# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 888a8ab9-b09d-5f4c-86eb-99d1614b4c73
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.06.2009 C-2140/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2140-2009_2009-06-19.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2140/2009/mes
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  J u n i  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Ingrid Künzli.

B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 5. März 2009.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2140/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  die  Eidgenössischen  Invalidenversicherung  (IV),  IV-Stelle  für 
Versicherte im Ausland (IVSTA), mit Verfügung vom 5. März 2009 das 
Begehren des Beschwerdeführers um Leistungen der IV abgewiesen 
hat (act. 26),

dass  der  Beschwerdeführer  diese  Verfügung  mit  Beschwerde  vom 
18. März 2009 (act. 28), in welcher er auf eine Eingabe vom 25. Feb-
ruar  2009  (act.  31-3)  verweist,  beim  Sozialversicherungsgericht  des 
Kantons Zürich angefochten hat,

dass  das  Sozialversicherungsgericht  des  Kantons  Zürich  die  Be-
schwerde samt  Beilagen am 31. März  2009 zuständigkeitshalber  an 
das Bundesverwaltungsgericht überwiesen hat,

dass der Beschwerdeführer zudem der IVSTA einen ärztlichen Bericht 
von Dr. med. E._______ vom 9. April 2009 hat zukommen lassen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht gemäss  Art.  31  VGG  zur  Be-
urteilung  von  Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen 
gemäss  Art.  33  VGG  zuständig  ist,  sofern  keine  Ausnahme  nach 
Art. 32 VGG vorliegt,

dass die  IVSTA  als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten 
hat  und  vorliegend  keine  Ausnahme  von  der  Zuständigkeit  aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 
19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung  [IVG,  SR 831.20]),  so 
dass  das  Gericht  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde 
zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer ohne Zweifel zur Beschwerdeführung legi-
timiert  ist,  so  dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Be-
schwerde einzutreten ist, 

dass die IVSTA in ihrer Vernehmlassung vom 12. Juni 2009 beantragt, 
die  Beschwerde  sei  gutzuheissen,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben  und  die  Sache sei  im Sinne der  Stellungnahme der  IV-
Stelle  des  Kantons  Zürich  vom  2.  Juni  2009  an  die  Verwaltung 
zurückzuweisen,

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C-2140/2009

dass die von der IVSTA beigezogene IV-Stelle des Kantons Zürich in 
ihrer  Stellungnahme  mit  Verweis  auf  einen  Bericht  des  Regionalen 
ärztlichen Dienstes vom 4. Mai 2009 festhält,  dass der Beschwerde-
führer  einen  neuen  ärztlichen  Bericht  vorgelegt  habe  (Bericht  von 
Dr. med. E._______ vom 9. April 2009), in welchem neue, bisher nicht 
bekannte  und  daher  auch  nicht  berücksichtigte  Krankheiten  be-
schrieben  würden,  so  dass  sich  weitere  ärztliche  Abklärungen  auf-
drängten,

dass der Beschwerdeführer bereits in seiner Eingabe vom 25. Februar 
2009 um Berücksichtigung neuer ärztlicher Erkenntnisse – und damit 
sinngemäss  um  Ergänzung  der  medizinischen  Sachverhaltsab-
klärung – ersucht hat,

dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher 
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass 
die angefochtene Verfügung vom  5. März 2009 auf  einer  mangelhaft 
ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,

dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021) die  unvollständige 
Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  ausdrücklich  als 
Beschwerdegrund nennt,

dass daher die angefochtene Verfügung der IVSTA vom 5. März 2009 
in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Vor-
nahme der erforderlichen weiteren medizinischen Abklärungen an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), 

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),

dass dem Beschwerdeführer mangels verhältnismässig hoher Kosten 
keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 4 des Regle-
ments vom 21. Februar  2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

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C-2140/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinne  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 5. März 2009 aufgehoben und die Sache mit 
der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, die erforderlichen 
weiteren medizinischen Abklärungen durchführen zu lassen und neu 
zu verfügen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilagen zur 
Kenntnisnahme: Vernehmlassung der Vorinstanz vom 12. Juni 2009, 
Stellungnahme der IV-Stelle Zürich vom 2. Juni 2009 und Stellung-
nahme des RAD vom 4. Mai 2009)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stefan Mesmer Ingrid Künzli

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C-2140/2009

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  (BGG,  SR  173.110) 
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

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