# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01641888-d7e8-56cf-84c0-1d4ad5c55486
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ250065-O1
**Docket/Reference:** PQ250065-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ250065-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: PQ250065-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Ersatzrichterin 

MLaw N. Menghini-Griessen sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. K. Houweling-Wili

Urteil vom 17. November 2025

in Sachen

gegen

A._____, 

Beschwerdeführerin

B._____, 

Beschwerdegegner

betreffend Aufhebung Beistandschaft / Kosten

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Horgen vom 

24. September 2025; VO.2025.41 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Bezirk Horgen)

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Erwägungen:

I.

1. C._____,  geboren  tt.mm.2014,  ist  die  Tochter  der  nicht  verheirateten  und  ge-

trennt lebenden Parteien. Zwischen den Parteien bestehen seit langem Streitigkei-

ten über das Besuchsrecht des Beschwerdegegners. Im März 2021 errichtete die 

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Horgen (KESB) für C._____ eine 

Besuchsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB. Schliesslich ordnete das Ober-

gericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, mit Urteil vom 27. Oktober 2022 ein 

stufenweises  Besuchsrecht  des  Beschwerdegegners  zu  C._____  an  (Geschäfts-

Nr. PQ220044). Das Besuchsrecht konnte indes nicht umgesetzt werden. Mit Be-

schluss vom 22. Juli 2025 hob die KESB die Beistandschaft auf und auferlegte die 

Verfahrensgebühren von Fr. 600.– der Beschwerdeführerin (act. 3/5 = BR act. 2).

2. Auf die von der Beschwerdeführerin dagegen erhobene Beschwerde trat der Be-

zirksrat  Horgen  (auch  Vorinstanz)  am  24.  September  2025  nicht  ein  (act. 3/1  = 

act. 7 [Aktenexemplar] = BR act. 8).

3. Gegen den Nichteintretensbeschluss des Bezirksrats wehrt sich die Beschwer-

deführerin mit Beschwerde vom 24. Oktober 2025 (Poststempel vom 25. Oktober 

2025) bei der II. Zivilkammer des Obergerichts. Sie beantragt im Wesentlichen die 

Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und die Rückweisung zur Behandlung 

an den Bezirksrat. Zudem seien die Verfahrenskosten dem Beschwerdegegner auf-

zuerlegen  (act. 2  S. 1).  Die  Akten  des  Bezirksrats  (act. 8/1-8,  zitiert  als  BR  act.) 

wurden von Amtes wegen beigezogen. Auf den Beizug der Akten der KESB wurde 

einstweilen verzichtet. Da sich die Beschwerde sogleich als unbegründet erweist, 

ist auf Weiterungen zu verzichten.

II.

1. 

1.1. Die Beschwerdeführerin stösst sich nicht an der Aufhebung der Beistandschaft, 

sondern macht geltend, die KESB habe eine Gebühr von Fr. 600.– erhoben und ihr 

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auferlegt.  Dies  erscheine  ihr  willkürlich  (act. 2  S. 3).  Die  Beschwerde  richtet  sich 

demnach gegen die Kostenregelung. 

1.2. Gegen Entscheide betreffend die Höhe oder Auferlegung von Verfahrenskos-

ten  im  Kindesschutz  ist  die  zivilprozessuale  Beschwerde  im  Sinne  von  Art. 319 

Bst. b  Ziff. 1  i.V.m.  Art. 110  ZPO  zulässig.  Auf  das  Beschwerdeverfahren  finden 

ausschliesslich die Art. 319 ff. ZPO Anwendung. Demzufolge ist die schriftliche Be-

schwerde innert 30 Tagen einzureichen und muss konkrete Rechtsbegehren sowie 

eine  Begründung  enthalten  (Art. 321  Abs. 1  ZGB).  Mit  den  Beschwerdeanträgen 

soll zum Ausdruck gebracht werden, wie die Beschwerdeinstanz entscheiden soll 

und  welche  Ziffern  des  Dispositivs  des  vorinstanzlichen  Entscheids  angefochten 

werden. Als Rechtsbegehren genügt bei Laien eine in der Begründung enthaltene 

Formulierung, aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie der erstinstanz-

liche Entscheid abzuändern ist. Aus der Begründung muss sich ergeben, weshalb 

der  angefochtene  Entscheid  korrigiert  werden  soll.  Sind  diese  Voraussetzungen 

nicht erfüllt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Als Beschwerdegründe kön-

nen eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine offensichtlich unrichtige Feststel-

lung  des  Sachverhalts  vorgebracht  werden  (Art. 320  ZPO).  Noven  sind  ausge-

schlossen (Art. 326 ZPO).

1.3. Die rechtzeitig eingereichte Beschwerde (vgl. BR act. 8/1) enthält Anträge so-

wie  eine  Begründung  (act. 2).  Die  Beschwerdeführerin  ist  vom  vorinstanzlichen 

Entscheid betroffen und deshalb zur Beschwerde legitimiert. Auf die Beschwerde 

ist folglich einzutreten.

2. Die Vorinstanz begründete ihren Nichteintretensentscheid zusammengefasst da-

mit, es seien am 29. August 2025 (Poststempel vom 28. August 2025) bei ihr ein 

Couvert mit dem Beschluss der KESB vom 22. Juli 2025 sowie drei Beilagen ein-

gegangen. Ein Schreiben habe nicht beigelegen. Nachdem die Beschwerdeführerin 

als Absenderin habe ermittelt werden können und sie auf die gesetzliche, nicht er-

streckbare Rechtsmittelfrist hingewiesen worden sei, habe die Beschwerdeführerin 

dem  Bezirksrat  am  9.  September  2025  eine  Beschwerde  ("Einsprache"),  datiert 

vom 28. August 2025, überbracht und postalisch ein vom 9. September 2025 da-

tiertes Begleitschreiben nachgereicht, das beim Bezirksrat am 11. September 2025 

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eingetroffen  sei.  Die  Beschwerdefrist  habe  am  29.  August  2025  geendet.  Innert 

Frist sei keine Beschwerde eingegangen, die den minimalen formellen Anforderun-

gen an eine Laienbeschwerde entsprochen habe. Eine Nachfrist zur Verbesserung 

habe unter diesen Umständen nicht angesetzt werden müssen. Es sei nicht an der 

Rechtsmittelinstanz, Interpretationen anzustellen, was die Beschwerdeführerin mit 

der Zusendung verschiedener Dokumente beabsichtige. Die Eingabe vom 9. Sep-

tember 2025, welche keine Originalunterschrift aufgewiesen habe, sei verspätet er-

folgt (act. 7 E. 2.1 ff.).

3. 

3.1. Soweit die Beschwerdeführerin frühere Vorfälle mit dem Beschwerdegegner, 

den einmaligen begleiteten Besuch und das Verhalten des Beschwerdegegners so-

wie  die  Reaktion  von  C._____  auf  das  damalige  Wiedersehen  schildert  (act. 2 

S. 2 f.), nimmt sie keinen Bezug auf die Erwägungen der Vorinstanz und zeigt nicht 

auf, was daran falsch sein soll. Sofern sie mit diesen Ausführungen auf die Aufer-

legung der Verfahrenskosten der KESB zulasten des Beschwerdegegners zielen 

möchte,  ist  ihr  entgegenzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  auf  die  Beschwerde  nicht 

eintrat und daher nicht materiell prüfte, ob die Kostenauflage an die Beschwerde-

führerin gerechtfertigt ist.

3.2. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Fristwahrung ihrer Eingabe vom 

28. August 2025 (act. 2 S. 2) führen ebenfalls nicht weiter. Gemäss den zutreffen-

den und nicht in Zweifel gezogenen rechtlichen sowie tatsächlichen Ausführungen 

der Vorinstanz (act. 7 E. 2.1 f.) endete die Frist für die Erhebung der Beschwerde 

gegen den Entscheid der KESB am 29. August 2025. Die Vorinstanz ging - gleich 

wie die Beschwerdeführerin - davon aus, dass die Eingabe vom 28. August 2025 

rechtzeitig eingereicht wurde (vgl. auch BR act. 2/1). 

3.3. Ferner geht die Beschwerdeführerin auf die Überlegungen der Vorinstanz nicht 

näher ein, die Eingabe vom 28. August 2025 erfülle die minimalen Begründungs-

anforderungen einer Laienbeschwerde nicht. Der Vollständigkeit halber ist festzu-

halten, dass die damalige Eingabe neben dem Beschluss der KESB lediglich Ko-

pien eines Strafbefehls vom 7. Juni 2021, eines Bundesgerichtsurteils vom 28. De-

zember  2023  sowie  eines  Antwortschreibens  der  Stiftung  D._____  an  die  KESB 

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umfasste (BR act. 1 und 3/1-3). Eine schriftliche Beschwerdebegründung mit An-

trägen  fehlte.  Ob  die  Eingabe  überhaupt  als  Beschwerde  zu  qualifizieren  wäre, 

kann  hier  offen  gelassen  werden.  Denn  die  Beschwerdeführerin  vermag  weder 

schlüssig zu behaupten noch zu belegen, dass ihre Eingabe vom 28. August 2025 

eine Beschwerdeschrift oder Anmerkungen auf den Dokumenten enthielt, woraus 

sich ergab, wie und aus welchen Gründen der Beschluss der KESB abzuändern 

ist. Es ist daher im Ergebnis zutreffend, wenn die Vorinstanz feststellte, es fehle der 

Eingabe vom 28. August 2025 an einer Begründung, welche die für Laien herab-

gesetzten Anforderungen erfülle (zu den Begründungsanforderungen: vgl. vorste-

hend E. II/1.1).

3.4. Die Beschwerdeführerin bringt vor, der Bezirksrat habe ihr mit Schreiben vom 

29. August 2025 mitgeteilt, dass in ihrer Eingabe nicht alle Unterlagen vorhanden 

gewesen seien und daher nicht ersichtlich sei, was sie damit beabsichtige. Der Be-

zirksrat habe ihr aber keine Frist angesetzt, um die angeblich fehlenden Unterlagen 

nachzureichen (act. 2 S. 3). Damit scheint die Beschwerdeführerin einwenden zu 

wollen, die Vorinstanz hätte ihr eine Frist ansetzen müssen, um die fehlende Be-

schwerdeschrift nachzureichen.

Gemäss Art. 132 Abs. 1 ZPO sind Mängel, wie fehlende Unterschrift oder fehlende 

Vollmacht, innert gerichtlicher Nachfrist zu verbessern, andernfalls die Eingabe als 

nicht erfolgt gilt. Die Bestimmung bezweckt, die prozessuale Formstrenge dort zu 

mildern, wo sie nicht durch ein schutzwürdiges Interesse gerechtfertigt ist. Sie soll 

verhindern, dass auf Eingaben mit rein formellen Mängeln aus überspitztem For-

malismus  nicht  eingetreten  wird.  Die  zu  verbessernde  Mangelhaftigkeit  gemäss 

Art. 132 Abs. 1 ZPO bezieht sich auf formelle, nicht aber auf inhaltliche Fehler einer 

Rechtsschrift  (BGer  4A_19/2022  vom  30.  August  2022  E. 5;  BGer 4A_659/2011 

vom 7. Dezember 2011 E. 5; DIKE ZPO-KRAMER/ERK, Art. 132 N 1; ZK ZPO-BA-

CHOFNER, Art. 132 N 2 und 13; BSK ZPO-GSCHWEND, Art. 132 N 1). Die Möglichkeit 

der Ansetzung einer Nachfrist steht demzufolge nicht zur Verfügung, um inhaltliche 

Mängel des Rechtsmittels zu beheben. Da die Beschwerdeführerin bloss den an-

gefochtenen Entscheid mit drei Dokumenten zusandte und eine schriftliche Begrün-

dung mit Anträgen fehlte, lag kein Tatbestand von Art. 132 Abs. 1 ZPO bzw. lagen 

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keine innert einer Nachfrist korrigierbaren formellen Mängel im Sinne der genann-

ten Bestimmung vor. Die Vorinstanz setzte daher zu Recht keine Nachfrist zur Ver-

besserung an. 

3.5. Da innert der Beschwerdefrist keine weitere Eingabe einging, führt die Argu-

mentation der Beschwerdeführerin, sie habe dem Bezirksrat sämtliche fristgerecht 

eingereichten Beilagen am 9. September 2025 nochmals persönlich und mit eigen-

händig unterschriebener Eingabe überbracht (act. 2 S. 3), nicht zum Ziel. Die Ein-

gabe vom 9. September 2025 (BR act. 5 ff.) erfolgte offensichtlich nach Ablauf der 

Beschwerdefrist, weshalb sie unbeachtlich ist und auch den Mangel der fehlenden 

Beschwerdebegründung  nicht  beheben  kann.  Dafür,  dass  das  am  9.  September 

2025 nachgereichte, aber vom 28. August 2025 datierte Schreiben (BR act. 5) be-

reits der Eingabe vom 28. August 2025 beilag, fehlen ausserdem jegliche Hinweise.

4. Zusammenfassend ist die Vorinstanz korrekt vorgegangen, indem sie nach Ein-

gang der Dokumente am 29. August 2025 von einer Nachfristansetzung absah und 

die  Beschwerdeführerin  stattdessen  darauf  aufmerksam  machte,  dass  sie  innert 

gesetzlicher,  nicht  erstreckbarer  Beschwerdefrist  eine  Beschwerde  einreichen 

könne (vgl. BR act. 4). Der Bezirksrat trat in der Folge zu Recht auf die Beschwerde 

nicht  ein:  auf  die  Eingabe  vom  28.  August  2025  nicht,  weil  ihr  eine  Begründung 

sowie Anträge fehlten, und auf die am 9. September 2025 nachgereichte Eingabe 

nicht, weil sie verspätet erfolgte. 

5. Aus den genannten Gründen ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen.

6. Es  handelt  sich  um  eine  vermögensrechtliche  Streitigkeit  mit  einem  Streitwert 

von  Fr. 600.–.  Die  Gebühr  für  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren  ist  gestützt 

auf §§ 2, 4 und 12 GebV OG auf Fr. 200.– festzusetzen und ausgangsgemäss der 

Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  (Art. 106  Abs. 2  ZPO).  Eine  Entschädigung  ist 

nicht zuzusprechen, der Beschwerdeführerin nicht, weil sie unterliegt, und dem Be-

schwerdegegner nicht, weil ihm keine Aufwände entstanden sind.

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Es wird erkannt: 

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen und der Beschluss des Bezirksrats Hor-

gen vom 24. September 2025 wird bestätigt.

2.

Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.– festgesetzt und der Beschwerdefüh-

3.

4.

rerin auferlegt.

Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage einer Kopie von act. 2, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Be-

zirk Horgen sowie an den Bezirksrat Horgen, je gegen Empfangsschein.

Nach  unbenütztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  beigezogenen 

Akten an den Bezirksrat zurück.

5.

Eine  Beschwerde  gegen  diesen  Entscheid  an  das  Bundesgericht  ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit mit einem Streitwert von 
Fr. 600.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. K. Houweling-Wili

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