# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f32b9d82-8e05-5737-be87-8bda8aa32b74
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1992-10-21
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Bundesrat 21.10.1992 JAAC 57.4B
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_008_JAAC-57-4B--_1992-10-21.pdf

## Full Text

JAAC 57.4B

Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 21.
Oktober 1992

Consultation des documents de la Confédération établis pour assurer la
sécurité de l’Etat.

L’art. 5 al. 1er, al. 2 et al. 3 let. a-d ODSE part du principe que la
consultation est autorisée et règle les exceptions de manière
exhaustive. Aussi la consultation ne peut-elle être restreinte ou refusée
qu’aux conditions prévues dans l’ODSE, mais non pour le motif que
l’emplacement caviardé sur la fiche ne prive pas la personne concernée
d’une information supplémentaire qui lui servirait à quelque chose.

Einsicht in Staatsschutzakten des Bundes.

Art. 5 Abs. 1, Abs. 2 und Abs. 3 Bst. a-d VBS gehen vom Grundsatz der
Einsichtsgewährung aus und regeln die Ausnahmen abschliessend.
Somit kann die Einsicht nur unter den in der VBS aufgeführten
Voraussetzungen beschränkt oder verweigert werden, nicht aber mit
der Begründung, die zugedeckte Fichenstelle umfasse für die betroffene
Person keine verwertbare Zusatzinformation.

Consultazione dei documenti federali di sicurezza dello Stato.

L’art. 5 cpv. 1, 2 e 3 lett. a-d OTD parte dal principio della concessione
del diritto alla consultazione e disciplina esaustivamente le eccezioni.
Pertanto la consultazione può essere limitata o rifiutata soltanto alle
condizioni elencate nella OTD, ma non con la motivazione che la parte
occultata della scheda non contiene alcuna informazione suppletiva
utilizzabile per la persona interessata.

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2. Entgegen der Empfehlung des Ombudsmannes hat der Sonderbeauftragte
die Referenznummer zu einem Telefonabhörungsbericht in der Eintragung
vom 11. August 1970 nicht offengelegt. Er begründet seine Zudeckung damit,
dass dem Beschwerdeführer keine zusätzliche Information materiellen
Gehaltes vorenthalten werde.

Gestützt auf Art. 5 Abs. 1 der V vom 5. März 1990 über die Behandlung
von Staatsschutzakten des Bundes (VBS, SR 172.014) gewährt der
Sonderbeauftragte den Gesuchstellern Einsicht in die sie betreffenden
Karteikarten. In Art. 5 Abs. 2 und Abs. 3 Bst. a-d VBS werden die
Verweigerungs- und Beschränkungstatbestände der Einsicht abschliessend
geregelt. Dies bedeutet, dass die VBS vom Grundsatz der Einsichtsgewährung
ausgeht. Die Beschränkung oder Verweigerung der Einsicht ist nur unter den
in der VBS aufgeführten Voraussetzungen zulässig.

Sowohl der Sonderbeauftragte als auch der Ombudsmann haben dem
Beschwerdeführer mitgeteilt, dass die ihm offengelegte Information
aus einer Telefonüberwachung stamme. Wie der Sonderbeauftragte
in seiner Vernehmlassung zu Recht festgestellt hat, gibt die zugedeckte
Referenznummer dem Beschwerdeführer keine für ihn verwertbare
Zusatzinformation. Nachdem aber keine Gründe ersichtlich sind, die eine
Verweigerung oder Beschränkung rechtfertigen würden, hat er gestützt
auf Art. 5 VBS Anspruch darauf, die ihm vorenthaltene Referenznummer
einzusehen. Im übrigen entspricht diese Lösung der geltenden Praxis
bezüglich der Offenlegung von Referenznummern unter der Fichenrubrik
«Akten». Aus diesen Gründen wird die Beschwerde in diesem Punkt
gutgeheissen.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 57.4B - Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 21. Oktober 1992

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1993
Année

Anno

Band 57
Volume

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Ref. No 150 001 820

Das Dokument wurde durch das Schweizerische Bundesarchiv und die Bundeskanzlei konvertiert.

Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

	Auszug aus einem Entscheid des Bundesrates vom 21. Oktober 1992