# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d06fbd61-092a-587b-bcc7-54a379019bb9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.07.2014 200 2014 48
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-48_2014-07-17.pdf

## Full Text

200 14 48 UV
KOJ/IMD/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Juli 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiber Imhasly

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdeführerin

gegen

Visana Versicherungen AG
Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 15
Beschwerdegegnerin

in Sachen
A.________

betreffend Einspracheentscheid vom 29. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2014, UV/14/48, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1956 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter) war bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA bzw. Be-
schwerdeführerin) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, 
als er sich am 10. Januar 1992 (Akten der SUVA [act. I] 29), am 10. August 
1992 (Akten der SUVA [act. IA] 3) und am 31. Oktober 1993 (Akten der 
SUVA [act. IB] 5) jeweils am rechten Knie verletzte. Am 20. Januar 1992, 
am 14. August 1992 und am 5. November 1993 erfolgten operative Eingrif-
fe in Form einer Arthroskopie (act. I 30, IA 6, IB 5).

Ab Januar 1996 war der Versicherte bei der Visana Versicherungen AG 
(nachfolgend Visana bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversi-
chert (Akten der Visana [act. II] 3). Dieser meldete er am 22. April 2009 
einen am 14. Februar 2009 erlittenen Unfall, bei dem er eine Meniskus-
schädigung am rechten Knie erlitten habe (act. II 3). Am 3. April 2009 wur-
de gemäss Operationsbericht eine arthroskopische partielle Meniskektomie 
durchgeführt (act. II 9). Mit Bagatellunfall-Meldung vom 12. April 2012 wies 
der Versicherte auf eine Schwellung des rechten Knies hin, die er sich bei 
einem Sturz am 10. April 2012 zugezogen habe (act. II 7). Am 30. Mai 2012 
wurde ihm eine unikompartimentäre Knieprothese rechts implantiert (act. II 
11). 

Mit Verfügung vom 22. Juni 2012 stellte die Visana ihre Leistungen mit 
Wirkung ab dem 29. Mai 2012 ein. Sie kam zum Schluss, dass ein über-
wiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfaller-
eignis vom 10. April 2012 und der durchgeführten Operation vom 30. Mai 
2012 nicht gegeben sei. Die Kosten bis und mit dem 28. Mai 2012 über-
nehme sie als Abklärungskosten (act. II 31). Die dagegen von der SUVA 
erhobene Einsprache (act. II 46) wies die Visana gestützt auf das Akten-
gutachten von Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
FMH, vom 22. April 2013 (act. II 106) mit Entscheid vom 29. November 
2013 ab (act. II 119).

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B.

Hiergegen erhob die SUVA mit Eingabe vom 15. Januar 2014 Beschwerde 
und beantragte, es sei der Einspracheentscheid vom 29. November 2013 
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihre Leistungen 
über den 28. Mai 2012 hinaus zu erbringen. Zur Begründung brachte sie 
gestützt auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. med. C.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH (act. I 15, 17, 28), im Wesentlichen vor, mit der im An-
schluss an das Ereignis vom 14. Februar 2009 durchgeführten partiellen 
Meniskektomie liege eine richtunggebende Verschlimmerung vor. Es fehle 
damit am Nachweis des per 28. Mai 2012 erreichten status quo sine, womit 
die Beschwerdegegnerin auch hinsichtlich der darüber hinaus geklagten 
rechtsseitigen Kniebeschwerden leistungspflichtig bleibe. 

Mit Beschwerdeantwort vom 25. Februar 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Sie führte aus, auf das Gutach-
ten von Dr. med. B.________ könne abgestellt werden. Demgemäss seien 
die Ereignisse vom 14. Februar 2009 und 10. April 2012 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit schmerzauslösend, aber nicht kausal für die Eingriffe 
vom 3. April 2009 und 30. Mai 2012 gewesen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide.

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Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die angefochtene Verfügung oder 
den Einspracheentscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 59 ATSG). Im vorliegenden Fall 
hat die Beschwerdeführerin ein Interesse daran, dass die Leistungspflicht 
der Beschwerdegegnerin festgestellt wird, da andernfalls die Möglichkeit 
besteht, dass sie selber (wegen Rückfalls bzw. Spätfolge) leistungspflichtig 
wird. Die Beschwerdeführerin ist daher beschwerdelegitimiert (vgl. SVR 
2009 UV Nr. 5 S. 19 E. 9.2).

Vorliegend handelt es sich nicht um eine Streitigkeit im Sinne von Art. 78a 
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 
(UVG; SR 832.20), eine Verfügung des zuständigen Bundesamtes ist nicht 
nötig (BGE 125 V 324 E. 1b S. 327). Die sachliche Zuständigkeit des Ver-
waltungsgerichts ist damit gegeben, was auch für die örtliche Zuständigkeit 
gilt (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) 
sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantona-
len Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 29. Novem-
ber 2013 (act. II 119). Streitig und zu prüfen ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin betreffend die Ereignisse vom 14. Februar 2009 bzw. 
10. April 2012 über den 28. Mai 2012 hinaus. Nicht Gegenstand des vorlie-
genden Verfahrens bildet hingegen die Frage, ob – sollte die Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin verneint werden – allenfalls die Beschwer-
deführerin oder der Krankenversicherer leistungspflichtig ist. Diesbezüglich 
mangelt es an einem Anfechtungsobjekt (BGE 125 V 413 E. 1a S. 414).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

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2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt weiter einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 
E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die 
alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es 
genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingun-
gen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, 
ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele ("conditio 
sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 
2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.3 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin macht sinngemäss geltend, der Eingriff 
vom 30. Mai 2012 (Implantation einer unikompartimentellen Knieprothese 
rechts; act. II 11) sei keine Folge der bei ihr versicherten Unfallereignisse 
gewesen. Es ist somit im Wesentlichen zu prüfen, ob ein Kausalzusam-
menhang – allenfalls aufgrund einer richtunggebenden Verschlimmerung – 
zwischen den Ereignissen vom 14. Februar 2009 bzw. 10. April 2012 und 
dem beim Eingriff vom 30. Mai 2012 behandelten Gesundheitsschaden 
(Gonarthrose; act. II 11) besteht. Dazu lässt sich den Akten in medizini-
scher Hinsicht das Folgende entnehmen:

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie FMH, diagnostizierte 
im Operationsbericht vom 3. April 2009 (act. II 9) einen partiellen Lappen-
riss des Hinterhorns des medialen Meniskus rechts sowie einen Knorpelde-
fekt im Bereich der medialen Tibia-Gelenksfläche. Im Rahmen der durchge-
führten Arthroskopie nahm er eine partielle Meniskektomie mit Resektionen 
bzw. Glättungen einer Plica (Schleimhautfalte), des Knorpeldefekts und des 
Lappenrisses vor. Zur Indikation der Operation gab Dr. med. D.________ 
an, seit etwa einem Monat träten Schmerzen im rechten Knie auf. Klinisch 
bestünden eine starke Druckdolenz im Bereich des medialen Gelenkspal-
tes sowie Schmerzen bei Valgusstress. Radiologisch sei keine Arthrose 
sichtbar.

3.1.2 Im Bericht vom 14. Mai 2012 (act. II 14) hielt Dr. med. E.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates FMH, fest, der Patient habe sich aufgrund zunehmender Knie-
schmerzen rechts in der Sprechstunde vorgestellt. Klinisch zeige sich eine 
eingeschränkte Beweglichkeit des rechten Kniegelenks. Radiologisch sei 
eine deutlich fortgeschrittene mediale Gonarthrose festzustellen. Zu emp-
fehlen sei die Implantation einer Uniprothese. Die entsprechende Operation 
durch Dr. med. E.________ fand am 30. Mai 2012 statt (Operationsbericht 
vom 30. Mai 2012; act. II 11). 

3.1.3 Dr. med. C.________ führte in der Beurteilung vom 30. August 2012 
(act. II 44) aus, bei der am 3. April 2009 durch Dr. med. D.________ 
durchgeführten Operation mit Knorpeldebridement und Resektion am me-

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dialen Meniskus handle es sich versicherungsmedizinisch zweifellos um 
eine richtunggebende Verschlimmerung eines Vorzustandes. Diese rich-
tunggebende Verschlimmerung und deren Behandlung im Jahr 2009 sei 
von der Visana "übernommen" worden, womit diese nun auch für die lau-
fenden Kosten ersatzpflichtig sei. Der Vorzustand sei dabei irrelevant. 

3.1.4 Im Aktengutachten vom 22. April 2013 (act. II 106) hielt Dr. med. 
B.________ fest, im Anschluss an die Ereignisse vom 14. Februar 2009 
und 10. April 2012 seien Schmerzen im rechten Knie aufgetreten. Es sei 
davon auszugehen, dass es beim ersten Ereignis zu einer Aktivierung der 
bereits vorbestehenden Strukturalterationen im medialen Kompartiment 
des rechten Kniegelenks gekommen sei. Unter Berücksichtigung des Ope-
rationsberichtes von Dr. med. D.________ vom 3. April 2009 (act. II 9) ha-
be dieses Trauma aber keine neuen makrostrukturellen Veränderungen 
bewirkt, da sich die von ihm beschriebenen Pathologien bereits im MRT 
vom 23. März 2007 (act. II 72) in vergleichbarer Weise hätten objektivieren 
lassen. Dies gelte namentlich für die Risse im Korpus- und Hinterhornanteil 
des medialen Meniskusregenerats sowie die Knorpelschäden am medialen 
Tibiaplateau, von denen letztere bereits anlässlich der Arthroskopie vom 5. 
November 1993 (act. II 79) beschrieben worden seien. Insofern dürfe pos-
tuliert werden, dass das Ereignis vom 14. Februar 2009 überwiegend 
wahrscheinlich nur zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vor-
zustandes geführt habe, ohne dass die vorbestehenden Pathologien aber 
richtunggebend beeinflusst worden wären. Dass dieser Unfall nur den An-
lass, nicht aber die Ursache für die Arthroskopie vom 3. April 2009 darstell-
te, lasse sich auch daran erkennen, dass Dr. med. D.________ präoperativ 
keine weitergehenden bildgebenden Abklärungen mehr durchgeführt habe. 
Er habe sich bei seiner Indikation somit sehr wahrscheinlich in wesentli-
chem Umfang auf die Befunde im MRT von 2007 (act. II 72) abgestützt, wo 
sich rein als Folge der Traumata von 1992/93, sicher jedenfalls noch ohne 
Einfluss des Unfalls vom Februar 2009, bereits erhebliche Strukturalterati-
onen gezeigt hätten.

Auch das Ereignis vom 10. April 2012 habe überwiegend wahrscheinlich 
lediglich zu einer schmerzhaften Aktivierung der mittlerweile erheblichen 
vorbestehenden medialen Gonarthrose, nicht aber zu einer richtunggeben-

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den Verschlimmerung derselben geführt. Dies zeige sich insbesondere 
dadurch, dass sich im MRT vom 18. April 2012 (act. II 18) keine Hinweise 
auf Alterationen jüngeren Datums hätten finden lassen. Bei einer trauma-
tisch bedingten wesentlichen Aktivierung der Gonarthrose, wie sie bei einer 
direkten Kontusion oder einer Distorsion von erheblichem Ausmass auftre-
ten könnte, hätte fast zwingend ein Bone bruise sichtbar sein müssen, wie 
es im Bericht von Dr. med. F.________ (richtig: Dr. med. G.________) vom 
18. April 2012 (act. II 18) aber nicht beschrieben werde. Vielmehr habe er 
lediglich festgehalten, dass die mediale Arthrose im Vergleich zu 2007 wei-
ter fortgeschritten sei, wie dies in den meisten Fällen einem natürlichen 
Verlauf entspreche bzw. auch durch die zusätzliche Knorpelresektion bei 
der Arthroskopie im April 2009 erklärbar sei. Auffallend sei aber insbeson-
dere auch, dass Dr. med. F.________ (richtig: Dr. med. G.________) im 
medialen Meniskusregenerat immer noch die "bekannten Rissbildungen" 
beschrieben habe, die sich offenbar gegenüber 2007 nicht wesentlich ver-
ändert hätten. Dr. D.________ dürfte demnach bei seinem erwähnten Ein-
griff nur wenig Substanz des narbigen Meniskusersatzes entfernt haben. 
Zusammenfassend dürfe somit postuliert werden, dass auch das Ereignis 
vom 10. April 2012 überwiegend wahrscheinlich nur zu einer vorüberge-
henden, nicht aber zu einer richtunggebenden Verschlimmerung eines pa-
thologischen Vorzustandes geführt habe.

Dr. med. B.________ führte weiter aus, dass die beiden Ereignisse ledig-
lich zu einer schmerzhaften Aktivierung des deutlich pathologischen Vorzu-
standes geführt hätten, der durch die Unfälle von 1992 und 1993 initiiert 
worden sei und sich in der Folge kontinuierlich weiter entwickelt habe. Na-
turgemäss sei es sehr schwierig festzustellen, ab wann Beschwerden nur 
noch auf einen pathologischen Vorzustand zurückzuführen seien bzw. wie 
lange noch "Schmerzanteile" als Folge eines neuen Ereignisses vorlägen, 
wenn dieses selbst nicht zu erkennbaren objektivierbaren Veränderungen 
geführt habe. Im vorliegenden Fall gelte es allerdings zusätzlich zu berück-
sichtigen, dass von Dr. med. H.________ bereits im Juni 2004 (act. II 74), 
also fast fünf Jahre vor dem ersten hier zur Diskussion stehenden Unfall, 
festgehalten worden sei, dass der Versicherte seit den Operationen von 
1992/93 belastungsabhängige Schmerzen am rechten Knie verspürt habe. 
Im März 2007 (act. II 73), somit immer noch fast zwei Jahre vor dem Ereig-

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nis vom Februar 2009, seien diese Beschwerden offenbar schon derart 
stark gewesen, dass eine erneute MRT-Abklärung veranlasst worden sei. 
Somit dürfe wohl mit gutem Grund postuliert werden, dass weder zum Zeit-
punkt der Arthroskopie vom 3. April 2009 noch bei der Implantation der 
medialen Hemiprothese am 30. Mai 2012 wesentliche Schmerzresiduen 
vorgelegen hätten, die überwiegend wahrscheinlich den jeweils einige Wo-
chen zuvor stattgehabten Unfällen zuzuordnen wären. Zusammengefasst 
sei somit am 29. Mai 2012 der Status quo sine in Bezug auf die beiden 
Ereignisse vom 14. Februar 2009 und 10. April 2012 erreicht gewesen.

3.1.5 In der Stellungnahme vom 14. Mai 2013 (act. I 28) zum Aktengut-
achten von Dr. med. B.________ vom 22. April 2013 (act. II 106) führte Dr. 
med. C.________ aus, er habe in seiner Beurteilung vom 30. August 2012 
dargelegt, dass durch die von der Visana übernommene Arthroskopie mit 
Meniskusresektion vom 3. April 2009 strukturell eingegriffen worden sei, 
was versicherungsmedizinisch eindeutig einer Richtunggebung entspreche. 
Die von Dr. med. B.________ gemachte Feststellung, es sei nur wenig 
Meniskusgewebe entfernt worden, sei irrelevant. Tatsache sei, dass am 
Meniskus reseziert worden sei, damit sei die Richtunggebung bewiesen. 

3.2 Das Aktengutachten von Dr. med. B.________ vom 22. April 2013 
(act. II 106) erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den 
Beweiswert eines ärztlichen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.4 
hiervor). Es ist für die streitigen Belange umfassend, berücksichtigt die ge-
klagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist ein-
leuchtend und die Schlussfolgerungen sind begründet. Insbesondere über-
zeugt die Einschätzung, dass die von Dr. med. D.________ beschriebenen 
Pathologien (Meniskusrisse und Knorpelschäden; act. II 9) bereits im Jahr 
2007, zum Teil sogar schon im Jahr 1993, in vergleichbarer Weise objekti-
viert werden konnten, beim Ereignis vom Februar 2009 keine neuen ma-
krostrukturellen Veränderungen aufgetreten seien und dieses Ereignis zwar 
Anlass, jedoch nicht Ursache der am 3. April 2009 durchgeführten Arthro-
skopie gewesen sei. Was das Ereignis vom 10. April 2012 betrifft, ist von 
einem leichten Unfallereignis (Anschlagen des Knies an einem Baum-
strunk; act. II 7) auszugehen, das zwar Schmerzen verursacht, aber keine 

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erhebliche Schädigung des bereits vorgeschädigten Knies zur Folge ge-
habt hat. Die MRI-Untersuchung vom 18. April 2012 (act. II 18) ergab denn 
auch keine Hinweise auf aktuelle neue Befunde. Veränderungen wurden 
vielmehr nur im Vergleich zur Voruntersuchung aus dem Jahr 2007 
(act. II 72) festgestellt. Die Ausführungen von Dr. med. B.________ über-
zeugen auch in diesem Punkt. Neue Schädigungen ergeben sich auch 
nicht aus dem Bericht von Dr. med. E.________ vom 14. Mai 2012 (act. II 
14). Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ge-
stützt auf das Gutachten von Dr. med. B.________ einen natürlichen Kau-
salzusammenhang – auch im Sinne einer richtunggebenden Verschlechte-
rung – zwischen den Unfallereignissen vom 14. Februar 2009 bzw. vom 
10. April 2012 und der am 30. Mai 2012 vorgenommenen Implantation ei-
ner Knieprothese (act. II 11) verneint hat.

3.3

3.3.1 Nichts für sich ableiten kann die Beschwerdeführerin mit ihrem Ver-
weis auf die verschiedenen Stellungnahmen des Dr. med. C.________ 
(act. I 15, 17, 28), wonach mit der Arthroskopie vom 3. April 2009 
(act. II 71) eine richtunggebende Verschlimmerung hinsichtlich der Arthrose 
vorliege (Beschwerde S. 11 Ziff. 36). Die entsprechenden Stellungnahmen 
vermögen nicht zu überzeugen: Dr. med. C.________ beschränkt sich auf 
eine sehr allgemein gehaltene Begründung. Dass eine Meniskusresektion 
im Sinne einer Erfahrungstatsache in jedem Fall einer richtunggebenden 
Verschlimmerung eines pathologischen Vorzustandes entspreche, behaup-
tet er zwar, belegt dies – bspw. mit Hinweisen auf medizinische Literatur – 
jedoch nicht. Eine Würdigung der Verhältnisse des konkreten Einzelfalls 
hat er nicht vorgenommen. Dr. med. C.________ setzt sich weder mit den 
einlässlichen Ausführungen von Dr. med. B.________ auseinander noch 
würdigt er die weiteren medizinischen Akten, insbesondere die durchge-
führten bildgebenden Untersuchungen. Dies schränkt den Beweiswert sei-
ner ohnehin nur rudimentären Angaben zusätzlich ein.

3.3.2 Ebenfalls nicht weiter hilft der Beschwerdeführerin der Hinweis auf 
den Entscheid des Bundesgerichts vom 4. November 2011, 8C_463/2001, 
E. 5.3.3. Keineswegs lässt sich aus diesem Entscheid ableiten, die Regel, 
wonach eine Meniskusresektion eine richtunggebende Verschlimmerung 

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des Vorzustandes bewirke, entspreche "fast schon einer allgemeinen me-
dizinischen Erfahrungstatsache" (Beschwerde S. 11 Ziff. 36). Einerseits 
geht die vom Bundesgericht zitierte ärztliche Aussage – die Meniskusre-
sektion komme in aller Regel einer richtunggebenden Verschlimmerung 
gleich – nicht soweit, von einer medizinischen Erfahrungstatsache zu spre-
chen. Andererseits hat sich das Bundesgericht mit dieser Aussage auch 
nicht näher auseinandergesetzt, so dass sich daraus ein Präjudiz für ande-
re Fälle ergeben könnte, zumal der angeführte Entscheid nicht in der amtli-
chen Entscheidsammlung publiziert wurde. 

3.3.3 Am Ergebnis ändert nichts, dass Dr. med. B.________ mit Blick auf 
den Bericht von Dr. med. F.________ (richtig: Dr. med. G.________; act. II 
18) anführt, die Fortschreitung der Arthrose im Vergleich zum Jahr 2007 
entspreche einem natürlichen Verlauf bzw. sei auch durch die zusätzliche 
Knorpelresektion bei der Arthroskopie im April 2009 erklärbar (act. II 103 
Ziff. 2), womit er eine richtunggebende Verschlimmerung durch die erfolgte 
Arthroskopie immerhin für möglich hält. Gemäss unwidersprochen geblie-
bener Feststellung im angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. No-
vember 2013 wurde die entsprechende medizinische Behandlung im Juni 
2009 abgeschlossen (act. II 119, Sachverhalt lit. F). Wenn die Beschwerde-
führerin nunmehr geltend macht, zwischen der Arthroskopie im April 2009 
und der Behandlung ab dem 29. Mai 2012 bestehe ein natürlicher Kausal-
zusammenhang, hat sie dies mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachzuweisen; ein lediglich möglicher Kausalzusam-
menhang ist nicht ausreichend. Diesen Beweis vermag die Beschwerdefüh-
rerin mit ihren Vorbringen unter Heranziehung der Stellungnahmen von Dr. 
med. C.________ nicht zu erbringen.

3.4 Nach dem Gesagten besteht weder zwischen den Unfallereignissen 
vom 14. Februar 2009 bzw. vom 10. April 2012 noch der Arthroskopie vom 
3. April 2009 und der am 30. Mai 2012 vorgenommenen Implantation einer 
Knieprothese (act. II 11) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein natürli-
cher Kausalzusammenhang. Damit ist der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 29. November 2013 (act. II 119) nicht zu beanstanden und die 
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Juli 2014, UV/14/48, Seite 13

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG in Ver-
bindung mit Art. 61 lit. a ATSG). 

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf Parteien-
tschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art 
61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- SUVA 
- Visana Versicherungen AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Zur Kenntnisnahme:
- A.________

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.