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**Case Identifier:** ee2ad263-13e6-590a-b238-fc7828b6f50b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.10.2015 100 2014 318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-318_2015-10-02.pdf

## Full Text

100.2014.318U
STE/SIL/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Steinmann, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiber Sieber

1. A.________
2. B.________
Beschwerdeführende

gegen

C.________ AG 
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdegegnerin 1

und

Einwohnergemeinde Rubigen 
handelnd durch den Gemeinderat, Worbstrasse 34, Postfach 192, 
3113 Rubigen
Beschwerdegegnerin 2

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 2

sowie

Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern
Münstergasse 2, 3011 Bern

betreffend Überbauungsordnung «Rubigen Nord» (Entscheid der Justiz-, 
Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern vom 3. Oktober 2014; 
32.14-14.20)

Sachverhalt:

A.

Die C.________ AG mit Sitz in … baut in der Einwohnergemeinde (EG) 
Rubigen Kies ab und betreibt dort ein Kieswerk. Sie ist Teil der sog. C.-
Guppe, die sich aus mehreren hauptsächlich in den Bereichen Bau, 
Baustoffe, Baulogistik, Transporte sowie Recycling tätigen Gesellschaften 
zusammensetzt und auf verschiedene Standorte verteilt ist ([…]). Damit die 
Betriebsteile zusammengeführt werden können, soll am Standort Rubigen 
der neue Hauptsitz der C.-Gruppe entstehen. Geplant ist ein Dienst-
leistungszentrum (DLZ) u.a. mit Büro- und Dienstleistungsräumen, Werk-
stätten und einem Werkhof. Am 24. November 2013 beschlossen die 
Stimmberechtigten der EG Rubigen zu diesem Zweck nebst einer Ände-
rung des Zonenplans (Einzonung Teilparzelle Nr. 1.________) die 
Überbauungsordnung (ÜO) «Rubigen Nord» mit Strassenplan für die 
Erschliessungsanlagen. Am 27. Februar 2014 genehmigte das Amt für 
Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) die ÜO Rubigen 
Nord und erteilte unter anderem die Baubewilligung für die 
Erschliessungsanlagen. Die von A.________ und B.________, 
Eigentümerschaft der Parzelle Nr. 2.________, erhobene Einsprache wies 
es ab.

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B.

Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ Be-
schwerde bei der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons 
Bern (JGK). Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 3. Oktober 
2014 ab. 

C.

Hiergegen haben A.________ und B.________ am 2. November 2014 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem folgenden Antrag: 

«Der Beschwerdeentscheid der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion 
des Kantons Bern (JGK) vom 3. Oktober 2014 sei aufzuheben und an 
das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen zwecks vorgängiger Durchführung einer Umweltver-
träglichkeitsprüfung sowie Überarbeitung der Überbauungsordnung 
„Rubigen Nord“ im Sinne der Art. 2 und 3 unter III. Materielles (ins-
besondere Begrenzung der „Höhenkote OK Flachdach“ für die Baufel-
der A, B und D auf 562.50 m.ü.M. in den Art. 21 Abs. 1 und Art. 22 
Abs. 1 Überbauungsvorschriften Überbauungsordnung „Rubigen 
Nord“). 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -»

Mit Beschwerdeantworten vom 9. und vom 15. Dezember 2014 beantragen 
die EG Rubigen und die C.________ AG die Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf einzutreten sei. Mit Vernehmlassung vom 12. Dezember 
2014 schliesst die JGK auf Beschwerdeabweisung. 

Am 22. April 2015 hat eine Delegation des Gerichts unter Mitwirkung der 
Parteien, der JGK, der Kommission zur Pflege der Orts- und Landschafts-
bilder (OLK) sowie des Amtes für Umweltkoordination und Energie (AUE) 
eine Augenscheins- und Instruktionsverhandlung durchgeführt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig.

1.2 Zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist nach Art. 79 Abs. 1 VRPG 
befugt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine 
Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a; sog. formelle Beschwer), 
durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen Entscheid be-
sonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhe-
bung oder Änderung der Verfügung oder des Entscheids hat (Bst. c; sog. 
materielle Beschwer). – Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzli-
chen Verfahren teilgenommen und sind mit ihren Anträgen nicht durchge-
drungen, weshalb sie formell beschwert sind. Umstritten ist jedoch, ob sie 
vom Erlass der ÜO Rubigen Nord in schutzwürdigen Interessen betroffen 
und damit materiell beschwert sind (Beschwerdeantwort der Beschwer-
degegnerin 1 [nachfolgend BA], S. 3 ff.). 

1.3 Materiell beschwert kann nur sein, wer sich am vorinstanzlichen 
Verfahren zulässigerweise beteiligt hat (BVR 2008 S. 396 E. 1.2; 
VGE 2014/43 vom 21.5.2015, E. 2.1 [zur Publikation bestimmt]). Die Be-
schwerdebefugnis nach Art. 61a Abs. 2 Bst. a und Art. 60 Abs. 2 i.V.m. 
Art. 35 Abs. 2 Bst. a des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 (BauG; 
BSG 721.0) setzt voraus, dass die beschwerdeführende Person über eine 
spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt und einen praktischen 
Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids 
zieht. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder 
rechtliche Situation der betroffenen Person durch den Ausgang des Verfah-
rens beeinflusst werden kann, sodass von der Abwendung eines materiel-
len oder ideellen persönlichen und unmittelbaren Nachteils gesprochen 
werden kann. Diese Anforderungen grenzen die Beschwerde betroffener 
Drittpersonen von der unzulässigen Popularbeschwerde ab. Wer in diesem 

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Sinn beschwerdebefugt ist, ist grundsätzlich mit allen Rügen zum Verfah-
ren zuzulassen. Vorbringen Privater, mit denen ein bloss allgemeines öf-
fentliches Interesse an der richtigen Anwendung des Rechts verfolgt wird, 
ohne dass der beschwerdeführenden Person im Fall des Obsiegens ein 
praktischer Nutzen entsteht, sind indes unzulässig (BVR 2013 S. 343 
E. 4.1, 2011 S. 498 E. 2.3 und 4.5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 79 N. 3 und Art. 65 N. 8 f. und 
11; Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I/II, 4./3. Aufl. 
2013/2010, Art. 35-35c N. 16 und 22, Art. 40-41 N. 4; Michel Daum, Ist die 
rügebezogene Beurteilung der Legitimation zu Nachbarbeschwerden im 
Baurecht überholt?, in BVR 2014 S. 83 ff., 102 ff.; BGE 141 II 50 E. 2.1, 
139 II 499 E. 2.2, 137 II 30 E. 2.2). 

1.4 In einer spezifischen Beziehungsnähe zur Streitsache stehen bei 
Verfahren betreffend Sondernutzungsplänen – ebenso wie im Baubewil-
ligungsverfahren – naturgemäss die Nachbarinnen und Nachbarn des von 
der Planung betroffenen Gebiets. Deren Beschwerdelegitimation hängt 
davon ab, ob und inwieweit die festgelegte Nutzung sich nachteilig auf ihr 
Grundstück auswirken kann. Ein Kriterium für die Beurteilung der Be-
schwerdebefugnis von Nachbarinnen und Nachbarn ist die räumliche Nähe 
von deren Grundstück zum umstrittenen Vorhaben. Nach der Rechtspre-
chung ist dieses Erfordernis bis zu einem Abstand von 100 m zu bejahen. 
Allerdings ergibt sich die Legitimation nicht schon allein aus der räumlichen 
Nähe, sondern erst aus der daraus herrührenden besonderen Betroffen-
heit. Eine solche wird vor allem in Fällen bejaht, in welchen von einer An-
lage mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit Emissionen auf das 
Nachbargrundstück ausgehen. Eine weitere Umschreibung der beschwer-
deberechtigten Nachbarinnen und Nachbarn kann sich aufgrund der kon-
kreten Gegebenheiten rechtfertigen, namentlich aber dort, wo besonders 
starke Emissionen zur Diskussion stehen. Jedenfalls ist eine Gesamtwürdi-
gung der Situation anhand der konkreten Verhältnisse erforderlich 
(BVR 2013 S. 343 E. 4.2, 2011 S. 498 E. 2.4; BGE 140 II 214 E. 2.3, 
136 II 281 E. 2.3.1). Bei Lärm, der durch eine Anlage verursacht wird, be-
jaht die Rechtsprechung die Beschwerdelegitimation, wenn die Zunahme 
deutlich wahrnehmbar ist. Dies wird anhand von qualitativen (Art des Ge-
räusches) und von quantitativen Kriterien (Erhöhung des Lärmpegels) beur-

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teilt (BGE 140 II 214 E. 2.3; René Wiederkehr, Die materielle Beschwer von 
Nachbarinnen und Nachbarn sowie von Immissionsbetroffenen, in ZBl 2015 
S. 347 ff., S. 355, je mit Hinweisen). Rein ideelle Beeinträchtigungen wie 
die Veränderung des Landschaftsbilds müssen im Regelfall ein ungleich 
stärker störendes Mass annehmen als Immissionen wie Lärm oder Luft-
verunreinigungen, damit die besondere Betroffenheit bejaht werden kann. 
Daher begründet nicht jede bauliche Veränderung im Blickfeld oder in der 
Umgebung eines Grundstücks die Beschwerdelegitimation, selbst wenn sie 
als störend empfunden werden sollte. Vielmehr ist eine besonders nahe 
Beziehung zur Streitsache nötig, die eine gewisse Intensität erreicht und 
wesentlich stärker ist als die Beziehung der Allgemeinheit zum Streitgegen-
stand (VGE 2013/376 vom 22.4.2014, E. 3.5, 2010/430 vom 29.3.2012, in 
ZBl 2012 S. 378 E. 1.2.2; BGer 1C_306/2009 vom 8.12.2009, E. 4 und 7, 
1A.266/2006 vom 25.4.2007, E. 4.1, 1A.98/1994 vom 28.3.1995, in 
ZBl 1995 S. 527 E. 2c; Zaugg/Ludwig, Art. 35-35c N. 17 [am Ende]). 

1.5 Bezüglich der Beschwerdeführenden ergibt sich was folgt: 

1.5.1 Die ÜO Rubigen Nord bezweckt nebst dem Erstellen einer neuen 
Haupterschliessung für die Industrie- und Gewerbezone den (etappierten) 
Bau des neuen Hauptsitzes der C.-Gruppe (Art. 5 ÜV; Botschaft der 
EG Rubigen zur Urnenabstimmung vom 24.11.2013, act. 6A/1, Einleitung; 
vorne Bst. A). Dieser wird eine Werkhof- und Werkstatthalle umfassen, in 
welcher die gesamte Fahrzeugflotte der C.-Gruppe gewartet werden soll 
(Protokoll der Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 22.4.2015 
[act. 19; nachfolgend: Protokoll], S. 8 [Aussage E.________]; Eingabe vom 
27.2.2015, act. 17, S. 6 f.; act. 17A/6). Ausserdem sind eine Baute für 
Dienstleistungs- und Büronutzung sowie Räumen und Einrichtungen für 
das Baustellen- und Betriebspersonal (Garderoben, Schulungsräume, mul-
tifunktionale Räume), ein Gebäude für die Parkierung von Fahrzeugen und 
Baumaschinen sowie Lagerräume vorgesehen. Zugelassen sind weiter 
betriebseigene Verkaufsnutzungen (Art. 13 ff. ÜV; Erläuterungsbericht vom 
24.11.2013 [nachfolgend: Erläuterungsbericht], Ziff. 6.4 und 6.5). Entspre-
chend sieht die ÜO Rubigen Nord oberirdische Bauten auf vier Baufeldern 
(A-D) vor (Überbauungsvorschriften vom 24.11.2013 [ÜV], Art. 13-16). Pa-
rallel zur Kantonsstrasse sind die 29,5 m breiten und insgesamt 130 m lan-

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gen Baufelder B und D angeordnet. Dahinter schliessen das Baufeld A mit 
einer Breite von 31 m und einer Länge von 161 m und das gleich lange, 
22,5 m breite Baufeld C an. Auf den Baufeldern A, B und D dürfen Ge-
bäude bis auf eine Dachkote von 567,5 m.ü.M. errichtet werden, was einer 
Gebäudehöhe von 15 m entspricht. Für das Baufeld C gilt eine Dachkote 
von 562,5 m.ü.M., womit eine Gebäudehöhe von 10 m zulässig ist (Über-
bauungsplan vom 24.11.2013 [ÜP]; Art. 21 ÜV). 

1.5.2 Das Grundstück der Beschwerdeführenden am […] grenzt nicht 
unmittelbar an das Gebiet der ÜO Rubigen Nord, sondern ist von diesem in 
der Luftlinie ca. 350 m entfernt. Allerdings besteht direkter Sichtkontakt 
(Situationsplan, Beilage 4 zur Beschwerdeantwort, act. 7A; Fotodossier der 
Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 22.4.2015 [act. 19A; 
nachfolgend: Fotodossier], Bilder Nrn. 22-26). Die Vorinstanz hat die 
Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführenden bejaht, da die 
Dimensionen der durch die ÜO Rubigen Nord ermöglichten Bauten – 
namentlich deren Höhe – das Erscheinungsbild des bis anhin land-
wirtschaftlich genutzten Areals erheblich verändern und die Sicht auf das 
Aaretal wesentlich beeinträchtigen werden (angefochtener Entscheid, 
E. 3.4). Tatsächlich ermöglicht die ÜO Rubigen Nord den Bau einer kom-
pakten Anlage, welche im Gelände als zusammengehörendes Ganzes in 
Erscheinung tritt und das Industrie- und Gewerbeareal im Blickfeld der 
Beschwerdeführenden deutlich sichtbar nach Südwesten erweitern wird 
(vgl. Überbauungsplan der ÜO Rubigen Nord vom 24.11.2013, act. 8F; 
Fotodossier, Bilder Nr. 1 und 2). Es erscheint daher wenig bedeutsam, 
dass innerhalb des Industriegebiets der EG Rubigen bereits verschiedene 
Gebäude bestehen, welche teilweise erheblich höher als das geplante 
Dienstleistungszentrum sind (Fotodossier, Bilder Nrn. 10-13 und 15; Be-
schwerdeantwort der EG Rubigen, act. 6, S. 3). An den deutlichen Sichtbe-
schränkungen ändert nichts, dass das Areal der ÜO Rubigen Nord tiefer 
gelegen ist als das Grundstück der Beschwerdeführenden und die Gebäu-
dekörper teilweise durch Büsche abgedeckt werden (Fotodossier, Bilder 
Nrn. 25 und 26); Bepflanzungen bieten nicht zu allen Jahreszeiten den glei-
chen Sichtschutz und gehören zu den leicht veränderbaren Elementen 
(BVR 1997 S. 97 E. 3d; VGE 2014/129 vom 23.4.2015 [noch nicht rechts-
kräftig], E. 2.3, 2010/430 vom 29.3.2012, E. 1.2.4). Damit unterscheidet 

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sich die Situation der Beschwerdeführenden denn auch von anderen Fäl-
len, in denen die Rechtsprechung die Beschwerdebefugnis verneint hat 
(vgl. etwa BGE 140 II 214 E. 2.5 [Lichtquelle nicht vom Aufenthaltsbereich 
des Grundstücks aus sichtbar]; BGer 1P.164/2004 vom 17.6.2004, in 
ZBl 106/2005 S. 587 E. 2.6 [Wegfall von «ein wenig Aussicht»]). 

1.5.3 Hinzu kommt, dass das Dienstleistungszentrum einen vielfältigen, 
auch mit Immissionen verbundenen Nutzungsmix beinhalten wird (E. 1.5.1 
hiervor [auch zum Folgenden]). Zwar ist nicht zu erwarten, dass die Be-
schwerdeführenden durch die Dienstleistungs- und Büronutzung besonders 
betroffen sind, zumal der damit verbundene Mehrverkehr auf der 
G.________ kaum wahrnehmbar sein wird (hierzu statt vieler BVR 2013 
S. 343 E. 4.2). Dagegen soll in der geplanten Werkhof- und Werkstatthalle 
neu die gesamte Fahrzeugflotte der C.-Gruppe gewartet und unterhalten 
werden, darunter eine erhebliche Anzahl von schweren Spezialfahrzeugen 
wie etwa Kranwagen, Grossmastbetonpumpen und grösseren 
Betonpumpenfahrzeugen (Eingabe vom 27.2.2015, act. 17, S. 6 f.; 
act. 17A/6). Durch das arealinterne Manövrieren wie auch die Wartungs- 
und Reparaturarbeiten an diesen Fahrzeugen und Geräten ist eine für die 
Beschwerdeführenden wahrnehmbare Veränderung der bestehenden 
Geräuschkulisse nicht ausgeschlossen. Jedenfalls im Verbund mit den 
Sichtbeschränkungen sind die Beschwerdeführenden hinreichend in ihren 
schutzwürdigen Interessen betroffen. Sie sind durch den angefochtenen 
Entscheid folglich auch materiell beschwert und grundsätzlich zur Be-
schwerde befugt.

1.6 Die Beschwerdegegnerin 1 bestreitet allerdings, dass die Beschwer-
deführenden mit der Beschwerde insoweit einen praktischen Nutzen erzie-
len können, als sie beantragen, die Sache sei zur Vornahme einer Um-
weltverträglichkeitsprüfung (UVP) an das AGR zurückzuweisen (Be-
schwerde, Rechtsbegehren und S. 9 ff.). – Gemäss Art. 10a Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umwelt-
schutzgesetz, USG; SR 814.01) prüft eine Behörde möglichst frühzeitig die 
Umweltverträglichkeit, bevor sie über die Planung, Errichtung oder Ände-
rung von Anlagen entscheidet. Unterlässt sie dies, ist die Umweltverträg-
lichkeitsprüfung unter Aufhebung der Bewilligung der entsprechenden An-

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lage nachzuholen. Nur ausnahmsweise kann – was hier nicht zur Diskus-
sion steht – auf eine nachträgliche Prüfung im förmlichen Sinn verzichtet 
werden (zum Ganzen BGE 135 II 238 [BGer 1C_409/2008 vom 8.4.2009] 
E. 3 sowie nicht publ. E. 5 und 6, 133 II 169 E. 2.2; Griffel/Rausch, Kom-
mentar USG, Ergänzungsband zur 2. Aufl., 2011, Art. 10a N. 44 f.). Würde 
das Verwaltungsgericht der Argumentation der Beschwerdeführenden 
folgen und die Sache zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprü-
fung an das AGR zurückweisen, hätten diese an dem Entscheid zwar noch 
keinen unmittelbaren Nutzen. Ein solcher ergäbe sich erst, wenn sich die 
ÜO Rubigen Nord (in vorliegender Form) als nicht umweltverträglich er-
wiese (vgl. Art. 3 Abs. 2 der Verordnung vom 19. Oktober 1988 über die 
Umweltverträglichkeitsprüfung [UVPV; SR 814.011]). Hierin, also in der 
Möglichkeit, dass das Projekt nach Durchführung einer UVP gegebenen-
falls nicht bzw. nur in geänderter Form verwirklicht werden könnte, liegt 
entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin 1 (Beschwerdeantwort, 
S. 12) indes ein hinreichender praktischer Nutzen an der Beschwerdefüh-
rung (vgl. zu dieser Problematik etwa Zaugg/Ludwig, Art. 35-35c N. 22b mit 
Hinweisen). 

1.7 Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
ist damit einzutreten. Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen 
Entscheid auf Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG).

2.

Nach Ansicht der Beschwerdeführenden ist die Umweltschutzgesetz-
gebung verletzt, weil vor Erlass der ÜO Rubigen Nord keine Umweltver-
träglichkeitsprüfung durchgeführt worden ist (Beschwerde, S. 9 ff.). 

2.1 Der Umweltverträglichkeitsprüfung unterstellt sind Anlagen, welche 
Umweltbereiche erheblich belasten können, sodass die Einhaltung der Vor-
schriften über den Schutz der Umwelt voraussichtlich nur mit projekt- oder 
standortspezifischen Massnahmen sichergestellt werden kann (Art. 10a 
Abs. 2 USG). Der Bundesrat bezeichnet die Anlagetypen, die der Umwelt-
verträglichkeitsprüfung unterstehen; er kann Schwellenwerte festlegen, ab 

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denen die Prüfung durchzuführen ist (Art. 10a Abs. 3 Satz 1 USG). Ge-
mäss Art. 1 UVPV sind der Umweltverträglichkeitsprüfung nach Art. 10a 
USG (Prüfung) diejenigen Anlagen unterstellt, die im Anhang der Verord-
nung aufgeführt sind. Änderungen bestehender Anlagen, die im Anhang 
aufgeführt sind, unterliegen nach Art. 2 Abs. 1 Bst. a UVPV der Prüfung, 
wenn die Änderung wesentliche Umbauten, Erweiterungen oder Betriebs-
änderungen betrifft. Anlagen, die nicht im Anhang aufgeführt sind, unterlie-
gen nach Art. 2 Abs. 2 Bst. a UVPV der Prüfung, wenn die Anlage nach 
einer Änderung einer Anlage im Anhang entspricht.

2.2 Es ist unbestritten, dass das Dienstleistungszentrum keine Anlage 
ist, die als solche im Anhang der UVPV als prüfungspflichtige Anlage auf-
geführt wird (vgl. auch angefochtener Entscheid, E. 7.1 S. 20). Gestützt auf 
Art. 1 UVPV besteht somit keine UVP-Pflicht. Nach Ansicht der Beschwer-
deführenden kann das geplante Dienstleistungszentrum aber nicht unab-
hängig vom bestehenden Kiesabbau, der seinerseits der UVP-Plicht unter-
stehe, betrachtet werden, weil es die Ausbeutungskapazitäten der Kies-
grube erheblich erweitere. Es stehe daher eine wesentliche Änderung einer 
UVP-pflichtigen Anlage nach Art. 2 Abs. 1 Bst. a UVPV in Frage (Be-
schwerde, S. 10 ff.). – Die Änderung einer Anlage ist dann wesentlich und 
unterliegt der Prüfungspflicht, wenn die der Anlage zuzurechnenden Um-
weltbelastungen eine ins Gewicht fallende Änderung erfahren können. Dies 
ist der Fall, wenn die Änderung entweder zu einer Verstärkung bestehen-
der Umweltbelastungen oder dazu führt, dass gewichtige Umweltbelastun-
gen neu oder an neuer Stelle auftreten können (BGE 135 II 238 
[BGer 1C_409/2008 vom 8.4.2009] nicht publ. E. 2.2, 133 II 181 E. 6.2).

2.3 Mit dem Dienstleistungszentrum, das räumlich in unmittelbarer 
Nähe zur Kiesgrube erstellt werden soll, wird ein zentraler Hauptsitz für die 
C.-Gruppe geschaffen (vgl. vorne Bst. A und E. 1.5.1). Während sich 
derzeit nur die in direktem Zusammenhang mit dem Kieswerk stehenden 
Betriebe in Rubigen befinden, sollen neu die rückwärtigen Betriebsteile 
(Werkhof, Werkstatt) sowie das gesamte Management der Gruppe, welche 
heute auf verschiedene Standorte verteilt sind, dorthin verlegt werden (Pro-
tokoll, S. 4 [Aussage F.________]). Damit sollen im Bereich der Führung 
der Gruppe und bei den Dienstleistungen Synergieeffekte erzielt werden. 

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Der Standort in Rubigen sei nicht zwingend; das Dienstleistungszentrum 
könnte aus betrieblicher Sicht auch an anderer Stelle errichtet werden 
(Protokoll, S. 5 [Aussagen D.________ und Fürsprecher …]). Inwieweit das 
Erstellen von Büro- oder Dienstleistungsräumen sich auf den Kiesabbau 
auswirken könnte, ist nicht ersichtlich, auch wenn die Zentralisierung von 
Management und Administration für «kürzere Wege» sorgen wird. Ein Aus-
bau des Kiesabbaus ist damit nicht verbunden, zumal die in direktem Zu-
sammenhang mit dem Kiesabbau stehenden Betriebe sich bereits in Rubi-
gen befinden. Hingegen soll im geplanten (zentralen) Werkhof und in den 
Werkstätten die gesamte Fahrzeugflotte der C.-Gruppe gewartet werden 
(vgl. vorne E. 1.5.1). Es können damit auch die für den Kiesabbau be-
nötigten Fahrzeuge und Maschinen in Rubigen unterhalten und repariert 
werden. Da diese Arbeiten nicht mehr am weiter entfernten Standort in … 
ausgeführt werden müssen (vgl. Beschwerdeantwort, S. 15), ergeben sich 
hieraus Vereinfachungen und Zeitersparnisse, wovon indirekt auch der 
Kiesabbau in Rubigen profitieren mag. Solch marginale Auswirkungen sind 
aber keine Änderung der Anlage im Sinn von Art. 2 Abs. 1 UVPV. 

2.4 Zu keinem anderen Ergebnis führt die Berücksichtigung des von 
den Beschwerdeführenden zitierten Entscheids des Bundesverwaltungsge-
richts (BVGer A-6536/2010 vom 23.8.2011). Abgesehen davon, dass dort 
die Lärmsanierungs- und nicht die UVP-Pflicht einer bestehenden Anlage in 
Frage stand, wurde die wesentliche Änderung im Sinn von Art. 18 Abs. 1 
USG darin gesehen, dass der Bau des Bürogebäudes die Betreiberin des 
Heliports in die Lage versetzte, die Fluggastzahlen und mit ihnen die Kapa-
zitäten des Flugbetriebs zu erhöhen (E. 2.6.1). Das geplante Dienstleis-
tungszentrum steht hingegen nicht in einem hinreichenden funktionellen 
Zusammenhang mit dem Kiesabbau. Das Bestehen einer Gesamtanlage ist 
somit zu verneinen (BGer 1A.110/2006 vom 19.4.2007, in URP 2007 
S. 485 E. 2). Der Frage, ob für den Kiesabbau eine Umweltverträg-
lichkeitsprüfung durchgeführt wurde, braucht somit nicht nachgegangen zu 
werden und die diesbezüglichen Beweisanträge werden abgewiesen. 

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3.

Nach Auffassung der Beschwerdeführenden ist eine Umweltverträglich-
keitsprüfung auch deshalb nötig, weil der Schwellenwert von 
500 Parkplätzen nach Ziff. 11.4 Anhang UVPV überschritten werde (Be-
schwerde, S. 17 ff.). 

3.1 Der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung unterstellt sind Park-
häuser und Parkplätze für mehr als 500 Motorwagen (Art. 1 i.V.m. Ziff. 11.4 
Anhang UVPV). Mit dem Dienstleistungszentrum werden auch Parkplätze 
für Fahrzeuge und Baumaschinen erstellt (vorne E. 1.5.1). Selbst die Be-
schwerdeführenden machen jedoch nicht geltend, dass mit dem Neubau 
allein 500 oder mehr Parkplätze geschaffen werden sollen. Sie gehen viel-
mehr wie die Vorinstanz von insgesamt maximal 312 neuen Parkplätzen 
aus (Beschwerde, S. 17; angefochtener Entscheid, E. 8.2). Auch diesbe-
züglich ergibt sich mit Blick auf das Dienstleistungszentrum allein folglich 
keine Prüfungspflicht. 

3.2 Die Beschwerdeführenden sehen die massgebende Schwelle von 
500 Parkplätzen als überschritten an, wenn die auf dem Kiesgrubenareal 
bereits vorhandenen Parkplätze mitgezählt werden. Insofern liege eine 
Änderung einer bestehenden Anlage im Sinn von Art. 2 Abs. 2 Bst. a UVPV 
vor. – Den Beschwerdeführenden könnte von vornherein nur gefolgt wer-
den, wenn mit Blick auf die Parkplätze zwischen den bestehenden Anlagen 
und dem Dienstleistungszentrum ein hinreichender funktioneller Zusam-
menhang bestünde, sodass von einer Gesamtanlage gesprochen werden 
könnte (vgl. dazu BGer 1A.110/2006 vom 19.4.2007, in URP 2007 S. 485 
E. 2). Wie es sich hiermit verhält, braucht aufgrund des nachfolgend Aus-
geführten freilich nicht geklärt zu werden: In sachverhaltlicher Hinsicht ist 
die Darstellung der Beschwerdeführenden und der Vorinstanz richtigzustel-
len, wonach bis zu 312 neue Parkplätze geschaffen werden dürfen. Die 
konkrete Anzahl der neu zu erstellenden Parkplätze wird zwar erst im Bau-
bewilligungsverfahren festzulegen sein. Mit Blick auf die Geschossflä-
chenziffer und die Anzahl neuer Arbeitsplätze ist aber für die erste Bau-
etappe mit 129 bis 146 neuen Parkplätzen zu rechnen (vgl. Erläuterungs-
bericht, Ziff. 6.4 und 6.11). Für die zweite Etappe, die frühestens ab 2025 
geplant ist, sind 111 bis 166 Parkplätze zu erstellen (Erläuterungsbericht, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 13

Ziff. 6.5 und 6.11). Allerdings darf die zweite Etappe erst in Angriff genom-
men werden, wenn die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr ver-
bessert ist (Art. 20 Abs. 3 ÜV), sodass letztlich insgesamt mit maximal 
166 neuen Parkplätzen zu rechnen ist (vgl. Protokoll, S. 6 [Aussagen 
H.________ und I.________]). Nach den unwidersprochen gebliebenen 
Angaben der Beschwerdegegnerin 1 bestehen derzeit auf dem Areal der 
Kiesgrube ungefähr 30-40 Parkplätze (Protokoll, S. 5 [Aussage 
F.________]). Selbst wenn tatsächlich deutlich mehr Parkplätze vorhanden 
wären, würde die Schwelle von 500 Parkplätzen somit bei weitem nicht er-
reicht und ergibt sich, auch wenn mit Blick auf die Parkplätze von einer 
Gesamtanlage auszugehen wäre, hieraus keine UVP-Pflicht. Unter diesen 
Umständen erweist sich der Vorwurf als unbegründet, die Vorinstanz habe 
den Sachverhalt unvollständig festgestellt, indem sie die genaue Anzahl 
der Parkplätze nicht bestimmt habe (Beschwerde, S. 17 f.). 

4.

Umstritten ist weiter, ob sich die aufgrund der ÜO Rubigen Nord zulässigen 
Gebäude aufgrund der Dimensionen hinreichend ins Orts- und Land-
schaftsbild einfügen werden. 

4.1 Der Erlass einer Überbauungsordnung hat wie jede Raumplanung 
eine auf die erwünschte Entwicklung des Landes ausgerichtete Ordnung 
der Besiedlung zu verwirklichen (Art. 75 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; 
SR 101]). Er stellt eine Gestaltungsaufgabe dar und unterliegt einer ge-
samthaften Abwägung und Abstimmung aller räumlich wesentlichen Ge-
sichtspunkte und Interessen (Art. 1 und 3 des Bundesgesetzes vom 
22. Juni 1979 über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; 
SR 700]; Art. 1-3 der Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 [RPV; 
SR 700.1]; Art. 54 BauG; statt vieler BGE 136 II 204 E. 7.1 und BVR 2013 
S. 31 E. 3.2). Nach Art. 3 Abs. 1 RPV haben die Behörden alle betroffenen 
Interessen zu ermitteln und zu beurteilen. Dabei sind insbesondere die Ver-
einbarkeit mit der anzustrebenden räumlichen Entwicklung und die mögli-
chen Auswirkungen zu berücksichtigen. Den Interessen ist aufgrund der 
Beurteilung im Entscheid möglichst umfassend Rechnung zu tragen. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 14

Interessenabwägung muss in der Begründung dargelegt werden (Art. 3 
Abs. 2 RPV; BVR 2015 S. 175 E. 5.2 mit Hinweisen). Die Planungsziele 
und -grundsätze von Art. 1 und 3 RPG enthalten verschiedene, unter sich 
potenziell teils widersprüchliche Forderungen, die nie alle optimal erfüllt 
werden können. So soll die Raumplanung einerseits die natürlichen Le-
bensgrundlagen wie namentlich Boden und Landschaft schützen und die 
ausreichende Versorgungsbasis des Landes sichern, andererseits aber 
auch die räumlichen Voraussetzungen für die Wirtschaft schaffen und das 
soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben fördern (Art. 1 Abs. 2 RPG; 
Art. 54 BauG). Dazu sind einerseits die Landschaft zu schonen, das Kultur-
land und zusammenhängende landwirtschaftliche Flächen sowie naturnahe 
Landschaften und Erholungsräume zu erhalten, andererseits sind die Sied-
lungen nach den Bedürfnissen der Bevölkerung zu gestalten (Art. 3 Abs. 2 
und 3 RPG, Art. 54 Abs. 2 BauG; vgl. im Einzelnen zum Planungsgrund-
satz der Landschaftsschonung BVR 2013 S. 31 E. 4.1 und VGE 2012/476 
vom 14.3.2014, E. 4.3.1). Im Fall der Unvereinbarkeit verschiedener Pla-
nungsgrundsätze ist gestützt auf eine umfassende Interessenabwägung 
demjenigen Grundsatz der Vorrang einzuräumen, welcher der angestreb-
ten Entwicklung besser entspricht. Dabei kann es vorkommen, dass einzel-
nen Planungsgrundsätzen nicht entsprochen werden kann, ohne dass des-
wegen die Planung rechtswidrig würde (Pierre Tschannen, in Kommentar 
RPG, 1999, Art. 3 N. 31 f.; Zaugg/Ludwig, Art. 54 N. 3). 

4.2 Die Interessenabwägung ist in erster Linie Sache der demokrati-
schen Planungsorgane. Die Gemeinden sind im Rahmen des übergeordne-
ten Rechts in der Ortsplanung autonom (Art. 109 der Verfassung des Kan-
tons Bern [KV; BSG 101.1]; Art. 55 Abs. 1 und Art. 65 Abs. 1 BauG). Wenn 
die Gemeinde eine angemessene und sachlich haltbare Abwägung getrof-
fen hat, ist dies von den übergeordneten Behörden zu respektieren (Art. 2 
Abs. 3 RPG; vgl. BVR 2013 S. 31 E. 3.2; VGE 2013/230 vom 5.12.2014, in 
ZBl 2015 S. 182 E. 3.2; BGer 1C_306/2010 vom 2.12.2010, E. 2.2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 15

5.

Die Beschwerdeführenden machen geltend, die ÜO Rubigen Nord trage 
dem Grundsatz, wonach die Landschaft zu schonen ist (Art. 3 Abs. 2 RPG), 
zu wenig Rechnung. 

5.1 Der Planungsgrundsatz, wonach die Landschaft zu schonen ist, 
verlangt unter anderem, dass sich Siedlungen, Bauten und Anlagen in die 
Landschaft einordnen sollen (Art. 3 Abs. 2 Bst. b RPG; vgl. auch Art. 54 
Abs. 2 Bst. f BauG). Zu den empfindlichen Landschaften in diesem Sinn 
gehören in erster Linie Gebiete, die entweder rechtlichen Schutzbestim-
mungen unterworfen sind (insbesondere Schutzzonen nach Art. 17 RPG 
bzw. Schutzgebiete nach Art. 86 BauG) oder Aufnahme in ein Inventar 
nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Hei-
matschutz (NHG; SR 451) gefunden haben (BVR 2013 S. 31 E. 4.2). Dar-
über hinaus werden aber auch Landschaften von durchschnittlicher Qualität 
vor Beeinträchtigungen durch Bauten und Anlagen geschützt, wobei dieser 
Schutz nicht weiter geht als das in Art. 9 Abs. 1 BauG vorgesehene allge-
meine Beeinträchtigungsverbot (BVR 2008 S. 66 E. 5.3.1; Pierre Tschan-
nen, a.a.O., Art. 3 N. 50). Bauten und Anlagen ordnen sich dann ein, wenn 
sie bezüglich ihres Standorts und ihrer Gestaltung die charakteristischen 
Eigenheiten der beanspruchten Landschaft nicht störend verändern. Ob der 
Planungsgrundsatz einem blossen Verunstaltungsverbot gleichkommt, ein 
Beeinträchtigungsverbot statuiert oder aber ein eigentliches Eingliede-
rungsgebot enthält, lässt sich in allgemeiner Weise nicht sagen. Vielmehr 
hängt das Ausmass der geforderten Einfügung ganz entscheidend vom 
Grad der Schutzwürdigkeit der in Anspruch genommenen Landschaft ab. 
Wo lediglich ein allgemeines Beeinträchtigungsverbot gilt, ist kein diskretes 
Verbergen der Architektur oder gar eine bestimmte Formensprache gebo-
ten, vielmehr kann auch die Akzentuierung der Landschaft durch auffal-
lende Werke oder das Setzen baulicher Schwerpunkte zulässig sein 
(BGer 1C_520/2012 vom 30.7.2013, E. 2.2; Waldmann/Hänni, Handkom-
mentar RPG, 2006, Art. 3 N. 27; BVR 2003 S. 257 E. 8b). 

5.2 Die ÜO Rubigen Nord erfasst ausser den Erschliessungsanlagen im 
Wesentlichen den an die G.________strasse angrenzenden Teil der 
Parzelle 1.________, auf der das DLZ errichtet werden soll. Diese liegt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 16

gemäss Zonenplan «Siedlung und Landschaft» vom 28. November 2004 
(act. 8D) in der Abbau- und Ablagerungszone nach Art. 41 des 
Baureglements der EG Rubigen vom 28. November 2004 (GBR), welche 
die Landwirtschaftszone überlagert (Art. 41 Abs. 1 GBR). Zusätzlich ist der 
Parzellenteil als «Humusdeponie (GBR Art. 42)» (richtig: Art. 41 Abs. 5 
GBR) gekennzeichnet. Gemäss dem kommunalen Richtplan «Räumliche 
Gesamtentwicklung» vom 5. Juni 2012 (act. 8D) liegt die Parzelle 
1.________ innerhalb des Siedlungsentwicklungsgebiets «Arbeiten-
Kiesabbau» und der Siedlungsbegrenzung. Landschafts- oder 
Ortsbildschutzgebiete sind weder im Bereich der Abbau- und 
Ablagerungszone noch des Industriegebiets ausgeschieden. Das von der 
ÜO Rubigen Nord betroffene Gebiet ist mithin nicht besonders 
schützenswert, sondern von durchschnittlicher Qualität. 

5.3 In einem Ortsbildschutzgebiet nach Art. 86 BauG i.V.m. Art. 47 GBR 
befindet sich hingegen der 230 m in südwestlicher Richtung liegende Wei-
ler Kleinhöchstetten (Zonenplan «Siedlung und Landschaft», act. 8D), in 
dem verschiedene Gebäude als Baudenkmäler nach Art. 48 GBR einge-
stuft sind (Anhang 5 GBR). Der Weiler Kleinhöchstetten ist ausserdem als 
Ortsbild von nationaler Bedeutung im Bundesinventar der schützenswerten 
Ortsbilder der Schweiz (ISOS) verzeichnet (ISOS, Kanton Bern, Band 4, 
Bern Land, S. 161-168; vgl. auch Art. 5 NHG). Er zeichnet sich insbeson-
dere durch eine «hohe Lagequalität wegen der unverbauten und exponier-
ten Situation auf der Geländekante am Rande des Hochplateaus über der 
Aareebene» aus. Es besteht eine «grosse Fernwirkung der Silhouette mit 
dem kleinen Spitzhelm der Kapelle und den hohen, teils gleichgerichteten, 
von Bäumen umgebenen Dächern» (ISOS, Kanton Bern, Band 4, Bern 
Land, S. 167). Entsprechend scheidet das ISOS drei Umgebungsrichtun-
gen (U-Ri) aus. Das sind «Bereiche von ein- oder mehrseitig unbegrenz-
barer Ausdehnung, meist von Bedeutung für den weiträumigen Bezug zwi-
schen Bebauung und Landschaft» (Erläuterungen des Bundesamts für Kul-
tur [BAK] vom 30.10.2011 zum ISOS, S. 2 [abrufbar unter 
<http://www.bak.admin.ch>, Rubriken «Themen», «Heimatschutz und 
Denkmalpflege», «Bundesinventar ISOS», «Das ISOS in Kürze»]). – Wie 
die Vorinstanz zu Recht festhält und vor Verwaltungsgericht nicht umstrit-
ten ist, reicht die hier interessierende U-Ri I nur bis zur G.________strasse 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 17

(angefochtener Entscheid, E. 5.10 S. 16; ISOS, Kanton Bern, Band 4, Bern 
Land, S. 164). Auch schaffen die durch die ÜO «Rubigen Nord» ermöglich-
ten Bauten keine Konkurrenzsituation zum Weiler, wie die Vertreter der 
OLK anlässlich der Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 
22. April 2015 festgestellt haben (Protokoll, S. 10 [Aussage J.________). 
Somit besteht bezüglich des Weilers Kleinhöchstetten kein Konflikt-
potential. 

6.

Die Beschwerdeführenden halten insbesondere die vorgesehene Gebäude-
höhe für mit dem Orts- und Landschaftsbild unverträglich und berufen sich 
auf die Einschätzung der OLK, wonach eine Gebäudehöhe von höchstens 
10 m vertretbar sei. 

6.1 Anlässlich der Vorprüfung hat sich die OLK folgendermassen zum 
damals vorliegenden Projekt geäussert, das u.a. im Baufeld B noch eine 
Turmbaute vorsah (Dachkote: 578 m.ü.M; Gebäudehöhe: 25,5 bis 29 m; 
vgl. Art. 16 Abs. 4 ÜV in der Fassung vom 19.2.2013, act. 8K; Bericht vom 
3.6.2013, act. 8H/12, S. 3): 

«(…) Die OLK findet eine Erweiterung der Anlage [C.________ AG] 
grundsätzlich möglich, ist aber überzeugt, dass mit dem vorliegenden 
Konzept eine Integration ins Orts- und Landschaftsbild nicht 
gewährleistet ist. […] Der Dorfrand ist heute klar definiert und soll nicht 
verschoben werden. Die Anlage der C.________ AG muss autonom 
bleiben und darf nicht mit dem Dorf zusammenwachsen. Die Grünzone 
als Puffer zwischen dem Dorfrand von Rubigen und den Bauten der 
C.-Gruppe ist notwendig und soll bestehen bleiben. Wesentlich ist, 
dass möglichst grossflächige zusammenhängende Landschaftsräume 
um die Anlage herum erhalten bleiben. Die geplanten Gebäude sollen 
sich aus der heutigen Anlage heraus entwickeln und ihre 
Eigenständigkeit unterstreichen (…).»

Die geplanten Neubauten sollen den Eingang (Visitenkarte) der C.-
Gruppe markieren, sie dürfen aber nicht den Eingang zum Dorf Rubi-
gen bilden. Das Gebäude, das an der G.________strasse zu stehen 
kommt, darf nur dann so nahe an die G.________strasse gebaut 
werden, wenn die Fassaden zurückhaltend und gleichmässig 
ausgebildet sind und die Dachkante durchgehend auf gleicher Höhe 
ist. Die Gebäudehöhe darf dabei maximal 10 Meter betragen. Höhere 
Bauten sind nur innerhalb der Kiesgrube und mit einer grösseren 
Distanz zur G.________strasse denkbar. Ein turmähnliches Gebäude 
mit einer Gesamthöhe von 29 Metern ist nicht nötig, wird von der OLK 
aber nicht grundsätzlich abgelehnt. Es ist aber nur in der Kiesgrube 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 18

möglich. Der Abstand zur G.________strasse soll dabei etwa 
120 Meter betragen. Generell sind die Fassaden eher dunkel zu 
halten, ähnlich dem schon bestehenden Turmbau in der Kiesgrube 
(…).»

Auf die Kritik der OLK hin hat die Gemeinde die Planung angepasst und 
insbesondere die Gebäudehöhe auch im Baufeld B auf maximal 15 m be-
schränkt (Art. 21 Abs. 1 und 22 Abs. 1 ÜV; vgl. vorne E. 1.5.1). Das Fest-
halten an dieser Maximalhöhe ist mit den betrieblichen Erfordernissen der 
Beschwerdegegnerin 1 zu erklären, einerseits um Reparatur- und War-
tungsarbeiten an sämtlichen Fahrzeugen ausführen zu können (Werkstatt, 
-halle) und andererseits um Potential für künftige Erweiterungen zu 
schaffen (Büros; vgl. Protokoll, S. 8 [Aussagen E.________ und 
F.________]; Stellungnahme vom 27.2.2015, act. 17, S. 6 f.; act. 17A/6). 
Weiter sind sämtliche Bauten konzeptionell und architektonisch gut ins 
Orts- und Landschaftsbild zu integrieren (Art. 19 Abs. 1 ÜV) und muss in 
den Baufeldern B und D pro Hauptbaute eine Fassade auf der Baulinie mit 
Anbaupflicht erstellt werden, welche entlang der G.________strasse 
verläuft (Art. 19 Abs. 2 ÜV). Gegenüber dem Vorprüfungsstadium der 
Planung wurden sodann strengere Detailgestaltungsvorschriften erlassen. 
Namentlich sind die Farbgebung und die Materialwahl so aufeinander 
abzustimmen, dass zusammen mit der bestehenden Umgebung 
(Nachbarbauten, Orts- und Landschaftsbild) eine gute Gesamtwirkung ent-
steht (Art. 24 Abs. 1 Satz 1 ÜV; vgl. dazu auch Art. 10 GBR). Materialien 
mit Blendwirkung sollen vermieden werden (Art. 24 Abs. 1 Satz 2 ÜV). 
Sämtliche Bauten innerhalb der Baufelder A und C sowie B und D sind vom 
architektonischen Ausdruck und von der Materialwahl her als bauliche 
Einheit zu gestalten (Art. 24 Abs. 2 ÜV). Die Bauten im Baufeld A sind auf 
einer einheitlichen Fassadenflucht zu erstellen (Art. 24 Abs. 3 ÜV). Die 
Bauten in den Baufeldern B und D (entlang der G.________strasse) sind 
wegen ihrer besonderen Exposition als Eintrittsbauten ins Areal in einer 
architektonisch besonders qualitätsvollen Art zu gestalten. Die Fassaden 
sind zurückhaltend und gleichmässig auszubilden (Art. 24 Abs. 4 ÜV). 
Diese Bauten sind ausserdem mit einer durchgehenden Dachkante zu 
erstellen (Art. 24 Abs. 5 ÜV). Mit dem Baugesuch ist ein gesamtheitliches 
Farbkonzept für die Überbauung einzureichen (Art. 24 Abs. 6 ÜV). 
Schliesslich ist ein Beurteilungsgremium mit ausgewiesenen Fachpersonen 
zu bilden, das im Baugesuchsverfahren sämtliche Bauvorhaben auf ihre 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 19

ästhetische Wirkung und Gestaltung und ihre landschaftliche Einpassung 
beurteilt (Art. 27 ÜV). 

6.2 Mit der maximalen Gebäudehöhe von 10 m wollte die OLK vorab 
verhindern, dass durch das unmittelbar an die G.________strasse 
angrenzende Dienstleistungszentrum der Eindruck eines neuen 
Dorfeingangs entsteht. Die Höhenbeschränkung auf 10 m beruhte dabei 
auf einer ungefähren Schätzung (Protokoll, S. 7 f. [Aussagen J.________ 
und K.________]). Eine Maximalhöhe von 10 m wäre auch bezüglich der 
Konkurrenzsituation zum benachbarten Weiler Kleinhöchstetten günstiger 
(Protokoll, S. 7 [Aussage J.________]). Mit Blick auf die Projektanpassun-
gen haben die OLK-Vertreter anlässlich der Augenscheins- und Instruk-
tionsverhandlung ausgeführt, mit dem nunmehr vorliegenden Projekt sei 
eine vertretbare Lösung gefunden worden. Zwar wäre eine Höhe von 10 m 
besser als eine solche von 15 m. Allerdings sei wichtig, dass nicht mehr die 
ursprünglich angedachte Höhe (von 25,5 m) zur Diskussion stehe. Es sei 
vor allem bedeutsam, dass nunmehr eine einheitliche und schlichte Fas-
sade der Gebäude zur Strassenseite hin vorgesehen sei (Protokoll, S. 7 
und 10 [Aussagen J.________]; zur Fassadengestaltung vgl. vorne E. 6.1). 
– Unter diesen Umständen ist es nicht rechtsfehlerhaft, wenn die 
Vorinstanz zum Schluss gekommen ist, dass die ÜO Rubigen Nord trotz 
der vorgesehenen Gebäudehöhe von 15 m eine hinreichende Eingliede-
rung der Bauten gewährleistet. Soweit die OLK mit der Gebäudehöhe von 
höchstens 10 m verhindern wollte, dass der Dorfeingang von Rubigen ver-
schoben wird, haben die Anpassungen die Situation entschärft. Der Ver-
zicht auf die Turmbaute und die einheitliche, zurückhaltende Gestaltung der 
Strassenfassaden vermitteln nicht mehr den von der OLK kritisierten Ein-
druck einer weitherum sichtbaren Landmarke und werten den bestehenden 
Ortseingang folglich nicht ab, zumal (vorerst) ein Freiraum zwischen der 
neuen Überbauung und dem Dorfeingang verbleibt. Im Übrigen ist auf den 
vom AGR genehmigten kommunalen Richtplan «Räumliche Gesamt-
entwicklung» vom 5. Juni 2012 (act. 8D) hinzuweisen. Gemäss dieser für 
die Gemeinde verbindlichen Planungsvorgabe liegt das Areal der 
ÜO Rubigen Nord im Siedlungsentwicklungsgebiet «Arbeiten-Kiesabbau» 
und innerhalb der Siedlungsbegrenzungslinie. Ein Ausgreifen der Siedlung 
bis zum künftigen Dienstleistungszentrum bzw. eine Verschiebung des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 20

Ortseingangs auf dieser Seite der G.________strasse entspricht somit den 
planerischen Absichten der Gemeinde. 

6.3 Nichts anderes ergibt sich mit Blick auf die weiteren Vorbringen der 
Beschwerdeführenden: In der der ÜO Rubigen Nord benachbarten Indust-
riezone beträgt die für die Gebäudehöhe massgebende Höhenkote 
571 m.ü.M., was eine maximale Gebäudehöhe von 14 m erlaubt (Art. 32 
Abs. 3 und Art. 33 Abs. 1 GBR). Damit gelten in den beiden aneinander an-
grenzenden Gebieten vergleichbare Gebäudehöhen. Soweit die Beschwer-
deführenden auf die in Art. 33 Abs. 2 GBR geregelte maximale Höhe für 
Flachdächer verweisen (Beschwerde, S. 8), ist ihnen entgegenzuhalten, 
dass diese Vorschrift nicht die Industrie-, sondern die Wohn- und Gewerbe-
zone+ betrifft. In diesem Zusammenhang ebenfalls nicht zu überzeugen 
vermag der Einwand, das Terrain der Überbauungsordnung liege bereits 
mindestens 5 m über dem gewachsenen Boden des Kiesgrubenareals 
(Beschwerde, S. 8). Liegt die Oberkante Flachdach gemäss Art. 21 f. ÜV 
auf einer Höhenkote von maximal 567,5 m.ü.M. bei einer höchstens zu-
lässigen Gebäudehöhe von 15 m (vorne E. 1.5.1), befindet sich das Bau-
niveau der Überbauungsordnung auf 552,5 m.ü.M. und damit unter 
demjenigen der angrenzenden Industriezone von 557 m.ü.M. (vgl. Art. 32 
Abs. 3 GBR). Abgesehen davon würde ein tiefer liegendes Bauterrain oh-
nehin nichts an der maximal zulässigen Dachkote ändern. Innerhalb des 
Industrie- und Gewerbeareals stehen denn auch, wie anlässlich der Augen-
scheins- und Instruktionsverhandlung vom 22. April 2015 festgestellt wer-
den konnte, teilweise bereits höhere Gebäude als sie in der Überbau-
ungsordnung vorgesehen sind (vgl. Fotodossier, Bilder Nrn. 1, 11-13 und 
15). Der gewählte Standort hat sich auch aus diesem Grund anlässlich der 
von der Gemeinde durchgeführten Evaluation in planerischer Hinsicht un-
bestritten als der Günstigste unter mehreren Varianten erwiesen (vgl. ange-
fochtener Entscheid, Art. 5.6 S. 12 mit Hinweis auf den Erläuterungsbericht, 
act. 8F, S. 19-26 und 64-66). 

6.4 Damit hat die Gemeinde die Planung nach der Vorprüfung soweit 
optimiert, dass sie auch mit Blick auf den Ortsbild- und Landschaftsschutz 
im Rahmen der vom Verwaltungsgericht vorzunehmenden Rechtskontrolle 
(vorne E. 1.7 und 4.2) nicht zu beanstanden ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 21

7.

7.1 Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzu-
weisen. 

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführen-
den als unterliegende Partei die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Ver-
fahren zu tragen, einschliesslich der Kosten, welche für die Teilnahme der 
OLK an der Augenscheins- und Instruktionsverhandlung vom 22. April 2015 
angefallen sind (act. 20; Art. 103 Abs. 1 und Art. 108 Abs. 1 VRPG). 

7.3 Ausserdem haben die Beschwerdeführenden die bei der Beschwer-
degegnerin 1 angefallenen Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 
VRPG). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 1 macht mit Kosten-
note vom 14. August 2015 ein Honorar von Fr. 11'800.-- zuzüglich eines 
Zuschlags von Fr. 5'900.-- sowie Auslagen von Fr. 252.-- geltend. Ein-
schliesslich Mehrwertsteuer (Fr. 1'436.16) beträgt die geltend gemachte 
Forderung demnach Fr. 19'388.15 (act. 27A). Im Licht der gesetzlichen 
Kriterien, wonach sich der Parteikostenersatz innerhalb des Rahmentarifs 
von zwischen Fr. 400.-- bis Fr. 11'800.-- nach dem in der Sache gebotenen 
Zeitaufwand, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses bemisst, und wonach auf dem Honorar ein Zuschlag von bis zu 
200 Prozent gewährt werden kann, wenn bedeutende vermögensrechtliche 
Interessen zu wahren sind (Art. 41 Abs. 1-3 des Kantonalen Anwaltsgeset-
zes vom 28. März 2006 [KAG; BSG 168.11]; Art. 11 der Verordnung vom 
17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes [Parteikos-
tenverordnung, PKV; BSG  168.811]), erscheint der geltend gemachte Be-
trag als überhöht. Zwar kann mit der Beschwerdegegnerin 1 von einem 
erhöhten Zeitaufwand ausgegangen werden und davon, dass die Angele-
genheit für sie von überdurchschnittlicher Bedeutung ist (vgl. Eingabe vom 
14.8.2015, act. 27, S. 1). Auch ist die Schwierigkeit der Sache als leicht 
überdurchschnittlich einzustufen, wobei die rechtlichen Fragestellungen auf 
wenige übersichtliche Fragen beschränkt waren. Damit rechtfertigt sich 
eine Grundgebühr im oberen Bereich des Rahmens nach Art. 11 Abs. 1 
PKV. Anders als die Beschwerdegegnerin 1 meint, sind bei einer Über-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 22

bauungsordnung indessen keine vermögensrechtliche Interessen im Sinn 
von Art. 11 Abs. 2 PKV zu wahren, auch wenn sie, wie sie zutreffend dar-
legt (Eingabe vom 14.8.2015, act. 27, S. 1 f.), mittelbar in finanzieller Hin-
sicht betroffen ist (BVR 2010 S. 433 E. 8.3). Ein Zuschlag nach dieser Be-
stimmung rechtfertigt sich daher nicht. Unter Berücksichtigung sämtlicher 
Umstände erscheint daher ein Parteikostenersatz von Fr. 10'000.--, zuzüg-
lich Auslagen von Fr. 252.--, als angemessen. Da die Beschwerdegegne-
rin 1 mehrwertsteuerpflichtig ist (vgl. Unternehmens-Identifikationsnummer-
Register, einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>), kann sie die von 
ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer sodann in ihrer 
eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. In solchen 
Fällen ist der Partei kein Aufwand für Mehrwertsteuer angefallen und deren 
Abgeltung käme einer Überentschädigung gleich. Deshalb ist nach neuer 
Praxis des Verwaltungsgerichts bei der Bestimmung des Parteikostenersat-
zes die Mehrwertsteuer nicht zu berücksichtigen (BVR 2014 S. 484 E. 6). 

7.4 Bei der Beschwerdegegnerin 2 sind keine Parteikosten angefallen 
(Art. 104 Abs. 1 VRPG); ohnehin kommt ihr kein Ersatzanspruch zu 
(Art. 104 Abs. 4 VRPG). 

7.5 Die Beschwerdeführenden haften für die ihnen auferlegten Kosten 
solidarisch (Art. 106 VRPG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'500.--, und die Kosten für die Bemühun-
gen der OLK im verwaltungsgerichtlichen Verfahren von Fr. 825.--, ins-
gesamt ausmachend Fr. 4'325.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 02.10.2015, Nr. 100.2014.318U, 
Seite 23

3. Die Beschwerdeführenden haben der Beschwerdegegnerin 1 die Partei-
kosten für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
Fr. 10'252.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen. 

4. Zu eröffnen:
- den Beschwerdeführenden
- der Beschwerdegegnerin 1
- der Beschwerdegegnerin 2
- der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern
- dem Bundesamt für Raumentwicklung
- dem Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- dem Amt für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern z.H. der 

kantonalen Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder, 
Gruppe Oberland

- dem Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Der Gerichtsschreiber: 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.