# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57668089-22de-5b89-8a02-6a461ed6d839
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 03.04.2024 R 2023 43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2023-43_2024-04-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 23 43

5. Kammer 

Vorsitz Zanolari Hasse

RichterIn Brun und Audétat

Aktuar Gross

URTEIL         

vom 3. April 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl, 

Beschwerdeführerin

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Josef Brunner, 

Beschwerdegegnerin

und

C._____, 

D._____, 

E._____, 

- 2 -

Beschwerdegegner 1

sowie

F._____, 

Beschwerdegegner 2

und

Tiefbauamt Graubünden, 

         Beigeladene Fachstelle

betreffend Baubescheid/Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 13153 an der G._____ in 

H._____, welche sich in der Dorfzone (DZ) befindet. Mit Verfügung der 

Geschäftsleitung der Gemeinde B._____ vom 18. Januar 2017 wurde ihr 

die Baubewilligung für die – ursprünglich projektierte – Renovation des 

Wohnhauses auf der besagten Parzelle mit Einbau einer Luft/Wasser-

Wärmepumpe erteilt. 

2. Die Baubewilligung wurde aufgrund von Verzögerungen – unter anderem 

infolge Einsturzes der baufälligen Mauern des Altbaus – am 6. März 2018 

bis 31. Dezember 2018 verlängert.

3. Mit Schreiben vom 17. Mai 2019 forderte die Geschäftsleitung der 

Gemeinde B._____ aufgrund der Feststellung, dass die Verlängerung 

unbenutzt abgelaufen und die Baubewilligung nunmehr erloschen sei, die 

Bauherrin auf, wegen des baufälligen Zustandes Sicherungsmassnahmen 

zu treffen. Gemäss Meldekarte vom 20. Mai 2019 haben die Bauarbeiten 

am 30. November 2018 ihren Anfang genommen. Mit Schreiben vom 31. 

Oktober 2019 forderte das Bauamt die Bauherrin auf, die Baustelle 

unverzüglich wintersicher auszugestalten sowie diese von einem 

ausgewiesenen Statiker prüfen zu lassen.

4. Mit Schreiben vom 2. Juni 2021 wies die Geschäftsleitung der Gemeinde 

die Bauherrin darauf hin, das Projekt per 30. November 2021 

fertigzustellen, widrigenfalls die Baubewilligung zu erlöschen drohe. 

5. Mit Baueinstellungsverfügung vom 21. August 2021 stellte die 

Geschäftsleitung der Gemeinde fest, die Rohbaukontrolle vom 5. August 

2021 durch das beauftragte Ingenieurbüro hätte ergeben, dass die 

Umrisse des neuen Gebäudeteiles an verschiedenen Stellen nicht mehr 

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denjenigen des abgebrochenen Altbaus entsprächen sowie die Dachform 

von der alten Gestaltung abweiche, forderte die Bauherrin auf, für die 

Projektänderung ein entsprechendes Baugesuch einzureichen, unter 

Beachtung der massgebenden Vorschriften zum Hofstattrecht, und 

verfügte einen sofortigen Baustopp. 

6. Die am 21. September 2021 eingereichte Projektänderung wurde am 24. 

September 2021 publiziert. Dagegen erhoben F._____ (Alleineigentümer 

Parzellen 13152 und 13158) sowie E._____, D._____ und C._____ 

(Miteigentümerschaft Parzelle 13154) Einsprache. Im Rahmen des 

Einspracheverfahrens wurde die Bauherrin am 16. Dezember 2021 

aufgefordert, Planergänzungen einzureichen. Es folgten mehrere 

Besprechungen (2. November 2021, 30. März 2022, 21. Juni 2022) sowie 

eine Vereinbarung für eine Entschädigung der Übermasse zugunsten der 

Parzellen Nr. 13154 und 13158 durch Neuparzellierung der Parzelle 

13153 (grundbuchamtlich nicht nachvollzogen und seitens der Bauherrin 

nicht mehr als valabel erklärt). Anlässlich einer letzten Besprechung der 

Parteien vom 31. Oktober 2022 stellte das Bauamt in Aussicht, sollte bis 

am 30. November 2022 kein bewilligungsfähiges Baugesuch vorliegen, 

werde die Gemeinde den Rückbau [recte: die Wiederherstellung des 

gesetzesmässigen Zustands] verfügen. In der Folge reichte die Bauherrin 

am 30. November 2022 abgeänderte Baugesuchunterlagen ein, jedoch 

keine Abmachungen mit den Einsprechern bezüglich Grenzbereinigung. 

Letztere hielten an ihren Einsprachen fest. 

7. Das Tiefbauamt Graubünden (TBA GR) wies mit Schreiben vom 16. März 

2023 darauf hin, das Wohnhaus sei ohne erforderliche Zusatzbewilligung 

(Näherbaurecht) einzuholen, durch einen Neubau ersetzt worden, der 

einen Abstand von 0.70 m zur Kantonsstrasse aufweise. Des Weiteren sei 

längs der Kantonsstrasse – ebenfalls ohne Näherbaubewilligung –  eine 

gut 2.00 m hohe blickdichte Einfriedung erstellt worden. Es würden die für 

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die Parkierung und Verkehrserschliessung notwendigen Planunterlagen 

fehlen. Für eine abschliessende Prüfung der nachträglichen 

Bewilligungsfähigkeit seien ergänzende Gesuchunterlagen einzureichen. 

Erst mit Vorliegen der vollständigen Unterlagen könne beurteilt werden, ob 

ein (Teil-)Rückbau der bereits illegal erstellten Anlagen erforderlich sei. 

8. Mit "Baubescheid und Rückbauverfügung" vom 11. April 2023, mitgeteilt 

am 17. April 2023, verpflichtete die Geschäftsleitung der Gemeinde 

B._____ A._____, den baurechtswidrig erstellten Ersatzbau auf Parzelle 

13153 innert 4 Monaten abzubrechen und den rechtmässigen [recte: 

gesetzmässigen] Zustand herzustellen, und stellte fest, bis zur Erteilung 

einer neuen Baubewilligung seien mit Ausnahme der Abbrüche weitere 

Bauarbeiten am bestehenden Rohbau unzulässig. Gleichzeitig wurden die 

Einsprachen von F._____ sowie E._____, D._____ und C._____ als 

gegenstandslos abgeschrieben. Im Wesentlichen begründete die 

Geschäftsleitung ihren Entscheid damit, die Baubehörde habe feststellen 

müssen, dass das dem vorliegenden Baugesuch zugrundeliegende 

Projekt in mehrfacher Hinsicht das geltende Baurecht materiell verletzte 

und somit nicht bewilligt werden könne. Ebenso verstiessen die bereits – 

zum Teil sogar über die Bauparzelle hinaus – erstellten Bauteile gegen 

das Baugesetz. Somit sei das Baugesuch abzuweisen, womit die 

eingereichten Einsprachen gegenstandlos würden. Zudem müsse die 

Bauherrschaft aufgefordert werden, die im Widerspruch zur am 18. Januar 

2017 erteilten Baubewilligung erstellten Bauten und Anlagen zu entfernen 

und den rechtmässigen [recte: gesetzmässigen] Zustand herzustellen, 

unter Vorbehalt des Bussverfahrens. 

9. Dagegen liess A._____ (fortan Beschwerdeführerin) am 17. Mai 2023 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

einreichen und die kostenfällige Aufhebung des angefochtenen 

Entscheids sowie die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung des 

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Baugesuchs an die Vorinstanz beantragen. Im Wesentlichen rügt sie 

einerseits, das von der Vorinstanz beauftragte Ingenieurbüro I._____ sei 

zugleich der Nachführungsgeometer der Gemeinde B._____. Auf der 

anderen Seite sei zu erwähnen, dass die in Beton ausgeführte 

Unterfangung zur Stützung des überragenden Wohnhauses des 

Einsprechers F._____ könne selbstverständlich heute nicht zurückgebaut 

werden und soll gemäss klarer Aussage desselben auch nicht 

zurückgebaut werden. Des Weiteren bestünden im Rahmen der 

Grenzbereinigung mit den Einsprechern durch J._____ vom Ingenieurbüro 

I._____ festgestellte Unklarheiten, Fehler und/oder Widersprüche 

bezüglich der Baugesuchpläne, die bereinigt werden müssten; diese 

Bereinigung sei aktuell in Bearbeitung. Eine umfassende Einigung 

zwischen den betroffenen Nachbarn sei sogar absehbar und die 

Bewilligungsfähigkeit der nunmehr vorhandenen Baugesuchpläne sei 

durch die Baubehörde mit Schreiben vom 20. Dezember 2022 auch 

festgestellt worden (Akten der Beschwerdeführerin [Bf-act.] 4). 

Tatsachenwidrig sei auch die Feststellung der Vorinstanz, das TBA GR 

könne keine Näherbaubewilligung in Aussicht stellen. Im Schreiben des 

TBA GR vom 16. März 2023, von welchem die Beschwerdeführerin erst 

mit dem angefochtenen Entscheid Kenntnis erhalten habe (weshalb ihr 

rechtliches Gehör verletzt sei), habe dieses hingegen aufgezeigt, unter 

welchen Voraussetzungen ein entsprechendes Gesuch behandelt und 

wohl auch bewilligt werden könne. Die Vorinstanz könne auch nicht 

einfach pauschal ohne klare Nennung der entsprechenden Bauteile das 

Projekt nicht bewilligen; dies sei willkürlich und es werde damit den 

Beteiligten das rechtliche Gehör verwehrt. Gestützt auf diese pauschalen 

Erwägungen der Vorinstanz stelle diese fest, es sei der rechtmässige 

Zustand herzustellen, ohne festzulegen, welches denn nun der 

rechtmässige Zustand sei. Aufgrund der mangelhaft bezeichneten 

Rückbauarbeiten sei folglich auch nicht vorstellbar, welche Bauarbeiten 

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denn allenfalls am bestehenden Rohbau zulässig wären. Es erhelle, dass 

die Baugesuchunterlagen zu vervollständigen seien, bevor über die 

Bewilligungsfähigkeit befunden werden könne. Der Entscheid der 

Vorinstanz sei verfrüht. 

In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die 

Gewährung der aufschiebenden Wirkung sowie die Sistierung des 

Beschwerdeverfahrens zwecks Vervollständigung der 

Baugesuchunterlagen bis zum 30. Juni 2023. 

10. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (Vernehmlassungsverzicht TBA 

GR vom 14. Juni 2023; Vernehmlassung Gemeinde B._____ vom 30. Juni 

2023 mit Antrag Dringlicherklärung) gewährte die Instruktionsrichterin mit 

prozessleitender Verfügung vom 13. Juli 2023 der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung. Gleichzeit wurde der Antrag auf Sistierung sowie 

Dringlicherklärung abgewiesen. 

11. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Juli 2023 beantragten die Miteigentümer 

E._____, D._____ und C._____ (fortan Beschwerdegegner 1) sinngemäss 

die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdegegner 1 sähen nach 

mehrmaligen fehlerhaften und unvollständigen Plansätzen, 

Verzögerungen und zahlreiche nicht zielführenden Besprechungen zum 

Bauverfahren keine Möglichkeit mehr, dass eine gütliche bzw. 

zivilrechtliche Einigung, mit grundbuchlicher Grenzbereinigung und den 

erforderlichen Dienstbarkeiten, zustanden kommen könne. Die 

Behauptung des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, dass in den 

Grundsätzen und in den wesentlichen Vertragsfragen Einigkeit bestünde, 

entspreche nicht der Realität. Insbesondere sei der Termin beim 

Grundbuchamt im August 2022 einseitig seitens des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin abgesagt worden. Als Geschädigte hätten sie intensiv 

versucht, mit der Beschwerdeführerin eine gütliche Einigung ohne 

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Rückbau zu ermöglichen, jedoch vergeblich. Anstelle einer bewilligten 

Renovation und Umbau sei der Altbau vollständig abgebrochen und durch 

einen Neubau ersetzt worden, der u.a. auf Fremdgrund stehe. Es sei 

offensichtlich, dass die Beschwerdeführerin seit Jahren eine Hinhaltetaktik 

verfolge und kein Interesse an einer gesetzeskonformen Lösung zeige. 

Dies würden die immer noch fehlerhaften Pläne belegen. Es würden 

zudem unzumutbare Zustände durch die Dauerbaustelle herrschen. Es 

würden u.a. zum Nachbargrundstück völlig unzureichende Absicherungen 

der Baustelle bestehen.

12. In seiner Vernehmlassung vom 29. August 2023 stellte das Tiefbauamt 

Graubünden keine konkreten Anträge. Es nahm jedoch wie folgt Stellung: 

Das Wohnhaus sei ohne Vorliegen der gestützt auf die kantonale 

Strassengesetzgebung erforderliche Zusatzbewilligung (Näherbaurecht) 

durch einen Neubau ersetzt worden. Es komme hinzu, dass längs der 

Kantonsstrasse ebenfalls ohne eine Näherbaubewilligung eine blickdichte 

Einfriedung erstellt worden sei; eine entsprechende Bewilligung könne nur 

unter der Voraussetzung in Aussicht gestellt werden, dass eine den 

Anforderungen an die Verkehrssicherheit genügende Parkierung erstellt 

bzw. auf Parkplätze verzichtet würde, sollte keine verkehrssichere 

Parkierungsanlage eingerichtet werden können. 

13. In ihrer Vernehmlassung vom 31. August 2023 beantragte die Gemeinde 

B._____ (fortan Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. 

Begründend führte sie an, es könne davon ausgegangen werden, dass 

der Beschwerdeführerin am 18. Januar 2017 eine Baubewilligung für die 

Renovation des Wohnhauses im Rahmen des Hofstattrechts erteilt 

worden sei. Davon habe sie jedoch erst nach Verlängerung Ende 2018 

Gebrauch gemacht und die Bauarbeiten seien derart schleppend 

vonstattengegangen, dass die Gemeinde die wintersichere Ausgestaltung 

der Baustelle und später die Fertigstellung habe anordnen müssen. 

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Anlässlich der Baukontrolle im Sommer 2021 sei zum Vorschein 

gekommen, dass der Neubau an diversen Stellen vom ersetzten Altbau 

abgewichen sei und damit nicht den Bestimmungen des Hofstattrechts 

entsprochen habe. Zudem seien neue Elemente über die Parzelle hinaus 

erstellt worden. Gegen die im Rahmen des verfügten Baustopps 

eingereichten und am 24. September 2021 öffentlich aufgelegten 

Unterlagen hätten die Nachbarn Einsprachen erhoben. Im Rahmen der 

Sitzung mit allen Beteiligten auf dem Bauamt hätten sich die Parteien 

bereit erklärt, die erforderlichen Vereinbarungen abzuschliessen und sie 

als Voraussetzung für die Bewilligungserteilung bis zum 30. November 

2022 einzureichen. Nachdem die Beschwerdeführerin innert Frist nur 

unvollständige Unterlagen einreichte und die Vereinbarungen mit den 

Nachbarn fehlten, hätten Letztere an ihren Einsprachen festgehalten und 

die Behörde habe ihren Entscheid fällen müssen, damit die Pendenz nicht 

weiter in die Länge gezogen würde. Die Beschwerdeführerin halte in ihrer 

Beschwerde selbst fest, dass die Baugesuchunterlagen zu 

vervollständigen seien. Damit sei auch gesagt, dass die Baubehörde 

angesichts der Untätigkeit der Bauherrschaft ihren Entscheid nicht länger 

habe zurückbehalten können. Dies umso weniger, als sich die 

Beschwerdeführerin weiterhin trölerisch verhalten und die fehlenden Akten 

auch heute nicht eingereicht habe, obwohl unter Ziff. II.6. der 

Beschwerdefrist (recte: Beschwerdeschrift) in Aussicht gestellt worden sei, 

die Baugesuchunterlagen bis zum 30. Juni 2023 zu vervollständigen. Das 

TBA GR gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Bauarbeiten auf der 

Parzelle der Beschwerdeführerin gestützt auf eine gültige Baubewilligung 

vorgenommen worden seien, was aber eben nicht der Fall sei. Der 

Beschwerdeführerin sei spätestens mit Erhalt der 

Baueinstellungsverfügung vom 21. August 2021 im Detail bekannt, welche 

Bauteile sie in Überschreitung der Baubewilligung erstellt habe und daher 

entfernen müsse. Darüber sei mit ihr in einer Sitzung gestützt auf 

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einschlägige Pläne des von der Gemeinde mit der Baukontrolle 

beauftragten Ingenieurbüros I._____ eingehend diskutiert worden. Es sei 

deshalb Augenwischerei, wenn nun behauptet werde, die 

Beschwerdeführerin wisse nicht, was sie nun effektiv abbrechen müsse, 

zumal sie ja einfach wieder den Zustand gemäss Baubewilligung 

herstellen müsse. Damit sei auch klar, dass alle anderen Bauarbeiten 

zurzeit eben unzulässig seien. Mit dem vorliegenden Entscheid sei für die 

Baubehörde das Verfahren jedenfalls bis zur Eröffnung einer neuen 

Prozedur aufgrund eines nachträglichen Baugesuchs abgeschlossen. 

Vorbehalten blieben allenfalls neue Anordnungen zur Bauvollendung 

gemäss erteilter Baubewilligung. 

14. Mit Eingabe vom 30. Oktober 2023 beantragte die Beschwerdeführerin 

abermals, das Verfahren zu sistieren und entsprechend der 

Beschwerdeführerin die Replikfrist abzunehmen, eventualiter deren 

Erstreckung zu gewähren mit der Begründung, dass inzwischen ein 

Architekt beauftragt worden sei, ein gesetzeskonformes Baugesuch 

auszuarbeiten und gestützt darauf die notwendigen Vereinbarungen mit 

den Nachbarn abzuschliessen. Sobald die einwandfreien Pläne vorliegen 

würden, könne auf Basis dessen das TBA GR das dort hängige Begehren 

betreffend Näherbaurecht behandeln. In ihrer Eingabe vom 4. November 

2023 verweigerten die Beschwerdegegner 1 ihre Zustimmung zur 

Erstreckung der Replikfrist. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit 

Eingabe vom 9. November 2023 das Gesuch der Beschwerdeführerin 

abzuweisen. Das TBA GR brachte mit Schreiben vom 13. November 2023 

keine Einwände vor. Mit Prozessverfügung vom 20. November 2023 wies 

die Instruktionsrichterin den Sistierungsantrag ab und räumte der 

Beschwerdeführerin eine peremtorische Replikfrist ein. 

15. Replicando hielt die Beschwerdeführerin unverändert an ihren Anträgen 

fest. Ergänzend führte sie aus, im Sommer 2023 seien nunmehr 

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ausgewiesene Fachspezialisten mit der Prüfung und Bereitstellung eines 

ausreichenden Baugesuchs betraut worden. So dürften in absehbarer Zeit 

die vollständigen Unterlagen eingereicht werden können. Die 

Abweichungen des Rohbaus vom bewilligten Bauprojekt seien zu einem 

guten Teil durch die marode alte Bausubstanz erzwungen gewesen. So 

habe der Nachbar F._____ (fortan Beschwerdegegner 2) ein für sein 

Wohnhaus, welches auf Sand gebaut sei, statisch ausreichender neuer 

Betonunterbau. Der Rückbau auf den bewilligten Bestand würde auch den 

Rückbau unerlässlicher Bauteile zur Folge haben. Die Beschwerdegegner 

1 zeigten sich zu Recht verärgert über die Umstände des Projekts sowie 

die fehlende Anleitung durch geeignete Fachpersonen; die 

grundbuchlichen Vorkehrungen seien jedoch erst mit dem Vorliegen 

korrekter Planunterlagen zur Grenzmutation umsetzbar. Für das im 

Nachgang der Bauausschreibung durch das TBA GR zu bewilligende 

Baugesuch würden bis heute die entsprechenden Pläne noch nicht 

vorliegen. Die Bauherrin sei nicht mit Absicht trölerisch tätig oder untätig. 

Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zur Thematik des angeblich 

sehr wohl möglichen Rückbaus seien unbehilflich. Die bewilligte Baute sei 

in der Art der Bewilligung eben gerade nicht realisiert worden. Dies in 

Folge teilweiser unzureichender Fachkompetenz der Bauherrschaft und 

sodann wegen notwendigen, erzwungenen Abweichungen vom 

bewilligten Bauvorhaben in Folge maroder Bausubstanz. Zudem müsse 

sich die Beschwerdegegnerin darauf behaften lassen, dass sie bis zur 

Eröffnung einer neuen Prozedur aufgrund eines nachträglichen 

Baugesuchs die Sache als abgeschlossen betrachte. Dieses 

nachträgliche Baugesuch sei anstehend. Dies unterstreiche, dass die 

Abbruchverfügung völlig unverhältnismässig sei. Vor Erlass einer solchen 

sei zwingend zu klären, inwiefern die unbewilligte Baute allenfalls doch 

nachträglich bewilligt werden könne. Die aktuell erstellte Baute sei weit 

überwiegend bewilligungsfähig. Unter Umständen müsse im Rahmen der 

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laufenden Planung noch der eine oder andere Rückbau in Erwägung 

gezogen werden. 

16. Das Tiefbauamt Graubünden verzichtete auf Einreichung einer Duplik. 

17. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2023 (Datum Poststempel) beantragte der 

Beschwerdegegner 2 sinngemäss die Abweisung der Beschwerde. Er 

führte an, sein Wohnhaus sei nicht auf Sand, sondern auf Fels (Schiefer) 

gebaut. Zudem erweise sich der Betonunterbau unter dem auskragenden 

Gebäudeteil nicht als Vorteil, da dieser Teil zurzeit provisorisch abgestützt 

werde. Der Vorteil liege ganz klar bei der Beschwerdeführerin, die aus dem 

ursprünglichen Leerraum einen grösseren Wohnraum im EG und UG 

erhalte. Die Zugangstreppe zum Wohnhaus des Beschwerdegegners 2 sei 

seit Jahren mit dem Gerüst verbaut; so könnten die Mieter keine grösseren 

Waren mehr ins Haus transportieren ohne Zuhilfenahme einer Hebebühne 

etc.. Das lange Zeit schlecht verankerte Baugerüst habe eine unnötige und 

unvorhersehbare Gefahr für die Mieterschaft dargestellt. So hätten 

einstürzende Schutzgitter deren Auto beschädigt. Seit Jahren sei die 

Mieterschaft herumwehendem Bauschmutz und Plastik ausgesetzt. Der 

Beschwerdegegner 2 warte noch heute auf die versprochenen Schritte 

und Bemühungen, dieser Situation ein Ende zu bereiten. 

18. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 22. Dezember 2024 an ihren 

Anträgen fest. Zusammenfassend bestätigte sie die Rechtmässigkeit der 

angefochtenen Verfügung sowie die Abweisung des unzureichenden 

Projektänderungsgesuchs. Es sei schleierhaft, zu welchem Zweck das 

Baugesuch in dieser Situation gemäss Rechtsbegehren der 

Beschwerdeführerin zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückgewiesen werden sollte. Ebenso sei die Anordnung, den 

baurechtswidrig erstellten Ersatzbau abzubrechen und den rechtmässigen 

Zustand herzustellen, richtig, zumal bis heute kein bewilligungsfähiges 

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Abänderungsgesuch eingereicht und keine Lösungen mit den Nachbarn 

präsentiert worden seien. Dabei spiele es keine Rolle, wieso die bewilligte 

Baute noch nicht realisiert worden sei; vorschriftswidrige Zustände seien 

so oder so auf Anordnung hin zu beseitigen.  

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit 

diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder 

nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der 

vorliegende kommunale 'Baubescheid und Rückbauverfügung' vom 11. 

April, mitgeteilt am 17. April 2023, mit welchem die Gemeinde 

(Beschwerdegegnerin) das am 24. September 2021 publizierte 

Baugesuch der Beschwerdeführerin für eine Projektänderung (Renovation 

Wohnhaus) auf Parzelle 13153 ablehnte (vgl. Akten der 

Beschwerdeführerin [Bf-act.] 2; Dispositiv Ziff. 1; S. 4) und gleichzeitig die 

dagegen erhobenen Einsprachen der Nachbarn Beschwerdegegner 2 und 

Beschwerdegegner 1 als gegenstandslos erklärte, ist weder endgültig 

noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. Dasselbe gilt 

für die in Ziff. 2 im selben Entscheid-Dispositiv verfügte Verpflichtung 

gegenüber der Beschwerdeführerin, den baurechtswidrig erstellten 

Ersatzbau auf Parzelle 13153 innert 4 Monaten abzubrechen und den 

gesetzmässigen Zustand herzustellen. Folglich stellt der genannte 

Gemeindebauentscheid ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein 

Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Als 

formelle und materielle Adressatin des angefochtenen Entscheids ist die 

Beschwerdeführerin berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung, weshalb sie zur Beschwerdeerhebung 

legitimiert ist (Art. 50 Abs. 1 VRG). Auf die zudem frist- und formgerecht 

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eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 38 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 52 Abs. 1 VRG).   

2. Als Vorinstanz fungierte die Geschäftsleitung der Beschwerdegegnerin als 

Baubehörde gemäss Art. 8 des kommunalen Baugesetzes (BauG). Das 

Tiefbauamt des Kantons Graubünden (TBA) amtete als verkehrskundige 

Fachstelle im Sinne von Art. 46 Abs. 3 BauG. 

2.1. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde der Antrag auf Durchführung eines 

Augenscheins gestellt (vgl. Replik, S. 5). Nach Auffassung des Gerichts 

kann darauf im Einklang mit Art. 12 Abs. 1 lit. e VRG verzichtet werden. 

Einerseits ergibt sich der rechtlich relevante Sachverhalt mit hinreichender 

Klarheit aus den Akten (vgl. dazu insbesondere: Akten der 

Beschwerdegegnerin [Bg'in-act.] 3 Fotos im Anhang; Akten des 

Beschwerdegegners 2 [Bg 2-act.] E1 Fotos im Anhang; sowie braunes 

Couvert der Beschwerdegegnerin mit "Bauunterlagen" und Couvert mit 

"Div.Korrespondenz; Entscheide etc. mit Historie"; überdies 

Gerichtsbeilagen mit Auszug "Geodatendrehscheibe Graubünden" 

betreffend Lage, Form, Überbauung Parz. 13152, 13153, 13154, 13158, 

13159 und 13188 im Innenbereich zur Kurve der Kantonsstrasse; GeoGR 

Eigentümerabfrage plus vier Fotos 'schwarz-weiss' Google Maps - Street 

View) und es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern die Abnahme weiterer 

Beweise zusätzliche entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern könnte. 

Andererseits gilt es vorliegend ausschliesslich Rechtsfragen zu 

beantworten, die sich anhand der eingereichten Planunterlagen, dem 

konkret massgebenden kantonalen Raumplanungsgesetz (KRG; BR 

801.100), dem kommunalen Baugesetz der Beschwerdegegnerin (BauG) 

und der Rechtsprechung zu den Grundsätzen der Verhältnismässigkeit 

und des Vertrauensschutzes bei behördlichen 

Wiederherstellungsmassnahmen zuverlässig und abschliessend 

beantworten lassen. Der Antrag auf die Erhebung weiterer Beweismittel – 

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wozu auch der Augenschein zählt – erweist sich demnach zur 

Sachverhaltsermittlung und Fallbeurteilung nicht notwendig, was zur 

Abweisung des in der Replik gestellten Verfahrensantrags führt. Das 

Gericht verzichtet in antizipierter Beweiswürdigung auf die Durchführung 

einer Ortsbegehung (vgl. BGE 141 I 60 E.3.3, 134 I 140 E.5.3, 131 I 153 

E.3; Urteil des Bundesgerichts 1C_646/2018 vom 13. Juni 2019 E.1.4). 

2.2. Zum Einwand der Verletzung des rechtlichen Gehörs sei nur festgehalten, 

dass sich die Beschwerdeführerin im Laufe des Verfahrens zu allen 

fallrelevanten Dokumenten äussern konnte und ihre diesbezügliche Kritik 

daher klar unbegründet und in der Sache selbst rein appellatorischer Natur 

ist.    

3. Materiell ist vorliegend strittig und zu prüfen, ob die erstellte Baute einen 

vorschriftswidrigen Zustand im Sinne von Art. 94 Abs. 1 KRG darstellt und 

die Wiederherstellungsverfügung rechtmässig erfolgt ist. Gesetzeswidrige 

Zustände hat die zuständige Behörde durch Anordnungen zu beseitigen.

3.1. Das Vorliegen einer materiellen Gesetzesverletzung genügt für den Erlass 

einer Wiederherstellungsverfügung allerdings noch nicht. Laut 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Anordnung der 

Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands im Einzelfall nämlich 

unzulässig, wenn sie den allgemeinen Prinzipien des Verfassungs- und 

Verwaltungsrechts zuwiderläuft. Dazu gehören besonders die in Art. 5 

Abs. 2 und 3 sowie Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) festgeschriebenen Grundsätze der 

Verhältnismässigkeit und des Vertrauensschutzes (so Urteil des 

Bundesgerichts 1C_400/2021 vom 7. Juli 2023 E.3.1; BGE 136 II 359 E.6). 

Die Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands kann unterbleiben, 

wenn die Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder die 

Wiederherstellung nicht im öffentlichen Interesse liegt, ebenso, wenn die 

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Bauherrschaft in gutem Glauben angenommen hat, die von ihr ausgeübte 

Nutzung stehe mit der Baubewilligung im Einklang, und ihre Fortsetzung 

nicht schwerwiegenden öffentlichen Interessen widerspricht (BGE 132 II 

21 E.6). Eine Berufung auf den guten Glauben fällt nur in Betracht, wenn 

die Bauherrschaft bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt annehmen 

durfte, sie sei zur Bauausführung oder Nutzung berechtigt (BGE 136 II 359 

E.7.1). Auf die Verhältnismässigkeit berufen kann sich auch die 

Bauherrschaft, die nicht gutgläubig gehandelt hat.  Sie muss aber in Kauf 

nehmen, dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, namentlich 

zum Schutz der Rechtsgleichheit und der baulichen Ordnung, dem 

Interesse an der Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands 

erhöhtes Gewicht beimessen und die der Bauherrschaft allenfalls 

erwachsenden Nachteile nicht oder nur in verringertem Masse 

berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 1C_262/2022 vom 21. April 

2023 E.4.1). 

3.2. Im konkreten Fall gilt es unter dem Aspekt der "Wiederherstellung 

rechtskonformer Zustände" vorab festzuhalten, dass die Beseitigung 

baurechtswidriger Neubauten in einer Bauzone (hier: Dorfzone [DZ]) 

grundsätzlich von sehr hohem öffentlichen Interesse ist und daher 

umgekehrt kaum private Einzelinteressen denkbar sind, die unter dem 

Blickwinkel der Rechtsgleichheit oder der Rechtssicherheit für alle 

Bauwilligen überwiegen könnten. Unter dem Aspekt des 

"Vertrauensschutzes" ist hier von Bedeutung, dass die Abweichungen 

vom Erlaubten im konkreten Fall keineswegs unbedeutend sind. Dies sei 

an folgenden vier Fotos bzw. Plänen dargestellt:

- 17 -

     Ursprünglicher Altbau (Südansicht)
       

 

Rohbau (Nordansicht)

- 18 -

Gelb: Dachform und Giebelhöhe Altbau im Vergleich zum Neubau

Rot: Situation vor Gebäudeabbruch / Blau: Aussenkante Rohbau

3.3. Das Hofstattrecht als kodifizierte Ausnahmebewilligung (Urteil des 

Verwaltungsgerichts R 21 112 vom 5. September 2023 E.6.1.4) nach Art. 

81 Abs. 3 KRG kann nur in Anspruch genommen werden, wenn im 

Rahmen des ursprünglichen Umfangs gebaut wird, mit Ausnahme der 

zulässigen Abweichungen um die Konstruktionsstärke der Isolation (Art. 

82 Abs. 2 KRG). Art. 81 Abs. 3 KRG erlaubt den Gemeinden, das 

- 19 -

Hofstattrecht in ihrem Baugesetz für zulässig zu erklären, wovon die 

Beschwerdegegnerin resp. die im Jahre 2014 eingemeindete 

Beschwerdegegnerin in ihrem (bis am 17. September 2019 gültigen) 

Baugesetz Gebrauch gemacht hat. Die massgebende Bestimmung im 

kommunalen BauG lautete damals wie folgt:

Art. 12 Hofstattrecht (BauG/Beschwerdegegnerin)

1 Bestehende Bauten, die durch Elementarschäden zerstört oder mit Bewilligung 
abgebrochen werden, dürfen ohne Rücksicht auf die Vorschriften über Grenzabstände, 
Gebäudehöhen und Ausnützung mindestens im bisherigen Umfang wiederhergestellt 
werden. Bezüglich Grundriss, Dachform und Gebäudehöhe sind Abweichungen im 
Rahmen der Zonenvorschriften zulässig, sofern sich die Baute gestalterisch gut in die 
umgebenden Strukturen einfügt und keine öffentlichen oder privaten Interessen 
entgegenstehen. Die Baukommission kann ein Modell mit den umliegenden Bauten 
verlangen. Bei Volumenvergrösserungen ist eine positive Beurteilung des 
Gestaltungsberaters zwingend.

2 Bei Bauvorhaben im Hofstattrecht ist vor dem Abbruch oder spätestens innert sechs 
Monaten nach Zerstörung durch Elementarschaden im Einvernehmen mit der 
Baubehörde das genaue Ausmass festzuhalten. Das Gesuch für den Neubau muss innert 
sechs Jahren eingereicht werden.

3 Zweckänderungen sind im Rahmen der Zonenvorschriften zulässig. Nachbarlichen 
Interessen ist nach Möglichkeit Rechnung zu tragen.

Besondere Zonenbestimmungen betreffend Ersatzbauten, Gefahrenzonen, 
Schutzanordnungen des Generellen Gestaltungsplans, Baulinien und 
Baugestaltungslinien sowie Abstandsvorschriften gegenüber Kantonsstrassengehen 
dem Hofstattrecht vor. Bei Zweckänderungen im Hofstattrecht sind die kommunalen 
Bauvorschriften gemäss Kapitel IV einzuhalten.

3.4. Die Nachfolgebestimmung (gültig ab 18. September 2019) im Baugesetz 

der mit der Beschwerdegegnerin fusionierten Gemeinde B._____ lautet: 

Art. 16 Besitzstand im Bereich der Bauzonen (neues BauG/Gemeinde B._____)

1 Für Erhalt und Erneuerung sowie Umbau, massvolle Erweiterung und 
Nutzungsänderung von rechtmässig erstellten Bauten, die den geltenden Vorschriften 
nicht mehr entsprechen, gelten die Vorschriften des KRG.

2 Werden Bauten und Anlagen gemäss Abs.1 durch höhere Gewalt zerstört oder freiwillig 
abgebrochen, dürfen sie ohne Rücksicht auf die Vorschriften über die maximale 
Ausnützungsziffer, die Gebäudeabmessungen sowie die Abstände im gleichen Umfang 
und im Rahmen der bisherigen Nutzungsart wiederaufgebaut werden. Anpassungen an 
die in der betreffenden Zone vorgesehenen Nutzungsart sind zulässig. Soweit eine 
minimale Ausnützungsziffer gilt, ist diese einzuhalten.

- 20 -

3 Die Baubehörde kann beim Wiederaufbau minimale Abweichungen vom bestehenden 
Grundriss und Gebäudeprofil gestatten, wenn damit eine bessere Überbauung und 
Gestaltung erreicht wird und keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen 
entgegenstehen.
4 Bauten und Anlagen gemäss Abs.1 dürfen in horizontaler und vertikaler Hinsicht in dem 
Masse erweitert werden, als die erweiterten Gebäudeteile die gesetzlichen Vorgaben 
einhalten. Bei Parzellen, auf denen die zulässige Ausnützungsziffer (AZ) bereits 
überschritten ist, ist eine Erweiterung der anrechenbaren Geschossfläche insoweit 
zulässig, als die gesamte fehlende Nutzung durch Nutzungsübertragungen ab einer 
Drittparzelle beschafft wird.

5 Ein Anspruch auf Wiederaufbau besteht nur, sofern die relevanten Masse der 
bestehenden Baute vor dem Abbruch beziehungsweise binnen zwei Jahren seit der 
Zerstörung im Einvernehmen mit der Gemeinde durch Pläne festgehalten wurden und 
der Wiederaufbau innerhalb von drei Jahren seit der Zerstörung beziehungsweise dem 
Abbruch erfolgt. Die vorerwähnten Pläne sind bei der Gemeinde zu deponieren. Die 
Überreste vom zerstörten Gebäude sind innerhalb eines Jahres seit dem Ereignis zu 
beseitigen.

6 Die Besitzstandsregelung gilt nur insoweit, als das übergeordnete Recht, die 
Grundordnung, die Areal- und Quartierpläne sowie Baulinien nichts Gegenteiliges 
bestimmen.

3.5. Wie ein Blick auf die eingereichten Planunterlagen sofort zeigt (vorne 

Abbildung 'Rot: Situation vor Gebäudeabbruch/Blau: Aussenkante 

Rohbau') liegt bereits die Südfassade des Rohbaus offensichtlich 

ausserhalb der ursprünglichen Gebäudeabmessung und der Abstand zum 

Nachbargrundstück weist nicht mehr dieselbe Distanz sowie denselben 

Umfang auf. Im Gegenteil tangiert die südwestliche Ecke 

unbestrittenermassen und nachweislich das Grundstück (Parz. 13154) der 

Beschwerdegegner 1 unmittelbar. Diese horizontale Ausdehnung kann 

nicht mehr als unbedeutend oder vernachlässigbar qualifiziert werden und 

unterschreitet den Grenzabstand zum Grundstück der Beschwerdegegner 

1, der sowohl gemäss altArt. 11 BauG der Beschwerdegegnerin als auch 

gemäss Art. 17 BauG in der hier massgebenden Dorfzone mindestens 2.5 

Meter beträgt [betragen muss]. Ebenso verhält es sich bezüglich der 

Mehrhöhe des Daches (vorne Abbildung 'Gelb: Dachform und Giebelhöhe 

Altbau' im Vergleich zum Neubau). Hier stehen die Interessen des 

Beschwerdegegners 2 (Haus/Parz. 13152) im Vordergrund, da seine 

- 21 -

Fenster auf der Ostfassade durch ein höheres Dach eindeutig 

beeinträchtigt würden. Des Weiteren hat es die Beschwerdeführerin 

versäumt, nach dem Abbruch des Altbaus dessen genaue Ausmasse 

gemäss gesetzlicher Vorgabe feststellen zu lassen. Ohne diese 

Abmessungen hat sich die Beschwerdeführerin, soweit sie sich auf das 

Hofstattrecht berufen möchte, auf ihre gemäss den am 16. Januar 2017 

genehmigten Plänen behaften zu lassen, welche die folgenden 

Dimensionen aufweisen: Plan Grundriss Erdgeschoss 1/50, 

Gebäudebreite 573 cm, Gebäudelänge Süd 975 cm [+219 cm 

zurückversetzt], Gebäudelänge Nord, schräg unter First 1'136.5 cm [96 cm 

zurückversetzt ab Nordfassade]; Plan Ansicht Ost, 1/50, Höhenkote First 

5.45 m; Plan Ansicht Süd, 1/50, Traufseite 4.05 m [ebenso Plan Ansicht 

Nord 1/50], ab 849.80 ü.M.]. Zudem ist die dreijährige Frist für den 

Wiederaufbau im Hofstattrecht abgelaufen. Daraus folgt im Ergebnis: Eine 

Ausnahmebewilligung unter dem Titel des Hofstattrechts kann für den 

jetzigen Rohbau nicht erteilt werden.  

4. Zum Grundsatz der Verhältnismässigkeit und deren konkreter Umsetzung.

4.1. Vor Erlass einer Verfügung über die Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustands hat die zuständige Behörde zu prüfen, ob die formell 

rechtswidrige Baute in der bestehenden Form nachträglich bewilligt 

werden kann. Wurde eine baubewilligungspflichtige Baute und Anlage 

erstellt bzw. deren Nutzung geändert, so ist die Baubehörde verpflichtet, 

ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren zur Klärung der materiellen 

Rechtslage durchzuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_147/2023 

vom 29. Februar 2024 E.3.4). Für dieses Verfahren müssen sämtliche 

Unterlagen vorliegen, welche es ermöglichen, entweder die Baute zu 

bewilligen, oder einen Bauabschlag zu erteilen. Die Bauherrschaft ist zur 

Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung verpflichtet und es kann von ihr 

verlangt werden, die zur Klärung der materiellen Rechtslage notwendigen 

- 22 -

Bauunterlagen (Baupläne, Berechnungen etc.) einzureichen. Die 

zuständige Behörde kann gemäss dem Leitfaden des Amtes für 

Raumentwicklung (ARE) "Umgang mit Missbräuchen im Bauwesen" (vgl. 

S. 4, Titel: Ersatzmässige Aufnahme der ausgeführten Bautätigkeiten) für 

den Fall, dass die Bauherrschaft der Aufforderung zur Einreichung eines 

nachträglichen Baugesuchs nicht nachkommt, ihr androhen, dass die 

Baugesuchunterlagen von der Baubehörde oder von einem Dritten (i.d.R. 

Architekt oder Planer) im Rahmen eines noch anzuordnenden 

Augenscheins auf ihre Kosten (gestützt auf Art. 96 Abs. 1 und 2 KRG) 

angefertigt werden, was einer ersatzmässigen Aufnahme der 

ausgeführten Bautätigkeiten entspricht oder gleichkommt.

4.2. Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin von dieser Möglichkeit, 

ersatzmässig auf Kosten der Beschwerdeführerin (als Bauherrin) die 

notwendigen Planungsunterlagen bei einem Dritten einzuholen, keinen 

bzw. nur beschränkten Gebrauch gemacht, indem sie Pläne durch einen 

Nachgeometer erstellen liess. Die Beschwerde könnte unter diesem 

formellen Gesichtspunkt theoretisch gutgeheissen werden und die Sache 

zur Nachholung dieses – in den zwei Urteilen R 22 44 vom 11. Juli 2023 

und R 22 68 vom 22. August 2023 streng geforderten – Verfahrensschritts 

zur Feststellung der materiellen Baurechtswidrigkeit oder -konformität an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden, zumal die 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands stets die letzte 

Handlungsoption (ultima ratio) der verantwortlichen Baubehörden 

darstellen sollte. Die Vorinstanz hat somit vorher alle ihr zustehenden 

Mittel auszuschöpfen. Im konkreten Fall wäre dies nach Ansicht des 

Gerichts jedoch ein Leerlauf sondergleichen, was sich aus der bisherigen 

Historie ergibt und in antizipierter Würdigung derselben auch aus 

nachfolgenden Gründen/Überlegungen stützen lässt:

- 23 -

4.2.1. Die Vorinstanz konnte aufgrund der Erhebungen des Nachgeometers zum 

Rohbau ohne Weiteres feststellen, dass der Rohbau nicht den materiellen 

Anforderungen entsprach und die seitens der Beschwerdeführerin 

eingereichten Planunterlagen nicht bewilligungsfähig waren. Die 

bewilligten Baupläne beziehen sich auf die Renovierung des nunmehr 

nicht mehr existierenden Altbaus. Für den Rohbau wurden bis dato 

(aktuellster Stand 3. April 2024) keine tauglichen Unterlagen eingereicht. 

Auch nach mehrmaliger Aufforderung kam die Beschwerdeführerin (als 

Bauherrin) dieser Pflicht nicht nach. Selbst als sich ihr Rechtsvertreter (RA 

Perl) für die Beschaffung brauchbarer Pläne einsetzte, was er in seiner 

Replik vom 1. Dezember 2023 mit der Beauftragung der Fachspezialisten 

K._____ und I._____ Ingenieure AG in Aussicht stellte und diese Pläne 

ohne Weiteres im hier vorliegenden Verfahren eingereicht hätten werden 

können, scheiterte dieses Bestreben wohl an der Bauherrin selbst. Bei 

dieser Sachlage liegt ein Bauabschlag im Rahmen des Wahrscheinlichen. 

4.2.2. Die Vorinstanz kann bei Dritten wohl die umfassenden 

Planungsunterlagen für den bestehenden Rohbau einholen; für die 

Baubewilligung des hier vorliegenden Rohbaus bedarf es nach Art. 77 

Abs. 1 KRG zusätzlich der Näherbauvereinbarung mit den Nachbarn 

(Grenzbereinigung) und der Näherbaubewilligung des TBA (Zu-

/Ausfahrtsbereich auf Kantonsstrasse ab Parkplätzen/Autoabstellflächen 

auf Parz. 13158; grosses Gefahrenpotential, da in unübersichtlicher Kurve 

gelegen). Es sprengt jedoch den Rahmen der Ersatzmassnahmen, würde 

von den Baubehörden verlangt werden, via Ersatzvornahme alle der 

Bauherrschaft obliegenden Vorkehrungen abzunehmen. Im konkreten Fall 

braucht es für die Einschätzung der materiellen Rechtslage bekanntlich 

nicht nur der umfassenden Baupläne, sondern auch der grundbuchlich zu 

vollziehenden Grenzbereinigungen mit den Beschwerdegegnern 1 und 2 

sowie eine positive Bewilligung des Näherbaurechts zur Kantonsstrasse 

- 24 -

seitens des TBA. Hinzu kommt, dass die Baulinie der Kantonsstrasse 

direkt an der Grundstücksgrenze entlangführt, womit ein Gesuch um 

Zusatzbewilligung gemäss Art. 18 des Strassengesetzes des Kantons 

Graubünden (StrG; BR 807.100) beim TBA einzureichen ist. Zur 

Gesucheinreichung legitimiert ist allein die Beschwerdeführerin. Diese 

macht in ihren Rechtsschriften keine konkreten Angaben, wie sie die 

Parkierungssituation im Rahmen des Neubaus lösen möchte, ebenso ist 

die behauptete Gesucheinreichung nicht belegt. Nach der herrschenden 

Praxis (siehe vorne VGU R 22 44 und 68) und der festen Überzeugung 

des Gerichts, beschränkt sich die Befugnis der Ersatzvornahme durch die 

Behörden auf die Einholung von Bauplänen. Zusätzliche Gesuche, zu 

deren Stellung nur die Bauherrschaft legitimiert ist, und Vereinbarungen, 

welche klarerweise durch die Bauherrschaft vorzunehmen sind resp. mit 

Dritten vertraglich geschlossen und allenfalls grundbuchlich 

nachvollzogen werden müssen, können nicht auch unter diesen Titel 

fallen. Eine Heilung der Verletzung der Mitwirkungspflichten der 

Bauherrschaft durch Ersatzvornahmen ist demnach nur bedingt möglich.

4.2.3. Dass die Beschwerdeführerin ihrer aus Art. 93 Abs. 1 KRG fliessenden 

Mitwirkungspflicht bei der Beschaffung der massgebenden Bauunterlagen 

auch nicht nach Einschreiten ihres Rechtsvertreters nachgekommen ist, 

legt den Schluss nahe, dass sie sich ihrer Pflicht in grober Weise nicht 

bewusst ist. Spätestens mit Erhalt der Baueinstellungsverfügung vom 21. 

August 2021 hätte sie erkennen müssen, dass nicht nur das formelle, 

sondern auch das materielle Recht für die Beendigung des Baus 

wesentlich ist und es ihr als Bauherrin obliegt, den Anforderungen gerecht 

zu werden, die sich aus der gesteigerten Mitwirkungspflicht ergeben (s. 

CHRISTIAN MÄDER, Das Baubewilligungsverfahren, Zürich 1991, N. 650). 

4.2.4. Zusammengefasst lässt sich als "Fazit" festhalten: Es ist nicht realistisch, 

dass die Beschwerdeführerin (als Bauherrin) von selbst brauchbare Pläne 

- 25 -

einreicht. Selbst wenn diese vorliegen würden, gibt es ohne 

privatrechtliche Vereinbarungen mit den Beschwerdegegnern 1 und 2 

sowie ohne (Zusatz-)Bewilligung des TBA Graubünden, welche beide 

nicht durch Ersatzvornahme eingeholt werden können, so oder anders 

einen Bauabschlag. Unter den gegebenen Umständen kann auch keine 

Duldungsverfügung gemäss Art. 94 Abs. 4 KRG erteilt werden; dagegen 

sprechen auch die privaten Interessen der Beschwerdegegner 1 und 2. 

Aus diesen Gründen durfte die Beschwerdegegnerin daher die 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands verfügen. Die 

entsprechende Begründung und zugehörigen Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin sind, in Beachtung der Überprüfungsbefugnis 

(Kognition) des Verwaltungsgerichts, nachvollziehbar. Es besteht 

insbesondere kein Verstoss gegen übergeordnetes Recht, gegen 

massgebliche, von der Beschwerdegegnerin zu wahrende Interessen oder 

das Gebot der rechtsgleichen Behandlung (Art. 8 BV). Für das 

streitberufene Verwaltungsgericht besteht folglich keine Veranlassung, 

gegen diesen von der Beschwerdegegnerin – in Kenntnis der örtlichen 

Verhältnisse und im Rahmen einer Interessenabwägung – vorgenommen 

Entscheid vom 11./17. April 2023 einzuschreiten (s. VGU R 22 112 S. 65) 

und diesen aufzuheben sowie allenfalls zurückzuweisen.

5. Im Lichte des Gesagten ist der angefochtene Gemeindeentscheid (Titel: 

"Bauentscheid und Rückbauverfügung") rechtens und somit zu schützen. 

Der Abbruch der schon ausgeführten baulichen Massnahmen erweist sich 

als geeignet, den angestrebten Zweck der Durchsetzung des materiellen 

Baurechts zu erreichen. Ebenfalls erscheint der Abbruch als erforderlich. 

Dass mildere Mittel bzw. geringfügigere Massnahmen ebenso zielführend 

wären, macht die Beschwerdeführerin denn auch nicht geltend. Ein 

Rückbau des Rohbaus hat zur Folge, dass unter dem auskragenden Teil 

- 26 -

des Wohnhauses des Beschwerdegegners 2 ein Loch klaffen wird, das es 

zu stützen bzw. aufzufüllen gilt. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.

6. Zur Kosten- und Entschädigungsfolge gilt es abschliessend festzuhalten:

6.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzulegen. Im 

konkreten Fall erachtet das Gericht eine Staatsgebühr von CHF 3'000.-- 

(zzgl. Kanzleiauslagen) für angemessen und gerechtfertigt.

6.2. Eine aussergerichtliche Parteientschädigung steht den 

Beschwerdegegnern 1 und 2 nicht zu, da sie nicht anwaltlich vertreten 

waren und somit einzig im eigenen Interesse und in eigenem Namen 

gehandelt haben. Die Voraussetzungen im Sinne von Art. 78 Abs. 1 VRG 

sind nicht gegeben.

6.3. Die Beschwerdegegnerin hat ebenfalls keinen Rechtsanspruch auf einen 

entsprechenden Aufwandersatz (Umtriebsentschädigung), da sie im 

Rahmen ihres amtlichen Wirkungskreises obsiegt hat (Art. 78 Abs. 2 

VRG).                             

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 668.--

zusammen CHF 3'668.--

gehen zulasten von A._____.

- 27 -

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]