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**Case Identifier:** 84ab746a-faf3-57c5-b296-d693d06b3c0e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 19.10.2022 460 22 30 (460 2022 30)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-22-30_2022-10-19.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

19. Oktober 2022 (460 22 30) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht 

 

 

Gewerbsmässiger Diebstahl 

 

 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.), Richter Stephan 

Gass; Gerichtsschreiber Dominik Haffter 

 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  

Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  

Anklagebehörde 

 

Privatklägerschaft 

  

 

gegen 

 

 

 A.____,  

vertreten durch Rechtsanwalt Jörg Schenkel,  

Hohlstrasse 216, 8004 Zürich,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

 

Gegenstand Gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft  

vom 24. März 2021 

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A. Mit Urteil vom 24. März 2021 erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft A.____ des ge-

werbsmässigen Diebstahls, des mehrfachen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Sachbeschä-

digung, der versuchten Nötigung, der groben Verletzung von Verkehrsregeln, der Vereitelung von 

Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen 

und Schildern sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig und ver-

urteilte ihn zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 24 Monaten, bei einer Probezeit von 

3 Jahren, unter Anrechnung der vom 16. August 2016 bis zum 30. August 2016 ausgestandenen 

Untersuchungshaft von insgesamt 15 Tagen (Ziffer I.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). 

Ferner ordneten die Vorderrichter für die Dauer der Probezeit Bewährungshilfe an (Ziffer I.2 des 

vorinstanzlichen Urteilsdispositivs) und sprachen A.____ in der Anklageziffer A 1.4 von der An-

klage des Diebstahls, des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung zum Nachteil der 

B.____ AG (Fall 1) und des C.____ (Fall 6), des versuchten Diebstahls, der Sachbeschädigung 

und des Hausfriedensbruchs zum Nachteil des D.____ (Fall 3), des E.____ (Fall 5), der F.____ 

AG (Fall 10) und der G.____ AG (Fall 11), des Diebstahls zum Nachteil der H.____ AG (Fall 2) 

sowie in der Anklageziffer B 7 von der Anklage der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln, 

begangen am 7. Februar 2019, frei (Ziffer I.3 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Des Weite-

ren stellte die Vorinstanz die Verfahren betreffend mehrfache verbotene Einfuhr von Waffen in 

die Schweiz, begangen vor dem 16. August 2016 bzw. vor dem 7. Juli 2017 (Anklageziffer B 1), 

Führen eines Fahrzeugs mit nicht vorschriftsgemäss angebrachten Kontrollschildern, begangen 

am 7. Juli 2017 (Anklageziffer B 2), einfache Verletzung von Verkehrsregeln, begangen am 8. 

September 2016 (Anklageziffer B 3), einfache Verletzung von Verkehrsregeln sowie pflichtwidri-

ges Verhalten bei Unfall, begangen am 7. Oktober 2017 (Anklageziffer B 4), und einfache Verlet-

zung von Verkehrsregeln, begangen am 24. März 2018 (Anklageziffer B 5), aufgrund des Eintritts 

der Verjährung ein (Ziffer I.4 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Sodann erklärte die Vor-

instanz die am 14. November 2016 durch den Strafgerichtspräsidenten Basel-Stadt wegen Ge-

walt und Drohung gegen Beamte und Behörden sowie mehrfacher Beschimpfung bedingt ausge-

sprochene Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 100.--, unter Anrechnung von einem Tag 

Haft, bei einer Probezeit von 3 Jahren, für vollziehbar (Ziffer I.5 des vorinstanzlichen Urteilsdis-

positivs).  

 

Im Weiteren erklärte das Strafgericht Basel-Landschaft mit nämlichem Urteil I.____ des mehrfa-

chen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs so-

wie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt 

vollziehbaren Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, bei einer Probezeit von 2 Jahren, 

unter Anrechnung der am 30. August 2016 ausgestandenen Haft von einem Tag (Ziffer II.1 des 

vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Hingegen sprachen die Vorderrichter I.____ in der Anklage-

ziffer A 1.4 von der Anklage des Diebstahls, des Hausfriedensbuchs und der Sachbeschädigung 

zum Nachteil der B.____ AG (Fall 1), des D.____ (Fall 3), des J.____ (Fall 4), der K.____ AG 

(Fall 12) und der Z.____ AG (Fall 13), des versuchten Diebstahls, der Sachbeschädigung und 

des Hausfriedensbruchs zum Nachteil des E.____ (Fall 5), des C.____ (Fall 6), der F.____ AG 

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(Fall 10), der G.____ AG (Fall 1) sowie des Diebstahls zum Nachteil der H.____ AG (Fall 2) frei 

(Ziffer II.2 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs).  

 

Ausserdem erklärte die Vorinstanz mit vorgenanntem Urteil vom 24. März 2021 L.____ des mehr-

fachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs so-

wie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt 

vollziehbaren Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je Fr. 30.--, bei einer Probezeit von 2 Jahren, 

unter Anrechnung der am 30. August 2016 ausgestandenen Haft von einem Tag (Ziffer III.1 des 

vorinstanzlichen Urteilsdispositivs).  

 

Hinsichtlich der Zivilforderungen, der Beschlagnahme, der Verlegung der erstinstanzlichen Ver-

fahrenskosten sowie der Kosten der amtlichen Verteidigung kann auf die Ziffern IV bis VII des 

vorinstanzlichen Urteilsdispositivs verwiesen werden.  

 

Auf die Begründung dieses vorinstanzlichen Entscheids wird, soweit erforderlich, im Rahmen der 

Erwägungen des vorliegenden Urteils eingegangen.  

 

B. Gegen das obgenannte Urteil meldete A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Jörg Schen-

kel, mit Eingabe vom 6. April 2021 Berufung an. In seiner Berufungserklärung vom 29. März 2022 

begehrte der Beschuldigte, er sei nicht des gewerbsmässigen Diebstahls, sondern des mehrfa-

chen Diebstahls schuldig zu erklären und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 

16 Monaten zu verurteilen, bei einer Probezeit von 3 Jahren, unter Anrechnung der ausgestan-

denen Untersuchungshaft von insgesamt 15 Tagen. Ferner sei von der Anordnung einer Bewäh-

rungshilfe sowie vom Widerruf der am 14. November 2016 durch den Strafgerichtspräsidenten 

Basel-Stadt bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- abzuse-

hen. Des Weiteren sei er zu verpflichten, die Hälfte der Verfahrenskosten von Fr. 18'146.84 zu 

tragen. Die verbleibende Hälfte sei auf die Staatskasse zu nehmen. Ebenso sei ihm die Hälfte 

der Gerichtsgebühr von Fr. 4'500.-- resp. Fr. 2'250.-- aufzuerlegen, während die restlichen 

Fr. 2'250.-- auf die Staatskasse zu nehmen seien. Sodann sei er zu verpflichten, sobald es seine 

wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, dem Staat die Hälfte der amtlichen Verteidigung zurück-

zuerstatten und der amtlichen Verteidigung die Hälfte der Differenz zwischen der amtlichen Ent-

schädigung und dem vollen Honorar zu erstatten. Schliesslich sein die Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen des zweitinstanzlichen Verfahrens ausgangsgemäss zu regeln.  

 

C. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft teilte mit Eingabe vom 14. April 2022 mit, dass 

sie weder einen Antrag auf Nichteintreten stelle noch die Anschlussberufung erkläre.  

 

D. Der verfahrensleitende Präsident der strafrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts Ba-

sel-Landschaft stellte mit Verfügung vom 29. April 2022 fest, dass die Staatsanwaltschaft Basel-

Landschaft und die Privatklägerschaft weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben haben.  

 

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E. Mit Berufungsbegründung vom 1. Juli 2022 wiederholte der Beschuldigte seine mit Beru-

fungserklärung vom 29. März 2022 gestellten Rechtsbegehren.  

 

F. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft ihrerseits beantragte mit Berufungsantwort vom 

3. August 2022 die Abweisung der Berufung des Beschuldigten, unter o/e-Kostenfolge.  

 

G. Mit Verfügung vom 4. August 2022 bewilligte der verfahrensleitende Präsident der Abtei-

lung Strafrecht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft dem Beschuldigten die amtliche Verteidi-

gung mit Rechtsanwalt Jörg Schenkel für das zweitinstanzliche Verfahren. 

 

H. Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung erscheinen der Beschuldigte, 

A.____, mit seinem Verteidiger, Rechtsanwalt Jörg Schenkel, sowie die Vertreterin der Staatsan-

waltschaft Basel-Landschaft. Die Parteien wiederholen ihre Anträge gemäss den eingereichten 

Rechtsschriften. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit erforderlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

 

 

Erwägungen 

I. Formelles 

1. Die Berufung ist gemäss Art. 398 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung 

(StPO, SR 312.0) zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren 

ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollstän-

dige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wo-

bei das Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann 

(Art. 398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die 

Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder 

mündlich anzumelden und danach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des 

begründeten Urteils eine schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Gemäss Art. 382 Abs. 1 

StPO kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung 

eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. 

 

2. Vorliegend wird das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 24. März 2021 ange-

fochten, welches ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt. Mit Eingaben vom 6. April 2021 (Be-

rufungsanmeldung) respektive vom 29. März 2022 (Berufungserklärung) hat der Beschuldigte die 

Rechtsmittelfrist gewahrt und ist seiner Erklärungspflicht nachgekommen. Die Zuständigkeit der 

Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungsgericht zur Beurteilung 

der vorliegenden Berufung ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a 

des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250). Die 

Berufung des Beschuldigten erfüllt somit sämtliche Formalien, weshalb auf diese einzutreten ist. 

 

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II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1 Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil 

nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Gegen das Urteil des Straf-

gerichts Basel-Landschaft vom 24. März 2021 hat einzig der Beschuldigte ein Rechtsmittel ergrif-

fen. Konkret richtet sich die Berufung gegen den Schuldspruch wegen gewerbsmässigen Dieb-

stahls, wobei sich die Berufung auf die Qualifikation der Gewerbsmässigkeit beschränkt, die 

Strafzumessung, die Anordnung der Bewährungshilfe, den Widerruf der Vorstrafe, die Verlegung 

der erstinstanzlichen Verfahrenskosten sowie die Rückzahlungspflicht der Kosten der amtlichen 

Verteidigung. Demnach bilden im vorliegenden Berufungsverfahren die vorgängig genannten 

Punkte Gegenstand der richterlichen Überprüfung. 

 

1.2 Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urtei-

lende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewon-

nenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung darüber zu entscheiden, ob 

es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil unabhängig von der Anzahl der 

Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und ohne Rücksicht auf die Art des 

Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Massgebend ist allein deren Stich-

haltigkeit (CHRISTOF RIEDO/GERHARD FIOLKA/MARCEL ALEXANDER NIGGLI, Strafprozessrecht, 

2011, Rz. 234; THOMAS HOFER, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 41 ff.). Nach 

der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist gemäss der aus Art. 32 Abs. 1 der Bundesverfas-

sung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV, SR 101) fliessenden und in Art. 6 Ziff. 2 der 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) veranker-

ten Maxime "in dubio pro reo" bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld zu vermuten, dass der 

wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist. Als Beweiswürdigungsregel besagt 

die Maxime, dass sich der Strafrichter nicht von der Existenz eines für den Beschuldigten un-

günstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel beste-

hen, ob sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Die Beweiswürdigungsregel ist verletzt, wenn 

der Strafrichter an der Schuld des Angeklagten hätte zweifeln müssen. Dabei sind bloss abstrakte 

und theoretische Zweifel nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute Ge-

wissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich um erhebliche und nicht zu unterdrückende 

Zweifel handeln, das heisst um solche, die sich nach der objektiven Sachlage aufdrängen 

(BGE 124 IV 87, E. 2a; mit Verweis auf BGE 120 Ia 31). Eine Verurteilung darf nur ergehen, wenn 

das Gericht über jeden vernünftigen Zweifel hinaus überzeugt ist, dass sämtliche Strafbarkeits-

voraussetzungen in tatsächlicher Hinsicht vorliegen. Eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 

reicht hierfür nicht. Vielmehr ist ein sehr hoher Grad an Wahrscheinlichkeit gefordert. Demnach 

hat ein Freispruch zu ergehen, wenn nach erfolgter Beweiswürdigung Anklagesachverhalt und 

Täterschaft nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erstellt sind (ESTHER 

TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 10 N 83 und Fn 268 zu N 83; 

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BGer 6B_850/2018 vom 1. November 2018, E. 1.1.2 und 1.3.1). Dem Sachgericht steht im Be-

reich der Beweiswürdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (BGE 134 IV 132, E. 4.2; 

BGE 129 IV 6, E. 6.1). 

 

1.3 Im Rahmen der Beweiswürdigung sind Aussagen auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. 

Lügensignale hin zu analysieren. Aussagen sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Real-

kennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individuali-

tät, Verflechtung), strukturellen Merkmalen (Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfrei-

heit bzw. Homogenität) sowie Wiederholungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden 

wird. Das Vorliegen von Realitätskriterien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahr-

scheinlichkeit über erlebnisfundierte Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskrite-

rium für sich allein betrachtet meist nur eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren 

kann jedoch einen wesentlich höheren Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wo-

bei sie in der Regel in solchen mit realem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter 

vorkommen als in solchen ohne (MARTIN HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung 

der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; 

ANDREAS DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 162 N 15). 

 

 

2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien 

2.1 Mit Urteil vom 24. März 2021 erwägt das Strafgericht Basel-Landschaft, dass sich der 

Beschuldigte des gewerbsmässigen Diebstahls strafbar gemacht habe, indem er sechs Ein-

bruchsdelikte im Zeitraum von knapp drei Monaten begangen habe. Dabei könne nicht von Ge-

legenheitsdiebstählen ausgegangen werden, sondern von einem geplanten und zielgerichteten 

Handeln, um sich nicht nur Bargeld, sondern vor allem Werkzeuge unrechtmässig anzueignen, 

welche er sowohl privat als auch beruflich benutzen könne. Das Tatvorgehen deute auf eine er-

höhte kriminelle Energie hin, welche mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden gewesen sei. 

Mit der Aneignung des Werkzeugs habe der Beschuldigte versucht, seine finanzielle Situation zu 

verbessern, weshalb die Tathandlungen zumindest einen Nebenerwerb darstellen würden.  

 

2.2 Demgegenüber führt der Beschuldigte mit Berufungsbegründung vom 4. Juli 2022 aus, 

die Vorinstanz stütze die Begründung der Gewerbsmässigkeit im Wesentlichen auf die mehrfache 

Tatbegehung ab. Dabei übersehe sie, dass er von einer Diebstahlsserie weit entfernt sei. Ferner 

hätten er und I.____ vornehmlich Geld und Elektronik entwendet. Soweit er alleine unterwegs 

gewesen sei, habe er sich hingegen auf Werkzeuge konzentriert, weshalb von zwei unterschied-

lich motivierten Begehungsarten auszugehen sei, je nachdem, ob I.____ dabei gewesen sei oder 

nicht. Somit würden zwei Deliktskomplexe vorliegen, was dazu führe, dass das Kriterium der 

mehrfachen Tatbegehung aus objektiven Gründen in Frage zu stellen sei. Hinzu komme, dass 

die Werkzeugdiebstähle zeitlich weit auseinander liegen würden. Die weniger ins Gewicht fallen-

den Einbruchsdiebstähle mit I.____ hätten sich hingegen dazwischen ereignet. Hinsichtlich der 

Deliktsbeträge sei sodann darauf hinzuweisen, dass es sich dabei lediglich um Schätzungen der 

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Geschädigten handle, wobei sich diese wohl am Neupreis orientiert hätten, weshalb auf diese 

Angaben nicht abzustellen sei. Ausserdem sei davon auszugehen, dass das Deliktsgut jeweils 

zu gleichen Teilen zwischen dem Beschuldigten und seinen Mittätern aufgeteilt worden sei, wes-

halb der auf ihn entfallende Deliktserlös entsprechend zu reduzieren sei. Ferner nehme die Vor-

instanz an, dass er sich durch den Diebstahl von Werkzeugen bereichert habe. Damit impliziere 

sie, dass er die Werkzeuge zum Arbeiten benutzt habe und käuflich erworben hätte, wenn er sie 

nicht entwendet hätte. Dies treffe allerdings nicht zu, zumal er im Zeitpunkt des Diebstahls bei 

der M.____ AG gearbeitet habe, weshalb keine Notwendigkeit bestanden habe, selbst Werk-

zeuge für seine Berufstätigkeit zu beschaffen. Es sei daher naheliegender, dass er versucht habe, 

die Werkzeuge zu verkaufen. Allerdings hätte er das Deliktsgut lediglich zu einem Bruchteil des 

Warenwerts verkaufen können und somit keinen Erlös erzielen können, welcher einen namhaften 

Beitrag zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung dargestellt hätte. Im Übrigen weise das Tat-

vorgehen − entgegen den Ausführungen der Vorinstanz − keine Besonderheiten auf. Des Weite-

ren sei die Gewerbsmässigkeit auch in subjektiver Hinsicht nicht gegeben, zumal beim Diebstahl 

immer monetäre Beweggründe im Vordergrund stehen würden, weshalb aus dem Umstand, dass 

er zur Verbesserung seiner finanziellen Situation delinquiert habe, nichts geschlossen werden 

könne.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung betont der Beschuldigte, dass die Anzahl 

der Delikte alleine nicht ausschlaggebend sei, andernfalls wäre ein mehrfacher Diebstahl immer 

als gewerbsmässig zu qualifizieren.  

 

2.3 Vor den Schranken des Kantonsgerichts macht die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft 

dagegen geltend, der Beschuldigte habe unbestrittenermassen mehrfach delinquiert, mithin habe 

er sechs Einbruchsdelikte in einem Zeitraum von knapp drei Monaten verübt, wobei er zusammen 

mit seinen jeweiligen Mittätern einen Gesamtdeliktsbetrag von rund Fr. 15'800.-- erzielt habe. Des 

Weiteren seien die Schulden des Beschuldigten in der Zeit zwischen Dezember 2016 und April 

2017 von Fr. 3'500.-- auf Fr. 10'000.-- angestiegen, womit erhelle, dass sein damaliges Einkom-

men von monatlich Fr. 4'000.-- nicht ausgereicht habe, um seinen Lebensunterhalt zu finanzie-

ren. Dementsprechend habe der erzielte Deliktsbetrag das legale Einkommen des Beschuldigten 

um mehr als die Hälfte überstiegen. Es sei daher ein klares Bestreben erkennbar, aus seiner 

deliktischen Tätigkeit mit einer gewissen Regelmässigkeit Einkünfte zu erzielen, die geeignet 

seien, einen namhaften Teil seiner Lebenskosten zu decken. Sodann habe sich der Beschuldigte 

im Mai 2016 zunächst mit I.____ zusammengetan, um eine unbestimmte Anzahl von Diebstählen 

zu begehen. Dabei seien sie professionell vorgegangen, indem sie die Tatobjekte sorgfältig aus-

gewählt, sich Einbruchswerkzeuge, Sturmmasken, Handschuhe sowie Funkgeräte beschafft und 

sich im Internet über die technischen Möglichkeiten zum Aufbrechen von Schlössern informiert 

hätten. Anhand der Zeitachse zeige sich, dass der Beschuldigte stetig planmässiger vorgegangen 

sei. Während er im Mai 2016 zunächst alleine agiert habe, habe er in der Folge I.____ sowie 

L.____ zur Unterstützung beigezogen. Wäre der Beschuldigte am 16. August 2016 nicht verhaftet 

worden, so wäre die Deliktsserie unvermindert weitergegangen.  

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3. Gewerbsmässiger Diebstahl 

3.1 Gemäss Art. 139 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB, SR 311.0) macht 

sich des Diebstahls strafbar, wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung weg-

nimmt, um sich oder einen anderen damit unrechtmässig zu bereichern. Der Dieb wird mit einer 

höheren Sanktion belegt, wenn er gewerbsmässig stiehlt (Art. 139 Ziff. 2 StGB). Die Qualifikation 

des gewerbsmässigen Diebstahls ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts anzuneh-

men, wenn der Täter berufsmässig handelt, mithin wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er 

für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines be-

stimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass er die de-

liktische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausübt. Eine quasi nebenberufliche deliktische Tä-

tigkeit kann als Voraussetzung für Gewerbsmässigkeit genügen, denn auch in diesem Fall kann 

die erforderliche soziale Gefährlichkeit gegeben sein. Wesentlich ist, dass der Täter sich darauf 

eingerichtet hat, durch deliktische Handlungen relativ regelmässige Einnahmen zu erzielen, die 

einen namhaften Beitrag an die Kosten zur Finanzierung seiner Lebensgestaltung darstellen. Ob 

dies zutrifft, ist aufgrund der gesamten Umstände zu entscheiden. Dazu gehören etwa die Anzahl 

bzw. die Häufigkeit der während eines bestimmten Zeitraums bereits verübten Taten, die Ent-

wicklung eines bestimmten Systems bzw. einer bestimmten Methode, der Aufbau einer Organi-

sation oder die Vornahme von Investitionen (BGE 116 IV 319; BGer 6B_1077/2014 vom 21. April 

2015, E. 3). Die Gewerbsmässigkeit enthält demnach ein Dreifaches, nämlich das mehrfache 

Delinquieren, die Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, sowie die Bereitschaft zur Ver-

übung einer Vielzahl von Delikten der fraglichen Art (BGer 6B_1077/2014 vom 21. April 2015, 

E. 3; MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, 

Art. 139 N 89 ff.). Das Erfordernis der Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, setzt voraus, 

dass das Bestreben erkennbar ist, aus der deliktischen Tätigkeit mit einer gewissen Regelmäs-

sigkeit Einkünfte zu erlangen, die geeignet sind, einen namhaften Teil der Lebenskosten zu de-

cken. Das Bundesgericht liess beispielsweise einen monatlichen Betrag von Fr. 1‘000.-- für einen 

Automechaniker bzw. einen solchen von monatlich Fr. 500.-- bei einem sonstigen Einkommen 

von Fr. 3‘500.-- für die Annahme der Gewerbsmässigkeit genügen. Dass es tatsächlich gelingt, 

einen namhaften Gewinn zu erzielen, ist nicht erforderlich – es genügt die entsprechende Absicht. 

Die Absicht muss sodann nicht dahingehen, sich Einnahmen in Geld zu verschaffen; vielmehr 

reicht der Wille, sich irgendwelche Vermögensvorteile zu verschaffen (MARCEL ALEXANDER 

NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, a.a.O., Art. 139 N 98 ff.). Ferner muss der Täter zur Verübung einer 

Vielzahl von Delikten der fraglichen Art bereit sein. Dieses Erfordernis ist dann offenkundig ge-

geben, wenn der Täter in der Vergangenheit derart oft delinquiert hat, dass er die genannte Be-

reitschaft bereits hinreichend offenbart hat. Ist die Zahl der tatsächlich begangenen Delikte aber 

gering, erfolgt die Qualifizierung allein aufgrund einer Prognose in Bezug auf das künftige Ver-

halten. Ausgangspunkt dieser Prognose sind insbesondere die bereits begangenen Straftaten, 

wobei namentlich auf die Häufigkeit der verübten Delikte, die dafür eingesetzten Mittel und den 

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dabei erzielten Deliktsbetrag abzustellen ist (MARCEL ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, a.a.O., 

Art. 139 N 107 ff.). 

 

3.2 Angesichts der unbestrittenen Schuldsprüche betreffend den Grundtatbestand des Dieb-

stahls erhellt, dass für die Beurteilung der Gewerbsmässigkeit insgesamt sechs Einbruchsdieb-

stähle im Zeitraum zwischen dem 19. Mai 2016 und dem 15. August 2016, mithin während rund 

drei Monaten, massgebend sind. Angesichts der kurzen zeitlichen Abstände zwischen den ein-

zelnen Delikten ist das Erfordernis des mehrfachen Delinquierens zweifellos erfüllt. Daran vermag 

das Vorbringen des Beschuldigten, wonach zufolge des unterschiedlichen Deliktsguts von zwei 

unterschiedlichen Deliktskomplexen auszugehen sei, nichts zu ändern. Vielmehr ist zu konstatie-

ren, dass sich der Beschuldigte in jenen Fällen, in welchen er alleine delinquierte, offenkundig 

auf Deliktsgut fokussiert hat, dessen Wert er selbst einschätzen konnte. Angesichts des Um-

stands, dass der Beschuldigte in der Baubranche beruflich tätig gewesen ist, konzentrierte er sich 

dementsprechend auf Bargeld sowie Werkzeuge, welche auf dem Bau regelmässig zum Einsatz 

kommen. Soweit der Beschuldigte mit I.____, welcher dazumal im Detailhandel arbeitete 

(act. 119), sowie dem im Bereich Informatik interessierten und inzwischen auch tätigen L.____ 

(act. 159, S 237) Diebstähle begangen hat, haben sie offensichtlich Deliktsgut anvisiert, welches 

− anders als Werkzeuge für den Bau − nicht einzig dem Beschuldigten zugutekommt, zumal 

sämtliche Mitglieder der Gruppierung sich bereichern wollten. Das variierende Deliktsgut ist daher 

primär durch die unterschiedlichen am Einbruchsdiebstahl beteiligten Täter begründet. Folgerich-

tig kann nicht von zwei isolierten Diebstahlsserien ausgegangen werden.  

 

3.3 Hinsichtlich der Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, und sei es auch nur nach 

der Art eines Nebeneinkommens, zeigt sich in Anbetracht des unbestrittenen Sachverhalts, dass 

der Beschuldigte Gegenstände sowie Bargeld im von den Geschädigten geschätzten Wert in der 

Höhe von rund Fr. 15'000.-- entwendet hat. Wie der Beschuldigte zu Recht vorbringt, kann nicht 

von einem exakt berechneten Deliktserlös ausgegangen werden, zumal nicht ausgeschlossen 

werden kann, dass die Geschädigten den Neuwert der Gegenstände angegeben haben. Gleich-

wohl erhellt gestützt auf die Angaben der Geschädigten, dass der Beschuldigte mit seiner Delin-

quenz in jedem Fall einen gewichtigen Betrag im fünfstelligen Bereich entwendet hat. Daran ver-

mag das Vorbringen, wonach die Deliktsbeute zwischen ihm und seinen Mittätern aufgeteilt wor-

den sei, nichts zu ändern, zumal er in drei Fällen (Fall 4, 12 und 13) alleine und im Fall 7 einzig 

mit I.____ zusammen delinquiert hat, wobei es sich bei diesen vier Fällen um diejenigen mit den 

höchsten Deliktsbeträgen handelt. Mithin fallen die beiden Fälle, in welchen das Deliktsgut durch 

drei Täter aufzuteilen war, hinsichtlich des Gesamtdeliktsbetrags nicht in massgeblicher Weise 

ins Gewicht. Ohnehin setzt die Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, gerade nicht voraus, 

dass es tatsächlich gelingt, einen namhaften Gewinn zu erzielen. Im Gegenteil genügt die ent-

sprechende Absicht (vgl. Ziffer 3.1 hievor). Soweit der Beschuldigte moniert, dass das entwen-

dete Werkzeug nur mit einem geringen Gewinn hätte veräussert werden können, ist darauf hin-

zuweisen, dass die auf Erlangung eines Erwerbseinkommens gerichtete Absicht nicht dahin zu 

verstehen ist, dass gewerbsmässig nur handeln würde, wer unmittelbar Geld entwendet oder 

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Waren in der Absicht stiehlt, die Beute zu Geld zu machen. Ein Erwerbseinkommen kann vielmehr 

im Erwirken irgendwelcher Vermögensvorteile bestehen. Dabei ist ohne Belang, ob sich der Täter 

diese unmittelbar zur Fristung seines Lebens, zur Bezahlung von Vergnügen, zum Zweck ge-

winnbringender Anlage oder zur Hortung verschafft (BGE 110 IV 30, E. 2). Demzufolge ist nun-

mehr der Gesamtdeliktsbetrag in Relation zum damaligen Einkommen des Beschuldigten in der 

Höhe von monatlich Fr. 4'000.-- sowie seinen damaligen Schulden im Umfang von Fr. 3'500.-- zu 

stellen (act. 37, 47). Es zeigt sich daher, dass der Deliktsbetrag im fünfstelligen Bereich in Anbe-

tracht der bescheidenen finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten zweifellos einen namhaften 

Beitrag darstellt, zumal der Betrag die legalen monatlichen Einnahmen in massgeblicher Weise 

überschreitet, wobei gemäss der Doktrin bereits ausreichen würde, wenn der Deliktsbetrag einen 

Anteil in Bezug auf die sonstigen Einnahmen von einem Viertel ausmachen würde (MARCEL 

ALEXANDER NIGGLI/CHRISTOF RIEDO, a.a.O., Art. 139 N 98). Hinzu kommt, dass der Beschuldigte 

explizit zu Protokoll gegeben hat, dass er die Einbruchsdiebstähle aus finanziellen Gründen be-

gangen habe (act. 1287). Ebenso legt er anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung 

dar, dass er die Werkzeuge entwendet habe, um diese später zu verkaufen (Protokoll KGer, 

S. 10). Angesichts dieser Ausführungen erhellt, dass die Voraussetzung der Absicht, ein Er-

werbseinkommen zu erzielen, in casu zweifellos gegeben ist.  

 

3.4 Schliesslich ist auch das Erfordernis der Bereitschaft zur Verübung einer Vielzahl von 

Delikten der fraglichen Art ohne Weiteres erfüllt. Namentlich aufgrund der bereits dargelegten 

Umstände, mithin der Vielzahl der vom Beschuldigten begangenen Delikte, des nahtlosen zeitli-

chen Abstands zwischen den einzelnen Diebstählen sowie dem damit erzielten Gesamtdelikts-

betrag ist zu schliessen, dass er die Absicht verfolgt hat, eine Vielzahl von weiteren Diebstählen 

zu begehen. Folglich ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte einzig aufgrund seiner Fest-

nahme am 16. August 2016 (act. 267), mithin einen Tag nach dem letzten Einbruchsdiebstahl, 

seine deliktische Tätigkeit nicht fortgesetzt hat. Dies wird untermauert durch das zunehmend ver-

sierte Vorgehen des Beschuldigten, welcher nicht nur professionelles Einbruchswerkzeug, wie 

Handschuhe, Sturmmaske sowie Funkgeräte, verwendet, sondern sich auch über die techni-

schen Möglichkeiten zum Aufbrechen von Schlössern informiert hat. Es bestehen daher keine 

Zweifel, dass der Beschuldigte zur Verübung einer Vielzahl von Delikten der fraglichen Art bereit 

gewesen ist.  

 

3.5 In Beachtung sämtlicher Umstände zeigt sich somit, dass der Beschuldigte seine delik-

tische Tätigkeit nach der Art eines Berufes ausgeübt, er mithin berufsmässig delinquiert hat. Die 

Voraussetzungen der Qualifikation der Gewerbsmässigkeit sind daher erfüllt, weshalb sich der 

Beschuldigte des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 2 StGB schuldig ge-

macht hat. Folglich ist die Berufung in diesem Punkt abzuweisen.  

 

 

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4. Strafzumessung 

4.1 In Bezug auf die Strafzumessung bringt der Beschuldigte mit Berufungsbegründung vom 

4. Juli 2022 vor, dass die ihm gegenüber ausgesprochene Sanktion in keinem Verhältnis zu der 

gegenüber seinem Mitbeschuldigten I.____ ausgesprochenen bedingt vollziehbaren Geldstrafe 

von 210 Tagessätzen stehe. Entsprechend sei die ihm gegenüber auszufällende Einsatzstrafe 

deutlich zu senken. Hinsichtlich der Einbruchsdiebstähle sei daher von einem leichten Verschul-

den auszugehen und die Einsatzstrafe auf 12 Monate festzulegen. Bezüglich der versuchten Nö-

tigung sei zu beachten, dass ein Konflikt zwischen den beiden Autofahrern vorausgegangen sei, 

der das Gemüt des Beschuldigten getrübt habe. Dieser Umstand mache das Verhalten des Be-

schuldigten zumindest nachvollziehbar. Insgesamt sei von einem gerade noch leichten Verschul-

den auszugehen und die Freiheitsstrafe um drei Monate zu erhöhen. Ferner sei das Bagatelldelikt 

des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern nicht auf ein aktives Tun, sondern 

auf ein Unterlassen zurückzuführen, wobei insbesondere sein damaliges Alter sowie seine nicht 

gefestigten Lebensumstände die Delinquenz zu erklären vermögen. Mithin sei das Unterlassen 

kein Ausdruck einer kriminellen Haltung, sondern einzig von Nachlässigkeit, weshalb eine Aspe-

ration um einen Monat sachgerecht sei. Betreffend die Bemessung der Strafe hinsichtlich der 

anderen Delikte habe er keine Beanstandungen, weshalb sich eine Asperation für diese Delikte 

im Umfang von je einem Monat als angemessen erweise. Hingegen sei in Bezug auf die Täter-

komponenten zu ergänzen, dass er nach wie vor mit seiner Ehefrau liiert sei, auch wenn sie nicht 

zusammenleben würden. Ausserdem sei sein junges Alter im Tatzeitpunkt zu beachten. Zusam-

menfassend seien die Täterkomponenten eher zu seinen Ungunsten zu werten, weshalb sich 

eine Erhöhung der Strafe um einen Monat aufdränge. Zufolge Verletzung des Beschleunigungs-

gebots sei die Strafe sodann um drei Monate zu reduzieren, womit eine Freiheitsstrafe von 16 Mo-

naten resultiere. In Bezug auf die Bewährungshilfe rügt der Beschuldigte, dass er mittlerweile 

über einen festen Wohnsitz verfüge. Zwar gehe er keiner geregelten Arbeit nach, gleichwohl habe 

er einen festen Tagesablauf. Auch komme er den partnerschaftlichen Verpflichtungen gegenüber 

seiner Ehefrau nach. Folglich bestehe keine Notwendigkeit einer Bewährungshilfe.  

 

Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung macht der Beschuldigte ergänzend gel-

tend, dass aufgrund der Ausführungen des Strafgerichts davon auszugehen sei, dass dieses die 

persönlichen Umstände und das Auftreten des Beschuldigten vor den Schranken des Strafge-

richts zu einer vergleichsweise harten resp. spürbaren Strafe veranlasst hätten. Anlässlich der 

erstinstanzlichen Hauptverhandlung sei er an einem Tiefpunkt gewesen. Einzig seine Ehefrau 

habe ihm Halt gegeben. Zwischenzeitlich habe er aber Tritt gefunden, verfüge über einen festen 

Wohnsitz und gehe einer geregelten Arbeit nach.  

 

4.2 Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft legt vor den Schranken des Kantonsgerichts 

in Bezug auf die Anordnung der Bewährungshilfe dar, dass sich die Lebensumstände des Be-

schuldigten seit dem erstinstanzlichen Urteil nicht derart stark verändert hätten, als dass von einer 

Bewährungshilfe abzusehen sei. Im Übrigen verzichtet die Staatsanwaltschaft auf eine Stellung-

nahme hinsichtlich der Strafzumessung.  

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4.3 Gemäss Art. 47 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des Täters 

zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 

Strafe auf das Leben des Täters (Abs. 1). Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung 

oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Be-

weggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren 

und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Abs. 

2). Demgegenüber ist das Verschulden für die Wahl der Sanktionsart nicht von Relevanz. Mass-

gebliche Kriterien bilden die Zweckmässigkeit, die Auswirkungen auf den Täter und sein soziales 

Umfeld sowie die präventive Effizienz (BGE 134 IV 97, E. 4.2; BGE 134 IV 82, E. 4.1). 

 

4.4 Praxisgemäss hat das Gericht ausgehend von der objektiven Tatschwere das Verschul-

den zu bewerten. Es hat gestützt auf Art. 50 StGB – wonach das Gericht die für die Zumessung 

der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten hat – im Urteil darzutun, 

welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im konkreten Fall 

gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelangen (BGE 136 

IV 55 E. 5.5). Es liegt im Ermessen des Sachgerichts, in welchem Umfang es die verschiedenen 

Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt. Es muss nicht auf Umstände ausdrücklich eingehen, 

die es – ohne dass dies ermessensverletzend wäre – bei der Strafzumessung als nicht massge-

bend oder nur von geringem Gewicht erachtet (BGer 6P.66/2006 vom 16. Februar 2007 E. 4). 

Auch ist das Gericht nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen 

Strafzumessungskriterien berücksichtigt (BGE 136 IV 55 E. 5.6). Allerdings hat das Gericht das 

Gesamtverschulden zu qualifizieren und die Gesamteinschätzung des Tatverschuldens im Urteil 

ausdrücklich zu benennen, wobei von einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad 

auszugehen ist (leicht, mittelschwer, schwer, sehr schwer). In einem zweiten Schritt ist die (hy-

pothetische) Strafe, die diesem Verschulden entspricht, innerhalb des zur Verfügung stehenden 

Strafrahmens zu bestimmen. Die so ermittelte Strafe kann dann gegebenenfalls in einem dritten 

Schritt aufgrund wesentlicher Täterkomponenten verändert werden (BGE 136 IV 55 E. 5.7). Die 

tat- und täterangemessene Strafe ist grundsätzlich innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der 

schwersten anzuwendenden Strafbestimmung festzusetzen. 

 

4.5 Die Berufungsinstanz fällt ein neues Urteil (Art. 408 StPO) und hat die Strafe nach ihrem 

eigenen Ermessen festzusetzen. Unter dem Vorbehalt des Verbots der reformatio in peius muss 

sie sich nicht daran orientieren, wie die erste Instanz die einzelnen Strafzumessungsfaktoren ge-

wichtet hat (vgl. BGer 6B_298/2013 vom 16. Januar 2014, E. 6.2). 

 

4.6 Vorliegend ist der Beschuldigte des gewerbsmässigen Diebstahls, des mehrfachen 

Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Sachbeschädigung, der versuchten Nötigung, der groben 

Verletzung von Verkehrsregeln, der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrun-

fähigkeit, des mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern sowie der mehrfachen Wi-

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derhandlung gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen worden. Die dem Verschulden ange-

messene Strafe ist zunächst innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der schwersten anzuwen-

denden Strafbestimmung festzulegen. Demzufolge bildet in casu der Strafrahmen des gewerbs-

mässigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 2 StGB) von Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geld-

strafe nicht unter 90 Tagessätzen die Grundlage für die Festlegung der Sanktion.  

 

4.7 Bei der Bewertung der objektiven Tatkomponenten des gewerbsmässigen Diebstahls ist 

zunächst zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte innert drei Monaten in sechs Fällen einen 

gewichtigen Deliktsbetrag im fünfstelligen Bereich (vgl. Ziffer 3.3 hievor) entwendet hat. Der Be-

trag erweist sich zwar keineswegs als gering, gleichwohl kann dieser auch nicht als auffallend 

hoch qualifiziert werden. Sodann imponiert das Tatvorgehen im Vergleich zu anderen gewerbs-

mässigen Diebstählen als nicht besonders verwerflich, ebenso lässt sich keine besondere Rück-

sichtslosigkeit feststellen. Die Beweggründe des Beschuldigten, nämlich in erster Linie die Erwirt-

schaftung zusätzlicher finanzieller Mittel, ist sodann neutral zu werten. Das verfolgte rein finanzi-

elle Interesse ist dem gewerbsmässigen Diebstahl bereits inhärent, weshalb es sich nicht weiter 

auf die Verschuldensbewertung auswirkt. Unter Berücksichtigung der objektiven sowie der sub-

jektiven Tatschwere ist das Tatverschulden hinsichtlich des gewerbsmässigen Diebstahls als 

noch leicht zu qualifizieren.  

 

4.8 In einem weiteren Schritt ist nunmehr innerhalb des zur Verfügung stehenden Strafrah-

mens die (hypothetische) verschuldensangemessene Strafe für das Hauptdelikt zu bestimmen, 

die diesem Verschulden entspricht (BGE 136 IV 55, E. 5.7). Vorliegend massgebend ist unter 

Hinweis auf Ziffer 4.6 hievor der Strafrahmen des gewerbsmässigen Diebstahls von Freiheits-

strafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 90 Tagessätzen (Art. 139 Ziff. 2 StGB). Das 

Kantonsgericht erachtet angesichts der Rechtsprechung des Bundesgerichts, wonach die For-

mulierung des Verschuldens und die Festsetzung des Strafmasses auch begrifflich im Einklang 

stehen müssen, sowie in Beachtung des festgestellten konkreten Verschuldens des Beschuldig-

ten und des vorgenannten Strafrahmens eine (hypothetische) Freiheitsstrafe von 16 Monaten 

betreffend den gewerbsmässigen Diebstahl als angemessen. 

 

4.9 In einem zweiten Schritt ist diese Einsatzstrafe von 16 Monaten unter Einbezug der wei-

teren Straftaten zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei wiederum den jeweiligen Umständen 

Rechnung zu tragen ist (sog. Asperationsprinzip; Art. 49 Abs. 1 StGB). Die Bildung einer Gesamt-

strafe ist allerdings nur bei gleichartigen Strafen möglich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ 

zu verhängen, da das Asperationsprinzip nur greift, wenn mehrere gleichartige Strafen ausge-

sprochen werden. Geld- und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen im Sinne von Art. 49 

Abs. 1 StGB. Das Gericht kann somit auf eine Gesamtstrafe nur erkennen, wenn es im konkreten 

Fall für jeden einzelnen Normverstoss dieselbe Sanktionsart ausfällen würde (BGE 138 IV 120, 

E. 5.2). 

 

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4.10 In Bezug auf den mehrfachen Hausfriedensbruch ist zu konstatieren, dass der Beschul-

digte in Gewerbeliegenschaften sowie öffentliche Einrichtungen eingebrochen und somit − im 

Unterschied zu Privatliegenschaften − keine Konfrontationen mit Dritten in Kauf genommen hat. 

Hingegen zeigt sich, dass es sich jeweils um verschlossene Liegenschaften bzw. Container ge-

handelt hat, weshalb sich der Beschuldigte gewaltsam Zugang verschaffen musste, um in die 

Gebäude einzudringen. Dies ist zu seinen Lasten zu werten. Dennoch ist das Verschulden in 

allen Fällen noch als leicht zu qualifizieren, weshalb die Einsatzstrafe für die sechs Hausfriedens-

brüche auf jeweils 20 Tage festzusetzen ist. Im Rahmen der Asperation ist zu Gunsten des Be-

schuldigten zu beachten, dass der Gesamtschuldbeitrag der vorliegenden Delikte im Verhältnis 

zum gewerbsmässigen Diebstahl angesichts des Umstands, dass es sich um reine Begleitdelikte 

handelt, als gering zu veranschlagen ist. Den engen zeitlichen, räumlichen und sachlichen Kon-

nex berücksichtigend erachtet es das Kantonsgericht daher im Ergebnis als angebracht, die hy-

pothetische Einsatzstrafe für den gewerbsmässigen Diebstahl von 16 Monaten um jeweils 5 Tage 

pro Hausfriedensbruch resp. insgesamt 30 Tage für die sechs Hausfriedensbrüche zu erhöhen.  

 

4.11 Hinsichtlich der mehrfachen Sachbeschädigung zeigt sich sodann, dass der jeweilige 

Sachschaden keineswegs als gering zu qualifizieren ist, gleichwohl ist dieser auch nicht beson-

ders hoch ausgefallen. Mithin ist mit den Vorderrichtern festzustellen, dass die Sachbeschädi-

gungen nicht über das für den jeweiligen Einbruch nötige Mass hinausgehen. Insofern ist keine 

besondere Rücksichtslosigkeit festzustellen und das Verschulden ist in sämtlichen Fällen der 

Sachbeschädigung noch als leicht zu qualifizieren. Die Einsatzstrafe für die sechs Sachbeschä-

digungen ist daher auf jeweils 20 Tage festzusetzen. Wie bereits im Zusammenhang mit den 

Hausfriedensbrüchen ausgeführt, ist auch hinsichtlich der Sachbeschädigungen zu konstatieren, 

dass der Gesamtschuldbeitrag der vorliegenden Delikte im Verhältnis zum gewerbsmässigen 

Diebstahl angesichts des Umstands, dass es sich um reine Begleitdelikte handelt, als gering zu 

veranschlagen ist. Den engen zeitlichen, räumlichen und sachlichen Konnex berücksichtigend 

erachtet es das Kantonsgericht daher im Ergebnis als angebracht, für die sechs Sachbeschädi-

gungen jeweils 5 Tage bzw. insgesamt 30 Tage zu asperieren.  

 

4.12 In Bezug auf die versuchte Nötigung zeigt sich, dass der Beschuldigte aufgrund einer 

geradezu nichtigen Begebenheit den Geschädigten, N.____, in massiver und bedrohlicher Weise 

auf einer längeren Strecke kilometerlang bedrängt hat, wobei er ihm sogar bis auf den Polizei-

stützpunkt in Sissach gefolgt ist, einzig mit dem Ziel, den Geschädigten in Angst zu versetzen. 

Dabei hat er den Geschädigten wiederholt gefährdet. In Übereinstimmung mit der Vorinstanz ist 

diesbezüglich festzustellen, dass dieses Verhalten als unentschuldbar und verachtenswert zu 

würdigen ist. Ferner ist die Hartnäckigkeit, mit welcher der Beschuldigte sein Ziel verfolgt hat, 

verschuldenserhöhend zu berücksichtigen, zumal er sein Vorhaben selbst vor dem Polizeiposten 

nicht aufgegeben und auf den Geschädigten gewartet hat. Unter Berücksichtigung der objektiven 

sowie der subjektiven Tatschwere ist das Tatverschulden hinsichtlich der versuchten Nötigung 

als mittelschwer zu qualifizieren, wobei die Einsatzstrafe auf 5 Monate festzulegen ist. Dies führt 

zu einer Asperation im Umfang von 3 Monaten.  

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4.13 Betreffend die grobe Verletzung der Verkehrsregeln ist zu Lasten des Beschuldigten zu 

werten, dass dieser während der Verfolgung von N.____, bei welcher er diesem wiederholt zu 

nahe aufgefahren ist, eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern konkret gefährdet hat. Im Einklang 

mit dem Strafgericht ist sowohl die aussergewöhnliche Dauer als auch die Intensität des skrupel-

losen Verhaltens des Beschuldigten zu seinen Lasten zu berücksichtigen. Das Verschulden wiegt 

mittelschwer, weshalb eine Einsatzstrafe von 3 Monaten als angemessen erachtet wird. Im Rah-

men der Asperation ist allerdings der enge zeitliche, räumliche und sachliche Konnex in Bezug 

auf die versuchte Nötigung zu beachten, womit der Gesamtschuldbeitrag der groben Verletzung 

der Verkehrsregeln im Verhältnis zur versuchten Nötigung als eher gering zu veranschlagen ist. 

Dies berücksichtigend erachtet das Kantonsgericht im Ergebnis eine Asperation im Umfang von 

1 Monat für die grobe Verletzung von Verkehrsregeln als angemessen. 

 

4.14 Hinsichtlich der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit zeigt 

sich, dass sich der Beschuldigte rund zwei Stunden nach dem Unfall bei der Polizei gemeldet hat. 

Im Übrigen sind keine weiteren Besonderheiten ersichtlich, weshalb das Verschulden als leicht 

zu qualifizieren ist. Die Einsatzstrafe ist auf 2 Monate festzulegen, was im Rahmen der Asperation 

zu einer Erhöhung der Einsatzstrafe des gewerbsmässigen Diebstahls im Umfang von 1 Monat 

führt.  

 

4.15 In Bezug auf den mehrfachen Missbrauch von Ausweisen und Schildern ist im Konsens 

mit der Vorinstanz festzustellen, dass dem Beschuldigten die Ausweise und Schilder wegen den 

nicht bezahlten Steuern, des Aussetzens der Haftpflichtversicherung sowie des Nichtvorführens 

des Motorfahrzeugs entzogen worden sind. Mithin handelt es sich nicht um reine Bagatelldelikte. 

Leicht zu Gunsten des Beschuldigten wirkt sich die eventualvorsätzliche Begehung aus. Das Ver-

schulden wiegt in allen sechs Fällen noch leicht, weshalb für die sechs Fälle des Missbrauchs 

von Ausweisen und Schildern jeweils eine Einsatzstrafe von 15 Tagen festzulegen ist. Den engen 

zeitlichen, räumlichen und sachlichen Konnex berücksichtigend erachtet das Kantonsgericht im 

Ergebnis eine Asperation im Umfang von je 10 Tagen resp. total 2 Monaten für die Missbräuche 

von Ausweisen und Schildern als angemessen. 

 

4.16 Schliesslich sind hinsichtlich der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz 

in Bezug auf die objektiven Tatkomponenten weder belastende noch entlastende Besonderheiten 

zu berücksichtigen. Demgegenüber ist in subjektiver Hinsicht hervorzuheben, dass der Beschul-

digte direktvorsätzlich gehandelt hat. Das Verschulden wiegt hinsichtlich aller vier Delikte gerade 

noch leicht, weshalb eine Einsatzstrafe von jeweils ½ Monat als angemessen erachtet wird. Dies 

führt zu einer Asperation im Umfang von ¼ Monat pro Delikt resp. total 1 Monat.  

 

4.17 Somit ist die Einsatzfreiheitsstrafe für den gewerbsmässigen Diebstahl von 16 Monaten 

im Rahmen der Asperation um insgesamt 10 Monate Freiheitsstrafe für den mehrfachen Haus-

friedensbruch, die mehrfache Sachbeschädigung, die versuchte Nötigung, die grobe Verletzung 

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von Verkehrsregeln, die Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, den 

mehrfachen Missbrauch von Ausweisen und Schildern sowie die mehrfache Widerhandlung ge-

gen das Waffengesetz zu erhöhen. Die (hypothetisch) tatbezogene Gesamtfreiheitsstrafe ist folg-

lich auf 26 Monate festzusetzen.  

 

4.18 Diese Gesamtstrafe ist in einem nochmaligen Schritt im Hinblick auf allfällige besondere 

Täterkomponenten, welche in casu für alle Straftaten gleichermassen gelten, zu überprüfen. Die 

Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten eingehend dargelegt, weshalb 

auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen werden kann (S. 49 des vorinstanzlichen Ur-

teils). Anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung bestätigt der Beschuldigte seine bis-

herigen Darlegungen und gibt ergänzend zu Protokoll, dass er nunmehr in O.____ in einem Haus 

wohne, wobei die Liegenschaft einem Bekannten gehöre und er keinen Mietzins entrichte. Im 

Gegenzug renoviere er jedoch das gesamte Haus. Ferner sei er seit dem 1. September 2022 bei 

der M.____ AG im Stundenlohn mit einem Pensum von 50% erwerbstätig (Protokoll KGer, S. 9 

f.). Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten weisen keine Besonderheiten auf und sind 

demnach neutral zu werten. Demgegenüber ist zu Lasten des Beschuldigten zu veranschlagen, 

dass er trotz laufender Verfahren sowie während der Probezeit des Urteils des Strafgerichtsprä-

sidenten Basel-Stadt vom 14. November 2016 weiter delinquiert hat. Hinsichtlich des Teilge-

ständnisses des Beschuldigten ist ferner darauf hinzuweisen, dass er erst nach Vorhalt der er-

drückenden Beweislage ein bloss taktisch motiviertes Geständnis zu Protokoll gab. Von einem 

Geständnis, welches auf der Einsicht in das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lassen 

würde, kann daher keine Rede sein. Insbesondere haben die Depositionen des Beschuldigten 

das Verfahren weder vereinfacht noch verkürzt. Somit ist das Teilgeständnis des Beschuldigten 

nicht strafmindernd zu berücksichtigen. Soweit der Beschuldigte ferner moniert, dass sein im Tat-

zeitpunkt jugendliches Alter zu Unrecht nicht berücksichtigt worden sei, ist darauf hinzuweisen, 

dass das jugendliche Alter das Verschulden grundsätzlich nicht reduziert (HANS MATHYS, Leitfa-

den Strafzumessung, 2. Aufl. 2019, N 271).  

 

Es zeigt sich somit, dass sich die Täterkomponenten in einem ersten Schritt zu Lasten des Be-

schuldigten auswirken, weshalb die (hypothetische) tatbezogene Gesamtfreiheitsstrafe aufgrund 

der besonderen Täterkomponenten um insgesamt 1 Monat auf 27 Monate zu erhöhen ist.  

 

4.19 Im Weiteren ist in casu zu prüfen, ob das Beschleunigungsgebot verletzt ist. Gemäss 

Art. 5 Abs. 1 StPO haben die Strafbehörden die Strafverfahren unverzüglich an die Hand zu neh-

men und ohne unbegründete Verzögerung zum Abschluss zu bringen. Welche Verfahrensdauer 

angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Diese sind in ihrer Ge-

samtheit zu würdigen. Kriterien für die Angemessenheit der Verfahrensdauer im Rahmen des 

Strafverfahrens sind etwa die Schwere des Tatvorwurfs, die Komplexität des Sachverhalts, die 

dadurch gebotenen Untersuchungshandlungen, das Verhalten des Beschuldigten und dasjenige 

der Behörden sowie die Zumutbarkeit für den Beschuldigten. Die Beurteilung der Verfahrens-

dauer entzieht sich starren Regeln. Von den Behörden und Gerichten kann nicht verlangt werden, 

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dass sie sich ausschliesslich einem einzigen Fall widmen. Aus diesen Erwägungen sowie aus 

Gründen faktischer und prozessualer Schwierigkeiten sind Zeiträume, in denen das Verfahren 

stillsteht, unumgänglich. Wirkt keiner der einzelnen Verfahrensunterbrüche stossend, ist eine Ge-

samtbetrachtung vorzunehmen. Eine Sanktion drängt sich nur auf, wenn seitens der Strafbehörde 

eine krasse Zeitlücke zu Tage tritt. Da Verfahrensverzögerungen nicht geheilt werden können, 

hat das Bundesgericht aus der Verletzung des Beschleunigungsgebots in freier Rechtsfindung 

praeter legem Sanktionen abgeleitet, die von der Berücksichtigung im Rahmen der Strafzumes-

sung über das Absehen von Strafe bis hin zur Verfahrenseinstellung gehen können 

(BGer 6S.467/2004 vom 11. Februar 2005, E. 2.2.2 ff.; HANS MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 

2. Aufl. 2019, N 367 ff.; HANS WIPRÄCHTIGER/ STEFAN KELLER, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 

2019, Art. 47 N 178 ff.).  

 

In casu wurde am 30. Juni 2016 das Strafverfahren gegen den Beschuldigten eröffnet (act. 579), 

wobei dieser erst ab seiner Verhaftung am 16. August 2016 (act. 267) Kenntnis vom Verfahren 

hatte. Die Anklage datiert sodann vom 27. Januar 2020 (act. S 1), das Urteil des Strafgerichts 

Basel-Landschaft vom 24. März 2021 und das vorliegende Urteil des Kantonsgerichts Basel-

Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 19. Oktober 2022. Folglich sind seit der Eröffnung des 

Strafverfahrens gegen den Beschuldigten nunmehr rund sechs Jahre vergangen. Diese Dauer 

des Verfahrens ist gesamthaft betrachtet nicht unangemessen lang. Der Tatvorwurf wiegt schwer, 

wobei die jeweiligen Rollen der drei Beschuldigten in den diversen Delikten abgeklärt werden 

mussten. Entsprechend ist eine Vielzahl von Einvernahmen mit den drei Beschuldigten durchge-

führt worden. Ferner umfassen das Vorverfahren sowie das erstinstanzliche Verfahren insgesamt 

8 Bundesordner. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass seit der Eröffnung des Verfahrens ge-

gen den Beschuldigten wegen den Einbruchdiebstählen diverse weitere Delikte hinzugekommen 

sind, zumal namentlich der Beschuldigte ungeachtet des hängigen Strafverfahrens stetig weiter 

delinquiert hat. Unter diesen Umständen ist eine Verletzung des Beschleunigungsgebots wegen 

der Dauer des gesamten Verfahrens zu verneinen. Dennoch ist der relativ langen Verfahrens-

dauer – ungeachtet der verneinten überlangen Verfahrensdauer bzw. der nicht gegebenen Ver-

letzung des Beschleunigungsgebots – nach Ansicht des Kantonsgerichts im Rahmen der Straf-

zumessung angemessen Rechnung zu tragen (BGer 6S.467/2004 vom 11. Februar 2005, 

E. 2.2.4; HANS WIPRÄCHTIGER/STEFAN KELLER, a.a.O., Art. 47 N 186). Die (hypothetische) tatbe-

zogene Gesamtfreiheitsstrafe ist deshalb um 3 Monate auf 24 Monate zu reduzieren, womit auch 

die Dauer des Berufungsverfahrens bis zum Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung be-

rücksichtigt wird.  

 

4.20 Gelangt das Gericht zur Erkenntnis, dass eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe aus-

zusprechen ist, so hat es im Anschluss daran über deren Vollzug zu befinden. Das Gericht schiebt 

den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren in der Regel 

auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung 

weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Ausserdem kann das Ge-

richt den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren 

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teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend 

Rechnung zu tragen (Art. 43 Abs. 1 StGB). Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 24. 

März 2021 wurde dem Beschuldigten − trotz einiger Bedenken − der bedingte Strafvollzug ge-

währt, dies allerdings in Kombination mit einer erstmals deutlich spürbaren Sanktion (Widerruf 

der Vorstrafe) sowie flankierenden Massnahmen (Bewährungshilfe). Angesichts der Gegeben-

heit, wonach in casu einzig der Beschuldigte Berufung erhoben hat, sowie des in Art. 391 Abs. 2 

StPO normierten Verbotes der reformatio in peius erhellt, dass das Kantonsgericht über den erst-

instanzlich gewährten bedingten Strafvollzug nicht neu zu befinden hat. Hingegen moniert der 

Beschuldigte die Anordnung der Bewährungshilfe, was nachfolgend zu prüfen ist.  

 

4.21 Gemäss Art. 44 Abs. 2 StGB kann das Gericht für die Dauer der Probezeit Bewährungs-

hilfe anordnen und Weisungen erteilen. Mit der Bewährungshilfe sollen die betreuten Personen 

vor Rückfälligkeit bewahrt und sozial integriert werden. Die für die Bewährungshilfe zuständige 

Behörde leistet und vermittelt die hierfür erforderliche Sozial- und Fachhilfe (Art. 93 Abs. 1 StGB). 

Die Hilfeleistung für den Betroffenen steht dabei im Vordergrund. Die Anordnung der Bewäh-

rungshilfe ist daher nicht an enge Voraussetzungen gebunden. Sie sollte immer angeordnet wer-

den, wenn die Prognose günstig ist, jedoch einige Schwierigkeiten in der Bewährung vorausge-

sehen werden. Diese können im Charakter des Verurteilten oder in äusseren Umständen liegen 

(ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, Art. 44 N 24 f.). In 

casu ist gestützt auf die Ausführungen des Beschuldigten anlässlich der kantonsgerichtlichen 

Hauptverhandlung zu konstatieren, dass sich seine Lebensumstände insofern verbessert haben, 

als er nunmehr offenbar über einen festen Wohnsitz − wenn auch nur während der Dauer der 

Renovation der von ihm bewohnten Liegenschaft − verfügt. Ebenso ist positiv zu werten, dass 

der Beschuldigte aktuell einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Gleichwohl ist zu konstatieren, dass der 

Beschuldigte nach wie vor seine finanzielle Situation offenkundig nicht beherrscht, zumal er zu 

Protokoll gegeben hat, dass sich seine finanzielle Lage weiter verschlechtert habe und er nun-

mehr über noch mehr Schulden als zur Zeit der strafgerichtlichen Hauptverhandlung verfüge (Pro-

tokoll KGer, S. 7). Es bestehen daher augenscheinlich deutliche Unsicherheiten hinsichtlich der 

angeblichen Stabilisierung der Lebensverhältnisse des Beschuldigten. So ist angesichts der fi-

nanziellen Lage des Beschuldigten wenig nachvollziehbar, weshalb er lediglich einer Erwerbstä-

tigkeit mit einem Beschäftigungsgrad von 50% nachgeht, zumal seine stetig zunehmende Ver-

schuldung dem Ziel einer sozialen Integration, gefestigter Lebensumstände sowie der Bewahrung 

vor Rückfälligkeit entgegensteht. Angesichts sämtlicher Umstände erachtet es das Kantonsge-

richt daher als zwingend geboten, für die Dauer der Probezeit die Bewährungshilfe anzuordnen. 

Die Berufung erweist sich in diesem Punkt als unbegründet, weshalb diese abzuweisen ist.  

 

4.22 Folglich ist der Beschuldigte zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 24 Mo-

naten, bei einer Probezeit von drei Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersu-

chungshaft von insgesamt 15 Tagen, zu verurteilen ist. Für die Dauer der Probezeit ist Bewäh-

rungshilfe anzuordnen.  

 

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Seite 19  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

5. Widerruf der Vorstrafe 

5.1 Mit Urteil vom 24. März 2021 erwägt das Strafgericht Basel-Landschaft, dass dem Be-

schuldigten der bedingte Vollzug der im vorliegenden Verfahren ausgesprochenen Freiheitsstrafe 

aufgrund der Bedenken hinsichtlich der Legalprognose nur zu gewähren sei, indem die Vorstrafe 

wiederrufen werde, so dass erstmals eine spürbare Sanktion vollzogen werde.  

 

5.2 Demgegenüber macht der Beschuldigte mit Berufungsbegründung vom 4. Juli 2022 gel-

tend, dass die im vorliegenden Verfahren beurteilten Delikte gänzlich anders liegen würden als 

jene der Vorstrafe vom November 2016 zu Grunde liegenden. Aufgrund dieser Vorstrafe könne 

daher keine schlechte Prognose gestellt werden. Hinzu komme, dass sich seine Lebenssituation 

mittlerweile deutlich verbessert habe. Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass die Dreijahresfrist 

gemäss Art. 46 Abs. 5 StGB kurz vor dem Ablauf stehe. 

 

Vor den Schranken des Kantonsgerichts bringt der Beschuldigte ergänzend vor, dass ab dem 14. 

November 2022 der Widerruf nicht mehr möglich wäre. Angesichts des Umstands, dass der Wi-

derruf ohnehin nicht angebracht sei, sondern vielmehr seine Situation bloss destabilisiere, sei 

von diesem abzusehen.  

 

5.3 Demgegenüber führt die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft anlässlich der kantons-

gerichtlichen Hauptverhandlung aus, dass die Vorstrafe zu Recht widerrufen worden sei. Die im 

Berufungsverfahren behandelten Delikte würden nicht gänzlich anders liegen. Diesbezüglich sei 

namentlich auf die Verurteilungen wegen versuchter Nötigung und grober Verletzung der Ver-

kehrsregeln zu verweisen.  

 

5.4 Gemäss Art. 46 Abs. 1 StGB widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den beding-

ten Teil der Strafe, wenn der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen 

begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er weitere Straftaten verüben wird. Ist hingegen nicht 

zu erwarten, dass der Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf 

einen Widerruf. Es kann den Verurteilten verwarnen oder die Probezeit um höchstens die Hälfte 

der im Urteil festgesetzten Dauer verlängern (Art. 46 Abs. 2 StGB). Erforderlich für den nachträg-

lichen Vollzug der bedingt ausgesprochenen Strafe sind somit kumulativ eine Rückfalltat sowie 

eine damit verbundene ungünstige Prognose. Fehlt eine ungünstige Prognose, so ist vom Wider-

ruf abzusehen (ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, Basler Kommentar StGB, 4. Aufl. 2019, 

Art. 46 N 7, 41 ff.). Die Prüfung der Bewährungsaussichten des Täters ist anhand einer Gesamt-

würdigung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen. In die Beurteilung miteinzubeziehen sind 

neben den Tatumständen auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, 

die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zulas-

sen. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterpersönlichkeit uner-

lässlich. Relevante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisationsbiographie und 

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Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer Bindungen sowie Hinweise auf Suchtgefährdungen. Da-

bei sind die persönlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheides miteinzubeziehen. Es 

ist unzulässig, einzelnen Umständen eine vorrangige Bedeutung beizumessen und andere zu 

vernachlässigen oder überhaupt ausser Acht zu lassen (BGE 134 IV 140, E. 4.4). 

 

5.5 Vorab ist zu prüfen, ob der Widerruf im Zeitpunkt der Urteilsfällung durch das Berufungs-

gericht formell zulässig ist. Gemäss Art. 46 Abs. 5 StGB darf der Widerruf nicht mehr angeordnet 

werden, wenn seit dem Ablauf der Probezeit drei Jahre vergangen sind. Die Probezeit beginnt 

mit der Eröffnung des Urteils zu laufen, das vollstreckbar wird (Art. 44 Abs. 4 StGB). Dieses Da-

tum ist auch für die Berechnung des Probezeitablaufs und der darauf folgenden Frist von drei 

Jahren massgebend (ROLAND M. SCHNEIDER/ROY GARRÉ, a.a.O., Art. 46 N 82). In casu datiert 

das Urteil des Strafgerichtspräsidenten Basel-Stadt vom 14. November 2016, womit die Probezeit 

von drei Jahren am 14. November 2019 abgelaufen ist. Folglich endet die Frist gemäss Art. 46 

Abs. 5 StGB am 14. November 2022, weshalb im Zeitpunkt der Urteilsfällung durch das Beru-

fungsgericht der Widerruf formell zulässig ist.  

 

5.6 Mit Urteil vom 14. November 2016 sprach der Strafgerichtpräsident Basel-Stadt den Be-

schuldigten der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie der mehrfachen Be-

schimpfung schuldig und verurteilte ihn zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagess-

ätzen zu je Fr. 100.--, bei einer Probezeit von 3 Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 100.-- (vgl. 

Auszug aus dem Schweizerischen Strafregister vom 6. Oktober 2022). Dessen ungeachtet delin-

quierte der Beschuldigte unter anderem am 28. November 2018 erneut, was zu den im vorliegen-

den Strafverfahren erfolgten Schuldsprüchen wegen versuchter Nötigung sowie mehrfacher gro-

ber Verletzung der Verkehrsregeln führte. In strafrechtlicher Hinsicht erweist sich das Vorleben 

des Beschuldigten daher als belastend, zumal er aus den gegen ihn bedingt ausgesprochenen 

Strafen offenbar keine Lehren gezogen hat. Mithin hat der Beschuldigte unbeeindruckt von der 

Inhaftierung, den Vorstrafen, der laufenden Probezeit sowie dem hängigen Strafverfahren in mas-

siver Weise unbeirrt weiter delinquiert. Dass er den Ernst der Lage nicht einmal ansatzweise 

erkannte, liegt damit auf der Hand. Daran vermag weder der zumindest vorübergehende feste 

Wohnsitz noch die teilweise Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit irgendetwas zu ändern. Viel-

mehr zeigt sich, dass der Beschuldigte unbesehen der Arbeitstätigkeit seine Schulden weiter äuf-

nete. Eine nachhaltige positive Entwicklung der Lebensumstände ist daher nicht ersichtlich. Die 

erneute Straffälligkeit während der Probezeit und die damit verbundene Einsichtslosigkeit des 

Beschuldigten sind klarerweise negativ zu bewerten, weshalb die mit Urteil vom 14. November 

2016 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- zu widerrufen ist. 

Die Berufung erweist sich in diesem Punkt somit als unbegründet und ist daher abzuweisen.  

 

 

6. Soweit die Berufung des Beschuldigten die Verlegung der erstinstanzlichen Kosten so-

wie die Rückzahlungspflicht der Kosten der amtlichen Verteidigung betrifft, ist darauf hinzuwei-

sen, dass diese Rügen einzig auf den Fall des Freispruchs vom Vorwurf des gewerbsmässigen 

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Diebstahls beschränkt sind. Im vorliegenden Berufungsverfahren wurde das vorinstanzliche Urteil 

hinsichtlich des Schuldspruchs wegen gewerbsmässigen Diebstahls jedoch bestätigt, weshalb 

sich Ausführungen betreffend die erstinstanzliche Kostenverlegung sowie die Rückzahlungs-

pflicht der Kosten der amtlichen Verteidigung erübrigen. In Anbetracht der vorstehenden Erwä-

gungen kann somit im Ergebnis festgestellt werden, dass das Urteil des Strafgerichts Basel-Land-

schaft vom 24. März 2021 in Abweisung der Berufung des Beschuldigten vollumfänglich zu be-

stätigen ist.  

 

 

III. Kosten 

1. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfah-

rens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, 

auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht. Entspre-

chend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens, mithin der Abweisung der Berufung des Be-

schuldigten, gehen die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts in der Höhe von  

Fr. 6'250.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 6'000.-- (§ 12 Abs. 1 der Verordnung 

über die Gebühren der Gerichte, GebT, SGS 170.31) und Auslagen von Fr. 250.-- (§ 3 Abs. 6 

GebT), zu Lasten des Beschuldigten.  

 

2. Mit Verfügung des verfahrensleitenden Präsidenten der strafrechtlichen Abteilung des 

Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 4. August 2022 wurde dem Beschuldigten für das Beru-

fungsverfahren die amtliche Verteidigung bewilligt. Mit Honorarnote vom 19. Oktober 2022 weist 

der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt Jörg Schenkel, einen Aufwand von 

26.2 Stunden à Fr. 200.-- (§ 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte, TO, 

SGS 178.112) aus, wobei die Teilnahme an der Berufungsverhandlung (inklusive Weg) bereits 

berücksichtigt worden ist. Unter Hinweis auf die konkreten Gegebenheiten erachtet das Beru-

fungsgericht den geltend gemachten Aufwand als angemessen, weshalb Rechtsanwalt Jörg 

Schenkel für seine Bemühungen im Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von 

Fr. 5'438.50 (inklusive Auslagen von Fr. 198.50) zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 418.75, 

somit insgesamt Fr. 5'857.25, aus der Gerichtskasse zu entrichten ist.  

 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für die amtliche Verteidigung 

zurückzuzahlen sowie der amtlichen Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschä-

digung und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlau-

ben (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 

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Demnach wird erkannt: 

 

://: I.  Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 24. März 2021, 

auszugsweise lautend:  

 

"I. A.____ 

 1. A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls, des mehrfa-

chen Hausfriedensbruchs, der mehrfachen Sachbeschädi-

gung, der versuchten Nötigung, der groben Verletzung von 

Verkehrsregeln, der Vereitelung von Massnahmen zur Fest-

stellung der Fahrunfähigkeit, des mehrfachen Missbrauchs 

von Ausweisen und Schildern sowie der mehrfachen Wider-

handlung gegen das Waffengesetz schuldig erklärt und verur-

teilt zu einer 

 

 bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 24 Monaten, 

 bei einer Probezeit von 3 Jahren, 

 unter Anrechnung der vom 16. August 2016 bis zum 30. Au-

gust 2016 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 

15 Tagen, 

 

 in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 und 2 StGB, Art. 144 Abs. 1 

StGB, Art. 181 StGB (i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), Art. 186 

StGB, Art. 90 Abs. 2 SVG (i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und 

Art. 12 Abs. 1 VRV), Art. 91a SVG, Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG, 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG (i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. b, c und d WG, 

Art. 25 Abs. 1 WG, Art. 27 Abs. 1 WG), Art. 40 StGB, Art. 42 

Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und 

Art. 51 StGB. 

 

 2. Gemäss Art. 44 Abs. 2 StGB und Art. 93 StGB wird für die 

Dauer der Probezeit Bewährungshilfe angeordnet. 

 

 3. A.____ wird von der Anklage  

 des Diebstahls, des Hausfriedensbruchs und der Sachbe-

schädigung zum Nachteil 

o der B.____ AG (Fall 1), 

o des C.____ (Fall 6), 

 des versuchten Diebstahls, der Sachbeschädigung und 

des Hausfriedensbruchs zum Nachteil 

o des D.____ (Fall 3), 

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o des E.____ (Fall 5), 

o der F.____ AG (Fall 10) 

o der G.____ AG (Fall 11) 

 des Diebstahls zum Nachteil 

o der H.____ AG (Fall 2), 

(Fälle gemäss Anklageziffer A 1.4, Deliktsverzeichnis), 

sowie 

 der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln, begangen 

am 7. Februar 2019 (Anklageziffer B 7.), 

freigesprochen. 

 

 4. Die Verfahren betreffend 

 mehrfache verbotene Einfuhr von Waffen in die Schweiz, 

begangen vor dem 16. August 2016 bzw. vor dem 7. Juli 

2017 (Anklageziffer B 1.), 

 Führen eines Fahrzeugs mit nicht vorschriftsgemäss an-

gebrachten Kontrollschildern, begangen am 7. Juli 2017 

(Anklageziffer B 2.), 

 einfache Verletzung von Verkehrsregeln, begangen am 

8. September 2016 (Anklageziffer B 3.) 

 einfache Verletzung von Verkehrsregeln sowie pflichtwid-

riges Verhalten bei Unfall, begangen am 7. Oktober 2017 

(Anklageziffer B 4.) und 

 einfache Verletzung von Verkehrsregeln, begangen am 

24. März 2018 (Anklageziffer B 5.) 

 werden aufgrund des Eintritts der Verjährung eingestellt. 

 

 5. Die am 14. November 2016 durch den Strafgerichtspräsiden-

ten Basel-Stadt wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte 

und Behörden sowie mehrfacher Beschimpfung bedingt aus-

gesprochene Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 100.00, 

unter Anrechnung von 1 Tag Haft, bei einer Probezeit von 

3 Jahren, wird in Anwendung von Art. 46 Abs. 1 StGB für voll-

ziehbar erklärt." 

 

"VI. Verfahrenskosten 

 1. Die Beurteilten tragen den sie betreffenden Teil der Kosten 

des Vorverfahrens sowie allfällige Kosten des Zwangsmass-

nahmengerichts, dies unter Berücksichtigung der Reduktion 

der Kosten zufolge den sie betreffender Freisprüche und Ein-

stellungen. 

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 2. Die Verfahrenskosten betragen bei A.____ Fr. 18'146.84 

(Kosten des Vorverfahrens von Fr. 13'846.84 und Kosten des 

Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 4'300.00). Hiervon hat 

A.____ zwei Drittel zu tragen (Fr. 12’097.90), ein Drittel geht 

zu Lasten des Staates (Fr. 6'048.95). 

 

 Die Verfahrenskosten betragen bei I.____ Fr. 10'811.51 (Kos-

ten des Vorverfahrens von Fr. 8'861.51 und Kosten des 

Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'950.00). Hiervon hat 

I.____ die Hälfte zu tragen (Fr. 5’405.75), die andere Hälfte 

geht zu Lasten des Staates (Fr. 5’405.75). 

 

 Die Verfahrenskosten betragen bei L.____ Fr. 4'754.67. 

L.____ hat diese Kosten vollständig zu tragen. 

 

3. Zusätzlich zu den Verfahrenskosten wird eine pauschale Ge-

richtsgebühr von Fr. 9'000.00 festgelegt. Diese Gerichtsge-

bühr wird den Beurteilten in folgendem Verhältnis auferlegt: 

 A.____: Fr. 4'500.00, wovon er Fr. 3’000 (zwei Drittel) zu tra-

gen hat; die restlichen Fr. 1'500.00 gehen zu Lasten des Staa-

tes. 

 I.____: Fr. 3'500.00, wovon er Fr. 1'750.00 (die Hälfte) zu tra-

gen hat; die restlichen Fr. 1'750.00 gehen zu Lasten des Staa-

tes. 

 L.____: Fr. 1'000.00, die er vollständig zu tragen hat. 

 

 VII. Kosten der amtlichen Verteidigung 

 1. Es wird festgestellt, dass die einstige amtliche Verteidigung 

von A.____ (Rechtsanwalt Simon Berger) für ihre Bemühun-

gen aus der amtlichen Verteidigung vom 19. August 2016 bis 

zum 11. Juni 2019 bereits mit Fr. 4'346.50 entschädigt worden 

ist, dies unter Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von 

A.____ nach Art. 135 Abs. 4 StPO (Verfügung der Staatsan-

waltschaft Basel-Landschaft vom 1. Juli 2019, act. 221 ff.). 

 

 Das Honorar der derzeitigen amtlichen Verteidigung von 

A.____ (Rechtsanwalt Jörg Schenkel) in Höhe von insge-

samt Fr. 8'028.70 (für den Aufwand seit dem 15. April 2020 

bzw. nach Anklageerhebung, inkl. Auslagen, Mehrwertsteuer, 

Hauptverhandlung, Weg und Nachbesprechung sowie nach 

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Abzug von 4 Stunden betreffend die geschätzte Dauer der 

Hauptverhandlung) wird unter Vorbehalt der Rückzahlungs-

verpflichtung von A.____ nach Art. 135 Abs. 4 StPO aus der 

Gerichtskasse entrichtet. 

 A.____ ist, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse er-

lauben, verpflichtet, dem Staat zwei Drittel der Kosten der amt-

lichen Verteidigung zurückzuzahlen und der amtlichen Vertei-

digung zwei Drittel der Differenz zwischen der amtlichen Ent-

schädigung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 

Abs. 4 lit. a und lit. b StPO)." 

 

wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten bestätigt und 

in den Dispositiv-Ziffern I.1-I.5, VI.1-VI.3 und VII.1 unverändert zum 

Bestandteil dieses Urteils erklärt.  

 

 II.  Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von Fr. 6'250.--,  

beinhaltend eine Gebühr von Fr. 6'000.-- sowie Auslagen von 

Fr. 250.--, gehen zu Lasten des Beschuldigten. 

 

 III.  Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das Rechtsmittel-

verfahren wird dem Rechtsvertreter des Beschuldigten, Rechtsanwalt 

Jörg Schenkel, ein Honorar von Fr. 5'438.50 (inklusive Auslagen) zu-

züglich 7.7% Mehrwertsteuer von Fr. 418.75, insgesamt somit 

Fr. 5'857.25, aus der Gerichtskasse entrichtet. 

Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für 

die amtliche Verteidigung zurückzuzahlen sowie der amtlichen Ver-

teidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und 

dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Ver-

hältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 

 

 

 

Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Dominik Haffter 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig. 

 

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