# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39a02725-9fd9-5b17-b4f3-16fcaeed95f3
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-23
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 23.03.2016 605 2014 61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2014-61_2016-03-23.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2014 61

Urteil vom 23. März 2016

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin
Richter: Dominique Gross

Christian Pfammatter
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführer    

gegen

SCHWEIZERISCHE MOBILIAR VERSICHERUNGSGESELLSCHAFT AG, 
Vorinstanz, vertreten durch Fürsprecherin Barbara Künzi-Egli

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität

Beschwerde vom 5. März 2014 gegen den Einspracheentscheid vom 
6. Februar 2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1950, wohnhaft in B.________, ist bei der Schweizerischen Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar), gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie 
Berufskrankheiten versichert.

Im Februar 2008 stürzte er beim Snowboarden. In einer Rechtskurve hängte sich die Backside-
Kante ein und er überschlug sich auf den Rücken. Nach seinen Angaben war der Sturz sehr heftig 
gewesen. Er konnte aber die Abfahrt beenden und mit dem Auto von Davos nach B.________ 
heimfahren. Eine Unfallmeldung erfolgte nicht.

Mit Schreiben vom 23. Mai 2013 meldete er der Mobiliar, bei ihm seien anlässlich einer Routine-
kontrolle beim Hausarzt Herzgeräusche festgestellt worden, welche sich in der Folge als ein Mitral-
klappen-Prolaps herausstellten. Nach Abklärungen in der Schweiz habe er die notwendige Herz-
Operation durch einen Spezialisten in den USA, Dr. med. C.________, durchführen lassen. 
Ursache des Herzfehlers sei der heftige Sturz beim Snowboarden im Jahr 2008.

Am 10. Dezember 2012 musste ihm ein Herzschrittmacher implantiert werden. Im April 2013 
wurde eine Elektroschocktherapie durchgeführt, um den Herzrythmus wieder herzustellen.

Mit Verfügung vom 5. November 2013, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014, 
und hauptsächlich gestützt auf ein Aktengutachten von Dr. med. D.________, Facharzt FMH für 
Herz- und thorakale Gefässchirurgie, lehnte die Mobiliar ihre Leistungspflicht für die 
Herzproblematik ab. Es würden ausschliesslich unfallfremde Faktoren vorliegen, die zur 
Entwicklung der schweren operationsbedürftigen Mitralinsuffizienz geführt haben.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________ am 5. März 2014 Beschwerde am 
Kantonsgericht, Sozialversicherungsgerichtshof, und stellt den Antrag, die Mobiliar habe für die 
Operationskosten der Mitralklappenrekonstruktion aufzukommen. Die Mobiliar stütze sich einzig 
auf die Meinung ihrer Ärzte und berücksichtige die Berichte des Operateurs zu wenig.

In ihren Bemerkungen vom 22. April 2014 bestätigt die Mobiliar, vertreten durch Fürsprecherin Bar-
bara Künzi-Egli, ihren Einspracheentscheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die 
Berichte des Operateurs seien sehr wohl einbezogen worden und auch aus diesen ergäben sich 
keine posttraumatischen Veränderungen.

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 5. März 2014 gegen den Einspracheentscheid der Mobiliar vom 
6. Februar 2014 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz einge-
reicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, 
I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Mobiliar für die Herzproblematik leistungspflichtig 
ist.

2. a) Nach Art. 6 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 
und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Nach Art. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier gemäss Art. 1 Abs. 1 UVG zur Anwendung 
kommt, gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhn-
lichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

b) Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher 
Kausalzusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 
erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; 
es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten 
nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm ob-
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs ge-
nügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Der Richter hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die er von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b).

Ferner ist darauf hinzuweisen, dass gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Formel 
"post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den 
Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht zur Anwendung kommt (BGE 
119 V 335 E. 2b/bb).

Weiter muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge-
meinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbei-
zuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre und Rechtsprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für 
Schäden nur dann einstehen, wenn diese sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adä-

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quaten Kausalzusammenhang mit dem schädigenden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 
125 V 456 E. 5c; 123 V 98 E. 3b mit Hinweisen).

c) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-
ten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc). Auch den Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu-
verlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 
zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit 
schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee; 122 
V 161 E. 1c). Ferner besteht gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung auch unter Berück-
sichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte kein 
förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine solche ist indessen aber anzu-
ordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4). Auch reinen Aktengut-
achten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhalts geht (vgl. Urteile EVG U 198/06 vom 31. August 2006 E. 3.3 mit Hinweisen; U 548/00 vom 
24. Oktober 2001).

Schliesslich besteht im Sozialversicherungsrecht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung 
oder der Richter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben 
die Versicherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des 
ihnen Zumutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben 
(BGE 126 V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3. Vorliegend ist streitig, ob die Mobiliar für die Herzproblematik leistungspflichtig ist.

a) Der Beschwerdeführer bringt vor, die Mobiliar stütze sich allein auf die Berichte ihrer 
Ärzte, und berücksichtige zu wenig die Meinung des Operateurs. Das Aktengutachten sei einseitig 

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und von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Der Sturz beim Snowboarden habe zu einer Ruptur 
von zwei Segeln bzw. Sehnenfäden beim Herzen geführt, die zunächst nicht zu klinischen Proble-
men führten, weshalb die Kausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Bei einem 
degenerativen Prozess hätten alle Segel befallen sein müssen.

b) Die Mobiliar ihrerseits ist der Ansicht, das Aktengutachten berücksichtige das gesamte 
medizinische Dossier und damit auch die Berichte des Operateurs. Auch aus diesen ergebe sich 
keine traumatische Ursache der Herzproblematik. Zudem sei davon auszugehen, dass wenn der 
Unfall Ursache der Herzproblematik gewesen wäre, diese sofort und nicht erst nach Jahren hätte 
auftreten müssen.

c) Dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 23. Mai 2013 ist zu entnehmen, dass er im 
Februar 2008 in Davos einen Unfall beim Snowboarden hatte. In einer Rechtskurve habe sich die 
Backside-Kante eingehängt und er habe sich auf den Rücken überschlagen. Der Sturz sei sehr 
heftig gewesen. Er habe zuerst mit dem Becken, dann mit dem ganzen Brustkorb, nachher mit 
dem Kopf aufgeschlagen. Er sei einen Moment bewusstlos liegen geblieben. Das Becken habe 
sich zerschlagen angefühlt, aber er konnte sich bewegen. Der Brustkorb sei benommen, dumpf 
gewesen. In der Folge habe er ohne weiteres ins Tal fahren können. Er habe allerdings bemerkt, 
dass das Becken schmerzte und die das Becken zusammenhaltenden Sehnen überdehnt waren, 
was sich eigenartig instabil angefühlt habe. Auf den Brustkorb habe er nicht weiter geachtet, da er 
normal atmen konnte. Er sei problemlos mit dem Auto nach B.________ heimgefahren. Etwa im 
Juni 2011, während einer Routinekontrolle beim Hausarzt, seien beim Abhören der Herztöne Ge-
räusche festgestellt worden. Eine kardiologische Abklärung habe einen Mitralklappen-Prolaps er-
geben. Die Herzproblematik habe im folgenden Jahr stark zugenommen, weshalb die Ärzte im Juni 
2012 einen operativen Eingriff vorschlugen. Er habe sich schliesslich für einen Spezialisten in den 
USA entschieden. Auf einer in den USA durchgeführten Echokardiographie seien zwei gerissene 
Sehnen ersichtlich gewesen. Hinsichtlich der Ursache der Herzproblematik sei er gegenüber der 
Degenerationshypothese skeptisch, da er für sein Alter gut trainiert sei. Gemäss dem Bericht des 
Operateurs sei die Herzklappe asymmetrisch verformt gewesen. Es könne nicht sein, dass dege-
nerative Prozesse nur Teile der Klappe betreffen und auch nur zwei Sehnen gerissen seien und 
die anderen intakt blieben. Alles spreche nicht für eine primäre, sondern für eine sekundäre und 
unfallbedingte Degeneration. Es sei wahrscheinlich, dass unfallbedingt eine oder mehrere Sehnen 
rissen und danach ein sekundärer Degenerationsprozess einsetzte, der zur Deformation der 
Klappe geführt habe.

d) Dieser Sichtweise kann gemäss den vorliegenden Unterlagen nicht gefolgt werden. Das 
durch einen Fachspezialisten durchgeführte Aktengutachten datiert vom 22. Oktober 2013, wurde 
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben, ist umfassend und in seiner Beurteilung – im 
Gegensatz zur Ansicht des Beschwerdeführers – einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind 
nachvollziehbar. Der Gutachter hat sich mit den Ausführungen des Beschwerdeführers umfassend 
auseinandergesetzt. Er erklärt, dessen Annahme, wonach beim Sturz auf den Rücken beim Snow-
boarden der Druck auf die obenliegende Mitralklappe so stark gewesen sei, dass die Sehnenfäden 
rissen, könne nicht bestätigt werden. Es sei bekannt, dass bei schweren Aufprallverletzungen des 
Brustkorbes (meist schwere Verkehrsunfälle oder Stürze aus grosser Höhe) Verletzungen des 
Herzens und der grossen Gefässe entstehen können. Am meisten seien diese auf direkte 
Quetschverletzungen des Herzens durch den nachgebenden Brustkorb zurückzuführen, was bei 
Betroffenen im Alter von über 40 Jahren aufgrund der nachlassenden Elastizität des knöchernen 
Brustkorbskeletts meist mit Rippen- und Knochenbrüchen und wegen der Heftigkeit des Aufpralls 

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mit weiteren erheblichen Begleitverletzungen einhergehe. Neben direkten Gewalteinwirkungen auf 
das Herz bestehe theoretisch auch die Möglichkeit, dass eine exzessive abrupte Druckerhöhung 
im Herzen zu Verletzungen führen könne, was aber äusserst selten vorkomme, da dies einen hef-
tigen Aufprall genau in den entscheidenden wenigen Millisekunden während der Kontraktions-
phase der gefüllten Herzkammern bei bereits geschlossener Mitralklappe voraussetze. Insgesamt 
seien Verletzungen des Herzens bei stumpfer Gewalteinwirkung im Vergleich zur Häufigkeit primär 
degenerativ bedingter Klappenveränderungen extrem selten und isolierte Verletzungen der Mitral-
klappen eine extreme Rarität. In der internationalen Literatur seien gerade einmal 82 Fälle mit 
stumpfer Verletzung der Mitralklappe beschrieben, wovon nicht einmal die Hälfte einen Sehnen-
fadenabriss aufwies. In allen Fällen handelte es sich um Folgen von Verkehrsunfällen und Stürzen 
aus grosser Höhe. Isolierte Sehnenfadenrisse ohne zusätzliche Klappen- oder Herzverletzung 
seien noch viel seltener und in einem Teilkollektiv (36 Fälle) der 82 bekannten Fälle in nur 3 Fällen 
festgestellt worden. Bei Studien zu Verletzungen bei Snowboardern seien weder bei Leicht- noch 
bei Schwerverletzten isolierte Herzverletzungen beschrieben worden. Sämtliche bekannte Fälle mit 
Verletzungen der Mitralklappe seien Opfer schwerer Unfälle mit erheblichen Begleitverletzungen 
gewesen. Dies war beim Beschwerdeführer aber gerade nicht der Fall, da er gemäss seinen Aus-
führungen seine Abfahrt beenden und mit dem Auto problemlos eine mehrstündige Heimfahrt nach 
Hause vornehmen konnte.

Weiter führt der Gutachter aus, der traumatische Abriss mehrerer Sehnenfäden vor allem des vor-
deren Mitralsegels, wie vorliegend postuliert, führe zu einer akuten schweren Mitralinsuffizienz, die 
beim zuvor gesunden Herzen in den allermeisten Fällen zu sofortigen schweren Herz-Kreislauf-
beschwerden führe. Es seien einzelne und damit extrem seltene Fälle bekannt, in denen ein 
Sehnenfadenabriss zum Zeitpunkt der Verletzung übersehen und aufgrund von zunehmenden 
Herzbeschwerden erst später entdeckt und behandelt wurde. Von einem solchen seltenen Fall sei 
hier nicht auszugehen. Zudem sei auch die Zeitdauer zwischen dem Unfall und der Diagnose der 
Mitralinsuffizienz zu kurz, um degenerative Prozesse in diesem Ausmass als Folge einer trauma-
tischen Klappenverletzung zu sehen.

Ferner weist der Gutachter zu Recht darauf hin, dass es gar nicht erwiesen sei, ob es beim Be-
schwerdeführer tatsächlich zu einem Sehnenabriss gekommen sei. Zwar ergibt sich dies aus der in 
den USA durchgeführten Echokardiographie vom 27. November 2012, wonach bei der Mitral-
klappe eine Sehnenfadenruptur vorlag. Demgegenüber wurde dies vom Operateur in seinem an-
sonsten sehr detaillierten Bericht vom 12. Dezember 2012 nicht erwähnt. So hielt der Operateur 
bei den prä- und postoperativen Diagnosen namentlich eine Deformität der Mitralklappe vom Bar-
low Typ fest. Zudem sei die Mitralklappe viel stärker deformiert gewesen, als erwartet. Das Klap-
pensegel sei teilweise stark deformiert gewesen.

Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass der Gutachter davon ausging, beim Beschwerdeführer 
liege mit grosser Sicherheit der häufigste degenerative Prozess der Mitralklappe, die myxoide De-
generation, auch Morbus Barlow genannt, vor. Dabei würden typischerweise über 10 Jahre von 
der Diagnose bis zur Behandlung vergehen. Dass die Leistungsfähigkeit auch für sportliche Leis-
tungen sehr lange unbeeinträchtigt bleibe, sei normal und spreche nicht gegen das Vorhandensein 
einer Mitralklappendegeneration. Dies ergebe sich auch aus dem Bericht des Operateurs, der 
weder posttraumatische Veränderungen noch einen Sehnenfadenriss, sondern vielmehr die typi-
schen degenerativen Veränderungen beim Morbus Barlow beschreibe. Damit ist mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Ursache der Herzproblematik degenerative 

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Veränderungen sind und nicht der Unfall von 2008, weshalb der Kausalzusammenhang zwischen 
dem Unfall und der Herzproblematik zu verneinen ist. 

e) Zu keiner anderen Einschätzung führt der Bericht des Operateurs vom 7. November 
2013, worin er auf Anfrage des Beschwerdeführers Stellung zum Fall nahm. Es könne nicht mit 
Sicherheit gesagt werden, was die wirkliche Ursache der Herzproblematik sei. Eine grosse Kraft-
einwirkung, wie vom Patienten beschrieben, könne zum Riss eines Sehnenfadens führen; so bei 
Stürzen aus grosser Höhe (2 Meter) oder bei Autounfällen mit hoher Geschwindigkeit. Der 
schwere Sturz bei hoher Geschwindigkeit beim Snowboarden des Beschwerdeführers scheine 
damit vergleichbar zu sein. Ferner bestätigte er, er habe vor und während der Operation gerissene 
Sehnenfäden gesehen, weshalb es gut möglich sei, dass die Risse der Sehnenfäden durch den 
Snowboard-Unfall verursacht worden seien.

Zu diesem Bericht sind folgende Bemerkungen zu machen. Zunächst geht der Operateur selber 
nur von der Möglichkeit aus, dass der schwere Snowboard-Unfall die Ursache der Herzproblematik 
ist, was aber für die Bejahung der natürlichen Kausalität und damit zur Anerkennung der Leis-
tungspflicht der Mobiliar eben gerade nicht genügt. Vielmehr müsste die Kausalität mit dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfüllt sein. Zudem bestätigt der Operateur die 
Sichtweise des Gutachters, wonach nur bei grosser Gewalteinwirkung (Sturz aus grosser Höhe, 
Autounfall) ein Riss der Sehnenfäden möglich ist. Ein solcher Fall liegt hier aber nicht vor. So 
wären bei einer solchen Gewalteinwirkung auch weitere erhebliche Verletzungen wahrscheinlich, 
was, wie bereits erwähnt, hier nicht der Fall war. Auch ist mit dem Gutachter davon auszugehen, 
dass wenn es durch den Unfall zum Abreissen von Sehnenfäden gekommen wäre, die Herzpro-
blematik beim Beschwerdeführer bereits viel früher eingetreten wäre. Ferner überzeugt der Bericht 
des Operateurs auch in dem Sinne nicht, da dieser nun – im Gegensatz zu seinem ausführlichen 
Operationsbericht – das Vorhandensein von gerissenen Sehnenfäden bescheinigt. Dies ist wohl in 
dem Sinn zu verstehen, dass gemäss der Rechtsprechung bei behandelnden Ärzten eine Tendenz 
besteht, im Zweifel zu Gunsten ihrer Patienten auszusagen.

4. Zusammenfassend hat die Mobiliar zu Recht ihre Leistungspflicht für die Herzproblematik 
verneint, da der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Snowboard-Unfall und den ab 
2011 vorhandenen Herzproblemen nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Demgegenüber ist davon auszugehen, dass degenerative Ver-
änderungen und damit unfallfremde Faktoren zur Herzproblematik geführt haben. Die Beschwerde 
wird abgewiesen und der Einspracheentscheid vom 6. Februar 2014 bestätigt.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 23. März 2016/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter