# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 507d7276-fd38-5960-afc1-7f127eda143e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2025 D-6225/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6225-2025_2025-09-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6225/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richterin Daniela Brüschweiler (Vorsitz), 

Richter Lorenz Noli, Richterin Susanne Bolz-Reimann,    

Gerichtsschreiberin Susanne Burgherr. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

(…),   

Gesuchsteller,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Fristwiederherstellungsgesuch betreffend Urteil des Bundes-

verwaltungsgerichts D-4957/2025 vom 8. August 2025 

(Nichteintreten auf Beschwerde) / N (…). 

 

 

 

D-6225/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Verfügung vom 3. Juni 2025 lehnte das SEM das Asylgesuch des 

Gesuchstellers vom 25. April 2024 ab und ordnete die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie den Vollzug der Wegweisung an. 

A.b Dagegen erhob der Gesuchsteller durch seinen Rechtsvertreter mit 

Eingabe vom 4. Juli 2025 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht. 

A.c Mit Zwischenverfügung vom 16. Juli 2025 forderte die Instruktionsrich-

terin im betreffenden Beschwerdeverfahren D-4957/2025 den Gesuchstel-

ler auf, bis zum 31. Juli 2025 einen Kostenvorschusses von Fr. 750.– zu 

bezahlen, verbunden mit der Androhung, dass bei Ausbleiben der Zahlung 

innert Frist auf die Beschwerde nicht eingetreten werde.  

A.d Nachdem der Kostenvorschuss innert Frist nicht geleistet wurde, trat 

das Bundesverwaltungsgericht androhungsgemäss mit Urteil D-4957/2025 

vom 8. August 2025 auf die Beschwerde vom 4. Juli 2025 nicht ein.  

B.  

Mit Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 15. August 2025 (Da-

tum Poststempel, Schreiben vom 14. August 2025) ersucht der Gesuch-

steller persönlich sinngemäss um Wiederherstellung der Frist zur Leistung 

des Kostenvorschusses. Er bringt vor, die Zwischenverfügung sei seinem 

Rechtsvertreter zugestellt und via E-Mail an seinen Bekannten weitergleitet 

worden, da er selbst über kein E-Mailkonto verfüge. Da der Bekannte die 

E-Mail ferienhalber nicht gesehen habe, sei er (Gesuchsteller) nicht über 

die Kostenvorschusserhebung in Kenntnis gesetzt worden. Als er am 

13. August 2025 das Schreiben (recte: Urteil) des Gerichts erhalten habe, 

sei er der Sache nachgegangen und habe von der Vorschusspflicht erfah-

ren. Er habe den Kostenvorschuss dann am 13. August 2025 bezahlt und 

bitte nun um Berücksichtigung seiner Beschwerde.  

Der Eingabe lagen folgende Dokumente (in Kopie) bei: Urteil D-4957/2025 

vom 8. August 2025 mit Eingangsstempel vom 13. August 2025, Einzah-

lungsbeleg vom 13. August 2025 (bezahlter Betrag: Fr. 750.–). 

 

 

D-6225/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss Art. 31 i.V.m. Art. 33 VGG 

für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen des SEM nach 

Art. 5 VwVG zuständig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]. Dies umfasst auch die 

Beurteilung von Gesuchen um Wiederherstellung von Fristen im Sinne von 

Art. 24 Abs. 1 VwVG, welche im Zusammenhang mit solchen Beschwer-

den stehen. Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet das Bundesverwal-

tungsgericht in der Regel – und so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Gesuche, mit denen nach einem Nichteintretensentscheid des Bundes-

verwaltungsgerichts wegen Nichtleistung oder nicht rechtzeitiger Leistung 

des erhobenen Kostenvorschusses das Vorliegen entschuldbarer Gründe 

geltend gemacht wird, welche die Partei an der rechtzeitigen Leistung des 

Kostenvorschusses gehindert hätten, werden im Verfahren gemäss Art. 24 

Abs. 1 VwVG (Fristwiederherstellung) behandelt. 

1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Regel in der Beset-

zung mit drei Richterinnen oder Richtern (Art. 21 Abs. 1 VGG). Da Frist-

wiederherstellungsgesuche im Sinne von Art. 24 VwVG nicht unter die in 

Art. 111 AsylG auf dem Gebiet des Asylrechts dem Einzelrichter respektive 

der Einzelrichterin vorbehaltenen Zuständigkeiten fallen, gilt diese Regel 

auch bezüglich dieser Verfahren. 

2.  

2.1 Eine versäumte (gesetzliche oder behördliche) Frist wird wiederherge-

stellt, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldeterweise 

abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln, er unter Angabe des Grun-

des innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die 

versäumte Rechtshandlung nachholt (Art. 24 Abs. 1 VwVG). 

2.2 Der Gesuchsteller macht geltend, er habe erst mit Zustellung des Ur-

teils D-4957/2025 vom 8. August 2025 (verschickt an den Rechtsvertreter 

am 11. August 2025) von der Kostenvorschusserhebung erfahren. Somit 

wäre sein (sinngemässes) Gesuch um Wiederherstellung der Zahlungsfrist 

fristgerecht im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG eingereicht worden. Er hat 

zudem die versäumte Rechtshandlung (Kostenvorschussleistung) am 

D-6225/2025 

Seite 4 

13. August 2025 nachgeholt, womit auf das Fristwiederherstellungsgesuch 

einzutreten ist. 

3.  

3.1 Eine Fristwiederherstellung bezweckt die Beseitigung von Rechtsnach-

teilen wegen unverschuldeter Fristversäumnis. Ein Fristversäumnis gilt als 

unverschuldet, wenn dafür objektive Gründe vorliegen und der säumigen 

Partei beziehungsweise ihrer Vertretung keine Nachlässigkeit vorgeworfen 

werden kann. Massgeblich sind nur solche Gründe, die der Partei auch bei 

Aufwendung der üblichen Sorgfaltspflicht die Wahrung ihrer Interessen ver-

unmöglicht oder unzumutbar erschwert hätten (wie beispielsweise Natur-

katastrophen, eine plötzliche schwerwiegende Erkrankung oder ein Unfall). 

Daneben können auch subjektive Gründe eine Fristwiederherstellung 

rechtfertigen. Solche sind anzunehmen, wenn die gesuchstellende Person 

zwar objektiv zu handeln in der Lage wäre, aber untätig bleibt, weil sie die 

Situation infolge eines Irrtums oder aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht 

richtig einzuschätzen vermag, ohne dass ihr eine Vernachlässigung der 

nach Treu und Glauben zumutbaren Aufmerksamkeit vorgeworfen werden 

könnte. Bei der Beurteilung eines Wiederherstellungsgrundes ist ein stren-

ger Massstab anzuwenden (vgl. zum Ganzen PATRICIA EGLI, in: Wald-

mann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 3. Aufl., 2023, N 1 ff. zu 

Art. 24; STEFAN VOGEL, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum 

Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2. Aufl., 2019, N 1 ff. zu 

Art. 24 VwVG; jeweils mit ausführlichen Nachweisen zur Gerichtspraxis). 

3.2 Vorliegend kann nicht von einem im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG 

unverschuldeten Hindernis des Gesuchstellers, binnen ihm angesetzter 

Frist zu handeln, ausgegangen werden. Die – gleichentags verschickte – 

Zwischenverfügung vom 16. Juli 2025, mit welcher der Gesuchsteller unter 

Säumnisandrohung des Nichteintretens auf die Beschwerde zur Bezah-

lung des Kostenvorschusses bis zum 31. Juli 2025 aufgefordert wurde, 

wurde dem vom Gesuchsteller am 19. Juni 2025 mandatierten Rechtsver-

treter zugestellt und damit korrekt eröffnet. Dies wird vom Gesuchsteller 

auch nicht bestritten. Ebenso ist unbestritten, dass der Gesuchsteller den 

Kostenvorschuss nicht innert der angesetzten Frist bezahlt hat. Mit seinem 

Vorbringen, die betreffende Zwischenverfügung sei an einen Bekannten via 

E-Mail weitergeleitet worden, welcher die Nachricht infolge von Ferien aber 

nicht gesehen habe, weshalb er (Gesuchsteller) nicht rechtzeitig davon er-

fahren habe, vermag der Gesuchsteller sein Versäumnis nicht zu entschul-

digen. Die Wahl der Kommunikationswege zwischen dem Mandanten und 

dem Rechtsvertreter (bspw. per Telefon, E-Mail, Post; direkt oder über 

D-6225/2025 

Seite 5 

Drittpersonen) sowie die Sicherstellung der Erreichbarkeit, namentlich 

auch während (Ferien-)Abwesenheiten, beschlagen allein die interne Aus-

gestaltung des Vertretungsverhältnisses. Diesbezügliche organisatorische 

Unzulänglichkeiten seitens der gesuchstellenden Person und/oder der 

Rechtsvertretung gelten nicht als unverschuldete Hindernisse im Sinne von 

Art. 24 Abs. 1 VwVG (vgl. bspw. Urteil des BVGer D-499/2023 vom 3. März 

2023 S. 4). Vor diesem Hintergrund kann vorliegend nicht von einem un-

verschuldeten Fristversäumnis die Rede sein, vielmehr muss sich der Ge-

suchsteller den Vorwurf einer prozessualen Unsorgfalt gefallen lassen. 

4.  

Das Fristwiederherstellungsgesuch vom 15. August 2025 ist demnach, un-

besehen der nachgeholten Rechtshandlung (Zahlung des am 16. Juli 2025 

erhobenen Kostenvorschusses am 13. August 2025), abzuweisen. Das Ur-

teil D-4957/2025 vom 8. August 2025 bleibt damit bestehen. 

5.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten in der Höhe von 

Fr. 750.– dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1-3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der vom 

Gesuchsteller am 13. August 2025 im Beschwerdeverfahren D-4957/2025 

(zu spät) einbezahlte Betrag von Fr. 750.– wird zur Bezahlung der vorlie-

genden Verfahrenskosten verwendet.  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-6225/2025 

Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Gesuch um Fristwiederherstellung wird abgewiesen. 

2.  

Das Urteil D-4957/2025 vom 8. August 2025 bleibt bestehen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Der im Beschwerdeverfahren D-4957/2025 einbezahlte Betrag von 

Fr. 750.– wird zur Bezahlung der vorliegenden Verfahrenskosten verwen-

det. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das SEM und die zuständige kan-

tonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniela Brüschweiler Susanne Burgherr 

 

 

Versand: