# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 116290ae-9850-5630-b455-93235bafdcaf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.03.2010 D-1452/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1452-2010_2010-03-16.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1452/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 6 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiberin Karin Schnidrig.

A._______, geboren (...),
alias B._______, geboren (...),
alias C._______, geboren (...),
alias D._______, geboren (...),
Nigeria,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 4. März 2010 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1452/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer – ein nigerianischer Staatsangehöriger – 
seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 9. Januar 2010 ver-
liess und am 13. Februar 2010 via ihm unbekannte Länder, Marokko 
und  Italien  illegal  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  gleichentags  im 
Empfangs-  und Verfahrenszentrum (EVZ) Vallorbe unter  der Identität 
B._______, geboren (...), Nigeria, um Asyl ersuchte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Befragung zur Person (BzP) 
vom 25. Februar  2010 im M._______ insbesondere  geltend machte, 
nach religiösen Unruhen in N._______ sei er im Januar 2009 von dort 
mit seiner Adoptivmutter ins Dorf O._______ gezogen,

dass die Mutter seines verstorbenen Vaters und dessen zweite Ehe-
frau,  die  einem Geheimbund angehört  hätten,  nach dem Tod seines 
Vaters  angefangen  hätten,  seine  Mutter  wegen  seiner  Adoption  zu 
beschimpfen,

dass seine Grossmutter väterlicherseits ihm und seiner Mutter mit dem 
Tod gedroht habe und die Mutter aus dem Haus gejagt habe,

dass er sich aufgrund dessen nicht an die Polizei gewandt habe, weil 
ihm diese nicht hätte helfen können,

dass er seine Heimat verlassen habe, da er nirgends mehr in Nigeria 
in Sicherheit gewesen sei,

dass der Beschwerdeführer weder Reise- und Identitätspapiere noch 
Beweismittel zu den Akten reichte,

dass er am 23. Februar 2010 einer radiologischen Knochenaltersana-
lyse unterzogen wurde, welche ein wahrscheinliches chronologisches 
Alter von 19 Jahren oder mehr ergab,

dass ihm hierzu am 4. März 2010 mündlich das rechtliche Gehör ge-
währt wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 4. März 2010 – mündlich gleichen-
tags  eröffnet  –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  b des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 

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nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe angegeben, 15 Jahre alt zu sein,

dass die  ehemalige  Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) im 
Grundsatzentscheid vom 12. September 2000 (EMARK 2000 Nr. 19) 
festgehalten  habe,  dass  das  Knochenwachstum  –  in  einem  nach 
Ethnie und Geschlecht unterschiedlichen Mass – individuell  variieren 
könne  und  dass  eine  Abweichung  bis  drei  Jahre  zwischen  dem 
Knochenalter  und  dem  tatsächlichen  Alter  noch  als  innerhalb  des 
Normalbereichs  betrachtet  werden könne,  eine  Praxis,  die  auch das 
Bundesverwaltungsgericht übernommen habe,

dass  die  Abweichung  zwischen  dem  vom  Beschwerdeführer  an-
gegebenen und dem bei der Handknochenanalyse festgestellten Alter 
(15 Jahre bzw. 19 Jahre oder mehr) vorliegend klar mehr als drei Jahre 
betrage,  weshalb  die  Identitätstäuschung  durch  die  Knochenalters-
analyse nachgewiesen sei,

dass das BFM den Beschwerdeführer somit als volljährig betrachte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  des  rechtlichen  Gehörs  zum 
Befund  der  Handwurzelknochenanalyse  an  seiner  Aussage,  er  sei 
15 Jahre  alt,  festgehalten  und  erklärt  habe,  er  habe  sein  Geburts-
datum von seiner Mutter erfahren,

dass dieses Vorbringen die Erkenntnisse des BFM jedoch nicht  um-
zustossen vermöge,

dass  der  Beschwerdeführer  bezeichnenderweise  keine  Identitäts-
papiere  eingereicht  habe,  die  das  von  ihm  angegebene  Alter  be-
stätigten,

dass er darüber hinaus widersprüchliche biographische Angaben ge-
macht  habe, und seine Schilderung zum Reiseweg oberflächlich und 
unglaubhaft sei,

dass aufgrund dieser Ausführungen feststehe, dass der Beschwerde-
führer im Rahmen des Asylverfahrens die Behörden über seine Identi-
tät getäuscht habe,

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dass infolgedessen in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf 
das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung als zulässig, zumutbar und möglich 
erachtet wurde,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  9. März 2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei sinngemäss beantragte, es sei von einer Wegweisung nach 
Nigeria abzusehen und ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass es sich um eine sogenannte  Laienbeschwerde handelt,  an  die 
keine  hohen  formellen  Anforderungen  zu  stellen  sind,  weshalb  zu 
Gunsten  des  Beschwerdeführers  auf  die  insoweit  form-  und  frist-
gerecht  eingereichte  Beschwerde  -  mit  Ausnahme  des  Antrags  auf 
Asylgewährung (vgl. BVGE 2007/8  E. 2.1  S. 73,  E. 5.6.5  S. 90  f.)  - 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 

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überprüfen (Art. 32  - 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist 
(vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende die 
Behörden über ihre Identität täuschen und diese Täuschung aufgrund 
der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer 
Beweismittel feststeht (Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass  der  Begriff  der  Identität  im  asylrechtlichen  Sinn  Namen,  Vor-
namen,  Staatsangehörigkeit,  Ethnie,  Geburtsdatum,  Geburtsort  und 
Geschlecht  des  Asylsuchenden  umfasst  (Art. 1a  Bst. a  der  Asylver-
ordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1, 
SR 142.311]),

dass das BFM in seinem Entscheid in nachvollziehbarer Art und Weise 
darlegte, weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass diesbezüglich  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu verweisen 
ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  den  vor-
instanzlichen Erwägungen nichts entgegenzuhalten vermag,

dass gemäss der nach wie vor geltenden Praxis der damaligen ARK 
zwar eine Knochenaltersanalyse als "anderes Beweismittel" im Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu genügen vermag, sofern die Ab-
weichung  zwischen  dem  festgestellten  Knochenalter  und  dem  be-
haupteten (chronologischen) Alter drei  Jahre übersteigt  (vgl. EMARK 
2001 Nr. 23 E. 4 S. 186); dies indessen nicht mehr bedeutet als die 
Feststellung, dass über das wahre Alter getäuscht wurde (vgl. EMARK 
2004 Nr. 30 E. 6.2. S. 210),

dass in casu die am 23. Februar 2010 durchgeführte Knochenalters-
analyse  ein  wahrscheinliches  chronologisches  Alter  von  19  Jahren 
oder mehr ergab (vgl. A7), während der Beschwerdeführer zu diesem 
Zeitpunkt aufgrund seines bei der BzP und anlässlich des rechtlichen 
Gehörs geltend gemachten Geburtsdatums (19. November 1994) erst 
15 Jahre alt gewesen wäre (vgl. Befragungsprotokoll vom 25. Februar 
2010; A1,  S. 1; Protokoll  des rechtlichen Gehörs vom 4. März 2010; 
A12, S. 1),

dass die Abweichung zwischen dem festgestellten Knochenalter  und 
dem vom Beschwerdeführer behaupteten Alter somit drei Jahre über-
steigt,  weshalb  die  Knochenaltersanalyse  vorliegend  zum  Nachweis 
einer  Identitätstäuschung  im Sinne  von Art.  32  Abs. 2  Bst. b  AsylG 
genügt und ein "anderes Beweismittel" als Grundlage eines Nichtein-
tretensentscheides im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG darstellt 
(vgl. EMARK 2001 Nr. 23 E. 4 S. 186),

dass Widersprüche oder tatsachenwidrige Angaben über den Reise-
weg negative Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer geltend ge-
machten Verfolgung zulassen (vgl. EMARK 1998 Nr.17 E. 4b S. 150),

dass der Beschwerdeführer die meisten Fragen zum Reiseweg nicht 
zu beantworten wusste (vgl. A1, S. 6 und 7),

dass  ihm  diese  Unkenntnis  indessen  nicht  geglaubt  werden  kann, 
zumal  er  eigenen  Angaben  zufolge  die  Schule  besuchte  und 
ausserdem über Englischkenntnisse verfügt (vgl. A1, S. 2),

dass  der  Beschwerdeführer  schliesslich  keine  rechtsgenüglichen 
Ausweisdokumente ins Recht legte,

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dass er  diesbezüglich angab, er  besitze keine Dokumente und habe 
niemanden,  den  er  zwecks  Papierbeschaffung  kontaktieren  könnte 
(vgl. A1, S. 4 und 5),

dass diese Begründung als unbehelfliche Schutzbehauptung zu quali-
fizieren sein dürfte,

dass das BFM angesichts der gesamten Umstände in Anwendung von 
Art. 32  Abs.  2  Bst.  b AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),  diese Untersuchungspflicht  jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 
(Art. 7  AsylG),  und  es  deshalb  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein 
kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen zu forschen, wenn – 
wie vorliegend – die asylsuchende Person durch Identitätstäuschung 
und Nichtabgabe rechtsgenüglicher Identitätspapiere eine vernünftige 
Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs verhindert,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  der  Verheimlichung seiner  wahren Identität  zu 
tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden 
einer Wegweisung in den Heimatstaat keine landes- oder völkerrecht-
lichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44  Abs. 2 AsylG i.V.m. 

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Art.  83  Abs.  2  -  4  AuG  entgegenstehen  (vgl.  EMARK  2005  Nr.  1 
E. 3.2.2 S. 4 f.),

dass im Übrigen keine weiteren persönlichen Gründe ersichtlich sind, 
aufgrund  derer  unter  Umständen  geschlossen  werden  könnte,  der 
Beschwerdeführer  gerate  im  Falle  der  Rückkehr  in  eine  existenz-
bedrohende  Situation,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  -  in 
Übereinstimmung mit  der Vorinstanz - auch diesbezüglich als zumut-
bar zu bezeichnen ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass infolgedessen der vom Bundesamt verfügte Wegweisungsvollzug 
insgesamt zu bestätigen ist und eine Anordnung der vorläufigen Auf-
nahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art.  1  -  3  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  BFM,  M._______ 
(Einschreiben; Beilagen:  Einzahlungsschein,  BFM-Verfügung  vom 
4. März 2010 im Original)

- das BFM, M._______ (vorab per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N  , 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht; Beilage: Empfangsbestätigung)

- den Migrationsdienst des Kantons Bern (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Karin Schnidrig

Versand:

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