# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8affbec0-8b41-5772-9d68-2e8ad10ab9e3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.02.2021 IV 2019/26
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-26_2021-02-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/26

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 16.08.2021

Entscheiddatum: 11.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 11.02.2021
Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 29 Abs. 3 BV. Würdigung eines 
polydisziplinären Gutachtens. Keine rentenbegründende Invalidität. 
Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Februar 2021, IV 
2019/26).

Entscheid vom 11. Februar 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Viviane Kull

Geschäftsnr.

IV 2019/26

Parteien

A.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eliano Mussato, Bachwiesstrasse 16, Postfach, 

9404 Rorschacherberg,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ wurde im Dezember 2013 bei der Invalidenversicherung (IV) zur 

Früherfassung gemeldet (IV-act. 1). Im Februar 2014 meldete sich die Versicherte zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 6). Sie gab an, sie habe täglich Phasen grösster 

Leistungseinschränkungen. Sie sei mental und körperlich total entkräftet, geschwächt, 

benommen und lähmend erschöpft. Zusätzlich leide sie an einem Grippegefühl, 

Herzbeschwerden, einem Schwindel, einer Übelkeit, kognitiven Dysfunktionen, einer 

Konzentrationsschwäche und einer veränderten Wahrnehmung. Der Zustand 

verschlechtere sich nach jeglicher körperlicher und geistiger Aktivität und sei in seiner 

Ausprägung täglich wie auch stündlich schwankend. Sie habe eine Ausbildung zur 

Hochbauzeichnerin absolviert und arbeite bei D.___ zu 60%. Das Bruttoeinkommen 

betrage Fr. 4'300.-- monatlich.

A.a. 

Am 7. Juni 2012 hatten Fachärzte der Klinik Z.___ die Diagnose eines Verdachts 

auf ein Chronic Fatigue Syndrom genannt (Fremdakten-act. 1-5). Sie hatten ausgeführt, 

die Versicherte sei zur infektiologischen Abklärung zugewiesen worden, nachdem 

vorgängig bereits intensive Abklärungen inklusive endokrinologische, kardiologische 

und pneumologische Untersuchungen durchgeführt worden seien. Ein wegweisender 

Befund zur Erklärung der von der Versicherten beklagten, seit ziemlich genau einem 

Jahr bestehenden, wechselnd stark ausgeprägten Leistungsintoleranz habe sich nicht 

ergeben. Grundsätzlich passten die beklagten Symptome gut zu einem Chronic Fatigue 

Syndrom. Prof. Dr. med. B.___ von derselben Klinik hatte am 6. November 2013 

berichtet (Fremdakten-act. 1-10), diagnostisch bestehe eine aetiologisch bisher 

ungeklärte, akut aufgetretene Leistungsintoleranz. Die Versicherte arbeite zu 60%, was 

die maximale Leistung darstelle, die sie noch erbringen könne. Dr. med. C.___ hatte am 

A.b. 

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15. November 2013 mitgeteilt (Fremdakten-act. 1-14), die Versicherte leide an einem 

Chronic Fatigue Syndrom. Die Symptome seien vor Jahren aufgetreten. Nach wie vor 

bestehe eine Leistungsintoleranz mit Erschöpfungszuständen.

Dres. med. E.___ und M.___ vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) notierten am 

21. Februar 2014 (IV-act. 26), die Diagnose eines Chronic Fatigue Syndrom gehöre zu 

den syndromalen Leiden und stelle nur in Ausnahmefällen ein IV-relevantes Leiden dar. 

Die von der Rechtsprechung dazu aufgestellten Kriterien seien vorliegend nicht erfüllt.

A.c. 

Die D.___ berichtete am 14. April 2014 (IV-act. 23), die Versicherte sei seit Juni 

1997 als Hochbauzeichnerin angestellt. Der AHV-beitragspflichtige Jahreslohn betrage 

bei einem 60%-Pensum Fr. 55'900.--. Die Mitarbeit und die Integration in das Team 

werde von der Versicherten aufgrund des Krankheitsbilds abgelehnt.

A.d. 

Am 28. April 2014 teilte Prof. B.___ mit (IV-act. 27), die Versicherte sei am 27. April 

2012 wegen einer Leistungsintoleranz, die am 8. Mai 2011 plötzlich aufgetreten sei, 

beurteilt worden. Seit diesem Zeitpunkt leide die Versicherte an einer sehr starken 

Leistungsintoleranz. Auffallend sei eine starke Erschöpfung nach körperlicher 

Anstrengung. Eine nosologische Diagnose hätten sie zurzeit nicht. Ein psychiatrisches 

Leiden scheine nicht vorzuliegen. Seit dem 24. Februar 2014 bestehe eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit. Die Erschöpfungszustände führten dazu, dass die Versicherte nach 

vier bis sechs Stunden keine weitere Leistung mehr erbringen könne.

A.e. 

Am 29. Oktober 2014 wurde die Versicherte im Auftrag des Krankentaggeldver­

sicherers durch die PMEDA polydisziplinär (neurologisch, psychiatrisch und 

neuropsychologisch) abgeklärt. Im Gutachten vom 7. Januar 2015 gaben die 

Sachverständigen an (Fremdakten-act. 2-5 ff.), eine Erkrankung mit einem Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit in der erlernten, letzten sowie jedweder vergleichbaren oder auch 

einer anderen Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei weder aktenkundig noch 

anhand der erhobenen Befunde hinreichend wahrscheinlich. Es bestehe eine 

vollständige Arbeitsfähigkeit. Der neurologische Sachverständige führte insbesondere 

aus (Fremdakten-act. 2-15 ff.), die Versicherte habe eine unspezifische Symptomatik 

mit einer allgemeinen Erschöpfung und einer geringen Belastbarkeit vorgetragen. 

Weiter habe sie Kopfschmerzen mit einer wandernden Lokalisation sowie diffuse 

A.f. 

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Schmerzen im Bereich beider Beine genannt. Die Symptomatik bestehe sei Mai 2011. 

Der klinische Befund habe keinen Anhalt für eine Läsion am zentralen oder peripheren 

Nervensystem ergeben. Für die beklagten Beschwerden habe sich namentlich auf 

kognitiver Ebene kein Korrelat gefunden. Das "Chronic Fatigue Syndrom" repräsentiere 

ein paramedizinisches Konstrukt ohne eine schulmedizinische Anerkennung und ohne 

eine biologisch verstandene morphologische Basis. Auch habe sich bei der 

Versicherten keine Grunderkrankung herausarbeiten lassen, auf deren Basis es zu einer 

raschen körperlichen und kognitiven Erschöpfung kommen könnte. 

Differentialdiagnostisch liesse sich eine Narkolepsie erwägen. Eine schlafmedizinische 

Zusatzuntersuchung sei zu empfehlen. Der psychiatrische Gutachter hielt im 

Wesentlichen fest (Fremdakten-act. 2-28 ff.), der klinische Befund sei regelrecht 

gewesen. Für die beklagten Beschwerden habe sich kein klinisches Korrelat ergeben. 

Eine Einordnung der beklagten Beschwerden im Sinne einer psychosomatischen 

Reaktionsbildung sei allenfalls als möglich anzusehen. Der neuropsychologische 

Experte erklärte (Fremdakten-act. 2-42), die durchgeführten Leistungstests hätten 

normale Ergebnisse gezeigt. Im Verlauf der Untersuchung sei es nicht zu einem 

Leistungsabfall oder zu anderweitigen Ermüdungszeichen gekommen. Die Angaben 

der Versicherten in der Epworth Sleepiness Scale (ESS) seien also nicht plausibel 

gewesen.

Die RAD-Ärztin Dr. E.___ notierte am 16. Februar 2015 (IV-act. 45), gemäss dem 

Gutachten der PMEDA hätten sich keine objektivierbaren, die Arbeitsfähigkeit beein­

flussenden Diagnosen gefunden. An der Stellungnahme vom 21. Februar 2014 könne 

festgehalten werden.

A.g. 

Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 5. März 2015 mit (IV-act. 48), ein Anspruch 

auf berufliche Massnahmen bestehe nicht. Die Abklärungen hätten ergeben, dass die 

gesundheitlichen Einschränkungen nicht auf einen IV-rechtlich anerkannten 

Gesundheitsschaden zurückzuführen seien. Mit einem Vorbescheid vom 26. März 2015 

stellte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenanspruchs in Aussicht (IV-act. 51). Nach 

einem Einwand der Versicherten vom 12. Mai 2015, worin die Versicherte erwähnte, 

dass ihr per Ende Oktober 2014 die Arbeitsstelle gekündigt worden sei, und einer 

ergänzenden Stellungnahme vom 12. Juni 2015 (vgl. IV-act. 55, 58) holte die IV-Stelle 

weitere Unterlagen ein. Dr. med. F.___, Facharzt für Innere Medizin, spez. 

A.h. 

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Endokrinologie und Diabetologie, berichtete am 4. August 2015 (IV-act. 69), im Juli 

2014 sei eine Nebennierenabklärung mit Speichelkortisol gemacht worden. Die Werte 

hätten deutlich zu tief gelegen. Zum Ausschluss einer Nebenniereninsuffizienz sei nun 

ein Synacthentest durchgeführt worden. Am 17. August 2015 gab er an (IV-act. 68), der 

Synacthentest sei völlig unauffällig gewesen. Eine Nebenniereninsuffizienz sei so gut 

wie ausgeschlossen. Für die von der Versicherten beklagten Symptome hätten keine 

endokrinen Probleme eruiert werden können. Fachärzte der Klinik Y.___ teilten am 

27. August 2015 mit (IV-act. 71), sie hätten die Diagnosen einer formal chronisch 

obstruktiven Pneumopathie GOLD Stadium 1 (A) bei einem persistierenden 

Nikotinkonsum, einer Hypersomnie und eines allgemeinen Erschöpfungszustands 

unklarer Ätiologie gestellt. Das Beschwerdebild der Versicherten lasse sich nicht 

eindeutig einem Organsystem/somatischen Krankheitsbild zuordnen und auch klinisch 

schwer objektivieren. Formal liege eine leichtgradig obstruktive Ventilationsstörung im 

Sinne einer COPD GOLD 1 (A) bei persistierendem Nikotinkonsum vor. Aufgrund der 

nur leichten Ausprägung sei eine medikamentöse Therapie nicht nötig. Bezüglich der 

übrigen Symptome sei ein Labor mit einem Screening für autoimmune Erkrankungen 

im Sinne einer rheumatoiden Genese, Vaskulitis, connectiv tissue disease nicht 

zielführend gewesen; ein Chronic Fatigue Syndrom sei denkbar. Zur Objektivierung der 

Beschwerden werde eine Spiroergometrie durchgeführt. Am 1. September 2015 

berichtete ein Facharzt derselben Klinik (IV-act. 73-11), die Spiroergometrie vom Vortag 

habe eine normale körperliche Leistungsfähigkeit mit dem Erreichen der 

Sollwattleistung gezeigt. Am 9. September 2015 teilte Prof. Dr. med. G.___ vom X.___ 

mit (IV-act. 73-6), die Versicherte leide sehr stark unter einem invalidisierenden 

Erschöpfungszustand. Bisherige auf somatische Ursachen fokussierte Abklärungen 

hätten keine anhaltende Besserung der Beschwerden gebracht. Die vom 26. August 

2015 bis 9. September 2015 durchgeführte Aktigrafie habe eine Hypersomnie im Sinne 

von deutlich verlängerten Bett- respektive Schlafzeiten dokumentiert. Er empfahl ein 

psychosomatisches Konsilium. Am 7. Oktober 2015 berichtete ein Facharzt von der 

ambulanten Sprechstunde Psychosomatik des X.___ (IV-act. 76), er habe die 

Versicherte im Rahmen der interdisziplinären schlafmedizinischen Abklärung 

untersucht. Es sei von einem chronischen Müdigkeitssyndrom mit einer 

hypersomnischen Symptomatik sowie mit wechselnden körperlichen Beschwerden 

auszugehen. Er habe der Versicherten eine ambulante Psychotherapie empfohlen. Als 

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Diagnosen nannte er einen Verdacht auf ein chronisches Müdigkeitssyndrom (ICD-10 

G93.3) mit einer hypersomnischen Symptomatik und eine formal chronisch-obstruktive 

Pneumopathie GOLD Stadium 1 (A). Am 10. März 2014 hatte Dr. med. H.___ mitgeteilt 

(IV-act. 79), die kardiologische Untersuchung habe keinen Hinweis für eine strukturelle 

Herzerkrankung ergeben. Echokardiographisch habe sich ein unauffälliger Befund 

gefunden. In der Ergometrie habe die Versicherte den Sollwert geleistet. Die 

Leistungsfähigkeit sei gegenüber vor drei Jahren etwas weniger gut gewesen, wobei 

die Versicherte wegen ihrer Allgemeinsymptomatik auch weniger habe machen können. 

Die Einbusse sei daher adäquat und nicht als pathologisch zu werten.

Der RAD-Arzt Dr. med. I.___ notierte am 16. Dezember 2015 nach einer Durchsicht 

der medizinischen Berichte (IV-act. 81), ein Gesundheitsschaden mit einer Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit habe nicht nachgewiesen werden können, sodass keine 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in sämtlichen in Frage kommenden Tätigkeiten 

begründet werden könne. Die IV-Stelle führte eine zweite Anhörung durch (IV-act. 82). 

Die Versicherte machte am 30. Dezember 2015 im Wesentlichen geltend, verschiedene 

Ärzte hätten bestätigt, dass eine gravierende Leistungsminderung im Sinne einer ME/

CFS-Symptomatik bestehe. Für den Rentenanspruch sei einzig massgebend, inwieweit 

sich bestimmte Befunde leistungsmindernd auswirkten, so wie es der 

Bundesgerichtsentscheid vom 3. Juni 2015 vorsehe (Anmerkung: BGE 141 V 281). Der 

RAD-Arzt Dr. I.___ notierte am 28. Januar 2016 (IV-act. 84), der von der Versicherten 

beklagte Gesundheitsschaden habe im Rahmen der Begutachtung durch die PMEDA 

nicht erhoben werden können. Eine Verdachtsdiagnose (wie von der Abteilung für 

Psychosomatik des X.___ geäussert) reiche nicht aus, um einen Leistungsanspruch zu 

begründen. Gutachterlich gestellte Diagnosen genössen in der Regel den Vorzug vor 

jenen der Behandler.

A.i. 

Mit einer Verfügung vom 28. Januar 2016 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren 

ab (IV-act. 85). Zum Einwand gab sie die Stellungnahme des RAD wieder. Die 

Versicherte erhob dagegen am 29. Februar 2016 eine Beschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (IV-act. 89). Sie beantragte die Ansetzung 

einer Nachfrist zur Einreichung eines Berichts über eine laufende fachärztliche 

Abklärung. Das Versicherungsgericht sistierte das Verfahren. Am 1. Mai 2017 reichte 

die Versicherte eine Beschwerdeergänzung mit einem Bericht von Dr. med. Dr. h.c. 

A.j. 

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J.___, Pneumologie, Schlafmedizin, vom 5. September 2016 ein (IV-act. 107, 110). 

Dr. J.___ hatte ausgeführt, seine Einschätzung stütze sich auf das Aktenstudium, drei 

lange Gespräche und mehrere Telefonate mit der Versicherten, Rückfragen bei einem 

Psychiater sowie Recherchen beim früheren und gegenwärtigen Hausarzt und in der 

Literatur. Er hatte eine somatoforme Erkrankung mit Elementen eines Chronic Fatigue 

Syndroms und einer Fibromyalgie diagnostiziert und eine Arbeitsfähigkeit von maximal 

30% attestiert. Er hatte angegeben, einzelne Formulierungen, die die Versicherte bei 

der Befragung benutzt habe, hätten darauf schliessen lassen, dass Informationen über 

das Leiden aus den Medien gestammt hätten. Ein Strategiegespräch zwischen dem 

RAD-Arzt, einem Rechtsdienstmitarbeitenden und einer Sachbearbeiterin der IV-Stelle 

vom 3. Juli 2017 ergab (IV-act. 119), dass die medizinische Aktenlage im Lichte der 

geänderten Rechtsprechung zu den syndromalen Leiden keine überzeugende 

Beurteilung zulasse. In psychiatrischer Hinsicht fehle es an einer sich an den 

Indikatoren orientierenden Beurteilung. Eine polydisziplinäre Begutachtung sei 

erforderlich. Gleichentags widerrief die IV-Stelle die Verfügung vom 28. Januar 2016 

(IV-act. 121). Mit einer Verfügung vom 2. August 2017 schrieb das 

Versicherungsgericht das gegenstandslos gewordene Verfahren ab (IV 2016/71, IV-

act. 125).

Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 8. September 2017 mit (IV-act. 128), dass 

eine polydisziplinäre Begutachtung notwendig sei. Am 22. März 2018, 17. April 2018 

und 23. Mai 2018 wurde die Versicherte durch die SMAB AG L.___ polydisziplinär 

(psychiatrisch, rheumatologisch, internistisch, neurologisch und neuropsychologisch) 

untersucht. Im Gutachten vom 22. Juni 2018 gaben die Sachverständigen an (IV-

act. 157-12), sie hätten keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit stellen 

können. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie: 

Chronisches Müdigkeitssyndrom (ICD-10 G93.3), DD Neurasthenie (ICD-10 F48.0), 

myofasziales Schmerzsyndrom leichten Grades am Schulter- und Beckengürtel, 

Untergewicht BMI 17.2 kg/m , Hypercholesterinämie, chronisch obstruktive 

Pneumopathie GOLD Stadium 1 (ED 08/2015), Eisenmangel, Vitamin D-Mangel 

(anamnestisch), Ausschluss einer strukturellen Herzkrankheit 03/2014, Ausschluss 

einer Nebenniereninsuffizienz 08/2015, Nikotinabusus 10-15 Zigaretten täglich. Der 

psychiatrische Gutachter führte aus (psychiatrisches Teilgutachten vom 25. Mai 2018, 

A.k. 

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IV-act. 157-26, 157-33 ff.), die Versicherte habe zum Tagesablauf angegeben, sie stehe 

gegen 6.00 Uhr auf und bereite für sich und ihre Tochter Kaffee zu. Nachdem die 

Tochter das Haus verlassen habe, mache sie sich für den Tag fertig und beginne, die 

Post durchzusehen, administrative Dinge zu erledigen, sich mit etwaigen Neuigkeiten in 

der CFS-Forschung zu beschäftigen oder den Haushalt zu erledigen. Zwischen 9.00 

und 10.00 Uhr sei sie müde und lege sich hin. Meistens erwache sie nach zwei bis vier 

Stunden. Sie stehe dann auf, räume ein wenig auf und erledige restliche 

Haushaltsarbeiten. Ein- bis zweimal wöchentlich, wenn es ihr einigermassen gut gehe, 

erledige sie Einkäufe und Besorgungen oder mache einen Spaziergang. Sie bereite das 

Abendessen zu, das sie mit der Tochter zusammen einnehme. Am Abend unterhalte sie 

sich mit der Tochter, schaue fern, surfe im Internet oder kommuniziere mit einer 

Freundin. Nachtruhe sei zwischen 22.00 und 23.00 Uhr. In der Beurteilung hielt der 

psychiatrische Gutachter fest, die Versicherte habe angegeben, seit Mai 2011 bestehe 

kontinuierlich ein chronisches Erschöpfungssyndrom mit einer ausgeprägten 

Müdigkeit, bei Anstrengung auch verknüpft mit Muskelschmerzen. Die Versicherte 

habe das Schwergewicht der Symptomatik als eine vermehrte Müdigkeit nach geistiger 

und/oder körperlicher Anstrengung, verknüpft mit dem Gefühl nachlassender bzw. 

unzureichender Arbeitsleistung und Effektivität bei der Bewältigung täglicher Aufgaben 

geschildert. Es komme zu körperlicher Schwäche, teilweise begleitet von muskulären 

Schmerzen. Eine Unfähigkeit, sich zu entspannen, wie sie bei neurasthenen 

Syndromen häufig vorkomme, liege nicht vor. Die Versicherte habe auch nicht die bei 

einer Neurasthenie bestehenden Symptome wie Reizbarkeit, Freudlosigkeit oder 

depressive Symptome geschildert. Schlafstörungen im Sinne von Ein- und 

Durchschlafstörungen lägen nicht vor. Vielmehr sei eine Hypersomnie in den 

Vordergrund gerückt worden. Die differentialdiagnostisch zu erwägenden Symptome 

eines Neurasthenie-Syndroms (ICD-10 F48.0) seien deshalb nicht vollumfänglich erfüllt. 

Die Symptome seien eher einem Chronic Fatigue Syndrom (ICD-10 G93.3) zuzuordnen. 

Ob eine Verknüpfung mit einem Fibromyalgiesyndrom oder ein postvirales 

Müdigkeitssyndrom, z.B. im Zuge einer durchgemachten benignen myalgischen 

Enzephalomyelitis, vorliege, sei aus neurologischer und rheumatologischer Sicht zu 

klären. Aus rein psychiatrischer Sicht sprächen der nicht wegweisende 

elektroenzephalographische Befund sowie die in der Vergangenheit beschriebene, 

unauffällige MRI-Untersuchung des Neurokraniums gegen einen enzephalitischen bzw. 

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enzephalopathischen Hintergrund. Auch der aktuelle MRT-Befund des Neurokraniums 

habe bis auf einzelne unspezifische Marklagergliosen keine weiteren Auffälligkeiten 

gezeigt. Ein Fibromyalgiesyndrom habe der rheumatologische Gutachter nicht 

diagnostizieren können. Bei der Versicherten liege ein subjektives Krankheitsbild vor, 

welches sich auf psychiatrischer Ebene nicht verifizieren lasse. Insbesondere sei das 

Vorliegen einer Depression von Krankheitswert ebenso auszuschliessen wie eine 

gravierende Angsterkrankung oder gar eine psychotische Störung. Die diagnostischen 

Algorithmen einer somatoformen Störung seien ebenfalls nicht hinlänglich erfüllt. Es 

bestünden weder die für Somatisierungsstörungen charakteristischen multiplen, häufig 

wechselnden körperlichen Symptome noch bestehe eine langandauernde Störung des 

sozialen, interpersonalen oder familiären Verhaltens. Auch eine dissoziative Störung 

liege nicht vor. Eine Diagnose mit einer Relevanz für die Arbeitsfähigkeit könne nicht 

gestellt werden. Seitens der subjektiven Wahrnehmung sei die Symptomatik deutlich 

ausgeprägt; die Versicherte attribuiere die Symptomatik wiederholt dramatisierend, 

beinahe histrionisch. Auf der Befundebene lasse sich eine allenfalls subsyndromale, 

leichte Symptomatologie mit einer leichten Einschränkung von Psychomotorik und 

Antrieb feststellen. Die geschilderte Symptomatik sei aus psychiatrischer Optik nur 

milde ausgeprägt, differentialdiagnostisch sei ein chronisches Müdigkeitssyndrom CFS 

(ICD-10 G93.3) gegenüber einer inkompletten subsyndromalen Neurasthenie-

Symptomatik (ICD-10 F48.0) zu differenzieren. Für die versicherungsmedizinische 

Beurteilung sei es aber nicht relevant, ob man zur Diagnose eines CFS oder einer 

subsyndromalen Neurasthenie gelange. Hinweise auf eine Simulation ergäben sich 

nicht. Zwischen der subjektiven Wahrnehmung der Versicherten und den erhobenen 

psychopathologischen Befunden bestehe eine deutliche Diskrepanz. Die Versicherte 

verfüge in den komplexen Ich-Funktionen wie Intentionalität, Realitätsprüfung, 

Urteilsbildung, Affektregulation, Interaktionskompetenz und Regressionsfähigkeit über 

gute Ressourcen. Abgesehen von der gegenwärtigen Lebenssituation mit aus der 

derzeitigen Situation resultierenden Existenzängsten ergäben sich keine weiteren 

gravierenden psychosozialen Belastungsfaktoren. Die Versicherte schildere ein 

ausreichend stabiles soziales Netz mit durchaus stabiler und konfliktfreier sozialer 

Integration. Die Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt. Der 

rheumatologische Sachverständige hielt fest (rheumatologisches Teilgutachten vom 

26. März 2018, IV-act. 157-42 ff.), eine erkennbare/fassbare Gesundheitsstörung mit 

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einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ergebe sich nicht. Hinweise auf eine 

inflammatorische Grundlage der von der Versicherten angegebenen Beschwerden 

bestünden weder anamnestisch noch klinisch. Ein Fibromyalgiesyndrom könne nicht 

diagnostiziert werden, die Klassifikationskriterien seien bei Weitem nicht erfüllt. Ebenso 

bestünden keine Hinweise auf ein radikuläres Schmerzgeschehen. Die vereinzelten 

Weichteildruckdolenzen am Schulter- und Beckengürtel seien Ausdruck eines 

myofaszialen Schmerzsyndroms infolge einer muskulären Dysbalance. Aus der 

funktionellen Optik bestünden keine Einschränkungen, sinngemäss könne keine 

Arbeitsunfähigkeit begründet werden. Rehabilitationsmassnahmen drängten sich nicht 

auf, wobei die Durchführung eines kreislaufaktivierenden Trainings zwecks Optimierung 

der kardiovaskulären Leistungsfähigkeit und der Leistungsintoleranz sowie die 

Durchführung einer medizinischen Trainingstherapie zur Optimierung der Kraft und 

Kraftausdauer der Rumpfstabilisatoren sowie der Schulter- und 

Beckengürtelmuskelgruppen von Vorteil wären. Der internistische Gutachter erklärte 

(internistisches Teilgutachten vom 8. Mai 2018, IV-act. 157-49 ff.), die Versicherte habe 

sich nach der neuropsychologischen und der neurologischen Untersuchung sehr müde 

und wenig leistungsfähig gefühlt. Sie sei allseits orientiert, kooperativ und freundlich 

gewesen und es sei gelungen, die Untersuchung in der zur Verfügung stehenden Zeit 

(90 Minuten) durchzuführen. In Bezug auf die Selbsteinschätzung der Arbeitsfähigkeit 

habe die Versicherte angegeben, sie könne sich eine Tätigkeit im Homeoffice mit relativ 

freier Zeiteinteilung von maximal zwei bis drei Stunden pro Tag vorstellen. In der 

Beurteilung hielt er fest, das Untergewicht der Versicherten habe sich ausgehend von 

einem BMI von 17.9 kg/m  im August 2015 auf nun 17.2 kg/m  verschlimmert. Die 

Instruktion und Überwachung einer normalen Ernährung sei vordringlich. Mit zu 

berücksichtigen sei die Hypercholesterinämie. Im Rahmen der chronisch obstruktiven 

Pneumopathie bestünden keine Probleme. Aktuell bestehe kein Vitamin D-Mangel, die 

Eisenspeicher seien jedoch leer oder nur knapp gefüllt. Eine strukturelle Herzkrankheit 

sei im März 2014 ausgeschlossen worden, ebenso eine Nebennierenrindeninsuffizienz 

oder eine andere endokrinologische Störung als Ursache für die Leistungsintoleranz. 

Das Belastungsprofil sei aus internistischer Sicht nicht eingeschränkt. Aufgrund des 

leptosomen Habitus und des Untergewichts seien körperlich schwere Arbeiten jedoch 

zu vermeiden. Der neurologische Sachverständige legte dar (neurologisches 

Teilgutachten vom 17. April 2018, IV-act. 157-59 f.), bei der Untersuchung hätten sich 

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keine Hirnnervenausfälle gezeigt. Paresen zentraler, radikulärer oder peripher 

neurogener Art seien nicht festzustellen gewesen; Reflexauffälligkeiten, sensible, 

koordinative oder vegetative Störungen hätten nicht bestanden. Auch die veranlassten 

Zusatzuntersuchungen (Labor, EEG, cMRI) hätten keine relevanten Normabweichungen 

erbracht. Anamnestische sowie befundbasierte Hinweise auf das Vorliegen einer 

Ermüdung infolge einer neurologischen Erkrankung bestünden nicht, insbesondere 

bestünden keine Narkolepsie (fehlende kataplektische Symptome, keine hypnagogen 

Halluzinationen, in der Aktigrafie Hypersomnie, aber wohl keine Hinweise auf eine 

Schlafunterbrechung), keine idiopathische ZNS-Hypersomnie und kein Kleine-Levin-

Syndrom. Im Rahmen der angesichts eines unauffälligen 

Symptomvalidierungsverfahrens als valide anzusehenden Untersuchungsergebnisse 

der neuropsychologischen Untersuchung vom 17. April 2018 hätten sich nur 

geringfügige Auffälligkeiten in einigen Aufmerksamkeitsaspekten gezeigt; alle weiteren 

Teilleistungen seien nicht beeinträchtigt gewesen. Der im Bericht des Z.___ vom 7. Juni 

2012 angegebene Verdacht auf ein Chronic Fatigue Syndrom könne unter der 

neurologischen Kodierung ICD-10 G93.3 nicht nachvollzogen werden, da unter G93 

"sonstige Erkrankungen des Gehirns" allenfalls ein sekundäres CFS zu verschlüsseln 

wäre; eine Gehirnerkrankung liege bei der Versicherten jedoch nicht vor. Die 

Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Hochbauzeichnerin sei nicht eingeschränkt. Der neuropsychologische Experte hielt fest 

(neurologisches Teilgutachten vom 25. April 2018, IV-act. 158-6 f.), die Versicherte 

habe gut mitgearbeitet und sich um gute Leistungen bemüht. Hinweise auf Aggravation 

hätten sich nicht ergeben. Formal seien minime bis leichte Auffälligkeiten in einigen 

Aufmerksamkeitsaspekten objektiviert worden. Eine substantielle Ermüdung sei in der 

dreieinhalb Stunden dauernden Untersuchung nicht beobachtet worden. Der klinische 

Eindruck und die objektiven Befunde seien mit den von der Versicherten als recht 

imposant und als sehr einschränkend beschriebenen, immer wieder unvermittelt und 

besonders bei längerer Anstrengung auftretenden, imperativen Müdigkeitsattacken 

nicht vereinbar. Die beklagten Einschränkungen hätten in der Untersuchung so nicht 

reproduziert werden können und blieben demzufolge wenig nachvollziehbar. Aus 

neuropsychologischer Sicht sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten eingeschränkt sein sollte. In der zusammenfassenden 

versicherungsmedizinischen Beurteilung gaben die Sachverständigen an (IV-

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B.  

act. 157-13 f.), eine Diagnose mit einer Relevanz für die Arbeitsfähigkeit habe auf 

keinem Fachgebiet gestellt werden können. Die objektiven Befunde seien nur gering 

ausgeprägt. Die Beschwerdesymptomatik sei subjektiver Natur und lasse sich weder 

durch objektivierbare psychiatrische und neuropsychologische noch durch somatische 

Befunde erhärten. Die Versicherte sei in der Lage, sämtliche ihrem Ausbildungs- und 

Kenntnisstand angepassten Tätigkeiten zu verrichten. Die bisherige Tätigkeit als 

Hochbauzeichnerin sei möglich und an das subjektiv geklagte Leidensbild adaptiert. 

Die Arbeitsfähigkeit betrage 100%. Auch retrospektiv lasse sich keine 

Arbeitsunfähigkeit begründen.

Der RAD-Arzt Dr. I.___ notierte am 16. Juli 2018 (IV-act. 159), die Versicherte sei 

umfassend gutachterlich untersucht worden. Auf das Ergebnis des Gutachtens könne 

abgestellt werden.

A.l. 

Mit einem Vorbescheid vom 17. Juli 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Begehrens um eine Invalidenrente in Aussicht (IV-act 161). Zur 

Begründung gab sie an, nachdem die IV-Stelle die Verfügung vom 28. Januar 2016 

widerrufen habe, laut der kein IV-rechtlich relevanter Gesundheitsschaden vorliege, sei 

eine polydisziplinäre Begutachtung erfolgt. Gemäss dem Gutachten der SMAB vom 

22. Juni 2018 hätten keine Diagnosen bestätigt werden können, welche sich auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirkten. Das Begehren um eine Invalidenrente werde deshalb 

abgewiesen. Die Versicherte erhob am 21. September 2018 einen Einwand, worin sie 

um eine Fristerstreckung zur Begründung des Einwands ersuchte (IV-act. 164). 

Nachdem die erstreckte Frist unbenutzt abgelaufen war, wies die IV-Stelle mit einer 

Verfügung vom 12. Dezember 2018 das Begehren um eine Invalidenrente ab (IV-

act. 167).

A.m. 

Die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) erhob am 28. Januar 2019 eine 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 12. Dezember 2018 (act. G 1). Sie beantragte 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprache einer mindestens 

halben Invalidenrente. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die IV-

Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zurückzuweisen. Zudem ersuchte sie um die 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsverbeiständung. Zur 

B.a. 

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Begründung machte sie geltend, entgegen dem Bericht von Dr. J.___ hätten die 

Gutachter der SMAB keine Diagnosen erhoben, welche für die Arbeitsfähigkeit relevant 

seien. Das Gutachten der SMAB sei ausnahmslos von Ärzten erstellt worden, die keine 

Spezialisten für Schlafmedizin seien. Sie (die Beschwerdeführerin) leide an einer 

somatoformen Erkrankung, Chronic Fatigue und Fibromyalgie, was zu einer maximalen 

Arbeitsfähigkeit von 50% führe. Die Gutachter hätten sich mit dieser Problematik nicht 

bzw. nur teilweise auseinandergesetzt. Das Gutachten sei deshalb unvollständig, 

insbesondere mit Blick auf die darin festgehaltenen Diagnosen. Dr. J.___ stehe für eine 

fundierte Stellungnahme nicht mehr zur Verfügung. Zurzeit liefen Anfragen bei einem 

Spezialisten-Team für Schlafmedizin. Sie ersuche um eine Nachfrist zur Einreichung 

einer Beschwerdebegründung. In Bezug auf das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege brachte sie vor, sie habe kein Einkommen mehr und habe im Dezember 

2018 über ein Vermögen von rund Fr. 70'000.-- verfügt. Dieses Geld werde ihr keine 

drei Jahre reichen, auch dann nicht, sollte ihr eine halbe Rente zugesprochen werden. 

In der Beschwerdeergänzung vom 14. Juni 2019 hielt die Beschwerdeführerin an den 

gestellten Anträgen fest (act. G 7). Sie machte geltend, der psychiatrische Gutachter 

der SMAB habe wie Dr. J.___ ein chronisches Müdigkeitssyndrom diagnostiziert. 

Allerdings habe dieser die Meinung vertreten, dass sie vollständig arbeitsfähig sei. Es 

sei durchaus Erfahrungstatsache, dass Gutachter wegen einer fehlenden 

Objektivierungsmöglichkeit den Schweregrad zulasten des zu Begutachtenden völlig 

unterschätzten. Lasse sich der Schweregrad diagnostisch nicht bestimmen, zeige sich 

die Schwere der Störung in ihrer rechtlichen Relevanz erst bei deren funktionellen 

Auswirkungen. Diese seien hier offensichtlich schwer. Sie habe sich in der Folge einem 

anderen Spezialisten für Schlafmedizin, Dr. med. K.___, stv. Chefarzt Innere Medizin 

am W.___, vorgestellt. Gestützt auf die Berichte von Dr. K.___ machte sie geltend, dass 

sie zu 80% arbeitsunfähig sei. Dr. K.___ hatte am 29. März 2019 berichtet (act. 

G 7.1.3), er habe die Beschwerdeführerin am 20. Februar 2019 gesehen. Die 

Beschwerdeführerin leide seit Mai 2011 an einem Schwächezustand, bei dem sie bis 

1x/Monat Kollapszustände bis beinahe Synkopen verspüre. Sie fühle sich, wie wenn 

sie eine Dauergrippe hätte. Körperliche Anstrengungen verursachten ihr einen Zustand 

der Energielosigkeit mit unspezifischen Muskelschmerzen. Weiter leide sie an einer 

Dauerübelkeit. Auffallend seien weiter Konzentrationsstörungen und ein gestörter 

Schlaf; sie schlafe nachts ca. sieben Stunden und dann wieder von 9-13 Uhr. In der 

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körperlichen Untersuchung habe er keine pathologischen Befunde feststellen können. 

Weitreichende Untersuchungen hätten keine organspezifische Krankheit aufgezeigt. 

Auch psychiatrische Begutachtungen hätten keine psychiatrische Diagnose im Sinne 

einer Psychose und/oder einer Depression aufgezeigt. Rezidivierende 

Laboruntersuchungen hätten nie eine namhafte hämatologische und/oder entzündliche 

Störung ergeben. Aufgrund der Anamnese und der klar feststellbaren Einschränkungen 

der körperlichen Leistungsfähigkeit, der vegetativen Symptomatik mit beinahe Kollaps, 

Nausea und aktimetrisch nachgewiesenem gestörten Schlaf, könne gemäss den 

kanadischen Konsensuskonferenz Kriterien ein Chronic Fatigue Syndrom/myalgische 

Enzephalomyelitis gestellt werden. Als ätiologische Ursachen würden Virusinfekte 

postuliert und leider gebe es noch keine pathophysiologisch begründete kurative 

medikamentöse Therapie. Bei der Beschwerdeführerin könne er sich von einer 

psychosomatischen Krankheit distanzieren. Aufgrund der genannten Diagnose sei die 

Beschwerdeführerin nicht vollständig arbeitsfähig. Am 23. April 2019 hatte Dr. K.___ 

mitgeteilt, er nehme nochmals Stellung zum Gutachten der SMAB (act. G 7.1.4). Die 

Hauptsymptomatik der Beschwerdeführerin seien massive Konzentrationsstörungen, 

ein gestörter Schlaf, unspezifische Muskelschmerzen bei kleinster Anstrengung und ein 

Zustand einer Dauer-Grippe. Mehrfache Untersuchungen hätten keine Krankheit aus 

dem akut-rheumatischen, neurologischen oder psychiatrischen Gebiet ergeben. Er 

könne die Diagnose eines Chronic Fatigue Syndroms stellen. Diese Diagnose werde im 

ICD-10 Code als G93.3 (mit der Begründung myalgische Enzephalomyelitis) aufgeführt 

und verunmögliche der Beschwerdeführerin, die Arbeit als Bauzeichnerin auszuführen. 

Dementsprechend sei dies die federführende Diagnose, welche die Arbeitsunfähigkeit 

begründe. Im Gutachten werde die Diagnose G93.3 aufgeführt und es entbehre jeder 

Logik, dass diese Hauptdiagnose, welche die Beschwerden erklärten, nicht als Grund 

für die Arbeitsunfähigkeit aufgeführt werden könne. Am 5. Juni 2019 gab Dr. K.___ an 

(act. G 7.1.5), aufgrund der in den letzten Briefen erwähnten Krankheit sei der 

Beschwerdeführerin eine Arbeitsbelastung von höchstens etwa zwei Stunden pro Tag 

zumutbar. Dies entspreche einer Arbeitsunfähigkeit von 80%.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 20. August 2019 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 9). Zur Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, das 

Gutachten der SMAB AG L.___ vom 22. Juni 2018 sei beweiskräftig. Konkrete Indizien, 

B.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/24

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die gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens sprächen, lägen nicht vor. Der Bericht 

von Dr. J.___ vom 5. September 2016 sei den Gutachtern bekannt gewesen und in die 

Begutachtung eingeflossen. Dr. J.___ habe keine objektivierbare Ursache für die von 

der Beschwerdeführerin beklagte Symptomatik darzulegen vermocht. Die Gutachter 

hätten die beklagte Symptomatik gleich wie Dr. K.___ als Chronic Fatigue Syndrom 

interpretiert. Dabei hätten sie aber dem Aspekt Rechnung getragen, dass das Chronic 

Fatigue Syndrom (ICD-10 G93.3) zu den mit einer anhaltenden somatoformen 

Schmerzstörung vergleichbaren psychosomatischen Leiden zähle. Der psychiatrische 

Sachverständige sei in Berücksichtigung der Standardindikatoren nachvollziehbar zum 

Ergebnis gelangt, dass die diagnoserelevanten Befunde nur leicht ausgeprägt seien 

und sich die geschilderte Symptomatik, welche entweder als Chronic Fatigue Syndrom 

oder als subsyndromale Neurasthenie zu verstehen sei, nicht einschränkend auf die 

Arbeitsfähigkeit auswirke. Dr. K.___ habe sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

nicht an den Standardindikatoren orientiert. Gestützt auf das Gutachten sei 

festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden bei 

objektiver Betrachtung keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründeten. Bei 

diesem Ergebnis bestehe kein Anlass, eine Invaliditätsbemessung im Rahmen eines 

Einkommensvergleichs durchzuführen.

Die Beschwerdeführerin verzichtete auf eine Replik (vgl. act. G 13).B.c. 

Am 2. Dezember 2020 bat das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen die 

Beschwerdeführerin, zur Beurteilung des Gesuchs um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege die aktuellen Verhältnisse bekannt zu geben und die erforderlichen Unter­

lagen einzureichen (act. G 14). Am 24. Dezember 2020 reichte die Beschwerdeführerin 

Unterlagen ein (act. G 15). Am 6. Januar 2021 bat das Versicherungsgericht die 

Beschwerdeführerin mit der Begründung, dass der Vermögensrückgang nicht 

nachvollziehbar belegt sei, um die Einreichung von weiteren Unterlagen. Es wies 

zudem auf eine Anrechnung des an den Rechtsvertreter geleisteten Kostenvorschusses 

von Fr. 1'398.-- hin (act. G 16). Am 25. Januar 2021 reichte die Beschwerdeführerin 

weitere Unterlagen ein (act. G 17).

B.d. 

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Erwägungen

1.

Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 12. Dezember 

2018 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin verneint. Strittig ist somit, ob die 

Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.  

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1. 

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Bei nicht erwerbstätigen 

Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer 

Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität 

in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, 

sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; sog. Betätigungsvergleich). 

Bei Versicherten, die teilweise erwerbstätig und teilweise im Aufgabenbereich tätig 

sind, wird der Invaliditätsgrad für beide Bereiche nach der jeweiligen Methode 

berechnet; die Teilinvaliditätsgrade werden nach den Anteilen der Bereiche "gewichtet" 

und dann addiert (sog. gemischte Methode; Art. 28a Abs. 3 IVG).

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/24

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3.  

Um das zumutbare Invalideneinkommen ermitteln zu können, muss der 

verbliebene Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Die Beschwerdegegnerin hat dazu die 

SMAB AG L.___ mit der Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens beauftragt. Im 

Gutachten vom 22. Juni 2018 haben die Gutachter eine vollständige Arbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin in der erlernten Tätigkeit als Hochbauzeichnerin attestiert. 

Strittig und im Folgenden zu prüfen ist, ob dem Gutachten voller Beweiswert zukommt, 

das heisst, ob es die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt.

3.1. 

Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen 

Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 

125 V 352 E. 3a). Notwendig ist zudem, dass der psychiatrische Gutachter die vom 

Bundesgericht in Bezug auf anhaltende somatoforme Schmerzstörungen und 

vergleichbare psychosomatische Leiden geschaffenen und später als auf alle 

psychischen Erkrankungen, insbesondere auf leichte bis mittelschwere depressive 

Störungen, anwendbar erklärten Standardindikatoren berücksichtigt hat (vgl. BGE 141 

V 281; 143 V 409 und 143 V 418).

3.2. 

Alle Sachverständigen der SMAB AG L.___ haben umfassende Kenntnis von den 

Vorakten gehabt und diese gewürdigt. Sie haben die Beschwerdeführerin persönlich 

untersucht, die subjektiven Klagen aufgenommen und die erhobenen objektiven 

Befunde im Gutachten wiedergegeben. Der rheumatologische Gutachter hat schlüssig 

dargelegt, dass er keine objektiven Befunde für die von der Beschwerdeführerin 

beklagten Beschwerden hat feststellen können. Die vereinzelten 

Weichteildruckdolenzen am Schulter- und Beckengürtel hat er als myofasziales 

Schmerzsyndrom leichten Grades, das aufgrund einer muskulären Dysbalance 

entstanden sei, qualifiziert. Er hat diesem Syndrom nachvollziehbar keine Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der Tätigkeit als Hochbauzeichnerin 

zugemessen. Das Vorliegen der Diagnose eines Fibromyalgiesyndroms hat er klar 

verneint. Er hat zwar lediglich festgehalten, dass die Klassifikationskriterien bei Weitem 

nicht erfüllt seien, hat also nicht explizit dargelegt, welche Kriterien für diese Diagnose 

massgebend sind und weshalb diese vorliegend nicht erfüllt gewesen sind. Aufgrund 

der ihm obliegenden Sorgfaltspflicht ist aber davon auszugehen, dass er dies 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/24

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ausführlich geprüft hat. Der internistische Experte hat mehrere Diagnosen, die sich mit 

Ausnahme der Hypercholesterinämie bereits aus den Vorakten ergeben haben, 

genannt und diese als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt. Aufgrund des 

Untergewichts der Beschwerdeführerin hat er einzig eine körperlich schwere Tätigkeit 

ausgeschlossen. Da es sich bei der Tätigkeit als Hochbauzeichnerin um keine 

körperlich schwere Tätigkeit handelt, ist die Attestierung einer vollständigen 

Arbeitsfähigkeit aus internistischer Sicht schlüssig. Der neurologische Gutachter hat 

ebenfalls nachvollziehbar erklärt, dass er keine Hinweise auf eine neurologische 

Erkrankung als Ursache für die von der Beschwerdeführerin beklagte Ermüdung hat 

feststellen können. Er hat auch keine anderen neurologischen Befunde festgestellt. 

Eine Gehirnerkrankung hat er explizit ausgeschlossen. Das Ergebnis der 

neuropsychologischen Untersuchung hat er als valide eingestuft. Die von ihm 

attestierte vollständige Arbeitsfähigkeit ist somit schlüssig. Der neuropsychologische 

Sachverständige hat aufgezeigt, dass die von der Beschwerdeführerin beklagten 

Beschwerden in der dreieinhalb stündigen Untersuchung nicht hatten reproduziert 

werden können. Insbesondere hat er keine substantielle Ermüdung beobachten 

können. Er hat lediglich in einigen Aufmerksamkeitsaspekten minime bis leichte 

Auffälligkeiten objektiviert. Eine Aggravation hat er ausgeschlossen. Er hat 

festgehalten, der klinische Eindruck und die objektiven Befunde seien mit den von der 

Beschwerdeführerin als recht imposant und als sehr einschränkend beschriebenen, 

immer wieder unvermittelt und besonders bei längerer Anstrengung auftretenden, 

imperativen Müdigkeitsattacken nicht vereinbar. Eine Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit hat er als nicht nachvollziehbar erachtet. Der psychiatrische Experte 

hat schlüssig erklärt, dass er für das Vorliegen einer Depression, einer gravierenden 

Angsterkrankung, einer psychotischen Störung, einer somatoformen Störung oder 

einer dissoziativen Störung keine ausreichenden objektiven Befunde hat erheben 

können. Die Symptome für ein Neurasthenie-Syndrom sind nicht vollumfänglich erfüllt 

gewesen. Er hat die von der Beschwerdeführerin beklagten Symptome dem Chronic 

Fatigue Syndrom zugeordnet. Ob eine Verknüpfung mit einem Fibromyalgiesyndrom 

oder ein postvirales Müdigkeitssyndrom vorliegt, hat er der Beurteilung des 

rheumatologischen und des neurologischen Gutachters überlassen. Ein 

Fibromyalgiesyndrom hat der rheumatologische Gutachter ausgeschlossen. Dieser und 

auch der neurologische Gutachter haben trotz ausführlicher Untersuchungen inklusive 

Laboruntersuchungen, EEG und MRI des Neurokraniums keine für die geklagten 

Beschwerden objektivierbare Gesundheitsstörung gefunden. Der psychiatrische 

Sachverständige ist zur Auffassung gelangt, dass bei der Beschwerdeführerin ein 

subjektives Krankheitsbild vorliege, welches sich auf psychiatrischer Ebene nicht 

verifizieren lasse. Als objektive Befunde hat er einzig eine leichte Einschränkung von 

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Psychomotorik und Antrieb festgestellt. Er hat festgehalten, dass zwischen der 

subjektiven Wahrnehmung der Beschwerdeführerin und den erhobenen 

psychopathologischen Befunden eine deutliche Diskrepanz bestanden habe. Im 

Weiteren hat er sich zu den Standardindikatoren, insbesondere zu den bei der 

Beschwerdeführerin vorhandenen Ressourcen, geäussert und er ist zur Auffassung 

gelangt, dass aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestehe. Die 

Konsensbeurteilung, laut der die objektiven Befunde nur gering ausgeprägt sind und 

die Beschwerdesymptomatik subjektiver Natur ist, ist nach dem Gesagten 

nachvollziehbar und schlüssig. Zu berücksichtigen ist auch, dass in der am Vormittag 

durchgeführten (vgl. die Terminplanung, IV-act. 151), dreieinhalb stündigen 

neuropsychologischen Untersuchung keine substantielle Ermüdung beobachtet 

worden ist, was mit der Schilderung des Tagesablaufs, wonach sich die 

Beschwerdeführerin zwischen 9.00 und 10.00 Uhr wieder hinlegen müsse, in 

Widerspruch steht. In der am gleichen Tag durchgeführten neurologischen 

Untersuchung ist ebenfalls über keine Ermüdungszeichen berichtet worden, was darauf 

schliessen lässt, dass die Beschwerdeführerin problemlos hat mitwirken können. Im 

Zusammenhang mit der dritten an diesem Tag durchgeführten Untersuchung hat der 

internistische Gutachter festgehalten, die Beschwerdeführerin habe sich sehr müde 

und wenig leistungsfähig gefühlt. Dennoch sei es gelungen, die Untersuchung in der 

zur Verfügung stehenden Zeit (90 Minuten) durchzuführen. Dies lässt darauf schliessen, 

dass die Beschwerdeführerin objektiv zu einer grösseren Leistung fähig ist, als sie 

subjektiv wahrnimmt. Auch die Schilderung des Tagesablaufs lässt auf ein 

beträchtliches Aktivitätsniveau schliessen und ist mit der subjektiven Einschätzung der 

Beschwerdeführerin, wonach nur noch eine Tätigkeit im Homeoffice von maximal zwei 

bis drei Stunden pro Tag vorstellbar sei, nicht vereinbar. Zusammenfassend ist 

festzuhalten, dass die von den Gutachtern der SMAB AG L.___ erhobenen Befunde, die 

gestützt darauf gestellten Diagnosen und die Attestierung einer vollständigen 

Arbeitsfähigkeit in der erlernten Tätigkeit als Hochbauzeichnerin nachvollziehbar und 

schlüssig sind.

Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Einwände der Beschwerdeführerin Zweifel am 

Gutachten zu wecken vermögen. Die Beschwerdeführerin hat vorgebracht, Dr. J.___ 

habe im Bericht vom 5. September 2016 eine somatoforme Erkrankung, Chronic 

Fatigue und Fibromyalgie, diagnostiziert. Die Gutachter der SMAB hätten sich mit 

dieser Problematik nicht bzw. nur teilweise auseinandergesetzt. Ausserdem sei das 

Gutachten ohne einen Spezialisten für Schlafmedizin erstellt worden. Das Gutachten 

sei, insbesondere mit Blick auf die festgehaltenen Diagnosen, unvollständig. Dazu ist 

festzuhalten, dass der rheumatologische Sachverständige eine Fibromyalgie klar 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/24

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ausgeschlossen hat. Eine somatoforme Störung ist vom psychiatrischen 

Sachverständigen überzeugend verneint worden. Dieser hat ein Chronic Fatigue 

Syndrom diagnostiziert, allerdings ohne diesem Syndrom eine Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zuzumessen. Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die 

Untersuchungen und die Diagnosestellungen durch die Gutachter nicht umfassend 

gewesen wären. Auf den Beizug eines Experten für Schlafmedizin haben die Gutachter 

deshalb verzichten können. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. J.___, laut der die 

Beschwerdeführerin zu maximal 30% arbeitsfähig sein soll, kann nicht überzeugen, da 

die ihr zugrundeliegende Diagnosestellung nicht überwiegend wahrscheinlich richtig ist. 

Dr. J.___ hat nämlich offenkundig die Selbstangaben der Beschwerdeführerin und 

damit deren Selbstdiagnose übernommen; jedenfalls fehlt im Bericht von Dr. J.___ 

jeder Hinweis darauf, dass ein Versuch unternommen worden wäre, die Selbstangaben 

der Beschwerdeführerin zu objektivieren. Im Weiteren ist die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. J.___ nicht anhand des strukturierten 

Beweisverfahrens erfolgt. Sowohl bei einer somatoformen Erkrankung als auch bei 

einem Chronic Fatigue Syndrom hat die Arbeitsfähigkeitsschätzung nämlich anhand 

des strukturierten Beweisverfahrens zu erfolgen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

6. August 2019, 9C_106/2019, E. 2.3.3). In der Beschwerdeergänzung hat die 

Beschwerdeführerin drei Berichte von Dr. K.___ eingereicht. Gestützt darauf hat sie 

geltend gemacht, dass sie zu 80% arbeitsunfähig sei. Die Berichte von Dr. K.___ sind 

nicht geeignet, Zweifel am Gutachten zu wecken. Dr. K.___ hat sich bei der Erhebung 

der Befunde nämlich vorwiegend auf die Schilderungen der Beschwerdeführerin 

gestützt. Er hat also, obwohl er kein behandelnder Arzt ist, keine objektive 

Betrachtungsweise eingenommen, sondern sich bei der Beurteilung von Art und 

Ausmass einer Gesundheitsbeeinträchtigung massgeblich auf die subjektiven Angaben 

der Beschwerdeführerin gestützt. Im Weiteren hat er für die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

von der Diagnose eines Chronic Fatigue Syndroms direkt auf eine Arbeitsunfähigkeit 

geschlossen ("[…] und sie ist aufgrund dieser oben genannten Diagnose nicht voll 

arbeitsfähig", act. G 7.1.3) bzw. er ist von einer (beträchtlichen) Arbeitsunfähigkeit 

ausgegangen und hat diese mit der genannten Diagnose begründet 

("Dementsprechend ist dies die federführende Diagnose, welche die Arbeitsunfähigkeit 

begründet", act. G 7.1.4). Er hat also nicht anhand des strukturierten Beweisverfahrens 

geprüft, über welches funktionelle Leistungsvermögen die Beschwerdeführerin objektiv 

noch verfügt, was für die Arbeitsfähigkeitsschätzung allein massgebend ist. Die 

Beschwerdeführerin hat schliesslich vorgebracht, es sei durchaus Erfahrungstatsache, 

dass Gutachter wegen einer fehlenden Objektivierungsmöglichkeit den Schweregrad 

(wohl: einer Gesundheitsstörung) zulasten des zu Begutachtenden völlig 

unterschätzten. Lasse sich der Schweregrad diagnostisch nicht bestimmen, zeige sich 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/24

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4.

Die Beschwerdeführerin ist als Vollerwerbstätige zu qualifizieren. Denn obwohl sie an 

ihrer letzten Arbeitsstelle zu 60% gearbeitet hat, wäre sie im fiktiven "Gesundheitsfall" 

im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung zu 100% erwerbstätig 

gewesen. Die Tochter der Beschwerdeführerin ist damals nämlich 20 Jahre alt 

gewesen und hat eine Lehre absolviert. Sie hat damit keine Betreuung mehr benötigt. 

Bei einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Hochbauzeichnerin kann der Betrag der Vergleichseinkommen mathematisch keine 

Rolle spielen; der Invaliditätsgrad ist anhand eines sogenannten Prozentvergleichs zu 

berechnen. Er entspricht dem Arbeitsunfähigkeitsgrad und beträgt also 0%. Selbst 

wenn die Beschwerdeführerin im fiktiven "Gesundheitsfall" als zu 60% erwerbstätig 

und zu 40% im Haushalt tätig zu qualifizieren wäre, wäre von Vornherein 

ausgeschlossen, dass der Invaliditätsgrad 40% betragen würde. Denn bei einer 

vollständigen Arbeitsfähigkeit im Erwerbsbereich müsste dazu eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit im Haushalt gegeben sein, was bei der Beschwerdeführerin 

offensichtlich nicht vorliegt. Die Beschwerdegegnerin hat damit den Anspruch auf eine 

Invalidenrente zu Recht verneint.

5.

Es bleibt das Gesuch der Beschwerdeführerin um die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) zu prüfen.

die Schwere der Störung in ihrer rechtlichen Relevanz erst bei deren funktionellen 

Auswirkungen. Die Beschwerdeführerin hat dabei verkannt, dass von den Gutachtern 

nicht nur bei der Diagnosestellung, sondern auch bei der Beurteilung des verbliebenen 

funktionellen Leistungsvermögens ein objektiver Massstab angesetzt worden ist. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin ein­

gereichten Berichte von Dres. J.___ und K.___ keine Zweifel am Gutachten der SMAB 

AG L.___ zu wecken vermögen. Die Einschätzung der Sachverständigen, dass die 

Beschwerdeführerin in der erlernten Tätigkeit als Hochbauzeichnerin vollständig 

arbeitsfähig sei, überzeugt. Damit ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit belegt, dass die Beschwerdeführerin vollständig arbeitsfähig ist.

3.5. 

Jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, hat Anspruch auf 

unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. 

5.1. 

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Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf 

unentgeltlichen Rechtsbeistand (Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung, BV, SR 101). 

Art. 99 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRP, sGS 951.1) sieht vor, 

dass vor dem Versicherungsgericht die unentgeltliche Rechtspflege und die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt werden; die Vorschriften der 

Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO, SR 272) über die 

unentgeltliche Rechtspflege finden sachgemässe Anwendung. Gemäss Art. 117 und 

118 Abs. 1 lit. b und c ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und wenn ihr Begehren nicht 

aussichtslos erscheint. Die unentgeltliche Rechtspflege umfasst die Befreiung von den 

Gerichtskosten und die gerichtliche Bestellung einer Rechtsbeiständin oder eines 

Rechtsbeistands, wenn dies zur Wahrung der Rechte notwendig ist. Art. 61 Abs. 1 lit. f 

ATSG bestimmt sodann, dass das Recht, sich verbeiständen zu lassen, für das 

Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht gewährleistet sein muss. Wo die 

Verhältnisse es rechtfertigen, wird der Beschwerde führenden Person ein 

unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Die Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung setzt also voraus, dass 

die gesuchstellende Person bedürftig ist, der Prozess nicht aussichtslos erscheint und 

die Vertretung notwendig oder geboten ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

21. Januar 2020, 9C_560/2019, E. 4.1).

Eine Person ist bedürftig, wenn sie nicht in der Lage ist, für die Prozesskosten 

aufzukommen, ohne dass sie Mittel beanspruchen müsste, die zur Deckung des 

eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind. 

Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der gesamten wirtschaftlichen 

Situation des Rechtsuchenden im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs. Dazu 

gehören einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, andererseits die 

Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Soweit das Vermögen einen angemessenen 

"Notgroschen" übersteigt, ist der das Gesuch stellenden Person unbesehen der Art der 

Vermögensanlage zumutbar, dieses zur Finanzierung des Prozesses zu verwenden, 

bevor dafür öffentliche Mittel bereitzustellen sind. Die Höhe des "Notgroschen"-

Grenzbetrages kann nicht generell, sondern nur individuell-konkret festgelegt werden, 

und zwar namentlich unter Berücksichtigung von Erwerbsaussichten, Alter, 

Gesundheitszustand sowie familiären Verpflichtungen (Urteil des Bundesgerichts vom 

8. August 2016, 8C_377/2016 E. 2.2). In Anbetracht dessen, dass die (gewährte) 

unentgeltliche Rechtspflege während eines Verfahrens widerrufen werden kann, wenn 

die Bedürftigkeit nachträglich weggefallen ist oder gar nie bestanden hat (vgl. Stefan 

Meichssner, Aktuelle Praxis der unentgeltlichen Rechtspflege, Jusletter 7. Dezember 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/24

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2009, Rz 53), kann es ausnahmsweise auch angezeigt sein, ein Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege erst mit dem Endentscheid zu behandeln und auf die dann 

herrschenden Einkommens- und Vermögensverhältnisse abzustellen.

Die Beschwerdeführerin hat bei der Einreichung des Gesuchs am 28. Januar 2019 

geltend gemacht, sie habe kein Einkommen mehr und habe im Dezember 2018 über 

ein Vermögen von rund Fr. 70'000.-- verfügt. Dieses Geld werde ihr keine drei Jahre 

reichen. Sie hat damit zum Ausdruck gebracht, dass sie im Zeitpunkt, in dem der 

Gerichtsentscheid ergehen werde, weder über ein Einkommen noch über ein 

Vermögen verfügen dürfte. Ausnahmsweise ist es deshalb im Zeitpunkt der 

Gesuchstellung angezeigt gewesen, erst mit dem Endentscheid über das Gesuch zu 

entscheiden. Die Beschwerdeführerin hat seit dem Verlust ihrer letzten Arbeitsstelle im 

Jahr 2014 keine Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen. Sie hat seit Jahren keine 

Einkünfte mehr erzielt und hat daher auf ihr Vermögen zurückgreifen müssen. Bei der 

Beschwerdeerhebung am 28. Januar 2019 hat sich dieses noch auf ca. Fr. 70'000.-- 

(Stand Ende Dezember 2018) belaufen. Ende Dezember 2019 hat das Vermögen noch 

ca. Fr. 48'000.-- betragen und bis Ende Dezember 2020 hat es sich auf ca. 

Fr. 14'000.-- vermindert. Dies hat einem Vermögensverbrauch von Fr. 28'000.-- pro 

Jahr bzw. Fr. 2'333.-- monatlich entsprochen, was sehr tief gewesen ist. Da das 

Begehren um eine Invalidenrente abgelehnt wird, besteht keine Aussicht auf eine 

wirtschaftliche Erholung. Der Notgroschen, der beim Bestehen einer Aussicht auf eine 

wirtschaftliche Erholung für eine erwachsene Person in der Regel Fr. 5'000.-- beträgt, 

ist deshalb angemessen zu erhöhen (vgl. Ziffer 2.3 der Richtlinien zur unentgeltlichen 

Rechtspflege des Kantonsgerichts St. Gallen, Stand Mai 2011, abrufbar unter https://

www.sg.ch/recht/gerichte/informationen---formulare/weisungen.html, zuletzt besucht 

am 3. Februar 2021). Eine annähernde Verdreifachung des Notgroschens bei 

monatlichen Ausgaben von durchschnittlich Fr. 2'333.-- wäre nicht angemessen. Der 

Beschwerdeführerin ist es vielmehr zumutbar, die Prozesskosten aus ihrem aktuellen 

Vermögen zu bestreiten, bevor dafür öffentliche Mittel aufzuwenden sind. Dabei ist 

auch zu berücksichtigen, dass sie ihrem Rechtsvertreter bereits einen Kostenvorschuss 

von Fr. 1'398.-- geleistet hat (act. G 15.1), dieser also für seinen Vertretungsaufwand 

bereits (teilweise oder vollständig) entschädigt worden ist, und dass der 

Rechtsvertreter in dem mangels Streitgegenstand gegenstandslos gewordenen 

Verfahren IV 2016/71 für seinen Aufwand mit Fr. 1'998.10 (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) entschädigt worden ist, er also bei der juristischen Aufarbeitung auf 

das frühere Verfahren hat zurückgreifen können, womit ihm im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren ein unterdurchschnittlicher Aufwand entstanden ist. Aufgrund 

der fehlenden Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin wird das Gesuch um 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/24

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6.

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem 

Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin 

aufzuerlegen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von den Gerichtskosten und 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung) wird abgewiesen.

3.

Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen. Ob die weiteren Voraussetzungen der 

fehlenden Aussichtslosigkeit des Prozesses und der Notwendigkeit der anwaltlichen 

Verbeiständung erfüllt wären, kann unter diesen Umständen offengelassen werden.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.02.2021
	Art. 7, 8 und 16 ATSG. Art. 28 IVG. Art. 29 Abs. 3 BV. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens. Keine rentenbegründende Invalidität. Abweisung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. Februar 2021, IV 2019/26).

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