# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15757f21-0d6a-5692-8777-292faa5e89b8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2025 E-1490/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1490-2024_2025-10-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-1490/2024, E-1159/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Richter Lorenz Noli, 

mit Zustimmung von Richterin Giulia Marelli, 

Gerichtsschreiber Daniel Merkli. 

   

Parteien 

 
A.______, geboren am (…), 

B.______, geboren am (…),  

C.______, geboren (…), 

(E-1159/2024), 

und D.___, geboren am (…),  

(E-1490/2023), 

alle Türkei,  

(…),   

Beschwerdeführende, 

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 9. Februar 2024 / N (…). 

 

 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden (C._______ [E-1490/2024], sein Onkel 

A._______, dessen Ehefrau B._______ und deren Kind C._______ [E-

1159/2024]) suchten am 23. Oktober 2023 beziehungsweise 24. Oktober 

2023 in der Schweiz um Asyl nach. 

B.  

B.a Der Beschwerdeführer A._______ machte zur Begründung seines 

Asylgesuches im Wesentlichen geltend, er habe als Alevit Unterdrückung 

erlebt. Im April 2022 sei er nach E._______ gegangen, um dort zu arbeiten. 

Da er aufgrund seiner alevitischen Herkunft nicht gefastet und gebetet 

habe, sei er von einem Mann angegriffen worden. Der Angreifer habe be-

hauptet, er sei «ein Mann des Staates». Daraufhin habe er bei der Polizei 

Anzeige gegen diesen eingereicht, wobei seine Anzeige nur unvollständig 

aufgenommen worden sei. Die Polizei habe den Angreifer mitgenommen 

und lapidar bemerkt, dieser sei wohl geistig zurückgeblieben. Vermutlich 

hätten sie ihn wieder freigelassen. Er habe sich aber dennoch gefürchtet 

und sei in sein Dorf zurückgekehrt. Das Verfahren gegen seinen Angreifer 

sei noch hängig. Wenn er in den Bergen bei seinen Tieren gewesen sei, 

hätten ferner Soldaten ihm sein Essen weggenommen. Er sei auch schon 

von Unbekannten geschlagen worden. Er habe diese Vorfälle aber nicht 

zur Anzeige gebracht. 

Im Jahr 1998 sei der Cousin seiner Mutter vom türkischen Regime angeb-

lich ermordet worden, weil er Alevit gewesen sei. Ein weiterer Verwandter 

sei 2014 in den Bergen zu Tode gekommen. Es werde behauptet, er habe 

Selbstmord begangen, was aber wohl nicht der Wahrheit entspreche. Ein 

Enkel seines Onkels väterlicherseits sei 2021 zu Tode gekommen.  

Die Beschwerdeführerin B._______ gab ihrerseits an, aufgrund ihrer kur-

disch-alevitischen Herkunft nach dem Erdbeben keine beziehungsweise 

keine angemessene Unterstützung erhalten zu haben und deswegen in die 

Schweiz gereist zu sein. Für die verhältnismässig hohen Reisekosten von 

rund 20'000.- Euro für Reise nach Europa hätten sie ihre Ersparnisse ver-

wendet.  

B.b Zum Nachweis ihrer Identität und zur Stützung ihrer Vorbringen reich-

ten die Beschwerdeführenden A._______ und B._______ ihre Identitäts-

karten im Original, einen Auszug aus dem UYAP, das Protokoll der Straf-

anzeige mit dem Beschwerdeführer A._______ als Geschädigten, einen 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 3 

gerichtsmedizinischen Bericht sowie drei Zeitungsausschnitte betreffend 

Verwandte ein. 

C.  

C.a Der Beschwerdeführer D._______ (E-1490/2025) machte seinerseits 

geltend, er habe bei seinem Onkel A._______ als Landwirt gearbeitet. 

Während des Erdbebens in der Türkei habe er sich als einziges Familien-

mitglied bei seinem Onkel aufgehalten. Seine Eltern und seine Schwester 

seien beim Erdbeben ums Leben gekommen. Das Haus seines Onkels sei 

zwar auch betroffen gewesen, wobei eines der Zimmer unversehrt geblie-

ben sei. Die türkischen Behörden hätten den vom Erdbeben betroffenen 

Familien nicht geholfen.  

Bereits zuvor im Jahr 2014 seien bewaffnete Leute aus den Bergen bei den 

Dorfbewohnern vorbeigekommen, um Lebensmittel zu sammeln. Wenn er 

nichts gegeben habe, sei er geschlagen worden. Vor etlichen Jahren sei 

seine Mutter von Männern vergewaltigt worden.  

Da er auch künftig nicht auf die Hilfeleistung der heimatlichen Behörden 

zählen könne, hätten er und die Familie seines Onkels beschlossen, die 

Türkei zu verlassen. Am 18. Oktober 2023 sei er ausgereist.  

C.b Zum Nachweis seiner Identität und zur Stützung seiner Vorbringen 

reichte der Beschwerdeführer D._______ seine Identitätskarte im Original, 

einen Auszug aus dem Zivilstandsregister, ein Abschlusszertifikat der 

F._______, Bildschirmfotos aus dem Profil der sozialen Medien «unialevi-

gencler» (kurdische Studentenvereinigung), eine Anklageschrift aus dem 

Jahr 2015 mit dem Vater des Beschwerdeführers als Kläger, einen Auszug 

aus dem E-Devlet seines Onkels A._______, eine Todesmitteilung seines 

Cousins G._______ und einen USB-Stick mit Videoaufnahmen nach dem 

Erdbeben ein. 

D.  

Mit zwei getrennten und zeitlich versetzt erlassenen Verfügungen vom 

9. Februar 2024 (E-1490/2024) und vom 13. Februar 2024 (E-1159/2024) 

verneinte die Vorinstanz je die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdefüh-

renden (Dispositivziffer 1) und lehnte ihre Asylgesuche ab (Dispositivziffer 

2). Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung aus der Schweiz und den Voll-

zug an (Dispositivziffer 3-5). Mit der Verfügung erhielten sie jeweils Einsicht 

in die Akten (Dispositivziffer 6). 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 4 

E.  

Gegen diese Entscheide erhoben die Beschwerdeführenden mit Eingaben 

vom 22. Februar 2024 (E-1159/2024) und vom 7. März 2024 (E-1490/2024) 

jeweils Beschwerde. Sie beantragten jeweils die Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügungen, die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft und die 

Asylgewährung. Eventualiter sei ihnen eine vorläufige Aufnahme zu ge-

währen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Es sei auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses zu verzichten und die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh-

ren.  

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 27. Februar 2024 wurde im Beschwerdever-

fahren E-1159/2025 Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses bis zum 

8. März 2024 angesetzt. Dieser wurde fristgerecht geleistet.  

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 19. März 2024 wurde im Beschwerdeverfah-

ren E-1490/2025 Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses bis zum 

3. April 2024 angesetzt, welcher ebenfalls fristgerecht geleistet wurde.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgül-

tig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Die Beschwerden sind frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerden ist einzutreten. 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 5 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Aufgrund des engen sachlichen und persönlichen Zusammenhangs der 

beiden Asylverfahren, des einheitlichen Ausgangs der beiden Beschwer-

deverfahren und aus prozessökonomischen Gründen werden die Be-

schwerdeverfahren E-1490/2024 und E-1159/2024 vereinigt. 

4.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um solche, weshalb das Urteil nur sum-

marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). Das Bundesverwaltungs-

gericht hat die Anforderungen an das Glaubhaftmachen von Asylvorbrin-

gen in verschiedenen Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 6 

Praxis. Darauf kann hier verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1, 

2013/11 E. 5.1 und 2010/57 E. 2.3, je m.w.H.). 

6.  

6.1 In der angefochtenen Verfügung im Verfahren E-1159/2024 (Beschwer-

deführer A._______, dessen Ehefrau B._______ und deren Kind 

C._______) hielt das SEM zusammenfassend fest, dass keine beachtliche 

Wahrscheinlichkeit bestehe, dass die Beschwerdeführenden in der Türkei 

in absehbarer Zeit flüchtlingsrelevante Verfolgungsmassnahmen zu be-

fürchten hätten. 

6.2 So stellte das SEM fest, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers 

A._______, in E._______ aufgrund seiner alevitischen Herkunft im Jahr 

2022 von einem angeblichen Angehörigen des Staates angegriffen worden 

zu sein, nicht asylrelevant sei. Gleiches gelte für das Vorbringen, er sei, 

wenn er in den Bergen bei seinen Tieren gewesen sei, bestohlen worden. 

Es bestünden keine Hinweise darauf, dass der Staat seine Schutzgewäh-

rung verweigert oder keine effektive Handlungsfähigkeit besessen habe. 

Die letzteren Vorfälle habe der Beschwerdeführer gar nicht erst zur Anzeige 

gebracht und ein Verfahren gegen einen unbekannten Angreifer sei nach 

eigenen Schilderungen bei den Ermittlungsbehörden noch hängig.   

6.3 In Bezug auf die Beschwerdeführerin wies die Vorinstanz darauf hin, 

dass die allgemeinen Benachteiligungen aufgrund ihres alevitischen Glau-

bens im Allgemeinen bzw. die angeblich fehlende behördliche Unterstüt-

zung nach dem Erdbeben nicht über Nachteile hinausgingen, die weite 

Teile der alevitischen Bevölkerung in der Türkei in ähnlicher Weise treffen 

könnten. Entsprechendes erreichte nicht eine für die Flüchtlingseigen-

schaft erforderliche Intensität. Schliesslich handle es sich bei den Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerin B._______, dass ihr Vater Mitglied der HDP 

gewesen und von den Behörden geschlagen worden sei, weder um ge-

zielte noch aktuelle Vorgänge und damit auch nicht um asylrechtlich rele-

vante Behelligungen.  

7.  

In der Beschwerde wiederholten die Beschwerdeführenden (E-1159/2024) 

die bereits im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vorbringen, 

so auch, dass sie mit dem Erdbeben ihre Lebensgrundlage sowie ihr fami-

liäres Netzwerk verloren und ihr Land einem Schlepper verkauft hätten. 

Aufgrund der angespannten Lage im Erdbebengebiet sei von einem Risiko 

für sie auszugehen, bei einer Rückkehr in eine existenzielle Notlage zu 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 7 

geraten. Das SEM habe den Sachverhalt bezüglich Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs ihres Erachtens nicht hinreichend festgestellt.  

 

8.  

8.1 Auch in der angefochtenen Verfügung im Verfahren E-1490/2024 (Be-

schwerdeführer D._______) hielt das SEM zusammenfassend fest, dass 

keine beachtliche Wahrscheinlichkeit bestehe, dass der Beschwerdeführer 

in der Türkei in absehbarer Zeit flüchtlingsrelevante Verfolgungsmassnah-

men zu befürchten hätten. 

 

8.2 Hinsichtlich der geltend gemachten behördlichen Benachteiligungen 

aufgrund des alevitischen Glaubens im Allgemeinen und nach dem Erdbe-

ben im Besonderen wies die Vorinstanz darauf hin, dass diese in ihrer In-

tensität nicht über die Nachteile hinausgehen würden, welche weite Teile 

der kurdischen und alevitischen Bevölkerung in der Türkei in ähnlicher 

Weise treffen könnten. Hinweise auf eine gezielt gegen den Beschwerde-

führer gerichtete Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG seien den vorliegen-

den Akten nicht zu entnehmen. So habe er angegeben, nie politisch tätig 

gewesen zu sein und nie Probleme mit den Behörden oder Drittpersonen 

gehabt zu haben. Die allgemeine Situation, in der sich die kurdische Be-

völkerung befinde, führe für sich alleine nicht zur Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft. Diese Einschätzung gelte trotz der sich nach dem Putsch-

versuch im Juli 2016 verschlechternden Menschenrechtslage in der Türkei.   

 

9.  

In seiner Beschwerde vom 7. März 2024 (E-1490/2025) machte der Be-

schwerdeführer hiergegen geltend, das SEM habe in seiner Würdigung 

ausser Acht gelassen, dass seine Familie einem erheblichen psychischen 

Druck ausgesetzt sei und ihm aufgrund der Schikanen, die seine Familie 

erlitten habe, sowie der vor vielen Jahren vorgefallenen Missbrauchs sei-

ner Mutter und der mutmasslichen Tötung seines Cousins einer Reflexver-

folgung drohen könnte. Hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs sei sein mentaler Gesundheitszustand zu berücksichtigen. Bereits 

anlässlich der Anhörung vom 24. November 2023 habe er erwähnt, dass 

er aufgrund des Verlustes seiner Familie beim Erdbeben psychische Be-

schwerden habe. Der Beilage (Anordnung einer psychologischen Psycho-

therapie durch Dr. med. H._______ Facharzt für allgemeine innere Medi-

zin, vom 12. Januar 2024) könne entnommen werden, dass aufgrund einer 

Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) eine Psychotherapie 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 8 

angeordnet worden sei. Aus den genannten Gründen sei der Sachverhalt 

hinsichtlich Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs vom SEM unvollstän-

dig festgestellt worden. Die Vorinstanz sei anzuweisen, den entsprechen-

den Sachverhalt genauer abzuklären. 

10.  

10.1 In beiden Beschwerdeverfahren (E-1159/2025 und E-1490/2025) 

wurde in formeller Hinsicht eine unvollständige Sachverhaltsfeststellung 

hinsichtlich der festgestellten Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs gel-

tend gemacht. Diese Rügen sind vorab zu beurteilen.  

10.2 Das Gericht kommt nach Prüfung der Akten zu der Erkenntnis, dass 

sich die entsprechenden Rügen als unzutreffend erweisen. Aus den ange-

fochtenen Verfügungen ergibt sich, dass sich das SEM mit den individuel-

len Lebenssituationen der Beschwerdeführenden auseinandergesetzt und 

hinreichend dargelegt hat, weshalb die Zumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs sowie das Vorliegen einer Aufenthaltsalternative bejaht wurde. 

Dabei hat es sich auch mit den Ausführungen hinsichtlich der allgemeinen 

medizinischen Versorgungslage in der Türkei auch hinreichend implizit mit 

einer allfällig notwendigen Behandlung mentaler Probleme im Heimatland 

auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass der 

Beschwerdeführer im Rahmen der Anhörung angab, wegen des Verlustes 

seiner Familienangehörigen als Folge des Erdbebens psychisch belastet 

zu sein. Auf die Frage, warum er sich noch nicht beim Gesundheitsdienst 

gemeldet habe, erwiderte er lapidar, Angst vor Antidepressiva zu haben. 

Mit seinen mitgereisten Familienangehörigen in der Schweiz zusammen zu 

sein, insbesondere mit seinem Onkel, tue ihm sehr gut. In der Folge koor-

dinierte das SEM die beiden Verfahren. Aufgrund der Behandelbarkeit all-

fälliger psychischer Probleme in der Türkei hat das SEM den wesentlichen 

Sachverhalt vollständig festgestellt, um die Frage der Zumutbarkeit prüfen 

zu können, und sich dabei mit den entscheidenden Elementen auseinan-

dergesetzt. Aus den Akten sind keine Aspekte erkennbar, welche nicht be-

reits angemessen von diesen umfasst wären beziehungsweise in grundle-

gendem Widerspruch mit den vorinstanzlichen Einschätzungen stünde. 

Die formellen Rügen erweisen sich somit als unbegründet.  

11.  

11.1 In der Sache selbst gelangt das Bundesverwaltungsgericht ebenfalls 

zum Schluss, dass die angefochtenen Verfügungen zu stützen sind. Das 

SEM ist darin jeweils mit sachgerechter Begründung zum Schluss gelangt, 

dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden die Voraussetzungen von 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 9 

Art. 3 AsylG nicht erfüllen. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann da-

her – mit den nachfolgenden Ergänzungen – vollständig auf die zutreffen-

den Erwägungen der Vorinstanz gemäss obiger Zusammenfassung (vgl. 

E. 6 und E. 8) verwiesen werden.  

11.2 Hinsichtlich der im Rahmen der Beschwerde geltend gemachten Vor-

bringen des Beschwerdeführers D._______, wonach er aufgrund einer an-

geblichen Vergewaltigung seiner Mutter einer Reflexverfolgung ausgesetzt 

gewesen sei, ist hierzu vorab festzuhalten, dass es sich hierbei um eine 

unbewiesene Parteibehauptung handelt. Doch selbst bei Wahrunterstel-

lung dieses Vorbringens wäre relativierend festzuhalten, dass sich dieser 

Vorfall zu einem Zeitpunkt zugetragen hätte, als der Beschwerdeführer 

noch ein sechs bis acht Jahre alter Knabe gewesen war. Hierbei handelt 

sich damit um ein angebliches Geschehen, dass sich vor mehreren Jahr-

zehnten zugetragen haben soll. Dieses weist offensichtlich keinerlei Bezug 

zur Ausreise des Beschwerdeführers und damit keine Asylrelevanz auf. 

Ohnehin soll es sich bei den angeblichen Tätern um unbekannte Dritte ge-

handelt haben, für deren Verfolgung sich Betroffene an die Strafverfol-

gungsbehörden zu wenden hätten. Auch aus den übrigen Sachumstände 

geht nicht hervor, dass der Beschwerdeführer, welcher trotz der angebli-

chen misslichen Umstände bis zu seiner Ausreise sowohl das Gymnasium 

wie auch in der Folge ein Universitätsstudium (und damit an einer staatli-

chen Institution) als Maschineningenieur erfolgreich abschliessen konnte, 

einer staatlichen (Reflex-)Verfolgungslage ausgesetzt gewesen wäre.  

11.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die geltend gemachten Vor-

bringen keine begründete Furcht vor einer künftigen flüchtlingsrechtlich re-

levanten Verfolgung zu begründen vermögen. Die erlebten Schikanen im 

Alltag sind nicht geeignet, um eine flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung 

zu begründen. Ebenso führt die allgemeine Situation, in der sich die kurdi-

sche beziehungsweise alevitische Bevölkerung befindet, gemäss gefestig-

ter Praxis für sich allein nicht zur Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft. 

Diese Einschätzung gilt trotz der sich nach dem Putschversuch im Juli 

2016 allgemein verschlechternden Menschenrechtslage in der Türkei, von 

der auch die Kurden, insbesondere im Südosten der Türkei, betroffen sind 

(vgl. statt vieler Urteil D-6034/2023 vom 2. Oktober 2025 E. 6.1). 

11.4 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass das SEM zu Recht die 

Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden (E-1159/2025 und          

E-1490/2025) verneint und deren Asylgesuche abgewiesen hat. 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 10 

12.  

Gemäss Art. 44 AsylG verfügt das SEM in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz, wenn es das Asylgesuch ablehnt oder darauf nicht eintritt. Die 

Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtliche Auf-

enthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. 

Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 

2013/37 E.44; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

13.  

13.1 Ist der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich, 

so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 

AIG des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-

nen und Ausländer und über die Integration [AIG, SR 142.20]). 

13.1.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn Verpflichtungen der Schweiz ei-

ner Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Her-

kunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Aus-

reise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. 

ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechts-

stellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, 

Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-

dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der 

Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung 

unterworfen werden. 

Die Vorinstanz wies zutreffend darauf hin, dass das Prinzip des flüchtlings-

rechtlichen Non-Refoulement nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei-

genschaft erfüllen. Da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, 

eine asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu 

machen, kann der in Art. 5 AsylG verankerte Grundsatz der Nichtrückschie-

bung im vorliegenden Verfahren keine Anwendung finden. Eine Rückkehr 

in ihren Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG recht-

mässig. Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen der Beschwerde-

führenden noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass sie für den Fall 

einer Ausschaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 11 

Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen 

Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des Europäi-

schen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-

Folterausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr 

("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihnen im Fall einer 

Rückschiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. 

Urteil des EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 

37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). 

13.1.2 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

Das SEM begründete die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in den 

angefochtenen Verfügungen damit, dass weder die allgemeine Lage im 

Heimatstaat noch individuelle Faktoren gegen die Zumutbarkeit sprächen. 

Namentlich nach der Niederschlagung des Militärputschversuches vom 

15./16. Juli 2016 herrsche in der Türkei keine landesweite Situation allge-

meiner Gewalt im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AIG, die einen Wegweisungs-

vollzug in die Türkei als unzumutbar erscheinen lassen würde. 

Die Beschwerdeführenden stammten zwar aus der von den Erdbeben be-

troffenen Provinz I._______. Der Beschwerdeführer A._______ habe gel-

tend gemacht, dass er bis zum Erdbeben 50 Schafe und Widder besessen 

habe. Beim Erdbeben habe er seinen Besitz verloren. Der Staat habe ihn 

nicht unterstützt. Die Beschwerdeführerin B._______ habe angegeben, 

Mutter und Hausfrau gewesen zu sein. Nach dem Erdbeben habe sie in 

einem Zelt gelebt und sei von alevitischen Vereinen unterstützt worden.  

Die Vorinstanz führte hierzu an, es sei anzumerken, dass es Zweifel an der 

geltend gemachten prekären finanziellen Situation gebe. So seien die Be-

schwerdeführenden der Aufforderung, Dokumente, welche ihre Angaben 

belegen sollten (u.a. Auszug aus dem Register betreffend den Zustand ih-

res Gebäudes, Sterbebescheinigungen ihrer Verwandten), einzureichen, 

nicht nachgekommen. Die Parteibehauptungen seien somit nicht belegt. 

Im Weiteren hätten die Beschwerdeführenden angegeben, dass sie für die 

Reise durch Verwendung ihrer Ersparnisse rund EUR 20'000.– investieren 

konnten. Bei einem Betrag von EUR 20'000.– handle es sich um einen 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 12 

beachtlichen Betrag, welcher klare Zweifel an einer angeblich prekären fi-

nanziellen Lage begründe.  

Ausserdem könne davon ausgegangen werden, dass er beruflich auch 

ausserhalb I._______ tätig sein könne und eine soziale sowie wirtschaftli-

che Reintegration daher möglich sein werde.  

Hinsichtlich des Beschwerdeführers D._______ wies das SEM ergänzend 

darauf hin, dass dieser im Jahr 2021 sogar ein Studium als Maschinenin-

genieur erfolgreich habe abschliessen können. Es sei deshalb davon aus-

zugehen, dass er in der Türkei rasch eine entsprechende Anstellung finden 

könne.  

Angesichts der in der Türkei bestehenden Niederlassungsfreiheit könnte 

ohnehin vorsorglich auch das Bestehen einer individuell zumutbaren inner-

staatlichen Aufenthaltsalternative an einem anderen Ort im Land aus-

serhalb von I._______ bejaht werden. Ferner stehe es den Beschwerde-

führenden offen, Rückkehrhilfe in Anspruch zu nehmen.  

13.2 Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich nach Prüfung der Akten 

im Ergebnis der Einschätzung der Vorinstanz an.  

Mit der Vorinstanz ist festzuhalten, dass keine Sachumstände vorliegen, 

welche in wirtschaftlicher Hinsicht eine Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs zu begründen vermöchte. Vielmehr ist aufgrund der Akten davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführenden sich zeitnah wieder sozial 

und wirtschaftlich reintegrieren könnten.  

13.2.1 Der beschwerdeweise vorgebrachte Erklärungsversuch, wonach 

der verhältnismässig hohe Betrag von EUR 20'000.– nicht einfach wie bis-

her behauptet aus den Ersparnissen der Beschwerdeführenden stamme, 

sondern vielmehr aus einem gezielten Verkauf des Grundstückes, vermag 

nicht zu überzeugen (dies auch in Berücksichtigung des in blosser Kopie 

eingereichten angeblichen Kaufvertrages; welcher in dieser Form keinen 

selbsttragenden Beweiswert hat). Insbesondere erscheint der behauptete 

Grundstückverkauf im Lichte der durch das Erdbeben angeblich zerstörten 

Immobilien und entsprechend schwierigen Situation in dieser Region eher 

überraschend und wirkt somit wenig lebensnah. Dieser nachträgliche Er-

klärungsversuch erscheint daher auch vor diesem Hintergrund als konstru-

iert und nicht belegt. Weitergehende Belege, Erklärungen oder offizielle Ur-

kunden wurden vielsagender Weise auch bis heute nicht eingereicht; dies 

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 13 

obwohl solches bei einem angeblichen Hauskauf sicherlich ohne weiteres 

bei den Behörden erlangt werden könnte.  

13.2.2 Weiter stehen auch die behaupteten wirtschaftlichen Umstände in 

Widerspruch zu der arrivierten beruflichen Situation gewisser Beschwerde-

führenden. So ist insbesondere in Bezug auf den Beschwerdeführer 

D._______ hervorzuheben, dass dessen Familie in der Vergangenheit an-

scheinend problemlos in der Lage war, diesem sowohl den Besuch des 

Gymnasiums, wie auch in der Folge ein langjähriges Universitätsstudium 

in J._______ als Maschineningenieur zu ermöglichen und zu finanzieren. 

Ein entsprechender schulischer und universitärer Werdegang erfordert ge-

meinhin ein gesichertes Mass an finanziellen Möglichkeiten des familiären 

Umfelds. Auch vor diesem Hintergrund ist auf durchaus tragende finanzi-

elle Strukturen zu schliessen.  

13.2.3 Auch der angebliche Verlust des Viehbestandes der in der Landwirt-

schaft tätigen Familie erschöpft sich in unbelegt gebliebenen Parteibe-

hauptungen. Auch hierzu vermochten diese keine sachdienlichen Belege 

einzureichen. Dass der doch relativ stattliche Viehbestand angeblich auf 

einen Schlag vernichtet worden sein sollte, ohne dass hierzu irgendwelche 

tragenden Belege (Berichte, Fotografien, Entschädigungsbegehren oder 

ähnliches) vorliegen, erscheint ebenfalls wenig glaubhaft.  

13.2.4 Ferner ist darauf hinzuweisen, dass es den Beschwerdeführenden 

offen stünde, im Bedarfsfall Rückkehrhilfe in Anspruch zu nehmen und 

beim SEM ein entsprechendes Ersuchen zu deponieren. Zusätzlich wäre 

es ihnen wohl auch unbenommen, auch gegenüber den heimatlichen Be-

hörden allfällige Unterstützungsleistungen (im Lichte der geltend gemach-

ten bisher noch unterbliebenen Hilfeleistungen) erneut geltend zu machen.  

13.2.5 Im Weiteren ist anzumerken, dass insbesondere der Beschwerde-

führer A._______ zuvor auch ausserhalb seines angestammten Wohnortes 

(durch Vermittlung seines Bruders) bereits eine Zeit lang in E._______ ei-

ner Arbeitstätigkeit nachgegangen ist. Es besteht somit auch diesbezüglich 

Grund zur Annahme, Entsprechendes wäre auch künftig wieder möglich.  

Zusätzlich hielt sich auch der Beschwerdeführer D._______ nicht nur an 

seinem letzten Wohnort in K._______ auf, sondern absolvierte sein Uni-

versitätsstudium in J._______, wo er sich längere Zeit aufhielt, womit er 

auch dort über die Möglichkeit verfügen dürfte, sich nach seiner Rückkehr 

erneut niederzulassen.  

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 14 

13.2.6 Weiter verfügen die Beschwerdeführenden nach eigenen Angaben 

auch in anderen Städten noch über Verwandte und sie sind vor noch nicht 

langer Zeit aus ihrem Heimatland ausgereist und sind somit noch vorbe-

haltlos mit den dortigen sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Verhält-

nissen weiterhin gut vertraut.  

14.  

Schliesslich obliegt es den Beschwerdeführenden, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr allenfalls notwen-

digen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu 

auch BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

15.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

16.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtenen Verfügungen 

Bundesrecht nicht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellen (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüg-

lich überprüfbar – angemessen sind. Die Beschwerden sind abzuweisen. 

17.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der vereinigten Ver-

fahren den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und 

werden auf insgesamt Fr. 1’200.– festgesetzt (Art. 1–3 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die geleisteten Kostenvor-

schüsse werden zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwendet. Der 

Restbetrag von Fr. 300.– wird den Beschwerdeführenden rückerstattet. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-1490/2024 und E-1159/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerdeverfahren E-1490/2024 und E-1159/2024 werden verei-

nigt.  

2.  

Die Beschwerden in den Verfahren E-1490/2024 und E-1159/2024 werden 

abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 1’200.– werden den Beschwerde-

führenden auferlegt. Die geleisteten Kostenvorschüsse werden zur Bezah-

lung der Verfahrenskosten verwendet. Der Restbetrag von insgesamt 

Fr. 300.– wird den Beschwerdeführenden rückerstattet. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Daniel Merkli 

 

 

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