# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 732d4c64-84c1-5aec-8282-88af196d8cb2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 23.05.2017 SB170182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170182_2017-05-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB170182-O/U/jv 
 
Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. B. Gut sowie der Gerichtsschreiber Dr. iur. F. Manfrin 

Beschluss vom 23. Mai 2017 
 

in Sachen 
 
A._____,  

Privatklägerin und Berufungsklägerin 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 
sowie 

 
Staatsanwaltschaft See/Oberland,  

vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt lic. iur. R. Meier 

Anklägerin 

 
gegen 

 
B._____, 

Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____ 

 
betreffend  

fahrlässige Körperverletzung 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster, Einzelgericht,  

vom 23. Januar 2017 (GG160020) 

Erwägungen: 

1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 23. Januar 2017 hat die 

Privatklägerin zwar Berufung angemeldet, innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 

StPO aber keine Berufungserklärung eingereicht. Deshalb ist auf die Berufung 

gestützt auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten. 

- 2 - 

2. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der 

Privatklägerin kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der 

Privatklägerin sind somit die Kosten für das Berufungsverfahren aufzuerlegen. Die 

Gerichtsgebühr ist auf Fr. 600.– festzusetzen. Mangels Aufwendungen ist dem 

Beschuldigten keine Entschädigung für seine anwaltliche Verteidigung 

zuzusprechen (Urk. 40). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung der Privatklägerin vom 25. Januar 2017 wird nicht 

eingetreten.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt.  

4. Schriftliche Mitteilung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland 

− die Vertretung der Privatklägerschaft im Doppel für sich und zuhanden 
der Privatklägerin 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz. 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 3 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 23. Mai 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. F. Manfrin 
 

 
 
 

	Beschluss vom 23. Mai 2017
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung der Privatklägerin vom 25. Januar 2017 wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Privatklägerin auferlegt.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 die Vertretung der Privatklägerschaft im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.