# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2abea998-284d-5c6d-a9e4-43e1d816ec94
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.05.2019 UV 2017/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-16_2019-05-22.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 22.05.2019

Entscheiddatum: 22.05.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 22.05.2019
Art. 6 UVG. Art. 9 Abs. 2 UVV. Bejahung eines Unfallereignisses oder 
zumindest einer unfallähnlichen Körperschädigung. Im Zeitpunkt der 
Leistungseinstellung lagen keine Beschwerden mehr vor, welche in 
Kausalzusammenhang mit dem angeschuldigten Ereignis standen. 
Insbesondere war der Status quo sine vel ante nach einer Meniskusläsion 
erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
22. Mai 2019, UV 2017/16). 

Entscheid vom 22. Mai 2019

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Meili

             

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2017/16

             

Parteien

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Laurent Häusermann, Amparo

Anwälte und Notare, Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

 

gegen

 

Generali Allgemeine Versicherungen AG, Avenue Perdtemps 23, 1260 Nyon 1,

Beschwerdegegnerin,

 

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

 

Sachverhalt

 

A.   

A.a  A.___ war bei der B.___ SA ab 1. Dezember 2015 als Aushilfe in der Spedition tätig 

und dadurch bei der Generali Allgemeine Versicherungen AG (nachfolgend: Generali) 

gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Auf 

einer undatierten, der Generali eingereichten Unfallmeldung wurde ausgeführt, dass es 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem Versicherten am 18. Dezember 2015 beim Holen einer Kiste mit Brot "einen Zwick 

im Kreuz (...) und einen Riss in der Kniescheibe" gegeben habe (vgl. UV-act. 1). Der am 

21. Dezember 2015 erstbehandelnde Dr. med. C.___, Innere Medizin FMH, 

diagnostizierte eine akute Lumbalgie und eine Meniskopathie rechts. Er versorgte den 

Versicherten mit Analgetika und attestierte ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

(Arztzeugnis vom 15. Februar 2016; UV-act. 5). Ein am 6. Januar 2016 durchgeführtes 

MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) ergab ein altersentsprechend normales unteres 

thorakales und lumbales vertebrospinales Bild (UV-act. 6). Dr. med. D.___, Arzt 

Kniechirurgie, und Dr. med. E.___, Arzt mbF, beide Klinik für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), 

diagnostizierten am 3. Februar 2016 einen Status nach Kniegelenksdistorsion beidseits 

am 18. Dezember 2015, Lumbalgien und eine Psoriasis. Ein MRI vom 12. Januar 2016 

habe eine mediale Meniskusruptur in der Pars intermedia rechts ergeben (UV-act. 20.1 

f.). Nach einem MRI vom 5. Februar 2016 schlossen Dr. D.___ und Dr. med. F.___, Arzt 

in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

des KSSG, eine Meniskusschädigung des Knies links aus (UV-act. 21.1 f., vgl. UV-act. 

19.1 f.).

 

A.b  Vom 16. bis 17. Februar 2016 befand sich der Versicherte stationär im KSSG und 

unterzog sich einer diagnostischen Arthroskopie, einer arthroskopischen 

Innenmeniskushinterhorn-Teilresektion und einer Resektion der Plica mediopatellaris 

Kniegelenk rechts. Die behandelnden Ärzte erachteten den Versicherten vom 16. 

Februar bis 4. März 2016 als zu 100% arbeitsunfähig (UV-act. 8.1 f., vgl. UV-act. 7.1 f.). 

Dr. C.___ attestierte ihm auch danach eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (UV-act. 12, 

16 f., 30 f.).

 

A.c  Der Versicherte schilderte gegenüber der Generali am 4. März 2016 telefonisch 

den Hergang des Vorfalls vom 18. Dezember 2015 (UV-act. 9, vgl. auch Fragebogen 

vom Februar 2016; UV-act. 4.1 f.).

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.d  Der Vertrauensarzt der Generali, Dr. med. G.___, FMH Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, beurteilte am 3. Mai 2016, eine 

Muskelzerrung (vorliegend im Rücken) sei üblicherweise nach zwei bis maximal vier 

Wochen abgeklungen. Allenfalls könnte ein vorbestehendes Problem aktiviert worden 

sein. Bezüglich des Knies rechts lägen überwiegend wahrscheinlich vorbestehende 

Knorpelschäden vor. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit scheine nicht ausgewiesen zu 

sein. Dr. G.___ empfahl diverse weitere Abklärungen (UV-act. 15.1 f.). Nach Einholung 

von Berichten des KSSG und von Dr. C.___ (vgl. UV-act. 22 f.) beurteilte Dr. G.___ am 

10. Juni 2016, die attestierte Arbeitsunfähigkeit sei allenfalls hinsichtlich der 

anhaltenden Kniegelenksbeschwerden plausibel. Diese seien aber überwiegend 

wahrscheinlich auf die degenerativen Veränderungen zurückzuführen, wobei das 

angegebene Unfallereignis als schmerzauslösender Faktor zu werten sei (UV-act. 24.1 

ff.). Ein am 20. Juni 2016 durchgeführtes MRI des Knies rechts zeigte einen allenfalls 

leichten Gelenkserguss (UV-act. 27.1 f.).

 

A.e  Nachdem die Generali ein Gesuch um Kostengutsprache für eine ambulante 

psychiatrische Behandlung bei Dr. med. H.___, FMH Psychiatrie, erhalten hatte (UV-

act. 25, vgl. auch UV-act. 26), führte sie mit Schreiben vom 6. Juli 2016 aus, der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen 

Beschwerden sei zu verneinen, weshalb sie diesbezüglich nicht leistungspflichtig sei 

(UV-act. 28 f.).

 

A.f  Dr. med. I.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Vertrauensarzt der Generali, beurteilte am 16. August 2016 

gestützt auf die Akten, es bestünden keine Unfallfolgen mehr. Der Status quo sine sei 

ca. sechs Wochen nach dem Eingriff vom 16. Februar 2016, das heisse am 31. März 

2016, erreicht worden. Die noch vorhandene Arbeitsunfähigkeit sei nicht mehr auf die 

unfallkausalen Körperschädigungen am rechten Knie zurückzuführen. Die 

Kniebeschwerden links seien unfallfremd (UV-act. 32.1 ff.).

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.g  Mit Verfügung vom 19. August 2016 stellte die Generali die Leistungen per 31. 

März 2016 ein. Sie verzichtete auf die Rückforderung der bislang erbrachten 

Leistungen (UV-act. 34.1 f.).

 

B.   

B.a  Dagegen erhob der Versicherte im September 2016 (Posteingang Generali: 12. 

September 2016) sinngemäss Einsprache (UV-act. 36.1 ff., vgl. UV-act. 37.1). Der 

Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. L. Häusermann, St. Gallen, 

begründete diese am 29. November 2016 (UV-act. 40.1 ff.).

 

B.b  Mit Entscheid vom 3. Januar 2017 wies die Generali die Einsprache ab (UV-act. 

42). Am 16. Januar 2017 reichte Rechtsanwalt Häusermann der Generali unter anderem 

einen Bericht von Dr. C.___ vom 13. Januar 2017 ein (UV-act. 44).

 

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 3. Januar 2017 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt Häusermann, am 31. 

Januar 2017 die vorliegende Beschwerde. Darin beantragte er dessen Aufhebung. Die 

Generali (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen 

Leistungen, insbesondere Heilbehandlungen und Taggelder, seit dem 1. April 2016 

auszurichten. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung und 

Neuentscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei ihm die 

unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung zu bewilligen; alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. In formeller Hinsicht beantragte er, es seien sämtliche beim 

KSSG über ihn vorhandenen Akten einzuholen und ihm Akteneinsicht zu gewähren. 

Weiter sei eine mündliche Parteibefragung anzuordnen (act. G1).

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.b Die Beschwerdegegnerin beantragte am 6. März 2017 die Abweisung der 

Beschwerde. Über den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege sowie die 

formellrechtlichen Anträge des Beschwerdeführers sei von Amtes wegen zu befinden; 

alles unter Kostenfolge. Sie brachte insbesondere vor, dem Beschwerdeführer seien 

bis zum 31. Juli 2016 Taggelder ausbezahlt und nicht zurückgefordert worden (act. 

G4).

 

C.c Mit Eingabe vom 30. November 2017 liess der Beschwerdeführer beantragen, das 

Verfahren sei bis zum Abschluss der fachärztlichen Abklärungen betreffend die 

Ursache der Kniebeschwerden sowie bis zum Vorliegen eines ausstehenden 

Arztberichts betreffend den adäquaten Kausalzusammenhang mit der psychischen 

Fehlentwicklung formlos zu sistieren. Eventualiter sei ihm die Frist für die Replik 

angemessen zu erstrecken (act. G17). Er liess einen Bericht von Dr. med. J.___, 

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 15. November 2017 

einreichen (act. G17.1). Am 1. Dezember 2017 liess er zudem eine Überweisung von 

Dr. C.___ an Dr. med. K.___, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 27. November 2017 

ins Recht legen (act. G18).

 

C.d Die Beschwerdegegnerin beantragte am 12. Dezember 2017 die Abweisung des 

Gesuchs um Sistierung des Verfahrens (act. G20). Mit Schreiben vom 14. Dezember 

2017 sah die Verfahrensleitung von einer Verfahrenssistierung ab und eröffnete dem 

Beschwerdeführer letztmals eine Frist zur Einreichung einer Replik (act. G21).

 

C.e In seiner Replik vom 29. Januar 2018 änderte der Vertreter des Beschwerdeführers 

sein Rechtsbegehren insofern, als er beantragte, dem Beschwerdeführer seien die 

gesetzlichen Leistungen wie Heilbehandlungen, Taggelder, Integritätsentschädigung 

etc., insbesondere Taggelder, seit dem 1. August 2016 auszurichten. Ansonsten hielt er 

an seinen materiellrechtlichen Anträgen fest. In formeller Hinsicht beantragte er den 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beizug der Akten der IV-Stelle (act. G22). Er reichte diverse medizinische Berichte ein 

(act. G22.1 ff.).

 

C.f  Mit Duplik vom 19. Februar 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Über den Verfahrensantrag bezüglich Beizug der IV-Akten 

sei von Amtes wegen zu befinden; unter Kostenfolgen (act. G24).

 

C.g Am 9. Oktober 2018 liess der Beschwerdeführer einen Bericht von Dr. F.___ vom 

11. September 2018 einreichen (act. G26.1). Rechtsanwalt Häusermann beantragte am 

7. Februar 2019, zusätzlich zum geltend gemachten Honorar sei die Mehrwertsteuer zu 

entschädigen (act. G28).

 

C.h Die Verfahrensleitung teilte Rechtsanwalt Häusermann mit Schreiben vom 15. April 

2019 mit, eine mündliche Verhandlung erscheine nicht zweckmässig. Ohne seinen 

begründeten Gegenbericht werde deshalb davon ausgegangen, dass er an seinem 

diesbezüglichen Antrag nicht festhalte (act. G29). Rechtsanwalt Häusermann liess sich 

innert Frist nicht mehr vernehmen.

 

Erwägungen

 

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

 

2.   

Streitig und vorliegend zu prüfen ist, ob und gegebenenfalls bis zu welchem Zeitpunkt 

die Beschwerdegegnerin als obligatorische Unfallversicherung des Beschwerdeführers 

für die Folgen des Ereignisses vom 18. Dezember 2015 leistungspflichtig ist. Nachdem 

die Beschwerdegegnerin bis 31. Juli 2016 Leistungen erbracht hatte, stellte sie sich in 

ihrer Duplik auf den Standpunkt, es liege weder ein Unfallereignis noch ein 

unfallähnliches Ereignis vor. Sie sei von Anfang an nicht leistungspflichtig gewesen und 

es komme eine reformatio in peius in Betracht (act. G24). Die Beschwerdegegnerin 

gewährte dem Beschwerdeführer nach Eingang der Unfallmeldung (undatiert, gemäss 

Angabe der Beschwerdegegnerin am 28. Januar 2016 bei ihr eingegangen; vgl. UV-act. 

34.1) formlos Versicherungsleistungen. Damit anerkannte sie faktisch ihre 

Leistungspflicht und demnach auch das Vorliegen eines Unfallereignisses. Über 

Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die wie vorliegend erheblich sind oder mit 

denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, hat der Versicherungsträger eine 

schriftliche Verfügung zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Leistungen, 

Forderungen und Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen, können in 

einem formlosen Verfahren behandelt werden (Art. 51 Abs. 1 ATSG). Der im formlosen 

Verfahren nach Art. 51 ATSG erlassene Entscheid zeichnet sich dadurch aus, dass er - 

wie die Verfügung im Anwendungsbereich von Art. 49 ATSG - in Rechtskraft 

erwachsen kann. Wann diese Rechtskraft eintritt, ist im Verhältnis Versicherungsträger 

und Partei unterschiedlich zu beantworten. In Analogie zu Art. 51 Abs. 2 ATSG drängt 

sich die Lösung auf, dass die versicherte Person einen Entscheid in Form einer 

Verfügung verlangen kann. In BGE 134 V 152 E. 5.3.2 legte das Bundesgericht fest, 

dass der betroffenen Person dazu eine Frist von einem Jahr zur Verfügung steht. Dies 

mit Blick auf das Gebot der Rechtssicherheit sowie den Verfassungsgrundsatz von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Treu und Glauben (BGE 134 V 150 E. 5.2). Anders verhält es sich für den 

Versicherungsträger. Dieser kann nur innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erlass des 

formlosen Entscheids voraussetzungslos auf diesen zurückkommen; ist diese Frist 

verstrichen, ist eine Änderung nur im Rahmen von Art. 53 ATSG zulässig. Der im 

formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG erlassene Entscheid erwächst also aus Sicht 

des Versicherten nach einer einjährigen Frist, aus derjenigen des Versicherungsträgers 

nach 30 Tagen (vgl. Art. 52 Abs. 1 ATSG) in Rechtskraft. Damit ergibt sich eine 

Rechtslage, die mit derjenigen bei formellen Verfügungen übereinstimmt (UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Bern/St. Gallen/Zürich 2015, Art. 51 N 8 und 26 f.).

 

3.   

Nachdem ein rechtskräftiger Entscheid vorliegt, ist im Folgenden nur zu prüfen, ob ein 

Rückkommenstitel nach Art. 53 ATSG gegeben ist. Eine Wiedererwägung des 

Entscheids fällt im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG nur dann in Betracht, falls sich die 

Anerkennung des Ereignisses vom 25. Mai 2015 als Unfall als zweifellos unrichtig 

erweisen sollte.

 

3.1  Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur 

Folge hat. Dabei bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die 

Wirkung des äusseren Faktors, sondern auf den Faktor selbst. Ohne Belang für die 

Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls 

schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog (BGE 112 V 202 f. E. 1). Der 

äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen 

Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

im Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen (RKUV 

2000 Nr. U 368 S. 99 E. 2b mit Hinweisen; BGE 122 V 233 E. 1, 121 V 38 E. 1a, je mit 

Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

äusseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 

199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 E. 2b; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die 

Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gewöhnung der betreffenden 

Person) ausserordentlichen Überanstrengung (vgl. BGE 116 V 139 E. 3b; RKUV 1994 

Nr. U 180 S. 38 E. 2) bestehen.

 

3.2  Damit beurteilt werden kann, ob die Beschwerdegegnerin den Vorfall vom 18. 

Dezember 2015 nicht zweifellos unrichtig als Unfall qualifiziert hat, ist vorweg zu klären, 

wie sich das Geschehen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ereignet hat. In der 

Unfallmeldung führte die Arbeitgeberin lediglich aus, beim Produkte holen (Kiste mit 

Brot) habe es dem Beschwerdeführer "einen Zwick im Kreuz gegeben und einen Riss in 

der Kniescheibe" (UV-act. 1.1 f.). Dr. med. L.___, Fachärztin für Radiologie FMH, 

Radiologie M.___, erwähnte am 6. Januar 2016 ein Verhebetrauma, ohne den 

Unfallhergang näher zu beschreiben (UV-act. 6). Dr. D.___ und Dr. E.___ berichteten am 

3. Februar 2016, der Beschwerdeführer habe bei der Arbeit einen schweren Karton aus 

den Knien "heraus gehoben". Es sei zu einer Kniegelenksdistorsion gekommen (UV-

act. 20.1). Am 15. Februar 2016 gab der Beschwerdeführer auf einem Fragebogen der 

Beschwerdegegnerin an, er sei beim schwer Heben ausgerutscht. Er verneinte die 

Fragen, ob es sich dabei um eine übliche Tätigkeit gehandelt habe und ob er diese 

Tätigkeit unter den üblichen Umständen ausgeführt habe. Die Frage, ob irgendetwas 

Besonderes geschehen sei (Sturz, Zusammenstoss, Ausgleiten, etc.), beantwortete er 

mit "beim schwer Heben ausgerutscht" (UV-act. 4.1). Anlässlich eines 

Telefongesprächs vom 4. März 2016 schilderte der Beschwerdeführer sodann 

gegenüber der Beschwerdegegnerin, er sei in die Hocke gegangen und habe eine 

Kartonschachtel mit Brot (ca. 35kg) nach oben heben wollen. Er habe die Kiste in der 

Hocke ca. 20 bis 30cm in die Höhe gehoben und sei dabei ausgerutscht. Er habe sich 

bemüht, die Kiste wieder aufzufangen und sei auch nicht gestürzt. Seither habe er 

Schmerzen im rechten Knie und im Rücken (UV-act. 9). Wie die Beschwerdegegnerin 

zu Recht vorbringt, sind die Aussagen der ersten Stunde in der Regel unbefangener 

und zuverlässiger als spätere Darstellungen, die von nachträglichen Überlegungen 

versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (act. G24, BGE 121 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

V 45 E. 2a). Vorliegend handelt es sich bei den ersten Beschreibungen des 

Ereignishergangs jedoch um solche von Drittpersonen. Der Beschwerdeführer 

schilderte den Vorgang erstmals persönlich im Fragebogen vom 15. Februar 2016. 

Damals wie auch anlässlich des Telefongesprächs vom 4. März 2016 hatte er keine 

Kenntnis von der Leistungseinstellung oder der Verneinung des Unfallereignisses. Es 

ist damit nicht davon auszugehen, dass seine Antworten von versicherungsrechtlichen 

Überlegungen geprägt waren. Zudem finden sich in der Unfallmeldung und den ersten 

ärztlichen Berichten nur sehr vage Beschreibungen des Unfallhergangs. Es ist damit 

auf die detaillierten Ausführungen vom 4. März 2016 abzustellen, welche den 

vorherigen Darstellungen im Übrigen nicht widersprechen, sondern diese lediglich 

präzisieren. Sowohl anlässlich des Telefongesprächs als auch auf dem Fragebogen 

hatte der Beschwerdeführer ein Ausrutschen und ein schweres Heben erwähnt. Die 

Beschwerdegegnerin bringt vor, rein ablaufmässig könne ein Ausgleiten nicht 

nachvollzogen werden. Wenn die Kartonschachtel in der Hocke schon 20 bis 30cm 

angehoben gewesen sei, dann gebe es ein zusätzliches Gewicht, welches nach unten 

drücke, und ein Ausrutschen sei nicht möglich (act. G24). Entgegen dieser 

Ausführungen scheint jedoch ein Ausgleiten auch bei einer Krafteinwirkung nach unten 

aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung nicht ausgeschlossen zu sein.

 

3.3  Zu prüfen ist im Folgenden, ob mit dem sich aus Erwägung 3.2 ergebenden 

Sachverhalt das Unfallbegriffsmerkmal des ungewöhnlichen Faktors zu Recht als erfüllt 

erachtet wurde. Im Falle einer unkoordinierten Bewegung ist das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit zu bejahen, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den 

natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. 

Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu 

bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - ist 

wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 

130 V 117 E. 2.1; Urteil des EVG vom 7. Oktober 2003, U 32/02, E. 2.2; RKUV 1996 Nr. 

U 253 S. 204 E. 4c und 1994 Nr. U 180 S. 38 E. 2 mit Hinweisen). Zu einer 

Programmwidrigkeit kommt es beispielsweise, wenn die versicherte Person stolpert, 

ausgleitet oder an einen Gegenstand anstösst oder wenn sie, um ein Ausgleiten zu 

verhindern, eine reflexartige Abwehrbewegung ausführt oder auszuführen versucht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, 1999 Nr. U 333 S. 199 E. 3c/aa und Nr. U 345 S. 

422 E. 2b, 1996 Nr. U 253 S. 204 E. 4d; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 40 mit 

Hinweisen; MAURER, a.a.O., S. 176 f.). Dass es tatsächlich zu einem Sturz kommt, 

wird mithin nicht vorausgesetzt. Das vorliegend vom Beschwerdeführer geschilderte 

Ausrutschen, ohne jedoch hinzufallen, ist grundsätzlich geeignet, zu einer 

unphysiologischen Belastung einzelner Muskeln oder Muskelgruppen zu führen. Sein 

natürlicher Bewegungsablauf (Aufheben der Kiste aus der Hocke) wurde dadurch 

"programmwidrig" beeinflusst, weshalb die Anerkennung eines Unfalls durch die 

Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht zweifellos unrichtig war.

 

3.4  Es besteht damit kein Rückkommenstitel für die rechtskräftige 

Leistungsgewährung und die Frage nach einer reformatio in peius stellt sich entgegen 

den Ausführungen der Beschwerdegegnerin nicht (vgl. act. G24).

 

4.   

Der Beschwerdeführer beklagt über den 31. März bzw. den 31. Juli 2016 hinaus 

andauernde Beschwerden. Zu prüfen ist der Kausalzusammenhang zwischen diesen 

Beschwerden und dem Ereignis vom 18. Dezember 2015 sowie gestützt auf das 

Ergebnis das allfällige Andauern der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin. Diese 

hat die Leistungen zwar formell rückwirkend per 31. März 2016 eingestellt, aber 

unbestritten bis 31. Juli 2016 weiter Leistungen erbracht und diese nicht 

zurückgefordert (vgl. UV-act. 34.1 f., 42, act. G4, G4.1, G22).

 

4.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 123 III 110, 112 V 30, 107 V 173, RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54 f.). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang 

sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle (BGE 117 V 365 

mit Hinweisen; SRV 2000 UV Nr. 14 S. 45).

 

4.2  Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht im Grundfall einmal anerkannt, so 

entfällt diese erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate 

Ursache der fortdauernd geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden 

nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der 

Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin 

für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der 

Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. 

Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen 

sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung 

beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein 

Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom 

18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 

Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; 

LOCHER/ GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58). Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher bzw. bei psychischen Beschwerden adäquater 

Kausalzusammenhang gegeben ist (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 4) - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser 

muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit 

Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. 

Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten oder überhaupt erst 

manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn entweder der 

(krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 206 . 

328 f. E. 3b, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juni 2007, U 290/06, E. 

3.3).

 

4.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

medizinischen Fachpersonbegründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a). Nach der 

Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht verwehrt, einzig oder im 

Wesentlichen gestützt auf versicherungsinterne medizinische Beurteilungen (darunter 

fallen auch solche von Vertrauensärzten) zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die 

Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinn zu stellen, dass bei auch 

nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Ein Anspruch auf eine 

versicherungsexterne Begutachtung besteht gemäss Rechtsprechung nicht (BGE 135 

V 465).

 

5.   

Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, es lägen über den 

Einstellungszeitpunkt hinaus unfallkausale psychische Beschwerden vor (vgl. act. G17, 

G22). Die Beschwerdegegnerin hatte mit Schreiben vom 6. Juli 2016 den adäquaten 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 18. Dezember 2015 und den vom 

Beschwerdeführer geltend gemachten psychischen Beschwerden von Grund auf 

verneint und das Gesuch um Kostengutsprache für die psychiatrische Behandlung bei 

Dr. H.___ abgewiesen (UV-act. 28 f.). Wie in Erwägung 2 erwähnt, hat der 

Versicherungsträger über Leistungen, Forderungen und Anordnungen, die erheblich 

sind oder mit denen die betroffene Person nicht einverstanden ist, eine schriftliche 

Verfügung zu erlassen (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Hat der Versicherungsträger formlos und 

nicht mittels Verfügung in ablehnendem Sinn entschieden, kann die betroffene Person 

innert einer einjährigen Frist den Erlass einer formellen Verfügung verlangen. Vorliegend 

hat sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. November 2017 erstmals 

sinngemäss gegen die formlose Mitteilung vom 6. Juli 2016 gewehrt (vgl. act. G17). Zu 

diesem Zeitpunkt war die ablehnende Mitteilung bereits in Rechtskraft erwachsen; 

sodass sich weitere Ausführungen hierzu erübrigen. Dennoch ist am Rande mit der 

Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass es sich vorliegend um einen banalen 

Unfall im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt und der adäquate 

Kausalzusammenhang damit ohne weiteres zu verneinen wäre (vgl. BGE 115 V 133, E. 

6.a).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

 

6.   

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Januar 2017 stützt sich hinsichtlich der 

somatischen gesundheitlichen Situation vorwiegend auf die Beurteilung von 

Vertrauensarzt Dr. I.___ vom 16. August 2016 (UV-act. 32.1 ff.). Der Beschwerdeführer 

spricht dieser die Beweiskraft ab und hält ihr Einschätzungen seiner behandelnden 

Ärzte entgegen (act. G1).

 

6.1  Der erstbehandelnde Dr. C.___ diagnostizierte am 21. Dezember 2015 eine akute 

Lumbalgie (UV-act. 5). Wie Dr. G.___ am 3. Mai 2016 ausführte, präzisierte Dr. C.___ 

seine Diagnose einer posttraumatischen Lumbalgie nicht und kernspintomographisch 

wurden keine Verletzungszeichen sichtbar. Sollte es beim Ereignis zu einer Zerrung der 

Streckmuskulatur gekommen sein, klinge eine solche üblicherweise nach zwei bis 

maximal vier Wochen ab. Sollte ein Haltungsfehler vorliegen, könnte in Verbindung mit 

der kernspintomographisch beschriebenen Verengung des Wirbelkanals ein 

vorbestehendes Problem aktiviert worden sein (UV-act. 15.1 f., vgl. UV-act. 6). Dr. 

C.___ hielt auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin jedoch am 27. Mai 2016 fest, 

bezüglich der Wirbelsäule bestehe eine normale Beweglichkeit in jeder Richtung, ein 

Haltungsfehler liege nicht vor (UV-act. 23.1). Dr. G.___ befand am 10. Juni 2016 

nachvollziehbar, bezüglich der Wirbelsäule bestünden keine Restbeschwerden mehr 

(UV-act. 24.2). Auch Dr. I.___ verwies in seiner Beurteilung vom 16. August 2016 auf 

den Bericht von Dr. C.___ vom 27. Mai 2016, wonach die Rückenbeschwerden 

abgeheilt seien (UV-act. 32.2). Es ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass allfällige Rückenbeschwerden spätestens im Zeitpunkt der 

faktischen Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 nicht mehr kausal auf das Ereignis 

vom 18. Dezember 2015 zurückzuführen waren.

 

6.2  Dr. C.___ hielt in seinem Arztzeugnis bezüglich die Erstkonsultation vom 21. 

Dezember 2015 keine Beschwerden im Knie links fest (vgl. UV-act. 5). Dr. D.___ und Dr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

E.___ berichteten am 3. Februar 2016 über einen Status nach Kniegelenksdistorsion 

beidseits am 18. Dezember 2015. Der Beschwerdeführer habe nach dem Ereignis im 

Dezember initial vor allem über einschiessende Rückenschmerzen geklagt. In den 

letzten Wochen hätten sich aber vor allem Knieschmerzen rechts mehr als links gezeigt 

(UV-act. 20.1). Nachdem am 5. Februar 2016 ein MRI des linken Knies durchgeführt 

worden war (vgl. UV-act. 19.1), schlossen Dr. D.___ und Dr. F.___ am 8. Februar 2016 

eine Meniskusschädigung des Knies links nach dem Trauma vom Dezember 2015 aus. 

Es lägen regelrechte Knorpelverhältnisse vor (UV-act. 21.1 f.). Am 9. Mai 2016 

befanden die behandelnden Ärzte des KSSG sodann, bei medialem wiederholtem 

Meniskusschaden am Kniegelenk links handle es sich um keine Situation, die operativ 

verbessert werden könne. Der Beschwerdeführer brauche weiterhin Physiotherapie und 

MTT. Sollten die Beschwerden in einem Monat nicht bessern, könnte eine 

intraartikuläre Steroidinfiltration links erfolgen (UV-act. 22.1 f.). Dr. I.___ hielt die 

Kniebeschwerden links für überwiegend wahrscheinlich unfallfremd. Er begründete 

dies überzeugend mit der MRI-Untersuchung vom 5. Februar 2016, welche keine 

unfallkausale Strukturschädigung gezeigt habe, und der Tatsache, dass die 

Kniebeschwerden links erstmals am 3. Februar 2016, mithin rund sieben Wochen nach 

dem Ereignis vom 18. Dezember 2015, aktenkundig erwähnt worden seien (UV-act. 

32.1 ff.). Weder medizinische Fachpersonen noch der Beschwerdeführer selbst stellten 

diese Beurteilung in Frage.

 

6.3  Der Beschwerdeführer hat beim Ereignis vom 18. Dezember 2015 gemäss der 

unbestrittenen Einschätzung von Dr. I.___ eine Läsion des medialen Meniskus rechts 

erlitten (UV-act. 32.2). Uneinig sind sich die Parteien jedoch bezüglich des 

Kausalzusammenhangs zwischen den im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch 

vorhandenen Kniebeschwerden rechts und dem Ereignis vom 18. Dezember 2015.

 

6.3.1      Beim Beschwerdeführer liegen diverse unfallfremde Gesundheitsschäden des 

rechten Knies vor. So bestand unbestritten eine leicht eingeklemmte und entzündlich 

veränderte Plica mediopatellaris rechts, weswegen am 16. Februar 2016 eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Resektion derselben durchgeführt wurde (UV-act. 7.1 ff.). Bei einem Plica-Syndrom 

bestehen Schmerzen bei Belastung durch Reizung der Plica, einer Membranfalte im 

Bereich des Knies, die aus der Embryonalentwicklung geblieben ist (PSCHYREMBEL, 

Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin 2017, S. 1427). Die Beschwerden im 

Zusammenhang mit der angeborenen Plica bzw. deren operativer Entfernung stehen 

damit nicht in kausalem Zusammenhang zum angeschuldigten Ereignis. Zudem 

besteht beim Beschwerdeführer eine definitionsgemäss unfallfremde Psoriasis (UV-act. 

8.1). Im Rahmen dieser schubhaften chronisch-entzündlichen Hauterkrankung kann 

eine Beteiligung des Bewegungsapparates (Arthritis) auftreten (PSCHYREMBEL, a.a.O., 

S. 1483 f.). Dr. G.___ hielt fest, die Psoriasis könne Gelenksentzündungen auslösen 

(UV-act. 15.1). Anlässlich der Operation vom 16. Februar 2016 zeigte sich retropatellar 

eine Knorpelschädigung in der Hauptbelastungszone bis Grad II. Die trochleare 

Gleitbahn zeigte eine Knorpelschädigung Grad I-II und im medialen Kompartiment 

kamen Knorpelerweichungen bis Schädigungen Grad I-II in den Hauptbelastungszonen 

zum Vorschein (UV-act. 7.1). Dr. G.___ befand, die Knorpelschäden seien überwiegend 

wahrscheinlich vorbestehend. Sie hätten bis dato keine Beschwerden verursachen 

müssen und seien im Rahmen der Operation per Zufall gesehen worden (UV-act. 15.1, 

24.1). Auch Dr. I.___ erachtete die Schädigungen des Gelenkknorpels an der Patella, an 

der Trochlea und medial an Femur und Tibia überwiegend wahrscheinlich als 

degenerativen Vorzustand (UV-act. 32.2). Die weiteren aktenkundigen ärztlichen 

Berichte stellen diese Einschätzungen nicht in Frage.

 

6.3.2      Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ein Gelenkserguss am Knie 

rechts festgestellt worden. Dr. I.___ habe diesen weder erwähnt noch gewürdigt und 

die Ursache für den Gelenkserguss sei nicht abgeklärt worden (act. G1). Bezüglich des 

rechten Knies hatte Dr. med. N.___, Radiologie M.___ am 20. Juni 2016 ein MRI 

durchgeführt und beurteilt, es liege allenfalls ein leichter Gelenkserguss vor (vgl. UV-

act. 27.1). Es trifft zu, dass ein Gelenkserguss sowohl traumatisch als auch degenerativ 

oder krankhaft bedingt sein kann (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 649). Ein solcher 

wurde jedoch erst rund sechs Monate nach dem angeschuldigten Ereignis bzw. vier 

Monate nach der Operation und lediglich vermutungsweise in leichter Ausprägung 

festgestellt. Längere Latenzzeiten stellen ein bedeutsames Indiz gegen die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Unfallkausalität bzw. einen kausalen Zusammenhang zur erfolgten Operation dar (vgl. 

RKUV 1997 Nr. U 275 S. 191 E. 1c). Zudem hatten die behandelnden Ärzte des KSSG 

am 9. Mai 2016 noch befunden, es liege beidseits kein Gelenkerguss vor (vgl. UV-act. 

22.1). Dr. C.___ führte am 13. Januar 2017 aus, er habe das Kniegelenk mehrfach 

punktiert und dabei Kortikosteroide infiltriert, worauf die Beschwerden jeweils für rund 

einen Monat gebessert hätten (UV-act. 44). Er äusserte sich jedoch nicht zur Ursache 

des Gelenkergusses. Sein Bericht vermag damit nichts zur Klärung der Frage der 

Unfallkausalität beizutragen. Lediglich aus der Tatsache, dass der Gelenkserguss nach 

dem Ereignis bzw. der dadurch nötig gewordenen Operation festgestellt wurde und der 

Beschwerdeführer gemäss eigenen Angaben vorher keine Kniebeschwerden hatte, 

kann nicht auf eine Unfallkausalität geschlossen werden. Das Argument erweist sich als 

untauglich, da die Formel "post hoc ergo propter hoc", nach ständiger Rechtsprechung 

für sich allein nicht ergiebig ist (vgl. SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 

mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Angesichts des Gesagten ist der 

Umstand, dass der Gelenkserguss in der Beurteilung von Dr. I.___ nicht erwähnt 

wurde, kein Grund, dieser die Beweiskraft abzusprechen.

 

6.3.3      Dr. I.___ führte aus, nach einer arthroskopischen Teilmeniskektomie sei der 

Vorzustand in der Regel nach spätestens sechs Wochen erreicht. Der Status quo sine 

sei daher nach der Operation vom 16. Februar 2016, am 31. März 2016 erreicht 

gewesen. Weiter hielt er überzeugend fest, das Kontroll-MRI vom 20. Juni 2016 habe 

ausser den üblichen Vernarbungsvorgängen am operierten Meniskushinterhorn rechts 

keine weitere Meniskusläsion ergeben (UV-act. 32.1 ff.). Bereits Dr. G.___ hatte 

festgehalten, dass üblicherweise mit einem Abklingen der Beschwerden binnen drei bis 

sechs Wochen nach einer Innenmeniskus-Hinterhornresektion gerechnet werden 

könne (UV-act. 24.2). Auch der von der Beschwerdegegnerin angeführten Information 

des Orthozentrums in Cham/Zug ist zu entnehmen, dass die Arbeitsunfähigkeit nach 

einer arthroskopischen Kniegelenksoperation in einem sitzenden Beruf sieben bis zehn 

Tage, in einem körperlich belastenden Beruf drei bis fünf Wochen betrage (vgl. https://

www.orthozentrum.ch/de/Huefte-Knie/Kniespiegelung-Kniearthroskopie, zuletzt 

abgerufen am 18. April 2019). Dr. G.___ hatte weiter auf die letzte Untersuchung des 

Beschwerdeführers am KSSG verwiesen (UV-act. 24.2). Der Beschwerdeführer hatte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

am 9. Mai 2016 gegenüber den behandelnden Ärzten des KSSG über eine deutliche 

Beschwerdeverbesserung am rechten Knie berichtet. Er gehe häufig und länger 

spazieren. Es bestünden noch Schmerzen beim Treppensteigen und die Muskulatur sei 

noch schwach. Die Ärzte befanden, beide Kniegelenke seien "seitlich und ap stabil". Es 

bestehe lediglich ein diffuser Druckschmerz ohne eigentlichen Druckschmerz an den 

Gelenkspalten links und rechts medial und lateral. Soweit bei der Schmerzüberlagerung 

beurteilbar, bestünden keine Meniskuszeichen beidseits (UV-act. 22.1). Das am 20. 

Juni 2016 durchgeführte MRI des Knies rechts ergab zudem keinen sicheren Anhalt für 

eine signifikante Restmeniskusläsion, keine relevanten Knorpel- oder Bandläsionen und 

kein Knochenödem (UV-act. 27.1). Dr. C.___ führte am 28. September 2016 aus, der 

Beschwerdeführer befinde sich nach wie vor wegen der Folgen des am 18. Dezember 

2015 erlittenen Unfalls in seiner ärztlichen Behandlung. Es treffe für die meisten 

Patienten zu, dass der Status quo ante in der Regel nach spätestens sechs Wochen 

postoperativ wieder erreicht sei. Unbestritten sei aber, dass der Heilverlauf bei 

speziellen Situationen länger dauere (act. G1.11). Inwiefern beim Beschwerdeführer 

eine spezielle Situation vorliegen sollte, begründete er jedoch nicht. Auch am 28. Juli 

2017 berichtete Dr. C.___ über eine persistierende Arthralgie posttraumatischer Natur, 

ohne jedoch darzulegen, weshalb die Kniebeschwerden auf das Ereignis vom 18. 

Dezember 2015 zurückgeführt werden sollten (vgl. act. 22.1). Vorliegend hat die 

Beschwerdegegnerin bis zum 31. Juli 2016, mithin mehr als fünf Monate nach der 

Operation vom 16. Februar 2016, Leistungen erbracht. Sie hat damit den degenerativen 

Veränderungen und der angeborenen Plica mediopatellaris, welche allenfalls zu einer 

längeren Heilungsdauer als der regelhaften drei bis sechs Wochen führen können, 

genügend Rechnung getragen. Dies gilt selbst dann, wenn man von der in anderen 

Quellen teilweise erwähnten Heilungsdauer von bis zu drei Monaten nach Entfernung 

eines Teils des Meniskus ausginge (vgl. https://www.hirslanden.ch/de/corporate/

behandlungen/kniegelenkspiegelung.html, https://www.schulthess-klinik.ch/de/

kniechirurgie/knieoperation-wie-geht-es-danach-weiter, beide zuletzt abgerufen am 18. 

April 2019).

 

6.3.4      Entsprechend der Beurteilung von Dr. I.___ ist damit davon auszugehen, dass 

der Status quo sine vel ante bezüglich der Kniebeschwerden rechts spätestens im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Zeitpunkt der faktischen Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 erreicht war. Die 

Beschwerden waren nicht mehr auf das Ereignis vom 18. Dezember 2015, sondern auf 

degenerative Veränderungen sowie Heilungsvorgänge im Bereich der resezierten Plica 

mediopatellaris zurückzuführen oder standen allenfalls in Zusammenhang mit der 

Psoriasis (vgl. UV-act. 32.2).

 

6.4  Soweit der Beschwerdeführer mit Verweis auf die Berichte des Schmerzzentrums 

des KSSG vom 3. Oktober und 13. November 2017 (vgl. act. G22.4 f.) geltend macht, 

er leide unter nozizeptiven Schmerzen (act. G22), ist festzuhalten, dass solche 

entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht zwingend auf Verletzungen 

zurückzuführen sein müssen. Auch Entzündungen können beispielsweise nozizeptive 

Schmerzen begründen (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1619, http://polymedes.ch/

schmerztypen/, https://www.ratgeber-schmerzen.de/schmerzen/arten/nozizeptiver-

schmerz/, beide zuletzt abgerufen am 18. April 2019). Auch die diagnostizierte 

Chronifizierung spricht gerade nicht für eine Unfallkausalität und die behandelnden 

Ärzte des KSSG wiesen auch in keiner Weise auf eine solche hin. Trotz der Schmerzen 

war ein am 15. März 2017 durchgeführtes MRI altersentsprechend unauffällig und Dr. 

D.___ und Dr. E.___ erkannten keinen klaren Hinweis für die Ursache der 

Kniebeschwerden (act. G22.6). Auch die behandelnde Physiotherapeutin hatte 

festgehalten, sie könne die geltend gemachten Schmerzen keiner Struktur zuordnen 

(act. G22.3). Rein aus dem Vorliegen von nozizeptiven Schmerzen kann jedenfalls nicht 

geschlossen werden, dass die Beschwerden im relevanten Zeitpunkt auf das Ereignis 

vom 18. Dezember 2015 zurückzuführen gewesen wären.

 

6.5  Zusammenfassend ist auf die Beurteilung von Dr. I.___ abzustellen. Ob es sich 

dabei wie vom Beschwerdeführer vorgebracht um einen versicherungsinternen Bericht 

oder wie von der Beschwerdegegnerin vertreten um einen unabhängigen 

medizinischen Aktenbericht handelt (vgl. act. G22, G24), ist dabei nicht entscheidend. 

Dies zumal keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen bestehen. Per 31. März 2016 bzw. spätestens im Zeitpunkt der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

faktischen Leistungseinstellung per 31. Juli 2016 lagen damit überwiegend 

wahrscheinlich keine Beschwerden mehr vor, welche in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 18. Dezember 2015 standen. Damit fällt auch 

ein Anspruch auf andere vom Beschwerdeführer beantragte Versicherungsleistungen 

(vgl. act. G22, Integritätsentschädigung etc.), über welche die Beschwerdegegnerin 

nicht verfügt hat und die damit nicht Streitgegenstand sein können, zum Vornherein 

ausser Betracht. Auf seinen diesbezüglichen Antrag ist nicht einzutreten. Weitere 

medizinische Abklärungen, insbesondere auch die vom Beschwerdeführer erwähnten 

rheumatologischen Untersuchungen (vgl. act. G22), erübrigen sich. Dr. G.___ hatte 

ohnehin nur eine rheumatologische Überprüfung bezüglich einer Psoriasis-Arthritis 

empfohlen (UV-act. 15.2).

 

7.   

7.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

 

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

 

7.3  Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung des Beschwerdeführers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 

61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 

2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30bis HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. 

In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen 

(Art. 31 Abs. 3 AnwG). Somit entschädigt der Staat den Rechtsvertreter des 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführers pauschal (vgl. BGE 125 V 201) mit Fr. 3'200.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer). Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege 

gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 

123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

 

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 22.05.2019
	Art. 6 UVG. Art. 9 Abs. 2 UVV. Bejahung eines Unfallereignisses oder zumindest einer unfallähnlichen Körperschädigung. Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung lagen keine Beschwerden mehr vor, welche in Kausalzusammenhang mit dem angeschuldigten Ereignis standen. Insbesondere war der Status quo sine vel ante nach einer Meniskusläsion erreicht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22. Mai 2019, UV 2017/16). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T05:00:25+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen