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**Case Identifier:** 437701f2-9698-5cb3-9db7-aabf05f0511a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.10.2016 IV 2014/215
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-215_2016-10-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/215

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.01.2020

Entscheiddatum: 25.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2016
Art. 8 und 18 IVG; Art. 28 IVG; Art. 61 lit. d ATSG Reformatio in peius 
vorliegend verneint, da insgesamt keine Schlechterstellung resultiert. 
Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint; Anspruch auf eine halbe IV-
Rente (rückwirkend ab Ablauf des Wartejahres) bejaht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2016, IV 
2014/215).

Besetzung

Vizepräsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Marilena Gnesa

Geschäftsnr.  

IV 2014/215

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur 

alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente / berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich am 23. Juli 2010 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung (Massnahmen für die berufliche Eingliederung) an (IV-act. 1). Er 

gab an, an einer Supraumbilikalhernie zu leiden und arbeitsunfähig zu sein (IV-act. 1, 21 

und 26). Er war seit 26. Juni 2006 bei der Schlosserei B.___ als Schlosser und 

Hilfsarbeiter angestellt (Auflösung des Arbeitsverhältnisses per 30. April 2011, act. G 

9.1, IV-act. 13; Krankmeldung, bei den Fremdakten der Helsana).

A.b  Am 9. Februar 2010 war die Supraumbilikalhernie im Spital C.___ operiert worden 

(Bericht vom 19. Februar 2010, IV-act. 19, S. 1 f.; Operationsbericht, IV-act. 28, S. 19). 

Am 16. September 2010 wurde im Spital D.___ eine Rezidivumbilikalhernie 

laparoskopisch reponiert (Operationsbericht, IV-act. 21, S. 5; Arztbericht vom 23. 

September 2010, IV-act. 25, S. 8 f.; Austrittsbericht vom 18. September 2010, IV-act. 

25, S. 3; Bericht vom 20. Oktober 2010 über die Hospitalisation vom 24. September bis 

6. Oktober 2010 im Spital C.___ auf Grund eines Bauchdeckenabszesses und von 

Phlegmonen, IV-act. 25, S. 18 ff., Bericht des Spitals C.___ vom 18. Oktober 2010 über 

eine Revision bei Bauchdeckenabszess rechts paraumbilikal, IV-act. 28, S. 5 ff.).

A.c  Am 7. Februar 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er keinen 

Anspruch auf berufliche Massnahmen habe, da solche auf Grund des instabilen 

Gesundheitszustands nicht möglich seien. Es werde der Anspruch auf eine Rente 

geprüft (Mitteilung, IV-act. 32). Der Versicherte machte daraufhin in einem als Einwand 

bezeichneten Schreiben vom 21. März 2011 geltend, dass er eine Lehre als Schlosser 

abgeschlossen habe und in diesem Beruf nicht mehr arbeiten könne (IV-act. 35, S. 1).

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A.d  Die seit 28. Januar 2011 behandelnde Dr. med. E.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie diagnostizierte (mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) seit Herbst 

2010 sowie ein Rezidiv einer Umbilikalhernie bei Status nach operativem Vorgehen und 

Bauchdeckenabszess mit Phlegmonen. Sie attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 

% seit 28. Januar 2011 in der angestammten Tätigkeit als Schlosser und in jeglicher 

behinderungsangepassten Tätigkeit (Bericht vom 21./24. März 2011, IV-act. 36).

A.e  Ende März 2011 konsultierte der Versicherte wegen seit Monaten verspürter 

belastungsabhängiger Schmerzen in beiden Schultern Dr. med. F.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie FMH und Sportmedizin. Dieser diagnostizierte eine 

Supraspinatussehnenruptur mit Impingement bei Acromioclaviculargelenksarthrose 

rechts, eine subtotale Supraspinatussehnenruptur und Teilruptur der 

Subscapularissehne sowie eine SLAP-Läsion II und eine 

Acromioclaviculargelenksarthrose links (Bericht vom 28. März 2011, IV-act. 48, S. 5; 

vgl. auch IV-act. 48, S. 6, und Bericht vom 5. April 2012, IV-act. 53).

A.f  Zur Behandlung einer atypischen Depression mit vorwiegend depressiven und 

somatischen Symptomen im mittelgradigen Ausmass (ICD-10: F32.8) wurde der 

Versicherte vom 14. November bis 16. Dezember 2011 in der Klinik G.___ behandelt 

(Bericht vom 23. Dezember 2011, IV-act. 48, S. 1 ff.). In der zuletzt ausgeübten 

Tätigkeit als Schlosser sei der Versicherte ab 27. September 2011 zu 60 % 

arbeitsfähig. In adaptierter Tätigkeit ohne Schicht-, Akkord- und Fliessbandarbeit sowie 

ohne starke äussere Reize sei er "ab sofort" zu 60 % arbeitsfähig (Bericht vom 13. Juni 

2012, IV-act. 56). Dr. E.___ diagnostizierte u.a. eine mittelgradige chronifizierte 

depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) im Sinne einer 

chronifizierten depressiven Erkrankung bei Komorbidität einer Persönlichkeitsstörung 

(Merkmal einer Persönlichkeitsstörung Cluster-Gruppe B) mit schlechter Prognose 

(Bericht vom 19. März 2012, IV-act. 51; vgl. auch Verlaufsbericht von Dr. med. H.___, 

Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 27. Februar 2012, IV-act. 52).

A.g  Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte einer polydisziplinären 

medizinischen Untersuchung (allgemeine innere Medizin, orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, Psychiatrie und Psychotherapie sowie 

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Rheumatologie) durch das Zentrum für Medizinische Begutachtung (ZMB), Basel, 

unterzogen (vgl. Mitteilung vom 24. Juli 2012, IV-act. 58; IV-act. 61; Mitteilung vom 2. 

Oktober 2012, IV-act. 63, und Schreiben vom 18. Oktober 2012, IV-act. 64). In der 

polydisziplinären Gesamtbeurteilung diagnostizierten die Gutachter (mit Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere 

Episode mit somatischem Syndrom und Somatisierungstendenzen, ein chronisches 

beidseitiges Schulterschmerzsyndrom nach chronischer Überlastung mit 

Funktionseinschränkung, ein chronisches cervical und lumbal betontes 

Panvertebralsyndrom sowie eine Inguinalhernie links. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

als Mitarbeiter in einer Schlosserei sei ihm seit Februar 2010 nicht mehr zumutbar. Aus 

rein somatischer Sicht sei ihm eine adaptierte Tätigkeit ohne repetitives Heben von 

Lasten über 5 kg bis zur Bauchhöhe, ohne Einnahme körperlicher Zwangshaltungen 

von HWS und LWS und ohne Überkopfarbeiten weitgehend möglich, mit einer 

Einschränkung von 30 % auf Grund der Schmerzproblematik. Aus psychiatrischer 

Sicht bestehe auf Grund der reduzierten psychischen Belastbarkeit, der verminderten 

Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit und Ausdauer eine Einschränkung von 40 % ab 

Datum des Gutachtens (21. Mai 2013; vgl. Gutachten, IV-act. 72, insbesondere S. 40 

ff.). Beim Einkommensvergleich ermittelte die IV-Stelle eine invaliditätsbedingte 

Erwerbseinbusse von 41,79 % (IV-act. 77). Mit Vorbescheid vom 27. September 2013 

stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Februar 

2011 bis 30. April 2013 und einer Viertelsrente ab 1. Mai 2013 in Aussicht (IV-act. 79), 

worauf der Versicherte am 16. Oktober 2013 Einwand gegen die Zusprache lediglich 

einer Viertelsrente ab 1. Mai 2013 erhob (IV-act. 80). Am 10. März 2014 verfügte die IV-

Stelle gemäss Vorbescheid (IV-act. 84 f.).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 10. März 2014 richtet sich die vorliegende Beschwerde 

vom 14. April 2014 (act. G 1). Der Beschwerdeführer beantragt darin unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin die teilweise Aufhebung der 

Verfügung vom 10. März 2014 für die Zeit ab 1. Mai 2013 und die Zusprache von 

beruflichen Massnahmen, insbesondere Umschulung, allenfalls die 

Wiedereingliederung nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens. 

Eventualiter beantragt er die teilweise Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die 

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Zusprechung einer ganzen Rente ab 1. Mai 2013 nach Durchführung der beruflichen 

Massnahmen. Es sei nicht nachvollziehbar, warum die ganze Rente ab 1. Mai 2013 auf 

eine Viertelsrente reduziert worden sei, nachdem sich der medizinische Zustand nicht 

nachhaltig gebessert habe. Die chronischen beidseitigen Schulterschmerzen, die 

starken Rückenschmerzen sowie die rezidivierende depressive Störung mit 

somatischem Syndrom würden sich nachhaltig ungünstig auf jede potentielle Tätigkeit 

auswirken. Im Weiteren bezeichnete er es als sinnvoll, das Rentenverfahren allenfalls zu 

sistieren, bis die beruflichen Massnahmen durchgeführt worden seien.

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 28. Mai 2014 (act. G 4) beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Feststellung, dass der 

Beschwerdeführer ab Februar 2011 Anspruch auf eine Viertelsrente habe. Begründet 

wird dies damit, die angefochtene Verfügung sei rechtsfehlerhaft, soweit dem 

Beschwerdeführer mehr als eine Viertelsrente zugesprochen worden sei, da er im 

Zeitpunkt der IV-Anmeldung vom 19. Juli 2010 in angepasster Tätigkeit zu 60 % 

arbeitsfähig gewesen sei. Einen Umschulungsanspruch verneinte sie; eine 

Wiedereingliederung setze keine beruflichen Massnahmen voraus, weil eine Hilfsarbeit 

ohne Ausbildung aufgenommen werden könne. Ausserdem sei der Beschwerdeführer 

subjektiv nicht eingliederungsfähig. Die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers bei der 

Stellensuche seien nicht auf gesundheitlich bedingte Einschränkungen zurückzuführen, 

womit die Arbeitsvermittlung nicht in die Zuständigkeit der Invalidenversicherung, 

sondern allenfalls der Arbeitslosenversicherung falle.

B.c  Mit Replik vom 21. Juli 2014 (act. G 9) hält der Beschwerdeführer an den in der 

Beschwerde gestellten Anträgen fest und weist insbesondere darauf hin, dass die 

beruflichen Massnahmen vor dem Entscheid über die Invalidenrente vorzunehmen 

seien.

B.d  Seitens des Gerichts wurde am 14. August 2014 festgehalten, dass die 

Beschwerdegegnerin keine beruflichen Massnahmen durchführe, weshalb sich die in 

der Beschwerde beantragte Verfahrenssistierung erübrige (act. G 10).

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 11).

Erwägungen

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1. 

1.1  Im vorliegenden Verfahren beantragt der Beschwerdeführer die Zusprache von 

beruflichen Massnahmen, insbesondere einer Umschulung, allenfalls einer 

Wiedereingliederung nach Durchführung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens und 

lediglich eventualiter die Weiterausrichtung einer ganzen Rente der 

Invalidenversicherung ab 1. Mai 2013. Die angefochtene Verfügung äussert sich 

betreffend berufliche Massnahmen insoweit, als festgehalten wird, solche seien nur 

dann erfolgsversprechend, wenn die betroffene Person sich subjektiv arbeitsfähig 

fühle. Da der Beschwerdeführer auch für die Zeit ab 1. Mai 2013 eine ganze Rente 

verlange, sei davon auszugehen, dass er nicht bereit sei, die medizinisch 

ausgewiesene Arbeitsfähigkeit von 60 % umzusetzen. Mit Blick auf den Grundsatz 

Eingliederung vor Rente bildet die Frage beruflicher Massnahmen jedenfalls 

Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. auch Urteil des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen IV 2006/10 vom 26. September 2006 E. 1).

1.2  Die rückwirkende Zusprache der Invalidenrente ist von der Beschwerdegegnerin 

auf zwei Verfügungen, beide datiert mit 10. März 2014, aufgeteilt worden. Diese 

Aufteilung erfolgt in der Praxis offenbar aus computertechnischen Gründen. Die 

rückwirkende abgestufte Rentenzusprache darf jedoch nicht für bestimmte Perioden je 

getrennt verfügt werden (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.3). Beide Verfügungen vom 10. März 

2014 bilden deshalb nur Teile ein und derselben Rentenverfügung. Die einzelnen 

Verfügungsteile sind für sich allein nicht rechtskraftfähig und damit auch nicht für sich 

allein anfechtbar. Obwohl der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ausdrücklich nur 

die Verfügung betreffend Invalidenrente ab 1. Mai 2013 angefochten hat, ist im 

vorliegenden Verfahren grundsätzlich auch der Rentenanspruch in der davor liegenden 

Zeit zu überprüfen (vgl. m.w.H. den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 

St. Gallen IV 2013/185 vom 28. April 2015 E. 1).

2. 

2.1  Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die 

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Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die 

gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 

1bis IVG). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in medizinischen Massnahmen, 

Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung, 

Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, 

Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe) sowie der Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 8 

Abs. 3 IVG).

2.2  Eine Eingliederungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht dann, wenn mittels 

beruflicher Massnahmen der Invaliditätsgrad rentenrelevant gesenkt werden könnte. 

Eingliederungsmassnahmen müssen bezwecken, die Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder 

zu verbessern (Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG), was bedeutet, dass sie eingliederungswirksam 

sein müssen. Die versicherte Person hat nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung in 

der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, 

notwendigen und verhältnismässigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den 

gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren (vgl. BGE 133 V 624 E. 2.3.2). Da 

sich vorliegend das Valideneinkommen des Beschwerdeführers (Fr. 63'680.50, vgl. 

nachstehende Erwägung 6.1) in der Grössenordnung des Tabellenlohns für 

Hilfsarbeiter bewegt, würde nur eine höherwertige Ausbildung bzw. das damit 

verbundene höhere Einkommensniveau eine Reduktion des Invaliditätsgrads bewirken 

können. Dass eine solche höherwertige Ausbildung mit verhältnismässigem Aufwand 

erreichbar wäre, ist auszuschliessen, wobei die mangelnden Kenntnisse der deutschen 

Sprache, die eher knappe Grundausbildung im Heimatland ohne spätere 

Weiterbildungen, das Alter des Beschwerdeführers sowie die Tatsache, dass er bisher 

immer körperlich schwere Arbeiten durchgeführt hat, zu beachten sind. Andere 

eingliederungswirksame berufliche Massnahmen, welche den Invaliditätsgrad unter die 

rentenbegründende Grenze von 40% senken könnten, sind nicht ersichtlich. Die 

Beschwerdegegnerin hat folglich keine Eingliederungspflicht verletzt. Vor diesem 

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Hintergrund hatte sie auch keine Veranlassung zur Durchführung eines Mahn- und 

Bedenkzeitverfahrens.

2.3  Ein Eingliederungsanspruch des Beschwerdeführers setzt zentral eine subjektive 

Eingliederungsfähigkeit voraus. Der Versicherte beantragt berufliche Massnahmen, 

insbesondere eine Umschulung, ohne diesen Antrag näher zu spezifizieren. Betreffend 

den Anspruch auf berufliche Massnahmen hat die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung 

vom 7. Februar 2011 abschlägig entschieden und dies damit begründet, der 

Beschwerdeführer sei "zurzeit" zu 100 % arbeitsunfähig. Auf Grund des instabilen 

Gesundheitszustands seien "zurzeit" keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

möglich und der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung werde geprüft (IV-

act. 32; vgl. betreffend Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Mitteilung vom 7. Februar 

2011 IV-act. 23 und 27, S. 4). Unter Zugrundelegung des polydisziplinären Gutachtens 

vom 21. Mai 2013 (IV-act. 72, insbesondere die auf S. 13 erwähnte subjektive 

Krankheitsüberzeugung des Beschwerdeführers) durfte die Beschwerdegegnerin im 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses am 10. März 2014 von einer bezogen auf berufliche 

Massnahmen fehlenden subjektiven Eingliederungsfähigkeit ausgehen und auf weitere 

berufliche Abklärungen verzichten. Diese Betrachtungsweise wird auch dadurch 

bestätigt, als der Beschwerdeführer nach Verneinung eines Anspruchs auf berufliche 

Massnahmen bzw. Ankündigung der Prüfung des Rentenanspruchs mit Mitteilung vom 

7. Februar 2011 keinerlei berufliche Massnahmen beantragt hat, sondern sich den 

medizinischen Abklärungen betreffend Rentenzusprache ohne Weiteres unterzogen 

hat. Schliesslich macht der Beschwerdeführer für die Zeit ab 1. Mai 2013 einen 

Anspruch auf eine ganze Rente geltend und geht damit implizit davon aus, dass er über 

keine Arbeitsfähigkeit verfügt. Bei dieser Aktenlage ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdegegnerin einen Anspruch auch auf niederschwellige Massnahmen, 

insbesondere Arbeitsvermittlung, zu Recht verneint hat.

3. 

3.1  Im Eventualantrag beantragt der Beschwerdeführer sodann die Zusprache einer 

ganzen Rente auch für die Zeit ab 1. Mai 2013. Die Beschwerdegegnerin hat dem 

Beschwerdeführer eine ganze Rente für die Zeit vom 1. Februar 2011 bis 30. April 2013 

und eine Viertelsrente ab 1. Mai 2013 zugesprochen. In der Beschwerdeantwort 

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beantragt sie, es sei festzustellen, dass der Beschwerdeführer bereits ab 1. Februar 

2011 lediglich einen Anspruch auf eine Viertelsrente habe.

3.2  Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben gemäss Art. 28 Abs. 1 

IVG versicherte Personen, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne 

wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Unter 

Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 

Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, 

wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

3.3  Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

3.4  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 % und auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

3.5  Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

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Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

256 E. 4 mit Hinweisen). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen 

festzustellen und demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine 

zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter¬suchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). Das im Rahmen des 

Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die auf Grund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee).

4. 

Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf Grund einer fachärztlich 

einwandfrei diagnostizierten Beeinträchtigung ermöglicht. Die Beschwerdegegnerin 

stützt ihre Verfügungen vom 10. März 2014 auf das polydisziplinäre Gutachten des 

ZMB vom 21. Mai 2013 sowie auf die RAD-Stellungnahme vom 28. Mai 2013, die von 

einer Arbeitsfähigkeit von 60 % in leidensangepasster Tätigkeit ausgehen. Der 

Beschwerdeführer bestreitet implizit, dass diesen Stellungnahmen Beweiswert 

zukommt, und beruft sich auf die Berichte der behandelnden Ärztinnen Dr. E.___ und 

Dr. H.___, die eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit attestieren.

4.1  Das polydisziplinäre Gutachten stellt in der Konsensbeurteilung die Diagnosen (mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig mittelschwere Episode, mit somatischem Syndrom und 

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Somatisierungstendenzen, eines chronischen beidseitigen Schulterschmerzsyndroms 

nach chronischer Überlastung mit Funktionseinschränkung, eines chronischen cervical 

und lumbal betonten Panvertebralsyndroms und einer Inguinalhernie links (IV-act. 72, 

S. 40). Das Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sei auf Grund 

der gleichzeitig anzutreffenden  rezidivierenden depressiven Störung eher zu verneinen 

(S. 43). Unter Berücksichtigung der somatischen und psychiatrischen Aspekte sei der 

Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Mitarbeiter einer Schlosserei seit 

Februar 2010 auf Grund der Schulter- und der Wirbelsäulenprobleme nicht mehr 

arbeitsfähig. Aus rein somatischer Sicht sei eine adaptierte Tätigkeit weitgehend 

möglich, mit einer Einschränkung von 30 % auf Grund der Schmerzproblematik. Aus 

psychiatrischer Sicht sei auf Grund der reduzierten psychischen Belastbarkeit, der 

verminderten Flexibilität, Durchsetzungsfähigkeit und Ausdauer eine Einschränkung 

von 40 % ab Gutachtensdatum (21. Mai 2013) gerechtfertigt. Auf Grund der 

subjektiven Krankheitsüberzeugung und der erheblichen Chronizität sowie der 

zusätzlichen Interferenz mit psychischen Faktoren sei die Prognose eher ungünstig 

(Gutachten, S. 44 f.).

4.2  Die seit 18. Januar 1999 behandelnde Dr. I.___, praktische Ärztin, diagnostizierte 

am 12. Januar 2011 bei bekanntem somatischem Status eine Depression und schätzte 

die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit auf Grund der Bauchschmerzen und der 

psychischen Belastung auf 0 %. Zur Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit äusserte 

sie sich nicht (vgl. IV-act. 26). Dr. E.___ diagnostizierte am 21. März 2011 eine seit 

Herbst 2010 bestehende Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion 

(ICD-10: F43.21). Sie attestierte dem Beschwerdeführer eine seit 28. Januar 2011 

bestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit; aktuell 

sei auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit nicht möglich. Nach Beendigung der 

somatischen Behandlung sei damit zu rechnen, dass sich die depressive Problematik 

deutlich verbessern und eine leichte körperliche Arbeit möglich sein werde (IV-act. 36, 

S. 3). Zur Begründung führte Dr. E.___ an, der Beschwerdeführer habe verschiedene 

Lebensbelastungen, wie Migration, Kriegsereignisse und Vertreibung seiner Familie aus 

dem Heimatort sowie den Tod seiner Eltern, ohne grössere psychische Probleme 

durchlebt. Ausser einem konservativ behandelten Magengeschwür "vor ca. 14 Jahren" 

habe er - so äusserte sich der Beschwerdeführer gegenüber Dr. E.___ - bis zur 

Cholezystektomie im August 2007 keine gesundheitlichen Probleme gehabt. Nach 

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dieser Operation habe sein Leidensweg begonnen. Die operative Versorgung des 

Rezidivs der Umbilikalhernie habe er als äusserst traumatisierend erlebt. Der 

postoperative Verlauf mit Bauchdeckenabszess mit täglichem Verbandwechsel durch 

die Spitex habe ihn in eine Depression gebracht. Von seinem Arbeitgeber, der ihn 

überhaupt nicht besucht habe, habe er am 23. Februar 2011 die Kündigung erhalten. 

Da er ständig Bauchschmerzen habe, fühle er sich nicht imstande zu arbeiten. Auf 

Grund der Schmerzen sei er sehr traurig und niedergeschlagen; er sei reizbar 

geworden mit hypochondrischem Grübeln, Interessen- und Freudverlust (IV-act. 36; 

vgl. auch Bericht der Klinik G.___ über die ambulante Rehabilitationsbehandlung vom 

14. November bis 16. Dezember 2011, IV-act. 48, wonach nach positivem Verlauf nach 

den geplanten - aber nicht durchgeführten - Operationen an Schulter und Leiste (vgl. 

IV-act. 47 und 48, S. 4) Anfang Sommer 2012 eine leidensangepasste Arbeit 

thematisiert werde). Dr. H.___ diagnostizierte sodann ebenfalls eine Depression bei 

bekanntem Status und attestierte am 27. Februar 2012 eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit, ohne diese Einschätzung jedoch zu begründen 

(IV-act. 52). Am 19. März 2012 diagnostizierte Dr. E.___ ferner eine mittelgradige 

depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) und wies darauf hin, 

dass der Beschwerdeführer auf Grund von Schmerzen, der Depression und einer 

Persönlichkeitsstörung noch nicht imstande sei, irgendeiner Tätigkeit nachzugehen (IV-

act. 51). Dr. med. J.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Oberarzt 

der Klinik G.___, und deren Chefarzt, Dr. med. K.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, diagnostizierten gemäss Bericht vom 13. Juni 2012 eine 

atypische Depression mit vorwiegend depressiven und somatischen Symptomen, 

gegenwärtig in mittelgradigem Ausmass. Auf Grund von Konzentrationsstörungen, 

rascher Ermüdbarkeit, niedriger Stresstoleranz und niedriger psychischer Belastbarkeit 

sowie reduzierter Ausdauer betrage die Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster 

Tätigkeit ohne Schicht-, Akkord- und Fliessbandarbeit sowie ohne starke äussere Reize 

60 % (vgl. Bericht vom 13. Juni 2012, IV-act. 56).

4.3  Gesamthaft gesehen erscheint das polydisziplinäre Gutachten vom 21. Mai 2013 

schlüssig und widerspruchsfrei. Einzig zu bemängeln ist, dass es die Zeit vor dem 

Gutachten nicht plausibel würdigt, worauf noch zurückzukommen sein wird. Dennoch 

ist ihm für die Zeit ab Mai 2013 volle Beweiskraft zuzuerkennen. Es legt den 

Zusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und den objektiv erhobenen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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Befunden einleuchtend dar und seine Schlussfolgerungen sind überzeugend. Es setzt 

sich mit den bestehenden medizinischen Stellungnahmen auseinander und lässt keine 

objektiven Gesichtspunkte ausser Acht, die nach Aktenlage zwingend zu beachten 

sind. Dr. H.___ und Dr. E.___ erklären demgegenüber nicht, weshalb der 

Beschwerdeführer zumindest für eine leichte Tätigkeit nicht teilweise arbeitsfähig sein 

soll. Sie äussern sich zur Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit nicht oder nur 

unzureichend bzw. ohne eine plausible Begründung für ihre Einschätzung, während 

das polydisziplinäre Gutachten eine kritische Ressourcenprüfung tätigt und darlegt, 

warum dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer dem Leiden 

angepassten Tätigkeit zuzumuten ist. Eine kritische Auseinandersetzung mit den 

Angaben des Beschwerdeführers haben die behandelnden Ärztinnen nicht erkennbar 

vorgenommen, was womöglich damit zu erklären ist, dass ihr Behandlungsauftrag sich 

relevant vom Begutachtungsauftrag des ZMB unterscheidet. Ins Gewicht fällt 

ausserdem, dass RAD-Ärztin Dr. L.___ die gutachterliche Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten sowie in leidensangepasster Tätigkeit teilt 

(vgl. Stellungnahme vom 28. Mai 2013, IV-act. 73). Sie stimmt im Übrigen auch mit der 

Beurteilung der behandelnden Ärzte der Klinik G.___ überein (IV-act. 56). Mit dem im 

Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit steht demnach fest, dass der Beschwerdeführer trotz der geltend 

gemachten gesundheitlichen Leiden in einer leidensangepassten Tätigkeit ab Zeitpunkt 

der Begutachtung bzw. der konkreten Untersuchungen des Beschwerdeführers im 

Januar 2013 (IV-act. 72, S. 2) zu 60 % arbeitsfähig ist.

4.4  Zur gesundheitlichen Situation und zur Arbeitsfähigkeit in der Zeit vom Auftreten 

der Beschwerden bis zur Begutachtung äussert sich das Gutachten nicht. Die 

Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass "vom 08.02.2010 bis zum Gutachten am 

24.01.2013" […] "mehrheitlich eine volle Arbeitsunfähigkeit angestammt und adaptiert" 

bestanden habe (IV-act. 76 S. 2).

4.4.1  Die initial somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

ist im Februar 2010 eingetreten (Nabelhernienoperation, vgl. IV-act. 19 S. 1). Zwischen 

20. April und 13. September 2010 schrieb Dr. H.___ den Beschwerdeführer zu 50% 

arbeitsfähig (IV-act. 26). Im September 2010 kam es zu einem behandlungsbedürftigen 

Rezidiv und schliesslich zu einem Bauchdeckenabszess (vgl. IV-act. 25 S. 4 ff, 21 S. 5). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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Ende November 2010 meldete sich der Beschwerdeführer erneut im Spital C.___ 

wegen unklarer Mittelbauchbeschwerden links. Dabei wurde eine vollständig abgeheilte 

Wunde im Operationsbereich ohne Rötung und ohne Infektzeichen festgestellt. Bei der 

Konsultation im Spital C.___ am 13. Dezember 2010 wurde ein verbesserter Zustand 

mit rückläufigen Schmerzen festgehalten. Im Abdomen-CT habe sich als Nebenbefund 

eine Inguinalhernie links gezeigt, die klinisch nicht sicher nachweisbar gewesen sei. 

Ebenfalls sei die Druckdolenz im linken Hemiabdomen rückläufig gewesen. Die 

Bauchdeckensituation sei unauffällig, so dass von dieser Seite keine Arbeitsunfähigkeit 

bestehe (IV-act. 34). Dr. med. M.___, Chefarzt Chirurgie am Spital C.___, verneinte im 

Bericht vom 19. Juli 2011 die klinische Nachweisbarkeit einer Inguinalhernie, empfahl 

aber trotzdem eine Operation (IV-act. 46 S. 3). Soweit ersichtlich, hat diese jedoch 

nicht stattgefunden. Die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Beschwerden durch diese 

Hernie sind nicht ausgewiesen (vgl. auch die Einordnung der Erkrankung unter den 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit durch Dr. E.___, IV-act. 36 S. 1). 

Betreffend Schulterschmerzen untersuchte Dr. F.___ den Beschwerdeführer erstmals 

im März 2011 und empfahl rechts eine Operation (IV-act. 48 S. 5). Darauf kam er im 

September 2011 zurück und hielt fest, er denke mittlerweile, der Beschwerdeführer sei 

kein geeigneter Kandidat für eine Operation (IV-act. 48 S. 4). Aus diesen echtzeitlichen 

Berichten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass die Arbeitsfähigkeit in einer 

schulteradaptierten Tätigkeit wegen der Schulterbeschwerden um mehr als 30% - wie 

im ZMB-Gutachten festgestellt - eingeschränkt gewesen sein könnte. Auch andere 

somatische Gründe für eine 30% übersteigende Arbeitsunfähigkeit zwischen Februar 

2011 und Januar 2013 ergeben sich nicht aus den Akten. Bei der im Frühjahr 2011 

behandelten Prostataentzündung (IV-act. 56 S. 3; 51 S. 2; 48 S. 2 oben) handelte es 

sich offensichtlich um eine vorübergehende Problematik, aus der keine anhaltende 

gesundheitliche Verschlechterung bzw. höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

abgeleitet werden kann.

4.4.2  In psychiatrischer Hinsicht wurde erwähnt, dass der Beschwerdeführer im Jahr 

2011 wegen der möglichen Operationen an Leiste und Schulter Misstrauen und Ängste 

entwickelte (Bericht der Klinik G.___ vom 23. Dezember 2011, IV-act. 48 S. 2). Die 

behandelnde Psychiaterin Dr. E.___ thematisierte zwar die mögliche 

Leistenhernienoperation ebenfalls, erwähnte diesbezüglich jedoch keine Ängste. Dass 

sie erst nach Abschluss der somatischen Behandlung wieder eine Arbeitsfähigkeit 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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prognostizierte, begründete sie mit dem erwarteten Rückgang der depressiven 

Symptomatik (Bericht vom 21. März 2011, IV-act. 36 S. 3). Ohne zeitliche Eingrenzung, 

aber offensichtlich bezogen auf die Zeit vor der Rehabilitation in G.___ (November/

Dezember 2011) erwähnte Dr. E.___ im Bericht vom 19. März 2012 zunehmendes 

Misstrauen mit paranoider Verarbeitung und Ich-Störungen im Sinn von 

Depersonalisations- und Derealisationsphänomenen, dies jedoch nur als Begründung 

dafür, weshalb ein Medikament nicht höher habe dosiert werden können (Bericht vom 

19. März 2012, IV-act. 51 S. 2). Auf eine manifeste Verschlechterung der psychischen 

Situation lässt sich daraus nicht schliessen, zumal Dr. E.___ im selben Bericht lediglich 

die psychiatrische Diagnose der mittelgradigen depressiven Episode nennt und seitens 

der Klinik G.___ Wahn- oder Ich-Störungen psychotischen Ausmasses verneint wurden 

(IV-act. 48 S. 2). Gewisse akzentuierte, neurotisch-narzisstische und paranoide 

Persönlichkeitszüge wurden ferner auch vom psychiatrischen ZMB-Gutachter 

festgestellt und in seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen (IV-act. 72 S. 

38). Seitens der Klinik G.___ wurde zwar für die Zeit nach Beendigung der ambulanten 

Rehabilitation (14. November bis 16. Dezember 2011) keine Arbeitsfähigkeit attestiert, 

dies jedoch offenbar im Zusammenhang mit den - noch immer erwarteten - 

Operationen (IV-act. 48-2, S.2). Eine andere Begründung für die volle Arbeitsunfähigkeit 

findet sich im Bericht vom 23. Dezember 2011 jedenfalls nicht. Im Bericht vom 13. Juni 

2012 gaben die Ärzte der Klinik G.___ eine grundsätzlich mögliche Arbeitsfähigkeit von 

60% in adaptierten Tätigkeiten an. Die letzte Kontrolle des Beschwerdeführers hatte 

zuvor am 2. April 2012 stattgefunden. Eine Verbesserung der psychischen Situation 

seit dem Bericht vom 23. Dezember 2011 wird nicht beschrieben (IV-act. 56). Bei 

dieser Aktenlage ist nicht ausgewiesen, dass seit dem hier interessierenden Zeitpunkt 

des Ablaufs des Wartejahrs im Februar 2011 eine 40 % übersteigende 

Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen bestand. Indizien dafür, dass es dem 

Beschwerdeführer zwischen Februar 2011 und der psychiatrischen Begutachtung im 

Januar 2013 schlechter gegangen sein könnte als bei jener Begutachtung, liegen nicht 

vor. Folglich ist ab Februar 2011 insgesamt nur eine Arbeitsunfähigkeit von 40% 

ausgewiesen.

4.4.3  In der Gesamtbetrachtung ist bei der vorliegenden Aktenlage eine 

Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom Februar 2011 bis zum Zeitpunkt der Begutachtung 

von mehr als 40 % für adaptierte Tätigkeiten nicht ausgewiesen. Demnach ist die 

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befristete Zusprache einer ganzen Rente vom 1. Februar 2011 bis 30. April 2013 nicht 

überzeugend.

5. 

Zu prüfen ist sodann, ob die aus der gutachterlich bescheinigten Gesundheitsstörung 

resultierende Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit zu einer Beeinträchtigung der 

Erwerbsfähigkeit im Sinn von Art. 7 Abs. 1 und 2 ATSG führt. Hinweise darauf, dass die 

gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit von 40 % invalidenversicherungsrechtlich 

nicht relevant bzw. nicht invalidisierend sein könnte, liegen nicht vor. Die Gutachter 

konnten zwar das Ausmass der geklagten Beschwerden nicht vollständig somatisch 

objektivieren, sie stellten aber keine relevanten Inkonsistenzen im Verhalten des 

Beschwerdeführers fest. Sie gingen von funktioneller Überlagerung und 

Selbstlimitierung aus und nahmen auch eine gewisse Verdeutlichung an. Dennoch 

bezeichneten sie die Beschwerden als initial somatisch erklärbar und schrieben dem 

depressiven Leiden eine funktionell verstärkende Wirkung zu. Dass die depressive 

Erkrankung rein reaktiven Charakter haben könnte, ist nicht anzunehmen. Vielmehr 

lassen die Ausführungen des psychiatrischen Teilgutachters auf eine 

Verselbständigung und damit auf einen IV-rechtlich relevanten Krankheitswert 

schliessen. Teil der Problematik bilden zudem die festgestellten akzentuierten, 

neurotisch-narzisstischen und paranoiden Persönlichkeitszüge bzw. die "gewisse 

narzisstische Dekompensation", die die Depression nach nachvollziehbarer Beurteilung 

des begutachtenden Psychiaters weiter unterhält (Gutachten, S. 37). Hinweise auf 

relevante Ressourcen, die es dem Beschwerdeführer ermöglichen würden, seine 

Leistungsfähigkeit zumutbarerweise zu erhöhen, finden sich in den Akten ferner nicht. 

In der Gesamtbetrachtung ist es in diesem konkreten Fall nicht statthaft, vom 

Schreibtisch aus die medizinisch nachvollziehbar attestierte Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit von 40% wegzudiskutieren.

6. 

Es ist in der Folge im Rahmen eines Einkommensvergleichs basierend auf einer 

Arbeitsunfähigkeit von 40 % der Invaliditätsgrad zu bestimmen. Der Beschwerdeführer 

macht ein Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 63'681.- (4'898.53 x 13) geltend. Zur 

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Höhe des Invalideneinkommens äussert sich der Beschwerdeführer nicht explizit; er 

weist lediglich darauf hin, es sei "vollkommen unwahrscheinlich", dass er in den ihm 

offenstehenden Hilfstätigkeiten über die Hälfte des Validenlohns verdienen könnte. Dies 

und weitere Umstände führten zu einem "kräftigen" Abzug beim Invalidenlohn. 

Wahrscheinlich müsse einer Einkommensparallelisierung Rechnung getragen werden, 

weil er - der derart wenig verdient habe - sich wegen seinen Einschränkungen nunmehr 

mit weitaus weniger Resteinkommen werde begnügen müssen (act. G 1, Ziff. 4 f.). Die 

Beschwerdegegnerin hat der Bestimmung des Invaliditätsgrads ein Valideneinkommen 

von Fr. 63'050.- (Fr. 4'850.- x 13) und ein Invalideneinkommen von Fr. 61'414.- 

zugrunde gelegt (act. G 4).

6.1  Gemäss Art. 16 ATSG richtet sich das Valideneinkommen danach, welches 

Einkommen eine versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 

wäre. Grundsätzlich wird am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 139 V 28 

E. 3.3.2; 125 V 58 E. 3.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_590/2014 vom 18. März 2015 

E. 5.1; 8C_196/2013 vom 21. August 2013 E. 3.1). Dies rechtfertigt sich auch hier, 

zumal das Einkommen des Jahres 2010 zuverlässig bekannt ist (Fr. 4'850.- ab 1. 

Januar 2010 mit Anspruch auf 13. Monatslohn, Jahreslohn Fr. 63'050.-; vgl. 

Bestätigung des Arbeitgebers, IV-act. 13, und FI-Triageprotokoll vom 12. August 2010, 

IV-act. 10) und davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden weiterhin ausgeübt hätte, wenn er nicht invalid 

geworden wäre. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Bundesamt für 

Statistik, Lohnentwicklung Männer 2011: + 1.0 %) ergibt sich für das Jahr 2011 ein 

mutmassliches Jahreseinkommen von Fr. 63'680.50 (Fr. 63'050.- x 1.01).

6.2  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht, sofern 

kumulativ besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass die versicherte Person die ihr verbleibende Leistungsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft und das Einkommen aus der Arbeitsleistung angemessen und 

nicht als Soziallohn erscheint. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Einkommen 

gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des 

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Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine an sich zumutbare neue 

Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der 

versicherten Person nach zumutbarer Behandlung und allfälliger Eingliederung 

angesichts ihrer Ausbildung und ihrer physischen sowie intellektuellen Eignung 

zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss 

der vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 

(LSE) herangezogen (BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

6.2.1  Der Beschwerdeführer ist nicht mehr arbeitstätig. Damit schöpft er die ihm 

zumutbare Leistungsfähigkeit von 60 % gemäss gutachterlicher Feststellung nicht aus, 

weshalb als Grundlage für die Bemessung des Invalideneinkommens auf den 

statistischen Hilfsarbeiterlohn abzustellen ist. Dieser beträgt für das Jahr 2011 bei einer 

durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden/Woche Fr. 61'910.- (Tabelle TA1, vgl. 

Anhang 2 der IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2015).

6.2.2  Der Tatsache, dass persönliche und berufliche Merkmale wie etwa Art und 

Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität 

oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des 

Lohnes einer versicherten Person haben können, wird praxisgemäss durch einen 

Tabellenlohnabzug Rechnung getragen. Ein solcher Abzug kann aber nur 

vorgenommen werden, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 

versicherte Person wegen eines oder mehrerer der genannten Kriterien ihre 

gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Erfolg erwerblich wird verwerten können 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_280/2015 vom 28. August 2015 E. 3.2). Ob und in 

welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, ist nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25 % 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

(BGE 126 V 75 E. 5b; 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer 

(Jahrgang 1958) befindet sich in einem eher fortgeschrittenen Alter; im Weiteren 

kommen für ihn nach medizinischer Lage nur Teilzeitarbeiten in Frage. Zwar steht ihm 

eine Vielzahl von Hilfsarbeitertätigkeiten offen, die keine besondere Ausbildung oder 

Berufserfahrung voraussetzen. Unter Mitberücksichtigung der Tatsache, dass der 

Beschwerdeführer offenbar stets körperlich belastende Arbeiten ausgeführt hat und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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nun nur noch sehr leichte Arbeiten erledigen kann (kein repetitives Heben von Lasten 

über 5 kg bis zur Bauchhöhe, keine Einnahme körperlicher Zwangshaltungen von HWS 

und LWS sowie keine Überkopfarbeiten) und zusätzlich wegen der psychiatrischen 

Erkrankung Belastbarkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Ausdauer deutlich 

eingeschränkt sind, erscheint ein Abzug von 15 % als gerechtfertigt. Bei einer 

Restarbeitsfähigkeit von 60 % und einem Tabellenlohnabzug von 15 % resultiert somit 

ein Invalideneinkommen von Fr. 31'574.10 (Fr. 61'910.- x 0.6 x 0.85).

6.3  Bei einem Valideneinkommen von Fr. 63'680.50 und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 31'574.10 ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 50.42% und damit ab Ablauf des 

Wartejahrs bzw. ab 1. Februar 2010 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente.

7. 

7.1  Nach dem Gesagten erweisen sich die Verfügungen vom 10. März 2014 als 

rechtswidrig und sind in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben. Dem 

Beschwerdeführer ist mit Wirkung ab 1. Februar 2011 eine halbe Rente zuzusprechen. 

Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.2  Bei diesem Verfahrensausgang erleidet der Beschwerdeführer zwar bezogen auf 

die von der Beschwerdegegnerin gewährte ganze Rente zwischen 1. Februar 2011 und 

30. April 2013 eine Schlechterstellung, mit der gerichtlichen Zusprache einer halben 

Rente ab 1. Februar 2011 statt einer Viertelsrente ab 1. April 2013 jedoch eine diese 

übersteigende Besserstellung. Insgesamt liegt damit keine reformatio in peius im Sinn 

von Art. 61 lit. d ATSG vor, sodass der Beschwerdeführer nicht auf die Möglichkeit des 

Beschwerderückzugs hingewiesen werden muss.

7.3  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 

1'000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint in 

der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

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Der bereits geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- ist dem Beschwerdeführer 

zurückzuerstatten.

7.4  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22. Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- 

bis Fr. 12'000.-. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat auf die Einreichung 

einer Honorarnote verzichtet. Im vorliegenden Fall erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

als angemessen.

Entscheid

1. 

In Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen vom 10. März 2014 

aufgehoben und dem Beschwerdeführer wird mit Wirkung ab 1. Februar 2011 eine 

halbe Invalidenrente zugesprochen. Die Sache wird im Sinn der Erwägungen zur 

Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. 

Die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.- werden der Beschwerdegegnerin 

auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.- wird 

ihm zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.10.2016
	Art. 8 und 18 IVG; Art. 28 IVG; Art. 61 lit. d ATSG Reformatio in peius vorliegend verneint, da insgesamt keine Schlechterstellung resultiert. Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint; Anspruch auf eine halbe IV-Rente (rückwirkend ab Ablauf des Wartejahres) bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. Oktober 2016, IV 2014/215).

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