# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bdd61e1b-293d-5b18-b270-5fdc268e3ce8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 09.04.2013 R 2012 163
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2012-163_2013-04-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 12 163

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Verwaltungsrichterin Moser, Aktuar ad hoc Weingart

URTEIL
vom 9. April 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario Pfiffner,

Beschwerdeführer

gegen 

Gemeinde Silvaplana, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger,

Beschwerdegegnerin

betreffend Baubescheid

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1. Am 8. April 2010 reichten A._____ bei der Gemeinde Silvaplana ein 

Gesuch zum Abbruch des bestehenden Wohngebäudes und zur Erstellung 

eines neuen Wohngebäudes auf den Parzellen Nr. 777 und Nr. 778 an der 

Via M._____ in N._____ ein. Die beiden betroffenen Liegenschaften lägen 

in der Wohnzone W5 in N._____, wofür eine Quartierplanpflicht 

vorgesehen sei. Das vorgesehene Projekt erschwere diese 

Quartierplanung nicht, weshalb es nach Art. 21 Abs. 2 KRG gleichwohl 

bewilligungsfähig sei; zumal es um einen Abbruch und um eine Ersatzbaute 

am gleichen Standort gehe. Am 11. Juni 2010 erteilte der Vorstand der 

Gemeinde Silvaplana nach erfolgter öffentlicher Auflage die Bewilligung 

unter verschiedenen Bedingungen und Auflagen.

2. Gegen Ende des Jahres 2011 stellte ein Vertreter des Bauamts der 

Gemeinde Silvaplana fest, dass im Bereich der Südwestfassade 

weitergehende Abgrabungen des gewachsenen Terrains vorgenommen 

worden waren, als die bewilligten Pläne vorsahen. Ebenfalls war im Bereich 

des Untergeschosses der Liegenschaft eine grössere Terrasse mit 

Granitplatten angelegt und waren eine Reihe von Terrainveränderungen 

vorgenommen worden, für welche mehrere Bruchsteinmauern angefertigt 

worden waren. Aus diesem Grund präsentierte sich das Terrain anders als 

noch vor dem Abbruch und Wiederaufbau, als die Wiese noch praktisch bis 

zum Wohngebäude Bestand gehabt hatte. Wegen dieser Umgestaltungen 

gelangte der Gemeindevorstand mit Schreiben vom 18. November 2011 an 

die Bauherrschaft und machte diese darauf aufmerksam, dass 

Veränderungen des bestehenden Geländeverlaufes gemäss Art. 97 des 

kommunalen Baugesetzes nur zulässig seien, wenn diese das Orts- und 

Landschaftsbild nicht beeinträchtigten. Die Baukommission habe die 

vorgenommenen Veränderungen beurteilt und sei zum Schluss 

gekommen, dass hierfür ein Baugesuch eingereicht werden müsse. Die 

Bauherrschaft solle einen Umgebungsplan zur Prüfung einreichen, welcher 

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den Vorgaben des Baugesetzes und einem natürlichen Umgang mit dem 

Terrain gerecht werde. Eine Bewilligungserteilung sei allerdings - so wie 

sich die Ausführung präsentiere - nicht gewährleistet. Mit E-Mail vom 21. 

November 2011 verwies das Gemeindebauamt auf das Schreiben der 

Gemeinde und zeigte der Bauherrschaft an, dass es in Bezug auf die 

Umgebungsarbeiten im Frühjahr 2012 noch Abänderungsarbeit geben 

werde. Zugleich ersuchte das Bauamt um die Festsetzung eines Termins 

bzw. eines Zeitraums für eine Zwischenabnahme, welcher von der 

Bauherrschaft mit E-Mail noch gleichentags bestätigt wurde. In Sachen 

Umgebungsplanung hielt die Bauherrschaft fest, werde ein Gartenarchitekt 

mit einer Planausarbeitung beauftragt, man sei aber ebenfalls der 

Auffassung, dass die Umgebung erst im Frühjahr 2012 abgenommen 

werden könne. Anlässlich der Zwischenabnahme vom 15. Dezember 2011 

und mit Schreiben vom 16. Dezember 2011 teilte die Gemeinde der 

Bauherrschaft nochmals mit, dass die noch unvollendeten 

Umgebungsarbeiten bereinigt werden müssten. Noch vor Abschluss der 

definitiven Umgebungsarbeiten müsse ein Nachtragsgesuch bei der 

Baubehörde eingereicht werden.

3. Nachdem längere Zeit kein solches Nachtragsgesuch für die 

vorgenommenen Umgebungsarbeiten eingegangen und auch der 

zwischenzeitlich in Aussicht gestellte Rückbau nicht in Angriff genommen 

worden war, verfügte die Gemeinde Silvaplana am 14. August 2012, 

mitgeteilt am 16. August 2012, schliesslich unter anderem, dass die 

Bauherrschaft unter Androhung der Ersatzvornahme verpflichtet werde, 

innert 30 Tagen seit Erhalt der Verfügung den rechtmässigen Zustand 

gemäss bewilligtem Plan herzustellen oder bis dahin einen Plan 

vorzulegen, aus dem die Neugestaltung der Umgebung gemäss den 

gesetzlichen Vorgaben ersichtlich sei. Die Gemeinde habe die Einreichung 

eines solchen Plans verschiedentlich angefordert. Am 7. Juni 2012 habe 

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ein Augenschein stattgefunden und es sei vereinbart worden, dass die 

Bauherrschaft die unrechtmässig erstellte Umgebung zurückbaue und der 

Gemeinde einen entsprechenden Umgebungsplan zur Prüfung vorlege, 

was aber nicht geschehen sei. Sie erhalte eine letzte Frist von 30 Tagen, 

um den rechtmässigen Zustand wieder herzustellen oder einen 

entsprechenden Plan vorzulegen, andernfalls die Baubehörde Ersatz 

vornehmen werde. Dagegen erhob die Bauherrschaft am 12. September 

2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

(Verfahren R 12 93), wobei sie die Aufhebung der Verfügung vom 14. 

August 2012 beantragte und um eine Sistierung des Verfahrens bis zum 

Entscheid der Baubehörde Silvaplana betreffend gleichentags 

eingereichtes Gesuch um Feststellung der Nichtbewilligungspflicht bat. In 

der Folge verfügte der Instruktionsrichter am 18. Dezember 2012 die 

gewünschte Sistierung.

4. Mit Schreiben vom 12. September 2012 gelangte die Bauherrschaft auch 

an die Gemeinde Silvaplana, wobei sie ausführte, dass für 

Gartengestaltungen gemäss KRG und KRVO keine Bewilligungspflicht 

vorgesehen sei. Die Gemeinde habe die bewilligungsfreien Bauten gemäss 

Art. 40 KRVO nicht dem Meldeverfahren unterstellt. Die angelegten 

Terrassen würden zum Teich hin noch leicht aufgeschüttet, womit die 

Masse gemäss Art. 40 KRVO eingehalten seien; zudem würden die 

Terrassen auch bepflanzt. Daher werde eine Feststellungsverfügung 

beantragt, in welcher die Gemeinde bestätige, dass die vorgenommene 

Gartengestaltung nicht der Bewilligungspflicht unterliege. Weil keine 

Bewilligungspflicht bestehe und auch kein Meldeverfahren zur Anwendung 

gelange, müssten auch keine entsprechenden Pläne eingereicht werden. 

Daraufhin stellte der Gemeindevorstand mit Verfügung vom 18. Oktober 

2012 fest, dass sowohl die in Abweichung von den bewilligten Plänen 

vorgenommenen Abgrabungen wie auch die so genannte 

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Gartengestaltung der Baubewilligungspflicht (Meldeverfahren) unterlägen. 

Die in Abweichung von den bewilligten Plänen vorgenommenen 

Abgrabungen und auch die Gartengestaltung seien materiell rechtswidrig. 

Den Gesuchstellern wurden sodann Kosten von Fr. 1‘312.20 für 

Rechtsberatung und Fr. 80.-- für eigenen Aufwand, total Fr. 1‘392.20, 

auferlegt.

5. Dagegen erhoben A._____ mit Eingabe vom 21. November 2012 

Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es sei 

festzustellen, dass die Gemeinde Silvaplana keine genügende gesetzliche 

Grundlage für das Meldeverfahren betreffend nicht 

baubewilligungspflichtige Bauvorhaben gemäss Art. 40 KRVO besitze. 

Eventuell sei der Entscheid der Baubehörde aufzuheben und die 

Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen; mit der Weisung, dass 

den Beschwerdeführern eine angemessene Frist zur Einreichung des 

Baugesuchs der Gartengestaltung angesetzt werde. 

• Die Umgebungsarbeiten hätten nie Bestandteil der Baubewilligung 
gebildet, da die Umgebung im Baugesuch nicht dargestellt worden sei. 
Es handle sich dabei um Arbeiten im Sinne von Art. 40 KRVO, welche 
bis heute nicht fertiggestellt worden seien. Es sei eine Rohplanie 
vorgenommen und es seien einzelne kleine Einfriedungen angebracht 
worden. Ob diese nach Vollendung der Arbeiten noch sichtbar seien 
oder nicht, sei nicht bestimmt. Für die Frage der Eingliederung in die 
Umgebung könne daher nicht auf den heutigen Stand abgestellt 
werden. Gemäss Art. 107 Ziff. 6 KRG gehe das formelle Baurecht und 
gingen somit auch die Bestimmungen von Art. 86 KRG und Art. 40 
KRVO dem kommunalen Baurecht vor. Die erwähnten 
Umgebungsarbeiten seien somit aufgrund dieser kantonalen 
Bestimmungen von der Bewilligungspflicht ausgenommen worden. Das 
Meldeverfahren sei ebenfalls nicht anwendbar, müsse dieses doch 
nach Art. 50 Abs. 2 KRVO im kommunalen Baugesetz verankert 
werden. Art. 107 Abs. 3 KRG sehe zwar vor, dass bis zur Anpassung 
des Baugesetzes das Meldeverfahren vom Gemeindevorstand 
festgelegt werden könne. Entsprechende Bestimmungen wären 
indessen in einer Verordnung festzulegen und öffentlich bekannt zu 

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geben. Diese Ausnahme sei aber zurückhaltend anzuwenden und dürfe 
nur bis zu einer Baugesetzrevision in Kraft sein.

• Das kommunale Recht sehe hier weder auf Gesetzes- noch 
Verordnungsstufe eine entsprechende Regelung vor. Zwar führe die 
Gemeinde aus, der Gemeindevorstand habe an der Sitzung vom 17. 
Januar 2006 gestützt auf Art. 86 Abs. 3 KRG beschlossen, das 
Meldeverfahren einzuführen und habe dies am 21. Januar 2006 auch 
publiziert. Dafür bleibe die Gemeinde den Beweis allerdings schuldig. 
Auch nicht bewiesen sei, dass der Gemeindevorstand, wie von Art. 107 
Abs. 3 KRG gefordert, dies in einer Verordnung geregelt habe. Die 
Gemeinde habe sodann im Jahr 2009/2010 (von der 
Gemeindeversammlung beschlossen am 17. Februar 2010) eine 
grössere Teilrevision des Baugesetzes vorgenommen. Diese sei am 
24. August 2010 von der Regierung genehmigt worden. Damals hätte 
die Gemeinde das Meldeverfahren nach Art. 86 Abs. 3 i.V.m. Art. 107 
Abs. 3 KRG auf Gesetzesstufe verankern müssen, was sie nicht getan 
habe. Somit kämen die Bestimmungen des KRVO zur Anwendung und 
es müsse Ziff. 1 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung 
aufgehoben werden. Weil die Gemeinde sich im Entscheid nicht 
darüber geäussert habe, welche heute bereits angefangenen 
Gartengestaltungselemente nicht unter Art. 40 KRVO fielen, sei die 
Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen

• Das Gebäude und die Stützmauer im Fassadenbereich seien gemäss 
bewilligten Plänen erstellt worden. Eine Gestaltung des Terrains sei 
dort nicht eingezeichnet. Mehr als einen Drittel habe man die 
Fassadenflucht nicht abgegraben, so dass auch die Gebäudehöhe 
eingehalten sei. Weil die Gebäudehöhe an den Gebäudeecken 
bestimmt werde, müsse die Abgrabung an der Fassadenflucht 
gemessen werden, da sie im Zusammenhang mit der Gebäudehöhe 
stehe. An der Fassadenflucht sei ein Abstellraum angegliedert, welcher 
als unterirdische Baute erstellt worden sei. Bis dorthin sei die 
Abgrabung erfolgt. Die Stützmauer sei nach dem Abstellraum nicht 
mehr rechtwinklig zur Fassade weitergeführt worden. Dies sei auch 
nicht vorgeschrieben und es bestehe keine entsprechende Praxis der 
Gemeinde. Somit sei das Gebäude gemäss bewilligten Plänen erstellt 
worden. Es könne noch gar nicht beurteilt werden, ob die erstellten 
Gartenelemente und Terrainanpassungen bewilligungsfähig seien, weil 
sie noch nicht fertig gestellt worden seien. Die Gemeinde hätte lediglich 
feststellen dürfen, dass die Gartengestaltung im Allgemeinen einer 
Bewilligungspflicht unterliege und die Beschwerdeführer innert Frist die 
Umgebungsgestaltung der Gemeinde zur Überprüfung einreichen 
müssten. Wenn nun die Gemeinde feststelle, dass die 
Gartengestaltung bewilligungspflichtig sei, was bestritten werde, hätte 

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sie den Beschwerdeführern  zur Wahrung des rechtlichen Gehörs die 
Möglichkeit einräumen müssen, ein entsprechendes Gesuch zu stellen. 
Somit sei auch Ziff. 2 des Dispositivs aufzuheben und die Sache zur 
Durchführung eines Baugesuchsverfahrens an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Alsdann müsse auch der Kostenentscheid in Ziff. 3 
des Dispositivs aufgehoben werden.

6. Mit Vernehmlassung vom 21. Dezember 2012 beantragte die Gemeinde 

die Abweisung der Beschwerde: 

• Der Gemeindevorstand habe am 17. Januar 2006 beschlossen, die 
gemäss kantonalen Recht nicht baubewilligungspflichtigen 
Bauvorhaben dem Meldeverfahren zu unterstellen und habe dies am 
21. Januar 2006 in der Engadiner Post publiziert (entgegen den 
Ausführungen lag der Publikationstext der Vernehmlassung jedoch 
nicht bei). Zwar habe im Jahr 2010/2011 eine Revision des 
Baugesetzes stattgefunden. Diese habe aber nur das Thema Erst- und 
Zweitwohnungsbau zum Gegenstand gehabt. Die Totalrevision des 
Baugesetzes und mit ihr auch eine Revision der Verfahrensvorschriften 
sollte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Ein interner Entwurf liege 
bereits vor. Das KRG schreibe den Gemeinden nicht vor, bis wann der 
vorläufige Beschluss des Gemeindevorstandes ins Baugesetz 
umzusetzen sei.

• Auch wenn man diesbezüglich anderer Auffassung sein wollte, so 
würde dies den Beschwerdeführern nichts nutzen. Bestünden 
Anzeichen dafür, dass durch ein bewilligungsfreies Bauvorhaben 
materielle Vorschriften verletzt sein könnten, leite die kommunale 
Baubehörde aufgrund von Art. 40 Abs. 3 und Art. 61 Abs. 2  KRVO ein 
Bewilligungsverfahren ein. Hier sei diese Voraussetzung erfüllt. Selbst 
wenn diesbezüglich keine Sicherheit bestehen sollte, bestehe 
wenigstens ein Klärungsbedarf, der sich nur im Rahmen eines 
Bewilligungsverfahrens decken lasse. Es gehe hier um weitreichende 
Geländeveränderungen mit Stützmauern und massive Abgrabungen, 
welche auch Einfluss auf das materielle Recht haben könnten 
(Gebäudehöhe, Terrainveränderungen, Art. 97 Abs. 1 BG). 
Grundsätzlich wäre die Bauherrschaft sodann auch schon aufgrund von 
Art. 137 Abs. 1 lit. f BG zur Einreichung der Umgebungspläne mit dem 
Baugesuch verpflichtet gewesen. 

• Die Bauherrschaft habe sich bei der Projektrealisierung nicht an die von 
ihr eingereichten Pläne gehalten. Im Plan Südfassade sei ausser dem 
Vorplatz des Fitnessraums keine Abgrabung eingezeichnet, dagegen 

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sogar eine leichte Aufschüttung. Es seien aber auf der ganzen Länge 
erhebliche Abgrabungen vorgenommen wurden. Solche Abweichungen 
unterlägen in jedem Fall der Bewilligungspflicht, also selbst wenn für 
die Massnahme an sich keine solche Pflicht bestünde (Art. 93 KRG und 
Art. 42 Abs. 4 KRVO). Es sei auch ohne Bedeutung, dass die 
Umgebungsarbeiten noch nicht abgeschlossen seien. Es bestehe ein 
öffentliches Interesse daran, dass die Ausgestaltung von Bauten und 
Anlagen der Bewilligungsbehörde bereits im Voraus bekannt gegeben 
würden. Zudem hätte die Bauherrschaft das ganze Jahr 2012 Zeit 
gehabt, die behauptete Fertigstellung vorzunehmen. Stattdessen habe 
sie die Gemeinde mit Diskussionen um die Baubewilligungspflicht 
hingehalten.

• Weil die Abgrabungen mehr als ein Drittel der Fassadenlänge 
umfassten, sei die Gebäudehöhe gemäss Berechnung um 71.3 cm 
überschritten worden. Auch die Gestaltungsvorschriften gemäss Art. 73 
Abs. 1 KRG und Art. 97 Abs. 1 BG seien missachtet worden; und zwar 
durch die Abgrabung und die Gartengestaltung. Die Freilegung der 
Südfassade sei wenig vorteilhaft und die übrigen 
Terrainveränderungen, vor allem die abgestufte Stützmauer, wirkten 
sich störend aus. Die umliegenden Bauten fügten sich dagegen optimal 
ins landschaftlich überaus reizvolle Gelände ein. Terrainänderungen 
seien praktisch keine zu verzeichnen, das Wiesland reiche auf 
natürliche Art und Weise bis an die Hausfassaden heran. Der Eingriff 
sei hier umso gravierender, als das Wohnhaus sehr exponiert liege und 
von überall einsehbar sei.

Auf weitere Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist die Verfügung der 

Gemeinde Silvaplana vom 18. Oktober 2012, wonach sowohl die in 

Abweichung von den bewilligten Plänen vorgenommenen 

beschwerdeführerischen Abgrabungen wie auch die so genannte 

Gartengestaltung der Baubewilligungspflicht (Meldeverfahren) unterlägen 

(Ziffer 1 des Dispositivs). Gemäss Ziffer 2 des Dispositivs der betreffenden 

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Verfügung seien sodann die in Abweichung von den bewilligten Plänen 

vorgenommenen Abgrabungen und sei auch Gartengestaltung materiell 

rechtswidrig. Streitig und zu prüfen ist, ob die Gemeinde Silvaplana zu 

Recht die Bewilligungspflicht und die materielle Rechtswidrigkeit der 

stattgefundenen Abgrabungen sowie der erfolgten Gartengestaltung 

festgestellt hat.

2. a) Gemäss Ziff. 1 ihres Rechtsbegehrens beantragen die Beschwerdeführer 

die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Feststellung, dass 

die Gemeinde Silvaplana keine genügende gesetzliche Grundlage für das 

Meldeverfahren betreffend nicht baubewilligungspflichtige Bauvorhaben 

gemäss Art. 40 KRVO besitze. Damit gehen sie jedoch über die Anträge 

hinaus, die sie am 12. September 2012 gegenüber der Gemeinde 

Silvaplana gestellt haben und über welche in der Folge am 18. Oktober 

2012 die vorliegend angefochtene Feststellungsverfügung erlassen 

worden ist. In ihrem Schreiben vom 12. September 2012 haben die 

Beschwerdeführer die Gemeinde Silvaplana ausschliesslich um eine 

Feststellungsverfügung, dass die vorgenommene Gartengestaltung nicht 

der Bewilligungspflicht unterliege, gebeten. Die Gemeinde hat daraufhin 

mit Verfügung vom 18. Oktober 2012 die Baubewilligungspflicht und die 

Rechtswidrigkeit der baulichen Massnahmen festgestellt. Die Frage, ob die 

Gemeinde Silvaplana über eine genügende gesetzliche Grundlage für das 

Meldeverfahren i.S.v. Art. 86 Abs. 3 i.V.m. Art. 107 Abs. 3 KRG sowie Art. 

40 KRVO verfügt, war hingegen weder Inhalt des beschwerdeführerischen 

Begehrens noch Inhalt der angefochtenen beschwerdegegnerischen 

Verfügung. Indem die Beschwerdeführer das entsprechende Begehren - 

Feststellung der ungenügenden gesetzlichen Grundlage für das 

Meldeverfahren - erstmals vor Verwaltungsgericht stellen, haben sie ihr vor 

der Vorinstanz gestelltes Rechtsbegehren im Verfahren vor 

Verwaltungsgericht unzulässigerweise ausgedehnt und damit Art. 51 Abs. 

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2 VRG verletzt. Diesbezüglich bleibt ihnen der Weg ans Verwaltungsgericht 

praxisgemäss zufolge Nichteinhaltens des ordentlichen Instanzenzugs und 

zufolge Fehlens des Erfordernisses der formellen Beschwer verwehrt (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichtes des Kanton Graubünden R 09 59 und 60 

vom 3. November 2009 E. 4). Auf den Antrag gemäss Ziff. 1 des 

Rechtsbegehrens kann folglich nur im Umfang wie vor der Vorinstanz 

geltend gemacht eingetreten werden.

b) Der insoweit verstandene Antrag gemäss Ziff. 1 des Rechtsbegehrens - 

Aufhebung des angefochtenen Entscheids - ist unbegründet, weil die 

Gemeinde aufgrund von Art. 61 Abs. 2 und Art. 40 Abs. 3 KRVO die 

Beschwerdeführer zu Recht aufgefordert hat, ein nachträgliches 

Baugesuch einzureichen. Schliesslich bestimmt Art. 40 Abs. 3 KRVO 

explizit, dass eine allfällige Befreiung von der Baubewilligungspflicht nicht 

von der Einhaltung von materiellen Vorschriften und der Einholung anderer 

Bewilligungen entbindet. Bestehen Anzeichen dafür, dass durch ein 

bewilligungsfreies Bauvorhaben materielle Vorschriften verletzt sein 

könnten, leitet die kommunale Baubehörde von Amtes wegen, auf 

Ersuchen der Fachstelle oder auf Hinweis von Dritten hin das 

Baubewilligungsverfahren ein. Nach Art. 61 Abs. 2 KRVO fordert die 

kommunale Baubehörde sodann die Betroffenen auf, ein nachträgliches 

Baugesuch einzureichen, wenn eine Baukontrolle Anhaltspunkte für eine 

Verletzung von Bauvorschriften ergibt. Diese Voraussetzungen für eine 

behördliche Einleitung des Baubewilligungsverfahrens sind hier gegeben: 

Die Baukontrolle durch das kommunale Bauamt hat eine Verletzung von 

materiellen Bauvorschriften (Höhe der Gebäude, Abgrabungen, 

Gestaltung) oder zumindest hinreichende Anhaltspunkte für eine 

potentielle Verletzung von materiellen Bauvorschriften und damit 

mindestens Klärungsbedarf im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens 

ergeben. Die Gemeinde hat entsprechend in Ziff. 1 des Dispositivs des 

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angefochtenen Entscheides zu Recht festgestellt, dass sowohl die in 

Abweichung von den bewilligten Plänen vorgenommenen Abgrabungen 

wie auch die so genannte Gartengestaltung der Baubewilligungspflicht 

(Meldeverfahren) unterliegen. Dabei konnte sie sich auf das kantonale 

Recht, nämlich Art. 50 Abs. 1 KRVO, stützen, wonach das Meldeverfahren 

- unabhängig von der Regelung im kommunalen Recht - auf 

untergeordnete Bauvorhaben (wozu die Umgebungsarbeiten sicherlich 

gehören) Anwendung findet, bei welchen mit keinen Einsprachen zu 

rechnen ist (was hier ebenfalls der Fall ist).

c) Mit Ziff. 2 ihres Rechtsbegehrens beantragen die Beschwerdeführer 

eventualiter die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die 

Rückweisung an die Vorinstanz, mit der Weisung, dass den 

Beschwerdeführern eine angemessene Frist zur Einreichung des 

Baugesuches der Gartengestaltung angesetzt werde. Dies begründen die 

Beschwerdeführer damit, dass die Gemeinde - wenn sie feststelle, dass die 

Abgrabungen und die Gartengestaltung bewilligungspflichtig seien - 

verpflichtet gewesen wäre, ihnen zur Einhaltung des rechtlichen Gehörs die 

Möglichkeit einzuräumen, ein entsprechendes Gesuch zu stellen. Dieser 

Antrag erweist sich als obsolet, hat die Gemeinde die Beschwerdeführer 

gemäss Lage der Akten doch schon mehrfach aufgefordert gehabt, ein 

entsprechendes Gesuch einzureichen. Zuletzt hat die Gemeinde dies mit 

Verfügung vom 14. bzw. vom 16. August 2012 gemacht, welche von den 

Beschwerdeführern ebenfalls vor dem Verwaltungsgericht angefochten 

worden ist und das zwischenzeitlich sistierte Verfahren R 12 93 betrifft. Auf 

den entsprechenden Antrag kann daher infolge des bereits früher anhängig 

gemachten Verfahrens R 12 93 vor dem Verwaltungsgericht nicht 

eingetreten werden.

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3. Die Feststellung der Rechtswidrigkeit der vorgenommenen Arbeiten bzw. 

baulichen Massnahmen in Ziff. 2 des Dispositives der angefochtenen 

Verfügung bestätigt lediglich das Dispositiv der Verfügung vom 14./16. 

August 2012, womit ihm keine selbstständige Bedeutung zukommt. Die 

Frage, ob die bereits vorgenommenen Umgebungsarbeiten rechtswidrig 

sind oder nicht, respektive ob die Gemeinde zu Recht die 

Wiederherstellung des gesetzlichen Zustandes angeordnet hat oder nicht, 

bilden Gegenstand des bereits rechtshängigen Verfahrens R 12 93. Damit 

kann auch in dieser Hinsicht auf das Rechtsbegehren Ziff. 2 der 

Beschwerdeführer nicht eingetreten werden kann. Die Vornahme eines 

Augenscheins erübrigt sich unter diesen Umständen ebenfalls; ein solcher 

ist dann im Verfahren R 12 93 durchzuführen.

4. Da die Beschwerdeführer entsprechend in allen Punkten unterliegen, ist 

sodann auch auf eine Aufhebung des vorinstanzlichen Kostenentscheids 

gemäss Ziff. 3 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung zu verzichten.

5. Die Beschwerde ist somit abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden 

kann. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten der 

Beschwerdeführer. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-

rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 

2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in 

ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Da kein Anlass besteht, von 

dieser Regelung abzuweichen, ist der Vorinstanz als obsiegender 

Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung zuzusprechen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

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2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2‘500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 266.--

zusammen Fr. 2‘766.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]