# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9bf1e9a1-9a25-5b2d-b33f-9af43a8b6bc8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-09-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.09.2009 S 2009 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2009-67_2009-09-08.pdf

## Full Text

S 09 67

3. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 8. September 2009

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend IV-Rente

1. … wurde am … 1960 geboren. Sie heiratete im Jahre 1989 und bis ca. 1991 

war sie vollerwerbstätig. Sie reduzierte dann, da sie gerne Kinder gehabt 

hätte, ihre Berufstätigkeit auf ca. 50%. In der Folge erhöhte sie das Pensum 

nicht mehr, da das finanziell nicht mehr notwendig war. Sie arbeitet seit dem 

Jahr 2001 als kaufmännische Angestellte in einem 50%-Pensum beim … und 

zusätzlich seit dem Jahr 2004 in einem ca. 7.5%-Pensum als Büroangestellte 

für den ... Im Jahre 1983 erlitt sie bei einem Autounfall schwere 

Knieverletzungen. Seither leidet sie an Dauerschmerzen und sie musste sich 

verschiedene Operationen unterziehen. 

2. Am 4. September 2006 meldete sich die Versicherte aufgrund chronischer 

Schmerzen im linken Knie zum Bezug von IV-Leistungen an. In ihrem 

Antwortschreiben vom 6. November 2006 erklärte sie gegenüber der 

Invalidenversicherung, dass sie ohne Gesundheitsschaden zu 100% 

erwerbstätig wäre. 

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden veranlasste zur Festsetzung des 

Invaliditätsgrades eine Haushaltsabklärung, die am 23. April 2008 

durchgeführt wurde. Im entsprechenden Bericht vom 29. April 2008 wurde 

festgehalten, dass vor zwei Wochen der Ehemann ausgezogen sei und wie 

es mit ihm weitergehe, wisse sie nicht. Die Abklärungsperson hielt zudem zur 

Erwerbstätigkeit ohne Behinderung fest, dass die Versicherte heute wieder zu 

50% arbeite wie im bisherigen Ausmass. Falls die Ehe nicht weiter bestehen 

werde, müsste sie eventuell mehr arbeiten, zwischen 60-70%. Sie habe bis 

ca. 1991 zu 100% gearbeitet. Dann hätte sie gerne Kinder gehabt und habe 

deshalb die Berufstätigkeit reduziert. Sie habe das Pensum dann nicht mehr 

erhöht, weil das finanziell nicht notwendig gewesen sei.

In der Abschlussbeurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes der 

Invalidenversicherung (RAD) vom 15. November 2007 bzw. vom 7. August 

2008 wurde festgestellt, dass die Versicherte ihre Restarbeitsfähigkeit von 

50% in der aktuellen Tätigkeit im Büro optimal verwerten könne. In der 

Bemerkung vom 11. August 2008 im Case Report war enthalten, dass die 

Versicherte zwar angebe, sie würde zu 100% erwerbstätig sein, dies sei aber 

nicht nachzuvollziehen. Es werde daher auf die Gewichtung 57.5% im Erwerb 

und 42.5% im Haushalt abgestellt. 

Die Versicherte beauftragte am 29. August 2008 ihren Anwalt mit der 

Wahrung ihrer Interessen. 

4. Mit Vorbescheid vom 22. September 2008 setzte die IV-Stelle den Anteil der 

Erwerbstätigkeit bei 57.5% fest. Den Anteil der Arbeiten im Haushalt bezifferte 

sie auf 42.5%. In Bezug auf die Erwerbstätigkeit anerkannte sie eine 

Einschränkung von 0%, die Einschränkung im Haushalt wurde auf 5.9% 

festgelegt. In Anwendung der gemischten Methode ergab sich somit ein 

Invaliditätsgrad von 2.51%. Der Versicherten wurde demzufolge keine Rente 

in Aussicht gestellt. 

Am 21. Oktober 2008 liess die Versicherte Einwand gegen den Vorbescheid 

erheben. Sie beantragte, ihr sei eine ganze, mindestens aber eine halbe 

Rente zuzusprechen. Sie machte geltend, dass sie ohne 

Gesundheitsschaden zu 100% erwerbstätig wäre. Im Eheschutzverfahren 

habe der getrennt lebende Ehemann beantragt, dass bei der 

Unterhaltsberechnung von einem Einkommen der Versicherten von 100% 

auszugehen sei. Zudem sei sie in der Haushaltsführung eingeschränkt. Auch 

hier sei von einer höheren Einschränkung auszugehen, da sie jetzt alleine 

lebe. 

In der Zwischenzeit wurden die Ehegatten … rechtskräftig geschieden. 

5. Mit Verfügung vom 23. März 2009 sprach die IV-Stelle der Versicherten bei 

einem Invaliditätsgrad von 14.27% keine Rente zu. Die IV-Stelle stellte fest, 

dass die Versicherte seit dem 7. Februar 2005 in ihrer Arbeitsfähigkeit 

erheblich eingeschränkt sei. Bis April 2007 habe sie einen Invaliditätsgrad von 

32.26% (Gewichtung von 57.5% Erwerb und 42.5% Haushalt) gehabt, 

zwischen April 2007 und April 2008 einen Invaliditätsgrad von 2.51% (57.5% 

Erwerb und 42.5% Haushalt) und ab April 2008 einen Invaliditätsgrad von 

14.27% (70% Erwerb und 30% Haushalt). Die Versicherte sei bis April 2007 

zu 75.9%, bis April 2008 zu 5.9% und ab April 2008 zu 5.9% im Haushalt 

eingeschränkt. Es bestehe ein unbestrittenes Valideneinkommen von Fr. 

39'437.50 für das 57.5%-Pensum bis Anfang April 2008 und dann ein solches 

von Fr. 48'010.85 für das 70%-Pensum. Das Invalideneinkommen werde auf 

Fr. 39'437.50 festgelegt, im Erwerb bestehe somit eine Einschränkung ab 

April 2008 im Umfang von 17.86%.  

6. Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 20. April 2009 Beschwerde 

erheben. Sie beantragte, dass die Verfügung aufzuheben sei und 

festzustellen sei, dass sie ab dem 1. April 2008 Anspruch auf eine halbe Rente 

habe. Eventualiter sei die Sache zurückzuweisen mit der Weisung, es sei ihr 

eine halbe Rente zuzusprechen. Es sei unbestritten, dass eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit in der jetzigen Tätigkeit vorliege. Solange sie mit dem 

Ehemann zusammen gewohnt habe, sei sie nicht darauf angewiesen 

gewesen, ihr Pensum zu erhöhen. Die IV-Stelle habe also zu Recht die 

Veränderung der Verhältnisse seit Auszug und Trennung bzw. Scheidung 

geprüft. Es sei auch zutreffend, dass die eheliche Rollenverteilung 

weggefallen sei. Die Aussage anlässlich der Haushaltsabklärung vom 23. 

April 2008 sei jedoch falsch interpretiert worden. Sie habe ausgesagt, dass 

sie in Zukunft aus finanziellen Gründen, falls die Trennung endgültig wäre, zu 

60 oder 70% arbeiten müsste. Die Interpretation der IV-Stelle sei falsch und 

finde in den Akten keine Stütze. Sie habe damit ausdrücken wollen, dass ihr 

der Lohn aus dem 50%-Pensum nicht ausreiche, um zu überleben. Damit 

habe sie aber auf die Frage, wie viel sie arbeiten würde, wenn sie zu 100% 

gesund wäre, nicht geantwortet, da ihr diese Frage gar nicht gestellt worden 

sei. Ohne Gesundheitsschaden würde sie einer 100%-igen 

Arbeitsbeschäftigung nachgehen, wie sie dies bereits im Schreiben vom 6. 

November 2006 klar zum Ausdruck gebracht habe. Die Aussagen seien nicht 

widersprüchlich, sondern identisch. Es sei nicht entscheidend, ob der 

Beschwerdeführerin ein 60% oder 70%-Pensum zum Lebensunterhalt 

reichen würde. Nebenbei sei zu erwähnen, dass das kinderlose Paar einen 

hohen Lebensstandard geführt habe. Sie habe daher Anspruch auf diesen, 

was sie aber mit diesem Pensum nicht finanzieren könne. Der Nettolohn 

betrage heute Fr. 32'001.00 bei einer 50%-igen Anstellung. Die Tätigkeit beim 

Tierschutz sei eine Nebensache und dieser Lohn sei nicht bei der Berechnung 

zu berücksichtigen, da sie diese Tätigkeit bloss aus ideellen Gründen ausübe. 

Bei einem 100%-Pensum würde die Versicherte ein Valideneinkommen von 

Fr. 68'587.00 erzielen. Die Erwerbseinbusse betrage somit Fr. 36'277.00. 

Beim Invaliditätsgrad von 53% habe die Versicherte Anspruch auf eine halbe 

IV-Rente.

7. Mit Vernehmlassung vom 5. Mai 2009 beantragte die IV-Stelle die Abweisung 

der Beschwerde. Streitgegenstand sei die Frage, ob die IV-Stelle zu Recht 

davon ausgehe, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden ab 

Mitte April 2008 zu 70% erwerbstätig wäre und einen Invaliditätsgrad von 14% 

ermittelt habe. Unbestritten seien die Arbeitsfähigkeit im Erwerb und offenbar 

auch die Einschränkung im Haushalt sowie die IV-Grade von 32% bis April 

2007 und von 3% von April 2007 bis Mitte April 2008. Die eheliche 

Rollenverteilung sei zwar weggefallen, aber die Beschwerdeführerin habe 

anlässlich der Abklärung im April 2008 angegeben, dass sie, falls die Ehe 

nicht weiter bestehe, aus finanziellen Gründen mehr arbeiten müsste, 

zwischen 60 und 70%. Es sei daher nachvollziehbar, dass der kinderlosen 

Beschwerdeführerin ein dementsprechendes Einkommen gut reichen würde. 

In Anbetracht dieser schlüssigen „Aussage der ersten Stunde“ der 

Versicherten zur neuen Situation, sei zu Recht darauf abgestellt worden. Dem 

Abklärungsbericht sei zu entnehmen, dass sie auf die Frage, ob ohne 

Behinderung eine Erwerbstätigkeit ausgeübt würde, zuerst geantwortet habe, 

dass sie heute wieder zu 50% arbeite. Falls die Ehe nicht weiter bestehe, 

müsste sie eventuell mehr arbeiten, zwischen 60 und 70%. Diese Frage stehe 

in Zusammenhang mit der Frage „Zeitpunkt und Gründe für die Aufgabe resp. 

Reduktion der Erwerbstätigkeit“, welche die Versicherte dahingehend 

beantwortet habe, dass sie bis ca. 1991 zu 100% gearbeitet habe und 

aufgrund eines (unerfüllten) Kinderwunsches die Berufstätigkeit reduziert 

habe. Es bestünden keine Anhaltspunkte, dass die Abklärungsexpertin der IV 

die Beschwerdeführerin nicht danach gefragt habe, ob und wie viel sie ohne 

Behinderung erwerbstätig sein würde. Das Schreiben vom 6. November 2006 

sei eine pauschale und nicht begründete Antwort, welche noch nicht in 

Kenntnis des Scheiterns der Ehe gemacht worden sei. Demgegenüber seien 

ihre Antworten anlässlich der Abklärung vor Ort in Kenntnis der Trennung 

erfolgt und sie seien detailliert, begründet und nachvollziehbar. Ab Mitte April 

2008 sei sie daher als zu 70% Erwerbstätige zu betrachten. In Anwendung 

der gemischten Methode (mit 70%-iger Erwerbstätigkeit) und unter 

Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 48'010.85 für ein 70%-

Pensum, eines Invalideneinkommens von Fr. 39'437.50 und einer 

Einschränkung im Haushaltsbereich von 5.9% betrage somit der 

Invaliditätsgrad ab April 2008 14%. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und zu prüfen ist, ob die Versicherte Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung hat, wobei es zunächst zu entscheiden gilt, ob die 

Vorinstanz die richtige Methode bei der Bemessung des Invaliditätsgrads zur 

Anwendung brachte. Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der IV-Stelle vom 

23. März 2009, soweit sie den Zeitraum ab April 2008 betrifft. 

2. a) Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen 

Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere 

Zeit andauernde Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechtes [ATSG; SR 830.1] und Art. 

4 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Ist 

ein Versicherter mindestens 40% invalid, so hat er Anspruch auf eine 

Viertelsrente; bei mindestens 50% auf eine halbe Rente, bei mindestens 60% 

auf eine Dreiviertelsrente und ab 70% auf eine Vollrente (Art. 28 Abs. 1 IVG). 

b) Bei erwerbstätigen Versicherten erfolgt die Ermittlung der Invalidität in der 

Regel nach der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG,    Art. 28 

Abs. 2 IVG). Bei dieser Methode wird das gegenwärtig trotz Behinderung noch 

zumutbare Erwerbseinkommen mit jenem ohne Behinderung verglichen, 

wobei die daraus resultierende Differenz in Prozenten den IV-Grad ergibt. Bei 

Nichterwerbstätigen wird dafür der Betätigungsvergleich laut spezifischer 

Methode (Art. 8 Abs. 3 ATSG i.V.m. Art. 27 der Verordnung zum IVG [IVV; SR 

831.201]; BGE 130 V 97 E. 3.1 S. 98) angewandt. Bei nicht erwerbstätigen 

Versicherten wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in 

welchem Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu 

betätigen (Art. 27 Abs. 1 IVV). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen 

Versicherten gilt die übliche Tätigkeit im Haushalt sowie die Erziehung der 

Kinder (Art. 27 Abs. 2 IVV). Die Invaliditätsbemessung erfolgt im Regelfall 

durch eine Abklärung vor Ort, deren Inhalt sich nach den durch die 

Rechtsprechung für gesetzes- und verordnungskonform erklärten (Urteile S. 

vom 28. Februar 2003, I 685/02, BGE 130 V 97 Erw. 3.3.1 S. 99) Weisungen 

des Bundesamtes für Sozialversicherung (BSV) (Kreisschreiben über 

Invalidität und Hilflosigkeit [KSIH] gültig ab 1. Januar 2000, Rz 3090 ff.) richtet. 

Da die Invalidität nicht in der durch den Gesundheitsschaden verursachten 

Erwerbsunfähigkeit, sondern in der gesundheitsbedingten Einschränkung im 

Haushaltsbereich besteht, ist auch der Rentenbeginn mit Blick auf diesen 

Bereich zu bestimmen.

3. a) Es ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die gemischte 

Methode mit einer Gewichtung von 70% Erwerb und 30% Haushalt 

angewendet hat.

b) Die Einstufung der versicherten Person als ganztägig oder teilzeitlich 

erwerbstätig ergibt sich aus der Prüfung, was die Versicherte - bei den im 

Übrigen unveränderten gegebenen Umständen – täte, wenn keine 

gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Für die Beurteilung und 

Festlegung des von Versicherten im Gesundheitsfall mutmasslich ausgeübten 

Aufgabenbereiches sind die finanzielle Notwendigkeit, die Wiederaufnahme 

oder Ausdehnung der Erwerbstätigkeit, allfällige Erziehungs- und 

Betreuungskosten gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten 

und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu 

berücksichtigen (BGE 117 V 194 E. 3b S. 194f.; VGU S 99 286 E. 1c). Welche 

Methode anwendbar ist, wird praxisgemäss nach den Verhältnissen beurteilt, 

wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Für 

die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-

)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit massgebend (BGE 130 III 321 E. 3.3 S. 

325 m.w.H., 125 V 146 E. 2c S. 150).

c) Die Beschwerdegegnerin kommt aufgrund des Haushaltsabklärungsberichts 

vom 29. April 2008 zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin – wenn die 

Ehe nicht weitere bestehen würde – eventuell mehr arbeiten müsste, 

zwischen 60 und 70%, womit für die Berechnung des Invaliditätsgrads die 

gemischte Methode (70% Erwerb und 30% Haushalt) anzuwenden sei. Aus 

den Akten geht hervor, dass die Abklärungsperson der IV in der 

Haushaltsabklärung angegeben hat, dass die Beschwerdeführerin erklärt 

habe, dass sie ihre Arbeitstätigkeit reduziert habe, weil sie Kinder wollte. Da 

es aus finanziellen Gründen nicht notwendig gewesen sei, habe sie, auch als 

sich der Kinderwunsch nicht erfüllt habe, nicht wieder zu 100% zu arbeiten 

begonnen. Als Anmerkung wurde aufgeführt, dass sie in Zukunft aus 

finanziellen Gründen, falls die Trennung vom Ehemann endgültig wäre, 60 

oder 70% arbeiten müsse.

Die Beschwerdeführerin bestreitet diese Interpretation ihrer Aussage. Sie 

habe nämlich in ihrem Schreiben vom 6. November 2006 klargestellt, dass sie 

bei voller Gesundheit 100% arbeiten würde. Damit sei für die Berechnung des 

Invaliditätsgrads ein reiner Einkommensvergleich massgebend. Sie bringt vor, 

dass die IV-Stelle ihre Aussage anlässlich der Abklärung vom 23. April 2008 

falsch interpretiert habe. Sie habe damit ausdrücken wollen, dass der Lohn 

aus dem 50%-Pensum nicht ausreiche, um zu überleben. Damit habe sie aber 

auf die Frage, „wie viel sie arbeiten würde im Gesundheitsfall“, nicht 

geantwortet, da ihr diese gar nicht gestellt worden sei.

d) Zu berücksichtigen ist, dass, wenn wie vorliegend zwei Aussagen einer 

Person in einem Widerspruch zueinander stehen, gemäss der allgemeinen 

Lebenserfahrung und der überwiegenden Wahrscheinlichkeit diejenige 

Aussage glaubwürdiger ist, welche die Person zuerst, das heisst in 

Unkenntnis der Konsequenzen abgegeben hat. In der Regel ist eine solche 

spontane "Aussage der ersten Stunde" unbefangener und zuverlässiger als 

spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 

können (BGE 121 V 47 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts U 236/03 vom 19. Mai 2004 E. 3.3.4). 

Die Beschwerdegegnerin bezeichnet in der Verfügung als Aussage der ersten 

Stunde noch diejenige im Abklärungsbericht, was in der Vernehmlassung 

dahin korrigiert wird, dass dies die Aussage der ersten Stunde in Kenntnis der 

Trennung vom Ehemann sei und daher darauf abzustellen sei. Diese 

Argumentation der IV-Stelle ist nicht stichhaltig. In Kenntnis der Trennung 

bzw. Scheidung vom Ehemann hätte die Aussage im Schreiben vom 6. 

November 2006 noch vermehrt Gültigkeit, weil die Versicherte darin ausführt, 

dass sie aufgrund der finanziellen Notwendigkeit bei einer Trennung in 

grösserem Umfang arbeiten müsste, was nachvollziehbar ist. Zudem ist die 

Angabe in diesem Schreiben - sie würde im Gesundheitsfall zu 100% arbeiten 

- unmissverständlich und vor allem auch eine von der Versicherten 

eigenhändig geschriebene Angabe. Der Einwand der Beschwerdegegnerin, 

dass diese Angabe pauschal und nicht weiter begründet sei, ist nicht 

überzeugend, weil kein Anlass bestand, auf diese kurze Frage (mit kurzer 

Antwortlinie) eine ausführliche Begründung abzugeben. Das Gericht ist 

vorliegend der Ansicht, dass als Aussage der ersten Stunde das Schreiben 

vom November 2006 zu qualifizieren ist, in welchem die Beschwerdeführerin 

angibt, sie würde im Gesundheitsfall zu 100% arbeiten. Diese Aussage ist 

glaubwürdiger, weil sie in Unkenntnis der Konsequenzen zu einem früheren 

Zeitpunkt abgegeben wurde.

e) Schliesslich ist zudem die Angabe im Abklärungsbericht und deren 

Interpretation umstritten. Die Beschwerdeführerin hat behauptet, dass ihr 

diese Frage gar nicht gestellt worden sei und dass die IV-Stelle ihre Aussage 

– sie müsste im Trennungsfall mehr, zu 60 bis 70% arbeiten – falsch 

interpretiert habe. Sie habe damit sagen wollen, dass sie auch mit dem 

Gesundheitsschaden, zwischen 60 und 70% arbeiten müsste, um überleben 

zu können. Bei der Frage „Würde heute ohne Behinderung eine 

Erwerbstätigkeit ausgeübt“ hielt die Abklärungsperson fest, dass die 

Beschwerdeführerin mit „ja“ geantwortet habe und dass sie heute wieder zu 

50% arbeite. Unter „Art und Ausmass der Erwerbstätigkeit“ wurde 

hinzugefügt, dass falls die Ehe nicht weiter bestehen werde, sie eventuell 

mehr arbeiten müsste, zwischen 60 und 70%. Es wurde nicht präzisiert, ob 

diese Konstellation im Gesundheitsfall oder mit den damaligen 

gesundheitlichen Einschränkungen gelten würde. Entgegen der Behauptung 

der Beschwerdegegnerin ist genau so wahrscheinlich, dass die Versicherte 

mit der Angabe von 60 bis 70% meinte, dass sie aus finanziellen Gründen 

auch im Krankheitsfall in diesem Umfang arbeiten müsste. Hinzu kommt auch 

die Aussage des Sachbearbeiters im Case Report, welcher am 11. August 

2008 (d.h. vor Erlass des Vorbescheids) festgestellt hatte, dass die 

Versicherte zwar angebe, dass sie zu 100% erwerbstätig wäre, dies jedoch 

nicht nachzuvollziehen sei. Entgegen der Angabe der Versicherten, legte sich 

der Sachbearbeiter auf die umstrittene Gewichtung (57.5% Erwerb und 42.5% 

Haushalt) fest, ohne dass er sich mit der Aussage der Beschwerdeführerin 

auseinandersetzte. Der Beweiswert des Haushaltsberichts bzw. der Angaben 

zum Erwerbsumfang sind somit fraglich.

f) Nach der Rechtssprechung des Bundesgerichtes ist es aufgrund der 

erheblichen Bedeutung der Berichte für die Anspruchsbeurteilung angezeigt, 

dass die an Ort und Stelle erfassten Angaben der versicherten Person zur 

Durchsicht und Bestätigung vorgelegt würden, wie es das Formular denn auch 

vorsehe. Eine Rechtspflicht zu diesem Vorgehen lasse sich aus dem 

Anspruch auf rechtliches Gehör und den Mitwirkungsrechten im 

Verwaltungsverfahren allerdings nicht ableiten. Im Umstand, dass der 

Versicherten der Bericht nicht zur Durchsicht und Gegenzeichnung vorgelegt 

worden sei, könne daher keine Gehörsverletzung erblickt werden. Es genüge, 

wenn im Rahmen des Anhörungsverfahren das volle Akteneinsichtsrecht 

gewährt werde und Gelegenheit bestehe, sich zu den Ergebnissen der  

Abklärung zu äussern (BGE 128 V 93 E. 4 S. 94 m.w.H.; Urteile des 

Bundesgerichts I 175/01 vom 4. September 2001 E. 3a; I 572/01 vom 29. 

November 2002 E. 3.1.2; VGU S 01 60). Der Umstand, dass die Angaben im 

Bericht jeweils in Anwesenheit der Betroffenen erhoben würden, genüge 

nicht. Bei der Besprechung des Berichts gehe es darum, allfällige 

Missverständnisse und Unvollständigkeiten sofort an Ort und Stelle zu klären 

sowie verschiedene Auffassungen festzuhalten. Diese Besprechung führe 

nicht zu einem Mehraufwand, sondern schaffe im Gegenteil für das weitere 

Verfahren eine klare Grundlage. Es trage zu einer vollständigen 

Sachverhaltsabklärung bei, ganz im Sinne des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör, welcher funktionell auch der Sachverhaltsabklärung diene (Urteil des 

Bundesgerichts I 572/01 vom 29. November 2002 E. 3.1.2). 

g) Die Angaben im Abklärungsbericht bzw. deren Interpretation sind umstritten 

und dieser wurde von der Versicherten auch nicht unterzeichnet. Allfällige 

divergierende Auffassungen gehen aus dem Bericht nicht hervor. Darüber 

hinaus sind die Argumente der Beschwerdegegnerin wenig überzeugend. 

Auch das Argument der Beschwerdeführerin, dass sie mit ihrer Antwort in der 

Abklärung meinte, dass sie nach der Trennung auch mit den gesundheitlichen 

Einschränkungen mehr, d.h. zwischen 60 und 70% arbeiten müsste, ist 

durchaus plausibel. Angesichts der unmissverständlichen Kritik des 

Bundesgerichts sowie des Verwaltungsgerichts (vgl. VGU S 00 239) ist es 

unverständlich, dass die IV-Stelle ihre Praxis bisher nicht geändert hat und 

die Angaben der versicherten Person dieser nicht zur Durchsicht und 

Bestätigung vorlegt bzw. allenfalls divergierende Meinungen detailliert im 

Bericht festhält. Die Aussage der versicherten Person zum Ausmass ihrer 

Erwerbstätigkeit im fiktiven Fall ihrer vollen Gesundheit anlässlich der 

Haushaltsabklärung hat jedoch nur dann ausreichenden Beweiswert, wenn 

sowohl die Fragestellung als auch die Antwort so protokolliert worden sind, 

dass überprüft werden kann, ob die versicherte Person die Frage nach einem 

fiktiven Sachverhalt verstanden und die für eine überzeugende Antwort 

notwendige Abstraktionsleistung erbracht hat. Fehlt im Bericht über die 

Haushaltsabklärung eine korrekte Protokollierung der Frage und der Antwort, 

entfaltet dieser Bericht diesbezüglich keinen oder nur einen unzureichenden 

Beweiswert. Der Beweiswert des vorhandenen Abklärungsberichts vom 23. 

April 2008 ist folglich ungenügend und für die Bemessung der Invalidität 

untauglich. 

h) Am Rande bemerkt, würde auch eine Beurteilung anhand der 

Lebensumstände vorliegend zum selben Ergebnis führen. Gemäss der 

bundesgerichtlichen Rechtssprechung ist die Tatsache, ob eine Person vor 

der Heirat eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, ein Indiz für die 

Vollerwerbstätigkeit. Entscheidend ist aber jene Tätigkeit, welche die 

Versicherte ausüben würde, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Es ist 

demnach zu prüfen, ob die Versicherte ohne Invalidität mit Rücksicht auf die 

gesamten Umstände (dazu gehören die persönlichen, familiären, sozialen und 

erwerblichen Verhältnisse) vorwiegend erwerbstätig oder im Haushalt 

beschäftigt wäre (BGE 117 V 194 E. 3b S. 195). Auch die 

Beschwerdegegnerin hat in ihrer Vernehmlassung festgehalten, dass die 

eheliche Aufgaben- und Rollenverteilung im Rahmen der ehelichen 

Gemeinschaft mit der Trennung weggefallen sei. Wichtig ist dabei die 

Tatsache, dass die Versicherte vor der Heirat und der Kinderplanung zu 100% 

erwerbstätig war. Relevant ist aber auch, dass die Beschwerdeführerin 

aufgrund der Kinderplanung ihre Erwerbstätigkeit auf 50% reduzierte. 

Solange sie mit ihrem Ehemann zusammen wohnte, war sie nicht darauf 

angewiesen, ihr Pensum in der Folge wieder zu erhöhen. Da die 

Beschwerdeführerin jetzt aber geschieden ist, müsste sie (mit oder ohne 

gesundheitliche Einschränkungen) wieder mehr arbeiten. Dafür spricht auch, 

dass im Rahmen des Scheidungsverfahrens in der Unterhaltsberechnung 

davon ausgegangen wird, dass die Ehefrau zu 100% tätig sein müsse. Im 

Übrigen spricht auch ihr Alter (49) für die Vollerwerbstätigkeit. Die 

Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall wäre für sie möglich 

und aufgrund der Scheidung auch notwendig. Nebenbei wurde in der 

Beschwerde auch geltend gemacht, dass das kinderlose Paar einen hohen 

Lebensstandard geführt habe und kostspielige Reisen gemacht habe. 

Entscheidend sei aber einzig und allein, dass sie ohne Gesundheitsschaden 

nach der Scheidung von ihrem Ehemann heute wiederum einer 100%-igen 

Arbeitsbeschäftigung nachgehen würde, was ihr aus medizinischen Gründen 

nicht möglich sei. Alle diese Anhaltspunkte belegen schliesslich, dass die 

Versicherte im Gesundheitsfall zu 100% erwerbstätig wäre. 

i) Die Beschwerdegegnerin hat somit die Beschwerdeführerin zu Unrecht als 

teilerwerbstätig eingestuft. Demnach ist festzustellen, dass die 

Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ab April 2008 zu 100% erwerbstätig 

wäre und für die Berechnung des Invaliditätsgrades die 

Einkommensvergleichsmethode anwendbar ist. 

4. a) Der Invaliditätsgrad errechnet sich in diesem Fall gemäss Art. 16 ATSG durch 

einen Vergleich des Einkommens, welches die Versicherte ohne den Eintritt 

der Invalidität voraussichtlich erzielen könnte (Valideneinkommen) mit 

demjenigen Einkommen, das ihr durch die Verrichtung einer zumutbaren 

Tätigkeit unter Berücksichtigung ihres Gesundheitsschadens zu erzielen 

möglich wäre (Invalideneinkommen). 

b) Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist entscheidend, 

was die Versicherte im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen würde 

und nicht, was sie als Gesunde bestenfalls verdienen könnte. Dabei wird in 

der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 224 Erw. 4.3.1 mit 

Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin ist in ihrer Verfügung vom 23. März 

2009 von einem Valideneinkommen von Fr. 48'010.85 für ein 70%-Pensum 

ausgegangen. Wie bereits ausgeführt, wäre die Versicherte im 

Gesundheitsfall nicht zu 70%, sondern nach der Scheidung von ihrem 

Ehemann zu 100% tätig. Der von der IV-Stelle festgelegten Validenlohn wird 

daher auf 100% aufgerechnet, was einen Validenlohn von Fr. 68'587.00 

ergibt. 

c) Beim Invalideneinkommen wird von einer Tätigkeit ausgegangen, welche der 

versicherten Person trotz Gesundheitsschaden zumutbar ist. Die 

Erwerbsmöglichkeiten werden in erster Linie durch die ihr verbliebene 

Arbeitsfähigkeit bestimmt. Der Arzt soll sagen, inwiefern die versicherte 

Person in ihrer wesentlichen körperlichen und geistigen Funktionen durch ihr 

Leiden eingeschränkt ist (vgl. BGE 125 V 256 E. 4 S. 261; 115 V 133 E. 2 S. 

134). Im Hinblick auf die Festlegung des Invalidenlohns kann auf die 

Festlegung des Invalidenlohns durch die Beschwerdegegnerin abgestellt 

werden. Diese hat ein Invalideneinkommen von Fr. 39'437.50 im Umfang von 

57.5% festgelegt. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin muss 

auch die bezahlte Tätigkeit beim Tierschutzverein berücksichtigt werden. 

Diese ist als Nebenerwerb zu qualifizieren. Auch ihre Aussage, dass sie diese 

Erwerbstätigkeit nur aus ideellen Gründen ausgeübt habe, ist für die 

Festlegung des Invalideneinkommens irrelevant. Grundsätzlich gilt als Lohn 

jede Entschädigung, die wirtschaftlich auf die Leistung von Arbeit zurückgeht 

(BGE 128 V 20 E. 3b S. 25f.). Dabei ist nicht massgebend, ob die 

Entschädigung vertraglich geschuldet oder freiwillig ausgerichtet wird, ob bei 

der Verrichtung der Arbeit erwerbliche oder ideelle bzw. gemeinnützige 

Zwecke im Vordergrund standen oder ob es sich um ein unmittelbares oder 

lediglich mittelbares Entgelt handelt (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. 

Auflage, Zürich 2009, Art. 10 Rz. 19 mit weiteren Hinweisen; BGE 124 V 

100ff.). Dem Einwand der Beschwerdeführerin und ihrem Antrag, dass ihre 

Tätigkeit beim Tierschutzverein nicht berücksichtigt werden solle und dass die 

IV-Stelle von einem Invalideneinkommen von Fr. 32'001.00 im Umfang von 

50% ausgehen müsse, ist daher nicht zu folgen. Die Beschwerdegegnerin hat 

somit zu Recht auch die Tätigkeit beim Tierschutzverein berücksichtigt und in 

die Berechnung des Invalideneinkommens miteinbezogen.

Aus einer Gegenüberstellung des Validenlohns von Fr. 68'587.00 und des 

Invalidenlohns von Fr. 39'437.50 ergibt sich eine Erwerbseinbusse von Fr. 

29'149.50, was einem Invaliditätsgrad von 42.5% entspricht. Die 

Beschwerdeführerin hat daher ab April 2008 Anspruch auf eine Viertelsrente. 

d) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen 

ist und die IV-Stelle zur Ausrichtung einer Viertelsrente ab dem 1. April 2008 

zu verpflichten ist. 

5. a) In Abweichung von  Art. 61 lit. a ATSG ist gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Diese Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen  von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 

festgelegt. Vorliegend setzt das Gericht die von der unterliegenden 

Beschwerdegegnerin zu tragenden Kosten auf Fr. 700.00 fest.

b) Aussergerichtlich hat die Beschwerdegegnerin die anwaltlich vertretene 

Beschwerdeführerin überdies nach Art. 61 lit. g ATSG angemessen zu 

entschädigen. In Würdigung der eingereichten Honorarnote des durch die 

Beschwerdeführerin mit dem Fall beauftragten Rechtsanwaltes vom 12. Mai 

2009 erscheint dem Gericht vorliegend eine (reduzierte) Parteientschädigung 

von Fr. 1'992.75 (statt Fr. 2'410.25) als angemessen und gerechtfertigt, da der 

Aufwand für das Einwandverfahren nicht anerkannt wird.   

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, die angefochtene Verfügung 

aufgehoben und es wird festgestellt, dass … ab dem 1. April 2008 eine 

Viertelsrente zusteht. 

2. Die Kosten von Fr. 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle Graubünden und sind 

innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung 

des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Die IV-Stelle Graubünden hat … aussergerichtlich mit Fr. 1'992.75 zu 

entschädigen.