# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 228b1498-b31d-5089-a188-37d729776aa2
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Versicherter Verdienst. Missbrauchskonstellation bejaht. Die Beschwerdegegnerin hat den versicherten Verdienst korrekt festgelegt. Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2023.00144
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2023.00144.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2023.00144
II. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grieder-Martens, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichterin Käch
Sozialversicherungsrichterin Sager
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
23. Januar 2024
in Sachen
X.___
AG
Beschwerdeführerin
gegen
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Rechtsdienst, Generaldirektion Schweiz
Postfach, 8085 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
Y.___
, geboren 1982,
ist seit
Oktober
2013
Mitglied im Verwaltungsrat und Geschäftsführer der
X.___
AG
(www. zefix.ch)
und war in dieser Eigen
schaft bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Zürich) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert.
Vom
1.
Januar bis 3
1.
August 2020 war
er
bei
der
Z.___
AG
(in Liquidation)
,
A.___
,
angestellt
und übte keine Tätigkeit für die
X.___
AG aus. A
b dem
1.
September 2020
war der Versicherte
erneut
als Geschäftsführer der
X.___
AG
tätig
(
Urk.
7/1
Ziff.
3, vgl
.
Urk.
7/13 S. 3
,
Urk.
7/132
)
.
Am
1
2.
September 2020
erlitt er einen Fah
r
radunfall
, wobei er sich am rechten Knie verletzte
(
Schadenmeldung
vom
1.
Oktober 2020
,
Urk.
7
/1
Ziff.
6 und
Ziff.
9
und
Urk.
7/84
)
.
Die behandelnden Ärzte der
Klinik B.___
diagnostizierten in ihrem Bericht vom
5.
Oktober 2020 nach am 2
9.
September 2020 durchgeführtem MRI des rechten Knies (
Urk.
7/15) eine akute Ruptur des hinteren Kreuzbandes nach Velosturz Mitte September 2020 (
Urk.
7/14
S. 1
)
.
Bis am
1
4.
Dezember 2020
wurde
dem Versicherten
eine 100%ige und vom
1
5.
Dezember 2020
bis
1
5.
April 2021
eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(
Urk.
7/28
,
Urk.
7/40
)
.
Nach erfolgten Abklärungen hinsichtlich der tatsächlichen
Lohnhöhe
teilte die Zürich dem Versicherten mit
Verfügung vom 1
6.
Ma
i
2023 (
Urk.
7/111)
mit
,
dass sie
Taggeldleistungen für die Zeit vom 1
5.
September 2020 bis 1
5.
April 2021 basierend auf einem Jahreslohn von
Fr.
59'847.--
erbringen werde
.
Die dagegen am 2
1.
Juni 2023 vo
n der Versicherungsnehmerin
erhobene Einsprache (
Urk.
7/117) wies die Zürich mit Einspracheentscheid vom
9.
August 2023 ab (
Urk.
7/131 =
Urk.
2).
2.
Die Versich
erungsnehmerin
erhob am 2
0.
September 2023 (Poststempel) Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom
9.
August 2023 (
Urk.
2) und beantragte
nebst
Schadenersatz und
einer Entschädigung (
Urk.
1 S. 4 ff.)
, dass die Beschwerdegegnerin den unfallbedingten Lohnausfall ihres Mitarbeiters voll
ständig zu erstatten habe, zuzüglich eines Verzugszinses von 5
%
p.a, wobei die versicherte Lohnsumme des Mitarbeiters
Fr.
108'000.-- betrage (S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
Oktober 2023 (
Urk.
6) beantragte die Zürich, die Beschwerde sei abzuweisen, was der Beschwerdeführerin am 3
0.
Oktober 2023 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
Anspruch auf ein Taggeld.
1.2
Gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG werden Taggelder und Renten nach dem versicherten Verdienst bemessen.
Als Grundlage für die Bemessung der Taggelder gilt der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, einschliesslich noch nicht ausbezahlter Lohnbestandteile, auf die ein Rechtsanspruch besteht (Art. 22 Abs. 3 der Verord
nung über die Unfallversicherung [UVV]). Als versicherter Verdienst gilt der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn, wobei für mitarbei
tende Familienmitglieder, Gesellschafter, Aktionäre und Genossenschafter mindestens der berufs- und ortsübliche Lohn berücksichtigt wird (Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV).
1.3
Bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes kann nicht unbesehen auf
einen
vertraglich vereinbarten Lohn abgestellt werden, weshalb grundsätzlich von den tatsächlichen Lohnbezügen und nicht von (höheren) vertraglichen Abmachungen auszugehen ist. Von dieser Regelung abzuweichen rechtfertigt sich nur dort, wo ein Missbrauch im Sinne der Vereinbarung fiktiver Löhne, welche in Wirklichkeit nicht zur Auszahlung gelangt sind, praktisch ausgeschlossen werden kann (vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_68/2022 vom
6.
September 2022 E. 4.1.2;
8C_250/2011 vom 3. Juni 2011 E. 3.2). So kann namentlich auf den vertraglich festgesetzten Lohn abgestellt werden, wenn dieser in einem langdauernden Arbeitsverhältnis nie bestritten war. Ob subjektiv die Absicht einer Gesetzes
umgehung bestand oder zumindest eine solche in Kauf genommen wurde, ist nicht von Bedeutung. Entscheidend ist die unter objektivem Gesichtswinkel zu bejahende Missbrauchsgefahr. Der versicherten Person obliegt die Beweislast dafür, dass die Löhne tatsächlich bezahlt worden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_388/2008 vom 29. September 2008 E. 4.1 mit Hinweisen).
1.
4
Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglich
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (
Urk.
2) damit,
dass der
Versicherte
im Zeitpunkt des Unfalls
vom 1
2.
September 2020
seit dem
1.
September 2020 mit einem Pensum von 100
%
bei der
Beschwerdeführerin
angestellt gewesen sei.
Für die Berechnung des versicherten Verdienstes im Zusammenhang mit dem Unfallereignis sei nur das bei der
Beschwerdeführerin
erzielte Einkommen von Belang (S. 3
Ziff.
3.a).
Diesbezüglich sei auf den
Lohn
ausweis beziehungsweise auf die Lohnabrechnungen abzustellen. Es sei daher nicht zu beanstanden
,
dass das Einkommen des Versicherten von September bis Dezember 2020 (
Fr.
19'949.--) auf ein Jahr hochgerechnet und der versicherte Verdienst für die Bemessung der Taggelder entsprechend auf
Fr.
59'847.-- (
Fr.
19’949/4 x 12) festgesetzt worden sei (S. 3
Ziff.
3.b).
Den Ausführungen de
r Beschwerdeführerin
, wonach der versicherte Verdienst für das Jahr 2020 dem mit de
r
SVA abgerechneten Lohn
von
Fr.
108'000.--
entspreche
, könne aus den näher dargelegten Gründen nicht gefolgt werden (S. 3 f.
Ziff.
3b).
2.2
In
ihrer
Beschwerde (
Urk.
1) stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Stand
punkt,
dass sie seit drei Jahren darauf warte, dass die Beschwerdegegnerin den unfallbedingten Lohnausfall ihres Mitarbeiters vollständig erstatte (S. 1 oben).
Der Mitarbeiter
sei am
1.
September 2020 in einer Vollzeit-Beschäftigung zu ihr zurückgekehrt mit einem neuen Arbeitsvertrag und einem Jahreslohn von
Fr.
108'000.--
.
Auch die AHV-Jahresübersicht bestätige, dass der Mitarbeiter seither mit diesem Lohn bei ihr beschäftig
t
sei.
Fälschlicherweise berechne die Beschwerdegegnerin die Lohnsumme nicht auf Basis des AHV-abgerechneten Lohns, sondern berufe sich auf die private Einkommenssteuerabrechnung des Mitarbeiters
(S. 1
Ziff.
1)
.
Anstelle der fälligen Versicherungsleistungen von
Fr.
42'946.-- sei bisher lediglich eine Entschädigung von
Fr.
23'798.-- überwie
sen worden. Selbst gemäss der eigenen Rechnung der Beschwerdegegnerin fehle eine Zahlung von
Fr.
8'120.-- (S. 2 oben). Es sei irrelevant
,
dass der Mitarbeiter in einem früheren Arbeitsverhältnis bei ihr einen tieferen Lohn
erhalten
habe.
Es sei jedoch eine zusätzliche freiwillige Unfallversicherung für eine Jahreslohn
summe von
Fr.
108'000.-- auch während dieser ersten Anstellung erfolgt, zum Schutz der Firma für einen unfallbedingten Ausfall des Mitarbeiters in den Gründungs- und Startup-Jahren, als noch keine höheren Löhne hätten ausbezahlt werden können (S. 2 f.
Ziff.
2).
Wegen de
s
damaligen Corona-Umfeld
s
und de
s
Ausfall
s
des Mitarbeiters, der als neuer Geschäftsführer angestellt worden sei, hätten diverse Geschäftstätigkeiten der Firma nicht umgesetzt werden können, wodurch signifikante Umsatzeinbussen eingetreten seien. Da auch die Beschwer
degegnerin ihre Entschädigungsleistungen bisher nur verzögert und nur teilweise erbracht habe, sei die Firma nicht in der Lage, dem Mitarbeiter für diesen
Zeitraum den vollen Lohn auszubezahlen. Die private Einkommenssteuer
erklärung für das Jahr 2020 weise nicht die volle Lohnsumme aus (S. 3 Mitte).
Zudem habe die Beschwerdegegnerin lediglich die
Zeitspanne
vom 1
5.
September 2020 bis zum 1
5.
April 2021 entschädigt. Der Unfall sei aber bereits am Freitag, 1
2.
September 2020 erfolgt, weshalb der Arbeit
s
ausfall ab dem 1
4.
September 2020 zu entschädigen sei. Es fehle also ein versicherter Arbeitstag in der Abrech
nung
(S. 3 f.
Ziff.
3).
Die Beschwerdegegnerin sei ihr seit über drei Jahren den Fehlbetrag schuldig, trotz mehrfacher schriftlicher Forderung, weshalb eine Verzinsung von 5
%
p.a. auf den Grundbetrag gefordert werde (S. 3
f.
Ziff.
4).
Des
Weiteren werde eine Entschädigung für Auslagen und den enormen Zeitauf
wand gefordert. Sie habe bisher versucht, die anwaltlichen Kosten zu vermeiden, was sich aber in einem enormen Aufwand wiederspiegle. Es werde gefordert, dies mit dem gleichen Tagessatz zu entschädigen zuzüglich der Auslagen für Buchhaltung und Treuhand (S. 5
Ziff.
5).
Für
Kosten, Schäden und Aufwände aus diesem Verlauf und den Folgewirkungen des Ausbleibens der Versicherungs
leistungen, oder falls deswegen nun kurzfristig eine Kapitalerhöhung notwendig sei, w
ü
rden weitere Forderungen gegenüber der Beschwerdegegnerin vorbe
halten. Das Schadenspotential der offenen Forderung sei enorm. Aus den näher dargelegten Gründen resultiere eine Gesamtforderung von
Fr.
44'347.-- (S. 5 f.
Ziff.
6,
Urk.
3).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
6)
hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Stand
punkten fest (
S. 3 f.
Rz
6 und
Rz
8-10, S. 4 f.
Rz
12-13
) und führte weiter
aus,
dass bestritten werde, dass selbst unter Annahme eines versicherten Verdienstes von
Fr.
59
'
847
.--
eine offene Taggeldforderung von
Fr.
8'120.-- bestehen solle. Sie habe vorliegend Taggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab dem 1
2.
September bis 1
4.
Dezember 2020 und für eine Arbeitsunfähigkeit von 80
%
vom 1
5.
Dezember 2020 bis 1
5.
April 2021 bezahlt. Dies ergebe eine Taggeldfor
derung von insgesamt
Fr.
24'739.--, welche der Beschwerdeführerin vollumfäng
lich überwiesen worden sei (S. 4
Rz
11).
Es sei zutreffend, dass sich der Unfall am 1
2.
September 2020 ereignet habe. Gemäss
Art.
16
Abs.
2 UVG entstehe der Anspruch auf Taggeld am dritten Tag nach dem Unfall und damit am 1
5.
September 2020 und nicht
,
wie von der Beschwerdeführerin vorgebracht
,
am 1
4.
September 2020 (S. 5
Ziff.
3 Rz 14
). Da keine offene Forderung bestehe, sei auch kein Zins geschuldet (S. 5
Ziff.
4 Rz 15). Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Schadenersatzforderung für einen behaupteten Aufwand für die vorliegende Streitsache habe keine Grundlage im Unfallversicherungsgesetz und sei damit von vornherein nicht Teil des vorlie
genden UVG-Beschwerdeverfahrens
(S. 5
Ziff.
4 Rz 16).
2.
4
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die vom 1
5.
September 2020 bis 1
5.
April 2021 ausgerichteten Taggeldleistungen zu Recht basierend auf einem
aus dem Lohnausweis 2020 abgeleiteten Jahreslohn
von
Fr.
59'847.-- (versicherter Verdienst) berechnet hat
und ab wann die Taggeldleistungen geschuldet sind.
3.
3.1
Vorab zu
prüfen ist der vo
n der
Beschwerdeführer
in
geltend gemachte Anspruch
auf
Schadenersatz
gegenüber der Beschwerdegegnerin
, konkret im Sinne allfälliger Kapitalkosten wegen fehlender Liquidität infolge des geltend gemach
ten Zahlungsverzuges der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
1 S.
5 f.
Ziff.
6
,
Urk.
3)
.
3.2
Gemäss Art. 78 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG) haften die öffentlichen Körperschaften, privaten Träger
organisationen oder Versicherungsträger, die für diese Organe verantwortlich sind, für Schäden, die von Durchführungsorganen oder einzelnen Funktionären von Versicherungsträgern einer versicherten Person oder Dritten widerrechtlich zugefügt wurden (Abs. 1), wobei die zuständige Behörde durch Verfügung über Ersatzforderungen entscheidet (Abs. 2).
Die versicherte Person oder eine Drittperson, welche einen
Schadenersatz
anspruch erhebt, hat sich daher an die zuständige Behörde zu wenden, welche durch Verfügung über den geltend gemachten Anspruch entscheidet, wobei im Einzelgesetz festgelegt ist, welche für den Erlass der Verfügung zuständig ist (Ueli Kieser ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich 2020, Art. 78 ATSG Rz 88).
3.3
Art. 100 UVG bestimmt, dass Ersatzforderungen nach Artikel 78 ATSG beim Versicherer geltend zu machen sind, und dass der Versicherer darüber durch Verfügung entscheidet.
3.4
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungsweise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraus
setzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einsprache
entscheid ergangen ist (BGE 144 I 11 E. 4.3, 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a).
3.5
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der Einspracheentscheid vom
9.
August 2023
(Urk. 2),
welcher
die Verfügung vom
1
6.
Mai 2023
(Urk.
7/111
), worin die
Taggeldleistungen für die Zeit vom 1
5.
September 2020 bis 1
4.
April 2021 basierend auf einem Jahreslohn von
Fr.
59‘847.-- berechnet wurden
,
bestätigt
e
.
Über einen allfälligen Schadenersatz
anspruch der Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin bis anhin nicht verfügt. Dementsprechend bildet ein allfälliger Schadenersatzanspruch der Beschwerdeführerin nicht Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb diesbezüglich auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.
4
.
4
.1
Vorab zu klären ist, auf welche
s
A
r
beitsverhältnis
zur Bestimmung des versicher
ten Verdienstes
abzustellen ist
, zumal der Versicherte
vom
1.
Januar bis 3
1.
August 2020
bei der
Z.___
AG (in Liquidation),
A.___
, angestellt
war und erst ab dem
1.
September 2020 wieder eine Tätigkeit bei der Beschwerdeführerin ausübte (vgl.
Urk.
7/1
Ziff.
3, vgl
.
Urk.
7/13 S. 3
,
Urk.
7/132
).
In dem von der Beschwerdegegnerin genannten Entscheid U 84/03 vom
8.
März 2004
hält das Bundesgericht
in E. 2.4
klar fest,
dass die Grundlage für die Bemessung der Taggelder lediglich der Verdienst ist, welchen der Versicherte mit der Tätigkeit im Zeitpunkt des Unfalls bezogen hat.
Demzufolge ist vorliegend einzig das Arbeitsverhältnis des Versicherten mit der Beschwerdeführerin massgebend.
4
.
2
Aus dem Handelsregist
er
lässt sich entnehmen
,
dass die
X.___
AG im Oktober 2013 gegründet wurde und der Versicherte
als
deren einziges Verwaltungsrats
mitglied und gleichzeitig
als
Geschäftsführer
eingetragen
ist. Der angegebene Tätigkeitsbereich ist die
M
assbekleidung. Des
W
eiteren war der Sitz des Unter
nehmens bis
im Juli
2021
an der Wohnadresse des Versicherten und hernach an der
C.___-Strasse
in
D.___
(www.zefix
.ch
).
4
.
3
Zur konkreten Geschäftstätigkeit lässt sich dem am
8.
Oktober 2020 erstellten Schadensinspektions-Bericht
(
Urk.
7/13) entnehmen, dass laut Angaben des Versicherten
dieser
seit dem
1.
Oktober 2013 bei der
Beschwerdeführerin
als Geschäftsführer angestellt sei. Die Firma gehöre ihm
,
und er sei der Betriebs
inhaber. Der Firmensitz befinde sich an der
E.___-Strasse
in
F.___
, wo man einen Showroom habe. Die Firma biete Massbekleidung an, ein Ladenlokal gäbe es aktuell keines mehr.
Der Versicherte
führte weiter aus
, dass die Nachfrage wegen Corona sehr gelitten habe und stark zurück gegangen sei. Seine Kunden seien Banker und Anwälte. Diese seien wegen Corona nicht mehr ins Büro gegangen. Die Anprobe (das «Vermessen») der Kunden sei wegen Corona auch nicht möglich gewesen. Er
sei
vom
1.
Januar bis 3
1.
August 2020
bei
der
Z.___
AG in
A.___
angestellt gewesen und habe sich in diesem Startup um die Finanzierung gekümmert. Das sei jedoch leider nicht zustande gekommen. Per 3
1.
August 2020 habe er gekündigt.
Trotz
dieser Anstellung
bei der anderen Firma
,
sei er
Geschäftsführer der
Beschwerdeführerin
geblieben, sei aber nicht operativ tätig gewesen und habe sich während der Zeit von Januar bis 3
1.
August 2020 auch keinen Lohn ausbe
zahlt
(vgl. auch
Urk.
7/55/2)
.
Laut Angaben des Versicherten habe die Nachfrage von Stammkunden wieder angezogen. Deshalb habe er sich für eine
n
Relaunch der
Beschwerdeführerin
per
1.
September 2020 entschieden und im Sommer 2020 einen neuen Businessplan geschrieben. Er sei daher erst seit dem
1.
September 2020 wieder «angestellt» in seiner Firma gewesen. Er habe seit September 2020 bereits
sechs
Bestellungen verarbeiten können. Er sehe gute Chancen
,
auch in die Produktion hinein
zukommen. Bisher sei man von Lieferanten in
G.___ (Land)
abhängig gewesen. Der Versicherte erläuterte, dass er plane, eine eigene Produktion in
H.___ (Land)
aufzuziehen. Dafür hätte er jetzt - ohne den Unfall - nach
H.___
reisen sollen, um sich das anzusehen. Zudem hätte er nach
I.___ (Land)
reisen sollen - dort gehe es allerdings um eine Immobilie. Der Versicherte plane sodann
,
eine Tochter
gesellschaft zu gründen. Zudem habe er Bewerbungen für ein Lokal in
F.___
eingereicht. Er wolle in Zukunft auch C
asual-Hemden sowie Hosen und S
e
iden
blusen für Damen anbie
t
en.
Das Ladenlokal werde
J.___
oder
K.___
heissen.
Er habe seit dem
1.
September 2020 wieder die Kunden bedient
,
jedoch noch mit dem vorherigen Lieferanten. Die Marke, die in die Kleider eingenäht werde, heisse
X.___
(
Urk.
7/13 S. 3 f.)
. Seine aktuelle Tätigkeit sei
en
die
Kundenbetreuung,
der
Verkauf und
das
Massnehmen
, nicht nur Planungs- und Projektarbeiten in Zusammenhang mit der geplanten Produktion.
Die meisten Kunden empfange er in einem Showroom der Schneiderei
X.___
in
L.___
. Mit dem Nähen
oder
Schneide
r
n habe er selber nichts zu tun. Die Schneiderei in
L.___
gehöre seiner Mutter, er habe in
F.___
auch noch eine Partner-Schneiderei.
Die Schneidereien seien eigenständige Betriebe und gehörten nicht zur Beschwerde
führerin.
Sein Betrieb habe keine weiteren Angestellten
(
Urk.
7/13 S. 4)
.
4.
4
Während die Beschwerdeführerin respektive der für sie handelnde Versicherte in der Schadenmeldung vom
1.
Oktober 2020 noch einen Lohn von
Fr.
6'000.-- nannten
,
wobei kein 1
3.
Monatslohn angegeben wurde
(
Urk.
7/1
Ziff.
12
)
,
wurde im Verlauf
gegenüber der Beschwerdegegnerin
eine Lohnsumme von
Fr.
9'000.--
en
t
sprechend einem versicherten Verdienst von
Fr.
108'000.--
geltend gemacht
.
Vorab ist festzuhalten, dass d
er
vom Versicherten nach
der Wiederaufnahme seiner Tätigkeit als Geschäftsführer bei der Beschwerdeführerin
per September 2020
geltend gemachte Lohn von
Fr.
108'000
.--
pro Jahr für die Bemessung des versicherten Verdienstes nicht ausgewiesen ist und nicht berücksichtigt werden kann, nachdem ein Missbrauch im Sinne der Vereinbarung eines fiktiven Lohnes
in der vorliegenden Konstellation
aus den nachfolgend dargelegten Gründen
nicht ausgeschlossen werden kann
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
So kann der Versicherte
, welcher als einziges Organ der
Beschwerdeführerin
und als deren einziger Mitarbeiter
fungiert,
seinen
Lohn nach
B
elieben selbst festsetzen
und einen solchen auch gegenüber der SVA
respektive der Beschwerdegegnerin
angeben, ohne dass überprüft werden kann, ob ein solcher Lohn jemals überhaupt zur Auszahlung gelangte.
Entsprechend k
ann
die Beschwerdeführerin
aus de
m
gegenüber
der
AHV angegebenen Lohn des Versicherten oder aus der vom Versicherten selbst gegen
über der Beschwerdegegnerin am 1
3.
November 2021 getätigten Lohndeklaration (vgl.
Urk.
7/106) nichts zu ihren Gunsten ableiten.
Mit
Blick auf den
Auszug aus dem individuellen Konto (
IK-Auszug
;
Urk.
7/132), wo in den Jahren 2014 bis 2016 eine Lohnsumme von
Fr.
24'000.-- und in den Jahren 2017 bis 2019 eine solche von
Fr.
36'000.-- angegeben worden war,
erscheint es
,
selbst unter Berücksichtigung einer Gründungsphase
des
Unter
nehmens
mit damit einhergehenden tieferen Löhnen
,
als
nicht
nachvollziehbar, dass der Versicherte im Jahr 2020 plötzlich einen Bruttolohn von
Fr.
108'000.-- erzielt haben soll. Dies umso weniger, als er selbst einräumte,
dass er sich
wegen des schlechten Geschäftsgangs
der Beschwerdeführerin
während der Pandemie von Januar bis August 2020
in einem
anderen
Unternehmen
hat
anstellen l
assen
und die Pandemie doch über September 2020 fortdauerte.
Wie
der Versicherte bei seinem noch während andauernder Pandemie erfolgten Neustart im September 2020
direkt einen niemals zuvor erzielten Lohn in der
Höhe
von
Fr.
9'000.--
monatlich
hätte erwirtschaften können,
legte der Versicherte nicht dar. Auch gibt es hierfür keine Hinweise,
lässt sich
mithin
nicht erklären. Namentlich
liegen keine Belege über tatsächliche Bestellungen vor
,
und auch die vom Versicherten beschriebene effektive Tätigkeit und das Betriebsvolumen (vorstehend E.
4.3
) sprechen klar gegen einen Verdienst in dieser Höhe
. Es handelt sich
vielmehr
um eine überschaubare Tätigkeit
, wobei der Versicherte
jeweils Mass nimmt für Herrenanzüge. Abgesehen vom Versicherten hat die Beschwerdeführerin
auch keine
weiteren
Mitarbeiter
.
Sodann ist der
Absatz- und Werbekanal der
X.___
AG für ihre Massanzüge nach einer vorgenommenen Internetrecherche nicht ersichtlich. Es findet sich weder
eine Homepage, auf welcher die Massanzüge oder anderweitige Kleider der
X.___
AG angeboten werden oder eine Bestellung der besagten Massanzüge möglich wäre, noch existieren Ladenräumlichkeiten. Die vom
Versicherten
beab
sichtigten Ladenräumlichkeiten
(vorstehend E. 4.3)
sind nicht auffindbar. Dies spricht
ebenfalls
gegen ein grösseres Auftragsvolumen.
Das Vorbringen
,
wonach der
Versicherte
ohne das eingetretene Unfallereignis
beabsichtigt
h
ätte
,
selbst in
H.___
zu produzieren,
erweist sich in Anbetracht der zu diesem Zeitpunkt
nach wie vor bestehende
n
Pandemie und
der von der Beschwerdeführerin selbst geltend gemachten
knappen bis nicht mehr vorhande
nen finanziellen Ressourcen
,
als
unbehelflich
(vgl.
Urk.
7/110)
.
Aufgrund des Gesagten kann der von der Beschwerdeführerin respektive dem Versicherten angegebene
Jahreslohn
von
Fr.
108'000.-- nicht berücksichtigt werde
n
, zumal ein Missbrauch im Sinne eines fiktiven Lohns objektiv betrachtet nicht auszuschliessen ist
.
So
können im
Rahmen der obligatorischen Unfallver
sicherung keine unrealistischen Geschäftsmodelle und damit zusammenhängende unrealistische Löhne versichert werden.
4
.
5
Mangels anderweitiger verwertbarer Angaben legte die Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst
des Mitarbeiters der Beschwerdeführerin
auf Basis des Lohnausweises 2020 auf
Fr.
59'847.-- fest, indem sie den für die Monate Septem
ber bis Dezember 2020 deklarierten Lohn von
Fr.
19'949.--
(
Urk.
7/98)
auf ein Jahr aufrechnete (vgl.
Urk.
7/102).
Dies entspricht einem Monatslohn von
brutto
Fr.
4'987.25.
Ob der Versicherte nun im Sinne der Bestimmung von
Art.
22
Abs.
2 lit. c UVV tatsächlich die Eigenschaft als Aktionär aufweist
(vgl. vorstehend E. 1.2)
, welche Frage von der Beschwerdegegnerin nicht genauer abgeklärt wurde, kann aus den nachfolgend dargelegten Gründen offenbleiben, zumal der
von der Beschwerde
gegnerin
angenommene
Lohn für ein Vollpensum
sogar etwas über einem nach
Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV
errechneten Verdienst
liegt.
Der Versicherte räumte anlässlich des Gespräches mit dem Schadensinspektor ein, dass er selbst mit dem Nähen und Sch
n
eide
r
n nichts zu tun habe.
Die Schneide
reien gehörten nicht zur Beschwerdeführerin.
Er hielt fest, dass seine aktuelle Tätigkeit die Kundenbetreuung
,
der Verkauf und das Massnehmen sei. E
r
plante sodann
,
noch Ladenlokale zu mieten, wo er C
asual-Hemden sowie Hosen und Seidenblusen für Damen anbieten
wollte
(vorstehend E. 4.3)
.
Die Tätigkeit des
Versicherten
hat ihren Schwerpunkt damit im Detailhandel und nicht in der eigentlichen Herstellung von Textilie
n.
Nach der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik 20
20
, TA1, erzielten
Männer
im Bereich des Detailhandels
(Ziff.
47
)
Fr.
4‘820
.
-- in
praktischen Tätigkeiten
. Dies entspricht dem Verdienst, welchen der Versicherte mit dem in der Schadenmeldung vom
1.
Oktober 2020 angegebenen Arbeits
pensum von 40 Stunden pro Woche
(vgl.
Urk.
7/1
Ziff.
3)
erzielen würde.
Dafür, dass
er
tatsächlich über eine fundierte Ausbildung i
m Detailhandel
verfügen
würde,
finden sich keine Hinweise in den Akten und solches wurde von ihm auch nicht geltend gemacht, weshalb das Kompetenzniveau 1 anwendbar ist.
Damit ist die Beschwerdegegnerin zu Gunsten des
Versicherten
von eine
m
etwas über dem nach
Art.
22
Abs.
2 lit. c UVV errechneten
Lohn
liegenden Betrag von
Fr.
4'987.25
ausgegangen, was nicht zu beanstanden ist.
4
.
6
Soweit d
ie
Beschwerdeführerin die Auffassung vertrat, es seien dem Versicherten ab dem 1
4.
September 2020 Taggelder auszurichten (vorstehend E. 2.2), ist sie auf
Art.
16
Abs.
2 UVG hinzuweisen, wonach der Anspruch auf ein Taggeld am dritten Tag nach dem Unfalltag entsteht. Bei unbestrittenem Unfalldatum am 1
2.
September 2020 hat die Beschwerdegegnerin den Zeitpunkt des Beginns der Ausrichtung der Taggelder auf den 1
5.
September 2020 somit
korrekt
festgelegt.
4.
7
Als unzutreffend erweist
sich sodann die Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach
die Beschwerdegegnerin selbst bei
dem von ihr
angenommenen
v
ersicherten Verdienst von
Fr.
59'847.--
Fr.
8'120.-- zu wenig überwiesen habe (
vorstehend E. 2.2).
Gemäss der
Abrechnung über die Taggeldleistungen vom 2
7.
April 2023 (
Urk.
7/101)
wurde
n
der Beschwerdeführerin
insgesamt
Fr.
24'745.-- an Tag
geldleistungen überwiesen
, dies bei geschuldeten Taggeldleistungen von
Fr.
24'739.1
5.
B
ei vom 1
5.
September bis 3
0.
November 2020 angenommener 100%iger Arbeitsunfähigkeit des Versicherten und vom
1.
Dezember 2020 bis 1
5.
April 2021 angenommener 80%iger Arbeitsunfähigkeit
(
vgl.
Urk.
7/28,
Urk.
7/40)
,
wurden
infolge Neuberechnung
des
Taggeldanspruches noch
Fr.
9'861.-- überwiesen
, wobei die Beschwerdegegnerin gemäss der
Taggeld
abrechnung vom 1
1.
März 2021
bereits
Fr.
13'937
.
--
(vgl.
Urk.
7/41
)
und gemäss Taggeldabrechnung vom
3
1.
Mai 2021
Fr.
947.--
(vgl.
Urk.
7/67)
geleistet hatte. Letztere Zahlung wurde von der Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde nicht aufgeführt, weshalb sie fälschlicherweise eine
n
geleisteten Gesamtbetrag von
Fr.
23'789.-- nannte
(vgl.
Urk.
1 S. 2 oben)
.
Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit (
Art.
6 ATSG) 80
%
des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (
Art.
17
Abs.
1 UVG).
Art.
25
Abs.
1 UVV hält fest, dass das Taggeld nach Anhang 2 berechnet und für alle Tage, einschliesslich Sonn- und Feiertage ausgerichtet w
i
rd. Die Formel zur Berechnung des Taggeldansatzes wäre aufgrund der bisherigen Ausführungen
Fr.
59'847
.--
:
3
6
5 x 80
%
, wonach ein Taggeldansatz bei einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit von
Fr.
131.17 resultiert, wie dieser von der Beschwerdegeg
nerin auch verwendet wurde. Auch der von ihr bei einer Arbeitsunfähigkeit von 80
%
festgesetzte Taggeldansatz von
Fr.
104.94 erweist sich als korrekt (
Urk.
7/101).
4
.
8
Aufgrund des Gesagten hat die Beschwerdegegnerin de
n
den Taggeldleistungen zu Grunde liegenden versicherten Verdienst
sowie auch die ausgerichteten Taggeldleistungen
korrekt berechnet.
Der angefochtene Entscheid (
Urk.
2) erweist sich demzufolge als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen
, soweit darauf einzutreten ist.
5.
5.1
Das Verfahren ist kostenlos.
5.2
Mangels Ob
siegens hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Prozessentschädigung (
Art.
61 lit. g ATSG).
5.
3
Hinsichtlich der von der Beschwerdegegnerin beantragten Prozessentschädigung (vgl.
Urk.
6 S. 2
) hat der Grundsatz des kostenlosen Verfahrens zur Folge, dass ihr, beziehungsweise dem jeweiligen Versicherungsträger, keine Parteientschädi
gung zusteht (vgl.
Kieser,
a.a.O.,
Rz
218
zu Art. 61
).
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen
, soweit auf sie eingetreten wird.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Den Parteien wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
AG
-
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
-
Bundesamt für Gesundheit
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der beschwerdeführenden Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
Grieder-MartensSchucan