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**Case Identifier:** 36c55ad4-08b7-5758-94f7-533981aef4f9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.05.2021 200 2020 743
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-743_2021-05-26.pdf

## Full Text

200 20 743 AHV
FUE/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Mai 2021

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichterin Wiedmer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 27. August 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2021, AHV/20/743, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1988 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
zuletzt bis Ende Februar 2019 bei der C.________ AG als ... / ... angestellt 
gewesen (Akten der Versicherten, Beschwerdebeilage [BB] 2, 5; Akten der 
Ausgleichskasse des Kantons Bern [AKB bzw. Beschwerdegegnerin], Ant-
wortbeilage [AB] 11 S. 2 Ziff. 3), meldete sich am 26. Februar 2019 bei der 
AKB als Selbstständigerwerbende in den Bereichen ... und ... mit Wirkung 
ab 1. März 2019 an (AB 11). Mit Verfügung vom 2. Juli 2019 (AB 10) quali-
fizierte die AKB die Tätigkeit für die C.________ AG als unselbstständige 
Erwerbstätigkeit und stellte die Abrechnungspflicht der erwähnten Unter-
nehmung als Arbeitgeberin in Bezug auf die Versicherte fest (AB 10). Diese 
Verfügung eröffnete die AKB sowohl der Versicherten als auch der 
C.________ AG. Die von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache 
(AB 6) wies die AKB mit Einspracheentscheid vom 27. August 2020 (AB 4) 
ab.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
B.________, mit Eingabe vom 28. September 2020 Beschwerde mit den 
Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und die 
Tätigkeit für die C.________ AG sei sozialversicherungsrechtlich als 
selbstständige Erwerbstätigkeit zu qualifizieren.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 
2020 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Replik vom 26. Oktober 2020 hielt die Beschwerdeführerin an den bis-
herigen Anträgen fest.

Der Instruktionsrichter forderte die Beschwerdeführerin mit prozessleiten-
der Verfügung vom 28. Januar 2021 auf, den Vertrag zwischen ihr und der 
C.________ AG vom 17. Dezember 2018 sowie das Arbeitszeugnis bzw. 

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die Arbeitsbestätigung der C.________ AG betreffend die Tätigkeit bis Fe-
bruar 2019 einzureichen. Dieser Aufforderung kam die Beschwerdeführerin 
mit Eingabe vom 8. März 2021 nach.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 84 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Da auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. August 
2020 (AB 4). Streitig und zu prüfen ist die beitragsrechtliche Qualifikation 
der Tätigkeit der Beschwerdeführerin für die C.________ AG ab 1. März 
2019.

Die C.________ AG, die seitens der Beschwerdegegnerin in der ihr eben-
falls eröffneten Verfügung vom 2. Juli 2019 (AB 10) auf ihre Pflicht zur Ab-

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rechnung der paritätischen Beiträge hingewiesen worden ist, hat sich am 
Verwaltungsverfahren nicht beteiligt. Es besteht vor diesem Hintergrund 
keine Veranlassung, sie zum vorliegenden Verfahren beizuladen (vgl. BGE 
132 V 257 E. 3 S. 264).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbstätiger 
richtet sich u.a. danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Er-
werbseinkommen als solches aus selbstständiger oder aus unselbstständi-
ger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. 
der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlasse-
nenversicherung [AHVV; SR 831.101]). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als 
massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf 
bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus 
selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Ein-
kommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete Ar-
beit darstellt.

2.2 Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 
selbstständige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf-
grund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. 
Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivil-
rechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte 
für die AHV-rechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlagge-
bend zu sein. Als unselbstständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu be-
trachten, wer von einem Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. ar-
beitsorganisatorischer Hinsicht abhängig ist und kein spezifisches Unter-
nehmerrisiko trägt. Die Hauptkriterien zur Bestimmung des Abhängigkeits-

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verhältnisses im Hinblick auf die Arbeitsorganisation und aus betriebswirt-
schaftlicher Sicht sind das Weisungsrecht des Arbeitgebers, das Unterord-
nungsverhältnis des Arbeitnehmers zu diesem und seine Verpflichtung, die 
ihm anvertraute Aufgabe persönlich zu erfüllen. Ein weiteres Kriterium bil-
det die Verpflichtung des Arbeitnehmers, seine Dienste regelmässig für 
denselben Arbeitgeber zu erbringen. Darüber hinaus bedeutet die Möglich-
keit des Arbeitnehmers, seine Arbeitszeit zu gestalten, nicht unbedingt, 
dass es sich um eine selbstständige Tätigkeit handelt. Aus diesen Grund-
sätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch 
anwendbaren Lösungen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben 
anzutreffenden Sachverhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung 
einer erwerbstätigen Person jeweils unter Würdigung der gesamten Um-
stände des Einzelfalles zu beurteilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider 
Erwerbsarten zutage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, 
welche dieser Merkmale im konkreten Fall überwiegen (BGE 144 V 111 
E. 4.2 S. 112; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 12. August 2020, 
8C_38/2019, E. 3.2).

2.3 Selbstständige Erwerbstätigkeit liegt im Regelfall vor, wenn die 
beitragspflichtige Person durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei be-
stimmter Selbstorganisation und nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen 
Verkehr teilnimmt mit dem Ziel, Dienstleistungen zu erbringen oder Produk-
te zu schaffen, deren Inanspruchnahme oder Erwerb durch finanzielle oder 
geldwerte Gegenleistungen abgegolten werden (BGE 143 V 177 E. 3.3 
S. 183; SVR 2020 AHV Nr. 15 S. 43 E. 3.3). Charakteristische Merkmale 
einer selbstständigen Erwerbstätigkeit sind die Tätigung erheblicher Investi-
tionen, die Benützung eigener Geschäftsräumlichkeiten sowie die Beschäf-
tigung von eigenem Personal. Das spezifische Unternehmerrisiko besteht 
dabei darin, dass die versicherte Person unabhängig vom Arbeitserfolg 
Kosten des Betriebs zu tragen hat, wie namentlich Unkosten, Verluste, In-
kasso- und Delkredererisiko (BGE 122 V 169 E. 3c S. 172; SVR 2009 AHV 
Nr. 9 S. 34 E. 4.3; AHI 2003 S. 370 E. 3.3).

2.4 Von unselbstständiger Erwerbstätigkeit ist auszugehen, wenn die 
für den Arbeitsvertrag typischen Merkmale vorliegen, d.h. wenn die versi-
cherte Person Dienst auf Zeit zu leisten hat, wirtschaftlich vom "Arbeitge-

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ber" abhängig ist und während der Arbeitszeit auch in dessen Betrieb ein-
geordnet ist, praktisch also keine andere Erwerbstätigkeit ausüben kann. 
Indizien dafür sind das Vorliegen eines bestimmten Arbeitsplans, die Not-
wendigkeit, über den Stand der Arbeiten Bericht zu erstatten, sowie das 
Angewiesensein auf die Infrastruktur am Arbeitsort. Das wirtschaftliche 
Risiko der versicherten Person erschöpft sich diesfalls in der (alleinigen) 
Abhängigkeit vom persönlichen Arbeitserfolg oder, bei einer regelmässig 
ausgeübten Tätigkeit, darin, dass bei Dahinfallen des Erwerbsverhältnisses 
eine ähnliche Situation eintritt, wie dies beim Stellenverlust eines Arbeit-
nehmers der Fall ist (BGE 122 V 169 E. 3c S. 172).

2.5 Bei Versicherten, die mehrere Tätigkeiten gleichzeitig ausüben, ist 
jedes Erwerbseinkommen gesondert auf seinen beitragsrechtlichen Cha-
rakter zu überprüfen, dies sogar dann, wenn die verschiedenen Erwerbs-
tätigkeiten in ein und derselben Firma ausgeübt werden (BGE 144 V 111 
E. 6.1 S. 114, 122 V 169 E. 3b S. 172). Die Tatsache, dass eine beitrags-
pflichtige Person bereits einer Ausgleichskasse als selbstständigerwerben-
de angeschlossen ist, hat daher für die Qualifikation eines Entgelts AHV-
rechtlich keine Bedeutung. Ebenso wenig vermag umgekehrt die Tatsache, 
dass eine beitragspflichtige Person bereits mit einer Ausgleichskasse als 
unselbstständige abrechnet, die beitragsrechtliche Qualifikation des Ein-
kommens aus einer weiteren Tätigkeit zu präjudizieren (BGE 123 V 161 
E. 4a S. 167).

3.

3.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin bis Ende 
Februar 2019 bei der C.________ AG als ... bzw. ... angestellt war (AB 11 
S. 2 Ziff. 3; BB 2, 5). Dem Arbeitszeugnis vom 28. Februar 2019 (BB 6) 
zufolge wurde sie als ... in allen Phasen eines Projekts eingesetzt, d.h. vom 
Entwurf bis zur Ausführungsplanung. Im Rahmen der geltend gemachten 
selbstständigen Erwerbstätigkeit in den Bereichen ... und ... (AB 11 S. 2 
Ziff. 3) ist sie nunmehr u.a. weiterhin für dieselbe Unternehmung tätig, wo-
bei sie gemäss dem mit "Freie Mitarbeiterin: allgemein gültige Grundsätze / 

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Regelungen" betitelten Vertrag vom 28. März 2019 Leistungen als "... in 
Projekten, im … für die Gesamtfirma, sowie …" erbringt (BB 4 S. 1).

Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass sich die Ar-
beiten, die die Beschwerdeführerin vor und nach der Kündigung durch die 
C.________ AG per Ende Februar 2019 (BB 2) verrichtet habe bzw. ver-
richte, nicht wesentlich verändert hätten (Beschwerdeantwort S. 2), woge-
gen die Beschwerdeführerin geltend macht, die Arbeit habe sich seit der 
Aufnahme ihrer Tätigkeit als Selbstständigerwerbende stark verändert (Be-
schwerde S. 5 Ziff. 10).

3.2 Gemäss Rechtsprechung sind bei einer versicherten Person, wel-
che nach dem Schritt in die Selbstständigkeit weiterhin in bedeutendem 
Umfang für den ehemaligen Arbeitgeber tätig ist, an die Anerkennung des 
Status als Selbstständigerwerbender in Bezug auf diese Tätigkeit insofern 
erhöhte Anforderungen zu stellen, als die hierfür sprechenden Merkmale 
diejenigen unselbstständiger Erwerbstätigkeit klar überwiegen müssen. 
Dabei kommt dem Gesichtspunkt der arbeitsorganisatorischen (Un-)Ab-
hängigkeit vorrangige Bedeutung gegenüber dem Unternehmensrisiko zu. 
Das bedeutet: Wenn und soweit sich an Art und Inhalt der Tätigkeit nichts 
Wesentliches im Vergleich zu früher geändert hat und es sich dabei um 
Arbeiten handelt, die aus Sicht des Betriebes oder der Branche typischer-
weise durch Arbeitnehmer ausgeführt werden, spricht eine natürliche Ver-
mutung für deren unselbstständigen Charakter. Umgekehrt heisst, (auch) 
für den früheren Arbeitgeber tätig zu sein, für sich allein genommen nicht 
Unselbstständigkeit (Entscheid des BGer vom 20. August 2020, 
9C_79/2020, E. 5.1; vgl. auch Rz. 1027 der Wegleitung über den massge-
benden Lohn in der AHV, IV und EO [WML] des Bundesamtes für Sozial-
versicherungen [BSV]).

3.3 Aus der Gegenüberstellung des Arbeitsvertrages vom 17. Dezem-
ber 2018 (BB 5) und des Vertrages "Freie Mitarbeiterin: allgemein gültige 
Grundsätze / Regelungen" vom 28. März 2019 (BB 4) zeigt sich, dass die 
Beschwerdeführerin – soweit kann ihr gefolgt werden – als freie Mitarbeite-
rin neu explizit im ... sowie für … eingesetzt werden kann. Unverändert zum 
Aufgabenspektrum der vormaligen Anstellung kann sie als ... in Projekten 
eingesetzt werden. Dass sich die Arbeit "grundlegend verändert" hätte, weil 

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sie nun (quasi ausschliesslich) als ... Aufträge erledige (Beschwerde S. 5 
Ziff. 10), ist hingegen nicht erstellt und ergibt sich auch aus der Leistungs-
abrechnung vom 4. Juni 2019 nicht, sind doch die in den Monaten März bis 
Mai 2019 verrechneten 93.5 Arbeitsstunden nicht näher aufgeschlüsselt 
(AB 11 Beilage). Vielmehr ist aufgrund der Offerten für weitere Auftragge-
ber (AB 11 Beilage; BB 7), namentlich mit Blick auf die Posten "…" und 
"…", die in der Regel pro Projekt jeweils wenige Stunden umfassen, sowie 
die für die C.________ AG pro Monat abgerechneten zahlreichen Stunden 
(März: 28 Stunden, April: 32.5 Stunden, Mai: 33 Stunden) nicht davon aus-
zugehen, dass die Beschwerdeführerin ausschliesslich oder schwergewich-
tig als ... (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. 10; Eingabe vom 8. März 2021 S. 1) 
bzw. nicht mehr als ... in Projekten eingesetzt wird. Mithin ist nicht erstellt, 
dass es sich bei dem überwiegenden Teil der nunmehr für die C.________ 
AG ausgeführten Arbeiten der Art und dem Inhalt nach um eine neue 
Tätigkeit handelt, die typischerweise nicht durch Arbeitnehmer ausgeführt 
wird. Dementsprechend müssten für die Anerkennung der hier streitigen 
Tätigkeit als selbstständige Erwerbstätigkeit nach dem hiervor Dargelegten 
(vgl. E. 3.2) die Merkmale für eine solche gegenüber denjenigen einer un-
selbstständigen Erwerbstätigkeit klar überwiegen.

3.4 Gegen eine selbstständige bzw. für eine unselbstständige Er-
werbstätigkeit sprechen insbesondere die folgenden Aspekte:

3.4.1 Gemäss dem Vertrag "Freie Mitarbeiterin: allgemein gültige 
Grundsätze / Regelungen" vom 28. März 2019 (BB 4 S. 1 "Verhältnis ge-
gen aussen") ist die Beschwerdeführerin verpflichtet, gegen aussen – ent-
gegen den Vorbringen in der Beschwerde (S. 6 Ziff. 13) – als Mitarbeiterin 
der C.________ AG aufzutreten und nicht als Selbstständigerwerbende mit 
eigenem Einzelunternehmen; zudem liegt die Haftung bei der C.________ 
AG. Unter diesen Umständen ist im hier zu klärenden Verhältnis zwischen 
der Beschwerdeführerin und der C.________ AG irrelevant, dass die Be-
schwerdeführerin eine eigene Homepage führt (www.....ch; Beschwerde 
S. 3 Ziff. 2). Laut einer weiteren Klausel des Vertrags vom 28. März 2019 
unterliegt die Beschwerdeführerin sodann wie bereits während des bis En-
de Februar 2019 dauernden Arbeitsverhältnisses (vgl. BB 5 S. 3 Ziff. 5) 
dem Qualitätsmanagement-System der C.________ AG. 

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3.4.2 Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde (S. 7 Ziff. 15) hat 
die Beschwerdeführerin keine namhaften Investitionen getätigt, die auf ein 
spezifisches Unternehmerrisiko schliessen liessen. Betriebsmittel wie 
Computer und … (AB 11 S. 3 Ziff. 4 und Ziff. 6.1, AB 2 Anhang) sind im 
Privathaushalt üblicherweise ohnehin vorhanden (zumal die Beschwerde-
führerin gemäss ihrer Webseite gelernte … ist) bzw. können auch für priva-
te Zwecke verwendet werden. Als Arbeitsplatz genügt der Beschwerdefüh-
rerin ein Zimmer in ihrer Wohnung (AB 11 S. 3 Ziff. 3). Als Investition sind 
im Wesentlichen die Ausgaben im Zusammenhang mit dem Webauftritt und 
dem Erscheinungsbild (Logo) zu betrachten, wobei sich diese im über-
schaubaren Rahmen bewegen (vgl. AB 6 Anhang). So gibt die Beschwer-
deführerin denn auch lediglich an, Fr. 1'000.-- an Eigenkapital investiert zu 
haben (AB 11 S. 3 Ziff. 4).

3.4.3 Ein eigentliches Unternehmerrisiko im Sinne von weiterlaufenden 
Fixkosten im Falle eines Wegfalls der entsprechenden Aufträge wie Perso-
nal- und Mietkosten (vgl. FREY/MOSIMANN/BOLLINGER, AHVG/IVG Kommen-
tar, Bundesgesetze über die Alters- und Hinterlassenenversicherung, die 
Invalidenversicherung und den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts [ATSG] mit weiteren Erlassen, 2018, Art. 5 AHVG N. 3) trägt die Be-
schwerdeführerin – anders als beschwerdeweise insinuiert (S. 7 Ziff. 15) – 
nicht (AB 11). Die in der Anmeldung vom 26. Februar 2019 erwähnten Li-
zenzgebühren für Software (Zeichnungs- und Designprogramme [AB 11 
S. 4 Ziff. 6.1]) sind trotz entsprechender Aufforderung durch die Beschwer-
degegnerin (AB 9) nicht ausgewiesen worden. Damit besteht ihr unterneh-
merisches Risiko im Wesentlichen darin, dass geleistete Arbeit nicht oder 
nicht vollständig entschädigt wird bzw. sie keine Aufträge mehr erhält. Er-
schöpft sich das wirtschaftliche Risiko in der Abhängigkeit von der zuge-
wiesenen Arbeit, besteht das Unternehmerrisiko mithin darin, dass im Fall 
des Entzugs der Aufträge eine ähnliche Situation eintritt wie beim Stellen-
verlust Arbeitnehmender, liegt eine wirtschaftliche Sachlage vor, die ein 
typisches Merkmal einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit darstellt 
(Rz. 1026 WML).

3.4.4 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich eine Selbstständigkeit 
mit ihrer Mehrwertsteuerpflicht begründet (Beschwerde S. 7 Ziff. 16), ist 

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dem entgegenzuhalten, dass sie in den Rechnungen vom 14. Juli 2019 
(u.a. an die C.________ AG) explizit ausgeführt hat, mit ihrer Unterneh-
mung nicht mehrwertsteuerpflichtig zu sein (AB 6 Anhang). Darüber hinaus 
könnte sie daraus von vornherein nichts für sich ableiten, da im Bereich 
des Steuerrechts der Abgrenzung zwischen selbstständiger und unselbst-
ständiger Erwerbstätigkeit nicht die gleiche Bedeutung zukommt wie bei 
der sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 29. Januar 
2003, H 118/02). 

3.5 Für eine selbstständige Erwerbstätigkeit sprechen demgegenüber 
einzig die Tatsachen, dass die Beschwerdeführerin einerseits über keinen 
Arbeitsplatz bei der C.________ AG verfügt und ihre Leistungen – wenn sie 
nicht im Rahmen von Projekten unterwegs ist – von zu Hause aus erbringt 
und andererseits der Vertrag "Freie Mitarbeiterin: allgemein gültige 
Grundsätze / Regelungen" vom 28. März 2019 von beiden Vertragspart-
nern jederzeit gekündigt werden kann (BB 4 S. 1). Damit liegt insgesamt 
kein klares Überwiegen derjenigen Merkmale vor, die auf eine selbststän-
dige Tätigkeit der Beschwerdeführerin in Bezug auf die C.________ AG 
schliessen liessen, weshalb die natürliche Vermutung für deren unselbst-
ständigen Charakter spricht (Entscheid des BGer vom 20. August 2020, 
9C_79/2020, E. 5.1; Rz. 1027 WML; vgl. E. 3.2 hiervor). Hieran ändert 
schliesslich auch nichts, dass der abgeschlossene Vertrag explizit die typi-
schen Normen des Auftragsrechts beinhaltet (Beschwerde S. 8 Ziff. 16), 
sind doch die zivilrechtlichen Verhältnisse nicht ausschlaggebend (vgl. 
E. 2.2 hiervor).

3.6 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin die Tätigkeit 
der Beschwerdeführerin für die C.________ AG ab 1. März 2019 zu Recht 
als unselbstständige Erwerbstätigkeit qualifiziert. Der Einspracheentscheid 
vom 27. August 2020 (AB 4) ist damit nicht zu beanstanden und die dage-
gen erhobene Beschwerde abzuweisen.

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4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AHVG 
i.V.m. aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen 
und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) keine zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
AHVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen 

(samt Replik vom 26. Oktober 2020 und Eingabe vom 8. März 2021)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.