# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49d874fc-b1b6-5658-bd8f-d0cd879b8a1d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-12-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.12.2018 A-2106/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2106-2018_2018-12-31.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid aufgehoben durch BGer mit  

Urteil vom 23.07.2019 (2C_159/2019) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2106/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 1 .  D e z e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Michael Beusch, Richterin Annie Rochat Pauchard,    

Gerichtsschreiber Roger Gisclon. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch  

Dr. Hubertus Ludwig,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Oberzolldirektion (OZD),  

Hauptabteilung Verfahren und Betrieb,  

Monbijoustrasse 40, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Nachforderung der Einfuhrsteuer auf Medaillen und Dukaten. 

 

 

 

A-2106/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Zwischen dem 3. Mai 2012 und dem 5. Dezember 2016 meldete die 

B._______ AG 14 Sendungen Goldmünzen (Dukaten) im Wert von ca. 

CHF 4.68 Millionen unter der Zolltarifnummer 7118.9010 zur definitiven 

Einfuhrveranlagung an und gab als Importeur A._______ (fortan: Steuer-

pflichtiger) an. In den Zollanmeldungen wurde jeweils die Befreiung von 

der Einfuhrsteuer beantragt. Die Zollstelle St. Margrethen (fortan: Zoll-

stelle) nahm die Zollanmeldungen antragsgemäss an und stellte die Ver-

anlagungsverfügungen aus. 

B.  

Nachdem die Zollstelle bei den genannten Sendungen nachträgliche Kon-

trollen durchgeführt hatte, kam sie zum Schluss, dass darin nicht bloss 

Golddukaten, sondern auch Goldabschläge, Goldmedaillen und Sonder-

prägungen enthalten waren und hierfür zu Unrecht die Steuerbefreiung er-

wirkt worden war, da es sich dabei zu keiner Zeit um gesetzliche Zahlungs-

mittel gehandelt habe. 

C.  

Die nun zuständige Zollkreisdirektion Schaffhausen (fortan: Zollkreisdirek-

tion) informierte in der Folge den Steuerpflichtigen mit Schreiben vom 

6. März 2017 darüber, dass aufgrund der Kontrollergebnisse beabsichtigt 

werde, für die Einfuhren, für welche die Steuerbefreiung zu Unrecht geltend 

gemacht worden sei (gesamthaft 21 Goldabschläge, 4 Medaillen, 2 Son-

derprägungen und 37 Dukaten), Einfuhrsteuern im Betrag von 

CHF 85‘790.60 zuzüglich Verzugszins von CHF 10‘624.10 (i.e. gesamthaft 

CHF 96‘414.70) nachzufordern. 

D.  

Der Steuerpflichtige äusserte sich mit Eingabe vom 27. April 2017 zur sei-

tens der Zollkreisdirektion in Aussicht gestellten Nachforderung dahinge-

hend, dass es sich bei Münzen aus Gold nicht um gesetzliche Zahlungs-

mittel handeln müsse, damit diese von der Einfuhrsteuer befreit seien. Dies 

gehe aus zolltarifarischen und mehrwertsteuerrechtlichen Normierungen 

hervor. Man vertrete daher die Ansicht, dass die in Frage stehenden Ein-

fuhren von der Einfuhrsteuer befreit seien. 

E.  

In der Folge zog die Zollkreisdirektion für weitere Abklärungen einen Nu-

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Seite 3 

mismatik-Experten bei und beauftragte diesen, zu 29 der insgesamt 64 be-

troffenen Dukaten, Goldabschlägen, Medaillen und Sonderprägungen im 

Hinblick darauf, ob es sich dabei einst um gesetzliche Zahlungsmittel han-

delte, ein Gutachten zu erstellen.  

Der Gutachter reduzierte die Frage, ob es sich bei den strittigen Gegen-

ständen einst um gesetzliche Zahlungsmittel handelte, auf die Frage, ob 

es sich dabei um Münzen handle. Denn unter einer Münze sei ein als Geld 

dienendes, vom Staat durch Stempelung, Gewicht und Gehalt garantiertes 

Stück Metall zu verstehen. Der Gutachter gab jedoch zu bedenken, dass 

insbesondere im Zeitraum 1650 bis 1750 der Unterschied zwischen Mün-

zen und Medaillen nicht leicht zu finden sei.  

Gemäss dem Gutachten handelte es sich bei den geprüften Dukaten einst 

um offizielles, gängiges Geld, während bei den Goldabschlägen die Zuwei-

sung als Geldsorte Interpretationssache sei. Die Medaillen hätten hinge-

gen definitiv nie Geldcharakter gehabt. 

F.  

Auf Basis des Gutachtens klammerte die Zollkreisdirektion die Goldab-

schläge und Sonderprägungen aus dem Nachforderungsverfahren aus 

und forderte mit Verfügung vom 20. September 2017 noch Einfuhrsteuern 

inklusive Verzugszinsen in Höhe von CHF 15‘417.05 für die Einfuhr von 

4 Medaillen und 37 Dukaten nach. 

G.  

Die hiergegen vom Steuerpflichtigen mit Eingabe vom 23. Oktober 2017 

bei der Oberzolldirektion (OZD) eingereichte Beschwerde wies Letztere mit 

Entscheid vom 26. Februar 2018 ab. 

H.  

Mit Eingabe vom 11. April 2018 erhebt der Steuerpflichtige (fortan: Be-

schwerdeführer) Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragt: 

1. Es sei der Entscheid der Eidgenössischen Zollverwaltung, Oberzolldi-

rektion, vom 26. Februar 2018 betreffend Nachforderung der Einfuhr-

steuer auf Medaillen und Dukaten aufzuheben. 

2.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWST) zu Lasten der 

Eidgenossenschaft. 

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Seite 4 

Darüber hinaus beantragt der Beschwerdeführer in prozessualer Hinsicht, 

es seien sämtliche Vorakten dem Verfahren beizuziehen. 

I.  

Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2018 reicht die OZD – wie seitens des 

Beschwerdeführers beantragt und vom Gericht gefordert – die gesamten 

Akten mitsamt Aktenverzeichnis ein und beantragt, die Beschwerde sei un-

ter Kostenfolge abzuweisen. 

J.  

Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereichten Akten 

wird – sofern erforderlich – in den folgenden Erwägungen näher eingegan-

gen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwal-

tungsgericht (VGG, SR 173.32) gegeben ist (Art. 31 VGG). Eine solche 

Ausnahme liegt nicht vor. Der angefochtene Entscheid ist eine Verfügung 

im Sinn von Art. 5 VwVG. Die OZD ist zudem eine Vorinstanz des Bundes-

verwaltungsgerichts (vgl. Art. 33 VGG). Dieses ist daher für die Beurteilung 

der vorliegenden Beschwerde zuständig (vgl. auch Art. 116 Abs. 4 des Zoll-

gesetzes vom 18. März 2005 [ZG, SR 631.0]). Das Verfahren richtet sich –

soweit das VGG nichts anderes bestimmt – nach den Vorschriften des 

VwVG (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer ist Adressat des angefochtenen Entscheids und 

zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Die Be-

schwerde wurde zudem form- und fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 50 

Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

1.3 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Ent-

scheid grundsätzlich in vollem Umfang. Der Beschwerdeführer kann mit 

der Beschwerde neben der Verletzung von Bundesrecht auch die unrich-

tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes 

sowie die Unangemessenheit rügen (vgl. Art. 49 VwVG). 

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Seite 5 

1.4  

1.4.1 Im Beschwerdeverfahren gelten die Untersuchungsmaxime, wonach 

der Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen ist, und der Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG; anstelle 

vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-7871/2015 vom 10. No-

vember 2016 E. 1.2.1 m.H.). 

1.4.2  

1.4.2.1 Im öffentlichen Verfahrensrecht ist – anders als dies regelmässig 

im Zivilprozess der Fall ist – nach der Untersuchungsmaxime (vgl. E. 1.4.1) 

die materielle Wahrheit zu erforschen. Das Bundesverwaltungsgericht darf 

also nicht allein und unbesehen auf die Vorbringen der Verfahrensbeteilig-

ten abstellen. Bedeutsame Tatsachen sind deshalb auch dann zu berück-

sichtigen, wenn sie seitens der Verfahrensbeteiligten nicht vorgebracht 

wurden. Ebenso ist über unbestrittene Tatsachen Beweis zu führen, wenn 

es Anlass gibt, an deren Richtigkeit zu zweifeln (siehe zum Ganzen RENÉ 

RHINOW et al., Öffentliches Prozessrecht, 3. Aufl. 2014, N. 1211). Der Un-

tersuchungsgrundsatz erfährt jedoch durch die Mitwirkungspflicht der Ver-

fahrensparteien eine Einschränkung. Die Mitwirkungspflicht gilt naturge-

mäss gerade für solche Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als das 

Bundesverwaltungsgericht und welche dieses ohne Mitwirkung der Partei 

gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (Urteil des 

BVGer A-7215/2014 vom 2. September 2015 E. 2.6; ANDRÉ MOSER/MI-

CHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesver-

waltungsgericht, 2. Aufl. 2013, N. 1.49 ff.).  

1.4.2.2 Im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gilt der Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung (BGE 130 II 485 E. 3.2). Die Beweiswürdigung 

endet mit dem richterlichen Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche 

Tatsache als erwiesen zu gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, 

wenn das Gericht gestützt auf die freie Beweiswürdigung zur Überzeugung 

gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche Sachumstand verwirklicht hat 

(MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 3.141). Es ist dabei nicht an 

bestimmte förmliche Beweisregeln gebunden, die genau vorschreiben, wie 

ein gültiger Beweis zu Stande kommt und welchen Beweiswert die 

einzelnen Beweismittel im Verhältnis zueinander haben (vgl. BGE 130 II 

482 E. 3.2; Urteil des BVGer A-1679/2015 vom 24. Mai 2016 E. 3.2; 

MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 3.140). Expertisen, die von einer 

Partei eingeholt und in das Verfahren als Beweismittel eingebracht werden 

(Partei- oder Privatgutachten), darf der Beweiswert nicht schon deshalb 

abgesprochen werden, weil sie von einer Partei stammen (vgl. BGE 137 II 

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270 E. 3.2; BVGE 2013/9 E. 3.8.1). Auch sie enthalten Äusserungen einer 

sachverständigen Person, welche zur Feststellung eines rechtserheblichen 

Sachverhalts beweismässig beitragen können. Allerdings kommt einem 

von einer Prozesspartei eingereichten Gutachten gegenüber einer 

gerichtlich eingeholten Expertise ein geringerer Beweiswert zu, weil 

Ersteres nicht nach den Vorgaben des VwVG erstellt worden ist 

(MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 3.147). 

1.4.2.3 Bleibt eine entscheidrelevante Tatsache unbewiesen, gilt im Be-

reich des öffentlichen Rechts grundsätzlich die Beweislastregel von Art. 8 

des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, 

SR 210) als allgemeiner Rechtsgrundsatz (vgl. BGE 138 II 465 E. 6.8.2; 

Urteil des BVGer A-6341/2015 vom 28. Juni 2016 E. 2.1.3). Demnach hat 

jene Partei die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, die aus der unbewie-

sen gebliebenen Tatsache Rechte ableitet (vgl. BGE 133 V 205 E. 5.5; Ur-

teil des BGer 1C_236/2016 vom 15. November 2016 E. 3.6 am Ende; MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 3.150; RHINOW et al., a.a.O., N. 997). 

Abgesehen von Besonderheiten, welche die Natur des im Einfuhrsteuer-

recht geltenden Selbstdeklarationsprinzips mit sich bringt, gilt auch in die-

sem Rechtsgebiet – wie allgemein im Abgaberecht – der Grundsatz, wo-

nach die Behörde die Beweislast für Tatsachen trägt, welche die Abgabe-

pflicht begründen oder die Abgabeforderung erhöhen; demgegenüber ist 

die abgabepflichtige Person für die abgabeaufhebenden und -mindernden 

Tatsachen beweisbelastet (vgl. BGE 140 II 248 E. 3.5 m.H.; 133 II 153 

E. 4.3; Urteil des BGer 2C_837/2015 vom 23. August 2016 E. 5; ferner Ur-

teil des BVGer A-917/2014 vom 25. November 2015 E. 1.4, 3.2.4 betref-

fend Übersiedlungsgut). 

1.4.3 Nach dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. 

E. 1.4.1) ist das Bundesverwaltungsgericht verpflichtet, auf den unter 

Mitwirkung der Verfahrensbeteiligen festgestellten Sachverhalt die 

richtigen Rechtsnormen und damit jenen Rechtssatz anzuwenden, den es 

als den zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der 

es überzeugt ist (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 1.54 unter 

Verweisung auf BGE 119 V 347 E. 1a). Aus dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen folgt sodann, dass das 

Bundesverwaltungsgericht als Beschwerdeinstanz nicht an die rechtliche 

Begründung der Begehren gebunden ist (vgl. Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es 

kann eine Beschwerde aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

(ganz oder teilweise) gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im 

Ergebnis mit einer von der Vorinstanz abweichenden Begründung 

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bestätigen (sog. Motivsubstitution; vgl. anstelle vieler: Urteil des BVGer 

A-825/2016 vom 10. November 2016 E. 2.2). 

1.5 Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entscheidet das Bundesverwaltungs-

gericht in der Sache selbst oder weist diese ausnahmsweise mit 

verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück. Bei der Wahl zwischen 

den beiden Entscheidarten steht dem Gericht ein weiter 

Ermessensspielraum zu. Liegen sachliche Gründe vor, ist eine 

Rückweisung regelmässig mit dem Untersuchungsgrundsatz sowie dem 

Prinzip eines einfachen und raschen Verfahrens vereinbar. Zur 

Rückweisung führt insbesondere eine mangelhafte Abklärung des 

Sachverhaltes durch die Vorinstanz, die ohne eine aufwändigere 

Beweiserhebung nicht behoben werden kann. Die Vorinstanz ist mit den 

tatsächlichen Verhältnissen besser vertraut und darum im Allgemeinen 

besser in der Lage, die erforderlichen Abklärungen durchzuführen; zudem 

bleibt der betroffenen Partei dergestalt der gesetzlich vorgesehene 

Instanzenzug erhalten (vgl. statt vieler BGE 131 V 407 E. 2.1.1; BVGE 

2012/21 E. 5.1; Urteile des BVGer A-5198/2016 vom 5. April 2017 E. 2.3, 

A-1865/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 5, A-5060/2014 vom 18. Juni 

2015 E. 6.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., N. 3.194). 

2.  

2.1 Für die Einfuhrsteuer gilt die Zollgesetzgebung, soweit die Bestimmun-

gen des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer 

(MWSTG, SR 641.20) nichts anderes anordnen (Art. 50 MWSTG). 

2.2 Waren, die ins schweizerische Zollgebiet verbracht werden, sind grund-

sätzlich zollpflichtig und nach dem Zollgesetz vom 18. März 2005 (ZG, 

SR 631.0) sowie nach dem Zolltarifgesetz vom 9. Oktober 1986 (ZTG, SR 

632.10) zu veranlagen (Art. 7 ZG). Solche Einfuhren von Gegenständen 

unterliegen zudem der Einfuhrsteuer (Art. 50 ff. MWSTG). Unter den Begriff 

der Einfuhr fällt grundsätzlich jedes Verbringen von Gegenständen ins Zoll-

gebiet (vgl. Urteil des BVGer A-2675/2016 vom 25. Oktober 2016 E. 2.3.3). 

Für das Auslösen der Steuer genügt es, dass der Gegenstand über die 

Zollgrenze verbracht wird. Ein (entgeltliches) Umsatzgeschäft ist nicht er-

forderlich (vgl. anstelle vieler: Urteil des BVGer A-825/2016 vom 10. No-

vember 2016 E. 4.2). Vorbehalten bleiben Zoll- und Steuerbefreiungen, die 

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Seite 8 

sich aus besonderen Bestimmungen von Gesetzen und Verordnungen o-

der Staatsverträgen ergeben (vgl. Art. 53 MWSTG). 

2.3 Für das vorliegende Verfahren genügt es, Folgendes zu den Zolltarifen 

bzw. Zolltarifnummern festzuhalten (E. 2.3.1 - 2.3.5): 

2.3.1 Gemäss Art. 1 ZTG sind alle Waren, die über die schweizerische Zoll-

grenze ein- und ausgeführt werden, nach dem Generaltarif zu verzollen, 

welcher in den Anhängen 1 und 2 des ZTG enthalten ist. 

Unter dem Begriff Generaltarif (vgl. Art. 3 ZTG) ist ein unter Beachtung der 

inländischen Gesetzgebung und unter Berücksichtigung der nationalen Be-

dürfnisse geschaffener Zolltarif zu verstehen. Er enthält die Tarifnummern, 

die Bezeichnungen der Waren, die Einreihungsvorschriften, die Zollkontin-

gente sowie die höchstmöglichen Zollansätze, wie sie grösstenteils im 

GATT/WTO-Abkommen (Abkommen vom 15. April 1994 zur Errichtung der 

Welthandelsorganisation, SR 0.632.20, für die Schweiz in Kraft seit 1. Juli 

1995; mit Anhängen) konsolidiert worden sind. Die Struktur des Generalta-

rifs basiert auf der Nomenklatur des internationalen Übereinkommens vom 

14. Juni 1983 über das Harmonisierte System zur Bezeichnung und Co-

dierung der Waren (nachfolgend: HS-Übereinkommen, SR 0.632.11, für 

die Schweiz in Kraft getreten am 1. Januar 1988). 

Der Gebrauchstarif (vgl. Art. 4 ZTG) entspricht im Aufbau dem Generaltarif 

und enthält die aufgrund von vertraglichen Abmachungen und von autono-

men Massnahmen ermässigten Zollansätze. Er widerspiegelt die in Erlas-

sen festgelegten gültigen Zollansätze (vgl. zum Ganzen auch Botschaft 

vom 19. September 1994 zu den für die Ratifizierung der GATT/WTO-Über-

einkommen [Uruguay-Runde] notwendigen Rechtsanpassungen, BBl 1994 

IV 950, S. 1004 f.; vgl. auch Botschaft vom 22. Oktober 1985 betreffend 

das HS-Übereinkommen sowie über die Anpassung des schweizerischen 

Zolltarifs, BBl 1985 III 357, S. 377 f.; vgl. zum Ganzen: Urteile des BVGer 

A-3030/2013 vom 8. Mai 2014 E. 2.1.1 und A-5558/2013 vom 4. April 2014 

E. 2.1.2 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Der Gebrauchstarif, der für 

die Alltagspraxis primär relevant ist, umfasst demnach neben den unver-

ändert gebliebenen Ansätzen des Generaltarifs alle zu einem bestimmten 

Zeitpunkt handelsvertraglich vereinbarten Zollansätze und die autonom ge-

währten Zollpräferenzen. Der Gebrauchstarif enthält zudem auch die in be-

sonderen Erlassen geregelten, aufgrund autonomer Massnahmen ermäs-

sigten Zollansätze (THOMAS COTTIER/DAVID HERREN, in: Kocher/Clavadet-

scher [Hrsg.], Zollgesetz, 2009, Einleitung Rz. 103).  

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Seite 9 

2.3.2 Der Generaltarif wird in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts 

(AS) nicht veröffentlicht. Die Veröffentlichung erfolgt durch Verweis (Art. 5 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. Juni 2004 über die Sammlungen des 

Bundesrechts und das Bundesblatt [Publikationsgesetz, PublG, 

SR 170.512]). Der Generaltarif kann jedoch mitsamt seinen Änderungen 

bei der OZD eingesehen oder im Internet abgerufen werden (www.ezv.ad-

min.ch bzw. www.tares.ch). Dasselbe gilt für den Gebrauchstarif (Art. 15 

Abs. 2 und Anhänge 1 und 2 ZTG). Trotz fehlender Veröffentlichung in der 

AS kommt dem Generaltarif Gesetzesrang zu (statt vieler: Urteil des BGer 

2C_436/2015 vom 22. Juli 2016 E. 5; Urteile des BVGer A-3030/2013 vom 

8. Mai 2014 E. 2.1.2 und A-5558/2013 vom 4. April 2014 E. 2.1.3 mit wei-

teren Hinweisen; MICHAEL BEUSCH/MONIQUE SCHNELL LUCHSINGER, Wie 

harmonisiert ist das Harmonisierte System wirklich? in: Zollrevue, 1/2017 

S. 12 ff., 12; COTTIER/HERREN, a.a.O., Einleitung Rz. 96 ff.). 

2.3.3 Die Vertragsstaaten des HS-Übereinkommens (E. 2.3.1) – darunter 

die Schweiz – sind verpflichtet, ihre Tarifnomenklaturen mit dem Harmoni-

sierten System in Übereinstimmung zu bringen und beim Erstellen der na-

tionalen Tarifnomenklatur alle Nummern und Unternummern des Harmoni-

sierten Systems sowie die dazugehörenden Codenummern zu verwenden, 

ohne dabei etwas hinzuzufügen oder zu ändern. Sie sind verpflichtet, die 

allgemeinen Vorschriften für die Auslegung des Harmonisierten Systems 

(vgl. nachfolgend E. 2.3.5) sowie alle Abschnitt-, Kapitel- und Unternum-

mern-Anmerkungen anzuwenden. Sie dürfen den Geltungsbereich der Ab-

schnitte, Kapitel, Nummern oder Unternummern des HS nicht verändern 

und haben die Nummernfolge des Harmonisierten Systems einzuhalten 

(Art. 3 Ziff. 1 Bst. a des HS-Übereinkommens; Urteil des BVGer 

A-3030/2013 vom 8. Mai 2014 E. 2.2.1 m.w.H.). 

2.3.4 Die Nomenklatur des Harmonisierten Systems bildet somit die syste-

matische Grundlage des schweizerischen Generaltarifs, dessen Kodierung 

durchwegs als achtstellige Tarifnummer pro Warenposition ausgestaltet 

und damit gegenüber der sechsstelligen Nomenklatur des Harmonisierten 

Systems um zwei Stellen verfeinert ist. Daraus folgt, dass die schweizeri-

sche Nomenklatur bis zur sechsten Ziffer völkerrechtlich bestimmt ist. Die 

siebte und achte Position bilden schweizerische Unternummern, denen 

grundsätzlich ebenso Gesetzesrang zukommt, soweit sie mit Erlass des 

ZTG geschaffen worden sind. Da sowohl Bundesgesetze als auch Völker-

recht für die Zollverwaltung und alle anderen Rechtsanwender massge-

bendes Recht darstellen, ist diesfalls das Bundesverwaltungsgericht an die 

gesamte achtstellige Nomenklatur gebunden (Art. 190 BV; vgl. statt vieler: 

A-2106/2018 

Seite 10 

Urteil des BVGer A-5558/2013 vom 4. April 2014 E. 2.2.2 mit zahlreichen 

weiteren Hinweisen; vgl. auch REMO ARPAGAUS, Zollrecht, in: Koller/Mül-

ler/Tanquerel/Zimmerli [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, 

Band XII, 2. Aufl., 2007, Rz. 578). 

2.3.5 Die Vertragsstaaten des HS-Übereinkommens beabsichtigen eine 

einheitliche Auslegung der völkerrechtlich festgelegten Nomenklatur (vgl. 

Art. 7 Ziff. 1 Bst. b und c und Art. 8 Ziff. 2 des HS-Übereinkommens). Hierzu 

dienen u.a. die «Avis de classement» (nachfolgend: Einreihungsavisen) 

und die «Notes explicatives du Système Harmonisé» (nachfolgend: Erläu-

terungen), welche vom Rat für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des 

Zollwesens (Weltzollrat; heute: Weltzollorganisation) auf Vorschlag des 

Ausschusses des Harmonisierten Systems genehmigt worden sind (Art. 1 

Bst. e und f i.V.m. Art. 7 Ziff. 1 Bst. a - c i.V.m. Art. 8 Ziff. 2 und 3 des 

Übereinkommens). Diese Vorschriften sind als materiell internationales 

(Staatsvertrags-)Recht für das Bundesverwaltungsgericht verbindlich. Die 

Vertragsstaaten haben einzig nach Art. 7 Ziff. 1 sowie Art. 8 Ziff. 1 und 2 

des Übereinkommens die Möglichkeit, die Überprüfung oder Änderung der 

Erläuterungen und Einreihungsavisen zu veranlassen (vgl. Urteil des 

BVGer A-7486/2016 vom 14. Dezember 2017 E. 3.2). 

2.4 Eine Ausnahme von der Einfuhrsteuerpflicht ergibt sich aus der 

Kompetenz des Bundesrates, vom MWSTG abweichende Bestimmungen 

beispielsweise über die Besteuerung der Einfuhr von Münz- und Feingold 

zu erlassen (Art. 107 Abs. 2 MWSTG). So bestimmt der Bundesrat in 

Art. 113 Bst. g MWSTV, dass Münz-und Feingold nach Art. 44 MWSTV von 

der Einfuhrsteuer befreit ist. Hier von Interesse ist namentlich Art. 44 Abs. 1 

Bst. a MWSTV, wonach staatlich geprägte Goldmünzen der 

Zolltarifnummern 7118.9010 und 9705.0000 von der Steuer befreit sind. 

2.4.1 Unter einer Münze ist ein als Geld dienendes, vom Staat durch Stem-

pelung, Gewicht und Gehalt garantiertes Stück Metall zu verstehen (FRIED-

RICH FREIHERR VON SCHRÖTTER, Wörterbuch der Münzkunde, 2. Aufl. 1970, 

S. 415). Ein Staat wiederum zeichnet sich durch das Vorliegen von Staats-

volk, Staatsgebiet sowie autonomer und effektiver Staatsgewalt (Regie-

rung) aus (IGNAZ SEIDL-HOHENVELDERN, Völkerrecht, 3. Aufl. 2001, 

S. 380 f.). 

2.4.2 Unter Goldmünzen der Zolltarifnummern 7118.9010 und 9705.0000 

ist sodann Folgendes zu verstehen. 

A-2106/2018 

Seite 11 

2.4.2.1 Dem schweizerischen Gebrauchstarif lässt sich aus dem Abschnitt 

XIV „Echte Perlen oder Zuchtperlen, Edelsteine, Schmucksteine oder der-

gleichen, Edelmetalle, Edelmetallplattierungen und Waren daraus; Phan-

tasieschmuck; Münzen» Folgendes zur Zolltarifnummer 7118.9010 ent-

nehmen: 

71 Echte Perlen oder Zuchtperlen, Edelsteine, Schmuck-

steine oder dergleichen, Edelmetalle, Edelmetallplat-

tierungen und Waren daraus; Phantasieschmuck; 

Münzen 

[…] 

7118 Münzen: 

7118.1000 - Münzen (ausgenommen Goldmünzen), andere als gesetzliche        

Zahlungsmittel 

 - andere: 

7118.9010 -- aus Gold oder Platin 

7118.9020 -- aus Silber 

7118.9030 -- aus unedlen Metallen 

 

Gemäss den Erläuterungen zur Tarifnummer 7118 umfasst diese Metall-

münzen (einschliesslich derjenigen aus Edelmetallen), welche vom Staat 

ausgegeben sind, ein streng kontrolliertes Gewicht haben, in erhabener 

Prägung Abbildungen und Inschriften mit offiziellem Charakter tragen und 

gesetzliche Zahlungsmittel sind. Einzelne Münzen oder Münzserien, die im 

Ausgabeland gesetzliche Zahlungsmittel sind, gehören zu dieser Nummer, 

auch wenn diese Münzen für den allgemeinen Verkauf in besonderen Auf-

machungen angeboten werden. Diese Nummer umfasst auch Münzen, die 

in dem Land, in dem sie ausgegeben wurden, ausser Kurs gesetzt sind. 

Dagegen gehören Münzen, die den Charakter von Sammlungsstücken ha-

ben, zu Nr. 9705 (vgl. die entsprechende Erläuterung). 

2.4.2.2 Weiter ist dem schweizerischen Gebrauchstarif im Abschnitt XXI  

„Kunstgegenstände, Sammlungsstücke und Antiquitäten» Folgendes zur 

Zolltarifnummer 9705.0000 entnehmen: 

 

97 Kunstgegenstände, Sammlungsstücke und Antiquitä-

ten 

[…] 

9705.0000 Sammlungen oder Sammlungsstücke, zoologische, botani-

sche, mineralogische oder anatomische oder solche von 

A-2106/2018 

Seite 12 

historischem, archäologischem, paläontologischem, ethno-

grafischem oder numismatischem Wert 

 

Gemäss den Erläuterungen zur Tarifnummer 9705 gehören hierher Gegen-

stände, die oft nur einen verhältnismässig geringen Materialwert haben, 

jedoch wegen ihrer Seltenheit, ihrer Zusammenstellung oder ihrer Aufma-

chung von Interesse sind. Zu Sammlungen und Sammlungsstücken von 

münzkundlichem Wert gehören Geldmünzen, Banknoten, die nicht mehr 

als gesetzliche Zahlungsmittel gelten (andere als solche der Nr. 4907), und 

Medaillen, in Sammlungen oder als Einzelstücke gestellt; im letzteren Fall 

gibt es im Allgemeinen nur sehr wenige Stücke derselben Münze oder Me-

daille und beide müssen offensichtlich für eine Sammlung bestimmt sein. 

Geldmünzen und Medaillen, die keine Sammlungen oder Sammlungsstü-

cke von münzkundlichem Wert sind (z.B. grössere Sendungen der gleichen 

Münze oder Medaille), gehören im Allgemeinen zu Kapitel 71. Münzen und 

Medaillen, die derart zerhämmert, gebogen oder in anderer Weise beschä-

digt sind, dass sie sich nur noch zum Einschmelzen usw. eignen, sind 

grundsätzlich als Schrott aus dem zu ihrer Herstellung verwendeten Metall 

zu tarifieren.  

Münzen, die im Ausgabeland kursfähig sind, gehören zu Nr. 7118, auch 

wenn sie besonders aufgemacht und für den Detailverkauf bestimmt sind. 

Münzen oder Medaillen, zu Schmuckwaren verarbeitet, gehören zu Kapitel 

71 oder zu Nr. 9706. Banknoten, die nicht mehr als gesetzliche Zahlungs-

mittel gelten und die weder eine Sammlung bilden noch Sammlungsstücke 

darstellen, gehören zu Nr. 4907. 

Zu kommerziellen Zwecken hergestellte Erzeugnisse, welche einem Ereig-

nis oder einer Veranstaltung gedenken, sie anpreisen oder veranschauli-

chen, auch wenn sie nur in beschränkter Anzahl hergestellt wurden oder 

nur für eine beschränkte Verbreitung bestimmt sind, gehören nicht zu die-

ser Nummer, die Sammlungen und Sammlungsstücke mit geschichtlichem 

oder münzkundlichem Wert umfasst. Sie werden jedoch hier eingereiht, 

wenn sie durch ihr Alter oder ihre Seltenheit selbst Sammlungswertobjekte 

geworden sind. 

2.4.2.3 Wie Goldmünzen, die der Zolltarifnummer 7118.9010 zuzuordnen 

sind, müssen somit auch Goldmünzen im Sinne der Zolltarifnummer 

9705.0000 irgendeinmal als gesetzliche Zahlungsmittel gedient haben (vgl. 

BÉATRICE BLUM, in: Zweifel/Beusch/Glauser/Robinson [Hrsg.], Kommentar 

A-2106/2018 

Seite 13 

zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die Mehrwert-

steuer, 2015, Art. 107 N. 71). 

Nachgeprägte Dukaten (1-fach und 4-fach) des Kaiserreichs Österreich mit 

einheitlicher Jahreszahl 1915, die durch einen Staat herausgegeben wur-

den, im Emissionsland aber nie gesetzlichen Kurs gehabt haben, fallen 

demgegenüber gemäss dem diesbezüglichen Einreihungsavis unter die 

Tarifnummer 7114.1990. 

2.4.3 Grundsätzlich gilt das vom Staat für sein Währungsgebiet ausgege-

bene Geld (Noten und Münzen) als gesetzliches Zahlungsmittel («legal 

tender»). Staatliches Geld setzt allerdings ein Staatsgebilde voraus, wel-

chem das Geldausgabemonopol zusteht und welches dieses auch durch-

zusetzen vermag. Der Schuldner befreit sich durch Zahlung in der gesetz-

lichen Währung und der Gläubiger ist verpflichtet, eine solche Zahlung an-

zunehmen (vgl. zum Begriff des gesetzlichen Zahlungsmittels BVGE 

2013/42 E. 4.7; FRANK VISCHER, Geld- und Währungsrecht im nationalen 

und internationalen Kontext, 2010, Rz. 14). 

2.5  

2.5.1 Gemäss Art. 12 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes vom 22. März 

1974 über das Verwaltungsstrafrecht (Verwaltungsstrafrechtsgesetz, 

VStrR, SR 313.0) sind Abgaben, die infolge einer Widerhandlung gegen 

die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes zu Unrecht nicht erhoben wor-

den sind, ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer Person nachzuentrich-

ten. Die Mehrwertsteuergesetzgebung gehört zur Verwaltungsgesetzge-

bung des Bundes. Damit sind Einfuhrsteuern insbesondere dann nachträg-

lich zu erheben, wenn die objektiven Tatbestandselemente von Art. 96 

Abs. 4 Bst. a MWSTG erfüllt sind, mithin die Steuerforderung zulasten des 

Staates verkürzt worden ist, indem namentlich Waren bei der Einfuhr nicht 

oder unrichtig angemeldet worden sind (vgl. zum Ganzen anstelle vieler: 

Urteil des BVGer A-825/2016 vom 10. November 2016 E. 8.3). 

2.5.2 Zur Nachleistung der Einfuhrsteuer ist verpflichtet, wer in den Genuss 

eines unrechtmässigen Vorteils gelangt ist, insbesondere der zur Zahlung 

der Abgabe Verpflichtete (Art. 12 Abs. 2 VStrR). Wurde eine geschuldete 

Abgabe zu Unrecht nicht bezahlt, so gelten insbesondere jene Personen, 

welche dem Kreis der Zollschuldnerinnen und Zollschuldner gemäss 

Art. 70 ZG zuzurechnen sind – auch bezüglich der Einfuhrsteuer (vgl. 

Art. 51 Abs. 1 MWSTG) – ipso facto als bevorteilt (vgl. Urteile des BGer 

2C_912/2015 vom 20. September 2016 E. 5.1-5.2; 2C_415/2013 vom 

A-2106/2018 

Seite 14 

2. Februar 2014 E. 3.2; Urteil des BVGer A-2687/2016 vom 22. Dezember 

2016 E. 2.3; MICHAEL BEUSCH, in: Martin Kocher/Diego Clavadetscher 

[Hrsg.], Zollgesetz [ZG], Stämpflis Handkommentar, 2009, Art. 70 N. 12). 

3.  

3.1 Die Vorinstanz begründet den angefochtenen Entscheid vom 26. Feb-

ruar 2018 hinsichtlich der Medaillen im Wesentlichen damit, dass diese 

zwar aufgrund ihres münzkundlichen Werts in die Zolltarifnummer 

9705.0000 einzureihen seien, es sich dabei jedoch nicht um staatlich ge-

prägte Goldmünzen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 Bst. a MWSTV handle, 

weshalb hierfür die Steuerbefreiung nicht zugestanden werden könne. 

Auch bei den seitens des Beschwerdeführers importierten 1-fach und 4-

fach Golddukaten aus der Zeit des österreichischen Kaiserreichs unter 

Franz Josef I sei unbestritten, dass es sich um Sammlungsstücke von nu-

mismatischem Wert im Sinne der Tarifnummer 9705.0000 handle. 

Weiter führte die Vorinstanz im Rahmen des angefochtenen Entscheids 

aus, der Beschwerdeführer gehe mit ihr einig, dass Dukaten des österrei-

chischen Kaiserreichs ab dem Jahre 1858 (i.e. mit dem Inkrafttreten des 

Wiener Münzvertrages vom 24. Januar 1857 [fortan: Wiener Münzvertrag]) 

grundsätzlich keine gesetzlichen Zahlungsmittel mehr gewesen seien. Ge-

mäss dem Beschwerdeführer übersehe die Vorinstanz jedoch, dass Öster-

reich bereits Ende 1867 wieder aus dem Wiener Münzvertrag  ausgetreten 

sei. Nach Ansicht der Vorinstanz hatten die 1- und 4-fach Dukaten mit dem 

Inkrafttreten des Wiener Münzvertrages und dem damit verbundenen 

Wechsel von der Gold- hin zur Silberwährung die Eigenschaft als gesetzli-

ches Zahlungsmittel hingegen definitiv verloren. Es sei nicht ersichtlich, 

dass die 1- und 4-fach Dukaten nach 1858 zu irgend einem Zeitpunkt wie-

der gesetzliches Zahlungsmittel geworden seien. Im Übrigen bestehe seit 

1969 ein für die Schweiz verbindlicher Einreihungsavis, wonach nachge-

prägte Dukaten (1-fach und 4-fach) des Kaiserreichs Österreich mit ein-

heitlicher Jahreszahl 1915 der Zolltarifnummer 7114.1990 zuzuordnen 

seien. Demnach könne für die besagten Dukaten – trotz deren Einreihung 

unter die Tarifnummer 9705.0000 – die Steuerbefreiung nicht zugestanden 

werden.  

3.2 Der Beschwerdeführer bringt zur Begründung seines Antrages vorab 

vor, die Vorinstanz sei zu Unrecht der Ansicht, dass es sich bei den in Frage 

stehenden Goldmünzen im Sinne von Art. 44 Abs. 1 Bst. a MWSTV auch 

um gesetzliche Zahlungsmittel handeln müsse bzw. gehandelt haben 

A-2106/2018 

Seite 15 

müsse. Der Bundesrat nehme staatlich geprägte Goldmünzen der Zollta-

rifnummern 7118.9010 und 9705.0000 explizit ohne Vorbehalte von der 

Einfuhrsteuer aus. Die Vorinstanz gehe fehl, wenn sie annehme, der Ver-

ordnungsgeber hätte mit dem Begriff „staatlich geprägt“ eine erweiterte ein-

schränkende Bestimmung erlassen. 

Mit Blick auf die Medaillen bringt der Beschwerdeführer insbesondere vor, 

es sei gänzlich unbestritten, dass die Medaillen der Tarifnummer 

9705.0000 zuzuordnen seien. Im Entscheid der Vorinstanz werde unzutref-

fend der Eindruck erweckt, als ob es sich zumindest bei zwei der strittigen 

Goldmedaillen gemäss dem Gutachten um private – und nicht um staatli-

che – Prägungen gehandelt hätte. Die Vorinstanz verweigere schliesslich 

die Befreiung von der Einfuhrsteuer für die strittigen Medaillen mit dem Hin-

weis, dass es sich dabei nicht um staatlich geprägte Goldmünzen handle. 

Es handle sich dabei jedoch sehr wohl um staatlich geprägte Goldmünzen, 

die der Tarifnummer 9705.0000 zuzuordnen seien. 

Hinsichtlich der Dukaten moniert der Beschwerdeführer, die Vorinstanz be-

haupte mit Bezug auf den Wiener Münzvertrag, dass Dukaten ab 1858 

keine gesetzlichen Zahlungsmittel gewesen seien, wobei sie ignoriere, 

dass Österreich aus diesem Vertrag bereits Ende 1867 wieder ausgetreten 

und dieser dementsprechend als Rechtsgrundlage weggefallen sei. Dies 

werde im Übrigen auch durch das Gutachten bestätigt, wonach es sich bei 

den u.a. begutachteten Dukaten aus den Jahren 1873 und 1898 um voll-

wertiges Geld gehandelt habe. In der Nachforderungsverfügung vom 

20. September 2017 seien diese Münzen denn auch zu Recht wieder aus-

geklammert worden (vgl. Sachverhalt Bst. F). Unverständlich sei jedoch, 

warum angesichts des eindeutigen Ergebnisses des Gutachtens nicht 

auch alle anderen Dukatenstücke ab 1858 in der Nachforderungsverfü-

gung vom 20. September 2017 ausgeklammert worden seien, wie bei-

spielsweise ein 1-fach Dukatenstück von 1873 oder ein 4-fach Dukaten-

stück aus dem Jahre 1905. Im Übrigen greife der Verweis der Vorinstanz 

auf die Bestimmungen zu den österreichischen Dukaten mit der Jahreszahl 

1915 in Leere. Denn dabei handle es sich unbestritten nicht um Original-

prägungen. 

3.3 Die Vorinstanz verweist im Rahmen ihrer Vernehmlassung vollumfäng-

lich auf die Begründung in ihrem Entscheid vom 26. Februar 2018 (E. 3.1). 

A-2106/2018 

Seite 16 

4.  

4.1 Im vorliegenden Fall ist streitig, ob die vom Beschwerdeführer einge-

führten Golddukaten und -medaillen im Sinne von Art. 107 Abs. 2 MWSTG 

i.V.m. Art. 113 Bst. g und Art. 44 Abs. 1 Bst. a MWSTV steuerfrei eingeführt 

werden können. 

4.2 Vorab ist auf die im Streit liegenden Medaillen einzugehen. 

4.2.1 Dem Beschwerdeführer (und auch der Vorinstanz) ist zwar insoweit 

zuzustimmen, soweit diese hinsichtlich der Medaillen vorbringen, diese 

seien aufgrund ihres münzkundlichen Werts wohl in die Zolltarifnummer 

9705.0000 einzureihen (E. 3.1 und 3.2). Dieser Umstand alleine löst jedoch 

die Einfuhrsteuerbefreiung im Sinne von Sinne von Art. 107 Abs. 2 MWSTG 

i.V.m. Art. 113 Bst. g und Art. 44 Abs. 1 Bst. a MWSTV nicht aus. Die 

Einfuhrsteuerbefreiung setzt weiter voraus, dass es sich bei den 

eingeführten Gegenständen um staatlich geprägte Goldmünzen der 

Zolltarifnummern 7118.9010 und 9705.0000 handelt, wobei von staatlich 

geprägten Goldmünzen der genannten Zolltarifnummern 7118.9010 und 

9705.0000 gemäss den entsprechenden Erläuterungen nur die Rede sein 

kann, wenn diese irgendeinmal als gesetzliche Zahlungsmittel gedient 

haben (E. 2.4.2.3). Diese – als materiell internationales 

Staatsvertragsrecht für das Bundesverwaltungsgericht verbindlichen 

(E. 2.3.5)  – Bestimmungen sind eindeutig und unmissverständlich, womit 

kein Grund ersichtlich ist, hiervon abzuweichen. 

4.2.2 Die in Frage stehenden Medaillen müssten demnach irgendeinmal 

als gesetzliches Zahlungsmittel gedient haben. Letzteres bringt der Be-

schwerdeführer gerade nicht vor. Vielmehr macht er geltend, dies sei nicht 

erforderlich (E. 3.2). Der Beschwerdeführer, der die Einfuhrsteuerbefreiung 

im Sinne von Art. 107 Abs. 2 MWSTG i.V.m. Art. 113 Bst. g und Art. 44 

Abs. 1 Bst. a MWSTV geltend machen will, ist für die hierfür erforderlichen 

abgabeaufhebenden Tatsachen beweisbelastet, i.e. hat die Folgen einer 

allfälligen Beweislosigkeit zu tragen (E. 1.4.2.3). Gemäss dem Gutachten 

haben bzw. hatten die streitigen Medaillen zu keinem Zeitpunkt Geldcha-

rakter (vgl. Sachverhalt Bst. E). Da der Beschwerdeführer dies weder be-

streitet noch widerlegt und auch sonst keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, 

dass das Gutachten in diesem Punkt mangelhaft ist, ist davon auszugehen, 

dass die Medaillen zu keinem Zeitpunkt gesetzliche Zahlungsmittel waren. 

Zumindest aber ist das Gegenteil nicht bewiesen. 

A-2106/2018 

Seite 17 

4.2.3 Demzufolge erfüllen die seitens des Beschwerdeführers eingeführten 

Medaillen die für die Einfuhrsteuerbefreiung notwendigen Voraussetzun-

gen nicht (E. 2.4), weshalb die Beschwerde in diesem Punkt abzuweisen 

ist. 

4.3 Weiter ist zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer eingeführten Gold-

dukaten im Sinne von Art. 107 Abs. 2 MWSTG i.V.m. Art. 113 Bst. g und 

Art. 44 Abs. 1 Bst. a MWSTV steuerfrei eingeführt werden können. 

4.3.1 Auch betreffend die Dukaten gilt, dass diese nur dann im Sinne von 

Art. 107 Abs. 2 MWSTG i.V.m. Art. 113 Bst. g und Art. 44 Abs. 1 Bst. a 

MWSTV von der Einfuhrsteuer befreit sind, wenn diese irgendeinmal als 

gesetzliche Zahlungsmittel gedient haben (E. 2.4.2.3 und 4.2.1). 

4.3.2 Das Gutachten kommt für sämtliche geprüften Golddukaten – 

darunter auch solche, die nach dem Abschluss des Wiener Münzvertrages 

geprägt wurden – zum Schluss, dass es sich dabei um Münzen handelt 

bzw. um gesetzliche Zahlungsmittel handelte (vgl. auch Sachverhalt 

Bst. E). 

4.3.3 Als gesetzliches Zahlungsmittel gilt das vom Staat für sein Wäh-

rungsgebiet ausgegebene Geld (Noten und Münzen). Der Schuldner be-

freit sich durch Zahlung in der gesetzlichen Währung und der Gläubiger ist 

verpflichtet, eine solche Zahlung anzunehmen. Dass vom Vorliegen eines 

gesetzlichen Zahlungsmittel die Rede sein kann, setzt das Vorhandensein 

eines Staates voraus, welchem das Geldausgabemonopol zusteht und die-

ses auch durchzusetzen vermag (E. 2.4.3). Als Staat – mit Staatsvolk, 

Staatsgebiet und Staatsgewalt (E. 2.4.1) – kommen im vorliegenden Falle 

nur Österreich-Ungarn und dessen Vorgängergebilde in Frage. Unter den 

Parteien ist zurecht unbestritten, dass es sich dabei um Staaten im vorge-

nannten Sinne handelte, die für ihr Staatsgebiet bestimmen konnten, was 

als (gesetzliches) Zahlungsmittel galt.  

Keine Währungsmünzen – also keine vom Staat zu gesetzlichen Zahlungs-

mitteln bestimmte Münzen – sind die sogenannten Handelsmünzen, für die 

zwar der Metallwert verbürgt ist, die aber im eigenen Lande keinen 

Zwangskurs und keine gesetzliche Zahlkraft besitzen, also ausserhalb des 

eigentlichen Münzsystems stehen (GÜNTHER PROBSZT, Österreichische 

Münz- und Geldgeschichte, 3. Aufl. 1994, S. 20; HEINRICH HALKE, Hand-

wörterbuch der Münzkunde und ihrer Hilfswissenschaften, 1909, S. 127). 

Handelsmünzen sind Münzen, welche in einem Lande nicht für den eige-

A-2106/2018 

Seite 18 

nen Bedarf desselben, sondern für den Handel mit anderen Ländern ge-

prägt werden. Zu den Handelsmünzen rechnet man im Weiteren auch die 

Münzen, welche ursprünglich zwar nur für das Inland geprägt sind, die aber 

auch im Ausland Verbreitung finden und gern in Zahlung genommen wer-

den (HALKE, a.a.O., S. 127). 

4.3.4 Mit dem Austausch der Ratifikationsurkunden zum Wiener Münzver-

trag in Wien am 3. und 25. Mai 1857 trat dieser in Kraft (WILHELM ZICH, Der 

Wiener Münzvertrag vom 24. Januar 1857 und Carl Ludwig von Bruck, 

Diss. Wien 2009, S. 117). Ziel des Wiener Münzvertrags war eine Art Wäh-

rungsunion der beteiligten Staaten (WILHELM ZICH, a.a.O., Vorwort). Wäh-

rend österreichische Golddukaten bis zum Abschluss des Wiener Münz-

vertrags noch Teil der österreichischen Währung und somit gesetzliches 

Zahlungsmittel waren, durften diese mit Abschluss des Wiener Münzver-

trages zwar weiterhin geprägt werden, jedoch „nur“ noch in der Eigenschaft 

als Handelsmünze (WILHELM ZICH, a.a.O., S. 103 und 219 f.; GÜNTHER 

PROBSZT, a.a.O., S. 539). Auch mit dem Austritt des damaligen Österreichs 

aus dem Wiener Münzvertrag am 1. Januar 1868 wurden die ab dann ge-

prägten Golddukaten nicht wieder zu gesetzlichen Zahlungsmitteln erklärt, 

sondern „lediglich“ noch als Handelsmünzen geprägt (WILHELM ZICH, 

a.a.O., S. 239 ff.; GÜNTHER PROBSZT, a.a.O., S. 543 ff.).  

4.3.5 Dem Gesagten nach ist der Vorinstanz insoweit zuzustimmen (vgl. 

E. 3.1), als dass die ab Geltung des Wiener Münzvertrages geprägten 

Golddukaten zwar Sammlerstücke von numismatischem Wert sind, jedoch 

zu keiner Zeit gesetzliche Zahlungsmittel waren und demnach nicht unter 

die Zolltarifnummern 7118.9010 und 9705.0000 und somit nicht unter 

Art. 107 Abs. 2 MWSTG i.V.m. Art. 113 Bst. g und Art. 44 Abs. 1 Bst. a 

MWSTV subsumiert werden können (E. 2.4.2.3 und 4.3.4). Die vor der Gel-

tung des Wiener Münzvertrages geprägten Dukaten dienten hingegen als 

gesetzliche Zahlungsmittel und erfüllen damit sämtliche für eine Einfuhr-

steuerbefreiung im Sinne von Art. 107 Abs. 2 MWSTG i.V.m. Art. 113 Bst. g 

und Art. 44 Abs. 1 Bst. a MWSTV erforderlichen Voraussetzungen 

(vgl. E. 2.4.2 und 4.3.4). Irrelevant ist in diesem Zusammenhang der Hin-

weis der Vorinstanz (vgl. E. 3.1), dass betreffend nachgeprägte Dukaten 

(1-fach und 4-fach) des Kaiserreichs Österreich mit einheitlicher Jahres-

zahl 1915 ein verbindlicher Einreihungsavis bestehe, wonach diese der 

Zolltarifnummer 7114.1990 zuzuordnen seien, zumal es sich dabei ledig-

lich um Nachprägungen handelt, die im Emissionsland nie gesetzlichen 

Kurs gehabt haben, und nicht um die hier zu beurteilenden Originalprägun-

gen (E. 2.4.2.3). 

A-2106/2018 

Seite 19 

4.3.6 Für die Berechnung der für die Einfuhr der Dukaten geschuldeten 

Einfuhrsteuern ist demzufolge darauf abzustellen, wann diese geprägt wur-

den, i.e. vor oder nach dem Inkrafttreten des Wiener Münzvertrages. Du-

katen, die vor dem 25. Mai 1857 geprägt wurden, sind von der Einfuhr-

steuer befreit, während die danach geprägten steuerbar sind (E. 4.3.4 f.). 

In welchen Jahren die hier strittigen Dukaten geprägt wurden, lässt sich 

jedoch gestützt auf die Akten nicht ermitteln. Dies hat die Vorinstanz im 

Rahmen ihrer Untersuchungspflicht abzuklären.  

5.  

Nach dem Gesagten ist die vorliegende Beschwerde insofern gutzuheis-

sen, als die Streitsache zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid im 

Sinne der Erwägungen (vgl. insbesondere E. 4.3.5 f.) an die Vorinstanz 

zurückzuweisen ist (E. 1.4.4), im Übrigen aber, i.e. mit Bezug auf die Me-

daillen, abzuweisen (E. 4.2.3). Der angefochtene Entscheid der Oberzoll-

direktion vom 26. Februar 2018 ist im Umfang der Gutheissung aufzuhe-

ben. 

6.  

Abschliessend bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei-

entschädigung zu befinden. 

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei (Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei sie bei nur 

teilweisem Unterliegen zu ermässigen sind. Entsprechend sind einer teil-

weise obsiegenden Partei Verfahrenskosten nach Massgabe ihres Unter-

liegens aufzuerlegen (statt vieler: Urteil des BVGer A-882/2016 vom 6. April 

2017 E. 6.1). In der Verwaltungsrechtspflege des Bundes gilt die Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen und neuem 

Entscheid (mit noch offenem Ausgang) praxisgemäss als volles Obsiegen 

der beschwerdeführenden Partei (statt vieler: BGE 132 V 215 E. 6.1; Ur-

teile des BVGer A-2900/2014 vom 29. Januar 2015 E. 5.2, A-6437/2012 

vom 6. November 2013 E. 4). 

Im vorliegenden Falle erfolgt die Rückweisung an die Vorinstanz, damit 

Letztere feststellt, in welchen Jahren die eingeführten Dukaten geprägt 

wurden, um auf dieser Basis die diesbezüglich geschuldeten 

Einfuhrsteuern zu ermitteln (vgl. E. 4.3.5 f. und E. 5). Insoweit – i.e. im 

Umfange des die Dukaten betreffenden Streitwertes in Höhe von ca. 

CHF 9‘600.- (von gesamthaft CHF 15‘417.05) – ist der Verfahrensausgang 

noch offen und der Beschwerdeführer demnach als obsiegend zu 

A-2106/2018 

Seite 20 

betrachten. Demgegenüber unterliegt der Beschwerdeführer hinsichtlich 

der Aufrechnung von Einfuhrsteuern in Höhe von ca. CHF 5‘800.- für die 

von ihm importierten Medaillen (E. 4.2.3). Bei dieser Sachlage rechtfertigt 

es sich, die Verfahrenskosten in Höhe von CHF 2‘500.- im Umfange von 

CHF 1‘000.- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem von ihm 

geleisteten Kostenvorschuss im entsprechenden Umfang zu verrechnen. 

Der Überschuss von CHF 1‘500.- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils zurückzuerstatten. Der unterliegenden Vorinstanz sind keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

6.2 Im Rahmen seines Obsiegens hat der anwaltlich vertretene Beschwer-

deführer gemäss Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE; SR 173.320.2) Anspruch auf 

eine Parteientschädigung zulasten der Vorinstanz. 

Die Parteientschädigung ist aufgrund der eingereichten detaillierten Kos-

tennote festzusetzen (Art. 14 VGKE). Bei Fehlen einer (detaillierten) Kos-

tennote wird die Entschädigung aufgrund der Akten festgesetzt (Art. 14 

Abs. 2 VGKE). Angesichts dieser klaren reglementarischen Grundlagen 

kann nach der Rechtsprechung namentlich bei anwaltlicher Vertretung auf 

eine Aufforderung zur Einreichung einer Kostennote verzichtet werden (vgl. 

zum Ganzen: Urteil des BGer 2C_422/2011 vom 9. Januar 2012 E. 2; Urteil 

A-5198/2016 E. 8.2). Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat 

keine Kostennote eingereicht. Unter Berücksichtigung der Schwierigkeit 

der rechtlichen Fragestellungen, des Umfangs der Ausführungen des Be-

schwerdeführers zu den relevanten Fragen und des teilweisen Unterlie-

gens ist die Parteientschädigung für das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht ermessensweise auf CHF 1'500.- (inkl. Auslagen und Mehr-

wertsteuerzuschlag im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. b und c VGKE) festzu-

setzen. 

6.3 Was die Kosten- und Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Be-

schwerdeverfahrens betrifft, so wird die Vorinstanz über diese im neuen 

Entscheid im Lichte des dannzumaligen Verfahrensausgangs zu befinden 

haben. 

 

  

A-2106/2018 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, der angefochtene Entscheid 

der Oberzolldirektion vom 26. Februar 2018 teilweise aufgehoben und die 

Sache zu weiteren Abklärungen sowie neuem Entscheid im Sinne der Er-

wägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Be-

schwerde abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 2‘500.- werden dem Beschwer-

deführer im Umfang von CHF 1‘000.- auferlegt. Der von ihm geleistete Kos-

tenvorschuss wird zur Bezahlung der auferlegten Verfahrenskosten ver-

wendet und der Mehrbetrag von CHF 1‘500.- nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Parteient-

schädigung in Höhe von insgesamt CHF 1‘500.- zu bezahlen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Roger Gisclon 

 

 

A-2106/2018 

Seite 22 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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