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**Case Identifier:** b129bcf7-6d85-5b1e-bf29-1b0e467fbc38
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.07.2018 720 17 344/193
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-344-193_2018-07-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Juli 2018 (720 17 344 / 193) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Fehlendes Rechtsschutzinteresse des BVG-Versicherers in Bezug auf den Zeitpunkt des 

Beginns des Wartejahres, hingegen besteht ein Rechtsschutzinteresse des BVG-

Versicherers in Bezug auf den Bestand und die Höhe des Rentenanspruches des Versi-

cherten 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien BVG-Stiftung A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 
 

Beigeladene Sammelstiftung für die obligatorische berufliche Vorsorge 
B.____ 
 
 
C.____, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, Spalenberg 20, 
Postfach 1460, 4001 Basel 
 

  
 
 

Betreff IV-Rente betr. C.____ 

 

 
 
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A. Der 1956 geborene C.____ war zuletzt – vom 1. Februar 2016 bis 31. Januar 2017 – bei 
der D.____ als Buchhalter in einem 50%-igen Pensum angestellt. Im Rahmen dieses Arbeits-
verhältnisses war der Versicherte bei der BVG-Stiftung A.____ berufsvorsorgeversichert. Am 
21. November 2016 meldete sich C.____ unter Hinweis auf eine Gangunsicherheit bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nach medizinischen und er-
werblichen Abklärungen sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle 
des Kantons Basel-Landschaft (IV-Stelle) dem Versicherten mit Verfügung vom 11. September 
2017 rückwirkend ab 1. Juni 2017 eine ganze Invalidenrente zu. Diese Verfügung wurde unter 
anderem auch der BVG-Stiftung A.____ eröffnet. 
 
B. Gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 11. September 2017 erhob die BVG-Stiftung 
A.____ am 10. Oktober 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, die Verfügung der IV-
Stelle vom 11. September 2017 sei aufzuheben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung 
an die IV-Stelle zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung 
brachte sie im Wesentlichen vor, es könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausge-
gangen werden, dass der Versicherte bereits ab mindestens Januar 2016 erheblich und andau-
ernd in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Ausserdem habe es die IV-Stelle 
unterlassen, eine leidensangepasste Verweistätigkeit zu prüfen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Januar 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
D. Am 6. Februar 2018 nahm die Beschwerdeführerin Stellung zur Vernehmlassung der 
Beschwerdegegnerin und hielt an ihren Anträgen fest.  
 
E. Der beigeladene Versicherte, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, nahm am 
9. März 2018 Stellung zur Angelegenheit und beantragte, es sei die Beschwerde abzuweisen 
und von einer Rückweisung an die Vorinstanz abzusehen. Er beantragte, es sei die Verfügung 
der IV-Stelle dahingehend abzuändern, dass der Beginn des Wartejahres auf November 2015 
festgesetzt werde; alles unter o/e-Kostenfolge.  
 
F. Die ebenfalls beigeladene Sammelstiftung für die obligatorische berufliche Vorsorge 
B.____, bei der der Versicherte von April 2015 bis Januar 2016 berufsvorsorgeversichert war, 
verzichtete mit Schreiben vom 10. April 2018 auf eine Stellungnahme. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 

 

 
 
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über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 
 
1.2 Gemäss § 16 Abs. 2 VPO hat das Kantonsgericht von Amtes wegen zu prüfen, ob auf 
ein Rechtsmittel eingetreten werden kann. Zu den Prozessvoraussetzungen, die allesamt erfüllt 
sein müssen, damit das Gericht zur Begründetheit oder Unbegründetheit der Rechtsbegehren 
Stellung nehmen kann, gehört unter anderem das Erfordernis, dass die Beschwerde führende 
Partei durch die angefochtene Verfügung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). Es stellt sich die Frage, ob diese Sach-
urteilsvoraussetzung im vorliegenden Fall gegeben ist. 
 
1.3 Erlässt ein Versicherungsträger eine Verfügung, welche die Leistungspflicht eines ande-
ren Trägers berührt, so hat er auch ihm die Verfügung zu eröffnen; gemäss Art. 49 Abs. 4 
ATSG kann dieser die gleichen Rechtsmittel ergreifen wie die versicherte Person. Der Ausdruck 
des „Berührtseins“ findet sich auch in Art. 59 ATSG. Demnach ist zur Beschwerde berechtigt, 
wer durch die angefochtene Verfügung oder den Einspracheentscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Als schutzwürdig gilt jedes 
praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von der Verfügung betroffene Person an de-
ren Änderung oder Aufhebung geltend machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht im 
praktischen Nutzen einer Gutheissung der Beschwerde oder – anders ausgedrückt – im Um-
stand, einen Nachteil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu vermei-
den, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (BGE 131 V 365 f. E. 2.1 mit 
Hinweisen). Es fehlt, wenn das Sachurteil nur der Beantwortung theoretischer Rechtsfragen 
dienen würde (FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 153). Bei 
einer Verfügung über Versicherungsleistungen bildet grundsätzlich einzig die Leistung Gegen-
stand des Dispositivs. Die Beantwortung der Frage, welcher Invaliditätsgrad der Rentenzuspre-
chung zugrunde gelegt wurde, dient demgegenüber in der Regel lediglich der Begründung der 
Leistungsverfügung (Urteil des Bundesgerichts vom 30. März 2009, 9C_8/2009, E. 2.2 mit Hin-
weis). Rechtsprechungsgemäss wird das Rechtsschutzinteresse deshalb dann verneint, wenn 
sich eine Beschwerde nur gegen die Begründung der angefochtenen Verfügung richtet, ohne 
dass eine Änderung des Dispositivs verlangt wird. 
 
2. Wie nachfolgend aufgezeigt wird, ist die Beschwerdeführerin nicht an den von der IV-
Stelle festgelegten Zeitpunkt der Eröffnung des Wartejahres gebunden. Deswegen hat sie kein 
schutzwürdiges Interesse zur Beschwerdeerhebung in der vorliegenden Angelegenheit. 
 
2.1 Die Bindungswirkung der Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung ist für die 
berufliche Vorsorge in den Art. 23 ff. BVG ausdrücklich verankert worden (BGE 115 V 208 
E. 2 f.). Der Leistungsanspruch auf eine Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge 
orientiert sich dabei an den sachbezüglichen Voraussetzungen des IVG. Auch die Höhe der 
berufsvorsorgerechtlichen Rente bestimmt sich analog zu derjenigen nach IVG. Für den Beginn 

 

 
 
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des Anspruchs auf eine BVG-Invalidenrente gelten schliesslich gestützt auf Art. 26 Abs. 1 BVG 
sinngemäss die entsprechenden invalidenversicherungsrechtlichen Bestimmungen. Diese ge-
setzliche Konzeption basiert auf der Überlegung, die Organe der beruflichen Vorsorge von ei-
genen aufwändigen Abklärungen freizustellen. Nach der Rechtsprechung sind die Vorsorgeein-
richtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge deshalb prinzipiell an die Feststellun-
gen der IV-Organe gebunden. Dies gilt allerdings nur insoweit, als die invalidenversicherungs-
rechtliche Betrachtungsweise auf Grund der gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offen-
sichtlich unhaltbar erscheint. Im Weiteren entfällt eine Bindungswirkung dann, wenn die Vorsor-
geeinrichtung nicht ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wird. Denn den 
Versicherern nach BVG steht in diesem Verfahren ein selbstständiges Beschwerderecht zu. Die 
IV-Stelle ist deshalb verpflichtet, eine Rentenverfügung allen in Betracht fallenden Vorsorgeein-
richtungen von Amtes wegen zu eröffnen. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der Vorsorgeein-
richtung, ist die invalidenversicherungsrechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrades berufsvor-
sorgerechtlich nicht verbindlich (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2007 
IV Nr. 3 S. 8 E. 3; BGE 129 V 73). Wird die Vorsorgeeinrichtung demgegenüber ins invaliden-
versicherungsrechtliche Verfahren einbezogen, kommt ohne Weiterungen die vom Gesetzgeber 
gewollte, in den Art.  23 ff. BVG zum Ausdruck gebrachte Verbindlichkeitswirkung des Ent-
scheids der Invalidenversicherung zum Zuge.  
 
2.2 Diese Verbindlichkeitswirkung kann sich gemäss der mittlerweile gefestigten Rechtspre-
chung des Bundesgerichts allerdings nur in Bezug auf Feststellungen und Beurteilungen der IV-
Organe entfalten, die im IV-rechtlichen Verfahren für die Festlegung des Anspruches auf eine 
Invalidenrente entscheidend waren (Urteil des Bundesgerichts vom 30. März 2009, 9C_8/2009, 
E. 3.2 mit Hinweisen; SVR 2007 IV Nr. 3 S. 8 E. 4; MARC HÜRZELER, Invaliditätsproblematiken in 
der beruflichen Vorsorge, Basel/Genf/München 2006, S. 232 Rz. 546). Andernfalls haben die 
Organe der beruflichen Vorsorge die Anspruchsvoraussetzungen ihrerseits stets frei zu prüfen 
(Urteil des Bundesgerichts vom 25. Juli 2008, 9C_414/2007). Es ist in diesem Zusammenhang 
zu berücksichtigen, dass die Festsetzung des Beginns des Rentenanspruches durch die Invali-
denversicherung nicht ausschliesst, dass die den Anspruch auf Invalidenleistungen nach BVG 
begründende Arbeitsunfähigkeit – allenfalls in einem vorerst noch geringeren Ausmass – schon 
längere Zeit zuvor eingetreten ist (SVR 2005 BVG Nr. 5 S. 16, E. 2.3.2).  
 
2.3 Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen hat in einem neueren Entscheid die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend die Bindung der Vorsorgeeinrichtung an den 
Entscheid im IV-Verfahren kritisiert. Dafür gebe es keine gesetzliche Grundlage in den Art. 23 ff. 
BVG. Auch Art. 49 Abs. 4 ATSG stelle keine entsprechende gesetzliche Grundlage dar. Insbe-
sondere sei das ATSG im Bereich der beruflichen Vorsorge gar nicht anwendbar. Sofern es 
eine Bindungswirkung gäbe, wäre Voraussetzung, dass die IV-Stelle Feststellungsverfügungen 
über den Invaliditätsgrad und über den Beginn der relevanten Arbeitsunfähigkeit erliesse. Nur in 
der Verfügungsbegründung könne eine Vorsorgeeinrichtung Angaben zum Invaliditätsgrad und 
zum Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit finden. Eine Verfügungsbegründung werde aber 
rechtsprechungsgemäss nie formell rechtskräftig und damit auch nie direkt verbindlich. Folglich 
könne eine Verfügungsbegründung per se keine Bindungswirkung entfalten. Gäbe es eine Bin-
dungswirkung zwischen der Invalidenversicherung und der beruflichen Vorsorge, dann müssten 

 

 
 
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einzelne Teile der Begründung einer IV-Rentenverfügung – nämlich der Invaliditätsgrad und der 
Beginn der relevanten Arbeitsunfähigkeit – verbindlich werden können. Dies wäre verfahrens-
rechtlich nur in Form von entsprechenden Feststellungsverfügungen möglich (vgl. zum Ganzen 
das Urteil des St. Galler Versicherungsgerichts vom 23. August 2017, IV 2015/154). 
 
3.1 Im vorliegenden Fall erscheint es – entgegen dem Antrag der Beschwerdeführerin – aus 
nachfolgenden Gründen nicht angebracht, die IV-Stelle im Rahmen einer Rückweisung zu ver-
pflichten, weitere Abklärungen in Bezug auf den Beginn des Wartejahrs zu treffen.  
 
Da der Rentenanspruch nach Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach Anmeldung 
entstehen kann, ist für das Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG allein der Sachverhalt 
sechs Monate vor Anmeldung von Bedeutung (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
15. September 2015, C-7211/2013, E. 2.3). Der beigeladene Versicherte hatte sich am 
21. November 2016 bei der IV zum Leistungsbezug angemeldet. Daraus ergibt sich, dass sein 
Rentenanspruch frühestens im Mai 2017 hätte entstehen können. Die Beschwerdegegnerin hat 
als Zeitpunkt der Eröffnung des Wartejahres den Monat Juni 2016 gewählt, weshalb das Warte-
jahr per Juni 2017 beendet war und ab jenem Zeitpunkt auch die Rente zugesprochen wurde. 
Die Beschwerdeführerin stellt sich vorliegend auf den Standpunkt, dass nicht nachvollziehbar 
sei, weshalb gerade der Monat Juni 2016 als Eröffnung des Wartejahres herangezogen worden 
sei. Hingegen könne mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausge-
gangen werden, dass der Versicherte bereits ab mindestens Januar 2016 erheblich und andau-
ernd in seiner Arbeitsunfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin war je-
doch vorliegend nicht verpflichtet, Perioden vor dem Monat Mai 2016 bezüglich Beginn des 
Wartejahres genauer abzuklären. 
 
3.2 Hintergrund bildet der Umstand, dass der Anspruch auf eine IV-Rente voraussetzt, dass 
der Versicherte während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes-
tens zu 40% arbeitsunfähig gewesen ist. Der Rentenanspruch aber so oder anders erst frühes-
tens nach Ablauf von sechs Monaten nach der Geltendmachung des Leistungsanspruchs vom 
21. November 2016 entstehen konnte. Die IV-Stelle war deshalb nicht gehalten, die Arbeitsfä-
higkeit des Versicherten vor dem Mai 2016 einer näheren Prüfung zu unterziehen (Anmeldung 
zum Leistungsbezug vom 21. November 2016 zuzüglich sechs Monate Karenzfrist gemäss 
Art. 29 Abs. 1 IVG abzüglich ein Jahr durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% 
gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG). Allfällige, verbindlichkeitswirksame Feststellungen der IV-
Organe hinsichtlich weiter zurückliegender Zeiten fallen daher von vorneherein ausser Betracht 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_414/2007 vom 25. Juli 2008, E. 2.4). Das allein die Rechtsver-
bindlichkeit erlangende Dispositiv in der angefochtenen Verfügung vom 11. September 2017 
beschränkt sich denn auch darauf, dem Versicherten ab 1. Juni 2017 eine ganze IV-Rente zu-
zusprechen. Der Beginn der einjährigen Wartezeit per 1. Juni 2016 hingegen bildet zwar einen 
Bestandteil der Begründung der angefochtenen Verfügung, er wird jedoch in der IV-Verfügung 
nicht rechtsverbindlich festgelegt. Es ist in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, dass die 
Beantwortung der Frage, wann das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG begonnen hat, 
ebenso lediglich der Begründung der Leistungsverfügung der IV-Stelle dient, wie beispielsweise 
auch die Frage, welcher Invaliditätsgrad von ihr der Rentenzusprechung zugrunde gelegt wor-

 

 
 
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den ist. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle entfaltet mit Blick auf eine länger zurücklie-
gende Arbeitsunfähigkeit des Versicherten jedenfalls keinerlei Bindungswirkung für die berufli-
che Vorsorge. Dies hat zur Folge, dass die Beschwerdeführerin einen allenfalls leistungserheb-
lichen Sachverhalt frei zu prüfen berechtigt ist. 
 
3.3 Die Rechtsmittelbefugnis des BVG-Versicherers im Verfahren nach IVG setzt jedoch 
voraus, dass die IV-rechtliche Leistungszusprechung grundsätzlich, der Höhe nach oder hin-
sichtlich ihres Beginns, gerügt wird. Wird einzig eine über den Beginn des Wartejahres nach 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG zurückreichende Arbeitsunfähigkeit im berufsvorsorgerechtlich massge-
benden Umfang von 20 % behauptet, ist der BVG-Versicherer nicht legitimiert, Rechtsmittel im 
Verfahren nach IVG einzureichen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2016, 
9C_340/2016, E. 6.2.1 mit weiteren Hinweisen). Wird mit Bezug auf den berufsvorsorgerechtli-
chen Leistungsanspruch zusammenfassend nichts durch den IV-Entscheid präjudiziert, entfällt 
das Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin. Sie ist daher zur Beschwerdeerhebung im 
invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren nicht legitimiert. Auf ihre Beschwerde vom 
10. Oktober 2017 kann daher in Bezug auf die Frage nach dem Beginn des Wartejahres nicht 
eingetreten werden. 
 
3.4 Der Versicherte hat gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 11. September 2017 kein 
Rechtsmittel ergriffen. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren, welches durch die BVG-Stiftung 
A.____ eingeleitet worden ist, wurde der Versicherte lediglich zum Verfahren beigeladen. Eine 
Beiladung darf jedenfalls nicht zum nachträglichen Verfahrenseinbezug einer Partei führen, die 
zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses beschwerdeberechtigt gewesen wäre, eine eigenständi-
ge Anfechtung innert Frist jedoch unterlassen hatte (FRANK SEETHALER, KASPAR PLÜSS, Praxis-
kommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Auflage, 2016, Art. 57, 1192). Deswegen kann 
auch auf die Begehren des beigeladenen Versicherten in Bezug auf den Zeitpunkt der Eröff-
nung des Wartejahres nicht eingetreten werden.  
 
4. Das Interesse der Beschwerdeführerin bezüglich Bestand und Höhe des Rentenan-
spruchs bzw. der Frage, ob dem Versicherten allenfalls eine leidensangepasste Verweistätigkeit 
zumutbar ist, ist hingegen gegeben. Diesbezüglich ist auf die Beschwerde einzutreten. Streitig 
und im Folgenden zu prüfen ist daher, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegan-
gen ist, dass der Versicherte in sämtlichen Tätigkeiten arbeitsunfähig ist. 
 
5.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40  % invalid sind (lit. c). 
 
5.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 

 

 
 
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auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). 
 
5.3 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsge-
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und 
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu be-
rücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
5.4 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 
5.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 29 E. 1). 
 
6. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
6.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung – und im Beschwerdefall 
das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 f. mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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6.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfas-
send und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-
den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsan-
spruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). 
 
6.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit wei-
teren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih-
rer Patientinnen und Patienten aussagen. Bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen 
einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen allerdings auch die potentiellen Stärken 
der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Ein-
schätzung vom behandelnden Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein 
unbeachtlich einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung 
durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen Seite lässt 
es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits (BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) nicht zu, ein Ad-
ministrativgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, 
wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei-
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte 
wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benen-

 

 
 
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nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
7. Für die Beurteilung der gesundheitlichen Situation des Versicherten sind im Wesentli-
chen die folgenden medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen: 
 
7.1 Am 13. Oktober 2016 wurde im Kantonsspital X.____ eine testpsychologische resp. neu-
ropsychologische Untersuchung durchgeführt. Als Diagnosen wurden eine mittelschwere bis 
schwere neuropsychologische Störung (Gedächtnis, exekutive Funktionen, Aufmerksamkeit, 
räumliches Vorstellungsvermögen) im Rahmen der Diagnose 2 sowie ein Hydrocephalus occlu-
sus bei Membran infratentoriell, DD: Arachnoidalzyste festgestellt. In der Beurteilung wurde 
festgehalten, dass im Rahmen der Untersuchung schwere Beeinträchtigungen im episodischen 
Gedächtnis (im Sinne einer Abrufstörung) sowie in Teilbereichen der exekutiven Funktionen 
(verbales Arbeitsgedächtnis, Interferenzanfälligkeit, Konzepterkennung / Kategorisierungsfähig-
keit, konstruktive Planungskompetenz) im Vordergrund stünden. Ausserdem komme es zu 
leichten Minderleistungen im Aufmerksamkeitsbereich. Das räumliche Vorstellungsvermögen 
sei leicht reduziert. Klinisch würden ausserdem Fluktuationen der kognitiven Leistungen impo-
nieren. Ein adäquates Störungsbewusstsein sei nicht gegeben. Das Ausmass der objektivierba-
ren neuropsychologischen Störung sei vordergründig insgesamt als mittelschwer zu beurteilen. 
Es sei jedoch davon auszugehen, dass es im Alltag und in der beruflichen Tätigkeit zu stärke-
ren Beeinträchtigungen komme, als durch die klar strukturierte neuropsychologische Testung 
habe objektiviert werden können. Hierfür würden die fremdanamnestischen Angaben sowie die 
Tatsache, dass der Versicherte in den letzten zwei bis drei Jahren vier Stellen verloren habe, 
sprechen. Der Grad der Einschränkung der Funktionsfähigkeit im Alltag und Beruf als Buchhal-
ter sei somit als mittelschwer bis schwer zu beurteilen. Es sei davon auszugehen, dass die Stel-
lenverluste in den letzten zwei bis drei Jahren auf die kognitiven Defizite und die mangelnde 
Störungseinsicht zurückzuführen seien. Die Erwerbstätigkeit als Buchhalter würde bei der be-
stehenden neuropsychologischen Problematik als sehr kritisch gesehen, weshalb dringend eine 
Anmeldung bei der IV empfohlen würde. 
 
7.2 Im Bericht des Universitätsspitals Y.____, Chirurgie, Neurochirurgie, vom 16. Dezember 
2016 wurde festgehalten, dass der Versicherte über eine progrediente Gangstörung klage. Die-
se Gangstörung äussere sich in einem unsicheren schwankenden Gangbild. Zudem leide der 
Versicherte seit etwa sechs Monaten unter einer zunehmenden Vergesslichkeit.  
 
7.3 Am 12. Mai 2017 berichtete der behandelnde Neurochirurg, Dr. med. E.____, FMH Neu-
rochirurgie, dass der Versicherte eine seit langem bestehende hydrocephale Konfiguration ha-
be. Das Gangbild habe sich objektiv verbessert, die kognitiven Einschränkungen würden stag-
nieren. Eine angepasste Tätigkeit sollte in Betracht gezogen werden. Eine erneute neuro-
psychologische Beurteilung nach der VP-Shunt-Revision sollte im Verlauf gemacht werden.  
 
7.4 Am 8. Juni 2017 nahm pract. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, Regi-
onaler Ärztlicher Dienst beider Basel (RAD), Stellung zur Sache und hielt fest, dass der Versi-
cherte aufgrund der neuropsychologischen und motorischen Störungen ab Juni 2016 für jegli-

 

 
 
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che Tätigkeiten arbeitsunfähig sei. Dies gehe aus dem Bericht der Neurologie des Universitäts-
spitals Y.____ vom 16. Dezember 2016 hervor. 
 
7.5 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens hat sich pract. med. F.____ am 14. Dezember 
2017 zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin geäussert. Zum Zeitpunkt des Eintrittes einer 
mindestens 20%-igen Arbeitsunfähigkeit führte er aus, dass es bei einem Hydrocephalus occlu-
sus mit Shuntdysfunktion in der Regel zu einer schleichenden Verschlechterung der kognitiven 
Funktionen in Abhängigkeit des zunehmenden Hirndruckes komme. Das heisse, es bestehe 
längere Zeit ein labiles Gleichgewicht, das ab einem bestimmten Punkt bei zu hohem Hirndruck 
zu deutlichen Einschränkungen führe. Diesen Zeitpunkt retrospektiv genau festzulegen sei un-
möglich bzw. spekulativ. Bei seiner Beurteilung in der Stellungnahme vom 8. Juni 2017 habe er 
deshalb aus den unterschiedlichen Zeitpunkten, welche in den vorliegenden medizinischen Un-
terlagen angeboten würden, einen mittleren Zeitpunkt angenommen. Aufgrund der Angaben im 
Bericht der Neurochirurgie des Universitätsspitals Y.____ vom 16. Dezember 2016 sei dieser 
Zeitpunkt im Juni 2016 gewesen. In Bezug auf das Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach 
die IV-Stelle auch die Möglichkeit einer leidensangepassten Tätigkeit hätte überprüfen müssen, 
hielt er fest, dass aufgrund der neuropsychologischen Einschränkungen ab Juni 2016 in jegli-
cher Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr anzunehmen sei. Die Einschränkungen seien zwar 
nur als mittelschwer beurteilt worden. Erschwerend komme aber die fehlende Einsicht in die 
Störungen hinzu, was zu einem mangelnden Fehlerbewusstsein bei einer beruflichen Tätigkeit 
führe. Dies sei für einen Arbeitgeber schwer zumutbar.  
 
8.1 Einig sind sich die Parteien darüber, dass der beigeladene Versicherte in seiner ange-
stammten Tätigkeit als Buchhalter nicht mehr arbeitsfähig ist. Die Beschwerdeführerin bringt 
hingegen vor, dass die Beschwerdegegnerin es unterlassen habe, die Arbeitsfähigkeit in einer 
leidensangepassten Arbeitstätigkeit zu überprüfen. Aufgrund der medizinischen Aktenlage ist 
aber mit der Beschwerdegegnerin festzuhalten, dass der Versicherte in keinerlei Tätigkeit mehr 
arbeitsfähig ist.  
 
Zu berücksichtigen ist im vorliegenden Fall zum einen, dass der Versicherte bereits 62 Jahre alt 
ist und in seiner angestammten Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter bzw. Buchhalter nicht 
mehr arbeiten kann. Zum anderen gilt es zu bedenken, dass der Versicherte unter mittelschwe-
ren bis schweren kognitiven Einschränkungen leidet, welche er sich aber nicht eingestehen 
kann. Diese kognitiven Einschränkungen verunmöglichen mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit das Erlernen einer neuen leidensangepassten Tätigkeit bzw. eine Umschulung. In den me-
dizinischen Unterlagen wird unter anderem von einer Interferenzanfälligkeit des Versicherten 
gesprochen (vgl. E. 7.1 hiervor). Eine solche liegt dann vor, wenn zum Beispiel sich widerspre-
chende Informationen zu verarbeiten sind. Eine Interferenz kann sich als Gedächtnishemmung 
oder in der Sprache äussern. Unter Gedächtnishemmungen versteht man die Schwierigkeiten, 
sich einen Lernstoff einzuprägen bzw. ihn zu behalten (vgl. 
https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/interferenz/7314 zuletzt besucht am 3. August 
2018). Das Krankheitsbild bzw. die Symptome des Versicherten sind vergleichbar mit denjeni-
gen einer Alzheimer-Demenz. Schliesslich zeigt die medizinische Aktenlage auf, dass sich die 
kognitiven Funktionen wohl schleichend verschlechtern werden. Unter diesen Umständen er-

 

 
 
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scheint es nicht realistisch, dass der 62-jährige Versicherte eine Verweistätigkeit neu erlernen 
kann. 
 
8.2 Die Beschwerdegegnerin ist demnach zu Recht davon ausgegangen, dass der Versi-
cherte nicht nur in seiner angestammten Tätigkeit, sondern in jeglichen Tätigkeiten arbeitsunfä-
hig ist. Im Ergebnis ist demzufolge die Zusprache einer ganzen Invalidenrente nicht zu bean-
standen. Die Beschwerde der BVG-Stiftung A.____ ist in diesem Punkt abzuweisen. 
 
9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1

bis
 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-

willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in de-
nen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrens-
kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Par-
tei, weshalb die Verfahrenskosten ihr aufzuerlegen und mit dem bereits geleisteten Kostenvor-
schuss zu verrechnen sind.  
 
9.2 Nach dem Wortlaut von Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende 
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Rechtsprechungsgemäss steht darüber hinaus 
aber auch der anwaltlich vertretenen beigeladenen Person, die mit ihrem Antrag durchdringt, 
eine Parteienschädigung zu (CHRISTIAN ZÜND, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversi-
cherungsgericht des Kantons Zürich, Zürich 1999, S. 239, mit Hinweisen auf BGE 109 V 62 E. 4 
und auf verschiedene unveröffentlichte Urteile des damaligen EVG). Diese Parteienschädigung 
ist grundsätzlich vom unterliegenden Versicherungsträger zu übernehmen (UELI KIESER, ATSG-
Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz 115). Der beigeladene Versicherte 
obsiegt in Bezug auf den Rentenanspruch, verliert hingegen in Bezug auf den Zeitpunkt des 
Beginns des Wartejahres. Nach dem Gesagten hat der (teilweise) obsiegende Beigeladene 
C.____ deshalb, wie von ihm beantragt, Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der 
unterliegenden Beschwerdeführerin. Der Rechtsvertreter des Beigeladenen hat in seiner Hono-
rarnote vom 7. Mai 2018 für das vorliegende Verfahren einen Aufwand von 10 Stunden und 
25 Minuten sowie Auslagen von Fr. 22.30 geltend gemacht. Der Stundenaufwand erweist sich 
umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als etwas zu 
hoch angesetzt. Der Rechtsvertreter von C.____ hat im vorliegenden Verfahren lediglich die 
Vertretungsanzeige sowie eine zweiseitige Stellungnahme eingereicht. Für diese Bemühungen 
erscheint eine Entschädigung im Umfang von vier Stunden angemessen. Die Bemühungen sind 
zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangen-
den Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beigeladenen ist demnach eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘101.-- (4 Stunden à Fr. 250.-- zuzüglich Aus-
lagen von Fr. 22.30 und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdeführerin zuzuspre-
chen. 
 
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- verrechnet.  

 3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beigeladenen C.____ eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1‘101.-- (inkl. Auslagen und 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen werden die ausseror-
dentlichen Kosten wettgeschlagen.  

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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