# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16b8e086-9972-5998-9baa-0fe10ad08892
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.04.2010 C-2489/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2489-2008_2010-04-06.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2489/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  0 6 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichterin Franziska Schneider 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.

Altersrente, Einspracheentscheid vom 1. Februar 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2489/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  _______  geborene  X._______  (nachfolgend:  Beschwerde-
führer),  polnischer  Staatsangehöriger,  reiste  am  11. August  1979  in 
die Schweiz ein (act. 30); von 1980 bis 1996 (mit Unterbrüchen) war er 
in der Schweiz erwerbstätig und entrichtete in dieser Zeit Beiträge an 
die Schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 
(act. 243-251). Mit Eingabe vom 20. August 1997 liess der damals in 
Zürich  wohnhafte  Beschwerdeführer  bei  der  Ausgleichskasse  der 
Textil-  und  Bekleidungsindustrie,  Z._______,  ein  vom 30. November 
1996 datiertes Formular "Anmeldung für  eine Altersrente" einreichen 
(act. 6-16). 

B.
Mit Verfügung vom 28. Oktober 1997 (act. 179), die die Verfügung vom 
10. September  1997 (act. 176) ersetzte,  sprach die Ausgleichskasse 
der  Textil-  und  Bekleidungsindustrie,  Z._______,  dem  Beschwerde-
führer mit Wirkung ab 1. August 1996 eine monatliche Altersrente von 
Fr. 559.--  und ab 1. Januar  1997 eine Altersrente  von Fr. 573.--  zu. 
Infolge  Scheidung  (Scheidungsdatum:  27. August  1998,  act.  195) 
wurde  mit  Verfügung  vom  5. August  1999  die  Altersrente  ab 
1. September 1998 auf monatlich Fr. 585.-- und ab 1. Januar 1999 auf 
Fr. 590.-- festgesetzt (act. 185). 

C.
Die Einwohnerkontrolle, Personalmeldeamt, Stadt Z.______, teilte am 
6. Mai 2004 der ostschweizerischen Ausgleichskasse für Handel und 
Industrie den Wegzug des Beschwerdeführers per 6. September 2000 
nach unbekannt mit (act. 199).

D.
Per 31. Januar 2001 (act. 197, 220) wurde die Rentenzahlung einge-
stellt. 

E.
Mit  Schreiben  vom  6. Mai  2004  liess  der  Beschwerdeführer  seine 
Adresse in Polen mitteilen (act. 200).

F.
Infolge Wegzugs ins Ausland übermittelte die ostschweizerische Aus-

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gleichskasse für Handel und Industrie mit Schreiben vom 18. Mai 2004 
die Akten der Schweizerischen Ausgleichskasse (act. 206). 

G.
Auf  Anfrage  des  Beschwerdeführers,  neu  vertreten  durch  Rechts-
anwalt  E.  Barcikowski,  teilte  die  SAK  mit  Schreiben  vom 
23. September 2004 mit, dass ab April 1999 eine ordentliche einfache 
Altersrente in der Höhe von Fr. 585.-- und ab Januar 2001 eine solche 
von Fr. 599.-- ausgerichtet worden sei; per Januar 2001 sei die Rente 
eingestellt  worden  (act.  220). Mit  Schreiben  vom 2. November  2004 
übermittelte  die SAK dem Beschwerdeführer ein Antragsformular  für 
die  Rückvergütung  der  AHV-Beiträge  und  führte  unter  anderem mit 
Verweis  auf  Art.  18  Abs. 2  des  Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1946  über  die  Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  (AHVG,  SR 
831.10) aus, die Rente sei infolge Wegzugs nach Polen – die Schweiz 
habe mit Polen kein Sozialversicherungsabkommen abgeschlossen – 
per  Januar  2001 eingestellt  worden und  werde durch eine Rückver-
gütung  der  AHV-Beiträge  ersetzt.  Bereits  bezogene  Renten  würden 
vom Rückvergütungsbetrag abgezogen (act. 226). 

H.
Mit  Antragsformular  E  202  vom  25. August  2006  liess  der  Be-
schwerdeführer  durch den polnischen Versicherungsträger  einen An-
trag  auf  Ausrichtung  einer  Altersrente  bei  der  SAK einreichen  (ein-
gegangen am 14. Mai 2007) (act. 254-260). 

I.
Mit  Verfügung  vom  31. Oktober  2007  sprach  die  SAK  dem  Be-
schwerdeführer  mit  Wirkung  ab  1. April  2006  aufgrund  einer  an-
rechenbaren Beitragsdauer von 16 Jahren bei einem massgebenden 
durchschnittlichen  Jahreseinkommen von Fr. 46'410.--  und einer  an-
wendbaren Rentenskala 16 vom 1. April 2006 bis 31. Dezember 2006 
eine monatliche Altersrente von Fr. 625.-- und ab 1.  Januar 2007 eine 
solche von Fr. 643.-- zu (act. 311).

J.
Mit Einsprache vom 26. Dezember 2007 beantragte der Beschwerde-
führer bei der SAK im Wesentlichen die rückwirkende Zusprechung der 
Altersrente  seit  deren  Einstellung.  Im  Übrigen  erklärte  er,  bis  am 
8. Dezember 2007 hospitalisiert gewesen zu sein, weshalb er die Ver-
fügung vom 31. Oktober 2007 erst  am 9. Dezember 2007 dem Post-
fach entnommen habe (act. 327).

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K.
Mit Einspracheentscheid vom 1. Februar 2008 wies die SAK die Ein-
sprache vom 26. Dezember 2007 ab. Zur Begründung führte sie ins-
besondere aus, die Auszahlung der Altersrente ab Februar 2001 sei 
aufgrund  der  Ausreise  des  Beschwerdeführers  aus  der  Schweiz  er-
folgt. Zum damaligen Zeitpunkt – September 2000 – habe kein Sozial -
versicherungsabkommen mit Polen bestanden, das eine weitere Aus-
zahlung erlaubt  hätte. Am 1. April  2006 sei das Abkommen über die 
Freizügigkeit  zwischen  der  Schweiz  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft und ihren Mitgliedstaaten, in Kraft seit Juni 2002, auf die zehn 
neuen EU-Mitgliedstaaten unter anderem auch auf Polen ausgedehnt 
worden,  weshalb  seit  dem  1. April  2006  auch  die  entsprechenden 
Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und Nr. 574/72, welche die Systeme 
der  sozialen  Sicherheit  reglementierten,  zwischen  Polen  und  der 
Schweiz anwendbar seien. Somit  habe auf  den erneuten Antrag auf 
eine Altersrente, der bei der SAK im Mai 2007 eingegangen sei, ein-
getreten und aufgrund des Inkrafttretens des zwischenstaatlichen Ab-
kommens eine Rente ab April 2006 ausbezahlt werden können. Da im 
Rahmen der Ausweitung des Abkommens über die Freizügigkeit eine 
rückwirkende Anwendung der  Normen nicht  vorgesehen sei,  würden 
dem Beschwerdeführer von Februar 2001 bis Ende März 2006 keine 
Leistungen  der  schweizerischen  Alters-  und  Hinterlassenenver-
sicherung zustehen (act. 330).

L.
Mit  Eingabe  vom 14. April  2008  reichte  der  Beschwerdeführer  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  ein  und  beantragte  die 
Auszahlung  der  suspendierten  Altersrente  und  der  rückstehenden 
sozialen Unterstützung. Er  machte  sinngemäss geltend,  er  habe die 
Schweiz im Jahre 1999 nicht absichtlich verlassen und sich auch nie 
abgemeldet.  Aufgrund  von Krankheit  habe  er  sich  zwecks  ärztlicher 
Behandlung  in  Polen  aufgehalten;  da  er  nicht  im  Besitz  der  Auf-
enthaltsbewilligung  bzw. der  Verlängerung  gewesen  sei,  sei  ihm die 
erneute Einreise in die Schweiz gegen seinen Willen verwehrt worden, 
Ausserdem erklärte er, er habe nie Unterstützung durch die Sozialhilfe 
erhalten, obwohl ihm diese zugestanden hätte (BVGer act. 1). 

M.
Die zur  Stellungnahme insbesondere auch zum Zustellungszeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung aufgeforderte Vorinstanz beantragte mit 
Vernehmlassung  vom 21. Mai  2008  die  Abweisung  der  Beschwerde 

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und Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheides. Zur Be-
gründung wiederholte sie im Wesentlichen die bereits mit Einsprache-
entscheid vom 1. Februar 2008 gemachten Ausführungen. Betreffend 
Zustellungszeitpunkt  äusserte  sie  sich  dahingehend,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung nicht per Einschreiben versandt worden sei, wes-
halb  nicht  überprüft  werden  könne,  wann  diese  beim  Beschwerde-
führer eingetroffen sei (BVGer act. 3).

N.
Die  Verfügung  des  Bundesverwaltungsgerichts  vom  29.  Mai  2008, 
worin der Beschwerdeführer zur Replik aufgefordert wurde, wurde ge-
mäss  Rückschein  der  Schweizerischen  Post  vom Beschwerdeführer 
nicht abgeholt (BVGer act. 5).

O.
Die unaufgefordert eingereichte Eingabe des Beschwerdeführers vom 
24. Februar 2010 wurde zu den Akten genommen (BVGer act. 6). 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Anfechtungsobjekt  ist  vorliegend  der  Einspracheentscheid  vom 
1. Februar 2008.

2.
Gemäss  Art.  31  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 
173.32)  in  Verbindung  mit  Art.  33  Bst.  d  VGG und  Art.  85bis Abs. 1 
AHVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden von Per-
sonen  im  Ausland  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesge-
setzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) der Schweizerischen Ausgleichskasse. Eine Aus-
nahme  im  Sinn  von  Art.  32  VGG  liegt  nicht  vor.  Das  Bundesver-
waltungsgericht ist somit für die vorliegende Beschwerde zuständig. 

2.1 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt. Aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG findet das VwVG keine 
Anwendung in Sozialversicherungsrechtssachen, soweit das Bundes-
gesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Gemäss Art. 1 
Abs. 1 AHVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die im ersten Teil 

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geregelte  Alters-  und Hinterlassenenversicherung anwendbar,  soweit 
das AHVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vorsieht.  

2.2 Der Beschwerdeführer ist durch die angefochtene Verfügung vom 
1. Februar  2008 besonders  berührt  ist  und hat  an  deren Aufhebung 
oder  Änderung  ein  schutzwürdiges  Interesse.  Er  ist  daher  zur  Be-
schwerde legitimiert (Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG; vgl. auch Art.  
59 ATSG). 

2.3 Gemäss Art. 50 Abs. 1 VwVG (vgl. auch Art. 60 Abs. 1 ATSG) ist 
die Beschwerde innert 30 Tagen nach Eröffnung der Verfügung einzu-
reichen. Der angefochtene Einspracheentscheid datiert vom 1. Februar 
2008. Der Beschwerdeführer macht geltend, den Einspracheentscheid 
am  15. März  2008  erhalten  zu  haben.  Gemäss  Stellungnahme  der 
Vorinstanz  vom 21. Mai  2008  konnte  das  Zustellungsdatum der  an-
gefochtenen Verfügung  nicht  eruiert  werden,  da  die  Verfügung nicht 
eingeschrieben  versandt  wurde.  Da  der  Zustellungsbeweis  der  Ver-
waltung  obliegt  (vgl.  UELI KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in  der 
Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 166 RZ. 364 mit Hinweisen), muss 
zu Gunsten des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden, dass 
die am 15. April  2008 der  Post  übergebene Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid  vom 1. Februar  2008 beim Bundesverwaltungs-
gericht  rechtzeitig  eingegangen  ist.  Die  Beschwerde  ist  im  Übrigen 
formgerecht (Art. 52 VwVG).

3.
Mit Einspracheverfügung vom 1. Februar 2008 wies die Vorinstanz die 
Einsprache  vom  26. Dezember  2007,  mit  welcher  der  Beschwerde-
führer die Auszahlung der Altersrente ab Februar 2001 beantragt hat, 
ab. Vorliegend  streitig  und  somit  zu  prüfen  ist,  ab  wann  der  Be-
schwerdeführer  Anspruch auf  eine Altersrente  hat,  resp. ob die  Vor-
instanz  dem Beschwerdeführer  zu  Recht  erst  ab  1. April  2006  eine 
ordentliche  Altersrente  gewährt  hat.  Unbestritten  ist,  dass  der  Be-
schwerdeführer grundsätzlich Anspruch auf eine Altersrente hat.

Soweit  der Beschwerdeführer Sozialhilfe beantragt,  ist  er  darauf hin-
zuweisen,  dass  ein  allfälliger  Anspruch  auf  Sozialhilfe  nicht  Gegen-
stand  der  angefochtenen  Einspracheverfügung  war. Da  es  somit  an 
einem Anfechtungsgegenstand fehlt,  kann auf  diesen Antrag im vor-
liegenden Beschwerdeverfahren nicht eingetreten werden (BGE 125 V 
413 E. 1a). 

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3.1 Der Beschwerdeführer beantragt die Auszahlung der Rente ab Fe-
bruar 2001. 

Die Vorinstanz macht hingegen geltend, dass mit Polen vor April 2006 
kein  Sozialversicherungsabkommen  bestanden  habe,  das  eine  Aus-
zahlung der Altersrente erlaubt hätte.

4.
Bei der Beurteilung einer Sache sind jene Rechtsnormen zu Grunde 
zu legen, die in Kraft waren, als sich der zu materiellen Rechtsfolgen 
führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt  verwirklichte. Diese 
Frage beurteilt sich aufgrund derjenigen Rechtssätze, die bei Erfüllung 
des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tatbestandes  Geltung  hatten  (BGE 
126 V 136 E. 4b, 124 V 227 E. 1).

4.1 Der Beschwerdeführer ist polnischer Staatsangehöriger. Am 1. Ju-
ni  2002  ist  das  Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  und 
ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 
1999 (Freizügigkeitsabkommen; FZA; SR 0.142.112.681), sein Anhang 
II, die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft  zu-  und  abwandern  (nachfolgend:  Verordnung  Nr. 
1408/71; SR 0.831.109.268.1) sowie die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 
des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung 
(EWG) Nr. 1408/71 (nachfolgend: Verordnung [EWG] Nr. 574/72; SR 
0.831.109.268.11)  in  Kraft  getreten,  das  in  Bezug  auf  Polen  am 
1. April  2006  in  Kraft  getreten  ist  (vgl.  Protokoll  zum  Abkommen 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der 
Europäischen  Gemeinschaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits 
über die Freizügigkeit im Hinblick auf die Aufnahme der Tschechischen 
Republik,  der  Republik  Estland,  der  Republik  Zypern,  der  Republik 
Lettland,  der  Republik  Litauen,  der  Republik  Ungarn,  der  Republik 
Malta,  der  Republik  Polen,  der  Republik  Slowenien  und  der 
Slowakischen Republik als Vertragsparteien infolge ihres Beitritts zur 
Europäischen Union [nachfolgend: Protokoll] vom 26. Oktober 2004, in 
Kraft seit 1. April 2006 [AS 2006 979]). 

4.2 Gemäss  Art.  18  Abs.  2  AHVG sind  Ausländer  und  ihre  Hinter-
lassenen  ohne  Schweizer  Bürgerrecht  rentenberechtigt,  solange  sie 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 

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Schweiz haben. Dieses Erfordernis ist von jeder Person, für die eine 
Rente ausgerichtet  wird,  einzeln zu erfüllen. Vorbehalten bleiben die 
besonderen  bundesrechtlichen  Vorschriften  über  die  Rechtsstellung 
der  Flüchtlinge und  der  Staatenlosen  sowie  abweichende zwischen-
staatliche Vereinbarungen,  insbesondere mit  Staaten,  deren Gesetz-
gebung  den  Schweizer  Bürgern  und  ihren  Hinterlassenen  Vorteile 
bietet, die diejenigen dieses Gesetzes ungefähr gleichwertig sind.

4.3 Nachfolgend zu prüfen ist, ob das FZA, das am 1. April 2006 auf 
die  neuen  Mitgliedstaaten insbesondere auch auf  Polen ausgedehnt 
worden ist, allenfalls rückwirkend angewendet werden kann.

4.3.1 Unter Rückwirkung wird die Anwendung neuen Rechts auf einen 
Sachverhalt,  der  sich  abschliessend  vor  Inkrafttreten  des  neuen 
Rechts zugetragen hat,  verstanden (BGE 126 V 134 E. 4; vgl. auch 
PIERRE TSCHANNEN/ULRICH ZIMMERLI/MARKUS MÜLLER,  Allgemeines  Ver-
waltungsrecht, 3. Aufl., Bern 2009, § 24 Rz. 22). 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist  eine solche Rück-
wirkung ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage nur möglich, wenn 
sich  die  Rückwirkung  aus  dem Inhalt  des  Gesetzes als  klar  gewollt  
ergibt und wenn sie durch ausreichende Gründe veranlasst und zeit-
lich beschränkt ist (BGE 126 V 134 E. 4). 

4.3.2 Als  wesentliches  abschliessendes  Sachverhaltselement  gilt, 
dass  der  derzeit  in  Polen  wohnhafte  Beschwerdeführer  von Februar 
2001  bis  März  2006  mangels  Sozialversicherungsabkommens  zwi-
schen Polen und der Schweiz keine Altersrente bezogen hat. 

Festzustellen  ist,  dass  das  Protokoll  am  26. Oktober  2004  abge-
schlossen  wurde,  von  der  Bundesversammlung  am  17. Dezember 
2004 genehmigt und am 1. April 2006 durch Notenaustausch in Kraft 
getreten ist. Eine rückwirkende Anwendung der Normen des FZA vor 
dem Inkrafttreten  des Abkommens  am 1. April  2006  ist  nicht  vorge-
sehen und vom Gesetzgeber nicht gewollt, weshalb für die Auszahlung 
einer ordentlichen Altersrente nach Polen vor dem 1. April 2006 keine 
Rechtsgrundlage besteht (vgl. Art. 18 Abs. 2 AHVG).

5.
Das Bundesverwaltungsgericht  kommt  daher  zum Schluss,  dass  die 
Vorinstanz den Antrag des Beschwerdeführers auf  rückwirkende Ge-
währung der  Altersrente  von Februar  2001 bis  März  2006 zu Recht 

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abgewiesen hat. Die Beschwerde ist daher im einzelrichterlichen Ver-
fahren gemäss Art. 85bis Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 2 
VGG abzuweisen, und der Einspracheentscheid vom 1. Februar 2008 
ist zu bestätigen. 

6.
Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85bis Abs. 2 AHVG). 
Der Beschwerdeführer hat  als  unterliegende Partei  keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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