# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87c7162d-951a-5169-8e34-e0c3b3855cb1
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 23.09.2025 BB.2025.85
**Docket/Reference:** BB.2025.85
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BB-2025-85_2025-09-23

## Full Text

Edition (Art. 265 Abs. 3 StPO);;Edition (Art. 265 Abs. 3 StPO);;Edition (Art. 265 Abs. 3 StPO);;Edition (Art. 265 Abs. 3 StPO)

Beschluss vom 23. September 2025 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Daniel Kipfer Fasciati und Felix Ulrich, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 

Parteien 

  

A.,  

vertreten durch Rechtsanwalt Leandro Perucchi, 

 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

 

Gegenstand  Edition (Art. 265 Abs. 3 StPO) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2025.85 

 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Bundesanwaltschaft das Verfahren SV.23.1541/CL.23.00098 gegen B., 

C., D., E., F. und Unbekannt wegen Verdachts der Widerhandlung ge-

gen das Bundesgesetz vom 22. März 2002 über die Durchsetzung von inter-

nationalen Sanktionen (Embargogesetz, EmbG; SR 946.231; Art. 9 EmbG) 

und der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) führt, wobei die beschuldigten Per-

sonen namentlich verdächtigt werden, gegen Art. 15 der Verordnung vom 

4. März 2022 über Massnahmen im Zusammenhang mit der Situation in der 

Ukraine (SR 946.231.176.72) verstossen zu haben; 

 

- die Bundesanwaltschaft im Rahmen dieser Strafuntersuchung mit Editions-

verfügung vom 12. August 2025 die G. AG gestützt auf Art. 265 StPO auf-

forderte, sämtliche Daten im Zusammenhang mit diversen E-Mail-Adressen 

respektive der bei der G. AG geführten Domains […], […] und […] zu erhe-

ben und ihr innerhalb von 10 Arbeitstagen herauszugeben (act. 1.1); 

 

- die G. AG darauf mit Schreiben vom 21. August 2025 antwortete (act. 1.3); 

 

- A. mit Schreiben vom 8. September 2025 an die BA die unverzügliche Sie-

gelung sämtlicher im Rahmen der Edition bei der G. AG edierten Daten be-

antragen liess (act. 1.2); 

 

- A. mit Beschwerde vom 15. September 2025 an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts beantragen lässt, es sei die Editionsverfügung der Bun-

desanwaltschaft vom 12. August 2025 aufzuheben und die Bundesanwalt-

schaft anzuweisen, die von der G. AG erhaltenen Daten zurückzugeben und 

allfällige Kopien zu löschen (act. 1); 

 

- keine Akten eingeholt wurden und kein Schriftenwechsel durchgeführt 

wurde. 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-

den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO und Art. 37 

Abs. 1 StBOG); 

 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerde nur im Rahmen des Streitgegenstands zulässig ist; dieser 

durch das Anfechtungsobjekt, d.h. den angefochtenen Entscheid, und die 

Parteibegehren bestimmt wird, wobei der angefochtene Entscheid den mög-

lichen Streitgegenstand begrenzt (Urteile des Bundesgerichts 7B_275/2024 

vom 8. April 2024 E. 4; 7B_383/2023 vom 14. Dezember 2023 E. 2.2; 

1B_78/2022 vom 2. März 2022 E 1.2; je mit Hinweis; Beschluss des Bun-

desstrafgerichts BB.2024.125 vom 11. Dezember 2024 E. 1.2.2); 

 

- vorliegend die Editionsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 12. August 

2025 angefochten ist (act. 1.1); 

 

- mit der angefochtenen Verfügung nicht über die Rückgabe der von der G. 

AG erhaltenen Daten und die Löschung allfälliger Kopien entschieden 

wurde, weshalb auf den Antrag, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, 

die von der G. AG erhaltenen Daten zurückzugeben und allfällige Kopien zu 

löschen, nicht einzutreten ist; 

 

- im Übrigen die Beschwerdekammer der Bundesanwaltschaft grundsätzlich 

keine Weisungen erteilen kann (vgl. Art. 397 Abs. 3 und 4 StPO e contrario); 

 

- zur Beschwerde jede Partei oder jeder andere Verfahrensbeteiligte berech-

tigt ist, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes Interesse an der Auf-

hebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (Art. 382 Abs. 1 

StPO; BGE 146 IV 76 E. 2.2.2; 145 IV 161 E. 3.1; 139 IV 78 E. 3.1); 

 

- die Beschwerdebefugnis eine direkte persönliche Betroffenheit der rechtsu-

chenden Person in den eigenen rechtlich geschützten Interessen voraus-

setzt (BGE 151 IV 98 E. 1.2.1; 150 IV 409 E. 2.5.1; 143 IV 475 E. 2.9); 

 

- das Interesse aktuell und praktisch sein muss (BGE 144 IV 81 E. 2.3.1); 

 

- die vorliegend angefochtene Aufforderung zur Herausgabe von Aufzeich-

nungen sich allein an die G. AG richtet; 

 

- die Beschwerdeführerin dadurch nicht beschwert ist (vgl. hierzu die Be-

schlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2023.129 vom 27. Juli 2023 E. 1.2; 

BB.2017.129 vom 27. Dezember 2017 E. 4.2.1; BB.2015.107 vom 28. Okto-

ber 2015); 

 

- die G. AG entsprechende Aufzeichnungen – soweit ersichtlich – bereits her-

ausgegeben hat; 

 

- 4 - 

 

 

- es damit auch an der Aktualität eines Interesses an der Aufhebung der an-

gefochtenen Verfügung fehlte; 

 

- nach dem Gesagten sich die Beschwerde als offensichtlich unzulässig er-

weist, weshalb auf diese ohne Durchführung eines Schriftenwechsels nicht 

einzutreten ist (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario); 

 

- dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die Gerichtskosten der unterlie-

genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); 

 

- die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.– festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG und 

Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 

2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-

fahren [BStKR; SR 173.713.162]); 

 

- 5 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.– wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 23. September 2025 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Leandro Perucchi 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).