# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c74fcca-146c-5685-affa-faf887e946a5
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-01
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 01.07.2021 SK 2020 425
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2020-425_2021-07-01.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 20 425

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 1. Juli 2021 

Besetzung Oberrichter Aebi (Präsident i.V.),
Oberrichter Schmid, Oberrichterin Friederich Hörr
Gerichtsschreiber Engel

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Anschlussberufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Berufungsführerin

Gegenstand Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilweise 
qualifiziert begangen, Widerhandlung gegen das Waffengesetz

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 11. März 2020 (PEN 2019 662)

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Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Mit Urteil vom 11. März 2020 erkannte das Regionalgericht Bern-Mittelland (Kolle-
gialgericht):

I.

Das Strafverfahren gegen A.________

1. wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich mengenmässig quali-
fiziert begangen durch Veräussern von Betäubungsmitteln im Zeitraum von Sommer 2015 bis 
25.08.2015 an unbekannten Orten (AKS Ziff. 1.1.5.);

2. wegen Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz, angeblich begangen durch mehrfaches In-
verkehrbringen von Arzneimitteln im Zeitraum von ca. November 2012 bis 25.08.2015 in 
C.________ (AKS Ziff. 1.2.);

wird eingestellt,

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren 
von CHF 4‘901.40 und Auslagen (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung) von CHF 4‘380.25, ins-
gesamt bestimmt auf CHF 9‘281.65, an den Kanton Bern (1/8 der gesamten Verfahrenskosten),

ohne Ausrichtung einer Entschädigung.

II.

A.________ wird freigesprochen:

1. von der Anschuldigung der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich 
mehrfach, teilweise mengenmässig qualifiziert (AKS Ziff. 1.1.11.) begangen durch

1.1. Herstellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ca. August 2012 bis 25.08.2015 in 
C.________ und an anderen Orten (AKS Ziff. 1.1.9.);

1.2. Anstalten treffen zur Herstellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ca. Au-
gust 2015 bis 25.08.2015 in C.________ und an anderen Orten (AKS Ziff. 1.1.10.);

1.3. Besitz von Betäubungsmitteln ab einem unbekannten Zeitpunkt bis 25.08.2015 in 
C.________ (AKS Ziff. 1.1.11.);

2. von der Anschuldigung der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, angeblich begangen 
durch Erwerb einer Waffe im Zeitraum von April 2015 bis 25.08.2015 in C.________ und an ande-
ren Orten (AKS Ziff. 1.3.);

unter Auferlegung der anteilsmässigen Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Gebühren 
von CHF 4‘901.40 und Auslagen (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung) von CHF 4‘380.25, ins-
gesamt bestimmt auf CHF 9‘281.65, an den Kanton Bern (1/8 der gesamten Verfahrenskosten),

ohne Ausrichtung einer Entschädigung.

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III.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfach, teilweise mengen-
mässig qualifiziert (AKS Ziff. 1.1.1. bis 1.1.4.), teilweise bandenmässig (zusammen mit 
D.________ geb. E.________ sel.) qualifiziert (AKS Ziff. 1.1.3., 1.1.4., 1.1.6. und 1.1.7.) began-
gen durch

1.1. Erwerb und Besitz von mindestens 103.5 Gramm Methamphetamin ca. im Juni 2015 (Er-
werb) respektive im Zeitraum von ca. Juni 2015 bis 25.08.2015 (Besitz) in C.________ (AKS 
Ziff. 1.1.1. und 1.1.2.);

1.2. Herstellung von mindestens 300 Thaipillen im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in 
C.________ (AKS Ziff. 1.1.3.);

1.3. Anstalten treffen zur Herstellung von Thaipillen aus mindestens 101.8 Gramm Metham-
phetamin im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (AKS Ziff. 1.1.4.);

1.4. Herstellung und Besitz von MDMA-Pulver und Ecstasy-Tabletten im Umfang von mindes-
tens 166.4 Gramm MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (AKS 
Ziff. 1.1.6. und 1.1.8.);

1.5. Anstalten treffen zur Herstellung von Ecstasy-Tabletten aus mindestens 31.3 Gramm rei-
nem MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (AKS Ziff. 1.1.7.);

1.6. Besitz von 139 Gramm Marihuana, festgestellt am 25.08.2015 in C.________ (AKS 
Ziff. 1.1.12.);

2. der Widerhandlungen gegen das Waffengesetz durch Verbringen einer Waffe in das Schwei-
zerische Staatsgebiet und deren Besitz im Zeitraum von April 2015 bis 25.08.2015, begangen 
bzw. festgestellt in C.________ (AKS Ziff. 1.3.);

und in Anwendung der Art. 2 Abs. 1, 34, 40, 42 Abs. 1, 43, 51 aStGB; Art. 44, 47, 49 Abs. 1 StGB; 
Art. 19 Abs. 1 lit. a, d und g, 19 Abs. 2 lit. a und b BetmG; Art. 4 Abs. 1 lit. c, 12, 33 Abs. 1 lit. a WG; 
Art. 426 Abs. 1 StPO;

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten.

Davon sind 8 Monate zu vollziehen. Für eine Teilstrafe von 24 Monaten wird der Vollzug aufge-
schoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

Die Polizei- und Untersuchungshaft von 299 Tagen wird vorab auf die zu vollziehende Teilstrafe 
angerechnet.

2. Zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 30.00, ausmachend total CHF 450.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt.

3. Zu den auf die Schuldsprüche entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus Ge-
bühren von CHF 29‘408.25 und Auslagen von CHF 26‘281.45, insgesamt bestimmt auf 
CHF 55‘689.70 (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung).

[Kostentabelle]

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IV.

[Festsetzung der amtlichen Entschädigung von Rechtsanwalt B.________]

V.

Weiter wird beschlossen:

1. Folgende beschlagnahmte Gegenstände (pag. 2015 ff.) werden zur Vernichtung eingezogen:

Aus der HD vom 23.06.2015 bei der F.________ (AG):

[Auflistung]

2. Folgende Gegenstände verbleiben als Beweismittel bei den amtlichen Akten:

[Auflistung]

3. Folgende Gegenstände werden A.________ nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
zurückgegeben:

[Auflistung]

4. Der beschlagnahmte Geldbetrag von total CHF 7‘897.75 (Ass.-Nr. B10; Ass.-Nr. B45; Ass.-Nr. G2; 
Ass.-Nr. C17; Ass.-Nr. E1; Ass.-Nr. E2) wird mit den ihm auferlegten Verfahrenskosten von 
CHF 55‘689.70 (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung) verrechnet (Art. 267 Abs. 3 StPO 
i.V.m. Art. 442 Abs. 4 StPO). A.________ hat damit noch Verfahrenskosten im Betrag von 
CHF 47‘791.95 (ohne Kosten für die amtliche Verteidigung) zu bezahlen.

5. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der erho-
benen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist erteilt 
(Art. 17 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erken-
nungsdienstlicher Daten).

6. [Eröffnungsformel]

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern am 
13. März 2020 die Berufung an (pag. 2635). Die erstinstanzliche Urteilsbegründung 
datiert vom 21. September 2020 (pag. 2642 ff.). Am 12. Oktober 2020 erklärte die 
Generalstaatsanwaltschaft form- und fristgerecht die Berufung (pag. 2828 f.). Mit 
Eingabe vom 3. November 2020 erklärte Rechtsanwalt B.________ namens und 
im Auftrag von A.________ (nachfolgend: Beschuldigter) Anschlussberufung 
(pag. 2834 ff.). Am 6. November 2020 teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit, 
dass sie kein Nichteintreten auf die Anschlussberufung des Beschuldigten beantra-
ge (pag. 2839 f.).

Der Beschuldigte erschien trotz ordentlicher Vorladung und nachdem sein Dispen-
sationsgesuch, eingereicht am 28. Juni 2021 (pag. 2853 f.), gleichentags abgewie-
sen worden war (pag. 2855 f.) nicht zur Berufungsverhandlung. Aufgrund der An-
wesenheit von Rechtsanwalt B.________ wurde das Verfahren in Übereinstim-
mung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ohne den säumigen Beschul-
digten fortgeführt (Urteil des Bundesgerichts 6B_1293/2018 vom 14. März 2019 
E. 3.3.2).

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3. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

In oberer Instanz wurde von Amtes wegen ein Strafregisterauszug über den Be-
schuldigten eingeholt (pag. 2852).

Des Weiteren wurden Schriftstücke (Brief, E-Mail Verkehr des Beschuldigten mit 
einer in der Korrespondenz abgedeckten Drittperson; pag. 2863 ff.), die dem Vor-
sitzenden anonym an seine Privatadresse zugesandt worden waren, zu den Akten 
erkannt.

4. Anträge der Parteien

Die Generalstaatsanwaltschaft stellte anlässlich der oberinstanzlichen Beru-
fungsverhandlung folgende Anträge:

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 11.03.2020 insofern in 
Rechtskraft erwachsen ist, als 

1. das Verfahren gegen A.________ wegen Widerhandlungen gegen das Heilmittel-gesetz, angeb-
lich begangen durch mehrfaches lnverkehrbringen von Arzneimitteln im Zeitraum von ca. No-
vember 2012 bis 25.08.2015 in C.________ eingestellt wurde (Ziff. I. 2.); 

2. A.________ freigesprochen wurde von der Anschuldigung: 

2.1. des Besitzes von Betäubungsmitteln angeblich begangen ab einem unbekannten Zeitpunkt 
bis 25.08.2015 in C.________ (Ziff. II. 1.3.); 

2.2. der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, angeblich begangen durch Erwerb einer 
Waffe im Zeitraum von April 2015 bis 25.08.2015 in C.________ und an anderen Orten 
(Ziff. II. 2.); 

3. A.________ schuldig gesprochen wurde der Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch 
Verbringen einer Waffe in das Schweizerische Staatsagebiet und deren Besitz im Zeitraum von 
April 2015 bis 25.08.2015, begangen bzw. festgestellt in C.________ (Ziff. III. 2.). 

II.

A.________ sei schuldig zu sprechen der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
teilweise mengenmässig qualifiziert, teilweise bandenmässig (zusammen mit D.________ geb. 
E.________ sel.) qualifiziert begangen durch:

1. Veräussern von Betäubungsmitteln im Zeitraum von Sommer 2015 bis 25. August 2015 an un-
bekannten Orten (Ziff. I. 1.); 

2. Herstellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ca. August 2012 bis 25. August 2015 in 
C.________ und an anderen Orten (Ziff. Il. 1.1.); 

3. Anstalten-Treffen zur Herstellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ca. August 2015 bis 
25. August 2015 in C.________ und an anderen Orten (Ziff. II. 1.2.); 

4. Erwerb und Besitz von mindestens 103.5 Gramm Methamphetamin ca. im Juni 2015 (Erwerb) 
respektive im Zeitraum von ca. Juni 2015 bis 25.08.2015 (Besitz) in C.________ (Ziff. III. 1.1.) 

5. Herstellung von mindestens 300 Thaipillen im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in 
C.________ (Ziff. Ill. 1.2.) 

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6. Anstalten treffen zur Herstellung von Thaipillen aus mindestens 101.8 Gramm Methamphetannin 
im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (Ziff. Ill. 1.3.) 

7. Herstellung und Besitz von MDMA-Pulver und Ecstasy-Tabletten im Umfang von mindestens 
166.4 Gramm MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (Ziff. III. 1.4.) 

8. Anstalten treffen zur Herstellung von Ecstasy-Tabletten aus mindestens 31.3 Gramm reinem 
MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (Ziff. III. 1.5.) 

9. Anstalten treffen zur Herstellung von Ecstasy-Tabletten aus mindestens 31.3 Gramm reinem 
MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25.08.2015 in C.________ (Ziff. Ill. 1.6.) 

und in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen 

zu verurteilen: 

1. zu einer Freiheitsstrafe von 54 Monaten; 

2. zu einer Geldstrafe vom 15 Tagessätzen zu CHF 30.00 ausmachend total CHF 450.00, wobei 
der Vollzug der Geldstrafe aufzuschieben sei mit einer Probezeit von 2 Jahren; 

3. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (zzgl. Gebühr gemäss 
Art. 21 VKD von Fr. 600.00). 

III.

Es seien die üblichen Verfügungen zu treffen (Honorar amtliche Verteidigung etc.).

Rechtsanwalt B.________ verwies demgegenüber auf seine Anschlussberu-
fungserklärung vom 3. November 2020 (pag. 2833 ff.), in welcher er folgende An-
träge stellte:
1. Herr A.________ sei freizusprechen vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz, mehrfach begangen, teilweise mengenmässig qualifiziert, teilweise bandenmässig 
qualifiziert (Ziff. III., 1.1 bis 1.6 des Urteils vom 11. März 2020).

2. Herr A.________ sei eine Genugtuung gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO für zu Unrecht er-
standene Untersuchungshaft von 299 Tagen in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzuspre-
chen.

3. Die auf die Freisprüche entfallenden verfahrenskosten der ersten Instanz seien dem Kanton 
Bern aufzuerlegen

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Die Berufung der Generalstaatsanwaltschaft richtet sich gegen die Ziff. I.1 (Einstel-
lung wegen mengenmässig qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz [BetmG; SR 812.121] begangen durch Veräussern von Betäubungs-
mitteln) und Ziff. II.1.1–1.2 (Freispruch von der Anschuldigung der teilweise men-
genmässig qualifiziert begangenen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-
gesetz durch Herstellen von Betäubungsmitteln und Anstalten Treffen zur Herstel-
lung von Betäubungsmitteln) sowie gegen die Sanktion gemäss Ziff. III. des erstin-
stanzlichen Urteildispositivs (pag. 2828 f.).

Die Anschlussberufung des Beschuldigten richtet sich gegen die Ziff. III.1.1.1–1.1.6 
(Schuldspruch wegen mehrfach, teilweise mengenmässig qualifiziert und teilweise 
bandenmässig qualifiziert begangener Widerhandlung gegen das Betäubungsmit-

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telgesetz) sowie gegen die Freiheitsstrafe gemäss Ziff. III.1 und die Kostenverle-
gung gemäss Ziff. III.3 des erstinstanzlichen Urteildispositivs (pag. 2834).

Im Übrigen sind die Bestimmung der amtlichen Entschädigung von Rechtsanwalt 
B.________ gemäss Ziff. IV. sowie die Verfügungen betreffend Verrechnung des 
beschlagnahmten Geldbetrags mit den Verfahrenskosten (Ziff. V. 4.) und betreffend 
Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen 
Daten (Ziff. V. 5.) nicht der Rechtskraft zugänglich.

Die genannten Ziffern sind daher durch die Kammer neu zu beurteilen.

Demgegenüber sind die Ziff. I.2 (Einstellung wegen Widerhandlung gegen das 
Heilmittelgesetz), Ziff. II.1.3 (Freispruch von der Anschuldigung der teilweise men-
genmässig qualifiziert begangenen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-
gesetz durch Besitz von Betäubungsmitteln), Ziff. II.2 (Freispruch von der Anschul-
digung der Widerhandlung gegen das Waffengesetz [WG; SR 514.54]), Ziff. III.2 
(Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz) sowie Ziff. V.1–3 
(Verfügungen betreffend Schicksal der beschlagnahmten Gegenstände) des erstin-
stanzlichen Urteildispositivs unangefochten geblieben und in Rechtskraft erwach-
sen.

Die Kammer verfügt über volle Kognition (Art. 398 Abs. 3 Strafprozessordnung 
[StPO; SR 312.0]). Bezüglich der von der Generalstaatsanwaltschaft angefochte-
nen Punkte (siehe oben) darf die Kammer das vorinstanzliche Urteil auch zum 
Nachteil des Beschuldigten abändern. Im Übrigen gilt das Verschlechterungsverbot 
(Art. 391 Abs. 2 StPO). Betreffend die Ziff. 1.1.9 und 1.1.10 AKS brachte die Kam-
mer auf Antrag der Generalstaatsanwalt einen Würdigungsvorbehalt an, um die 
angeklagten Sachverhalte auch unter dem Titel der «Gehilfenschaft» prüfen zu 
können (pag. 2873). 

6. Anklagegrundsatz

Die Vorinstanz stellte eine Verletzung des Anklagegrundsatzes fest. Sie führte in 
ihrer Urteilsbegründung aus, sie habe der Staatsanwaltschaft Gelegenheit gege-
ben, im Vorfeld der Hauptverhandlung betreffend Ziff. 1.1.5. der Anklageschrift den 
Ort der Deliktsbegehung («an unbekannten Orten») zu ergänzen. Die Staatsan-
waltschaft habe jedoch darauf verzichtet. Hinsichtlich der Anschuldigung der un-
entgeltlichen Abgabe von mindestens 128 Thaipillen fehle es somit an der Angabe 
eines Tatortes. Nach Auffassung der Vorinstanz sei es aber notwendig, den Delikt-
sort approximativ in der Anklageschrift zu umschreiben. Der Staatsanwaltschaft 
wäre es möglich gewesen, den Deliktsort in der Anklageschrift zumindest einzu-
grenzen, beispielsweise mit «Region C.________» oder «Kanton Bern». Es sei 
kaum anzunehmen, der Beschuldigte habe die Thaipillen in der ganzen Schweiz 
verteilt. Die Anklageschrift leide deshalb in Bezug auf diesen Vorwurf an einem 
formellen Mangel – «an unbekannten Orten» reiche einfach nicht (pag. 2654 ff.).

Die Generalstaatsanwaltschaft hielt oberinstanzlich dagegen (siehe zum Ganzen 
pag. 2875 f.), gemäss Rechtsprechung liege nicht per se eine Verletzung des An-
klagegrundsatzes vor, wenn keine Ortsangabe gemacht werde. Im Urteil des Bun-
desgerichts 6B_959/2013 vom 28. August 2014, welches das Urteil des Oberge-

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richts des Kantons Bern SK 2013 62 vom 3. Juli 2013 zum Gegenstand gehabt ha-
be, sei es um eine grosse Menge Hanfpflanzen gegangen, sodass bezüglich Lage-
rung, Verkauf, etc. im Anklagesachverhalt Zeit und Ort nicht näher hätten um-
schrieben werden können. Es sei um einen extremen Fall gegangen und befunden 
worden, dass die Formulierung «anderswo» nicht tel quel eine Verletzung darstelle. 
Im Urteil 6B_676/2013 vom 28. April 2014 sei der Tatzeitpunkt gänzlich offengelas-
sen worden. Das Bundesgericht habe geurteilt, der Zeitraum dürfe in der Anklage-
schrift offengelassen werden, solange keine Zweifel darüber bestünden, was dem 
Beschuldigten vorgeworfen werde. Ein Anklagesachverhalt ohne Nennung des 
Tatorts sei daher nicht per se eine Verletzung des Anklagegrundsatzes. Im Urteil 
des Obergerichts des Kantons Zürich SB140387 vom 21. April 2016 sei es um üble 
Nachrede gegangen und kein Begehungsort angegeben worden. Das Obergericht 
Zürich habe festgehalten, dass das Anklageprinzip nicht vorschreibe, an welchem 
Ort, sondern ausschliesslich, mit welchem Sachverhalt eine Anklageschrift beim 
Gericht einzureichen sei. In jenem Fall seien die Verteidigungsrechte des Beschul-
digten nicht behindert worden, da dieser den Tatvorwurf genau gekannt habe. Für 
den vorliegenden Fall könne es daher keinen Unterschied machen, ob der Tatort 
wie im Urteil aus Zürich gänzlich fehle oder nur ungenau umschrieben werde. Die 
Staatsanwaltschaft habe auf eine Ergänzung der Anklageschrift verzichtet, weil ge-
naue Angaben in Betäubungsmittelfällen oft nicht möglich seien. Der Vorschlag der 
Vorinstanz, den Deliktsort auf den «Kanton Bern» oder «Region C.________» ein-
zugrenzen, entbehre jeglicher Grundlage. Es sei nicht Zweck der Anklage, fiktive 
oder vermutete Tatorte aufzuführen. Es sei keine zweckmässige Eingrenzung mög-
lich gewesen. Bei Betäubungsmitteldelikten könnten im Übrigen auch in Bezug auf 
die Menge oft keine genauen Angaben gemacht werden. Im Urteil 6B_720/2018 
vom 3. Oktober 2018 habe das Bundesgericht festgehalten, dass es keine Verlet-
zung des Anklagegrundsatzes darstelle, wenn die genaue Betäubungsmittelmenge 
nicht angegeben werde (E. 1.3). Wie in diesem Entscheid habe der Beschuldigte 
auch in casu gewusst, was ihm vorgeworfen werde. Nach konstanter bundesge-
richtlicher Rechtsprechung sei der Anklagesachverhalt nicht Selbstzweck, sondern 
diene der Eingrenzung des Verfahrensgegenstands und der Verteidigung gegen 
die Vorwürfe. 

Die Einwände der Generalstaatsanwaltschaft überzeugen. Zwar bringt die Vorin-
stanz zu Recht vor, das Bundesgericht habe in seinem Urteil 6B_959/2013 vom 
28. August 2014 festgehalten, die Formulierung «anderswo» sei keine und noch 
weniger eine hinreichend genaue Ortsbezeichnung, wie dies Art. 325 Abs. 1 Bst. f 
StPO verlange (E. 3.4.1). Ebenfalls ist der Vorinstanz zuzustimmen, wenn sie er-
wägt, die Formulierung «an unbekannten Orten» sei in gleichem Mass unbestimmt 
wie die Formulierung «anderswo». Entgegen der Auffassung der Vorinstanz hängt 
jedoch die Frage, ob eine Verletzung des Anklagegrundsatzes vorliegt, nicht an 
dem in der Anklageschrift verwendeten Begriff; dies wäre zu formalistisch. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist auch in solchen Fällen letztlich und einzig 
entscheidend, ob die beschuldigte Person unter den gegebenen Umständen wuss-
te, was ihr vorgeworfen wird. Sogar im Entscheid 6B_959/2013, auf den sich die 
Vorinstanz stützt, hielt das Bundesgericht fest: «Umgekehrt musste dem Beschwerdeführer 
ohne weiteres klar sein, wo genau in Brienz und in Pratteln er illegal Hanfpflanzen zumindest ange-

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baut haben soll. Bei der Hausdurchsuchung am 7. Juli 2009 in Brienz waren 207 Stecklin-
ge/Jungpflanzen und 1050 grössere Pflanzen in verschiedenen Blütenstadien sichergestellt worden, 
nach Feststellung der Vorinstanz mit einem Gesamt-THC-Gehalt zwischen 1,7 und 11 Prozent. Die 
fehlende Angabe der Adressen in Pratteln und Brienz mit Bezeichnung der Räumlichkeiten, wo illegal 
("indoor") Hanf angebaut worden sein soll, verstösst jedenfalls unter den gegebenen Umständen nicht 
gegen den Anklagegrundsatz» (E. 3.4.1). Auch in anderen Entscheiden machte das 
Bundesgericht wiederholt klar, dass trotz Verwendung einer vagen Formulierung in 
der Anklageschrift entscheidend ist, ob die beschuldigte Person weiss, wessen sie 
angeklagt wird. Für sie muss in klarer Weise ersichtlich sein, welche Vorwürfe ge-
gen sie erhoben werden und sie muss ohne weiteres in der Lage sein, sich ange-
messen zu verteidigen. Die Formulierung «an einem unbekannten Ort» verletzt da-
her den Anklagegrundsatz dann nicht, wenn der Vorwurf insgesamt unverwechsel-
bar und genügend konkret umschrieben ist (insbesondere Urteil des Bundesge-
richts 6B_676/2013 vom 28. April 2014 E. 3.5.5; ferner Urteile 6B_432/2011 vom 
26. Oktober 2011 E. 2.4 und 6B_1067/2009 vom 31. Mai 2010 E. 2.4.1 f.).

Vorliegend wird dem Beschuldigten gemäss der in Frage stehenden Ziff. 1.1.5 der 
Anklageschrift vorgeworfen, im Sommer 2015 bis zum 25. August 2015 an unbe-
kannten Orten mindestens 128 Thaipillen unentgeltlich an unbekannte Personen 
weitergegeben zu haben. Der Vorwurf wird mit einem Verweis auf Ziff. 1.1.3 der 
Anklageschrift noch weiter konkretisiert, wonach er diejenigen Thaipillen weiterge-
geben habe, die er in den eigens dafür gemieteten Räumlichkeiten am G.________ 
(Adresse) in C.________ hergestellt habe, nachdem er zuvor eine leistungsfähige 
Tablettenpresse, Methamphetamin und verschiedene Streck- und Füllmittel erwor-
ben habe. Nach Auffassung der Kammer ist der Tatvorwurf damit unverwechselbar 
umschrieben. Aus der Anklageschrift wird deutlich, dass es um ganz bestimmte 
Thaipillen limitierter Anzahl geht, die der Beschuldigte zunächst hergestellt und da-
nach über eine Dauer von mehreren Wochen an unbekannte Personen unentgelt-
lich weitergegeben haben soll. Auch dem Beschuldigten war offensichtlich sofort 
klar, um welche Thaipillen es ging und was er damit gemacht haben soll, legte er 
doch ein umfassendes Geständnis ab (welches er später wieder revidierte). Seine 
Verteidigungsmöglichkeiten waren intakt. Es ist auch nicht ersichtlich, inwieweit die 
von der Vorinstanz vorgeschlagenen Formulierungen «Region C.________» oder 
«Kanton Bern» dem Beschuldigten ermöglicht hätte, sich effektiver gegen den Tat-
vorwurf zu verteidigen. 

Der Beschuldigte wusste unter den gegebenen Umständen eindeutig, was ihm vor-
geworfen wird. Der Anklagegrundsatz ist nicht verletzt.

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

7. Vorbemerkungen

Zum besseren Verständnis des Verfahrensgegenstandes werden vorab die Aus-
führungen der Vorinstanz zur Ausgangslage integral übernommen (pag. 2664 f.):

Aufgrund einer Strafanzeige der Firma H.________ (SARL) mit Sitz in Paris, wonach sie auf betrüge-
rische Weise dazu gebracht worden sei, einen Betrag in der Höhe von rund Euro 622‘000.00 irrtümli-
cherweise auf ein Bankkonto der Firma F.________ (SA) zu überweisen, liess die Staatsanwaltschaft 

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nach der Eröffnung einer Untersuchung gegen diverse Personen im Juni und Juli 2015 mehrere 
Hausdurchsuchungen bei diesen und mit ihnen verbundenen Unternehmen durchführen («Aktion 
ROCADE», vgl. hierzu auch pag. 2043).

Am I.________ (Adresse) in J.________ wurden die Büroräume von K.________ und der L.________ 
(AG), ein Unternehmen von E.________, durchsucht. Am M.________ (Adresse) durchsuchte die Po-
lizei zudem die Büroräumlichkeiten der F.________(SA) (K.________ / E.________) und der 
L.________(AG). Dabei konnten im Sinne von «Zufallsfunden» unter anderem auch Betäubungsmittel 
(Marihuana, Haschisch) und Medikamente (Viagra) sichergestellt werden. 

Basierend auf ihren Ermittlungen ging die Polizei davon aus, dass es noch weitere Räumlichkeiten 
geben musste, in welchen vermutungsweise Thaipillen hergestellt würden. Vermieterabklärungen er-
gaben, dass unweit des Büros der F.________(SA) am M.________ (Adresse) in C.________ die 
N.________ (GmbH), ebenfalls mit Bezug zu E.________, zusätzlich einen Lagerraum gemietet hat-
te, nämlich am G.________ (Adresse). Als am 25.08.2015 schliesslich auch an diesem Ort eine 
Hausdurchsuchung erfolgte, traf die Polizei vor Ort auf eine abgeschlossene Lagerhalle mit ausge-
wechselten Schlössern. Nachdem sie geklopft hatten, öffnete den Polizisten der Beschuldigte die Tü-
re und wurde nach Sicherstellung diverser Betäubungsmittel und Chemikalien vorläufig festgenom-
men.

Sichergestellt werden konnten insbesondere folgende Waren:

- Crystal,

- Methamphetamingemische,

- 172 Thaipillen,

- MDMA-Gemische,

- 1‘183 Ecstasy-Tabletten,

- Amphetamin,

- 1.7 g Methoxphenylaceton,

- 140.9 g Cannabis,

- 0.65 g MDPV,

- 65 g Meskalinpulver,

- diverse Stoffe wie Paracetamol, Koffein und Ethylvanillin,

- diverse weitere Chemikalien, teilweise in grossen Mengen (insbesondere Methanol),

- zwei Prägestempel mit Bezug zu den sichergestellten Thaipillen,

- eine automatische Rundlauf-Tablettenpresse,

- ein Tabletten-/Pillen-Verteilgerät sowie

- diverse Einrichtungen, Werkzeuge, Maschinen und (Labor-)Utensilien

Die Lagerhalle war im Zeitpunkt der Durchsuchung videoüberwacht. Im Fahrzeug des Beschuldigten 
stellte die Polizei zudem ein einhändig bedienbares Messer sicher.

Der Kriminaltechnische Dienst wurde zwecks Dokumentation mit Bildern und Spurensicherung beige-
zogen. Das IRM Bern analysierte die Sicherstellungen insbesondere auf Betäubungsmittel. 

E.________ konnte in Spanien am 05.01.2016 verhaftet werden und wurde in (Auslieferungs-)Haft 
genommen. Er wurde schliesslich am 04.05.2016 in die Schweiz ausgeliefert. Während der laufenden 
Untersuchung verstarb er – nach Entlassung aus der Untersuchungshaft – am 25.08.2018 in Spanien 

11

bei einem Verkehrsunfall, woraufhin das Strafverfahren gegen ihn am 15.07.2019 – noch bevor An-
klage erhoben werden konnte – eingestellt wurde.

Insgesamt wurde eine sehr umfangreiche Untersuchung durchgeführt, in welcher insbesondere 
E.________ und der Beschuldigte diverse Male befragt wurden.

Ebenfalls verwiesen wird auf die unstrittig zutreffenden Ausführungen der Vorin-
stanz zum Rahmengeschehen (pag. 2665 f.):

- Der Beschuldigte und E.________ kannten sich seit längerer Zeit und waren gute Kollegen. 
E.________ war unter anderem Gesellschafter und Geschäftsführer der N.________(GmbH) mit 
Sitz am G.________ (Adresse) in C.________. Dort unterhielt sein Unternehmen auch eine La-
gerhalle, für welches monatlich ca. CHF 2‘000.00 Miete anfielen.

- Die N.________(GmbH) und deren Vorgängerin, die O.________ (GmbH), importierten zwischen 
anfangs 2012 und Ende 2013 verschiedene Waren aus dem Ausland, so unter anderem

- eine Pressmaschine (115 kg) am 28.02.2012 (pag. 1152 ff.);

- Vanillin am 25.09.2012 (pag. 1461);

- 40 kg Koffeinpulver am 20.11.2012 (pag. 1168 und pag. 1461);

- 19.4 kg Koffeinpulver am 22.11.2012 (pag. 1347 und pag. 1462);

- 21 kg Koffein am 03.12.2013 (pag. 1348 und pag. 1463);

- Die L.________(AG) bestellt zudem im Februar 2014 Erlenmeyerkolben (pag. 1469) und im Mai 
2014 Methanol und Dyethylether (pag. 1479).

- E.________ wanderte ca. im Juli 2014, evtl. ein wenig später, aus der Schweiz aus und ging 
zunächst nach Israel, von wo er schliesslich nach Spanien, Marbella, weiterzog. Von Zeit zu Zeit 
kehrte er in die Schweiz zurück und besuchte dabei unter anderem auch den Beschuldigten in 
der Lagerhalle.

- Nachdem der Beschuldigte bereits vor der Auswanderung von E.________ manchmal in der La-
gerhalle anzutreffen gewesen war, hielt er sich danach und bis zu seiner Verhaftung am 
25.08.2015 regelmässig dort auf. Teilweise arbeitete und schlief er dort, räumte auf und kümmer-
te sich um die Bewirtschaftung der Lagerhalle. Ein- bis zweimal bezahlte er in dieser Zeit auch 
die Miete der Lagerhalle.

- Im August 2014 nahm der Beschuldigte in der Lagerhalle eine Bestellung der 
N.________(GmbH) über 26 kg Paracetamol entgegen und quittierte den Erhalt unterschriftlich 
(vgl. pag. 2140 unten).

- Der Beschuldigte schrieb das in einer Kiste (Asservat B43) sichergestellte Minigrip Paracetamol 
mit «Paracet» an.

- Zwischen Juni 2015 und 25.08.2015 versuchte der Beschuldigte im Lagerraum mit einer Tablet-
tenpresse Thaipillen herzustellen. Hierzu verwendete er Koffein, Vanillin und Methamphetamin. 
Er wusste dabei, um was für Stoffe es sich dabei handelte.

- Kurz vor seiner vorläufigen Festnahme kaufte A.________ am 03.08.2015 in der Drogerie 
P.________ Schwefelsäure (96%).

- Das in seinem Fahrzeug sichergestellte einhändig bedienbare Messer kaufte der messerliebende 
Beschuldigte ca. im April 2015 in einem Supermarkt in Litauen für EUR 30.00 und brachte es in 
die Schweiz (pag. 564 f.). Er wusste dabei, dass es solche Messer in der Schweiz nicht zu kaufen 

12

gibt. Er bewahrte es in der Folge in der Mittelkonsole seines Personalwagens auf (vgl. insb. pag. 
2593 Z. 37 und 40 ff.).

8. Anklagesachverhalt

Bei den aufgrund der staatsanwaltschaftlichen Berufung zu überprüfenden Punkten 
geht es materiell um die folgenden Vorwürfe:

- Vorwurf der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz durch Her-
stellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ungefähr August 2012 bis 
25. August 2015 in C.________ und an anderen Orten (5–6 Mal Vermietung 
der Tablettenpresse zur Herstellung von Thaipillen und/oder Ecstasy; Ziff. 1.1.9 
AKS; Ziff. I.1.1 Urteildispositiv);

- Vorwurf der Widerhandlungen gegen das BetmG durch Herstellung von Betäu-
bungsmitteln im Zeitraum von ungefähr August 2015 bis 25. August 2015 in 
C.________ und an anderen Orten (Vermietung der Tablettenpresse zur Her-
stellung von Thaipillen und/oder Ecstasy für die Zeit vom 3.–
12. September 2015 an Unbekannt in Q.________ und vom 8.–
21. November 2015 an Unbekannt in R.________; Ziff. 1.1.10 AKS; Ziff. I.1.2 
Urteildispositiv);

- Vorwurf der mengenmässig qualifiziert begangenen Widerhandlungen gegen 
das BetmG durch Veräusserung von 128 Thaipillen im Zeitraum von Sommer 
2015 bis 25. August 2015 an unbekannten Orten (Ziff. 1.1.5 AKS).

Die Anschlussberufung des Beschuldigten andererseits – er akzeptierte zunächst 
die von der Vorinstanz ausgefällten Schuldsprüche wegen mehrfach und teilweise 
qualifiziert begangener Widerhandlungen gegen das BetmG (AKS Ziff. 1.1.1–1.1.4, 
1.1.6–1.1.8, 1.1.12; Urteilsdipositiv Ziff. III.1) – hat zur Folge, dass erneut über ei-
nen Grossteil der Vorwürfe Beweis geführt werden muss. 

9. Unbestrittener / Bestrittener Sachverhalt

Ausgangslage und Rahmengeschehen (siehe Vorbemerkungen unter E. 7 hiervor) 
sind im Wesentlichen unbestritten. Oberinstanzlich lässt sich die eigentliche Be-
weisthematik daher grob auf zwei Bereiche/Fragenkomplexe reduzieren:

- Welches Wissen und was für Handlungen (inklusive bloss beabsichtigte) sind 
dem Beschuldigten im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Besitz und der 
Herstellung von Betäubungsmitteln (allein bzw. im Verbund mit E.________) 
zuzurechnen? Hat er zudem 128 Thaipillen veräussert?

- Inwiefern sind Widerhandlungen des Beschuldigten im Zusammenhang mit der 
Tablettenpresse nachgewiesen?

10. Beweismittel

Die objektiven und subjektiven Beweismittel sind von der Vorinstanz umfassend 
dargestellt worden (pag. 2669 ff.; pag. 2691 ff.). Darauf kann verwiesen werden. 
Hinzu kommen die oberinstanzlich eingeholten Beweismittel (siehe E. 3 hiervor). 

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11. Beweiswürdigung

11.1 Vorbemerkungen

Die Vorinstanz hat sowohl die objektiven als auch die subjektiven Beweismittel ei-
ner einlässlichen Würdigung unterzogen (pag. 2669–2788). Diese überzeugt und 
kann vollumfänglich übernommen werden (einzig in Bezug auf die Vorwürfe 
gemäss Ziff. 1.1.9 und 1.1.10 AKS betreffend Tablettenpresse weicht die Kammer 
von der Vorinstanz ab und erachtet die Anklagesachverhalte als erwiesen, siehe 
E. 11.4 hiernach). Nachfolgend wird daher einzig noch auf die oberinstanzlich vor-
gebrachten Argumente der Parteien eingegangen. 

11.2 Vorbringen der Generalstaatsanwaltschaft

Die Generalstaatsanwaltschaft machte anlässlich der oberinstanzlichen Berufungs-
verhandlung geltend (siehe zum Ganzen pag. 2875 ff.), es mache keinen Sinn, 
während neun Einvernahmen konstante Aussagen zu machen, nur um diese dann 
gegen Ende der Untersuchung zu revozieren. Das gelte umso mehr, als die ersten 
Aussagen mit den übrigen Beweismitteln übereinstimmten sowie detailliert und dif-
ferenziert seien. Die Vorinstanz weise zu Recht darauf hin, dass Falschaussagen 
wie die behaupteten entweder aus Angst oder aus altruistischen Beweggründen 
gemacht würden, vorliegend aber keine der beiden Möglichkeiten Sinn mache. 
Spätestens in der Untersuchungshaft hätte der Beschuldigte merken müssen, dass 
es sich nicht um eine Bagatelle handle. Es sei auch unklar, wie der Beschuldigte 
davon habe ausgehen können, E.________ werde die Wahrheit sagen, wenn er 
selber nicht die Wahrheit sage. Das erstinstanzliche Urteil sei daher in Bezug auf 
die Schuldsprüche zu bestätigen.

Der Beschuldigte habe nach eigenen Angaben insgesamt 300 Thaipillen herge-
stellt, wovon 172 hätten sichergestellt werden können. Der Vorwurf stütze sich so-
mit auf objektive Beweismittel und die eigenen Aussagen des Beschuldigten. Zwar 
bestreite der Beschuldigte den Vorwurf mittlerweile, das aber nur, weil E.________ 
verstorben sei. Bis auf seine letzten Aussagen habe der Beschuldigte den Vorwurf 
stets eingestanden.

Der Vorwurf, wonach der Beschuldigte die Tablettenpresse 5–6 Mal ausgeliehen 
habe, stütze sich auf dessen eigene Aussagen. Dabei fehle es zwar an einem di-
rekten Beweis dafür, dass der Beschuldige am Inverkehrbringen der Drogen betei-
ligt gewesen sei, es gebe aber viele Anhaltspunkte. Hätte der Beschuldigte die 
Presse nämlich zu legalen Zwecken vermietet, hätte er kein Problem damit gehabt, 
Namen zu nennen. Zwar dürfe eine Aussageverweigerung nicht zu Lasten des Be-
schuldigten ausgelegt werden. Dieser Grundsatz finde aber seine Grenzen, wenn 
sich ein Beschuldigter weigere, zu seiner Entlastung erforderliche Angaben zu ma-
chen, obschon eine Erklärung angesichts der belastenden Beweiselemente ver-
nünftigerweise erwartet werden dürfte (Urteil des Bundesgerichts 6B_1009/2017 
vom 26. April 2018 E. 1.4.2). Vorliegend hätte die Nennung von Namen den Be-
schuldigten entlastet. Deren Verweigerung dürfe daher zu seinen Lasten gewürdigt 
werden. Die Tablettenpresse habe ferner Rückstände von Betäubungsmitteln auf-
gewiesen. Nach Angaben des Beschuldigten sei das wegen ihm gewesen 
(pag. 898 Z. 1180). Zudem habe er angegeben, er habe gewusst, dass die Presse 

14

für Betäubungsmittel gebraucht worden sein könnte (pag. 899 Z. 1186 ff.). 
Schliesslich sei die Miete für die Presse mit Betäubungsmitteln bezahlt worden. Ein 
seriöser Vermieter hätte die Mieter bei einem solchen Angebot zur Rede gestellt 
und die Betäubungsmittel nicht angenommen.

Der Beschuldigte sei auch nicht ein unwissendes Opfer der Strafverfolgungsbehör-
den gewesen. So habe er beispielsweise ausgesagt: «Diese Presse hat ziemliches Po-
tential, das ist so. Die kleinen Pressen haben einen Stempel, dann wird es wieder aufgefüllt und zu 
90% funktioniert dies nicht. Einmal geht es bei 2-3 Tabletten gut, dann geht wieder 15x nichts mehr… 
je nach dem wie viele Nerven sie haben, machen sie das Tagelang oder nicht. Ich habe mir dann sa-
gen lassen, dass Rundlaufpressen viel besser funktionieren, es gibt ein gleichmässigeres Resultat. 
Bei der kleinen Presse war es viel mühsamer, das war der Grund» (pag. 878 Z. 420 ff.). Dar-
aus gehe hervor, dass der Beschuldigte über Knowhow verfügt habe und sein Bei-
trag über blosses Pröbeln hinausgegangen sei. Von «unbedarft» und «ahnungs-
los» könne keine Rede sein. Zwar seien keine Abnehmer identifiziert worden, es 
stehe aber fest, dass die Tablettenpresse vermietet worden sei. Der Beschuldigte 
hätte die Fakten auf den Tisch legen und sagen können, er habe die Presse wirk-
lich an Personen vermietet, die nichts mit Drogen zu tun gehabt hätten. Er habe 
aber keine Namen genannt und sei auch heute nicht aufgetaucht, um sich zu ver-
teidigen.

11.3 Vorbringen der Verteidigung

Die Verteidigung hielt dagegen (siehe zum Ganzen pag. 2878 ff.), der Beschuldigte 
sei kein grosser Fisch im Betäubungsmittelhandel gewesen, sondern habe nur ge-
bastelt und gepröbelt. Er habe bereits in seiner ersten Einvernahme ausgesagt, er 
habe aufgeräumt, weil die Halle per Ende September habe zurückgegeben werden 
sollen (pag. 507 Z. 18 ff.). Später habe er diese Aussage wiederholt (pag. 535 
Z. 80). Wenn man also auf die ersten Aussagen des Beschuldigten abstellen wolle, 
dann müsse man auch schauen, was er tatsächlich gesagt habe. Die weitergehen-
den Behauptungen gemäss Anklageschrift beruhten bloss auf Indizien. Es sei im 
gesamten Verfahren kein konkreter Beweis sichergestellt worden, dass MDMA syn-
thetisch hergestellt worden sei. Zwar seien gewisse Stoffe vorhanden gewesen, 
aber nicht alle, die für eine solche Herstellung notwendig gewesen wären 
(pag. 1757). Hierzu brauche es eine spezielle Anlage (pag. 913 f.), die aber nir-
gends sichergestellt worden sei. Auch das IRM habe festgestellt, dass besondere 
Substanzen für eine Synthese notwendig gewesen wären (pag. 1757). Auch Ge-
ruchsimmissionen seien von niemandem bemerkt worden. Ein Prägungsstempel 
mit dem «facebook»-Logo habe ebenfalls gefehlt. Die Vorwürfe betreffend Me-
thamphetamin und Thaipillen beruhten einzig auf den Aussagen des Beschuldig-
ten, die dieser zurückgenommen habe. Abnehmer habe man keine ausfindig ma-
chen können. 

Das Drogenlabor sei auch nicht funktionstüchtig gewesen. Es sei ein wahrhaftes 
«Karsumpel» gewesen und der Beschuldigte am Aufräumen. Eine Schutzausrüs-
tung sei nicht gefunden worden, obwohl eine solche aufgrund der entstehenden 
Dämpfe zu erwarten gewesen wäre. Die Platten seien verstaubt gewesen und 
schon lange nicht mehr gebraucht worden. Das sehe man auf der Fotodokumenta-

15

tion. Des Weiteren seien zwar viele Stoffe via die N.________(GmbH) bestellt und 
gelagert worden. Das sei aber alles E.________ zuzuordnen, der auch der Mieter 
der Lagerhalle gewesen sei. Die N.________(GmbH) habe die Ware Jahre vor der 
Teilnahme des Beschuldigten bestellt (pag. 261 ff.). Die letzte Bestellung sei im 
August 2014 erfolgt. Die Korrespondenz dieser Bestellung sei ausschliesslich über 
E.________ gelaufen (pag. 2155). Der Beschuldigte habe die Ware nur entgegen-
genommen, ansonsten aber keine Verbindung dazu gehabt (pag. 2140). Es gebe 
keine Hinweise darauf, dass er bereits früher etwas mit dem Ganzen zu tun gehabt 
habe.

Der Inhalt der Nachricht vom 25. August 2015 (pag. 597) weise darauf hin, dass 
der Beschuldigte mit all dem nichts zu tun gehabt habe. Er habe Fotos von Ge-
genständen gemacht, um sie aufs Internet zu stellen (pag. 793 ff.). Er habe 
E.________ gefragt, ob er diese noch haben wolle (pag. 594), was dafür spreche, 
dass er tatsächlich am Aufräumen gewesen sei. Ein weiterer Austausch sei nicht 
dokumentiert. Zudem habe es eine Hausdurchsuchung am M.________ (Adresse) 
gegeben, wovon E.________ Kenntnis erlangt habe. Dass der Beschuldigte trotz-
dem im Labor am G.________(Adresse) geblieben sei, zeige, dass er nicht in den 
Drogenhandel involviert gewesen sein könne; ansonsten wäre er rechtzeitig ver-
schwunden. Die durchgeführte schriftvergleichende Untersuchung weise zudem 
auf eine unbekannte Drittperson (pag. 1658).

Der Beschuldigte habe die eingestandenen Sachverhalte zunächst erfunden, um 
E.________ nicht zu belasten. Ob er ihn habe schützen wollen oder nur Angst ge-
habt habe, bleibe offen. Wahrscheinlich sei er sich schlicht nicht bewusst gewesen, 
was ein Geständnis bedeute in einem Fall, in dem es um Drogenproduktion gehe. 
Darum habe er die Vorwürfe erst bestritten, als er sich dessen bewusst geworden 
sei.

11.4 Würdigung durch die Kammer

Mit der Vorinstanz beurteilt die Kammer die objektiven Beweismittel – die Rapporte, 
Fotodokumentationen, Protokolle, Verzeichnisse, Berichte und Gutachten – als le-
ge artis erstellt. Sie sind ebenso seriös und neutral verfasst wie die edierten Unter-
lagen und Auskünfte. Betreffend die subjektiven Beweismittel sind nach Auffassung 
der Kammer vor allem die Aussagen des Beschuldigten zentral (die Aussagen der 
übrigen Verfahrensbeteiligten sind demgegenüber wenig ergiebig und diejenigen 
von E.________ mit der Vorinstanz als wenig glaubhaft zu beurteilen, 
pag. 2711 ff.). Speziell ist bei diesen, dass der Beschuldigte bis und mit «Schluss-
einvernahme» der Staatsanwaltschaft vom 28. Mai 2018 immer in etwa gleich aus-
sagte und sich dabei durchaus auch selber belastete. Nach der Fristansetzung 
gemäss Art. 318 StPO (pag. 2398 f.) – und notabene nach dem Tod von 
E.________ am 25. August 2018 – verlangte er dann aber eine erneute Befragung 
(pag. 2405 ff.). Sowohl in der auf den 29. April 2019 anberaumten Einvernahme bei 
der Staatsanwaltschaft als auch in der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 
9. März 2020 vollzog er dann eine veritable Kehrtwende und versuchte, seine bis-
herigen Aussagen zu revozieren. Die Kammer erachtet diese Rücknahme der Ge-
ständnisse jedoch nicht als glaubhaft. Es gab keinen Grund, wieso er sich aus al-

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truistischen Beweggründen oder aus Angst selber hätte belasten sollen. Nament-
lich bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass ihn E.________ bedroht oder dazu 
gedrängt hätte, die Schuld auf sich zu nehmen. Die Geständnisse scheinen viel-
mehr als alternativlose Reaktion auf die Anhaltung in flagranti vor Ort. Abwegig ist 
auch die Behauptung der Verteidigung, der Beschuldigte habe nicht gewusst, wie 
schwer die gegen ihn erhobenen Vorwürfe gewogen hätten. Bereits im Rahmen der 
Hafteinvernahme vom 26. August 2015 wurde ihm vorgehalten, dass der Vorwurf 
einer qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Raum 
steht, der eine Mindeststrafe von einem Jahr vorsieht. Sein Verteidiger, Rechtsan-
walt B.________, war an dieser Einvernahme ebenfalls anwesend und hätte den 
Beschuldigten über allfällige Irrtümer aufklären können (pag. 54). Wie die General-
staatsanwaltschaft (pag. 2875) und die Vorinstanz (pag. 2776) zudem zu Recht 
festhalten, sind die neuen Aussagen des Beschuldigten streckenweise nicht mit 
den übrigen Beweismitteln vereinbar, seine Geständnisse hingegen schon. Auf 
Letztere ist daher abzustellen.

Für die Kammer ist ferner belegt und angesichts der einschlägigen Sicherstellun-
gen bei den beiden Hausdurchsuchungen am G.________(Adresse) (siehe E. 7 
hiervor), der hohen getätigten Investitionen (vgl. beispielsweise die Miete von 
CHF 2'000.00 pro Monat [pag. 873 Z. 210 ff., pag. 921.07 Z. 180 ff.] bei gleichzeiti-
gem Einkommen von ungefähr CHF 2'000.00–3'000.00 [pag. 2223 Z. 48 f.; pag. 
2225 Z. 51 ff.] und Geltendmachung von Bedürftigkeit im vorliegenden Strafverfah-
ren), des vorhandenen Knowhows des Beschuldigten (vgl. beispielsweise E. 11.2 
hiervor und die von der Generalstaatsanwaltschaft zitierte Stelle pag. 878 Z. 420 ff.: 
«Diese Presse hat ziemliches Potential, das ist so. Die kleinen Pressen haben einen Stempel, dann 
wird es wieder aufgefüllt und zu 90% funktioniert dies nicht. Einmal geht es bei 2-3 Tabletten gut, 
dann geht wieder 15x nichts mehr… je nach dem wie viele Nerven sie haben, machen sie das Tage-
lang oder nicht. Ich habe mir dann sagen lassen, dass Rundlaufpressen viel besser funktionieren, es 
gibt ein gleichmässigeres Resultat. Bei der kleinen Presse war es viel mühsamer, das war der 
Grund») sowie der Berichte des IRM (vgl. pag. 1757: «Die bei der Hausdurchsuchung vor-
gefundenen Gegenstände und Gerätschaften können dazu gebraucht werden, aus Wirkstoffen und 
Streckmitteln und Verschnittstoffen eine Konfektionierung z.B. von fertigen Thai-Pillen (Methapmphet-
amin, Coffein, Ethylvanillin) oder Ecstasy-Tabletten durchzuführen. Es wurden neben einem Stempel 
(mit der Aufschrift „wy“, wie für eine Tablettenpresse) auch Vakuumiermaschinen, bedruckte Folien 
und Anlagen zum Abpacken von Substanzen als Räuchermischungen oder Research Chemicals (De-
signerdrogen) vorgefunden, sowie Pflanzenmaterial in grösseren Mengen – das uns jedoch nicht zur 
Analyse vorlag. Das Pflanzenmaterial könnte zur Herstellung von Räuchermischungen verwendet 
werden. Ethylvanillin kann als Voräufersubstanz zur Herstellung von Betäubungsmitteln (auch MDMA) 
eingesetzt werden, ist aber ein üblicher Zusatzstoff für Thaipillen (neben Coffein und dem Wirkstoff 
Methamphetamin). Ethylvanillin wurde in relativ grossen Mengen sichergestellt») offensichtlich, 
dass es sich bei der Lagerhalle am G.________(Adresse) in C.________ um ein 
funktionstüchtiges Drogenlabor und nicht bloss – wie von der Verteidigung behaup-
tet – um eine Hobbywerkstatt handelte. Dass keine Vorläufersubstanzen oder spe-
zielle Reagenzien gefunden wurden, die für die Synthese von Amphetamin, Me-
thamphetamin oder Ecstasy üblicherweise Verwendung finden (pag. 1757), bedeu-
tet weder, dass solche noch, dass andere nicht dazu verwendet wurden. Dass 
niemand um das Gebäude herum Geruchsimmissionen wahrnahm, ist angesichts 

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des Umstandes, dass ein Lüfter/Ventilator sichergestellt wurde, nicht weiter ver-
wunderlich (Ass.-Nr. D4, pag. 1828). Und dass die Räumlichkeiten nicht feinsäu-
berlich aufgeräumt waren und die empfohlene Schutzausrüstung fehlte, steht der 
Annahme eines illegalen Drogenlabors ebenfalls nicht entgegen.

Für die Kammer ebenfalls erstellt ist, dass sowohl E.________ als auch der Be-
schuldigte (er wurde am 25. August 2015 so gut wie in flagranti vor Ort angehalten) 
einen offensichtlichen Bezug zur Lagerhalle und zu deren Funktion als Produkti-
onsstätte für Betäubungsmittel aufwiesen und dass die beiden eng zusammenar-
beiteten. Auch die Mutter von E.________, S.________, bestätigte den engen Be-
zug des Beschuldigten zur Halle und gab an, dieser habe von E.________ «die 
Halle übernommen» (pag. 1585 Z. 371 f.; pag. 1591 Z. 668 ff.). Das von der Vertei-
digung ins Feld geführte Fehlen aktenkundiger Kommunikation entlastet den Be-
schuldigten keineswegs, im Gegenteil: Da er für E.________ das Lager verwaltete, 
wäre regelmässiger Kontakt zwischen den beiden geradezu zu erwarten gewesen. 
Das völlige Fehlen solcher Kommunikation spricht vielmehr dafür, dass die beiden 
etwas zu verstecken hatten. Auch die SMS vom 25 August 2015 legt aufgrund der 
verwendeten Wortwahl nahe, dass die beiden öfter als aktenkundig miteinander 
Kontakt hatten («Sali. Ist er gut angekommen? Du, was willst du mit dem marshmellow-zeug?? 
Und mit den audi felgen? Gruß», pag. 597). Dass die SMS Betäubungsmittel meint, ist 
offenkundig (zum Begriff «Marshmellow» vgl. pag. 417). 

Mit den untersuchungsbegründenden Vorwürfen im Verfahren «ROCADE» (wegen 
Geldwäscherei und Betrugs zum Nachteil der H.________(SARL)) hatte der Be-
schuldigte unbestrittenermassen nichts zu tun. Der Verteidigung kann in diesem 
Zusammenhang aber nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringt, der Beschuldigte 
könne nicht in den Drogenhandel von E.________ involviert gewesen sein, da er 
ansonsten nach den Hausdurchsuchungen vom 23. Juni 2015 geflohen wäre. Die 
Hausdurchsuchungen erfolgten im Rahmen eines anderen Verfahrens, das andere 
Firmen betraf und das mit Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
nichts zu tun hatte. Gefunden wurde bloss Marihuana, Haschisch und Viagra (siehe 
E. 7 hiervor). Mit weiteren Hausdurchsuchungen rechneten die Beteiligten offen-
sichtlich nicht, kaufte der Beschuldigte doch am 3. August 2015 – also nach den 
beiden Hausdurchsuchungen – noch Schwefelsäure. Und selbst wenn er damit ge-
rechnet hätte: Es wäre auffällig gewesen, unmittelbar nach der Hausdurchsuchung 
am M.________(Adresse) aus dem Nachbarsgebäude am G.________(Adresse) 
eine grosse Anzahl von Maschinen und Chemikalien abzutransportieren, zumal der 
Beschuldigte keinen alternativen Lagerort zur Verfügung hatte. Dass er das nicht 
tat, entlastet ihn daher nicht. 

Betreffend die beiden Anklagepunkte Ziff. 1.1.9 und 1.1.10 AKS erachtet die Kam-
mer – anders als die Vorinstanz – die Indizienlage ebenfalls als erdrückend. Die 
diesbezüglichen Ausführungen der Generalstaatsanwaltschaft überzeugen (siehe 
E. 11.2 hiervor). Hinzu kommt, dass es der Beschuldigte selber war, der anfänglich 
klar sagte, er habe die Presse extern vermietet (zuerst ungefähr 3 Mal, später so-
gar 5–6 Mal; pag. 547 Z. 371 bzw. pag. 896 Z. 1108 und Z. 1111), wobei die Mieter 
CHF 500.00–1'000.00 pro Woche dafür bezahlt hätten (pag. 546 Z. 331 f.). Er sag-
te auch, wegen ihres Gewichts bringe und hole er die Presse (pag. 583 Z. 1007). 

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Die Frage, weshalb Namen und Adressen auf der sichergestellten Unterlage «Mie-
tobjekt», fehlten, brachte ihn dann sichtlich in Bedrängnis: Die Erklärung «Ja weil..., 
wenn irgendjemand, ich weiss doch nicht. Wenn jemand im Lager ist, dann sieht man die Maschine 
und den Zettel ‘dran/drauf’. Das muss ja nicht jeder wissen. Darum habe ich es auch nicht ‘druf ta’» 
(pag. 583 Z. 110 ff.) spricht Bände. Dass die Vermietung zu illegalen Zwecken er-
folgte, liegt, wenn Angaben bewusst verschwiegen werden, auf der Hand. Es ge-
lang dem Beschuldigten dann auch nicht, mehr als fadenscheinige und schlicht un-
glaubhafte Relativierungen anzubringen («Was die Person dann damit macht, ist ihre Sa-
che», pag. 897 Z. 1121, ferner auch pag. 898 Z. 1148 ff.; «es interessiert mich auch nicht, 
ob die Person etwas Legales oder Illegales mit der Presse gemacht hätte», pag. 898 Z. 1155 f.; 
«Die Tablettenpresse kann man Personen anbieten, die Salben, Crèmen oder homöopathische Mittel, 
Tiernahrung oder dergleichen herstellen/produzieren. Man kann es natürlich auch Personen anbieten 
die andere Sachen machen», pag. 507 Z. 38–40; vgl. auch pag. 898 Z. 1148–1150). An 
einer Stelle gab er sogar an, nicht gewusst zu haben, wozu die Tablettenpresse 
eingesetzt worden sei: «Ich weiss ja nicht was die damit machen wollen. Wenn sie etwas Illega-
les machen wollten ist es nicht gut für mich, wenn sie etwas Legales machen wollten ist es nicht gut 
für sie […]» (pag. 584 Z. 1025 f.). Dies überrascht doch sehr, will er doch teilweise in 
Ecstasy-Tabletten bezahlt worden sein. Als Folge dessen weist auch nachfolgende 
Aussage klare Beschönigungstendenzen auf: «Bewusst die Tablettenpresse vermietet mit 
dem Wissen, dass dieses und jenes damit gemacht wird, habe ich nicht» (pag. 899 Z. 1187 f.). 
Unklar bleibt einzig, von welchen Grössenordnungen bei der externen Vermietung 
der Presse zur Herstellung von Tabletten auszugehen ist.

12. Erwiesener Sachverhalt

In einer Gesamtwürdigung und unter Verweis auf die von der Vorinstanz auf 
pag. 2780 f. tabellarisch erfassten jeweiligen Pillen-/Pulver- bzw. Wirkstoffmengen 
kommt die Kammer in den umstrittenen Punkten zu folgenden Beweisergebnissen:

(1) Der Beschuldigte und E.________ fassten im Herbst 2013 den Entschluss, zu-
sammen in die Produktion von Thaipillen und Ecstasy-Pillen/MDMA einzusteigen. 
Sie setzten diesen Plan ab ungefähr Oktober 2013 teilweise in die Tat um, wobei 
der Beschuldigte bis zu seiner Verhaftung am 25. August 2015 namentlich folgen-
de, in der AKS umschriebene Handlungen vornahm:

- Methamphetamin/Thaipillen: Ungefähr im Juni 2015 übernahm der Beschuldig-
te von Unbekannt mehr als 100 Gramm Crystal. Anschliessend deponierte der 
Beschuldigte diese Betäubungsmittel in der Lagerhalle am 
G.________(Adresse), bis sie weiterveräussert oder am 25. August 2015 von 
der Polizei sichergestellt wurden. Spätestens im Oktober 2013 erwarb der Be-
schuldigte zudem eine leistungsfähige Tablettenpresse, mit welcher mehrere 
1'000 Pillen pro Stunde hergestellt werden können. Mit zuvor von ihm erworbe-
nem Methamphetamin (sichergestellte Wirkstoffmenge von 103.5 Gramm plus 
die Wirkstoffmenge in den bereits veräusserten 128 Thaipillen) und weiteren, 
von E.________ organisierten Stoffen (Vanillin, Koffein, Paracetamol) stellte er 
ab ungefähr Juli 2014 bis 25. August 2015 mit der Tablettenpresse mindestens 
300 Thaipillen her. Von den von ihm selber hergestellten Thaipillen gab der Be-
schuldigte mindestens 128 Stück unentgeltlich an unbekannte Personen weiter. 

19

Im gleichen Zeitraum traf er verschiedenste Vorkehrungen (Herstellung Präge-
stempel, Eigenbau einer Pillen-Abzählvorrichtung, Entgegennahme einer gros-
sen, von E.________ bestellten Menge Paracetamol, Ausprobieren von ver-
schiedenen Mischverhältnissen, Aneignung von Wissen über die Synthese von 
Methamphetamin), um aus 101.8 Gramm Methamphetamin (103.5 Gramm ab-
züglich 1.7 Gramm) weitere Pillen zu produzieren. 

- MDMA/Ecstasy-Pillen: Im gleichen Zeitraum stellte der Beschuldigte mit zuvor 
gekauftem Methanol und unter Verwendung einer von ihm entwickelten Destil-
lationsanlage sowie weiterer für die Herstellung von MDMA benötigter Gerät-
schaften und Chemikalien in diesem Labor zusammen mit E.________ sel. 
mindestens 166.4 Gramm MDMA (72.2 Gramm Pulver, 1'183 Ecstasy Tabletten 
«facebook») her. Diese Menge blieb mit seinem Wissen bis zur polizeilichen In-
tervention vom 25. August 2015 in der Lagerhalle. Nebst den effektiv herge-
stellten Ecstasy Pillen wollten der Beschuldigte und E.________ sel. aus min-
destens 31.3 Gramm reinem MDMA im erwähnten Labor und unter Verwen-
dung der benötigten Gerätschaften, Chemikalien, Füll- und Streckmittel weitere 
Ecstasy Tabletten herstellen. 

- Beide Drogenarten: Erstellt ist, dass der Beschuldigte die von ihm erworbene 
Tablettenpresse ab Zeitpunkt des Erwerbs bis am 25. August 2015 ca. 5–6 Mal 
gegen Entgelt in Form von Ecstasy und MDMA-Gemisch an unbekannte Per-
sonen vermietete. Nach Überzeugung der Kammer wusste er dabei, oder 
musste zumindest davon ausgehen, dass diese Personen die Presse benutz-
ten, um damit grosse Mengen Betäubungsmitteln (Thaipillen und/oder Ecstasy) 
herzustellen. Mit zwei weiteren unbekannten Kunden in Q.________ und 
R.________ traf der Beschuldigte eine Vereinbarung, wonach er ihnen die Ta-
blettenpresse im Zeitraum vom 3.–12. September 2015 bzw. vom 8.–21. No-
vember 2015 vermieten werde.

(2) Ferner hatte der Beschuldigte in der Lagerhalle am G.________(Adresse) in 
C.________ im Zeitpunkt seiner Anhaltung 139 Gramm (140.9 Gramm abzüglich 
1.9 Gramm in einem Minigrip, welches in dubio nicht dem Beschuldigten zugerech-
net wird) Marihuana deponiert.

III. Rechtliche Würdigung

13. Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz

Die rechtlichen Grundlagen sind von der Vorinstanz vollständig wiedergegeben 
worden. Die Ausführungen zu den vorliegend anzuwendenden Gesetzesnormen, 
zur Mittäterschaft, zu den Qualifikationen sowie zur Frage der Handlungseinheit 
sind zutreffend und es kann darauf verwiesen werden (pag. 2788 ff.). 

Betreffend die Frage der Handlungseinheit ist lediglich zu ergänzen, dass das zur 
Qualifikation gemäss Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG Gesagte (pag. 2793) selbstre-
dend auch für die Qualifikation nach Bst. b der Norm gilt. Für Einzelhandlungen, die 
auf einem einheitlichen Willensentschluss beruhen, sich zu einer Bande zusam-
menzuschliessen, und die wegen des engen räumlichen und zeitlichen Zusam-

20

menhangs bei objektiver Betrachtung noch als einheitliches Geschehen erschei-
nen, ist unter dem Titel der «Bandenmässigkeit» eine einzige Strafe auszuspre-
chen.

Ferner ist hervorzuheben, dass sich die Kammer bei der Beantwortung der Frage, 
welcher Grenzwert für den schweren Fall bei Methamphetamin gilt, ebenfalls an die 
Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin (SGRM) und 
damit an die gefestigte Praxis der Strafkammern hält, wonach bei Methamphetamin 
ein schwerer Fall bei 12 Gramm reinem Drogenwirkstoff vorliegt (vgl. u.a. Urteil der 
1. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern SK 18 345 vom 16. April 2019 
mit Verweis auf das Urteil der 1. Strafkammer SK 17 436 vom 30. April 2018 sowie 
BGE 145 IV 312 [= Pra 2020 Nr. 42], wo festgestellt wurde, dass es nicht bundes-
rechtswidrig sei, wenn das Vorliegen eines schweren Falles im Sinne von Art. 19 
Abs. 2 Bst. a BetmG unter dem Hinweis auf eine im Jahr 2010 durch die SGRM er-
stellte Studie bejaht wird, welche für reines Methamphetamin-Hydrochlorid einen 
Grenzwert von 12 Gramm empfiehlt). Bei MDMA gibt es hingegen gemäss aktueller 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung keinen Grenzwert und damit auch keinen 
mengenmässig schweren Fall gemäss Art. 19 Ziff. 2 Bst. a BetmG. 

14. Subsumtion

Die vorinstanzliche Subsumtion unter die verschiedenen in Art. 19 Abs. 1 BetmG 
aufgezählten Tathandlungen ist ebenfalls korrekt (pag. 2795 ff.), so dass der Be-
schuldigte zusammenfassend wie folgt gegen Art. 19 Abs. 1 BetmG verstossen hat:

- Methamphetamin/Thaipillen

- Erwerb und Besitz von mindestens 103.5 Gramm Methamphetamin ca. im 
Juni 2015 (Erwerb) respektive im Zeitraum von ca. Juni 2015 bis 25. Au-
gust 2015 (Besitz) in C.________ (Ziff. 1.1.1 und 1.1.2 AKS);

- Herstellung von mindestens 300 Thaipillen im Zeitraum von ca. Juli 2014 
bis 25. August 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.3 AKS);

- Anstalten treffen zur Herstellung von Thaipillen aus mindestens 101.8 
Gramm Methamphetamin im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25. Au-
gust 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.4 AKS);

- Zusätzlich zur Vorinstanz: Veräussern von 128 Thaipillen durch unentgelt-
liche Abgabe an unbekannte Personen (Ziff. 1.1.5 AKS);

- MDMA/Ecstasy

- Herstellung und Besitz von MDMA-Pulver und Ecstasy-Tabletten im Um-
fang von mindestens 166.4 Gramm MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 
bis 25. August 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.6 und 1.1.8 AKS);

- Anstalten treffen zur Herstellung von Ecstasy-Tabletten aus mindestens 
31.3 Gramm reinem MDMA im Zeitraum von ca. Juli 2014 bis 25. Au-
gust 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.7 AKS);

21

- Beide Drogenarten (zusätzlich zur Vorinstanz)

- Herstellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ca. August 2012 bis 
25. August 2015 in C.________ und an anderen Orten (Ziff. 1.1.9 AKS);

- Anstalten treffen zur Herstellung von Betäubungsmitteln im Zeitraum von 
ca. August 2015 bis 25. August 2015 in C.________ und an anderen Or-
ten (Ziff. 1.1.10 AKS );

- Marihuana

- Besitz von 139 Gramm Marihuana, festgestellt am 25. August 2015 in 
C.________ (Ziff. 1.1.12 AKS);

Abgesehen vom Besitz des Marihuanas (Ziff. 1.1.12 AKS) geht die Kammer davon 
aus, dass sämtliche Delikte vom selben Willen des Beschuldigten getragen waren, 
zusammen mit E.________ ein stabiles Team zu bilden und ein Drogenlabor zu be-
treiben, um Drogen in Tablettenform (Methamphetamin/Thaipillen, MDMA/Ecstasy) 
herzustellen und zu verkaufen. Wenngleich der Beschuldigte E.________ hierar-
chisch untergeordnet sein mochte, gingen sie doch arbeitsteilig vor, um gemeinsam 
den Erfolg des Delikts zu begünstigen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit war es 
beispielsweise Aufgabe des Beschuldigten, das Labor während der Abwesenheit 
von E.________ zu bewirtschaften. Dass sich die Einzelhandlungen über einen 
langen Tatzeitraum erstrecken, ändert an deren Handlungseinheit nichts. Es sind 
keine abgrenzbaren Phasen auszumachen und aufgrund des arbeitsteiligen Vor-
gehens sind die Einzelhandlungen sachlich, örtlich und personell eng miteinander 
verknüpft. Auf welche Art und Weise bzw. über welche Einnahmequelle ein Gewinn 
erzielt und die Fixkosten gedeckt werden konnten – ob durch den Verkauf von Me-
thamphetamin/Thaipillen, durch den Verkauf von MDMA/Ecstasy oder durch die 
Vermietung der Tablettenpresse –, war von untergeordneter Bedeutung und blos-
ses Mittel zum Zweck des bandenmässigen Drogenhandels. Es ist daher gesamt-
haft von Bandenmässigkeit nach Art. 19 Abs. 2 Bst. b BetmG auszugehen und eine 
Handlungseinheit anzunehmen, in deren Rahmen bezüglich der Delikte nach 
Ziff. 1.1.1–1.1.5 AKS zudem die mengenmässige Qualifikation nach Art. 19 Abs. 2 
Bst. a BetmG gegeben ist. Wie bereits erwähnt, ist der Besitz des Marihuanas 
(AKS Ziff. 1.1.12) nicht von dieser Handlungseinheit erfasst.

Rechtfertigungs- oder Schuldausschlussgründe sind nicht ersichtlich.

Der Beschuldigte ist somit einerseits wegen Widerhandlung gegen das BetmG, 
teilweise mengenmässig und bandenmässig qualifiziert begangen, und anderer-
seits wegen einfacher Widerhandlung gegen das BetmG durch Besitz von Marihu-
ana zu verurteilen und zu bestrafen.

22

IV. Strafzumessung

15. Grundlagen

Die Ausführungen der Vorinstanz zum anwendbaren Recht, zu den Grundlagen der 
Strafzumessung sowie zum Strafrahmen und zur Strafart sind zutreffend. Darauf 
kann verwiesen werden (pag. 2805 ff.).

16. Konkrete Strafzumessung

16.1 Qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz

16.1.1 Objektives Tatverschulden

Ausgangspunkt bildete für die Vorinstanz lediglich die erworbene und weiterverar-
beitete Menge von mindestens 103.5 Gramm reinen Methamphetamins. Sie stellte 
im Weiteren unbesehen – und entgegen ihren eigenen Ausführungen zur rechtli-
chen Situation – auf die «Tabelle FINGERHUTH» (FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, 
Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, 3. Aufl., Zürich 2016, Nr. 6 N 43 ff.) ab, 
bei welcher für Methamphetamin die analogen Werte wie bei Kokain gelten. 

Wie unter E. 13 hiervor erwähnt, setzt die Kammer Methamphetamin mit Heroin 
gleich. Zudem zieht die Kammer praxisgemäss die sogenannte «Tabelle HANSJA-
KOB» (vgl. in FINGERHUTH/TSCHURR, Kommentar BetmG, 2. Aufl. Zürich 2007, N. 30 
zu Art. 47 StGB) als Orientierungshilfe bei, um basierend auf der so ermittelten, 
ungefähren Strafhöhe aufgrund weiterer strafzumessungsrelevanter Umstände des 
Einzelfalles schliesslich zur verschuldensangemessenen Strafe zu gelangen (vgl. 
zur Zulässigkeit dieses Vorgehens Urteil des Bundesgerichts 6B_858/2016 vom 
17. März 2017 E. 3.2). Die «Tabelle FINGERHUTH» weicht insofern von der «Tabelle 
HANSJAKOB» ab, als die Strafen für die gehandelten Mengen ab 12 Gramm Hero-
in/18 Gramm Kokain erst beim Verzehnfachen der Menge verdoppelt werden. 
Grössere Mengen erfahren dann wieder eine Verdoppelung schon bei der Veracht-
fachung der Menge, wie bei der «Tabelle HANSJAKOB». Die Kommentatoren be-
gründen diese Änderung mit «Anregungen von Praktikern aus Staatsanwaltschaft 
und Gerichten» und weil HANSJAKOB selber die Verdoppelung bei der zehnfachen 
Menge erwogen, aber verworfen habe, da dies für die grossen Mengen zu milde 
gewesen wäre (FINGERHUTH/SCHLEGEL/JUCKER, a.a.O., N. 44 zu Art. 47 StGB). De 
facto wird damit eine Strafminderung für die Kategorien der kleinsten gehandelten 
qualifizierten Mengen eingeführt, während diese Unterschiede umso weniger stark 
ins Gewicht fallen, je höher die gehandelten Mengen sind. Nach dem Gesagten 
sieht sich die Kammer nicht veranlasst, von der bisherigen Praxis abzuweichen und 
orientiert sich für die Strafhöhe an der ursprünglichen «Tabelle HANSJAKOB».

Vorliegend beträgt die Ausgangsstrafe allein für die am Ursprung des Ganzen ste-
hende Widerhandlung – den Erwerb und Besitz von 103.5 Gramm reinen Metham-
phetamins plus die in den 128 bereits veräusserten Pillen enthaltene Wirkstoffmen-
ge – gemäss «Tabelle HANSJAKOB» rund 25 Monate Freiheitsstrafe.

Der Beschuldigte liess es aber nicht mit dem Erwerb und Besitz des Drogenmateri-
als bewenden, sondern nahm damit zusätzliche Tathandlungen vor, indem er dar-
aus mindestens 300 Thaipillen herstellte, 128 davon veräusserte und insbesondere 

23

Anstalten zur Herstellung von weiteren Thaipillen traf. Darüber hinaus leistete er 
auch einen erheblichen Tatbeitrag bei der Herstellung grosser Mengen von Thaipil-
len, indem er die von ihm erworbene Tablettenpresse vermietete bzw. mit der be-
absichtigten Vermietung Anstalten zur Herstellung solcher Pillen traf. Gesamthaft 
handelte er sehr professionell und offenbarte eine erhebliche kriminelle Energie, 
weshalb die Strafe um 8 Monate zu erhöhen ist. 

Erheblich verschuldenserhöhend zu berücksichtigen ist weiter, dass der Beschul-
digte eine professionelle Drogen-Produktionsstätte aufbaute, in welcher er mittels 
Synthese mindestens 166.4 Gramm reines MDMA selber herstellte. Den Stoff vera-
rbeitete er zu über 1'000 Stück Ecstasy-Tabletten, 31.3 Gramm reines MDMA blie-
ben unverarbeitet. Die Wirkstoffmenge ist als erheblich zu bezeichnen, zumal das 
Gefährdungspotential solcher Pillen deutlich höher ist als beispielsweise dasjenige 
von klassischen leichten Drogen. Die VBRS-Richtlinien sehen für den Verkauf von 
200 bis 300 Stück Ecstasy eine Strafe von 60 bis 90 Strafeinheiten vor (Richtlinien 
S. 26), ab 1'200 Tabletten ist Anklage zu erheben. Vorliegend hatten die sicherge-
stellten Tabletten einen Hydrochlorid-Gehalt von 36–38 %. 100 Pillen enthielten ei-
ne Wirkstoffmenge von durchschnittlich gut 10 Gramm. Überdies fällt auch der Um-
stand, dass sich der Beschuldigte beim MDMA nicht etwa nur als Verkäufer, son-
dern als originärer Hersteller von Betäubungsmitteln betätigte und damit eine hier-
archisch hohe Stellung am Anfang der Absatzkette einnahm, straferhöhend ins 
Gewicht. Die Vermietung bzw. beabsichtigte Vermietung der Tablettenpresse zur 
Ecstasy-Produktion durch Dritte wirkt sich ebenfalls leicht straferhöhend aus. Die 
Widerhandlungen im Zusammenhang mit der MDMA-/Ecstasy-Produktion wiegen 
verschuldensmässig nicht mehr leicht. Der Kammer scheint im Gesamtkontext eine 
Erhöhung um 9 Monate angemessen (vgl. Urteil des Obergerichts des Kantons 
Bern SK 19 89 vom 10. Dezember 2019, wo bei 218 Ecstasy-Pillen und einer Wirk-
stoffmenge von 32.8 Gramm eine Strafe von insgesamt 60 Strafeinheiten als an-
gemessen erachtet wurde).

Schliesslich handelte der Beschuldigte bandenmässig zusammen mit E.________, 
was den Erfolg des Delikts begünstigte und von Gesetzes wegen verschuldenser-
höhend zu berücksichtigen ist. Die Kammer erachtet eine Erhöhung um 6 Monate 
als angemessen.

Das objektive Tatverschulden insgesamt muss, auch wenn natürlich noch schwere-
re Verfehlungen denkbar sind, als nicht mehr leicht bezeichnet werden. Eine Frei-
heitsstrafe von 48 Monaten erscheint verschuldensangemessen.

16.1.2 Subjektives Tatverschulden

Der Beschuldigte handelte direktvorsätzlich und aus rein finanziellen Motiven. Ent-
lastende Faktoren sind keine auszumachen, insbesondere war der Beschuldigte 
nicht selber drogensüchtig. 

Das subjektive Tatverschulden wirkt sich neutral aus.

24

16.1.3 Strafrechtlich relevantes Verschulden

Nach dem Gesagten bleibt es bei einem nicht mehr als leicht zu bezeichnenden 
Verschulden und einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten. 

17. Weiteres Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerhandlung 
gegen das Waffengesetz

Die VBRS-Richtlinien sehen für Widerhandlungen im Zusammenhang mit Marihua-
na bei einer gehandelten Menge von 100 Gramm bis zu einem Kilogramm eine 
Strafe zwischen 5 und 30 Strafeinheiten vor. 

Der Beschuldigte hatte die 139 Gramm Marihuana über längere Zeit in seinem Be-
sitz. Was er damit zu tun beabsichtigte, blieb unklar. Mit der Vorinstanz ist das ob-
jektive Tatverschulden als sehr leicht zu bezeichnen. Unter dem Titel des subjekti-
ven Tatverschuldens sind keine Faktoren auszumachen, die eine Korrektur des 
Verschuldens in die eine oder andere Richtung nötig machen würden. Mit Blick auf 
die VBRS-Richtlinien erachtet die Kammer eine Geldstrafe von 10 Tagessätzen als 
verschuldensangemessen (zur Strafart siehe E. 15 hiervor).

Für die Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch Verbringen einer Waffe in 
das schweizerische Staatsgebiet und deren Besitz sehen die Richtlinien eine Strafe 
von 10 Strafeinheiten vor (VBRS-Richtlinien zur Strafzumessung, S. 52).

Hinsichtlich der objektiven Tatschwere sind keine Faktoren bekannt, die zu einer 
Abweichung von den VBRS-Richtlinien Anlass geben würden. Eine leichte Reduk-
tion des Verschuldens ergibt sich aus dem Umstand, dass der Beschuldigte ledig-
lich eventualvorsätzlich gehandelt hat. Die Strafe ist daher um 1 Tagessatz auf total 
9 Tagessätze Geldstrafe zu reduzieren (zur Strafart siehe E. 15 hiervor).

Aufgrund der gleichen Strafart ist die Einsatzstrafe für das Vergehen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz wegen der Strafe für das Vergehen gegen das Waffenge-
setz angemessen zu erhöhen i.S.v. Art. 49 Abs. 1 StGB. Die Kammer erachtet eine 
Erhöhung auf gesamthaft 15 Tagessätze Geldstrafe als angemessen.

18. Täterkomponenten

18.1 Vorleben und persönliche Verhältnisse

Zum Vorleben und zu den persönlichen Verhältnissen kann auf die Erwägungen 
der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 2812 f.).

Der oberinstanzlich eingeholte Strafregisterauszug enthält keine neuen Einträge 
(pag. 2852). Aus den beiden E-Mails, welche die Kammer als Beilage zu einem an 
die Privatadresse des Verfahrensleiters adressierten anonymen Schreibens erhielt 
(pag. 2865 ff.), ist ersichtlich, dass sich der Beschuldigte offenbar im Dunstkreis 
von Reichsbürgern, Verschwörungstheoretikern und Impf-Skeptikern bewegt. Auf 
jeden Fall geht er davon aus, dass das gegen ihn geführte Strafverfahren nicht 
rechtmässig ist bzw. dass nur eine Person, nicht aber «der lebende Mann 
A.________», verurteilt wurde und ihn damit das Verfahren nichts angeht 
(pag. 2867).

25

Insgesamt kann weder etwas zu Gunsten noch zu Lasten des Beschuldigten aus 
seinem Vorleben oder seinen persönlichen Verhältnissen abgeleitet werden. 

18.2 Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren

Abgesehen vom von der Vorinstanz erwähnten Disziplinarverstoss während der 
Untersuchungshaft (pag. 2230 f.) verhielt sich der Beschuldigte im Verfahren an-
ständig. Kein besonders gutes Licht auf ihn wirft dagegen die Episode mit dem 
Chemikalienkauf im Oktober 2016. Auch wenn sich im Laufe der von Mitte Novem-
ber 2016 bis 22. Februar 2017 laufenden Observation der Verdacht auf erneute 
qualifizierte Widerhandlungen gegen das BetmG nicht erhärten liess, entsteht der 
Eindruck, der Beschuldigten lote gerne Grenzen aus. 

Der von der Verteidigung erstinstanzlich eingereichte Verlaufsbericht der Be-
währungshilfe bescheinigt dem Beschuldigten ein offenes und kooperatives Verhal-
ten. Der Beschuldigte habe sich nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft 
sozial wie auch wirtschaftlich in kurzer Zeit integriert, verfüge über ein stabiles so-
ziales Netz und aktuell auch über eine stabile Wohnsituation. Zudem könne er auch 
regelmässig Arbeitseinsätze vorweisen (pag. 2219 f.). Der Umstand, dass von der 
Bewährungshilfe oberinstanzlich kein neuer Bericht eingereicht wurde, lässt – zu-
sammen mit den bereits erwähnen E-Mails – vermuten, dass ein solcher kaum be-
sonders positiv ausgefallen wäre.

Nachdem der Beschuldigte sich zu Beginn der Untersuchung zumindest teilweise 
geständig gezeigt hatte, widerrief er in seiner letzten staatsanwaltschaftlichen Ein-
vernahme bereits das meiste und in der Hauptverhandlung schliesslich alles. Ein 
Geständnis im eigentlichen Sinne liegt damit nicht vor, zumal die anfänglichen Ein-
geständnisse nur zögerlich und angesichts einer erdrückenden objektiven Beweis-
lage, namentlich des Antreffens in flagranti am Tatort, erfolgten. Ebenfalls zeigte 
sich der Beschuldigte weder reuig noch einsichtig. Die im Zusammenhang mit dem 
erwähnten anonymen Schreiben geäusserten Ansichten des Beschuldigten zur Le-
gitimation der Strafverfolgungsbehörden verstärken diesen Eindruck. Sein Verhal-
ten rechtfertigt keinen Geständnisrabatt. 

18.3 Strafempfindlichkeit

Die Strafempfindlichkeit des Beschuldigten ist als durchschnittlich zu bezeichnen.

18.4 Fazit

Dier Täterkomponenten wirken sich gesamthaft neutral aus. 

19. Verletzung Beschleunigungsgebot

Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots liegt nicht vor. Längere Unterbre-
chungen im Verfahren sind nicht ersichtlich und die rund 5-jährige Gesamtdauer 
des Strafverfahrens ist Folge des Ablebens von E.________ sowie des späten Wi-
derrufs der ursprünglichen Aussagen des Beschuldigten.

26

20. Tagessatzhöhe

Wenn wie erstinstanzlich von einem Monatseinkommen von netto CHF 2'000.00 
ausgegangen wird, rechtfertigt sich in den Augen der Kammer kaum ein Pauschal-
abzug von 30 % (vgl. pag. 2814). Angemessen scheint vielmehr ein solcher von 
20 %. Im Gegenzug ist aufgrund der Nähe zum Existenzminimum das Nettoein-
kommen um rund die Hälfte zu senken (BGE 134 IV 60). Insgesamt ergibt sich aus 
diesen Überlegungen eine Tagessatzhöhe von CHF 30.00.

21. Konkretes Strafmass

Nach Würdigung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten erachtet die Kammer eine 
Freiheitsstrafe von 48 Monaten sowie eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 
30.00, ausmachend total CHF 450.00, als angemessen.

22. Bedingter Strafvollzug

Bei der Freiheitsstrafe fällt eine bedingte Strafe ausser Betracht. Hingegen ist hin-
sichtlich der Geldstrafe der bedingte Vollzug zu gewähren. Der Beschuldigte ist 
nicht vorbestraft und es muss ihm keine Schlechtprognose gestellt werden. Der 
Vollzug der Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu CHF 50.00, ausmachend total 
CHF 750.00, wird unter Festsetzung der Probezeit auf zwei Jahre aufgeschoben.

23. Anrechnung Polizei- und Untersuchungshaft

Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von total 299 Tagen (pag. 51 f.; 
pag. 248; pag. 256 ff.) wird gestützt auf Art. 51 aStGB vollumfänglich auf die aus-
gesprochene Freiheitsstrafe angerechnet.

V. Kosten und Entschädigung

24. Verfahrenskosten

24.1 In erster Instanz

Fällt die Rechtsmittelinstanz selber einen neuen Entscheid, so befindet sie darin 
auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 
Abs. 3 StPO). Die beschuldigte Person trägt die erstinstanzlichen Verfahrenskos-
ten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 StPO).

Der Beschuldigte wird verurteilt. Er hat nunmehr die ganzen erstinstanzlichen Ver-
fahrenskosten von CHF 55'689.70 zu tragen. Für die Einstellungen und Frei-
sprüche werden keine Kosten ausgeschieden.

24.2 In oberer Instanz

Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Vorliegend werden die Kosten für das oberinstanzliche Verfahren auf CHF 5'000.00 
festgesetzt, da sowohl Berufung als auch Anschlussberufung – wenngleich je be-
schränkt – zu beurteilen waren (Art. 424 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 24 Bst. b Verfah-
renskostendekret [VKD; BSG 161.12]). Die Generalstaatanwaltschaft obsiegt mit 

27

ihren Anträgen weit überwiegend, so dass der Beschuldigte die ganzen Kosten zu 
tragen hat. 

25. Amtliche Entschädigung

25.1 Theoretische Grundlagen 

Zu den Verfahrenskosten gehören grundsätzlich auch die Kosten der amtlichen 
Verteidigung (Art. 422 Abs. 2 Bst. a StPO). Diese werden von der Kammer jedoch 
praxisgemäss separat ausgewiesen.

Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Kantonalen Anwaltsgesetzes (KAG; BSG 168.11) be-
zahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwälten eine angemessene Entschädi-
gung, die sich nach dem gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Ho-
norar gemäss der Tarifordnung für den Parteikostenersatz (Art. 41 KAG) entspricht. 
Bei der Festsetzung des gebotenen Zeitaufwands sind die Bedeutung der Streitsa-
che und die Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auszugehen ist vom 
Zeitaufwand, den ein fachlich ausgewiesener, gewissenhafter Anwalt unter Berück-
sichtigung der Schwierigkeit der tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse und des 
Aktenumfangs für die korrekte Erledigung des Geschäftes benötigt. Auslagen und 
Mehrwertsteuer, sofern der Anwalt mehrwertsteuerpflichtig ist, werden zusätzlich 
entschädigt. Im Rechtsmittelverfahren in Strafsachen, welchem Urteile eines Kolle-
gialgerichts des Regionalgerichts zu Grunde liegen, erstreckt sich der Honorarrah-
men von CHF 2’000.00 bis maximal CHF 50‘000.00 (Art. 17 Abs. 1 Bst. f i.V.m. 
Bst. c der Verordnung über die Bemessung des Parteikostenersatzes [PKV; BSG 
168.811]). Der Stundenansatz für die Entschädigung der amtlich bestellten Anwälte 
beträgt im Kanton Bern CHF 200.00 (Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte [EAV; BSG 168.711]).

25.2 In erster Instanz

Für ein Rückkommen auf die Höhe der Entschädigung von Rechtsanwalt 
B.________ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten im erstinstanzlichen 
Verfahren von CHF 41'574.70 besteht kein Anlass. Sie wird wie im erstinstanzli-
chen Verfahren bestimmt belassen (inklusive Vorschusszahlungen). Aufgrund sei-
ner Verurteilung hat der Beschuldigte dem Kanton Bern nunmehr die ganze ausge-
richtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und Rechtsanwalt B.________ die 
Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstat-
ten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

25.3 In oberer Instanz

Der von Rechtsanwalt B.________ für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 
im oberinstanzlichen Verfahren geltend gemachte Aufwand von 23.38 Stunden 
(pag. 2886 f.) erscheint der Kammer mit Blick auf den gebotenen Zeitaufwand, die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses grundsätzlich als 
angemessen. Anzupassen ist lediglich der geltend gemachte Aufwand für das obe-
rinstanzliche Berufungsverfahren, dessen Dauer kürzer ausfiel als veranschlagt. 
Insgesamt scheint ein Aufwand von 20 Stunden angemessen

28

Rechtsanwalt B.________ wird für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten in 
oberer Instanz somit eine Entschädigung von CHF 4'408.40 ausgerichtet (20 Stun-
den zum gesetzlich festgelegten Stundenansatz von CHF 200.00, zuzüglich Ausla-
gen von CHF 93.20 sowie Mehrwertsteuer von 7.7 %). Zufolge Unterliegens be-
steht für den Beschuldigten die volle Rückzahlungspflicht (Art. 135 Abs. 4 StPO). 
Rechtsanwalt B.________ verzichtete anlässlich der Berufungsverhandlung auf 
sein Nachforderungsrecht (pag. 2881).

VI. Beschlüsse

26. Verrechnung

Der beschlagnahmte Geldbetrag von insgesamt CHF 7‘897.75 (Ass.-Nr. B10; Ass.-
Nr. B45; Ass.-Nr. G2; Ass.-Nr. C17; Ass.-Nr. E1; Ass.-Nr. E2) ist mit den dem Be-
schuldigten auferlegten erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 55‘689.70 zu 
verrechnen (Art. 442 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte hat damit noch erstinstanzli-
che Verfahrenskosten von CHF 47‘791.95 zu bezahlen.

27. Biometrische erkennungsdienstliche Daten

Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Lö-
schung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf 
der gesetzlichen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung 
über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

29

VII. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Kollegialgericht) 
vom 11. März 2020 insofern in Rechtskraft erwachsen ist, als:

1. das Verfahren gegen A.________ wegen Widerhandlung gegen das Heilmittelgesetz, 
angeblich begangen durch mehrfaches Inverkehrbringen von Arzneimitteln im Zeit-
raum von ungefähr November 2012 bis am 25. August 2015 in C.________ 
(Ziff. 1.2 AKS), eingestellt wurde;

2. A.________ freigesprochen wurde

2.1 von der Anschuldigung der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, 
angeblich mehrfach und teilweise mengenmässig qualifiziert begangen durch 
Besitz von Betäubungsmitteln ab einem unbekannten Zeitpunkt bis am 25. Au-
gust 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.11 AKS);

2.2 von der Anschuldigung der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, angeblich 
begangen durch Erwerb einer Waffe im Zeitraum von April 2015 bis am 25. Au-
gust 2015 in C.________ und an anderen Orten (Ziff. 1.3 AKS);

3. A.________ schuldig erklärt wurde der Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch 
Verbringen einer Waffe in das Schweizerische Staatsgebiet und deren Besitz im Zeit-
raum von April 2015 bis am 25. August 2015, begangen bzw. festgestellt in 
C.________ (Ziff. 1.3 AKS);

4. im Weiteren beschlossen wurde, dass

4.1 folgende beschlagnahmten Gegenstände zur Vernichtung eingezogen werden:

Aus der HD vom 23. Juni 2015 bei der F.________ (AG):
- Div. Stempel (Ass.-Nr. 2001);
- Ordner blau F.________, Bestellungen 2013 (Ass.-Nr. 2004);
- Ordner blau, Anfragen (Ass.-Nr. 2005);
- Ordner blau, Spesen (Ass.-Nr. 2006);
- Ordner blau Dr. Feel Good 2012 (Ass.-Nr. 2007);
- Couvert Hängemappe 3 Monkis (Ass.-Nr. 2009);
- Dokumente (3) O.________ (Ass.-Nr. 2010);
- Div. Korrespondenz (Ass.-Nr. 2012);
- Rechnung Firma T.________ vom 31.05.2015 (Ass.-Nr. 2014.BM1);
- Div. Mäppchen mit Unterlagen/Korrespondenz + Postquittungen betreffend 

F.________ (Ass.-Nr. 2015);
- Karten (3) im grip Access Card (Ass.-Nr. 2016);
- L.________ Valliant, 1 blauer Ordner (Ass.-Nr. 2017);
- Ordner grün L.________ (Ass.-Nr. 2018);
- Ordner gelb L.________, UBS AHV (Ass.-Nr. 2019);

30

- Div. Visitenkarten u. Prospekte (Ass.-Nr. 2023);
- Metallkoffer silber mit diversen Unterlagen (Ass.-Nr. 2024);
- Plastiksack schwarz mit Marihuana (Ass.-Nr. 2500);
- Vermutlich Haschischkumpen (3 Stück) (Ass.-Nr. 2501);
- Weisser Sack mit grösserer Anzahl Viagra (Ass.-Nr. 2502); 
- Braune Kiste mit grösserer Anzahl bem. Haschischblöcke (Ass.-Nr. 2503).

Aus der HD vom 23. Juni 2015 bei der L.________(AG) + U.________ 
(GmbH)

- Diverse Unterlagen L.________(AG): Handschriftliche Rechnungen für den 
Verkauf von Argan Oil Serum, Blätter zu Onlinebestellung bei V.________ 
Laborbedarf, Lieferschein V.________ Laborbedarf, Unterlagen zur Firma 
W.________ (AG) betreffend Laborbedarf, Frachtbrief X.________ Spedition 
betreffend Lieferung von Chemikalien, Lieferschein Y.________, vom 
20. September 2016 betreffend Lieferung Raspberry Leafs, Rechnung 
Z.________ vom 14. August 2013 betreffend Lieferung von ätherischem 
Hanföl, Unterlagen betreffend Bestellung vom 2. Oktober 2013 bei 
AA.________ und Rechnung AB.________ vom 6. März 2014 betreffend 
Bestellung von 20 Kilo-gramm Koffeinpulver (Ass.-Nr. 3083.BM1–
3083.BM10).

- Blöcke (3) Haschisch (Ass.-Nr. 3500);
- Säcke (10) Marihuana (Ass.-Nr. 3501);
- Vakumierfolie (Ass.-Nr. 3503).

Aus der HD vom 25.08.2015 bei der N.________ (GmbH):
- Videoüberwachungsanlage (Ass.-Nr. A1.1 - Ass.-Nr. A1.11);
- Diverse Unterlagen und Notizen (Ass.-Nr. B1);
- Mobiltelefon Samsung Galaxy S II schwarz (Ass.-Nr. B2);
- Diverse Notizzettel (Ass.-Nr. B4) ;
- Digitalwaage anthrazit (Ass.-Nr. B5);
- Digitalwaage anthrazit (Ass.-Nr. B6);
- Digitalwaage AP-IS silber (Ass.-Nr. B7);
- Diverse Notizzettel (Ass.-Nr. B11);
- Mobiltelefon Nokia 6600i silber (Ass.-Nr. B20);
- Diverse Unterlagen (Ass.-Nr. B21);
- Diverse Minigrip veschiedene Grössen (Ass.-Nr. B22);
- Karton mit diverse kleinen braunen Flaschen (Ass.-Nr. B23);
- Diverse kleine Flaschen, Behältnisse und Deckel bzw. Zapfen (Ass.-Nr. B24);
- Karton mit diversen kleinen Flaschen und verschiedenen Lebensmittelfarben 

(Ass.-Nr. B34);
- Plastikbox zum Trockenhalten von Pulver (Ass.-Nr. B36);
- Säcke (13/14) getrocknete Blätter (Ass.-Nr. B37);
- Minigrip mit 7 Patronen (Ass.-Nr. B38);
- 2 Prägestempel «WY» zum Pressen von Thaipillen (Ass.-Nr. B39);
- Karton mit Viagra (Ass.-Nr. B46);
- Verteilgerät, Eigenbau (Ass.-Nr. B47);
- Plastikbox mit Feuchtigkeit absorbierendem Material (Ass.-Nr. B48);

31

- Kantholz, gespalten und präpariert mit Hohlraum (Ass.-Nr. B50);
- Karton mit Viagra (Ass.-Nr. B51);
- Karton mit Labormaterial (Ass.-Nr. D1);
- Schleuder (Ass.-Nr. D2);
- Polaroid SD Speicherkarte aus Digitalkamera Polaroid i633 (Ass.-Nr. D3.4);
- Lüfter / Ventilator (Ass.-Nr. D4);
- Lampen (2) (Ass.-Nr. D5);
- Plexiglaskiste (Ass.-Nr. D6);
- Trockner (Ass.-Nr. D7);
- Karton mit Labormaterial (Ass.-Nr. D8);
- Kiste mit Labormaterial (Ass.-Nr. D9);
- Plastikkiste mit 8 Bundesordnern; E.________ / Income Kasse 2012 / Valiant 

O.________ (GmbH) / Expenses 2013 N.________ (GmbH) Jahresabschluss 
2012 / 2012 Vertrag / Vertrag Police 2013 / N.________(GmbH) UBS 
.________ (Ass.-Nr. E1);

- 1 Karton mit Sachets „Dr. Feelgood“ , 9 gefüllten Sachets à 2 Gramm netto 
und 1 aufgerissenem leeren Sachet und 1 Karton mit 141 Sachets à 2 
Gramm netto, beide Kartons mit Aufkleber «Rasbperry Leafes» (Ass.-Nr. E2);

- 8 Einzahlungsbelege (Ass.-Nr. E4);
- Brief adressiert an D.________ (Ass.-Nr. E5);
- Tablettenpresse (Ass.-Nr. E6);
- A-4 Blatt mit zwei Adressen und Daten betreffend Vermietung Ass.-Nr. E6 

(Ass.-Nr. E6.1);
- Bild Überbauung, möglicherweise in Thailand (Ass.-Nr. E7);
- Karton (3) mit Minigrips (Ass.-Nr. E8);
- Plastikmappe mit diversen Unterlagen zur N.________(GmbH) (Ass.-Nr. E9);
- 7 Schlüssel (Ass.-Nr. E10);
- Verpackungsmaschine (Ass.-Nr. F1);
- 4 Plastikmäppchen mit Kopien «Packing Machine .________» zu Ass.-Nr. F1 

(Ass.-Nr. F1.1)
- Verm. Vakuumiermaschine (Ass.-Nr. F3);
- Mobiltelefon Nokia 6700C (Ass.-Nr. G1);
- Klappmesser einhändig bedienbar (Ass.-Nr. G3);
- GPS-Gerät (Ass.-Nr. G5).

Aus der HD vom 02.09.2015 bei der N.________ (GmbH):
- Tellerwärmer (Ass.-Nr. A1);
- Kartonkisten (4) mit Viagra (Ass.-Nr. B2);
- Hochleistungsschleuder (Ass.-Nr. B3);
- Kanister mit Mixer (Ass.-Nr. C36);
- Diverses Labormaterial (Ass.-Nr. C37);
- Einrichtung auf Brett (Ass.-Nr. C38);
- Diverses Labormaterial (Ass.-Nr. C39);
- Lüfter mit Rohr (Ass.-Nr. C40);
- Diverses Labormaterial (Ass.-Nr. C41);
- Vibriermaschine blau/weiss (Ass.-Nr. C42);
- Küchenmaschine (Ass.-Nr. C43);

32

- Vakuumiermaschine gross (Ass.-Nr. C44);
- Vakuumiermaschine klein (Ass.-Nr. C45);
- Intertronic Herdplatten (Ass.-Nr. C46);
- Kochtopf mit brauner Masse (Ass.-Nr. C47);
- Mikrowelle WorldStar (Ass.-Nr. C48);
- Diverse Chromstahlgefässe (Ass.-Nr. C49);
- Diverse Digitalwaagen und Labormaterial (Ass.-Nr. C50);
- 4 Überwachungskameras (Ass.-Nr. D2);
- Plastikdose mit weissem Pulver (Ass.-Nr. D3).

4.2 folgende Gegenstände als Beweismittel bei den amtlichen Akten verbleiben:
- Notizbüchlein orange (Ass.-Nr. EF2, pag. 1644);
- Notizbüchlein blau mit diversen Zetteln und Kärtchen (Ass.-Nr. EF1, 

pag. 1646);
- Visitenkarten und Karteikästchen mit diversen Kundenkarten (Ass.-Nr. 

2002.BM1–2002.BM13, pag. 1662 ff.);
- A-4 Blatt mit Notizen (Ass.-Nr. 2007.1, pag. 1680);
- Blaue Kartonmappe mit diversen Listen und Notizen (Ass.-Nr. 2008.6–

2008.8.3, pag. 1684);
- 2 Blätter mit Notizen und Kopie Führerausweis AC.________ (Ass.-Nr. 

2013.BM1–2013.BM2, pag. 1688 f.);
- Diverse Notizen, Skizzen mit Notizen zum Wohnort von AD.________ sowie 

Ausdrücken von Chemikalien Listen aus dem silbernen Metallkoffer (Ass.-Nr. 
2024.BM1–2024.BM11, pag. 1690 ff.);

- 3 durch A.________ beschriebene A4-Seiten mit diversen Notizen 
(pag. 2058);

- 2 durch A.________ beschriebene A5-Seiten mit diversen Notizen (pag. 2066 
f.);

- 2 durch A.________ beschriebene A4-Seiten mit diversen Notizen (pag. 2068 
f.).

4.3 folgende Gegenstände A.________ nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-
den Urteils zurückgegeben werden:
- Plastikkiste mit Werkzeug (Ass.-Nr. C52);
- Schleifmaschine (Ass.-Nr. C53);
- Fräse auf Palette (Ass.-Nr. C54);
- Drehbank Palette (Ass.-Nr. C55);
- Tischsäge Elektro (Ass.-Nr. D4).

II.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, teilweise mengenmäs-
sig qualifiziert und bandenmässig (zusammen mit D.________, geb. E.________, 
sel.) begangen durch:

33

1.1 Erwerb und Besitz von mindestens 103.5 Gramm Metamphetamin ungefähr im 
Juni 2015 (Erwerb) respektive im Zeitraum von ungefähr Juni 2015 bis am 
25. August 2015 (Besitz) in C.________ (Ziff. 1.1.1 und 1.1.2 AKS);

1.2 Herstellen von mindestens 300 Thaipillen im Zeitraum von ungefähr Juli 2014 
bis am 25. August 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.3 AKS);

1.3 Anstalten Treffen zum Herstellen von Thaipillen aus mindestens 101.8 Gramm 
Metamphetamin im Zeitraum von ungefähr Juli 2014 bis am 25. August 2015 in 
C.________ (Ziff. 1.1.4 AKS);

1.4 Veräussern von Betäubungsmitteln im Zeitraum von Sommer 2015 bis am 
25. August 2015 an unbekannten Orten (Ziff. 1.1.5 AKS);

1.5 Herstellen und Besitz von MDMA-Pulver und Ecstasy-Tabletten im Umfang von 
mindestens 166.4 Gramm MDMA im Zeitraum von ungefähr Juli 2014 bis am 
25. August 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.6 und 1.1.8 AKS);

1.6 Anstalten Treffen zum Herstellen von Ecstasy-Tabletten aus mindestens 
31.3 Gramm reinem MDMA im Zeitraum von ungefähr Juli 2014 bis am 25. Au-
gust 2015 in C.________ (Ziff. 1.1.7 AKS);

1.7 Herstellen von Betäubungsmitteln im Zeitraum von ungefähr August 2012 bis 
am 25. August 2015 in C.________ und an anderen Orten (Ziff. 1.1.9 AKS);

1.8 Anstalten Treffen zum Herstellen von Betäubungsmitteln im Zeitraum von unge-
fähr August 2012 bis am 25. August 2015 in C.________ und an anderen Orten 
(Ziff. 1.1.10 AKS);

2. der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen durch Besitz 
von 139 Gramm Marihuana, festgestellt am 25. August 2015 in C.________ 
(Ziff. 1.1.12 AKS)

und gestützt darauf sowie auf den rechtskräftigen Schuldspruch gemäss Ziff. I.3 hiervor in 
Anwendung der Artikel
34, 40, 42 Abs. 1, 44, 47, 49 Abs. 1, 51 aStGB
19 Abs. 1 Bst. a, d und g, 19 Abs. 2 Bst. a und b BetmG
4 Abs. 1 Bst. c, 12, 33 Abs. 1 Bst. a WG
426 Abs. 1, 428 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren.

Die ausgestandene Polizei- und Untersuchungshaft von 299 Tagen wird auf die Frei-
heitsstrafe angerechnet.

2. zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je CHF 30.00, ausmachend insgesamt 
CHF 450.00.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festge-
setzt.

34

3. zu den erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 55'689.70. Für die Frei-
sprüche und die Verfahrenseinstellung gemäss Ziff. I.1–2 hiervor werden keine Kosten 
ausgeschieden.

4. zu den oberinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 5'000.00.

IV.

1. Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers der beschuldigten Person, Rechtsan-
walt B.________, wird für das erst- bzw. oberinstanzliche Verfahren wie folgt be-
stimmt:

Erste Instanz

Leistungen bis 31.12.2017
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 117.57 200.00 CHF 23’514.00
CHF 2’563.80

Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 26’077.80 CHF 2’086.20
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 28’164.00

Auslagen MWST-pflichtig

Leistungen ab 1.1.2018
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 55.15 200.00 CHF 11’030.00
CHF 1’421.90

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 12’451.90 CHF 958.80
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 13’410.70

Auslagen MWST-pflichtig

Obere Instanz
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 20.00 200.00 CHF 4’000.00
CHF 93.20

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 4’093.20 CHF 315.20
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 4’408.40

Auslagen MWST-pflichtig

2. Es wird festgestellt, dass Rechtsanwalt B.________ bereits zwei Kostenvorschüsse in 
Höhe von CHF 24'295.45 ausgerichtet worden sind. Nach Abzug der geleisteten Vor-
schüsse ist Rechtsanwalt B.________ für das erstinstanzliche Verfahren noch ein Be-
trag von CHF 17'279.25 auszurichten.

3. A.________ hat dem Kanton Bern die für das erst- und oberinstanzliche Verfahren 
ausgerichtete Entschädigung von insgesamt CHF 45'983.10 zurückzuzahlen, sobald 
es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

IV.

Im Weiteren wird beschlossen:

1. Der beschlagnahmte Geldbetrag von insgesamt CHF 7‘897.75 (Ass.-Nr. B10; Ass.-
Nr. B45; Ass.-Nr. G2; Ass.-Nr. C17; Ass.-Nr. E1; Ass.-Nr. E2) wird mit den dem Be-

35

schuldigten auferlegten erstinstanzlichen Verfahrenskosten von CHF 55‘689.70 ver-
rechnet (Art. 442 Abs. 4 StPO). A.________ hat damit noch erstinstanzliche Verfah-
renskosten von CHF 47‘791.95 zu bezahlen.

2. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung 
der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzli-
chen Frist erteilt (Art. 17 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Art. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bear-
beitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

3. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz
- der Koordinationsstelle Strafregister (nur Dispositiv; nach unbenutztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist bzw. nach Entschied der Rechtsmittelbehörde)
- den Bewährungs- und Vollzugsdiensten des Kantons Bern (Urteil mit Begründung; 

nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Entschied der Rechtsmit-
telbehörde)

- dem Bundesamt für Polizei (Urteil mit Begründung; innert 10 Tagen)

Bern, 1. Juli 2021
(Ausfertigung: 20. September 2021)

Im Namen der 2. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Aebi

Der Gerichtsschreiber:

Engel
i.V. Gerichtsschreiberin Michel

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundesge-
richt, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 
90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforde-
rungen von Art. 42 BGG entsprechen.