# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c934dbf0-f053-53f8-9c5d-fde5ec5e18bd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2011 D-6528/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6528-2011_2011-12-08.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­6528/2011

U r t e i l   v om   8 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Hans Schürch,
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli­Busi;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller Leibundgut.

Parteien A._______, geboren am _______,
Eritrea,
vertreten durch lic. iur. Monique Bremi,
Beratungsstelle für Asyl­ und Ausländerrecht,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 1. November 2011 / N _______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  seiner  Rechtsvertreterin  vom 
8. Juni 2011 ein Asylgesuch aus dem Ausland stellen liess,

dass  darin  im  Wesentlichen  beantragt  wurde,  es  sei  dem 
Beschwerdeführer zwecks Durchführung des ordentlichen Asylverfahrens 
die Einreise  in die Schweiz zu bewilligen, und es sei  ihm Asyl, eventuell 
die vorläufige Aufnahme als Flüchtling zu gewähren,

dass  der  Eingabe  eine  von  seiner  in  der  Schweiz  wohnhaften  und  als 
Flüchtling  vorläufig  aufgenommenen  Cousine  B._______  (N _______) 
unterzeichnete  Vollmacht  vom  8.  Juni  2011  sowie  die  eritreischen 
Identitätsdokumente  der  Eltern  und  der  Grossmutter  des 
Beschwerdeführers beilagen,

dass zu Begründung des Gesuchs  im Wesentlichen vorgebracht wurde, 
der Beschwerdeführer sei  illegal aus Eritrea ausgereist und befinde sich 
zurzeit in einem Flüchtlingscamp in Tunesien,

dass er bei einer Rückkehr nach Eritrea mit asylrelevanter Verfolgung zu 
rechnen habe,

dass ein dauerhafter Verbleib im überfüllten tunesischen Flüchtlingslager 
nicht  zumutbar  sei,  was  auch  daraus  ersichtlich  sei,  dass  das  UNHCR 
bestrebt  sei,  eine  rasche  Umsiedlung  der  in  Tunesien  gestrandeten 
Flüchtlinge in Drittländer in die Wege zu leiten,

dass eine Schutzsuche  in einem anderen Land als der Schweiz  für den 
Beschwerdeführer  nicht  in  Frage  komme,  da  er  sonst  nirgendwo  über 
Bezugspersonen verfüge,

dass er hingegen eine besondere Beziehungsnähe zur Schweiz habe, da 
seine Cousine hier lebe und er zu dieser eine enge Beziehung pflege,

dass  das  BFM  der  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  mit 
Schreiben  vom  31.  August  2011  mitteilte,  gemäss  Auskunft  der 
schweizerischen  Vertretung  in  Tunis  sei  diese  aus  personellen, 
sicherheitstechnischen,  räumlichen und organisatorischen Gründen nicht 
in der Lage, eine Befragung von Asylsuchenden durchzuführen, weshalb 
das Verfahren schriftlich geführt werde,

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dass  das  BFM  der  Rechtsvertreterin  gleichzeitig  Gelegenheit  gab,  zur 
Vervollständigung des Sachverhalts innert Frist mehrere konkrete Fragen 
zu beantworten,

dass  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  mit  Eingabe  vom 
4. Oktober  2011  eine  entsprechende  Stellungnahme  zu  den  Akten 
reichte,

dass darin im Wesentlichen ausgeführt wurde, der Beschwerdeführer, ein 
semetrischer  Tigrinya  mit  letztem  Wohnsitz  in  C._______  (Eritrea),  sei 
wegen  zu  vieler  Absenzen  von  der  Schule  ausgeschlossen  und 
anschliessend vom Militär aufgeboten worden,

dass  Soldaten  zuhause  nach  ihm  gesucht  hätten,  er  jedoch  zu  diesem 
Zeitpunkt ausser Hauses gewesen sei,

dass er nicht  habe Militärdienst  leisten wollen, weshalb er nach diesem 
Vorfall aus dem Heimatland ausgereist sei,

dass er Ende November 2008 im Sudan angekommen und am 20. März 
2009 nach Libyen weitergereist sei,

dass er  in  Libyen  verhaftet worden  sei  und über  ein  Jahr  im Gefängnis 
verbracht habe,

dass er sich nun  im Flüchtlingslager  (…)  in Tunesien befinde, dort beim 
UNHCR registriert sei und ein Gesuch um Umsiedlung gestellt habe,

dass er in einem staubigen Zelt wohnen müsse und das Leben im Camp 
schlecht und gefährlich sei,

dass  mit  Eingabe  vom  13.  Oktober  2011  eine  vom  Beschwerdeführer 
unterzeichnete  Vollmacht  (Bevollmächtigung  der  Rechtsvertreterin)  in 
Kopie zu den Akten gereicht wurde,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 1. November 2011 – eröffnet am 2. November 2011 – ablehnte und 
ihm die Einreise in die Schweiz verweigerte,

dass  es  zur  Begründung  anführte,  aufgrund  des  vollständig  erstellten 
Sachverhalts  könne  davon  ausgegangen  werden,  es  liege  keine 

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unmittelbare  Gefährdung  vor,  welche  die  sofortige  Einreise  des 
Beschwerdeführers als notwendig erscheinen lassen würde,

dass  zwar aufgrund der Akten  zu  schliessen  sei,  der Beschwerdeführer 
habe in Eritrea ernsthafte Schwierigkeiten mit den heimatlichen Behörden 
gehabt,

dass er sich  jedoch seit mehreren Monaten  in Tunesien aufhalte und  im 
Flüchtlingslager (…) beim UNHCR registriert sei,

dass die tunesischen Behörden dem Beschwerdeführer somit Schutz und 
Aufenthalt gewährten,

dass  die  Lage  in  diesem  Flüchtlingslager  gewiss  nicht  einfach  sei, 
hingegen  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  die  Annahme  bestünden, 
wonach  ein  weiterer  Verbleib  in  Tunesien  nicht  zumutbar  oder  nicht 
möglich wäre,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  den  zusätzlichen  subsidiären  Schutz 
der Schweiz nicht benötige,

dass  auch  die  Voraussetzungen  für  eine  Familienzusammenführung 
gemäss  Art.  51  Abs.  2  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) nicht gegeben seien,  zumal der Beschwerdeführer nicht  zur 
Kernfamilie  seiner  Cousine  gehöre  und  aufgrund  der  Aktenlage  auch 
keine enge Beziehung zwischen den beiden vorliege,

dass  für die weitere Begründung der vorinstanzlichen Verfügung auf die 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  2. Dezember  2011 
(Poststempel)  an  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  gegen 
diese Verfügung erheben liess,

dass  dabei  beantragt  wurde,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben, und dem Beschwerdeführer sei die Einreise  in die Schweiz 
zwecks Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes beziehungsweise 
Durchführung eines ordentlichen Asylverfahrens zu bewilligen,

dass  eventualiter  beantragt wurde,  die Vorinstanz  sei  anzuweisen,  dem 
Beschwerdeführer  die Einreise  in  die Schweiz  zwecks Anerkennung als 
Flüchtling und Gewährung von Asyl zu bewilligen,

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dass  die  Sache  subeventuell  zur  hinreichenden  Abklärung  des 
rechtserheblichen Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen sei,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  (Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  sowie 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass  auf  den  Inhalt  der  Beschwerde  –  soweit  entscheidwesentlich  –  in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates,  vor  welchem  die  beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht 
(Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  das  vorliegende  Asylgesuch  nicht  bei  einer  schweizerischen 
Vertretung, sondern direkt beim BFM eingereicht wurde,

dass  es  indessen  dennoch  als  Asylgesuch  aus  dem  Ausland  zu 
behandeln  ist  (vgl.  dazu  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 

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Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1997 Nr.  15  E.  2b  S. 
129),

dass mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung 
von  Bundesrecht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 
111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  Bundesamt  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen 
kann, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen 
kann oder  ihr die Aufnahme  in einem Drittstaat zugemutet werden kann 
(Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesamt  Asylsuchenden  die  Einreise  in  die  Schweiz  zur 
Abklärung  des  Sachverhalts  bewilligt,  wenn  ihnen  nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz­ oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder  in ein 
anderes Land auszureisen (Art. 20 Abs. 2 AsylG),

dass  die  Voraussetzungen  zur  Erteilung  einer  Einreisebewilligung 
grundsätzlich  restriktiv  zu  handhaben  sind,  wobei  den  Behörden  ein 
weiter  Ermessensspielraum  zukommt,  indem  neben  der  erforderlichen 
Gefährdung  im Sinne  von Art.  3 AsylG  namentlich  die Beziehungsnähe 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische 
Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsuche 
sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­  und 
Assimilationsmöglichkeiten  in Betracht  zu ziehen sind  (vgl. die weiterhin 
gültige Praxis gemäss EMARK 1997 Nr. 15,  insbes. S. 131  ff., 2005 Nr. 
19 E. 4 S. 174 ff.),

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dass  der  Beschwerdeführer  den  Akten  zufolge  in  Eritrea  für  den 
Militärdienst  aufgeboten  wurde,  diesem  Aufgebot  jedoch  nicht  Folge 
leistete, sondern stattdessen illegal aus seinem Heimatland ausreiste,

dass  daher  nicht  auszuschliessen  ist,  er wäre  bei  einer Rückkehr  nach 
Eritrea  einer  asyl­  respektive  flüchtlingsrechtlich  relevanten  Gefährdung 
ausgesetzt,

dass er sich jedoch inzwischen seit mindestens Juni 2011 in einem vom 
UNHCR betreuten Flüchtlingslager in Tunesien aufhält,

dass diesbezüglich in der Beschwerde geltend gemacht wird, in Tunesien 
gebe es kein Asylsystem und keine administrativen Asylstrukturen, 

dass  der  Beschwerdeführer  daher  keine  Aussicht  auf  eine  legale 
Aufenthaltsregelung in Tunesien und somit auch keine Integrations­ oder 
Arbeitsperspektiven habe,

dass  eritreische  Flüchtlinge  rassistischen  und  religiösen  Anfeindungen 
seitens der lokalen Bevölkerung ausgesetzt seien,

dass  das  UNHCR­Umsiedelungsprogramm  für  die  aus  Libyen 
kommenden Flüchtlinge schwierig umsetzbar sei, da nur wenige Staaten 
bereit seien, diese Flüchtlinge aufzunehmen,

dass die Lebensbedingungen im Flüchtlingscamp schlecht seien,

dass  zwar  die  Situation  für  die  aus  Libyen  kommenden  eritreischen 
Flüchtlinge  im  (…)­Flüchtlingslager  bekanntermassen  schwierig  ist  (vgl. 
die  Auskunft  der  SFH­Länderanalyse  vom  13.  Juli  2011  betreffend  die 
Situation der Flüchtlinge bei Ras Jidr, S. 5 f.),

dass  seitens  des  Beschwerdeführers  indessen  lediglich  die  generellen 
Mängel des Flüchtlingslagers und die allgemeinen Probleme des UNHCR 
mit der Umsetzung des Umsiedelungsprogramms geschildert werden,

dass hingegen nicht geltend gemacht wird, der Beschwerdeführer selbst 
habe  in  Tunesien  konkret mit  ernsthaften  Problemen  oder Gefahren  zu 
kämpfen,

dass  den  Akten  insbesondere  nicht  zu  entnehmen  ist,  der 
Beschwerdeführer  sei  in  Tunesien  persönlich  und  konkret  von  religiös 

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oder  rassistisch  motivierter  Gewalt  betroffen,  habe  keinen  Zugang  zu 
Nahrung  oder  Unterkunft  oder  habe  eine  unmittelbar  drohende 
Deportation nach Eritrea zu befürchten,

dass  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  in  der  Beschwerde 
vage  Andeutungen  auf  möglicherweise  vorhandene  medizinische 
Probleme  des  Beschwerdeführers  macht  (vgl.  die  letzte  Seite  der 
Beschwerde),

dass  indessen  keine  konkreten  Hinweise  darauf  vorliegen,  der 
Beschwerdeführer leide an einer ernsthaften Erkrankung, welche ihm den 
weiteren Aufenthalt im Flüchtlingslager unzumutbar machen würde,

dass  daher  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist,  es  sei  dem 
beim  UNHCR  als  Flüchtling  registrierten  Beschwerdeführer  weiterhin 
zuzumuten,  sich  in  dem  vom  UNHCR  betreuten  Flüchtlingscamp  (…) 
aufzuhalten,

dass  er  als  Eritreer  zudem  eine  reelle  Chance  hat,  im  Rahmen  des 
Resettlement­Programms,  für welches er sich den Akten zufolge bereits 
angemeldet hat, in ein Drittland umgesiedelt zu werden,

dass  der  Beschwerdeführer  zwar  in  der  Person  seiner  Cousine  über 
einen Anknüpfungspunkt zur Schweiz verfügt,

dass  in  diesem  Zusammenhang  geltend  gemacht  wird,  den 
Beschwerdeführer  und  seine  Cousine  verbinde  eine  besonders  enge 
Beziehung, welche mittels telefonischen Kontakts gepflegt werde,

dass  jedoch nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern die Beziehung  zwischen dem 
Beschwerdeführer und seiner Cousine besonders eng ist, zumal aufgrund 
der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist,  die  beiden  hätten  sich  seit 
mehreren Jahren nicht mehr persönlich gesehen,

dass eine Abwägung der Gesamtumstände  im Sinne von Art. 52 Abs. 2 
AsylG  daher  nicht  zum  Ergebnis  führt,  dass  gerade  die  Schweiz  dem 
Beschwerdeführer den erforderlichen Schutz gewähren soll,

dass dem Beschwerdeführer demnach der weitere Verbleib  in Tunesien 
zuzumuten  ist  und  ihm  die  Vorinstanz  zu  Recht  die  Einreise  in  die 
Schweiz verweigert und das Asylgesuch abgelehnt hat,

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dass die Auffassung des BFM, wonach  im vorliegenden Fall auch keine 
besonderen  Gründe  für  eine  Familienvereinigung  im  Sinne  von  Art.  51 
Abs. 2 AsylG ersichtlich seien, ebenfalls zu bestätigen ist,

dass  schliesslich  der  in  der  Beschwerde  zitierte  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG  im  vorliegenden  Fall  nicht  zur  Anwendung  gelangt,  weshalb  die 
diesbezüglichen Ausführungen seitens der Rechtsvertreterin unbehelflich 
sind, 

dass  der  Sachverhalt  nach  dem  Gesagten  als  liquid  zu  erachten  ist, 
weshalb  keine  Veranlassung  besteht,  die  Sache  zur  Abklärung  des 
rechtserheblichen Sachverhaltes an die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. 
Ziffer 4 der Beschwerdeanträge),

dass  die  angefochtene  Verfügung  demnach  Bundesrecht  nicht  verletzt, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  richtig  und  vollständig  feststellt  und 
angemessen  ist  (Art.  106 AsylG), weshalb  die Beschwerde  abzuweisen 
ist,

dass  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Sache  das  in  der 
Beschwerde  gestellte  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses gegenstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des Verfahrens  dessen Kosten  grundsätzlich 
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass  indessen  aus  verwaltungsökonomischen  Gründen  in  Anwendung 
von Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, 
SR 173.320.2) auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten ist,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
(Art. 65 Abs. 1 VwVG) damit ebenfalls gegenstandslos geworden ist.

 (Dispositiv nächste Seite)

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Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und das BFM.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller Leibundgut

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