# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad04dda4-5ea8-568f-9a2b-5fe814c9a62e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.04.2025 200 2024 702
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-702_2025-04-03.pdf

## Full Text

ALV 200 2024 702 
KOJ/PES/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 3. April 2025

Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Peter

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 18. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. April 2025, ALV 200 2024 702

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Sachverhalt:

A.

A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) bezog 
vom 1. Juli 2022 bis 31. Mai 2023 Leistungen der Arbeitslosenversicherung 
(Akten des Amts für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern [AVA bzw. 
Beschwerdegegner], Dossier Arbeitslosenkasse … [act. II] 110, 114 f., 118, 
131, 134, 138, 141, 145, 151, 156, 161). Nachdem das Staatssekretariat 
für Wirtschaft SECO der Arbeitslosenkasse Anfang 2024 gemeldet hatte, 
dass im individuellen Konto der Versicherten bei der Ausgleichskasse für 
die Zeit des Arbeitslosenentschädigungsbezugs auch Beiträge aus einem 
Arbeitsverhältnis abgerechnet wurden (vgl. act. II 105 ff.), prüfte die Ar-
beitslosenkasse einen eventuellen Doppelbezug (act. II 61 ff.). Aufgrund 
des ihr neu bekannt gewordenen Arbeitsverhältnisses der Versicherten im 
massgebenden Zeitraum korrigierte die Arbeitslosenkasse in der Folge den 
versicherten Verdienst und die Arbeitslosenentschädigungsabrechnungen 
(vgl. act. II 27 ff. und 46 ff.) und forderte gestützt hierauf mit Verfügung vom 
24. Juli 2024 (act. II 43 ff.) Fr. 5'470.40 der ausbezahlten Leistungen als 
unrechtmässig bezogen zurück. Die dagegen erhobene Einsprache der 
Versicherten vom 15. August 2024 (act. II 34) hiess das AVA (Rechts-
dienst) mit Entscheid vom 18. September 2024 (act. II 6 ff.) insoweit teil-
weise gut, als es den Rückforderungsbetrag auf Fr. 5'440.55 reduzierte. 
Soweit weitergehend wies es die Einsprache ab und entzog einer allfälligen 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung (act. II 10). 

B.

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte am 18. Oktober 
2024 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der 
angefochtene Entscheid sei aufzuheben, auf eine Rückforderung sei zu 
verzichten und allfällige Leistungen seien entsprechend dem gesetzlichen 
Anspruch auszurichten. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 14. November 2024 schloss der Beschwerde-
gegner auf teilweise Gutheissung der Beschwerde. Der versicherte Ver-
dienst sei von Fr. 1'462.-- auf Fr. 1'504.-- zu erhöhen, wodurch sich der 
Rückforderungsbetrag auf Fr. 5'115.15 reduziere.

Die Beschwerdeführerin erhielt in der Folge Gelegenheit zur allfälligen Stel-
lungnahme, wovon sie keinen Gebrauch machte.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 der Verordnung 
vom 31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und 
die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmun-
gen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die 
Beschwerde einzutreten. 

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid des Beschwer-
degegners vom 18. September 2024 (act. II 6 ff.). Streitig und zu prüfen ist 
die Rückforderung von Arbeitslosenentschädigung für die Zeit von Juli 
2022 bis Mai 2023 im Umfang von total Fr. 5'440.55. 

1.3 Der Streitwert liegt mit Fr. 5'440.55 unter Fr. 20'000.--, weshalb die 
Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt 
(Art. 57 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, wer unter anderem 
ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 8 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 10 AVIG) 
und einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 8 Abs. 1 lit. b 
i.V.m. Art. 11 AVIG). Als ganz arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhält-
nis steht und eine Vollzeitbeschäftigung sucht (Art. 10 Abs. 1 AVIG). Als 
teilweise arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und lediglich 
eine Teilzeitbeschäftigung sucht (Art. 10 Abs. 2 lit. a AVIG) oder eine Teil-
zeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäfti-
gung sucht (Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG). Nach Art. 11 Abs. 1 AVIG ist der 
Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat 
und mindestens zwei aufeinander folgende volle Arbeitstage dauert.

2.2 Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen aus unselbstständiger 
oder selbstständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb 
einer Kontrollperiode erzielt (Art. 24 Abs. 1 Satz 1 AVIG). Auch die von 
Teilarbeitslosen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 lit. b AVIG weiterhin ausgeübte 
teilzeitliche Tätigkeit ist als Zwischenverdienst zu qualifizieren (BGE 150 V 
235 E. 4.2 S. 237,141 V 426 E. 5.1 S. 430, 127 V 479 E. 2 S. 480; ARV 
2011 S. 162 E. 3). Die versicherte Person hat Anspruch auf Ersatz des 
Verdienstausfalls (Art. 24 Abs. 1 Satz 2 AVIG). Als Verdienstausfall gilt die 
Differenz zwischen dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, 

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mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende 
Arbeit, und dem versicherten Verdienst. Ein Nebenverdienst (Art. 23 Abs. 3 
AVIG; vgl. E. 2.3 hiernach) bleibt unberücksichtigt (Art. 24 Abs. 3 AVIG). 

2.3 Als versicherter Verdienst gilt laut Art. 23 Abs. 1 AVIG der massge-
bende Lohn im Sinne von Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; 
SR 831.10) i.V.m. Art. 7 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; SR 831.101), der während 
eines Bemessungszeitraumes aus einem oder mehreren Arbeitsverhältnis-
sen normalerweise erzielt wurde. Darin eingeschlossen sind die vertraglich 
vereinbarten regelmässigen Zulagen, soweit sie nicht Entschädigung für 
arbeitsbedingte Inkonvenienzen darstellen (BGE 144 V 195 E. 4.1 S. 198). 
Nicht versichert ist ein Nebenverdienst. Als solcher gilt jeder Verdienst, den 
ein Versicherter ausserhalb seiner normalen Arbeitszeit als Arbeitnehmer 
oder ausserhalb des ordentlichen Rahmens seiner selbstständigen Er-
werbstätigkeit erzielt (Art. 23 Abs. 3 AVIG).

2.4 Für die Anmeldung und zur Abklärung des Anspruches auf Leistun-
gen geben die Versicherungsträger unentgeltlich Formulare ab, die vom 
Ansprecher oder seinem Arbeitgeber und allenfalls vom behandelnden Arzt 
vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und dem zuständigen Versi-
cherungsträger zuzustellen sind (Art. 29 Abs. 2 ATSG).

2.5

2.5.1 Unrechtmässig bezogene Leistungen sind zurückzuerstatten 
(Art. 95 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG).

2.5.2 Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer formell rechts-
kräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur Rück-
forderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt wor-
den sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wieder-
erwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der 
Berichtigung; Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision 
(wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel; Art. 53 Abs. 1 
ATSG) bestehenden Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 150 V 89 E. 3.1.4 

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S. 95, 142 V 259 E. 3.2 S. 260, 130 V 318 E. 5.2 S. 320; SVR 2019 UV 
Nr. 3 S. 9, 8C_121/2017 E. 3.1). 

2.5.3 Der Rückforderungsanspruch erlischt drei Jahre, nachdem die Ver-
sicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf 
Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstat-
tungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das 
Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massge-
bend (Art. 25 Abs. 2 ATSG). 

3.

3.1 Aufgrund der Akten erstellt und zwischen den Parteien unbestritten 
ist, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Juli 2022 bis 31. Mai 2023 Leis-
tungen der Arbeitslosenversicherung bezogen (act. II 110, 114 f., 118, 131, 
134, 138, 141, 145, 151, 156, 161) und dabei ihre (auch) in dieser Zeit er-
brachte Erwerbstätigkeit bei der B.________ (act. II 65-103, 107) nicht an-
gegeben hat (act. II 112, 117, 130, 133, 136, 140, 144, 149, 153, 160, 175, 
223 f.; Beschwerde S. 2). Sie hat damit ihre Auskunfts- und Meldepflicht 
(vgl. E. 2.4 hiervor) verletzt: Mit dem Formular "Antrag auf Arbeitslosenent-
schädigung" (act. II 222 ff.) wurde die Beschwerdeführerin unter Punkt 29 
zum Tätigkeitsnachweis der letzten zwei Jahre aufgefordert und in Punkt 
12 explizit gefragt, ob sie gegenwärtig noch ein Einkommen aus selbst-
ständiger oder unselbstständiger Erwerbstätigkeit erziele. Trotzdem hat es 
die Beschwerdeführerin unterlassen, ihre seit 1. Juli 2019 und über den 
Zeitraum der Arbeitslosigkeit von 1. Juli 2022 bis 31. Mai 2023 hinaus be-
standene Erwerbstätigkeit bei der B.________ anzugeben. Hierzu wäre sie 
selbst dann verpflichtet gewesen, wenn es sich dabei um einen nicht versi-
cherten Nebenverdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG gehandelt hätte, 
der gemäss Art. 24 Abs. 3 AVIG bei der Berechnung des Zwischenver-
dienstes unberücksichtigt bliebe, zumal die diesbezügliche rechtliche Quali-
fikation der Verwaltung obliegt (ARV 2017 S. 233; BARBARA KUPFER BU-
CHER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl. 2019, 
Art. 23 S. 173). 

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Beim bei der B.________ erzielten Erwerbseinkommen handelt es sich 
unstrittig um versicherten Verdienst und nicht um einen nicht versicherten 
Nebenerwerb im Sinne von Art. 23 Abs. 3 AVIG, zumal die Beschwerdefüh-
rerin diese Erwerbstätigkeit nicht über eine Vollzeitstelle hinausgehend 
(zusätzlich) ausgeübt hat (Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_654/2015 
vom 14. Dezember 2015 E. 5.2; vgl. THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosen-
versicherung, in: ULRICH MEYER [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwal-
tungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2377 
N. 368) und das dort erzielte Einkommen auch nicht als unbeachtlicher 
"Kleinstverdienst" qualifiziert werden kann (vgl. KUPFER BUCHER, a.a.O., 
Art. 23 S. 173). Dies bedeutet, dass das bei der B.________ erzielte Er-
werbseinkommen einerseits bei der Berechnung des versicherten Ver-
dienstes zu berücksichtigen und andererseits in der Zeit der Arbeitslosigkeit 
als Zwischenverdienst anzurechnen ist. Etwas anderes wird denn auch 
beschwerdeweise nicht geltend gemacht. 

3.2 Die Zusprache der Arbeitslosenentschädigung für die Kontrollperi-
oden Juli 2022 bis Mai 2023 erfolgte mittels Taggeldabrechnungen (vgl. 
act. II 110, 115, 118, 131, 134, 138, 141, 145, 151, 156, 161). Diese form-
losen Mitteilungen erwuchsen unangefochten in Rechtskraft, weshalb eine 
Rückforderung nur unter den Voraussetzungen der prozessualen Revision 
respektive der Wiedererwägung möglich ist (Art. 53 Abs. 1 f. ATSG; vgl. 
E. 2.5.2 hiervor). Die Arbeitslosenkasse erhielt erst im Rahmen der Mel-
dung des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (act. II 105 ff.) und den 
daraufhin getätigten weitergehenden Abklärungen (act. II 61 ff.) Kenntnis 
von der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin bei der B.________ und 
insbesondere des dafür erhaltenen massgebenden Lohnes. Indem die Ar-
beitslosenkasse hiervon erst nachträglich, mithin nach der erfolgten Zu-
sprache der Arbeitslosenentschädigung, erfuhr, besteht in diesem Umfang 
ohne weiteres eine die prozessuale Revision begründende neue Tatsache 
(vgl. Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bun-
desgericht] C 85/04 vom 11. Oktober 2004 E. 1.3); vorliegend sind aber 
auch die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt. Aufgrund der vor 
der Meldung des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (act. II 105 ff.) und 
den daraufhin getätigten weitergehenden Abklärungen (act. II 61 ff.) feh-
lenden Kenntnis der Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin bei der 

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B.________ hat die Verwaltung einerseits den versicherten Verdienst da-
mals falsch berechnet und andererseits das Einkommen bei der 
B.________ in den Taggeldabrechnungen nicht als Zwischenverdienst 
berücksichtigt und so zu hohe Leistungen ausbezahlt. Die Ausrichtung der 
Taggelder war damit im Umfang der nicht berücksichtigten Tätigkeit bei der 
B.________ zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Be-
deutung. 

Die Arbeitslosenkasse durfte nach dem Dargelegten auf die – ohne Einbe-
zug der Erwerbstätigkeit bei der B.________ erfolgten – Leistungsabrech-
nungen zurückkommen und diese unter Berücksichtigung des betreffenden 
Einkommens nachträglich korrigieren. 

3.3 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, ihr sei nicht bewusst 
gewesen, dass sie bei der Anmeldung zum Bezug von Arbeitslosenent-
schädigung auch ihre seit 1. Juli 2019 und über den Zeitraum der Arbeits-
losigkeit von 1. Juli 2022 bis 31. Mai 2023 hinaus bestandene Erwerbs-
tätigkeit bei der B.________ hätte angeben müssen, ist festzuhalten, dass 
sich diese Pflicht ohne weiteres sowohl aus dem Formular "Antrag auf Ar-
beitslosenentschädigung" (act. II 222 ff.; vgl. E. 3.1 hiervor) als auch aus 
den von der Beschwerdeführerin ausgefüllten Formularen "Angaben der 
Versicherten Person für den Monat" ergibt, in denen explizit vermerkt ist, 
dass der Kasse unbedingt jede Arbeit zu melden ist, die während des Be-
zugs von Arbeitslosenentschädigung ausgeführt wird (siehe act. II 111, 
116, 129, 132, 135, 139, 143, 148, 152, 159, 174). Auf die diesbezügliche 
Meldepflicht wurde die Beschwerdeführerin seitens der Arbeitslosenkasse 
durch ein allgemeines Informationsblatt (Beilage zum Schreiben vom 
31. Mai 2022 [act. II 215 ff.]) sowie mit den genannten Formularen aus-
drücklich hingewiesen, weshalb sie sich nicht auf eine fehlende/
mangelhafte Information der Verwaltung berufen kann. Da die Beschwerde-
führerin in Verletzung ihrer Meldepflicht der Arbeitslosenkasse jeden Hin-
weis darauf, dass sie nebst dem verlorenen Arbeitsverhältnis noch eine 
weitere unselbstständige Erwerbstätigkeit ausübte, schuldig blieb (ihre 
Erwerbstätigkeit bei der B.________ findet nicht einmal in ihrem Lebenslauf 
[in den Verfahrensakten] Erwähnung), bestand für die Arbeitslosenkasse 
kein Anlass, die Beschwerdeführerin hinsichtlich Vermittlungsgrad bei einer 

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(ihr nicht bekannten) fortbestehenden Teilerwerbstätigkeit speziell aufzu-
klären und zu beraten. Die Arbeitslosenkasse hat nach dem Dargelegten 
keine behördliche Auskunft unterlassen, welche gesetzlich vorgeschrieben 
oder nach den Umständen geboten war. Mit Blick hierauf kann die Be-
schwerdeführerin aus Vertrauensschutz (BGE 149 V 203 E. 5.1 S. 214, 143 
V 341 E. 5.2.1 S. 346) nichts zu ihren Gunsten ableiten.

3.4 Im Rahmen des Einspracheverfahrens wurde zu Recht festgestellt, 
dass bei der Korrektur der Leistungsabrechnungen als Zwischenverdienst 
der Kontrollperiode Oktober 2022 irrtümlicherweise Fr. 636.05 statt der 
tatsächlich erzielten Fr. 785.70 angerechnet wurden (act. II 54 i.V.m. 
act. II 61 und act. II 65) und dass die Kontrollperiode März 2023 nur teilwei-
se abgerechnet war (act. II 49 i.V.m. act. II 124 ff.). Diese Fehler wurden 
mit dem Einspracheentscheid vom 18. September 2024 (act. II 6 ff.) korri-
giert (siehe act. II 8 f. sowie act. II 11 f.). Mit Beschwerdeantwort vom 
14. November 2024 weist der Beschwerdegegner im vorliegenden Verfah-
ren zugunsten der Beschwerdeführerin daraufhin, dass bei Erlass der 
Rückforderung im System bei einem durchschnittlichen Verdienst von 
Fr. 2'468.85 (resp. gerundet Fr. 2'469.--) pro Monat irrtümlicherweise der 
falsche Beschäftigungsgrad erfasst worden sei (50.68 statt 49.26 Prozent; 
vgl. Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 5), was aufgrund der Akten zu bestätigen 
ist (act. II 27 i.V.m. act. II 17 f., act. II 11 f. und act. II 47 ff.). Entsprechend 
erhöht sich der versicherte Verdienst in Übereinstimmung mit dem Be-
schwerdegegner von Fr. 1'462.-- auf Fr. 1'504.-- (Fr. 2'469.-- / 49.26 % Be-
schäftigungsgrad x 30 % Vermittlungsgrad). Für eine rückwirkende Anpas-
sung des Vermittlungsgrades abweichend von den echtzeitlich sowohl ge-
genüber der Arbeitslosenkasse als auch dem RAV gemachten Angaben 
der Beschwerdeführerin eines Vermittlungsgrades von 30 % (siehe act. II 
222 Punkt 3 und act. II 230 oben) bleibt – angesichts der dem echtzeitlich 
angegebenen tiefen Vermittlungsgrad entsprechend bloss geringfügigen 
Arbeitsbemühungen während der Arbeitslosigkeit (siehe die Nachweise der 
persönlichen Arbeitsbemühungen der Beschwerdeführerin in den Verfah-
rensakten) und damit abweichend von den echtzeitlichen Gegebenheiten 
allein im Hinblick auf die Berechnung der Rückforderung – vorliegend kein 
Raum. Aus dem von der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang 
angeführten Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 

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1. November 2022 (VBE.2022.26) kann die Beschwerdeführerin nichts wei-
teres zu ihren Gunsten ableiten, zumal sie selber auf Ausführungen dazu 
verzichtet und das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau 
für das vorliegend urteilende Verwaltungsgericht des Kantons Bern ohnehin 
nicht verbindlich ist. Damit erübrigen sich auch Weiterungen zu den beste-
henden Unterschieden im Sachverhalt.

3.5 Bei einem versicherten Verdienst von nach dem Dargelegten 
Fr. 1'504.-- (vgl. E. 3.4 hiervor) resultiert unter Anrechnung der in den Kon-
trollperioden Juli 2022 bis Mai 2023 bei der B.________ erzielten Zwi-
schenverdienste ein Rückforderungsbetrag von Fr. 5'115.15 (für die Kon-
trollperioden Juli 2022 bis Februar 2023 und die Kontrollperioden April und 
Mai 2023 Rückforderungsbeträge von Fr. 264.75 [Juli 2022], Fr. 596.75 
[August 2022], Fr. 361.75 [September 2022], Fr. 595.10 [Oktober 2022], 
Fr. 468.10 [November 2022], Fr. 534.55 [Dezember 2022], Fr. 596.20 [Ja-
nuar 2023], Fr. 466.60 [Februar 2023], Fr. 466.60 [April 2023] und 
Fr. 791.30 [Mai 2023] sowie für die Kontrollperiode März 2023 eine Nach-
zahlung von Fr. 26.55; vgl. die Berechnung in der Beschwerdeantwort 
S. 6). Die Arbeitslosenkasse erhielt erst im Rahmen der Meldung des 
Staatssekretariats für Wirtschaft SECO (act. II 105 ff.) und den daraufhin 
getätigten weitergehenden Abklärungen (act. II 61 ff.), mithin im April 2024, 
Kenntnis vom Rückforderungsanspruch aufgrund des von der Beschwerde-
führerin bei der B.________ erzielten Verdienstes. Da es um Leistungen ab 
Juli 2022 geht und die Arbeitslosenkasse die Rückforderung im Juli 2024 
verfügt hat (act. II 43 ff. i.V.m. act. II 58 ff.), sind sowohl die dreijährige rela-
tive Verwirkungsfrist ab Kenntnis des Rückforderungsanspruchs als auch 
die absolute fünfjährige Verwirkungsfrist ab der Auszahlung der einzelnen 
Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG; vgl. E. 2.5.3 hiervor) ohne weiteres ge-
wahrt. Der Rückforderungsanspruch ist mithin nicht verwirkt.

3.6 Nach dem Dargelegten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwer-
de der angefochtene Einspracheentscheid des Beschwerdegegners vom 
18. September 2024 (act. II 6 ff.) insoweit abzuändern, als die Rückforde-
rung auf Fr. 5'115.15 zu reduzieren ist. Im Übrigen ist die Beschwerde ab-
zuweisen.

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4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben. 

4.2 Trotz ihres teilweisen Obsiegens hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung, da der Aufwand zur Wahrung ihrer 
Interessen vorliegend den Rahmen dessen nicht überschritten hat, was der 
Einzelne üblicher- und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner 
persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (vgl. BGE 127 V 205 
E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid des Amts für Arbeitslosenversicherung des Kantons 
Bern, Rechtsdienst, vom 18. September 2024 insoweit abgeändert, als 
die Rückforderung auf Fr. 5'115.15 reduziert wird. Im Übrigen wird die 
Beschwerde abgewiesen. 

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.