# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1db2f8f2-39b9-5f89-8160-9412832cb276
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.11.2025 D-8182/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8182-2025_2025-11-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8182/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Thomas Segessenmann, 

mit Zustimmung von Richterin Regina Derrer;   

Gerichtsschreiberin Lea Fritsche. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Irak,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 29. September 2025 / N (…). 

 

 

 

D-8182/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 9. September 

2024 legal aus seinem Heimatland ausreiste und am 1. November 2024 in 

der Schweiz um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Anhörung vom 28. November 2024 zu seinen per-

sönlichen Verhältnissen und zur Begründung seines Asylgesuchs im We-

sentlichen vorbrachte, er sei ethnischer Kurde, in B._______ geboren und 

aufgewachsen und habe bis zur Ausreise dort gelebt, 

dass er nach Abschluss der Schule drei Semester (…) studiert habe, und 

von Juli 2023 bis zu seiner Ausreise in einer amerikanischen Sicherheits-

firma namens «(…)» beziehungsweise «(…)» als Leibwächter für (…) Kon-

sulatsangehörige gearbeitet habe,  

dass er am 15. und am 22. Juni 2024 telefonisch mit dem Tod bedroht wor-

den sei, falls er nicht aufhöre, mit Ketzern zu arbeiten,  

dass am 2. Juli 2024 bei ihm Zuhause ein Brief eingeworfen worden sei, in 

welchem er erneut aufgefordert worden sei, seine Arbeit niederzulegen,  

dass am 28. August 2024 um 8 Uhr morgens, als er mit seinem Auto auf 

der C._______-Route unterwegs gewesen sei, zwei vermummte Personen 

auf einem Motorrad mit einer Kalaschnikow auf sein Auto geschossen hät-

ten,  

dass er am 22. Juni 2024, am 2. Juli 2024 und am 28. August 2024 auf 

dem Polizeiposten C._______ Anzeige erstattet habe, jedoch nichts unter-

nommen worden sei, ausser dass man sein Auto nach dem Vorfall vom 

28. August 2024 konfisziert habe, 

dass er – weil die Behörden alle seine Anzeigen nicht ernst genommen 

hätten – zum Gericht von B._______ gegangen sei, er das Gebäude aber 

nicht einmal habe betreten können,  

dass er daraufhin nach Hause gegangen sei, seine Sachen gepackt habe 

und dann in einem Hotel gewartet habe, bis er sein Visum erhalten habe, 

dass er seiner Mutter geraten habe, sie solle zusammen mit seiner jünge-

ren Schwester und seinem Vater ebenfalls das Haus verlassen, wobei er 

nicht wisse, wohin seine Familie gegangen sei, 

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Seite 3 

dass er Kopien eines Drohbriefs, von drei Fotos seines angeschossenen 

Autos, der ersten Seite seines Passes und eines Schreibens seines ehe-

maligen Arbeitgebers zu den Akten reichte,  

dass er seit mehreren Jahren unter Nierenbeschwerden leide, er seit sei-

ner Kindheit viele Entzündungen in seinem Blut habe und er deswegen in 

B._______ in Behandlung gewesen sei, 

dass sein Asylgesuch am 4. Dezember 2024 zur weiteren Behandlung ins 

erweiterte Verfahren zugeteilt wurde,   

dass das SEM sein Asylgesuch mit Verfügung vom 29. September 2025 

– eröffnet am 30. September 2025 – ablehnte sowie die Wegweisung aus 

der Schweiz und den Vollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Oktober 2025 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragte, die Verfügung des SEM sei aufzuheben, die Flüchtlingsei-

genschaft sei anzuerkennen und es sei ihm Asyl zu gewähren, es sei fest-

zustellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar, und 

unmöglich sei, und die vorläufige Aufnahme sei anzuordnen,  

dass er in prozessualer Hinsicht beantragte, es sei die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten und es sei ein amtlicher Rechtsbeistand zu ernennen, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 30. Oktober 2025 

die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands abwies und den Beschwer-

deführer zur Bezahlung eines Kostenvorschusses aufforderte, 

dass der Kostenvorschuss am 12. November 2025 fristgerecht geleistet 

wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

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Seite 4 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin beziehungsweise ei-

nes zweiten Richters entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet wurde und das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

und Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 AsylG), 

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dass das SEM zur Begründung seines Asylentscheids im Wesentlichen an-

führt, dass es sich bei den vom Beschwerdeführer geschilderten Drohun-

gen und Vorfällen um Übergriffe durch private Drittpersonen handle, und 

die Sicherheits- und Justizbehörden der drei irakisch-kurdischen Nordpro-

vinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniya grundsätzlich in der Lage und willens 

seien, ihren Einwohnern Schutz vor Verfolgung zu gewähren, 

dass aus den Vorbringen des Beschwerdeführers hervorgehe, dass er auf 

dem Polizeiposten C._______ dreimal Anzeige erstattet habe, und diese – 

wie auch die Beweismittel – von der Polizei entgegengenommen worden 

seien und ihm gesagt worden sei, man würde der Sache nachgehen,  

dass sich alleine daraus, dass es erneut zu einem Angriff gekommen sei, 

nicht schliessen lasse, dass die Behörden in seinem Falle untätig und somit 

nicht schutzwillig gewesen wären,  

dass der Umstand, dass die bedrohenden Personen nicht gleich hätten er-

mittelt werden können, nicht per se als Schutzunfähigkeit oder Schutzun-

willigkeit der Behörden auszulegen sei,  

dass damit die Vorbringen des Beschwerdeführers flüchtlingsrechtlich nicht 

von Relevanz seien,  

dass sodann seine Vorbringen zum Beispiel zu seiner beruflichen Tätigkeit 

oder auch seine Vorbringen betreffend seine Verfolgung auf der 

C._______-Route in weiten Teilen ohne Substanz und Tiefe ausgefallen 

seien, und der Beschwerdeführer auch auf Nachfragen seine Angaben 

nicht weiter zu vertiefen vermocht habe,  

dass insbesondere seine Schilderungen der Verfolgungsjagd phantastisch 

erschienen und er nicht plausibel zu erklären vermocht habe, wie er seinen 

Verfolgern schlussendlich so einfach entkommen sei,  

dass zudem seine Angabe, er sei zum Gericht gegangen, um den Fall von 

Journalisten publik machen zu lassen, nicht nachvollziehbar sei,  

dass er sich schliesslich widersprüchlich zum Wortlaut der Drohungen ge-

äussert habe, zumal er erklärt habe, die Drohungen, Telefonanrufe und der 

Brief hätten alle den genau gleichen Wortlaut gehabt, er sei als Ungläubi-

ger bezeichnet worden, er würde mit Ketzern arbeiten, man würde ihn köp-

fen, er zuvor jedoch gesagt habe, er sei aufgefordert worden, seine Arbeit 

niederzulegen,  

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dass die beiden eingereichten Schreiben (Drohbrief und Schreiben seines 

Arbeitgebers) keinerlei fälschungssichere Merkmale aufwiesen, leicht her-

gestellt oder käuflich erworben werden könnten und diese somit für das 

SEM keinerlei Beweiswert aufweisen würden,  

dass das Schreiben seines Arbeitgebers als Gefälligkeitsschreiben zu qua-

lifizieren sei, 

dass es sich beim angeblichen Drohbrief lediglich um einige handschriftli-

che Zeilen auf liniertem Schreibpapier ohne Briefkopf handle, welche von 

jedermann hätte verfasst werden können,  

dass dieses Schreiben (Drohbrief) gemäss seinen Angaben in seinem 

Wohnhaus eingeworfen worden und durch mehrere Hände gegangen sei, 

und dennoch sauber und wie neu aussehe,  

dass sich zudem die Frage stelle, wie er das Schreiben habe einreichen 

können, habe er doch anlässlich der Anhörung angegeben, er habe den 

Drohbrief zur Polizei gebracht, welche ihn entgegengenommen und ein 

Dossier eröffnet habe, wobei er später angegeben habe, er habe den Brief 

bei der Polizei gezeigt, diese habe ihn jedoch nicht entgegengenommen 

und er habe ihn später weggeworfen,  

dass der Inhalt des Schreibens sodann nicht seinen Aussagen entspreche, 

dass die Fotos ein Auto mit Einschusslöchern zeigten, jedoch offenbleibe, 

ob es sich bei diesem Fahrzeug um sein Auto handle,  

dass zudem erstaune, dass die Fotos offenbar in der Nacht aufgenommen 

worden seien, obwohl der Beschwerdeführer erklärt habe, mit dem Auto 

unmittelbar nach der Verfolgungsjagd zur Polizei gefahren zu sein, wo sein 

Auto konfisziert worden und bis heute nicht freigegeben worden sei,  

dass damit die vom Beschwerdeführer eingereichten Beweismittel die feh-

lende flüchtlingsrechtliche Relevanz wie auch die Unglaubhaftigkeit seiner 

Vorbringen nicht umzustossen vermöchten,  

dass die vorinstanzliche Verfügung zu bestätigen ist, und diesbezüglich auf 

die zutreffenden und ausführlichen Ausführungen der Vorinstanz verwie-

sen werden kann (vgl. angefochtene Verfügung, Ziff. II), 

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dass ergänzend festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer widersprüch-

liche Angaben zur Anzahl der Schüsse, die einen beziehungsweise zwei 

Reifen seines Autos getroffen haben sollen, macht (vgl. SEM act. (…)-

14/16 A54, A65, A122),  

dass der Beschwerdeführer sodann schildert, er habe den Drohanrufen 

keine weitere Beachtung geschenkt und diese nicht ernst genommen 

(SEM act. (…)-14/16 A54), jedoch an einer anderen Stelle vorbrachte, er 

habe zwischen dem 15. Juni 2024 – dem Datum des ersten Drohanrufes – 

bis zum 28. August 2024 – dem Datum der Verfolgungsjagd – enorme 

Angst verspürt (SEM act. (…)-14/16 A65),  

dass es dem Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift nicht gelingt, 

den Einschätzungen der Vorinstanz Substantielles entgegenzuhalten,  

dass er betreffend die Verfolgungsjagd auf der C._______-Route vorbringt, 

diese habe nicht lange gedauert, und er wüsste nicht, welche zusätzlichen 

Details er hätte vorbringen sollen, aufgrund der traumatischen Erfahrung 

habe er sich auf die wesentlichen Fakten beschränkt, 

dass das SEM indes zu Recht festgestellt hat, dass die diesbezüglichen 

Ausführungen in weiten Teilen ohne Substanz und Tiefe ausgefallen sind 

und der Beschwerdeführer auch auf Nachfrage seine Angaben nicht ver-

tiefen konnte (vgl. SEM act. (…)-14/16 A54, A65, A107–123),  

dass er in seiner Beschwerdeschrift weiter vorbringt, er sei nach seinen 

Beschwerden beim Polizeiposten persönlich zum Gericht gegangen, um 

sein Anliegen vorzutragen, er sei aber im Sekretariat abgewiesen worden, 

dass diese Angabe jedoch im Widerspruch zu seiner Aussage in der Anhö-

rung zu den Asylgründen steht, wonach er keinen Zutritt zum Gericht er-

halten habe (vgl. SEM act. (…)-14/16 A93),  

dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift weiter geltend 

macht, seine Angaben zu den Drohungen seien nicht widersprüchlich, die 

drei Drohmitteilungen, welche er über das Telefon und einen Brief erhalten 

habe, seien im Wesentlichen ähnlich und es könne ihm nicht angelastet 

werden, dass er sich nicht differenziert an den exakten Wortlaut jeder ein-

zelnen Drohung erinnern könne, 

dass der Beschwerdeführer zuerst erklärte, die Drohungen per Telefon und 

Brief hätten alle den gleichen Wortlaut gehabt (vgl. SEM act. (…)-14/16 

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A70 f.), er den Inhalt der Drohungen jedoch zuvor und danach unterschied-

lich wiedergab (vgl. SEM act. (…)-14/16 A54, A77, A88), 

dass schliesslich auch die Erklärungsversuche in der Beschwerde betref-

fend den Drohbrief nicht zu überzeugen vermögen, zumal dieser keinerlei 

Gebrauchsspuren aufweist, obwohl er gemäss den Angaben des Be-

schwerdeführers zuerst bei ihm zuhause eingeworfen worden, seine Mut-

ter den Brief gefunden und seine ganze Familie ihn zusammen gelesen 

habe, er ihn danach der Polizei eingereicht und schliesslich fotografiert und 

weggeworfen habe (vgl. SEM act. (…)-14/16 A64, A66, A83, A89), 

dass somit die Vorbringen des Beschwerdeführers in den wesentlichen Tei-

len unglaubhaft ausgefallen sind,  

dass zudem – wie das SEM ebenfalls zutreffend festgestellt hat – die nord-

irakischen Behörden bei Angriffen und Bedrohungen durch Dritte grund-

sätzlich schutzfähig und schutzwillig sind (vgl. BVGE 2008/4 und Referenz-

urteil des BVGer D-913/2021 vom 19. März 2024),  

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers in seiner Beschwerdeschrift, 

die Justiz- und Sicherheitsorgane in B._______ würden massgeblich der 

politischen Kontrolle der dominanten Regionalparteien unterstehen, wes-

halb ihre Unabhängigkeit und Neutralität nur eingeschränkt gewährleistet 

sei, nichts an der Einschätzung des Gerichtes zu ändern vermögen,   

dass auch seine Vorbringen, dass es besonders in den Grenzregionen zu 

den Gouvernements B._______ und D._______ weiterhin zu Anschlägen 

auf zivile und Sicherheitsziele durch den Islamischen Staat (IS) komme, 

weshalb die Behörden nicht einmal in der Lage seien, ihre eigenen Schutz-

strukturen zu schützen, geschweige denn der Zivilbevölkerung einen wirk-

samen Schutz zu gewährleisten, die grundsätzliche Schutzfähigkeit der 

nordirakischen Behörden nicht in Frage zu stellen vermag,   

dass schlussendlich auch die verschiedenen in seiner Beschwerdeschrift 

zitierten Lageberichte an der Einschätzung des Gerichtes zur Schutzfähig-

keit und Schutzwilligkeit der nordirakischen Behörden nichts ändern,  

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

SEM seine Flüchtlingseigenschaft zu Recht verneint, sein Asylgesuch zu 

Recht abgelehnt, und ihn aus der Schweiz weggewiesen hat,  

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach ebenfalls zu Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist 

(Art. 83 Abs. 3 AIG), da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine 

asylrechtlich erhebliche Gefährdung nachzuweisen (vgl. Art. 5 AsylG) und 

auch keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-

hende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass die Vorinstanz sodann zu Recht auch von der Zumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs ausgegangen ist (vgl. Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass in den drei Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniya grundsätzlich 

keine Situation von Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeiner Gewalt herrscht 

(vgl. Referenzurteil des BVGer D-913/2021 vom 19. März 2024), 

dass der Wegweisungsvollzug in die Autonome Region Kurdistan (ARK) 

für einen jungen Mann wie den Beschwerdeführer, mit guter Schulbildung, 

Arbeitserfahrung und tragfähigem Beziehungsnetz auch individuell zumut-

bar ist (vgl. Referenzurteil des BVGer D-913/2021 vom 19. März 2024), 

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Seite 10 

dass sich auch keine Hinweise ergeben, der Beschwerdeführer könnte in 

seinem Heimatland in eine existenzbedrohende Notlage geraten, gab er 

doch an, seine gesundheitlichen Beschwerden bereits im Nordirak behan-

delt zu haben und ist in der ARK mindestens eine gesundheitliche Grund-

versorgung gewährleistet (vgl. Referenzurteil des BVGer D-913/2021 vom 

19. März 2024), 

dass sodann keine weiteren individuellen Unzumutbarkeitskriterien aus 

den Akten ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in die Heimat 

schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 

Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung 

gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), 

dass die Vorinstanz vorliegend auch den Vollzug der Wegweisung zu Recht 

anordnete und diesbezüglich im Übrigen auf die entsprechenden Erwägun-

gen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann (vgl. ange-

fochtene Verfügung Ziff. III), 

dass nach dem Gesagten der von der Vorinstanz verfügte Vollzug der Weg-

weisung zu bestätigen ist, und die Beschwerdeausführungen diesbezüg-

lich nichts entgegenzuhalten vermögen, 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG [SR 142.20]),  

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und – soweit 

überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1’000.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der 

in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Begleichung dieser Kos-

ten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zur Beglei-

chung dieser Kosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Thomas Segessenmann Lea Fritsche 

 

 

Versand: 

  

D-8182/2025 

Seite 12 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben) 

– das SEM, zu den Akten N (…) (in Kopie) 

– das Migrationsamt des Kantons (…) (in Kopie)