# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5225ccee-8b27-58a9-a654-1480efca39b8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 25.05.2020 110 2019 205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2019-205_2020-05-25.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2019/205

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 25. Mai 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Herrn D.________
Beschwerdegegner 1

Frau E.________
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Aarwangen, Gemeindeverwaltung,
Langenthalstrasse 4, Postfach 72, 4912 Aarwangen

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Aarwangen vom 8. November 
2019 (5 zusätzliche Parkplätze)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerschaft reichte am 27. März 2018 ein Baugesuch ein für das 
Errichten von fünf neuen Garagenboxen anstelle von fünf bestehenden Parkplätzen auf ihrem 
Grundstück Aarwangen Grundbuchblatt Nr. G.________. Gegen das Vorhaben wurden keine 
Einsprachen erhoben und die Gemeinde Aarwangen erteilte am 11. Juli 2018 die Bewilligung. 

2. Die Gemeinde stellte während der Bauausführung fest, dass mehr Parkplätze gebaut 
werden als die fünf bewilligten Gargenboxen und erliess daher am 20. Juni 2019 eine 
Baueinstellungsverfügung. Die Bauherrschaft reichte daraufhin am 28. Juni 2019 ein 
Projektänderungsgesuch ein für folgendes Vorhaben: «Neubau 5 zusätzliche Parkplätze». 
Dagegen erhob der Beschwerdeführer Einsprache. Mit Entscheid vom 8. November 2019 
bewilligte die Vorinstanz das Vorhaben.

3. Gegen die erteilte Bewilligung reichte der Beschwerdeführer am 26. November 2019 
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE), seit dem 

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1. Januar 2020 Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD), ein. Er beantragt 
sinngemäss die Aufhebung der Bewilligung vom 8. November 2019, die Erteilung des 
Bauabschlags und die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands. Zur Begründung macht 
er insbesondere geltend, mit dem Bau der zusätzlichen Parkplätze sei eine wohnhygienisch 
wichtige Grünfläche zerstört worden. 

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, holte die Vorakten ein 
und führte den Schriftenwechsel durch. Der Beschwerdeführer reichte am 19. Dezember 2019 
eine unaufgeforderte Stellungnahme ein. Die Gemeinde beantragt mit Vernehmlassung vom 
3. Januar 2020 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Die 
Beschwerdegegnerschaft hat sich nicht vernehmen lassen. Das Rechtsamt holte im Anschluss 
frühere Baugesuchsunterlagen zur Bauparzelle ein und zog mehrere Luftbilder der Bauparzelle 
und der Umgebung zu den amtlichen Akten. Mit Verfügung vom 13. Februar 2020 gab das 
Rechtsamt den Beteiligten Gelegenheit zum Einreichen von Schlussbemerkungen. Von dieser 
Gelegenheit machte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. Februar 2020 Gebrauch. 

Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

a) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 
Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Der Beschwerdeführer, dessen Einsprache abgewiesen wurde, ist durch den vorinstanzlichen 
Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Projektänderung

a) Der Beschwerdeführer rügt, das Vorhaben hätte nicht als Projektänderung dargestellt 
werden dürfen, da es sich um ein komplett neues Projekt handle. 

b) Nach Art. 43 BewD3 kann die Baugesuchstellerin oder der Baugesuchsteller während der 
Hängigkeit eines Baubewilligungsverfahrens oder eines nachfolgenden Beschwerdeverfahrens 
vor der BVD eine Projektänderung einreichen, ohne dass deshalb ein neues 
Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden muss. Eine Projektänderung liegt vor, wenn das 
Bauvorhaben in seinen Grundzügen gleich bleibt (Art. 43 Abs. 1 BewD).4 Projektänderungen 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
3Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
4 Vgl. auch Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Aufl., Band I, Bern 2020, Art. 32–32d 
N. 12a

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können ohne erneute Veröffentlichung behandelt werden, wenn öffentliche oder wesentliche 
nachbarliche Interessen nicht zusätzlich betroffen sind (Art. 43 Abs. 2 BewD). In diesem Fall 
genügt es, die Verfahrensbeteiligten und allenfalls neu betroffene Dritte anzuhören. Werden 
jedoch öffentliche oder wesentliche nachbarliche Interessen zusätzlich betroffen, ist die 
Projektänderung, die während eines Baubewilligungsverfahrens erfolgt, unter Gewährung der 
ordentlichen Einsprachemöglichkeiten bekanntzumachen.5 

c) Die Gemeinde erteilte der Beschwerdegegnerschaft am 11. Juli 2018 die Bewilligung für 
das Ersetzen von fünf bestehenden Parkplätzen durch fünf Garagenboxen auf ihrem 
Grundstück. Nachdem die Gemeinde während der Bauausführung festgestellt hatte, dass mehr 
Parkplätze als die fünf bewilligten Garagenboxen errichtet werden, reichte die 
Beschwerdegegnerschaft auf einem Projektänderungsformular ein Gesuch für die Erstellung von 
zusätzlichen Parkplätzen ein. Aus den eingereichten Plänen geht hervor, dass für die Parkplätze 
zudem eine Grünfläche auf dem Baugrundstück durch einen sickerungsfähigen Belag ersetzt 
werden soll. Die Gemeinde nahm das Begehren als Projektänderung entgegen und 
veröffentliche das Vorhaben in zwei aufeinanderfolgenden Nummern des amtlichen Anzeigers.6 
Dem Beschwerdeführer war es somit ohne Weiteres möglich, fristgerecht Einsprache dagegen 
zu erheben, was er auch getan hat.7 Umfang und Dimensionierung des Vorhabens gingen 
zudem aus den aufgelegten Plänen ausreichend hervor (vgl. dazu auch E. 5.c).8 Die Vorinstanz 
prüfte daraufhin das Vorhaben einlässlich, setzte sich mit den Argumenten des Einsprechers 
auseinander und erteilte schliesslich eine inhaltlich eigenständige Baubewilligung. Die 
Vorinstanz hat also ein vollständiges Baubewilligungsverfahren durchgeführt, in welchem der 
Beschwerdeführer seine Rechte vollumfänglich wahrnehmen konnte. Es ist nicht ersichtlich und 
wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargelegt, inwiefern ihm durch die allenfalls fehlerhafte 
Bezeichnung des Vorhabens als «Projektänderung» ein Nachteil entstanden sein sollte. Die 
Rüge ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist und es kann offen bleiben, ob das 
streitbetroffene Vorhaben tatsächlich eine förmliche Projektänderung darstellt oder den Rahmen 
einer solchen sprengt. 

3. Baupolizeiliche Anzeige

a) Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, er habe bei der Gemeinde am 10. September 
2019 eine baupolizeiliche Anzeige betreffend die Parkplatzsituation auf dem Baugrundstück 
Aarwangen Grundbuchblatt Nr. G.________ eingereicht. Dennoch sei bis heute keine 
Baupolizeiverfügung ergangen. 

b) Die Baupolizei ist Sache der zuständigen Gemeindebehörde. Wird die Baupolizeibehörde 
durch eine Anzeige auf mögliche baurechtswidrige Verhältnisse hingewiesen, hat sie der 
Anzeige nachzugehen und zu prüfen, ob ein wesentlicher unrechtmässiger Zustand besteht. 
Liegt ein solcher vor, setzt die Baupolizeibehörde der jeweiligen Grundeigentümerschaft oder 
Baurechtsinhaberschaft eine angemessen Frist zur Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands (vgl. Art. 46 Abs. 2 BauG). Das Gesetz ermöglicht es der Bauherrschaft jedoch, ein 
Gesuch um nachträgliche Bewilligung der ohne Bewilligung vorgenommenen Bauten oder 
Nutzungen zu stellen; denn es wäre unverhältnismässig, eine an sich bewilligungsfähige Baute 
oder Anlage bloss wegen Fehlens der förmlichen Baubewilligung beseitigen zu lassen.9 Wird 
einem nachträglichen Baugesuch der Bauabschlag erteilt, entscheidet die 

5 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 32-32d N 13 ff.
6 Bewilligung vom 8. November 2019 Ziff. III.2. sowie Vorakten, p. 38 f.
7 Vorakten, p. 36
8 Vgl. Vorakten, p. 47 f.
9 Vgl. zum Ganzen Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 2, 14

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Baubewilligungsbehörde zugleich darüber, ob und inwieweit der rechtmässige Zustand 
wiederherzustellen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG).
c) Der Beschwerdeführer reichte am 10. September 2019 ein als «baupolizeiliche Anzeige» 
betiteltes Schreiben bei der Gemeinde ein, in welchem er den Rückbau der unbewilligten 
Parkplätze und die Wiederherstellung der Grünfläche verlangte.10 Zu diesem Zeitpunkt hatte die 
Beschwerdegegnerschaft das nachträgliche Gesuch bereits eingereicht und der 
Beschwerdeführer hatte bereits Einsprache gegen das Vorhaben erhoben. Im Rahmen dieses 
nachträglichen Bewilligungsverfahrens wäre bei einem allfälligen Bauabschlag auch über die 
Wiederherstellung der ausgeführten Arbeiten zu befinden gewesen (vgl. Art. 46 Abs. 2 
Bst. e BauG). Die vom Beschwerdeführer im Schreiben vom 10. September 2019 gestellten 
Anträge gingen daher nicht über den Gegenstand des laufenden Verfahrens hinaus. Die 
Gemeinde erliess gestützt auf die Eingabe vom 10. September 2019 daher zu Recht keine 
separate Baupolizeiverfügung und berücksichtigte die Eingabe stattdessen korrekterweise im 
Rahmen des bereits hängigen Verfahrens.11 Anders als der Beschwerdeführer meint, wurde das 
Schreiben zudem zu Recht gemeindeintern an die Baukommission weitergeleitet:12 Für 
Bauangelegenheiten wie die Prüfung von Baubewilligungsgesuchen, die Erteilung von 
Baubewilligungen oder baupolizeiliche Aufgaben ist die Baukommission Aarwangen zuständig 
(vgl. Anhang III Abs. 4 GO13 und Art. 641 GBR14).

4. Grünfläche

a) In der Sache macht der Beschwerdeführer geltend, für die zusätzlichen Parkplätze sei 
eine wohnhygienisch wichtige Grünfläche zerstört worden. Die Fläche sei eine Oase gewesen. 
Sie habe sich auf der besonnten Seite der Liegenschaft befunden und habe daher eine wichtige 
Quelle der Lebensqualität dargestellt. Das angrenzende landwirtschaftliche Gebiet habe keine 
Wichtigkeit. Mit den zusätzlichen Parkplätzen würden zudem die Lärm- und Abgasimmissionen 
zunehmen und die Abstrahlung der neuen Verbundsteine sei eine andere als die der 
ursprünglichen Grünfläche. Die Liegenschaft würde nach dem Bau der zusätzlichen Parkplätze 
sodann nur noch über einen minimalen Grünstreifen verfügen, was der zulässigen Ausnutzung 
widersprechen würde.

b) Gemäss Art. 16 Abs. 3 BauG dürfen wohnhygienisch oder für das Orts- oder 
Landschaftsbild wertvolle Bäume, Vorgärten, Innenhöfe und dergleichen nicht zur Anlage von 
Abstellplätzen beseitigt beziehungsweise beansprucht werden. Die Bestimmung stellt gemäss 
der Rechtsprechung und Lehre keinen allgemeinen und absoluten Schutz von Vorgärten oder 
Innenhöfen dar. Parkplätze dürfen nur dann nicht errichtet werden, wenn der betroffene 
Vorgarten oder Innenhof für das konkrete Ortsbild oder die konkrete wohnhygienische Situation 
wertvoll ist. Wesentlich ist also die Funktion des Vorgartens oder Innenhofs im Einzelfall.15 

c) Das Baugrundstück liegt in der Wohnzone W3 im südlichen Siedlungsbereich der 
Gemeinde Aarwangen. Auf dem Grundstück befindet sich ein Wohnhaus mit mehreren 
Wohnungen. Ein Grossteil der bereits bestehenden und auch die vorliegend streitbetroffenen 
Parkplätze liegen südlich des Wohnhauses. Dort war bisher eine Rasenfläche von ca. 13 m x 
17 m angelegt. Diese Grünfläche soll gemäss dem eingereichten Projektplan durch einen 

10 Vorakten, p. 18 f.
11 Vgl. die Erwähnung in Ziff. I.13 der Bewilligung vom 8. November 2019
12 Vorakten, p. 17
13 Gemeindeordnung der Einwohnergemeinde Aarwangen von 2009 mit Teilrevision von 2017 (GO)
14 Baureglement der Gemeinde Aarwangen vom Dezember 2011/November 2012 (GBR)
15 Vgl. zum Ganzen BVR 1988 S. 175 E. 2. ff.; BVR 1989 S. 289 E. 2 UND 3; VGE 21660 vom 25. August 2003 E. 4.4; 
VGE 2017/351 vom 14. November 2018 E. 10; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 16-18 N. 22 Bst. b

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sickerungsfähigen Belag ersetzt werden. Art. 16 Abs. 3 BauG steht diesem Vorhaben nur dann 
entgegen, wenn die betroffene Rasenfläche in einem konkreten Sinn für das Ortsbild oder die 
Wohnhygiene wertvoll ist. Wie sich aus den Vorakten und den beigezogenen Luftbildern ergibt, 
ist der Grünflächenanteil in der Umgebung beträchtlich: Einerseits verfügen die meisten anderen 
Grundstücke über eigene grössere Grünflächen, die mit der vorliegend betroffenen Fläche 
vergleichbar sind. Andererseits grenzt die Bauparzelle unmittelbar an eine grosse 
Landwirtschaftszone. Auch die Vorinstanz weist im angefochtenen Entscheid berechtigterweise 
auf diese landwirtschaftliche Kulturlandfläche hin. Von einer «Oase» kann bei der betroffenen 
Rasenfläche daher keine Rede sein. Überdies wohnt der Beschwerdeführer nicht auf dem 
Baugrundstück selbst, sondern in einem Haus auf der Nachbarparzelle Aarwangen 
Grundbuchblatt Nr. H.________. Das Grundstück, auf welchem der Beschwerdeführer wohnt, 
verfügt über eine eigene grössere Grünfläche. Auch diese ist südlich ausgerichtet und dürfte 
damit gemäss den Angaben des Beschwerdeführers auf der besonnten Gebäudeseite liegen. 
Die fragliche Rasenfläche erfüllt damit aus allgemeiner wohnhygienischer Sicht keine besondere 
Funktion. Die Bauparzelle und auch die Wohnung des Beschwerdeführers auf dem 
Nachbargrundstück sind zudem lediglich über eine Quartierstrasse erschlossen, die in einer 
Sackgasse mündet. Die Grundstücke befinden sich rund 300 m Luftlinie von der Kantonsstrasse 
entfernt. Es ist daher nicht ersichtlich, dass der Beschwerdeführer erhöhten Lärm- und 
Luftimmissionen ausgesetzt wäre. Dasselbe gilt für allfällige Lichtimmissionen. Der betroffenen 
Rasenfläche kommt somit auch aus spezifischer immissionsrechtlicher Sicht keine besondere 
Bedeutung zu. Schliesslich verneinte die Vorinstanz zu Recht das Vorliegen einer besonderen 
ästhetischen Qualität der Rasenfläche: Eine solche ist anhand der beigezogenen Luftbilder nicht 
ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. Art.  16 Abs. 3 BauG 
steht dem Vorhaben damit nicht entgegen.

d) Der Beschwerdeführer rügt im Zusammenhang mit der Aufhebung der Grünfläche 
sinngemäss die Überschreitung der Ausnützungsziffer. Unter der Ausnützungsziffer ist die 
Verhältniszahl zwischen der anrechenbaren Bruttogeschossfläche der Gebäude und der 
anrechenbaren Landfläche zu verstehen (Art. 93 Abs. 1 aBauV16). Da die Gemeinde Aarwangen 
ihre baurechtliche Grundordnung bisher nicht an die Verordnung über die Begriffe und 
Messweisen im Bauwesen17 angepasst hat, ist die Ausnützungsziffer nach wie vor anwendbar 
(vgl. Art. 212 GBR). Die Parkplätze bzw. der Verlust der Grünfläche verändern aber weder die 
Bruttogeschossfläche (vgl. Art. 93 Abs. 2 aBauV) noch die anrechenbare Landfläche (vgl. Art. 93 
Abs. 3 aBauV). Das Vorhaben hat demnach keinen Einfluss auf die zulässige Ausnutzung.

e) Gemäss den eingeholten Baugesuchsunterlagen zu früheren Bautätigkeiten auf der 
Parzelle Aarwangen Grundbuchblatt Nr. G.________ wurde die Rasenfläche schliesslich nicht 
als Spielfläche bewilligt. Das Baureglement sieht zudem keine Grünflächenziffer vor. Demnach 
besteht auch keine anderweitige rechtliche Verpflichtung zum Erhalt der Rasenfläche. 

5. Bandbreite

a) Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, auf der Bauparzelle bestünden bereits 
genügend Parkplätze.

b) Art. 621 Abs. 1 GBR verweist für die Erstellung von Parkplätzen auf die kantonalen 
Vorschriften. Demnach ist auf dem betroffenen Grundstück oder in seiner Nähe eine 

16 Die per 1. August 2011 aufgehobenen Bestimmungen der BauV sind noch zu finden unter www.jgk.be.ch / 
Baubewilligungen / Rechtliche Grundlagen / Bau- und Planungsrecht / Bish. Artikel 93 bis 98 der BauV
17 Verordnung über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen vom 25. Mai 2011 (BMBV; BSG 721.3)

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ausreichende Anzahl von Abstellplätzen für Motorfahrzeuge zu errichten, wenn durch die 
Erstellung von Bauten ein Parkplatzbedarf verursacht wird (Art. 16 Abs. 1 BauG). Die Anzahl der 
Abstellplätze wird durch eine Bandbreite begrenzt. Bei der Wohnnutzung beträgt die Bandbreite 
ab 4 Wohnungen 0.5 bis 2 Abstellplätze pro Wohnung (Art. 51 Abs. 2 BauV18). Innerhalb dieser 
Bandbreite kann die Bauherrschaft die erforderliche Anzahl Parkplätze selbst festlegen (vgl. 
Art. 50 Abs. 1 BauV).

c) Die Beschwerdegegnerschaft führte auf dem Projektänderungsformular aus, 15 Parkplätze 
seien bestehend. Durch den Neubau von fünf zusätzlichen Parkplätzen solle die Anzahl auf neu 
20 Abstellplätze erhöht werden.19 Aus den Unterlagen zur Bewilligung der fünf Garagenboxen 
vom 11. Juli 2018 geht jedoch hervor, dass damals bereits 18 Parkplätze bestanden haben.20 
Würden fünf zusätzliche Parkplätze gebaut, wären neu also 22 und nicht 20 Parkplätze 
vorhanden. Die Umschreibung des Vorhabens auf dem Gesuch ist insofern unklar. 
Demgegenüber ist der mit dem Gesuch eingereichte Projektplan mit Parkplatznachweis 
eindeutig: Das Grundstück soll nach Bauvollendung über insgesamt 20 Parkplätze verfügen. Die 
auf dem Plan abgebildeten Parkplätze sind nummeriert und deren Lage ist genau eingezeichnet. 
Der Plan stimmt auch mit jenen Angaben im Projektänderungsformular überein, wonach neu 
insgesamt 20 Parkplätze bestehen sollen. Der Plan wurde von der Vorinstanz mit Stempel vom 
8. November 2019 bewilligt. Auszugehen ist demnach von total 20 Autoabstellplätzen, zumal bei 
Unklarheiten zwischen dem Text und den bewilligten Plänen Letzteren Vorrang zukommt.21 

c) Gemäss den vorinstanzlichen Feststellungen befinden sich in der Liegenschaft auf der 
Bauparzelle 11 Wohnungen. Auf diese unbestrittene Feststellung der Vorinstanz ist abzustellen. 
Bei einer gesetzlichen Bandbreite von 0.5 bis 2 Motorfahrzeugabstellplätzen pro Wohnung ergibt 
dies ein Parkplatzbedarf zwischen 5.5 und 22 Autoabstellplätzen. Mit 20 Parkplätzen liegt die 
Anzahl der Autoabstellplätze also innerhalb der Bandbreite. Es entspricht dem ausdrücklichen 
gesetzgeberischen Willen, dass die gesuchstellende Partei innerhalb der vorgeschriebenen 
Bandbreite die Anzahl der Parkplätze selbst festlegen kann (Art. 50 Abs. 1 zweiter Halbsatz 
BauV). Demnach besteht weder Raum noch Veranlassung, in die von der Bauherrschaft 
vorgesehene Anzahl Parkplätze einzugreifen. 

6. Kosten

Zusammenfassend hat die Vorinstanz dem Vorhaben zu Recht die Bewilligung erteilt und die 
Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der 
Beschwerdeführer. Er hat daher die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese 
werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 1'200.-- (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung 
mit Art. 19 Abs. 1 GebV22). Parteikosten sind nicht angefallen (vgl. Art. 104 Abs. 1 und 2 VRPG). 

18 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 
19 Vorakten, p. 44
20 Vorakten, p. 94
21 Vgl. Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9b Bst. c 
22 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Die Bewilligung der 
Gemeinde Aarwangen vom 8. November 2019 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Beschwerdeführer zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Frau E.________ und Herrn D.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Aarwangen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in 4 Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.

BVD «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 

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