# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 25824f0b-bb16-58f4-a30b-589a5feecb6c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 25.03.2024 SST.2023.256
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2023-256_2024-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

SST.2023.256 
(ST.2022.5; StA.2020.1321) 

 

 

Urteil vom 25. März 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident  

Oberrichter Fedier 

Oberrichterin Vasvary 

Gerichtsschreiberin Rosset 

 

 
   

Anklägerin   Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach, 

Wildischachenstrasse 14, 5200 Brugg AG  

 

 

Privatklägerin 1  A.C._____, 

[…]  

 

Privatkläger 2  D.C._____, 

[…]  

 

Privatklägerin 3  E.C._____, 

[…]  

 

Privatklägerin 4  F.C._____, 

[…]  

  

alle Privatkläger vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Bürgi,  

[…]  

 

 
    

Beschuldigter   B._____,  

geboren am tt.mm.1999, von Gebenstorf, 

z.Zt.: JVA Lenzburg, 5600 Lenzburg  

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dominic Frey,  

[…] 

 

 

 
 

Gegenstand  Mord usw. 
 

 

 

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 24. Januar 2022 erhob die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach Anklage 

gegen den Beschuldigten wegen Mordes und versuchten Mordes sowie 

mehrfachen, teilweise versuchten Diebstahls und mehrfachen 

Hausfriedensbruchs. Sie beantragte eine Freiheitsstrafe von 16 Jahren und 

4 Monaten sowie die Anordnung einer stationären Massnahme. 

 

2. 

Mit Urteil vom 20. Oktober 2022 sprach das Bezirksgericht Brugg den 

Beschuldigten des Mordes, des versuchten Mordes, des Diebstahls und 

des Hausfriedensbruchs schuldig. Vom Vorwurf des versuchten Diebstahls 

betr. Anklageziffer 3.2 und des Hausfriedensbruchs gemäss Anklage-

ziffer 4.2 sprach es ihn frei. Es verurteilte den Beschuldigten zu einer 

Freiheitsstrafe von 19 Jahren und 2 Monaten und widerrief sowohl den mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 14. Januar 2019 für 

eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 30.00 als auch den mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 20. Februar 2019 

für eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 30.00 gewährten bedingten 

Vollzug. Sodann ordnete es gestützt auf Art. 59 StGB für die einstweilige 

Dauer von 5 Jahren eine stationäre therapeutische Massnahme an. Es 

entschied über die beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte 

und verpflichtete den Beschuldigten zur Zahlung von Schadenersatz und 

Genugtuungen. 

 

3. 

3.1. 

Mit Berufungserklärung vom 26. Oktober 2023 beantragte der 

Beschuldigte, er sei vom Vorwurf des versuchten Mordes freizusprechen 

und mit einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren zu bestrafen. Anstelle der 

angeordneten stationären therapeutischen Massnahme sei gestützt auf 

Art. 61 StGB eine Massnahme für junge Erwachsene anzuordnen. 

 

3.2. 

Am 21. Dezember 2023 reichte der Beschuldigte vorgängig zur 

Berufungsverhandlung eine schriftliche Berufungsbegründung ein. 

 

3.3. 

Mit vorgängiger Berufungsantwort vom 5. Februar 2024 beantragte die 

Staatsanwaltschaft die Abweisung der Berufung. 

 

3.4. 

Am 23. Februar 2024 reichte der Beschuldigte eine freigestellte 

Stellungnahme ein.  

 - 3 - 

 

 

3.5. 

Mit vorgängiger Berufungsantwort vom 1. März 2024 beantragten die 

Privatkläger A.C._____, D.C._____, E.C._____ und F.C._____ die 

Abweisung der Berufung. 

 

3.6. 

Die Berufungsverhandlung fand am 25. März 2024 statt. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Das vorinstanzliche Urteil wurde nur hinsichtlich des Schuldspruchs wegen 

versuchten Mordes (Anklageziffer 2), der ausgefällten Strafe und der 

stationären Massnahme angefochten. Nicht angefochten wurden die 

Schuldsprüche wegen Mordes (Anklageziffer 1), Diebstahls 

(Anklageziffer 3.1) und Hausfriedensbruchs (Anklageziffer 4.1), die 

Freisprüche vom Vorwurf des versuchten Diebstahls (Anklageziffer 3.2) 

und des Hausfriedensbruchs (Anklageziffer 4.2), die Regelung über die 

beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte, die den Privat-

klägern zugesprochenen Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen 

sowie die Parteientschädigungen. In diesen unangefochten gebliebenen 

Punkten findet keine Überprüfungen statt (Art. 404 Abs. 1 StPO). 

 

1.2. 

Insoweit der Beschuldigte erstmals mit Berufungsbegründung und im 

Widerspruch zu seinen eindeutigen Berufungsanträgen sinngemäss 

beantragt, es sei auf den Vollzug der Widerrufsstrafen zu verzichten, ist 

darauf nicht weiter einzugehen, ist eine Ausdehnung der mit 

Berufungserklärung beschränkten Berufung doch ausgeschlossen, wenn – 

wie vorliegend – der Grundsatz der Untrennbarkeit oder der inneren Einheit 

nicht verletzt ist (Art. 399 Abs. 4 StPO; statt vieler: Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022 E. 2.2, nicht publ. in 

BGE 148 IV 22). 

 

Auch auf den erstmals anlässlich der Berufungsverhandlung gestellten 

Antrag des Beschuldigten, das vorinstanzliche Urteil sei aufzuheben und 

das Verfahren zur Durchführung einer neuen Hauptverhandlung sowie zur 

Fällung eines neuen Urteils an die Vorinstanz zurückzuweisen, ist nicht 

weiter einzugehen. Der Beschuldigte begründet diesen Antrag damit, dass 

die von ihm geltend gemachte Schuldunfähigkeit auch für den Vorfall am 

Bruggerberg, betreffend welchen er des Mordes schuldiggesprochen 

worden ist, zu berücksichtigen sei (Plädoyer des amtlichen Verteidigers an 

der Berufungsverhandlung S. 1; 11). Nachdem dem Sachverständigen 

Dr. med. G._____ zufolge in den Tatzeitpunkten jedoch eine voll erhaltene 

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Einsichts- und Steuerungsfähigkeit und somit weder eine verminderte 

Schuldfähigkeit noch eine Schuldunfähigkeit des Beschuldigten vorgelegen 

hatte (Protokoll Berufungsverhandlung S. 20 f.; vgl. hierzu auch die 

Erläuterungen in E. 3.3), erübrigen sich weitere Ausführungen hierzu. 

 

1.3. 

Nach Art. 409 Abs. 1 StPO hebt das Berufungsgericht bei wesentlichen, im 

Berufungsverfahren nicht heilbaren Mängeln das angefochtene Urteil 

ausnahmsweise auf und weist die Sache zur Durchführung einer neuen 

Hauptverhandlung und Fällung eines neuen Urteils an die Vorinstanz 

zurück. Die kassatorische Erledigung durch Rückweisung fällt u.a. bei nicht 

richtiger Besetzung des Gerichts in Betracht (vgl. BGE 143 IV 408 E. 6.1; 

Urteil des Bundesgerichts 6B_165/2020 vom 20. Mai 2020 E. 2.1, je mit 

Hinweisen). 

 

Gemäss Art. 335 Abs. 1 StPO tagt das Gericht während der ganzen 

Hauptverhandlung in seiner gesetzmässigen Zusammensetzung und im 

Beisein einer Gerichtsschreiberin oder eines Gerichtsschreibers. Die 

Gerichtsschreiberin oder der Gerichtsschreiber nimmt an der 

Urteilsberatung mit beratender Stimme teil (Art. 348 Abs. 2 StPO) und 

unterzeichnet das Protokoll und den Entscheid als protokollführende 

Person (Art. 76 Abs. 2 StPO, Art. 80 Abs. 2 StPO). Aus diesen Bestim-

mungen erhellt ohne Weiteres, dass nur ein einziger Gerichtsschreiber, der 

bei der Urteilsberatung mit beratender Stimme mitwirkt und sowohl das 

Protokoll als auch den Entscheid unterzeichnet, eingesetzt werden kann. 

 

Vorliegend hat die Vorinstanz eine Gerichtsschreiberin (I._____) sowie 

einen Gerichtsschreiber (J._____), die im Rubrum aufgeführt worden sind, 

eingesetzt, wobei die Protokolle durch beide Gerichtsschreiber und das 

Urteil durch die Gerichtsschreiberin I._____ unterschrieben worden sind. 

Damit hat die Vorinstanz in nicht richtiger Besetzung beraten und 

entschieden, denn auch eine Überbesetzung ist eine Fehlbesetzung. Wenn 

zwei statt nur ein Gerichtsschreiber mitwirken, verfälscht dies deren 

beratende Stimme. Sie kann ein Übergewicht bekommen, wenn die 

Gerichtsschreiber gleicher Meinung sind. Und wo sie gegenteiliger 

Meinung sind, wird die beratende Stimme des Gerichtsschreibers 

neutralisiert. Insbesondere in erstinstanzlichen Verfahren des Bezirks-

gerichts mit fünf Richtern (vgl. § 3 Abs. 4 lit. b GOG i.V.m. § 12 EG StPO), 

wo von Gesetzes wegen nur der Gerichtspräsident (§ 13 Abs. 3 lit. a GOG) 

und der Gerichtsschreiber (§ 42 Abs. 2 GOG) über eine juristische 

Ausbildung verfügen müssen, im Übrigen aber Laienrichter amten, kann 

sich eine Mehrzahl von Gerichtsschreibern besonders stark auswirken. 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass auch gar keine Notwendigkeit für 

die Einsetzung mehrerer Gerichtsschreiber mit beratender Stimme besteht. 

Dass in komplexen oder umfangreichen Fällen den Richtern neben dem 

Gerichtsschreiber weitere juristische Mitarbeiter – vor allem bei der 

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Vorbereitung – unterstützend zur Hand gehen, ist ein normaler Vorgang. 

Sie sind indes interne Mitarbeiter des Gerichts, haben keine beratende 

Stimme, sind im Rubrum nicht aufzuführen und unterzeichnen den 

Entscheid auch nicht. 

 

Nach dem Gesagten wäre eine Rückweisung grundsätzlich gerechtfertigt. 

Auf eine solche kann jedoch ausnahmsweise verzichtet werden. Denn 

einerseits wiegt eine Überbesetzung von Gerichtsschreibern, denen von 

Gesetzes wegen nur eine beratende Stimme zukommen kann, nicht so 

schwer, wie dies bei einer nicht gesetzmässigen Anzahl Richter der Fall 

wäre und was regelmässig zur Nichtigkeit des Urteils führen würde. 

Andererseits würde eine Rückweisung unter den vorliegenden Umständen 

weitgehend auf einen prozessualen Leerlauf hinauslaufen, was sich 

vorliegend mit dem Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO) schlecht vertragen 

würde. Auf die Berufung ist deshalb einzutreten. 

 

2. Versuchter Mord 

2.1. 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten im vorliegend noch strittigen 

Zusammenhang des versuchten Mordes gemäss Art. 112 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB schuldiggesprochen.  

 

Der Beschuldigte beantragt mit Berufung, er sei vom Vorwurf des 

versuchten Mordes freizusprechen (Berufungserklärung S. 3). Sowohl die 

Staatsanwaltschaft als auch die Privatkläger beantragen die Abweisung der 

Berufung (Berufungsantworten der Staatsanwaltschaft S. 1 und der 

Privatklägerschaft S. 3). 

 

2.2. 

Die Anklage wirft dem Beschuldigten vor, sich bereits eine Woche vor dem 

vom Beschuldigten an C.C._____ auf dem Bruggerberg begangenen Mord, 

der im Berufungsverfahren nicht mehr angefochten ist, des versuchten 

Mordes gemäss Art. 112 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht 

zu haben, indem er am 31. März 2019 gegen 15.00 Uhr C.C._____ 

während einer gemeinsamen Wanderung im Tessin auf dem steil nach 

unten verlaufenden Berggrat der «Cimetta» geschubst habe, sodass 

C.C._____ den Steilhang hinuntergestürzt sei. Zuvor habe der 

Beschuldigte C.C._____ gegenüber im Streit geäussert, dass er ihn 

umbringen werde. Die Steilhanglänge messe an der betroffenen Stelle 

mehrere hundert Meter, bis zur Bewaldung rund 270 Meter. C.C._____ sei 

aus reinem Glück steckengeblieben und habe sich lediglich leichte 

Schürfverletzungen zugezogen. Mit der Rega-App habe C.C._____ den 

Absturz um 15.05 Uhr gemeldet, woraufhin die Rettungskräfte ihn mittels 

Helikopter und Seilwinde geborgen und ihn sowie den Beschuldigten 

daraufhin ins Tal geflogen hätten. Der Beschuldigte habe gewusst, dass 

C.C._____ mehrere hundert Meter hinunterstürzen und sich dadurch 

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schwer verletzen und letztlich infolge schwerster Verletzungen hätte 

sterben können, was er auch gewollt habe. Er habe in der Absicht 

gehandelt, C.C._____ zu töten, wobei er aus Neid und Eifersucht gehandelt 

habe. Der Beschuldigte habe gegenüber C.C._____ immer stärker 

werdende Neidgefühle empfunden. Aus der Perspektive des Beschuldigten 

habe C.C._____ alles gehabt, habe sich viel mehr leisten können und habe 

ein viel besseres Leben als er gehabt. Dass C.C._____ während des 

Wanderns geäussert habe, mehr Zeit mit anderen Kollegen verbringen zu 

wollen, habe das Fass für den Beschuldigten zum Überlaufen gebracht. 

Der Beschuldigte sei bereits seit geraumer Zeit neidisch auf C.C._____ 

gewesen und habe sich neben diesem minderwertig gefühlt. Dass 

C.C._____ weniger Zeit mit dem Beschuldigten und mehr Zeit mit anderen 

Freunden habe verbringen wollen, habe die negativen Gefühle des 

Beschuldigten verstärkt (Anklageziffer 2 mit Verweis auf Anklageziffer 1). 

 

2.3. 

In tatsächlicher Hinsicht ist erstellt und im Berufungsverfahren unbestritten 

geblieben, dass der Beschuldigte am 31. März 2019 zusammen mit 

C.C._____ eine Wanderung auf der «Cimetta» unternommen hat und dass 

C.C._____ dabei gegen 15.00 Uhr auf dem steil nach unten verlaufenden 

Berggrat einen Steilhang hinuntergestürzt ist, dabei aber nicht schwer 

verletzt worden ist und von der Rega hat gerettet werden können. 

Umstritten ist, ob der Beschuldigte C.C._____ hinuntergestossen hat oder 

ob Letztgenannter ausgerutscht ist (vgl. Berufungsbegründung S. 11 f.). 

 

2.4. 

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 

Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen 

unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraus-

setzungen der angeklagten Tat, so geht das Gericht von der für den 

Beschuldigten günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Bloss 

abstrakte und theoretische Zweifel genügen nicht, weil solche immer 

möglich sind. Der Grundsatz «in dubio pro reo» verlangt indes nicht, dass 

bei sich widersprechenden Beweismitteln unbesehen auf den für den 

Angeklagten günstigeren Beweis abzustellen ist. Die Entscheidregel ist erst 

anwendbar, nachdem alle aus Sicht des urteilenden Gerichts notwendigen 

Beweise ausgewertet worden sind und nach erfolgter Beweiswürdigung als 

Ganzem relevante Zweifel bestehen (BGE 148 IV 409 E. 2.2; BGE 144 IV 

345 E. 2.2.3). 

 

2.5. 

2.5.1. 

C.C._____ wurde bei seinem Sturz, der sich bloss eine Woche vor seiner 

Ermordung zugetragen hat, nur leicht verletzt. Er wurde dazu jedoch nie 

polizeilich einvernommen. Gestützt auf die nachfolgenden Ausführungen 

erachtet es das Obergericht mit der Vorinstanz dennoch als erstellt, dass 

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der Beschuldigte C.C._____ am 31. März 2019 anlässlich der 

gemeinsamen Wanderung auf der «Cimetta» absichtlich einen Steilhang 

hinuntergestossen hat: 

 

Der Beschuldigte gestand an seiner Einvernahme vom 26. März 2021, also 

rund zwei Jahre nach dem Vorfall, ein, C.C._____ auf der «Cimetta» 

geschubst zu haben. C.C._____ habe sich dann [im Steilhang] festhalten 

können, woraufhin die Rega habe geholt werden müssen (UA act. 4136). 

An seiner Einvernahme vom 8. April 2021 gab der Beschuldigte erneut zu 

Protokoll, C.C._____ gestossen zu haben. Er habe dies gemacht, weil er 

wütend gewesen sei. Aus welchem Grund er wütend gewesen sei, wisse 

er nicht mehr. Möglicherweise hätten ihn Kleinigkeiten genervt. Er habe 

gewollt, dass C.C._____ runterfalle. Wahrscheinlich habe er einen 

Wutausbruch gehabt (UA act. 4140). An seiner Einvernahme vom 27. Mai 

2021 gab der Beschuldigte zu seinen Motiven an, dass C.C._____ ihm 

mitgeteilt habe, lieber mit anderen Kollegen als ihm etwas unternehmen zu 

wollen und dass er, also der Beschuldigte, eifersüchtig auf C.C._____ 

gewesen sei, weil dieser Geld sowie eine Arbeitsstelle und somit ein 

perfektes Leben gehabt habe, während es ihm miserabel gegangen sei. Er 

habe sich ein Leben wie dasjenige von C.C._____ gewünscht. Aufgrund 

dieser Eifersucht habe er C.C._____ hinuntergestossen (UA act. 4143 f.).  

 

An seiner Einvernahme vom 13. Juli 2021 gab der Beschuldigte erstmals 

und seinen früheren Aussagen widersprechend an, C.C._____ nicht 

geschubst zu haben, sondern dass dieser ausgerutscht sei (UA 

act. 4146 f.). Auf diesen Widerspruch angesprochen, gab er zu Protokoll, 

dass er es nicht wisse und er es sich halt einfach nicht vorstellen könne 

(UA act. 4866). Er gab weiter an, dass C.C._____ ausgerutscht sei, weil 

ein Stein leicht gelöst gewesen sei. Er habe keine Ahnung mehr, was 

damals passiert sei (UA act. 4867 f.). An seiner Einvernahme vom 

10. Dezember 2021 gab der Beschuldigte an, ziemlich sicher zu sein, 

C.C._____ nicht gestossen zu haben (UA act. 4913). Auch anlässlich der 

vorinstanzlichen Hauptverhandlung widersprach der Beschuldigte seinen 

anfänglich gemachten Aussagen, indem er zu Protokoll gab, er denke, 

C.C._____ sei ausgerutscht (GA act. 462). An der Berufungsverhandlung 

gab der Beschuldigte an, C.C._____ nicht gestossen zu haben, sondern 

dass dieser ausgerutscht und deshalb runtergefallen sei. Er habe 

anlässlich seiner ersten Einvernahmen gelogen, in der Hoffnung, für eine 

Tatrekonstruktion noch ein letztes Mal in den Kanton Tessin zurückkehren 

zu können (Protokoll Berufungsverhandlung S. 5 f.; 13).  

 

Resümierend hat der Beschuldigte anlässlich der Einvernahmen vom 

26. März 2021, 8. April 2021 und 27. Mai 2021 und somit mehrmals 

eingestanden, C.C._____ während der gemeinsamen Wanderung im 

Tessin den Steilhang hinuntergestossen zu haben. Dies habe er gemacht, 

weil er einen Wutausbruch gehabt habe und eifersüchtig auf das Leben von 

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C.C._____ gewesen sei. Diese tatnächsten Aussagen des Beschuldigten, 

welche über zwei Monate hinweg konstant und übereinstimmend getätigt 

wurden, sind als glaubhaft zu qualifizieren. Relevant und hervorzuheben 

ist, dass der Beschuldigte diesen Vorfall im Tessin an seiner Einvernahme 

vom 26. März 2021 von sich aus ansprach, nachdem er gefragt worden 

war, ob es – nebst dem Vorfall auf dem Bruggerberg – noch weitere Vorfälle 

mit C.C._____ gegeben habe (UA act. 4136). Seinem Vorbringen, er habe 

den Vorfall auf der «Cimetta» im Rahmen einer Konfabulation – also eines 

Erzählens von frei erfundenen, objektiv falschen Begebenheiten, die 

keinen Zusammenhang zur Realität haben, um Erinnerungslücken zu 

ergänzen (vgl. die Erläuterung von Dr. med. G._____, Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 24) – erfunden, weil er gedacht habe, dass die 

Polizei mehr als das Delikt am Bruggerberg hören wolle (Berufungs-

begründung S. 15; Plädoyer des amtlichen Verteidigers an der 

Berufungsverhandlung S. 3 f.), kann deshalb nicht gefolgt werden. Es 

handelt sich hierbei um eine offensichtliche Schutzbehauptung. So hat der 

Beschuldigte diesen Vorfall ohne entsprechenden vorgängigen Vorhalt 

durch die Polizei zu Protokoll gegeben. Mithin ist es nicht um die Ergänzung 

von Erinnerungslücken gegangen. Hinzukommt, dass er mehrere sich 

widersprechende Gründe für seine angeblich falschen Aussagen anlässlich 

seiner ersten Einvernahmen angegeben hat. Wie bereits erwähnt, hat er 

einerseits ausgeführt, dies gemacht zu haben, weil er angenommen habe, 

die Polizei wolle mehr hören (vgl. oben). An der Berufungsverhandlung 

führte er dagegen erstmals und im Widerspruch hierzu aus, dass er 

ausgesagt habe, C.C._____ gestossen zu haben, um für eine 

Tatrekonstruktion noch ein letztes Mal vor der langjährigen Haftstrafe in 

den Kanton Tessin reisen zu können (Protokoll Berufungsverhandlung 

S. 6). Auch diese Aussage lässt sich nicht mit einer Konfabulation in 

Einklang bringen. 

 

Aufgrund der als glaubhaft zu qualifizierenden Geständnisse des 

Beschuldigten anlässlich seiner tatnächsten Einvernahmen vom 26. März 

2021, 8. April 2021 und 27. Mai 2021, auf welche abzustellen ist, ist für das 

Obergericht erstellt, dass der Beschuldigte C.C._____ auf der «Cimetta» 

absichtlich den Steilhang hinuntergestossen hat. Nachdem der Anklage-

sachverhalt damit bereits rechtsgenüglich erstellt ist, kann offenbleiben, ob 

die Aussagen, welche der Beschuldigte im Rahmen der verdeckten 

Ermittlung gemacht hat, verwertbar sind (vgl. Berufungsbegründung S. 15). 

 

2.5.2. 

Mit dem bereits gestützt auf die tatnächsten Aussagen des Beschuldigten 

gewonnenen Beweisergebnis decken sich die nachfolgend aufgeführten 

Aussagen von D.C._____ und A.C._____, den Eltern von C.C._____:  

 

Der Vater von C.C._____, D.C._____, führte an seiner Einvernahme vom 

19. April 2021 aus, dass C.C._____ seiner Familie nach dem Vorfall erzählt 

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habe, das Gefühl gehabt zu haben, dass der Beschuldigte ihn 

hinuntergestossen habe. C.C._____ habe dann aber ausgeführt, dass dies 

nicht sein könne, woraufhin ihm seine Familie mitgeteilt habe, dass er 

vermutlich ausgerutscht sei. C.C._____ habe dann gesagt, dass es 

vermutlich aus Versehen gewesen sei. Weiter bestätigte D.C._____ seine 

am 8. Mai 2020 telefonisch gegenüber dem Sachbearbeiter H._____ 

gemachte Angabe, wonach C.C._____ ihm gesagt habe, dass der 

Beschuldigte während der Wanderung auf einmal wütend geworden sei 

und zu ihm gesagt habe, dass er ihn umbringen werde, woraufhin 

C.C._____ einen Abhang hinuntergerutscht sei, wobei er nicht sicher 

gewesen sei, ob er durch den Beschuldigten gestossen worden sei. Er 

habe aber das Gefühl, dass es so gewesen sei (UA act. 4128 f.).  

 

Auch die Mutter von C.C._____, A.C._____, führte an ihrer Einvernahme 

vom 19. April 2021 aus, dass C.C._____ seiner Familie nach dem Vorfall 

erzählt habe, er habe das Gefühl gehabt, der Beschuldigte habe ihn 

hinunterstossen wollen. Aber wahrscheinlich, so C.C._____, sei dies nur 

ein dummer Zufall gewesen, da der Beschuldigte so etwas nie machen 

würde (UA act. 4133). 

 

Mithin haben D.C._____ und A.C._____ übereinstimmend angegeben, 

dass C.C._____ ihnen gegenüber geäussert habe, dass er das Gefühl 

gehabt habe, durch den Beschuldigten hinuntergestossen worden zu sein, 

diesbezüglich jedoch unsicher sei, weil er dies dem Beschuldigten nicht 

zutraue. 

 

Dass C.C._____ es nicht wahrhaben wollte, dass der Beschuldigte ihn 

tatsächlich hat hinunterstossen wollen, ist nachvollziehbar, waren die 

beiden im Tatzeitpunkt doch eng befreundet. Auch wenn zwischen den 

Schilderungen von C.C._____ gegenüber seinen Eltern nach dem Vorfall 

vom 31. März 2019 und deren Einvernahme vom 19. April 2021 mehr als 

zwei Jahre vergangen sind bzw. bis zum Telefonat vom 8. Mai 2020 mehr 

als ein Jahr, so gibt es doch keine Hinweise darauf, dass diese das von 

C.C._____ geschilderte Schubsen wahrheitswidrig erfunden hätten. 

 

2.5.3. 

Entgegen dem Vorbringen des Beschuldigten, wonach es nur schwer 

vorstellbar sei, dass C.C._____ sich bereits eine Woche nach dem Vorfall 

im Tessin wieder mit dem Beschuldigten getroffen hätte, wenn dieser 

versucht hätte, ihn im Tessin zu töten (Berufungsbegründung S. 17), 

vermag dies keine Zweifel am vorgenannten Beweisergebnis zu 

begründen. Wie bereits ausgeführt, bestand im damaligen Zeitpunkt für 

C.C._____ kein Grund zur Annahme, der Beschuldigte habe ihn absichtlich 

hinuntergestossen. Zumindest hat er sich das nicht vorstellen können. 

D.C._____ sagte diesbezüglich aus, dass C.C._____ froh gewesen sei, 

einen Freund zu haben, mit dem er Sachen habe unternehmen können. Er 

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könne sich vorstellen, dass C.C._____ den Vorfall verharmlost habe, um 

den Beschuldigten nicht zu verlieren und sich weiterhin mit ihm treffen zu 

können (UA act. 4130). A.C._____ gab diesbezüglich an, dass C.C._____ 

ein gutgläubiger Mensch gewesen sei. Sie sei der Ansicht, dass er einfach 

froh gewesen sei, jemanden gehabt zu haben, mit dem er etwas habe 

unternehmen können, weshalb er den Vorfall auf die Seite geschoben habe 

(UA act. 4134). Dass C.C._____ den Vorfall im Nachhinein tatsächlich 

verharmlost hat, zeigt sich an den gegenüber seiner Familie gemachten 

Angaben, wonach er sich nicht sicher sei, ob der Beschuldigte ihn 

tatsächlich hinuntergestossen habe. Auch die unbestrittene Tatsache, dass 

C.C._____ immer wieder aufs Neue bei den durch den Beschuldigten 

organisierten «Challenges» mitmachte, bei welchen der Beschuldigte 

diesen offensichtlich herumkommandierte, führt deutlich vor Augen, dass 

C.C._____ die Freundschaft zum Beschuldigten um jeden Preis wollte. 

 

Nach dem Gesagten erweist sich die Berufung des Beschuldigten in 

diesem Punkt als unbegründet. Mit der Vorinstanz ist der Sachverhalt, wie 

er dem Beschuldigten in Anklageziffer 2 vorgehalten worden ist, erstellt. 

 

2.6. 

Der Beschuldigte macht für den Fall, dass der Anklagesachverhalt erstellt 

sein sollte, keine Ausführungen zur rechtlichen Würdigung und bestreitet 

somit die Qualifikation als versuchter Mord zurecht nicht (vgl. 

Berufungsbegründung S. 11 ff.; Plädoyer des amtlichen Verteidigers an der 

Berufungsverhandlung S. 7; GA act. 5 ff.):  

 

Der Beschuldigte gab an seiner Einvernahme vom 8. April 2021 zu 

Protokoll, dass ihm bewusst gewesen sei, dass C.C._____ durch sein 

Handeln hätte sterben können (UA act. 4140). Folglich wusste er, dass 

C.C._____ durch den Sturz sein Leben hätte verlieren können, was er denn 

auch wollte. Damit im Einklang steht, dass er C.C._____ kurz vor dem 

Hinunterstossen wütend mitgeteilt hat, dass er ihn umbringen werde, auch 

wenn C.C._____ diese Äusserung offensichtlich nicht für bare Münze 

gehalten hat. Der Beschuldigte hat mit Wissen und Willen und damit 

vorsätzlich gehandelt, weshalb er den subjektiven Tatbestand des Mordes 

erfüllt hat.  

 

Das Handeln des Beschuldigten, welcher aus niedrigen Beweggründen 

handelte und eine besonders verwerfliche Art der Tatausführung an den 

Tag legte, indem er C.C._____ von einem Berggrat hinunterstiess, um 

diesen aus nichtigem Grund zu eliminieren und loszuwerden, ist als 

besonders skrupellos zu qualifizieren. Der Beschuldigte hat eigenen 

Angaben zufolge ein Leben wie dasjenige von C.C._____ führen wollen, 

weil bei diesem immer alles perfekt gewesen sei und er Geld gehabt habe, 

während er, der Beschuldigte, verschuldet gewesen und es ihm miserabel 

gegangen sei. Aufgrund dieser Eifersucht habe er C.C._____ 

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hinuntergestossen. Hinzugekommen ist, dass ihm C.C._____ mitgeteilt 

hatte, dass er lieber etwas mit anderen Kollegen unternehmen wolle (UA 

act. 4772 ff.; 4705; Protokoll Berufungsverhandlung S. 6). Der 

Beschuldigte ging höchst egoistisch vor und zeigte dabei eine extreme 

Geringschätzung des Lebens von C.C._____, da sein Handeln völlig 

sinnlos erscheint, handelte er doch aus nichtigen Gründen. Nachdem 

C.C._____ während seines Sturzes im Hang stecken geblieben ist und 

überlebt hat, ist es bei einem Versuch geblieben. 

 

Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe liegen nicht vor. Der 

Beschuldigte hat sich des versuchten Mordes gemäss Art. 112 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig gemacht. 

 

3. Strafzumessung 

3.1. 

Der Beschuldigte hat sich des Mordes gemäss Art. 112 StGB und des 

versuchten Mordes gemäss Art. 112 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, des 

Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie des Hausfriedensbruchs 

gemäss Art. 186 StGB schuldig gemacht. Dafür ist er angemessen zu 

bestrafen.  

 

3.2. 

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. 

StGB wiederholt dargelegt (BGE 147 IV 241; BGE 144 IV 313; BGE 144 IV 

217; BGE 141 IV 61 E. 6.1.1; BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff.; je mit Hinweisen). 

Darauf kann verwiesen werden. 

 

Hinzuweisen ist insbesondere auf die Rechtsprechung des Bundes-

gerichts, wonach bei Strafschärfung infolge Konkurrenz auf eine lebens-

längliche Freiheitsstrafe erkannt werden kann, wenn der Täter mehrere mit 

lebenslänglicher Freiheitsstrafe bedrohte Straftaten begangen hat (BGE 

141 IV 61 E. 6). 

 

3.3. 

In einem ersten Schritt ist die Einsatzstrafe für die schwerste Straftat 

festzusetzen. Es handelt sich dabei um den Mord an C.C._____. Dazu 

ergibt sich Folgendes: 

 

Der Mord nach Art. 112 StGB sieht als Strafe lebenslängliche 

Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren vor. Die 

Vernichtung fremden Lebens ist immer von einer extremen Schwere. Allein 

der Umstand, dass der Beschuldigte das höchste Rechtsgut eines 

Menschen, das Leben, verletzt hat, rechtfertigt aber nicht per se die Aus-

fällung der Maximalstrafe. Die Rechtsgutverletzung als solche ist 

unergiebig, wenn es um einen Mord geht, da die Vernichtung des höchsten 

Rechtsguts den Tatbestand des Art. 112 StGB begründet. Insoweit ist aus 

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https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=6b_1233%2F2017&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F136-IV-55%3Ade&number_of_ranks=0#page55

 - 12 - 

 

 

der Rechtsgutverletzung allein nichts für die Strafzumessung abzuleiten. 

Beim weiten Strafrahmen für Mord hängt die Bemessung der konkreten 

Strafe insbesondere vom Ausmass der besonderen Skrupellosigkeit ab, 

welches die Schwere des Verschuldens wesentlich mitbestimmt. Eine 

unzulässige Doppelverwertung ist damit nicht verbunden (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1038/2017 vom 31. Juli 2018 E. 2.6.1; 6B_55/2015 

vom 7. April 2015 E. 3.3). 

 

Betreffend die Art und Weise der Tatausführung ist Folgendes festzuhalten: 

Der Beschuldigte hat C.C._____ am 7. April 2019 in der Sandsteinhöhle 

am Bruggerberg auf besonders skrupellose Art ermordet, indem er – 

nachdem er C.C._____ unter Druck gesetzt und diesen im Rahmen einer 

sogenannten «Challenge» dazu gebracht hat, u.a. dessen Jacke 

auszuziehen und sein Mobiltelefon vor der Höhle zu deponieren und sich 

in die Sandsteinhöhle hineinzubegeben – den Höhleneingang mit einem 

massiven Stein sowie anschliessend mit weiteren Steinen und Erde 

verschlossen hat. Der nur leicht bekleidete C.C._____ verstarb 

anschliessend in der kalten Höhle an einer Unterkühlung (Hypothermie). 

Es ist davon auszugehen, dass C.C._____, als er realisierte, dass er 

eingeschlossen wurde, in Panik geraten ist und über Stunden hinweg 

Todesangst ausstehen musste, wovon denn auch der Beschuldigte selbst 

aufgrund des Verhaltens von C.C._____ ausgegangen ist (vgl. UA 

act. 4805). Der Beschuldigte überliess C.C._____ in der zugeschütteten 

dunklen und kalten Höhle sich selbst, so dass dieser einen elendigen Tod 

erleiden musste, wodurch er eine nicht zu überbietende Grausamkeit 

offenbart hat. Besonders skrupellos erscheint, dass er die Höhle – trotz der 

verzweifelten Lage und Hilferufen von C.C._____ – über mehrere Stunden 

hinweg weiter zuschüttete und damit definitiv verschloss. Selbst die durch 

C.C._____ verursachten Klopfgeräusche, welche der Beschuldigte 

wahrnahm, konnten ihn nicht von seinem Tatentschluss abbringen. Von 

einem ausserordentlich grossen Mass an Skrupellosigkeit spricht sodann 

der Umstand, dass der Beschuldigte sich – im Bewusstsein um die 

aussichtslose Situation von C.C._____ – dazu entschlossen hatte, in 

unmittelbarer Nähe des Höhleneingangs ein Feuer zu entfachen, um dort 

einen Cervelat zu bräteln. Dieses Verhalten macht den Anschein, dass sich 

der Beschuldigte am Leid von C.C._____ ergötzt hat. Zu keinem Zeitpunkt 

hatte er so starke Bedenken an seinem Handeln, um von seinem Vorhaben 

abzulassen und C.C._____ doch noch zu befreien. Im Gegenteil ist er auch 

zu späteren Zeitpunkten nochmals zum Höhleneingang gegangen, jedoch 

nicht etwa aus Reue oder weil ihn das schlechte Gewissen plagte, sondern 

um sich zu versichern, dass noch alles verschlossen war, weil er – nach 

eigenen Angaben – Angst hatte, dass seine Tat sonst auffliegen werde. 

Insgesamt ist von einem ausserordentlich schweren Ausmass der 

besonderen Skrupellosigkeit und einem damit einhergehenden sehr 

schweren Verschulden auszugehen. 

 

 - 13 - 

 

 

Der Beschuldigte, bei welchem keine verminderte Schuldfähigkeit vorlag, 

verfügte über ein sehr grosses Mass an Entscheidungsfreiheit. Entgegen 

der Vorinstanz und dem Beschuldigten (vgl. Berufungsbegründung S. 19) 

sind dessen psychische Störungen im relevanten Tatzeitpunkt – auch unter 

Berücksichtigung dessen, dass unspezifische Symptome der nunmehr 

zusätzlich diagnostizierten hebephrenen Schizophrenie in nicht relevantem 

Ausmass möglicherweise bereits vorhanden waren (Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 18 ff.) – nicht verschuldensmindernd zu 

berücksichtigen, denn gestützt auf das schlüssige und nachvollziehbare 

forensisch-psychiatrische Gutachten des Sachverständigen Dr. med. 

G._____ vom 16. November 2021 lag im Zeitpunkt der Tatbegehung keine 

verminderte Schuldfähigkeit vor, was Letztgenannter an der 

Berufungsverhandlung mit schlüssiger Begründung bestätigt hat (UA 

act. 3416; Protokoll Berufungsverhandlung S. 20 f.). Dem Sach-

verständigen zufolge bestehe kein Hinweis darauf, dass im Tatzeitpunkt 

eine psychotische Symptomatik vorgelegen habe (Protokoll Berufungs-

verhandlung S. 20). Mithin war der Beschuldigte weder in seiner 

Einsichtsfähigkeit noch in seiner Steuerungsfähigkeit so erheblich 

eingeschränkt, dass von einer verminderten Schuldfähigkeit auszugehen 

wäre. Sowohl die über mehrere Stunden andauernde Tatausführung als 

auch das Vor- und Nachtatverhalten sprechen gegen die Annahme einer 

verminderten Schuldfähigkeit. Vielmehr ist hervorzuheben, dass der 

Beschuldigte mehrere Stunden Zeit gehabt hätte, das Zuschütten des 

Höhleneingangs zu unterbrechen oder die Rettungskräfte zu alarmieren 

und C.C._____ damit aus der Höhle zu befreien, hätte er dies gewollt. Er 

handelte aus niedrigen Beweggründen (Neid, Eifersucht, Missgunst und 

Rache) und befand sich in keiner Weise in einer subjektiv aussichtslos 

empfundenen Lage. Er hätte einfach die Freundschaft und damit den 

Kontakt zu C.C._____ beenden können, anstatt diesen zu ermorden, um 

ihn loszuwerden. Es ist nicht ersichtlich, weshalb er dies nicht getan hat, 

wie er es C.C._____ denn auch bereits angedroht hatte. Im Ergebnis hat 

er aus rein egoistischen Gründen den aus seiner Sicht einfachsten Weg 

zur qualvollen Eliminierung seines Freundes gewählt. Je leichter es ihm 

aber gefallen wäre, die körperliche Integrität bzw. das Leben von 

C.C._____ zu respektieren, desto schwerer wiegt die Entscheidung 

dagegen und damit einhergehend sein Verschulden (vgl. BGE 117 IV 112 

E. 1; BGE 127 IV 101 E. 2a; Urteil des Bundesgerichts 6B_91/2022 vom 

18. Januar 2023 E. 3.4.3). 

 

Nach dem Gesagten ist für den Mord an C.C._____ in Relation zum 

Strafrahmen von 10 Jahren Freiheitsstrafe bis zu einer lebenslänglichen 

Freiheitsstrafe von einem sehr schweren Tatverschulden und einer dafür 

angemessenen lebenslänglichen Freiheitsstrafe auszugehen. 

 

 - 14 - 

 

 

3.4. 

Die Einsatzstrafe für den begangenen Mord wäre grundsätzlich in 

Anwendung des Asperationsprinzips gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB für den 

versuchten Mord sowie den Diebstahl und den Hausfriedensbruch 

angemessen zu erhöhen. Da vorliegend nur der Beschuldigte die Berufung 

erklärt hat und auch keine Anschlussberufung erhoben worden ist, kommt 

aufgrund des Verschlechterungsverbots (Verbot der reformatio in peius 

gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO) eine Erhöhung der von der Vorinstanz 

ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 19 Jahren und 2 Monaten jedoch 

nicht in Frage, auch wenn diese Strafe bei einem besonders skrupellos 

verübten Mord und einem versuchten Mord im Ergebnis als mild erscheint. 

Daran ändert auch eine positive Täterkomponente sowie die Verletzung 

des Beschleunigungsgebots (siehe dazu unten) nichts, bildet 

Ausgangspunkt für die wegen der Täterkomponente und der Verletzung 

des Beschleunigungsgebots vorzunehmende Strafreduktion doch nicht die 

von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe, sondern eine schuld-

angemessene lebenslängliche Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 6B_127/2022 vom 22. März 2023 E. 5.3.2). 

 

3.5. 

In Bezug auf die Täterkomponente ergibt sich Folgendes: 

 

Der Beschuldigte ist mehrfach vorbestraft. Mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Baden vom 2. Februar 2018 wurde er wegen Diebstahls 

zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen und einer Busse von Fr. 500.00 

verurteilt. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 

14. Januar 2019 wurde er wegen einfacher Körperverletzung, Drohung, 

Beschimpfung und Tätlichkeiten zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen 

und einer Busse von Fr. 1'000.00 verurteilt. Mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 20. Februar 2019 wurde er wegen 

Beschimpfung und Tätlichkeiten zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen 

und einer Busse von Fr. 300.00 verurteilt. Auch wenn diese Vorstrafen 

hinsichtlich der Tötungsdelikte nicht einschlägig sind, so sind sie doch leicht 

straferhöhend zu berücksichtigen, hat der Beschuldigte daraus doch 

offensichtlich nicht die notwendigen Lehren gezogen (BGE 136 IV 1 E. 2.6). 

Dabei ist zu beachten, dass die Vorstrafen nicht wie eigenständige Delikte 

gewürdigt werden dürfen, weil dies auf eine Doppelbestrafung hinausliefe 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit 

Hinweisen). 

 

Der Beschuldigte hat anlässlich seiner ersten Einvernahme im 

vorliegenden Strafverfahren eingestanden, C.C._____ auf dem 

Bruggerberg ermordet zu haben und hat auch den Vorfall auf der «Cimetta» 

von sich aus erwähnt und in diesem Zusammenhang auch gestanden. 

Betreffend den letztgenannten Vorfall hat er dann aber ab dem 13. Juli 

2021 bestritten, C.C._____ geschubst zu haben. Weiter muss betreffend 

 - 15 - 

 

 

den Mord am Bruggerberg beachtet werden, dass der Beschuldigte bereits 

zuvor im Rahmen eines im Kanton Zürich geführten Untersuchungs-

verfahrens zum Verschwinden von C.C._____ befragt worden war und in 

diesem Zusammenhang wahrheitswidrig angab, diesbezüglich nichts zu 

wissen (vgl. UA act. 4614 ff.). Nachdem anlässlich der unmittelbar vor der 

ersten Befragung des Beschuldigten durchgeführten Hausdurchsuchung 

ein durch ihn an seine Eltern verfasstes Schreiben gefunden werden 

konnte, in welchem er gestanden hat, C.C._____ in der Höhle vergraben 

zu haben (UA act. 4020), hat der Beschuldigte an seiner Einvernahme nur 

zugegeben, was aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse ohnehin 

auf der Hand lag (vgl. UA act. 3988 ff.). Auch wenn sich vor diesem 

Hintergrund nicht sagen lässt, dass der Beschuldigte aus freien Stücken 

ein Geständnis abgelegt hat, ist nicht zu verkennen, dass seine Aussagen 

und sein Geständnis die Strafverfolgung vereinfacht und verkürzt haben. 

Das Geständnis darf deshalb nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 6B_65/2014 vom 9. Oktober 2014 E. 2.4). 

Sodann hat er zwar verschiedentlich sein Bedauern darüber geäussert, 

dass C.C._____ nicht mehr am Leben sei, dies allerdings vor dem 

Hintergrund, dass er nichts mehr mit ihm unternehmen könne (vgl. UA 

act. 4772; 4775). Eine nachhaltige Einsicht und aufrichtige Reue, die über 

das blosse Bedauern der eigenen Situation hinausgeht, sind nicht 

auszumachen. Eine erhebliche Strafminderung, wie sie von einem von 

Anfang an vollumfänglich und bleibend geständigen, nachhaltig 

einsichtigen und aufrichtig reuigen Täter möglich ist, kommt deshalb nicht 

in Frage. 

 

Der heute 25-jährige, ledige und kinderlose Beschuldigte befindet sich 

aktuell in der Justizvollzugsanstalt Lenzburg. Er war vor seiner Inhaftierung 

nicht berufstätig, sondern hat eine Invalidenrente bezogen. Mithin erscheint 

seine Strafempfindlichkeit nicht überdurchschnittlich. Ausserordentliche 

Umstände, welche eine erhöhte Strafempfindlichkeit zu begründen 

vermögen, liegen nicht vor (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

6B_18/2022 vom 23. Juni 2022 E. 2.6.1 mit Hinweisen). Entgegen dem 

Vorbringen des Beschuldigten vermögen seine psychischen Erkrankungen 

keine erhöhte Strafempfindlichkeit zu begründen. Der Strafempfindlichkeit 

ist bei medizinischen Gründen lediglich dann Rechnung zu tragen, wenn 

der Betroffene besonders empfindlich ist. Dies wurde namentlich etwa bei 

Gehirnverletzten, Schwerkranken, unter Haftpsychose Leidenden oder 

Taubstummen bejaht (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 7B_240/2022 

vom 1. Februar 2024 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Ein solcher Fall liegt hier nicht 

vor. 

 

Insgesamt überwiegen die positiven Faktoren knapp, weshalb es sich 

rechtfertigt, die Täterkomponente im Umfang von ½ Jahr strafmindernd zu 

berücksichtigen, was sich gegenüber der vorinstanzlich ausgesprochenen 

Freiheitsstrafe aber nicht auswirkt (siehe dazu oben). 

 - 16 - 

 

 

3.6. 

Muss das erstinstanzliche Gericht das Urteil begründen, so stellt es innert 

60 Tagen, ausnahmsweise 90 Tagen, der beschuldigten Person und der 

Staatsanwaltschaft das vollständig begründete Urteil zu (Art. 84 Abs. 4 

StPO). Wie der Beschuldigte zurecht geltend macht (Berufungs-

begründung S. 22 f.), wurde diese Frist deutlich überschritten, indem das 

begründete Urteil vom 20. Oktober 2022 dem Beschuldigten erst am 

9. Oktober 2023 (GA act. 912) und somit beinahe ein Jahr später zugestellt 

worden ist. Die Verletzung des Beschleunigungsgebots erweist sich bei 

einer Dauer von mehr als elf Monaten nicht mehr als leicht. Hinzukommt, 

dass Haftsachen mit besonderer Beschleunigung zu behandeln sind. Dies 

gilt auch, wenn sich der Beschuldigte – wie vorliegend – im vorzeitigen 

Massnahmenvollzug befindet (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_82/2021 

vom 9. September 2021 E. 2). Die Verletzung des Beschleunigungsgebots 

ist im Urteilsdispositiv festzustellen und ihr ist mit einer Strafreduktion von 

3 Monaten Rechnung zu tragen, was sich gegenüber der vorinstanzlich 

ausgesprochenen Freiheitsstrafe jedoch wiederum nicht auswirkt (siehe 

dazu oben). 

 

3.7. 

Zusammengefasst bleibt es bei der von der Vorinstanz ausgesprochenen 

Freiheitsstrafe von 19 Jahren und 2 Monaten. Die Berufung des 

Beschuldigten, der eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren beantragt hat, 

erweist sich in diesem Punkt somit als unbegründet. 

 

4. Stationäre therapeutische Massnahme 

4.1. 

Die Vorinstanz hat gestützt auf Art. 59 StGB eine stationäre therapeutische 

Massnahme angeordnet, wobei der Klarheit halber festzuhalten ist, dass 

die im Urteilsdispositiv der Vorinstanz angegebene «einstweilige Dauer der 

Massnahme von fünf Jahren» lediglich die gesetzliche Bestimmung von 

Art. 59 Abs. 4 StGB wiedergibt, welche festhält, dass die stationäre 

Massnahme in der Regel maximal fünf Jahre dauert und wenn nötig 

(mehrfach) verlängert werden kann, nicht jedoch im Sinne einer 

Beschränkung der Anordnungsdauer der Massnahme auf fünf Jahre – was 

grundsätzlich möglich wäre (Urteil des Bundesgerichts 6B_1172/2020 vom 

21. Dezember 2020 E. 1.7.3 mit Hinweis auf BGE 145 IV 65 E. 2.6.1) – zu 

verstehen ist. Dies geht aus dem motivierten Urteil der Vorinstanz hervor, 

wurde darin doch festgehalten, dass innerhalb von fünf Jahren lediglich 

«Fortschritte», und somit nicht die Erreichung des Therapieziels, zu 

erwarten seien (vgl. vorinstanzliches Urteil E. XII.3.2.3.2). 

 

Der Beschuldigte beantragt mit Berufung, es sei stattdessen eine 

Massnahme für junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB anzuordnen 

(Berufungserklärung S. 4). 

 

 - 17 - 

 

 

4.2. 

Eine Massnahme ist anzuordnen, wenn eine Strafe allein nicht geeignet ist, 

der Gefahr weiterer Straftaten des Täters zu begegnen, ein Behandlungs-

bedürfnis des Täters besteht oder die öffentliche Sicherheit dies erfordert 

und die Voraussetzungen der Artikel 59-61, 63 oder 64 StGB erfüllt sind 

(Art. 56 Abs. 1 StGB). Die Anordnung einer Massnahme setzt voraus, dass 

der mit ihr verbundene Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Täters im 

Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht 

unverhältnismässig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Das Gericht stützt sich bei 

seinem Entscheid über die Anordnung einer Massnahme nach den Artikeln 

59-61, 63 und 64 StGB sowie bei der Änderung der Sanktion nach Artikel 

65 StGB zwingend auf eine sachverständige Begutachtung (Art. 56 Abs. 3 

StGB; BGE 134 IV 315 E. 4.3.1).  

 

Ist der Täter psychisch schwer gestört, so kann das Gericht eine stationäre 

Behandlung anordnen, wenn der Täter ein Verbrechen oder Vergehen 

begangen hat, das mit seiner psychischen Störung in Zusammenhang steht 

und zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner 

psychischen Störung in Zusammenhang stehender Taten begegnen 

(Art. 59 Abs. 1 StGB). Es muss eine hinreichende Wahrscheinlichkeit dafür 

bestehen, dass sich durch eine solche Massnahme über die Dauer von fünf 

Jahren die Gefahr weiterer Straftaten deutlich verringern lässt (BGE 

134 IV 315 E. 3.4.1). War der Täter zur Zeit der Tat noch nicht 25 Jahre alt 

und ist er in seiner Persönlichkeitsentwicklung erheblich gestört, so kann 

ihn das Gericht in eine Einrichtung für junge Erwachsene einweisen, wenn 

der Täter ein Verbrechen oder Vergehen begangen hat, das mit der 

Störung seiner Persönlichkeitsentwicklung in Zusammenhang steht und zu 

erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit der Störung seiner 

Persönlichkeitsentwicklung in Zusammenhang stehender Taten begegnen 

(Art. 61 Abs. 1 StGB). Sind mehrere Massnahmen in gleicher Weise 

geeignet, ist aber nur eine notwendig, so ordnet das Gericht diejenige an, 

die den Täter am wenigsten beschwert (Art. 56a Abs. 1 StGB). 

 

4.3. 

Entgegen dem Vorbringen des Beschuldigten, ist die Anordnung einer 

Massnahme für junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB ausgeschlossen: 

 

Gemäss dem Untermassverbot, das aus dem Verhältnismässigkeitsprinzip 

abgeleitet wird, dürfen Dauer und Eingriffsintensität der Massnahme im 

Verhältnis zur aufgeschobenen Strafe nicht zu geringfügig sein. Längere 

Freiheitsstrafen, bei denen die maximale Dauer der Massnahme nicht 

einmal zwei Dritteln der Strafzeit gleichkommt, sind nur ausnahmsweise 

zwecks stationärer Behandlung auszusetzen. Ein Aufschub des 

Strafvollzugs kommt in diesen Fällen daher nur in Betracht, wenn die 

Erfolgsaussichten besonders günstig sind bzw. ein Resozialisierungserfolg 

erwartet werden darf, der sich auf andere Weise von vornherein nicht 

 - 18 - 

 

 

erreichen lässt (zur Publikation vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 

6B_953/2023 vom 15. Dezember 2023 E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen). 

 

Mit vorliegendem Urteil wird eine Freiheitsstrafe von 19 Jahren und 

2 Monaten ausgesprochen. Der mit der Massnahme für junge Erwachsene 

verbundene Freiheitsentzug beträgt gemäss Art. 61 Abs. 4 StGB 

höchstens vier Jahre. Wäre die Massnahme erfolgreich, wäre die 

Reststrafe nicht mehr zu vollziehen (vgl. Art. 62 StGB und Art. 62b StGB) 

und der durch den Beschuldigten ausgestandene und mit der Massnahme 

verbundene Freiheitsentzug von vier Jahren läge mehr als acht Jahre unter 

der Zweidrittelgrenze. Sodann erscheinen weder die Erfolgsaussichten 

besonders günstig noch kann vorliegend durch die Massnahme für junge 

Erwachsene ein Resozialisierungserfolg erwartet werden, der sich auf 

andere Weise von vornherein nicht erreichen lässt. Zwar hielt der 

Sachverständige Dr. med. G._____ im forensisch-psychiatrischen 

Gutachten vom 16. November 2021 ursprünglich noch fest, dass eine 

Massnahme für junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB zweckmässig 

erscheine und eine stationäre therapeutische Massnahme gemäss Art. 59 

StGB zu empfehlen sei, für den Fall, dass das erstgenannte Behandlungs-

setting nicht ausreichend etabliert werden könne. Eine ambulante 

Behandlung erscheine nicht geeignet (UA act. 3418 f.). An der 

Berufungsverhandlung passte der Sachverständige seine im Gutachten 

gemachte Angabe jedoch mit schlüssiger Begründung dahingehend an, 

dass aufgrund der jüngsten Vorkommnisse und Veränderungen 

(Delinquenz in der Justizvollzugsanstalt Solothurn und der PDAG sowie 

zusätzliche Diagnose der hebephrenen Schizophrenie) eine Massnahme 

für junge Erwachsene nicht zielführend sei. Der Beschuldigte benötige eine 

medikamentöse Behandlung in einem forensisch-psychiatrischen Kranken-

haus und somit ein klinisches Setting, welches über das Setting einer 

Massnahme für junge Erwachsene deutlich hinausgehe (Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 22 f.). Es bleibt zu erwähnen, dass selbst der 

Beschuldigte – für den Fall des Vorliegens der Schuldfähigkeit – nicht 

bestreitet, dass die Anordnung einer Massnahme für junge Erwachsene in 

einem Widerspruch zur ausgefällten Strafe sowie zur bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung zum Untermassverbot stehe (Plädoyer des amtlichen 

Verteidigers an der Berufungsverhandlung S. 11).  

 

Nachdem der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zufolge das 

Untermassverbot zu berücksichtigen ist und vorliegend die vorgenannten 

Voraussetzungen nicht erfüllt sind, ist die Anordnung einer Massnahme für 

junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB ausgeschlossen.  

 

 - 19 - 

 

 

4.4. 

4.4.1. 

Die Voraussetzungen für die Anordnung einer stationären therapeutischen 

Massnahme nach Art. 59 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 56 StGB sind vorliegend 

erfüllt: 

 

Der Beschuldigte wurde im Rahmen des vorliegenden Strafverfahrens am 

26. Juli 2021, am 28. Juli 2021 sowie am 22. September 2021 durch 

Dr. med. G._____ psychiatrisch begutachtet. Das von ihm gestützt darauf 

erstellte forensisch-psychiatrische Gutachten datiert vom 16. November 

2021 (UA act. 3311 ff.). Weiter wurde Dr. med. G._____ anlässlich der 

vorinstanzlichen Hauptverhandlung sowie an der Berufungsverhandlung 

befragt und hat sein Gutachten ergänzt sowie ausführlich erläutert und sich 

in diesem Rahmen ebenfalls zur Frage des Vorliegens einer hebephrenen 

Schizophrenie und einer damit zusammenhängenden verminderten 

Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit des Beschuldigten geäussert. Der 

Beschuldigte hatte die Möglichkeit, dem Sachverständigen an der 

Berufungsverhandlung Ergänzungsfragen zu stellen. Das forensisch-

psychiatrische Gutachten beruht auf einer sorgfältigen Sachverhalts-

abklärung und ist – unter Berücksichtigung der anlässlich der 

Berufungsverhandlung gemachten Ausführungen des Sachverständigen 

und der damit beurteilten Veränderungen, auf welche nachfolgend 

eingegangen wird (vgl. Protokoll Berufungsverhandlung S. 18 ff.) – in sich 

schlüssig sowie nachvollziehbar, weshalb darauf abzustellen ist. 

 

Die Beweisanträge des Beschuldigten, es sei ein neues psychiatrisches 

Gutachten – eventualiter ein Ergänzungsgutachten – zu erstellen, mit 

welchen insbesondere zu klären sei, ob er an einer hebephrenen 

Schizophrenie leide und falls ja, ob er aufgrund dessen schuldunfähig sei 

(Stellungnahme vom 23. Februar 2024 S. 4), sind abzuweisen, nachdem 

sich der Sachverständige Dr. med. G._____ mit den diesbezüglichen 

Vorbringen unter Berücksichtigung der Austrittsberichte, insbesondere 

dem Abklärungsbericht der PDAG vom 15. März 2024, anlässlich der 

Berufungsverhandlung ausführlich auseinandergesetzt hat und zum 

Schluss gelangt ist, dass zusätzlich zu den bereits mit dem Gutachten 

gestellten Diagnosen diejenige einer hebephrenen Schizophrenie 

hinzugekommen sei, deren Kernsymptome im Begutachtungszeitpunkt 

jedoch noch nicht vorgelegen hätten. So führte er aus, seit der Erstellung 

des Gutachtens seien Veränderungen festgestellt worden, welche nun zur 

Diagnose einer hebephrenen Schizophrenie geführt hätten. Zu welchem 

genauen Zeitpunkt sich diese zusätzliche Symptomatik entwickelt habe, 

könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, da es sich möglicherweise um 

eine prodromale Entwicklung einer Schizophrenie gehandelt habe, also um 

unspezifische Symptome, welche sich erst im Verlauf der Zeit zu typischen 

Symptomen entwickelt und dann die Stellung der Diagnose ermöglicht 

hätten. Der Sachverständige führte weiter aus, dass sich durch die neu 

 - 20 - 

 

 

hinzukommende Diagnose der hebephrenen Schizophrenie keine 

Veränderung am Vorliegen der vollen Einsichts- und Steuerungsfähigkeit 

des Beschuldigten während den Tatbegehungen ergebe (Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 18 ff.).  

 

Dr. med. G._____ kommt zum Schluss, dass der Beschuldigte an einer 

kombinierten Persönlichkeitsstörung mit dissozialen und unreifen Anteilen 

(F61.0 nach ICD-10), einer unterdurchschnittlichen Intelligenz resp. 

Teilleistungsstörung (F81 nach ICD-10), einer einfachen Aktivitäts- und 

Aufmerksamkeitsstörung (F90.0 nach ICD-10) sowie einer hebephrenen 

Schizophrenie (F20.1 nach ICD-10) leide. Aufgrund der Kombination dieser 

verschiedenen psychischen Störungen sei die Lebensführung und die 

allgemeine Lebensbewährung des Beschuldigten in allen Lebensbereichen 

dermassen beeinträchtigt, dass der Grad der psychischen Störung als 

schwer zu bezeichnen sei. Es liege somit eine anhaltende bzw. 

langdauernde psychische Störung von erheblicher Schwere vor (UA 

act. 3415 ff.). 

 

Nach dem Gesagten ist das Vorliegen einer schweren psychischen Störung 

i.S.v. Art. 59 Abs. 1 StGB zum Tatzeitpunkt sowie auch im aktuellen 

Zeitpunkt zu bejahen (zum Rechtsbegriff der schweren psychischen 

Störung: BGE 146 IV 1). 

 

4.4.2. 

Der Beschuldigte hat mit dem Mord und dem versuchten Mord Verbrechen 

i.S.v. Art. 10 Abs. 2 StGB begangen, womit Anlasstaten gemäss Art. 59 

Abs. 1 lit. a StGB vorliegen. Auch die grundsätzliche Behandlungs-

bedürftigkeit wird vom Beschuldigten nicht in Frage gestellt, zumal er die 

Anordnung einer Massnahme für junge Erwachsene beantragt und 

anerkennt, dass die Voraussetzungen für eine Massnahme erfüllt sind 

sowie sowohl anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung als auch 

an der Berufungsverhandlung angegeben hat, eine Therapie zu benötigen 

und machen zu wollen (vgl. Berufungsbegründung S. 25; GA act. 466; 

Protokoll Berufungsverhandlung S. 11). Die Anlasstaten stünden dem 

Sachverständigen Dr. med. G._____ zufolge mit der schweren 

psychischen Störung in Zusammenhang (UA act. 3417). Es bestehe das 

Risiko, dass der Beschuldigte ähnliche Delikte, wie die Vorliegenden, 

erneut begehe. Die Einschätzung der Legalprognose hat sich gemäss den 

schlüssigen Angaben des Sachverständigen an der Berufungsverhandlung 

im Vergleich zum Zeitpunkt der Erstellung des Gutachtens aufgrund der 

erneuten Delinquenz des Beschuldigten (Vorfälle in der 

Justizvollzugsanstalt Solothurn sowie in der PDAG; vgl. Abklärungsbericht 

der PDAG vom 15. März 2024 S. 1 ff.) sowie der Tatsache, dass der 

Beschuldigte auf verschiedene Therapieangebote nicht respondiert habe, 

verschlechtert. Es sei von einer sehr ungünstigen Legalprognose 

auszugehen (Protokoll Berufungsverhandlung S. 22). Es liegt 

 - 21 - 

 

 

dementsprechend eine Gefährlichkeit des Beschuldigten vor, die 

grundsätzlich die Anordnung einer Massnahme verlangt. 

 

4.4.3. 

Für die vorliegende schwere psychische Störung bestehen gestützt auf die 

Ausführungen des Sachverständigen Behandlungsmöglichkeiten mit 

psychopharmakologischen, psychotherapeutischen und sozio-

therapeutischen Therapieansätzen. Durch eine solche Behandlung, zu 

welcher der Beschuldigte grundsätzlich bereit sei, sei die Verbesserung der 

Legalprognose zu erwarten (UA act. 3418; Protokoll Berufungs-

verhandlung S. 22 f.). 

 

4.4.4. 

Sodann ist auch die Eignung einer stationären Massnahme, um weiteren 

Taten zu begegnen, zu bejahen: Eine ambulante Behandlung erscheint 

dem Sachverständigen Dr. med. G._____ zufolge nicht geeignet, um der 

Gefahr weiterer Straftaten zu begegnen (UA act. 3418 f.). Sodann ist die 

Anordnung einer Massnahme für junge Erwachsene gemäss Art. 61 StGB 

ausgeschlossen, was vorgängig bereits dargelegt wurde (vgl. hierzu die 

Ausführungen in E. 4.3). An der Berufungsverhandlung führte der 

Sachverständige aus, dass zwecks Verbesserung der Legalprognose 

lediglich eine stationäre Massnahme nach Art. 59 StGB in Frage komme. 

(Protokoll Berufungsverhandlung S. 22).  

 

Unter diesen Umständen ist die Therapierbarkeit und die damit einher-

gehende Reduktion des Rückfallrisikos zu bejahen, sodass eine 

Behandlung im stationären Rahmen anzuordnen bzw. weiterzuführen ist, 

nachdem der vorzeitige Massnahmenantritt aufgrund des Verhaltens des 

Beschuldigten hat unterbrochen werden müssen und eine Verlegung in die 

JVA Lenzburg stattgefunden hat. 

 

4.4.5. 

Aufgrund der Eignung und Erforderlichkeit kommt vorliegend nur eine 

stationäre Massnahme in Frage und es stehen keine milderen Mass-

nahmen zur Verfügung (vgl. hierzu die Ausführungen in E. 4.3).  

 

Zusammenfassend erscheint unter den gegebenen Umständen einzig eine 

stationäre therapeutische Massnahme als geeignet und angezeigt. Es 

besteht keine weniger einschneidende Alternative zu einer stationären 

Massnahme. 

 

4.4.6. 

4.4.6.1. 

Die Schwere und Wahrscheinlichkeit künftiger Straftaten ist schliesslich in 

Relation zur Schwere des Eingriffs in die Freiheitsrechte des Beschuldigten 

 - 22 - 

 

 

bei einer stationären Massnahme zu setzen. Es handelt sich hierbei um die 

Prüfung der Verhältnismässigkeit im engeren Sinne. 

 

Eine stationäre Massnahme in einer forensisch-psychiatrischen Klinik ist 

von starken Eingriffen in die persönliche Freiheit des Beschuldigten 

geprägt. Eine solche bedeutet nicht bloss eine Einschränkung der 

Bewegungsfreiheit, sondern umfasst regelmässig auch weitere Eingriffe, 

die sich aus der Notwendigkeit der Behandlung ergeben (vgl. BGE 130 IV 

49 E. 3.3). Die stationäre Massnahme ist üblicherweise zeitlich relativ 

unbestimmt, dauert in der Regel maximal 5 Jahre und kann wenn nötig 

(mehrfach) verlängert werden (Art. 59 Abs. 4 StGB). Die Dauer der 

stationären therapeutischen Massnahme hängt vom Behandlungs-

bedürfnis des Massnahmenunterworfenen und den Erfolgsaussichten der 

Massnahme ab. Das Ende der Massnahme wird damit im Unterschied zum 

Ende der Strafe nicht durch simplen Zeitablauf bestimmt. Ihre Dauer hängt 

letztlich von den Auswirkungen der Massnahme auf die Gefahr weiterer 

Straftaten ab, wobei die Freiheit dem Betroffenen nur so lange entzogen 

werden darf, als die von ihm ausgehende Gefahr dies zu rechtfertigen 

vermag. Die Massnahme dauert aber grundsätzlich so lange an, bis ihr 

Zweck erreicht ist oder sich eine Zweckerreichung als aussichtslos erweist 

(statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 6B_796/2019 vom 16. Oktober 2019 

E. 3.2.3 mit Hinweisen). Der Sachverständige Dr. med. G._____ führte an 

der Berufungsverhandlung aus, dass sicherlich eine Behandlungsdauer 

von drei bis fünf Jahren notwendig sei, um gewisse Fortschritte zu 

erreichen. Um die Therapie erfolgreich abschliessen zu können, sei bei 

einem optimalen Verlauf von einer längerfristigen Dauer der Behandlung 

von mindestens fünf Jahren auszugehen (Protokoll Berufungsverhandlung 

S. 23). Der Grundrechtseingriff erweist sich somit aufgrund der zu 

erwartenden Dauer der stationären therapeutischen Massnahme als 

schwer. 

 

4.4.6.2. 

Gemäss aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Anlasstat bei 

der Beurteilung der Angemessenheit einer strafrechtlichen Massnahme 

nicht ausser Acht zu lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1172/2020 

vom 21. Dezember 2020 E. 1.3.2 mit Hinweisen). Bei einem Mord und 

einem versuchten Mord ist selbstredend von sehr schwerwiegenden 

Delikten auszugehen, welche die erhebliche Gefährlichkeit des 

Beschuldigten offenbart haben. Die Rückfallwahrscheinlichkeit für erneute 

Gewaltdelikte ist dem Sachverständigen zufolge sehr hoch einzuschätzen. 

Es sei von einer sehr ungünstigen Legalprognose auszugehen (Protokoll 

Berufungsverhandlung S. 22). Folglich wäre, bei einem Absehen von einer 

stationären therapeutischen Massnahme, von einer sehr hohen 

Rückfallwahrscheinlichkeit auszugehen.  

 

 - 23 - 

 

 

Zwar wiegt der durch die stationäre therapeutische Massnahme 

begründete Eingriff in die Freiheitsrechte des Beschuldigten schwer. In 

Anbetracht dessen, dass es sich beim bedrohten Rechtsgut Leib und 

Leben um ein besonders hochstehendes Rechtsgut handelt und beim 

Verzicht auf eine stationäre therapeutische Massnahme eine sehr hohe 

Rückfallwahrscheinlichkeit bestehen würde, ist jedoch das öffentliche 

Interesse an der Verhütung weiterer – insbesondere schwerer – Straftaten 

und das Behandlungsbedürfnis des Beschuldigten höher zu werten als die 

Schwere des Eingriffs in dessen Grundrechte. Somit ist auch die 

Verhältnismässigkeit im engeren Sinne der stationären Massnahme 

gegeben. 

 

4.4.7. 

Nach dem Gesagten ist eine stationäre therapeutische Massnahme 

gemäss Art. 59 Abs. 1 StGB anzuordnen. Damit erweist sich die Berufung 

des Beschuldigten in diesem Punkt als unbegründet. 

 

Die Festlegung der konkreten Vollzugsmodalitäten obliegt nicht dem 

Gericht. Zuhanden der Vollzugsbehörden ist jedoch auf das forensisch-

psychiatrische Gutachten von Dr. med. G._____ vom 16. November 2021 

(UA act. 3311 ff.) sowie ergänzend auf dessen Ausführungen anlässlich der 

erstinstanzlichen Hauptverhandlung (GA act. 423 ff.) und der 

Berufungsverhandlung (Protokoll Berufungsverhandlung S. 18 ff.) 

hinzuweisen. Dr. med. G._____ empfiehlt zusammengefasst eine 

stationäre therapeutische Massnahme nach Art. 59 StGB in einer 

forensisch-psychiatrischen Klinik. 

 

5. 

Die bisher ausgestandene Untersuchungshaft bzw. der vorzeitige Straf- 

und Massnahmenvollzug von insgesamt 1093 Tagen (29. März 2021 bis 

25. März 2024) ist auf die Freiheitsstrafe bzw. die stationäre Massnahme 

anzurechnen (Art. 51 StGB i.V.m. Art. 110 Abs. 7 StGB; Art. 236 Abs. 4 

StPO; BGE 145 IV 349; BGE 141 IV 236 Regeste). 

 

6. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

6.1. 

Die Berufung des Beschuldigten ist abzuweisen. Ausgangsgemäss sind 

ihm die obergerichtlichen Verfahrenskosten von Fr. 5'000.00 (§ 18 VKD) 

sowie die für die Erläuterung und Ergänzung des Gutachtens anlässlich der 

Berufungsverhandlung durch den Sachverständigen Dr. med. G._____ 

entstandenen Auslagen von Fr. 2'423.00, somit total Fr. 7'423.00, 

vollumfänglich aufzuerlegen. 

 

6.2. 

Der amtliche Verteidiger ist für das Berufungsverfahren gestützt auf die von 

ihm eingereichte Kostennote – jedoch angepasst an den Stundenansatz 

 - 24 - 

 

 

von Fr. 200.00 bei einem amtlichen Mandat für erbrachte Leistungen bis 

zum 31. Dezember 2023 (vgl. § 9 Abs. 3bis AnwT [in der bis 31. Dezember 

2023 geltenden Fassung]; zur zeitlichen Anwendung: als Leitentscheid 

publiziertes Urteil des Obergerichts SST.2023.55 vom 26. Januar 2024 

E. 4.2) – aus der Staatskasse mit gerundet Fr. 7'480.00 zu entschädigen 

(Art. 135 Abs. 1 StPO i.V.m. § 9 Abs. 1 und Abs. 3bis AnwT). 

 

Diese Entschädigung ist vom Beschuldigten zurückzufordern, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).  

 

6.3. 

Die Privatkläger, welche die Abweisung der Berufung beantragt haben, 

obsiegen vollumfänglich. Der Beschuldigte ist deshalb zu verpflichten, den 

Privatklägern, gestützt auf die anlässlich der Berufungsverhandlung 

eingereichte Kostennote, eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 7'380.25 zu bezahlen (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 433 Abs. 1 lit. a 

StPO). 

 

6.4. 

Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie 

darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 

Abs. 3 StPO). 

 

Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die 

Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Im Falle eines teilweisen 

Freispruchs können ihr auch dann die gesamten Verfahrenskosten 

auferlegt werden, wenn die ihr zur Last gelegten Handlungen in einem 

engen und direkten Zusammenhang stehen und alle Untersuchungs-

handlungen hinsichtlich jedes Anklagepunktes notwendig waren. Bei einem 

einheitlichen Sachverhaltskomplex ist vom Grundsatz der vollständigen 

Kostenauflage mithin nur abzuweichen, wenn die Strafuntersuchung im 

freisprechenden Punkt zu Mehrkosten geführt hat. Für die Kostenauflage 

gemäss Art. 426 StPO ist nicht die rechtliche Würdigung und die Anzahl 

der angeklagten Tatbestände, sondern der zur Anklage gebrachte 

Sachverhalt massgebend (Urteile des Bundesgerichts 6B_1145/2022 vom 

13. Oktober 2023 E. 3.2.2 mit Hinweisen; 6B_343/2020 vom 14. Dezember 

2021 E. 8.3). 

 

Der Beschuldigte wurde erstinstanzlich von den Vorwürfen des versuchten 

Diebstahls gemäss Anklageziffer 3.2 sowie des Hausfriedensbruchs 

gemäss Anklageziffer 4.2 freigesprochen. Diese Vorwürfe standen jedoch 

in einem engen und direkten Zusammenhang zum Diebstahl gemäss 

Anklageziffer 3.1 und zum Hausfriedensbruch gemäss Anklageziffer 4.1, 

betreffend welche der Beschuldigte schuldiggesprochen wird. Es ging um 

denselben Zeitraum (23. März 2019 bis 27. März 2019), denselben Tatort 

([Adresse]) und denselben Mittäter (L._____). Aufgrund dessen waren 

 - 25 - 

 

 

sämtliche Untersuchungshandlungen notwendig und es rechtfertigt sich, 

die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 116'568.40 (inkl. 

Anklagegebühr von Fr. 7'250.00) vollumfänglich dem Beschuldigten 

aufzuerlegen.  

 

6.5. 

Die Höhe der Entschädigung des amtlichen Verteidigers von Fr. 49'867.55 

für das erstinstanzliche Verfahren ist im Berufungsverfahren unbestritten 

geblieben, weshalb darauf nicht zurückzukommen ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019 E. 2.4).  

 

Ausgangsgemäss ist diese Entschädigung vom Beschuldigten zurückzu-

fordern, sobald es seine finanziellen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 

StPO). 

 

6.6. 

Die jeweilige Höhe der Entschädigung des Vertreters der Privatkläger 

D.C._____, A.C._____, F.C._____ und E.C._____ ist im 

Berufungsverfahren unbestritten geblieben, weshalb darauf nicht 

zurückzukommen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1299/2018 vom 

28. Januar 2019 E. 2.4). Der Beschuldigte ist somit zu verpflichten, dem 

Privatkläger D.C._____ und der Privatklägerin A.C._____ eine 

Parteientschädigung von je Fr. 9'570.30, der Privatklägerin F.C._____ eine 

solche von Fr. 6'850.05 und der Privatklägerin E.C._____ eine 

Parteientschädigung von Fr. 8'314.35 (je inkl. Mehrwertsteuer) für das 

erstinstanzliche Verfahren zu bezahlen (Art. 433 Abs. 1 lit. a StPO).  

 

6.7. 

Der Privatklägerin R AG._____ ist für das erstinstanzliche Verfahren keine 

Parteientschädigung zuzusprechen, nachdem sie eine solche weder 

beantragt noch beziffert hat (Art. 433 Abs. 2 StPO). 

 

7. 

Tritt das Berufungsgericht, wie vorliegend, auf die Berufung ein, so fällt es 

ein neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO, 

Art. 81 StPO). Das ist auch der Fall, wenn eine Berufung vollumfänglich 

abgewiesen wird (Urteil des Bundesgerichts 6B_761/2017 vom 17. Januar 

2018 E. 4 mit Hinweisen). 

 

 

  

 - 26 - 

 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Es wird festgestellt, dass das Beschleunigungsgebot verletzt worden ist. 

 

2. [in Rechtskraft erwachsen] 

Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen 

- des versuchten Diebstahls (Anklageziffer 3.2) 

- des Hausfriedensbruchs (Anklageziffer 4.2).  

 

3. 

Der Beschuldigte ist schuldig 

- des Mords gemäss Art. 112 StGB (Anklageziffer 1) 

 [in Rechtskraft erwachsen] 

- des versuchten Mords gemäss Art. 112 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB 

(Anklageziffer 2) 

- des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB 

 [in Rechtskraft erwachsen] 

- des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB (Anklageziffer 4.1) 

 [in Rechtskraft erwachsen]. 

 

4. 

4.1. 

Der Beschuldigte wird gemäss den in Ziff. 3 genannten 

Gesetzesbestimmungen sowie in Anwendung von Art. 47 StGB, Art. 49 

Abs. 1 StGB und Art. 40 StGB 

 

zu einer Freiheitsstrafe von 19 Jahren und 2 Monaten verurteilt. 

 

4.2. [in Rechtskraft erwachsen] 

Der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm vom 14. Januar 

2019 für eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à Fr. 30.00, d.h. 

Fr. 5'400.00, gewährte bedingte Vollzug wird gestützt auf Art. 46 Abs. 1 

StGB widerrufen. 

 

4.3. [in Rechtskraft erwachsen] 

Der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Lenzburg-Aarau vom 

20. Februar 2019 für eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 30.00, d.h. 

Fr. 600.00, gewährte bedingte Vollzug wird gestützt auf Art. 46 Abs. 1 StGB 

widerrufen. 

 

5. 

Es wird eine stationäre therapeutische Massnahme gemäss Art. 59 Abs. 1 

StGB angeordnet. 

 

 - 27 - 

 

 

6. 

Die ausgestandene Untersuchungshaft und der vorzeitige Straf- und 

Massnahmenvollzug von 1093 Tagen werden auf die Freiheitsstrafe bzw. 

die stationäre Massnahme angerechnet. 

 

7. [in Rechtskraft erwachsen] 

7.1. 

Dem Beschuldigten werden folgende beschlagnahmten Gegenstände auf 

Verlangen herausgegeben: 

- Schreiben auf Schokopapier  

- iPod […]  

- iPod […]  

- SIM-Karte […]  

- SIM-Karte […]  

- SIM-Karte […]  

- Loser SIM-Blister […]  

- Couvert […] 

- Tablet […]  

- iPad […]  

- iPhone […]  

- Tablet Samsung […]  

- Samsung A41 […]  

- Kaufvertrag […] 

- Reisedossier […] 

- Harddisk […]   

- SD Karte […]  

- Notebook […] 

- Fototasche […] 

- 1 SD Karte […] 

- 1 SD Karte […] 

- 1 SD Karte […] 

- Hoodie schwarz […] 

- SD Karte […] 

 

Werden die Gegenstände nicht innert 30 Tagen seit Eintritt der Rechtskraft 

herausverlangt, trifft die Staatsanwaltschaft die sachgemässen 

Verfügungen. 

 

7.2. 

Den berechtigten Personen werden folgende beschlagnahmten 

Gegenstände auf Verlangen herausgegeben: 

- Kaufvertrag […] 

- Kaufbeleg […] 

- SD-Karte […] 

- SIM-Karte […] 

- SIM-Blister […] 

 - 28 - 

 

 

- SIM-Blister […] 

- SIM-Blister […] 

- SIM-Blister […] 

- SIM-Karte […] 

- SD-Karte […] 

- SIM-Karte […] 

- SIM-Karte […]  

- PC Mac […] 

- PC Medion […] 

- Notebook HP […] 

- Notebook HP […] 

- SIM-Blister […] 

- SD-Karte […] 

- SD-Karte […] 

- SIM-Karte […] 

- SIM-Karte […] 

- SIM-Karte […] 

- Externe Harddisk […] 

- iPhone […] 

- Samsung Galaxy […] 

- Velolicht […] 

- iPhone […] 

- iPad […] 

- iPad […] 

- Externe Harddisk […] 

 

Werden diese Gegenstände, soweit sie nicht bereits herausgegeben 

worden sind, nicht innert 30 Tagen seit Eintritt der Rechtskraft 

herausverlangt, trifft die Staatsanwaltschaft die sachgemässen 

Verfügungen. 

 

7.3. 

Das beschlagnahmte Mobiltelefon Samsung […] wird K._____ 

herausgegeben. 

 

Wird dieser Gegenstand nicht innert 30 Tagen seit Eintritt der Rechtskraft 

bei der Vorinstanz herausverlangt, trifft die Staatsanwaltschaft die 

sachgemässen Verfügungen. 

 

7.4. 

Die beschlagnahmten Fr. 6'969.47 werden zur Deckung der Verfahrens-

kosten verwendet. 

 

 - 29 - 

 

 

8. [in Rechtskraft erwachsen] 

8.1. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D.C._____ 

Schadenersatz von Fr. 8'848.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.2. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D.C._____ eine 

Genugtuung von Fr. 80'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.3. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A.C._____ 

Schadenersatz von Fr. 10'020.65 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.4. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A.C._____ eine 

Genugtuung von Fr. 80'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.5. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin F.C._____ 

Schadenersatz von Fr. 1'557.80 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.6. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin F.C._____ eine 

Genugtuung von Fr. 25'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.7. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E.C._____ 

Schadenersatz von Fr. 3'402.15 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.8. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E.C._____ eine 

Genugtuung von Fr. 25'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 7. April 2019 zu 

bezahlen.  

 

8.9. 

Der Beschuldigte wird in Bezug auf die künftigen, adäquat-kausalen 

Schadenersatzforderungen der Privatkläger D.C._____, A.C._____, 

F.C._____ und E.C._____, dem Grundsatz nach zu 100 % 

 - 30 - 

 

 

schadenersatzpflichtig erklärt. Im Übrigen werden die Zivilforderungen auf 

den Zivilweg verwiesen.  

 

8.10. 

Die Zivilklage der R AG._____ wird auf den Zivilweg verwiesen.  

 

9. 

9.1. 

Die obergerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.00 und den Auslagen von Fr. 2'423.00, 

insgesamt Fr. 7'423.00, werden dem Beschuldigten auferlegt.  

 

9.2. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das 

Berufungsverfahren eine Entschädigung von Fr. 7'480.00 auszurichten.  

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zurückgefordert, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

 

9.3. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern D.C._____, 

A.C._____, F.C._____ und E.C._____ für das Berufungsverfahren eine 

Parteientschädigung von insgesamt Fr. 7'380.25 zu bezahlen.  

 

10. 

10.1. 

Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 116'568.40 (inkl. Anklage-

gebühr von Fr. 7'250.00) werden dem Beschuldigten auferlegt.  

 

10.2. 

Die vorinstanzliche Gerichtskasse wird – soweit noch keine Auszahlung 

erfolgt ist – angewiesen, dem amtlichen Verteidiger für das erstinstanzliche 

Verfahren eine Entschädigung von Fr. 49'867.55 auszurichten.  

 

Diese Entschädigung wird vom Beschuldigten zurückgefordert, sobald es 

seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben. 

 

10.3. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger D.C._____ für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 9'570.30 zu 

bezahlen.  

 

10.4. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin A.C._____ für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 9'570.30 zu 

bezahlen.  

 - 31 - 

 

 

10.5. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin F.C._____ für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 6'850.05 zu 

bezahlen.  

 

10.6. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin E.C._____ für das 

erstinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 8'314.35 zu 

bezahlen.  

 

 

 Zustellung an:  

[…] 

 
 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen, von der schriftlichen Eröffnung der 

vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Beschwerde an das 

Schweizerische Bundesgericht erhoben werden (Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 100 

Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf 

die sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 

hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die 

Beschwerdelegitimation ist Art. 81 BGG massgebend. 

 

 
   

Aarau, 25. März 2024 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Strafgericht, 1. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     Rosset