# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ddecfd7-882f-5dd6-925b-146c41c6bb1c
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 20.08.2025 608 2023 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2023-158_2025-08-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2023 158

Urteil vom 20. August 2025

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Daniela Kiener 
Richter: Johannes Frölicher,

Anne-Sophie Peyraud 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Timothy Schertenleib

Parteien STIFTUNG FÜR DEN FLEXIBLEN ALTERSRÜCKTRITT IM 
BAUHAUPTGEWERBE (STIFTUNG FAR), Klägerin,     

gegen

A.________ SA, Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Joao Lopes

Gegenstand Berufliche Vorsorge (Persönlicher Geltungsbereich des BRB AVE GAV 
FAR)

Klage vom 14. November 2023

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Die A.________ SA (nachfolgend: die Gesellschaft oder die Beklagte) mit Sitz in B.________ 
wurde am 2. November 2015 im Handelsregister eingetragen. Laut Handelsregistereintrag 
bezweckt die Gesellschaft einerseits den Erwerb, die Verwaltung und Geschäftsführung von 
Beteiligungen an allen Handels-, Finanz-, Industrie- oder anderen Gesellschaften oder 
Unternehmen im In- und Ausland sowie deren Finanzierung, andererseits die Erbringung von 
Dienstleistungen für Unternehmen im Sicherheitsbereich. Als Verwaltungsrat ist 
C.________ (Einzelunterschriftsberechtigung, Präsident) im Handelsregister eingetragen.

B. Die Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe (nachfolgend: Stiftung FAR 
oder die Klägerin) mit Sitz in Zürich ist zuständig für den Vollzug des am 12. November 2002 
zwischen dem Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) sowie den Gewerkschaften Bau & 
Industrie GBI (heute: UNIA) und SYNA (und später zusätzlich dem Verband Baukader Schweiz) 
abgeschlossenen Gesamtarbeitsvertrages für den flexiblen Altersrücktritt im Bauhauptgewerbe 
(GAV FAR), der vom Bundesrat am 5. Juni 2003 teilweise allgemeinverbindlich erklärt wurde (BRB 
AVE GAV FAR). In der Zwischenzeit wurde die Allgemeinverbindlicherklärung verschiedentlich 
verlängert und abgeändert (so am 8. August 2006, 26. Oktober 2006, 1. November 2007, 
6. Dezember 2012, 10. November 2015, 14. Juni 2016, 7. August 2017, 29. Januar 2019, 
20. August 2024 und 10. März 2025). 

Um den körperlichen Belastungen der Arbeitnehmenden im Bauhauptgewerbe Rechnung zu 
tragen, die damit verbundenen Beschwerden im Alter zu lindern und dem Baustellenpersonal eine 
finanziell tragbare Frühpensionierung zu ermöglichen, erbringt die Stiftung FAR überobligatorische 
Leistungen für den Fall eines freiwilligen vorzeitigen Altersrücktritts in den letzten fünf Jahren vor 
dem ordentlichen AHV-Alter im Bauhauptgewerbe.

C. Am 14. November 2023 (Datum der Postaufgabe) erhob die Stiftung FAR beim 
Kantonsgericht Klage gegen die Gesellschaft. Sie stellt die folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin die folgenden Beträge zu bezahlen:

- 5 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Dezember 2015 bis am 
31. Dezember 2015 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2016.

- 5 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2016 bis am 30. Juni 2016 
der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb des persönlichen 
Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 1. Januar 2017.

- 7 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Juli 2016 bis am 
31. Dezember 2016 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2017.

- 7 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2017 bis am 
31. Dezember 2017 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 

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des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2018.

- 7 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2018 bis am 
31. Dezember 2018 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2019.

- 7 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2019 bis am 31. März 2019 
der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb des persönlichen 
Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 1. Januar 2020.

- 7,5 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. April 2019 bis am 
31. Dezember 2019 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2020.

- 7,75 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2020 bis am 
31. Dezember 2020 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2021.

- 7,75 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2021 bis am 
31. Dezember 2021 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2022.

- 7,75 Prozent der noch zu beziffernden AHV-pflichtigen Lohnsumme vom 1. Januar 2022 bis am 
31. Dezember 2022 der Arbeitnehmenden der Beklagten, soweit diese im genannten Zeitraum innerhalb 
des persönlichen Geltungsbereichs des AVE GAV FAR gearbeitet haben, nebst 5 Prozent Zins ab dem 
1. Januar 2023.

2. Der Klägerin sei Gelegenheit zu geben, nach Abschluss des Beweisverfahrens die unter Ziffer 1 hievor 
gestellten Begehren innert angemessener Frist zu beziffern.

3. Es seien die AHV-pflichtigen Lohnsummen aller Arbeitnehmenden der Beklagten, unter Angabe von Name, 
Vorname, Versichertennummer, Geburtsdatum, Funktion und von Betriebsteilzugehörigkeit für die Jahre 2015 
(1. Dezember 2015 bis 31. Dezember 2015), 2016, 2017, 2018, 2019, 2020, 2021 und 2022 bei der Beklagten 
zu edieren.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.

Mit Klageantwort vom 13. Dezember 2023 beantragt die Beklagte, es sei auf die Klage nicht 
einzutreten, da die Klägerin ihre Forderungsklage nicht beziffert und auch keinen Mindestwert 
angegeben habe, der als vorläufiger Streitwert gelte (vgl. Art. 84 Abs. 2 und 85 Abs. 1 ZPO). Sollte 
das Gericht auf die Klage dennoch eintreten, sei diese abzuweisen. Zur Begründung führt die 
Beklagte aus, dass sie noch nie Angestellte beschäftigt habe und schon gar nicht solche, auf 
welche der GAV FAR Anwendung finden würde. Ausserdem werde sie auch nicht vom 
betrieblichen Geltungsbereich des GAV FAR erfasst.

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Am 19. Dezember 2023 verfügt die Instruktionsrichterin die Edition sämtlicher Akten betreffend die 
Beklagte bei der Ausgleichskasse D.________ (nachfolgend: Ausgleichskasse), an welche die 
Gesellschaft angeschlossen ist.

Diesem Ersuchen kommt die Ausgleichskasse am 31. Januar 2024 nach. Unter den übermittelten 
Akten befinden sich unter anderem die Lohndeklarationen der Beklagten betreffend die Jahre 2015 
bis 2022 und ein Revisionsbericht vom 21. Oktober 2019. Im Begleitschreiben führt die 
Ausgleichskasse aus, dass die Beklagte seit dem 1. November 2015 an sie angeschlossen sei und 
in dieser Zeit weder Personal noch Lohnauszahlungen deklariert habe.

Am 17. April 2024 reicht die Klägerin ihre Replik ein. Die Duplik der Beklagten datiert vom 
19. August 2024.

D. Nach weiteren Abklärungen erteilte die Instruktionsrichterin der Ausgleichskasse mit 
Verfügung vom 28. November 2024 den Auftrag, bei der Beklagten eine Revision für den 
gesamten Zeitraum seit November 2015 bis heute durchzuführen. Gleichzeitig sistierte sie das 
Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen des Revisionsberichts.

Mit Eingabe vom 14. Mai 2025 reichte die Ausgleichskasse den Revisionsbericht der E.________ 
vom 10. April 2025 ein. Dazu führte sie aus, dass die Arbeitgeberkontrolle nur teilweise habe 
durchgeführt werden können, da die Beklagte nicht in der Lage gewesen sei, eine 
Finanzbuchhaltung für die Jahre 2015, 2016 und 2017 vorzulegen.

Die Parteien lassen sich mit Stellungnahmen vom 19. Juni 2025 (Klägerin) bzw. 18. August 2025 
(Beklagte) zum Revisionsbericht vom 10. April 2025 vernehmen. 

Mit Verfügung vom 25. Juni 2025 weist die Instruktionsrichterin diverse Beweisanträge der 
Klägerin ab.

E. Auf die einzelnen Rechtsschriften wird, soweit für die Entscheidfindung massgebend, in den 
nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

Zunächst ist zu prüfen, ob die vorliegend streitige Frage der Unterstellung der Beklagten unter den 
betrieblichen und/oder persönlichen Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR von Art. 73 des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) erfasst wird oder ob sie durch die Ziviljustiz zu entscheiden 
ist.

1.1. Ob eine sozialversicherungsrechtliche oder eine privatrechtliche Streitigkeit vorliegt, 
beurteilt sich aufgrund des Streitgegenstands, wie er sich aus den klägerischen Anträgen und 
Sachvorbringen ergibt (BGE 128 II 386 E. 2.2; 120 II 412 E. 1b; 119 II 398 E. 2a).

Die Klägerin hat mit ihrer Klage die Zahlung von Lohnbeiträgen von der Beklagten verlangt, welche 
der Finanzierung der im GAV FAR vorgesehenen Leistungen dienen. Für Streitigkeiten zwischen 

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Vorsorgeeinrichtung und Arbeitgeber über die Zahlung von Beiträgen sind die in Art. 73 BVG 
genannten Gerichte zuständig (BGE 120 V 299 E. 1a; 119 II 398 E. 2b; Urteil EVGer B 100/04 vom 
19. August 2005 E. 1.1; vgl. auch Art. 26 GAV FAR), auch wenn es sich um eine Stiftung im Sinne 
von Art. 89bis ZGB handelt (BGE 122 V 320 E. 2).

1.2. Die Beitragspflicht der Beklagten setzt voraus, dass diese aufgrund der 
Allgemeinverbindlicherklärung und des im GAV FAR umschriebenen Geltungsbereichs überhaupt 
dem GAV untersteht, was sie bestreitet.

Die Frage, ob ein bestimmtes Unternehmen einem allgemeinverbindlich erklärten GAV untersteht, 
ist im Streitfall grundsätzlich durch die Ziviljustiz zu beurteilen (BGE 134 III 11; Urteile BGer 
4C.191/2006 vom 17. August 2006 E. 1.1; 4C.391/2001 vom 30. April 2002 E. 1.2). Indessen ist 
das in der Hauptsache zuständige Gericht vorbehältlich anderslautender spezialgesetzlicher 
Regelung zuständig, vorfrageweise auch die für die Beantwortung der Hauptsache erforderlichen 
Streitfragen aus einem anderen Rechtsgebiet zu beantworten, auch wenn dafür bei isolierter 
Betrachtung andere Behörden oder Gerichte zuständig wären, soweit diese an sich zuständigen 
Behörden noch keinen entsprechenden Entscheid gefällt haben (BGE 130 III 297 E. 3.3; 128 II 386 
E. 2.2; 128 V 254 E. 3). Das gilt auch für die nach Art. 73 BVG zuständigen Gerichte. Diese haben 
vorfrageweise die zivilrechtlichen Fragen zu beantworten (vgl. Urteil BGer 9C_211/2008 vom 
7. Mai 2008 E. 4.5).

1.3. Der zur Beurteilung der hier streitigen Beitragsforderungen zuständige zweite 
Sozialversicherungsgerichtshof des Kantonsgerichts ist somit sachlich – und auch örtlich (Art. 73 
Abs. 3 BVG) – zuständig, vorfrageweise über die Frage zu befinden, ob die Beklagte dem BRB 
AVE GAV FAR untersteht (vgl. Urteil BGer 9C_211/2008 vom 7. Mai 2008 E. 4.7).

2.

2.1. Bleibt zu prüfen, ob auf die Klage eingetreten werden kann, obschon die Klägerin den 
eingeklagten Forderungsbetrag nicht beziffert und auch keinen Mindestwert als vorläufigen 
Streitwert angegeben hat.

2.1.1. Im Rahmen der ZPO, die vorliegend gestützt auf Art. 101 des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1) sinngemäss zur Anwendung 
gelangt, müssen Rechtsbegehren grundsätzlich bestimmt sein (Art. 84 ZPO). Wird die Bezahlung 
eines Geldbetrages verlangt, so ist dieser zu beziffern (Art. 84 Abs. 2 ZPO). Ist es der klagenden 
Partei unmöglich oder unzumutbar, ihre Forderung bereits zu Beginn des Prozesses zu beziffern, 
so kann sie eine unbezifferte Forderungsklage erheben (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Dabei wird sie zwar 
von der Verpflichtung befreit, ihr Rechtsbegehren zu beziffern, sie muss jedoch einen Mindestwert 
angeben, der als vorläufiger Streitwert gilt (Art. 85 Abs. 1 ZPO). Unterlässt es eine klagende 
Partei, ihre Forderung zu beziffern, so ist auf die Klage nicht einzutreten (statt vieler: BGE 140 III 
409 E. 4.4).

Die Angabe eines Mindeststreitwerts ist notwendig, damit die sachliche Zuständigkeit des Gerichts, 
das anzuwendende Verfahren und die Höhe des Kostenvorschusses bestimmt werden können. 
Selbst wenn es unmöglich oder unzumutbar ist, eine Forderung bereits zu Beginn des Prozesses 
zu beziffern, verlangt Art. 85 Abs. 1 ZPO, dass die klagende Partei einen Mindestwert angibt. Dies 
ist notwendig, um zu entscheiden, bei welchem Gericht die Klage einzureichen ist bzw. welches 
Gericht das Verfahren an die Hand zu nehmen hat. Die Pflicht zur Angabe eines Mindestwerts 
ergibt sich explizit aus dem Gesetz und ist in der Lehre weitgehend unbestritten. Einzig, soweit die 

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sachliche Zuständigkeit und die Verfahrensart nicht vom Streitwert abhängen, wird zum Teil die 
Angabe eines Mindeststreitwerts für entbehrlich erachtet. Ob diese Auffassung Zustimmung 
verdient, hat das Bundesgericht offengelassen (vgl. zum Ganzen Urteil BGer 4A_502/2019 vom 
15. Juni 2020 E. 5.1, mit Hinweisen auf die Lehre). Einzelne Kantone sehen teilweise vom 
Erfordernis der Angabe eines Mindestwerts ab (vgl. Urteile Appellationsgericht BS AG.2020.443 
vom 22. Juli 2020 E. 2.2.2; Obergericht SH 10/2013/19 vom 13. Februar 2015 E. 4.d).

2.1.2. Gemäss Art. 73 BVG bezeichnet jeder Kanton ein Gericht, das als letzte kantonale Instanz 
über Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten 
entscheidet (Abs. 1). Die Kantone sehen ein einfaches, rasches und in der Regel kostenloses 
Verfahren vor; der Richter stellt den Sachverhalt von Amtes wegen fest (Abs. 2). Vor diesem 
Hintergrund ist die Angabe eines Mindestwerts im verwaltungsrechtlichen Klageverfahren nach 
Art. 73 BVG entbehrlich, hängen doch von diesem weder die sachliche Zuständigkeit oder die 
Verfahrensart, noch die Höhe eines allfälligen Kostenvorschusses ab (vgl. in diesem Sinne auch 
DORSCHNER/BELL in Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 4. Auflage 2025, Art. 85 N. 9 mit diversen Verweisen auf die 
Rechtsprechung).

2.2. Auf die Klage kann somit auch ohne Angabe eines Mindestwerts eingetreten werden.

3.

Da die Klägerin nach dem mit Bundesratsbeschluss vom 5. Juni 2003 allgemeinverbindlich 
erklärten Art. 23 Abs. 1 GAV FAR für den gesamten Vollzug des GAV FAR zuständig ist und 
insbesondere berechtigt ist, die notwendigen Kontrollen gegenüber Vertragsunterworfenen 
durchzuführen und in Vertretung der Vertragsparteien in eigenem Namen Betreibungen und 
Klagen zu erheben, ist ihre Aktivlegitimation zu bejahen.

Auch die Passivlegitimation der Beklagten ist gegeben.

4.

Zwischen den Parteien ist in materieller Hinsicht in erster Linie streitig, ob die Beklagte dem BRB 
AVE GAV FAR untersteht.

4.1. Der GAV FAR gilt grundsätzlich nur für Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Mitglied der 
vertragsschliessenden Verbände (SBV, UNIA, SYNA und Verband Baukader Schweiz) sind. Mit 
Beschluss vom 5. Juni 2003 hat der Bundesrat den GAV FAR allerdings teilweise für 
allgemeinverbindlich erklärt (BBl 2003 4039) und diese Allgemeinverbindlicherklärung am 
8. August 2006, 26. Oktober 2006, 1. November 2007, 6. Dezember 2012, 10. November 2015, 
14. Juni 2016, 7. August 2017, 20. August 2024 und 10. März 2025 verlängert sowie teilweise 
abgeändert (BBl 2006 6751, 8865; 2007 7881; 2012 9763; 2015 8307; 2016 5033; 2017 5823; 
2019 1891; 2024 2191; 2025 837). Hierdurch wurde der persönliche Geltungsbereich des GAV 
FAR auf alle Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden Wirtschaftszweiges oder Berufs 
ausgedehnt (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 28. September 1956 über die 
Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen [AVEG; SR 221.215.311]; STÖCKLI, 
Berner Kommentar, Gesamtarbeitsvertrag und Normalarbeitsvertrag, Art. 356–360 OR, 1999, 
Art. 356 N. 87). Demzufolge gelangen die fraglichen Regelungen auch auf Nichtmitglieder zur 
Anwendung, wenn diese in den räumlichen (Art. 2 Abs. 1), betrieblichen (Art. 2 Abs. 4) und 
persönlichen (Art. 2 Abs. 5) Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR fallen.

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Diesbezüglich ist unbestritten, dass die Beklagte als Gesellschaft mit Sitz in B.________ vom 
räumlichen Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR erfasst wird. Streitig und zu prüfen ist 
hingegen, ob sie auch dessen betrieblichem und persönlichem Geltungsbereich untersteht.

4.2 Ob die Beklagte unter den betrieblichen Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR fällt, was 
von der Klägerin behauptet, von der Beklagten aber bestritten wird, kann dahingestellt bleiben, da 
sie so oder anders nicht vom persönlichen Geltungsbereich erfasst wird:

4.2.1. Seit der Verlängerung und Änderung vom 10. November 2015 ist dieser in Art. 2 Abs. 5 
BRB AVE GAV FAR wie folgt umschrieben:

Die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen gelten für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 
(unabhängig ihrer Entlöhnungsart), die in den Betrieben nach Absatz 4 tätig sind, insbesondere für: 

a. Poliere und Werkmeister;
b. Vorarbeiter;
c. Berufsleute wie Maurer, Strassenbauer, Pflästerer usw.; 
d. Bauarbeiter (mit oder ohne Fachkenntnisse); 
e. Spezialisten wie Maschinisten, Chauffeure, Magaziner und Isoleure sowie die Hilfskräfte, sofern sie in einem 

Betrieb oder Betriebsteil gemäss Absatz 4 tätig sind; 
f. ausgebildete Sicherheitswärter, soweit sie für die Sicherheit von Gleisbauarbeiten oder für Arbeiten im 

Gefährdungsbereich der Bahn eingesetzt werden; 
g. weitere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sofern sie Hilfstätigkeiten in einem dem Geltungsbereich 

unterstellten Betrieb oder Betriebsteil ausführen. 

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unterstehen dem GAV FAR ab dem Zeitpunkt, ab dem sie AHV-
pflichtig werden.

Ausgenommen ist das leitende Personal, das technische und kaufmännische Personal sowie das Kantinen- und 
Reinigungspersonal eines unterstellten Betriebs. Zum leitenden Personal gehören Bauführer sowie jede 
Person, die im Handelsregister als Prokurist, Geschäftsführer, Gesellschafter, Direktor, Betriebsinhaber, 
Verwaltungsrat oder in ähnlicher Funktion eingetragen ist oder einen wesentlichen Einfluss auf den Gang des 
Unternehmens ausüben kann. Diese Personen sind dem GAV selbst dann nicht unterstellt, wenn sie im 
gleichen Betrieb oder in der gleichen Unternehmensgruppe eine voll- oder teilzeitliche Tätigkeit im Sinn der 
obenerwähnten Buchstaben a–g ausüben. Ein wesentlicher Einfluss auf den Gang des Unternehmens wird 
vermutet, wenn eine Person an einem Betrieb oder an einem den Betrieb beherrschenden Unternehmen eine 
Beteiligung von mehr als 20 Prozent hält. 

Ausgenommen sind ferner: 

– Maschinisten von maschinellen Gleisbaumaschinen (Personal zum Führen bzw. Bedienen der Maschine im 
Einsatz sowie Unterhalt und Revisionen der Maschinen);

– Maschinisten von Schienenschweiss- und Schienenschleifmaschinen (Personal zum Führen bzw. Bedienen 
der Maschine im Einsatz sowie Unterhalt und Revisionen der Maschinen); 

– Schienenschweisser (Schweissen und Schleifen), sofern sie diese Tätigkeit überwiegend und mehrheitlich 
ausführen.

Hinsichtlich des persönlichen Geltungsbereichs wird damit vorausgesetzt, dass der Betrieb 
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Sinne von Art. 2 Abs. 5 BRB AVE GAV FAR beschäftigt. 

4.2.2. Dies ist vorliegend aber nicht der Fall. 

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Bereits im Revisionsbericht vom 21. Oktober 2019 kam die Ausgleichskasse zum Schluss, dass 
die Beklagte keine Löhne auszahle und auch gar keiner kommerziellen Tätigkeit nachgehe ("Pas 
d’activité commerciale et pas de salaires"). Auch im Revisionsbericht vom 10. April 2025, der 
gestützt auf einen Auftrag des Kantonsgerichts erstellt wurde, wird ausgeführt, dass gestützt auf 
die Bilanzen und Erfolgsrechnungen der Beklagten davon auszugehen sei, dass im Zeitraum 

2018 bis und mit 2023 keine Löhne ausbezahlt worden seien. Ausserdem wird festgehalten, dass 
seit Oktober 2024 eine Tätigkeit in der Gastronomie aufgenommen worden sei, für welche die 
Beklagte eine Lohnsumme in der Höhe von CHF 4'500.- gemeldet habe. 

Gestützt auf die Erkenntnisse aus den beiden Revisionsverfahren lässt sich somit nicht darauf 
schliessen, dass die Beklagte in der hier streitigen Zeitperiode (Dezember 2015 bis 
Dezember 2022) Arbeitnehmer beschäftigte.

Auch die Klägerin scheint davon auszugehen, dass die Beklagte kein Personal beschäftigt hat. So 
wird die Aussage des Revisionsberichts, wonach in den Jahren 2018 bis 2023 keine Löhne bezahlt 
wurden, nicht in Frage gestellt. Vielmehr stellt die Klägerin selber fest, dass sie über keine Belege 
verfüge, wonach die Beklagte Personal direkt angestellt habe. Entsprechend konnte sie auch 
keine diesbezüglichen Belege vorlegen. 

4.2.3. Da die Beklagte im hier massgebenden Zeitraum keine Arbeitnehmerinnen und 
Arbeitnehmer beschäftigt hat und damit auch nicht unter den persönlichen Geltungsbereich des 
BRB AVE GAV FAR fällt, kann dahingestellt bleiben, ob sie Tätigkeiten ausführt, die unter den 
betrieblichen Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR fallen würden. Nichtsdestotrotz rechtfertigt 
sich der Hinweis, dass es auch hierfür – abgesehen von einem anonymen Hinweis, der bei der 
Klägerin eingegangen ist – keine Anhaltspunkte gibt. 

Die von der Klägerin aufgeworfene Frage, ob allenfalls die F.________ Sàrl, an welcher die 
Beklagte mit 21 von 22 Stammanteilen beteiligt ist und welche womöglich Personal an die 
Beklagte ausleiht, im betrieblichen Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR tätig ist, ist dabei 
nicht entscheidend, handelt es sich doch bei der F.________ Sàrl um eine eigenständige 
juristische Person, die, sollte sie unter den räumlichen, betrieblichen und persönlichen 
Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR fallen, für ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 
selbst Beiträge an die Klägerin zu leisten hätte. Die Beklagte kann dafür nicht belangt werden.

An der fehlenden Beitragspflicht der Beklagten ändert sich durch diese Beteiligung somit nichts. 

5.

Da der für das vorliegende Beschwerdeverfahren massgebende Sachverhalt liquid ist und von den 
beantragten Beweisabnahmen (Einvernahme der Parteien sowie weitere Untersuchungen der 
Geschäftsaktivitäten der Beklagten, darunter Edition von Offerten und Rechnungen) keine neuen 
rechtsrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind, die ein anderes Ergebnis indizieren würden, kann 
darauf im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung (statt vieler: BGE 134 I 140 E. 5.3) verzichtet 
werden.

6.

Zusammenfassend ist damit festzustellen, dass die Beklagte keine Arbeitnehmerinnen und 
Arbeitnehmer beschäftigt, womit eine Beitragspflicht bereits zum Vornherein ausser Betracht fällt, 
da sie vom persönlichen Geltungsbereich des BRB AVE GAV FAR nicht erfasst wird.

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Die Klage ist folglich abzuweisen.

7.

7.1. Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens 
werden keine Gerichtskosten erhoben.

7.2. Im Bereich der beruflichen Vorsorge ist die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen 
eine Partei im erstinstanzlichen Verfahren Anspruch auf Ersatz der Kosten für Prozessführung und 
Vertretung hat, im Bundesrecht nicht geregelt. Die Verlegung der Parteikosten hat deshalb 
grundsätzlich nach dem massgebenden kantonalen Prozessrecht (Art. 137 ff. des Gesetzes vom 
23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; SGF 150.1]) zu erfolgen. Gemäss Art. 137 
Abs. 1 VRG ist in den Klageverfahren der obsiegenden Partei auf Gesuch eine Entschädigung für 
die zur Wahrung ihrer Interessen entstandenen, notwendigen Kosten zuzusprechen. Die 
Parteientschädigung wird gemäss einem vom Staatsrat beschlossenen Tarif festgesetzt (Art. 137 
Abs. 3 VRG).

Gemäss Art. 8 Abs. 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 der Verfahrenskosten und Entschädi-
gungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) wird das Honorar in Klagesachen nach 
den Art. 66 und 67 des Justizreglements vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) festgesetzt. In 
Sachen der beruflichen Vorsorge wird der Streitwert nicht berücksichtigt (Art. 11 Abs. 2 Satz 2 
Tarif VJ) und es gilt ein Stundenansatz von CHF 250.- (Art. 65 JR). Die Auslagen werden zu den 
Selbstkosten zurückerstattet (Art. 9 f. Tarif VJ).

Gestützt auf die Honorarnote von Rechtsanwalt Joao Lopes vom 18. August 2025, die den 
gesetzlichen Anforderungen nur teilweise entspricht (Stundenansatz von CHF 300.- anstatt 
CHF 250.- und Auslagenpauschale von 5 Prozent anstatt Selbstkosten) und die sich mit Blick auf 
die sich stellenden Rechtsfragen und deren Komplexität sowie die grösstenteils langatmigen und 
sich wiederholenden Eingaben als überhöht erweist (mehr als 30 Stunden wurden verlangt), ist die 
Honorarnote zu reduzieren und die Parteientschädigung der Beklagten auf insgesamt 
CHF 4'423.90 festzusetzen. Dieser Betrag umfasst Honorar (16 Stunden à CHF 250.-, 
ausmachend CHF 4’000.-) und Auslagen (pauschal CHF 100.-) des Rechtsvertreters, zuzüglich 
der Mehrwertsteuer von CHF 157.85 für die Aufwände bis zum 31. Dezember 2023 (7,7 Prozent 
von CHF 2'050.-) und von CHF 166.05 für die Aufwände ab dem 1. Januar 2024 (8,1 Prozent von 
CHF 2'050.-). Der Totalbetrag von CHF 4'423.90 geht zu Lasten der Klägerin.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Klage wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Der A.________ SA wird zu Lasten der Stiftung für den flexiblen Altersrücktritt im 
Bauhauptgewerbe (Stiftung FAR) eine Parteientschädigung für Honorar und Auslagen des 
Rechtsvertreters von CHF 4’100.-, zuzüglich der Mehrwertsteuer zu 7.7 resp. 8.1 Prozent 
von insgesamt CHF 323.90, ausmachend total CHF 4'423.90, zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 20. August 2025 /dki/tsc

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter