# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3b6e4e3-b6a0-533d-8da4-4c2af94bf3b0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-01-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.01.2015 D-224/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-224-2015_2015-01-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-224/2015/was 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  J a n u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Einzelrichter Hans Schürch, 

mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   Parteien 
 

A._______, geboren (…),  

alias B._______, geboren (…), 

Staat unbekannt,  

c/o (…),   

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration  

(SEM; zuvor Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des BFM vom 30. Dezember 2014 / N (…). 

 

 

 

D-224/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 21. Januar 2011 in der Schweiz zum ersten 

Mal um Asyl nachsuchte, 

dass das BFM mit Verfügung vom 21. März 2011 auf das erste Asylgesuch 

nicht eintrat, und die Wegweisung des Beschwerdeführers nach Frankreich 

verfügte, 

dass der Beschwerdeführer am 23. Januar 2014 sein zweites Asylgesuch 

in der Schweiz stellte, auf welches das BFM mit Verfügung vom 25. April 

2014 nicht eintrat, und die Wegweisung des Beschwerdeführers nach Un-

garn verfügte, 

dass er am 26. Mai 2014 nach Ungarn überstellt wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 23. August 2014 in der Schweiz schriftlich 

zum dritten Mal um Asyl nachsuchte (act. C 1/3), 

dass er am 3. September 2014 von der Kantonspolizei C._______ festge-

nommen und am 5. September 2014 von der Staatsanwaltschaft des Kan-

tons C._______ wegen mehrfach versuchtem Diebstahl und geringfügigem 

Diebstahl zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten und einer Busse von 

Fr. 200.– verurteilt wurde, 

dass im Strafbefehl vom 5. September 2014 festgehalten wurde, die Vor-

aussetzungen für eine bedingte Anordnung der Strafe seien nicht gegeben, 

da der Beschwerdeführer bereits mehrfach einschlägig vorbestraft sei, 

dass einem Vollzugsauftrag betreffend Strafen vom 10. November 2014 

entnommen werden kann, dass der Beschwerdeführer die gegen ihn aus-

gesprochenen Freiheitsstrafen am 5. Januar 2016 verbüsst haben wird und 

eine bedingte Entlassung frühestens am 23. Juli 2015 in Betracht fallen 

würde, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. Oktober 

2014 das rechtliche Gehör zu einer allfälligen Zuständigkeit Ungarns für 

die Durchführung des Asyl und Wegweisungsverfahrens und einer Weg-

weisung nach Ungarn gewährte, 

dass der Beschwerdeführer am 24. Oktober 2014 eine Stellungnahme 

dazu einreichte, 

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Seite 3 

dass das SEM den Beschwerdeführer am 10. November 2014 ersuchte, 

seine Einwilligung zur Weiterleitung von Informationen über seinen Ge-

sundheitszustand an die zuständigen Behörden zu erteilen, 

dass der Beschwerdeführer am 19. November 2014 eine weitere Stellung-

nahme einreichte und wiederholte, er sei nicht damit einverstanden, nach 

Ungarn überstellt zu werden, 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Dezember 2014 – versendet am 

6. Januar 2015 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

(SR 142.31) auf das dritte Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus 

der Schweiz nach Ungarn verfügte und den Beschwerdeführer aufforderte, 

die Schweiz am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den Ent-

scheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und die Aushändigung 

der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer anordnete, 

dass für die Begründung des Entscheids auf die Akten zu verweisen ist, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Januar 2015 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

beantragte, er sei nicht nach Ungarn zu überstellen, sondern es sei ihm die 

Gelegenheit zu geben, nach seiner Haftentlassung freiwillig aus der 

Schweiz auszureisen, 

dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen und         – 

soweit entscheidwesentlich – nachfolgend darauf einzugehen ist, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 15. Januar 2015 beim Bundesverwal-

tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

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dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Beschwerde indes – wie nachfolgend aufgezeigt – als offen-

sichtlich unbegründet erweist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 

Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Entscheid nur sum-

marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG),  

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien 

und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung ei-

nes von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mit-

gliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, 

(nachfolgend: Dublin-III-VO) zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird, wobei die 

einzelnen Bestimmungskriterien in der Reihenfolge ihrer Auflistung im Ka-

pitel III Anwendung finden (Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

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Seite 5 

dass gemäss Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dublin-III-VO der die Zuständig-

keit prüfende Mitgliedstaat für die Durchführung des Asylverfahrens zu-

ständig wird, falls es sich als unmöglich erweist, einen Antragsteller in den 

eigentlich zuständigen Mitgliedstaat zu überstellen, weil es wesentliche 

Gründe für die Annahme gibt, dass das Asylverfahren und die Aufnahme-

bedingungen für Antragsteller in jenem Mitgliedstaat systemische 

Schwachstellen aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder 

entwürdigenden Behandlung im Sinne von Artikel 4 der Charta der Grund-

rechte der Europäischen Union (ABl. C 364/1 vom 18.12.2000, nachfol-

gend: EU-Grundrechtecharta) mit sich bringen, und nach den Regeln der 

Dublin-III-VO kein anderer zuständiger Mitgliedstaat bestimmt werden 

kann, 

dass der nach dieser Verordnung zuständige Mitgliedstaat verpflichtet ist, 

einen Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen, dessen Antrag abgelehnt 

wurde und der in einem anderen Mitgliedstaat einen Antrag gestellt hat o-

der der sich im Hoheitsgebiet eines anderen Mitgliedstaats ohne Aufent-

haltstitel aufhält, nach Massgabe der Art. 23, 24, 25 und 29 wieder aufzu-

nehmen (Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO),  

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 beschliessen kann, 

einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen gestell-

ten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch wenn er nach den in 

dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die Prüfung zuständig ist 

(Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO; sog. Selbsteintrittsrecht), 

dass ein Abgleich der Fingerabdrücke des Beschwerdeführers mit der «Eu-

rodac»-Datenbank unter anderem ergab, dass dieser am 30. Mai 2014 in 

Ungarn ein Asylgesuch eingereicht hatte, 

dass das SEM die ungarischen Behörden am 8. Oktober 2014 um Wieder-

aufnahme des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b Dublin-

III-VO ersuchte, 

dass die ungarischen Behörden dem Gesuch um Übernahme am 16. Ok-

tober 2014 zustimmten, 

dass der Beschwerdeführer nicht bestreitet, in Ungarn ein Asylgesuch ein-

gereicht zu haben, und deshalb die grundsätzliche Zuständigkeit dieses 

Mitgliedstaates unbestritten blieb,  

dass die Zuständigkeit Ungarns somit gegeben ist, 

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dass daran der mehrfach schriftlich geäusserte Wunsch des Beschwerde-

führers, nicht nach Ungarn zurückkehren zu wollen, weil er dort unter einer 

falschen Identität um Asyl nachgesucht habe, nichts ändert, 

dass indessen zu prüfen ist, ob es Gründe gibt, um vom Selbsteintrittsrecht 

Gebrauch zu machen, weil beispielsweise das Asylverfahren und die Auf-

nahmebedingungen für Antragsteller in Ungarn systemische Schwachstel-

len aufweisen,  

dass das Bundesverwaltungsgericht in einer Analyse der Situation von 

Asylsuchenden in Ungarn und des dortigen Asylverfahrens unter Einbezug 

der aktuellsten Entwicklungen zum Schluss gelangt ist, dass die Überstel-

lung von Asylsuchenden nach Ungarn im Rahmen des Dublin-Regelwerks 

nicht generell die Gefahr einer unmenschlichen oder erniedrigenden Be-

handlung oder einer Verletzung des Prinzips des Non-Refoulement mit sich 

bringt und daher nicht generell unzulässig ist (vgl. Urteil des BVGer E-

2093/2012 vom 9. Oktober 2013 E. 9),  

dass die Vermutung, dieser Staat beachte die den betroffenen asylsuchen-

den Personen im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem zustehenden 

Grundrechte in angemessener Weise (vgl. E. 4.1-4.3), nicht uneinge-

schränkt aufrechterhalten werden kann (analog zu Überstellungen nach 

Malta, vgl. BVGE 2012/27), und daher die Asylbehörden auf der Grundlage 

der jeweils aktuellsten, zugänglichen Informationen im Einzel-fall zu prüfen 

haben, ob die betroffene Person im Falle einer Überstellung nach Ungarn 

Gefahr laufen würde, wegen der dortigen Mängel des Asylverfahrens 

und/oder der Aufnahmebedingungen eine Verletzung ihrer Grundrechte zu 

erleiden, und diese Person selbst nicht die volle Beweislast zu tragen hat, 

sondern lediglich, aber immerhin, ihre persönlichen Gründe (mit konkreten 

Hinweisen) geltend zu machen hat, die gegen die Zulässigkeit der Über-

stellung nach Ungarn sprechen könnten (vgl. Urteil E-2093/2012 a.a.O. E. 

9.2), 

dass die Behörde aufgrund der geltenden Untersuchungsmaxime ver-

pflichtet ist, von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 12 VwVG) und es ihr 

im Rahmen des rechtlichen Gehörs obliegt (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 

VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG), die Vorbringen eines Gesuchstellers entge-

genzunehmen, diese auch wirklich zu hören, sorgfältig zu prüfen und in der 

Entscheidfindung zu berücksichtigen (BVGE 2008/47 mit weiteren Hinwei-

sen), 

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dass indessen aber auch dem Beschwerdeführer die Pflicht obliegt, an der 

Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts mitzuwirken (Art. 8 Abs. 

1 AsylG), 

dass festzustellen ist, dass eine zwangsweise Rückweisung von Personen 

mit gesundheitlichen Problemen nur dann einen Verstoss gegen Art. 3 

EMRK darstellen kann, wenn die betroffene Person sich in einem fortge-

schrittenen oder terminalen Krankheitsstadium und bereits in Todesnähe 

befindet (vgl. BVGE 2011/9 E. 7 mit Hinweisen auf die Praxis des Europä-

ischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR]), 

dass der Beschwerdeführer in seinen Stellungnahmen vom 24. Oktober 

2014 und 19. November 2014 zwar angegeben hat, an verschiedenen ge-

sundheitlichen Problemen (Verletzung am rechten Fuss, Heroinabhängig-

keit) zu leiden,  

dass er indessen zurzeit nicht mehr drogenabhängig sei,  

dass somit vorliegend offensichtlich nicht davon ausgegangen werden 

kann, eine Überstellung des Beschwerdeführers sei aus medizinischen 

Gründen unzulässig, 

dass zudem nicht anzunehmen ist, dem Beschwerdeführer würde eine not-

wendige ärztliche Behandlung in Ungarn verweigert, da er nicht geltend 

machte, während seines bisherigen Aufenthalts in Ungarn erfolglos um 

ärztliche Hilfe ersucht zu haben, 

dass ihm daher zugemutet werden kann, sich nach einer Überstellung nach 

Ungarn für eine allfällige dannzumal notwendige medizinische Behandlung 

seiner gesundheitlichen Probleme an die zuständigen ungarischen Behör-

den zu wenden (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-6448/2014 

vom 15. Dezember 2014), 

dass die Mitgliedstaaten den Antragstellern gemäss den Regeln der Auf-

nahmerichtlinie nämlich die erforderliche medizinische Versorgung, die zu-

mindest die Notversorgung und die unbedingt erforderliche Behandlung 

von Krankheiten und schweren psychischen Störungen umfasst, zugäng-

lich machen müssen, und den Antragstellern mit besonderen Bedürfnissen 

die erforderliche medizinische oder sonstige Hilfe zu gewähren haben, 

dass unter diesen Umständen die Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Satz 2 

Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt ist, 

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dass es nach dem Gesagten keinen Grund für einen Selbsteintritt gemäss 

Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass das 

Dublin-System den Schutzsuchenden kein Recht einräumt, den ihren An-

trag prüfenden Staat selber auszuwählen (vgl. BVGE 2010/45 E.8.3, der 

auch unter der Dublin-III-VO Geltung bewahrt), 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil der Beschwerdeführer nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- o-

der Niederlassungsbewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die 

Überstellung nach Ungarn angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]),  

dass die vom Beschwerdeführer geäusserte Absicht, nach seiner Haftent-

lassung freiwillig nach Italien (vgl. Stellungnahme vom 19. November 2014, 

act. C21/4) beziehungsweise Kroatien (vgl. Beschwerde vom 9. Januar 

2015) ausreisen zu wollen, nichts daran ändert, zumal nicht feststeht, dass 

ihn eines der genannten Länder einreisen lassen würde, 

dass es ihm indessen offensteht, die ungarischen Behörden nach einer 

Überstellung um Unterstützung bei seinen Bemühungen um freiwillige Aus-

reise in seinen Heimat- oder einen Drittstaat zu ersuchen, 

dass unter diesen Umständen allfällige Vollzugshindernisse gemäss 

Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG (SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das 

Fehlen von Überstellungshindernissen bereits Voraussetzung des Nicht-

eintretensentscheides gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 

2010/45 E. 10),  

dass die Beschwerde aus diesen Gründen abzuweisen und die Verfügung 

des SEM zu bestätigen ist,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.–(Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Hans Schürch Christoph Basler 

 

 

Versand: