# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13fee4d7-2083-5667-870d-5211b41a3838
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-25
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 25.08.2008 BB.2008.66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2008-66_2008-08-25.pdf

## Full Text

Entscheid vom 25. August 2008 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Tito Ponti und Alex Staub,  
Gerichtsschreiber David Heeb  

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Fürsprecher Peter Saluz, 
 

Gesuchsteller 
 

 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Gesuchsgegnerin 
 

Gegenstand  Erläuterung und Berichtigung bzw. Revision (Art. 129 
bzw. Art. 121 BGG) 

 
 
 
 
 
 
 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BB.2008.66 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Mit Begleitschreiben vom 5. August 2008 (act. 1) sandte der Vertreter von 
A. dem Bundesstrafgericht die Kopie eines Schreibens, das er unter glei-
chem Datum an die Bundesanwaltschaft gerichtet hatte (act. 1.1), und be-
merkte: „Ich ersuche Sie höflich um Kenntnisnahme und gehe davon aus, 
dass Sie soweit nötig das Urteilsdispositiv berichtigen.“ In act. 1.1 wurde 
gegenüber der Bundesanwaltschaft geltend gemacht, der von der I. Be-
schwerdekammer am 18. Juli 2008 getroffene Entscheid (TPF BK 2008.1) 
enthalte ein offensichtliches Versehen, welches von Amtes wegen zu korri-
gieren sei, und die Bundesanwaltschaft solle A. in Abweichung vom Dispo-
sitiv des genannten Entscheides einen um Fr. 1'900.-- erhöhten Gesamtbe-
trag als Entschädigung ausbezahlen. 

 
 
B. Auf die Einholung von Stellungnahmen wurde verzichtet; soweit notwendig 

wird in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen auf die Parteiausfüh-
rungen und die Vorakten hingewiesen. 
 
 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Die I. Beschwerdekammer nimmt auf schriftliches Gesuch einer Partei oder 
von Amtes wegen eine Erläuterung oder Berichtigung vor, wenn das 
Dispositiv eines Entscheides unklar, unvollständig oder zweideutig ist, sei-
ne Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im Widerspruch 
sind, oder wenn es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält (Art. 129 
Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SGG). 

 
Der Vertreter des Gesuchstellers führt aus, der I. Beschwerdekammer sei 
bei ihrem Entscheid vom 18. Juli 2008 ein „offensichtliches Versehen“ un-
terlaufen, was von Amtes wegen zu korrigieren sei (act. 1.1, S. 1). 
 
Ein offensichtliches Versehen bildet für sich allein keinen Grund für eine Er-
läuterung oder Berichtigung, sondern es ist diesbezüglich nur dann von Re-
levanz, wenn das Versehen eine Unklarheit, Unvollständigkeit oder Zwei-
deutigkeit des Urteilsdispositivs oder einen der anderen Dispositivmängel 
gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG nach sich zieht. Ein solcher Dispositivmangel 
wird vorliegend jedoch weder behauptet noch nachgewiesen. Die Vorbrin-
gen des Gesuchstellers können damit unter dem Titel Erläuterung und Be-
richtigung nicht gehört werden und es ist insoweit darauf nicht einzutreten. 

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2. Die Revision eines Entscheides kann unter anderem verlangt werden, 
wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Verse-
hen nicht berücksichtigt hat (Art. 121 lit. d BGG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SGG). 

 
Der Gesuchsteller macht geltend, die I. Beschwerdekammer habe bei ih-
rem Entscheid die Prozessentschädigung von Fr. 1'900.--, die er im Rah-
men des Beschwerdeverfahrens BB.2006.54 erhalten habe, zu Unrecht 
von der Gesamtentschädigung abgezogen. Wie sich aus verschiedenen 
Unterlagen ergebe, habe der Vertreter des Gesuchstellers die Mandate 
Strafverfahren und Beschwerdeverfahren separat geführt (act. 1.1, S. 1). 
Der Gesuchsteller macht damit neue Tatsachen und Unterlagen geltend, 
die nicht in den Akten des zur Revision stehenden Verfahrens liegen. 
 
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, können lediglich solche Tatsachen 
Revisionsgründe bilden, die in den Akten des zur Revision stehenden Ver-
fahrens liegen und vom Gericht versehentlich nicht berücksichtigt wurden. 
Dies wird vorliegend nicht behauptet, weshalb auf die Eingabe des Ge-
suchstellers auch unter dem Titel Revision nicht eingetreten werden kann. 
 
 

3. Der guten Ordnung halber sei darauf hingewiesen, dass der Vertreter des 
Gesuchstellers im Entschädigungsverfahren seitens des Gerichts schriftlich 
aufgefordert wurde, die Bemühungen für den Gesuchsteller zu spezifizie-
ren, insbesondere nach Art, Umfang und Zeitpunkt der einzelnen Tätigkei-
ten. Der Vertreter des Gesuchstellers weigerte sich ausdrücklich, dieser 
Aufforderung nachzukommen und hat deshalb die Folgen der dadurch be-
stehenden Unklarheiten zu tragen. 

 
 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Gesuchsteller die Gerichts-
kosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 245 Abs. 1 BStP), wobei 
die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festgesetzt wird (Art. 3 des Reglements 
vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafge-
richt; SR 173.711.32). 

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Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Eingabe des Gesuchstellers vom 5. August 2008 wird nicht eingetre-

ten.  
 
2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Gesuchsteller auferlegt.  

 
 

Bellinzona, 26. August 2008 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
i.V. Alex Staub, Bundesstrafrichter 
 
 
 

 
Zustellung an 
 
- Fürsprecher Peter Saluz 
- Bundesanwaltschaft 
 
 
 
 
 
Beilage: 

- 1 Einzahlungsschein  

 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.