# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3f4d813f-c51b-5cc4-848f-b40acd0fe2c3
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-25
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 25.01.2022 S 2021 105
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-105_2022-01-25.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 25. Januar 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 
Postfach 857, 6300 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Einstellung in der Anspruchsberechtigung)

S 2021 105

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Urteil S 2021 105

A. Die 1981 geborene A.________ war vom 1. April 2018 bis 11. November 2020 bei 
der B.________ angestellt (ALK-act. 58 S. 2). Die Arbeitgeberin löste das Arbeitsverhältnis 
mit Schreiben vom 10. November 2020 fristlos auf (ALK-act. 59), weil A.________ 
mehrmals durch Erfassung falscher Arbeitszeiten im Zeiterfassungssystem die 
Arbeitgeberin betrogen habe (ALK-act. 51). Die Versicherte meldete sich daraufhin am 11. 
November 2020 zur Arbeitsvermittlung (ALK-act. 64) und am 17. November 2020 zum 
Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab 12. November 2020 (ALK-act. 58) an.

Mit Verfügung vom 11. Dezember 2020 wurde A.________ zufolge selbstverschuldeter 
Arbeitslosigkeit mit 52 Einstelltagen ab 12. November 2020 sanktioniert (ALK-act. 48). Die 
Arbeitslosenkasse des Kantons Zug (ALK) begründete ihren Entscheid damit, dass die 
Versicherte mit ihrem Verhalten die Arbeitgeberin dazu bewogen habe, sie zu entlassen. 
Sie habe die Arbeitslosigkeit folglich selbstverschuldet. Hiergegen erhob die Versicherte 
am 22. Dezember 2020 Einsprache (ALK-act. 44), welche mit Einspracheentscheid vom 
1. Juli 2021 abgewiesen wurde (ALK-act. 25). 

B. Mit Beschwerde vom 21. Juli 2021 beantragte die Versicherte (fortan 
Beschwerdeführerin) sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 1. Juli 
2021 und die Verkürzung der verfügten Einstelltage (act. 1).

C. Mit Eingabe vom 27. August 2021 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre 
Beschwerde (act. 3).

D. Mit Vernehmlassung vom 27. Oktober 2021 schloss die ALK (fortan auch 
Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde (act. 6). In der Folge gingen keine 
Eingaben mehr bei Gericht ein. 

E. Auf die Ausführungen in den jeweiligen Rechtsschriften wird – soweit 
erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder Verfügungen, 
gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden, wobei in 
der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die 
versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 
Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen betreffend 
Arbeitslosenentschädigung ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht am Ort, wo die versicherte Person ihre Kontrollpflicht zu erfüllen hat, 
zuständig (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 
128 Abs. 1 und Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Die 
Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (Art. 60 Abs. 1 ATSG). Im Kanton Zug beurteilt das 
Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Die Beschwerdeführerin erfüllte ihre Kontrollpflicht im Kanton Zug, weshalb 
das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
örtlich und sachlich zuständig ist. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 1. 
Juli 2021 datiert vom 21. Juli 2021 und gilt folglich gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG – 30-
tägige Frist – als rechtzeitig erhoben. Die Beschwerdeführerin ist durch die Einstellung in 
ihrer Anspruchsberechtigung für 52 Tage direkt betroffen und folglich zur Beschwerde 
legitimiert. Die Eingabe entspricht schliesslich den an eine Laienbeschwerde gestellten 
formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem 
Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; 
BGS 162.11).

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin zu Recht wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 52 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt 
wurde.

2.1 Eine versicherte Person ist gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos 

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geworden ist. Die Arbeitslosigkeit gilt namentlich dann als selbstverschuldet, wenn die 
versicherte Person durch ihr Verhalten, insbesondere wegen Verletzung 
arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses gegeben hat (Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV).

2.2 Ein Selbstverschulden im Sinne der Arbeitslosenversicherung liegt dann vor, wenn 
und soweit der Eintritt oder das Andauern der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren 
zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und Verhältnissen 
vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt, für das die Versicherung die 
Haftung nicht übernimmt (BGer 8C_12/2010 vom 4. Mai 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). 
Dieses Verhalten muss gemäss Art. 20 lit. b des Übereinkommens Nr. 168 der 
Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) über Beschäftigungsförderung und den Schutz 
gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (SR 0.822.726.8), welches für die Schweiz seit 
dem 17. Oktober 1991 in Kraft steht, vorsätzlich erfolgt sein, was es bei der Anwendung 
von Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV zu berücksichtigen gilt (vgl. BGE 124 V 234; BGer 
8C_22/2016 vom 3. März 2016 E. 4.2). Nicht vorausgesetzt ist hingegen eine Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses aus wichtigen Gründen gemäss Art. 337 bzw. Art. 346 Abs. 2 des 
Bundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (OR; 
SR 220; vgl. BGE 112 V 242 E. 1 mit Hinweisen, BGer 8C_179/2017 vom 30. Juni 2017 
E. 3.1). Es genügt, dass das allgemeine Verhalten am Arbeitsplatz aus sachlich 
gerechtfertigten Gründen vom Arbeitgeber missbilligt wurde und der Arbeitnehmer trotz 
Wissens um diese Missbilligung sein Verhalten nicht geändert hat, womit er dem 
Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gab bzw. eine solche in Kauf nahm (BGer 
8C_466/2007 vom 19. November 2007 E. 3.1 mit Hinweisen). Mithin gehören dazu auch 
charakterliche Eigenschaften im weiteren Sinne, die die Arbeitnehmerin oder den 
Arbeitnehmer für den Betrieb als untragbar erscheinen liessen; Beanstandungen in 
beruflicher Hinsicht müssen nicht vorgelegen haben (BGE 112 V 242 E. 1 mit Hinweisen). 
Bei der Beurteilung der Untragbarkeit ist jedoch ein strenger Massstab anzuwenden 
(Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Bd. Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 2515 Rz. 837 
Fn. 1864 mit Hinweis). Ausschlaggebend ist, ob die versicherte Person wissen konnte und 
musste, dass sie durch ihr Handeln womöglich eine Kündigung bewirkt (BGer 
8C_804/2009 vom 19. Februar 2010 E. 2.1 mit Hinweisen). 

2.3 Beim Einstellungsgrund des Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV genügt der im 
Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

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nicht, sondern es muss das der versicherten Person zur Last gelegte Verhalten klar 
feststehen. Bei Differenzen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermögen blosse 
Behauptungen des Arbeitgebers den Nachweis für ein schuldhaftes Verhalten der 
versicherten Person nicht zu erbringen, wenn sie von dieser bestritten werden und nicht 
durch andere Beweise oder Indizien bestätigt erscheinen (BGE 112 V 242 E. 1; BGer 
8C_872/2011 vom 6. Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).

3.
3.1 Aus der Stellungnahme der Arbeitgeberin vom 30. November 2020 betreffend die 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses geht hervor, dass die Beschwerdeführerin fristlos 
entlassen wurde, da sie vorsätzlich ihre Arbeitszeit falsch erfasst habe. Die Arbeitgeberin 
geht in ihrer Stellungnahme von sechs Fällen zwischen dem 6. April 2020 und dem 
10. November 2020 aus, in welchen die Arbeitszeit nicht korrekt erfasst wurde. Demnach 
habe die Beschwerdeführerin am 6. April, am 2. September, am 7. September, am 9. 
September, am 23. Oktober und am 10. November 2020 [recte: 9. November 2020] den 
Arbeitsbeginn jeweils zwischen 22 und 42 Minuten früher angegeben bzw. eintragen 
lassen als er tatsächlich gewesen sei (vgl. auch ALK-act. 25 S. 3 f.). Für die Vorfälle vom 
23. Oktober und 9. November 2020 kann die Arbeitgeberin ihre Behauptungen mit 
Aufnahmen der Überwachungskamera am Eingang der Arbeitsräumlichkeiten 
dokumentieren, welche offenbar die tatsächliche Ankunft der Beschwerdeführerin am 
Arbeitsort zeigen (ALK-act. 51). 

In ihrer Stellungnahme hierzu vom 4. November 2020 gab die Beschwerdeführerin an, sie 
habe sich erlaubt, ein paar Male ihre Stunden aufzurunden (ALK-act. 49). In ihrer 
Einsprache vom 22. Dezember 2020 sowie im Forderungsschreiben vom 21. Dezember 
2020 ihrer Rechtsvertretung an die Arbeitgeberin bestreitet die Beschwerdeführerin 
sodann die Zeiterfassung mehrmals manipuliert zu haben, dies sei nur am 9. November 
2020 der Fall gewesen (ALK-act. 15 S. 2 und 44 S. 2). Weiter räumte sie in ihren 
Eingaben ein, dass ihr Verhalten formell falsch gewesen sei (ALK-act. 15 S. 2, 44 S. 2). In 
ihrer Beschwerde vom 21. Juli 2021 äussert sich die Beschwerdeführerin sodann gar nicht 
mehr zum Vorwurf der mehrfachen falschen Zeiterfassung (act. 1); in ihrem ergänzenden 
Schreiben vom 27. August 2021 spricht die Beschwerdeführerin davon, "einige 
Arbeitsstunden" aufgerundet zu haben (act. 3 S. 4). 

3.2 Nach dem Gesagten ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin zumindest 
einmal, nämlich am 9. November 2020, ihre Arbeitszeit falsch deklariert hat. Nach 

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überwiegender Wahrscheinlichkeit ist aber auch davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin mehrmals ihre Arbeitszeit falsch deklarierte. Dafür spricht, dass die 
Arbeitgeberin konkrete Fälle behauptet und teilweise substanziiert hat (ALK-act. 51), dass 
die Beschwerdeführerin selbst von mehreren Vorfällen (ALK-act. 49) sowie einigen 
Arbeitsstunden (act. 3 S. 4) spricht und dass die Beschwerdeführerin weder in ihrer 
Beschwerde noch in ihrem ergänzenden Schreiben die mehrmalige falsche Deklaration 
der Arbeitszeit bestreitet (vgl. auch act. 6 S. 2). 

3.3 Mit der Aussage, ihr sei bewusst, dass ihr Verhalten formell falsch gewesen sei 
(ALK-act. 15 S. 2 und 44 S.2), deklariert die Beschwerdeführerin, gewusst zu haben, dass 
ihr Verhalten eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung darstellt. Insofern musste ihr klar 
sein, dass ihr Vorgehen eine Verletzung des ihr arbeitgeberseitig entgegengebrachten 
Vertrauens darstellt, was die Kündigung zur Folge haben kann. Es ist daher zumindest 
von einem eventualvorsätzlichen Verhalten der Beschwerdeführerin auszugehen (vgl. 
BGer C_154/03 vom 16. Februar 2004 E. 3.1).

3.4 Die Beschwerdeführerin wendet ein, dass ihr Verhalten inhaltlich korrekt gewesen 
sei, da sie ihrer Arbeitgeberin jederzeit zur Verfügung gestanden habe sowie regelmässig 
und immer häufiger in ihrer Freizeit von Teamleiterin Frau C.________ in betrieblichen 
Angelegenheiten kontaktiert worden sei. Sie habe die entstandenen Überstunden durch 
das Aufrunden bei der Zeiterfassung kompensiert (ALK-act. 15 S. 2 und 44 S. 2). Die 
Arbeitgeberin habe in diesem Zusammenhang nie das Gespräch gesucht und habe sie 
auch nicht verwarnt (act. 3 S. 4). Die Beschwerdeführerin selbst habe nicht das Gespräch 
mit ihrer Arbeitgeberin gesucht, da sie ihre Vorgesetzte, C.________, habe schützen 
wollen (act. 1). 

Weiter verweist die Beschwerdeführerin auf das arbeitsrechtliche Schlichtungsverfahren 
(BF-act. 9), welches in dieser Sache stattfand. Aus dem Protokoll der 
Schlichtungsverhandlung vom 15. März 2021 geht hervor, dass sich die Parteien mit 
Widerrufsvorbehalt darauf einigten, dass die ehemalige Arbeitgeberin der 
Beschwerdeführerin insgesamt Fr. 16'000.– Lohn nachzahlen werde. Diese Vereinbarung 
wurde in der Folge von der ehemaligen Arbeitgeberin widerrufen; die privatrechtliche 
Streitigkeit zwischen der Beschwerdeführerin und ihrer Arbeitgeberin wurde schliesslich 
dennoch mittels Vereinbarung zur Zahlung von insgesamt Fr. 14'000.– zugunsten der 
Beschwerdeführerin beigelegt (BF-act. 11). 

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Die Beschwerdeführerin leitet aus dem Schlichtungsverfahren ab, dass die 
Friedensrichterin den wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung als nicht gegeben 
erachtete. Einziges Beweismittel ihrer ehemaligen Arbeitgeberin sei eine widerrechtlich 
vorgenommene Videoüberwachung gewesen, was als Beweismittel im arbeitsrechtlichen 
Prozess nicht zulässig gewesen wäre. Ihre Klage wegen unbegründeter fristloser 
Kündigung wäre vor diesem Hintergrund mit einer an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit gutgeheissen worden und die Arbeitslosenkasse hätte in diesem Fall 
ihre Einsprache gutheissen müssen (act. 3 S. 7). 

3.5 In Verweis auf die schlüssigen Ausführungen der Beschwerdegegnerin (act. 6 
S. 2; ALK-act. 25 S. 4 ff.) ist festzuhalten, dass diese Einwendungen der 
Beschwerdeführerin nichts an ihrem Selbstverschulden für die Kündigung zu ändern 
vermögen: Das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber bzw. zur Arbeitgeberin wird 
massgeblich durch Beachtung der arbeitsvertraglichen Pflichten und insbesondere der 
Beachtung aller formellen Regeln des Arbeitsvertrages aufrechterhalten. Gerade die 
korrekte Erfassung der Arbeitszeiten bzw. der Anwesenheit am Arbeitsort ist für das 
Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitnehmerin und -geberin von grosser Bedeutung, 
betrifft diese formelle Pflicht doch in messbarer und quantitativer Hinsicht die 
Hauptleistungspflicht – das zur Verfügung stellen der Arbeitskraft – der Arbeitnehmerin. 

Zunächst ist festzuhalten, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelingt, nachvollziehbar 
darzulegen, dass sie tatsächlich Überstunden an ihren arbeitsfreien Tagen geleistet hat. 
Jedenfalls kann in den beigelegten Unterlagen (BF-act. 1, 8) kein entsprechender Beweis 
oder überzeugender Hinweis erkannt werden. So ergibt sich aus den eingereichten 
Bildschirmaufnahmen der mit C.________ ausgetauschten Kurznachrichten lediglich, dass 
letztere gegenüber der Beschwerdeführerin ihren Missmut geäussert hat. Zwar zeugen die 
Nachrichten von ihrer grundsätzlichen Bereitschaft, zur Entlastung von C.________ 
spontan für die Arbeitgeberin tätig zu werden, allerdings ergibt sich aus den Nachrichten 
gerade nichts, was auf die tatsächliche Annahme und Erledigung von Arbeitsaufträgen 
hinweist (BF-act. 1). Betreffend die Bildschrimaufnahmen des wiederkehrenden 
Telefonkontakts mit C.________ (BF-act. 8) ist gleiches festzustellen: Über die 
grundsätzliche Arbeitsbereitschaft der Beschwerdeführerin hinaus erlauben diese es 
mangels Kenntnis der Gesprächsinhalte dem Gericht nicht, mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit festzustellen, dass die Beschwerdeführerin tatsächlich für die 
Arbeitgeberin tätig war (vgl. auch act. 6 S. 3). Ganz unabhängig davon muss sich die 
Beschwerdeführerin vorliegend vorwerfen lassen, dass sie ohne Rücksprache mit ihrer 

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Arbeitgeberin und eigenmächtig über Menge und Zeitpunkt der zu kompensierenden 
Arbeitsstunden entschied; dies entgegen dem in Ziffer 3 des Arbeitsvertrages geregelten 
Vorgehen, wonach Überstunden nur auf Anordnung und mit Rücksprache entstehen 
dürfen (BF-act. 4). Erschwerend kommt sodann hinzu, dass die Beschwerdeführerin nicht 
zu erkennen gab, dass sie Arbeitsstunden kompensierte, sondern ausdrücklich falsche 
Tatsachen behauptete, indem sie angab, früher am Arbeitsort eingetroffen zu sein, als es 
tatsächlich der Fall war. Das Verhalten der Beschwerdeführerin ist unter diesen 
Umständen objektiv dazu geeignet, das Vertrauensverhältnis zwischen der 
Beschwerdeführerin und der Arbeitgeberin dermassen zu beeinträchtigen, dass die 
Arbeitgeberin sich veranlasst sieht, das Arbeitsverhältnis – ob fristlos oder innert der 
vertraglichen Kündigungsfrist – aufzulösen (vgl. BGer 4A_395/2015 vom 2. November 
2015 E. 3.6).

Ob die fristlose Kündigung aus wichtigem Grund i.S.v. Art. 337 OR gerechtfertigt war, 
kann jedoch – wie die Beschwerdeführerin selbst festhält (act. 3 S. 7) – dahingestellt 
bleiben. Ebenso irrelevant sind die Erfolgsaussichten einer zivilrechtlichen Klage wegen 
ungerechtfertigter fristloser Kündigung. Entscheidend ist alleine, ob die 
Beschwerdeführerin mit ihrem Verhalten die Arbeitgeberin veranlasst hat, das 
Arbeitsverhältnis aufzulösen (vgl. E. 2.2), was nach dem Vorstehenden zu bejahen ist.

3.6 Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass die 
Beschwerdeführerin mehrfach ihre Arbeitszeit vorsätzlich falsch deklariert hat und ihre 
Arbeitgeberin hiermit zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses veranlasst hat, sodass die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit 
gerechtfertigt ist.

4.
4.1 Zu prüfen ist weiter die Rechtmässigkeit der verfügten Einstelldauer. Gemäss 
Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach dem Grad des 
Verschuldens, das sich die Beschwerdeführerin vorwerfen lassen muss. Sie beträgt je 
nach Einstellungsgrund höchstens 60 Tage. Gemäss Art. 45 Abs. 3 lit. c AVIV liegt diese 
Dauer bei schwerem Verschulden zwischen 31 und 60 Tagen. Dem Gericht ist bei der 
Beurteilung der Einstelldauer Zurückhaltung geboten, weil der Verwaltung hierbei ein 
grosser Ermessensspielraum zukommt. So darf es sein Ermessen nicht ohne triftigen 
Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 126 V 75 E. 6; 123 V 150 E. 
2).

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4.2 Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid von einem schweren 
Verschulden im oberen Bereich aus und setzte die Einstelldauer auf 52 Tage fest. Wie 
erwähnt, hat die Beschwerdeführerin ihre Arbeitslosigkeit aufgrund ihres Verhaltens 
selbstverschuldet. Die Verschuldensbemessung hält sich unter den vorliegenden 
Umständen im Rahmen des der Verwaltung zustehenden Ermessens und ist nicht zu 
beanstanden. Die Beschwerdeführerin beantragt zwar eine angemessene Herabsetzung 
der verfügten Einstelltage. Sie kann jedoch keine mildernden Umstände für sich 
beanspruchen oder belegen. 

Die angeführten mildernden Umstände der Absicht, ihre Vorgesetzte zu schützen (act. 1), 
der pandemischen Lage oder der privaten finanziellen Situation (act. 3 S. 8) sind nicht 
geeignet, den schweren Vertrauensbruch und das damit einhergehende 
Selbstverschulden zu Gunsten der Beschwerdeführerin zu relativieren. Wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend festhält, stehen Pandemie und finanzielle Situation in 
keinen Zusammenhang zum vorliegend beurteilten Verhalten der Beschwerdeführerin (vgl. 
auch act. 6 S. 4). Auch die vorgegebene Absicht, das direkte Gespräch mit der 
Arbeitgeberin nicht zu suchen, um ihre Vorgesetzte C.________ vor einer Kündigung zu 
schützen, kann nicht mildernd berücksichtigt werden; dies da die unbefriedigende 
Arbeitssituation sowohl für die Beschwerdeführerin als auch für ihre Vorgesetzte schon 
über einen längeren Zeitraum andauerte und nicht honoriert werden kann, wenn diese 
Situation systematisch durch eigenmächtig eingeführte Kompensierungsmassnahmen 
bewältigt wird. Vielmehr hätte ein Dialog mit der Arbeitgeberin angestrebt werden müssen. 
Ob darüber hinaus das konsequente Verschweigen der Überforderung die Vorgesetzte 
C.________ schützte, ist angesichts ihrer offensichtlich darauf zurückzuführenden 
gesundheitlichen Probleme (act. 1) fraglich. Damit erweist sich die Beschwerde als 
unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen. 

5. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). Eine Parteientschädigung wird bei 
diesem Verfahrensausgang – Unterliegen der Beschwerdeführerin – nicht zugesprochen 
(Art. 61 lit. g ATSG, e contrario).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Beschwerdegegnerin sowie an das Staatsekretariat für Wirtschaft (SECO), 
Bern.

Zug, 25. Januar 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am