# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c92f18ae-440a-522a-a1ca-b3ff01350eb4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PQ250040-O2
**Docket/Reference:** PQ250040-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PQ250040-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PQ250040-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter Dr. E. Pahud und Ersatzoberrichterin Dr. C. Schoder 

sowie Gerichtsschreiber MLaw S. Widmer

Urteil vom 4. August 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

sowie

1.

2.

B._____, 

C._____, 

Verfahrensbeteiligte

2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, 

betreffend Besuchsregelung / Kindesschutz / vorsorgliche Massnahmen

Beschwerde gegen einen Beschluss des Bezirksrates Bülach vom 25. Juni 

2025; VO.2025.17 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Bülach 

Nord)

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Erwägungen:

I.

1.

C._____, geb. tt.mm.2016, ist die Tochter von A._____ (fortan: Beschwerde-

führerin oder Mutter) und B._____ (fortan: Verfahrensbeteiligter 1 oder Vater). 

2.

2.1 Im Dezember 2024 reichte das Kinderspital Zürich bei der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde Bülach Nord (fortan: KESB) eine Gefährdungsmeldung 

bezüglich C._____ ein (KESB act. 3). Die KESB nahm Abklärungen vor (vgl. 

KESB act. 4 ff.) und ernannte für C._____ eine Kindesvertreterin (KESB act. 24). 

Mit Beschluss vom 26. Februar 2025 errichtete sie vorsorglich eine Beistand-

schaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und wies die Eltern an, jegliche Gewalt ge-

genüber C._____ zu unterlassen. Im Weiteren ordnete sie eine Therapie für 

C._____ an und gab eine Intensivabklärung der familiären Situation von C._____ 

in Auftrag (KESB act. 75). 

2.2 Mit Beschluss vom 20. März 2025 entzog die KESB den Eltern superprovi-

sorisch das Aufenthaltsbestimmungsrecht über C._____. C._____ wurde per so-

fort in einer sozialpädagogischen Einrichtung untergebracht. Im Weiteren wurden 

(ebenfalls superprovisorisch) die Besuchskontakte der Eltern geregelt und die 

Beistandschaft angepasst (KESB act. 121). Mit Beschluss vom 14. April 2025 

(KESB act. 211 = BR act. 3) regelte die KESB im Sinne einer vorsorglichen Mass-

nahme u.a. das Besuchsrecht wie folgt (Dispositiv-Ziffer 1):

"a)

In einer ersten Phase werden die Eltern für berechtigt und verpflichtet erklärt, 

C._____ zweimal zwei Stunden vollbegleitet auf dem Areal der Unterbringungsinsti-

tution oder an öffentlichen Orten und Plätzen zu besuchen. Daneben sind wöchent-

lich zwei maximal einstündige begleitete Telefonate erlaubt.

b) 

In einer zweiten Phase werden die Eltern für berechtigt und verpflichtet erklärt, 

C._____ an den Wochenenden am Samstag oder Sonntag im Rahmen eines voll-

ständig begleiteten Besuchsrechts für bis zu sechs Stunden zu oder mit sich auf 

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Besuch zu nehmen. Daneben sind weiterhin zwei maximal einstündige begleitete 

Telefonate erlaubt.

c) 

In einer dritten Phase werden die Eltern für berechtigt und verpflichtet erklärt, 

C._____ an den Wochenenden am Samstag oder Sonntag im Rahmen eines teil-

weise begleiteten Besuchsrechts für bis zu sechs Stunden zu oder mit sich auf Be-

such zu nehmen. Daneben sind wöchentlich zwei maximal einstündige unbegleitete 

Telefonate erlaubt.

Der Übertritt jeweils zur nächsten Phase setzt einen positiven Verlauf der vorangehenden 

Phase voraus. Der Übertrittszeitpunkt wird von der Beiständin in Absprache mit der Insti-

tution sowie allfälligen weiteren Fachpersonen festgelegt. Die Beiständin regelt auch die 

genauen Modalitäten des Besuchsrechts.

Die voll- oder teilbegleiteten Besuche müssen in deutscher Sprache oder unter Einbezug 

einer dolmetschenden Person erfolgen."

2.3 Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

23. April 2025 Beschwerde beim Bezirksrat Bülach (Vorinstanz). Sie beantragte, 

es sei Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheides der KESB vom 14. April 2025 in dem 

Sinne abzuändern, dass die Kontakte zwischen Eltern und Kind unbegleitet und 

ohne sprachliche Vorgaben und ohne Beizug eines Dolmetschers erfolgen dürfen, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der KESB (BR act. 4). Mit 

Verfügung vom 25. April 2025 setzte die Vorinstanz der KESB, der Kindesvertre-

terin und dem Verfahrensbeteiligten 1 Frist zur Stellungnahme an (BR act. 6). Der 

Verfahrensbeteiligte 1 erklärte mit Schreiben vom 29. April 2025, sich der Eingabe 

der Beschwerdeführerin vollumfänglich anzuschliessen und auf eine eigene Ein-

gabe zu verzichten (BR act. 7). Die KESB erstattete ihre Stellungnahme am 

7. Mai 2025 (BR act. 9). Sie beantragte die Abschreibung des Beschwerdeverfah-

rens, da der Teil des Beschlusses vom 14. April 2025, welcher die Besuchsrege-

lung betreffe, inzwischen obsolet sei. Mit Beschluss vom 5. Mai 2025 sei die Be-

suchsregelung neu gefasst worden (BR act. 9 S. 1 f.). Im erwähnten Beschluss 

vom 5. Mai 2025 (KESB act. 267 = BR act. 12) hatte die KESB vorsorglich den 

(bisher superprovisorisch erfolgten) Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrecht der 

Eltern über C._____ sowie die Unterbringung C._____s im D._____ in E._____ 

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bestätigt (Dispositiv-Ziffer 1). Zudem hatte sie im Sinne einer vorsorglichen Mass-

nahme die bestehende Regelung des Besuchsrechts zur ersten Phase gemäss 

Bst. a (vorne E. I.2.2) um folgenden Zusatz ergänzt (Dispositiv-Ziffer 3):

"a)

[…] Bis zur Einsetzung einer geeigneten Besuchsbegleitung werden die Eltern in 

dieser Phase für berechtigt erklärt, C._____ einmal in der Woche bis zu einer 

Stunde unbegleitet auf dem Areal der Institution oder in einem geeigneten Zimmer 

der Institution in vorgängiger Absprache mit der Beiständin und der Institution zu 

besuchen.

[…]"

Die Kindesvertreterin beantragte mit Stellungnahme vom 12. Mai 2025 die Ab-

schreibung der Beschwerde zufolge Gegenstandslosigkeit und eventualiter die 

Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einzutreten sei (BR act. 11). 

2.4 Mit Beschluss vom 25. Juni 2025 (BR act. 17 = act. 4/2 = act. 8 [Aktenexem-

plar]) schrieb die Vorinstanz das Verfahren als gegenstandslos geworden ab (Dis-

positiv-Ziffer I). Die Verfahrenskosten wurden auf die Staatskasse genommen 

(Dispositiv-Ziffer II). Parteientschädigungen wurden keine zugesprochen (Disposi-

tiv-Ziffer III).

3.

Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 3. Juli 2025 Be-

schwerde bei der Kammer (act. 2). Sie beantragt Folgendes: 

"1. Es seien Dispositivziffern I und III des Erledigungsbeschlusses 

des Bezirksrats Bülach vom 25.06.2025 im Verfahren 
VO.2025.17/3.02.02 aufzuheben.

2.  Dispositivziffer 1 des vorsorglichen Entscheids Nr. ... der KESB 

Bülach Nord vom 14.04.2025 sei aufzuheben.

Während der Dauer der Fremdplatzierung während des laufenden 
Verfahrens seien die Eltern für berechtigt zu erklären, mit ihrem 
Kind jede Woche mindestens zweimal für eine Stunde zu telefo-
nieren, es jedes Wochenende von Freitag, 16 Uhr resp. Schul-
schluss, bis Sonntag, 17 Uhr, auf Besuch zu nehmen und es jede 
Woche einmal unter der Woche für mindestens zwei Stunden zu 
besuchen.

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3.  Der Beschwerdeführerin sei für die vorinstanzlichen Verfahren 
eine Parteientschädigung von CHF 8'166.35 inkl. MWST auszu-
richten.

4.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorin-

stanzen."

Die Akten der Vorinstanz (act. 9/1-17, zitiert als "BR act.") und der KESB 

(act. 10/1-301, zitiert als "KESB act.") wurden von Amtes wegen beigezogen. Mit 

Verfügung vom 10. Juli 2025 wurde der Kindesvertreterin und dem Verfahrensbe-

teiligten 1 Frist angesetzt, um zur Beschwerde Stellung zu nehmen (act. 11). Der 

Verfahrensbeteiligte 1 erklärte mit Eingabe vom 9. Juli 2025 (Poststempel: 14 Juli 

2025) wie vor Vorinstanz, sich der Beschwerde "anzuschliessen" (act. 12). Die 

Kindesvertreterin nahm mit Eingabe vom 24. Juli 2025 Stellung und beantragte in 

erster Linie, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, da der Entscheid der 

KESB vom 14. April 2025 nicht mehr gültig sei und korrekterweise der neue Ent-

scheid vom 5. Mai 2025 hätte angefochten werden müssen (act. 13 S. 2 f.). Wei-

terungen sind nicht erforderlich. Der Beschwerdeführerin sind die Eingaben des 

Verfahrensbeteiligten 1 und der Kindesvertreterin ohne Nachteil mit dem vorlie-

genden Entscheid zuzustellen. 

II.

1.

1.1 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen richtet 

sich nach den Bestimmungen des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) und 

des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR, 

LS 232.3). Enthalten diese Gesetze keine Regelung, gelten für die Verfahren vor 

den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen die Bestimmungen des Gerichtsorganisa-

tionsgesetzes (GOG, LS 211.1) sowie subsidiär und sinngemäss die Bestimmun-

gen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; Art. 450f ZGB und § 40 EG 

KESR). Beschwerden gegen Entscheide der KESB werden in erster Instanz vom 

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Bezirksrat und in zweiter Instanz vom Obergericht beurteilt (Art. 450f ZGB i.V.m. 

§§ 40 und 63 f. EG KESR und § 50 GOG). 

1.2 Der Entscheid der Vorinstanz ist mit Beschwerde im Sinne von Art. 450 ZGB 

anfechtbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB). Die Beschwerde wurde rechtzeitig erhoben 

(Art. 445 Abs. 3 ZGB; vgl. BR act. 17). Als Partei im vorinstanzlichen Verfahren ist 

die Beschwerdeführerin zur Beschwerde an die Kammer legitimiert (Art. 450 

Abs. 2 ZGB). Die Beschwerde enthält sodann Anträge und eine Begründung 

(act. 2). Dem Eintreten auf die Beschwerde steht insoweit nichts entgegen.

2. Mit der Beschwerde kann neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht eine umfassende Überprüfungsbe-

fugnis zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB I-DRO-

ESE, Art. 450a N 3 und 10). Im Verfahren vor der KESB und den gerichtlichen Be-

schwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen und das 

Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden (Art. 446 ZGB). Von der 

Beschwerde führenden Partei ist indes darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern der 

angefochtene Entscheid als fehlerhaft erachtet wird. Sie muss sich sachbezogen 

mit den Entscheidgründen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzen 

und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet bzw. den 

Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im Bereich der Unter-

suchungsmaxime (Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR; BGE 141 III 569 

E. 2.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Beschwerdeinstanz darf sich primär auf 

die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren (BSK ZGB I-DROESE, 

Art. 450a N 5).

III.

1.

Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, die mit Beschluss der 

KESB vom 14. April 2025 vorsorglich angeordneten Besuchskontakte hätten auf-

grund ausstehender Einsetzung einer Besuchsbegleitung noch nicht umgesetzt 

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werden können. In Beachtung der bis zu zwei Monaten dauernden Wartezeit und 

des Rechts der Eltern auf persönliche Kontakte zu ihrer Tochter, seien vorüberge-

hend unbegleitete Kontakte zu bewilligen. Die mit Beschwerde vom 23. April 2025 

angefochtene Besuchsregelung werde im neu gefällten Entscheid der KESB vom 

5. Mai 2025 in Dispositiv-Ziffer 3 übernommen und durch den Zusatz ergänzt, 

dass bis zur Einsetzung einer geeigneten Besuchsbegleitung die Eltern in der 

1. Phase für berechtigt erklärt würden, C._____ einmal in der Woche bis zu einer 

Stunde unbegleitet auf dem Areal der Institution oder in einem geeigneten Zimmer 

der Institution in vorgängiger Absprache mit der Beiständin und der Institution zu 

besuchen. Die angefochtene Besuchsregelung sei somit nicht mehr aktiv. Damit 

sei das Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden und das Verfahren sei 

entsprechend abzuschreiben (act. 8 E. 2.2).

2.

Die Beschwerdeführerin rügt dies als nicht korrekt. Mit dem Entscheid der 

KESB vom 5. Mai 2025 habe gegenüber dem Entscheid vom 14. April 2025 in-

haltlich keine Neufassung stattgefunden. Der ursprüngliche Entscheid sei nach 

wie vor in Kraft. Die mit Entscheid vom 5. Mai 2025 als Zusatz eingefügte Aus-

nahmeregelung sei längst abgelaufen. Mitte Mai 2025 habe sich eine geeignete 

Begleitperson gefunden und seit dem 1. Juni 2025 fänden keine unbegleiteten 

Kontakte mehr statt. Der Abschreibungsbeschluss der Vorinstanz bedeute für die 

Beschwerdeführerin eine Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung (act. 2 

Rz. 12).

3.

3.1 Das verfassungsmässige Verbot der Rechtsverweigerung ergibt sich aus 

Art. 29 Abs. 1 BV. Dieser Vorschrift zufolge hat jede Person in Verfahren vor Ge-

richts- und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung 

sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Die Verfassungsnorm garantiert 

ein Recht darauf, dass ein ordnungsgemäss eingereichtes Begehren regelge-

mäss geprüft wird. Dieses Recht wird verletzt, wenn eine Behörde auf eine Einga-

be fälschlicherweise nicht eintritt oder eine solche ausdrücklich oder stillschwei-

gend nicht an die Hand nimmt und behandelt, obwohl sie dazu verpflichtet wäre 

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(BGer 5A_574/2022 vom 11. Mai 2023 E. 2.2 m.H.; 5A_995/2017 vom 13. Juli 

2018 E. 3.3 m.H.). 

3.2 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde trifft die für die Dauer des Ver-

fahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen (vgl. Art. 445 Abs. 1 ZGB). Eine 

angeordnete vorsorgliche Massnahme kann abgeändert oder aufgehoben wer-

den, wenn sich die Umstände geändert haben oder wenn sie sich im Nachhinein 

als ungerechtfertigt erwiesen hat (BGer 5A_554/2014 vom 21. Oktober 2014 

E. 3.2). Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde kann eine Massnahme auch 

aufheben oder ändern, soweit sie nicht mehr gerechtfertigt ist (BGer 5A_211/2016 

vom 19. Mai 2016 E. 2). Wurde ein Entscheid angefochten, gehen Zuständigkeit 

und Verfahren auf die Beschwerdeinstanz über. Die Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde verliert die Herrschaft über die Angelegenheit (BSK ZGB I-REUS-

SER, Art. 450d N 20). Sie hat im Rahmen des Beschwerdeverfahrens jedoch die 

Möglichkeit, ihren Entscheid (statt der Einreichung einer Vernehmlassung) in Wie-

dererwägung zu ziehen (Art. 450d Abs. 2 ZGB; § 68 EG KESR). Erlässt die Kin-

des- und Erwachsenenschutzbehörde einen neuen Entscheid, hat die gerichtliche 

Beschwerdeinstanz zu prüfen, ob das hängige Beschwerdeverfahren zufolge 

Wegfall des Beschwerdeobjekts ganz oder teilweise gegenstandslos geworden ist 

und abgeschrieben werden kann. Ist dies nicht der Fall, ist das Beschwerdever-

fahren fortzuführen (BSK ZGB I-REUSSER, Art. 450d N 27, 29).

3.3 Vorliegend regelte die KESB mit Beschluss vom 14. April 2025 den persönli-

chen Verkehr zwischen C._____ und ihren Eltern vorsorglich für die Dauer des 

Verfahrens. Die Beschwerdeführerin focht den Entscheid am 23. April 2025 bei 

der Vorinstanz (als zuständige erste Beschwerdeinstanz) an und beantragte, dass 

die Kontakte unbegleitet und ohne sprachliche Vorgaben sowie ohne Beizug ei-

nes Dolmetschers zu gestatten seien. Mit dieser Beschwerdeerhebung sind Zu-

ständigkeit und Verfahren auf die Vorinstanz übergegangen. Am 5. Mai 2025 er-

liess die KESB während laufender Vernehmlassungsfrist einen weiteren Be-

schluss, mit dem (unter anderem) der persönliche Verkehr geregelt wurde, und 

zwar mit Ausnahme der zusätzlichen Klausel zu den unbegleiteten Besuchen bis 

zur Einsetzung einer geeigneten Besuchsbegleitung in der gleichen Weise wie im 

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Entscheid vom 14. April 2025 (vorne E. I.2.2 f.). Die KESB hat ihren bestehenden 

Entscheid damit (sinngemäss) in Wiedererwägung gezogen, allerdings nur in ei-

nem Punkt und für einen beschränkten Zeitraum. Sie hat dazu in ihrer Vernehm-

lassung vor Vorinstanz ausgeführt, Anlass hierfür sei die nachträgliche Erkenntnis 

gewesen, dass die Einrichtung einer Besuchsbegleitung mit erheblichem zeitli-

chem Aufwand verbunden sei und den Eltern aus diesem Grund vorübergehend 

ein unbegleitetes Besuchsrecht eingeräumt worden sei. Im Übrigen wurde an der 

Besuchsrechtsregelung (hinsichtlich Phase 1 ab Einsetzung einer Besuchsbeglei-

tung, Phase 2 und Phase 3) nichts geändert. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu 

sehen, inwieweit der Gegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens sowie das 

schutzwürdige Interesse der Beschwerdeführerin an einer Überprüfung des Ent-

scheids vom 14. April 2025 entfallen sein sollte. Vielmehr hat sie Anspruch dar-

auf, dass ihre Beschwerde von der Vorinstanz geprüft wird. 

3.4 Indem die Vorinstanz das Verfahren als gegenstandslos abschrieb und sich 

mit der Beschwerde materiell nicht befasste, hat sie sich dem Vorwurf der Rechts-

verweigerung ausgesetzt. Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen und die Sa-

che ist in Aufhebung des angefochtenen Entscheids zur weiteren Behandlung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Vorinstanz wird auch über die Prozesskosten 

neu zu befinden haben. 

3.5 Nicht zu folgen ist dem Ersuchen der Beschwerdeführerin, wonach das 

Obergericht direkt selbst einen Entscheid über das Besuchsrecht treffen solle 

(act. 2 Rz. 12), zumal sich die Vorinstanz in der Sache noch gar nicht geäussert 

hat und der Instanzenzug grundsätzlich zu wahren ist. Nicht einzutreten wäre im 

Übrigen mangels dargetaner und ersichtlicher neuer Tatsachen oder Beweismittel 

(vgl. § 67 EG KESR i.V.m. Art. 317 Abs. 2 ZPO) auf den neuen Antrag der Be-

schwerdeführerin (Ziffer 2 Abs. 2). 

IV.

1.

Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind keine Kosten zu erheben. 

Allfällige Kosten der Kindesvertretung (vgl. Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO) sind auf die 

Gerichtskasse zu nehmen. 

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2.

2.1 Die Beschwerdeführerin macht für das vorliegende zweitinstanzliche Be-

schwerdeverfahren eine Parteientschädigung gegenüber dem Staat im Umfang 

eines Anwaltshonorars von Fr. 972.80 zuzüglich Spesenpauschale von Fr. 29.20 

und 8.1 % Mehrwertsteuer geltend (act. 2 Rz. 16; act. 4/8). 

2.2  In den Verfahrensbestimmungen von Art. 450 ff. ZGB fehlt eine Regelung 

betreffend Parteientschädigung vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen. 

Massgebend sind damit die kantonalen Gesetze, im Kanton Zürich mithin das EG 

KESR und das GOG, sowie schliesslich die ZPO (dazu vorne E. II/1.1). Im Kanton 

Zürich besteht in gerichtlichen Beschwerdeverfahren keine gesetzliche Grundlage 

für die Zusprechung einer Parteientschädigung des Staates an die obsiegende 

Partei (vgl. zur Rechtslage vor Einführung des EG KESR: BGE 140 III 385 

E. 3.1.). Auch nach der subsidiär geltenden ZPO gibt es keinen Anspruch auf Par-

teientschädigung gegenüber dem Staat (BGE 140 III 385 E. 3.3, 4.1). Anzufügen 

bleibt, dass gemäss der Praxis der Kammer eine Behörde dann zur Zahlung einer 

Parteientschädigung verpflichtet werden kann, wenn eine formelle Gegenpartei 

fehlt (bzw. sich mit dem fehlerhaften Entscheid nicht identifiziert), die Behörde 

materiell Parteistellung hat und sich der angefochtene Entscheid zudem als 

qualifiziert unrichtig erweist (vgl. OGer ZH PA200044 vom 10. November 2020 E. 

5.1.; OGer ZH PQ160008 vom 16. März 2016 E. 3.1.; OGer ZH PQ170035 vom 

6. Juli 2017 E. 7.2.). Letzteres ist vorliegend nicht der Fall. Eine 

Parteientschädigung ist somit nicht zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde werden die Dispositiv-Ziffern I 

und III des Beschlusses des Bezirksrats Bülach vom 25. Juni 2025 aufgeho-

ben und wird die Sache zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen 

an den Bezirksrat Bülach zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde 

abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird. 

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2.

Es werden für das obergerichtliche Verfahren keine Kosten erhoben. Allfäl-

lige Kosten der Kindesvertretung werden auf die Staatskasse genommen. 

3.

4.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin (unter Beilage der Doppel 

bzw. Kopien von act. 12 und 13), den Verfahrensbeteiligten 1, die Kindes-

vertreterin, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bülach Nord sowie 

unter Rücksendung der eingereichten Akten an den Bezirksrat Bülach, je ge-

gen Empfangsschein.

5.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG und ein Entscheid über 
vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG.

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Der Gerichtsschreiber:

MLaw S. Widmer

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