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**Case Identifier:** d804eec5-eb1b-536d-8d8d-2f8c06e9ea0c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.03.2016 200 2014 505
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-505_2016-03-17.pdf

## Full Text

200 14 505 IV
KNB/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. März 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 11. April 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2016, IV/14/505, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1983 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer), 
gelernter …, meldete sich am 4. April 2012 mit Hinweis auf psychische 
Probleme bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leis-
tungsbezug an (Antwortbeilage [AB] 1, 10/3). Die IVB tätigte erwerbliche 
und medizinische Abklärungen (AB 6 ff.) und gewährte Beratung und Un-
terstützung bei der Stellensuche (AB 15). Sie liess den Versicherten durch 
ihren Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) untersuchen (psychiatrisch 
[AB 21/3, 31]; neuropsychologisch [AB 27]) und veranlasste eine vier-
wöchige arbeitsmarktlich-medizinische Abklärung (AMA) in der C.________ 
ab dem 28. Oktober 2013 (AB 37, 48). Mit Vorbescheid vom 13. Februar 
2014 (AB 56) stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbegehrens in 
Aussicht, da kein Gesundheitsschaden mit Krankheitswert bestehe. Der 
Versicherte liess dagegen Einwand erheben und ein zuhanden des Sozial-
dienstes X._____ erstelltes psychiatrisches Gutachten vom 15. Oktober 
2013 (AB 57) einreichen. Nach Konsultation des RAD (AB 60) verfügte die 
IVB am 11. April 2014 wie angekündigt (AB 61).

B.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch B.________, am 27. Mai 
2014 Beschwerde erheben mit folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. April 2014 sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer seien berufliche Massnahmen zuzusprechen. 

3. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine IV-Rente zuzusprechen.

4. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen 
und er sei von allfälligen Vorschuss- und Sicherheitsleistungen zu befreien. 
Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch den Unter-
zeichnenden zu gewähren.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegne-
rin.

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Zur Begründung wird im Wesentlichen geltend gemacht, es liege eine ge-
sundheitliche Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Am 
4. Juni 2014 vervollständigte der Beschwerdeführer sodann das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2014 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. September 2015 hiess der Instruk-
tionsrichter das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeistän-
dung gut.

Am 19. Oktober 2015 reichte der Beschwerdeführer Schlussbemerkungen 
ein. Diese gingen am 16. November 2015 an die Beschwerdegegnerin.

Am 15. März 2016 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes vom 
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-

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digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 11. April 2014 (AB 61). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi-
cherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1.1 Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-
mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50).

2.1.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 

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dann
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer 
Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 S. 285).

2.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers bzw. zur Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit lässt sich den medizinischen Akten im Wesentlichen 
das Folgende entnehmen:

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3.1.1 Die Hausärztin Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, nannte im Bericht vom 14. Mai 2012 (AB 6) als Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf bisher 
nicht näher klassifizierte Persönlichkeitsstörung. Differentialdiagnostisch 
erwähnte sie eine kongenitale Problematik und Autismus; es bestehe eine 
Leistungsintoleranz und eine wiederholte soziale Integrationsproblematik. 
Körperliche Einschränkungen beständen nicht. Allfällige geistige und/oder 
psychische Einschränkungen seien in einem psychiatrischen Gutachten 
näher zu quantifizieren und zu betiteln. Der Patient sei seit dem Kleinkin-
desalter ein „Sonderling“, jedoch nie weiter abgeklärt oder betreut worden. 
Eine gründliche psychiatrische Abklärung und Beurteilung sei dringend 
nötig.

3.1.2 Im neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 6. August 
2013 (AB 27) legte Dr. phil. E.________, Fachpsychologe für Neuropsy-
chologie FSP, RAD, dar, der Beschwerdeführer habe trotz Absolvierung 
der regulären Grundschule, erfolgreichem Abschluss einer Ausbildung … 
und diversen Anstellungen in Hilfstätigkeiten bisher nie richtig Fuss fassen 
können im Berufsleben. Er wohne immer noch bei den Eltern und sei sozial 
wenig integriert. Während der Untersuchung habe der Explorand auf klini-
scher Ebene eine stabile Vigilanz mit einer lückenlosen konzentrativen 
Präsenz präsentiert. Es seien keine pathologischen Schwankungen der 
grundlegenden Aufmerksamkeitsfunktionen oder eine pathologisch erhöhte 
Ablenkbarkeit aufgefallen. Im klinischen Umgang seien das Reaktionsver-
halten und das Arbeitstempo normal erschienen. Die mehrstündige neuro-
psychologische Untersuchung habe ohne auffälligen Leistungsabfall 
durchgehalten werden können. Es habe sich keine übermässige mentale 
Ermüdung oder eine zerebral bedingte Fatigue-Symptomatik beobachten 
lassen. Auf Testebene sei eine Aufgabe der selektiven Aufmerksamkeit 
wegen übervorsichtiger Arbeitsweise zwar teilweise verlangsamt, dafür 
aber mit geringer Fehlerquote bearbeitet worden, wobei sich keine kogniti-
ve Ursache für die Verlangsamung finden lasse. Eine Aufgabe der geteilten 
Aufmerksamkeit habe eine normale sensorische Simultankapazität gezeigt 
(S. 5). Der Explorand zeige ein für einen Realschüler typisches Testleis-
tungsprofil mit einer durchschnittlichen, normalen Grundintelligenz. Effekte 
einer kongenitalen Hirnfunktionsstörung oder Restsymptome einer mut-

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masslichen Hirnverletzung seien in den Befunden nicht evident. Auch die 
spezifischen Symptome einer autistischen Störung zeige der Explorand 
nicht. Als neuropsychologische Diagnose nannte Dr. phil. E.________ mi-
nimale kognitive Minderfunktionen ohne Krankheitswert bei normaler Grun-
dintelligenz (S. 6).

3.1.3 Im psychiatrischen Untersuchungsbericht vom 4. September 2013 
(AB 31) verneinte Dr. med. F.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, RAD, das Vorliegen psychopathologischer Befunde (S. 2). 
Es liege keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit vor. Der Beschwerdeführer sei von normaler Intelligenz und habe 
keine signifikante kognitive Einschränkung. Er sei schüchtern und zeige 
eher wenig Eigeninitiative. Eine Eingliederungsmassnahme des Sozial-
dienstes habe dazu geführt, dass er ab September 2013 eine Stelle habe. 
Eine schwere psychiatrische Erkrankung (z.B. bipolare Störung, Schizo-
phrenie, Autismus) könne ausgeschlossen werden. Nicht ausgeschlossen 
werden könne eine Persönlichkeitsstörung oder eine akzentuierte Persön-
lichkeit. Der Beschwerdeführer könne 100% arbeiten. Ob er „die neue Stel-
le machen“ könne, werde man sehen (S. 3).

Nachdem der entsprechende Arbeitseinsatz bereits nach zwei Wochen 
abgebrochen worden war, bestätigte die RAD-Psychiaterin Dr. med. 
F.________ im Sprechstundenbericht vom 18. September 2013 (AB 32) 
Folgendes: Es lasse sich nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus-
schliessen, dass eine Erkrankung des zentralen Nervensystems vorliege. 
Nach der Schilderung des Personalchefs sei der Beschwerdeführer 
während des Arbeitseinsatzes u.a. sehr langsam, leicht ablenkbar und so-
zial inadäquat gewesen. Wenn auch keine klare psychiatrische Erkrankung 
vorliege, scheine der Beschwerdeführer stark beeinträchtigt zu sein in der 
Fähigkeit, sich im Arbeitsleben einzugliedern.

3.1.4 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH, lic. phil. H.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, 
und I.________, Psychologin, nannten im von der Hausärztin veranlassten 
(vgl. AB 16/4) bzw. zuhanden des Sozialdienstes erstellten (vgl. AB 52/3) 
psychiatrischen Gutachten vom 15. Oktober 2013 (AB 57/3) folgende Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: „Am wahrscheinlichsten eine 

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schizoide Persönlichkeitsstörung“ (ICD-10 F60.1). Diagnosen ohne ent-
sprechende Auswirkung beständen keine. Im Rahmen der klinischen Un-
tersuchungen sei aufgefallen, dass der Explorand wenig Motivation gezeigt 
habe, bei einer psychiatrischen Untersuchung aktiv mitzuwirken. Er habe 
sich psychisch gesund gefühlt und einen Behandlungs- oder Betreuungs-
bedarf nicht eingesehen. Er habe Schwierigkeiten, sich in verschiedenen 
gesellschaftlichen Situationen zu integrieren und seinen gesellschaftlichen 
Pflichten nachzugehen (S. 16). Der Explorand sei weiter mit einer Affek-
tarmut aufgefallen. Er habe unrealistische Zukunftsvorstellungen und dies-
bezüglich eine fehlende Kritikfähigkeit. Dass der Explorand nicht 
regelmässig einer Arbeit nachgehen wolle, könne im Sinne einer Arbeits-
verweigerung missverstanden werden. Er zeige jedoch aus psychiatrischer 
Sicht Schwierigkeiten, sich gegebenen Strukturen anzupassen oder sich zu 
integrieren. Aufgrund der Symptomatologie sei während der Untersuchun-
gen sehr rasch der Verdacht auf eine schizoide Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.1) oder eine schizotype Störung (ICD-10 F21.0) entstanden. 
Beim durchgeführten Persönlichkeitsinventar NEO-PI-R habe eine Persön-
lichkeitsstörung nicht eindeutig eruiert werden können. Es beständen je-
doch gewisse Hinweise für eine schizoide Persönlichkeitssymptomatologie. 
Der Explorand zeige ein eindeutig eingeschränktes Leistungs- und Integra-
tionsniveau (S. 17). Es sei ihm in der Vergangenheit wiederholt gelungen, 
in einem wohlwollenden Arbeitsumfeld gewisse Leistungen zu erbringen. 
Hingegen werde er im freien Arbeitsmarkt nicht in der Lage sein, ohne zu-
sätzliche Unterstützung bzw. Anpassung der Arbeitsstelle längerfristig an-
haltende Leistungen zu zeigen, die verwertbar seien. Es müsse aufgrund 
seiner sonderbaren Verhaltensweisen und der Einschränkungen der Leis-
tungsfähigkeit von einer deutlichen Minderung der Arbeitsfähigkeit ausge-
gangen werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in einem angepassten 
Umfeld zurzeit eine höchstens 50%-ige Arbeitsfähigkeit. Zu empfehlen sei 
eine einfache Tätigkeit in einem kleinen Team ohne häufigen Publikums-
kontakt, mit einfach strukturierten, nicht oft wechselnden Arbeitsabläufen. 
Es müsse ein wohlwollendes Arbeitsumfeld sein, das auf die Störungen 
des Beschwerdeführers Rücksicht nehmen könne. Er könne nicht unter 
unmittelbarem Produktionsdruck arbeiten. Zu Beginn sei eine Eingliede-
rungsphase von mindestens 6 Monaten einzuplanen (S. 18).

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3.1.5 Im Abklärungsbericht AMA vom 8. Januar 2014 (AB 48/2) legte der 
zur AMA beigezogene RAD-Arzt Dr. med. J.________, Facharzt für Psych-
iatrie und Psychotherapie, dar, es beständen keine Diagnosen mit Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnosen ohne entsprechende 
Auswirkung nannte er einen Verdacht auf kombinierte Persönlichkeitss-
törung mit infantilen, passiv-aggressiven, abhängigen, selbstunsicheren 
und vermeidenden Anteilen (ICD-10 F61.0) auf der Grundlage einer milieu-
reaktiven Fehlentwicklung und möglicherweise einer minimalen kongenita-
len Hirnschädigung (S. 10). Das Verhalten des Beschwerdeführers 
während der Abklärung habe sich grundsätzlich als auffällig erwiesen. Er 
habe sich rigide und tendenziell passiv-aggressiv verhalten, sei schlecht 
abgegrenzt gewesen, habe sich selbst entwertet und habe frustriert ge-
wirkt. Auch habe er rasch überfordert gewirkt; seine Coping-Strategien sei-
en nur mangelhaft entwickelt. Unter Druck komme es zu infantil 
rebellischen Reaktionen. Bei der Selbstlimitierung habe die Tagesleistung 
für bestangepasste, grobmotorisch handwerkliche, seriell-manuelle Tätig-
keiten – beispielsweise in der Montage – konstante 60% betragen. Für ge-
wisse Arbeiten, die dem Beschwerdeführer gefallen und ihn zu motivieren 
vermocht hätten, habe sich die Leistung vorübergehend auf 75% steigern 
lassen. Für Motivation und Leistungsbereitschaft habe auch die vollwertige 
Qualität der Arbeit gesprochen. Anlässlich der Konsensbesprechung habe 
sich der Beschwerdeführer ambivalent gezeigt: einerseits sehe er sich klar 
im ersten Arbeitsmarkt, anderseits habe er Zweifel bzw. bezeichne sich als 
schwächer als andere. Die Abklärenden seien zum Schluss gekommen, 
dass eine Vollzeittätigkeit – beispielsweise in der Entsorgungslogistik – im 
ersten Arbeitsmarkt „einigermassen realistisch sein sollte“. Die Leistungs-
minderung von maximal 40% sei primär iv-fremden Faktoren (Selbstlimitie-
rung, „brüchige Motivation“ [S. 13]) und nicht den Auswirkungen eines 
Gesundheitsschadens zuzuschreiben (S. 12).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

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schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

3.2.2 Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärzt-
liches Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich 
der erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichba-
ren Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 
3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärzte mitzuberücksichtigen. 
Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fach-
personen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arz-
tes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen 
auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um sol-
che Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Ge-
richtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger 

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zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine 
Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.4 Die Beschwerdegegnerin stellte bei Erlass der angefochtenen Ver-
fügung massgeblich auf die Einschätzung des RAD ab (vgl. Beschwerde-
antwort, Ziff. 2.). Wie nachfolgend aufgezeigt wird, sind die Berichte des 
RAD für eine abschliessende Beurteilung jedoch nicht geeignet:

3.4.1 Die RAD-Psychiaterin Dr. med. F.________ attestierte im Untersu-
chungsbericht vom 4. September 2013 (AB 31/3) eine 100%-ige Arbeits-
fähigkeit. Dabei berief sie sich vorab auf die Feststellungen des 
Neuropsychologen (normale Intelligenz; keine signifikante kognitive Ein-
schränkung). Das Vorliegen psychopathologischer Befunde verneinte sie 
mit Hinweis darauf, dass der Beschwerdeführer im Vergleich zum Erstge-
spräch „weniger schüchtern“ gewesen, nicht depressiv oder suizidal sei 
und keine Ängste oder Phobien beständen (AB 31/2). In der Folge schloss 
die RAD-Psychiaterin eine schwere psychiatrische Erkrankung (bipolare 
Störung, Schizophrenie, Autismus) aus. Hingegen räumte sie ausdrücklich 
ein, dass namentlich eine Persönlichkeitsstörung „nicht ausgeschlossen 
werden“ könne (AB 31/3). In Anbetracht dessen, dass bereits die Hausärz-
tin die Verdachtsdiagnose einer Persönlichkeitsstörung stellte und eine 
gründliche psychiatrische Abklärung als dringend indiziert erachtete (Be-
richt vom 14. Mai 2012 [AB 6/3 f.]), anschliessend auch der zur AMA bei-
gezogene RAD-Psychiater Dr. med. J.________ den Verdacht auf eine 
kombinierte Persönlichkeitsstörung äusserte (Bericht vom 8. Januar 2014 
[AB 48/11]) und schliesslich im psychiatrischen Gutachten vom 15. Oktober 
2013 das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung als wahrscheinlich erach-

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tet wurde (AB 57/18), hätte die Beschwerdegegnerin spätestens nach 
Kenntnisnahme des IV-fremden Gutachtens im Anhörungsverfahren eine 
einlässliche fachärztliche Persönlichkeitsdiagnostik (dazu vgl. BGE 141 V 
281 E. 4.3.2 S. 302) veranlassen müssen; umso mehr nachdem sich Dr. 
med. F.________ in ihrer Stellungnahme vom 7. April 2014 (AB 60/2) mit 
dem Gutachten inhaltlich kaum auseinandergesetzt hatte. Jedenfalls greift 
die pauschale Verneinung eines invalidisierenden Gesundheitsschadens 
unter Ausschluss (lediglich) einer schweren psychischen Erkrankung durch 
Dr. med. F.________ unter den gegebenen Umständen zu kurz.

3.4.2 Auch die Einschätzung des RAD-Psychiaters Dr. med. J.________ 
vermag nicht als Grundlage für die Anspruchsbeurteilung zu dienen. Seine 
Ausführungen im AMA-Bericht sind nicht in allen Teilen schlüssig. Wenn 
Dr. med. J.________ die anlässlich der AMA festgestellte Leistungsminde-
rung von durchschnittlich 40% primär auf invaliditätsfremde Faktoren 
(Selbstlimitierung; „brüchige Motivation“) zurückführt (AB 48/13 f.), gleich-
zeitig aber einräumt, der Beschwerdeführer habe bei gewissen Aufgaben-
stellungen eine intakte Motivation und Leistungsbereitschaft gezeigt (AB 
48/13), ist nicht nachvollziehbar, aus welchen Gründen die Leistung auch 
bei den motiviert ausgeführten Aufgaben lediglich maximal 75% betrug (vgl. 
AB 48/13).

Während der RAD-Psychiater Dr. med. J.________ die anlässlich der AMA 
festgestellte Leistungsminderung mit mangelnder Motivation begründete 
(AB 48/13 f.), wurde im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 
G.________ et. al. explizit darauf hingewiesen, dass die auffälligen Verhal-
tensweisen und entsprechenden Äusserungen des Beschwerdeführers (es 
würde ihn ärgern, dass man ihn nicht sein lasse, er wolle seine Ruhe ha-
ben und nicht das machen müssen, was andere von ihm verlangen 
[AB 57/5]) leichtfertig als „Arbeitsverweigerung missverstanden“ werden 
könnten bzw. dass es durchaus medizinische Gründe für seine ablehnende 
Haltung gebe (AB 57/19). Damit stehen die fachärztlichen Beurteilungen 
des RAD und des Gutachters in Bezug auf die Frage, ob die Leistungsein-
schränkung auf einen Motivationsmangel zurückzuführen oder Ausdruck 
einer psychischen Störung ist, im Widerspruch zueinander. 

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3.4.3 Insofern sind die (strengen) Anforderungen an den Beweiswert von 
RAD-Berichten (vgl. E. 3.2 hiervor) nicht erfüllt. Das psychiatrische Gutach-
ten (AB 57/3) weckt Zweifel an der Richtigkeit der Einschätzung der Dres. 
med. F.________ und J.________. Den RAD-Berichten kommt somit kein 
mit einem Gutachten vergleichbarer Beweiswert zu (vgl. E. 3.2 hiervor).

3.5 Auf das psychiatrische Gutachten vom 15. Oktober 2013 (AB 57/3) 
kann gleichermassen nicht abgestellt werden. Zum einen wurde dieses erst 
mehr als ein Jahr nach den Untersuchungen (13./14. Juni und 7. August 
2012 [AB 57/4 f.]) verfasst, was Zweifel an der Aktualität der Einschätzung 
aufkommen lässt. Zum anderen sind die Anforderungen der Rechtspre-
chung an Expertisen (E. 3.2 hiervor) nicht erfüllt. Namentlich hatten die 
Gutachter keine Kenntnis von den IV-Akten und somit insbesondere nicht 
von den divergierenden Einschätzungen des RAD (AB 21/3, 27, 31, 32/2) 
und dem AMA-Bericht (AB 48/2). Da es zu den gutachterlichen Pflichten 
gehört, sich kritisch mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen (vgl. BGE 
132 V 93 E. 7.2.2 S. 110), dies vorliegend (mangels Vorlage der Akten) 
indessen nicht erfolgte, kommt der Expertise vom 15. Oktober 2013 
(AB 57/3) schon deshalb kein voller Beweiswert zu. Abgesehen davon 
überzeugt das Gutachten auch in anderen Punkten nicht. Insbesondere fällt 
auf, dass Dr. med. G.________ auf die subjektiven Angaben des Be-
schwerdeführers abstellte, ohne dass aus seinen Ausführungen ersichtlich 
würde, dass er diese (kritisch) hinterfragt bzw. objektiviert hätte. Die Dia-
gnosestellung („Am wahrscheinlichsten eine schizoide Persönlichkeitss-
törung“ [AB 57/18]) ist vage formuliert und reicht für den rechtsgenüglichen 
Nachweis eines psychischen Gesundheitsschadens mit Krankheitswert im 
invalidenversicherungsrechtlichen Sinne nicht (vgl. E. 2.1.2 hiervor). Folg-
lich überzeugt auch die aus der unzureichend begründeten, blossen Ver-
dachtsdiagnose abgeleitete Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50% 
nicht, zumal selbst der Gutachter bezeichnenderweise „eine psychiatrische 
Begutachtung des Exploranden seitens der IV“ empfahl bei „weiteren Fra-
gen bezüglich der Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit“ (AB 57/20).

4.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2016, IV/14/505, Seite 14

Nach dem Dargelegten erweist sich der medizinische Sachverhalt als un-
genügend abgeklärt. Auf der Basis der vorhandenen medizinischen Akten 
kann nicht abschliessend über den geltend gemachten Leistungsanspruch 
befunden werden. Ob die Einschränkungen des Beschwerdeführers einzig 
auf invaliditätsfremden Faktoren beruhen oder ob und bejahendenfalls in 
welchem Ausmass diese auf eine gesundheitliche Störung mit Krankheits-
wert im Sinne der IV zurückzuführen sind, ist näher abzuklären. Folglich ist 
die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben 
und die Akten sind an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
diese in Nachachtung der Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) 
weitere Abklärungen durchführe und anschliessend über den Leistungsan-
spruch des Beschwerdeführers (berufliche Massnahmen, Rente) neu be-
finde. Vorab sind bei den behandelnden Ärzten aktuelle Berichte 
einzuholen, anschliessend ist eine psychiatrische Begutachtung bei einem 
bis anhin in dieser Sache noch nicht involvierten Facharzt anzuordnen, 
wobei dem Gutachter die gesamten bisherigen Akten vorzulegen sind. Eine 
Rückweisung erweist sich unter Berücksichtigung von BGE 137 V 210 als 
zulässig und geboten, hat die Beschwerdegegnerin bis anhin doch keine 
versicherungsexterne Begutachtung veranlasst und ginge dem Beschwer-
deführer bei einer Gutachtensanordnung durch das Gericht eine Instanz 
verloren, was durch die Beweiserhebung auf Verwaltungsstufe vermieden 
werden kann.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem Ausgang des Verfahrens die unter-
liegende Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 
S. 186 E. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2016, IV/14/505, Seite 15

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Entsprechend der angemessenen Kostennote von B.________ 
vom 19. Oktober 2015 wird die Parteientschädigung auf Fr. 1‘451.10 (Ho-
norar von Fr. 1‘274.-- [9.8 Stunden à Fr. 130.--], Auslagen von Fr. 69.60, 
Mehrwertsteuer von Fr. 107.50 [8% auf Fr. 1‘343.60]) festgesetzt. Diesen 
Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

5.3 Bei diesem Ergebnis kommt die gewährte unentgeltliche Rechts-
pflege und Verbeiständung nicht zum Tragen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 11. April 2014 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘451.10 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2016, IV/14/505, Seite 16

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. März 2016, IV/14/505, Seite 17

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.