# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0e6ca1d-5fac-5e44-a89c-bb8e74f59614
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.08.2019 III 2018 209
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2018-209_2019-08-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2018 208 und 209

Entscheid vom 29. August 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien Verfahren III 2018 208:

A.________, K.________,
Beschwerdeführerin I,
vertreten durch Rechtsanwältin L.________,

und Verfahren III 2018 209: 

B.________, ,
Beschwerdeführerin II
(bei Einreichung der Beschwerde vertreten durch ihre Mutter 
A.________,),
nunmehr vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. C.________, ,

gegen

D.________, ,
Vorinstanz,

Gegenstand Erwachsenenschutzrecht (Begehren um Aufhebung einer Massnahme/ 
andere Betreuungslösung für eine schwerbehinderte Person/ Vorfrage)

2

Sachverhalt:

A.1 A.________1944) ist die Mutter von B.________ (geb. am 
B.________1976), welche seit ihrer Geburt schwerbehindert ist und eine ganze 
IV-Rente, Ergänzungsleistungen sowie eine Hilflosenentschädigung für 
Hilflosigkeit schweren Grades bezieht (siehe auch VGE II 2009 107 vom 
18.12.2009). Die Vormundschaftsbehörde M.________ hatte über B.________ 
eine Vormundschaft nach Art. 369 aZGB errichtet und sie unter die erstreckte 
elterliche Sorge der Mutter gestellt. Nach dem Inkrafttreten des neuen Kindes- 
und Erwachsenenschutzrechtes per 1.1.2013 wurde die Massnahme von 
Gesetzes wegen in eine umfassende Beistandschaft nach Art. 398 ZGB 
umgewandelt (mit A als verantwortliche Beiständin für ihre Tochter B.________).

A.2. Nachdem die D.________ Gefährdungsmeldungen erhalten hatte, 
eröffnete sie ein Verfahren zur Abklärung von Erwachsenenschutzmassnahmen. 
Versuche, B.________ zu Hause zu besuchen, blieben erfolglos, weshalb eine 
Delegation am 24. September 2015 mit Hilfe der Polizei einen Augenschein von 
der Wohnsituation von B.________ vornahm. Aufgrund der angetroffenen 
Situation wurde B.________ umgehend durch den Rettungsdienst ins Spital 
M.________ gebracht, derweil für die später eintreffende A durch die Leitende 
Ärztin des Sozialpsychiatrischen Dienstes (SPD) M.________ eine 
fürsorgerische Unterbringung in der Psychiatrischen Klinik Zugersee (wegen 
schwerer Verwahrlosung) angeordnet wurde (VGE IV 2015 41 vom 30.9.2015). 
Gleichentags verfügte die KESB … in der Beistandschaft für B.________, dass 
der bisherigen Beiständin A das Mandat sowie sämtliche Vertretungsbefugnisse 
mit sofortiger Wirkung entzogen werden. Zudem wurde N.________ vorsorglich 
als neue Beiständin für B.________ eingesetzt.

A.3 Am 1. Oktober 2015 fand in der Klinik Zugersee eine Anhörung/ 
Helferkonferenz statt, an welcher nebst A und ihrem Rechtsvertreter der 
zuständige Psychologe der Psychiatrischen Klinik Zugersee sowie eine 
Delegation der KESB … teilnahmen. Dabei wurde u.a. eine Unterstützung bei der 
Hausräumung (welche von A abgelehnt wurde) sowie ein Erholungsurlaub von 
B.________ in Leukerbad mit ihrer Mutter thematisiert (Vi-act. 1.65). In der Folge 
konnte A ihre Tochter B.________ ab 5. Oktober 2015 während mehr als 7 
Wochen in Leukerbad alleine betreuen (siehe auch Vi-act. 9.3, S. 3 unten, S. 4), 
bis der von der Kantonspolizei Wallis beigezogene Arzt Dr.med. E.________ am 
27. November 2015 eine Hospitalisierung von B.________ im Spital Visp als 
geboten erachtete (VGE III 2015 218 und III 2015 238 vom 14.3.2016 Erw. 6 in 

3

fine). Vom Spital Visp wurde B.________ am 29. November 2015 ins Heim 
O.________ gebracht, wo sie seither betreut wird.

A.4 In der Zwischenzeit hatte die KESB … A mit Beschluss vom 4. November 
2015 aus ihrem Amt als Beiständin entlassen und N.________ definitiv als 
Beiständin eingesetzt. Dagegen (bzw. für eine erneute Ernennung als Beiständin 
ihrer Tochter) wehrte sich A erfolglos beim Verwaltungsgericht (VGE III 2015 218 
und 238 vom 14.3.2016) und beim Bundesgericht (siehe Urteil 5A_310/2016 vom 
3.3.2017). 

B.1 Am 18. März 2016 hatte die Beiständin N.________ beantragt, es sei der 
Heimvertrag für B.________ mit dem Heim O.________ zu genehmigen: Diesem 
Begehren hat die KESB … nach diversen Abklärungen und Einholung einer 
Stellung von A mit Beschluss vom 7. Dezember 2016 stattgegeben. 

B.2 Daraufhin beschwerte sich A erfolglos beim Verwaltungsgericht (VGE III 
2017 11 vom 27.9.2017). Auf eine gegen diesen kantonalen Gerichtsentscheid 
von A erhobene Beschwerde ist das Bundesgericht mit Urteil 5A_892/2017 vom 
23. August 2018 nicht eingetreten.

C.1 Mit Eingabe vom 14. Januar 2018 an die KESB … stellte A verschiedene 
Anträge; unter anderem beantragte sie, die Beistandschaft für B.________ sei 
sofort aufzuheben, B.________ sei sofort aus dem Heim zu entlassen und 
B.________ sei sofort in die Obhut, Pflege und Betreuung von A gemäss 
Betreuungsvertrag vom 25. Juni 2015 zu geben (vgl. Vi-act. 10.2). 

C.2 Die gleichen Anträge stellte A in einer Eingabe vom 14. Januar 2018 ans 
Verwaltungsgericht, auf welche das Gericht mit VGE III 2018 15 vom 16. Januar 
2018 nicht eingetreten ist, wobei die Begehren von A zuständigkeitshalber an die 
KESB … weitergeleitet wurden (Vi-act. 10.3).

C.3 Die gleichen Anträge stellte A in einer Eingabe vom 14. Januar 2018 an 
alle Mitglieder des Schwyzer Regierungsrates. Das Departement des Innern, 
welches die administrative Aufsicht über die beiden KESB im Kanton Schwyz 
wahrnimmt, teilte A mit Schreiben vom 5. Februar 2018 mit, dass letztere die 
betreffenden Begehren richtigerweise bei der erstinstanzlich zuständigen KESB 
… eingereicht habe (Vi-act. 10.8).

C.4 In einem Schreiben vom 16. Januar 2018 an die KESB … nahm die 
Beiständin N.________ zu Begehren von A Stellung und wies u.a. darauf hin, 
dass A Gesprächsangebote mehrfach abgelehnt habe (Vi-act. 10.4).

4

D.1 In der Zwischenzeit hatte A bei der Staatsanwaltschaft eine Strafanzeige 
gegen Unbekannt wegen Gefährdung des Lebens (Art. 129 StGB), einfacher 
Körperverletzung (Art. 123 StGB), Nötigung (Art. 181 StGB) und 
Freiheitsberaubung (Art. 183 StGB) begangen zum Nachteil ihrer Tochter 
B.________ eingereicht.

D.2 Nach diversen Abklärungen verfügte die Staatsanwaltschaft des Kantons 
Schwyz am 2. Februar 2018, dass keine Strafuntersuchung gegen Unbekannt 
wegen der genannten Bestimmungen durchgeführt werde (Vi-act. 10.9.1).

D.3 Gegen diese Nichtanhandnahmeverfügung vom 2. Februar 2018 
beschwerte sich A beim Kantonsgericht (vgl. Vi-act. 10.10.1).

D.4 In einer Eingabe vom 16. März 2018 ans Kantonsgericht nahm die 
Beiständin im Einzelnen zu den Begehren von A Stellung (Vi-act. 10.13.1). 
Analog äusserte sich die Beiständin in einer Stellungnahme vom 22. März 2018 
gegenüber der KESB … (Vi-act. 10.15).

D.5 Mit Verfügung vom 17. April 2018 ist das Kantonsgericht Schwyz auf die 
Beschwerde von A gegen die Verfügung der kantonalen Staatsanwaltschaft vom 
2. Februar 2018 nicht eingetreten (Vi-act. 10.17).

E. Mit Schreiben vom 11. Juli 2018 an A informierte die KESB … über die 
eingeholten Berichte der Beiständin sowie des Heimarztes Dr.med. F.________ 
und über die vorgesehene Abweisung der Anträge von A. Zudem setzte die 
KESB … eine Frist für das rechtliche Gehör an (Vi-act. 10.19). Innert erstreckter 
Frist nahm A Stellung in einem per 14. August 2018 datierten und am 27. August 
2018 eingegangenen Schreiben. Darin hielt sie erneut an ihren Anträgen fest, 
welche u.a. sinngemäss die Entlassung der Tochter aus dem Heim und die 
erneute tägliche Betreuung der Tochter durch A beinhalten (Vi-act. 10.23).

F. Mit Beschluss Nr. IA/005/4/2018 vom 17. Oktober 2018 hat die KESB … 
die von A am 14. Januar 2018 gestellten und im Verfahrensverlauf ergänzten 
Begehren, welche teilweise als Beschwerde gegen die Beiständin N.________ 
entgegengenommen wurden, gesamthaft abgewiesen, wobei dies im Dispositiv 
wie folgt umgesetzt wurde:

1. Der Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde gegen die Beiständin N.________ wird abgewiesen.

3. Auf den Antrag, die verantwortlichen Personen zur Rechenschaft zu ziehen, 
wird gemäss Ziff. 5 der Erwägungen nicht eingetreten.

4. Die Beweisanträge werden gemäss Ziff. 6 der Erwägungen abgewiesen.

5

5. Gebühren: Auf eine Gebührenerhebung wird verzichtet.

G. Gegen diesen Beschluss vom 17. November 2018 reichte A am 27. 
November 2018 in eigenem Namen und im Namen ihrer Tochter B.________ je 
eine Beschwerde ein, welche folgende Anträge enthält:

Die Beschwerde von A.________ (Verfahren III 2018 208):

1. Es sei mir die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren;

2. Es sei mir Herr Dr.iur. … als Rechtsbeistand zu gewähren (noch nicht 
angefragt);

3. Pirmin Schwander sei als Auskunftsperson und Zeuge anzuhören;

4. … sei als Auskunftsperson und Zeugin anzuhören;

5. … Leukerbad sei als Auskunftsperson und als Zeugin anzuhören;

6. Dr.med. G.________ Verwaltungsgericht sei als Auskunftsperson und Zeuge 
anzuhören;

7. Dr.med. H.________ sei als Auskunftsperson und Zeuge anzuhören;

8. Polizist … und Polizist …, Kanton Wallis, seien als Auskunftspersonen und 
Zeugen anzuhören;

9. Dr.med. I.________ M.________ sei als Auskunftsperson und Zeuge 
anzuhören;

10. Dr.med. J.________ Leukerbad sei als Auskunftsperson und Zeuge 
anzuhören;

11. Die behandelten (recte wohl: behandelnden) Ärzte des Spitals Visp seien als 
Auskunftspersonen und Zeugen anzuhören;

12. Nach Anhörung der Auskunftspersonen und Zeugen sei dem Rechtsbeistand 
Dr.iur. … die Möglichkeit einzuräumen, die vorliegende Beschwerde zu 
präzisieren und zu ergänzen;

13. Es sei in jedem Fall ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen;

14. Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen;

15. Die Auskunftspersonen und Zeugen seien öffentlich anzuhören;

16. Die Beschwerde sei gutzuheissen;

17. Die effektiven Kosten seien mir zu ersetzen;

18. Alles und Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz, und 
zwar persönlich.

Die Beschwerde von B.________ (i.V. unterzeichnet von A, Verfahren III 2018 
209):

1. Es sei mir die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren;

2. Es sei mir Frau Rechtsanwältin lic.iur. …, als Rechtsbeiständin zu gewähren 
(noch nicht angefragt);

3. Es sei mir ein Mitarbeiter von Adrian Owen als Übersetzer zur Seite zu 
stellen;

4. Ich sei persönlich zu befragen und anzuhören;

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5. … sei als Auskunftsperson und Zeugin anzuhören;

6. … Leukerbad sei als Auskunftsperson und als Zeugin anzuhören;

7. Dr.med. H.________- sei als Auskunftsperson und Zeuge anzuhören;

8. Dr.med. I.________ M.________ sei als Auskunftsperson und Zeuge 
anzuhören;

9. Dr.med. J.________ Leukerbad sei als Auskunftsperson und Zeuge 
anzuhören;

10. Die behandelten (recte wohl: behandelnden) Ärzte des Spitals Visp seien als 
Auskunftspersonen und Zeugen anzuhören;

11. Nach Anhörung der Auskunftspersonen und Zeugen sei der Rechtsbeiständin 
die Möglichkeit einzuräumen, die vorliegende Beschwerde zu präzisieren und 
zu ergänzen;

12. Es sei in jedem Fall ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen;

13. Es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen;

14. Die Auskunftspersonen und Zeugen seien öffentlich anzuhören;

15. Die Beschwerde sei gutzuheissen;

16. Die effektiven Kosten seien mir zu ersetzen;

17. Alles und Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz, und 
zwar persönlich.

H. In der Folge wurden die in den Beschwerden bezeichneten Rechtsvertreter 
vom Gericht hinsichtlich der Mandatsübernahme angefragt. Rechtsanwältin 
lic.iur. C.________ erklärte am 20. Dezember 2018, die Vertretung von 
B.________ zu übernehmen. Die Zusage der Anwaltskanzlei Dr. … folgte am 28. 
Dezember 2018. 

Mit Vernehmlassung vom 8. Januar 2019 beantragte die KESB …, die 
Beschwerden seien vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde, 
und der angefochtene Beschluss sei zu bestätigen. 

Daraufhin wurden die vorinstanzlichen Akten mit gerichtlichem Begleitschreiben 
vom 10. Januar 2019 zunächst an Rechtsanwältin lic.iur. C.________ zugestellt, 
um spätestens bis zum 11. Februar 2019 allfällige ergänzenden Bemerkungen 
einzureichen sowie die Akten alsdann an Rechtsanwalt Dr.iur. … weiterzuleiten. 
Am 27. Februar 2019 retournierte die Anwaltskanzlei Dr.iur. … die 
vorinstanzlichen Akten, ohne dass von Seiten der Rechtsvertreter ergänzende 
Bemerkungen eingereicht wurden. 

Mit gerichtlichem Schreiben vom 11. Juni 2019 kündigte der verfahrensleitende 
Richter die Absicht an, die beiden Beschwerdeverfahren zu vereinigen und die 
Beschwerdeführerinnen vor Ort im Heim O.________ mündlich anzuhören. Zu 
diesem Zwecke wurden drei Tagestermine angeboten (26.6.2019; 25.7.2019; 
29.8.2019).

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Nach telefonischen Absprachen mit den involvierten Anwaltskanzleien hielt der 
verfahrensleitende Richter mit Schreiben vom 17. Juni 2019 fest, dass anstelle 
von Rechtsanwalt Dr.iur. … Rechtsanwältin MLaw … aus der gleichen Kanzlei A 
vertreten werde und dass dieser Rechtsvertreterin nur der letzte Terminvorschlag 
möglich sei, weshalb der Verhandlungstermin auf den 29. August 2019 (14.00 
Uhr) festgelegt wurde.

Mit gerichtlichem Schreiben vom 13. August 2019 wurde der geplante Ablauf der 
mündlichen Verhandlung vom 29. August 2019 skizziert sowie der vorläufige 
Fragenkatalog an den Heimarzt Dr.med. F.________ bekanntgegeben.

Mit separaten Eingaben vom 16. August 2019 stellten die Rechtsvertreterinnen 
für die Beschwerdeführerinnen folgende (übereinstimmenden) Anträge:

1. Die Instruktionsverhandlung vom 29. August 2019 sei abzusetzen.

2. Das Beschwerdeverfahren sei vorläufig auf die Vorfrage zu beschränken, ob 
die Heimentlassung und die Umsetzung des Betreuungsvertrages vom 
25.06.2015 Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist.

Daraufhin hat der verfahrensleitende Richter am 19. August 2019 die geplante 
mündliche Verhandlung vom 29. August 2019 abgesagt. Weitere Eingaben der 
Rechtsvertreterinnen folgten am 28. August 2019.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Gegen die angekündigte Verfahrensvereinigung (vgl. Ingress lit. H) wurden 
keine Einwände erhoben, weshalb die beiden eng zusammenhängenden Be-
schwerden (III 2018 208 und III 2018 209) gemeinsam zu behandeln sind.

2.1 Wie die Rechtsvertreterinnen in ihren Eingaben vom 16. August 2019 zu-
treffend ausführen, kann grundsätzlich nur das Gegenstand des gerichtlichen 
Beschwerdeverfahrens sein, was auch Gegenstand des zugrundeliegenden Ent-
scheides war bzw. nach richtiger Gesetzesauslegung hätte sein müssen (siehe 
VGE III 2017 11 vom 27.9.2017 Erw. 1.1.2 mit Hinweisen).

2.2 Die Rechtsvertreterinnen werfen in ihren Eingaben vom 16. August 2019 
vorab die Frage auf, ob die von den Beschwerdeführerinnen angestrebte Entlas-
sung der Beschwerdeführerin II aus dem Heim und die Umsetzung des Betreu-
ungsvertrages vom 25. Juni 2015 überhaupt zum Gegenstand des gerichtlichen 
(vereinigten) Beschwerdeverfahrens gehören. Falls dies nicht zutreffe, sei (sinn-
gemäss) diese Thematik zunächst der Beiständin zur Prüfung und Entscheidfin-
dung vorzulegen (bevor das Gericht darüber befinden könne). Damit könnte sich 
der mit der geplanten Gerichtsverhandlung im Heim verursachte erhebliche Auf-

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wand und die entsprechenden Kosten als nutzlos erweisen, weshalb vorab vom 
Gericht der Umfang des Beschwerdegegenstands zu klären sei.

2.3.1  Aus den vorliegenden Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführe-
rin I am 14. Januar 2018 sowohl gegenüber der KESB …, als auch gegenüber 
dem Gericht sowie gegenüber dem Regierungsrat mehrere Anträge stellte, wel-
che darauf abzielten, die Beschwerdeführerin II sofort aus dem Heim zu entlas-
sen und in die Obhut/Betreuung der Beschwerdeführerin I zu geben, weil (sinn-
gemäss) die Beschwerdeführerin II im Rahmen der aktuellen Heim-Platzierung 
gefährdet sei (vgl. Ingress C.1 bis C.3 mit Verweis auf Vi-act. 10.2, 10.3 und 
10.8). 

2.3.2  Am 16. Januar 2018 nahm die Beiständin zur Eingabe der Beschwerdefüh-
rerin I vom 14. Januar 2018 dahingehend Stellung, dass die Beschwerdeführerin 
II im Heim gut betreut werde und deswegen keine Gefährdung vorliege (mithin 
konkludent kein Grund für eine Umplatzierung der Beschwerdeführerin II beste-
he, vgl. Vi-act. 10.4). Anzufügen ist, dass die Beiständin bereits in einer Stellung-
nahme vom 18. August 2016 an die KESB … Kriterien formuliert hatte, welche 
erfüllt sein müssten, damit "eine Rückkehr nach Hause" in Frage käme. Dazu 
gehörte unter anderem eine ärztliche Bescheinigung, dass die (damals 71-
jährige) Beschwerdeführerin I physisch und psychisch in der Lage sei, für eine 
24-Stunden-Betreuung der Beschwerdeführerin zu sorgen. Zudem wurde auch 
der Aspekt thematisiert, dass die Beschwerdeführerin I bereit sein müsste, bei-
spielsweise Unterstützung von der Spitex anzunehmen (vgl. Vi-act. 10.9.8, S. 3). 
Sodann hatte die Beiständin in einem Schreiben vom 8. Februar 2017 an die 
KESB … festgehalten, dass sie am 13. Oktober 2016 mit der Beschwerdeführe-
rin I telefoniert habe, um eine allfällige Rückkehr der Beschwerdeführerin II nach 
Hause zu besprechen, indes die Beschwerdeführerin I die Vereinbarung eines 
solchen Termins ablehnte und sich - trotz entsprechender Absprache - nicht 
mehr bei der Beiständin meldete, um das Thema "Rückkehr" zu besprechen (Vi-
act. 10.9.7).

2.3.3  In einer Stellungnahme vom 16. März 2018 ans Kantonsgericht nahm die 
Beiständin explizit zur Pflege der Beschwerdeführerin II durch ihre Mutter Stel-
lung und äusserte sich ausdrücklich zur bestehenden Betreuungslösung im Heim 
im Vergleich zur "privaten Wohnlösung mit persönlicher Betreuung der Mutter". 
Dabei vertrat sie konkludent den Standpunkt, dass die Heim-Betreuung einer Be-
treuung durch die Beschwerdeführerin I vorzuziehen sei, zumal die Beiständin 
von einer "Überforderungssituation der Mutter" sprach (vgl. Vi-act. 10.9.2, S. 2,  
S. 3f. und S. 7 oben). 

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2.3.4  In einer weiteren Stellungnahme vom 22. März 2018 an die KESB … nahm 
die Beiständin ausdrücklich auch zum Antrag der Beschwerdeführerin I Stellung, 
wonach die Beschwerdeführerin II sofort aus dem Heim zu entlassen sei. Dabei 
verwies sie auf ihre frühere Stellungnahme vom 18. August 2016 und sie legte 
dar, weshalb sie aktuell eine Rückkehr von der Beschwerdeführerin II zur Be-
schwerdeführerin I nicht befürworten könne (vgl. Vi-act. 10.15). Damit befasste 
sich die Beiständin mit dieser Thematik und sie lehnte eine solche Heimentlas-
sung explizit ab (vgl. Vi-act. 10.15, S. 2 Ziff. 2 in fine). 

2.3.5  Nachdem die Vorinstanz mit Schreiben vom 11. Juli 2018 der Beschwer-
deführerin I das rechtliche Gehör zu den getroffenen Abklärungsergebnissen so-
wie der geplanten Abweisung der Anträge vom 14. Januar 2018 gewährt hatte 
(Vi-act. 10.19), erneuerte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 14. August 
2018 (eingegangen am 27.8.2018) ihre Begehren, welche zusammenfassend die 
Heimentlassung der Beschwerdeführerin II sowie die tägliche Betreuung der Be-
schwerdeführerin II durch ihre Mutter (gemäss einem Betreuungsvertrag vom 
15.6.2015) beinhalten (vgl. Vi-act. 10.23). 

2.4 Im angefochtenen Beschluss befasste sich die Vorinstanz explizit mit den 
Anträgen der Beschwerdeführerin I, indem die Vorinstanz:

- in Erwägung 2 auf die verschiedenen Anträge der Beschwerdeführerin I 
vom 14. Januar 2018 und vom 14. August 2018 Bezug nahm;

- in den Erwägungen 3 bis 3.1 auf den Antrag der Beschwerdeführerin I 
einging, ob die Beistandschaft für die Beschwerdeführerin II aufzuheben 
sei (bzw. weshalb nicht);

- in den Erwägungen 4 bis 4.6 sich mit den Begehren der Beschwerdefüh-
rerin I befasste, wonach die Beschwerdeführerin II sofort aus dem Heim 
O.________ zu entlassen und in die Obhut und Pflege der Beschwerde-
führerin I gemäss einem Betreuungsvertrag vom 25. Juni 2015 zu geben 
sei;

- dabei in Erwägung 4.1 ausdrücklich festhielt, dass der Antrag der Be-
schwerdeführerin I, ihre Tochter aus dem Heim zu entlassen und in die 
Betreuung der Mutter zu geben, als Beschwerde im Sinne von Art. 419 
ZGB gegen die Handlungen (bzw. Unterlassungen) der Beiständin entge-
gengenommen werde;

- in Erwägung 4.2 den Standpunkt der Beiständin zusammenfasste, wes-
halb nach der Aktenlage eine Rückkehr zur Mutter nicht befürwortet wer-
den könne;

- in Erwägung 4.3 sich mit der Einschätzung des Heimarztes Dr.med. 
F.________ auseinandersetzte;

- in Erwägung 4.4. sich mit der Kritik der Beschwerdeführerin I an den An-
gaben des Heimarztes befasste;

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- in Erwägung 4.5 eine eigene Beurteilung der Sache vornahm und zu-
sammenfassend entschied, dass die Begehren und Einwände der Be-
schwerdeführerin I, welche als Beschwerde im Sinne von Art. 419 ZGB 
gegen die Handlungen (bzw. Unterlassungen) der Beiständin entgegen-
genommen wurden, im Ergebnis abzuweisen seien;

- in Erwägung 6.1 ausführte, weshalb eine Befragung von Pirmin Schwan-
der und dem (damaligen) Rechtsvertreter) nichts zur Sachverhaltsauf-
klärung beitragen könne und schliesslich keine weitere Expertise nötig 
sei;

- und ferner in Erwägung 7 festhielt, dass auf eine Anhörung der Be-
schwerdeführerin II nach der Aktenlage verzichtet werden könne.

2.5 Im Lichte dieser Ausführungen gehören die Frage einer Heimentlassung 
der Beschwerdeführerin II sowie der erwähnte Betreuungsvertrag vom 25. Juni 
2015 offenkundig zum von der Vorinstanz im angefochtenen Beschluss behan-
delten Gegenstand, weshalb diese Thematik auch zum Gegenstand der gerichtli-
chen Beschwerdeverfahren III 2018 208 und 209 zu zählen ist.

Ob die Vorinstanz diese Thematik im angefochtenen Beschluss korrekt behan-
delt und gewürdigt hat, ist grundsätzlich eine Frage der materiellen Beurteilung 
(und nicht eine vorab zu prüfende Frage des Eintretens auf diese Beschwerden). 

Bei dieser Sachlage wird im Rahmen eines Teilentscheides festgehalten, dass 
gemäss Beurteilung des angerufenen Gerichts die Thematik einer Heimentlas-
sung und der geltend gemachten Umsetzung eines Betreuungsvertrags vom    
25. Juni 2015, mithin die (allfällige) Rückkehr der Beschwerdeführerin II in eine 
(weitgehende) Betreuung durch die Beschwerdeführerin I zum Gegenstand des 
gerichtlichen Beschwerdeverfahrens gehören. Über die Fragestellung, ob im vor-
liegenden Streit eine Rückweisung der Sache an die Beiständin zur Vornahme 
von zusätzlichen Abklärungen geboten wäre oder nicht, wird das Gericht im 
Rahmen einer umfassenden materiellen Prüfung zu befinden haben, welche ent-
gegen der sinngemässen Auffassung der Beschwerdeführerinnen auch die Beur-
teilung der aktuellen Betreuungssituation miteinschliesst. 

Ferner kann hier offen bleiben, ob es auf einen überspitzten Formalismus hinaus-
laufen würde, wenn man in diesem Verfahrensstadium der sinngemässen Argu-
mentation der Beschwerdeführerinnen (in den Eingaben vom 16.8.2019) folgen 
wollte, wonach die Sache nochmals an die Beiständin zurückzuweisen sei 
("zurück auf Feld 1"), obwohl die Beiständin im Verfahren vor der Vorinstanz un-
missverständlich den Standpunkt vertrat, dass sie eine Rückkehr der Beschwer-
deführerin II in die Obhut/Pflege durch die Beschwerdeführerin I nicht befürwor-
ten könne. 

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3. Für den vorliegenden Entscheid werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
Die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung 
im vorliegenden Verfahren sind erfüllt. Für die Höhe des Honorars ist auf den 
kantonalen Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom    
27. Januar 1975 abzustellen, welcher für das Honorar in Verfahren vor dem Ver-
waltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht. 
Nach § 2 GebTRA ist die Vergütung nach der Wichtigkeit der Streitsache, ihrer 
Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung sowie dem notwendi-
gen Zeitaufwand zu bemessen. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte ist - 
nachdem der bisherige Aufwand der Rechtsvertreterinnen im Wesentlichen das 
Aktenstudium sowie zwei kurze Eingaben vom 16. und 28. August 2019 umfasst 
- die aus der Gerichtskasse zu bezahlende Entschädigung auf je Fr. 1'700.-- 
festzulegen. 

4. Nach dem Gesagten handelt es sich vorliegend nicht um einen kantonalen 
Endentscheid, weshalb fraglich ist, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, um ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesgericht Beschwerde zu erheben. Dennoch 
wird eine Rechtsmittelbelehrung angeführt, wobei die Beschwerdeführerinnen 
daraus bei einem Weiterzug grundsätzlich nichts zu ihren Gunsten ableiten könn-
ten. Im Übrigen ist davon auszugehen, dass gegen die Festsetzung des Hono-
rars für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung eine Rechtsmittelmöglichkeit 
gegeben ist.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Im Rahmen eines Teilentscheides wird im Sinne der Erwägungen festge-
halten, dass ungeachtet der Vorbringen der beanwalteten Beschwerdefüh-
rerinnen in den Eingaben vom 16. und 28. August 2019 die Thematik der 
geltend gemachten Heimentlassung sowie der (allfälligen) Umsetzung ei-
nes Betreuungsvertrages vom 25. Juni 2015 (mithin die streitige Rückkehr 
der Beschwerdeführerin II in eine weitgehende Betreuung durch die Be-
schwerdeführerin I) zum Gegenstand des gerichtlichen Beschwerdeverfah-
rens gehören.

2. Die in der Dispositiv-Ziffer 1 angeführten Begehren der Beschwerdeführe-
rinnen (inkl. Heimentlassung/ Umsetzung eines Betreuungsvertrages vom 
25.6.2015/ Rückkehr der Beschwerdeführerin II in eine weitgehende Be-
treuung durch die Beschwerdeführerin I) werden im neu eröffneten Verfah-
ren III 2019 156 materiell geprüft. Diesbezüglich wird das Verfahren nach 
Ablauf der Rechtsmittelfrist (siehe nachfolgend) fortgesetzt.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Den Beschwerdeführerinnen wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 
gewährt und der Beschwerdeführerin I wird Rechtsanwältin MLaw … sowie 
der Beschwerdeführerin II Rechtsanwältin lic.iur. C.________ als unentgelt-
liche Rechtsbeiständin bestellt. Ihnen ist für die Tätigkeit bis zum Erlass 
dieses Teilentscheids zu Lasten des Verwaltungsgerichts ein Honorar (inkl. 
Auslagen und MwSt) von je Fr. 1'700.-- zuzusprechen.

5. Die Beschwerdeführerinnen haben dieses in Dispositiv-Ziffer 4 enthaltene 
Honorar dem Gericht zurückzuerstatten, wenn sie dazu innert 10 Jahren 
seit Rechtskraft dieses Entscheids in der Lage sind (§ 75 Abs. 3 VRP).

6. Gegen diesen Entscheid kann (namentlich soweit es um das Honorar für 
die unentgeltliche Rechtsverbeiständung geht, siehe Erwägung 4) innert 30 
Tagen seit Zustellung Beschwerde* in Zivilsachen beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 72ff. des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht, BGG; SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in Zivilsachen nicht zulässig ist, kann in derselben 
Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verlet-
zung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

7. Zustellung an:

13

- die Vertreterin der Beschwerdeführerin I (2/R)

- die Vertreterin der Beschwerdeführerin II (R)

- die Vorinstanz (R)

- die Berufsbeiständin N.________, Amtsbeistandschaft … (A)

- und das Departement des Innern (z.K.).

Schwyz, 29. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 2. September 2019