# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b48d0999-fe46-5afc-941c-eb80fc33c611
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.08.2013 UV 2012/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-88_2013-08-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 06.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 06.08.2013
Art. 6 und 18 UVG. Art. 16 ATSG. Unfallkausalität von nichtorganischen 
Beschwerden nach Sturz vom Baugerüst. Bemessung der Rente. Höhe des 
Valideneinkommens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 6. August 2013, UV 2012/88).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Miriam Lendfers und Lisbeth 

Mattle Frei; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 6. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Mag. iur. Antonius Falkner, Lettstrasse 18, 

FL-9490 Vaduz,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente

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Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ war bei der B.___ AG als Gerüsthilfsmonteur angestellt und dadurch bei der 

Suva unfallversichert, als er am 31. März 2008 von einem Gerüst aus ca. drei bzw. 

dreieinhalb Metern Höhe in ein wassergefülltes Loch stürzte (UV-act. 1, 9). Im Bericht 

des Spitals I.___ vom 22. April 2008 wurde eine Hospitalisierung des Versicherten vom 

31. März bis 1. April 2008 bestätigt sowie eine dislozierte Radiusfraktur links mit Abriss 

des Processus styloideus ulnae und eine etwa 6 cm lange Rissquetschwunde 

supraorbital links (über dem linken Auge) diagnostiziert (UV-act. 2). Die Suva übernahm 

in der Folgezeit bis Ende Mai 2009 Heilungskosten und Taggeldleistungen im Rahmen 

von unfallbedingten Arbeitsunfähigkeiten. Mit Verfügung vom 2. Mai 2012 sprach sie 

dem Versicherten ab 1. Juni 2009 eine Invalidenrente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrades von 12% (Valideneinkommen von Fr. 60'473.-- und 

Invalideneinkommen von Fr. 53'070.--) und eines versicherten Jahresverdienstes von 

Fr. 54'710.-- (UV-act. 152) sowie eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer 

Integritätseinbusse von 10% zu. Einen Anspruch auf Leistungen für psychische 

Beschwerden verneinte sie mit Hinweis darauf, dass ein adäquater 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 31. März 2008 nicht gegeben sei (UV-act. 162).

A.b  Gegen diese Verfügung liess der Versicherte durch Rechtsanwalt Mag. iur. 

A. Falkner, Vaduz, am 25. Mai 2012 Einsprache erheben (UV-act. 165, 167). Mit 

Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2012 wies die Suva die Einsprache ab (UV-act. 

170).

B.  

B.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 9. Oktober 2012 erhob Rechtsanwalt 

Falkner für den Versicherten am 9. November 2012 Beschwerde mit den 

Rechtsbegehren, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

eine seinem Invaliditätsgrad entsprechende Rente auszurichten. Eventuell sei der 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur neuerlichen Entscheidung über 

das Rentengesuch an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei die 

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unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Zur Begründung legte der Rechtsvertreter 

unter anderem dar, der Beschwerdeführer habe medizinische Unterlagen der C.___ AG 

vorgelegt, wonach er aufgrund der beim Unfall vom 31. März 2008 erlittenen schweren 

Commotio an chronischen Kopfschmerzen, schweren Konzentrationsstörungen sowie 

Sensibilitäts- und Gefühlsstörungen in der linken Gesichtshälfte und der linken oberen 

Extremität leide und diese Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit haben würden. Zu 

diesen Beschwerden habe die Beschwerdegegnerin keine Abklärungen durchgeführt. 

Sie seien im Einspracheentscheid auch nicht korrekt berücksichtigt worden. Aus 

diesem Grund erweise sich die Erledigung der Beschwerdegegnerin als unvollständig 

und mangelhaft. Sie nehme die genannten Beschwerden zwar als vorliegend an, 

negiere sie aber in der von den Medizinern bestätigten Form. Im Einspracheentscheid 

werde durch den für die Beschwerdegegnerin handelnden Juristen eine medizinische 

Einschätzung vorgenommen, wonach diese Beschwerden nicht unfallkausal bzw. auf 

psychische Beschwerden zurückzuführen seien. Ein solches Vorgehen sei unhaltbar. 

Dazu fehle die fachliche (medizinische) Kompetenz und es erstaune, wenn im 

Einspracheentscheid ohne jegliches medizinisches Substrat angenommen werde, die 

von der Dr. C.___ AG diagnostizierten neurologischen Probleme seien dem Fachgebiet 

der Psychiatrie zuzuordnen. Der Beschwerdeführer sei seit Jahren im Rahmen der 

Personalvermittlung ausschliesslich im Baugewerbe tätig gewesen. Daher sei das 

Valideneinkommen, ausgehend von den LSE-Daten für 2008, Wirtschaftszweig 

Baugewerbe, Anforderungsniveau 4, mit Fr. 5'150.-- anzunehmen. Dies ergebe ein 

jährliches Valideneinkommen von Fr. 64'890.--. Aus dem Vergleich zum 

Invalideneinkommen von Fr. 53'070.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 18%.

B.b  Auf das Schreiben des Versicherungsgerichts vom 27. November 2012 (act. G 3) 

nahm der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Eingabe vom 11. Dezember 

2012 zur Frage seiner Zulassung als unentgeltlicher Rechtsbeistand Stellung (act. G 4).

B.c  In der Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Einspracheentscheid. Sie führte unter anderem aus, die 

Annahme einer Commotio cerebri im Bericht der C.___ AG vom 8. Mai 2012 (UV-act. 

167/4f) lasse sich mit den echtzeitlichen Akten nicht vereinbaren. Eine unfallkausale 

physische Schädigung des Schädelhirn-Bereichs liege nicht vor. Die Frage der natür­

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lichen Unfallkausalität der psychischen Beschwerden könne offengelassen werden, da 

es diesbezüglich an der adäquaten Unfallkausalität fehle. Als objektivierbare physische 

Dauerfolgen des Unfalles vom 31. März 2008 würden lediglich eine 

Bewegungseinschränkung und eine Kraftminderung am linken Handgelenk verbleiben. 

Diesbezüglich sei von der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung auszugehen. Seit 

2005 bis zum Unfall habe der Beschwerdeführer praktisch nur temporär gearbeitet, 

unterbrochen von Phasen der Arbeitslosigkeit. Angesichts dieser Sachlage habe die 

Beschwerdegegnerin den Validenlohn gestützt auf die LSE-Tabelle berechnet. Die 

Einkommen des Beschwerdeführers in den Jahren vor dem Unfall hätten weit unter 

dem Tabellen-Lohn gelegen. Das von der Beschwerdegegnerin in Anschlag gebrachte 

Valideneinkommen erweise sich somit als sehr grosszügig. Das Gericht werde darüber 

zu befinden haben, ob eine Reduktion des Validenlohnes und des Invaliditätsgrades 

angezeigt sei.

B.d  Am 9. Januar 2013 bewilligte der zuständige Abteilungspräsident das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung für das vorliegende Verfahren (act. G 6).

B.e  Mit Replik vom 8. Februar 2013 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seinen Standpunkt (act. G 8). Die Beschwerdegegnerin verzichtete 

auf eine Duplik.

Erwägungen:

1. 

Streitig ist, inwieweit die gesundheitlichen Probleme des Beschwerdeführers in einem 

adäquat-kausalen Zusammenhang zum Unfall vom 31. März 2008 stehen. Streitig ist 

im Weiteren die Höhe der dem Beschwerdeführer ab 1. Juni 2012 zustehenden 

Invalidenrente (IV-Grad). Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid 

die rechtlichen Voraussetzungen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

Gesundheitsschädigung und Unfall sowie der Bemessung der Invalidenrente zutreffend 

dar (Erwägungen 1, 3b, 5a); darauf ist zu verweisen.

2.   

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2.1 Kreisarzt Dr. med. D.___, FMH Orthopädische Chirurgie, berichtete am 8. August 

2008, Schmerzen in der linken Hand bestünden nach Angaben des Beschwerdeführers 

vor allem bei belastenden und drehenden Beanspruchungen der Hand. In 

Ruhepositionen und in der Nacht bestünden keine Schmerzen. Die Heilbehandlung, 

insbesondere Physiotherapiemassnahmen, seien weiterzuführen. Im Beruf als 

Hilfsgerüstmonteur bestehe nach wie vor eine volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 36). Dr. 

med. E.___, Facharzt für Unfallchirurgie, bescheinigte am 10. September 2008 eine 

volle Arbeitsunfähigkeit bis zum Berichtsdatum. Die Arbeitsaufnahme zu 100% sei auf 

den 11. September 2008 vorgesehen. Die Physiotherapie werde fortgesetzt (UV-act. 

47). Von 5. bis 30. November 2008 bescheinigte der Arzt schliesslich eine 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 53, 63, 65). Dr. med. F.___, FMH Handchirurgie, bestätigte 

am 24. Februar 2009 eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 3. Februar bis 6. März 2009 

(UV-act. 67). Am 9. März 2009 diagnostizierte der Arzt einen Minimalbefund eines 

posttraumatischen Karpaltunnelsyndroms links, einen Status nach distaler 

intraartikulärer Radiusfraktur links und eine psychosoziale Problematik. Es bestehe eine 

deutliche Diskrepanz zwischen der neurologischen Symptomatik und den 

objektivierbaren neurologischen Befunden. Der Beschwerdeführer sei in einer 

schwierigen psychosozialen Situation und nehme Antidepressiva. Trotzdem habe er 

den Eindruck einer Aggravation. Jegliche operative Intervention wäre aktuell 

kontraproduktiv. Ab 6. März 2009 bestehe wieder volle Arbeitsfähigkeit (UV-act. 77). 

Ein MRI der HWS und des Schädels ergab gemäss Bericht des Spitals Grabs vom 27. 

März 2009 einen unauffälligen Befund des Schädels, keine eindeutigen 

Wurzelkompressionen in den Segmenten C4-6, diskrete Protrusionen C2/3 und C4/5, 

multisegmentale Diskusdegenerationen und eine unauffällige Darstellung des 

cervikalen und oberen thorakalen Myelons (UV-act. 82, 120). Kreisarzt Dr. med. G.___, 

Facharzt für Chirurgie, hielt im Bericht vom 21. April 2009 fest, es habe beim Unfall 

weder ein Schädelhirntrauma noch ein HWS-Trauma stattgefunden. Objektivierbare 

Dauerfolgen bestünden einzig seitens der Radiusfraktur. Mit der linken Hand sei der 

Beschwerdeführer für alle Arbeiten mit grobem Griff behindert (Tragen von Gewichten 

über 5 kg, Halten von Geräten mit grobem Schaft und Halten von vibrierenden 

Apparaten). Zumutbar seien nur Tätigkeiten, welche nicht regelmässig eine volle Pro- 

oder Supination im linken Handgelenk erfordern würden. Der Zustand entspreche einer 

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mässigen Handgelenksarthrose, welche gemäss Suva-Tabelle 5 eine Schädigung der 

Integrität von 10% ergebe (UV-act. 90).

2.2 Dr. med. H.___, Facharzt für Allgemeinmedizin, teilte am 23. Juni 2009 mit, dass 

der Beschwerdeführer weiterhin Schmerzen habe und nicht arbeiten könne. Er habe ihn 

an das Spital I.___ überwiesen (UV-act. 109). Von Seiten des Spitals I.___ wurde am 

27. Mai 2011 mit Hinweis auf das Zuweisungsschreiben von Dr. H.___ vom 23. Juni 

2009 bekanntgegeben, dass keine Untersuchung mehr durchgeführt worden sei (UV-

act. 126). Eine telefonische Anfrage bei Dr. H.___ ergab, dass die Behandlungen ab 

Juni 2009 nicht im Zusammenhang mit dem Unfall gestanden hätten und über die 

Krankenversicherung abgewickelt worden seien (UV-act. 127). Kreisarzt Dr. med. J.___, 

Facharzt für Chirurgie FMH, führte als Ergebnis einer kreisärztlichen Untersuchung vom 

16. Februar 2012 unter anderem aus, funktionell bestehe ein besseres Resultat als der 

Patient demonstriere. Darauf weise auch hin, dass an der linken Hand eine normale 

Beschwielung bestehe und am linken Arm keine Muskelatrophie nachzuweisen sei. 

Radiologisch zeige sich ein gutes Resultat; bei leicht verschmälertem Gelenkspalt sei 

aber doch von einer geringgradigen Arthrose auszugehen. Es ergebe sich keine 

Änderung der unfallbedingten medizinischen Befunde am Handgelenk gegenüber der 

Beurteilung vom 21. April 2009. Ebenfalls ändere sich nichts an der 

Zumutbarkeitsbeurteilung und der Integritätsschadenschätzung (UV-act. 148). Im 

Bericht vom 8. Mai 2012 zuhanden der Invalidenversicherung diagnostizierte Dr. H.___ 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach geschlossener Reposition 

im Bereich des linken Handgelenks, einen Zustand nach Schädelkontusion mit 

Rissquetschwunde im linken Stirnbereich und einen Zustand nach Stenting einer RVA-

Stenose (Herzinfarkt) am 21. Dezember 2010 mit immer noch etwas eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe beim Unfall vom 31. März 2008 eine 

schwere Commotio erlitten und klage seither über chronische Kopfschmerzen und 

schwere Konzentrationsstörungen. Er habe kein Gefühl im Bereich der linken 

Gesichtshälfte und der linken oberen Extremität. Bei Finden einer leichten körperlichen 

Tätigkeit ohne Heben schwerer Lasten (maximal 5kg) könne mit einer Wiederaufnahme 

der beruflichen Tätigkeit bzw. der Erhöhung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden 

(UV-act. 167 Beilage). 

3.   

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3.1 Der Beschwerdeführer lässt mit Hinweis auf den Bericht von Dr. H.___ vom 8. Mai 

2012 geltend machen, er habe beim Unfall vom 31. März 2008 eine schwere Commotio 

erlitten und leide seither an chronischen Kopfschmerzen, schweren 

Konzentrationsstörungen sowie Sensibilitäts- und Gefühlsstörungen in der linken 

Gesichtshälfte und der linken oberen Extremität (act. G 1 S. 3). - In den Berichten des 

Spitals I.___ vom 22. April und 8. Mai 2008 wurde als Angabe des Beschwerdeführers 

unter anderem festgehalten, dass er beim Unfall vom 31. März 2008 auf den linken Arm 

und den Kopf gestürzt sei. Als Kopfverletzung findet sich in diesen Berichten eine 

Rissquetschwunde über dem linken Auge bestätigt. Diese musste genäht werden (UV-

act. 2, 9, 14). In der handschriftlichen Schilderung des Unfalls vom 10. April 2008 

erwähnte der Beschwerdeführer lediglich noch die Verletzung der linken Hand (UV-act. 

4 Rückseite). Dr. D.___ hielt am 8. August 2008 als Befund eine sichere, freie 

Kopfhaltung ohne Beweglichkeitseinschränkung der HWS fest (UV-act. 36). Der 

Neurologe und Psychiater K.___ stellte am 10. Februar 2009 einen Minimalbefund im 

Sinne eines posttraumatischen CTS (Carpaltunnelsyndrom) und eine gewisse 

Diskrepanz zwischen dem objektivierten Befund und der angegebenen 

Ausfallsymptomatik fest. Da nach der Schilderung des Patienten zumindest auch ein 

leichtes Schädelhirntrauma bestanden habe, sei sicherheitshalber auch eine 

intracranielle Läsion sowie eine Pathologie im Bereich der HWS auszuschliessen. 

Anamnestisch werde eine Bewusstlosigkeit nach dem Trauma negiert (UV-act. 72). 

Eine hierauf vorgenommene radiologische Abklärung im Spital I.___ ergab intakte 

Schädelstrukturen ohne Nachweis einer Fraktur (UV-act. 74; vgl. auch UV-act. 82 und 

120). Mit Hinweis auf das fehlende neurologische Korrelat bestätigten die Ärzte des 

Liechtensteinischen Landesspitals am 25. März 2009 eine Somatisierung im Rahmen 

einer schweren depressiven Episode (UV-act. 87).

3.2 Als Anamnese des Unfalls vom 31. März 2008 hielt Dr. H.___ am 8. Mai 2012 fest, 

der Beschwerdeführer sei mit dem Gerüst umgekippt und von ca. 8 Metern kopfüber 

auf den Boden gefallen. Er sei bewusstlos gewesen und habe sich erst zwei Stunden 

nach dem Ereignis wieder erinnern können. Er habe dabei eine Radiusfraktur und eine 

Rissquetschwunde an der linken Schläfe mit schwerer Commotio erlitten (UV-act. 

167/5). Diese neue Unfallschilderung ist mit den in den ersten Monaten nach dem 

Unfall erstellten Akten (vorstehende E. 3.1) offensichtlich nicht vereinbar. Zum einen ist 

kein Sturz aus 8 Metern echtzeitlich dokumentiert, sondern ein solcher aus ca. drei 

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bzw. dreieinhalb Metern Höhe in ein wassergefülltes Loch (UV-act. 1,9). Eine 

Bewusstlosigkeit wurde vom Beschwerdeführer nach dem Unfall nicht erwähnt oder 

sogar ausdrücklich verneint (UV-act. 4 Rückseite Ziff. 1; UV-act. 9, 14 und 72/1). Der 

Beschwerdeführer vermochte denn auch in späteren Berichten die Unfallumstände im 

Detail zu schildern (UV-act. 80 S. 2). Dies wäre im Fall einer (zweistündigen) Amnesie 

nicht möglich gewesen. In keinem der nach dem Unfall ausgestellten ärztlichen 

Berichte findet sich eine Commotio cerebri bestätigt. Hätte die im Bericht des Spitals 

I.___ vom 8. Mai 2008 erwähnte 24stündige GCS-Überwachung (Glasgow Coma Scale; 

UV-act. 14) Auffälligkeiten gezeigt, wären diese im Bericht erwähnt worden. Bei 

komplikationslos verheilter Rissquetschwunde über dem linken Auge sowie ohne 

Hinweise für eine mögliche Bewusstlosigkeit bzw. Amnesie fällt vorliegend eine leichte 

traumatische Hirnverletzung (MTBI) zum vornherein ausser Betracht (vgl. dazu S. 

Johannes/R. Schaumann-von Stosch, Grundlegende Aspekte der leichten 

traumatischen Hirnverletzung, Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 78 [2007], 74ff). 

Im Weiteren kann, nachdem im Nachgang zum Unfall bis ca. März 2009 im 

Wesentlichen Schmerzen in der linken Hand und psychische/psychosoziale Probleme 

bzw. ein Nervenzusammenbruch Erwähnung fanden (UV-act. 4 Rückseite, 5, 14, 36 S. 

1f, 55, 63, 65, 71, 72/1, 87), nicht ohne Weiteres vom Auftreten eines typischen 

Beschwerdebildes einer schleudertraumaähnlichen Verletzung mit einer Häufung von 

Beschwerden gesprochen werden. Gegenüber dem Kreisarzt hatte der 

Beschwerdeführer am 8. August 2008 unter anderem erklärt, die Gesichtsverletzung sei 

problemlos abgeheilt. Die anfänglich etwas vermehrte Vergesslichkeit habe sich wieder 

erholt. Er verspüre keine Konzentrationseinbussen (UV-act. 36 S. 2). Erst im Bericht 

des Handchirurgen Dr. F.___ vom 9. März 2009 gab der Beschwerdeführer eine 

Gefühllosigkeit ausgehend von der linken Kopfseite an, wobei der Arzt den Eindruck 

einer Aggravation zum Ausdruck brachte und auf den unauffälligen neurologischen 

Befund von Dr. K.___ (UV-act. 72/1) hinwies (UV-act. 77/1). Der Aggravations-Eindruck 

wurde auch später wieder geäussert und begründet (vgl. UV-act. 148 S. 4f). Es ist bei 

dieser Ausgangslage nicht Sache des Unfallversicherers, das Nichtbestehen einer 

Unfallkausalität von gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu beweisen, welche 

ursprünglich nicht thematisiert worden waren (Urteil des Bundesgerichts [bis 31. 

Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 15. März 2006, 

U 6/06, E. 2.2).

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4. 

Nach dem Unfall vom 31. März 2008 wurde beim Beschwerdeführer eine volle 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (UV-act. 36). Der Handchirurge Dr. F.___ ging ab 6. März 

2009 wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit (ohne körperlich schwere Arbeiten) aus 

(UV-act. 77). Kreisarzt Dr. G.___ bestätigte am 21. April 2009, mit der linken Hand sei 

der Beschwerdeführer für alle Arbeiten mit grobem Griff behindert (Tragen von 

Gewichten über 5 kg, Halten von Geräten mit grobem Schaft und Halten von 

vibrierenden Apparaten). Zumutbar seien nur Tätigkeiten, welche nicht regelmässig 

eine volle Pro- oder Supination im linken Handgelenk erfordern würden (UV-act. 90). 

Am 29. Juli 2011 berichtete Dr. H.___ über die bei ihm zwischenzeitlich durchgeführten 

Behandlungen in seiner Praxis. Am 28. Mai 2009 sei der Beschwerdeführer nochmals 

in die Sprechstunde von Dr. E.___ gekommen und habe über leichte Restbeschwerden 

im Bereich der Handwurzel geklagt. Klinisch habe eine leichte Druckempfindlichkeit 

über dem distalen Speichenende bestanden. Die Beweglichkeit sei zu einem Drittel 

eingeschränkt gewesen; die Pronation sei frei gewesen und die Supination um etwa 20 

Grad eingeschränkt (UV-act. 133). Dr. J.___ bestätigte die Zumutbarkeitsbeurteilung 

von Dr. G.___ bei im Wesentlichen unverändertem Befund am 16. Februar 2012 (UV-

act. 148). Dr. H.___ bezeichnete die von ihm nach dem 7. März 2009 bescheinigten 

Arbeitsunfähigkeiten als krankheitsbedingt und erklärte, dass bei Finden einer leichten 

körperlichen Tätigkeit ohne Heben schwerer Lasten (maximal 5kg) mit einer 

Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. der Erhöhung der Einsatzfähigkeit 

gerechnet werden könne (UV-act. 167/5). Von der kreisärztlichen 

Zumutbarkeitsbeurteilung unter Berücksichtigung der somatischen Unfallfolgen ist bei 

diesem Sachverhalt für die Rentenbemessung auszugehen, zumal Umstände, welche 

diese Zumutbarkeitsbeurteilung in Frage zu stellen vermöchten, weder geltend 

gemacht werden noch aus den Akten ersichtlich sind. Konkrete Anhaltspunkte, welche 

eine weitere medizinisch-somatische Begutachtung (act. G 1 S. 5) erforderlich machen 

würden, liegen nicht vor.

5.   

5.1 Mit Bezug auf die psychischen Beschwerden kann die Frage der natürlichen 

Unfallkausalität sowie die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführer als 

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psychisch bedingt arbeitsunfähig zu erachten ist, wie nachstehend zu zeigen ist, offen 

bleiben (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23, S. 68 E. 3c). Für die Beurteilung der Adäquanz dieser 

Beschwerden gingen die Parteien beim Unfall vom 31. März 2008 mit Sturz aus ca. 

dreieinhalb Metern Höhe zu Recht von einem mittelschweren Ereignis aus (vgl. Urteil 

des EVG vom 12. August 2005, U 191/04, E. 5.1). Auch wenn dem Ereignis eine 

gewisse Eindrücklichkeit nicht abzusprechen ist, kann nicht von dramatischen 

Begleitumständen oder einer besonderen Eindrücklichkeit ausgegangen werden. Die 

erlittenen Verletzungen (dislozierte Radius-Fraktur links mit Abriss des Processus 

styloideus ulnae, Rissquetschwunde über dem linken Auge) waren zwar zweifellos 

erheblich; von einem besonderen Schweregrad oder der erfahrungsgemässen Eignung, 

psychische Fehlentwicklungen auszulösen, kann jedoch nicht gesprochen werden.

5.2 Die versicherte Person hat solange Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 

(Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen, als von ihrer Fortsetzung eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e 

contrario). Nach dem Unfall vom 31. März 2008 erfolgte, nach Metallentfernung am 6. 

Juni 2008 und Gelenksmobilisation durch Dr. E.___, der Behandlungsabschluss im Mai 

2009 (vgl. UV-act. 30, 36, 77, 109, 126, 127, 133). Kreisarzt Dr. G.___ hatte bereits am 

21. April 2009 hinsichtlich der linken Hand festgehalten, es handle sich um einen 

Dauerzustand, welcher nicht mehr durch eine geeignete Therapie wesentlich zu 

verändern sei (UV-act. 90/1). Mit Blick auf die gut einjährige Behandlung kann nicht von 

einer ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung bezüglich der 

somatischen Unfall-Verletzungen gesprochen werden. Sodann lagen weder ein 

schwieriger Heilungsverlauf noch erhebliche Komplikationen oder eine die Unfallfolgen 

erheblich verschlechternde ärztliche Behandlung vor.

5.3 Ab 6. März 2009 bescheinigte der Handchirurge Dr. F.___ eine volle 

Arbeitsfähigkeit, wobei er schwere körperliche Arbeiten ausnahm (UV-act. 77). Im April 

2009 erachtete Kreisarzt Dr. G.___ eine dem Gesundheitsschaden an der linken Hand 

angepasste Tätigkeit - d.h. ohne Tragen von Gewichten über 5 kg und Halten von 

Geräten mit grobem Schaft sowie ohne regelmässige volle Pro- und Supination der 

Hand - als zumutbar (UV-act. 90). Diese Zumutbarkeitsbeurteilung wurde von Dr. H.___ 

im Wesentlichen bestätigt (UV-act. 133, 167/5; vgl. vorstehende E. 4). Eine 

langdauernde unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit liegt damit ebenfalls nicht vor. Dr. K.___ 

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und Dr. F.___ vermerkten eine Diskrepanz zwischen dem objektivierten Befund und den 

Beschwerdeangaben des Beschwerdeführers (UV-act. 72, 77). Selbst wenn trotz dieser 

Feststellungen somatisch bedingte Dauerschmerzen zu bejahen wären, müsste der 

adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen 

Beschwerden verneint werden, da ein einziges erfülltes Kriterium für die Bejahung der 

Adäquanz nicht genügt. Für die Bemessung der unfallbedingten Invalidität können 

dementsprechend lediglich die unfallbedingten Beeinträchtigungen in somatischer 

Hinsicht mit einbezogen werden.

6.   

6.1 Auch wenn - entgegen der Ausführungen in E. 3 - von einem leichten 

Schädelhirntrauma auszugehen und damit bei der Prüfung der Adäquanzkriterien nicht 

zwischen somatischen und psychischen Gesundheitsschäden zu unterscheiden wäre, 

müsste - wie nachstehend gezeigt wird - die Adäquanz der organisch-strukturell nicht 

objektivierbaren Beschwerden jedenfalls ab dem Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. Juni 

2009) verneint werden. Die Kriterien der besonders dramatischen Begleitumstände und 

der besonderen Eindrücklichkeit des Unfalles (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.1, S. 127 mit 

Hinweisen) sowie der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung sind wie 

erwähnt zu verneinen. Sodann ist wesentlich (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2.3), ob nach 

dem Unfall eine fortgesetzt spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche 

Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig war. Der Beschwerdeführer unterzog 

sich nach dem Unfall physiotherapeutischen Massnahmen und wurde wegen einer 

schweren depressiven Episode (vgl. UV-act. 87) ärztlich behandelt. In Anbetracht 

dieser Aktenlage ist festzustellen, dass nach dem Unfall vom 31. März 2008 bis zum 

Fallabschluss am 1. Juni 2009 keine fortgesetzt spezifische, den Beschwerdeführer 

belastende ärztliche Behandlung (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts vom 26. August 

2008, 8C_687/2007, E. 5.3) notwendig gewesen war, weshalb dieses Kriterium nicht als 

erfüllt zu betrachten ist.

6.2 Was das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit anbelangt, ist gemäss BGE 134 V 109 E. 

10.2.7 dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren 

Schleudertraumen der HWS (und punkto Adäquanzbeurteilung gleich zu behandelnden 

Verletzungen) ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom 

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medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht die Dauer der 

Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit 

als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen 

unternimmt. Gelingt es ihr trotz solcher Anstrengungen nicht, ist ihr dies durch 

Erfüllung des Kriteriums anzurechnen. Konkret muss ihr Wille erkennbar sein, sich 

durch aktive Mitwirkung so rasch wie möglich wieder optimal in den Arbeitsprozess 

einzugliedern. Solche Anstrengungen der versicherten Person können sich 

insbesondere in ernsthaften Arbeitsversuchen trotz allfälliger persönlicher 

Unannehmlichkeiten manifestieren. Sodann können Bemühungen um alternative, der 

gesundheitlichen Einschränkung besser Rechnung tragende Tätigkeiten ins Gewicht 

fallen. Nur wer in der Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in 

erheblichem Masse arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, 

kann das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 mit Hinweisen). Mit Blick auf die 

Darlegungen in den vorstehenden E. 4 und E. 5.3 ist das Vorliegen einer erheblichen 

Arbeitsunfähigkeit jedenfalls im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. Juni 2009) zu 

verneinen. Die Frage, ob ausreichende Anstrengungen des Beschwerdeführers, wieder 

in den Arbeitsprozess einzusteigen, ausgewiesen sind, kann unter diesen Umständen 

offenbleiben. Adäquanzrelevant können im Weiteren in der Zeit zwischen dem Unfall 

und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch bestehende erhebliche 

Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen 

und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden 

im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4). Bei Bejahung dieses Kriteriums wäre 

insgesamt eines der in BGE 134 V 109 angeführten Adäquanzkriterien gegeben, was 

dazu führt, dass die Adäquanz der nach wie vor geklagten Beschwerden mit dem 

versicherten Unfall auch unter diesem Titel zu verneinen wäre.

7.   

7.1

7.1.1 Das der Invaliditätsbemessung zugrunde zu legende Valideneinkommen (Art. 16 

ATSG) ist eine hypothetische Grösse ("erzielen könnte"), wobei praxisgemäss als 

Ausgangspunkt das vor dem Eintritt der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit 

erzielte Einkommen als Ausgangspunkt gewählt wird. Die Beschwerdegegnerin ging für 

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die Festlegung des Valideneinkommens 2009 von Fr. 60'473.-- von der 

Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2008, Totalwert aller Berufe der Region 

Ostschweiz im Anforderungsniveau 4, aus und nahm für 2009 eine entsprechende 

Nominallohnanpassung vor (UV-act. 157/2). Die Beschwerdegegnerin stellt im 

vorliegenden Verfahren - auch wenn sie weiterhin das im Verwaltungsverfahren 

festgelegte Valideneinkommen anwendet (act. G 5 II/3. und III/5.6) - eine Reduktion 

dieses Valideneinkommens mit Prüfung einer allfälligen reformatio in peius durch das 

Gericht zur Diskussion. Der Beschwerdeführer war vor dem Unfall als unregelmässig 

Beschäftigter bei mehreren Arbeitgebern tätig und bezog zwischendurch immer wieder 

ALV-Taggeldleistungen (vgl. UV-act. 110, 117, 123). Ein regelmässiges Einkommen 

hatte er zuletzt im Jahr 2003 erzielt (vgl. UV-act. 117). Für die Festlegung des 

Einkommens, das der Beschwerdeführer als Gesunder ohne Eintritt des 

Gesundheitsschadens (hypothetisch) erzielt hätte, war es in Anbetracht der 

Unwägbarkeiten in erwerblicher Hinsicht gerechtfertigt und auch erforderlich, nach den 

Tabellen der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik vorzugehen, zumal 

auch nicht von freiwillig unterdurchschnittlichem Einkommen auszugehen ist. Ein 

reformatio in peius-Sachverhalt ist unter diesen Umständen zu verneinen. Festzuhalten 

ist allerdings, dass nach der Rechtsprechung bei der Festlegung der 

Vergleichseinkommen regionale Tabellenwerte grundsätzlich nicht verwendet werden 

dürfen (SVR-UV 2007 Nr. 17 [U 75/03]). Die Rechnung mit gesamtschweizerischen 

Tabellenwerten ergäbe ein leicht höheres Valideneinkommen von Fr. 61'238.-- 

(Totalwert Männer LSE 2008 von Fr. 4'806.-- x 12 zuzüglich Nominallohnanpassung 

2009 von 2.1% und Berücksichtigung einer wöchentlichen Arbeitszeit 2009 von 41.6 

Stunden). Konkret erscheint es dennoch nicht angemessen, beim Valideneinkommen 

auf den gesamtschweizerischen Tabellenwert abzustellen, weil das 

Invalideneinkommen auf DAP-Löhnen basiert, welche bei regionalen Arbeitgebern 

erfragt worden waren (UV-act. 153 und nachstehende E. 7.2). Damit erweist es sich als 

sachgerecht, das von der Beschwerdegegnerin auf der Basis von regionalen 

Tabellenlöhnen festgelegte Valideneinkommen von Fr. 60'473.-- dem ebenfalls auf 

regionalen Löhnen basierenden Invalideneinkommen gegenüberzustellen.

7.1.2 Zum Einwand des Beschwerdeführers, dass auf den Tabellenlohn des 

Wirtschaftszweigs Baugewerbe abzustellen sei, nachdem er dort seit Jahren im 

Rahmen der Personalvermittlung tätig gewesen sei (act. G 1 S. 5), ist zum einen 

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festzuhalten, dass für die Zeit nach seiner Einreise in die Schweiz Tätigkeiten in den 

unterschiedlichsten Branchen (Hilfspfleger, Gastgewerbe, Industrie, Baugewerbe, 

Lebensmittelbranche) aus den Akten ersichtlich sind. Eine Berufslehre hatte der 

Beschwerdeführer nicht absolviert (UV-act. 123). Er liess denn auch darlegen, dass er 

schwere körperliche Tätigkeiten als Hilfsarbeiter (auf dem Bau) ausgeübt habe, 

nachdem er keine spezielle Ausbildung genossen habe (act. G 1 S. 5). Die im 

Unfallzeitpunkt ausgeübte Tätigkeit als Gerüstmonteur erhielt er gemäss Angaben des 

Temporärarbeitgebers "nur zufällig"; eigentlich sei er "für den Industriesektor geplant" 

gewesen (UV-act. 40). Bei dieser Aktenlage kann nicht überwiegend wahrscheinlich 

davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer ohne Eintritt des Unfalls 

dauernd in der Baubranche tätig gewesen wäre. Damit lässt es sich nicht beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin für die Bemessung des Valideneinkommens auf den 

allgemeinen Durchschnitt der LSE-Löhne und nicht auf einen branchenspezifischen 

LSE-Wert abstellte. 

7.2

7.2.1 Das Invalideneinkommen legte die Beschwerdegegnerin wie erwähnt gestützt auf 

DAP-Zahlen, d.h. die Arbeitsplätze Nr. 1143, 9054, 4214, 3261 und 9050 in UV-act. 

153, mit Fr. 53'070.-- (Durchschnitt) fest. Im Hinblick auf die geforderte 

Repräsentativität der DAP-Profile und der daraus abgeleiteten Lohnangaben hat die 

Beschwerdegegnerin nach der Rechtsprechung, zusätzlich zur Auflage von mindestens 

fünf DAP-Blättern, Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der 

gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den 

Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils 

verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe. Im Beschwerdeverfahren ist 

es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-

Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer 

zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich 

gestützt auf die LSE vorzunehmen (Urteil des EVG vom 28. August 2003, U 35/00, E. 

4.2.2). Konkret liegen die von der Rechtsprechung geforderten Angaben vor und die 

von der Beschwerdegegnerin ausgewählten DAP-Arbeitsplätze sind den 

behinderungsbedingten Einschränkungen des Beschwerdeführers angepasst (vgl. dazu 

UV-act. 153). Wenn ein DAP-Profil mit einem Lohnband versehen ist, ist für die 

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betreffende, dem Zumutbarkeitsprofil der versicherten Person entsprechende Tätigkeit 

grundsätzlich der Minimal- oder der Maximallohn erreichbar, je nach weiteren zu 

berücksichtigenden Umständen wie Alter, Anzahl Dienstjahre usw. Praxisgemäss wird 

der Durchschnittswert beigezogen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2008, 

8C_72/2008, E. 5.2). Ein Anlass, von diesem abzuweichen, ist vorliegend nicht 

ersichtlich.

7.2.2 Die Bemessung des Invalideneinkommens anhand statistischer 

(gesamtschweizerischer) Löhne sähe wie folgt aus: Aus der LSE 2008 TA 1 Niveau 4 ist 

für Männer ein durchschnittliches Monatssalär von Fr. 4'806.-- ersichtlich. Das hieraus 

errechnete Jahressalär von Fr. 57'672.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die 

betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit 2009, d.h. auf 41.6 Stunden, 

aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von Fr. 59'979.-- ergibt. Nach Berücksichtigung 

der Nominallohnentwicklung 2009 resultiert für 2009 ein Betrag von Fr. 61'238.--. Unter 

Berücksichtigung eines 10%igen Leidensabzuges ergäbe sich ein Betrag von Fr. 

55'114.--. Würde der regionale LSE-Wert (Fr. 60'473.--; vgl. vorstehende E. 7.1.1) 

herangezogen, resultierte nach Berücksichtigung des erwähnten Leidensabzuges ein 

Betrag von Fr. 54'426.--. Die Abweichung von rund 4% bzw. von 2.5% im Vergleich 

zum DAP-Einkommen liegt im Streubereich unter 5%, für welche auch keine 

Einkommensparallelisierung (BGE 135 V 297) vorgenommen wird. Es erscheint 

dementsprechend gerechtfertigt, auf das DAP-Einkommen von Fr. 53'070.-- 

abzustellen. Die Gegenüberstellung dieses Betrags mit dem Valideneinkommen von 

Fr. 60'473.-- ergibt eine Erwerbsunfähigkeit von 12% (gerundet; BGE 130 V 122 E. 3.2).

8.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Zufolge der bewilligten unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung (act. G 6) ist der Rechtsbeistand des Beschwerdeführers durch 

den Staat zu entschädigen. Ausgehend von einer Pauschalentschädigung von 

Fr. 4'000.-- beläuft sich die Entschädigung unter Berücksichtigung einer Kürzung um 

einen Fünftel (Art. 31 Abs. 3 AnwG; sGS 963.70) auf Fr. 3'200.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Der Staat entschädigt den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers mit Fr. 3'200.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

3.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.08.2013
	Art. 6 und 18 UVG. Art. 16 ATSG. Unfallkausalität von nichtorganischen Beschwerden nach Sturz vom Baugerüst. Bemessung der Rente. Höhe des Valideneinkommens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. August 2013, UV 2012/88).

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