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**Case Identifier:** b4621a24-f6ee-5583-96d3-d9957f1536e5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.11.2021 810 21 199
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-199_2021-11-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 24. November 2021 (810 21 199) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Antrag auf Aufhebung der Erwachsenenschutzmassnahmen / Voraussetzungen der Ver-

tretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung und der Mitwirkungsbeistandschaft 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Hans Furer, Daniel Ivanov, Niklaus Ruckstuhl, Gerichts-
schreiber Marius Wehren 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Antrag auf Aufhebung der Erwachsenenschutzmassnahmen 

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom  
2. Juli 2021) 

 
 
 
 
A. Für A.____ (geb. 1985) wurde mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde B.____ (KESB) vom 28. Oktober 2013 aufgrund einer diagnostizierten Depression ge-
stützt auf Art. 394 in Verbindung mit Art. 395 ZGB eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermö-
gensverwaltung errichtet. Als Beiständin wurde C.____ ernannt. Mit Entscheiden der KESB von 

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2014 bzw. 2016 wurde A.____ der Zugriff auf ihre Privat- und Sparkonten entzogen bzw. eine 
Mitwirkungsbeistandschaft angeordnet mit der Wirkung, dass Verträge, welche Fr. 100.-- über-
steigen, nur mit Zustimmung der Beiständin rechtsgültig abgeschlossen werden können. Mit 
Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, vom 29. März 2017 
(810 16 315) wurde dieser Betrag auf Fr. 200.-- erhöht.  
 
B. Mit Eingabe vom 31. August 2020 stellte A.____, vertreten durch Marco Albrecht, Ad-
vokat, bei der KESB das Gesuch um Aufhebung der Vertretungsbeistandschaft mit Vermögens-
verwaltung sowie der Mitwirkungsbeistandschaft. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen 
auf den Zwischenbericht der Beiständin vom 16. Januar 2020, wonach sie sich positiv entwi-
ckelt habe, indem sie krankheitseinsichtig sei, ihre Kosten unter Kontrolle habe und viel Eigen-
verantwortung zeige. 
 
C. Am 20. Dezember 2020 reichte der behandelnde Psychiater von A.____, Dr. med. 
D.____, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, auf schriftliche Anfrage der KESB 
einen fachärztlichen Bericht ein.  
 
D. Am 15. Januar 2021 gab die KESB eine unabhängige psychiatrische Abklärung bei  
Dr. med. E.____, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag. Das entspre-
chende Gutachten von Dr. med. E.____ lag am 12. April 2021 vor.   
 
E. Mit Stellungnahme vom 3. Mai 2021 teilte A.____ mit, dass am gestellten Antrag auf 
Aufhebung der Erwachsenenschutzmassnahmen festgehalten werde. Ihre positive Entwicklung 
werde durch das Gutachten von Dr. med. E.____ bestätigt.  
 
F. Mit Entscheid der KESB vom 2. Juli 2021 wurde das Gesuch von A.____ um Aufhe-
bung der Erwachsenenschutzmassnahmen abgewiesen.  
 
G. Gegen diesen Entscheid erhob A.____, vertreten durch Marco Albrecht, Advokat, mit 
Eingabe vom 27. Juli 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Ver-
waltungsrecht. Sie stellt das Begehren, es seien der angefochtene Entscheid sowie die Vertre-
tungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung und die Mitwirkungsbeistandschaft aufzuheben 
(Ziff. 1-3). Dies unter o/e-Kostenfolge (Ziff. 4).  
 
H. In ihrer Vernehmlassung vom 10. August 2021 beantragt die Vorinstanz die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge.  
 
I. Mit Eingaben vom 4. August 2021 und 16. August 2021 reichten die Beschwerdeführe-
rin bzw. ihre Beiständin Unterlagen betreffend das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein.  
 
J. Mit Verfügung vom 1. September 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen. Es wurde eine Parteiverhandlung angeordnet und festgehalten, dass die Be-
schwerdeführerin persönlich zu erscheinen habe. Als Auskunftsperson wurde zusätzlich die 
Beiständin C.____ zur Parteiverhandlung geladen.     

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K. Am 17. November 2021 reichte die Beschwerdeführerin ein Arztzeugnis der behan-
delnden Psychiaterin, Dr. med. F.____, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, 
ein. 
 
L. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung im Beisein der Beschwerdeführerin und der 
Beiständin hielten die Beteiligten an den gestellten Begehren fest. Die Beschwerdeführerin stellt 
neu das Eventualbegehren, es seien die Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung 
und die Mitwirkungsbeistandschaft aufzuheben und durch eine Begleitbeistandschaft zu erset-
zen. Subeventualiter seien die Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung und die 
Mitwirkungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung schrittweise zu lockern und der Be-
schwerdeführerin schrittweise die Verfügungsgewalt über ihre Konten zurückzugeben sowie die 
Grenze der Mitwirkung für Verträge auf Fr. 800.-- zu erhöhen.    
 
  
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB kann gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde 
Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zuständiges Gericht im Sinne dieser 
Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG 
ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht. Das Verfahren richtet sich vorab nach Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmun-
gen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar (§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Gemäss 
Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde befugt, die am Verfahren beteiligt sind 
(Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) oder die ein rechtlich geschütztes Inte-
resse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3). Die Be-
schwerdeführerin ist als Verfahrensbeteiligte ohne weiteres zur Beschwerde legitimiert. Da auch 
die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig ist, ob die Vorinstanz das Gesuch der Beschwerdeführerin um Aufhebung der 
bestehenden Erwachsenenschutzmassnahmen zu Recht abgewiesen hat.  
 
4.1 Die Erwachsenenschutzbehörde hebt eine Beistandschaft auf Antrag der betroffenen 
oder einer nahestehenden Person oder von Amtes wegen auf, sobald für die Fortdauer kein 
Grund mehr besteht (Art. 399 Abs. 2 ZGB). Dies ist unter anderem der Fall, wenn die betroffene 
Person in der Lage ist, künftig ihre Angelegenheiten selbst hinreichend zu besorgen oder eine 
Vertretung zu bestellen, etwa, weil sich ihr Schwächezustand zum Positiven verändert hat oder 
weil die vorübergehende Urteilsunfähigkeit überwunden wurde. Eine Beistandschaft ist eben-
falls aufzuheben, wenn sich im Nachhinein zeigt, dass deren Anordnung ohne hinreichenden 

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Grund erfolgt ist (vgl. YVO BIDERBOST/HELMUT HENKEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler 
Kommentar zum Zivilgesetzbuch, 6. Aufl., Basel 2018, N 5 f. zu Art. 399 ZGB). 
 
4.2.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen, gemäss dem 
Gutachten von Dr. med. E.____ vom 12. April 2021 habe bei der Beschwerdeführerin kein 
stabiler psychischer Zustand erreicht werden können, welcher aktuell eine Aufhebung der Bei-
standschaft zulasse. Der weiterhin grosse Unterstützungsbedarf der Beschwerdeführerin werde 
zudem durch den ersten Quartalsbericht der Beiständin vom 31. März 2021 deutlich. Trotz an-
geblicher Differenzen mit der Beiständin suche die Beschwerdeführerin bereits bei alltäglichen 
Angelegenheiten regelmässig den Kontakt zu dieser und bitte sie um Rat und Unterstützung. 
Auch die durch die Beschwerdeführerin ausgesprochene Kündigung ihrer Wohnung im Juli 
2020 ohne Vorliegen eines neuen Mietvertrages zeige deutlich auf, dass sie die Folgen ihrer 
Handlungen nicht abschliessend abschätzen könne und weiterhin auf Unterstützung und Schutz 
im Rahmen der bestehenden Massnahmen angewiesen sei. 
 
4.2.2 Die Beschwerdeführerin macht zusammengefasst geltend, dass ihr im Gutachten von 
Dr. med. E.____ zwar kein stabiler psychischer Zustand attestiert werde. Aus dem Gutachten 
gehe aber ebenso hervor, dass sie trotz ihrer Diagnose gut selbständig leben könne. So be-
schreibe der Gutachter, dass sie wieder für fahrtauglich erklärt worden sei und Autofahren dür-
fe. Das Gutachten von Dr. med. E.____ attestiere ihr zudem, dass sie in der Lage sei, mit dem 
ihr von der Beiständin zur Verfügung gestellten Budget zu haushalten. Sie sei sich der Endlich-
keit ihres Vermögens bewusst und wisse, dass das Einhalten eines Budgets für die selbständi-
ge Bestreitung ihres Alltags zentral sei. Im Weiteren macht die Beschwerdeführerin geltend, der 
ursprüngliche Grund für die Verbeiständung sei bereits seit langem weggefallen. Aufgrund ihrer 
Erkrankung sei die Verbeiständung jedoch bis heute unverändert beibehalten worden. Dabei 
verkenne die Vorinstanz, dass sie inzwischen gelernt habe, mit ihrer Erkrankung umzugehen. 
Sie sei krankheitseinsichtig und habe sich Strukturen geschaffen, welche ihr erlaubten, auch in 
Krisensituationen zu reagieren und sich professionelle Hilfe zu holen. Die Ansicht der Vor-
instanz, dass der freiwillige Eintritt in die psychiatrische Klinik zur stationären Behandlung sowie 
der Wechsel des ambulant betreuenden Psychiaters und der Medikamente als Zeichen einer 
Verschlechterung ihres psychischen Zustandes zu sehen seien, verkenne, dass gerade diese 
Selbsteinschätzung ein Zeichen ihrer Krankheitseinsicht darstelle. Sie zeige mit diesen Hand-
lungen auf, dass sie inzwischen in der Lage sei, sich besser abzugrenzen und aus Situationen 
zu lösen, in welchen eine Verschlechterung ihres Zustandes drohe.  
 
4.2.3 Die Vorinstanz entgegnet, dass die Beschwerdeführerin nach Angaben der Beiständin 
bereits bei der Verwaltung ihres Haushaltsgelds immer wieder Probleme habe. Zudem verursa-
che sie auch immer wieder Rechnungen, indem sie Verträge abschliesse und Abklärungen in 
Auftrag gebe, ohne an die Kostenfolgen zu denken. Dass die Beschwerdeführerin mittlerweile 
gelernt habe, mit ihrer Erkrankung umzugehen und krankheitseinsichtig sei, könne nur bedingt 
anerkannt werden. So habe sie in den letzten Jahren zwar durchaus Phasen gehabt, in denen 
dies zutreffen möge, namentlich als sie die Medikamente zuverlässig und regelmässig einge-
nommen habe und eine deutliche Verbesserung des gesundheitlichen Zustandsbilds erkennbar 
gewesen sei. Nach dem zwischenzeitlichen Absetzen der Medikamente habe sich ihr psychi-

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scher Zustand jedoch wieder deutlich verschlechtert. In solchen Phasen könne die Beschwer-
deführerin nicht unterscheiden, was der Realität entspreche und was nicht und zeige dann auch 
keine Krankheitseinsicht mehr. Auch aus dem Gutachten von Dr. med. E.____ gehe hervor, 
dass bei der Beschwerdeführerin kein stabiler psychischer Zustand habe erreicht werden kön-
nen. Wenn es die Beschwerdeführerin schaffe, die Medikamente wieder regelmässig und zu-
verlässig einzunehmen, sich ihr Gesundheitszustand dadurch wieder spürbar verbessere und 
sie dadurch wieder in der Lage sei, ihren Alltag nach und nach realistisch und zuverlässig zu 
meistern, könne durchaus über eine Anpassung oder allenfalls auch über eine Aufhebung der 
Erwachsenenschutzmassnahmen gesprochen werden. Von diesem Zustand sei man aktuell 
jedoch noch zu weit entfernt. 
 
4.3.1 Die KESB errichtet eine Beistandschaft, wenn eine volljährige Person wegen einer 
geistigen Behinderung, einer psychischen Störung oder eines ähnlichen in der Person liegen-
den Schwächezustands ihre Angelegenheiten nur teilweise oder nicht besorgen kann (Art. 390 
Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Per-
son bestimmte Angelegenheiten nicht erledigen kann und deshalb vertreten werden muss  
(Art. 394 Abs. 1 ZGB). Ist die hilfsbedürftige Person im Bereich der Vermögensverwaltung zu 
vertreten, so ist die Vertretungsbeistandschaft gestützt auf Art. 395 ZGB entsprechend zu er-
gänzen, denn die Vermögensverwaltung ist nicht einer eigenständigen Beistandschaftsart zu-
geordnet (vgl. HELMUT HENKEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], a.a.O., N 1 zu Art. 395 ZGB). 
Die Vermögensverwaltung durch einen Beistand erfolgt demzufolge im Rahmen der Vertre-
tungsbeistandschaft und ist nur dann möglich, wenn die Voraussetzungen für eine Vertretungs-
beistandschaft erfüllt sind, und zwar in der Weise, dass die hilfsbedürftige Person die Verwal-
tung ihres Vermögens im weiteren Sinn teilweise oder ganz nicht oder nicht zweckmässig be-
sorgen kann, ihr Wohl dadurch in relevanter Weise gefährdet ist und sie deshalb vertreten wer-
den muss (vgl. HENKEL, a.a.O., N 5 zu Art. 395 ZGB). Entscheidend für die Anordnung dieser 
Massnahme ist in erster Linie das entsprechende Unvermögen der hilfsbedürftigen Person, 
nicht die Grösse und Zusammensetzung des Vermögens im weiteren Sinn (vgl. HENKEL, a.a.O., 
N 6 zu Art. 395 ZGB). Bei Erhaltung der Handlungsfähigkeit wird die betroffene Person durch 
die Handlungen des Beistands verpflichtet, behält aber eine konkurrierende Handlungsbefugnis 
in der Verwaltung ihrer Vermögenswerte (vgl. PHILIPPE MEIER, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutzrecht, Bern 2013, N 24 zu Art. 394 ZGB). Folge davon 
ist, dass grundsätzlich sowohl der gesetzliche Vertreter als auch die betroffene Person bei-
spielsweise Geld von der Bank abheben kann (vgl. CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: Breitschmid/ 
Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Aufl., Zürich/Basel/ Genf 2016,  
N 5 zu Art. 395 ZGB; Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwach-
senenschutz, Personenrecht, Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, Bundesblatt [BBl] 2006,  
S. 7001 ff., S. 7047). 
 
4.3.2 Soll verhindert werden, dass die urteilsfähige verbeiständete Person im Rahmen ihrer 
Parallelzuständigkeit auch auf vom Beistand verwaltete Vermögenswerte zugreifen kann, ist 
entweder gestützt auf Art. 394 Abs. 2 ZGB deren Handlungsfähigkeit entsprechend einzu-
schränken oder ihr gestützt auf Art. 395 Abs. 3 und 4 ZGB der Zugriff auf einzelne Vermögens-
werte zu entziehen, ohne ihre Handlungsfähigkeit einzuschränken, beispielsweise wenn Gefahr 

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für das Vermögen besteht, weil die betroffene Person leicht beeinflussbar ist. Nach Art. 395 
Abs. 3 ZGB besteht die Möglichkeit, der betroffenen Person zu ihrem Schutz die faktische Ver-
fügungsmöglichkeit über Vermögenswerte zu entziehen, allerdings nur unter einschränkenden 
Voraussetzungen (vgl. FOUNTOULAKIS, a.a.O., N 5 zu Art. 395 ZGB; BBl 2006 S. 7047  
Ziff. 2.2.3). Der Entzug des Zugriffs auf die Konti muss von der KESB angeordnet werden, liegt 
also nicht in der Kompetenz des Beistands. Indessen ist es Aufgabe des Beistands, der verbei-
ständeten Person angemessene Beträge zur freien Verfügung zu stellen (Art. 409 ZGB; 
HENKEL, a.a.O., N 21 zu Art. 395 ZGB). Selbst wenn der Zugriff auf sämtliche Bankkonti entzo-
gen wird, ist nicht ausgeschlossen, dass der Beistand der betroffenen Person ein zusätzliches 
Konto für Beträge zur freien Verfügung einrichten kann (Art. 409 ZGB; HENKEL, a.a.O., N 17 zu 
Art. 395 ZGB). 
 
4.3.3 Eine Mitwirkungsbeistandschaft wird errichtet, wenn bestimmte Handlungen der hilfs-
bedürftigen Person zu deren Schutz der Zustimmung des Beistands oder der Beiständin bedür-
fen (Art. 396 Abs. 1 ZGB). Die Mitwirkungsbeistandschaft bezweckt den Schutz der verbeistän-
deten Person vor sich selbst oder vor Dritten, indem bestimmte Handlungen nur mit Zustim-
mung des Beistands oder der Beiständin gültig sind (Abs. 1) und die Handlungsfähigkeit von 
Gesetzes wegen entsprechend eingeschränkt ist (Abs. 2). Sie ist somit für Personen bestimmt, 
bei welchen die Gefahr besteht, dass sie Rechtshandlungen zu ihrem eigenen Schaden vor-
nehmen oder sich von Dritten zu solchen verleiten lassen (vgl. BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 1 
zu Art. 396 ZGB). Die Mitwirkungsbeistandschaft kann nur angeordnet werden, wenn die mate-
riellen Voraussetzungen für die Errichtung einer Beistandschaft gemäss Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 
ZGB erfüllt sind. Entsprechend dem Verhältnismässigkeits- und Subsidiaritätsprinzip (Art. 389 
ZGB) darf anderweitige Abhilfe nicht möglich und ausreichend sein; eine Mitwirkungsbeistand-
schaft muss aber konkret geeignet und erforderlich sein. Im Rahmen der Mitwirkungsbeistand-
schaft handelt die verbeiständete Person selbst. Sie muss somit hinsichtlich der fraglichen An-
gelegenheiten urteilsfähig sein. Die Mitwirkungsbeistandschaft räumt dem Beistand oder der 
Beiständin keinerlei Vertretungsbefugnisse ein, sondern lediglich die Kompetenz, den Handlun-
gen der verbeiständeten Person zuzustimmen oder die Zustimmung zu verweigern (vgl. BIDER-
BOST/HENKEL, a.a.O., N 2 und N 5 zu Art. 396 ZGB).  
 
4.3.4  Zweck der behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes ist nach Art. 388 
Abs. 1 ZGB, das Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicherzustellen. Basis ist stets 
das Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Person. Es soll soweit wie möglich erhalten und 
gefördert werden (Art. 388 Abs. 2 ZGB). Das Gesetz verzichtet daher weitgehend auf gesetzlich 
umschriebene, starre Massnahmen zum Schutz hilfsbedürftiger Menschen. In Art. 389 ZGB 
unterstellt der Gesetzgeber alle behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes den bei-
den Maximen der Subsidiarität (Art. 389 Abs. 1 ZGB) und der Verhältnismässigkeit (Art. 389 
Abs. 2 ZGB). Subsidiarität bedeutet, dass behördliche Massnahmen nur dann anzuordnen sind, 
wenn die Betreuung der hilfsbedürftigen Person auf andere Weise nicht angemessen sicherge-
stellt ist (vgl. BBl 2006 S. 7042, Ziff. 2.2.1). Kommt die KESB zum Schluss, die vorhandene Un-
terstützung der hilfsbedürftigen Person sei nicht ausreichend oder von vornherein ungenügend, 
so muss die Massnahme verhältnismässig, das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 
Abs. 2 ZGB). Es gilt der Grundsatz "so viel staatliche Fürsorge wie nötig, so wenig staatlicher 

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Eingriff wie möglich" (vgl. BGE 140 III 49 E. 4.3.1; BBl 2006 S. 7017, Ziff. 1.3.4 in fine). Die 
KESB hat dabei nicht gesetzlich fest umschriebene, starre Massnahmen, sondern "Massnah-
men nach Mass" zu treffen, also solche, die den Bedürfnissen der betroffenen Person entspre-
chen (Art. 391 Abs. 1 ZGB). Unter den verschiedenen geeigneten Varianten ist die zurückhal-
tendste zu wählen; diese muss zudem in einem vernünftigen Verhältnis zur Einschränkung des 
Selbstbestimmungsrechts stehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_795/2014 vom 14. April 
2015 E. 4.2.1). Dies gilt auch für eine Erweiterung einer bereits errichteten Vertretungsbei-
standschaft mit Vermögensverwaltung nach Art. 395 Abs. 3 ZGB. 
 
4.4.1 Die Vorinstanz gab in der vorliegenden Angelegenheit eine psychiatrische Abklärung 
bei Dr. med. E.____, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag. In seinem 
Gutachten vom 12. April 2021 stellt Dr. med. E.____ im Fall der Beschwerdeführerin die Diag-
nose einer hebephrenen Schizophrenie (ICD-1 0: F20.1; Gutachten, S. 22). Es sei von einem 
weitgehend kontinuierlichen und unveränderten Behandlungsverlauf der Beschwerdeführerin in 
den letzten Jahren auszugehen. Die vorletzte Hospitalisation in der Psychiatrischen Klinik 
I.____ sei vom 1. Juli 2020 bis 24. Juli 2020 erfolgt, die aktuellste im Februar 2021. Des Weite-
ren habe die Beschwerdeführerin den ambulanten Therapeuten im September 2020 und im 
März 2021 gewechselt. Insgesamt sei von keinem stabilen psychischen Zustand bzw. Gesund-
heitszustand auszugehen. Als Ressource der Beschwerdeführerin könne gesehen werden, 
dass sie selbständig leben, die Haushaltung für sich selber führen, mit dem Auto Termine 
wahrnehmen und eine gute Tagesstruktur aufrechterhalten könne. Soziale Belastungen be-
stünden keine, wobei zu berücksichtigen sei, dass von der Beschwerdeführerin keine privaten 
sozialen Kontakte geschildert würden (Gutachten, S. 24). Die Beschwerdeführerin gebe an, 
dass sie Flohmarktgeschäfte online via […] tätige und damit einen Gewinn von mindestens  
Fr. 200.-- pro Monat erwirtschafte. Des Weiteren scheine sie in der Lage zu sein, ihren Haushalt 
so zu planen, dass das Haushaltsgeld von Fr. 800.--, welches sie monatlich von ihrer Beistän-
din bekomme, ausreiche. Insofern scheine sie in diesem beschränkten Umfang in der Lage zu 
sein, ein Budget zu erstellen und einzuhalten. Ob sie in der Lage sein werde, sämtliche Zahlun-
gen (Krankenkasse, Miete, Steuern etc.) selbständig zu erledigen, könne nicht abschliessend 
beurteilt werden. Aktuell gebe es jedoch keine konkreten Belege dafür, dass dies nicht möglich 
sein könnte. Die Gefahr von unüberlegten Geldausgaben oder Vertragsschlüssen sei aufgrund 
der hebephrenen Schizophrenie der Beschwerdeführerin nicht auszuschliessen (Gutachten,  
S. 26). Hinsichtlich der Notwendigkeit der Beibehaltung der bestehenden Erwachsenenschutz-
massnahmen führt der Gutachter aus, dass im Fall der Beschwerdeführerin kein stabiler psy-
chischer Zustand erreicht worden sei, da diese im Jahr 2020 und 2021 bereits jeweils einmalig 
stationär in der Psychiatrischen Klinik I.____ hospitalisiert worden sei und zwei Wechsel der 
ambulanten Psychiater und der antipsychotischen Medikation erfolgt seien. Trotzdem scheine 
die Beschwerdeführerin den Alltag und die Tagesstrukturierung gut selbständig meistern zu 
können. Aus diesem Grund wäre es aus Sicht des Gutachters am zielführendsten, wenn der 
Beschwerdeführerin schrittweise mehr Verantwortung bezüglich ihrer Finanzen übertragen wür-
de und dabei die Möglichkeit bestünde, die Kompetenzen der Beschwerdeführerin in Bezug auf 
ihre Finanzen zu überprüfen. Sofern diese Schritte von der Beschwerdeführerin erfolgreich be-
stritten würden, könnte die Beistandschaft aufgehoben werden. Vorgängig sollte jedoch eine 
Bestätigung beim behandelnden Psychiater resp. Hausarzt über die regelmässige Weiterfüh-

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rung der ambulanten psychiatrischen Therapie und Einnahme der Medikation (inkl. Serumspie-
gel im Labor) während ca. sechs Monaten erfolgen (Gutachten, S. 27).   
 
4.4.2 Die Vorinstanz führt in der Vernehmlassung aus, Dr. med. E.____ habe für sein Gut-
achten im Wesentlichen mit der Beschwerdeführerin gesprochen und stütze sich somit auf de-
ren Aussagen. Ob diese Aussagen korrekt seien oder lediglich der Wahrnehmung der Betroffe-
nen entsprächen, habe der Gutachter nicht weiter abgeklärt. Die Notizen der Beiständin im 
Rahmen der quartalsweisen Rechnungsstellung zeigten, dass die Beschwerdeführerin sich fast 
täglich und zu jeder Tages- und Nachtzeit telefonisch bei dieser melde. Dabei habe sie jeweils 
aus ihrer Sicht dringliche Fragen und Anliegen, welche den Alltag, das Wohnen und die Ge-
sundheit beträfen. Diese regelmässigen Kontaktaufnahmen mit der Beiständin hätten auch nicht 
abgenommen, nachdem die Beschwerdeführerin den Antrag auf Aufhebung der Erwachsenen-
schutzmassnahmen gestellt habe oder nachdem sie mehrfach gegenüber diversen Personen 
geäussert habe, dass sie C.____ nicht mehr als Beiständin wolle. Zudem wechsle die Be-
schwerdeführerin fast wöchentlich ihre Meinung betreffend ihren Psychiater. Das Verhalten der 
Beschwerdeführerin zeige deutlich, dass deren gesundheitlicher Zustand alles andere als stabil 
sei. Davon, dass sie ihren Alltag im Griff habe und selbständig meistern könne, könne nicht die 
Rede sein.  
 
4.4.3 Den Ausführungen der Vorinstanz ist beizupflichten: Wie aus den Arbeitsrapporten der 
Beiständin betreffend die Jahre 2020 und 2021 hervorgeht, wendet sich die Beschwerdeführerin 
regelmässig, teilweise mehrmals täglich, an diese. Die Einträge der Beiständin zeugen von ei-
nem grossen Unterstützungsbedarf der Beschwerdeführerin in verschiedenen Bereichen. Die 
Beschwerdeführerin kontaktierte die Beiständin unter anderem im Zusammenhang mit einer 
Lärmbelästigung durch Nachbarn, einem vermuteten Einbruch von Kindern in ihre Wohnung, 
der Ursache von zerkratzten Möbeln, den Eigenschaften von Lebensmitteln und der Frage, ob 
sie in ihrer Wohnung kochen dürfe. Häufig spricht sie die Beiständin auf ihre Wohnsituation an 
und erkundigt sich nach der Möglichkeit eines allfälligen Wohnungswechsels. Auch wendet sie 
sich mit Fragen betreffend ihre psychiatrische Behandlung bzw. die Wahl des Psychiaters an 
die Beiständin. In Bezug auf ihre Finanzen sucht die Beschwerdeführerin den Kontakt zur Bei-
ständin in erster Linie aufgrund von Ausgaben, welche das zur Verfügung stehende Haushalts-
geld übersteigen. Den Rapporten kann weiter entnommen werden, dass die Beiständin insbe-
sondere in Krisensituationen von der Beschwerdeführerin oder von Drittpersonen (Polizei, Psy-
chiatrische Klinik) in Anspruch genommen wird; in diesem Zusammenhang ist unter anderem 
auf die Umstände des stationären Aufenthalts der Beschwerdeführerin in der psychiatrischen 
Klinik in I.____ im Januar 2021 zu verweisen. Der fragliche Aufenthalt, welcher im Gutachten 
von Dr. med. E.____ nicht erwähnt wird, erfolgte im Gegensatz zum Klinikaufenthalt im Februar 
2021 auf Initiative der Beiständin, nachdem sich die Beschwerdeführerin in einer psychischen 
Krisensituation an die Polizei gewandt hatte (Arbeitsrapport-Einträge vom 5. Januar 2021). Den 
Rapporten der Beiständin kann schliesslich entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin 
regelmässig mit wiederkehrenden wirren "Geschichten" an die Beiständin gelangt; unter ande-
rem stellte sie sich auf den Standpunkt, dass sie Mutter von Zwillingen sei, welche zur Adoption 
freigegeben worden seien, wobei sie in diesem Zusammenhang Erkundigungen bei der Zivil-
rechtsverwaltung des Kantons Basel-Landschaft einholte (Aktennotiz der KESB vom 16. März 

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2021). Auch war sie der Ansicht, dass sie als Kind in ihrer jetzigen Wohnung in G.____ in den 
Ferien gewesen sei und holte diesbezüglich beim Kreisgeometer Auskünfte über zwei Parzellen 
ein, was zu Kosten in der Höhe von rund Fr. 500.-- führte (Rechnung H.____ AG vom 7. Januar 
2021).  
 
4.4.4 Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung führte die Beschwerdeführerin aus, dass es 
ihr momentan gut gehe. Sie sei aktuell bei Dr. med. F.____ in psychiatrischer Behandlung. Als 
Alternative zu den bestehenden Massnahmen wünsche sie sich eine Person, welche sie unter-
stütze und an welche sie sich bei Fragen wenden könne. Im Weiteren führte sie aus, dass das 
ihr zur Verfügung stehende Haushaltsgeld von Fr. 800.-- monatlich nicht ausreiche. Auf den 
häufigen Kontakt zur Beiständin angesprochen, gab die Beschwerdeführerin an, dass sie sich 
an die Beiständin wenden müsse, weil diese für die finanziellen Belange zuständig sei. Sie ha-
be den Kontakt zur Beiständin jedoch eingeschränkt, seit sie durch ihre Rechtsvertreterin darauf 
hingewiesen worden sei, dass es genüge, der Beiständin einmal pro Woche ein E-Mail zu 
schreiben. Die Beiständin führte ihrerseits aus, dass der Kontakt zur Beschwerdeführerin im 
dritten und vierten Quartal 2021 tatsächlich etwas zurückgegangen sei und sich auf ein- bis 
zweimalige Kontakte pro Woche beschränkt habe. Die Beschwerdeführerin sei jedoch aus ihrer 
Sicht nach wie vor auf Unterstützung angewiesen und nicht in der Lage, ihre finanziellen und 
administrativen Angelegenheiten selbständig zu besorgen. Alleine die Regelung der administra-
tiven Belange im Zusammenhang mit der Unterbringung ihrer Tochter in einer Pflegefamilie 
erweise sich als kompliziert und könne von der Beschwerdeführerin nicht bewältigt werden. Die 
Beschwerdeführerin lasse sich zudem nach wie vor zu unüberlegten Handlungen mit finanziel-
len Konsequenzen verleiten; so habe sie Autokäufe bei zwielichtigen Händlern getätigt, bevor 
schliesslich in diesem Jahr ein geeignetes Auto habe erworben werden können. Zuletzt seien 
ausserdem Kosten in der Höhe von rund Fr. 3'000.-- im Zusammenhang mit einer ästhetischen 
Zahnbehandlung […] entstanden, welche man nun ratenweise am Abzahlen sei. Auch habe die 
Beschwerdeführerin ein Geometerbüro mit Abklärungen beauftragt, ohne die daraus entstehen-
den Kosten in der Höhe von rund Fr. 500.-- zu bedenken. Administrativer Aufwand, welchen 
man am Abarbeiten sei, bestehe ausserdem im Zusammenhang mit diversen Forderungen von 
Inkassobüros betreffend Schulden der Beschwerdeführerin aus den Jahren 2017-2019. Eine 
Aufhebung der bestehenden Massnahmen sei aus ihrer Sicht im heutigen Zeitpunkt nicht ange-
zeigt. Allerdings könne sie sich vorstellen, dass der Beschwerdeführerin in einer Ablösungspha-
se mehr Verantwortung übertragen werde könnte. 
 
4.5.1 Der Beschwerdeführerin ist dahingehend beizupflichten, dass sie bis zu einem gewis-
sen Grad über Krankheitseinsicht verfügt und in gesundheitlichen Belangen ihre Hilfsbedürftig-
keit anerkennt. Dies zeigt sich nicht zuletzt im Umstand, dass sie sich in den vergangenen Jah-
ren bei einer Verschlechterung ihres psychischen Zustands jeweils freiwillig in stationäre Be-
handlung begab. Relativierend ist diesbezüglich allerdings festzustellen, dass namentlich der 
Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik im Januar 2021 zwar auf freiwilliger Basis erfolgte, je-
doch durch die Beiständin veranlasst wurde und nicht ohne deren Unterstützung zustande kam. 
Die Beschwerdeführerin weist sodann grundsätzlich zutreffend darauf hin, dass es ihr freisteht, 
bei wem sie sich in psychiatrische Behandlung begibt. Die von ihr veranlassten häufigen Wech-
sel der behandelnden Person – alleine im Jahr 2021 war die Beschwerdeführerin bei drei ver-

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schiedenen Psychiaterinnen und Psychiatern in Behandlung – lassen gleichwohl gewisse Zwei-
fel an der Nachhaltigkeit ihrer Krankheitseinsicht aufkommen. Die fraglichen Wechsel sind je-
denfalls nicht geeignet, zu einer Stabilisierung ihres psychischen Zustands beizutragen. Im Zu-
ge der Behandlung durch Dr. med. D.____ sah sich die Beschwerdeführerin zudem veranlasst, 
ihre Medikation abzusetzen, was unbestrittenermassen zu einer deutlichen Verschlechterung 
ihres Gesundheitszustands führte. Soweit die Vorinstanz geltend macht, dass die Beschwerde-
führerin in solchen Phasen nicht unterscheiden könne, was der Realität entspricht und was 
nicht und auch keine Krankheitseinsicht mehr zeigt, erweist sich dies als nachvollziehbar und 
steht im Einklang mit der Beurteilung im Gutachten von Dr. med. E.____, wonach im Fall der 
Beschwerdeführerin nicht von einem stabilen psychischen Zustand auszugehen sei.  
 
4.5.2 Was den aus dem Schwächezustand resultierenden Unterstützungsbedarf anbelangt, 
so verweist die Beschwerdeführerin grundsätzlich zutreffend auf die Einschätzung des Gutach-
ters, wonach sie im Umfang ihres Haushaltsgelds in der Lage sei, ein Budget zu erstellen. Dass 
sie darüber hinaus in der Lage wäre, ihre administrativen und finanziellen Angelegenheiten 
selbständig zweckmässig zu erledigen, ist angesichts ihres aktuell instabilen psychischen Zu-
stands indes nicht ersichtlich und kann dem Gutachten von Dr. med. E.____ nicht entnommen 
werden. Der Gutachter spricht sich namentlich nicht für eine Aufhebung der Erwachsenen-
schutzmassahmen im heutigen Zeitpunkt aus, sondern beschränkt sich auf die Empfehlung, der 
Beschwerdeführerin schrittweise mehr Verantwortung zu übertragen, um die Kompetenzen in 
Bezug auf ihre Finanzen zu überprüfen. Die Vorinstanz hat im Sinne dieser gutachterlichen Be-
urteilung sowohl in ihrer Vernehmlassung als auch anlässlich der heutigen Verhandlung eine 
Anpassung oder Aufhebung der Erwachsenenschutzmassnahmen in Aussicht gestellt, sollte es 
der Beschwerdeführerin gelingen, ihren Alltag realistisch und zuverlässig zu meistern. Soweit 
sie zum Schluss gekommen ist, dass man von diesem Zustand aktuell noch zu weit entfernt sei, 
ist dies im Lichte der vorstehenden Ausführungen (E. 4.4.1-4.4.4 hiervor) nicht zu beanstanden. 
Wie aus den Arbeitsrapporten der Beiständin und deren Schilderungen anlässlich der heutigen 
Parteiverhandlung hervorgeht, ist die Beschwerdeführerin nach wie vor in verschiedenen Berei-
chen auf Unterstützung angewiesen. Der Unterstützungsbedarf der Beschwerdeführerin er-
streckt sich nebst den finanziellen und administrativen Angelegenheiten auf die Bereiche Woh-
nen und Gesundheit; diesbezüglich ist namentlich auf die von der Beschwerdeführerin vorge-
nommene Kündigung ihrer Wohnung im Juli 2020 zu verweisen, ohne dass ein neuer Mietver-
trag vorgelegen hatte und ohne dass sich die Beschwerdeführerin im Klaren war, wie ihre zu-
künftige Wohnsituation aussehen würde. In Bezug auf die gesundheitlichen Belange der Be-
schwerdeführerin ist insbesondere auf die stationäre Behandlung im Januar 2021 zu verweisen, 
welche zwar freiwillig, jedoch nicht aus eigenem Antrieb erfolgte und nicht ohne die Unterstüt-
zung der Beiständin zustande kam.  
 
4.5.3 Die von der Beschwerdeführerin im Eventualstandpunkt beantragte Begleitbeistand-
schaft (Art. 393 Abs. 1 ZGB) bedarf als mildeste Massnahme der Zustimmung der hilfsbedürfti-
gen Person und führt zu keiner Einschränkung der Handlungsfähigkeit. Dem Begleitbeistand 
fehlt zudem die Vertretungsmacht. Entsprechend muss der Betroffene nach wie vor sämtliche 
Rechtshandlungen selber und in eigener Verantwortung wahrnehmen (vgl. BIDERBOST/HENKEL, 
a.a.O., N 27 zu Art. 393 ZGB). Im vorliegenden Fall wäre der Unterstützungsbedarf bei einer 

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Begleitbeistandschaft in Phasen der Passivität der Beschwerdeführerin, seien diese überforde-
rungs- oder gesundheitsbedingt, nicht hinreichend gewährleistet. Der aktuell instabile psychi-
sche Zustand der Beschwerdeführerin bedingt vielmehr eine Vertretungsbefugnis der Beistän-
din, ansonsten ihre Belange in Phasen, in denen sich eine akute Schutzbedürftigkeit manifes-
tiert, nicht geregelt werden könnten. Namentlich könnte der Begleitbeistand die erforderliche 
Unterstützung mangels Vertretungsmacht in solchen Phasen nicht namens der Beschwerdefüh-
rerin organisieren. Die Beistandsperson wäre zudem auf die Mitwirkung der Beschwerdeführe-
rin angewiesen, welche angesichts des instabilen psychischen Zustands der Beschwerdeführe-
rin momentan ebenfalls nicht gewährleistet wäre. Die Begleitbeistandschaft stellt nach dem Ge-
sagten kein geeignetes Mittel dar, um dem Schwächezustand der Beschwerdeführerin wirksam 
zu begegnen. Vielmehr erweist sich im heutigen Zeitpunkt die bestehende Vertretungsbeistand-
schaft mit Vermögensverwaltung als erforderlich. 
 
4.5.4 Was die beantragte Aufhebung der Mitwirkungsbeistandschaft anbelangt, so stellte das 
Kantonsgericht im Beschwerdeverfahren betreffend deren Errichtung fest, dass die Beschwer-
deführerin nur bedingt in der Lage sei, die Folgen ihres Handelns zu erfassen. Die Beschwerde-
führerin schliesse regelmässig Käufe ab, welche nicht zweckmässig bzw. nicht mit dem ihr mo-
natlich zur Verfügung stehenden Budget vereinbar seien (vgl. KGE VV vom 29. März 2017 [810 
16 315] E. 3.6). Die Gefahr des impulsiven, unüberlegten Ausgebens namhafter Geldbeträge 
begründe eine Hilfsbedürftigkeit, die es mit darauf abgestimmten erwachsenenschutzrechtli-
chen Massnahmen aufzufangen gelte. Die Verknüpfung der gewählten Beistandschaften er-
scheine im Fall der Beschwerdeführerin als geeignet und zielführend, weil die angeordnete Er-
weiterung der Massnahme die Gefahr von unbedachten Ausgaben voraussichtlich eindämme, 
ohne aber die Handlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin grundsätzlich einzuschränken  
(vgl. KGE VV vom 29. März 2017 [810 16 315] E. 3.8). Dass sich bezüglich der dieser Beurtei-
lung zugrundeliegenden Umstände eine wesentliche Änderung ergeben hätte, welche eine Auf-
hebung der Mitwirkungsbeistandschaft rechtfertigen könnte, ist nicht ersichtlich und wird von 
der Beschwerdeführerin auch nicht substantiiert aufgezeigt. Ihre Argumentation, wonach sie mit 
dem von der Beiständin zur Verfügung gestellten Budget haushalten könne und sich der End-
lichkeit ihres Vermögens bewusst sei, genügt in diesem Zusammenhang nicht. Die Beschwer-
deführerin tätigt gemäss den schlüssigen Ausführungen der Beiständin nach wie vor regelmäs-
sig unüberlegte Ausgaben und geht Verpflichtungsgeschäfte ein bzw. generiert mit ihren Hand-
lungen Kosten, welche ausserhalb des ihr zur Verfügung stehenden Budgets liegen. Angesichts 
dessen bestehen konkrete Anhaltspunkte, dass es wie in der Vergangenheit zu einer Verschul-
dung kommen könnte, würde die Limite für Vertragsschlüsse ohne Mitwirkung der Beiständin 
auf Fr. 800.-- erhöht. Dasselbe gilt in Bezug auf die Zugriffsbeschränkung über die Konten der 
Beschwerdeführerin, welche sich ebenso wie die bestehende Mitwirkungsbeistandschaft aktuell 
als erforderlich erweist. 
 
4.5.5 Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit der bestehenden Erwachsenenschutzmassnah-
men ist schliesslich festzustellen, dass diese die Handlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
nicht in besonders schwerer Weise einschränken. Der Beschwerdeführerin bleibt es möglich, 
Zahlungen im Rahmen des ihr zur freien Verfügung stehenden Betrags von monatlich Fr. 800.-- 
zu tätigen (Art. 409 ZGB) und Verpflichtungen bis zu einem Betrag von Fr. 200.-- einzugehen. 

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Die Beschwerdeführerin vermochte anlässlich der heutigen Verhandlung auch nicht schlüssig 
darzulegen, inwiefern sie durch die strittigen Massnahmen in ihrer Lebensführung in unzumut-
barer Weise eingeschränkt wäre. Die bestehenden Erwachsenenschutzmassnahmen erweisen 
sich damit in der momentanen Situation als verhältnismässig und eine Lockerung entsprechend 
dem Subeventualantrag ist aktuell nicht angezeigt. Sollte sich eine nachhaltige Stabilisierung 
des psychischen Zustands der Beschwerdeführerin abzeichnen, wäre durch die Vorinstanz al-
lerdings eine schrittweise Übertragung zusätzlicher Kompetenzen im Sinne des von Dr. med. 
E.____ aufgezeigten und von der Vorinstanz in Aussicht gestellten Vorgehens zu prüfen.  
 
4.5.6 Nach dem Gesagten ist die Abweisung des Gesuchs der Beschwerdeführerin um Auf-
hebung der Erwachsenenschutzmassnahmen nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist dem-
nach abzuweisen. 
 
5.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel in angemessenem Ausmass der ganz oder teilweise 
unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von  
Fr. 2'000.-- sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Parteikosten sind 
wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO).  
 
5.2.1 Die Beschwerdeführerin stellt das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-
führung und Verbeiständung. Die Voraussetzungen von § 22 Abs. 1 und 2 VPO sind erfüllt, 
weshalb dem Gesuch entsprochen werden kann. 
 
5.2.2 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten 
zulasten der Gerichtskasse. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ist eine Entschädi-
gung aus unentgeltlicher Verbeiständung auszurichten. Der in den Honorarnoten vom 1. Okto-
ber 2021 und 23. November 2021 ausgewiesene Aufwand von 9.5 bzw. 5 Stunden (Substitutin) 
erweist sich für das vorliegende Verfahren als angemessen. Der Stundenansatz beträgt ge-
mäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003 bei 
unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde, wobei für Substituten ein Ansatz von  
Fr. 100.-- zur Anwendung kommt. Das Honorar ist demnach auf Fr. 2'610.10 (inkl. Auslagen 
und 7.7 % MWST) festzusetzen.    
 
5.2.3 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nachzah-
lung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Orga-
nisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001). 
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Beschwerdeführerin wird für das vorliegende Verfahren die unent-

geltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt und gehen zufolge Bewilligung der unentgelt-
lichen Prozessführung zulasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rerin ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'610.10 (inkl. Auslagen und 7.7 % 
MWST) zu Lasten der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber