# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9578ed8a-ecc8-5ef8-ba60-4a5dba8979b6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 21.10.2022 110 2022 71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-71_2022-10-21.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2022/71

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 21. Oktober 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brüttelen, Gemeindeverwaltung, Lindengasse 7, 
3237 Brüttelen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Postfach, Hauptstrasse 2, 2560 Nidau

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brüttelen vom 1. April 
2022 (Westfassade aus Trapezprofilblech) sowie die Verfügung des Amts für Gemeinden und 
Raumordnung (AGR) vom 24. Januar 2022 (G.-Nr. 2020.DIJ.1186)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer reichte am 16. März 2020 bei der Gemeinde Brüttelen ein Baugesuch 
ein für den Neubau eines Einstellraums für landwirtschaftliche Maschinen, den Neubau eines 
Waschplatzes und den Abbruch eines Silos und einer Garage auf Parzelle Brüttelen 
Grundbuchblatt Nr. G.________. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone sowie im 
Ortsbildschutzperimeter. Gestützt auf die positive Beurteilung des Amtes für Gemeinden und 
Raumordnung (AGR) vom 26. März 2020 erteilte die Gemeinde diesem Vorhaben am 30. April 
2020 die Baubewilligung. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  

2. Mit E-Mail vom 11. Dezember 2020 stellte der zuständige Bauinspektor des AGR gegenüber 
der Gemeinde fest, dass die Westfassade der bewilligten Einstellhalle nicht den bewilligten Plänen 
entspricht, indem diese statt in Holz mit einem Trapezprofilblech realisiert wurde. Am 7. Juni 2021 
fand eine Besprechung zwischen dem Beschwerdeführer und Vertretern der Gemeinde statt. 
Anlässlich dieser Besprechung wurde vereinbart, dass der Beschwerdeführer ein nachträgliches 
Projektänderungsgesuch für die in Trapezprofilblech ausgeführte Fassade einreicht. Dieses 
Gesuch reichte der Beschwerdeführer am 16. Juni 2021 ein. Das AGR beauftragte in der Folge 
die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) mit einer Beurteilung. 

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Mit Fachbericht vom 2. November 2021 kam die OLK zum Schluss, dass die Projektänderung aus 
Sicht des Orts- und Landschaftsbildes nicht bewilligt werden kann. Sie beantragte daher die 
Ablehnung des Baugesuchs. Mit Verfügung vom 24. Januar 2022 verweigerte das AGR die 
Bewilligung nach Art. 16a RPG1. Gestützt darauf erteilte die Gemeinde der ersuchten 
Projektänderung – trotz Zustimmung – mit Entscheid vom 1. April 2022 den Bauabschlag und 
ordnete gleichzeitig an, die Südwestfassade sei mit unbehandeltem Holz zu verschalen (ohne 
Ansetzung einer Frist).

3. Gegen diesen Entscheid reichte der Beschwerdeführer am 28. April 2022 Beschwerde bei 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Aufhebung des 
Entscheids der Gemeinde vom 1. April 2022 und die Erteilung der Baubewilligung für die am 
15. Juli 2021 eingereichte Projektänderung (Verzicht auf das Anbringen einer Holzverschalung an 
der Südwestfassade). 

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Stellungnahme vom 19. Mai 2022 gab die 
Gemeinde bekannt, dass sie den Beschwerdeführer in seinem Bestreben unterstütze, die 
Südwestfassade seines Ökonomiegebäudes mit Trapezprofilblech belassen zu können. Das AGR 
beantragt mit Stellungnahme vom 31. Mai 2022 die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Verfügung vom 9. Juni 2022 stellte das Rechtsamt fest, dass sich die von der Gemeinde 
eingereichten Akten als unvollständig erweisen, weshalb es die vollständigen Vorakten im Original 
einforderte. Gleichzeitig bat das Rechtsamt das AGR, sich zu den Vorbringen des 
Beschwerdeführers unter dem Titel «Unzuständigkeit der OLK-Gruppe Bern-Mittelland» zu 
äussern. Das AGR äusserte sich hierzu mit Eingabe vom 20. Juni 2022.

5. Mit Verfügung vom 29. Juni 2022 erhielten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, 
Schlussbemerkungen zum Verfahren einzureichen. Die Gemeinde reichte eine Stellungnahme 
vom 6. Juli 2022 ein, worin sie beantragt, die Projektänderung für die Beibehaltung der 
Trapezprofilblechfassade anstelle einer Holzverschalung sei gutzuheissen. Innert verlängerter 
Frist reichte sodann der Beschwerdeführer die Schlussbemerkungen vom 17. August 2022 ein. 
Darin hält er an seinen Anträgen gemäss Beschwerde fest.   

6. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Bauabschlag mit einer Wiederherstellungsverfügung nach Art. 46 
BauG3, der aufgrund eines nachträglichen Baugesuchs ergangen ist. Bauentscheide sowie 
baupolizeiliche Verfügungen können innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der 
BVD angefochten werden (Art. 40 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 BauG). Verfügungen des AGR können 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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zusammen mit dem Bauentscheid ebenfalls mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden 
(Art. 84 Abs. 4 BauG). Die BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 
b) Der Beschwerdeführer ist als Baugesuchsteller und Adressat der angefochtenen Verfügung 
zur Beschwerde befugt (Art. 40 Abs. 2 BauG und Art. 65 Abs. 1 VRPG4). Auf seine form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

2. Rechtliches Gehör

a) Der Beschwerdeführer rügt, das AGR habe sich nicht mit seiner Eingabe vom 14. Dezember 
2021 auseinandergesetzt. Er rügt damit sinngemäss eine mangelhafte Begründung und damit eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG gibt den Parteien das Recht, sich 
zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Er verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus 
ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). 
Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht 
anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 
sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch 
nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen 
Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.5

c) Das AGR hat in seiner Verfügung vom 24. Januar 2022 ausgeführt, dass die Ausführung 
der Westfassade aus Trapezprofilblech ohne Holzverschalung gestützt auf die fachliche 
Beurteilung durch den Berner Heimatschutz sowie die OLK gegen die Ästhetikvorgaben verstosse 
und eine Bewilligung damit im Rahmen der Interessenabwägung nach Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV6 
an überwiegenden entgegenstehenden Interessen scheitert. Dass es für die Begründung der 
mangelhaften Einordnung in erster Linie auf die Ausführungen dieser Fachbehörden verweist 
ohne deren Ausführungen zu wiederholen, ist nicht zu beanstanden. Die Begründung fällt damit 
zwar knapp aus, wird jedoch dennoch als genügend eingestuft. So lassen sich die wesentlichen 
Gesichtspunkte der Beurteilung des AGR aus dieser Verfügung (unter Zuhilfenahme der darin 
erwähnten, dem Beschwerdeführer bekannten fachlichen Beurteilung durch den Berner 
Heimatschutz und die OLK) ableiten, weshalb sich das AGR nicht mit jedem Argument des 
Beschwerdeführers bzw. mit jeder Eingabe auseinandersetzen musste. Es war für den 
Beschwerdeführer insgesamt nachvollziehbar, wieso das Vorhaben nicht als ortsbildverträglich 
beurteilt wurde und wieso das AGR die Zonenkonformität nach Art. 16a Abs. 1 RPG verneinte. 
Entsprechend konnte der Beschwerdeführer die Verfügung sachgerecht anfechten. Eine 
Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor. 

3. Zuständigkeit der OLK-Gruppe Bern-Mittelland

a) Der Beschwerdeführer beanstandet in formeller Hinsicht, dass der OLK-Bericht vom 2. 
November 2021 durch die örtlich nicht zuständige OLK-Gruppe Bern-Mittelland erstellt worden 

4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
5 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7.
6 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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sei. Zuständig für die Beurteilung eines Vorhabens im Verwaltungskreis Seeland sei die OLK-
Gruppe Jura Bernois-Seeland. Warum die Gruppe Bern-Mittelland mit der Beurteilung des 
Bauvorhabens beauftragt worden sei, ergebe sich nicht aus dem Bericht. Die Auftragserteilung an 
eine andere Gruppe dürfe nur erfolgen, wenn alle Mitglieder der örtlich zuständigen Gruppe in den 
Ausstand getreten seien. Bei der Beurteilung der Projektänderung könne daher nicht auf diesen 
OLK-Bericht abgestellt werden. 

b) Mit Stellungnahme vom 20. Juni 2022 führte das AGR aus, das Geschäft sei aus 
Befangenheitsgründen der OLK-Gruppe Bern-Mittelland überwiesen worden. Zuständig für die 
Beurteilung des Bauvorhabens ausserhalb der Bauzone sei beim AGR Herr A.________. Er sei 
gleichzeitig Sekretär der OLK Gruppe Jura bernois / Seeland. Herr A.________ habe das 
Bauvorhaben inkl. Fassadengestaltung in Zusammenarbeit mit dem Berner Heimatschutz im 
Rahmen von zwei Ortsterminen mit dem Beschwerdeführer und der Gemeinde besprochen. Er 
und der Berner Heimatschutz hätten somit massgeblich zur Lösung beigetragen. Der regionale 
Berner Heimatschutz und die regionale OLK im Gebiet Jura bernois / Seeland würden bei 
Lösungsfindungen oft eng zusammenarbeiten. Um sich nicht dem Vorwurf der Befangenheit 
auszusetzen habe die OLK-Gruppe Jura bernois / Seeland daher entschieden, das Geschäft zur 
Beurteilung an die OLK-Gruppe Bern-Mittelland weiterzuleiten. Der inhaltlichen Beurteilung tue 
dies kein Abbruch, denn die fachlichen Kriterien für die Beurteilung seien allgemeingültig und 
würden von allen OLK-Gruppen gleichermassen angewendet.  

c) In seinen Schlussbemerkungen vom 17. August 2022 entgegnet der Beschwerdeführer, der 
Umstand, dass Herr A.________ Sekretär der OLK-Gruppe Jura bernois / Seeland ist, sei für die 
Mitglieder der OLK-Gruppe kein Ausstandsgrund. Die Beurteilung des Baugesuchs erfolge durch 
sie und nicht durch den Sekretär. Die Mitglieder der OLK-Gruppe seien in die Abklärungen, die im 
Rahmen des Baubewilligungsverfahrens erfolgt seien, nicht involviert gewesen. Nur wenn alle 
Mitglieder der örtlich zuständigen Gruppe zu Recht in den Ausstand getreten seien, könne die 
Beurteilung durch eine andere Ortsgruppe der OLK erfolgen. 

d) Laut Art. 5 Abs. 1 OLKV7 behandelt jede Regionalgruppe die in ihrer Verwaltungsregion 
anfallenden Geschäfte. Ihre Mitglieder werden vom Regierungsrat für die Amtsdauer von vier 
Jahren gewählt (Art. 9 Abs. 1 OLKV). Als nebenamtliche Behördenmitglieder (vgl. Art. 3 Abs. 5 
und 6 PG8) haben sie die für das kantonale Personal geltenden Ausstandspflichten zu beachten 
(Art. 2 Abs. 3 PG). Nach Art. 59 Abs.1 Bst. a, b und f PG tritt namentlich in den Ausstand, wer in 
der Sache ein persönliches Interesse hat, an einem Vorentscheid mitgewirkt oder aus anderen 
Gründen befangen sein könnte. Dabei gelten die zu Art. 9 VRPG entwickelten Grundsätze. 
Danach trifft die Ausstandspflicht nur Personen und nicht ganze Behörden. Der Ausstand steht in 
einem gewissen Spannungsverhältnis zum Anspruch auf Beurteilung durch die ordentlichen, 
durch Rechtssatz bestimmten Organe. Er muss deshalb die Ausnahme bleiben und die 
Ausstandserklärung eines Behördenmitglieds darf nicht unbesehen hingenommen werden. Die 
Befürchtung mangelnder Unvoreingenommenheit muss aufgrund der konkreten Umstände als 
ernsthaft und begründet erscheinen, damit ein Ausstand gerechtfertigt ist. Solche Umstände 
können sich aus engen Beziehungen ergeben, die geeignet sind, Misstrauen in die 
Unparteilichkeit eines Behördenmitglieds zu wecken, mithin den Anschein der Befangenheit zu 
begründen.9

7 Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLKV, BSG 
426.221).
8 Personalgesetz vom 16. September 2014 (PG; BSG 153.01).
9 VGE 2017/51 vom 1. Mai 2018, E. 5.2.3 mit weiteren Hinweisen.

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e) Gemäss den Ausführungen des AGR war der für die OLK-Gruppe Jura bernois / Seeland 
zuständige Sekretär stark in die Ausarbeitung des Bauvorhabens inkl. Fassadengestaltung 
involviert, indem er die erarbeitete Lösung anlässlich von zwei Terminen vor Ort mit dem 
Beschwerdeführer und dem Berner Heimatschutz besprach. Sein Standpunkt bei der strittigen 
Frage der Einordnung der Fassadenausführung ohne Holz – in Abweichung des damals von ihm 
mitgetragenen Vorhabens – liegt damit auf der Hand. Seine Beteiligung ging damit vorliegend 
über diejenige der blossen Beurteilung eines Bauvorhabens im Rahmen seiner Funktion als 
Bauinspektor des AGR hinaus. Auch wenn er selber nicht gewähltes OLK-Mitglied und 
entsprechend nicht Teil der OLK-Gruppe als beurteilendes Gremium ist, steht er als Sekretär 
dieses Gremiums mit den Mitgliedern seiner OLK-Gruppe dennoch in engem Austausch. Diese 
persönliche Nähe zu den OLK-Mitgliedern seiner Gruppe führte dazu, dass die Unbefangenheit 
der OLK-Mitglieder in Zweifel hätte gezogen werden können. Die Situation verhält sich damit 
ähnlich wie beim oben zitierten Entscheid, wo das Verwaltungsgericht die Zweifel an der 
Unbefangenheit aller OLK-Mitglieder einer Gruppe wegen Befangenheit eines Mitglieds ebenfalls 
bejahte. Auch hier ist es nicht zu beanstanden, wenn die OLK-Mitglieder zu dem vom Sekretär 
ihrer Gruppe massgebend mitgeprägten Bauvorhaben nicht Stellung nehmen wollten. Schliesslich 
erscheint die Übertragung des Geschäfts an eine andere Gruppe aus einem anderen Kantonsteil 
auch hier deshalb als unproblematisch, weil es weniger um die Ortskunde als um die 
Fachkenntnisse des Gremiums geht.10 

Auf das vom Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang beantragte Obergutachten des OLK-
Präsidentenausschusses konnte daher verzichtet werden. Dieser Beweisantrag ist abzuweisen.

4. Ausgangslage, res iudicata

a) Für das ursprüngliche Baugesuch «Neubau eines Einstellraums für landwirtschaftliche 
Maschinen, den Neubau eines Waschplatzes und den Abbruch eines Silos und einer Garage» 
erteilte die Gemeinde dem Beschwerdeführer mit Entscheid vom 30. April 2020 die 
Baubewilligung; dies gestützt auf die Verfügung des AGR vom 26. März 2020, welches das 
Vorhaben als zonenkonform gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG beurteilte. Gemäss dem damals 
bewilligten Plan11 war für die hier interessierende Westfassade (im damaligen Plan bezeichnet als 
«Südwestfassade») die folgende Materialisierung vorgesehen: «Trapezprofilblech Optima LG 40-
250, rotbraun antik matt, teilweise verkleidet mit Lärchenbrettern». Auch wenn von einer 
«teilweisen Verkleidung» die Rede ist, so macht die Darstellung der Südwestfassade auf diesem 
Plan deutlich, dass sich die Lärchenbretter über die ganze Fassade inkl. grossem Giebelbereich 
ziehen. Das «teilweise» muss daher dahingehend verstanden werden, dass die Lärchenbretter 
mit einer Breite von rund 20 cm (handvermessen ab Plan) – im Unterschied zur «Deckelschalung 
Lärche» an der Südost- und der Nordwestfassade mit vollständiger Deckung – in minimalen 
Abständen auf dem Trapezprofilblech angebracht sind und die Erhöhungen dieses Blechs in den 
Zwischenräumen entsprechend noch erkennbar bleiben. Als Auflage wurde im Entscheid vom 30. 
April 2020 schliesslich u.a. festgehalten, dass vor der Südwestfassade mindestens ein 
Hochstammbaum zu pflanzen sei. 

Bei der Realisierung des Neubaus verzichtete der Beschwerdeführer jedoch – entgegen den 
bewilligten Plänen – auf die Verkleidung mit Lärchenbrettern und reichte nach Aufforderung der 
Gemeinde hierfür das im vorliegenden Verfahren strittige nachträgliche Projektänderungsgesuch 
für die nur in Trapezprofilblech ausgeführte Fassade mit der neuen Farbe RAL 1019 graubeige 
ein. Diesem Gesuch verweigerte das AGR mit Verfügung vom 24. Januar 2022 die erforderliche 

10 VGE 2017/51 vom 1. Mai 2018, E. 5.2.3, letzter Satz.
11 Vgl. Plan Fassaden und Schnitt A-A vom 22. Januar 2020, mit Stempel der Gemeinde vom 30. März 2020.

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Bestätigung der Zonenkonformität nach Art. 16a RPG aufgrund überwiegender 
entgegenstehender Interessen der Einpassung in das Orts- und Landschaftsbild gemäss Art. 34 
Abs. 4 Bst. b RPV. Der Beschwerdeführer bestreitet die mangelhafte Einordnung der Westfassade 
mit Trapezprofilblech ohne Holzverkleidung.

b) Gemäss den unbestritten gebliebenen Ausführungen sowohl der OLK in ihrem Fachbericht 
vom 2. November 2021 als auch des AGR in der Verfügung vom 24. Januar 2022 war die 
Fassadenausführung ein zentrales Thema anlässlich einer Besprechung vor Ort vom 8. Oktober 
2019 unter Teilnahme des Beschwerdeführers, der Gemeinde und des AGR, wobei damals 
vereinbart wurde, dass die strassenseitige Längs- sowie die hier strittige feldseitige Giebelfassade 
des Neubaus mit einer Holzverschalung zu versehen seien, damit diese den ästhetischen 
Vorgaben standhält. Der Berner Heimatschutz hielt in seinem Bericht vom 6. März 2020 
entsprechend auch fest, dass sie die geplante Holzverschalung dieser Fassaden aus 
gestalterischer Sicht für diesen Standort als zwingend erachte. Entgegen den Ausführungen der 
OLK in ihrem Fachbericht vom 2. November 2021 enthält jedoch weder die damalige Bewilligung 
der Gemeinde (Entscheid vom 30. April 2020) noch die damalige Verfügung des AGR vom 26. 
März 2020 eine entsprechende Auflage. 

c) Im Baubewilligungsverfahren rechtskräftig entschiedene Punkte können grundsätzlich (d.h. 
unter Vorbehalt veränderter Verhältnisse sowie der Wiederaufnahmegründe nach Art. 56 VRPG) 
nicht zum Gegenstand einer Projektänderung gemacht werden (sog. res iudicata).12 Aufgrund der 
Ausführungen oben muss davon ausgegangen werden, dass das AGR die zustimmende 
Verfügung zum Neubau der Halle nur unter der Voraussetzung der Ausführung der 
strassenseitigen Längs- sowie der hier strittigen feldseitigen Giebelfassade mit Holzverschalung 
(wie dies der Beschwerdeführer in den eingereichten Plänen so auch vorsah) erteilte. Dieser 
Aspekt war damit zentrales Thema des damaligen Baubewilligungsverfahrens. Veränderte 
Verhältnisse oder Wiederaufnahmegründe nach Art. 56 VRPG sind zudem weder erkennbar noch 
geltend gemacht. Es scheint es daher nicht ausgeschlossen, dass über die Fassadenausführung 
der Westfassade ohne Holzverschalung bereits rechtskräftig entschieden wurde und diese damit 
nicht mehr zum Gegenstand einer Projektänderung gemacht werden konnte. Letztlich kann dies 
aber offen bleiben, da der Bauabschlag für diese Projektänderung auch aus materiellen Gründen 
zu Recht erfolgte (vgl. nachfolgende Erwägungen).

5.  Zonenkonformität nach Art. 16a RPG
 
Rechtskräftig entschieden und damit nicht mehr Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens ist, dass der ersuchte Neubau zonenkonform im Sinne von Art. 16a Abs. 
1 RPG ist. Zu prüfen ist daher einzig, ob das geänderte Projekt hinsichtlich der Westfassade 
(Trapezprofilblech ohne Holzverkleidung) unter dem Titel von Art. 16a Abs. 1 RPG bewilligt 
werden kann. Dies ist nur dann der Fall, wenn dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV). Bei der vorzunehmenden, umfassenden 
Interessenabwägung sind sämtliche für den Entscheid relevanten öffentlichen und privaten 
Interessen einzubeziehen und zu gewichten. Stehen jedoch spezialgesetzliche Normen 
beispielsweise des Umweltschutzrechts oder des Natur-, Heimat- und Landschaftsschutzrechts 
der Bewilligung absolut entgegen, so entfällt natürlich die Interessenabwägung. 

6. Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild

12 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 32-32d 
N. 14.

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a) Der Einordnung eines Bauvorhabens in das Orts- und Landschaftsbild kommt in der 
Landwirtschaftszone ein besonderes Gewicht zu. Dies ergibt sich nicht nur aus dem wichtigen 
raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, sondern auch aus den 
Planungsgrundsätzen von Art. 3 Abs. 2 RPG, wonach die Landschaft zu schonen ist und 
insbesondere Siedlungen, Bauten und Anlagen sich in die Landschaft einordnen sollen (Bst. b) 
und naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben sollen (Bst. d) sowie aus Art. 
16 Abs. 1 RPG, der als eine der wichtigen Funktionen der Landwirtschaftszone «die Erhaltung der 
Landschaft» nennt.

Die allgemeinen Vorschriften betreffend Ästhetik und Ortsbildschutz gelten zudem nicht nur für 
Bauten in der Bauzone, sondern für jedes Bauvorhaben, unabhängig davon, ob es sich in der 
Landwirtschaftszone oder in der Bauzone befindet. 

b) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die «ästhetische 
Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die 
kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige 
Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie 
dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.13

Die bereits realisierte Halle befindet sich in der Landwirtschaftszone sowie im 
Ortsbildschutzperimeter. Das Baureglement der Gemeinde Brüttelen (GBR14) enthält – soweit hier 
interessierend – insbesondere folgende Bestimmung zur Gestaltung von Bauten und Anlagen:

Art. 29 Baugestaltung/Grundsatz
1 Alle Bauten und Anlagen müssen architektonisch befriedigend gestaltet werden. Sie sind hinsichtlich 

ihrer Gesamteinung, ihrer Einzelheiten und Proportionen so auszubilden, dass zusammen mit den 
bestehenden oder vorauszusehenden Bauten eine gute einheitliche Gesamtwirkung entsteht und die 
Schönheit oder erhaltenswerte Eigenart des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes gewahrt bleiben. 
Auf die Schutzwürdigkeit benachbarter Bauten ist angemessen Rücksicht zu nehmen. Geschichtlich und 
künstlerisch wertvolle Bauwerke, Baugruppen, historische Stätten und Brunnen sind besonders zu 
beachten. […]

2 Bauten und damit im Zusammenhang stehende Anlagen sind so zu unterhalten, dass das Landschafts-, 
Orts- und Strassenbild nicht beeinträchtigt wird.

3 […]

Art. 49 Landwirtschaftszone
1 -2 […] 
3 Bauten und Anlagen, die nach BauG zugelassen sind, erfordern eine besonders sorgfältige Prüfung 

hinsichtlich der Eingliederung ins Landschaftsbild. Sie sind bezüglich Farben, Materialwahl, Bauvolumen 
und Dachformen möglichst in die empfindliche und weitgehend freizuhaltende Landschaft einzupassen 
(siehe Landschaftsrichtplan).

4-6 […]

Art. 52 Ortsbildschutzperimeter
1 […]

13 Zaugg/Ludwig, Band I, a.a.O., Art. 9-10 N. 4 und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen.
14 Baureglement der Gemeinde Brüttelen vom 26. Mai 2003, genehmigt durch das AGR am 4. September 2003.

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2 Vorschriften innerhalb der Ortsbildschutzperimeter bezwecken den Schutz und Pflege der historisch und 
kulturell wertvollen Siedlungsteile und Bausubstanz. Bei den baulichen Veränderungen innerhalb der 
Ortsbildschutzperimeter ist der bestehenden Bebauung und den Gegebenheiten der betreffenden 
Dorfteile und der einzelnen Gebäude Rechnung zu tragen.

3 Es sind zu erhalten: 
- die vorhandene historische Bauweise (Holz, Rieg, Stein etc.); 
- die Gebäudefluchten; 
- Dachformen;
- die traditionelle Gliederung; 
- die herkömmlichen Fassaden-, Lauben- und Fenstersysteme; […]

4 Die Gliederung und die architektonische Gestaltung der Fassaden sind nach Möglichkeit zu erhalten. An 
Fronten und wichtigen Schauseiten sind ungeeignete Fassadenverkleidungen (Eternit, Kunststoffe etc.) 
untersagt. Masse, Proportionen und Einteilungen von Fenstern und Türen haben dem Charakter des 
Hauses zu entsprechen. Dementsprechend sind Fenster mit korrekter Sprossenteilung zu versehen, wo 
Fensterläden zur Fassadenstruktur gehören, sind sie zu erhalten, bzw. neu in traditioneller Art 
vorzusehen.

6-7 […]
8 Landwirtschaftliche Bauten und Anlagen (An- und Nebenbauten, Silos etc.), die aus betrieblichen 

Gründen „moderne“ Formen erfordern, sind besonders sorgfältig abzuwägen und ins Ortsbild 
einzugliedern. 

9-11 […]

Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige 
Bedeutung zu. Der Begriff «gute einheitliche Gesamtwirkung» stellt einen unbestimmten 
kommunalen Gesetzesbegriff dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen 
gewissen Beurteilungsspielraum haben. Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten 
Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Die gute 
Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders hohen architektonischen Qualitäten zu 
messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass das Mittelmass der 
Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue Baute oder Anlage an den qualitativ 
hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientieren hat.15 

Der Gemeinde kommt bei der Anwendung dieser Rechtsnormen ein gewisser 
Beurteilungsspielraum zu. Wird die Anwendung einer von der Gemeinde erlassenen Bestimmung 
Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmittelinstanzen zu prüfen, ob die von 
der Gemeinde geltend gemachte Auslegung rechtlich haltbar ist. Sie auferlegen sich bei der 
Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen in eigenständigen kommunalen Vorschriften eine 
gewisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der Gemeinde.16

c) Im Baubewilligungsverfahren für den Neubau der Halle äusserte sich die Regionalgruppe 
Biel-Seeland des Berner Heimatschutzes zur Fassadengestaltung. In ihrem Mitbericht vom 
6. März 2020 führte sie aus, der Neubau der Remise sei von H.________ her kommend schon 
von weitem über das freie Feld sichtbar und werde den Dorfeingang prägen. Sie würden daher 
die geplante Holzverschalung der Fassaden aus gestalterischer Sicht für diesen Standort als 
zwingend erachten. Die Verkleidung der Nordostfassade mit Profilblech aufgrund von 
Brandschutzvorschriften nehme man zur Kenntnis.

Im nachträglichen Baubewilligungsverfahren äusserte sich sodann die OLK mit Fachbericht vom 
2. November 2021 zu der nur in Trapezprofilblech ausgeführten Fassade unter Verzicht auf die 

15 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3; BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1.
16 VGE 22887 vom 21.08.2007, E. 4.3, mit Hinweisen.

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Verkleidung mit Lärchenbrettern. Dabei beschrieb sie das Vorhaben und dessen Standort wie 
folgt:

«Der bereits realisierte Einstellraum befindet sich in der Landwirtschaftszone (Parz. G.________) und steht 
prominent am südwestlichen Ortseingang von H.________ her, unmittelbar westlich vor dem zugehörigen 
Bauernhaus H.________strasse von 1870, das im Bauinventar als schützenswert eingestuft ist. Über einem 
Betonsockel ist ein hangseitig offener Unterstand von 25.0 x 12.5 m aufgeführt, mit längsseitigen Fassaden 
in naturbelassener Holzschalung und Giebelfronten in graubeigem Trapezprofilblech. Das Ganze wird von 
einem 15° geneigten, mit braunen Wellplatten eingedeckten Satteldach überfangen (Firsthöhe 12.5 m, mit 
Auskrag knapp 22 m breit).
Die feldseitige Giebelfront wurde entgegen einer Auflage in der Baubewilligung statt mit einer 
Deckelschalung Lärche unbehandelt mit Trapezprofilblech (Farbe graubeige RAL 1019) verkleidet – so wie 
die dorfseitige Schmalfront, wo besagtes Material wegen Brandschutz-Vorschriften gewählt werden 
musste.»  

Zum Sachverhalt und der Einordnung der strittigen Fassadengestaltung führte die OLK Folgendes 
aus: 

«Bis zum Bau der Lagerhalle prägte das Bauernhaus H.________strasse mit seinem markanten Walmdach 
und dem begleitenden Baumbestand der einstigen Hofstatt den Dorfeingang von H.________ her, dies umso 
mehr, als der vorgelagerte, ausgedehnte Räbacher den Ortsrand klar definierte. Der neue Einstellraum mit 
seinen hohen Proportionen verdeckt seither diesen historischen Identifikationspunkt am Ortseingang.
Im Vorfeld des Baugesuchs haben mit der Bauberatung des Berner Heimatschutzes, dem Amt für 
Gemeinden und Raumordnung und der Bauherrschaft Gespräche und Begehungen vor Ort stattgefunden. 
Als Kompromiss ist damals vereinbart worden, dass die ortsbildrelevanten Fassaden (strassenseitige Längs- 
und feldseitige Giebelfront) mit einer Holzverschalung zu versehen seien. Dieser mit der Bauherrschaft 
einvernehmlich getroffene Entscheid ist als Auflage in die Gesamtbaubewilligung eingeflossen – von Willkür, 
wie nun nachträglich von der Bauherrschaft moniert, kann keine Rede sein. Die Bauherrschaft hat jedoch in 
der Folge die schmalseitige Giebelfront ohne Rücksprache mit den zuständigen Amtsstellen eigenmächtig 
abgeändert ausgeführt. 
Mit E-Mail vom 11. Dezember 2020 hat deshalb das AGR zu Handen des Gemeinderats Brüttelen auf 
Elemente hingewiesen, die noch nicht baubewilligungskonform ausgeführt seien und die zuständige 
Behörde aufgefordert, die zur Fertigstellung nötigen Schritte einzuleiten. Ob und wie die Gemeinde diesem 
Auftrag nachgekommen ist, ist der OLK nicht bekannt.
Auch unabhängig von der Frage, ob der gewählte Neubaustandort auf der grossen Parzelle der Weisheit 
letzter Schluss ist, ist augenfällig, dass eine Metallfassade am von weitem einsehbaren Dorfeingang zu 
Brüttelen nicht ortsbildverträglich ist. Dass eine Holzverkleidung (bzw. eine aufgedoppelte Leistenschalung) 
wesentlich zu einer guten Gesamtwirkung im Dorfbild beiträgt, zeigen zudem die beiden unweit gelegenen 
typengleichen Ökonomiebauten H.________strasse 14C und 7B.» 

Dementsprechend kam die OLK zum Schluss, dass die vorliegende Projektänderung aus Sicht 
des Orts- und Landschaftsbildes nicht bewilligt werden könne. Die Fachbehörde beantragte 
daher die Ablehnung des entsprechenden Baugesuchs.

d) Der Beschwerdeführer rügt, die Feststellung der OLK, die Südwestfassade «statt mit einer 
Deckelschalung Lärche unbehandelt» mit Trapezprofilblech verkleidet zu haben, sei falsch. Die 
Erstellung der Südwestfassade mit Trapezprofilblech sei von Anfang an geplant und bewilligt 
gewesen. Vorgesehen sei lediglich gewesen, dass die Fassade «teilweise mit Lärchenbrettern» 
verkleidet werde. Die Bewilligung von landwirtschaftlichen Nutzbauten mit aus Blech verkleideten 
Fassaden sei gängige Praxis. Es sei daher nicht nachvollziehbar, warum die neu erstellte 
Lagerhalle auf der Südwestseite mit Holz verkleidet werden solle. Mit der Frage, aus welchem 

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Grund die Südwestfassade mit Holz zu verkleiden seien, setze sich die OLK nicht auseinander. 
Sie beschränke sich auf die Feststellung, dass es augenfällig sei, dass «eine Metallfassade am 
von weitem einsehbaren Ortseingang von Brüttelen nicht ortsverträglich sei». Warum dies nur der 
Fall sei, wenn die Fassade in Holz verkleidet werde, führe sie aber nicht aus. Würde die 
Südwestfassade mit Holz verkleidet, so ändere sich nichts am Erscheinungsbild der Baute. Die 
Halle bleibe wo sie ist, wirke auch nicht kleiner und sei von Westen her auch nicht weniger gut 
einsehbar. Gestützt auf eine Auflage der Gemeinde habe er auf der Westseite der neuen 
Lagerhalle drei Bäume gepflanzt. Diese Bäume würden in einigen Jahren die Südwestfassade der 
neuen Einstellhalle weitgehend verdecken. Die geforderte Verkleidung mache auch aus diesem 
Grund keinen Sinn. Am westlichen Dorfeingang stehe damit eine neue landwirtschaftliche Baute, 
die strassenseitig eine Holzfassade und auf der Ost- und Südwestseite eine Blechfassade 
aufweise. Auf der Ostseite sei die Blechfassade akzeptiert worden, weil diese Fassadengestaltung 
aus Brandschutzgründen nötig gewesen sei. Es sei nicht nachvollziehbar, warum dies nicht auch 
für die Südwestfassade gelten soll. Die Südwestfassade der neuen Lagerhalle schaffe in ihrer 
heutigen Gestaltung keinen Gegensatz zu den bestehenden Bauten, der erheblich störe. Das 
bewilligte Projekt sehe eine «teilweise Verkleidung der Südwestfassade mit Lärchenbrettern vor». 
Dies bedeute, dass die Metallfassade auch nach Ausführung der Verkleidung teilweise sichtbar 
bleibe. Diese teilweise Holzverkleidung ändere am äusseren Erscheinungsbild der Halle nichts. 
Weder der Standort, die Dimension noch der Gesamteindruck würde sich ändern. Am westlichen 
Dorfeingang sei ein neuer landwirtschaftlicher Zweckbau errichtet worden, dessen Gestaltung sich 
von einem traditionellen alten Bauernhaus mit Wohn- und Ökonomieteil unterscheide. Dies 
entspreche dem Lauf der Zeit. Er habe nach Einreichung der Projektänderung nochmals Kontakt 
gehabt mit dem zuständigen Bauberater des Berner Heimatschutzes. Dieser habe ihm erklärt, 
dass aus Sicht des Berner Heimatschutzes die Metallfassade auf der Südwestseite der neuen 
Einstellhalle akzeptiert werden könne. Die Gemeinde unterstütze schliesslich den Verzicht auf die 
zusätzliche Holzverkleidung und erachte diese aus ästhetischer Sicht als unnötig. Diese 
Beurteilung müsse im Rahmen der Gemeindeautonomie berücksichtigt und dürfe nicht unbesehen 
übergangen werden.

Die Gemeinde unterstützt den Beschwerdeführer in seinem Anliegen. Mit Stellungnahme vom 
19. Mai 2022 führt sie u.a. aus, ein landwirtschaftlicher Betrieb dürfe als solcher in Erscheinung 
treten und müsse nicht wie ein altes Bauernhaus wirken. Sie verstehe nicht, warum die 
Verwendung von heutzutage üblichen Materialien nicht gestattet sein solle. Optisch wirke eine 
farblich gut abgestimmte Blechfassade auf Dauer gepflegter als eine verrottete Holzfassade. Die 
Holzfassaden seien zudem wegen den feuchten und nebligen Wintermonaten im Seeland deutlich 
weniger langlebig als vergleichbare Fassaden in trockeneren Bergregionen. 

e) Entgegen den Ausführungen der OLK enthält die Baubewilligung vom 30. April 2020 – wie 
bereits ausgeführt (E. 4b) – keine Auflage, dass die strittige Westfassade mit einer 
Holzverschalung zu versehen ist. Dies ergab sich aber aus dem massgebenden Fassadenplan, 
welcher eine teilweise Verkleidung mit Lärchenbrettern vorsieht. Gestützt auf diesen 
Fassadenplan und die darin vorgegebene teilweise Verkleidung mit Lärchenbrettern ist auch die 
Aussage im Fachbericht der OLK falsch, wonach eine «Deckelschälung Lärche unbehandelt» 
gefordert worden sei, wie dies der Beschwerdeführer richtig vorbringt. Die gemäss 
massgebendem Fassadenplan vorgesehene teilweise Verkleidung mit Lärchenbrettern, welche 
Voraussetzung für die Zustimmung des AGR war (vgl. E. 4c), zieht sich jedoch über die ganze 
Fassade inkl. Giebelbereich und wird abgesehen von kleinen Zwischenräumen zwischen den 
Brettern die ganze Fassade bedecken (vgl. hierzu E. 4a). Dem Beschwerdeführer kann daher 
nicht gefolgt werden, wenn er gestützt auf die Formulierung «teilweise mit Lärchenbrettern 
verkleidet» zur Ansicht gelangt, dass die Holzverkleidung nichts am äusseren Erscheinungsbild 
der Halle ändere. 

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Diese unpräzisen Äusserungen zu Beginn des OLK-Berichts im Rahmen der Beschreibung des 
Projekts ändern nichts daran, dass die fachliche Einschätzung der OLK, deren Berichten die BVD 
regelmässig einen hohen Stellenwert einräumt, überzeugt. Sie entspricht auch der Beurteilung 
des Berner Heimatschutzes. Gestützt auf die Fotos in der Beilage des OLK-Berichts und in den 
Vorakten lässt sich feststellen, dass die strittige Fassadenseite der Halle von weit her einsehbar 
ist und eine prominente Stellung beim ländlich geprägten Dorfeingang von H.________ 
herkommend einnimmt. Eine gute Einordnung und passende Gestaltung dieser Fassade ist daher 
von grosser Bedeutung, was zusätzlich durch den Umstand verstärkt wird, dass sich die Halle im 
Ortsbildschutzgebiet befindet. So führt Art. 52 Abs. 4 GBR für Bauten in Ortsbildschutzgebieten 
ausdrücklich aus, dass an Fronten und wichtigen Schauseiten ungeeignete 
Fassadenverkleidungen (Eternit, Kunststoffe etc.) untersagt sind. Nach dem Gesagten handelt es 
sich bei der strittigen Westfassade um eine wichtige Front bzw. Schauseite, so dass deren 
Einordnung in die Umgebung eine besondere Wichtigkeit zukommt. Diese gute Einordnung hat 
die OLK zu Recht verneint. Auf den erwähnten Bildern ist erkennbar, dass die Blechfassade 
künstlich wirkt, einen unschönen Gegensatz zur südlichen, der Strasse zugewandten 
Längsfassade mit Holzdeckelschalung schafft und sowohl von der Nähe als auch aus der Ferne 
als störendes Element und damit als Fremdkörper im Landschaftsbild wahrgenommen wird. 
Entgegen der Ansicht der Gemeinde kann auch nicht von einer farblich gut abgestimmten 
Blechfassade gesprochen werden. Bereits die Einstellhalle selber ist aufgrund ihrer Grösse und 
prominenten Lage hinsichtlich ihrer Einordnung in das Umgebungsbild kritisch zu beurteilen, ist 
aber rechtskräftig bewilligt. Damit die Einordnung immerhin verbessert werden kann, ist die vom 
Berner Heimatschutz und vom AGR von Beginn an verlangte Holzverschalung entsprechend den 
eingereichten und bewilligten Plänen zwingend nötig. Die BVD sieht daher keinen Grund, von der 
nachvollziehbaren und überzeugenden Einschätzung der OLK abzuweichen. Daran vermögen 
auch die drei gepflanzten Bäume vor der Westfassade nichts zu ändern, wird diese Fassade doch 
– selbst wenn die Bäume mal ausgewachsen sind – weiterhin deutlich und prominent zu sehen 
sein. Ebenso irrelevant ist der Einwand des Beschwerdeführers, wonach die Bewilligung von 
landwirtschaftlichen Nutzbauten mit aus Blech verkleideten Fassaden gängige Praxis sei, ist doch 
bei Beurteilung der Einordnung eines Vorhabens in das Landschafts- und Umgebungsbild einzig 
der jeweilige Einzelfall relevant. Die Behauptung schliesslich, dass der Berner Heimatschutz mit 
der Metallfassade einverstanden sei, ist unbelegt. Aktenkundig ist neben dem Mitbericht vom 6. 
März 2020, in welchem der Berner Heimatschutz die geplante Holzverschalung der Fassaden aus 
gestalterischer Sicht für diesen Standort als zwingend erachtet (vgl. E. 6c), einzig eine E-Mail des 
Vertreters des Berner Heimatschutzes an die Gemeinde vom 11. Mai 2021, worin dieser an der 
Haltung gemäss Bericht vom 6. März 2020 festhält. Aus seiner unbelegten Behauptung kann der 
Beschwerdeführer daher nicht zu seinen Gunsten ableiten.   

f) Insgesamt stellt die Westfassade in Trapezprofilblech einen störenden Kontrast im 
vorliegenden, landwirtschaftlich geprägten Umgebungsbild dar. Der Einschätzung der OLK als 
kantonaler Fachbehörde folgend ordnet sich die Westfassade der Einstellhalle in Blechausführung 
nicht gut in das Orts- und Landschaftsbild ein und verstösst gegen die Vorgaben im 
Ortsbildschutzperimeter. Von einer guten Gesamtwirkung im Sinne von 29 Abs. 1 GBR kann nicht 
gesprochen werden. Die gegenteilige Ansicht der Gemeinde ist rechtlich nicht haltbar.  

7. Art. 16a Abs. 1 RPG, Beurteilung

Damit ordnet sich die nur in Trapezprofilblech ausgeführte Westfassade der Lagerhalle des 
Beschwerdeführers unter Verzicht auf die gemäss bewilligten Plänen vorgegebene Verkleidung 
mit Lärchenbrettern ungenügend in das Orts- und Landschaftsbild der Umgebung ein und 

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verstösst gegen die Vorgaben des Ortsbildschutzgebiets. Die strittige Projektänderung steht 
entsprechend in Widerspruch zu den aufgeführten Ästhetikvorschriften, weshalb diese bereits aus 
diesem Grund nicht bewilligungsfähig ist. 

Dazu kommt, dass die ohne Holzverkleidung realisierte Westfassade mit dem Orts- und 
Landschaftsschutz auch ein wichtiges Anliegen der Raumplanung verletzt, welchem – wie 
ausgeführt (E. 6a) – im Gebiet ausserhalb der Bauzone ein besonderes Gewicht zukommt. Bei 
der nach Art. 16a Abs. 1 RPG vorzunehmenden Interessenabwägung (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV) 
stellt das Interesse des Landschaftsschutzes vorliegend klar ein überwiegendes Interesse dar. 
Angesichts des klaren Verstosses gegen das Gebot der guten Einordnung haben die Interessen 
des Beschwerdeführers am Belassen der Fassade im realisierten Zustand gegenüber dem 
Landschaftsschutz zurückzutreten. 

Eine Bewilligung nach Art. 16a Abs. 1 RPG scheitert somit auch an den überwiegenden, 
entgegenstehenden Interessen gemäss Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV. 

8. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands

a) Nach dem Gesagten steht fest, dass die nur in Trapezprofilblech ausgeführte Fassade 
gemäss nachträglichem Projektänderungsgesuch des Beschwerdeführers sowohl formell 
(fehlende Bewilligung) als auch materiell (fehlende Bewilligungsfähigkeit) rechtswidrig ist. Im Fall 
des Bauabschlags entscheidet die Baubewilligungsbehörde zugleich darüber, ob und inwiefern 
der rechtmässige Zustand wiederherzustellen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Vorliegend hat die 
Gemeinde die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands mit der angefochtenen Verfügung 
angeordnet, indem sie eine Verschalung der Südwestfassade mit unbehandeltem Holz verlangte.  

b) Der Beschwerdeführer rügt, eine Anforderung an die äussere Gestaltung einer Baute, die 
keine Auswirkungen auf das äussere Erscheinungsbild und deren Einordnung in das Orts- und 
Landschaftsbild habe, sei unverhältnismässig und könne nicht verlangt werden. Auch Auflagen 
zur äusseren Gestaltung würden dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit unterliegen. Die 
geforderte Holzverkleidung widerspiegle das Wunschdenken der Ortsgruppe Bern-Mittelland der 
OLK. Sie sei nicht geeignet, eine Änderung im Erscheinungsbild der Baute zu erreichen. Die 
geforderte Massnahme verletze das Gebot der Verhältnismässigkeit. Die geforderte zusätzliche 
Holzverkleidung habe eine rein ästhetische Funktion. Diese Massnahme löse erhebliche Kosten 
aus, denen kein Mehrwert gegenüberstehe. Die Südwestfassade sei der Witterung am stärksten 
ausgesetzt. Das Anbringen einer Holzfassade an dieser Fassade sei unzweckmässig. Der 
dadurch ausgelöste Zusatzaufwand durch Unterhalt löse zusätzliche Kosten aus. Die zusätzliche 
finanzielle Belastung sei unzumutbar und unverhältnismässig. 

c) Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig 
sein und darf nicht Treu und Glauben widersprechen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist 
verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als 
zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person 
in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.17 Die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands kann unverhältnismässig sein, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur 
unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn 
der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit der 
Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortsetzung nicht gewichtigen öffentlichen Interessen 

17 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9 und 9c Bst. a.

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widerspricht.18 Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch ein Bauherr berufen, 
der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus 
grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen 
Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes 
Gewicht beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in 
verringertem Masse berücksichtigen.19

d) Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ist im 
Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und 
an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, 
generell gross ist.20 Dem öffentlichen Interesse am konsequenten Vollzug des Bau-, Planungs- 
und Umweltrechts ausserhalb des Baugebiets kommt dabei besonderes Gewicht zu.21 Zu 
berücksichtigen ist sodann, dass sich die Halle im Ortsbildschutzperimeter befindet, wo einer 
guten Einordnung eine erhöhte Bedeutung zukommt. Weiter sprechen auch präjudizielle Gründe 
für eine vollständige Wiederherstellung. Der Bauherr, der sich nicht an die Baubewilligung hält 
oder ohne Baubewilligung baut, soll nicht bessergestellt werden als ein Bauherr, der die 
Baubewilligung einhält. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands ist daher vorliegend sehr gross. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands durch Anbringen der Holzverschalung an dieser 
prominent einsehbaren Fassade sehr wohl (positive) Auswirkungen auf das äussere 
Erscheinungsbild und deren Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild (vgl. E. 6). Von einer 
vernachlässigbaren oder unbedeutenden Abweichung vom Erlaubten kann daher nicht 
gesprochen werden. Schliesslich ist weder ersichtlich noch dargetan, dass die Wiederherstellung 
den Vertrauensgrundsatz verletzen würde. 

e) Das Verhalten des Beschwerdeführers ist vorliegend als bösgläubig zu bezeichnen. So hat 
er aufgrund der Gespräche vor Ort und den klaren Äusserungen sowohl des AGR als auch des 
Berner Heimatschutzes vor Einreichung des Baugesuchs für den Neubau der Einstellhalle 
gewusst bzw. hätte zumindest wissen müssen, dass die Holzverschalung der Fassaden aus 
gestalterischer Sicht für diesen Standort aus Sicht der Fachbehörden als zwingend erachtet und 
das Vorhaben durch das AGR nur so positiv beurteilt wird. Dennoch hat er sich hinsichtlich der 
Holzverschalung nicht an die von ihm eingereichten und bewilligten Pläne gehalten. 

f) Die Anordnung der Gemeinde, die Südwestfassade mit unbehandeltem Holz zu verschalen, 
ist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes geeignet und erforderlich. Mildere 
Massnahmen, mit denen dasselbe Ziel erreicht werden könnte, werden weder vom 
Beschwerdeführer aufgezeigt, noch sind solche unter den gegebenen Umständen ersichtlich. Wie 
bereits ausgeführt ist diese Anordnung – entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers – sehr 
wohl geeignet, eine Änderung im Erscheinungsbild der Baute zu erreichen. 

Das Anbringen der Holzverschalung entsprechend dem bewilligten Fassadenplan ist auch 
zumutbar. Das öffentliche Interesse an dieser Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist 
vorliegend gross (vgl. E 8d). Es überwiegt die Nachteile, die dem Beschwerdeführer durch die 
Wiederherstellung entstehen, zumal diese angesichts des fehlenden guten Glaubens nicht oder 
nur in verringertem Mass zu berücksichtigen sind (vgl. E. 8c). Angesichts der strengen 
Rechtsprechung22 betrifft dies auch die Vermögensinteressen des Beschwerdeführers, selbst 
wenn die Kosten für das Anbringen der Holzverschalung nicht leicht wiegen sollten. Dass dies 

18 BGE 132 II 21 E. 6 mit Hinweis.
19 BGE 132 II 21 E. 6.4 mit Hinweis.
20 BGE 132 II 21 E. 6.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a mit Hinweisen auf die Rechtsprechung.
21 BGer 1C_397/2007 vom 27. Mai 2008 E. 3.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a.
22 BGE 132 II 21 E. 6.4; BVR 2003 S. 97 E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c.

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jedoch erhebliche Kosten auslöst, wie der Beschwerdeführer ohne nähere Begründung behauptet, 
ist ohnehin nicht anzunehmen. Selbst wenn schliesslich die Südwestfassade der Witterung am 
stärksten ausgesetzt ist, wie der Beschwerdeführer moniert, und deswegen das Anbringen einer 
Holzverschalung nachteilhafter ist als eine reine Blechfassade, so ist das Interesse an der damit 
erreichten, besseren Einordnung stärker zu gewichten. Nach dem Gesagten werden die privaten 
Interessen des Beschwerdeführers an der Beibehaltung des rechtswidrigen Zustands von den 
öffentlichen, für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands sprechenden Interessen, klar 
übertroffen. Die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist für den 
Beschwerdeführer daher zumutbar und verhältnismässig. 

g) In den Schlussbemerkungen vom 6. Juli 2022 bringt die Gemeinde vor, es werde das 
Grundrecht der Gleichbehandlung nicht eingehalten. In der Nachbargemeinde Müntschemier 
stehe eingangs Dorf eine landwirtschaftliche Halle, die komplett mit Sandwichpaneelen errichtet 
worden sei; diese sei von weither sichtbar. Im Seeland stünden weitere Hallen aus Blechpaneelen, 
z.B. in Walperswil am Dorfeingang, welche teilweise viel auffälliger in Erscheinung treten würden. 
Die von der Gemeinde erwähnten Fälle liegen in anderen Gemeinden, weshalb bereits aus diesem 
Grund fraglich ist, ob sich diese mit der hier zu beurteilenden Situation vergleichen lassen. Dies 
kann jedoch ohnehin offen bleiben, lässt sich doch daraus kein Anspruch auf Gleichbehandlung 
im Unrecht für den vorliegenden Fall ableiten. So gibt der Umstand, dass das Gesetz in anderen 
Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, dem Bürger grundsätzlich keinen Anspruch 
darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu werden. Auf Gleichbehandlung im 
Unrecht besteht nur ausnahmsweise ein Anspruch, wenn die Behörde nicht nur in einem oder 
einigen Fällen, sondern in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht und zu erkennen gibt, dass sie 
auch in Zukunft nicht gesetzeskonform handeln werde. Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt. 
Auch wenn dies der Fall wäre, können öffentliche Interessen an einer gesetzmässigen 
Rechtsanwendung der Gleichbehandlung im Unrecht entgegenstehen.23 Diese öffentlichen 
Interessen sind vorliegend gross (vgl. E. 8d) und stünden damit einer Gleichbehandlung im 
Unrecht entgegen.

h) Zusammenfassend liegt die Wiederherstellungsverfügung im öffentlichen Interesse und ist 
verhältnismässig und damit rechtens. Damit die angeordnete Massnahme eindeutig und klar ist, 
erachtet es die BVD jedoch als notwendig, die Wiederherstellungsanordnung der Gemeinde im 
Sinne einer Klarstellung dahingehend zu präzisieren, dass für die geforderte Holzverschalung auf 
den mit Entscheid vom 30. März 2020 bewilligten Fassadenplan «Südwestfassade» verwiesen 
wird. Gemäss Art. 46 Abs. 2 BauG ist die Wiederherstellungsanordnung zudem mit einer 
angemessenen Frist zu versehen. Dies hat die Gemeinde unterlassen, weshalb die BVD von 
Amtes wegen eine entsprechende Frist anzusetzen hat. Für die Vorbereitung und Durchführung 
der verlangten Holzverschalung und in Anbetracht des kommenden Winters erachtet die BVD eine 
Frist von rund sechs Monaten ab Datum des vorliegenden Entscheids als angemessen. Die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands hat damit bis am 30. April 2023 zu erfolgen. Ziffer 
2 des Entscheids der Gemeinde vom 1. April 2022 wird von Amtes wegen wie folgt angepasst: 
«Die Südwestfassade ist bis spätestens 30. April 2023 mit unbehandeltem Holz zu verschalen 
(vgl. Ansicht «Südwestfassade» im Plan Fassaden und Schnitt A-A vom 22. Januar 2020, mit 
Stempel der Gemeinde vom 30. März 2020).»

9. Ergebnis, Beweismittel, Kosten

a) Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen. Der angefochtene Entscheid der 
Gemeinde ist einzig hinsichtlich der Wiederherstellungsanordnung von Amtes wegen zu 

23 Vgl. zum Ganzen: BGer 1C_400/2014 vom 4.Dezember 2014, E. 2.3.

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präzisieren und mit einer Frist zu ergänzen, ansonsten ist der Entscheid (sowie die Verfügung des 
AGR) zu bestätigen.  

b) Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde wie auch in seinen 
Schlussbemerkungen vom 17. August 2022 einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung. Die 
massgeblichen Sachverhaltselemente konnten jedoch anhand der zur Verfügung stehenden 
Akten sowie den darin enthaltenen Fotos genügend überprüft bzw. festgestellt werden. Von einem 
Augenschein waren daher keine neuen relevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf 
verzichtet werden konnte. Diese sogenannte antizipierte Beweiswürdigung verletzt den Anspruch 
auf rechtliches Gehör nicht.24 Gleiches gilt – wie bereits ausgeführt (E. 3e) – für das vom 
Beschwerdeführer beantragte Obergutachten des OLK-Präsidentenausschusses.

c) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1500.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV25). Als 
unterliegende Partei hat der Beschwerdeführer kein Anrecht auf Parteikostenersatz. Parteikosten 
werden keine gesprochen (Art. 104 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Ziffer 2 des Entscheids der Gemeinde Brüttelen vom 1. April 2022 wird von Amtes wegen 
wie folgt angepasst (Ergänzungen unterstrichen): 

«2. Die Südwestfassade ist bis spätestens 30. April 2023 mit unbehandeltem Holz zu verschalen (vgl. 
Ansicht «Südwestfassade» im Plan Fassaden und Schnitt A-A vom 22. Januar 2020, mit Stempel der 
Gemeinde vom 30. März 2020).»

Im Übrigen werden der Entscheid der Gemeinde Brüttelen vom 1. April 2022 und die 
Verfügung des AGR vom 24. Januar 2022 bestätigt.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 1500.00 werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

24 BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, mit Hinweisen.
25 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brüttelen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

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Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.