# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3ad80ec6-c73e-5264-ab25-0f67f9408a38
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2011 C-534/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-534-2010_2011-11-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­534/2010

U r t e i l   v om   2 4 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Andreas Trommer (Vorsitz),
Richterin Ruth Beutler,
Richterin Marianne Teuscher,
Gerichtsschreiber Lorenz Noli.

Parteien X._______,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Eric Stern, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

Gegenstand Einreiseverbot.

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Sachverhalt:

A. 
Die  Beschwerdeführerin,  eine  1970  geborene  brasilianische 
Staatsangehörige,  reiste  im  Juli  2004  für  Ehevorbereitungen  in  die 
Schweiz ein, verheiratete sich im Oktober des gleichen Jahres mit einem 
Schweizerbürger  und  gelangte  auf  diese  Weise  zu  einer 
Aufenthaltsbewilligung  im  Kanton  Zürich.  Nachdem  die  eheliche 
Gemeinschaft  bereits  im  Juli  2005  aufgegeben  worden  und  mit  einer 
Wiederaufnahme  durch  die  Ehegatten  nicht  mehr  zu  rechnen  war, 
verweigerte  das  Migrationsamt  des  Kantons  Zürich  in  einer  Verfügung 
vom 5. Februar 2007 die weitere Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung 
und  ordnete  die  Wegweisung  aus  dem  Kanton  an.  Ein  dagegen 
erhobener Rekurs wurde mit Entscheid des Regierungsrates des Kantons 
Zürich  vom  29.  Oktober  2008  abgewiesen.  Dieser  Entscheid  blieb 
unangefochten  und  erwuchs  in Rechtskraft. Mit  Verfügung  vom 5. März 
2009 dehnte das BFM die kantonale Wegweisung vom 5. Februar 2007 
auf  die  ganze  Schweiz  aus.  Gleichzeitig  setzte  es  der 
Beschwerdeführerin Frist  zum Verlassen der Schweiz bis zum 20. März 
2009  an,  welche  später  durch  die  kantonale  Behörde  noch  bis  zum  3. 
April  2009  erstreckt  wurde.  Die  Beschwerdeführerin  kam  der 
Ausreiseaufforderung  fristgerecht  nach.  Ihre  Ehe  mit  dem 
Schweizerbürger  war  vom  Bezirksgericht  Zürich  mit  Urteil  vom  7.  April 
2008 geschieden worden.

B. 
Am  26.  Januar  2010  wurde  die  Beschwerdeführerin  von  der 
Kantonspolizei Zürich  in einer Wohnung auf Stadtgebiet angehalten und 
kontrolliert.  In  der  anschliessenden  Einvernahme  bestätigte  sie  nach 
Vorhalt  eines  entsprechenden  Passeintrages,  am  11.  Juli  2009  über 
Portugal  in den Schengen­Raum eingereist zu sein. Dann habe sie sich 
vorerst in Italien aufgehalten und sei schliesslich am 21. November 2009 
von  dort  wieder  in  die  Schweiz  gelangt,  wo  sie  sich  seither  bei  ihrem 
Freund  aufgehalten  habe.  Auf  einen  in  ihren  persönlichen  Effekten 
aufgefundenen  Hausschlüssel  angesprochen  gestand  die 
Beschwerdeführerin  ein,  einer  Freundin  während  deren 
Ferienabwesenheiten  jeweils  die Katze  zu  füttern  und  für  diese Dienste 
letztmals  im  November  2009  Fr.  300.­  bekommen  zu  haben.  Die 
Beschwerdeführerin  wurde  von  der  Kantonspolizei  über  eine 
Rapporterstattung  wegen  Verdachts  auf  Widerhandlungen  gegen  die 
ausländerrechtliche  Gesetzgebung  (rechtswidriger  Aufenthalt  über  die 

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bewilligungsfreie Zeit hinaus, Stellenantritt ohne Bewilligung) und darüber 
informiert,  dass  möglicherweise  eine  Einreisebeschränkung  gegen  sie 
verhängt  werde.  Anschliessend  wurde  die  Beschwerdeführerin  der 
kantonalen Migrationsbehörde  zugeführt.  Diese  verfügte  am  27.  Januar 
2010  die Wegweisung  aus  dem  Schengen­Raum  und  deren  sofortigen 
Vollzug. Gleichzeitig wurde die Beschwerdeführerin in Ausschaffungshaft 
versetzt und zwei Tage später nach Brasilien ausgeschafft.

C. 
Mit Strafbefehl  der Staatsanwaltschaft  Zürich­Sihl  vom 26.  Januar  2010 
wurde  die  Beschwerdeführerin  wegen  Widerhandlung  gegen 
ausländerrechtliche Bestimmungen zu einer bedingten Geldstrafe von 30 
Tagessätzen  à  Fr. 30.­  sowie  einer  Busse  von  Fr.  300.­  verurteilt.  Der 
Staatsanwalt  sah  als  erwiesen  an,  dass  die  Beschwerdeführerin  eine 
nicht bewilligte Erwerbstätigkeit ausgeübt hatte,  indem sie  im November 
2009 während 2½ Wochen für eine Bekannte die Wohnung hütete, deren 
Katze fütterte und dafür einen Lohn von Fr. 300.­ bezog.

D. 
Die  Vorinstanz  erliess  mit  Verfügung  vom  28.  Januar  2010  ein 
zweijähriges Einreiseverbot über die Beschwerdeführerin. Sie begründete 
die  Massnahme  damit,  dass  sich  die  Betroffene  illegal  in  der  Schweiz 
aufgehalten  habe  und  hier  einer  Erwerbstätigkeit  nachgegangen  sei, 
ohne über die dazu notwendige Bewilligung zu verfügen. Damit habe sie 
gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen. Die Vorinstanz 
entzog einer allfälligen Beschwerde gegen die Verfügung vorsorglich die 
aufschiebende  Wirkung  und  wies  gleichzeitig  darauf  hin,  dass  das 
Einreiseverbot  –  gestützt  auf  eine  Ausschreibung  im  Schengener 
Informationssystem  SIS  –  Wirkung  für  das  gesamte  Gebiet  der 
Schengener Mitgliedstaaten entfalte.

E. 
Gegen  die  Verfügung  der  Vorinstanz  gelangte  die  Beschwerdeführerin 
am 29. Januar 2010 per Fax mit zwei separaten Rechtsmitteleingaben an 
das  Bundesverwaltungsgericht.  Darin  beantragte  sie  zum  einen  die 
ersatzlose Aufhebung der Fernhaltemassnahme.  Zum andern  stellte  sie 
den  verfahrensleitenden  Antrag,  die  unmittelbar  bevorstehende 
Ausschaffung  sei  zu  "stoppen".  Zur  Begründung  bestritt  sie,  gegen 
ausländerrechtliche Vorschriften verstossen zu haben. Sie habe lediglich 
die  Katze  einer  Bekannten  gehütet.  Was  ihren  Aufenthalt  betreffe,  so 
habe  sie  sich  am  21. November  2009  beim  zuständigen  Kreisbüro 

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angemeldet, dies im Hinblick auf die beabsichtigte Heirat mit ihrem in der 
Schweiz niedergelassenen Freund.

F. 
Auf  die Unzuständigkeit  des  angerufenen Gerichts  zur  Behandlung  des 
verfahrensleitenden  Antrags  und  auf  die  ungenügende  Form  der 
Beschwerde  an  sich  aufmerksam  gemacht,  reichte  die 
Beschwerdeführerin die bisherigen Eingaben auf dem postalischen Weg 
mit  Originalunterschriften  nach  und  stellte  den  ergänzenden  Antrag  auf 
Feststellung,  dass  die  angefochtene  Verfügung  ungültig  sei,  weil  sie 
keine Unterschrift trage.

G. 
Mit  Vernehmlassung  vom  6.  Mai  2010  schloss  die  Vorinstanz  auf 
Abweisung  der  Beschwerde.  Dabei  betonte  sie,  dass  die 
Beschwerdeführerin  in  zweifacher  Hinsicht  gegen  ausländerrechtliche 
Vorschriften  verstossen  habe.  Indem  sie  am  11.  Juli  2009  in  den 
Schengen­Raum  eingereist  und  bis  zum  Tag  ihrer  Anhaltung  am  26. 
Januar  2010  darin  verblieben  sei,  habe  sie  den  bewilligungsfrei 
zulässigen  Gesamtaufenthalt  von  90  Tagen  deutlich  überschritten. 
Komme hinzu, dass sie im November 2009 vorübergehend einer Tätigkeit 
nachgegangen  sei,  welche  auch  die  zuständige  Strafinstanz  als 
bewilligungspflichtige Erwerbstätigkeit qualifiziert habe. 

H. 
In einer Replik vom 18. Juni 2010 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem 
Rechtsbegehren  fest. Der  von der Vorinstanz  "nicht weiter  ausgeführte" 
Vorhalt,  sie  habe  sich  nach  ihrer  Einreise  in  Portugal  zu  lange  im 
Schengen­Raum  aufgehalten,  sei  "nicht  geklärt".  Was  den  Vorwurf  der 
illegalen  Erwerbstätigkeit  anbelange,  so  würde  dieser  –  selbst  wenn  er 
am  Platze  wäre  –  eine  Fernhaltung  nicht  rechtfertigen,  zumal  damit 
verfassungs­ und konventionsrechtlich geschützte Ansprüche unterlaufen 
würden;  sie  sei  nämlich  im  Zeitpunkt  ihrer  Ausschaffung  unmittelbar  im 
Begriff gewesen, ihren in der Schweiz niederlassungsberechtigten Freund 
zu heiraten

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni 
2005  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  im  Sinne  von  Art.  5  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  sofern  keine  Ausnahme 
nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG 
genannten  Behörden.  Dazu  gehört  auch  das  BFM,  das  mit  der 
Anordnung eines Einreiseverbotes eine Verfügung im erwähnten Sinne 
und  daher  ein  zulässiges  Anfechtungsobjekt  erlassen  hat.  Eine 
Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2.  Das  Rechtsmittelverfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
richtet  sich  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Verwaltungsgerichtsgesetz 
nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG).

1.3.  Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Verfügungsbetroffene  zur 
Erhebung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
im  Übrigen  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  somit 
einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

1.4.  Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  in  der  vorliegenden 
Streitsache  endgültig  (Art.  83  Bst.  c  Ziff.  1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  sowie  –  soweit  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt  werden  (Art.  49  VwVG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  wendet 
das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist  gemäss  Art.  62  Abs.  4 
VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht  gebunden  und  kann  die 
Beschwerde  auch  aus  anderen  als  den  geltend  gemachten  Gründen 
gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist  grundsätzlich  die  Sachlage 
zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2).

3. 
Die  Beschwerdeführerin  macht  in  formeller  Hinsicht  geltend,  die 

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angefochtene  Verfügung  enthalte  keine  Unterschrift  und  erweise  sich 
somit  als  ungültig.  Das  Bundesverwaltungsgericht  hat  sich  mit  der  von 
der  Beschwerdeführerin  aufgeworfenen  Rechtsfrage  in  einem 
Grundsatzurteil auseinander gesetzt und  ist dabei zum Schluss gelangt, 
dass  ein  zentral  von  einem  dazu  berechtigten Mitarbeitenden  des  BFM 
erstelltes  und  mit  dem  Kürzel  der  ausstellenden  Person  versehenes 
Einreiseverbot,  welches  elektronisch  an  die  zuständige  kantonale 
Ausländerbehörde  übersteuert  und  durch  diese  eröffnet  wird,  den 
Anforderungen an die Schriftlichkeit der Eröffnung von Verfügungen auch 
ohne  eigenhändige  oder  faksimilierte  Unterschrift  genügt  (Urteil  C­
2492/2008 vom 31. August 2009, E. 3.3.4 – 3.3.6).

4. 
4.1.  Die  Vorinstanz  schliesst  in  der  angefochtenen  Verfügung  vom 
28. Januar  2010  auf  einen  Verstoss  gegen  die  öffentliche  Sicherheit 
und Ordnung und stützt die Massnahme auf Art. 67 Abs. 1 Bst. a des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20) in der damals gültigen Fassung.

4.2.  Mit  dem  Bundesbeschluss  über  die  Genehmigung  und  die 
Umsetzung  des Notenaustauschs  zwischen  der  Schweiz  und  der  EG 
betreffend  die  Übernahme  der  EG­Rückführungsrichtlinie  (Richtlinie 
2008/115/EG) vom 18. Juni 2010  (AS 2010 5925) wurde Art. 67 AuG 
mit  Wirkung  per  1.  Januar  2011  revidiert,  ohne  dass 
Übergangsbestimmungen  erlassen  worden  wären.  Diese 
Rechtsänderung  ist  für  den  vorliegenden  Fall  nur  insoweit  von 
Relevanz,  als  die  Beschwerdeführerin  von  der  zuständigen 
Migrationsbehörde am 27.  Januar  2010 mit  einer  sofort  vollziehbaren 
Wegweisung belegt wurde, wie sie der neue Art. 64d Abs. 2 unter Bst. 
a und b AuG vorsieht und wie sie nach dem neuen Art. 67 Abs. 1 Bst. 
a  AuG  (unter  Vorbehalt  humanitärer  oder  anderer  wichtiger  Gründe; 
vgl. Abs. 5) zwingend zu einem Einreiseverbot führt. Das Abstellen auf 
den  neuen  Art.  67  Abs.  1  Bst.  a  AuG  wäre  in  casu  eine  echte 
Rückwirkung,  die  mangels  einer  hinreichenden  gesetzlichen 
Grundlage unzulässig  ist. Ansonsten steht der Anwendung des neuen 
Rechts  –  auf  das  nachfolgend  der  Einfachheit  halber  allein  Bezug 
genommen wird  –  nichts  entgegen.  Die  zuvor  in  Art.  67  Abs.  1  AuG 
geregelte  Fernhaltung  wegen  Gefährdung  oder  Verletzung  der 
öffentlichen Sicherheit  und Ordnung wurde unverändert  in Abs.  2 der 
neuen  Norm  übernommen.  Das  Gleiche  gilt  in  Bezug  auf  den 
Fernhaltegrund  der  Vorbereitungs­,  Ausschaffungs­  oder 

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Durchsetzungshaft  (alt Art.  67 Abs. 1 Bst.  d AuG, neu Art.  67 Abs. 2 
Bst. c AuG; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C­
3962/2010 vom 22. Februar 2011 E. 4.1).

4.3. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 67 Abs. 2 
Bst. a AuG bildet den Oberbegriff  für die Gesamtheit der polizeilichen 
Schutzgüter.  Sie  umfasst  unter  anderem  die  Unverletzlichkeit  der 
objektiven  Rechtsordnung  und  der  Rechtsgüter  Einzelner  (BBl  2002 
3809; vgl. auch RAINER J. SCHWEIZER / PATRICK SUTTER / NINA WIDMER, 
in:  Rainer  J.  Schweizer  [Hrsg.],  Sicherheits­  und  Ordnungsrecht  des 
Bundes, SBVR Bd.  III/1, Basel 2008, Teil B Rz. 13 mit Hinweisen).  In 
diesem  Sinne  liegt  nach  Art.  80  Abs.  1  Bst.  a  der  Verordnung  vom 
24. Oktober  2007  über  Zulassung,  Aufenthalt  und  Erwerbstätigkeit 
(VZAE, SR 142.201) ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung unter anderem dann vor, wenn gesetzliche Vorschriften oder 
behördliche Verfügungen missachtet werden. Widerhandlungen gegen 
Normen  des  Ausländerrechts  fallen  ohne  weiteres  unter  diese 
Begriffsbestimmung  und  können  als  solche  ein  Einreiseverbot  nach 
sich ziehen (vgl. BBl 2002 3813).

4.4.  Wird  gegen  eine  Person,  die  nicht  das  Bürgerrecht  eines 
Mitgliedstaates  der  Europäischen  Union  besitzt 
(Drittstaatsangehörige), ein Einreiseverbot nach Art. 67 AuG verhängt, 
wird  diese  Person  gestützt  auf  Art.  94  Abs.  1  und  Art.  96  des 
Übereinkommens  vom  19.  Juni  1990  zur  Durchführung  des 
Übereinkommens  betreffend  den  schrittweisen  Abbau  der  Kontrollen 
an  den  gemeinsamen  Grenzen  (Schengener 
Durchführungsübereinkommen  [SDÜ], Abl.  L  239  vom 22. September 
2000,  S.  19­62)  und  Art.  16  Abs.  2  und  4  des  Bundesgesetzes  vom 
13. Juni  2008 über die polizeilichen  Informationssysteme des Bundes 
(BPI, SR 361)  in der Regel  im Schengener Informationssystem ([SIS], 
vgl.  dazu  Art.  92  ff.  SDÜ)  zur  Einreiseverweigerung  ausgeschrieben. 
Diese  Ausschreibung  bewirkt  dem  Grundsatz  nach,  dass  der 
betroffenen  Person  die  Einreise  in  das  Hoheitsgebiet  der  Schengen­
Mitgliedstaaten verboten ist (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst d und Art. 13 Abs. 1 
der Verordnung  [EG] Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und 
des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das 
Überschreiten der Grenzen durch Personen  [Schengener Grenzkodex 
bzw. SGK, Abl. L 105 vom 13. April 2006, S. 1­32]). Vorbehalten bleibt 
die  Kompetenz  der  Mitgliedstaaten,  einer  solchen  Person  aus 
humanitären  Gründen  oder  Gründen  des  nationalen  Interesses  oder 

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aufgrund  internationaler  Verpflichtungen  die  Einreise  in  das  eigene 
Hoheitsgebiet  zu gestatten  (Art.  13 Abs.  1  i.V.m. Art.  5 Abs.  4 Bst.  c 
SGK)  bzw.  ihr  zu  diesem  Zweck  ein  Schengen­Visum  mit  räumlich 
beschränkter  Gültigkeit  auszustellen  (Art.  25  Abs.  1  Bst.  a  [ii]  der 
Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des 
Rates  vom  13.  Juli  2009  über  einen  Visakodex  der  Gemeinschaft 
[Visakodex], Abl. L 243 vom 15. September 2009).

5. 
5.1.  Ein  mit  Erwerbstätigkeit  verbundener  Aufenthalt  in  der  Schweiz 
untersteht  grundsätzlich  und  ungeachtet  seiner  Dauer  der 
Bewilligungspflicht  (Art. 11 Abs. 1 AuG). Etwas anderes gilt gestützt auf 
Art. 14 Abs. 1 und 3 VZAE nur hinsichtlich ausländischer Personen, die 
eine  grenzüberschreitende Dienstleistung  erbringen  oder  die  im Auftrag 
eines  ausländischen  Arbeitgebers  vorübergehend  in  der  Schweiz 
erwerbstätig  sind  (Erwerbstätigkeit  ohne  Stellenantritt),  sofern  diese 
Tätigkeit nicht länger als acht Tage innerhalb eines Kalenderjahrs dauert 
und ihrer Art nach nicht vom Ausschlusskatalog des Art. 14 Abs. 3 VZAE 
erfasst  wird.  Der  Begriff  der  Erwerbstätigkeit  ist  dabei  weit  auszulegen; 
als  Erwerbstätigkeit  gilt  jede  normalerweise  gegen  Entgelt  ausgeübte 
unselbständige  oder  selbstständige  Tätigkeit,  selbst  wenn  sie 
entschädigungslos erbracht wird (vgl. Art. 11 Abs. 2 AuG). Ohne Belang 
für die Qualifikation einer Betätigung als Erwerbstätigkeit  ist,  in welchem 
zeitlichen Ausmass sie ausgeübt wird. Das wird  in Art. 1a Abs. 1 VZAE 
ausdrücklich  für  die  unselbständige  Erwerbstätigkeit  festgehalten,  gilt 
jedoch allgemein.

5.2. Zu einem nicht näher bekannten Zeitpunkt im November 2009 hütete 
die  Beschwerdeführerin  während  2½  Wochen  die  Wohnung  einer 
Bekannten  und  fütterte  deren  Katze.  Für  diese  Dienstleistungen  bezog 
sie  einen  Lohn  von  300  Franken.  Es  steht  ausser  Frage,  dass  die 
Beschwerdeführerin  damit  eine  Erwerbstätigkeit  im  Sinne  von  Art.  11 
Abs.  2  AuG  ausübte.  Da  ihre  Erwerbstätigkeit  zudem  länger  als  acht 
Tage dauerte, war sie unabhängig davon bewilligungspflichtig, ob sie mit 
einem Stellenantritt  in  der Schweiz  verbunden war  oder  nicht. Über  die 
notwendige  Bewilligung  verfügte  die  Beschwerdeführerin  jedoch  nicht. 
Der  Beschwerdeführerin  muss  daher  mit  der  Vorinstanz  rechtwidrige 
Erwerbstätigkeit  vorgehalten  werden.  Da  die  Beschwerdeführerin  den 
Lebenssachverhalt,  der  dieser  Beurteilung  zu  Grunde  liegt,  nicht 

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bestreitet,  ist  für  das  vorliegende  Verfahren  ohne  Belang,  dass  dieser 
Lebenssachverhalt  auch  Gegenstand  eines  noch  nicht  rechtskräftig 
abgeschlossenen  Strafverfahrens  bildet  (vgl.  dazu  anstelle  mehrerer 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­2900/2009  vom  31. März  2011 
E. 7).

5.3. Ausländische Personen,  die  in  der  Schweiz  keiner  Erwerbstätigkeit 
nachgehen,  bedürfen  für  einen  Aufenthalt  von  bis  zu  drei  Monaten 
innerhalb eines Zeitraums von sechs Monaten nach der Einreise  keiner 
Bewilligung,  und  sie  müssen  sich  nicht  anmelden  (bewilligungsfreier 
Aufenthalt; Art. 10 AuG und Art. 9 VZAE). Die Einreisevoraussetzungen 
nach  Art.  5  AuG  müssen  während  des  gesamten  bewilligungsfreien 
Aufenthalts  erfüllt  sein  (Art.  9  Abs.  2  VZAE).  An  die 
Höchstaufenthaltsdauer  von  drei  Monaten  anrechenbar  sind  dabei 
Aufenthalte  in der Schweiz und  im übrigen Schengen­Raum. Das ergibt 
sich aus dem Vorrang des Schengen­Rechts (Art. 2 Abs. 4 AuG) und der 
Tatsache,  dass  sich  im  Anwendungsbereich  des  Schengen­Rechts 
visumspflichtbefreite Drittausländer höchsten drei Monate innerhalb einer 
Frist  von  sechs  Monaten  vom  Datum  der  ersten  Einreise  an  im 
Hoheitsgebiet der Schengen­Staaten frei bewegen dürfen, und auch das 
nur, wenn und solange sie die Einreisevoraussetzungen des Art. 5 Abs. 1 
SGK erfüllen (Art. 20 Abs. 1 SDÜ).

5.3.1.  Gemäss  Einreisestempel  in  ihrem  Reisepass  gelangte  die 
Beschwerdeführerin  am  11.  Juli  2009  in  den  Schengen­Raum.  Diesen 
verliess sie bis zu  ihrer Anhaltung am 26. Januar 2010 nicht mehr. Das 
ergibt sich zweifelsfrei aus  ihren Aussagen  im Rahmen der am gleichen 
Tag  durchgeführten  polizeilichen  Einvernahme.  Wenn  die 
Beschwerdeführerin  im  Rechtsmittelverfahren  ohne  jede  weitere 
Substantiierung die Behauptung aufstellt, die Frage der Aufenthaltsdauer 
im Schengen­Raum sei "nicht geklärt", kann ihr nicht gefolgt werden. Hielt 
sie  sich  seit  dem  11.  Juli  2009  ununterbrochen  im  Hoheitsgebiet  der 
Schengen­Staaten  auf,  dann  lief  die  dreimonatige 
Maximalaufenthaltsdauer  am  11. Oktober  2009  ab  und  der  weitere 
Aufenthalt der Beschwerdeführerin im Schengen­Raum und damit auch in 
der  Schweiz  erweist  sich  als  rechtswidrig.  Im  Übrigen  ist  daran  zu 
erinnern,  dass  die  Beschwerdeführerin  im  November  2009  einer 
Erwerbstätigkeit nachging und sich  ihr Aufenthalt  in der Schweiz somit – 
auch  ohne  ihr  vorhergehendes  Überschreiten  der 
Maximalaufenthaltsdauer  im  Schengen­Raum  –  ab  dem  Zeitpunkt  der 
Arbeitsaufnahme als rechtswidrig erwiesen hätte. 

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5.3.2.  Im Sinne eines Zwischenergebnisses  ist  somit  festzustellen, dass 
die  Beschwerdeführerin  durch  Erwerbstätigkeit  ohne  Bewilligung  und 
rechtswidrigen  Aufenthalt  Fernhaltegründe  nach  Art.  67  Abs.  2  Bst.  a 
AuG gesetzt hat. 

6. 
Es  bleibt  somit  zu  prüfen,  ob  die  angeordnete  Massnahme  in  richtiger 
Ausübung des Ermessens ergangen und angemessen ist. Der Grundsatz 
der  Verhältnismässigkeit  steht  dabei  im  Vordergrund.  Unter  diesem 
Gesichtspunkt  ist eine wertende Abwägung vorzunehmen zwischen dem 
öffentlichen  Interesse  an  der  Massnahme  einerseits  und  den  von  der 
Massnahme  beeinträchtigten  privaten  Interessen  der  Betroffenen 
andererseits.  Die  Stellung  der  verletzten  oder  gefährdeten Rechtsgüter, 
die  Besonderheiten  des  ordnungswidrigen  Verhaltens  und  die 
persönlichen  Verhältnisse  des  Verfügungsbelasteten  bilden  dabei  den 
Ausgangspunkt  der  Überlegungen  (vgl.  statt  vieler  ULRICH  HÄFELIN  / 
GEORG MÜLLER / FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., 
Zürich / St. Gallen 2006, Rz. 613 ff.).

6.1. Das Fehlverhalten der Beschwerdeführerin wiegt objektiv schwer, 
denn  sie  hat  in  erheblichem  Masse  Normen  missachtet,  die  für  die 
ausländerrechtliche Ordnung von wesentlicher Bedeutung sind.

Was  die  subjektive  Seite  betrifft,  so  berief  sich  die  Beschwerdeführerin 
gegenüber  der  strafermittelnden  Kantonspolizei  auf  fehlenden  Vorsatz. 
So  will  sie  davon  ausgegangen  sein,  sie  könne  sich  auch  dann  drei 
Monate  in  der  Schweiz  aufhalten,  wenn  sie  unmittelbar  zuvor  schon  in 
einem  andern  Staat  innerhalb  des  Schengen­Raum  anwesend  war.  In 
ähnlicher Weise argumentiert sie im Beschwerdeverfahren, dass sie nicht 
damit  habe  rechnen  müssen,  ihr  Einsatz  für  eine  Bekannte  werde  als 
bewilligungspflichtige  Erwerbstätigkeit  betrachtet.  Ihre  Fahrlässigkeit 
wiege leicht und rechtfertige keine Fernhaltemassnahme.

Die  Argumentation  der  Beschwerdeführerin  überzeugt  gleich  in 
mehrfacher  Hinsicht  nicht.  So  hatte  sie  sich  schon  vor  dem  fraglichen 
Aufenthalt während  Jahren  als Ehefrau  eines Schweizer Bürgers  in  der 
Schweiz  aufgehalten,  so  dass  ihr  die  grundlegenden  Normen  des 
Ausländerrechts bei ihrer zweiten Einreise nicht völlig fremd sein konnten. 
Es  dürfte  ihr  während  ihres  ersten  Aufenthalts  in  der  Schweiz  kaum 
entgangen  sein,  dass  hierzulande  jede  Form  der  Erwerbstätigkeit 
grundsätzlich  bewilligungspflichtig  ist.  Was  die  Schengen­Regelung 

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betrifft,  so  kann  sie  nicht  ernsthaft  behaupten,  in  guten  Treuen  davon 
ausgegangen  zu  sein,  dass  sich  die  Berechtigung  zum  maximal 
dreimonatigen  Aufenthalt  nicht  auf  das  Schengen­Gebiet  als  Ganzes, 
sondern  auf  den  einzelnen  Mitgliedstaat  beziehe.  Es  muss  davon 
ausgegangen  werden,  dass  die  Beschwerdeführerin  gegenüber  der 
Strafermittlungsbehörde  eine  vermeintliche  Unklarheit  zu  erkennen 
glaubte  und  hoffte,  daraus  für  sich  Vorteile  ziehen  zu  können. 
Dementsprechend  gewichtig  ist  das  öffentliche  Interesse  an  ihrer 
Fernhaltung.

6.2.  Dem  öffentlichen  Interesse  gegenüber  beruft  sich  die 
Beschwerdeführerin auf  ihre  familiären  Interessen. Sie habe während 
ihres  letzten  Aufenthalts  in  der  Schweiz  mit  ihrem  hier 
niederlassungsberechtigten  Freund  zusammen  gelebt  und 
beabsichtigt,  mit  diesem  die  Ehe  einzugehen.  Ein  entsprechendes 
Verfahren  sei  beim  Bevölkerungsamt  der  Stadt  Zürich  eingeleitet 
worden.  Ihr  stehe  aufgrund  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
und  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ein Anspruch 
zu, der durch die Fernhaltemassnahme nicht unterlaufen werden dürfe.

Aus  welcher  Norm  der  BV  bzw.  der  ERMK  sie  einen  Anspruch  auf 
Eheschliessung  in  der  Schweiz  ableitet  und  inwiefern  dieser  Anspruch 
durch  das  Einreiseverbot  verletzt  wird,  dazu  äussert  sich  die 
Beschwerdeführerin  nicht.  Es  ist  ihr  daher  kurz  entgegenzuhalten,  dass 
sich  weder  aus  Art.  14  BV  noch  Art.  12  EMRK  ein  Anspruch  auf 
Eheschliessung an einem bestimmten Ort ableiten  lässt  (vgl. dazu Urteil 
des Bundesgerichts 2C_756/2009 vom 15. Dezember 2009 E. 2.3.2 mit 
Hinweisen).  Wesentlich  ist,  dass  eine  Ehe  überhaupt  geschlossen 
werden kann. In casu wird jedoch weder behauptet noch ist es ersichtlich, 
dass der Eheschluss ausserhalb der Schweiz nicht möglich wäre. Nach 
einer  allfälligen  Eheschliessung  stünde  es  der  Beschwerdeführerin  frei, 
sich zum Zwecke der Regelung des ehelichen Zusammenlebens an die 
kantonalen Behörden zu wenden und um eine Aufenthaltsbewilligung  in 
der Schweiz zu ersuchen. Die Erteilung von Aufenthaltsbewilligungen fällt 
grundsätzlich  in  die  Zuständigkeit  der  Kantone,  wobei  im  Falle  einer 
Bewilligungserteilung  dann  in  einem  weiteren  Schritt  das  bestehende 
Einreiseverbot durch die Vorinstanz aufgehoben werden kann (vgl. Urteile 
des  Bundesgerichts  2C_793/2008  vom  27.  März  2009  E.  3.2  sowie 

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bereits  schon  2A.141/2002  vom  19.  Juli  2002  E.  1.4,  eingehender 
2C_473/2008 vom November 2008 E. 2.3). 

Im  Übrigen  trifft  es  nicht  einmal  zu,  dass  das  Einreiseverbot  einen 
Eheschluss  in  der  Schweiz  zum  vornherein  verunmöglicht.  In  diesem 
Zusammenhang  kann  auf  die  in  Art.  67  Abs.  5  AuG  vorgesehene 
Möglichkeit  hingewiesen  werden,  Fernhaltemassnahmen  aus 
humanitären oder anderen wichtigen Gründen zeitweilig auszusetzen.

6.3.  Eine  wertende  Gewichtung  der  sich  entgegenstehenden 
öffentlichen  und  privaten  Interessen  führt  das 
Bundesverwaltungsgericht  zum  Schluss,  dass  das  auf  zwei  Jahre 
befristete Einreiseverbot sowohl vom Grundsatz her als auch in Bezug 
auf  seine  Dauer  eine  verhältnismässige  und  angemessene 
Massnahme  zum  Schutz  der  öffentlichen  Sicherheit  und  Ordnung 
darstellt.

7. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und  vollständig  feststellt;  sie  ist  auch  angemessen  (Art.  49 VwVG). Die 
Beschwerde ist daher abzuweisen.

8. 
Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  der  Beschwerdeführerin  die 
Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1, Art. 2 und Art. 3 
Bst.  b  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

(Dispositiv Seite 13)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.­  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Beilage: Dossier Ref­Nr. […])
– das Migrationsamt des Kantons Zürich (ad ZH […])

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Lorenz Noli

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