# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bd73897-f0d2-5d52-b52d-b4fdb191efd6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.05.2021 I 2021 16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-16_2021-05-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 16

Entscheid vom 17. Mai 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
MLaw Tanja Marty, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Reisekostenvergütung)

2

Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) erlitt am ____ einen Sportunfall und ist seither Te-
traplegiker (vgl. statt Vieler Vi-act. 286 S.1). Die Suva erbringt die gesetzlichen 
Leistungen (unter Kürzung wegen grobfahrlässiger Herbeiführung des Unfalles: 
vgl. Vi-act. 225 = nicht veröffentlichtes Urteil EVG U 45/79 vom 1.7.1980). Für 
den Besuch von aufgrund seiner unfallkausalen Tetraplegie medizinisch indizier-
ten (Behandlungs-)Terminen benutzt A.________ sein eigenes an die Körperbe-
hinderung angepasstes Motorfahrzeug.

B. Mit Schreiben vom 31. Dezember 2019 ersuchte A.________ um Rücker-
stattung von den im Jahr 2019 angefallenen Reisekosten für die medizinisch be-
dingten Autofahrten in der Höhe von Fr. 946.-- (946 km x Fr. 1.--) (vgl. Vi-act. 304 
S. 2). Am 14. Januar 2020 vergütete die Suva die medizinisch notwendigen 
Transporte (Reisekosten) aufgrund des Unfalles vom ______ mit einem Kilome-
tergeld von Fr. 0.60 (vgl. Vi-act. 284 S. 4; 285 S. 1). Da A.________ mit der Ver-
gütung von Fr. 0.60 pro Kilometer nicht einverstanden war, bat er die Suva um 
Erlass einer anfechtbaren Verfügung (vgl. Vi-act. 284 S. 1 E-Mail vom 26.3.2020 
18:18 Uhr). Am 6. April 2020 verfügte die Suva gestützt auf die Regelung durch 
die Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG vom 29. Juni 1994 (letztmalig revidiert 
am 16.11.2018) eine Entschädigung von CHF 0.60 pro gefahrenen Kilometer bei 
Nutzung des privaten Personenwagens (vgl. Vi-act. 285 S. 1). Dagegen liess 
A.________ am 7. Mai 2020 Einsprache erheben (vgl. Vi-act. 286), welche die 
Suva mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2021 abwies (vgl. Vi-act. 300). 

C. Am 25. Februar 2021 (Postaufgabe) lässt A.________ fristgerecht (vgl. Vi-
act. 304 S. 12) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erhe-
ben mit folgenden Anträgen (vgl. Beschwerde S. 2):

1. Der Einsprache-Entscheid vom 22. Januar 2021 der Beschwerdegegnerin sei in-
soweit aufzuheben, als die Beschwerdegegnerin damit dem Beschwerdeführer 
keinen CHF 567.60 übersteigenden Betrag an die im Jahr 2019 angefallenen 
medizinischen notwendigen Reisekosten vergütet und es sei die Beschwerde-
gegnerin zu verurteilen, dem Beschwerdeführer für im Jahr 2019 mit seinem pri-
vaten Personenwagen zurückgelegte, medizinisch notwendige Reisen insgesamt 
CHF 1'248.70 zu vergüten.

2. Eventualiter: Der Einsprache-Entscheid vom 22. Januar 2021 der Beschwerde-
gegnerin sei insoweit aufzuheben, als die Beschwerdegegnerin damit dem Be-
schwerdeführer keinen CHF 567.60 übersteigenden Betrag an die im Jahr 2019 
angefallenen medizinisch notwendigen Reisekosten vergütet und es sei die Be-
schwerdegegnerin zu verurteilen, dem Beschwerdeführer für im Jahr 2019 mit 
seinem privaten Personenwagen zurückgelegte, medizinisch notwendige Reisen 
insgesamt CHF 662.20 zu vergüten.

3

3. Subeventualiter: Der Einsprache-Entscheid vom 22. Januar 2021 der Beschwer-
degegnerin sei insoweit aufzuheben, als die Beschwerdegegnerin damit dem Be-
schwerdeführer keinen CHF 576.60 übersteigenden Betrag an die im Jahr 2019 
angefallenen medizinisch notwendigen Reisekosten vergütet und es sei die Sa-
che zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzu-
weisen verbunden mit der Anordnung eine neue Verfügung im Sinne der Be-
schwerderügen zu erlassen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen

D. Mit Vernehmlassung vom 24. März 2021 beantragt die Suva die Abweisung 
der Beschwerde sowie die Bestätigung des Einspracheentscheides vom 22. Ja-
nuar 2021. Mit Replik vom 12. April 2021 hält A.________ explizit an den 
Rechtsbegehren der Beschwerde fest.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Nachdem der Beschwerdeführer der Suva am 31. Dezember 2019 für das 
Jahr 2019 Reisekosten von Fr. 946.-- für 946 km Fahrten mit dem Privatfahrzeug 
à 1 Fr. zur Rückvergütung unterbreitet hat (Bf-act. 1), vergütete die Suva am 14. 
Januar 2020 Fr. 567.60 (946 km à 60 Rp).

Hierauf erkundigte sich der Beschwerdeführer nach den Grundlagen dieser Ver-
gütung und forderte schliesslich eine anfechtbare Verfügung (Vi-act. 284). Mit 
Verfügung vom 6. April 2020 hält die Suva fest, dass sie gemäss Empfehlung der 
Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG vom 29. Juni 1994 bei Nutzung des privaten 
Personenwagens eine Entschädigung von Fr. 0.60 pro gefahrenen Kilometer 
vergüte. Diese Verfügung wurde mit Einspracheentscheid vom 22. Januar 2021 
bestätigt. 

Vorliegend sind damit weder die medizinische Notwendigkeit der Reisen, noch 
deren Bezug zum versicherten Unfallereignis von 1976, noch die geltend ge-
machten 946 Fahrkilometer, noch die Verwendung des Privatfahrzeuges des Be-
schwerdeführers strittig. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist einzig der durch 
die Suva zu vergütende Kilometeransatz.

2.1 Gemäss Verfügung vom 6. April 2020 vergütet die Suva die für Reisen 
notwendigen Auslagen entsprechend Ziff. 5.4 der Empfehlung durch die Ad-Hoc-
Kommission Schaden UVG vom 29. Juni 1994 (letztmalig revidiert am 
16.11.2018), welche eine Kostenvergütung von Fr. 0.60 pro gefahrenen Kilome-
ter bei Nutzung des privaten Personenwagens vorsieht (Vi-act. 285). 

2.2 In der Einsprache vom 7. Mai 2020 macht der Beschwerdeführer geltend, 
weder das Gesetz, noch die Verordnung würden den konkreten Ansatz für die 

4

Entschädigung pro gefahrenen Kilometer für medizinisch notwendige Reise- und 
Transportkosten normieren. Aus der Ad-Hoc-Kommission Schaden UVG, auf 
welche sich die Suva stütze, gehe nicht hervor, wie die Kommission die Entschä-
digung von Fr. 0.60 pro gefahrenen Kilometer hergeleitet habe. Die Kommission 
zeige nicht auf, von welchen Grundsätzen und Überlegungen sie sich bei der 
Festsetzung dieses Ansatzes habe leiten lassen. Die Empfehlung erweise sich 
damit als unbegründet und wegen fehlender Substantiierung nicht nachvollzieh-
bar. Das Bundesgericht habe es offengelassen, ob die Empfehlung Nr. 1/94 der 
Ad-hoc-Kommission gesetzmässig sei, weshalb die Empfehlung der Ad-Hoc-
Kommission Schaden UVG nicht unbesehen übernommen werden dürfe. Mit ei-
ner Entschädigung von Fr. 0.60 pro gefahrenen Kilometer werde dem Anspruch 
aus Art. 20 UVV nicht Genüge getan, weil dieser Kilometeransatz schlechter-
dings nicht ausreichend sei, um die Reisekosten zu entschädigen. Für die Be-
handlung der Querschnittslähmung lege der Beschwerdeführer jährlich zahlrei-
che Kilometer mit seinem privaten Motorfahrzeug zurück. Für das Zurücklegen 
dieser Wegstrecken stünden dem Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 13 
UVG i.V.m. Art. 20 UVV der Ersatz der dabei anfallenden Reisekosten zu. Der 
Touring Club Schweiz (TCS) biete ein Tool, um die Kilometerkosten für jeden 
Personenwagen typengenau und individuell berechnen zu können. Diese TCS-
Berechnungsgrundsätze würden insbesondere vom Bundesgericht anerkannt, 
womit kein Zweifel bestehe, dass für die Berechnung der effektiven Kilometer-
kosten auf die TCS-Berechnungsgrundsätze abgestellt werden könne. Gemäss 
den Berechnungen mithilfe des TCS-Berechnungstools koste den Beschwerde-
führer ein gefahrener Kilometer Fr. 1.32. Damit stehe fest, dass die im 2019 ge-
fahrenen Kilometer nicht mit Fr. 0.60, sondern mit Fr. 1.32 pro gefahrenen Kilo-
meter zu vergüten seien. Alles andere würde eine Abweichung der ratio legis von 
Art. 13 UVG und Art. 20 UVV bedeuten. Die von der Suva erbrachte Entschädi-
gung von Fr. 0.60 pro gefahrenen Kilometer erweise sich als bundesrechtswidrig. 

2.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 22. Januar 2021 führt die Su-
va aus, gemäss Art. 13 UVG i.V.m. Art. 20 UVV seien u.a. die medizinisch not-
wendigen Reisekosten zu vergüten. Entsprechend seien nur die Kosten zu erset-
zen, welche durch die konkrete Fahrt mit dem Privatfahrzeug anfallen würden. 
Die Suva gehe von den Ad-hoc-Empfehlungen aus, welche zwar keine Weisun-
gen an die Durchführungsorgane darstellen würden und insbesondere für Richter 
nicht verbindlich seien, jedoch geeignet seien, eine rechtsgleiche Praxis sicher-
zustellen, weshalb sie zu berücksichtigen seien. Im Rahmen der Massenverwal-
tung und mit Blick auf die Rechtsgleichheit sei es durchaus gerechtfertigt, dass 
für alle in Bezug auf die Reisekilometerentschädigung ein gleicher Ansatz zur 
Anwendung komme und insofern auf die Empfehlungen der Ad-Hoc-Kommission 

5

abgestellt würde. Der festgehaltene Ansatz sei plausibel, da eben nur die mit der 
konkreten Fahrt anfallenden Kosten zu berücksichtigen seien. Hierbei handle es 
sich um die variablen Kosten (Service, Reparaturen, Reifen, Treibstoffkosten 
etc). Die fixen Kosten, welche unabhängig von den gefahrenen Kilometern anfal-
len würden (Amortisation, Garagierungskosten, Versicherungen, Steuern, Zinsen 
etc.) seien nicht zu berücksichtigen. Unter diesem Gesichtspunkt lasse sich die 
veranschlagte Kilometerentschädigung von Fr. 0.60 nicht beanstanden. Bei der 
in der Einsprache gemäss Berechnungstoll des TCS vorgenommenen individuel-
len Berechnung handle es sich um eine Vollkostenrechnung, berücksichtigend 
die Fixkosten und variablen Kosten, was aber nicht angängig sei. Würde man nur 
die dortigen variablen Kosten ins Kalkül ziehen, wäre der veranschlagte Kilome-
teransatz nicht zu beanstanden. Abgesehen davon sei in der Massenverwaltung 
und aus Rechtsgleichheitsgründen eine individuelle Berechnung nicht gangbar. 
Das Bundesgericht habe die TCS-Berechnungsgrundsätze anerkannt, jedoch sei 
das entsprechende Urteil im Zivilrecht ergangen.

2.4 In der Beschwerde wiederholt der Beschwerdeführer seine Vorbringen der 
Einsprache, so namentlich, dass der Gesetzgeber keine Ansätze für die Reise-
kostenvergütung normiere und die Ad-hoc Kommission nicht aufzeige, von wel-
chen Grundsätzen und Überlegungen sie sich bei der Festsetzung dieses Ansat-
zes habe leiten lassen. Die entsprechende Empfehlung erweise sich als unbe-
gründet und sei mangels Substantiierung schlicht nicht nachvollziehbar. Der pau-
schale Verweis auf das der Massenverwaltung inhärente Bedürfnis nach Verein-
fachung und Schematisierung rechtfertige deren Anwendung nicht. Zudem sei zu 
betonen, dass den Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG ohne-
hin kein verbindlicher Charakter zukomme. Ob die Empfehlung Nr. 1/94 der Ad-
hoc-Kommission gesetzmässig sei, habe das Bundesgericht offengelassen (vgl. 
Urteil BGer 8C_248/2015 vom 21.9.2015 Erw. 4), was verdeutliche, dass die 
Empfehlungen nicht unbesehen übernommen werden dürften.

Mit der Einführung von Art. 13 UVG habe der Gesetzgeber unverkennbar darauf 
abgezielt, den versicherten Personen deren unfallbedingt erwachsene Reisekos-
ten zu ersetzen. Er habe eine einzelfallgerechte Entschädigung der unfallbeding-
ten Reisekosten im Sinn gehabt. Mit einer Entschädigung von lediglich Fr. 0.60 
pro gefahrenen Kilometer würde dem gesetzlich verankerten Anspruch nicht 
Genüge getan. Der von der Suva angewendete Kilometeransatz erweise sich 
vorliegend als schlechterdings nicht ausreichend, um die unfallbedingt angefalle-
nen Reisekosten zu entschädigen bzw. zu vergüten. Damit der Beschwerdefüh-
rer die bei ihm anfallenden medizinisch indizierten Reisen absolvieren könne, sei 
er aus invaliditätsbedingten Gründen auf einen Personenwagen angewiesen, der 

6

an seine Behinderung angepasst sei und dem Beschwerdeführer nebst dem Mit-
führen seines Rollstuhls auch das Mitführen weiterer, unverzichtbarer Hilfsmittel 
ermögliche, wie das Rollstuhlzuggerät. Diese behinderungsbedingten Bedürfnis-
se setzten voraus, dass er über einen ausreichend grossen Personenwagen ver-
füge. Zudem komme für einen Autoumbau nur ein qualitativ hochstehender Per-
sonenwagen in Betracht, da behinderungsbedingte Abänderungskosten an Neu-
wagen höchstens alle zehn Jahre oder alle 200'000 km von der Invalidenversi-
cherung einmal übernommen würden. Um sich trotz Behinderung auch über län-
gere Distanzen selbständig fortbewegen und bspw. medizinisch notwendige Rei-
sen absolvieren zu können, verfüge der Beschwerdeführer aktuell über einen 
C.________, Jg. 2012. Der Kaufpreis habe Fr. 89'229.-- betragen und sei invali-
ditätsbedingt so umgebaut worden, dass er den Wagen selbständig lenken und 
die benötigten Hilfsmittel selbständig ein- und auslanden könne. Gemäss den 
Berechnungen des TCS-Berechnungstools verursache ein gefahrener Autokilo-
meter vorliegend Kosten in der Höhe von Fr. 1.32. Der TCS, dessen Berechnun-
gen der Autokilometerkosten auch vom Bundesgericht anerkannt würden, habe 
für das hier interessierende Jahr 2019 die durchschnittlich pro Kilometer anfal-
lenden Autokosten mit Fr. 0.71 beziffert. Die TCS-Kostenberechnungen könnten 
im Einzelnen nachvollzogen werden - im Gegensatz zu den Empfehlungen der 
Ad-hoc-Kommission Schaden UVG. Beim TCS handle es sich um eine Vereini-
gung, welche zweifellos über das nötige Wissen sowie die nötige Erfahrung ver-
füge, um die beim Zurücklegen von Autokilometern anfallenden Kosten genau 
beziffern zu können. Es sei deshalb nicht einzusehen, weshalb ein Kilometeran-
satz von Fr. 0.60 und nicht von Fr. 0.70 (Eventualbegehren) zu berücksichtigen 
wäre. Für den Fall, dass das Verwaltungsgericht beim derzeitigen Aktenstand der 
Rechtsbegehren des Beschwerdeführers nicht entsprechen könne, würde sich 
die Anordnung weiterer (Sachverhalts-) Abklärungen rechtfertigen und die Be-
schwerdegegnerin soll angehalten werden, in Beachtung der individuellen Ver-
hältnisse des Beschwerdeführers (d.h. einzelfallgerecht) die diesem im Jahr 2019 
beim Zurücklegen der unfallbedingten 946 km angefallenen Kosten zu ermitteln 
und zu entschädigen. 

2.5 Vernehmlassend verweist die Suva auf die Ausführungen im Einspra-
cheentscheid. Zum Quervergleich unter den Sozialversicherungsträgern werde 
auf die Regelung verwiesen, wie sie bei der Invalidenversicherung für die Ver-
gütung der notwendigen Reisekosten im Inland zur Abklärung von Leistungsan-
sprüchen gelten würde. Gemäss dem einschlägigen Kreisschreiben des Bundes-
amtes für Sozialversicherungen über die Vergütung der Reisekosten in der Inva-
lidenversicherung (KSVR) gelte für die Verwendung privater Motorfahrzeuge ein 
Ansatz von Fr. 0.45 pro Kilometer; mithin erweise sich der durch die Suva ver-

7

gütete Ansatz von Fr. 0.60 pro Kilometer als grosszügig zu Gunsten der UVG-
Versicherten. Gemäss einem kürzlich ergangenen Leitentscheid des Bundesge-
richts (vgl. 8C_118/2020 vom 5.10.2020), welcher eine Praxisänderung der Mi-
litärversicherung betreffe, erscheine der von der Militärversicherung eingeführte 
Ansatz von Fr. 0.60/km weder als willkürlich noch sonst wie als bundesrechtswid-
rig.

Zudem lasse die Anrechnung von Kilometerpauschalen von Fr. 0.60 eine einfa-
chere Leistungsfestsetzung mit weniger fehleranfälligen Variablen zu, was der 
rechtsgleichen Behandlung der Versicherten zuträglich sei und sich diese Rege-
lung mit Gründen der Praktikabilität bzw. Verfahrensökonomie rechtfertigen las-
se. Im Bereich der Sozialversicherung sei dies als typische Massenverwaltung 
von erheblicher Bedeutung. Unbestritten sei zudem, dass mit der Kilometerpau-
schale von Fr. 0.60 eine Übereinstimmung mit der Reisekostenentschädigung 
bestehe, welche u.a. die Unfallversicherer bei Fahrten der versicherten Person 
mit dem Auto zum Arzt oder zur Therapie ausrichten würden. Die neue Praxis der 
Militärversicherung stütze sich demnach auf ernsthafte sachliche Gründe, welche 
insgesamt gewichtiger seien als das Interesse der Rechtssicherheit. Aufgrund 
des aktuellen Bundesgerichtsentscheides könne keine höhere Entschädigung als 
Fr. 0.60 pro Kilometer verlangt werden. Es sei nicht einzusehen, weshalb die hier 
streitige Kilometerentschädigung von Fr. 0.60 ein halbes Jahr nach Erlass des 
erwähnten höchstrichterlichen Grundsatzurteils nicht mehr sachgerecht, rechts-
gleich oder bundesrechtskonform sein solle (vgl. Vernehmlassung Ziff. 4.3). 

2.6 Replizierend hält der Beschwerdeführer an den Rechtsbegehren sowie an 
den Ausführungen der Beschwerde fest. Zudem betont er, dass in den Empfeh-
lungen der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG mit keinem Wort dargelegt werde, 
wie die Kommission die Entschädigung von Fr. 0.60 pro gefahrenen Autokilome-
ter herleite. Der Kilometeransatz erweise sich somit keineswegs als nachvoll-
ziehbar. Der von der Suva angestellte "Quervergleich unter den Sozialversiche-
rungsträgern" sei für die hier strittige Frage nach der dem Beschwerdeführer zu-
stehenden Kilometerentschädigung unbehilflich, da "die medizinisch notwendigen 
Reise- und Transportkosten" zu vergüten seien (vgl. Art. 13 UVG i.V.m. Art. 20 
UVV). Der gesetzgeberische Wille ziele darauf ab, den versicherten Personen 
diejenigen Reise- und Transportkosten zu ersetzen, welche diese aus medizi-
nisch notwendigen Gründen zurückgelegt hätten. Der von der Suva erwähnte 
Bundesgerichtsentscheid (8C_118/2020 vom 5.10.2020) könne vorliegend nicht 
tel quel herangezogen werden, da es nicht um die Frage ging, welche effektiven 
Kilometerkosten dem Betroffenen entstanden seien. Vielmehr habe das bundes-

8

gerichtliche Verfahren eine Praxisänderung der Militärversicherung und deren 
Rechtmässigkeit zum Gegenstand gehabt.

3.1 Gemäss Art. 13 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) vom 20. März 1981 werden die notwendigen Reise-, Transport- und 
Rettungskosten durch den Unfallversicherer vergütet (Abs. 1). Der Bundesrat 
kann die Vergütung für Kosten im Ausland begrenzen (Abs. 2). Gestützt darauf 
hat der Bundesrat in Art. 20 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; 
SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 festgelegt, dass die notwendigen Ret-
tungs- und Bergungs- sowie die medizinisch notwendigen Reise- und Transport-
kosten vergütet werden. Weitergehende Reise- und Transportkosten werden 
vergütet, wenn es die familiären Verhältnisse rechtfertigen (Abs. 1). 

3.2 Soweit Reise- und Transportkosten notwendig sind, mit dem Ziel der Un-
fallversicherung in Einklang stehen und den Anforderungen der Verhältnismäs-
sigkeit entsprechen, sind sie von der Unfallversicherung grundsätzlich unbe-
schränkt zu übernehmen (vgl. SBVR-Frésard/ Moser-Szeless, 3. Auflage, F., Rz. 
205; OFK/KVG/UVG-Gehring, UVG Art. 13 Rz. 6). Wird die Notwendigkeit der 
Reise, des Transportes, der Rettung oder Bergung bejaht, so übernimmt die Un-
fallversicherung die Kosten, die im Inland entstanden sind, vollumfänglich. Eine 
Begrenzung nach oben sieht das Gesetz bei den Kosten, die im Inland entstan-
den sind, nicht vor (vgl. Filippo, in: BSK Unfallversicherungsgesetz, Frésard-
Fellay/ Leuzinger/ Pärli [Hrsg.], Basel 2019, Rz. 22 zu Art. 13 UVG).

Generell gilt jedoch der Grundsatz, dass diejenigen Reise- und Transportkosten 
vergütet werden, welche der Benützung des öffentlichen Verkehrs 2. Klasse ent-
sprechen. Verwendet die versicherte Person ein anderes, kostenintensiveres 
Transportmittel, hat sie die Mehrkosten selbst zu tragen. Vom Unfallversicherer 
sind auch die Kosten für ein privates Transportmittel, das über keine spezielle 
Ausstattung für den Krankentransport verfügt (z.B. den Privatwagen oder ein Ta-
xi), zu erstatten, sofern dieses Transportmittel den medizinischen Anforderungen 
des Falles entspricht. Voraussetzung ist jedoch, dass die versicherte Person aus 
medizinischen Gründen oder örtlichen Gegebenheiten nicht die öffentlichen Ver-
kehrsmittel benutzen kann bzw. die Nutzung unzumutbar ist (vgl. KOSS-UVG, 
Hürzeler/ Caderas, Art. 13 Rz. 25; OFK/KVG/UVG-Gehring, UVG Art. 13 Rz. 4).

3.3 Die beim Unfallversicherer geltend gemachten Reise- und Transportkosten 
sind schliesslich mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (vgl. OFK/KVG/UVG-Gehring, 
UVG Art. 13 Rz.11).

9

3.4.1 Gemäss Ziff. 5.4 Empfehlung Nr. 1/94 Kostenvergütungen (Rettungs-, Ber-
gungs-, Reise- und Transportkosten, Unterkunfts- und Verpflegungskosten) der 
Ad-Hoc-Kommission Schadenkommission UVG vom 29. Juni 1994 (letzte Revisi-
on 16.11.2018) beträgt die Kilometer-Entschädigung für Privatautos zurzeit 60 
Rappen. Parkgebühren sind mit der Kilometer-Entschädigung abgegolten und 
werden nicht zusätzlich vergütet. Eine analoge Kostenübernahme findet bei 
Mietautos statt. Für Fälle mit Auslandbezug gelten für die Kilometerentschädi-
gung die gesetzlichen Richtlinien dieses Landes, sofern es sich um ein EU/ 
EFTA Land handelt oder ein Land, mit welchem die Schweiz ein Sozialversiche-
rungsabkommen im Geltungsbereich der Unfallversicherung abgeschlossen hat.

3.4.2 Empfehlungen der Ad-hoc-Kommission sind wie die Verwaltungsweisungen 
für das Gericht grundsätzlich nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Ent-
scheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und 
gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zu-
lassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungswei-
sungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vor-
gaben darstellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne 
Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung 
getragen (vgl. BGE 141 V 365 mit weiteren Hinweisen). Auch wenn die Empfeh-
lungen der Ad-Hoc-Kommission das Gericht nicht binden, sehen diese einfach 
anzuwendende Kriterien vor und ermöglichen eine Gleichbehandlung der Versi-
cherten (vgl. BGE 139 V 457; BGE 120 V 224 Erw. 4c; BGE 114 V 315 Erw. 5c). 

4.1 Es ist zutreffend, dass der Gesetzgeber keine Ansätze für die Reisekosten-
vergütung normiert hat. Auch hat der Unfallversicherer die notwendigen Kosten 
grundsätzlich unbeschränkt zu übernehmen. Allerdings ist die gesetzliche Be-
schränkung auf die 'notwendigen' Kosten Ausdruck des Verhältnismässigkeits-
prinzips (vgl. Gehring, a.a.O., Rz. 3). 

4.2 Der Beschwerdeführer muss unbestrittenermassen medizinisch indiziert 
reisen. Diese Reisen stehen sodann zweifellos in Zusammenhang mit den versi-
cherten Unfallfolgen. Es steht damit fest und ist auch unbestritten, dass die Suva 
die (notwendigen) Kosten, die dem Beschwerdeführer für diese Reisen anfallen, 
zu vergüten hat. Die Suva macht nicht geltend, dem Beschwerdeführer sei die 
Nutzung des öffentlichen Verkehrs zumutbar. Sie anerkennt den PW als den Un-
fallfolgen und den Reisen adäquates Reisemittel. Entsprechend könnte der Be-
schwerdeführer die Dienste eines Transportunternehmens (auch etwa des Rot-
kreuzfahrdienstes) beanspruchen, was durch die Suva zu vergüten wäre. Unbe-
strittenermassen besitzt der Beschwerdeführer aber privat über einen PW, der für 

10

seine Behinderung angepasst umgebaut ist. Entsprechend naheliegend ist es, 
dass die medizinisch indizierten Reisen mit dem Privatwagen absolviert werden 
und die Suva die notwendigen Kosten der Fahrten mit dem Privatwagen vergütet.

Zu Unrecht verlangt der Beschwerdeführer nun aber die Vergütung der für seinen 
Privatwagen mit dem TCS-Berechnungstool ermittelten Kilometerkosten. 

4.3 Die Methode der individuellen Berechnung der Kilometerkosten für einen 
PW gemäss TCS-Berechnungstool wird nicht bestritten (vgl. auch Urteile BGer 
8C_118/2020 vom 5.10.2020 Erw. 5.3.2; 5A_822/2009 vom 29.3.2010). Die vom 
Beschwerdeführer beigebrachte Berechnung (Bf-act. 7) ist soweit nachvollzieh-
bar und das Ergebnis von Fr. 1.32 erscheint schlüssig. Indes ist der Suva bei-
zupflichten, dass es sich hierbei nicht um die gemäss Art. 13 UVG zu vergüten-
den notwendigen Kosten handelt.

4.4 Der Beschwerdeführer errechnet bei einem Fahrzeugpreis von Fr. 89'229.-- 
und gesamthaft gefahrenen 12'500 km/Jahr gemäss dem TCS-Berechnungstool 
jährliche Fixkosten von Fr. 11'338.90 und jährliche variable Kosten von 
Fr. 5'067.90, was bei Totalkosten von Fr. 16'456.80 einen Kilometerpreis von 
Fr. 1.32 ergibt.

Fest steht zudem, dass der Beschwerdeführer von den 12'500 km im 2019      
946 km für medizinisch indizierte Reisen gefahren ist. Mit anderen Worten verfügt 
er so oder so über einen PW und er benutzt seinen PW zum weit überwiegenden 
Teil nicht für medizinisch indizierte Reisen. Wie die Suva daher zu Recht betont, 
fallen die Fixkosten als Ohnehinkosten sowieso an und sind nicht auf Unfallfol-
gen zurück zu führen. Von all den gefahrenen Kilometern sind nur ein Bruchteil 
medizinisch indiziert.

Rechnet man die medizinisch indizierten Reisen bei der individuellen Berech-
nung weg, dann ergibt sich Folgendes:

mit med. Reisen ohne med. Reisen
Kaufpreis 89'229.00 89'229.00
Jährliche Gesamtfahrleistung 12'500.00 11'554.00
Total feste Kosten 11'388.90 11'338.90
Total variable Kosten 5'067.80 4'684.30
Gesamtkosten 16'456.70 16'073.20
Kosten pro Kilometer 1.32 1.39

Fallen keine medizinisch indizierten Reisen an, fährt der Beschwerdeführer 946 
km weniger. Die jährlichen Fixkosten bleiben sich gleich, die variablen Kosten 
sinken. Unter dem Strich steigen die Kosten dadurch pro Kilometer um 7 Rap-
pen. D.h. ohne unfallbedingte Fahrten resultierten für den Beschwerdeführer 

11

höhere Kilometerkosten (die unfallbedingten Reisen tragen somit zu tieferen Ki-
lometerkosten bei). Die Gesamtkosten, d.h. der jährliche Aufwand für alle Auto-
fahrten zusammen, sinken indes ohne medizinisch indizierte Reisen um 
Fr. 383.50. Daraus ergibt sich, dass die medizinisch indizierten Reisen dem Be-
schwerdeführer Kosten von Fr. 383.50 verursachen, bei den übrigen Kosten 
handelt es sich um Ohnehinkosten. Mit einer Vergütung von 60 Rp/km wurde der 
Beschwerdeführer für diese unfallbedingten Reisen mit Fr. 567.60 entschädigt. 
Die Reisekostenvergütung überstieg damit die effektiv angefallenen Kosten. 

4.5 Dieses Ergebnis trifft so nicht bloss für den vorliegenden Einzelfall zu. Setzt 
man im TCS-Berechnungstool verschiedene Grössen etwa beim Kaufpreis, den 
jährlichen Gesamtkilometern oder den medizinisch indizierten Reisekilometern 
ein, so liegt die Vergütung von 60 Rappen in aller Regel höher als die unfallbe-
dingten Reisekosten (die Kosten sind etwa dann höher, wenn der Kaufpreis    ex-
trem hoch liegt). 

4.6 Zu überzeugen vermag die Argumentation der Suva aber auch darin, dass 
die Anwendung der Empfehlung der Ad-Hoc-Kommission eine einheitliche Praxis 
gewährleistet (losgelöst vom Anschaffungspreis des Privatfahrzeuges, der jährli-
chen Gesamtkilometerzahl, dem Anteil unfallbedingter Reisen daran sowie den 
weiteren Parametern des Einzelfalles) und im Massengeschäft der Reisekosten-
entschädigung einfach anzuwenden ist, wobei die Mehrkosten - wie aufgezeigt - 
mit dem gewählten Ansatz effektiv abgegolten werden. 

4.7 Damit aber steht fest, dass der von der Suva gewährte Ansatz von           
60 Rp/km gemäss Ziff. 5.4 Empfehlung Nr. 1/94 Kostenvergütungen (Rettungs-, 
Bergungs-, Reise- und Transportkosten, Unterkunfts- und Verpflegungskosten) 
der Ad-Hoc-Kommission Schadenkommission UVG vom 29. Juni 1994 dem Be-
schwerdeführer diejenigen Kosten mehr als ersetzt, die ihm mit seinem persönli-
chen Personenwagen nicht angefallen wären, hätte er die medizinisch indizierten 
Reisen nicht antreten müssen. Es widerspricht nicht Bundesrecht, wenn diese 
Kosten als die notwendigen Kosten im Sinne von Art. 13 UVG betrachtet und 
vergütet werden, d.h. ohne Berücksichtigung der Ohnehinkosten. Damit erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.

5.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

5.2 Diesem Ergebnis entsprechend hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

12

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. Mai 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. Mai 2021