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**Case Identifier:** c7579683-98ad-5284-b31a-25a1b663b4e2
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-09
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 09.11.2022 810 22 166
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-166_2022-11-09.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 9. November 2022 (810 22 166) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Straf- und Massnahmenvollzug 

 

 

Bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Daniel Ivanov, 

Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana Dettwiler,  
Gerichtsschreiber Martin Michel 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Sicherheitsdirektion Basel-Landschaft, Amt für Justizvollzug, 
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Verweigerung der bedingten Entlassung  

(Verfügung der Sicherheitsdirektion, Amt für Justizvollzug, vom 29. Juli 
2022) 

 
 
 
 
A. Der deutsche Staatsangehörige A.____ (geb. 1984) wurde mit Urteil des Strafgerichts 
Basel-Landschaft vom 29. April 2021 der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, der 
mehrfachen Schändung, der mehrfachen Pornographie sowie der mehrfachen Verletzung des 

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Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte schuldig erklärt und zu einer Freiheitsstra-
fe von 4 Jahren, unter Anrechnung der vom 6. Dezember 2019 bis zum 2. April 2020 aus-
gestandenen Untersuchungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs bis zum 29. April 2021 von 
insgesamt 510 Tagen verurteilt. Weiter ordnete das Strafgericht gemäss Art. 57 Abs. 1 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 21. Dezember 1937 i.V.m. Art. 63 Abs. 1 StGB 
eine ambulante Behandlung an, verwies A.____ in Anwendung von Art. 66a lit. h StGB für die 
Dauer von 10 Jahren des Landes und verbot ihm gestützt auf Art. 67 Abs. 3 lit. b, c und d StGB 
lebenslänglich jede berufliche und jede organisierte ausserberufliche Tätigkeit, die einen regel-
mässigen Kontakt zu Minderjährigen umfasst. 
 
B. A.____ befindet sich aktuell zum Vollzug der Freiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt 
B.____ (JVA). Per 5. August 2022 hatte er zwei Drittel seiner Strafe verbüsst. Das reguläre 
Strafende fällt auf den 5. Dezember 2023. 
 
C. Am 11. Mai 2022 ersuchte A.____ das Amt für Justizvollzug des Kantons Basel-
Landschaft (AJV) um bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug auf den Zwei-Drittel-Termin. 
 
D. Mit Verfügung vom 29. Juli 2022 verweigerte das AJV die bedingte Entlassung von 
A.____. 
 
E. Gegen die Verfügung des AJV erhebt A.____ mit Eingabe vom 8. August 2022 
Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), mit den Anträgen, es sei ihm die bedingte Entlassung zum Zwei-Drittel-
Termin und die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. 
 
F. Am 22. September 2022 reichte das AJV die Akten ein und verzichtete auf eine Ver-
nehmlassung. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 i.V.m. § 6a des Gesetzes über den Vollzug von Strafen 
und Massnahmen (StVG) vom 21. April 2005 ist gegen Entscheide der Vollzugsbehörde betref-
fend die Entlassung aus dem Straf- und Massnahmenvollzug die verwaltungsgerichtliche 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, zulässig. Die 
formellen Voraussetzungen gemäss den §§ 43 ff. VPO sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde 
einzutreten ist. 
 
2. Das Kantonsgericht entscheidet mit voller Kognition bezüglich Sachverhalts- und 
Rechtsfragen (§ 45 Abs. 1 VPO; vgl. ausführlich zur erforderlichen Kognition: BGE 147 I 259 
E. 1.3.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_652/2021 vom 14. September 2021 E. 1.7.2 f.). 
 

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3.1.1 Das AJV führte in der angefochtenen Verfügung vom 29. Juli 2022 einerseits aus, dass 
dem Beschwerdeführer gemäss dem Führungsbericht der JVA vom 28. Juni 2022 (Führungs-
bericht) ein guter Vollzugsverlauf attestiert werden könne. Insgesamt stehe das Vollzugsverhal-
ten einer bedingten Entlassung nicht entgegen. Andererseits kam die Vorinstanz zum Schluss, 
dass die bedingte Entlassung wegen einer weiterhin ungünstigen Legalprognose verweigert 
werden müsse. 
 
3.1.2 Weiter verwies die Vorinstanz auf das forensisch-psychiatrische Gutachten vom 
9. April 2020 (Gutachten), in welchem die Gutachterin eine Störung der Sexualpräferenz im 
Sinne einer Pädophilie (ICD-10 F65.4) und evtl. einer Zoophilie (ICD-10 F65.8) sowie eine An-
passungsstörung (ICD-10 F43.2) diagnostiziert habe. Eine Pornographie- bzw. Handysucht 
sowie eine posttraumatische Belastungsstörung sei im Gutachten klar ausgeschlossen worden. 
Beim Beschwerdeführer bestehe im Vergleich zu Personen, die keine pädosexuellen Delikte 
begangen hätten und bei denen keine Pädophilie bestehe, ein erhöhtes Risiko, erneut pädo-
sexuelle Delikte zu begehen und sich der illegalen Pornographie schuldig zu machen. Das 
Rückfallrisiko für pädosexuelle Delikte und illegale Pornographie habe die Gutachterin als mo-
derat beurteilt. 
 
3.1.3 Aus der angefochtenen Verfügung ergibt sich weiter, dass die behandelnde Thera-
peutin im Therapieverlaufsbericht des Forensisch-Psychiatrischen Dienstes der Universität 
C.____ vom 29. Juni 2022 (Therapieverlaufsbericht) zum Schluss gekommen sei, dass die 
Hauptmotive der sexuellen Handlungen mit Kindern beim Beschwerdeführer in einem Bedürfnis 
nach kompensatorischer Dominanz, Rache und traumabedingter Rollenumkehr zu suchen 
seien und ein anhaltendes sexuelles Interesse an Kindern nicht habe eruiert werden können. 
Bagatellisierungstendenzen seien bezüglich einer pädosexuellen Orientierung nicht ausge-
schlossen. Der Beschwerdeführer sei mit dem Preisgeben deliktrelevanter, ihn belastender In-
halte zurückhaltend gewesen. Auch ein sexuelles Interesse an Tieren im Sinne von einer Zoo-
philie habe beim Beschwerdeführer nicht eruiert werden können. Bezüglich der Anpassungsstö-
rung gehe die Therapeutin vom Vorliegen ausreichender Symptome für die Diagnose einer mit-
telgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) im Tatzeitraum aus, die aktuell nachgelassen 
(remittiert) habe. Weiter habe die Therapeutin beim Beschwerdeführer eine psychische Störung 
und Verhaltensstörung durch Alkohol bzw. ein Abhängigkeitssyndrom (ICD-10 F10.21) diagnos-
tiziert. Der Beschwerdeführer habe angegeben, oft "zwei Promille" gehabt zu haben, am Mor-
gen total verkatert aufgewacht zu sein und mit Restalkohol zur Arbeit gegangen zu sein. Aktuell 
sei er in beschützender Umgebung abstinent. Der Beschwerdeführer habe sich vorwiegend an-
gepasst gezeigt, habe sich teilweise auch vorsichtig abgrenzen und habe eigeninitiativ ihn be-
schäftigende Themen einbringen können. Belastende Gefühle zu zeigen, sei ihm hingegen 
schwergefallen. Er habe sich gerne aufgestellt und fröhlich gezeigt. Als Hauptrisikofaktor sei 
beim Beschwerdeführer eine Dominanzproblematik zu sehen, nicht im Sinne eines vorwiegend 
dominanten Auftretens, sondern im Sinne eines vorwiegend angepassten Verhaltens mit einer 
Verschiebung von Dominanzwünschen auf Schwächere bzw. Opfer. Eine differenzierte Ausein-
andersetzung und rückfallpräventive Arbeit stünden noch aus. Der Beschwerdeführer anerken-
ne lediglich den Vorwurf betreffend zwei Opfer und bestreite weiterhin die Vorwürfe in Bezug 
auf zwei weitere Kinder. Er mache geltend, es habe keine weiteren Opfer gegeben. Die Vorin-

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stanz verweist sodann auf den Therapieverlaufsbericht, in welchem die Therapeutin zum 
Schluss gekommen sei, dass eine bedingte Entlassung nach Verbüssung von zwei Dritteln der 
Freiheitsstrafe verfrüht sei. Dem Beschwerdeführer stünden nach einer Entlassung eine berufli-
che und private Neuorientierung bevor und damit potentiell zahlreiche Stressoren, auf dem 
Boden seiner im Deliktzeitraum deutlich sichtbar gewordenen maladaptiven Copingstrategien. 
Er weise zwar zahlreiche Ressourcen auf, welche aber nicht neu entstanden seien und dadurch 
nicht als ausreichend protektiv erachtet werden könnten. Aufgrund der Landesverweisung kön-
ne er beim Aufbau einer konstruktiven Lebensführung auch nicht genügend unterstützt und 
begleitet werden. Eine Fortführung der Therapie sei daher im Sinne einer Behandlungskontinui-
tät indiziert. Die Therapeutin empfehle, den Beschwerdeführer in eine offene Anstalt zu verset-
zen, damit er mehr Stressoren ausgesetzt werde, eine adäquate Abgrenzung üben und gleich-
zeitig einen Umgang mit Verführungssituationen wie Alkohol, Pornographie und "Handyspiel-
sucht" erproben könne. Es sei nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aktuell ein 
Interesse an einem Kontakt mit Kindern habe. 
 
3.1.4 In Würdigung des Gutachtens und insbesondere des Therapieverlaufsberichts zieht die 
Vorinstanz in ihrer Verfügung vom 29. Juli 2022 den Schluss, dass die Voraussetzungen für 
eine bedingte Entlassung gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB nicht erfüllt seien und deshalb die be-
dingte Entlassung zu verweigern sei. Der Beschwerdeführer argumentiere widersprüchlich: Auf 
der einen Seite mache er geltend, er habe sich der Gutachterin nicht öffnen können. Auf der an-
deren Seite wiederhole er "gebetsmühlenartig" gegenüber verschiedenen Personen ohne 
irgendwelche Scham oder Skrupel immer die gleiche Version mit intimen Details über seine 
Sexualität. Daher sei nicht erkennbar, weshalb er sich der Gutachterin nicht habe öffnen kön-
nen. Der Beschwerdeführer bestreite zudem, am dritten Knaben sexuelle Handlungen vorge-
nommen zu haben, obwohl dies vom Gericht rechtkräftig so festgehalten worden sei. Der Be-
schwerdeführer neige weiterhin stark dazu, zu externalisieren und bagatellisieren. Es sei bei 
ihm keinerlei intrinsische Reue erkennbar. Der Beschwerdeführer anerkenne seine Diagnose 
(d.h. Störung der Sexualpräferenz im Sinne einer Pädophilie und evtl. einer Zoophilie sowie 
eine Anpassungsstörung) nicht, sondern sehe sein Problem in einer "Porno- und Handysucht" 
sowie einer posttraumatischen Belastungsstörung, welche aber von der Gutachterin klar nicht 
diagnostiziert worden seien. Beim Beschwerdeführer sei kein Risikomanagement erkennbar. Er 
wolle in Zukunft "eventuell" in Therapie gehen, offenbar aber um seinen angeblichen eigenen 
Missbrauch aufzuarbeiten und nicht um sich als Täter seinen Taten zu stellen und zu verhin-
dern, dass dies nochmals passiere. Als einziges Risikomanagement gebe er an, in Zukunft 
"Kinder zu vermeiden". Sollte der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt entlassen werden, 
würde er in dieselben Lebensumstände und mit derselben Einstellung zurückkehren, wie sie 
zum Zeitpunkt seiner Verhaftung geherrscht hätten. Auch wenn er sich in den klaren Strukturen 
des Strafvollzugs wohl verhalten habe, sei aufgrund seines Vorlebens, seiner Einstellung, 
seiner problematischen Persönlichkeitsanteile, der mangelnden Krankheitseinsicht, der fast feh-
lenden Therapiefortschritte und des klar nicht vorhandenen Risikomanagements nicht davon 
auszugehen, dass er sich künftig an die Regeln halten und sich von deliktischem Verhalten 
distanzieren werde, weshalb ihm eine negative Legalprognose gestellt werden müsse. 
 

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3.2.1 Der Beschwerdeführer beschwert sich zunächst eingehend und mit scharfen Worten 
darüber, dass der abschlägige Entscheid des AJV vom 29. Juli 2022 ihn "nicht fristgerecht er-
reicht" habe. Ihm sei die Abweisung seines Antrags auf bedingte Entlassung aus dem Strafvoll-
zug erst am 4. August 2022 mündlich eröffnet worden, die schriftliche Verfügung sei ihm erst 
am 8. August 2022 zugegangen. Eine solche Verfügung müsse mindestens 10 Tage vor dem 
"Entlassungsdatum (Stichtag)" beim Antragsteller eintreffen, um "die Wahrung der Frist einer 
Beschwerde zu gewährleisten". Der Beschwerdeführer sieht darin "ein allumfängliches, massi-
ves Versäumnis … sowie die Verletzung der Sorgfaltspflicht" seitens der zuständigen Behörde. 
Mit einer erneuten Entschuldigung oder dem blossen Versprechen, künftig noch mehr auf die 
Einhaltung zeitlicher Abläufe zu achten, sei das Problem nicht erledigt. Diese "grobe Pflichtver-
letzung" habe ihn dazu bewogen, eine "offizielle Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde" einzu-
reichen. 
 
3.2.2 Der Beschwerdeführer rügt im Weiteren die in seinen Augen unfaire und unsachliche 
Durchführung der Anhörung vom 14. Juli 2022 durch die Mitarbeiterinnen des AJV. Mit "angrei-
fenden und verletzenden Vorwürfen" habe die fallführende Person des AJV ihn in der Anhörung 
"getroffen und eingeschüchtert". Seinen Äusserungen und seiner sichtbaren Verfassung sei 
nicht gebührend Aufmerksamkeit geschenkt worden. Die Mitarbeiterinnen des AJV seien "keine 
Sekunde" auf ihn und seine "Meinung eingegangen", hätten ihn "immer wieder klar abgelehnt, 
abgeblockt und nicht zugelassen". Er habe seine "Einstellung zu den Taten" und sein "heutiges 
Verständnis" bzw. seine "Sichtweise" nicht wirklich darlegen können. So sei er oft unterbrochen 
worden. Ein Dialog oder ein konstruktives Gespräch habe nicht stattgefunden. Im Strafvollzug 
sei er von der einweisenden Behörde und der Fallverantwortlichen im Stich gelassen worden, 
beispielsweise hinsichtlich einer Umsetzung der Therapie. Auch seinen Wiedereinstieg ins Le-
ben in Freiheit nach dem Strafvollzug habe er "eigenständig organisiert". 
 
3.2.3 Der Beschwerdeführer betont, er brauche nun eine Perspektive. Eine Weiterführung 
des geschlossenen Strafvollzugs wie bisher könne nicht die Lösung sein. Er habe dort keine 
Entwicklungsmöglichkeiten mehr und könne keine weiteren Fortschritte mehr erzielen. Er habe 
in einem Schreiben an seinen Anwalt im Strafverfahren festgehalten, dass er "das Vorliegen 
einer Neigung und die Störung der Sexualpräferenz mit Überzeugung und absoluter Sicherheit 
ausschliessen" könne. Ihm eine schlechte Legalprognose und geringe Therapieerfolge zu 
bescheinigen, sei eine Unverschämtheit. Dies entspreche nicht der Wahrheit. Der Beschwerde-
führer führt weiter aus, er werde die Therapie ohnehin weiterführen. Er habe professionelle 
Unterstützung durch eine Organisation, die im Rahmen eines Projekts die Aufgaben der Be-
währungshilfe übernehme. Flyer und Visitenkarte der Organisation lägen der Beschwerde-
begründung bei. Er werde zudem die grösstmögliche Unterstützung durch seine Familie haben. 
Der soziale Empfangsraum sei vorbereitet. 
 
4.1 Gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB ist der Gefangene nach Verbüssung von zwei Dritteln der 
Strafe bedingt zu entlassen, wenn es das Verhalten im Strafvollzug rechtfertigt und nicht anzu-
nehmen ist, er werde weitere Verbrechen oder Vergehen begehen. Die zuständige Behörde 
prüft von Amtes wegen, ob der Gefangene bedingt entlassen werden kann. Sie holt einen Be-
richt der Anstaltsleitung ein und hört den Gefangenen an (Art. 86 Abs. 2 StGB). Die bedingte 

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Entlassung stellt die Regel und die Verweigerung die Ausnahme dar. In dieser Stufe soll der 
Entlassene den Umgang mit der Freiheit erlernen, was nur in Freiheit möglich ist. Diesem rein 
spezialpräventiven Zweck stehen die Schutzbedürfnisse der Allgemeinheit gegenüber, welchen 
umso höheres Gewicht beizumessen ist, je hochwertiger die gefährdeten Rechtsgüter sind. Die 
Prognose über das künftige Wohlverhalten ist in einer Gesamtwürdigung zu erstellen, welche 
nebst dem Vorleben, der Persönlichkeit und dem Verhalten des Täters während des Strafvoll-
zugs vor allem dessen neuere Einstellung zu seinen Taten, seine allfällige Besserung und die 
nach der Entlassung zu erwartenden Lebensverhältnisse berücksichtigt (BGE 133 IV 201 
E. 2.3; BGE 124 IV 193 E. 3). Im Sinne einer Differenzialprognose sind die Vorzüge und Nach-
teile der Vollverbüssung der Strafe denjenigen einer Aussetzung des Strafrests gegenüber-
zustellen. Die Strafvollzugsbehörden haben insbesondere zu prüfen, ob die Gefährlichkeit des 
Täters bei einer Vollverbüssung der Strafe abnehmen, gleichbleiben oder zunehmen wird (Ur-
teile des Bundesgerichts 6B_215/2017 vom 19. Juli 2017 E. 2.4; 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 
E. 4.1; BGE 124 IV 193 E. 5b/bb). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann, selbst 
wenn im Strafvollzug keine weitere signifikante Verbesserung der Legalprognose zu erwarten 
ist, unter Berücksichtigung der Bewährungsaussichten und der betroffenen Rechtsgüter dem 
Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit Vorrang eingeräumt werden (Urteil 6B_333/2021 vom 
9. Juni 2021 E. 1.2 mit Hinweisen). 
 
4.2 Bei der Beurteilung der Legalprognose kommt der zuständigen Behörde Ermessen zu 
(BGE 133 IV 201 E. 2.3). Eine Ermessensüberschreitung kann etwa darin liegen, auf eine Ge-
samtwürdigung aller für die Prognose relevanten Umstände zu verzichten und die günstige Le-
galprognose allein gestützt auf das Bedenken weckende Vorleben der vom Freiheitsentzug 
betroffenen Person zu verneinen (BGE 133 IV 201 E. 3.2). Umgekehrt darf eine bedingte Ent-
lassung auch nicht einzig aufgrund einzelner günstiger Faktoren – etwa dem Wohlverhalten des 
Verurteilten im Strafvollzug – bewilligt werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefahr 
neuer Rechtsbrüche sprechen (Urteile des Bundesgerichts 6B_93/2015 vom 19. Mai 2015 
E. 5.3 und 6B_331/2010 vom 12. Juli 2010 E. 3.3.5; CORNELIA KOLLER, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht I, 4. Auflage, 2019, N 12 zu Art. 86 StGB). Unsachge-
mäss wäre auch ein schematischer Einbezug der Kriterien, weil nicht in jedem Fall alle Kriterien 
gleichermassen (bzw. überhaupt) prognoserelevant sind und weil zwischen einzelnen Kriterien 
prognostisch positive oder negative Synergien bestehen können. Verlangt wird aber, dass die 
Kriterien im konkreten Fall auf ihre Prognoserelevanz geprüft werden: Die Gesamtwürdigung ist 
im Sinne einer Individualprognose vorzunehmen, was gegebenenfalls Abklärungen im Ausland 
(soweit möglich), die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens voraussetzt und eine blosse 
Berufung auf statistische Rückfallwahrscheinlichkeiten verbietet. Unzulässig ist es, diese Prog-
nose alleine und überwiegend gestützt auf formalisierte Prognoseinstrumente vorzunehmen. Es 
bedarf zusätzlich einer differenzierten Einzelfallanalyse durch den zuständigen Sachverstän-
digen (Urteil des Bundesgerichts 6B_772/2007 vom 9. April 2008 E. 4.2 ff.; KOLLER, a.a.O., 
N 12 zu Art. 86 StGB). 
 
4.3 Das Vorleben des Verurteilten ist vorab unter dem Gesichtspunkt früherer Straffälligkeit 
zu prüfen. Nach dem Wissensstand der Kriminologie ist diesbezüglich namentlich entschei-
dend, wie häufig und in welchen zeitlichen Abständen bereits Straftaten begangen wurden und 

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welcher Lebenszeitraum des Verurteilten durch Kriminalität geprägt war, wobei als Faustregel 
gilt, dass die Gefahr der Begehung weiterer Straftaten umso höher ist, je mehr Delikte in der 
Vergangenheit begangen wurden und je kürzer die Abstände zwischen den einzelnen Straftaten 
waren (KOLLER, a.a.O., N 7 zu Art. 86 StGB). 
 
4.4 Im Weiteren ist die Persönlichkeit des Täters zu würdigen. Bei den prognostisch zu 
berücksichtigenden Persönlichkeitsmerkmalen des Täters handelt es sich wie bei anderen straf-
rechtlichen Prognosen um Merkmale, welche auf strafrechtlich relevante Denk- und Verhaltens-
muster hinweisen, wie u.a. eine erhöhte Kränkbarkeit, Impulsivität, Selbstbezogenheit, Aggres-
sivität, eine Tendenz, Verhalten und Absichten anderer generell als feindselig wahrzunehmen, 
ein übersteigerter Dominanzanspruch wie ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis oder sexuell de-
viante Interessen. Umgekehrt können personenbezogene Ressourcen (u.a. Selbstkontrolle, vor-
handene [realistische] Lebensziele, ausreichende soziale Kompetenzen, ausreichende kogniti-
ve Kompetenzen zur Lösung von Alltagsproblemen sowie gutes Planungs- und Entscheidungs-
verhalten) sowie auch umweltbezogene Ressourcen (u.a. emotionale Bindung an eine zuver-
lässige Person, Einbindung in sowie Unterstützung durch ein normkonformes soziales Netz-
werk, gute Schulausbildung/berufliche Anstellung, positive Freizeitgestaltung) fallspezifisch, d.h. 
abhängig vom individuellen Deliktmechanismus, prognostisch positiv gewertet werden. Zu beur-
teilen ist, ob "ein Wandel zum Besseren" stattgefunden hat, ob sich die innere Einstellung des 
Verurteilten verändert, ob er Einsicht in die Folgen seiner Tat gewonnen hat und seine Tat be-
reut, ob eine Reifung und Festigung der Persönlichkeit etwa durch therapeutische Einwirkung 
festzustellen ist (KOLLER, a.a.O., N 8 zu Art. 86 StGB). Die Bedeutung einer vertieften 
Auseinandersetzung des Verurteilten mit seiner Tat verlangt "eine objektiv nachvollziehbare 
Auseinandersetzung". Dabei darf auch erwartet werden, dass die gefangene Person im Rah-
men einer Therapie an ihren Defiziten arbeitet. Fehlende Tataufarbeitung darf als prognoserele-
vant erachtet und negativ gewürdigt werden (Urteil des Bundesgerichts 6B_93/2015 vom 
19. Mai 2015 E. 5.6). Für die Erfassung der Täterpersönlichkeit sind psychodiagnostische 
Abklärungen nicht obligatorisch, doch kann für eine sachgerechte Erfassung der Täterpersön-
lichkeit ein entsprechendes Gutachten häufig unentbehrlich sein. Ist die diesbezügliche Sach-
lage unklar, weil z.B. widersprüchliche Gutachten über den Therapieverlauf vorliegen, dann ist 
es zulässig, dass die für die bedingte Entlassung zuständige Behörde eine Neubegutachtung 
anordnet (KOLLER, a.a.O., N 8 zu Art. 86 StGB). Auch Umstände der Straftat können auf prog-
noserelevante Persönlichkeitsmerkmale hinweisen (BGE 103 lb 27 E. 1). 
 
5.1 Im vorliegenden Fall ist das Zweidrittelerfordernis gemäss Art. 86 Abs. 1 StGB erfüllt. 
Das Verhalten des Beschwerdeführers im Strafvollzug steht auch nach Ansicht der Vorinstanz 
einer bedingten Entlassung nicht entgegen, da sich der Beschwerdeführer im Strafvollzug stets 
korrekt verhalten und zuverlässig gute Arbeit geleistet hat. Der Entscheid über die bedingte Ent-
lassung hängt somit wesentlich davon ab, ob ihm eine günstige Prognose gestellt werden kann. 
 
5.2 Die verzögerte schriftliche Eröffnung des abschlägigen Entscheids über den Antrag auf 
eine bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug mag für den Beschwerdeführer unbefriedigend 
sein. Auf sein Begehren im vorliegenden Verfahren vor Kantonsgericht hat dieser Umstand 
jedoch keine Auswirkung. Für die verurteilten Personen im Strafvollzug gibt es keinen Anspruch 

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und keine Garantie, dass sie nach Verbüssung von zwei Dritteln ihrer Freiheitsstrafe genau auf 
den "Stichtag" aus dem Strafvollzug bedingt entlassen werden. Ein Rechtsmittelverfahren – wie 
etwa das vorliegende – führt zwangsläufig ebenso zu einer Verzögerung der Entlassung aus 
der Haft über den "Stichtag" der bedingten Entlassung hinaus, wenn sich der die bedingte Ent-
lassung ablehnende Entscheid der Strafvollzugsbehörden im Rechtsmittelverfahren als unrecht-
mässig erweist. 
 
5.3.1 Das AJV stellt in der angefochtenen Verfügung vom 29. Juli 2022 zutreffend fest, dass 
im Therapieverlaufsbericht die bedingte Entlassung des Beschwerdeführers aus dem Strafvoll-
zug per 5. August 2022 (d.h. nach Verbüssung von zwei Dritteln der Freiheitsstrafe) als verfrüht 
bezeichnet wird. Die Vorinstanz erachtet es zutreffend als legalprognostisch ungünstig, wenn 
der Beschwerdeführer die im Gutachten gestellte Diagnose einer Störung der Sexualpräferenz 
im Sinne einer Pädophilie (ICD-10 F65.4) und evtl. einer Zoophilie (ICD-10 F65.8) sowie einer 
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) bestreitet und stattdessen seine Straftaten mit anderen 
Ursachen ("Porno- und Handysucht", posttraumatische Belastungsstörung, unerfüllte Sexualität 
mit seinem Partner oder Rache an anderen Personen) zu erklären versucht. Richtig ist zudem 
die Feststellung, dass der Beschwerdeführer vor seiner Verurteilung keine Vorstrafen aufge-
wiesen hat, was für eine gute Prognose spricht. 
 
5.3.2 Problematischer und weniger nachvollziehbar wird die Begründung der Vorinstanz, 
wenn sie ausführt, der Beschwerdeführer gebe als einziges Risikomanagement an, in Zukunft 
"Kinder zu vermeiden", ohne aber zu konkretisieren, wie er dies tun werde. Immerhin hat er er-
klärt, konkrete Berufspläne im Bereich Hotelfach oder Hotelmanagement zu haben, das Berufs-
verbot hinsichtlich Tätigkeiten mit Kindern zu respektieren, sich auch in seiner Freizeit künftig 
fern von Kindern zu halten. Nicht zutreffend erscheint sodann die Feststellung der Vorinstanz, 
der Beschwerdeführer würde bei einer Entlassung aus dem Strafvollzug zum jetzigen Zeitpunkt 
in dieselben Lebensumstände und mit derselben Einstellung zurückkehren, wie sie zum Zeit-
punkt seiner Verhaftung geherrscht hätten. Richtig ist demgegenüber, dass sich wichtige Vor-
zeichen in seinem Leben ändern werden. Die Landesverweisung wird dazu führen, dass er sich 
in Deutschland ein neues Leben aufbauen muss und wird. Zwar gilt das ausgesprochene 
Berufsverbot nur in der Schweiz, doch ist davon auszugehen, dass sich seine Erwerbstätigkeit 
in einen neuen Berufszweig ohne häufigen bzw. intensiven Kontakt zu Kindern, namentlich 
Kleinkindern, verlagern wird. Er beschreibt einen tragfähigen sozialen Empfangsraum, in der 
Person seiner Tante und seiner Schwester, welche ihn in der Zeit nach der Entlassung zu 
unterstützen bereit seien. Insbesondere werde er am Anfang im Haus seiner Tante in D.____ 
wohnen können. Nicht übersehen werden darf, dass es sich beim Beschwerdeführer um eine 
Person mit guter Schulbildung, mit abgeschlossener Ausbildung und – abgesehen von seinen 
sexuellen Entgleisungen – mit Bewährung im Berufsleben handelt, welchem ein erfolgreicher 
Wiedereinstieg ins Berufsleben, namentlich auch in einem neuen Berufszweig, zugetraut wer-
den kann. Geändert hat sich seine persönliche Situation auch insofern, dass er voraussichtlich 
nicht mehr in der problembehafteten Partnerschaft stehen wird, in welcher er zum Zeitpunkt 
seiner Straftaten stand. Das unerfüllte Sexualleben mit seinem damaligen Partner und das 
geschilderte Problem, wegen dem Partner übermässig Alkohol konsumiert zu haben, werden in 
Zukunft nicht mehr bestehen – was natürlich nicht ausschliesst, dass in einer neuen Partner-

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schaft andere Probleme entstehen werden. Mag ein übermässiger Alkoholkonsum allgemein 
gesehen ein problematischer Faktor im Leben jeder betroffenen Person erscheinen, fällt ein all-
fälliges Alkoholproblem beim Beschwerdeführer im Hinblick auf seine Legalprognose nicht ent-
scheidend ins Gewicht, weil die begangenen Delikte, vor allem diejenigen, die zur mehrjährigen 
Freiheitsstrafe geführt haben, nicht direkt auf einen übermässigen Alkoholkonsum zurückge-
führt werden können. 
 
5.3.3 Zwar setzt sich das AJV in der Verfügung vom 29. Juli 2022 eingehend mit den 
zentralen Grundlagen für eine Legalprognose auseinander, d.h. dem Gutachten sowie dem 
Therapieverlaufsbericht. Die in diesen beiden Dokumenten enthaltenen Aussagen werden hin-
gegen unvollständig behandelt und auch selektiv oder etwas einseitig gewürdigt. Die Vorinstanz 
übt ihr Ermessen insofern nicht rechtkonform aus, wenn sie nicht alle massgebenden Kriterien 
des konkreten Falls im Hinblick auf eine Legalprognose gegeneinander abwägt und umfassend 
würdigt. 
 
5.3.4 Weitgehend ausgeblendet wird in der vorinstanzlichen Verfügung, dass jene Delikte, 
die zur mehrjährigen Freiheitsstrafe geführt haben und einen Freiheitsentzug über längere Zeit 
rechtfertigen können, aus einer sehr spezifischen beruflichen Situation heraus entstanden sind 
(Tätigkeit als Leiter einer Kindertagesstätte sowie häufiger, intensiver Umgang und Kontakt mit 
Kleinkindern). Der Therapieverlaufsbericht (S. 11) spricht von einem geringen bis moderaten 
Rückfallrisiko und führt dazu aus, dass ein Wiederholungsszenario (d.h. länger andauernde 
psychische Stressoren und Einsatz inadäquater Copingstrategien [Süchte], bei gleichzeitigem 
Sichanpassen und Sichunterordnen unter die Bedürfnisse anderer und Aktivierung seiner eige-
nen Missbrauchserfahrungen) eine längere Phase des Aufbaus voraussetze und dass somit 
von keiner unmittelbaren Gewalt auszugehen sei. 
 
5.3.5 Unerwähnt bleibt in der vorinstanzlichen Verfügung weiter der Umstand, dass der Be-
schwerdeführer kein ausschliesslich auf Pädophilie ausgerichtetes Sexualverhalten aufweist, 
sondern grundsätzlich die Möglichkeit hat, seine sexuellen Bedürfnisse im legalen Rahmen 
unter erwachsenen Personen auszuleben (Gutachten, S. 102), was er in der Vergangenheit 
auch weitestgehend getan hat. Dieser Umstand spricht für eine günstige Legalprognose. Prog-
nostisch ebenso eher günstig ist, dass der Beschwerdeführer – soweit bekannt – trotz seiner 
langjährigen Tätigkeit mit Kindern erst im Alter von 35 Jahren die vorgeworfenen Delikte beging. 
Es gab also viele Jahre "time at risk", ohne dass es zu sexuellen Handlungen an Kindern ge-
kommen ist (Gutachten, S. 101 f.). Die Gutachterin beurteilt zusammenfassend und unter 
Berücksichtigung der prognostisch ungünstigen und günstigen Faktoren beim Beschwerdefüh-
rer das Risiko für erneute sexuelle Handlungen an minderjährigen Knaben und die eigenhändi-
ge Herstellung von illegaler Pornographie sowie den Konsum illegaler Pornographie als mode-
rat (Gutachten, S. 102). 
 
5.3.6 Schliesslich lässt die Vorinstanz in ihrer Verfügung unberücksichtigt, dass der Thera-
pieverlaufsbericht im Hinblick auf das Ende der Freiheitsstrafe "die Verlegung in ein offenes 
Vollzugssetting für dringender indiziert" erachtet, damit "die bisherigen therapeutischen Fort-
schritte alltagsnäher überprüft und vertieft" werden können. Im bisher durchgeführten geschlos-

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senen Setting hatte der Beschwerdeführer keine Gelegenheit, sich im beschriebenen Sinn zu 
bewähren und sich wirksamer auf seine Entlassung aus dem Strafvollzug vorzubereiten. Bei 
dieser Betrachtung ist sein Vorwurf an die Vollzugsbehörden, risikosenkende Massnahmen 
(z.B. Vollzugslockerungen zu einem früheren Zeitpunkt) nicht aktiver unterstützt bzw. gefördert 
zu haben, berechtigt. Solche Versäumnisse der zuständigen Behörde sind bei der Würdigung 
der gesamten Umstände zu Gunsten des Beschwerdeführers zu berücksichtigen. 
 
6. Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz führt die Würdigung sämtlicher relevanter 
Aspekte zum Schluss, dass die Legalprognose im Hinblick auf eine bedingte Entlassung des 
Beschwerdeführers aus dem Strafvollzug nach Verbüssung von zwei Dritteln der vierjährigen 
Freiheitsstrafe als ausreichend günstig erscheint, was zur Gutheissung der Beschwerde führt. 
 
7. Die Angelegenheit ist zur umgehenden bedingten Entlassung und Regelung der Moda-
litäten derselben an das Amt für Justizvollzug zurückzuweisen. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Ausgangsgemäss sind 
die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- der Vorinstanz aufzuerlegen. Eine Parteient-
schädigung fällt mangels anwaltlicher Vertretung ausser Betracht (§ 21 VPO). 
 
8.2 Bei diesem Verfahrensausgang wird das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um 
unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos.  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung des Amtes für Jus-

tizvollzug vom 29. Juli 2022 aufgehoben und das Amt für Justizvollzug 
wird angewiesen, den Beschwerdeführer umgehend bedingt zu entlas-
sen und die Modalitäten der Entlassung zu regeln. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden der Sicher-

heitsdirektion Basel-Landschaft, Amt für Justizvollzug, auferlegt. 
   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
  
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber