# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bcc72939-818a-5f47-b55c-644cb1cd0160
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.06.2015 110 2014 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2014-83_2015-06-16.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION

RA Nr. 110/2014/83 Bern, 16. Juni 2015

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn A.________
Beschwerdeführer 1

Frau A.________, Pestalozzistrasse 69, 3600 Thun
Beschwerdeführerin 2

beide vertreten durch Herrn Rechtsanwalt C.________

und

Herrn D.________
Beschwerdegegner 1

Herrn E.________
Beschwerdegegner 2

beide vertreten durch Herrn Fürsprecher F.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung, 3803 
Beatenberg

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Einwohnergemeinde 
Beatenberg vom 25. Juni 2014 (Gemeinde-Nr. 4.301-/25-2013; Rückbau alte Scheune, 
Neubau Scheune)

2

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegner planen seit längerem den Neubau einer Scheune mit 

Laufstall, Heubühne und einem Laufhof über der Jauchegrube. Dem ersten Bauvorhaben 

erteilte die BVE am 9. März 2011 den Bauabschlag (RA Nr. 110/2010/176). Am 30. Juli 

2013 reichten die Beschwerdegegner bei der Gemeinde Beatenberg ein neues Baugesuch 

ein für den Rückbau der alten Scheune und den Neubau einer Scheune mit Boxenlaufstall, 

deckenlastigem Futterraum, talseitiger Jauchegrube sowie Terrainanpassungen auf den 

Parzellen Beatenberg Gbbl. Nr. G.________ und H.________. Die Parzellen liegen in der 

Landwirtschaftszone. Gegen das Bauvorhaben erhoben die Beschwerdeführenden 

Einsprache. 

Mit Bauentscheid vom 25. Juni 2014 erteilte die Gemeinde Beatenberg die Baubewilligung 

und eröffnete den Entscheid des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 

4. Juni 2014 über die Zonenkonformität.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 28. Juli 2014 Beschwerde bei der 

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragen, der 

Bauentscheid sei aufzuheben und dem Bauvorhaben in der vorliegenden Form sei der 

Bauabschlag zu erteilen. Eventualiter sei der Bauentscheid aufzuheben und die Sache zur 

neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den 

Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten der Gemeinde, des AGR sowie die Akten 

des Amts für Landwirtschaft und Natur (LANAT) zum Investitionshilfegesuch der 

Beschwerdegegner ein. Mit Stellungnahme vom 19. August 2014 beantragt die Gemeinde 

die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung ihres Entscheides. Auch das AGR 

schliesst mit Stellungnahme vom 28. August 2014 auf Abweisung der Beschwerde. Die 

Beschwerdegegner beantragen in ihrer Beschwerdeantwort vom 1. September 2014, die 

Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)

3

4. Das Rechtsamt führte im Beisein der Parteien und Vertretungen des kantonalen 

Tiefbauamtes, Oberingenieurkreis I (OIK I), des beco Berner Wirtschaft, Geschäftsbereich 

Immissionsschutz, des AGR, Abteilung Bauen, sowie des LANAT, Abteilung 

Strukturverbesserung und Produktion, am 12. November 2014 einen Augenschein mit 

Instruktionsverhandlung durch. 

Die Beschwerdegegner reichten am 19. Januar 2015 eine Projektänderung ein, welche die 

Zufahrt zum Stall mit einem Wendehammer zum Gegenstand hatte, und präzisierten den 

Grauton und die Strukturierung des Betonsockels. Das Rechtsamt gab die Projektänderung 

den Parteien sowie dem betroffenen benachbarten Grundeigentümer (Parzelle Beatenberg 

Gbbl. Nr. J.________) bekannt. Das Rechtsamt holte beim OIK I einen Fachbericht zur 

Verkehrssicherheit ein. Das beco äusserte sich mit Fachbericht zu den 

Geruchsimmissionen und dem erforderlichen Mindestabstand. 

Der Grundeigentümer der Parzelle Nr. J.________ erhob keine Einsprache. Das AGR 

beurteilte die Projektänderung und die vorgesehene Gestaltung des Betonsockels positiv. 

Die Gemeinde beantragte mit Stellungnahme vom 13. Februar 2015, die Projektänderung 

sei zu bewilligen. Die Beschwerdeführenden rügten mit Eingabe vom 27. Februar 2015, 

dass der Strassenabstand nicht eingehalten und nun ein zweiter Strassenanschluss 

geplant sei. 

5. Am 24. März 2015 reichten die Beschwerdegegner eine weitere Projektänderung 

(betreffend Strassenabstand) ein, zu dem der OIK I am 1. April 2015 erneut Stellung nahm. 

Die Parteien erhielten Gelegenheit, sich zur zweiten Projektänderung und zum 

Beweisverfahren zu äussern und Schlussbemerkungen einzureichen. Das AGR verzichtete 

auf eine Stellungnahme. Die Gemeinde teilte mit E-Mail vom 9. April 2015 mit, die 

Projektänderung betreffend Strassenabstand entspreche ihrer Forderung; sie habe nichts 

weiter anzumerken. Mit Schlussbemerkungen vom 15. April 2015 beantragen die 

Beschwerdeführenden, dem Bauvorhaben sei der Bauabschlag zu erteilen. Die 

Beschwerdegegner nahmen mit Schlussbemerkungen vom 29. April 2015 noch einmal 

Stellung.

4

6. Auf die Rechtsschriften, die Berichte des OIK I und des beco sowie auf das Ergebnis 

des Augenscheins wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Anfechtungsobjekte sind der Bauentscheid der Gemeinde Beatenberg sowie die 

Verfügung des AGR über die Zonenkonformität. Diese kann zusammen mit dem 

Bauentscheid innert 30 Tagen seit Eröffnung angefochten werden (Art. 40 und Art. 84 

BauG2). Die BVE ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die 

Beschwerdeführenden sind durch das Bauvorhaben in schutzwürdigen Interessen 

betroffen, im vorinstanzlichen Verfahren unterlegen und daher zur Beschwerde befugt. Auf 

die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten.

b) Die Beschwerdegegner bringen vor, die Beschwerdeführenden hätten in ihrer 

Einsprache die Erschliessung des Baugrundes (Zufahrt, Versorgung mit Frischwasser und 

Ableitung des Abwassers) nicht gerügt, so dass die Rügen nun verspätet seien. In 

materieller Hinsicht sind die Beschwerdeführer im Rahmen ihrer Einsprachegründe zur 

Beschwerde befugt (Art. 40 Abs. 2 BauG). Diese Einschränkung gilt allerdings nur, soweit 

rein kantonal- und kommunalrechtliche Fragen zur Diskussion stehen. Bei Vorbringen, die 

sich auf das RPG3, sonstiges Bundesrecht oder auf damit in engem Sachzusammenhang 

stehendes kantonales oder kommunales Recht stützen, ist diese Einschränkung nicht zu 

beachten.4 

Soweit vorliegend eine fehlende Erschliessung mit Wasser- und Abwasserleitungen 

geltend gemacht wird, ist Bundesrecht betroffen (vgl. Art. 19 RPG),5 so dass die Rüge auch 

2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)
3 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band I, Bern 2007, 
Art. 40 N. 9 ff. 
5 Vgl. die Aufzählung der Spezialerlasse in Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons 
Bern, 3. Aufl., Band II, Bern 2010, Art. 108 N. 2

5

im Beschwerdeverfahren erstmals erhoben werden kann. Entgegen der Meinung der 

Beschwerdegegner waren die strassenmässige Erschliessung und die Verkehrssicherheit 

bereits Gegenstand der Einsprache. Die Beschwerdeführenden machten damals geltend, 

dass die Erschliessung aus den Plänen nicht ersichtlich sei. Wegen des fehlenden 

Wendeplatzes beim Bauvorhaben würde die touristisch wichtige K.________Strasse durch 

Milchlastwagen und Kraftfutter-Camions über Gebühr belastet. Damit wurden die nun 

gerügten Themenbereiche genügend angesprochen.6 Insoweit zielen die Vorbringen der 

Beschwerdegegner ins Leere.

2. Wasser- und Kanalisationsanschluss

a) Die Beschwerdeführenden bringen vor, aufgrund der fehlenden Anschlüsse an die 

kommunale Wasserversorgung und die Abwasserkanalisation sei das Baugrundstück 

ungenügend erschlossen. Das Oberflächenwasser, das für das Bauvorhaben genutzt 

werden solle, sei wohl mit Schadstoffen belastet, habe einen misslichen Geschmack und 

dürfe nicht für die Lebensmittelproduktion verwendet werden. Es sei auch nicht erlaubt, mit 

Chemikalien versetztes Abwasser über die Jauchegrube zu entsorgen. Die 

Beschwerdegegner entgegnen, sie verfügten über eine private Quelle, deren Qualität für 

die Milchproduktion ausreichend sei. Ein Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung 

sei für das projektierte landwirtschaftliche Gebäude somit keine 

Bewilligungsvoraussetzung. Die Ableitung des Abwassers der Milchkammern in die 

Jauchegrube entspreche dem Standard. Inzwischen hätten sie dennoch Anschlüsse an die 

öffentliche Wasserversorgung und die Abwasserkanalisation beantragt und die 

Anschlussbewilligungen von der Gemeinde bereits erhalten.

   

b) Während der Frist für die Beschwerdeantwort reichten die Beschwerdegegner am 

12. August 2014 bei der Gemeinde Gesuche für den Wasser- und Kanalisationsanschluss 

ein. Am 14. August 2014 erteilte die Gemeinde die Anschlussbewilligungen. Das 

Baugrundstück ist damit genügend erschlossen (vgl. Art. 7 Abs. 1 und 2 Bst. b BauG). Es 

kann offen bleiben, ob im konkreten Fall Wasser- und Kanalisationsanschlüsse erforderlich 

waren, da allfällige Mängel der Erschliessung bereits behoben sind. Damit ist auch die 

Rüge der Beschwerdeführenden gegenstandslos geworden.

6 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band I, Bern 2007, 
Art. 40 N. 9a. 

6

3. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführenden rügen eine Verletzung der Begründungspflicht. Die 

Gemeinde habe im angefochtenen Entscheid lediglich festgehalten, das Bauvorhaben 

befinde sich in der Landwirtschaftszone, sei zonenkonform und die Baugesuchsteller 

hätten die Kosten des Bauentscheides zu tragen. Auf die Einsprache sei die Gemeinde 

überhaupt nicht eingegangen. 

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV7 beinhaltet unter 

anderem das Recht auf einen begründeten Entscheid. Die Parteien haben deshalb 

Anspruch darauf, dass die Behörden ihre Vorbringen tatsächlich hören, sorgfältig prüfen 

und in der Entscheidfindung berücksichtigen. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, 

ihre Verfügung zu begründen. Im kantonalen Recht bestimmt Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG8, 

dass eine Verfügung die Tatsachen, Rechtssätze und Gründe enthalten muss, auf die sie 

sich stützt. 

c) Der vorinstanzliche Bauentscheid enthält keine Begründung. Die Zonenkonformität 

gemäss Art. 16a RPG und die damit zusammenhängenden raumplanungsrechtlichen 

Fragen sind Gegenstand des Entscheids des AGR (Art. 25 Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 84 

BauG). Diesbezüglich musste die Gemeinde nicht zur Einsprache Stellung nehmen, da die 

Verfügung des AGR für die Gemeinde verbindlich ist.9 Hingegen hätte sich die Gemeinde 

mit den Rügen zur Zufahrt / Verkehrssicherheit, zu den Geruchsimmissionen und den 

baupolizeilichen Massen auseinandersetzen müssen. Indem sie dies unterliess, hat sie das 

rechtliche Gehör der Beschwerdeführenden erneut erheblich verletzt.10 Der formelle 

Mangel wird vorliegend aber insoweit gemildert, als die Verfügung des AGR samt Verweise 

auf die Fachberichte des LANAT ausführlich begründet ist. Den Beschwerdeführenden war 

es dementsprechend möglich, den Entscheid insofern sachgerecht anzufechten. Da die 

BVE die gleiche Kognition hat wie die Vorinstanz, kann die begangene Gehörsverletzung 

im vorliegenden Verfahren geheilt werden. Dies ist aber bei den Kosten zu berücksichtigen.

7 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
8 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
9 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 3. Aufl., Band II, Bern 2010, Art. 84 
N. 2
10 Vgl. BDE vom 9. März 2011, E. 2, RA Nr. 110/2010/176

7

4. Landwirtschaftlicher Betrieb / Zonenkonformität 

a) Die Beschwerdeführenden bestreiten, dass der geplante Laufstall den 

Voraussetzungen des Raumplanungsrechts entspricht. Sie machen geltend, dass es sich 

um eine Betriebsgemeinschaft handle, welche die erforderlichen zwei Mal 0,8 

Standardarbeitskräfte für die Anerkennung als landwirtschaftliches Gewerbe nicht erreiche. 

Ausserdem bezweifeln sie, dass der Landwirtschaftsbetrieb längerfristig bestehen kann 

und dass die betriebseigene Futterbasis für eine innere Aufstockung genügt.

b) Damit ein Betrieb als landwirtschaftliches Gewerbe im Sinn von Art. 1 BGBB11 gilt, ist 

für seine Bewirtschaftung mindestens eine Standardarbeitskraft (SAK) nötig (Art. 7 Abs. 1 

BGBB). Die Kantone können weitere landwirtschaftliche Betriebe den Bestimmungen über 

die landwirtschaftlichen Gewerbe unterstellen, wenn die SAK mindestens 0,6 beträgt (Art. 5 

BGBB). Der Kanton Bern hat von dieser Regelungskompetenz Gebrauch gemacht und die 

minimale Betriebsgrösse von landwirtschaftlichen Gewerben im Berg- und Hügelgebiet auf 

mindestens 0,75 SAK festgelegt (vgl. Art. 1 BPG12). Der landwirtschaftliche Betrieb der 

Beschwerdegegner liegt in der Bergzone III (Schwergewichtszone) und erfordert zurzeit 

1,522 SAK zur Bewirtschaftung.13 Die Voraussetzungen eines landwirtschaftlichen 

Gewerbes sind demnach erfüllt. Entgegen der Meinung der Beschwerdeführenden handelt 

es sich vorliegend nicht um eine Betriebsgemeinschaft. Eine solche läge vor, wenn 

verschiedene Betriebe, die während mindestens drei Jahren als selbständige Betriebe 

geführt wurden, zusammengeschlossen werden (vgl. Art. 10 Abs. 1 LBV14). Das ist hier 

nicht der Fall: Die Beschwerdegegner haben den Bauernbetrieb von ihren Eltern 

übernommen und von Anfang an gemeinsam bewirtschaftet.15 Es handelt sich somit um 

einen einzigen Betrieb, der durch eine Personengemeinschaft (wohl eine einfache 

11 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11)
12 Gesetz vom 21. Juni 1995 über das bäuerliche Boden- und Pachtrecht (BPG; BSG 215.124.1)
13 LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 6. Dezember 2013
14 Verordnung vom 7. Dezember 1998 über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von 
Betriebsformen (Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, LBV; SR 910.91)
15 Inforama, Betriebskonzept mit Futterbilanz vom 28. Oktober 2013, Ziff. 1.1, Vorakten der Gemeinde, Akten 
Nr. 21

8

Gesellschaft im Sinne von Art. 530 OR16) geführt wird. Der geplante Laufstall stellt daher 

keine gemeinschaftliche Stallbaute einer Betriebsgemeinschaft dar, weshalb Art. 35 RPV17 

nicht zur Anwendung kommt.

c) Nach Art. 16a Abs. 1 RPG sind in der Landwirtschaftszone unter anderem all jene 

Bauten und Anlagen zonenkonform, die zur landwirtschaftlichen Bewirtschaftung nötig 

sind. Darunter fällt die Bewirtschaftung naturnaher Flächen und die Produktion 

verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung (34 Abs. 1 RPV). 

Zonenkonform sind Bauten und Anlagen für die bodenabhängige Produktion, zur inneren 

Aufstockung, für die Gewinnung von Energie aus Biomasse sowie Bauten und Anlagen in 

sogenannten Intensivlandwirtschaftszonen. Die näheren Anforderungen sind in den Art. 34 

ff. RPV umschrieben. 

 

Als bodenabhängig werden die Bewirtschaftungsformen bezeichnet, die den Boden 

unmittelbar und im Wesentlichen unter natürlichen Bedingungen ausschöpfen, wie der 

Acker- und Gemüsebau oder die Milch- und Fleischproduktion. Die Tierhaltung ist dann 

bodenabhängig, wenn die Tiere überwiegend mit betriebseigenen Futtermitteln (d.h. mit 

Raufutter) ernährt werden.18 Zu den Raufutterverzehrern gehören insbesondere Pferde, 

Ziegen, Schafe und Rindvieh. Für die Frage, ob es sich um eine bodenabhängige 

Produktion handelt, ist das konkrete Bewirtschaftungskonzept massgebend, das heisst die 

Frage, ob das von den Tieren benötigte Futter auch tatsächlich zum überwiegenden Teil 

auf dem Betrieb selbst produziert wird.19 

 

d) Geplant ist ein landwirtschaftliches Ökonomiegebäude für die Haltung von Rindvieh. 

In der neuen Scheune sollen gemäss Baugesuch 20 Milchkühe sowie 19 Rinder und 

Jungvieh eingestallt werden, was 26,4 Grossvieheinheiten (GVE) entspricht.20 Die 

Beschwerdegegner bewirtschaften insgesamt 1'499 Aren Land, das grösstenteils in ihrem 

Eigentum  oder Miteigentum steht; nur ein kleiner Teil ist gepachtet. Ausserdem haben die 

Beschwerdegegner 7,5 Kuhrechte an den Alpen Mittelberg, Klein-Mittelberg und Burgfeld 

für die Sömmerung von Vieh. Der landwirtschaftliche Betrieb der Beschwerdegegner liegt 

16 Bundesgesetz vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter 
Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220)
17 Raumplanungsverordnung des Bundesrates vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)
18 BGE 133 II 370 E. 4.2 mit weiteren Hinweisen
19 BGE 133 II 370 E. 4.4; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. N. 16a N. 16
20 Baugesuchsformular 4.4 Gewässerschutz Landwirtschaft, Güllengrube und Mistplatz

9

auf 1100 m ü.M. bis über 1300 m ü.M. Auf dieser Höhe − und bei dieser steilen Hanglage − 

kann kein Ackerbau betrieben werden. Das gesamte bewirtschaftete Land − Weiden sowie 

extensiv bis mittel-intensiv genutzten Wiesen − steht als Futterbasis für das Vieh zur 

Verfügung.21 Im Sommer, d.h. von Juni bis September, sind die meisten Kühe auf der Alp, 

was gemäss Bestätigung der Burgerbäuert L.________ auch für die Zukunft sichergestellt 

ist.22 Das geerntete Raufutter wird demnach für die eigenen Tiere verwendet. Nur wenn im 

Frühjahr noch überschüssiges Heu verbleibt, wird Futter verkauft.23 Dass die 

Beschwerdegegner zur Verbesserung des Milch- und Fleischertrags zusätzlich Kraftfutter 

hinzukaufen, führt nicht dazu, dass der Betrieb deswegen nicht mehr überwiegend 

bodenabhängig bewirtschaftet würde. Auch so werden die Tiere immer noch zu einem 

überwiegenden Teil mit eigenem Raufutter versorgt. Es handelt sich demnach um eine 

bodenabhängige Bewirtschaftung gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG.

e) Wenn wie vorliegend bereits feststeht, dass es sich um eine bodenabhängige 

Produktion handelt, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht mehr zu 

prüfen, ob die Voraussetzungen der inneren Aufstockung erfüllt sind.24 Das LANAT hat 

diese Beurteilung dennoch zum Vergleich vorgenommen.25 Als innere Aufstockung gilt die 

Errichtung von Bauten und Anlagen für einen bodenunabhängigen Betriebszweig bei 

einem überwiegend bodenabhängig geführten Betrieb (Art. 16a Abs. 2 RPG und Art. 36 

RPV). Bei der Tierhaltung bedeutet dies, dass die Fütterung der Tiere im Wesentlichen mit 

zugekauftem Futter erfolgt.26 Typische bodenunabhängige Betriebsteile sind die Geflügel- 

und Schweinemast oder eine bodenunabhängige Tierzucht. Die innere Aufstockung muss 

der bodenabhängigen Bewirtschaftung quantitativ untergeordnet sein. Anders als bei der 

bodenabhängigen Bewirtschaftung erfolgt die Beurteilung der inneren Aufstockung nach 

Standardwerten. Im Bereich der Tierhaltung sind der Deckungsbeitrag der Produktion 

(weniger als 50 % gegenüber der bodenabhängigen Bewirtschaftung) oder alternativ das 

Trockensubstanzpotenzial des Pflanzenbaus (mindestens 70 % des 

21 LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 8. April 2014; Inforama, Betriebskonzept mit Futterbilanz vom 
28. Oktober 2013, Vorakten der Gemeinde, Akten Nr. 21 und 29
22 Viehsömmer Alp Vorsass Beatenberg, Schreiben der Burgerbäuert L.________ vom 8. Oktober 2013 in 
Vorakten der Gemeinde, Akten Nr. 21
23 Protokoll des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 16
24 BGE 133 II 370 E. 4.4 und 4.5
25 LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 6. Dezember 2013
26 Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. N. 16a N. 17 f.

10

Trockensubstanzbedarfs) die massgebenden Grössen (vgl. Art. 36 RPV).27 Das LANAT hat 

nachgewiesen, dass mit einem Deckungsgrad von 76 % des Trockensubstanzbedarfs auch 

die Voraussetzungen der inneren Aufstockung erfüllt wären.28 Solches ist vorliegend aber 

nicht geplant. Auch mit der Erhöhung des Rindviehbestandes dient der neue Laufstall der 

bodenabhängigen Produktion im Sinne von Art. 16a Abs. 1 RPG und Art. 34 RPV, da mit 

dem bewirtschafteten Land eine ausreichende Futterbasis für das Vieh besteht.

5. Weitere Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 16a RPG und Art. 34 RPV

a) Art. 16a RPG setzt für die Bewilligung von Bauten und Anlagen in der 

Landwirtschaftszone nicht nur voraus, dass die Bewirtschaftungsform zonenkonform ist, 

sondern auch, dass das Bauvorhaben betriebswirtschaftlich auch notwendig ist. Eine 

Bewilligung für landwirtschaftliche Bauten und Anlagen darf gemäss Art. 34 Abs. 4 RPV 

nur dann erteilt werden, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind: Die 

Baute oder Anlage muss für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig sein (Bst. a), es 

dürfen ihr am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 

(Bst. b) und der Betrieb muss voraussichtlich längerfristig bestehen können (Bst. c). 

b) Eine betriebliche Notwendigkeit ist offensichtlich gegeben. Die Beschwerdegegner 

bewirtschaften mehrere Parzellen an verschiedenen, teils weit auseinanderliegenden 

Standorten. Nach ihren Angaben gibt es insgesamt 17, zumeist ältere Scheunen, in denen 

Heu eingelagert ist oder temporär Tiere gehalten werden. In der B.________ hat es zwei 

Sommerställe (Parzellen Nr. M.________ und N.________) und einen Stall, der bis zum 

Neujahr für rund 12 Kühe genutzt wird (Parzelle Nr. O.________). Dieser Stall erlaubt 

jedoch kaum noch eine tierschutzgerechte Haltung, wie auch anlässlich des Augenscheins 

feststellbar war. Zudem liegt die B.________ 2,5 km weit vom Bauernhaus entfernt, ist nur 

über ein schmales Strässchen erschlossen und mit einem umständlichen Umweg durch 

das Dorf verbunden. Bei Schnee ist die B.________ schlecht zugänglich, da der 

Winterdienst der Gemeinde 800 m vorher beim letzten Ferienhaus endet.29 Für Lastwagen 

ist das kurvige Strässchen mit der schmalen Fahrbahnbreite von rund 2,5 m ohnehin nur 

beschränkt tauglich. Das Befahren des Strässchens zur B.________ ist nicht ungefährlich, 

27 Alexander Ruch, in Kommentar RPG, Ausgabe 2009, Art. 16a N. 42 f.
28 LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 6. Dezember 2013
29 Fotodokumentation des Augenscheins vom 12. November 2014, Foto Nr. 16, Standort F, Anhang 2 

11

weil es auch für touristische Angebote der S.________-Bahn AG genutzt wird (Schlitten- 

und Trottinetabfahrten). In der Nähe des Bauernhauses auf L.________ werden im 

Winterhalbjahr vier Ställe benutzt, in denen je drei bis fünf Tiere gehalten werden. Auf den 

weiter oben gelegenen Parzellen Nr. P.________ und Q.________ befinden sich noch 

zwei Winterställe für Gusti.30 Es liegt auf der Hand, dass die Verteilung der Tiere und 

Futtervorräte auf derart viele dezentrale und teils erschwert zugängliche Scheunen 

zeitraubend ist und keine rationelle Bewirtschaftung erlaubt. Der heutige Zustand ist aber 

vor allem auch dem Tierwohl abträglich, da so kaum eine seriöse Überwachung des 

betreuungsintensiven Tierbestandes gewährleitstet werden kann.31 Ausserdem handelt es 

sich um niedrige, enge, dunkle und stickige Scheunen, in denen für die Tiere kein 

gesundes Klima herrscht. Im Grundsatz ist denn auch unbestritten, dass eine neue 

Scheune erforderlich ist, in dem der ganze Viehbestand gehalten und die Futtervorräte 

eingelagert werden können. Streitig ist vor allem der Standort dieses Bauvorhabens.

c) Ein neues Ökonomiegebäude muss den Bedürfnissen des Betriebs angepasst sein, 

namentlich auch in Bezug auf den Standort. Die Bauherrschaft ist in der 

Landwirtschaftszone in der Wahl des Standorts aber nicht frei, selbst wenn ihr das 

Grundstück gehört. Der raumplanerische Grundsatz der haushälterischen Nutzung des 

Bodens gebietet Zurückhaltung bei der Erstellung von neuen Ökonomiegebäuden im freien 

Land. Die Bauherrschaft  muss daher nachweisen, dass ein schutzwürdiges Interesse 

daran besteht, die geplante Scheune gerade am gewählten Ort zu errichten und dass kein 

anderer, besser geeigneter Standort in Betracht kommt. Als Grundsatz gilt, dass Wohn- 

und Ökonomiegebäude eine Siedlungseinheit bilden sollen. Isolierte, von der 

Hofliegenschaft entfernt liegende Bauten entsprechen nicht den Anforderungen des RPG 

und bedürfen einer speziellen Rechtfertigung. Für eine Aussiedlung des Bauvorhabens 

muss daher nachgewiesen sein, dass gegenüber einem hofnahen Standort besonders 

wichtige und objektive Gründe für einen entfernten Standort sprechen.32

d) Im vorinstanzlichen Verfahren wurden umfangreiche Abklärungen von möglichen 

Standorten gemacht. Das Inforama bezog sämtliche Parzellen ein, die den 

Beschwerdegegnern gehören, und evaluierte die möglichen Standorte eingehend. Dabei 

schieden bereits fünf Grundstücke wegen der Parzellenform, Lage, Steilheit oder 

30 Protokoll des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 14 und 16; Fotos Nr. 4, 11,17-18, 21
31 Vgl. LANAT, Fachbericht zur Zonenkonformität vom 8. April 2014, Vorakten der Gemeinde, Akten 29
32 BVR 2011 S. 163 E. 4.2

12

mangelnden Erschliessung zum Vornherein aus. Als Alternativstandort verblieben die 

sechs Parzellen in der B.________ sowie eine Verschiebung des Bauvorhabens auf den 

vorgesehenen Bauparzellen Nr. H.________ und G.________ auf L.________.33 

e) Die Beschwerdegegner planen den Neubau der Scheune in der Nähe ihres 

Wohnhauses (Parzelle Nr. V.________). Der vorgesehene Standort ist strassenmässig und 

von den Werkleitungen her optimal erschlossen und liegt innerhalb einer bestehenden 

Siedlung. Auch Gründe des rationellen Betriebsablaufs und des Tierwohls sprechen für das 

hofnahe Bauvorhaben auf den Parzellen Nr. G.________ und H.________. In der recht 

weit entfernten und schlecht zugänglichen B.________ könnte die Überwachung der Tiere 

demgegenüber nicht gleichermassen gewährleistet werden. Ausserdem bestünde dort 

auch keine Möglichkeit, den Neubau mit Elektrizität, Wasser- und Abwasserleitungen zu 

erschliessen. Hinzu kommt, dass die Parzellen in der B.________ noch deutlich steiler sind 

als diejenigen auf L.________. Ein Standort in der B.________ weist somit gegenüber dem 

hofnahen Standort hinsichtlich der Betriebsabläufe, des Tierwohls, der Erschliessung und 

möglichen Nutzungskonflikten mit touristischen Angeboten nur Nachteile auf. Ausserdem 

würde ein solcher Standort fundamental dem raumplanerischen Grundsatz widersprechen, 

wonach auch in der Landwirtschaftszone auf eine Konzentration der Bauten hingewirkt 

werden muss. Neubauten (auch landwirtschaftliche) ausserhalb des landwirtschaftlichen 

Siedlungsgebiets sind zu vermeiden.34 Die Parzellen in der B.________ können somit nicht 

ernsthaft als Standort für einen neuen Laufstall in Betracht gezogen werden. 

    

f) Die Beschwerdeführenden halten daran fest, dass auf den Parzellen Nr. G.________ 

und H.________ eine Verschiebung der Scheune um 20 bis 30 m in südlicher oder 

südwestlicher (gemeint ist wohl südöstlicher35) Richtung möglich wäre, ohne dass die 

Zufahrt zu steil würde. 

Das AGR hat die Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Verfahren aufgefordert, eine 

Verschiebung des Bauvorhabens in (süd-)östlicher Richtung zu prüfen, worauf die 

Beschwerdegegner die Varianten 4a bis 4c eingereicht haben. Das LANAT hielt dazu fest, 

eine südöstliche Verschiebung (Standort 4a) scheide aufgrund des starken Gefälles der 

33 Inforama, Bericht der landw. Betriebsberatung zum geplanten Betriebsstandort, vom 18. Mai 2012; LANAT, 
Fachbericht zur Zonenkonformität vom 8. April 2014, in Vorakten der Gemeinde, Akten 12 und 29
34 BGer 1C_550/2009 vom 9. September 2009, E. 6.4.3
35 Protokoll des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 11, Verbal am Seitenende

13

Zufahrt (bis zu 26 %) aus. Zum Standort 4b hielt das LANAT fest, die Zufahrt weise in 

dieser Variante zwar eine Längsneigung von 15 % auf, was aber zur Folge habe, dass die 

Höhe des Eingangstors zum Tenn nur noch 3 m betrage. Das Tenn könnte mit üblichen 

Ladewagen und Lastwagen nicht befahren werden. Bei der Variante 4c wäre zwar die 

Einfahrtshöhe zum Tenn gegeben, dafür sei diejenige zum Heu- und Strohraum mit den 

üblichen Ladewagen nicht befahrbar, wenn nicht die gesamte Scheune erhöht würde. 

Aufgrund der Gefährlichkeit der Zufahrt bei Variante 4a und den Einschränkungen bei der 

Bewirtschaftung bei den Varianten 4b und 4c kam das LANAT zum Schluss, dass der 

projektierte Standort aus landwirtschaftlicher Sicht zu bevorzugen sei.

g) Die Parzellen Nr. H.________ und G.________ sind sehr steil. Der östliche Teil der 

Parzelle Nr. G.________ ist im oberen Bereich zwar flacher, fällt aber dann wiederum steil 

ab.36 Da die Parzellen Nr. T.________ und U.________ nicht den Beschwerdegegnern 

gehören, sind einer Verschiebung des Bauvorhabens gegen Osten enge Grenzen gesetzt, 

was die Beschwerdeführenden möglicherweise verkennen.37 Die Variante 4a mit einer 

Verschiebung hangabwärts (in südöstlicher Richtung) scheidet aufgrund des hohen 

Gefälles der Zufahrt klar aus. Aber auch die Standortvarianten 4b bis 4c weisen aufgrund 

des Terrainverlaufs Nachteile auf. In der Variante 4b wäre auf der Südseite eine recht 

massive Terrainaufschüttung erforderlich. Würde das Gebäude höher gesetzt, damit für die 

Zufahrt zur Heubühne weniger abgegraben werden müsste und die Einfahrt zum Tenn 

höher wäre, würde die Gebäudehöhe überschritten. Bei der Variante 4c könnte die Einfahrt 

zur Heubühne nur optimiert werden, wenn das gesamte Gebäude erhöht würde. Diese 

Verschiebungen in östlicher Richtung und hangabwärts haben denn auch keinen 

betrieblichen Hintergrund, sondern würden einzig dazu dienen, dass der Stall die Aussicht 

bei den Liegenschaften auf der anderen Strassenseite weniger stark einschränken würde. 

Die Aussicht ist aber baurechtlich nicht geschützt. Gegen eine Verschiebung der Scheune 

gegen Osten oder auch gegen Westen sprechen weitere Gründe. Die K.________Strasse 

hat gegen Westen ein Gefälle. Bei der nordöstlichen Grenze der Parzelle Nr. G.________ 

liegt die Strasse auf einer Höhe von etwas über 1150 m ü.M., bei der nordwestlichen 

Grenze der Parzelle Nr. H.________ liegt sie auf etwas über 1145 m ü.M. Die Zufahrt zur 

Stallebene muss daher zwangsläufig von Westen her erfolgen, damit sie nicht zu steil wird. 

Somit scheidet eine Verschiebung des Bauvorhabens gegen Westen aus. Hinzu kommt, 

dass der Milchraum samt Technik und Leitungsanschlüssen aus betrieblichen Gründen 

36 Vgl. Fotodokumentation zum Augenschein vom 12. November 2014, Fotos Nr. 1-2, 11-12 
37 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 12, Voten C._______ und E.________

14

nahe bei der Einfahrt angeordnet werden sollte. Daher könnte eine allfällige 

Stallerweiterung nicht gegen Westen, sondern nur gegen Osten erfolgen. Sofern das 

Bauvorhaben gegen Osten verschoben würde, wäre diese Option verbaut. Auch unter 

diesem Aspekt ist der mit der Baueingabe gewählte Standort deutlich besser geeignet als 

die Alternativstandorte auf den gleichen Parzellen. 

h) Die von den Beschwerdeführenden als Alternativstandort favorisierte Parzelle 

"AA.________" (Parzelle Nr. W.________), die etwas weiter westlich im Ortsteil auf 

L.________ liegt, fällt wegen fehlender Verfügbarkeit ausser Betracht. An dieser Parzelle 

haben die Beschwerdegegner weder Eigentum noch andere Rechte wie beispielsweise ein 

Baurecht oder ein (Vor-) Kaufsrecht. Die Kaufverhandlungen der Beschwerdegegner mit 

einem Vertreter der Miteigentümergemeinschaft sind gescheitert.38 Diese Parzelle steht 

somit für das Bauvorhaben nicht zur Verfügung. 

i) Bei den entgegenstehenden öffentlichen Interessen berufen sich die 

Beschwerdeführenden auf den Ortsbild- und Landschaftsschutz. Die Fachberatung der 

Gemeinde ist in ihrer Beurteilung zum Schluss gekommen, dass sich das Bauvorhaben 

einordnet (siehe dazu unten Erwägung 6). Die von der Fachberatung als Auflagen 

vorgeschlagenen Änderungen, welche insbesondere das Vordach und die Gestaltung der 

Jauchegrubenstützmauer betreffen, wurden umgesetzt. Dem Bauvorhaben stehen daher 

keine überwiegenden Interessen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes entgegen.  

j) Die Beschwerdeführenden bringen vor, es sei nicht nachgewiesen, dass der 

Landwirtschaftsbetrieb voraussichtlich längerfristig bestehen könne und der Neubau 

wirtschaftlich tragbar sei. Insbesondere fehle ein Betriebskonzept. 

Die Beschwerdegegner haben im vorinstanzlichen Verfahren zusammen mit ihrer 

Stellungnahme vom 5. Dezember 2013 das vom Inforama erstellte Betriebskonzept (vom 

28. Oktober 2013) eingereicht. Die Beschwerdeführenden erhielten Kenntnis der Beilagen 

und hätten Akteneinsicht nehmen können. Der Vorwurf, es liege kein Betriebskonzept vor, 

ist daher aktenwidrig. Die Beschwerdegegner haben Jahrgang 1968 und 1970, so dass sie 

den Betrieb bis zum Erreichen des AHV-Alters noch während rund 18 bzw. 20 Jahren 

führen können. Eine über den Horizont von 20 Jahren hinausgehende Planung wäre 

38 Vgl. Protokoll des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 12 f.

15

unrealistisch. In Zusammenhang mit der Beurteilung, ob der längerfristige Bestand des 

Betriebs gewährleistet ist, spielen auch wirtschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle. Es 

würde dem raumplanerischen Ziel, die Landwirtschaftszone weitestgehend von 

Überbauungen freizuhalten, widersprechen, wenn ein Bauvorhaben erstellt würde, das 

infolge Betriebsaufgabe nach kurzer Zeit wieder leer stände.39 Das LANAT hat die 

wirtschaftliche Tragbarkeit des Bauvorhabens im Rahmen des Gesuchs der 

Beschwerdegegner um Investitionshilfen der Bernischen Stiftung für Agrarkredite (BAK) im 

Jahr 2010 erstmals eingehend geprüft. Angesichts der Bewirtschaftungsweise, der 

vorhandenen Eigenmittel der Beschwerdegegner und der möglichen Eigenkapitalbildung ist 

es zu einem positiven Ergebnis gelangt. Die Finanzierbarkeit und wirtschaftliche 

Tragbarkeit sind wesentliche Voraussetzungen für die Ausrichtung von Investitionshilfen 

durch die BAK.40 Mit der Beurteilung durch die BAK ist daher sichergestellt, dass das 

Bauvorhaben nur dann finanziell unterstützt wird und realisiert werden kann, wenn der 

Betrieb der Beschwerdegegner weiterbestehen kann. Die Anzahl der landwirtschaftlichen 

Betriebe nimmt in Beatenberg laufend ab, was den übrigen Bauernbetrieben in Beatenberg 

und aus der Umgebung die Chance eröffnet, weiteres Land zu pachten. Auch die 

Beschwerdegegner beabsichtigen, ihren Betrieb mit Pachtland zu vergrössern, was bisher 

aus Zeitgründen nicht möglich war.41 Mit einer zentral und hofnah gelegenen Scheune 

fallen zeitraubende Wege und Arbeitsvorgänge bei den verschiedenen Scheunen weg. Die 

Arbeitsabläufe können vereinfacht und rationalisiert werden, was Raum für weitere 

Geschäftsfelder schafft. Der längerfristige Bestand des Bauernbetriebes der 

Beschwerdegegner ist nach heutiger Beurteilung gesichert.

k) Zusammenfassend ist eine zentrale und hofnahe Scheune, in dem der ganze 

Viehbestand eingestallt und das Futter gelagert werden kann, notwendig. Der gewählte 

Standort entspricht den raumplanerischen Grundsätzen und erweist sich unter allen 

Aspekten als besser geeignet als die möglichen Alternativstandorte auf den gleichen 

Parzellen oder in der B.________. Dem Bauvorhaben stehen auch in ästhetischer Hinsicht 

keine überwiegenden öffentlichen Interessen entgegen. Der längerfristige Bestand des 

39 Vgl. BGE 133 II 370 E. 5
40 Vgl. Gutachten des Inforama vom 3. November 2009, Betriebsvoranschlag für 2010 der agridea, BAK-
Expertenbericht vom 23. August 2010, alles in Vorakten des LANAT zum Gesuch um Finanzhilfen; Protokoll 
des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 18
41 Protokoll des Augenscheins vom 12. November 2014, S. 16 f.; Inforama, Betriebskonzept mit Futterbilanz 
des Betriebes Gebrüder D.______ und E.______, vom 28. Oktober 2013, Ziffer 2

16

landwirtschaftlichen Betriebes ist gewährleistet. Die geplante Scheune ist somit 

zonenkonform. 

6. Baupolizeiliche Masse / Ästhetik

a) Dem ersten Bauvorhaben von 2009 hat die BVE unter anderem wegen 

Überschreitung der Gebäudehöhe den Bauabschlag erteilt. Inzwischen ist das revidierte 

Baureglement der Gemeinde in Kraft getreten. Die Beschwerdeführenden rügen wiederum, 

die Gebäudehöhe und -länge seien überschritten und die Firstrichtung sei nicht 

baureglementskonform. Sie begründen dies aber weder in ihrer Einsprache noch in der 

Beschwerde näher. Nach Art. 43 Abs. 3 GBR42 gelten in der Land- und Alpwirtschaftszone 

LWZ für die Gebäudehöhe und die Geschosszahl die baupolizeilichen Masse der Wohn- / 

Gewerbezone WG 2. Hingegen enthält Art. 43 GBR für die Gebäudelänge weder eine 

eigene Regelung, noch verweist die Norm diesbezüglich auf die Masse der WG 2. Auch 

das NBRD43, das als ergänzendes Recht anwendbar ist, soweit im kommunalen Recht eine 

Lücke besteht (Art. 1 Abs. 2 NBRD), enthält keine Regelung zur Gebäudelänge. In der 

Gemeinde Beatenberg ist die Gebäudelänge in der LWZ somit nicht limitiert und daher 

beim Bauvorhaben auch nicht überschritten. Die Gebäudehöhe beträgt in der WG 2 

grundsätzlich 7 m; für Hanglagen, gewerbliche Nutzungen und landwirtschaftliche Bauten 

enthalten die Fussnoten zu Art. 44 GBR aber noch Spezialregelungen. Gemäss Fussnote 

4 gilt für landwirtschaftliche Bauten in der Land- und Alpwirtschaftszone LWZ für die 

talseitige Fassade eine Gebäudehöhe von 10 m inklusive Zuschläge. Die Gebäudehöhe 

wird in der Fassadenmitte gemessen und zwar vom gewachsenen Boden bis zur 

Schnittlinie der Fassadenflucht mit Oberkante des Dachsparrens (Art. 19 GBR). Die 

zulässige Gebäudehöhe ist beim Bauvorhaben ausgeschöpft, es ist aber nicht erkennbar, 

inwiefern sie überschritten sein sollte. 

b) Die Beschwerdeführenden brachten in ihrer Einsprache vor, das Bauvorhaben wirke 

klotzig und überdimensioniert. Die Riesenbaute verschandle das Ortsbild nachhaltig. Die 

Dachgestaltung, insbesondere die Firstrichtung passe weder ins Landschaftsbild noch in 

42 Baureglement der Einwohnergemeinde Beatenberg vom 7. Juni 2013, vom AGR genehmigt am 10. 
Dezember 2013 
43 Dekret vom 10. Februar 1970 über das Normalbaureglement (NBRD; BSG 723.13)

17

die Umgebung. Im Weiteren bezweifelten sie die Unabhängigkeit der Fachberatung der 

Gemeinde Beatenberg und beantragten den Beizug der OLK.

c) Der allgemeine Gestaltungsgrundsatz von Art. 15 GBR verlangt eine gute 

Gesamtwirkung mit der bestehenden Umgebung. Damit geht er über das 

Beeinträchtigungsverbot von Art. 9 BauG hinaus und stellt eine eigenständige kommunale 

Regelung im Sinn von Art. 9 Abs. 3 BauG dar. Die Beurteilung, ob eine gute 

Gesamtwirkung entsteht, soll anhand der Kriterien von Art. 15 Abs. 2 GBR erfolgen. So 

sind nebst anderem die prägenden Elemente und Merkmale des Strassen-, Orts und 

Landschaftsbildes zu berücksichtigen, sowie Standort, Stellung, Form, Proportionen und 

Dimensionen der Bauten und Anlagen, ebenso die Gestaltung inkl. Farbgebung von 

Fassaden und Dach. Für die Firstrichtung in der Land- und Alpwirtschaftszone bestimmt 

Art. 43 Abs. 2 GBR, dass sich die Bauten bezüglich Dachgestaltung, Baumaterialien und 

Farbgestaltung ins Landschaftsbild einfügen müssen. Auch die Firstrichtung war bereits 

Thema des ersten Beschwerdeverfahrens. Anders als im damals geltenden GBR enthält 

das revidierte GBR nun eine Spezialregelung für die Firstrichtung von landwirtschaftlichen 

Ökonomiegebäuden.44 Nach Art. 17 Abs. 4 GBR ist bei diesen auch eine Firstrichtung 

parallel zur Höhenkurve gestattet, sofern das Orts- und Landschaftsbild nicht beeinträchtigt 

wird. In diesem Fall ist das Baugesuch der Fachberatung zur Beurteilung und Beratung 

vorzulegen, was vorliegend geschehen ist.

d) Die Fachberatung soll gemäss Art. 16 GBR aus unabhängigen und in 

Gestaltungsfragen ausgewiesenen Fachleuten bestehen. Vorliegend wurde der Bericht von 

einem dipl. Architekten HTL mit eigenem Büro, einem dipl. Landschaftsarchitekten HTL der 

X.________ AG und einem Mitglied der Gültschätzungskommission des Kantons Bern 

erstellt. Es handelt sich somit um eine unabhängige Beurteilung durch ausgewiesene 

Fachleute. Die Fachberatung ist daher vergleichbar mit einer leistungsfähigen örtlichen 

Fachstelle im Sinn von Art. 22 Abs. 2 BewD45. Der Beizug der OLK war daher nicht 

erforderlich. 

e) Die Fachberatung hielt fest, der Ortsteil L.________ zeichne sich durch eine 

strassenbezogene Entwicklung aus. Die historischen Gebäude hätten in der Regel einen 

direkten Strassen- und Weidebezug, während sich die Ferienhäuser eher in 

44 Vgl. BDE vom 9. März 2011, E. 9, RA Nr. 110/2010/176
45 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

18

abgeschotteten Parzellen präsentierten. Die enge Verzahnung der traditionellen Gebäude 

mit dem Kulturland sei ebenfalls prägend für dieses Gebiet. Das Bauvorhaben entspreche 

funktionell den heutigen Standards für eine zeitgemässe Landwirtschaft, die das Land mit 

immer weniger Arbeitskräften zu bewirtschaften habe. Das Gebäude sei in einer schlichten 

funktionalen Architektursprache gehalten. Die Materialisierung sei zweckmässig und 

zurückhaltend gewählt, indem die Sockel aus Beton, der Hochbau aus einer 

naturbelassenen Holzschalung und das Dach aus Welleternit in Grau vorgesehen seien. 

Durch die asymmetrische Dachfirst und die der Falllinie des Hanges entsprechende 

Dachneigung entstünden für diesen Ort minimale Fassadenflächen. Das Gebäude liege ‒ 

in einem sich leicht öffnenden Winkel in Richtung Alpen ‒ längsseitig an der Hauptstrasse 

und parallel zur Hanglinie. Die leichte Inklination zur Hauptstrasse erlaube es, das 

Gebäude in die Wiesenlandschaft einzubetten. Das stark abfallende Gelände werde mittels 

des gewählten Haustyps mit zwei Geschossen (Jauchegrube und Stallebene) überwunden. 

Die ostseitigen Silostandorte seien unter dem Hauptdach und innerhalb des 

Gebäudekörpers gut integriert. Die Vorlagerung der Jauchegrube verleihe dem Gebäude 

ein übermässiges Gewicht an der empfindlichen Südansicht. Die Fachberatung empfahl, 

das nordseitige Vordach zu überarbeiten und auf max. 2 m Länge zu begrenzen. Im 

Weiteren empfahl sie eine Absenkung des Gebäudes um 50-70 cm, die Pflanzung von 

zwei Hochstammbäumen in der nordöstlichen Ecke sowie den Ersatz der grauen 

Wellplatten auf dem Dach durch braune Faserzementplatten. In Bezug auf die 

Jauchegrubenstützmauer forderte die Fachberatung, dass Spalierobstbäume vor der 

Stützmauer gepflanzt werden und die Mauer beidseitig über das Gebäude hinaus 

weitergeführt wird. Zudem soll sich der Beton farblich vom darüber liegenden Sockel 

abheben (anthrazit) und eine andere Struktur aufweisen (Beton leicht gewaschen).46

 

f) Die BVE konnte anlässlich des Augenscheins einen eigenen Eindruck der Umgebung 

des Bauvorhabens gewinnen. Der Ortsteil L.________ weist eine heterogene Bebauung 

mit historischen, bäuerlich geprägten Wohnbauten und neueren Ferienhäusern im 

Chaletstil auf. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision wurde das Gebiet L.________ - West 

nicht  als Ortsbildschutzgebiet aufgenommen, so dass das Bauvorhaben keinen erhöhten 

gestalterischen Anforderungen genügen muss. Gestützt auf Vorschriften des allgemeinen 

Ortsbild- und Landschaftsschutzes rechtfertigen sich in der Regel keine Einschränkungen 

46 Fachstellungnahme vom 31. Oktober 2013 der Fachberatung der Gemeinde Beatenberg, Vorakten der 
Gemeinde, Akten 15

19

von Art und Mass der nach der Zonenordnung zulässigen Nutzung.47 Die Gemeinde hat die 

Gebäudelänge in der LWZ (vermutlich bewusst) nicht limitiert, so dass auch 

Ökonomiegebäude mit neueren Tierhaltungsformen möglich sind. Die Grösse des 

Bauvorhabens kann daher nicht mit Rückgriff auf die allgemeine Ästhetiknorm beschränkt 

werden. Das Bauvorhaben ordnet sich von seiner Funktion als landwirtschaftliche 

Ökonomiebaute her in die bestehende, noch landwirtschaftlich geprägte Siedlung ein. Bei 

langen Gebäuden ist eine Firstrichtung parallel zur Höhenlinie üblich und nach dem 

revidierten Baureglement auch zulässig. Weil das Bauvorhaben auf der seeseitigen 

Strassenseite liegt und in den Hang eingebettet ist, tritt es im Strassenraum auf 

L.________ nicht in voller Grösse in Erscheinung. Die Beurteilung der Fachberatung, dass 

sich das Bauvorhaben in das Gelände und die Siedlung einordnet, ist daher 

nachvollziehbar und schlüssig. Das Bauvorhaben ist von der anderen Seeseite gut 

erkennbar (z.B. im Raum Leissigen, Krattigen, Aeschi bei Spiez). In der Landschaft sind 

helle Gebäudeteile an Hanglagen heikel, weshalb die Fachberatung diesbezüglich zu 

Recht Auflagen gefordert hat. Die Beschwerdegegner haben die Empfehlungen der 

Fachberatung in ihrer Projektänderung vom 5. Dezember 2013 umgesetzt. Im Rahmen der 

Projektänderung bei der BVE definierten die Beschwerdegegner die Art der Einfärbung und 

Strukturierung des Betons bei der Jauchegrubenstützmauer näher (Beifügung von ca. 3 % 

Anthrazit-Farbpigmenten und Sandstrahlen der Betonwand). Der Einfärbung des Betons 

mit mindestens 3 % Anthrazit-Farbpigmenten und der Strukturierung der Oberfläche kommt 

zentrale Bedeutung zu, damit die lange Betonmauer in dieser Hanglandschaft nicht 

hervorsticht. Auch die von der Fachberatung geforderte Bepflanzung, beispielsweise mit 

Spalierobstbäumen, dient der guten Einordnung des Bauvorhabens in die Landschaft. Da 

diese Gestaltungsanforderungen der Fachberatung einen massgebenden Einfluss auf die 

Einordnung des Bauvorhabens haben, rechtfertigen sich entsprechende Auflagen (vgl. 

Art. 38 Abs. 3 BauG). Dies stellt sicher, dass die Massnahmen durchgesetzt werden 

können. Das Bauvorhaben erweist sich somit auch in ästhetischer Hinsicht als 

bewilligungsfähig. 

7. Zufahrten

47 BVR 2006 S. 491 E. 6.3.3

20

a) Gestützt auf die Erkenntnisse des Augenscheins der BVE reichten die 

Beschwerdegegner zwei Projektänderungen ein. In der ersten Projektänderung wurde der 

Strassenanschluss für die Zufahrt zum Stall gegen Westen verschoben und mit einem 

Wendeplatz ergänzt. Mit der zweiten Projektänderung wurde die Breite des 

Stallgeschosses im nordwestlichen Bereich so verkürzt, dass das Untergeschoss des 

Gebäudes nicht mehr in den Strassenabstand ragt. Dies hatte kleinere Anpassungen bei 

der Zufahrt und beim Wendeplatz zur Folge. Bei beiden Projektänderungen blieb das 

Bauvorhaben in seinen Grundzügen aber gleich. Es handelt sich somit um 

Projektänderungen im Sinne von Art. 43 BewD. 

b) Die Beschwerdeführenden rügen in ihrer Stellungnahme zur ersten Projektänderung, 

es seien nun zwei Strassenanschlüsse geplant. Dabei handelt es sich um eine neue Rüge. 

Auch wenn die Zufahrten auf den Projektplänen vom 30. Juli 2013 nur rudimentär 

eingezeichnet waren, handelte es sich von Anfang an um zwei verschiedene Zufahrten, die 

durch eine Stützmauer getrennt wurden. Dies geht aus dem Plan "Grundriss Bühne" vom 

30. Juli 2013 hervor und erschliesst sich auch daraus, dass die Heubühne und der Stall auf 

verschiedenen Geschossen liegen, weshalb auch deren Einfahrtstore auf 

unterschiedlichen Gebäudeseiten angeordnet sind. Mit der Projektänderung wurde kein 

weiterer Strassenanschluss geplant, sondern nur der Strassenanschluss für die Zufahrt 

zum Stall etwas nach Westen verschoben. Die Rüge hätte somit im vorinstanzlichen 

Verfahren erhoben werden müssen und ist nun verspätet, so dass nicht darauf einzutreten 

ist. Hinzuweisen ist aber, dass Art. 85 Abs. 2 SG48 nicht ausschliesst, dass mehr als ein 

Strassenanschluss bewilligt wird. Dazu ist kein Ausnahmegesuch erforderlich, hingegen 

bedürfen zusätzliche Strassenanschlüsse einer sachlichen Begründung, die vorliegend mit 

den zwei Einfahrtstoren auf verschiedenen Höhenkoten gegeben ist.

c) Der OIK I beurteilte die Verkehrssicherheit der geplanten Zufahrten und 

Strassenanschlüsse in seinem Fachbericht49 wie folgt: Die K.________Strasse erschliesse 

die Streusiedlung L._______ und diene als lokale Verbindungsstrasse nach Sigriswil. Als 

solche habe sie auch für den Freizeitverkehr, insbesondere an den Wochenenden, eine 

gewisse Bedeutung. Über die K.________Strasse führe die kantonale Veloroute "Berner 

Oberlandroute". Im Winter sei die Verbindung geschlossen. Auch unter Berücksichtigung 

der Spitzenzeiten an den Wochenenden erachte der OIK I die Verkehrsbelastung auf der 

48 Strassengesetz vom 4. Juni 2008 (SG; BSG 732.11)
49 Fachbericht des OIK I vom 11. Februar 2015

21

K.________Strasse insgesamt als gering. Die Strasse sei relativ schmal, weise aber die für 

Gemeindestrassen im Berggebiet übliche Breiten und Steigungen auf. Insgesamt sei sie 

übersichtlich, auf breiteren Abschnitten und bei Ausweichstellen sei das Kreuzen 

gewährleistet. Die Zufahrt zur Heubühne erfülle die Anforderungen der Normen. Bei der 

Zufahrt zum Stall sei mit dem Wendeplatz nun ein wichtiges Kriterium zu Gewährleistung 

der Verkehrssicherheit erfüllt. Auch mit der Verengung der Zufahrt und der Verkleinerung 

des Wendeplatzes, die sich durch die zweite Projektänderung vom 25. März 2015 ergaben, 

sei das Wenden für Personenwagen, kleine Lieferwagen und landwirtschaftliche 

Fahrzeuge (Fahrzeugtypen B bis 7,5 Tonnen) möglich.50 Das Gefälle von max. 5 % 

innerhalb der ersten 5 m ab Strassenrand sei eingehalten. Da die Zufahrt nicht rechtwinklig 

an die Gemeindestrasse anschliesse, seien einzig die Normwerte für Einmündungsradien 

gemäss der Norm SN 640 05051 nicht eingehalten. Der spitzwinklige Strassenanschluss 

führe dazu, dass die Einmündung faktisch nur in eine Richtung befahrbar sei. Der OIK I 

empfahl deshalb als Auflage, dass der westliche Strassenanschluss nur von und nach 

Westen befahren werden darf, Wendemanöver im Anschluss untersagt sind und am 

Strassenende beim Wendeplatz im Wald vorgenommen werden müssen. Die 

Verkehrssicherheit bei den Strassenanschlüssen beurteilte der OIK I damit als gegeben, 

zumal die erforderlichen Sichtweiten52 sowohl bei der Zufahrt zum Stall als auch bei der 

Zufahrt zur Heubühne eingehalten seien. Die Strassenanschlüsse seien so gestaltet, dass 

der Verkehr auf der öffentlichen Strasse durch ein- und ausfahrende Fahrzeuge nicht 

behindert und die Sicherheit nicht beeinträchtigt werde. 

c) Mit dem nun projektierten Wendeplatz können die Fahrzeuge vorwärts auf die 

Strasse einmünden. Damit wird eine Auflage des angefochtenen Bauentscheides erfüllt. 

Gleichzeitig wird die Einsprache und Beschwerde der Beschwerdeführenden teilweise 

gegenstandslos. Was die Beschwerdeführenden nun gegen die Zufahrt und den 

Wendeplatz vorbringen, vermag nicht zu überzeugen. Die Zufahrt zum Stall und der 

Wendeplatz können zwar nur − aber immerhin − mit Lastwagen der Kategorie B bis 7,5 

Tonnen befahren werden. Dies genügt vorliegend. Nach unwidersprochenen Angaben der 

Beschwerdegegner wird die Milch in Beatenberg nicht mit grossen Lastwagen abgeholt, 

sondern muss von den Bauern zur Milchsammelstelle gebracht werden. Mit der vom OIK I 

50 Stellungnahme des OIK I vom 1. April 2015
51 Schweizerischer Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS), SN 640 050 Grundstückzufahrten
52 Schweizerischer Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS), SN 640 273a Knoten, 
Sichtverhältnisse in Knoten in einer Ebene

22

formulierten Auflage, dass die Zufahrt zum Stall nur aus und nach Westen befahren 

werden darf und beim Wendeplatz im Wald gewendet werden muss, kann die 

Verkehrssicherheit bei den Ausfahrten auf die K.________Strasse gewährleistet werden. 

Mit dieser Auflage ist das Bauvorhaben bewilligungsfähig. 

8. Immissionen / Geruchsbelästigung 

a) Die Beschwerdeführenden befürchten unzumutbare Geruchsimmissionen durch die 

Jauchegrube, den Mistplatz und die Silos und verweisen auf das umweltrechtliche 

Vorsorgeprinzip von Art. 11 USG53 und Art. 4 f. LRV54. Sie bezweifeln, dass die 

Mindestabstände nach den FAT-Richtlinien eingehalten sind. 

b) Gemäss Art. 11 Abs. 1 USG sind neben Lärm, Erschütterungen und Strahlen auch 

Luftverunreinigungen (Luftschadstoffe und Geruchsstoffe) durch Massnahmen bei der 

Quelle zu begrenzen. Das zweistufige Schutzkonzept verlangt als Erstes, dass Emissionen 

unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung im Rahmen der Vorsorge so weit zu 

begrenzen sind, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist 

(Art. 11 Abs. 2 USG). Diese vorsorglichen Emissionsbegrenzungen sind in Form von 

Emissionsgrenzwerten für stationäre Anlagen in der LRV konkretisiert. Für 

Geruchsemissionen aus Tierhaltung bestimmt Ziffer 512 in Anhang 2 zur LRV, dass die 

erforderlichen Mindestabstände zu bewohnten Zonen eingehalten werden müssen und 

verweist dafür insbesondere auf die Empfehlungen der Eidgenössischen 

Forschungsanstalt für Betriebswirtschaft und Landtechnik. Die Mindestabstände sind im 

Bericht Nr. 476 der eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und 

Landtechnik (FAT) aus dem Jahr 1995 festgehalten (im Folgenden: FAT-Bericht).

Nach dem FAT-Bericht wird der Mindestabstand in einem dreistufigen Verfahren 

berechnet. In einem ersten Schritt wird die Geruchsbelastung (GB) nach der jeweiligen 

Tierart bestimmt. Basierend auf dieser Geruchsbelastung wird der Normabstand errechnet. 

Schliesslich wird der Normabstand durch Einflussfaktoren des Haltungssystems, der 

Lüftung, des Standorts und der Geruchsreduktion im Bereich der Stallluft korrigiert und auf 

diese Weise der Mindestabstand ermittelt. Der empfohlene Mindestabstand liegt jeweils 

53 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
54 Luftreinhalte-Verordnung des Bundesrates vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1)

https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19850321/index.html#fn-#app2-3

23

rund 30 bis 90 % über der Geruchsschwellenentfernung. Dies ist die Entfernung, in welcher 

bei gleichmässiger Geruchsausbreitung die Qualität des Geruches in 50 % der Fälle 

erkannt wird. Der empfohlene Mindestabstand enthält somit eine gewisse Distanz als 

Reserve (30-90 %), weil Gerüche nicht gemessen werden können.55 Ist der 

Mindestabstand zu bewohnten Zonen eingehalten, besteht grundsätzlich kein Raum, 

gestützt auf das Vorsorgeprinzip weitere Emissionsbegrenzungen wie den Einbau von 

Biofiltern oder Bio-Luftwäschern zu verlangen.56

Diese Regelung gilt für bewohnte Zonen. Darunter fallen Wohn-, Kern- und Mischzonen, 

nicht aber Gewerbe-, Industrie- und Landwirtschaftszonen.57 Gegenüber reinen 

Wohnzonen ist der volle Mindestabstand einzuhalten. Gegenüber gemischten Wohnzonen 

mit mässig störendem Gewerbe kann in der Regel auf den minimalen Sicherheitszuschlag 

von 30 % verzichtet werden, d.h. es müssen nur 70 % des Mindestabstands eingehalten 

werden.58 Zu nicht bewohnten Zonen wie Landwirtschaftszonen kommen die 

Mindestabstände nicht direkt zur Anwendung. Nach bundesgerichtlicher Praxis bedeutet 

dies jedoch nicht, dass Nachbarn ausserhalb von Bauzonen gar kein Anrecht auf Schutz 

vor lästigen oder schädlichen Immissionen hätten. Das Vorsorgeprinzip, wonach 

Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, frühzeitig zu begrenzen sind, hat 

auch hier Geltung. Nachbarn in der Landwirtschaftszone haben deshalb Anrecht auf die 

Einhaltung von bestimmten Abständen von geruchsintensiven Tierhaltungsanlagen.59 

Übermässige Immissionen im Sinn von Art. 2 Abs. 5 LRV können vorliegen, wenn der 

halbe Mindestabstand (sog. Geruchsrisikoabstand) unterschritten wird.60 In der 

Landwirtschaftszone können Nachbarn daher zumindest verlangen, dass zwischen der 

neuen Tierhaltungsanlage und ihrem Wohnhaus der halbe Mindestabstand eingehalten 

wird.61

c) Das beco hielt in seinem Fachbericht zu den Geruchsimmissionen fest, der geplante 

Neubau verursache einen üblichen Rindviehgeruch, wie er bei einem normal geführten 

55 FAT-Bericht S. 3
56 VGE Nr. 22721/22725 vom 30. Mai 2007 E. 5.1
57 FAT-Bericht S. 16
58 FAT-Bericht S. 6
59 BGE 126 II 43 E. 4c, S. 45
60 FAT-Bericht S. 7
61 FAT-Bericht S. 8

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Landwirtschaftsbetrieb mit Rindviehhaltung entstehe. In den Sommermonaten seien die 

meisten Tiere auf der Alp und der Stall mit einem reduzierten Tierbestand belegt. Sowohl 

das Bauvorhaben als auch das nächstgelegene Wohnhaus auf den Parzellen 

Nr. AC.________ und AD.________ befänden sich in der Landwirtschaftszone, in welcher 

der Mindestabstand nicht gelte. Die FAT-Empfehlungen könnten jedoch hilfsweise 

herangezogen werden, um zu beurteilen, ob übermässige Immissionen im Sinne von Art. 2 

Abs. 5 Bst. b LRV zu erwarten seien. Dies wäre der Fall, wenn der Mindestabstand, der 

gegenüber der Wohnzone gelte, um mehr als die Hälfte unterschritten würde. Die 

schematische Abstandsberechnung nach den Formeln des FAT-Berichts gelte erst ab 

einer Geruchsbelastung von 4 GB. Der Mindestabstand für 4 GB sei in der Regel aber 

auch bei tieferen Geruchsbelastungen einzuhalten. Basierend auf der tatsächlichen 

Geruchsbelastung betrage vorliegend der halbe Mindestabstand 8 m. Wenn wie in der 

Wohnzone von 4 GB und vom ganzen Mindestabstand ausgegangen werde, müssten 

vorliegend 20 m eingehalten werden. Befinde sich auf einem Areal nur ein einzelnes 

Stallgebäude, sei der Stallmittelpunkt für die Berechnung des Mindestabstandes 

massgebend. Dieser gelte zugleich als Emissionspunkt für die Mindestabstandskurve um 

das Stallgebäude. Dieser Abstand von 20 m sei gegenüber der Liegenschaft der 

Beschwerdeführenden mit grosser Reserve eingehalten. Das beco kam daher zum 

Schluss, dass keine übermässigen Geruchsimmissionen entstehen, wenn der Betrieb 

ordnungsgemäss ausgerüstet und geführt wird. 

d) Die Beschwerdeführenden erklären in ihren Schlussbemerkungen pauschal, der 

Bericht des beco sei rechtsfehlerhaft, ohne dies aber zu begründen. Eine rechtsfehlerhafte 

Beurteilung des Mindestabstandes ist vorliegend nicht erkennbar. Von übermässigen 

Immissionen könnte in der Landwirtschaftszone nur gesprochen werden, wenn der halbe 

Mindestabstand, das heisst vorliegend 10 m (bei 4 GB) unterschritten würde. Der Abstand 

zwischen dem Stallmittelpunkt und der südlichen Parzellengrenze des Grundstücks 

Nr. AC.________ bei der Strasse beträgt rund 16 m, so dass der halbe Mindestabstand 

bereits dort mit Reserve eingehalten ist. Massgebend ist aber der Abstand zum 

zusammengebauten Wohnhaus auf den Parzellen Nr. AC.________ und AD.________. 

Die Distanz zwischen dem Stallmittelpunkt und dem Wohnhaus beträgt rund 30 m und 

übertrifft damit den Mindestabstand von 20 m deutlich. Das Bauvorhaben führt somit nicht 

zu übermässigen Immissionen. Gestützt auf das Vorsorgeprinzip können keine weiteren 

Massnahmen verlangt werden. Die Rügen der Beschwerdeführenden erweisen sich 

demnach als unbegründet.

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9. Zusammenfassung und Kosten

a) Zusammenfassend konnte die Verletzung des rechtlichen Gehörs im 

Beschwerdeverfahren vor der BVE geheilt werden. Das Bauvorhaben entspricht den 

kommunalen Vorschriften und ordnet sich in die Umgebung ein. Es handelt sich um eine 

zonenkonforme bodenabhängige Tierhaltung. Der landwirtschaftliche Betrieb der 

Beschwerdegegner kann längerfristig bestehen. Das Bauvorhaben ist für eine rationellere 

Bewirtschaftung wie auch für das Tierwohl notwendig. Eine nahe beim Bauernhaus der 

Beschwerdegegner gelegene Scheune entspricht den Anforderungen des 

Raumplanungsrechts und erlaubt eine bessere Überwachung und Betreuung der Tiere. Die 

möglichen Alternativstandorte sind mit betrieblichen Nachteilen verbunden, sei es dass sie 

zu weit entfernt liegen und schlecht zugänglich sind oder sich vom Gefälle bzw. 

Terrainverlauf her nicht eignen. Das Bauvorhaben verursacht keine übermässigen 

Geruchsimmissionen, da der Mindestabstand gemäss FAT-Bericht bei weitem eingehalten 

ist. Mit den Projektänderungen bei der Zufahrt zum Stall ist die Verkehrssicherheit 

gewährleistet. Die Projektänderung vom 24. März 2015 kann daher mit Auflagen bewilligt 

werden. Die von der Fachberatung empfohlenen Auflagen zur Begrünung der 

Jauchegrubenstützmauer sowie zur Farbgebung und Strukturierung des Betons sind mit 

den Präzisierungen der Beschwerdegegner in den Bauentscheid aufzunehmen. Durch die 

von der Gemeinde zwischenzeitlich erteilten Bewilligungen für den Wasser- und 

Kanalisationsanschluss und die Projektänderungen wurde die Beschwerde teilweise 

gegenstandslos. 

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. 

Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren 

erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG i.V.m. mit Art. 19 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 

GebV62). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf Fr. 2'400.‒ und umfasst auch die 

Fachberichte des OIK I sowie des beco. Für den Augenschein vom 12. November werden 

zusätzlich Fr. 600.‒ erhoben. Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren betragen 

somit Fr. 3'000.‒.

 

62 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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c) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 

prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen 

Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Die 

Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Gemeinde war erheblich und ist mit 1/3 der 

Kosten zu berücksichtigen. Der Gemeinde können jedoch keine Verfahrenskosten 

auferlegt werden, da sie vorliegend nicht in ihren Vermögensinteressen betroffen ist (Art. 

108 Abs. 2 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 Bst. b VRPG). Diese Kosten trägt demnach der Kanton. Die 

Beschwerdegegner haben zwei Projektänderungen eingereicht, wodurch das Bauvorhaben 

bewilligungsfähig wurde, ausserdem reichten sie Gesuche für den Wasser- und 

Kanalisationsanschluss ein. Sie gelten insofern als unterliegend und haben daher ebenfalls 

1/3 der Verfahrenskosten zu übernehmen. Das letzte 1/3 der Verfahrenskosten wird den 

unterliegenden Beschwerdeführenden auferlegt. 

d) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern 

nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung 

oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als 

gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Entsprechend obgenannter Aufteilung sind 

auch die Parteikosten zu verlegen. Die Gemeinde hat demnach den Beschwerdeführenden 

und den Beschwerdegegnern je 1/3 der Parteikosten zu ersetzen. Die restlichen, von den 

Beschwerdeführern und Beschwerdegegnern gegenseitig geschuldeten Parteikosten (je 

1/3) werden wettgeschlagen, d.h. jede Partei trägt die eigenen Parteikosten.

Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden 

Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV63 beträgt das Honorar in 

verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren Fr. 400.- bis Fr. 11'800.- pro Instanz. 

Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache 

gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 

Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG64). Die Kostennote des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführenden im Betrag von Fr. 9'618.45 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) gibt 

zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Kostennote des Rechtsvertreters der 

Beschwerdegegner erscheint demgegenüber deutlich zu hoch. Im vorliegenden Fall ist der 

gebotene Zeitaufwand zwar als überdurchschnittlich zu werten, da ein Beweisverfahren mit 

63 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung; 
PKV; BSG 168.811)
64 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11)

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Augenschein durchgeführt wurde und zwei Projektänderungen zu beurteilen waren. 

Letztere wurden aber von den Beschwerdegegnern selber eingereicht. Die Bedeutung der 

Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses sind insgesamt als durchschnittlich 

einzustufen. Daher erscheint ein Honorar von Fr. 8'500.‒ als angemessen. Hinzu kommen 

die Auslagen von Fr. 573.‒ und Fr. 725.85 Mehrwertsteuer. Die Parteikosten der 

Beschwerdegegner belaufen sich somit auf Fr. 9'798.85. Die Gemeinde hat demnach den 

Beschwerdeführenden einen Parteikostenanteil von Fr. 3'206.15 und den 

Beschwerdegegnern einen Parteikostenanteil von Fr. 3'266.30 zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird und die 

Beschwerde nicht gegenstandslos geworden ist.

2. Die Projektänderung vom 24. März 2015 wird bewilligt. Massgebend sind 

nachfolgende, vom Rechtsamt der BVE am 26. März 2015 gestempelte Pläne: 
− Fassaden West und Ost, Schnitt A-A 1:100, rev. 23.03.2015

− Fassaden Süd und Nord 1:100, rev. 23.03.2015

− Grundriss Stall 1:100, rev. 23.03.2015

− Grundriss Bühne 1:100, rev. 23.03.2015

− Erschliessung Situation 1:200 vom 06.03.2015

− Umgebungsplan 1:200 vom 23.03.2015

− Werkleitungsplan 1:200 vom 23.03.2015

Der Bauentscheid der Gemeinde Beatenberg vom 25. Juni 2014 wird mit folgenden 

Auflagen ergänzt: 
4.2 Der westliche Strassenanschluss darf nur von und nach Westen befahren werden. 

Wendemanöver im Anschluss sind untersagt. Sie sind am Strassenende 

(Wendeplatz im Wald) zu tätigen.

4.3 Dem Beton der Jauchegrubenstützmauer sind mind. 3% Anthrazit-Farbpigmente 

beizumischen. Die Oberfläche der Betonwand muss strukturiert werden (Beton 

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leicht gewaschen oder Sandstrahlen). Die Jauchegrubenstützmauer muss mit 

Spalierobstbäumen oder Ähnlichem begrünt werden.  

Im Übrigen werden der Bauentscheid der Gemeinde Beatenberg vom 25. Juni 2014 

und der Entscheid des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 4. Juni 

2014 über die Zonenkonformität bestätigt. 

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.‒ werden zu je 1/3 den Beschwerdeführenden 

und den Beschwerdegegnern zur Bezahlung auferlegt, ausmachend je Fr. 1'000.‒. 

Die Beschwerdeführenden und die Beschwerdegegner haften je unter sich 

solidarisch für den gesamten Anteil. Separate Zahlungseinladungen folgen, sobald 

dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. Die restlichen Verfahrenskosten 

werden nicht erhoben.

4. Die Gemeinde Beatenberg hat den Beschwerdeführenden einen Parteikostenanteil 

von Fr. 3'206.15 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und den Beschwerdegegnern 

einen Parteikostenanteil von Fr. 3'266.30 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu 

ersetzen. Die restlichen Parteikosten werden wettgeschlagen.

5. Je ein Satz der in Ziffer 2 genannten Pläne wird den Beschwerdegegnern und der 

Gemeinde zugestellt.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt C.________, eingeschrieben

- Herrn Fürsprecher F.________, mit Plansatz gemäss Ziff. 2, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Beatenberg, Gemeindeverwaltung, mit 

Plansatz gemäss Ziff. 2, eingeschrieben 

- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier

- TBA OIK I, zur Kenntnis

- beco Berner Wirtschaft, Immissionsschutz, zur Kenntnis

- LANAT, Abteilung Strukturverbesserung und Produktion (ASP), zur Kenntnis

- Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli, zur Kenntnis

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BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

Barbara Egger-Jenzer

Regierungsrätin

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 

allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, muss 

einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 

Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 

beizulegen.

Beilage: Kopie des Situationsplanes (Geoportal) 1:2'000

Rf