# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0707fc9a-e0a7-5cdf-ad34-a73c742140df
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.09.2015 SB150093
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150093_2015-09-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150093-O/U/ad 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, und lic. iur. Burger, der Er-

satzoberrichter lic. iur. Ernst sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. 

Schneeberger 

 

Urteil vom 11. September 2015 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich,   

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 

26. November 2014 (DG140193) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 26. Juni 

2014 (Urk. 14) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:  

1. Der Beschuldigte ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 

lit. b bis d und g BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 8 Jahren Freiheitsstrafe (wovon bis und 

mit heute 484 Tage durch Haft sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden 

sind). 

3. a) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

27. Mai 2014 beschlagnahmte Stahlrute wird eingezogen und der Lagerbe-

hörde zur Vernichtung überlassen. 

b) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 

27. Mai 2014 beschlagnahmten zwei Mobiltelefone SAMSUNG GT-S2530 

und HUAWEI G510 werden verwertet und der Erlös zur Kostendeckung 

verwendet.  

c) Die sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich unter der BM-

Lagernummer ... lagernden Betäubungsmittel und Betäubungs-

mittelutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung 

überlassen. 

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4. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 10'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 8'000.00   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 7'570.00   Auslagen Untersuchung 

Fr. 62'058.85   amtliche Verteidigung 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt. Ausgenommen sind die Kosten der Kantonspolizei Zürich in der Höhe 

von Fr. 1'271.35, die auf die Gerichtskasse genommen werden. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 

StPO. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 72 S. 2 f.) 

1. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 1 des an-

gefochtenen Urteils des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, 

d und g BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG schuldig zu sprechen.  

2. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 1 des an-

gefochtenen Urteils von folgenden Vorwürfen freizusprechen: 

 a) aus sämtlichen Anklagesachverhalten vom Vorwurf der Qualifikation 

der Bandenmässigkeit im Sinne von Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG;  

 b) aus sämtlichen Anklagesachverhalten vom Vorwurf der schweren 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 BetmG;  

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 c) aus dem Anklagesachverhalt lit. A.1. vom Vorwurf der schweren Wi-

derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 BetmG;  

 d) aus dem Anklagesachverhalt lit. B. vom Vorwurf der schweren Wi-

derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. b, d und g BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 2 BetmG.  

3. Es sei der Beschuldigte in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 2 des an-

gefochtenen Urteils mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestra-

fen, wovon 24 Monate bedingt auszusprechen seien, unter Anrechnung 

der erstandenen Untersuchungshaft bzw. des erstandenen vorzeitigen 

Strafvollzugs seit dem 30. Juli 2013. 

4. Es seien in Abänderung von Dispositiv-Ziffer 5 des angefochtenen Ur-

teils die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichts-

verfahrens mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und 

im Übrigen nur zur Hälfte dem Beschuldigten aufzuerlegen, jedoch in-

folge offensichtlicher Uneinbringlichkeit zu erlassen und sogleich abzu-

schreiben.  

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu 

nehmen.  

b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich:  

(Urk. 58, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

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Erwägungen: 

I.  Prozessgeschichte und Formelles 

Prozessgeschichte 

 1.  Der Beschuldigte meldete am 5. Dezember 2014 gegen das vorstehend 

im Dispositiv wiedergegebene Urteil der Vorinstanz vom 26. November 2014 frist-

gerecht Berufung an (Urk. 47).  

 Nach Erhalt des begründeten erstinstanzlichen Urteils am 22. Januar 2015 

(Urk. 51/2) liess er mit Eingabe seines Verteidigers vom 11. Februar 2015, hier 

eingegangen am 13. Februar 2015, innert Frist die Berufungserklärung einreichen 

(Urk. 54).  

 2.  Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf ein Rechtsmittel und verlangt die 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 58). 

Umfang der Berufung 

 3.  Der Beschuldigte beschränkte die Berufung auf die Dispositiv-Ziffern 1, 2, 

und 5 des angefochtenen Urteils. Insbesondere ficht er den Schuldspruch betref-

fend qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von 

Art. 19 Abs. 1 lit. b BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG sowie mit 

Art. 19 Abs. 2 lit. b BetmG an. Aufgrund der verbleibenden und vom Beschuldig-

ten anerkannten Tathandlungen beantragte die Verteidigung, der Beschuldigte sei 

mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten zu bestrafen, wovon 24 Monate bedingt 

auszusprechen seien (Urk. 54 S. 2). Somit blieben die vorinstanzlichen Anord-

nungen bezüglich der Einziehung und Vernichtung der beschlagnahmten Stahlru-

te, der sichergestellten Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien sowie 

bezüglich der Verwertung von zwei beschlagnahmten Mobiltelefonen unangefoch-

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ten. Ebenso blieb die vorinstanzliche Kostenaufstellung unangefochten (Urk. 53 

S. 121; Dispositiv-Ziffern 3.a-c und 4). Insoweit ist das vorinstanzliche Urteil dem-

nach in Rechtskraft erwachsen (vgl. Schmid, Praxiskommentar StPO, 2. Aufl., 

Art. 402 N 1; Art. 437 StPO), was vorab mittels Beschluss festzustellen ist.  

 

II.  Sachverhalt 

A.  ALLGEMEINES 

Beweismittel / Verwertbarkeit / Anklageprinzip 

 1.  Hinsichtlich der zur Verfügung stehenden Beweismittel und deren Ver-

wertbarkeit (Aussagen des Beschuldigten und der Tatbeteiligten B._____, 

C._____ sowie D._____; Ergebnisse der Telefonkontrollen und Observationen; 

Gutachten betreffend Reinheitsgrad des sichergestellten Kokains, Ergebnisse der 

Hausdurchsuchungen und Spurenauswertungen) kann vorab auf die zutreffenden 

Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 53 S. 13 f., Ziff. III lit. B; Art. 

82 Abs. 4 StPO).  

 2.  a) Zutreffend sind insbesondere die Ausführungen der Vorinstanz, wo-

nach der Beschuldigte mit der Ehefrau von B._____, E._____ (Anklage lit. A Ziffer 

1), F._____ (Anklage lit. A Ziffer 2) und G._____ (Anklage lit. B) nie konfrontiert 

wurde (vgl. Urk. 2/1 ff.; Urk. 3/13), weshalb deren Aussagen unverwertbar sind, 

soweit sie den Beschuldigten belasten.  

 b) Die Verteidigung machte im Berufungsverfahren geltend, dass nicht 

nachvollziehbar sei, wie das Geständnis des Tatbeteiligten B._____ betreffend die 

eingeklagten 12 Kurierfahrten zustande gekommen sei, weshalb davon auszuge-

hen sei, dass B._____ dieses Geständnis auf unzulässige weil suggestive Art und 

Weise "in den Mund gelegt" worden sei. Es sei deshalb notwendig, den Beschul-

digten mit der Frau von B._____ (E._____)  und H._____ zu konfrontieren, da 

B._____ offenbar deren Aussagen hinsichtlich der Anzahl der Kurierfahrten über-

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nommen habe, weil er dies selber nicht mehr gewusst habe (Urk. 72 S. 5 f.). Zu 

diesem Einwand ist folgendes zu bemerken: Aufgrund der zahlreichen Einver-

nahmen mit B._____ ist hinreichend deutlich nachvollziehbar, wie B._____ zu 

seinem Geständnis hinsichtlich der eingeklagten 12 Kurierfahrten gekommen ist 

(Urk 5/1 bis Urk. 5/13). Bereits in der ersten polizeilichen Einvernahme nach der 

Hafteinvernahme gab er zu, ausser der letzten Kurierfahrt, nach welcher er ver-

haftet wurde, mehrere weitere Drogentransporte durchgeführt zu haben, gab je-

doch an, nicht mehr zu wissen, wie viele Transporte er aus Holland durchgeführt 

hatte (Urk. 5/3 S. 1). In den folgenden Einvernahmen ging es darum, dieses 

grundsätzliche Geständnis inhaltlich zu konkretisieren. Es ist durchaus zutreffend, 

dass der polizeiliche Sachbearbeiter in diesem Zusammenhang Aussagen von 

E._____ und von H._____ vorhielt, welche B._____ auf unterschiedlichen Kurier-

fahrten begleitet hatten (vgl. Urk. 5/3 S. 11; Urk. 5/5 S. 1). Diese entsprechenden 

Vorhalte wurden von B._____ jeweils nicht bestritten. Im Gegenteil machte er im 

Rahmen der darauffolgenden Einvernahmen jeweils konkrete weitere Angaben zu 

den einzelnen Kurierfahrten (Urk. 5/4 ff.). Im Weiteren gab B._____ nach einer 

Fotokonfrontation von sich aus zu, mit H._____ ca. 5 weitere Kurierfahrten durch-

geführt zu haben  (Urk. 5/7 S. 2). Nach dem aus eigenem Antrieb gemachten 

grundsätzlichen Geständnis bestätigte er somit die ihm vorgehaltenen näheren 

Angaben zu Anzahl und Zeitpunkt der Kurierfahrten, welche seine jeweiligen Be-

gleiter auf den Kurierfahrten in den Einvernahmen in ihren eigenen Verfahren an-

gegeben hatten. Darüber hinaus machte er weitere eigene Angaben zu den ein-

zelnen Kurierfahrten. Es ist somit entgegen der Ansicht der Verteidigung nicht so, 

dass B._____ die Aussagen von E._____ und H._____ einfach "übernommen" 

hat. Diese Aussagen bildeten lediglich den Ausgangspunkt für die eigenen, recht 

ausführlichen Angaben von B._____. Aufgrund der Konfrontationseinvernahme 

mit dem Beschuldigten vom 23. Oktober 2013 sind somit sämtliche früheren Ein-

vernahmen mit B._____ als Beweismittel verwertbar. Eine zusätzliche Konfronta-

tion mit E._____ und H._____ ist hierfür nicht notwendig. 

 3. a) Die Verteidigung machte im Berufungsverfahren - gleich wie im  

vorinstanzlichen Verfahren - geltend, das Anklageprinzip sei verletzt worden, da 

die Zeitangabe beim Anklagepunkt A Ziff. 1 lit. h zu ungenau sei, indem zwei Ku-

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rierfahrten zu unbestimmten Zeitpunkten zwischen November 2011 und Novem-

ber 2012 vorgeworfen werden. Das Anklageprinzip bezweckt u.a., dass der Be-

schuldigte weiss, was für ein Sachverhalt ihm genau vorgeworfen wird, damit er 

sich in genügender Form verteidigen kann. Im vorliegenden Fall liegt die Beson-

derheit vor, dass dem Beschuldigten die Mitwirkung bei mehreren chronologisch 

aufgelisteten Drogentransporten vorgeworfen wird, mithin geht es bei der Zeitper-

iode zwischen November 2011 und November 2012 nicht um eine Einzeltat, für 

welche die Angabe eines Zeitraumes von einem Jahr tatsächlich an der Grenze 

des Zulässigen liegen dürfte. Es geht vorliegend aber um eine Serie bzw. Abfolge 

von Kurierfahrten in der Periode von ca. Mai 2011 bis Anfang Januar 2013. Durch 

die genannte zeitliche Situierung ist es dem Beschuldigten somit möglich, zum 

Vorwurf Stellung zu nehmen, zumal aufgrund der chronologischen Abfolge in der 

Anklageschrift klar ist, dass es um den achten von insgesamt zwölf Transporten 

handelt, der nach einem zeitlich genauer fixierten früheren Transport Mitte bis 

Ende Oktober 2012 und vor einem ebenfalls zeitlich genauer definierten späteren 

Transport im November 2012 lag. Das Anklageprinzip wurde aufgrund der ge-

nannten Konstellation eingehalten. 

 b) Die Verteidigung erachtet die Sachverhaltsumschreibung gemäss Ankla-

gepunkt A Ziff. 2 (S. 8 Punkt 2) als ebenfalls ungenügend und mit dem Anklage-

prinzip nicht vereinbar. In der Umschreibung würden weder die Schuldner, die 

Abholorte, die Geldbeträge noch die Daten näher bestimmt (Urk. 72 S. 7). Beim 

betreffenden Vorwurf geht es in erster Linie um den Erhalt einer bestimmten Ko-

kainmenge, welche von F._____ an den Beschuldigten geliefert wurde. Der bean-

standete Sachverhaltsabschnitt beschreibt, wie der Beschuldigte an F._____ ei-

nen Tag vor Übergabe des Kokains, d.h. am 29. Juli 2013, um ca. 21.22 Uhr, ei-

nen nicht genau bezifferbaren Geldbetrag (ca. 20'000.–) beim Schrebergarten 

"I._____" übergeben habe. Allein diese Sachverhaltsumschreibung ist hier rele-

vant und auch entsprechend konkret umschrieben. Die Behauptung, wonach sich 

der Beschuldigte mehrfach bis zum 29. Juli 2013 "mit den verschiedenen Geld-

schuldnern" getroffen habe, ist für den rechtlich relevanten Vorwurf nicht von Be-

deutung, weshalb die von der Verteidigung vermisste nähere Umschreibung der 

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Schuldner, der Abholorte, der Geldbeträge und der Daten für die Einhaltung des 

Anklageprinzipes entbehrlich sind. 

 c) Schliesslich bemängelt die Verteidigung, dass in Anklagepunkt B bezüg-

lich des Erhalts der Gelder durch den Beschuldigten als Bezahlung der an 

D._____ übergebenen Drogenmengen weder die Zeitpunkte noch die Höhe der 

erhaltenen Bezahlung umschrieben seien (Urk. 72 S. 7). Auch diese Rüge der 

Verteidigung geht fehl, zumal es in diesem Anklagepunkt primär um den Vorwurf 

der Drogenübergaben an D._____ geht. Die Höhe und der Zeitpunkt der Bezah-

lung erscheinen für die rechtliche Würdigung von untergeordneter Bedeutung, 

wobei festzuhalten ist, dass in der Anklage immerhin der Grammpreis des ver-

kauften Kokains angegeben ist. Auch in diesem Zusammenhang ist das Anklage-

prinzip nicht verletzt. 

Grundsätze der Beweiswürdigung 

 3.  Diesbezüglich kann vollumfänglich auf die erstinstanzlichen Erwägungen 

verwiesen werden (Urk. 53 S. 14-18 lit. C, Ziff. II.2.). 

 

B.  Anklagesachverhalt lit. A Ziffer 1 

  1.  Dem Beschuldigten wird in diesem Anklagepunkt im Wesentlichen vor-

geworfen, sich im Frühjahr 2011 in der Garage von C._____ im ... in J._____ 

zweimal mit B._____ und C._____ (je separates Verfahren) zwecks Besprechung 

von zukünftigen Drogeneinfuhren von Holland in die Schweiz getroffen zu haben. 

Dabei habe der Beschuldigte Kenntnisse über den Drogenabholort und die Funk-

tion der Drogenlieferanten "K._____" (identisch mit K._____; Neffe des Beschul-

digten) bzw. "L._____" / "L._____" (identisch mit L._____; Schwester des Be-

schuldigten) sowie "R._____" (nicht identifiziert) in Den Haag, Holland, besessen 

und ab diesem Zeitpunkt als Ansprechpartner für B._____ und C._____ bzw. den 

vorgenannten Drogenlieferanten in Zusammenhang mit 12 Kurierfahrten fungiert. 

Insbesondere habe er stets über die jeweiligen Zeitpunkte der einzelnen Drogen-

fahrten Bescheid gewusst und diese mehrfach zwischen Lieferanten und Kurier 

- 10 - 

koordiniert. Bei 11 der insgesamt 12 Kokaineinfuhren habe er den Grossteil des 

eingeführten Kokaingemisches (abzüglich von jeweils 80 bis 100 g Kokainge-

misch für B._____ sowie total ca. 300 g Kokaingemisch für C._____; überwiegend 

direkt durch den Beschuldigten anlässlich der jeweiligen Kokainübernahmen aus-

gehändigt) direkt aus dem Fahrzeug in seinen Besitz übernommen. In der Ankla-

geschrift sind die insgesamt 12 Kurierfahrten, welche zwischen ca. Mai 2011 und 

3. Januar 2013 (Verhaftung B._____) stattgefunden hätten, aufgeführt (Urk. 14 S. 

3 - 6). Das so eingeführte Kokain habe B._____ mit zwei Ausnahmen jeweils kurz 

nach seiner Rückkehr in die Schweiz in der Garage von C._____ in J._____ bzw. 

ab November 2012 in dessen Ersatzgarage an der ... [Adresse] dem Beschuldig-

ten abgegeben. Dieser habe den Ausbau aus dem Fahrzeug überwacht, die An-

zahl der eingeführten Pakete mit seinen Informationen aus Holland überprüft und 

den Grossteil der eingeführten Kokainmengen übernommen (Urk. 14 S. 2 - 6).  

Standpunkt des Beschuldigten 

 2. a) Der Beschuldigte anerkannte im Rahmen der Untersuchung, Verwand-

te im Raum von Den Haag zu haben, nämlich seine Schwester L._____ 

("L._____" / "L._____"), deren Ehemann M._____ sowie deren Kinder K._____ 

("K._____") und O._____. Weiter bestätigte er, B._____ ("B._____") und C._____ 

zu kennen, letzteren als Inhaber einer Werkstatt / Autogarage, bei welcher er 

Kunde war. Er anerkannte überdies, dass er sich verschiedentlich in der Garage 

von C._____ aufgehalten habe, wobei er dort gelegentlich auch auf B._____ ge-

troffen sei. Einmal habe er sich überdies zusammen mit M._____ (recte: 

M._____) bei C._____ in dessen Autowerkstatt / Garage aufgehalten. Der Be-

schuldigte gab weiter zu, ca. vier bis fünf Mal dort anwesend gewesen zu sein, als 

C._____ von B._____ in Holland über "K._____" / "L._____" bezogenes, in die 

Schweiz eingeführtes Kokain aus dem Fahrzeug ausgebaut habe. Er habe dies 

im Auftrag von "K._____" gemacht und seine Rolle sei gewesen, zu schauen, ob 

die Person (B._____) und die Ware (Kokain) angekommen seien sowie "K._____" 

Bescheid zu geben. Er habe das vier bis fünf Mal gemacht und es sei um Dro-

genmengen von jeweils ca. 1 Kilogramm gegangen (Urk. 2/1 ff.; insbesondere 

Urk. 2/6 S. 2-5; Urk. 2/8 S. 7-9 S. 11-13; Urk. 2/12 S. 6 S. 14). 

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 b) Insgesamt (und letztlich bezogen auf alle Anklagesachverhalte) bestritt 

der Beschuldigte jedoch eine eigentliche bzw. weitere, wissentliche und willentli-

che Beteiligung an den in der Anklageschrift unter lit. A Ziffer 1 umschriebenen 

deliktischen Vorgängen. Er stellte insbesondere in Abrede, dass es "seine Ge-

schäfte" gewesen seien, er die Drogen anschliessend an den Ausbau aus dem 

Auto an sich genommen oder dass er Geld damit verdient hätte. Er sei lediglich 

eine "Brücke" bzw. ein "Vermittler" zu "K._____" gewesen und / oder habe als 

Dolmetscher fungiert (Urk. 2/1 ff., insbesondere Urk. 2/12 S. 10, S. 12). 

 c) Auf den gleichen Standpunkt stellte sich der Beschuldigte auch in der Be-

fragung anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung vom 26. November 

2014 und der Berufungsverhandlung vom 25. August 2015 (Prot. II S. 16).  

 

Allgemeines zur Glaubwürdigkeit des Beschuldigten und der übrigen Tatbeteilig-

ten  

 3.  Zur Glaubwürdigkeit des Beschuldigten sowie der Tatbeteiligten B._____ 

und C._____ kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 

53 S. 19-27, Ziff. III lit. D/b). Diese hat zu Recht hervorgehoben, dass die genann-

ten Personen jeweils die identische Verfahrensstellung als Beschuldigte im eige-

nen Strafverfahren innehatten und damit grundsätzlich die gleiche Interessenlage 

aufwiesen. Deshalb könne keine der genannten Personen als glaubwürdiger als 

die anderen Aussagenden bezeichnet werden. Zutreffend ist ausserdem, dass 

B._____ sich trotz der nachvollziehbaren Furcht vor Repressalien im Verlaufe des 

Untersuchungsverfahrens als Einziger zu einem weitgehenden Geständnis durch-

ringen konnte, mit dem er nicht nur sich selbst, sondern auch Personen aus sei-

nem nächsten und nahen Umfeld belastete. Ein nachvollziehbares Interesse, ins-

besondere hinsichtlich des generellen Ablaufs und der Anzahl der unter Beteili-

gung des Beschuldigten und von C._____ abgewickelten Drogeneinfuhren die 

Unwahrheit zu sagen, ist nicht ersichtlich. Es ist einerseits nicht nachvollziehbar, 

wieso B._____ mehr Kurierfahrten hätte eingestehen sollen, als er tatsächlich 

durchführte. Andererseits ist nicht ersichtlich, aus welchem Grund er insbesonde-

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re seinen langjährigen Freund C._____ hätte falsch belasten sollen. Hiergegen 

spricht denn auch, dass B._____ bei genauer Betrachtung durchaus gewisse, 

C._____ entlastende Aussagen machte und er – wenn auch aus eigennützigen 

Motiven – den Beschuldigten anfänglich gar deckte (vgl. dazu einlässlicher nach-

stehend). 

 4.  Das von B._____ schliesslich gewählte Aussageverhalten (Geständnis 

und Offenlegung aller Umstände und Beteiligten) ist zwar insofern für ihn vorteil-

haft, als es grundsätzlich im Rahmen der ihn betreffenden Strafzumessung straf-

mindernd zu berücksichtigen ist. Angesichts des anerkannten, eigenen delikti-

schen Verhaltens ist indes nicht ersichtlich, welche Besserstellung er sich von ei-

ner allfälligen Falschbelastung insbesondere des Beschuldigten hätte erhoffen 

dürfen.  

 5.  Es besteht daher unter dem Aspekt der Glaubwürdigkeit kein Anlass, auf 

die Aussagen von B._____ betreffend den Beschuldigten, nicht abzustellen.  

Würdigung der Aussagen von B._____ 

 6.  B._____ wurde in seinem eigenen Verfahren in erster Linie zu seinen ei-

genen Drogeneinfuhren sowie zur Beteiligung von C._____ an den Drogeneinfuh-

ren befragt. Nachdem der Name des Beschuldigten bekannt war, blieb er im 

Strafverfahren von B._____ zunächst eher ein Randthema. Spezifisch zu dessen 

Beteiligung und Rolle wurde B._____ in erster Linie im Rahmen der Einvernahme 

vom 22. Mai 2013 (Urk. 5/9) sowie im hiesigen Verfahren in der Konfrontations-

einvernahme (Urk. 2/8) befragt, wobei er seine zuvor gemachten Aussagen je-

weils als zutreffend bestätigte. 

 a) Das Aussageverhalten B._____s änderte sich im Verlauf der Untersu-

chung. Zu Beginn versuchte B._____, klare Antworten zu vermeiden oder verwei-

gerte solche, weil er Angst vor Repressalien gegen sich und seine Familie habe 

(vgl. Urk. 5/3 S. 2, S. 5). Angaben zu den ausländischen Hintermännern der Dro-

geneinfuhren wollte er zunächst keine machen und nannte solche meist nur auf 

ausdrücklichen Vorhalt. Offen gab er zu, sich und seine Familie schützen zu wol-

len, da die "Leute" ihn kennen würden (vgl. Urk. 5/5 S. 8). Erst am 6. März 2013 

- 13 - 

erwähnte er nach Auftraggebern gefragt einen "P._____", machte zu diesem al-

lerdings wiederum nur vage und zurückhaltend Angaben (Urk. 5/6 S. 9 f.). Dabei 

räumte er ein, den Beschuldigten anfänglich bewusst nicht bzw. nur am Rande 

erwähnt zu haben (Urk. 2/13 S. 4; Urk. 5/8 S. 8 ff.; Urk. 5/13 S. 4). B._____ gab 

anfänglich nur das zu, was ihm unter Verweis auf Aussagen anderer Beteiligter di-

rekt vorgehalten werden konnte, wobei er zeitweise – wahrheitswidrig – beteuerte, 

mehr oder frühere Kurierfahrten als die von Juli 2012 bis Januar 2013 zusammen 

mit seiner Frau ausgeführten, habe es nicht gegeben (Urk. 5/3 S. 11). Dass 

H._____ ihn jeweils begleitet habe, wenn seine Frau nicht dabei gewesen sei, ge-

stand er erst nach Besprechung mit seinem amtlichen Verteidiger ein (Urk. 5/6 S. 

2). 

 b) Erst im Verlauf des Vorverfahrens begann B._____ offener und umfas-

sender zu berichten. Dies begründete er damit, über ihn würde die Unwahrheit er-

zählt. Mehrfach wies er darauf hin, dass er sein Leben ändern, reinen Tisch ma-

chen wolle und es nichts bringe, die Wahrheit zu vertuschen. Unter Hinweis auf 

die Konfrontationseinvernahme mit C._____ vom 24. Mai 2013 wies er zu Beginn 

der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 10. Oktober 2013 darauf hin, dass 

er prophezeit habe, dass C._____ und der Beschuldigte den Mund nicht aufma-

chen würden, nun müssten sie, mit seinen Aussagen konfrontiert, wohl oder übel 

aussagen (Urk. 5/12 S. 2). Für die Glaubhaftigkeit der Aussagen von B._____ 

spricht, dass er den Beschuldigten insgesamt und bis zuletzt eher zurückhaltend 

belastete. Er schilderte dessen Rolle nüchtern, konstant und ohne erkennbare 

Übertreibungen. Seine Belastungen decken sich zumindest streckenweise nicht 

nur mit jenen von C._____, sondern – wenn auch in einer anderen Gewichtung – 

mit Zugaben des Beschuldigten selbst. Die Aussagen von B._____ den Beschul-

digten betreffend sind insgesamt und nicht zuletzt aufgrund des Umstandes, dass 

er damit nicht nur sich, sondern auch seine Ehefrau und seinen Freund C._____ 

massiv belastete, grundsätzlich glaubhaft.  

 c) Der Umstand, dass B._____ den Beschuldigten wie auch andere Hinter-

männer anfangs erklärtermassen nicht nennen wollte, spricht nicht gegen die 

Glaubhaftigkeit seiner Aussagen. Es wäre angesichts des Umstandes, dass 

"K._____" der Neffe und "L._____" die Schwester des Beschuldigten sind, aus-

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serdem C._____ ein Bekannter des Beschuldigten ist, für B._____ einfach gewe-

sen, den Beschuldigten als alleinigen Organisator und Drahtzieher ins Spiel zu 

bringen und so von sich selbst abzulenken. Wenn auch aus egoistischen Motiven, 

tat B._____ dies anfänglich jedoch nicht und schützte damit indirekt den Beschul-

digten. Vor dem Hintergrund befürchteter Repressalien erscheint dieses Aussa-

geverhalten B._____s jedoch nachvollziehbar, zumal er offensichtlich hoffte, 

C._____ würde die Hintermänner preisgeben. Die erst späte Nennung des Be-

schuldigten als Tatbeteiligten lässt sich überdies damit in Einklang bringen, dass 

B._____ sich auch in eigener Sache erst im Verlaufe des Verfahrens dazu durch-

ringen konnte, reinen Tisch zu machen. Gewisse Angaben zu den Kurierfahrten 

machte B._____ nicht von sich aus. Er bestätigte vielmehr die Aussagen von 

E._____ und H._____, etwa bezüglich der Anzahl Kurierfahrten oder bezüglich 

gewisser Details einzelner Fahrten (vgl. Urk. 6/9 S. 12; Urk. 5/13 S. 7). Der Ver-

teidiger des Beschuldigten führte bereits anlässlich der  

vorinstanzlichen Hauptverhandlung aus, durch B._____s Übernahme der Aussa-

gen von dessen Frau und von H._____ würden diese den Beschuldigten indirekt 

belasten. Wegen mangelnder Konfrontation mit E._____ und H._____ könnten 

diese übernommenen Aussagen jedoch nicht zum Nachteil des Beschuldigten 

verwendet werden (Urk. 42 S. 5). Dieser Einwand wurde bereits weiter oben im 

Zusammenhang mit der Frage der Verwertbarkeit der Beweismittel widerlegt (vgl. 

oben II/A Ziff. 2 lit. b). 

 d) Im Verhältnis zu C._____ ist eine Tendenz zu erkennen, die eigene Rolle 

herunterzuspielen, indem B._____ diesen als Auftraggeber der Transporte darzu-

stellen versuchte, ohne dass sich diese Stellung anhand von objektiven Gege-

benheiten erhärten liess (Urk. 5/3 S. 6; Urk. 5/4 S. 1 f.). Im Gegenteil räumte 

B._____ ein, dass er C._____ darauf angesprochen habe, dass es gut wäre, 

wenn sie Kontakte nach Holland herstellen und Kokain beziehen könnten, was 

sich damit deckt, dass C._____ aussagte, B._____ sei mit diesem Thema an ihn 

herangetreten (Urk. 5/3 S. 7; Urk. 6/3 S. 2 ff.). Es war folglich weder C._____ 

noch der Beschuldigte, welcher der Initiant und Ideengeber der anschliessenden 

von B._____ selbst durchgeführten Drogeneinfuhren war. Damit deckt sich auch, 

dass B._____ mehrfach, teilweise stereotyp und ausserhalb des Kontextes der 

- 15 - 

Frage aussagte, C._____ sei sein Auftraggeber gewesen (vgl. z.B. Urk. 5/5 S. 1 

f., S. 8). Wiederholt beschrieb er die Aufgabe von C._____ jedoch auch nur da-

hingehend, dass dieser wegen seiner – B._____s – fehlenden Spanischkenntnis-

se gewissermassen Dolmetscher zwischen ihm und dem Beschuldigten bzw. der 

Kommunikator gewesen sei, um dann (erst) auf Vorhalt früherer Aussagen wieder 

daran festzuhalten, er sei der Auftraggeber gewesen und habe mit dem Beschul-

digten zusammengearbeitet. Andernorts bestätigte er auf Vorhalt, dass C._____ 

die Aufgabe gehabt habe, die Bestellungen zu machen, die Drogen in der Werk-

statt aus dem Auto auszubauen und diese hierfür zur Verfügung zu stellen. Mit 

C._____ am 24. Mai 2013 konfrontiert, verneinte B._____ die Frage, ob er mit 

"Auftraggeber" Organisator meine und gab an, wie er gesagt habe, sei C._____ 

der Dolmetscher gewesen und habe das Kokain ausgebaut. Die telefonische 

Kommunikation sei über den Beschuldigten gelaufen und seiner Ansicht nach sei 

der Beschuldigte der Organisator gewesen. Etwas später konkret nach der Hie-

rarchie gefragt, sagte B._____ schliesslich doch wieder aus, C._____ sei sein 

Auftraggeber gewesen und der Beschuldigte wahrscheinlich jener von C._____. 

Zuoberst sei also der Beschuldigte gestanden, unter ihm C._____ und unter die-

sem er – B._____ – als Mitläufer. C._____ habe ihm immer auch gesagt, er solle 

das Telefon nicht abnehmen und nicht direkt kommunizieren. Abschliessend be-

stätige er erneut, dass C._____ der Dolmetscher gewesen sei (Urk. 5/7 S. 15; 

Urk. 5/10 S. 15; Urk. 6/2 S. 16 f., S. 19). Ausser dem Umstand, dass B._____ sel-

ber eingestand, der ursprüngliche Initiant und Ideengeber gewesen zu sein, steht 

sodann im Widerspruch zur angeblichen Rolle C._____s als Auftraggeber, dass 

B._____ aussagte, C._____ habe anfänglich gesagt, es sei gefährlich, Drogen 

einzuführen; er habe anfänglich nicht gewollt, dass er – B._____ – es mache; ei-

gentlich habe C._____ anfangs nichts mit den Drogeneinfuhren zu tun haben wol-

len (Urk. 5/10 S. 2 ff.; Urk. 5/11 S. 3). Weiter gab B._____ zu, gewisse Kurierfahr-

ten direkt mit den holländischen Drogenlieferanten organisiert zu haben und be-

stätigte, dass die Drogen nach der Fahrt im April 2012 nicht in der Garage von 

C._____ aus dem Fahrzeug ausgebaut worden seien, sondern er diese in einem 

Sack in die Werkstatt gebracht habe. Ein weiteres Mal habe er sie nach dem 

Ausbau in Q._____ dem Beschuldigten übergeben. Gemäss B._____ wollten die 

- 16 - 

"Holländer" C._____ ab einem gewissen Zeitpunkt auch übergehen und nur noch 

direkt mit ihm "zusammenarbeiten" (Urk. 2/8 S. 17 f.; Urk. 5/7 S. 15; Urk. 5/9 S. 2 

ff.; Urk. 5/10; Urk. 5/12 S. 3 f.). Die Aussage B._____s, er habe sich für den Aus-

bau der Drogen aus seinem Fahrzeug in der Werkstatt von C._____ jeweils nicht 

mehr interessiert und diesen auch nicht mitverfolgt, weshalb er über die transpor-

tieren Drogenmengen nichts Genaueres sagen könne, wirkt nicht glaubhaft. 

Demgegenüber soll C._____ immer genau gewusst haben, was geht und wie vie-

le Drogen er – B._____ – bringe, da er dies mit A._____ (dem Beschuldigten) be-

sprochen habe (Urk. 5/12 S. 4), was letzterer bestreitet. Nicht zu überzeugen 

vermag auch, wenn B._____ abweichend von C._____ deponiert, sie hätten sich 

auf die Einfuhr von erheblichen Mengen Kokain eingelassen, ohne dass vorgän-

gig besprochen worden sei, welches ihr "Lohn" sein sollte. Gemäss C._____ war 

darüber mit dem Beschuldigten durchaus geredet worden. Folglich ist auch nicht 

glaubhaft, dass B._____ nicht gewusst habe, was für C._____ dabei heraussprin-

gen sollte bzw. heraussprang, was umso mehr gilt, als er anerkanntermassen ge-

legentlich das diesem als Entgelt übergebene Kokain mit sich nach Hause ge-

nommen und dort gelagert hatte (Urk. 5/10 S. 4, S. 15). 

 e) Insgesamt scheinen die Aussagen B._____s, soweit sie die eigene Rolle 

im Verhältnis zu jener von C._____ betreffen, teilweise widersprüchlich und dazu 

geeignet, ihn selber in einem besseren Licht erscheinen zu lassen. Gleichwohl 

besteht kein Anlass, deswegen auf die den Beschuldigten betreffenden Belastun-

gen durch B._____ nicht abzustellen. Sie weisen keine entsprechenden Merkmale 

von Selbstbegünstigung auf. Wie zu zeigen sein wird, sind sie den Beschuldigten 

betreffend konstant, eher zurückhaltend und im Gesamtkontext lebensnah und 

stimmig. Nicht zuletzt werden sie im Kern auch durch die Aussagen von C._____ 

und durch eigene Zugaben des Beschuldigten abgestützt, was für ihren Wahr-

heitsgehalt spricht. 

Würdigung der Aussagen von C._____  

 7.  Was den materiellen Gehalt der Aussagen von C._____ angeht, vermö-

gen diese nur bedingt zu überzeugen. C._____ bestritt anfänglich jede eigene Be-

teiligung an den Drogeneinfuhren und verweigerte Aussagen weitgehend. Mit be-

- 17 - 

lastenden Untersuchungsergebnissen konfrontiert, brachte er reichlich abstruse 

und lebensfremde Ausreden. So erklärte er im Zusammenhang mit der letzten Ku-

rierfahrt die diversen, im Vorfeld, insbesondere aber nach der Rückkehr von 

B._____ aus Holland, an diesen gerichteten Anrufversuche zusammengefasst 

damit, B._____ sei heikel gewesen in Bezug auf sein Fahrzeug, weshalb er es vor 

Reisen wie auch danach regelmässig kontrolliert und einem Service unterzogen 

habe. Deshalb sei es zu den Anrufen bzw. den Anrufversuchen seinerseits ge-

kommen (Urk. 6/1 S. 4 ff.). Bereits angesichts der zugegebenen eigenen Verstri-

ckung in die Drogenimporte ist klar, dass die Anrufe einen anderen Zweck hatten.  

 a) Plausible Gründe dafür, weshalb sein langjähriger, guter Freund B._____ 

ihn zu Unrecht einer weitergehenden als der anerkannten Tatbeteiligung beschul-

digen sollte, vermochte er keine zu liefern. Vielmehr mutmasste er, es sei 

E._____, die wegen des von ihm beendeten Lehrverhältnisses mit deren Sohn 

hinter den Anschuldigungen stehe. Diese mag ob der Auflösung des Lehrverhält-

nisses mit ihrem Sohn erbost und das Verhältnis zu ihm daher getrübt gewesen 

sein. Abgesehen von wenigen eigenen Wahrnehmungen zur Rolle von C._____, 

vermochte E._____ jedoch im Wesentlichen nur das zu berichten, was ihr Ehe-

mann ihr erzählt hatte, worauf sie im Rahmen der Konfrontationseinvernahme 

auch mehrfach hinwies (vgl. Urk. 6/7). Im Verlaufe des eigenen Verfahrens mach-

te C._____ zwar immerhin gewisse Eingeständnisse, mit denen er sich und auch 

den Beschuldigten belastete. Dennoch war er bis zum Schluss kaum bereit, ein-

lässlich in eigener Sache auszusagen, sondern er beschränkte sich meist auf das 

stereotype, pauschale und einsilbige Bestreiten weitergehender als der anerkann-

ten deliktischen Vorwürfe. Soweit er damit indirekt teilweise auch den Beschuldig-

ten schützte, erscheint dies allerdings eher als ein Nebeneffekt der eigenen, of-

fensichtlichen Selbstbegünstigung, denn als eine bewusste und gewollte Entlas-

tung des Beschuldigten. Denn im Kern bestätigte er hinsichtlich der Rolle und der 

Funktion des Beschuldigten bei den anerkannten, unter Beteiligung von C._____ 

ausgeführten (immerhin) fünf bis sechs Drogeneinfuhren die Aussagen von 

B._____, was die Belastungen glaubhaft macht. 

 b) Insgesamt war bei C._____ das klare Bemühen erkennbar, durch teilwei-

se vage und stereotype Aussagen zur eigenen Rolle nichts preiszugeben, was ihn 

- 18 - 

weiter belastet hätte. Sodann zeigte sich auch bei ihm, dass er hinsichtlich des 

Verhältnisses zu B._____ und der Rollen- und Aufgabenteilung den eigenen Bei-

trag zu verharmlosen suchte. Seine diesbezüglichen Aussagen, mit denen er teil-

weise indirekt auch zugunsten des Beschuldigten aussagte, sind daher insgesamt 

wenig glaubhaft. 

Würdigung der Aussagen des Beschuldigten 

 8. a) Hinsichtlich des allgemeinen Aussageverhaltens des Beschuldigten ist 

vorab festzustellen, dass er während der gesamten Untersuchung Aussagen und 

Zugaben im bereits dargelegten Ausmass machte (vgl. oben Ziff. II.B. 2.a). Ver-

einzelt sagte er offensichtlich die Unwahrheit, wenn er z.B. beteuerte, nicht zu 

wissen, ob seine Schwester und deren Familie in Den Haag wohnen würden und 

er angab, deren Adresse und Telefonnummer nicht zu kennen (Urk. 2/6 S. 4 ff.). 

Die belastenden Aussagen von Tatbeteiligten bezeichnete er als Lügen, ohne 

dass er plausible Gründe für die angeblichen Falschbelastungen zu nennen ver-

mochte (vgl. Urk. 2/6 S. 8 f.). 

 b) Insgesamt sind die Aussagen des Beschuldigten geprägt von klaren Lü-

gensignalen. Sie sind regelmässig gekennzeichnet durch verschwommene und 

nichtssagende Formulierungen und inhaltlich widersprüchlich, lebensfremd und 

unlogisch. Gegen ihren Wahrheitsgehalt sprechen schliesslich nicht nur die 

glaubhaften Aussagen anderer Tatbeteiligter, sondern gewichtig auch die am 

30. Juli 2013 beim Beschuldigten in dessen Schrebergartenhäuschen sicherge-

stellten Drogen und Streckmittel (Urk. 9/5 ff.).  

Zwischenfazit 

 9.  Die Aussagen von B._____ und C._____ die eigene Tatbeteiligung und 

Rolle betreffend sind nur bedingt überzeugend. Beide versuchten erkennbar die 

Federführung je dem anderen zuzuschieben und sich selbst als Mitläufer darzu-

stellen, was insbesondere B._____ nur bedingt gelang. Hinsichtlich des Beschul-

digten sagten beide indes eher zurückhaltend, im Kern konstant und – soweit 

C._____ eine eigene Tatbeteiligung anerkannte – übereinstimmend aus. Weder 

wirken die Belastungen einseitig noch übertrieben, sondern in einem grösseren 

Kontext betrachtet lebensnah und nachvollziehbar, was für ihren Wahrheitsgehalt 

- 19 - 

spricht. Anzeichen für Absprachen sind keine ersichtlich und angesichts der über-

raschenden Verhaftung von B._____ am 3. Januar 2013 können solche auch 

ausgeschlossen werden. Insgesamt besteht daher kein Anlass, B._____ und 

C._____ nicht zu glauben, soweit sie den Beschuldigten belastende Aussagen 

machten. Die eigenen Aussagen des Beschuldigten vermögen aufgrund der ge-

nannten inhaltlichen Mängel und dem generellen Aussageverhalten an der 

Glaubhaftigkeit der belastenden Aussagen von B._____ und C._____ nichts zu 

ändern. 

Beweiswürdigung betreffend Anklagesachverhalt lit. A Ziffer 1 

 10.  Vorab ist zu bemerken, dass die Vorinstanz zum Anklagesachverhalt 

lit. A Ziffer 1 eine umfassende und zutreffende Beweiswürdigung vorgenommen 

hat, auf welche verwiesen werden kann (Urk. 53 S. 35 - 55; Art. 82 Abs. 4 StGB). 

Die nachfolgenden Erwägungen stellen in erster Linie Rekapitulationen der  

vorinstanzlichen Beweiswürdigung dar, welche auf den Aussagen von B._____, 

C._____ sowie des Beschuldigten beruhen. Im Zusammenhang mit den Drogen-

bezügen von der Person in Holland, die von B._____ "R._____" genannt wurde, 

sind jedoch gegenüber der Vorinstanz einige Korrekturen und Präzisierungen vor-

zunehmen.  

 a) Zur ersten Phase der Planung und Vorbereitung der Kurierfahrten sagte 

B._____ im Wesentlichen aus, er habe damals Schulden gehabt. Er habe selber 

Kokain konsumiert, wobei er das Kokain von verschiedenen Dealern im Raum Zü-

rich bezogen habe. Er habe viel mit C._____, mit dem er (damals) schon seit 17 

Jahren befreundet gewesen sei, gesprochen. Dabei sei auch über den Bezug von 

Kokain geredet worden. C._____ sei auch Kokainkonsument gewesen. B._____ 

habe in einem dieser Gespräche zu C._____ gesagt, dass es super wäre, wenn 

sie einen Kontakt nach Holland herstellen könnten, damit sie das Kokain selber 

importieren könnten. In den Kreisen von Kokainkonsumenten sei es bekannt ge-

wesen, dass man in Holland gute Ware erhalte. Sie hätten sich oft in der Garage 

von C._____ getroffen und bei einer dieser Gelegenheiten habe C._____ ihm ge-

sagt, er habe Kontakt zu holländischen Drogenlieferanten. B._____ habe geant-

wortet, dass er, wenn er Zeit hätte, eine Fahrt nach Holland machen würde, um 

- 20 - 

Kokain zu holen (Urk. 5/3 S. 3 ff., S. 7). C._____ habe Kontakt gehabt zum Be-

schuldigten, mit diesem gesprochen und sie miteinander bekannt gemacht. Rela-

tiv kurz danach sei der Schwager des Beschuldigten in die Schweiz gekommen 

und sie hätten sich in J._____ getroffen. Dabei seien Adressen ausgetauscht 

worden bzw. der Holländer habe ihm seine Adresse in Den Haag gegeben, wo er 

das Kokain abholen könne. B._____ habe dann das Datum der Kurierfahrt 

C._____ bekannt gegeben. Es sei ca. zwei Wochen nach dem Treffen gewesen. 

Relativ kurz vor der Fahrt habe er eine zweite Adresse in einem Industriegebiet in 

Den Haag erhalten, wo er ebenfalls Kokain habe abholen sollen. Er glaube, diese 

Adresse sei vom Beschuldigten gekommen. Sie hätten sich nämlich nach dem 

ersten Treffen unabhängig von der Kurierfahrt nochmals in der Garage getroffen 

(Urk. 5/10 S. 2 ff.).  

 b) An dieser Darstellung hielt B._____ in den nachfolgenden Einvernahmen 

im Wesentlichen fest. So bestätigte er konstant, dass die Idee, Kokain aus Hol-

land zu importieren im Gespräch zwischen ihm und C._____ entstanden sei und 

dieser den Kontakt zum Beschuldigten gehabt habe. Ebenso bestätigte er, dass 

es hernach zu einem ersten Treffen zwischen C._____, B._____ und dem Be-

schuldigten gekommen sei. Später hätten sie sich zu viert – B._____, C._____, 

der Beschuldigte und dessen Schwager – getroffen und es sei ihm die Adresse 

von "K._____" / "L._____" übergeben worden. Eine Woche vor dem ersten 

Transport – der Termin sei bereits mit dem Holländer vereinbart gewesen – habe 

er einen Telefonanruf von C._____ erhalten. Dieser habe ihm gesagt, er solle in 

der Garage vorbeikommen. B._____ gab in diesem Zusammenhang zu Protokoll, 

er denke, dass der Beschuldigte bei diesem Treffen auch dabei gewesen sei. 

C._____ habe ihm (B._____) dann eine zweite Adresse übergeben, an welcher er 

Kokain abholen sollte. C._____ habe ihm gesagt, diese Person spreche recht gut 

Deutsch. C._____ habe weiter gesagt, er solle, wenn er nach Holland fahre, zu-

erst bei dieser Person vorbeigehen. Er solle ausserdem schauen, dass "K._____" 

und "L._____" von dieser Person keine Kenntnis erhielten. B._____ führte weiter 

aus, er habe den Namen dieser Person nicht erhalten, nur die Telefonnummer 

und die Adresse. Er habe diesen Mann  "R._____" genannt, weil er ihn unter dem 

Buchstaben "P._____" im Telefon abgespeichert habe. Dieser "R._____" sei nie 

- 21 - 

in die Schweiz gekommen, wie der "Holländer", womit B._____ offensichtlich den 

Schwager des Beschuldigten meinte (vgl. oben lit. a; Urk. 5/11 S. 3 ff.). Bei diesen 

Aussagen von B._____ fällt zum einen auf, dass er nicht mit Sicherheit sagen 

konnte, ob der Beschuldigte auch beim zweiten Zusammentreffen in der Garage 

von C._____ eine Woche vor der ersten Kurierfahrt dabei war, als er die Adresse 

des unbekannt gebliebenen "R._____" von C._____ erhielt. Zum anderen er-

scheint es merkwürdig, dass B._____ von C._____ angewiesen wurde, er solle 

schauen, dass "K._____" bzw. "L._____" von dieser Person "R._____" keine 

Kenntnis erhielten. Letztere Anweisung macht angesichts der Interessenlage des 

Beschuldigten, der mit seinem Schwager und mit seiner Schwester "L._____" so-

wie deren Sohn "K._____" zusammenwirkte, keinen erkennbaren Sinn. Denn es 

erscheint höchst unwahrscheinlich, dass der Beschuldigte neben seinen Famili-

enmitgliedern in Holland für sich zusätzlich noch einen Kokain-Lieferanten an der 

Hand hatte, von dem seine Verwandten nichts wissen durften. Wenn man hinge-

gen - angesichts der diesbezüglich geäusserten Unsicherheit B._____s - davon 

ausgeht, dass der Beschuldigte beim letzten Treffen von der ersten Kurierfahr 

B._____s nicht dabei war, macht diese Sachdarstellung eher Sinn, zumal dann 

auch der Beschuldigte - wie seine Verwandten in Holland - nichts von der Exis-

tenz von "R._____" wusste bzw. wissen durfte. Dies gilt umso mehr, als nicht er-

sichtlich ist, weshalb der Beschuldigte die Adresse und die Telefonnummer von 

"R._____" nicht bereits anlässlich des ersten Treffens bekannt gegeben hätte, 

wenn diese Angaben tatsächlich von ihm stammen würden. Zu betonen ist an 

dieser Stelle, dass der Beschuldigte sein Zusammenwirken mit seinem Schwager 

sowie mit "L._____" und "K._____" von Anfang an zugab, jedoch immer bestritten 

hat, Kenntnis von der anderen Person "R._____" gehabt haben. In diesem Sinne 

folgerichtig war die Aussage des Beschuldigten in der Konfrontationseinvernahme 

mit B._____ vom 23. Oktober 2013. Dort sagte er aus, seine Rolle habe darin be-

standen, zu schauen ob die Drogen angekommen seien und "K._____" Bescheid 

zu geben. Er habe dies nicht gemacht, weil er süchtig gewesen sei oder dafür 

Geld erhalten hätte, sondern um seinem Neffen zu helfen. Die Frage, ob er ge-

wusst habe, welche Mengen im Auto jeweils eingebaut gewesen seien, verneinte 

der Beschuldigte. Auf die Frage, wie er dann habe kontrollieren können, ob das 

- 22 - 

gesamte Kokain tatsächlich angekommen sei, führte er sinngemäss aus, manch-

mal hätten die "Leute aus Holland" nur sehr wenig geschickt und er habe aber 

gesehen, dass sehr viel Kokain angekommen sei. Das seien aber nicht dieselben 

Drogen gewesen. Auf die Frage, woher er denn gewusst habe, dass "die Leute" 

nur sehr wenig geschickt hätten, erklärte der Beschuldigte, es habe auch Drogen 

an einer anderen Stelle im Auto gegeben. Diese Drogen seien aber von jemand 

anderem gekommen (Urk. 2/8 S. 11 ff.).  

 c) Vor dem Hintergrund der oben zitierten Aussagen ist festzuhalten, dass 

die protokollierten Aussagen des Beschuldigten im Vorverfahren wie auch im ge-

richtlichen Verfahren, in Kombination mit dem Eindruck, den das Gericht anläss-

lich der Berufungsverhandlung vom Beschuldigten gewinnen konnte, nicht gerade 

für eine ausgeprägte intellektuelle bzw. sprachliche Kompetenz des Beschuldig-

ten sprechen. Dies war anlässlich der Berufungsverhandlung trotz der indirekten 

Wahrnehmung infolge der Zwischenschaltung eines Dolmetschers für das Gericht 

deutlich wahrnehmbar und schlug sich auch in den protokollierten Aussagen des 

Beschuldigten generell nieder. In dieses Bild passen auch Aussagen anderer Tat-

beteiligter: Nachdem B._____ in der polizeilichen Einvernahme vom 6. März 2013 

erstmals auf den Namen des Beschuldigten angesprochen wurde, lachte er und 

meinte: "Ah, ja. A._____ oder P._____. Es wurde mir gesagt, dass er der Onkel 

von K._____ sei. Ob dies so ist oder nicht, das weiss ich nicht. Ich weiss auch 

nicht in welcher Beziehung er zu "R._____" steht. (…) Vor A._____ habe ich we-

niger Angst als vor der anderen Person. A._____ war ein Kunde von C._____. 

A._____ ist für mich harmlos. (...)" (Urk. 5/6 S. 9 f.). Bezeichnend ist auch, dass 

C._____ schilderte, wie er zuweilen von den Kokainlieferanten in Holland direkt 

angerufen worden sei. Er habe gegen Ende 2012 gegenüber dem Beschuldigten 

und B._____ geäussert, dass er nicht mehr bereit sei, weitere Drogenausbauten 

in seiner Garage durchzuführen. Der Beschuldigte habe ihn deswegen jedoch 

überhaupt nicht unter Druck gesetzt. Daraufhin hätten ihn jedoch "die Holländer" 

kontaktiert und gefragt, warum er nicht mehr mitmachen wolle. Er gehe davon 

aus, dass es sich dabei um "K._____" gehandelt habe (Urk. 6/3 S. 5). Auch aus 

weiteren Einvernahmen mit C._____ und B._____ geht hervor, dass die Kokain-

lieferanten in Holland zuweilen direkt mit B._____ bzw. C._____ Kontakt aufnah-

- 23 - 

men (Urk. 6/4 S. 4; Urk. 6/7 S. 7), primär jedoch mit C._____, da B._____ kein 

Spanisch spricht. Anschaulich schilderte B._____ dies in der staatsanwaltschaftli-

chen Einvernahme vom 23. Mai 2013:  

 "Eigentlich erhielt ich gar keine Weisungen. Ich sagte jeweils C._____ wann 

ich Zeit hätte, um nach Holland zu fahren, ich musste zuerst jeweils meinen Ar-

beitsplan anschauen. (,..) Ich bin mir nicht sicher, ob er jeweils Rücksprache mit 

den Holländern nahm oder ob dies A._____ machte. Ich weiss einfach, dass die 

Holländer jeweils C._____ angerufen haben und dass C._____ manchmal das 

Telefon gar nicht abnehmen wollte. Es war nämlich so, dass die Holländer, vor al-

lem mit der Zeit, damit begannen, mich und C._____ zu terrorisieren, indem sie 

nachfragten, wann wir wieder kommen würden. Wir wollten uns eigentlich aus 

dem Geschäft zurückziehen, es lohnte sich nämlich manchmal kaum, nach Hol-

land zu fahren. Einmal kam es vor, dass "R._____" gar nichts für uns hatte und 

einmal kam es vor, dass "K._____" nichts für uns hatte." (Urk. 5/10 S. 5). In der 

tags darauf durchgeführten Konfrontationseinvernahme mit C._____ bestätigte 

B._____ diese Angaben (Urk. 6/2 S. 4),  

Die glaubhaft geschilderten telefonischen Interventionen der Kokainlieferanten in 

Holland zeigen, dass es offenbar nicht der Beschuldigte war, der die entspre-

chenden Druckversuche ausübte, sondern seine Verwandten in Holland, in erster 

Linie offenbar sein Neffe "K._____". Dies trotz der Tatsache, dass der Beschuldig-

te sich in der Schweiz aufhielt und regelmässig mit B._____ und C._____ zu-

sammentraf. Dazu passt, dass der Kokainlieferant "R._____" gemäss glaubhafter 

Sachdarstellung von B._____ mit C._____ offenbar Auseinandersetzungen hatte, 

was ebenfalls darauf schliessen lässt, dass der Beschuldigte nicht zwingend auch 

die Ansprechperson für "R._____" war, B._____ sagte zwar aus, dass der Be-

schuldigte ihm gesagt habe, dass er ihn kenne. Dies wurde jedoch weder in der 

Befragung vertieft, noch machte der Beschuldigte selber diesbezüglich irgendwel-

che Angaben.  

 Die oben dargelegten Umstände, welche in den vorinstanzlichen Erwägun-

gen zu wenig berücksichtigt wurden, sind weiter unten als Indizien für die Beurtei-

- 24 - 

lung der Funktion und Stellung des Beschuldigten im Rahmen des Kokain-

Importes zu würdigen.  

 d) C._____ sagte im Wesentlichen aus, es sei B._____ gewesen, welcher 

ihn im Frühjahr 2012 (vgl. dazu jedoch nachfolgend lit. h) darauf angesprochen 

habe, ob er (C._____) nicht die Möglichkeit hätte, ihm zu ermöglichen, mit einem 

Auto Kokain von Holland her in die Schweiz einzuführen. Gemäss C._____ sei in 

jenem Zeitraum der Beschuldigte oft in seiner Werkstatt gewesen. Bei einem der 

Besuche habe der Beschuldigte ihn gefragt, ob er jemanden kenne, der für ihn 

Kurierfahrten machen würde; es sei Kokain von Holland in die Schweiz einzufüh-

ren. Er habe dem Beschuldigten gesagt, B._____ sei bereit dazu. Wenige Tage 

später seien dann beide zu ihm ins Büro gekommen. Bei diesem ersten Treffen 

sei vereinbart worden, dass B._____ für den Beschuldigten respektive für 

"K._____" die Kokaintransporte von Holland in die Schweiz machen würde. An-

lässlich eines zweiten Treffens sei B._____ in der Garage gewesen, als der Be-

schuldigte mit einer Person aus Holland gekommen sei. Dieser habe mit B._____ 

direkt in englischer Sprache gesprochen und es seien Kontaktdaten ausgetauscht 

worden. C._____ anerkannte in der Folge, B._____ und den Beschuldigten zu-

sammengebracht zu haben und bei den anschliessend durchgeführten (fünf bis 

sechs) Kokaineinfuhren aus Holland die Funktion des Übersetzers wahrgenom-

men zu haben. Weiter habe er auf Anfrage des Beschuldigten seine Garage als 

Ort für den Ausbau der Drogen zur Verfügung gestellt und den Ausbau vorge-

nommen. Der Beschuldigte habe ihn jeweils kontaktiert und mitgeteilt, wann 

B._____ fahren solle. Er (C._____) habe diesem das Datum mitgeteilt. Nach 

Rückkehr von B._____ habe er den Beschuldigten jeweils vorgängig angerufen, 

um ihm mitzuteilen, wann B._____ in der Garage sei, um den Ausbau der Drogen 

vorzunehmen (Urk. 6/3 S. 3 ff.). An dieser Version der ersten Kontakte und Pla-

nungsschritte hielt C._____ in der Folge durch den Verweis auf seine bisherigen 

Aussagen bis zuletzt fest. 

 e) Sowohl B._____ als auch C._____ sagten übereinstimmend aus, dass sie 

sich mit dem Beschuldigten mindestens zweimal in den Garagenräumlichkeiten 

von C._____ getroffen hätten, um die zukünftigen Drogeneinfuhren von Holland in 

- 25 - 

die Schweiz zu besprechen. Übereinstimmend legten beide dar, dass es der Be-

schuldigte gewesen sei, welcher über seine in Holland ansässige Schwester und 

seinen Neffen Kontakte zu Drogenlieferanten gehabt und hergestellt habe. Ab-

weichend vom eingeklagten Sachverhalt sagten beide Auskunftspersonen weiter 

aus, dass anlässlich eines der Treffen eine vierte, aus Holland stammende Per-

son zugegen gewesen sei, welche sie als "K._____" (C._____) bzw. den Schwa-

ger des Beschuldigten (B._____) bezeichneten (Urk. 5/10 S. 3; Urk. 6/3 S. 3; Urk. 

2/12 S. 5 ff.). Letzteres bestätigte auch der Beschuldigte, gemäss dem anlässlich 

eines Treffens in der Werkstatt von C._____ M._____ (recte: "M._____" bzw. der 

Schwager des Beschuldigten) mit dabei gewesen sei. Zumindest indirekt gab er 

auch zu, dass anlässlich dieses Treffens Drogeneinfuhren ein Thema gewesen 

seien, indem "M._____" einen Witz darüber gemacht und daraus Wahrheit ge-

worden sei (Urk. 2/12 S. 6). Wenn darin auch nicht eine eigentliche Anerkennung 

der Aussagen von C._____ und B._____ gesehen werden kann, sprechen die 

Zugaben des Beschuldigten doch klar für den Wahrheitsgehalt der im Kern über-

einstimmenden Aussagen ersterer. Dass der Bekannte bzw. Verwandte des Be-

schuldigten lediglich einen Witz gemacht habe, der sich dann quasi verselbstän-

digte, ist angesichts der Thematik des Vorhabens, der Aussagen der beiden Be-

lastungspersonen sowie der anschliessend  von B._____ über Lieferanten aus 

der Familie des Beschuldigten aus Holland durchgeführten Einfuhren von Kokain 

klar als Schutzbehauptung zu werten. 

 f) Die Verteidigung wandte ein, der Beschuldigte sei nicht die direkte Verbin-

dungsperson zu den Lieferanten aus Holland gewesen. Vielmehr sei es zu einem 

Adressaustausch zwischen einer Drittperson, welche den Beschuldigten in die 

Garage begleitet habe, und B._____ gekommen. Es sei nicht der Beschuldigte 

gewesen, der B._____ die Adresse von "L._____" bzw. "K._____" bekannt gege-

ben habe (Urk. 42 S. 8). Dazu ist zu bemerken, dass die Übergabe der Adresse 

"K._____s" durch eine Drittperson nichts daran ändert, dass der Kontakt zu 

"K._____" durch den Beschuldigten hergestellt wurde. Es wird dem Beschuldigten 

auch gar nicht vorgeworfen, die Adresse selber übergeben zu haben. Weiter 

wandte der Verteidiger ein, bezüglich "R._____" sei es C._____ gewesen, der die 

Adresse vermittelt habe. Eine Verbindung zwischen dem Beschuldigten und 

- 26 - 

"R._____" könne nicht hergestellt werden (Urk. 42 S. 9 f.). Diesbezüglich stützt 

sich der Verteidiger wesentlich auf die Aussagen B._____s. Dieser war sich nicht 

sicher, wer ihm genau die Adresse von "R._____" übergeben hatte (vgl. Urk. 5/10 

S. 9; Urk. 5/11 S. 4; Urk. 2/8 S. 20). Entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen 

führte B._____ tatsächlich nicht von Anfang an klar aus, dass der Beschuldigte 

dabei gewesen sei, als er (B._____) die Adresse von "R._____" erhalten habe 

und man ihm gesagt habe, "K._____" dürfe von diesem "R._____" nichts wissen. 

Wie bereits oben bei lit. b dargelegt wurde, sagte B._____ in der Einvernahme 

vom 25. Juli 2013 wörtlich aus: "Ich denke, A._____ war auch bei diesem Treffen, 

C._____ übergab mir dann eine zweite Adresse, an welcher ich Kokain abzuholen 

hatte. (…) Weiter sagte mir C._____, ich solle schauen, das "K._____/L._____" 

von dieser Person keine Kenntnis erhielten.". In der drei Monate später durchge-

führten Konfrontationseinvernahme mit dem Beschuldigten führte B._____ dann 

auf die Zusatzfrage seines Verteidigers, ob der Beschuldigte "R._____" kannte, 

aus: "Es ist so, dass der "R._____" nur der Name war, den ich ihm gegeben habe. 

Natürlich kennt er ihn nicht unter diesem Namen, aber er kennt ihn wohl, denn es 

war die zweite Adresse, die er mir angab, um das Kokain abzuholen. (…)". Auf die 

weitere Frage, von wem er diese zweite Adresse erhalten habe, antwortete 

B._____: "Wer mir die Adresse gab, ob K._____ oder C._____, weiss ich nicht 

mehr. Ich vermute, es war C._____. Ich kann aber noch hinzu fügen, dass mir ge-

sagt wurde, dass "K._____" von diesem "R._____" nichts wissen dürfe."  Die Vo-

rinstanz folgerte aus den Aussagen von B._____, dass der Beschuldigte 

"R._____" gekannt habe und über die Einfuhren des bei "R._____" bezogenen 

Kokains im Bild gewesen sei. Ausserdem sei dadurch erstellt, dass der Kontakt zu 

"R._____" durch den Beschuldigten hergestellt worden sei. Diese Schlussfolge-

rung beruht jedoch auf einer zu unsicheren Beweislage. Zum einen erscheint es 

problematisch, dass B._____ in der Einvernahme vom 25. Juli 2013 bezüglich der 

Anwesenheit des Beschuldigten bei der zweiten Zusammenkunft in der Garage 

unsicher war, jedoch anzugeben vermochte, dass C._____ ihm die Adresse von 

"R._____" übergeben habe. Drei Monate später, war sich B._____ dann sicher, 

dass der Beschuldigte dabei gewesen sei, jedoch konnte er sich nicht mehr erin-

nern, wer ihm die Adresse übergeben habe. Er war sich aber nach wie vor sicher, 

- 27 - 

dass ihm gesagt wurde, dass "K._____" von diesem "R._____" nichts wissen dür-

fe (Urk. 2/8 S. 20). Auf dieser Basis kann nicht rechtsgenügend erstellt werden, 

dass es der Beschuldigte war, der "R._____" ins Spiel gebracht und dessen Ad-

resse an C._____ bzw. B._____ übergeben hat. B._____ konnte sich aus sprach-

lichen Gründen nicht mit dem Beschuldigten verständigen, weshalb es hinsichtlich 

der Angabe der Adresse und vor allem der Weisung, wonach "K._____" nichts 

von "R._____" erfahren dürfe, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 

nicht der Beschuldigte war, der B._____ die Informationen lieferte, sondern 

C._____. Aufgrund der fehlenden Verständigungsmöglichkeit stellt sich ohnehin 

die Frage, inwiefern B._____ überhaupt mitbekommen konnte, ob bzw. welche In-

formationen, die er von C._____ erhielt, ursprünglich vom Beschuldigten stamm-

ten oder allenfalls von einer Drittperson. Wenn der Beschuldigte tatsächlich am 

besagten letzten Treffen vor der ersten Kurierfahrt anwesend war und die Infor-

mationen zu "R._____" auch von ihm stammen würden, dann wäre nach wie vor 

nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschuldigte darauf aus gewesen wäre, dass 

sein Neffe bzw. seine Schwester als Kokain-Lieferanten nichts von "R._____" er-

fahren durften. Das Argument der Vorinstanz, wonach eine gegenteilige Annahme 

keinen Sinn machen würde, weil sonst C._____ und B._____ den Beschuldigten 

gar nicht benötigt hätten, um Kontakte zu holländischen Drogenhändlern herzu-

stellen, überzeugt nicht. Es ist durchaus denkbar, dass sich in der Vorbereitungs-

zeit der Kurierfahrten für C._____ eine weitere Quelle erschloss, von der die 

durch den Beschuldigten vermittelten Lieferanten nichts wissen durften. Ein ge-

wisses Indiz dafür, dass der Bezug zu C._____ selber bestand, kann auch im 

späteren Zerwürfnis zwischen C._____ und "R._____" gesehen werden, welches 

B._____ erwähnte (vgl. Urk. 5/10 S. 15.). Wenn "R._____" tatsächlich durch den 

Beschuldigten als Kokainlieferant involviert worden wäre, erschiene es merkwür-

dig, dass er dies nicht bereits anlässlich der früheren Zusammenkunft bekannt 

gab, als die Koordinaten seiner Verwandten in Den Haag mitgeteilt wurden. 

Schliesslich erscheint es schwer nachvollziehbar, wenn B._____ behauptet, der 

Beschuldigte kenne "R._____", jedoch nicht unter der Bezeichnung "R._____", 

die er (B._____) dieser Person gegeben habe. Unter was für einer Bezeichnung 

wurde die betreffende Person zwischen B._____ und dem Beschuldigten über-

- 28 - 

haupt erwähnt? Wie soll das überhaupt geschehen sein, obwohl B._____ sich mit 

dem Beschuldigten aus sprachlichen Gründen nicht verständigen konnte? Unter 

diesen Vorzeichen erscheint die Behauptung B._____s, der Beschuldigte habe 

"R._____" gekannt, als blosse Behauptung, für die keine rechtsgenügenden Be-

weise existieren. 

Als Fazit kann gezogen werden, dass es durchaus möglich ist, dass "R._____" 

durch den Beschuldigten in die Drogenimporte einbezogen wurde, jedoch existie-

ren diesbezüglich zum einen keine klaren und kohärenten Aussagen von B._____ 

und zum anderen erscheint die - durchaus glaubhafte - Anweisung an B._____ 

durch C._____, wonach "K._____/L._____" nichts von "R._____" wissen dürfen, 

als mit der Motivation des Beschuldigten, seinen Neffen bzw. seine Schwester zu 

unterstützen, nicht vereinbar. Somit bestehen unüberwindbare Zweifel an der 

Version, wonach der Beschuldigte die mit "R._____" bezeichnete Person als Ko-

kain-Lieferant in Holland verfügbar machte, bzw. dass der Beschuldigte von der 

Existenz dieser Person überhaupt wusste.  

 g) Der eingeklagte Sachverhaltsteil über die Planungs- und Vorbereitungs-

phase der nachfolgenden Kurierfahrten ist aufgrund der glaubhaften Schilderung 

der Vorgänge durch B._____ und C._____ im Übrigen rechtsgenügend erstellt. 

Daran ändert nichts, dass im Anklagetext die Beteiligung des Schwagers des Be-

schuldigten am zweiten Treffen in der Garage von C._____ keine Erwähnung 

fand, da dieser Umstand für die rechtliche Würdigung der dem Beschuldigten vor-

geworfenen Handlungen nicht weiter relevant ist. Der eingeklagte Sachverhalt 

wird nicht nur durch die grundsätzlich überzeugenden Aussagen von B._____ und 

den insofern glaubhaften Zugaben C._____s bestätigt, sondern überschneidet 

sich beweismässig mit anderweitig erstellten Umständen. So ist unstrittig, dass 

der Beschuldigte enge Kontakte zu seinen in der Gegend von Den Haag leben-

den Verwandten pflegte, wobei er einräumte, dass es wohl "K._____" gewesen 

sei, der für B._____ die Drogen beschafft habe (Urk. 2/10 S. 6 ff.; Urk. 2/12 S. 

12). Unstrittig ist weiter, dass B._____ und C._____ zur Durchführung der Dro-

geneinfuhren Kontakte nach Holland benötigten. Erstellt ist alsdann, dass danach 

Drogeneinfuhren aus Holland stattfanden und B._____ Kontakt zu den Verwand-

- 29 - 

ten des Beschuldigten hatte, diese mehrfach in Holland besuchte und – was vom 

Beschuldigten soweit anerkannt wurde – teilweise auch bei ihnen übernachtete. 

Der Beschuldigte gab weiter zu, im Auftrag von "K._____" den Ausbau der Dro-

gen in der Werkstatt von C._____ vier bis fünf Mal überwacht und "K._____" da-

von berichtet zu haben (Urk. 2/12 S. 7, S. 14; Urk. 2/17 S. 2). In der Gesamtschau 

können keine Zweifel daran bestehen, dass der Beschuldigte anklagegemäss an 

der ersten Planung und Vorbereitung der Drogeneinfuhren beteiligt war und 

B._____ sowie C._____ mit den erwähnten Drogenlieferanten aus Holland in Kon-

takt brachte. Davon auszunehmen sind aufgrund der dargelegten Beweislage al-

lerdings die Kokain-Lieferungen von "R._____".  

 h) Wie bereits die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, erscheint die Dar-

stellung von C._____, wonach sowohl B._____ wie auch der Beschuldigte sich in 

etwa im selben Zeitraum, gleichsam zufällig wegen Drogeneinfuhren aus Holland 

an ihn gewandt hätten, konstruiert und lebensfremd. C._____ bestätigt damit zwar 

die Aussage B._____s, er sei mit der Idee an ihn (C._____) herangetreten. 

B._____ sagte indes ebenso aus, er habe C._____ darauf angesprochen, ob er 

Kontakte zu Drogenlieferanten aus Holland habe. Es liegt daher nahe und ist 

plausibel, dass C._____ hierauf den im damaligen Zeitpunkt erst ihm als langjäh-

rigen Kunden der Garage bekannten Beschuldigten ins Spiel brachte und nicht 

dieser sich – zufällig – an ihn wandte. Hier nun liegt auch ein möglicher Anknüp-

fungspunkt dafür, dass von C._____ nicht nur der Beschuldigte angesprochen 

wurde, um Kokain aus Holland erlangen, sondern evtl. auch weitere Kontakte in 

Holland gesucht (und mit "R._____" auch gefunden) wurden. Wer letztlich der ur-

sprüngliche Ideengeber war und den ersten Anstoss gab, muss im vorliegenden 

Verfahren allerdings nicht abschliessend geklärt werden, zumal dies nicht dem 

Beschuldigten zur Last gelegt wird. Zu erstellen ist im vorliegenden Verfahren 

einzig der Sachverhalt, der dem Beschuldigten vorgeworfen wird, wobei es ange-

sichts des Vorwurfes der gleichmassgebenden, bandenmässigen Tatbegehung 

nicht vermeiden lässt, auch Ausführungen zu den Funktionen und Aufgaben der 

beiden Mittäter zu machen. 

- 30 - 

 i) Hinsichtlich des Zeitpunktes der oben beschriebenen Treffen zur Planung 

der Kokain-Importe ist aufgrund der Aussagen von B._____ davon auszugehen, 

dass diese Treffen im Frühjahr 2011 stattgefunden haben, mithin (wie noch zu 

zeigen sein wird) kurz vor der ersten Kurierfahrt (Urk. 5/10 S. 12; Urk. 5/12 S. 2; 

Urk. 5/13 S. 24). Hinsichtlich der eingeklagten Kurierfahrten ist festzuhalten, dass 

B._____ ab einem gewissen Zeitpunkt in der Untersuchung konstant und teilweise 

unter Angabe von markanten Einzelheiten (vgl. zur Kurierfahrt d: Urk. 5/9 S. 9; zur 

Kurierfahrt e: Urk. 5/4 S. 4; Urk. 5/8 S. 4; zur Kurierfahrt f: Urk. 5/5 S. 4 ff.; zur Ku-

rierfahrt g: Urk. 2/8 S. 8; zur Kurierfahrt i: Urk. 5/7 S. 15 f.; Urk. 5/9 S. 3; zur Ku-

rierfahrt j: Urk. 5/6 S. 12; Urk. 5/8 S. 4; Urk. 5/9 S. 2; Urk. 5/12 S. 4, 7; Urk. 8/2 

S. 16; zur Kurierfahrt k: Urk. 5/2 S. 4; Urk. 5/8 S. 9 f.; Urk. 2/8 S. 18) glaubhaft zu-

gegeben hat, beginnend ab ca. Mai 2011 bis zu seiner Verhaftung die in der An-

klageschrift umschriebenen, insgesamt zwölf Kurierfahrten ausgeführt zu haben 

(vgl. zuletzt Urk. 5/13 S. 24), worauf abzustellen ist. 

 j) Abgestellt werden kann auch auf die nicht von B._____ selber vorgebrach-

ten, jedoch explizit (vgl. zur Kurierfahrt b: Urk. 5/13 S. 11; zur Kurierfahrt d: 

Urk. 5/13 S. 7; zur Kurierfahrt g: Urk. 5/13 S. 2; zur Kurierfahrt i: Urk. 5/7 S. 8, 12) 

bzw. im Rahmen des Schlussvorhalts (Urk. 5/13 S. 24) anerkannten Einzelheiten 

zu den Kurierfahrten. Einen Grund für B._____, diese Details als richtig zu bestä-

tigen, obwohl sie sich nicht so abgespielt haben, ist nicht ersichtlich. Präzisierend 

bzw. korrigierend ist jedoch Folgendes anzuführen: Bei der Kurierfahrt gemäss 

lit. h wird einerseits die Zeitspanne von November 2011 bis November 2012 für 

zwei Importe aufgeführt. Andererseits wird als Datum der Einreise in die Schweiz 

der 6. Oktober 2011 angegeben, was nicht möglich ist. Das Datum vom 6. Okto-

ber 2011 gehört jedoch offensichtlich zur Kurierfahrt gemäss lit. b. Nicht korrekt ist 

ausserdem die unter der gleichen lit. h aufgeführte Angabe, wonach B._____ 

einmal nur bei "R._____" Kokain geholt habe. Es ist zwar zutreffend, dass 

B._____ einmal nur bei "R._____" Kokain geholt hat (Urk. 5/8 S. 2; Urk. 5/10 S. 

9), dies war aber, wie B._____ die Angaben seiner Frau bestätigte, im April 2012 

(Urk. 5/13 S. 7). Entsprechend wird dies auch unter lit. d der Anklage aufgeführt.  

- 31 - 

  k) Der Verteidiger brachte in seinem Plädoyer anlässlich der vorinstanzli-

chen Hauptverhandlung und in der Berufungsverhandlung vor, die Übergabe von 

€ 15'300.– des Beschuldigten an B._____ vor der Kurierfahrt vom Dezember 

2012 sei nicht erstellt, da sie sich einzig auf die Aussagen B._____s stütze, wel-

cher jedoch erklärt habe, diese Übergabe habe vor der Novemberfahrt stattgefun-

den (Urk. 42 S. 25). In der Einvernahme vom 10. April 2013 sprach B._____ tat-

sächlich von der Novemberfahrt (Urk. 5/8 S. 4). In der nächsten Einvernahme am 

22. Mai 2013 sprach er hingegen explizit von der Übergabe vor der Fahrt im De-

zember 2012, und zwar unter Angabe der Begleitumstände dieser Geldübergabe 

(Urk. 5/9 S. 2). Dass diese vor der Dezemberfahrt 2012 stattfand, bestätigte 

B._____ auch in seiner Einvernahme vom 10. Oktober 2013 (Urk. 5/12 S. 7). So-

mit verbleiben keine vernünftigen Zweifel, dass der Beschuldigte B._____ kurz vor 

dessen Kurierfahrt vom Dezember 2012 nach Holland € 15'300.– übergab. 

 l) Bezüglich der Rolle und Funktion des Beschuldigten bei den Drogenimpor-

ten stützte sich die Vorinstanz ebenfalls weitgehend auf die Aussagen von 

B._____. Dessen Ausführungen erscheinen aus den bereits dargelegten Gründen 

grundsätzlich glaubhaft, wobei jedoch die oben dargelegten Einschränkungen 

hinsichtlich des Lieferanten "R._____" zu berücksichtigen sind. Die Angaben 

B._____s werden teilweise durch die Aussagen von C._____ und des Beschuldig-

ten selbst bestätigt. Im Zusammenhang mit der Übernahme des Ende Oktober 

2012 aus Holland eingeführten Kokains durch den Beschuldigten erwähnte die 

Vorinstanz einen Wahrnehmungsbericht der Kantonspolizei Zürich (Fw S._____) 

vom 7. Juni 2013 (Urk. 53 S. 43). Diesem Bericht soll zu entnehmen sein, dass es 

am 25. Oktober 2012, um 14.23 Uhr, auf einem Parkplatz längs der ...-strasse in 

Q._____ zu einem Treffen zwischen B._____ und dem Beschuldigten gekommen 

sei. Dieser Bericht, der sich nicht in den vorliegenden Prozessakten befindet, 

wurde B._____ in dessen Untersuchung in der staatsanwaltschaftlichen 

Schlusseinvernahme vom 12. Dezember 2013 vorgehalten, worauf dieser bestä-

tigte, dass es sich um das Treffen gehandelt habe, welches er bereits früher in 

der betreffenden Einvernahme geschildert hatte. Dort habe er dem Beschuldigten 

einen Plastiksack übergeben und sei mit A._____ zu dessen Schrebergarten ge-

gangen. Er habe vom Beschuldigten acht Fingerlinge erhalten, den Rest des Ko-

- 32 - 

kains habe der Beschuldigte in sein Schrebergartenhaus gebracht (Urk. 5/13 S. 

4). Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, wurde der genannte Wahrnehmungs-

bericht dem Beschuldigten offenbar nie vorgehalten, jedoch wurde er mit den Er-

kenntnissen aus diesem Bericht in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 

20. Mai 2014 konfrontiert (Urk. 2/17 S. 3). Dabei wich er aus, indem er meinte, er 

könne nicht sagen, was B._____ gesagt habe. Er könne nicht sagen, was 

B._____ gemacht habe und ob er Drogen dabei gehabt habe (Urk. 2/17 S. 3). Da 

sich der Wahrnehmungsbericht nicht bei den vorliegenden Akten befindet, vermag 

er auch keinen Beweis zu bilden. Hingegen erwähnte B._____ eine Drogenüber-

gabe beim Schrebergarten des Beschuldigten auch im Rahmen der Konfrontati-

onseinvernahme mit dem Beschuldigten vom 23. Oktober 2013 (Urk. 2/8 S. 10 

und S. 17), womit diese belastende Aussage ohne Weiteres verwertbar ist. 

 m) B._____ sagte konstant aus, dass der Beschuldigte nach der ersten Kon-

taktaufnahme im Frühjahr 2011 bei den nachfolgenden Kurierfahrten der An-

sprechpartner und das Bindeglied zu den holländischen Drogenlieferanten gewe-

sen sei und die Kurierfahrten koordiniert habe. Es sei eine Art Familienunterneh-

men gewesen. Dies ist insofern plausibel und lebensnah, als B._____ das Kokain 

(neben "R._____") bei nahen Verwandten des Beschuldigten bezog, mit denen 

dieser in regelmässigem telefonischem Kontakt stand. Mit seiner Schwester tele-

fonierte der Beschuldigte gemäss eigenen Angaben sogar täglich (Urk. 2/6 S. 4 

ff.). Nicht nachgewiesen ist jedoch, dass es sich auch bei "R._____" um ein Fami-

lienmitglied des Beschuldigten handelte. Dagegen spricht nur schon der Umstand, 

dass B._____ von C._____ angewiesen wurde, "K._____" bzw. "L._____" dürften 

nichts von "R._____" wissen. B._____ führte andererseits gleichbleibend aus, 

dass es der Beschuldigte gewesen sei, welcher den Ausbau der Drogen in der 

Werkstatt von C._____ überwacht und diese mit sich genommen habe, nachdem 

er die "Provisionen" von B._____ und C._____ abgezogen hatte. In diesem Zu-

sammenhang anerkannte er, jeweils ca. acht bis zehn Fingerlinge bzw. 80 bis 100 

Gramm, insgesamt also bis zur Verhaftung rund 880 bis 1'100 Gramm Kokain, er-

halten zu haben, ohne jedoch genauere Angaben zu der an C._____ übergebe-

nen Menge machen zu können. Er habe jedoch drei Mal den Anteil von C._____ 

zwecks Aufbewahrung mit nach Hause genommen und dabei einmal gesehen, 

- 33 - 

dass es sicher 12 Fingerlinge, also ca. 120 Gramm gewesen seien. Ob und allen-

falls wie viel Kokain C._____ im Zuge der weiteren Einfuhren übergeben wurde, 

wusste er nicht (Urk. 5/10 S. 12 ff.; Urk. 5/12 S. 4 ff.). Es gab jedoch drei Aus-

nahmen, bei denen der Beschuldigte in anderer Weise, als in der von B._____ 

geschilderten Weise beteiligt war:  

Nach der Kurierfahrt vom April 2012, sei das Kokain von B._____ aus dem Koffer-

raum seines Fahrzeuges genommen und in einem Plastiksack zu C._____ in die 

Werkstatt gebracht worden. Dies sei der Transport gewesen, bei dem B._____ 

nur Kokain von "R._____" erhalten habe. Das Kokain sei somit nicht im Koffer-

raum eingebaut gewesen, sondern habe lose im Kofferraum gelegen. Er 

(B._____) sei dann mit diesem Sack in die Garage von C._____ gefahren. Dies 

habe er mit dem kleineren Auto (Fiat Uno) gemacht, weil seine Frau den grösse-

ren Wagen, mit welchem die Drogeneinfuhr erfolgt war, gebraucht habe. Der Be-

schuldigte sei entweder schon dort in der Garage von C._____ gewesen oder sei 

später dazu gekommen. Wie immer habe C._____ auch über diese Fahrt Be-

scheid gewusst und hatte das Ganze mit dem Beschuldigten besprochen gehabt 

(Urk. 5/12 S. 3 f.; Urk. 5/13 S. 3). Die zweite Ausnahme, war nach dem Drogen-

import Ende Oktober 2012. Damals habe B._____ die Drogen beim Schrebergar-

ten des Beschuldigten übergeben (Urk. 5/13 S. 3 f.). Am 3. Januar 2013 habe der 

Beschuldigte zwar Kenntnis von der Kurierfahrt gehabt, jedoch sei er in den Feri-

en gewesen (Urk. 2/8 S. 18).   

 n) Dieser Ablauf und die Rolle des Beschuldigten werden dem Grundsatz 

nach von C._____ bestätigt. So sprach auch er davon, dass es sich um eine Fa-

miliensache gehandelt habe, was ihm der Beschuldigte im Nachhinein einmal er-

zählt habe (Urk. 6/5 S. 3; Urk. 6/10 S. 7). Auch diese Aussage spricht indiziell da-

gegen, dass der unbekannte Lieferant "R._____" durch den Beschuldigten invol-

viert wurde. Weiter gab C._____ an, dass es der Beschuldigte gewesen sei, wel-

cher ihm mitgeteilt habe, wann B._____ die erste Fahrt machen könne, wobei er 

mit diesem auch besprochen habe, ob er (C._____) bereit sei, die Garage zur 

Verfügung zu stellen und die Drogen auszubauen. B._____ und der Beschuldigte 

hätten sich sprachlich nicht verständigen können, weshalb er für sie übersetzt ha-

- 34 - 

be. Der Beschuldigte habe jeweils ihm mitgeteilt, er solle B._____ ausrichten, 

dass er eine Fahrt machen könne. Von der Rückkehr B._____s aus Holland habe 

der Beschuldigte teilweise telefonisch über C._____ erfahren, teilweise sei er be-

reits in der Garage am Warten gewesen, habe also schon davon gewusst und 

teilweise hätten B._____ und C._____ den Beschuldigten gemeinsam aus der 

Werkstatt orientiert (Urk. 2/12 S. 6 f.; Urk. 6/6 S. 10 f.).  

Übereinstimmend mit B._____ bestätigte C._____ überdies, dass B._____ mit ca. 

acht bis zehn Fingerlingen entschädigt werden sollte. Abweichend von dessen 

Aussagen, wonach er (C._____) zehn bis zwölf Fingerlinge als Provision hätte er-

halten sollen, deponierte C._____, er habe mit dem Beschuldigten vereinbart, 

dass er Kokain für den Eigenkonsum von B._____ verlangen könne bzw. er fünf 

bis sechs Fingerlinge für seine Dienste erhalte. Dazu sei es dann aber nicht ge-

kommen und der Beschuldigte habe gesagt, er (C._____) solle sich etwas bei 

B._____ holen; der Beschuldigte habe ausdrücklich gesagt, er könne so von der 

Sache profitieren. Insgesamt habe er ca. 300 Gramm Kokain erhalten. Wie 

B._____ gab C._____ zu Protokoll, die letzten drei Male habe B._____ seinen 

(C._____s) Anteil zu sich nach Hause genommen zur Aufbewahrung. Schliesslich 

und wiederum übereinstimmend mit B._____ sagte C._____ konstant aus, dass 

der Beschuldigte bei allen Ausbauten der Drogen aus dem Fahrzeug, die er 

(C._____) vorgenommen habe, vor Ort gewesen sei und die Drogen, abzüglich 

seines und des Anteils von B._____, an sich genommen habe. Der Beschuldigte 

sei der Organisator und Auftraggeber von B._____ und die einzige Person gewe-

sen, welche das Kokain jeweils abgeholt habe (Urk. 2/12 S. 6 ff.; Urk. 6/6 S. 7, 

S. 11). Hier ist jedoch gegenüber der vorinstanzlichen Übernahme dieser Schilde-

rungen C._____s eine Relativierung notwendig: Die Bezeichnung "Organisator" 

erscheint für den Beschuldigten als zu hoch gegriffen, zum einen weil seine orga-

nisatorische Reichweite in Bezug auf den Lieferanten "R._____" beweismässig 

nicht erstellt werden kann. Zum anderen ist in Bezug auf die Verwandten des Be-

schuldigten in Holland festzustellen, dass es jeweils nicht der in der Schweiz an-

wesende Beschuldigte war, der seinen Einfluss geltend machte bzw. Druck auf 

die übrigen Mitwirkenden B._____ und C._____ ausübte, sondern in erster Linie 

der Neffe "K._____", der offenbar auch häufig selber telefonischen Kontakt mit 

- 35 - 

C._____ und B._____ suchte. Dies wäre wohl kaum nötig gewesen, wenn der 

Beschuldigte tatsächlich die von C._____ und B._____ behauptete Bedeutung in-

nerhalb der Import-Organisation gehabt hätte. Gegen eine derart bestimmende 

Rolle spricht auch der Umstand, dass bezüglich des Beschuldigten keine relevan-

ten Profite für sich selber nachweisbar sind. Schlussendlich erscheinen auch die 

bereits erwähnten Aspekte im Auftritt und der Persönlichkeit des Beschuldigten 

kaum vereinbar mit der ihm von B._____ und C._____ zugewiesenen bestim-

menden Rolle in der Organisation. Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang 

auch die bereits erwähnte Äusserung B._____s in der polizeilichen Einvernahme 

vom 6. März 2013, als er nach erstmaliger Nennung des Namens des Beschuldig-

te gemäss Protokollnotiz gelacht habe und dann zu Protokoll gab: "Ah, ja. 

A._____ oder P._____. Es wurde mir gesagt, dass er der Onkel von K._____ sei. 

Ob dies so ist oder nicht, das weiss ich nicht. Ich weiss auch nicht in welcher Be-

ziehung er zu "R._____" steht. (…) Vor A._____ habe ich weniger Angst als vor 

der anderen Person. A._____ war ein Kunde von C._____. A._____ ist für mich 

harmlos. (...)" (Urk. 5/6 S. 9 f.).  

 o) Andererseits ist die anfängliche Darstellung des Beschuldigten, wonach 

er mehr oder weniger zufällig vier bis fünf Mal in der Garage anwesend gewesen 

sei, als B._____ von Holland herkommend mit den Drogen im Fahrzeug dort ein-

getroffen sei und die Drogen ausgebaut worden seien, als Schutzbehauptung zu 

bezeichnen. Sie wird einerseits durch die in dieser Hinsicht glaubhaften Aussagen 

von B._____ und teilweise von C._____ widerlegt, andererseits widerspricht sie 

den Zugaben des Beschuldigten selbst. Vorab bestätigte der Beschuldigte, dass 

anlässlich eines der ersten Treffen ein Verwandter von ihm in der Garage von 

C._____ zugegen gewesen sei. Sodann gab er übereinstimmend mit C._____ zu, 

von diesem zumindest teilweise informiert worden zu sein, wann B._____ (bzw. 

"Herr Dingsbums") aus Holland zurückkehren würde. Weiter anerkannte der Be-

schuldigte, vier- bis fünf Mal im Auftrag von "K._____" die Aufgabe übernommen 

zu haben, zu kontrollieren, dass B._____ samt den Drogen eingetroffen sei, und 

ersteren darüber zu informieren. Der Beschuldigte äusserte sich überdies dazu, 

was "die aus Holland" geschickt hätten ("wenig") und darüber, was dann effektiv 

angekommen sei ("sehr viel"). Immerhin könnte diese etwas verklausuliert wir-

- 36 - 

kende Aussage darauf hindeuten, dass der Beschuldigte zuweilen feststellte, 

dass jeweils mehr Kokain aus dem Fahrzeug von B._____ ausgebaut wurde, als 

er erwartet hatte. Dazu passt auch, dass der Beschuldigte aufgrund des Lageor-

tes im Fahrzeug von B._____ wusste, welches Kokain vom Neffen "K._____" 

stammte und welches nicht. (Urk. 2/8 S. 11 ff., S. 18; Urk. 2/12 S. 14; Urk. 2/17 S. 

2). Schliesslich bestätigte er, dass B._____ vereinzelt bei seiner Schwester über-

nachtet habe, mit welcher er anerkanntermassen in regelmässigem Kontakt stand 

(Urk. 2/12 S. 11, S. 14). Die eingeklagte Beteiligung des Beschuldigten an den 

Drogeneinfuhren ist schliesslich auch im Gesamtkontext betrachtet plausibel und 

lebensnah. Einerseits waren B._____ und C._____ der Idee entsprechend, Koka-

in aus Holland einzuführen, auf Kontakte zu Drogenlieferanten aus Holland ange-

wiesen, welche über den Beschuldigten hergestellt werden konnten, jedenfalls 

bezüglich seiner Verwandten "K._____" und "L._____". Andererseits bedurfte sein 

Neffe "K._____" bzw. dessen Umfeld eine vertrauenswürdige Person in der 

Schweiz, welche als Bindeglied die Kurierfahrten koordinierte, die Lieferungen 

kontrollierte und die Drogen hernach übernahm. Die diesbezüglich übereinstim-

menden Aussagen von B._____ und C._____, wonach diese Rolle innerhalb der 

Familie dem Beschuldigten zukam, ist daher plausibel, lebensnah und überzeu-

gend. Offen bleiben muss, wie es sich mit der Übernahme der von "R._____" 

stammenden und separat versteckten Kokain-Lieferungen verhielt, bzw. wer diese 

schlussendlich übernahm. Zugunsten des Beschuldigten ist jedoch davon auszu-

gehen, dass er nur diejenigen Kokain-Pakete selber übernahm, die von "K._____" 

stammten.  

 p) Damit ist erstellt, dass der Beschuldigte mit Bezug auf die von seinen 

Verwandten stammenden Kokain-Lieferungen eine wesentliche Rolle innerhalb 

der gesamten, mehrere Personen umfassenden, arbeitsteilig und international 

agierenden Struktur übernahm. Er vermittelte den ersten Kontakt nach Holland 

und war an der anschliessenden Umsetzung der Drogenimporte in die Schweiz 

von Anfang an beteiligt. Er war beim Ausbau des Kokains aus dem Fahrzeug von 

B._____ - mit einer Ausnahme (3. Januar 2013) - jeweils anwesend und über-

nahm die Drogen nach Aushändigung eines Anteils für C._____ und B._____ je-

weils in der Werkstatt von C._____. In einem Fall wurden ihm diese von B._____ 

- 37 - 

direkt in der Nähe des dem Beschuldigten gehörenden Schrebergartens überge-

ben. Fest steht sodann zwar, dass der Beschuldigte am 3. Januar 2013 nicht zu-

gegen war, als B._____ die letzte Kurierfahrt mit seiner Frau ausführte. Dass die-

se Fahrt von der Planung und Ausführung her nach dem bekannten Schema ab-

lief, mithin der Beschuldigte darüber informiert und daran beteiligt war, entspricht 

nicht nur der grundsätzlichen Funktion, welche der Beschuldigte einnahm, son-

dern wird durch die Aussagen von B._____ und C._____ glaubhaft bestätigt. Ers-

terer sagte klar aus, dass die letzte Fahrt bereits im Dezember 2012 abgemacht 

gewesen sei und er ohnehin in die Garage von C._____ gefahren wäre. Der Be-

schuldigte wäre dann nicht dort gewesen, weil er gemäss C._____ in den Ferien 

weilte. Sie seien zu Dritt zusammengesessen und hätten Termin und Fahrt be-

sprochen und der Beschuldigte habe es auch über "K._____" gewusst (Urk. 5/8 

S. 9 ff.). 

 q) Gemäss übereinstimmenden Aussagen von B._____ und C._____ wur-

den sie beide nur mit einem Anteil in Form von Kokain für den Eigenkonsum bzw. 

im Falle von B._____ für den Weiterverkauf "entlöhnt". Es ist allerdings einzuräu-

men ist, dass beide ein bedeutendes Interesse daran haben, den Beschuldigten 

als den Abnehmer des grössten Teils der Drogen darzustellen, zumal ihr eigenes 

Verschulden andernfalls weit schwerer wiegen würde, was durchaus als Motiv für 

eine Falschbelastung in Frage käme. Dass jedoch beide, ohne ersichtliche Ab-

sprachemöglichkeit, hinsichtlich der Übernahme des Gros der Drogen durch den 

Beschuldigten sowie ihrer jeweiligen Entlöhnung zufällig dieselben Falschbelas-

tungen äusserten, ist zwar theoretisch denkbar, aber angesichts der familiären 

Bande des Beschuldigten nach Holland lebensfremd. B._____ und C._____ ga-

ben übereinstimmend an, dass den von "K._____" bezogenen, grundsätzlich in 

grösseren Blöcken verpackten Drogen jeweils noch separate Fingerlinge beigele-

gen seien, welche für sie bestimmt gewesen seien, wobei diese im Falle der si-

chergestellten letzten Drogeneinfuhr einen tieferen Reinheitsgehalt (30% gegen-

über 52%) aufwiesen, als die übrigen Drogen. Eine diesbezügliche, zufällig über-

einstimmende Falschaussage kann ausgeschlossen werden. Allerdings erscheint 

es aufgrund der dargelegten Beweislage nicht erstellt, dass die von "R._____" 

- 38 - 

stammenden Kokain-Pakete in gleicher Weise durch den Beschuldigten über-

nommen wurden.  

 Die Aussage des Beschuldigten, wonach er beobachtet habe, dass zwei 

Drogenlieferungen von C._____ in dessen Garage an einen Mann namens 

"T._____" bzw. eine Frau namens "U._____" übergeben worden seien (Urk. 2/6 

S. 12; Urk. 2/12 S. 7 f. und insbesondere S. 13 f.; Urk. 2/17 S. 3 oben) wurde von 

der Vorinstanz als blosse Schutzbehauptung abgetan. Vor dem dargelegten Hin-

tergrund der unklaren Verbleibs der Kokain-Lieferungen von "R._____" kann die-

ser Auffassung jedoch nicht ohne Weiteres gefolgt werden. Die Hintergründe des 

Verbleibs der Lieferungen von "R._____" müssen jedoch aufgrund der lückenhaf-

ten Beweislage offen bleiben. 

 r) Im Ergebnis können keine unüberwindbaren Zweifel daran bestehen, dass 

der Beschuldigte an den von B._____ ausgeführten und erstellten zwölf Kurier-

fahrten auf die in der Anklageschrift umschriebenen Art und Weise teilnahm, je-

doch nur im Umfang der von seinen Verwandten "K._____" und "L._____" in Den 

Haag stammenden Kokainlieferungen. Hingegen lässt sich eine analoge Tatbetei-

ligung des Beschuldigten bezüglich der von "R._____" stammenden Lieferungen 

nicht nachweisen. 

  s) Hinsichtlich der Menge des eingeführten Kokaingemisches bzw. des 

Reinheitsgrades kann für die Beweiswürdigung grundsätzlich auf die umfassen-

den und zutreffenden Ausführungen in den vorinstanzlichen Erwägungen verwie-

sen werden (Urk. 53 S. 50 - 54; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Lieferungen von 

"K._____" betrugen gemäss der zutreffend Berechnung durch die Vorinstanz zwi-

schen 6.68 kg und 8.35 kg reines Kokain. Dabei handelt es sich unvermeidbar um 

eine Schätzung, konnte doch nur eine Lieferung, nämlich diejenige vom 3. Januar 

2013 sichergestellt und analysiert werden (vgl. Urk. 53 S. 50).   

 t) Aufgrund der obigen Ausführungen ist der Sachverhalt gemäss Anklage-

punkt A Ziffer 1 mit den erwähnten Korrekturen betreffend die Angaben zur Ku-

rierfahrt gemäss Anklagesachverhalt lit. h (vgl. oben lit. j) und der gewichtigen 

- 39 - 

Einschränkung hinsichtlich der von "R._____" stammenden Kokainlieferungen in 

objektiver Hinsicht rechtsgenügend erstellt.  

 u) Es kann aufgrund der Handlungsweise und des Verhaltens des Beschul-

digten keinem Zweifel unterliegen, dass er sich wissentlich und willentlich im 

Rahmen der arbeitsteilig organisierten, mehrere beteiligte Personen umfassenden 

und international agierenden Struktur am Drogenimport von geschätzt mindestens  

6.6 kg reinem Kokain beteiligte. Es ist offenkundig ist, dass der Beschuldigte um 

die erhebliche Gefahr der Drogen für eine Vielzahl von Konsumenten wusste und 

er diese zumindest in Kauf nahm. Er ist einschlägig vorbestraft und es darf als 

Allgemeinwissen gelten, dass Kokain eine zur Abhängigkeit führende und erheb-

lich gesundheitsgefährdende Droge darstellt. Angesichts der Rolle und der Stel-

lung des Beschuldigten in der Organisation der Import-Organisation, insbesonde-

re aber auch als Verwandter derjenigen Personen, welche die Drogen in Holland 

für die Ausfuhr in die Schweiz zur Verfügung stellten, mit welchen er in regelmäs-

sigem Kontakt stand, kann auch nicht ernstlich bezweifelt werden, dass er zumin-

dest Kenntnis davon hatte, in welcher mengenmässigen Grössenordnung und 

Qualität sich die einzelnen Kokainlieferungen jeweils bewegten. Der korrigierte 

Anklagesachverhalt gemäss Anklage lit. A Ziffer 1 ist somit auch in subjektiver 

Hinsicht rechtsgenügend erstellt.  

 

C.  Anklagesachverhalt lit. A Ziffer 2 

 1.  Dem Beschuldigten wird unter diesem Anklagepunkt vorgeworfen, am 

30. Juli 2013 eine Lieferung von rund 2 kg Kokaingemisch entgegengenommen 

und in seinem Gartenhaus in der Schrebergartenanlage "I._____" aufbewahrt so-

wie in der Schweiz Drogengelder eingezogen und nach Holland weitergeleitet zu 

haben. So habe er bis zum 29. Juli 2013 von verschiedenen Geldschuldnern ei-

nen Geldbetrag in der nicht mehr genau bezifferbaren Höhe von etwa Fr. 20'000.– 

und am 30. Juli 2013 um ca. 20.00 Uhr von "V._____" bei einer Metzgerei einen 

Betrag von Fr. 10'600.– entgegengenommen. Sowohl den ersten Geldbetrag von 

ca. Fr. 20'000.– wie auch den zweiten Betrag in der Höhe von Fr. 10'600.– habe 

- 40 - 

der Beschuldigte am 29. Juli 2013, ca. 21.22 Uhr, bzw. am 30. Juli 2013, ca. 

20.35 Uhr, auf dem Parkplatz bei der Schrebergartenanlage "I._____" in Zürich 

dem Drogenkurier F._____ übergeben, letzterem als Kurierentschädigung nach 

Entgegennahme des von diesem zuvor illegal eingeführten Kokaingemisches. Der 

Beschuldigte habe das am 30. Juli 2013 übernommene Kokain sodann umgehend 

in sein Gartenhaus 9-50 verbracht, dort das Paket Nummer 2 ausgesondert und 

separat verborgen sowie die restlichen Kokainpakete in einem Schrank einge-

schlossen. Im Übrigen habe der Beschuldigte in der Zeit vom 19. Juli 2013 bis zu 

seiner Verhaftung am 30. Juli 2013 zwecks Organisation, Planung und Durchfüh-

rung der vorstehenden Einziehung und Weitergabe der Drogengelder sowie der il-

legalen Einfuhr des Kokains durch F._____ verschiedentlich codierte telefonische 

Kontakte zu seinem Neffen K._____ ("K._____"/ "K._____"/ "K._____") und seiner 

Schwester L._____ ("L._____"/ "L._____") sowie zu "W._____" gehabt. Er habe 

zudem geplant, dass von F._____ erhaltene Kokaingemisch gewinnbringend an 

Dritte weiterzugeben, wobei das Paket Nummer 2 an "W._____" und die Finger-

linge aus dem mit "M" beschrifteten Paket sowie das Paket Nummer 1 mit einem 

zusätzlichen aussen befestigten Fingerling ("Brüstchen") an "AA._____" hätten 

übergeben werden sollen, wozu es aber aufgrund der Sicherstellung nicht mehr 

gekommen sei (Urk. 14 S. 7-9).  

 2.  Der Beschuldigte anerkannte im Rahmen der Untersuchung und vor Vor-

instanz, wie auch anlässlich des Berufungsverfahrens einzig, am 30. Juli 2013 auf 

dem Parkplatz beim Schrebergarten "I._____" vom Kurier F._____ eine Papier-

tragtasche mit von diesem illegal eingeführten Kokaingemisch entgegengenom-

men und ihm dafür eine Entschädigung von Fr. 10'600.– als Kurierlohn bezahlt zu 

haben, wobei er dieses Geld gleichentags von "V._____" erhalten habe. Ausser-

dem habe er das entgegengenommene Kokaingemisch in sein Gartenhaus ge-

bracht, das Paket Nummer 2 separat verborgen und die übrigen Pakete in einem 

Holzschrank deponiert (Urk. 2/4 S. 4-8; Urk. 2/5 S. 2-7, S. 30 und S. 34; Urk. 2/17 

S. 6; Urk. 40 S. 7 f.; Urk. 42 S. 37; Prot. II S. 16 ff.). Die Zugaben des Beschuldig-

ten decken sich mit den aus der Observation vom 30. Juli 2013 gewonnen Er-

kenntnissen (vgl. Urk. 1/14) und den im Nachgang an die Verhaftungen am 30. 

Juli 2013 erfolgten Sicherstellungen (Urk. 1/11 S. 5 und Urk. 8/3, 8/5, 9/6 und 

- 41 - 

9/8). Zurecht erachtete die Vorinstanz diesen Anklagesachverhalt mit der Präzi-

sierung hinsichtlich des sichergestellten Streckmittels als erstellt. Es kann ohne 

Weiterungen auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen werden (Urk. 53 S. 

59; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

 3.  Im Übrigen bestritt der Beschuldigte konstant eine weitergehende Beteili-

gung an den in der Anklageschrift lit. A Ziffer 2 umschriebenen Vorgängen. Insbe-

sondere negierte er, sich unter Zuhilfenahme von codierter Telefonkommunikation 

am Betäubungsmittelhandel beteiligt oder Drogengelder eingezogen und weiter-

geleitet zu haben. Seine Rolle sei einzig gewesen, die Lieferung vom 30. Juli 

2013 in Empfang zu nehmen und das Kokain aufzubewahren, bis es bei ihm ab-

geholt werde (so letztmals anlässlich der Befragung zur Sache vor Vorinstanz, 

Urk. 40 S. 7).  

 4.  Die Vorinstanz nahm hinsichtlich der bestrittenen Vorwürfe gemäss An-

klage lit. A Ziffer 2 eine umfassenden Sachverhaltserstellung vor, wobei sie sich 

mit den vorhandenen Beweismitteln einlässlich auseinandersetzte und diese einer 

sorgfältigen Würdigung unterzog. Zusammengefasst kam sie zum Schluss, der 

Anklagesachverhalt lasse sich, vorbehältlich des Inhalts des auf Seite 7 der An-

klageschrift aufgeführten Telefongesprächs vom 18. Juli 2013 um 23.12 Uhr des 

Beschuldigten mit seiner Schwester, sowohl in objektiver als auch in subjektiver 

Hinsicht erstellen. Auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen kann, um 

Wiederholungen zu vermeiden, verwiesen werden (Urk. 53 S. 56-78; Art. 82 

Abs. 4 StPO). Nachfolgende Erwägungen sind demnach in erster Linie rekapitu-

lierender und zusammenfassender Natur.  

 5.  Als Beweismittel für die Erstellung des bestrittenen Anklagesachverhalts 

ist auf die Ergebnisse der Telefonkontrollen, der Observationen und auf die Si-

cherstellungen sowie die Aussagen des Beschuldigten abzustellen. Weitere Be-

weismittel, insbesondere Aussagen weiterer Beteiligter, liegen nicht vor oder sind 

mangels Konfrontation (Einvernahme von F._____) nicht verwertbar, was auch 

die Vorinstanz zutreffend erkannte (Urk. 53 S. 58). Den diesbezüglichen vor-

instanzlichen Erwägungen ist nichts beizufügen. Ebenso kann auf die Ausführun-

gen der Vorinstanz hinsichtlich der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten und der 

- 42 - 

Glaubhaftigkeit seiner Aussagen verwiesen werden (Urk. 53 S. 56; Art. 82 Abs. 4 

StPO).  

 a) Im Allgemeinen ist zu den Protokollen der Telefonüberwachung anzufüh-

ren, dass sich die Gespräche zwischen den verschiedenen Beteiligten in der Re-

gel um unterschiedliche Gegenstände drehten. So wurde insbesondere über 

Kohlköpfe, Plakate, Papiere, Zucchetti oder Salate, sowie über Schachteln, 

Rechnungen, Palette, Einladungen oder Flyers gesprochen (vgl. dazu Anhänge 1-

45 zu Urk. 2/5). Ausserdem wurden in den Gesprächen immer wieder unter-

schiedliche Zahlen und Mengenangaben genannt. Die Gespräche sind für Aus-

senstehende nur schwer verständlich und machen in der Regel für sich betrachtet 

nur wenig oder gar keinen Sinn. Bei einer gesamthaften Betrachtung der Ergeb-

nisse der Telefonkontrollen ist daher klar, dass der wahre Hintergrund der Ge-

spräche ein anderer sein muss, als durch die Wortwahl der Beteiligten den An-

schein erweckt werden soll, und von einer verklausulierten Kommunikation aus-

zugehen ist, setzen die Dialoge der Telefonprotokolle doch voraus, dass die Ge-

sprächspartner die tatsächlich gemeinte Bedeutung der Gegenstände und Men-

genangaben genau kennen mussten, da ansonsten eine Verständigung kaum 

möglich gewesen wäre.  

 b) Beteiligte an Betäubungsmitteldelikten bedienen sich gerichtsnotorisch 

einer codierten Kommunikationsweise. Der Beschuldigte gestand im Verlauf der 

Untersuchung ein, die in der Anklageschrift aufgeführten Telefongespräche zu 

den jeweiligen Daten und Zeiten mit den aufgeführten Personen geführt und die 

Textnachrichten erhalten oder versandt zu haben (vgl. Urk. 2/5 S. 8 ff. und 

Urk. 2/17 S. 17) und auch die Verteidigung bestreitet die Existenz der Gespräche 

und Nachrichten nicht (Urk. 42 S. 36). Es ist somit aufgrund der Zugaben des Be-

schuldigten nach Vorhalt des Auszüge der Telefon- und Nachrichtenkontrolle (so 

beispielsweise Urk. 2/5 Antwort Nr. 61,70, 74, 101, 115, 120, 128, 136, 140, 157, 

164, 171, 173, 175, 179 181, 185, 203, 207, 211, 214, 216, 222) erstellt, dass er 

in der Zeit vom 17. Juli 2013 bis zum 30. Juli 2013 insbesondere mit vier Perso-

nen häufige telefonische Kontakte pflegte. So fanden zahlreiche Gespräche mit 

ihm und einer unbekannten Frau namens "W._____" sowie mit seinem Neffen 

- 43 - 

K._____ ("K._____" / "K._____" / "K._____"), seiner Schwester L._____ 

("L._____" / "L._____") und einer Person namens "AA._____" statt, wobei sowohl 

die Schwester des Beschuldigten als auch sein Neffe von Holland aus mit ihm in 

Kontakt traten und "W._____" und "AA._____" sich stattdessen in der Schweiz 

aufhielten. Was den Inhalt der Telefongespräche und Textnachrichten sowie die 

tatsächliche Bedeutung des Kommunizierten angeht, beschränkte sich der Be-

schuldigte darauf, die Richtigkeit der von der Untersuchungsbehörde vorgenom-

mene Interpretation der Gespräche zu bestreiten (so beispielsweise Urk. 2/5 S. 9 

f., S. 12). Eine plausible Erklärung für die Gespräche und deren konfusen Inhalt 

konnte er aber auf Vorhalt nicht liefern, vielmehr blieben die wenigen Erklärungs-

versuche unglaubhaft und sind als Schutzbehauptungen zu qualifizieren, wie dies 

auch die Vorinstanz tat (Urk. 53 S. 64).  

 c) In Übereinstimmung mit der Vorinstanz sind die Nachrichten nicht isoliert 

anhand des Wortlauts, sondern unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände zu 

würdigen (Urk. 53 S. 60 f.). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist eine 

Verurteilung allein gestützt auf codiert geführte Telefonate und Textnachrichten 

nicht ausgeschlossen, wenn diese bei einer objektiven Betrachtungsweise keiner-

lei Zweifel bestehen lassen, dass sich der Sachverhalt, wie in der Anklageschrift 

vorgeworfen, verwirklicht hat. Auch Indizien, welche für sich alleine nur mit einer 

gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hinweisen und somit 

die Möglichkeit einer anderen Schlussfolgerung offen lassen, können in ihrer Ge-

samtheit dennoch kaum Raum für eine den Beschuldigten entlastende Deutung 

der Vorkommnisse lassen und somit nicht bloss einen Anfangsverdacht verstär-

ken, sondern gar zu einer Sachverhaltserstellung respektive einer Verurteilung 

führen (Urteil des Bundesgerichts 6B_1047/2010 vom 28. Februar 2011 E. 3.2.).  

 6.  Für die Beurteilung der anhand der Überwachungsmassnahmen aufge-

zeichneten Telefongespräche und Nachrichten ist es zulässig, auf den bereits er-

stellten und vom Beschuldigten anerkannten Sachverhalt zurückzugreifen und die 

Erkenntnisse aus den aufgezeichneten Gesprächen im Lichte der bereits erwie-

senen Beteiligung des Beschuldigten an einer im Kokainhandel zwischen der 

Schweiz und Holland operierenden Organisation zu würdigen. Ausgangspunkt für 

- 44 - 

die nachfolgende Überprüfung ist demnach, dass der Beschuldigte aufgrund des 

vorstehend Ausgeführten vom Frühjahr 2011 bis Januar 2013 an der Einfuhr von 

Kokain beteiligt war, indem er für den Kurier B._____ Kontakt zu einem Drogenlie-

feranten aus Holland herstellte und von der Schweiz aus die Planung und Organi-

sation der Transporte übernahm, als Bindeglied die Kurierfahrten koordinierte, die 

Lieferungen kontrollierte und die eingeführten Betäubungsmittel entgegennahm 

(vgl. vorstehende Ausführungen Ziff. II B 10. lit. n), sowie dass der Beschuldigte 

am 30. Juli 2013 eine Lieferung von rund 2 kg Kokaingemisch entgegennahm, 

den Kurier F._____ dafür entschädigte und das eingeführte Kokain in sein Gar-

tenhaus verbrachte (vgl. vorstehend Ziff. II C 2.). Diese erwiesenen Umstände 

stellen ein gewichtiges Indiz dafür dar, dass der Beschuldigte in einem über den 

bereits erstellten Sachverhalt hinausgehenden Mass an Betäubungsmitteldelikten 

beteiligt gewesen sein könnte. 

 7. a) Mit Verweis auf die vorinstanzlichen Erwägungen ist festzuhalten, dass 

das erste Gespräch vom 18. Juli 2013, 23.12 Uhr, zwischen dem Beschuldigten 

und seiner Schwester nicht erstellt werden kann. Ein solches Gespräch ist nicht 

aktenkundig (Urk. 53 S. 70 f.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

 b) Zurecht geht die Vorinstanz für die Entschlüsselung der codierten Tele-

fongespräche zwischen dem Beschuldigten und den übrigen Beteiligten vom Ge-

spräch zwischen dem Beschuldigten und seinem Neffen "K._____" am 19. Juli 

2013, 8.56 Uhr, aus und zieht ein vorangegangenes Gespräch des Beschuldigten 

mit der unbekannten Frau "W._____" am 18. Juli 2013, 23.11 Uhr (nicht Gegen-

stand der Anklage) hinzu (Urk. 53 S. 62 f.). Dem Telefonat mit "W._____" ist wört-

lich zu entnehmen, dass diese den Beschuldigten in der Nacht vom 18. Juli 2013 

bittet, ihr zwei Kohlköpfe zu bringen, worauf jener nachfragt, ob sie die anderen 

Kohlköpfe bereits gegessen habe und ihr gleichzeitig in Aussicht stellt, jemanden 

anzurufen, um zu sehen, ob noch Kohlköpfe vorhanden seien (Anhang 2 zu Urk. 

2/5). Anlässlich des Telefonats am nächsten Morgen mit seinem Neffen "K._____" 

nimmt der Beschuldigte offensichtlich Bezug auf das Gespräch mit "W._____" 

vom Vorabend und teilt seinem Neffen mit, sie habe bereits alles gegossen und 

wolle wissen, ob sie noch mehr zum giessen hätten, worauf der Neffe verneint 

- 45 - 

und erklärt, das sei alles gewesen und nachfragt, ob sie bereits fertig sei (Anhang 

3/1 zu Urk. 2/5).  

 Aufgrund der Zugabe des Beschuldigten steht fest, dass neben ihm die Ge-

sprächsteilnehmer eine Frau, welche der Beschuldigte als "W._____" bezeichnet 

und sein in Holland ansässiger Neffe "K._____" sind (Urk. 2/5 S. 8 f.). Der vo-

rinstanzlichen Schlussfolgerung, wonach sich das Gespräch zwischen dem Be-

schuldigten und "W._____" nicht – wie vom Beschuldigten behauptet (Urk. 2/5 S. 

8 f.) – um Gemüse drehte, kann mit Verweis auf ihre umfassenden Erwägungen 

zugestimmt werden (Urk. 53 S. 63 f.). Es ist nicht nachvollziehbar und lebens-

fremd, weshalb "W._____" kurz vor Mitternacht mit auff