# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26181336-b567-58af-b189-d3b56edf4b78
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-04-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 20.04.2010 ZK2 2009 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2009-7_2010-04-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 20. April 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 09 6
ZK2 09 7

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichter Hubert
RichterInnen Kantonsrichter Bochsler und Kantonsrichterin Michael Dürst
Redaktion Aktuar Conrad

In den zivilrechtlichen Berufungen

des AX., Kläger und Berufungskläger (ZK2 09 6), und der KX.-S., Klägerin und 
Berufungsklägerin (ZK2 09 7), beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Philipp 
Rupp, Äussere Baslerstrasse 325, 4125 Riehen 2, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 18. November 2008, mitgeteilt am 09. 
Dezember 2008, in Sachen der Kläger und Berufungskläger gegen die Kon-
kursmasse der Q. in Liquidation, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten 
durch das Konkursamt Imboden, wiedervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Re-
mo Cavegn, Bahnhofstrasse 7, 7001 Chur,

betreffend Kollokationsklage,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Über die Q., mit Sitz in De. und dem Hauptzweck Realisierung, Planung 
und Erstellung von Überbauungen als Generalunternehmerin (im Folgenden Q.), 
wurde mit Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 14. März 2007 
der Konkurs eröffnet. Der Konkurs wurde im ordentlichen Verfahren durchgeführt. 
Am 30. März 2007 erfolgte die Publikation des Schuldenrufs gemäss Art. 232 
SchKG mit Fristansetzung zur Forderungseingabe unter Beilage der Beweismittel 
(Schuldscheine, Buchauszüge usw.) bis zum 05. Mai 2007. 

B.1. Mit Eingabe vom 16. April 2007 an das Konkursamt Imboden machte AX., 
einziger Gesellschafter der Q., zunächst eine Forderung aus Darlehen/Guthaben 
von Fr. 148'173.90 geltend. Dem folgten am 04. Mai 2007 und am 15. Juni 2007 
zwei Anmeldungen zusätzlicher Forderungen im Betrage von Fr. 20'444.45 (Er-
schliessung C.-weg) und Fr. 47'897.95 (betreffend Bauhandwerkerpfand IA. 
GmbH). Mit konsolidierender Forderungseingabe vom 16. Juni 2007 bezifferte er 
seine Ansprüche mit total Fr. 196'441.00 (Darlehen Fr. 128'098.60, Bauhandwer-
kerpfandrecht IA. GmbH Fr. 47'897.95, Erschliessung C.-weg Fr. 20'444.45). Mit 
Schreiben vom 27. Juni 2007 und 05. Juli 2007 teilte das Konkursamt AX. mit, 
dass seine Forderungen mangels Einlage von Belegen abgewiesen würden. Am 
23. Oktober 2007 machte AX. eine weitere Forderung von Fr. 22'283.10 aus Inan-
spruchnahme einer Solidarbürgschaft geltend, die er für die Konkursitin gegenüber 
der Bauunternehmung Kollektivgesellschaft A. BI. Erben gestellt hatte. In der Fol-
ge wurden im Kollokationsplan unter einer Sammelposition drei Forderungen zu 
seinen Gunsten im Umfang von insgesamt Fr. 160'579.25 in der 3. Klasse zuge-
lassen (Kollokationsplan Ord. Nr. 10: Darlehen Fr. 75'190.85, Solidarbürgschaft zu 
Gunsten MS. AG [bedingt] Fr. 30'000.00, Forderung aus Bauhandwerker-
pfandrecht zu Gunsten IA. GmbH [bedingt] Fr. 55'388.40). Die angemeldete For-
derung betreffend Erschliessung C.-weg von Fr. 20'444.45 wies die Konkursver-
waltung in vollem Umfang ab (Kollokationsplan Ord. Nr. 54). 

2. KX.-S., Ehefrau von AX., meldete am 16. April 2007 beim Konkursamt Im-
boden zunächst eine Forderung von Fr. 98'023.30 an, resultierend aus von ihr an-
geblich der Q. gewährten Darlehen. Dem folgte am 04. Mai 2007 die Anmeldung 
einer zusätzlichen Forderung im Betrag von Fr. 20'444.45 (Erschliessung C.-weg). 
Mit Eingabe vom 15. Juni 2007 stellte sie ihre Ansprüche im Gesamtbetrag von Fr. 
186'441.00 wie folgt dar: Darlehen Fr. 118'098.60, Bauhandwerkerpfand zuguns-
ten der IA. GmbH Fr. 47'897.45, Forderung betreffend Erschliessung C.-weg Fr. 
20'444.45. Mit Schreiben vom 27. Juni 2007 teilte das Konkursamt KX.-S. mit, 

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dass ihre Forderungen mangels Einlage von Belegen abgewiesen würden. In der 
Folge wurden – wie bei ihrem Ehemann – gleichwohl unter einer Sammelposition 
drei Forderungen zu ihren Gunsten im Umfang von insgesamt Fr. 160'579.25 in 
der 3. Klasse kolloziert (Kollokationsplan Ord. Nr. 9: Darlehen Fr. 75'190.85, So-
lidarbürgschaft zu Gunsten MS. AG [bedingt] Fr. 30'000.00, Forderung aus Bau-
handwerkerpfandrecht zu Gunsten IA. GmbH [bedingt] Fr. 55'388.40). Die Forde-
rung betreffend Erschliessung C.-weg von Fr. 20'444.45 wies die Konkursverwal-
tung hingegen in vollem Umfang zurück (Kollokationsplan Ord. Nr. 53).

3. Beschwerden bei der SchKG-Aufsichtsbehörde im Sinne von Art. 17 SchKG 
gegen die Erstellung des Kollokationsplans sind von AX. und/oder KX.-S. nicht 
erhoben worden.

C.1. Am 06. Februar 2008 meldeten AX. und KX.-S. die vorliegenden Streitsa-
chen beim Kreispräsidenten Rhäzüns zur Vermittlung an. Mangels Streitbeilegung 
an den Sühnverhandlungen vom 03. März 2008 erfolgte am 10. Juni 2008 die 
Ausstellung der Leitscheine. Die Klageverfahren wurden am 26. Juni 2008 frist- 
und formgerecht an das Bezirksgericht Imboden fortgesetzt. Die Rechtsbegehren 
gemäss den Leitscheinen, welche beklagtenseits jeweils auf "Konkursamt Imbo-
den, vertreten durch den Gläubigerausschuss, wiedervertreten durch Rechtsan-
walt Cavegn" als Partei ausgestellt sind, lauteten:

a. AX.:
"1. Die Forderung im Betrag von CHF 175'996.55 (Ord. Nr. 9) und die Forderung im Be-

trag von CHF 20'444.45 (Ord. Nr. 53) seien gerichtlich anzuerkennen.

2. Es sei gerichtlich festzustellen, dass der Kollokationsplan in wesentlichen Teilen un-
richtig ist.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagtschaft."

b. KX.-S.:
"1. Die Forderung im Betrag von CHF 165'996.55 (Ord. Nr. 10) und die Forderung im Be-

trag von CHF 20'444.45 (Ord. Nr. 54) seien gerichtlich anzuerkennen.

2. Es sei gerichtlich festzustellen, dass der Kollokationsplan in wesentlichen Teilen un-
richtig ist.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagtschaft."

2. In seiner Prozessantwort vom 05. September 2008 liess das Konkursamt 
Imboden folgende Rechtsbegehren stellen:

a. Gegenüber der von AX. eingereichten Klage:
"1. Die Klage sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

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2. Eventualiter sei die Klage teilweise gutzuheissen und der Kollokationsplan in Position 
10 auf CHF 175'996.55 zu korrigieren.

3. Unter vollumfänglicher vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers."

b. Gegenüber der von KX.-S. eingereichten Klage:
"1. Die Klage sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.

2. Unter vollumfänglicher, vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kos-
ten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin."

3. Mit Beweisverfügung vom 07. Oktober 2008 wurden die beiden Klagen 
Proz. Nr. 110-2008-20/110-2008-21 vereinigt. Mit Urteil vom 18. November 2008 
erkannte das Bezirksgericht Imboden wie folgt:

"1. Auf Ziffer 2 des Rechtsbegehrens wird nicht eingetreten.

2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

3. Die Kosten des Bezirksgerichts Imboden, bestehend aus: 

- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2'200.00
- einer Schreibgebühr von Fr. 658.00
- Barauslagen von Fr. 142.00
- einem Streitwertzuschlag von Fr. 2'000.00

total somit Fr. 5'000.00

gehen unter solidarischer Haftung zu Lasten von Andreas und Karin AX., welche das 
Konkursamt des Bezirks Imboden zudem ausseramtlich mit Fr. 6'159.00 (einschliess-
lich 7.6% Mehrwertsteuer) zu entschädigen haben.

4. (…Mitteilung)."

D.1. Gegen das am 09. Dezember 2008 mitgeteilte und von ihnen am 17. De-
zember 2008 empfangene Urteil liessen AX. und KX.-S. am 22. Januar 2009 die 
Berufung an das Kantonsgericht einlegen. Sie stellten die folgenden Rechtsbegeh-
ren:

"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 18. November 2008 in den Verfahren 
mit den Prozessnummern 110-2008-20 und 110-2008-21 vollumfänglich aufzuhe-
ben.

2. Es seien die Forderungen des Berufungsklägers über CHF 175'996.55 (Ord. Nr. 
10) und über CHF 20'444.45 (Ord. Nr. 54) zuzulassen und in den Kollokationsplan der 
Q. in Liq. aufzunehmen.

3. Es seien die Forderungen der Berufungsklägerin über CHF 165'996.55 (Ord. Nr. 9) 
und über CHF 20'444.45 (Ord. Nr. 53) zuzulassen und in den Kollokationsplan der Q. 
in Liq. aufzunehmen.

4. Es seien die Forderungen der Berufungskläger betreffend MS. (Ord. Nr. 9 und 10 
i.V.m. Nr. 38) und Bauhandwerkerpfandrecht (Ord. Nr. 9 und 10 i.V.m. Nr. 51) nicht 
als bedingt sondern als unbedingt zuzulassen.

5. Eventualiter sei das Konkursamt des Bezirks Imboden insofern anzuweisen, den Kol-
lokationsplan der Q. bei dessen geplanter Neuauflage insofern zu modifizieren, als die 
von den Berufungsklägern bezahlten und im Kollokationsplan der Q. in Liq. vorge-
merkten Forderungen der Erbengemeinschaft A. BI., der MS. AG und der IA. GmbH 

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neu als den Berufungsklägern gemeinsam geschuldet zu bezeichnen und zuzulassen 
sind.

6. Subeventualiter sei die Streitigkeit zur Neubeurteilung an das Bezirksgericht Imbo-
den zurückzuweisen, den Berufungsklägern eine angemessene Nachfrist zur 
Nachbesserung der Klageschrift sowie der Berufungsbeklagten sodann Frist zur 
Einreichung der Prozessantwort zu setzen.

7. Subsubeventualiter sei die Streitigkeit an das Kreisamt Rhäzüns zurückzuweisen, 
damit zwischen den Berufungsklägern und der Berufungsbeklagten eine Sühne-
verhandlung durchgeführt, sowie, im Falle der Nichteinigung, das Verfahren an das 
zuständige Bezirksgericht weitergezogen werden kann.

8. Unter o/e Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbeklag-
ten für das vorliegende und für die früheren Verfahren".

2. Nach Anordnung des schriftlichen Verfahrens gemäss Art. 224 Abs. 2 ZPO, 
erstatteten die Berufungskläger am 05. Mai 2009 die schriftliche Berufungsbe-
gründung mit den identischen Rechtsbegehren gemäss Berufungserklärung vom 
22. Januar 2009. 

3. In ihrer schriftlichen Berufungsantwort vom 18. Juni 2009 schloss das Kon-
kursamt Imboden auf Abweisung der Berufungen, soweit darauf einzutreten sei, 
unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungskläger.

4. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung.

5. Das Urteil ist den Parteien am 22. April 2010 im Dispositiv ohne Begrün-
dung gemäss Art. 121 Abs. 2 Satz 1 ZPO (Zivilprozessordnung des Kantons 
Graubünden, BR 320.000) eröffnet worden. Am 25. Mai 2010 haben die Beru-
fungskläger fristgemäss (vgl. Art. 121 Abs. 2, Satz 2 ZPO, Art. 112 Abs. 2 BGG 
(Bundesgesetz über das Bundesgericht, SR 173.110)) eine vollständige, schriftlich 
begründete Ausfertigung der Entscheidung verlangt.

6. Auf die schriftlichen Begründungen der Berufungsanträge, die Erwägungen 
im angefochtenen Urteil und das Beweismaterial ist, soweit sachdienlich, nachfol-
gend einzugehen.

II. Erwägungen

1.1. Die Berufungen sind rechtzeitig (Art. 219 Abs. 1 ZPO; act. 01, 17-19) und 
mit den ausformulierten Rechtsbegehren gemäss Berufungserklärung vom 22. 
Januar 2009 formgerecht (Art. 219 Abs. 1  ZPO; act. 01) und bei der zuständigen 
Instanz eingelegt. 

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a. Zum Streitwert gemäss Art. 22 ZPO und dessen Einfluss auf die sachliche 
und funktionelle Zuständigkeit haben sich die Parteien weder im erstinstanzlichen 
noch im Berufungsverfahren geäussert. Die Vorinstanz nahm ohne Weiteres an, 
ihre sachliche Zuständigkeit gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO sei gegeben, womit sie 
von einem 8'000 Franken übersteigenden Streitwert ausging. Das ordentliche 
Rechtsmittel der Berufung steht gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO offen gegen Urteile 
der Bezirksgerichte im Sinne von Art. 19 ZPO. Dass ein Urteil vom Bezirksgericht 
stammt, macht es entgegen der irrigen Annahme der Berufungskläger indessen 
nicht automatisch berufungsfähig. Soweit es sich um vermögensrechtliche Strei-
tigkeiten im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 ZPO handelt, ist die Zulässigkeit der Berufung 
nach gefestigter Praxis nämlich an die Voraussetzung eines Mindeststreitwerts 
geknüpft, wobei sich letzterer aus den sachlichen Zuständigkeitsbestimmungen für 
das Bezirksgericht ergibt (Art. 19 Ziff. 1 ZPO, vgl. auch Frank/Sträuli/Messmer, 
Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A. Zürich 1997, N 3 zu § 
259). In vermögensrechtlichen Streitsachen bedeutet dies nichts anderes, als dass 
das gegensätzliche Streitinteresse der Parteien gemäss Art. 19 Ziff. 1 ZPO im Ur-
teilszeitpunkt der Vorinstanz einen Fr. 8'000.— übersteigenden Wert aufweisen 
muss, damit die Streitsache berufungsfähig ist. Massgebend ist hierbei der im 
Zeitpunkt der Ausfällung der angefochtenen Entscheidung noch vorhandene 
Streitwert, unter Abrechnung der im Laufe des Verfahrens fallen gelassenen oder 
anerkannten Rechtsbegehren (PKG 1949 Nr. 3, 1960 Nr. 2, 1962 Nr. 10, 1973 Nr. 
5, 1993 Nr. 17, 1994 Nr. 15, 2000 Nr. 7; BGE 96 I 697 E. 1 zu Art. 246 und Art. 34 
Ziff. 2 lit. a aZPO GR; Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. A., 
Bern 1979, S. 112 Fn 27; Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 3 zu § 18; Leuch/Mar-
bach/Kellerhals/Sterchi, Die Zivilprozessordnung für den Kanton Bern, 5. A. Bern 
2000, N 2a zu Art. 335 ZPO e contrario (im Zeitpunkt der Beendigung der erstin-
stanzlichen Verhandlungen); Vogel/Spühler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. 
A., Bern 1992, 13 N 53 f.). 

b. Die Bewertung von Kollokationsbegehren erfolgt nicht nach der (umstritte-
nen) Höhe der zu kollozierenden Forderung, sondern nach dem Anteil am Erlös 
aus der Konkursmasse, der dem klagenden Gläubiger im Falle der Kollokation 
höchstens zufallen wird (BGE 65 III 28 ff., 65 II 41 ff., 79 III 173, 81 II 474, 81 III 
76, 87 II 190). Der höchstens erzielbare Prozessgewinn entspricht dem Betrag der 
mutmasslichen Konkursdividende. Die Ermittlung der mutmasslichen Dividende 
geschieht durch Gegenüberstellung der Aktiven gemäss Inventar und der Passi-
ven gemäss Kollokationsplan. Das Treffnis, welches gemäss Kollokationsplan der 
von der Klage betroffenen Forderung zufallen würde, wenn die Klage nicht erho-

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ben würde, ist jenem Betreffnis gegenüberzustellen, das dieser Forderung nach 
erfolgreicher Klage zukommen würde (BSK SchKG-Hierholzer, Art. 250 N 49, mit 
Hinweisen). Bei der auf Anerkennung gerichteten Kollokationsklage gemäss Art. 
250 Abs. 1 SchKG (Zulassung/Erhöhung eigener Forderungen) entspricht das 
Streitinteresse somit der mutmasslichen Konkursdividende, welche auf die Diffe-
renz zwischen der zugelassenen und der eingeklagten Forderung entfällt. Obwohl 
ursprünglich weitreichend ins Auge gefasst (act. 09.1.12) haben die Kläger davon 
Abstand genommen, gegen andere zugelassene Gläubiger Klage auf Wegwei-
sung oder Reduktion von deren Forderungen gemäss Art. 250 Abs. 2 SchKG zu 
führen. Insoweit können sie oder andere Gläubiger sich keine weitere Erhöhung 
ihrer Konkursdividenden erhoffen. Soweit mit dem Eventualbegehren Ziff. 5 der 
Berufungserklärung verlangt wird, "den Kollokationsplan dahin zu modifizieren, 
dass die von den Berufungsklägern bezahlten und im Kollokationsplan vorge-
merkten Forderungen der Erbengemeinschaft A. BI., der MS. AG und der IA. 
GmbH neu als den Berufungsklägern gemeinsam geschuldet zu bezeichnen und 
zuzulassen seien", ist dies gegenüber den Leitscheinen ein Novum und daher un-
zulässig (vgl. dazu nachstehende Erwägung 1.2.d). Auszugehen ist von Klagen 
auf Erhöhung teilweise zugelassener (Ord. Nrn. 9 und 10) und auf Zulassung 
gänzlich abgewiesener (Ord. Nrn. 53 und 54) eigener Forderungen. Die für die 
Berechnung des höchstens erzielbaren Prozessgewinns massgebende Differenz 
erreicht dabei in Bezug auf die Klage von AX. den Wert von Fr. 35'861.75 (Anmel-
dungen/Klage Fr. 196'441.—; Zulassung Fr. 160'579.25) und in Bezug auf die 
Klage von KX.-S. Fr. 25'861.75 (Anmeldungen/Klage Fr. 186'441.—; Zulassung 
Fr. 160'579.25). Gemäss nachgeführten Jahresrechnungen 2005-2007 und Be-
richt der von der Konkursverwaltung eingesetzten Buchprüferin wies die Q. per 31. 
März 2007 einen akkumulierten Verlust von Fr. 2.36 Mio. aus, bei Verbindlichkei-
ten von Fr. 2.945 Mio. (Proz. Nr. 110-2008-20 act. 02.1.III.8, 02.1.III.9). Ein Kon-
kursinventar liegt zwar nicht bei den Akten, doch kann aus dem vorgenannten 
Beweismaterial ebenfalls zwanglos geschlossen werden, dass Aktiven von ledig-
lich rund Fr. 604'000.— vorhanden sind, wobei es sich wenigstens zur Hälfte um 
bestrittene Forderungen gegenüber Käufern von Einfamilienhäusern handelt. Von 
den zugelassenen Forderungen von insgesamt Fr. 2'732'000.— fielen gemäss 
Kollokationsplan Fr. 411'000.— auf grundpfandgesicherte Forderungen und Fr. 
2'321'000.— auf ungesicherte Forderungen in der 3. Klasse (act. 09.1.16, S. 21). 
Unter der für die Berufungskläger günstigen Annahme, dass die Bonität sämtlicher 
Gesellschaftsaktiven von Fr. 604'000.— gegeben ist, resultiert für die 3. Klasse 
somit eine Konkursdividende von 8.3 %. Damit entfallen auf die vorgenannten Dif-
ferenzen zwischen den eingeklagten und den zugelassenen Forderungen von Fr. 

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35'861.75/25'861.75 im Falle des Klägers AX. ein Streitinteresse von lediglich Fr. 
2'980.— und im Falle der Klägerin KX.-S. ein solches von bloss Fr. 2'150.—. Die 
Tatsache, dass die Sache durch einen sachlich unzuständigen Spruchkörper auf 
unterer Ebene beurteilt worden ist, kann nicht zu einer Änderung der funktionellen 
Zuständigkeit führen. Unbesehen des Umstandes, dass diese Fälle anstatt vom 
Bezirksgerichtspräsidenten (Art. 17 ZPO) vom Bezirksgericht als Kollegialgericht 
in 5-er Besetzung (Art. 19 Ziff. 1 ZPO) beurteilt worden sind, schliessen die festge-
stellten Streitwerte die Zulässigkeit der Berufung aus. Auf sie ist daher nicht ein-
zutreten. Die Berufungskläger haben gleichzeitig mit der Berufungserklärung eine 
schriftliche Begründung geliefert (act. 01), womit eine rechtzeitige Begründung für 
eine zivilrechtliche Beschwerde gemäss Art. 232 ZPO vorläge. Eine Erörterung 
der Frage, ob Konversion in eine Beschwerde zu erfolgen hat, kann angesichts 
des nachstehenden Resultats allerdings unterbleiben.

1.2. Die Berufungsbegehren sind nur zum Teil zulässig. Im Einzelnen:

a. Die Berufungskläger verlangen in Ziff. 1 ihres Berufungsbegehrens die voll-
umfängliche Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils. Dazu gehört auch die Ziff. 1 
des angefochtenen Urteilsdispositivs, mit welcher auf die Ziff. 2 der gleichlauten-
den Klagebegehren von AX. und KX.-S. nicht eingetreten wurde. Damit hatten die 
Kläger die gerichtliche Feststellung verlangt, dass der Kollokationsplan in wesent-
lichen Teilen unrichtig sei. Das Begehren war vollkommen unsubstantiiert. Inwie-
weit der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz nicht richtig sein soll, wird in der 
Berufungsbegründung mit keinem Wort dargelegt. Auch in der Berufung führen die 
Kläger nicht konkret aus, in welchen "wesentlichen Teilen" der Kollokationsplan 
formal unrichtig sein soll. Eine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Aus-
führungen fehlt. Damit kommen die Berufungskläger ihrer Begründungspflicht 
gemäss Art. 227 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 223/109 ZPO nicht nach. In-
soweit ist auf die Berufung nicht einzutreten (PKG 2000 Nr. 7). Im Übrigen besteht 
von vorneherein kein Raum für ein solches Feststellungsbegehren. Zivilprozessual 
wäre es unerspriesslich, weil Leistung beziehungsweise Gestaltung (vgl. BSK 
SchKG-Hierholzer, Art. 250 N 5) gefordert werden kann (Abänderung Kollokati-
onsplan, Zulassung eigener Forderung, Wegweisung fremder Forderung, anderer 
Rang). Soweit die Nichteinhaltung von Verfahrensregeln oder formeller Regeln bei 
der Aufstellung des Kollokationsplans oder eine "sehr schlechte Arbeit" des Gläu-
bigerausschusses gerügt werden will, wäre dafür nicht der Zivilrichter im Kollokati-
onsklageverfahren gemäss Art. 250 SchKG, sondern die Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs im Verfahren nach Art. 17 und Art. 244 SchKG zu-
ständig (PKG 2007 Nr. 9; BGE 103 III 13 E. 1). 

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b.aa. Die in den Ziffern 2 und 3 der Berufungsbegehren genannten Ord. 
Nrn. der zur Kollokation verlangten Forderungen (act. 01) weichen von jenen 
Nummern, welche in den Rechtsbegehren gemäss Leitscheinen aufgeführt sind 
(act. 09.2.32, 09.2.33), ab. Dabei handelt es sich um eine zulässige Korrektur ei-
nes offensichtlichen Versehens. Aus den Akten, insbesondere aus dem Kollokati-
onsplan (act. 09.1.16) ergibt sich klar, welche Forderungen jeweils gemeint sind. 
Die Höhe der geltend gemachten Forderungen blieb stets unverändert. Die Ord. 
Nrn. 9 und 53 des Kollokationsplans betreffen KX.-S. und die Ord. Nrn. 10 und 54 
betreffen AX.. Die Ordnungs-Nummern wurden in den Leitscheinen jeweils der 
falschen Klagepartei zugeordnet (act. 09.2.30-33) - nota bene ein Versehen des 
Vermittlers, nicht der Kläger - und in den Prozesseingaben wurden für beide Par-
teien jeweils die gleichen Ordnungs-Nummern mit unterschiedlichen Beträgen ge-
nannt (act. 09.2.34, 09.2.35). Die Beträge wurden jedoch immer gleich und in 
Übereinstimmung mit dem Kollokationsplan genannt und der richtigen Klagepartei 
zugeordnet. Die richtige Zuordnung zu den massgeblichen Ord. Nrn. im Kollokati-
onsplan war und ist problemlos und eine Rektifikation ist daher zulässig.

bb. Der Kollokationsplan wie ihn die Konkursverwaltung aufgestellt hat, bildet 
Grundlage für die Beurteilung von Kollokationsklagen. In der Kollokationsklage, 
die ihrem Sinn und Zweck nach einen Rechtsbehelf gegen die im Kollokationsplan 
enthaltenen Verfügungen der Konkursverwaltung über die Teilnahme materieller 
Rechtsansprüche in der betreffenden Generalexekution darstellt und deren Wir-
kungen auf das entsprechende Vollstreckungsverfahren beschränkt ist, kann der 
Zivilrichter nicht Anderes oder mehr behandeln, als Gegenstand der zulassenden 
oder abweisenden Verfügungen der Konkursverwaltung war. Was der Konkurs-
verwaltung nicht zur Aufnahme in den Kollokationsplan angemeldet und dort be-
handelt wurde, kann wegen Fehlen des Anfechtungsobjekts (materieller Vorent-
scheid der Konkursverwaltung) nicht Gegenstand des Kollokationsprozesses sein 
(BSK SchKG-Hierholzer, Art. 250 N 56). Das Argument der Berufungskläger, es 
stünden ihnen in Tat und Wahrheit wesentlich höhere Forderungen und aus weite-
ren Rechtsgründen Ansprüche gegen die Masse zu, als bis anhin geltend gemacht 
und kolloziert worden sei, kann hier deshalb nicht gehört werden. Wird der Gläubi-
ger mit jenem Betrag zugelassen, den er eingegeben hat, kann er mangels An-
fechtungsbasis nicht an den Richter gelangen und mehr fordern. Für die Frage, 
welche Forderungen in welcher Höhe von den Klägern zur Aufnahme angemeldet, 
zugelassen und abgewiesen worden sind, erbringt der Kollokationsplan den vollen 
Beweis (PKG 1995 Nr. 20 E. 2; unter den Ord. Nrn. 9 und 10: je Fr. 160'579.25 
angemeldet und je Fr. 160'579.25 zugelassen). Das Kollokationsverfahren vor der 

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Konkursverwaltung verlief gegenständlich chaotisch, was nicht zuletzt auf das 
Verhalten der Kläger zurückzuführen war. Aus den Akten ergibt sich, dass im Zeit-
raum von April-Oktober 2007, zum Teil weit über den Eingabetermin hinaus, ins-
gesamt 5, sich teilweise in den Beträgen ergänzende, zum Teil überschneidende 
und in den Forderungsgründen unterschiedliche Anmeldungen erfolgt sind. Ob-
wohl die angemeldeten Ansprüche mangels Belegen ursprünglich vollständig zu-
rückweisend, hat die Konkursverwaltung in der Folge dennoch verschiedene An-
sprüche der Kläger kolloziert, wobei im August 2008 Anhörungen der Kläger statt-
gefunden haben (act. 02.1.II.14, act. 09.2.23), deren Gegenstand und Ausgang 
nicht aktenkundig ist. Die Konkursverwaltung hat sodann in den umstrittenen Ord. 
Nrn. 9 und 10 Forderungen aus den unterschiedlichsten Rechtsgründen in einer 
Sammelposition zusammengefasst, was unzulässig oder zumindest nicht sach-
dienlich erscheint. Aus all dem ergeben sich indessen keine Argumente im Kollo-
kationsprozess. Falls die Kläger geltend machen wollten, sie hätten bei der Kon-
kursverwaltung höhere, andere oder weitere Forderungen eingegeben, als im Kol-
lokationsplan behandelt wurden, hätten sie die Nichtbehandlung und/oder formelle 
Unzulänglichkeit des Plans bei der Aufsichtsbehörde nach Art. 17 SchKG anfech-
ten müssen (BGE 103 III 13, E. 1 f., 105 III 122, E. 4; Urteil Bundesgericht 
7B.47/2005 vom 06.06.2005, E. 3.2; Urteil Bundesgericht 5A.294/2010 vom 
22.06.2010, E. 2). Eine Aufsichtsbeschwerde ist nicht erfolgt, weshalb diesbezüg-
lich vom hier bei den Akten liegenden Kollokationsplan auszugehen ist. Demnach 
haben AX. und KX.-S. unter den Titeln "Darlehen", "Solidarbürgschaft MS." und 
"Bauhandwerkerpfandrecht IA." je Fr. 160'579.25 eingegeben, und es sind beide 
mit exakt diesem Betrag zugelassen worden (Kollokationsplan, act. 09.1.16). Für 
ihre Kollokationsklagen gegen die Ord. Nrn. 9 und 10 fehlte bereits vor der ersten 
Instanz und demzufolge auch in der Berufung jegliche Grundlage. Sie können vor 
dem Zivilrichter nicht mehr oder anderes (gestützt auf andere Rechtsgründe) ver-
langen, als sie insgesamt gemäss Kollokationsplan angemeldet haben. Raum für 
die Behandlung der Berufungsbegehren Ziffern 2 und 3 besteht demnach nur in-
soweit, als die angemeldeten Forderungen C.-weg abgewiesen wurden (Ord. Nrn. 
53 und 54).

c. Die Kollokationen in den Ord. Nrn. 9 und 10 sind im Teilumfang von je Fr. 
85'388.40 bedingt erfolgt. Gemäss Ziffer 4 Berufungsbegehren wird beantragt, diese 
Forderungen unbedingt zuzulassen. Im Antrag auf Sühnverhandlung haben die Klä-
ger das Thema zwar zur Sprache gebracht (act. 09.1.12/13), die diesbezüglich indiffe-
renten Leitscheine haben sie jedoch nicht angefochten und in der Prozesseingabe 
haben sie weder im Rechtsbegehren noch in der Begründung das Thema der Be-

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dingtheit aufgegriffen (act. 02.1.I.2). Das Begehren ist insofern neu gegenüber den 
Leitscheinen und dem erstinstanzlichen Verfahren, sodass darauf im Berufungsver-
fahren ebenso wenig eingetreten werden kann.

d. Die Eventualbegehren gemäss Berufungserklärung Ziffer 5 (Wegweisung 
von mehreren anderen Gläubigern und Kollokation von deren Forderungen zu 
Gunsten der Kläger), 6 (Rückweisung an die Vorinstanz mit angemessener Nach-
frist zur Nachbesserung der Klageschrift) und 7 (Rückweisung an den Vermittler 
zwecks neuer Sühneverhandlung) werden erstmals im Berufungsverfahren vorge-
bracht. Die Kläger wenden sich insbesondere neu gegen die Kollokationen der 
Gläubiger Kollektivgesellschaft A. BI. Erben, MS. AG, IA. GmbH, BH. AG und TT. 
AG (Ord. Nrn. 33, 38, 40, 47, 51). Sie beantragen deren gänzliche oder teilweise 
Wegweisung respektive, dass diese Forderungen neu stattdessen als ihnen zu-
stehend zu kollozieren seien, weil sie als Bürgen/Solidarschuldner diese Forde-
rungen der Gläubiger in der Zwischenzeit befriedigt hätten. Damit wird einerseits 
die Grundlage des Kollokationsprozesses gesprengt, indem die Konkursverwal-
tung mangels einer entsprechenden Forderungseingabe der Kläger darüber keine 
Verfügung zu treffen hatte. Sollten die Berufungskläger anderer Ansicht sein, hät-
ten sie diesen formellen Mangel des Kollokationsplans mit Aufsichtsbeschwerde 
geltend machen müssen. Diese Begehren waren sodann nie Gegenstand eines 
Vermittlungsverfahrens und sind in den Leitscheinen, die verbindliche Grundlage 
des Prozesses bilden (PKG 1990 Nr. 12), nicht aufgeführt. Dementsprechend hat-
te auch die Vorinstanz nicht darüber zu entscheiden, und die Begehren bilden 
nicht Gegenstand der angefochtenen Entscheidung. Auf die neuen Begehren kann 
daher auch im Berufungsverfahren nicht eingetreten werden. Es gibt im Übrigen 
auch keine Rechtsgrundlage, von der Berufungsinstanz zu verlangen, ein Urteil 
aufzuheben und an die Vorinstanz zurückzuweisen, um einer Partei die Möglich-
keit einzuräumen, eigene prozessuale Versäumnisse zu korrigieren, wie dies in 
den Eventualbegehren gemäss Ziffer 6 und 7 der Berufungserklärung verlangt 
wird.

1.3.a. Die Kläger haben im erstinstanzlichen Verfahren 25 Aktenstücke 
eingereicht (act. 02.1.II.1-25); im Berufungsverfahren reichten sie mit der Beru-
fungserklärung und der Berufungsbegründung insgesamt 120 Aktenstücke ein 
(act. 01.2.1-54; act. 09.1.A1-16; act. 09.2.B1-50). Sie verlangen überdies weitere 
Urkunden zur Edition und beantragen erstmals im Verfahren Parteibefragungen 
sowie sinngemäss die gerichtliche Einholung eines Gutachtens (Offerte für die 
Fertigstellung der Wegerschliessung zu ihrem Grundstück/Eigenheim im Quartier 
C.-weg).  

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b. Massgebend für die Frage der Zulässigkeit neuer Beweismittel im Beru-
fungsverfahren ist auch bei der Kollokationsklage das kantonale Prozessrecht 
(BSK SchKG-Hierholzer, Art. 250 N 48, 58). Im Berufungsverfahren sind grund-
sätzlich keine neuen Beweismittel zugelassen. Die Voraussetzungen von Art. 226 
Abs. 1 ZPO, wonach verlangt werden kann, dass fristgemäss vor erster Instanz 
angemeldete aber nicht abgenommene Beweismittel erhoben werden können, 
wenn sie für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sein können, sind vorlie-
gend nicht gegeben. Die Vorinstanz hat alle fristgemäss angemeldeten Beweis-
mittel abgenommen. Die vom beklagtischen Rechtsvertreter an der Hauptver-
handlung vor erster Instanz geäusserten Ansichten zur Unzulässigkeit der (erst) 
nach der Prozesseingabe eingereichten klägerischen Beweismittel sind in tatsäch-
licher und rechtlicher Hinsicht irrig. Der Prozessleiter hat alle von den Klägern ein-
gelegten Urkunden als Beweismittel zugelassen. Die Ordnungsvorschrift von Art. 
136 ZPO, dass im beschleunigten Verfahren nur ein einfacher Schriftenwechsel 
stattfinden soll, ändert nichts an der Anwendbarkeit von Art. 98 Ziff. 1 ZPO. 

Die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Parteibefragung gemäss Art. 112 ZPO 
oder Sachverständigengutachten, welche das Kantonsgericht von sich aus vor-
nehmen könnte (Art. 226 Abs. 2 ZPO), sind nicht gegeben. Die Berufungskläger 
setzen sich denn auch nicht mit den Voraussetzungen von Art. 226 ZPO ausein-
ander. Die Beweisanträge bezüglich Editionen, Parteibefragung und Gutachten 
(gerichtliche Offerteinholungen) sind somit in toto abzuweisen, soweit darauf ein-
zutreten ist. Die im Berufungsverfahren eingereichten Aktenstücke (act. 01.2.1-54; 
act. 09.2.B1-50) sind insoweit aus dem Recht zu weisen, als sie gegenüber der 
Aktenlage vor Bezirksgericht neu sind und mit ihnen die umstrittenen Kollokation-
sansprüche oder neue Forderungsansprüche der Kläger gegen die Masse belegt 
werden wollen. Dies betrifft insbesondere weitere Betreibungsurkunden, welche in 
der Zwischenzeit angefallen sind und mit denen Forderungen nachgewiesen wer-
den wollen, die nicht Gegenstand einer Forderungseingabe an die Konkursver-
waltung und der Klage vor der ersten Instanz gebildet haben. Auf der anderen Sei-
te sind die Aktenstücke 09.1.A1-16 zum einen nicht neu und zum anderen ohne 
Weiteres zuzulassen, weil mit ihnen lediglich die Rechtzeitigkeit der Berufung und 
die diesbezügliche Prozesshistorie nachgezeichnet werden. 

2.a. Gemäss den Leitscheinen und den Klageschriften der nicht anwaltlich ver-
tretenen Kläger richten sich ihre Klagen gegen das "Konkursamt Imboden, ver-
treten durch den Gläubigerausschuss, wiedervertreten durch Rechtsanwalt Ca-
vegn", gemäss dem angefochtenen Urteil gegen das "Konkursamt des Bezirks 
Imboden, vertreten durch Rechtsanwalt Cavegn". Passivlegitimiert im positiven 

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Kollokationsprozess ist stets und ausschliesslich die Konkursmasse (BSK SchKG-
Hierholzer, Art. 250 N 24). Die Vorinstanz hat die Klage deshalb auch wegen feh-
lender Passivlegitimation abgewiesen, was von den Berufungsklägern gerügt wird. 
Die Rüge ist berechtigt.

b. Sowohl im Leitschein als auch in der Prozesseingabe sind die Parteien ge-
nau zu benennen, damit die richtige Partei aufgeboten und der geltend gemachte 
Anspruch schliesslich gegen die richtige durchgesetzt werden kann. Dies gebietet 
die Rechtssicherheit, ist aber nicht Selbstzweck. Eine Grenze findet der Grundsatz 
am Verbot des überspitzten Formalismus. Ein solcher würde etwa vorliegen, wenn 
die Beurteilung der Sache verweigert oder ein Entscheid aufgehoben würde, nur 
weil eine Parteibezeichnung unvollständig oder ungenau ist, über die Identität der 
am Streit Beteiligten jedoch kein Zweifel besteht (PKG 2006 Nr. 32; 2003 Nr. 6; 
1994 Nr. 2 und Nr. 3). Die Berufungskläger haben nichts gegen den in der Partei-
bezeichnung zweifach falschen Leitschein eingewendet, sondern – dem Leitschein 
folgend – in ihrer Prozesseingabe das Konkursamt, vertreten durch den Gläubi-
gerausschuss als beklagtische Partei aufgeführt. Das ist ihnen nur bedingt anzu-
lasten. Passivlegitimiert ist im positiven Kollokationsprozess die Konkursmasse, 
die gesetzlich durch die Konkursverwaltung vertreten wird. Die Konkursverwaltung 
obliegt vorliegend dem Konkursamt Imboden. Im Leitschein und in der Prozess-
eingabe wird eindeutig und unmissverständlich das Konkursamt als Partei aufge-
führt und nicht die von diesem vertretene Konkursmasse. Die Parteibezeichnung 
ist nicht nur ungenau oder unvollständig, sondern eindeutig falsch. Analog dem in 
PKG 2003 Nr. 6 beurteilten Sachverhalt ist vorliegend allerdings bereits aus dem 
Sühnbegehren und den Prozesseingaben leicht ersichtlich, dass sich die Klage 
gegen jemand anderen als die auf dem Leitschein und in der Prozesseingabe auf-
geführte Partei richten soll. Die Rechtsbegehren wollen ausdrücklich und präzis 
(Nennung Ord.-Nrn.) den Kollokationsplan im Konkurs der Q. abändern (act. 
09.2.29/30, 09.2.34/35), weshalb sie schon aus diesem Grund nur Ansprüche ge-
gen die Konkursmasse betreffen können. Ausserdem bezeichneten die Kläger ihre 
Klage stets als "Anfechtung des Kollokationsplans der Q. in Liquidation" (act. 
09.2.34/35). Die Q. in Liq. ist nichts anderes als die Konkursmasse dieser Gesell-
schaft. Die Vorinstanz ist daher in überspitzten Formalismus verfallen, wenn sie 
die Klage wegen fehlender Passivlegitimation abwies. Betreibungsämter und Kon-
kursämter sind nicht – nie – Partei in einem Zivilverfahren. Ein Vermittler und erst 
recht ein Richter muss das wissen. Man hat es hier wohl nicht mit einer leicht er-
kennbaren Ungenauigkeit oder Unvollständigkeit in der Parteibezeichnung zu tun, 
aber mit einer mehr als nur leicht erkennbaren Unrichtigkeit in der Bezeichnung. 

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Es besteht eine offensichtlich unrichtige und anhand der Konstellation bezie-
hungsweise der Akten ohne weiteres Nachfragen korrigierbare Parteibezeichnung 
im Sinne von PKG 1994 Nr. 3, E. 3a. Das vom Konkurs betroffene Rechtssubjekt 
ist genannt. Über die Identität der am Streit Beteiligten kann diesfalls bei einem 
positiven Kollokationsprozess auf der Passivseite a priori kein Zweifel aufkommen. 
Das ist   ebenso augenfällig wie der Umstand, dass die Kantonsregierung, kanto-
nale Departemente und kantonale Ämter schlechterdings nicht Passivpartei in Zi-
vilverfahren sein können (PKG 2003 Nr. 6 E. 1, 2006 Nr. 32 E. 1b). Es ist nicht die 
Aufgabe von Justizbehörden, einen nicht anwaltlich vertretenen Kläger ins offene 
Messer rennen zu lassen. Sie haben eine gewisse Diligenz-, Hinweis- oder Frage-
pflicht, die hier umso dringender zum Tragen kommen muss, als für den Fach-
mann der Mangel in der Parteibezeichnung offenkundig sein müsste, die Rechts-
suchenden ohne fachkundigen Rechtsbeistand waren und eine vorgehend mitwir-
kende Justizbehörde ihre Aufgaben unzureichend wahrgenommen hat. Insoweit 
verdient die Meinung der Beklagten, es sei nicht Sache des Vermittlers, die Par-
teien rechtsbelehrend zu instruieren, Relativierung. Prozesshistorisch nahm das 
Übel vorliegend mit einem in der Parteibezeichnung zweifach fragwürdigen Leit-
schein seinen Lauf. Die Behauptung der Beklagten, der Vermittler sei mit der Aus-
stellung des Leitscheins genau den Anträgen der Kläger gefolgt, ist aktenwidrig. 
Die Berufungskläger haben im Vermittlungsbegehren keine Parteibezeichnung 
aufgeführt. Sie haben das Ersuchen um Ansetzung einer Sühnverhandlung dem 
Kreispräsidenten als Vermittler eingereicht und dem Konkursamt Imboden (zur 
Kenntnis) zugestellt. Aus Letzterem kann selbstredend nicht der Schluss gezogen 
werden, dass die Berufungskläger das Konkursamt als beklagtische Partei ins 
Recht fassen wollten. Da vorliegend das Konkursamt mit der Konkursverwaltung 
betraut war, könnte die – im Übrigen fakultative – Zustellung der Kläger an das 
Konkursamt ebenso gut wegen dessen Funktion als gesetzlicher Vertreter der 
Konkursmasse erfolgt sein. Der Vermittler hat dann aber, ohne jedes Zutun der 
Kläger, das Konkursamt als beklagtische Partei auf dem Leitschein aufgeführt. 
Wovon er sich dabei leiten liess, lässt sich nicht mit Sicherheit feststellen. Der 
Leitschein ist sodann auch in sich unstimmig. Der Vermittler hat, wiederum ohne 
Vorgabe durch die Kläger, formuliert "Konkursamt Imboden, vertreten durch den 
Gläubigerausschuss, wiedervertreten…". Auch dieses Vertretungsverhältnis ist 
eine eigene – und falsche – Erfindung des Vermittlers. Das Konkursamt als Kon-
kursverwaltung wird nie durch den Gläubigerausschuss vertreten – wenn schon 
umgekehrt. Die Vorinstanz hat dies bemerkt und aus eigenem Antrieb im Urteil 
und in der gesamten Prozesskorrespondenz das Vertretungsverhältnis zwischen 
Konkursamt und Gläubigerausschuss ersatzlos gestrichen; ausserdem hat sie die 

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in den Leitscheinen verwendete Amtsbezeichnung von sich aus abgeändert (Kon-
kursamt des Bezirks Imboden anstatt Konkursamt Imboden). Umso unverständli-
cher erscheint, dass ihr entging, dass irrigerweise ein Konkursamt in einer Kollo-
kationsklage als Partei auftreten sollte. Der Gläubigerausschuss ist ein Organ der 
Masse, was wiederum impliziert, dass bereits mit dem Leitschein anstatt Konkur-
samt eigentlich Konkursmasse gemeint war. Wenn der Vermittler schon kreativ 
tätig war, hätte er auch dies bemerken müssen. Der Vorhalt der Beklagten, die 
Kläger hätten im Vermittlungsbegehren nicht einmal eine Gegenpartei benannt, ist 
nicht einschlägig. Das Sühnbegehren und das Rechtsbegehren können auch 
mündlich zu Protokoll gegeben werden (Art. 64, 67 ZPO). Wenn der Kläger, 
schriftlich oder mündlich, die Gegenpartei nicht nennt, muss der Vermittler nach-
fragen. Das ist zwingend, vorliegend umso mehr, als es sich um nicht fachkundig 
vertretene Kläger handelte. Die Berufungskläger weisen sodann mit allem Recht 
auf Art. 74 ZPO hin, wonach ein in formeller Hinsicht offenbar unrichtiger oder un-
vollständig ausgestellter Leitschein vom Gerichtspräsidenten, bei welchem er hin-
terlegt wird, an den Kreispräsidenten zur Verbesserung zurückzuweisen ist. Diese 
Verfahrensvorschrift nimmt den Richter in die Pflicht; sie setzt, entgegen der Be-
klagten, nicht einen Parteiantrag voraus. Wenn ihr der Prozessleiter nicht nach-
kommt, muss sich eben das Sachgericht dem Problem im Urteil widmen. Für die 
Belange der Berufung gilt somit, dass beklagtenseits die Konkursmasse der Q. in 
Liquidation ins Recht gefasst ist.

3. Insoweit auf die Anträge gemäss Ziffern 2 und 3 der Berufungserklärung 
trotz Bedenken hinsichtlich Streitwert und Berufungsfähigkeit teilweise materiell 
einzutreten wäre (Kollokationsplan Ord. Nrn. 53 und 54, Erschliessung C.-weg), ist 
dazu Folgendes zu erwägen:

a. "C.-weg" steht für eine Quartierstrasse in De.. Mit Berufung wird geltend 
gemacht, zwischen den Berufungsklägern und der Q. sei am 22. Januar 2004 ein 
Kaufvertrag über ein dort gelegenes Grundstück und über eine darauf zu errich-
tende Liegenschaft zu Stande gekommen. Gemäss der vertraglichen Vereinba-
rung sei ein Grundstück geschuldet, welches durch eine drei Meter breite Zu-
fahrtstrasse erschlossen sei. Diese Zufahrtsstrasse Richtung Via Tc. sei bis heute 
weder geteert, noch beleuchtet, noch bestehe darauf ein Feinbelag, was indessen 
alles geplant gewesen sei. Dies berechtige die Berufungskläger gegenüber der 
Konkursmasse zu einer Minderung des Kaufpreises, analog den Minderungsan-
sprüchen der anderen Erwerber von Liegenschaften am selben Ort (Kollokations-
plan Ord. Nrn. 26 und 27). Mit Eingaben vom 04. Mai 2007 und 10. Juli 2007 an 
die Konkursverwaltung seien die Minderungsansprüche in Höhe von je Fr. 

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20'445.45 geltend gemacht worden. Die entsprechende Schadensberechnung er-
gebe sich aus den Aufwendungen, welche die Q. für die Errichtung der einzelnen 
Leistungen gegenüber den Handwerkern eingegangen sei und die einschlägigen 
Belege hätten der Konkursverwaltung vorgelegen. Die Kosten für die nicht fertig 
gestellten Teile Fussweg (Fr. 9'444.45), Beleuchtung (Fr. 5'000.—) und Feinbelag 
(Fr. 6'000.—) seien geschätzt und in der Höhe unbestritten geblieben. Der Total-
betrag von Fr. 20'445.45 sei damit zur Kollokation zuzulassen.

b. Soweit die Berufungskläger in der Berufungsschrift ausführen lassen, die in 
diesem Punkt eingeklagten Forderungsbeträge seien unbestritten geblieben, ist 
dies zurückzuweisen. Die Beklagte hat sie dem Bestand und der Höhe nach be-
stritten (act. 02.1.I.3, N 17 f., 28 f.; act. 02.1.IV.4, S. 12 f.).  

c. Der Anspruch ist zumindest in seiner Höhe aus dem vorhandenen und 
zugelassenen Aktenmaterial nicht nachgewiesen. Es kann dazu vorab in Anwen-
dung von Art. 229 Abs. 3 ZPO auf die Erwägungen im angefochtenen Urteil ver-
wiesen werden (act. 02.1.I.7, E. 4, S. 6-8). In prozessualer Hinsicht besteht, wie 
bereits dargelegt, kein Anspruch auf Ergänzung des Prozessstoffes durch ein 
erstmalig im Berufungsverfahren beantragtes Schadensgutachten und/oder mittels 
Parteibefragungen.

d. Für ihre Kaufpreisminderungsansprüche wegen fehlender Erschliessung C.-
weg verwiesen die Kläger in ihren Eingaben an die Konkursverwaltung (act. 
02.1.II.3) und im erstinstanzlichen Verfahren (act. 02.1.I.2, N 4; 02.1.I.4, S. 3) auf 
einen Kaufvertrag zwischen der Q. und der BH. GmbH, ohne einen solchen Ver-
trag einzulegen. Die Bedingungen des Kaufvertrages zwischen der Q. und der BH. 
GmbH, aus welchen die Berechtigung bezüglich der Erschliessung von C.-weg 
genügend abgeleitet werden könnten, lägen dem Konkursamt bereits vor. Die 
Sachverhaltsdarstellung und das Argument mit Ansprüchen aus einem angebli-
chen Vertrag mit einer Firma BH. GmbH machen im Konkurs der Q. indessen von 
vorneherein keinen Sinn, denn Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind nur 
Ansprüche der Berufungskläger gegenüber der konkursiten Gesellschaft. Eine 
Herleitung aus einem Regressverhältnis gegen die Konkursitin lässt sich aus den 
Forderungseingaben und dem kaum vorhandenen Beweismaterial ebenso wenig 
konstruieren.

e. Selbst wenn die Forderungseingaben der Kläger an die Konkursverwaltung 
und die Prozesseingabe dahingehend auszulegen wären, dass sie ihre Ansprüche 
betreffend Erschliessung C.-weg auf ihren Kaufvertrag mit der Konkursitin vom 22. 

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Januar 2004 stützen wollten (act. 02.1.III. 7), bliebe das mit Berufung vor-
getragene Argument, Schaden und Schadensberechnung ergäben sich "aus den 
Aufwendungen, welche die Q. für die Errichtung der einzelnen Leistungen ge-
genüber den Handwerkern eingegangen ist", unerspriesslich. Es steht im Wi-
derspruch zur Behauptung, die Q. als Schuldnerin der Kläger habe ihre Leistun-
gen aus dem Kaufvertrag nicht erbracht. Wenn die Q. entsprechende Werklöhne 
gegenüber den Handwerkern (Strassenbau) gezahlt hätte, aus deren Abrechnun-
gen sich der Aufwand für Errichtung, Beleuchtung und Belag der Zufahrt beweis-
mässig erstellen liesse, wären die hier reklamierten Leistungen erbracht worden, 
womit die Basis für entsprechende Minderungsansprüche der Kläger gegenüber 
der Verkäuferin Q. fehlen würde.

f. Separate Abweisungsverfügungen zu den entsprechenden Ord. Nrn. 53 
und 54 hat die Konkursverwaltung zwar nicht getroffen, doch geht wenigstens aus 
dem Kollokationsplan der Grund der Zurückweisungen hervor. Die Konkursver-
waltung hat sie mit der Begründung abgewiesen, gemäss dem Bericht der einge-
setzten Buchprüferin sei diese Forderung in den kollozierten Ord. Nrn. 9 und 10 
enthalten. Die Konkursverwaltung behauptet im Ergebnis also, der Betrag sei un-
ter den anderen Titeln (Darlehen, Regress aus Bürgschaft, Bauhandwerkerpfand-
recht) bereits kolloziert worden und nicht doppelt zuzulassen. Diese Begründung 
erscheint zwar anhand des erwähnten Berichts materiell wenig überzeugend (act. 
02.1.III.8 und 9), indessen setzen sich die Kläger mit dieser Begründung in der 
Berufung überhaupt nicht auseinander (act. 09, N 55, 57). Das Rechtsmittel er-
weist sich diesbezüglich folglich auch als unsubstantiiert.

Zusammenfassend sind die Berufungen von AX. und KX.-S. abzuweisen, soweit 
auf sie einzutreten ist.

4. Die Berufungskläger unterliegen vollständig, weshalb sie kostenpflichtig 
werden (Art. 122 Abs. 1 ZPO). Ausserdem greift die gesetzliche Regel, wonach 
sie der obsiegenden Gegenpartei alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, 
notwendigen Kosten zu ersetzen haben (Art. 122 Abs. 2 ZPO). 

a. Die amtlichen Kosten sind im Rahmen von Art. 5 lit. a (Gerichtsgebühr) und 
Art. 8 Abs. 1 lit. a (Schreibgebühr) des zur Zeit der Urteilsfällung geltenden Kos-
tentarifs im Zivilverfahren (KT, BR 320.075) auf gesamthaft Fr. 10'320.— festzu-
setzen.

b. Die Parteikosten sind von der urteilenden Instanz gemäss Art. 2 der Verord-
nung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsan-

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wälte (Honorarverordnung, HV, BR 310.250) nach Ermessen festzusetzen, wobei 
vom Betrag auszugehen ist, welcher der entschädigungsberechtigten Partei für die 
anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellt wird, soweit 1. der vereinbarte Stun-
denansatz zuzüglich allfällig vereinbartem Interessenwertzuschlag üblich ist und 
keine Erfolgszuschläge enthält, 2. der geltend gemachte Aufwand angemessen 
und für die Prozessführung erforderlich ist und 3. die geforderte Entschädigung 
nicht eine von der Sache beziehungsweise von den legitimen Rechtsschutzbe-
dürfnissen her nicht gerechtfertigte Belastung der unterliegenden Partei zur Folge 
hat. Die obsiegende Berufungsbeklagte verlangt eine Prozessentschädigung. Die-
se ist zum einen unbeziffert geblieben und zum anderen hat die ersuchende Partei 
es unterlassen, zu Beginn des erstinstanzlichen Verfahrens oder des Beru-
fungsverfahrens eine vollständige, unterschriebene Honorarvereinbarung mit ih-
rem Rechtsvertreter einzureichen (act. 02.1.IV, act. 15), sodass die urteilende In-
stanz davon absieht, für die Festsetzung der Parteientschädigung im Berufungs-
verfahren eine Anwaltsrechnung beizuziehen (Art. 4 Abs. 1, 2. Satz HV). Diesfalls 
ist der für eine sachgerechte Interessenwahrung notwendige Aufwand schät-
zungsweise und nach freiem Ermessen festzulegen. Das Berufungsverfahren 
wurde ohne mündliche Hauptverhandlung durchgeführt. Vom Umfang der Rechts-
schrift, den Akten, der rechtlichen Problematik und der Bedeutung der Sache aus-
gehend, ist eine Prozessentschädigung von 4'000 Franken (MWST eingeschlos-
sen) angemessen. 

c. Die bündnerische ZPO enthält hinsichtlich der Verteilung von Gerichtskos-
ten und Prozessentschädigung an die Gegenpartei auf unterliegende Streitgenos-
sen keine ausdrücklichen Vorschriften. Es ist jedoch allgemein anerkannt, dass 
das Gericht sowohl bei notwendigen als auch bei einfachen Streitgenossenschaf-
ten im Urteil solidarische Verpflichtung hinsichtlich der Gerichtskosten und/oder 
der Prozessentschädigungen anordnen kann (Guldener, a.a.O., S. 407; Frank/ 
Sträuli/Messmer, a.a.O., N 2 zu § 70; Leuch/Marbach/Kellerhals/Sterchi, a.a.O., 
Bern 2000, N 1 zu Art. 61). Diese Lösung erscheint hier für die amtlichen Kosten 
schon deshalb vorgezeichnet, weil von den Berufungsklägern nur ein gesamthaf-
ter Gerichtskostenvorschuss, für alle haftend, eingeholt und von ihnen auch als 
solcher bezahlt wurde (act. 03, 04). Sie ist indessen auch für die Prozessentschä-
digung anzuordnen, und den Berufungsklägern die interne Ausmarchung betref-
fend Verursachung und Tragung des gegnerischen Prozessschadens zu überlas-
sen.

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufungen von AX. und KX.-S. werden abgewiesen, soweit darauf ein-
zutreten ist.

2. Die Gerichtskosten der Berufungsverfahren von Fr. 10'320.— (Gerichtsge-
bühr Fr. 10'000.—; Schreibgebühr Fr. 320.—) gehen unter solidarischer 
Haftung zu Lasten von AX. und KX.-S..

3. AX. und KX.-S. sind verpflichtet, der Konkursmasse der Q. in Liquidation für 
die Berufungsverfahren eine Prozessentschädigung von insgesamt 4'000 
Franken (MWST eingeschlossen) zu bezahlen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechts-
frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fäl-
len ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: