# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca675a0b-44ee-5c2b-ac3f-1f6492ae6ef0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.02.2024 F-3524/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3524-2022_2024-02-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3524/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  F e b r u a r  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richter Basil Cupa (Vorsitz), 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,  

Richterin Regula Schenker Senn,    

Gerichtsschreiber Mathias Lanz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Sämi Meier, Rechtsanwalt,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Einreiseverbot;  

Verfügung des SEM vom 26. Juli 2022. 

 

 

 

F-3524/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der kosovarische Staatsangehörige A._______ ist Inhaber des am (…) 

2021 in das Handelsregister eingetragenen Einzelunternehmens «(…), 

A._______» mit Sitz in (…) im Kanton (…). A._______ ist in Frankreich 

wohnhaft und verfügt über eine französische Aufenthaltsbewilligung. Zoll-

beamte hielten ihn am 24. Juli 2022 am Flughafen Zürich wegen Verdachts 

auf Ausübung einer illegalen selbständigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz 

an. Ihm wurde gleichentags das rechtliche Gehör zur Anordnung einer Ent-

fernungs- und einer Fernhaltemassnahme gewährt. Am 26. Juli 2022 wies 

ihn das Migrationsamt des Kantons Zürich aus der Schweiz weg. Gleichen-

tags verhängte das Staatssekretariat für Migration SEM gegen ihn ein ab 

dem 2. August 2022 gültiges, zweijähriges Einreiseverbot. Einer allfälligen 

Beschwerde dagegen entzog das SEM die aufschiebende Wirkung.  

B.  

Gegen das Einreiseverbot vom 26. Juli 2022 liess A._______ am 16. Au-

gust 2022 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht einreichen und die 

Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragen.  

C.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. September 2022 wies der damalige In-

struktionsrichter das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden 

Wirkung der Beschwerde ab. 

D.  

Die Vorinstanz liess sich am 15. November 2022 vernehmen und schloss 

auf Abweisung der Beschwerde. 

E.  

Mit Replik vom 3. Februar 2023 hielt der Beschwerdeführer an Begehren 

und Begründung fest. 

F.  

Aus organisatorischen Gründen wurde im März 2023 der vorsitzende Rich-

ter im Spruchkörper aufgenommen. 

 

F-3524/2022 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Verfügungen des SEM, die ein Einreiseverbot im Sinne von Art. 67 AIG 

(SR 142.20) zum Gegenstand haben, unterliegen der Beschwerde an das 

Bundesverwaltungsgericht (Art. 112 Abs. 1 AIG i.V.m. Art. 31 ff. VGG). 

1.2 Das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet 

sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 

VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerde le-

gitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und, im Falle von Bundesbehörden, die Unangemes-

senheit gerügt werden (vgl. Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht 

wendet im Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an 

und ist nicht an die Begründung der Begehren gebunden (vgl. Art. 62 Abs. 4 

VwVG). Massgeblich ist grundsätzlich die Sachlage im Entscheidzeitpunkt 

(vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2 m.H.). 

3.  

3.1 In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, er habe anlässlich sei-

ner polizeilichen Einvernahme am 24. Juli 2022 zu erkennen gegeben, ei-

nen Anwalt beiziehen zu wollen. Dies sei ihm aus nicht nachvollziehbaren 

Gründen verweigert worden. Zudem habe er der Behörde mitgeteilt, dass 

er einen albanischsprachigen Übersetzer benötige. Daraufhin sei mangels 

Alternativen ein französischsprachiger Dolmetscher aufgeboten worden, 

obwohl er die Behörde darauf aufmerksam gemacht habe, dass er der fran-

zösischen Sprache nicht ausreichend mächtig sei. Sodann sei ihm trotz 

seiner Atembeschwerden eine ärztliche Betreuung verweigert worden. Die 

Einvernahme sei deshalb unverwertbar und die angefochtene Verfügung 

aus formellen Gründen aufzuheben. 

3.2 Die Zürcher Kantonspolizei gewährte dem Beschwerdeführer am 

24. Juli 2022 das rechtliche Gehör zur allfälligen Anordnung einer Fernhal-

temassnahme. Zuhanden des Protokolls erklärte dieser, die französische 

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Seite 4 

Übersetzung zu verstehen, was der Beschwerdeführer unterschriftlich be-

kräftigte. Im Weiteren leuchtet nicht ein, weshalb der in Frankreich seit Jah-

ren aufenthaltsberechtigte Beschwerdeführer der französischen Sprache 

nicht mächtig sein soll. Letztlich behauptet der Beschwerdeführer denn 

auch nicht, er habe der damaligen Einvernahme aufgrund sprachlicher 

Probleme nicht folgen können. Dass der Beschwerdeführer nach einer 

Rechtsvertretung verlangt hat, geht aus den (polizeilichen) Einvernahme-

protokollen nicht hervor. Jedenfalls wäre er mit Blick auf den Grundsatz 

von Treu und Glauben gehalten gewesen, eine unzureichende Überset-

zung oder eine Missachtung seines Rechts auf Verbeiständung umgehend 

zu rügen (vgl. BGE 143 V 66 E. 4.3; 138 I 97 E. 4.1.5; 135 III 334 E. 2.2). 

Damit hat er seine ohnehin unbelegten, formellen Rügen verwirkt. Auf das 

unsubstantiierte Vorbringen der Verweigerung einer ärztlichen Betreuung 

ist nicht weiter einzugehen, zumal der Beschwerdeführer anlässlich der 

Einvernahme angab, er benötige weder einen Arzt noch Medikamente, und 

auch nicht geltend macht, durch das Fernbleiben eines Arztes einen Nach-

teil erlitten zu haben. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs oder ander-

weitiger Verfahrensvorschriften liegt nach dem Gesagten nicht vor. 

4.  

4.1 Das SEM kann Einreiseverbote gegen ausländische Personen erlas-

sen, die gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder 

im Ausland verstossen haben oder diese gefährden (Art. 67 Abs. 2 Bst. a 

AIG, in der hier anwendbaren, bis am 21. November 2022 gültig gewese-

nen Fassung vom 18. Juni 2010 [AS 2010 5925]). Ein Verstoss liegt unter 

anderem vor, wenn gesetzliche Vorschriften oder behördliche Verfügungen 

missachtet werden (Art. 77a Abs. 1 Bst. a der Verordnung vom 24. Oktober 

2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, 

SR 142.201]). Ein Einreiseverbot wird grundsätzlich für eine Dauer von 

höchstens fünf Jahren verfügt (Art. 67 Abs. 3 erster Satz AIG). Dabei stel-

len Unkenntnis oder Fehlinterpretation der Einreise- und Aufenthaltsvor-

schriften normalerweise keinen hinreichenden Grund dar, um von einer 

Fernhaltemassnahme abzusehen. Jeder Ausländerin und jedem Ausländer 

obliegt es, sich vorgängig über bestehende Rechte und Pflichten im Zu-

sammenhang mit den ausländerrechtlichen Vorschriften ins Bild zu setzen 

und sich im Falle von Unklarheiten bei der zuständigen Behörde zu infor-

mieren (vgl. Urteile des BVGer F-1934/2022 vom 6. März 2023 E. 4.3;  

F-5468/2020 vom 17. Januar 2022 E. 3.1 m.H.). 

4.2 Mit Strafbefehl vom 25. Juli 2022 sprach die Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland den Beschwerdeführer der mehrfachen vorsätzlichen 

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Seite 5 

rechtswidrigen Einreise (Art. 115 Abs. 1 Bst. a AIG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 Bst. a 

AIG), der vorsätzlichen Erwerbstätigkeit ohne Bewilligung (Art. 115 Abs. 1 

Bst. c AIG i.V.m. Art. 11 Abs. 1 und Abs. 2 AIG) sowie des vorsätzlichen 

rechtswidrigen Aufenthalts (Art. 115 Abs. 1 Bst. b AIG) für schuldig. Sie be-

strafte ihn mit einer unbedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 

Fr. 30.–. Zur Begründung führte die Staatsanwaltschaft an, der Beschwer-

deführer sei in der Schweiz zwischen dem 1. Dezember 2021 und dem 

24. Juli 2022 einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Chauffeur/Warenlie-

ferant nachgegangen. Er habe über sein Einzelunternehmen regelmässig 

für verschiedene Unternehmen gegen Entgelt Warentransporte innerhalb 

der Schweiz sowie zwischen der Schweiz und Frankreich durchführt, ob-

wohl er als Staatsangehöriger Kosovos nicht über die vorgeschriebene Be-

willigung verfügt habe. Dies habe er gewusst. 

4.3 Die Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit mittels regelmässi-

ger Warentransporte innerhalb der Schweiz und über die Grenze nach 

Frankreich stellt der Beschwerdeführer nicht in Abrede (zum Begriff der Er-

werbstätigkeit vgl. Art. 11 Abs. 2 AIG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 VZAE; statt vieler: 

Urteil des BVGer F-5016/2021 vom 11. Januar 2024 E. 5.3.1; siehe ferner: 

Gemeinsames Rundschreiben des SEM-SECO vom 28. Februar 2017, 

Grenzüberschreitende Transportdienstleistungen: ausländerrechtliche 

Vorschriften für Transportdienstleister/Chauffeure, deren Leistungen durch 

internationale Abkommen liberalisiert sind, < https://www.sem.ad-

min.ch/sem/de/home/publiservice/weisungen-kreisschreiben/auslaender-

bereich/aufenthalt_mit_erwerbstaetigkeit.html >, abgerufen am 30.01.24). 

Auch bestreitet er nicht, die Schwelle zur Ausübung einer bewilligungs-

freien, grenzüberschreitenden Dienstleistung gemäss Art. 14 Abs. 1 VZAE 

überschritten zu haben.  

4.4 Der Beschwerdeführer beruft sich allerdings auf Auskünfte des (…) 

Handelsregisteramts sowie seines Buchhalters. Diese hätten ihm mitge-

teilt, er könne nach der «Gründung der Gesellschaft» umgehend in der 

Schweiz eine Erwerbstätigkeit aufnehmen. Hätte er gewusst, dass eine Ar-

beitsbewilligung erforderlich sei, hätte er diese vor der Aufnahme einer Ar-

beitstätigkeit selbstverständlich beantragt. Offensichtlich habe er sich in ei-

nem Irrtum befunden. Gestützt auf den Vertrauensgrundsatz habe er da-

von ausgehen dürfen, dass die ihm vom Handelsregisteramt erteilte Aus-

kunft korrekt sei. Von einem vorsätzlichen Handeln könne keine Rede sein. 

4.4.1 Die Staatsanwaltschaft stufte das Handeln des Beschwerdeführers 

im Zusammenhang mit seiner Transporttätigkeit als vorsätzlich ein (siehe 

https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/publiservice/weisungen-kreisschreiben/auslaenderbereich/aufenthalt_mit_erwerbstaetigkeit.html
https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/publiservice/weisungen-kreisschreiben/auslaenderbereich/aufenthalt_mit_erwerbstaetigkeit.html
https://www.sem.admin.ch/sem/de/home/publiservice/weisungen-kreisschreiben/auslaenderbereich/aufenthalt_mit_erwerbstaetigkeit.html

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E. 4.2 hiervor). Von einer fehlerhaften Auskunft ging sie nicht aus. Das Bun-

desverwaltungsgericht ist an die tatsächlichen Feststellungen im rechts-

kräftigen Strafbefehl vom 25. Juli 2022 grundsätzlich gebunden (vgl. 

BGE 139 II 95 E. 3.2; 136 II 447 E. 3.1; 124 II 103 E. 1c/aa; Urteil des BGer 

1C_105/2022 vom 14. Februar 2023 E. 3.3; BVGE 2013/33 E. 4.3). Gründe 

für ein Abweichen davon sind vorliegend nicht ersichtlich. Folglich verfängt 

der Beschwerdeführer nicht mit seinem Vorbringen, gestützt auf eine Aus-

kunft des Handelsregisteramtes oder seines Buchhalters irrtümlich bewilli-

gungsfrei gearbeitet zu haben. Dass er sich der Unrechtmässigkeit seines 

Handelns nicht bewusst gewesen sein will, vermag ihn nicht zu entlasten, 

zumal es für die Verhängung eines Einreiseverbots keines vorsätzlichen 

Verstosses gegen ausländerrechtliche Bestimmungen bedarf, sondern 

hierfür bereits eine Sorgfaltspflichtverletzung genügt (siehe E. 4.1 hiervor). 

4.4.2 Selbst wenn ihm aber vom (…) Handelsregisteramt oder von seinem 

Buchhalter Auskünfte erteilt worden sein sollten, die er dahingehend hätte 

verstehen können, dass er aufgrund der Eintragung eines Einzelunterneh-

mens in der Schweiz bewilligungsfrei hätte erwerbstätig sein beziehungs-

weise Transportdienstleistungen hätte erbringen dürfen, hätte er an der 

Richtigkeit dieser Information zweifeln müssen (vgl. Urteil des BVGer F-

4990/2019 vom 20. August 2021 E. 9.3 f.). Zudem war der Beschwerde-

führer durchaus mit administrativen Abläufen und den Bewilligungserfor-

dernissen in der Schweiz vertraut, da er einem Strafbefehl vom 25. Januar 

2019 der Staatsanwaltschaft Genf zufolge am 12. November 2015 schon 

einmal wegen illegaler Erwerbstätigkeit in der Schweiz verurteilt worden 

war. Unbesehen dessen ist das Handelsregisteramt offenkundig nicht zu-

ständig für die Erteilung von Erwerbsbewilligungen (vgl. < […] >, abgerufen 

am 30.01.2024). Die Berufung auf den Vertrauensgrundsatz zielt somit ins 

Leere (vgl. BGE 146 I 105 E. 5.1.1; 141 I 161 E. 3.1; 137 II 182 E. 3.6.2). 

In antizipierter Beweiswürdigung und mangels Entscheidrelevanz ist daher 

auf die Einholung eines schriftlichen Berichts beim (…) Handelsregisteramt 

zu verzichten (vgl. BGE 144 V 361 E. 6.5; 136 I 229 E. 5.3).  

4.4.3 Die illegale selbständige Erwerbstätigkeit ist dem Beschwerdeführer 

somit uneingeschränkt anzulasten und der Fernhaltegrund von Art. 67 

Abs. 2 aBst. a AIG gegeben.  

5.  

Zu prüfen bleibt, ob das angefochtene Einreiseverbot vor dem Grundsatz 

der Verhältnismässigkeit standhält (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV; Art. 96 AIG; 

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BGE 139 II 121 E. 6.5.1; BVGE 2017 VII/2 E. 4.5; 2016/33 E. 9; 2014/20 

E. 8.1). 

5.1 Der Beschwerdeführer übte während rund siebeneinhalb Monaten eine 

illegale Erwerbstätigkeit aus (vgl. E. 4.2 hiervor). Dieses Verhalten fällt ob-

jektiv betrachtet massgeblich ins Gewicht. Er hat in der Vergangenheit be-

reits mehrmals – und teilweise einschlägig – gegen die öffentliche Sicher-

heit und Ordnung verstossen (vgl. dazu Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Genf vom 25. Januar 2019; E. 4.4.2 hiervor). Mit Strafbefehl vom 29. No-

vember 2023 verurteilte ihn die Staatsanwaltschaft Genf kürzlich erneut 

wegen illegalen Aufenthalts und illegaler Erwerbstätigkeit zu einer Geld-

strafe von 70 Tagessätzen zu je Fr. 30.–. Der in Frankreich ansässige Be-

schwerdeführer soll deshalb mit dem Einreiseverbot dazu angehalten wer-

den, sich inskünftig an die ausländerrechtliche und arbeitsmarktliche Ord-

nung der Schweiz zu halten.  

5.2 Über das Interesse an einem Aufenthalt zur Erwerbstätigkeit hinaus 

macht der Beschwerdeführer keine persönlichen Interessen daran geltend, 

in die Schweiz oder in das Fürstentum Liechtenstein einreisen zu müssen. 

Sein Gesuch um Ausstellung einer Grenzgängerbewilligung G wies die 

kantonale Arbeitsmarktbehörde am 16. November 2022 ab, weil an der 

selbstständigen Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers kein hinreichen-

des gesamtwirtschaftliches Interesse bestehe. Bezug auf die Fernhalte-

massnahme wurde nicht genommen. Der Einwand, ohne das Einreisever-

bot würde der Beschwerdeführer eine Bewilligung zur Ausübung einer 

selbständigen Erwerbstätigkeit in der Schweiz erhalten, ist deshalb un-

behelflich. Das am 26. Juli 2022 verfügte Einreiseverbot hindert ihn nicht 

daran, in der Schweiz um eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung nachzu-

suchen.  

5.3 Demnach erweist sich das zweijährige Einreiseverbot ohne Ausschrei-

bung im Schengener Informationssystem als solches und in seiner Dauer 

als verhältnismässig. Letztere liegt im Rahmen zahlreicher Vergleichsfälle 

und ist nicht zu beanstanden (statt vieler: Urteil des BVGer F-5527/2021 

vom 28. Juli 2023 E. 5.4.3 m.w.H.). Welche massnahmerechtliche Folge 

die Vorinstanz dem allfälligen erneuten Verstoss des Beschwerdeführers 

gegen ausländerrechtliche Bestimmungen geben will (Strafbefehl vom 

29. November 2023), fällt in ihre Entscheidkompetenz und bildet nicht Ge-

genstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. BGE 144 II 359 E. 4.3; 

BVGE 2018 V/3 E. 3.1). Die angefochtene Verfügung verletzt kein Bundes-

recht (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist folglich abzuweisen. 

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Seite 8 

6.  

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Verfahrenskosten 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie sind in 

Anwendung von Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) auf Fr. 1'200.– festzusetzen und durch den in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Eine Parteientschädigung steht dem 

unterliegenden Beschwerdeführer nicht zu (Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

7.  

Dieses Urteil ist endgültig (vgl. Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Sie sind durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Basil Cupa Mathias Lanz 

 

 

 

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