# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fca6b23-36f7-56dd-9e7f-96445c23f426
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2025 E-7703/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7703-2025_2025-10-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 
 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7703/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richter Mathias Lanz;  

Gerichtsschreiberin Karin Parpan. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

eigenen Angaben zufolge  

B._______, geboren am (…),  

Benin und Togo, 

vertreten durch MLaw Alice Pochon,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (beschleunigtes Verfahren); 

Verfügung des SEM vom 29. September 2025 / N (…). 

 

 

E-7703/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben zu-

folge letztmals im Oktober 2023. Am 30. Juni 2025 sei er in die Schweiz 

eingereist, wo er am 11. Juli 2025 um Asyl nachsuchte. 

B.  

Der Beschwerdeführer gab gegenüber dem SEM an, B._______ zu heis-

sen und am (…) geboren und somit minderjährig zu sein. 

C.  

C.a Am 4. August 2025 wurde der Beschwerdeführer im Rahmen der  

sogenannten Erstbefragung für unbegleitete minderjährige Asylsuchende 

angehört. Am 18. September 2025 wurde er – wiederum im Beisein seiner 

zugewiesenen Rechtsvertretung – zu seinen Asylgründen angehört. Zur 

Begründung seines Asylgesuchs machte er im Wesentlichen folgenden 

Sachverhalt geltend: 

C.b Er sei im Kleinkindalter zusammen mit seinen Eltern von Togo nach 

Benin gezogen. Sein Vater sei togolesischer und seine Mutter beninischer 

Staatsangehörigkeit, weshalb er selbst beide Staatsangehörigkeiten be-

sitze. Seine Mutter habe seinen Vater aus Eifersucht umgebracht und er 

sei anschliessend bei seinem Onkel mütterlicherseits in Benin aufgewach-

sen. Dieser habe ihn über Jahre hinweg für seine Voodoo-Praktiken aus-

gebeutet und misshandelt. Im Jahr 2021 sei er vor seinem Onkel nach Togo 

geflohen. Dort habe er sich zwei Tage lang erfolglos um die Suche nach 

Verwandten väterlicherseits bemüht und sei anschliessend wieder nach 

Benin zurückgekehrt. Sein Onkel habe ihn nach seiner Rückkehr nach  

Benin ausfindig gemacht. Ein Pastor habe ihm den Kontakt zu einem Mann 

vermittelt, der für ihn die Organisation der Ausreise übernommen und diese 

auch vollumfänglich finanziert habe. Dieser Mann habe für ihn einen Pass 

und ein französisches Visum organisiert. Der Pass enthalte zwar seine  

Fotografie, sei aber auf andere als seine tatsächlichen Personalien ausge-

stellt worden. Einen eigenen Reisepass habe er nie besessen. Nach seiner 

Ankunft in Frankreich im Oktober 2023 habe er bei diesem Mann gelebt 

und sei verpflichtet gewesen, seine Schulden abzuarbeiten. Ende 

Mai 2025 sei ihm die Flucht vor diesem Mann geglückt und er sei nach 

einigen Tagen Aufenthalt in die Schweiz gereist.  

C.c Zur Untermauerung seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer 

im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens unter anderem eine Kurs- 

E-7703/2025 

Seite 3 

bestätigung über eine angeblich im ersten Halbjahr 2021 absolvierte Aus-

bildung im (…)bereich zu den Akten. 

D.  

D.a Das SEM gewährte dem Beschwerdeführer am 20. August 2025 das 

rechtliche Gehör zur beabsichtigten Änderung seiner Identitätsangaben in-

klusive des Geburtsdatums im Zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS). Ein Abgleich mit der Visumsdatenbank CS-VIS habe ergeben, 

dass die französische Auslandvertretung in Cotonou, Benin, dem Be-

schwerdeführer am 21. August 2023 ein vom 23. August 2022 bis 20. Feb-

ruar 2024 französisches Schengenvisum ausgestellt habe. Dieses Visum 

stütze sich auf einen am (…) 2022 ausgestellten Reisepass lautend auf die 

Personalien A._______, geboren am (…). Die Angaben des Beschwerde-

führers zum Erhalt des Passes und des Visums seien nicht plausibel. 

Ebenso unglaubhaft seien seine Ausführungen zu seinem behaupteten 

Geburtsdatum und seinem schulischen Werdegang ausgefallen. Im Übri-

gen erscheine der Beschwerdeführer auch aufgrund seines äusseren Er-

scheinungsbildes deutlich älter. 

D.b In seiner Stellungnahme zum rechtlichen Gehör führte der Beschwer-

deführer insbesondere aus, bereits erklärt zu haben, dass der Pass unter 

falschen Personalienangaben für ihn erstellt worden sei. Er habe selbst 

nicht über ausreichende Unterlagen verfügt, um sich einen eigenen Reise-

pass ausstellen zu lassen. Die Anpassung seiner ZEMIS-Personendaten 

würde ein entsprechendes Altersgutachten voraussetzen, zumal die beab-

sichtigte Altersanpassung rund neun Jahre betrage. 

E.  

E.a Die Vorinstanz unterbreitete der zugewiesenen Rechtsvertretung des 

Beschwerdeführers am 25. September 2025 den Entwurf des ablehnenden 

Asylentscheids zur Stellungnahme. 

E.b Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe vom 26. September 2025 

Stellung zum Entscheidentwurf nehmen und erklärte sich mit diesem nicht 

einverstanden. 

F.  

Mit Verfügung vom 29. September 2025 – am selben Tag eröffnet – ver-

neinte das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte 

sein Asylgesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie 

den Wegweisungsvollzug an. Gleichzeitig stellte es fest, seine Personalien 

E-7703/2025 

Seite 4 

würden im ZEMIS als A._______, geboren am (…), erfasst und mit einem 

Bestreitungsvermerk versehen. 

G.  

Der Beschwerdeführer liess mit Eingabe seiner zugewiesenen Rechtsver-

treterin vom 7. Oktober 2025 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 

gegen die vorinstanzliche Verfügung erheben. Darin beantragte er die Auf-

hebung der angefochtenen Verfügung, die Rückweisung der Sache an die 

Vorinstanz zur vollständigen Feststellung des Sachverhalts sowie zur Neu-

beurteilung und die Anpassung seines Geburtsdatums im ZEMIS auf den 

(…); eventualiter beantragte er die Anordnung der vorläufigen Aufnahme. 

In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses. 

Mit seinem Rechtsmittel reichte der Beschwerdeführer ein psychiatrisches 

Konsilium vom 2. Oktober 2025 zu den Akten. 

H.  

Der Eingang der Beschwerde wurde dem Beschwerdeführer am 8. Okto-

ber 2025 bestätigt. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-

verwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinn 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1, Art. 50 sowie Art. 52 VwVG). 

1.3 Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

E-7703/2025 

Seite 5 

2.  

2.1 In der vorliegenden Beschwerde wird zur Hauptsache zwar die vollum-

fängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die Rückweisung 

der Sache an die Vorinstanz zur vollständigen Feststellung des Sachver-

halts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz beantragt. Aus der Begrün-

dung ergibt sich aber eindeutig, dass sich die Beschwerde nur gegen die 

Anordnung des Vollzugs der Wegweisung und die vom SEM im ZEMIS er-

fasste Identität des Beschwerdeführers richtet. Die Dispositivziffern 1–3 

(Verneinung der Flüchtlingseigenschaft, Ablehnung des Asylgesuchs und 

Anordnung der Wegweisung an sich) der Verfügung sind demnach man-

gels Anfechtung in Rechtskraft erwachsen. 

2.2 Praxisgemäss wird das Beschwerdeverfahren betreffend ZEMIS- 

Datenbereinigung neben dem Asyl-Beschwerdeverfahren separat geführt 

(vgl. BVGE 2018 VI/3), weshalb unter der Verfahrensnummer E-7753/2025 

ein Verfahren betreffend die beantragte Datenänderung eröffnet wurde,  

in welchem der Eintrag im ZEMIS zu beurteilen sein wird. 

2.3 Das Beschwerdeverfahren betreffend den Vollzug der Wegweisung ist 

angesichts der Dringlichkeit des Asylverfahrens (vgl. Art. 109 Abs. 1 AsylG) 

vorzuziehen. Das ZEMIS-Beschwerdeverfahren wird zu einem späteren 

Zeitpunkt weiterzuführen sein. 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

4.  

Die Beschwerde erweist sich, soweit sie sich gegen die Anordnung des 

Wegweisungsvollzugs richtet, als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer 

Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

5.  

Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht 

möglich, regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetz- 

lichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; Art. 83 

Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

E-7703/2025 

Seite 6 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz erachtete den Vollzug der Wegweisung des volljährigen 

Beschwerdeführers sowohl nach Benin als auch nach Togo als zulässig, 

zumutbar und möglich. In antizipierender Beweiswürdigung könne insbe-

sondere auf weitere Abklärungen zu den bislang aktenkundigen medizini-

schen Problemen (insbesondere Verdacht auf eine Posttraumatische Be-

lastungsstörung [PTBS]) verzichtet werden, zumal die psychiatrische und 

medizinische Grundversorgung sowohl in Benin als auch in Togo grund-

sätzlich gewährleistet sei. Auch individuelle Gründe sozialer oder wirt-

schaftlicher Natur würden nicht auf eine Existenzbedrohung im Fall eines 

Vollzugs der Wegweisung schliessen lassen.   

6.2 Der Beschwerdeführer führte zur Begründung seines Rechtsmittels im 

Wesentlichen aus, das SEM habe zu Unrecht auf die Anordnung eines me-

dizinischen Altersgutachtens verzichtet und dadurch seine Untersuchungs-

pflicht verletzt. Seine Angaben zu seinem Alter, seinen Lebensumständen 

in Benin und seiner Beschaffung eines gefälschten Reisepasses seien wi-

derspruchsfrei und glaubhaft ausgefallen, weshalb im vorliegenden Fall ein 

Altersgutachten angezeigt sei. Da die Vorinstanz fälschlicherweise von sei-

ner Volljährigkeit ausgegangen sei, habe sie den Wegweisungsvollzug 

nicht nach den für Minderjährige geltenden Kriterien geprüft. Er verfüge 

weder in Benin noch in Togo über ein familiäres oder soziales Netzwerk. 

Ungeachtet seines Alters ständen seine gesundheitlichen und insbeson-

dere seine psychischen Beschwerden dem Wegweisungsvollzug entge-

gen.  

7.  

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht kommt nach Durchsicht der Akten zum 

Schluss, dass die vorinstanzliche Verfügung bezüglich der Anordnung des 

Wegweisungsvollzugs zu bestätigen ist. Die Ausführungen auf Beschwer-

deebene vermögen den Erwägungen des SEM in dieser Hinsicht nichts 

Stichhaltiges entgegenzusetzen, womit vorab auf die zutreffenden Erwä-

gungen der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann. 

E-7703/2025 

Seite 7 

7.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimatstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

7.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]). 

7.2.2 Der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ist in Beach-

tung dieser massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen 

zulässig. Die Verneinung der Flüchtlingseigenschaft ist in Rechtskraft er-

wachsen (vgl. oben E. 2.1), womit das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip 

des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung findet. 

7.2.3 Sodann sind keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunfts-

staat drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinn von Art. 25 

Abs. 3 BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 ge-

gen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Be-

handlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK er-

sichtlich. 

7.2.4  

7.2.4.1 Die vom Beschwerdeführer behauptete Minderjährigkeit ist bereits 

im Kontext der Zulässigkeit und Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

zu beurteilen, zumal die Prüfung allfälliger Wegweisungsvollzugshinder-

nisse bei unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden zusätzlichen Anfor-

derungen genügen muss.  

7.2.4.2 Dem SEM ist darin zuzustimmen, dass die Durchführung eines  

Altersgutachtens im Rahmen einer Gesamtwürdigung aller Umstände im 

vorliegenden Fall nicht erforderlich erscheint: Der Beschwerdeführer hat 

keine Identitätspapiere zu den Akten gereicht und vermag diese Tatsache 

nicht plausibel zu erklären. Es ist ihm insbesondere nicht gelungen, glaub-

haft zu machen, dass der auf die Personalien A._______, geboren am (…), 

lautende beninische Reisepass, der in den französischen Visaakten hinter-

legt war, nicht echt und ihm nichtzustehend sein soll, zumal die Ausstellung 

eines Schengenvisums eine biometrische Überprüfung des Antragsstellers 

voraussetzt (vgl. Art. 13 Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäischen 

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Seite 8 

Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der 

Gemeinschaft; www.france-visas.gouv.fr/web/france-visas/les-etapes-de-

la-demande-de-visa >, abgerufen am 10.10.2025).  

7.2.4.3 Der Beschwerdeführer konnte sodann nicht überzeugend darlegen, 

weshalb – obwohl er doch um unmittelbare Ausreise bemüht gewesen sein 

soll – zwischen der Ausstellung des angeblich gefälschten Reisepasses 

und dem Ausstellungszeitpunkt des Visums mehr als ein Jahr liegt. Ferner 

erstaunt die Angabe, er habe nie über eine "echte" eigene Identitätskarte 

oder einen Reisepass verfügt, nachdem auch seine Reise nach Togo im 

Jahr 2021 – trotz der Personenfreizügigkeitsregelungen im Bereich der 

Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikanischer Staaten (ECOWAS) – zweifel-

los den Besitz eines rechtsgültigen Identitätsdokuments vorausgesetzt 

hätte; eine illegale Aus- und Wiedereinreise nach Benin hat der Beschwer-

deführer denn auch nicht erwähnt.  

7.2.4.4 In diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass die Angaben des 

Beschwerdeführers zu seinen Familienangehörigen ebenso vage und un-

plausibel erscheinen wie seine Ausführungen zum angeblichen Aufenthalt 

in Frankreich während rund eineinhalb Jahren. Die genauen Umstände des 

angeblichen Kontaktverlusts zu seiner Mutter konnte er nicht näher aus-

führen, und seine Schilderungen des bloss zweitägigen Besuchs in Togo 

überzeugen offensichtlich nicht (vgl. Verfügung S. 9). 

7.2.4.5 Im Übrigen sind auch die Aussagen des Beschwerdeführers rund 

um seinen Schulbesuch und seine Ausbildung entweder auffallend vage 

oder sogar widersprüchlich. Nachdem der Beschwerdeführer zunächst be-

hauptet hatte, keinerlei Ausbildung absolviert zu haben, reichte er – nach-

dem er mit der geplanten Anpassung seiner Personendaten im ZEMIS kon-

frontiert worden war – eine Kursbestätigung über eine sechsmonatige Aus-

bildung im (…)bereich zwischen Januar und Juli 2021 zu den Akten (vgl. 

SEM-act. A12 F1.17.04 f. und A30 F53 ff., F94). Diese Kursbestätigung 

wirkt unauthentisch (vgl. Verfügung S. 7). Sie enthält ein Foto des Be-

schwerdeführers auf dem dieser seinem behaupteten Geburtsdatum im 

Jahr (…) zufolge erst gerade (…)-jährig sein soll. Dass es sich bei dem 

Mann auf dem Foto um einen Jungen im frühen Teenageralter handeln soll, 

kann offensichtlich ausgeschlossen werden.  

7.2.4.6 Zusammenfassend ist es dem Beschwerdeführer bei dieser Akten-

lage im Asylverfahren nicht gelungen, seine Minderjährigkeit glaubhaft zu 

machen. 

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Seite 9 

7.2.5 Gemäss Praxis des EGMR kann der Vollzug der Wegweisung eines 

abgewiesenen Asylsuchenden mit gesundheitlichen Problemen einen 

Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellen; hierfür sind jedoch ganz ausser-

gewöhnliche Umstände Voraussetzung (vgl. Urteil des EGMR Paposhvili 

gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer 41738/10, § 183, 

bestätigt durch das Urteil Savran gegen Dänemark vom 7. Dezember 

2021, Grosse Kammer 57467/2015). Die aktenkundigen gesundheitlichen 

und insbesondere psychischen Probleme des Beschwerdeführers – na-

mentlich der im psychiatrischen Konsilium vom 2. Oktober 2025 diagnosti-

zierte Verdacht auf PTBS (ICD-10: F43.1), differenzialdiagnostisch Anpas-

sungsstörung (ICD-10: F43.2) – sind offensichtlich nicht derart gravierend, 

dass sich die Annahme der Unzulässigkeit des Vollzugs der Wegweisung 

im Sinn der zitierten Rechtsprechung rechtfertigen würde. Folglich droht 

auch in dieser Hinsicht keine Verletzung von Art. 3 EMRK. 

7.2.6 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

7.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

7.3.1 Weder die aktuelle politische Lage noch andere allgemeine Gründe 

sprechen gegen die Zumutbarkeit einer Rückführung nach Benin oder Togo 

(vgl. zuletzt etwa BVGer-Urteile D-1333/2022 vom 20. August 2025, 

E. 11.2.2 [Togo] und D-1433/2025 vom 22. August 2025, S. 8 [Benin]). 

7.3.2  

7.3.2.1 Gründe ausschliesslich medizinischer Natur lassen den Wegwei-

sungsvollzug im Allgemeinen nicht als unzumutbar erscheinen, es sei 

denn, die erforderliche Behandlung sei wesentlich und im Heimatland nicht 

erhältlich. Entsprechen die Behandlungsmöglichkeiten im Herkunftsland 

nicht dem medizinischen Standard in der Schweiz, bewirkt dies allein noch 

nicht die Unzumutbarkeit des Vollzugs. Von einer solchen ist erst auszu-

gehen, wenn die ungenügende Möglichkeit der Weiterbehandlung eine 

drastische und lebensbedrohende Verschlechterung des Gesundheitszu-

stands nach sich zieht (vgl. BVGE 2017 VI/7 E. 6, BVGE 2011/50 E. 8.3 

und 2009/2 E. 9.3.2 je m.w.H.). 

E-7703/2025 

Seite 10 

7.3.2.2 Der Beschwerdeführer hat den diesbezüglichen, überzeugenden 

Erwägungen der Vorinstanz zur psychiatrischen Grundversorgung in Benin 

und Togo – auf die vollumfänglich verwiesen werden kann – inhaltlich 

nichts Aussagekräftiges entgegengehalten (vgl. Verfügung S. 11 f. und Be-

schwerde S. 6).   

7.3.3 Den Akten sind ferner auch keine Hinweise dafür zu entnehmen, dem 

Beschwerdeführer drohe bei einer Rückkehr aus individuellen Gründen in 

wirtschaftlicher oder sozialer Hinsicht eine existenzielle Notlage. In diesem 

Zusammenhang ist erneut auf die unglaubhaften Aussagen des Beschwer-

deführers zu seinen Personalien und seinen Lebensumständen in Benin 

zu verweisen. 

7.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 47 Abs. 1 AsylG und dazu auch 

BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als mög-

lich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

7.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

7.6 Für die beantragte Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht 

keine Veranlassung. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Umfang des vorliegenden Streitgegenstandes Bundesrecht nicht verletzt, 

den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt und 

angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Beschwerdeverfahren abgeschlos-

sen. Das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung (vgl. Art. 65 Abs. 1 VwVG) ist unbesehen der fi-

nanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers abzuweisen, da die 

Begehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos zu be-

zeichnen waren und es daher an einer gesetzlichen Voraussetzung zu des-

sen Gewährung fehlt. Das Gesuch um Verzicht auf eine Kostenvorschuss- 

erhebung ist mit dem vorliegenden Entscheid gegenstandslos geworden. 

E-7703/2025 

Seite 11 

9.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7703/2025 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde gegen die Anordnung des Wegweisungsvollzugs wird ab-

gewiesen. 

2.  

Das Beschwerdeverfahren betreffend Berichtigung der ZEMIS-Daten  

(E-7753/2025) wird zu einem späteren Zeitpunkt weitergeführt. 

3.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung für das 

vorliegende Verfahren wird abgewiesen. 

4.  

Die Kosten des vorliegenden Verfahrens von Fr. 1000.– werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand 

des Urteils zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Markus König Karin Parpan 

 

 

Versand: