# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a85c6fcd-ec58-5bd0-a3c1-2f706b0db6d6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.09.2017 200 2016 431
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-431_2017-09-11.pdf

## Full Text

200 16 431 IV
KNB/IMD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. September 2017

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________ AG, C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 17. März 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Sept, 2017, IV/16/431, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich – nachdem zwei frühere Leistungsgesuche infolge Verletzung 
der Mitwirkungspflicht abgewiesen worden waren (Akten der Eidgenössi-
schen Invalidenversicherung [IV], [act. II] 111, 133) – am 20. Januar 2014 
unter Hinweis auf diverse gesundheitliche Einschränkungen erneut bei der 
IV zum Leistungsbezug an (act. II 134). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) nahm Abklärungen in erwerblicher und medizinischer 
Hinsicht vor und beauftragte die MEDAS D.________ AG mit der interdis-
ziplinären Begutachtung der Versicherten (act. II 171). Nachdem die Be-
gutachtung aufgrund der Weigerung der Versicherten, sich körperlich un-
tersuchen zu lassen (act. II 176), nicht durchgeführt werden konnte (act. II 
175), stellte die IVB mit Vorbescheid vom 9. April 2015 (act. II 179) das 
Nichteintreten auf das Leistungsgesuch in Aussicht. In der Folge liess die 
Versicherte durch die sie behandelnde Ärztin Dr. med. E.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, mitteilen, aufgrund einer im 
September 2013 erlittenen "traumatischen Erfahrung" sei es ihr nicht zu-
zumuten, sich körperlich untersuchen zu lassen (act. II 183, 192). Nach 
Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [act. II 194 f.]) 
beauftragte die IVB Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie, mit der psychiatrischen Begutachtung der Versicherten 
(Gutachten vom 27. Januar 2016 [act. II 213.1]). Gestützt auf deren Gut-
achten sowie die Aktenbeurteilung der RAD-Ärztin med. pract. Andrea 
J.________, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 
2. September 2015 (act. II 203) und nach Durchführung des Vorbescheid-
verfahrens (act. II 214, 218) wies die IVB das Leistungsgesuch mit Verfü-
gung vom 17. März 2016 (act. II 219) mangels invalidisierenden Gesund-
heitsschadens ab.

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B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch B.________ AG, 
C.________, mit Eingabe vom 29. April 2016 Beschwerde mit den Anträ-
gen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei eine Begut-
achtung durch eine Psychiaterin mit Zusatzausbildung für Traumatisierun-
gen durchzuführen. Anschliessend sei seitens der Beschwerdegegnerin 
neu zu verfügen. Des Weiteren beantragte sie, "das Gutachten von Dr. 
F.________ sei im IV-Verfahren als gegenstandslos zu betrachten und zu 
löschen". Schliesslich ersucht sie darum, ihr einen unentgeltlichen Rechts-
beistand zur Seite zu stellen, der ihre Interessen im Gerichtsverfahren ver-
trete.

Mit prozessleitender Verfügung vom 23. Mai 2016 forderte der Instruktions-
richter die Beschwerdeführerin auf, ihr allfälliges Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege im Sinne der Befreiung von der Vorschuss- und Kostenpflicht 
zu begründen sowie zu belegen. Dieser Aufforderung kam die Beschwer-
deführerin mit Eingabe vom 13. Juni 2016 nach.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 
2016 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 26. Oktober 2016 hiess der Instrukti-
onsrichter des Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Be-
freiung von der Vorschuss- und Kostenpflicht gut; soweit die unentgeltliche 
Verbeiständung betreffend wies er das Gesuch ab.

Mit Eingabe vom 16. November 2016 nahm die Beschwerdeführerin Stel-
lung zur Beschwerdeantwort. Gleichzeitig reichte sie diverse Berichte der 
behandelnden Ärzte zu den Akten.

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügung vom 24. März 2017) 
ergänzte die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 8. Mai 2017 ihre Be-
schwerdeantwort, wobei sie im Wesentlichen auf zwei RAD-Berichte vom 
4. April 2017 verwies.

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Mit Eingaben jeweils vom 7. Juni 2017 reichten die behandelnde Psychiate-
rin Dr. med. E.________ sowie die Beschwerdeführerin Schlussbemerkun-
gen ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 17. März 2016 (act. 
II 219). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invali-
denversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind die bisher ungeschriebenen 
Rechtsgrundsätze und insbesondere die Rechtsprechung zur Ausschei-
dung der invaliditätsfremden Faktoren und zum Zumutbarkeitsprinzip neu 
ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 
V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-Revision, BBl 2005 4530 ff.).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 
IVG sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizini-
sche Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer 
nur dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-

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trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
141 V 281 E. 2.1 S. 285).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

2.7 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-
den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 138 V 218 E. 6 
S. 222).

3.

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3.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 8. Oktober 2013 
betreffend eine Hospitalisation vom 25. bis 29. September 2013 (act. II 146 
S. 10 ff.) wurden die folgenden Diagnosen aufgelistet:

1. 26-jährige Patientin mit Unterbauchschmerzen unklarer Aetiologie, DD 
Adenomyose mit/bei
- 2006 LSC Appendektomie (keine Endometriose, leicht vergrösserte 

Ovarien)
- Implanonträgerin (erster Wechsel 02/13)
- Schmerzbedingte Inappetenz und Gewichtsverlust von ca. 20 - 25 

kg in den letzten Monaten
2. Initiale leichte Dehydration
3. Chronische Dyspepsie und Refluxbeschwerden seit 04/13 bei bekann-

ter Laktoseintoleranz
- 04/12 OGD gemäss Unterlage bland
- 04/13 OGD unauffällig, damals MRI zum Ausschluss Pankreatitis 

empfohlen
- 06/13 Zöliakie-AK negativ
- Mangelernährung seit 04/13, Gewichtsabnahme von 25 kg in 4 - 5 

Monaten, St. n. Adipositas mit BMI von 30 kg/m2
4. Penicillin-Allergie, Schmerzmittelunverträglichkeit: Voltaren, Zolpidem 

(peroral, wahrscheinlich im Rahmen der Diagnose 2)
- Intravenös: Novalgin, Tramal, Pathidin Intoleranz: Blutdruckabfall

5. Psychosoziale Belastung
- Spritzenphobie

6. Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom (POTS)
- Stützstrümpfe, Inderal, Gutron

7. Chronische Rückenschmerzen mit/bei
- Spondylolisthesis L5-S1 Grad 1 nach Meyerding
- Exazerbation im Bereich BWS 12/11 (MRI 11/11 unauffällig)
- Verdacht auf somatoforme Aggravation, Akathisie

8. Cleidocraniale Dysplasie
- St. n. multiplen Operationen (Kiefer, Gesicht, anamnestisch ca. 35x, 

erneute Operation geplant)
- Schädeldysmorphie
- Clavicula-Aplasie beidseits
- Symphysendehiszenz mit retrovertiertem Acetabulum links
- 2007 Plexusläsion
- Beinlängendifferenz 3 cm zu Ungunsten der rechten Seite
- Psychiatrisches Gutachten 07/11: Verdacht auf Minderintelligenz, 

Passivität, Begehrlichkeit
- Stabilisierungsoperation bei rezidivierenden Schulterluxationen 

rechts 2008
9. Migräne mit Aura (ED 2010), Hypästhesien linke Gesichts- und Kör-

perhälfte seit 07/11.

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Am 27. September 2013 sei eine diagnostische Laparaskopie aufgrund von 
Unterbauchschmerzen durchgeführt worden. Der intraoperative Verlauf 
habe sich komplikationslos dargestellt. Für die beschriebenen Schmerzen 
sei kein klinisches Korrelat gefunden worden. Es bestehe noch die Mög-
lichkeit einer Adenomyosis, weshalb die Einnahme von Visanne für drei 
Monate empfohlen werde.

3.1.2 Dr. med. H.________, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshil-
fe, diagnostizierte im Bericht vom 23. Mai 2014 (act. II 150) u.a. eine Bla-
senentleerungsstörung infolge einer diagnostischen Laparoskopie bei 
Dysmenorrhoe am 26. September 2013, bei der es zu einer Blockierung 
der Blasenableitung gekommen sei. Bei Unmöglichkeit eines Selbstkathe-
terismus erfolge die Harnableitung seit dem 28. November 2013 mittels 
Zystofix. Es träten rezidivierende Harnwegsinfekte auf, welche bei Schlu-
ckunfähigkeit mit intravenöser Antibiose therapiert würden. Hinsichtlich der 
Arbeitsfähigkeit bestünden körperliche Einschränkungen durch Abhängig-
keit von sauberen sanitären Einrichtungen. Arbeitsausfälle seien möglich; 
es bestehe eine Verlangsamung.

3.1.3 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Chir-
urgie, führte im Bericht vom 18. August 2014 (act. II 155) aus, es stehe 
ausser Zweifel, dass die Versicherte verschiedene gesundheitliche Pro-
bleme habe, die sich auf ihre Arbeitsfähigkeit auswirken dürften. Es sei 
jedoch auch eine Tatsache, dass über Jahre Motivationsprobleme bestan-
den hätten und immer wieder Termine nicht wahrgenommen worden seien. 
Er empfahl eine MEDAS-Begutachtung unter Berücksichtigung der Fach-
richtungen Innere Medizin, Psychiatrie, Neurologie, Rheumatologie bzw. 
Orthopädie und Gynäkologie bzw. Urologie.

3.1.4 Mit Bestätigung vom 4. November 2014 (act. II 161 S. 2) hielt Dr. 
med. H.________ fest, die gynäkologischen/urologischen Probleme ihrer 
Patientin hätten keinen Einfluss auf ihre Arbeitsfähigkeit. Auf eine weitere 
für die Patientin sehr unangenehme Untersuchung könne verzichtet wer-
den.

3.1.5 Im Bericht vom 14. April 2015 (act. II 183) führte Dr. med. 
E.________ aus, ihre Patientin habe im September 2013 eine traumatische 

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Erfahrung erlitten. Sie sei in ihrer physischen und psychischen Integrität 
verletzt worden und kämpfe seither darum, damit zurechtzukommen. Aus 
ärztlicher Sicht sei es ihr nicht zuzumuten, sich vor Ärztinnen oder Ärzten 
auszuziehen und sich von ihnen körperlich untersuchen zu lassen. Eine 
körperliche Untersuchung würde eine Retraumatisierung bedeuten. Es ge-
he also nicht darum, dass sie ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen 
wolle, sondern, dass sie es nicht könne.

In einem weiteren Bericht vom 28. Mai 2015 (act. II 192) hielt Dr. med. 
E.________ fest, die Patientin stehe bei ihr seit dem 18. März 2015 in Be-
handlung. Sie leide unter einer komplexen Traumafolgestörung. Im Rah-
men der Behandlung stehe man am Anfang der Stabilisierungsphase, wo 
es um den Aufbau einer therapeutischen Beziehung, um Aufbau von Ver-
trauen, um Schutz, um Beachten von Grenzen und um die Stärkung des 
Selbstwertes usw. gehe. Dies bedeute, dass sie von der Patientin noch 
kaum Informationen zu den erlittenen Traumata bekommen habe und sie 
darüber somit keine näheren Angaben machen könne. Es seien zweifels-
ohne Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung festzustellen.

3.1.6 Dr. med. H.________ diagnostizierte im Bericht vom 17. August 
2015 (act. II 202) einen Status nach diagnostischer Laparoskopie am 26. 
September 2013, eine Adenomyose mit invalidisierender Dysmenorrhoe 
und einen Status nach schwerer Traumatisierung. Aufgrund einer schweren 
Traumatisierung sei ihre Patientin nicht im Stande, sich einer urologischen-
gynäkologischen Untersuchung zu unterziehen. Es könne und sollte darauf 
verzichtet werden. Der somatische Gesundheitszustand sei stabil.

3.1.7 In der Aktenbeurteilung vom 2. September 2015 (act. II 203) kam 
die RAD-Ärztin med. pract. J.________ zum Schluss, aus rein somatischer 
Sicht habe nie ein die Arbeitsfähigkeit einschränkender Gesundheitsscha-
den für die Ausbildung im ... Bereich oder als ... bestanden. Allerdings er-
halte man den Eindruck, dass die Versicherte unter einer Prüfungsangst 
leide und erfolgreich gelernt habe, durch das Vorschieben einer somati-
schen Krankheit aus unangenehmen Situationen heraus zu kommen bzw. 
über diese Zuwendung durch ihr soziales Umfeld zu erhalten. Zur Klärung, 
ob eine psychiatrische Erkrankung vorliege, werde ein psychiatrisches 
Gutachten benötigt.

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3.1.8 Dr. med. K.________ hielt im Gutachten vom 27. Januar 2016 
(act. II 213.1) fest, bei der Untersuchung seien die psychopathologischen 
Befunde weitgehend unauffällig gewesen. Auffällig sei das kämpferische 
Verhalten der Explorandin gewesen. Sie habe sich in einer Opferrolle ge-
zeigt. Ihre Angaben zu den vorhandenen Beschwerden stünden im Wider-
spruch zu den durchgeführten Aktivitäten und dem geschilderten Leis-
tungsvermögen. Für eine posttraumatische Belastungsstörung fehle das 
Eingangskriterium der aussergewöhnlichen Bedrohung. Die Versicherte 
habe bei der Untersuchung eine starke Kränkung und eine Verbitterung 
gezeigt. Diese Symptomatik müsste der posttraumatischen Verbitterungs-
störung zugeordnet werden. Dieses von Herrn Professor Linden in 2003 in 
Berlin vorgeschlagene Störungsbild habe keinen Eingang in die ICD-10-
Klassifikation gefunden. Aufgrund der Angaben zur Vorgeschichte könne 
eine neurotische Entwicklung ausgeschlossen werden. Die Angaben im 
SKID-Fragebogen, die anamnestischen Angaben und das klinisch sichtba-
re Verhalten sprächen gegen eine Persönlichkeitsstörung. Depressive 
Symptome hätten nicht festgestellt werden können. Eine phobische 
Störung oder eine andere relevante Angststörung könne ausgeschlossen 
werden. Die Versicherte erkläre die Prüfungsängste selbst als nicht unter-
suchungsrelevant. Nach abgeschlossener öffentlicher Schule, Abschluss 
eines Aufenthaltes in der ... mit dem DELF A sowie abgeschlossener Fahr-
prüfung und erhaltener Fahrtauglichkeit könne dieser Einschätzung gefolgt 
werden. Die Kriterien einer somatoformen Störung seien weder aufgrund 
des Verhaltens der Versicherten noch aufgrund der Auswirkungen auf die 
täglichen Aktivitäten erfüllt. Hinweise auf eine organisch begründete 
Störung oder eine psychische Störung aus dem schizophrenen Formen-
kreis hätten sich nicht ergeben. Aufgrund der beschriebenen Freizeitakti-
vitäten und dem aktuell aufgenommenen Studium könne nicht von einer 
psychiatrisch begründeten Leistungseinschränkung ausgegangen werden. 
Vieles spreche dafür, dass es bei Bedarf zu Beanspruchung des Gesund-
heitssystems aus anderen Gründen komme (ICD-10: Z76.5). Der Verlauf 
und die Schilderung der Beschwerden sprächen nicht für eine artifizielle 
Störung. Würden aus psychiatrischer Sicht die Fähigkeiten der Versicher-
ten gemäss ICF erfasst, seien Selbstpflege, Willensbildung und Wege-
fähigkeit nicht beeinträchtigt. Die Versicherte verfüge über intellektuelle 
Fähigkeiten, die ihrer Vorbildung entsprächen. Sie habe ein eigenständiges 

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Verhalten und passe sich nicht gerne ein, dabei sei sie gut durchsetzungs-
fähig. Sie habe gute feinmotorische Fähigkeiten, eine gute Reaktionsbe-
reitschaft und ein gutes Gleichgewicht. In der Freizeit, bei selbstständigen 
Tätigkeiten und in den familiären Beziehungen sei sie nicht eingeschränkt. 
Die Versicherte fürchte Kritik und habe eine geringe Frustrationstoleranz. 
Aufgrund der Vorakten und der aktuellen Untersuchungsbefunde lasse sich 
aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit bestätigen (S. 25 f.).

3.1.9 Im Schreiben vom 1. März 2016 (act. II 218) kritisiert Dr. med. 
E.________ die Gutachterin Dr. med. K.________ dahingehend, dass sie 
sich nicht mit der aufgrund zahlreicher Absenzen gescheiterten Berufsaus-
bildung auseinandergesetzt habe bzw. den Gründen dafür nicht nachge-
gangen sei. Die körperliche Leistungsfähigkeit werde ihr von der Patientin 
ganz anders geschildert, als es die Gutachterin darstelle. Durch die Erfah-
rungen im September 2013 im Spital M.________ sei die Patientin psy-
chisch traumatisiert, verletzt und misstrauisch gegenüber Medizinalperso-
nen geworden. Dazu komme, dass sie wegen unkorrekten Behandlungen 
nun einen Zystofix benötige. Dies bedeute eine grosse psychische Belas-
tung. Weiter stelle das Wechseln des Zystofix in Kurznarkose alle zwei bis 
drei Monate eine körperliche und psychische Belastung dar.

3.2 Das von Dr. med. K.________ erstellte Administrativgutachten 
vom 27. Januar 2016 (act. II 213.1) erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines derartigen Berichts gestellten 
Anforderungen und erbringt damit vollen Beweis (vgl. E. 2.5 hiervor). Die 
Gutachterin hatte vollständige Aktenkenntnis und stützte ihre fachärztliche 
Beurteilung auf die zusätzlichen Erkenntnisse aus der klinischen Explorati-
on vom 13. Januar 2016. Ihre Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und 
überzeugend. Die beschwerdeweise gegen die Expertise vorgebrachte 
Kritik verfängt nicht:

Wenn die behandelnde Psychiaterin Dr. med. E.________ in verschiede-
nen Berichten das Vorliegen einer Traumafolgestörung bzw. einer post-
traumatischen Belastungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1) postuliert (act. II 
183, 192; act. IIIA 1), jedoch ohne von der Patientin überhaupt entspre-
chende Angaben erhalten zu haben und ihr zusätzlich – trotz fehlender 
Informationen – die Unzumutbarkeit, sich somatischen Untersuchungen zu 

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unterziehen, attestiert, überzeugt dies aus invalidenversicherungsrechtli-
cher Sicht nicht. Wie die Gutachterin zu Recht ausgeführt hat, fehlt es 
diesbezüglich am "Eingangskriterium", einem belastenden Ereignis oder 
einer Situation aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen 
Ausmasses, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde 
vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psy-
chischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
10. Aufl. 2015, S. 207). Nicht nur bleibt die behandelnde Ärztin hinsichtlich 
des angeblichen traumatisierenden Vorfalls in ihren Berichten äusserst 
vage ("Durch die traumatischen Erfahrungen im September 2013 im Spital 
M.________ ist die Patientin psychisch traumatisiert, verletzt und misstrau-
isch geworden." [act. II 218 S. 2]; "Die Patientin hat die Eingriffe im Spital 
M.________ als aussergewöhnliche Bedrohung erlebt." [act. I 6 S. 2]; "Die 
PTSD steht im Zusammenhang mit der stationären Behandlung im Sep-
tember 2013 im Spital M.________." [act. I 5 S. 1]); im Bericht vom 28. Mai 
2015 hielt sie sogar ausdrücklich fest, dass sie von der Patientin noch 
kaum Informationen zu den erlittenen Traumata bekommen habe (act. II 
192 S. 2). Hinzu kommt, dass es auch an den für die Diagnose einer PTBS 
relevanten echtzeitlichen Befunden im unmittelbaren Nachgang zum Spita-
laufenthalt im September 2013 fehlt. So treten die entsprechenden Be-
schwerden gemäss den diagnostischen Leitlinien innert Wochen bis Mona-
ten, jedoch selten nach sechs Monaten auf. Ein ärztlicher Hinweis auf die 
angeblich im September 2013 erlittene traumatische Erfahrung findet sich 
jedoch erstmals im Schreiben von Dr. med. E.________ vom 14. April 2015 
(act. II 183), mithin eineinhalb Jahre später. Die psychotherapeutische Be-
handlung hat die Beschwerdeführerin denn auch erst am 18. März 2015 
aufgenommen (act. II 192 S. 2). Von einer fachärztlich einwandfrei diagnos-
tizierten Gesundheitsbeeinträchtigung (vgl. E. 2.2) kann damit keine Rede 
sein, zumal dem Bericht über die entsprechende Hospitalisation keine Hin-
weise darauf zu entnehmen sind, dass es im Verlauf des Eingriffs vom 27. 
September 2013 oder danach zu Komplikationen gekommen wäre; viel-
mehr wird von einem komplikationslosen Verlauf berichtet (act. II 146 
S. 11). Die Vorgehensweise und Ausführungen der behandelnden Psychia-
terin sind allenfalls aus therapeutischer Sicht erklärbar; dies macht die Be-
richte allerdings nicht überzeugender. Diesbezüglich darf und soll das Ge-
richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Sept, 2017, IV/16/431, Seite 14

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; 
SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, sondern ebenso für den behandelnden Spezial-
arzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem 
besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten 
Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 
20. März 2006, I 655/05, E. 5.4). Exemplarisch zeigt sich dies auch in der 
Darstellung von Dr. med. E.________, wonach die Patientin einen Zystofix 
aufgrund unkorrekter Behandlungen benötige (act. II S. 218 S. 2). Dies ist 
eine Aussage, welche die Beschwerdeführerin im Rahmen der Begutach-
tung getätigt hat (act. II 213.1 S. 2, 19, 22), die in den Akten jedoch keine 
Stütze findet. Vielmehr blieb der Grund für die Notwendigkeit des entspre-
chenden Eingriffs unklar (act. II 163). Dr. med. P.________, Fachärztin für 
Gynäkologie und Geburtshilfe, geht im Bericht vom 30. Mai 2017 (act. I 4) 
denn auch von einer psychogen bedingten Blasenentleerungsstörung aus. 
Eine diesbezügliche psychische Erkrankung konnte allerdings von Dr. med. 
K.________ nicht diagnostiziert werden. Unter diesen Umständen erübrigt 
sich die von der Beschwerdeführerin beantragte Begutachtung durch eine 
Psychiaterin mit Spezialausbildung für Psychotraumatologie, da davon kei-
ne neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung 
[BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]).

3.3 Hinsichtlich des somatischen Gesundheitszustandes äusserte sich 
die Beschwerdeführerin gemäss Gutachten von Dr. med. K.________ da-
hingehend, dass sie der Meinung sei, aufgrund ihres Dysmorphiesyndroms 
eine Invalidenrente und Unterstützung für ihre Ausbildung (Maturität im 
Selbststudium) zu Gute zu haben (act. II 213.1 S. 19). Hierzu hat die RAD-
Ärztin med. pract. J.________ im Aktenbericht vom 2. September 2015 
festgehalten, das Dysmorphiesyndroms bei fehlender Ausbildung der Cla-
vicula beidseits habe die Versicherte weder am Skifahren noch am Eisho-
ckey spielen gehindert und sei somit auch für ihre begonnene Lehre im ... 
bei der N.________ nicht relevant gewesen, da es sich dabei um eine 
leichte, abwechselnde, administrative Tätigkeit ohne Bewegungen handel-
te, die eine Schultergelenksluxation gefördert oder provoziert hätten (act. II 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Sept. 2017, IV/16/431, Seite 15

203 S. 15). Diese Einschätzung überzeugt; dies insbesondere mit Blick auf 
den Bericht der Klinik O.________ vom 27. Juli 2009 (act. II 37 S. 7 ff.), 
worin festgehalten wurde, die Patientin sei bei einem Status nach offener 
Schulterstabilisierung mittels posteriorem, trikortalem Knochenblock (Ent-
nahme rechter Beckenkamm) rechts am 4. November 2008 in einem admi-
nistrativen Beruf aufgrund der rechten Schulter nicht mehr eingeschränkt.

In ihrer Beschwerde verweist die Beschwerdeführerin nunmehr in somati-
scher Hinsicht auf eine Überlaufblase mit Zystofix-Versorgung und eine 
Adenomyose mit invalidisierender Dysmenorrhoe welche zusammen mit 
einer posttraumatischen Belastungsstörung in ihrer kumulierenden Wirkung 
Einfluss auf die Arbeits- und berufliche Integrationsfähigkeit hätten. Im Be-
richt von Dr. med. P.________ vom 26. April 2016 (act. I 1) wurde diesbe-
züglich festgehalten, dass bei der Patientin der dringende Verdacht auf 
eine schwere Adenomyose bestehe. Sie leide seit Jahren unter rezidivie-
renden, schweren Menometrorrhagien mit massiver Dysmenorrhoe (bis 
zum Kreislaukollaps) und chronisch rezidivierenden Unterbauchschmerzen. 
Die gynäkologischen Probleme seien massgeblich daran beteiligt, dass die 
Patientin zum jetzigen Zeitpunkt nicht arbeitsfähig sei. Aufgrund der schwe-
ren posttraumatischen Belastungsstörung werde es als unmöglich angese-
hen, sie gynäkologisch zu untersuchen. Um die Verdachtsdiagnose einer 
Adenomyose zu stellen sei die sehr typische Anamnese ausreichend. Im 
Bericht vom 14. November 2016 (act. I 4 S. 3) stellte sie allerdings klar, 
dass die von ihr attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht allein aus der gynäkolo-
gischen Problematik resultiere. Während Dr. med. H.________ im Bericht 
vom 4. November 2014 (act. II 161 S. 2) festhielt, die gynäkologischen/uro-
logischen Probleme ihrer Patientin hätten keinen Einfluss auf ihre Arbeits-
fähigkeit, und im Bericht vom 17. August 2015 (act. II 202) von einem stabi-
len somatischen Gesundheitszustand sprach, führte sie im Bericht vom 
15. November 2016 (act. I 5) – ebenfalls fälschlicherweise von einer PTBS 
ausgehend – nunmehr aus, von Seiten der Adenomyose sei es seit 2013 
auch unter Durchführung einer adäquaten Therapie erneut zu invalidisie-
renden Dysmenorrhoen gekommen. Wiederholt habe die Patientin hospita-
lisiert werden müssen, um mittels intravenöser Analgesie eine Linderung 
ihrer ausgesprochen starken, invalidisierenden Schmerzen zu erreichen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Sept, 2017, IV/16/431, Seite 16

Insgesamt ist festzustellen, dass die Aktenlage hinsichtlich des somati-
schen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin unklar bleibt. Selbst 
wenn davon auszugehen wäre, dass die – aufgrund der Verweigerung ei-
ner entsprechenden Untersuchung durch die Beschwerdeführerin (act. I 1 
S. 1, 4 S. 2) – bislang lediglich als Verdachtsdiagnose gestellte Adenomyo-
se tatsächlich vorliegt, ist damit noch nichts über deren Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gesagt. Immerhin ist dem Bericht von Dr. med. P.________ 
vom 26. April 2016 (act. I 1) zu entnehmen, dass sich die Situation der Be-
schwerdeführerin unter hormoneller Therapie einigermassen stabilisiert 
habe und sie zum Teil wochen- bis monatelang blutungsfrei sei. Zudem 
scheint sie ihre Ausbildung gemäss den Erhebungen der psychiatrischen 
Gutachterin ohne grössere Probleme absolvieren zu können (act. II 213.1 
S. 20). Hinzu kommt, dass die behandelnden Gynäkologinnen Dres. med. 
H.________ und P.________ die attestierte Arbeitsunfähigkeit – wie er-
wähnt – auch mit einer posttraumatischen Belastungsstörung begründen 
(act. I 1 S. 1, 5 S. 2), welche jedoch gemäss Gutachten von Dr. med. 
K.________ nicht vorliegt. Soweit sie sinngemäss geltend machen, eine 
umfassende Abklärung sei von der Beschwerdegegnerin nicht vorgenom-
men worden, ist darauf hinzuweisen, dass diese eine polydisziplinäre Be-
gutachtung in die Wege geleitet hatte (act. II 169), die Beschwerdeführerin 
jedoch die somatischen Untersuchungen verweigert hat (act. II 177). Mit 
Schreiben vom 23. März 2015 (act. II 174) hat die Beschwerdegegnerin die 
Beschwerdeführerin zur Mitwirkung bei der medizinischen Abklärung aufge-
fordert und sie auf die Konsequenzen bei einer Mitwirkungspflichtverlet-
zung hingewiesen. Insofern hat sie ihren Entscheid korrekterweise auf-
grund der vorhandenen Akten getroffen. Gestützt auf diese ist nach dem 
Gesagten ein Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 S. 221) erstellt bzw. 
liegt diesbezüglich teilweise Beweislosigkeit vor, was von der Beschwerde-
führerin zu vertreten ist und zu ihren Ungunsten ausfällt (vgl. E. 2.7 hier-
vor). Damit hat es vorliegend mit der Leistungsabweisung sein Bewenden. 
Die Verfügung vom 17. März 2016 (act. II 219) ist dementsprechend nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Sept. 2017, IV/16/431, Seite 17

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen. Vorliegend werden die Verfahrens-
kosten auf Fr. 800.-- festgesetzt und der unterliegenden Beschwerdeführe-
rin auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird sie 
– unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

4.2 Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdeführerin keinen 
Anspruch auf Ausrichtung einer Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ AG, C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Sept, 2017, IV/16/431, Seite 18

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.