# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cedafd08-6fd7-5f16-bad5-3fc6b54bcaf7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 26.09.2017 ZK1 2015 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-21_2017-09-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 26. September 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 21 23. November 2017

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Pedrotti
Richter Michael Dürst und Schnyder
Aktuar Pers

In der zivilrechtlichen Angelegenheit

der X._____, Beklagte, Widerklägerin, Berufungsklägerin und Anschlussberu-
fungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quader-
strasse 8, 7000 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Landquart vom 17. Dezember 2014, mitgeteilt 
am 15. Januar 2015, in Sachen des Y._____, Kläger, Widerbeklagter, Berufungs-
beklagter und Anschlussberufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Markus Janett, Schulstrasse 1, 7302 Landquart, gegen die Beklagte, Widerkläge-
rin, Berufungsklägerin und Anschlussberufungsbeklagte,

betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. X._____, geboren am _____ 1942, und Y._____, geboren am _____ 1939, 
heirateten am 30. Juli 1965 vor dem Zivilstandsamt O.1_____. Aus dieser Ehe 
gingen die gemeinsamen Kinder A._____, geboren am _____ 1965, und B._____, 
geboren am _____ 1968, hervor.

B. Die Eheleute leben seit dem Jahr 2003 getrennt. Im Rahmen eines von 
X._____ instanziierten Eheschutzverfahrens schlossen die Parteien vor dem Be-
zirksgerichtspräsidenten Landquart anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung 
vom 26. Oktober 2004 folgenden gerichtlichen Vergleich ab, welcher mit Ehe-
schutzverfügung vom 9. November 2004 genehmigt wurde:

1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Parteien seit dem 1. Oktober 
2003 in gegenseitigem Einverständnis auf unbestimmte Zeit getrennt 
leben.

2. Der Ehemann verpflichtet sich, an den Unterhalt der Ehefrau ab dem 1. 
Juli 2004 den monatlich pränumerando je auf den ersten eines jeden 
Monats fälligen Betrag von Fr. 2'700.-- zu bezahlen.

3. Die Verfahrenskosten übernehmen die Parteien je zur Hälfte.

Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.

C.1. Mit Eingabe vom 17. April 2012 machte Y._____ beim Bezirksgericht Land-
quart eine Scheidungsklage im Sinne von Art. 290 ZPO anhängig, welche das fol-
gende Rechtsbegehren enthielt:

1. Scheidung der Ehe gestützt auf Art. 114 ZGB.

2. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.

3. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zuzüglich 8.0 % MwSt. zu Las-
ten der Beklagten.

2. Am 22. August 2012 wurde eine Einigungsverhandlung durchgeführt, an-
lässlich derer sich ergab, dass der Scheidungsgrund feststeht und sich die Beklag-
te zudem ausdrücklich mit der Scheidung einverstanden erklärte. Da über die Ne-
benfolgen der Scheidung keine Einigung erzielt werden konnte, setzte der Verfah-
rensleiter dem Kläger in Anwendung von Art. 291 Abs. 3 ZPO eine Frist bis zum 
20. November 2012 an, um eine schriftliche Klagebegründung nachzureichen. Die 
in der Folge eingereichte Klagebegründung datiert vom 31. Oktober 2012 und 
enthält das unveränderte Rechtsbegehren gemäss Scheidungsklage. Mit Kla-
geantwort und Widerklage vom 30. Januar 2013 liess X._____ folgende Anträge 
stellen:

1. Scheidung der Ehe der Parteien.

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2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 124 
ZGB, allenfalls gestützt auf Art. 125 ZGB einen monatlichen, monatlich 
zahlbaren Beitrag in Höhe von CHF 4'500.00 zu bezahlen.

3. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.

3. In seiner Widerklageantwort vom 22. April 2013 beantragte Y._____ was 
folgt:

1. Der Kläger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und 
Widerklägerin gestützt auf Art. 124 ZGB einen Vorsorgeausgleich in 
Form einer Rente von CHF 2'074.00 pro Monat zu bezahlen.

2. Die den Betrag von CHF 2'074.00 pro Monat übersteigenden Renten-
begehren der Beklagten und Widerklägerin seien abzuweisen.

3. An den Anträgen gemäss Scheidungseingabe wird festgehalten.

4. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zuzüglich 8 % MwSt. zu Lasten 
der Beklagten.

4. In der Folge reichte X._____ am 2. Juli 2013 ihre Duplik und Widerklagere-
plik ein, mit welcher sie die folgenden Rechtsbegehren stellte:

1. Scheidung der Ehe der Parteien.

2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 124 ZGB 
eine Kapitalleistung in Höhe von CHF 300'000.00 zu erbringen.

Eventualiter sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf 
Art. 124 ZGB die Hälfte der von ihm bezogenen Rente der Pensions-
kasse der Stadt O.1_____, zurzeit ½ von CHF 4'148.00, somit CHF 
2'074.00, pro Monat zu überweisen.

3. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 125 ZGB 
einen monatlichen, monatlich zahlbaren Beitrag in Höhe von CHF 
2'500.00 zu bezahlen.

Der Unterhaltsbeitrag sei zu indexieren.

4. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.

5. Mit Widerklageduplik vom 28. Oktober 2013 stellte Y._____ die folgenden 
Anträge:

1. Auf die neuen Rechtsbegehren gemäss Ziff. I. 2 und 3 der Widerklage-
replik sei nicht einzutreten.

2. An den bisher gestellten Rechtsbegehren von Y._____ wird festgehal-
ten.

3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8 % MWST) 
zulasten der Beklagten.

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6. Nach Abschluss des Schriftenwechsels erliess der Verfahrensleiter am 5. 
September 2014 die Beweisverfügung.

D. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Landquart vom 
17. Dezember 2014 wurden die Rechtsbegehren der Parteien wie folgt präzisiert 
bzw. angepasst:

Anträge Klägerschaft:

1. Scheidung der Ehe gestützt auf Art. 111 Abs. 1 ZGB.

2. Der Kläger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und 
Widerklägerin gestützt auf Art. 124 ZGB einen Vorsorgeausgleich in 
Form einer Rente von CHF 2'074.00 pro Monat zu bezahlen.

3. Der Kläger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und 
Widerklägerin eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 
4'665.60 zu leisten.

4. Die übrigen Anträge der Beklagten und Widerklägerin seien abzweisen 
(der Nichteintretensantrag hat aufgrund des Verzichts auf eine Kapital-
abfindung keine Bedeutung mehr).

5. Unter Kosten-und Entschädigungsfolge zuzüglich 8.0 % MwSt. zu Las-
ten der Beklagten und Widerklägerin.

Anträge Beklagtschaft:

- Verzicht auf Zusprechung einer Kapitalabfindung aus BVG und Aner-
kennung des Antrages der Gegenseite auf hälftige Teilung der BVG-
Rente des Ehemannes

- Reduktion des Antrages auf Zusprechung von nachehelichem Unter-
halt auf CHF 2'000.00

- Leistung einer güterrechtlichen Ausgleichszahlung des Ehemannes an 
die Ehefrau von CHF 710'650.00

E. Mit Entscheid vom 17. Dezember 2014, mitgeteilt am 15. Januar 2015, er-
kannte das Bezirksgericht Landquart was folgt:

1. In Gutheissung der Scheidungsklage wird die zwischen Y._____ und 
X._____ am 30. Juli 1965 vor dem Zivilstandsamt O.1_____ geschlos-
sene Ehe gestützt auf Art. 114 ZGB gerichtlich geschieden.

2. Y._____ wird gerichtlich verpflichtet, X._____ gestützt auf Art. 124 
ZGB ab Rechtskraft des vorliegenden Scheidungsurteils im Voraus auf 
den Ersten eines jeden Monats jeweils die Hälfte der von ihm bezoge-
nen Rente der Pensionskasse der Stadt O.1_____, zur Zeit ein Zweitel 
von CHF 4'148.00, somit CHF 2'074.00, pro Monat zu überweisen.

3. Y._____ wird weiter gerichtlich verpflichtet, an X._____ ab Rechtskraft 
des vorliegenden Scheidungsurteils im Voraus auf den Ersten eines 
jeden Monats einen unbefristeten nachehelichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 700.00 pro Monat auszurichten.

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4. Y._____ wird schliesslich gerichtlich verpflichtet, der Ehefrau eine 
güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 86'787.60 zu leisten. Mit 
dieser Zahlung sind die Eheleute per Saldo aller gegenseitigen An-
sprüche güterrechtlich auseinandergesetzt.

5. a) Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend 
aus CHF 10'000.00, werden zu einem Viertel dem Kläger und zu drei 
Vierteln der Beklagten auferlegt und werden mit dem vom Kläger ge-
leisteten Kostenvorschuss von CHF 5'000.00 verrechnet. Den Fehlbe-
trag in Höhe von CHF 5'000.00 hat die beklagte Partei dem Gericht in-
nert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

b) X._____ wird zudem gerichtlich verpflichtet, Y._____ eine reduzierte 
ausseramtliche Entschädigung von CHF 7'210.95 (inkl. Barauslagen 
und MwSt.) zu bezahlen und ihm darüber hinaus den geleisteten Kos-
tenvorschuss anteilsmässig und somit in Höhe von CHF 2'500.00 zu 
ersetzen.

6. a) (Rechtsmittelbelehrung Hauptentscheid).

b) (Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid).

7. (Mitteilung).

F. Gegen diesen Entscheid liess X._____ mit Eingabe vom 12. Februar 2015 
Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, wobei sie die folgen-
den Anträge stellte:

A. Materielles

1. Die Ziff. 3, 4 und 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils seien 
aufzuheben.

2. Y._____ sei gerichtlich zu verpflichten, an X._____ ab 15. Januar 2015 
im Voraus auf den ersten eines jeden Monats einen unbefristeten 
nachehelichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'500.00 pro Monat auszu-
richten.

Der Betrag sei mit der üblichen Klausel zu indexieren.

3. In Abänderung von Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils 
sei Y._____ zu verpflichten, X._____ eine güterrechtliche Ausgleichs-
zahlung in Höhe von CHF 666'740.00, nebst 5% Zins seit 15. Januar 
2015 zu leisten.

4. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart seien zu 3/4 
dem Kläger und zu 1/4 der Beklagten aufzuerlegen. Der Ehemann sei 
zu verpflichten, der Ehefrau für das Verfahren vor Bezirksgericht Land-
quart eine ausseramtliche Entschädigung in Höhe von CHF 8'000.00 
zu bezahlen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren 
zulasten des Berufungsbeklagten.

B. Beweisanträge

1. Der Ehemann sei zu verpflichten, folgende Urkunden einzureichen:

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- Lückenloser Auszug des Hypothekarkontos bei der C._____ seit 
1974 bis 31. Dezember 2014

- Bauabrechnung für grossen Weinkeller
- Bauabrechnung für kleinen Weinkeller (Nachweis der Bezahlung)
- Bauabrechnung für Doppeleinfamilienhaus

2. Beweisaussage, allenfalls Parteibefragung der Ehefrau.

G. Mit Eingabe vom 18. März 2015 liess Y._____ dem Kantonsgericht von 
Graubünden seine Berufungsantwort zukommen. Gleichzeitig erhob er An-
schlussberufung mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Berufung sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Anschlussberufung:

2.1 Die Ziff. 3 des Dispositivs des angefochtenen Urteils des Bezirksge-
richts Landquart vom 17. Dezember 2014, mitgeteilt am 15. Januar 
2015, sei aufzuheben.

2.2 Die Ziff. 4 des Dispositivs des angefochtenen Urteils des Bezirksge-
richts Landquart vom 17. Dezember 2014, mitgeteilt am 15. Januar 
2015, sei aufzuheben und X._____ sei zu verpflichten, Y._____ eine 
güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 50'712.40 zu leisten.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8 % 
MWST) zulasten der Beklagten, Berufungsklägerin und Anschluss-
berufungsbeklagten für beide Instanzen.

H. Mit Anschlussberufungsantwort vom 6. Mai 2015 beantragte X._____ was 
folgt:

A. Materielles

1. Die Anschlussberufung sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Berufung vom 12. Februar 2015 sei gutzuheissen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Berufungsbe-
klagten und Anschlussberufungsklägers.

B. Beweisanträge

1. Wir legen folgende Urkunden ins Recht:

1. Abrechnung Mietzinskonto 2011
2. Belastungsanzeige 31.12.1975
3. Belastungsanzeige 31.12.1980
4. Schreiben C._____ betreffend Bedingungen ab 01.05.1998
5. Hypothekarabrechnung per 30.06.2001
6. Belastungsanzeige per 31.12.2003
7. Belastungsanzeige per 30.09.2005
8. Zinsabrechnung 2009
9. Zinsabrechnung 01.10.-31.12.2010
10. Zinsabrechnung 01.10.-31.12.2011

2. An unseren Editionsbegehren halten wir vollumfänglich fest.

3. Beweisaussage, allenfalls Parteibefragung der Ehefrau.

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I. Mit Stellungnahme vom 17. August 2015 hielt Y._____ unverändert an sei-
nen Rechtsbegehren gemäss Berufungsantwort und Anschlussberufung fest.

J. Mit Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer vom 10. Januar 2017 
wurden gestützt auf Art. 316 Abs. 3 ZPO und in teilweiser Gutheissung der Be-
weisanträge der Berufungsklägerin vorläufig aus Händen des Berufungsbeklagten 
bis spätestens am 13. Februar 2017 verschiedene Dokumente zur Edition verlangt 
(Auszug der Hypothekarkontos Weinkeller [gross und klein] und des Doppeleinfa-
milienhauses, Bauabrechnungen für den grossen und den kleinen Weinkeller so-
wie für das Doppeleinfamilienhaus). 

K. Mit Schreiben vom 8. Februar 2017 teilte Rechtsanwalt lic. iur. Markus Ja-
nett dem Kantonsgericht unter Hinweis auf dessen Ausführungen in der An-
schlussberufungsschrift vom 18. März 2015 mit, dass die zur Edition verlangten 
Bauabrechnungen nicht mehr auffindbar seien. Wie die schriftlichen Unterlagen im 
Rahmen der Haushaltsauflösung aufgeteilt worden seien, lasse sich heute nicht 
mehr nachvollziehen; jedenfalls besitze sein Klient keine Bauabrechnungen. So-
fern überhaupt vorhanden, werde vermutet, dass die betreffenden Unterlagen im 
Besitz der Gegenpartei sein müssten. Ferner seien sämtliche Hypothekarauszüge 
mit der Anschlussberufungsschrift eingereicht worden; weitere stünden seinem 
Mandanten nicht zur Verfügung bzw. hätten nicht beigebracht werden können.

L. Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie 
in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Beim angefochtenen Entscheid des Bezirksgerichts Landquart (ab 1. Janu-
ar 2017 Regionalgericht Landquart), welcher eine vermögensrechtliche Angele-
genheit mit einem Streitwert über CHF 10‘000.00 zum Gegenstand hat, handelt es 
sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid, welcher mit Berufung angefochten 
werden kann (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Die Zuständigkeit des Kantonsge-
richts von Graubünden ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Innerhalb des Kan-
tonsgerichts liegt die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechts-
gebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 der Verordnung über 
die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

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1.2. Gemäss Art. 311 ZPO ist die Berufung unter Beilage des angefochtenen 
Entscheids innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bezie-
hungsweise seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schrift-
lich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. Der vorinstanzliche 
Entscheid wurde den Parteien am 15. Januar 2015 in begründeter Form mitgeteilt. 
Die dagegen mit Eingabe vom 12. Februar 2015 erhobene Berufung erweist sich 
in jedem Fall als fristgerecht. Überdies entspricht sie auch den Formerfordernis-
sen, weshalb darauf einzutreten ist.

1.3. Mit Verfügung der damaligen Vorsitzenden vom 13. Februar 2015 (act. D.2) 
wurde der beklagten Partei die Berufung zur schriftlichen Stellungnahme zugestellt 
und darauf hingewiesen, dass die Berufungsantwort innert 30 Tagen seit Inemp-
fangnahme dieser Verfügung einzureichen ist (Art. 312 Abs. 1 und 2 ZPO). Art. 
313 Abs. 1 ZPO bestimmt, dass in der Berufungsantwort Anschlussberufung er-
hoben werden kann. Die vorerwähnte Verfügung wurde vom Rechtsvertreter des 
Berufungsbeklagten am 16. Februar 2015 in Empfang genommen, womit die 30-
tägige Frist zur Einreichung der Berufungsantwort bzw. der Anschlussberufung am 
17. Februar 2015 zu laufen begann und am 18. März 2015 endete. Die mit Einga-
be vom 18. März 2015 eingereichte Berufungsantwort/Anschlussberufung erfolgte 
folglich fristgerecht, weshalb auch darauf eingetreten werden kann. 

2. Sowohl die Berufung von X._____ als auch die Anschlussberufung von 
Y._____ richten sich ausschliesslich gegen die vorinstanzliche Regelung des 
nachehelichen Unterhalts (Ziff. 3 des Dispositivs) und die güterrechtliche Ausein-
andersetzung (Ziff. 4 des Dispositivs). X._____ verlangt darüber hinaus eine 
Abänderung der vorinstanzlichen Kostenverteilung (Ziff. 5 des Dispositivs). Unan-
gefochten blieb der vorinstanzliche Entscheid in Bezug auf den Scheidungspunkt 
(Ziff. 1 des Dispositivs) sowie hinsichtlich des Vorsorgeausgleichs (Ziff. 2 des Dis-
positivs), womit die entsprechenden Dispositivziffern bereits in Rechtskraft er-
wachsen sind.

3. Mit Anschlussberufungsantwort stellte die Berufungsklägerin mehrere Be-
weisanträge und reichte überdies neue Urkunden zu den Akten (act. B.2-11), über 
deren Zulässigkeit vorab zu befinden ist.

3.1. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel nur 
noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Diese 
Novenbeschränkung ist in Verfahren, welche wie das vorliegende nur noch die 

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güterrechtliche Auseinandersetzung sowie den nachehelichen Unterhalt und damit 
eine der Verhandlungsmaxime unterliegende Nebenfolge der Ehescheidung (Art. 
277 Abs. 1 ZPO) zum Gegenstand haben, zweifelsohne anwendbar. Praxis-
gemäss ist zwischen echten und unechten neuen Vorbringen (sog. Noven) zu un-
terscheiden. Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem 
Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens entstanden sind. 
Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Ver-
zug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen 
und Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
entstanden waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfahren weitergehend inso-
fern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie bei Beachtung zumut-
barer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht werden 
können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 20. März 2013 E. 5.1). 
Die Zulässigkeit des Vorbringens von Noven hat die Berufungsinstanz grundsätz-
lich von Amtes wegen zu prüfen. Dieser Grundsatz erfährt jedoch im Bereich der 
Verhandlungsmaxime eine Relativierung, da diesfalls die explizite Zustimmung der 
Gegenpartei hinsichtlich der Zulassung und Begründetheit der Zulassung des No-
vums beachtlich ist. Bei expliziter Zustimmung der Gegenpartei muss daher die 
Berufungsinstanz ein Novum auch dann berücksichtigen, wenn die Voraussetzun-
gen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind. Fehlt es hingegen an einer derarti-
gen Zustimmung der Gegenpartei, so ist danach zu differenzieren, ob es sich um 
ein unzulässiges oder um ein zulässiges Novum handelt. Unzulässige Noven 
müssen im Gegensatz zu zulässigen nicht bestritten werden (Peter Reetz/Sarah 
Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 26 zu Art. 
317 ZPO).

3.2.1. Die Berufungsklägerin verlangt vom Berufungsbeklagten die Edition eines 
lückenlosen Auszugs des Hypothekarkontos bei der C._____ und der Bauabrech-
nungen des grossen und des kleinen Weinkellers sowie des Doppeleinfamilien-
hauses. Diese Beweisanträge hat sie mit Duplik und Widerklagereplik vom 2. Juli 
2013 bereits im vorinstanzlichen Verfahren gestellt (vgl. Akten BG Landquart, act. 
II./5 S. 7). Die Vorinstanz lehnte den Beweisantrag ab. Zur Begründung führte sie 
im Wesentlichen aus, dass, soweit diese Beweisanträge gestellt worden seien, 
damit die Mehrwertberechnungen erfolgen könnten, diesbezüglich in den beiden 
Rechtsschriften keine Behauptungen gemacht worden seien. Da sämtliche Grund-
stücke des Klägers unbestrittenermassen Eigengut desselben darstellten, hätten 
die mit Art. 206 oder 209 ZGB geltend gemachten Ersatzforderungen samt Mehr-

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wertbeteiligung spätestens in der zweiten Rechtsschrift beziffert werden müssen, 
was jedoch nicht der Fall sei. Dem kann aus dem nachfolgenden Grund nicht ge-
folgt werden.

3.2.2. Erfordern es die Verhältnisse, kann das Gericht einen zweiten Schriften-
wechsel anordnen (Art. 225 ZPO), in dessen Rahmen unbeschränkt Noven vorge-
tragen werden können. Obschon Replik und Duplik aufgrund des Konzentrations- 
und Eventualgrundsatzes primär dazu dienen, zu den je vorangegangenen Einga-
ben Stellung zu nehmen, können darin die Ausführungen in der Klage und der 
Klageantwort gleichwohl unbeschränkt ergänzt werden (Christoph Leuenberger, 
in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 3 und N 13 zu Art. 225 
ZPO). Dies korrespondiert auch mit dem Grundsatz, dass sich jede Partei 
grundsätzlich zweimal unbeschränkt äussern kann, entweder im Rahmen eines 
doppelten Schriftenwechsels oder eines einfachen Schriftenwechsels mit ansch-
liessender Instruktionsverhandlung oder eines einfachen Schriftenwechsels im 
Rahmen der ersten Parteivorträge an der Hauptverhandlung (BGE 140 III 312 E. 
6.3.2.3 S. 314 f. mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 5A_767/2015 
vom 28. März 2017 E. 3.3.1; vgl. auch Leuenberger, a.a.O., N 4 zu Art. 229 ZPO).

3.2.3. Die Verpflichtung zu jährlichen Amortisationszahlungen und die Investitio-
nen für den Bau des kleinen Weinkellers aus Mitteln der Errungenschaft bzw. 
durch Erhöhung der Hypothek wurden von der Beklagten mit ihren Ausführungen 
in der zweiten Rechtsschrift (Duplik und Widerklagereplik vom 2. Juli 2013) somit 
rechtzeitig behauptet und die dazugehörigen Beweisanträge ebenfalls rechtzeitig 
gestellt. Die Vorinstanz hat die Beweisanträge folglich zu Unrecht abgelehnt. Im 
Übrigen geht es nicht an, der Beklagten eine mangelnde Bezifferung vorzuwerfen 
und gleichzeitig die rechtzeitig beantragten Editionen, gestützt auf welche die Be-
zifferung hätte erfolgen können, abzuweisen. Auch unter diesem Gesichtspunkt 
erweist sich das Vorgehen der Vorinstanz als unzulässig. Aufgrund der vorange-
gangenen Ausführungen wurde der Berufungsbeklagte mit Verfügung des Vorsit-
zenden vom 10. Januar 2017 zur Edition der entsprechenden Unterlagen aufge-
fordert (act. D.15). Auf die Erfüllung des Editionsbegehrens (act. C.1-9) wird im 
entsprechenden Sachzusammenhang eingegangen (vgl. E. 4.4.3 nachfolgend).

3.3. Soweit erforderlich ebenfalls im entsprechenden Sachzusammenhang the-
matisiert werden die von der Berufungsklägerin eingereichten neuen Urkunden 
(act. B.2-11; vgl. E. 4.4.3 nachfolgend).

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4. Mangels anderslautender Vereinbarung oder Eintritts des ausserordentli-
chen Güterstands unterstehen die Parteien den Vorschriften über die Errungen-
schaftsbeteiligung (Art. 181 ZGB). Der Güterstand der Errungenschaft umfasst die 
Errungenschaft und das Eigengut jedes Ehegatten (Art. 196 ZGB). Gemäss Art. 
204 Abs. 2 ZGB wird bei Scheidung die Auflösung des Güterstandes auf den Tag 
zurückbezogen, an dem das Begehren eingereicht worden ist. Im vorliegenden 
Fall haben die Parteien anlässlich der Einigungsverhandlung vom 22. August 2012 
als Stichtag für die güterrechtliche Auseinandersetzung den 31. März 2012 ver-
einbart und vor der Vorinstanz ausdrücklich bestätigt. Somit gilt als Stichtag für die 
Auflösung des Güterstandes der 31. März 2012.

4.1. Die Vorinstanz ging im Rahmen der güterrechtlichen Auseinandersetzung 
von Aktiven der Parteien von CHF 2'900'357.00 und Passiven von CHF 
1'060'187.00 sowie einem Eigengut der Ehefrau von CHF 10'000.00 und einem 
solchen des Ehemannes von CHF 1'802'364.00 aus. Ausgehend hiervon ermittelte 
sie einen Vorschlag von CHF 27'806.00 (ohne Ersatzforderung) bzw. einen sol-
chen von CHF 322'806.00 (unter Berücksichtigung einer Ersatzforderung der Er-
rungenschaft gegen das Eigengut des Ehemannes). Der güterrechtliche Anspruch 
der Ehefrau wurde in der Folge mit CHF 171'403.00 (halber Vorschlag + Eigengut) 
beziffert, wovon die Akontozahlung von CHF 52'322.40 und das Guthaben ihrer 
eigenen Konti von CHF 32'293.00 in Abzug gebracht wurden. Letztlich wurde ihr 
ein güterrechtlicher Anspruch in Höhe von CHF 86'787.60 zugesprochen (vgl. an-
gefochtener Entscheid S. 17 ff.).

Während die Berufungsklägerin zahlreiche Einwände gegen die vorinstanzliche 
Berechnung erhebt und vom Berufungsbeklagten eine güterrechtliche Ausgleichs-
zahlung in Höhe von CHF 666'740.00, eventualiter eine solche in Höhe von CHF 
294'536.50 resp. CHF 283'090.00 verlangt, worauf nachfolgend einzugehen sein 
wird, anerkennt der Anschlussberufungskläger die güterrechtlichen Berechnungen 
der Vorinstanz mit Ausnahme der bei der Ersatzforderung berücksichtigten Amor-
tisationen von 1974 bis 1999 in Höhe von CHF 11'000.00 pro Jahr bzw. von ins-
gesamt CHF 275'000.00.

4.2.1. Die Berufungsklägerin macht geltend, die Vorinstanz habe das Konto CA 
_____, welches mit Miete überschrieben sei, zu Unrecht bei den Konti des Ehe-
mannes aufgeführt, obwohl sich aus den Akten klar ergebe, dass dieses Konto auf 
beide Namen laute. Bei diesem Konto handle es sich mit Bestimmtheit nicht um 
Eigengut des Ehemannes, da es nicht aus Erbschaften gespiesen worden sei. Auf 
dieses Konto seien vielmehr die Mietzinse einbezahlt worden, deren Erträge Er-

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rungenschaft seien, und zwar unabhängig davon, dass das Mietobjekt Eigengut 
des Ehemannes darstelle. Die Rüge erweist sich im Ergebnis als zutreffend. Klar-
zustellen ist vorab, dass es nicht von Belang ist, ob das betreffende Konto bei der 
Auflistung der Aktiven den Konten der Ehefrau oder denjenigen des Ehemannes 
zugerechnet wird. Entscheidend ist vielmehr erst dessen rechtliche Qualifikation 
als Bestandteil des Eigengutes oder der Errungenschaft. Die Vorinstanz ging da-
von aus, dass der gesamte Saldo des Kontos CA _____ über CHF 99'967.00 Ei-
gengut des Ehemannes darstellt, obwohl darauf unbestrittenermassen die Miet-
zinse einbezahlt wurden und das Konto auf die Namen beider Eheleute lautete 
(vgl. Akten BG Landquart, act. IV./44). Erträge aus Eigengut sind Errungenschaft 
(Art. 197 Abs. 2 Ziff. 4 ZGB). Des Weiteren gilt alles Vermögen eines Ehegatten 
bis zum Beweis des Gegenteils als Errungenschaft (Art. 200 Abs. 2 ZGB), womit 
der Ehemann die Beweislast für sein Eigengut trägt (Art. 8 ZGB). In der Klagebe-
gründung machte der Berufungsbeklagte Eigengut aus Erbschaft in Höhe von 
CHF 429'991.00 geltend, ohne den Saldo des fraglichen Kontos spezifisch zu er-
wähnen (vgl. Akten BG Landquart, act. II./2 S. 7). In ihrer Klageantwort behauptete 
die Berufungsklägerin, das Konto laute auf den Namen beider Ehegatten und sei 
deshalb nach der Scheidung hälftig aufzuteilen (vgl. Akten BG Landquart, act. II./3 
S. 8), womit sie de facto die Eigengutseigenschaft dieses Kontos bestritt. Sowohl 
in der Widerklageantwort als auch in der Widerklageduplik blieb diese Behauptung 
seitens des Berufungsbeklagten unbestritten (vgl. Akten BG Landquart, act. II./4 
und act. II./6). Die Vorinstanz hat den betreffenden Saldo von CHF 99'967.00 da-
her zu Unrecht dem Eigengut des Ehemannes zugeordnet. Der Betrag stellt statt-
dessen Errungenschaft dar, was bei der Berechnung der Ausgleichszahlung zu 
berücksichtigen sein wird. Die Saldi der übrigen Konti des Berufungsbeklagten 
werden von der Berufungsklägerin hingegen als dessen Eigengut anerkannt.

4.2.2. Die Berufungsklägerin hält in diesem Zusammenhang sodann dafür, das 
fragliche Mietzinskonto sei zwischen den Parteien einvernehmlich aufgeteilt wor-
den, weshalb es bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung nicht mehr zu 
berücksichtigen sei. Insbesondere sei aber der Betrag von CHF 52'322.40 nicht 
als Akontozahlung bei der Ausgleichszahlung an die Ehefrau in Abzug zu bringen, 
wie dies die Vorinstanz völlig zu Unrecht vorgenommen habe. Diesem Argument 
ist bereits deshalb die Grundlage entzogen, weil die Überweisung des Betrags von 
CHF 52'322.40 am 13. März 2013 (vgl. Akten BG Landquart, act. IV./44) und damit 
erst nach dem zwischen den Parteien vereinbarten Stichtag (31. März 2012) er-
folgte. Ferner hat nach den vorangegangenen Ausführungen als erstellt zu gelten, 
dass das Mietzinskonto Errungenschaft bildet, weshalb die Vorinstanz den dann-

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zumal massgeblichen Saldo bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu 
Recht berücksichtigt und die betreffende Zahlung an die Berufungsklägerin als 
Akontozahlung in Abzug gebracht hat. Die Rüge der Berufungsklägerin erweist 
sich in diesem Punkt als unbegründet.

4.3. Weiter macht die Berufungsklägerin geltend, die Vorinstanz sei zu Unrecht 
zum Schluss gelangt, der Betrag von CHF 99'000.00, den der Berufungsbeklagte 
an seine Schwester habe überweisen müssen, sei aus Eigengut bezahlt worden. 
Der Berufungsbeklagte habe zu ihrer Behauptung, wonach dieser Betrag aus Er-
rungenschaft bezahlt worden sei, weder in der Widerklageantwort noch in der Wi-
derklageduplik Stellung genommen, womit ihre Behauptung nie bestritten worden 
sei. Dem kann nicht gefolgt werden. Entgegen der Auffassung der Berufungsklä-
gerin hat der Berufungsbeklagte grundsätzlich bestritten, dass Investitionen aus 
Errungenschaft zugunsten des Eigenguts erfolgt sein sollen (vgl. Widerklageant-
wort vom 22. April 2013, Akten BG Landquart, act. II./4 S. 10). Es handelt sich mit 
Bezug auf die fragliche Zahlung mithin gerade nicht um eine unbestrittene Tatsa-
che, sodass die Berufungsklägerin, die eine Ersatzforderung zugunsten der Er-
rungenschaft geltend macht, zu beweisen hat, dass die Auszahlung von CHF 
99'000.00 an die Schwester des Berufungsbeklagten aus Errungenschaftsmitteln 
erfolgt ist (Art. 8 ZGB). Dieser Beweislast kommt sie vorliegend nicht nach. Na-
mentlich legt sie nicht dar, weshalb die Vorinstanz gestützt auf den Kontoauszug 
der C._____ vom 21. Februar 2011 (Akten BG Landquart, act. V./9) zu Unrecht 
davon ausgegangen sein soll, dass die Auszahlung auf die bestehende Hypothek 
aufgenommen wurde. Derartiges ist mit Blick auf das genannte Dokument denn 
auch nicht ersichtlich. Daraus geht klar hervor, dass der Betrag von CHF 
99'000.00 für die Überweisung an C._____ für den Boden (zuzüglich eines Betra-
ges von CHF 21'000.00) auf die bestehende Hypothek aufgenommen wurde. Wie 
die Vorinstanz zutreffend erwog, stellt die bestehende Hypothek Eigengut dar, weil 
sie das im Eigengut des Berufungsbeklagten stehende Grundstück belastet (Art. 
209 Abs. 2 ZGB). Damit hat der Nachweis, dass die fragliche Auszahlung aus Ei-
gengut des Berufungsbeklagten stammte, als erbracht zu gelten. Die Berufung ist 
in diesem Punkt unbegründet.

4.4.1. Die Berufungsklägerin weist sodann auf ihre Ausführungen in der Duplik 
und Widerklagereplik hin, in welcher sie geltend gemacht hat, dass die Parteien 
verpflichtet gewesen seien, während 39 Jahren (1974-2013) Amortisationszahlun-
gen von CHF 11'000.00 pro Jahr zu erbringen, was einen Betrag von CHF 
429'000.00 ergebe (vgl. Akten BG Landquart, act. II./5 S. 6). Obschon dies von der 
Gegenseite nicht substantiiert bestritten worden sei, habe die Vorinstanz lediglich 

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Amortisationen bis ins Jahr 1999 berücksichtigt, was einem Betrag von CHF 
275'00.00 entspreche. Im angefochtenen Urteil werde sodann ausgeführt, die 
Amortisationen nach dem Jahre 1999 seien aus Mietzinserträgen geleistet wor-
den, weshalb insofern keine Ersatzforderung der Errungenschaft bestehe. Mieter-
träge aus Eigengut würden indessen ebenfalls Errungenschaft darstellen, weshalb 
der Errungenschaft eine Ersatzforderung gegen das Eigengut des Berufungsbe-
klagten zustehe. Aus diesem Grund seien die Amortisationen richtigerweise in vol-
lem Umfang und nicht nur bis ins Jahr 1999 zu berücksichtigen.

4.4.2. In seiner Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 18. März 2015 
(act. A.2) macht der Berufungsbeklagte erstmals überhaupt geltend, dass in den 
Jahren 1974 bis 1999 kein einziger Franken amortisiert worden sei und die gegen-
teiligen Behauptungen der Berufungsklägerin wider besseren Wissens erfolgen 
würden (S. 9). Wie die Berufungsklägerin zutreffend darlegt, hat der Berufungsbe-
klagte die entsprechenden in der Duplik und Widerklagereplik vom 2. Juli 2013 
vorgetragenen Tatsachenbehauptungen weder in der anschliessenden Widerkla-
geduplik vom 28. Oktober 2013 (Akten BG Landquart, act. II./6) noch im Rahmen 
seines Parteivortrags anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (Akten 
BG Landquart, act. I./3) bestritten. Indem die Vorinstanz die unbestrittene Tatsa-
chenbehauptung der Beklagten nicht als solche anerkannt und sie dem Entscheid 
zugrunde gelegt hat, hat sie die Verhandlungsmaxime verletzt (vgl. Thomas Sut-
ter-Somm/Claude Schrank, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, 
N 27 zu Art. 55 ZPO). Richtigerweise hätte sie bei ihrer Berechnung der Ersatzfor-
derung der Errungenschaft gegen das Eigengut des Ehemannes auch die nach 
dem Jahr 1999 behaupteten Amortisationszahlungen berücksichtigen müssen. Die 
Schlussfolgerung der Vorinstanz erweist sich aber auch aus einem anderen Grund 
als falsch. Denn selbst wenn die nach dem Jahr 1999 erfolgten Amortisationen 
tatsächlich aus den Mieterträgen aus dem Zweifamilienhaus des Klägers bezahlt 
worden wären, bestünde in Übereinstimmung mit den Ausführungen der Beru-
fungsklägerin eine Ersatzforderung der Errungenschaft, da Erträge aus Eigengut 
Errungenschaft bilden (Art. 197 Abs. 2 Ziff. ZGB).

Nach dem Gesagten ist der vorinstanzliche Entscheid insofern zu korrigieren, als 
im Rahmen der Ermittlung der Ersatzforderung der Errungenschaft gegen das Ei-
gengut des Berufungsbeklagten nicht bloss die Amortisationszahlungen der Jahre 
1974-1999, sondern auch die in der Folge getätigten zu berücksichtigen sind. Al-
lerdings umfassen diese Zahlungen entgegen den Ausführungen der Berufungs-
klägerin nicht einen Zeitraum von 39 Jahren, sondern lediglich einen solchen von 

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38 Jahren und 3 Monaten, da als Stichtag der güterrechtlichen Auseinanderset-
zung der 31. März 2012 vereinbart wurde. Damit besteht eine Ersatzforderung der 
Errungenschaft gegen das Eigengut des Berufungsbeklagten in Höhe von CHF 
420'750.00 (38 x CHF 11'000.00 + ¼ von CHF 11'000.00) anstelle der von der 
Vorinstanz ermittelten Ersatzforderung von CHF 275'000.00. In diesem Umfang ist 
die Berufung somit gutzuheissen.

4.4.3. Soweit der Berufungsbeklagte mit den im Nachgang zur Editionsaufforde-
rung eingereichten Dokumenten seine erstmals im Berufungsverfahren vorge-
brachte Behauptung der fehlenden Amortisationszahlungen beweisen will, handelt 
es sich dabei um unzulässige (unechte) Noven, welche nicht zu berücksichtigen 
sind. Mangels rechtzeitiger Bestreitung im erstinstanzlichen Verfahren erfolgt die 
Einreichung der Beweismittel im Berufungsverfahren mit Blick auf Art. 317 Abs. 1 
ZPO verspätet. Dabei hilft dem Berufungsbeklagten auch nicht weiter, dass er die 
Unterlagen lediglich auf entsprechendes Editionsbegehren der Gegenpartei hin 
eingereicht hat, zumal er der Editionsaufforderung des Gerichts nur teilweise 
nachgekommen ist und namentlich keine der eingeforderten Bauabrechnungen 
präsentiert hat. Es kann selbstredend auch nicht angehen, im Rahmen eines von 
der Gegenpartei gestellten Editionsbegehrens Unterlassungen im erstinstanzli-
chen Verfahren nachzuholen und den Gegenbeweis für zuvor unbestrittene Tatsa-
chen quasi unter dem Deckmantel der Folgeleistung der Editionsaufforderung zu 
erbringen. In Anbetracht dessen kann die Frage, ob und inwieweit die nunmehr als 
Belege für die nicht erfolgten Amortisationszahlungen vorgelegten Dokumente 
überhaupt von der beantragten Edition erfasst werden, dahin gestellt bleiben. 
Handelt es sich bei der Behauptung der nicht geleisteten Amortisationszahlungen 
sowie den diesbezüglichen Unterlagen nach dem Gesagten um unzulässige No-
ven, welche im vorliegenden Berufungsverfahren nicht zu berücksichtigen sind, 
haben auch die von der Berufungsklägerin nachträglich eingereichten Beweismit-
tel (act. B.2-11), mit denen sie den Gegenbewies hierzu antreten wollte, un-
berücksichtigt zu bleiben.

4.5. Die Berufungsklägerin macht geltend, die Vorinstanz habe ihrem Eigengut 
zu Unrecht bloss einen Betrag von CHF 10'000.00 zugerechnet. So habe sie in 
der Widerklage ausgeführt, dass ihre Mutter ihr einen Betrag von CHF 12'000.00 
geleistet habe und dass dieser Betrag zur Finanzierung der Gebäude verwendet 
worden seien. Dies sei von der Gegenseite nie substantiiert bestritten worden. Die 
Rüge erweist sich als zutreffend. Die Behauptung, dass die Mutter der Berufungs-
klägerin einen Beitrag an die Finanzierung des Grundstücks in Höhe von CHF 
12'000.00 geleistet habe, welcher Eigengut der Ehefrau darstelle, wurde seitens 

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der Berufungsklägerin bereits in ihrer Klageantwort und Widerklage erhoben (Ak-
ten BG Landquart, act. II./3 S. 6), vom Berufungsbeklagten jedoch weder in der 
darauffolgenden Widerklageantwort noch in der Widerklageduplik bestritten (vgl. 
Akten BG Landquart, act. II./4 und II./6). Erst anlässlich der erstinstanzlichen 
Hauptverhandlung anerkannte er einen Eigengutsbetrag der Berufungsklägerin 
aus Erbschaft in Höhe von CHF 10'000.00 (Akten BG Landquart, act. I./3 S. 6). 
Nachdem zuvor bereits zwei Schriftenwechsel durchgeführt worden sind, erfolgte 
diese Anerkennung im Rahmen des mündlichen Parteivortrags wegen fehlender 
Voraussetzungen von Art. 229 Abs. 1 ZPO verspätet. Der geltend gemachte Ei-
gengutsbetrag von CHF 12'000.00 hat damit als anerkannt zu gelten und die Vor-
instanz hatte keine Veranlassung, diesbezüglich von sich aus eine Beweiswürdi-
gung vorzunehmen und dem Eigengut der Berufungsklägerin lediglich CHF 
10'000.00 zuzuerkennen. Indem sie dies getan hat, hat sie einmal mehr die Ver-
handlungsmaxime verletzt. Der Berufungsbeklagte bestreitet erstmals im Beru-
fungsverfahren, dass ein Betrag von CHF 12'000.00, den die Berufungsklägerin 
von ihrer Mutter erhalten haben wolle, für den Bau des Einfamilienhauses verwen-
det worden sein soll (vgl. act. A.2 S. 12). Die betreffende Behauptung stellt ein 
unzulässiges unechtes Novum dar, welches nicht zu berücksichtigen ist. In Über-
einstimmung mit der unbestritten gebliebenen Behauptung der Berufungsklägerin 
ist in der Folge daher von einem Eigengut der Ehefrau in Höhe von CHF 12'000.00 
auszugehen.

4.6. Die Berufungsklägerin rügt den Umstand, dass die Vorinstanz sämtliche 
ihrer Konti als Akontozahlung berücksichtigt habe, obschon sie in den Rechts-
schriften dargelegt habe, dass die auf ihren Namen lautenden Konti Eigengut dar-
stellen würden, was nicht bestritten worden sei. Selbst wenn es sich dabei aber 
um Errungenschaft handeln würde, wäre allerhöchstens die Hälfte davon zu 
berücksichtigen. Dies trifft so nicht zu. Die Berufungsklägerin hat in den Rechts-
schriften zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass es sich bei ihren Konti um Eigengut 
handeln soll, sondern lediglich ausgeführt, das auf diesen Konti befindliche Geld 
stamme aus der 3. Säule resp. aus der Lebensversicherung. Das allein macht die 
darauf befindlichen Gelder indessen nicht zu Eigengut, womit die Berufung in die-
sem Punkt abzuweisen ist.

4.7. Schliesslich hält die Berufungsklägerin dafür, die Vorinstanz sei zu Unrecht 
davon ausgegangen, dass die Differenz zwischen dem Verkehrswert des Grunds-
tücks (CHF 2'440'000.00) und der darauf lastenden Hypothek (CHF 1'033'700.00) 
Eigengut des Berufungsbeklagten darstelle. Richtigerweise stehe der Errungen-
schaft im Umfang dieser Differenz eine Ersatzforderung in Höhe von CHF 

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1'406'300.00 zu. Abzüglich der jeweiligen Eigengutsbeträge der Parteien von CHF 
99'000.00 bzw. 12'000.00 bestehe eine Ersatzforderung der Errungenschaft ge-
genüber dem Eigengut des Berufungsbeklagten von CHF 1'295'300.00, wovon die 
Berufungsklägerin Anspruch auf die Hälfte habe.

Die Berufungsklägerin machte im Scheidungsverfahren eine reine Ersatzforderung 
bzw. keine über eine normale Ersatzforderung hinausgehende Mehrwertbeteili-
gung geltend, behauptete sie doch zu keinem Zeitpunkt, es sei ein Mehrwert ein-
getreten. Im Gegenteil ist ausgehend von ihren vorinstanzlichen Berechnungen 
klar, dass sie nur eine reine Ersatzforderung wegen Investitionen aus Errungen-
schaftsmitteln in das Eigengut des Berufungsbeklagten geltend macht (vgl. Plä-
doyer RA Fryberg, Akten BG Landquart, act. I./4 S. 5; act. A.1 S. 11). An dieser 
Stelle wird behauptet, dass die Investitionen aus Errungenschaft der Differenz des 
Verkehrswerts des Grundstücks als Ganzes und der darauf lastenden Hypothek 
per Stichtag entsprechen würden. Auch die Vorinstanz ging im angefochtenen 
Entscheid von einer reinen Ersatzforderung aus, was seitens der Berufungskläge-
rin zu Recht nicht gerügt wird. Im Gegensatz zur Mehrwertbeteiligung bleibt die 
gewöhnliche Ersatzforderung auf den Nominalwert beschränkt und hat keinen An-
teil an einem Mehrwert eines bestimmten Vermögensgegenstands (Heinz Haus-
heer/Regina E. Aebi-Müller, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Basel 2014, N 6 zu Art. 209 ZGB). Die Beweislast für 
die geltend gemachte Ersatzforderung liegt bei der Berufungsklägerin (Art. 8 
ZGB). Dieser Beweislast ist sie vorliegend nicht nachgekommen, ist es ihr doch 
nicht gelungen, Investitionen in der behaupteten Grössenordnung (Differenz zwi-
schen Verkehrswert des Grundstücks und Hypothek) aus Errungenschaft in das 
Eigengut des Berufungsbeklagten nachzuweisen. Diesbezüglich ist anzumerken, 
dass die Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfahren hierzu keine eigenen 
Beweise offeriert, sondern vielmehr vom Berufungsbeklagten die Edition verschie-
dener Dokumente verlangt hat. Der entsprechende Beweisantrag wurde – nach-
dem er im vorinstanzlichen Verfahren zu Unrecht abgelehnt wurde – im Beru-
fungsverfahren gutgeheissen und der Berufungsbeklagte zur Edition der beantrag-
ten Unterlagen aufgefordert (vgl. Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer 
vom 10. Januar 2017, act. D.15). Letzterer stellte allerdings bereits in der Beru-
fungsantwort und Anschlussberufung klar, dass die betreffenden Unterlagen ent-
weder nicht mehr vorhanden oder nicht mehr auffindbar seien, weshalb sie nicht 
ediert werden könnten (vgl. act. A.2 S. 3 f.). Mit Schreiben vom 8. Februar 2017 
wurde das erneut bestätigt (act. A.5). Hierauf hat die Berufungsklägerin trotz An-
wendbarkeit der Verhandlungsmaxime nicht reagiert und insbesondere die Er-

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klärung der Gegenpartei nicht in Frage gestellt. Angesichts dessen muss davon 
ausgegangen werden, dass die zur Klärung der strittigen Frage relevanten Unter-
lagen tatsächlich nicht mehr erhältlich gemacht werden können, womit die Beru-
fungsklägerin die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Abgesehen davon ist 
mit Blick auf die massgeblichen Einkommensverhältnisse während der Dauer der 
Ehe und die klassische Rollenverteilung auch nicht nachvollziehbar, auf welche 
Weise die Parteien aus Errungenschaft Investitionen von über CHF 1.4 Mio. hät-
ten aufbringen können. Gemäss unbestrittener Tatsachendarstellung war der Be-
rufungsbeklagte technischer Beamter bei der D._____. Die Berufungsklägerin war 
Mutter und Hausfrau und nahm einen Teilzeiterwerb als Sekretärin erst wieder auf, 
als die beiden Töchter älter waren. Investitionen aus Errungenschaft in der be-
haupteten Grössenordnung erscheinen somit auch unter diesem Aspekt wenig 
wahrscheinlich. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Diffe-
renz zwischen Gesamtwert des Grundstücks und der darauf lastenden Hypothek 
dem Eigengut des Berufungsbeklagten zugerechnet hat. Auf die zutreffenden Aus-
führungen kann verwiesen werden (angefochtener Entscheid E. 6.f S. 17 f.).

4.8. Nach den vorangegangenen Ausführungen und mit Blick auf die im Beru-
fungsverfahren unbestritten gebliebenen Berechnungen der Vorinstanz präsentiert 
sich die güterrechtliche Auseinandersetzung unter den Parteien wie folgt:
A. Aktiven
1. Konten Ehefrau

C._____ CA _____ CHF     17'058.00
C._____ CK _____ CHF       7'939.00
CS Sparkonto _____ CHF       7'296.00

CHF     32'293.00
2. Konten Ehemann

C._____ CK _____ CHF       3'296.00
C._____ CA _____ CHF   274'164.00
RB, _____ CHF       9'327.00

CHF   286'787.00

3. Mietzinskonto
C._____ CA _____ CHF      99'967.00

CHF     99'967.00
4. Weinbaubetrieb

Einrichtungen CHF     10'000.00
Warenvorräte CHF     22'000.00

CHF     32'000.00

5. Grundstücke
Grundstück Nr. _____, O.2_____
Verkehrswertschätzung 21.12.2012 CHF 2'440'000.00
Rebland O.2_____ CHF       9'310.00

CHF 2'449'310.00

6. Total Aktiven CHF 2'900'357.00

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B. Passiven
1. Ehefrau

Steuern 2011 CHF       7'000.00
Weitere Privatschulden CHF       2'400.00

CHF       9'400.00

2. Ehemann
Steuern 2011 CHF     13'000.00
Traubengeld CHF       1'687.00
Weitere Privatschulden CHF       2'400.00
Hypothek Grundstück Nr. _____, O.2_____ CHF 1'033'700.00

CHF 1'050'787.00

3. Total Passiven CHF 1'060'187.00

C. Eigengut Ehefrau
Erbschaft CHF      12'000.00

CHF     12'000.00

D. Eigengut Ehemann
Grundstück Nr. _____, O.2_____ CHF 2'440'000.00
./. Hypothek Grundstück Nr. _____, O.2_____ CHF 1'033'700.00
Rebland O.2_____ CHF       9'310.00
Erbschaften (auf Konti Ehemann) CHF   286'787.00

CHF 1'702'397.00

E. Vorschlag ohne Ersatzforderung
Aktiven CHF 2'900'357.00
./. Passiven CHF 1'060'187.00
./. Eigengut Ehefrau CHF     12'000.00
./. Eigengut Ehemann CHF 1'702'397.00

CHF   125'773.00

F. Ersatzforderungen ERR gegen EG Ehemann
Amortisationen 1974-2012 CHF   420'750.00
Zahlung an Schwester Ehemann CHF     20'000.00

CHF   440'750.00

G. Vorschlag CHF   566'523.00

H. Güterrechtlicher Anspruch Ehefrau
1/2 Vorschlag CHF   283'261.50
Eigengut Ehefrau CHF     12'000.00

CHF  295'261.50
I. Ausgleichzahlung an Ehefrau

Güterrechtlicher Anspruch CHF   295'261.50
./. Akontozahlung CHF     52'322.40
./. Guthaben Konti Ehefrau CHF     32'293.00

CHF  210'646.10

Demzufolge schuldet der Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin eine güter-
rechtliche Ausgleichszahlung in Höhe von CHF 210'646.10. Sobald dieser Betrag 
beglichen ist, sind die Parteien per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche güter-
rechtlich auseinandergesetzt.

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5. In Bezug auf den nachehelichen Unterhalt beantragt die Berufungsklägerin 
die Aufhebung von Ziff. 3 des Dispositivs des angefochtenen Urteils und die Zu-
sprechung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrags in Höhe von monatlich CHF 
1'500.00 anstelle des von der Vorinstanz festgestellten Unterhaltsbeitrags von 
CHF 700.00. Demgegenüber stellt der Anschlussberufungskläger den Antrag auf 
Aufhebung des Unterhaltsanspruchs. Zur Begründung macht er geltend, dass 
nach der bundesgerichtlichen Praxis die Unterhaltspflicht im Regelfall mit der Pen-
sionierung ende und deshalb eine über das AHV-Alter hinausgehende Rentenver-
pflichtung nicht in Frage komme. Darüber hinaus stehe der Berufungsklägerin be-
reits ohne zusätzlichen Unterhaltsbeitrag ein den Grundbedarf um CHF 1'134.00 
übersteigender Betrag zu, welcher für den gebührenden Unterhalt im Sinne von 
Art. 125 Abs. 1 ZGB ausreichend sei.

5.1. Ist einem Ehegatten nicht zuzumuten, für den gebührenden Unterhalt, in-
klusive eines angemessenen Vorsorgeunterhalts, selbst aufzukommen, so hat ihm 
der andere Teil gemäss Art. 125 Abs. 1 ZGB angemessenen nachehelichen Un-
terhalt zu leisten, soweit er seinerseits hierzu in der Lage ist. Diese Bestimmung 
verdeutlicht zwei Grundsätze, nämlich einerseits denjenigen der wirtschaftlichen 
Unabhängigkeit der Ehegatten nach der Scheidung, wonach, sofern möglich, jeder 
Ehegatte nunmehr für seine eigenen Lebensunterhaltskosten aufzukommen hat, 
und andererseits denjenigen der nachehelichen Solidarität, wonach die Ehegatten 
gemeinsam nicht nur die Konsequenzen der während der Ehe gelebten Aufgaben-
teilung zu tragen haben (Art. 163 Abs. 2 ZGB), sondern auch die Nachteile, wel-
che bei einem der Ehegatten ehebedingt angefallen sind und ihn daran hindern, 
für den ihm gebührenden Unterhalt selber aufzukommen. Dem Grundsatz sowie 
der Höhe und der Dauer nach ist die Leistungspflicht unter Berücksichtigung der in 
Art. 125 Abs. 2 ZGB nicht abschliessend aufgeführten Kriterien festzulegen (vgl. 
BGE 137 III 102 E. 4.1.1 S. 104 f. = Pra 2012 Nr. 27 mit Hinweis auf BGE 132 III 
598 E. 9.1 S. 600 = Pra 2007 Nr. 55).

5.2. Die Vorinstanz zog in Erwägung, dass die Parteien seit über zehn Jahren 
getrennt lebten und die Ehefrau seit ihrer Pensionierung unter Berücksichtigung 
des Trennungsunterhalts über einen Betrag von rund CHF 4'900.00 verfügt habe. 
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei nun – im Sinne einer Aus-
nahme von den allgemeinen Grundsätzen – die Lebenshaltung des anspruchsbe-
rechtigten Ehegatten während der Trennungszeit massgebend, wenn die Ehegat-
ten vor der Scheidung bereits über eine längere Zeit hinweg getrennt gelebt hät-
ten. Diesfalls finde keine Anknüpfung an eine eheliche oder voreheliche Lebens-
haltung statt. Für den vorliegenden Fall sei somit unerheblich, wie hoch der ge-

Seite  21 — 31

bührende Unterhalt während gelebter Ehe tatsächlich gewesen sei, massgebend 
sei vielmehr der Umstand, dass der Ehefrau während der vergangenen ca. acht 
Jahre ein Betrag von rund CHF 4'900.00 zur Verfügung gestanden habe. Dass sie 
damit ihren gebührenden Unterhalt offenkundig habe decken können, zeige nebst 
dem Umstand, dass sie mit dieser Regelung selbst einverstanden gewesen sei 
auch die Tatsache, dass sie zu keinem Zeitpunkt eine Erhöhung der Beiträge ver-
langt habe, was sowohl auf Verhandlungsbasis wie auch in Form eines Abände-
rungsgesuches bezüglich Eheschutzmassnahmen hätte erfolgen können. Ziehe 
man von dem der Ehefrau in den letzten acht Jahren zur Verfügung gestandenen 
Betrag von CHF 4'900.00 ihre AHV-Rente von CHF 2'134.00 sowie die hälftige 
BVG-Rente des Ehemannes von CHF 2'074.00 ab, so ergebe sich ein Differenz-
betrag von CHF 692.00 bzw. gerundet CHF 700.00. Diesen Unterhaltsbeitrag 
könne der Ehemann mit dem nach der Scheidung zur Verfügung stehenden Ein-
kommen problemlos finanzieren. Die Zusprechung eines nachehelichen Unter-
haltsbeitrags in dieser Höhe stehe nicht nur im Einklang mit der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung, sondern rechtfertige sich auch angesichts der sehr langen 
und lebensprägenden Ehe der Parteien sowie aufgrund der Tatsache, dass beide 
Eheleute das Pensionsalter längst überschritten haben und damit grundsätzlich 
gleichermassen Anspruch auf einen gebührenden Unterhalt besitzen.

5.3. Während die Berufungsklägerin den Standpunkt vertritt, dass sie grundsätz-
lich Anspruch darauf habe, den während der Ehe gelebten Standard weiterführen 
zu können, und zwar unabhängig davon, über welche Beträge sie während der 
Trennungszeit verfügt habe, ist der Anschlussberufungskläger der Ansicht, dass 
die Unterhaltspflicht im Regelfall mit der Pensionierung ende und deshalb eine 
über das AHV-Alter hinausgehende Rentenverpflichtung nicht in Frage komme. 
Auf diese beiden Vorbringen ist vorab einzugehen.

5.4. Art. 125 ZGB sieht keine Befristung des nachehelichen Unterhalts vor. Dem 
Anschlussberufungskläger ist insoweit beizupflichten, als der Rentenanspruch 
meist bis zum Eintritt des AHV-Alters des Unterhaltspflichtigen zugesprochen wird. 
Sobald der Leistungspflichtige das Rentenalter erreicht, verringern sich nämlich 
häufig die verfügbaren Mittel. Damit sinkt auch der gebührende Unterhalt, weil der 
während der Aktivitätsphase gepflegte Lebensstandard auch bei weitergeführter 
Ehe nicht uneingeschränkt fortgesetzt werden könnte (BGE 141 III 465 E. 3.2.1 S. 
469; 132 III 593 E. 7.2 S. 596; 130 III 537 E. 2.2 S. 539 f.; Urteile des Bundesge-
richts 5A_16/2014 vom 20. Juni 2014 E. 3.4, 5A_495/2013 vom 17. Dezember 
2013 E. 5.2 und 5A_435/2011 vom 14. November 2011 E. 7.2). Der genannte 
Grundsatz beschlägt in erster Linie den vom Bundesgericht und wohl auch vom 

Seite  22 — 31

Gesetzgeber vorgesehenen Normalfall, in welchem die Ehe vor Eintritt ins Pensi-
onsalter der Eheleute geschieden wird. Diesfalls wird mit Erreichen des Rentenal-
ters des Unterhaltspflichtigen oftmals eine Verringerung der verfügbaren Mittel 
einhergehen. Der vorliegende Fall ist indessen insofern anders gelagert, als beide 
Ehegatten – also sowohl der unterhaltspflichtige Ehemann als auch die unter-
haltsberechtigte Ehefrau – im Zeitpunkt der Instanziierung der Scheidungsklage 
am 17. April 2012 das ordentliche AHV-Alter bereits erreicht hatten (Ehemann: 72 
Jahre, Ehefrau 69 Jahre). Eine Verringerung der verfügbaren Mittel auf den Zeit-
punkt der Pensionierung des Unterhaltspflichtigen liegt damit gerade nicht vor, 
wird der nacheheliche Unterhalt doch anhand des während der Trennungszeit 
bzw. in den letzten acht Jahren ab Eintritt ins ordentliche AHV-Alter beider Eheleu-
te gelebten Standards festgesetzt. Aus diesen Gründen ist der vorliegende Fall 
nicht mit dem vom Anschlussberufungskläger zitierten Urteil des Bundesgerichts 
(BGE 132 III 596) vergleichbar. Dass die Vorinstanz einen Anspruch der Beru-
fungsklägerin auf nachehelichen Unterhalt bejaht hat, ist somit nicht zu beanstan-
den und die entsprechende Rüge des Anschlussberufungsklägers erweist sich als 
unbegründet.

5.5. Im Rahmen der Ermittlung des gebührenden Unterhalts im Sinne von Art. 
125 ZGB ist sodann in einem ersten Schritt der während der Ehe gelebte Standard 
zu bestimmen. Bei einer lebensprägenden Ehe, welche vorliegend unbestrittener-
massen vorliegt, und zwar unabhängig davon, ob die Ehe 40 Jahre – wie von der 
Vorinstanz fälschlicherweise festgehalten (vgl. angefochtener Entscheid E. 5.b S. 
10) – oder 50 Jahre dauerte, haben grundsätzlich beide Parteien Anspruch auf 
Fortführung des im gegenseitigen Einverständnis gewählten Lebensstandards, 
sofern genügend Mittel vorhanden sind. Dieser bildet die Obergrenze des ge-
bührenden Unterhalts. Gestützt hierauf vertritt die Berufungsklägerin die Auffas-
sung, sie habe Anspruch darauf, den während der Ehe gelebten Standard weiter-
führen zu können, und zwar unabhängig davon, über welche Beträge sie während 
der Trennungszeit verfügt habe. Dabei übersieht sie jedoch, dass gemäss Lehre 
und Rechtsprechung im Sinne einer Ausnahme von den allgemeinen Grundsätzen 
die Lebenshaltung des anspruchsberechtigten Ehegatten während der Tren-
nungszeit massgebend ist, wenn die Ehegatten vor der Scheidung bereits über 
eine längere Zeit hinweg – in der Regel mindestens acht bis zehn Jahre – getrennt 
gelebt haben. Diesfalls findet eine Anknüpfung an eine eheliche oder voreheliche 
Lebenshaltung nicht statt (BGE 137 III 102 E. 4.2.1.1 S. 106 = Pra 2012 Nr. 27; 
132 III 593 E. 7.2 S. 596; 130 III 537 E. 2.2. S. 539 f.; Urs Gloor/Annette Spycher, 
in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl., Ba-

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sel 2014, N 3 zu Art. 125 ZGB; Ingeborg Schwenzer/Andrea Büchler, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKommentar Scheidung, Band I: ZGB, 3. Aufl., Bern 
2017, N 6 zu Art. 125 ZGB). Im vorliegenden Fall lebten die Parteien zum Zeit-
punkt der Scheidung bereits über 10 Jahre getrennt, weshalb im Sinne der zitier-
ten Ausnahmeregelung ihre Lebenshaltung während der Trennungszeit massge-
blich ist und eine Anknüpfung an die eheliche Lebenshaltung entgegen der Mei-
nung der Berufungsklägerin gerade nicht stattfindet. Die Vorinstanz ging im ange-
fochtenen Entscheid davon aus, dass der Berufungsklägerin in den letzten acht 
Jahren seit deren Eintritt ins ordentliche AHV-Alter monatlich ein Betrag von CHF 
4'900.00 zur Verfügung gestanden habe, was im Berufungsverfahren unbestritten 
geblieben ist. Ziehe man von diesem Betrag ihre AHV-Rente von CHF 2'134.00 
sowie die hälftige BVG-Rente des Berufungsbeklagten von CHF 2'074.00 ab, so 
ergebe sich ein Differenzbetrag von gerundet CHF 700.00. Diesen Unterhaltsbei-
trag sei der Berufungsbeklagte zu leisten verpflichtet, zumal er diesen mit dem ihm 
nach der Scheidung zur Verfügung stehenden Einkommen problemlos finanzieren 
könne. Mit Blick auf die vorangegangenen Ausführungen ist dieses Vorgehen nicht 
zu beanstanden, verfügt die Berufungsklägerin mit dem zugesprochenen Unter-
haltsbeitrag doch über dieselben Einkünfte wie in den letzten acht Jahren und da-
mit über einen gebührenden Unterhalt im Sinne von Art. 125 ZGB. Mit anderen 
Worten wird der während der Trennung gelebte Lebensstandard beibehalten. Be-
reits aus diesem Grund erweisen sich sämtliche übrigen Rügen der Berufungsklä-
gerin als unbeachtlich, zumal sie mit Ausnahme der Wohnkosten – worauf nach-
folgend einzugehen ein wird – keine zusätzlichen Bedarfspositionen geltend macht 
oder sich nicht mit den diesbezüglichen Ausführungen der Vorinstanz auseinan-
dersetzt.

5.6. Die Berufungsklägerin hält sodann die Feststellung der Vorinstanz, wonach 
sie für eine gleichwertige Wohnsituation wie der Berufungsbeklagte einen Mietzins 
von lediglich CHF 1'500.00 aufbringen müsste, für falsch. Stattdessen müsste sie 
hierfür, zumindest in O.1_____, mindestens CHF 2'000.00 pro Monat bezahlen. 
Die Rüge kann aus folgenden Gründen nicht gehört werden. Zunächst ist festzu-
halten, dass die Berufungsklägerin im vorinstanzlichen Verfahren keine tatsächli-
chen Wohnkosten von CHF 2'000.00 geltend gemacht hat, sondern diese lediglich 
mit dem behaupteten ehelichen Lebensstandard begründete. Ein entsprechender 
Beleg fehlt hingegen gänzlich. Insofern wiederholt sie auch im Berufungsverfahren 
einzig ihre im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten Argumente. Hinsichtlich 
ihrer Wohnsituation ist einzig dem angefochtenen Entscheid zu entnehmen, dass 
die Berufungsklägerin in einer Mietwohnung in O.2_____ wohnt (vgl. angefochte-

Seite  24 — 31

ner Entscheid S. 2). In ihrer Duplik und Widerklagereplik führte sie sodann aus, 
dass es sich bei der ehemaligen ehelichen Wohnung, in welcher der Berufungs-
beklagte lebe, um eine grosse 5 ½-Zimmerwohnung handle (vgl. Akten BG Land-
quart, act. II./5 S. 4). Wie an anderer Stelle ausgeführt, ist im konkreten Fall der 
während der Trennung gelebte Standard massgeblich (vgl. E. 5.5). Diese Lebens-
haltung bildet nicht nur in quantitativer, sondern ebenso in qualitativer Hinsicht die 
Obergrenze. Daher ist eine gleichwertige Wohnsituation nicht erst ab dem Schei-
dungszeitpunkt, sondern bereits ab dem Zeitpunkt der Trennung im Jahr 2004 zu 
berücksichtigen. Am 26. Oktober 2004 schlossen die Parteien einen gerichtlichen 
Vergleich ab, in welchem sich der Berufungsbeklagte zur Leistung von monatli-
chen Unterhaltsbeiträgen in Höhe von CHF 2'700.00 verpflichtete, womit der Beru-
fungsklägerin zusammen mit ihrer AHV-Rente von CHF 2'134.00 eben ein Betrag 
von rund CHF 4'900.00 zur Verfügung stand. Es kann ohne weiteres davon aus-
gegangen werden, dass mit diesem Unterhaltsbeitrag Wohnkosten für eine ange-
messene und gleichwertige Wohnsituation der Berufungsklägerin berücksichtigt 
wurden, wohnte der Berufungsbeklagte doch schon zum damaligen Zeitpunkt in 
der ehemaligen ehelichen Wohnung. Letztlich ist unklar, wie hoch die tatsächli-
chen Wohnkosten der Berufungsklägerin sind. Da sie im Berufungsverfahren aber 
nicht rügt, dass die von der Vorinstanz anerkannten monatlichen Wohnkosten von 
CHF 1'500.00 nicht die tatsächlichen Kosten decken, sondern nur vorbringt, dass 
diese nicht einer gleichwertigen Wohnsituation entsprechen würden, ist davon 
auszugehen, dass mit Wohnkosten von CHF 1'500.00 der während der Trennung 
gelebte und vorliegendenfalls massgebliche Standard gewährleistet ist bzw. der 
während dieser Zeit geltende Bedarf gedeckt ist. Soweit aus den Akten ersichtlich, 
lebte die Berufungsklägerin seit der Trennung ununterbrochen in O.2_____; zu-
mindest wird Gegenteiliges von ihr an keiner Stelle behauptet. Inwiefern sie unter 
diesen Umständen einen Anspruch haben sollte, gegenüber dem Berufungsbe-
klagten Kosten für eine gleichwertige Wohnung in O.1_____ geltend zu machen, 
ist nicht ersichtlich und wird von ihr auch nicht substantiiert dargelegt. Im Übrigen 
ist anzumerken, dass mit dem von der Vorinstanz zugesprochenen Unterhaltsbei-
trag zuzüglich der AHV-Rente und der hälftigen Rente der Pensionskasse des Be-
rufungsbeklagten (insgesamt CHF 4'900.00) auch der von der Berufungsklägerin 
anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung zuletzt geltend gemachte Bedarf von 
CHF 4'865.00 gedeckt wird (Grundbetrag CHF 1'200.00, Wohnkosten CHF 
2'000.00, Krankenkassenprämie CHF 665.00, Steuern CHF 1'000.00; Akten BG 
Landquart, act. I./4 S. 2). Nach dem Gesagten ist die Berufung abzuweisen und es 
bleibt beim vorinstanzlich ermittelten Unterhalsbeitrag zugunsten der Berufungs-
klägerin in Höhe von monatlich CHF 700.00.

Seite  25 — 31

5.7. Nebst der erwähnten Rüge bezüglich Höhe der Wohnkosten setzt sich die 
Berufungsklägerin in ihrer Berufung ferner einzig mit den Einkünften des Beru-
fungsbeklagten auseinander und macht geltend, dass diesem für den Lebensun-
terhalt ohne Mietkosten CHF 5'700.00 verbleiben würden, währenddem ihr unter 
Berücksichtigung der Einkünfte von CHF 4'208.00 und Wohnkosten von CHF 
2'000.00 noch CHF 2'200.00 für den Lebensunterhalt übrig bleiben würden. Die 
Differenz von CHF 3'500.00 sei zwischen den Ehegatten zu teilen, infolgedessen 
ihr ein Anspruch auf einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1'750.00 zu-
stehe; sie begnüge sich jedoch mit CHF 1'500.00. Die Argumentation der Beru-
fungsklägerin zielt ins Leere. Verfügt sie nämlich, wie an vorangegangener Stelle 
festgestellt, über einen gebührenden Unterhalt im Sinne des Gesetzes bzw. ent-
sprechend ihrer während der Trennungszeit massgeblichen Lebenshaltung, wel-
che die Obergrenze des Unterhaltsanspruchs bildet, sind die Einkünfte des Beru-
fungsbeklagten nicht von Relevanz. Die Rüge ist bereits aus diesem Grund unbe-
gründet, weshalb auf die weiteren Einwände der Berufungsklägerin betreffend die 
vorinstanzliche Einkommensberechnung des Berufungsbeklagten nicht weiter ein-
gegangen werden muss.

5.8. Was die vom Anschlussberufungskläger unter Ziff. 6.3 und 6.4 seiner Ein-
gabe geltend gemachten Argumente anbelangt, so sind diese lediglich allgemein 
formuliert und entsprechen teilweise seinen Vorbringen im vorinstanzlichen Ver-
fahren. Er unterlässt es jedoch, sich mit dem auch von ihm angefochtenen Ent-
scheid auseinanderzusetzen und kommt insofern seiner Begründungspflicht nicht 
nach. In diesen Punkten ist auf die Anschlussberufung mithin nicht einzutreten. 
Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang, dass der Anschlussberufungsklä-
ger bei einer Unterhaltspflicht von monatlich CHF 700.00 keine Verletzung des 
eigenen während der Trennungszeit gelebten Standards geltend macht. Insbe-
sondere rügt er die Feststellung der Vorinstanz nicht, wonach ihm bei einem Un-
terhaltsbeitrag von CHF 700.00 und Wohnnebenkosten von CHF 200.00 bis 
300.00 ein Betrag von über CHF 4'000.00 für den übrigen Lebensunterhalt zur 
Verfügung bleibt.

5.9. Schliesslich rügt der Anschlussberufungskläger, die Vorinstanz habe nicht 
beachtet, dass die Alimentierung gemäss Eheschutzentscheid deutlich zu hoch 
ausgefallen sei und er keine Möglichkeit gehabt habe, eine gerichtliche Abände-
rung dieses Entscheids durchzusetzen. Mit dieser Rüge ist er nicht zu hören. Dies 
namentlich deshalb, weil der während der Trennungszeit geschuldete Unterhalt 
von den Parteien in einem gerichtlichen Vergleich vereinbart worden ist. Bis zum 
Beweis des Gegenteils kann entgegen der Meinung des Anschlussberufungsklä-

Seite  26 — 31

gers auch nicht ohne weiteres angenommen werden, dass er tatsächlich keine 
Möglichkeit hatte, eine Änderung bzw. Anpassung der vorsorglichen Unterhalts-
modalitäten durch das Gericht herbeizuführen (Art. 179 Abs. 1 ZGB). Er macht 
denn auch nicht geltend, dass er ein entsprechendes Gesuch eingereicht hätte 
und dieses abgewiesen worden wäre. Angesichts dessen erweist sich die An-
schlussberufung auch in diesem Punkt als unbegründet.

5.10. Nach Art. 126 Abs. 1 ZGB bestimmt das Gericht den Beginn der Beitrags-
pflicht. Der Beginn der Unterhaltspflicht mit dem Eintritt der formellen Rechtskraft 
des Scheidungsurteils ist zwar nach wie vor die Regel, indes steht es dem Sach-
gericht im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens frei, dem Pflichtigen rückwir-
kend auf den Zeitpunkt des Eintritts der Teilrechtskraft (im Scheidungspunkt) eine 
nacheheliche Unterhaltspflicht aufzuerlegen (BGE 142 III 193 E. 5.3 S. 194; 128 III 
121 E. 3.b.bb S. 123; Urteile des Bundesgerichts 5A_956/2015 vom 7. September 
2016 E. 7.2 und 5A_34/2015/ vom 29. September 2015 E. 4). Im vorliegenden Fall 
wird davon ausgegangen, dass der Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin die 
Hälfte der von ihm bezogenen Rente der Pensionskasse der Stadt O.1_____ in 
Höhe von CHF 2'074.00 seit Eintritt der Rechtskraft im Scheidungspunkt, mithin 
seit dem 1. April 2015 (der Scheidungspunkt wurde mit Eingang der Anschlussbe-
rufung beim Kantonsgericht am 19. März 2015 rechtskräftig und vollstreckbar [vgl. 
auch act. D.6]), überweist. Zusammen mit der eigenen AHV-Rente von CHF 
2'134.00 und dem zugesprochenen Unterhaltsbeitrag von CHF 700.00 wird der 
während der Trennung gelebte Standard von monatlich CHF 4'900.00 abgedeckt. 
Aus diesem Grund rechtfertigt es sich, den Beginn der Unterhaltspflicht ebenfalls 
mit Wirkung ab Rechtskraft des Scheidungspunktes, mithin ab dem 1. April 2015, 
festzulegen.

5.11. Wie bereits in der Duplik und Widerklagereplik vom 2. Juli 2013 (Akten BG 
Landquart, act. II./5 S. 2) beantragt die Berufungsklägerin in Ziff. 2 des Rechtsbe-
gehrens, den Unterhaltsbeitrag mit der üblichen Klausel zu indexieren. Die Vor-
instanz verzichtete auf eine Indexierung des nachehelichen Unterhalts und hielt in 
ihrer Begründung fest, dass es sich beim Einkommen des Rentenschuldners nicht 
um Erwerbseinkommen mit entsprechenden periodischen Anpassungen handle 
(angefochtener Entscheid E. 5.e S. 14). Die Berufungsklägerin setzt sich weder 
mit der Begründung der Vorinstanz auseinander noch begründet sie ihr Begehren 
auf Indexierung anderweitig; eine solche fehlt vielmehr gänzlich. Darauf ist des-
halb nicht einzutreten.

Seite  27 — 31

5.12. Schliesslich stellt die Berufungsklägerin den Antrag, ihren Güterrechtsan-
spruch ab dem 15. Januar 2015 zu 5% zu verzinsen. Zur Begründung wird geltend 
gemacht, dass die Parteien seit jenem Zeitpunkt geschieden seien, weshalb sich 
eine Verzinsung rechtfertige. Dem ist zunächst entgegenzuhalten, dass der 
Scheidungspunkt erst am 19. März 2015 in Rechtskraft erwachsen ist, sodass ei-
ne Verzinsung ab dem 15. Januar 2015 bereits aus diesem Grund nicht möglich 
ist. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass Verzugszinsen erst geschuldet sind, 
wenn sich der Schuldner in Verzug befindet (Art. 104 Abs. 1 OR). Voraussetzung 
hierfür ist die Fälligkeit der Forderung (Art. 102 Abs. 1 OR). Wie der Berufungsbe-
klagte zu Recht ausführt, wird die güterrechtliche Ausgleichsforderung erst mit 
Rechtskraft des Urteils in diesem Punkt fällig, was vorliegend noch nicht der Fall 
ist. Aufgrund des Weiterzugs des erstinstanzlichen Entscheids mit Berufung und 
Anschlussberufung war bis zum Vorliegen des Urteils der Berufungsinstanz offen, 
ob und in welcher Höhe aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung überhaupt 
ein Anspruch zugunsten der Berufungsklägerin resultiert (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 5A_61/2013 vom 4. Juli 2913 E. 7). Damit ist der Antrag auf Verzinsung 
der güterrechtlichen Ausgleichsforderung abzuweisen.

5.13. Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass sowohl die Berufung 
als auch die Anschlussberufung teilweise gutgeheissen werden, soweit auf diese 
einzutreten ist. In Bezug auf den nachehelichen Unterhalt ist der angefochtene 
Entscheid zu bestätigen und es bleibt bei einem monatlichen Unterhaltsbeitrag 
von CHF 700.00 zugunsten der Berufungsklägerin mit Wirkung ab 1. April 2015. 
Ferner hat der Berufungsbeklagte der Berufungsklägerin eine güterrechtliche Aus-
gleichszahlung in Höhe von CHF 210'646.10 zu leisten. Mit dieser Zahlung sind 
die Eheleute per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche güterrechtlich auseinander-
gesetzt.

6. Die Vorinstanz auferlegte die Verfahrenskosten zu 1/4 dem Kläger und zu 
3/4 der Beklagten und verpflichtete Letztere, Ersterem eine reduzierte ausseramt-
liche Entschädigung von CHF 7'210.95 zu bezahlen. Die Berufungsklägerin bean-
tragt für den Fall der Gutheissung ihrer Berufung, die vorinstanzlichen Kosten zu 
3/4 dem Berufungsbeklagten und zu 1/4 ihr selbst aufzuerlegen. Ferner sei der 
Berufungsbeklagte zu verpflichten, sie für das Verfahren vor erster Instanz mit 
CHF 8'000.00 zu entschädigen. Demgegenüber stellt der Anschlussberufungsklä-
ger den Antrag, die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, sämtliche Kosten des 
erstinstanzlichen Verfahrens sowie die Kosten des Berufungsverfahrens zu tragen 
und ihn für beide Verfahren ausseramtlich zu entschädigen.

Seite  28 — 31

6.1. Da der angefochtene Entscheid nach dem Gesagten teilweise zu korrigie-
ren ist, sind auch die Kosten der Vorinstanz neu zu verteilen (Art. 318 Abs. 3 
ZPO). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, bestehend aus 
den Gerichtskosten und der Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 ZPO), der unter-
liegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, so werden die 
Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 2 ZPO). 
Dabei gilt es zu beachten, dass das Gericht namentlich in familienrechtlichen Pro-
zessen von diesem Grundsatz abweichen und die Prozesskosten unter Berück-
sichtigung weiterer Faktoren nach Ermessen verteilen kann (Art. 107 Abs. 1 lit. c 
ZPO).

6.2. Im vorinstanzlichen Verfahren stellte der Kläger Antrag auf Scheidung der 
Ehe und auf Verpflichtung, der Beklagten gestützt auf Art. 124 ZGB einen Vorsor-
geausgleich in Form einer Rente von CHF 2'074.00 sowie eine güterrechtliche 
Ausgleichszahlung von CHF 4'665.60 zu leisten; im Übrigen seien die Anträge der 
Beklagten abzuweisen. Derweil beantragte die Beklagte, der Kläger sei zu ver-
pflichten, ihr gestützt auf Art. 124 ZGB die Hälfte der von ihm bezogenen Rente 
der Pensionskasse der Stadt O.1_____, zurzeit CHF 2'074.00, zu überweisen, und 
ihr gestützt auf Art. 125 ZGB einen monatlichen Betrag von CHF 2'000.00 zu be-
zahlen. Schliesslich habe der Kläger ihr eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in 
Höhe von CHF 710'650.00 zu leisten. Unter Berücksichtigung des Ausgangs des 
vorliegenden Berufungsverfahrens vermochte die Beklagte mit ihrem Antrag zum 
nachehelichen Unterhalt zu rund einem Drittel und mit demjenigen zur güterrecht-
lichen Auseinandersetzung zu weniger als einem Drittel durchzudringen. Ausge-
hend hiervon rechtfertigt es sich daher, die vorinstanzlichen Gerichtskosten zu 2/3 
der Beklagten und zu 1/3 dem Kläger aufzuerlegen.

Im selben Verhältnis erfolgt die Festsetzung der Parteientschädigung. Diese er-
folgt gemäss neuerer Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden nach der sog. 
Quoten- beziehungsweise Bruchteilsverrechnung. Dabei wird zunächst das an-
teilsmässige Unterliegen und Obsiegen ermittelt. Die Bruchteile bzw. Quoten des 
jeweiligen Obsiegens beider Parteien werden sodann gegenseitig verrechnet. Die 
mehrheitlich obsiegende Partei erhält als Parteientschädigung schliesslich die mit 
der Differenz der verrechneten Bruchteile bzw. Quoten multiplizierte Honorarforde-
rung. Dementsprechend hat die Beklagte dem Kläger eine Parteientschädigung im 
Umfang von 1/3 des geltend gemachten und notwendigen Honorars zu bezahlen. 
Mit Honorarnote vom 16. Dezember 2014 (Akten BG Landquart, act. I./5) machte 
der Rechtsvertreter des Klägers für das erstinstanzliche Verfahren vor Bezirksge-
richt Landquart einen entschädigungspflichtigen Aufwand von insgesamt 53.5 

Seite  29 — 31

Stunden zu einem Stundenansatz von CHF 240.00 zuzüglich Spesen und Mehr-
wertsteuer, insgesamt CHF 14'421.90, geltend. Die Höhe der in Rechnung gestell-
ten Aufwendungen wurde von der Gegenseite nicht gerügt und erscheint gesamt-
haft betrachtet angemessen. Folglich hat die Beklagte den Kläger für das vorin-
stanzliche Verfahren mit CHF 4'807.30 (inkl. Spesen und MwSt.) aussergerichtlich 
zu entschädigen.

6.3. Im vorliegenden Berufungs- und Anschlussberufungsverfahren beantragte 
die Berufungsklägerin die Zusprechung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrags in 
Höhe von CHF 1'500.00 anstelle des von der Vorinstanz zugesprochenen von 
CHF 700.00 sowie eine güterrechtliche Ausgleichszahlung in Höhe von CHF 
666'740.00 nebst Verzugszinsen, wohingegen der Anschlussberufungskläger die 
ersatzlose Aufhebung der nachehelichen Unterhaltspflicht und eine güterrechtliche 
Ausgleichszahlung zu Lasten der Berufungsklägerin in Höhe von CHF 50'712.40 
verlangte. Diesbezüglich ist festzustellen, dass in Bezug auf den nachehelichen 
Unterhalt weder dem Begehren der einen noch dem Begehren der anderen ent-
sprochen wird. Hinsichtlich der güterrechtlichen Auseinandersetzung vermochte 
die Berufungsklägerin mit ihrer Forderung zu rund einem Drittel durchzudringen. 
Es erscheint deshalb auch für das Rechtsmittelverfahren angemessen, die Verfah-
renskosten, welche vorliegend auf CHF 8'000.00 festgesetzt werden (Art. 9 der 
Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]), im 
Verhältnis von 2/3 zulasten der Berufungsklägerin und von 1/3 zulasten des Beru-
fungsbeklagten zu verteilen. 

In Anwendung der Quoten- beziehungsweise Bruchteilsverrechnung hat die Beru-
fungsklägerin den Berufungsbeklagten für das Berufungs- und Anschlussberu-
fungsverfahren im Umfang von 1/3 des geltend gemachten und notwendigen Ho-
norars aussergerichtlich zu entschädigen. Mangels Einreichung einer Honorarnote 
wird die Parteientschädigung nach richterlichem Ermessen festgesetzt (Art. 2 Abs. 
1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars von Rechtsanwältinnen und 
Rechtsanwälten [Honorarverordnung, HV; BR 310.250]). Ausgehend von einer 
Parteientschädigung von pauschal CHF 5'000.00 (inkl. Spesen und MwSt.), wel-
che angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie unter Berück-
sichtigung der eingereichten Rechtsschriften angemessen erscheint, beläuft sich 
die aussergerichtliche Entschädigung zugunsten des Berufungsbeklagten somit 
auf CHF 1'666.65 (inkl. Spesen und MwSt.).

Seite  30 — 31

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung und die Anschlussberufung werden teilweise gutgeheissen, 
soweit darauf einzutreten ist.

2. Y._____ wird verpflichtet, an X._____ ab Rechtskraft des Scheidungspunk-
tes, somit ab 1. April 2015, im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats 
einen unbefristeten nachehelichen Unterhaltsbeitrag von CHF 700.00 pro 
Monat auszurichten.

3. In Abänderung von Ziff. 4 des Dispositivs des Entscheids des Bezirksge-
richts Landquart vom 17. Dezember 2014 wird Y._____ verpflichtet, an 
X._____ eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 210'646.10 zu 
leisten. Mit dieser Zahlung sind die Eheleute per Saldo aller gegenseitigen 
Ansprüche güterrechtlich auseinandergesetzt.

4.a) In Abänderung von Ziff. 5.a) des Dispositivs des Entscheids des Bezirksge-
richts Landquart vom 17. Dezember 2014 werden die vorinstanzlichen Ver-
fahrenskosten von CHF 10'000.00 zu 1/3 Y._____ (CHF 3'333.35) und zu 
2/3 X._____ (CHF 6'666.65) auferlegt und mit dem von Y._____ geleisteten 
Kostenvorschuss von CHF 5'000.00 verrechnet. Den Fehlbetrag in Höhe 
von CHF 5'000.00 hat X._____ dem Gericht innert 30 Tagen zu bezahlen.

   b) In Abänderung von Ziff. 5.b) des Dispositivs des Entscheids des Bezirksge-
richts Landquart vom 17. Dezember 2014 wird X._____ zudem verpflichtet, 
Y._____ für das vorinstanzliche Verfahren mit CHF 4'807.30 (inkl. Spesen 
und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen und ihm darüber hinaus den 
geleisteten Kostenvorschuss anteilsmässig und somit in Höhe von CHF 
1'666.65 zu ersetzen.

5.a) Die Kosten des Berufungs- und Anschlussberufungsverfahrens von CHF 
8'000.00 gehen zu 2/3 (CHF 5'333.35) zu Lasten von X._____ und zu 1/3 
(CHF 2'666.65) zu Lasten von Y._____. Sie werden mit den von den Par-
teien geleisteten Kostenvorschüssen von je CHF 8'000.00 verrechnet. 
X._____ wird der Restbetrag von CHF 2'666.65 und Y._____ der Restbe-
trag von CHF 5'333.35 durch das Kantonsgericht zurückerstattet.

Seite  31 — 31

   b) X._____ wird zudem verpflichtet, Y._____ für das Berufungs- und An-
schlussberufungsverfahren mit CHF 1'666.65 (inkl. Spesen und MwSt.) 
aussergerichtlich zu entschädigen.

6. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

7. Mitteilung an: