# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9be78d2f-db9b-527e-b8bc-1167b73b31cb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.10.2010 E-7193/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7193-2010_2010-10-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7193/2010/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud;
Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic.

A_______, geboren [...],
Kamerun,
[...],
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. Oktober 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im August 2010 
sein Heimatland Kamerun verliess und über unbekannte Länder in die 
Schweiz einreiste, 

dass  er  am  25.  August  2010  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ)  [...]  unter  der  Identität  A_______,  geboren  am  [...]  1995  in 
B_______, um Asyl nachsuchte, 

dass er am 3. September 2010 in [...] transferiert wurde, 

dass  am  8.  September 2010  eine  Handknochenanalyse  des  Be-
schwerdeführers durchgeführt wurde, 

dass er  im [...]  am 10. September 2010 befragt  wurde,  wobei  er  zur 
Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte, 
dass er mit  seinen Eltern und seiner Schwester in C_______ gelebt 
habe, 

dass aber die Eltern verstorben seien,  als er  [...] Jahre alt  gewesen 
sei, 

dass  er  seitdem mit  seiner  Schwester,  die  mit  [...] Jahren  an  einer 
Krankheit  verstorben  sei,  in  einem Waisenhaus  in  B_______ gelebt 
habe, 

dass in  dem Waisenhaus täglich zwei  bis  drei  Kinder verschwunden 
und  einige  Tage  später  jeweils  ohne  Kopf  im  Busch  aufgefunden 
worden seien, 

dass  die  Vorsteherin  des  Waisenhauses  die  Vorfälle  der  Polizei  ge-
meldet, diese jedoch nichts unternommen habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  ausserdem  von  der  Vorsteherin  des 
Waisenhauses gewarnt  worden sei,  nicht  in  sein  Heimatdorf  zurück-
zukehren,  da man seinen Vater dort  umgebracht  habe und dem Be-
schwerdeführer das Gleiche widerfahren würde, 

dass  der  im  Waisenhaus  predigende  Pastor,  welcher  den  Be-
schwerdeführer  sehr  gemocht  habe,  beschlossen  habe,  den  Be-

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schwerdeführer aus Kamerun wegzubringen, damit mit ihm nicht das 
Gleiche geschehe, 

dass er in seinem Heimatland im Übrigen niemanden habe, 

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Stützung  seiner  Vorbringen  am 
25. August  2010  eine  Kopie  seiner  Geburtsurkunde  zu  den  Akten 
reichte,  

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  5.  Oktober  2010  –  eröffnet  am 
gleichen  Tag –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  b  des  Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf  das Asylgesuch 
des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  auf  die  geltende 
Rechtsprechung  hinwies,  wonach  das  Knochenwachstum  individuell 
variieren könne und eine Abweichung von bis zu drei Jahren zwischen 
dem Knochenalter und dem tatsächlichen Alter noch als innerhalb des 
Normalbereiches betrachtet werden könne,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids weiter anführte, 
die  Identitätstäuschung  sei  erwiesen,  da  der  Beschwerdeführer 
gemäss  eigenen  Angaben  erst  15  Jahre  alt  sei,  die  durchgeführte 
Handknochenanalyse  indessen  eine  Abweichung  von  klar  mehr  als 
drei Jahre ergeben habe, 

dass das BFM den Beschwerdeführer deshalb als volljährig betrachte,

dass dieser anlässlich des ihm am 10. September 2010 zum Befund 
der durchgeführten Handwurzelknochenanalyse gemäss Art. 32 Abs. 2 
Bst. b  i.V.m. Art. 36  Abs. 2 AsylG gewährten rechtlichen Gehörs  an 
seiner Altersangabe festgehalten habe,

dass es sich ferner bei der vom Beschwerdeführer eingereichten Kopie 
seiner  Geburtsurkunde  nicht  um ein  Reise-  oder  Identitätspapier  im 
Sinne von Art. 1 lit. b und c der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311)  handle und sie deshalb 
nicht  den  gesetzlichen  Anforderungen  genüge,  um die  Identität  des 
Beschwerdeführers zu beweisen,  

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dass zudem der Beweiswert von Kopien immer geringer sei als der von 
Originalen,  da  erstere  allfälliger  für  jegliche  Art  von  Fälschungen 
seien, 

dass im vorliegenden Fall die eingereichte Kopie der Geburtsurkunde 
an mehreren Stellen Fälschungsmerkmale aufweise (der auf den  [...] 
2000 datierte Auszug trage die Laufnummer [...] des Folgejahres 2001 
und bei  der  Geburtsortsangabe seien Spuren einer Verfälschung er-
sichtlich), 

dass der Beschwerdeführer sodann angegeben habe, in C_______ zur 
Welt  gekommen zu sein,  während er  gemäss der eingereichten Ge-
burtsurkunde in B_______ geboren worden sei, 

dass der Beschwerdeführer somit keine rechtsgenüglichen Identitäts-
papiere zu den Akten reichte, die das von ihm angegebene Alter be-
stätigen würden, 

dass im Übrigen seine Angaben zu seiner Herkunft und seinen Eltern, 
den Identitätspapieren sowie zum Reiseweg – er gab an, ohne Reise-
papiere, unkontrolliert und ohne etwas bezahlt zu haben, von Kamerun 
in  die  Schweiz  eingereist  zu  sein  –  realitätsfremd  und  unglaubhaft 
seien,

dass  aufgrund  der  vorstehenden  Ausführungen  feststehe,  dass  der 
Beschwerdeführer im Rahmen des Asylverfahrens die Behörden über 
seine Identität getäuscht habe,

dass  deshalb  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  gemäss 
Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG nicht einzutreten sei,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  undatierter  Eingabe vom 5. Oktober 
2010 (Datum Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesver-
waltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  sinnentsprechend  um  die 
Aufhebung der  angefochtenen Verfügung ersuchte  sowie  explizit  be-
antragte, ihm sei der Aufenthalt in der Schweiz zu gewähren, da sein 
Leben in Gefahr sei,

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am  7.  Oktober  2010 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  vorab  die  Prozessfähigkeit  des  Beschwerdeführers  als  Sach-
urteilsvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfen ist, wobei vorliegend 
die  Fragen  der  Mündigkeit  und  der  Urteilsfähigkeit  beziehungsweise 
Prozessfähigkeit  im  Vordergrund  stehen  (vgl.  dazu  Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
1996 Nr. 3),

dass  der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen Angaben  im  Zeitpunkt 
der Beschwerdeerhebung 15-jährig, also minderjährig, war,

dass  sich  aus den Akten  – unabhängig  von der  geltend gemachten 
Minderjährigkeit  respektive  der  vom BFM angenommenen Volljährig-
keit – in keiner Weise Zweifel an der Urteilsfähigkeit des Beschwerde-
führers ergeben, weshalb nachfolgend vom Bestehen der Urteils- und 
damit der Prozessfähigkeit auszugehen ist,

dass eine urteilsfähige Person ferner höchstpersönliche Rechte auch 
bei angenommener Unmündigkeit ausüben kann,

dass das Einreichen eines Asylgesuchs und die Ergreifung von damit  
zusammenhängenden  Rechtsmitteln  als  höchstpersönliche  Rechte 
gelten, weshalb vorliegend die in Frage stehenden Sachurteilsvoraus-
setzungen  unbesehen  der  Frage  des  genauen  Alters  des  Be-
schwerdeführers zu bejahen sind (vgl. EMARK 1996 Nr. 3 a.a.O. E. 2d 
S. 17),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders  berührt  ist  und ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-
hebung beziehungsweise Änderung hat,  weshalb  er  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretens-
entscheide praxisgemäss auf  die  Überprüfung der  Frage beschränkt 
ist,  ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten 
ist,

dass  die  Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  somit 
darauf  beschränkt  ist,  bei  Begründetheit  des  Rechtsmittels  die  an-
gefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Ent-
scheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die weiterhin 
massgebliche Praxis gemäss EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem Bundesverwaltungsgericht  einzig 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art.  111  Bst.  e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif -
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf Asylgesuche nicht ein-
getreten  wird,  wenn  Asylsuchende  die  Behörden  über  ihre  Identität 
täuschen  und  diese  Täuschung  aufgrund  der  Ergebnisse  der  er-
kennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Beweismittel feststeht, 
wobei der Begriff der Identität Namen, Vornamen, Staatsangehörigkeit, 
Ethnie, Geburtsdatum, Geburtsort und Geschlecht des Asylsuchenden 
umfasst (vgl. Art. 1a Bst. a AsylV 1), 

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dass somit die Altersangabe unter den Begriff der Identität fällt,

dass gestützt  auf  Art. 17 Abs. 3 Bst. b  AsylG unbegleiteten minder-
jährigen Asylsuchenden bereits für die Dauer des Aufenthalts in einem 
Empfangs-  oder  Verfahrenszentrum  eine  Vertrauensperson  zu-
gewiesen  werden  muss,  wenn  dort  entscheidrelevante  Verfahrens-
schritte durchgeführt werden, die über die Kurzbefragung nach Art. 26 
Abs. 2 AsylG hinausgehen,

dass  indessen  die  Prüfung  des  Alters  vorfrageweise  ohne  die  Er-
nennung  einer  Vertrauensperson  vorgenommen  werden  kann 
(vgl. EMARK  2004  Nr.  30  E.  7.4),  weshalb  das  BFM  die  Knochen-
altersbestimmung  zu  Recht  in  Auftrag  gab,  ohne  vorher  eine  Ver-
trauensperson zu bestimmen,

dass  es  aufgrund  der  Beweislastregelung  hinsichtlich  der  Identitäts-
täuschung und gemäss bisheriger  Praxis  (vgl. EMARK 2003 Nr. 27) 
nicht  genügt,  die  gegenüber  den  schweizerischen  Behörden  ge-
äusserten Angaben über  die  Identität  als  unwahrscheinlich oder  un-
plausibel zu qualifizieren,

dass  vielmehr  die  Falschheit  der  Angaben  nachweislich  feststehen 
muss, weshalb die Behörde vorliegend den Nachweis der Täuschung 
des  Beschwerdeführers  über  seine  Identität  im  Sinne  von  Art.  32 
Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbringen hat und vom Vorliegen einer Identi-
tätstäuschung im Sinne der genannten Nichteintretensbestimmung nur 
dann  ausgegangen  werden  kann,  wenn  dies  aufgrund  der  vor-
handenen  Beweismittel  ohne  vernünftige  Zweifel  feststeht  (vgl. 
EMARK 2003 Nr. 27 E. 4a und dort zitierte Urteile),

dass  im  vorliegenden  Fall  die  durchgeführte  Knochenaltersbe-
stimmung  beim  Beschwerdeführer  ein  Knochenalter  ergeben  hat, 
welches einem chronologischen Alter von mindestens 19 Jahren ent-
spricht,

dass radiografische Untersuchungen des Handknochens einer Person 
zwar  nur  einen beschränkten Aussagewert  zur  Bestimmung des tat-
sächlichen  Alters  dieser  Person  aufweisen  (vgl.  dazu  EMARK 2000 
Nr. 19),

dass  sich  diese  Aussagen  indessen  insbesondere  auf  die  Situation 
beziehen,  wonach  das  behauptete  Alter  im  Vergleich  zum  fest-

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gestellten  Knochenalter  innerhalb  der  normalen  Abweichung  von 
zweieinhalb bis drei Jahren liegt (vgl. EMARK 2000 Nr. 28 E. 5.a),

dass  die  Handknochenanalyse  jedoch  gestützt  auf  die  bisherige 
Rechtsprechung  (vgl.  EMARK  2005  Nr.  16  E.  2.3  und  dort  zitierte 
weitere  Praxis)  unter  bestimmten  Voraussetzungen  – nämlich  dann, 
wenn  der  Unterschied  zwischen  dem  angegebenen  Alter  und  dem 
festgestellten  Knochenalter  mehr  als  drei  Jahre  beträgt  – trotz  des 
beschränkten Aussagewertes als „anderes Beweismittel“ im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG gilt und damit die Identitätstäuschung be-
legen kann,

dass  aber  gemäss  nach  wie  vor  geltender  Praxis  an  solche  "Gut -
achten"  zur  Altersbestimmung  gewisse  formale  und  inhalt liche  An-
forderungen zu stellen sind (vgl. EMARK 2004 Nr. 31 E. 7),

dass  die  vorliegend  durchgeführte  Analyse  den  von  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  (ARK)  stipulierten  und  vom 
Bundesverwaltungsgericht übernommenen inhaltlichen Anforderungen 
an Knochenaltersanalysen insgesamt weitgehend zu genügen vermag 
und  sich  insbesondere  auch  klarerweise  auf  die  Person  des  Be-
schwerdeführers bezieht (vgl. auch A 7/1),

dass im vorliegenden Fall das BFM in der angefochtenen Verfügung zu 
Recht  feststellte,  der  Unterschied  zwischen  dem  vom  Beschwerde-
führer  angegebenen Alter  von (im Zeitpunkt  der  Analyse)  15 Jahren 
und  dem festgestellten  Knochenalter  von  19  Jahren  sei  grösser  als 
drei Jahre,

dass  die  Knochenaltersbestimmung  im  Fall  des  Beschwerdeführers 
unter  den  vorliegenden  Umständen  als  Beweismittel  im  Sinne  von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG tauglich ist und er demnach die Behörden 
über sein Geburtsdatum getäuscht hat,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  gewährten  recht-
lichen Gehörs zum Ergebnis der Dokumentenanalyse die vorinstanz-
lichen  Schlussfolgerungen  offensichtlich  nicht  zu  widerlegen  ver-
mochte,

dass  des  Weitern  die  eingereichte  Geburtsurkunde  nicht  den  An-
forderungen von Art. 1a Bst. b und c AsylV 1 genügt, 

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dass  das  BFM  ferner  zu  Recht  feststellte,  dass  der  in  Kopie  ein -
gereichten  Geburtsurkunde  ein  geringerer  Stellenwert  als  dem 
Original zukomme, 

dass  ausserdem  der  auf  den  [...] 2000  ausgestellte  Auszug  des 
Geburtsscheins die Laufnummer [...] des Jahres 2001 trägt und somit, 
wie die Vorinstanz richtig ausführte, Fälschungsmerkmale aufweist, 

dass überdies das BFM zu Recht und mit treffender Begründung fest -
hielt, dass der Beschwerdeführer zu Protokoll gab, er sei in C_______ 
geboren (vgl. A1/16, S. 4), während er gemäss der eingereichten Ge-
burtsurkunde in B_______ zur Welt gekommen sei, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe zum Vorhalt 
der Identitätstäuschung keine Stellung nimmt,

dass  demnach  vorliegend  eine  Identitätstäuschung  mit  genügender 
Sicherheit feststeht (vgl. EMARK 1999 Nr. 19 E. 3d S. 125 f.),

dass das BFM somit in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu 
Recht  und  mit  treffender  Begründung  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der  Beschwerdeführer  weder  eine Aufenthaltsbewilligung be-
sitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und zu bestätigen ist (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht  möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug der 
Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist 
(Art. 83 Abs. 2-4 AuG), diese Untersuchungspflicht jedoch nach Treu 
und Glauben ihre Grenze an der Mitwirkungspflicht der Asylsuchenden 
findet  (Art.  8  AsylG),  welche  auch  die  Substanziierungslast  tragen 
(Art. 7 AsylG),

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  der  Verheimlichung seiner  wahren Identität  zu 
tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es würden 
einer Wegweisung in den Heimatstaat keine landes- oder völkerrecht-
lichen Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 44  Abs. 2 AsylG i.V.m. 
Art. 83 Abs. 2-4 AuG entgegenstehen,

dass vorliegend auf die vollumfänglich zu bestätigenden Erwägungen 
in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann und auch das 
Bundesverwaltungsgericht  den  Wegweisungsvollzug  nach  Kamerun 
als durchführbar erachtet,

dass  aufgrund  der  Akten  davon  auszugehen  ist,  dass  der  Be-
schwerdeführer  jung  und  gesund  ist,  über  ein  soziales  Netz  verfügt 
und somit  –  wie  vom BFM zu Recht  festgestellt  worden  ist  –  keine 
individuellen  Gründe  gegen  seine  Rückkehr  in  sein  Heimatland 
sprechen, 

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

Seite 10

oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 16  Abs. 1 Bst. a  VGG i.V.m.  Art. 2  und 3  des Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 11

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  die  zu-
ständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Natasa Stankovic

Versand: 

Seite 12