# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4e664ca-f4c0-5bad-820f-7bf019ef7fad
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-02-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 18.02.2022 VBE.2021.376
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2021-376_2022-02-18.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

 

 VBE.2021.376 / pm / fi 
Art. 16 

 

Urteil vom 18. Februar 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Schircks Denzler, Vizepräsidentin 

Oberrichterin Vasvary  

Oberrichter Roth  

Gerichtsschreiber Meier  

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____  

vertreten durch lic. iur. Michael Hafner, Rechtsanwalt, Buchenstrasse 5, 

Postfach, 6210 Sursee  

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Basler Versicherung AG, Schaden Schweiz, Aeschengraben 21, 

4002 Basel,  

vertreten durch lic. iur. Matthias Steiner, Rechtsanwalt,  

Steinentorstrasse 13, Postfach, 4010 Basel  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 22. Juli 2021) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1952 geborene Beschwerdeführer ist als selbstständiger Zahnarzt bei 

der Beschwerdegegnerin gegen Unfallfolgen versichert. Mit Unfallmeldung 

vom 15. März 2021 meldete er der Beschwerdegegnerin, er sei am 17. Ja-

nuar 2021 während eines Spazierganges "mit dem Fuss zwischen die 

Schienen geraten", woraufhin er umgeknickt sei. Dabei habe er sich den 

rechten Fuss und das rechte Knie verrenkt und sei auf die linke Hand ge-

stürzt. Zudem sei er am 30. Januar 2021 "im Schnee" gestürzt, wobei er 

sich den linken Fuss verletzt (verrenkt) habe. Die Beschwerdegegnerin er-

brachte daraufhin vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung/Taggeld). 

Mit Verfügung vom 19. Mai 2021 stellte sie diese per 28. Februar 2021 ein. 

Die dagegen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 

22. Juli 2021 ab. 

 

2. 

2.1. 

Dagegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 6. September 

2021 fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Der Einspracheentscheid vom 22. Juli 2021 sei aufzuheben. 
 
 2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

über den 28. Februar 2021 hinaus Taggelder auf der Basis einer 
100%igen bzw. 80%igen Arbeitsunfähigkeit (entsprechend den Arztat-
testen) zu entrichten sowie Heilbehandlung zu gewähren. 

 
 3. Eventualiter sei ein orthopädisch-chirurgisches Gutachten einzuholen. 
 
 4. Nach Vorliegen der Expertise gemäss Ziff. 3 hiervor sei über den Leis-

tungsanspruch des Beschwerdeführers neu zu befinden. 
 
 5. Subeventualiter sei die Sache zur ergänzenden Abklärung an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen, mit anschliessender neuer Beur-
teilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers. 

 
 6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2021 beantragte die Beschwerde-

gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit Eingabe vom 22. Dezember 2021 hielt der Beschwerdeführer an den in 

seiner Beschwerde gestellten Anträgen fest und reichte weitere medizini-

sche Unterlagen ein. 

 

 - 3 - 

 

 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die von ihr gewährten 

vorübergehenden Leistungen mit Einspracheentscheid vom 22. Juli 2021 

(Vernehmlassungsbeilage [VB] 2.20) zu Recht auf den 28. Februar 2021 

eingestellt hat. 

 

2. 

2.1. 

Soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, werden die Versicherungs-

leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt (Art. 6 Abs. 1 UVG). 

 

2.2. 

Die Anerkennung der Leistungspflicht durch den Unfallversicherer ist in 

rechtlicher Hinsicht von Belang. Ist die Unfallkausalität einmal mit der erfor-

derlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen aner-

kannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht 

die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa-

chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesund-

heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-

gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder 

später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leis-

tungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfal-

len jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge-

sundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein übli-

chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 

sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Aus-

wirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs-

aufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders 

als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-

menhang gegeben ist – nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversi-

cherer (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007 E. 2.2 mit Hinweisen; Urteil 

des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinwei-

sen). 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich im Einspracheentscheid vom 22. Juli 

2021 in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die Aktenbeurteilungen 

ihrer beratenden Ärzte Dr. med. C., Fachärztin für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, sowie von Dr. med. D., 

Facharzt für Chirurgie. 

 - 4 - 

 

 

 

 

In ihrer Beurteilung vom 4. Mai 2021 beantwortete Dr. med. C. die Frage, 

ob die geltend gemachte Gesundheitsschädigung mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise Folge der Unfälle vom 17. bzw. 

vom 30. Januar 2021 sei wie folgt: "Teilweise im Rahmen einer Distorsion 

vom 17.01.2021". Weiter führte sie aus, es habe sowohl am Fuss als auch 

am Knie eine Aktivierung degenerativer Vorbefunde stattgefunden. Durch 

die Unfälle sei es zu einer vorübergehenden Verschlimmerung gekommen. 

Der status quo sine sei nach vier bis sechs Wochen erreicht gewesen. Für 

dieselbe Dauer sei eine Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

als Zahnarzt ausgewiesen. Der Beschwerdeführer werde die angestammte 

Tätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zukünftig wieder ohne Ein-

schränkungen ausüben können (VB 5.01 f.). 

 

Dr. med. D. ging in seiner Aktenbeurteilung vom 12. Juli 2021 zu-

sammengefasst davon aus, es liege eine klassische, sogenannte distorsi-

onelle Aktivierung einer vorbestehenden trikompartimentären Gonarthrose 

des rechten Kniegelenkes ohne morphologisch fassbares unfallkausales 

Korrelat zu den Ereignissen vom 17. bzw. 30. Januar 2021 vor. Betreffend 

den Aussenmeniskusriss im Hinterhorn am rechten Knie führte er aus, "da-

bei dürfte es sich nicht um einen Riss im unfallkausalen Sinn, sondern im 

Rahmen der mukoiden Degeneration des Meniskusparenchyms bei gleich-

zeitig erwiesener fortgeschrittener Gonarthrose handeln". Subjektiv und 

anamnestisch könne ein distorsionelles Ereignis dieser vorbestehenden 

Degenerationen am rechten Kniegelenk "nicht in Frage gestellt" werden. 

Der definierte status quo sine von sechs Wochen sei versicherungsmedizi-

nisch korrekt und angemessen. Ein unfallkausales Korrelat am betroffenen 

Kniegelenk finde sich nicht, insbesondere nicht in Form der direkt endosko-

pisch dargestellten Befunde am rechten Kniegelenk anlässlich der Opera-

tion vom 21. Juni 2021, welche als "Gelenktoilette vorbestehender degene-

rativer Befunde" zu verstehen sei (VB 5.05 ff.). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352).  

 

4.2. 

Beratende Ärzte sind den versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen 

(Urteile des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 15. April 2021 E. 2.3; 

8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweis). Auch wenn die 

 - 5 - 

 

 

 

Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fach-

personen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen praxisgemäss nicht 

dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Verfahren 

nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gut-

achten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c S. 160 ff.). 

Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinternen Fachper-

son zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde Objektivi-

tät und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 353 ff.). Soll 

ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens 

entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderun-

gen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so 

sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 

S. 469 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

5. 

5.1. 

Der Beschwerdeführer bringt zusammengefasst vor, die weiterhin beste-

henden Beschwerden und insbesondere die Meniskusläsion seien – ent-

gegen der Ansicht der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin – auf die 

beiden Unfallereignisse zurückzuführen. Die Beurteilungen der Versiche-

rungsmediziner seien mit erheblichen Zweifeln belastet, weshalb darauf 

nicht abgestellt werden könne. 

 

5.2. 

Den Beurteilungen der behandelnden Ärzte des Beschwerdeführers lässt 

sich im Wesentlichen Folgendes entnehmen: 

 

5.2.1. 

Prof. Dr. med. E., Facharzt für Radiologie, führte in seinem Bericht vom 

23. März 2021 aus, es lägen Zeichen einer leichten Zerrung des vorderen 

Kreuzbandes an der femoralen Ansatzstelle ("DD beginnende mukoide 

Degeneration"), eines nicht dislozierten, schrägverlaufenden Aussen-

meniskuseinrisses im Hinterhorn, sowie einer traumatisierten lateral 

betonten, trikompartimentalen Gonarthrose mit einer Chondropathia 

femorotibial lateral Grad ¾ nach Outerbridge, medial Grad 2 und femoro-

patellär Grad ¾ vor. Ferner bestehe ein Status nach Teilmeniskektomie des 

Innenmeniskus mit einem minimalen Restmeniskus im Hinterhorn und es 

sei ein deutlicher reaktiver Erguss im Recessus suprapatellaris sowie eine 

kleine Baker-Zyste an typischer Lokalisation festgestellt worden (VB 4.01).  

 

5.2.2. 

Dr. med. F., Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, führte in seinem Bericht betreffend die Konsultation 

vom 21. Mai 2021 zusammengefasst aus, bei Status nach zweimaligem 

AR-Trauma des rechten Kniegelenkes "im tiefen Schnee im letzten Januar" 

 - 6 - 

 

 

 

bestehe eine "persistierende lat. Schmerzsymptomatik", welche durch die 

klinisch nachvollziehbare und kernspintomographisch bestätigte 

Meniskusläsion verursacht worden sei. Daneben sei bereits eine Gon-

arthrose bekannt, die aber nicht im Vordergrund stehe. Da der Beschwer-

deführer zudem über eine deutliche Sensibilitätsstörung im rechten Fuss 

berichte, sei ein neurologisches Konsilium vor der Operation indiziert 

(VB 4.13). 

 

5.2.3. 

Prof. Dr. med. G., Facharzt für Neurologie, ging in seiner Beurteilung vom 

26. Mai 2021 davon aus, aufgrund des klinischen Befundes bestehe wegen 

der beidseitigen Reflexverluste distal und auch der verminderten 

Tiefensensibilität im Bereich des linken Fusses zum einen der Verdacht auf 

eine eher leichtgradige Polyneuropathie. Darüber hinaus bestehe "vermut-

lich im Bereich der Knie" eine kombinierte Schädigung der Beinnerven (so-

wohl des Nervus tibialis als auch des Nervus peronaeus). Vor einer allfälli-

gen Knieoperation empfahl er sodann, die aktuellen MRI nochmals durch 

den Radiologen beurteilen zu lassen bzw. falls der Fokus nicht auf die Ner-

venstrukturen gelegt worden sei, ein nochmaliges MRI des Knies und spe-

ziell der beiden Hauptnerven durchführen zu lassen (VB 4.16).  

 

5.2.4. 

Prof. Dr. med. E. führte im Bericht vom 9. Juni 2021 im Hinblick auf das 

gleichentags durchgeführte MRI des Kniegelenks aus, es zeige sich eine 

durchgehend intakte Darstellung der neuralen Strukturen am rechten 

Kniegelenk, insbesondere des Nervus tibialis sowie des Nervus peroneus 

communis. Allerdings bestehe ein auffälliges Muskelödem an der 

Ansatzstelle des Musculus soleus im hinteren cranialen Drittel der Fibula 

mit Kontakt mit dem Nervus peroneus communis, so dass eine Traumati-

sierung des Musculus peroneus communis im Rahmen der Rotationsver-

letzung mit assoziierter Muskelläsion möglich sei. Eine Muskelatrophie 

liege nicht vor. Weiter bestehe die vorbeschriebene und bekannte lateral 

betonte kompartimentelle Gonarthrose mit Meniskusschaden im Hinterhorn 

des Aussenmeniskus sowie Teilresektion des Innenmeniskus. Ferner sei 

ein diskreter regredienter Gelenkserguss im Recessus suprapatellaris so-

wie eine kleine flache Baker-Zyste an typischer Lokalisation festgestellt 

worden (VB 4.20 f.). 

 

5.2.5. 

Dr. medic. (BIH) H., Praktische Ärztin, erläuterte in ihrem Bericht vom 

25. August 2021 zuhanden des Rechtsvertreters, aufgrund der radiologi-

schen, neurologischen und orthopädischen Befunde sei es "offensichtlich, 

dass die entstandenen Beschwerden am Fuss und am rechten Knie mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilweise kausal auf das Ge-

schehen" vom 17. und vom 30. Januar 2021 zurückzuführen seien. Die 

"vorbestehenden unfallfremden degenerativen Veränderungen" seien mit 

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dem Unfall aktiviert und weiter traumatisiert worden, was den Heilungspro-

zess von sechs Wochen auf unbestimmte Zeit verlängern könne (Be-

schwerdebeilage 4). 

 

5.3. 

Betreffend die Ausführungen von Dr. med. F., bei Status nach zweimaligem 

AR-Trauma des rechten Kniegelenks sei die seit dem Januar (2021) 

persistierende Schmerzsymptomatik durch die klinisch nachvollziehbare 

und kernspintomographisch bestätigte Meniskusläsion bedingt, ist darauf 

hinzuweisen, dass Feststellungen wie "Status nach" keine hinreichenden 

Aussagen zur Kausalität liefern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_867/2015 vom 20. April 2016 E. 3.3). Ferner gilt eine gesundheitliche 

Schädigung nicht schon deshalb als durch einen Unfall verursacht, weil sie 

nach diesem aufgetreten ist (BGE 142 V 325 E. 2.3.2.2 S. 330; 119 V 335 

E. 2b/bb S. 341 f.). Der Vertrauensarzt Dr. med. D. setzte sich in seiner 

Aktenbeurteilung mit dem diagnostizierten Meniskusriss auseinander. 

Nachvollziehbar führte er diesbezüglich aus, dass dieser im Rahmen der 

mukoiden Degeneration des Meniskusparenchyms bei gleichzeitig erwie-

sener fortgeschrittener Gonarthrose zu sehen sei (VB 5.05). Es sind keine 

von dieser Einschätzung abweichenden (fachärztlich-) medizinischen Be-

urteilungen aktenkundig. Die – teilweise nichtmedizinischen – Ausführun-

gen der Hausärztin im Bericht vom 25. August 2021 sind sodann nicht ge-

eignet, Zweifel an den vertrauensärztlichen Beurteilungen zu erwecken. So 

gingen die Vertrauensärzte ebenfalls davon aus, dass die vorbestehenden 

degenerativen Veränderungen durch die geltend gemachten Ereignisse 

vom 17. und vom 30. Januar 2021 aktiviert worden seien. Entsprechend 

setzten sie den status quo sine auf vier bis sechs Wochen nach den Ereig-

nissen fest. Hinsichtlich der Operation vom 21. Juni 2021 ("KAS + lat. TME 

+ Hoffateilresektion + Synovektomie + Entfernung Gelenkskörper + Knor-

pelglättung femorales Gleitlager"; vgl. VB 4.22) führte Dr. med. D. 

schlüssig aus, die von Dr. med. F. beschriebenen Operationsschritte 

entsprächen ausnahmslos einer sogenannten "Gelenktoilette" vor-

bestehender degenerativer Gelenkbefunde. Auch diesbezüglich sind keine 

entgegenstehenden medizinischen Beurteilungen aktenkundig. Dr. med. 

D. schilderte zudem, es finde sich insbesondere auch hinsichtlich der direkt 

anlässlich der Operation vom 21. Juni 2021 endoskopisch dargestellten 

Befunde am rechten Kniegelenk kein unfallkausales Korrelat (VB 5.07). 

Schliesslich gab Dr. med. D. seine Beurteilung in Kenntnis der Ein-

schätzung des Radiologen ab, wonach sich bezüglich der neuralen Struk-

turen (am rechten Kniegelenk) ein durchgehend regelrechter Verlauf und 

eine Kontinuität des Nervus tibialis sowie des Nervus peroneus communis 

gezeigt habe (VB 5.06; vgl. VB 4.20). Prof. Dr. med. G. wiederholte in 

seinem Bericht vom 27. September 2021 – welcher der Beschwerdeführer 

mit Eingabe vom 22. Dezember 2021 einreichte – die Verdachtsdiagnose 

einer kombinierten "Teilschädigung von N. tibialis mit N. suralis und N. 

peronaeus rechts". Mit einer Verdachtsdiagnose ist diese aber nicht mit 

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dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit er-

stellt (Urteil des Bundesgerichts 8C_113/2020 vom 27. März 2020 

E. 8.2.2.1). Zudem begründete Prof. Dr. med. G. nicht, weshalb er nach wie 

vor von der genannten Teilschädigung ausging, obwohl der Radiologe nach 

durchgeführtem MRI von einer durchgehend intakten Darstellung der 

neuralen Strukturen am rechten Kniegelenk (insbesondere des Nervus ti-

bialis sowie des Nervus peroneus communis) ausgegangen war 

(vgl. E. 5.2.4.).  

 

Gesamthaft bestehen somit keine auch nur geringen Zweifel an den Beur-

teilungen der Vertrauensärzte der Beschwerdegegnerin, weshalb sich 

diese darauf abstützen durfte. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 

22. Juli 2021 erweist sich damit als korrekt. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter; 2-fach) 

die Beschwerdegegnerin (Vertreter; 2-fach)  

das Bundesamt für Gesundheit 
 

 

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Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 18. Februar 2022 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Die Vizepräsidentin: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Schircks Denzler Meier