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**Case Identifier:** 691f943c-f337-5cce-94d6-daa2e8444bef
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.09.2021 720 21 106/270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-21-106-270_2021-09-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 30. September 2021 (720 21 106 / 270) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Invalidenversicherung 
 
 
Keine konkreten Zweifel an einer psychiatrischen Teilbegutachtung. Dass der genaue 
Umfang der noch verbleibenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit durch den Gutachter et-
was höher beurteilt wird, ist einer umfassenden Exploration letztlich inhärent.  
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Caroline Franz Wald-
ner, Advokatin, Behindertenforum, Bachlettenstrasse 12, 4054 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ meldete sich am 9. September 2016 bei der IV-Stelle Basel-
Landschaft (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Nach Abklärung seiner gesundheitlichen und er-
werblichen Verhältnisse sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. Februar 2021 eine ganze 
IV-Rente für die Zeit vom 1. März 2017 bis 31. Juli 2019 zu. Einen Rentenanspruch darüber 
hinaus lehnte sie namentlich gestützt auf ein bidisziplinäres Gutachten von Dr. med. B.____, FMH 

 
 
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Innere Medizin und FMH Rheumatologie, und von Dr. med. C.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom 20. Mai 2019 unter Verweis auf einen IV-Grad von 30% ab.  
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokatin Dr. Caroline Franz Waldner, 
am 23. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) und beantragte ab 1. August 2019 die Zusprache ei-
ner Dreiviertelrente, eventualiter einer halben IV-Rente. Der Beschwerde beigelegt war ein Be-
richt des behandelnden Psychiaters und des behandelnden Psychologen vom 22. März 2021. 
Zur Begründung liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend machen, dass das psychi-
atrische Gutachten von Dr. C.____, welches von einer Restarbeitsfähigkeit von 70% ausgehe, 
nicht schlüssig sei. Es sei vielmehr auf die Einschätzung seines behandelnden Psychiaters und 
seines behandelnden Psychologen abzustellen, welche von einer Restarbeitsfähigkeit von ledig-
lich noch 50% ausgehen würden.  
 
C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. März 2021 wurde dem Beschwerdeführer für 
das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche Verbei-
ständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt.  
 
D. Die IV-Stelle schloss in ihrer Vernehmlassung vom 8. Juni 2021 unter Hinweis auf eine 
Beurteilung ihres regional-ärztlichen Dienstes (RAD) vom 7. April 2021 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) vom 
19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der kan-
tonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle 
innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons Basel-
Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des Geset-
zes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ört-
lich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 23. März 
2021 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist dabei der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 26. Februar 2021 
entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterli-
chen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweis). 
 
2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine 

 
 
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halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 
40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 
des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 
und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditäts-
grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 30 E. 1). 
 
3. Prozessthema bildet in erster Linie die Frage, in welchem Ausmass der Versicherte auf-
grund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen noch arbeitsfähig ist.  
 
3.1  Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2).  
 
3.2 Die Annahme insbesondere einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheits-
beeinträchtigung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissen-
schaftlich anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398  E. 5.3 und 
E. 6). Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden be-
lastenden psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen allerdings kein Krank-

 
 
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heitswert zukommt. Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Ver-
bindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG setzt deshalb in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das 
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von 
Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und in-
wiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz 
des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen 
(BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheits-
beeinträchtigung verursachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Per-
son nicht hinreichend erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwer-
tung der Arbeitsfähigkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Vo-
raussetzung – sogar für die Gesellschaft untragbar (BGE 127 V 294 E. 4c in fine). Zu den psy-
chischen Gesundheitsschäden gehören neben den eigentlichen Geisteskrankheiten auch seeli-
sche Abwegigkeiten mit Krankheitswert. Nicht als Auswirkungen einer krankhaften seelischen 
Verfassung und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten indessen jene Be-
einträchtigungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, Arbeit in ausreichendem Masse zu verrichten, zu vermeiden vermöchte, wobei das Mass 
des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt werden muss (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 353 
E. 2.2.1; je mit Hinweisen). Ebenfalls kein versicherter Gesundheitsschaden liegt dann vor, wenn 
die Leistungseinschränkung auf einer Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. 
Bloss verdeutlichendes Verhalten weist indes noch nicht per se auf eine Aggravation hin (BGE 
141 V 281 E. 2.2.1). Eine Aggravation liegt gemäss Bundesgericht namentlich dann vor, wenn 
eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Einschränkungen und dem gezeigten 
Verhalten besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch 
vage bleibt; keine Therapie bzw. keine medizinische Behandlung in Anspruch genommen wurde; 
demonstrativ vorgetragene Klagen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkungen 
im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld  jedoch weitgehend intakt geblieben ist 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_659/2017 vom 20. September 2018, E. 4.1).  
 
3.3 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Be-
weismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat-
ten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für 

 
 
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den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeich-
nung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 
(BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c mit Hinweisen).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Nur wenn ein Versicherungsfall ohne die Ein-
holung eines externen Gutachtens entschieden werden soll, sind an die Beweiswürdigung stren-
gere Anforderungen zu stellen (BGE 135 V 470 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundes-
gerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
3.5  Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts 
Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen 
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit diversen Hin-
weisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die not-
wendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der 
Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen ge-
bliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es 
sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweis-
würdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversiche-
rungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu 
Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn 
die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
4.1 Die IV-Stelle hat bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf das von ihr in 
Auftrag gegebene bidisziplinäre Verwaltungsgutachten der Dres. B.____ und C.____ vom 20. Mai 
2019 abgestellt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erheben die beiden Gutachter in ihrer 
bidisziplinären Gesamtbeurteilung ein chronisches zervikovertebrales bis zervikospondylogenes 
Schmerzsyndrom mit sekundärem zervikozephalem Schmerzsyndrom, ein femoropatellares 
Schmerzsyndrom beidseits sowie eine chronische Dyspepsie und anamnestisch eine bisher nicht 
weiter abgeklärte Diarrhoe. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizieren sie eine sub-
depressive Störung im Rahmen einer möglichen rezidivierenden depressiven Störung, differenti-
aldiagnostisch eine dysthyme Störung, sowie ängstlich-vermeidende, asthenische, zwanghafte 
Persönlichkeitszüge. Die Stimmung des Exploranden scheine nicht dauerhaft stark gedrückt zu 

 
 
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sein, auch wenn sie nicht unbedingt gehoben sei, wie der Explorand selbst angebe. Andererseits 
gebe er selber an, dass er auch nicht ausgesprochen deprimiert sei. In der Untersuchung wirke 
er eher indifferent. Es bestehe kein ausgesprochener Interessenverlust. So versuche der Explo-
rand, sich immer wieder über verschiedene Belange zu informieren. Ebenfalls bestehe keine aus-
gesprochene Freudlosigkeit, auch wenn er etwas abgedämpft wirke. Der Antrieb scheine etwas 
reduziert zu sein. Dennoch sei der Explorand in der Lage, einigen Aktivitäten, wie beispielsweise 
dem Motorradfahren, nachzugehen und treffe sich auch mit Bekannten. Subjektiv gebe er kogni-
tive Schwierigkeiten an. Er wirke im Selbstwertgefühl eher etwas eingeschränkt, indes bestehe 
kein Gefühl von Wertlosigkeit. Er könne keine Zukunftsperspektiven entwickeln, sei allerdings 
nicht negativistisch. Das Appetitverhalten sei teilweise wechselhaft, jedoch nicht dauerhaft ge-
stört. Die Kriterien für eine depressive Störung seien somit nicht vollumfänglich erfüllt. Es zeigten 
sich aber Hinweise, dass teilweise eher subdepressive Zustände vorliegen könnten, weshalb eine 
dysthyme Störung in Betracht gezogen, die Diagnose einer mittelschweren depressiven Störung 
jedoch nicht bestätigt werden könne. Die Angaben in den übrigen medizinischen Unterlagen 
seien nicht nachvollziehbar, um das Ausmass einer mittelschweren depressiven Störung zu be-
gründen. Es sei denkbar, dass der Explorand ursprünglich möglicherweise schwerer depressiv 
gewesen sei und sich die affektive Störung durch die Therapie mittlerweile gebessert habe. Es 
scheine nachvollziehbar, dass er selbstunsichere und passive Züge aufweise. Allerdings sei es 
nicht so, dass dadurch dauerhafte Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Bereich auftreten 
würden, sein Verhalten inadäquat wäre oder eine deutliche Unausgeglichenheit in den Einstel-
lungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen bestünden. Die Kriterien für eine Per-
sönlichkeitsstörung seien deshalb nicht erfüllt. Der Explorand wirke insgesamt eher zurückhal-
tend, passiv und asthenisch. In diesem Sinne könnten kombinierte akzentuierte Persönlichkeits-
züge bestätigt werden. Weiter zeigten sich Hinweise auf zwanghafte Verhaltensweisen mit einer 
Tendenz zu übermässiger Sauberkeit oder Angst, sich irgendwie zu beschmutzen, wobei im All-
tag diesbezüglich keine Beeinträchtigung feststellbar sei. Es sei denkbar, dass die subdepressive 
Störung im Rahmen der Persönlichkeitsproblematik interpretiert werden müsse. Hinweise auf 
eine anderweitige Störung hätten nicht gefunden werden können. Die in den Unterlagen erwähnte 
Körperschmerzproblematik scheine den Exploranden nicht wesentlich zu beeinträchtigen. Je 
nach Tätigkeit müsse er Pausen einlegen oder andere Tätigkeiten durchführen. Er führe keine 
spezifischen Behandlungsmassnahmen durch. Subjektiv leide er teilweise verstärkt unter Kopf-
schmerzen, wodurch er kaum in der Lage sei, etwas zu tun. Bezüglich dieser Problematik würden 
mit Ausnahme einer teilweisen Schmerzmitteleinnahme allerdings ebenfalls keine Therapien 
durchgeführt.  
 
Aus rheumatologischer Sicht stünden chronische Nackenschmerzen mit einer Kopfschmerzprob-
lematik sowie beidseitige Schulterschmerzen im Vordergrund. Diese bestünden seit dem 18. / 19. 
Lebensjahr, seien seither jedoch nicht weiter abgeklärt oder behandelt worden. Als radiologisch 
morphologisches Korrelat finde sich eine unisegmentale Osteochondrose mit begleitenden Un-
kovertebralarthrosen im Segment C5/6 sowie in der klinischen Untersuchung eine mässig einge-
schränkte Halswirbelsäulenfunktion insbesondere linksbetont ohne jedoch allfällige Hinweise auf 
eine zervikoradikuläre Reizsymptomatik oder neurologische Ausfallerscheinungen. Nachweisen 
lasse sich allerdings eine teils deutliche muskuläre Dysbalance der aufsteigenden Nackenmus-

 
 
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kulatur mit begleitenden Ansatztendinosen hochzervikal, welche einen Teil der geltend gemach-
ten chronischen Kopfschmerzen erklären würden. Im Weitern sei ein femoropatellares 
Schmerzsyndrom sowie internistisch eine chronische Dyspepsie festzustellen. Diese Diagnosen 
könnten die geltend gemachte Behinderung aber nicht hinreichend plausibel erklären und würden 
eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weder in einer leichten bis mittelschweren Ver-
weistätigkeit noch in der angestammten Tätigkeit rechtfertigen. Hierfür spreche auch die Tatsa-
che, dass der Explorand in den letzten Jahren weder in einer spezifischen Behandlung gestanden 
sei noch gezielte diagnostische oder fachärztliche Untersuchungen erfolgt seien. Bei im Vorder-
grund stehender psychiatrischer Grunderkrankung sei er von Seiten des Bewegungsapparates 
in der Vergangenheit ausserdem nie als arbeitsunfähig bezeichnet worden.  
 
Der Explorand sei durchaus in der Lage, Termine wahrzunehmen und Aufträge zu übernehmen. 
Er könne Aufgaben strukturieren und planen, sich auch verschiedenen Begebenheiten anpassen 
und sich umstellen und könne seine fachlichen Kompetenzen anwenden. Teilweise habe er etwas 
Mühe, Entscheidungen zu fällen oder sich ein Urteil zu bilden. Er sei eher unsicher und gehemmt. 
Seine Durchhaltefähigkeit scheine subjektiv beeinträchtigt zu sein, da er angebe, nicht belastbar 
zu sein und unter Konzentrationsschwierigkeiten zu leiden. Er habe teilweise auch Mühe, sich 
genügend und adäquat selbst zu behaupten, was aber durch seine Unsicherheit erklärt werden 
könne. Er pflege einige wenige Kontakte zu Dritten, eine Beeinträchtigung der Gruppenfähigkeit 
bestehe aber nicht. Er pflege keine dauerhaften und tragenden Beziehungen, da ihm diese zu 
nahegehen würden. Er gehe einigen Aktivitäten nach, die Selbstpflege und die Verkehrsfähigkeit 
sei nicht beeinträchtigt. Insgesamt bestünden zwar einige Beeinträchtigungen, die den Exploran-
den im Alltag allerdings nicht wesentlich einschränken würden. Repetitive Überkopfarbeiten oder 
HWS-Funktionen mit vermehrter Reklination sowie das Heben von schweren Lasten sollten ver-
mieden werden. Für leichte bis mittelschwer körperlich belastende Tätigkeiten sowie auch in der 
angestammten Tätigkeit bestehe keine Leistungseinschränkung. Der Explorand weise eher pas-
sive, vermeidende und ängstliche Züge auf, die mit grosser Wahrscheinlichkeit schon zeitlebens 
bestünden, allerdings im Ausmass nie eine Persönlichkeitsstörung angenommen hätten. Ein pas-
sives Verhalten auch hinsichtlich der Durchführung von Therapiemassnahmen könne aus rheu-
matologischer Sicht bestätigt werden. Der Explorand stehe in verschiedenen Situationen schnell 
unter Anspannung. Vor allem im zwischenmenschlichen Bereich mache sich rasch eine Unsi-
cherheit bemerkbar, wodurch er sich dann tendenziell zurückziehe. Er reagiere dann allenfalls 
auch mit somatoformen Begleitreaktionen wie Kopfschmerzen und einer Verstärkung von Kör-
perbeschwerden, was wiederum einen Rückzug zur Folge habe. Die Kombination der akzentu-
ierten Persönlichkeitszüge mit der subdepressiven Störung sei ungünstig und potenziere sich 
gegenseitig. Allgemein sei der Explorand damit als vermindert belastbar einzustufen und habe 
Mühe, sich genügend durchzusetzen und zu behaupten. Die psychosoziale Situation sei nicht 
ganz einfach, sei allerdings nicht entscheidend bezüglich des aktuellen Zustands. Allgemein ver-
halte sich der Explorand eher passiv und zurückhaltend, was mit der Persönlichkeitsstruktur und 
zusätzlich auch mit der affektiven Problematik zusammenhänge. Der Leidensdruck sei schwierig 
einzuschätzen, zurzeit sei er aber weniger stark als in der Vergangenheit wie vom Exploranden 
angegeben. Allerdings bestehe auch keine gehobene Stimmung und es könne keine klare Zu-
kunftsperspektive eruiert werden. Die geklagten Symptome und Beschwerden seien nachvoll-
ziehbar, wobei die subjektive Einschränkung nicht ohne Weiteres nachvollzogen werden könne 

 
 
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und im Rahmen der Persönlichkeit interpretiert werden müsse. In den Unterlagen werde von einer 
mittelschweren depressiven Störung ausgegangen, die allerdings aufgrund des aktuell vorzufin-
denden Befundes und der Angaben nicht bestätigt werden könne. Es sei deshalb eine Besserung 
anzunehmen. Es bestehe aktuell eine subdepressive Störung oder allenfalls leichte depressive 
Störung mit ungünstiger Interaktion durch die Persönlichkeitsstruktur. Der Explorand sei nicht in 
der Lage, Verantwortung zu übernehmen. Auch könne er nicht unter Zeitdruck arbeiten. Ungüns-
tig seien wechselnde soziale Kontakte, welche ihn verunsichern würden und einen Rückzug zur 
Folge hätten. Es sei anzunehmen, dass er einen erhöhten Pausenbedarf aufweise und Erho-
lungsphasen benötige. Eine klar strukturierte Tätigkeit sollte allerdings möglich sein, wobei auf-
grund der Leistungseinschränkung eine 30%-ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzuneh-
men sei. Ab März 2016 sei eine volle Arbeitsunfähigkeit attestiert worden, ab aktuellem Explora-
tionsdatum bestehe eine 30%-ige Einschränkung. Aus rheumatologischer Sicht sei die ange-
stammte Tätigkeit oder eine angepasste Verweistätigkeit vollumfänglich zu 100% ohne Leis-
tungseinschränkung möglich und zumutbar. Aus somatischer Sicht könne keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit ausgewiesen werden. Die Arbeitsunfähigkeit sei durch die psychiatrische 
Grundproblematik bedingt.  
 
4.2 Der Angelegenheit liegen weitere relevante Berichte insbesondere der behandelnden 
Fachspezialisten und des RAD zu Grunde. 
 
4.2.1 Gemäss dem ärztlichen Verlaufsbericht von Dr. D.____, FMH Psychiatrie und Psycho-
therapie, vom 30. Juni 2017 (IV-Dok 30) seien mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit min-
destens Ende August 2016 eine mittelgradige depressive Episode sowie starke Hinweise auf eine 
akzentuierte ängstlich-vermeidende Persönlichkeit zu diagnostizieren. Die somatischen Be-
schwerden bestünden schon seit Jahrzehnten und hätten sich in den letzten Monaten unter dem 
subjektiv erlebten Druck akzentuiert. Bei der Arbeit im Umfang von rund 20% hätten sich seit 
einigen Monaten Probleme in den Bereichen Arbeitstempo, Selbstbewusstsein, Perfektionismus, 
Konzentration und Ausdauer bemerkbar gemacht. Einhergehend hätten die körperlichen Be-
schwerden insbesondere in Form von Nacken- und Kopfschmerzen und zeitweiligen Schlafstö-
rungen sowie Müdigkeit zugenommen. Auch seien Zwangssymptome in Form von Ekel und Hy-
gienezwängen aufgetreten. Affektiv würden agoraphobische Ängste, eine erhöhte Anspannung 
und eine Reizbarkeit auftreten. Die Folge davon sei eine soziale Rückzugstendenz. Der Antrieb 
sei reduziert. Oft bestünde tagsüber eine Müdigkeit. Kognitiv imponierten Aufmerksamkeits- und 
Konzentrationsstörungen, Schwierigkeiten, sich zu entscheiden sowie Gedächtnisprobleme so-
wie Ein- wie auch Durchschlafstörungen. Der Versicherte leide ausserdem unter Essstörungen 
und klage oft über somatische Beschwerden im Nacken, welche mit Schwindel, Kopfschmerzen 
und Gefühlsstörungen einhergingen. Episodisch würden Bauchschmerzen mit Reflux auftreten. 
Der Gesundheitszustand sei stationär.  
 
4.2.2 Dem Arztbericht von Dr. D.____ vom 18. Dezember 2018 (IV-Dok 67) zufolge sei der 
Versicherte seit März 2018 nur zu einem kleinen Teil arbeitsfähig. Aus seinen Angaben gehe 
hervor, dass seine aktuelle depressive Lebenskrise infolge der Trennung von seiner damaligen 
Partnerin im Jahr 2010 begonnen habe. Seit März 2016 befinde er sich in psychotherapeutischer 
Behandlung wegen seiner depressiven Störung, Schmerzen und Phobien im öffentlichen Raum. 

 
 
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Der Versicherte lebe bereits längere Zeit isoliert und fühle sich im Kontakt mit anderen Menschen 
unwohl. Bei den vereinzelten Arbeitseinsätzen für aus dem früheren Arbeitsleben bekannte Kli-
enten hätten sich Hinweise auf zwanghafte Verhaltensweisen im Bereich der Hygiene in Form 
einer aufwändigen Reinigung des Arbeitsplatzes jeweils vor Arbeitsbeginn ergeben. Seit Frühling 
2018 habe der Versicherte seine persönlichen Arbeitsversuche weitergeführt, habe aber regel-
mässig Druck und Belastung durch soziale Kontakte, Zwangssymptome und eine geringe Feh-
lertoleranz erlebt. Die depressiven Symptome, die Schmerzen und die zu Grunde liegenden dys-
funktionalen Denkmuster seien erhalten geblieben. Weiterhin leide er unter den depressiven 
Symptomen. Die zwanghaften Symptome sowie die Schmerzsymptomatik schienen sich letzthin 
zu akzentuieren. Der Versicherte könne keine Freude empfinden. Formal leide er an Gedanken-
kreisen. Weiter würden affektiv Ängste, eine erhöhte Anspannung und eine Reizbarkeit mit sozi-
aler Rückzugstendenz auftreten. Der Antrieb sei reduziert. Zu diagnostizieren sei eine chronifi-
zierte mittelgradige depressive Episode seit August 2016. Anamnestisch sei aber davon auszu-
gehen, dass die Erkrankung seit mindestens acht Jahren bestehe. Weiter bestünden Hinweise 
auf eine akzentuierte Persönlichkeit in Form von ängstlich-vermeidenden, zwanghaften und as-
thenischen Zügen. Aktuell sei an ein nur kleines Arbeitspensum im Umfang von 20% zu denken, 
so wie der Versicherte es aktuell in etwa bewältige, dabei aber bereits Probleme aufweise. Die 
labile psychische Verfassung erlaube wenig Unregelmässigkeiten, Fehler oder Unerwartetes, 
ohne dass der Versicherte sehr angespannt sei und die Symptomatik sich entsprechend ver-
stärke.  
 
4.2.3 Aus der Stellungnahme von Dr. D.____ sowie des behandelnden Psychologen vom 4. 
November 2019 (IV-Dok 92) geht hervor, dass die mittlerweile dreijährige Erfahrung mit dem Pa-
tienten der Sichtweise im psychiatrischen Teil-Gutachten von Dr. C.____ widerspreche. Vor dem 
Hintergrund, dass der Versicherte in geringfügigem Masse eine Erwerbstätigkeit ausübe, sei eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit, wie sie in früheren Arztberichten attestiert worden sei, aktuell 
nicht mehr gegeben. Es treffe zwar zu, dass sich die Symptomatik im Zeitraum von 2016 bis 2019 
verbessert habe und eine leichte Stabilisierung eingetreten sei. So seien die Schlafstörungen und 
die Appetitstörungen geringer und auch die phobischen Ängste seien bedeutend weniger ausge-
prägt. Nach wie vor leide der Versicherte aber an psychischen Schwankungen in einem schwe-
reren Ausmass, als es aus dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. C.____ hervorgehe. Es 
scheine, als habe Dr. C.____ viele Äusserungen des Versicherten relativiert und in ihrer Bedeu-
tung minimiert und lediglich subjektive Erscheinungen bewertet. Im Rahmen der langjährigen Be-
handlung zeigten sich im Längsverlauf deutliche depressive Symptome. Diese Symptomatik sei 
zwar nicht dauerhaft aber doch überwiegend vorhanden. Ebenfalls seien kognitive Beeinträchti-
gungen vorhanden. Bezüglich der Zwangsstörungen habe sich erst in letzter Zeit der Eindruck 
verstärkt, dass der Versicherte nebst einem Reinlichkeitszwang auch unter Prokrastination und 
einem Kontrollverhalten leide. Als weiterer Faktor scheine über die Jahre die im Gutachten von 
Dr. C.____ in Abrede gestellte Anhedonie ein Faktor zu sein, die es dem Versicherten nicht er-
mögliche, in sich eine positive Resonanz zu spüren, auch wenn er zeitweise Dinge unternehme, 
die an und für sich positiv seien. Dies könnte ein Grund sein, weshalb er sich mit Ausnahme der 
medikamentösen Behandlung seit Langem nicht für eine weitere Untersuchung und Behandlung 
der diversen somatischen Beschwerden animieren lasse. Es sei von einer deutlichen Wechsel-

 
 
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wirkung zwischen der depressiven Störung und den akzentuierten Persönlichkeitszügen auszu-
gehen. Den Alltag könne er aktuell nur bewältigen, weil er ihn ohne Druck und ohne zeitliche 
Limitierung angehen könne. Aus therapeutischer Sicht würden die gutachterlich genannten Ein-
schränkungen zutreffen. Jedoch führe der Schweregrad zu einer Arbeitsunfähigkeit von mindes-
tens 50%. Die Abweichung zur früheren Beurteilung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit hänge 
mit der Verbesserung des psychischen Zustandsbilds zusammen.  
 
4.2.4 Der im Rahmen des Einwandverfahrens eingereichten Stellungnahme des behandeln-
den Psychologen vom 26. November 2020 (IV-Dok 105) ist zu entnehmen, dass der Therapie-
verlauf die Annahmen von November 2019 bestätigt habe. Zu diagnostizieren sei eine chronifi-
zierte mittelgradige depressive Episode. Es sei davon auszugehen, dass die Erkrankung seit 
mindestens zwölf Jahren bestehe. Weiter bestehe eine kombinierte akzentuierte Persönlichkeit 
mit ängstlich-vermeidenden, zwanghaften und asthenischen Zügen sowie weiterhin eine rele-
vante Alexithymie mit starker Somatisierungstendenz. Die Leistungsfähigkeit des Versicherten 
sei aufgrund der depressiven Störung in Verbindung mit den Persönlichkeitsakzentuierungen 
durch eine eingeschränkte Belastbarkeit reduziert, die auf eine Arbeitsfähigkeit von zirka 50% 
schliessen lasse. Der Versicherte habe die Therapiesitzungen regelmässig besucht. Allerdings 
seien öfters Sitzungen wegen Kopfschmerzen, Koliken oder wegen schlechter Befindlichkeit aus-
gefallen. An der psychischen Verfassung sowie an den Lebensbedingungen in grösstenteils so-
zialer Isolation habe sich grundlegend nichts verändert. Abgesehen von nur wenigen Kontakten 
zu einigen früheren Kunden, zwei alten Bekannten und seiner Mutter lebe der Versicherte alleine 
und sei in sozialen Situationen unsicher und überfordert. Eine Behandlung in einer Tagesklinik 
sei thematisiert, indessen vom Versicherten abgelehnt worden, weil er sich dadurch eingeengt 
fühle und Angst vor Kontrollverlusten habe. Die Einschätzung von Dr. C.____ sei tendenziell zu-
treffend, der Gutachter bilde den Ausprägungsgrad der gesundheitlichen Einschränkungen aber 
nur ungenügend ab.  
 
4.2.5 Gemäss Stellungnahme des RAD vom 11. Dezember 2020 (IV-Dok 107) ergebe ein ge-
nauer Vergleich der einerseits von Dr. C.____ und andererseits durch die Behandler beschriebe-
nen Beschwerden und Befunde nur geringe Unterschiede. Im Wesentlichen werde von den Be-
handlern in deren Stellungnahme vom November 2020 ein ähnlicher Gesundheitszustand be-
schrieben, wie ihn auch Dr. C.____ erhoben habe. Dies lasse es nicht zu, die Arbeitsfähigkeit 
grundlegend anders einzuschätzen. Der behandelnde Psychologe stütze sich bei seiner Ein-
schätzung im Wesentlichen auf subjektive Klagen des Versicherten und nicht auf objektive psy-
chopathologische Befunde ab. Dass der Versicherte die Behandlung in einer Tagesklinik abge-
lehnt habe, weise auf einen Compliance-Mangel hin. Schliesslich stelle die aktuelle Medikation 
die geringstmögliche Einstiegsdosis eines der am wenigsten wirksamen Antidepressiva dar. 
Würde der Versicherte an einer mittelgradigen depressiven Episode leiden, würde der erfahrene 
Psychiater mit einem wirksameren Antidepressivum und mit einer höheren Dosis behandeln. Die 
seit Jahren unveränderte depressive Symptomatik bestätige, dass es sich um eine abweichende 
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bei unverändertem Gesundheitszustand handle.  
 
4.2.6 Der als Beschwerdebeilage eingereichten Stellungnahme des behandelnden Psycholo-
gen vom 22. März 2021 kann schliesslich im Wesentlichen entnommen werden, dass das vom 

 
 
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RAD erwähnte Unvermögen vor allem durch das Vermeidungsverhalten des Versicherten und 
dessen Resignation erklärt werden könne und damit krankheitsbedingter Natur sei. 
 
5.1 Zwischen den Parteien zu Recht unbestritten geblieben ist, dass der Versicherte in so-
matischer Hinsicht vollständig arbeitsfähig ist. Unstrittig geblieben ist ebenso, dass er in der Zeit 
zwischen März 2016 und der gutachterlichen Exploration durch Dr. C.____ am 4. April 2019 in 
psychiatrischer Hinsicht vollständig arbeitsunfähig war. Mit Blick auf die medizinische Aktenlage 
weiter vorauszuschicken ist, dass zwischen dem psychiatrischen Gutachter Dr. C.____ und den 
Behandlern keine Differenzen in diagnostischer Hinsicht bestehen. Der behandelnde Psychologe 
hat in seiner Stellungnahme vom 26. November 2020 vielmehr dargelegt, dass die diagnostische 
Einschätzung von Dr. C.____ zutreffe, der Ausprägungsgrad der gesundheitlichen Einschränkun-
gen durch den Gutachter aber nur ungenügend abgebildet worden sei. Die reduzierte Belastbar-
keit des Versicherten lasse auf eine Arbeitsfähigkeit von zirka 50% schliessen (oben, Erwägung 
4.2.4). Nachdem Dr. C.____ von einer psychiatrisch bedingten Restarbeitsfähigkeit von 70% aus-
geht (oben, Erwägung 4.1), erschöpft sich der Meinungsstreit somit letztlich in der Frage, ob der 
Versicherte seit seiner Exploration anfangs April 2019 aus psychischen Gründen zu 50% oder zu 
30% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. 
 
5.2 Das von der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Teil-Gutachten von Dr. C.____ erfüllt 
zweifelsohne die rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien an ein beweiskräftiges verwal-
tungsexternes Verwaltungsgutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 3.3), ist den im 
Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -
ärzte, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit ihrer Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier letztlich keine vor. 
Das Gutachten von Dr. C.____ beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt detailliert 
die geklagten Beschwerden des Versicherten, wie sie auch aus den Schilderungen der Behandler 
hervorgehen, und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden. Es äussert sich 
ebenfalls zu den dem Versicherten noch verbleibenden Ressourcen und kommt auf der Basis 
dieser Ressourcenprüfung zum Schluss, dass die Kombination seiner akzentuierten Persönlich-
keitszüge mit der subdepressiven Störung zwar ungünstig sei, die subjektiv empfundene Ein-
schränkung des Exploranden jedoch nicht ohne Weiteres nachvollzogen werden könne, sondern 
im Rahmen seiner Persönlichkeit interpretiert werden müsse. Diese Schlussfolgerung ist schlüs-
sig. Dr. C.____ anerkennt in Übereinstimmung mit den behandelnden Fachpersonen, dass der 
Versicherte nicht in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen und nicht unter Zeitdruck arbei-
ten kann. Er attestiert ihm deshalb in quantitativer Hinsicht einen erhöhten Pausenbedarf und 
beschränkt eine potentielle Verweistätigkeit in qualitativer Hinsicht auf eine klar strukturierte Ar-
beit ohne Zeitdruck. Dem Einwand des Beschwerdeführers, die Schilderungen seines behandeln-
den Psychiaters und jene seines behandelnden Psychologen seien geradezu gegenteilig, kann 
damit keinesfalls gefolgt werden. Wie Dr. D.____ notiert auch Dr. C.____ in seinem Gutachten, 
dass sich die Kombination der akzentuierten Persönlichkeitszüge des Versicherte mit dessen 
subdepressiven Störung ungünstig potenziere (a.a.O., S. 12). Dr. C.____ anerkennt demnach 

 
 
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übereinstimmend mit den behandelnden Fachpersonen, dass der Versicherte als vermindert be-
lastbar einzustufen und nicht in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen oder unter Zeitdruck 
zu arbeiten. Mit der Anerkennung von Erholungsphasen in Form eines mithin erhöhten Pausen-
bedarfs im Umfang von 30% kann aber entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffas-
sung nicht gesagt werden, die gutachterliche Einschätzung widerspreche der Einschätzung der 
behandelnden Fachpersonen derart deutlich, dass darin auf einen konkreten Zweifel an der gut-
achterlichen Einschätzung zu schliessen wäre. Insbesondere in Bezug auf die deckungsgleich 
erhobenen Zwangshandlungen des Beschwerdeführers fällt auf, dass auch der behandelnde 
Psychiater nie eine Diagnose im Sinne einer Persönlichkeitsstörung gestellt, sondern lediglich 
auf eine akzentuierte Persönlichkeit hingewiesen hat. Auch Dr. C.____ hat diese Aspekte als Z-
Diagnose mitberücksichtigt. Eine solche Diagnose aber stellt keine schwere Störung dar, sondern 
ist als mindergradiges Problem bei der Lebensbewältigung zu qualifizieren. Als solche ist die 
Persönlichkeitsakzentuierung des Versicherten grundsätzlich nicht geeignet, schwerwiegende 
Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit hervorzurufen. Damit bleibt es letztlich bei der Differenz, 
dass der behandelnde Psychiater im Längsverlauf von einer mittelgradigen Depression ausgeht, 
während der Gutachter lediglich auf eine leichte, allenfalls gar nur dysthyme Störung schliesst. 
Sowohl eine leichtgradige depressive Störung wie erst recht eine Dysthymie können für sich al-
leine jedoch ebenfalls keine schwere Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit begründen. Beide 
Diagnosen werden grundsätzlich nicht als eigenständige, anhaltende psychiatrische Gesund-
heitsschädigungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und Leistungsfähigkeit angesehen. 
Auch wenn unter dem Aspekt einer etwaigen Wechselwirkung auf der Basis einer eingehenden 
Ressourcenprüfung ein Einfluss auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht per se ausgeschlos-
sen werden kann, widerspiegelt sich in dieser Ausgangslage letztlich die geltende Rechtslage, 
wonach den Sachverständigen mit BGE 141 V 281 ein normativ konfiguriertes Beweisverfahren 
aufgegeben ist. Dieses Beweisverfahren hat der psychiatrische Gutachter aber lege artis durch-
geführt (BGE 140 V 193 E. 3.2; bei psychischen Leiden im Besonderen BGE 141 V 281 E. 5.2.1 
in Verbindung mit BGE 143 V 418). Jedenfalls kann aus den kritisierten Aussagen im Verwal-
tungsgutachten von Dr. C.____ nicht abgeleitet werden, der Experte sei der Überzeugung gewe-
sen, eine Dysthymie könne generell keine Arbeitsunfähigkeit begründen, selbst wenn noch an-
dere gravierende Befunde vorliegen würden. Das Gegenteil ist der Fall. Anders aber in Fällen, in 
welchen eine dysthyme Störung die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall erheblich beeinträchtigen kann, 
wenn sie zusammen mit einer ernsthaften Persönlichkeitsstörung auftritt (vgl. die Hinweise im 
Urteil 9C_146/2015 vom 19. Januar 2016 E. 3.2), liegt hier in Form einer Persönlichkeitsakzen-
tuierung gerade keine solche offensichtlich erschwerende Komponente vor. Diese Auffassung 
wird durch die im Gutachten von Dr. C.____ detailliert erhobene Anamnese gestützt. So hat der 
Versicherte selbst angegeben, dass er nicht ausgesprochen deprimiert sei. Auch der in der ver-
tiefenden Befragung eruierte Tagesablauf spricht gegen eine mittelgradige Depression. Daran 
vermag nichts zu ändern, dass sich der Versicherte eher passiv und zurückhaltend verhält und 
nur wenige soziale Kontakte unterhält, sind diese Aspekte doch bereits in der offenbar schon 
zeitlebens bestehenden Persönlichkeitsakzentuierung in Form passiv-vermeidender und ängstli-
cher Züge enthalten (psychiatrisches Teilgutachten Dr. C.____, S. 5 ad Diskussion relevanter 
Persönlichkeitsaspekte; ebenso aber auch Arztbericht von Dr. D.____ vom 18. Dezember 2018, 
oben Erwägung 4.2.2). Eine verharmlosende Darstellung im Gutachten von Dr. C.____ kann bei 
dieser Sachlage nicht erkannt werden.  

 
 
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5.3 Das psychiatrische Gutachten von Dr. C.____ erläutert letztlich deshalb schlüssig, dass 
durch die Kombination der akzentuierten Persönlichkeitszüge und einer subdepressiven Störung 
lediglich eine Einschränkung von 30% hervorgerufen wird. Von erheblicher Relevanz erweist sich 
dabei der Umstand, dass der behandelnde Psychiater Endes des Jahres 2016 ursprünglich noch 
von einer anhaltenden, vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen war (IV-Dok 23), mittler-
weile aber eine Stabilisierung und Verbesserung des psychischen Zustandsbilds attestiert hat 
(oben, Erwägung 4.2.3), die sich neuerdings in einer nur noch hälftigen Restarbeitsfähigkeit nie-
derschlage. Zumal Dr. D.____ bei der Quantifizierung letztlich insofern vage bleibt, als seine neu-
este Einschätzung einer Restarbeitsfähigkeit von zirka 50% eine leicht höhere Leistungs- und 
Arbeitsfähigkeit jedenfalls auch nicht gänzlich ausschliesst (oben, Erwägung 4.2.4), lässt sich 
keine Divergenz, sondern letztlich vielmehr eine Kongruenz zwischen Behandler und Gutachter 
erkennen. Dass der genaue Umfang der noch verbleibenden Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
Dr. C.____ etwas höher beurteilt wird, ist einer umfassenden Exploration bei dieser Sachlage 
letztlich inhärent. Dabei erweisen sich eher die Aussagen des behandelnden Arztes als teilweise 
widersprüchlich. Einerseits ist schwierig nachzuvollziehen, dass Dr. D.____ in seiner Stellung-
nahme vom 26. November 2020 davon spricht, dass seit mindestens 12 Jahren eine chronifizierte 
mittelgradige depressive Episode bestehe, gleichzeitig aber im Vergleich zur Situation per Ende 
2016 von einer erheblichen Verbesserung der Restarbeitsfähigkeit ausgeht. Andererseits ist auch 
dessen Bericht vom 4. November 2019 nicht gänzlich klar. So kritisiert Dr. D.____ die Einschät-
zung von Dr. C.____ offenbar unter anderem darin, dass der Gutachter die Schlafstörungen des 
Versicherten zu Unrecht nicht als dauerhaft beschrieben habe. Gleichzeitig aber begründet der 
Behandler in diesem Bericht die mittlerweile verbesserte Symptomatik nebst einer bedeutenden 
Abnahme phobischer Ängste just mit den mittlerweile auch weniger stark ausgeprägten Schlaf-
störungen. Diese Widersprüche in den Stellungnahmen der Behandler überzeugen letztlich nicht.  
 
5.4 Die Tatsache, dass der Versicherte im Rahmen seiner die affektive Grundstimmung po-
tenzierenden Persönlichkeitsakzentuierung insbesondere in sozialer Hinsicht an seine Grenzen 
stossen mag, spricht alleine noch nicht für eine schwere Ausprägung mit massgebendem Einfluss 
auf seine Leistungs- und Arbeitsfähigkeit. Die Einschätzung von Dr. C.____ erweist sich letztlich 
deshalb als schlüssig, weil auch die behandelnden Fachpersonen insbesondere eine Verbesse-
rung der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit attestiert haben, von welcher auch der Gutachter 
ausgeht. Diese übereinstimmend erhobene Verbesserung spricht dafür, dass die affektive Stö-
rung im Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration nur noch leichter Natur war. Ein Widerspruch 
in der Nachvollziehbarkeit der gutachterlichen Überlegungen von Dr. C.____, wie ihn der Be-
schwerdeführer vorbringen lässt, kann darin jedenfalls nicht erkannt werden. Soweit der Be-
schwerdeführer letztlich rügt, der Gutachtensauftrag seitens der IV-Stelle sei nicht wertungsfrei 
formuliert worden, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden. Er bringt vor, im Gutachterauftrag sei 
der Vermerk enthalten, dass der Versicherte seine Psychotherapietermine regelmässig absage, 
was für einen geringen Leidensdruck spreche. Dies trifft zwar zu (IV-Dok 72, ad Grund für die 
Empfehlung für eine Begutachtung), entspricht letztlich aber der tatsächlichen Aussage des be-
handelnden Psychiaters. Mit Blick auf die im Zentrum der Begutachtung stehende Auseinander-
setzung mit der Beurteilung von Dr. D.____ kann darin deshalb keine Beeinflussung des Gutach-
ters erkannt werden. Auch Dr. C.____ hält fest, dass Therapiestunden aufgrund der Beschwerden 

 
 
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teilweise verschoben oder gänzlich ausfallen würden. Die von ihm etwas höher eingeschätzte 
Leistungsfähigkeit begründet er jedoch nicht mit diesem Umstand. Insofern sind auch keine An-
haltspunkte erkennbar, welche an der Objektivität seiner Einschätzung zweifeln lassen. Damit 
muss es mit einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 30% sein Bewenden haben.  
 
6. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen und in dieser Hinsicht einzig ein lei-
densbedingter Abzug beim Invalideneinkommen. Entgegen der in der Beschwerdebegründung 
vertretenen Auffassung lässt sich im vorliegenden Fall ein leidensbedingter Abzug im Umfang 
von 20% oder mehr nicht begründen. Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. C.____ zufolge 
besteht eine vollschichtige Zumutbarkeit, deren Pensum durch einen erhöhten Pausenbedarf re-
duziert wird. Eine teilzeitbedingte Einbusse lässt sich deshalb nicht begründen. Sodann nehmen 
sowohl die Bedeutung des Alters als auch diejenige der Dienstjahre – mithin der Berufserfahrung 
– ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist, weshalb diese Faktoren bei einfachen und repetiti-
ven, dem Kompetenzniveau 1 (vormals Anforderungsprofil 4) der LSE entsprechenden Tätigkei-
ten grundsätzlich keinen Anlass zu einem Abzug vom Tabellenlohn geben (BGE 126 V 79 
E. 5a/cc). Einem allfälligen leidensbedingten Abzug wären mithin sehr enge Grenzen gesetzt. 
Selbst bei einem Abzug von 10% würde indessen kein Renten begründender IV-Grad resultieren. 
Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch des Versicherten im Ergebnis somit zu Recht verneint, 
weshalb die hiergegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. 
 
7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1'000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.— fest. Nach 
§ 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in ange-
messenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, wes-
halb ihm die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihm ist allerdings mit Verfügung vom 25. März 
2021 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfah-
renskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. September 2020 auch die unentgeltliche 
Verbeiständung mit seiner Rechtsvertreterin bewilligt worden ist, ist diese für ihre Bemühungen 
aus der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen 
und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeistän-
dung Fr. 200.— pro Stunde für eine Advokatin oder einen Advokaten. Die Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers hat in ihrer Honorarnote vom 21. Juni 2021 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 11 Stunden und 20 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht der 
sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Spesen wurden keine 
ausgewiesen. Der Rechtsvertreterin ist demnach ein Honorar in der Höhe von Fr. 2'266.65 (11 
Stunden und 20 Minuten à Fr. 200.—, ohne Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 

 
 
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7.3 Der Beschwerdeführer wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 2'266.65 (ohne Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.