# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b04be3ec-0485-5cf0-983c-5c5a10f63355
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-28
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 28.08.2018 101 2018 75
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2018-75_2018-08-28.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2018 75
101 2018 76

Urteil vom 28. August 2018

I. Zivilappellationshof

Besetzung Vize-Präsidentin: Dina Beti
Richterin: Sandra Wohlhauser
Ersatzrichter: Pascal Terrapon
Gerichtsschreiberin-
Berichterstatterin: Cornelia Thalmann El Bachary

Parteien A.________, Gesuchsgegner und Berufungskläger, vertreten 
durch Rechtsanwalt Gian Sandro Genna

gegen

B.________, Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt

Gegenstand Eheschutzmassnahmen (Ehegattenunterhalt)

Berufung vom 19. April 2018 gegen den Entscheid des Präsidenten 
des Zivilgerichts des Sensebezirks vom 30. Januar 2018

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Sachverhalt

A. B.________, geboren 1967, und A.________, geboren 1966, heirateten 1996. Der Ehe 
entsprossen die Kinder C.________, geboren 1998, und D.________, geboren 2000. 

B. Am 5. Juli 2017 ersuchte B.________ beim Gerichtspräsidenten des Sensebezirks 
(hiernach: der Präsident) um Erlass von Eheschutzmassnahmen. Insbesondere verlangte sie, 
A.________ sei zu verpflichten, an ihren Unterhalt mit Wirkung ab dem 10. März 2017 einen 
monatlichen Betrag von CHF 1‘400.- zu bezahlen. Dieser Betrag reduziere sich ab dem 1. Juli 
2018 um die Hälfte. Sollte der Unterhaltsbeitrag für die Tochter D.________ weniger als CHF 
1‘200.- betragen, erhöhe sich die Differenz beim Unterhaltsbeitrag für die Gesuchstellerin. 

In seiner Stellungnahme vom 24. August 2017 schloss der Gesuchsgegner auf Abweisung dieses 
Rechtsbegehrens. 

Die Parteien wurden an der Sitzung vom 31. Oktober 2017 befragt. 

Mit Urteil vom 30. Januar 2018 erliess der Präsident Eheschutzmassnahmen und entschied in 
Bezug auf den ehelichen Unterhalt folgendes: 

A.________ wird verpflichtet, B.________ mit Wirkung ab dem 10. März 2017 bis 30. April 2018 an 
deren Unterhalt einen monatlichen Betrag von CHF 1‘400.- zu bezahlen. Dieser Betrag reduziert 
sich ab dem 1. Mai 2018 bis 31. Dezember 2018 auf CHF 700.-. Ab 1. Januar 2019 ist kein 
Unterhalt mehr geschuldet (Ziff. 2.4).

Des Weiteren auferlegte der Präsident die Prozesskosten B.________ zu 1/3 und A.________ zu 
2/3 (Ziff. 3). 

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 19. April 2018 Berufung und verlangt unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen, die Ziffern 2.4 und 3 aufzuheben, den Antrag der Berufungs-
beklagten auf Ehegattenunterhalt abzuweisen, die Gerichtskosten des erstinstanzlichen 
Verfahrens den Parteien je hälftig aufzuerlegen, die entsprechenden Parteikosten wettzuschlagen. 

Zudem beantragt er, die Vollstreckung der Ziffern 2.4 und 3 aufzuschieben. 

In ihrer Berufungsantwort schliesst B.________ ebenfalls unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 
auf Abweisung der Berufung. 

Erwägungen

1.

1.1. Mit Berufung sind erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche 
Entscheide über vorsorgliche Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten 
ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren 
mindestens CHF 10‘000.- beträgt (Art. 308 ZPO). 

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Vor erster Instanz waren Unterhaltsbeiträge unterschiedlicher Höhe aber zwischen CHF 700.- und 
CHF 1‘400.- liegend und für eine unbestimmte Dauer strittig. Damit ist die Streitwertgrenze von 
CHF 10‘000.- längstens erreicht. Die Berufung ist zulässig. 

Hingegen wird die Streitwertgrenze von CHF 30‘000.- für eine allfällige Beschwerde in Zivilsachen 
gegen vorliegendes Urteil nicht erreicht. Der Streitwert beträgt CHF 25‘200.- (14 Monate x 
CHF 1‘400.- + 8 Monate x CHF 700.-). 

1.2. Mit Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung sowie eine unrichtige Feststellung 
des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

1.3. Gegen einen wie vorliegend im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid beträgt die 
Frist zur Einreichung der Berufung 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). 

Der angefochtene Entscheid wurde dem Berufungskläger am 10. April 2018 (act. 35b) zugestellt. 
Die am 19. April 2018 eingereichte Berufung erfolgte fristgerecht. 

1.4. Die Rechtsmittelinstanz kann aufgrund der Akten entscheiden (Art. 316 Abs. 1 ZPO).

1.5. Neue Tatsachen und Beweismittel werden nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug 
vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht 
werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).

1.6. Die Berufung gegen Entscheide über vorsorgliche Massnahmen, zu denen auch die 
Eheschutzentscheide zählen, hat keine aufschiebende Wirkung. Die Vollstreckung vorsorglicher 
Massnahmen kann ausnahmsweise aufgeschoben werden, wenn der betroffenen Person ein nicht 
leicht wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 315 Abs. 4 und 5 ZPO). 

Der Berufungskläger hat um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ersucht, ohne diesen Antrag 
jedoch zu begründen. Bereits aus diesem Grund hätte auf das Begehren nicht eingetreten werden 
können. Mit vorliegendem Entscheid wird es jedoch so oder anders gegenstandslos und ist in 
diesem Sinne abzuschreiben. 

2.

2.1. Der Berufungskläger wirft dem Präsidenten vor, ihn zu Unrecht verpflichtet zu haben, der 
Berufungsbeklagten einen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen. Diese sei in der Lage, ihr Existenz-
minimum zu decken und erziele zudem einen Überschuss von CHF 1‘214.65. Damit habe sie 
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (5A_39/2017 vom 14. September 2017) keinen 
Anspruch auf Unterhalt. 

2.2. Der Präsident hielt in seinem Entscheid fest, dass auch im Eheschutzverfahren der 
Anspruch eines Ehegatten auf Leistung eines Unterhaltsbeitrags durch den anderen voraussetze, 
dass er nicht in der Lage sei, seinen Bedarf aus eigenen Mitteln (namentlich Einkommen) zu 
decken […]. Mit der Überschussverteilung soll beiden Ehegatten ermöglicht werden, ihren 
bisherigen Lebensstandard beizubehalten (angefochtener Entscheid, S. 4 f. E. 2.3). 

2.3. Die Unterhaltspflicht und der Anspruch auf grundsätzlich gleiche Teilhabe an der unter den 
Ehegatten vereinbarten Lebenshaltung bestehen während der ganzen Dauer der Ehe. Kann dieser 
Standard nicht aufrechterhalten werden, haben beide Ehegatten zumindest Anspruch auf gleiche 
Lebenshaltung. Sind die durch die Führung zweier separater Haushalte verursachten Kosten 
gedeckt, kann ein Ehegatte auch in günstigen Verhältnissen unter dem Titel des ehelichen 

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Unterhaltsanspruchs (Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB) grundsätzlich nicht mehr verlangen, als zur 
Weiterführung seiner bisherigen Lebenshaltung erforderlich ist. Für die Bemessung des 
Ehegattenunterhalts hat der Gesetzgeber keine bestimmte Berechnungsmethode vorgeschrieben 
und den Gerichten damit ein weites Ermessen zugestanden. Leben die Ehegatten in günstigen 
wirtschaftlichen Verhältnissen, sind die notwendigen Ausgaben zur Aufrechterhaltung der während 
der Ehe gepflegten Lebenshaltung zu berücksichtigen, was eine konkrete Berechnung der 
Lebenshaltung voraussetzt. Unter bestimmten Voraussetzungen wird der Unterhalt nach der 
Methode des um gewisse Positionen erweiterten Existenzminimums mit (allfälliger) Überschuss-
teilung (zweistufige Methode) bestimmt.

Mit Bezug auf die Frage nach der anwendbaren Methode für die Ermittlung des Unterhalts geht die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung indes grundsätzlich davon aus, die zweistufige Methode sei 
bei mittleren Familieneinkommen von CHF 8'000.-- bis CHF 9'000.-- anwendbar. Sodann gestattet 
die zweistufige Methode jedenfalls dann zulässige Ergebnisse, wenn die Ehegatten – gegebenen-
falls trotz guter finanzieller Verhältnisse - nichts angespart haben oder aber die bisherige 
Sparquote durch die trennungsbedingten Mehrkosten aufgebraucht wird (Urteil BGer 5A_776/2015 
vom 4. Februar 2016 E. 3 und 4.3 mit Hinweisen).

2.4. Obergrenze des ehelichen Unterhalts bildet somit der bis zur Trennung zuletzt gelebte 
Lebensstandard und nicht wie vom Berufungskläger vorgebracht, das Existenzminimum. 

Im Zeitpunkt der Trennung erzielte der Berufungskläger aus seiner 100% Tätigkeit ein monatliches 
Nettoeinkommen von CHF 11‘265.15 (inkl. 13. Monatslohn), die Berufungsbeklagte aus ihrem 60% 
Pensum ein solches von CHF 4‘720.35. Damit ist festzustellen, dass die Parteien in guten 
finanziellen Verhältnissen lebten, weshalb der zuletzt gelebte Lebensstandard grundsätzlich 
konkret zu bestimmen gewesen wäre. Allerdings machen die Parteien nicht geltend, sie hätten 
während ihrer Ehe Ersparnisse erzielt. Auch den Akten kann nichts Entsprechendes entnommen 
werden. Die vom Präsidenten angewandte zweistufige Methode war somit geeignet, zunächst die 
Obergrenze des ehelichen Unterhalts zu berechnen.

2.4.1. Der Berufungskläger verdient monatlich CHF 11‘265.15  netto (inkl. 13. Monatslohn; 
angefochtener Entscheid, S. 4, E. 2.2). Sein erweitertes Existenzminimum beläuft sich gemäss 
dem angefochtenen Entscheid auf CHF 7‘238.35 (Grundbetrag: CHF 1‘200.-; Unterhaltsbeitrag 
D.________: CHF 1‘200.-; Unterhaltsbeitrag C.________: CHF 500.-; Miete Wohnung: CHF 
1‘613.-; Miete Garage: CHF 80.-; Krankenkasse: CHF 278.35; Versicherung/Telecom: CHF 100.-; 
Arbeitsweg: CHF 158.-; Auswärts Essen: CHF 220.-; geschätzte Steuern: CHF 1‘889.-). 

In seiner Berufung wirft der Berufungskläger dem Präsidenten vor, das Sackgeld, welches er 
seiner Tochter D.________ jeden Monat in der Höhe von CHF 400.- bezahle, grundlos nicht 
berücksichtigt zu haben. Entgegen seinen Vorbringen geht aus dem Sitzungsprotokoll vom 
31. Oktober 2017 nicht hervor, dass er D.________ zusätzlich zu den CHF 1‘200.- Unterhalts-
beitrag weitere CHF 400.- pro Monat bezahlt. Erwähnt wird lediglich die Schwester C.________ 
(vgl. act. 19/4). Auch dem Schriftenwechsel kann nichts anderes entnommen werden. Die Parteien 
schienen sich von Anfang an auf einen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘200.- geeinigt zu haben. 
Lediglich die Zahlungsmodalitäten waren strittig. Insbesondere wollte der Berufungskläger der 
Berufungsbeklagten lediglich CHF 800.- für den Unterhalt von D.________ bezahlen und letzterer 
den restlichen Betrag von CHF 400.- (cf. Stellungnahme vom 24. August 2017, act. 10/4 f. ad art. 
10). Die zusätzlich geltend gemachten CHF 400.- wurden somit zu Recht nicht berücksichtigt. 
Auch in vorliegendes Berufungsverfahren können sie nicht mehr Eingang finden (vgl. Art. 317 

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ZPO). Insbesondere unterlässt es der Berufungskläger zu erklären, weshalb er diese Tatsache 
nicht bereits vor erster Instanz hat vorbringen und belegen können, sollten diese Zahlungen doch 
bereits mindestens seit Frühjahr 2017 geleistet worden sein (vgl. Berufungsbeilage 4). 

Weiter beanstandet der Berufungskläger, der Präsident habe die monatlichen CHF 490.-, die er 
der älteren Tochter C.________ zusätzlich zu den CHF 500.- überweise zu Unrecht nicht berück-
sichtigt. Tatsächlich geht aus dem Sitzungsprotokoll vom 31. Oktober 2017 hervor, dass er seiner 
Tochter monatlich CHF 500.- überweist und für die Kosten für das Auto aufkommt (act. 19/4). Wie 
hoch allerdings die Ausgaben für das Auto sind, respektive für welchen Gesamtbetrag seiner 
Tochter er aufkommt, kann weder dem Protokoll noch den Eingaben der Parteien entnommen 
werden. Der eingereichten Aufstellung (Berufungsbeilage 4) kann entnommen werden, dass er 
wohl insgesamt CHF 3‘276.60 für das Auto bezahlt hat (CHF 502.- + CHF 372.50 + CHF 367.50 + 
CHF 675.- + CHF 1‘359.60), d.h. rund CHF 275.- monatlich, wobei sich darunter wohl auch 
einmalige Zahlungen wie der letztgenannte Betrag für die Reparatur der Stossstange befinden. 
Weshalb er diese Beträge jedoch nicht bereits vor erster Instanz hat vorbringen und belegen 
können, erklärt er auch unter diesem Punkt nicht, so dass gemäss Art. 317 ZPO auch sie so oder 
anders unberücksichtigt bleiben müssen. 

Schliesslich bestreitet der Berufungskläger die Schätzung des Steuerbetrages durch die 
Vorinstanz. Mit Verweis auf seine Steuererklärung für das Jahr 2017 und die entsprechende 
provisorische Berechnung (Beilage 3), macht er geltend, er müsse monatlich rund CHF 2‘223.- für 
die Steuern aufwenden. Mit der Berufungsbeklagten ist allerdings festzustellen, dass der 
Berufungskläger nicht die gesamten Beträge für die Unterhaltszahlungen in Abzug gebracht hat, 
sondern lediglich einen Teil (CHF 10‘845.- für die Berufungsbeklagte und CHF 2‘400.- für 
D.________ anstatt CHF 14'000.- [10 x CHF 1‘400.-] bzw. CHF 14‘900.- [10 x 1‘490.-]). Unter 
Berücksichtigung dieser Umstände ist die Schätzung der Vorinstanz nicht zu beanstanden. 

Das erweiterte Existenzminimum von CHF 7‘238.35 ist somit zu bestätigen. 

2.4.2. Die Berufungsbeklagte verdient bei ihrem 60% Pensum einen monatlichen Nettolohn von 
CHF 4‘720.35 (inkl. 13. Monatslohn, vgl. angefochtener Entscheid, S. 4 E. 2.2). Ihr erweitertes 
Existenzminimum beläuft sich gemäss vorinstanzlichem Entscheid (S. 5 E. 2.3) auf CHF 3‘485.35 
(Grundbetrag: CHF 1‘350.-; geschätzter Wohnkostenanteil: CHF 960.-; Krankenkasse: CHF 
287.35; Versicherung/Telecom: CHF 100.-; Arbeitsweg: CHF 168.-; Auswärts Essen: CHF 120.-; 
geschätzte Steuern: CHF 500.-). 

Der Berufungskläger wirft bei dieser Berechnung dem Präsidenten vor, die CHF 300.-, die 
C.________ ihrer Mutter monatlich überweist, nicht beim Einkommen berücksichtigt zu haben. 
Entgegen der Berechnung seines Existenzminimums hat der Präsident bei derjenigen der 
Berufungsbeklagten keine Ausgaben für den Unterhalt von C.________ berücksichtigt, obwohl die 
Berufungsbeklagte an der Sitzung vom 31. Oktober 2017 bestätigte, dass C.________ bei ihr 
wohne und dass sie namentlich die Krankenkasse für ihre Tochter bezahle. Unter diesen 
Umständen ist die Festlegung des Existenzminimums der Berufungsbeklagten durch die 
Vorinstanz nicht zu beanstanden. 

2.4.3. Aufgrund der festgestellten finanziellen Situation der Parteien beträgt somit die Obergrenze 
des ehelichen Unterhalts rund CHF 1‘400.- (CHF 3‘485.35 + [CHF 11‘265.15 + CHF 4‘720.35 - 
CHF 7‘238.35 – CHF 3‘485.35]/2 – CHF 4‘720.35). 

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2.5. Für den Fall, dass der hiesige Hof zum Schluss kommen sollte, den Berufungskläger treffe 
grundsätzlich eine Unterhaltspflicht, hätte die Vorinstanz den Unterhaltsanspruch der Berufungsbe-
klagten dennoch rechtsfehlerhaft festgestellt, da ihr in diesem Fall ein hypothetisches Einkommen 
im Umfang eines 80% Pensums anzurechnen sei und dies spätestens ab Ende Juli 2017. Es sei 
gerichtsnotorisch, dass die Arbeit als Pflegefachfrau auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sei. Die 
Berufungsbeklagte hätte im Handumdrehen eine höhergradige Beschäftigung innert vier Monaten 
gefunden. 

2.5.1. In Eheschutzverfahren gilt in Bezug auf ein allfälliges hypothetisches Einkommen nach 
höchstrichterlicher Rechtsprechung folgendes: 

Im Eheschutzverfahren ist eine Pflicht zur Aufnahme oder Ausdehnung einer Erwerbstätigkeit nur 
zu bejahen, wenn keine Möglichkeit besteht, auf eine während des gemeinsamen Haushalts 
gegebene Sparquote oder vorübergehend auf Vermögen zurückzugreifen, wenn die vorhandenen 
finanziellen Mittel - allenfalls unter Rückgriff auf Vermögen - trotz zumutbarer Einschränkungen für 
zwei getrennte Haushalte nicht ausreichen und wenn die Aufnahme oder Ausdehnung der 
Erwerbstätigkeit unter den Gesichtspunkten der persönlichen Verhältnisse des betroffenen 
Ehegatten (Alter, Gesundheit, Ausbildung u.ä.) und des Arbeitsmarktes zumutbar ist. Diese 
Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Reichen allerdings die finanziellen Mittel zur 
Bezahlung der Kosten zweier Haushalte problemlos aus, besteht für den Unterhaltsgläubiger keine 
Pflicht, sofort ab der Trennung eine Arbeit aufzunehmen, es sei denn, dass bereits ab jenem 
Zeitpunkt nicht mehr ernsthaft mit einer Wiederherstellung der ehelichen Gemeinschaft gerechnet 
werden kann (vgl. BGE 130 II 537 E. 3.2 f.).

Wird einem Ehegatten ein hypothetisches Einkommen angerechnet, ist ihm in der Regel eine 
angemessene Übergangsfrist einzuräumen, um sich an die neue Situation anzupassen. Wie lange 
diese Frist genau sein soll, hängt von den Umständen des Einzelfalles ab und liegt damit im 
Ermessen des Richters (vgl. BGE 129 III 427 E. 2.2; Urteil BGer 5A_298/2015 vom 30. September 
2015 E. 3.1 in fine). 

2.5.2. Der Präsident hat der Berufungsbeklagten implizite ein hypothetisches Einkommen 
angerechnet, indem er die monatlichen Unterhaltsbeiträge ab dem 1. Mai 2018 von CHF 1‘400.- 
auf CHF 700.- reduzierte und bis Ende 2018 befristete. Die Berufungsbeklagte habe selber 
ausgesagt, dass sie ihr Pensum im Frühjahr 2018 um 10-20% erhöhen könne. Es sei davon 
auszugehen, dass sie ab Januar 2019 mindestens 80% erwerbstätig sein könne (angefochtener 
Entscheid, S. 6, E. 2.3 in fine). Bei einem Pensum von 80% und einem Nettolohn von rund 
CHF 6‘300.- (inkl. 13. Monatslohn) ist die Berufungsbeklagte nämlich in der Lage, ihren zuletzt 
gelebten Standard (CHF 6‘120.-) selber zu finanzieren und hätte somit keinen Anspruch mehr auf 
Unterhalt. 

2.5.3. Vorliegend ist unbestritten, dass die Berufungsbeklagte ihr Pensum auf 80% erhöhen kann. 
Uneinig sind sich die Parteien lediglich in Bezug auf die Frist, die ihr dafür einzuräumen ist. 

In Anbetracht namentlich der guten finanziellen Situation der Parteien, der Dauer der Ehe (über 
zwanzig Jahre), des Alters der Berufungsbeklagten (50 Jahre) und der bis anhin gelebten 
Aufteilung der Aufgaben und Geldmittel, bzw. der guten Gesundheit der Berufungsbeklagten, ihrer 
bereits ausgeübten Tätigkeit (60% im Gesundheitsbereich) während der Ehe und des Alters der 
beiden Kinder (inzwischen beide volljährig) sowie der Aussage der Berufungsbeklagten, im 
Frühjahr 2018 ihr Pensum um 10-20% erhöhen zu können, ist unter Berücksichtigung des der 

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Vorinstanz zustehende Ermessens die zugesprochene Übergangsfrist zur Ausdehnung der 
Erwerbstätigkeit bis zum 1. Mai 2018 nicht zu beanstanden.

Kann allerdings die Berufungsbeklagte ihr Pensum gemäss eigener Aussage bis zu diesem 
Zeitpunkt bereits um 20%, d.h. auf 80%, erhöhen, ist nicht ersichtlich, weshalb ihr eine zusätzliche 
Frist bis Ende 2018 eingeräumt werden muss, um finanziell unabhängig zu werden. Mit dem 80% 
Pensum ist die Berufungsbeklagte nämlich in der Lage, ihren zuletzt gelebten Standard selber zu 
finanzieren und hat damit keinen Anspruch mehr auf Unterhalt.

Die Berufung ist somit teilweise gutzuheissen und Ziffer 2.4 des Dispositivs in dem Sinne 
abzuändern, dass der Berufungskläger verpflichtet wird, der Berufungsbeklagten einen monat-
lichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘400.- für die Zeit vom 10. März 2017 bis zum 30. April 2018 zu 
bezahlen. 

3.

3.1. Der Berufungskläger beantragt schliesslich, die Gerichtskosten des erstinstanzlichen 
Entscheids den Parteien – wie in familienrechtlichen Angelegenheiten üblich - je hälftig aufzu-
erlegen und die Parteikosten wettzuschlagen.

3.2. Der Gerichtspräsident hielt folgendes fest (angefochtener Entscheid, S. 6, E. 2.4): 
Vorliegend haben die Parteien, mit Ausnahme der Frage der Höhe des geschuldeten Unterhalts-
beitrags an die [Berufungsbeklagte], eine Vereinbarung getroffen. Die [Berufungsbeklagte] hat für 
ihren Unterhalt einen Betrag von CHF 1‘400.- geltend gemacht und zwar bis zum 1. Juli 2018 und 
ab da CHF 700.-, ohne Befristung. Der [Berufungskläger] beantragte seinerseits, dass kein 
Unterhalt geschuldet sei. Ausgehend von diesen Rechtsbegehren und den Ausgang des 
Verfahrens berücksichtigend, rechtfertigt es sich, die Prozesskosten der [Berufungsbeklagten] zu 
1/3 und dem [Berufungskläger] zu 2/3 aufzuerlegen. 

3.3. Unter Berücksichtigung des Ausgang des vorliegenden Berufungsverfahrens (Befristung 
des Unterhaltsbeitrags bis 30. April 2018), rechtfertigt es sich entsprechend dem Antrag des 
Berufungsklägers, die Gerichtskosten des erstinstanzlichen Verfahrens den Parteien je hälftig 
aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 318 Abs. 3 und Art. 106 Abs. 2 ZPO).

4. In Anbetracht des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens rechtfertigt es sich auch hier, die 
Gerichtskosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen und die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 106 
Abs. 2 ZPO). 

Die Gerichtskosten werden auf CHF 1‘200.- festgelegt und mit dem Kostenvorschuss des 
Berufungsklägers in derselben Höhe verrechnet (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Die Berufungsbeklagte hat 
dem Berufungskläger CHF 600.- zu bezahlen (Art. 111 Abs. 2 ZPO). 

(Dispositiv auf nachfolgender Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen.

Ziffer 2.4 und 3. des Entscheids des Gerichtspräsidenten des Sensebezirks vom 30. Januar 
2018 werden abgeändert und lauten nun wie folgt: 

2.4 A.________ wird verpflichtet, B.________ mit Wirkung ab dem 10. März 2017 bis 
30. April 2018 an deren Unterhalt einen monatlichen Betrag von CHF 1‘400.- zu 
bezahlen. Ab 1. Mai 2018 ist kein Unterhaltsbeitrag mehr geschuldet. 

3. Die Prozesskosten werden B.________ und A.________ je hälftig auferlegt und die 
Parteikosten wettgeschlagen. 

Die dem Staat geschuldeten Gerichtskosten (Entscheidgebühr inkl. Auslagen) von 
CHF 1‘200.- werden vom Kostenvorschuss von B.________ bezogen. A.________ hat 
ihr CHF 600.- zu erstatten. 

II. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird als gegenstandslos abgeschrieben.

III. Die auf CHF 1‘200.- festgesetzten Gerichtskosten werden B.________ und A.________ je 
hälftig auferlegt. Sie werden mit dem Kostenvorschuss von A.________ verrechnet. 

B.________ hat A.________ CHF 600.- zu erstatten. 

IV. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

V. Zustellung:

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Verfassungsbeschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 28. August 2018/cth

Die Vize-Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin: