# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e4e8378-eb64-5070-ba94-fb2501b02812
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-10-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.10.2017 C-6446/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6446-2016_2017-10-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Das BGer ist mit Entscheid vom 

22.12.2017 auf die Beschwerde nicht 

eingetreten (9C_884/2017) 

 
 
    
 

  

  

 

 Abteilung III 

C-6446/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  O k t o b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richterin Viktoria Helfenstein (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richterin Caroline Bissegger,    

Gerichtsschreiberin Simona Risi. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Invaliditätsbemessung,  

Rentenanspruch;  

Verfügung der IVSTA vom 5. Oktober 2016. 

 

 

 

C-6446/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführerin oder Versicherte) wurde 

am (…) 1968 geboren und ist französische Staatsangehörige mit Wohnsitz 

in Frankreich. Ab 1987 war sie als Grenzgängerin in der Schweiz erwerbs-

tätig, zuletzt ab September 2007 als Produktionsmitarbeiterin bei der 

B._______ AG in C._______. Ab dem 2. Dezember 2013 war die Versi-

cherte zu 100% krankgeschrieben (Vorakten [nachfolgend IV-act.] 1, 5, 16). 

B.  

B.a Am 30. Mai 2014 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle des 

Kantons D._______ (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an (IV-

act. 1). 

B.b Zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts holte die IV-Stelle Arzt-

berichte von Dr. E._______ (Allgemeinmediziner) (undatierter Formularbe-

richt, Eingang: 30. Juni 2014, IV-act. 9), Dr. F._______ (chirurgischer Or-

thopäde) vom 25. Juni 2014 (IV-act. 10) und Frau Dr. G._______ (Rheu-

matologin) vom 24. Juni 2014 (IV-act. 11) ein. Am 8. Juli 2014 übermittelte 

auf Anfrage der IV-Stelle die Zürich Versicherung (Krankentaggeldversi-

cherung) ihre Akten samt diversen Arztberichten aus den Jahren 2013 und 

2014 (IV-act 13). Am 14. Januar 2015 erstatteten Frau Dr. H._______ und 

Dr. I._______ (Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie, (…)zentrum Klinik J._______) im Auftrag der Zürich Versicherung ein 

orthopädisches Gutachten (IV-act. 23). Mit Eingaben vom 19. Mai 2015, 

11. und 29. Juni 2015 reichte die Versicherte zahlreiche, teilweise bereits 

bei den Akten liegende Arztberichte aus den Jahren 2013-2015 ein (IV-act. 

30, 33, 35). 

B.c Nach einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 

vom 9. Juni 2015 (IV-act. 31) beauftragte die IV-Stelle Dr. K._______ 

(Facharzt FMH für Rheumatologie) mit der Erstellung eines Gutachtens, 

welches am 7. September 2015 erstattet wurde (IV-act. 34, 36). In Folge 

einer weiteren Stellungnahme des RAD vom 19. Oktober 2015 (IV-act. 38) 

gab die IV-Stelle ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag (IV-act. 41). Die-

ses wurde am 13. Juni 2016 durch Dr. L._______ (Facharzt FMH für Psy-

chiatrie und Psychotherapie) erstattet (IV-act. 52). Am 20. Juni 2016 äus-

serte sich der RAD zu den medizinischen Akten (IV-act. 54). 

B.d Mit Vorbescheid vom 7. Juli 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten 

(über die damalige Rechtsvertretung) mit, sie habe vom 1. Dezember 2014 

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Seite 3 

bis 31. August 2015 Anspruch auf eine ordentliche ganze Rente. Ab dem 

1. Juni 2015 bestehe keine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit mehr, 

weshalb die Rente per 31. August 2015 aufgehoben werde (IV-act. 56). 

Innert Frist ging seitens der Versicherten kein Einwand ein. 

B.e Mit dem Vorbescheid entsprechender Verfügung vom 5. Oktober 2016 

sprach die IVSTA der Versicherten vom 1. Dezember 2014 bis 31. August 

2015 eine ordentliche ganze Rente zuzüglich Kinderrenten zu. Einen dar-

über hinausgehenden Anspruch verneinte sie (IV-act. 61). 

C.  

Mit Eingabe vom 18. Oktober 2016 erhob die Beschwerdeführerin Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht (act. im Beschwerdeverfahren 

[nachfolgend: act.] 1). Sie beantragte sinngemäss, die vorinstanzliche Ver-

fügung sei insoweit aufzuheben, als ein Rentenanspruch ab dem 1. Sep-

tember 2015 verneint wurde, eventualiter sei zur Abklärung des Sachver-

halts ein weiteres Gutachten durch einen Facharzt einzuholen. 

 

D.  

Das Bundesverwaltungsgericht forderte die Beschwerdeführerin mit Verfü-

gung vom 25. Oktober 2016 zur Einreichung einer Beschwerdeverbesse-

rung auf (act. 3), welcher Aufforderung diese nicht nachkam. 

 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom  8. Dezember 2016 setzte das Bundesverwal-

tungsgericht der Beschwerdeführerin Frist zur Bezahlung eines Kostenvor-

schusses an, welcher fristgerecht geleistet wurde (act. 6, 7). 

 

F.  

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2017 unter 

Verweis auf die beigelegte Stellungnahme der IV-Stelle vom 23. Januar 

2017 die Abweisung der Beschwerde (act. 9). 

 

G.  

Die Beschwerdeführerin reichte am 16. Februar 2017 eine Replik samt me-

dizinischen Unterlagen (zwei Aufträge betr. eine weiterführende Untersu-

chung bzw. Behandlung von Frau Dr. G._______ vom 29. November und 

5. Dezember 2016 sowie eine Bestätigung einer Konsultation vom 12. Ja-

nuar 2017, ein Medikamentenrezept und eine Physiotherapieverordnung 

von Dr. E._______ vom 3. Januar 2017, Kurzbericht von Dr. F._______ 

vom 26. Januar 2017, Kurzbericht von Frau Dr. M._______ (Stellvertreterin 

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Seite 4 

von Dr. E._______) vom 11. Februar 2017 samt Medikamentenrezept zu 

den Akten (act. 9). 

 

H.  

Mit Duplik vom 21. März 2017 hielt die Vorinstanz unter Verweis auf eine 

weitere Stellungnahme der IV-Stelle vom 13. März 2017 an ihrem Antrag 

fest (act. 13). 

 

I.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen der nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20]). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gestützt auf Art. 3 Bst. dbis VwVG findet dieses Gesetz in Sozialversiche-

rungssachen jedoch keine Anwendung, soweit das Bundesgesetz vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG für die 

Invalidenversicherung (Art. 1a–26bis und 28–70) zutrifft, soweit das IVG 

nicht ausdrücklich davon abweicht. 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 60 

ATSG und Art. 50 Abs. 1 sowie 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressatin der ange-

fochtenen Verfügung ist die Beschwerdeführerin berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 59 

ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, 

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Seite 5 

ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Gemäss Art. 40 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 

17. Januar 1961 (IVV, SR 831.201) ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in 

deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, zur 

Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zuständig. Dies gilt auch für 

ehemalige Grenzgänger, sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen 

Wohnsitz noch in der benachbarten Grenzzone haben und der Gesund-

heitsschaden auf die Zeit ihrer Tätigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die 

Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. 

Die Beschwerdeführerin war zuletzt als Grenzgängerin in C._______ er-

werbstätig und lebte, namentlich auch im Zeitpunkt der Anmeldung, in 

Frankreich, wo sie heute noch lebt. Sie macht einen Gesundheitsschaden 

geltend, der auf den Zeitpunkt ihrer Tätigkeit als Grenzgängerin zurück-

geht. Unter diesen Umständen war die IV-Stelle des Kantons D._______ 

für die Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung und die IVSTA für den 

Erlass der angefochtenen Verfügung zuständig. 

3.  

3.1 Nach der Rechtsprechung stellt das Sozialversicherungsgericht bei der 

Beurteilung einer Streitsache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des 

Erlasses der streitigen Verwaltungsverfügung eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 220 E. 3.1.1; 131 V 242 E. 2.1). Damit ist vorliegend grund-

sätzlich der bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 

5. Oktober 2016) eingetretene Sachverhalt zu berücksichtigen. Neue Tat-

sachen, die sich vor Erlass der streitigen Verfügung verwirklicht haben, die 

der Vorinstanz aber nicht bekannt waren oder von ihr nicht berücksichtigt 

wurden (unechte Noven), können im Verfahren vor dem Sozialversiche-

rungsgericht vorgebracht werden und sind zu würdigen. Später eingetre-

tene Tatsachen (echte Noven), die zu einer Änderung des Sachverhalts 

geführt haben, sind grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern 

gegebenenfalls im Rahmen eines weiteren Verfahrens zu berücksichtigen 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1; BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen). Immerhin 

sind indes Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, im hängigen Ver-

fahren soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in en-

gem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im 

Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des BGer 

C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

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Seite 6 

3.2 Soweit die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. Februar 2017 un-

ter Hinweis die damit eingereichten medizinischen Unterlagen (vgl. den 

Sachverhalt Bst. G.) eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes 

geltend macht (vgl. act. 12 samt Beilagen), ist sie darauf hinzuweisen, dass 

eine solche nicht im Beschwerdeverfahren, sondern im Rahmen einer Neu-

anmeldung bei der zuständigen IV-Stelle vorzubringen ist (vgl. dazu Art. 87 

Abs. 3 IVV; SR 831.201). Mangels Anfechtungsgegenstandes ist demnach 

auf die nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung geltend gemachte 

Verschlechterung nicht einzutreten.  

Nachdem die IVSTA nach Sichtung der Unterlagen duplizierend mit Ver-

weis auf die Stellungnahme der IV-Stelle vom 14. März 2017 eine Verän-

derung des Sachverhalts nachvollziehbar verneint, kann darauf verzichtet 

werden, die Angelegenheit nach Abschluss des vorliegenden Beschwerde-

verfahrens von Amtes wegen an die Vorinstanz zu überweisen, damit diese 

prüft, ob vorliegend die Voraussetzungen einer Neuanmeldung gemäss 

Art. 87 Abs. 3 IVV (vgl. auch Art. 87 Abs. 2 IVV) gegeben sind. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführerin ist französische Staatsangehörige und wohnt 

in Frankreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-

nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die ge-

mäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäi-

schen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie 

Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, anwendbar sind. Gemäss Art. 8 

Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um ins-

besondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertragsstaaten zu 

gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und die gestützt 

darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte abweichende 

Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze dagegen 

sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die Prüfung 

des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechtsordnung 

(vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-

3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). 

4.2 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer 

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Seite 7 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV) geleistet hat.  

Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden kön-

nen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195 f.). 

4.4 Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob 

dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-

nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begrün-

det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a). 

4.5 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein. Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die 

Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungs-

grundsatz abzuklären, sodass gestützt darauf die Verfügung über die in 

Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; SUSANNE LEUZIN-

GER-NAEF, Die Auswahl der medizinischen Sachverständigen im Sozialver-

sicherungsverfahren [Art. 44 ATSG], in: Riemer-Kafka/Rumo-Jungo 

[Hrsg.], Soziale Sicherheit – Soziale Unsicherheit, Bern 2010, S. 413 f.). 

Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (zu-

ständigen) IV-Stelle (Art. 54 - 56 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 lit. c-g 

IVG). 

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Seite 8 

4.6 Die regionalen ärztlichen Dienste stehen den IV-Stellen zur Beurteilung 

der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfü-

gung. Sie setzen dabei insbesondere die für die Invalidenversicherung 

nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versi-

cherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben-

bereich auszuüben (Art. 59 Abs. 2bis IVG und Art. 49 Abs. 1 Satz 1 IVV).  

4.7 Im Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 40 des Bundesgesetzes vom 

4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 

19 VwVG). Dies bedeutet, dass der Sozialversicherungsrichter alle Be-

weismittel objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver-

fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts-

anspruchs gestatten. 

5.  

Das Bundesverwaltungsgericht prüft im vorliegenden Verfahren die Verlet-

zung von Bundesrecht einschliesslich der Überschreitung oder des Miss-

brauchs des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 

VwVG). 

6.  

Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die Ver-

fügung vom 5. Oktober 2016, mit welcher die Vorinstanz der Beschwerde-

führerin beschränkt auf den Zeitraum vom 1. Dezember 2014 bis 31. Au-

gust 2015 eine ganze Rente zusprach und einen darüber hinausgehenden 

Anspruch verneinte. 

Eine rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne 

einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zuspre-

chung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. 

Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 

113 V 273 E. 1a S. 275 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 

Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren 

(AHI 1998 S. 119 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV festzusetzen ist (vgl. 

BGE 121 V 264 E. 6b/dd S. 275 mit Hinweis). Gegenstand der angefoch-

tenen Verfügung bildet damit die befristete Zusprechung der ganzen 

Rente, sowie deren anschliessende, nach den Grundsätzen der Rentenre-

vision vorgenommene Aufhebung (BGE 133 V 263 E. 6.1; BGE 131 V 16 

E. 2.2 S. 165 m.H.). 

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Seite 9 

Zwischen den Parteien strittig ist insbesondere, ob ein über den 31. August 

2015 hinausgehender Rentenanspruch besteht und der diesbezügliche 

Sachverhalt hinreichend abgeklärt ist. Zu prüfen ist jedoch auch die Recht-

mässigkeit der Zusprache einer Rente ab Dezember 2014.  

7.  

Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgra-

des eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderli-

che Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach-

verhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit 

demjenigen zur Zeit der Aufhebung respektive Herabsetzung der Rente 

(BGE 125 V 413 E. 2d, 368 E. 2, 113 V 273 E. 1a). Wird – wie vorliegend 

– rückwirkend eine befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der Mo-

ment des Rentenbeginns (vorliegend: Dezember 2014) und andererseits 

der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzuset-

zende Zeitpunkt der Rentenaufhebung die massgebenden zeitlichen Ver-

gleichsgrössen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 

ab 1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts]; Urteil 

des EVG 568/06 vom 22. November 2006 E. 3.2 in fine).  

Die Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin durch 

die Vorinstanz stützt sich im Wesentlichen auf das orthopädische Gutach-

ten von Frau Dr. H._______ und Dr. I._______ vom 14. Januar 2015 (IV-

act. 23), das rheumatologische Gutachten von Dr. K._______ vom 7. Sep-

tember 2015 (IV-act. 36) und das psychiatrische Gutachten von 

Dr. L._______ vom 13. Juni 2016 (IV-act. 52). 

7.1  

7.1.1 Dem orthopädischen Gutachten von Frau Dr. H._______ und 

Dr. I._______ (Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatolo-

gie, (…)zentrum Klinik J._______) vom 14. Januar 2015 (IV-act. 23) sind 

folgende Diagnosen zu entnehmen: 

 Symptomatische Reflexdystrophie Schulter – Arm beidseits (CRPS [Kom-

plexes Regionales Schmerzsyndrom] I) 

o Status nach Schulter-Arthroskopie, Acromioplastik und Kalkent-

fernung rechts am 11.04.2014 

o Status nach Tendinitis calcarea mit Spontaneröffnung und Aus-

heilung Schulter links 

7.1.2 Zur Beurteilung wurde insbesondere ausgeführt, die Beschwerdefüh-

rerin habe bereits vor Dezember 2013 unter wechselnden Beschwerden in 

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C-6446/2016 

Seite 10 

beiden Schultergelenken gelitten, die nie sehr ausgeprägt gewesen seien. 

Im Dezember 2013 sei es beidseits zu einer Schmerzexazerbation gekom-

men. Auf der linken Seite habe dies dem Spontanaufbrechen des Kalkher-

des entsprochen, der sich in der Folge bis März 2014 aufgelöst habe. An 

der rechten Schulter sei bei Persistenz des Kalkherdes im April 2014 die 

operative Entfernung erfolgt. Üblicherweise sollten beidseits die Schulter-

beschwerden dann innerhalb der nächsten zwei bis vier Monate abklingen. 

Bei der Versicherten hätten jedoch ausgeprägte Beschwerden persistiert, 

die mittlerweile nicht mehr auf die Schulterpathologie selbst zurückzufüh-

ren seien. Es seien zusätzlich Symptome einer Sympathikus-Fehlfunktion 

mit veränderter Durchblutung, Schweissneigung und Veränderung von 

Haar- und Nagelwachstum, sowie eine deutliche Hyperalgesie beider Arme 

dazugekommen. Die Diagnose des CRPS I habe zumindest auf der rech-

ten Seite durch eine Szintigraphie erhärtet werden können. Die Chronifi-

zierungstendenz der Versicherten (deutliche Bewegungsangst und 

Schmerzvermeidungsstrategien) sollte durch ein multimodales Behand-

lungskonzept (mit Ergo-/Physio- und Psychotherapie) durchbrochen wer-

den. Dazu werde der interdisziplinäre Austausch zwischen Fachärzten für 

Orthopädie, physikalische und rehabilitative Medizin, Neurologie und An-

ästhesiologie benötigt. Der weitere Verlauf der Erkrankung werde vom ra-

schen Angehen des multimodalen Konzepts abhängig sein (IV-act. 23/6 f.). 

Die Prognose liege zwischen vollständiger Ausheilung bis hin zum schwe-

ren chronischen Verlauf mit bleibender Behinderung, wobei die meisten 

Patienten eine Ausheilung nach einem bis drei Jahren zeigten. Für die an-

gestammte Tätigkeit und ebenso für eine leichtere Tätigkeit, bei der die 

Arme eingesetzt werden müssen, wurde aufgrund des akuten CRPS in der 

schmerzhaften Phase eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 23/7). 

7.1.3 Der RAD (Dr. N._______, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin) hielt 

mit Stellungnahme vom 9. Juni 2015 (IV-act. 31) fest, eine Arbeitsunfähig-

keit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit sei nicht nachvollziehbar. Ers-

tens sei nicht klar, welches die dominante Seite der Versicherten sei 

(Rechts- oder Linkshänderin), zweitens sei unklar, welche der empfohle-

nen Rehabilitationsmassnahmen seit der Begutachtung durchgeführt wor-

den seien, und drittens, was die aktuelle Situation der beiden Schulterge-

lenke sei. Auf Anraten des RAD wurde in der Folge bei Dr. K._______ 

(Facharzt FMH für Rheumatologie) ein rheumatologisches Gutachten ein-

geholt (IV-act. 36). 

 

C-6446/2016 

Seite 11 

7.2  

7.2.1 Das rheumatologische Gutachten vom 7. September 2015 stellt die 

nachfolgenden Diagnosen: 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

 Status nach Schulterarthroskopie, Acromioplastik und Kalkentfernung 

rechts am 11.04.2014, mit/bei 

o chirurgisch komplikationslosem Verlauf 

o fraglicher Reflexdystrophie gemäss Knochenszintigraphie vom 

17.07.2014 

o keinem Nachweis von Kalkablagerung an der linken Schulter 

(11.03.2014) 

 Persistierende Schmerzen, vor allem rechtes Schultergelenk seit Arthro-

skopie vom April 2014 mit/bei 

o Besserem Bewegungsausmass, auch im Vergleich zum Gutach-

ten vom 05.01.2015 (recte: 14.01.2015, IV-act. 23) 

o Gut erhaltener roher Kraft an den oberen Extremitäten 

 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

 Ausgeprägte Form von Weichteilrheumatismus mit/bei 

o Myoarthropathie 

o generalisierter Fibromyalgie 

o Hemi-Hyposensibilität rechte Seite 

o Schlafstörung infolge Grübeln 

o relevanten psychosozialen Belastungsproblemen 

 Haltungsinsuffizienz mit verstärkter Brustkyphose 

7.2.2 Zur Anamnese hielt Dr. K._______ insbesondere fest, die Versicherte 

sei Rechtshänderin. Nach der Diagnose sei eine Behandlung mittels Kran-

kengymnastik, Elektrotherapien und Aufbautraining erfolgt. Zudem sei die 

Versicherte medikamentös mit Dafalgan, Omeprazol, Arcoxia, Nocertone 

und Seresta behandelt worden. Nach Angaben der Explorandin seien die 

Schmerzen keine Spur besser geworden. Aus Sicht des Gutachters hätte 

sie nach der vermuteten Diagnose Algodystrophie rasch mit Miacalcic be-

handelt werden sollen (Wirkstoff: Salmcalcitonin; knochenstabilisierend 

und schmerzlindernd, vgl. etwa Pharma Wiki, abrufbar unter 

<http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Salmcalcitonin&search= 

Calcitonin>, besucht am 12. Oktober 2017) (IV-act. 36/11). Hinter den Di-

agnosen Weichteilrheumatismus sowie Myoarthropathie vermutete der 

Gutachter aufgrund der medizinischen Vorakten eine psychosoziale Kon-

C-6446/2016 

Seite 12 

fliktsituation (IV-act. 36/13). Beurteilend führte Dr. K._______ aus, die pe-

riartikuläre Kalkablagerung der rechten Schulter sei radiologisch mehrfach 

nachgewiesen worden. Auf der linken Seite habe er auf den mitgebrachten 

Röntgenaufnahmen und in den Berichten des Radiologen keinen sicheren 

Befund, der für eine abgelaufene Kalkablagerung sprechen würde, ausma-

chen können. Am 14. April 2014 sei die Versicherte operiert worden. Die 

Kalkmasse sei entfernt worden und dabei habe die weitere radiologische 

Untersuchung gezeigt, dass die Gelenkkapsel beziehungsweise auch die 

Rotatorenmanschette intakt seien. Nach einer solchen Operation (Arthro-

skopie) dürfte die Schmerzsymptomatik rasch wieder abklingen. Ob tat-

sächlich eine relevante Algodystrophie gemäss Knochenszintigraphie vom 

17. Juli 2014 konstatiert werden könne, könne auch nach Sichtung der Auf-

nahmen nicht mit Bestimmtheit bestätigt werden. Einerseits müsse berück-

sichtigt werden, dass die Versicherte am 14. April 2015 an der rechten 

Schulter operiert worden sei, andererseits hätten lokale Schmerzen be-

standen, die zu dieser Übervaskularisation geführt haben könnten. Den-

noch bestehe aufgrund der bekannten psychosozialen Belastungssituation 

die Gefahr der Entwicklung nicht nur einer Fibromyalgie oder Myoarthro-

pathie, sondern auch einer Algodystrophie. Solche Personen seien für 

diese Veränderung sozusagen prädisponiert, daher möchte er dem Radio-

logen nicht unbedingt widersprechen (IV-act. 36/16 f.). Des Weiteren hielt 

Dr. K._______ fest, die Angaben des Hausarztes und des Chirurgen be-

züglich Beweglichkeit beider Schultergelenke (invalidisierende Schmer-

zen) könne er keineswegs bestätigen. Die Beweglichkeit sei als gut einzu-

stufen. Die Versicherte habe demonstriert, dass sie die rechte Schulter 

nicht so weit bewegen könne, dabei habe dieser Arm gut 120° abduziert 

werden können. Die Demonstration der Beweglichkeit der linken Schulter 

habe spielend 140° erreicht, und dies während der Anamnese (IV-act. 

36/11, 36/16 f.). Passiv nachgeholfen hätten links 170° und rechts 160° 

erreicht werden können, ohne Blockierungserscheinung. Es habe keine 

Impingement-symptomatik bestanden. Die Vorwärtsbewegung (Elevation) 

sei beidseits frei gewesen. Gegen Türblatt habe sie beide Arme bis 130° 

vorwärtsbewegen können. Am Kleinfinger habe sich doppelseitige Heber-

den Arthrose (schmerzlos) gefunden; Flexion/Extension beider Handge-

lenke, Ellbogen und Kniegelenke frei; auch die Hüftgelenke zeigten physi-

ologisch eine gute Beweglichkeit. Die Muskeleigenrefelexe an den oberen 

und unteren Extremitäten seien seitengleich und mittellebhaft auslösbar 

gewesen, Babinski und Lasègue negativ. Fersen- und Zehengang habe 

problemlos ausgeführt werden können; in die Hocke habe sie ohne 

Schwierigkeit gehen können; das Böcklisteigen mit dem linken und rechten 

Bein sei symmetrisch und unaufällig gewesen. An der ganzen rechten 

C-6446/2016 

Seite 13 

Seite sei eine Hyposensibilität gefunden worden (IV-act. 36/14f.) Die Wir-

belsäule sei frei beweglich und gut belastbar (IV-act. 36/15, 36/18). Die 

Versicherte stehe nach wie vor in Behandlung in Form von Kinesiotherapie, 

Elektrotherapie, Haltungsturnen und Krankengymnastik, was nach Ein-

schätzung des Gutachters zu einer deutlichen Besserung geführt habe, vor 

allem bezüglich gemessener Untersuchungsresultate vom Januar 2014 im 

Vergleich zur aktuellen Untersuchung (IV-act. 36/17).  

Mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit führte Dr. K._______ aus, aufgrund der 

vermuteten Algodystrophie sei eine Überlastung der rechten Schulter mit 

repetitivem Arbeiten über der Horizontalen zu vermeiden; ausserdem seien 

Drehbewegungen und Belastungen zu vermeiden. Arbeiten mit langandau-

erndem abduziertem Arm oder Hebelwirkung durch gestreckten Arm seien 

ebenfalls zu vermeiden. Ansonsten sehe er trotz des bekannten generali-

sierten Weichteilrheumatismus und der Myoarthropathie keine körperliche 

Beeinträchtigung. Als Betriebsmitarbeiterin in einer Metzgerei mit Arbeiten 

an der Bank oder auch unterhalb der Schulterhöhe lasse sich keine rele-

vante Einschränkung attestieren; insbesondere sehe er keine nennens-

werte Einschränkung beim Vakuumieren von Wurstprodukten oder beim 

Klopfen von Plätzli mit der Maschine, auch nicht beim Heben von bis zu 

10kg, vermutlich durchschnittlich 5kg. Somit könne in der bisherigen Tätig-

keit eine zumutbare Arbeitsfähigkeit attestiert werden, jedoch mit kleinen 

Nuancen einer Einschränkung, was eine Leistungsminderung von maximal 

20% respektive eine Arbeitsfähigkeit von 80% bedeute. Diese Einschät-

zung dürfte ab Juni 2015, sechs Monate nach der orthopädischen Begut-

achtung, gültig sein (IV-act. 36/18 f.). Für eine angepasste Tätigkeit, die 

vorwiegend unterhalb des Schultergürtels ausgeführt würde – mit Vermei-

den von Heben von schweren Lasten – oder für sonstige Arbeiten an der 

Bank mit Sitzen, Stehen und Laufen, Heben bis 5-6kg könne ab Juni 2015 

eine volle Arbeitsfähigkeit konstatiert werden. 

7.2.3 Nach Vorliegen des Gutachtens ersuchte die IV-Stelle den RAD um 

Stellungnahme dazu, ob ein Verlauf einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für 

jegliche Tätigkeiten vom 2. Dezember 2013 bis 30. Mai 2015, und die von 

Dr. K._______ ausgewiesene Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Juni 2015 aus me-

dizinischer Sicht nachvollziehbar seien (IV-act. 37). Mit Stellungnahme 

vom 19. Oktober 2015 (IV-act. 38) bejahte Dr. N._______ beide Fragen 

„aus rein somatischer Sicht“. Hingegen habe Dr. K._______ eine PÄUS-

BONOG-Diagnose (Diagnose eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren 

syndromalen Beschwerdebildes ohne nachweisbare organische Grund-

lage) gestellt und bisher unbekannte psychische Beschwerden erwähnt 

C-6446/2016 

Seite 14 

(IV-act. 38/2). Daher werde ein psychiatrisches Gutachten unter Berück-

sichtigung der Standardindikatoren (vgl. BGE 141 V 281 E. 4) benötigt. 

7.3 Im Anschluss an die Stellungnahme des RAD vom 19. Oktober 2015 

holte die IV-Stelle bei Dr. L._______ (Facharzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie) ein psychiatrisches Gutachten ein (IV-act. 52).  

7.3.1 Im psychiatrischen Gutachten vom 13. Juni 2016 hielt der Gutachter 

im Wesentlichen fest, es würden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bestehen. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei der 

Verdacht auf eine mittlerweile remittierte Anpassungsstörung (ICD-10: 

F43.2) (IV-act. 52/8). Nach eigenen Angaben habe die Versicherte seit 

2014 oder 2015 im Rahmen ehelicher Probleme und der Arbeitsunfähigkeit 

psychiatrische Hilfe gesucht, die sie bis heute 14-täglich weiterführe. Da-

neben werde eine medikamentöse antidepressive, anxiolytische und 

schlafanstossende Behandlung durchgeführt (IV-act. 52/2, 52/7). Es sei ihr 

einige Zeit psychisch schlecht gegangen, doch mittlerweile gehe es wieder 

besser. Die Versicherte fühle sich in der Lage, eine körperlich nicht zu an-

spruchsvolle Tätigkeit durchzuführen, bei der sie die Arme nicht heben so-

wie bezüglich Kraft nicht zu stark einsetzen, und bei der sie nicht repetitiv 

immer die gleichen Tätigkeiten verrichten müsse. Zum Befund führte 

Dr. L._______ aus, das Bewusstsein sei klar, die Orientierung allseits er-

halten. Es habe sich keine Störung der kognitiven Funktionen gefunden. 

Der Affekt sei euthym gewesen, (die Versicherte sei) freundlich und habe 

wiederholt gelächelt. Sie fühle sich aktuell nicht verstimmt, vorwiegend ner-

vös wegen der gesamten ungewissen Situation, die sie besorge. Diffuse 

Ängste konnten keine eruiert werden. Die affektive Modulation sei erhalten, 

ebenfalls die gestische und mimische Mitbeteiligung, psychomotorisch sei 

sie unauffällig gewesen (IV-act. 52/4). Beurteilend hielt der Gutachter fest, 

in der Untersuchung finde sich eine psychopathologisch völlig unauffällige 

Explorandin, die sehr einfach strukturiert wirke, doch würden sich keine 

Hinweise auf eine affektive Störung oder eine anderweitige psychisch re-

levante Problematik zeigen (IV-act. 52/4). Die Explorandin sei auch zur 

Körperschmerzsymptomatik befragt worden, doch würden die Ganzkörper-

schmerzen, wie sie von Dr. K._______ beschrieben würden, aktuell nicht 

im Vordergrund stehen. Diesbezüglich scheine daher eine Besserung ein-

getreten zu sein. Die Explorandin suche auch nicht dauernd ärztliche Hilfe 

aufgrund dieser Ganzkörperschmerzen auf, sondern aufgrund der lokali-

sierten Beschwerden in den Schulterbereichen, die ja auch teilweise ob-

jektiviert werden könnten. Es könne daher nicht die Diagnose einer soma-

C-6446/2016 

Seite 15 

toformen Schmerzstörung gestellt werden (IV-act. 52/5). Aus psychiatri-

scher Sicht könne von einer guten Prognose ausgegangen werden (IV-act. 

52/8). 

7.3.2 Der RAD (Dr. N._______) konstatierte am 20. Juni 2016 gestützt auf 

die vorliegenden Gutachten eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit von 100% vom 3. Dezember 2013 bis zum 31. Mai 2015 und eine 

solche von 20% ab dem 1. Juni 2015. In einer Verweistätigkeit (Tätigkeiten, 

die vorwiegend unterhalb des Schultergürtels ausgeführt werden, mit Ver-

meiden von Heben von schweren Lasten, oder sonstige Arbeiten mit Sit-

zen, Stehen, Laufen, Heben bis 5-6kg, ohne repetitive Bewegungen des 

rechten Arms) erachtete er die Beschwerdeführerin vom 3. Dezember 2013 

bis zum 31. Mai 2015 als vollständig arbeitsunfähig, ab dem 1. Juni 2015 

als 100% arbeitsfähig. Dazu führte er aus, die IV-Stelle könne sich auf das 

rheumatologische und das psychiatrische Gutachten abstützen. Diese Be-

richte seien umfassend, beruhten auf allseitigen Untersuchungen, und 

seien in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden. Die geklagten Be-

schwerden seien berücksichtigt worden, und es sei ein umfassendes Bild 

des Gesundheitszustands der Versicherten vermittelt worden. Die Gutach-

ter hätten sich mit den Meinungen der Versicherten und den Voruntersu-

chungen der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt. Die Beurteilungen 

und Schlussfolgerungen seien nachvollziehbar. Die gutachterlich festge-

stellte Arbeitsfähigkeit sei auch nach Prüfung der Standardindikatoren voll-

umfänglich nachvollziehbar (IV-act. 54/3 f.). 

7.4 Die Vorinstanz schliesst gestützt auf die genannten Unterlagen auf eine 

relevante Arbeitsunfähigkeit von Dezember 2013 bis 31. Mai 2015. 

Dazu führt sie aus, die Versicherte habe ihre bisherige Tätigkeit als Metz-

gerei-Betriebsmitarbeiterin sowie jede andere Tätigkeit auf dem freien Ar-

beitsmarkt (ab Dezember 2013) nicht mehr ausüben können. Der Einkom-

mensvergleich für das Jahr 2014 habe ein Invalideneinkommen von Fr. 0.-

ergeben. Daher habe die Versicherte ab Dezember 2014 (Ablauf der ein-

jährigen Wartefrist von Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG) Anspruch auf eine ganze 

Rente (IV-act. 61/10). Unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Situa-

tion sei ihr aus spezialärztlicher Sicht ab Juni 2016 (recte: 2015) ihre bis-

herige Tätigkeit wieder zu einem Pensum von 80% zumutbar. Angepasste 

Verweistätigkeiten ohne Heben von mehr als 6kg und ohne repetitive Be-

wegungen des rechten Arms, die vorwiegend unterhalb des Schultergürtels 

ausgeführt würden, sowie sonstige Arbeiten mit Sitzen, Stehen und Laufen, 

C-6446/2016 

Seite 16 

seien ihr hingegen zu 100% zumutbar. In Frage kämen beispielsweise Kon-

troll-, Sortier- oder Überwachungstätigkeiten, einfache Lagerarbeiten usw. 

Der Einkommensvergleich für das Jahr 2015 habe einen Invaliditätsgrad 

von 0% ergeben. Da der Invaliditätsgrad ab dem 1. Juni 2015 unter 40% 

liege, bestehe kein Rentenanspruch mehr. Nach Ablauf der dreimonatigen 

Übergangsfrist (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV), das heisst per 31. August 2015, 

werde die ganze Rente aufgehoben (IV-act. 61/10 f.).  

7.5 Die Beschwerdeführerin wendet im Beschwerdeverfahren ein, sie sei 

erneut von einem Facharzt zu begutachten, um eine zusätzliche Einschät-

zung zu haben. Sie habe weiterhin die bekannten Symptome und sei nach 

wie vor in ärztlicher Behandlung. Sie bestreite, dass sie von Dr. L._______ 

(recte wohl: Dr. K._______) aufgefordert worden sei, die Arme zu heben, 

und dies eine Beweglichkeit von 120° beziehungsweise 140° ergeben 

habe. Sie sei von dem Facharzt nicht zu körperlichen Übungen aufgefor-

dert worden, sondern habe nur Fragen beantworten müssen. Zwischen 

dem Gutachten der Klinik J._______ und der Einschätzung durch 

Dr. L._______ bestehe ein Widerspruch (act. 1, 12). 

7.6 Die IVSTA führt auf Beschwerdeebene insbesondere aus, es bestehe 

kein Anspruch auf weitere Gutachten, wenn der Sachverhalt durch schlüs-

sige Gutachten abgeklärt sei. Dr. K._______ habe sein Gutachten in Kennt-

nis der Vorakten erstellt, er habe die Beschwerdeführerin eingehend unter-

sucht und umfassende rheumatologische Befunde erhoben. Während im 

Gutachten der Klinik J._______ (IV-act. 23) noch eine stark eingeschränkte 

Schulterbeweglichkeit festgestellt worden sei, habe Dr. K._______ sieben 

Monate später eine deutlich gebesserte Beweglichkeit vermerkt. Zudem 

habe er keine Atrophie der Schulter- und Armmuskulatur bemerkt. Diese 

Feststellung kontrastiere deutlich mit der schlechten Beweglichkeit, welche 

sich bei der Begutachtung in der Klinik J._______ gezeigt habe. Die Be-

schwerdeführerin scheine die Empfehlungen der behandelnden Ärzte so-

wie der Sachverständigen der Klinik J._______ umgesetzt zu haben, so 

dass es bezüglich der Schulterbeweglichkeit zu einer Besserung gekom-

men sei. Dass Dr. K._______ gestützt darauf eine Arbeitsfähigkeit attestiert 

habe, erscheine plausibel. Auch Dr. L._______ habe sein Gutachten in 

Kenntnis der Vorakten erstellt, er habe eine Anamnese und Befunde erho-

ben; diese seien unauffällig gewesen. Seine Folgerung, dass keine rele-

vanten psychiatrischen Beschwerden bestehen würden, scheine insoweit 

begründet. Mit den vorhandenen Gutachten sei der Sachverhalt mithin 

C-6446/2016 

Seite 17 

ausreichend abgeklärt. Die Notwendigkeit von Physiotherapie und der Ein-

nahme von Medikamenten spreche nicht gegen eine Arbeitsfähigkeit in ei-

ner leidensangepassten Tätigkeit. 

8.  

8.1 Zunächst ist zu prüfen, ob die Vorinstanz ihrer Abklärungspflicht im 

Sinne von Art. 43 ATSG rechtsgenüglich nachgekommen ist.  

8.1.1 Das durch die Zürich Versicherung eingeholte orthopädische Gutach-

ten von Frau Dr. H._______ und Dr. I._______ vom 14. Januar 2015 (IV-

act. 23) basiert auf einer Analyse von medizinischen Vorakten, insbeson-

dere betreffend die Entwicklung der Schulterbeschwerden bis nach der 

Operation der rechten Schulter am 11. April 2014. Aus dem Gutachten 

ergibt sich, dass nicht sämtliche Vorakten (insb. der Zürich Versicherung) 

berücksichtigt wurden (vgl. IV-act. 23/3 f., IV-act. 13). Auf das Gutachten 

kann betreffend den Zeitraum von Dezember 2013 bis Juni 2015 dennoch 

abgestellt werden. Zum einen basiert es auf einer für die strittigen Belange 

umfassenden fachärztlichen Untersuchung, berücksichtigt die von der Be-

schwerdeführerin geklagten Beschwerden, diskutiert die festgehaltenen 

Diagnosen und ist in seinen Schlussfolgerungen zur gesundheitlichen Si-

tuation und deren Auswirkungen schlüssig. Zum anderen überzeugt es 

auch unter Mitberücksichtigung der nachfolgenden fachärztlichen Berichte, 

insbesondere des rheumatologischen Gutachtens (IV-act. 36) (vgl. so-

gleich E. 7.1.2). 

8.1.2 Das rheumatologische Gutachten Dr. K._______ vom 7. September 

2015 (IV-act. 36) erging unter ausführlicher Berücksichtigung der Vorakten 

von August 2013 bis Mai 2015. Es setzt sich mit diesen, insbesondere auch 

mit dem orthopädischen Gutachten, kritisch auseinander, ohne die Beur-

teilung der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der Untersuchung vom 5. Januar 

2015 in Frage zu stellen. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der me-

dizinischen Zusammenhänge ein, und die gezogenen Schlussfolgerungen 

sind in Bezug auf Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Im Ge-

gensatz zum vorangehenden Gutachten wird eine gute Beweglichkeit der 

Schultergelenke festgestellt und vermerkt, dass die Behandlung in Form 

von Kinesiotherapie, Elektrotherapie, Haltungsturnen und Krankengym-

nastik zu einer deutlichen Besserung im Vergleich zur vormaligen Untersu-

chung im Januar 2014 geführt habe (IV-act. 36/17). Diese Feststellung ist 

kompatibel mit den Ausführungen im orthopädischen Gutachten, wonach 

die Prognose umso besser sei, je frühzeitiger und umfangreicher mit der 

C-6446/2016 

Seite 18 

Therapie der Erkrankung (mittels Ergo-/Physio- und Psychotherapie) be-

gonnen werde; die Prognose liege zwischen vollständiger Ausheilung bis 

hin zum schweren chronischen Verlauf mit bleibender Behinderung (IV-act. 

23/7). Ein Widerspruch zwischen den beiden Gutachten kann nicht ausge-

macht werden. Vielmehr beruhen die Feststellungen von Dr. K._______ 

auf aktuelleren Befunden. Das acht Monate zuvor erstellte orthopädische 

Gutachten stellte hingegen für den damaligen Zeitpunkt (noch) eine stär-

kere gesundheitliche Einschränkung fest und ging von einer ungewissen 

Prognose aus. Gleichzeitig wurde angemerkt, dass mit Umsetzung der Be-

handlung etwa 85% der Patienten einen positiven Verlauf zeigten (vgl. IV-

act. 23/7 f.). 

Das rheumatologische Gutachten erweist sich als vollumfänglich beweis-

tauglich. Nicht zu folgen ist einzig der Schlussfolgerung in Bezug auf den 

Zeitpunkt der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit. Es wird nicht dargelegt, 

weshalb die Einschätzung aus Sicht des Gutachters – der die Beschwer-

deführerin im August 2015 untersuchte und das Gutachten im September 

2015 erstattete – rückwirkend ab Juni 2015 gelten soll. Auf die befundge-

stützte, nachvollziehbare Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist vielmehr ab 

dem objektivierbaren Datum der Untersuchung, dem 14. August 2015, ab-

zustellen (vgl. dazu nachfolgend E. 8.2 und 8.3.2 f.). 

8.1.3 Das psychiatrische Gutachten von Dr. L._______ vom 13. Juni 2016 

(IV-act. 52) erfüllt die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine 

beweiskräftige Expertise ebenfalls. Es basiert neben der Berücksichtigung 

der bestehenden, aus psychiatrischer beziehungsweise psychologischer 

Sicht relevanten Akten, insbesondere auf einer Prüfung der subjektiven An-

gaben der Beschwerdeführerin, einer detaillierten Befunderhebung und ei-

ner sorgfältigen Beurteilung. Einwände gegen die Einschätzung des Gut-

achters bringt die Beschwerdeführerin denn auch nicht vor. 

8.1.4 Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin 

seit Dezember 2013 hat die Vorinstanz mithin im Grundsatz zu Recht so-

wohl auf das orthopädische, als auch auf das rheumatologische und das 

psychiatrische Gutachten abgestellt. Diesen kommt für den Zeitpunkt ihrer 

Erstattung voller Beweiswert zu.  

Die Schlüssigkeit der Gutachten wird auch durch die seitens der Beschwer-

deführerin erhobenen Einwände nicht in Frage gestellt. Dass die Be-

schwerdeführerin sich weiterhin in ärztlicher Behandlung befindet, wider-

C-6446/2016 

Seite 19 

spricht den Feststellungen der Gutachten, auch in Bezug auf die abgelei-

tete relevante Arbeitsfähigkeit, nicht, zumal den in den Akten liegenden 

Arztberichten keine den Gutachten widersprechende Diagnosen oder Aus-

führungen zu entnehmen sind. Aus dem aktuellsten Bericht von Frau Dr. 

G._______ (DIU de Médecine et Traumatologie du sport, DIU d’échogra-

phie Ostéo-Articulaire, DIU de Podologie Médicale) vom 12. Februar 2015 

(IV-act. 30/17, 30/29) – sechs Monate vor der rheumatologischen Begut-

achtung – ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin rechtsseitige Schulter-

schmerzen präsentiere. Trotz der Acromioplastik im April 2014 persistierten  

bilaterale Schulterschmerzen, nächtliches Aufwachen und eine Parästhe-

sie der Hände. Die Vorwärtsflexion sei auf 150° limitiert; die Rotation nach 

innen und aussen sei mit 30° beidseits eingeschränkt. Dr. O._______(Neu-

rologe) hielt am 6. März 2015 im Wesentlichen fest, die neurologische Un-

tersuchung sei im Bereich des Normalen. Es seien keine Anomalien kranial 

festgestellt worden, an den Extremitäten bestehe kein Defizit der Senso-

motorik, es habe sich keine Verlangsamung der Nervenleitgeschwindigkeit 

gezeigt (IV-act. 30/21 f.). Dr. F._______ (chirurgien orthopédiste) berichtete 

am 18. Mai 2015 (IV-act. 33/2), die Entwicklung (der rechten Schulter) sei 

günstig. Die Schmerzen hätten sich gebessert. Es persistierten noch 

abendliche Schmerzen aufgrund eines muskulären Defizits und des Feh-

lens von Ausdauer. Die Situation sei jedoch deutlich verbessert im Ver-

gleich zur präoperativen Lage (IV-act. 33/2). Die Beschwerdeführerin 

wurde durch Dr. L._______ sodann psychiatrisch begutachtet und in die-

sem Zusammenhang nicht körperlich untersucht. Dr. K._______ hingegen 

erhob während der Anamnese eine passive Schulterbeweglichkeit von bis 

160° rechts und 170° links (vgl. IV-act. 36/14). 

Der rechtserhebliche Sachverhalt erweist sich mithin als vollständig und 

richtig erstellt. Eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes durch die 

Vorinstanz kann nicht festgestellt werden. Es besteht daher keine Notwen-

digkeit für die Einholung eines weiteren Gutachtens. 

8.2 Aus den vorliegenden medizinischen Unterlagen, insbesondere dem 

orthopädischen Gutachten vom 14. Januar 2015 (IV-act. 23), ergibt sich für 

den Zeitpunkt des Beginns des potenziellen Rentenanspruchs im Dezem-

ber 2014 das Vorliegen einer Symptomatischen Reflexdystrophie von 

Schultern und Armen (CRPS) mit einer vollen Arbeitsunfähigkeit sowohl in 

der angestammten als auch einer angepassten Tätigkeit.  

Per 14. August 2015 kann gestützt auf das rheumatologische Gutachten 

(IV-act. 36) eine wesentlich verbesserte Beweglichkeit der Schultergelenke 

C-6446/2016 

Seite 20 

ohne Impingement sowie ein unauffälliger Befund der Hand- und Ellbogen-

gelenke festgestellt werden. Unter Berücksichtigung von Funktionsein-

schränkungen (keine repetitivem Arbeiten über der Horizontalen, keine 

Drehbewegungen und Belastungen der rechten Schulter, keine Arbeiten 

mit langandauerndem abduziertem Arm oder Hebelwirkung durch ge-

streckten Arm, mit Vermeiden von Heben von schweren Lasten, Heben bis 

5-6kg) ist der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit mit einer Leis-

tungsverminderung von 20% zumutbar, während für eine angepasste Tä-

tigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit besteht. Das psychiatrische Gutachten 

stützt diese Einschätzung und schliesst das Vorliegen einer somatoformen 

Schmerzstörung aus (IV-act. 52/5). 

Zusammenfassend bestand bei der Beschwerdeführerin ab Dezember 

2013 eine volle Arbeitsunfähigkeit. Per 14. August 2015 war mit überwie-

gender Wahrscheinlichkeit eine wesentliche Verbesserung des Gesund-

heitszustands eingetreten, aus der eine Arbeitsfähigkeit von 80% in der an-

gestammten beziehungsweise von 100% in einer angepassten Tätigkeit 

abgeleitet werden kann. 

8.3 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 

ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommens-

vergleichs, das heisst mittels eines Vergleichs von Validen- und Invaliden-

einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu bestimmen (vgl. BGE 130 V 

343 E. 3.4.2 mit Hinweisen; BGE 129 V 222. E. 4). 

8.3.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im massgeblichen Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. 

Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und 

der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da 

es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Ge-

sundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1; 129 V 

222 E. 4.3.1 mit Hinweisen; Urteil des BGer 8C_567/2013 vom 30. Dezem-

ber 2013 E. 2.2.1).  

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-

kret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gege-

ben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-

C-6446/2016 

Seite 21 

schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-

tätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellen-

löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) periodisch heraus-

gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 

126 V 75 f. E. 3b/aa und bb; 129 V 472 E. 4.2.1). Wird das Invalidenein-

kommen auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebungen 

des BFS ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) al-

lenfalls zu kürzen. Ob und in welcher Höhe statistische Tabellenlöhne her-

abzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um-

ständen des Einzelfalles ab, die nach pflichtgemässem Ermessen gesamt-

haft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes 

zu begrenzen sind. Relevante Merkmale sind leidensbedingte Einschrän-

kung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäfti-

gungsgrad (BGE 134 V 322 E. 5.2; 126 V 75 E. 5b/bb). 

8.3.2 In ihrer letzten Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin bei der 

B._______ AG erzielte die Beschwerdeführerin nach Auskunft der Arbeit-

geberin ab dem 1. Januar 2014 ein monatliches Einkommen von Fr. 3‘487.- 

(vgl. IV-act. 16/3). Zur Prüfung des Rentenanspruchs ab Dezember 2014 

ging die Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei 

voller Arbeitsunfähigkeit kein Invalideneinkommen erzielen konnte, 

wodurch sich in der Gegenüberstellung mit dem Valideneinkommen ein In-

validitätsgrad von 100% ergibt.  

Nach dem Gesagten hat die Beschwerdeführerin ab Dezember 2014 An-

spruch auf eine ganze Rente. Der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabset-

zung dieser Rente ist nach Massgabe von Art. 88a IVV festzusetzen (vgl. 

vorne E. 6). Nachdem die festgestellte Verbesserung des Gesundheitszu-

stands und die Wiedererlangung einer relevanten Arbeitsfähigkeit per 

14. August 2015 erfolgt ist, ist die ganze Rente bis Ende November 2015 

auszurichten. 

8.3.3 Für die Prüfung des Rentenanspruchs ab Dezember 2015 ist auf die 

Verhältnisse im Jahr 2015 abzustellen. 

Die Vorinstanz hat ausgehend von der Restarbeitsfähigkeit von 100% in 

einer der gesundheitlichen Situation angepassten Tätigkeit einen Einkom-

mensvergleich nach Art. 16 ATSG durchgeführt (vgl. IV-act. 61/10 f.). Dazu 

ging sie von einem Valideneinkommen von Fr. 45‘558.- (13 * Fr. 3‘487.- 

zuzüglich 0.5% Nominallohnentwicklung im Sektor 2 Produktion, gemäss 

BFS, Schweizerischer Lohnindex 2015, Tabelle T1.10 [Nominallohnindex 

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_455%2F2013+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F134-V-322%3Ade&number_of_ranks=0#page322
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_455%2F2013+&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-V-75%3Ade&number_of_ranks=0#page75

C-6446/2016 

Seite 22 

2011-2015]) aus. Der branchenübliche Lohn einer Arbeitnehmerin in der 

Branche „Herstellung von Nahrungsmitteln, Getränkeherstellung“ (LSE 

2012, Tabelle TA 1, Frauen, Kompetenzniveau 1), angepasst an die übliche 

Arbeitszeit und auf das Jahr 2015 indexiert, beträgt gemäss der Vorinstanz 

Fr. 52‘555.- (recte: Fr. 53‘190.25, unter Berücksichtigung der üblichen Ar-

beitszeit in der Branche „Herstellung von Nahrungsmitteln, Getränkeher-

stellung“ von 42.2, statt des Durchschnittswerts aller Branchen von 41.7). 

Der tatsächlich von der Beschwerdeführerin erzielte Verdienst liegt damit 

deutlich unter dem branchenüblichen Verdienst, weshalb die Vorinstanz 

eine Parallelisierung vornahm (vgl. BGE 135 V 297). Die Abweichung des 

tatsächlichen jährlichen Valideneinkommens vom branchenüblichen Ein-

kommen beträgt Fr. 7‘632.25 und damit 14.3% (Vorinstanz: 13%). Die Er-

höhung des Valideneinkommens um 9.3 % (BGE 135 V 297 E. 6.1.2) ergibt 

als für die Invaliditätsbemessung massgebliches Valideneinkommen 

Fr. 49‘795.- (Vorinstanz: Fr. 45.558.-). 

Zur Bestimmung des Invalideneinkommens hat die Vorinstanz den Tabel-

lenlohn der LSE 2012 für Frauen im Kompetenzniveau 1 herangezogen 

und auf die durchschnittliche Anzahl Wochenarbeitsstunden hochgerech-

net. Daraus ergab sich ein durchschnittlicher, auf das Jahr 2015 indexierter 

Jahreslohn von Fr. 52‘572.- (4‘112.- / 40 * 41.7 = 4‘286.76 * 12 = 51‘441.-, 

korrigiert um die Nominallohnentwicklung). Unter Gewährung eines lei-

densbedingten Abzugs vom Tabellenlohn von 5%, ermittelte die Vorinstanz 

ein Invalideneinkommen von Fr. 45‘738.- (recte: Fr. 49‘943.-). 

Durch die Gegenüberstellung von Validen-und Invalideneinkommen be-

rechnete die Vorinstanz einen Invaliditätsgrad von 0%. Auch eine Gegen-

überstellung der korrigierten Validen- und Invalideneinkommen (Fr. 

49‘795.- / Fr. 49‘943.-) ergibt einen Invaliditätsgrad von 0%.  

Damit besteht ab Dezember 2015 kein Anspruch mehr auf eine Rente. 

8.4 Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzuheis-

sen, als ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine ordentliche ganze 

Rente zuzüglich Kinderrenten von Dezember 2014 bis Ende November 

2015 festgestellt wird. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten ist. 

 

 

C-6446/2016 

Seite 23 

9.  

9.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem Bun-

desverwaltungsgericht ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 

IVG). Als teilweise unterliegende Partei sind die Verfahrenskosten, die auf 

Fr. 800.- festzusetzen sind, zur Hälfte der Beschwerdeführerin aufzuerle-

gen (vgl. Art. 63 Abs. 1 und 4bis VwVG, sowie Art. 1, 2 und 4 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der von der Be-

schwerdeführerin zu tragende Anteil an den Verfahrenskosten von Fr. 400.- 

ist dem geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen. Der Restbetrag von 

Fr. 400.- ist ihr nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu-

rückzuerstatten.  

Der Vorinstanz sind keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 

2 VwVG). 

9.2 Der (teilweise) obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf 

Begehren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhält-

nismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG und 

Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Bei verhältnismässig geringen Kosten kann von einer Parteientschädigung 

abgesehen werden (Art. 7 Abs. 4 VGKE). Da die teilweise obsiegende Be-

schwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht anwaltlich 

vertreten war und keine anderweitigen Auslagen geltend gemacht hat, ist 

ihr keine Parteientschädigung zuzusprechen.  

Der teilweise obsiegenden Vorinstanz als Bundesbehörde ist ebenfalls 

keine Entschädigung auszurichten (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

(Dispositiv: nächste Seite) 

 

 

  

C-6446/2016 

Seite 24 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit teilweise gutgeheissen, als ein Anspruch auf 

eine ordentliche ganze Rente zuzüglich Kinderrenten von Dezember 2014 

bis Ende November 2015 festgestellt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde 

abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Kosten des Verfahrens werden im Umfang von Fr. 400.- der Beschwer-

deführerin auferlegt. Die erhobenen Kosten werden dem Kostenvorschuss 

entnommen. Der Restbetrag von Fr. 400.- wird der Beschwerdeführerin 

nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Formular Zahladres-

se) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Viktoria Helfenstein Simona Risi 

 

 

Rechtsmittelbelehrung siehe nächste Seite 

 

 

C-6446/2016 

Seite 25 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG).