# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5664a8a6-5fcb-56dc-bec6-6145788c10d5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.04.2015 200 2014 1133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1133_2015-04-23.pdf

## Full Text

200 14 1133 IV
KOJ/PRN/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. April 2015

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. April 2015, IV/14/1133, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1957 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 4. September 2012 unter Angabe eines Rückenleidens bei 
der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an 
(Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). Nach Einholung diverser erwerbli-
cher und medizinischer Unterlagen gewährte die IVB am 15. März 2013 
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (AB 25). Weiter veran-
lasste sie unter anderem einen Bericht von Dr. med. C.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 27. März 2013 (AB 31). Mit Vor-
bescheid vom 23. Juli 2014 stellte die IVB die Abweisung des Leistungsbe-
gehrens in Aussicht (AB 36). Am 2. September 2014 verfügte die IVB den 
Abschluss der Arbeitsvermittlung (AB 41).

Gegen den Vorbescheid vom 23. Juli 2014 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, am 23. September 2014 Einwand 
(AB 42). Daraufhin holte die IVB einen Bericht von Dr. med. D.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 22. Oktober 2014 
(AB 44, S. 2 f.) ein. Mit Verfügung vom 27. Oktober 2014 hielt die IVB - bei 
einem Invaliditätsgrad von 37% - an der Leistungsabweisung fest (AB 45).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 26. November 2014 beim Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 27. Oktober 2014 sei aufzuheben und es sei 
dem Gesuchsteller eine halbe IV-Rente zu erbringen.

2. Eventualiter: Die Verfügung vom 27. Oktober 2014 sei aufzuheben 
und die Vorinstanz sei anzuweisen, ein umfassendes medizini-
sches Gutachten anzuordnen.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. April 2015, IV/14/1133, Seite 3

Zur Begründung liess er im Wesentlichen vorbringen, dass nicht allein auf 
die ärztliche Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit abgestellt 
werden könne. Vielmehr hätte die abschliessende Beurteilung durch die 
rechtsanwendende Behörde unter Beiziehung von Fachpersonen bzw. von 
Berufsberatern erfolgen müssen. Zudem sei beim Invalideneinkommen ein 
Leidensabzug von 25% zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Januar 2015 beantragte die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. April 2015, IV/14/1133, Seite 4

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 27. Oktober 2014 
(AB 45). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

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Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

3.1.1 Am 9. März 2012 unterzog sich der Beschwerdeführer im Spital 
E.________ einer Rückenoperation (AB 31, S. 16 f.). Es wurde eine 100%-
ige Arbeitsunfähigkeit vom 9. März bis 30. September 2012 attestiert 
(AB 5). 

Die Ärzte des Spitals E.________ diagnostizierten im Bericht vom 24. April 
2012 einen Zustand nach microchirurgischer Dekompression, interkorporel-
ler Spondylodese und dorsaler perkutaner Stabilisierung mittels Matrix vom 
9. März 2012 bei rezessaler Spinalkanalstenose und erosiver Osteochon-
drose L5/S1. Die schwere Arbeit im … sei nicht mehr zumutbar (AB 31, 
S. 13). Eine leichtere körperliche Aktivität scheine aber zu 100% wieder 
möglich zu sein (AB 31, S. 14).

Im Bericht vom 3. September 2012 legten die Ärzte des Spitals 
E.________ dar, bis ein Jahr postoperativ dürfe noch mit einer Verbesse-

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rung gerechnet werden. Durch eine Anpassung der körperlichen Tätigkeit 
scheine zumindest eine teilweise Rückkehr als … möglich zu sein. Das 
Arbeiten mit … sowie die schwere körperliche Arbeit seien aber sicher für 
den Rücken nicht mehr geeignet (AB 35.3, S. 1). Eine leichtere bis mittel-
schwere Tätigkeit mit der Möglichkeit, die Position von Stehen zu Sitzen 
und Laufen zu wechseln, und ohne das Heben von Lasten über 10 kg kön-
ne ganztags ausgeführt werden (AB 35.3, S. 2).

Im Bericht vom 17. September 2012 wiederholten die Ärzte des Spitals 
E.________, dass die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Eine 
leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit der Möglichkeit, die Position zu 
wechseln, sollte wieder zu 80% bis 100% möglich sein (AB 9, S. 3).

3.1.2 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Bericht vom 27. März 2013 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezessale Spinalstenose und 
erosive Osteochondrose L5/S1 (AB 31, S. 1). Die bisherige Tätigkeit sei 
nicht mehr zumutbar (AB 31, S. 3). Zumutbar seien rein sitzende und 
wechselbelastende Tätigkeiten, wechselbelastende Über-Kopf-Arbeiten 
sowie das wechselbelastende, körpernahe Heben und Tragen von Lasten 
bis 5 kg auf kurzen Strecken (AB 31, S. 5; vgl. auch AB 35.3, S. 4 ff.).

3.1.3 Im Bericht vom 22. Oktober 2014 führte der RAD-Arzt Dr. med. 
D.________ aus, dass uneingeschränkt auf die Berichte von Dr. med. 
C.________ und von Prof. Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Spital 
E.________, abgestellt werden könne. Damit sei erstellt, dass dem Be-
schwerdeführer die bisherige Tätigkeit nicht mehr zugemutet werden kön-
ne, hingegen in einer angepassten Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit 
bestehe (AB 44, S. 3).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

Nach der Rechtsprechung ist dem Sozialversicherungsgericht nicht 
verwehrt, gestützt auf im Wesentlichen oder ausschliesslich von dem am 
Recht stehenden Versicherungsträger intern eingeholte medizinische 
Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung 
jedoch strenge Anforderungen zu stellen in dem Sinne, dass bei auch nur 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

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Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 1. Juli 2010, 8C_491/2009, E. 3.1).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.3 Der Bericht von Dr. med. D.________ vom 22. Oktober 2014 
(AB 44, S. 2 f.) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an ärztli-
che Berichte (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis. Der RAD-Arzt 
führt gestützt auf die übereinstimmenden Beurteilungen von Dr. med. 
C.________ sowie der Ärzte des Spitals E.________ schlüssig und nach-
vollziehbar aus, dass dem Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit nicht 
mehr zumutbar ist. In einer angepassten, leichten bis mittelschweren, 
wechselbelastenden Tätigkeit besteht jedoch eine 100%-ige Erwerbsfähig-
keit. Diese plausiblen Schlüsse des RAD-Arztes werden nicht durch einen 
Bericht eines behandelnden Arztes in Zweifel gezogen. Der Umstand, dass 
Dr. med. D.________ keine eigenen Untersuchungen durchgeführt hat, 
schadet nicht, da die Voraussetzungen für einen Aktenbericht erfüllt sind, 
zumal er sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lücken-
loses Bild der Gesundheitssituation machen konnte (vgl. E. 3.2 hiervor).

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es Sache des 
(begutachtenden) Mediziners, zunächst den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu 
beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu 
erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte 
nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 

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begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls 
sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des 
erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der 
beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 195). Im vorliegenden Fall sind die Einschätzungen der beteiligten 
Ärzte wie auch die gestützt darauf erfolgte Bestimmung der dem 
Beschwerdeführer noch zumutbaren Arbeitsleistung nicht zu beanstanden. 
Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Rügen vermögen daran nichts 
zu ändern. Den vorliegenden Akten ist kein Hinweis darauf zu entnehmen, 
dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eingeschränkt 
ist. Zwar wird im Bericht des Spitals E.________ vom 17. September 2012 
ausgeführt, eine Tätigkeit soll wieder zu 80% bis 100% möglich sein (AB 9, 
S. 3). Dieselben Ärzte haben jedoch im Verlaufsbericht vom 3. September 
2012 ausdrücklich festgestellt, die Arbeit könne ganztags ausgeführt wer-
den (AB 35.3, S. 2), wobei jeglicher Hinweis auf eine allfällige leistungs-
mässige Einschränkung fehlt. Zudem erachteten sie bereits im April 2012 
eine leichtere körperliche Aktivität zu 100% für möglich (AB 31, S. 14). Un-
ter diesen Umständen erübrigt sich der Beizug von weiteren Fachpersonen 
(vgl. Entscheid des BGer vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, E. 4.2.1). 

3.4 Damit ist der Sachverhalt entgegen der Auffassung des Beschwer-
deführers genügend abgeklärt, weshalb im Rahmen der antizipierten Be-
weiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162) auf weitere Beweismass-
nahmen bzw. ein umfassendes medizinisches Gutachten (vgl. Beschwerde, 
S. 2) verzichtet werden kann.

Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer ange-
passten Tätigkeit zu 100% erwerbsfähig ist. 

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4. Zu prüfen ist weiter die Invaliditätsbemessung (vgl. E. 2.3 hiervor).

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 
S. 133 E. 7.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV 
Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens an-
hand von Tabellenlöhnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesund-
heitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle 
Arbeiten verrichten können, ist in der Regel vom durchschnittlichen monat-
lichen Bruttolohn („Total“) für Männer oder Frauen bei einfachen und repeti-
tiven Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4) auszugehen. Dabei sind in erster 
Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (SVR 2002 UV 
Nr. 15 S. 50 E. 3c cc).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 

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Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
attestierten Arbeitsunfähigkeit seit dem 9. März 2012 (AB 5; Art. 28 Abs. 1 
lit. c IVG) sowie der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 4. September 
2012 (AB 2) der 1. März 2013 (Art. 29 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin 
ist der Einkommensvergleich vorzunehmen.

4.3 Der Beschwerdeführer arbeitete seit 1993 als … für die G.________ 
(AB 10). Diese Stelle wurde durch die Arbeitgeberin aus gesundheitlichen 
Gründen per 31. März 2013 gekündigt (AB 11.1). Es ist somit davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall immer noch für 
die G.________ tätig wäre. Im Jahr 2011 erzielte er ein Jahreseinkommen 
(samt Zulagen) von Fr. 88‘003.-- (AB 8, S. 2). Aufindexiert auf das Jahr 
2013 ergibt dies ein Valideneinkommen von Fr. 89‘135.70 (Fr. 88’003.-- : 
101 x 102.3; Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex, 
Tabelle T1.10, Nominallohnindex 2011-2013, Zeile F: Baugewerbe/Bau).

4.4 Da der Beschwerdeführer keiner ihm zumutbaren angepassten 
Tätigkeit nachgeht, sind für die Berechnung des Invalideneinkommens die 
Tabellenlöhne heranzuziehen (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Abgestellt auf die LSE 
2012, Tabelle TA1, Niveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand-
werklicher Art), Total, Männer, ist von einem Einkommen von Fr. 5‘210.-- 
pro Monat bzw. Fr. 62‘520.-- pro Jahr auszugehen. Aufindexiert auf das 
Jahr 2013 und umgerechnet auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 
41.7 Stunden („Die Volkswirtschaft“ 1/2-2015, S. 92, Tabelle B9.2, Total) 
resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 65‘689.30 (Fr. 62‘520.-- : 101.8 x 
102.6 [BFS, Schweizerischer Lohnindex, Tabelle T1.10, Nominallohnindex 
2012-2013, Zeile B-S: Total] : 40 x 41.7).

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Da der Beschwerdeführer nur noch angepasste Tätigkeiten ausführen 
kann, verringert sich das Tätigkeitsspektrum - Schwerarbeiten sind nicht 
mehr möglich -, weshalb ein leidensbedingter Abzug von 10% als ange-
messen erscheint (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Weitere invaliditätsfremde Gründe 
liegen nicht vor. Der Beschwerdeführer, … Staatsangehöriger und im hier 
massgebenden Zeitpunkt 56 Jahre alt, ist seit 1984 in der Schweiz und im 
Besitze der Niederlassungsbewilligung C (AB 2, 4; vgl. Entscheid des BGer 
vom 13. Februar 2013, 8C_939/2011, E. 5.2.3). Der fehlenden beruflichen 
Ausbildung wurde insofern Rechnung getragen, als auf Niveau 1 der LSE 
abgestellt wurde, welche einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerk-
licher Art umfasst. Der Beschwerdeführer kann eine angepasste Tätigkeit 
ganztags ausüben (AB 35.3, S. 2), weshalb ein Abzug für eine Teilzeitstelle 
ebenfalls wegfällt. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass das vom Be-
schwerdeführer geltend gemachte Verständnis am Arbeitsplatz bzw. des 
Arbeitgebers sowie der erwähnte Risikofaktor betreffend die Entwicklung 
seines Gesundheitszustandes (unberechenbare Arbeitskraft) keine aner-
kannte Abzugskriterien darstellen (vgl. Entscheid des BGer vom 3. Sep-
tember 2012, 8C_176/2012, E. 8). Demnach ergibt sich ein Invalidenein-
kommen von Fr. 59‘120.40.

4.5 Zusammenfassend resultiert bei einem Valideneinkommen von 
Fr. 89‘135.70 und einem Invalideneinkommen von Fr. 59‘120.40 eine inva-
liditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 30‘015.30, was einem rentenaus-
schliessenden Invaliditätsgrad von gerundet (BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123) 34% entspricht (vgl. E. 2.2 hiervor).

Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die Be-
schwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

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Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.