# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e645d454-7a33-598f-bac5-dcdb1ec0ad6d
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 12.06.2024 UE230426
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE230426_2024-06-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE230426-O/U/GEI>SBA

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, und lic. iur. B. Stiefel 

Oberrichterin lic. iur. A. Meier sowie Gerichtsschreiberin Dr. iur. I. Ba-

bic

Verfügung und Beschluss vom 12. Juni 2024

in Sachen

A._____,
Beschwerdeführer

gegen

1. Unbekannt, 
2. Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,
Beschwerdegegner

betreffend Nichtanhandname 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft II des Kantons Zürich vom 8. November 2023, A-1/2023/10035172

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Erwägungen:

I.

1. Mit Eingabe vom 6. September 2023 an das Bezirksgericht Zürich erhob 

A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) – soweit erkennbar – eine handschrift-

lich verfasste Strafanzeige gegen unbekannte Mitarbeitende der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Sihl und Zürich-Limmat (Urk. 19/1/1). Mit Schreiben der Staatsan-

waltschaft II (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) vom 22. September 2023 wurde 

dem Beschwerdeführer bestätigt, dass seine Strafanzeige eingegangen sei und 

davon ausgegangen werde, er wolle Strafanzeige wegen falscher Anschuldigung 

nach Art. 303 StGB erstatten. Es seien darin jedoch keine Verdachtsmomente er-

kennbar, welche die Anhandnahme eines Verfahrens rechtfertigen würden. Er 

wurde zudem darauf hingewiesen, dass mit der Anzeige keine Neuaufnahme be-

reits entschiedener Verfahren möglich sei und er diesbezüglich entsprechende 

Rechtmittel ergreifen könne. Gleichzeitig wurde ihm im Sinne von Art. 110 Abs. 4 

StPO Frist bis zum 9. Oktober 2023 angesetzt, um seine Strafanzeige zu präzisie-

ren. Im Falle keiner weiteren Eingabe, werde aufgrund der bis dahin vorhandenen 

Informationen entschieden (Urk. 19/2/1). Mit Schreiben vom 26. September und 

1. Oktober 2023 machte der Beschwerdeführer zusätzliche, weitschweifige, teil-

weise unleserliche und über grosse Teile unverständliche Ausführungen (Urk. 19/

2/3 und Urk. 19/2/5). 

2. Am 8. November 2023 erliess die Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnah-

meverfügung (Urk. 7 = Urk. 19/5/1). 

3. Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. November 2023 

Beschwerde (Urk. 2). Die Staatsanwaltschaft leitete mit Übermittlungszettel vom 

21. November 2023 eine weitere (undatierte) und an die Staatsanwaltschaft ge-

richtete Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Nichtanhandnahmeverfü-

gung vom 8. November 2023 zuständigkeitshalber an die hiesige Strafkammer 

weiter (Urk. 4 und Urk. 5). 

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4. Mit Verfügung vom 5. Dezember 2023 wurde dem Beschwerdeführer in An-

wendung von Art. 383 StPO Frist angesetzt, um innert 30 Tagen für allfällige Pro-

zesskosten eine Prozesskaution zu leisten, unter Androhung, dass ansonsten auf 

die Beschwerde nicht eingetreten werde (Urk. 9). Mit Schreiben vom 6. Dezember 

2023 ersuchte der Beschwerdeführer sinngemäss um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung (Urk. 12). Die diesem angesetzte Frist zur Leistung einer 

Prozesskaution wurde mit Präsidialverfügung vom 11. Dezember 2023 abgenom-

men. Es wurde darauf hingewiesen, dass über das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege später entschieden werde. Gleichzeitig wurde die 

Staatsanwaltschaft ersucht, die Akten einzureichen (Urk. 14)

5. Da – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen werden – die Beschwerde 

abzuweisen ist, wurde in Anwendung von Art. 390 Abs. 2 StPO auf das Einholen 

von Stellungnahmen verzichtet. Lediglich soweit erforderlich, d. h. für die Ent-

scheidfindung notwendig, ist nachfolgend auf die Ausführungen des Beschwerde-

führers und die Begründung der Staatsanwaltschaft näher einzugehen.

6. Infolge Neukonstituierung der Kammer per 1. Januar 2024 wird der vorlie-

gende Entscheid teilweise nicht durch die ursprünglich angekündigte Gerichtsbe-

setzung gefällt.

II.

1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde bei der hiesigen Strafkammer zulässig (Art. 310 

Abs. 2 in Verbindung mit Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie 

§ 49 GOG).

2.

2.1 Gemäss Art. 301 Abs. 1 StPO ist jede Person berechtigt, Straftaten bei einer 

Strafverfolgungsbehörde anzuzeigen. Allerdings werden an eine Strafanzeige in-

haltlich gewisse Anforderungen gestellt. Pauschale Schuldzuweisungen ohne Hin-

weis auf einen spezifischen Sachverhalt genügen nicht (RIEDO/BONER, in: Basler 

Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 3 und N. 11 

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zu Art. 301 StPO; ZK StPO-BOSSHARD/LANDSHUT, 3. Aufl. 2020, N. 2 zu Art. 301 

StPO). Die Strafanzeige ist eine Erklärung, aus der sich zu ergeben hat, wer wel-

chen Sachverhalt aufgrund welcher Informationen oder Erkenntnisse den Strafbe-

hörden im Hinblick auf die Anhandnahme von Ermittlungen zur Kenntnis gibt. Eine 

Strafanzeige beinhaltet somit im Wesentlichen eine Sachverhaltsfeststellung, An-

gaben zu den beteiligten Personen, persönliche Wahrnehmungen und weitere In-

formationen zum angezeigten Tatvorgang (ALBERTINI, Polizeiliche Ermittlung, 

VSKC-Handbuch, 2008, S. 550). Es ist nicht Aufgabe der Strafverfolgungsbe-

hörde, im Sinne eines aufwändigen Durchkämmens einer Eingabe nachzufor-

schen, ob allenfalls in der Strafanzeige oder deren Beilagen Sachverhaltsele-

mente zu finden sind, welche einen Tatverdacht zu begründen vermögen (OBER-

HOLZER, Strafprozessrecht, 4. Aufl. 2020, N. 1763; Urteile des Bundesgerichts 

6B_1340/2018 vom 15. Februar 2019 E. 2.2 und E. 2.5; 6B_123/2018 vom 18. Ju-

ni 2018 E. 4).

2.2. Gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtan-

handnahme, sobald auf Grund der Strafanzeige oder des Polizeirapports mit Si-

cherheit feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraus-

setzungen nicht erfüllt sind, Verfahrenshindernisse bestehen oder gemäss Art. 8 

StPO aus Opportunitätsgründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist. 

Ebenso kann die Staatsanwaltschaft eine Nichtanhandnahme verfügen, wenn die 

Strafanzeige den zuvor erwähnten Anforderungen nicht genügt; diesfalls besteht 

für die Staatsanwaltschaft keine Verpflichtung zur Behandlung der Anzeige (vgl. 

RIEDO/BONER, a. a. O., N. 11 zur Art. 301 StPO; ZK StPO-BOSSHARD/LANDSHUT, 

a. a. O., N. 2 zu Art. 301 StPO). Nur wenn die inhaltlichen Anforderungen an eine 

Strafanzeige erfüllt sind, resp. wenn den Strafbehörden auf Straftaten hinwei-

sende Verdachtsgründe bekannt werden, kommen Art. 6 StPO (Untersuchungs-

grundsatz) und Art. 7 StPO (Verfolgungszwang) zur Anwendung (RIEDO/FIOLKA, 

in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 20 

zu Art. 7 StPO).

2.3. Nach Art. 110 Abs. 4 StPO kann die Verfahrensleitung unleserliche, unver-

ständliche, ungebührliche oder weitschweifige Eingaben zurückweisen; sie setzt 

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dann eine Frist zur Überarbeitung und weist darauf hin, dass die Eingabe, falls sie 

nicht überarbeitet wird, unbeachtet bleibt. Übermässige Weitschweifigkeit liegt bei 

langatmigen Ausführungen und Wiederholungen über einzelne Tat- oder Rechts-

fragen vor, ohne dass dies aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zur Wahrung 

der Ansprüche erforderlich ist. Das Erfordernis der Verständlichkeit verlangt zu-

dem nach einer nachvollziehbaren Struktur der Eingabe (Urteil des Bundesge-

richts 2C_204/2015 vom 21. Juli 2015 E. 5.4.1). Als unverständlich gelten u. a. 

wirre Eingaben, wobei sich aus dem Gesamtzusammenhang nicht ermitteln lässt, 

was die Partei aussagen wollte (HAFNER/FISCHER, in: Basler Kommentar, Schwei-

zerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 25 zu Art. 110 StPO). Erweist 

sich eine Eingabe lediglich als übermässig lang, wurde sie aber übersichtlich ge-

gliedert und ist eine Reduktion auf eine sachbezogene Begründung möglich, wäre 

deren Rückweisung indessen als überspitzt formalistisch zu qualifizieren (ZK 

StPO-LIEBER, a. a. O., N. 11a zu Art. 110 StPO; Urteil des Bundesgerichts 

6B_123/2018 vom 18. Juni 2018 E. 4). 

3.

3.1 Die Staatsanwaltschaft hat in der angefochtenen Verfügung festgehalten, 

dass der Beschwerdeführer in seinen äusserst schwer verständlichen Ausführun-

gen Bezug auf bereits zur Anzeige gebrachte Sachverhalte genommen habe, wel-

che mit Nichtanhandnahmeverfügungen vom 8. August 2023 und 31. August 

2023 erledigt worden seien. Die Strafanzeige vom 6. September 2023, welche nur 

mühevoll zu entziffern gewesen sei und habe transkribiert werden müssen, sei 

derart wirr formuliert gewesen, dass der Beschwerdeführer aufgefordert worden 

sei, seine Anzeige zu präzisieren und möglichst detailliert anzugeben, was er kon-

kret unter welchen strafrechtlichen Gesichtspunkten welchen Personen vorwerfe. 

Mit Schreiben vom 26. September 2023 und 1. Oktober 2023 habe der Beschwer-

deführer weitere unverständliche Darlegungen eingereicht. Soweit sich seinem 

Schreiben vom 26. September 2023 habe entnehmen lassen, hätten diverse Be-

amte bzw. Aufseher den Beschwerdeführer zu bestimmten Reaktionen zu provo-

zieren versucht, die restlichen Inhalte seien unklar geblieben. Gemäss Ausführun-

gen vom 1. Oktober 2023 habe der Beschwerdeführer ca. 14 Tage nach seiner In-

haftierung bei einer nicht näher bezeichneten "Mitarbeiterin der Justizanstalt 

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B._____" eine Strafanzeige wegen Betrugs erstattet. Diese Anzeige sei "in gebro-

chenem Dialekt" entgegengenommen und bisher nicht bearbeitet worden, was er 

bei einem leitenden Angestellten namens "C._____" moniert habe. Nach Ansicht 

des Beschwerdeführers erfülle der Umstand, dass betrügerisch Geld gefordert 

werde und keine Unterhaltungen in moderatem Ton und Hochdeutsch möglich ge-

wesen seien, den Tatbestand von Art. 303 StGB. Die Staatsanwaltschaft machte 

in der Nichtanhandnahmeverfügung sodann Angaben zu den Anforderungen an 

eine Strafanzeige und dass bei den konfusen Ausführungen des Beschwerdefüh-

rers ohne einen einzigen konkret ausformulierten Tatvorgang kein ausreichender 

Anfangsverdacht vorliege. Die Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersu-

chung seien damit nicht gegeben, weshalb auf die Anzeige nicht einzutreten und 

die Untersuchung nicht anhandzunehmen sei (Urk. 7 S. 1 f.). 

3.2 Die Staatsanwaltschaft hat in der angefochtenen Verfügung sowie in ihrem 

Schreiben vom 22. September 2023 die Mindestanforderungen an eine Strafan-

zeige zutreffend dargelegt (vgl. Urk. 7 und Urk. 19/2/1). Die Eingaben des Be-

schwerdeführers vom 6. September 2023, 26. September 2023 und 1. Oktober 

2023 genügen den beleuchteten Anforderungen an eine Strafanzeige offensicht-

lich nicht. Trotz deren Weitschweifigkeit erweisen sie sich als ungenügend sub-

stantiiert und pauschal. Die Ausführungen sind über weite Strecken konfus und – 

soweit leserlich – inhaltlich nur an wenigen Stellen verständlich. Die Gliederung ist 

chaotisch, so dass dem Vorwurf bzw. den Vorwürfen nicht schlüssig gefolgt wer-

den kann. Es lässt sich nicht eruieren, was der Beschwerdeführer in seiner Straf-

anzeige (und den weiteren Eingaben) alles zum Ausdruck bringen wollte und wel-

che konkreten Handlungen er verfolgt haben will. Eine nachvollziehbare Sachver-

haltswiedergabe – also wer wann und wo welche konkreten Handlungen oder Un-

terlassungen begangen haben soll – ist nicht enthalten. Bei mühseligem Durch-

kämmen der Strafanzeige lässt sich aus verschiedenen Stellen der Vorwurf einer 

falschen Anschuldigung durch diverse Beamte bzw. Aufseher und Mitgefangene 

allenfalls zusammensetzen bzw. erahnen; dies jedoch nicht auf eine Weise, dass 

ein spezifischer Sachverhalt bzw. konkrete Informationen zum Tatvorgang und 

zum Tatzeitpunkt rechtsgenügend ausgemacht werden könnten, sondern die Vor-

würfe sind nur schwer verständlich, inkohärent und schwammig formuliert. Eine 

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Reduktion der weitschweifigen Darlegungen auf einen sachbezogenen, kon-

kreten, logischen Geschehensablauf ist somit nicht möglich.

3.3 Selbiges gilt auch für die vorliegenden Beschwerden, die als blosse neuauf-

gelegte Darstellung der hinlänglich bekannten Unzufriedenheit des Beschwerde-

führers zu qualifizieren ist. Seine Rechtsschriften sind zudem pauschal gefasst, 

kaum strukturiert und teils nur sehr schwer verständlich, weshalb solche Eingaben 

wohl gar gänzlich unbehandelt gelassen werden könnten. Namentlich greift der 

Beschwerdeführer erneut Themen wie die (allgemeine) Befangenheit der Behör-

den, "Vendetta" bzw. schikanierendes Verhalten der Beamten aufgrund seiner 

bisherigen Strafanzeigen und diverse Provokationshandlungen durch Mitarbeiter 

in der Justizanstalt auf (vgl. Urk. 2 und Urk. 5). Hinweise auf konkrete angeblich 

strafbare Handlungen fehlen in sämtlichen Eingaben des Beschwerdeführers und 

ergeben sich auch nicht aus den bisherigen Akten. Insbesondere gab der Be-

schwerdeführer auch in seinen neusten Eingaben nicht genau an, welche Gründe 

einen anderen Entscheid (als die Nichtanhandnahme) nahelegen würden 

(Art. 385 Abs. 1 lit. b sowie Art. 396 Abs. 1 StPO).

3.4. Nach dem Gesagten liegen die Voraussetzungen zur Eröffnung einer Straf-

untersuchung – einhergehend mit der Auffassung der Staatsanwaltschaft – nicht 

vor (Art. 309 StPO), weshalb die Staatsanwaltschaft diese zu Recht nicht an die 

Hand nahm (Art. 310 StPO). Die Beschwerde erweist sich folglich als unbegrün-

det und ist – ohne prozessuale Weiterungen (Art. 390 Abs. 2 StPO) – abzuwei-

sen.

4.

4.1 Der unterliegende Beschwerdeführer ersuchte um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung für das Beschwerdeverfahren (Urk. 12).

4.2 Gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbe-

gehren nicht aussichtslos erscheint. Art. 29 Abs. 3 BV soll jedem Betroffenen 

ohne Rücksicht auf seine finanzielle Situation tatsächlichen Zugang zum Gerichts-

verfahren vermitteln und die effektive Wahrung seiner Rechte ermöglichen. Bei 

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Art. 29 Abs. 3 BV handelt es sich um eine verfassungsmässige Minimalgarantie, 

welche für das Strafverfahren von der StPO umgesetzt und konkretisiert wird. Die 

StPO kann über die Garantie von Art. 29 Abs. 3 BV hinausgehen, diese aber nicht 

einschränken. Art. 136 Abs. 1 StPO konkretisiert die Voraussetzungen für die Ge-

währung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Privatklägerschaft im Strafver-

fahren. Dieser ist die unentgeltliche Rechtspflege für die Durchsetzung ihrer Zivil-

ansprüche ganz oder teilweise zu gewähren, wenn sie nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt und die Zivilklage nicht aussichtslos erscheint (Urteil des Bun-

desgerichts 1B_441/2015 vom 15. Februar 2016 E. 2.3.1 mit Hinweisen).

Als aussichtslos sind Begehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten be-

trächtlich geringer sind als die Verlustgefahr und die deshalb kaum als ernsthaft 

bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, 

wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten 

oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die 

über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess 

entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rech-

nung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie 

nichts kostet. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt 

sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung der Prozessaussich-

ten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massge-

bend sind (Urteil des Bundesgerichts 1B_263/2015 vom 16. September 2015 

E. 2.2 mit Hinweisen).

4.3 Da sich die vorliegende Beschwerde als offensichtlich aussichtslos erweist – 

der Beschwerdeführer vermochte sich mit seinen Vorbringen nicht ansatzweise 

durchzusetzen und seine Gewinnchance war von Anfang an erheblich geringer 

als die Gefahr des Unterliegens – ist sein Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung (als Teilgehalt der unentgeltlichen Rechtspflege) bereits aus 

diesem Grund abzuweisen, und es braucht nicht näher auf die finanzielle Situa-

tion des Beschwerdeführers eingegangen zu werden.

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III.

Der Beschwerdeführer unterliegt und hat folglich die Kosten des Beschwerdever-

fahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Angesichts der Bedeutung und Schwie-

rigkeit des Falls sowie des Zeitaufwands des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für 

das Beschwerdeverfahren auf Fr. 900.– festzusetzen (§ 17 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 

lit. b-d GebV OG). Es sind keine Entschädigungen zuzusprechen. 

Es wird verfügt:
(Oberrichter lic. iur. D. Oehninger)

1. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Be-

schluss.

Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 900.– festgesetzt und dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt.

3. Es werden keine Entschädigungen ausgerichtet.

4. Schriftliche Mitteilung an:

 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
 die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-

gung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 

5. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

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den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 
eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 12. Juni 2024

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Der Präsident:

lic. iur. D. Oehninger

Die Gerichtsschreiberin:

Dr. iur. I. Babic