# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27398c66-c8bb-5e54-bf8e-9d8933f935e8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 18.12.2023 22-4473
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_22-4473_2023-12-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/21

Publikationsplattform

Kanton St.Gallen und St.Galler Gemeinden

Fall-Nr.: 22-4473

Stelle: Generalsekretariat Bau- und Umweltdepartement

Instanz: Bau- und Umweltdepartement

Publikationsdatum: 15.01.2024

Entscheiddatum: 18.12.2023

BUDE 2023 Nr. 113
Baurecht, Art. 16a RPG, Art. 34 RPV. Wenn ein Bauvorhaben in der 
Landwirtschaftszone und damit ausserhalb der Bauzone betroffen ist, richtet 
sich die Zonenkonformität nach Art. 16a RPG. Der erweiterte Gehalt der 
Zonenkonformität ist in Art. 34 ff. RPV umschrieben. Die Voraussetzungen 
der Zonenkonformität von Art. 16a RPG sind streng auszulegen. 
Betriebsbauten müssen für ihren individuellen Zweck nötig sein, das heisst, 
sie dürfen namentlich nicht überdimensioniert sein (Erw. 4.2). Vorliegend 
erweist sich das Bauvorhaben als überdimensioniert und ist 
dementsprechend nicht betriebsnotwendig gemäss Art. 16a RPG i.V.m. Art. 
34 Abs. 4 Bst. a RPV (Erw. 4.6). Abweisung des Rekurses.

BUDE 2023 Nr. 113 finden Sie im angehängten PDF-Dokument.

Kanton St.Gallen 

Bau- und Umweltdepartement 

 

 
 

  

 

 

 

 

 

22-4473 

 

Entscheid Nr. 113/2023 vom 18. Dezember 2023 

Rekurrent 

 

  

 A.___,  

vertreten durch Dr.iur. Werner Ritter, Rechtsanwalt, 

Bahnhofstrasse 24, 9443 Widnau 

 

 

   

gegen 

 

 

Vorinstanz  Baukommission Z.___ (Entscheid vom 7. Juni 2022) 

 

 

Rekursgegnerin 

 

 

 B.___ 

 

 

Betreff  Baugesuch (Umbau Rindviehscheune und Neubau Jauchegrube) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 2/20 

 

Sachverhalt 

A.  

a) A.___, X.___, ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 001, Grund-

buch Z.___. Gemäss geltendem Zonenplan der Gemeinde Z.___ vom 

29. April 1999 liegt das Grundstück in der Landwirtschaftszone sowie 

gemäss Schutzverordnung vom 7. Juni 1994 (abgekürzt SchutzV) in 

einem Landschaftsschutzgebiet. Das Grundstück ist mit einem Wohn-

haus (Vers.-Nr. 002), einer angebauten Scheune (Vers.-Nr. 003) und 

einem Schopf überbaut. Der Landwirtschaftsbetrieb wurde Anfang der 

1980er-Jahre aufgegeben, ohne dass eine förmliche Zweckänderung 

erfolgte.  

 

[…] 

(Ausschnitt Zonenplan kommunale Darstellung Gde; Quelle: Geoportal) 

 

b)  

aa) Am 5. April 2004 reichte A.___ ein Baugesuch für den Umbau 

des Wohnhauses, den Abbruch des Schopfs und der Jauchegrube so-

wie für die Sanierung der Scheune ein. In Bezug auf die Scheune war 

vorgesehen, dass sie in ihrer Grundstruktur erhalten bleibt und an ihr 

nur werterhaltende Massnahmen vorgenommen werden.  

 

bb) Am 15. Oktober 2004 stimmte das Amt für Raumentwicklung 

und Geoinformation (AREG) dem Bauvorhaben zu – in Bezug auf das 

Wohnhaus gestützt auf Art. 24d des Bundesgesetzes über die Raum-

planung (Kantonalrechtliche Ausnahmen für Bauten und Anlagen aus-

serhalb der Bauzonen; SR 700; abgekürzt RPG) i.V.m. Art. 42a Abs. 1 

und 2 der eidgenössischen Raumplanungsverordnung (SR 700.1; ab-

gekürzt RPV), in Bezug auf die Scheune gestützt auf Art. 24a RPG 

(Zweckänderungen ohne bauliche Massnahmen ausserhalb der 

Bauzonen). 

 

cc) Am 29. Oktober 2004 erteilte die Baukommission Z.___ neben 

der Baubewilligung für den Umbau und die Zweckänderung des 

Wohnhauses und der Abbruchbewilligung für den Schopf und die Jau-

chegrube auch eine Bewilligung für die geplante Zweckänderung der 

Scheune. Bezüglich der Scheune hielt die Baukommission fest, die 

Bewilligung für die Zweckänderung werde unter dem Hinweis erteilt, 

dass an ihr keinerlei bauliche Veränderungen vorgenommen werden 

dürften.  

 

c)  

aa) Mit Schreiben vom 12. Juli 2005 stellte die Hochbauabteilung 

der Gemeinde Z.___ den kompletten Abbruch des Wohnhauses fest, 

weshalb sie A.___ zur Einreichung eines Korrekturgesuchs auffor-

derte. 

 

bb) Am 28. Juli 2005 reichte A.___ betreffend das Wohnhaus ein 

Korrekturgesuch ein. Namentlich wurde ausgeführt, platzbedingt sei 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 3/20 

 

der Einbau eines Trockenraums und eines Heizungsspeichers über 

dem Heizraum im Erdgeschoss der Scheune erfolgt. Zudem wurde 

festgehalten, dass die Überdachung zwischen dem Holzschopf und 

der Scheune entfalle und dass eine neue Brandmauer zwischen 

Wohnhaus und Scheune errichtet worden sei.  

 

cc) Am 12. August 2005 fand auf dem Bauamt der Gemeinde Z.___ 

eine Besprechung mit den Beteiligten statt. Gemäss Aktennotiz vom 

22. August 2005 führte der Projektverfasser anlässlich dieser Bespre-

chung unter anderem aus, dass die Dachkonstruktion der Scheune 

habe ersetzt werden müssen.  

 

dd) Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 1. September 

2005 verweigerte das AREG die Zustimmung zum Korrekturgesuch.  

 

ee) Mit Beschluss vom 2. September 2005 verweigerte die Baukom-

mission Z.___ die Baubewilligung für das Korrekturgesuch. Gleichzei-

tig ordnete sie in Bezug auf das bereits erstellte Untergeschoss des 

Wohnhauses Vers.-Nr. 002 die Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands an und forderte A.___ auf, für die in Abweichung der Baube-

willigung vom 15. Oktober 2004 vorgenommenen baulichen Massnah-

men an der Scheune korrigierte Pläne einzureichen.  

 

ff) Gegen diesen Beschluss erhob A.___ durch seinen damaligen 

Rechtsvertreter am 13. September 2005 Rekurs bei der Regierung. 

Die Regierung beschloss am 25. April 2006 (RRB 2006/256), dass der 

Rekurs bezüglich der verweigerten Baubewilligung und der für die 

Scheune geforderten Nachreichung korrigierter Pläne abzuweisen und 

betreffend die verfügte Wiederherstellung gutzuheissen sei. Zur Wie-

derherstellung hielt die Regierung fest, dass die Vorinstanz keine kon-

kreten Massnahmen bezeichnet habe. Diesbezüglich sei der Ent-

scheid aufzuheben und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen.  

 

gg) Die gegen diesen Beschluss der Regierung erhobene Be-

schwerde wies das Verwaltungsgericht mit Urteil B 2006/95 vom 

14. September 2006 ab, soweit es darauf eintrat. Das Urteil des Ver-

waltungsgerichtes erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

 

d)  

aa) Am 9. Februar 2007 reichte A.___ beim Bauamt Z.___ ein Kor-

rekturgesuch (2007/0021) für die baulichen Massnahmen an der 

Scheune (Vers.-Nr. 003) ein. Es war geplant, die gesamte Dachkon-

struktion vollständig zu ersetzen und die Firsthöhe im Vergleich zur 

ursprünglichen Baute tiefer zu legen. Im Weiteren waren der Einbau 

eines Wasch- und Trocknungsraums sowie eines Heizspeicherraums 

im Obergeschoss, die Erstellung einer neuen Brandschutzmauer so-

wie der Ersatz des Leistenschirms im Obergeschoss und der Tenntore 

vorgesehen. 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 4/20 

 

bb) Am 9. Mai 2007 wurde im Beisein der politischen Gemeinde, des 

AREG und des Baugesuchstellers vor Ort ein Augenschein durchge-

führt. Das AREG hielt in der Folge fest, dass in Abweichung zum Kor-

rekturgesuch der Leistenschirm vollständig ersetzt worden war, das 

Fundament im Neubauteil teilweise ersetzt worden war, die Lage ein-

zelner Tür- und Fensteröffnungen teilweise nicht dem Dargestellten 

entsprach und die Scheune gemäss den Angaben des Projektverfas-

sers im Rahmen des Umbaus/Neubaus bis auf den gemauerten Stall-

teil vollständig abgebrochen und anschliessend am selben Standort 

um- und auf dem gemauerten Stallteil mit neuem Material wieder auf-

gebaut worden war. 

 

cc) Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 24. Mai 2007 

verweigerte das AREG die Zustimmung zum Korrekturgesuch und for-

derte die zuständige Gemeindebehörde auf, in Bezug auf den umge-

bauten Bereich der Scheune die Wiederherstellung des rechtmässi-

gen Zustands anzuordnen. Zur Begründung wurde unter anderem an-

geführt, dass die Umnutzungsbewilligung am 29. Oktober 2004 nur er-

teilt worden sei, weil die Scheune in ihrer Substanz noch gut erhalten 

war. So schliesse denn auch Art. 24a RPG jegliche baubewilligungs-

pflichtige Massnahme aus. Eine nachträgliche Zustimmung zu den 

vorgenommenen baulichen Massnahmen falle nicht in Betracht, zumal 

es sich bei den realisierten Massnahmen zweifelsfrei nicht um blosse 

Unterhaltsarbeiten handle.  

 

e)  

aa) Am 30. Juli 2007 ersuchte A.___ um Bewilligung für die Wieder-

aufnahme eines landwirtschaftlichen Betriebs (Neubau Bauernhaus 

und Scheune [Nr. 2007-0084]). 

 

bb) Das kantonale Landwirtschaftsamt hielt mit Feststellungsverfü-

gung vom 13. November 2007 fest, dass das Grundeigentum des Ge-

suchstellers die Mindestanforderungen an ein landwirtschaftliches Ge-

werbe nach Art. 7 des Bundesgesetzes über das bäuerliche Boden-

recht (SR 211.412.11; abgekürzt BGBB) nicht erfülle. Die gegen diese 

Feststellungsverfügung erhobene Beschwerde wies die Verwaltungs-

rekurskommission des Kantons St.Gallen mit Entscheid vom 3. Okto-

ber 2008 ab. Diesen Entscheid bestätigte das Verwaltungsgericht mit 

Urteil B 2008/192 vom 19. August 2009. Dieses Urteil erwuchs unan-

gefochten in Rechtskraft. 

 

cc) Am 20. November 2007 eröffnete die Baukommission Z.___ den 

Beteiligten zusammen mit der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung 

des AREG vom 24. Mai 2007 ihren Beschluss vom 4. Juni 2007 be-

treffend Baugesuch Nr. 2007/0021 (Korrekturgesuch Umnutzung und 

Sanierung Scheune). Die Baukommission verweigerte die Baubewilli-

gung für die Umnutzung und Sanierung der Scheune. Weiter ordnete 

die Baukommission die Wiederherstellung des rechtmässigen Zu-

stands innert zwölf Monaten seit Rechtskraft des Entscheids über das 

Korrekturgesuch vom 30. Juli 2007 (Nr. 2007-0084) an und hielt fest, 

über die Einzelheiten der Wiederherstellung werde separat verfügt.  

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 5/20 

 

 

Die Baukommission wies in ihrer Begründung darauf hin, dass die re-

alisierten Arbeiten baubewilligungspflichtig und nicht blosse Unter-

haltsarbeiten seien. Die Scheune könne nicht bewilligt werden und sei 

folglich rechtswidrig. Die vollständige Wiederherstellung würde aber 

gegebenenfalls entfallen, wenn dem Gesuch vom 30. Juli 2007 

(Nr. 2007-0084) ganz oder teilweise entsprochen würde. Über Art und 

Umfang der Wiederherstellung sei daher in einer separaten Verfügung 

zu entscheiden. 

 

dd) Gegen diesen Beschluss erhob der damalige Rechtsvertreter 

von A.___ am 4. Dezember 2007 Rekurs beim Baudepartement (seit 

1. Oktober 2021: Bau- und Umweltdepartement). Am 14. August 2008 

wies das Baudepartement den Rekurs von A.___ ab (BDE 

Nr. 52/2008). 

 

Zur Begründung wurde namentlich ausgeführt, die Baubewilligung 

vom 29. Oktober 2004 sei gestützt auf Art. 24a RPG erteilt und es sei 

auf das gesetzliche Verbot bewilligungspflichtiger baulicher Massnah-

men hingewiesen worden. Es stehe fest, dass bauliche Vorkehrungen 

an der Scheune getroffen wurden, ohne dass dafür eine Bewilligung 

vorliege. Aus den in den Akten liegenden Fotos gehe hervor, dass eine 

nahezu neue Scheune mit neuen Fassaden und neuer Raumeintei-

lung geschaffen wurde. Diese baulichen Massnahmen lägen bei wei-

tem über der Grenze von Unterhaltsarbeiten, weshalb sie eine nach-

trägliche Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24a RPG ausschliessen 

würden.  

 

ee) Eine gegen diesen Entscheid des Baudepartementes gerichtete 

Beschwerde schrieb das Verwaltungsgericht mit Entscheid 

B 2008/155 vom 30. November 2009 zufolge Rückzugs ab. 

 

f)  

aa) Mit Gesuch (Gemeinde Nr. 2011/0034) vom 18. April 2011 er-

suchte A.___ um Bewilligung für den Wiederaufbau des Wohnhauses 

und den Neubau einer Scheune und eines Stalls zwecks landwirt-

schaftlicher Nutzung. 

 

bb) Innert der Auflagefrist erhob die B.___, Y.___, (im Folgenden 

Stiftung WWF) Einsprache.  

 

cc) Mit Teilverfügung vom 4. April 2014 verweigerte das AREG dem 

Vorhaben seine Zustimmung unter dem Titel einer zonenkonformen, 

auf Art. 16a RPG gestützten landwirtschaftlichen Nutzung im Wesent-

lichen mit der Begründung, dass der geplante Landwirtschaftsbetrieb 

keine Zukunft habe. 

 

dd) Die Baukommission Z.___ verweigerte mit Gesamtentscheid 

vom 3. Juli 2014 die Baubewilligung unter gleichzeitiger Gutheissung 

der Einsprache der Stiftung WWF. 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 6/20 

 

ee) Ein dagegen am 18. Juli 2014 erhobener Rekurs von A.___ 

durch seinen vormaligen Rechtsvertreter schrieb das Baudepartement 

am 29. Juli 2014 mangels Leistung des Kostenvorschusses ab. 

 

g)  

aa) Mit Baugesuch vom 27. Juni 2013 (Nr. 2013-0027) ersuchte 

A.___ um Bewilligung für den Wiederaufbau des Bauernhauses 

(Vers.-Nr. 002) und den Umbau und die Sanierung der Scheune 

(Vers.-Nr. 003) nach Art. 24c RPG. 

 

bb) Innert der Auflagefrist erhob die Stiftung WWF Einsprache bei 

der Baukommission Z.___. 

 

cc) Mit Teilverfügung vom 4. April 2014 verweigerte das AREG die 

Zustimmung zum Baugesuch. Das AREG begründete seine Teilverfü-

gung im Wesentlichen damit, Art. 24c RPG sei in der seit 1. November 

2012 geltenden Fassung nicht anwendbar. Es fehle als Folge der frei-

willigen Beseitigung des Wohnhauses und der angebauten Scheune 

zum Zeitpunkt vom 1. November 2012 an einer formell und materiell 

rechtmässig erstellten Bausubstanz. 

 

dd) Die Baukommission Z.___ wies unter Berücksichtigung der Teil-

verfügung des AREG vom 4. April 2014 mit Beschluss vom 3. Juli 

2014 das Baugesuch vom 27. Juni 2013 ab und hiess die Einsprache 

der Stiftung WWF gut.  

 

ee) Gegen diesen Beschluss erhob A.___ durch seinen vormaligen 

Rechtsvertreter am 18. Juli 2014 Rekurs beim Baudepartement. Mit 

BDE Nr. 29/2015 vom 20. Mai 2015 wies das Baudepartement den 

Rekurs ab. Es erwog, bereits mit BDE Nr. 52/2008 vom 14. August 

2008 sei festgehalten worden, dass eine nahezu neue Scheune mit 

neuen Fassaden und neuer Raumeinteilung geschaffen worden sei. 

Mit Ausnahme des gemauerten Teils – und des davon umfassten Stall-

teils – sei die gesamte übrige Substanz der früheren Scheune ersetzt 

worden. Zusätzlich seien eine Brandschutzmauer, im Erdgeschoss 

eine Garage und ein Heizraum sowie im Obergeschoss ein Wasch-

/Trocknungs- und Heizspeicherraum vollständig bzw. teilweise im 

Rohbau neu erstellt worden. Es stehe fest, dass die ehemalige 

Scheune einem Ersatzbau gewichen sei, dessen formelle und materi-

elle Rechtswidrigkeit rechtskräftig bestätigt worden sei. Die am 1. No-

vember 2012 in Kraft getretene RPG-Revision führe nicht dazu, dass 

aus einer rechtswidrigen Baute eine rechtmässige werde. Zudem sei 

die Scheune auch nach dem heute geltenden Art. 24c RPG nicht be-

willigungsfähig.  

 

ff) Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das 

Verwaltungsgericht mit Urteil B 2015/99 vom 20. Januar 2017 ab. Das 

Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  

 

B.  

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 7/20 

 

a) Mit Baugesuch vom 4. April 2019 beantragte A.___ bei der Ge-

meinde Z.___ die Baubewilligung für den Umbau der Scheune (Vers.-

Nr. 003) und den Neubau einer Jauchegrube mit Laufhof. An der West-

fassade soll ein neuer Leistenschirm aus Lärche und ein neues Vor-

dach angebracht werden. An der Südfassade soll bei der bestehenden 

Öffnung ein neues Holztor eingebaut werden. Sodann ist vorgesehen, 

die Decke des Untergeschosses des Wohnhauses mit neuen Ge-

müse- und Blumenrabatten zu versehen. Den Baugesuchsplänen 

lässt sich entnehmen, dass – nebst der Nutzung der Scheune als Rin-

derstall für bis zu 20 Rinder mit Futtertenn (35,49 m2) – die weiteren 

Räume im Erdgeschoss der Scheune als Lager für Maschinen 

(30,76 m2), Geräte (13,77 m2) und Stroh (30,80 m2) sowie als Tech-

nikraum (18,41 m2) dienen. Die Fläche des Obergeschosses ist als 

Abstellraum (11,09 m2), Speicherraum (5,66 m2) sowie als Dachbo-

den/Futterlager (insgesamt 138,46 m2) geplant.  

 

b) A.___ hat die nebeneinanderliegenden Grundstücke Nrn. 001 

und 004 C.___ zur landwirtschaftlichen Nutzung (Pachtvertrag vom 

1. April 2019) verpachtet. Die landwirtschaftliche Nutzfläche auf den 

beiden Grundstücken beträgt rund 9,09 ha. Das Betriebszentrum der 

Pächterin auf dem Grundstück Nr. 005 liegt nördlich von X.___ im Ge-

biet «D.___», rund 1,8 km (Luftlinie) von der Scheune Vers.-Nr. 003 

auf dem Grundstück Nr. 001 entfernt.  

 

[…] 

(Ausschnitt Orthofoto; Quelle: Geoportal) 

 

c) Innert der Auflagefrist vom 29. Mai bis 11. Juni 2019 erhob die 

Stiftung WWF Einsprache gegen das Bauvorhaben. Sie brachte vor, 

die Scheune Vers.-Nr. 003 sei vom Baugesuchsteller abgebrochen 

und wieder aufgebaut worden. Sie weise daher keinen rechtmässigen 

Bestand auf. Vielmehr sei in Bezug auf die in Frage stehende 

zonenkonforme Nutzung von einem Neubau auszugehen und die 

Pächter hätten sich die gesamten Investitionskosten, also auch jene 

für den bereits getätigten Abbruch und Wiederaufbau der Scheune, 

anrechnen zu lassen. Eine vollständige neue Rindviehscheune 

erweise sich für die bestehende Weidenutzung als betrieblich nicht 

notwendig und überdimensioniert, zumal offen sei, über wie viele 

Wochen die Scheune tatsächlich für die Rindviehhaltung genutzt 

werde.  

 

d) Mit Amtsbericht vom 26. Mai 2020 hält das landwirtschaftliche 

Zentrum St.Gallen (abgekürzt LZSG) fest, das Bauvorhaben erscheine 

für die Haltung von rund 20 Jungtieren als sinnvoll, zweckmässig, mit-

hin als notwendig. Die Weidscheune inklusive Laufhof biete ideale Be-

dingungen für die tiergerechte Haltung des Jungviehs. Sofern die Tiere 

ärztlich abgeklärt werden müssen, können diese in der Weidscheune 

am Fressgitter schnell, unkompliziert und stressfrei behandelt werden. 

Mit der Weidehaltung werde der Tiertransport in das rund vier Kilome-

ter entfernte Betriebszentrum auf das Minimum begrenzt. Die Jung-

tiere würden bei Vegetationsbeginn auf die Weide gebracht und am 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 8/20 

 

Ende der Vegetationsperiode in das Betriebszentrum geholt. Zudem 

vermöge die Weidehaltung die Tierwohlprogramme des Bundes zu er-

füllen. Vorliegend sei eine mehrheitliche Weidenutzung der fraglichen 

Flächen vorgesehen. In Kombination mit einer Schnittnutzung werde 

die Grasbestockung und damit die Grasnarbe verbessert. Mit der 

Weidscheune könne das Raufutter vor Ort eingelagert werden. Die vor 

Ort geplante Güllengrube erlaube eine gewässerschutzkonforme La-

gerung und eine bodenschonende Ausbringung der Gülle. Dank der 

Weidenutzung und der reduzierten Schnittnutzung werde ein nahezu 

geschlossener Nährstoffkreislauf gefördert.  

 

Die landwirtschaftliche Nutzfläche von 9,09 ha entspreche einem Fut-

terpotential von rund 81 t Trockensubstanz an Heu und Emd, welches 

einen grösseren Tierbestand als 20 Jungtiere zu ernähren vermöge. 

Würde der gesamte Futterertrag in der Scheune eingelagert werden, 

stünde zu wenig Platz zur Verfügung. Infolge des vorgesehenen 

Weide-/Schnittregimes müsse jedoch weniger Futter eingelagert wer-

den. Für die Nutzung der Scheune sei davon auszugehen, dass der 

Weideanteil der Flächen derart bemessen wird, dass die zu konservie-

rende Fläche, d.h. deren Futterertrag, im Platzbedarf die vorhandenen 

Raum-Kapazitäten nicht übersteige. Dasselbe gelte für das Strohla-

ger. Dieses erscheine für einen Jungviehbestand von 20 Tieren als 

angemessen. Die geplante Remisenfläche (30,76 m2) erscheine für 

die Unterbringung von einzelnen Maschinen im Sinn der geplanten 

Schnitt-/Weidenutzung als ausreichend. Zudem sei das Vorhaben wirt-

schaftlich tragbar (Investitions- und Finanzierungsplan: Mittelbedarf 

Fr. 80'000.–).  

 

e) In ihrer Stellungnahme vom 15. Juli 2020 hält die Stiftung WWF 

fest, im Amtsbericht des LZSG sei von einem unzutreffenden Sachver-

halt ausgegangen worden. Vorliegend sei nicht allein der geplante 

Umbau der Scheune zu beurteilen. Das Gebäude sei vor Jahren un-

rechtmässig bis auf den gemauerten Stallteil abgebrochen und neu 

aufgebaut worden. Daher sei vorliegend nicht nur der geplante Umbau 

der Scheune, sondern auch – erneut – über die nachträgliche Bewilli-

gung des immer noch stehenden Gebäudes zu entscheiden. Zur 

Frage, ob der Neubau einer Weidscheune betrieblich notwendig und 

zweckmässig sowie wirtschaftlich tragbar sei, äussere sich der Amts-

bericht nicht. Im Weiteren enthalte der Amtsbericht keine Angaben 

dazu, wo die Tiere, wenn sie nicht in der Scheune seien, eingestallt 

seien. Sollte hierfür beim Betriebszentrum ausreichend Platz zur Ver-

fügung stehen, wäre ein zweiter Stall betrieblich nicht notwendig. An-

gesichts der hohen Investitionskosten (rund Fr. 300'000.–) sei die 

Scheune unter dem Aspekt einer vernünftigen bäuerlichen Betriebs-

führung als überdimensioniert zu beurteilen.  

 

f) In seinem Amtsbericht vom 13. Oktober 2020 ergänzte das 

LZSG seinen Bericht vom 26. Mai 2020. Es kam zum Schluss, selbst 

wenn von hypothetischen Neuerstellungskosten von Fr. 300'000.– 

auszugehen sei, vermöge der Betrieb der Pächterin diese Projektkos-

ten tragbar zu finanzieren. Während der Wintermonate würden sich 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 9/20 

 

die Jungtiere auf dem Heimbetrieb befinden. Der Weidstall entfalte 

seine zweckmässige Wirkung vor allem dann, wenn er während der 

Vegetationsperiode für die Beweidung der unmittelbar angrenzenden 

landwirtschaftlichen Nutzfläche gebraucht werde. Eine solche Nutzung 

erscheine unter dem Aspekt der Ökonomie der Kräfte und damit ver-

bunden mit einer standortgebundenen bäuerlichen Betriebsführung 

während der im Vergleich zu den Sommermonaten aufwändigeren 

Tierbetreuung während der Wintermonate als angezeigt.  

 

g) Mit raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 24. Februar 

2021 verweigerte das AREG die Zustimmung zur Baubewilligung. Es 

führt aus, das Baugesuch werde mit «Umbau» bezeichnet. Vorliegend 

sei zu prüfen, ob es sich entgegen der Angabe im Baugesuch um ei-

nen Neu- oder gegebenenfalls Umbau handle. Entscheidend seien die 

Eingriffe in die statische Tragsubstanz im Ganzen. Aufgrund der getä-

tigten baulichen Massnahmen sei eine nahezu neue Scheune ge-

schaffen worden. Die Scheune bestehe heute weitgehend nicht mehr 

in ihrer ursprünglichen Substanz und gelte als Neubau. Zu prüfen sei, 

ob die Scheune als Neubau als Weidstall in ihrer vorhandenen Grösse 

betriebsnotwendig und angemessen dimensioniert sei.  

 

Grundsätzlich sei vorliegend aufgrund der Grösse und der Organisati-

onsform von einem landwirtschaftlichen Gewerbe mit längerfristiger 

Zukunft auszugehen. Die bestehende Scheune erfülle allerdings nicht 

alle Kriterien für eine zonenkonforme Weidescheune. Die Erstellung 

eines Weidstalls für die Haltung von 20 Jungtieren auf einer Fläche 

von 9 ha erscheine grundsätzlich als ausgewiesen. Der Stall könne für 

die Unterbringung der Jungtiere während der Vegetationsperiode die-

nen. Inwieweit auch Raum für landwirtschaftliche Geräte und Maschi-

nen sowie Lagerraum für Futter in der vorliegenden Grösse vor Ort 

erforderlich sei, erscheine nicht zwingend betriebsnotwendig. Die 

Pächterin verfüge beim Betriebszentrum grundsätzlich über genügend 

Ökonomieflächen für die Futterlagerung und die Unterbringung land-

wirtschaftlicher Fahrzeuge und Geräte. In der Regel erfolge die Gras-

bewirtschaftung der umliegenden Wiesen mit den Maschinen direkt 

vom Betrieb aus, und diese werden dort nach der Arbeit wieder unter-

gebracht. Das kurzfristige Abstellen von Maschinen und Geräten 

könne beim Weidstall erfolgen. Eine vollständige Lagerung in der 

Scheune des aus den 9 ha Wiesland erwirtschafteten Grundfutters er-

scheine nicht zwingend erforderlich. Die Rinder würden über die Win-

termonate beim Betriebszentrum untergebracht und erhielten dort das 

notwendige Futter. Der Bedarf an Lagervolumen für die 20 Jungtiere 

bei der Scheune dürfte während der Weidezeit tiefer liegen, da die 

Tiere nicht über die Wintermonate im Stall gehalten werden und wäh-

rend der Weidezeit das Futter überwiegend auf den Wiesen fressen 

würden. Ein kleineres Futterlager würde somit genügen. Die vorhan-

dene Scheune sei für einen Weidstall vor Ort für die Haltung von 

20 Jungtieren überdimensioniert. Die Grösse wirke sich somit auf die 

Wirtschaftlichkeit des Betriebs mit den höheren Erstellungskosten und 

einem höheren Pachtzins negativ aus. Dabei sei nicht erheblich, ob 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 10/20 

 

die Pächterin die Kosten auch tragen könne. Für die vorgesehene Nut-

zung erscheine die Investition (Fr. 300'000.– für Stallbau) wirtschaft-

lich unverhältnismässig. Die effektiven Baukosten könnten an dem Be-

trieb mit der Weidehaltung objektiv nicht erwirtschaftet werden.  

 

Im Weiteren gelte in der Landwirtschaftszone grundsätzlich das Gebot 

der haushälterischen Bodennutzung. Ökonomiegebäude, die neu er-

stellt werden sollen, seien nur dann zonenkonform, wenn sie mit dem 

landwirtschaftlichen Betriebszentrum in einer räumlich engen Verbin-

dung stehen würden. Vorliegend würden der Weidstall und das Be-

triebszentrum rund 2,5 km Fahrdistanz auseinanderliegen. Eine räum-

liche enge Verbindung zum Betriebszentrum bestehe daher nicht. Die 

Nutzung der Baute in ihrer Grösse als Sommerweidstall für die Rinder 

mit den nötigen Anpassungen am Gebäude und seiner Umgebung sei 

weder betriebsnotwendig noch erwünscht. Schliesslich könne auch 

keine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erteilt werden.  

 

h) Mit Gesamtentscheid vom 7. Juni 2022 wies die Baukommission 

Z.___ das Baugesuch von A.___ ab und hiess die öffentlich-rechtliche 

Einsprache der Stiftung WWF gut. Zur Begründung führte die Baukom-

mission aus, nachdem das AREG in der raumplanungsrechtlichen 

Teilverfügung zum Ergebnis komme, das vorliegende Bauvorhaben 

sei nicht zonenkonform und eine Ausnahmebewilligung könne nicht 

erteilt werden, sei das Baugesuch abzuweisen.  

  

C.  

Gegen diesen Beschluss erhob A.___ mit Schreiben vom 21. Juni 

2022 Rekurs beim Bau- und Umweltdepartement. Mit Rekursergän-

zung vom 24. August 2022 stellt er, neu vertreten durch Dr.iur. Werner 

Ritter, Rechtsanwalt, Widnau, folgende Anträge:  
 

I. Materielle Anträge: 

1. Die Verfügung der Baukommission der Politischen 
Gemeinde Z.___ vom 07. Juni 2022 und die raumpla-
nungsrechtliche Teilverfügung des Amts für Raument-
wicklung und Geoinformation des Kantons St.Gallen, 
Abteilung Bauen ausserhalb Bauzonen, vom 24. Feb-
ruar 2021 betreffend das Baubewilligungsverfahren 
Baugesuch Nr. 2019-040 betreffend Umbau Rindvieh-
scheune und Neubau Jauchegrube auf dem Grund-
stück Nr. 001, W.___ 002, X.___, seien aufzuheben.  

2. Die kantonale Genehmigung gemäss RPG Art. 25 
Abs. 2 sowie die Baubewilligung für das Bauvorhaben 
gemäss dem Baugesuch Nr. 2019-040 betreffend Um-
bau Rindviehscheune und Neubau Jauchegrube auf 
dem Grundstück Nr. 001, W.___ 002, X.___, seien un-
eingeschränkt zu erteilen.  

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 11/20 

 

3. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung im 
Sinne der Erwägungen des Baudepartements an die 
beiden Vorinstanzen zurückzuweisen.  

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 
Barauslagen von pauschal 4 % und Mehrwertsteuer 
zu Lasten der Rekursgegnerin, eventualiter der Politi-
schen Gemeinde Z.___ und des Amts für Raument-
wicklung und Geoinformation des Kantons St.Gallen.  

II. Anträge zum Verfahren: 

1. Es sei ein Rekursaugenschein vor Ort durchzuführen.  

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 
Barauslagen von pauschal 4 % und Mehrwertsteuer 
zu Lasten der Rekursgegnerin, eventualiter der Politi-
schen Gemeinde Z.___ und des Amts für Raument-
wicklung und Geoinformation des Kantons St.Gallen.  

Zur Begründung wird geltend gemacht, vorliegend diene das Bauvor-

haben einem landwirtschaftlichen Verwendungszweck sowie der bo-

denabhängigen Bewirtschaftung der Grundstücke Nrn. 004 und 001 

rund um die Scheune Vers.-Nr. 003. Ebenso sei das Bauvorhaben für 

die Beweidung der beiden Grundstücke mit Jungvieh und für die übri-

gen landwirtschaftlichen Tätigkeiten auf den beiden Grundstücken be-

triebsnotwendig. In der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung setze 

sich das AREG in willkürlicher Weise über den Amtsbericht des LZSG 

hinweg. Das AREG lege nicht dar, weshalb es zum Schluss komme, 

der Raum für die landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen sowie die 

Futterlagerung erscheine nicht als zwingend erforderlich, da die Päch-

terin beim Betriebszentrum über genügend Fläche verfüge. Weiter be-

gründe das AREG nicht, weshalb die geplante Investition in einem 

Missverhältnis zum erwarteten Ertrag stehe. Bauten und Anlagen 

seien betriebsnotwendig, wenn sie den objektiv erforderlichen Arbeits-

vorgängen dienten. Dies sei vorliegend der Fall. Zum selben Ergebnis 

komme auch das LZSG. Es sei vorliegend sinnvoll, für die Beweidung 

mit Jungvieh und die übrigen landwirtschaftlichen Tätigkeiten einen 

Weidstall zu errichten. Ein Viehtrieb über 2,5 km sei weder sachge-

recht noch wirtschaftlich. Darüber hinaus handle es sich beim Betrieb 

der Pächterin um einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb. Zum 

selben Schluss gelange auch das AREG. Entgegen der Auffassung 

des AREG handle es sich beim Baugesuch nicht um ein neues Bau-

gesuch, sondern um ein neues Baugesuch im Sinn eines Wiedererwä-

gungsgesuchs. Die Sachlage habe sich in Bezug auf die angeordnete 

Wiederherstellung vorliegend geändert, da die bis anhin nicht landwirt-

schaftlich genutzte Scheune neu landwirtschaftlich genutzt werde.  

 

D.  

a) Mit Vernehmlassung vom 28. September 2022 beantragt die 

Rekursgegnerin, den Rekurs unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

abzuweisen. Zur Begründung wird geltend gemacht, gemäss raumpla-

nungsrechtlicher Teilverfügung des AREG handle es sich vorliegend 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 12/20 

 

um einen Neubau und nicht um einen Umbau. Die bestehende 

Scheune verfüge über keinen Bestandesschutz. Für die Beurteilung, 

ob die umzubauende Scheune betrieblich notwendig sei, seien zu den 

Umbaukosten auch die Erstellungskosten für die unrechtmässig be-

stehende Scheune zu berücksichtigen. Solche Kosten für die tempo-

räre Haltung von 20 Rindern liessen sich aus wirtschaftlichen Überle-

gungen nicht mit einer vernünftigen Betriebsführung in Einklang brin-

gen. Der für die Haltung der Rinder notwendige Witterungsschutz 

liesse sich auch ohne Investitionen in dieser Höhe erstellen. Dies zeige 

auch die langjährige Nutzung des Wieslands ohne gleichzeitige Nut-

zung der Scheune. Rinder würden sodann in den Sommermonaten 

auch die Nacht in der Regel auf der Weide verbringen. Bei hohem Un-

gezieferdruck schützten sie sich gegenseitig. Wenn die Temperaturen 

anstiegen, würden sich die Tiere Schattenplätze suchen. Hierzu wür-

den sie, je nach Weideregime, nicht mehrere 100 Meter zum Stall lau-

fen, sondern unter einem Baum Schutz suchen. Sollten keine natürli-

chen Schattenplätze vorhanden sein, reiche ein mobiler Sonnen-

schutz. Auch zur Versorgung der Tiere sei ein mobiler Wassertank 

ausreichend, da die Tiere nicht mehrere 100 Meter zum Stall zurück-

laufen würden, um zu trinken. Der Neubau des Weidstalls sei als über-

dimensioniert zu beurteilen.  

 

b) In der Stellungnahme vom 31. Oktober 2022 verweist das AREG 

auf die Begründung der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung vom 

24. Februar 2021 und beantragt die Abweisung des Rekurses.  

 

c) Mit Eingabe vom 4. Januar 2023 nimmt der Rekurrent Stellung 

zur Vernehmlassung der Rekursgegnerin vom 28. September 2022. 

Er führt aus, die geplante Baute sei am vorgesehenen Standort objek-

tiv notwendig. Es komme kein besserer Standort in Betracht und das 

Vorhaben beschränke sich auf das objektiv Notwendige. Aufgrund der 

Grösse und der Nutzung der Grundstücke Nrn. 004 und 001 stehe die 

geplante Investition in keinem Missverhältnis zum erwarteten Nutzen. 

Die beiden Grundstücke würden während der Vegetationszeit der 

Schnitt- und Weidenutzung dienen. Seit mehreren Jahren weide wäh-

rend der Weidemonate Jungvieh auf dem Land rund um die Scheune. 

Die Nutzung des Stalls sei aus ökologischen Gründen sinnvoll und die 

Tiere könnten vor ausserordentlichen Witterungsverhältnissen ge-

schützt werden.  

 

d) Mit Schreiben vom 31. Juli 2023 äussert sich die Pächterin des 

Grundstücks Nr. 001 zum vorliegend strittigen Bauvorhaben. Sie hält 

fest, die Flächen auf den Grundstücken Nrn. 004 und 001 dienten wäh-

rend der Vegetationszeit als Schnitt- und Weidenutzung. Ihr Jungvieh 

sei schon seit vielen Jahren auf diesen Flächen. Die Flächen stellten 

eine wichtige und langfristig gesicherte Raufutterfläche dar. Durch den 

Umbau der Scheune und eine neue Jauchegrube könnten die Hal-

tungsbedingungen der Rinder verbessert, den zukünftigen Herausfor-

derungen bezüglich Witterungsverhältnisse entgegengetreten, eine 

optimalere Gülleausbringung forciert und schliesslich die Produktivität 

des Betriebs erhöht werden. Ein Weidstall wäre gewinnbringend, weil 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 13/20 

 

bezüglich Weidebeginn auf die jeweiligen Wetterverhältnisse reagiert 

werden könnte. Der Weidstall soll den Jungtieren Witterungsschutz 

bieten. Aufgrund der Topographie und des Verkehrs sei es nicht mög-

lich, die Tiere zum Betriebszentrum zu treiben. Der Verlad bedeute 

Stress für die Tiere. Die Unterbringung des Güllen-Materials (Ver-

schlauchung, Verteiler und Schlauchhaspel) sowie der Gerätschaften 

für das Weidemanagement vor Ort wäre sinnvoll. Die Notwendigkeit 

der Scheune sei vom LZSG bestätigt worden.  

 

E.  

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten in den vor-

genannten Eingaben wird – soweit erforderlich – in den Erwägungen 

eingegangen.  

Erwägungen 

1.  

1.1 Die Zuständigkeit des Bau- und Umweltdepartementes ergibt 

sich aus Art. 43bis des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(sGS 951.1; abgekürzt VRP).  

 

1.2 Die Frist- und Formerfordernisse von Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 

VRP sind erfüllt. Die Rekursberechtigung ist gegeben (Art. 45 VRP). 

Auf den Rekurs ist einzutreten.  

 

2.  

Der Rekurrent beantragt die Durchführung eines Augenscheins.  

 

2.1 Nach Art. 12 Abs. 1 VRP ermittelt die Behörde oder das von ihr 

beauftragte Verwaltungsorgan den Sachverhalt und erhebt die Be-

weise von Amtes wegen durch Befragen von Beteiligten, Auskunfts-

personen und Zeugen, durch Beizug von Urkunden, Amtsberichten 

und Sachverständigen, durch Augenschein sowie auf andere geeig-

nete Weise. Sind zur Wahrung des öffentlichen Interesses keine be-

sonderen Erhebungen nötig, so sind nur die von den Beteiligten ange-

botenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsa-

chen aufzunehmen (Art. 12 Abs. 2 VRP). Der Augenschein ist die un-

mittelbare sinnliche Wahrnehmung von Tatsachen durch die entschei-

dende Instanz. Er dient der unmittelbaren Wahrnehmung von (in der 

Regel streitigen) Tatsachen und/oder dem besseren Verständnis des 

Sachverhalts. Ob ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im pflicht-

gemässen Ermessen der urteilenden Instanz. Ergibt sich eine Tatsa-

che zweifelsfrei aus den Akten, so braucht sie nicht durch einen Au-

genschein überprüft zu werden. Dies gilt auch für unbestrittene Be-

hauptungen, sofern eine Nachprüfung nicht durch öffentliche Interes-

sen geboten erscheint (B. MÄRKLI, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], 

Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zü-

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 14/20 

 

rich/St.Gallen 2020, Art. 12 N 50; CAVELTI/VÖGELI, Verwaltungsge-

richtsbarkeit im Kanton St.Gallen, 2. Aufl., St.Gallen 2003, Rz. 966; 

BDE Nr. 37/2021 vom 3. Mai 2021 Erw. 3.1).  

 

2.2 Die entscheidenden tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich 

vorliegend vollständig aus den Baugesuchsakten und –plänen, den 

übrigen Verfahrensakten sowie dem öffentlich zugänglichen Geopor-

tal. Auf die Durchführung eines Augenscheins kann daher verzichtet 

werden. Der Antrag ist abzuweisen.  

 

3.  

Der Rekurrent bringt vor, das AREG lege nicht dar, weshalb der Raum 

für die landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen sowie die Lagerung 

von Futter nicht als erforderlich erscheine und weshalb die geplante 

Investition in einem Missverhältnis zum erwarteten Ertrag stehe. Damit 

macht er sinngemäss eine Verletzung der Begründungspflicht geltend. 

 

3.1 Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt unter anderem, 

dass die Behörde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechts-

stellung Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und 

in der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die grundsätzliche 

Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen (BUDE Nr. 92/2022 

vom 10. Oktober 2022 Erw. 4.1). Nach der Rechtsprechung muss die 

Begründung des angefochtenen Entscheids so abgefasst sein, dass 

gegebenenfalls eine sachgerechte Anfechtung des Entscheids ermög-

licht wird. Dies ist möglich, wenn sowohl der Betroffene als auch die 

Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild 

machen können; in diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überle-

gungen genannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und 

auf welche sich ihr Entscheid stützt. Allerdings bedeutet dies nicht, 

dass sich die Behörde ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Be-

hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss; 

vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge-

sichtspunkte beschränken (VerwGE B 2018/52 vom 27. Februar 2019 

Erw. 2.2.3 mit Hinweisen). 

 

3.2 Das AREG legt in seiner raumplanungsrechtlichen 

Teilverfügung ausführlich dar, weshalb es die vorgesehene 

Lagerfläche für Futter, Geräte und Maschinen als überdimensioniert 

und damit als nicht betriebsnotwendig erachtet. Im Weiteren wird 

aufgezeigt, weshalb es unter ökonomischen Aspekten 

unverhältnismässig erscheine, für die beabsichtigte Nutzung eine 

Scheune in dieser Grösse zu finanzieren. Die wesentlichen 

Überlegungen des AREG, weshalb es zum strittigen Bauvorhaben 

keine Zustimmung erteilen kann und von der Einschätzung des LZSG 

abweicht, wurden mithin aufgeführt. Dass der Rekurrent in materieller 

Hinsicht eine andere Schlussfolgerung als das AREG vertritt, betrifft 

nicht die Begründungspflicht. Wie auch die Rekursergänzung zeigt, 

war eine sachgerechte Anfechtung des Gesamtentscheids möglich. 

Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor.  

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 15/20 

 

4.  

Der Rekurrent rügt, das vorliegend strittige Bauvorhaben sei aufgrund 

des Tierwohls und der übrigen landwirtschaftlichen Tätigkeiten 

betriebsnotwendig und daher zonenkonform nach Art. 16a RPG i.V.m. 

Art. 34 Abs. 4 RPV. Das AREG habe sich in willkürlicher Weise über 

den Bericht des LZSG hinweggesetzt.  

 

4.1 Demgegenüber vertritt das AREG die gegenteilige Ansicht. Es 

gelangte in seiner raumplanungsrechtlichen Teilverfügung zum 

Schluss, die Scheune sei überdimensioniert, mithin nicht betriebsnot-

wendig, und daher nicht zonenkonform.  

 

4.2 Nach Art. 22 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördli-

cher Bewilligung errichtet oder geändert werden (Abs. 1). Vorausset-

zung einer Baubewilligung ist nach Art. 22 Abs. 2 Bst. a RPG unter 

anderem, dass Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone 

entsprechen. Wenn – wie vorliegend – ein Bauvorhaben in der Land-

wirtschaftszone und damit ausserhalb der Bauzone betroffen ist, rich-

tet sich die Zonenkonformität nach Art. 16a RPG. Gemäss Art. 16a 

Abs. 1 RPG sind Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone zo-

nenkonform, wenn sie zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder 

für den produzierenden Gartenbau nötig sind. Der erweiterte Gehalt 

der Zonenkonformität ist in Art. 34 ff. RPV umschrieben. Gemäss 

Art. 34 Abs. 4 RPV darf die Bewilligung nur erteilt werden, wenn die 

Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig ist 

(Bst. a), wenn der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort 

keine überwiegenden Interessen entgegenstehen (Bst. b) und wenn 

der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (Bst. c).  

 

Die Voraussetzungen der Zonenkonformität von Art. 16a RPG sind 

streng auszulegen. Allfällige Neubauten haben sich auf das für die 

landwirtschaftliche Tätigkeit Nötigste zu beschränken (BGE 133 II 370 

Erw. 4.1 mit Hinweisen). Die Vorgaben von Art. 34 Abs. 4 RPV gelten 

für alle Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone, ungeachtet 

ob sie der bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der inneren Aufsto-

ckung dienen (BGE 133 II 370 Erw. 4.2). Bei der Standortwahl für Bau-

ten und Anlagen in der Landwirtschaftszone ist der Bauherr mit Blick 

auf Art. 34 Abs. 4 Bst. a und b RPV somit nicht frei. Es besteht kein 

Anspruch, ein grundsätzlich zonenkonformes Projekt irgendwo in der 

Zone aufstellen zu dürfen (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 

1C_372/2007 vom 11. August 2008 Erw. 3.1). Vielmehr muss der Bau-

herr nachweisen, dass die Baute oder Anlage am vorgesehenen 

Standort objektiv notwendig ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse da-

ran besteht, die streitige Baute am gewählten Ort zu errichten und – 

nach Abwägung aller Interessen – kein anderer, besser geeigneter 

Standort in Betracht kommt (Urteil des Bundesgerichtes 1C_567/2015 

vom 29. August 2016 Erw. 6.1 mit Hinweisen). Der Konzentrations-

grundsatz verlangt in der Regel, dass der Standort beim landwirt-

schaftlichen Betriebszentrum liegt (RUCH/MUGGLI, in: Aemiseg-

ger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 16/20 

 

ausserhalb der Bauzone, Zürich/Basel/Genf 2017, Art. 16a N 46). Be-

triebsbauten müssen für ihren individuellen Zweck nötig sein, das 

heisst, sie dürfen namentlich nicht überdimensioniert sein. Dies folgt 

aus dem Grundsatz, dass die Landwirtschaftszone weitgehend von 

Überbauungen freizuhalten ist. Betriebsbauten sind dann nötig, wenn 

sie den objektiv erforderlichen Arbeitsvorgängen dienen. Dazu gehö-

ren unter anderem das Unterbringen von Tieren und Maschinen sowie 

weiteren Betriebseinrichtungen, vor allem Stallbauten, Scheunen, Si-

los, Remisen (RUCH/MUGGLI, a.a.O., Art. 16a N 47 f.; Urteil des Bun-

desgerichtes 1C_110/2010 vom 26. Oktober 2010 Erw. 3.1).  

 

4.3 Vorliegend ist unbestritten, dass die Scheune vor rund 18 Jah-

ren fast vollständig abgebrochen und wiederaufgebaut wurde. Diese 

baulichen Massnahmen wurden bis anhin nicht bewilligt. Die Scheune 

bildete seither Gegenstand diverser Verfahren, in welchen versucht 

wurde, diese zu legalisieren. Dies ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht 

gelungen, und die aktuell bestehende Scheune ist sowohl formell als 

auch materiell rechtswidrig. Weitergehend wurde auch die Wiederher-

stellung des rechtmässigen Zustands rechtskräftig verfügt, wobei in 

Bezug auf die konkreten Rückbaumassnahmen festgehalten wurde, 

dies folgten in einer (im Zeitpunkt der Rekurserhebung noch ausste-

henden) separaten Verfügung. Da kein rechtmässiger Bestand gege-

ben ist, ist die Bewilligungsfähigkeit der bestehenden Scheune mit den 

geplanten baulichen Anpassungen als Gesamtes zu beurteilen. Dabei 

ist unerheblich, wie das eingereichte Gesuch des Rekurrenten zu be-

titeln ist, da es ihm sowieso möglich wäre, für die gesamte Scheune 

samt den nun geplanten Umbaumassnahmen ein neues Baugesuch 

einzureichen. Wie sich nachstehend ergibt, ist das Bauvorhaben des 

Rekurrenten nicht bewilligungsfähig, weshalb ohnehin kein Grund für 

eine – wie von ihm vorgebracht – Wiedererwägung vorliegen würde.  

 

4.4 Das strittige Projekt sieht vor, dass der bestehende Stall umge-

baut sowie mit einem Laufstall und einer Jauchegrube erweitert wer-

den soll. Der Stall soll als Weidstall mit Futtertenn für 20 Jungrinder 

mit Tiefstroh und Auslauf genutzt werden. Wie aus dem mit dem Bau-

gesuch eingereichten Betriebskonzept hervorgeht, dienen die Grund-

stücke Nrn. 001 und 004 während der Vegetationszeit der Schnitt- und 

Weidenutzung und weidet ein grosser Teil der Jungtiere der Pächterin 

während der Weidemonate auf dieser Fläche. Die Pächterin weist in 

ihrem Betriebskonzept weiter daraufhin, dass mit einem Weidstall die 

Jungtiere witterungsunabhängig gehalten werden können, was dem 

Tierwohl diene. Im Weiteren könne Mehraufwand durch Hin- und 

Rücktransport zum Betriebszentrum vermieden werden.  

 

Gemäss den Baugesuchsplänen sind die weiteren neben dem Stall 

und dem Futtertenn (35,49 m2) bestehenden Räume der Scheune im 

Erdgeschoss als Lager für Maschinen (30,76 m2), Geräte (13,77 m2) 

und Stroh (30,80 m2) sowie als Technikraum (18,41 m2) angedacht.  

 

[…] 

(Ausschnitt Grundriss Erdgeschoss) 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 17/20 

 

 

Das Obergeschoss ist in einen Abstellraum (11,09 m2), einen Spei-

cherraum (5,66 m2) sowie einen Dachboden bzw. ein Futterlager (ins-

gesamt 138,46 m2) unterteilt.  

 

[…] 

(Ausschnitt Grundriss Obergeschoss) 

 

4.5 Vorliegend ist unbestritten, dass der Landwirtschaftsbetrieb der 

Pächterin voraussichtlich längerfristig bestehen und die vorgesehenen 

baulichen Massnahmen finanziell tragen kann, unabhängig davon, ob 

von Umbaukosten (Mittelbedarf Fr. 80'000.– gemäss Investitions- und 

Finanzierungsplan LZSG) oder Neuerstellungskosten (gemäss Schät-

zung WWF Fr. 300'000.–) auszugehen ist. Ebenso wenig wird in Ab-

rede gestellt, dass es sich beim Betrieb der Pächterin um einen land-

wirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb handelt. Hingegen ist umstritten, 

ob die projektierte Scheune samt Laufhof und neuer Jauchegrube für 

die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig im Sinn der Rechtspre-

chung ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. a RPV). 

 

4.6 Aus Sicht des AREG erscheint die Erstellung eines Weidstalls 

für die Haltung von 20 Jungtieren gemäss ihrer raumplanungsrechtli-

chen Teilverfügung grundsätzlich als ausgewiesen. Soweit der Rekur-

rent und die Pächterin also mit dem Tierwohl argumentieren, wird 

durch das AREG nicht grundsätzlich in Abrede gestellt, dass für die 

Tierhaltung irgendeine Form von Witterungsschutz vorhanden sein 

darf.  

 

Die Scheune stellt aber unbestrittenermassen nicht ein blosser Unter-

stand dar, der den Tieren Schutz vor Witterungseinflüssen gewähren 

kann, sondern dient auch zu grossen Teilen als Lagerfläche für Futter, 

Maschinen und Geräte. Dies ist gemäss den Ausführungen des AREG 

in seiner Teilverfügung hauptsächlich der Grund dafür, dass das Bau-

vorhaben als überdimensioniert und damit nicht betriebsnotwendig ge-

mäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a RPV beurteilt wird. Dazu äussert sich der 

Rekurrent auf Rekursebene – im Gegensatz zu seinen Darlegungen 

hinsichtlich des Tierwohls – allerdings nicht substantiiert. Er verweist 

in diesem Zusammenhang lediglich auf den Bericht des LZSG vom 

26. Mai 2020 und darauf, dass der vorgesehene Raum für die übrigen 

landwirtschaftlichen Tätigkeiten notwendig sei. Er nimmt insbesondere 

keine fundierte Stellung dazu, weshalb entgegen der Auffassung des 

AREG und unter Berücksichtigung der strengen Auslegung der Zonen-

konformität nach Art. 16a RPG so viel Lagerfläche als betriebsnotwen-

dig zu betrachten sei. Es erscheint – wie vom AREG aufgeführt – 

schlüssig, dass keine grosse Fläche für die Futterlagerung erforderlich 

ist, wenn die 20 Jungtiere während der Vegetationsperiode auf der 

Wiese weiden und während der Wintermonate im Betriebszentrum der 

Pächterin untergebracht werden. Weshalb trotzdem eine Fläche für 

die Futterlagerung von 138,46 m2 im Obergeschoss der Scheune als 

betriebsnotwendig erachtet werden soll, ist daher nicht ersichtlich. Fer-

ner besteht für derart viel Lagerraum für Maschinen und Geräte (im 

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 18/20 

 

EG der Scheune 44,53 m2) objektiv ebenfalls keine Notwendigkeit, da 

es sich um einen bestehenden landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb 

handelt, dessen Betriebszentrum in wenigen Fahrminuten erreichbar 

ist und die für den Betrieb erforderlichen Maschinen und Geräte vor-

handen sind. Ohnehin würden bei dieser Sachlage bereits aus be-

triebswirtschaftlichen Gründen kaum für die Weide- und Schnittnut-

zung extra neue (kostspielige) Geräte und Maschinen (bspw. Trakto-

ren, Kreiselheuer) angeschafft werden, um diese in der Scheune auf 

dem Baugrundstück zu lagern. Selbst wenn kurzzeitig die namentlich 

für die Güllenaustragung erforderlichen Geräte bei der Scheune abge-

stellt werden müssten, ist keine Scheune in dieser Grösse erforderlich. 

Wofür darüber hinaus aus objektiver Sicht im Erdgeschoss ein Tech-

nikraum sowie im Obergeschoss ein Abstellraum benötigt werden soll, 

wird ebenfalls nicht aufgezeigt. Im Weiteren lässt der Rekurrent – wie 

auch das LZSG in seinen beiden Berichten – gänzlich den vom AREG 

in seiner Teilverfügung erwähnten Grundsatz der haushälterischen 

Bodennutzung ausser Acht. Der Rekurrent weist nicht nach, weshalb 

in Abweichung des Konzentrationsgrundsatzes die Scheune, die nur 

wenige Fahrminuten vom Betriebszentrum entfernt ist, in dieser 

Grösse auf dem Baugrundstück objektiv notwendig sein soll. Es ist 

ausgeschlossen, dass eine auf rationelle Bewirtschaftung bedachte 

Landwirtin für die Haltung von 20 Jungrindern auf der Weide mit einer 

Nutzfläche von rund 9,09 ha während der Vegetationsperiode eine 

derart grosse Scheune gemäss den Baugesuchsunterlagen erstellen 

würde. Würde vom Nichtbestand der bestehenden rechtswidrigen 

Scheune ausgegangen werden, würde unter betriebswirtschaftlichen 

Aspekten für das Jungvieh, das einzig während ein paar Monaten dort 

weidet, keine Scheune in dieser Grösse projektiert werden. Das Bau-

vorhaben ist vielmehr ein weiterer Versuch, die bestehende rechtswid-

rige Scheune in einen rechtmässigen Zustand zu überführen. Aus-

gangspunkt der Ausarbeitung des Projekts war offenkundig nicht, wel-

che Art von Baute für die Weide- und Schnittnutzung auf dem Bau-

grundstück objektiv tatsächlich betriebsnotwendig wäre.  

 

Bei dieser Sachlage bestanden für das AREG somit auch hinreichend 

sachliche Gründe, in der raumplanungsrechtlichen Teilverfügung von 

der Einschätzung des LZSG abzuweichen.  

 

4.7 Vor diesem Hintergrund erweist sich das Bauvorhaben des Re-

kurrenten als überdimensioniert und ist dementsprechend nicht be-

triebsnotwendig gemäss Art. 16a RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 Bst. a 

RPV. Im Übrigen ist die Notwendigkeit des strittigen Vorhabens bereits 

deshalb zweifelhaft, weil sowohl die Pächterin als auch der Rekurrent 

angeben, dass die Fläche bereits seit Jahren als Weidefläche genutzt 

werde. Ob und in welcher Grösse ein Weidstall für die Jungtiere über-

haupt zonenkonform wäre, braucht bei diesem Ausgang nicht beant-

wortet zu werden.  

 

5.  

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 19/20 

 

Zusammenfassend ergibt sich, dass das Bauvorhaben des Rekurren-

ten nicht zonenkonform und damit nicht bewilligungsfähig ist. Der Re-

kurs erweist sich deshalb als unbegründet und ist abzuweisen.  

 

6.  

6.1 Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die 

Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen 

werden. Die Entscheidgebühr beträgt Fr. 3'000.– (Nr. 20.13.01 des 

Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung, 

sGS 821.5). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die 

amtlichen Kosten dem Rekurrenten zu überbinden.  

 

6.2 Der vom Rekurrenten am 6. Juli 2022 geleistete Kostenvor-

schuss von Fr. 1'800.– ist anzurechnen. 

 

7.  

Rekurrent und Rekursgegnerin stellen ein Begehren um Ersatz der 

ausseramtlichen Kosten. 

 

7.1 Im Rekursverfahren werden ausseramtliche Kosten entschädigt, 

soweit sie auf Grund der Sach- und Rechtslage notwendig und ange-

messen erscheinen (Art. 98 Abs. 2 VRP). Die ausseramtliche Entschä-

digung wird den am Verfahren Beteiligten nach Obsiegen und Unter-

liegen auferlegt (Art. 98bis VRP). Die Vorschriften der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung (SR 272) finden sachgemäss Anwendung 

(Art. 98ter VRP).  

 

Nicht anwaltlich vertretene Verfahrensbeteiligte haben grundsätzlich 

mangels eines besonderen Aufwands keinen Anspruch auf eine aus-

seramtliche Entschädigung (Art. 98ter VRP in Verbindung mit Art. 95 

Abs. 3 Bst. c ZPO). Dass ihnen gleichwohl ersatzfähige Kosten für 

Umtriebe erwachsen, ist ungewöhnlich und bedarf deshalb einer be-

sonderen Begründung. Eine Umtriebsentschädigung erfolgt somit nur 

ausnahmsweise, insbesondere wenn es sich um eine komplizierte Sa-

che mit hohem Streitwert handelt, wenn der getätigte Aufwand erheb-

lich ist und zwischen dem betrieblichen Aufwand und dem Ergebnis 

der Interessenwahrung ein vernünftiges Verhältnis besteht. Nicht an-

waltlich vertretenen Personen spricht das Bau- und Umweltdeparte-

ment lediglich eine Umtriebsentschädigung ohne Bezugnahme auf 

den Anwalts- oder einen anderen Branchentarif zu, und zwar praxis-

gemäss in der Höhe von Fr. 300.– bis Fr. 500.– (vgl. VerwGE 

B 2013/178 vom 12. Februar 2014 Erw. 4.3 ff. und 5 ff., zusammenge-

fasst in: Baudepartement SG, Juristische Mitteilungen 2014/I/6). 

 

7.2 Die Rekursgegnerin obsiegt mit ihren Anträgen. Damit stünde 

ihr grundsätzlich eine ausseramtliche Entschädigung zu. Da sie aber 

während der Dauer des Verfahrens nicht anwaltlich vertreten war und 

ihren Antrag nicht begründet, ist ihr Begehren um Ersatz der ausser-

amtlichen Kosten abzuweisen. 

  

 

 

 

 

 

 
 
 

Entscheid des Bau- und Umweltdepartementes SG (Nr. 113/2023), Seite 20/20 

 

7.3 Da der Rekurrent mit seinen Anträgen unterliegt, hat er von 

vornherein keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung. 

Sein Begehren ist deshalb abzuweisen. 

Entscheid 

1.  

Der Rekurs von A.___, X.___, wird abgewiesen. 

 

2.  

a) A.___ wird eine Entscheidgebühr von Fr. 3'000.– auferlegt.  

 

b) Der am 6. Juli 2022 von A.___ geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 1'800.– wird angerechnet. 

 

3.  

a) Das Begehren der B.___, Y.___, um Ersatz der ausseramtlichen 

Kosten wird abgewiesen.  

 

b) Das Begehren von A.___ um Ersatz der ausseramtlichen Kos-

ten wird abgewiesen.   

 

 

 

Die Vorsteherin 

 

 

 

Susanne Hartmann 

Regierungsrätin 

 

 

	Publikationsplattform
	Kanton St.Gallen und St.Galler Gemeinden
	BUDE 2023 Nr. 113
	Baurecht, Art. 16a RPG, Art. 34 RPV. Wenn ein Bauvorhaben in der Landwirtschaftszone und damit ausserhalb der Bauzone betroffen ist, richtet sich die Zonenkonformität nach Art. 16a RPG. Der erweiterte Gehalt der Zonenkonformität ist in Art. 34 ff. RPV umschrieben. Die Voraussetzungen der Zonenkonformität von Art. 16a RPG sind streng auszulegen. Betriebsbauten müssen für ihren individuellen Zweck nötig sein, das heisst, sie dürfen namentlich nicht überdimensioniert sein (Erw. 4.2). Vorliegend erweist sich das Bauvorhaben als überdimensioniert und ist dementsprechend nicht betriebsnotwendig gemäss Art. 16a RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV (Erw. 4.6). Abweisung des Rekurses.