# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da835df3-e7ec-5a34-8da2-709b4b22edc1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.06.2024 UV 2023/61
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-61_2024-06-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/61

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.07.2024

Entscheiddatum: 14.06.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2024
Art. 53 Abs. 2 ATSG; wiedererwägungsweise Einstellung einer Invalidenrente 
der Unfallversicherung. Im Zeitpunkt der Leistungszusprache erfolgte 
fälschlicherweise keine Adäquanzprüfung. Die Nachholung dieser Prüfung 
ergibt einen fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang. Die 
Voraussetzungen der Wiedererwägung sind erfüllt. Folglich hat die 
Beschwerdegegnerin die Rente zu Recht eingestellt (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2024, UV 
2023/61).

Entscheid vom 14. Juni 2024

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Tanja Petrik-Haltiner 

und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2023/61

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Richtiplatz 1, 8304 Wallisellen,

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Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG, Postfach, 8010 Zürich,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ als Lehrer tätig und dadurch bei der Elvia Versicherung 

(heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft AG [nachfolgend: Allianz], vgl. UV-

act. 2170) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 16. 

Dezember 1993 als Autofahrer einen Auffahrunfall erlitt (UV-act. 2001). Die am Unfalltag 

erstbehandelnden Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) 

diagnostizierten eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS; UV-act. 1003). Dr. med. 

C.___, Allgemeine Medizin, attestierte dem Versicherten ab 16. Dezember 1993 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 % (UV-act. 1001). Die Allianz anerkannte ihre Leistungspflicht 

(UV-act. 2002 f.).

A.a. 

Dr. D.___, Chiropraktor, hielt in seinem Bericht vom 7. Juni 1994 als Diagnosen 

eine Zervikocephalgie, eine Brachialgie, eine Hemikranie, eine vegetative Dystonie 

sowie einen Status nach Schleudertrauma fest. Der Versicherte sei bis auf Weiteres zu 

50 % arbeitsunfähig (UV-act. 1004).

A.b. 

Vom 27. Juli bis 21. September 1995 befand sich der Versicherte stationär in der 

Rehaklinik E.___. Die dort zuständigen Ärzte beurteilten am 2. Oktober 1995, es 

bestehe ein hartnäckiges Beschwerdebild nach traumatischer HWS-Distorsion. Die 

Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100 % mit Ausnahme eines stundenweisen, selbst 

einzuteilenden Einsatzes im kaufmännischen Bereich (UV-act. 1013).

A.c. 

Dr. med. F.___, Fachärztin für Neurologie, hielt in ihrem Bericht vom 6. November 

1996 als Diagnosen eine unveränderte erhebliche Funktionsstörung der Kopf-

Halsweichteile rechts und eine unveränderte hirnorganische Leistungseinschränkung 

A.d. 

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fest (UV-act. 1027). Dr. med. G.___, Spezialarzt für Neurologie, berichtete am 15. 

Januar 1997, er behandle den Versicherten wegen seines chronifizierten 

posttraumatischen Schmerzsyndroms (UV-act. 1030).

Der seit November 1995 behandelnde Dr. phil. H.___, Psychotherapeut, befand am 

22. April 1997, für den Versicherten komme am ehesten die Diagnose einer 

Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23) in Betracht (UV-act. 1032). Am 8. Juni 1997 

beurteilte Dr. H.___, aus psychotherapeutischer Sicht sei der Versicherte auf Dauer 

nicht in der Lage, seiner Tätigkeit als Lehrer (selbst im reduzierten Umfang) 

nachzugehen. An eine berufliche Tätigkeit sei auch in Zukunft nicht zu denken (UV-act. 

1033).

A.e. 

Am 26. August 1997 erlitt der Versicherte einen weiteren Auffahrunfall (UV-act. 

2055). Dr. G.___ hielt am 1. September 1997 fest, aufgrund des erneuten Unfalls sei es 

zu einer starken Exazerbation der Beschwerden, vor allem in Form von starken Kopf- 

und "Schulternackenschmerzen", gekommen (UV-act. 1034).

A.f. 

Vom 16. September bis 14. Oktober 1997 befand sich der Versicherte stationär in 

der Rehaklinik E.___. Die behandelnden Ärzte hielten in ihrem Bericht vom 1. Dezember 

1997 als Diagnosen einen Status nach Verkehrsunfällen vom 16. Dezember 1993 und 

26. August 1998 mit leichter traumatischer Hirnverletzung (beim Unfall vom 16. 

Dezember 1993), zweifacher HWS-Distorsion Grad II nach Quebec-Klassifikation sowie 

konsekutiv aufgetretenem cervicocephalem, thorakalem und lumbovertebralem 

Syndrom sowie neuropsychologischen Funktionsstörungen und posttraumatischer 

Anpassungsstörung fest. Der Versicherte sei aufgrund der bestehenden Unfallfolgen zu 

100 % arbeitsunfähig. Das nächste Ziel im ambulanten Rahmen sollte zunächst die 

soziale Wiedereingliederung sein (UV-act. 1035).

A.g. 

Dr. G.___ beurteilte am 15. Januar 1998, durch das Ereignis vom 26. August 1997 

seien die bereits vorhandenen Beschwerden deutlich verstärkt worden, so dass die bis 

dahin erreichten therapeutischen Teilerfolge vorübergehend zunichtegemacht worden 

seien (UV-act. 1037). Dr. H.___ befand am 12. März 1998 ebenfalls, durch den zweiten 

Unfall sei ein massiver Rückfall eingetreten, er habe therapeutisch von vorne anfangen 

müssen (UV-act. 1038).

A.h. 

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Mit Verfügung vom 7. April 1999 sprach die Allianz dem Versicherten mit Wirkung 

ab 1. Mai 1999 eine Komplementärrente basierend auf einer vollumfänglichen 

Einschränkung der Erwerbsunfähigkeit sowie eine Integritätsentschädigung bei einem 

Integritätsschaden von 55 % zu (UV-act. 2097).

A.i. 

Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte im August 2000 durch Ärzte der 

Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS) Universitätskliniken Basel polydisziplinär 

(internistisch, neurologisch, psychiatrisch, rheumatologisch) abgeklärt. Die 

untersuchenden Ärzte hielten in ihrem Gutachten vom 27. Oktober 2000 als Diagnosen 

mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine andauernde Persönlichkeitsänderung mit 

anankastischen, dysthymen und phobischen Zügen (ICD-10: F62.8), einen Verdacht auf 

eine dissoziative Störung in Belastungssituationen (ICD-10: F44), einen Status nach 

zweimaligem HWS-Distorsionstrauma (1993/1997), eine Empfindungsstörung der 

gesamten rechten Körperhälfte ohne organisches Korrelat, Kopfschmerzen vom 

Spannungstyp sowie ein chronisches zervikospondylogenes bis zervikozephales 

Syndrom rechts fest. Es bestehe als Handelsschullehrer und auch als kaufmännischer 

Angestellter eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und es werde auch keine 

Arbeitsfähigkeit in einem Verweisberuf gesehen (UV-act. 1045).

A.j. 

Infolge der im Juni 2000 rechtskräftigen Scheidung des Versicherten und des 

Wegfalls der Zusatzrente für seine geschiedene Ehefrau stellte die IV-Stelle des 

Kantons St. Gallen mit Verfügung vom 29. November 2000 fest, dass ab 1. Juli 2000 

kein Anspruch auf eine Zusatzrente mehr bestehe und forderte die für den Monat Juli 

2000 ausbezahlte Zusatzrente zurück (UV-act. 2115).

A.k. 

Mit Verfügung vom 11. Januar 2001 berechnete die Allianz den Anspruch auf eine 

Komplementärrente per 1. August 1999 (Wegfall einer Invalidenkinderrente) und per 1. 

Juli 2000 (Wegfall Zusatzrente für geschiedene Ehefrau) neu (UV-act. 2124).

A.l. 

Nachdem die IV-Stelle im Zusammenhang mit der Ehescheidung (Splitting) eine 

neue Rentenverfügung erlassen hatte (UV-act. 2137, vgl. UV-act. 2128), verfügte die 

Allianz am 27. Juni 2001 die ab 1. Juli 2000 bzw. 1. Januar 2001 bestehenden 

Komplementärrentenansprüche neu (UV-act. 2138).

A.m. 

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Aufgrund von chronischen Cervicocephalgien und Brachialgien unterzog sich der 

Versicherte am 15. August 2001 im Spital I.___ einer Denervierung und 

Gelenkkapselresektion C6/7 rechts (UV-act. 1048).

A.n. 

Dr. H.___ befand am 29. April 2003, der seelische Zustand des Versicherten habe 

sich trotz der enormen Belastung durch die Schmerzen in letzter Zeit weiter stabilisiert. 

Die Psychotherapie sei und bleibe ein stabilisierender Faktor im Leben des 

Versicherten und könne eine Suizidalität und/oder eine Dauerhospitalisierung 

vermeiden (UV-act. 1057). Dr. G.___ hielt am 21. Mai 2003 fest, der Endzustand sei 

weitgehend erreicht und weitere ärztliche Behandlungen seien nur in der Hinsicht 

gerechtfertigt, als damit eine erneute Verschlechterung verhindert werden sollte (UV-

act. 1058).

A.o. 

Dr. phil. J.___, Facharzt für Anästhesie, klärte den Versicherten am 9. und 16. Mai 

2008 im Auftrag von Dr. G.___ bzw. der Allianz ab und berichtete am 1. Juni 2008, es 

imponiere ein über Jahre entwickeltes chronisches Schmerzsyndrom, Schwerpunkte 

cervicocephal und thorakolumbal, persistierende neuropsychologische 

Funktionsstörungen (vor allem Belastbarkeit), schwere Schlafstörungen, biografische 

Perspektivlosigkeit und Dysphorie. Er schlug mögliche Behandlungsmassnahmen vor 

(UV-act. 1062). Nachdem der Versicherte die Behandlung bei Dr. J.___ abgebrochen 

hatte (vgl. UV-act. 2197), teilte die Allianz dem Versicherten mit Schreiben vom 5. Mai 

2009 mit, sie übernehme in Zukunft keine weiteren Kosten für irgendwelche 

Behandlungsmassnahmen mehr und stelle ihre diesbezüglichen Leistungen per sofort 

ein (UV-act. 2198).

A.p. 

Am 27. August 2020 teilte die Allianz dem Versicherten mit, zur Prüfung einer 

allfälligen Rentenrevision beabsichtige sie, eine neue (polydisziplinäre) medizinische 

Begutachtung durchführen zu lassen. Sie bat den Versicherten, innert Frist unter 

anderem mitzuteilen, mit welcher der vorgeschlagenen Gutachterstellen er sich 

einverstanden erklären könne (UV-act. 2216). Der Versicherte antwortete am 3. 

September 2020 per E-Mail, er befinde sich derzeit bei der Familie seiner Ehefrau in 

K.___ und könne aufgrund der Covid-19-Pandemie nicht ausreisen. Er schlug vor, eine 

medizinische Begutachtung in K.___ durchzuführen (UV-act. 2218). Die Allianz lehnte 

diesen Vorschlag am 18. September 2020 ab. Sie führte aus, sie werde aufgrund der 

A.q. 

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B.  

Pandemie zuwarten (UV-act. 2218). Am 11. Mai 2021 teilte die Allianz dem Versicherten 

mit, eine Einreise in die Schweiz sei für ihn nun wieder möglich und bat ihn, innert Frist 

mitzuteilen, bei welcher Gutachterstelle er die Untersuchungen durchzuführen 

wünsche. Der Versicherte führte in einer E-Mail vom 19. Mai 2021 aus, das Risiko einer 

Reise in die Schweiz sei ihm bei seiner gesundheitlichen Vorgeschichte zu hoch und 

fragte die Allianz an, ob es eine andere Lösung gäbe. Die Allianz forderte den 

Versicherten mit E-Mail vom 26. Mai 2021 auf, zur Beurteilung einer allfälligen 

gesundheitlichen Einschränkung der Reisefähigkeit entsprechende medizinische 

Unterlagen einzureichen. Sie sehe kein Gesundheitsrisiko für eine Begutachtung in der 

Schweiz (UV-act. 2220). Der Versicherte liess sich weder vernehmen noch reichte er 

die gewünschten Unterlagen ein.

Mit Schreiben vom 24. Juni 2021 räumte die Allianz dem Versicherten eine 

Bedenkzeit ein, um ihr mitzuteilen, bei welcher der vorgeschlagenen Gutachterstellen 

er sich untersuchen lassen wolle. Sollte er dieser Aufforderung innert Frist nicht 

nachkommen, werde die Allianz die Rentenzahlungen ab August 2021 bis zur Aufgabe 

der Widersetzlichkeit sistieren (UV-act. 2223). Dagegen brachte der Versicherte, 

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw M. Walder, St. Gallen, am 12. August 2021 innert 

verlängerter Frist (vgl. UV-act. 2226, 2229) vor, er stehe in ärztlicher Behandlung. Der 

behandelnde Neurologe habe mehrere MRI-Untersuchungen veranlasst. Es seien keine 

Anhaltspunkte für eine Verbesserung des Gesundheitszustandes gegeben, weshalb er 

beantrage, mittels (vertrauens-)ärztlicher Untersuchungen in K.___ aktuelle Befunde zu 

erheben. Eine Anordnung einer Begutachtung in der Schweiz wäre unverhältnismässig 

(UV-act. 2230). Am 30. August und 6. September 2021 liess der Versicherte zwei 

Berichte von Fachärzten für Radiologie in L.___, K.___, vom 24. August 2021 einreichen 

(UV-act. 2231).

A.r. 

Mit Verfügung vom 13. September 2021 hob die Allianz die rechtskräftigen 

Verfügungen vom 7. April 1999 und 11. Januar 2001 wiedererwägungs- bzw. 

revisionsweise auf und stellte die Versicherungsleistungen per 30. September 2021 ein 

(UV-act. 2232).

A.s. 

Dagegen erhob der Versicherte am 12. Oktober 2021 Einsprache (UV-act. 2237).B.a. 

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C.  

Erwägungen

1.

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die dem Beschwerdeführer mit 

Verfügungen vom 7. April 1999 bzw. 11. Januar 2001 für die Folgen der Unfälle vom 

16. Dezember 1993 und 26. August 1997 zugesprochenen Rentenleistungen zu Recht 

wiedererwägungs- bzw. revisionsweise per 30. September 2021 eingestellt hat.

Mit Entscheid vom 11. September 2023 wies die Allianz die Einsprache ab (UV-

act. 2240).

B.b. 

Der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob am 12. Oktober 2023 

Beschwerde und beantragte, es sei ihm weiterhin eine Rente auszurichten (act. G1).

C.a. 

Die Allianz (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 8. November 2023 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers (act. G3).

C.b. 

Mit Schreiben vom 15. November 2023 gab die Verfahrensleitung dem 

Beschwerdeführer Gelegenheit, die Vorakten bei der Gerichtskanzlei innert gesetzter 

Frist einzusehen und gegebenenfalls dazu schriftlich Stellung zu nehmen (act. G4). Der 

Beschwerdeführer liess sich darauf nicht mehr vernehmen. 

C.c. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die Unfallkausalität bildet 

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung. Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser 

[Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. 

zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

1.1. 

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Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels der Angaben 

medizinischer Fachpersonen geführt. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Rechtsanwender 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (vgl. KOSS UVG-

Nabold, N 53 zu Art. 6, Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 und 58; Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 8C_15/2021, E. 7.3).

Bei Unfällen mit klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz 

als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich 

ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei 

ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres sowohl bezüglich vorübergehender 

als auch dauerhafter Gesundheitsschäden zu bejahen (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 

103 E. 5b/bb; SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch 

nicht (hinreichend) nachweisbar, ist betreffend Dauerschäden (Invalidität und 

Integritätsschaden) eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei 

welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte 

Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma 

äquivalente Verletzung oder ein Schädelhirntrauma (vgl. dazu Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Juni 2016, 8C_12/2016, E. 7.1 mit Hinweisen; SVR 1995 UV Nr. 

23 S. 67 E. 2) erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss 

BGE 115 V 140 E. 6c/aa (sogenannte Psycho-Praxis) zur Anwendung. Ergeben die 

Abklärungen dagegen, dass eine versicherte Person eine der erwähnten Verletzungen 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar (teilweise) vorliegen, im Vergleich zur 

psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), 

andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 

festgelegten und in BGE 134 V 109 präzisierten Kriterien (sogenannte 

Schleudertrauma-Praxis). Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die 

psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den 

organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, 

ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

1.2. 

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Gemäss Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann der Versicherungsträger auf formell 

rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese 

zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist 

(sog. Wiedererwägung). Zweifellose Unrichtigkeit in diesem Sinne setzt voraus, dass 

kein vernünftiger Zweifel an der (von Beginn weg bestehenden) Unrichtigkeit der 

Verfügung besteht, also einzig dieser Schluss denkbar ist. Ob dies zutrifft, beurteilt sich 

nach der bei Erlass der Verfügung bestehenden Sach- und Rechtslage, einschliesslich 

der damaligen Rechtspraxis. Das Erfordernis ist in der Regel erfüllt, wenn eine 

Leistungszusprechung aufgrund falscher Rechtsregeln erfolgte oder weil massgebliche 

Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden (Urteil des Bundesgerichts vom 

19. Februar 2020, 8C_670/2019, E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 140 V 77 E. 3.1, 138 V 324 

E. 3.3). Von erheblicher Bedeutung ist die Berichtigung von rechtskräftigen 

Verfügungen oder Einspracheentscheiden stets, wenn sie periodische Leistungen zum 

Gegenstand haben (vgl. BGE 140 V 85 E. 4.4).

1.3. 

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2.

Die Beschwerdegegnerin sah sich zum Erlass der mit dem angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 11. September 2023 bestätigten Verfügung vom 13. 

September 2021 veranlasst, weil die ursprüngliche Rentenzusprechung mit Verfügung 

vom 7. April 1999 (bzw. die Anpassung der Rentenhöhe mit Verfügung vom 11. Januar 

2001) mangels durchgeführter Adäquanzprüfung offensichtlich zu Unrecht erfolgt sei. 

Bei fehlenden objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen stellt eine Rentenzusprache ohne 

explizite oder wenigstens implizite Prüfung der Adäquanz gemäss bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung eine Leistungszusprechung auf Grund falscher Rechtsanwendung und 

damit eine zweifellos rechtsfehlerhafte Verfügung dar, so dass der Unfallversicherer 

berechtigt ist, darauf zurückzukommen. Gestützt auf diese zweifellose Unrichtigkeit 

kann eine Überprüfung der ursprünglichen Verfügung erfolgen, ohne dass gefragt 

werden muss, ob diese auch im Ergebnis, d.h. im Dispositiv zweifellos unrichtig ist (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 30. August 2018, 8C_525/2017, E. 7.3 mit Hinweisen; 

bzgl. der Kritik an dieser Rechtsprechung in der Lehre vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. September 2023, UV 2022/14, 

E. 4). Im Folgenden ist gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu prüfen, 

ob die Leistungszusprechung mangels durchgeführter Adäquanzprüfung aufgrund 

falscher Rechtsanwendung erfolgte und damit die leistungszusprechenden 

Verfügungen zweifellos rechtsfehlerhaft sind.

Vorerst gilt es zu eruieren, ob zum Zeitpunkt der Rentenprüfung per 1. Mai 1999 

organisch objektivierbare Unfallfolgen ausgewiesen waren, welche die fortdauernd 

geklagten Beschwerden verursachen konnten. Diesfalls hätte die Beschwerdegegnerin 

zumindest für diese Unfallfolgen ohne spezielle Adäquanzprüfung Leistungen 

zusprechen dürfen. Die spezielle Adäquanzprüfung entfällt aber nicht bereits dann, 

wenn das Leiden von den Ärzten als organisches Leiden bezeichnet wird. So geht die 

Rechtsprechung zu den Schleudertraumata und den adäquanzrechtlich gleich zu 

behandelnden Verletzungen gerade davon aus, der Unfallmechanismus führe zu nach 

dem aktuellen Stand der Wissenschaften nicht nachweisbaren körperlichen 

Mikroverletzungen, weshalb auf eine Differenzierung der psychischen und physischen 

Komponenten zu verzichten sei. Auf eine spezielle Adäquanzprüfung kann daher 

gemäss der bereits im Zeitpunkt der Leistungszusprache vom 7. April 1999 geltenden 

Praxis nur dann verzichtet werden, wenn sich die Beschwerden auf die objektiv 

ausgewiesenen Befunde zurückführen lassen (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juli 

2019, 8C_643/2018, E. 5.2). Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen 

wird grundsätzlich eine strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle 

2.1. 

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Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die 

reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des 

Patienten bzw. der Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv 

ausgewiesenen organisch-strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn 

die erhobenen Befunde mit − wissenschaftlich anerkannten − apparativen/

bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, MRI, CT, EEG) bestätigt werden (vgl. BGE 

134 V 121 E. 9, 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. 

Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen).

Die Rentenzusprache vom 7. April 1999 per 1. Mai 1999 (UV-act. 2097) stützte sich 

in medizinischer Hinsicht (zumindest implizit) auf diverse Berichte von behandelnden 

Ärzten. Die behandelnden Ärzte der Rehaklinik E.___, in welcher sich der 

Beschwerdeführer vom 16. September bis 14. Oktober 1997 befunden hatte, 

berichteten am 1. Dezember 1997 über eine persistierende cervicozephale 

Symptomatik mit chronisch intermittierenden cervicogenen Kopfschmerzen mit 

typischer Ausprägung und chronisch intermittierenden muskulären 

Verspannungsschmerzen des Nackens und des Schultergürtels, die besonders 

belastungsabhängig an Intensität zunähmen. Als objektives klinisches Korrelat der 

Beschwerden habe sich in der neuro-orthopädischen Untersuchung ein erhöhter Tonus 

im Nacken- und Schultergürtelbereich mit Druckdolenzen am Occiput beidseits sowie 

im Verlauf des Musculus trapezius descendens mit harten Myogelosen und 

Triggerpunktwirkung auf Höhe C2/3 rechts sowie oberer Trapeziusrand rechts, 

korrelierend mit den subjektiven Beschwerden gefunden. Die erwähnten neuro-

orthopädischen Befunde seien auch an der Generierung insbesondere der 

posttraumatischen Kopfschmerzen massgeblich beteiligt. Zudem sei die Beweglichkeit 

der HWS deutlich eingeschränkt, was klinisch für eine Dysfunktion der Kopfgelenke 

spreche. Die funktionelle Computertomographie der HWS vom 19. September 1995 

habe eine vermehrte Beweglichkeit im Segment C2/3 gezeigt. Dieser Befund belege in 

Korrelation zur Klinik das Vorliegen einer dysfunktionellen Rotation in den oberen HWS-

Segmenten (UV-act. 1035). Abgesehen von der damals bildgebend nachgewiesenen 

vermehrten Beweglichkeit im Segment C2/3 ist dem Bericht der Rehaklinik E.___ 

jedoch kein Hinweis auf eine Objektivierung der cervicocephalen Beschwerden zu 

entnehmen. Eine am Unfalltag vom 16. Dezember 1993 im KSSG durchgeführte 

Röntgenuntersuchung hatte unauffällige HWS-Aufnahmen ap/seitlich sowie unauffällige 

Funktionsaufnahmen ergeben (UV-act. 1003). Ein am 31. August 1995 in der Rehaklinik 

E.___ durchgeführtes MRI des Schädels bis in Höhe C3 hatte ebenso einen weitgehend 

unauffälligen Befund erbracht. Die motorisch evozierten Potentiale vom 7. August 1995 

hatten keine Hinweise auf eine wesentliche Halsmarkkontusionierung ergeben und 

2.2. 

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auch die SPECT Untersuchung des Cerebrums vom 31. August 1995 hatte einen 

unauffälligen Befund gezeigt (UV-act. 1013, vgl. auch UV-act. 1035). Ein MRI vom 21. 

August 1996 hatte gleichfalls eine unauffällige Darstellung der HWS erbracht (UV-act. 

1025). Am 17. März 1999 war in der Klinik M.___ eine vertebrospinale 

Computertomographie durchgeführt worden. Tags darauf hatte der zuständige Arzt 

beurteilt, es liege eine normale Darstellung der ossären Strukturen C4 bis Th1 mit 

normaler Weite der Foramina intervertebralia und des Spinalkanals ohne Nachweis 

einer ossär bedingten foraminalen Einengung C4/5 bis C7/Th1 bzw. einer 

computertomographisch fassbaren Diskushernie vor (UV-act. 1041). Auch eine nach 

Erlass der Verfügung vom 7. April 1999 aufgrund persistierender Beschwerden 

(Pulsieren, Schwarzwerden vor den Augen, Tinnitus rechts) am 14. September 1999 

durchgeführte Angiografie ergab ein normales Angiogramm des Aortenbogens und der 

cervico-cranio-cerebralen Gefässe ohne Nachweis eines posttraumatischen oder 

anderweitigen Aneurysmas (UV-act. 1043). Nach Durchführung einer vertebrospinalen 

Kernspintomographie C0-Th4 am 4. Mai 2001 beurteilte der zuständige Arzt, diese sei 

vergleichend zu den kernspintomografischen Voruntersuchungen vom 13. Januar und 

26. August 1997 weiterhin normentsprechend (UV-act. 1046, vgl. auch die Berichte 

über die Kernspintomografien vom 13. August 2002 und 15. September 2006 [UV-act. 

1055, 1060]). Auch das Gutachten der MEDAS Universitätskliniken Basel vom 27. 

Oktober 2000 enthält keine Hinweise auf organisch-strukturelle Unfallfolgen (UV-act. 

1045). Damit ist insgesamt eine strukturelle Läsion bzw. schlecht verheilte strukturelle 

Läsion nicht überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.

Der Beschwerdeführer reichte mit seiner Einsprache vom 12. Oktober 2021 gegen 

die Einstellungsverfügung vom 13. September 2021 Berichte seiner behandelnden 

Ärzte in K.___ vom 24. August 2021 ein (UV-act. 2237). Aus diesen ergibt sich, unter 

anderem, dass mittels MRT-Untersuchung ein Bandscheibenvorfall L5-S1 

nachgewiesen werden konnte (UV-act. 2231). Wie die Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid jedoch zu Recht geltend macht (UV-act. 2240), ist 

ein Unfall nur in Ausnahmefällen geeignet, eine Bandscheibenverletzung hervorzurufen, 

zumal eine gesunde Bandscheibe derart widerstandsfähig ist, dass unter 

Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe verletzt 

würde (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 3. Oktober 2005, 

U 163/05, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Voraussetzung für die ausnahmsweise 

Annahme einer unfallkausalen Bandscheibenverletzung ist in der Regel, dass das 

fragliche Ereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der 

Bandscheibe herbeizuführen und die Symptome der Bandscheibenhernie (vertebrales 

oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten 

2.3. 

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(RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193, E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 3. Oktober 

2005, U 163/05, E. 3; Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 55 f.). Vorliegend ist weder ein 

Ereignis von besonderer Schwere noch das Auftreten von entsprechenden Symptomen 

unmittelbar nach den Unfällen nachgewiesen. Abgesehen davon sind die eingereichten 

Berichte, welche sich auf Untersuchungen vom 24. August 2021, mithin rund 28 Jahre 

nach dem ersten bzw. 24 Jahre nach dem zweiten Auffahrunfall, beziehen, ohnehin 

nicht geeignet, eine unfallkausale strukturelle Verletzung nachzuweisen. Dies zumal von 

Seiten der untersuchenden Ärzte auch keine entsprechenden konkreten und 

stichhaltigen Argumente vorgebracht werden.

Dr. H.___ erwähnte in seinem Bericht vom 22. April 1997, die psychischen 

Symptome des Beschwerdeführers seien einerseits Symptome bzw. 

Begleiterscheinungen in einem schwierigen Anpassungsprozess. Andererseits seien sie 

direkte Auswirkungen der somatischen Schädigung durch das Schleudertrauma. Sie 

seien wahrscheinlich auf eine mangelhafte Filterung und Verarbeitung von Reizen 

wegen feinster Nervenschädigungen in der Region des Hirnstamms zurückzuführen 

und seien Ausdruck einer permanenten Überreizung basaler Hirnfunktionen (UV-act. 

1032). Dr. H.___ begründete diese Einschätzung jedoch nicht und verwies 

insbesondere nicht auf entsprechende Untersuchungsergebnisse. Den medizinischen 

Akten lassen sich sodann auch keine Hinweise auf eine objektivierte Nervenschädigung 

entnehmen.

2.4. 

In Anbetracht dieser medizinischen Aktenlage und der fachärztlichen Erkenntnisse 

ist festzuhalten, dass die Leistungszusprechung nicht gestützt auf Beschwerden, 

welche sich auf objektiv (hinreichend) ausgewiesene, mit wissenschaftlich anerkannten 

apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigte Befunde zurückführen liessen, 

erfolgte. Eine spezielle Adäquanzprüfung des Kausalzusammenhangs zwischen den 

Unfallereignissen vom 16. Dezember 1993 und 26. August 1997 sowie den an sich 

schleudertramatypischen geklagten Beschwerden (unter anderem persistierende Kopf- 

und Nackenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in den rechten Arm, Visusstörungen, 

Schwindel, rasche Ermüdbarkeit, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme [UV-act. 

1035, 1045]) wäre somit unabdingbar gewesen. Neben den somatischen 

Einschränkungen traten beim Beschwerdeführer auch psychische Beschwerden auf, 

weshalb er sich ab November 1995 in psychiatrischer Behandlung bei Dr. H.___ befand 

(UV-act. 1032). Ob die Adäquanzprüfung angesichts dessen statt nach der 

Schleudertrauma-Praxis nach der Psycho-Praxis (BGE 115 V 133) durchzuführen wäre, 

bei der nur die physischen, nicht die psychischen Gesundheitsbeeinträchtigungen zu 

berücksichtigen sind, kann letztlich offenbleiben, da – wie sich nachfolgend ergibt (E. 4) 

2.5. 

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3.

Weiter ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin diese spezielle Adäquanzprüfung im 

Verfügungszeitpunkt explizit oder implizit vorgenommen hatte. Die Rechtsfrage nach 

dem adäquaten Kausalzusammenhang ist nicht Sache des Mediziners, sondern fällt in 

den Zuständigkeitsbereich der Verwaltung – und im Streitfall des Gerichts (Urteil des 

Bundesgerichts vom 25. November 2021, 8C_363/2021, E. 6.4 mit Hinweisen). Schon 

im Zeitpunkt der Leistungszusprache am 7. April 1999 galt, dass die Adäquanz nicht 

nach medizinischen Lehrmeinungen, sondern allein nach rechtlichen Gesichtspunkten 

zu beurteilen ist (BGE 123 V 101 E. 3a). Die Beschwerdegegnerin stellte in der 

Verfügung vom 7. April 1999 lediglich einleitend ohne Begründung fest, die 

Nachwirkungen der beiden Verkehrsunfälle hätten zu einer bleibenden Einschränkung 

der Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers geführt, weshalb er Anspruch auf eine 

Invalidenrente habe (UV-act. 2097). Auch ausserhalb der Verfügung findet sich kein 

Hinweis in den Akten, der eine Prüfung der Adäquanz vermuten liesse. Dr. G.___ ging 

zwar am 15. Januar 1998 davon aus, dass die Beschwerden auf die beiden Unfälle 

zurückzuführen seien (UV-act. 1037). Diese Aussage bezieht sich jedoch auf die 

natürliche Kausalität und lässt keine Rückschlüsse auf die adäquate Kausalität zu, 

welche von der Beschwerdegegnerin gemäss den vom Bundesgericht entwickelten 

Kriterien zu prüfen gewesen wäre. Aus der Rentenzusprache ergibt sich einzig, dass 

die Beschwerdegegnerin damals von der Rechtmässigkeit der Leistungszusprechung 

ausging, nicht aber, dass sie die Adäquanz nach den Vorgaben des damals 

einschlägigen BGE 117 V 359 auch tatsächlich geprüft hat. Zusammenfassend ist mit 

der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass die leistungszusprechende 

– selbst die Anwendung der für den Beschwerdeführer günstigeren Schleudertrauma-

Praxis zur Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs führt (Urteil des 

Bundesgerichts vom 30. Dezember 2013, 8C_779/2013, E. 5 mit Hinweis). Bei der 

Schleudertrauma-Praxis ist die Adäquanzprüfung in demjenigen Zeitpunkt 

vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-

Beschwerdebild gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu 

erwarten ist (BSK UVG-Flückiger, N 23 zu Art. 19). Der medizinische Endzustand war 

unbestritten im Verfügungszeitpunkt vom 7. April 1999 erreicht (vgl. u.a. UV-act. 2088), 

weshalb die Adäquanzprüfung dann hätte erfolgen müssen. Der Vollständigkeit halber 

sei darauf hingewiesen, dass das Inkrafttreten des ATSG per 1. Januar 2003 am 

unfallversicherungsrechtlichen Begriff des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs als Voraussetzung für die Leistungspflicht nach UVG nichts 

geändert hat, die hierzu ergangene Rechtsprechung behielt mithin auch nach dem 1. 

Januar 2003 ihre Gültigkeit (Urteil des EVG vom 31. Januar 2005, U 6/04, E. 1.1).

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 15/19

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Verfügung ohne Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs erfolgte und folglich 

zweifellos unrichtig ist im Sinn von Art. 53 Abs. 2 ATSG. Da bei periodischen 

Leistungen Erheblichkeit angenommen wird (BGE 140 V 87 f. E. 4.4), ist auch die 

zweite Voraussetzung für eine Wiedererwägung erfüllt. Nun gilt es laut Bundesgericht 

wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG auf der Grundlage eines 

richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts den Invaliditätsgrad im Zeitpunkt der 

Verfügung über die Herabsetzung oder Aufhebung einer Rente zu ermitteln (Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. August 2020, 8C_72/2020, E. 6.1 mit Hinweisen).

4.  

Folglich verbleibt zu prüfen, ob die vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden kausal auf die Unfallereignisse vom 16. Dezember 1993 bzw. 26. August 

1997 zurückzuführen und im Rahmen der IV-Bemessung zu berücksichtigen sind. Die 

Adäquanzprüfung erfolgt nachfolgend nach der Schleudertrauma-Praxis gemäss BGE 

134 V 109 (vormals BGE 117 V 359; vgl. E. 2.5).

4.1. 

Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist zu verlangen, dass 

dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit eine massgebende 

Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn dieser objektiv eine gewisse Schwere 

aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser 

Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen 

Geschehensablauf – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 

Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich 

unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 

schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 

kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht 

aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen 

oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und 

abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder 

müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 E. 10.1 mit Hinweis auf BGE 

117 V 359). Die sieben Kriterien der Schleudertrauma-Praxis sind die Folgenden: - 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - fortgesetzt spezifische, 

belastende ärztliche Behandlung; - erhebliche Beschwerden; - ärztliche  

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 16/19

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Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz 

ausgewiesener Anstrengungen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O. S. 73 mit Hinweis auf BGE 

134 V 130 E. 10.3). Um die adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle 

Umstände gegeben sein. Bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den 

schweren Ereignissen genügt ein Kriterium. Ansonsten müssen mehrere 

unfallbezogene Kriterien bejaht werden können, falls keinem Kriterium besonderes 

Gewicht zukommt (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 62 ff.). Bei mittelschweren Unfällen 

im engeren Sinn genügen drei Adäquanzkriterien. Bei Unfällen im mittleren Bereich an 

der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier Adäquanzkriterien zu erfüllen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5, und vom 

7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis).

Der Beschwerdeführer lenkte am 16. Dezember 1993 seinen Personenwagen und 

stand als letztes Fahrzeug in einer Kolonne vor einem Lichtsignal, als das nachfolgende 

Fahrzeug auf seines auffuhr (UV-act. 2001). Am 26. August 1997 erlitt der 

Beschwerdeführer einen weiteren Auffahrunfall, als ein Fahrzeug von hinten in seinen 

stehenden Personenwagen fuhr (UV-act. 2055). Einfache Auffahrkollisionen – wie die 

vorliegenden – werden rechtsprechungsgemäss (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236, U 

380/04 E. 5.1.2 mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2011, 

8C_571/2011, E. 6.1) in der Regel als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten 

Unfällen qualifiziert. Vorliegend besteht kein Grund, davon abzuweichen.

4.3. 

Das Kriterium der "besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls" ist bei den beiden Auffahrunfällen klarerweise zu 

verneinen, zumal dieses Kriterium objektiv und nicht aufgrund des subjektiven 

Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person zu beurteilen ist (RKUV 1999 

Nr. U 335 S. 209; vgl. auch RKUV 2000 Nr. 394 S. 313 U 198/02 E. 3.3.2). Die 

Argumente des Beschwerdeführers, wonach sein Fahrzeug einen Totalschaden erlitten 

habe und das nachfolgende Fahrzeug ungebremst auf seines aufgeprallt sei (UV-act. 

2237), ändern daran nichts. Da es sich bei der Bezeichnung Totalschaden um einen 

wirtschaftlichen Begriff handelt, bei dem die Reparaturkosten dem Fahrzeug-Restwert 

gegenübergestellt werden, lässt sich daraus kein Schluss auf die Schwere bzw. die 

Eindrücklichkeit des Unfalls ziehen. Zu beachten ist auch, dass jedem mindestens 

mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, die noch nicht für die 

Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann (vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 S. 

142). Auch das Kriterium der "Schwere oder besonderen Art der erlittenen 

Verletzungen" kann nicht als erfüllt gelten, genügt doch laut bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung die Diagnose einer HWS-Distorsion nicht zu dessen Bejahung. Es 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/19

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bedarf dazu vielmehr einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma, die 

äquivalente Verletzung der HWS oder das Schädel-Hirntrauma typischen Beschwerden 

oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (Urteile 

des EVG vom 6. Februar 2002, U 61/00, E. 3b, und vom 16. August 2001, U 21/01, E. 

3d; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2010, 8C_310/2010, E. 7.3). 

Solche Umstände liegen hier nicht vor. Für die Erfüllung des Kriteriums der "ärztlichen 

Behandlung" wäre erforderlich, dass nach dem Unfall fortgesetzt eine spezifische, die 

versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallabschluss notwendig 

war (Urteil des Bundesgerichts vom 30. April 2009, 8C_970/2008, E. 5.4). Der 

Beschwerdeführer wurde nach seinem Unfall vom 16. Dezember 1993 konservativ mit 

Physiotherapie und Chiropraktik behandelt. Daneben fanden ärztliche 

Verlaufsuntersuchungen sowie am 20. Juli 1994 eine neuropsychologische Abklärung 

in der Rehabilitationsklinik N.___ statt (UV-act. 1002 ff., 1006). Vom 27. Juli bis 21. 

September 1995 befand sich der Beschwerdeführer sodann stationär in der Rehaklinik 

E.___ (UV-act. 1013). Danach erfolgten wiederum konservative Therapien, 

Kontrolluntersuchungen und medizinische Abklärungen (UV-act. 1015 ff., 1025 f., 

1030). Ab November 1995 nahm der Beschwerdeführer zudem eine psychiatrische 

Therapie in Anspruch (UV-act. 1023, 1032). Nach dem Unfall vom 26. August 1997 

befand sich der Beschwerdeführer vom 16. September bis 14. Oktober 1997 erneut 

stationär in der Rehaklinik E.___ (UV-act. 1035). Anschliessend wurden die 

konservative Therapie sowie die psychiatrische Behandlung weitergeführt (UV-act. 

1037 f.). Insgesamt erfüllen die konservativen Therapien, die diversen 

Kontrolluntersuchungen und die zwei stationären Aufenthalte innerhalb des Zeitraums 

von rund fünfeinhalb Jahren zwischen dem Unfall vom 16. Dezember 1993 und der 

Rentenzusprache per 1. Mai 1999 das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, 

belastenden ärztlichen Behandlung nicht. Von "ärztlicher Fehlbehandlung, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert" hätte oder von "schwierigem Heilungsverlauf und 

erheblichen Komplikationen" kann ebenso wenig gesprochen werden. Aus einer 

ärztlichen Behandlung oder erheblichen Beschwerden kann nicht schon auf eine 

Erfüllung des letztgenannten Kriteriums geschlossen werden. Es bedarf hierzu vielmehr 

besonderer Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben (Urteil des EVG vom 7. 

August 2002, U 313/01, E. 2.3). Einzig fraglich ist, ob allenfalls die Kriterien "erhebliche 

Beschwerden" und "erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen" 

als erfüllt betrachtet werden können. Dies muss indessen nicht abschliessend geklärt 

werden, denn selbst wenn dem Beschwerdeführer erhebliche Beschwerden und eine 

Beeinträchtigung der Arbeitsunfähigkeit von ausreichendem Mass und Dauer 

zugebilligt werden könnten, wären höchstens zwei der relevanten Kriterien – und dies 

jedenfalls nicht in ausgeprägtem Masse – erfüllt, weshalb der adäquate 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/19

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5.

Die Beschwerdegegnerin prüfte im angefochtenen Einspracheentscheid nebst den 

Voraussetzungen für eine Wiedererwägung auch, ob ein Anlass für eine Rentenrevision 

(Art. 17 Abs. 1 ATSG) vorliegt. Sie bejahte dies, da sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache im Jahr 1999 offensichtlich verbessert 

habe. Bei ihrer Argumentation stützte sie sich im Wesentlichen auf Angaben, welche 

sie im Internet, insbesondere in den sozialen Medien, über den Beschwerdeführer 

gefunden hatte (UV-act. 2240, vgl. UV-act. 001). Soweit der Beschwerdeführer 

bemängelt, die Beschwerdegegnerin habe sich auf "Hörensagen" berufen, sie habe 

Informationen aus einem privaten Facebook Konto verwendet sowie wichtige 

Zusammenhänge und Fakten nicht ausreichend berücksichtigt (act. G1), ist darauf 

nicht weiter einzugehen. Dies zumal – wie ausgeführt (E. 3) – vorliegend die 

Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt sind, und eine Prüfung der 

Voraussetzungen für eine Revision damit unterbleiben kann. Folglich erübrigen sich 

auch weitere Ausführungen zur umstrittenen Frage, ob der Beschwerdeführer für eine 

medizinische Begutachtung in die Schweiz hätte reisen müssen bzw. ob sich die 

entsprechende Aufforderung der Beschwerdegegnerin als verhältnismässig erweist.

6.

Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente 

(Komplementärrente) des Beschwerdeführers zu Recht per 30. September 2021 

eingestellt. Von den sinngemäss beantragten ergänzenden medizinischen Abklärungen 

sind in antizipierter Beweiswürdigung im Übrigen keine anderen entscheidrelevanten 

Erkenntnisse zu erwarten (vgl. hierzu BGE 136 I 236 ff. E. 5.3), weshalb davon 

abzusehen ist. Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die vorliegenden 

medizinischen Unterlagen seien nicht ausreichend berücksichtigt worden und wichtige 

Befunde sowie Gutachten seien übersehen oder falsch interpretiert worden (act. G1), 

ist dies nicht nachvollziehbar. Zudem ist erneut darauf hinzuweisen, dass die 

entscheidende Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs nicht aufgrund von 

medizinischen Einschätzungen, sondern anhand der rechtsprechungsgemäss 

relevanten Kriterien zu prüfen ist. Insbesondere sind die vom Beschwerdeführer 

eingereichten Berichte seiner behandelnden Ärzte in K.___ vom 24. August 2021 (UV-

act. 2231) dafür nicht von Relevanz. Die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs 

Kausalzusammenhang zwischen den Unfällen vom 16. Dezember 1993 bzw. 26. 

August 1997 und den geklagten gesundheitlichen Einschränkungen zu verneinen ist 

(vgl. E. 4.3).

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kann offenbleiben, wenn – wie vorliegend – der adäquate Kausalzusammenhang zu 

verneinen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 17. Februar 2021, 8C_289/2020, E. 6.1).

7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Für dieses Verfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 8. März 

2023 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

7.2. 
bis

Die obsiegende Beschwerdegegnerin beantragt die Ausrichtung einer 

Parteientschädigung (act. G3). Die Beschwerdegegnerin hat unter Berücksichtigung 

von Art. 61 lit. g ATSG als nicht Beschwerde führende Partei keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung, zumal die Prozessführung des unterliegenden 

Beschwerdeführers offensichtlich nicht mutwillig oder leichtsinnig ist (vgl. Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 218 zu Art. 61 ATSG). Ihr Antrag ist damit 

abzuweisen.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 14.06.2024
	Art. 53 Abs. 2 ATSG; wiedererwägungsweise Einstellung einer Invalidenrente der Unfallversicherung. Im Zeitpunkt der Leistungszusprache erfolgte fälschlicherweise keine Adäquanzprüfung. Die Nachholung dieser Prüfung ergibt einen fehlenden adäquaten Kausalzusammenhang. Die Voraussetzungen der Wiedererwägung sind erfüllt. Folglich hat die Beschwerdegegnerin die Rente zu Recht eingestellt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juni 2024, UV 2023/61).

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