# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0904d885-e767-5b49-af5f-11e425c0adc6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.04.2010 D-2581/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2581-2010_2010-04-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2581/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
alias B._______, geboren Y._______, Georgien,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 9. April 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2581/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  eigenen  Angaben  zufolge  aus  C._______  stammende, 
verheiratete  Beschwerdeführer  georgischer  Staatsangehörigkeit  mit 
letztem  Wohnsitz  in  D._______  seinen  Heimatstaat  am  5.  Februar 
2010 auf dem Landweg verliess und über E._______ und weitere, ihm 
unbekannte  Länder  zirka  Ende  Februar  2010  in  F._______ 
(G._______) eintraf,

dass er am 1. März 2010 unter Umgehung der Grenzkontrolle in die 
Schweiz gelangte,  wo er gleichentags im H._______ um Asyl  nach-
suchte und anschliessend ins I._______ transferiert wurde,

dass der  Beschwerdeführer am 18. März 2010 im I._______ befragt 
und am 30. März 2010 vom BFM direkt angehört wurde,

dass er  anlässlich  der  Befragungen  zur  Begründung  seines  Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte, er habe seit  zwei Jahren im 
Geheimen  ein  Verhältnis  mit  einer  Frau  namens  J._______  gehabt, 
welche  zusammen  mit  ihrer  Mutter  und  ihren  zwei  Brüdern  in 
K._______ lebe,

dass er zirka am Z._______ bei seiner Freundin zu Hause am Kaffee 
trinken  gewesen  sei,  als  deren  Mutter  unerwartet  nach  Hause 
gekommen sei, ihn beschimpft und aus dem Haus geworfen habe,

dass  die  Mutter  ihren  beiden  Söhnen  von  diesem Verhältnis  erzählt 
habe, worauf  er  von diesen darauf  angesprochen worden sei,  er  je-
doch  ein  Verhältnis  mit  J._______  verneint  und  darauf  hingewiesen 
habe, er sei nur ein Kollege ihrer Schwester,

dass ihm die beiden Brüder nicht geglaubt und sich zu einer Kollegin  
von J._______ begeben hätten, die als einzige über seine Beziehung 
zu J._______ im Bilde gewesen sei und schliesslich auch zugegeben 
habe, dass er und J._______ ein Verhältnis hätten,

dass er  daraufhin  von den Brüdern  von J._______ gesucht  und mit 
dem Tod bedroht worden sei,

dass diese zudem ihr Haus niedergebrannt hätten, worauf er zur Poli-
zei gegangen sei, seine Lage erklärt und um Hilfe ersucht habe, zumal 

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die Familienangehörigen von J._______ Svaneten gewesen seien und 
die Blutrache kennen würden,

dass er der Polizei die Namen der Brüder von J._______ angegeben 
und diese  daraufhin die Brüder gesucht, jedoch nicht gefunden habe, 
da sich die Brüder in L._______ verstecken würden,

dass er daraufhin - aus Angst vor der Rache der Brüder von J._______ 
- beschlossen habe, seine Heimat zu verlassen,

dass der Beschwerdeführer keine Reise- oder Identitätspapiere abgab,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers in Anwen-
dung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) mit Verfügung vom 9. April 2010 - gleichentags er-
öffnet - nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete, 

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass die Vorbringen zum Fehlen seiner Papiere - diese seien verbrannt 
- als stereotyp erachtet werden müssten, zumal der Beschwerdeführer 
widersprüchliche Angaben zum Zeitpunkt  des Hausbrandes gemacht 
habe,

dass weiter das Fehlen jeglichen nachvollziehbaren Bemühens, seine 
Identität  durch  rechtsgenügliche,  authentische  Papiere  zu  belegen, 
den  Schluss  zulasse,  dass  der  Beschwerdeführer  nicht  bereit  sei, 
solche Ausweisdokumente vorzulegen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  ferner  zu  den  Umständen  seiner 
Reise in die Schweiz hinsichtlich des bezahlten Betrages für die Reise,  
der  durchquerten  Transitländer,  der  Länge  seiner  Aufenthalte  in 
M._______  und  N._______  in  Widersprüche  verstrickt  und  überdies 
realitätsfremde Angaben gemacht habe,

dass er zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG 
nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärun-
gen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegwei-
sungsvollzugshindernisses erforderlich seien,

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dass  der  Beschwerdeführer  seine  Ausreisegründe  ebenfalls  wider-
sprüchlich geschildert  habe, so bezüglich der Namen der Brüder von 
J._______,  der  Zeitpunkte  des  Hausbrandes  und  des 
Ausreiseentschlusses,  des  Datums der  Abreise  aus D._______,  des 
Inhalts der Gespräche mit den zwei Brüdern und bezüglich der Art und 
Weise, wie er von den Drohungen der Brüder erfahren habe,

dass überdies, selbst  wenn seine Vorbringen geglaubt  werden könn-
ten, die geltend gemachten Behelligungen als asylirrelevante Übergrif-
fe  durch  private  Dritte  qualifiziert  werden  müssten,  da  dem georgi -
schen Staat in casu weder mangelnder Schutzwille  noch mangelnde 
Schutzfähigkeit angelastet werden könnten,

dass der Beschwerdeführer sodann nicht auf den Schutz eines Dritt -
staates angewiesen wäre, da er sich durch einen Wegzug in einen an-
deren Teil  Georgiens  allfälligen Übergriffen  durch  die  beiden  Brüder 
problemlos hätte entziehen können,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. April 2010 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragte, es sei der vorinstanzliche Entscheid 
aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft anzuerkennen und Asyl 
zu gewähren, es sei die Unzulässigkeit, die Unzumutbarkeit sowie die 
Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die  vor-
läufige Aufnahme anzuordnen, es sei die unentgeltliche Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu 
gewähren und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sei zu ver-
zichten, eventuell sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wie-
derherzustellen,

dass zudem die zuständige Behörde vorsorglich anzuweisen sei,  die 
Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder Herkunftsstaats 
sowie jegliche Datenweitergabe an dieselben sei zu unterlassen und 
eventuell sei er bei bereits durchgeführter Datenweitergabe darüber in 
einer separaten Verfügung zu informieren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 16. April 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  31  -  33  des  Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni  2005  [VGG, SR 173.32];  Art.  83  Bst.  d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG,  SR 
173.119]), 

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwer -
de - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutreten ist 
(Art. 108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 105  AsylG  i.V.m. Art.  37  VGG und 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG), 

dass die Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung hat 
und eine solche vom BFM denn auch nicht entzogen wurde, weshalb 
mangels Rechtsschutzinteresses auf den Eventualantrag auf Wieder-
herstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutreten ist,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  deshalb  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 
f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-
weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass somit auf den Antrag auf Gewährung von Asyl nicht einzutreten 
ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder  
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  von  48  Stunden  nach  Einrei-
chung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im Sinne 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab, 

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dass vorliegend auch keine entschuldbaren Gründe für das Nichtein-
reichen von Dokumenten zu bejahen sind, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung lediglich angab, seine Pa-
piere seien beim Hausbrand alle zerstört worden und da seine Eltern  
nicht gut auf ihn zu sprechen seien, könne er diese nicht um die Be-
schaffung von Identitätsdokumenten bitten (vgl. Protokoll direkte Anhö-
rung, S. 2),

dass  der  Beschwerdeführer  im  Hinblick  auf  die  Beschaffbarkeit  von 
Identitätsdokumenten somit  in  kategorischer  Weise verneinte,  solche 
je beibringen zu können,

dass jedoch seine Ausführungen zum Fehlen von Identitätspapieren - 
wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht  erkannte  - 
sich  als  mit  erheblichen Widersprüchen behaftet  sowie als  stereotyp 
erweisen,

dass sodann auch die Schilderungen des Beschwerdeführers zu den 
Umständen seiner Ausreise aus dem Heimatstaat und zur Weiterreise 
in die Schweiz als unsubstanziiert, widersprüchlich und realitätsfremd 
zu erachten sind (vgl. Protokoll Kurzbefragung, S. 9 f.; Protokoll direkte 
Anhörung, S. 3),

dass in  diesem Zusammenhang festzuhalten ist,  dass die Aussagen 
des Beschwerdeführers, er sei von E._______ in einem LKW versteckt 
unkontrolliert  bis  nach  G._______  gereist,  in  offensichtlicher  Weise 
den Erkenntnissen der schweizerischen Asylbehörden über die Sicher-
heitsvorkehrungen  und  Einreisevorschriften  der  Schengen-Vertrags-
staaten widersprechen,

dass mithin mit diesen jeglicher Substanz entbehrenden Vorbringen für 
das Fehlen von Dokumenten keine entschuldbaren Gründe im Sinne 
des Gesetzes vorgetragen wurden, welche insbesondere dann anzu-
nehmen  wären,  wenn  spezifische  Fluchtumstände  im  Vordergrund 
stünden, die zum Verlust der Papiere geführt hätten oder die es nicht 
erlaubt hätten, solche mitzunehmen, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  seinem gesamten  Aussageverhalten 
den auch im Beschwerdeverfahren nicht widerlegten Eindruck vermit-
telt, er versuche, seine Identität und genaue Herkunft zu verschleiern, 
und  er  keinesfalls  -  wie  von  der  Vorinstanz  zutreffend  festgestellt  - 

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glaubhaft  darzulegen vermochte, er sei  durch nicht  selbst  zu verant-
wortende  Umstände  an  der  unverzüglichen  Einreichung  von  Reise- 
oder  Identitätspapieren  im  Sinne  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  a  AsylG 
gehindert worden (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG),

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von Identitätspapieren 
die  Haltlosigkeit  seiner  diesbezüglichen  Angaben  ebenso  bestätigen 
wie die unrealistischen und detailarmen Angaben über die Reise in die  
Schweiz,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht als unglaubhaft qualifizierte, zumal sich dieser hinsichtlich der 
Namen der  Brüder  von J._______,  der  Zeitpunkte  des Hausbrandes 
und  des  Ausreiseentschlusses,  des  Datums  der  Abreise  aus 
D._______,  des  Inhalts  der  Gespräche  mit  den  zwei  Brüdern  und 
bezüglich der Art  und Weise, wie er  von den Drohungen der Brüder 
erfahren habe, in diverse Widersprüche verstrickte,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe  den  vor-
instanzlichen Einwänden nichts Substanzielles entgegenzuhalten ver-
mag und  sich  dabei  auf  eine Wiederholung des bereits  dargelegten 
Sachverhaltes beschränkt, weshalb zur Vermeidung von Wiederholun-
gen  auch  diesbezüglich  auf  die  zutreffenden  Ausführungen  im  an-
gefochtenen Entscheid zu verweisen ist,

dass, soweit der Beschwerdeführer einwendet, der Dolmetscher habe 
vermutlich einige Daten und Angaben falsch übersetzt, zu entgegnen 
ist,  dass der Beschwerdeführer am Schluss der jeweiligen Befragun-
gen die Wahrheit und Korrektheit seiner Angaben nach Rücküberset-

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zung  in  seiner  Muttersprache  unterschriftlich  bestätigte,  weshalb  er 
sich bei seinen Aussagen behaften lassen muss,

dass  auch  der  an  der  direkten  Anhörung  anwesende  Hilfswerkver-
treter, welcher die Einhaltung des Verfahrens zu kontrollieren hat und 
entsprechende Bemerkungen zum Befragungsverlauf anbringen kann, 
keinerlei Einwände zur durchgeführten Befragung erhob (vgl. Protokoll 
direkte Anhörung), 

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
- und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt -  das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des  AuG  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen der Vollzug der 
Wegweisung nach Georgien in Beachtung der massgeblichen völker- 

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und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine menschrechtswidrige  Behandlung im Sinne von 
Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  ersichtlich sind, 
die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimatstaat  drohen  würde 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Georgien noch individuelle Gründe 
gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges des jungen und - 
soweit den Akten entnommen werden kann - gesunden Beschwerde-
führers, der sich gemäss eigenen Angaben seinen Lebensunterhalt mit 
diversen  Erwerbstätigkeiten  (vgl.  Protokoll  Kurzbefragung,  S. 2)  ver-
diente, sprechen,

dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat über ein intaktes soziales 
Beziehungsnetz  verfügt  und  angesichts  der  als  offensichtlich 
unglaubhaften  Asylvorbringen  vorliegend  auch  davon  ausgegangen 
werden kann, dass im Herkunftsort  respektive in der Herkunftsregion 
nicht nach ihm gesucht wird, weshalb ihm der (erneute) Aufbau einer 
eigenen  Existenzgrundlage zugemutet  werden  kann  und  der  Vollzug 
der  Wegweisung somit  als  zumutbar  zu  erachten  ist  (Art.  83  Abs. 4 
AuG),

dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vor-
liegen technischer Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der  Vollzug 
auch als möglich erscheint (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass  nach  dem  Gesagten  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen 
und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  der  Antrag,  im  Sinne  einer  vorsorglichen  Massnahme  sei  die 
Kontaktaufnahme  mit  dem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  sowie  jede 
Weitergabe von Daten an denselben bis zum Endentscheid zu unter -
lassen, mit dem vorliegenden Urteil gegenstandslos geworden ist und 
vorsorgliche  Massnahmen  ohnehin  lediglich  für  die  Dauer  des  Be-
schwerdeverfahrens wirksam wären,

dass weiter aus den Akten nicht hervorgeht,  dass die Vorinstanz be-
reits Daten an den Heimatstaat weitergegeben hätte, weshalb der An-
trag auf Offenlegung eines solchen Kontaktes mittels separater Verfü-
gung abzuweisen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass  die  Beschwerde aufgrund der  Erwägungen als  aussichtslos  zu 
qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der  unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG abzuwei-
sen ist, zumal das vorliegende Verfahren überdies weder in tatsächli -
cher  noch  in  rechtlicher  Hinsicht  besonders  komplex  erscheint  und 
auch das Nichtbeherrschen einer Amtssprache für die Beigabe eines 
Anwalts nicht ausschlaggebend ist,

dass das Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses aufgrund des Ent-
scheides in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,

dass  die  Kosten  des Verfahrens in  der  Höhe von Fr. 600.--  (Art.  16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerle-
gen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  I._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, I._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N_______, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an den  Beschwerdeführer 
und  um  Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbescheinigung  an 
das Bundesverwaltungsgericht)

- O._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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