# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 683c00a9-695b-51f0-976c-321652253b6d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2010 D-7566/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7566-2010_2010-11-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7566/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Milva Franceschi.

A._______, geboren [...], Algerien,
c/o Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Oktober 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7566/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer – ein algerischer Staatsangehöriger – ei-
genen Angaben zufolge sein Heimatland am 20. September 2010 ohne 
Reisepapiere verliess und auf dem Seeweg sowie mit dem Zug in die  
Schweiz reiste, wo er am 21. September 2010 um Asyl nachsuchte,

dass er keine Ausweispapiere vorlegte, worauf er mit einem Informa-
tionsblatt  zur  Abgabe  von  Identitätsdokumenten  innerhalb  von 
48 Stunden aufgefordert wurde,

dass er am 12. Oktober 2010 summarisch befragt und am 18. Okto-
ber 2010 zu seinen Fluchtgründen angehört wurde (vgl. Art. 26 Abs. 2 
und Art. 29 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er habe nach einem Streit mit  seinem 
Vater im Jahre 2005 das gemeinsame Zuhause verlassen,

dass er sich in der Folge bei seiner Schwester aufgehalten habe, wel-
che ihn auch finanziell unterstützt habe,

dass er Anfang Juli 2010 dem Aufgebot zur Musterung Folge geleistet 
habe und anschliessend zum Militärdienst aufgeboten worden sei, 

dass er den Wehrdienst hätte in einem Gebiet absolvieren müssen, wo 
sich  viele  Terroristen  aufhielten,  weshalb  er  der  militärischen  Vorla-
dung nicht gefolgt sei,

dass ihn Militärangehörige zweimal bei seiner Schwester gesucht ha-
ben, um ihn ins Militärlager zu bringen,

dass das BFM mit  Verfügung vom 18. Oktober  2010 –  gleichentags 
mündlich eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf 
das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz so-
wie den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  des  Nichteintretens  auf  das 
Asylgesuch  zusammenfassend  festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe 
innert  48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare 
Gründe keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, er erfülle die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-

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nes Wegweisungsvollzugshindernisses seien in seinem Fall aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass der Beschwerdeführer am 22. Oktober 2010 beim BFM eine Be-
schwerde einreichte und diese Eingabe vom Bundesamt am 25. Okto-
ber 2010 an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe grundsätzlich wiederhol-
te, was er bereits an den Anhörungen dargelegt hatte,

dass für den weiteren Inhalt der Beschwerdebegründung auf die Akten 
zu verweisen ist,

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. Oktober 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass sich die vorliegend zu beurteilende Beschwerde gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1),

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Verfügung i.S. von Art. 5 VwVG eine Anordnung im Einzelfall  
ist, durch welche über Rechte oder Pflichten eines verwaltungsrecht li-
chen  Rechtsverhältnisses in  für  den  Verfügungsadressaten  und  die 
verfügende Behörde verbindlicher Weise entschieden wird,

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dass  Verfügungen  i.S.  von  Art.  5  VwVG den  Parteien  grundsätzlich 
schriftlich zu eröffnen und diesfalls als solche zu bezeichnen, zu be-
gründen und mit  einer  Rechtsmittelbelehrung zu versehen sind (vgl. 
Art. 34 Abs. 1 und Art. 35 Abs. 1 VwVG), 

dass Verfügungen und Entscheide in Asylverfahren in geeigneten Fäl-
len mündlich eröffnet und summarisch begründet werden können , wo-
bei die mündliche Eröffnung samt Begründung protokollarisch festzu-
halten und den Asylsuchenden ein Protokollauszug auszuhändigen ist 
(vgl. Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 13 Abs. 1 und 2 AsylG),

dass sich in  den vorinstanzlichen Akten das Protokoll  der  Anhörung 
des Beschwerdeführers vom 18. Oktober 2010 findet, gemäss dem er 
darüber informiert wurde, dass ihm im Anschluss an die Befragung der 
Entscheid mündlich eröffnet sowie ausgehändigt werde (Akte A9 S. 8), 

dass die mündliche Eröffnung des Entscheids im Anschluss an die An-
hörung  vom  18.  Oktober  2010  erfolgte  und  dem  Beschwerdeführer 
nebst dem Anhörungsprotokoll das schriftliche Entscheidprotokoll vom 
18. Oktober 2010 übergeben wurde (Akte A11 S. 1), 

dass demzufolge die Art der Eröffnung und die Form der angefochte-
nen Verfügungen rechtmässig erfolgte,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich aufgrund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs sachverhaltsmässig er-
stellt ist,

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dass es nämlich der Beschwerdeführer unterliess, im Moment der Ein-
reichung seines Asylgesuchs im EVZ Basel  beziehungsweise in den 
48 Stunden nach der diesbezüglichen Aufklärung mittels eines Infor-
mationsblattes  ein  Dokument  zu  seiner  zweifelsfreien  Identifizierung 
(vgl. BVGE 2007/7 E. 5.1-5.2 S. 65 ff.) abzugeben,

dass demnach die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvor-
aussetzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere erfüllt ist,

dass  der  Beschwerdeführer  sodann  keine  entschuldbaren  Gründe 
(vgl. hierzu BVGE 2010/2 S. 20 ff.) für die Nichtabgabe eines rechtsge-
nüglichen  Identitätsdokuments  innerhalb  der  Frist  von  48  Stunden 
nach Einreichen des Asylgesuchs namhaft zu machen vermag,

dass es insbesondere kein entschuldbarer  Grund darstellt,  dass der 
Beschwerdeführer  keine  Identitätspapiere  beibringen  könne,  weil  er 
Streit mit seinem Vater habe, 

dass daher vollumfänglich auf die Ausführungen in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass in Würdigung aller Umstände das BFM somit in der angefochte-
nen Verfügung zu Recht zum Schluss gekommen ist, es sei dem Be-
schwerdeführer nicht gelungen, den Umstand, wonach die Nichteinrei-
chung von rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapieren auf ent-
schuldbaren Gründen basiere, glaubhaft zu machen (vgl. Art. 32 Abs. 3 
Bst. a AsylG),

dass nach dem Gesagten zu prüfen bleibt, ob das BFM zu Recht vom 
offensichtlichen Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft sowie davon 
ausgegangen ist, es seien aufgrund der Anhörung keine zusätzlichen 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungshindernisses nötig (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er hätte den Militär -
dienst in einem Gebiet von Algerien absolvieren müssen, wo sich viele 
Terroristen aufhielten (Akte A9 S. 3 f.), ist festzuhalten, dass es zu den 
legitimen  Rechten  eines  Staates  gehört,  seine  Bürger  zum  Militär-
dienst einzuberufen und zur Durchsetzung der Wehrpflicht strafrechtli-
che oder disziplinarische Sanktionen zu verhängen (vgl. EMARK 2004 
Nr. 2 E. 6b.aa S. 16),

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dass  als  flüchtlingsrechtlich  relevant  eine  Bestrafung  lediglich  dann 
gilt, wenn der Wehrpflichtige aus einem Grund nach Art.  3 AsylG mit 
einer höheren Strafe zu rechnen hat (sog. Politmalus),

dass wehrpflichtige Männer in Algerien aufgrund der Staatsangehörig-
keit und ihres Jahrgangs für das Militär aufgeboten werden, ohne dass 
dieser  Verpflichtung  eine  asylrechtlich  relevante  Verfolgungsabsicht 
des Staates zugrunde liegen würde, 

dass eine allfällige Bestrafung des Beschwerdeführers wegen Wehr-
dienstverweigerung mithin als asylrechtlich nicht relevant zu qualifizie-
ren wäre, zumal keine Hinweise vorliegen, wonach er einen Politmalus 
zu befürchten hätte,

dass zudem die schlechte Beziehung, welche der Beschwerdeführer 
zu  seinem Vater  habe,  kein  Grund  gemäss  32  Abs. 3  Bst.  b  und  c 
AsylG darstellt (Akte A1 S. 5, A9 S. 4),

dass  der  Beschwerdeführer  den  zutreffenden  Erwägungen  der  Vor-
instanz nichts entgegenzuhalten vermag,

dass somit  im vorliegenden  Fall  aufgrund  der  Aktenlage  die  Flücht -
lingseigenschaft ohne weiteres ausgeschlossen werden kann und sich 
zusätzliche Abklärungen,  auch in  Bezug auf  allfällige  Wegweisungs-
vollzugshindernisse  (siehe  nachfolgend),  erübrigen  (Art. 32  Abs. 3 
Bst. b und c AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 5.5 und 5.6),

dass das BFM demnach zu Recht  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 

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oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht li-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist  oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini -
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Algerien noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Beschwerdeführer jung und ungebunden ist sowie in seinem 
Heimatland über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt (Vater, je zwei 
Schwestern respektive Brüder [Akte A1 S. 3]),

dass er bis zur Ausreise aus seinem Heimatland finanziell  von einer 
seiner Schwestern unterstützt wurde (Akte A9 S. 7),

dass er ein allfälliges Alkoholproblem auch in Algerien behandeln las-
sen könnte (Akte A1 S. 5),

dass der Beschwerdeführer zudem ausführte, er habe in Algerien gut 
gelebt (Akte A1 S. 3),

dass  unter  den  gegebenen Umständen  nicht  davon auszugehen ist, 
der Beschwerdeführer gerate bei  einer Rückkehr in  eine existenzbe-
drohende Situation, die als konkrete Gefährdung im Sinne der zu be-
achtenden Bestimmung zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

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(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrums Basel (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Basel (per Telefax zu 
den Akten Ref.-Nr. N [...], mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an 
den Beschwerdeführer  und um Zustellung der  beiliegenden Emp-
fangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- [die zuständige kantonale Behörde] (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Schmid Milva Franceschi

Versand: 

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