# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bfd988aa-29cd-5cc1-bfe1-83b3937319bb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-08-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.08.2017 C-5008/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5008-2016_2017-08-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5008/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A u g u s t  2 0 1 7   

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Beat Weber,  

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch  

(Verfügung vom 17. Juni 2016). 

 

 

 

C-5008/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A._______ (im Folgenden: Versicherte oder Beschwerdeführerin) wurde 

am (…) 1957 geboren, ist italienische Staatsangehörige und wuchs in den 

USA auf, wo sie ihre Ausbildung absolvierte. Sie heiratete im Jahr 1988, 

hat eine Tochter, geb. 1989, und lebt seit 1992 in Frankreich (Akten der 

kantonalen IV-Stelle [im Folgenden: IV-act.] 1). In den Jahren 1996 bis 

2013 arbeitete sie als Grenzgängerin in der Schweiz (zuletzt führte sie als 

Angestellte einen kleinen Restaurantbetrieb in der von ihrem Ehemann ge-

gründeten Firma C._______, B._______, welche ihrerseits die technische 

Event-Fachplanung anbietet; IV-act. 111). Im Jahr 2006 wurde bei der Ver-

sicherten ein damals noch inaktiver Tumor (Krebs) festgestellt, welcher ab 

dem Jahr 2011 aktiv wurde und Schmerzen verursachte. Von Herbst 2012 

bis Frühling 2013 unterzog sie sich einer Chemotherapie (vgl. nachfolgend 

E. 5 ff.). Die behandelnden Ärzte schrieben die Versicherte vom 28. Sep-

tember 2011 bis zum 30. November 2011 (IV-act. 4 S. 7) sowie ab dem 

15. März 2012 jeweils bis auf Weiteres (IV-act. 6 S. 2 und 12; in den Akten 

dokumentiert bis Ende Juni 2013: vgl. IV-act. 23 S. 15) zu 100 % krank. Am 

26. November 2012 meldete sie sich mit Formular „Anmeldung für Erwach-

sene: Berufliche Integration/Rente“ bei der IV-Stelle D._______ (im Fol-

genden: kantonale IV-Stelle) zum Bezug von Leistungen der schweizeri-

schen Invalidenversicherung an (Eingang am 3. Dezember 2012; IV-act. 

1). Gleichzeitig beantragte die Versicherte bei der IV-Stelle für Versicherte 

im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz) Hilfsmittel (vorliegend 

eine Perücke). Das Gesuch ging am 28. Dezember 2012 bei der IVSTA ein  

(IV-act. 8 S. 1-5), welche dieses zur Abklärung an die hierfür zuständige 

kantonale IV-Stelle weiterleitete (IV-act. 8 S. 6).  

B.  

B.a Im Rahmen des Abklärungsverfahrens gingen bei der kantonalen  

IV-Stelle verschiedene medizinische Unterlagen ein, insbesondere die Un-

terlagen der (…) Versicherung (Krankentaggeldversicherung des Arbeitge-

bers; IV-act. 2-7). Mit handschriftlicher Notiz vom 11. Januar 2013 bestä-

tigte die C._______, dass die Versicherte nach wie vor bei ihr angestellt sei 

(IV-act. 11; Arbeitspensum 40 %, vgl. IV-act. 24). Zur Prüfung der berufli-

chen Eingliederung lud die kantonale IV-Stelle die Versicherte mit Schrei-

ben vom 5. sowie vom 28. Februar 2013 zu einem Gespräch ein  

(IV-act. 14/18). Das Gespräch fand am 6. März 2013 statt und musste vor-

zeitig abgebrochen werden, da die Versicherte Mühe gehabt habe, sich zu 

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Seite 3 

konzentrieren (siehe Gesprächsprotokoll in der nicht als Aktorum abgeleg-

ten Datei „Protokoll“ vorne in den Akten der kantonalen IV-Stelle S. 2-6). 

Mit Mitteilung vom 9. April 2013 erteilte die kantonale IV-Stelle der Versi-

cherten eine Kostengutsprache für Perücken oder anderen Haarersatz von 

bis Fr. 1‘500.– pro Kalenderjahr (IV-act. 22). Am 10. April 2013 gingen bei 

der kantonalen IV-Stelle weitere medizinische Berichte des Universitätsspi-

tals B._______ sowie des Centre Hospitalier de E._______ ein (IV-act. 23). 

Hierzu nahm Dr. med. F._______, Facharzt für Allgemeinmedizin des RAD 

der kantonalen IV-Stelle, am 16. April 2013 Stellung (IV-act. 25).  

B.b Gemäss dem Abklärungsbericht Haushalt vom 29. April 2013 ist die 

Versicherte zu 70 % als Erwerbstätige und zu 30 % als Hausfrau einzustu-

fen. Diese Einstufung basiert auf dem durch die Versicherte als ungelernte 

Arbeitskraft erwirtschafteten Einkommen. Insgesamt sei die Versicherte im 

Aufgabenbereich seit September 2011 zu 17 % eingeschränkt (IV-act. 29). 

Dr. med. F._______ erklärte aufgrund der ihm vorgelegten Medizinalakten 

in seiner Stellungnahme vom 6. Dezember 2013, die Versicherte sei seit 

dem 10. September 2013 wieder ganztags voll arbeitsfähig in einer zumut-

baren, wechselbelastenden Verweisungstätigkeit. Für die Zeit davor sei ihr 

gemäss Dr. med. G._______ eine volle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren 

(IV-act. 36). Mit Vorbescheid vom 7. Januar 2014 stellte die Vorinstanz der 

Versicherten die Zusprache einer befristeten ganzen Invalidenrente (ge-

stützt auf einen Invaliditätsgrad von 70 %) vom 1. Juni bis zum 1. Dezem-

ber 2013 in Aussicht (IV-act. 39). 

B.c Mit Eingabe vom 24. Januar 2014 erhob die Versicherte, vertreten 

durch Advokatin lic. iur. Stefanie Stoll, vorsorglich Einwand bei der kanto-

nalen IV-Stelle (IV-act. 44). Mit Stellungnahme vom 28. Februar 2014 be-

antragte die Versicherte, der Vorbescheid vom 7. Januar 2014 sei aufzu-

heben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, even-

tualiter sei der medizinische Sachverhalt vollständig abzuklären und ein 

polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben, unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen. Die Versicherte rügte insbesondere, in den vorliegen-

den Akten seien die beiden Operationen von März 2013 nicht dokumen-

tiert. Ebensowenig sei aus den Akten ersichtlich, dass ihr Dr. med. 

H._______ im April 2013 eine weitere Operation zwecks Retranfusion der 

weissen Blutkörperchen empfohlen hatte. Die Versicherte habe auf diese 

Operation im Mai 2013 verzichtet, da diese eine dreiwöchige Quarantäne 

und das Risiko einer Leukämie-Erkrankung nach sich gezogen hätte. Die 

Chemotherapie habe sie daraufhin abgebrochen infolge der heftigen Ne-

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benwirkungen und eines allgemeinen Erschöpfungszustands – dies entge-

gen der ärztlichen Empfehlung von Dr. med. H._______. Nach Abbruch der 

Chemotherapie müsse die in Remission getretene Krebserkrankung, wel-

che ohnehin mit ungünstiger Prognose behaftet gewesen sei, mit Vorsicht 

genossen werden. Die Lücken in der Dokumentation der Krankenge-

schichte dürften sich nicht zu Ungunsten der Versicherten auswirken. Die 

Folgerung von Dr. med. F._______, die Versicherte sei ab sofort voll ar-

beitsfähig, stehe im Widerspruch zur Einschätzung von Dr. med. I._______ 

sowie namentlich zu dessen Anordnung periodischer Überprüfungen des 

Gesundheitszustands. Offenbar habe Dr. med. H._______ mit einem Rück-

fall gerechnet. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit habe Dr. med. H._______ 

im Falle einer langfristig positiven Entwicklung des Lymphoms die Wieder-

herstellung der Arbeitsfähigkeit als eine Möglichkeit gesehen, was jedoch 

nicht bedeute, dass die Arbeitsfähigkeit per sofort wieder hergestellt sei. 

Neben der Krebserkrankung liege auch eine psychologische Problematik 

sowie eine ausgeprägte Ermüdbarkeit bei der Versicherten vor. Aus dem 

neu eingereichten Bericht von Dr. med. J._______ sei ersichtlich, dass sich 

die Versicherte in psychiatrischer Behandlung befinde und Psychophar-

maka einnehmen müsse. Es sei durch die kantonale IV-Stelle ein Bericht 

beim behandelnden Psychiater einzuholen. Zu berücksichtigen seien aus-

serdem die im Universitätsspital B._______ festgestellte ausgedehnte Be-

gleitfibrose bei einer intraossären Läsion, gleichfalls wie die aktenkundigen 

von der Versicherten beschriebenen körperlichen Schmerzen und die neu-

ropathologisch bedingten Spasmen und Taubheitsgefühle, welche sie im 

Alltag (im Haushalt sowie bei der Verrichtung einer allfälligen Teilzeit-Ar-

beit) nach wie vor beeinträchtigten. Insgesamt sei damit auf die Einschät-

zung von Dr. med. G._______ abzustellen, wonach die Versicherte durch-

wegs zu 100 % respektive ab Januar 2014 zu 50 % arbeitsunfähig (gewe-

sen) sei (IV-act. 46).  

Dr. med. F._______ empfahl in der Stellungnahme vom 6. März 2014 die 

Einholung eines psychiatrischen Arztberichts für Erwachsene (IV-act. 49). 

Mit Eingabe vom 25. September 2014 reichte die Versicherte ein Arztzeug-

nis von Dr. med. I._______ vom 19. März 2014 sowie einen Kurzbericht 

von Dr. med. H._______ vom 16. September 2014 ein. Es sei ein weiterer 

PET-Scan auf den 17. November 2014 vorgesehen (IV-act. 64). Mit Schrei-

ben vom 11. Dezember 2014 reichte die Versicherte mehrere (handschrift-

lich verfasste und kaum entzifferbare) Arztzeugnisse des Allgemeinmedizi-

ners Dr. med. I._______ bei der kantonalen IV-Stelle ein (IV-act. 71). Nach 

Einholung weiterer medizinischer Unterlagen durch die kantonale IV-Stelle 

(IV-act. 74-79) empfahl Dr. med. F._______ in seiner Stellungnahme vom 

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30. April 2015, es sei ein polydisziplinäres Gutachten (in den Fachberei-

chen allgemeine innere Medizin, medizinische Onkologie/Hämatologie, 

Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie) einzuholen (IV-act. 82). Mit 

Schreiben vom 10. Mai 2015 teilte die Versicherte mit, sie werde nicht mehr 

anwaltlich vertreten (IV-act. 86 f.). Am 18. November 2015 ging das poly-

disziplinäre Gutachten des Begutachtungszentrums B._______ (im Fol-

genden: K._______) vom 5. November 2015 bei der kantonalen  

IV-Stelle ein. Die Gutachter befanden die Versicherte insgesamt für zu 

40 % arbeitsfähig in einer adaptierten Tätigkeit (IV-act. 106). Mit Vorbe-

scheid vom 6. Januar 2016 ersetzte die kantonale IV-Stelle ihren Vorbe-

scheid vom 7. Januar 2014 und kündigte der Versicherten an, sie habe 

aufgrund eines Invaliditätsgrads von unter 40 % keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente (IV-act. 114).  

B.d Mit Eingabe vom 2. Februar 2016 beantragte die Versicherte, neu ver-

treten durch Rechtsanwältin Anna Dettwiler, es seien der Vorbescheid auf-

zuheben und ihr mit Wirkung ab dem 1. Juni 2013 eine ganze Invaliden-

rente zuzusprechen. Eventualiter sei eine unabhängige polydisziplinäre 

Begutachtung in Auftrag zu geben. Gleichzeitig beantragte sie die Gewäh-

rung der unentgeltliche Rechtsverbeiständung (IV-act. 116 f.). Mit Eingabe 

vom 15. März 2016 reichte die Versicherte zwei neue Arztberichte ein. Sie 

begründete ihren Einwand damit, dass das durch die kantonale IV-Stelle 

eingeholte polydisziplinäre Gutachten widersprüchlich sei, indem Dr. med. 

L._______ einerseits eine leichte Polyneuropathie mit axonaler Betonung 

ohne Einschränkung der Arbeitsfähigkeit diagnostiziert habe, diese Diag-

nose jedoch in der Gesamtbeurteilung als Diagnose mit Auswirkungen auf 

die Arbeitsfähigkeit aufgeführt werde. Gemäss dem Bericht von Dr. med. 

H._______ vom 3. Februar 2016 sei die Polyneuropathie der unteren Ext-

remitäten sehr invalidisierend. Da derselbe Arzt im Bericht vom 15. Dezem-

ber 2014 (gemeint ist der nicht datierte Arztbericht in IV-act. 74, welcher 

am 15. Dezember 2014 bei der kantonalen IV-Stelle eingegangen ist) noch 

von einer eher leichten Polyneuropathie lediglich betreffend die oberen Ext-

remitäten gesprochen habe, habe sich der Gesundheitszustand offenbar 

seit der gutachterlichen Beurteilung durch Dr. med. L._______ verschlech-

tert. Das onkologische Teilgutachten sei alsdann nicht objektiv verfasst, da 

die Versicherte während der Untersuchung die Negativität des Gutachters 

Dr. med. M._______ verspürt habe. So habe Dr. med. M._______ sie oft 

nicht ausreden lassen. Seine Feststellung einer lediglich 40 %-igen Ar-

beitsunfähigkeit aus onkologischer Sicht widerspreche der Beurteilung von 

Dr. med. H._______, wonach sie zu 50 % arbeitsunfähig sei. Schliesslich 

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sei die Schlussfolgerung im psychiatrischen Gutachten, dass die Anpas-

sungsstörung respektive die Differentialdiagnose der „Angst und depres-

sive Störung gemischt“ keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe, 

nicht nachvollziehbar. So sei sie gemäss Gutachten sowohl während der 

Untersuchung beim Psychiater Dr. med. N._______ als auch während der 

Untersuchung beim Allgemeinmediziner Dr. med. Af._______ in Tränen 

ausgebrochen. Indem sie als Grund für die Arbeitsunfähigkeit angegeben 

habe, nicht sterben zu wollen, habe sie offensichtliche Todesängste artiku-

liert. Gemäss Dr. med. L._______ habe sie ausserdem während der Un-

tersuchung ängstlich gewirkt und Schlafstörungen beklagt. Diese Beein-

trächtigungen seien relevant für die Arbeitsfähigkeit. Der behandelnde Psy-

chiater Dr. med. J._______ habe aufgrund der psychischen Beschwerden 

auf eine volle Arbeitsunfähigkeit geschlossen. Dr. med. G._______ habe 

im Bericht vom 22. Januar 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab Ja-

nuar 2014 festgestellt. Das Gutachten weiche ohne entsprechende Be-

gründung von diesen Einschätzungen der behandelnden Ärzte ab. Die Ver-

sicherte kritisierte sodann, es seien dem K._______ keine aktuellen Be-

richte der behandelnden Ärzte vorgelegt worden. Aufgrund der durch die 

behandelnden Ärzte festgestellten vollen Arbeitsunfähigkeit resultiere der 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Lediglich im Eventualstandpunkt 

sei festzuhalten, dass auch bei der Berücksichtigung der Arbeitsunfähigkeit 

von 40 % gemäss der Gutachter der berechnete Invaliditätsgrad zu tief sei. 

So sei die Anwendung der gemischten Methode gestützt auf die Recht-

sprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) 

konventionswidrig. Vorliegend sei die gemischte Methode auch deshalb 

nicht anzuwenden, da die Versicherte angegeben habe, sie wolle im Ge-

sundheitsfall einen Verdienst im Rahmen ihrer letzten Tätigkeit (70 %) er-

wirtschaften. Es sei davon auszugehen, dass sie – aufgrund der Volljährig-

keit und Selbständigkeit der Tochter – im Gesundheitsfall ein volles Arbeits-

pensum ausüben würde. Die Versicherte habe angegeben, dass sie bei 

einem Teilzeitpensum die übrige Zeit für Kunst verwenden würde. Damit 

hätte sie auch im Gesundheitsfall in dieser Zeit nicht ausschliesslich Haus-

haltsarbeiten erledigt. Es sei daher (ausschliesslich) ein Einkommensver-

gleich vorzunehmen. Mit Blick auf das Invalideneinkommen sei ein leidens-

bedingter Abzug von 25 % zu berücksichtigten, da die Versicherte kaum 

Deutsch spreche und physisch sowie psychisch stark beeinträchtigt sei. 

Unter diesen Voraussetzungen resultiere ein Invaliditätsgrad von über 

50 %. Im Falle der Anwendung der gemischten Methode sei im Erwerbs-

bereich der volle Lohn von 100 % anzurechnen und erst anschliessend bei 

der Gewichtung des Erwerbsbereichs die 70 % Arbeitstätigkeit anzurech-

nen. Schliesslich sei auch der Abklärungsbericht Haushalt in mehreren 

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Punkten unrichtig. So könne die Versicherte in der Wohnungspflege ledig-

lich selber die Betten machen, die übrigen Tätigkeiten könne sie nicht oder 

nur in reduziertem Ausmass erledigen. Die kantonale IV-Stelle berücksich-

tige sodann nicht, dass die Versicherte, wenn sie wieder arbeiten würde, 

weniger Zeit hätte, um die Arbeiten „in Etappen“ zu erledigen. Ebenfalls 

müssten die Wechselwirkungen im Sinne einer allfällig verminderten Leis-

tungsfähigkeit im Haushalt zufolge der Beanspruchung im erwerblichen 

Bereich berücksichtigt werden. Auch bei dem Punkt „Verschiedenes“ (Hau-

stiere versorgen, künstlerisches Schaffen) sei die Versicherte stark einge-

schränkt, weshalb insgesamt eine Einschränkung von mindestens 60 % 

bei einer Gewichtung von 20 % zu berücksichtigen sei. Die Behinderung 

im Haushalt betrage damit mindestens 24.4 %. Insgesamt resultiere damit 

mindestens der Anspruch auf eine Viertelsrente. Zu kritisieren sei schliess-

lich, dass sich die K._______-Gutachter nicht zur Beeinträchtigung der Ver-

sicherten im Haushalt geäussert hätten, zumal ihnen das Resultat der 

Haushaltsabklärung bekannt gewesen sei (IV-act. 119).   

B.e Mit Schreiben vom 23. März 2016 (IV-act. 121), 8. April 2016 (IV-act. 

122) und 9. Mai 2016 (IV-act. 126) reichte die Versicherte neue medizini-

sche Unterlagen bei der kantonalen IV-Stelle ein. Mit Stellungnahme vom 

18. Mai 2016 erklärte RAD-Arzt Dr. med. F._______, es ergäben sich aus 

dem Einwand der Versicherten keine neuen, wesentlichen und IV-relevan-

ten medizinischen Erkenntnisse, weshalb auf das umfassende und neut-

rale K._______-Gutachten abzustellen sei (IV-act. 127). In der Stellung-

nahme vom 23. Mai 2016 hielt RAD-Ärztin Dr. med. O._______ ergänzend 

fest, die Ausführungen im Einwand gegen den Vorbescheid seien auch aus 

psychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar (IV-act. 128). Gemäss interner 

Stellungnahme des Abklärungsdienstes der kantonalen IV-Stelle vom 

24. Mai 2016 änderten die Vorbringen der Versicherten im Einwand nichts 

an dem im Abklärungsbericht Haushalt festgestellten Status der Versicher-

ten (70 % Erwerb und 30 % Haushalt) sowie an der Einschränkung im 

Haushalt von 17 % (IV-act. 129). Mit Verfügung vom 17. Juni 2016 wies die 

IVSTA das Rentengesuch der Versicherten ab. Zur Begründung führte sie 

aus, gemäss den Erhebungen des Abklärungsdienstes wäre die Versi-

cherte ohne Invalidität zu 30 % im Haushalt tätig und zu 70% erwerbstätig. 

Die Abklärung im Haushalt habe eine Einschränkung bei Haushaltsarbei-

ten von 17 % ergeben. Im Bereich Erwerbstätigkeit seien der Versicherten 

ab Juni 2013 leichte, wechselbelastende Tätigkeiten bei einem Arbeitspen-

sum von 60 % zumutbar, wobei Arbeiten mit schweren oder regelmässig 

mittelschweren Lasten sowie Arbeiten mit grösserer Hektik zu vermeiden 

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seien. In Frage kämen zum Beispiel Kontroll-, Sortier- oder Überwa-

chungstätigkeiten sowie Montagearbeiten. Unter Berücksichtigung der vie-

len Stellenwechsel der Versicherten vor Eintritt des Gesundheitsschadens 

habe sie zur Erhebung beider Vergleichslöhne auf die Tabellenlöhne des 

Bundesamts für Statistik abgestellt. Ein Vergleich dieser ergebe eine Er-

werbseinbusse von 16.09 %. Dieser Invaliditätsgrad berechtige nicht zu ei-

ner Invalidenrente (IV-act. 132). 

C.  

Hiergegen erhob die Versicherte, nun nicht mehr anwaltlich vertreten, mit 

Eingabe vom 12. August 2016 (Eingang am 18. August 2016) Beschwerde 

beim Bundesverwaltungsgericht mit dem Antrag auf eine genaue Prüfung 

des Falles sowie einen positiven Entscheid. Zur Begründung führte sie aus, 

sie habe aufgrund der durchgeführten Chemotherapie immer noch Läh-

mungserscheinungen, Schmerzen wegen Neuralgie, beginnende Arthritis 

sowie Osteosklerose. Infolge dieser Beschwerden brauche sie viele Ruhe-

pausen, welche sie daran hinderten zu arbeiten. Die IV-Stelle verneine zu 

Unrecht einen Rentenanspruch (BVGer-act. 1).  

D.  

Der mit Zwischenverfügung vom 23. August 2016 einverlangte Kostenvor-

schuss von Fr. 800.– ging am 13. September 2016 beim Bundesverwal-

tungsgericht ein (BVGer-act. 4). 

E.  

Mit Eingaben vom 19. September 2016 und 3. Oktober 2016 reichte die 

Beschwerdeführerin weitere, sich bereits in den Akten der kantonalen  

IV-Stelle befindliche Unterlagen ein (BVGer-act. 6 und 8). Mit Eingabe vom 

15. Oktober 2016 legte sie ausserdem einen Arztbericht von Dr. med. 

P._______ vom 26. September 2016 ins Recht (BVGer-act. 10). 

F.  

Mit Vernehmlassung vom 18. Oktober 2016 beantragte die Vorinstanz, die 

Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu be-

stätigen. Zur Begründung verwies sie auf die eingeholte Stellungnahme 

der kantonalen IV-Stelle vom 10. Oktober 2016. In dieser beantragte die 

kantonale IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen. Sie führte aus, die 

Beurteilung des psychiatrischen Gutachtens sei schlüssig. Der behan-

delnde Psychiater aus Frankreich habe sich unter Hinweis auf die franzö-

sische Gesetzgebung geweigert, einen ausführlichen Arztbericht einzu-

reichen. Der nachgereichte Arztbericht des behandelnden Psychiaters mit 

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Seite 9 

der Diagnose „Angst und depressive Störung gemischt“ spreche ebenfalls 

nicht gegen das Gutachten, da dieses eine entsprechende Differenzialdi-

agnose festgehalten habe. Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung sei sodann die „Angst und depressive Störung“ ein Beschwerdebild, 

das an der Grenze von dem liege, was als krankheitswertig im Sinne des 

IVG gelten könne. Eine volle Arbeitsunfähigkeit sei auch aus diesem 

Grunde nicht anzuerkennen. Die im neu eingereichten Bericht von Dr. med. 

I._______ gestellte Diagnose „Lombosciatalgies“ bedeute keine Ver-

schlechterung des Gesundheitszustands, nachdem diese bereits anläss-

lich der Begutachtung bekannt gewesen sei. Der neurologische Sachver-

ständige habe bei der Untersuchung der Versicherten eine gute Beweg-

lichkeit der Hals- und Lendenwirbelsäule festgestellt. Hinweise auf ein ra-

dikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom oder auf eine Schädigung des Ischi-

asnerves habe er verneint. Hinsichtlich der gemischten Methode sei abzu-

warten, wie die Konformität zwischen der gemischten Methode und der 

EMRK wieder hergestellt werde. Ausserdem sei die Tochter der Versicher-

ten im Jahr 2005 bereits 16 Jahre alt gewesen. Zu jenem Zeitpunkt wäre 

der Versicherten bereits wieder ein 100 %-Arbeitspensum zumutbar gewe-

sen. Dennoch enthielten die Akten keine Hinweise auf eine Absicht der Be-

schwerdeführerin, das Arbeitspensum weiter auszudehnen. Die gemein-

nützigen Tätigkeiten der Versicherten zählten sodann ebenfalls zum Auf-

gabenbereich und sprächen gegen eine hypothetische vollzeitige Erwerbs-

tätigkeit. Nachdem der Versicherten insgesamt noch diverse berufliche Tä-

tigkeiten offenstünden und es sich während der psychiatrischen Begutach-

tung gezeigt habe, dass sie sich ordentlich in der deutschen Sprache ver-

ständigen könne, sei kein Leidensabzug gerechtfertigt (BVGer-act. 11). 

G.  

In der Replik vom 1. November 2016 brachte die Beschwerdeführerin vor, 

die dem Bundesverwaltungsgericht eingereichten medizinischen Unterla-

gen bestätigten lang anhaltende gesundheitliche Probleme als Resultat der 

Chemotherapie. Entgegen der Auffassung der IV-Stelle befinde sich das B-

Zell-Lymphom nicht nur im Beckenbereich, sondern habe bereits mehrere 

Stellen in ihrem Körper infiltriert. Von 2004 bis 2007 habe sie zu 70 % als 

Assistenzkinderpflegerin bei Q._______, einer Kindertagesstätte in 

B._______, gearbeitet. Anschliessend habe sie eine Early Childhood Cer-

tificate Ausbildung begonnen, um danach das Arbeitspensum auf 100 % zu 

steigern. In diesem Zeitpunkt habe sie die Diagnose Krebs erhalten. Im 

November 2007 sei ihr gekündigt worden. Dr. med. R._______ habe vor-

geschlagen, Stress zu reduzieren und sich mit Dingen zu beschäftigen, die 

ihr Freude bereiteten. Deshalb habe sie im Juli 2008 ein Fundraising für 

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ein Hilfswerk für Somalia organisiert. Ab 2010 habe sie für die C._______ 

gearbeitet. Im Oktober 2012 habe das Lymphom ein aggressives Stadium 

erreicht. Aktuell habe sie konstante Schmerzen, welche die IV-Stelle zu 

Unrecht ignoriere. So sei sie von April 2016 bis Juli 2016 bettlägerig gewe-

sen, habe zur Muskelentspannung Medikamente und Tramadol genom-

men. Die IV-Stelle habe ihr zuerst eine befristete ganze Rente in Aussicht 

gestellt sowie anschliessend ihr Angebot zurückgezogen, was ungerecht 

sei. Sie stehe in ständiger ärztlicher Behandlung. Der nächste Termin sei 

am 14. Dezember 2016 zwecks eines Scans der Wirbelsäule vorgesehen. 

Ihrer Replik legte die Beschwerdeführerin diverse Unterlagen, die sich teil-

weise bereits in den Akten der kantonalen IV-Stelle befinden, bei (BVGer-

act. 15).    

H.  

Mit Duplik vom 7. Dezember 2016 erneuerte die Vorinstanz ihren Antrag, 

die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Verfügung sei zu 

bestätigen. Zur Begründung verwies sie auf die (erneut) eingeholte Stel-

lungnahme der kantonalen IV-Stelle vom 30. November 2016. In dieser 

hielt die kantonale IV-Stelle ebenfalls an ihrem bisherigen Antrag fest und 

erwiderte zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin, der RAD-Arzt habe 

gestützt auf die neu eingereichten Berichte befunden, dass sich aus diesen 

keine neuen Gesichtspunkte ergäben, welche zusätzliche Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit erwarten liessen. Die Kritik, dass der Vorbescheid 

noch eine befristete ganze Rente in Aussicht gestellt habe, anders als die 

angefochtene Verfügung, sei zwar nachvollziehbar. Jedoch handle es sich 

beim Vorbescheid um einen rechtlich nicht bindenden Entscheid, so dass 

sich beim Erlass eines neuen Vorbescheids durchaus auch nachträgliche 

Änderungen zu Ungunsten der versicherten Person ergeben könnten. Vor-

liegend liege diese Änderung darin begründet, dass der Beurteilung des 

RAD vom 7. Dezember 2015 zufolge lediglich bis Ende Mai 2013 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe, danach habe eine Arbeitsfähigkeit von 

60 % in einer Verweisungstätigkeit bestanden. Damit habe im Zeitpunkt 

des frühestmöglichen Rentenbeginns ab Juni 2013 (ein halbes Jahr nach 

der am 3. Dezember 2012 eingegangenen Anmeldung) keine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit und damit kein Anspruch auf eine ganze Rente (mehr) 

bestanden. Für die angeblich begonnene Early Childhood Certificate Aus-

bildung führe die Beschwerdeführerin keine Belege an. In der Aussage der 

ersten Stunde anlässlich der Haushaltsabklärung vom 26. Juli 2013 habe 

die Beschwerdeführerin keine solche Ausbildung geäussert. Gemäss  

IK-Auszug sei die Beschwerdeführerin – nach Steigerung ihres Pensums 

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Seite 11 

in den Jahren 2002 sowie 2004 – ab 2005 weiterhin in einem 70 %-Arbeits-

pensum tätig gewesen, obwohl das Alter ihrer Tochter in jenem Zeitpunkt 

durchaus bereits eine volle Erwerbstätigkeit zugelassen hätte. Die Be-

schwerdeführerin sei stets für die Führung des gesamten Haushalts ver-

antwortlich gewesen und habe sich im Rahmen von Benefizkonzerten so-

wie für die örtliche Gymnastikgruppe gemeinnützig engagiert. Damit sprä-

chen die Anhaltspunkte überwiegend nicht für eine vollzeitige Erwerbstä-

tigkeit der Beschwerdeführerin. Nachdem sie schliesslich bereits vor dem 

Beginn eines möglichen Rentenanspruchs Teilzeit gearbeitet habe, be-

schneide die Anwendung der gemischten Methode ihr Recht auf Familie 

gemäss EMRK nicht dadurch, dass die Aussicht auf eine tiefere Rente vor 

dem Entscheid, Kinder zu haben, abschrecken könnte. Deshalb scheine 

die Trizio-Rechtsprechung auf den vorliegenden Fall nicht unmittelbar an-

wendbar zu sein (BVGer-act. 17). 

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch 

Art. 59 ATSG [SR 830.1]). Nachdem auch der Kostenvorschuss rechtzeitig 

geleistet wurde, ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

einzutreten (Art. 50 Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG; siehe 

auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) ist bei Grenzgängerinnen und 

Grenzgängern die IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet diese eine Erwerbs-

tätigkeit ausüben, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldung zu-

ständig. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgängerinnen und Grenzgänger, 

sofern sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der be-

C-5008/2016 

Seite 12 

nachbarten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die grenz-

überschreitende Tätigkeit zurückgeht. Die Verfügungen werden von der  

IVSTA erlassen.  

Die Beschwerdeführerin war zuletzt – bis zum gesundheitsbedingten Ab-

bruch der beruflichen Tätigkeit – als Grenzgängerin in B._______, im Kan-

ton D._______, erwerbstätig und lebte, namentlich auch im Zeitpunkt der 

Anmeldung, in Frankreich, wo sie heute noch lebt. Unter diesen Umstän-

den war die IV-Stelle D._______ für die Entgegennahme und Prüfung der 

Anmeldung und die IVSTA für den Erlass der angefochtenen Verfügung 

zuständig. 

3.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 17. Juni 2016, mit welcher die Vorinstanz das Gesuch der 

Beschwerdeführerin um die Gewährung einer Invalidenrente abgewiesen 

hat. Prozessthema ist daher vorliegend die Frage, ob die Beschwerdefüh-

rerin Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat. 

4.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen.  

4.1 Die Beschwerdeführerin ist italienische Staatsangehörige und lebt in 

Frankreich, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-

nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar 

ist. Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit 

koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der 

Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grund-

lage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens bil-

denden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit") des FZA in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs wen-

den die Vertragsparteien untereinander insbesondere die Verordnung 

(EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Sys-

teme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie 

deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwan-

dern (nachfolgend: Verordnung), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 

C-5008/2016 

Seite 13 

des Rates vom 21. März 1972 (nachfolgend: Durchführungsverordnung) 

oder gleichwertige Vorschriften an. Die vorerwähnten Verordnungen sind 

am 1. April 2012 durch die Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der 

Systeme der sozialen Sicherheit sowie (EG) Nr. 987/2009 des Europäi-

schen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festlegung 

der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 

über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit abgelöst wor-

den. Nach Art. 4 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für 

die diese Verordnung gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses 

Staates. Im Rahmen des FZA ist die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne 

der erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 

2 Anhang II des FZA). Soweit weder das FZA noch die gestützt darauf an-

wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte abweichende Bestim-

mungen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung.  

4.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 17. Juni 2016) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Diese sind indessen soweit zu berück-

sichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang 

stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der 

Verfügung zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_24/2008 

vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

Die Beschwerdeführerin hat dem Bundesverwaltungsgericht mit ihrer Ein-

gabe vom 1. November 2016 (Replik) diverse neue medizinische Unterla-

gen eingereicht, welche zum Teil erst nach dem vorliegend massgebenden 

Zeitpunkt vom 17. Juni 2016 datieren. Nach dem Gesagten können diese 

Berichte vorliegend lediglich berücksichtigt werden, soweit sie Rück-

schlüsse auf den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Zeit-

punkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung erlauben. 

4.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

gebend, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

C-5008/2016 

Seite 14 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 17. Juni 2016 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind.  

4.4 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge an die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet hat 

(Art. 36 Abs. 1 IVG). Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben 

sein.  

Vorliegend hat die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Anmeldung wäh-

rend 17 Jahren in der Schweiz als Grenzgängerin gearbeitet, womit die 

Voraussetzung bezüglich der Beitragszeiten zweifellos erfüllt ist. 

4.5 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-

sundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf  

oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird 

auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe-

reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

4.6 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in 

der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung) Versicherte, die ihre Erwerbsfä-

higkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 

oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 

gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 

invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c).  

C-5008/2016 

Seite 15 

4.7 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person bei einer Invali-

dität von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente sowie bei einer 

Invalidität von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht ein Anspruch auf eine 

halbe Rente sowie bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % auf 

eine Viertelsrente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG (SR 831.20) werden Renten, 

die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, nur an Ver-

sicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 

13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Verein-

barungen eine abweichende Regelung vorsehen.  

Das auf die Beschwerdeführerin anwendbare FZA (vgl. E. 3.1) sieht dies-

bezüglich eine Ausnahme vor. So können gestützt auf das FZA und seine 

Verordnungen – abweichend von Art. 29 Abs. 4 IVG – auch Viertelsrenten 

ins Ausland ausbezahlt werden, wenn die Begünstigte nicht in der Schweiz, 

sondern in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union wohnt (vgl. 130 V 

253 E. 2.3). 

4.8 Art. 29 Abs. 1 IVG sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 

nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollen-

dung des 18. Altersjahrs folgt, entsteht. 

Zu prüfen ist daher vorliegend, ob zwischen dem 26. Mai 2013 (sechs Mo-

nate nach der Anmeldung) und dem 17. Juni 2016 (Zeitpunkt der angefoch-

tenen Verfügung) ein Rentenanspruch entstanden ist.  

4.9 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es dabei, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 125 V 256 E. 4 m.w.H.). Die – arbeitsmedizinische – 

Aufgabe der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, in-

wiefern die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funkti-

onen leidensbedingt eingeschränkt ist. Im Vordergrund stehen dabei vor 

allem jene Funktionen, welche für die nach der Lebenserfahrung im Vor-

C-5008/2016 

Seite 16 

dergrund stehenden Arbeitsmöglichkeiten der versicherten Person wesent-

lich sind (so etwa, ob diese sitzend oder stehend, im Freien oder in geheiz-

ten Räumen arbeiten kann oder muss, ob sie Lasten heben und tragen 

kann). Die Frage, welche konkreten beruflichen Tätigkeiten auf Grund der 

medizinischen Angaben und unter Berücksichtigung der übrigen Fähigkei-

ten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegenüber nicht von 

der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung beziehungsweise 

von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 457/04 vom 26. Oktober 2004, in: SVR 2006 IV Nr. 

10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 20 E. 2b).  

4.10 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertinnen und Ex-

perten begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc m.w.H.). 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 

Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 

in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. 

dazu Urteil des BGer I 268/2005 vom 26. Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis 

auf BGE 125 V 352 E. 3a). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und 

soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 

mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-

felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen.  

4.11 Aufgabe des RAD ist es, aus medizinischer Sicht – als Hilfestellung 

für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der 

Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizini-

schen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen (vgl. SVR 2009 

IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit Hinweis; Urteil BGer 9C_692/2014 

vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Die Stellungnahmen des RAD müssen den 

allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht 

(vgl. oben E. 4.4 Abs. 2) genügen. Die Ärztinnen und Ärzte müssen über 

die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen ver-

fügen (Urteil BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweis auf 

BGE 125 V 351 E. 3a; Urteil BGer 9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 2.2). 

Zu berücksichtigen ist zudem, dass die Ärztinnen und Ärzte des RAD ihre 

Beurteilungen nicht aufgrund eigener Untersuchungen abgeben, sondern 

lediglich die vorhandenen Befunde aus versicherungsmedizinischer Sicht 

C-5008/2016 

Seite 17 

zu würdigen haben. Ihre Stellungnahmen können – wie Aktengutachten – 

beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im We-

sentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehen-

den medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas-

sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteile 

BGer 9C_28/2015 vom 8. Juni 2015 E. 3.2 und 9C_196/2014 vom 18. Juni 

2014 E. 5.1.1 m.w.H.). Soll im Gerichtsverfahren einzig oder im Wesentli-

chen gestützt auf die (versicherungsinterne) Beurteilung des RAD ent-

schieden werden, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen in 

dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen sind (vgl. BGE 135 V 465; 122 V 157 E. 1d; Urteile 

BGer 8C_874/2013 vom 14. Februar 2014 E. 3.3 und 9C_8/2011 vom 

21. Februar 2011 E. 4.1.3). 

5.  

In der angefochtenen Verfügung stützte sich die Vorinstanz hauptsächlich 

auf das eingeholte polydisziplinäre Gutachten des K._______ vom 5. No-

vember 2015 sowie die diesbezüglich eingeholten RAD-ärztlichen Stel-

lungnahmen. Daneben liegen verschiedene Berichte der die Versicherte 

behandelnden Ärzte vor. Im Nachfolgenden sind die vorliegenden medizi-

nischen Unterlagen im Einzelnen darzulegen. 

5.1 Dr. med. R._______ der Onkologie (…), S._______, stellte im Bericht 

vom 6. März 2012 die Diagnose eines follikulären Lymphoms des Grades 

1-2, Stadium IV A ED 5/06. Er habe mit der Versicherten vereinbart, keine 

weitere Diagnostik vorzunehmen und die Mabthera-Erhaltungstherapie 

fortzusetzen. Neue Abklärungen sollten erst bei neuen Symptomen erfol-

gen (IV-act. 74 S. 9). 

5.2 Im Bericht vom 12. Juni 2012 erklärte Dr. med. T._______, leitender 

Arzt der Abteilung Pathologie des Universitätsspitals B._______, aufgrund 

des Nachweises von Blasten, einer hohen proliferativen Aktivität sowie der 

klinischen Angaben könne insgesamt die Diagnose eines sekundär trans-

fomierten, diffus grosszelligen B-Zellen-Lymphoms ex follikulärem Lym-

phom gestellt werden, wobei flächige Verbände von Blasten allerdings nur 

sehr kleinherdig vorhanden seien, was einerseits auf die ausgedehnten 

Quetschartefakte sowie andererseits auf die ausgedehnte Begleitfibrose 

bei dieser intraossären Läsion zurückzuführen sei (IV-act. 23 S. 1 f.).   

C-5008/2016 

Seite 18 

5.3 Dr. med. R._______ erklärte im Bericht vom 10. Oktober 2012 zu Han-

den der (…) Versicherungsgesellschaft AG, er habe die Versicherte am 

15. Juni 2012 zuletzt gesehen. Der aktuelle Grund der Arbeitsunfähigkeit 

sei ihm unbekannt. Seit Herbst 2011 sei das follikuläre Lymphom mit vor 

allem ossärem und paraossärem Befall deutlich aktiv geworden, was 

Schmerzen lumbal im Bereich des linken Beckens verursacht habe. Unter 

der Therapie mit Mabthera weekly habe sich im Januar 2012 eine erfreuli-

che Remission nachweisen lassen, bei einem im rechten Os ileum verblei-

benden progredienten Herd. Im Mai 2012 habe sich der Zustand erneut 

verschlechtert. Die offene Biopsie habe vor allem eine Transformation in 

ein diffus grosszelliges B-Zell-Zymphom bestätigt. Die Versicherte habe 

sich gegen eine Chemo- oder Strahlentherapie entschieden (IV-act. 6 

S. 4). 

5.4 Dr. med. U._______ des Centre Hospitalier de E._______ berichtete 

am 25. Oktober 2012, er habe die Versicherte untersucht wegen zervikalen 

und inguinalen Adenopathien. Die Tomographie habe einen starken gangli-

onären Hypermetabolismus oberhalb und unterhalb des Zwerchfelles, hy-

permetabolische Gewebeläsionen innerhalb des M. subscapularis links bei 

ganglionärem Verlauf sowie einen stark ausgebildeten mandibulären hy-

permetabolischen (dentalen) Herd rechts gezeigt. Dr. med. U._______ 

schloss auf einen intensiven ganglionären Hypermetabolismus ungewis-

sen Ursprungs mit einem deutlich gesteigerten Stoffwechsel in den Gang-

lien/Nervenknoten und zog das Vorliegen eines aggressiven Lymphoms, 

Stadium IV, in Betracht (IV-act. 23 S. 6 f. und 10 f.). 

5.5 Gemäss dem Bericht vom 30. Oktober 2012 befanden die Dres. med. 

V._______ und W._______ des Centre Hospitalier de E._______ nach 

durchgeführter Computertomographie „Thorax-Abdomen-Becken", es be-

stehe eine deutliche Gewebeinfiltration der Ganglienherde in den Berei-

chen Abdomen-Becken. Im Bereich der Arteria ischiatica posterior seien 

Ganglien mit einer Grösse von über einem Zentimeter zu erkennen (IV-act. 

23 S. 3, 5, 9 und 14).  

5.6 Im Bericht vom 6. November 2012 stellte Dr. med. X._______ des Zent-

rums für Pathologie und Genetik des Centre Hospitalier de E._______ end-

gültig das Vorliegen eines Lymphoms des Typus B fest (IV-act. 23 S. 8 und 

12). 

5.7 Gemäss dem Untersuchungsbericht der Dres. V._______ und 

Y._______ des Centre Hospitalier de E._______ vom 17. Januar 2013 sei 

C-5008/2016 

Seite 19 

die retro-peritoneale latero-vertebrale Gewebeschädigung rechts, gleich-

falls wie das Gewebeaussehen des Adnex rechts völlig abgeklungen, le-

diglich hinten rechts bestehe eine feine Verdickung der retrorenalen Faszie 

fort. Das Erscheinungsbild der rechten Darmbeinschaufel sowie der gros-

sen und kleinen Gesässmuskeln rechts habe sich im Vergleich zur Com-

putertomographie vom 30. Oktober 2012 vollständig zurückgebildet. Im Be-

reich Thorax-Abdomen-Becken liege kein signifikanter Ganglienherd vor. 

Hingegen sei eine minimale diffuse Infiltration im retro-renalen Bereich so-

wie um den grossen und kleinen Gesässmuskel herum in der Form einer 

Langzeitschädigung (IV-act. 23 S. 4 und 13). 

5.8 Mit Bericht vom 3. Februar 2013 teilte Dr. med. G._______ mit, die Ver-

sicherte leide seit 2006 an einem Non-Hodgkin-Lymphom des Typus 1, 

welches sich in ein diffuses Lymphom mit grossen B-Zellen entwickelt 

habe. Er behandle die Versicherte ambulant seit dem 18. November 2008 

und habe sie am 7. Dezember 2012 das letzte Mal gesehen. Das Lymphom 

befinde sich im Stadium IV mit vielen kleinen mesenterialen Adenopathien, 

bei zu 15 % medullärer Infiltration. Im Jahr 2011 sei die Versicherte zwecks 

Ganglion-Biopsie links hospitalisiert worden. Diese habe ein diffuses Lym-

phom B mit grossen zentroblastischen Zellen ergeben. Seit dem 15. März 

2012 sei die Versicherte bis auf Weiteres voll arbeitsunfähig (IV-act. 15). 

5.9 Mit Stellungnahme vom 16. April 2013 stellte Dr. med. F._______, 

Facharzt für Allgemeinmedizin des RAD der kantonalen IV-Stelle, als Diag-

nose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein sekundär transformiertes, 

diffuses, grosszelliges, zentroblastisches B-Zellen-Lymphom fest. Auf-

grund der schwerwiegenden Tumorerkrankung mit eher ungünstiger Prog-

nose, der durchgeführten Therapiemassnahmen und der resultierenden 

Probleme könne eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres nach-

vollzogen werden. Der Gesundheitszustand sei instabil. Eine wesentliche 

Verbesserung des Gesundheitszustands durch laufende Therapiemass-

nahmen sei jedoch nicht auszuschliessen. Dr. med. F._______ schlug des-

halb vor, den attestierten Arbeitsunfähigkeiten der behandelnden Ärzte so-

wohl für die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf als auch für die an das 

Leiden angepassten Verweisungstätigkeiten zu folgen (IV-act. 25).  

5.10 Im Bericht vom 25. August 2013 erklärte der Allgemeinmediziner 

Dr. med. G._______, die Versicherte leide an einem follikulären Non-Ho-

dgkin-Lymphom des Typus 1, das sich zu einem diffusen, grosszelligen B-

Lymphom entwickelt habe und durch Chemotherapie R-CHOP behandelt 

C-5008/2016 

Seite 20 

worden sei. Es werde eine Remission erwartet, die Bilanz der Neubeurtei-

lung sei jedoch abzuwarten. Die Versicherte klage hauptsächlich über As-

thenie, Übelkeit und inguinale Schmerzen. Die Abwesenheit vom Arbeits-

platz sei durch die Chemotherapie und die mit der Behandlung verbunde-

nen sekundären Beeinträchtigungen zu rechtfertigen. Die Prognose sei un-

gewiss (IV-act. 30 S. 2).  

5.11 Gemäss dem Bericht von Dr. med. H._______, Klinikarzt, Abteilung 

für Hämatologie des Centre Hospitalier de E._______, vom 21. Oktober 

2013 liegt bei der Versicherten seit 2006 ein Non-Hodgkin-Lymphom B vor, 

das sich anschliessend transformiert habe in ein ab 2012 bestehendes dif-

fuses, grosszelliges B-Lymphom. Ebenfalls bestehe seit 2013 eine kutane 

Sarkoidose (das heisst eine granulomatöse Entzündung der Haut). Die 

vom 2. November 2012 bis zum 20. Februar 2013 durchgeführte Immun-

Chemotherapie (ambulant) habe voll angeschlagen. Den Vorschlag einer 

Intensivierung der Therapie mit anschliessendem Autotransplantat habe 

die Versicherte abgelehnt. Die Versicherte leide ausserdem seit 2013 an 

infiltrierenden Läsionen an den Narben, was auf eine Sarkoidose hindeute. 

Einschränkend für die Arbeitsfähigkeit seien psychologische Störungen so-

wie eine rasche Ermüdung, selbst bei leichten Übungen. Eine Wiederauf-

nahme der Arbeit erscheine möglich, wenn die Behandlung des Lymphoms 

langfristig anschlage. Angepasste berufliche Tätigkeiten sollten in unter-

schiedlichen Positionen ausgeübt werden. Bücken, Arbeiten über Kopf, 

Kauern, Knien, Drehbewegungen, Heben/Tragen sowie Treppen steigen 

seien möglich (IV-act. 35 S. 2 ff.). 

5.12 In der Stellungnahme vom 6. Dezember 2013 hielt RAD-Arzt Dr. med. 

F._______ fest, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei der Bericht des 

Facharztes Dr. med. H._______ ausschlaggebend. Hiernach sei die Versi-

cherte zumindest seit der letzten Kontrolle vom 10. September 2013 wieder 

ganztags voll arbeitsfähig in einer zumutbaren, wechselbelastenden Ver-

weisungstätigkeit (wobei Bücken, Überkopfarbeiten, Kauern, Knien, Rota-

tionen im Sitzen/Stehen, Heben/Tragen und Treppensteigen möglich 

seien). Dr. med. F._______ ergänzte, die Tätigkeiten sollten von lediglich 

leichtem bis in Ausnahmen mittelschwerem Ausmass und ohne grössere 

Stressbelastung durchführbar sein. Er könne nicht beurteilen, ob diese Vo-

raussetzungen bei der Tätigkeit im Betrieb des Ehemannes gewährleistet 

seien. Für die Arbeitsfähigkeit bis zum 10. September 2013 empfehle er, 

die attestierten Arbeitsunfähigkeiten gemäss Dr. med. G._______ für alle 

Tätigkeiten zu übernehmen (IV-act. 36).   

C-5008/2016 

Seite 21 

5.13 Gemäss Untersuchungsbericht von Dr. med. I._______, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, vom 19. September 2014 hat sich das im Jahr 2006 ent-

deckte Non-Hodgkin-Lymphom verschlechtert. Daneben lägen Asthe-

nie/Ermüdung bei den alltäglichen Bewegungen und eine reaktive Angst-

depression vor. Der Gesundheitszustand erfordere zusätzliche Untersu-

chungen (IV-act. 64 S. 2). 

5.14 Im Bericht vom 25. November 2014 bescheinigte Dr. med. I._______ 

der Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit für jegliche Art von Arbeit bis 

Ende 2014 (IV-act. 71 S. 2). 

5.15 Gemäss dem nicht datierten ärztlichen Bericht (Eingang bei der kan-

tonalen IV-Stelle am 15. Dezember 2014) von Dr. med. H._______ ist bei 

der Versicherten im Jahr 2006 ein follikuläres, jedoch nicht transformiertes, 

diffuses, grosszelliges (B Ende 2012) Non-Hodgkin-Lymphom aufgetreten. 

Das fortschreitende follikuläre Lymphom sei durch Chemo-Immuntherapie 

des Typus R-CHOP 21 behandelt worden. Dr. med. H._______ habe die 

Versicherte von Mai bis November 2012 behandelt. Gegenwärtig seien As-

thenie, Dysästhesie der Hände mit Knochenschmerzen symptomatisch. 

Die Versicherte beklage Gedächtnisverlust. Die Prognose sei davon ab-

hängig, ob die Erkrankung andauere oder ob eine vollständige Remission 

erreicht werde. Bei Rückfall der Erkrankung sei eine Intensivierung der 

Therapie vorgesehen mit anschliessendem Autotransplantat. Die Arbeits-

fähigkeit sei schwer einzuschätzen, nachdem die berufliche Tätigkeit im 

Oktober 2012, dem Zeitpunkt der Transformation des Lymphoms, aufge-

geben worden sei. Eine wahrscheinlich eher leichte periphere Neuropathie 

an den Händen schränke die Arbeitsfähigkeit ein. Angepasste berufliche 

Tätigkeiten sollten in unterschiedlichen Positionen ausgeübt werden. Bü-

cken und Treppensteigen seien möglich, nicht aber Kauern, Knien, Ausfüh-

ren von Drehbewegungen, Heben/Tragen sowie Besteigen von Leitern/ei-

nes Gerüsts. Möglich erscheine ein ruhiger Arbeitsplatz bei einer körperlich 

wenig anstrengenden Arbeit (IV-act. 74). 

5.16 Gemäss dem nicht datierten Bericht (Eingang bei der kantonalen  

IV-Stelle am 19. Februar 2015) von Dr. med. J._______, behandelnder 

Psychiater der Versicherten, leidet die Versicherte an „Angst und depres-

sive Störung gemischt“ (ICD-10 F41.2). Sie werde seit dem 8. Dezember 

2008 ambulant mittels Psychotherapie behandelt (IV-act. 77).   

5.17 In einem ebenfalls nicht datierten ärztlichen Bericht (Eingang bei der 

kantonalen IV-Stelle am 2. April 2015) diagnostizierte Dr. med. I._______ 

C-5008/2016 

Seite 22 

ein seit 2006 bestehendes Non-Hodgkin-Lymphom, eine chronische Lum-

boischialgie, Asthenie/Ermüdung bei Anstrengung sowie eine Empfindlich-

keit für saisonal auftretende Infektionen. Er behandle die Versicherte seit 

2014 ambulant. Der hämatologische Befund sei mit Chemotherapie behan-

delt worden. Gegenwärtig seien Müdigkeit, Asthenie, Ermüdung bei An-

strengung/Dorsolumbalgie/Ischialgie sowie ein Rezidiv der Rhinopharyngi-

tis/Bronchitis symptomatisch. Die Versicherte beklage ausserdem eine re-

aktive Angstdepression. Seit dem 20. August 2014 sei sie zu 100 % ar-

beitsunfähig für ihren Arbeitsplatz als Verkäuferin in der Bäckerei. Die Ver-

sicherte dürfe nicht länger stehen, keine schweren Lasten tragen und keine 

sich ständig wiederholenden Bewegungen ausführen (IV-act. 79). 

5.18 Im Bericht vom 5. Mai 2015 hielt Dr. med. I._______ fest, die Versi-

cherte leide an den Folgen eines diagnostizierten Non-Hodgkin-Lym-

phoms, das ärztlich behandelt worden sei und regelmässiger fachärztlicher 

Beobachtung bedürfe. Die Erkrankung bedinge eine länger andauernde 

Arbeitsunfähigkeit bis zum 2. Juni 2015. Insbesondere von September 

2014 bis März 2015 sei die Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig gewesen  

(IV-act. 84 S. 1). 

5.19 Im polydisziplinären Gutachten des K._______ vom 5. November 

2015 stellten die Gutachter insgesamt die nachfolgenden Diagnosen mit 

einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

1. Follikuläres Lymphom Grad I-II Stadium IVa, ED 5/2006, FLIPI low risk (1/5): 

 Mai 2006: Lymphknotenexstirpation zevikal rechts. Histologisch: follikuläres 

Lymphom Grad I, CD20 und BCL2 positiv, MIB-1 <10 %; 

 Juni 2006: CT-Thorax/Abdomen: multiple, kleinknotige von der Grösse nicht 

pathologische Lymphknoten mesenterial und geringer Aszites im Douglas-Raum; 

 Juni 2006: Knochenmarksbiopsie mit 15 %-iger Infiltration durch follikuläres Lymphom; 

 Oktober 2011: PET-CT: hochgradiger Verdacht auf mittel- bis höhergradiger Lym-

phom-Befall ossär, C3, TH3, L3, Skapula links und Os ilium rechts mit hier ausge-

dehnter Osteolyse sowie im Acetabulum links. Kein weiterer nodaler Befall; 

 4. November 2011 bis 11. Mai 2012: Immunotherapie mit 7x Matthera (Rituximab 

700mg i.v.); 

 Januar 2012: PET-CT: sehr gute Remission, teilweise komplettes Verschwinden sämt-

licher Herde, metabolische Restaktivität Os ilium rechts sowie Spina iliacaposteriorsu-

perior; 

 Januar 2012: Beckenkamm-Biopsie, FACS und immunzytologisch sowie histologisch 

kein Tumornachweis; 

C-5008/2016 

Seite 23 

 24. Mai 2012: Beckenkamm-Biopsie rechts, histologisch (Pathologie Universitätsspital 

B._______): sekundär transformiertes, diffuses grosszelliges B-Zell-Lymphom ex fol-

likuläres Lymphom mit hoher proliferativer Aktivität (MIB-1 ca. 50 %), kein Nachweis 

von CD21 positiven Retikulum-Zellen; 

 2. November 2012 bis 20. Februar 2013: 6 Zyklen R-CHOP-21 i.v.; 

 17. Januar 2013: CT-Thorax/Abdomen (Klinikum E._______): sehr gute partielle Re-

mission mit leichter Persistenz einer Infiltration im Bereich der Spina iliaca rechts und 

kortikaler Ostelysen im rechten Sakrum; 

 17. November 2014: Ganzkörper-PET-CT: Normalbefund, kein Hinweis für Rezidiv, 

aktuell in kompletter Remission; 

 leichte wahrscheinlich Chemotherapie-assoziierte Polyneuropathie mit axonaler Beto-

nung. 

Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten die nachfolgenden Diag-

nosen: 

2. rezidivierende synkopale Episoden, 

 wahrscheinlich funktionelles Geschehen, kein Epilepsie-Nachweis; 

   3. zeitweise Anpassungsstörung möglich (ICD-10 F43.2), 

Differentialdiagnose: Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2). 

Mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit sei gesamtmedizinisch festzuhalten, dass 

bis Ende Mai 2013 in jeglicher Tätigkeit eine vollschichtige Arbeitsunfähig-

keit bestanden habe. Ab Juni 2013 sei die Versicherte in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 40 % arbeitsunfähig (bezogen auf ein vollschichtiges Arbeits-

pensum), wobei Tätigkeiten auf Leitern oder andere Tätigkeiten mit über-

durchschnittlicher Beanspruchung der Gleichgewichtsfunktionen vermie-

den werden sollten (wie zum Beispiel die vor 2003 ausgeübte Tätigkeit als 

Tänzerin). 

Im neurologischen Teilgutachten vom 21. September 2015 führte Facharzt 

für Neurologie Dr. med. L._______ aus, die Versicherte habe sich in den 

Jahren 2011 bis 2013 einer Chemotherapie unterzogen. Hierauf hätten sich 

die Schmerzen verbessert, wobei sich das Gedächtnis und die Sehschärfe 

verschlechtert hätten. Ebenfalls beklage die Versicherte Depressionen, 

Ängste und Schlafstörungen, einen häufigen Harndrang sowie nächtliches 

Zähneknirschen (Bruxismus). In neurologischer Hinsicht beklage die Ver-

sicherte ein Kribbeln im linken Bein seit 2013, dem Ende der Chemothera-

pie, Rückenschmerzen, ein unsicheres Gleichgewicht, weniger Kraft im lin-

ken Knie, Blockaden beider Hände sowie nächtliche Verkrampfungen (mit 

der Grössendauer von etwa 5 Minuten). Anlässlich der durchgeführten 

C-5008/2016 

Seite 24 

neurologischen Abklärung sei die Versicherte kooperativ gewesen, wobei 

sich die Untersuchung der Wirbelsäule bei der ängstlichen Versicherten 

schwierig gestaltet habe. Sie habe Druckdolenzen cervico-thoracal und 

tieflumbal angegeben. Der Bewegungsumfang der Halswirbelsäule gehe 

von Kinn-Sternum-Abstand 0/18, Rotation rechts links 60°-0-60°, Latero-

flexion rechts links 35°-0-35°. Die Mobilisation der Lendenwirbelsäule sei 

nach allen Richtungen gut, wobei die Versicherte Schmerzen bei der Rekli-

nation angegeben habe. Der klinische Status sei insgesamt unauffällig. Ein 

radikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom könne nicht festgestellt werden. Ins-

gesamt diagnostizierte Dr. med. L._______ ausschliesslich eine Polyneu-

ropathie mit axonaler Betonung in geringer Ausprägung, welche am ehes-

ten als Folge der durchgeführten Chemotherapie zu sehen sei. Die mass-

gebenden beklagten Beschwerden seien nicht mit der Polyneuropathie zu 

erklären. Die allgemeine Müdigkeit sei aus onkologischer Sicht zu beurtei-

len. Zu den depressiven Verstimmungen und Ängsten äussere sich der 

Psychiater. Bei den von der Explorandin berichteten synkopalen Episoden 

(welche gemäss der Versicherten ausschliesslich in einer Kirche in ihrer 

Heimat Z._______ aufträten, wo sie in Kontakt mit Gott und dem heiligen 

Geist sei) handle es sich sehr wahrscheinlich um ein funktionelles Gesche-

hen. Eine Epilepsie sei – nicht zuletzt angesichts des normalen EEG-Be-

fundes – unwahrscheinlich. Hinsichtlich der angestammten Tätigkeit als 

Verkäuferin könne aus neurologischer Sicht keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit begründet werden. Tätigkeiten auf Leitern oder andere Tä-

tigkeiten mit überdurchschnittlicher Beanspruchung der Gleichgewichts-

funktionen sollten indessen vermieden werden. Dies gelte auch für die frü-

her (jedoch seit 2003 nicht mehr) ausgeübte Tätigkeit als Tänzerin. Nach-

dem die vorliegende Polyneuropathie nicht mit brennenden und schmerz-

haften Dysästhesien einhergehe, sei diesbezüglich keine symptomatische 

Behandlung erforderlich. Mit einer Progression der Polyneuropathie sei 

nicht zu rechnen, solange die Chemotherapie nicht wieder aufgenommen 

werden müsse.  

Gemäss dem onkologischen Teilgutachten von Dr. med. M._______, Fach-

arzt für Onkologie, vom 23. September 2015 ist die Aktenlage nicht kom-

plett. Trotz intensiver Bemühungen sei es nicht gelungen, die relevanten 

Spitalberichte zu erhalten, weshalb die Beurteilung auf den – teilweise 

schlecht leserlichen handschriftlichen – im Gutachten aufgelisteten Berich-

ten basiere. Bei der durch die Versicherte während der kombinierten Im-

muno-Chemotherapie mit RCHOP-21 entwickelten ausgeprägten Müdig-

keit und Abgeschlagenheit handle es sich um eine typische therapieasso-

C-5008/2016 

Seite 25 

ziierte Fatigue. Die Versicherte beschreibe ausserdem seit der Chemothe-

rapie aufgetretene Schmerzen im Bereich beider Hände sowie Kribbel-

Parästhesien der Füsse, gleichfalls wie unspezifische Einschränkungen 

der kognitiven Funktionen (Verwirrtheit). Die von der Versicherten geschil-

derten Beschwerden liessen sich zum Teil als Folge beziehungsweise 

Spättoxizität der eingesetzten kombinierten Immuno-Chemotherapie erklä-

ren. Seit der Diagnosestellung des diffusen grosszelligen B-Zell-Lym-

phoms im Mai 2012 und während der gesamten Dauer der Chemotherapie 

sowie anschliessend für drei Monate, das heisst bis Ende Mai 2013, sei die 

Versicherte aus onkologischer Sicht als voll arbeitsunfähig einzuschätzen. 

Ab Juni 2013 sei aufgrund der verbliebenen Beeinträchtigungen eine Ar-

beitsunfähigkeit von 40 % bis auf Weiteres zu attestieren. Dies gelte na-

mentlich auch für die angestammte Tätigkeit in der Firma des Ehemannes.  

Im psychiatrischen Teilgutachten vom 28. September 2015 gab Dr. med. 

N._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, als subjektive 

Beschwerden der Versicherten Müdigkeit, teilweise Schmerzen im Rücken 

und auch im Knie sowie Blockaden in den Fingern wieder. Daneben fühle 

sich die Versicherte teilweise verfolgt und belästigt (wobei es bereits zu 

Stalking, Problemen mit der Polizei und Ämtern oder Ablehnung aufgrund 

ihrer Hautfarbe gekommen sei, was sie sicher beeinflusst habe). Manch-

mal sei sie verwirrt, wisse den Weg zur Wohnung zurück nicht mehr oder 

sie verlege Dinge. Ihren Psychiater Dr. med. J._______ suche sie seit über 

drei Jahren alle zwei Wochen auf. Bereits zuvor sei sie in psychologischer 

Behandlung gewesen, u.a. wegen einer Vergewaltigung. Abgesehen von 

der Familie, zwei wöchentlichen Kontakten mit einer Tanzlehrerin und einer 

sehr guten Freundin, die sie jedoch nur selten sehe, pflege sie fast keine 

Kontakte. Sie fühle sich oft nicht verstanden und ausgegrenzt, weshalb sie 

sich lieber zurückziehe. Verschiedentlich sei sie schon belästigt worden, 

zum Beispiel durch die Nachbarschaft. Aktuell fühle sie sich in der Lage, 

eine berufliche Tätigkeit in Teilzeit auszuüben. Während des Gesprächs 

hätten sich keine Hinweise auf kognitive Schwierigkeiten, Zwänge, Wahn 

oder psychotische Phänomene gefunden, der Gedankengang sei formal 

unauffällig gewesen. Die Versicherte habe bereitwillig und ausführlich auf 

die Fragen geantwortet. Insgesamt habe die Versicherte, teilweise durch 

die Lebenssituation bestimmt, aufgrund ihrer Hautfarbe sowie aufgrund 

des Tumorleidens wiederholt Schwierigkeiten erlebt, welche sie therapeu-

tisch anzugehen versucht habe. Ob tatsächlich die Diagnose einer „Angst 

und depressive Störung gemischt“ zutreffe, lasse sich aufgrund der zur 

Verfügung gestellten Angaben nicht bestätigen. Es zeige sich keine dauer-

hafte Angst oder Depressivität. Aktuell erscheine die Versicherte affektiv 

C-5008/2016 

Seite 26 

nicht beeinträchtigt. Das von ihr geschilderte Misstrauen gegenüber ande-

ren Menschen könne aufgrund der Schwierigkeiten in ihrer Vergangenheit 

gut nachvollzogen werden. Ein kompletter sozialer Rückzug liege dennoch 

nicht vor. Die teilweisen Anpassungsschwierigkeiten nach belastenden 

Umständen begründeten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Der 

psychische Gesundheitsschaden sei daher als gering einzustufen. Der All-

tag der Versicherten sei dadurch insbesondere nicht wesentlich einge-

schränkt. Es liege die Vermutung labiler Persönlichkeitszüge nahe; eine 

Persönlichkeitsstörung sei jedoch nicht anzunehmen. Damit sei der Versi-

cherten grundsätzlich aus psychiatrischer Sicht jede berufliche Tätigkeit in 

vollem Umfang möglich. Aus psychiatrischer Sicht sei ausserdem eine 

günstige Prognose zu stellen. Die Versicherte verfüge über Ressour-

cen/adäquate Bewältigungsstrategien und sei motiviert, ihren Zustand zu 

verbessern (IV-act. 106).  

5.20 In der Stellungnahme vom 7. Dezember 2015 hielt Dr. med. 

F._______ fest, die gutachterliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit könne 

als schlüssig bezeichnet werden. Es seien keine weiteren Abklärungen er-

forderlich. In der zuletzt in der Firma des Ehemannes ausgeübten Tätigkeit 

sei die Versicherte demnach mit Wirkung ab Juni 2013 zu 60 % arbeitsfähig 

(IV-act. 112). 

5.21 RAD-Psychiaterin Dr. med. O._______ nahm am 9. Dezember 2015 

auf der Grundlage der Stellungnahme von Dr. med. F._______ vom 7. De-

zember 2015 sowie des polydisziplinären K._______-Gutachtens vom 

5. November 2015, im speziellen des psychiatrischen Teilgutachtens, ab-

schliessend Stellung. Sie wiederholte die im K._______-Gutachten gestell-

ten Diagnosen. Aus somatischer Sicht könne die gutachterliche Beurtei-

lung als schlüssig bezeichnet werden. Die psychiatrischen Diagnosen 

seien nachvollziehbar, ausreichend begründet und detailliert aufgelistet. 

Das psychiatrische Gutachten bilde alle Punkte nachvollziehbar und be-

gründet ab, so dass an diesem bezüglich Diagnostik und Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit, auch unter Berücksichtigung/nach Prüfung der Standar-

dindikatoren, festzuhalten sei. In psychiatrischer Hinsicht sei der Versicher-

ten jede Tätigkeit in vollem Umfang möglich, eine Einschränkung lasse sich 

aufgrund des psychischen Zustands nicht begründen. Seit Mai 2012 sei die 

Versicherte bis Ende Mai 2013 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Ab Juni 

2013 sei sie zu 40 % arbeitsunfähig (IV-act. 113).  

5.22 Gemäss dem Bericht von Dr. med. H._______ vom 3. Februar 2016 

wird die Versicherte infolge eines follikulären Lymphoms, das sich in ein 

C-5008/2016 

Seite 27 

diffuses, grosszelliges Lymphom des Typus B transformiert habe, behan-

delt. Die Dauer der durch die Behandlung mit Chemotherapie bewirkten 

Remission könne nicht im Vornherein festgelegt werden. Die Möglichkeit 

eines Wiederauflebens der Krebserkrankung könne nicht ausgeschlossen 

werden. Die Krebsbehandlung habe für die Versicherte einschneidende 

Folgen gehabt, wie zum Beispiel in neurologischer Hinsicht die Entwicklung 

einer Polyneuropathie der unteren Gliedmassen, welche sehr invalidisie-

rend sei (IV-act. 119 S. 9). 

5.23 In einem (in Englisch verfassten) Arztbericht vom 7. März 2016 diag-

nostizierte Dr. med. J._______ bei der Versicherten die Diagnose „Angst 

und depressive Störung gemischt“ (ICD-10 F41.2) sowie Schwierigkeiten 

bei der kulturellen Eingewöhnung im Sinne einer wahrgenommenen feind-

lichen Diskriminierung und Verfolgung (ICD-10 Z60). Als Symptome seien 

grundlose Besorgnis, exzessive emotionale Reaktionen, Konzentrations-

schwierigkeiten und Gedächtnislücken, Traurigkeit und Stimmungswech-

sel, Schlaflosigkeit, Misstrauen, feindliche Gefühle sowie Ungerechtigkeit 

ihr gegenüber aufgrund ihrer Abstammung zu nennen. Diese Beschwerden 

seien mit jeglicher beruflichen Tätigkeit, die ein Minimum an Stress impli-

ziere, nicht zu vereinbaren. Dr. med. J._______ bezifferte die Arbeitsfähig-

keit auf 0 % (IV-act. 119 S. 10).  

5.24 Gemäss Untersuchungsbericht vom 15. März 2016 von Dr. med. 

Aa._______, Centre Hospitalier de E._______, Laboratoires d’Explorations 

Neurologiques, beklagt die Versicherte einen Sensibilitätsverlust des gros-

sen Zehs, Krämpfe im rechten Fuss, ein Nachgeben der unteren Gliedmas-

sen, Krampfgefühle in den Fingern sowie nächtliches Zähneknirschen. Die 

Elektroneurographie habe keine Hinweise für eine Polyneuropathie der un-

teren Gliedmassen ergeben, die durch die Chemotherapie bewirkt worden 

sei. Die Gefühlsstörungen könnten dennoch eine Folge der durchgeführten 

Chemotherapie darstellen, was mittels einer weiteren Untersuchung abzu-

klären sei. Die Untersuchung habe sodann ein Handwurzelkanalsyndrom 

sowie Mononeuropathien der kubitalen Nerven an den Ellbogen aufge-

zeigt, die vermutlich bei wiederholten Bewegungen der rechten Hand auf-

träten. Es bestehe diesbezüglich keine Notwendigkeit einer Operation  

(IV-act. 122).  

5.25 Im Arztbericht vom 18. März 2016 berichtete die Fachärztin für Neu-

rologie FMH Dr. med. Ab._______ über die neurologische Untersuchung 

vom 16. März 2016 und stellte erstens die Diagnosen einer Hypästhesie 

C-5008/2016 

Seite 28 

mit subjektiver Schwäche des linken Beines unklarer Ätiologie sowie zwei-

tens eines Non-Hodgkin-Lymphoms ED 2011, anamnestisch Chemothera-

pie mit Rituximab und Vinchristin von 2011 bis 2013 (IV-act. 121).  

5.26 Im Bericht vom 21. März 2016 berichtete Zahnarzt Dr. med. 

Ac._______, die Versicherte habe eine Reaktion auf die Injektion eines Lo-

kalanästhetikums gezeigt, wobei hierfür wohl das darin enthaltene Adrena-

lin sowie eine gewisse Ängstlichkeit verantwortlich gewesen seien (IV-Act. 

122 S. 9). 

5.27 Gemäss dem Bericht vom 23. März 2016 ist die Versicherte seit 2001 

bei Dr. med. Ad._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin, in Behandlung. 

Sie werde mit Mistelpräparaten und anderen anthroposophischen Medika-

menten behandelt und sei nicht in der Lage, einer Arbeit nachzugehen (IV-

act. 122 S. 8). 

5.28 Gemäss dem Arztbericht von Dr. med. Ae._______ vom 5. Mai 2016 

weist die Versicherte aufgrund eines Urogramms eine kleine Ausdehnung 

der Harnwege in der rechten Niere auf (IV-act. 126 S. 2). 

5.29 Am 18. Mai 2016 nahm RAD-Arzt Dr. med. F._______ zu den Einwän-

den der Versicherten sowie den im Vorbescheidverfahren neu eingereich-

ten medizinischen Unterlagen Stellung. Er hielt fest, der Einwand könne 

aus somatisch-medizinischer Sicht nicht nachvollzogen werden. Die neu 

eingereichten Unterlagen enthielten keine neuen medizinischen Erkennt-

nisse. Es sei deshalb an den Schlussfolgerungen des K._______-Gutach-

tens festzuhalten (IV-act. 127). 

5.30 Auch RAD-Ärztin Dr. med. O._______ hielt in ihrer Stellungnahme 

vom 23. Mai 2016 in psychiatrischer Hinsicht an der von ihr festgestellten 

Schlüssigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens des K._______ fest. Die 

neu eingereichten Berichte enthielten keine neuen psychiatrischen Diag-

nosen mit einer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Insbesondere begrün-

deten Angst und Depression (ICD-10 F41.2), Anpassungsschwierigkeiten  

(ICD-10 F43.2) sowie Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung, 

soziale Ausgrenzung oder Ablehnung und Zielscheibe feindlicher Diskrimi-

nierung und Verfolgung (ICD-10 Z60) keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit 

mit Invalidisierung. Die durch Dr. med. I._______ sowie den Gutachter 

Dr. med. N._______ nachvollziehbar dokumentierten reaktiven Anpas-

sungsschwierigkeiten auf belastende Lebenssituationen in der Form von 

C-5008/2016 

Seite 29 

depressiven Verstimmungen und Ängsten (u.a. begründet durch den sozi-

alen Kontext) begründeten aus versicherungsmedizinischer Sicht keine an-

dauernde Invalidisierung. Das K._______-Gutachten zeige an mehreren 

Stellen auf, dass die Versicherte eine adäquate emotionale Reaktion je 

nach erzähltem Inhalt (sowohl Traurigkeit mit weinen, aber auch strah-

len/lachen) aufweise. Die vom behandelnden Psychiater im Bericht vom 7. 

März 2016 beschriebenen Symptome seien nicht neu, lägen jedoch auch 

nicht in einem so erheblichen Ausmass vor, dass die Angst und die Depres-

sion nach ICD-10-Klassifizierung jeweils in einer eigenständigen Diagnose 

verschlüsselt werden könnten. Dies rechtfertige keine volle Arbeitsunfähig-

keit. Ebenso wenig sei eine Invalidisierung bei nicht starker Ausprägung 

und nicht anhaltender Dauer gerechtfertigt und widerspräche auch der 

Aussage der Versicherten, die gemäss K._______-Gutachten selber ange-

geben habe, sich in der Lage zu fühlen, eine Tätigkeit im Teilzeitpensum 

auszuüben. Schliesslich werde die Versicherte aktuell gemäss dem neues-

ten psychiatrischen Arztbericht vom 7. März 2016 in psychiatrischer Hin-

sicht nicht mehr medikamentös behandelt (IV-act. 128). 

5.31 Im vorliegenden Beschwerdeverfahren reichte die Beschwerdeführe-

rin die nachfolgenden neuen medizinischen Berichte ein: 

5.31.1 In zwei Berichten vom 11. Mai 2012 sowie vom 18. Juni 2012 (es 

wurde jeweils nur die erste Seite eingereicht) bestätigte Dr. med. 

R._______ der Onkologie Dreiländereck S._______ die bereits im Bericht 

vom 6. März 2012 (vgl. vorangehend E. 5.1) gestellte Diagnose eines folli-

kulären Lymphoms des Grades 1-2, Stadium IV A ED 5/06. Im Bericht vom 

11. Mai 2012 verordnete Dr. med. R._______ die Fortsetzung der Therapie 

mit Mabthera und setzte einen Termin zur Verlaufskontrolle an. Gemäss 

dem Bericht vom 18. Juni 2012 hat die Verlaufskontrolle den Verdacht auf 

ein grosszelliges B-Zell-Lymphom bestätigt, weshalb sich eine R-CHOP-

artige Chemotherapie empfehle. Zusätzlich sei eine Bestrahlung zu disku-

tieren. Die Versicherte sei noch unentschlossen (BVGer-act. 15, Beilagen 

3 und 4). 

5.31.2 Im Bericht vom 14. Juni 2012 informierte Dr. med. H._______ den 

Hausarzt der Versicherten Dr. med. G._______, dass die Versicherte nach 

eigenen Angaben seit November 2011 mit Rituximab in Monotherapie be-

handelt werde. Eine Chemotherapie-Sitzung habe bereits stattgefunden 

sowie partiell eine zweite. Eine osteomedulläre Biopsie unter Anästhesie 

sei kürzlich erstellt worden. Ein Vergleich der Bilder von Oktober 2011 mit 

jenen von 2012 erlaube es nicht, den spezifischen Charakter der durch das 

C-5008/2016 

Seite 30 

Lymphom verursachten zervikalen Schädigungen festzustellen (BVGer-

act. 15, Beilage 9). 

5.31.3 Dr. med. H._______ erklärte im Bericht vom 16. April 2013 zu Han-

den von Dr. med. G._______, aufgrund des festgestellten transformierten 

follikulären Lymphoms sei eine ambulante Behandlung in sechs Sitzungen 

vom Typus R-CHOP 21 beschlossen worden. Um ein gutes Ergebnis zu 

erzielen, sei eine Intensivierung der Therapie in Erwägung zu ziehen. Die 

Versicherte wolle diese hinauszögern. Da in einem Standardfall 8 Sitzun-

gen vorgesehen seien, erscheine die Behandlung vorliegend unvollstän-

dig. Eine weitere Auswertung der Scanographie sei vorgesehen (BVGer-

act. 15, Beilagen 1 und 10 [doppelt eingereicht]). 

5.31.4 Im Arztbericht vom 23. Januar 2014 berichtete Dr. med. R._______ 

über die durchgeführte Therapie mit Mabthera (Standardbehandlung) in 

der Zeit vom 4. November 2011 bis zum 11. Mai 2012 (BVGer-act. 15, Bei-

lage 5). 

5.31.5 Im Kurzbericht vom 25. Februar 2016 befand Dr. med. J._______ 

die Versicherte zu 100 % arbeitsunfähig aufgrund von „Angst und depres-

sive Störung gemischt“ sowie wahrgenommener feindlicher Diskriminie-

rung und Verfolgung (BVGer-act. 15, Beilage 29). 

5.31.6 Dr. med. Ae._______ erklärte im Bericht vom 4. Mai 2016 nach der 

Durchführung eines Urogramms, die Versicherte weise eine kleine Ausdeh-

nung der Harnwege, mit einem geschätzten Schaft von 5 Millimetern, auf. 

Daneben liege eine Diskarthrose im Bereich L4-L5 sowie eine iliosakrale 

Osteosklerose rechts vor (BVGer-act. 15, Beilage 27). 

5.31.7 Gemäss dem Bericht von Dr. med. I._______ vom 4. September 

2016 leidet die Versicherte an wiederholten Lumbalgien mit Ischiasbe-

schwerden rechts („avec sciatiques droites“) im Bereich L5, im Kontext ei-

ner lumbalen Hyperlordose sowie Status nach Lymphom im Jahr 2006 

(BVGer-act. 6, Beilagen 3 und 4 [Transkription des handschriftlichen Be-

richts]). 

5.31.8 Gemäss dem Bericht von Dr. med. I._______ vom 16. September 

2016 leidet die Versicherte an den Folgen eines follikulären Non-Hodgkin-

Lymphoms, an wiederholten Lumbalgien, an einer Hyperlordose sowie an 

paravertebralen, ausgedehnten Verkrampfungen, an einem reaktiven de-

pressiven Zustand, an zeitweisen Nierenleiden sowie an Problemen beim 

Harnlösen mit einer nierenbedingten Bauchkrampfepisode links, welche 

C-5008/2016 

Seite 31 

medikamentös behandelt werde. Dieser Zustand verunmögliche jede Ar-

beit im Restaurantbetrieb (BVGer-act. 6, Beilagen 5 und 6 [Transkription 

des handschriftlichen Berichts]). 

5.31.9 Dr. med. P._______, Spitalarzt der Spitalgruppe physische Medizin, 

Wiedereingliederung und Rheumatologie des Centre Hospitalier de 

E._______, befand im Bericht vom 26. September 2016, die Versicherte 

weise eine nicht defizitäre Lumboischialgie L5 links mit Rachialgie auf. Die 

kinesitherapeutischen Behandlungen, Rehabilitätsbemühungen sowie me-

dikamentösen Therapien seien ausgeschöpft. Aufgrund der Symptomato-

logie habe er ein MRI angeordnet (BVGer-act. 10, Beilage 1). 

5.31.10 Daneben reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. Feb-

ruar 2017 dem Bundesverwaltungsgericht diverse Therapieprotokolle (be-

treffend die durchgeführte Chemotherapie) von Februar 2012 bis Februar 

2013 ein (BVGer-act. 15, Beilagen 11-21). Diese Protokolle enthalten in-

dessen weder Diagnosen oder Befunde noch eine Umschreibung des Ge-

sundheitszustands der Versicherten.  

6.  

Nach Durchsicht des umfangreichen medizinischen Dossiers ist die von 

der Vorinstanz eingeholte Begutachtung des K._______ vom 5. November 

2015 ist in mehrerer Hinsicht zu bemängeln.  

6.1 Eindrücklich offenbarte der onkologische Teilgutachter Dr. med. 

M._______, er habe trotz intensiver Bemühungen die relevanten Spitalbe-

richte nicht erhalten. Damit musste er sich für die Beurteilung der – vorlie-

gend im Zentrum stehenden – Krebserkrankung auf eine unvollständige 

Aktenlage respektive einige handschriftliche Arztberichte basieren. Die  

Vorinstanz hätte sich mit dieser auf einer unvollständigen medizinischen 

Aktenlage basierenden onkologischen Begutachtung nicht genügen dür-

fen. Vielmehr hätte sie dafür sorgen müssen, dass der onkologische Teil-

gutachter vor seiner Begutachtung über die vollumfänglichen medizini-

schen Unterlagen verfügt. Sie hätte die erforderlichen Unterlagen entweder 

mittels der von der Beschwerdeführerin unterzeichneten Vollmacht direkt 

beim Centre Hospitalier de E._______ einverlangen oder die Beschwerde-

führerin unter Verweis auf ihre Mitwirkungspflicht anhalten müssen, ihrer-

seits die erforderlichen Unterlagen einzuholen. Auf die Schlussfolgerungen 

des onkologischen Facharztes des K._______ kann daher – selbst bei im 

Übrigen einwandfreier Begutachtung – nicht ohne Weiteres abgestellt wer-

den.  

C-5008/2016 

Seite 32 

6.2 Im neurologischen Teilgutachten erwähnte der K._______-Gutachter 

Dr. med. L._______ Rückenschmerzen als von der Versicherten beklagte 

Beschwerden. In seiner diesbezüglichen Abklärung beschränkte er sich je-

doch einzig auf eine klinische Untersuchung, wobei sich diese „schwierig 

gestaltet“ habe. Trotz der von der Versicherten mehrfach geäusserten 

Schmerzen anlässlich der Untersuchung sowie der angegebenen Druck-

dolenzen schloss er auf einen insgesamt unauffälligen klinischen Status. 

Insbesondere habe er kein radikuläres Reiz- oder Ausfallsyndrom feststel-

len können. Die Abweichung zu dem in den ihm vorgelegenen Medizinal-

akten ersichtlichen Befund von Dr. med. I._______ begründete Dr. med. 

L._______ nicht. Aus dem neurologischen Teilgutachten ist insbesondere 

nicht zu entnehmen, dass Dr. med. L._______ seinen Befund, insbeson-

dere das Fehlen eines Reizsyndroms, mittels eines MRI u.ä. verifiziert 

hätte.  

6.3 In den im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichten Berichten 

werden die Rückenprobleme der Beschwerdeführerin mehrfach wiederholt 

sowie genauer dargelegt. So stellte Dr. med. Ae._______ – wohl aus-

serhalb seines Fachgebiets – im Bericht vom 4. Mai 2016 die Diagnosen 

einer Diskarthrose im Bereich L4-L5 sowie einer Iliosakral-Osteosklerose 

rechts (E. 5.31.6). Dr. med. I._______ sprach in seinen Berichten vom 

4. September 2016 sowie vom 16. September 2015 von wiederholten Lum-

balgien mit Sciatica rechts sowie einer Hyperlordose, welche zu ausge-

dehnten Verkrampfungen führe (E. 5.31.7 und 5.31.8). Schliesslich diag-

nostizierte auch Dr. med. P._______ im Bericht vom 26. September 2016 

eine Lumboischialgie L5 links mit Rachialgie (E. 5.31.9). Die letzteren Arzt-

berichte können vorliegend, obwohl sie erst nach dem Zeitpunkt des Erlas-

ses der angefochtenen Verfügung datieren, berücksichtigt werden, da sie 

Rückschlüsse auf den vorliegend zu beurteilenden Gesundheitszustand 

der Versicherten im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung erlauben 

(E. 4.2). So beziehen sie sich auf Beschwerden, welche bei der Versicher-

ten teilweise bereits im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfü-

gung dokumentiert waren respektive die infolge des kurzen Zeitablaufs seit 

Erlass der angefochtenen Verfügung nach der allgemeinen Lebenserfah-

rung nicht erst nachher erstmals neu aufgetreten sein können.  

6.4 Die zu grössten Teilen neueren, erst nach der Begutachtung der Versi-

cherten durch das K._______ datierenden Arztberichte stellen die Vollstän-

digkeit der Begutachtung des K._______ in Frage. Unabhängig von der 

Schlüssigkeit des K._______-Gutachtens erfordert insbesondere die von 

C-5008/2016 

Seite 33 

Dr. med. Ae._______ neu erwähnte Diskarthrose der Wirbelsäule eine ent-

sprechende fachärztliche Abklärung in orthopädischer Hinsicht. Indem das 

K._______-Gutachten keine orthopädische Teilbegutachtung enthält, er-

scheint es bereits aus diesem Grunde unvollständig. Die durch die behan-

delnden Ärzte der Versicherten mehrfach (zum Teil bereits vor der polydis-

ziplinären Begutachtung im K._______) gestellte Diagnose Lumboischial-

gie bezeichnet ein lumbosakrales Wurzelreizsyndrom. Dies widerspricht 

der (nicht begründeten) Feststellung von Dr. med. L._______, wonach kein 

radikuläres Reizsyndrom festzustellen sei. Mangels Vorliegens entspre-

chender bildgebender Befunde erscheint damit der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin in orthopädischer respektive neurologischer Hin-

sicht (betreffend ein allfälliges radikuläres Reizsyndrom) nicht hinreichend 

geklärt. Sollten bei der Versicherten insbesondere die Diagnosen der Lum-

boischialgie respektive der Diskarthrose medizinisch nachgewiesen wer-

den, so wäre eine zusätzliche Auswirkung dieser Erkrankungen auf die Ar-

beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht auszuschliessen. 

6.5 Schliesslich erscheint das K._______-Gutachten insgesamt in einer 

weiteren Hinsicht unvollständig respektive widersprüchlich. So stellte der 

onkologische Fachgutachter Dr. med. M._______ fest, die von der Versi-

cherten geschilderten somatischen Beschwerden (Schmerzen und Blocka-

den im Bereich beider Hände sowie Kribbel-Parästhesien der Füsse sowie 

des linken Beines, ein unsicheres Gleichgewicht, weniger Kraft im linken 

Knie, Blockaden beider Hände sowie nächtliche Verkrampfungen) liessen 

sich lediglich zum Teil als Folge beziehungsweise Spättoxizität der einge-

setzten kombinierten Immuno-Chemotherapie erklären. Obwohl damit die 

durchgeführte Chemotherapie keine vollständige Erklärung für die von der 

Beschwerdeführerin u.a. beklagten Gefühlsstörungen respektive neurolo-

gischen Beschwerden erlaubt, hat sich der neurologische Gutachter nicht 

detailliert mit diesen Beschwerden auseinandergesetzt. Diese Unterlas-

sung stellt ebenfalls die Vollständigkeit sowie den Beweiswert des neuro-

logischen Teilgutachtens und damit auch des Gesamtgutachtens in Frage 

(vgl. hierzu E. 4.10). Entsprechend hatte bereits der Neurologe Dr. med. 

Aa._______ des Centre Hospitalier de E._______ ausdrücklich auf das Er-

fordernis einer weiteren Untersuchung in Bezug auf die Frage, ob die be-

klagten Gefühlsstörungen eine Folge der durchgeführten Chemotherapie 

darstellen, hingewiesen (E. 5.24). 

7.  

Nach dem Gesagten fehlt in den vorliegenden Akten eine rechtsgenügliche 

C-5008/2016 

Seite 34 

und umfassende Beurteilung des Gesundheitszustands der Beschwerde-

führerin, insbesondere in onkologischer, orthopädischer sowie in neurolo-

gischer Hinsicht. Damit hat die Vorinstanz den rechtserheblichen Sachver-

halt nicht vollständig festgestellt und gewürdigt (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie 

Art. 12 VwVG).  

7.1 Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung hat das Gericht, das den 

Sachverhalt als ungenügend abgeklärt erachtet, die Wahl, die Sache zur 

weiteren Beweiserhebung an die Verwaltung zurückzuweisen oder selber 

die nötigen Instruktionen vorzunehmen. Bei festgestellter Abklärungsbe-

dürftigkeit verletzt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung als sol-

che weder den Untersuchungsgrundsatz noch das Gebot eines einfachen 

und raschen Verfahrens. Anders verhielte es sich nur dann, wenn die Rück-

weisung an die Verwaltung einer Verweigerung des gerichtlichen Rechts-

schutzes gleichkäme (beispielsweise dann, wenn auf Grund besonderer 

Gegebenheiten nur ein Gerichtsgutachten beziehungsweise andere ge-

richtliche Beweismassnahmen geeignet wären, zur Abklärung des Sach-

verhalts beizutragen, vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4), oder wenn die Rückwei-

sung nach den konkreten Umständen als unverhältnismässig bezeichnet 

werden müsste (BGE 122 V 163 E. 1d; vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer 

C-1767/2015 vom 7. Februar 2017 E. 4.5).  

7.2 Nachdem vorliegend eine umfassende Beurteilung des Gesundheits-

zustands (sowie darauf basierend der Arbeitsfähigkeit) der Beschwerde-

führerin fehlt, erscheint eine Rückweisung an die Vorinstanz gerechtfertigt 

– dies auch unter dem Gesichtspunkt, dass damit der Beschwerdeführerin 

der doppelte Instanzenzug gewahrt bleibt (vgl. BGE 137 V 210, E. 3.4). Die 

angefochtene Verfügung vom 17. Juni 2016 ist daher aufzuheben und die 

Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese – nach Vervollstän-

digung der medizinischen Unterlagen in onkologischer Hinsicht – eine um-

fassende interdisziplinäre Begutachtung insbesondere in onkologischer, 

orthopädischer, neurologischer und psychiatrischer Hinsicht einhole und 

anschliessend neu über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ver-

füge. In diesem Sinne ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen. 

8.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung. 

C-5008/2016 

Seite 35 

8.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG auferlegt das Bundesverwaltungsgericht 

die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Die Rückwei-

sung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuer Ver-

fügung gilt praxisgemäss als volles Obsiegen der beschwerdeführenden 

Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 m.H.), womit der Beschwerdeführerin keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Der geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 800.– ist ihr entsprechend nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-

den Urteils auf ein von ihr zu benennendes Konto zurückzuerstatten. 

8.2 Da der obsiegenden Beschwerdeführerin, welche im vorliegenden Ver-

fahren nicht anwaltlich vertreten war (die im Zusammenhang mit den an-

waltlichen Verbeiständungen im vorinstanzlichen Verfahren angefallenen 

Kosten können vorliegend nicht berücksichtigt werden), keine verhältnis-

mässig hohen Kosten entstanden sind, ist ihr keine Parteientschädigung 

zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 ff. des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Das Dispositiv folgt auf der nächsten Seite.) 

 

  

C-5008/2016 

Seite 36 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, die angefochtene Verfügung 

vom 17. Juni 2016 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückge-

wiesen, damit diese nach erfolgten Abklärungen im Sinne der Erwägungen 

über den Rentenanspruch neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. Der von der Beschwerdefüh-

rerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.– wird ihr nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Franziska Schneider Marion Sutter 

 

  

C-5008/2016 

Seite 37 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

nach Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerde-

führer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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