# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 923a33bb-2045-5216-a647-61c9db49450f
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-12
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 12.01.2023 S 2021 131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2021-131_2023-01-12.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiber: MLaw Luca Bernasconi

U R T E I L vom 12. Januar 2023 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), vertreten durch Arbeitslosenkasse des 
Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24, 6301 Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(Vermittlungsfähigkeit)

S 2021 131

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Urteil S 2021 131

A. Der 1989 geborene Versicherte, A.________, meldete sich am 4. Januar 2021 
beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (AWA-act. 
11; bestätigt mit Einspracheentscheid vom 23. März 2021 [AWA-act. 9]). Mit Verfügung 
vom 26. Mai 2021 stellte das AWA fest, dass der Versicherte vom 4. bis 27. Januar 2021 
infolge Aufenthalts in Quarantäne nicht vermittlungsfähig gewesen sei (AWA-act. 6/3). 
Hiergegen liess der Versicherte mit Eingaben vom 11. Juni und 23. Juli 2021 Einsprache 
erheben (AWA-act. 4 und 2). Mit Einspracheentscheid vom 31. August 2021 lehnte das 
AWA die Einsprache ab (AWA-act. 1).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt der Beschwerdeführer sinngemäss 
die Aufhebung des Einspracheentscheids resp. die Feststellung, dass er vom 4. bis 
27. Januar 2021 vermittlungsfähig gewesen sei (act. 1).

C. Mit Vernehmlassung vom 25. Oktober 2021 beantragte das AWA mit Verweis auf 
den Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde (act. 3).

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide 
Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). 
Nach Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) kann der 
Bundesrat die örtliche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichtes jedoch 
abweichend regeln, was er in Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 837.02) getan hat; 
danach ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen einer kantonalen 
Amtsstelle das Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Das 
Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet 
der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 Abs. 1 VRG). Der angefochtene Entscheid wurde vom 

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Urteil S 2021 131

AWA erlassen. Demnach ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerde gegen den 
Einspracheentscheid vom 31. August 2021 wurde am 27. September 2021 der Post 
übergeben und gilt somit im Sinne von Art. 60 Abs. 1 ATSG als rechtzeitig eingereicht. Der 
Beschwerdeführer ist durch den angefochtenen Entscheid direkt betroffen und damit zur 
Beschwerde legitimiert. Diese entspricht schliesslich den wenigen an eine 
Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die 
Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Gemäss Art. 8 Abs. 1 AVIG hat die versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosen-
entschädigung, wenn sie ganz oder teilweise arbeitslos ist (lit. a), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (lit. b), in der Schweiz wohnt (lit. c), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der 
AHV bezieht (lit. d), die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit 
befreit ist (lit. e), vermittlungsfähig ist (lit. f) und die Kontrollvorschriften erfüllt (lit. g).

2.1 Nach Art. 15 AVIG gilt als vermittlungsfähig, wer bereit, in der Lage und berechtigt 
ist, eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen 
(Abs. 1). Zur Vermittlungsfähigkeit gehört mithin nicht nur die Arbeitsfähigkeit im objektiven 
Sinne, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft den persönlichen 
Verhältnissen entsprechend einzusetzen. Elemente dieser Vermittlungsfähigkeit sind nach 
Art. 15 Abs. 1 AVIG die Vermittlungsbereitschaft, die Arbeitsfähigkeit sowie die 
Arbeitsberechtigung. Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein, damit eine 
versicherte Person als vermittlungsfähig gilt. Eine arbeitslose Person muss also arbeiten 
wollen, arbeiten können und arbeiten dürfen, bezogen auf eine zumutbare Arbeit (Barbara 
Kupfer Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, 2016, S. 130). Die Frage der 
Vermittlungsfähigkeit ist unter Würdigung aller im Einzelfall wesentlichen, objektiven und 
subjektiven Faktoren zu beurteilen. Die Art der gesuchten zumutbaren Arbeit sowie der 
Umfang des für die versicherte Person in Betracht fallenden Arbeitsmarktes sind von 
Bedeutung (Barbara Kupfer Bucher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und Insolvenzentschädigung, 5. Aufl. 2019, S. 89 f.; BGer 8C_382/2010 vom 1. Juli 2010 
E. 2.2).

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Urteil S 2021 131

2.2 Die Arbeitsfähigkeit (arbeiten können) ist eine der objektiven Komponenten der 
Vermittlungsfähigkeit. Eine versicherte Person muss körperlich und geistig in der Lage 
sein, eine zumutbare Arbeit (im Sinne von Art. 16 AVIG, d.h. nicht berufsbezogen) 
anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Dazu muss eine 
versicherte Person auch in organisatorischer Hinsicht in der Lage sein, jederzeit eine 
zumutbare Arbeit antreten zu können, sie muss in räumlicher und zeitlicher Hinsicht 
verfügbar sein. Sie darf sich zeitlich und persönlich nicht derart einschränken, dass sie 
keine Möglichkeit mehr hat, so zu arbeiten, wie das üblicherweise verlangt wird. Der 
Grund für die Einschränkung ist nicht relevant (BGE 120 V 385 E. 3a; Barbara Kupfer 
Bucher, Fokus Arbeitslosenversicherung, 2016, S. 130 ff.).

2.3
2.3.1 Am 20. März 2020 hat der Bundesrat ein Paket mit diversen coronabedingten 
Verordnungen bzw. Verordnungsänderungen verabschiedet, unter anderem die 
Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im 
Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19-Verordnung Arbeitslosenversicherung; 
SR 837.033). Diese Verordnung brachte diverse (vorübergehende) 
Verfahrenserleichterungen und Anspruchserweiterungen mit sich. In Bezug auf die 
Voraussetzungen der Vermittlungsfähigkeit wurde nichts festgehalten.

2.3.2 Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat zwecks einheitlicher 
Rechtsanwendung jeweils im Nachgang an den Erlass der Verordnungen bzw. 
Verordnungsänderung entsprechende Weisungen erlassen ("Sonderregelungen aufgrund 
der Pandemie" [nachfolgend SECO-Weisung]).

2.3.2.1 Ziffer 1.4 SECO-Weisung (Taggeldanspruch bei vorübergehender 
Arbeitsunfähigkeit/Quarantäne; Fassung Nr. 1 vom 20. Januar 2021) besagt, dass 
unverschuldet unter Quarantäne gestellten Personen die Vermittlungsfähigkeit nicht 
abgesprochen wird. Sie haben auch während der Quarantäne Anspruch auf Taggelder, 
müssen jedoch weiterhin Arbeitsbemühungen tätigen, an telefonischen Beratungsterminen 
oder digital angebotenen Arbeitsmarktlichen Massnahmen (AMM) teilnehmen. Versicherte 
Personen, welche die Quarantäne durch ihr eigenes Verhalten (z.B. Nicht-Einhalten von 
Hygiene- und Abstandsregeln, Teilnahme an einer Veranstaltung mit unerlaubter 
Personenzahl, Kontakt mit einer bekanntlich infizierten Person) verschuldet haben, ist die 
Vermittlungsfähigkeit für die Zeit während der Quarantäne abzusprechen. Sie haben 
während der Quarantäne keinen Anspruch auf Taggelder, können jedoch noch 

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vorhandene kontrollfreie Tage beziehen. Die Beurteilung liegt im Ermessen der 
zuständigen Amtsstelle, wobei die gesamten Umstände des Einzelfalls heranzuziehen 
sind.

2.3.2.2 Ziffer 1.5 SECO-Weisung (Taggeldanspruch bei Rückkehr aus einem Risikogebiet 
und Quarantäne bei der Einreise; Fassung Nr. 1 vom 20. Januar 2021) besagt, dass 
Personen, die sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet in Quarantäne begeben 
müssen, grundsätzlich nicht in der Lage sind, eine zumutbare Arbeit aufzunehmen oder an 
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Dennoch kann nicht in jedem Fall die 
Vermittlungsfähigkeit solcher Person abgesprochen werden. Entscheidend ist, ob die 
versicherte Person vor Reiseantritt wusste oder hätte wissen müssen, dass die 
Reisedestination als Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko zu erachten ist/war 
bzw. ob für die Reisedestination besondere Regelungen für Geimpfte oder Genesene 
gelten (vgl. Liste im Anhang der Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des 
internationalen Personenverkehrs; SR 818.101.27). Sollte die versicherte Person also die 
Reise angetreten haben, obwohl im Zeitpunkt der Abreise die Reisedestination auf der 
Liste aufgeführt war, war ihr bewusst bzw. hätte ihr bewusst sein müssen, dass sie sich 
nach der Rückkehr in Quarantäne begeben muss. Dies wird sich entsprechend auf die 
Vermittlungsfähigkeit auswirken, d. h. die Vermittlungsfähigkeit während der zehntägigen 
Quarantäne ist in einem solchen Fall abzusprechen. Die versicherte Person kann noch 
vorhandene kontrollfreie Tage beziehen. Gehörte die Reisedestination im Zeitpunkt der 
Abreise hingegen nicht zu den Staaten oder Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko und 
wurde der Status der Feriendestination während dem Urlaub der versicherten Person 
geändert, ist die nach ihrer Rückreise anzutretende Quarantäne nicht der versicherten 
Person anzulasten. Die Vermittlungsfähigkeit ist während der zehntätigen Quarantäne als 
gegeben zu erachten. In diesem Fall sind weder zusätzliche kontrollfreie Tage 
anzurechnen noch die Quarantänetage als unbezahlter Urlaub zu behandeln. Die Tage in 
der Quarantäne sind wie normale Tage kontrollierter Arbeitslosigkeit zu werten. Die 
versicherte Person hat allerdings während der Quarantäne in jedem Fall weiterhin 
Arbeitsbemühungen zu tätigen. Bei nicht selbst verschuldeter Quarantäne kann sie 
verpflichtet werden, an telefonischen Beratungsterminen oder digital angebotenen 
Arbeitsmarktrechtlichen Massnahmen teilzunehmen.

3. Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung resp. eines 

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Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung resp. 
der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand 
(BGE 131 V 164 E. 2.1). Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer vom 4. bis 27. 
Januar 2021 als vermittlungsfähig zu qualifizieren ist.
 
3.1 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass er im interessierenden Zeitraum 
vermittlungsfähig gewesen sei. Im verwaltungsinternen Verfahren liess er zur Begründung 
namentlich vorbringen, bei seinem ehemaligen Arbeitgeber habe er die Position des 
System-Administrator innegehabt. Er habe sich um Stellen als Project Manager, Systems 
Engineer und IT Project Manager beworben. Aufgrund der Art dieser Aktivität sei Home 
Office möglich bzw. sogar vorgeschrieben. Er habe auch während der Quarantäne die 
Möglichkeit gehabt, sich (wie heute üblich) um eine Arbeit zu bemühen, Bewerbungen 
einzureichen, an (online) Vorstellungsgesprächen sowie an (online) 
Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Auch ein Stellenantritt im Home Office sei 
nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern sogar angezeigt gewesen (AWA-act. 2 S. 2). 
Beschwerdeweise führt er beispielhaft an, er habe ein Job-Angebot erhalten, ohne die 
Vertreter der entsprechenden Firma je persönlich getroffen zu haben (act. 1 S. 2).

Weiter liess er geltend machen, er habe sich mit E-Mail vom 4. Januar 2021 [beim RAV] 
gemeldet und seine Situation geschildert. Eine RAV-Mitarbeiterin habe ihn gleichentags 
telefonisch kontaktiert und ihm mitgeteilt, er könne sich erst anmelden, wenn er beim RAV 
persönlich vorbeikommen würde. Die Anmeldung sei schliesslich gemäss 
Einspracheentscheid vom 23. März 2021 rückwirkend anerkannt worden. Es sei in diesem 
Zusammenhang festgehalten worden, dass das RAV am 4. Januar 2021 keinen Vermerk 
vorgenommen hatte, obwohl dies hätte erfolgen sollen. Bei einem korrekten Ablauf der 
Anmeldung wäre er auch auf die möglichen Eingliederungsmassnahmen und die ihm 
obliegenden Pflichten aufmerksam gemacht worden. Eine mangelhafte Beratung dürfe ihm 
nicht zur Last gelegt werden (AWA-act. 2 S. 2). 

3.2 Der Beschwerdegegner vertritt die Auffassung, dass dem Beschwerdeführer eine 
jederzeitige Rückreise in die Schweiz in der streitgegenständlichen Zeitspanne während 
der Quarantäne in Kroatien aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingte 
Reisebeschränkung bzw. Quarantäne nicht möglich gewesen sei. Ab dem 4. Januar 2021 
sei infolge der Reisebeschränkung bzw. der Quarantäne sowie der persönlichen und 
familiären Umstände eine Disposition vorgelegen, welche bei der Auswahl des 
Arbeitsplatzes so enge Grenzen setze, dass nach Art. 8 Abs. 1 lit. f i.V.m. Art. 15 

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Abs. 1 AVIG eine Vermittlungsunfähigkeit vorliege und die Anspruchsberechtigung daher 
zu verneinen sei. Ob die Disposition oder die (örtliche) Bindung unverschuldet auf 
persönliche und familiäre Umstände zurückzuführen sei oder in einer objektiven und nicht 
überwindbaren Verhinderung jedweder, auch nicht verschuldeter Art (wie eine 
Quarantäne) liege, sei dabei nicht von Bedeutung. Allein die Tatsache der Disposition an 
und für sich sei entscheidend. Der Beschwerdeführer sei aufgrund des persönlich 
gewollten Aufenthaltes in Kroatien und der damit bedingten Quarantäne in Kroatien wie 
auch in der Schweiz (subjektiv und objektiv) nicht in der Lage, jederzeit örtlich und 
sachlich ungebunden im Sinn der Schadenminderungspflicht eine selbst gefundene oder 
gar zugewiesene potenzielle Arbeitsstelle im erforderlichen Sinn und – vor allem – in 
ordentlicher Form uneingeschränkt anzutreten. Auch wenn beim Beschwerdeführer mit 
seinem Jobprofil (System Administrator, System Engineer, IT Project Manager) Home 
Office grundsätzlich vereinzelt durchaus möglich gewesen wäre, so wäre doch auf dem 
allgemeinen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein online Bewerbungsverfahren, ein online 
Stellenantritt und Home Office aus der Quarantäne heraus doch eher unwahrscheinlich 
gewesen (AWA-act. 1 S. 4).

Des Weiteren könne das Vorbringen, dass der Beschwerdeführer am 4. Januar 2021 nicht 
korrekt informiert worden sei und ihm dies nun nicht zu Last gelegt werden dürfe, nicht 
gehört werden. Einerseits sei nicht ersichtlich, was genau an der Beratung mangelhaft 
gewesen sein soll und insbesondere sei es ja auch so, dass die Quarantäne vom 4. bis 
27. Januar 2021 in Kroatien bzw. in der Schweiz zwingend gewesen sei und der 
Beschwerdeführer keinerlei Einfluss auf diese gehabt habe bzw. aufgrund der geltend 
gemachten mangelhaften Beratung keine nachteiligen Dispositionen getroffen hätte (AWA-
act. 1 S. 5).

3.3
3.3.1 Der Beschwerdeführer war vom 4. bis 17. Januar 2021 in Kroatien in Quarantäne; 
vom 18. bis 27. Januar 2021 befand er sich in der Schweiz in Einreise-Quarantäne (AWA-
act. 2 S. 2). Für diese Zeit war der Beschwerdeführer räumlich nicht verfügbar und somit 
nicht vermittlungsfähig. Soweit er sinngemäss vorbringt, in dieser Zeit sei eine räumliche 
Verfügbarkeit gar nicht nötig gewesen, kann ihm nicht gefolgt werden.

Tatsächlich war, abgesehen von bereits bestehenden berufs- oder branchenspezifischen 
Home Office-Möglichkeiten, während der Covid-19-Pandemie ein Arbeiten von zuhause 
aus weit verbreitet bzw. sogar Pflicht. Ab dem 18. Januar 2021 galt in der Schweiz 

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wiederum überall die sog. "Home-Office-Pflicht", wo dies aufgrund der Aktivität möglich 
und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar war (vgl. Art. 10 Abs. 3 der Verordnung 
über Massnahmen in der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie 
[Covid-19-Verordnung besondere Lage; SR 818.101.26; Stand am 18. Januar 2021]). 
Dem Beschwerdeführer muss jedoch entgegengehalten werden, dass der Begriff der 
Vermittlungs- bzw. Arbeitsfähigkeit nicht berufsbezogen zu verstehen ist, sondern im 
Zusammenhang mit der zumutbaren Arbeit nach Art. 16 AVIG. Im Grundsatz erklärt diese 
Bestimmung jede Arbeit als zumutbar, insbesondere auch ausserberufliche Arbeit (AVIG-
Praxis ALE/B222; Thomas Nussbaumer, in: Soziale Sicherheit, Schweizerisches 
Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 3. Aufl. 2016, S. 2355 Rz. 292). Die versicherte 
Person muss demnach in der Lage sein, ihre Arbeitskraft auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt zu verwerten und nicht bloss auf demjenigen seines bisher ausgeübten 
Berufes, was umso mehr gilt, je länger die Arbeitslosigkeit andauert.

3.3.2 Fraglich ist schliesslich, ob die SECO-Weisung einschlägig ist, und dem 
Beschwerdeführer die Vermittlungsfähigkeit dennoch zuerkannt werden kann.

Zunächst ist festzuhalten, dass sich Verwaltungsweisungen grundsätzlich nur an die 
Durchführungsstellen richten und für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich sind. 
Das Gericht berücksichtigt indessen die Weisungen insbesondere dann und weicht nicht 
ohne triftigen Grund davon ab, wenn sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht 
werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen und eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten. Dadurch trägt es dem 
Bestreben der Verwaltung Rechnung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche 
Gesetzesanwendung zu gewährleisten (BGE 148 V 102 E. 4.2; 140 V 543 E. 3.2.2.1, je 
mit Hinweisen).

Ziffer 1.4 SECO-Weisung ist auf Inlandsachverhalte zugeschnitten und deshalb vorliegend 
nicht anwendbar. Dies ergibt sich daraus, dass Konstellationen mit Auslandbezug in 
Ziff. 1.5 SECO-Weisung geregelt sind (vgl. auch den einleitenden Satz von Ziff. 1.4 SECO-
Weisung: "Abschnitt 1.5 gilt in gleicher Weise auch für versicherte Personen, die unter 
Quarantäne gestellt werden, ohne Reise in ein Risikogebiet."). Ziffer 1.5 SECO-Weisung 
ist einschlägig, wenn eine Person während dem Bezug von kontrollfreien Tagen in 
Absprache mit dem RAV (vgl. Art. 27 Abs. 3 AVIV) ins Ausland reist; dies ergibt sich aus 
der Formulierung von Ziff. 1.5 SECO-Weisung, wonach die versicherte Person im Falle 
einer verschuldeten Einreise-Quarantäne "noch vorhandene kontrollfreie Tage beziehen" 

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kann bzw. ihr bei unverschuldeter Quarantäne "weder zusätzliche kontrollfreie Tage 
anzurechnen noch die Quarantänetage als unbezahlter Urlaub zu behandeln [sind]." 
Vorliegend war der Beschwerdeführer jedoch schon vor der Anmeldung beim RAV nach 
Kroatien gereist.

Eine analoge Anwendung der SECO-Weisung gebietet sich ebenfalls nicht: Die 
epidemiologische Lage und die entsprechenden Bekämpfungsmassnahmen änderten sich 
seit Frühjahr 2020 stetig. Nachdem die im März 2020 beschlossenen Einschränkungen 
über die Sommermonate teilweise gelockert worden waren, verstärkte der Bundesrat im 
weiteren Verlauf seine Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wieder. Die 
Pandemie wurde international uneinheitlich bekämpft, wodurch namentlich der 
internationale Personenverkehr erheblichen Einschränkungen unterworfen war. Wie der 
Beschwerdeführer selber ausführte, musste er seine Weltreise wegen der Corona-
Pandemie umplanen (AWA-act. 2 S. 2), gerade die coronabedingten 
Reiseeinschränkungen bzw. 
-beschränkungen (Verbot, Quarantäne, etc.) waren ihm also bekannt. Beide Quarantäne-
Aufenthalte resultierten aus der Reise nach Kroatien. Für dieses Risiko hat die 
Arbeitslosenversicherung jedoch nicht einzustehen (vgl. VGer GR S 2020 92 vom 24. 
August 2021 E. 4.6).

3.3.3 Nach dem Ausgeführten ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aufgrund 
seiner Reise nach Kroatien bis zum 27. Januar 2021 (Ende der Einreise-Quarantäne) als 
vermittlungsunfähig gilt, da er während dieser Zeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung 
stand. Im Übrigen kann offenbleiben, ob das RAV den Beschwerdeführer darüber hätte 
informieren müssen, dass ein Auslandaufenthalt bzw. fehlende örtliche Verfügbarkeit 
Einfluss auf die Vermittlungsfähigkeit haben kann. Wie der Beschwerdegegner korrekt 
ausführte, war es dem Beschwerdeführer aufgrund der Quarantäne ab dem 4. Januar 
2021 (Zeitpunkt der Anmeldung resp. des Telefonats) ohnehin unmöglich, seine örtliche 
Verfügbarkeit (in der Schweiz) zu gewährleisten oder bereits früher in die Schweiz zu 
reisen. Der Beschwerdeführer hätte mit Blick auf die Problematik einer allenfalls 
entfallenden Vermittlungsfähigkeit gar nicht anders disponieren können. Folglich sind dem 
Beschwerdeführer auch keine Nachteile aufgrund einer allenfalls nicht erfolgten Auskunft 
erwachsen.

Der Einspracheentscheid erweist sich im Ergebnis als korrekt, weshalb die 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegründet abzuweisen ist.

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4. Mangels einer entsprechenden Bestimmung im AVIG ist das Verfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG) und eine 
Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer – bei vollständigem Unterliegen – nicht 
zuzusprechen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in 
Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde 
führende Partei eine Entschädigung vorsieht – ebenfalls keine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
den Beschwerdegegner, an die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, 
Rechtsdienst, Zug, und an das SECO, Bern.

Zug, 12. Januar 2023

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am