# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5efc23de-b4a3-590f-9db8-7bc2584efd05
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.06.2017 E-3514/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3514-2017_2017-06-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3514/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  J u n i  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Barbara Balmelli, 

mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;   

Gerichtsschreiberin Michelle Nathalie Nef. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 1. Juni 2017 / N (…). 

 

 

 

E-3514/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 3. März 2017 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person im Emp-

fangs- und Verfahrenszentrum Chiasso am 10. März 2017 (BzP) aufgrund 

seiner Aussagen und dem Abgleich der Fingerabdrücke in der Zentralein-

heit Eurodac das rechtliche Gehör zur Zuständigkeit von Italien zur Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gewährt wurde, 

dass er im Rahmen des rechtlichen Gehörs dagegen einwendete, er wolle 

nicht, dass Italien zuständig sei, da die Unterstützung dort mangelhaft sei,  

dass die Vorinstanz am 24. März 2017 die italienischen Behörden um Über-

nahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 1 der Verordnung 

(EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (Neufassung), ABl. L 180/31 vom 

29.6.2013 (Dublin-III-VO) ersuchte,  

dass die italienischen Behörden die Übernahme des Beschwerdeführers 

am 16. Mai 2017 gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO explizit guthies-

sen, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 1. Juni 2017 – eröffnet am 16. Juni 

2017 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien an-

ordnete und – unter Androhung von Zwangsmassnahmen im Unterlas-

sungsfall – den Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass sie gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und dem Beschwer-

deführer die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aushän-

digte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Juni 2017 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte und be-

antragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, die Vorinstanz sei 

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anzuweisen, ihr Recht zum Selbsteintritt auszuüben und sich für vorliegen-

des Verfahren für zuständig zu erklären,  

dass der Beschwerdeführer in prozessualer Hinsicht um Sistierung sämtli-

cher Massnahmen bezüglich des Vollzugs der Wegweisung, Erteilung der 

aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung und Verzicht auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses ersucht,  

dass die vorinstanzlichen Akten am 22. Juni 2017 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen,  

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

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unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1‒3 AsylG), die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2012/4 E. 2.2 

m.w.H.), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Antragsteller, der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats 

ohne Aufenthaltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 21, 22 und 29 Dublin-

III-VO aufzunehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. a Dublin-III-VO),  

dass, sofern auf der Grundlage von Beweismitteln oder Indizien gemäss 

den beiden in Art. 22 Abs. 3 der Verordnung genannten Verzeichnissen, 

einschliesslich der Daten nach der Verordnung (EU) Nr. 603/2013 festge-

stellt wird, dass ein Antragsteller aus einem Drittstaat kommend die  

Land-, See- oder Luftgrenze eines Mitgliedstaats illegal überschritten hat, 

dieser Mitgliedstaat für die Prüfung des Antrags auf internationalen Schutz 

zuständig ist (Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

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entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbstein-

trittsrecht), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht zwingend auszuüben ist, wenn 

die Durchsetzung einer Zuständigkeit gemäss Dublin-III-VO eine Verlet-

zung der EMRK bedeuten würde (vgl. FILZWIESER/SPRUNG, Dublin III-Ver-

ordnung, Wien 2014, K2 zu Artikel 17), 

dass das Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) konkretisiert 

wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestimmung „aus hu-

manitären Gründen“ auch dann behandeln kann, wenn dafür gemäss  

Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der «Eu-

rodac»-Datenbank ergab, dass dieser am 19. Februar 2017 unbestrittener-

massen in Italien illegal in das Hoheitsgebiet der Dublin-Staaten eingereist 

war, 

dass die Vorinstanz die italienischen Behörden deshalb am 24. März 2017 

um Aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 13 Abs. 1 Dublin-

III-VO ersuchte, 

dass die italienischen Behörden das Übernahmeersuchen innert der in 

Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehenen Frist guthiessen, 

dass die Vorinstanz bei dieser Sachlage zu Recht von der Zuständigkeit 

Italiens gemäss Art. 13 Abs. 1 Dublin-III-VO für eine allfällige Durchführung 

des Asylverfahrens ausging und damit die Grundlage für einen Nichteintre-

tensentscheid in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG gegeben ist,  

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dass der Beschwerdeführer die sich aus der Dublin-III-VO ergebende Zu-

ständigkeit Italiens mit den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe 

grundsätzlich nicht bestreitet, 

dass der Wunsch nach einem Verbleib in der Schweiz daran nichts zu än-

dern vermag, zumal die Dublin-III-VO den Schutzsuchenden kein Recht 

einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszuwählen 

(vgl. BVGE 2010/40 E. 8.3), 

dass es entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe unerheb-

lich ist, ob der Beschwerdeführer vor der Einreise in die Schweiz in Italien 

ein Asylgesuch eingereicht hat, da sich die Zuständigkeit Italiens – wie vor-

stehend ausgeführt – aus der illegalen Einreise nach Italien ergibt, die aus 

der Eurodac-Datenbank hervorgeht,  

dass der Beschwerdeführer in der Rechtsmitteleingabe vorbringt, die Zu-

stände in den Unterbringungsorten in Italien seien sehr schlecht und wür-

den den Ansprüchen an ein menschenwürdiges Leben nicht genügen, mit-

hin implizit systemische Mängel geltend macht, ohne diese zu substantiie-

ren,  

dass indes keine wesentlichen Gründe für die Annahme vorliegen, wonach 

das Asylverfahren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Ita-

lien systemische Schwachstellen aufweisen würden, die eine Gefahr einer 

unmenschlichen oder entwürdigenden Behandlung im Sinne von Art. 4 EU-

Grundrechtecharta mit sich bringen, zumal der Beschwerdeführer in der 

Rechtsmitteleingabe nicht näher ausführt, weshalb ihm in Italien ein men-

schenunwürdiges Leben drohen soll,  

dass Italien überdies Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflich-

tungen grundsätzlich nachkommt, 

dass weiter nicht erstellt ist, dass Italien systematisch gegen die Bestim-

mungen der Richtlinien des Europäischen Parlaments und des Rates 

2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu gemeinsamen Verfahren für die Zuer-

kennung und Aberkennung des internationalen Schutzes (sog. Verfahrens-

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richtlinie) sowie 2013/33/EU vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Nor-

men für die Aufnahme von Personen, die internationalen Schutz beantra-

gen (sog. Aufnahmerichtlinie), verstösst, 

dass diese Ansicht durch den Europäischen Gerichtshof für Menschen-

rechte (EGMR) bestätigt wird, indem dieser in seiner bisherigen Rechtspre-

chung festhält, dass in Italien kein systematischer Mangel an Unterstüt-

zung und Einrichtungen für Asylsuchende bestehe, obwohl die allgemeine 

Situation und insbesondere die Lebensumstände von Asylsuchenden, an-

erkannten Flüchtlingen und Personen mit einem subsidiären Schutzstatus 

in Italien gewisse Mängel aufweisen würden (vgl. EGMR: Entscheidungen 

Mohammed Hussein und andere gegen die Niederlande und Italien [Be-

schwerde Nr. 27725/10] vom 2. April 2013, § 78, sowie Tarakhel gegen die 

Schweiz [Beschwerde Nr. 29217/12] vom 4. November 2014, §§ 114 f. und 

120), 

dass diesbezüglich der Beschwerdeführer aus seinen Vorbringen nichts zu 

seinen Gunsten ableiten kann und unter diesen Umständen die Anwen-

dung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

dass weiter zu prüfen ist, ob für den Beschwerdeführer in einer individuel-

len Betrachtung eine Gefährdung nach Art. 3 EMRK aufgezeigt ist, woraus 

sich zwingende Gründe für die Ausübung der Ermessensklausel und für 

einen Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ergeben würden, 

dass indes keine konkreten Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die italie-

nischen Behörden dem Beschwerdeführer die Aufnahme oder den Zugang 

zum Asylverfahren verweigern respektive in seinem Fall den Grundsatz 

des Non-Refoulement missachten und ihn zur Ausreise in ein Land zwin-

gen würden, in dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet wäre oder in dem er Gefahr lau-

fen würde, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden, inso-

fern nicht erkennbar ist, inwiefern dem Beschwerdeführer bei einer Weg-

weisung nach Italien Gefahr drohen soll, dies in der Rechtsmitteleingabe 

auch nicht näher substantiiert wird, 

dass überdies kein Grund zur Annahme besteht, Italien würde dem Be-

schwerdeführer die ihm gemäss Aufnahmerichtlinie zustehenden Lebens-

bedingungen vorenthalten, 

dass entgegen den Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe den Akten 

keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach der Beschwerdeführer in 

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Italien wegen fehlenden Zugangs zum Asylverfahren oder ungenügenden 

Aufenthaltsbedingungen in eine existenzielle Not geraten würde,  

dass sodann keine Hinweise vorliegen, wonach Italien dem Beschwerde-

führer im Bedarfsfall entsprechende soziale Unterstützung verweigern 

würde, und die Vorinstanz zutreffend festhielt, dass er sich bei Bedarf an 

die zuständigen Behörden oder karitativen Organisationen vor Ort wenden 

könne, 

dass folglich der Wegweisungsvollzug nach Italien unter Beachtung der 

massgeblichen völkerrechtlichen Bestimmungen als zulässig zu beurteilen 

ist, womit keine zwingenden Gründe für einen Selbsteintritt auf das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers in Anwendung der Ermessensklausel ge-

mäss Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO ersichtlich sind, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält und kein Grund für 

eine Anwendung der Selbsteintrittsklausel aus humanitären Gründen vor-

liegt, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts-  

oder Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. 

BVGE 2015/18 E. 5.2 m.w.H.), 

dass die Beschwerde demnach abzuweisen ist, womit der Antrag auf Ge-

währung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde gegenstandslos 

geworden ist, 

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dass die Begehren, wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt, als 

aussichtlos zu bezeichnen sind, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 

Abs. 1 VwVG nicht erfüllt sind und das Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass damit der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses gegenstandslos geworden ist. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Barbara Balmelli Michelle Nathalie Nef