# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d179c570-f8be-5ba2-a5ac-ad28a6390246
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 27.08.2019 715 18 161 / 208
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-18-161---208_2019-08-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 27. August 2019 (715 18 161 / 208) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
 
Aufhebungsvereinbarung, Verzicht auf den gesetzlichen Kündigungsschutz verneint 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Der 1991 geborene A.____ war seit dem 1. März 2015 bei der B.____ als Store Agent 
angestellt. Am 21. August 2017 wurde das Arbeitsverhältnis wegen der bevorstehenden 
Schliessung der Filiale im gegenseitigen Einvernehmen per 30. November 2017 aufgelöst und 
A.____ ab dem 1. November 2017 von der Erbringung weiterer Arbeitsleistungen freigestellt. 
Am 28. August 2017 meldete er sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum X.____ 
(RAV) zur Arbeitsvermittlung an und erhob am 26. September 2017 bei der Öffentlichen Ar-
beitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 
dem 1. Dezember 2017. Vom 13. November 2017 bis 8. Januar 2018 war der Versicherte 

 
 
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krankheitsbedingt arbeitsunfähig. Mit Verfügung Nr. 140/2018 vom 11. Januar 2018 stellte die 
Arbeitslosenkasse A.____ ab dem 1. Dezember 2017 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosig-
keit für 24 Tage in der Anspruchsberechtigung ein, da er mit der Aufhebungsvereinbarung auf 
die Verlängerung des Arbeitsverhältnisses nach Art. 336c Abs. 1 lit. b des Schweizerischen 
Obligationenrechts (OR) vom 30. März 1911 verzichtet habe. Mit Entscheid vom 24. April 2018 
hiess die Einspracheinstanz des Kantonalen Amtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit Basel-
Landschaft (KIGA), Abteilung Öffentliche Arbeitslosenkasse, die vom Versicherten gegen die 
Verfügung vom 11. Januar 2018 erhobene Einsprache insofern teilweise gut, als sie die Ein-
stelldauer auf 16 Tage reduzierte. 
 
B. Hiergegen erhob A.____ am 7. Mai 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), wobei er die Aufhebung des Einspracheenscheids 
vom 24. April 2018 beantragte. 
 
C. Die Arbeitslosenkasse schloss in ihrer Vernehmlassung vom 18. Juli 2018 auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
D. Am 1. August 2018 teilte der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht mit, dass er am 
8. Juni 2018 beim Zivilgericht Basel-Stadt ein Schlichtungsgesuch eingereicht habe. Er bean-
tragte, das vorliegende Verfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung der arbeitsrechtlichen Strei-
tigkeit zu sistieren. In ihrer Stellungnahme vom 7. September 2018 erklärte sich die Beschwer-
degegnerin mit diesem Vorgehen einverstanden, worauf die instruierende Präsidentin des Kan-
tonsgerichts das Verfahren mit Verfügung vom 10. September 2018 sistierte. 
 
E. Nachdem der Beschwerdeführer am 21. März 2019, 7. Mai 2019 und 13. Juni 2019 
erfolglos aufgefordert wurde, das Kantonsgericht über den Stand des arbeitsrechtlichen Verfah-
rens zu orientieren, wurde die Sistierung des Verfahrens mit Verfügung vom 22. Juli 2019 auf-
gehoben und der Fall dem Präsidium zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 
56 und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeits-
losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich 
zuständig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 
lit. a und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol-
venzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend kam der Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-

 
 
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ber 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz 
des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss 
Art. 56 ATSG, weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf 
die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 7. Mai 2018 ist demnach 
einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO (in der ab 1. Januar 2019 geltenden Fassung) entscheidet 
die präsidierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitig-
keiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall 
sind eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 16 Tagen bei einem Tag-
geld von Fr. 175.40 und damit ein Streitwert von Fr. 2‘806.40 zu beurteilen. Über die Beschwer-
de ist demnach präsidial zu entscheiden. 
 
2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG muss die versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, 
um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Kommt sie dieser Verpflichtung nicht nach, 
kann die zuständige Arbeitslosenkasse die Einstellung in der Anspruchsberechtigung verfügen 
(Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer Haftungsbegrenzung der Versicherung für 
Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwal-
tungssanktion ist sie vom Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip 
beherrscht (THOMAS NUSSBAUMER, in: Koller/Müller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundes-
verwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, Arbeitslosenversicherung, Basel/Genf/München 2007, 
S. 2423). 
 
2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG ist der Versicherte in der Anspruchsberechtigung 
einzustellen, wenn er zu Lasten der Versicherung auf Lohn- oder Entschädigungsansprüche 
gegenüber seinem bisherigen Arbeitgeber verzichtet hat. Demgegenüber ist eine versicherte 
Person gemäss Art. 30 Abs.1 lit. a AVIG in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn sie 
durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt 
unter anderem dann vor, wenn die versicherte Person das Arbeitsverhältnis von sich aus aufge-
löst hat, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben 
an der Arbeitsstelle nicht zugemutet werden konnte (Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV). Die Auflösung 
des Arbeitsverhältnisses „im gegenseitigen Einvernehmen“ gilt aus der Sicht des Arbeitslosen-
versicherungsrechts grundsätzlich als Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeit-
nehmer (ARV 1979 Nr. 23). Nach ständiger Rechtsprechung ist aber zu prüfen, ob eine versi-
cherte Person unmissverständlich vor die Wahl gestellt worden ist, selber zu kündigen 
(bzw. das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen aufzulösen) oder aber die Kündi-
gung der Arbeitgeberin entgegen zu nehmen (BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum AVIG, 5. Auflage, S. 209). 
 
2.3 Wer eine Kündigung akzeptiert, welche die gesetzliche Kündigungsfrist missachtet, 
verzichtet nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts nicht auf Lohnansprüche, sondern auf 
die Weiterführung des Arbeitsverhältnisses. Ein solches Verhalten kann den Tatbestand der 
selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit erfüllen. Liegt jedoch keine einvernehmliche vorzeitige Auf-
lösung des Arbeitsverhältnisses vor, verbleibt für die Anwendung von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG 

 
 
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(in Verbindung mit Art. 44 lit. b AVIV) kein Raum (Urteil des Bundesgerichts vom 8. März 2013, 
8C_765/2012, E. 2.4). Verlängert sich das Arbeitsverhältnis, weil die Kündigungsfrist durch eine 
Sperrfrist unterbrochen wurde, bestehen die bisherigen vertraglichen und gesetzlichen Rechte 
und Pflichten der Parteien unverändert fort. Der Arbeitnehmer ist nach wiedererlangter Arbeits-
fähigkeit zur Leistung von Arbeit im Dienste des Arbeitgebers und dieser zur Entrichtung des 
Lohns verpflichtet. Kommt er seiner Arbeitspflicht nicht nach, und liegen keine anerkannten 
Verhinderungsgründe vor, so gerät er wegen Nichterfüllung des Vertrags in Verzug. Der Arbeit-
geber kann in diesem Fall für die Dauer der fehlenden Arbeitsleistung den Lohn verweigern. 
Steht einem Arbeitnehmer kein Lohn zu, kann mangels Anspruch nicht von einem Lohnverzicht 
im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG gesprochen werden. Dagegen stellt sich allenfalls die 
Frage, ob selbstverschuldete Arbeitslosigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG vorliegt, 
weil der Arbeitnehmer die Gelegenheit zur Weiterarbeit nicht wahrgenommen hat (vgl. ARV 
1989 N 5 S. 78 ff.). 
 
2.4 Gemäss Art. 336c Abs. 1 lit. b OR darf der Arbeitgeber nach Ablauf der Probezeit das 
Arbeitsverhältnis nicht kündigen, wenn der Arbeitnehmer ohne eigenes Verschulden durch 
Krankheit oder Unfall ganz oder teilweise an der Arbeitsleistung verhindert ist (1. Satzteil). Die 
Kündigung, die während dieser Sperrfrist erklärt wird, ist nichtig. Erfolgt die Kündigung dagegen 
vor Beginn einer solchen Frist, ist aber die Kündigungsfrist bis dahin noch nicht abgelaufen, so 
wird deren Ablauf unterbrochen und erst nach Beendigung der Sperrfrist fortgesetzt (Art. 336c 
Abs. 2 OR). Diesfalls ruht die Kündigungsfrist während der Sperrfrist und ihr Endtermin ver-
schiebt sich (THOMAS GEISER, Kündigungsschutz bei Krankheit, in: AJP 5/96, S. 552). Die Dau-
er der Sperrfrist beträgt im ersten Dienstjahr 30 Tage, ab dem 2. bis 5. Dienstjahr 90 Tage und 
ab dem 6. Dienstjahr 180 Tage (vgl. Art. 336c Abs. 1 lit. b OR). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, wonach Versicherungsträ-
ger und Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhaltes zu sorgen haben (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a). Dies bedeu-
tet, dass in Bezug auf den rechtserheblichen Sachverhalt Abklärungen dann vorzunehmen sind, 
wenn und soweit hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten erge-
bender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Urteil des EVG vom 8. März 2001, 
C 102/00, E. 1b; BGE 117 V 282 E. 4a; AHI-Praxis 1994 S. 212 E. 4a; SVR-Rechtsprechung 
1999, IV Nr. 10 S. 28 E. 2c). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht darf eine 
Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1978, S. 135). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit zu fällen (HANS-ULRICH STAUFFER, Rechtsprechung des Bundesgerichts 
zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S. 77). Die blosse Möglichkeit eines bestimmten 
Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr jener Sachverhalts-

 
 
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darstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-
scheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). 
 
4.1 Zwischen den Parteien ist zu Recht unbestritten, dass trotz der Aufhebungsvereinba-
rung vom 21. August 2017 (act. 16) von einer Arbeitgeberkündigung auszugehen ist. Die Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses erfolgte aufgrund der Schliessung der Filiale, in welcher der Be-
schwerdeführer arbeitete. Er hatte daher keine Wahl, sich damit einverstanden zu erklären. Die 
Arbeitslosenkasse begründet die Einstellung in der Anspruchsberechtigung aber damit, dass 
der Beschwerdeführer mit der Unterzeichnung der Aufhebungsvereinbarung explizit auf den 
gesetzlichen Kündigungsschutz infolge Arbeitsunfähigkeit verzichtet und die vorzeitige Arbeits-
losigkeit selbst verschuldet habe. 
 
4.2 Soweit sich die Arbeitslosenkasse im angefochtenen Einspracheentscheid auf Art. 30 
Abs. 1 lit. b AVIG beruft und geltend macht, der Beschwerdeführer habe zu Lasten der Versi-
cherung auf Lohn und Entschädigungsansprüche gegenüber dem bisherigen Arbeitgeber ver-
zichtet, kann ihr nicht beigepflichtet werden. Wer eine Kündigung akzeptiert, welche die gesetz-
liche Sperrfrist missachtet, verzichtet nicht auf Lohnansprüche, sondern einzig auf die Weiter-
führung des Arbeitsverhältnisses (E. 2.3 hiervor). Von einem Lohnverzicht, welcher allenfalls 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gemäss auf Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG nach sich 
zieht, könnte nur gesprochen werden, wenn der Versicherte nach Wiedererlangung der Arbeits-
fähigkeit der Arbeitgeberin seine Dienste unmissverständlich auch weiterhin angeboten hätte, 
was hier nicht der Fall ist. Dabei ist zu beachten, dass für eine Einstellung gemäss Art. 30 
Abs. 1 lit. b AVIG stets ein tatsächliches Bestehen von Lohn- bzw. Entschädigungsansprüchen 
vorausgesetzt wird (AVIG-Praxis ALE, Fassung von Januar 2018, D32). Vorliegend hatte der 
Beschwerdeführer die Aufhebungsvereinbarung am 21. August 2017 und damit noch vor seiner 
am 13. November 2017 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit unterzeichnet. In diesem Zeitpunkt 
war es ihm nicht möglich, auf allfällige Lohn- oder Entschädigungsansprüche zu verzichten, da 
diese mangels Eintritts einer unverschuldeten Arbeitsunfähigkeit noch gar nicht entstanden wa-
ren. Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung aufgrund von Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG fällt 
daher ausser Betracht.  
 
4.3 Zu prüfen bleibt, ob allenfalls eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 
Abs. 1 lit. a AVIG vorliegt. Der Beschwerdegegnerin ist zwar darin beizupflichten, dass sich die 
ordentliche Kündigungsfrist infolge krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit des Versicherten in 
der Zeit vom 13. November 2017 bis 8. Januar 2018 (act. 61-63) gemäss Art. 336c OR bis 
31. Januar 2018 verlängert hätte, wenn von einer ordentlichen Kündigung seitens der Arbeitge-
berin auszugehen wäre. In casu liegt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses aber die Beson-
derheit zu Grunde, dass das Arbeitsverhältnis im gegenseitigen Einvernehmen durch die Auf-
hebungsvereinbarung vom 21. August 2017 beendet worden war. Auch wenn diese Vereinba-
rung in arbeitslosenversicherungsrechtlicher Hinsicht als Arbeitgeberkündigung zu qualifizieren 
ist (vgl. E. 4.1 hiervor), ändert dies daher nichts daran, dass dem Versicherten mit der Unter-
zeichnung der in Ziffer 9 erwähnten Saldoklausel in zivil- bzw. arbeitsrechtlicher Hinsicht nach 
dem 30. September 2017 keine Lohnansprüche mehr zustanden. Zu beachten ist in diesem 
Zusammenhang, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis von jeder Vertragspartei gekündigt 

 
 
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werden kann (Art. 335 Abs. 1 OR), und eine Aufhebungsvereinbarung aus arbeitsrechtlicher 
Sicht der definitiven Klärung gegenseitiger Forderungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitneh-
mer dient. Daraus resultiert, dass eine Vertragsbeendigung mittels Aufhebungsvereinbarung 
selbst dann möglich bleibt, wenn damit trotz laufender Sperrfristen im Sinne von Art. 336c OR 
keine Umgehung des Kündigungsschutzes oder allfälliger anderer zwingender Gesetzesbe-
stimmungen bezweckt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_368/2011 vom 25. August 2011, 
E. 2.2; STREIFF / VON KAENEL / RUDOLPH, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 
7. Aufl., Zürich, 2012, N 10 zu Art. 335 OR). Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass in casu 
keine Umgehung des Kündigungsschutzes vorliegen kann, da der Versicherte die Aufhebungs-
vereinbarung noch vor Eintritt seiner Arbeitsunfähigkeit unterzeichnet hatte (vgl. E. 4.2 hiervor). 
Näher zu prüfen bleibt jedoch das Verzichtsverbot gemäss Art. 341 Abs. 1 OR. Demnach ist 
eine Aufhebungsvereinbarung als unzulässig zu qualifizieren, wenn und soweit eine sofortige 
Vertragsaufhebung vereinbart wird, ohne dass dem Arbeitnehmer irgendwelche Zusatzleistun-
gen ausgerichtet werden (STREIFF / VON KAENEL / RUDOLPH, a.a.O.). Mit anderen Worten ist 
nicht bereits von einem unzulässigen Forderungsverzicht auszugehen, wenn der Arbeitnehmer 
eine Saldoerklärung unterzeichnet hat. Die höchstrichterliche Rechtsprechung misst die Zuläs-
sigkeit von abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarungen vielmehr daran, ob dem Arbeitnehmer 
als Ausgleich für die Nachteile eines Aufhebungsvertrags, insbesondere des entfallenden 
Sperrfristenschutzes, angemessene Ersatzleistungen zufliessen. In Anlehnung an die Recht-
sprechung zu Art. 341 OR, wonach ausgewogenen Vergleichen mit gegenseitigen Zugeständ-
nissen nichts im Wege steht, hat es beispielsweise eine Unterzeichnung als unzulässig erklärt, 
mit welcher eine Arbeitnehmerin mit Rückenschmerzen nach einer erfolgten Kündigung der 
Schutz von Art. 336 ff. ohne genügende Gegenleistung entzogen worden war; ebenso in einem 
Fall, in welchem kurz vor einer Operation mit einem Arbeitnehmer ein Aufhebungsvertrag ge-
schlossen wurde, ohne dass dies durch zusätzliche Leistungen des Arbeitgebers kompensiert 
worden wäre (BGE 110 II 168). Verbindlich und rechtens war hingegen der mit einem psychisch 
angeschlagenen Arbeitnehmer abgeschlossene Aufhebungsvertrag, mit welchem ihm beträcht-
liche Mehrleistungen ausgerichtet worden sind (JAR 2008 S. 204). 
 
4.4 Der Aufhebungsvereinbarung vom 21. August 2017 zufolge wurde der Versicherte ab 
dem 1. November 2017 bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses am 30. November 2017 
von seiner Arbeitspflicht befreit und es wurde explizit auf die Anrechnung von Einkünften ver-
zichtet, die er während der Freistellung erzielt. Angesichts dieser Zugeständnisse der Arbeitge-
berin kann davon ausgegangen werden, dass der Verzicht auf einen hypothetischen Kündi-
gungsschutz angemessen abgegolten worden ist. Jedenfalls kann nicht gesagt werden, es läge 
eine Übervorteilung der ehemaligen Arbeitgeberin und damit eine Missachtung des Verzichts-
verbots vor. Zumal die Vereinbarung in einem Zeitpunkt abgeschlossen worden war, in wel-
chem keine der beiden Parteien mit dem Eintritt einer unverschuldeten Arbeitsunfähigkeit rech-
nen musste, kann im Akzept der Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch den Versicherten per 
30. November 2017 keine Missachtung von Art. 341 OR erblickt werden. Liegt dem Gesagten 
zufolge eine rechtsgültige Aufhebungsvereinbarung per 30. November 2017 vor, erweist sich 
der Vorwurf der Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer habe mit der Unterzeichnung der 
Aufhebungsvereinbarung explizit auf den gesetzlichen Kündigungsschutz infolge Arbeitsunfä-
higkeit verzichtet, als unzutreffend. Demnach kann aber nicht gesagt werden, der Beschwerde-

 
 
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führer habe die bereits per 30. November 2017 eingetretene Arbeitslosigkeit selbst verschuldet. 
Eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG erweist 
sich deshalb als unrechtmässig. 
 
5. Zusammenfassend ist die Kasse zu Unrecht davon ausgegangen, dass der Versicherte 
auf Lohn- und Entschädigungsansprüche verzichtet hat (Art. 30 Abs. 1 lit. b AVIG). Als unzuläs-
sig erweist sich aber auch eine Einstellung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit (Art. 30 
Abs. 1 lit. a AVIG). Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis gutzuheissen und es ist in Aufhe-
bung des angefochtenen Einspracheentscheids festzustellen, dass die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung zu Unrecht erfolgt ist. 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind für das vorliegende Verfahren demnach keine Kosten zu 
erheben. Eine Parteientschädigung wird dem anwaltlich nicht vertretenen Beschwerdeführer 
nicht ausgerichtet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland vom 24. April 2018 aufgeho-
ben und es wird festgestellt, dass die Einstellung in der Anspruchsbe-
rechtigung zu Unrecht erfolgt ist. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 
 
 
 
 
 
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