# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0fceadf1-e402-55c3-97cc-2c619827bfc7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-08-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.08.2021 E-3664/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3664-2021_2021-08-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3664/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  A u g u s t  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger;  

Gerichtsschreiberin Martina Stark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch Alexandre Mwanza, Juriste, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Mehrfachgesuch); 

Verfügung des SEM vom 8. Juli 2021 / N (…). 

 

 

 

E-3664/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

I. 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 18. August 

2016 mit Verfügung vom 19. November 2019 ablehnte und seine Wegwei-

sung aus der Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete, 

dass die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde durch das Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil E-6833/2019 vom 29. April 2021 abgewiesen 

wurde und damit der Asylentscheid des SEM in Rechtskraft erwuchs, 

II. 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Juni 2021 mit einem 

Mehrfachgesuch beim SEM um Feststellung seiner Flüchtlingseigenschaft 

sowie um Asylgewährung, eventualiter um weitere Instruktionsmassnah-

men (namentlich die Durchführung einer neuen Anhörung sowie Abklärun-

gen durch die Schweizer Vertretung in seinem Heimatstaat) und danach 

um Feststellung der Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung, subeven-

tualiter um Anordnung seiner vorläufigen Aufnahme in der Schweiz er-

suchte, 

dass er zur Begründung seiner Anträge angab, er sei inzwischen politisch 

aktiv geworden, habe sich in grossem Umfang in der sri-lankischen 

Diaspora für die tamilische Sache eingesetzt und fungiere als Kommunika-

tor für die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) in Europa und in der 

Schweiz, 

dass er in dieser Funktion mehrere Demonstrationen und Gedenkfeiern  

organisiert habe, woraufhin zwei grosse tamilische Organisationen in  

Europa Kontakt mit ihm aufgenommen hätten und er an zahlreichen Kund-

gebungen einer dieser Organisationen (L'Union des Tamouls d'Europe) 

teilgenommen habe, 

dass die sri-lankische Regierung viele dieser Teilnehmer in Europa sowie 

deren Familien in Sri Lanka bedrohen würden und auch sein Vater bereits 

zwei Vorladungen der Gemeindepolizei sowie eine der Kriminalabteilung 

erhalten habe, weshalb er riskiere, bei einer Rückkehr in seinen Heimat-

staat bereits am Flughafen festgenommen und gefoltert zu werden, 

E-3664/2021 

Seite 3 

dass die andere Organisation (Tamil Youth Organisation; TYO) von den sri-

lankischen Behörden als terroristisch eingestuft werde und jeder, der mit 

dieser Bewegung sympathisiere, bei einer Rückkehr nach Sri Lanka ver-

haftet werde, 

dass er in enorm engem Kontakt zu dieser Organisation stehe sowie sie 

als Kommunikator unterstützt habe und die heimatlichen Behörden ihn 

trotz aller Schutzmassnahmen identifiziert sowie seine Familie befragt  

hätten, 

dass er dies jedoch nicht belegen könne, weil sämtliche seiner Beiträge auf 

YouTube mit der unangekündigten Sperrung seines Kontos gelöscht wor-

den seien und er sein Mobiltelefon verloren habe, worauf sich weitere wich-

tige Beweismittel befunden hätten, 

dass er aber Kopien zweier Dokumente – deren Originale sich bereits auf 

dem Postweg in die Schweiz befinden würden – ins Recht legen könne, 

welche die polizeiliche Suche nach ihm belegen würden, 

dass es sich bei diesen Vorbringen um subjektive Nachfluchtgründe 

handle, die in engem Zusammenhang stehen würden mit seinen Vorflucht-

gründen, und er insgesamt folglich ein Risikoprofil aufweise, welches ihn 

bei einer Rückkehr in den Heimatstaat staatlicher Verfolgung aussetzen 

würde, 

dass das SEM die Eingabe des Beschwerdeführers als Mehrfachgesuch 

im Sinn von Art. 111c AsylG entgegennahm und mit Verfügung vom 

23. Juni 2021 den Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers sowie 

allfällige Vorbereitungshandlungen aussetzen liess, 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 23. Juni 2021 die angekün-

digten originalen Beweismittel betreffend die polizeiliche Suche nach ihm 

zu den Akten reichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 8. Juli 2021 – eröffnet am 16. Juli 2021 

– das Mehrfachgesuch des Beschwerdeführers abwies, seine Flüchtlings-

eigenschaft verneinte, ihm Frist zur Ausreise setzte und den zuständigen 

Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte sowie eine Gebühr 

in der Höhe von Fr. 600.– erhob, 

dass es zudem die Anträge auf Durchführung einer Anhörung und einer 

Botschaftsabklärung ablehnte, 

E-3664/2021 

Seite 4 

dass die Vorinstanz seinen ablehnenden Entscheid im Wesentlichen damit 

begründete, dass die geltend gemachten exilpolitischen Aktivitäten zu-

gunsten der TYO unsubstanziiert geschildert und hierzu keinerlei Beweis-

mittel eingereicht worden seien, wobei der diesbezügliche Erklärungs- 

versuch, das YouTube-Konto sei ohne Vorwarnung gesperrt worden und 

der Beschwerdeführer habe sein Mobiltelefon verloren, als unglaubhaft zu 

taxieren sei, 

dass auch der Hinweis auf die im ersten Asylverfahren eingereichten  

Beweismittel bezüglich Teilnahme an Demonstrationen in der Schweiz un-

tauglich sei, zumal er in jenem Verfahren keine relevanten exilpolitischen 

Aktivitäten vorgebracht habe, 

dass den ins Recht gelegten Beweismitteln lediglich geringe Beweiskraft 

zukomme, weil für die angebliche Vorladung des Beschwerdeführers das 

sogenannte "Information Book" der Polizei verwendet worden sei, welches 

normalerweise für die Entgegennahme von Anzeigen genutzt werde, und 

zudem das Ausstellungsdatum des Schreibens zeitlogisch nicht vereinbar 

sei mit den Daten seiner Vorladungen, 

dass im Übrigen solche Formulare leicht fälschbar seien, da entspre-

chende Originalformulare auch ausserhalb der Polizei zirkulieren würden, 

dass vor diesem Hintergrund in antizipierender Beweiswürdigung das 

Nachreichen der originalen Beweismittel nicht abgewartet werden müsse 

und sich sowohl eine weitere Anhörung als auch eine Botschaftsabklärung 

zur angeblichen Verfolgungslage in Sri Lanka erübrige, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 

16. August 2021 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben 

und beantragen liess, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben, es sei 

seine Flüchtlingseigenschaft festzustellen und sein Asylgesuch gutzuheis-

sen, eventualiter sei er in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung einschliesslich des Verzichts auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses ersuchen liess, 

dass weiter festzustellen sei, dass der Beschwerde aufschiebende Wir-

kung zukomme, 

E-3664/2021 

Seite 5 

dass er seine Beschwerdeanträge vorwiegend damit begründete, die 

Schlussfolgerung des SEM, wonach es die Polizeivorladung bloss auf-

grund der Interpretation eines durch seinen Rechtsvertreter übersetzten 

Wortes als nicht authentisch erachtete, vermöge nicht zu überzeugen, zu-

mal es sich dabei noch nicht einmal um eine beglaubigte Übersetzung des 

Dokuments handle, 

dass es sich zudem lediglich um ein Versehen handle und bisher die zent-

ralen Beweismittel betreffend seine exilpolitischen Aktivitäten nicht einge-

reicht worden seien, dies jedoch nun nachgeholt werde und Fotografien zu 

den Akten gereicht würden, welche ihn an Kundgebungen zeigen würden, 

dass die Verfügungsbegründung des SEM veraltet sei, sich die humanitäre 

Situation der Tamilen in Sri Lanka prekär und volatil erweise und er seine 

Vorbringen authentisch, glaubhaft vorgetragen sowie mit Beweismitteln  

untermauert habe, 

dass angesichts der aktuellen politischen Situation sowie seines Risikopro-

fils nicht ernsthaft davon auszugehen sei, er könne in seinen Heimatstaat 

zurückkehren, ohne erkannt und behelligt zu werden, weshalb sein Mehr-

fachgesuch gutzuheissen sei, 

dass der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer am 18. August 2021 

den Eingang seines Rechtsmittels bestätigte, 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 6 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein- 

zutreten ist (Art. 108 Abs. 6 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb das Urteil 

nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

dass nach Durchsicht der Verfahrensakten die Erwägungen der Vorinstanz 

in der angefochtenen Verfügung zu überzeugen vermögen, wonach der 

Beschwerdeführer auch aufgrund der in seinem neuen Asylgesuch geltend 

gemachten exilpolitischen Aktivitäten kein Risikoprofil im Sinn der bundes-

verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung aufweist (vgl. Referenzurteil  

E-1866/2015 vom 15. Juli 2016), 

E-3664/2021 

Seite 7 

dass das Gericht einig geht mit der Vorinstanz, soweit sie die Erklärung 

des Beschwerdeführers, weshalb er sein ausserordentliches Engagement 

für die tamilische Diaspora nicht belegen könne, als unglaubhaft erachtet, 

dass indes nachgeschoben erscheint, dass sich der Beschwerdeführer 

während seines mehr als vier Jahre dauernden ersten Asylverfahrens  

offenbar nie in relevanter Weise exilpolitisch betätigt hat, sich aber seit Aus-

fällung des Urteils des BVGer E-6833/2019 vom 29. April 2021 plötzlich in 

einer Weise für die tamilische Sache eingesetzt haben will, die dazu geführt 

habe, dass er deswegen von den heimatlichen Behörden identifiziert und 

über seine Familie im Heimatstaat vorgeladen worden sei, 

dass sodann auch die überzeugenden Ausführungen des SEM hinsichtlich 

der als Beweismittel ins Recht gelegten Vorladungen zu schützen sind, 

welche – entgegen dem in der Beschwerde erhobenen Vorwurf – nicht nur 

auf einer Laienübersetzung eines Wortes basieren (vgl. angefochtene Ver-

fügung, S. 7), 

dass vielmehr die Beweiskraft dieser Beweismittel durch die Vorinstanz als 

gering eingestuft wurde, weil ein üblicherweise für Anzeigen benutztes For-

mular angeblich für die Vorladung des Beschwerdeführers verwendet 

wurde und solche Originalformulare ausserhalb der Polizei zirkulieren wür-

den und damit leicht fälschbar seien, 

dass der Beschwerdeführer zu dieser Vorhaltung nicht Stellung nahm, 

dass nach dem Gesagten mit dem SEM festzustellen ist, dass das Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers, er habe sich in herausragender Weise exil-

politisch engagiert, weshalb seine Familie in seinem Heimatstaat durch die 

heimatlichen Behörden behelligt worden sei, als unglaubhaft zu qualifizie-

ren ist, 

dass die mit der Beschwerde eingereichten Fotografien des Beschwerde-

führers völlig ungeeignet sind, selbst allfällige niederschwellige exilpoliti-

sche Aktivitäten zu belegen, zumal auf diesen Bildern nur gerade er selber 

mit Kundgebungsplakaten zu sehen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer folglich nicht gelungen ist, glaubhaft  

darzulegen, er habe inzwischen in der tamilischen Diaspora in der Schweiz 

eine derart wichtige Stellung eingenommen oder sich mit der Organisation 

von Kundgebungen in einem solchen Mass exponiert, dass er ins Visier 

der heimatlichen Behörden geraten wäre, 

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Seite 8 

dass schliesslich die vom Beschwerdeführer angeführten Medienberichte 

keine Bezüge zu seiner Person enthalten, 

dass nach dem Gesagten keine Veranlassung für eine Rückweisung der 

Sache an die Vorinstanz besteht und es dem Beschwerdeführer nicht ge-

lingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft 

zu machen, weshalb das Staatssekretariat sein Mehrfachgesuch zu Recht 

abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

  

E-3664/2021 

Seite 9 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann weiterhin keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder  

Herkunftsstaat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinn von 

Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK ersichtlich sind und der Beschwerdeführer namentlich nicht glaub-

haft zu machen vermochte, er müsse befürchten, bei einer Rückkehr die 

Aufmerksamkeit der sri-lankischen Behörden in einem relevanten Aus-

mass auf sich zu ziehen,  

dass auch die auf Beschwerdeebene vorgebrachten politischen Entwick-

lungen – insbesondere rund um den sri-lankischen Verteidigungsminister 

im Dezember 2019 – sich gemäss Einschätzung des Bundesverwaltungs-

gerichts nicht in relevanter Weise auf den Beschwerdeführer auswirken 

dürften und die allgemeine Menschenrechtssituation in Sri Lanka den Weg-

weisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt weiterhin nicht als unzulässig er-

scheinen lässt, 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass in Sri Lanka weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt 

herrscht und der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regie-

rung und den LTTE im Mai 2009 zu Ende gegangen ist, 

dass auch die politischen Entwicklungen in Sri Lanka im Kontext der Frage 

der Zumutbarkeit des Vollzugs nicht den Schluss zulassen, es würde eine 

Situation allgemeiner Gewalt herrschen, die zu einer konkreten Gefähr-

dung des Beschwerdeführers führen würde, 

  

E-3664/2021 

Seite 10 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit dem bereits erwähnten Referenz-

urteil E-1866/2015 seine bisherige Rechtsprechung (vgl. BVGE 2011/24) 

und die gegenwärtige Praxis des SEM bestätigt hat, wonach der Wegwei-

sungsvollzug in die Ost- und Nordprovinz grundsätzlich zumutbar ist, 

dass auch in diesem Zusammenhang mit dem SEM festzuhalten ist, dass 

der Beschwerdeführer diesbezüglich nichts Neues vorgebracht hat, womit 

der Vollzug der Wegweisung vorliegend nach wie vor als zumutbar zu be-

zeichnen ist und auf die Ausführungen im Urteil E-6833/2019 (vgl. dort 

E. 7.3) verwiesen werden kann, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass das Gesuch um Verzicht auf die Auferlegung von Verfahrenskosten 

abzuweisen ist, weil die Begehren des Beschwerdeführers aussichtslos 

waren (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass der Antrag auf Befreiung von der Kostenvorschusspflicht mit dem vor-

liegenden Entscheid gegenstandslos geworden ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1500.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-3664/2021 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1500.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils 

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Martina Stark 

 

 

Versand: