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**Case Identifier:** 2172964b-0210-5c92-b92d-1612c9cab6d7
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.09.2025 ZR1 2025 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-120_2025-09-18.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Entscheid vom 18. September 2025
mitgeteilt am 30. September 2025

Referenz ZR1 25 120

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Bäder Federspiel und Bergamin
Hugentobler, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Fabienne Götz
c/o SwissLegal Lardi & Partner AG

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden vom 21. August 2025, mitgeteilt am 27. 
August 2025 

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Sachverhalt

A. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden), vom 9. Juli 2025 wurde 
verfügt, dass über A.________, geboren am _____ 2004, ein stationäres 
psychiatrisches Gutachten durch Dr. med. B.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, erstellt werden soll. 

B. Am 30. Juli 2025 wurde A.________ von Dr. med. C.________ für maximal 
sechs Wochen fürsorgerisch in der Klinik E.________ untergebracht. Dagegen 
erhob A.________ mit Eingabe vom 20. August 2025 (Poststempel) beim 
Obergericht des Kantons Graubünden Beschwerde, auf welche mit Entscheid 
ZR1 25 107 aufgrund des Nichteinhaltens der Beschwerdefrist nicht eingetreten 
wurde. Die Beschwerde wurde der Klinik E.________ zur allfälligen weiteren 
Behandlung als Entlassungsgesuch weitergeleitet.

C. Am 22. August 2025 lehnte die Klinik E.________ ein von A.________ 
eingereichtes Entlassungsgesuch ab. Dagegen erhob A.________ mit Eingabe vom 
25. August 2025 (Poststempel) Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden (Verfahren ZR1 25 110). Mit prozessleitender Verfügung vom 
28. August 2025 beauftragte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer 
des Obergerichts F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens mit der Erstellung eines Gutachtens über 
den Gesundheitszustand von A.________ und über die Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung.

D. Bereits mit Entscheid vom 21. August 2025 hatte die KESB Nordbünden 
A.________ behördlich zur Behandlung und Betreuung in der Klinik E.________ 
fürsorgerisch untergebracht. Die Zuständigkeit für die Entlassung wurde bei der 
Klinik E.________ belassen. Im Weiteren errichtete die KESB Nordbünden für 
A.________ eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht mit Aufgaben und 
Kompetenzen im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft in den Bereichen der 
Vermögensverwaltung, Wohnen, Medizin und Gesundheit, Arbeit, Bildung, 
Beschäftigung, öffentliche Verwaltung und Versicherungen. D.________ wurde als 
Beistandsperson von A.________ ernannt. 

E. Die KESB Nordbünden teilte ihren Entscheid vom 21. August 2025 den 
Parteien am 27. August 2025 mit. Gegen diesen Entscheid liess A.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) durch ihre in der Zwischenzeit von der KESB 
Nordbünden eingesetzte Vertretungsbeiständin, Rechtsanwältin MLaw Fabienne 
Götz, mit Eingabe vom 5. September 2025 Beschwerde beim Obergericht des 

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Kantons Graubünden erheben. Dabei beantragte sie die Aufhebung der 
fürsorgerischen Unterbringung (Dispositiv-Ziffer 1.b des angefochtenen 
Entscheids). Im Übrigen wurde der Entscheid nicht angefochten.  

F. Am 16. September 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 11. September 2025 vorgeladen worden war. Die 
Beschwerdeführerin nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde 
befragt. Nach durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige 
Entscheiddispositiv vom 18. September 2025 am 19. September 2025 der 
Vertretungsbeiständin, der Klinik E.________ und der KESB Nordbünden 
zugestellt.

G. Die Akten aus dem Verfahren vor der KESB Nordbünden sowie die Akten 
des Beschwerdeverfahrens ZR1 25 110, in welchem das Gutachten von 
F.________ erstellt worden war, wurden beigezogen.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist der Entscheid betreffend die 
behördliche fürsorgerische Unterbringung der KESB Nordbünden gemäss 
Art. 426 Abs. 1 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 ZGB vom 21. August 2025. Das Obergericht 
ist hierfür die einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 450 Abs. 1 ZGB i.V.m. 
Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) und folglich zur Beurteilung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. 

1.2. Der Entscheid der Klinik E.________ betreffend Ablehnung des 
Entlassungsgesuchs wurde durch die spätere Mitteilung der behördlichen 
Unterbringung durch die KESB Nordbünden obsolet, weshalb das Verfahren ZR1 
25 110 als gegenstandslos geworden am Geschäftsverzeichnis abzuschreiben ist. 
Die Akten des Verfahrens ZR1 25 110 wurde zum Verfahren ZR1 25 120 
beigezogen.

1.3. Gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB ist die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung zuständig. Dagegen können 
die betroffene Person, eine ihr nahestehende Person oder Personen, die ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des 
angefochtenen Entscheids haben, innert zehn Tagen schriftlich beim zuständigen 
Gericht Beschwerde erheben (Art. 450 i.V.m. Art. 450b Abs. 2 ZGB). Eine 
Begründung ist nicht erforderlich (Art. 450 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB). 
Vorliegend erfolgte die Beschwerde gegen den Entscheid der KESB Nordbünden 
vom 21. August 2025 frist- und formgerecht. Darauf ist einzutreten.

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2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach 
Art. 450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Die Beschwerdeinstanz muss jedoch nicht zwingend 
ein neues Gutachten in Auftrag geben, wenn bereits im Verfahren vor der KESB ein 
solches erstellt worden ist (vgl. GEISER a.a.O., Art. 450e N. 19 f.). 

Vorliegend hat die KESB Nordbünden ein Gutachten durch Dr. med. B.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, erstellen lassen. Das 
Gutachten vom 16. August 2025 ging bei der KESB Nordbünden am 18. August 
2025 ein. Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ZR1 25 110 gegen die Ablehnung 
der Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung wurde vom Obergericht 
zudem ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, welches von F.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, am 2. September 2025 erstellt 
wurde. Die Akten des Verfahrens ZR1 25 110 wurden beigezogen. Das Gutachten 

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erscheint aktuell und ermöglicht dem Gericht, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB 
ergebenden Rechtsfragen zu beantworten. Es kann daher darauf abgestützt 
werden. Die Einholung eines weiteren Gutachtens ist nicht mehr erforderlich.

2.3. Nach Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdeinstanz 
die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch zwingend 
zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (BERNHART, Handbuch 
der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das Gericht hat sich durch 
eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit 
der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung und der Befragung der 
Beschwerdeführerin wurde diesem Erfordernis Genüge getan.

3.1. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychischen 
Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 
426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der betroffenen 
Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu auch Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, 
Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 [zit.: Botschaft], 
S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung allein wegen 
Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB keine genügende gesetzliche Grundlage. Mit 
anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich alleine nie ausschlaggebend 
für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

3.2. Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist 
einer der drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, 
geistige Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder 
Betreuung. Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise 
Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_288/2016 vom 11. Juli 2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen 
sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der 

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Schwächezustand allein vermag eine fürsorgerische Unterbringung nie zu 
rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der Notwendigkeit einer 
Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer solchen ist die 
freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

3.3. Zu klären ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.).

3.4. Im Bericht der Klinik E.________ vom 27. August 2025 (act. 03 [ZR1 25 110]) 
wird der Zustand der Beschwerdeführerin als psychotisch beschrieben. Im Rahmen 
der Psychose imponiere die Beschwerdeführerin mit Einengungsphänomenen, 
wahnhaften Überzeugungen bezüglich des "Kreis der G.________" und mit 
ausgeprägtem Misstrauen. Ebenso habe die Beschwerdeführerin ihr bekannte 
Gesichter nicht erkannt und behauptet, ihre Schwester sei nicht ihre Schwester. 
Zudem bestünden ebenfalls starke Rückzugstendenzen wie auch regressive 
Verhaltensweisen. Diese Erkenntnisse werden sowohl im Kurzgutachten vom 16. 
August 2025, wie auch im Kurzgutachten vom 2. September 2025 bestätigt und als 
paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0) klassifiziert. Bei der paranoiden 
Schizophrenie handelt es sich um eine psychische Störung im medizinischen Sinne. 
Die Diagnosen der Gutachterinnen und der Klinik E.________ sind für das 
Obergericht nachvollziehbar. Daraus kann geschlossen werden, dass bei der 
Beschwerdeführerin ein Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB 
vorliegt.

3.5. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 

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a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt zudem, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 
festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

3.6. Beide Gutachterinnen führten in ihren Beurteilungen aus, dass ein Bedarf an 
der Behandlung der bei der Beschwerdeführerin festgestellten psychischen 
Erkrankung bestehe. Dr. med. B.________ hielt fest, dass die Beschwerdeführerin 
dringend und zwingend eine fachpsychiatrische Behandlung benötige 
(KESB act. 69 [ZR1 25 110], Antwort auf Frage 6.2). Die Gutachterin F.________ 
führte ihrerseits aus, dass eine ärztliche Behandlung zur Therapie der paranoiden 
Schizophrenie indiziert sei. Aktuell sei vor allem die psychotische Symptomatik, 
verbunden mit dem ausgeprägten systematisierten Wahn, pharmakologisch zu 
behandeln. Im therapeutischen Setting sollte eine niederschwellige Milieutherapie 
installiert werden mit dem Ziel, durch den Aufbau einer therapeutischen Beziehung, 
soweit dies der Beschwerdeführerin möglich sei, eine Krankheitseinsicht zu 
erlangen (act. 07 [ZR1 25 110] Antwort auf Frage 2). Für das Obergericht sind die 
gutachterlichen Beurteilungen nachvollziehbar, weshalb von einer notwendigen 
Behandlung der Beschwerdeführerin auszugehen ist.

3.7.1. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Beide Gutachterinnen bejahen eine 
Selbstgefährdung. Dr. med. B.________ erkennt die Selbstgefährdung darin, dass 
mit dem akuten Schub eine deutlich gestörte Wahrnehmung der Realität 
einhergehe, welche zur Reduktion der Urteilsfähigkeit und auch der basalen 
Alltagsaktivitäten führe, wobei sie eine Verweigerung der Nahrung, der Ablehnung 
der Behandlung trotz einer teilweise vorhandenen Krankheitseinsicht erwähnte 
(KESB-act. 69 [ZR1 25 110], Antwort auf Frage 6.3). Die Gutachterin F.________ 
erkennt ebenfalls eine Selbstgefährdung aufgrund eines Selbstversorgungsdefizits, 

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welches einerseits in den Bereichen des täglichen Lebens, indessen auch in der 
zuverlässigen Einnahme von Medikamenten bestehe. Überdies geht sie bei 
ausleibender ärztlicher Behandlung von einer Chronifizierung der Symptomatik aus, 
welche zur weiteren Verschlechterung des Krankheitsbildes führe (act. 07 [ZR1 25 
110] Antwort auf Fragen 3 und 4).

3.7.2. Die akute und konkrete Selbstgefährdung der Beschwerdeführerin ist für das 
Obergericht nachvollziehbar, und zwar sowohl hinsichtlich der drohenden 
Chronifizierung der Symptomatik bei fehlender Medikamenteneinnahme wie auch 
hinsichtlich des Selbstversorgungsdefizites bei alltäglichen Bedürfnissen der 
Beschwerdeführerin. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den 
Zustand der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Gerichtsverhandlung abzustellen. 
Anlässlich der Hauptverhandlung vom 16. September 2025 konnte sich die 
Beschwerdeinstanz ein eigenes Bild von der Beschwerdeführerin machen. Die 
Beschwerdeführerin wirkte reserviert. Sie wollte keine Aussagen zu ihrem familiären 
Umfeld machen und betonte, dass dies persönlich sei und sie nicht darüber rede. 
Sie führte wiederholt aus, dass sie zu ihrer Mutter nach Hause wolle und die 
Einnahme der Medikamente aussetzen wolle. Seit einigen Tagen könne sie nicht 
essen, in der Klinik gehe dies jedenfalls nicht, zuhause bei der Mutter aber schon. 
Sie habe auch nicht das Gefühl, sich behandeln lassen zu müssen. Daraus geht für 
das Gericht hervor, dass die Beschwerdeführerin auch zum Zeitpunkt der 
Hauptverhandlung noch keine Medikamente einnehmen möchte, wenn sie nicht 
dazu angehalten wird. Unterbleibt die Behandlung aber, droht nach der Beurteilung 
der Gutachterin F.________ konkret die Chronifizierung der paranoiden 
Schizophrenie, was eine konkrete Selbstgefährdung von einem gewissen Ausmass 
beinhaltet. Dies geht insbesondere auch aus den Schlussfolgerungen der 
Gutachterin hervor, wonach eine konsequente, dauerhafte psychiatrische Therapie 
indiziert ist, auch zur Prognoseverbesserung im Sinne der Verhinderung eines 
schizophrenen Residuums (act. 07 S. 6 oben [ZR1 25 110]). 

3.8. Im Weiteren besteht bei der Beschwerdeführerin nur eine geringe 
Krankheitseinsicht und eine Behandlungseinsicht fehlt gänzlich. Die Ausführungen 
in den Gutachten von Dr. med. B.________ (KESB-act. 69 [ZR1 25 110], Antwort 
auf Frage 6.4) sowie F.________ (act. 07 [ZR1 25 110] Antwort auf Frage 5) sind 
aufgrund der Befragung der Beschwerdeführerin durch das Obergericht 
nachvollziehbar. Die Beschwerdeführerin äusserte gegenüber dem Gericht, sie 
habe nicht das Gefühl, dass sie sich behandeln lassen müsse, und nehme die 
Medikamente bloss, weil andere ihr sagten, dass sie diese nehmen müsse. In 
Bezug auf ihre Krankheit antwortete sie unter anderem, dass es schon sein könne, 

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dass sie eine Krankheit habe, aber dann sei dies so. Wenn es so wäre, dann hätte 
sie die Krankheit schon länger und nicht erst mit 20 Jahren. Damit ist offensichtlich, 
dass eine Einsicht in die von beiden Gutachterinnen diagnostizierte Krankheit fehlt.

3.9. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheides noch nicht ersichtlich. 
Das Obergericht teil die Auffassungen der Gutachterinnen, wonach gemessen an 
der Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin momentan 
nur das Setting einer stationären Behandlung geeignet ist, um eine Stabilisierung 
und den Aufbau einer Tagesstruktur zu erreichen. Eine ambulante Behandlung 
erscheint aufgrund der mangelnden Kooperationsfähigkeit und des auch an der 
Befragung zu Tage getretenen Wahnkonstruktes im jetzigen Zeitpunkt noch nicht 
möglich. Zwar hat die Beschwerdeführerin erwähnt, dass sie gewillt sei, die 
Tagesklinik zu besuchen, wie dies auch ihre Schwester tun würde. Aufgrund der 
Befragung der Beschwerdeführerin scheint aber ihr Bekenntnis noch nicht derart 
gefestigt, dass bei der Wahl einer milderen Massnahme von einer Vermeidung der 
bestehenden Selbstgefährdung (des Selbstversorgungsdefizits und insbesondere 
der mangels Medikamenteneinnahme drohenden Chronifizierung der Symptomatik) 
ausgegangen werden kann. Das Obergericht hat die Fortschritte der 
Beschwerdeführerin und den Umstand, dass diese bereit ist, sich in eine Tagesklinik 
zu begeben, zur Kenntnis genommen. Ebenso ist die Beschwerdeführerin bereits 
im jetzigen Zeitpunkt auf der offenen Station untergebracht, plant ihren Alltag 
grösstenteils selbst und ist auch von Ausgängen in der Stadt jeweils selbständig 
wieder in die Klinik zurückgekehrt. Aufgrund der gutachterlichen Ausführungen, 
aber auch der Antworten der Beschwerdeführerin in der Befragung anlässlich der 
Hauptverhandlung scheint noch keine genügende Compliance zu bestehen, welche 
die Weiterführung der notwendigen Behandlung auch ausserhalb eines stationären 
Aufenthaltes als genügend gefestigt erscheinen lässt. In diesem Zusammenhang 
ist unter Hinweis auf die Ausführungen der Gutachterin F.________ (act. 07 [ZR1 
25 110] Antwort auf Frage 8) festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin – 
vorausgesetzt eine genügende medikamentöse antipsychotische Therapie zur 
Symptomreduktion, eine Psychoedukation bezüglich der Erkrankung und eine 
angemessene Tagesstruktur können installiert werden – nicht mehrere Monate 
fürsorgerisch untergebracht bleiben muss. Vielmehr ist die Beschwerdeführerin zu 
entlassen, sobald die Voraussetzungen für eine Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind bzw. sobald es ihr Zustand zulässt. Ob dabei auch eine betreute Wohnform ein 
geeignetes Mittel zur langfristigen Therapie darstellen kann, muss an dieser Stelle 
nicht weiter erörtert werden. 

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3.10. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Die Klinik E.________ stellt für 
die aktuelle Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin ohne Weiteres ein 
geeignetes Setting dar, was auch die Gutachterinnen bejaht haben.

4. Zusammenfassend sind die Voraussetzungen für eine fürsorgerische 
Unterbringung vorliegend erfüllt. Die Beschwerde gegen die behördlich 
angeordnete fürsorgerische Unterbringung ist daher abzuweisen.

5. Da die Beschwerdeführerin vollumfänglich unterlegen ist, wären ihr die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Weil die Beschwerdeführerin mutmasslich nicht über die 
finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt, rechtfertigt es sich vorliegend, bei ihr 
im Sinne von Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu 
verzichten. Daher verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe 
von CHF 1'500.00 sowie die Gutachterkosten beim Kanton Graubünden.

6.1. Des Weiteren ist darüber zu befinden, wie die Verfahrensvertreterin, 
Rechtsanwältin MLaw Fabienne Götz, zu entschädigen ist. Die 
Verfahrensvertretung wurde vor der Vorinstanz mit verfahrensleitender Verfügung 
der KESB Nordbünden vom 20. August 2025 im Sinne von Art. 449a ZGB errichtet 
(KESB act. 75 [ZR1 25 110]), da sich die Beschwerdeführerin nicht in genügender 
Weise selbständig zurechtfinden und ihre Interessen vertreten könne. Sie gilt 
vorliegend auch für das Beschwerdeverfahren weiter (vgl. auch Art. 450e Abs. 4 
ZGB). 

6.2. Zwischen der Vertretung einer Person und dem Staat entsteht ein öffentlich-
rechtliches Verhältnis, wobei die klassischen Beistandschaften von der 
Vertretungsbeistandschaft abzugrenzen sind (MARANTA, a.a.O., Art. 449a N. 5). Die 
Bestimmungen über die anderen Beistandschaften sind daher nur analog auf die 
Vertretungsbeistandschaft gemäss Art. 449a ZGB anwendbar. Wer die Kosten der 
Vertretung zu tragen hat, wenn die Beschwerde abgewiesen wird, ist in Art. 449a 
ZGB nicht geregelt. Grundsätzlich stellen deren Vertretungskosten keine 
Gerichtskosten, sondern Parteikosten im Sinne von Art. 95 Abs. 3 lit. e ZPO dar. 
Weil das Gesetz in Art. 449a ZGB von einer Beistandschaft spricht, sind jedoch die 
Bestimmungen der Beistandschaft in Art. 404 ZGB massgebend. Art. 404 
Abs. 1 ZGB besagt, dass die Entschädigung des Beistands aus dem Vermögen der 
betreffenden Person bezahlt wird. Gemäss Art. 404 Abs. 3 ZGB regeln die Kantone 
den Fall, in welchem die betreffende Person die Entschädigung nicht bezahlen kann 

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(Urteil des Bundesgerichts 5A_327/2016 vom 1. Mai 2017 E. 4). In Umsetzung 
dieser Bestimmung bestehen im Kanton Graubünden in Art. 63 ff. EGzZGB 
Regelungen über die Kosten für das Verfahren vor der KESB. Gemäss Art. 63abis 
EGzZGB sind die Kosten von ambulanten und stationären 
Erwachsenenschutzmassnahmen von der betroffenen Person zu bezahlen, soweit 
Dritte nicht zahlungspflichtig sind. Subsidiär sind sie vom Gemeinwesen zu tragen, 
welches für die öffentlich-rechtliche Unterstützung zuständig ist. Eine 
Konkretisierung dieser Bestimmung findet sich in Art. 25 ff. KESV. Die 
Entschädigung und Spesen der Beistandsperson – worunter eben auch eine 
Vertretungsbeistandschaft fällt – stellen im Kanton Graubünden Massnahmekosten 
dar (Art. 29 Abs. 1 lit. a KESV). Gemäss Art. 30 Abs. 1 KESV legt die Zweigstelle 
die konkrete Entschädigung und den Spesenersatz der Beistandsperson in der 
Regel auf Antrag mit der Abnahme des Rechenschaftsberichts fest. Die Festlegung 
der Höhe der Entschädigung wird durch die KESB im Endentscheid bzw. in einer zu 
einem späteren Zeitpunkt ergehenden verfahrensleitenden Verfügung festgelegt. 
Setzt sich die Tätigkeit des Vertretungsbeistands in der nachfolgenden Instanz fort, 
so hat die gerichtliche Beschwerdeinstanz ihrerseits die Entschädigung für das 
Rechtsmittelverfahren zu bestimmen (MARANTA, a.a.O., Art. 449a N. 43). Dies 
bedeutet, dass im Beschwerdeverfahren das Obergericht über die Höhe der 
Entschädigung der Beistandsperson zu befinden hat. Der Entscheid, ob bzw. in 
welchem Umfang diese durch die Beschwerdeführerin oder vom Gemeinwesen zu 
tragen ist, verbleibt demgegenüber weiterhin bei der KESB Nordbünden und ist 
anhand der noch konkret zu ermittelnden Vermögensverhältnisse der 
verbeiständeten Person zu treffen (vgl. dazu auch Dispositiv-Ziff. 13 des 
angefochtenen Entscheids).

6.3. Vorliegend hat Rechtsanwältin Fabienne Götz als eingesetzte 
Vertretungsbeiständin eine Honorarnote über CHF 1'276.75, bestehend aus einem 
zeitlichen Aufwand von 5.733 Stunden à CHF 200.00 zuzüglich einer 
Spesenpauschale von 3 Prozent und 8.1 Prozent Mehrwertsteuer eingereicht. Die 
Honorarnote erscheint angemessen, weshalb die Entschädigung der 
Vertretungsbeiständin für das Beschwerdeverfahren auf CHF 1'276.75 festzusetzen 
ist. Über die definitive Kostentragung entscheidet nach dem Ausgeführten 
demgegenüber die KESB Nordbünden.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 4'187.50 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 2'687.50 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

3. Die Kosten der Verfahrensvertretung von A.________ werden auf 
CHF 1'276.75 (inkl. Spesen und MwSt.) festgesetzt. Über die Kostentragung 
entscheidet die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung an:]