# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae9bc48a-4a7e-5aaa-beec-ab3101df53fc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.10.2016 IV 2014/182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2014-182_2016-10-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2014/182

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 03.01.2020

Entscheiddatum: 27.10.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2016
Art. 28 IVG. Auf das Medas-Gutachten kann abgestellt werden. Anspruch auf 
eine befristete Rente. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2016, IV 
2014/182). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2016.

Besetzung

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Lea Hilzinger

Geschäftsnr.  

IV 2014/182

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Romana Weber,

GN Rechtsanwälte, St. Leonhard-Strasse 20, Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im Januar 2011 bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum 

Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 3). Sie gab an, wegen eines Sturzes seit dem 2. 

März 2010 arbeitsunfähig zu sein. Zuletzt habe sie zu 100 % als Küchenhilfe gearbeitet.

A.b  Bereits am 7. September 2010 war die Versicherte in der Klinik B.___ von Dr. med. 

C.___, Leitender Arzt Manuelle Medizin und interventionelle Rheumatologie, wegen 

Gesässschmerzen links untersucht worden (Fremdakten, nicht nummeriert). Dr. C.___ 

hatte erklärt, dass die klinische Untersuchung keinen Hinweis für eine 

lumbospondylogene Problematik ergeben habe. Eine SIG-Symptomatik sei aufgrund 

der Anamnese und Klinik eher unwahrscheinlich. Das Hüftgelenk scheine radiologisch 

und klinisch unauffällig. Auffallend sei jedoch die sehr stark verspannte, druckdolente 

Muskulatur, namentlich die Palpation von Myogelosen und Triggerpunkten im Bereich 

des M. Glutaeus medius piriformis sowie in den tieferen Hüftaussenrotatoren, gewesen. 

Eine intensive Behandlung der Myogelosen und Triggerpunkte mache Sinn. Die 

Arbeitsfähigkeit sollte ab Therapiebeginn nur kurzzeitig auf 50 % gesenkt werden.

A.c  Vom 11. Januar bis 8. Februar 2011 befand sich die Versicherte für einen 

stationären Aufenthalt in der Klinik Valens (Austrittsbericht vom 25. Februar 2011, IV-

act. 24). Die Diagnosen lauteten:

− Myofasciale Beschwerden tieflumbal und glutäal links mit Funktionsstörung der 

linken unteren Extremität nach Sturz im März 2010;

− mittelgradig depressive Episode;

− Status nach Stapled Transanal Rectum Resection April 2009 bei obstruktivem 

Defäkationssyndrom, Intussuszeption und anteriorer Rektozele.

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Die Klinikärzte erklärten, dass die muskuläre Infiltrationsbehandlung mit anschliessend 

intensiver Physiotherapie vor allem auch aufgrund der ausgeprägten psychischen 

Anspannung nicht zu einer wesentlichen Verbesserung der Beschwerden geführt habe. 

Ein intensives Beckenbodentraining habe subjektiv und objektiv deutliche Erfolge 

hinsichtlich der Stuhlinkontinenz gezeigt. Der Systemanamnese war zu entnehmen, 

dass die Versicherte 2-3 Mal täglich, häufig rasch nach der Nahrungsaufnahme, 

Stuhlgang habe. Wenn sie nicht sofort ein WC aufsuchen könne, könne es zu 

ungewolltem Stuhlverlust kommen. Die Klinikärzte bescheinigten der Versicherten für 

die Dauer des stationären Aufenthalts eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit. Danach sollte 

in leichten und wechselbelastenden Tätigkeiten eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit 

bestehen.

A.d  Die Arbeitgeberin der Versicherten, ein Pflegeheim, berichtete am 19. Februar 

2011 (IV-act. 22), dass es die Versicherte seit August 1992 zu 100 % als Küchenhilfe 

beschäftige. Der letzte effektive Arbeitstag sei der 1. März 2010 gewesen. Ohne 

Gesundheitsschaden würde die Versicherte heute Fr. 55'023.15 verdienen.

A.e  RAD-Arzt Dr. med. D.___ notierte am 18. März 2011 (IV-act. 25), dass der Sturz zu 

keinen objektivierbaren Läsionen am Bewegungsapparat und zu keinen neurologischen 

Störungen geführt habe. Es bestünden ausgeprägte chronifizierte Schmerzen. Die 

muskuläre Schwäche sei schmerzbedingt. Die depressive Episode sei Folge der 

schmerzbedingten körperlichen Beeinträchtigung. Ein invalidisierender 

Gesundheitsschaden sei nicht ausgewiesen.

A.f  Dr. med. E.___, Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik F.___, berichtete am 29. 

März 2011 (Fremdakten), dass die Versicherte an einer mittelgradigen depressiven 

Episode mit somatischen Symptomen (F32.11) leide. Vom 11. bis 15. April 2011 war 

die Versicherte zur Abklärung der chronisch progredienten Schmerzsymptomatik in der 

linken Glutealregion in der Klinik für Neurologie des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

hospitalisiert (Bericht vom 18. April 2011, Fremdakten). Die Klinikärzte gaben an, dass 

sich für die Beschwerden weiterhin kein pathologisches Korrelat habe finden lassen.

A.g  Mit Vorbescheid vom 23. September 2011 (IV-act. 37) kündigte die IV-Stelle der 

Versicherten die Abweisung des Gesuchs um berufliche Eingliederungsmassnahmen 

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und des Rentengesuchs an. Zur Begründung hielt sie fest, dass in der angestammten 

wie auch in einer adaptierten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Dagegen 

liess die Versicherte einwenden, dass sie in der angestammten Tätigkeit voll und in 

einer adaptierten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig sei (IV-act. 44).

A.h  Am 29. September 2011 wurde die Versicherte im Auftrag ihrer 

Taggeldversicherung bidisziplinär (psychiatrisch und rheumatologisch) von der Klinik 

G.___ begutachtet (Gutachten vom 28. Oktober 2011, Fremdakten). Der psychiatrische 

Gutachter Dr. med. H.___ gab als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

eine mittelgradige depressive Episode (F32.1) an. Er erklärte, dass er die 

Schmerzsymptomatik eher der depressiven Grunderkrankung zuordne und deshalb 

keine eigenständige Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung stelle. Die 

depressive Störung habe sich aufgrund der körperlichen Erkrankungen ab 2009 

entwickelt. Dabei seien die Auswirkungen der Harn- und Stuhlinkontinenz in den 

Vordergrund zu rücken. Das Unfallereignis (Sturz im März 2010) sei im Sinne einer 

dysfunktionalen depressiven Verarbeitungsstrategie zu sehen. Die Versicherte sei zum 

jetzigen Zeitpunkt voll arbeitsunfähig. Die volle Arbeitsunfähigkeit werde zumindest für 

weitere drei Monate fortbestehen. Im Anschluss sei eine schrittweise Wiedererlangung 

der Arbeitsfähigkeit − die zügige Einleitung einer adäquaten Behandlung vorausgesetzt 

− denkbar. Aktuell werde die Versicherte mit einem Antidepressivum behandelt. Eine 

Psychotherapie finde nicht statt. Dr. med. I.___ nannte im rheumatologischen 

Teilgutachten als Diagnosen eine Adipositas per magna und eine Insertionstendopathie 

des Musculus gluteus am Trochanter major links bei Schmerzchronifizierung mit 

chronifizierter Fehlbelastung. Er führte aus, dass die beklagten Beschwerden zwar 

nachvollziehbar seien, deren Ausprägung jedoch nicht ausreichend somatisch erklärt 

werden könne. Die Einschränkung der hüftführenden Muskulatur links sei durch 

entsprechende Therapiemassnahmen (v.a. Gewichtsreduktion) gut zu überwinden. Die 

Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit sei innerhalb von sechs Wochen zu 

erwarten. Für die nächsten sechs Wochen betrage die Arbeitsfähigkeit somit 0 %. Im 

Anschluss bestehe für vier Wochen eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Danach sei aus 

somatischer Sicht in der angestammten Tätigkeit von einer vollen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen.

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A.i Dr. med. J.___, Oberärztin im Palliativzentrum des KSSG, berichtete am 19. März 

2012 (IV-act. 57), dass sich die Versicherte seit Oktober 2011 in ihrer ambulanten 

Behandlung befinde. Bei zunehmender Verschlechterung der Symptomatik und daraus 

resultierender Erschöpfung sei eine Hospitalisation zur Optimierung der 

Schmerztherapie geplant. Seit November 2011 finde ein Arbeitsversuch bei einem 

Arbeitspensum von ca. einer Stunde pro Tag statt. Die Versicherte sei in ihrer 

Arbeitsfähigkeit durch die permanenten, starken Schmerzen eingeschränkt.

A.j RAD-Arzt Dr. D.___ notierte am 12. April 2012 (IV-act. 59), dass weitere 

medizinische Abklärungen erforderlich seien. Der Gesundheitszustand sei derzeit 

instabil. Am 1. Mai 2012 (IV-act. 61) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass 

aufgrund ihres Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen möglich seien.

A.k  Med. pract. K.___, Oberarzt am Psychiatrischen Zentrum L.___, berichtete am 11. 

Mai 2012 (IV-act. 67), dass die Versicherte seit August 2011 an Anpassungsstörungen: 

Angst und depressive Reaktion gemischt (F43.22), leide. Eine ebenfalls diagnostizierte 

generalisierte Angststörung (F41.1) habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die 

Versicherte befinde sich seit dem 18. August 2011 bei ihm in Behandlung. Die 

Prognose sei sehr abhängig vom Verlauf der somatischen Beschwerden. Bei 

Verstärkung der Schmerzsymptomatik komme es regelmässig zu einer Verstärkung der 

depressiven Störung und zu Angstzuständen (Angst, nicht mehr arbeiten zu können, 

finanzielle Ängste). In der angestammten Tätigkeit als Küchenhilfskraft sei die 

Versicherte seit dem 18. August 2011 und bis auf weiteres wegen der ausgeprägten 

Gehstörungen voll arbeitsunfähig. Auch adaptierte Tätigkeiten seien ihr zurzeit nicht 

zumutbar. Ab dem 1. Januar 2013 könne eventuell mit einer 50 %igen Arbeitsfähigkeit 

gerechnet werden.

A.l Dr. med. M.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, berichtete am 9. März 

2011 (IV-act. 80), dass er die lumbosakralen Beschwerden links ebenso wenig erklären 

resp. behandeln könne wie die Klinik Valens resp. die Klinik B.___. Das Spital N.___ 

berichtete am 23. Mai 2011 (IV-act. 76), die Versicherte habe, anders als bei der letzten 

Konsultation am 28. Februar 2011, angegeben, dass sie weiterhin Probleme habe, den 

Stuhl zu halten. Während sie bei festerer Stuhlkonsistenz keinerlei Mühe habe, den 

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Stuhl zu halten, müsse sie bei flüssigerem Stuhlgang sehr schnell die Toilette 

aufsuchen. Im Februar 2011 habe die Versicherte noch berichtet, dass sie über fünf 

Minuten Zeit habe, die Toilette aufzusuchen. Die Klinikärzte hielten fest, dass sich bei 

der klinischen Untersuchung ein gut erhaltener Schliessmuskelapparat gezeigt habe. 

Im Rahmen der Gesamtsituation mit Depression, chronischen Schmerzen und unter 

den rehabilitativen Massnahmen sei die Gesamtsituation der Versicherten aktuell sehr 

schwer zu erfassen. Die Einnahme von stuhlregulierenden Mitteln lehne die Versicherte 

ab, weil sie in der Vergangenheit keinen Erfolg gehabt hätten. Anlässlich einer 

Nachkontrolle am 23. Juni 2011 rieten die Klinikärzte der Versicherten zu einer sakralen 

Nervenstimulation zur dauerhaften Stimulation des Beckenbodens (IV-act. 75). Vom 4. 

bis 22. Juni 2012 war die Versicherte im Palliativzentrum O.___ hospitalisiert (Bericht 

vom 25. Juni 2012, IV-act. 87-1 f.). Die Klinikärzte berichteten, die Versicherte habe von 

der multimodalen Schmerztherapie insgesamt gut profitiert. Allerdings hätten der 

Muskelhartspann im Bereich der Hüfte und des Oberschenkels links lateral und somit 

die Beweglichkeit nicht wesentlich verändert werden können, sodass bei Spitalaustritt 

weiterhin eine Stockmobilität bestanden habe. Während der Hospitalisation sei die 

Versicherte stets kontinent gewesen. Die Implantation des sakralen Neurostimulators 

stehe deshalb im Moment nicht im Vordergrund.

A.m RAD-Arzt Dr. D.___ notierte am 5. September 2012 (IV-act. 89), aus allen Berichten 

gehe hervor, dass das chronifizierte Schmerzsyndrom im Vordergrund stehe. Der von 

med. pract. K.___ beschriebene psychopathologische Befund sei bland und begründe 

keine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit. Die angebliche "Teilinkontinenz für Stuhl" relativiere 

sich dadurch, dass die Versicherte bei festerer Konsistenz keinerlei Mühe habe, den 

Stuhl zu halten. Dass sie bei flüssigerem Stuhl sehr schnell die Toilette aufsuchen 

müsse, sei nicht pathologisch und stelle keine Teilinkontinenz dar. Die Versicherte sei 

in jeglicher Tätigkeit weiterhin zu 100 % arbeitsfähig. Eine IV-Sachbearbeiterin notierte 

am 6. Dezember 2012, dass die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis per 31. März 2013 

auflösen werde (IV-act. 93). Am 7. Dezember 2012 teilte die IV-Stelle der Versicherten 

mit, dass sie keinen Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen habe, da kein 

Gesundheitsschaden vorliege, der die Arbeitsfähigkeit einschränke (IV-act. 95).

A.n  Mit einem zweiten Vorbescheid vom 3. Januar 2013 stellte die IV-Stelle der 

Versicherten bei einem IV-Grad von 3 % die Abweisung des Rentengesuchs in 

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Aussicht (IV-act. 100). Dagegen liess die Versicherte einen Einwand erheben (IV-act. 

101). Ihr Rechtsvertreter machte geltend, dass der Gesundheitszustand nicht 

hinreichend abgeklärt worden sei. Am 28. Februar 2013 reichte die Versicherte 

zusammen mit einer erneuten IV-Anmeldung weitere medizinische Berichte ein (IV-act. 

103 f.). Die Ärzte des Palliativzentrums O.___hatten am 1. März 2013 über einen 

stationären Aufenthalt vom 18. Februar bis 1. März 2013 berichtet (IV-act. 104-1 ff.). 

Die Hospitalisation war zur Krisenintervention aufgrund einer Schmerzexazerbation bei 

bekanntem chronischem Schmerzsyndrom erfolgt. Die Klinikärzte hatten erklärt, dass 

die Versicherte durch den bereits zum zweiten Mal abgelehnten IV-Antrag massiv 

belastet sei. Im Vordergrund stehe eine ausgeprägte depressive Symptomatik mit 

starken Zukunfts- und existenziellen Ängsten. Unterstützend durch eine intensive 

psychologische Gesprächstherapie habe die Schwere der depressiven Episode 

gemindert werden können. Die Ärzte der Psychiatrischen Klinik P.___ hatten am 25. 

Februar 2013 berichtet (IV-act. 104-7 ff.), dass sie die Versicherte am 22. Februar 2013 

konsiliarisch untersucht hätten. Als Diagnosen hatten sie u.a. eine rezidivierend 

depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (F33.1), und einen 

Status nach Suizidversuch 2009 durch Medikamentenintoxikation angegeben.

A.o  Ein Psychiatrie-Pflegefachmann des Psychiatrischen Zentrums L.___ berichtete 

RAD-Arzt Dr. D.___ am 26. März 2013 telefonisch (IV-act. 107), dass die Versicherte an 

einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittel- bis schwergradige 

Episode (F33.1), leide. Die Behandlung finde seit Anfang 2010 statt. Die Versicherte sei 

derzeit wegen fehlender psychischer Belastbarkeit nicht arbeitsfähig. Das 

Gesprächsprotokoll wurde am 2. April 2013 von Dr. med. Q.___, Oberarzt am 

Psychiatrischen Zentrum L.___, unterzeichnet. RAD-Arzt Dr. D.___ notierte am 26. März 

2013 (IV-act. 112), dass eine polydisziplinäre Begutachtung notwendig sei.

A.p  Am 20. und 22. August 2013 wurde die Versicherte von der Medas Ostschweiz 

polydisziplinär (allgemein-internistisch, rheumatologisch, psychiatrisch) begutachtet 

(Gutachten vom 7. Oktober 2013, IV-act. 117). Die Gutachter gaben keine Diagnosen 

mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit an. Die Diagnosen ohne 

wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lauteten:

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− Chronisches Schmerzsyndrom gluteal und linker Oberschenkel lateral seit 

Sturzereignis März 2010, multiple klinische und bildgebende Untersuchungen ohne 

relevante somatische Befunde;

− Status nach transanaler Rektumresektion April 2009 bei Rektozele, anamnestisch 

Teilinkontinenz;

− massive Adipositas;

− leichte arterielle Hypertonie;

− Verdacht auf Analgetika-induzierte Kopfschmerzen;

− Anpassungsstörung (längere depressive Reaktion) DSM IV 309.9.

Dr. med. R.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erklärte, dass die 

Versicherte nach der Operation im Jahr 2009 mit folgenden Mastdarmstörungen eine 

reaktive depressive Episode mit suizidalen Gedanken entwickelt habe. Diese Episode 

sei kurzzeitig gewesen. Nach dem Unfall im März 2010 seien erneut depressive und 

ängstliche Symptome aufgetreten. Aus heutiger Sicht scheine es sich um eine 

psychische Reaktion auf das Unfallereignis bzw. die Schmerzen zu handeln. Mit der 

Zeit habe sich die Symptomatik zu einer rezidivierenden depressiven Störung, die 

zeitweise mittelgradig, gegenwärtig eher leichtgradig zu beurteilen sei, entwickelt. Die 

Versicherte habe berichtet, dass sie die ihr verschriebene antidepressive Medikation 

regelmässig einnehme. Die Laboruntersuchungen hätten jedoch gezeigt, dass sie die 

antidepressive Medikation mit Duloxetin praktisch nicht und die antidepressive und 

schlafanstossende Medikation mit Trazodon eher selten oder sehr unregelmässig 

einnehme. Diese Tatsache zeige eine Diskrepanz zwischen dem demonstrierten hohen 

Leidensdruck und der fehlenden Compliance der Versicherten in den Bemühungen, 

den Leidensdruck zu mindern. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die 

Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit sowie die Durchhaltefähigkeit und 

Selbstbehauptungsfähigkeit seien durch die depressive Stimmungslage nur leicht 

beeinträchtigt. Die depressive Störung, an der die Versicherte leide, sei 

höchstwahrscheinlich eine chronische Anpassungsstörung und keine Komorbidität. Sie 

sei nicht von erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer. Es bestehe kein 

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ausgewiesener sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens. Ein verfestigter, 

therapeutisch nicht mehr angehbarer innerseelischer Verlauf sei nicht erkennbar. Für 

eine "Flucht in die Krankheit" als primären Krankheitsgewinn fänden sich keine klaren 

Hinweise. Von unbefriedigenden Behandlungsergebnissen trotz konsequenter 

Durchführung könne nicht die Rede sei. Demnach sei eine Willensanstrengung 

uneingeschränkt zumutbar. Aus psychiatrischer Sicht bestehe folglich eine 

uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Küchenhilfe. 

Dr. H.___ habe die Arbeitsunfähigkeit wegen der Depressivität auf 100 % geschätzt. 

Aufgrund der von ihm gestellten Diagnose und der beschriebenen Symptomatik sei 

eine volle Arbeitsunfähigkeit aus heutiger Sicht nicht nachvollziehbar; es wäre 

höchstens die Attestierung einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit angebracht gewesen. Dr. 

med. C.___, Innere Medizin/Rheumatologie FMH, führte aus, dass das 

Schmerzsyndrom aus somatischer Sicht ätiologisch unklar bleibe. Internistisch und 

rheumatologisch bestünden keine Schädigungen oder Funktionsstörungen mit 

Auswirkungen auf das berufliche Leistungsvermögen. Die subjektiv beklagten 

Kontinenzprobleme könnten belastend sein, dürften jedoch zu keiner wesentlichen 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führen. Die Versicherte sei demnach weder 

somatisch noch psychiatrisch in ihrer Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit 

wesentlich eingeschränkt. Die Beurteilung gelte ab dem Gutachtenzeitpunkt. Die 

Arbeitsprognose sei wohl schlecht. Es spielten dabei viele soziale, IV-fremde Faktoren 

eine Rolle: Migrationsproblematik, bescheidene Schul- und Deutschkenntnisse, 

langdauernde Arbeitsunfähigkeit, hohe Selbstlimitierung, familiäre Faktoren (Ehemann 

IV-berentet) und subjektive Krankheitsüberzeugungen.

A.q  RAD-Arzt Dr. D.___ forderte die Medas-Gutachter am 29. Oktober 2013 auf (IV-

act. 118), zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit Stellung zu nehmen. Zudem bat er darum, 

die Anpassungsstörung nach ICD-10 zu kodieren und fragte, ob aufgrund der bereits 

länger als zwei Jahre bestehenden depressiven Symptomatik nicht eine Kodierung als 

F33.0 nach ICD-10 (rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode) 

angezeigt wäre. Prof. Dr. med. S.___ und Dr. C.___ antworteten am 18. November 2013 

(IV-act. 120), dass gemäss den Akten ab dem Austritt aus der Rehaklinik Valens am 9. 

Februar 2011 eine 50 %ige Arbeitsunfähigkeit und ab dem 18. August 2011 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. In diesen Beurteilungen sei offensichtlich ein bio-

psychosoziales Krankheitsmodell, welches IV-rechtlich nicht gelte, berücksichtigt 

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worden. Die sozialen Belastungsfaktoren seien stets massiv gewesen, weshalb die 

beiden dokumentierten Arbeitsunfähigkeiten zu relativieren seien. Angesichts der 

rückwirkend unsicheren Datenlage sei nach dem Austritt aus der Klinik Valens am 8. 

Februar 2011 bis zum Gutachtenzeitpunkt höchstens von einer 50 %igen 

Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Am 19. November 2013 teilte Dr. S.___ ergänzend mit 

(IV-act. 121), in den Qualitätsleitlinien der schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie 

werde ausdrücklich festgehalten, dass die Diagnose den Kriterien der aktuellen ICD 

oder des aktuellen DSM gegenübergestellt werden müsse. RAD-Arzt Dr. D.___ notierte 

am 5. Dezember 2013 (IV-act. 123), die Medas Ostschweiz habe nachvollziehbar 

ausgeführt, dass für den Zeitraum ab Austritt aus der Klinik Valens im Februar 2011 bis 

zum Gutachtenzeitpunkt von einer Arbeitsunfähigkeit von höchsten 50 % auszugehen 

sei.

A.r  Mit einem dritten Vorbescheid vom 6. Januar 2014 stellte die IV-Stelle der 

Versicherten bei einem IV-Grad von 3 % erneut die Abweisung des Rentengesuchs in 

Aussicht (IV-act. 128). Zur Begründung führte sie an, dass dem Gutachten der Medas 

Ostschweiz keine Diagnosen mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit entnommen 

werden könnten. Sowohl in der angestammten Tätigkeit als auch in sämtlichen 

weiteren Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit. Gemäss der letzten 

Arbeitgeberin hätte die Versicherte im Jahr 2011 ein Erwerbseinkommen von Fr. 

55'023.-- verdient. Hierbei handle es sich um das Valideneinkommen. Das 

Arbeitsverhältnis sei per 31. März 2013 aufgelöst worden, weshalb das 

Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln sei. Der Versicherten sei 

es demnach zumutbar, ein Einkommen von mindestens Fr. 53'255.-- zu erzielen (LSE, 

Schweiz, privater Sektor, 2011, Niv. 4 für Frauen). Dagegen liess die Versicherte am 7. 

Februar 2014 einwenden, dass ihr eine IV-Rente auszurichten sei. Eventualiter seien 

weitere Abklärungen vorzunehmen (IV-act. 137).

A.s  Mit Verfügung vom 24. Februar 2014 (IV-act. 140) wies die IV-Stelle das 

Rentengesuch aus den im Vorbescheid angegebenen Gründen ab. Zum Einwand hielt 

sie fest, dass keine neuen Tatsachen geltend gemacht worden seien.

B. 

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B.a  Gegen diese Verfügung liess die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 

am 25. März 2014 Beschwerde erheben (act. G 1). Ihre Rechtsvertreterin beantragte 

die Ausrichtung einer ganzen IV-Rente ab 1. Juli 2011, eventualiter sei die Sache zur 

Durchführung weiterer Abklärungen an die IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Sie stellte zudem ein Gesuch um unentgeltliche 

Prozessführung und unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das 

Beschwerdeverfahren. Die Rechtsvertreterin machte geltend, dass das Medas-

Gutachten in mehrerer Hinsicht Mängel aufweise: Die Gutachter hätten die 

gastrointestinalen Beschwerden nicht genauer untersucht und sich nicht detailliert mit 

deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auseinandergesetzt. Im Gegensatz zu Dr. 

R.___ habe Dr. E.___ das Vorliegen einer schweren psychiatrischen Komorbidität 

bejaht. Weiter habe Dr. R.___ nicht genügend begründet, weshalb die Förster¬kriterien 

nicht erfüllt seien. Die Schlussfolgerung von Dr. R.___, dass eine Willensanstrengung 

uneingeschränkt zumutbar sei, sei deshalb nicht nachvollziehbar. Es sei auf den 

Bericht von Dr. E.___ abzustellen, gemäss welchem die Beschwerdeführerin zu 100 % 

arbeitsunfähig sei. Angepasst an die Nominallohnentwicklung habe das 

Valideneinkommen im Jahr 2011 Fr. 55'573.40 betragen. Selbst wenn auf das Medas-

Gutachten abgestellt würde, sei zu beachten, dass die Gutachter von 2011 bis August 

2013 von einer 50 %igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen seien. Aufgrund der 

bestehenden Schmerzen, der Kontinenzprobleme, der psychischen Beschwerden, der 

stark eingeschränkten Leistungsfähigkeit, der schlechten Deutschkenntnisse und der 

Tatsache, dass die Beschwerdeführerin keine Ausbildung absolviert habe, sei ein 

"Leidensabzug" von 20 % gerechtfertigt. Dr. E.___ hatte am 21. März 2014 (Beilage 5) 

berichtet, dass die Beschwerdeführerin an einer andauernden Persönlichkeitsänderung 

aufgrund der anhaltenden emotionalen Belastungen im Rahmen der Stuhlinkontinenz 

(F62.0) und an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode mit somatischen Symptomen (F33.11), leide. Sie sei zu 100 % arbeitsunfähig. 

Eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei nicht mehr zu erwarten. Psychosoziale oder 

soziokulturelle Belastungsfaktoren seien bei der Beschwerdeführerin nicht 

festzustellen. Die andauernde Persönlichkeitsänderung stelle eine schwere 

psychiatrische Komorbidität dar. Die Beschwerdeführerin habe sich sozial vollständig 

zurückgezogen. Es bestünden ein chronifizierter Krankheitsverlauf und unbefriedigende 

Behandlungsergebnisse. Abschliessend hatte Dr. E.___ bemerkt, es stelle sich ihm die 

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Frage, welcher Humanmediziner einer erwachsenen Person mit einer vollständigen 

Stuhlinkontinenz eine Arbeitsfähigkeit auf einem freien Arbeitsmarkt attestieren könne. 

Die Beschwerdeführerin sei aufgrund des Körpergeruchs keinem Arbeitgeber resp. 

Team mehr zumutbar.

B.b  Am 25. April 2014 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung 

von den Gerichtskosten und unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch 

Rechtsanwältin Dr. iur. R. Weber) für das Beschwerdeverfahren bewilligt (act. G 6).

B.c  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 29. April 2014 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 8). Zur Begründung verwies sie auf die Stellungnahme des 

Fachbereichs IV-Renten vom 4. April 2014 (IV-act. 148). Dieser hatte festgehalten, dass 

gemäss dem RAD auf das Medas-Gutachten abgestellt werden könne. Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien nicht gestellt und die Überwindbarkeit sei 

diskutiert worden. Mit der Beschwerde seien keine neuen Tatsachen geltend gemacht 

worden.

B.d  In ihrer Replik vom 15. Mai 2014 (act. G 10) brachte die Rechtsvertreterin 

ergänzend vor, bereits aufgrund der in der Beschwerde genannten Gründe könne 

entgegen der nicht weiter begründeten Ansicht der Beschwerdegegnerin nicht auf das 

Medas-Gutachten abgestellt werden.

B.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 12).

B.f  Am 21. August 2014 reichte die Rechtsvertreterin eine Honorarnote über den 

Betrag von Fr. 3'832.90 ein (act. G 13).

Erwägungen

1. 

1.1  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin einen 

Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 3 % verneint. 

Strittig ist demnach, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente 

hat.

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1.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) die voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 

verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 

oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3  Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad 

grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu 

erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 

genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden; sie können aber auch nach 

Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzt werden (AHI 1998 S. 120). 

Wird eine Schätzung vorgenommen, muss diese nicht unbedingt in einer 

ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch 

eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen (sog. Prozentvergleich; BGE 

114 V 310 E. 3a mit Hinweisen).

2. 

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2.1  Die Höhe des Invalideneinkommens hängt u.a. von der Arbeitsfähigkeit der 

versicherten Person ab. Zunächst ist daher zu prüfen, ob und wenn ja, in welchem 

Ausmass die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist.

2.2  Im Sozialversicherungsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. 

Danach haben Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht die Beweise 

frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 

Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 

Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 

These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 

Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 

oder Gutachten. Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 

medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die 

Sozialversicherungsträger eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 

auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 

die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 

Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In 

Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache 

Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

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Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 

125 V 351 E. 3a und 3b mit Hinweisen).

2.3  In formeller Hinsicht erfüllt das Medas-Gutachten die von der Rechtsprechung 

aufgestellten Kriterien an ein voll beweiskräftiges Gutachten. Das Gutachten ist in 

Kenntnis aller relevanten Vorakten abgegeben worden (Ziff. 2.1 des Gutachtens). Es 

enthält eine Anamnese (Ziff. 3 und 5.2), berücksichtigt die subjektiven Angaben der 

Beschwerdeführerin zu ihren Leiden (Ziff. 3.4 und 5.2.1) und gibt die erhobenen 

objektiven Befunde (Ziff. 4 und 5.3) sowie eine abschliessende Gesamtbeurteilung (Ziff. 

6) wieder. Der psychiatrische Gutachter hat sich zudem mit divergierenden früheren 

ärztlichen Einschätzungen aus¬einandergesetzt (Ziff. 5.4.2 und 5.10). Als nächstes ist 

zu prüfen, ob das Gutachten auch in materieller Hinsicht überzeugt.

2.4  In somatischer Hinsicht macht die Beschwerdeführerin insbesondere Schmerzen in 

der linken Gesässregion mit Ausstrahlung ins linke Bein und eine Stuhlinkontinenz 

geltend. Bezüglich der Gesässschmerzen hielten die Gutachter fest, dass sich in der 

aktuellen Bildgebung weiterhin kein erklärender Befund gezeigt habe; die Beschwerden 

blieben aus somatischer Sicht ätiologisch weiterhin unklar. Diese Einschätzung stimmt 

mit jener der behandelnden Ärzte und des Vorgutachters überein. Dr. C.___ von der 

Klinik B.___hat lediglich muskuläre Verspannungen feststellen können (Bericht vom 7. 

September 2010). Die Klinik Valens hat die Beschwerden als myofascial eingestuft 

(Bericht vom 25. Februar 2011). Der rheumatologische Gutachter der Klinik G.___ hat 

erklärt, dass die Einschränkungen der hüftführenden Muskulatur links durch 

entsprechende Therapiemassnahmen gut zu überwinden seien (Gutachten vom 28. 

Oktober 2011). Auch Dr. M.___ hat sich die Gesässbeschwerden nicht erklären können 

(Bericht vom 9. März 2011). Und schliesslich hat auch die Klinik für Neurologie in ihrem 

Bericht vom 18. April 2011 angegeben, dass sie für die Beschwerden kein 

pathologisches Korrelat gefunden habe. Da auch die Medas-Gutachter weder 

internistisch noch rheumatologisch eine Schädigungen oder Funktionsstörungen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gefunden haben, haben sie die 

Gesässbeschwerden nicht in ihre somatische Arbeitsfähigkeitsschätzung einfliessen 

lassen. Die Medas-Gutachter sind weiter davon ausgegangen, dass die 

Kontinenzprobleme keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge 

haben. Begründet haben sie diese Schlussfolgerung, wie die Rechtsvertreter der 

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Beschwerdeführerin zu Recht moniert hat, jedoch nicht. Aus den Akten geht hervor, 

dass es bei flüssigerem Stuhlgang zu ungewolltem Stuhlverlust kommen kann, wenn 

die Beschwerdeführerin nicht sofort ein WC aufsuchen kann. Entgegen der 

Behauptung von Dr. E.___ handelt es sich also keineswegs um eine vollständige 

Stuhlinkontinenz. Die Ärzte des Spitals N.___ haben bei der Untersuchung im Mai 2011 

denn auch einen gut erhaltenen Schliessmuskelapparat festgestellt. Während der 

Hospitalisation im Palliativzentrum O.___ vom 4. bis 22. Juni 2012 ist die 

Beschwerdeführerin stets kontinent gewesen, weshalb die Implantation eines sakralen 

Neurostimulators nicht als notwendig erachtet worden ist. Nach dem Gesagten muss 

davon ausgegangen werden, dass die geltend gemachte Stuhlinkontinenz mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

hat, zumal die Inkontinenz nur bei flüssigerem Stuhlgang auftritt und auch nur dann, 

wenn die Beschwerdeführerin nicht sofort eine Toilette aufsuchen kann, was an einem 

geeigneten Arbeitsplatz äusserst selten oder gar nie der Fall sein dürfte. Die 

Einschätzung der Medas-Gutachter, wonach die geltend gemachte Stuhlinkontinenz 

keinen wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat, überzeugt daher.

2.5  In psychiatrischer Hinsicht hat der Medas-Gutachter Dr. R.___ als Diagnose eine 

Anpassungsstörung (längere depressive Reaktion) angegeben. Der Zustand der 

Beschwerdeführerin entspreche einer rezidivierenden depressiven Störung, 

gegenwärtig leichte Episode. Die von Dr. R.___ gestellte Diagnose überzeugt 

angesichts der von ihm erhobenen Befunde: Die Beschwerdeführerin hat zwar 

insgesamt einen leicht traurigen Eindruck gemacht, ist im Verlauf des Gesprächs 

emotional labil gewesen und hat während der Untersuchung eine mehrheitlich 

gedrückte Stimmung gezeigt. Eine Verminderung des Antriebs oder eine erhöhte 

Ermüdbarkeit hat Dr. R.___ aber ebenso wenig feststellen können wie Konzentrations- 

oder Aufmerksamkeitsstörungen. Zudem stimmen die erhobenen Befunde auch mit 

den Ergebnissen der Hamilton-Ration Scale for Depression überein (IV-act. 117-26 f.). 

Dafür, dass der Leidensdruck aufgrund der depressiven Symptomatik nicht erheblich 

ist, spricht auch, dass die Beschwerdeführerin die verordneten antidepressiven 

Medikamente nicht oder höchstens sehr unregelmässig einnimmt. Dr. E.___ hat in 

seinem Bericht vom 21. März 2014 als Diagnosen eine andauernde 

Persönlichkeitsänderung aufgrund der anhaltenden emotionalen Belastungen im 

Rahmen der Stuhlinkontinenz und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

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mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen, angegeben. Erstere Diagnose 

überzeugt zum einen nicht, weil Dr. E.___ von einer vollständigen Stuhlinkontinenz 

ausgegangen ist, was offensichtlich nicht der Fall ist. Zum anderen überzeugt die 

Diagnose nicht, weil eine Persönlichkeitsänderung nach ICD-10: F62.0 einer Belastung 

katastrophalen Ausmasses wie andauernde Gefangenschaft mit unmittelbarer 

Todesgefahr, Folter, Katastrophen oder Konzentrationslagererfahrungen folgen muss. 

Eine Stuhlteilinkontinenz ist sicherlich belastend, weist jedoch nicht die Qualität der 

vorgenannten Belastungen auf. Die Diagnose einer rezidivierenden depressiven 

Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen, hat Dr. 

E.___ nicht begründet. Zudem hat er nicht geltend gemacht, dass es zwischen der 

Begutachtung im August 2013 und dem Verfügungserlass im Februar 2014 zu einer 

Verschlechterung der depressiven Symptomatik gekommen wäre. Somit überzeugt 

bereits die diagnostische Einschätzung von Dr. E.___ nicht. Demnach ist davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ab dem Gutachtenzeitpunkt (August 2013) 

an einer Anpassungsstörung (längere depressive Reaktion) resp. an einer 

rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode, gelitten hat. Dr. 

R.___ hat der Anpassungsstörung keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

beigemessen. Diese Einschätzung überzeugt angesichts der nicht erheblichen 

psychopathologischen Befunde.

2.6  Zu prüfen bleibt, ob in der Zeit vor der Begutachtung eine schwerere Ausprägung 

der Depression bestanden hat. Eine depressive Symptomatik wird erstmals im 

Austrittsbericht der Klinik Valens vom 25. Februar 2011 (Aufenthalt vom 11. Januar bis 

8. Februar 2011) erwähnt. Damals ist der Beschwerdeführerin eine mittelgradige 

depressive Episode bescheinigt worden. Der psychiatrische Gutachter der Klinik G.___, 

Dr. H.___, hat im Gutachten vom September 2011 als Diagnose ebenfalls eine 

mittelgradige depressive Episode angegeben. Med. pract. K.___ vom Psychiatrischen 

Zentrum L.___ hat in seinem Bericht vom 11. Mai 2012 erklärt, dass die 

Beschwerdeführerin an Anpassungsstörungen (Angst und depressive Reaktion 

gemischt) leide. Die Diagnose der Psychiatrischen Klinik P.___ lautete im Bericht vom 

25. Februar 2013 "rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis 

schwere Episode". Das Psychiatrische Zentrum L.___ hat im März 2013 als Diagnose 

eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel- bis schwergradige 

Episode, angegeben. Die Einschätzung von Dr. R.___, dass die depressive 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/21

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Symptomatik in der Zeit vor der Begutachtung stärker, d.h. mittelgradig ausgeprägt 

gewesen ist und einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gehabt hat, leuchtet angesichts 

der Berichte der behandelnden Ärzte und des Gutachters Dr. H.___ ein. Dr. H.___ hat 

die Arbeitsunfähigkeit − zumindest für die drei der Untersuchung folgenden Monate − 

auf 100 % geschätzt. Dr. R.___ hat hierzu ausgeführt, dass diese 

Arbeitsfähigkeitsschätzung aufgrund der gestellten Diagnose und der beschriebenen 

Symptomatik nicht nachvollziehbar sei. Es sei höchstens von einer reduzierten 

Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen. In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 18. 

November 2013 begründeten die Gutachter Dr. S.___ und Dr. C.___ die 

unterschiedlichen Arbeitsfähigkeitsschätzungen damit, dass der Beurteilung von Dr. 

H.___ offensichtlich ein bio-psychosoziales Krankheitsmodel, welches IV-rechtlich nicht 

gelte, zugrunde liege. Die sozialen Belastungsfaktoren seien stets massiv gewesen. Dr. 

H.___ hat in seinem Teilgutachten die folgenden pathologischen Befunde angegeben: 

Von der Stimmung her deutlich bedrückt zum depressiven Pol verschoben, mit 

eingeschränkter affektiver Schwingungsfähigkeit, Verlust von Lebensfreude, sozialer 

Rückzug, gehemmt im Antrieb, starke innere Unruhe, Grübeln und Gedankenkreisen, 

Schlafstörung und Gewichtszunahme, Schuld- und Insuffizienzerleben. Dr. H.___ hat 

weder eine erhöhte Ermüdbarkeit noch Konzentrations- oder 

Aufmerksamkeitsstörungen feststellen können. Eine volle Arbeitsunfähigkeit bedingt 

jedoch auch massive Einschränkungen in diesen Funktionen. Mit den Medas-

Gutachtern muss deshalb davon ausgegangen werden, dass Dr. H.___ in seiner 

Arbeitsfähigkeitsschätzung die von den Medas-Gutachtern genannten psychosozialen 

Faktoren nicht ausgeklammert hat. Demnach ist auf die Einschätzung von Dr. R.___, 

dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit aufgrund der mittelgradigen 

Depression zu 50 % arbeitsunfähig gewesen ist, abzustellen. Die Beschwerdeführerin 

ist folglich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von Januar 2011 (Eintritt in die Klinik 

Valens) bis Oktober 2013 (Gutachtenzeitpunkt) aus psychischer Sicht in ihrer 

angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe zu 50 % arbeitsunfähig gewesen.

3. 

3.1  Die Beschwerdeführerin hat zuletzt als Küchenhilfe gearbeitet. Sie ist in dieser 

Tätigkeit weiterhin arbeitsfähig, weshalb die Invalidenkarriere und die Validenkarriere 

dieselbe sind, nämlich die Tätigkeit als Küchenhilfe. Da die Grundlagen für die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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Berechnung des Validen- und Invalideneinkommens gleich hoch sind, kann ein 

Prozentvergleich vorgenommen werden. Das Wartejahr hat mit Eintritt der 50 %igen 

Arbeitsunfähigkeit zu laufen begonnen, d.h. am 1. Januar 2011. Folglich ist es Ende 

Dezember 2011 abgelaufen. Ein Rentenanspruch besteht somit frühestens ab dem 1. 

Januar 2012. Zu diesem Zeitpunkt ist die Beschwerdeführerin weiterhin zu 50 % 

arbeitsunfähig gewesen. Bei gleich hohem Validen- und Invalideneinkommen beträgt 

der IV-Grad ebenfalls 50 %. Selbst wenn ein indirekter behinderungsbedingter 

Lohnabzug von 15 % gewährt würde, würde dies bei einem IV-Grad von 57.5 % keine 

höhere IV-Rente zu Folge haben (50 % + [50 % x 0.15]). Die Beschwerdeführerin hat 

somit ab 1. Januar 2012 Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Ab November 2013 ist die 

Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Küchenhilfe wieder zu 100 % 

arbeitsfähig gewesen, was einem IV-Grad von 0 % entspricht. Eine Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung jedoch erst zu 

berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat 

und voraussichtlich weiterhin andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über 

die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.201). Die Renteneinstellung hat somit erst per 1. 

Februar 2014 zu erfolgen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die 

Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Januar 2014 Anspruch auf 

eine halbe IV-Rente hat.

3.2  Demnach ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der Beschwerdeführerin 

ist für den Zeitraum 1. Januar 2012 bis 31. Januar 2014 eine befristete halbe Rente 

zuzusprechen. Die Sache ist zur Festsetzung der Rentenhöhe an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

4. 

4.1  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Da sich die 

angefochtene Verfügung als rechtswidrig erwiesen hat und daher von der 

Beschwerdeführerin zu Recht angefochten worden ist, ist die Gerichtsgebühr von Fr. 

600.-- vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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4.2  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Auch hier gilt, dass die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung als volles Obsiegen der beschwerdeführenden Partei zu 

betrachten ist. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das 

Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Wird keine Honorarnote eingereicht, legt das 

Versicherungsgericht in einem IV-Rentenfall mit mittlerem Aufwand und 

Schwierigkeitsgrad die Parteientschädigung praxisgemäss auf pauschal Fr. 3'500.-- 

fest. Im vorliegenden Fall hat die Rechtsvertreterin eine Honorarnote über den Betrag 

von Fr. 3'832.90 eingereicht. Die Rechtsvertreterin hat eine ausführliche 

Beschwerdeschrift eingereicht (16 Seiten) und zudem einen Bericht beim 

behandelnden Psychiater eingeholt (act. G 1.1 Beilage 5). Dadurch rechtfertigt sich die 

Zusprache einer etwas über dem durchschnittlichen Pauschalbetrag von Fr. 3'500.-- 

liegenden Parteientschädigung. Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin 

entsprechend mit Fr. 3'832.90 (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen. Damit erübrigt sich die Festsetzung des Honorars aus der bewilligten 

unentgeltlichen Rechtspflege.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass die Verfügung vom 24. Februar 

2014 aufgehoben und der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. 

Januar 2014 eine halbe Rente zugesprochen wird; zur Festsetzung der Rentenhöhe 

wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'832.90 zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.10.2016
	Art. 28 IVG. Auf das Medas-Gutachten kann abgestellt werden. Anspruch auf eine befristete Rente. Teilweise Gutheissung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Oktober 2016, IV 2014/182). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2016.

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