# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** faacd569-cc98-53eb-8fac-b6ef8e63246c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.08.2020 200 2020 183
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-183_2020-08-18.pdf

## Full Text

200 20 183 ALV
SCP/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 18. August 2020

Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern
Rechtsdienst, Lagerhausweg 10, 3018 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Februar 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2020, ALV/20/183, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1974 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 8. Januar 2019 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszen-
trum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (Akten des Amts für Arbeitslosenver-
sicherung des Kantons Bern [AVA bzw. Beschwerdegegner], Dossier RAV-
Region Seeland-Berner Jura [act. II] 158) und stellte am 23. Januar 2019 
Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Akten des AVA, Dossier Arbeitslo-
senkasse Biel [act. IIB] 173-176). Am 10. September 2019 forderte das 
RAV die Versicherte wegen fehlenden Nachweises von Arbeitsbemühun-
gen für den Monat August 2019 zur Stellungnahme auf (act. II 71). Am 
16. September 2019 teilte die Versicherte dem RAV mit, sie habe die Ar-
beitsbemühungen zusammen mit dem Arztzeugnis (im selben Briefum-
schlag) am 4. September 2019 im Briefkasten des RAV deponiert 
(act. II 69). Mit Verfügung vom 25. Oktober 2019 (act II 49-51) stellte das 
AVA die Versicherte wegen wiederholt fehlenden bzw. zu spät eingereich-
ten Arbeitsbemühungen während der Arbeitslosigkeit (betreffend die Kon-
trollperiode August 2019) ab dem 1. September 2019 für 19 Tage in der 
Anspruchsberechtigung ein. Daran hielt das AVA auf Einsprache hin 
(act. II 36) mit Entscheid vom 3. Februar 2020 (act. II 11-13) fest.

B.

Mit Eingabe vom 3. März 2020 (Postaufgabe) erhob die Versicherte Be-
schwerde. Sie beantragte die ersatzlose Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheides. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, 
der Nachweis der Arbeitsbemühungen müsse verloren gegangen sein. Sie 
habe in das Couvert beide Sachen, sowohl das Arztzeugnis als auch das 
Blatt "Arbeitsnachweis", hineingetan und sie habe dieses rechtzeitig im 
Briefkasten des RAV hinterlegt.

In seiner Beschwerdeantwort vom 30. März 2020 schloss der Beschwerde-
gegner auf Abweisung der Beschwerde und informierte aufforderungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2020, ALV/20/183, Seite 3

gemäss über den zu protokollierenden Nachforschungsvorgang (vgl. pro-
zessleitende Verfügung vom 5. März 2020) und hielt diesbezüglich u.a. 
fest, dass alle im Scan-Center am 6. September 2019 erfassten Dokumen-
te überprüft und die Arbeitsbemühungen der Beschwerdeführerin bei dieser 
Kontrolle nicht aufgefunden worden seien.

Bezugnehmend auf die prozessleitende Verfügung vom 2. April 2020 teilte 
der Beschwerdegegner am 27. Mai 2020 in Ergänzung der Beschwerde-
antwort mit, dass nach Weisung des Staatssekretariats für Wirtschaft (se-
co) die Dokumente im physischen Tagesarchiv, welches nicht Teil der 
massgebenden Akten und Daten sei und lediglich der Sicherheit diene, 
nach einer dreimonatigen Zwischenlagerungsfrist vernichtet würden, wes-
halb weitere Nachforschungen im besagten Archiv (vom 4. und 5. Septem-
ber 2019) nicht mehr möglich seien. Gemäss Scan-Auszug sei am 6. Sep-
tember 2019 lediglich das von der Beschwerdeführerin erwähnte Arztzeug-
nis eingescannt worden. Das Nachweisformular mit den Arbeitsbemühun-
gen der Kontrollperiode August 2019 habe sich demnach nicht im Couvert 
mit dem Arztzeugnis befunden.

Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Mai 2020 forderte der Instruktions-
richter den Beschwerdegegner auf, zum Ausschluss einer Unregelmässig-
keit der im Scan-Protokoll dem Arztzeugnis der Beschwerdeführerin unmit-
telbar folgende Scan, welcher Arbeitsbemühungen einer ebenfalls aus der 
Wohngemeinde der Beschwerdeführerin stammenden Person betreffe, 
zwecks Abgleich einzureichen. Dem kam der Beschwerdegegner mit Ein-
gabe vom 8. Juni 2020 nach.

In der prozessleitenden Verfügung vom 9. Juni 2020 stellte der Instrukti-
onsrichter fest, dass es sich bei dem mit Eingabe des Beschwerdegegners 
vom 8. Juni 2020 zugestellten Dokument nicht um das Formular "Nachweis 
der persönlichen Arbeitsbemühungen" handle, welches die Beschwerde-
führerin zusammen mit dem nachweislich eingereichten und eingescannten 
Arztzeugnis beim RAV, eingereicht haben wolle. Er räumte der Beschwer-
deführerin die Möglichkeit ein, sich zum vorläufigen Beweisergebnis zu 
äussern und mitzuteilten, ob sie an der Beschwerde festhalte.

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Mit Eingabe vom 27. Juni 2020 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass sie 
an ihrer Beschwerde festhalte, da sie sicher sei, das Blatt betreffend die 
Arbeitsbemühungen in den Briefumschlag gesteckt zu haben. Auch sei das 
Einstellmass von 19 Tagen nicht nachvollziehbar.

Unter Bezugnahme auf die prozessleitende Verfügung vom 30. Juni 2020 
reichte der Beschwerdegegner mit Stellungnahme vom 10. Juli 2020 u.a. 
die die Beschwerdeführerin in der massgebenden Beobachtungsperiode 
von zwei Jahren (6. September 2017 bis 5. September 2019) betreffenden 
früheren Sanktionsverfügungen (jeweils zwei Entscheide vom 6. und 
21. November sowie je einer vom 12. Dezember 2017 und 30. Januar 
2018) ein (Akten des AVA, Dossier RAV-Region Seeland-Berner Jura 
[act. IIC] 27,34. 36, 39, 45, 47) und hielt an den Ausführungen sowie am 
Antrag in der Beschwerdeantwort fest.

In ihrer Stellungnahme vom 23. Juli 2020 machte die Beschwerdeführerin 
im Zusammenhang mit den im Jahr 2017 verfügten Einstelltagen geltend, 
ab 6. April 2017 vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen zu sein und bis 
zum April 2018 Taggelder der Krankentaggeldversicherung bezogen zu 
haben. Da die längere Dauer der Arbeitsunfähigkeit von Anfang an bekannt 
gewesen sei, habe sie sich gegenüber ihrer Beraterin von der ALV abge-
meldet gehabt.

In Bezug auf die prozessleitende Verfügung vom 27. Juli 2020 reichte der 
Beschwerdegegner mit Stellungnahme vom 11. August 2020 die Akten 
hinsichtlich der vorangegangenen Rahmenfrist (3. August 2016 bis 2. Au-
gust 2018; Akten des AVA, Dossier RAV-Region Seeland-Berner Jura 
[act. IID] und Dossier Arbeitslosenkasse Biel [act. IIE]) ein und beantragte, 
die Einstellhöhe auf sechs Einstelltage zu reduzieren, da die Beschwerde-
führerin im Jahr 2017 keine Arbeitslosenentschädigung geltend gemacht 
habe.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. Februar 
2020 (act. II 11-13). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung ab 1. September 2019 im Umfang von 19 Tagen we-
gen wiederholt fehlenden bzw. zu spät eingereichten Arbeitsbemühungen 
betreffend die Kontrollperiode August 2019.

1.3 Da der Streitwert bei einer Einstelldauer von 19 Tagen und einer 
Taggeldhöhe von Fr. 148.40 (act. IIB 62) unter Fr. 20’000.-- liegt, fällt die 
Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 AVIG müssen Versicherte, die Versicherungs-
leistungen beanspruchen wollen, mit Unterstützung des zuständigen Ar-
beitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermei-
den oder zu verkürzen. Insbesondere sind sie verpflichtet, Arbeit zu su-
chen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufs. Sie müssen 
ihre Bemühungen nachweisen können. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG 
ist die versicherte Person in der Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn 
sie sich persönlich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht (BGE 139 
V 524 E. 2.1.1 S. 525 und E. 2.1.4 S. 528).

2.2 Die versicherte Person muss den Nachweis der Arbeitsbemühun-
gen für jede Kontrollperiode spätestens am fünften Tag des folgenden Mo-
nats oder am ersten auf diesen Tag folgenden Werktag einreichen. Die 
Arbeitsbemühungen werden nicht mehr berücksichtigt, wenn sie die Frist 
verstreichen lässt und keinen entschuldbaren Grund geltend macht (Art. 26 
Abs. 2 AVIV). 

2.3 Mit der Verknüpfung von Schadenminderungspflicht und Sanktion 
will das AVIG Arbeitslose zur Stellensuche anspornen und eine miss-
bräuchliche Beanspruchung der Arbeitslosenversicherung verhindern. Die 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung unterliegt ausschliesslich den 
spezifischen Bestimmungen der Arbeitslosenversicherung (nicht Art. 43 
Abs. 3 ATSG). Daraus folgt, dass vorbehältlich eines entschuldbaren 
Grundes eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung ausgesprochen 
werden kann, wenn die Nachweise der Arbeitsbemühungen nicht innert der 
Frist des Art. 26 Abs. 2 AVIV eingereicht werden, ohne dass eine zusätzli-
che Frist gewährt werden müsste. Unerheblich ist, dass die Nachweise 
später erbracht werden, zum Beispiel in einem Einspracheverfahren (BGE 
139 V 164).

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2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429).

2.5 Der den Sozialversicherungsprozess beherrschende Untersu-
chungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs-
last begriffsnotwendig aus, da es Sache des Gerichts – und der verfügen-
den Behörde – ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt 
zu sein. Die Parteien tragen mithin in diesem Verfahrensbereich in der Re-
gel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie-
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift aller-
dings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, durch die Beweiswür-
digung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 
S. 429, 138 V 218 E. 6 S. 222).

3.

3.1 Der Beschwerdeführerin oblag es, den Nachweis der Arbeits-
bemühungen für die Kontrollperiode August 2019 gemäss Art. 26 Abs. 2 
AVIV spätestens am 5. September 2019 einzureichen (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Schriftliche Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist dem 
Versicherungsträger eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizeri-
schen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-
schen Vertretung übergeben werden (Art. 39 Abs. 1 ATSG).

Nach den Angaben der Beschwerdeführerin hat sie das Formular "Nach-
weis der persönlichen Arbeitsbemühungen" für die Kontrollperiode August 
2019 zusammen mit dem Arztzeugnis vom 17. Juli 2019 am 4. September 

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2019 in den Briefkasten des RAV eingeworfen (act. II 36, 69 und vgl. Be-
schwerde). Der Beschwerdegegner gab auf Nachfrage des Instruktionsrich-
ters im Rahmen der Beschwerdeantwort vom 30. März 2020 (S. 3 f. Art. 4) 
an, am 16. September 2019 habe die Beschwerdeführerin dem RAV-
Berater per E-Mail mitgeteilt, sie habe am 4. September 2019 ihre Arbeits-
bemühungen zusammen mit ihrem Arztzeugnis im Aussenbriefkasten des 
RAV hinterlegt. Das Arztzeugnis vom 17. Juli 2019 (act. II 72) trage den 
Scan-Stempel vom 6. September 2019. Am 22. Oktober 2019 sei der zu-
ständigen Mitarbeiterin der Suchauftrag erteilt worden (act. II 53), woraufhin 
am 23. Oktober 2019 die verfügende Mitarbeiterin dahingehend informiert 
worden sei, dass alle im Scan-Center am 6. September 2019 erfassten 
Dokumente überprüft worden seien und dabei die Arbeitsbemühungen der 
Beschwerdeführerin nicht aufgefunden worden seien (act. II 52).

3.2 Ob der Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen für den Mo-
nat August 2019 innert Frist – im selben Briefumschlag wie das Arztzeugnis 
vom 17. Juli 2019 (act. II 72) – eingereicht worden ist, lässt sich aufgrund 
des Umstands, dass der Beschwerdegegner die Originaldokumente zwi-
schenzeitlich vernichtet hat (vgl. E. 3.3 hiernach), im Nachhinein nicht mehr 
eruieren.

3.2.1 Gegen die rechtszeitige Einreichung der besagten Arbeits-
bemühungen spricht, dass gemäss der Scan-Liste am 6. September 2019 
im Ordner des elektronischen Dossiers der Beschwerdeführerin kein Do-
kument mit dem Titel "Nachweis der persönlichen Arbeitsbemühungen" 
vermerkt bzw. abgelegt worden ist; aufgeführt ist einzig das Dokument 
"Arztzeugnis" (vgl. Eingabe vom 27. Mai 2020 S. 2 Ziff. II. 4 f. inkl. Beila-
gen). Ausgeschlossen werden kann ebenfalls, dass das Nachweisformular 
im Rahmen des Scan-Prozesses einer anderen Person zugeteilt worden 
ist. Laut den zutreffenden Angaben des Beschwerdegegners sind die mo-
natlich vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) den versicherten Perso-
nen zugestellten Formulare mit einem Barcode versehen, welcher mitunter 
zur Identifikation der versicherten Person dient und gestützt darauf die Zu-
ordnung zum entsprechenden Versichertendossier automatisch erfolgt (vgl. 
Eingabe vom 27. Mai 2020 S. 2 f. Ziff. II. 5). Zudem haben die auf Veran-
lassung des Instruktionsrichters erfolgten Abklärungen (vgl. prozessleiten-

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de Verfügung vom 28. Mai 2020) ergeben, dass es sich bei dem in der 
Scan-Liste unmittelbar auf das Arztzeugnis der Beschwerdeführerin folgen-
de Scan, nicht um deren Arbeitsbemühungen handelt, welche sie zusam-
men mit dem Arztzeugnis am 4. September 2020 eingereicht haben will.

3.2.2 Demgegenüber spricht für die pünktliche Einreichung der Arbeits-
bemühungen, dass die Beschwerdeführerin seit ihrer Anmeldung beim 
RAV im Januar 2019 sämtliche Formulare die Arbeitsbemühungen betref-
fend (Februar bis Dezember 2019) – mit Ausnahme dem hier im Streit lie-
genden – vorschriftsgemäss eingereicht hat (act. II 28 f., 39 f., 47 f., 60 f., 
81 f., 84 f. 92 f., 95 f., 112 f., 118 f.; vgl. dazu auch Stellungnahme zur Ein-
sprache der RAV-Mitarbeiterin vom 6. Dezember 2019; act. II 33). Insbe-
sondere hat die Beschwerdeführerin die Nachweise der Arbeitsbemühun-
gen für die Monate Februar bis Juli 2019 stets zusammen mit ihren Ar-
beitsunfähigkeitsattesten eingereicht (Arbeitsbemühungen und Arztzeugnis 
für Februar [act. II 117 f., 125]; März [act. II 112+111]; April 
[act. II 95 f.+94]; Mai [act. II 92 f.+91]; Juni [act. II 84 f.+86]; vgl. prozesslei-
tende Verfügung vom 2. April 2020 S. 2 lit. c, h). Sodann spricht auch das 
nachweislich eingereichte und eingescannte Arztzeugnis vom 17. Juli 2019 
(act. II 72) für die Darstellung der Beschwerdeführerin. Gemäss den be-
schwerdegegnerischen Ausführungen zum Organisations- bzw. Erfas-
sungsablauf werden die von einer versicherten Person im Briefkasten des 
RAV deponierten Unterlagen unmittelbar nach der Entnahme aus dem 
Briefkasten mit dem Eingangsstempel des zuständigen RAV versehen. 
Werden die Unterlagen am Abend nach der Schliessung des RAV im Brief-
kasten hinterlegt, so wird der Eingangsstempel an dem Tag auf den Unter-
lagen angebracht, an welchem sie aus dem Briefkasten entnommen wor-
den sind. Die mit dem Eingangsstempel versehenen Unterlagen werden 
alsdann zur weiteren Bearbeitung in den Scan-Center gebracht, wo sie den 
Scan-Stempel erhalten (Beschwerdeantwort vom 30. April 2020 S. 3 
Art. 4). Das Arztzeugnis vom 17. Juli 2019 (act. 72) wurde am 6. Septem-
ber 2019 um 09.36 Uhr im Scan-Center erfasst bzw. gescannt und im elek-
tronischen Ordner der Beschwerdeführerin abgelegt (vgl. Stellungnahme 
des Beschwerdegegners vom 27. Mai 2020 S. 2 Ziff. 3 [inkl. Scan-Liste]). 
Im Lichte des beschriebenen Erfassungsablaufs ist damit davon auszuge-
hen, dass die Beschwerdeführerin innerhalb der massgeblichen Frist von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2020, ALV/20/183, Seite 10

Art. 26 Abs. 2 AVIV eine Eingabe zu Handen des RAV getätigt hat, was im 
Übrigen vom Beschwerdegegner auch nicht bestritten wird. Aus den Akten 
ist kein Grund ersichtlich, weswegen die Beschwerdeführerin zu Beginn 
des Monats September 2019 im Briefkasten des RAV einzig das Arztzeug-
nis vom 17. Juli 2019 hätte deponieren sollen, zumal sie dieses schon vor-
her der Arbeitslosenkasse abgegeben hatte (Eingangsstempel der ALK 
vom 23. August 2019, Scan-Eingangsdatum 26. August 2019; act. IIB 55). 
Ebenso wenig musste die Beschwerdeführerin gegenüber dem RAV zu 
diesem Zeitpunkt darlegen, dass sie infolge Arbeitsunfähigkeit (von 20 %) 
ihre Kontrollvorschriften nicht hätte wahrnehmen können. Vielmehr war die 
Beschwerdeführerin einzig dazu verpflichtet, bis spätestens am 5. Septem-
ber 2019 die Arbeitsbemühungen für die Kontrollperiode August 2019 ein-
zureichen. Auch die Daten der auf dem Formular festgehaltenen Bewer-
bungen sprechen nicht gegen die Darstellung der Beschwerdeführerin. Die 
letzte notierte Bewerbung (von insgesamt vier vereinbarten; act. II 20) da-
tiert vom 21. August 2019 (act. II 70 und Akten der Beschwerdeführerin 
[act. I] 2). Die Beschwerdeführerin hatte somit schon früh die erforderliche 
Anzahl der Bewerbungen getätigt. Sodann ist festzuhalten, dass das von 
der Beschwerdeführerin beim RAV eingereichte Arztzeugnis vom 17. Juli 
2019 (act. II 72) – entgegen den vom Beschwerdegegner beschriebenen 
Abläufen (vgl. Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 27. Mai 2020 
S. 2 Ziff. II Ziff. 2) – nicht mit dessen Eingangsstempel versehen wurde. Es 
trägt einzig, wie zuvor ausgeführt, das vom Scan-Center angebrachte Ein-
gangsdatum vom 6. September 2019 (vgl. act. II 53, 33). Soweit die Leiterin 
Administration RAV davon ausgeht, falls sich die Arbeitsbemühungen im 
selben Couvert befunden hätten wie das Arztzeugnis, hätte sie dies ent-
sprechend vermerkt (act. II 52), ist festzustellen, dass sich der Briefum-
schlag, in welchem sich das gescannte Arztzeugnis befunden hat, nicht in 
den Akten des Beschwerdegegners befindet. Mithin ist anzunehmen, dass 
das Arztzeugnis nicht im Briefumschlag an den Scan-Center weitergeleitet 
worden ist, wofür auch der dargestellte Ablauf spricht (Öffnung des Cou-
verts im RAV, damit der [vorliegend fehlende] Eingangsstempel angebracht 
werden kann, und Weiterleiten an den Scan-Center). Damit sind im Zu-
sammenhang mit der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 4. September 
2019 zu Handen des RAV ebenfalls ablauforganisatorische Unregelmäs-
sigkeiten ausgewiesen.

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3.3 Unter diesen Umständen ist mit grosser, wenn nicht sogar mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 2.4 hiervor) davon auszugehen, 
dass die Beschwerdeführerin den Nachweis der persönlichen Arbeits-
bemühungen für den Monat August 2019 (act. I 2, act. II 70) dem RAV 
pünktlich, d.h. bis spätestens am 5. September 2019 eingereicht hat. Des 
Weiteren ist auch durchaus möglich, dass bei der Posterfassung bzw. 
der internen Verarbeitung durch das RAV menschliche oder technische 
Fehler aufgetreten sind – zumindest sind diesbezüglich Unregelmässigkei-
ten ausgewiesen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Der Sachverhalt hätte somit weiter 
abgeklärt werden müssen. Zwar hat der Beschwerdegegner alle im Scan-
Center am 6. September 2019 im physischen Tagesarchiv erfassten Do-
kumente überprüft (act. II 52). Da die Beschwerdeführerin aber geltend 
macht, den Nachweis bereits am 4. September 2019 in den Briefkasten des 
RAV eingeworfen zu haben (act. II 36, 69 und vgl. Beschwerdeantwort), 
hätte zwingend auch der Posteingang vom 5. September und allenfalls 
derjenige vom 4. September 2019 durchforscht werden müssen. Und für 
den Fall, dass, wie vom Beschwerdegegner ausgeführt, ein Dokument auf 
den Boden gefallen und damit allenfalls erst später entdeckt und gescannt 
worden wäre (vgl. Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 27. Mai 
2020 S. 2 Ziff. II Ziff. 2), hätte überdies noch der dem 6. September 2019 
nachfolgende Werktag überprüft werden müssen. Entsprechende Nachfor-
schungen sind nicht eingeleitet worden (act. II 33) und können auch im 
vorliegenden Verfahren nicht mehr nachgeholt bzw. durch das Gericht ver-
anlasst werden. Nach Auskunft des Beschwerdegegners sind die Doku-
mente des physischen Tagesarchivs (nach einer dreimonatigen Zwischen-
lagerungsfrist) vernichtet worden (vgl. Stellungnahme des Beschwerde-
gegners vom 27. Mai 2020 S. 2 Ziff. II Ziff. 1).

3.4 Rechtsprechungsgemäss obliegt der Beweis der Tatsache sowie 
des Zeitpunktes der Zustellung von Postsendungen dem Absender, 
welcher die entsprechende (objektive) Beweislast trägt. Wird die Tatsache 
oder das Datum der Zustellung uneingeschriebener Sendungen bestritten, 
muss im Zweifel auf die Darstellung des Empfängers abgestellt werden 
(vgl. BGE 124 V 400 E. 2a S. 402). Weil der Beschwerdegegner den 
rechtzeitigen Erhalt des Nachweises über die im August 2019 getätigten 
Arbeitsbemühungen bestreitet, wirkt sich die Beweislosigkeit vorderhand 

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zulasten der leistungsansprechenden Beschwerdeführerin aus (vgl. E. 2.5 
hiervor; BORIS RUBIN, Commentaire de la loi sur l’assurance-chômage, 
2014, Art. 17 N. 32 f.). Das Bundesgericht hat allerdings verschiedentlich 
festgehalten, dass eine Umkehr der Beweislast ausnahmsweise dann 
eintritt, wenn eine Partei einen Beweis aus Gründen nicht erbringen kann, 
welche nicht von ihr, sondern von der Behörde zu verantworten sind. Einen 
derartigen Fall von Beweislastumkehr erblickt die Rechtsprechung etwa bei 
der Beweislosigkeit der Rechtzeitigkeit eines Rechtsmittels, welche darauf 
zurückzuführen ist, dass die Verwaltung oder Behörde den Briefumschlag, 
in welchem das an sie gerichtete Rechtsmittel (uneingeschrieben) 
verschickt wurde, in Verletzung ihrer Aktenführungspflicht nicht zu den 
Akten genommen und damit die Beweiserbringung für die Rechtzeitigkeit 
des Rechtsmittels verunmöglicht hat (BGE 138 V 218 E. 8.8.1 S. 223). 
Dieser Praxis kommt generelle Bedeutung zu, sofern es um Unterlagen 
geht, welche die Rechtzeitigkeit einer Parteihandlung zu belegen vermögen 
(vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 2020, Art. 46 N. 12).

Im Rahmen der Aktenführungspflicht hat die Behörde ein vollständiges Ak-
tendossier über das Verfahren zu führen, um gegebenenfalls ordnungs-
gemäss Akteneinsicht gewähren und bei einem Weiterzug diese Unterla-
gen an die Rechtsmittelinstanz weiterleiten zu können. Die Behörde hat 
alles in den Akten festzuhalten, was zur Sache gehört. Der verfassungs-
mässige Anspruch auf eine geordnete und übersichtliche Aktenführung 
verpflichtet die Behörden und Gerichte, die Vollständigkeit der im Verfahren 
eingebrachten und erstellten Akten sicherzustellen. Für die dem ATSG un-
terstellten Versicherer wurde in Art. 46 ATSG die Aktenführungspflicht auf 
Gesetzesstufe konkretisiert. Danach sind für jedes Sozialversicherungsver-
fahren alle Unterlagen, die massgeblich sein können, vom Versicherungs-
träger systematisch zu erfassen (BGE 138 V 218 E. 8.1.2 S. 223). Im 
Zweig der Arbeitslosenversicherung wird der Vollzug unter anderem mit 
dem elektronischen Arbeitsvermittlungssystem AVAM unterstützt (vgl. 
<www.seco.admin.ch>, Rubrik: Das SECO/Direktion für Arbeit/Arbeitsmarkt 
und Arbeitslosenversicherung), wobei Dossiers stellensuchender Personen 
im Subsystem AVAM-DMS bearbeitet werden (vgl. Art. 2 lit. c der 
Verordnung vom 1. November 2006 über das Informationssystem für die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2020, ALV/20/183, Seite 13

Arbeitsvermittlung und die Arbeitsmarktstatistik [AVAM-Verordnung, 
SR 823.114]).

3.5 Vorab ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin den Beweis 
erbracht hat, dass sie im Briefkasten des Beschwerdegegners binnen der 
vorliegend interessierenden Frist eine Eingabe deponiert hat. Indem der 
Beschwerdegegner die Originalunterlagen bereits nach einer Aufbewah-
rungszeit von drei Monaten vernichtet (vgl. Stellungnahme des Beschwer-
degegners vom 27. Mai 2020 S. 2 Ziff. II Ziff. 2), verunmöglicht er in Anbe-
tracht des vor dem Beschwerdeverfahren zwingend zu durchlaufenden 
Einspracheverfahrens dem Gericht in jedem Fall abzuklären, welchen In-
halt eine vom Beschwerdegegner nachweislich empfangene Sendung hatte 
bzw. ob sich – wie im vorliegenden Fall geltend gemacht – ein Dokument, 
welches im elektronischen Dossier nicht erfasst ist, sich in physischer Form 
im nach Einscan-Daten geführten Archiv befindet. So ist denn auch im vor-
liegenden Fall eine (vollumfängliche) gerichtliche Überprüfung der Sach-
verhaltsdarstellung der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich, womit sei-
tens der Verwaltung eine Beweisvereitelung vorliegt, die zu Beweislastum-
kehr führt (vgl. E. 3.4 hiervor). Demzufolge kann der Beschwerdeführerin 
nicht vorgeworfen werden, sie habe das Formular zum Nachweis der per-
sönlichen Arbeitsbemühungen betreffend die Kontrollperiode August 2019 
nicht bzw. verspätet eingereicht. Die allein damit begründete Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung erweist sich damit nicht rechtens.

3.6 Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen und der 
angefochtene Einspracheentscheid vom 3. Februar 2020 (act. II 11-13) 
aufzuheben. Bei diesem Ergebnis bedarf es keiner weiteren Ausführungen 
zum Einstellmass, weshalb die Stellungnahme des Beschwerdegegners 
vom 11. August 2020 der Beschwerdeführerin bloss informationshalber 
zuzustellen ist.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2020, ALV/20/183, Seite 14

4.2 Trotz ihres Obsiegens hat die nicht vertretene Beschwerdeführerin 
nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
der Aufwand zur Wahrung ihrer Interessen den Rahmen dessen nicht 
überschritten hat, was der Einzelne üblicher- und zumutbarerweise zur Be-
sorgung seiner persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat 
(BGE 127 V 205 E. 4b S. 207; SVR 2019 KV Nr. 7 S. 51 E. 9.2.1). Dem 
Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle steht ebenfalls kein Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid des Amtes für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern vom 
3. Februar 2020 aufgehoben.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________ (mitsamt Kopie der Stellungnahme des Beschwerdegeg-

ners vom 11. August 2020)
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Rechtsdienst 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – seco

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Aug. 2020, ALV/20/183, Seite 15

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.