# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa24c871-cf33-506d-96b4-903c37b458e3
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-26
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 26.10.2023 B 2023/116, B 2023/117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2023-116--B-2023-1_2023-10-26.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2023/116, B 2023/117

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 03.01.2024

Entscheiddatum: 26.10.2023

Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
Steuerrecht, geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand, verdeckte 
Gewinnausschüttungen, Abgrenzung zu privaten Lebenshaltungskosten, Art. 
58 DBG, Art. 82 und 84 StG. Auslagen für die Ausübung des Tennis- und 
Segelflugsports, für rhythmische Massagen, Heilbäder, 
Ernährungsdiagnostik und Krankenkassenprämien können nach 
kaufmännischer Auffassung nicht zum Kreis der Unkosten gerechnet 
werden; sie stellen vielmehr private Lebenshaltungskosten in guten Treuen 
des Beteiligungsinhabers dar (Verwaltungsgericht, B 2023/116, B 2023/117).

Entscheid vom 26. Oktober 2023

Besetzung

Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder,

Verwaltungsrichter Engeler; Gerichtsschreiberin Schmid Etter

Verfahrensbeteiligte

A.__ GmbH,

Beschwerdeführerin,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantonssteuern und direkte Bundessteuer aufgrund der

Rechnungsabschlüsse per 31.12.2019 und 31.12.2020

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

Die A.__ GmbH mit Sitz in Z.__ bezweckt die Erbringung von Dienstleistungen und das 

Erstellen von Konzepten in den Bereichen Organisation und Management, 

Managementinformation und Qualitätssteuerung sowie Kommunikation und Marketing. 

In den Jahren 2019 und 2020 waren drei Gesellschafter, B.__, C.__ und D.__ (die 

letzten beiden ab ……) im Handelsregister eingetragen. B.__ war zudem Vorsitzender 

der Geschäftsführung und unselbständig für die Gesellschaft tätig, seine Ehefrau C.__ 

war vom 9. August 2019 bis 10. September 2020 Geschäftsführerin.

B.

Das Kantonale Steueramt rechnete bei der A.__ GmbH für die Steuerperioden 2019 

und 2020 CHF 47'372 bzw. CHF 47'198 zum steuerbaren Reingewinn auf (geldwerte 

Leistungen an B.__ sowie nicht anerkannte Abschreibungen auf Nonvaleur). Die A.__ 

GmbH wurde für die Kantonssteuer und die direkte Bundessteuer aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2019 mit einem steuerbaren Reingewinn von 

CHF 28'300 und einem steuerbaren Eigenkapital von CHF 6'000 sowie aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2020 mit einem steuerbaren Reingewinn von 

CHF 48'300 und einem steuerbaren Eigenkapital von CHF 8'000 veranlagt.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die A.__ GmbH erhob Einsprache gegen die Veranlagungen und machte geltend, die 

Aufrechnungen seien zu Unrecht erfolgt. Mit Einsprache-Entscheiden vom 17. August 

2021 hiess das Kantonale Steueramt die Einsprachen teilweise gut und veranlagte die 

A.__ GmbH aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2019 unter 

Berücksichtigung der höheren Steuerrückstellungen zufolge der Aufrechnungen mit 

einem steuerbaren Reingewinn von CHF 24'100 und einem steuerbaren Eigenkapital 

von CHF 2'000 sowie aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2020 

mit einem steuerbaren Reingewinn von CHF 42'000 und einem steuerbaren 

Eigenkapital von CHF Null.

Die dagegen von der Steuerpflichtigen erhobenen Rechtsmittel (Rekurs und 

Beschwerde) wies die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 10. Mai 2023 

ab.

C.

Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 10. Mai 2023 erhob die 

A.__ GmbH (nachfolgend auch: die Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 5. Juni 2023 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem sinngemässen Antrag, der 

angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei auf die Aufrechnung geldwerter 

Leistungen zu verzichten. Die Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend auch: die 

Vorinstanz) teilte im Schreiben vom 11. Juli 2023 den Verzicht auf eine Vernehmlassung 

mit. Das Kantonale Steueramt (nachfolgend auch: der Beschwerdegegner) beantragte 

in der Vernehmlassung vom 11. August 2023 Abweisung der Beschwerde. Die 

Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung. Am 7. September 2023 nahm der Geschäftsführer der 

Beschwerdeführerin Einsicht in die Akten; anschliessend erklärte er, auf eine weitere 

Stellungnahme zu verzichten.

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Eintreten

Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Besteuerung 

der juristischen Personen vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz den Rekurs 

betreffend die Kantonssteuern 2019 und 2020 einerseits und die Beschwerde 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend die direkten Bundessteuern 2019 und 2020 anderseits zu Recht im gleichen 

Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern. Unter diesen Umständen durfte auch 

die Beschwerdeführerin die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben 

(BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die 

Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer, Urteil 2C_440 und 441/2014 

vom 10. Oktober 2014 E. 1.2). Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist 

gegeben (Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

VRP; Art. 229 in Verbindung mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; 

Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte 

Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 

642.11, DBG). Die Beschwerdeführerin ist zur Beschwerde legitimiert, und die Eingabe 

vom 5. Juni 2023 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 229 in Verbindung mit Art. 196 Abs. 1 StG in Verbindung mit 

Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). 

Auf die Beschwerden ist somit einzutreten.

2. Rechtliches

Der steuerbare Reingewinn juristischer Personen setzt sich gemäss Art. 82 Abs. 1 StG 

und Art. 58 Abs. 1 DBG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrechnung (lit. a) sowie 

allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiedenen Teilen des 

Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem 

Aufwand verwendet werden (lit. b), wie insbesondere geschäftsmässig nicht 

begründete Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen (Ziff. 2 bzw. al. 2) 

und offene und verdeckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht 

begründete Zuwendungen an Dritte (Ziff. 5 und 6 bzw. al. 5). Nach Art. 84 Abs. 1 StG 

und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der Berechnung des 

Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet sind. 

Geschäftsmässig begründet und damit steuerlich absetzbar sind Kosten, wenn sie aus 

unternehmungswirtschaftlicher Sicht vertretbar erscheinen. Praxisgemäss sind 

Aufwendungen dann geschäftsmässig begründet, wenn sie mit dem erzielten Erwerb 

unternehmungswirtschaftlich in einem unmittelbaren und direkten (organischen) 

Zusammenhang stehen. Somit muss alles, was nach kaufmännischer Auffassung (d.h. 

aus Sicht des ordentlichen Geschäftsführers) in guten Treuen zum Kreis der Unkosten 

gerechnet werden kann, steuerlich als geschäftsmässig begründet anerkannt werden. 

Der Zweck eines Unternehmens bestimmt im Wesentlichen die Unternehmenstätigkeit. 

Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Betrieb auch ohne den infrage stehenden Aufwand 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

ausgekommen wäre und ob dieser Aufwand im Sinne einer rationellen und 

gewinnorientierten Betriebsführung zweckmässig war, es genügt der objektive 

Zusammenhang mit der Unternehmenstätigkeit (BGer, Urteil 2C_942/2017 vom 

1. Februar 2018 E. 3.2 mit Hinweisen; Oesterhelt/Mühlemann/Bertschinger, in: Zweifel/

Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 4. Aufl. 

2022, N 22 zu Art. 58 DBG).

Nicht zum geschäftsmässig begründeten Aufwand zählen Aufwendungen, welche die 

Gesellschaft einzig für den privaten Lebensaufwand eines Beteiligten oder einer ihm 

nahestehenden Person erbringt. Sie dürfen nicht unter dem Vorwand von Geschäfts- 

oder Repräsentationsspesen als Geschäftsaufwand verbucht werden, sondern gehören 

zum steuerbaren Reingewinn (BGer, Urteil 2C_795/2015 und 796/2015 vom 3. Mai 

2016 E. 2.2). Solche Zuwendungen der Gesellschaft an die Anteilsinhaber oder ihnen 

nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumindest nicht im 

gleichen Masse gewährt würden, stellen geldwerte Leistungen, sog. verdeckte 

Gewinnausschüttungen, dar. Sie sind nach der Rechtsprechung immer dann 

anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine oder keine gleichwertige Gegenleistung 

erhält, (b) der Aktionär bzw. Gesellschafter direkt oder indirekt (z. B. über eine ihm 

nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erhält, der einem Dritten unter 

gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung also insofern 

ungewöhnlich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesellschaftsorgane 

erkennbar war (BGE 131 II 593 E. 5.1). Bei Kosten, welche teilweise geschäftlichen und 

teilweise privaten Charakter haben, ist ein sog. Privatanteil auszuscheiden, dessen 

Höhe oftmals nur durch Schätzung ermittelt werden kann (Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Bern 2016, N 86 zu Art. 18 DBG).

Nach der im Steuerrecht geltenden Grundregel trägt die Steuerbehörde die Beweislast 

für Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige 

Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (sog. 

Normentheorie; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2013, S. 

369). Bei einer buchführenden Steuerpflichtigen gilt der Massgeblichkeitsgrundsatz. 

Die Steuerpflichtige erbringt den Beweis für steuermindernde Aufwendungen 

(geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben usw.) grundsätzlich durch die Vorlage 

einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen Buchhaltung beruht. Nach 

dem Belegprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die 

einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des 

Schweizerischen Obligationenrechts, SR 220, OR). Kann die Steuerbehörde den 

2.2. 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=gesch%E4ftsm%E4ssig+begr%FCndet+juristische+Person&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F131-II-593%3Ade&number_of_ranks=0#page593

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3. Beiträge berufliche Vorsorge

Hauptbeweis der buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. 

Umstände darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von 

gewissen Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen 

Person, diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 

zu Art. 123 DBG). Bei verdeckten Gewinnausschüttungen obliegt der Behörde der 

Nachweis dafür, dass die Gesellschaft eine Leistung erbracht hat und dieser keine oder 

keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht. Hat die Behörde ein solches 

Fehlen einer Gegenleistung oder Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung 

dargetan, so ist es Sache der steuerpflichtigen Person, die damit begründete 

Vermutung zu entkräften. Gelingt ihr das nicht, trägt sie die Folgen der Beweislosigkeit 

(BGer, Urteil 2C_644/2013 vom 21. Oktober 2013 E. 3.2; Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, a.a.O., N 86 zu Art. 123 DBG).

Das kantonale Steueramt rechnete der Beschwerdeführerin geschäftsmässig nicht 

begründete Beiträge an die berufliche Vorsorge in der Höhe von CHF 3'151 (2019) bzw. 

CHF 3'430 (2020) als geldwerte Leistung an den Gesellschafter B.__ auf, da dessen 

Lohnbezüge von CHF 12'000 (2019) und CHF 10'478 (2020) den Schwellenwert (CHF 

21'510) nicht erreicht hätten und somit von der beruflichen Vorsorge ausgenommen 

seien. Die Vorinstanz bestätigte die Aufrechnung und erwog, die Beschwerdeführerin 

scheine sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmerabzug bezahlt zu haben. 

Eine Vereinbarung, dass die Beschwerdeführerin den Lohn ohne Koordinationsabzug 

versichert habe, sei nicht aktenkundig.

Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, sie habe den Lohn ihres Angestellten ohne 

Koordinationsabzug versichert. Eine schriftliche Vereinbarung müsse dazu von 

Gesetzes wegen nicht zwingend vorhanden sein. Zudem dürfe jede Firma die 

Sozialleistungen ihrer Mitarbeiter vollständig übernehmen.

3.1. 

Die Beiträge der Arbeitgeber an die Vorsorgeeinrichtung und die Einlagen in die 

Arbeitgeberbeitragsreserven gelten bei den direkten Steuern des Bundes, der Kantone 

und Gemeinden als Geschäftsaufwand. Die von den Arbeitnehmern und 

Selbstständigerwerbenden an Vorsorgeeinrichtungen nach Gesetz oder 

reglementarischen Bestimmungen geleisteten Beiträge sind bei den direkten Steuern 

des Bundes, der Kantone und Gemeinden abziehbar. Für den versicherten 

Arbeitnehmer sind die vom Lohn abgezogenen Beiträge im Lohnausweis anzugeben; 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

andere Beiträge sind durch die Vorsorgeeinrichtungen zu bescheinigen (Art. 81 des 

Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge, SR 831.40, BVG). Die Vorsorgeeinrichtung legt die Höhe der 

Beiträge des Arbeitgebers und der Arbeitnehmer in den reglementarischen 

Bestimmungen fest. Der Beitrag des Arbeitgebers muss mindestens gleich hoch sein 

wie die gesamten Beiträge aller seiner Arbeitnehmer. Ein höherer Anteil des 

Arbeitgebers kann nur mit dessen Einverständnis festgelegt werden. Der Arbeitgeber 

zieht den in den reglementarischen Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtung 

festgelegten Beitragsanteil des Arbeitnehmers vom Lohn ab (Art. 66 Abs. 1 und 3 BVG).

Zuwendungen an Pensionskassen werden im Licht dieser Bestimmungen dann als 

steuerlich absetzbarer Geschäftsaufwand behandelt, wenn sie ausschliesslich der 

beruflichen Vorsorge im Sinn des BVG dienen. Sie müssen auf einer verbindlichen 

gesetzlichen oder statutarischen Grundlage beruhen, welche den Grundsätzen der 

Kollektivität, Angemessenheit der Vorsorge sowie der Gleichbehandlung der 

Vorsorgenehmer zu entsprechen hat. Die Abweichung vom Grundsatz der hälftigen 

Prämienteilung muss im Pensionskassenreglement entsprechend aufgeführt sein. Es ist 

grundsätzlich nicht zulässig, einen fiktiven Lohn zu versichern. Versicherbar ist im 

Maximum das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen. Übersteigt der versicherte Lohn 

den tatsächlichen AHV-Lohn, liegt eine unzulässige Überversicherung vor (SGE 2010 

Nr. 24). Beiträge in die zweite Säule sind nicht als Geschäftsaufwand abzugsfähig, 

wenn bereits zu Beginn des Geschäftsjahres feststeht, dass sie im Verhältnis zum 

ausbezahlten Lohn übersetzt sind (vgl. SGE 2005 Nr. 9).

Gemäss Lohnausweis bezahlte die Beschwerdeführerin ihrem einzigen Angestellten 

und Geschäftsführer B.__ in den Jahren 2019 und 2020 Bruttolöhne von CHF 12'000 

bzw. CHF 10'478 (vi-act. 7/I.5 und 7/II.3). Davon wurde der BVG-Anteil des 

Arbeitnehmers von CHF 1'575.55 (2019; vi-act. 7/I.1) bzw. CHF 1'715 (2020; vi-act. 7/II.

1) in Abzug gebracht, was bedeutet, dass dieser Anteil vom Arbeitnehmer geleistet 

wurde. Die bezahlten Löhne lagen unterhalb des Koordinationsabzugs von damals CHF 

24'885. Die Beschwerdeführerin als Arbeitgeberin verbuchte von ihr geleistete BVG-

Beiträge von CHF 3'151.15 (2019) bzw. CHF 3'429.70 (2020). Insgesamt – Anteil des 

Arbeitnehmers gemäss Lohnausweis und Anteil der Arbeitgeberin gemäss 

Erfolgsrechnung – werden damit im Jahr 2019 BVG-Beiträge von CHF 4'726.70 und im 

Jahr 2020 von CHF 5'144.70 ausgewiesen. Sie machen damit im Jahr 2019 beinahe 

zwei Fünftel und im Jahr 2020 knapp die Hälfte der tatsächlich ausbezahlten 

Lohnsumme aus, was ernsthafte Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4. Private Lebenshaltungskosten

aufkommen lässt. Diese Zweifel vermag die beweisbelastete Beschwerdeführerin nicht 

auszuräumen. Welche vertragliche Vereinbarung sie mit der E.__ hinsichtlich der 

beruflichen Vorsorge getroffen hat, ist nicht aktenkundig. Trotz entsprechender 

Aufforderungen des Beschwerdegegners vom 26. Mai und 14. Juni 2021 wurde kein 

Beitrags- und Versichertenverzeichnis AHV und BVG für 2019 und 2020 samt Liste mit 

Angaben zu den versicherten Personen, den versicherten Löhnen und 

Zusammensetzung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen eingereicht (vi-act. 7/

III.10 und 7/III.12). Es liegen damit keinerlei sachdienliche Unterlagen (Vertrag der 

Beschwerdeführerin mit der E.__ Versicherung, Vorsorgereglement, etc.) vor, aus 

denen auf die geschäftsmässige Begründetheit der verbuchten BVG-Leistungen 

geschlossen werden könnte. Dass gegenüber der E.__ Versicherung eine vertragliche 

Pflicht besteht, den Minimallohn von CHF 24'500 zu versichern, wie die 

Beschwerdeführerin behauptet, wurde von ihr nicht dokumentiert, wobei es ohnehin 

unzulässig ist, einen fiktiven Lohn zu versichern. Auch im Verhältnis zu diesem 

angeblich versicherten Minimallohn erscheinen die geltend gemachten Beiträge hoch. 

Hinzu kommt die Besonderheit, dass die Beschwerdeführerin in den fraglichen Jahren 

lediglich einen Angestellten beschäftigte, der gleichzeitig Gesellschafter mit 

Mehrheitsbeteiligung und Vorsitzender der Geschäftsführung war. Sofern die von der 

Beschwerdeführerin verbuchten BVG-Beiträge die Beiträge von Arbeitgeberin und 

Arbeitnehmer umfassen, wie die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde zumindest 

andeutet, stünde dies im Widerspruch zu den Lohnausweisen, wonach B.__ seine 

Anteile selbst geleistet hat. Mangels geschäftsmässiger Begründetheit der BVG-

Abzüge sind diese als geldwerte Leistungen zugunsten von B.__ zum Gewinn 

aufzurechnen.

Das kantonale Steueramt rechnete der Beschwerdeführerin geschäftsmässig nicht 

begründete Leistungen an die privaten Lebenshaltungskosten von B.__ in der Höhe 

von CHF 17'500 (2019) bzw. CHF 27'570 (2020) auf. Es handelte sich dabei 

insbesondere um Ausgaben für die Ausübung des Tennis- und Segelflugsports, für 

rhythmische Massagen, Heilbäder, Ernährungsdiagnostik, Krankenkassenprämien und 

-abrechnungen des Geschäftsführers, Gartenpflege und Telekommunikation. Die 

Vorinstanz bestätigte die Aufrechnungen und erwog, aus den Statuten der 

Beschwerdeführerin liesse sich die geschäftsmässige Begründetheit der 

streitgegenständlichen Positionen nicht ableiten. Bei diesen handle es sich 

typischerweise um private Lebenshaltungskosten von B.__. Die Geschäftstätigkeit der 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

                                       2019          Konto Nrn.          2020          Konto Nrn.

Tennis                            4'909.43     5680, 5810         5'157.63     5680, 5810, 5811, 

6646

Prämien und

Behandlungen der

Krankenkasse,

Ernährungsdiagnostik,

Beschwerdeführerin stehe in keinem Zusammenhang mit dem Tennissport oder der 

Segelfliegerei. Bei den Telekommunikationskosten sei ein Privatanteil aufzurechnen.

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, sie habe die 

einverlangten Kontoblätter und Unterlagen vollständig eingereicht. Seit ihrer Gründung 

habe sie ihre Geschäftsfelder komplett neu aufbauen und neue Kunden akquirieren 

müssen. Dafür habe sie Beziehungen und Netzwerke zu nahen Organisationen und 

Vereinen aufbauen müssen, womit allenfalls neue Kunden angeworben werden 

könnten. Da der Geschäftsführer in jungen Jahren ein Tennislehrerdiplom erworben 

habe, sei es naheliegend gewesen, in diesem Bereich aktiv zu sein. Auch die 

Mitgliedschaft in der F.__ sei erfolgt, um wichtige Leute kennenzulernen. Zudem 

fordere diese Ausbildung Geduld, Ausdauervermögen, strategisches Vorgehen, 

Konzentrationsfähigkeit, exaktes Arbeiten und ein hohes Verantwortungsbewusstsein. 

Diese Beschäftigung sei daher für die Aufrechterhaltung der Gesundheit und 

Leistungsfähigkeit des Geschäftsführers notwendig, wie es in Art. 36 der Statuten 

vorgesehen sei. Jede Firma benötige Telefon, Internet, Webpage und eine minimale IT, 

um arbeiten zu können. Das Telefon werde ausschliesslich zu Geschäftszwecken 

verwendet. Sämtliche Rechnungen der Swisscom wie auch die Serafe-Gebühr stellten 

daher Geschäftsaufwand dar. Wie bei jedem Unternehmen müssten auch bei ihr die 

Umgebung der Büroräumlichkeiten, namentlich Rabatten, Besucherparkplatz und 

Hauseingang gepflegt werden. Auf wen die Rechnungen ausgestellt seien, sei dabei 

nicht relevant.

Folgende Positionen wurden als geldwerte Leistung zugunsten von B.__ zum Gewinn 

hinzugerechnet:

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Heilbad, Massage         1'386.56      5680                   6'658.92     5680, 5811

Gartenunterhalt                                                           2'992.81      6050

Segelflug                       7'289.85      5680, 5810        10'260.52    5680, 5810, 5812, 

5813,                                                                                                                        6646

Kommunikation            4'000.00        6510                  2'500.00      6510

Total                             17'585.84                                27'569.88

Was die Beschwerdeführerin gegen die Aufrechnungen vorbringt, ist nicht stichhaltig. 

Den unter den Konten Nrn. "5680 Gesundheitsförderung AHV pflichtig", "5810 

Aufrechterhaltung Leistungsfähigkeit statutarisch", "5811 Aufrechterhaltung 

Gesundheit statutarisch u. SVA", "5812 Aufrechterhaltung Konkurrenzfähigkeit 

statutarisch", "5813 Aufrechterhaltung Markttauglichkeit statutarisch" und "6646 

Beiträge und Mitgliedschaften" verbuchten Positionen steht keine konkrete 

Gegenleistung des Geschäftsführers zugunsten der Beschwerdeführerin gegenüber (vi-

act. 7/I.5, 7/II.3, 7/II.8). Diese Rechnungen betreffen offensichtlich den privaten 

Lebensaufwand von B.__ und wären bei einer unbeteiligten Drittperson als 

Arbeitnehmerin in diesem Umfang nicht von der Gesellschaft übernommen worden. 

Daran vermögen auch die statutarischen Bestimmungen, aus denen sich kein 

Rechtsanspruch des Arbeitnehmers ableiten lässt, nichts zu ändern (act. 3.1, Art. 36). 

Bei den Auslagen für Tennis- sowie Segelflugkurse samt Ausrüstungen und 

Mitgliedschaften ist keinerlei Bezug zum Geschäftszweck ersichtlich. Dass aufgrund 

der persönlichen Kontakte beim Tennis und Segeln tatsächlich neue Kunden gewonnen 

werden konnten, wird in der Beschwerde nicht geltend gemacht. Inwiefern die 

Beschwerdeführerin als Folge der Neugründung im Jahr 2010 in den Jahren 2019 und 

2020, also rund zehn Jahre später, einen neuen Kundenstamm aufbauen musste, 

erschliesst sich nicht. Die verbuchten Auslagen für Krankenkassenprämien und 

Behandlungskosten, Ernährungsdiagnostik, Heilbadabos (für zwei Personen) und 

Massagebehandlungen des Geschäftsführers stehen sodann 

unternehmungswirtschaftlich mit dem erzielten Erwerb in keinem unmittelbaren und 

direkten (organischen) Zusammenhang. In guten Treuen können diese Auslagen nach 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

kaufmännischer Auffassung nicht zum Kreis der Unkosten gerechnet werden; sie 

stellen vielmehr private Lebenshaltungskosten des Beteiligungsinhabers dar.

Dasselbe gilt für die als "Unterhalt Geschäftsräume" verbuchten Aufwände für 

Biosaatgut (CHF 892.81) und Gartenarbeiten (CHF 2'100). Die Rechnung des Gärtners 

lautet auf B.__ und C.__ privat. Die Gartenarbeiten werden darin nicht näher spezifiziert 

und können daher nicht dem Geschäftsbereich zugeordnet werden (vi-act. 7/II.5). Die 

Beschwerdeführerin hat im 6½-Zimmer-Einfamilienhaus ihres Geschäftsführers zwei 

Büros gemietet. Im Jahr 2020 wurde dafür ein Mietaufwand von CHF 7'200 verbucht. 

Hinzu kommen die Nebenkosten von CHF 1'440 (vgl. dazu nachfolgend unter E. 7). 

Üblicherweise ist mit der Miete samt Nebenkosten auch der Unterhalt der Umgebung 

abgegolten. Etwas anderes ergibt sich auf jeden Fall nicht aus dem Mietvertrag (vi-act. 

7/III.6).

Auf dem Konto Nr. "6510 Telecommunikation, IT, Gebühren" wurden im Jahr 2019 

insgesamt CHF 6'233.90 verbucht (vi-act. 7/I.6). Allein Rechnungen der Swisscom 

machten CHF 4'396.35 aus. Im Jahr 2020 wurden CHF 4'165.32 auf dem Konto Nr. 

6510 verbucht, davon für Rechnungen der Swisscom CHF 3'050.51 (act. 3.3; vi-act. 7/

II.1). Gemäss Angaben des Beschwerdegegners habe die Beschwerdeführerin trotz 

entsprechender Aufforderung weder das entsprechende Kontoblatt noch Belegkopien 

eingereicht. Mit der Beschwerde wurde das Kontoblatt 6510 des Geschäftsjahres 2020 

eingereicht (act. 3.3). Unabhängig davon, ob sämtliche Belege für den verbuchten 

Aufwand im Zusammenhang mit der Telekommunikation und IT vorliegen, fehlt die 

Ausscheidung eines angemessenen Privatanteils. Angesichts der Tatsache, dass B.__ 

aufgrund der Höhe der ausbezahlten Löhne nur in einem geringen Pensum für die 

Beschwerdeführerin tätig war, ist davon auszugehen, dass die private Nutzung den 

geschäftlichen Gebrauch bei den verbuchten Kommunikationsaufwendungen bei 

Weitem überwog. Auch die Serafe-TV-Gebühr ist als privat einzustufen. Die pauschalen 

Aufrechnungen von CHF 4'000 für 2019 und CHF 2'500 für 2020 als Privataufwand von 

B.__ sind vor diesem Hintergrund nicht zu beanstanden.

 5.    Aufrechnung von Abschreibungen auf Nonvaleur

5.1.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.1.1.

Weiter rechnete der Beschwerdegegner im Jahr 2019 Abschreibungen im Umfang von 

CHF 22'908.97 auf. Er machte geltend, bei der Veranlagung der Gewinn- und 

Kapitalsteuer im Jahr 2018 seien bei den Sachanlagen diverse Rechnungen für private 

Lebenshaltungskosten (Trauringe, Massanzüge, Flugkosten-, Anwalts- und 

Hotelrechnungen) aktiviert worden. In der Veranlagungsverfügung vom 27. September 

2019 sei deswegen per 31. Dezember 2018 ein Nonvaleur von CHF 22'143 festgestellt 

worden. Die Veranlagung sei unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

Abschreibungen auf fiktiven Aktiven seien unzulässig. Steuerwirksame Abschreibungen 

seien erst wieder möglich, wenn der übersetzte Buchwert auf den steuerlich 

massgebenden Buchwert reduziert worden sei. Die Vorinstanz bestätigte die 

Aufrechnungen, da sich die Vorbringen der Beschwerdeführerin auf rechtskräftige 

Veranlagung der Vorjahre beziehen würden.

Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, die Vorinstanz und der Beschwerdegegner 

hätten nicht im Detail angegeben, welche Leistungen und Rechnungen als Nonvaleur 

aktiviert worden seien. Sie habe niemals Aufwände, weder private noch geschäftliche, 

ungerechtfertigterweise aktiviert. Sämtliche Abschreibungen seien daher zu Recht 

erfolgt.

5.1.2.

Der Beschwerdegegner rechnete im Jahr 2020 den Betrag von CHF 6'152 zum Gewinn 

der Beschwerdeführerin auf mit der Begründung, auf dem Konto Nr. "1520 IT, 

Büromaschinen" seien zwei Brillen für CHF 2'161, wobei die Belege auf G.__ lauteten, 

sowie auf dem Konto Nr. "1510 Mobiliar, Einrichtungen, Infrastruktur" Gartenarbeiten 

für CHF 3'990.95 zu Unrecht aktiviert worden, was einen Nonvaleur darstelle. Folglich 

seien die im Jahr 2020 gemachten Abschreibungen von CHF 7'534.77 im Umfang von 

CHF 6'152 nicht zuzulassen. Die Vorinstanz bestätigte diese Aufrechnungen.

Die Beschwerdeführerin bringt vor, entscheidend sei, zu welchem Zweck die Brillen 

gekauft worden seien. Es handle sich nicht um normale Gleitsichtbrillen, da sie vom 

Geschäftsführer im Gelände zur Fotografie getragen würden und deshalb über eine 

gewisse Stabilität verfügten müssten. Der Hauseingang samt Parkplatz müsse sodann 

zwecks guten Eindrucks bei den Kunden und Lieferanten gepflegt werden.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.2.

Als Aktiven müssen nach Art. 959 Abs. 2 OR Vermögenswerte bilanziert werden, wenn 

aufgrund vergangener Ereignisse über sie verfügt werden kann, ein Mittelzufluss 

wahrscheinlich ist und ihr Wert verlässlich geschätzt werden kann. Andere 

Vermögenswerte dürfen nicht bilanziert werden. Eine geldwerte Leistung kann in der 

Übernahme eines fiktiven oder wertlosen Aktivums ("Nonvaleur") bestehen. Erwirbt 

eine Gesellschaft von einem Anteilsinhaber oder einer nahestehenden Person einen 

Vermögensgegenstand oder eine Forderung zu einem Preis, der offensichtlich über 

dem wirklichen Wert (d.h. dem im Drittvergleich ermittelten Verkehrswert) liegt, wird 

durch die Verbuchung zum Erwerbspreis ein "Nonvaleur" bilanziert, was 

handelsrechtlich unzulässig ist. Diesfalls erfolgt im Zeitpunkt der entsprechenden 

Abschreibung eine steuerliche Gewinnberichtigung (Aufrechnung der geschäftsmässig 

nicht begründeten Abschreibung; vgl. R. Heuberger, Die verdeckte 

Gewinnausschüttung aus Sicht des Aktienrechts und des Gewinnsteuerrechts, 2001, 

S. 147, 158 f., 173 und 276 ff. mit weiteren Hinweisen).

5.3.

5.3.1.

Aus den Akten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin im Geschäftsjahr 2018 

diverse private Aufwendungen (Hotel- und Restaurationsbesuche, Massanzug, 

Trauringe, zwei E-Bikes, Segelflugkosten, Wasserspeicher, Ausrüstungsgegenstände) 

in der Höhe von CHF 31'962.44 aktiviert hatte (vi-act. 7/I.8). Teilweise handelte es sich 

dabei mangels Gegenwert um grundsätzlich nicht aktivierungsfähige Güter, ein anderer 

Teil betraf private Güter, die für die Gesellschaft nicht werthaltig waren. Nach 

Aufrechnung der deswegen im Jahr 2018 nicht zulässigen Abschreibungen von 

CHF 9'818.98 wurde per 31. Dezember 2018 ein Nonvaleur und damit eine 

Überbilanzierung von CHF 22'143.46 festgestellt (vi-act. 7/I.8). Als Folge davon 

erweisen sich die im Jahr 2019 vorgenommenen Abschreibungen in der Höhe von 

CHF 22'908.97 im Umfang des Nonvaleurs von CHF 22'143 nicht als geschäftsmässig 

begründet; sie wurden demzufolge zu Recht aufgerechnet.

5.3.2.

Als Beleg für die Aktivierung auf dem Konto "1520 IT, Büromaschinen" reichte die 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführerin zwei "Karteikarten" des Optikergeschäfts H.__ für je eine Brille ein. 

Diese lauten auf G.__, geb. 15. Juli 195_, wohnhaft in Y.__. Die eine Brille für CHF 

1'184 wurde am 23. Juli 2016 abgeholt, die andere für CHF 977 am 5. Dezember 2019 

(vi-act. 7/II.2). Dabei fehlt jeglicher Bezug zur Beschwerdeführerin wie auch zum 

Geschäftsjahr 2020. Selbst wenn es sich um Rechnungen für Brillen von B.__ handeln 

würde, wäre davon auszugehen, dass diese in erster Linie privaten Zwecken dienen 

und ein bis vier Jahre nach deren Erwerb zu überteuerten Werten aktiviert wurden. 

Hinzu kommt, dass bereits im Jahr 2019 eine weitere Brille für CHF 818 aktiviert wurde 

(vi-act. 7/I.2). Diesbezüglich erfolgte keine Aufrechnung.

Der Beleg für die auf dem Konto "1510 Mobiliar, Einrichtungen, Infrastruktur" erfolgte 

Aktivierung in der Höhe von CHF 3'990.95 ist eine Rechnung von I.__ vom 

12. November 2019 für verschiedene Gartenarbeiten, lautend auf B.__ persönlich (vi-

act. 7/II.2). Wie bereits zuvor unter E. 4.2 ausgeführt, steht der private Charakter der 

Gartenunterhaltsarbeiten auf dem Grundstück von B.__, wo dieser nicht nur (teilzeitlich) 

arbeitet, sondern auch wohnt, im Vordergrund. Zudem handelt es sich bei den 

Gartenarbeiten nicht um eine aktivierungsfähige Sachanlage, zumal das Grundstück, 

auf welchem sie ausgeführt wurden, nicht im Eigentum der Beschwerdeführerin steht.

Die auf den Konten 1510 und 1520 im Geschäftsjahr 2020 aktivierten Sacheinlagen in 

der Höhe von zusammen CHF 6'152 stellen daher einen Nonvaleur dar, weshalb die im 

Geschäftsjahr 2020 verbuchten Abschreibungen (insgesamt CHF 7'534.77) in diesem 

Umfang nicht zulässig und aufzurechnen sind.

6. ​     Privatanteil Fahrzeug

Zur Aufrechnung eines Privatanteils an einem Fahrzeug in der Höhe von CHF 1'595 im 

Geschäftsjahr 2019 macht die Beschwerdeführerin in der Beschwerdebegründung 

keinerlei Ausführungen. Offensichtlich ficht sie diese Aufrechnung nicht mehr an, 

weshalb darauf nicht näher einzugehen ist.

7.    Nebenkosten für die gemieteten Büros

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

7.1.

Das kantonale Steueramt rechnete die zusätzlich zu den Mietaufwänden von CHF 

6'000 (2019) und CHF 7'200 (2020) verbuchten Nebenkosten von CHF 2'983 (2019) 

und CHF 3'111 (2020) zum Gewinn hinzu. Gemäss St. Galler Steuerbuch (StB) belaufe 

sich die anrechenbare Miete für ein Arbeitszimmer auf lediglich CHF 2'065 inklusive 

einer Nebenkostenpauschale von 10%. Die Vorinstanz bestätigte die Aufrechnungen 

der Veranlagungsbehörde und erwog, die Praxis gemäss StB 39 Nr. 1 sei nicht 

anwendbar, da es um ein Mietverhältnis zwischen einer juristischen Person und deren 

Eigentümer und nicht um den Abzug eines Arbeitszimmers bei unselbständiger 

Erwerbstätigkeit gehe. Der Mietvertrag vom 1. Januar 2017 für CHF 2'190 pro Monat 

sei angesichts der in den Jahren 2019 und 2020 bezahlten tieferen Mietzinsen offenbar 

nicht mehr gültig. Die in den fraglichen Jahren angefallenen Nebenkosten für das Haus 

im Eigentum von B.__ seien zu vier Fünfteln von der Gesellschaft übernommen worden, 

was nicht nachvollziehbar sei. Eine nachvollziehbare Nebenkostenabrechnung liege 

nicht vor.

Die Beschwerdeführerin hält dem entgegen, sie habe im Haus des Geschäftsführers 

zwei Arbeitszimmer gemietet. Ein Kundenparkplatz, ein eigener Parkplatz sowie die 

übrige Infrastruktur wie Toilette, Garderobe, Küche, Kühlschrank, etc. stünden ihr 

ebenfalls zur Verfügung. Müsste sie dieselbe Infrastruktur in X.__ oder Z.__ mieten, 

würde dies mehr als CHF 1'000 pro Monat kosten. Wie sich die Gesamtkosten auf 

Miete und Nebenkosten aufteilten, sei nicht relevant. Insgesamt seien Beträge für Miete 

und Nebenkosten zusammen von CHF 8'983 (2019) bzw. CHF 10'311 (2020) äusserst 

günstig.

7.2.

Gemäss Mietvertrag vom 1. Januar 2017 zwischen B.__ als Vermieter und der 

Beschwerdeführerin als Mieterin wurden für zwei Büros inklusive Mitbenützung von WC 

und Küche sowie von zwei Parkplätzen im Eigenheim von B.__ ein Mietzins von 

CHF 2'190 und Nebenkosten von CHF 120 pro Monat vereinbart (vi-act. 7/III.6). Ob der 

Mietzins in den früheren Jahren von der Beschwerdeführerin in der vereinbarten Höhe 

bezahlt worden ist, geht aus den Akten nicht hervor. Offenbar einigten sich die Parteien 

in den Jahren 2019 und 2020 auf Mietzinse von CHF 6'000 bzw. CHF 7'200, was vom 

Beschwerdegegner akzeptiert wurde. Die Veranlagungsbehörde stützte sich dabei 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

entgegen dem angefochtenen Urteil nicht auf StB 39 Nr. 1 ab, weshalb sich die Frage, 

ob die entsprechende Praxis auf den vorliegenden Fall Anwendung findet, nicht stellt. 

Die Höhe der Mietzinse ist somit nicht Streitgegenstand. Dass zu den Mietzinsen im 

Grundsatz noch Nebenkosten hinzukommen, erscheint nicht abwegig und geht auch 

aus dem Mietvertrag hervor. Demnach betragen diese monatlich pauschal CHF 120, 

eine Nebenkostenabrechnung ist nicht vorgesehen. Folglich sind in den Jahren 2019 

und 2020 neben den verbuchten Mietzinsen von CHF 6'000 bzw. CHF 7'200 

Nebenkosten von CHF 1'440 als geschäftsmässig begründet anzuerkennen. Insofern, 

als höhere Nebenkosten verbucht wurden (vi-act. 7/II.4), fehlt es an der 

geschäftsmässigen Begründetheit und es liegt eine geldwerte Leistung an den 

Anteilsinhaber B.__ vor. Dadurch reduzieren sich die Aufrechnungen bei den 

Mietnebenkosten auf CHF 1'543 (2019) und CHF 1'671 (2020).

8.   Privatanteil an Fotoreisen

8.1.

Das kantonale Steueramt erachtete den von der Beschwerdeführerin bei den 

Aufwendungen für Fotoreisen, Expeditionen, Verpflegung, Akquise und Kundenpflege 

im Jahr 2020 in der Höhe von insgesamt CHF 14'860.54 ausgeschiedenen Privatanteil 

von 20% (CHF 2'972) in Anbetracht des mit dem Kalenderverkauf erzielten Umsatzes 

von CHF 12'447.31 als zu gering und erhöhte diesen auf zwei Drittel, was eine 

Aufrechnung von CHF 6'935 nach sich zog. Die Vorinstanz bestätigte diese 

Aufrechnung. Sie führte aus, dass beim als Aufwand verbuchten achttägigen Aufenthalt 

in W.__ zwei Personen teilgenommen hätten. Die Teilnahme einer Zweitperson sei nicht 

geschäftsmässig begründet gewesen. Für die Aufwendungen auf dem Konto Nr. 6645 

lägen zudem keine Belege vor, weshalb eine Überprüfung nicht möglich sei.  

Die Beschwerdeführerin macht geltend, für den Aufbau eines Bildarchivs sei es 

notwendig, Reisen in der Schweiz zu unternehmen. Alle als Fotoreisen, Expeditionen 

und Verpflegungen verbuchten Kosten seien für die Herstellung von entsprechendem 

Bildmaterial erfolgt. Die Fotomotive befänden sich meist im Tiefschnee abseits von 

Wegen. Aus Sicherheitsgründen sei B.__ deshalb selten alleine im unwegsamen 

Gelände oder abgelegenen Gegenden unterwegs. Deshalb sei eine Zweitperson gegen 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Übernahme der Spesen mitgereist. Deren Zeitaufwand sei nicht entschädigt worden. 

Sämtliche Belege seien eingereicht worden.

8.2.

Was die Beschwerdeführerin vorbringt, verfängt nicht. Auf dem Konto Nr. "6640 

Photoreisen, Expeditionen, Verpflegung" wurden im Jahr 2020 Auslagen in der Höhe 

von CHF 9'607.06 verbucht (vi-act. 7/II.7). Nebst einem achttägigen Aufenthalt von 

zwei Personen in W.__ waren darin auch diverse Restaurantbesuche enthalten, 

mehrere davon in der Nähe der Geschäftsräumlichkeiten (z.B. Schloss J.__ in Y.__, 

Restaurant K.__ in Z.__, Pizzeria L.__ in V.__, Restaurant M.__ in U.__, Restaurant N.__ 

in T.__) sowie am Abend und meist von mehr als einer Person. All dies deutet nicht auf 

mehrheitlich notwendige Spesenauslagen im Zusammenhang mit Fotoreisen und 

Expeditionen im unwegsamen Gelände und abgelegenen Gegenden hin. Auf dem 

Konto Nr. "6645 Auslagen Akquise, Kundenpflege" wurden insgesamt CHF 5'253.48 

verbucht, darunter Konsumationen in diversen Restaurants und beim Segelflug, 

Reisespesen sowie eine Weinbestellung (in der Höhe von brutto CHF 2'300). Die 

meisten Belege liegen zwar vor, konkrete Angaben zum Zweck der Reisen und Treffen, 

die Rückschlüsse auf den geschäftlichen Zusammenhang zulassen würden, fehlen 

hingegen gänzlich. Dass der Beschwerdegegner unter diesen Umständen den 

Privatanteil von einem Fünftel auf zwei Drittel erhöhte, ist nicht zu beanstanden. Daran 

würde sich auch nichts ändern, wenn sämtliche Belege lückenlos vorliegen würden.

9.    Zusammenfassung

Zusammenfassend erweisen sich die streitgegenständlichen Aufrechnungen zum 

Gewinn der Beschwerdeführerin in den Jahren 2019 und 2020 mit Ausnahme eines 

Teils der Mietnebenkosten (CHF 1'440 pro Jahr) als rechtmässig. Die Beschwerden 

sind somit teilweise gutzuheissen und die Ziffern 1 und 2 des angefochtenen 

Entscheids der Vorinstanz vom 10. Mai 2023 aufzuheben. Die Aufrechnungen zum 

steuerbaren Reingewinn aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 31. Dezember 2019 

und 2020 sind um je CHF 1'440 zu reduzieren. Das steuerbare Eigenkapital bleibt 

unverändert. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

10.    Kosten

Dem Verfahrensausgang entsprechend – die Beschwerden sind grossmehrheitlich 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abzuweisen, was keine Kostenaufteilung rechtfertigt (R. Hirt, Die Regelung der Kosten 

nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen/Lachen 2004, S. 93) – 

sind die amtlichen Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs.1 VRP, 

Art. 144 Abs. 1 und 145 Abs. 2 DBG). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'500 

(Beschwerdeverfahren B 2023/116: CHF 1'500; Beschwerdeverfahren B 2023/117: 

CHF 1'000) ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse in gleicher Höhe sind anzurechnen. 

Aufgrund des überwiegenden Unterliegens ändert sich auch nichts an der 

Kostenverlegung im vorinstanzlichen Entscheid, wo die amtlichen Kosten von 

insgesamt CH 1'600 der Beschwerdeführerin auferlegt wurden. 

Ein Antrag auf Entschädigung ausseramtlicher Kosten wurde nicht gestellt und wäre 

aufgrund des Verfahrensausgangs auch nicht gutzuheissen (Art. 98 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 98  VRP).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerdeverfahren B 2023/116 und B 2023/117 werden vereinigt.

2.

Die Beschwerde betreffend Kantonssteuer aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 

31. Dezember 2019 und 31. Dezember 2020 wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 1 des 

angefochtenen Entscheids der Vorinstanz vom 10. Mai 2023 aufgehoben. Die Sache 

wird zur Festlegung der Steuerfaktoren im Sinn der Erwägungen an den 

Beschwerdegegner zurückgewiesen.

3.

Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer aufgrund der Rechnungsabschlüsse 

per 31. Dezember 2019 und 31. Dezember 2020 wird teilweise gutgeheissen und Ziff. 2 

des angefochtenen Entscheids der Vorinstanz vom 10. Mai 2023 aufgehoben. Die 

Sache wird zur Festlegung der Steuerfaktoren im Sinn der Erwägungen an den 

Beschwerdegegner zurückgewiesen.

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/19

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.

Die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von CHF 2'500 (B 2023/116: 

CHF 1'500; B 2023/117: CHF 1'000) bezahlt die Beschwerdeführerin unter Anrechnung 

der von ihr geleisteten Kostenvorschüsse in gleicher Höhe.

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2023
	Steuerrecht, geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand, verdeckte Gewinnausschüttungen, Abgrenzung zu privaten Lebenshaltungskosten, Art. 58 DBG, Art. 82 und 84 StG. Auslagen für die Ausübung des Tennis- und Segelflugsports, für rhythmische Massagen, Heilbäder, Ernährungsdiagnostik und Krankenkassenprämien können nach kaufmännischer Auffassung nicht zum Kreis der Unkosten gerechnet werden; sie stellen vielmehr private Lebenshaltungskosten in guten Treuen des Beteiligungsinhabers dar (Verwaltungsgericht, B 2023/116, B 2023/117).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte