# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df5e9c29-e48f-57f7-a850-bededa3ce62a
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-12
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 12.02.2025 BS 2025 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2025-3_2025-02-12.pdf

## Full Text

20250123_114259_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2025 3

Oberrichterin F. Wiget, Abteilungspräsidentin
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber C. Schwegler

Beschluss vom 12. Februar 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwalt D.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Untersuchungshaft

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Sachverhalt

1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, führt eine Strafuntersuchung gegen 
A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen eines versuchten Tötungsdeliktes und 
Brandstiftung (Verfahren 1A 2025 17). Der Beschwerdeführer wurde am 8. Januar 2025 vor-
läufig festgenommen. Mit Eingabe vom 9. Januar 2025 beantragte die Staatsanwaltschaft 
beim Zwangsmassnahmengericht die Anordnung von Untersuchungshaft für die vorläufige 
Dauer von drei Monaten. Mit Verfügung vom 11. Januar 2025 hiess das Zwangsmassnah-
mengericht den Antrag der Staatsanwaltschaft gut und versetzte den Beschwerdeführer 
einstweilen bis einschliesslich 7. April 2025 in Untersuchungshaft (Verfahren ZMG 2025 1). 

2. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Januar 2025 
Beschwerde bei der I. Beschwerdeabteilung des Obergerichts mit folgenden Anträgen:

1. Die Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts vom 11. Januar 2025 sei aufzuheben.

2. Der Beschuldigte sei sofort zu entlassen aus der Untersuchungshaft.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.

3. Am 20. Januar 2025 reichte der Beschwerdeführer während laufender Beschwerdefrist eine 
Ergänzung zur Beschwerde ein.

4. Die Staatsanwaltschaft beantragte in der Vernehmlassung vom 21. Januar 2025 die kosten-
fällige Abweisung der Beschwerde. Auf eine Stellungnahme zur Beschwerdeergänzung ver-
zichtete sie am 22. Januar 2025.

5. Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 22. Januar 2025 auf eine Vernehmlassung.

Erwägungen

1. Gegen Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts kann innert 10 Tagen bei der I. Be-
schwerdeabteilung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. c StPO, 
Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 1 Bst. b GOG und § 7 Abs. 1 GO 
OG). Entscheide über die Anordnung, Verlängerung oder Aufhebung der Untersuchungs- 
oder Sicherheitshaft kann einzig die verhaftete Person anfechten (Art. 222 StPO). Auf die 
unbestrittenermassen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde der amtlichen Vertei-
digung des Beschwerdeführers vom 16. bzw. 20. Januar 2025 ist mithin einzutreten.

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Sach-
verhaltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Die 
Beschwerdeinstanz entscheidet in einem schriftlichen Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie 
verfügt über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1 StPO).

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2. Nach Art. 221 Abs. 1 StPO sind Untersuchungs- und Sicherheitshaft nur zulässig, wenn die 
beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtigt ist und ernst-
haft zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwarten-
den Sanktion entzieht (lit. a), Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die 
Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (lit. b), oder durch Verbrechen oder schwere Vergehen 
die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleicharti-
ge Straftaten verübt hat (lit. c; "einfache Wiederholungsgefahr"). Sodann sind Untersu-
chungs- und Sicherheitshaft gemäss dem per 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Art. 221 
Abs. 1bis StPO ausnahmsweise zulässig, wenn die beschuldigte Person dringend verdächtig 
ist, durch ein Verbrechen oder ein schweres Vergehen die physische, psychische oder sexu-
elle Integrität einer Person schwer beeinträchtigt zu haben (lit. a), und die ernsthafte und 
unmittelbare Gefahr besteht, die beschuldigte Person werde ein gleichartiges, schweres Ver-
brechen verüben (lit. b; "qualifizierte Wiederholungsgefahr"). Diese Bestimmung regelt den 
dringenden Tatverdacht mithin spezialgesetzlich. Die allgemeinen Voraussetzungen für das 
Vorliegen und die Verdichtung eines dringenden Tatverdachts sind indes dieselben wie beim 
allgemeinen Haftgrund von Art. 221 Abs. 1 StPO (vgl. Forster, Basler Kommentar, 3. A. 
2023, Art. 221 StPO N 15c; vgl. dazu hinten E. 6.1). Das zuständige Gericht ordnet gemäss 
Art. 237 Abs. 1 StPO an Stelle der Untersuchungs- oder Sicherheitshaft eine oder mehrere 
Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen.

3. Dem Beschwerdeführer wird im Haftantrag der Staatsanwaltschaft an das Zwangsmassnah-
mengericht vom 9. Januar 2025 Folgendes vorgeworfen:

A.________ wird dringend verdächtigt, am 8. Januar 2025 kurz nach 00.45 Uhr am Bahnhof in 
C.________ zunächst zwei Abfalleimer angezündet und sodann zwei Container vor die Tür der WC-
Anlage gestellt und darauf ein Fahrrad sowie einen von ihm angezündeten Abfalleimer deponiert zu 
haben. Im Innern der WC-Anlage befand sich eine obdachlose Person in einer WC-Kabine, was 
A.________ wusste, da er sich vorgängig in die WC-Anlage begeben und bemerkt hatte, dass die WC-
Kabine besetzt war. Die obdachlose Person hätte die WC-Anlage nicht mehr verlassen und tödliche 
Brandverletzungen oder eine tödliche Rauchgasvergiftung erleiden können, wenn das Feuer noch 
grösser geworden bzw. nicht durch eine Drittperson gelöscht worden wäre. Weiter wird A.________ 
dringend verdächtigt, sich daraufhin mit der S1 an den Bahnhof F.________ begeben zu haben, wo er 
kurz nach 01.15 Uhr einen Abfalleimer sowie den Inhalt eines Containers angezündet haben soll.

4. Das Zwangsmassnahmengericht kam hinsichtlich dieser Vorwürfe zum Schluss, dass auf-
grund der Informationen der Zuger Polizei, den Fotodokumentationen sowie den Aussagen 
der obdachlosen Person in der WC-Kabine (G.________) derzeit der dringende Tatverdacht 
der (mehrfachen) Brandstiftung sowie eines versuchten Tötungsdeliktes bestehe. Ausserdem 
habe der Beschwerdeführer eingeräumt, einen brennenden Abfalleimer auf einen Container 
gestellt und vor der WC-Anlage platziert zu haben. Zwar bestreite der Beschwerdeführer, 
dass es seine Absicht gewesen sei, jemanden in der WC-Anlage einzuschliessen und er ma-
che geltend, nicht gewusst zu haben, dass sich jemand in der WC-Kabine befunden habe. 
Diese Aussagen vermöchten den dringenden Tatverdacht eines versuchten Tötungsdeliktes 
jedoch nicht zu entkräften, zumal der Beschwerdeführer nicht habe erklären können, weshalb 
er den Container mit dem brennenden Abfalleimer und einem Fahrrad vor die WC-Anlage 
gestellt habe. Zudem sei den Akten zu entnehmen, dass die rote Markierung, welche anzei-
ge, dass die Toilette besetzt sei, ersichtlich gewesen sei. Dies sei zumindest ein deutlicher 

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Hinweis darauf, dass sich eine Person in der Toilettenkabine befunden habe. Zu berücksich-
tigen sei ferner, dass bei einer schlaftrunkenen und allenfalls zusätzlich unter Alkohol- 
und/oder Betäubungsmittel- bzw. Medikamenteneinfluss stehenden Person nicht davon aus-
gegangen werden könne, dass diese – sofern sie den Brand überhaupt rechtzeitig bemerke – 
umgehend die erforderlichen Handlungen vornehmen könne, um sich der drohenden Gefahr 
zu entziehen. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers hätte sich das Feuer auf-
grund zufälliger Faktoren weiter ausbreiten können. Am dringenden Tatverdacht ändere auch 
nichts, dass das Feuer vom Meldeerstatter schliesslich problemlos mit einem Eimer Wasser 
habe gelöscht werden können.

5. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, die obdachlose Person hätte die gegen innen 
aufgehende WC-Türe einfach gegen sich ziehen, den vor der Tür postierten, nicht arretierten 
Container wegschieben und ins Freie spazieren können. Das Feuer im Abfalleimer habe wei-
ter gar nicht in den WC-Raum eindringen können, da die Tür geschlossen gewesen sei. Es 
werde nicht begründet, weshalb das Feuer sich gefährlich hätte ausbreiten können. Dies 
werde einfach als vage Möglichkeit im Raum stehen gelassen. Das Zwangsmassnahmenge-
richt begnüge sich zur Begründung des dringenden Tatverdachts mit Spekulationen und 
Vermutungen. Die Feststellungen und Informationen der Zuger Polizei zum laufenden Ver-
fahren vermöchten einen dringenden Tatverdacht nicht zu begründen. Eine drohende Gefahr 
habe nicht bestanden und dem Beschwerdeführer sei der "Status" der sich im WC-Raum be-
findlichen Person nicht bekannt gewesen. Er habe gar nicht wissen können bzw. nicht an-
nehmen müssen, dass sich jemand in der Toilettenkabine befunden habe. Das Licht habe 
beim Eintreten des Beschuldigten in die WC-Anlage nicht gebrannt. Es habe sich auch nichts 
geregt, als er an die Tür geklopft habe. Zudem sei die Toilettenanlage zwischen 21.30 Uhr 
und 5.00 Uhr eigentlich gar nicht geöffnet. Zwischen dem Beschwerdeführer und dieser Per-
son habe gar keine Verbindung bestanden, womit auch kein Tatmotiv ersichtlich sei. Auch 
ein eventualvorsätzliches Handeln sei nicht zu erkennen.

6. Der Beschwerdeführer bestreitet in erster Linie das Vorliegen eines dringenden Tatver-
dachts.

6.1 Bei der Überprüfung des allgemeinen Haftgrunds des dringenden Tatverdachts ist keine er-
schöpfende Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse vorzu-
nehmen. Macht eine inhaftierte Person geltend, sie befinde sich ohne ausreichenden Tatver-
dacht in strafprozessualer Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der bisherigen Untersu-
chungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte für ein Verbrechen oder Vergehen und 
eine Beteiligung der Beschwerdeführerin oder des Beschwerdeführers an dieser Tat vorlie-
gen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tatverdachts mit vertretbaren 
Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren genügt dabei der Nachweis von konkre-
ten Verdachtsmomenten, wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlich-
keit die fraglichen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (Urteil des Bundesgerichts 
7B_269/2024 vom 9. Juli 2024 E. 3.1 m.H.). Aufgrund des Beschleunigungsgebots im Haft-
verfahren besteht wenig Raum für ausgedehnte Beweisabnahmen, mit Vorbehalt der Ab-
nahme eines liquiden Alibibeweises. Je länger die Untersuchung bereits gedauert hat, umso 
strenger sind die Anforderungen an die Dringlichkeit des Tatverdachts (Forster, a.a.O., 
Art. 221 StPO N 3 m.H.).

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6.2 Vorliegend ist zunächst zu berücksichtigen, dass das Untersuchungsverfahren gegen den 
Beschwerdeführer gerade erst eröffnet wurde, womit an die Dringlichkeit des Tatverdachts 
gemäss erwähnter bundesgerichtlicher Rechtsprechung noch keine allzu strengen Anforde-
rungen zu stellen sind.

6.3 Dem Polizeirapport vom 8. Januar 2025 ("Information zum laufenden Verfahren") lässt sich 
entnehmen, dass das Feuer vor der WC-Anlage beim Eintreffen der Polizei vom Meldeerstat-
ter bereits gelöscht wurde. Weiter wird darin festgehalten, die Herrentoilette sei mittels zwei-
er Container verbarrikadiert gewesen. Auf dem Container, welcher direkt vor der Zugangstür 
zur Herrentoilette gestanden habe, hätten sich ein Fahrrad sowie ein Abfalleimer befunden. 
Letzterer habe sichtbare Spuren eines Feuers aufgewiesen. Beim Eintreten in die Herrentoi-
lette habe die Patrouille festgestellt, dass die Tür zum hinteren Raum der Toilette abge-
schlossen gewesen sei. Die rote Markierung, welche anzeige, dass die Toilette besetzt sei, 
sei ersichtlich gewesen. Trotz Klopfens an die Tür und lauter Aufforderung sei keine Reaktion 
erfolgt, weshalb die Verriegelung mittels Multitool habe geöffnet werden müssen. Im Innern 
der Toilette habe kein Licht gebrannt. Eine Person sei auf dem Boden gelegen. Sie habe auf 
die Ansprache reagiert und schlaftrunken gewirkt. Abklärungen hätten in der Folge ergeben, 
dass es sich dabei um G.________, einen H.________ Staatsangehörigen ohne festen 
Wohnsitz gehandelt habe. Dieser habe angegeben, auf der Durchreise zu sein. Sodann sei 
aus zwei weiteren Abfalleimern auf dem Perron 2/3 Rauch aufgestiegen.

6.4 Der Beschwerdeführer bestreitet weiter nicht, am 8. Januar 2025 um kurz nach 00.45 Uhr 
zwei Abfalleimer angezündet und sodann zwei Container vor die Tür der WC-Anlage gestellt 
sowie darauf ein Fahrrad und einen von ihm angezündeten Abfalleimer deponiert zu haben. 
Dass sich der Vorfall so zugetragen hat, ergibt sich darüber hinaus aus den Fotodokumenta-
tionen der Zuger Polizei, welche aus der Videoüberwachung der SBB erstellt wurden. Des 
Weiteren gab der Beschwerdeführer zu, kurze Zeit später auch das Feuer im Bahnhof 
F.________ gelegt zu haben. An der Hafteinvernahme stellte der Beschwerdeführer aber in 
Abrede, gewusst zu haben, dass sich jemand in der WC-Anlage befunden habe. Auch habe 
er den Container nicht bewusst vor die WC-Anlage gestellt. Er habe niemanden in der WC-
Anlage einschliessen und töten wollen. Sein Verhalten – insbesondere auch warum er den 
Container dort hingestellt habe – könne er sich nicht erklären. 

6.5 Dem ist entgegenzuhalten, dass gemäss der Fotodokumentation der Zuger Polizei der Be-
schwerdeführer die Herrentoilette betreten und diese zehn Sekunden später wieder verlas-
sen hatte. Gemäss Aussage von G.________ klopfte der Beschwerdeführer mehrere Mal an 
die Kabinentür, hinter welcher er sich befand. Der Beschwerdeführer wollte sich damit offen-
sichtlich vergewissern, ob sich weitere Personen in der WC-Anlage befanden. Gemäss den 
Informationen der Zuger Polizei war ferner die rote Markierung, welche anzeigt, dass die Toi-
lette besetzt war, ersichtlich. Der Beschwerdeführer musste somit entgegen seinen Angaben 
zumindest damit rechnen, dass sich in der Toilette eine weitere Person befand, obwohl sich 
diese auf sein Klopfen hin nicht zu erkennen gab bzw. nicht in der Lage war, sich zu erken-
nen zu geben. Daran ändert nichts, dass gemäss Anschlag die WC-Anlage zu diesem Zeit-
punkt gar nicht mehr geöffnet sein sollte. Nachdem der Beschwerdeführer die Herrentoilette 
verlassen hatte, suchte er gemäss Videoüberwachung der SBB die Damentoilette auf und 
verliess diese rund zwei Minuten später mit einem brennenden Abfallbehälter, bevor er einen 
Container vor der Herrentoilette platzierte und darauf den brennenden Abfallbehälter stellte. 

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In der Folge platzierte der Beschwerdeführer noch ein Fahrrad auf dem Container und stellte 
einen zweiten Container davor, bevor er sich vom Tatort entfernte. Aufgrund dieser Vorge-
hensweise des Beschwerdeführers besteht damit entgegen seiner Auffassung ein dringender 
Verdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt. 

6.6 An diesem dringenden Tatverdacht ändert nichts, dass die beiden Container nicht arretiert 
waren und die sich im Innern der Anlage befindende Person die gegen innen aufgehende Tür 
der WC-Anlage gegen sich hätte ziehen können. G.________ gab an, zum betreffenden 
Zeitpunkt im Halbschlaf gewesen zu sein. Es ist nicht davon auszugehen, dass dieser sich in 
seinem Zustand bei einer Ausbreitung des Feuers oder einer Verstärkung der Rauchentwick-
lung der drohenden Gefahr in jedem Fall rechtzeitig hätte entziehen können. Dem Be-
schwerdeführer ist zwar beizupflichten, dass er nicht wissen konnte, was für eine Person sich 
beim Vorfall noch in der WC-Anlage befand. Dies ändert jedoch nichts daran, dass sich der 
Beschwerdeführer wie erwähnt vorgängig versicherte, ob sich jemand in der WC-Anlage auf-
hält. Da auf sein Klopfen hin jedoch keine Reaktion erfolgte, musste er allerdings damit rech-
nen, dass es sich dabei möglicherweise um eine Person handeln könnte, welche aus irgend-
einem Grund nicht in der Lage war, sich zu erkennen zu geben. 

6.7 Den dringenden Tatverdacht nicht zu relativieren vermag schliesslich der Einwand des Be-
schwerdeführers, es habe durch das Feuer keine Gefahr bestanden, zumal dieses mit sehr 
geringem Aufwand habe gelöscht werden können. Aufgrund des psychischen Zustandes des 
Beschwerdeführers (vgl. dazu nachfolgend E. 7.3) ist davon auszugehen, dass er den Brand 
unkontrolliert gelegt hat und nicht abschätzen konnte, inwieweit sich dieser ausbreiten könn-
te. Dazu kommt die Rauchentwicklung, welche erst recht nicht kontrollierbar war. Auch wenn 
die Tür zur WC-Anlage geschlossen war, bedeutet dies entgegen der Auffassung des Be-
schwerdeführers keineswegs, dass deshalb kein Rauch in die Anlage eindringen konnte. Der 
Beschwerdeführer gab an der Hafteinvernahme vom 9. Januar 2025 denn auch selber an, 
jetzt im Nachhinein sei ihm bewusst, dass diese Person auch durch Rauchgas hätte verletzt 
werden können (Ziff. 15). Auch musste gemäss Polizeirapport die Damentoilette mittels Ven-
tilator entlüftet werden. Die in der WC-Anlage eingeschlossene Person hätte damit, wenn das 
Feuer nicht innert kurzer Zeit gelöscht worden wäre, in Übereinstimmung mit den Ausführun-
gen des Zwangsmassnahmengerichts tödliche Brandverletzungen oder tödliche Rauchvergif-
tungen erleiden können. Abgesehen davon kann eine tatbestandsmässige Handlung im Sin-
ne eines versuchten Tötungsdeliktes selbst dann vorliegen, wenn der zur Vollendung der Tat 
gehörende Erfolg nicht eintreten kann (vgl. Art. 22 Abs. 1 StGB). Die Ergebnisse der polizei-
lichen Ermittlungen genügen beim aktuellen Stand des Untersuchungsverfahrens, um einen 
dringenden Tatverdacht auf ein versuchtes Tötungsdelikt zu begründen.

7. Ob zusammen mit der Vorinstanz auch der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr zu bejah-
ten ist, kann vorliegend offenbleiben, da der neurechtliche Haftgrund der qualifizierten Wie-
derholungsgefahr – entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers – erfüllt ist. 

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7.1 Art. 221 Abs. 1bis lit. a StPO setzt zunächst eine untersuchte qualifizierte Anlasstat voraus, 
nämlich den dringenden Verdacht, dass die beschuldigte Person durch ein Verbrechen oder 
ein schweres Vergehen die physische, psychische oder sexuelle Integrität einer Person 
schwer beeinträchtigt hat (BGE 150 IV 149 E. 3.6.2). Diese gesetzliche Voraussetzung ist im 
vorliegenden Fall aufgrund des versuchten Tötungsdeliktes gemäss Art. 111 ff. in Verbindung 
mit Art. 22 StGB, mithin einem Angriff auf das menschliche Leben, erfüllt. Gleiches gälte aber 
auch, wenn dem Beschwerdeführer nur (versuchte) qualifizierte Brandstiftung gemäss 
Art. 221 Abs. 2 StGB oder allenfalls Gefährdung des Lebens gemäss Art. 129 StGB vorge-
worfen würde.

7.2 Art. 221 Abs. 1bis lit. b StPO verlangt sodann als Prognoseelement die ernsthafte und unmit-
telbare Gefahr, dass die beschuldigte Person ein gleichartiges "schweres Verbrechen" verü-
ben werde. Bei der konkreten Prognosestellung wird weiterhin dem Umstand Rechnung zu 
tragen sein, dass bei qualifizierter Wiederholungsgefahr Schwerverbrechen drohen 
(BGE 150 IV 149 E. 3.6.2). In zeitlicher Hinsicht müssen diese akut respektive in naher Zu-
kunft drohen, weshalb die Haft mit grosser Dringlichkeit angeordnet werden muss. Die rich-
terliche Prognosebeurteilung stützt sich auf die konkreten Umstände des Einzelfalles. Hierbei 
ist namentlich die konkret von der beschuldigten Person ausgehende Gefährlichkeit bzw. das 
bei ihr vorhandene Gewaltpotenzial einzubeziehen. Massgebende Kriterien bei der Beurtei-
lung der Rückfallprognose sind nach der bisherigen Rechtsprechung zudem die Häufigkeit 
und Intensität der fraglichen Delikte. Bei dieser Bewertung sind allfällige Aggravationsten-
denzen, wie eine zunehmende Eskalation respektive Gewaltintensität oder eine raschere 
Kadenz der Taten, zu berücksichtigen. Zu würdigen sind des Weiteren die persönlichen Ver-
hältnisse der beschuldigten Person. Liegt bereits ein psychiatrisches Gutachten vor, ist die-
ses ebenfalls in die Beurteilung miteinzubeziehen (Urteil des Bundesgerichts 7B_1109/2024 
vom 3. Oktober 2024 E. 2.2.2). 

7.3 Beim Beschwerdeführer steht eine psychische Erkrankung im Raum. So gab er an der Haf-
teinvernahme vom 9. Januar 2025 an, nicht richtig erklären zu können, weshalb er die Tür 
mit Containern verbarrikadiert und einen brennenden Abfalleimer sowie ein Fahrrad auf die 
Container gestellt habe. In seinem Kopf – so der Beschwerdeführer weiter – gehe es um et-
was völlig anderes, was ihm Mühe mache, und nicht darum, dass die Tür zu gewesen sei. 
Jetzt sage die Person, dass er an die Tür geklopft habe, woran er sich nicht erinnern könne. 
Er könne sich erinnern, dass er dann in der anderen WC-Anlage gegen die Wand geklopft 
habe (Ziff. 10). Die von ihm in der Tatnacht gelegten Brände seien ein Hilferuf gewesen 
(Ziff. 12). Der Beschwerdeführer gab sodann an, dass schon zwei bis drei Gutachten über 
ihn erstellt worden seien, das aktuellste während seines Aufenthaltes im Massnahmenzen-
trum I.________ (Ziff. 21). Es bestehen damit konkrete Anhaltspunkte für eine mögliche psy-
chische Störung des Beschwerdeführers. Die Staatsanwaltschaft hat sich in diesem Zusam-
menhang auch veranlasst gesehen, der J.________ einen Gutachtensauftrag zu erteilen 
(act. 5/1).

7.4 Der Beschwerdeführer wird dringend verdächtigt, ein versuchtes Tötungsdelikt begangen zu 
haben. Zudem soll er kurze Zeit später am Bahnhof F.________ einen Abfalleimer sowie den 
Inhalt eines Containers angezündet haben. Aufgrund seiner Vorgehensweise verbunden mit 
seiner psychischen Verfassung besteht die ernsthafte und unmittelbare Gefahr, dass weitere 
Schwerverbrechen, welche die physische, psychische oder sexuelle Integrität einer Person 

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schwer beeinträchtigen (insbesondere im Zusammenhang mit Brandstiftung) drohen. In die-
sem Punkt ist auf die bundesgerichtliche Praxis zu verweisen, wonach bei einfacher und qua-
lifizierter Wiederholungsgefahr von einer "umgekehrten Proportionalität" zwischen Delikts-
schwere und Eintretenswahrscheinlichkeit auszugehen ist. Dies bedeutet, dass bei ernsthaft 
drohenden schweren Gewaltverbrechen keine sehr hohe Eintretenswahrscheinlichkeit ver-
langt werden kann (BGE 150 IV 149 E. 3.6.2). Entsprechend ist vorliegend keine allzu hohe 
Eintretenswahrscheinlichkeit vorausgesetzt.

7.5 Als unbehelflich erweist sich der Einwand des Beschwerdeführers, er sei noch nie durch Ge-
walt in Erscheinung getreten. Eine einschlägige Vortat ist im Falle der qualifizierten Wieder-
holungsgefahr nicht erforderlich (BGE 150 IV 149 E. 3.6.2). Nur zur Bejahung der einfachen 
Wiederholungsgefahr ist nach der neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Verur-
teilung zu mindestens zweier gleichartiger Straftaten erforderlich (Urteil des Bundesgerichts 
7B_1035/2024 vom 19. November 2024 E. 2.11 [zur Publikation vorgesehen]). Der Be-
schwerdeführer vermag mit seinen Vorbringen den Tatverdacht der qualifizierten Wiederho-
lungsgefahr nicht zu entkräften. Das Zwangsmassnahmengericht hat damit diesen Haftgrund 
zutreffend bejaht. 

8. Die Vorinstanz hat weiter die Möglichkeit der Anordnung von Ersatzmassnahmen geprüft und 
zu Recht verworfen (E. 9). Schliesslich hat sie nachvollziehbar ausgeführt, weshalb die bean-
tragte Haftdauer von drei Monaten im vorliegenden Anfangsstadium der Strafuntersuchung in 
sachlicher und zeitlicher Hinsicht als verhältnismässig erscheint. Sie verweist insbesondere 
darauf, dass sich aufgrund der Tatausführung eine psychiatrische Begutachtung des Be-
schwerdeführers aufdrängt, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Der Beschwerdeführer 
macht dazu in der Beschwerdeschrift keine Ausführungen, weshalb auf die zutreffenden Aus-
führungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann.

9. Entsprechend den vorstehenden Erwägungen hat das Zwangsmassnahmengericht den An-
trag der Staatsanwaltschaft auf Anordnung von Untersuchungshaft zu Recht gutgeheissen. 
Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

10. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten zu tragen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Der amtliche Verteidiger ist für das Beschwerdeverfahren unabhän-
gig von den Erfolgsaussichten der Beschwerde angemessen aus der Gerichtskasse zu ent-
schädigen, nachdem es sich um eine notwendige Verteidigung handelt (Beschluss des 
Obergerichts Zug vom 20. Juli 2017 E. 4 und 5, in: CAN 2017 S. 246 ff. = GVP 2017 
S. 182 ff.). Der Beschwerdeführer hat dem Staat diese Kosten zu ersetzen, sobald es seine 
wirtschaftlichen Verhältnisse zulassen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO).

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Beschluss

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 800.00 Gebühren
CHF 50.00 Auslagen
CHF 850.00 Total

und werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt B.________, wird für das Beschwerdeverfahren mit 
CHF 660.00 (inkl. MWST) aus der Gerichtskasse entschädigt. 

Der Beschwerdeführer hat dem Staat die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 660.00 
zu vergüten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben.

4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. und 90 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) erhoben werden. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Rechtsanwalt B.________ (amtlicher Verteidiger)
- Zwangsmassnahmengericht des Kantons Zug 

(ZMG 2025 1; unter Rückgabe der eingereichten Akten)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

F. Wiget C. Schwegler
Abteilungspräsidentin Gerichtsschreiber

versandt am: