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**Case Identifier:** f8366d9f-98f9-52a6-80a2-99cecbf1a11f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.06.2018 IV 2016/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-12_2018-06-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/12

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 18.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2018
Art. 7 ATSG, Art. 28 IVG, Art. 21 Abs. 4 ATSG: Gemäss beweiskräftigem 
Gutachten besteht medizin-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von 100% in 
der ADHS des Beschwerdeführers angepassten Tätigkeiten. Die berufliche 
Eingliederung ist indessen aufgrund einer sekundären Suchtproblematik und 
aufgrund einer gemäss Gutachten überwindbaren Einschränkung der 
Compliance und Absprachefähigkeit bisher gescheitert, die 
Selbsteingliederung ist dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Es besteht 
daher ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, solange die attestierte, erst 
nach adäquater Behandlung und Eingliederung mögliche Arbeitsfähigkeit 
noch nicht erreicht ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 18. Juni 2018, IV 2016/12).

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; 

Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.  

IV 2016/12

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Bolt, bürki bolt németh rechtsanwälte, 

Auerstrasse 2, Postfach 91, 9435 Heerbrugg,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___, meldete sich am 12. Februar 2003 erstmals wegen Rückenleiden und 

Depression bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Der Versicherte 

hatte am 5. Juli 1996 das Fähigkeitszeugnis als Forstwart erlangt (IV-act. 29, 44) und 

anschliessend während kurzer Zeit als Strassenbauarbeiter gearbeitet (IK-Auszug, IV-

act. 200-2; Angabe Gutachten B.___, IV-act. 24-2, Gutachten Dr. C.___, IV-act. 192-80 

f.). Vom 13. September 1999 bis 10. Mai 2000 hatte der Versicherte im Gartenbau 

gearbeitet und diese Stelle wegen mehrmaligen unentschuldigten Fernbleibens 

verloren (IV-act. Z.___ Gartenbau vom 4. März 2003, IV-act. 4). In den Jahren 1998 - 

2002 hatte er sich mehrfach stationären Drogen-Entzügen bzw. Behandlungen 

unterzogen (IV-act. 6-5f., 183-3f., 169-31ff.)

A.b  Med.prakt. D.___, Oberarzt Forensik Psychiatrische Klinik Wil, kam in einem 

psychiatrischen Gutachten vom 13. Oktober 2003 (IV-act. 18) zum Schluss, der 

retrospektiv anzuwendende ADHS-Fragebogen spreche deutlich für die Möglichkeit 

einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Primarschulalter. 

Unter Berücksichtigung seiner bisherigen Lebensgeschichte müsse man beim 

Beschwerdeführer nebst einer ADH-Störung von einer spezifischen 

Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10 ausgehen (IV-act. 18-21). Weiter sei eine 

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Störung durch multiplen Substanzgebrauch und sonstiger psychotroper Substanzen, 

Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich bewachten 

Ersatzdrogenprogramm (Methadon, kontrollierte Abhängigkeit; ICD-10: F19.22) zu 

diagnostizieren (IV-act. 18-22). Rein psychiatrisch gesehen lägen gegenwärtig keine 

Anhaltspunkte dafür vor, dass die vom Beschwerdeführer zuletzt ausgeübte Tätigkeit 

im Gartenbau nicht mehr durchführbar sei. Die ADHS sei nicht arbeits¬limitierend und 

bedürfe sicherlich einer medikamentösen Intervention (Ritalin; IV-act. 18-23 f.). Die 

Suchtmittelproblematik sei iv-rechtlich nicht relevant. Allenfalls sei bei scheinbar 

vorhandener Abstinenz auch hierin kein arbeitslimitierender Faktor zu sehen (IV-act. 

18-24).

A.c  Eine orthopädische Begutachtung durch Dr.med. B.___, Spezialarzt Orthopädische 

Chirurgie FMH, vom 8. Juni 2004 (IV-act. 24) ergab einen leicht dehydrierten Discus 

intervertebralis Th 9 bis 12 sowie eine minimale dorsale Diskusprotrusion L2 bis S1 (IV-

act. 24-3). Tätigkeiten, bei denen häufig unphysiologische gebeugte Körperhaltungen 

eingenommen werden müssten und die mit regelmässigem Heben und Tragen von 

Gegenständen über 10 kg verbunden seien, seien nicht mehr vollumfänglich zumutbar. 

Die Arbeitsfähigkeit als Förster (richtig: Forstwart) oder Gärtnereiangestellter betrage 

bei voller Stundenpräsenz ca. 80%. Körperlich leichte Tätigkeiten, bei denen nicht 

regelmässig Gegenstände über 3 bis 5 kg gehoben oder getragen und keine 

unphysiologisch gebeugte Körperhaltung regelmässig eingenommen werden müsse, 

seien dem Beschwerdeführer vollumfänglich zumutbar (Arbeitsfähigkeit 100%; IV-act. 

24-4).

A.d  Nachdem der Versicherte gegenüber dem Berufsberater betont hatte, dass er 

zuerst die anderen Probleme in seinem Leben lösen möchte und auf die Hilfestellung 

der IV vorerst verzichte (Schlussbericht vom 24. Februar 2005, IV-act. 33), schloss die 

Berufsberatung am 24. Februar 2005 den Fall ab, da die Suchtproblematik 

(Cannabiskonsum) sowie die diagnostizierte ADHS den Versicherten daran hinderten, 

eine berufliche Neuorientierung bzw. berufliche Massnahmen anzugehen 

(Schlussbericht Berufsberatung, IV-act. 33). Die IV-Stelle erliess am 3. März 2005 eine 

Mitteilung über den Abschluss beruflicher Massnahmen (IV-act. 36).

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A.e  Der Beschwerdeführer meldete sich am 3. November 2005 unter Hinweis auf 

ausgeprägte ADHS-Symptome und Rückenprobleme seit der Ausbildung zum 

Forstwart erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (IV-act. 37).

A.f  Die Berufsberatung schloss die berufliche Abklärung am 27. Februar 2007 ab, da 

sich der Versicherte zur Teilnahme an beruflichen Massnahmen nicht in der Lage fühle 

bzw. daran nicht interessiert sei. Die vom RAD geforderte Prüfung der praktischen 

Eingliederungsfähigkeit habe nicht durchgeführt werden können. Aufgrund des 

gezeigten Verhaltens mit teils aggressiven Durchbrüchen und teils unrealistischen 

Ansichten und Forderungen an die Gesellschaft sei die praktische 

Eingliederungsfähigkeit ebenfalls in Frage gestellt bzw. der Versicherte keinem 

Arbeitgeber zumutbar. In Anbetracht dieser Umstände sei die Verwertbarkeit aus Sicht 

der Berufsberatung nur in einem geschützten Rahmen gegeben und keinesfalls in der 

freien Wirtschaft (Schlussbericht Berufsberatung, IV-act. 61-1 f.). Mit Mitteilung vom 

22. Mai 2007 setzte die IV-Stelle den Versicherten über den Abschluss der 

Berufsberatung in Kenntnis (IV-act. 68) und stellte ihm mit Vorbescheid vom selben Tag 

in Aussicht, das Rentenbegehren bei einem Invaliditätsgrad von 10 % abzuweisen (IV-

act. 70). Der Versicherte erhob dagegen am 13. Juli 2007 Einwand (IV-act. 76) und 

erklärte sich gegenüber der IV-Stelle bereit, an beruflichen Abklärungen mitzuwirken 

(IV-act. 78). Mit Verfügung vom 9. April 2008 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für 

eine berufliche Abklärung in der Dreischiibe vom 31. März bis 15. August 2008 (IV-act. 

87). Am 26. September 2008 beantragte der Berufsberater die Rentenprüfung. Die 

Abklärung in der Dreischiibe habe nach wenigen Tagen abgebrochen werden müssen. 

Die Bereitschaft des Versicherten, sich einzulassen und das Beste zu geben, sei 

spürbar gewesen. Der Versicherte fühle sich aufgrund Schwindels sowie 

Rückenbeschwerden im Moment nicht in der Lage, eine berufliche Massnahme 

durchzustehen (Schlussbericht Berufsberatung, IV-act. 92).

A.g  Im Arztbericht des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen vom 28. Mai 2009 wurde 

festgehalten, die dortige ambulante Behandlung in Form von derzeit lockeren 

Gesprächen alle zwei Monate finde seit 16. April 2008 statt. Im Vordergrund ständen 

eine Angst-/Panikstörung sowie die durch die persistierende ADHS bedingten 

kognitiven Auffälligkeiten wie Konzentrationsstörungen, Gedächtnisauffälligkeiten 

sowie Aufmerksamkeitsstörung. Ebenso erscheine die mangelnde Kompetenz in 

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Planung und Durchführbarkeit von alltäglichen Aufgaben, welche sich in spezifischen 

beruflichen Anforderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auswirken dürften, 

glaubhaft. Die Behandlung erschwere sich durch die emotional instabile 

Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typ sowie den Beikonsum von Cannabis und 

Heroin. Eine Wiedereingliederungsmassnahme sei bei besserer Compliance und 

regelmässiger psychiatrischer Behandlung mit einer Arbeitsfähigkeit von 50% möglich 

(IV-act. 104-3f.).

A.h  Der Versicherte wurde durch die Psychiatrischen Dienste Süd, Klinik St. 

Pirminsberg, Forensischer Dienst, begutachtet (Gutachten Klinik Pfäfers vom 24. März 

2010, IV-act. 110). Der Gutachter hielt fest, betrachte man die Krankheitsentwicklung 

im Längsverlauf unter Einbezug der fremdanamnestischen Angaben sowie der 

Querschnittsuntersuchungen im Rahmen der Exploration, so sei unstreitig, dass der 

Beschwerdeführer seit Kindheit an einer ADHS leide und dass sich, möglicherweise 

hierdurch begünstigt, sekundär in der Adoleszenz zusätzlich eine 

Abhängigkeitserkrankung (sog. Polytoxikomanie) ausgebildet habe (IV-act. 110-53). Der 

Drogenabusus könne als Versuch einer missglückten Selbsttherapie angesehen 

werden (IV-act. 110-58, 61). Der Gutachter empfahl eine Suchtbehandlung auf einer 

Spezialstation für Doppeldiagnosen, eine medikamentöse Einstellung mittels länger 

wirksamen Stimulanzien (Ritalin, Concerta), eine psychiatrisch/psychotherapeutische 

Begleitung (inkl. ADHS-Coaching) sowie Verhaltenstherapie (Ergo- und Arbeitstherapie; 

IV-act. 110-58 f., 62 f.). Die bisherige Tätigkeit als Forstwart sei grundsätzlich möglich, 

mit Einschränkung des Umgangs mit gefährlichen Maschinen oder Arbeiten mit Gefahr 

durch Unachtsamkeit (Arbeiten in grosser Höhe; IV-act. 110-61, 62). Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe aktuell eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von bis 

zu 50%. Durch die vorgeschlagenen Therapien (optimale medikamentöse und 

sozialintegrativ-psychiatrische Behandlung und Drogenabstinenz) dürfte die 

Arbeitsfähigkeit über längere Zeit steigerbar sein (IV-act. 110-63, 65). Die 

Therapieoptionen seien noch nicht ausgeschöpft und das vorgeschlagene 

Behandlungssetting (vollstationär, teilstationär) sei im Sinne der Mitwirkungspflicht 

zumutbar (IV-act. 110-63, 64). Aktuell sei eine direkte Eingliederung in der freien 

Wirtschaft verfrüht. Bei dieser Einschätzung sei aber nicht klar, inwieweit ein möglicher 

Konsum von Heroin, Cannabis oder anderen Substanzen das Bild des 

Beschwerdeführers verschlechtert habe. Mittelfristig sei der Wechsel aus einem 

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arbeitsintegrativ-geschützten Rahmen in eine anfangs tagesklinische und später 

ambulante Anbindung möglich. Dannzumal sei die Arbeitsfähigkeit in der freien 

Wirtschaft neu einzuschätzen (IV-act. 110-66). RAD-Arzt Dr. E.___ nahm am 3. Juni 

2010 Stellung, auf das Gutachten könne in vollem Umfang zurückgegriffen werden. 

Auflagen bezüglich Schadenminderungs-/Mitwirkungspflicht seien notwendig zum 

Ausschluss eines Beigebrauchs bei laufender Methadonsubstitution, um damit die 

Überleitung in arbeitstrainierende Massnahmen erreichen zu können (IV-act. 111-2).

A.i Die IV-Stelle erliess am 7. Juni 2010 Auflagen: Der Versicherte habe sich einer 

fachärztlichen psychiatrischen Behandlung und einer voll-/tagesstationären Einstellung 

auf Stimulantien und einer langfristigen psychiatrisch-psychotherapeutischen 

Behandlung mit Suchtmittelkontrollen mit aktiver Mitwirkung zu unterziehen. Sie wies 

dabei auf die gesetzlichen Folgen der Missachtung hin (vorübergehende oder dauernde 

Kürzung oder Verweigerung der Leistungen, Verfügung aufgrund der Akten oder 

Nichteintreten; IV-act. 112).

A.j Die behandelnden Ärzte des Ambulatoriums des Psychiatriezentrums St. Gallen 

hielten im Arztbericht vom 1. Oktober 2010 (IV-act. 121) fest, der Versicherte sei 

zwischen 2008 und November 2009 in ein- bis zweimonatigem Abstand (ambulante 

Gespräche) behandelt worden und habe sich Anfang September 2010 wieder 

gemeldet. Als Diagnosen, welche Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten, nannten sie 

eine ADHS mit Konzentrations- und Behandlungsschwierigkeiten und kognitiven 

Auffälligkeiten, mit Persistenz im Erwachsenenalter (ICD-10: F90.0), episodisch 

auftretende Panikattacken, zurzeit ca. alle zwei Wochen einmal (ICD-10: F41.0), sowie 

psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, schädlicher Gebrauch 

(ICD-10: F12.1). Zusammenfassend seien vor allem die Schwierigkeiten in Planung und 

Strukturierung und Organisierung des eigenen Lebens sowie die rezidivierenden 

Angstbeschwerden für die Arbeitsunfähigkeit massgebend (IV-act. 121-2). Eine 

Verbesserung der Symptomatik sei nur durch eine engmaschige strukturierende 

Begleitung, z.B. in einer betreuten Wohngemeinschaft, möglich (IV-act. 121-2). Ein 

Arbeitsablauf könne wegen der Unstrukturiertheit und Desorganisation des 

Versicherten nur schwer gewährleitet werden. Er benötige eine intensive Betreuung und 

Anleitung in den einzelnen Arbeitsschritten (IV-act. 121-3). Wegen der mangelnden 

Compliance und Absprachefähigkeit, welche jedoch als Teil des Krankheitsbildes zu 

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werten seien, seien keine Tätigkeiten zumutbar. Eine Verbesserung der Symptomatik 

wäre durch engmaschige Betreuungsstrukturen (Wohn- und Arbeitsbegleitung) zu 

gewährleisten, welche der Versicherte jedoch ablehne (IV-act. 121-7).

A.k  RAD-Arzt Dr. E.___ nahm am 2. November 2010 Stellung, bei grosszügiger 

Betrachtungsweise seien die Auflagen vom 7. Juni 2010 durch die wieder aktivierte 

Betreuung im Ambulatorium und verbesserte Zusammenarbeit mit der Spitex erfüllt. 

Die Eingliederung auf dem freien Arbeitsmarkt sei derzeit sicherlich nicht möglich; es 

bestehe eine Arbeitsfähigkeit angestammt und adaptiert von derzeit 0% (IV-act. 124).

A.l Gemäss Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums St. Gallen, Ambulatorium, vom 15. 

April 2011 (IV-act. 130) war der Gesundheitszustand stationär. Neu wurden eine 

generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) und eine rezidivierende depressive Störung 

(ICD-10: F33) diagnostiziert. Seit Oktober 2010 erfolgten regelmässig alle drei bis vier 

Wochen psychiatrisch/psychotherapeutische Gespräche. Der Beschwerdeführer werde 

nach wie vor zur Unterstützung seiner Alltagsbewältigung durch die psychiatrische 

Spitex betreut, dies mit dem Schwerpunkt der Alltagsstrukturierung und der 

Organisation des Haushaltes (IV-act. 130-2). Es bestehe weiterhin eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit aufgrund der im Rahmen des Krankheitsbildes bestehenden 

Schwierigkeiten in der Absprachefähigkeit und der verminderten Frustrationstoleranz 

(IV-act. 130-3 f.). Dr. E.___ schätzte die Arbeitsfähigkeit in abweichender Beurteilung 

derselben Sachlage (keine neuen fallrelevanten Gesichtspunkte gegenüber dem 

Gutachten vom 24. März 2010) auf 50%, steigerbar bei Drogenabstinenz und 

medikamentöser Behandlung der ADHS. Gemäss der behandelnden Ärztin sei von der 

Behandlung mit Ritalin/Concerta bislang wegen der Suchtdiathese abgesehen worden 

(Stellungnahme vom 3. Mai 2011, IV-act. 131).

A.m Die IV-Stelle erliess am 4. Mai 2011 gestützt auf die Schadenminderungs- und 

Mitwirkungspflicht die Auflagen, eine medikamentöse ADHS-Therapie durchzuführen 

und sich einem konsequenten Drogenentzug (Cannabis) zu unterziehen (IV-act. 132). 

Der Versicherte teilte der IV-Stelle am 28. Mai 2011 mit, er wolle die fachärztliche 

Behandlung beim Sozialpsychiatrischen Dienst St. Gallen beginnen (IV-act. 133). Die 

IV-Stelle forderte ihn mit Schreiben vom 6. Juni 2011 (IV-act. 134) und vom 5. August 

2011 (IV-act. 136) auf, ihr den Termin des Behandlungsbeginns mitzuteilen bzw. die 

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Auflagen zu erfüllen. Am 30. August 2011 erliess sie androhungsgemäss die Verfügung, 

auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (IV-act. 137). Nachdem der Versicherte 

gegen diese Verfügung am 8. September 2011 Beschwerde erhoben (IV-act. 138-2 f.) 

und das Ambulatorium des Psychiatrischen Zentrums St. Gallen ihm am 9. September 

2011 bescheinigt hatte, er nehme seit 9. September 2010 therapeutische 

Gesprächstermine wahr und zeige eine gute Kooperationsbereitschaft und 

Veränderungsmotivation (IV-act. 142), widerrief die IV-Stelle am 26. September 2011 

die Verfügung vom 30. August 2011 (IV-act. 146) und das Versicherungsgericht schrieb 

das hängige Beschwerdeverfahren am 26. Oktober 2011 ab (IV 2011/275; IV-act. 149).

A.n  Das Psychiatriezentrum St. Gallen erwähnte im Verlaufsbericht vom 4. November 

2011 neu den Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung. Seit dem Bericht 

vom 15. April 2011 seien keine deutlichen Veränderungen eingetreten. Zur Behandlung 

der ADHS sei eine medikamentöse Behandlung mit Concerta begonnen worden; eine 

Evaluation der Auswirkungen auf den Alltag sei noch ausstehend (IV-act. 151; vgl. auch 

Bericht vom 2. Juli 2012, IV-act. 169-13 f.). RAD-Arzt Dr. E.___ nahm am 29. Dezember 

2012 Stellung, aus seiner Sicht bleibe es bei der Arbeitsfähigkeit von 50%. Die 

Mitwirkungs- und Schadenminderungsauflagen könnten insgesamt als erfüllt 

angesehen werden, seien aber weiterhin zu erfüllen (IV-act. 153).

A.o  Die Ärzte des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden führten im Arzt-

bericht vom 15. November 2012 (IV-act. 169-25 ff.) aus, der Versicherte sei seit Juli 

2012 in aktuell integrierter psychiatrischer Behandlung mit regelmässigen supportiven 

Gesprächen in ein- bis zweiwöchigen Abständen zur weiteren Förderung und 

Aufrechterhaltung der psychischen Stabilität und Ressourcenaktivierung (IV-act. 

169-25, 28). Es bestehe ein sehr komplexes Krankheitsbild mit mehreren schweren 

Störungen (IV-act. 169-27). Konzentrations- und Auffassungsvermögen seien massiv, 

die Anpassungsfähigkeit sei mittelgradig und die Belastbarkeit stark eingeschränkt (IV-

act. 169-30). Als positiv seien seine Motivation zur Behandlung zu bewerten und die 

Tatsache, dass er die Termine regelmässig und zuverlässig wahrnehme und insgesamt 

eine gute Compliance zeige (IV-act. 169-27). Eine berufliche Massnahme (auch im 

geschützten Rahmen) würde zum aktuellen Zeitpunkt für den Versicherten eine 

Überforderung darstellen und wäre mit einem hohen Rückfallrisiko verbunden (IV-act. 

169-28).

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A.p  RAD-Arzt Dr. E.___ vermerkte am 4. März 2013, eine berufliche Massnahme sei 

derzeit auch in geschütztem Rahmen nicht durchführbar (IV-act. 177). Die zuständige 

Sachbearbeiterin trug im Strategieprotokoll am 22. März 2013 ein, gemäss RAD 

bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit im ersten und zweiten 

Arbeitsmarkt. Die beruflichen Massnahmen seien abzuschliessen (IV-act. 174-2). Am 2. 

Mai 2013 erliess die IV-Stelle die Mitteilung, aufgrund des Gesundheitszustandes seien 

keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (IV-act. 176).

A.q  Im Verlaufsbericht vom 3. Juli 2013 führten die behandelnden Ärzte des 

Psychiatrischen Zentrums Herisau aus, das Therapieintervall sei bis Frühjahr 2012 

regelmässig zweimal monatlich, seither einmal monatlich. Die Einleitung einer 

Arbeitstherapie im November/Dezember 2012 sei mangels Motivation gescheitert. 

Berufliche Massnahmen seien aktuell absolut unrealistisch (IV-act. 180-2). RAD-Arzt Dr. 

E.___ nahm am 22. Juli 2013 erneut Stellung, die Möglichkeiten für berufliche 

Massnahmen seien hinreichend evaluiert worden und diese hätten sich als 

undurchführbar erweisen. Auf dem ersten Arbeitsmarkt bestehe keine Arbeitsfähigkeit 

(0%). Die Frage nach der zumutbaren Willensanspannung zur Überwindung des 

offensichtlich avoluntativ-amotivationalen Zustandes sei durch eine 

neuropsychologisch-psychiatrische Begutachtung zu beantworten (IV-act. 186-2).

A.r  In der Folge liess die IV-Stelle den Versicherten psychiatrisch (Dr.med. C.___, 

Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Gutachten vom 11. Dezember 2013, 

IV-act. 192-1 ff.) und neuropsychologisch (Dr.phil. F.___, Fachpsychologe FSP; 

Gutachten vom 23. November 2013, IV-act. 192-107 ff.) begutachten. Der 

neuropsychologische Gutachter kam zum Ergebnis, es sei von einer ADHS 

auszugehen. Dieses bestehe seit der Kindheit (IV-act. 192-120). Es seien keine 

leistungseinschränkenden Verhaltensweisen feststellbar. Es sei davon auszugehen, 

dass die erzielten Testergebnisse der tatsächlichen neurokognitiven Leistungsfähigkeit 

entsprächen (IV-act. 192-121). Die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ersten 

Arbeitsmarkt ohne Betreuung sei mit 100%-iger Präsenzzeit zumutbar. Es müsse sich 

um eine überschaubare und geregelte, repetitiv gestaltete Erwerbstätigkeit mit 

vermindertem Produktionsdruck handeln (IV-act. 192-122 f.). Der psychiatrische 

Gutachter diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, die allerdings 

offensichtlich seit längerer Zeit remittiert sei (ICD-10: F33.4; IV-act. 192-90, 92 f.), eine 

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Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung im Erwachsenenalter (ICD-10: F90; IV-act. 

192-90, 93 f.) sowie Psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide, 

Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig Teilnahme an ärztlich überwachtem 

Methadonprogramm (ICD-10: F11.22; IV-act. 192-90). Der Beschwerdeführer sei auf 

eine überschaubare und geregelte, repetitiv gestaltete Erwerbstätigkeit mit 

vermindertem Produktionsdruck angewiesen (IV-act. 192-98). Die Ausübung der 

bisherigen Tätigkeit sei ganztags möglich. Seien die Kriterien einer ideal adaptierten 

Tätigkeit erfüllt, sei die Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt (IV-act. 192-98). Die 

Arbeitsfähigkeit nehme umso mehr ab, je weniger die Kriterien der ideal adaptierten 

Tätigkeit erfüllt seien (IV-act. 192-97). Die Eingliederung auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt sei möglich und der Versicherte einem Arbeitgeber zumutbar (IV-act. 

192-102). Es sei davon auszugehen, dass sich die beschriebene Einschränkung seit 

Beginn der Ausbildung auf die Arbeitsfähigkeit auswirke (IV-act. 192-99).

A.s  RAD-Arzt Dr. E.___ befand am 9. Januar 2014, auf das Gutachten könne 

vollumfänglich abgestellt werden. In einer ideal angepassten Tätigkeit bestehe eine 

100%-ige Arbeitsfähigkeit in zeitlich vollem Pensum mit voller Leistung. Die 

angestammte Tätigkeit als Forstwart entspreche nicht einer ideal leidensangepassten 

Tätigkeit, diesbezüglich sei die Einschränkung auf leidensangepasste Tätigkeiten 

bereits ab der Ausbildungszeit zu unterstellen. Eine Tätigkeitseingliederung sei ab 

sofort möglich (IV-act. 193).

A.t Auf Anfrage der Rentenabteilung veranlasste die Eingliederungsberatung ein 

Assessment zur Prüfung der Leistungsfähigkeit respektive Verwertbarkeit der Arbeits-

fähigkeit im ersten Arbeitsmarkt, wenn möglich in der angestammten Tätigkeit, im 

Rahmen einer beruflichen Abklärung oder eines Arbeitsversuches (IV-act. 193, 203). Im 

Strategieprotokoll vom 21. März 2014 kamen die Sachbearbeiterin berufliche 

Massnahmen, die Eingliederungsberaterin sowie RAD-Arzt Dr. E.___ zum Schluss, die 

Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Forstwart betrage 0%, da körperlich 

strenge Tätigkeiten dauerhaft nicht mehr geeignet seien und wegen Fremdgefährdung. 

In adaptierten Tätigkeiten bestehe gemäss Gutachten eine Arbeitsfähigkeit von 100%. 

Aufgrund der störungsimmanenten Schwankungen könne mit einer ca. 75%-igen 

Arbeitsfähigkeit gerechnet werden. Der Versicherte habe einen theoretischen 

Umschulungsanspruch, könne diesen aktuell aber nicht umsetzen. Die 

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Eingliederungsberaterin werde den Versicherten bei der Stellenvermittlung begleiten 

und gegebenenfalls eine berufliche Abklärung zur Prüfung der Verwertbarkeit der 

medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit in einem konkreten Berufsfeld veranlassen 

(IV-act. 204-2f.).

A.u  Der Versicherte nahm ab 14. April 2014 im Rahmen der tagesklinischen 

Behandlung an drei Nachmittagen pro Woche an der Arbeitstherapie in der Schreinerei 

teil. Die behandelnde Ärztin des Psychiatriezentrums Appenzell Ausserrhoden hielt fest, 

nach dem Tod der Grosseltern, eines Bekannten und der Trennung von seiner 

langjährigen Partnerin sei der psychische Zustand auf niedrigem Niveau stabil. Die 

geplante Pensumssteigerung habe noch nicht umgesetzt werden können. Gemäss 

dem Therapeuten habe sich der Versicherte zunächst interessiert und motiviert gezeigt. 

Nach den erwähnten Schicksalsschlägen habe er sich zu den Eltern zurückgezogen, 

sei nach den Herbstferien erkrankt und sei schliesslich kaum mehr erreichbar gewesen 

(Arztbericht vom 17. November 2014, IV-act. 213-1 f.; Bericht des Therapeuten vom 

10. November 2014, IV-act. 213-5). Im Verlaufsbericht vom 22. April 2015 (IV-act. 

223-2 ff.) führte sie aus, sogar minimale Veränderungen in der Wochenstruktur führten 

zumeist zu Überforderung und sozialem Rückzug. So habe auch die geplante 

Steigerung des arbeitstherapeutischen Pensums nicht wie vorgesehen stattfinden 

können (IV-act. 223-2). In Anbetracht des bisherigen Verlaufs sei die Aufnahme einer 

Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt auch mittel- und langfristig unrealistisch. Bereits 

die sehr überschaubaren Anforderungen im Rahmen der gegenwärtigen Therapie 

führten an die Grenzen der Belastbarkeit (IV-act. 223-5). Am 23. Dezember 2014 

vermerkte RAD-Arzt Dr. E.___, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt derzeit noch keine 

durchsetzbare Arbeitsfähigkeit bestehe. Es seien jedoch gute therapeutische Ansätze 

erkennbar, die zur Hoffnung berechtigen würden, dass eine Beschäftigung auf dem 

ersten Arbeitsmarkt innerhalb von einem bis anderthalb Jahren erreichbar sei. Es stelle 

sich somit als Alternative die Frage nach Integrationsmassnahmen (basierend auf einer 

50%-igen Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt in ein bis anderthalb Jahren) 

sowie nach einer zeitlich befristeten Berentung mit einer Rentenrevision spätestens in 

zwei Jahren (IV-act. 215). Aufgrund dieser RAD-Stellungnahme sowie der Tatsache, 

dass das Arbeitspensum im tagesklinischen Rahmen nicht gesteigert werden konnte 

und somit längerfristig noch nicht mit einer verwertbaren Arbeitsfähigkeit zu rechnen 

war, wurden die beruflichen Massnahmen wiederum abgeschlossen (IV-act. 217 - 219). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/31

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RAD-Arzt Dr. E.___ hielt die seit dem Verlaufsbericht vom 17. November 2014 

beschriebene Verschlechterung in der Stellungnahme vom 13. Mai 2015 für nicht 

nachvollziehbar. Objektiviert sei im Längsverlauf keine Veränderung der Befunde 

eingetreten. Es bleibe damit bei der gutachterlichen Beurteilung von Dr. C.___ (IV-act. 

224-2). Weitere medizinische Abklärungen seien nicht notwendig (IV-act. 224-3).

A.v  Mit Vorbescheid vom 3. August 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in 

Aussicht, das Rentengesuch abzuweisen (Invaliditätsgrad 0%; IV-act. 227). Im Einwand 

vom 21. September 2015 liess der Versicherte im Wesentlichen geltend machen, das 

Gutachten von Dr. C.___ sei widersprüchlich und unvollständig hinsichtlich der 

Überwindbarkeits- bzw. Zumutbarkeitsbeurteilung (IV-act. 233-4). Nachdem weitere 

Stellungnahmen von Dr. E.___ (vom 28. Oktober 2015, IV-act. 234, und vom 26. 

November 2015; IV-act. 237) und von Dr. C.___ (vom 16. November 2015, IV-act. 236) 

eingeholt worden waren, die an der 100%-igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten 

Tätigkeiten festhielten, wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 1. 

Dezember 2015 unter Verweis auf die genannten Stellungnahmen ab. Gemäss 

Gutachten vom Dezember 2013 bestehe in leidensangepasster Tätigkeit weiterhin eine 

100%-ige Arbeitsfähigkeit. Der Gesundheitszustand habe sich seit diesem Gutachten 

nicht dauerhaft verschlechtert. Mit der vollen Arbeitsfähigkeit selbst in der 

angestammten Tätigkeit entfalle der Anspruch auf einen Leidensabzug beim 

Invalideneinkommen (IV-act. 238).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 1. Dezember 2015 lässt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic.iur. Thomas Bolt, am 15. Januar 2016 Beschwerde erheben. Er 

beantragt, die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

aufzuheben. Es sei ihm eine ganze Rente auszurichten. Eventualiter sei ein neues 

psychiatrisches Gutachten einzuholen bzw. die Sache zur weiteren (medizinischen) 

Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In der Beschwerdebegründung vom 1. 

Februar 2015 (act. G 3) macht der Beschwerdeführer geltend, das Gutachten von Dr. 

C.___ sei nicht schlüssig und zumindest teilweise widersprüchlich. Der Gutachter habe 

sich nur ungenügend mit den Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit der behandelnden 

Ärzte und Fachpersonen auseinandergesetzt. Dr. C.___ habe das vom behandelnden 

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Dr. F.___ beschriebene Beschwerdebild in unzulässiger Weise reduziert. Vor allem habe 

er die behauptete Überwindbarkeit der Auswirkungen der psychischen Störungen 

überhaupt nicht begründet. Das Gutachten genüge den Anforderungen an ein 

strukturiertes Beweisverfahren in keiner Weise. Der behandelnde Dr. F.___ werte die 

fehlende Compliance als Teil des Krankheitsbildes, weshalb nicht ohne eingehende 

Auseinandersetzung mit dieser Problematik eine Überwindbarkeit unterstellt werden 

könne. Dass er nur im geschützten Rahmen einer Arbeitstätigkeit nachgehen könne, 

lasse sich mit den von Dr. C.___ beschriebenen Adaptationskriterien "überschaubar, 

geregelt, repetitiv, mit vermindertem Produktionsdruck" zumindest vereinbaren. Die 

Forderung eines verminderten Produktionsdrucks widerspreche der attestierten 

uneingeschränkten Leistungsfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin gehe in der 

angefochtenen Verfügung im Widerspruch zum Gutachten davon aus, dass er selbst in 

der angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, weshalb kein Leidensabzug gewährt 

werde. Aufgrund der unüberbrückbaren Widersprüche und der Unvollständigkeit 

hinsichtlich der Überwindbarkeits- und Zumutbarkeitsbeurteilung sei ein neues 

psychiatrisches Gutachten einzuholen. Dr. E.___ habe in seiner Stellungnahme vom 13. 

Mai 2015 gegenüber derjenigen vom 23. Dezember 2014 eine nicht nachvollziehbare 

Kehrtwende vollzogen, offenbar gestützt auf die Aussage gegenüber der 

Eingliederungsverantwortlichen, dass er sich eine Ausbildung nicht vorstellen und nur 

in geschütztem Rahmen arbeiten könne. Diese lasse sich mit der krankheitsbedingt 

fehlenden Compliance begründen. Völlig unberücksichtigt geblieben seien auch die 

nach wie vor anhaltenden Rückenbeschwerden. Gemäss RAD-Stellungnahme vom 23. 

Dezember 2014 könnte er adaptierte Tätigkeiten allenfalls in ein bis eineinhalb Jahren 

auf dem ersten Arbeitsmarkt im Umfang von 50% ausüben. Unter Berücksichtigung 

eines Leidensabzuges von 25% ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 62,5%, mithin ein 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, und bis zum Ablauf der genannten 

Integrationsdauer auf eine ganze Rente. Aufgrund seiner massiven ADHS-Problematik 

könne er nur in einer geschützten Institution einer Arbeitstätigkeit nachgehen. Ein 

Erwerbseinkommen lasse sich angesichts der hohen Betreuungskosten nicht erzielen. 

Schon deshalb sei ihm eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Als Valideneinkommen sei 

das Einkommen eines gelernten Forstwarts zugrunde zu legen (act. G 3).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 17. Februar 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Dr. C.___ habe alle massgebenden Arztberichte 

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studiert und in die Beurteilung mit einbezogen. Zudem setze er sich mit anderen 

medizinischen Einschätzungen auseinander. Er habe die Arbeitsfähigkeit medizinisch-

theoretisch und nicht sozial-praktisch eingeschätzt und iv-fremde Faktoren 

ausgeklammert. Weiter sei zu berücksichtigen, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Stellung überwiegend zugunsten ihrer Patienten aussagen würden. 

Das Gutachten enthalte eine vollständige Anamnese, berücksichtige die geklagten 

Beschwerden, enthalte eine ausführliche Herleitung der Diagnosen, leuchte in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge ein und enthalte begründete 

Schlussfolgerungen. Dadurch sei es voll beweiskräftig. Es treffe nicht zu, dass es für 

den Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine Arbeitsstelle gebe. 

Aufgrund des verminderten Produktionsdruckes könne ein leidensbedingter Abzug von 

10% gewährt werden. (Dennoch) bestehe bei einem Invaliditätsgrad von 18% kein 

Anspruch auf eine Invalidenrente. Es seien keine unklaren syndromalen 

Beschwerdebilder diagnostiziert worden, weshalb sich eine Prüfung nach dem 

strukturierten Beweisverfahren erübrige (act. G 5).

B.c  Die Abteilungspräsidentin bewilligt am 19. Februar 2016 die unentgeltliche 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten, unentgeltliche Rechtsverbeiständung; 

act. G 6).

B.d  Mit Replik vom 23. Mai 2016 trägt der Beschwerdeführer vor, gemäss 

Einschätzung mehrerer behandelnder und begutachtender Ärzte sei ihm aufgrund der 

multiplen psychischen Störungen, der krankheitsbedingten Desorganisation und der 

mangelnden Compliance eine Arbeitstätigkeit nur in einem geschützten Rahmen bzw. 

nur bei intensiver Betreuung, Anleitung und engmaschiger Kontrolle möglich. Dr. C.___ 

bestätige zwar im Wesentlichen die Diagnosen der behandelnden Psychiater, lege 

jedoch nicht konkret dar, weshalb es ihm trotz vielfältiger Störungen insbesondere in 

Anbetracht der geringen Belastbarkeit, Frustrations- und Stresstoleranz sowie der 

pathologisch fehlenden Compliance möglich sein soll, im ersten Arbeitsmarkt zu 100% 

erwerbstätig zu sein. Er unterstelle ihm ohne nähere Begründung, er könne die 

zugestandenermassen arbeitsrelevanten Defizite überwinden bzw. man könne von ihm 

erwarten, dass er die für seine Störung indizierte Behandlung in Anspruch nehme. Die 

Behandelbarkeit bzw. Therapierbarkeit einer psychischen Störung sage jedoch für sich 

alleine betrachtet nichts über den invalidisierenden Charakter aus. Das Gutachten von 

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Dr. C.___ sei weder vollständig noch schlüssig und gebe auf die rechtlich relevanten 

Fragen keine nachvollziehbaren Antworten. Dr. C.___ sei der von der IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen mit Abstand meist beschäftigte Gutachter. Es sei offensichtlich, 

dass er von der Verwaltung wirtschaftlich abhängig sei. Ebenfalls weise die markante 

Steigerung der Gutachtenshäufigkeit bei Dr. C.___ auf eine ergebnisorientierte 

Vergabepraxis bei der IV-Stelle St. Gallen hin. Seinen Gutachten mangle es deshalb 

wegen Voreingenommenheit a priori an der notwendigen Objektivität. (act. G 14).

B.e  Die IV-Stelle verzichtet am 7. Juni 2016 auf eine Duplik (act. G 16).

B.f  Mit Eingabe vom 25. Mai 2018 (act. G 18) reicht der Beschwerdeführer 

Austrittsberichte und einen Zwischenbericht des Psychiatrischen Zentrums Appenzell 

Ausserrhoden vom 30. Januar 2017 (act. G 18.1), vom 15. Dezember 2017 (act. G 18.3) 

und vom 21. April 2018 (act. G 18.4) sowie ein Attest von Dr.med. G.___, Allgemeine 

Medizin FMH, vom 28. August 2017 (act. G 18.2) zu den Akten. Er macht geltend, auch 

aufgrund dieser Berichte sei evident, dass seine Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

erheblich eingeschränkt sei (act. G 18).

Erwägungen

1. 

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Nach der Rechtsprechung führen reine Suchterkrankungen nicht zu einer 

Invalidität im Sinne des Gesetzes, soweit sie allein leistungsmindernd wirken. Dagegen 

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werden sie im Rahmen der Invalidenversicherung relevant, wenn sie ihrerseits eine 

Krankheit oder einen Unfall bewirkt haben, in deren Folge ein körperlicher oder 

geistiger, die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, 

oder wenn sie selber Folge eines eigenständigen körperlichen oder geistigen 

Gesundheitsschadens sind, welcher die Betäubungsmittelabhängigkeit aufrecht erhält 

oder deren Folgen massgeblich verstärkt (BGE 124 V 268 E. 3c; Urteile des 

Bundesgerichts vom 19. August 2013, 9C_856/2012, E. 2.2.2, und vom 10. April 2018, 

9C_620/2017, E. 2.2.2). Der mit der Sucht zusammenhängende Gesundheitsschaden 

muss ausreichend schwer sein bzw. die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit einschränken. 

Dabei ist das ganze für die Sucht massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung 

zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu 

tragen ist. Für die Frage der noch zumutbaren Erwerbstätigkeit sind die psychischen 

und die suchtbedingten Beeinträchtigungen gesamthaft zu berücksichtigen. Die Frage 

nach der objektiv zu verstehenden Zumutbarkeit einer Tätigkeit beurteilt sich 

entscheidend nach dem, was der Arzt, im Kontext der Psychiater als Facharzt, dazu 

sagt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Mai 2014, 8C_906/2013, E. 2.2, mit 

weiteren Verweisen).

1.3  Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Art. 

Art. 28 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 

831.20]), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 

und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 

Abs. 1 lit. c IVG). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie 

mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid 

ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/31

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(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.4  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

1.5  Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (BGE 122 V 158 E. 1a). 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den 

streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben 

Verwaltungsbehörden und das Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen 

stets dann vorzunehmen oder zu veranlassen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebenden Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 E. 4a). Im Sozialversicherungsrecht hat 

das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 

360 E. 5b; BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen).

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2. 

Der vorliegend zu beurteilende Sachverhalt erstreckt sich über einen Zeitraum von zehn 

Jahren. Zu prüfen sind die Ergebnisse der medizinischen sowie beruflich-erwerblichen 

Abklärungen. Medizinisch hauptsächliche Grundlage der angefochtenen Verfügung 

vom 1. Dezember 2015 (IV-act. 238) bildet das psychiatrische Gutachten von Dr. C.___ 

vom 11. Dezember 2013 (IV-act. 192). Zu prüfen ist dessen bestrittene 

Beweistauglichkeit.

2.1  Die für die Arbeitsfähigkeit vorwiegend relevante Diagnose der einfachen 

Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10: F90.0) wurde seit dem Gutachten von 

med.prakt. D.___ vom 13. Oktober 2003 (IV-act. 18-16) aus psychiatrischer Sicht 

durchgängig gestellt (Arztbericht Psychiatrisches Zentrum St. Gallen vom 28. Mai 2009, 

IV-act. 104; Gutachten Klinik Pfäfers vom 24. März 2010, IV-act. 110-57, 59 f.; 

Arztbericht Psychiatriezentrum St. Gallen vom 1. Oktober 2010, IV-act. 121; Arztbericht 

Psychiatrisches Zentrum Appenzell Ausserrhoden vom 15. November 2012, IV-act. 

169-25) und durch eine neuropsychologische ADHS-Beurteilung bestätigt (IV-act. 

192-119 f.). Nachvollziehbar erklärt der Gutachter sodann, die im Arztbericht des 

Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden vom 15. November 2012 

aufgeführte (Verdachts-)Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (IV-act. 

169-25) sei nicht plausibel, weil das Traumakriterium nicht erfüllt sei und die 

Symptomatik nicht dieser Diagnose entspreche (IV-act. 192-93). Auch im 

Verlaufsbericht des Psychiatriezentrums St. Gallen vom 4. November 2011 (IV-act. 

151), wo der Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung erstmals erwähnt 

worden war, waren die von Dr. C.___ bemängelten Diagnosekriterien nicht dargelegt 

worden. Dr. C.___ erhob beim Beschwerdeführer eine euthyme Grundstimmung und 

eine uneingeschränkte affektive Modulationsfähigkeit. Der Beschwerdeführer 

beschreibe Insuffizienzgefühle als ein Grundgefühl, innere Unruhe, rasche Reizbarkeit, 

verschiedene diffuse Ängste, eine aktuell nicht schlechte, schwankende Stimmung, 

eine Antriebsminderung und gelegentlich Lebensüberdruss. Antrieb und Psychomotorik 

inklusive Mimik und Gestik bezeichnete der Gutachter als nicht auffällig (IV-act. 

192-88). Die behandelnde Ärztin des Psychiatrischen Zentrums Appenzell hatte im 

Arztbericht vom 15. November 2012 festgehalten, es bestünden 

Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Insuffizienzgefühle und diffuse Ängste, 

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soziale Phobien, ein niedriges Selbstwertgefühl und eine geringe Frustrations- und 

Stresstoleranz und ein deutlich geminderter Antrieb (IV-act. 169-27). Diagnostiziert 

wurden von der behandelnden Ärztin unter anderem eine rezidivierende depressive 

Störung (ICD-10: F33.0) und eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F43.1; IV-act. 

169-26). Die Codierung entspricht einer gegenwärtig leichten depressiven Episode 

(H.DILLING/W. MOMBOUR/M.H. SCHMIDT, ICD-10, Internationale Klassifikation 

psychischer Störungen, 10. Aufl., Bern 2015, S. 178). Die Ärztin führte aus, wegen der 

Stimmungsschwankungen und depressiven Einbrüche komme es zum sozialen 

Rückzug (IV-act. 169-28). Dem Beschwerdeführer wurde damals unter anderem das 

antidepressiv wirkende Trittico verordnet (IV-act. 169-28), dessen Einnahme wurde im 

Verlaufsbericht vom 3. Juli 2013 jedoch als zweifelhaft bezeichnet (IV-act. 180-1). 

Auswirkungen der depressiven Erkrankung wurden erst im Verlaufsbericht vom 17. 

November 2014, ein Jahr nach der Begutachtung, im Zusammenhang mit dem Tod der 

Grosseltern und der Trennung von seiner langjährigen Partnerin beschrieben; diese 

würden den Beschwerdeführer im Alltag aber nicht mehr so stark und dauerhaft 

behindern (IV-act. 213-1 f.). Somit scheint die von Dr. C.___ festgestellte Remission der 

depressiven Störung im Zeitpunkt seiner Begutachtung plausibel. Nachvollziehbar 

erscheint auch, dass Dr. C.___ zusätzlich zur einfachen Aktivitäts- und 

Aufmerksamkeitsstörung nicht eine (emotional-instabile) Persönlichkeitsstörung (mit 

eigenständigem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) diagnostiziert, weil auch im Rahmen 

der ADHS eine gewisse Impulsivität bestehe (IV-act. 192-94). Auch im Gutachten der 

Klinik Pfäfers vom 24. März 2010 wurden sowohl die Auffälligkeiten der Persönlichkeit 

und des Verhaltens als auch die affektive Symptomatik der Leitdiagnose ADHS 

zugeordnet (IV-act. 110-55). Der Gutachter med.prakt. Reger (Gutachten vom 13. 

Oktober 2003, IV-act. 18-22, 25) sowie die Ärzte im Ambulatorium Psychiatriezentrum 

St. Gallen (Arztbericht vom 1. Oktober 2010, IV-act. 121-1) diagnostizierten sowohl 

eine ADHS als auch eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven 

Typus, führten letztere jedoch als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf. 

Erst und ausschliesslich das Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden reihte die 

Persönlichkeitsstörung als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 

(Arztbericht vom 15. November 2012, IV-act. 169-26). Somit überzeugt die 

Diagnosestellung im Gutachten Dr. C.___ gesamthaft gesehen.

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2.2  Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr. C.___ aus, der Beschwerdeführer sei auf eine 

überschaubare und geregelte, repetitiv gestaltete Erwerbstätigkeit mit vermindertem 

Produktionsdruck angewiesen (IV-act. 192-98). Seien die Kriterien einer ideal 

adaptierten Tätigkeit erfüllt, sei die Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt (IV-act. 

192-98). Diese Einschätzung von Dr. C.___ stimmt mit derjenigen des 

neuropsychologischen Gutachters überein (IV-act. 192-122 f.). Dieser hatte 

testpsychologisch eine im Rahmen nicht leichter Aufgabenstellungen 

unterdurchschnittliche Konzentrationsleistung, eine unter dem Altersdurchschnitt 

liegende Gedächtnisleistung, eine massiv unterdurchschnittliche Planungsfähigkeit und 

eine reduzierte Verarbeitungsgeschwindigkeit und Daueraufmerksamkeit festgestellt 

(IV-act. 192-115 f.). Zur Begründung seiner Arbeitsfähigkeitsschätzung hatte er 

aus¬geführt, im Rahmen einfacher und gleichzeitig repetitiv gestalteter erwerblicher 

Anforderungssituationen sei die Konzentrationsleistungsfähigkeit unauffällig 

ausgeprägt und es bestehe eine unauffällige Anpassungsfähigkeit an sich verändernde 

Anforderungssituationen. Der Produktionsdruck sei aufgrund verminderter 

Verarbeitungsgeschwindigkeit und reduzierter Fähigkeit zur Dauerkonzentration 

herabzusetzen. Die Ausübung der Erwerbstätigkeit sei auf dem ersten Arbeitsmarkt 

ohne Betreuung möglich, da die kognitive Leistungsfähigkeit knapp durchschnittlich 

und die Fähigkeit zur Einhaltung vordefinierter Handlungsanweisungen sowie die 

sprachliche Verständigungs- und Verständnisfähigkeit erhalten seien (IV-act. 192-122). 

Auch Dr. C.___ hielt die Eingliederungsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt für gegeben (IV-

act. 192-99; Stellungnahme vom 16. November 2015, IV-act. 236-4 f.). Der 

Beschwerdeführer habe das Medikament Concerta nicht zuverlässig eingenommen. 

Trotz Problemen mit der Compliance sei die erforderliche Behandlung notwendig, 

indiziert und zumutbar. Es müsse eigentlich davon ausgegangen werden, dass die 

Ergebnisse der neuropsychologischen Abklärung bei guter Compliance noch besser 

ausgefallen wären und das neuropsychologische Zumutbarkeitsprofil auf einer 

ungenügenden Compliance basiere. Die mangelnde Absprachefähigkeit und 

Compliance seien überwindbar. Es sei Sache der Verwaltung festzulegen, ob sich mit 

den Kriterien einer ideal adaptierten Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in 

Bezug auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt begründen lasse oder nicht (Gutachten 

vom 11. Dezember 2013, IV-act. 192-95 f., 100; Stellungnahme vom 16. November 

2015, IV-act. 236-2 f., 4 f.). Dr. C.___ führte aber auch aus, um die höchste 

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Leistungsfähigkeit zu erreichen, benötige der Beschwerdeführer eine Unterstützung im 

Sinne einer integrierten psychiatrischen Behandlung und auch einer Medikation (IV-act. 

236-4). Er führt das bisherige Scheitern der beruflichen Integration auf überwindbare 

Mängel der Absprachefähigkeit und Compliance sowie auf motivationale Faktoren 

zurück, die in die Beurteilung der behandelnden Ärzte eingeflossen, aber überwindbar 

seien, indem der Beschwerdeführer die für seine Störung indizierte Behandlung in 

Anspruch nehme. Dies sei ihm zumutbar, worauf doch hinweise, dass von den 

behandelnden Ärzten mehrfach eine gute Compliance beschrieben worden sei (IV-act. 

236-2 f.). Aus diesen Ausführungen von Dr. C.___ geht hervor, dass der 

Beschwerdeführer die theoretisch zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100% aufgrund 

fehlender, aber zumutbarer Compliance und Motivation noch nicht erreichen konnte 

(IV-act. 236-2 f.).

2.3  Dr. C.___ gab keine eigentliche retrospektive Einschätzung der (quantitativen) 

Arbeitsfähigkeit ab, und es ist davon auszugehen, dass eine solche über den 

jahrelangen und schwankenden Verlauf nicht (mehr) möglich ist. Für die 

Arbeitsfähigkeit im Verlauf ist somit auf die echtzeitlichen medizinischen sowie 

beruflichen Akten sowie auf die Einschätzungen des RAD abzustellen. Dabei zu 

unterscheiden sind die Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in einer 

angepassten Tätigkeit, die Arbeitsfähigkeit vor und nach zumutbaren medizinischen 

und beruflichen Massnahmen sowie die medizinisch-theoretische sowie die praktisch 

gezeigte Arbeitsfähigkeit.

2.3.1  Im Psychiatrischen Gutachten der Klinik Wil vom 13. Oktober 2003 war die 

ADHS im Erwachsenenalter als schwerwiegend, jedoch als nicht arbeitslimitierend und 

die Suchtproblematik, da primär, als nicht iv-relevant bezeichnet worden (IV-act 18-23 

f.). Gemäss orthopädischem Gutachten Dr. B.___ vom 8. Juni 2004 waren körperlich 

leichte, rückenadaptierte Tätigkeiten als vollumfänglich zumutbar angesehen worden 

(IV-act. 24-4). Im Arztbericht des psychiatrischen Zentrums vom 28. Mai 2015 waren 

Ein-gliederungsmassnahmen bei besserer Compliance und regelmässiger 

psychiatrischer Behandlung mit einer Arbeitsfähigkeit von 50% als möglich angesehen 

worden (IV-act. 104-3f.).

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2.3.2  Die Klinik Pfäfers war im Gutachten vom 24. März 2010 zum Schluss gekommen, 

ausgehend von einer Gesamtbewertung der vorliegenden Akten, der Anamnese, der 

anlässlich der Begutachtung erhobenen Befunde und des von verschiedenen Seiten 

bestätigten und auch von den Gutachtern gesehenen bemüht-kooperativen Verhaltens 

bestehe aus psychiatrischer Sicht aktuell eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 

von bis zu 50%. Durch die vorgeschlagenen Therapien (optimale medikamentöse und 

sozialintegrativ -psychische Behandlung und Drogenabstinenz) dürfte die 

Arbeitsfähigkeit über längere Zeit steigerbar sein (IV-act. 110-63, 65). In diesem 

Gutachten wurde insbesondere dargelegt, dass der Drogenkonsum als Selbsttherapie 

der ADHS-Symptomatik aufzufassen sei (IV-act. 110-61, 63). Die Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit berücksichtigt demnach die Auswirkung der damals noch vorhandenen 

Cannabisabhängigkeit und es erscheint einleuchtend, dass sich die Arbeitsfähigkeit 

durch deren Wegfall erhöht hat.

2.3.3  Die behandelnden Fachärzte der Psychiatrischen Kliniken St. Gallen und 

Appenzell Ausserrhoden attestierten dem Beschwerdeführer stets eine volle 

Arbeitsunfähigkeit und verneinten eine Eingliederungsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt 

(Arztberichte Psychiatriezentrum St. Gallen vom 1. Oktober 2010, IV-act. 121-6 f., vom 

15. April 2011, IV-act. 130-3 f., vom 4. November 2011, IV-act. 151-2; Arztberichte 

Psychiatrisches Zentrum Appenzell Ausserrhoden vom 15. November 2012, IV-act. 

169-28, vom 3. Juli 2013, IV-act. 180-2 ff., vom 17. November 2014, IV-act. 213-3 und 

vom 22. April 2015, IV-act. 223-5). Sie begründeten ihre Einschätzung mit einer 

deutlichen Problematik in der Planung und Strukturierung des alltäglichen Lebens, des 

Einhaltens von Terminen sowie mit kognitiven Auffälligkeiten wie Schwierigkeiten in 

Konzentration und Aufmerksamkeit. Ein Arbeitsablauf könne wegen der 

Unstrukturiertheit und Desorganisation des Beschwerdeführers nur schwer 

gewährleistet werden (Arztbericht Psychiatriezentrum St. Gallen vom 1. Oktober 2010, 

IV-act. 121-2 f.). Eine berufliche Massnahme (auch in geschütztem Rahmen) würde für 

den Beschwerdeführer eine Überforderung darstellen und wäre mit einem hohen 

Rückfallrisiko verbunden. Selbständig sei er nicht in der Lage, einen Arbeitsvorgang zu 

planen und einzelne Arbeitsschritte umzusetzen (Arztbericht Psychiatriezentrum 

Appenzell Ausserrhoden vom 15. November 2012, IV-act. 169-28). In Anbetracht des 

bisherigen Verlaufs sei die Aufnahme einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt auch 

mittel- und langfristig unrealistisch. Bereits die sehr überschaubaren Anforderungen im 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/31

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Rahmen der gegenwärtigen Therapie führten an die Grenzen der Belastbarkeit 

(Verlaufsbericht Psychiatrisches Zentrum Appenzell Ausserrhoden vom 22. April 2015, 

IV-act. 223-5).

2.3.4  RAD-Arzt Dr. E.___ stützte sich am 3. Juni 2010 auf das Gutachten St. 

Pirminsberg vom 24. März 2010, mithin auf die Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit 

von bis zu 50%, ab und veranlasste Auflagen (IV-act. 111-2). Am 2. November 2010 

erklärte er die Auflagen bei grosszügiger Betrachtungsweise für erfüllt und hielt die 

Eingliederung auf dem freien Arbeitsmarkt für derzeit nicht möglich (IV-act. 124). Der 

RAD-Arzt ging in seiner Stellungnahme vom 29. Dezember 2011 von der weiterhin 

bestehenden, durch das Gutachten der Klinik Pfäfers geschätzten Arbeitsfähigkeit von 

50 % aus (IV-act. 153). Am 4. März 2013 (IV-act. 177) und am 22. Juli 2013 (IV-act. 

186-2) erachtete er berufliche Massnahmen auch in geschütztem Rahmen als nicht 

durchführbar. Nach Erstattung des Gutachtens von Dr. C.___ übernahm Dr. E.___ 

dessen Einschätzung einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit für ideal angepasste Tätigkeiten 

(Stellungnahme vom 9. Januar 2014, IV-act. 193). Im Strategieprotokoll vom 21. März 

2014 wurde unter Teilnahme von Dr. E.___ festgehalten, dass mit einer 75%-igen 

Arbeitsfähigkeit gerechnet werden könne (IV-act. 204-2f.). Am 23. Dezember 2014 kam 

Dr. E.___ aufgrund der Berichte der Tagesklinik (vgl. Sachverhalt vorstehend A.u) zum 

Schluss, dass auf dem ersten Arbeitsmarkt derzeit noch keine durchsetzbare 

Arbeitsfähigkeit bestehe. Es seien jedoch gute therapeutische Ansätze erkennbar, die 

zur Hoffnung berechtigen würden, dass eine Beschäftigung auf dem ersten 

Arbeitsmarkt innerhalb von einem bis anderthalb Jahren erreichbar sei. Es stelle sich 

somit als Alternative die Frage nach Integrationsmassnahmen (basierend auf einer 

50%-igen Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt in ein bis anderthalb Jahren) 

sowie nach einer zeitlich befristeten Berentung mit einer Rentenrevision spätestens in 

zwei Jahren (IV-act. 215). Hingegen hielt er die vom Psychiatriezentrum Appenzell 

Ausserrhoden berichtete Verschlechterung für nicht nachvollziehbar (Stellungnahme 

vom 13. Mai 2015, IV-act. 224 und vom 28. Oktober 2015, IV-act. 234). Zur Erklärung 

führte er in der letztgenannten Stellungnahme im Wesentlichen aus, die von der 

behandelnden Ärztin vorgenommenen pessimistischen Einschätzungen seien nicht 

nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer habe in den Urlaub gehen können und sich 

gegenüber der Eingliederungsverantwortlichen desinteressiert gezeigt (IV-act. 234-2 f.). 

Die Abweichung von seinen früheren Einschätzungen begründete er zusammenfassend 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/31

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zudem damit, dass sich die dort erwähnte Eingliederungsfähigkeit auf die 

angestammte Tätigkeit als Forstwart bezogen habe (IV-act. 234-2).

2.3.5  Die Berufsberatung schloss den Fall am 27. Februar 2007 (IV-act. 60 f.) ohne 

Ergebnis ab, da sich der Beschwerdeführer auf eine berufliche Neuorientierung nicht 

einlassen konnte. Die vom RAD geforderte Beurteilung der praktischen 

Leistungsfähigkeit konnte nicht erfolgen, jedoch gelangte der Berufsberater zum 

Schluss, der Beschwerdeführer sei einem Arbeitgeber nicht zumutbar (IV-act. 60-1 f.). 

Auch am 26. September 2008 schloss die Berufsberatung den Fall ab, nachdem im 

April eine Eingliederung in der Dreischiibe nach wenigen Tagen habe abgebrochen 

werden müssen. Bei spürbarer Bereitschaft des Beschwerdeführers, sich einzulassen 

und das Beste zu geben, fühle er sich nicht in der Lage, eine berufliche Massnahme 

durchzustehen (IV-act. 92). Die von der IV-Stelle dem Beschwerdeführer am 5. August 

2011 auferlegte ADHS-Behandlung (IV-act. 136) wurde gemäss Verlaufsbericht des 

Psychiatriezentrums St. Gallen vom 4. November 2011 aufgenommen (IV-act. 151-2; 

vgl. auch Arztberichte Psychiatrisches Zentrum Appenzell Ausserrhoden vom 15. 

November 2012, wo die Medikation mit Concerta ebenfalls aufgeführt wird, IV-act. 

169-28, und vom 3. Juli 2013, wonach Concerta mit grosser Wahrscheinlichkeit 

regelmässig eingenommen werde, IV-act. 180-1). Nach Angaben des 

Beschwerdeführers gelang es ihm darauf, den Cannabiskonsum einzustellen 

(Verlaufsbericht Psychiatriezentrum St. Gallen vom 4. November 2011, IV-act. 151-2; 

Gutachten Dr. C.___ vom 11. Dezember 2013, IV-act. 192-101). Dennoch war er seit 

2010 regelmässig und zeitweise sehr engmaschig auf die Betreuung durch die 

psychiatrische Spitex angewiesen (Arztbericht Psychiatriezentrum Appenzell 

Ausserrhoden vom 15. November 2012, IV-act. 169-27, Assessmentprotokoll vom 12. 

März 2014, IV-act. 203-2; vgl. auch Arztbericht Psychiatriezentrum Appenzell 

Ausserrhoden vom 22. April 2015, IV-act. 223-3, wonach der Beschwerdeführer nach 

wie vor auf engmaschige Betreuung und Unterstützung angewiesen sei), und dennoch 

konnte er das Pensum der Arbeitstherapie von drei Nachmittagen pro Woche gemäss 

den Verlaufsberichten des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden vom 17. 

November 2014 (IV-act. 213) und vom 22. April 2015 (IV-act. 223) aufgrund 

psychosozialer Belastungen (Tod der Grosseltern, Scheitern der Partnerschaft) (noch) 

nicht steigern. Insbesondere aus dem Arztbericht des Psychiatriezentrums Appenzell 

Ausserrhoden vom 15. November 2012 (IV-act. 169-25 ff.) und aus dem Schreiben der 

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Eltern des Beschwerdeführers vom 19. Juli 2013 ergaben sich Anhaltspunkte für eine 

positive Entwicklung. Es ist dem Beschwerdeführer zugute zu halten, dass er den 

Auflagen der Beschwerdegegnerin zum Entzug sowie zur Behandlung, so gut es ihm 

möglich war, nachgekommen ist und immerhin inzwischen kein Cannabis mehr 

konsumiert und die Behandlung mit Concerta begonnen hat (vgl. Sachverhalt 

vorstehend A.i - A.n, die erste Auflage stammt vom 7. Juni 2010, die zweite vom 4. Mai 

2011). Die gescheiterten Eingliederungsversuche zeigen, dass der Beschwerdeführer 

starke Unterstützung in medizinischer, beruflicher sowie persönlicher Hinsicht benötigt 

und seine Eingliederungsfähigkeit noch nicht erreichen konnte.

2.3.6  Die gemäss Beschwerdeführer seit 2011 eingehaltene Cannabisabstinenz hat 

noch nicht zu einer andauernden Verbesserung des Gesundheitszustandes geführt, 

zumal Integrations- bzw. Eingliederungsmassnahmen bislang noch keinen Erfolg 

gezeigt haben. Andererseits bestehen aber auch keine objektiven Hinweise für eine 

Verschlechterung; diese ist im Jahr 2014/2015 lediglich vorübergehend durch die 

psychosoziale Belastung durch den Tod der Grosseltern und die Trennung der 

langjährigen Partnerschaft begründet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass den eher 

pessimistischen Arbeitsfähigkeitsschätzungen der Behandler weniger Gewicht 

beizumessen ist als jenen der unabhängigen Gutachter. Zudem ist bei der beim 

Beschwerdeführer vorliegenden Kombination der psychischen Störungen davon 

auszugehen, dass diese durchaus massgebliche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

haben kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. August 2016, 8C_325/2016, E.4.2). 

Die mehrfach geschilderten Schwierigkeiten bei der Planung, Strukturierung und 

Organisierung des eigenen Lebens, der Haushaltführung und nicht zuletzt bei der 

Einhaltung eines Arbeitsablaufs und der dadurch nötigen Anleitung und Betreuung sind 

durch die Kombination der psychischen Störungen durchaus erklärbar. Mit Dr. C.___ 

(vgl. Gutachten, Ziff. 8.5.1, IV-act. 192-100) und wie im Gutachten der Psychiatrischen 

Klinik St. Pirminsberg vom 24. März 2010 einleuchtend begründet (IV-act. 110-61, 63; 

E. 2.3.2) ist das Suchtleiden Folge der seit Kindheit bestehenden ADHS, weshalb von 

einer seit Beginn sekundären, invalidenversicherungsrechtlich relevanten Sucht 

auszugehen ist. Deren Auswirkungen sind daher zu berücksichtigen. Soweit der RAD-

Arzt früher eine Eingliederungsfähigkeit lediglich im geschützten Rahmen bejahte, muss 

eine Arbeitsfähigkeit auch für adaptierte Tätigkeiten als nicht vorhanden angesehen 

werden. Zusammen mit den sonstigen vorliegenden Einschätzungen muss davon 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/31

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ausgegangen werden, dass bei bzw. nach optimaler medizinischer Behandlung sowie 

erfolgreicher beruflicher Eingliederung eine vollständige Arbeitsfähigkeit erreichbar 

wäre und insofern die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 100% für 

adaptierte Tätigkeiten Gültigkeit hat. Solange die Massnahmen jedoch noch andauern 

und der Beschwerdeführer noch daran ist, seine Probleme mit der Compliance sowie 

der Absprachefähigkeit zu überwinden, ist die Arbeitsfähigkeit noch eingeschränkt. Der 

Widerspruch zwischen der Verneinung der Ausbildungsfähigkeit sowie der Bejahung 

einer gewissen Arbeitsfähigkeit ist ein vordergründiger. Denn eine Ausbildung bzw. die 

Absolvierung einer beruflichen Massnahme ist anspruchsvoller und setzt mehr voraus 

als eine einfache Tätigkeit als Hilfsarbeiter (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 27. 

März 2018, 8C_794/2017, E.5.2.1). Zusammenfassend kann im Längsverlauf daher mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass seit der 

Wiederanmeldung am 3. November 2005 eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit für adaptierte 

Tätigkeiten besteht.

2.4  Insgesamt ist aus medizinisch-theoretischer Sicht auf das Gutachten von Dr. C.___ 

abzustellen, das sich auf eine umfangreiche und validierte neuropsychologische 

Abklärung und auf eine von allen beteiligten Fachmedizinern geteilte Diagnose stützt. 

Dabei ist gemäss vorstehenden Erwägungen zu berücksichtigen, dass die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. C.___ zum einen grundsätzlich ab 

Gutachtenszeitpunkt Gültigkeit hat, jedoch unter dem Vorbehalt der optimal 

durchgeführten medizinischen und beruflichen Massnahmen steht und zum anderen für 

den weiter zurückliegenden Verlauf die echtzeitlichen Berichte, die Ergebnisse der 

beruflichen Versuche sowie die Einschätzungen des RAD hinzugezogen werden 

müssen, womit sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine durchschnittliche 

adaptierte Arbeitsfähigkeit von 50% ergibt (vgl. vorstehende Erwägungen).

2.5  Ergänzend sei erwähnt, dass das Bundesgericht festgehalten hat, der Umstand, 

dass ein Gutachter seine persönliche Meinung zur Vermeidbarkeit von 

ungerechtfertigten Versicherungsleistungen öffentlich bekannt mache oder im Rahmen 

einer Publikation eine von der Rechtsprechung abweichende Meinung vertrete, lasse 

für sich allein noch nicht auf Voreingenommenheit in einem konkret zu beurteilenden 

Fall schließen (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Januar 2017, 8C_548/2016, E. 4.2). 

Dies muss auch bzw. erst recht für Gutachter gelten, die sich zwar nicht zum 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/31

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Versicherungsmissbrauch geäussert haben, aber regelmässig mit mono- oder 

bidisziplinären Gutachten beauftragt werden und allenfalls - was allerdings nicht einmal 

dargetan wird - überdurchschnittlich hohe Arbeitsfähigkeiten attestieren. Konkrete 

Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit von Dr. C.___ gegenüber dem 

Beschwerdeführer finden sich im Gutachten nicht und werden auch nicht geltend 

gemacht. Die gerügte überdurchschnittlich häufige Beauftragung führt somit nicht zur 

Unverwertbarkeit des Gutachtens. Ein strukturiertes Beweisverfahren mittels 

Indikatoren ist insoweit entbehrlich, als die geltend gemachten Einschränkungen durch 

die Diagnose der ADHS und die neuropsychologische Testung objektiviert sind (vgl. 

BGE 143 V 428 E. 7.1). Somit bleibt es bei der Beweistauglichkeit des Gutachtens von 

Dr. C.___.

3. 

3.1  Dass die Einschätzung von Dr. C.___ beweiskräftig ist, bedeutet nicht, dass die 

Beschwerdegegnerin mit angefochtener Verfügung gestützt auf die attestierte 100%-

ige Arbeitsfähigkeit das Rentengesuch abweisen durfte. Die von Dr. C.___ geschätzte 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten gilt zum einen grundsätzlich ab 

Begutachtungszeitpunkt und ist zum anderen erst mit beruflichen sowie unter 

Weiterführung bzw. Intensivierung der medizinischen Massnahmen sowie mit 

sozialpraktischer Unterstützung erreichbar. Eine berufliche Eingliederung konnte denn 

auch bis zum relevanten Zeitpunkt der Verfügung (BGE 121 V 366 E. 1 b; BGE 131 V 

243 E. 2.1) noch nicht erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen werden: Der 

Beschwerdeführer konnte daher Anspruch auf eine Invalidenrente erwerben (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 29. Juni 2009, 9C_186/2009, E.3.3; Urteil des EVG vom 31. 

März 2006, I 291/05, E.3.2, wonach bei Bestätigung, dass nach durchgeführter 

erfolgreicher Eingliederung wieder eine deutlich bessere Arbeitsfähigkeit erreichbar 

sein sollte, der Anspruch auf eine Rente für die zurückliegende Zeit solange nicht 

ausgeschlossen ist, als die bestehende Erwerbsunfähigkeit nicht [oder noch nicht] mit 

geeigneten Eingliederungsmassnahmen tatsächlich behoben oder in einer für den 

Rentenanspruch erheblichen Weise verringert werden konnte). Der Beschwerdeführer 

hat gleichzeitig Anspruch auf berufliche Massnahmen (Art. 14a IVG; Art. 4quater ff. IVV; 

Art. 15 ff. IVG), wobei aufgrund der abgeschlossenen Ausbildung zum Forstwart 

gegebenenfalls auch eine Umschulung gemäss Art. 17 ff. IVG in Betracht fällt.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/31

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3.2  Betreffend allfälligem Rentenbeginn ist mit Blick auf das Datum der Anmeldung 

(November 2005) das Recht anwendbar, wie es vor Inkrafttreten der Änderungen der 5. 

IV-Revision bestanden hatte. Die Frist von 6 Monaten nach Geldendmachung des 

Anspruchs gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG in der seit 2008 geltenden Fassung findet somit 

keine Anwendung. Meldet sich ein Versicherter mehr als zwölf Monate nach Entstehen 

des Anspruchs an, so werden die Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung 

vorangehenden Monate ausgerichtet (vgl. Art. 48 Abs. 2 IVG in der vor 2008 in Kraft 

gestandenen Fassung).

3.3  Dass der erlernte Beruf des Forstwarts einer überschaubaren und geregelten, 

repetitiv gestalteten Tätigkeit entspricht, erscheint mehr als fraglich und muss aufgrund 

der mit seiner Ausübung verbundenen Gefahren bei der massgeblichen 

Beeinträchtigung durch Suchtmittel seit jeher als ungeeignet bezeichnet werden. Hinzu 

kommt, dass der Beruf auch aufgrund orthopädischer Einschränkungen nicht ideal 

adaptiert ist (vgl. Gutachten Dr. B.___ vom 8. Juni 2004; Schlussfolgerungen im 

Strategieprotokoll vom 21. März 2014, IV-act. 204-2f.; Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. 

E.___ vom 28. Oktober 2015, IV-act. 234-1 f.). Somit ist davon auszugehen, dass das 

Wartejahr nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG in der vor 2008 in Kraft gestandenen Fassung 

im Zeitpunkt der Wiederanmeldung am 3. November 2005 bereits erfüllt war und ein 

Rentenanspruch nach Massgabe der 50%-igen Arbeitsunfähigkeit ab 1. November 

2004 zu prüfen ist.

3.4  Da die einschränkende ADHS-Problematik schon seit der Kindheit des 

Beschwerdeführers bestand, sind Rückschlüsse auf seine Validenkarriere ohne 

Vorliegen dieser Krankheit kaum möglich. Zwar konnte der Beschwerdeführer die 

Ausbildung zum Forstwart mit Hilfe eines verständnisvollen Lehrmeisters abschliessen 

(Bericht der Eltern vom 19. Juli 2013, IV-act. 183-2 f.). Der Beschwerdeführer hat 

jedoch nach der Lehre nicht in diesem Beruf gearbeitet, dessen Leidensangepasstheit 

ohnehin fraglich erscheint (E. 3.3), und auch andere Erwerbstätigkeiten hat er nicht 

längerfristig ausgeübt. Für die Bemessung des Valideneinkommens kann somit weder 

auf den Tabellenlohn als Forst- oder Gartenarbeiter noch auf das tatsächliche 

Einkommen abgestellt werden. Vielmehr ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer 

aufgrund der ADHS nicht diejenige Ausbildung absolvieren konnte, die er im 

Gesundheitsfall ergriffen hätte. Da sich die Krankheit bereits zum Zeitpunkt der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/31

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Berufswahl auswirkte, ist das Valideneinkommen gestützt auf Art. 26 Abs. 1 der 

Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) zu bestimmen, welches 

für das massgebliche Jahr 2004 Fr. 69'500.-- beträgt. Für das Invalideneinkommen ist 

vom durchschnittlichen Einkommen gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des 

Bundesamtes für Statistik (BFS) 2004, Anforderungsniveau 4, Männer, auszugehen, 

welches sich auf Fr. 57'258.-- beläuft (Quelle der genannten Einkommen: 

Informationsstelle AHV/IV, IV, Ausgabe 2008, Bern 2008, S. 123 und Anhang 2). 

Entsprechend der 50%-igen Arbeitsfähigkeit beträgt das Jahreseinkommen Fr. 

28‘629.--. Die Beschränkung des Zumutbarkeitsprofils auf eine körperlich nicht 

schwere (vgl. Gutachten Dr. B.___ vom 8. Juni 2004, IV-act. 24), überschaubare und 

geregelte, repetitive Tätigkeit ohne Produktionsdruck (Gutachten Dr. C.___ vom 11. 

Dezember 2013, IV-act. 192-98) begründet einen Tabellenlohnabzug mindestens im 

auch von der Beschwerdegegnerin anerkannten Ausmass von 10% 

(Beschwerdeantwort, act. G 5, III, Ziff. 2). Das Invalideneinkommen beträgt somit Fr. 

25'766.-- und der Invaliditätsgrad 62,9%. Der Beschwerdeführer hat damit ab 1. 

November 2004 (E. 4.3) Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Art. 28 Abs. 1 IVG in der 

seit Inkrafttreten der 4. IVG-Revision 2004 geltenden Fassung).

3.5  Der IV-Stelle ist es unbenommen, hinsichtlich der beruflichen sowie medizinischen 

Massnahmen Auflagen zu machen und deren Einhaltung anlässlich einer zeitlich zu 

terminierenden Revision zu prüfen, verbunden mit der Androhung, dass bei 

Nichterfüllung der Auflagen gestützt auf das Gutachten von Dr. C.___ von einer 

rentenausschliessenden Arbeitsfähigkeit ausgegangen und die Rente eingestellt werde. 

Eine erneute Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheint erst unter Einbezug der 

Ergebnisse beruflicher Integrations- bzw. Eingliederungsmassnahmen und unter 

gesicherter Behandlung möglich und sinnvoll. Dabei sind auch die nach Erlass der 

angefochtenen Verfügung als massgeblicher Zeitpunkt (BGE 121 V 366 E. 1 b; BGE 

131 V 243 E. 2.1) berichteten Entwicklungen im psychischen (Berichte des 

Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden vom 30. Januar 2017, act. G 18.1, 

vom 15. Dezember 2017, act. G 18.3 und vom 21. April 2018, act. G 18.4) und im 

somatischen Bereich (Attest Dr. G.___ vom 28. August 2017, act. G 18.2) zu beachten.

4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 30/31

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4.1  Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der 

Beschwerde aufzuheben, und der Beschwerdeführer hat ab 1. November 2004 

Anspruch auf eine Dreiviertelsrente.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Hinsichtlich der 

Beschwerde gegen die Rentenverfügung gilt es zu beachten, dass gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung zur Überklagung in 

sozialversicherungsrechtlichen Rentenfällen von einem vollständigen Obsiegen der 

Beschwerdeführerin auszugehen ist (Urteil des Bundes¬gerichts vom 7. Januar 2016, 

9C_288/2015, E. 4.2). Die Beschwerdegegnerin hat daher die gesamten Gerichtskosten 

von Fr. 600.-- zu bezahlen.

4.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerde¬führers hat keine Kostennote eingereicht. Aufgrund 

der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand ist dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von praxisgemäss Fr. 3'500.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Festsetzung 

einer Entschädigung aus der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1. 

Dezember 2015 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab 1. November 2004 eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 31/31

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Dreiviertelsrente zugesprochen. Die Sache wird zur Festsetzung und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.06.2018
	Art. 7 ATSG, Art. 28 IVG, Art. 21 Abs. 4 ATSG: Gemäss beweiskräftigem Gutachten besteht medizin-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von 100% in der ADHS des Beschwerdeführers angepassten Tätigkeiten. Die berufliche Eingliederung ist indessen aufgrund einer sekundären Suchtproblematik und aufgrund einer gemäss Gutachten überwindbaren Einschränkung der Compliance und Absprachefähigkeit bisher gescheitert, die Selbsteingliederung ist dem Beschwerdeführer nicht zumutbar. Es besteht daher ein Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, solange die attestierte, erst nach adäquater Behandlung und Eingliederung mögliche Arbeitsfähigkeit noch nicht erreicht ist (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. Juni 2018, IV 2016/12).

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