# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99b4e331-2d0f-5f8a-85a2-fad9940a5dd6
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-02
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 02.03.2022 V 2020 69
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2020-69_2022-03-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 2. März 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung 

in Sachen

1. A.________ & Co
2. B.________ AG

Beschwerdeführerinnen 
beide vertreten durch RA lic. iur. C.________

gegen

1. Stadtrat von Zug
2. Regierungsrat des Kantons Zug

Beschwerdegegner 

betreffend

Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, Änderung 
Richtplan Verkehr, Motorisierter Individualverkehr, und Perimeterplan Gimenen, Zug

V 2020 69

2

Urteil V 2020 69

A. Die A.________ & Co ist Eigentümerin des Grundstücks (GS) Nr. 1663, GB Zug. 
Die B.________ AG ist Eigentümerin der GS Nrn. 3176, 3571, 4704 und 4750, GB Zug, 
welche u.a. die Gimenenstrasse und einen Teil des Hasenbüelwegs bilden. Der 
Hasenbüelweg und die Gimenenstrasse dienen als Fortsetzung der Meisenbergstrasse 
zur Erschliessung des Gimenenquartiers. Gemäss dem kommunalen Richtplan Verkehr, 
Motorisierter Individualverkehr, genehmigt am 22. Juni 2010, sind der Hasenbüelweg und 
die Gimenenstrasse als Erschliessungsstrassen qualifiziert. Mit dem Ziel, sie instand zu 
stellen und auszubauen, hiess der Stadtrat von Zug mit Beschluss vom 3. Juli 2015 den 
Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, Plan Nr. 8010 
(nachfolgend: Baulinien- und Strassenplan), und die Änderung des Richtplans Verkehr, 
Motorisierter Individualverkehr, Gimenen, Plan Nr. 7805, zuhanden der Vorprüfung gut. Im 
Weiteren wurde – im Zusammenhang mit dem Baulinien- und Strassenplan – der 
Perimeterplan Gimenen, Plan Nr. 8501 (nachfolgend: Perimeterplan), erstellt. 

Mit Beschluss vom 16. August 2016 setzte der Stadtrat von Zug das Verfahren zur Fest-
setzung des Baulinien- und Strassenplans sowie zur Festsetzung des Perimeterplans zu-
gunsten der Öffentlicherklärung des Hasenbüelwegs und der Gimenenstrasse aus. Der 
Sistierungsentscheid wurde beim Regierungsrat des Kantons Zug angefochten. Mit 
Beschluss vom 19. Dezember 2017 wies der Regierungsrat die Beschwerde gegen den 
Sistierungsentscheid ab. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft.

Mit Beschluss vom 19. Februar 2019 unterbreitete der Stadtrat von Zug den Baulinien- 
und Strassenplan Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, Plan Nr. 8010, sowie die 
Änderung des kommunalen Richtplans Verkehr, Motorisierter Individualverkehr, Gimenen, 
dem Kanton zur Genehmigung. Zudem beschloss der Stadtrat von Zug den Perimeterplan 
Gimenen und wies gleichzeitig die eingegangenen Einsprachen ab, soweit darauf 
eingetreten wurde. Mit separatem Beschluss vom 19. Februar 2019 bestätigte der Stadtrat 
von Zug die Öffentlicherklärung der Gimenenstrasse und des Hasenbüelwegs und wies 
die Einsprachen ab. 

Die gegen diese Beschlüsse u.a. von der B.________ AG bzw. von der A.________ & Co 
und der B.________ AG eingereichten Verwaltungsbeschwerden wies der Regierungsrat 
mit Beschluss vom 29. September 2020 ab. Mit separatem Beschluss vom 29. September 
2020 genehmigte der Regierungsrat den Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg und 
Gimenenstrasse, Plan Nr. 8010. 

3

Urteil V 2020 69

B. Am 4. November 2020 reichten die A.________ Co und die B.________ AG 
gegen den Beschwerdeentscheid des Regierungsrats betreffend Baulinien- und 
Strassenplan Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, die Änderung des Richtplans Verkehr, 
Motorisierter Individualverkehr, und den Perimeterplan Gimenen, Zug, sowie gegen die 
Genehmigung des Baulinien- und Strassenplans Hasenbüelweg und Gimenenstrasse vom 
29. September 2020 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein mit den Anträgen:

"1.1 Es sei der Beschluss des Regierungsrats vom 29. September 2020 betreffend 
Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, Änderung 
Richtplan Verkehr, Motorisierter Individualverkehr, und Perimeterplan Gimenen, 
Zug, dahingehend aufzuheben, dass GS 4750 aus dem Perimeterplanverfahren 
Gimenen entlassen wird, d.h. es seien u.a. die Baulinien und Strassenbaulinien, 
der Perimeterplan und die Berechnungstabelle zum Perimeterplan in Bezug auf 
GS 4750 aufzuheben.

1.2 Es sei der Genehmigungsbeschluss des Regierungsrats vom 29. September 2020 
betreffend Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, Plan 
Nr. 8010 vom 23. Juni 2015, dahingehend aufzuheben, dass GS 4750 aus dem 
Perimeterplanverfahren Gimenen entlassen wird, d.h. es seien u.a. die Baulinien 
und Strassenbaulinien, der Perimeterplan und die Berechnungstabelle zum 
Perimeterplan in Bezug auf GS 4750 aufzuheben.

2. Es seien der Perimeterplan sowie die Berechnungstabelle zum Perimeterplan im 
Sinne der unterstehenden, bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgebrachten 
Ausführungen anzupassen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zu Lasten der 
Beschwerdegegner."

C. Den von ihnen verlangten Kostenvorschuss von Fr. 3'500.– bezahlten die 
Beschwerdeführerinnen fristgerecht.

D. Mit Vernehmlassung vom 17. Dezember 2020 beantragte die Baudirektion des 
Kantons Zug namens des Regierungsrats, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei unter 
Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerinnen abzuweisen.

4

Urteil V 2020 69

E. Das Baudepartement der Stadt Zug beantragte mit Vernehmlassung vom 9. 
Februar 2021 namens des Stadtrats von Zug, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten sei; unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerinnen.

F. Am 28. Juni 2021 replizierte die Beschwerdeführerin. Am 12. bzw. 15. Juli 2021 
teilten das Baudepartement der Stadt Zug und die Baudirektion des Kantons Zug mit, sie 
verzichteten auf das Einreichen einer Duplik.

Auf die Ausführungen in den Beschwerdeschriften ist – soweit erforderlich – in den Erwä-
gungen einzugehen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG, 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrates die Beschwerde an 
das Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 
ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor. Die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde der A.________ & Co und der B.________ AG (fortan: 
Beschwerdeführerinnen) ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Im Übrigen sind die 
Beschwerdeführerinnen zur Erhebung der Beschwerde legitimiert, sind sie doch als 
Eigentümerinnen der GS 1663, 3176, 4750, 3571 und 4704 von den angefochtenen 
Beschlüssen direkt betroffen, haben bereits vor der Vorinstanz am Verfahren 
teilgenommen und haben ein schutzwürdiges Interesse am Ausgang des Verfahrens. 

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt wer-
den. Als Rechtsverletzung gelten insbesondere die Nichtanwendung und die unrichtige 
Anwendung eines Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache 
sowie der Missbrauch oder die Überschreitung des Ermessens (§ 63 Abs. 1 VRG). 
Überdies kann jede für den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende 

5

Urteil V 2020 69

Feststellung des Sachverhaltes gerügt werden (§ 63 Abs. 2 VRG). Die Handhabung des 
Ermessens unterliegt der gerichtlichen Beurteilung nicht (vgl. § 63 Abs. 3 VRG).

2. Parallel zu diesem Beschwerdeverfahren läuft beim Verwaltungsgericht ein 
Beschwerdeverfahren (V 2020 70), in welchem die Öffentlicherklärung der 
Gimenenstrasse, soweit davon das sich im Eigentum der B.________ AG befindende GS 
4750 betroffen ist, angefochten ist. Die Urteilsfällung in beiden Verfahren erfolgt 
gleichzeitig.

3. Die Revision vom 22. Februar 2018 des Planungs- und Baugesetzes (PBG; 
BGS 721.11) sowie die Totalrevision der Verordnung zum Planungs- und Baugesetz (V 
PBG; BGS 721.111) sind per 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Der Stadtrat von Zug hat 
mit Beschluss vom 3. Juli 2015 den Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg und 
Gimenenstrasse, Plan Nr. 8010, und die Änderungen des Richtplans Verkehr, 
Motorisierter Individualverkehr, Gimenen, Plan Nr. 7805, zuhanden der Vorprüfung 
gutgeheissen. Der Einspracheentscheid und die Festsetzung erfolgten daraufhin am 19. 
Februar 2019. Übergangsrechtlich gelangt daher die Bestimmung von § 74 Abs. 2 V PBG 
zur Anwendung, wonach neue Sondernutzungspläne spätestens bis zur Anpassung der 
Nutzungspläne und der Bauordnung an diese Verordnung, längstens jedoch bis 2025 mit 
Ausnahme der Berechnung der Ausnützung nach neuem Recht zu beurteilen sind.

4. Der Hasenbüelweg und die Gimenenstrasse waren bis anhin im Privateigentum 
und wurden deshalb im Strassenreglement der Stadt Zug noch keiner Funktion zugeteilt. 
Im kommunalen Verkehrsrichtplan werden sie aber als Erschliessungsstrassen aufgeführt. 
Beide Strassen sind je 5,5 m breit. Der bestehende Strassenzug weist keine Trottoirs auf.

5.
5.1 Baulinien-, Niveaulinien- sowie Strassenpläne sichern Strassen, Trassen, Wege 
und Plätze und halten Räume frei, insbesondere für bestehende oder künftige 
Verkehrsanlagen. Sie dienen der Gestaltung des Verkehrsraums und des Siedlungsbildes. 
Wer für die Verkehrsanlage zuständig ist, erlässt die erforderlichen Baulinien- oder 
Strassenpläne. Die Anhörung eines mitbetroffenen Gemeinwesens ist zu gewährleisten (§ 
31 Abs. 1 und 2 PBG). 

5.2 Baulinien schränken das Eigentum der davon betroffenen Grundeigentümer ein. 
Eigentumsbeschränkungen sind nur zulässig, wenn sie auf einer genügenden 

6

Urteil V 2020 69

gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und sich unter den 
gegebenen Umständen als verhältnismässig erweisen (Art. 36 BV; BGE 145 II 70 E. 3.5). 
Im Folgenden ist konkret zu prüfen, ob die Voraussetzungen für den Eingriff in das 
Eigentum der Beschwerdeführerinnen erfüllt sind. Unbestritten ist, dass mit § 31 Abs. 1 
und 2 PBG eine genügende gesetzliche Grundlage vorhanden ist.

5.3 Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind Baulinien nicht erst zu ziehen, wenn die 
Strasse erstellt werden muss; verlangt wird jedoch, dass konkrete Vorstellungen für den 
künftigen Strassenbau jedenfalls im Sinn eines generellen Projekts vorliegen. Im Rahmen 
der Verhältnismässigkeitsprüfung muss untersucht werden, ob es Varianten gibt, die zu 
weniger schwerwiegenden Eingriffen führen würden. Anders als im Strassenplanverfahren 
kann keine detaillierte Prüfung sämtlicher Ausführungsvarianten verlangt werden; es 
genügt, wenn prima facie keine wesentlich vorteilhafteren Varianten ersichtlich sind 
(BGer 1C_100/2015 vom 9. November 2015 E. 3 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall 
besteht die Strasse auf GS 4750 bereits. Die Beschwerdeführerinnen wehren sich aber 
gegen den Einbezug des GS 4750 in den Baulinien- und Strassenplan sowie den 
Perimeterplan. Die erwähnte bundesgerichtliche Rechtsprechung kann hier jedenfalls 
analog angewendet werden. Dem Baulinien- und Strassenplan kann entnommen werden, 
dass der Abstand zwischen den neuen Bau- und Strassenlinien auf dem Hasenbüelweg 
und der Gimenenstrasse durchgehend 6 m beträgt. Der bestehende Strassenzug mit einer 
Breite von 5,5 m weist keine Trottoirs auf. Die Vorinstanzen begründen den festgelegten 
Abstand der Baulinien (6 m zum heutigen Strassenrand) damit, dass beidseitig Trottoirs 
mit einer Breite von 2 m realisiert werden sollen, was zusammen mit dem danach zu 
addierenden Strassenabstand von 4 m zu den 6 m führe.

5.4 Der Regierungsrat begründet die Baulinien damit, dass der Hasenbüelweg und die 
Gimenenstrasse unter anderem das Primarschulhaus Gimenen erschliessen würden. Die 
Erstellung von beidseitigen Trottoirs sei daher angezeigt. Er stützte damit die 
Argumentation des Stadtrats, wonach die Differenz von 2 m zwischen den Baulinien und 
dem gesetzlichen Strassenabstand notwendig sei, um die Übersichtlichkeit des 
Strassenzugs zu wahren und im Übrigen bei einem Verzicht auf die Baulinien die 
Erstellung von Trottoirs gegen den Willen der Grundeigentümerschaften nicht 
durchsetzbar sei. 

5.5 Das Gericht sieht dies ebenso. Die Gimenenstrasse, welche aus dem GS 3172 
und dem GS  4750 besteht, erschliesst insbesondere das Schulhaus Gimenen. Zwei 

7

Urteil V 2020 69

Trottoirs in diesem Bereich verbessern eindeutig die im öffentlichen Interesse liegende 
Verkehrssicherheit, auch wenn Trottoirs gemäss den VSS-Normen auf 
Erschliessungsstrassen, soweit es sich dabei um Zufahrtsstrassen und Zufahrtswege und 
nicht um Quartiererschliessungsstrassen handelt, grundsätzlich nicht erforderlich sind. 
Auch ist nicht zu bemängeln, dass der Stadtrat für den ganzen Hasenbüelweg und für die 
ganze Gimenenstrasse beidseitige Trottoirs vorsieht. Dies ist auch aus städtebaulicher 
und planerischer Sicht sinnvoll. In Gestaltungsfragen steht der Gemeinde als 
Planungsbehörde ein erhebliches Planungsermessen zu (BGer 1C_789/2013 vom 21. 
Februar 2014 E. 5). Es macht aus planerischer Sicht wenig Sinn, den Baulinienabstand für 
den letzten Teil der Gimenenstrasse zu verringern oder aufzuheben. Der Regierungsrat 
hat jedenfalls kein Recht verletzt, indem er festgestellt hat, der vom Stadtrat gewählte 
Abstand der Baulinien zum heutigen Strassenrand von 6 m sei auf dem ganzen 
Hasenbüelweg und auf der ganzen Gimenenstrasse angemessen.

6.
6.1 Gemäss den Beschwerdeführerinnen besteht kein konkretes öffentliches Interesse 
am Einbezug von GS 4750 in den Baulinien- und Strassenplan sowie den Perimeterplan. 
Der Einbezug diene einzig und allein der Erschliessung des städtischen Grundstücks 
GS 3172. Es bestehe aber weder eine konkrete Bauabsicht noch ein Bauprojekt für die 
Bebauung der Parzelle. Eine Parzellierung habe ebenfalls nicht stattgefunden. Somit sei 
erstellt, dass GS 4750 sozusagen auf Vorrat mit Baulinien und Strassenlinien belegt 
werden solle. Gemäss den Materialien zum Gesetz über Strassen und Wege (GSW) sei 
die Öffentlicherklärung dann rechtmässig, wenn das öffentliche Interesse an der Strasse 
am Weg richtplanmässig ausgewiesen sei und konkret gegenteilige Interessen überwiege. 
Dasselbe müsse auch für die Belegung eines Privatgrundstücks mit einer Strassen- und 
Baulinie gelten. Dies umso mehr, als sämtliche davon betroffenen Grundstücke in der W3-
Zone lägen, so auch GS 4750, bei dem es sich nicht um Verkehrsfläche, sondern gemäss 
gültigem Zonenplan um Bauland handle. Zudem liege das gesamte GS 3172 in der 
Bauzone. Der in der Wohnzone gelegene Teil sei nicht abparzelliert worden. Die Zone des 
öffentlichen Interesses für Bauten und Anlagen Gimenen sei wohl für Schulanlagen 
bestimmt. Tatsächlich werde aber nur ein Bruchteil der OeIB-Zone für die Schulanlage 
Gimenen in Anspruch genommen. Der restliche Teil liege brach. Es wäre ohne weiteres 
möglich und auch geboten, die Wohnzone auf GS 3172 grundstücksintern zu 
erschliessen. Dabei stehe es der Stadt Zug frei, ihre Wohnzone Richtung Schulpavillon zu 
verlängern und auszudehnen, damit sie ohne Inanspruchnahme von GS 4750 ihre 
Parzelle ab GS 3176 direkt erschliessen könne. Die Erschliessungspflicht der Gemeinde 

8

Urteil V 2020 69

umfasse nur die Groberschliessung. Dies jedenfalls, solange noch keine weitere 
Parzellierung erfolgt sei. Die Groberschliessung von GS 3172 sei ohne weiteres gegeben. 
GS 3172 sei unbestrittenermassen über GS 3176 erschlossen. Eine weitergehende (Fein-
)Erschliessung könne erst erfolgen, wenn weitere Grundstücke abparzelliert würden bzw. 
wenn ein konkretes Bauprojekt vorliege. Die Bau- und Strassenlinien auf GS 4750 dienten 
nicht einem öffentlichen Zweck, sondern einzig und allein der Sicherung einer optimalen 
Ausgangslage für die künftige Bebauung des südlichen Teils von GS 3172. Im Rahmen 
von (gescheiterten) Verhandlungen über einen Landabtausch zwischen der 
Beschwerdeführerin und der Einwohnergemeinde Zug habe die Stadt Zug am 31. Mai 
2011 eine Möglichkeit zur Erschliessung des in der Wohnzone gelegenen Teils von GS 
3172 von Norden her, ab dem nördlichsten Punkt von GS 4750, aufgezeigt. Es sei erstellt, 
dass zum heutigen Zeitpunkt nicht feststehe, ob und wie die Wohnzone auf GS 3172 
dereinst parzelliert werden solle. Somit sei heute auch noch kein konkretes öffentliches 
Interesse am Erlass von Bau- und Strassenlinien auf GS 4750 und auf GS 1663 (im 
Grenzbereich zu GS 4750) gegeben. 

6.2 Gemäss Art. 22 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG, 
SR 700) dürfen Bauten und Anlagen nur errichtet werden, wenn unter anderem das Land 
erschlossen ist. Land gilt als erschlossen, wenn die für die betreffende Nutzung 
hinreichende Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG). Bei der Erschliessung unterscheidet 
man zwischen der Groberschliessung, der Feinerschliessung und dem sog. 
Hausanschluss. Als Groberschliessung gilt die Versorgung eines zu überbauenden 
Gebiets mit den Hauptsträngen der Erschliessungsanlagen, namentlich Strassen und 
Wege sowie Wasser-, Energieversorgungs- und Abwasserleitungen. Die 
Feinerschliessung umfasst den Anschluss der einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge 
der Erschliessungsanlagen mit Einschluss von öffentlich zugänglichen Quartierstrassen 
und öffentlichen Leitungen. Die Grob- und Feinerschliessung der für den Wohnungsbau 
bestimmten Bauzonen ist entsprechend dem Bedarf in angemessenen Etappen innerhalb 
von 10 bis 15 Jahren durchzuführen (Art. 4 und Art. 5 Abs. 1 des Wohnbau- und 
Eigentumsförderungsgesetzes, WEG; SR 843). Der eigentliche Hausanschluss und die 
Hauszufahrt sind nicht Bestandteil der Erschliessung im Sinne von Art. 19 RPG. Das 
Gemeinwesen hat die Bauzonen innerhalb der im Erschliessungsprogramm vorgesehenen 
Frist zu erschliessen; es kann die Erschliessung bei Bedarf etappieren. Das kantonale 
Recht regelt die Beiträge der Grundeigentümer (Art. 19 Abs. 2 RPG; § 32a Abs. 1 PBG). 
Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerinnen gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 WEG die 

9

Urteil V 2020 69

Erschliessungspflicht des Gemeinwesens auch für die Feinerschliessung (vgl. hierzu auch 
BGE 115 Ia 343 E. 5e).

6.3 Wie dem Liegenschaftsreport des GS 3172 auf ZugMap.ch entnommen werden 
kann, weist jenes ein Fläche von 17'218 m2 auf, wovon 8724 m2 im nördlichen Teil des 
Grundstücks der Zone des öffentlichen Interesses für Bauten und Anlagen (OeIB) zugeteilt 
wurden und 8482 m2 im südlichen Teil des Grundstücks in der Bauzone liegen (3489 m2 in 
der Wohnzone W1 und 4993 m2 in der Wohnzone W2A). Das GS 3176 führt bis zur OeIB 
des GS 3172. Auch die ersten rund 70 m von GS 4750 liegen direkt neben der OeIB. Erst 
die letzten rund 30 m der Strassenparzelle auf GS 4750 führen in die Wohnzone W2A. Bis 
zum Ende von GS 4750 sind weitere rund 50 m zurückzulegen, welche heute nicht als 
Strassenfläche ausgebaut sind. Sollte die Erschliessung des in der Wohnzone liegenden 
Teils des GS 3172 tatsächlich ab dem GS 3176, wie von den Beschwerdeführerinnen 
gefordert, erfolgen, müsste über eine längere Strecke die OeIB in Anspruch genommen 
werden, was nicht zweckdienlich, zonenrechtlich sehr heikel und wohl nicht zulässig wäre, 
zumal die OeIB dem öffentlichen Interesse dienen soll und nicht der weiteren 
Erschliessung der Wohnzone bzw. der Durchfahrt zu dieser Wohnzone. Zudem würde 
eine Erschliessung des südlichen Grundstücksteils via die OeIB letztlich zu einer 
Parallelstrasse zum GS 4750 führen, was nicht zweckmässig und vor allem mit dem 
Grundsatz des haushälterischen Umgangs mit dem Boden in keiner Weise vereinbar wäre 
(Art. 1 Abs. 1 RPG), da die Erstellung einer zusätzlichen Erschliessungsstrasse neben der 
Gimenenstrasse unnötig viel Bauland beanspruchen und dabei das GS 3172 halbieren 
würde. Und schliesslich ist zu beachten, dass sich auf GS 3172, angrenzend an GS 3176, 
zwei Schulpavillons (Primarschule) befinden. Der Schulunterricht bedingt einen 
angemessenen Umschwung für den Aufenthalt der Kinder. Diesen oder allfällige 
Erweiterungen mit der Erschliessung der angrenzenden Bauzone zu belasten, ist aus 
planerischer Sicht nicht zielführend. Aber auch aus sicherheitstechnischen Gründen ist 
eine eng an das bestehende Schulhaus Gimenen zu bauende Erschliessungsstrasse nicht 
angezeigt. Vor diesem Hintergrund und angesichts der Möglichkeit, dadurch Trottoirs 
erstellen zu können, besteht ein öffentliches Interesse, das GS 4750 in den Baulinien- und 
Strassenplan einzubeziehen. Für die Erschliessung von Bauzonen ist nicht wesentlich, ob 
für die mit der Erschliessung nutzbar werdenden Bauzonen bereits ein konkretes 
Bauprojekt besteht. Bauzonen sind unabhängig von konkreten Bauprojekten und auch 
unabhängig von der Parzellierung der Bauzonenfläche zu erschliessen. Gemäss den 
vorangehenden Erwägungen ist jedenfalls mit einiger Sicherheit zu erwarten, dass die 
Erschliessung des südlichen Teils des GS 3172 über das GS 4750 erfolgen wird, was für 

10

Urteil V 2020 69

die Bejahung des für den Einbezug des GS 4750 in den Baulinien- und Strassenplan 
erforderlichen aktuellen öffentlichen Interesses ausreicht. Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerinnen verlieren sie durch die Öffentlicherklärung von GS 4750 (siehe 
Verfahren V 2020 70) keine Ausnützung bzw. wird GS 4750 durch die Öffentlicherklärung 
der ganzen Gimenenstrasse nicht der Ausnützung auf GS 1663 entzogen, und somit wird 
keine Ausnützung vernichtet. Sowohl § 18 Abs. 3 aV PBG (gültig bis 31. Dezember 2018) 
als auch § 36 Abs. 3 nV PBG enthalten nämlich die Aussage, dass, falls das 
Gemeinwesen für den Bau oder Ausbau von öffentlichen Strassen, Radstrecken oder 
Wegen Land von der dem Baugesuch zugrundeliegenden Fläche benötigt, der für diese 
öffentlichen Anlagen beanspruchte Teil des Baugrundstücks im Ausmass von max. 25 % 
der dem Baugesuch zugrunde liegenden Fläche zur anzurechnenden Landfläche gezählt 
werden kann (Satz 1). Dies gilt auch für zukünftige Baugesuche sowie bei der Übernahme 
von Strassen und Wegen durch das Gemeinwesen, sofern eine entsprechende 
Vereinbarung zwischen der Bauherrschaft und der Gemeinde vorliegt (Satz 2). Immerhin 
hat der Stadtrat in seiner Vernehmlassung ausgeführt, dass er bereit ist, bei künftigen 
Baugesuchen nach dem dannzumal geltenden Recht die öffentlich erklärte Landfläche zu 
berücksichtigen. Damit haben die Beschwerdeführerinnen eine klare Zusage, dass 
gegebenenfalls so verfahren würde. Sie sind zudem darauf aufmerksam zu machen, dass 
nicht nur 25 % zur anrechenbaren Landfläche zugeschlagen werden kann, wie sie das 
meinen, sondern die Übertragung der gesamten anrechenbaren Fläche des vom 
Gemeinwesen beanspruchten Strassengrundstücks möglich ist, da sich der Passus "im 
Ausmass von maximal 25 % der dem Baugesuch zugrunde liegenden Fläche" in § 18 Abs. 
3 aV PBG und § 36 Abs. 3 nV PBG auf die Grösse des empfangenden bzw. begünstigten 
Grundstücks und nicht des gebenden Strassengrundstücks bezieht (vgl. 
Erläuterungsskizzen der Baudirektion des Kantons Zug zur V PBG, Dezember 2013, 
revidiert im August 2014, S. 21). Entsprechend diesen Ausführungen sind die 
Einschränkungen, die aus dem Einbezug des GS 4750 in den Baulinien- und Strassenplan 
(aber auch aus der Öffentlicherklärung des GS 4750) entstehen, sehr gering. Ein 
konkretes bzw. aktuelles öffentliches Interesse am Einbezug des GS 4750 und des GS 
1663 (im Grenzbereich zu GS 4750) in den Baulinien- und Strassenplan liegt zudem vor.

7.
7.1
7.1.1 Die Beschwerdeführerinnen machen darauf aufmerksam, dass das Grundstück 
der Stadt Zug GS 3172 sowohl an GS 4750 als auch an GS 3176 grenze. Solange nicht 
klar sei, wie der südliche Teil des GS 3172 bebaut werden solle, könne nicht beurteilt 

11

Urteil V 2020 69

werden, ob eine Erschliessung über GS 4750 geeignet wäre. Die Eignung lasse sich erst 
anhand eines Baugesuchs beurteilen. Je nach dessen konkreter Ausgestaltung könnte 
eine Erschliessung über GS 4750 völlig ungeeignet sein. Das GS 3172 sei 
unbestrittenermassen über die heutige Zufahrt über GS 3176 erschlossen. Es werde 
bestritten, dass sich die Wohnzone nur über GS 4750 erschliessen lasse. 

7.1.2 Die Verwaltungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse 
angestrebte Ziel zu erreichen. Das Element der Geeignetheit dient der Prüfung der 
Präzision staatlichen Handelns. Ungeeignet ist eine Massnahme dann, wenn sie am Ziel 
vor-beischiesst, d.h. keinerlei Wirkungen im Hinblick auf den angestrebten Zweck entfaltet 
oder die Erreichung dieses Zweckes sogar erschwert oder verhindert. Zu prüfen ist also 
die Zwecktauglichkeit einer Massnahme (BGE 144 I 126 E. 8.1; 137 IV 249 E. 4.5.2; 136 I 
29 E. 4.4. f.; 130 I 140 E. 5.3.6). Die Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Eignung 
grosszügig und sondert nur diejenigen Massnahmen aus, die sich als völlig ungeeignet zur 
Zielerreichung erweisen. Gemäss dem Bundesgericht genügt für die Eignung einer 
Massnahme, dass diese mit Blick auf den angestrebten Zweck Wirkungen zu entfalten 
vermag und nicht gänzlich daran vorbeizielt (vgl. BGE 144 I 126 E. 8.1; 135 II 105 E. 2.3.3; 
132 I 7 E. 4.2; 130 II 425 E. 5.4.1 in: Pra 94 [2005] Nr. 71, S. 550 f.; 
Häfelin/Müller/Uhlmann, All-gemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, Rz. 522).

7.1.3 Wie soeben unter E. 6.3 ausgeführt, wäre die Erschliessung des in der Wohnzone 
liegenden Teils des GS 3172 ab dem GS 3176 nicht zweckdienlich, zonenrechtlich sehr 
heikel und wohl nicht zulässig. Zudem wäre eine Erschliessung des südlichen 
Grundstücksteils via die OeIB nicht mit dem Grundsatz des haushälterischen Umgangs mit 
dem Boden vereinbar. Es liegt auf der Hand, dass eine Erschliessung des südlichen Teils 
des GS 3172 ab dem GS 4750 besser geeignet ist als eine solche ab dem GS 3176. Im 
Übrigen ist festzuhalten, dass der Baulinien- und Strassenplan für sich alleine weder an 
der heutigen (tatsächlichen) Befahrbarkeit von GS 4750 noch an der bestehenden 
Situation sonst wie etwas ändert. Dieser sichert lediglich die Räume und einen allfälligen 
Landerwerb. Der Baulinien- und Strassenplan Hasenbüelweg/Gimenen ist damit aus 
rechtlicher Sicht per se geeignet, eine angemessene Erschliessung von GS 3172 
sicherzustellen.

7.2
7.2.1 Mit den gleichen Argumenten, wie sie diese im Zusammenhang mit der 
Geeignetheit vorbringen, machen die Beschwerdeführerinnen geltend, es sei nicht 

12

Urteil V 2020 69

ersichtlich, inwiefern eine Erschliessung über GS 4750 erforderlich sei. Namentlich habe 
die Einwohnergemeinde Zug nicht rechtsgenüglich dargelegt, weshalb die Erschliessung 
nicht grundstücksintern oder über GS 3176 erfolgen könne. Es sei eine rein fiskalische 
Überlegung des Regierungsrats, wenn er der Auffassung sei, dass mehrere Stichstrassen 
ab GS 4750 ökonomischer wären, weil damit mehr bebaubare Fläche verbleibe, als eine 
grundstücksinterne Erschliessung von Norden her ab GS 3176.

7.2.2 Die Verwaltungsmassnahme muss im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse 
angestrebte Ziel erforderlich sein; sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, 
aber mildere Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde. Das Element der 
Erforderlichkeit dient der Prüfung der Intensität staatlichen Handelns. Die Massnahme darf 
in sachlicher, räumlicher, zeitlicher und personeller Hinsicht nicht über das Notwendige 
hinausgehen (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 527 und Rz. 530).

7.2.3 Nachdem in E. 7.1.3 festgestellt wurde, dass eine Erschliessung des südlichen 
Teils des GS 3172 ab dem GS 4750 besser geeignet ist als eine solche ab dem GS 3176 
oder eine grundstücksinterne Erschliessung und keine weiteren, milderen Massnahmen 
erkennbar sind – und auch von der Beschwerdeführerinnen nicht vorgebracht werden –, 
um auf dem GS 4750 eine ausreichende Verkehrssicherheit zu erreichen, und auch 
städtebauliche Gründe für eine einheitliche Gestaltung der Gimenenstrasse sprechen, ist 
auch die Erforderlichkeit des Einbezugs von GS 4750 und GS 1663 (im Grenzbereich zu 
GS 4750) in den Baulinien- und Strassenplan zu bejahen.

7.3
7.3.1 Weiter bringen die Beschwerdeführerinnen vor, die Erschliessung über GS 4750 
sei unverhältnismässig und nicht zumutbar. Da zum heutigen Zeitpunkt kein noch nicht 
erschlossenes Grundstück an GS 4750 grenze, sei der Einbezug von GS 4750 und GS 
1663 (im Grenzbereich zu GS 4750) insbesondere nicht zumutbar. Das konkrete Interesse 
der Beschwerdeführerinnen an ihrem unbelasteten Eigentum überwiege ein nicht näher 
konkretisiertes und nicht öffentliches Interesse der Einwohnergemeinde Zug. Die 
Wohnzone auf GS 3172 könnte ohne Weiteres grundstücksintern erschlossen werden. 
Ebenfalls könnte die Wohnzone im nördlichen Bereich über GS 3176 erschlossen werden. 

7.3.2 Eine Verwaltungsmassnahme ist nur gerechtfertigt, wenn sie ein vernünftiges 
Verhältnis zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den betreffenden 
Privaten bewirkt, wahrt. Es ist deshalb eine wertende Abwägung vorzunehmen, welche im 

13

Urteil V 2020 69

konkreten Fall das öffentliche Interesse an der Massnahme und die durch ihre Wirkungen 
beeinträchtigten privaten Interessen der Betroffenen miteinander vergleicht. Die 
Massnahme muss durch ein das private Interesse überwiegendes öffentliches Interesse 
gerechtfertigt sein (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 556 f.).

7.3.3 Wie ebenfalls bereits in E. 6.3 ausgeführt, sind die Einschränkungen, die aus dem 
Einbezug von GS 4750 und GS 1663 (im Grenzbereich zu GS 4750) in den Baulinien- und 
Strassenplan den Beschwerdeführerinnen entstehen, gering. Zudem kann davon 
ausgegangen werden, dass kein Teil der Gimenenstrasse der Ausnützung auf GS 1663 
entzogen wird. Auf der anderen Seite besteht ein öffentliches Interesse am Erlass von 
Bau- und Strassenlinien auf GS 4750 und auf GS 1663 (im Grenzbereich zu GS 4750), 
welches das private Interesse der Beschwerdeführerinnen an unbelastetem Eigentum 
eindeutig überwiegt. Und zwar erfolgt der Einbezug des gesamten GS 4750 in den 
Baulinien- und Strassenplan zu Recht, da die Wohnzone auf GS 3172 erst gegen das 
Ende der auf GS 4750 gelegenen Gimenenstrasse hin beginnt und insbesondere dort das 
entsprechende Teilstück für die Erschliessung der Wohnzone erforderlich ist. Die 
einzelnen Liegenschaften können ab dort einfacher erreicht werden. Dem Ansinnen der 
Beschwerdeführerinnen, der Baulinien- und Strassenplan sowie der Perimeterplan seien 
auf den nördlichen Bereich von GS 4750 resp. GS 1663 (im Grenzbereich zu GS 4750) zu 
beschränken, kann daher nicht entsprochen werden.

7.4.
7.4.1 Schliesslich machen die Beschwerdeführerinnen geltend, der Baulinien- und 
Strassenplan sei in Bezug auf GS 4750 überdimensioniert und deshalb aufzuheben. 
Aufgrund der Zoneneinteilung sei auf GS 3172 mit ca. 11 Wohneinheiten zu rechnen. Zur 
Erschliessung der Wohnzone bedürfe es nicht etwa einer Quartierstrasse oder einer 
Zufahrtsstrasse, sondern eines einfachen Zufahrtsweges, der gemäss VSS-Norm 40 045 
zur Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu 30 Wohneinheiten 
anzuwenden sei, auf eine stündliche Frequenz von bis zu 50 Fahrzeugen ausgelegt sei 
und bei dem für den seltenen Begegnungsfall zwischen Motorfahrzeugen kein spezieller 
Ausbau vorgesehen sei. Die bestehende Fläche erfülle sämtliche Anforderungen an einen 
Zufahrtsweg, die unterste Kategorie der Erschliessungsstrassen. Ein weiterer Ausbau von 
GS 4750 und insbesondere ein Trottoir auf GS 1663 seien nicht erforderlich. Selbst 
Sammelstrassen müssten gemäss VSS-Norm 40 044 nicht zwangsläufig ein Trottoir 
aufweisen, schon gar nicht ein beidseitiges. 

14

Urteil V 2020 69

7.4.2 Dass es ausreichende Gründe für die Dimensionierung des Baulinien- und 
Strassenplans gibt, hat das Gericht bereits in E. 5.5 erwogen. Darauf kann verwiesen 
werden.

8.
8.1 Bezüglich Perimeterplan Gimenen bringen die Beschwerdeführerinnen vor, der 
Regierungsrat habe die unzulässige Schematisierung der Einwohnergemeinde Zug 
gestützt. Insbesondere sei festzuhalten, dass die Grundstücke Nrn. 1660, 4925, 4941, 
4974–4976, 4979–4983 einen massiven Nutzen an der Erschliessung hätten und deshalb 
die Kosten beider Etappen (Teil 1 und Teil 2) des Ausbaus der Meisenbergstrasse in den 
Perimeter und die Berechnung miteinzubeziehen und zu verteilen seien.

Gemäss Ziff. 1.1 auf S. 4 des Berichts zum Perimeterplan Gimenen diene der neu 
ausgebaute Strassenabschnitt der Meisenbergstrasse zusammen mit dem Hasenbüelweg 
und der Gimenenstrasse der "Erschliessung der Siedlungserweiterungsgebiete Hasenbüel 
(A19) und Gimenen (A20) sowie dem gesamten Quartier Gimenen". Diese Formulierung 
verdeutliche, dass die Siedlungserweiterungsgebiete Hasenbüel (A19) und Gimenen (A20) 
den Hauptvorteil aus der Erschliessung zögen. Die Grundeigentümer der betreffenden 
Gebiete hätten im Vergleich zu den übrigen Grundeigentümern offensichtlich einen 
deutlich grösseren Nutzen, da die Siedlungserweiterungsgebiete durch den Ausbau und 
die Erneuerung der Erschliessungsstrassen erst hinreichend erschlossen und damit 
baureif würden. Aus diesem Grund sei es gerechtfertigt, den 
Siedlungserweiterungsgebieten Hasenbüel (A19) und Gimenen (A20) einen höheren 
Beitrag anzurechnen als im Perimeterplan vorgesehen.

Es sei abzulehnen, dass die Umgestaltung der bestehenden Arealzu- und -durchfahrt 
Meisenberg Bestandteil der Perimeter-Kosten sein solle, da die Kosten von privaten Zu- 
und Durchfahrten nicht in die Perimeterberechnung einzubeziehen seien. Es werde 
bestritten, dass die Umgestaltung der Zufahrt zur Klinik Meisenberg auf GS 1660 aus 
Gründen der Verkehrssicherheit zwingend erforderlich sei. Die entsprechenden Kosten 
dienten nicht der Erschliessung, sondern der Verschönerung. Aus diesem Grund seien die 
entsprechenden Kosten der Grundeigentümerin von GS 1660 aufzuerlegen. Der 
Regierungsrat führe in Ziff. 14b des Beschlusses vom 29. September 2020 aus, der 
Sondervorteil für GS 1660 sei bereits hinreichend berücksichtigt worden, obwohl das 
Grundstück bereits hinreichend erschlossen sei und nicht mit umfangreichen 
Erweiterungen der bestehenden Bauten zur rechnen sei. Fakt sei, dass Erweiterungen der 

15

Urteil V 2020 69

bestehenden Bauten faktisch und rechtlich ohne weiteres möglich seien. So laufe zurzeit 
ein Wettbewerbsverfahren über die Erneuerung und Erstellung weiterer Bauten auf GS 
1660. Zwischenzeitlich seien die GS 4975–4983 abparzelliert und überbaut worden. Diese 
baulichen Realitäten seien in der Berechnung Perimeterplan hinreichend zu 
berücksichtigen.

Der Regierungsrat führe in Ziff. 13 des Beschlusses vom 29. September 2020 aus, die 
Grundstücke Nrn. 1660, 4925, 4941, 4974–4976, 4979–4983 würden ausgeklammert, weil 
sie bereits hinreichend erschlossen seien. Dasselbe treffe aber auch auf das GS 1663 zu. 
Auch dieses Grundstück sei bereits hinreichend erschlossen. Dann müsse auch dieses 
Grundstück (der Beschwerdeführerin 1) vom Perimeterplan ausgenommen werden. 
Ebenfalls zu berücksichtigen sei, dass der Teil des GS 1660, welcher sich zurzeit in der 
Landwirtschaftszone befinde, im Siedlungsgebiet liege und in absehbarer Zukunft 
eingezont und überbaut werden könne. Mit dem Ausbau der Meisenbergstrasse sei eine 
Erschliessung des noch unüberbauten Teils des GS 1660 ebenfalls bereits gewährleistet 
und diene diesem Grundstück.

Die heutige Erschliessung des GS 1663 reiche auch für Neu- und Erweiterungsbauten auf 
GS 1663 aus. GS 1663 erwachse somit aus dem Strassenbau in keiner Art und Weise ein 
Vorteil. Es sei daher aus dem Perimeterplan auszunehmen. Zudem sei GS 1663 heute zu 
ca. 1/3 baulich ausgenutzt. Aufgrund dieser Sachlage sei der Kostenfaktor von 1,0 zu 
hoch. Es sei unzulässig, bei Grundstücken, die noch nicht voll ausgenutzt seien, die 
gesamte mögliche Ausnutzung heranzuziehen. Der Korrekturfaktor sei, sofern GS 1663 im 
Perimeterplan verbleibe, bei maximal 0,5 anzusetzen.

8.2 Gemäss § 39 Abs. 1 des Gesetzes über Strassen und Wege (GSW; BGS 751.14) 
haben die Gemeinden Vorschriften über die Finanzierung der Strassen und Wege in ihrer 
Zuständigkeit zu erlassen. Nach Abs. 2 dieser Gesetzesbestimmung erheben sie für 
Erschliessungs- und andere Sondervorteile Beiträge, namentlich Perimeterbeiträge. Die 
Stadt Zug hat die Kostenaufteilung der Grob- und Feinerschliessung in § 9 ff. des 
Reglements über Strassen und Wege (StrR Zug) geregelt. Demnach haben die direkten 
und indirekten Anstösser angemessene Beiträge an die Kosten des Landerwerbs, der 
Erstellung, Änderung und Erneuerung von Gemeindestrassen zu leisten (§ 11 Abs. 1 StrR 
Zug). Die Grundeigentümer leisten an Sammelstrassen 30 Prozent, an 
Erschliessungsstrassen 70 Prozent und an Zufahrtsstrassen mindestens 90 Prozent der 
Kosten. Wird bei einer Sammel-, Erschliessungs- oder Zufahrtsstrasse im Interesse der 

16

Urteil V 2020 69

Eigentümer ein höherer Ausbaustandard realisiert, kann der Beitrag der Grundeigentümer 
entsprechend erhöht werden. Bei besonderen Verhältnissen kann von diesen Ansätzen 
abgewichen werden, insbesondere im Interesse der Wirtschaftsförderung (§ 11 Abs. 2 
StrR Zug). Bei wesentlichen Änderungen und Erneuerungen von Strassen sind die 
Grundeigentümer nach Massgabe von Abs. 2 an den Kosten zu beteiligen, soweit die 
Änderung oder Erneuerung in ihrem überwiegenden Interesse liegt (§ 11 Abs. 3 StrR Zug). 
Die Beiträge der einzelnen Grundeigentümer werden aufgrund der zulässigen Baudichte 
gemäss Einzelbauweise auf den erfassten Grundstücksflächen festgesetzt. Besondere 
Vor- und Nachteile können durch eine angemessene Erhöhung bzw. Reduktion des 
Beitrags berücksichtigt werden (§ 12 Abs. 1 StrR Zug). Für Flächen ohne festgelegte 
Baudichte ist der Beitrag nach 
Massgabe des dem Grundeigentümer erwachsenen Sondervorteils festzusetzen (§ 12 
Abs. 2 StrR Zug).

8.3 Bezüglich des Verlangens der Beschwerdeführerinnen, die Kosten beider Etappen 
des Ausbaus der Meisenbergstrasse seien in den Perimeter und die Berechnung 
miteinzubeziehen und zu verteilen, weil die Grundstücke Nrn. 1660, 4925, 4941, 4974–
4976, 4979–4983 einen massiven Nutzen an der Erschliessung hätten, ist darauf 
hinzuweisen, dass die von den Beschwerdeführerinnen genannten Grundstücke bereits 
ausreichend über die Meisenberg- und die anliegenden Privatstrassen erschlossen sind. 
Im Zuge des dafür notwendigen Ausbaus (erste Etappe des Ausbaus der 
Meisenbergstrasse) wurden die daraus resultierenden Kosten bereits abgerechnet und 
unter den davon profitierenden Grundeigentümern verteilt. Der streitgenständliche 
Perimeterplan beinhaltet die zweite Etappe des Ausbaus der Meisenbergstrasse und den 
Ausbau des Hasenbüelwegs und der Gimenenstrasse. Diese Ausbauten, welche alle 
weiter hangaufwärts erfolgen, bringen den genannten Grundeigentümern 
verkehrstechnisch kaum Vorteile bzw. nicht mehr als allen anderen Bewohnerinnen und 
Bewohnern der Quartiere Fridbach und Roost. Die Stadt Zug und damit die Arbeitsplätze, 
Läden, Autobahnauffahrten usw. werden weiterhin ausschliesslich über die 
Meisenbergstrasse zu erreichen sein. Nur der Zugerberg als Naherholungsraum wäre neu 
einfacher über den Hasenbüelweg und die Gimenenstrasse erreichbar, wobei man auch 
über den Bruibach- und den Bellevueweg fahren müsste. Auf dem Bruibachweg fehlt aber 
heute ein Wegrecht zu Gunsten der Allgemeinheit. Ein Einbezug der Grundstücke Nrn. 
4925, 4941, 4974–4976, 4979–4983 in den Perimeterplan ist somit nicht angezeigt und 
wäre angesichts des geringen Nutzens für diese Grundstücke unverhältnismässig, wie 
dies der Regierungsrat zu Recht festgestellt hat.

17

Urteil V 2020 69

8.4 Gemäss den Beschwerdeführerinnen hätten die Grundeigentümer der 
Siedlungserweiterungsgebiete Hasenbüel (A19) und Gimenen (A20) im Vergleich zu den 
übrigen Grundeigentümern einen deutlich grösseren Nutzen, da die 
Siedlungserweiterungs-gebiete durch den Ausbau und die Erneuerung der 
Erschliessungsstrassen erst hinreichend erschlossen und damit baureif würden. Aus 
diesem Grund sei es gerechtfertigt, ihnen einen höheren Beitrag anzurechnen als im 
Perimeterplan vorgesehen.

Dazu ist Folgendes zu erwägen: Dem Perimeterplan Gimenen sowie dem zugehörigen 
Bericht kann entnommen werden, dass zur Berechnung des Perimeterbeitrag-Faktors pro 
Grundstück (= massgebende Grundstücksfläche x jeweiliger Anteil der dienlichen 
Strassenlänge x Korrekturfaktor ) ein Korrekturfaktor von 0,10 (anstelle von 1,0) verwendet 
wurde, falls das jeweilige Grundstück vor dem Ausbau der Erschliessungstrasse bereits 
hinreichend erschlossen und die zulässige Ausnützungsziffer weitgehend konsumiert war. 
Grundstücke, welche gemäss Richtplan neu eingezont wurden oder bei denen die 
zulässige Ausnützung noch eine massgebliche Erweiterung erlaubt, erhielten diesen 
Reduktionsfaktor nicht (vgl. Bericht zum Perimeterplan vom 23. Juni 2012, S. 12, und 
Berechnungstabelle, Spalte G). Denselben Unterlagen kann sodann entnommen werden, 
dass bezüglich der Grundstücke in den Siedlungserweiterungsgebieten Hasenbüel (A19; 
GS 1664, 3174, 3584, 4808, 4809, 4810, 4811, 4812, 4954, 4955) und Gimenen (A20; 
unbebauter Teil des GS 3172), aber auch des GS 1660, jeweils ein Korrekturfaktor von 1,0 
(d.h. kein Abzug bzw. keine Korrektur) verwendet wurde. Der Stadtrat von Zug hat somit 
wesentlich (mit einer Differenz von 90 Prozent) berücksichtigt, dass einige Grundstücke 
bereits vor dem Ausbau der Meisenbergstrasse und auch ohne Öffentlicherklärung der 
Gimenenstrasse sowie des Hasenbüelwegs rechtlich und faktisch ausreichend 
erschlossen waren und andere – wie die Siedlungserweiterungsgebiete Hasenbüel und 
Gimenen – nicht. Der Regierungsrat hat somit kein Recht verletzt, wenn er festgestellt hat, 
dass eine weitere Erhöhung vor diesem Hintergrund nicht angezeigt ist. 

8.5 Die Beschwerdeführerinnen verstehen nicht, warum die Umgestaltung der 
bestehenden Arealzu- und -durchfahrt Meissenberg Bestandteil der Perimeter-Kosten sein 
solle. Ihrer Meinung nach seien die Kosten von privaten Zu- und Durchfahrten nicht in die 
Perimeterberechnung einzubeziehen, sondern der Grundeigentümerin von GS 1660 
aufzuerlegen, umso mehr als gemäss Ziff. 1.4 auf S. 6 des Berichts zum Perimeterplan 
Gimenen mit dem Ausbau der Meisenbergstrasse das Gebiet Gimenen / Hasenbüel, 

18

Urteil V 2020 69

insbesondere die neuen Bauzonenflächen, als hinreichend erschlossen gälten. Es werde 
bestritten, dass die Umgestaltung der Zufahrt zur Klinik Meissenberg auf GS 1660 
zwingend erforderlich gewesen sei. Die entsprechenden Kosten dienten nicht der 
Erschliessung, sondern der Verschönerung.

Der Regierungsrat hat jedoch in seinem Beschluss vom 29. September 2020 (E. 14b) 
überzeugend und nachvollziehbar aufgezeigt, dass die südliche Zufahrt zur Klinik 
Meissenberg (GS 1660) dem neuen Verlauf der umgestalteten öffentlichen Strasse 
Meisenberg angepasst werde musste. Der neue Strassenverlauf weist einen grösseren 
Kurvenradius auf. Die Strasse wurde aufgrund des Terrainverlaufs rund 2 m tiefer gelegt. 
Gegenüber der bestehenden Situation konnten damit und entsprechend den Vorgaben 
bezüglich Verkehrssicherheit die Sichtweiten der Strasse verbessert werden (siehe dazu 
Stadtratsbeschluss vom 19. Februar 2019 betreffend Baulinien- und Strassenplan 
Hasenbüelweg und Gimenenstrasse, Änderung Richtplan Verkehr, Motorisierter 
Individualverkehr und Perimeterplan Gimenen sowie Öffentlicherklärung; 
Einspracheentscheid und Festsetzung, E. 2.2.4). Aus diesen Gründen wurden die 
entsprechenden Kosten wie alle anderen notwenigen Kosten des Strassenbauvorhabens 
zu Recht ebenfalls in den Perimeterplan aufgenommen. 

8.6 Weiter bringen die Beschwerdeführerinnen vor, gemäss dem Regierungsrat 
würden die Grundstücke Nrn. 4925, 4941, 4974–4976, 4979–4983 nicht in den 
Perimeterplan einbezogen, weil sie bereits ausreichend erschlossen seien. Dasselbe treffe 
aber auch auf das GS 1663 (im Eigentum der Beschwerdeführerin 1) zu. Auch dieses 
Grundstück sei bereits hinreichend erschlossen. Dann müsse auch dieses Grundstück 
vom Perimeterplan ausgenommen werden. 

Das GS 1663 schliesst sowohl an den Hasenbüelweg als auch an die Gimenenstrasse an 
und wird durch beide erschlossen. Das GS 1663 zieht aus dem Ausbau und der Sanierung 
dieser Strassenstücke einen Vorteil, welcher die Erhebung von Perimeterbeiträgen 
rechtfertigt. Es ist daher entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerinnen nicht vom 
Perimeterplan auszunehmen. Es ist dem Stadtrat von Zug zuzustimmen, dass das 
GS 1663 noch über massgebliche Ausnützungsreserven verfügt, weshalb es zu Recht mit 
einem Korrekturfaktor von 1,0 – nicht maximal 0,5, wie von den Beschwerdeführerinnen 
verlangt – versehen wurde. Diese Festlegung ist deshalb nicht zu beanstanden.

19

Urteil V 2020 69

9. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Regierungsratsbeschluss vom 29. 
September 2020 nicht zu beanstanden ist. Die dagegen eingereichte Beschwerde erweist 
sich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die unterliegenden 
Beschwerdeführerinnen gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG kostenpflichtig. Die Spruchgebühr 
wird auf Fr. 3'500.– festgesetzt und mit dem in dieser Höhe geleisteten Kostenvorschuss 
verrechnet.

20

Urteil V 2020 69

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Den Beschwerdeführerinnen wird eine Spruchgebühr von Fr. 3'500.– auferlegt, 
welche mit dem in dieser Höhe geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

4. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerinnen, an den Stadtrat von 
Zug, an den Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach) und zum Vollzug von 
Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 2. März 2022

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am