# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93a3a5f2-3257-5a2c-8db6-fead63dc48d2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 10.12.2014 501 2014 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2014-13_2014-12-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2014 13
501 2014 14

Urteil vom 10. Dezember 2014

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Adrian Urwyler
Richterin: Catherine Overney
Ersatzrichter: André Riedo
Gerichtsschreiberin: Rahel Brühwiler

Parteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer 

B.________, Beschuldigte und Berufungsführerin 

beide vertreten durch Rechtsanwältin C.________

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Anklägerin und Berufungsgegnerin    

D.________, Strafkläger 

E.________, Strafklägerin   

 

Gegenstand Nötigung (Art. 181 StGB)

Berufung vom 18. November 2013 gegen das Urteil des Polizei-
richters des Seebezirks vom 6. November 2013

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Prozessgeschichte und Prozessuales

1. Mit Urteil vom 6. November 2013 wurden A.________ und B.________ vom Polizeirichter 
des Seebezirks wegen Nötigung, begangen am 3. März 2012 in F.________, zu einer bedingten 
Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 100.- resp. Fr. 10.- mit einer Probezeit von 4 Jahren sowie 
zu einer Busse von Fr. 600.- resp. Fr. 200.- verurteilt. 

2. Am 18. November 2013 meldeten A.________ und B.________ (nachfolgend: die 
Berufungsführer) Berufung gegen das Urteil vom 6. November 2013 an (act. 13’065). Die 
Berufungsanmeldung erfolgte form- und fristgerecht.

In ihrer Berufungserklärung vom 30. Januar 2014 beantragen die Berufungsführer, das vorinstanz-
liche Urteil des Polizeirichters vom 6. November 2013 sei vollumfänglich aufzuheben, die Beschul-
digten seien vollumfänglich freizusprechen, die Kosten des Vorverfahrens sowie die erst- und 
zweitinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem Staat Freiburg aufzuerlegen und ihnen sei eine 
angemessene Entschädigung für ihre Anwaltskosten auszurichten.

Mit Verfügungen vom 12. Februar 2014 setzte der Instruktionsrichter der Berufungsgegnerin sowie 
den Strafklägern eine Frist von 20 Tagen, um Nichteintreten zu beantragen oder Anschlussberu-
fung zu erklären. 

Mit Schreiben vom 13. Februar 2014 informiert die Staatsanwaltschaft, dass sie weder Nichtein-
treten beantrage noch Anschlussberufung erkläre. In der Sache selbst schliesse sie auf Abweisung 
der Berufung.  

E.________ und D.________ (nachfolgend: die Strafkläger) liessen sich nicht vernehmen. 

3. Anlässlich der Verhandlung vom 10. Dezember 2014 erschienen die Berufungsführer, vertre-
ten durch Rechtsanwältin C.________, Staatsanwältin G.________ sowie die Strafkläger. Auf 
Frage des Vorsitzenden gaben die Berufungsführer bekannt, dass keine neuen Beweisanträge 
gestellt oder aufrechterhalten werden. Nach der Einvernahme der Berufungsführer erklärte der 
Vorsitzende des Strafappellationshofs das Beweisverfahren als geschlossen und erteilte Rechts-
anwältin C.________, danach Staatsanwältin G.________ sowie dem Strafkläger das Wort zum 
Parteivortrag. Rechtsanwältin C.________ beantragt, das Urteil des Polizeirichters des Seebezirks 
sei aufzuheben, die Berufungsführer seien freizusprechen vom Vorwurf der Nötigung, angeblich 
begangen am 3. März 2012 in F.________, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten 
des Staates Freiburg. Ausserdem sei den Berufungsführern eine angemessene Entschädigung für 
ihre Anwaltskosten zuzusprechen. Staatsanwältin G.________ beantragt, die Berufung sei 
abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil sei zu bestätigen. Die Kosten des Berufungsverfahrens 
seien den Berufungsführern je hälftig aufzuerlegen. Die Strafkläger beantragen, die Berufungen 
seien abzuweisen und das Urteil des Polizeirichters vom 6. November 2013 sei zu bestätigen. Die 
Kosten des Berufungsverfahrens seien den Berufungsführern aufzuerlegen. Die Berufungsführer 
machten von der Möglichkeit, ein Schlusswort abzugeben, Gebrauch. 

Danach wurde die Verhandlung zur Urteilsberatung, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt-
fand, unterbrochen. Nach Wiederaufnahme der Verhandlung wurde das Urteil mündlich eröffnet 
und kurz begründet.  

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Auf die Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie im Rahmen ihrer Plädoyers an 
der Verhandlung vom 10. Dezember 2014 wird nachfolgend, soweit erforderlich, ausführlich einge-
gangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen. 

Erwägungen

1. a) Als beschuldigte Personen besitzen die Berufungsführer ein rechtlich geschütztes Inte-
resse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO und 
sind somit zur Berufung legitimiert.

b) Die Berufung ist dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils 
schriftlich oder mündlich zu Protokoll anzumelden (Art. 399 Abs. 1 StPO). Nach Art. 384 lit. a StPO 
beginnt die Rechtsmittelfrist im Falle eines Urteils mit der Aushändigung oder Zustellung des 
schriftlichen Dispositivs.

Die Berufungsanmeldung nach Art. 399 Abs. 1 StPO erfordert keine Begründung. Es ist im Rah-
men der Anmeldung unnötig, genauere Angaben über den Umfang der Anfechtung zu machen 
(NIKLAUS SCHMID, StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, Art. 399 N 2; FRANZ RIKLIN, 
StPO Kommentar, Zürich 2010, Art. 399 N 3).

c) Das Urteilspositiv wurde den Berufungsführern am 11. November 2013 zugestellt. Am 18. 
November 2013 meldeten sie gegen das Urteil vom 6. November 2013 Berufung an (act. 13'065). 
Die Berufungsanmeldung erfolgte form- und fristgerecht.

d) Die Partei, die Berufung angemeldet hat, reicht dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit 
der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung ein. Sie hat darin an-
zugeben: a. ob sie das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilen anficht; b. welche Änderungen des 
erstinstanzlichen Urteils sie verlangt; und c. welche Beweisanträge sie stellt. Wer nur Teile des 
Urteils anficht, hat in der Berufungserklärung verbindlich anzugeben, auf welche Teile sich die Be-
rufung beschränkt (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO).

Das begründete Urteil wurde den Berufungsführern am 10. Januar 2014 zugestellt. Die schrift-
liche Berufungserklärung der Berufungsführer datiert vom 30. Januar 2014. Mit Verfügung vom 12. 
Februar 2014 setzte der Instruktionsrichter der Berufungsgegnerin eine Frist von 20 Tagen, um 
Nichteintreten zu beantragen oder Anschlussberufung zu erklären. Das Schreiben der Staats-
anwältin datiert vom 13. Februar 2014. Somit erfolgten die Eingaben fristgerecht.

e) Mit der Berufung kann das Urteil vollumfänglich oder nur in Teilpunkten angefochten wer-
den, wobei die Berufung später noch weiter eingeschränkt werden kann (Botschaft, in BBI 2006 
1314; NIKLAUS SCHMID, a.a.O., Art. 399 N 16; FRANZ RIKLIN, a.a.O., Art. 399 N 4). Mit der Beru-
fungserklärung hat die das Rechtsmittel einlegende Partei den Umfang der Überprüfung des an-
gefochtenen Entscheids anzugeben und zu präzisieren, ob das Urteil vollumfänglich oder nur in 
Teilen angefochten wird. Eine das Urteil vollumfänglich anfechtende Berufung kann nachträglich 
eingeschränkt werden, aber eine Ausdehnung des Berufungsantrags auf bisher nicht angefoch-
tene Teile des Urteils ist nach Ablauf der gesetzlichen Frist von 20 Tagen nicht mehr möglich. In 
der Berufungserklärung ist ausserdem darzulegen, welche Abänderung des erstinstanzlichen Ur-
teils verlangt wird. In diesem Verfahrensstadium ist noch keine eigentliche Begründung der Beru-
fung erforderlich, es ist aber genau anzugeben, in welchen Punkten das Dispositiv des Urteils zu 

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ändern ist, denn Gegenstand der Anfechtung sind nur die einzelnen Ziffern des Dispositivs, nicht 
die Motive (FRANZ RIKLIN, a.a.O., Art. 399 N 2).

Mit Berufungserklärung vom 30. Januar 2014 fechten die Berufungsführer das Urteil des Polizei-
richters des Seebezirks vollumfänglich an, ihre Berufung bezieht sich sowohl auf den Schuldpunkt 
als auch auf die Strafzumessung. Ausserdem verlangen sie eine angemessene Entschädigung. Es 
wurde weder Nichteintreten beantragt noch Anschlussberufung erklärt.

Die Berufungserklärung der Berufungsführer erfüllt die Anforderung nach Art. 399 Abs. 3 lit. a 
StPO, denn sie halten ausdrücklich fest, welche Punkte des Urteils sie anfechten. Ausserdem wird 
explizit dargelegt, in welchen Punkten eine Abänderung des Dispositivs verlangt wird. Die Anträge 
hinsichtlich des Schuldpunkts, der Höhe der auszusprechenden Strafe sowie der Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen sind präzise formuliert.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Berufung den gesetzlichen Anforderungen genügt, 
folglich ist darauf einzutreten.

2. Den Berufungsführern wird vorgeworfen, D.________ am 3. März 2012 in F.________ zur 
Unterzeichnung einer Verzichtserklärung für die Hunde H.________ und I.________ genötigt zu 
haben, indem sie ihm bei entsprechender Weigerung eine Schadenersatzforderungsklage in Höhe 
von Fr. 50'000.- in Aussicht gestellt haben.

a) In seinem Urteil vom 6. November 2013 (act. 13'072 verso f.) erachtete der Polizeirichter 
des Seebezirks gestützt auf die Aussagen der Beschuldigten sowie der Privatklägerschaft, das 
Verhalten der Parteien und die ihm vorliegenden Akten erstellt, dass: 

 E.________ und das Ehepaar  A.________ und B.________ am 16. Juli 2010 einen 
CERTODOG-Kaufvertrag betreffend H.________ abgeschlossen haben; 

 E.________ und das Ehepaar A.________ und B.________ am 24. Juni 2011 bzw. 30. 
Juli 2011 einen CERTODOG-Kaufvertrag betreffend I.________ abgeschlossen 
haben; 

 die beiden Hunde H.________ und I.________ nach Abschluss des jeweiligen 
Kaufvertrags in das Eigentum von E.________ übergegangen sind;

 E.________ am 27. Februar 2012 mit ihren drei Langhaar-Whippet-Hunden 
H.________, I.________ und J.________ zum Tierarzt Dr. K.________ in L.________ 
gefahren ist, um H.________ behandeln zu lassen;

 bei diesem Tierarztbesuch auch B.________ anwesend war und auf Vorschlag von Dr. 
K.________ vereinbart worden ist, dass H.________ vorübergehend bei A.________ 
und B.________ bleibt, damit täglich tierärztliche Nachkontrollen möglich sind;

 B.________ und E.________ sich anschliessend am Abend des 27. Februar 2012 
nach F.________ begeben haben, um dort gemeinsam mit A.________ das 
Nachtessen einzunehmen;

 es später an diesem Abend zu einer Auseinandersetzung zwischen B.________ und 
E.________ gekommen ist, wobei letzterer vorgeworfen worden ist, sie sei nicht 
Imstande, ihre Hunde zu führen;

 E.________ nach stundenlanger Diskussion in der Nacht auf den 28. Februar 2012 mit 
nur noch einem Hund, J.________, zurück nach M.________ gefahren ist und die 

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anderen beiden Hunde, H.________ und I.________, von B.________ in F.________ 
zurückbehalten worden sind;

 D.________ mit Einschreiben vom 1. März 2012 an das Ehepaar A.________ und 
B.________ die Rückgabe der beiden Hunde auf den 3. März 2012 verlangte und 
seinen Besuch am gleichen Datum ankündigte;

 D.________ am 3. März 2012 alleine nach F.________ gefahren ist, mit der Absicht, 
die beiden Hunde H.________ und I.________ zurückzuholen.

 das Ehepaar A.________ und B.________ wegen ihrer Bedenken bezüglich der 
Tierhaltung im Hause E.________ und D.________ nicht dazu bereit war, die beiden 
Hunde bedingungslos wieder herauszugeben.

Was die Würdigung der diesen Sachverhalt beschlagenden Aussagen und des Sachbeweises 
betrifft, so sei vorab auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen, denen beige-
pflichtet werden kann, soweit davon im Folgenden nicht abgewichen wird (Art. 82 Abs. 4 StPO).

b) Als Sachbeweis liegt einzig die von D.________ am 3. März 2012 unterzeichnete 
Verzichtserklärung über die Hunde H.________ und I.________ vor (act. 2’041). Diese hat 
folgenden Wortlaut:

„Verzichterklärung

Da wir feststellen mussten, dass die beiden untengenannten Hunde bedauerlicherweise nicht in 
unser Gesamtrudel passen, haben wir uns entschlossen, im gegen seitigem Einvernehmen mit 
dem Züchterpaar vollumfänglich auf den

Langhaar Whippet Rüden H.________ geb. im Jahr 2010, Chip nnn

und die

Langhaar Whippet Hündin I.________ geb. im Jahr 2011, Chip ooo

zu verzichten.

J.________ passt durch seine gewinnende Art nahtlos zu uns, und wir wünschen uns für die Zu-
kunft einen Langhaar Whippet, welcher in seinem Wesen ihm entspricht und zu ihm passt.

E.________ hat die Vollmacht ihrem Ehemann D.________ übergeben. Es können keine 
Ansprüche mehr geltend gemacht werden, weder Finanziell noch auf die Hunde. Die Hunde gehen 
zurück an die Züchter A.________ und B.________.“

Zeitgleich gaben die Berufungsführer auf einem separaten Dokument folgende Zusicherung ab 
(act. 2’042):

„Zusicherung

Wir freuen uns, E.________ und D.________ einen Welpen aus einem unserer künftigen Würfe zu-
zusichern, sofern folgende Rahmenbedingungen erfüllt sind:

- D.________ verfügt mindestens über ein Jahr über ein Einkommen, welches in der Grössenordnung 
dem Salär eines P.________ entspricht. So wollen wir sicherstellen, dass der junge Hund ein ge-
sichertes Leben haben wird.

- Der Welpen wird gemeinsam ausgewählt und soll in Art und Wesen zum Gesamtrudel, insbesondere 
zu J.________ passen.“

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c) Ebenfalls unbestritten sind die Feststellungen der Vorinstanz in ihrem Urteil vom 
6. November 2013 (act. 13'073 f.) zu den Vorkommnissen nach dem angeklagten Vorfall vom 
3. März 2012, nämlich, dass:

 D.________ und E.________ dem Ehepaar A.________ und B.________ am 6. März 
2012 per E-Mail mitgeteilt haben, sie seien der Meinung, aufgrund der gestellten 
Bedingungen eine übereilte Entscheidung gefällt zu haben und deshalb angekündigt 
haben, erneut nach F.________ zu fahren, um ihre geliebten Hunde nach Hause zu 
holen;

 D.________ und E.________ am 10. März 2012 und am 12. März 2012 zwei weitere 
Schreiben - wiederum mit der Bitte um Rückgabe der Hunde und mit dem Vorschlag 
eine sachbezogene Lösung zu finden - an das Ehepaar A.________ und B.________ 
gerichtet haben;

 diese Schreiben von Seiten A.________ und B.________ jeweils nur knapp oder gar 
nicht beantwortet worden sind;

 H.________ - trotz vorgenannter Schreiben - durch das Ehepaar A.________ und 
B.________ mit einem CERTODOG-Kaufvertrag vom 10. März 2012 an die 
Käuferschaft Q.________ nach R.________ weitergegeben worden ist.

Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die gesamte Vorgehensweise rund um den 3. März 2012 
Teil eines planmässigen, auf ein bestimmtes Ziel gerichtetes Handeln gewesen sei, nämlich die 
Überführung der Hunde in das Eigentum der Beschuldigten zwecks anschliessender Weitergabe 
an Drittpersonen. Zur Verfolgung dieses Ziels hätten die Berufungsführer die Hunde vorerst wieder 
in ihren Besitz genommen und anschliessend einen derart starken Druck auf den Strafkläger aus-
geübt, so dass dieser gegen seinen Willen eine Verzichtserklärung unterzeichnet habe. Einzig 
Letzteres ist vorliegend Anklagesachverhalt und daher näher zu klären. 

Was die Würdigung der diesen Sachverhalt beschlagenden Aussagen und des Sachbeweises 
betrifft, so sei vorab auf die Ausführungen im erstinstanzlichen Urteil verwiesen, denen beige-
pflichtet werden kann, soweit davon im Folgenden nicht abgewichen wird (Art. 82 Abs. 4 StPO).

3. In ihrer Berufungserklärung vom 30. Januar 2014 fechten die Berufungsführer das Urteil der 
Vorinstanz vollumfänglich an, d.h. sowohl in Bezug auf den Schuldpunkt als auch die Strafzu-
messung. Die Berufungsführer kritisieren namentlich die von der Vorinstanz vorgenommene Be-
weiswürdigung.

Vorliegend hat der Strafappellationshof in einem ersten Schritt zu prüfen, ob der Polizeirichter die 
vorliegenden Beweise korrekt gewürdigt hat, bevor in einem zweiten Schritt zu klären ist, ob der 
Grundsatz in dubio pro reo durch die Vorinstanz verletzt worden ist. Dem Strafappellationshof stellt 
sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Berufungsführer einen derart starken Druck auf 
den Strafkläger ausgeübt haben, dass dieser gegen seinen Willen eine Verzichtserklärung unter-
zeichnet hat.

a) Anlässlich der Verhandlung vor dem Strafappellationshof vom 10. Dezember 2014 halten 
die Berufungsführer zu Recht fest, dass es vorliegend einzig und alleine um die Vorkommnisse am 
Nachmittag des 3. März 2012 gehe. Sie werfen der Vorinstanz vor, sich mehrheitlich auf die Aus-
sagen der Strafkläger gestützt zu haben, diese unkritisch übernommen zu haben und für die Be-
weiswürdigung zentrale Aktenstücke, welche im Widerspruch zu diesen Aussagen stünden, unbe-
rücksichtigt gelassen zu haben. Dies sei umso bedenklicher, als bezogen auf den relevanten 
Sachverhalt Aussage gegen Aussage stehe. Sie weisen darauf hin, sie hätten sinngemäss und 

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übereinstimmend ausgesagt, dass mit dem Strafkläger alternative Vorgehensweisen diskutiert 
worden seien, ihm aber keine Schadenersatzklage angedroht worden sei. Nachdem man sich 
nach diversen Rücksprachen des Strafklägers mit dessen Ehefrau darüber einig geworden sei, 
dass ein Verzicht mit Zusicherung die vernünftigste Lösung sei, hätten sich der Strafkläger und der 
Berufungsführer gemeinsam an den Computer gesetzt und die entsprechenden Schreibstücke 
aufgesetzt. Die ebenfalls auf Wunsch des Strafklägers unterzeichnete Zusicherung zugunsten der 
Strafkläger belege, dass diese Verhandlungen vom 3. März 2012 nicht einseitig geführt worden 
seien. 

Sie kritisieren die Annahme der Vorinstanz, wonach die Verzichtserklärung grösstenteils von den 
Berufungsführern aufgesetzt worden sei, und der Strafkläger keine oder kaum Mitspracherechte 
gehabt habe. Diese Sachverhaltsfeststellung habe der Polizeirichter damit begründet, dass es dem 
Strafkläger nicht gelungen sei, alle Rechtschreibefehler in der Vereinbarung zu korrigieren. Die 
Berufungsführer könnten sich sehr gut daran erinnern, dass die Formulierung der Verzichtser-
klärung auf Wunsch des Strafklägers laufend angepasst worden sei, namentlich sei auch das 
Weglassen des «s» in «Verzichterklärung» auf Anraten des Strafklägers erfolgt. Es gebe weder 
Indizien noch Beweise für die Behauptung, dass der Strafkläger die Verzichtserklärung bereits 
vorbereitet gehabt habe. 

Bezüglich der angeblichen Inaussichtstellung einer Schadenersatzklage in Höhe von Fr. 50'000.- 
hätten die Berufungsführer mehrfach bestätigt, man habe im Verlaufe der zahlreichen, während 
Monaten geführten Gespräche mit den Strafklägern den Betrag von Fr. 50'000.- erwähnt, aller-
dings nicht in dem vom Strafkläger suggerierten Kontext, sondern im Zusammenhang mit Fragen 
zu den Zuchtplänen der Strafkläger. Keine der diskutierten Lösungsvarianten hätte direkt einen 
Zuchtausfall und somit einen Schaden für die Parteien zur Folge gehabt. Bei der Berechnung der 
Fr. 50'000.- habe es sich vielmehr um die Kosten der Zucht gehandelt, welche der Strafkläger auf-
zubauen beabsichtigt habe. Es sei den Berufungsführern hauptsächlich darum gegangen, zu er-
läutern, dass sich mit einer verantwortungsvollen Zucht kaum Geld verdienen lasse. Wie sie be-
reits an der Hauptverhandlung vom 25. Oktober 2013 hätten klarstellen müssen, sei der fragliche 
Zuchtausfallschaden und die Fr. 50'000.- völlig aus dem Zusammenhang gerissen worden. Die 
Berufungsführer hätten den Strafklägern nicht mit einer Schadenersatzforderung von Fr. 50'000.- 
gedroht. Über Zuchtkosten in dieser Höhe sei schon Monate davor gesprochen worden, es sei 
aber zu keinem Zeitpunkt mit einer Schadenersatzklage wegen Zuchtausfalls gedroht worden, 
sollten die Strafkläger die Hunde zurückverlangen. Die Berufungsführer weisen darauf hin, dass 
die angebliche Schadenersatzforderung von Fr. 50'000.- in keinem der zahlreichen Mails, welche 
der Strafkläger zu den amtlichen Akten gereicht habe, erwähnt worden sei. Weder der Betrag von 
Fr. 50'000.- noch die Inaussichtstellung einer Klage werde zwischen dem 3. März 2012 und dem 
Strafantrag rund zwei Monate später erörtert. Sie machen geltend, dass die Androhung einer 
Schadenersatzforderung in den zu den Akten gereichten Schreiben mit Sicherheit eingeflossen 
wäre, wenn sie diese Drohung ausgesprochen hätten. Die Berufungsführer seien erstmals anläss-
lich der Befragung durch die Polizei mit der Behauptung, sie hätten den Strafklägern eine Scha-
densersatzklage in Aussicht gestellt, konfrontiert worden. Es sei denkbar, dass die Strafklägerin 
über das Ergebnis der von ihrem Ehemann geführten Verhandlungen nicht glücklich gewesen sei, 
und der Strafkläger deshalb eine Erklärung ausserhalb seines Kompetenzbereichs habe suchen 
müssen. Erwiesen sei jedenfalls, dass erst sehr viel später - womöglich erst nach Konsultation 
weiteren juristischen Rats - die Behauptung, wonach er von den Berufungsführern genötigt worden 
sei, die Verzichtserklärung zu unterschreiben, in die Welt gesetzt worden sei. 

Die Aussagen der Berufungsführer, den Strafkläger nicht mittels Inaussichtstellung einer Schaden-
ersatzforderung genötigt zu haben, würden ausserdem mit dem Inhalt der Verzichtserklärung und 

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der von der Strafklägerschaft eingereichten Korrespondenz ab dem 6. März 2012 übereinstimmen. 
Im gemeinsam verfassten Schreiben vom 6. März 2012 und den folgenden Mails würden die Straf-
kläger bestätigen, zur Überzeugung gelangt zu sein, eine übereilte Entscheidung gefällt zu haben. 
Weder die fehlende Vollmacht resp. Zustimmung der Strafklägerin noch die später geltend ge-
machte Bedrohung resp. Einschränkung der Handlungsfähigkeit des Strafklägers durch Nötigung 
werde darin erwähnt. Stattdessen werde von den Strafklägern wiederholt schriftlich zugestanden, 
eine übereilte, wenig überlegte Entscheidung getroffen zu haben. Wenn der Strafkläger nun an-
dere Behauptungen aufstelle, müsste er damals gelogen haben. Wenn der Strafkläger auf Frage 
des Polizeirichters, weshalb er im Schreiben vom 6. März 2013 keine Drohung oder dergleichen 
erwähnt habe, ausgesagt habe, er habe auf Anraten einer Gerichtsschreiberin am Obergericht 
S.________ Provokationen vermeiden wollen, um seine Chancen, die Verzichtserklärung rückgän-
gig zu machen, sei dies nicht überzeugend.

Die Berufungsführer halten fest, der Strafkläger habe ursprünglich falsche Aussagen bezüglich der 
Anzahl mit seiner Ehefrau geführten Telefongesprächen gemacht. Gegenüber der Polizei und der 
Staatsanwaltschaft habe er ausgesagt, er habe nur einmal mit seiner Ehefrau telefoniert, doch auf 
Frage des Polizeirichters habe er später eingeräumt, es seien wohl doch zwei- bis dreimal gewe-
sen, wie dies von seiner Ehefrau zu Protokoll gegeben worden sei. 

Im Schreiben vom 1. März 2012 hätten die Strafkläger die Berufungsführer darüber aufgeklärt, 
dass diese «den vollendeten Tatbestand der Nötigung und eines Sachentzugs begangen haben». 
Sie hätten den Berufungsführern angekündigt, sie würden am 3. März 2012, um 10 Uhr in 
F.________ eintreffen und erwarten, dass die Berufungsführer ihnen ohne weitere Widerstände 
die beiden Hunde wieder aushändigen. «Sollten Sie dazu nicht bereit sein, werden wir uns nicht 
scheuen, umgehend alle nötigen polizeilich-juristischen Schritte vorzunehmen, um wieder in den 
Besitz unserer rechtmässig erworbenen und sich weiterhin in unserem Besitz befindlichen Hunde 
zu gelangen (unsere Rechtschutz-Versicherung gibt uns glücklicherweise den nötigen Rückhalt).» 
Aus diesem Schreiben gehe hervor, dass der Strafkläger mit genügend juristischem Rüstzeug und 
gefüllter Kriegskasse im Gepäck nach F.________ gefahren sei. 

Die Berufungsführer weisen im Übrigen darauf hin, der Strafkläger habe an der Hauptverhandlung 
zu Protokoll gegeben, vor der Hundegeschichte noch nie in ein Verfahren involviert gewesen zu 
sein. Wie sich aber später herausgestellt habe, habe diese Aussage nicht der Wahrheit entspro-
chen. 

Wie dargelegt, habe der Strafkläger teilweise widersprüchliche resp. unvollständige und damit un-
wahre Angaben zu zentralen Fragen gemacht. Dadurch entstünden erhebliche Zweifel an der 
Glaubhaftigkeit seiner gesamten Darstellung. Aus diesem Grund hätte die Vorinstanz sich in ihrer 
Beweiswürdigung nicht auf die Erklärungen der Strafkläger stützen dürfen ohne dabei in Willkür zu 
verfallen, sogar wenn einzelne Aussagen oder Teile davon widerspruchsfrei und glaubhaft seien. 

Zusammenfassend halten die Berufungsführer fest, die Begründung des Urteils vom 6. November 
2013 sei geprägt von Schlüssen und Annahmen, die fast ausschliesslich auf unbewiesenen Vor-
bringen der Strafkläger beruhen würden. Ohne sich eingehend mit den Argumenten der Be-
rufungsführer auseinandergesetzt zu haben, hätte die Vorinstanz nicht zum Schluss kommen dür-
fen, ihre Aussagen seien weniger glaubhaft als diejenigen der Strafkläger. Gegen die Glaub-
haftigkeit der Ausführungen der Strafkläger spreche insbesondere, dass sie im vorliegenden Ver-
fahren nicht unbeteiligte Dritte seien, sondern persönliche Interessen verfolgen würden. Sie weisen 
darauf hin, von besonderer Relevanz seien die Schlüsse des T.________ Gerichts, welches die 
Aussagen der Berufungsführer hinsichtlich der Ereignisse vom 3. März 2012 als glaubhaft erachtet 
habe. 

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b) Anlässlich der Verhandlung vom 10. Dezember 2014 hält die Berufungsgegnerin fest, das 
Urteil des Strafgerichts sei schlüssig begründet und vollumfänglich zu bestätigen. Es sei unklar, 
wer am 3. März 2012 alles anwesend gewesen sei. Die Aussagen der Berufungsklägerin zur Zucht 
seien widersprüchlich gewesen, so habe sie zuerst gesagt, es sei keine Zucht beabsichtigt ge-
wesen, später habe sie gesagt, sie lasse es sich offen, ob sie einen Zuchtausfall einklagen werde 
und an der Strafverhandlung habe sie eingeräumt, dass davon gesprochen worden sei. Am 
3. März 2012 sei der Strafkläger in einer Nötigungssituation gewesen, seine unsichere berufliche 
Zukunft und die Androhung einer Schadenersatzklage habe in befürchten lassen, dadurch sein 
gesamtes Vermögen zu verlieren. Aus dem Verhalten des Strafklägers nach dem 3. März 2012 
(geplanter Hinterhalt zur Wiederaneignung der Hunde) könne einzig sein Deliktspotential und seine 
starke Verletzung abgeleitet werden, aber keine Rückschlüsse auf die Nötigungssituation. Für die 
Strafzumessung verweist die Staatsanwältin auf die Argumentation des Polizeirichters.

c) Die Strafkläger machten in ihrem Plädoyer keine detaillierten Ausführungen zu den an-
geblichen Nötigungshandlungen am Nachmittag des 3. März 2012. Sie weisen lediglich darauf hin, 
dass die Verzichtserklärung bereits vorgelegen habe, was die Zeugin U.________ in ihrer 
Einvernahme bestätigt habe. Ausserdem erklärt der Strafkläger, er schreibe «Verzichtserklärung» 
mit einem «s». Die Strafkläger führen aus, sie hätten ihre Zuchtabsichten gegenüber den 
Berufungsführern nie offengelegt, geschweige denn über Kosten diskutiert. Alle geplanten 
Vorhaben hätten sich jedoch in Luft aufgelöst, als die Nötigung mit den Fr. 50'000.- und den damit 
verbundenen Gerichtskosten auf den Tisch gekommen seien.  

d) aa) Wer jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile oder durch andere 
Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden, wird 
mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 181 StGB). Nötigung ist 
die rechtswidrige Verletzung der Freiheit von Willensbildung oder -betätigung durch Gewalt, Dro-
hung oder ähnliche Mittel. Das Opfer muss die Zwangssituation wahrnehmen. Geschützt ist die 
rechtlich garantierte Freiheit. Drohung ist die Inaussichtstellung eines Übels, dessen Eintritt nach 
der beim Opfer geweckten Vorstellung vom Willen des Täters abhängt. Nicht erforderlich ist die 
Absicht, die Drohung umzusetzen, doch das Opfer muss sie ernst nehmen. Massgebend für die 
Ernstlichkeit des angedrohten Nachteils sind gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung grund-
sätzlich objektive, absolute Kriterien, in diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob auch eine 
verständige Person in der Lage des Opfers gefügig gemacht worden wäre. Ernstlich sind die 
Nachteile, wenn ihre Androhung nach einem objektiven Massstab geeignet ist, auch eine be-
sonnene Person in der Lage des Betroffenen gefügig zu machen und so seine freie Willensbildung 
und -betätigung zu beschränken (Urteil des Bundesgerichts 6B_795/2008 E. 2.5; BGE 122 IV 322 
E. 1a). Das Opfer muss zu einem Tun, einem Unterlassen oder Dulden veranlasst werden. Vollen-
det ist die Nötigung erst, wenn sich das Opfer wenigstens teilweise nach dem Willen des Täters 
verhält. Die Rechtswidrigkeit bedarf bei Nötigung besonderer Prüfung. Unrechtmässig ist eine Nö-
tigung, wenn das Mittel oder der Zweck unerlaubt ist oder wenn das Mittel zum erstrebten Zweck 
nicht im richtigen Verhältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen einem an sich zulässigen 
Mittel und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich oder sittenwidrig ist (BGE 129 IV 6 E. 3.4 ; 
BGE 122 IV 322 E. 2a). Subjektiv ist Vorsatz erforderlich, der sich auf die Beeinflussung und das 
abgenötigte Verhalten beziehen muss, wobei Eventualvorsatz genügt (TRECHSEL/JEAN RICHARD, 
StGB PK, 2. Auflage, Zürich/St. Gallen 2013, Art. 181 N 1-14). 

Vorliegend stellt sich die Frage, ob die Berufungsführer den Strafkläger am Nachmittag des 
3. März 2012 mittels Drohung der Geltendmachung einer Schadenersatzforderung in Höhe von 

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2014&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=0&highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-IV-322%3Ade&number_of_ranks=0&azaclir=clir#page322

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Fr. 50'000.- zur Unterzeichnung der Verzichterklärung nötigten. Zur Beantwortung dieser Frage, 
wird der Strafappellationshof nachfolgend die ihm vorliegenden Beweismittel einer genauen Wür-
digung unterziehen. 

bb) Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren ge-
wonnenen Überzeugung. Bestehen unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen 
Voraussetzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person 
günstigeren Sachlage aus (Art. 10 StPO).

Wenngleich in einem Strafprozess an den Beweis von Täterschaft und Schuld besonders hohe 
Anforderungen zu stellen sind, kann ein Schuldspruch somit auch dann erfolgen, wenn hinsichtlich 
der Tatsachenfeststellung keine absolute Sicherheit besteht. Denn bloss abstrakte und theore-
tische Zweifel sind immer möglich. Es sind mithin nur erhebliche und unüberwindbare Zweifel zu 
Gunsten des Angeklagten zu berücksichtigen. Als solche gelten Zweifel dann, wenn sie sich nach 
der objektiven Sachlage aufdrängen und sich jedem kritischen und vernünftigen Menschen stellen 
(zum Ganzen BSK StPO - ESTHER TOPHINKE, Art. 10 N 82ff). Ein Freispruch in Anwendung des 
Grundsatzes "in dubio pro reo" hat mit anderen Worten also nur dann zu ergehen, wenn der Rich-
ter nach pflichtgemässer Beweiswürdigung unter Einbezug aller im Einzelfall relevanten Umstände 
vorhandene Zweifel nicht überwinden und sich demzufolge von einer bestimmten Sachverhalts-
darstellung nicht überzeugt zeigen kann. Die Anforderungen an die richterliche Überzeugung dür-
fen dabei aber freilich auch nicht überspannt werden. Überzeugung ist erreicht, wenn vernünf-
tigerweise und nach der Erfahrung des Lebens ein gegenteiliger Sachverhalt keine oder nur eine 
geringe Wahrscheinlichkeit für sich hat und erhebliche Zweifel demzufolge nicht oder nicht mehr 
bestehen. Bei der Beweiswürdigung muss sich der Richter also zu einer subjektiven Gewissheit 
und Wahrheit durchringen können.

Umstritten bleibt, was genau sich am Nachmittag des 3. März 2012 in der Wohnung der Beru-
fungskläger zugetragen hat und unter welchen Umständen der Strafkläger die „Verzichterklägung“ 
und die „Zusicherung“ unterzeichnet hat, insbesondere, ob die Berufungsführer dem Strafkläger 
bei entsprechender Weigerung eine aussergewöhnlich hohe Schadensersatzforderungsklage von 
Fr. 50'000.- in Aussicht stellten.

cc) Die Vorinstanz hat die Aussagen der Beteiligten zusammengefasst und 
wiedergegeben; darauf ist zu verweisen (E. III, 3 – 10; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Neben den beiden Berufungsführern und dem Strafkläger war am Nachmittag des 3. März 2012 
auch U.________ in der Wohnung anwesend. Im Strafverfahren wurde U.________ nicht ange-
hört. Sie wurde jedoch im Zivilverfahren der Strafkläger gegen die neuen Hundebesitzer am 
20. Dezember 2013 rogatorisch einvernommen und sagte aus, sie sei an diesem Tag bei der Be-
rufungsführerin gewesen, da sie dort ihre Welpen zweimal pro Woche besucht habe. Um das Ge-
spräch zwischen dem Strafkläger und den Berufungsführern habe sie sich nicht gekümmert. Auf 
die Frage, ob der Strafkläger zur Abgabe der Verzichtserklärung gedrängt worden sei, indem die 
Berufungsführer ihn darauf hingewiesen hätten, dass er sich, falls er sich weigere zu unterschrei-
ben, wegen entgangener Zuchterfolge in Höhe von Fr. 50'000.- schadensersatzpflichtig mache 
oder ob die Verzichtserklärung vom Strafkläger aus Angst vor dem Berufungsführer aufgrund des-
sen körperlicher Überlegenheit oder aus Angst vor finanziellen Ruin unterzeichnet worden sei, 
antwortete die Zeugin: „Mir ist nichts dergleichen aufgefallen. Sie sind am Tisch gesessen. Mir sind 
keine Aggressionen in Erinnerung geblieben. Ich bin zwischendurch auch hinausgegangen mit den 
Welpen. Ich habe auf dem Tisch Papiere gesehen. Aber um was es da ging, weiss ich nicht. Ich 
habe mich da raus gehalten. Von einer Schadenersatzpflicht über Fr. 50'000.- habe ich nichts ge-

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hört. Ebenso habe ich nicht mitbekommen, dass von einer körperlichen Überlegenheit bzw. von 
einem finanziellen Ruin gesprochen worden wäre. Das ging mich ja auch alles nichts an.“ Auf Er-
gänzungsfragen hin präzisierte die Zeugin, sie habe sich am Gespräch nicht beteiligt und nicht 
zugehört. Sie habe gewusst, dass es um zwei Hunde gegangen sei, die auch dort gewesen seien. 
Mehr habe sie nicht mitbekommen. Als sie gekommen sei, seien der Strafkläger und das Ehepaar 
A.________ und B.________ bereits da gewesen. Sie wisse noch, dass der Strafkläger vor ihr 
gegangen sei. Jedenfalls habe sie ihn nicht mehr gesehen, als sie gegangen sei. Sie sei im 
gleichen Raum gewesen, wie das Gespräch stattgefunden habe. Die Küche bzw. das Esszimmer 
seien offen. Das Gespräch habe am Küchentisch stattgefunden. Sie habe nicht mitbekommen, 
dass der Strafkläger und der Berufungsführer weggegangen seien, um die Dokumente am 
Computer aufzusetzen. Sie könne sich nicht daran erinnern, ob der Strafkläger an diesem Tag 
wiederholt intensiv telefoniert habe (Berufungsbeilage 4). 

Das von der Vorinstanz gezeichnete Bild ist in sich stimmig und schlüssig. Es lässt aber ausser 
Acht, dass den Akten auch Indizien für den von den Berufungsführern geschilderten Ablauf zu ent-
nehmen sind. Zum einen sind die Aussagen des Strafklägers nicht derart widerspruchsfrei, wie die 
Vorinstanz annahm (E. III 12.5). So hat er in einer zu den Akten gegebenen „eidesstattlichen Ver-
sicherung“ dargelegt, dass neben den Berufungsführern „… niemand bei diesem Akt der Ernied-
rigung dabei gewesen ist, insbesondere nicht die neu als Zeugin vorgeschobene Frau 
U.________, …“ (act. 9’064). Dies steht im Widerspruch zu deren Aussagen im Zivilverfahren vom 
23. Dezember 2013, mithin nach der erstinstanzlichen Strafverhandlung. Die Zeugin U.________ 
hat bekundet, dass der Strafkläger bei den Berufungsführern gewesen sei, als sie gekommen sei. 
Sie habe sich aber nicht um das Gespräch, das im gleichen Raum stattgefunden habe, 
gekümmert, sondern sich mit den Welpen befasst und sei zwischendurch auch herausgegangen. 
Von Aggressionen sei ihr nichts in Erinnerung geblieben und von Schadenersatz oder finanziellem 
Ruin habe sie nichts mitbekommen. Die Aussage der Zeugin U.________ erscheint glaubhaft, ist 
aber unergiebig, da sie das Gespräch nicht mitbekommen hat. Immerhin rückt sie die 
kategorischen Aussagen des Strafklägers in ein anderes Licht. Dass am 3. März 2012 eine weitere 
Person vor Ort war, wurde von der Berufungsführerin bereits bei den Befragungen erwähnt1 (act. 
3’025, Z. 113 f.).

Für den Strafappellationshof ist nicht nachvollziehbar, weshalb die behauptete Drohung mit einer 
konkreten Schadenersatzforderung keinen Niederschlag in das unmittelbar nach dem 3. März 
2012 verfasste Schreiben der Strafkläger an die Berufungsführer gefunden hat. Es wäre nämlich 
naheliegend gewesen, dies nach der Rückkehr festzuhalten. In dem Schreiben vom 6. März 2012 
(act. 3’034) ist nur von einer „wenig überlegten Handlung" und dem „Überrumpeln“ des Strafklä-
gers durch die von den Berufungsführern gestellten Bedingungen die Rede, aber nicht von einer 
Drohung mit Forderungen, die den finanziellen Ruin des Strafklägers bedeuten würden. Auch die 
beiden E-Mails vom selben Tag (act. 7’010 f.) - „Wir erlauben uns, euch noch einmal anzuschrei-
ben, weil E.________ und ich der Überzeugung sind, eine übereilte Entscheidung getroffen zu 
haben“ - lassen nicht darauf schliessen, dass der Strafkläger zur Unterzeichnung der Vereinbarung 
genötigt wurde.

Unbeleuchtet bleibt im Urteil der Vorinstanz auch die persönliche Beziehung zwischen den beiden 
Ehepaaren. Die Strafklägerin und die Berufungsführerin waren befreundet, telefonierten seit der 
Geburt der Hunde im Jahre 2010 täglich, die Strafklägerin war zwei mal mehrere Tage bei den 
Berufungsführern zu Besuch, als es ihr nicht gut ging. Laut eigenen Angaben litt sie unter einem 

1 Die Berufungsführerin sagte am 4. Dezember 2012: „…D.________ wollte den Termin vom 3. März 12 unbedingt. Wir 
haben ihm mitgeteilt, dass wir noch Besuch hätten, welcher bei der Ankunft von D.________ auch anwesend war. (…). 

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Burnout (act. 13’038 verso). Ende 2011 hat der Strafkläger seine Stelle verloren (act. 3’023). So-
wohl für die Strafkläger als auch für die Berufungsführer sind Hunde ein wichtiger Lebensinhalt. 
Die Berufungsführer züchten Langhaar Whippet, die Strafkläger spielten auch mit dem Gedanken 
einer eigenen Zucht2, jedenfalls hatten sie neben den beiden Hunden H.________ und I.________ 
am 25. April 2012 neun weitere Hunde (5 Pudel, 2 Dearhound, 2 Langhaar Whippet; act. 2’079). 
Es ist somit durchaus plausibel, dass am 3. März 2012 in diesem Zusammenhang über 
„Finanzielles“ und „Zuchtausfall“ gesprochen wurde, wie dies der Berufungsführer auch zugibt (act. 
13’039). Eine Drohung mit einem Schadenersatz wegen Zuchtausfall lässt sich jedoch kaum mit 
dem Umstand in Einklang bringen, dass in den schriftlichen Kaufverträgen die sog. Zuchtmiete 
nicht vereinbart war (act. 2’047/2’058). Zudem waren die Strafkläger nach eigenen Aussagen 
rechtsschutzversichert (act. 2'070). Ebenso die - nicht in der Anklage erwähnte und bestrittene - 
Drohung mit der Verzeigung beim Tierschutz. Aus der von den Strafklägern eingereichten und 
gemäss ihren Angaben am 25. April 2012 durchgeführten Kontrolle durch die SKG wurde ihre 
Tierhaltung in allen Punkten mit „vorzüglich“ bewertet (act. 2’079, 2’089). Selbst wenn eine solche 
Kontrolle angedroht worden wäre, ist nur schwer nachvollziehbar, welche Befürchtungen der 
Strafkläger hegte.

Die von der Berufungsführerin im Untersuchungsverfahren geschilderten Beweggründe für die 
Rücknahme der beiden Hunde, wonach die Familie D.________ und E.________ psychische 
Probleme habe und sich die Situation nach dem Stellenverlust des Strafklägers zugespitzt und sich 
dessen Aggressivität auf die sensiblen Hunde übertragen habe (act. 3’023), erscheint als möglich. 

Nach Würdigung der sich aus den Akten ergebenden Sach- und Personalbeweise sowie unter 
dem persönlichen Eindruck der Parteien an der Verhandlung vom 10. Dezember 2014 ergibt sich 
dem Strafappellationshof kein klares Bild darüber, was sich am Nachmittag des 3. März 2012 tat-
sächlich zugetragen hat und ob der Strafkläger durch die Berufungsführer zur Unterzeichnung der 
Verzichtserklärung genötigt wurde. Jedenfalls sind die Zweifel des Strafappellationshofs an der 
Schuld der Berufungsführer nicht lediglich theoretischer Natur, es fehlt an der subjektiven Gewiss-
heit der Schuld der Berufungsführer. Aus diesem Grund sind die Berufungsführer in Anwendung 
des Grundsatzes in dubio pro reo vom Vorwurf der Nötigung freizusprechen.

4. a) Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten wenn sie verurteilt wird (Art. 426 
Abs. 1 StPO). Wird die beschuldigte Person freigesprochen, so können ihr Verfahrenskosten ganz 
oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfah-
rens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Die Kosten des 
Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens 
(Art. 428 Abs. 1 StPO).

b) Im vorliegenden Fall wurden die Berufungsführer vom Vorwurf der Nötigung zum Nachteil 
der Strafkläger mangels Beweisen freigesprochen, ohne dass ihnen der Vorwurf eines prozessua-
len Verschuldens oder Fehlverhaltens gemacht werden könnte (vgl. BGE 116 Ia 162 E. 2e; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_250/2013 vom 13. Januar 2014 E. 1.3; BSK StPO-T. DOMEISEN, Art. 426 
N 29). Unter diesen Voraussetzungen sind die entsprechenden Kosten des erstinstanzlichen Ver-
fahrens vom Staat zu tragen. Von der betragsmässigen Festsetzung durch die Vorinstanz auf Fr. 
2000.- ist nicht abzuweichen.

2 Der Strafkläger sagte am 25. Oktober 2013 auf die Frage ob er am 3. März 2012 schon eine eigene Zucht geplant 
habe: „Nein. Wir hatten Vorstellungen etwas in diese Richtung zu machen. Konkret wurde es erst später.“ (act. 13036 
verso).

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Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die Kosten des Berufungsverfahrens be-
stehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 2‘000.- und den Auslagen von Fr. 224.- dem Staat 
Freiburg auferlegt.

c) Die Berufungsführer beantragen eine angemessene Parteientschädigung für ihre Anwalts-
kosten im erst- und zweitinstanzlichen Verfahren.

Die beschuldigte Person, die ganz oder teilweise freigesprochen wird, hat Anspruch auf eine Ent-
schädigung ihrer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte (Art. 429 
Abs. 1 StPO).

Der Anspruch auf Entschädigung umfasst grundsätzlich auch die Auslagen für die Verteidigung. 
Liegt kein Bagatellstraffall vor - und dies ist nach heutigem Verständnis stets dann der Fall, wenn 
eine Strafuntersuchung, die Verbrechen oder Vergehen zum Gegenstand hat, das nach einer ers-
ten Einvernahme nicht eingestellt, sondern weitergeführt wird  - ist der Beizug eines Anwaltes in 
der Regel gerechtfertigt. Zu erstatten sind die notwendigen Verteidigungskosten (BGE 115 IV 156 
E. 2b). Bezüglich der Notwendigkeit der Parteikosten darf indessen kein allzu strenger Massstab 
angelegt werden, denn Verteidigungskosten müssen grundsätzlich dann als notwendige Auslagen 
anerkannt werden, wenn die Verteidigung im Zeitpunkt, als der Verteidiger in Anspruch genommen 
wurde, zulässig war und die Kosten unmittelbar durch das Verfahren bedingt und aus Vorkehren 
entstanden sind, welche sich bei sorgfältiger Interessenabwägung als geboten erweisen oder doch 
in guten Treuen verantworten lassen. Dabei ist es Sache des Anwaltes, bei seinen Aufwendungen 
für die Respektierung des Grundsatzes der Verhältnismässigkeit zu sorgen Es ist von ihm zu ver-
langen, dass seine Arbeit eine gewisse Speditivität, Effektivität und Konzentration auf das Wesent-
liche aufweist. Der Verteidiger ist verpflichtet, die Notwendigkeit von prozessualen Vorkehren im 
Interesse des Beschuldigten sachgerecht und kritisch abzuwägen. Nicht zu entschädigen sind 
deshalb überflüssige oder unverhältnismässig hohe Aufwendungen. Anderseits muss der Vertei-
diger alles prüfen, was seinem Mandanten von Nutzen sein könnte. Mit dem Vorwurf, es seien 
überflüssige Bemühungen getätigt worden, sollte deshalb zurückhaltend umgegangen werden 
(R. Wallimann Baur, Entschädigung und Genugtuung durch den Staat an unschuldig Verfolgte im 
ordentlichen zürcherischen Untersuchungsverfahren, Diss. Zürich 1998, S. 114 f. mit Hinweisen). 
Auch verfügt der Anwalt bei der Festsetzung seines Honorars über einen gewissen Ermessens-
spielraum. Ein richterliches Eingreifen ist nur geboten, wenn ein Missverhältnis zwischen dem Wert 
der Leistung und dem Honorar besteht (W. Fellmann, Berner Kommentar OR, Art. 394 N. 426; 
FZR 2000 S. 117 f. E. 5). Die Strafprozessordnung setzt den im Rahmen von Art. 429 Abs. 1 lit. a 
StPO zu berücksichtigenden Anwaltstarif nicht fest. Dieser wird auch vom freiburgischen Gesetz-
geber nicht festgelegt. Die Verteidigungskosten müssen in einem vernünftigen Verhältnis zur 
Schwierigkeit des Falls bzw. zur Wichtigkeit der Sache stehen. Die Strafkammer des Kantonsge-
richts hat kürzlich entschieden, dass der zwischen dem Rechtsvertreter und dem Klient vereinbarte 
Stundenansatz massgebend sei, vorausgesetzt er überschreite den üblichen Rahmen nicht. Die 
Strafkammer des Kantonsgerichts hat in zwei in diesem Jahr ergangenen Urteilen festgehalten, 
dass ein Stundenansatz von Fr. 250.- bzw. Fr. 270.- dem üblichen Tarif entspreche (Entscheid 
vom 23. Mai 2014 E. 3 in FZR 2014, S. 78; Entscheid 502 2013 222 vom 27. Januar 2014 E. 2c). 

Für das erstinstanzliche Strafverfahren verrechnet Rechtsanwältin C.________ einen Zeitaufwand 
von 26.56 Stunden. Die Strafverhandlung dauerte 3 ½ Stunden und deren Vorbereitung nahm 
21.5 Stunden in Anspruch. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwältin C.________ bei einem 
Zeitaufwand von insgesamt 25 Stunden zu Fr. 250.- (Fr. 6’250.-), Auslagen von Fr. 556.15.-, der 
Reiseentschädigung von Fr. 13.60, zuzüglich 8% Mehrwertsteuer von Fr.  544.50, eine ange-
messene Pauschalentschädigung von Fr. 7'350.65 zu entrichten. 

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Die Berufungsführer belegen ihren Anspruch auf Entschädigung fürs Berufungsverfahren mit der 
Kostennote von Rechtsanwältin C.________ vom 9. Dezember 2014, welche die geleisteten 
Arbeiten (zahlreiche Korrespondenzen und Telefonate mit Klientschaft und Kantonsgericht, 
Besprechung mit Klientschaft, Verfassung von Rechtsschriften, Aktenstudium, Rechtsabklärung, 
Vorbereitung und Teilnahme an der Berufungsverhandlung, Urteilsbesprechung mit der 
Klientschaft) auflistet und hierfür Fr. 6'118.20 veranschlagt. Für das Berufungsverfahrenverfahren 
verrechnet Rechtsanwältin C.________ einen Zeitaufwand von 22 Stunden. Die Verhandlung 
dauerte 4.5 Stunden und deren Vorbereitung nahm 15.5 Stunden in Anspruch. Dem Gesagten zu 
Folge ist Rechtsanwältin C.________ bei einem Zeitaufwand von insgesamt 20 Stunden zu Fr. 
250.- (Fr. 5’000.-), Auslagen von Fr. 165.-, zuzüglich 8% Mehrwertsteuer von Fr.  413.20, eine 
angemessene Pauschalentschädigung von Fr. 5'578.20 zu entrichten.

Bei dem anlässlich der Urteilseröffnung am 10. Dezember 2014 verlesenen und den Parteien aus-
gehändigten Dispositiv wurden die Beträge der auszurichtenden Parteientschädigung für das 
Erstinstanzliche- und das Berufungsverfahren verwechselt; dies wird nachfolgend von Amtes we-
gen berichtigt (Art. 83 StPO).

(Dispositiv auf der folgenden Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung von A.________ wird gutgeheissen.

Das Urteil des Polizeirichters des Seebezirks vom 6. November 2013 wird aufgehoben.

A.________ wird freigesprochen von Vorwurf der Nötigung, angeblich begangen am 3. März 
2012 in F.________.

II. Die Berufung von B.________ wird gutgeheissen.

Das Urteil des Polizeirichters des Seebezirks vom 6. November 2013 wird aufgehoben.

B.________ wird freigesprochen von Vorwurf der Nötigung, angeblich begangen am 3. März 
2012 in F.________.

III. Die Kosten des erstinstanzlichen Strafverfahrens von pauschal Fr. 2‘000.- werden dem Staat 
Freiburg auferlegt. 

Die Kosten des Berufungsverfahrens, bestehend aus einer Gebühr von Fr. 3‘000.- sowie den 
Auslagen von Fr. 224.-, werden auf Fr. 3‘224.- festgesetzt und dem Staat Freiburg auferlegt. 

IV. A.________ und B.________ wird für das erstinstanzliche Verfahren eine vom Amt für Justiz 
auszurichtende Entschädigung von Fr. … (MWSt. inbegriffen) zugesprochen.

A.________ und B.________ wird für das Berufungsverfahren eine vom Amt für Justiz 
auszurichtende Entschädigung von Fr. … (MWSt. inbegriffen) zugesprochen.

V. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. desd Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 10. Dezember 2014/rbr

Vizepräsident Gerichtsschreiberin