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**Case Identifier:** 490b893f-1577-519a-a7e3-60a101c39f31
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.10.2020 200 2020 456
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-456_2020-10-19.pdf

## Full Text

200 20 456 UV
JAP/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG
General Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. Mai 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
bei der B.________ AG angestellt und dadurch bei der AXA Versicherun-
gen AG (AXA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen 
von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er gemäss Schaden-
meldung UVG vom 13. Januar 2020 am 5. Dezember 2019 beim Badmin-
tonspiel "mutmasslich das Knie verdreht" und sich dabei einen Riss im lin-
ken Knie zugezogen haben soll (Akten der AXA [act. II] A1). Die AXA tätig-
te Abklärungen in medizinischer Hinsicht (Akten der AXA [act. IIA] M1 ff.) 
und befragte den Versicherten zum Ereignishergang (act. II A7). Gestützt 
auf die Stellungnahme des die AXA beratenden Arztes Dr. med. 
C.________, Facharzt für Chirurgie, vom 5. März 2020 (act. IIA M6) ver-
neinte sie mit Verfügung vom 7. April 2020 (act. II A21) einen Anspruch auf 
Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung mit der Begründung, 
beim Ereignis vom 5. Dezember 2019 handle es sich nicht um einen Unfall 
im Rechtssinne; zudem liege keine unfallähnliche Körperschädigung vor, 
da die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen sei. Die dagegen erhobene Einsprache vom 23. April 2020 (act. II 
A25) wies die AXA mit Einspracheentscheid vom 13. Mai 2020 (act. II A32) 
ab. 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 13. Juni 2020 Be-
schwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und 
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen 
zu erbringen.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 3

Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 7. Oktober 2020 abschlies-
send Stellung.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. Mai 
2020 (act. II A32). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung im Zusam-
menhang mit den linksseitigen Kniebeschwerden und dabei insbesondere, 
ob es sich beim Ereignis vom 5. Dezember 2019 um einen Unfall im 
Rechtssinne handelt bzw. ob eine Körperschädigung vorliegt, die nicht 
vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2

2.2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (lit. 
a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse 
(lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h).

2.2.2 Nach Meldung einer Listenverletzung gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG 
hat der Unfallversicherer die genauen Begleitumstände abzuklären. Ist die 
Listenverletzung auf ein Unfallereignis im Sinne von Art. 4 ATSG zurückzu-
führen, so ist der Unfallversicherer solange leistungspflichtig, bis der Unfall 
nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache darstellt, der Gesundheits-
schaden also nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen 
beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kriterien des Unfallbegriffs nach 
Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversicherer für eine Listenverletzung 
nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Januar 2017 geltenden Fassung 

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grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht den Nachweis dafür erbringt, 
dass die Verletzung vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen ist (BGE 146 V 51 E. 9.1 S. 70).

2.2.3 Für die Anwendung von Art. 6 Abs. 2 UVG ist kein äusserer Faktor 
und damit kein unfallähnliches sinnfälliges Ereignis oder eine allgemein 
gesteigerte Gefahrenlage im Sinne der Rechtsprechung zu aArt. 9 Abs. 2 
der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung 
[UVV; SR 832.202]). mehr vorausgesetzt. Insoweit führt grundsätzlich be-
reits die Tatsache, dass eine in Art. 6 Abs. 2 lit. a - h UVG genannte Kör-
perschädigung vorliegt, nunmehr zur Vermutung, es handle sich hierbei um 
eine unfallähnliche Körperschädigung, die vom Unfallversicherer über-
nommen werden muss. Indessen ergibt sich aus der in Art. 6 Abs. 2 UVG 
vorgesehenen Möglichkeit des Gegenbeweises weiterhin die Notwendigkeit 
der Abgrenzung der vom Unfallversicherer zu übernehmenden unfallähnli-
chen Körperschädigung von der abnützungs- und erkrankungsbedingten 
Ursache einer Listenverletzung und damit letztlich zur Leistungspflicht des 
Krankenversicherers. Insoweit ist die Frage nach einem initialen erinnerli-
chen und benennbaren Ereignis – nicht zuletzt auch aufgrund der Bedeu-
tung eines zeitlichen Anknüpfungspunktes – auch nach der UVG-Revision 
relevant. Lässt sich nach Eingang der Meldung im Rahmen der Ab-
klärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) kein initiales Ereignis erheben oder 
lediglich ein solches ganz untergeordneter resp. harmloser Art, so verein-
facht dies zwangsläufig in aller Regel den Entlastungsbeweis des Unfall-
versicherers. Denn bei der in erster Linie von medizinischen Fachpersonen 
zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das gesamte Ursachenspektrum 
der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst dem 
Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der 
Beschwerden näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für 
oder gegen Abnützung oder Erkrankung sprechen, müssen aus medizini-
scher Sicht gewichtet werden. Damit der Entlastungsbeweis gelingt, hat der 
Unfallversicherer gestützt auf beweiskräftige ärztliche Einschätzungen – mit 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit – nachzuweisen, 
dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursa-
chenspektrum zu mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurück-
zuführen ist. Besteht das Ursachenspektrum einzig aus Elementen, die für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 6

Abnützung oder Erkrankung sprechen, so folgt daraus unweigerlich, dass 
der Entlastungsbeweis des Unfallversicherers erbracht ist und sich weitere 
Abklärungen erübrigen (BGE 146 V 51 E. 8.6 S. 69 f.)

2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig 
sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um 
die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 
Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicher-
ten Person in den Hintergrund rückt (Entscheid des Bundesgerichts vom 
24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee S. 354). Soll ein Versicherungs-
fall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind 

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an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche-
rungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229; 135 V 465 E. 4 S. 467 ff.). 
Urteilt das Gericht abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus 
dem Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 
Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 
58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aus den medizinischen Akten ergibt sich bezüglich des Ereignis-
ses vom 5. Dezember 2019 (act. II A1) – soweit entscheidwesentlich – das 
Folgende:

3.1.1 Im Bericht des Institut D.________ vom 16. Dezember 2019 (act. 
IIA M4) wurde festgehalten, im MRI des linken Knies habe sich ein in die 
kaudale Oberfläche einstrahlender, degenerativer, schräg verlaufender 
Riss im Innenmeniskushinterhorn mit assoziierter Meniskuszyste gezeigt. 
Die degenerativen Veränderungen würden zentral bis in die Pars interme-
dia auslaufen. Es bestehe ein Kniegelenkserguss, ansonsten liege keine 
relevante Pathologie vor.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 8

3.1.2 Im Bericht des Ambulatoriums E.________ vom 8. Januar 2020 
(act. IIA M1) wurde ein Horizontalriss des medialen Meniskushinterhorns 
links bei Status nach Kniedistorsion am 5. Dezember 2019 diagnostiziert. 
Es wurde ausgeführt, der Patient habe sich beim Badminton das linke Knie 
verdreht. Hiernach habe er eine Schwellung sowie Schmerzen im Knie ver-
spürt, welche bis heute persistent seien. Das linke Knie sei nicht vorope-
riert. Dieselbe Diagnose ist dem Arztzeugnis UVG vom 20. Januar 2020, 
erstellt von Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, 
zu entnehmen.

3.1.3 In der Stellungnahme vom 5. März 2020 (act. IIA M6) führte der 
die Beschwerdegegnerin beratende Arzt Dr. med. C.________ aus, im MRI 
vom 16. Dezember 2019 habe sich abgesehen vom Riss im Innenmenis-
kushinterhorn mit assoziierter Meniskuszyste und dem Knieerguss keine 
relevante Pathologie gezeigt. Insbesondere habe sich kein Hinweis auf 
eine Bone Bruise in meniskusnahen Knochenabschnitten ergeben, was für 
eine ereigniskausale Pathologie dringend gefordert werden müsste. Auf-
grund einer mutmasslichen Pathologie am medialen Meniskushinterhorn 
könne davon ausgegangen werden, dass es sich bei den geklagten Be-
schwerden zum gemeldeten Ereignis vom 5. Dezember 2019 um eine ge-
sicherte Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG handle. Diese sei vor-
wiegend auf Abnützung zurückzuführen. Es handle sich um eine multilo-
kuläre, mehrfach in der Bildgebung festgehaltene degenerative Pathologie 
am medialen Meniskushinterhorn bei einem 52-jährigen Versicherten als 
relevanter degenerativer Vorbefund.

3.1.4 Dem Sprechstundenbericht des Ambulatoriums E.________ vom 
26. Februar 2020 (act. IIA M7) ist zu entnehmen, dass der Patient gefragt 
habe, ob bei einer MR-Untersuchung in jedem Fall festgelegt werden kön-
ne, ob eine Meniskusläsion degenerativ oder traumatisch bedingt sei. Beim 
erstmaligen Auftreten von Beschwerden nach dem Distorsionstrauma am 
5. Dezember 2019 sei beim Patienten zwar anzunehmen, dass die Be-
schwerden durch dieses Ereignis versursacht worden seien. Anhand eines 
(einzelnen) MRI-Befundes ohne Vorbilder könne jedoch nicht mit Sicherheit 
gesagt werden, ob es sich um einen traumatisch oder degenerativ beding-
ten Riss handle. Die Entscheidung treffe in jedem Fall nicht der behandeln-

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de und somit befangene Arzt, sondern die Versicherung und deren ärztli-
che Berater.

3.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Sprechstun-
denbericht vom 10. Juni 2020 (act. IIA M8) eine anteromediale Rotationsin-
stabilität im Knie links mit Insuffizienz des LCMP (Ligamentum collaterale 
mediale posterius) und posteriomedialer Meniskusläsion bei Status nach 
Distorsionstrauma im linken Knie vom 5. Dezember 2019. Seines Erach-
tens sei ein Unfallereignis als Ursache der Beschwerden bei Meniskusläsi-
on und klinisch verminderter Stabilität des linken Knies (als Folge der me-
niskokapsulären Insuffizienz) sehr wahrscheinlich.

3.2 Zunächst ist zu prüfen, ob es sich beim Ereignis vom 5. Dezember 
2019 um einen Unfall im Rechtssinne handelt.

3.2.1 In der Schadenmeldung UVG vom 13. Januar 2020 wurde festge-
halten, der Beschwerdeführer habe sich beim Badmintonspiel am 5. De-
zember 2019 "mutmasslich das Knie verdreht" (act. II A1 S. 2). Der Be-
schwerdeführer hat sich zum Ereignishergang im "Formular zum Ereignis" 
vom 20. Januar 2020 (act. II A7 S. 1) dahingehend geäussert, dass er am 
5. Dezember 2019 in einem Tennis- und Badmintoncenter für eine Stunde 
Badminton gespielt habe. Ungewöhnlich sei gewesen, dass er direkt nach 
dem Match Schmerzen im linken Knie gehabt habe. Diese seien recht in-
tensiv gewesen. Am Abend sei dann das Knie auch angeschwollen. Es 
hätten Schmerzen beim Laufen bzw. Bewegen des Knies bestanden.

3.2.2 Gestützt auf diese "Aussage der ersten Stunde", auf welche abzu-
stellen ist (vgl. BGE 143 V 168 E. 5.2.2 S. 174, 121 V 45 E. 2a S. 47), sind 
die kumulativen Tatbestandsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss 
Legaldefinition von Art. 4 ATSG klarerweise nicht erfüllt. Der Beschwerde-
führer hat keinen aussergewöhnlichen äusseren Faktor genannt, welcher 
während des Badmintonspiels schädigend auf sein linkes Knie eingewirkt 
hätte. Soweit er diesbezüglich nun sinngemäss eine unkoordinierte Bewe-
gung geltend macht (Beschwerde S. 1), kann darauf nicht abgestellt wer-
den. Die Tatsache, dass es beim Badminton häufig zu abrupten Rich-
tungswechseln und Wendebewegungen in rascher Folge kommt, ändert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 10

nichts daran, dass der Beschwerdeführer kein konkretes Ereignis wie etwa 
ein Stolpern, ein Ausgleiten oder ein Anschlagen (vgl. dazu RKUV 2004 U 
502 S. 183 E. 4.1, 1999 U 345 S. 422 E. 2b) zu benennen vermag, welches 
während des Badmintonspiels aufgetreten wäre und infolgedessen er 
Schmerzen verspürt hätte. Insbesondere hat er – entgegen der Darstellung 
in der Stellungnahme vom 7. Oktober 2020 – gegenüber der Beschwerde-
gegnerin auch keine Kniedistorsion bzw. kein Distorsionstrauma erwähnt. 
Er erachtet die direkt im Anschluss an das Spiel aufgetretenen intensiven 
Schmerzen und die folgende Knieschwellung als ungewöhnlich (act. II A7 
S. 1; Beschwerde S. 3 Ziff. 1), woraus er ebenfalls nichts für sich ableiten 
kann: Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit bezieht sich nicht auf die 
Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber (BGE 134 V 
72 E. 4.3.1 S. 79). Soweit der Beschwerdeführer schliesslich sinngemäss 
vorbringt, die Beschwerdegegnerin vermöge nicht zu beweisen, dass sich 
kein Distorsionstrauma und damit kein Unfall ereignet habe (Beschwerde 
S. 3 Ziff. 2, Stellungnahme vom 7. Oktober 2020 S. 2 f.), ist ihm entgegen-
zuhalten, dass es dem Leistungsansprecher obliegt, die einzelnen Um-
stände des Unfallgeschehens glaubhaft zu machen (vgl. BGE 116 V 136 
E. 4b S. 140, 114 V 298 E. 5b S. 305; SVR 2016 UV Nr. 44 S. 146 E. 3.4). 
Insofern kann der Beschwerdeführer nichts für sich daraus ableiten, dass 
es die behandelnden Ärzte unterlassen haben, den Gelenkserguss zu 
punktieren und diesen histologisch zu untersuchen, zumal sich gemäss der 
vom Beschwerdeführer diesbezüglich zitierten medizinischen Literatur dar-
aus keine definitive Schlussfolgerung ziehen lässt, ob ein Meniskusscha-
den traumatisch oder degenerativ bedingt ist (SCHÖNBERGER/MEHR-
TENS/VALENTIN, Arbeitsunfall und Berufskrankheit, 8. Aufl. 2010, S. 642 
Ziff. 8.10.7 [act. I 10], Stellungnahme vom 7. Oktober 2020 S. 2).

3.3 Mit dem diagnostizierten Meniskusriss ist eine Listendiagnose im 
Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG ausgewiesen (act. IIA M4, M6 S. 1 
Ziff. 1). Diese ist jedoch nach dem massgebenden Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) vorwiegend 
auf Abnützung zurückzuführen. Die entsprechende Beurteilung des bera-
tenden Arztes Dr. med. C.________ (act. IIA M6), welche sich auf die bild-
gebenden Befunde von Dr. med. H.________, Facharzt für Radiologie, 
vom 16. Dezember 2019 (act. IIA M4) stützt, erfüllt die höchstrichterlichen 

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Beweisanforderungen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 2.4 hiervor). Dass 
die Ärzte des Ambulatoriums E.________ im Sprechstundenbericht vom 
26. Februar 2020 (act. IIA M7) erklärten, es könne anhand eines (einzel-
nen) MRI-Befundes ohne Vorbilder nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob 
ein traumatischer oder degenerativer Meniskusriss vorliege, ändert daran 
nichts (Beschwerde S. 4 Ziff. 6). Denn es ist kein strikter Beweis gefordert, 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit genügt. Auch der Sprechstundenbe-
richt des Dr. med. G.________ vom 10. Juni 2020 (act. IIA M8; act. I 11) ist 
nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der Aktenbeurteilung des Dr. 
med. C.________ zu begründen. Dr. med. G.________ ging von einem 
Unfallereignis aus, womit er sich zu einer Rechtsfrage äusserte. Zudem 
unterliess er eine nachvollziehbare Begründung für seine Einschätzung, 
wonach ein Unfallereignis als Ursache der Beschwerden sehr wahrschein-
lich sei, verwies er doch einzig auf die klinisch verminderte Kniestabilität. 
Ferner vermag der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass vor dem 
Badmintonspiel am 5. Dezember 2019 (gemäss seiner Darstellung) ein 
asymptomatischer Zustand vorlag (vgl. act. I 3), nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten (Beschwerde S. 5 Ziff. 9). Ebenso wenig wie die Formel "post 
hoc, ergo propter hoc" für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitli-
chen Schädigung massgebend ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 
2016 UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2), kann mit dieser Argumentation ausgeschlos-
sen werden, dass eine Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder 
Erkrankung zurückzuführen ist. Sodann wies die Beschwerdegegnerin zu-
treffend auf die medizin-wissenschaftliche Empirie hin (Beschwerdeantwort 
S. 2), wonach der befundete isolierte Horizontalriss des medialen Menis-
kushinterhorns grundsätzlich für eine degenerative Genese spreche (vgl. 
dazu etwa auch: BOHNDORF/IMHOF/FISCHER [Hrsg.], Radiologische Dia-
gnostik der Knochen und Gelenke, 2. Aufl. 2006, S. 113; VAHLEN-
SIECK/REISER [Hrsg.], MRT des Bewegungsapparates, 4. Aufl. 2015, 
S. 325). Schliesslich hatte auch der Vertrauensarzt der I.________ AG der 
Beurteilung des Dr. med. C.________ zugestimmt, worauf die Trägerin der 
obligatorischen Krankenpflegeversicherung ihre vorsorgliche Einsprache 
(act. II A23) gegen die leistungsablehnende Verfügung der Beschwerde-
gegnerin vom 7. April 2020 (act. II A 21) vorbehaltlos zurückzog (act. II 
A30) und damit ihre Leistungspflicht (unter den zweigspezifischen Voraus-
setzungen) anerkannte.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 12

3.4 Nach dem Dargelegten handelte es sich beim Ereignis vom 5. De-
zember 2019 nicht um einen Unfall gemäss Legaldefinition von Art. 4 
ATSG und ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die be-
klagten Beschwerden am linken Knie vorwiegend auf Abnützung zurückzu-
führen sind. Die Beschwerdegegnerin hat damit eine diesbezügliche Leis-
tungspflicht zu Recht verneint. Die gegen den Einspracheentscheid vom 
13. Mai 2020 (act. II A32) erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Be-
schwerdeführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- AXA Versicherungen AG (samt Eingabe des Beschwerdeführers vom 

7. Oktober 2020)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/456, Seite 13

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.