo-
von er am 24. April 2019 Gebrauch gemacht hat. Mit Verfügung vom 25. April 
2019 stellte das Amt für Arbeit A.________ gestützt auf Art. 17 des Bundesge-
setzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 
1982 i.V.m. Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG für die Dauer von sieben Tagen in der An-
spruchsberechtigung ein (Vi-act. 4-6). Eine hiergegen erhobene Einsprache wies 
das Amt für Arbeit am 23. Juli 2019 ab (Vi-act. 7-9). Am 6. September 2019 ge-
langte A.________ mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Dieses hiess die 
Beschwerde mit VGE II 2019 66 vom 16. Oktober 2019 gut, hob den Einspra-
cheentscheid vom 23. Juli 2019 auf und wies die Sache zur weiteren Abklärung 
und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück (vgl. VGE II 2019 66 vom 
16.10.2019; Vi-act. 14).

B. Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichtes VGE II 2019 66 vom 
16. Oktober 2019 erhob A.________ am 28. November 2019 Beschwerde beim 
Bundesgericht in Luzern (Vi-act. 18). Mit Urteil 8C_601/2019 vom 11. Dezember 
2019 trat dieses auf die Beschwerde nicht ein (Vi-act. 19).

C. Am 29. Oktober 2019 verfügte das Amt für Arbeit, A.________ werde ab 
dem 19. April 2019 für die Dauer von 7 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein-
gestellt (Vi-act. 15). Die am 28. November 2019 hiergegen erhobene Einsprache 
(Vi-act. 16) wies das Amt für Arbeit am 14. Januar 2020 ab (Vi-act. 20).

D. A.________ erhebt am 4. Februar 2018 (recte: 2020) beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde gegen den Einspracheent-
scheid vom 14. Januar 2020 mit dem Antrag:

Ich halte am beim Amt gestellten Antrag fest. (Wortlaut den Unterlagen zu ent-
nehmen)

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Mit Verfügung vom 5. Februar 2020 setzt der verfahrensleitende Richter 
A.________ eine nicht erstreckbare Frist bis 18. Februar 2020 an, um die Be-
schwerdeschrift betreffend Antrag und Begründung zu verbessern. Am 17. Fe-
bruar 2018 (recte: 2020) reicht A.________ eine nachgebesserte Beschwerde-
schrift ein mit dem Antrag:

Ich halte am beim Amt gestellten Antrag fest. Die Einstellung der Anspruchsbe-
rechtigung ist aufzuheben oder wenigstens zu minimieren. Genau hier ist auch 
Prozesskostenentschädigung für den Beschwerdeführer möglich.

E. Mit Vernehmlassung vom 9. März 2020 beantragt das Amt für Arbeit die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.

Am 20. März 2020 nimmt der Beschwerdeführer Stellung zur Vernehmlassung 
der Vorinstanz.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass der Beschwerdeführer vom 
RAV B.________ auf den 18. April 2019 zum Erstgespräch eingeladen wurde 
und dass er der Einladung unentschuldigt keine Folge geleistet hat. Er wurde von 
der Vorinstanz hierfür für sieben Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt, 
wogegen er am 6. September 2019 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhob und 
eine Reduktion der Einstelltage beantragte (Verfahren II 2019 66). 

1.2 In seinem Entscheid VGE II 2019 66 vom 16. Oktober 2019 stellte das 
Verwaltungsgericht einleitend die rechtlichen Grundlagen für die Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung dar, so insbesondere (vgl. Erw. 2):

Der Versicherte, der Versicherungsleistungen beanspruchen will, muss mit Un-
terstützung des zuständigen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Ar-
beitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen (Art. 17 Abs. 1 AVIG). Er hat ins-
besondere auch auf Weisung der zuständigen Amtsstelle u.a. an Beratungsge-
sprächen teilzunehmen (Art. 17 Abs. 3 lit. b AVIG). 

In der Anspruchsberechtigung ist der Versicherte u.a. dann einzustellen, wenn er 
die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht be-
folgt. Darunter ist beispielsweise das Versäumen von Beratungs- und Kontrollge-
sprächen zu subsumieren (vgl. die Urteile BGer 8C_697/2012 vom 18.2.2013 
Erw. 2 und 8C_543/2009 vom 23.7.2009 Erw. 2).

Nach der Rechtsprechung liegt ein mit einer Einstellung zu sanktionierendes 
Verhalten insbesondere dann vor, wenn ein Termin aus Gleichgültigkeit und Des-

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interesse verpasst wurde, nicht aber, wenn ein Versicherter den Termin irrtümlich 
oder zufolge einer Unaufmerksamkeit nicht eingehalten und durch sein übriges 
Verhalten gezeigt hat, dass er seine Pflichten als Arbeitsloser und Leistungsbe-
züger ernst nimmt. So stellt rechtsprechungsgemäss etwa ein unentschuldigtes 
Nichtwahrnehmen eines Beratungs- und Kontrollgespräches kein einstellungs-
würdiges Fehlverhalten dar, wenn die versicherte Person während zwölf Mona-
ten vor dem Nichteinhalten des Gespräches ihren Pflichten als Arbeitslose kor-
rekt nachgekommen ist und sich für ihr Fehlverhalten nachträglich von sich aus 
entschuldigt hat. Ein allfälliges früheres Fehlverhalten ist dabei nicht zu berück-
sichtigen (Urteil BGer 8C_761/2016 vom 6.7.2017 Erw. 2.1 mit weiteren Hinwei-
sen).

Anzufügen ist, dass selbst dann, wenn es bei früherem Fehlverhalten - aus wel-
chen Gründen auch immer - nicht zu einer Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung gekommen ist, dieses Verhalten, das zu einer Sanktion hätte führen kön-
nen - also als einstellungswürdig zu betrachten ist - für den Ausschluss einer ta-
dellosen und sorgsamen Wahrnehmung der Obliegenheiten einer arbeitslosen 
Person genügen. Zu beachten ist allerdings, dass an den Nachweis in der Ver-
gangenheit liegender Geschehnisse, die einer versicherten Person nunmehr zum 
Vorwurf gereichen sollen, strenge Anforderungen zu stellen sind, hatte sie sei-
nerzeit in aller Regel doch nie Gelegenheit, sich gegen eine entsprechende Kritik 
zur Wehr zu setzen. Nur wenn solche Vorkommnisse einwandfrei erstellt sind, 
dürfen sie bei der Beurteilung des Verhaltens in einer früheren Phase des Beob-
achtungszeitraumes als Entscheidungsgrundlage beigezogen werden (Urteil 
BGer 8C_761/2016 vom 6.7.2017 Erw. 3.1).

Eine unterbliebene Teilnahme an einem Beratungs- oder Kontrollgespräch kann 
zudem nur dann Grund zu einer Einstellung in der Anspruchsberechtigung bil-
den, wenn die versicherte Person dafür keine hinreichende Entschuldigung hat. 
Nur ein unentschuldigtes Nichteinhalten eines Termins genügt als Anlass für eine 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung, bildet mithin einen Einstellungstatbe-
stand. Entschuldbare Gründe liegen vor, wenn die säumige Partei aus hinrei-
chenden, objektiven oder subjektiven Gründen davon abgehalten worden ist, 
fristgerecht zu handeln oder eine Vertretung zu bestellen und wenn ihr auch kei-
ne Nachlässigkeit vorzuwerfen ist. Es muss sich um Gründe von einigem Ge-
wicht handeln (BGE 119 III 82 Erw. 2). 

1.3 In einem ersten Schritt prüfte das Gericht, ob das Fernbleiben entschuldbar 
war. Es gelangte in Würdigung der vom Beschwerdeführer vorgetragenen Be-
gründung zur Überzeugung, dass kein entschuldbarer Grund für das unentschul-
digte Nichterscheinen zum Erstgespräch beim RAV am 18. April 2019 vorliege, 

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dass der Beschwerdeführer letztlich keinen Grund vorbringe, der ihn effektiv und 
in entschuldbarer Weise gehindert hätte, den Termin wahrzunehmen (vgl. VGE II 
2019 66 vom 16.10.2019 Erw. 4.1). 

1.4 Dennoch hob das Gericht die Verfügung und den Einspracheentscheid der 
Vorinstanz auf und es wies die Sache zu weiteren Abklärungen und neuem Ent-
scheid an sie zurück. Denn ein mit einer Einstellung zu sanktionierendes Verhal-
ten liege nur dann vor, wenn ein Termin insbesondere aus Gleichgültigkeit und 
Desinteresse verpasst worden sei, nicht aber, wenn ein Versicherter den Termin 
irrtümlich oder zufolge einer Unaufmerksamkeit nicht eingehalten und durch sein 
übriges Verhalten gezeigt hat, dass er seine Pflichten als Arbeitsloser und Leis-
tungsbezüger ernst nehme. Mangels Begründung durch die Vorinstanz und 
mangels entsprechender Informationen sei eine Beurteilung des Verhaltens des 
Beschwerdeführers für das Gericht nicht möglich. Aus den Akten lasse sich 
nichts zur Haltung des Beschwerdeführers und seiner Pflichterfüllung generell 
entnehmen, die Sache sei nicht spruchreif (vgl. VGE II 2019 66 vom 16.10.2019 
Erw. 4.2). 

2.1 Nach erfolgter Rückweisung der Sache an die Vorinstanz verfügte diese 
am 29. Oktober 2019, der Beschwerdeführer werde ab dem 19. April 2019 für die 
Dauer von 7 Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt (Vi-act. 15). Er sei 
der Einladung zum RAV-Erstgespräch vom 18. April 2019 unentschuldigt fernge-
blieben. Der Beschwerdeführer sei vom Amt für Arbeit in der Zeit vom 1. Oktober 
2007 bis 13. September 2017 insgesamt in sieben Fällen in der Anspruchsbe-
rechtigung eingestellt worden. In 13 anderen Fällen sei aufgrund eines einstel-
lungswürdigen Tatbestandes ein Geschäftsfall eröffnet und eine Sachverhaltsab-
klärung eingeleitet worden. Aus diversen Gründen seien diese Fälle jedoch nicht 
sanktioniert worden. Mithin seien mindestens sieben Vorkommnisse einwandfrei 
erstellt und würden bei der Beurteilung des Verhaltens in einer früheren Phase 
als Entscheidungsgrundlage beigezogen. Im Lichte dieser Überlegungen müsse 
die Haltung des Versicherten als gleichgültig und desinteressiert gegenüber den 
Pflichten, welche ihm als Leistungsbezüger der Arbeitslosenversicherung er-
wachsen würden, bezeichnet werden. Es sei erwiesen, dass er den Termin vom 
18. April 2019 aus Gleichgültigkeit und Desinteresse verpasst habe. Er sei daher 
nach Massgabe eines leichten Verschuldens für 7 Tage in der Anspruchsberech-
tigung einzustellen.

2.2 In der Einsprache vom 28. November 2019 beantragte der Beschwerdefüh-
rer, es sei die Verfügung wenigstens auf 3 Einstelltage zu beschränken. Auf-
grund des geführten Gesprächs sei man sich einig, weitere Kosten für den Steu-

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erzahler zu vermeiden und speditiv zu entscheiden, wobei die Standpunkte noch 
auseinanderliegen würden. Aus dem Verwaltungsgerichtsentscheid erhelle aber, 
dass die Ermessensfrage wichtig sei und die Vorinstanz Ermessen walten lassen 
solle. Er sei sich bei der Wahl der kantonalen Arbeitslosenkasse vor 12 Jahren 
nicht bewusst gewesen, dass er hinsichtlich Sanktionen die schlechteste aller 
Wahlen getroffen habe. Von einer Sanktion sei vorliegend ganz abzusehen. Er 
denke, kein Revisor würde aufgrund der herrschenden Gegebenheiten auf die 
Verfügung vom 29. Oktober 2019 in seiner Gänze pochen (Vi-act. 16).

2.3 Im Einspracheentscheid vom 14. Januar 2020 hält die Vorinstanz fest, der 
Beschwerdeführer bringe keinen Grund für sein Fernbleiben vom 18. April 2020 
vor, sondern appelliere an den Ermessensspielraum bei der Ansetzung der Ein-
stelltage. Wie ihm anlässlich des Gespräches mit dem Vorsteher des Amtes für 
Arbeit vom 22. November 2019 erklärt worden sei, habe die Vorinstanz gestützt 
auf den Verwaltungsgerichtsentscheid klären müssen, ob der Versicherte den 
Termin vom 18. April 2019 aus Gleichgültigkeit und Desinteresse verpasst habe 
oder diesen irrtümlich oder aufgrund einer Unaufmerksamkeit nicht eingehalten 
habe. Wie aus dem in der Verfügung vom 29. Oktober 2019 dargestellten Sach-
verhalt hervorgehe, liege Gleichgültigkeit und Desinteresse vor, weshalb eine 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu verfügen sei. Bei erstmaligem Ver-
säumnis ohne entschuldbaren Grund sehe das Einstellraster 5 bis 8 Einstelltage 
vor, weshalb kein Anlass bestehe, die Verfügung mit 7 Einstelltagen zu korrigie-
ren. Der Beschwerdeführer bringe sodann keine Argumente vor, die für eine 
gänzliche Aufhebung der Verfügung sprechen würden. 

2.4.1  Da der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 
4. Februar 2020 einzig auf den "beim Amt gestellten Antrag" verwies sowie auf 
die eingereichte Beschwerde beim Bundesgericht und die ihm von diesem aufer-
legten Verfahrenskosten von Fr. 300.--, jedoch in keiner Weise auf die Verfügung 
vom 29. Oktober 2019 oder den Einspracheentscheid vom 14. Januar 2020 ein-
ging, wurde er angehalten, die Eingabe zu verbessern.

2.4.2  In der nachgebesserten Eingabe vom 17. Februar 2020 verwies der Be-
schwerdeführer erneut auf den bei der Vorinstanz gestellten Antrag. Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung sei aufzuheben oder wenigstens zu minimie-
ren. Auch sei eine Prozesskostenentschädigung für den Beschwerdeführer mög-
lich. Nach der Rückweisung sei es zu einem Gespräch mit den Verantwortlichen 
der Vorinstanz gekommen. Man habe suggeriert, dass ein rasches Verfahren 
auch die übereilige neuerliche Verfügung, die am Tag der Zustellung des Verwal-
tungsgerichtsentscheides ergangen sei, bestätigen würde. Er habe auf die zeitli-

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che Problematik hingewiesen, dass er gegen das Verwaltungsgerichtsurteil Be-
schwerde erhebe, um konsequent für seine Forderungen einzustehen. Das Bun-
desgericht habe die Beschwerde unter Auferlegung von Fr. 300.-- Verfahrens-
kosten an ihn abgewiesen (Anmerkung: das Bundesgericht trat auf Beschwerde 
nicht ein). 

Bei der Einstellung handle es sich um die Sanktion aus einem Fernbleiben vom 
Beratungsgespräch. Wir würden in einer sozialen Marktwirtschaft leben, wo gut 
ausgebildete Schweizer für andere als Tagelöhner Swimmingpools bauen und 
warten würden; wo Personal-Berater in Temporär-Büros genau so schnell ver-
schwänden; wo Autos zerkratzt würden und es werde kein Verfahren eröffnet; wo 
in der Öffentlichkeit randaliert und gepöbelt werde und die SUVA zahle fürs Er-
gebnis; wo nicht gewertet werde, dass er über zehn Jahre lang ausnahmslos je-
den RAV-Termin wahrgenommen habe; wo eine diesbezügliche Sanktion, ob-
wohl er selber in christlichen Werten erzogen worden sei, auch in der Karwoche 
maximal auferlegt werde. Soweit diese Schilderung nicht genügen würde, seinen 
Standpunkt aufzuzeigen, sei ihm die Chance auf Nachbesserung zu gewähren. 

2.4.3  In der Eingabe vom 20. März 2020 erläutert der Beschwerdeführer, ihm sei 
nicht entgangen, dass sich die Vorinstanz vernehmlassend bezüglich seiner Dar-
stellung und Herleitung der Situation aufs Notwendigste beschränke. Es sei ihm 
auch klar, dass dies nicht bedeute, dass seine bisherigen Argumente "stechen" 
würden. Er lasse es sich aber nicht nehmen, auf die Rollen der Temporärbüros 
im Allgemeinen und auf diejenige des Amts für Arbeit im Besonderen zu verwei-
sen. In der Folge macht er Ausführungen zu für ihn nachteilig ausgestalteten 
Temporäranstellungen, zur Werbepraxis der Temporärbüros und deren Verflech-
tungen und die Folgen daraus für ihn. In der aktuellen Gesundheitskrise (Anmer-
kung: COVID-19-Pandemie) werde der Markt mit Geld geschwemmt; das RAV 
führe keine Gespräche mehr vor Ort durch; das von ihm am 17. März 2020 ge-
führte Telefongespräch habe zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt ausser 
zu seiner persönlichen Erkenntnis über den RAV-Berater. 

3.1 Nachdem das Verwaltungsgericht mit VGE II 2019 66 die Sache an die 
Vorinstanz zurückwies zur Klärung, ob das Terminversäumnis des Beschwerde-
führers am Gründonnerstag 2019 auf Gleichgültigkeit und Desinteresse oder Irr-
tum bzw. Unaufmerksamkeit zurückzuführen sei, stellte die Vorinstanz in der 
neuerlich angefochtenen Verfügung und im Einspracheentscheid fest, der Be-
schwerdeführer sei in der siebten Rahmenfrist, er habe zwischen 2007 und 2017 
siebenmal wegen Pflichtverstössen sanktioniert werden müssen und es seien 
wegen seinem Verhalten 13 weitere Verfahren eröffnet, aber ohne Sanktion ge-
schlossen worden. Dies zeige seine Haltung gegenüber der Arbeitslosenkasse 

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und seinen Pflichten deutlich auf; das unentschuldigte Fernbleiben vom Erstge-
spräch am 18. April 2019 sei im Lichte dieses Verhaltens klar auf Gleichgültigkeit 
und Desinteresse zurückzuführen.

Auf diese Begründung der Vorinstanz geht der Beschwerdeführer überhaupt 
nicht ein. Trotz der ausdrücklichen gerichtlichen Aufforderung in der Verfügung 
vom 5. Februar 2020, er habe auf den Einspracheentscheid einzugehen und dar-
zulegen, inwiefern die Darstellungen der Vorinstanz falsch sein sollten, be-
schränkt er sich in der Nachbesserung vom 17. Februar 2020 darauf, die rasche 
Bearbeitung durch die Vorinstanz zu rügen sowie einen Rundumschlag gegen 
die Ausgestaltung und Auswirkungen der sozialen Marktwirtschaft zu platzieren. 
Auch die weitere Eingabe vom 20. März 2020 nimmt keinen Bezug zur Begrün-
dung der Sanktionierung, sondern beschränkt sich auf eine Kritik an den Tem-
porärstellenbüros und seinem RAV-Berater. In keiner seiner drei Eingaben ans 
Verwaltungsgericht (und auch nicht in seiner Einsprache vor der Vorinstanz) wi-
derspricht der Beschwerdeführer der Feststellung der Vorinstanz, die Fristver-
säumnis basiere auf Gleichgültigkeit und Desinteresse. Er bringt nicht im Ansatz 
Hinweise vor, die den Schluss nahelegen würden, das Versäumnis wäre einem 
Irrtum geschuldet gewesen oder habe auf einer Unaufmerksamkeit basiert. Auch 
macht er nicht geltend, das Fernbleiben vom Erstgespräch am 18. April 2019 
könne mit den früheren Sanktionen überhaupt nicht verglichen werden oder aus 
diesen früheren Sanktionen könne nicht auf ein vorwerfbares Verhalten in der 
jüngsten Rahmenfrist geschlossen werden. Der Beschwerdeführer begnügt sich 
damit, sein - nicht weiter substantiiertes - Missfallen gegenüber dem Vorgehen 
der Vorinstanz (sowie der Temporärbüros) auszudrücken, ohne indes aufzuzei-
gen, weshalb dieses nicht rechtens sein soll. Inwiefern das Fristversäumnis vom 
18. April 2019 - für das der Beschwerdeführer, wie in VGE II 2019 66 festgestellt, 
keine entschuldbaren Gründe vorbringen kann - deswegen aber irrtümlich oder 
infolge Unaufmerksamkeit passiert sein und daher keine Sanktion zur Folge ha-
ben soll, bleibt so nicht nachvollziehbar. Hingegen ist es nicht zu beanstanden, 
wenn die Vorinstanz aufgrund des Fehlens jeglicher Anhaltspunkte für einen Irr-
tum resp. eine Unaufmerksamkeit, sowie aufgrund bereits langjähriger Erfahrun-
gen mit nicht bestreitbaren Pflichtwidrigkeiten des Beschwerdeführers (drei da-
von [wegen ungenügender persönlicher Arbeitsbemühungen resp. verspätetem 
Nachweis derselben] waren auch Gegenstand von Verfahren vor Verwaltungs-
gericht; vgl. VGE II 2011 48 vom 26.8.2011 [und Urteil BGer 8C_798/2011 vom 
17.11.2011], VGE 2014 78 vom 20.11.2014 [und Urteil BGer 8C_16/2015 vom 
16.1.2015] sowie VGE II 2015 48 vom 15.9.2015) das unentschuldigte Fernblei-
ben vom 18. April 2019 als Ausdruck von Gleichgültigkeit und Desinteresse quali-
fizierte und eine Sanktion verfügte. 

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3.2.1  Im Rahmen des Einspracheverfahrens forderte der Beschwerdeführer 
noch eine Reduktion der Einstellungsdauer. Der Vorinstanz komme ein Ermes-
sen zu und im Rahmen der Ausschöpfung des Ermessensspielraumes sei die 
Einstelldauer auf drei Tage zu reduzieren oder gar ganz aufzuheben. Vor Verwal-
tungsgericht trägt er dies nicht vor bzw. nur durch Verweis auf das Vorverfahren, 
wobei er wiederum nicht substantiiert darlegt, inwiefern die Ausführungen der 
Vorinstanz betreffend Ermessensentscheid falsch sein sollten.

3.2.2  Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst sich nach 
dem Grad, der Schwere des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Die Einstellung 
dauert 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden. Bei der Bemessung der Einstel-
lungsdauer sind alle Umstände des konkreten Einzelfalls zu berücksichtigen; 
massgebend ist das Gesamtverhalten der versicherten Person, das unter 
Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalls, d.h. der objekti-
ven und subjektiven Gegebenheiten zu würdigen ist. Es ist dabei vom Mittelwert 
des jeweils definierten Rahmens auszugehen und dieser entsprechend dem Ver-
halten zu erhöhen oder reduzieren. Die Festlegung der Einstellungsdauer stellt 
eine typische Ermessensfrage dar; mithin steht der Vorinstanz ein Ermessen zu, 
das sie pflichtgemäss auszuüben hat. Auch wenn die Kognition des Verwal-
tungsgerichts nicht auf Rechtsverletzung beschränkt ist, darf das Verwaltungsge-
richt sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver-
waltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, die 
seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen 
(vgl. zum Ganzen VGE II 2019 66 vom 16.10.2019 Erw. 2.3).

3.2.3  Die Vorinstanz qualifizierte das erstmalige, unentschuldigte und nicht ent-
schuldbare Fernbleiben vom Erstgespräch zu Recht nur als leichtes Verschul-
den. Gemäss Gesetz ist solches mit 1 bis 15 Einstelltagen zu sanktionieren. In-
dem die Vorinstanz sieben Einstelltage verfügte, blieb sie in Würdigung der Ge-
samtumstände wenig unter dem Mittelwert. Sie hat sich hierbei - was nicht zu 
beanstanden ist (vgl. BGE 141 V 365 Erw. 2.4) - auch auf das Einstellraster des 
Seco abgestützt, welches für das erstmalige Fernbleiben vom Beratungsge-
spräch ohne entschuldbaren Grund 5 bis 8 Einstelltage vorsieht (vgl. AVIG-
Praxis ALE D79). 

Inwiefern die Sanktionierung von sieben Tagen Resultat einer rechtsfehlerhaften 
Ermessensausübung sein soll, zeigt der Beschwerdeführer nicht auf. Auch bringt 
der Beschwerdeführer weder triftige Gründe vor noch sind solche ersichtlich, so 
dass das Gericht veranlasst wäre, den vorinstanzlichen Ermessensentscheid 
durch einen eigenen zu ersetzen.

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4.1 Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet 
und ist abzuweisen.

4.2 Es werden keine Kosten erhoben; Anspruch auf eine Parteientschädigung 
besteht nicht (Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. a und g ATSG). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz 
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 30. April 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 4. Mai 2020