# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f62e0644-9685-50ac-9540-d3c3743d8717
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 21.10.2022 110 2022 72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2022-72_2022-10-21.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2022/72

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 21. Oktober 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Herrn D.________
Beschwerdeführer 2

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brüttelen, Gemeindeverwaltung, Lindengasse 7, 
3237 Brüttelen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Postfach, Hauptstrasse 2, 2560 Nidau

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brüttelen vom 1. April 
2022 (Ost- und Nordfassade aus Trapezprofilblech) sowie die Verfügung des Amts für 
Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 20. August 2021 (G.-Nr. 2018.JGK.6131)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführer reichten am 6. Januar 2020 bei der Gemeinde Brüttelen ein 
Baugesuch ein für den Neubau einer Remise auf Parzelle Brüttelen Grundbuchblatt 
Nr. H.________. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Gestützt auf die positive 
Beurteilung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung (AGR) mit Verfügung vom 25. Juni 2020 
erteilte das Regierungsstatthalteramt Seeland diesem Vorhaben mit Gesamtentscheid vom 14. 
Juli 2020 die Baubewilligung. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  

2. Mit E-Mail vom 11. Dezember 2020 stellte der zuständige Bauinspektor des AGR gegenüber 
der Gemeinde fest, dass die Nord- und Ostfassade der bewilligten Remise nicht den bewilligten 
Plänen entspricht, indem diese statt in Holz mit einem Trapezprofilblech realisiert wurden. Am 
7. Juni 2021 fand eine Besprechung zwischen den Beschwerdeführern und Vertretern der 
Gemeinde statt. Anlässlich dieser Besprechung wurde vereinbart, dass die Beschwerdeführer ein 
nachträgliches Projektänderungsgesuch für die in Trapezprofilblech ausgeführten Fassaden 
einreichen. Dieses Gesuch reichten die Beschwerdeführer am 15. Juli 2021 ein. Das AGR 

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beauftragte in der Folge die kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder 
(OLK) mit einer Beurteilung. Mit Fachbericht vom 2. November 2021 kam die OLK zum Schluss, 
dass die Projektänderung aus Sicht des Orts- und Landschaftsbildes nicht bewilligt werden kann. 
Sie beantragte daher die Ablehnung des Baugesuchs. Mit Verfügung vom 28. Januar 2022 
verweigerte das AGR die Bewilligung nach Art. 16a RPG1. Gestützt darauf erteilte die Gemeinde 
der ersuchten Projektänderung – trotz Zustimmung – mit Entscheid vom 1. April 2022 den 
Bauabschlag und ordnete gleichzeitig an, die Ost- und Nordfassaden seien mit unbehandeltem 
Holz zu verschalen (ohne Ansetzung einer Frist).

3. Gegen diesen Entscheid reichten die Beschwerdeführer am 28. April 2022 Beschwerde bei 
der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung des 
Entscheids der Gemeinde vom 1. April 2022 und die Erteilung der Baubewilligung für die am 
14. Juli 2021 eingereichte Projektänderung (Verzicht auf das Anbringen einer Holzverschalung an 
der Ost- und Nordfassade). 

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Mit Stellungnahme vom 19. Mai 2022 gab die 
Gemeinde bekannt, dass sie die Beschwerdeführer in ihrem Bestreben unterstütze, die Fassaden 
ihrer Remise mit Sandwichpaneelen belassen zu können. Das AGR beantragt mit Stellungnahme 
vom 31. Mai 2022 die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Verfügung vom 9. Juni 2022 bat das Rechtsamt das Regierungsstatthalteramt Seeland, die 
vollständigen Verfahrensakten des Baubewilligungsverfahrens einzureichen. Gleichzeitig bat das 
Rechtsamt das AGR, sich zu den Vorbringen der Beschwerdeführer unter dem Titel 
«Unzuständigkeit der OLK-Gruppe Bern-Mittelland» zu äussern. Das AGR äusserte sich hierzu 
mit Eingabe vom 23. Juni 2022. Die Akten des Regierungsstatthalteramts gingen am 15. Juni 2022 
ein. 

5. Mit Verfügung vom 29. Juni 2022 erhielten die Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, 
Schlussbemerkungen zum Verfahren einzureichen. Die Gemeinde reichte eine Stellungnahme 
vom 6. Juli 2022 ein, worin sie beantragt, die Projektänderung für die Beibehaltung der 
Sandwichpaneelen anstelle einer Holzverschalung sei gutzuheissen. Innert verlängerter Frist 
reichten sodann die Beschwerdeführer die Schlussbemerkungen vom 17. August 2022 ein. Darin 
halten sie an ihren Anträgen gemäss Beschwerde fest.   

6. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist ein Bauabschlag mit einer Wiederherstellungsverfügung nach Art. 46 
BauG3, der aufgrund eines nachträglichen Baugesuchs ergangen ist. Bauentscheide sowie 
baupolizeiliche Verfügungen können innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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BVD angefochten werden (Art. 40 Abs. 1 und Art. 49 Abs. 1 BauG). Verfügungen des AGR können 
zusammen mit dem Bauentscheid ebenfalls mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden 
(Art. 84 Abs. 4 BauG). Die BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. 

b) Die Beschwerdeführer sind als Baugesuchsteller und Adressaten der angefochtenen 
Verfügung zur Beschwerde befugt (Art. 40 Abs. 2 BauG und Art. 65 Abs. 1 VRPG4). Auf ihre form- 
und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. 

2. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführer rügen, das AGR habe sich nicht mit ihrer Eingabe vom 14. Dezember 
2021 auseinandergesetzt. Sie rügen damit sinngemäss eine mangelhafte Begründung und damit 
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG gibt den Parteien das Recht, sich 
zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 
erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Er verlangt, dass die 
Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus 
ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). 
Die Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht 
anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 
sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch 
nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen 
Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.5

c) Das AGR hat in seiner Verfügung vom 28. Januar 2022 ausgeführt, dass die 
ortsbildrelevanten Fassaden (strassenseitige Längs- und feldseitige Giebelfront) gestützt auf die 
fachliche Beurteilung der OLK mit einer auf den Sandwichpaneelen aufgedoppelten 
Holzverschalung zu versehen seien, um damit diese grossvolumige Lagerhalle am von weitem 
einsehbaren Dorfeinfang von Brüttelen ortsbildverträglich zu gestalten. Der Berner Heimatschutz 
habe die Beteiligten dahingehend informiert, dass eine Holzverschalung der Fassaden zwingend 
sei. Einer Bewilligung nach Art. 16a RPG stünden daher überwiegende Interessen bezüglich der 
Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild gemäss Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV6 entgegen. Dass 
das AGR für die Begründung der mangelhaften Einordnung in erster Linie auf die Ausführungen 
dieser Fachbehörden verweist ohne deren Ausführungen im Detail zu wiederholen, ist nicht zu 
beanstanden. Die Begründung fällt damit zwar knapp aus, wird jedoch dennoch als genügend 
eingestuft. So lassen sich die wesentlichen Gesichtspunkte der Beurteilung des AGR aus dieser 
Verfügung (unter Zuhilfenahme der darin erwähnten, den Beschwerdeführern bekannten 
fachlichen Beurteilung durch den Berner Heimatschutz und die OLK) ableiten, weshalb sich das 
AGR nicht mit jedem Argument der Beschwerdeführer bzw. mit jeder Eingabe auseinandersetzen 
musste. Es war für die Beschwerdeführer insgesamt nachvollziehbar, wieso das Vorhaben nicht 
als ortsbildverträglich beurteilt wurde und wieso das AGR die Zonenkonformität nach Art. 16a Abs. 
1 RPG verneinte. Entsprechend konnten die Beschwerdeführer die Verfügung sachgerecht 
anfechten. Eine Verletzung der Begründungspflicht liegt nicht vor. 

4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
5 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, in Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 52 N. 7.
6 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1).

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3. Zuständigkeit der OLK-Gruppe Bern-Mittelland

a) Die Beschwerdeführer beanstanden in formeller Hinsicht, dass der OLK-Bericht vom 2. 
November 2021 durch die örtlich nicht zuständige OLK-Gruppe Bern-Mittelland erstellt worden 
sei. Zuständig für die Beurteilung eines Vorhabens im Verwaltungskreis Seeland sei die OLK-
Gruppe Jura Bernois-Seeland. Warum die Gruppe Bern-Mittelland mit der Beurteilung des 
Bauvorhabens beauftragt worden sei, ergebe sich nicht aus dem Bericht. Die Auftragserteilung an 
eine andere Gruppe dürfe nur erfolgen, wenn alle Mitglieder der örtlich zuständigen Gruppe in den 
Ausstand getreten seien. Bei der Beurteilung der Projektänderung könne daher nicht auf diesen 
OLK-Bericht abgestellt werden. 

b) Mit Stellungnahme vom 23. Juni 2022 führte das AGR aus, das Geschäft sei aus 
Befangenheitsgründen der OLK-Gruppe Bern-Mittelland überwiesen worden. Zuständig für die 
Beurteilung des Bauvorhabens ausserhalb der Bauzone sei beim AGR Herr B.________. Er sei 
gleichzeitig Sekretär der OLK Gruppe Jura bernois / Seeland. Herr B.________ habe das 
Bauvorhaben inkl. Fassadengestaltung in Zusammenarbeit mit dem Berner Heimatschutz im 
Rahmen von zwei Ortsterminen mit den Beschwerdeführern und der Gemeinde besprochen. Er 
und der Berner Heimatschutz hätten somit massgeblich zur Lösung beigetragen. Der regionale 
Berner Heimatschutz und die regionale OLK im Gebiet Jura bernois / Seeland würden bei 
Lösungsfindungen oft eng zusammenarbeiten. Um sich nicht dem Vorwurf der Befangenheit 
auszusetzen habe die OLK-Gruppe Jura bernois / Seeland daher entschieden, das Geschäft zur 
Beurteilung an die OLK-Gruppe Bern-Mittelland weiterzuleiten. Der inhaltlichen Beurteilung tue 
dies kein Abbruch, denn die fachlichen Kriterien für die Beurteilung seien allgemeingültig und 
würden von allen OLK-Gruppen gleichermassen angewendet.  

c) In ihren Schlussbemerkungen vom 17. August 2022 entgegnen die Beschwerdeführer, der 
Umstand, dass Herr B.________ Sekretär der OLK-Gruppe Jura bernois / Seeland ist, sei für die 
Mitglieder der OLK-Gruppe kein Ausstandsgrund. Die Beurteilung des Baugesuchs erfolge durch 
sie und nicht durch den Sekretär. Die Mitglieder der OLK-Gruppe seien in die Abklärungen, die im 
Rahmen des Baubewilligungsverfahrens erfolgt seien, nicht involviert gewesen. Nur wenn alle 
Mitglieder der örtlich zuständigen Gruppe zu Recht in den Ausstand getreten seien, könne die 
Beurteilung durch eine andere Ortsgruppe der OLK erfolgen. 

d) Laut Art. 5 Abs. 1 OLKV7 behandelt jede Regionalgruppe die in ihrer Verwaltungsregion 
anfallenden Geschäfte. Ihre Mitglieder werden vom Regierungsrat für die Amtsdauer von vier 
Jahren gewählt (Art. 9 Abs. 1 OLKV). Als nebenamtliche Behördenmitglieder (vgl. Art. 3 Abs. 5 
und 6 PG8) haben sie die für das kantonale Personal geltenden Ausstandspflichten zu beachten 
(Art. 2 Abs. 3 PG). Nach Art. 59 Abs.1 Bst. a, b und f PG tritt namentlich in den Ausstand, wer in 
der Sache ein persönliches Interesse hat, an einem Vorentscheid mitgewirkt oder aus anderen 
Gründen befangen sein könnte. Dabei gelten die zu Art. 9 VRPG entwickelten Grundsätze. 
Danach trifft die Ausstandspflicht nur Personen und nicht ganze Behörden. Der Ausstand steht in 
einem gewissen Spannungsverhältnis zum Anspruch auf Beurteilung durch die ordentlichen, 
durch Rechtssatz bestimmten Organe. Er muss deshalb die Ausnahme bleiben und die 
Ausstandserklärung eines Behördenmitglieds darf nicht unbesehen hingenommen werden. Die 
Befürchtung mangelnder Unvoreingenommenheit muss aufgrund der konkreten Umstände als 
ernsthaft und begründet erscheinen, damit ein Ausstand gerechtfertigt ist. Solche Umstände 
können sich aus engen Beziehungen ergeben, die geeignet sind, Misstrauen in die 

7 Verordnung vom 27. Oktober 2010 über die Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLKV; BSG 
426.221).
8 Personalgesetz vom 16. September 2014 (PG; BSG 153.01).

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Unparteilichkeit eines Behördenmitglieds zu wecken, mithin den Anschein der Befangenheit zu 
begründen.9

e) Gemäss den Ausführungen des AGR war der für die OLK-Gruppe Jura bernois / Seeland 
zuständige Sekretär stark in die Ausarbeitung des Bauvorhabens inkl. Fassadengestaltung 
involviert, indem er die erarbeitete Lösung anlässlich von zwei Terminen vor Ort mit dem 
Beschwerdeführer und dem Berner Heimatschutz besprach. Sein Standpunkt bei der strittigen 
Frage der Einordnung der Fassadenausführung ohne Holz – in Abweichung des damals von ihm 
mitgetragenen Vorhabens – liegt damit auf der Hand. Seine Beteiligung ging damit vorliegend 
über diejenige der blossen Beurteilung eines Bauvorhabens im Rahmen seiner Funktion als 
Bauinspektor des AGR hinaus. Auch wenn er selber nicht gewähltes OLK-Mitglied und 
entsprechend nicht Teil der OLK-Gruppe als beurteilendes Gremium ist, steht er als Sekretär 
dieses Gremiums mit den Mitgliedern seiner OLK-Gruppe dennoch in engem Austausch. Diese 
persönliche Nähe zu den OLK-Mitgliedern seiner Gruppe führte dazu, dass die Unbefangenheit 
der OLK-Mitglieder in Zweifel hätte gezogen werden können. Die Situation verhält sich damit 
ähnlich wie beim oben zitierten Entscheid, wo das Verwaltungsgericht die Zweifel an der 
Unbefangenheit aller OLK-Mitglieder einer Gruppe wegen Befangenheit eines Mitglieds ebenfalls 
bejahte. Auch hier ist es nicht zu beanstanden, wenn die OLK-Mitglieder zu dem vom Sekretär 
ihrer Gruppe massgebend mitgeprägten Bauvorhaben nicht Stellung nehmen wollten. Schliesslich 
erscheint die Übertragung des Geschäfts an eine andere Gruppe aus einem anderen Kantonsteil 
auch hier deshalb als unproblematisch, weil es weniger um die Ortskunde als um die 
Fachkenntnisse des Gremiums geht.10  

Auf das von den Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang beantragte Obergutachten des 
OLK-Präsidentenausschusses konnte daher verzichtet werden. Dieser Beweisantrag ist 
abzuweisen.

4. Ausgangslage, res iudicata

a) Für das ursprüngliche Baugesuch «Neubau Remise» erteilte das Regierungsstatthalteramt 
Seeland den Beschwerdeführern mit Entscheid vom 14. Juli 2020 die Baubewilligung; dies 
gestützt auf die Verfügung des AGR vom 25. Juni 2020, welches das Vorhaben als zonenkonform 
gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG beurteilte. Als Auflage verlangte das AGR in seiner Verfügung u.a. 
Folgendes: «Die Ausführung der Fassaden hat nach den revidierten Fassadenplänen vom 
15. Juni 2020 zu erfolgen (Ergänzung Holzschalung – Visum Gesuchsteller 16. Juni 2020). 
Gemäss diesen, von der Vorinstanz gestempelten Fassadenplänen11 sind die hier strittigen Ost- 
und Nordfassaden mit einer «Holzschalung braun Natur» bewilligt.  

Bei der Realisierung des Neubaus verzichteten die Beschwerdeführer jedoch – entgegen den 
bewilligten Plänen – auf diese Holzschalung und reichten nach Aufforderung der Gemeinde hierfür 
das im vorliegenden Verfahren strittige nachträgliche Projektänderungsgesuch für die in 
Trapezprofilblech ausgeführten Fassaden Ost und Nord (Sandwichpaneelen) mit der Farbe RAL 
8011 nussbraun ein. Diesem Gesuch verweigerte das AGR mit Verfügung vom 28. Januar 2022 
die erforderliche Bestätigung der Zonenkonformität nach Art. 16a RPG aufgrund überwiegender 
entgegenstehender Interessen der Einpassung in das Orts- und Landschaftsbild gemäss Art. 34 

9 VGE 2017/51 vom 1. Mai 2018, E. 5.2.3, mit weiteren Hinweisen.
10 VGE 2017/51 vom 1. Mai 2018, E. 5.2.3, letzter Satz.
11 Vgl. Plan Bauprojekt Fassaden vom 30. August 2019, letztmals revidiert am 15. Juni 2020 (Ergänzung 
Holzschalung), mit Stempel Regierungsstatthalteramt vom 14. Juli 2020.

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Abs. 4 Bst. b RPV. Die Beschwerdeführer bestreiten die mangelhafte Einordnung der Ost- und 
Nordfassaden aus Trapezprofilblech ohne Holzschalung.

b) Gemäss den unbestritten gebliebenen Ausführungen sowohl der OLK in ihrem Fachbericht 
vom 2. November 2021 als auch des AGR in der Verfügung vom 28. Januar 2022 war die 
Fassadenausführung ein zentrales Thema anlässlich von Besprechungen vor Ort am 22. 
November 2018 und am 7. Februar 2019 unter Teilnahme der Beschwerdeführer, der Gemeinde, 
des Berner Heimatschutzes und des AGR. Der Berner Heimatschutz habe den 
Beschwerdeführern daraufhin am 15. März 2019 per E-Mail mitgeteilt, dass eine Holzverschalung 
der Fassaden als zwingend erachtet werde. Da auf den eingereichten Baugesuchsplänen noch 
keine Holzverschalung vorgesehen war, kam der Berner Heimatschutz mit Mitbericht vom 6. März 
2020 zum Schluss, dass das Vorhaben nicht mit den Gestaltungsgrundsätzen der Gemeinde 
vereinbar sei. Er wiederholte dabei, dass eine Holzverschalung der Fassaden (z.B. mit 
Holzlamellenverschalung auf die vorgeschlagenen Sandwichpaneele) wegen der prominenten, 
den Dorfeingang prägenden Lage aus gestalterischer Sicht als zwingend erachtet werde, mit 
Ausnahme der Südfassade. Auch das AGR konnte aus diesem Grund mit Stellungnahme vom 17. 
März 2020 eine Bewilligung für den Neubau nicht in Aussicht stellen. Nach der entsprechenden 
Projektanpassung vom 15. Juni 2020 (Ergänzung Holzschalung) stimmte der Berner 
Heimatschutz dem Vorhaben aufgrund der Aufnahme der geforderten Holzschalung mit zweitem 
Mitbericht vom 25. Juni 2020 zu. Ebenso beurteilte das AGR das Vorhaben mit Verfügung vom 
25. Juni 2020 als zonenkonform, verlangte als Auflage jedoch ausdrücklich die Ausführung der 
strittigen Fassaden mit Holzschalung gemäss den revidierten Fassadenplänen. 

c) Im Baubewilligungsverfahren rechtskräftig entschiedene Punkte können grundsätzlich (d.h. 
unter Vorbehalt veränderter Verhältnisse sowie der Wiederaufnahmegründe nach Art. 56 VRPG) 
nicht zum Gegenstand einer Projektänderung gemacht werden (sog. res iudicata).12 Das AGR 
erteilte die Bewilligung nach Art. 16a RPG nur unter der Auflage, dass die Fassaden mit der in 
den Plänen vorgesehenen Holzschalung auszuführen sind. Dieser Aspekt war zentrales Thema 
des damaligen Baubewilligungsverfahrens und sowohl das AGR als auch der Berner 
Heimatschutz wiesen damals mehrmals daraufhin, dass die Ausführung der strittigen Fassaden 
mit Holzschalung zwingende Voraussetzung für die Vereinbarkeit des Neubaus mit den 
Gestaltungsgrundsätzen sei. Erst aufgrund der daraufhin von den Beschwerdeführern 
vorgenommenen Projektanpassung (Ergänzung Holzschalung mit Plananpassung vom 15. Juni 
2020) erachtete der Berner Heimatschutz das Vorhaben als bewilligungsfähig und erteilte das 
AGR die nötige Bewilligung unter der erwähnten Auflage. Dass für die genügende Einordnung des 
Neubaus und damit der Vereinbarkeit des Vorhabens mit Art. 16a Abs. 1 RPG die Holzschalung 
an der Ost- und Nordfassade vorzusehen ist, wurde im damaligen Baubewilligungsverfahren 
rechtskräftig entschieden. Veränderte Verhältnisse oder Wiederaufnahmegründe nach Art. 56 
VRPG sind zudem weder erkennbar noch geltend gemacht. Die Ausführung dieser Fassaden 
ohne Holzschalung konnte daher nicht mehr zum Gegenstand einer Projektänderung gemacht 
werden und kann entsprechend auch nicht mehr Streitgegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens sein. Auf die Rüge der genügenden Einordnung der Fassaden ohne 
Holzverschalung ist daher nicht einzutreten. 

Selbst wenn – entgegen diesen Ausführungen – jedoch diese Rüge materiell zu behandeln wäre, 
würde sich diese als unbegründet erweisen, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen. 

12 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 32-32d 
N. 14.

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5. Zonenkonformität nach Art. 16a RPG
 
Rechtskräftig entschieden und damit nicht mehr Gegenstand des vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens ist, dass der ersuchte Neubau zonenkonform im Sinne von Art. 16a Abs. 
1 RPG ist. Zu prüfen ist daher einzig, ob das geänderte Projekt hinsichtlich der Ost- und 
Nordfassade (Trapezprofilblech ohne Holzschalung) unter dem Titel von Art. 16a Abs. 1 RPG 
bewilligt werden kann. Dies ist nur dann der Fall, wenn dem Vorhaben keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV). Bei der vorzunehmenden, umfassenden 
Interessenabwägung sind sämtliche für den Entscheid relevanten öffentlichen und privaten 
Interessen einzubeziehen und zu gewichten. Stehen jedoch spezialgesetzliche Normen 
beispielsweise des Umweltschutzrechts oder des Natur-, Heimat- und Landschaftsschutzrechts 
der Bewilligung absolut entgegen, so entfällt natürlich die Interessenabwägung. 

6. Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild

a) Der Einordnung eines Bauvorhabens in das Orts- und Landschaftsbild kommt in der 
Landwirtschaftszone ein besonderes Gewicht zu. Dies ergibt sich nicht nur aus dem wichtigen 
raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet, sondern auch aus den 
Planungsgrundsätzen von Art. 3 Abs. 2 RPG, wonach die Landschaft zu schonen ist und 
insbesondere Siedlungen, Bauten und Anlagen sich in die Landschaft einordnen sollen (Bst. b) 
und naturnahe Landschaften und Erholungsräume erhalten bleiben sollen (Bst. d) sowie aus Art. 
16 Abs. 1 RPG, der als eine der wichtigen Funktionen der Landwirtschaftszone «die Erhaltung der 
Landschaft» nennt.

Die allgemeinen Vorschriften betreffend Ästhetik und Ortsbildschutz gelten zudem nicht nur für 
Bauten in der Bauzone, sondern für jedes Bauvorhaben, unabhängig davon, ob es sich in der 
Landwirtschaftszone oder in der Bauzone befindet. 

b) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die «ästhetische 
Generalklausel» im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die 
kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige 
Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie 
dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.13

Die bereits realisierte Remise befindet sich in der Landwirtschaftszone. Das Baureglement der 
Gemeinde Brüttelen (GBR14) enthält – soweit hier interessierend – insbesondere folgende 
Bestimmung zur Gestaltung von Bauten und Anlagen:

Art. 29 Baugestaltung/Grundsatz
1 Alle Bauten und Anlagen müssen architektonisch befriedigend gestaltet werden. Sie sind hinsichtlich 

ihrer Gesamteinung, ihrer Einzelheiten und Proportionen so auszubilden, dass zusammen mit den 
bestehenden oder vorauszusehenden Bauten eine gute einheitliche Gesamtwirkung entsteht und die 
Schönheit oder erhaltenswerte Eigenart des Strassen-, Orts- und Landschaftsbildes gewahrt bleiben. 
Auf die Schutzwürdigkeit benachbarter Bauten ist angemessen Rücksicht zu nehmen. Geschichtlich und 

13 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 4 und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2, mit Hinweisen.
14 Baureglement der Gemeinde Brüttelen vom 26. Mai 2003, genehmigt durch das AGR am 4. September 2003.

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künstlerisch wertvolle Bauwerke, Baugruppen, historische Stätten und Brunnen sind besonders zu 
beachten. […]

2 Bauten und damit im Zusammenhang stehende Anlagen sind so zu unterhalten, dass das Landschafts-, 
Orts- und Strassenbild nicht beeinträchtigt wird.

3 […]

Art. 49 Landwirtschaftszone
1 -2 […] 
3 Bauten und Anlagen, die nach BauG zugelassen sind, erfordern eine besonders sorgfältige Prüfung 

hinsichtlich der Eingliederung ins Landschaftsbild. Sie sind bezüglich Farben, Materialwahl, Bauvolumen 
und Dachformen möglichst in die empfindliche und weitgehend freizuhaltende Landschaft einzupassen 
(siehe Landschaftsrichtplan).

4-6 […]

Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige 
Bedeutung zu. Der Begriff «gute einheitliche Gesamtwirkung» stellt einen unbestimmten 
kommunalen Gesetzesbegriff dar, bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen 
gewissen Beurteilungsspielraum haben. Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten 
Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe Ansprüche gestellt werden. Die gute 
Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders hohen architektonischen Qualitäten zu 
messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen Gegebenheiten, dass das Mittelmass der 
Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue Baute oder Anlage an den qualitativ 
hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu orientieren hat.15 

Der Gemeinde kommt bei der Anwendung dieser Rechtsnormen ein gewisser 
Beurteilungsspielraum zu. Wird die Anwendung einer von der Gemeinde erlassenen Bestimmung 
Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens, haben die Rechtsmittelinstanzen zu prüfen, ob die von 
der Gemeinde geltend gemachte Auslegung rechtlich haltbar ist. Sie auferlegen sich bei der 
Auslegung von unbestimmten Rechtsbegriffen in eigenständigen kommunalen Vorschriften eine 
gewisse Zurückhaltung gegenüber der Auffassung der Gemeinde.16

c) Im Baubewilligungsverfahren für den Neubau der Remise äusserte sich die Regionalgruppe 
Biel-Seeland des Berner Heimatschutzes zur Fassadengestaltung. In ihrem Mitbericht vom 
6. März 2020 führte sie aus, wegen der prominenten, den Dorfeingang prägenden Lage würden 
sie eine Holzverschalung der Fassaden aus gestalterischer Sicht als zwingend betrachten mit 
Ausnahme der Südfassade, bei welcher aufgrund des hohen Anteils von Toren eine Verschalung 
der restlichen Flächen mit Sandwichelementen denkbar sei. 

Im nachträglichen Baubewilligungsverfahren äusserte sich sodann die OLK mit Fachbericht vom 
2. November 2021 zu der nur in Sandwichpaneelen ausgeführten Fassaden unter Verzicht auf die 
Holzverschalung. Dabei beschrieb sie das Vorhaben und dessen Standort wie folgt:

«Die bereits realisierte Remise befindet sich in der Landwirtschaftszone (Parz. 213) und steht auffällig am 
nördöstlichen Ortseingang von L.________ her. Über einem Betonsockel (Streifenfundament) ist eine 
raumhaltige Lagerhalle von 54.0 x 22.0 m aufgeführt, rundum mit Fassaden aus Sandwichpaneelen. 
Feldseitig bestehen sechs der neun Fassadenkompartimente aus Rolltoren in Weissaluminium. Das Ganze 
wird von einem 6° geneigten, mit nussbraunen Sandwichpaneelen eingedeckten Satteldach überfangen 
(Firsthöhe in den Plänen nicht vermasst, geschätzt ca. 8.0 m, mit Auskrag 37.0 m breit); […] Die feldseitige 

15 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 9-10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3; BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1.
16 VGE 22887 vom 21.08.2007, E. 4.3, mit Hinweisen.

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Giebelfront und strassenbegleitende Längsfassade wurde entgegen einer Auflage in der Baubewilligung 
statt mit einer Deckelschalung in Holz mit Sandwichpaneelen (Farbe graubeige RAL 1019) verkleidet.»

Zum Sachverhalt und der Einordnung der strittigen Fassadengestaltung führte die OLK Folgendes 
aus: 

«Bis zum Bau der Lagerhalle bildeten die Ökonomiegebäude I.________strasse sowie eine markante 
Baumgruppe beim zugehörigen Bauernhaus den Ortseingang L.________ her. Diese definierten damit 
einen klar ablesbaren Siedlungsrand, wie er nach dem Bau der neuen Kantonsstrasse ab etwa 1880 
entstanden ist. Die neue, grossvolumig dimensionierte Einstellhalle ist von weither sichtbar und prägt nun 
massgeblich den Dorfeingang, indem sie auffällig über den bisherigen Siedlungsrand hinaus in den offenen 
Grünraum greift. 
Im Vorfeld des Baugesuchs haben mit den Beteiligten (Bauherrschaft, Gemeinde, LANAT, Heimatschutz 
und AGR) am 22. November 2018 und am 7. Februar 2019 Gespräche und Begehungen vor Ort 
stattgefunden. Dabei wurde dem bezüglich Orts- und Landschaftsbild heiklen Standort nur unter 
Bedingungen zugestimmt. Insbesondere wurde festgehalten, dass der Neubau an dieser exponierten Lage 
minimalen ästhetischen Kriterien zu genügen habe, um eine möglichst gute Einpassung und Eingliederung 
in die Landschaft und ins Ortsbild zu gewährleisten. 
In der Folge hat der Berner Heimatschutz nach Rücksprache mit dem AGR am 15. März 2019 den Beteiligen 
mitgeteilt, dass eine Holzverschalung der Fassaden als zwingend erachtet werde, um damit ein typisches 
Baumaterial traditioneller (und zeitgenössischer) landwirtschaftlicher Bauten aufzunehmen und neu zu 
interpretieren – so wie dies anlässlich der Besprechungen vor Ort vereinbart wurde.
Weil auf den zunächst eingereichten Baugesuchsplänen aber keine Holzverschalung vorgesehen war, 
konnte das AGR die erforderliche Zonenkonformität gemäss Art. 16a RPG nicht erteilen und auch der 
Fachbericht des Berner Heimatschutzes vom 6. März 2020 fiel negativ aus. Die Materialwahl der Fassaden 
Ost, Nord und West wurde also bereits damals bemängelt.
Am 25. Juni 2020 hat das AGR verfügt, dass der geplante Neubau zonenkonform sei, unter der Bedingung, 
dass die Ausführung der Fassaden gemäss den revidierten Fassadenplänen vom 15. Juni 2020 erfolge. 
Diesem Plansatz (mit der geforderten Holzverschalung) hat der Berner Heimatschutz in seinem Mitbericht 
vom 25. Juni 2020 ebenfalls zugestimmt. 
Das Regierungsstatthalteramt hat in seinem Gesamtbauentscheid vom 14. Juli 2020 unmissverständlich 
festgehalten, dass die in den Amts- und Fachberichten enthaltenen Bedingungen und Auflagen 
integrierender Bestandteil des Gesamtbauentscheids und zu erfüllen sind.
Die Bauherrschaft hat jedoch in der Folge den Neubau ohne Rücksprache mit den zuständigen Amtsstellen 
eigenmächtig abgeändert ausgeführt. Der Verstoss gegen Treu und Glauben ist das eine, die Missachtung 
wesentlicher Teile eines Gesamtbauentscheids ist das andere. Mit E-Mail vom 11. Dezember 2020 hat 
deshalb das AGR zu Handen des Gemeinderats Brüttelen auf Elemente hingewiesen, die noch nicht 
baubewilligungskonform ausgeführt seien und die zuständige Behörde aufgefordert, die zur Fertigstellung 
nötigen Schritte einzuleiten. Ob und wie die Gemeinde diesem Auftrag nachgekommen ist, ist der OLK nicht 
bekannt.
Die Argumentation im von der ausführenden Bauunternehmung am 14. Juli 2021 eingereichten Antrag zur 
Projektänderung ist nicht stichhaltig und stellenweise sachfremd, weshalb die OLK die Mängelrüge des AGR 
vollumfänglich stützt. Die OLK ist ebenfalls der Ansicht, dass die ortsbildrelevanten Fassaden 
(strassenseitige Längs- und feldseitige Giebelfront) – wie seinerzeit in den Gesprächen vor Ort 
einvernehmlich vereinbart – mit einer auf Sandwichpaneelen aufgedoppelten Holzverschalung zu versehen 
sind, um damit diese grossvolumige Lagerhalle am von weitem einsehbaren Dorfeingang zu Brüttelen 
ortsbildverträglich zu gestalten.  

Dementsprechend kam die OLK zum Schluss, dass die vorliegende Projektänderung aus Sicht 
des Orts- und Landschaftsbildes nicht bewilligt werden könne. Die Fachbehörde beantragte 
daher die Ablehnung des entsprechenden Baugesuchs.

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d) Die Beschwerdeführer rügen, entgegen den Ausführungen der OLK hätten sie die Baute 
nicht abgeändert erstellt, sondern auf die Ausführung der Holzverkleidung verzichtet und dafür 
nachträglich eine Projektänderung eingereicht. Der durch die OLK erhobene Vorwurf, sie hätten 
gegen Treu und Glauben verstossen, stosse ins Leere. Mit der Frage, aus welchem Grund die 
Ost- und Nordfassade mit Holz zu verkleiden seien, setze sich die OLK nicht auseinander. Würden 
die strassenseitigen Fassaden mit Holz verkleidet, so ändere sich nichts am Erscheinungsbild der 
Baute. Die Halle bleibe wo sie ist, wirke auch nicht kleiner und sei von der Strasse her auch nicht 
weniger gut einsehbar. Für den Strassenbenützer werde der östliche Dorfeingang durch die 
(wesentlich grössere) Lagerhalle auf der gegenüberliegenden Parzelle Brüttelen Grundbuchblatt 
Nr. K.________ geprägt. Deren Fassaden seien vollständig in Sandwichpaneelen erstellt worden. 
Eine Verkleidung der strassenseitigen Fassaden aus Holz sei nicht zur Diskussion gestanden. 
Was bei dieser Halle gelte, müsse auch für die neu erstellte Halle gelten. Hierzu habe sich weder 
die OLK noch das AGR geäussert. Die Bewilligung von landwirtschaftlichen Nutzbauten mit aus 
Blech verkleideten Sandwichpaneelen sei gängige Praxis. Es sei daher nicht nachvollziehbar, 
warum die neu erstellte Lagerhalle auf zwei Seiten mit Holz verkleidet werden solle. Bei der 
exponierten Südfassade sei keine Holzverkleidung verlangt worden. Dies weil eine 
Holzverkleidung keine Auswirkungen auf das Erscheinungsbild der Halle gehabt hätte. Gleiches 
gelte für die Westfassade. Die unterschiedlichen Anforderungen an die Gestaltung der Nord- und 
Ostfassade seien nicht nachvollziehbar. Die Lagerhalle weise strassenseitig (Nordseite) ein 
grosses Vordach auf, der Platz unter dem Vordach diene zum Abstellen von Anhängern, 
Materialien und Gerätschaften. Diese würden die Fassade zu grossen Teilen verdecken. Sie 
hätten zudem auf Verlangen der Gemeinde auf der Ostseite der neuen Lagerhalle drei Obstbäume 
gepflanzt. Diese Bäume würden in einigen Jahren die Ostfassade der neuen Lagerhalle 
weitgehend verdecken. Am östlichen Dorfeingang sei ein neuer landwirtschaftlicher Zweckbau 
errichtet worden, dessen Gestaltung sich von einem traditionellen alten Bauernhaus mit Wohn- 
und Ökonomieteil unterscheide. Dies entspreche dem Lauf der Zeit. Die Gemeinde unterstütze 
den Verzicht auf die zusätzliche Holzverkleidung der beiden Fassaden und erachte diese aus 
ästhetischer Sicht als unnötig. Diese Beurteilung müsse im Rahmen der Gemeindeautonomie 
berücksichtigt und dürfe nicht unbesehen übergangen werden.

Die Gemeinde unterstützt die Beschwerdeführer in ihren Anliegen. Mit Stellungnahme vom 
19. Mai 2022 führt sie u.a. aus, ein landwirtschaftlicher Betrieb dürfe als solcher in Erscheinung 
treten und müsse nicht wie ein altes Bauernhaus wirken. Sie verstehe nicht, warum die 
Verwendung von heutzutage üblichen Materialien nicht gestattet sein solle. Optisch wirke eine 
farblich gut abgestimmte Blechfassade auf Dauer gepflegter als eine verrottete Holzfassade. Die 
Holzfassaden seien zudem wegen den feuchten und nebligen Wintermonaten im Seeland deutlich 
weniger langlebig als vergleichbare Fassaden in trockeneren Bergregionen. 

e) Die fachliche Einschätzung der OLK, deren Berichten die BVD regelmässig einen hohen 
Stellenwert einräumt, überzeugt. Sie entspricht auch der Beurteilung des Berner Heimatschutzes. 
Gestützt auf die Fotos in der Beilage des OLK-Berichts und in den Vorakten lässt sich feststellen, 
dass die strittigen Fassadenseiten der Remise von weit her einsehbar sind und eine prominente 
Stellung beim ländlich geprägten Dorfeingang von L.________ herkommend einnehmen. Eine 
gute Einordnung und passende Gestaltung dieser Fassaden ist daher von grosser Bedeutung. Im 
Unterschied zur Südfassade handelt es sich bei der Ost- und der Nordfassade um von der Strasse 
einsehbare Fronten und damit wichtige Schauseiten, so dass deren Einordnung in die Umgebung 
eine besondere Wichtigkeit zukommt. Diese gute Einordnung hat die OLK zu Recht verneint. Auf 
den erwähnten Bildern ist erkennbar, dass die Blechfassaden künstlich wirken und sowohl von 
der Nähe als auch aus der Ferne als störende Elemente und damit als Fremdkörper im 
Landschaftsbild wahrgenommen werden. Entgegen der Ansicht der Gemeinde kann auch nicht 

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von farblich gut abgestimmten Blechfassaden gesprochen werden. Bereits die Remise selber ist 
aufgrund ihrer Grösse und prominenten Lage ausserhalb des bisherigen Siedlungsrands 
hinsichtlich ihrer Einordnung in das Umgebungsbild kritisch zu beurteilen, ist aber rechtskräftig 
bewilligt. Damit die Einordnung aber immerhin verbessert werden kann, ist die vom Berner 
Heimatschutz und vom AGR von Beginn an verlangte Holzverschalung bei diesen Fassaden 
entsprechend den eingereichten und bewilligten Plänen zwingend nötig. Den Beschwerdeführern 
kann daher nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringen, die Holzverkleidung bei diesen Fassaden 
ändere nichts am Erscheinungsbild der Baute. Die BVD sieht daher keinen Grund, von der 
nachvollziehbaren und überzeugenden Einschätzung der OLK abzuweichen. Daran vermögen 
auch die drei gepflanzten Bäume vor der Ostfassade nichts zu ändern, wird diese Fassade doch 
– selbst wenn die Bäume mal ausgewachsen sind – weiterhin deutlich und prominent zu sehen 
sein. Gleiches gilt für allfällige Anhänger, Materialien und Gerätschaften vor der Nordfassade; 
auch diese vermögen die Fassade nicht zu verdecken. Ebenso irrelevant ist der Einwand der 
Beschwerdeführer, wonach die Bewilligung von landwirtschaftlichen Nutzbauten mit aus Blech 
verkleideten Fassaden gängige Praxis sei, ist doch bei Beurteilung der Einordnung eines 
Vorhabens in das Landschafts- und Umgebungsbild einzig der jeweilige Einzelfall relevant. An der 
Beurteilung ändert schliesslich auch die auf der anderen Strassenseite situierte Halle in 
Sandwichpaneelen nichts, ist diese  weiter von der Strasse zurückversetzt und bei der Einfahrt 
nach Brüttelen nicht gleich gut erkennbar wie die strittige Remise. 

f) Insgesamt stellen die Nord- und die Ostfassade in Trapezprofilblech einen störenden 
Kontrast im vorliegenden, landwirtschaftlich geprägten Umgebungsbild dar. Der Einschätzung der 
OLK als kantonaler Fachbehörde folgend ordnen sich diese Fassaden der Remise in 
Blechausführung nicht gut in das Orts- und Landschaftsbild ein. Von einer guten Gesamtwirkung 
im Sinne von 29 Abs. 1 GBR kann nicht gesprochen werden. Die gegenteilige Ansicht der 
Gemeinde ist rechtlich nicht haltbar.  

7. Art. 16a Abs. 1 RPG, Beurteilung

Nach dem Gesagten steht fest, dass sich die nur mit Sandwichpaneelen ausgeführten Fassaden 
Ost und Nord der Remise des Beschwerdeführenden unter Verzicht auf die gemäss bewilligten 
Plänen vorgegebene Holzverschalung ungenügend in das Orts- und Landschaftsbild der 
Umgebung einordnen und gegen die Vorgaben des Ortsbildschutzgebiets verstossen. Die strittige 
Projektänderung steht damit in Widerspruch zu den aufgeführten Ästhetikvorschriften, weshalb 
diese bereits aus diesem Grund nicht bewilligungsfähig ist. 

Dazu kommt, dass die ohne Holzverkleidung realisierten Fassaden mit dem Orts- und 
Landschaftsschutz auch ein wichtiges Anliegen der Raumplanung verletzen, welchem – wie 
ausgeführt (E. 6a) – im Gebiet ausserhalb der Bauzone ein besonderes Gewicht zukommt. Bei 
der nach Art. 16a Abs. 1 RPG vorzunehmenden Interessenabwägung (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV) 
stellt das Interesse des Landschaftsschutzes vorliegend klar ein überwiegendes Interesse dar. 
Angesichts des klaren Verstosses gegen das Gebot der guten Einordnung haben die Interessen 
der Beschwerdeführer am Belassen der Fassade im realisierten Zustand gegenüber dem 
Landschaftsschutz zurückzutreten. 

Eine Bewilligung nach Art. 16a Abs. 1 RPG scheitert somit auch an den überwiegenden, 
entgegenstehenden Interessen gemäss Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV. 

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8. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands

a) Nach dem Gesagten steht fest, dass die nur in Trapezprofilblech ausgeführten Fassaden 
gemäss nachträglichem Projektänderungsgesuch der Beschwerdeführer sowohl formell (fehlende 
Bewilligung) als auch materiell (fehlende Bewilligungsfähigkeit) rechtswidrig ist. Im Fall des 
Bauabschlags entscheidet die Baubewilligungsbehörde zugleich darüber, ob und inwiefern der 
rechtmässige Zustand wiederherzustellen ist (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG). Vorliegend hat die 
Gemeinde die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands mit der angefochtenen Verfügung 
angeordnet, indem sie eine Verschalung der Ost- und Nordfassaden mit unbehandeltem Holz 
verlangte.  

b) Die Beschwerdeführer rügen, eine Anforderung an die äussere Gestaltung einer Baute, die 
keine Auswirkungen auf das äussere Erscheinungsbild und deren Einordnung in das Orts- und 
Landschaftsbild habe, sei unverhältnismässig und könne nicht verlangt werden. Auch Auflagen 
zur äusseren Gestaltung würden dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit unterliegen. Die 
geforderte Holzverkleidung widerspiegle das Wunschdenken der Ortsgruppe Bern-Mittelland der 
OLK. Sie sei nicht geeignet, eine Änderung im Erscheinungsbild der Baute zu erreichen. Die 
geforderte Massnahme verletze das Gebot der Verhältnismässigkeit. Die geforderte 
Holzverkleidung habe eine rein ästhetische Funktion. Diese Massnahme löse Kosten von rund 
CHF 64 000.00 aus, denen kein Mehrwert gegenüberstehe. Die zusätzliche finanzielle Belastung 
sei unzumutbar und unverhältnismässig. 

c) Die Wiederherstellungsverfügung muss im öffentlichen Interesse liegen, verhältnismässig 
sein und darf nicht Treu und Glauben widersprechen. Eine Wiederherstellungsmassnahme ist 
verhältnismässig, wenn sie geeignet ist, das angestrebte Ziel zu erreichen, nicht weiter geht, als 
zur Herstellung des rechtmässigen Zustands nötig ist und die Belastung für die pflichtige Person 
in einem vernünftigen Verhältnis zum verfolgten Ziel steht.17 Die Wiederherstellung des 
rechtmässigen Zustands kann unverhältnismässig sein, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur 
unbedeutend ist oder die Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn 
der Bauherr in gutem Glauben angenommen hat, die von ihm ausgeübte Nutzung stehe mit der 
Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortsetzung nicht gewichtigen öffentlichen Interessen 
widerspricht.18 Auf den Grundsatz der Verhältnismässigkeit kann sich auch ein Bauherr berufen, 
der nicht gutgläubig gehandelt hat. Er muss aber in Kauf nehmen, dass die Behörden aus 
grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen 
Ordnung, dem Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands erhöhtes 
Gewicht beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht oder nur in 
verringertem Masse berücksichtigen.19

d) Ein öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes ist im 
Allgemeinen gegeben, da das Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Bestimmungen und 
an der konsequenten Verhinderung von Bauten, die der baurechtlichen Ordnung widersprechen, 
generell gross ist.20 Dem öffentlichen Interesse am konsequenten Vollzug des Bau-, Planungs- 
und Umweltrechts ausserhalb des Baugebiets kommt dabei besonderes Gewicht zu.21 Weiter 
sprechen auch präjudizielle Gründe für eine vollständige Wiederherstellung. Der Bauherr, der sich 
nicht an die Baubewilligung hält oder ohne Baubewilligung baut, soll nicht bessergestellt werden 
als ein Bauherr, der die Baubewilligung einhält. Das öffentliche Interesse an der Wiederherstellung 

17 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9 und 9c Bst. a.
18 BGE 132 II 21 E. 6, mit Hinweis.
19 BGE 132 II 21 E. 6.4, mit Hinweis.
20 BGE 132 II 21 E. 6.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a, mit Hinweisen auf die Rechtsprechung.
21 BGer 1C_397/2007 vom 27. Mai 2008 E. 3.4; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9a.

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des rechtmässigen Zustands ist daher vorliegend sehr gross. Entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführer hat die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands durch Anbringen der 
Holzverschalung an diesen prominent einsehbaren Fassaden sehr wohl (positive) Auswirkungen 
auf das äussere Erscheinungsbild und deren Einordnung in das Orts- und Landschaftsbild (vgl. E. 
6). Von einer vernachlässigbaren oder unbedeutenden Abweichung vom Erlaubten kann daher 
nicht gesprochen werden. Schliesslich ist weder ersichtlich noch dargetan, dass die 
Wiederherstellung den Vertrauensgrundsatz verletzen würde. 

e) Das Verhalten der Beschwerdeführer ist vorliegend als qualifiziert bösgläubig zu 
bezeichnen. So haben sie aufgrund der Gespräche vor Ort und den klaren Äusserungen sowohl 
des AGR als auch des Berner Heimatschutzes vor Einreichung des Baugesuchs für den Neubau 
der Einstellhalle gewusst, dass die Holzverschalung der Fassaden aus gestalterischer Sicht für 
diesen Standort aus Sicht der Fachbehörden als zwingend erachtet und das Vorhaben durch das 
AGR nur so positiv beurteilt wird. Diesem Umstand haben sie mit Projektänderung Rechnung 
getragen, um sich in der Folge trotzdem nicht daran zu halten.

f) Die Anordnung der Gemeinde, die Ost- und Nordfassade mit unbehandeltem Holz zu 
verschalen, ist zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes geeignet und erforderlich. 
Mildere Massnahmen, mit denen dasselbe Ziel erreicht werden könnte, werden weder von den 
Beschwerdeführern aufgezeigt, noch sind solche unter den gegebenen Umständen ersichtlich. 
Wie bereits ausgeführt ist diese Anordnung – entgegen dem Einwand der Beschwerdeführer – 
sehr wohl geeignet, eine Änderung im Erscheinungsbild der Baute zu erreichen. 

Das Anbringen der Holzverschalung entsprechend dem bewilligten Fassadenplan ist auch 
zumutbar. Das öffentliche Interesse an dieser Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands ist 
vorliegend gross (vgl. E 8d). Es überwiegt die Nachteile, die den Beschwerdeführern durch die 
Wiederherstellung entstehen, zumal diese angesichts des fehlenden guten Glaubens nicht oder 
nur in verringertem Mass zu berücksichtigen sind (vgl. E. 8c). Angesichts der strengen 
Rechtsprechung22 betrifft dies auch die Vermögensinteressen der Beschwerdeführer, selbst wenn 
die Kosten für das Anbringen der Holzverschalung nicht leicht wiegen sollten. Nach dem Gesagten 
werden die privaten Interessen der Beschwerdeführer an der Beibehaltung des rechtswidrigen 
Zustands von den öffentlichen, für die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands 
sprechenden Interessen, klar übertroffen. Die angeordnete Wiederherstellung des rechtmässigen 
Zustands ist für die Beschwerdeführer daher zumutbar und verhältnismässig.

g) Sowohl die Beschwerdeführer als auch die Gemeinde (in ihren Schlussbemerkungen vom 
6. Juli 2022) erwähnen die auf der anderen Strassenseite liegende Halle, welche vollständig mit 
Metallpaneelen erbaut worden sei. Die Gemeinde bringt in ihren Schlussbemerkungen zudem vor, 
in der Nachbargemeinde Müntschemier stehe eingangs Dorf eine landwirtschaftliche Halle, die 
komplett mit Sandwichpaneelen errichtet worden sei; diese sei von weither sichtbar. Im Seeland 
stünden weitere Hallen aus Blechpaneelen, z.B. in Walperswil am Dorfeingang, welche teilweise 
viel auffälliger in Erscheinung treten würden. Es werde daher der Grundsatz der Gleichbehandlung 
nicht eingehalten. Wie bereits ausgeführt (E. 6e) ist die auf der anderen Strassenseite liegende 
Halle weiter von der Strasse zurückversetzt und bei der Einfahrt nach Brüttelen nicht gleich gut 
erkennbar wie die strittige Remise. Die von der Gemeinde erwähnten, weiteren Fälle liegen in 
anderen Gemeinden, weshalb auch bei diesen fraglich ist, ob sie sich mit der hier zu beurteilenden 
Situation vergleichen lassen. Dies kann jedoch ohnehin offen bleiben, lässt sich doch daraus kein 
Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht für den vorliegenden Fall ableiten. So gibt der 
Umstand, dass das Gesetz in anderen Fällen nicht oder nicht richtig angewendet worden ist, dem 
Bürger grundsätzlich keinen Anspruch darauf, ebenfalls abweichend vom Gesetz behandelt zu 

22 BGE 132 II 21 E. 6.4; BVR 2003 S. 97 E. 3b; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 46 N. 9c Bst. c.

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werden. Auf Gleichbehandlung im Unrecht besteht nur ausnahmsweise ein Anspruch, wenn die 
Behörde nicht nur in einem oder einigen Fällen, sondern in ständiger Praxis vom Gesetz abweicht 
und zu erkennen gibt, dass sie auch in Zukunft nicht gesetzeskonform handeln werde. Diese 
Voraussetzungen sind nicht erfüllt. Auch wenn dies der Fall wäre, können öffentliche Interessen 
an einer gesetzmässigen Rechtsanwendung der Gleichbehandlung im Unrecht entgegenstehen.23 
Diese öffentlichen Interessen sind vorliegend gross (vgl. E. 8d) und stünden damit einer 
Gleichbehandlung im Unrecht entgegen.

h) Zusammenfassend liegt die Wiederherstellungsverfügung im öffentlichen Interesse und ist 
verhältnismässig und damit rechtens. Damit die angeordnete Massnahme eindeutig und klar ist, 
erachtet es die BVD jedoch als notwendig, die Wiederherstellungsanordnung der Gemeinde im 
Sinne einer Klarstellung dahingehend zu präzisieren, dass für die geforderte Holzverschalung auf 
den mit Entscheid vom 14. Juli 2020 bewilligten Fassadenplan verwiesen wird. Gemäss Art. 46 
Abs. 2 BauG ist die Wiederherstellungsanordnung zudem mit einer angemessenen Frist zu 
versehen. Dies hat die Gemeinde unterlassen, weshalb die BVD von Amtes wegen eine 
entsprechende Frist anzusetzen hat. Für die Vorbereitung und Durchführung der verlangten 
Holzverschalung und in Anbetracht des kommenden Winters erachtet die BVD eine Frist von rund 
sechs Monaten ab Datum des vorliegenden Entscheids als angemessen. Die Wiederherstellung 
des rechtmässigen Zustands hat damit bis am 30. April 2023 zu erfolgen. Ziffer 2 des Entscheids 
der Gemeinde vom 1. April 2022 wird von Amtes wegen wie folgt angepasst: «Die Ost- und 
Nordfassaden sind bis spätestens 30. April 2023 mit unbehandeltem Holz zu verschalen (vgl. 
Ansichten «Fassade Nord» und «Fassade Ost» im Plan Bauprojekt Fassaden vom 30. August 
2019, letztmals revidiert am 15. Juni 2020 [Ergänzung Holzschalung], mit Stempel 
Regierungsstatthalteramt vom 14. Juli 2020).»

9. Ergebnis, Beweismittel, Kosten

a) Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen. Der angefochtene Entscheid der 
Gemeinde ist einzig hinsichtlich der Wiederherstellungsanordnung von Amtes wegen zu 
präzisieren und mit einer Frist zu ergänzen, ansonsten ist der Entscheid (sowie die Verfügung des 
AGR) zu bestätigen.  

b) Die Beschwerdeführer beantragen in ihrer Beschwerde wie auch in ihren 
Schlussbemerkungen vom 17. August 2022 einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung. Die 
massgeblichen Sachverhaltselemente konnten jedoch anhand der zur Verfügung stehenden 
Akten sowie den darin enthaltenen Fotos genügend überprüft bzw. festgestellt werden. Von einem 
Augenschein waren daher keine neuen relevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf 
verzichtet werden konnte. Diese sogenannte antizipierte Beweiswürdigung verletzt den Anspruch 
auf rechtliches Gehör nicht.24 Gleiches gilt – wie bereits ausgeführt (E. 3e) – für das von den 
Beschwerdeführern beantragte Obergutachten des OLK-Präsidentenausschusses.

c) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführer. Sie haben die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1500.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV25). Als 
unterliegende Partei haben die Beschwerdeführer kein Anrecht auf Parteikostenersatz. 
Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 VRPG).

23 Vgl. zum Ganzen: BGer 1C_400/2014 vom 4. Dezember 2014, E. 2.3.
24 BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, mit Hinweisen.
25 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Ziffer 2 des Entscheids der Gemeinde Brüttelen vom 1. April 2022 wird von Amtes wegen 
wie folgt angepasst (Ergänzungen unterstrichen): 

«2. Die Ost- und Nordfassaden sind bis spätestens 30. April 2023 mit unbehandeltem Holz zu 
verschalen (vgl. Ansichten «Fassade Nord» und «Fassade Ost» im Plan Bauprojekt Fassaden vom 
30. August 2019, letztmals revidiert am 15. Juni 2020 [Ergänzung Holzschalung], mit Stempel 
Regierungsstatthalteramt vom 14. Juli 2020).»

Im Übrigen werden der Entscheid der Gemeinde Brüttelen vom 1. April 2022 und die 
Verfügung des AGR vom 28. Januar 2022 bestätigt.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 1500.00 werden den Beschwerdeführen zur Bezahlung 
auferlegt. Die Beschwerdeführer haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine separate 
Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Kurier
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Brüttelen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 

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Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.