# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3d32483d-76b7-52a9-bfab-3202a8883378
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.08.2017 200 2017 205
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-205_2017-08-31.pdf

## Full Text

200 17 205 IV
SCP/ABE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. August 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Abenhaim

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Januar 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Aug. 2017, IV/17/205, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1980 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im September 2014 mit Hinweis auf eine Schizophrenie bei 
der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von Leis-
tungen der Invalidenversicherung (IV) an (Antwortbeilage [AB] 1). Die IVB 
tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen, unter anderem prüfte sie 
auch die versicherungsmässigen Voraussetzungen (vgl. AB 21/2, 36 ff.). 
Auf Empfehlung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 51/8) ord-
nete die IVB sodann eine psychiatrische Untersuchung an (AB 52 f.). Ge-
stützt auf die entsprechende Expertise vom 28. September 2016 (AB 59.1) 
und nach (erneut [vgl. AB 21]) durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 
61 ff.) wies die IVB das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 24. Januar 
2017 (AB 70) ab, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege.

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 23. Februar 2017 Beschwerde mit dem Antrag, die angefochtene Ver-
fügung sei kostenfällig aufzuheben. Zur Begründung wird im Wesentlichen 
geltend gemacht, auf das psychiatrische Gutachten könne nicht abgestellt 
werden, weshalb ein Zweitgutachten anzuordnen sei. Mit separater Einga-
be vom 23. Februar 2017 beantragt die Beschwerdeführerin die unentgeltli-
che Rechtspflege unter Beiordnung ihres Rechtsvertreters als amtlichen 
Anwalt.

Aufforderungsgemäss vervollständigte die Beschwerdeführerin am 3. bzw. 
am 10. Februar 2017 ihr Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege.

Mit Beschwerdeantwort vom 24. März 2017 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Aug. 2017, IV/17/205, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Januar 2017 
(AB 70). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG sowie 
Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Befund-
lage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann an-
spruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung 
ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 
2.1 S. 285). Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist noch nicht 
gesagt, dass dieser auch invalidisierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, 
beurteilt sich gemäss dem klaren Gesetzeswortlaut nach dem Einfluss, den 
der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Ent-
scheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten Leidens 
nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten. Deshalb gilt eine 
objektivierte Zumutbarkeitsprüfung unter ausschliesslicher Berücksichti-
gung von Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 142 V 106 
E. 4.4 S. 110). Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, 
Medikamentenmissbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität 
im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversiche-
rungsrechtlich erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall be-
wirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die 
Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, 
oder wenn sie selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 
E. 3c S. 268; SVR 2016 IV Nr. 3 S. 7 E. 2.2.1).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand bzw. zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
der Beschwerdeführerin ist den Akten im Wesentlichen Folgendes zu ent-
nehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste C.________ vom 15. 
Juli 2014 (AB 2/1) betreffend die stationäre Behandlung vom 30. Mai bis 
zum 7. Juli 2014 wurden folgende Diagnosen aufgeführt:

• Undifferenzierte Schizophrenie (Erstdiagnose durch uns; ICD-10 F20.3)
• DD Akute polymorphe psychotische Störung 
• Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Schädlicher Ge-

brauch (ICD-10 F10.1)

Als „Einweisungsumstände“ wurden genannt: Schwere Eheproblematik mit 
häuslicher Gewalt und zunehmender Suchtproblematik. Laut Angaben der 
Patientin sei sie als 21-Jährige vergewaltigt worden. Seit längerer Zeit kon-
sumiere sie übermässig Alkohol. Es lägen keine Anhaltspunkte für Ich-
Störungen vor. Die Patientin mache teilweise widersprüchliche Angaben 
und gebe unklare Hinweise zu akustischen Halluzinationen, sie höre die 
Stimme ihres Ehemannes, der sie beschimpfe, wobei Sie zunächst von 
Geräuschen wie Vogelpfeifen und Wasserplätschern gesprochen habe und 
ihre Aussagen teilweise auch wieder zurück nehme. Im Rahmen eines Ver-
folgungs- und Beeinträchtigungswahns gebe sie an, ihr Partner verfolge sie 
und entwende ihr Objekte. Sie habe massive Ängste vor ihm. Die formalen 
Denkstörungen seien sowohl unter Risperdal als auch unter Zyprexa weit-

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gehend bestehen geblieben. Die Patientin habe berichtet, dass sie regel-
mässig und in grossen Mengen Alkohol trinke, wobei im Rausch teilweise 
Illusionen oder Halluzinationen aufgetreten seien. Der Ehemann habe be-
richtet, dass sie dann jeweils sehr aggressiv werde. Die 12-jährige Tochter 
lebe aktuell in der X.____. Die Patientin sei mit der Betreuung der Tochter 
überfordert. Ein Obhutsentzug sei wahrscheinlich.

3.1.2 Im Bericht vom 19. November 2014 des Spitals D.________ (AB 
42/34) wurden folgende Diagnosen erwähnt: 

1. Übergewicht gemäss WHO-Kategorie (176 cm; 84,9 kg; BMI 27,47 kg/m2)
2. Aktenanamnestisch: Verdacht auf Schizophrenie
3. Status nach Plattenosteosynthese Tibia und Fibula rechts am 24. Januar 

2013 nach distaler Unterschenkelspiralfraktur rechts durch Sturz am 21. Ja-
nuar 2013

4. Status nach Alkoholabhängigkeitssyndrom, seit Sommer 2014 abstinent, 
(ICD-10 F10.20)

5. Penicillin-Allergie 

Empfohlen wurde die Überprüfung der Mahlzeitenverteilung und der 
Ernährungsgewohnheiten im Rahmen einer individuellen Ernährungsbera-
tung.

3.1.3 Die Ethnopsychologin lic. phil. E.________ berichtete am 9. No-
vember 2015 (AB 42/25), dass sie sich mit der … Klientin (Beschwerdefüh-
rerin) habe auf Spanisch unterhalten müssen, da jene der deutschen 
Sprache nicht mächtig gewesen sei und Spanisch vor längerer Zeit gelernt 
habe. Die Kommunikation sei jedoch umständlich und ziemlich rudimentär 
geblieben, weshalb sie (die Ethnopsychologin) „wohl nicht alles verstanden 
habe“. Die Patientin habe sich über die schwierige Situation in der Familie, 
Alkoholprobleme sowie über ihren Aufenthaltsstatus beklagt und deutliche 
depressive Symptome sowie Anzeichen einer Persönlichkeitsstörung des 
Typus Borderline gezeigt. Nach 9 Sitzungen ohne sichtbaren Erfolg habe 
sie die Therapie beendet.

3.1.4 Im Bericht vom 20. November 2015 (AB 42/23) der F.________ 
wurde dargelegt, zu Beginn der Therapie sei ein missbräuchlicher Alkohol-
konsum vorgelegen. Die Patientin sei sehr mit ihren Eheproblemen be-
schäftigt gewesen, die sie zeitweise mit dem Konsum von Alkohol zu 
lindern versucht habe. Alkohol sei benötigt worden, um Stresssituationen 
zu bewältigen. Auf die Frage nach der Funktion des Trinkens habe die Pa-

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tientin erklärt, dass sie trinke, um schlechte Gedanken loszulassen, um 
sich zu beruhigen und um die Probleme zu vergessen. Seit Mitte 2014 ha-
be sie ihr Ziel, alkoholfrei zu leben, mehrheitlich erreicht. Der Therapiever-
lauf könne im Allgemeinen als positiv bezeichnet werden. 

3.1.5 Dr. med. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothera-
pie FMH, hielt im Gutachten vom 28. September 2016 (AB 59.1) fest was 
folgt:

Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit

Keine

Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit

- Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Abhängigkeits-
syndrom, derzeit unter regelmässiger Therapie und stützenden sozialen 
Massnahmen teilremittiert (ICD-10 F10.201)

- Status nach mehreren Alkoholintoxikationen (ICD-10 F10.0)
- Schwere psychosoziale Belastungssituation (ICD-10 Z63.0, Z62.4, Z62.6, 

Z60.3, Z56.0, Z63.8)
- Status nach Verurteilung ohne Freiheitsstrafe (ICD-10 Z65.0)

Die Explorandin habe angegeben, ab 2003 regelmässig Alkohol konsumiert 
zu haben. 2005 sei sie zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe verurteilt 
worden, wobei sie sich täglich beim Bewährungshelfer habe melden müs-
sen und mit Männern in Kontakt gekommen sei, die chronisch Alkohol kon-
sumiert und ihr Bier bezahlt hätten. Zumindest ab 2005 sei es zu einer 
Alkoholabhängigkeit mit Filmrissen gekommen (S. 24). In alkoholisiertem 
Zustand werde sie verbal aggressiv und logorrhoisch. Das Zusammenleben 
mit ihrem Ehemann sei schwierig. Es sei mehrmals zu tätlichen Übergriffen 
gekommen. Seit das Ehepaar vom Sozialdienst gezwungen worden sei, in 
getrennten Wohnungen zu leben, komme es nicht mehr zu Übergriffen, das 
Verhältnis sei aber immer noch angespannt (Beschimpfungen; Streit um 
Geld). Seit Mitte April 2014 sei die Explorandin wegen des Alkoholkonsums 
bei der F.________ in Behandlung. Sie habe den Konsum gehörig drosseln 
können. An der Diagnose einer chronischen Alkoholkrankheit sei nicht zu 
zweifeln; es seien mehrere Intoxikationen aktenkundig. Anamnestisch er-
gäben sich Hinweise auf vorübergehende psychotische Störungen im Zu-
sammenhang mit dem chronischen Alkoholkonsum. Zu einer ärztlichen 
Behandlung sei es in … nie gekommen, so dass es keine medizinischen 

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Akten darüber gehe. Ihr Zustand habe sich nach einigen Tagen immer von 
selbst normalisiert (S. 25). 

Von den psychiatrischen Diensten C.________, wo die Explorandin vom 
30. Mai bis zum 7. Juli 2014 nach einer Alkoholintoxikation (1.2 Promille) 
hospitalisiert gewesen sei, sei die Diagnose einer undifferenzierten Schizo-
phrenie gestellt worden. Aufgrund der Eingangskriterien einer Schizophre-
nie gemäss ICD-10 dürfe die Diagnose während einer Intoxikation jedoch 
nicht gestellt werden. Die Symptome müssten mindestens einen Monat 
anhalten. Gemäss Angaben der Explorandin habe sie nie unter wahnhaften 
Gedanken oder unter Halluzinationen gelitten, was im weiteren Verlauf 
auch von der behandelnden Stelle so beschrieben werde. Die Explorandin 
weise darauf hin, dass ihre damaligen Angaben falsch gedeutet worden 
seien, zumal keine … Übersetzung zur Verfügung gestanden sei. Gedan-
kenlautwerden oder Gedankeneingebung würden ausdrücklich verneint. 
Kontrollwahn, Beziehungswahn oder das Gefühl des Gemachten seien nie 
vorhanden gewesen (S. 26). Auch aktuell passe die Symptomatik nicht in 
den Kriterienkatalog einer Schizophrenie und der Verlauf wäre unüblich. 
Eingangskriterien einer Schizophrenie seien weder in den verschiedenen 
Berichten beschrieben noch bei der aktuellen Exploration vorhanden (S. 
27). Es bestehe eine schwierige psychosoziale Belastungssituation: die 
Explorandin verfüge über keine abgeschlossene Ausbildung und über 
mangelhafte Sprachkenntnisse, es beständen finanzielle Probleme sowie 
anhaltende Konflikte mit der Herkunftsfamilie und mit dem Ehemann (S. 
28). Es bestehe sowohl in der bisherigen als auch in einer angepassten 
Tätigkeit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (S. 28 f.).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.3 Bei Erlass der angefochtenen Verfügung (AB 70) hat die Beschwer-
degegnerin hauptsächlich auf die gutachterliche Einschätzung der Dr. med. 
G.________ abgestellt. Ihr Gutachten (AB 59.1) ist umfassend, beruht auf 
einlässlichen anamnestischen Erhebungen und eigenen Untersuchungen, 
berücksichtigt die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vor-
akten sowie nach sorgfältiger Aktenanalyse erstellt. Die Expertise ist in der 
Darlegung der Befunde, der Diagnosen und der Einschätzung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit widerspruchsfrei und nachvollziehbar begründet. Sie 
erfüllt die höchstrichterlichen Anforderungen an Gutachten; Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertise liegen keine vor (vgl. auch E. 3.3.1 hier-
nach). Damit erbringt das Gutachten vom 28. September 2016 vollen Be-
weis (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Die in der Beschwerde geäusserte 
Kritik im Zusammenhang mit dem entsprechenden Gutachten verfängt 
nicht, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird.

3.3.1 Soweit in der Beschwerde (S. 6) „erhebliche Zweifel an der Unbe-
fangenheit“ der Gutachterin geltend gemacht werden sowie die Frage auf-
geworfen wird, ob die Expertin in den Ausstand hätte treten müssen, ist 
Folgendes festzuhalten: Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin 
mit keinem Wort darlegt, weshalb das blosse Figurieren eines Gutachters 
„auf der Gutachterliste der Beschwerdegegnerin“ (Beschwerde, S. 6, unten) 
ein Ausstandsgrund darstellen soll (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] vom 12. Mai 2010, 9C_304/2010, E. 2.2, wonach selbst eine – hier 
nicht zur Diskussion stehende – wirtschaftliche Abhängigkeit von der IV 

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nicht zu einem Ausstandsgrund führt), muss ein Ausstandsgrund sofort 
gerügt werden (Entscheid des BGer vom 4. Juni 2013, 9C_1012/2012, 
E. 3.2). Es verstösst gegen Treu und Glauben, Einwendungen dieser Art 
erst – wie hier – im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn dies schon 
vorher hätte getan werden können (vgl. AB 52, 66). Ob die Beschwerdefüh-
rerin den Anspruch auf Anrufung der fraglichen Verfahrensgarantie ver-
wirkt hat (vgl. BGE 132 V 93 E. 7.4.2 S. 112), kann bei den gegebenen 
Umständen offen bleiben. Denn die allein pauschal vorgetragenen Einwän-
de sind unbegründet und vermögen den Beweiswert der Expertise nicht zu 
schmälern.

3.3.2 Inhaltlich beanstandet die Beschwerdeführerin hauptsächlich, dass 
die Gutachterin die Diagnose einer Schizophrenie nicht bestätigte.

Wenn in der Beschwerde (S. 4 und S. 7) geltend gemacht wird, etliche Be-
richte von behandelnden Ärzten würden dem psychiatrischen Gutachten 
entgegenstehen resp. in diagnostischer Hinsicht von einer relevanten 
psychiatrischen Erkrankung ausgehen, vermag die Beschwerdeführerin 
daraus nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Denn die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen Arztes einerseits und 
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
anderseits lässt es nicht zu, ein Administrativgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn behan-
delnde Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Da die be-
handelnden Psychologen und Ärzte hier keine Aspekte benannten, die im 
Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind, ist 
deren von den Administrativgutachten abweichende Einschätzung nicht 
von vornherein geeignet, die Expertise in Zweifel zu ziehen (SVR 2008 IV 
Nr. 15 S. 44 E 2.2.1).

Zu Recht unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin in sehr schwierigen 
psychosozialen Verhältnissen lebt (vgl. bspw. AB 59.1/28) und – um sich 
davon abzulenken – dazu neigt, übermässig Alkohol zu konsumieren (vgl. 
AB 42/24). Sie beschreibt in der Suchtanamnese sodann, dass sie ein ganz 
anderer Mensch werde, wenn sie Alkohol zu sich nehme, indem sie ag-
gressiv werde und viel rede. Mit steigendem Alkoholkonsum sei es bereits 
in … zu Filmrissen gekommen (AB 59.1/16; vgl. auch AB 2/3, oben). Die 

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Gutachterin begründet einlässlich und aus diagnostischer Sicht nachvoll-
ziehbar, weshalb bei der Beschwerdeführerin die erstmals in den psychia-
trischen Diensten C.________ gestellte (vgl. AB 2/1), indessen nicht weiter 
begründete und in der Folge kolportierte Diagnose (vgl. AB 41/2; vgl. auch 
AB 42/34 „Aktenanamnestisch“) einer Schizophrenie nicht zu stellen ist (AB 
59.1/26), was auch der RAD bestätigte (vgl. AB 69/2). Namentlich haben es 
die Psychiater der psychiatrischen Dienste C.________ unterlassen, die 
Diagnose einer undifferenzierten Schizophrenie abzugrenzen von der neu 
gestellten Diagnose von Psychischen Verhaltensstörungen durch Alkohol, 
welche wohl nicht zuletzt aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin, 
bei übermässigem Alkoholkonsum seien im Rausch teilweise Illusionen und 
Halluzinationen aufgetreten, gestellt wurde (AB 2/1, 41/2). Insoweit besteht 
restrospektiv Übereinstimmung mit der Beurteilung der Gutachterin. Abge-
sehen davon, dass selbst im Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste 
C.________ von widersprüchlichen Angaben betreffend allfällige Halluzina-
tionen die Rede ist (AB 2/2) und Anzeichen für eine nicht in allen Teilen 
korrekte Übersetzung bestehen (AB 59.1/26; vgl. auch AB 42/25), scheinen 
selbst die Ärzte der psychiatrischen Dienste C.________ in der Folge nicht 
eine Schizophrenie, sondern die Konflikte in der Partnerschaft als im Vor-
dergrund stehend anzusehen. Denn im Bericht vom 15. November 2014 
(AB 13) wurden unter „aktuelle Symptome“ allein Eheprobleme erwähnt 
und als Therapiemassnahmen einzig das Erarbeiten von Konfliktlösungs-
strategien und eine Familientherapie resp. der Miteinbezug des Eheman-
nes empfohlen (AB 13/3). Auch die Ärzte des D.________, wo die 
Beschwerdeführerin vor der stationären Behandlung in den psychiatrischen 
Diensten C.________ notfallmässig durch die Polizei eingeliefert wurde, 
wiesen darauf hin, dass die paranoiden Ideen betreffend ihre „schlechte 
Energie“ bzw. die Angaben zu Halluzinationen unter der Alkoholintoxikation 
(„eine Flasche Martini konsumiert“ [AB 42/50]) „nicht so klar“ gewesen sei-
en (AB 42/51). Selbst der neu behandelnde Psychiater, Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zweifelt an der 
früher gestellten Diagnose einer Schizophrenie (vgl. Beschwerdebeilage 
[BB] 15).

Dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Exploration unter medika-
mentöser Therapie gestanden hat, ändert nichts an der Aussagekraft der 

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Expertise (vgl. demgegenüber Beschwerde, S. 6). Abgesehen davon, dass 
sie anlässlich der Exploration nicht sediert oder durch die Medikamente im 
Bewusstsein eingeschränkt war, muss eine Krankheit während der Begut-
achtung nicht akut in Erscheinung treten, um als solche anerkannt zu wer-
den. Eine – wie hier – erfahrene Gutachterperson ist vielmehr in der Lage, 
relevante psychopathologische Befunde herauszuschälen und Verhaltens-
weisen oder Aussagen differenziert zu analysieren und im Kontext der Vor-
akten fachärztlich korrekt einzuordnen, auch wenn während der klinischen 
Untersuchung ein sogenannter luzider Moment bestehen würde.

Weiter begründete Dr. med. G.________ nachvollziehbar und überzeu-
gend, dass die Verhaltensauffälligkeiten der Beschwerdeführerin auf den 
Alkoholkonsum und nicht auf eine Persönlichkeitsstörung (vgl. AB 42/25) 
zurückzuführen sind (AB 59.1/26). Die Diagnose von alkoholbedingten 
Verhaltensstörungen war im Gutachtenszeitpunkt sodann nicht mehr unter 
denjenigen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufzuführen, befand 
sich die Beschwerdeführerin doch in therapeutischer Behandlung (vgl. AB 
42/24). Diesbezüglich ist auch darauf hinzuweisen, dass von der Be-
schwerdeführerin im Rahmen der ihr obliegenden Schadenminderungs-
pflicht (vgl. BGE 129 V 460 E. 4.2 S. 463, 140 V 267 E. 5.2.1 S. 274) 
zumutbarerweise gefordert werden kann, dass sie abstinent lebt resp. die 
erforderlichen Behandlungen in Anspruch nimmt. Der Alkoholkonsum hat 
bei der Beschwerdeführerin schliesslich nicht zu einer irreversiblen Ge-
sundheitsstörung (AB 66/2) oder zu einer hirnorganischen Schädigung ge-
führt (vgl. AB 42/46; vgl. auch E. 2.2 hiervor).

3.4 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf 
das voll beweiskräftige psychiatrische Gutachten vom 28. September 2016 
(AB 59.1) einen invalidisierenden Gesundheitsschaden zu Recht verneint. 
Eine neue psychiatrische Begutachtung (vgl. Beschwerde, S. 7) ist damit 
obsolet. Die gegen die Verfügung vom 24. Januar 2017 (AB 70) erhobene 
Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen.

4.

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4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall sind die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festzusetzen 
und – unter Vorbehalt der unentgeltlichen Rechtspflege – der unterliegen-
den Beschwerdeführerin zur Bezahlung aufzuerlegen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Ebenso hat die Beschwerdegegnerin – trotz 
ihres Obsiegens – keinen Anspruch auf einen Parteikostenersatz (Art. 104 
Abs. 3 VRPG; vgl. auch BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

4.3 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

4.3.1 Die Bedürftigkeit im Sinne der Prozessarmut ist ausgewiesen (vgl. 
Beilage 1 zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege). Zudem kann das 
Verfahren nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden und die 
Verhältnisse rechtfertigen eine Verbeiständung. Das Gesuch um unentgelt-
liche Rechtspflege und Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ ist dem-
nach gutzuheissen. Somit ist die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der 
Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessord-
nung, ZPO; SR 272) – von der Zahlungspflicht betreffend die 
Verfahrenskosten zu befreien. Festzusetzen bleibt das amtliche Honorar 
von Rechtsanwalt B.________.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Aug. 2017, IV/17/205, Seite 14

4.3.2 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Prozessführung sind nach den 
gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der kantonalen Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschä-
digung der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) be-
trägt der Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 15. August 2017 macht Rechtsanwalt B.________ 
einen Zeitaufwand von 11.5 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 2‘875.-- zu-
züglich Auslagen von Fr. 69.90 sowie die Mehrwertsteuer von 8% (auf Fr. 
2‘944.90) im Betrag von Fr. 235.60, total Fr. 3‘180.50, geltend, was nicht zu 
beanstanden ist. Folglich wird der tarifmässige Parteikostenersatz für die-
ses Verfahren auf Fr. 3‘180.50 festgesetzt. Davon ist Rechtsanwalt 
B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichts-
kasse ein amtliches Honorar von Fr. 2‘300.-- (11.5 h x Fr. 200.--) zuzüglich 
Auslagen von Fr. 69.90 und Mehrwertsteuer von Fr. 189.60 (8% von 
Fr. 2‘369.90), total somit eine Entschädigung von Fr. 2‘559.50 auszurich-
ten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin 
gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von 
Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Aug. 2017, IV/17/205, Seite 15

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘180.50 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘559.50 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. Aug. 2017, IV/17/205, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.