# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0e09d75-b2d4-5869-9642-ecf7c30d9115
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.10.2014 100 2013 54
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2013-54_2014-10-24.pdf

## Full Text

100.2013.54U
HAT/LIR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Meyrat Neuhaus,
Verwaltungsrichter Daum, Häberli und Rolli
Gerichtsschreiberin Büchi

A._____ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt … und Rechtsanwältin …
Beschwerdeführerin 

gegen

Einwohnergemeinde Bangerten
handelnd durch den Gemeinderat, Deisswilstrasse 2, 3256 Bangerten b. Dieterswil
Beschwerdegegnerin 1

und

B._____ AG
handelnd durch die statutarischen Organe
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Regierungsstatthalteramt Seeland
Amthaus, Postfach, 3270 Aarberg

betreffend Vergabe von Nachführungsgeometerarbeiten 2013-2017 (Entscheid des 
Regierungsstatthalteramts Seeland vom 11. Januar 2013; vbv 57/2012)

Sachverhalt:

A.

Am 29. Februar bzw. 28. März 2012 schrieb das Amt für Geoinformation des Kantons Bern (AGI) 
stellvertretend unter anderem für die Einwohnergemeinde (EG) Bangerten die «treuhänderische 
Verwaltung und laufende Nachführung der bestehenden amtlichen Vermessungen» für die Periode 
2013-2017 öffentlich aus. Bei der EG Bangerten gingen in der Folge Angebote der B._____ AG 
und der A._____ AG ein. Ersteres bewertete die EG Bangerten mit 4,55 Punkten höher als 
Letzteres mit 3,7 Punkten, so dass sie am 17. September 2012 den «Zuschlag» der B._____ AG 
erteilte.

B.

Hiergegen beschwerte sich die A._____ AG beim Regierungsstatthalteramt (RSA) Seeland. Mit 
Entscheid vom 11. Januar 2013 wies dieses die Beschwerde ab.

C.

Gegen diesen Entscheid hat die A._____ AG am 11. Februar 2013 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht erhoben. Sie stellt folgende Rechtsbegehren:

«1. Der Entscheid des Regierungsstatthalteramtes Seeland vom 11. Januar 2013 sei aufzuheben.

2. Der Zuschlag gemäss Ausschreibung im Amtsanzeiger vom 29. Februar 2012 betreffend 
Arbeiten Nachführungsgeometer für die Periode vom 01.01.2013-31.12.2017 sei der 
Beschwerdeführerin bzw. Nachführungsgeometer … zu erteilen. 

3. Eventualiter zu Ziff. 2: Die Sache sei zum neuen Entscheid im Sinne der Erwägungen zurück zu 
weisen. 

4. Zum Verfahren: Es sei festzustellen, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
zukommt.

5. Eventualiter zu Ziff. 4: Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu nächst 
superprovisorisch und alsdann definitiv zuzuerkennen. 

– unter Kostenfolge – »

Mit Verfügung vom 13. Februar 2013 hat der damalige Abteilungspräsident (antragsgemäss) 
festgestellt, dass der Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende 
Wirkung zukommt. Die EG Bangerten schliesst mit Beschwerdeantwort vom 7. März 2013 auf 
Abweisung der Beschwerde. Für den Fall, dass die Beschwerde ganz oder teilweise gutgeheissen 
werde, stellt sie das Eventualbegehren, der Zuschlag habe nicht direkt an die Beschwerdeführerin 
zu erfolgen. Die B._____ AG beantragt mit Beschwerdeantwort vom 12. März 2013, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne. Das RSA Seeland schliesst 
mit Vernehmlassung vom 20. Februar 2013 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 11. April 2013 bzw. mit Duplik vom 15. Mai 2013 halten die A._____ AG und die 
B._____ AG an den gestellten Rechtsbegehren fest. Die EG Bangerten hat auf Einreichung einer 
Duplik verzichtet. Das RSA hat sich nicht mehr vernehmen lassen. Die A._____ AG hat am 
13. Juni 2013 eine weitere Stellungnahme eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht beurteilt als letzte kantonale Instanz Beschwerden gegen 
Verfügungen und Entscheide, die sich auf öffentliches Recht stützen (Art. 74 Abs. 1 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]), sowie Beschwerden 
betreffend kommunale Beschlüsse im Sinn von Art. 60 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 VRPG (Art. 74 Abs. 2 
Bst. d VRPG); es ist mithin zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 74 i.V.m. 
Art. 76 und 77 VRPG; BVR 2013 S. 521, nicht publ. E. 1.1 mit Hinweis [VGE 2013/157 vom 
26.7.2013]; zur Rechtsnatur des «Zuschlags» vgl. hinten E. 4.1). Die Beschwerdeführerin hat am 
vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 
bzw. Art. 79c Bst. a i.V.m. Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf Rechtsverletzungen 
hin (Art. 80 VRPG).

2.

2.1 Gemäss Art. 75a Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) regelt der Bund die amtliche 
Vermessung (vgl. auch Art. 34 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 2007 über Geoinformation 
[Geoinformationsgesetz, GeoIG; SR 510.62] zur Aufgabenteilung zwischen Bund und Kanton). Auf 
Grundlage der amtlichen Vermessung, namentlich eines Plans für das Grundbuch, erfolgt die 
Aufnahme und Beschreibung der einzelnen Grundstücke im Grundbuch (Art. 950 Abs. 1 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB; SR 210]). Als amtliche Vermessung in diesem Sinn 
gelten die zur Anlage und Führung des Grundbuchs vom Kanton genehmigten und vom Bund 
anerkannten Vermessungen (Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 18. November 1992 über die 
amtliche Vermessung [VAV; SR 211.432.2]). Gemäss Art. 29 Abs. 2 GeoIG umfasst die amtliche 
Vermessung insbesondere das Verdichten der geodätischen Bezugsrahmen (Bst. a), das Vermar-
ken und Vermessen der Kantons-, Bezirks- und Gemeindegrenzen (Bst. b), das Vermarken und 
Vermessen der Grundstücksgrenzen (Bst. c), das Erheben, Nachführen und Verwalten der 

topografischen Informationen über die Grundstücke (Bst. d) und das Bereitstellen des Plans für 
das Grundbuch (Bst. e). Die Durchführung der amtlichen Vermessung hat der Bund den Kantonen 
übertragen (Art. 34 Abs. 2 Bst. a GeoIG).

2.2 Die Nachführung der topografischen Informationen über die Grundstücke (Art. 29 Abs. 2 
Bst. d GeoIG) meint die Anpassung der Bestandteile der amtlichen Vermessung an die 
veränderten rechtlichen und tatsächlichen Verhältnisse (Art. 18 Abs. 3 VAV). Die Gesetzgebung 
unterscheidet insoweit zwischen laufender Nachführung (Art. 23 VAV; Art. 30 des Gesetzes vom 
15. Januar 1996 über die amtliche Vermessung [AVG; BSG 215.341]) und periodischer 
Nachführung (Art. 24 VAV; Art. 31 AVG; vgl. auch Art. 2 Bst. a der Verordnung vom 21. Mai 2008 
über Geoinformation [Geoinformationsverordnung, GeoIV; SR 510.620]). Bei der laufenden 
Nachführung werden die Vermessungsdaten entweder gestützt auf ein Meldesystem (z.B. 
Gebäude) oder auf Einzelaufträge (z.B. Ausarbeitung von Mutationsakten zur Nachführung der 
Grundstücksgrenzen) nachgeführt. Alle Veränderungen, die nicht mit einem Meldesystem erfasst 
werden können (z.B. Waldränder), unterliegen demgegenüber der periodischen Nachführung (vgl. 
Vortrag der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern [BVE] betreffend die 
Totalrevision der Vermessungsgesetzgebung, in Tagblatt des Grossen Rates 1995, Beilage 48 
[nachfolgend: Vortrag AVG], S. 7), die sich jeweils über ein grösseres zusammenhängendes 
Gebiet zu erstrecken hat (Art. 24 Abs. 2 VAV). – Die streitige Vergabe des Nachführungsmandats 
2013-2017 auf dem Gebiet der Gemeinde betrifft die Arbeiten der laufenden Nachführung.

2.3 Abgesehen von hier nicht interessierenden Ausnahmen sorgen im Kanton Bern die 
Gemeinden für die laufende Nachführung der Bestandteile der amtlichen Vermessung sowie die 
Nachführung der Vermarkung (Art. 30 Abs. 2 AVG). Sie schliessen mit einer 
Nachführungsgeometerin oder einem Nachführungsgeometer für fünf Jahre einen öffentlich-
rechtlichen Vertrag ab, sofern sie – wie im Fall der Gemeinde – über keine eigene Dienststelle für 
Vermessung verfügen (Art. 32 Abs. 1 und 2 AVG). Die Arbeitsvergabe hat gemäss Art. 45 Abs. 2 
VAV grundsätzlich im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung zu erfolgen (vgl. hinten E. 3.2.1). 
Der Gemeinde als Auftraggeberin kommt dabei auch die Funktion der ausschreibenden Stelle für 
die Vergabe der laufenden Nachführungsgeometerarbeiten zu. Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdegegnerin 2 gilt dies unabhängig davon, ob die Gemeinde das Nachführungsmandat 
selber ausgeschrieben hat oder – wie im Fall der Gemeinde – das AGI die Ausschreibung 
stellvertretend für sie vorgenommen hat. So waren die Angebote vorliegend denn auch an die 
Gemeindeverwaltung und nicht an das AGI zu richten und es war die Gemeindeverwaltung, die für 
die Erteilung weiterer Auskünfte zuständig war (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 3; vgl. auch S. 4 der 
Information der BVE vom 30.10.2011 über die Erneuerung der Nachführungsverträge der amtli-
chen Vermessung; BSIG Nr. 2/215.341/1.6 [nachfolgend: BSIG-Information]).

3.

3.1 Das Verwaltungsgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 20a Abs. 1 VRPG). 
Hier ist zu prüfen, ob die Vorinstanz richtigerweise davon ausgegangen ist, dass die 
Submissionsgesetzgebung – namentlich die Vorschriften des Gesetzes vom 11. Juni 2002 über 
das öffentliche Beschaffungswesen (ÖBG; BSG 731.2) sowie der Verordnung vom 16. Oktober 
2002 über das öffentliche Beschaffungswesen (ÖBV; BSG 731.21) – keine Anwendung auf die 
streitige Mandatsvergabe finden. Bei anderer Gelegenheit hat das Verwaltungsgericht implizit 
bejaht, dass das Submissionsrecht auf Streitigkeiten über die Vergabe von laufenden 
Nachführungsarbeiten anwendbar ist (vgl. VGE 23381 vom 8.1.2009, E. 1.1 und 2). Gegenstand 
einer vertieften gerichtlichen Erörterung hat diese Frage allerdings bisher nicht gebildet.

3.2 Zu klären ist vorab, ob die Kantone von Bundesrechts wegen zur Anwendung von 
Submissionsrecht verpflichtet sind:

3.2.1 In Art. 43 ff. VAV wird die Durchführung der amtlichen Vermessung näher geregelt, wobei 
sich Art. 45 VAV zur Arbeitsvergabe wie folgt äussert: «Die Vergabe von Arbeiten wie der 
Vermarkung, Ersterhebung, Erneuerung, periodischen Nachführung und provisorischen 
Numerisierung erfolgt nach den für den Kanton massgeblichen Vorschriften über das öffentliche 
Beschaffungswesen» (Abs. 1). Weiter heisst es dort, «Arbeiten der amtlichen Vermessung, die in 
einem bestimmten geografischen Raum zur ausschliesslichen Ausführung vergeben werden, 
müssen öffentlich ausgeschrieben werden» (Abs. 2). Damit unterstellt Art. 45 VAV die Arbeiten der 
periodischen Nachführung in Abs. 1 ausdrücklich dem kantonalen Submissionsrecht, nicht aber 
diejenigen der laufenden Nachführung. Letztere sind immerhin – jedenfalls dann, wenn sie wie das 
hier streitige Mandat – für ein bestimmtes Gebiet zur ausschliesslichen Ausführung vergeben wer-
den, von der Ausschreibungspflicht gemäss Abs. 2 erfasst. Der Wortlaut von Art. 45 VAV sieht 
demnach keine Pflicht der Kantone vor, für die Vergabe von laufenden Nachführungsarbeiten ein 
eigentliches Submissionsverfahren durchzuführen. 

3.2.2 Zum gleichen Ergebnis wie das grammatikalische Auslegungselement führt ein Blick auf die 
Entstehungsgeschichte der Bestimmung: Deren geltende Fassung geht auf eine Teilrevision vom 
21. Mai 2008 zurück; ursprünglich schrieb Art. 45 VAV vor, dass «die Vergabe von Vermarkungs-
arbeiten, von Arbeiten der Ersterhebung und Erneuerung sowie der provisorischen Numerisierung 
an private Unternehmerinnen und Unternehmer […] in der Regel auf dem Submissionsweg zu 
erfolgen» hat (Abs. 1). Weiter hatten die Kantone «das Submissionsverfahren» zu regeln (Abs. 2; 
vgl. AS 1992 S. 2456). Die Arbeiten der Nachführung wurden also von aArt. 45 VAV nicht erfasst. 
Demgegenüber schreibt die geltende Fassung von Art. 45 Abs. 1 VAV für die periodische 
Nachführung nun ausdrücklich ein öffentliches Vergabeverfahren vor. Für die laufende 
Nachführung hatte die Revisionsvorlage anfänglich keine Regelung vorgesehen; im Rahmen der 
öffentlichen Anhörung wurde indes angeregt, für mehr Wettbewerb bei der Auftragsvergabe zu 
sorgen. Diesem Anliegen wurde mit der Aufnahme von Art. 45 Abs. 2 VAV Rechnung getragen, 
der nun mittels Ausschreibungsverpflichtung einen gewissen Wettbewerb gewährleistet. Nicht 
beabsichtigt hat der Verordnungsgeber dabei, die Handlungsfreiheit der Kantone in irgendeiner 
Weise einzuschränken (zum Ganzen Erläuternder Bericht Verordnungsrecht zum GeoIG vom 
30.11.2006, abrufbar unter ˂www.swisstopo.admin.ch˃, Rubriken «Über Swisstopo/Rechtliche 

Grundlagen/Geoinformation allgemein» [nachfolgend: Erläuternder Bericht], S. 44 und 46). Auch 
das historische Auslegungselement spricht mithin gegen eine Unterstellung der Vergabe von 
laufenden Nachführungsarbeiten unter Submissionsrecht.

3.2.3 Aus dem systematischen und dem teleologischen Auslegungselement ergeben sich keine 
weiteren Hinweise. Aufgrund von Wortlaut und Entstehungsgesichte von Art. 45 VAV steht indes 
fest, dass das Bundesrecht zwar für laufende Nachführungsarbeiten eine Pflicht zur öffentlichen 
Ausschreibung begründet (unabhängig vom konkreten Auftragswert), aber nicht die Durchführung 
eines Submissionsverfahrens vorschreibt. Es überlässt die Regelung der Auftragsvergabe den 
Kantonen, deren Handlungsfreiheit insoweit nicht weiter eingeschränkt wird (vgl. auch Daniel 
Kettiger, Die amtliche Vermessung im Geltungsbereich des Binnenmarktgesetzes, in recht 2010 
S. 30 ff.).

3.3 Zu prüfen bleibt, ob sich aus dem kantonalen Recht eine Pflicht zur Durchführung eines 
Submissionsverfahrens ergibt.

3.3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 AVG regelt der Regierungsrat «die Vergabe von 
Vermarkungsarbeiten, von Arbeiten der Ersterhebung und Erneuerung sowie der periodischen 
Nachführung» durch Verordnung; die laufende Nachführung wird dabei nicht erwähnt. Im Vortrag 
AVG wird darauf hingewiesen, dass das (damals geltende) Bundesrecht – ausser für die Nach-
führung – ein öffentliches Vergabeverfahren vorschrieb (vgl. vorne E. 3.2.2), weshalb «die 
bestehende Submissionsverordnung bereits mit Wirkung ab 1. Januar 1994 auf die amtliche 
Vermessung (ohne Nachführung) ausgedehnt» worden sei (Vortrag AVG, S. 6). In der Fassung 
vom 17. November 1993 lautete Art. 1 Abs. 1 der Submissionsverordnung vom 23. Dezember 
1980 wie folgt: «Die Verordnung gilt für die Ausschreibung und Vergebung von Arbeiten und 
Lieferungen des Staates sowie für Arbeiten der amtlichen Vermessung ohne laufende 
Nachführung» (GS 1993 S. 714). Zwar wurde der Geltungsbereich der Submissionsverordnung am 
29. April 1998 revidiert und deren Art. 1 Abs. 1 detaillierter gefasst, was aber für den Bereich der 
amtlichen Vermessung zu keinen Veränderungen führte, da das Submissionsrecht nach wie vor 
nur auf «Arbeiten der amtlichen Vermessung ohne laufende Nachführung» Anwendung fand 
(Bst. e; BAG 98-24). Mithin unterschied das AVG von Anfang an zwischen periodischer und 
laufender Nachführung, wobei nur die Vergabe Ersterer näher zu regeln war. Die gleiche 
Unterscheidung wurde im damals geltenden Submissionsrecht getroffen und die laufende 
Nachführung ausdrücklich vom Anwendungsbereich des Vergaberechts ausgenommen.

3.3.2 Zwar wird im geltenden Vergaberecht der Bereich der amtlichen Vermessung nicht mehr 
explizit erwähnt, so dass in ÖBG und ÖBV insbesondere auch ein ausdrücklicher Hinweis darauf 
fehlt, dass die Vergabe von Arbeiten der laufenden Nachführung vom Geltungsbereich des Sub-
missionsrechts ausgenommen ist. Daraus kann jedoch nicht geschlossen werden, für die Vergabe 
von laufenden Nachführungsgeometerarbeiten sei heute – anders als noch unter Geltung von 
Art. 1 Abs. 1 der Submissionsverordnung – ein öffentliches Vergabeverfahren durchzuführen. 
Art. 6 Abs. 1 AVG sieht gerade nicht vor, dass die Vergabe von laufenden Nach-
führungsgeometerarbeiten auf Verordnungsebene näher zu regeln wäre. Weiter lassen sich den 

Materialien zum ÖBG und zur ÖBV keine Hinweise entnehmen, dass anlässlich der Totalrevision 
des Submissionsrechts neu auch die Vergabe von Arbeiten der laufenden Nachführung hätte 
erfasst werden sollen (vgl. auch die Vernehmlassungsvorlage des Regierungsrats zum Kantonalen 
Geoinformationsgesetz [KGeoIG], abrufbar unter ˂www.bve.be.ch˃, Rubriken 
«Rechtsamt/Gesetzgebungsverfahren/Geoinformationsgesetz/Unterlagen der 
Vernehmlassung/Vortrag des Regierungsrats» [nachfolgend: Vernehmlassungsvorlage KGeoIG], 
S. 23 [zu Art. 53]). Mithin verpflichtet auch das kantonale Recht nicht zur Vergabe von Arbeiten der 
laufenden Nachführung in einem Submissionsverfahren. 

3.4 Diese gesetzliche Regelung vermag auch im Ergebnis zu überzeugen: Grundsätzlich liegt 
eine dem Submissionsrecht unterstehende öffentliche Beschaffung dann vor, wenn der Staat als 
Nachfrager Waren oder Dienstleistungen beschafft, um damit seine Aufgaben wahrzunehmen, und 
hierfür eine Gegenleistung erbringt (vgl. Art. 6 Abs. 1 der interkantonalen Vereinbarung vom 
25. November 1994/15. März 2001 über das öffentliche Beschaffungswesen [IVöB; BSG 731.2 
Anhang I]; BVR 2013 S. 521 E. 2.3; BGE 125 I 209 E. 6b, 126 I 250 E. 2d/bb, 128 I 136 E. 4.1, 135 
II 49 E. 4.3.2). Bei der laufenden Nachführung tritt die Gemeinde nicht als Nachfragerin, sondern 
als Anbieterin auf, indem sie das Recht zur ausschliesslichen Ausführung laufender 
Nachführungsgeometerarbeiten auf ihrem Gebiet für die Dauer von fünf Jahren vergibt. Das 
verkennen Kettiger/Oesch, soweit sie davon ausgehen, ab Erreichen der Schwellenwerte des 
Übereinkommens vom 15. April 1994 über das öffentliche Beschaffungswesen (Government 
Procurement Agreement der WTO [WTO-GPA]; SR 0.632.231.422) müssten auch Arbeiten der 
laufenden Nachführung in einem Submissionsverfahren vergeben werden (vgl. Kettiger/Oesch, 
WTO-konforme Ausschreibung von Arbeiten der amtlichen Vermessung, in cadastre Nr. 11, April 
2013, S. 29 ff.). Nach dem Gesagten führt die Auftragsvergabe hier nicht dazu, dass der 
berücksichtigte Nachführungsgeometer Leistungen für die Gemeinde erbringt. Deshalb hat die 
Vorinstanz zu Recht erwogen, dass die streitige Vergabe von Arbeiten der laufenden Nachführung 
nicht dem öffentlichen Beschaffungsrecht untersteht (angefochtener Entscheid, E. 2). Soweit in 
früheren Entscheiden des Verwaltungsgerichts die Anwendung von Submissionsrecht implizit 
bejaht worden ist (vgl. vorne E. 3.1), kann daran nicht festgehalten werden.

4.

4.1 Vor dem Hintergrund der Rechtsanwendung von Amtes wegen ist weiter zu prüfen, ob die 
Vorinstanz den Auswahlentscheid der Gemeinde vom 17. September 2012 zu Recht als Verfügung 
im Sinn von Art. 49 Abs. 1 VRPG betrachtet hat. Diese Frage drängt sich auf, weil die blosse 
Auswahl einer Vertragspartnerin bzw. eines Vertragspartners ausserhalb des öffentlichen 
Beschaffungsrechts regelmässig nicht in Verfügungsform erfolgt, da der entsprechende Entscheid 
des Gemeinwesens grundsätzlich nicht hoheitlicher Natur ist (BVR 2013 S. 521 E. 3.1; vgl. auch 
BGE 119 Ia 424 E. 3a, 103 Ib 154 E. 2). Vorliegend geht es jedoch um die Auswahl jenes 
Geometers, dem mit öffentlich-rechtlichem Nachführungsvertrag gemäss Art. 32 AVG eine 
Konzession erteilt bzw. ein (rechtliches) Monopol eingeräumt wird. Mit Blick hierauf stellen die von 

der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 2 eingereichten Angebote letztlich Gesuche 
um Erteilung einer Konzession dar. Der Auswahlentscheid der Gemeinde führt dazu, dass das 
Konzessionsverfahren mit der Beschwerdegegnerin 2 als erstrangierter Unternehmung 
weitergeführt wird und in den Abschluss des Nachführungsvertrags mündet, während die 
Konzessionserteilung gegenüber der Beschwerdeführerin als unterlegener Mitbewerberin 
verweigert wird. Für Letztere stellt der Entscheid der Gemeinde vom 17. September 2012 also 
einen negativen Konzessionsbeschluss dar, der alle Elemente einer Verfügung aufweist, handelt 
es sich doch um eine einseitige, hoheitliche und verbindliche Regelung eines Rechtsverhältnisses 
mit der im Auswahlverfahren unterlegenen Beschwerdeführerin (Nichterteilung der Konzession). 
Diese Verfügung konnte sie gemäss Art. 60 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 63 Abs. 1 Bst. a VRPG beim 
RSA anfechten (vgl. hierzu Bernhard Waldmann, Die Konzession: Eine Einführung, in 
Häner/Waldmann [Hrsg.], Die Konzession, 2011, S. 18 f.; vgl. auch BVR 2013 S. 443 E. 2).

4.2 Festzuhalten ist ferner, dass die Streitigkeit nicht in den Geltungsbereich des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 1995 über den Binnenmarkt (Binnenmarktgesetz, BGBM; 
SR 943.02) fällt. Dieser Erlass gewährleistet Personen mit Niederlassung oder Sitz in der Schweiz 
für die Ausübung ihrer Erwerbstätigkeit auf dem gesamten Gebiet der Schweiz freien und 
gleichberechtigten Zugang zum Markt (Art. 1 Abs. 1 BGBM). Als Erwerbstätigkeit im Sinn des 
BGBM gilt dabei jede nicht hoheitliche, auf Erwerb gerichtete Tätigkeit (Art. 1 Abs. 3 BGBM). Als 
hoheitliche Tätigkeiten, die vom BGBM nicht erfasst werden, sind in den parlamentarischen 
Beratungen Kontroll-, Überwachungs- und sich aus dem öffentlichen Recht ergebende 
Interventionsaufgaben betrachtet worden, insbesondere polizeiliche Tätigkeiten sowie Tätigkeiten 
im Bereich des Abgaberechts (vgl. Amtl. Bull. SR 2005 S. 762, Votum von Kommissionssprecher 
David). Hier steht eine solche hoheitliche Tätigkeit in Frage: Gemäss Art. 42 Abs. 1 AVG sind für 
die Abgabe von Auszügen und Auswertungen der amtlichen Vermessung – neben der kantonalen 
Vermessungsaufsicht und den Gemeindedienststellen für Vermessung – einzig die 
Nachführungsgeometerinnen und Nachführungsgeometer zuständig; diese bescheinigen im 
Rahmen der laufenden Nachführung unter anderem die Richtigkeit von Plänen für das Grundbuch 
(Art. 1 Abs. 1 Bst. d sowie Anhang 1 Ziff. 1.2 Tarifposition 45.5 der Kantonalen Verordnung vom 
5. März 1997 über die amtliche Vermessung [KVAV; BSG 215.341.1]). Solche durch eine 
Nachführungsgeometerin bzw. einen Nachführungsgeometer beglaubigte Auszüge sind öffentliche 
Urkunden im Sinn von Art. 9 ZGB (vgl. Art. 37 Abs. 1 und 2 VAV); bei ihrer Erstellung und Abgabe 
handelt es sich um eine hoheitliche Tätigkeit (vgl. auch BGE 131 II 639 E. 6.1 und Matthias Oesch, 
Das Binnenmarktgesetz und hoheitliche Tätigkeiten, in ZBJV 2012 S. 377 ff., 384 ff., jeweils zur 
Beurkundungsbefugnis von Notaren). Ebenfalls hoheitlich handelt die Nachführungsgeometerin 
bzw. der Nachführungsgeometer insoweit, als die Kosten für die laufenden Nachführungsarbeiten 
durch Verfügung festgesetzt werden (Art. 38 Abs. 1 AVG; vgl. Kettiger/Oesch, Hoheitliches 
Handeln in der amtlichen Vermessung, in cadastre Nr. 10, Dezember 2012, S. 11). Mit Blick auf 
diese weitreichenden Befugnisse ist die Tätigkeit der Nachführungsgeometerin bzw. des 
Nachführungsgeometers insgesamt als hoheitlich einzustufen (vgl. Erläuternder Bericht, S. 44; 
Konferenz der Kantonalen Vermessungsämter [KKVA] und Verband der Ingenieur-Geometer 
Schweiz [IGS], Empfehlungen für die Ausschreibung von Nachführungsmandaten in der amtlichen 

Vermessung, S. 6, abrufbar unter: <www.kkva.ch>, Rubrik «Downloads»; Roland Brehm, Berner 
Kommentar, 4. Aufl. 2013, Art. 61 OR N. 21; vgl. auch BGE 56 II 303 E. 2).

4.3 Eine Anwendung des BGBM würde hier allerdings nicht zu einem anderen Ergebnis führen, 
würde doch den Vorgaben dieses Erlasses ohnehin Genüge getan: Zwar geht es hier nicht um 
eine öffentliche Beschaffung (vgl. Art. 5 BGBM), aber um ein Tätigwerden in einem (rechtlichen) 
Monopol, weshalb Art. 2 Abs. 7 BGBM einschlägig wäre. Gemäss dieser Bestimmung hat die 
Übertragung der Nutzung kantonaler und kommunaler Monopole auf Private auf dem Weg der 
Ausschreibung zu erfolgen und darf Personen mit Niederlassung oder Sitz in der Schweiz nicht 
diskriminieren. Die Gemeinde hat diesen Vorgaben des Bundesgesetzgebers indes entsprochen. 
Zum einen hat sie die Vergabe der streitigen Nachführungsgeometerarbeiten öffentlich 
ausgeschrieben. Zum andern ist ein diskriminierendes Verhalten weder geltend gemacht noch 
ersichtlich, zumal mit der Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 2 einzig Bewer-
berinnen aufgetreten sind, die im Kanton Bern domiziliert, aber nicht ortsansässig sind (vgl. auch 
BGE 135 II 49 E. 4.1 zur wenig klaren Tragweite von Art. 2 Abs. 7 BGBM). Im Übrigen wäre auch 
der Vorschrift von Art. 9 Abs. 1 BGBM Genüge getan, gemäss der Beschränkungen des freien Zu-
gangs zum Markt in Form einer anfechtbaren Verfügung zu erlassen sind. So konnte die 
Beschwerdeführerin den Auswahlentscheid der Gemeinde vom 17. September 2012 beim RSA 
anfechten (vgl. vorne E. 4.1) und dessen Entscheid an das Verwaltungsgericht weiterziehen (vgl. 
auch BVR 2013 S. 521 E. 3.2.1).

5.

5.1 Zwar finden die Vorschriften des Submissionsrechts und des BGBM vorliegend keine 
Anwendung, so dass die Gemeinde ihren Auswahlentscheid nach pflichtgemässem Ermessen 
trifft. Sie muss sich dabei aber im Rahmen der Verfassung bewegen und die Gebote der Rechts-
gleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV und Art. 10 Abs. 1 der Verfassung des Kantons Bern [KV; BSG 101.1]; 
BVR 2010 S. 90 E. 4.2; BGE 139 I 242 E. 5.1, 136 I 17 E. 5.3) und des Handelns nach Treu und 
Glauben (Art. 9 BV und Art. 11 Abs. 2 KV; BGE 128 II 112 E. 10b) sowie das Willkürverbot 
beachten (Art. 9 BV und Art. 11 Abs. 1 KV; BVR 2009 S. 493 E. 5.1; BGE 138 I 49 E. 7.1, 134 I 
140 E. 5.4; vgl. zum Ganzen BVR 2013 S. 521 E. 3.2.2). Ferner ist von Belang, dass die 
Ausschreibung inhaltlich an eine öffentliche Beschaffung angelehnt wurde, indem in der 
Ausschreibung des Nachführungsmandats 2013-2017 ausdrücklich «Eignungskriterien» und 
«Zuschlagskriterien» bekannt gegeben werden, welche die Gemeinde mit Blick auf den Grundsatz 
von Treu und Glauben zu beachten hat. 

5.2 Gemäss der Ausschreibung waren folgende Elemente für den Auswahlentscheid 
massgebend (vgl. BB 3):

«Eignungskriterien:

- berufliche Qualifikation (Nachweis eidgenössisches Patent für Ingenieur-Geometer und Eintrag 
ins Geometerregister)

- technische und personelle Infrastruktur (Nachweis ausreichender Ressourcen und Einhaltung 
der amtlichen Vermessungsschnittstelle AVS)

- leitende Stellung innerhalb der Firma (Nachweis Auszug aus dem Handelsregister)
- finanzielle Leistungsfähigkeit (Nachweis jährliche Selbstdeklaration mit sämtlichen verlangten 

Nachweisen)

Zuschlagskriterien (in der Reihenfolge ihrer Gewichtung):

- angebotene Dienstleistungen (schriftliche Offerte und persönliche Präsentation vor dem 
Gemeinderat)

- Erfahrungen in der Nachführung amtlicher Vermessungswerke (Referenzen, nach Möglichkeit 
aus dem Kanton Bern)

- Preis (Taxpunktwert gemäss Artikel 16 KVAV)»

Die Gemeinde hielt die Eignungskriterien bei beiden Bewerberinnen für erfüllt; weiter bewertete sie 
das Angebot der Beschwerdegegnerin 2 bei den beiden ersten Zuschlagskriterien leicht höher als 
jenes der Beschwerdeführerin, während sich die beiden bezüglich des Preises nicht voneinander 
unterschieden. Die Vorinstanz hat erwogen, es sei nicht zu beanstanden, wenn die Gemeinde im 
Zeitpunkt der Beschlussfassung davon ausgegangen sei, die Beschwerdegegnerin 2 werde das 
Eignungskriterium der «Verfügungsbefugnis» – gemeint ist jenes der leitenden Stellung in der 
Unternehmung – spätestens per 1. Januar 2013 erfüllen, zumal eine Bestätigung über den 
Unternehmenseintritt des betroffenen Nachführungsgeometers vorlag und ihr der entsprechende 
Handelsregisterauszug am 16. Oktober 2012 nachgereicht wurde. Weiter habe das Amt für 
Grundstücke und Gebäude bestätigt, dass für die Beschwerdegegnerin 2 ab 1. Januar 2013 im … 
Büroräumlichkeiten reserviert seien. Sodann sei die Präsentation der Beschwerdeführerin im 
Rahmen des Zuschlagskriteriums der angebotenen Dienstleistungen mit nachvollziehbarer 
Begründung weniger gut bewertet worden als jene der Beschwerdegegnerin 2. Ob Letztere auch 
beim Kriterium der Erfahrungen rechtmässigerweise eine höhere Bewertung erhalten hat als die 
Beschwerdeführerin, hat das RSA indes offen gelassen. Schliesslich hat es den Vergabeentscheid 
der Gemeinde für rechtsgenüglich begründet erachtet und eine Verletzung der Gehörsansprüche 
der Beschwerdeführerin verneint. – Die Beschwerdeführerin bringt vor, richtigerweise müssten die 
Eignungskriterien im Zeitpunkt der Offerteinreichung gegeben sein. Ende Juli 2012 sei 
C.________ als betroffener Nachführungsgeometer aber noch bei ihr angestellt und mithin nicht in 
leitender Stellung für die Beschwerdegegnerin 2 tätig gewesen. Wenn deren Angebot dennoch 
berücksichtigt werde, verstosse dies gegen das Willkürverbot und den Grundsatz von Treu und 
Glauben sowie gegen das Transparenz- und das Rechtsgleichheitsgebot. Weiter erachtet die 
Beschwerdeführerin als willkürlich, dass die Vorinstanz die tiefere Bewertung ihres Angebots beim 
Kriterium der angebotenen Dienstleistungen geschützt hat. Die von der Gemeinde abgegebene 
Begründung sei widersprüchlich und sachfremd. Sodann beanstandet sie, dass die Vorinstanz die 
Frage offen gelassen hat, ob das Kriterium der Erfahrung rechtmässig bewertet worden sei. 
Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin auch in verschiedener Hinsicht eine Verletzung ihres 
Anspruchs auf rechtliches Gehör.

5.3 In der Form von Eignungskriterien sind jene Anforderungen umschrieben, die an die 
Anbietenden gestellt werden, damit gewährleistet ist, dass diese zur sachgerechten Ausführung 
und Erledigung des zu vergebenden Auftrags in der Lage sind (vgl. VGE 2013/213 vom 2.10.2013 
E. 4.3, das Vergaberecht betreffend). Von der Sache her muss eine nachgefragte Eignung der 

Anbietenden also (erst) im Hinblick auf die Vornahme der ausgeschriebenen Arbeiten bestehen. 
Ob Eignungskriterien nach den vergaberechtlichen Grundsätzen dennoch regelmässig bereits im 
Zeitpunkt der Offerteinreichung erfüllt sein müssen, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, 
kann hier offenbleiben, findet doch das Submissionsrecht keine Anwendung; aus dem gleichen 
Grund ist nicht weiter zu erörtern, was sich im vorliegenden Zusammenhang aus dem 
vergaberechtlichen Transparenzgebot ergeben könnte. Ist die Eignung der Anbietenden von der 
Sache her auf die Erfüllung der Aufgabe bezogen, erscheint es jedenfalls nicht stossend, wenn die 
Vorinstanz genügen liess, dass C.________ spätestens per 1. Januar 2013 eine leitende Stellung 
bei der Beschwerdegegnerin 2 übernahm. Die Beschwerdegegnerin 2 hat die Situation von 
C.________, der seine Anstellung bei der Beschwerdeführerin gekündigt hatte, um zur 
Beschwerdegegenerin 2 zu wechseln, in ihrer Offerte erklärt und zugesichert, dass dieser im 
Oktober 2012 in ihre Geschäftsleitung aufgenommen werde (vgl. act. 3F, S. 6). Weiter ist 
unstreitig, dass das Eignungskriterium seit Oktober 2012 erfüllt wird und ein entsprechender 
Handelsregisterauszug eingereicht worden ist. Bei diesen Gegebenheiten ist nicht zu 
beanstanden, wenn die Vorinstanz das Eignungskriterium «leitende Stellung innerhalb der Firma» 
bei der Beschwerdegegnerin 2 für erfüllt erachtet hat. Ebenso wenig hat sie den Grundsatz von 
Treu und Glauben verletzt: Zwar durfte die Beschwerdeführerin aufgrund der Ausschreibung 
darauf vertrauen, dass nur eine Anbieterin berücksichtigt wird, die der Nachführungsgeometerin 
oder dem Nachführungsgeometer eine leitende Stellung in ihrer Unternehmung einräumt. 
Hinsichtlich des Zeitpunkts, in dem diese Voraussetzung erfüllt sein muss, lässt sich der 
Ausschreibung indes nichts Verbindliches entnehmen. Damit ist nicht ersichtlich, inwiefern bei der 
Beschwerdeführerin ein berechtigtes Vertrauen in zeitlicher Hinsicht hätte geweckt werden 
können. Ob allenfalls weitere Anbieterinnen wegen eines zu engen Verständnisses der 
Eignungskriterien auf eine Offertstellung verzichtet haben, kann im vorliegenden Zusammenhang 
nicht massgebend sein. Schliesslich ist auch kein Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot 
dargetan: Die Beschwerdeführerin scheint einen solchen in der Gefahr zu sehen, dass eine 
unterlegene Konkurrentin «keine Rechtsschutzmöglichkeit» mehr hätte, falls das 
Eignungskriterium der leitenden Stellung später doch nicht gegeben sein sollte. Der Bezug dieser 
Bedenken zum Rechtsgleichheitsgebot ist nicht ohne weiteres ersichtlich. Zudem verhält es sich 
insoweit nicht anders, als wenn ein anfänglich gegebenes Eignungskriterium nachträglich wegfällt; 
auch in solchen Fällen wird die Vergabestelle auf den gefällten Auswahlentscheid zurückkommen 
müssen, ohne eigens durch ein Rechtsmittel einer Konkurrentin dazu angehalten worden zu sein. 
Ferner hat die Vergabestelle nicht, wie suggeriert wird, blind auf den Eintritt eines künftiges 
Ereignisses vertraut. Schon im Entscheidzeitpunkt stand mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit fest, dass das streitige Eignungskriterium bei Beginn der Arbeiten erfüllt sein 
würde, und es ist unstreitig, dass C.________ seit Oktober 2012 tatsächlich in leitender Stellung 
bei der Beschwerdegegnerin 2 tätig ist. 

5.4 Beim Zuschlagskriterium «angebotene Dienstleistungen (schriftliche Offerte und 
persönliche Präsentation vor dem Gemeinderat)» hat die Gemeinde das Angebot der 
Beschwerdegegnerin 2 mit vier von fünf möglichen Punkten und jenes der Beschwerdeführerin mit 
drei Punkten bewertet (Bewertungsblatt, act. 3A, pag. 56). Das RSA hat diese Bewertung mit Blick 

auf die unterschiedliche Evaluation der Präsentationen der beiden Konkurrentinnen geschützt, 
wobei sein Entscheid im Ergebnis nicht verfassungswidrig ist: 

5.4.1 Aus dem Protokoll der Sitzung des Gemeinderats vom 10. September 2012 ist klar 
ersichtlich, dass dieser die Präsentation der Beschwerdegegnerin 2 besser bewertet hat als jene 
der Beschwerdeführerin. Bezüglich ersterer kann dem Protokoll entnommen werden: «Die Er-
läuterungen sind nicht in allen Teilen überzeugend. Positiv gewertet wird das Vorstellen der 
Ansprechpersonen für Bangerten». Demgegenüber heisst es bezüglich der Präsentation der 
Beschwerdeführerin: «Die Erläuterungen sind nicht überzeugend. Die Vorstellung des Teams, 
welche für Bangerten zuständig sind, fehlt. Die Personen wurden erst auf Anfrage genannt» 
(Protokollauszug, in act. 3D). Demnach wies die Präsentation der Beschwerdegegnerin 2 zwar 
gewisse Mängel auf, vermochte aber über weite Strecken zu überzeugen, während jene der 
Beschwerdeführerin insgesamt weniger gut gelang. Entgegen der Auffassung der Beschwer-
deführerin ist aus diesen Protokolleinträgen nicht zu schliessen, dass für die Evaluation der 
Präsentationen allein massgebend war, ob dem Gemeinderat die Ansprechpersonen für die 
Gemeinde vorgestellt wurden. Gerade aus der zitierten Passage betreffend die 
Beschwerdegegnerin 2 ist ersichtlich, dass es sich beim Vorstellen der Ansprechpersonen bloss 
um ein Element handelt, das der Gemeinderat im Rahmen einer ansonsten «nicht in allen Teilen 
überzeugenden» Präsentation positiv gewertet hat. Weiter ist das Vorstellen der involvierten 
Personen kein Element, das anlässlich der «persönlichen Präsentation vor dem Gemeinderat», 
wie sie in der Ausschreibung ausdrücklich vorgesehen ist, sachfremd erscheint. Die 
Präsentationen dienten dazu, dem Entscheidungsgremium der Gemeinde einen persönlichen 
Eindruck von den Anbieterinnen zu verschaffen, wofür ein Hinweis auf jene Personen, die sich 
direkt mit der Gemeinde befassen werden, sowie eine Darstellung von deren fachlicher Eignung 
und deren Qualifikationen (vgl. S. 4 der Beschwerdeantwort der Gemeinde) durchaus dienlich sind. 
Bei der Evaluation der beiden Präsentationen durfte also ohne Willkür berücksichtigt werden, ob 
und inwieweit die Ansprechpersonen der Gemeinde vorgestellt wurden. Schliesslich weist die 
Beschwerdegegnerin 2 zu Recht darauf hin, dass die im Protokoll festgehaltenen Unterschiede 
zwischen den beiden Präsentationen durch die Dokumentationen plausibilisiert werden, welche die 
beiden Konkurrentinnen anlässlich ihrer Auftritte vor dem Gemeinderat abgegeben haben. Die 
Unterlagen der Beschwerdegegnerin 2 sind wesentlich detaillierter als jene der Beschwer-
deführerin und nehmen auch auf den konkreten Auftrag in der Gemeinde Bezug (Unterlagen für 
die Präsentationen vom 10.9.2012; act. 4A). Bei diesen Gegebenheiten ist nicht zu beanstanden, 
wenn die Vorinstanz die tiefere Bewertung der Präsentation der Beschwerdeführerin geschützt hat. 
Ebenso wenig hat die Vorinstanz insoweit gegen den Grundsatz von Treu und Glauben oder das 
Rechtsgleichheitsgebot verstossen. Es ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern der 
angefochtene Entscheid gegen diese verfassungsmässigen Rechte verstossen sollte.

5.4.2 Die Beschwerdeführerin beanstandet weiter, es sei widersprüchlich, ihre tiefere Bewertung 
mit der schlechteren Präsentation zu begründen, wenn dem Protokoll der Sitzung des 
Gemeinderats zu entnehmen sei, dass «die Präsentationen […] die Bewertung der beiden Offerten 
nicht massgeblich beeinflusst» hätten (vgl. Protokollauszug, in act. 3D). Aufgrund dieses 

Protokolleintrags vermutet die Beschwerdegegnerin 2 ihrerseits, bezüglich der angebotenen 
Dienstleistungen sei ihr Angebot auch aufgrund der schriftlichen Offerte höher bewertet worden als 
jenes der Beschwerdeführerin, so dass letztlich nicht nur deren Präsentation schlechter gewesen 
sei als die ihre (Beschwerdeantwort, S. 18). Ob dieses Verständnis des Protokolls zutrifft, lässt 
sich aufgrund der Akten indes nicht zuverlässig beurteilen und die Gemeinde hat hierzu nicht 
Stellung genommen. Der Frage braucht hier jedoch nicht weiter nachgegangen zu werden: 
Gemäss Ausschreibung werden die «angebotenen Dienstleistungen», welche das gewichtigste Zu-
schlagskriterium bilden, aufgrund einer «schriftlichen Offerte» und einer «persönlichen 
Präsentation vor dem Gemeinderat» bewertet. Es ist weder ersichtlich noch geltend gemacht, dass 
die schriftliche Offerte der Beschwerdeführerin eine höhere Bewertung verdient hätte als jene der 
Beschwerdegegnerin 2. Weiter steht fest, dass die tiefere Bewertung der Präsentation der 
Beschwerdeführerin vertretbar ist. Mithin ist auch bei gesamthafter Betrachtung der beiden 
Elemente «Offerte» und «Präsentation» eine tiefere Bewertung der Beschwerdeführerin beim 
Kriterium der «angebotenen Dienstleistungen» nicht zu beanstanden, da diese den Rückstand 
beim Element «Präsentation» mit einer (bloss) gleich guten Bewertung des Elements «Offerte» 
von vornherein nicht aufzuholen vermag. Bei diesen Gegebenheiten kann offenbleiben, was der 
Gemeinderat mit der Feststellung, «die Präsentationen [hätten] die Bewertung der beiden Offerten 
nicht massgeblich beeinflusst», ausdrücken wollte. Selbst wenn die Begründung des 
angefochtenen Entscheids vor dem Hintergrund dieser Feststellung widersprüchlich sein sollte, 
würde es – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – nicht gegen Art. 9 BV und Art. 11 
Abs. 1 KV verstossen, dass die Vorinstanz die tiefere Bewertung der Beschwerdeführerin beim 
Kriterium der «angebotenen Dienstleistungen» geschützt hat. Das Willkürverbot wird nur dann 
verletzt, wenn ein Entscheid im Ergebnis geradezu unhaltbar ist, nicht bereits dann, wenn die 
Begründung allenfalls mangelhaft sein sollte (BGE 140 III 16 E. 2.1, 134 II 124 E. 4.1, 132 I 175 
E. 1.2, 131 I 467 E. 3.1). 

5.5 Die Beschwerdeführerin bringt ferner vor, die tiefere Bewertung ihres Angebots beim 
Zuschlagskriterium der Erfahrung verstosse gegen das Willkürverbot und das 
Rechtsgleichheitsgebot, habe sie doch die Voraussetzungen für das Erreichen der 
Maximalpunktzahl erfüllt, indem sie (ebenfalls) mehr als drei «sehr gute Referenzen» aus dem 
Kanton Bern eingereicht habe. Weiter beanstandet sie, dass das RSA die Frage, ob die Gemeinde 
das Kriterium der Erfahrung rechtmässig gehandhabt hat, zwar aufgeworfen aber letztlich offen 
gelassen hat. Zu Unrecht, braucht sie doch auch hier nicht beantwortet zu werden: Die beiden 
Konkurrentinnen haben ihre Dienstleistungen unbestrittenermassen zu identischen Konditionen 
offeriert, weshalb sie beim Kriterium des Preises gleich bewertet worden sind. Mithin ist für den 
Ausgang des Verfahrens unerheblich, ob das Angebot der Beschwerdeführerin beim Kriterium der 
Erfahrung wie jenes der Beschwerdegegnerin 2 mit der Maximalpunktzahl zu bewerten ist. So oder 
anders vermag die Beschwerdeführerin den Rückstand aus der tieferen Bewertung beim 
Hauptkriterium der «angebotenen Dienstleistungen» nicht zu kompensieren. 

5.6 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin in mehrfacher Hinsicht eine Verletzung ihres 
Gehörsanspruchs. – Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 21 ff. VRPG sowie Art. 29 

Abs. 2 BV und Art. 26 Abs. 2 KV garantiert namentlich das Recht, dass die Behörde die 
Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und bei 
der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid 
zu begründen (vgl. Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG), wobei nicht erforderlich ist, dass sich diese mit 
allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich 
widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken 
(BVR 2012 S. 109 E. 2.3.3, 2009 S. 168 E. 2.3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum 
bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5 f.; BGE 136 I 229 E. 5.2, 134 I 83 E. 4.1).

5.6.1 Zunächst macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe die 
«Zuschlagsverfügung» zu Unrecht als genügend begründet betrachtet (vgl. Beschwerde, 
Rz. 34 f.). Soweit sie sich diesbezüglich auf hier nicht anwendbare vergaberechtliche 
Bestimmungen beruft, braucht nicht weiter auf ihre Vorbringen eingegangen zu werden. Im 
Ergebnis ist ihr aber zuzustimmen, dass die Auffassung der Vorinstanz, der Auswahlentscheid 
zugunsten der Beschwerdegegnerin 2 sei ausreichend und nachvollziehbar begründet, nicht zu 
überzeugen vermag: Die Gemeinde stützte die Verfügung vom 17. September 2012 einzig auf eine 
Gegenüberstellung der Gesamtpunktzahlen der beiden Angebote (vgl. act. 3A, pag. 55). Auch 
wenn die Zuschlagskriterien sowie die Reihenfolge ihrer Gewichtung aus der öffentlichen 
Ausschreibung bekannt waren (vgl. angefochtener Entscheid, E. 16), vermag eine blosse 
Wiedergabe des Gesamtergebnisses der Bewertung nicht als rechtsgenügliche Begründung zu 
erscheinen; eine sachgerechte Anfechtung des Auswahlentscheids gestützt allein auf die Angaben 
zur Gesamtpunktzahl erscheint kaum möglich. Eine Aufhebung der Verfügung war indes, trotz der 
formellen Natur des Anspruchs auf rechtliches Gehör, nicht angezeigt, da die Verletzung der 
Begründungspflicht im Beschwerdeverfahren geheilt worden ist. Die Gemeinde hat das detaillierte 
Bewertungsblatt zu den Angeboten eingereicht (act. 3A, pag. 56) und die Beschwerdeführerin hat 
Gelegenheit zur Stellungnahme dazu erhalten (vgl. angefochtener Entscheid, E. 17). 

5.6.2  Die Beschwerdeführerin rügt allerdings insoweit zu Recht, dass die Vorinstanz dieser 
Heilung im Kostenpunkt hätte Rechnung tragen müssen (Beschwerde, Rz. 35 am Ende). Die 
Heilung einer Gehörsverletzung ist als besonderer Umstand bei der Kostenverlegung zu 
berücksichtigen, da die behördliche Fehlleistung für die Betroffenen auch hinsichtlich der Verfah-
renskosten keine Nachteile zeitigen darf (vgl. statt vieler BVR 2014 S. 508 E. 3.6; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 9). Deshalb sind Ziff. 2 und 3 des angefochtenen 
Entscheids in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und es ist neu über die 
Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu befinden. Da der 
Mangel seinen Ursprung in der ungenügenden Begründung der Verfügung der Gemeinde hat, ist 
ein Viertel der vorinstanzlichen Verfahrenskosten nicht zu erheben und der Beschwerdeführerin 
sind nur drei Viertel der Verfahrenskosten aufzuerlegen, ausmachend Fr. 750.-- (vgl. Art. 108 
Abs. 1 und 2 VRPG; BVR 2004 S. 133 E. 3.1). Weiter hat die Gemeinde der Beschwerdeführerin 
einen Viertel der Parteikosten zu ersetzen. Weil ihr die Gehörsverletzung anzulasten ist, erscheint 
es überdies gerechtfertigt, dass die Gemeinde der Beschwerdegegnerin 2 einen Viertel der 
Parteikosten ersetzt (Art. 108 Abs. 3 VRPG; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 13). 

Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin 2 drei Viertel der Parteikosten zu ersetzen. 
Da die Beschwerdeführerin trotz dahingehender Aufforderung (Verfügung des RSA vom 
30.11.2012, act. 3A pag. 87) keine Kostennote eingereicht hat (vgl. Eingabe vom 17.12.2012, 
act. 3A pag. 91-94), werden ihre Parteikosten ermessensweise auf Fr. 6'000.-- bestimmt (inkl. 
Auslagen); die Mehrwertsteuer ist bei der Bestimmung des Parteikostenersatzes nicht zu 
berücksichtigen (vgl. hinten E. 6.3). Die Parteikosten der Beschwerdegegnerin 2 betragen 
insgesamt Fr. 4'832.50 (inkl. Auslagen und ohne MWSt; act. 3A pag. 88).

5.6.3 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, der angefochtene Entscheid sei in Bezug auf das 
Eignungskriterium der «leitenden Stellung innerhalb der Firma» mangelhaft begründet. – Zu 
Unrecht: Die Vorinstanz hat insoweit zunächst die Rüge der Beschwerdeführerin und die Stellung-
nahmen von Beschwerdegegnerin 2 und Gemeinde wiedergegeben (angefochtener Entscheid, 
E. 8); alsdann hat sie die vorgetragenen Argumente rechtlich eingeordnet und ihre Schlüsse 
gezogen (angefochtener Entscheid, E. 9 und 10). Aus ihren entsprechenden Erwägungen ergeben 
sich die massgebenden Entscheidgründe mit ausreichender Klarheit (vgl. auch vorne E. 5.2).

5.6.4 Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin noch, dass die Vorinstanz die Frage, ob die 
Gemeinde das Kriterium der Erfahrung rechtmässig gehandhabt hat, nicht abschliessend 
behandelt habe. Auch darin liegt indes keine Verletzung des Anspruchs der Beschwerdeführerin 
auf rechtliches Gehör. Selbst eine Bewertung mit maximaler Punktzahl bei diesem Zu-
schlagskriterium hätte an der höheren Gesamtpunktzahl der Beschwerdegegnerin 2 nichts mehr 
geändert (vgl. vorne E. 5.5), weshalb die Vorinstanz die nicht mehr entscheidwesentliche Frage 
offenlassen durfte.

6.

6.1 Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid als rechtmässig, soweit das 
RSA den «Zuschlag» an die Beschwerdegegnerin 2 geschützt hat. Demgegenüber ist die 
Beschwerde im Kostenpunkt begründet und der angefochtene Entscheid hinsichtlich der 
Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten zu korrigieren (vgl. E. 5.6.2). Soweit weitergehend ist 
die Beschwerde abzuweisen.

6.2 Bei diesem Ausgang unterliegt die Beschwerdeführerin im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren zu vier Fünfteln; sie wird in diesem Umfang kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und 
hat im gleichen Umfang der Beschwerdegegnerin 2 die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 
i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG). Gleichzeitig obsiegt die Beschwerdeführerin im Umfang von einem 
Fünftel und hat insoweit Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten, was je zur Hälfte zu Lasten der 
Gemeinde und der Beschwerdegegnerin 2 geht, die beide insoweit als unterliegend zu betrachten 
sind. Der Beschwerdegegnerin 2 wird ein Zehntel der Verfahrenskosten auferlegt; der auf die 
Gemeinde entfallende Anteil wird nicht erhoben (Art. 108 Abs. 2 Satz 2 VRPG).

6.3 Beide von den Rechtsvertretern eingereichten Kostennoten verlangen nicht nur den 
Ersatz von Honorar und Auslagen, sondern auch von 8 % Mehrwertsteuer, was zu folgender 
Bemerkung Anlass gibt: Sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin 2 
sind mehrwertsteuerpflichtig (vgl. Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar 
unter: <https://www.uid.admin.ch>) und können deshalb die von ihren Rechtsvertretern auf sie 
überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer 
abziehen. In solchen Fällen ist der Partei kein Aufwand für Mehrwertsteuer angefallen und 
deren Abgeltung käme einer Überentschädigung gleich. Deshalb ist nach neuer Praxis des 
Verwaltungsgerichts bei der Bestimmung des Parteikostenersatzes die Mehrwertsteuer nicht 
zu berücksichtigen (BVR 2014 S. 484 E. 6). Bezüglich der Kostennote der Rechtsvertretung 
der Beschwerdeführerin ist zusätzlich zu bemerken, dass die Auslagen darin bloss als 
Pauschale bestimmt wurden und unbelegt bleiben. Gemäss Art. 2 der Verordnung vom 
17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; 
BSG 168.811) sind nur die «notwendigen Auslagen» zu ersetzen, die hier ermessensweise 
auf Fr. 50.-- bestimmt werden. Die zu berücksichtigenden Parteikosten der 
Beschwerdeführerin machen mithin, einschliesslich der Auslagen, Fr. 8'480.-- aus.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Ziffern 2 und 3 des Entscheids des 
Regierungsstatthalteramts Seeland vom 11. Januar 2013 werden aufgehoben und durch 
folgende Regelung ersetzt:

« 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'000.-- werden der Beschwerdeführerin zu drei Vierteln, 
ausmachend Fr. 750.--, auferlegt. Die verbleibenden Kosten werden nicht erhoben.

3. a) Die Beschwerdeführerin hat der Beigeladenen die Parteikosten in der Höhe von Fr. 4'832.50 (inkl. 
Auslagen) zu drei Vierteln, ausmachend Fr. 3'624.40 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

b) Die Beschwerdegegnerin hat der Beigeladenen die Parteikosten in der Höhe von Fr. 4'832.50 (inkl. 
Auslagen) zu einem Viertel, ausmachend Fr. 1'208.10 (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

c) Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten in der Höhe von Fr. 6'000.-- 
(inkl. Auslagen) zu einem Viertel ausmachend, Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.»

Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von Fr. 3'500.--, werden der Beschwerdeführerin zu vier Fünfteln, ausmachend Fr. 2'800.--, 
und der Beschwerdegegnerin 2 zu einem Zehntel, ausmachend Fr. 350.--, auferlegt. Die 
verbleibenden Kosten werden nicht erhoben.

3. a) Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerin 2 für das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht die Parteikosten, bestimmt auf Fr. 8'282.50 (inkl. Auslagen), zu vier 
Fünfteln, ausmachend Fr. 6'626.--, zu ersetzen.

b) Die Einwohnergemeinde Bangerten und die Beschwerdegegnerin 2 haben der 
Beschwerdeführerin für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, 
bestimmt auf Fr. 8'480.-- (inkl. Auslagen), je zu einem Zehntel, ausmachend je Fr. 848.--, 
zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- der Beschwerdeführerin 
- der Einwohnergemeinde Bangerten
- der Beschwerdegegnerin 2
- dem Regierungsstatthalteramt Seeland
- der Wettbewerbskommission

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.