# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58766972-9d58-5767-a6e7-189ed242921c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.04.2025 LE240037
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE240037_2025-04-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LE240037-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Oberrichter lic. iur. K. Vogel

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Beschluss und Urteil vom 29. April 2025

in Sachen

A._____, 
Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin

vertreten durch Avv. X1._____

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____

gegen

B._____, 
Gesuchsteller und Berufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,

betreffend Eheschutz

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Bülach vom 4. Oktober 2024 (EE230072-C)

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Rechtsbegehren:

des Gesuchstellers (Urk. 3C/33 S. 1 f.):

"1. Es sei dem Gesuchsteller rückwirkend ab 23. April 2023 das Ge-
trenntleben zu bewilligen;

 2. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsteller an den 
Unterhalt von C._____ rückwirkend seit 23. April 2023 und für die 
Dauer des Getrenntlebens monatlich im Voraus angemessene Un-
terhaltsbeiträge von mindestens wie folgt zuzüglich allfällige Kinder- 
und Ausbildungszulagen zu bezahlen: 
- ab 23. April 2023 bis 31. Dezember 2023 CHF 1'139.65
- ab 1. Januar 2024 bis 30. April 2024 CHF 1'078.15
- ab 1. Mai 2024 für die Dauer des Getrenntlebens

CHF 1'178.50
 3. Es sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, sich an den ausgewie-

senen ausserordentlichen Kinderkosten von C._____, welche nicht 
von einem Dritten erhältlich gemacht werden können, 
finanziell zu 50 % zu beteiligen;

 4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwert-
steuerzusatz zu Lasten der Gesuchsgegnerin."

der Gesuchsgegnerin (Urk. 3C/34 S. 1):

"1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen und davon Vor-
merk zu nehmen, dass sie seit dem 23. April 2023 getrennt leben;

 2. Es sei der gemeinsame Sohn, C._____, geboren am tt.mm.2010 un-
ter die Obhut des Gesuchstellers zu stellen;

 3. Es sei Ziff. 3 der Vereinbarung der Parteien vom 12. März 2024 be-
treffend Obhut und persönlichem Verkehr/Betreuung auch für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens zu genehmigen;

 4. Es sei das Begehren des Gesuchstellers gemäss Ziff. 4 insofern gut-
zuheissen als diesem der sich in der vormaligen ehelichen Wohnung 
an der D._____-strasse E._____ [Ortschaft] enthaltene gemein-
same Hausrat sowie das Mobiliar für die Dauer des Getrenntlebens 
zur ausschliesslichen Benützung zuzuweisen ist;

 5. Es sei das Begehren des Gesuchstellers gemäss Ziff. 5 abzuweisen 
und der Gesuchsgegnerin für die Dauer des Getrenntlebens keine 
Verpflichtungen zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen aufzuerlegen. 
Es handelt sich dabei um Ziff. 2 der heutigen Gesuchsbegründung.

 6. Es sei das Begehren des Gesuchstellers gemäss Ziffer 6 bzw. Ziff. 3 
der heutigen Gesuchsbegründung abzuweisen und der Gesuchstel-
lerin keine Verpflichtungen aufzuerlegen, sich finanziell zu 50 % an 

- 3 -

den ausgewiesenen ausserordentlichen Kinderkosten von C._____, 
welche nicht von einem Dritten erhältlich gemacht werden können, 
finanziell zu 50 % zu beteiligen

 7. Es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keine per-
sönlichen Unterhaltsbeiträge zu leisten haben.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwert-
steuer zulasten des Gesuchstellers."

Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht 
Bülach vom 4. Oktober 2024:

(Urk. 3C/36 S. 19 ff. = Urk. 47 S. 19 ff.)

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 23. April 2023 

getrennt leben.

2. Die Obhut für den Sohn C._____, geboren am tt.mm.2010 wird dem Gesuch-

steller zugeteilt.

3. In Anbetracht der räumlichen Distanz zwischen dem Sohn C._____ und der 

Gesuchsgegnerin sowie des Alters des Sohnes, wird auf die Festlegung einer 

Besuchsregelung für den Alltag verzichtet. 

Die Gesuchsgegnerin ist berechtigt, den Sohn auf eigene Kosten während 

den Sportferien und Herbstferien jeweils eine Woche zu sich und mich sich in 

die Ferien zu nehmen.

Die Gesuchsgegnerin ist während den Sommerferien auf eigene Kosten be-

rechtigt, den Sohn während drei aufeinanderfolgenden Wochen an ihrem 

Wohnort oder an einem anderen vereinbarten Aufenthaltsort zu betreuen. So-

fern der Sohn die Sommerferien in F._____ [Region im europäischen Aus-

land] bei der Gesuchsgegnerin verbringt, wird die Gesuchsgegnerin verpflich-

tet, einen regelmässigen Kontakt zwischen den Grosseltern väterlicherseits 

und dem Sohn sicherzustellen.

Zudem ist die Gesuchsgegnerin berechtigt, den Sohn auf eigene Kosten in 

den Jahren mit ungerader Jahreszahl vom 24. Dezember bis 2. Januar zu 

betreuen.

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Des Weiteren ist die Gesuchsgegnerin berechtigt, den Sohn täglich zwischen 

18:30 Uhr und 21:00 Uhr per Video zu kontaktieren, soweit es dem Kindswohl 

dienlich ist und der Sohn damit einverstanden ist. 

Weiter ist die Gesuchsgegnerin berechtigt, den Sohn in den Jahren mit gera-

der Jahreszahl von Karfreitag, 10:00 Uhr, bis Ostermontag, 20:30 Uhr und in 

den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingstsamstag, 10:00 Uhr, bis 

Pfingstmontag, 20:00 Uhr zu betreuen. 

Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Ferien/-Feiertagsbetreuung min-

destens drei Monate vor dem geplanten Ferienbeginn bzw. den anstehenden 

Feiertragen mit dem Gesuchsteller abzusprechen. Darüber hinaus ist die Ge-

suchsgegnerin verpflichtet, dem Gesuchsteller die jeweiligen Adressen der 

Ferien-/Feiertagsorte mitzuteilen, an welchen sie das Kind bringen wird. 

Eine abweichende Ausübung des Besuchsrechts ist im gegenseitigen Einver-

nehmen und unter Berücksichtigung des Kindswohls und des Kindeswillens 

zulässig.

4. Die an der D._____-strasse 1, E._____ gelegene eheliche Wohnung wird dem 

Gesuchsteller für die Dauer des Getrenntlebens samt Hausrat und Mobiliar 

zur alleinigen Benützung zugewiesen.

5. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller an die Kosten des 

Unterhalts von C._____ für die Dauer des Getrenntlebens monatlich, im 

Voraus auf den Ersten des Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge wie folgt zu 

bezahlen: Fr. 738.– rückwirkend seit 1. August 2023 (davon Fr. 0.– als Be-

treuungsunterhalt) zuzüglich allfällige von ihr bezogenen gesetzliche oder ver-

tragliche Familienzulagen.

Damit ist der Barunterhalt von C._____ nicht gedeckt. Es fehlen monatlich die 

folgenden Beträge: vom 23. April 2023 bis zum 31. Juli 2023 Fr. 973.–, vom 

1. August 2023 bis zum 31. Dezember 2023 Fr. 235.–, vom 1. Januar 2024 

bis zum 30. April 2024 Fr. 173.– und seit dem 1. Mai 2024 Fr. 248.–.

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6. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge wurde von folgenden finanziellen 

Verhältnissen der Parteien ausgegangen:
Gesuchsteller: Gesuchsgegnerin: C._____:

Einkommen (netto, 
inkl. 13. Monatslohn):

Familienzulagen:

Fr. 4'312.– Fr. 0.–
Ab 1.8.23: Fr. 1'706.–

Fr. 250.–
Betreibungsrechtli-
ches Existenzmini-
mum:
Grundbetrag: Fr. 1'350.– Fr. 540.– Fr. 600.–
Wohnkosten: Fr. 850.–

Ab 1.5.24: Fr. 1'000.–
Fr. 94.– Fr. 425.–

Ab 1.5.24: Fr. 500.–
Krankenkasse KVG 
(abz. IPV):

Fr. 293.–
Ab 1.1.24: Fr. 161.–

- Fr. 110.–
Ab 1.1.24: Fr. 48.–

Regelmässige, unge-
deckte Gesundheits-
kosten:

- Fr. 47.– -

Fahrten zum Arbeits-
platz:

Fr. 128.– Fr. 141.– -

Mehrkosten auswär-
tige Verpflegung:

Fr. 220.– Fr. 99.– -

Familienrechtliches 
Existenzminimum:
Steuern: Fr. 166.– - Fr. 55.–
Radio/TV: Fr. 30.– - -
Pauschale für Haus-
rat- und Haftpflicht-
versicherung: 

Fr. 30.– - -

Kommunikationskos-
ten (inkl. Internet):

Fr. 120.– Fr. 47.– -

Krankenkasse VVG: Fr. 53.– - Fr. 33.–
Abzahlungsraten 
Schulden:

Fr. 50.– - -

Total: Fr. 3'290.–
Ab 1.1.24: Fr. 3'158.–
Ab 1.5.24: Fr. 3'308.–

Fr. 968.– Fr. 1'223.–
Ab 1.1.24: Fr. 1'161.–
Ab 1.5.24: Fr. 1'236.–

Einnahmen abzüg-
lich Ausgaben:

Fr. 1'022.–
Ab 1.1.24: Fr. 1'154.–
Ab 1.5.24: Fr. 1'004.–

Fr. -968.–
Ab 1.8.23: Fr. 738.–

Fr. -973.–
Ab 1.1.24: Fr. -911.–
Ab 1.5.24: Fr. -986.–

7. Im Übrigen werden die Anträge der Parteien abgewiesen.

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8. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'000.– ; die weiteren Auslagen betragen:

Fr. 322.50   Dolmetscherkosten

Fr. 3'322.50   Total

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

9. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zu-

folge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Ge-

richtskasse genommen. Die Parteien werden auf die Nachzahlungspflicht ge-

mäss Art. 123 ZPO hingewiesen.

10. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

11. (Schriftliche Mitteilung)

12. (Rechtsmittel: Berufung, Frist: 10 Tage, Hinweis kein Fristenstillstand)

Berufungsanträge:

der Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin (Urk. 46 S. 2):

"Es sei Ziff. 5 des Dispositivs des angefochtenen Urteils aufzuheben und
 der Berufungsklägerin für die Dauer des Scheidungsverfahrens kein 
 Unterhaltbeitrag für den Sohn C._____ aufzuerlegen.
 Es sei in Ziff. 6 des Dispositivs des angefochtenen Urteils der Unter-
 haltsberechnung für die gesamte Dauer des Scheidungsverfahrens ein 
 Nettoeinkommen der Berufungsklägerin von maximal CHF 650 zu-
 grunde zu legen."

des Gesuchstellers und Berufungsbeklagten (Urk. 53 S. 2):

"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen.
 2. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteu-

erzusatz zu Lasten der Berufungsklägerin."

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Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Parteien sind verheiratet und die Eltern von G._____, geboren am tt. Sep-

tember 2001, und C._____, geboren am tt.mm.2010. Die Gesuchsgegnerin und 

Berufungsklägerin (fortan Gesuchsgegnerin) zog am 23. April 2023 alleine nach 

F._____ (Urk. 46 S. 6; Urk. 53 Rz. 12). Mit Eingabe vom 23. Juni 2023 machte der 

Gesuchsteller und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchsteller) bei der Vorinstanz das 

vorliegende Eheschutzverfahren anhängig (Urk. 3C/1). Der Prozessverlauf des 

erstinstanzlichen Verfahrens kann dem angefochtenen Entscheid entnommen wer-

den (Urk. 47 E. 1). Seit dem 10. März 2024 ist zudem das Scheidungsverfahren 

beim Bezirksgericht Bülach hängig (Urk. 1), in dessen Rahmen sich die Parteien 

mit Teilvereinbarung vom 12. März 2024 unter anderem über die Obhut über 

C._____ und das Besuchsrecht einigten (Urk. 12). Am 4. Oktober 2024 erliess die 

Vorinstanz nebst einer Verfügung das oben aufgeführte Urteil, mit welchem sie un-

ter anderem die Gesuchsgegnerin zur Bezahlung von monatlichen Unterhaltsbei-

trägen von Fr. 738.– rückwirkend ab dem 1. August 2023 für C._____ verpflichtete 

(Urk. 47).

2. Dagegen erhob die Gesuchsgegnerin mit Eingabe vom 20. Oktober 2024 

rechtzeitig (vgl. aArt. 314 Abs. 1 ZPO und Urk. 3C/37) Berufung mit den oben auf-

geführten Anträgen (Urk. 46). Mit Verfügung vom 8. November 2024 wurde dem 

Gesuchsteller Frist zur Beantwortung der Berufung angesetzt (Urk. 52). Die recht-

zeitig eingegangene Berufungsantwort mit den oben aufgeführten Anträgen datiert 

vom 22. November 2024 (Urk. 53) und wurde der Gesuchsgegnerin mit Verfügung 

vom 25. November 2024 zugestellt (Urk. 56). Mit Eingabe vom 9. Dezember 2024 

liess sich die Gesuchsgegnerin zur Berufungsantwort vernehmen (Urk. 57). Diese 

Stellungnahme wurde dem Gesuchsteller mit Verfügung vom 6. Januar 2025 zuge-

stellt (Urk. 60). Die hierauf erfolgte Stellungnahme des Gesuchstellers vom 20. Ja-

nuar 2025 (Urk. 61) wurde der Gesuchsgegnerin am 22. Januar 2025 zur Kenntnis 

gebracht (Prot. II S. 5; Urk. 62), woraufhin sich diese mit Eingabe vom 31. Januar 

2025 vernehmen liess (Urk. 63). Ihre Stellungnahme wurde dem Gesuchsteller am 

3. Februar 2025 zur Kenntnisnahme zugestellt (Prot. II S. 6; Urk. 66). Mit Eingabe 

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vom 13. Februar 2025 nahm der Gesuchsteller hierzu Stellung (Urk. 67). Seine 

Stellungnahme wurde der Gesuchsgegnerin mit Verfügung vom 17. Februar 2025 

zur Kenntnis gebracht (Urk. 68). Weitere Eingaben der Parteien erfolgten nicht.

3. Die vorinstanzlichen Akten (inkl. den Akten des Scheidungsverfahrens, Ge-

schäfts-Nr.: FE240057-C) wurden beigezogen (Urk. 1–45). Das Verfahren ist 

spruchreif, die Durchführung einer Berufungsverhandlung erscheint – entgegen der 

Ansicht der Gesuchsgegnerin (Urk. 63 S. 2) – nicht notwendig (vgl. Art. 316 Abs. 1 

ZPO, dazu nachfolgend E. II. 3).

4. Auf die im Berufungsverfahren gemachten Ausführungen der Parteien ist 

nachfolgend nur insoweit einzugehen, als sich dies für die Entscheidfindung als 

notwendig erweist.

II. Prozessuales

1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft nur im Umfang der Anträge (Art. 315 

Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten sind die Dispositivziffern 1 (Getrenntleben), 2 (Ob-

hut), 3 (Besuchsrecht), 4 (Zuteilung Wohnung) und 7 (Abweisung übrige Anträge) 

des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 47 S. 19 ff.). Diese Ziffern sind somit in Rechts-

kraft erwachsen, was vorzumerken ist. Hinsichtlich der nicht angefochtenen Kos-

ten- und Entschädigungsfolgen (Dispositivziffern 8, 9 und 10) erfolgt keine Vor-

merknahme der (Teil-)Rechtskraft (Art. 318 Abs. 3 ZPO).

2.1. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). Die Berufung ist 

schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Zu dieser Begrün-

dungsanforderung gehört, dass in der Berufungsschrift hinreichend genau aufge-

zeigt wird, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten 

als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das 

setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) 

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voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die 

er anficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend 

präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptun-

gen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen 

Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pau-

schale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genü-

gen nicht (vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 

5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzli-

chen Begründungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, 

braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – 

abgesehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der 

Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht 

gegen den erstinstanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 

E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3). Diese Grund-

sätze gelten auch im Bereich der unbeschränkten Untersuchungsmaxime (BGer 

5A_800/2019 vom 9. Februar 2021 E. 5.1). 

2.2. Art. 296 ZPO statuiert für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenhei-

ten den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz. Das Gericht ist demgemäss nicht 

an die Anträge und tatsächlichen Vorbringen der Parteien gebunden und auch das 

Verbot der reformatio in peius greift nicht (vgl. BGE 137 III 617 E. 4.5.3; BSK ZPO-

Mazan/Steck, Art. 296 N 30b). Die Untersuchungsmaxime wirkt mithin umfassend, 

d.h. zugunsten beider Parteien (BGer 5A_745/2014 vom 16. März 2015 E. 2.3 

m.w.H.). Das Gericht hat alle Tatsachen, die für die Anordnungen über die Kinder 

von Bedeutung sind, von Amtes wegen zu ermitteln, wobei es die ihm bedeutsam 

scheinenden Gegebenheiten frei würdigt (BGer 5A_416/2008 vom 28.8.2008 E. 4). 

Das Sammeln des Prozessstoffes verbleibt aber auch bezüglich der Kinderbelange 

in erster Linie Sache der Parteien, welche nach dem Grundsatz von Treu und Glau-

ben zur Mitwirkung verpflichtet sind, da sie den Prozessstoff am besten kennen 

(BGer 5A_219/2014 vom 26.6.2014 E. 4.2.2.; BGer 5A_394/2008 vom 2.3.2009 

E. 2.2). Die Geltung der Untersuchungsmaxime entbindet die Parteien also weder 

von ihrer Mitwirkungspflicht noch von ihrer Behauptungs- und Substantiierungslast. 

Sie haben dem Gericht das Tatsachenmaterial zu unterbreiten sowie Beweisan-

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träge zu stellen und Beweismittel im Rahmen des Zumutbaren einzureichen (BGE 

140 III 485 E. 3.3; BGE 128 III 411 E. 3.2.1; BGer 5A_70/2013 vom 11. Juni 2013 

E. 4.3). In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterste-

hen, sind auch im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel bis zur 

Urteilsberatung zu berücksichtigen (Art. 317 Abs. 1bis ZPO). 

3.1. Die Gesuchsgegnerin beantragt in ihrer Stellungnahme vom 31. Januar 2025, 

dass eine Berufungsverhandlung mit persönlicher Befragung der Parteien durch-

zuführen sei (Urk. 63 S. 2). 

3.2. Es liegt im Ermessen des Berufungsgerichts, ob es eine Verhandlung durch-

führt oder aufgrund der Akten entscheidet (Art. 316 Abs. 1 ZPO). In aller Regel wird 

das Berufungsverfahren als reiner Aktenprozess geführt. Die Berufungsinstanz hat 

die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung nach Abwägung sämt-

licher Umstände und in Berücksichtigung des bisherigen Verfahrens (erstinstanzli-

ches Verfahren und bisheriges Berufungsverfahren) anzuordnen, wenn eine solche 

als geboten erscheint. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn Beweise abzunehmen 

sind. Weiter ist denkbar, dass die bisherigen (schriftlichen) Eingaben der Parteien 

im Berufungsverfahren zu wenig Aufschluss geben für eine Beurteilung aufgrund 

der Akten, weshalb sich eine Berufungsverhandlung insbesondere zwecks Partei-

befragung (Art. 191 ZPO) aufdrängt (ZK ZPO-Hilber/Reetz, Art. 316 N 17 f.). 

3.3. Die Gesuchsgegnerin begründet ihren Antrag damit, dass die Parteien in den 

bisherigen Rechtsschriften in mancherlei Hinsicht ihre gegenseitigen Parteibehaup-

tungen bestritten hätten. Damit sich die Rechtsmittelinstanz ein persönliches Bild 

verschaffen könne und zur Klärung der Streitpunkte seien die Parteien persönlich 

zu befragen. Ferner macht die Gesuchsgegnerin geltend, an der erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung via Videokonferenz teilgenommen zu haben, wobei die Video-

konferenzschaltung bei ihrer Befragung nicht funktioniert habe und sie daher ohne 

Videoübertragung befragt worden sei (Urk. 63 S. 2).

3.4. Die Vorinstanz führte eine mündliche Verhandlung durch und befragte die 

Parteien persönlich (Prot. EE230072-C S. 8 ff.). Die Gesuchsgegnerin führt aus, 

keine Einwendungen dagegen erhoben zu haben, dass sie nach Abbruch der 

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Videokonferenz ohne Videoübertragung befragt wurde (Urk. 63 S. 2). Die Gesuchs-

gegnerin legt nicht dar, weshalb es vorliegend entscheidend wäre, dass sich die 

Berufungsinstanz auch nochmals einen persönlichen Eindruck von ihr verschafft, 

und dies ist auch nicht ersichtlich.

Des Weiteren genügt es nicht, die persönliche Befragung betreffend alle strittigen 

Tatsachen zu offerieren. Wie vorstehend gezeigt, entbindet auch die umfassende 

Untersuchungsmaxime die Parteien nicht von ihrer Behauptungs- und Substantiie-

rungslast und davon, Beweismittel zu nennen. Wie der Gesuchsteller zu Recht vor-

bringt (Urk. 67 S. 1 f.), hat die Gesuchsgegnerin ihre persönliche Befragung in ihren 

zweitinstanzlichen Rechtsschriften einzig im Zusammenhang mit den Besuchs-

rechtskosten offeriert (Urk. 57 S. 4, zu Ziff. 23). Ihre Befragung hierzu ist jedoch 

nicht notwendig (siehe unten E. III. 3.6.4). Auch im Übrigen drängt sich keine per-

sönliche Befragung auf. Beide Parteien äusserten sich im Berufungsverfahren be-

reits drei Mal umfassend (Urk. 46; Urk. 53; Urk. 57; Urk. 61; Urk. 63; Urk. 67). Eine 

Berufungsverhandlung in diesem Verfahrensstadium würde das Verfahren bloss 

unnötig verzögern. Ihr Antrag ist daher abzuweisen.

III. Materielle Beurteilung

1. Ausgangslage und allgemeine Vorbemerkungen zur Unterhaltsberechnung

1.1. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bilden die Kinderunter-

haltsbeiträge für den gemeinsamen Sohn C._____. Dabei rügt die Gesuchsgegne-

rin die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens sowie die fehlende Berück-

sichtigung von Besuchsrechtskosten in ihrem Bedarf. Sie beantragt, dass mangels 

Leistungsfähigkeit ihrerseits kein Unterhaltsbeitrag für C._____ zuzusprechen sei 

(Urk. 46). Der Gesuchsteller ersucht um Abweisung der Berufung und Bestätigung 

des vorinstanzlichen Entscheids. Er stellt sich auf den Standpunkt, dass der Ge-

suchsgegnerin gar ein höheres hypothetisches Einkommen anzurechnen und ihr 

Bedarf zu grosszügig berechnet worden sei (Urk. 53).

1.2. Für die Berechnung des Kindesunterhalts hat das Bundesgericht die zweistu-

fige Methode als verbindlich erklärt. Bei dieser werden zum einen die zur Verfügung 

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stehenden finanziellen Mittel festgestellt, wofür in erster Linie die effektiven oder 

hypothetischen Einkommen relevant sind. Zum anderen wird der Bedarf der von 

der Unterhaltsberechnung betroffenen Personen ermittelt. Schliesslich werden die 

vorhandenen Ressourcen auf die beteiligten Familienmitglieder dahingehend ver-

teilt, dass in einer bestimmten Reihenfolge das betreibungsrechtliche bzw. bei ge-

nügenden Mitteln das sog. familienrechtliche Existenzminimum der Beteiligten ge-

deckt und alsdann ein verbleibender Überschuss nach der konkreten Situation er-

messensweise verteilt wird (BGE 147 III 265 E. 6.6 und E. 7). Bei der Bedarfser-

mittlung bilden die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Exis-

tenzminimums (Notbedarf) nach Art. 93 SchKG der Konferenz der Betreibungs- 

und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 2009 (BlSchKG 2009, S. 192 ff.) den 

Ausgangspunkt, wobei in Abweichung davon für jedes Kind ein – bei den Wohn-

kosten des obhutsberechtigten Elternteils abzuziehender – Wohnkostenanteil ein-

zusetzen ist und im Übrigen auch die Fremdbetreuungskosten zu berücksichtigen 

sind. Diese beiden Positionen sowie die in den Richtlinien genannten Zuschläge 

sind zum Grundbetrag hinzuzurechnen. Relevant für das Kind sind hierbei die Kran-

kenkassenprämien, die Schulkosten sowie die besonderen Gesundheitskosten. Bei 

knappen Verhältnissen muss es für den Barunterhalt dabei sein Bewenden haben 

und auch ein allfälliger Betreuungsunterhalt ist auf der Basis des betreibungsrecht-

lichen Existenzminimums des betreuenden Elternteils zu bestimmen. Das bedeutet 

im Übrigen auch, dass sich ein allfälliger Fehlbetrag im Sinne von Art. 287a lit. c 

ZGB und Art. 301a lit. c ZPO ausschliesslich auf diese Werte bezieht (BGE 147 III 

265 E. 7.2). Ein sogenannter Mankofall kann mithin nur vorliegen, wenn das betrei-

bungsrechtliche Existenzminimum für den Bar- und/oder Betreuungsunterhalt nicht 

vollständig gedeckt werden kann. Soweit es die finanziellen Mittel der Beteiligten 

zulassen, ist jedoch der Unterhalt zwingend auf das sogenannte familienrechtliche 

Existenzminimum zu erweitern, auf welches diesfalls Anspruch besteht. Bei den 

Elternteilen gehören hierzu die Steuern, eine Kommunikations- und Versicherungs-

pauschale, unumgängliche Weiterbildungskosten, den finanziellen Verhältnissen 

entsprechende statt am betreibungsrechtlichen Existenzminimum orientierte 

Wohnkosten, Kosten zur Ausübung des Besuchsrechts und allenfalls angemes-

sene Schuldentilgung. Beim Barbedarf des Kindes gehören zum familienrechtli-

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chen Existenzminimum namentlich die Ausscheidung eines Steueranteiles, ein den 

konkreten finanziellen Verhältnissen entsprechender Wohnkostenanteil und gege-

benenfalls über die obligatorische Grundversicherung hinausgehende Krankenkas-

senprämien. Im Übrigen ist allen anderen Besonderheiten des Einzelfalles erst bei 

der Verteilung des Überschusses Rechnung zu tragen (zum Ganzen BGE 147 III 

265 E. 7.2 ff., m.w.H.; Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, Ein Kasuistik-

handbuch mit Fallbeispielen, 2023, N 922 ff.; FamKomm Scheidung-Aeschli-

mann/Bähler, Anh. UB N 42 ff.).

2. Einkommen der Gesuchsgegnerin

2.1. Erwerbseinkommen

2.1.1. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchsgegnerin arbeite seit Oktober 2023 je-

weils an vier Morgen pro Woche in einem Tabakkiosk. Gemäss den eingereichten 

Lohnabrechnungen belaufe sich ihr durchschnittliches monatliches Nettoeinkom-

men auf EUR 807.–. Da sie gegenüber ihrem minderjährigen Sohn C._____ unter-

stützungspflichtig sei, seien an die Ausnützung ihrer Erwerbskraft, insbesondere in 

Anbetracht der engen wirtschaftlichen Verhältnisse der Familie, besonders hohe 

Anforderungen zu stellen. Da die Gesuchsgegnerin nicht obhutsberechtigt sei und 

C._____ lediglich während den Ferien betreue, sei ihr eine Anstellung im 100%-

Pensum klar zuzumuten. Bloss pauschale Verweise auf Arbeitslosenquoten oder 

die Behauptung, sie hätte sich drei Mal beworben, ohne dies zu belegen, vermöch-

ten nicht zu beweisen, dass das Finden einer entsprechenden Stelle sich als un-

möglich erweise. Die eingereichte Lohnabrechnung von Dezember 2023 zeige auf, 

dass es der Gesuchsgegnerin bei gutem Willen möglich sei, ein monatliches Net-

toeinkommen von EUR 1'814.85 inkl. Anteil 13. und 14. Monatslohn zu erzielen. 

Als die Gesuchsgegnerin im April 2023 die Schweiz verlassen und C._____ beim 

Gesuchsteller zurückgelassen habe, habe ihr klar gewesen sein müssen, dass sie 

nicht erwarten könne, dass der Gesuchsteller den vollen Barunterhalt sowie den 

Unterhalt durch Betreuung in natura von C._____ übernehme, während sie 

C._____ weder finanziell durch Unterhaltsbeiträge unterstütze noch einen Teil sei-

ner Betreuung übernehme. Es sei für sie entsprechend vorhersehbar gewesen, 

dass eine Umstellung ihrer Lebensverhältnisse und das Erfordernis eines vermehr-

- 14 -

ten beruflichen Einsatzes ihrerseits gefordert sein werde und sie so bald als möglich 

eine Stelle im 100%-Pensum zu finden habe. Entsprechend sei ihr nach einer an-

gemessenen Übergangsfrist von drei Monaten seit Verlassen der Schweiz ein hy-

pothetisches Einkommen im 100%-Pensum in der Höhe von EUR 1'814.85, was 

bei einem Wechselkurs von 0.94 CHF/EUR Fr. 1'706.– entspreche, rückwirkend ab 

dem 1. August 2023 anzurechnen (Urk. 47 E. 5.2.4).

2.1.2. Die Gesuchsgegnerin ist der Ansicht, die Vorinstanz habe ihr zu Unrecht 

rückwirkend ein hypothetisches Einkommen angerechnet. Sie habe im Dezember 

2023 die Vertretung einer krankheitsbedingt ausgefallenen Arbeitskollegin über-

nehmen können. Aus der Übernahme dieser Vertretung alleine lasse sich nicht der 

Schluss ziehen, dass es ihr möglich sei, anstelle einer Teilzeitstelle eine Vollzeit-

stelle mit dem von ihr im Dezember 2023 verdienten Lohn zu finden. Sie habe auf 

Nachfrage anlässlich der erstinstanzlichen Parteibefragung erklärt, dass es in 

F._____ mit Arbeitsstellen sehr problematisch sei und sie bereits froh sei, diese 

Stelle überhaupt gefunden zu haben und hoffe, diese behalten zu können (Urk. 46 

S. 5). Seit Mitte 2024 suche sie auch über eine amtliche Arbeitsvermittlungsstelle 

eine Vollzeitanstellung, welche ihr bisher jedoch noch keine einzige Stelle habe 

anbieten können (Urk. 57 S. 5). Sie habe vor Vorinstanz darauf hingewiesen, dass 

die Frauenarbeitslosenquote gemäss Bericht im H._____ [Zeitung] vom 9. Juni 

2023 45% betragen habe. Diese sei weder vom ebenfalls aus F._____ stammen-

den und dort vormals auch nach der Heirat noch langjährig arbeitslosen, mit den 

örtlichen Arbeitsmarktverhältnissen vertrauten Kläger noch von der Vorinstanz in 

Frage gestellt worden. Solange sich diese notorisch hohe Quote nicht erheblich 

verringere und sie keine reale Aussicht auf eine Vollzeitbeschäftigung habe, dürfe 

ihr kein hypothetisches Einkommen für eine Vollzeitstelle angerechnet werden. Bis 

zum Abschluss der Teilscheidungsvereinbarung unmittelbar vor Einreichung der 

Scheidungsklage im März 2024 habe zudem noch keine Einigung bezüglich der 

Obhutsregelung für den gemeinsamen Sohn C._____ bestanden (Urk. 46 S. 5 f.). 

Ferner sei die Übergangsfrist angesichts dieser schwierigen Arbeitsmarktlage viel 

zu kurz. Da sie im Jahr 2015 F._____ verlassen habe, fehlten ihr derzeit vor Ort 

noch die notwendigen Kontakte, die ihr helfen könnten, zeitnah eine reguläre Voll-

- 15 -

zeitstelle zu finden. Angesichts der nach wie vor hohen Arbeitslosenquote sei un-

gewiss, ob sie bis zum Abschluss des Scheidungsverfahrens eine Vollzeitanstel-

lung finde könne. Es sei ihr deshalb während des Scheidungsverfahrens kein hy-

pothetisches Einkommen anzurechnen, eventualiter sei ihr eine Frist von mindes-

tens einem Jahr ab erstmaliger Eröffnung der Umstellungsfrist einzuräumen 

(Urk. 46 S. 5 f.).

2.1.3. Der Gesuchsteller macht geltend, die Gesuchsgegnerin habe während des 

Zusammenlebens jeweils in einem 60-70%-Pensum als Unterhaltsreinigerin gear-

beitet. Sie habe ihre Arbeitsstelle freiwillig aufgegeben und sei ohne Rücksprache 

mit ihm oder den Kindern nach F._____ ausgewandert. Sie habe sich damit nicht 

nur ihrem geldwerten Unterhalt, sondern auch in krasser Weise ihren elterlichen 

Pflichten, wie der Erziehung und Betreuung der Kinder entzogen. Sie habe die Aus-

wanderung letztlich nur aufgrund einer neuen Beziehung geplant und vollzogen. 

Dieses Vorgehen sei nicht zu schützen. Zudem habe die Vorinstanz korrekt festge-

halten, dass es der Gesuchsgegnerin habe klar sein müssen, dass sie nicht erwar-

ten könne, dass er sowohl den Barunterhalt als auch den Unterhalt in natura über-

nehmen würde, als sie den Entschluss gefasst habe, die Schweiz zu verlassen 

(Urk. 53 Rz. 14 f.). Nachdem sie eigenmächtig nach F._____ gezogen sei, könne 

sie auch nicht ernsthaft damit gerechnet haben, dass ihr die Obhut über C._____ 

zugesprochen würde (Urk. 53 Rz. 42). Ihr sei zudem bereits eine genügende Über-

gangsfrist gewährt worden. Sie sei offiziell am 23. April 2023 ausgewandert. Diesen 

Schritt habe sie aber offensichtlich bereits länger geplant. So habe sie sich in die-

sem Zeitpunkt bereits auf der Gemeinde und bei ihrer Krankenkasse abgemeldet 

gehabt. Ausserdem habe sie im Herbst 2022 von ihm die Überweisung des hälfti-

gen Saldos des gemeinsamen Kontos mit einem Stand von Fr. 21'000.– auf ihr 

eigenes Konto verlangt (Urk. 53 Rz. 16).

2.1.4. Bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrages ist grundsätzlich vom tatsäch-

lich erzielten Einkommen des Unterhaltspflichtigen auszugehen. Soweit dieses Ein-

kommen allerdings nicht ausreicht, um den ausgewiesenen Bedarf zu decken, kann 

ein hypothetisches Einkommen angerechnet werden, sofern dieses zu erreichen 

zumutbar und möglich ist. Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die 

- 16 -

kumulativ erfüllt sein müssen. Damit ein Einkommen überhaupt oder ein höheres 

Einkommen angerechnet werden kann, als das tatsächlich erzielte, genügt es nicht, 

dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden können. 

Vielmehr muss es auch möglich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein höheres 

Einkommen zu erzielen (BGE 137 III 118 E. 2.3; BGE 147 III 265 E. 7.4).

Bei der Frage nach dem Zeitpunkt der Anrechnung eines hypothetischen Einkom-

mens gilt es zu berücksichtigen, dass dem Betroffenen eine angemessene Überg-

angsfrist einzuräumen ist, um die rechtlichen Vorgaben in die Wirklichkeit umzuset-

zen (BGE 129 III 417 E. 2.2 m.w.H.; BGer 5P.388/2003 vom 7. Januar 2004 E. 1.1). 

Dabei muss die Übergangsfrist ihrem Zweck und den Umständen angemessen sein 

(vgl. BGer 5C.138/2006 vom 18. Juli 2006 E. 3, m.w.H.). In der Regel beträgt die 

Übergangsfrist drei bis sechs Monate (OGer ZH LE150008 vom 26.10.2015 E. III. 

4.2). Eine rückwirkende Anrechnung des hypothetischen Einkommens ist nur in 

Ausnahmefällen möglich, wenn der betroffenen Person ein unredliches Verhalten 

vorgeworfen werden kann oder wenn die geforderte Umstellung in ihren Lebens-

verhältnissen und das Erfordernis eines vermehrten beruflichen Einsatzes für sie 

vorhersehbar gewesen sind (Maier, Die konkrete Berechnung von Unterhaltsan-

sprüchen im Familienrecht, dargestellt anhand der Praxis der Zürcher Gerichte seit 

Inkraftsetzung der neuen ZPO, FamPra.ch 2014, S. 302 ff., S. 342 m.w.H.). Diese 

Voraussehbarkeit kann grundsätzlich frühestens mit der Zustellung des erstinstanz-

lichen Urteils bejaht werden (vgl. statt vieler: OGer ZH LZ180018 vom 7. Mai 2019 

E. III. 2.1.4.5). Ebenfalls kann sich eine rückwirkende Anrechnung rechtfertigen, 

wenn die betreffende Partei nach einem (selbst unfreiwilligen) Stellenwechsel eine 

Erwerbstätigkeit im erforderlichen Pensum ausübt, sich aber wissentlich mit einer 

nur ungenügend einträglichen Tätigkeit begnügt (BGer 5A_341/2011 vom 20. Sep-

tember 2011 E. 2.5.1; BGer 5A_692/2012 vom 21. Januar 2013 E. 4.3) oder eine 

bestehende Tätigkeit im Wissen um die Pflicht zur Erzielung des fraglichen Ein-

kommens aufgibt (BGer 5A_720/2011 vom 8. März 2012 E. 6.1). 

Im Verhältnis zu minderjährigen Kindern sind nach der Rechtsprechung besonders 

hohe Anforderungen an die Ausnützung der Erwerbskraft der Eltern zu stellen. Dies 

gilt insbesondere in engen wirtschaftlichen Verhältnissen. Die Eltern müssen sich 

- 17 -

daher in beruflicher und unter Umständen auch örtlicher Hinsicht so ausrichten, 

dass sie ihre Arbeitskapazität maximal ausschöpfen können. Nach der Rechtspre-

chung kann deshalb insbesondere ein (an sich zulässiger) Wegzug ins Ausland 

unbeachtlich bleiben, wenn dem Unterhaltspflichtigen eine weitere Arbeitstätigkeit 

in der Schweiz zumutbar wäre (BGer 5A_90/2017 vom 24. August 2017 E. 5.3.1, 

m.w.H.).

2.1.5. Die Gesuchsgegnerin verdient derzeit in I._____ [europäischer Staat] als 

Angestellte in einem Tabakkiosk monatlich durchschnittlich EUR 661.– bzw. 

Fr. 621.– (Wechselkurs von 0.94 CHF/EUR; Urk. 3/8–9; Urk. 50/1; Urk. 65/2) bei 

einem 30%-Arbeitspensum (Prot. FE250057-C S. 8). Einzig im Dezember 2023 

konnte sie aufgrund einer Vertretung ein Einkommen von EUR 1'814.85 bzw. ge-

rundet Fr. 1'706.– erzielen (Urk. 3/7). Mit diesen Einkünften ist sie nicht in der Lage, 

einen Unterhaltsbeitrag für C._____ zu leisten, da sie diese für die Deckung ihres 

eigenen Bedarfs (unten E. III. 3) benötigt. Ihre Unterhaltspflicht bestreitet sie im 

Grundsatz nicht und macht auch nicht geltend, dass ihr die Erzielung eines höheren 

Einkommens nicht zumutbar wäre. Sie stellt jedoch die reale Möglichkeit einer Ein-

kommenssteigerung aufgrund der Marktlage in F._____ in Abrede (Urk. 57 S. 5, zu 

Ziff. 35). Wie die Vorinstanz diesbezüglich zutreffend ausführte, vermögen bloss 

pauschale Verweise auf Frauenarbeitslosenquoten – wobei sie diese einmal mit 

45% (Urk. 46 S. 5) und einmal mit fast 20% (Urk. 57 S. 4, zu Ziff. 29) beziffert – 

oder die Behauptung, sie habe sich mehrfach beworben, ohne dies zu belegen, 

nicht zu beweisen, dass die Erzielung eines höheren Einkommens in F._____ un-

möglich ist. Auch führt sie nicht aus, weshalb sie sich erst Mitte 2024 bei der amtli-

chen Arbeitsvermittlungsstelle anmeldete. Es muss daher davon ausgegangen 

werden, dass sich die Gesuchsgegnerin bis anhin nicht ausreichend um eine bes-

ser bezahlte Stelle bemühte. Ihr ist daher in Übereinstimmung mit der Vorinstanz 

ein hypothetisches Einkommen anzurechnen.

Was die Höhe und den Zeitpunkt anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass der Weg-

zug der Gesuchsgegnerin zu einer Einkommensverminderung führte. In der 

Schweiz arbeitete sie als Unterhaltsreinigerin in einem 60%- bis 70%-Pensum und 

verdiente dabei monatlich zwischen Fr. 2'500.– und Fr. 3'000.– (Prot. EE230072-C 

- 18 -

S. 10; Urk. 3C/33 Rz. 21; Urk. 3C/34 Rz. 21; Urk. 53 Rz. 14). Allerdings wäre die 

Gesuchsgegnerin auch bei einem Verbleib in der Schweiz aufgrund der trennungs-

bedingten höheren Lebenshaltungskosten nicht leistungsfähig gewesen. So hätte 

bereits ihr betreibungsrechtliches Existenzminimum (Fr. 1'200.– Grundbetrag, 

Fr. 1'400.– geschätzte Wohnkosten, Fr. 130.– geschätzte Krankenkassenkosten 

inkl. IPV, Fr. 128.– Fahrtkosten [ZVV Monatsabo 3 Zonen, bei Wohnort E._____], 

Fr. 154.– Kosten auswärtige Verpflegung [70% von Fr. 220.–]) ihr Einkommen 

überstiegen. Die Gesuchsgegnerin hat damit, entgegen der Ansicht des Gesuch-

stellers, nicht freiwillig eine bestehende Tätigkeit aufgegeben und dadurch ihre fi-

nanzielle Situation bewusst verschlechtert. Entsprechend handelte sie auch nicht 

rechtsmissbräuchlich. Auch dass sie mit dem Wegzug ihre Betreuungs- und Erzie-

hungsaufgaben gegenüber C._____ aufgab, vermag kein unredliches Verhalten zu 

begründen, das eine rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 

rechtfertigen würde. Weitere Ausführungen dazu, ob die Gesuchsgegnerin beab-

sichtigte, C._____ zu sich nach F._____ zu holen oder nicht, können unterbleiben, 

denn selbst wenn sie dies nicht getan hätte, begründet der Wegzug nach I._____ 

und das Wissen um die Unterhaltspflicht für sich alleine noch keine Vorhersehbar-

keit. Wie erwähnt, ist vielmehr erforderlich, dass ein Gericht die Umstellung der 

Lebensverhältnisse anordnet (oben E. III. 2.1.4). Für die Anrechnung eines rück-

wirkenden hypothetischen Einkommens bleibt im vorliegenden Fall somit kein 

Raum. Die Übergangsfrist kann demnach frühestens mit der Eröffnung des erstin-

stanzlichen Entscheids beginnen. Der Entscheid wurde der Gesuchsgegnerin bzw. 

deren Rechtsvertreter am 9. Oktober 2024 zugestellt (Urk. 3C/37). Angesichts der 

engen finanziellen Verhältnisse und da die Gesuchsgegnerin bisher überhaupt 

keine Suchbemühungen nachweisen konnte, rechtfertigt es sich, die Übergangs-

frist bis Ende Februar 2025 anzusetzen.

Betreffend die Höhe des anzurechnenden Einkommens macht die Gesuchsgegne-

rin – abgesehen von der behaupteten Frauenarbeitslosenquote – nicht geltend, 

dass die Erzielung eines Einkommen in der von der Vorinstanz angerechneten 

Höhe von Fr. 1'706.– nicht realistisch sei. Wie der Gesuchsteller zutreffend vor-

bringt (Urk. 53 Rz. 29), würde bei Hochrechnung ihres aktuellen Lohns auf ein 

100%-Pensum sogar ein Einkommen von ungefähr Fr. 2'000.– resultieren. Es ist 

- 19 -

daher auf das von der Vorinstanz angerechnete Einkommen abzustellen. Dieses 

hat die Gesuchsgegnerin entweder durch Aufstockung ihres Pensums bei ihrer ak-

tuellen Arbeitsstelle, durch den Antritt einer weiteren Stelle oder den Antritt einer 

gänzlich neuen Stelle zu erzielen. Der Gesuchsgegnerin ist somit ab dem 1. März 

2025 ein hypothetisches Einkommen von monatlich Fr. 1'706.– anzurechnen.

Bis dahin ist von ihren tatsächlichen Einkünften auszugehen. Unter Berücksichti-

gung ihres im Dezember 2023 erzielten Einkommens resultiert ein Durchschnitt von 

EUR 783.50 (Urk. 3/7–9; Urk. 50/1; Urk. 65/2) bzw. gerundet Fr. 737.– (Wechsel-

kurs von 0.94 CHF/EUR).

Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass wohl mit keiner höheren 

Leistungsfähigkeit der Gesuchsgegnerin bei einer Rückkehr in die Schweiz zu rech-

nen ist: Ausgehend von ihrem letzten Verdienst in der Schweiz und unter der An-

nahme, dass Fr. 3'000.– einem Pensum von 70% entsprechen, würde sich bei ei-

nem Pensum von 100% ein monatliches Einkommen von Fr. 4'285.– netto ergeben. 

Ihr Bedarf ist auf etwa Fr. 3'568.– zu schätzen (Fr. 1'200.– Grundbetrag, Fr. 1'400.– 

Wohnkosten, Fr. 200.– Krankenkassenkosten inkl. IPV, Fr. 128.– Fahrtkosten [ZVV 

Monatsabo 3 Zonen], Fr. 220.– Kosten auswärtige Verpflegung, Fr. 30.– Pauschale 

für Hausrat-/Haftpflichtversicherung, Fr. 30.– Serafe, Fr. 120.– Kommunikations-

kosten, Fr. 240.– Steuern). Demnach beliefe sich ihre Leistungsfähigkeit auf 

Fr. 717.–. Ein Nettoeinkommen von Fr. 4'285.– erscheint jedoch eher hoch. So be-

trägt der Bruttomonatslohn für Gebäudereinigerinnen (Unterhaltsreinigerin I) ge-

mäss Lohnbuch 2025 Fr. 3'786.– (Lohnbuch 2025, S. 491). Und auch gemäss dem 

statistischen Lohnrechner (Salarium, abrufbar unter www.salarium.bfs.admin.ch, 

zuletzt besucht am 14. April 2025) liegt der Medianlohn für Gebäudereinigerinnen 

in der Altersgruppe der Gesuchsgegnerin in der Region Zürich bei lediglich monat-

lich Fr. 3'950.– brutto (angewandte Kriterien: Region: Zürich, Branche: Sonstige 

wirtschaftliche Dienstleistungen für Unternehmen und Privatpersonen, Berufs-

gruppe: Reinigungspersonal und Hilfskräfte, Stellung im Betrieb: Stufe 5 [ohne Ka-

derfunktion], Wochenstunden: 42, ohne abgeschlossene Berufsausbildung, Alter: 

44, Dienstjahre: 0, Unternehmensgrösse: Weniger als 20 Beschäftigte, Aufenthalts-

bewilligung Kat. C, 13. Monatslohn: Ja, Sonderzahlungen: Nein, Art des Vertrags: 

- 20 -

Monatslohn). 25% verdienen weniger als Fr. 3'434.– brutto und 25% mehr als 

Fr. 4'534.– brutto. Entsprechend würde eine noch geringere Leistungsfähigkeit re-

sultieren.

2.2. Mieteinnahmen in I._____

2.2.1. Die Vorinstanz erwog, vom Gesuchsteller werde vorgebracht, dass die Ge-

suchsgegnerin mindestens zwei Zimmer ihrer Liegenschaft in I._____ unterzuver-

mieten habe, um damit ein zusätzliches Einkommen von EUR 600.– monatlich zu 

generieren. Die Gesuchsgegnerin gebe an, dass die Untervermietung eines Teils 

der Wohnung zur Erzielung eines Nebeneinkommens nicht möglich sei, da die 

Wohnung lediglich eine Küche und eine Nasszelle habe und somit ihre und die 

Privatsphäre von allfälligen Untermietern nicht gewährleistet werden könne. Aus-

serdem beherberge sie ihre Kinder bei Besuchen und Ferienaufenthalten in 

F._____ in der Wohnung. Vorliegend seien die Wohnkosten der Gesuchsgegnerin 

dadurch, dass sie in diesem Eigenheim lebe sehr tief und sie könne nicht dazu 

verpflichtet werden, in einer Wohngemeinschaft zu leben. Eine Vermietung einiger 

Zimmer ausserhalb der Hochsaison wäre zudem wohl kaum möglich und in den 

Sommerferien, in welchen eine Vermietung am realistischsten erscheine, benötige 

die Gesuchsgegnerin die Wohnung zur Beherbergung der Kinder. Entsprechend 

sei ihr kein Einkommen aus Vermietung anzurechnen (Urk. 47 E. 5.2.5).

2.2.2. Der Gesuchsteller macht geltend, die Gesuchsgegnerin sei Eigentümerin 

einer grossen Wohnung (6.5-Zimmer, 119 Quadratmeter) in Strandnähe in 

F._____. Die Saison beginne bereits früh und gehe weit in den Herbst. Zudem be-

treue die Gesuchsgegnerin C._____ nur während drei Sommerferienwochen, so-

dass sie in der übrigen Zeit nicht auf die Wohnung für die Kinderbetreuung ange-

wiesen sei. Der Marktwert werde sich auf EUR 2'146.– belaufen, sodass ein zu-

sätzliches Einkommen von EUR 600.– für die Vermietung von zwei Zimmern zu-

mindest während der Sommersaison von März bis Oktober angemessen und zu-

mutbar sei. Die Vermietung könne heutzutage einfach und flexibel über Plattformen 

wie z.B. AirBnB gestaltet werden. Der Gesuchsgegnerin sei daher mindestens das 

von der Vorinstanz festgesetzte Einkommen von EUR 1'814.85 anzurechnen 

(Urk. 53 Rz. 30–32).

- 21 -

2.2.3. Die Gesuchsgegnerin erwidert, die Vorinstanz habe zu Recht erkannt, dass 

die Wohnung nicht über eine für die Vermietung notwendige separate Nasszelle 

und Küche verfüge, sodass ihre Privatsphäre und jene der Gäste nicht gewährleis-

tet und eine Vermietung daher unzumutbar sei. Sie bestreitet den vom Gesuchstel-

ler mit der eingereichten Schätzung behauptete Marktmietwert der Wohnung und 

dass sie mit der Vermietung von zwei Zimmern EUR 600.– monatlich generieren 

könne (Urk. 57 S. 4, zu Ziff. 30 f.).

2.2.4. Entgegen der Ansicht des Gesuchstellers und in Übereinstimmung mit der 

Vorinstanz ist es der Gesuchsgegnerin nicht zuzumuten, einzelne Zimmer ihrer Ei-

gentumswohnung an Touristen zu vermieten. Dies ist mit ihrem Recht auf Privat-

sphäre nicht vereinbar. Entsprechend ist ihr kein zusätzliches Einkommen anzu-

rechnen.

3. Bedarf der Gesuchsgegnerin

3.1. Grundbetrag 

3.1.1. Die Vorinstanz erwog, der Gesuchsteller bringe vor, es sei ein Grundbetrag 

in der Höhe von Fr. 850.– im Bedarf der Gesuchsgegnerin zu berücksichtigen, da 

diese mit ihrem neuen Lebenspartner zusammenwohne. Die Gesuchsgegnerin hin-

gegen beteuere, dass sie keinen Partner habe und alleine wohne. Mangels gegen-

teiliger Beweise sei davon auszugehen, dass die Gesuchsgegnerin die Liegen-

schaft in I._____ alleine bewohne. Es sei ihr daher als alleinstehende Person ein 

Grundbetrag von monatlich Fr. 1'200.– anzurechnen. Da die Lebenshaltungskosten 

in F._____ niedriger seien als in der Schweiz, seien diese an das Preisniveau (45%) 

anzupassen. Daher sei der Gesuchsgegnerin ein Grundbetrag von Fr. 540.– anzu-

rechnen (Urk. 47 E. 5.5.1).

3.1.2. Der Gesuchsteller macht auch im Berufungsverfahren geltend, dass die 

Gesuchsgegnerin mit ihrem Partner lebe, was ihre Kosten deutlich reduziere 

(Urk. 53 Rz. 19). Dies wird von der Gesuchsgegnerin bestritten (Urk. 57 S. 4, zu 

Ziff. 19)

- 22 -

3.1.3. Der Gesuchsteller bringt keine konkreten Anhaltspunkte vor, welche auf ein 

Zusammenleben der Gesuchsgegnerin mit einem Partner schliessen liessen. Es 

hat daher bei der vorinstanzlichen Feststellung zu bleiben.

3.2. Wohnkosten

3.2.1. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchsgegnerin mache Wohnkosten in der 

Höhe von EUR 150.– für Wasser, Elektrizität, Wohnungssteuer und Haushalt gel-

tend. Wie gross der Anteil der Stromkosten an diesem Betrag sei, welcher bereits 

durch den Grundbetrag abgedeckt ist, könne sie nicht beziffern. Annahmeweise sei 

davon auszugehen, dass sich die Stromkosten auf EUR 50.– pro Monat beliefen 

und die effektiven Wohnkosten daher EUR 100.– betrügen. Dies entspreche bei 

einem Wechselkurs von 0.94 CHF/EUR einem Betrag von Fr. 94.– pro Monat 

(Urk. 47 E. 5.5.2).

3.2.2. Der Gesuchsteller moniert, die Wohn- und Nebenkosten seien lediglich ge-

schätzt worden und insbesondere bei der Position Stromkosten habe die Gesuchs-

gegnerin keine einschlägigen Angaben machen können (Urk. 53 Rz. 19).

3.2.3. Die Gesuchsgegnerin reichte keine Belege betreffend ihre Wohn- bzw. 

Wohnnebenkosten ein. Dass Kosten für Wasser, Elektrizität, Wohnungssteuer und 

Haushalt anfallen, wird vom Gesuchsteller jedoch zu Recht nicht bestritten. Auch 

macht er – obwohl er mit den F._____ Verhältnissen vertraut ist und offenbar auch 

die Wohnung der Gesuchsgegnerin kennt (vgl. 55/3) – nicht geltend, die von der 

Gesuchsgegnerin behaupteten Kosten seien nicht realistisch. Entsprechend hat es 

auch diesbezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid zu bleiben.

3.3. Kosten für den Arbeitsweg

3.3.1. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchsgegnerin bringe vor, es seien ihr für den 

Arbeitsweg EUR 150.– an Benzinkosten anzurechnen. Der Gesuchsteller führe 

aus, es seien ihr maximal Fr. 100.– für Kosten für den Arbeitsweg anzurechnen. Es 

sei davon auszugehen, dass die Gesuchsgegnerin selbst am besten beurteilen 

könne, wie hoch die Kosten seien, welche ihr monatlich für den Arbeitsweg anfielen. 

- 23 -

Entsprechend seien bei ihr EUR 150.– resp. Fr. 141.– im Bedarf zu berücksichtigen 

(Urk. 47 E. 5.5.4).

3.3.2. Der Gesuchsteller moniert auch bezüglich dieser Bedarfsposition, dass ein-

fach auf die Behauptung der Gesuchsgegnerin abgestellt worden sei (Urk. 53 

Rz. 19).

3.3.3. Die Gesuchsgegnerin reichte keine Belege betreffend ihre Benzinkosten 

für den Arbeitsweg ein und machte auch keine Angaben zu den Anzahl Kilometern, 

welche sie zurückzulegen hat oder zum Benzinpreis in F._____. Es ist ihr daher 

lediglich der vom Gesuchsteller anerkannte Betrag von Fr. 100.– anzurechnen, wo-

bei diese Kosten erst ab Aufnahme der Arbeitstätigkeit im Oktober 2023 zu berück-

sichtigen sind.

3.4. Kosten für auswärtige Verpflegung

3.4.1. Die Vorinstanz rechnete der Gesuchsgegnerin entsprechend einem 100%-

Pensum und angepasst an das Preisniveau von F._____ Fr. 99.– (45% von 

Fr. 220.–) als Verpflegungskosten an (Urk. 47 E. 5.5.5).

3.4.2. Diese Position wurde von keiner Partei als unzutreffend gerügt. Da der Ge-

suchsgegnerin entgegen dem vorinstanzlichen Entscheid jedoch erst ab März 2025 

ein hypothetisches Einkommen in einem 100%-Pensum anzurechnen ist und sie 

bis dahin nur jeweils an vier Morgen pro Woche arbeitete (Urk. 47 E. 5.2.4), sodass 

sie sich am Mittag zu Hause verpflegen konnte, sind ihr vor März 2025 keine Mehr-

kosten für auswärtige Verpflegung anzurechnen.

3.5. Kommunikationskosten

3.5.1. Die Vorinstanz hielt fest, die Gesuchsgegnerin mache Kommunikations-

kosten in der Höhe von EUR 50.– geltend. Der Gesuchsteller bringe vor, es sei ihr, 

wenn überhaupt, ein Betrag von Fr. 45.– anzurechnen. Im Sinn der Gleichbehand-

lung seien auch im Bedarf der Gesuchsgegnerin Kommunikationskosten zu berück-

sichtigen und zwar in der Höhe der geltend gemachten EUR 50.–, was Fr. 47.– 

entspreche (Urk. 47 E. 5.5.6).

- 24 -

3.5.2. Der Gesuchsteller rügt, auch bei den Kosten für Kommunikation handle es 

sich um eine reine Behauptung der Gesuchsgegnerin, auf welche abgestellt wor-

den sei (Urk. 53 Rz. 19).

3.5.3. Der Gesuchsteller anerkannte vor Vorinstanz einen Betrag von Fr. 45.–. 

Angesichts der geringen Differenz hat es bei den Fr. 47.– zu bleiben.

3.6. Besuchsrechtskosten

3.6.1. Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf der Gesuchsgegnerin keine Kos-

ten für die Ausübung des Besuchsrechts. Sie erwog, die Besuchskosten (Fahrkos-

ten, Verpflegung) fielen regelmässig dem Besuchsberechtigten zur Last. Die Tra-

gung der Kosten berechtige grundsätzlich nicht zur Kürzung der Kinderunterhalts-

beiträge (Urk. 47 E. 5.5.7).

3.6.2. Die Gesuchsgegnerin moniert, die Vorinstanz stütze sich auf die Kommen-

tierung des Basler Kommentars (N 20 zu Art. 273), wobei sie übersehe, dass die 

Kommentatorinnen an der gleichen Stelle auch auf Ausnahmen von diesem Grund-

satz hinwiesen, namentlich wenn die Dauer des Aufenthalts des Kindes beim be-

suchsrechtsberechtigten Elternteil das Übliche weit überschreite; ferner sei bei feh-

lender Leistungsfähigkeit des Unterhaltspflichtigen unter Umständen eine Teilung 

der Kosten angezeigt. In Mängelfällen sei schliesslich ein Ausgleich zwischen dem 

Nutzen des Besuchskontakts für das Kind und dem Interesse an der Deckung des 

Kindesunterhalts zu suchen. Die Nichtberücksichtigung im Bedarf verkenne, dass 

der regelmässige persönliche Verkehr von C._____ mit seiner Mutter insbesondere 

auch im Kindeswohl liege und insofern aus finanziellen Gründen erschwert würde, 

als sie alleine mit dem ihr von der Vorinstanz zugestandenen monatlichen Grund-

betrag von Fr. 540.– die im Rahmen von Besuchen für Reise und Betreuung anfal-

lenden Kosten für C._____ nicht zu finanzieren vermöge (Urk. 46 S. 4).

3.6.3. Kosten für die Besuchsrechtsausübung können im familienrechtlichen 

Existenzminimum berücksichtigt werden (BGE 147 III 265 E. 7.2). Ob entspre-

chende Kosten berücksichtigt werden oder nicht, liegt im weiten Ermessen des Ge-

richts. In der Regel ist die Anrechnung nur gerechtfertigt, wenn mit der Ausübung 

- 25 -

des Besuchsrechts aufgrund langer Distanzen hohe Reiseauslagen verbunden 

sind (BGer 5A_92/2014 vom 23. Juli 2024 E. 3.1). Ausserdem muss die Berück-

sichtigung von Besuchsrechtskosten mit Blick auf die finanzielle Lage der Eltern als 

billig erscheinen. Es dürfen nicht mittelbar die Interessen des Kindes beeinträchtigt 

werden, indem die für den Unterhalt des Kindes notwendigen Mittel für die Kosten 

der Besuchsrechtsausübung verwendet werden. In eigentlichen Mangelfällen, wo 

beide Eltern wirtschaftlich schlecht dastehen, wird ein Ausgleich gesucht werden 

müssen zwischen dem Nutzen, den das Kind aus seinem Kontakt mit dem nicht 

obhutsberechtigten Elternteil zieht, und dem Interesse an der Deckung des Kindes-

unterhalts (BGer 5A_224/2016 vom 13. Juni 2016 E. 5.3.2, m.w.H.). Ferner besteht, 

selbst wenn die Besuchsrechtskosten in den erweiterten Bedarf aufgenommen 

werden, kein bedingungsloser Anspruch darauf, dass sämtliche Aufwendungen Be-

rücksichtigung finden. Bei Flugpreisen ist von den günstigsten Tarifen auszugehen 

(Maier, Unterhaltsfestsetzung in der Praxis, Ein Kasuistikhandbuch mit Fallbeispie-

len, 2023, N 1111).

3.6.4. Ein regelmässiger Kontakt zwischen C._____ und der Gesuchsgegnerin ist 

zur Wahrung des Kindeswohls unabdingbar. Aufgrund der grossen Distanz zwi-

schen dem Wohnort der Gesuchsgegnerin und demjenigen von C._____ ist 

die Ausübung des Besuchsrechts zudem mit vergleichsweise hohen Kosten ver-

bunden, wobei die Gesuchsgegnerin offensichtlich nicht in der Lage ist, diese (aus-

schliesslich) aus dem Grundbetrag zu bezahlen. Mithin erscheint es durchaus ge-

rechtfertigt, der Gesuchsgegnerin einen gewissen Betrag für die Ausübung des Be-

suchsrechts zuzugestehen. Die Gesuchsgegnerin macht einen monatlichen Betrag 

von EUR 150.– geltend (Urk. 46 S. 4). Sie zeigt jedoch nicht auf, wie sich dieser 

zusammensetzt und dies ergibt sich auch nicht aus den von ihr eingereichten Kon-

toauszügen (Urk. 65/2). Der grösste Kostenpunkt werden die Reisekosten sein. Ein 

Direktflug von Zürich nach F._____ (Flughafen J._____) und zurück mit Swiss In-

ternational Airlines im Juli/August 2025 gibt es je nach Reisetag und Uhrzeit bereits 

ab Fr. 135.– und im Oktober 2025 ab Fr. 125.– (https://www.ebookers.ch, zuletzt 

besucht am 14. April 2025). C._____ verbringt gemäss dem vorinstanzlichen Ent-

scheid je eine Woche der Sport- und der Herbstferien sowie drei aufeinanderfol-

gende Wochen in den Sommerferien mit der Gesuchsgegnerin. Ausserdem ist jähr-

- 26 -

lich ein Besuchsrecht entweder über die Oster- oder die Pfingsttage sowie jedes 

zweite Jahr vom 24. Dezember bis am 2. Januar vorgesehen (Urk. 47 S. 19 f. Dis-

positivziffer 3), wobei die Flugpreise an diesen Tagen höher sein dürften. Bei vier-

einhalb Flügen pro Jahr à durchschnittlich Fr. 160.– resultiert ein monatlicher Be-

trag von Fr. 60.–, der im Bedarf der Gesuchsgegnerin zu berücksichtigen ist. Wei-

tere Auslagen wie Essen oder Kleidung oder höhere Flugkosten hat sie angesichts 

der engen finanziellen Verhältnissen der gesamten Familie aus ihrem Grundbetrag 

zu leisten. Ausserdem sind die Kosten erst für die Zukunft, bzw. der Einfachheit 

halber ab März 2025, anzurechnen, denn es wäre an der Gesuchsgegnerin gewe-

sen, die tatsächlich bisher angefallenen, von ihr getragenen Flugkosten für 

C._____ zu belegen, was sie jedoch nicht getan hat. Die von ihr diesbezüglich of-

ferierte Parteiaussage (Urk. 57 S. 4, zu Ziff. 23) kann unterbleiben.

4. Bedarf des Gesuchstellers und C._____

4.1.  Berücksichtigung der volljährigen G._____

4.1.1. Die Gesuchsgegnerin macht geltend, die volljährige Tochter G._____ habe 

inzwischen eine Vollzeitstelle mit einem Nettolohn von rund Fr. 3'400.–, sodass sie 

ihren Unterhalt selbst zu bestreiten vermöge und der Gesuchsteller nicht auch noch 

für diese aufzukommen habe (Urk. 57 S. 4, zu Ziff. 24). Es sei zu berücksichtigen, 

dass die Tochter nach wie vor beim Gesuchsteller wohne und auch einen Teil der 

Haushaltskosten selbst trage (Urk. 57 S. 6, zu Ziff. 49).

4.1.2. Wie der Gesuchsteller zu Recht vorbringt (Urk. 61 Rz. 18), hat die Vor-

instanz G._____ bereits insoweit berücksichtigt, als für sie ebenfalls ein Wohnkos-

tenanteil ausgeschieden wurde, was den Bedarf des Gesuchstellers und C._____ 

reduziert. Eine weitergehende Berücksichtigung von G._____ rechtfertigt sich hin-

gegen nicht. Es ist nicht die Aufgabe von G._____, den Unterhalt von C._____ mit-

zufinanzieren. Allfällige von ihr eingekaufte Lebensmittel für die Familie sind daher 

nicht zu berücksichtigen.

4.2. Steuern

- 27 -

Wie zu zeigen sein wird (unten E. III. 6), ist die Gesuchsgegnerin bis Ende Februar 

2025 nicht in der Lage, einen Unterhaltsbeitrag für C._____ zu leisten, sodass in 

dieser Zeit auch kein Steueranteil für C._____ auszuscheiden ist. Die von der Vor-

instanz errechnete monatliche Steuerlast von C._____ von Fr. 55.–, welche von 

keiner Partei als unrichtig gerügt wird, und die sich auch nicht als offensichtlich 

unzutreffend erweist, ist daher erst ab dem 1. März 2025 zu berücksichtigen.

4.3. Im Übrigen wurden die von der Vorinstanz angerechneten Bedarfspositionen 

des Gesuchstellers und C._____ nicht als unzutreffend gerügt und diese erweisen 

sich auch nicht als offensichtlich unrichtig, sodass von diesen auszugehen ist.

5. Übersicht finanzielle Verhältnisse

Die finanziellen Verhältnisse der Parteien und C._____ präsentieren sich demnach 

wie folgt (Änderungen zum vorinstanzlichen Entscheid fett):
Gesuchsteller: Gesuchsgegnerin: C._____:

Einkommen (netto, inkl. 13. 
Monatslohn):

Familienzulagen:

Fr. 4'312.– Fr. 0.–
Ab 1.10.23: Fr. 737.–
Ab 1.3.25: Fr. 1'706.–

Fr. 250.– 

Ab 1.1.25: Fr. 268.–

Betreibungsrechtliches 
Existenzminimum:
Grundbetrag: Fr. 1'350.– Fr. 540.– Fr. 600.–
Wohnkosten: Fr. 850.–

Ab 1.5.24: Fr. 1'000.–
Fr. 94.– Fr. 425.–

Ab 1.5.24: Fr. 500.–
Krankenkasse KVG (abz. 
IPV):

Fr. 293.–
Ab 1.1.24: Fr. 161.–

- Fr. 110.–
Ab 1.1.24: Fr. 48.–

Regelmässige, ungedeckte 
Gesundheitskosten:

- Fr. 47.– -

Fahrten zum Arbeitsplatz: Fr. 128.– Ab 1.10.23: Fr. 100.– -
Mehrkosten auswärtige 
Verpflegung:

Fr. 220.– Ab 1.3.25: Fr. 99.– -

Familienrechtliches 
Existenzminimum:
Steuern: Fr. 166.– - Ab 1.3.25: Fr. 55.–
Radio/TV: Fr. 30.– - -
Pauschale für Hausrat- und 
Haftpflichtversicherung: 

Fr. 30.– - -

Kommunikationskosten (inkl. 
Internet):

Fr. 120.– Fr. 47.– -

Krankenkasse VVG: Fr. 53.– - Fr. 33.–
Abzahlungsraten Schulden: Fr. 50.– - -
Besuchsrechtskosten: Ab 1.3.25: Fr. 60.–
Total: Fr. 3'290.–

Ab 1.1.24: Fr. 3'158.–
Ab 1.5.24: Fr. 3'308.–

Fr. 728.–
Ab 1.10.23: Fr. 828.–

Fr. 1'168.–

Ab 1.1.24: Fr. 1'106.–
Ab 1.5.24: Fr. 1'181.–

- 28 -

Ab 1.3.25: Fr. 987.–

Ab 1.3.25: Fr. 1'236.–

Zur Vermeidung einer Vielzahl von Unterhaltsphasen ist für die Zeit vom 1. Oktober 

2023 bis zum 28. Februar 2025 beim Gesuchsteller und C._____ von Durch-

schnittswerten auszugehen. Beim Gesuchsteller resultiert ein durchschnittlicher 

(familienrechtlicher) Bedarf von gerundet Fr. 3'270.– (3 Monate à Fr. 3'290.–, 4 Mo-

nate à Fr. 3'158.– und 10 Monate à Fr. 3'308.–) und bei C._____ von Fr. 1'161.– 

(3 Monate à Fr. 1'168.–, 4 Monate à Fr. 1'106.– und 10 Monate à Fr. 1'181.–).

6. Konkrete Unterhaltsberechnung

6.1. Phase 1: 1. Mai 2023 bis 30. September 2023

Dem Gesamteinkommen von Fr. 4'562.– (Fr. 4'312.– Gesuchsteller und Fr. 250.– 

Kinderzulagen) stehen die betreibungsrechtlichen Existenzminima des Gesuchstel-

lers von Fr. 2'841.–, der Gesuchsgegnerin von Fr. 681.– und von C._____ von 

Fr. 1'135.– gegenüber, womit ein Fehlbetrag von Fr. 95.– resultiert. Entsprechend 

besteht für diese Phase kein Platz, um auch die Positionen des erweiterten (famili-

enrechtlichen) Bedarfs zu berücksichtigen (BGE 147 III 265 E. 7.2). Mangels Leis-

tungsfähigkeit der Gesuchsgegnerin ist in dieser Phase kein Kinderunterhaltsbei-

trag festzusetzen, sondern einzig der Fehlbetrag von Fr. 885.– (Fr. 250.– - 

Fr. 1'135.–) im Sinne von Art. 287a lit. c ZGB und Art. 301a lit. c ZPO festzuhalten.

- 29 -

6.2. Phase 2: 1. Oktober 2023 bis 28. Februar 2025

Dem Gesamteinkommen von Fr. 5'301.– (Fr. 4'312.– Gesuchsteller, Fr. 737.– Ge-

suchsgegnerin und Fr. 252.– Kinderzulagen) steht ein Gesamtbedarf (familien-

rechtliches Existenzminimum) von Fr. 5'259.– (Fr. 3'270.– Gesuchsteller, Fr. 828.– 

Gesuchsgegnerin und Fr. 1'161.– C._____) gegenüber. Mangels Leistungsfähig-

keit der Gesuchsgegnerin (- Fr. 91.–) ist in dieser Phase kein Unterhaltsbeitrag für 

C._____ festzusetzen. Ein Mankofall liegt nicht vor (vgl. BGE 147 III 256 E. 7.2).

6.3. Phase 3: Ab 1. März 2025

Dem Gesamteinkommen von Fr. 6'286.– (Fr. 4'312.– Gesuchsteller, Fr. 1'706.– Ge-

suchsgegnerin und Fr. 268.– Kinderzulagen) steht ein Gesamtbedarf (familien-

rechtliches Existenzminimum) von Fr. 5'570.– (Fr. 3'308.– Gesuchsteller, Fr. 987.– 

Gesuchsgegnerin und Fr. 1'236.– C._____) gegenüber. Der Barbedarf von 

C._____ beläuft sich nach Abzug der Kinderzulagen auf Fr. 968.–. Die Leistungs-

fähigkeit der Gesuchsgegnerin beträgt Fr. 719.–. Entsprechend hat sie einen Kin-

derunterhalt (Barunterhalt) in dieser Höhe zu leisten. Ein Manko von C._____ ist 

nicht festzuhalten (vgl. BGE 147 III 265 E. 7.2). 

7. Grundlagen der Unterhaltsberechnung

7.1. Die Gesuchsgegnerin beantragt, es sei in Dispositivziffer 6 für die gesamte 

Dauer des Getrenntlebens ein Einkommen von ihr von Fr. 650.– im Monat festzu-

halten (Urk. 46 S. 2).

7.2. Der Deklarationspflicht gemäss Art. 301a ZPO ist Genüge getan, wenn Ein-

kommen und Vermögen jedes Elternteils und jedes Kindes aus den Erwägungen 

hervorgehen. Solches braucht nicht (erneut) im Dispositiv vermerkt zu werden. Ins 

Urteilsdispositiv müssen einzig die Kinderunterhaltsbeiträge sowie gegebenenfalls 

der zur Deckung des gebührenden Unterhalts jedes Kindes fehlende Betrag und 

die Anpassung an die Veränderung der Lebenshaltungskosten aufgenommen 

werden (Botschaft Kindesunterhalt, BBl 2014 S. 529 ff., S. 581). Entsprechend er-

übrigt sich vorliegend eine Anpassung von Dispositivziffer 6 des angefochtenen Ur-

teils. Vielmehr kann diese Ziffer ersatzlos aufgehoben werden, nachdem die Ein-

- 30 -

künfte vorstehend dargetan wurden und die Parteien über kein unterhaltrelevantes 

Vermögen verfügen.

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen

Die Vorinstanz setzte die Entscheidgebühr auf Fr. 3'000.– fest, schlug die Kosten 

für die Übersetzung von Fr. 322.50 hinzu und auferlegte die Kosten den Parteien 

je zur Hälfte. Die Parteientschädigung schlug sie wett (Urk. 47 E. 6.1). Von den 

Parteien wird weder die Höhe der erstinstanzlichen Gerichtskosten noch deren Ver-

teilung beanstandet. Die Höhe der erstinstanzlichen Gerichtskosten erscheint an-

gemessen. Auch die Auferlegung der Kosten ist trotz der vorzunehmenden Korrek-

tur hinsichtlich der Kinderunterhaltsbeiträge nicht zu beanstanden. Demnach sind 

die erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu bestätigen.

2. Zweitinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen / Prozesskostenbei-

trag / Unentgeltliche Rechtspflege

2.1. In Anwendung von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b sowie § 12 Abs. 1 und Abs. 2 

GebV OG ist die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren auf Fr. 3'000.– fest-

zusetzen.

2.2. Berufungsgegenstand bilden einzig die Kinderunterhaltsbeiträge und damit 

ausschliesslich vermögensrechtliche Kinderbelange. Die Prozesskosten sind daher 

in Anwendung von Art. 106 ZPO nach Obsiegen und Unterliegen zu verteilen. Die 

Gesuchsgegnerin beantragt, dass von Unterhaltszahlungen abzusehen sei. Der 

Gesuchsteller ersucht um Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. Ausgehend von 

einer Gültigkeit der vorliegenden Eheschutzmassnahmen bis Ende Juni 2026 ver-

pflichtete die Vorinstanz die Gesuchsgegnerin zu Unterhaltsbeiträgen von insge-

samt Fr. 25'830.– (35 Monate à Fr. 738.–). Mit diesem Urteil wird die Gesuchsgeg-

nerin zu Unterhaltsleistungen von total Fr. 11'504.– (16 Monate à Fr. 719.–) ver-

pflichtet. Folglich obsiegt die Gesuchsgegnerin zu gerundet 55%, weshalb ihr die 

Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren im Umfang von Fr. 1'350.– und dem 

Gesuchsteller im Umfang Fr. 1'650.– aufzuerlegen sind (Art. 106 Abs. 1 und Abs. 2 

- 31 -

ZPO). Wie sogleich zu zeigen sein wird, ist beiden Parteien die unentgeltliche 

Rechtspflege zu gewähren (Art. 117 ZPO), sodass die Gerichtskosten einstweilen 

auf die Gerichtskasse zu nehmen sind.

2.3. Entgegen der Ansicht des Gesuchstellers (Urk. 53 Rz. 6) ist offensichtlich, 

dass sich der Antrag der Gesuchsgegnerin betreffend Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen (Urk. 46 S. 2) auf das Berufungsverfahren als Ganzes und nicht bloss 

auf ihren prozessualen Antrag um Prozesskostenbeitrag bzw. unentgeltliche 

Rechtspflege bezieht. So beantragt sie in ihrer Begründung unter Ziff. IV, dass die 

Kosten- und Entschädigungen ausgangsgemäss, eventualiter gemäss Art. 107 

Abs. 1 lit. c ZPO nach Ermessen zu verteilen seien. Ihre Ausführungen zum Mate-

riellen finden sich in Ziff. II und jene zur unentgeltlichen Rechtspflege in Ziff. III. Bei 

diesem Ausgang des Verfahrens ist der Gesuchsgegnerin daher antragsgemäss 

eine (auf 10%) reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 106 Abs. 1 und 

Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 95 Abs. 1 lit. b ZPO). In Anwendung von § 5 Abs. 1, § 6 

Abs. 3, § 11 Abs. 1 und Abs. 2 sowie § 13 Abs. 1 und Abs. 2 AnwGebV ist die volle 

Entschädigung auf Fr. 4'000.– zzgl. 8.1% MwSt. (Fr. 324.–) festzusetzen. Folglich 

ist der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin eine reduzierte Partei-

entschädigung in der Höhe von Fr. 433.– zu bezahlen.

2.4. Beide Parteien ersuchen um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 

inkl. Rechtsverbeiständung für das Berufungsverfahren (Urk. 46 S. 2; Urk. 53 S. 2).

2.5. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt und ihre Rechtsbegehren nicht aussichtslos 

erscheinen (Art. 117 ZPO). Für die Beurteilung der Frage, ob eine Partei als mittel-

los im Sinne von Art. 117 lit. a ZPO zu betrachten ist, muss ihre gesamte aktuelle 

wirtschaftliche Situation berücksichtigt werden. Die gesuchstellende Partei hat so-

wohl ihre Einkommens- als auch ihre Vermögensverhältnisse vollständig darzule-

gen und soweit möglich zu belegen (vgl. Art. 119 Abs. 2 ZPO). Sie hat ihre Mittel-

losigkeit glaubhaft zu machen (BK ZPO-Bühler, Art. 119 N 38). Gemäss dem soge-

nannten Effektivitätsgrundsatz darf dabei aber nur Einkommen und Vermögen be-

rücksichtigt werden, das im Zeitpunkt der Entscheidung über das Armenrechtsge-

such effektiv vorhanden und verfügbar oder wenigstens kurzfristig realisierbar ist. 

- 32 -

Jede hypothetische Einkommens- oder Vermögensaufrechnung ist daher unzuläs-

sig (BK ZPO I-Bühler, Art. 117 N 8 f.). Zu beachten ist ferner, dass aufgrund der 

Subsidiarität der unentgeltlichen Rechtspflege der Anspruch auf einen Prozesskos-

tenvorschuss bzw. -beitrag gegenüber dem Ehegatten dem Anspruch auf unent-

geltliche Rechtpflege vorgeht. Eine gesuchstellende Partei hat daher entweder 

auch einen Antrag auf Ausrichtung eines Prozesskostenvorschusses bzw. -beitra-

ges zu stellen oder aber im Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege darzulegen, 

weshalb ihrer Ansicht nach auf ein Verfahren auf Zahlung eines Prozesskostenvor-

schusses verzichtet werden kann, so dass das Gericht diese Auffassung vorfrage-

weise überprüfen kann (BGer 5D_83/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.1, m.w.H.). Auf 

diese Ausführungen kann verzichtet werden, wenn im konkreten Fall die Mittello-

sigkeit des anderen Ehegatten gleichsam offensichtlich bzw. augenfällig ist, so 

dass es einem überspitzten Formalismus gleichkäme, eine formale Erörterung der 

Aussichtslosigkeit eines Prozesskostenvorschussgesuches zu verlangen (BGer 

5A_244/2019 vom 15. April 2019 E. 4).

2.6. Die Gesuchsgegnerin stellt vorliegend zwar keinen Antrag auf Zusprechung 

eines Prozesskostenbeitrages, aus ihrer Begründung geht jedoch hervor, dass sie 

– zur Recht – davon ausgeht, der Gesuchsteller werde infolge seiner Mittellosigkeit 

keinen Prozesskostenbeitrag bezahlen können. So erzielt dieser zwar ein monatli-

ches Einkommen von Fr. 4'312.– netto (Urk. 10/3; Urk. 26/1; 50/1), welches einem 

Bedarf (seit 1. Mai 2024) von Fr. 3'308.– gegenübersteht (oben E. III. 5), den Über-

schuss von Fr. 1'004.– benötigt er jedoch zur Deckung des Bedarfs von C._____, 

da die Gesuchsgegnerin derzeit effektiv lediglich rund Fr. 621.– im Monat verdient 

(oben E. III. 2.1.5) und damit nicht einmal in der Lage ist, ihren eigenen Bedarf zu 

decken. Was das Vermögen anbelangt, verfügte der Gesuchsteller per Ende Okto-

ber 2024 über ein Bankguthaben von Fr. 19'872.– (Urk. 55/7). Dieses ist ihm ange-

sichts der finanziellen Situation als sog. "Notgroschen" zu belassen. Somit ist der 

Gesuchsteller mittellos, sodass ein Antrag der Gesuchsgegnerin um Prozesskos-

tenbeitrag auch abzuweisen gewesen wäre.

Wie vorstehend gezeigt, hat die Gesuchsgegnerin einkommensmässig als mittellos 

zu gelten, da sie mit ihrem derzeitigen Einkommen ihren Bedarf nicht zu decken 

- 33 -

vermag. Was ihr Vermögen betrifft, verfügte die Gesuchsgegnerin per Ende 2023 

bei der Bank K._____ über ein Guthaben von EUR 534.32 und bei der Postfinance 

über Fr. 134.37 (Urk. 3/8; Urk. 3/9). Da sie über kein bedarfsdeckendes Einkommen 

verfügt, ist glaubhaft, dass sie seither kein Vermögen äufnen konnte. Ihr einziger 

Vermögenswert ist somit die von ihr selbst bewohnte Liegenschaft. Angesichts ih-

res Einkommens ist jedoch offensichtlich, dass keine Belehnung möglich ist. Ein 

Verkauf ist ebenfalls nicht zumutbar. Die Gesuchsgegnerin gilt daher auch vermö-

gensmässig als mittellos. Weiter waren ihre Anträge nicht von vornherein aus-

sichtslos. Da die Gesuchsgegnerin als rechtsunkundige Person für die sachge-

rechte Wahrung ihrer Rechte im vorliegenden Berufungsverfahren auf anwaltlichen 

Beistand angewiesen war, ist ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege zu bewilligen, und es ist ihr Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ als unent-

geltlicher Rechtsbeistand zu bestellen. Die Gesuchsgegnerin ist auf die Nachzah-

lungspflicht nach Art. 123 ZPO hinzuweisen.

2.7. Der Gesuchsteller stellt ebenfalls keinen Antrag auf Verpflichtung der Ge-

suchsgegnerin zur Leistung eines Prozesskostenbeitrags. Er begründete jedoch 

ausreichend, weshalb er darauf verzichtete (Urk. 53 Rz. 46 f.). Wie vorstehend ge-

zeigt, ist die Gesuchsgegnerin ebenfalls mittellos, weshalb ein entsprechender An-

trag abzuweisen gewesen wäre. Da auch die Rechtsbegehren des Gesuchstellers 

nicht von vornherein aussichtslos waren und er als rechtsunkundige Person für die 

sachgerechte Wahrung ihrer Rechte im Berufungsverfahren auf anwaltlichen Bei-

stand angewiesen war, ist dem Gesuchsteller die unentgeltliche Rechtspflege zu 

bewilligen, und es ist ihm Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als unentgeltlicher Rechts-

beistand zu bestellen. Der Gesuchsteller ist auf die Nachzahlungspflicht nach 

Art. 123 ZPO hinzuweisen.

Es wird beschlossen:

1. Es wird vorgemerkt, dass die Dispositivziffern 1, 2, 3, 4 und 7 des Urteils des 

Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 

4. Oktober 2024 in Rechtskraft erwachsen sind.

- 34 -

2. Der Antrag der Gesuchsgegnerin, es sei eine mündliche Berufungsverhand-

lung durchzuführen, wird abgewiesen.

3. Dem Gesuchsteller wird für das zweitinstanzliche Verfahren die unentgeltliche 

Rechtspflege gewährt, und es wird ihm Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ als un-

entgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Der Gesuchsteller wird auf die Nachzah-

lungspflicht nach Art. 123 ZPO hingewiesen.

4. Der Gesuchsgegnerin wird für das zweitinstanzliche Verfahren die unentgelt-

liche Rechtspflege gewährt, und es wird ihr Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 

als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Die Gesuchsgegnerin wird auf die 

Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO hingewiesen. 

5. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung mit nachfolgendem Erkennt-

nis.

Es wird erkannt:

1. Dispositivziffer 5 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Bülach vom 4. Oktober 2024 wird aufgehoben und wie folgt 

ersetzt:

"5. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, dem Gesuchsteller an die Kosten 

des Unterhalts von C._____ für die Dauer des Getrenntlebens monatlich 

im Voraus auf den Ersten des Montas zahlbare Unterhaltsbeiträge wie 

folgt zu bezahlen:

Fr. 719.– ab 1. März 2025 (davon Fr. 0.– Betreuungsunterhalt) zuzüglich 

allfällige von ihr bezogene gesetzliche oder vertragliche Familienzula-

gen."

Im Übrigen wird die Berufung abgewiesen.

2. Dispositivziffer 6 des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Bülach vom 4. Oktober 2024 wird ersatzlos aufgehoben.

- 35 -

3. Die erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsregelung (Dispositivziffern 8, 

9 und 10) wird bestätigt. 

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'000.– festgesetzt.

5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuch-

steller im Umfang von Fr. 1'650.– und der Gesuchsgegnerin im Umfang von 

Fr. 1'350.– auferlegt, jedoch zufolge der beiden Parteien gewährten unent-

geltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.

6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für das zweitin-

stanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 433.– zu bezahlen.

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Migrationsamt des Kantons 

Zürich mit Formular sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

- 36 -

Zürich, 29. April 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw N. Paszehr

versandt am:
jo