# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b556542-6fce-552a-a20c-2f671fe856b4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.07.2010 E-5208/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5208-2010_2010-07-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5208/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiberin Chantal Schwizer.

X._______, Kongo (Kinshasa),

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM vom
6. Juli 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5208/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  aus  Kongo 
(Kinshasa), seinen Heimatstaat eigenen Angaben zufolge am 18. April 
2010 verliess  und  über  Addis  Abeba sowie  Italien  mit  dem Zug am 
10. Mai  2010 illegal  in  die  Schweiz  gelangte,  wo er  gleichentags im 
Empfangs-  und  Verfahrenszentrum (EVZ)  A._______  um Asyl  nach-
suchte,

dass er  gemäss der  Datenbank Eurodac am 9. Oktober  2003 sowie 
4. November 2005 in Frankreich daktyloskopisch erfasst wurde, 

dass  das  BFM  am  17.  Mai  2010  im  Transitzentrum  B._______ 
anlässlich der Kurzbefragung die Personalien des Beschwerdeführers 
erhob und ihn summarisch zum Reiseweg sowie zu den Gründen für 
das Verlassen seines Heimatstaates befragte,

dass dem Beschwerdeführer anlässlich der genannten Befragung im 
Hinblick  auf  eine  allfällige  Zuständigkeit  Frankreichs  für  die  Durch-
führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens am 17. Mai 2010 das 
rechtliche Gehör gewährt wurde,

dass der Beschwerdeführer hierzu geltend machte, er sei im Juni 2009 
von Frankreich in sein Heimatland ausgeschafft worden, was ihm nach 
einer  allfälligen  Wiedereinreise  nach  Frankreich  erneut  passieren 
könnte,

dass  das  BFM  am  27.  Mai  2010  die  französischen  Behörden  um 
Übernahme  des  Beschwerdeführers  ersuchten  und  diese  einer 
Wiederaufnahme am 9. Juni 2010 explizit zustimmten,

dass das BFM mit Verfügung vom 6. Juli  2010 – eröffnet am 13. Juli  
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
den Beschwerdeführer nach Frankreich wegwies, ihn aufforderte, die 
Schweiz  spätestens  am  Tag  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  zu 
verlassen,  den  Kanton  St. Gallen  mit  dem  Vollzug  der  Wegweisung 
beauftragte  und  festhielt,  eine  Beschwerde  gegen  diese  Verfügung 
habe keine aufschiebende Wirkung,

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dass es zur Begründung anführte, für den 9. Oktober 2003 sowie den 
4. November 2005 bestünden Eurodac-Treffer der Kategorie 1 (Asyl-
gesuch) mit Frankreich,

dass  bei  dieser  Sachlage  Frankreich  gestützt  auf  die  einschlägigen 
staatsvertraglichen  Bestimmungen  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
vom 26. Oktober  2004 zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und 
Verfahren  zur  Bestimmung des  zuständigen Staates  für  die  Prüfung 
eines  in  einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asyl -
antrags, [SR 0.142.392.68, DAA], Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des 
Rates vom 18. Februar 2003 zur Feststellung von Kriterien und Ver-
fahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 
Asylantrags zuständig ist, den ein Staatsangehöriger eines Drittlandes 
in einem Mitgliedstaat gestellt hat [Dublin-II-VO] und Verordnung [EG] 
Nr. 1560/2003  der  Kommission  vom 2.  September  2003  mit  Durch-
führungsbestimmungen zur Verordnung [EG] Nr. 343/2003 des Rates 
[DVO Dublin]) für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sei,

dass die französischen Behörden am 9. Juni 2010 einer Übernahme 
des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO 
zugestimmt hätten und die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen 
Unterbrechung oder Verlängerung  – bis  spätestens am 9. Dezember 
2010 zu erfolgen habe,

dass  dem  Beschwerdeführer  dazu  am  17.  Mai  2010  das  rechtliche 
Gehör gewährt worden sei und er bei dieser Gelegenheit erklärt habe, 
er sei im Juni 2009 von Frankreich in sein Heimatland zurückgeschafft  
worden, was ihm nach einer allfälligen Wegweisung nach Frankreich 
erneut  wiederfahren  könnte,  zumal  er  nicht  glaube,  dass  er  in 
Frankreich ein weiteres Asylverfahren durchlaufen könne,

dass diese Ausführungen eine Rückführung nach Frankreich nicht ver-
hindern könnten und insbesondere die Behauptung, der Beschwerde-
führer sei im Juni 2009 von Frankreich in die Demokratische Republik 
Kongo zurückgeschafft worden, offensichtlich falsch sei, da Frankreich 
einer Rückübernahme des Beschwerdeführers zugestimmt habe,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 19.  Juli  2010  (Datum 
Poststempel)  Beschwerde  erhob  und  in  materieller  Hinsicht 
beantragte, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und die Sache an 
die Vorinstanz zwecks Eintretens auf das Asylgesuch zurückzuweisen, 

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er sei nicht aus der Schweiz wegzuweisen, das BFM sei anzuweisen, 
ihn im Falle der Nichtzuerkennung der Flüchtlingseigenschaft wenigs-
tens vorläufig aufzunehmen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  sowie den Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvor-
schusses beantragte  und darum ersuchte,  es  sei  die  aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen (recte: die aufschiebende 
Wirkung zu gewähren), 

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Verfügung vom 20. Juli  2010 
(per Telefax) den Vollzug der Wegweisung per sofort aussetzte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  22.  Juli  2010  vollständig  beim 
Bundesverwaltungsgericht eingingen,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls 
endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des 
BFM entscheidet  (Art.  105 AsylG i.V.m. Art.  31-33  des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]); Art. 83 Bst. d 
Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 6 und Art. 105 
AsylG sowie Art. 37 VGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
sowie die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den  Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbstständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in  einzel-
richterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass sich der Beschwerdeführer von 2003 bis 2009 in Frankreich als 
Asylbewerber aufgehalten habe und dort für den 9. Oktober 2003 und 
den 4. November 2005 Eurodac-Treffer der Kategorie 1 (Asylgesuch) 
bestehen,

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dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  der  Feststellung  des  BFM, 
wonach  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers,  im  Juni  2009  aus 
Frankreich  nach  Kongo  (Kinshasa)  ausgeschafft  worden  zu  sein, 
offensichtlich falsch sei, anschliesst,

dass  Frankreich  nämlich  einer  Wiederaufnahme  des  Beschwerde-
führers gestützt auf Art. 16 Abs. 1 Bst. e Dublin-II-VO am 9. Juni 2010 
explizit  zugestimmt  hat,  dies,  nachdem  Frankreich  anlässlich  der 
entsprechenden Anfrage vom 27. Mai 2009 durch die Schweiz über die 
behauptete Rückführung des Beschwerdeführers in sein Heimatland in 
Kenntnis  gesetzt  und  gebeten  wurde,  über  allfällige  Flugdetails  des 
Rückflugs  zu  informieren  und  Beweismittel  für  das  Verlassen 
Frankreichs zuzusenden (vgl. A12),

dass zudem der Beschwerdeführer bis heute keine Beweismittel  ein-
reichte, mit denen er glaubhaft machen könnte, dass er im Juni  2009 
tatsächlich in sein Heimatland zurückgekehrt sei,

dass es sich nach dem Gesagten als nicht notwendig erweist,  noch-
mals an die französischen Behörden zu gelangen,  um die Sachlage 
abzuklären,

dass somit die Bestimmung von Art. 16 Abs. 3 Dublin-II-VO nicht zur 
Anwendung gelangt und Frankreich für die Prüfung seines am 10. Mai 
2010  in  der  Schweiz  eingereichten  Asylantrags  zuständig  ist  (vgl. 
vorstehend  S.  3  Dublin-Assoziierungsabkommen  sowie  Dublin-II-VO 
und DVO Dublin, insbes. Art. 10 Abs. 1 Dublin-II-VO).

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  Gründe  vorliegen,  die  das  BFM  hätten 
veranlassen müssen, sein – ihm gemäss Art. 3 Abs. 2 Satz 1 Dublin-II-
VO auch bei  Zuständigkeit  eines  anderen Signatarstaates zustehen-
des – Selbsteintrittsrecht auszuüben,

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  zusammenfassend 
geltend  macht,  im  Fall  einer  Überstellung  nach  Frankreich  sei  sein 
Leben  in  Gefahr,  da  sein  Asylverfahren  in  Frankreich  rechtskräftig 
abgeschlossen  sei  und  ihm  somit  eine  unzulässige  Abschiebung  in 
sein Heimatland drohe,

dass Frankreich zudem Immigranten immer noch in die Demokratische 
Republik Kongo wegweisen würden, was die der Beschwerde beige-
legten Artikel belegten,

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dass er  zudem bei  einer  Wegweisung  nach  Frankreich  oder  in  sein 
Heimatland  einer  asylrelevanten  Verfolgung  gemäss  Art.  3  AsylG 
ausgesetzt wäre,

dass er  in  Anwendung des Refoulementverbots  somit  nicht  in  einen 
Drittstaat überführt werden könne,

dass  Frankreich  sowohl  Signatarstaat  der  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge 
(FK, SR 0.142.30) als auch der der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK, 
SR 0.101) ist,

dass  aufgrund  der  Aktenlage insbesondere nicht  davon auszugehen 
ist, Frankreich werde den Beschwerdeführer in Verletzung der vorge-
nannten  völkerrechtlichen  Abkommen  in  sein  Heimatland  zurück-
schaffen,

dass der Beschwerdeführer überdies nicht weiter ausführt, inwiefern er 
in Frankreich eine unmenschliche Behandlung zu erwarten habe,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  weder  im  Rahmen  des  ihm 
gewährten  rechtlichen  Gehörs  noch  auf  Beschwerdeebene  hinrei-
chend  bestimmte  Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  nach  Frankreich 
geltend  machte,  weshalb  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür 
ersichtlich  sind,  dass er  im Falle  einer  Rückkehr  nach Frankreich  in 
eine existenzielle Notlage geraten würde,

dass  insgesamt  keine  begründeten  Anhaltspunkte  vorliegen,  dass 
Frankreich  sich  nicht  an  die  massgebenden  völkerrechtlichen 
Bestimmungen,  insbesondere  an  das  Refoulementverbot  oder  die 
einschlägigen Normen der EMRK halten würde,

dass weder angesichts der Verhältnisse in Frankreich noch zufolge der 
individuellen  Situation  des  Beschwerdeführers  Anlass  zur  Ausübung 
des  Selbsteintrittsrechts  im  Sinne  von  Art.  3  Abs.  2  Dublin-II-VO 
besteht,  zumal  sich  der  Beschwerdeführer  bereits  einige  Zeit  in 
Frankreich aufhielt und mit den dortigen Verhältnissen vertraut ist,

dass für das Bundesverwaltungsgericht somit keine Gründe ersichtlich 
sind, die das BFM zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz 
(Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO) hätten veranlassen sollen,

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dass eine Überstellung nach Frankreich diesen Erwägungen gemäss 
zulässig  ist  und  es  sich  bei  dieser  Sachlage  erübrigt,  auf  die 
Ausführungen in der Beschwerde noch näher einzugehen, zumal diese 
nicht geeignet sind, eine andere Beurteilung herbeizuführen,

dass nach dem Gesagten auch der Verweis auf die der Beschwerde 
beigelegten Berichte nichts an diesem Ergebnis ändern,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), wobei 
in  Verfahren  nach  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  AsylG  die  Frage  nach  der 
Zulässigkeit  und  Möglichkeit  des  Wegweisungsvollzugs  regelmässig 
bereits Voraussetzung (und nicht erst Regelfolge) des Nichteintretens-
entscheides ist, weshalb sie hier nicht mehr zu prüfen ist,

dass sich die Frage nach der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG nicht unter dem Aspekt 
von Art. 83 Abs. 1 und 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR  142.20])  stellt, 
sondern ebenfalls vor der Prüfung des Nichteintretens im Rahmen der 
Ausübung des Selbsteintrittsrechts oder  gegebenenfalls  – wenn sich 
Familienmitglieder  in  verschiedenen  Dublin-Mitgliedstaaten  befinden 
und  zusammengeführt  werden  sollen  – bei  der  Ausübung  der 
Humanitären Klausel (Art. 15 Dublin-II-VO),

dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den  Vollzug  der  Wegweisung 
nach Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  die  Anträge  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses  und  auf  Gewährung  der  aufschiebenden  Wirkung  der 
Beschwerde mit vorliegendem Urteil gegenstandslos werden,

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dass  sich  die  Beschwerdebegehren  aufgrund  vorstehender 
Erwägungen  als  aussichtslos  erweisen,  weshalb  das  Gesuch  um 
Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 
VwVG abzuweisen  ist  und  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die 
Kosten von Fr. 600.- (Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem Beschwerdeführer  aufzuerlegen 
sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 AsylG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Chantal Schwizer

Versand: 

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