# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78e301fb-634f-5d36-8303-ee09f17f0765
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 28.04.2025 BEK 2025 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-18_2025-04-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 28. April 2025
BEK 2025 18

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Viviane Liebherr,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Privatklägerin und Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 3. Abteilung, Postfach 128, 8832 Wollerau,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________,

2. D.________,
Beschuldigter und Beschwerdegegner,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend Einstellung Strafverfahren
(Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 21. Januar 
2025, SU 2023 7461);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. Die Staatsanwaltschaft führt gegen den Beschuldigten eine Strafunter-
suchung wegen Urkundenfälschung eines angeblich am 16. Juni 2021 durch 
ihn und die Privatklägerin unterzeichneten „Garantievertrags“ im Zusammen-
hang einer Lieferung von 5 Liter eines Konzentrats für 25’000’0000 Liter Treib- 
oder Brennstoff zur Besicherung eines Darlehens (U-act. 8.5.002). Mangels 
objektiver Beweise und Erfolgsaussichten eines Handschriftengutachtens 
stellte die Staatsanwaltschaft die Strafuntersuchung ein, weil die Aussagen 
des die Vorwürfe vollumfänglich bestreitenden Beschuldigten denjenigen der 
Privatklägerin diametral entgegenstünden und keine Aussage glaubhafter als 
die andere erscheine. Die Privatklägerin beschwert sich beim Kantonsgericht 
gegen die Einstellung. Sie beantragt deren Aufhebung und die Weiterführung 
der Strafuntersuchung sowie bestimmte Beweiserhebungen. Die Staatsan-
waltschaft verlangt unter Verzicht auf eine Beschwerdevernehmlassung, die 
Beschwerde sei kostenpflichtig abzuweisen (KG-act. 4). Der Beschuldigte be-
antragt mit der Beschwerdeantwort die Abweisung von Beschwerde und Ver-
fahrensanträgen, soweit auf diese einzutreten sei (KG-act. 6). Dazu nahm die 
Beschwerdeführerin unaufgefordert Stellung (KG-act. 8).

2. Die Beschwerdeführerin stützt ihre Beschwerdelegitimation auf Art. 322 
Abs. 2 StPO, wonach die Parteien die Einstellungsverfügung innert 10 Tagen 
anfechten können. Entscheidend ist jedoch, ob die Beschwerdeführerin durch 
die Einstellungsverfügung unmittelbar geschädigt ist und sie sich daher als 
Privatklägerin konstituieren kann (Art. 104 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 115 Abs. 1 
und 118 Abs. 1 StPO). Dann kann sie als Partei, soweit sie ein rechtlich ge-
schütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Einstellungsent-
scheids hat, Beschwerde erheben (Art. 382 Abs. 1 StPO). Die beschwerde-
führende Person, insbesondere die Privatklägerin, hat zufolge des Begrün-
dungserfordernisses nach Art. 385 Abs. 1 StPO ihre Beschwerdeberechtigung 

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ausführlich darzulegen, sofern diese nicht offensichtlich ist; dies gilt jedenfalls 
für juristisch versierte oder anwaltlich verbeiständete Rechtssuchende (Bähler, 
BSK, 3. A. 2023, Art. 382 StPO N 4 m.H.; BGer 1B_242/2015 vom 22. Okto-
ber 2015 E. 4.2 m.H.). Urkundendelikte schützen in erster Linie die Allgemein-
heit, weshalb die Beschwerdelegitimation nicht offensichtlich ist. Im Rahmen 
deren Begründung (KG-act. 1 Rz 3) legt die anwaltlich vertretene Beschwer-
deführerin nicht dar, inwiefern die beanzeigte Urkundenfälschung auf ihre Be-
nachteiligung abzielt, weshalb mangels hinreichender Darlegung der Be-
schwerdeberechtigung auf das Rechtsmittel nicht einzutreten ist.

3. Abgesehen davon macht die Beschwerdeführerin nach Ausführungen 
zur Vorgeschichte ihrer Beziehungen zum Beschuldigten und ihrer Involvie-
rung in dessen Geschäfte zusammenfassend was folgt geltend: Sie hätte kei-
nen Grund zur Unterzeichnung des „Garantievertrages“ gehabt. Vielmehr 
müsse davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte den Vertrag ge-
fälscht habe, um sie später betreiben und Geld von ihr einfordern zu können. 
Es treffe nicht zu, dass eine Aussage-gegen-Aussage-Konstellation vorliege, 
bei der keine der Aussagen glaubhafter erscheine als die andere, seien doch 
diejenigen des Beschuldigten eindeutig unglaubhaft und ihre Aussage dage-
gen glaubhaft, soweit sie in dieser Konstellation überhaupt etwas sagen kön-
ne. Dem ist allerdings nicht so: Die Beschwerdeführerin führt selbst aus, dass 
sie lange Zeit unter dem Einfluss des Beschuldigten gehandelt sowie sich in 
seine Geschäftskonstrukte verwickeln und durch seine Machenschaften in-
strumentalisieren lassen habe. Im Zusammenhang mit ihrer Entscheidung, 
aus dem Geschäftskonstrukt des Beschuldigten auszusteigen bzw. in eine 
vernünftige Verkaufsinfrastruktur ohne Geldabflüsse nach irgendwo zu inves-
tieren, sei es am 30. November 2021 zu neuen vertraglichen Regelungen ge-
kommen. Damit fiel der fragliche „Garantievertrag“ in eine Zeit, als sich die 
Beschwerdeführerin vom Einfluss des Beschuldigten noch nicht gelöst hatte, 
sondern quasi als dessen „Strohfrau“ fungierte. Somit lag der Abschluss des 

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„Garantievertrags“ mit inhaltlich schwer verständlichen Zwecksetzungen nicht 
zwingend in ihren Interessen. Der Verdacht auf eine Urkundenfälschung lässt 
sich also nicht auf die Schwierigkeiten der Beantwortung ihrer heutigen rheto-
rischen Frage danach abstützen, welche Gründe sie zum Abschluss dieses 
Vertrags gehabt haben soll. Deshalb ist nicht zu beanstanden, dass die 
Staatsanwaltschaft die Aussagen der Beschwerdeführerin, den Vertrag weder 
je gesehen noch unterschrieben zu haben, als nicht glaubhafter als die Be-
streitungen des Beschuldigten würdigte. Vielmehr konnte sie in vorliegender 
Aussagen-Konstellation mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwarten, keinen 
schlüssigen Schuldvorwurf vor Gericht erheben zu können. Insbesondere 
auch die Tatsache, dass die persönliche Loslösung der Privatklägerin vom 
Beschuldigten schliesslich zum Streit eskalierte, in dem es zu gegenseitigen 
Anschuldigungen und Strafanzeigen kam, steht einer hinreichenden Erhärtung 
des Tatverdachts bzw. eines „gerichtsverwertbaren Tatablaufs“ entgegen. 
Zudem rügten die Parteien nicht, dass die Beweislage den in Aussicht gestell-
ten Untersuchungsabschluss nicht zulassen würde (vgl. dazu noch unten 
E. 4). Damit sind die in der angefochtenen Verfügung zutreffend dargestellten 
Einstellungsvoraussetzungen von Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO in Aussage-
gegen-Aussage-Konstellationen (angef. Verfügung E. 4.c; vgl. auch EGV-SZ 
2022 A 5.2) erfüllt. Die Beschwerde ist mithin in der Sache abzuweisen.

4. Die Staatsanwaltschaft zeigte den Untersuchungsabschluss den Partei-
en unter Ansetzung einer Frist von zehn Tagen für allfällige Beweisanträge am 
11. Dezember 2024 an (U-act. 31.1.004). Den Erlass der Einstellungsverfü-
gung nach unbenutztem Ablauf der gesetzten Frist am 21. Januar 2025 als 
eklatante Gehörsverletzung zu kritisieren, ist mithin haltlos. Es besteht daher 
kein Anlass, die Staatsanwaltschaft zu den beantragten Beweiserhebungen 
anzuweisen. Im Übrigen ist die Möglichkeit, dass der „Garantievertrag“ 
nachträglich erstellt wurde, nur eine unbelegte und damit keinen Anfangsver-
dacht begründende Vermutung der Beschwerdeführerin. Schliesslich könnte 

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selbst der Nachweis, dass neben der angeblichen Unterzeichnung des in 
Siebnen erstellten „Garantievertrags“ am 16. Juni 2021 an einem anderen Ort 
auch noch ein Depotvertrag abgeschlossen wurde, den Tatverdacht der Ur-
kundenfälschung nicht verdichten.

5. Aus diesen Gründen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuali-
ter ist sie abzuweisen. 

a) Ausgangsgemäss gehen die Kosten zulasten der unterliegenden Be-
schwerdeführerin (Art. 428 Abs. 1 StPO; BGer 6B_1359/2020 vom 15. Febru-
ar 2022 E. 3.2). Für den Fall der Beschwerdeabweisung wird keine die Ent-
schädigungsfrage (vgl. unten lit. b) präjudizierende Kostenauflage (BGE 147 
IV 47 E. 4.1 und E. 4.2.2 in fine) zulasten des Beschuldigten nach Art. 426 
Abs. 2 StPO beantragt.

b) Nach der die Entschädigungsfrage präjudizierenden Kostenauflage 
(vgl. oben lit. a) hat die Beschwerdeführerin den obsiegenden Beschuldigten 
zu entschädigen, wie dies auch unwidersprochen (KG-act. 8) der Beschuldigte 
beantragt (KG-act. 6). Erhebt die Privatkägerschaft allein Berufung gegen ei-
nen Freispruch, wird sie nach der bundesgerichtlichen Praxis gegenüber dem 
obsiegenden Beschuldigten entschädigungspflichtig (BGE 147 IV 47 E. 4.2.4 
m.H. auf BGE 141 IV 476 = Pra 2016 Nr. 41 E. 1.1), jedoch nicht, wenn sie 
Beschwerde gegen eine ein Offizialdelikt betreffende Einstellungs- oder Nicht-
anhandnahmeverfügung erhebt. Denn in einem solchen Fall trage sie – so das 
Bundesgericht – ein latent weiterbestehendes öffentliches Strafverfolgungsin-
teresse mit (BGE 147 IV 47 E. 4.2.5). Nach der kantonsgerichtlichen Praxis 
kann jedoch auch die im Beschwerdeverfahren unterliegende Privatkläger-
schaft unabhängig von der Unterscheidung zwischen Antrags- und Offizialde-
likten gegenüber Beschuldigten entschädigungspflichtig werden, weil sich den 
einschlägigen Vorschriften keine Gründe für eine vom Berufungsverfahren 

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abweichende Behandlung entnehmen lasse (EGV-SZ 2020 A 5.2 = CAN 2021 
Nr. 41). Daran ist angesichts der nach wie vor nicht ausführlich begründeten 
Rechtsprechung des Bundesgerichts (vgl. schon Christen, forumpoenale 
3/2016 S. 160 ff., insbes. Fazit S. 164) festzuhalten. Die Privatklägerschaft 
kann nur aus ihrer Geschädigtenposition die Verfolgung und Bestrafung der 
beschuldigten Person verlangen (Art. 115, Art. 118 und Art. 119 StPO). Ihr ist 
daher die Übernahme eines „latent“ weiterbestehenden öffentlichen Strafver-
folgungsinteresses von der Staatsanwaltschaft verwehrt. Die Staatsanwalt-
schaft ist im Rechtsmittelverfahren nurmehr Partei (Art. 104 lit. c StPO), nach-
dem sie als für die Untersuchung verantwortliche (Art. 308 ff. StPO) und nach 
Art. 318 f. StPO zu deren Abschluss befugte Strafverfolgungsbehörde (Art. 12 
lit. b StPO) das Verfahren förmlich (Art. 80 f. StPO) einstellte. Mit diesem, ei-
nem Freispruch gleichgesetzten, mithin den Schuldpunkt erledigenden Ent-
scheid (Art. 320 Abs. 1 und Abs. 4 StPO) ist das öffentliche Strafverfolgungs-
interesse erschöpft und die Anträge der Privatklägerschaft sind abgewiesen. 
Daher erweist sich die Unterscheidung nach gerichtlichen und staatsanwalt-
schaftlichen Anfechtungsobjekten nicht als massgebend (vgl. auch Christen, 
ebd. S. 162 und Art. 416 StPO). Zudem sind die Kosten- und Entschädi-
gungspflichten, die Art. 428 und Art. 436 StPO für alle Rechtsmittel einheitlich 
nach zivilprozessualer Massgabe des Obsiegens und Unterliegens regeln, 
zweitinstanzlich unabhängig vom vorinstanzlichen Verfahren zu beurteilen 
(Christen, ebd. S. 161 f.; Wehrenberg/Frank, BSK, 3. A. 2023, Art. 428 StPO 
N 2 und 5 und Art. 436 StPO N 3 f.; Jositsch/Schmid, PK, 4. A. 2023, Art. 428 
bzw. 436 StPO je N 1). Somit lässt es sich nicht rechtfertigen, im Beschwer-
deverfahren anders als im Berufungsverfahren zwischen Antrags- und Offizi-
aldelikten zu unterscheiden (vgl. Christen, ebd. S. 164). Dass die Botschaft 
den Verweis in Art. 436 Abs. 1 StPO auf Art. 432 StPO in Bezug auf eine al-
lein ein Rechtsmittel ergreifende Privatklägerschaft nicht näher behandelt, 
erklärt sich mit der eben erwähnten grundsätzlichen Annäherung an die zivil-
prozessualen Kosten- und Entschädigungsregelungen nach Obsiegen und 

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Unterliegen (auch BBl 2006 S. 1328; Hiltbrunner/Lustenberger/Müller, forum-
poenale 5/2021, S. 393). 

c) Unbestritten ist aufgrund der „Kann“-Formulierung in Art. 432 Abs. 2 
StPO, dass auch im Rechtsmittelverfahren bei besonders empfindlich betrof-
fener Privatklägerschaft, namentlich bei Opfern, ermessensweise von der Auf-
erlegung der Entschädigungspflicht abgesehen werden kann. Beim vorliegen-
den Vermögensdelikt besteht jedoch kein Anlass, von der Entschädigungs-
verpflichtung abzusehen, zumal die Strafanzeige aus einem zwischen den 
Parteien eskalierenden persönlichen Streit resultierte. In solchen Fällen soll 
die Beschwerde führende Privatklägerschaft die gleichen Kostenrisiken wie 
Beschuldigte tragen. Daher ist die Privatklägerin zu verpflichten, den Beschul-
digten angemessen zu entschädigen (§§ 1, 2, 6 und 13 des Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte, SRSZ 280.411);-

beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten, eventualiter wird sie abge-
wiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1’500.00 werden der 
Beschwerdeführerin auferlegt und aus der geleisteten Sicherheit ge-
deckt.

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3. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, den Beschuldigten für das 
Beschwerdeverfahren mit pauschal Fr. 1’000.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) zu entschädigen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die 
Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.

5. Zufertigung an die Parteivertreter (je 2/R), die Staatsanwaltschaft (1/A 
an die 3. Abteilung und 1/A an die Amtsleitung/zentraler Dienst) und 
nach definitiver Erledigung an die 3. Abteilung der Staatsanwaltschaft 
(1/R, mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtspräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 28. April 2025  amu