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**Case Identifier:** 387afc25-6197-57cb-8042-34f37f70a4e5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 21.09.2023 735 2022 334 / 211 (735 22 334 / 211)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_735-2022-334---211_2023-09-21.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 21. September 2023 (735 22 334 / 211) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Berufliche Vorsorge 

 

 

Kein Anspruch auf eine Invalidenrente mangels Einbusse an funktionellem Leistungsver-
mögen von mindestens 20 %; Unterbruch des zeitlichen Zusammenhangs zwischen der 

Arbeitsunfähigkeit und der später eingetretenen Invalidität  

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Gisela War-
tenweiler 
 
 

Parteien A.____, Kläger 
  

 
gegen 
 
 

 Sammelstiftung BVG der Allianz Suisse Lebensversicherungs-
Gesellschaft, c/o Allianz Suisse, Rechtsdienst LRD, Postfach, 
8010 Zürich, Beklagte 
 

  
  
Betreff Forderung  

 
 
 
 

A. Der 1955 geborene und in X.____ wohnhafte A.____ ist gelernter Orthopädist. Nach 
verschiedenen Anstellungen als Orthopädist, Aushilfe bei einem Orgelbauer und Verkäufer etc. 

 
 
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arbeitete er im Anschluss an ein 6-monatiges Praktikums vom 1. Februar 1992 bis 31. Oktober 
1995 als Betreuer im B.____ (vgl. Fragebogen für den Arbeitgeber vom 2. Oktober 1996). Im 
Rahmen dieser Tätigkeit war er über seinen Arbeitgeber bei der damaligen Sammelstiftung BVG 
der Elvia Leben für die berufliche Vorsorge versichert. Rechtsnachfolgerin ist die Sammelstiftung 
BVG der Allianz Suisse Lebensversicherungs-Gesellschaft (Sammelstiftung). Vom 27. November 
1995 bis 29. März 1996 war A.____ im Stundenlohn im C.____ angestellt (vgl. Fragebogen für 
den Arbeitgeber vom 25. September 1996). Danach arbeitete er gemäss Anstellungsvertrag vom 
29. Oktober 1996 bis 31. Januar 1997 als Bühnenbildner bei der D.____ (vgl. Kündigungsschrei-
ben vom 15. Januar 1997). Per 1. März 2009 nahm er stundenweise die Arbeit als Abwart im 
E.____ auf (vgl. Fragebogen für den Arbeitgeber vom 3. April 2013).  
 
B. A.____ meldete sich am 13. Dezember 1979 erstmals infolge Depressionen bzw. zuneh-
menden psychosomatischen Störungen seit der Kindheit und eines Nervenzusammenbruchs 
nach dem Wegzug aus dem Elternhaus bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 5. Januar 1981 sprach die damals zuständige Ausgleichs-
kasse des Basler Volkswirtschaftsbundes bzw. die IV-Kommission Basel-Stadt dem Versicherten 
für die Zeit vom 1. September 1979 bis 30. November 1979 eine halbe Invalidenrente und ab 1. 
Dezember 1979 eine ganze Rente zu. Dieser Anspruch wurde mit Mitteilungen vom 23. Februar 
1982 und 14. Juni 1984 sowie mit Verfügung vom 28. Oktober 1985 bestätigt. Infolge Verbesse-
rung des Gesundheitszustandes wurde der bisherige Anspruch auf eine ganze Invalidenrente per 
1. August 1988 auf eine halbe reduziert (vgl. Verfügung vom 23. Juni 1988). Dieser Rentenan-
spruch wurde 2 Jahre später bestätigt (vgl. Mitteilung vom 29. Juni 1990). Im Rahmen einer im 
Mai 1992 eingeleiteten Rentenrevision stellte die damalige IV-Kommission Basel-Stadt fest, dass 
der Versicherte beim B.____ ein Jahreseinkommen von Fr. 43'358.-- verdiene und aus ärztlicher 
Sicht voll arbeitsfähig sei. In der Folge hob die Ausgleichskasse des Basler Volkswirtschaftsbun-
des die halbe Invalidenrente per 30. September 1992 auf.  
 
C. Am 9. April 1996 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an, wobei er 
auf einen "Verlust des Körpergefühls seit 1978" hinwies. Ab 3. Juni 1996 besuchte er im Rahmen 
von beruflichen Massnahmen den Berufsförderungskurs bei der F.____. Diesen Kurs brach er 
aufgrund psychischer Beeinträchtigungen im August 1996 vorzeitig ab. Nach Abklärung des me-
dizinischen und erwerblichen Sachverhalts sprach die IV-Stelle Basel-Stadt dem Versicherten mit 
Verfügungen vom 18. März 1997 ab 1. Oktober 1996 eine ganze Invalidenrente zu. Diesen Ren-
tenanspruch bestätigte sie mit Mitteilungen vom 27. Februar 2001, 21. Januar 2006, 11. März 
2011, 30. Mai 2013 und 6. März 2019. Mit Verfügung vom 5. Oktober 2020 überführte die nun 
zuständige Schweizerische Ausgleichskasse SAK die ganze Invalidenrente in eine Altersrente 
und sprach dem Versicherten eine ordentliche Altersrente ab 1. November 2020 zu.  
 
D.  Mit Schreiben vom 14. September 2022 gelangte der Versicherte an die Sammelstiftung 
und bat sie abzuklären, ob er Anspruch auf Leistungen aus beruflicher Vorsorge habe. Er wies 
dabei darauf hin, dass er vom 1. Februar 1992 bis 31. Oktober 1995 im Rahmen des Anstellungs-
verhältnisses beim B.____ Beiträge für die berufliche Vorsorge bezahlt habe. Im Jahr 1997/1998 
habe er einen Kapitalbezug getätigt; diesen würde er bei einem allfälligen Leistungsanspruch 

 
 
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selbstverständlich zurückerstatten. Nachdem der Versicherte die Sammelstiftung am 7. Novem-
ber 2022 nochmals aufgefordert hatte, seine Leistungsansprüche zu prüfen, teilte die Sammel-
stiftung am 14. November 2022 mit, dass sie sein Freizügigkeitsguthaben am 16. Januar 1997 
auf ein Freizügigkeitskonto der damalige G.____ überwiesen habe. Er habe deshalb kein Alters-
guthaben mehr bei ihrer Sammelstiftung. Mit Schreiben vom 28. November 2022 machte der 
Versicherte gegenüber der Sammelstiftung geltend, dass die Überweisung seines Freizügigkeit-
guthabens erst Mitte Januar 1997 an die G.____ erfolgt sei. Da er bereits am 1. Oktober 1996 
einen Anspruch auf eine Invalidenrente der IV gehabt habe (vgl. IV-Rentenverfügung vom 18. 
März 1997), sei die Sammelstiftung leistungspflichtig. Am 15. Dezember 2022 forderte er die 
Sammelstiftung auf, den Empfang seines Schreibens vom 28. November 2022 zu bestätigen und 
zu beantworten sowie eine Verjährungsverzichtserklärung auszustellen. Diese beiden letzten 
Schreiben liess die Sammelstiftung unbeantwortet.  
 
E. Am 29. Dezember 2022 teilte A.____ dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht) mit, dass er seit September 2022 versuche, seine 
Leistungsansprüche gegenüber der Sammelstiftung geltend zu machen. Bis auf die Bestätigung, 
dass sein Freizügigkeitsguthaben der G.____ überwiesen worden sei, habe er von ihr keine Ant-
wort erhalten. Er reiche deshalb eine Klage wegen "Korrespondenz-Verweigerung" gegen die 
Sammelstiftung ein.  
 
F.  In ihrer Klageantwort vom 12. April 2023 beantragte die Beklagte, es sei auf die Klage 
nicht einzutreten. Eventualiter sei die Klage vollumfänglich abzuweisen; unter o/e-Kostenfolge zu 
Lasten des Klägers. Zur Begründung führte sie an, dass auf die Klage vom 29. Dezember 2022 
mangels Feststellungsinteresses nicht eingetreten werden könne. Falls dennoch auf die Klage 
eingetreten werde, wäre sie aufgrund des fehlenden zeitlichen und sachlichen Zusammenhangs 
zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der spä-
ter begründeten Invalidität abzuweisen. Sollte dennoch wider Erwarten ein Rentenanspruch be-
jaht werden, so sei zu beachten, dass das Rentenstammrecht oder zumindest sämtliche Renten-
ansprüche vor dem 29. Dezember 2017 verjährt seien.  
 
G. Mit Eingabe vom 31. Mai 2023 beantragte der Kläger die Ausrichtung einer (anteilsmäs-
sigen) Invalidenrente durch die Sammelstiftung.  
 
H.  Auf entsprechende Anfrage des Kantonsgerichts vom 15. Juni 2023 führte der Kläger 
am 12. Juli 2023 aus, dass er seine Eingabe vom 29. Dezember 2022 nicht als Rechtsverzöge-
rungsbeschwerde, sondern als Leistungsklage behandelt haben möchte. 
 
I. Am 14. Juli 2023 zog das Kantonsgericht die IV-Akten bei. 
 
J.  Mit Verfügung vom 26. Juli 2023 überwies das instruierende Präsidium den Fall dem 
Gericht zur Beurteilung.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 

 
 
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1. Nach Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Vorsorge (BVG) vom 
25. Juni 1982 und § 54 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 ist für die Beurteilung der vorliegenden Streitigkeit über Ansprü-
che einer versicherten Person gegenüber einer Vorsorgeeinrichtung das Kantonsgericht sachlich 
zuständig. Art. 73 Abs. 3 BVG regelt die örtliche Zuständigkeit für die Entscheidung von Streitig-
keiten berufsvorsorgerechtlicher Natur. Gerichtsstand ist demnach der schweizerische Sitz oder 
Wohnsitz der beklagten Partei oder der Ort des Betriebes, bei dem die versicherte Person ange-
stellt worden war. Letzterer befindet sich in Y.____ im Kanton Basel-Landschaft. Nichts anderes 
ergibt sich aus der Ziffer 6.7 Abs. 3 des Vorsorgereglements der Sammelstiftung (Teil 2 Allge-
meine Reglementsbestimmungen), welche im Zusammenhang mit der örtlichen Zuständigkeit 
hier anwendbar ist. Die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts ist damit auch zu bejahen. 
 
2.1 In formeller Hinsicht stellt sich die Frage, ob die Eingabe des Klägers vom 29. Dezember 
2022 in rechtlicher Hinsicht als Klage qualifiziert werden kann. Der Kläger betitelte seine Eingabe 
mit "Klage/Korrespondenzverweigerung" und führte in der Begründung aus, dass er seit Septem-
ber 2022 vergeblich versuche, mit der Beklagten betreffend seine Leistungsansprüche "in Ver-
handlung zu treten". Er verwies dabei auf die verschiedenen IV-Verfügungen seit der erstmaligen 
Rentenzusprache bis zum Rentenalter. Die Sammelstiftung führte in diesem Zusammenhang 
aus, dass der Kläger mit seiner Eingabe vom 29. Dezember 2022 eine "Korrespondenz-Verwei-
gerung" der Beklagten geltend mache und das Gericht ersuche, die Beklagte anzuweisen, mit 
ihm "in Verhandlung zu treten". Das Kantonsgericht habe dieses Begehren sodann im Betreff als 
Rechtsverweigerung betitelt. Da sie als Vorsorgeeinrichtung keine Verfügungen erlassen könne, 
könne sie keine Rechtsverweigerung begehen; allfällige Ansprüche des Klägers seien vielmehr 
auf dem Klageweg geltend zu machen. Die Rechtsverweigerung wäre deshalb als Feststellungs-
klage (Feststellung einer Rechtsverweigerung) zu qualifizieren. Eine solche könne jedoch nur 
subsidiär geltend gemacht werden, wenn sich die Unsicherheit nicht mittels einer Leistungsklage 
beseitigen lassen würde. Dem Kläger hätte aber die Leistungsklage nach Art. 73 BVG offen ge-
standen, weshalb auf die Klage mangels zulässigen Rechtsbegehrens und fehlenden Feststel-
lungsinteresses nicht eingetreten werden könne.  
 
2.2 Die Ausführungen der Beklagten zur Rechtsverweigerung sowie zum Verhältnis Fest-
stellungs- und Leistungsklage treffen zu. Das Gericht ist jedoch der Ansicht, dass die Eingabe 
des Klägers vom 29. Dezember 2022 als Leistungsklage gemäss Art. 73 Abs. 1 lit. a BVG entge-
genzunehmen ist. Gemäss § 5 Abs. 1 VPO muss eine Klage ein klar umschriebenes Begehren 
sowie die Unterschrift der Parteien oder der sie vertretenden Personen enthalten. Dabei hat die 
klagende Person erkenntlich ihren Willen um Änderung der sie betreffenden Rechtslage zum 
Ausdruck zu bringen (BGE 102 Ib 365 E. 6; Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht [KGE SV] vom 13. Oktober 2000 [720 99 195]). Im vorliegenden Fall betitelte der 
Kläger den Betreff seiner am 29. Dezember 2022 unterzeichneten Eingabe mit "Klage/Korres-
pondenzverweigerung". Aus seinen Ausführungen geht hervor, dass er der Ansicht ist, gegenüber 
der Sammelstiftung Leistungsansprüche zu besitzen, deren Prüfung diese ihm bisher aber ver-
wehrt habe. Mit seiner Eingabe erhoffte er sich, seinem Anliegen mit Hilfe eines gerichtlichen 
Entscheids Nachdruck verleihen zu können. Da er jedoch keine konkreten Anträge stellte, aber 

 
 
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im Betreff unter anderem "Klage" aufführte, war es damals schwierig zu beurteilen, ob er eine 
Leistungsklage gegen die Sammelstiftung erheben wollte. Mit den nachfolgenden Eingaben klärte 
sich die Sachlage auf. So beantragte er in seiner Replik vom 31. Mai 2023 die Ausrichtung einer 
"anteilsmässigen" Invalidenrente durch die Sammelstiftung. Seiner Begründung kann entnom-
men werden, weshalb die Sammelstiftung leistungspflichtig sein sollte. Auf Anfrage des Kantons-
gerichts vom 15. Juni 2023 hin stellte der Kläger schliesslich unmissverständlich klar, dass er 
Klage gegen die Sammelstiftung erhebe, weil er möchte, dass sie ihm Leistungen ausrichte. Da-
mit legte er seinen Anfechtungswillen deutlich dar. Zudem ist für das Kantonsgericht erkennbar, 
weshalb er eine Leistungsklage gegen die Sammelstiftung einreichte. Dass der Kläger in seiner 
ersten Eingabe vom 29. Dezember 2022 keine klaren Anträge stellte, schadet ihm als juristischen 
Laien nicht, werden doch an eine Laieneingabe keine hohen Anforderungen an die erforderliche 
Form und den Inhalt einer Klage an die kantonale Rechtsmittelinstanz gestellt (vgl. THOMAS 
MERKLI/ARTHUR AESCHLIMANN/RUTH HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 32, Rz. 11). Damit genügt die Eingabe vom 29. 
Dezember 2022 den formellen Voraussetzungen an eine Klage, weshalb darauf einzutreten ist.  
 
3.1 In materieller Hinsicht ist zu prüfen, ob der Kläger Anspruch auf eine Invalidenrente aus 
beruflicher Vorsorge gegenüber der Sammelstiftung hat. 
 
3.2 Am 1. Januar 2022 ist die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft getreten. Mit den IVG-Änderungen wurden auch Bestimmungen des 
BVG geändert (AS 2021 24 ff.). Nach dem in der beruflichen Vorsorge geläufigen Prinzip wird 
grundsätzlich auf die Gesetzesbestimmungen abgestellt, die bei Beginn des IV-Rentenanspruchs 
Gültigkeit haben (vgl. Bundesblatt [BBl] 2017 2686). Da vorliegend die zuständige IV-Stelle Basel-
Stadt den Rentenbeginn auf den 1. Oktober 1996 festgelegt hatte und eine Invalidenrente aus 
beruflicher Vorsorge ab diesem Zeitpunkt strittig ist, finden die hier relevanten BVG-
Bestimmungen in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Sie wer-
den im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben und angewendet.  
 
3.3 Nach Art. 10 BVG beginnt die obligatorische Versicherung mit dem Antritt des Arbeits-
verhältnisses, für Bezüger von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung mit dem Tag, für den 
erstmals eine Arbeitslosenentschädigung ausgerichtet wird (Abs. 1). Die Versicherungspflicht en-
det, wenn der Anspruch auf Altersleistung entsteht, das Arbeitsverhältnis aufgelöst, der Mindest-
lohn unterschritten oder die Ausrichtung von Taggeldern der Arbeitslosenversicherung eingestellt 
wird; vorbehalten bleibt Art. 8 Abs. 3 BVG (Abs. 2). Für die Risiken Tod und Invalidität bleibt die 
Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer während eines Monats nach Auflösung des Vorsorgever-
hältnisses bei der bisherigen Vorsorgeeinrichtung versichert; wird vorher ein neues Vorsorgever-
hältnis begründet, so ist die neue Vorsorgeeinrichtung zuständig (Abs. 3). Da das Arbeitsverhält-
nis des Klägers mit dem B.____ vom 1. Februar 1992 bis 31. Oktober 1995 gedauert hat, besteht 
unter Berücksichtigung der einmonatigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG eine 
Versicherungsdeckung vom 1. Februar 1992 bis 30. November 1995. 
 

 
 
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3.4 Versicherte Personen haben nach Art. 23 lit. a BVG Anspruch auf Invalidenleistungen, 
die im Sinne der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren 
Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. Nach Art. 24 Abs. 1 BVG hat die versicherte 
Person Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn sie im Sinne der IV mindestens zu 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindes-
tens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Art. 26 Abs. 1 
BVG bestimmt, dass für den Beginn des Anspruchs auf IV-Leistungen aus beruflicher Vorsorge 
sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des IVG gelten.  
 
3.5 Art. 23 BVG begründet einerseits die Leistungspflicht der beruflichen Vorsorge als sol-
che; anderseits grenzt er die Haftung mehrerer Vorsorgeeinrichtungen untereinander ab 
(vgl. MARC HÜRZELER, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, BVG und 
FZG, Bern 2019, N. 2 zu Art. 23 BVG). So kommt dieser Bestimmung insbesondere auch die 
Funktion zu, die Leistungszuständigkeit festzulegen, wenn eine in ihrer Arbeitsfähigkeit bereits 
beeinträchtigt gewesene versicherte Person ihre Arbeitsstelle (und damit auch die Vorsorgeein-
richtung) wechselt und ihr später eine Rente der IV zugesprochen wird. Invalidenleistungen schul-
det demnach diejenige Vorsorgeeinrichtung, bei welcher die ansprechende Person zum Zeitpunkt 
des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur späteren Invalidität geführt hat, versichert 
war (zuzüglich der einmonatigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG; BGE 135 V 13 
E. 2.6). Dieser Grundsatz gilt sowohl in der obligatorischen beruflichen Vorsorge als auch in der 
weitergehenden, wenn Reglement oder Statuten nichts anderes vorsehen (BGE 136 V 65 E. 3.2).  
 
3.6.1 Für den Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG ist die Einbusse an 
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf zu verstehen; sie ist relevant, wenn sie 
mindestens 20 % beträgt und sich auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirkt oder auswirkte 
(BGE 144 V 58 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Dezember 2012, 9C_536/2012, E. 2.1.3 
mit weiteren Hinweisen; MARKUS MOSER, in: Basler Kommentar, Berufliche Vorsorge, Basel 2021, 
N. 33 zu Art. 23 BVG). Der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeits-
unfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen) echtzeitlich nachgewiesen sein (Urteile 
des Bundesgerichts vom 11. Juni 2008, 9C_96/2008, E. 2.2 und vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, 
E. 3.2, je mit Hinweisen). Das Erfordernis, wonach der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsor-
gerechtlich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen "echtzeitlich" nachgewie-
sen sein muss, ist nicht so zu verstehen, dass dieser Nachweis zwingend ein sogenanntes echt-
zeitliches, d.h. zum fraglichen Zeitpunkt verfasstes Arztattest voraussetzt. Gemeint ist vielmehr, 
dass nachträglich formulierte Hypothesen theoretischer Natur über den Eintritt der Arbeitsunfä-
higkeit nicht ausreichen. Einer retrospektiven Festlegung der Arbeitsunfähigkeit kann (nur) gefolgt 
und auf ein echtzeitliches Arztzeugnis verzichtet werden, wenn anderweitig echtzeitlich dokumen-
tiert ist, dass und wann sich die gesundheitliche Beeinträchtigung in Form einer verminderten 
Leistungsfähigkeit ("sinnfällig") auf das Arbeitsverhältnis ausgewirkt hat (Urteil des Bundesge-
richts vom 2. März 2023, 9C_314/2022, E. 2.2.1 mit Hinweisen). Die Einbusse an funktionellem 
Leistungsvermögen kann sich etwa in einem belegten Leistungseinbruch am Arbeitsplatz mani-
festieren, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar 

 
 
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Ermahnung des Arbeitgebers oder durch auffällig gehäufte gesundheitlich bedingte Arbeitsaus-
fälle (Urteile des Bundesgerichts vom 31. März 2023, 9C_399/2022, E. 2.4 mit Hinweis und vom 
20. Februar 2023, 9C_249/2022, E. 2.2.2).   
 
3.6.2 Eine Reduktion des Arbeitspensums kann ein gewichtiges Indiz für das Vorliegen einer 
berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit sein, genügt allein in der Regel jedoch nicht 
für den Nachweis einer gesundheitlich bedingten funktionellen Leistungseinbusse. Dies gilt ins-
besondere, wenn die Reduktion aus einem subjektiven Krankheitsgefühl heraus erfolgt oder 
wenn konkurrierende Gründe bestehen (z.B. der Wunsch nach mehr Zeit für bestimmte [Freizeit-
]Aktivitäten oder für eine berufsbegleitende Weiterbildung). Es braucht grundsätzlich eine echt-
zeitliche ärztliche Bestätigung, dass die Pensumsreduktion gesundheitlich bedingt notwendig ist, 
weil etwa die weitere Verrichtung der Berufsarbeit nur unter der Gefahr der Verschlimmerung des 
Gesundheitszustandes möglich wäre. Davon kann abgesehen werden, wenn andere Umstände, 
z.B. krankheitsbedingte Absenzen vor der Arbeitszeitreduktion, den Schluss nahelegen, dass 
dieser Schritt auch objektiv betrachtet aus gesundheitlichen Gründen erfolgt und insoweit eine 
arbeitsrechtlich in Erscheinung getretene (sinnfällige) Leistungseinbusse zu bejahen ist (Urteile 
des Bundesgerichts vom 28. Januar 2021, 9C _517/2020, E. 3.2, vom 6. Mai 2019, 9C_765/2018, 
E. 3.3.2 und vom 23. Juli 2014, 9C_61/2014, E. 5.1, je mit Hinweisen).  
 
3.7 Nach der Rechtsprechung ist eine Vorsorgeeinrichtung im Bereich der gesetzlichen Min-
destvorsorge an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähig-
keit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, sofern sie in das iv-
rechtliche Verfahren einbezogen worden ist oder sie sich dennoch auf die Feststellungen der 
Organe der IV stützt, die konkrete Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs ge-
genüber der IV entscheidend war und die iv-rechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesam-
ten Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 138 V 409 E. 3.1 mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 9C_298/2019, E. 2). Gelangt die vom 
Gesetzgeber gewollte und in Art. 23 ff. BVG zum Ausdruck gebrachte Verbindlichkeitswirkung 
des IV-Entscheides zur Anwendung, muss sich die versicherte Person dies entgegenhalten las-
sen; eine offensichtliche Unhaltbarkeit der Invaliditätsbemessung durch die IV-Stelle bleibt jedoch 
vorbehalten (vgl. HÜRZELER, a.a.O., zu Art. 23 Rz. 14 f.). Vorliegend ist den Akten zu entnehmen, 
dass der Sammelstiftung die IV-Rentenverfügungen vom 18. März 1997 nicht eröffnet wurden. 
Auch von den Mitteilungen vom 27. Februar 2001, 21. Januar 2006, 11. März 2011, 30. Mai 2013 
und vom 6. März 2019 hatte sie keine Kenntnis. Erst als der Kläger Leistungsansprüche aus 
beruflicher Vorsorge geltend machte, erlangte sie von den IV-Rentenverfügungen Kenntnis. Bei 
dieser Sachlage besteht keine Bindung an die IV-Verfügungen. Im vorliegenden Verfahren kann 
somit frei und ohne Bindung an die Feststellungen der IV-Stelle überprüft werden, in welchem 
Zeitpunkt die relevante Arbeitsunfähigkeit eintrat, deren Ursache zur Invalidität des Klägers 
führte. 
 
4.1 Vorliegend ist der Kläger der Ansicht, dass die Sammelstiftung aufgrund seines iv-recht-
lichen Rentenanspruchs ab 1. Oktober 1996 eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge auszu-
richten habe. Um einen Leistungsanspruch bejahen zu können, muss während des Vorsorgever-

 
 
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hältnisses bei der Sammelstiftung vom 1. Februar 1992 bis 30. November 1995 (inkl. Nachde-
ckungsfrist gemäss Art. 10 BVG) eine berufsvorsorgerechtlich relevante Arbeitsunfähigkeit mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten sein. Sie ist relevant, wenn eine mindestens 
20%ige Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe-
reich vorlag und sich auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirkte (vgl. Erwägung 3.6.1).  
 
4.2 Es ist unbestritten, dass der Kläger seit Jahrzehnten an einer psychischen Erkrankung 
leidet. Die medizinische Aktenlage während des hier massgebenden Arbeitsverhältnisses vom 
1. Februar 1992 bis 31. Oktober 1995 beim B.____ ist jedoch spärlich. Für die Zeit des Anstel-
lungsverhältnisses sind nur zwei echtzeitliche medizinische Berichte in den Akten zu finden. Bei 
einem handelt es sich um einen Kolonoskopie-Bericht von Dr. med. H.____, FMH Innere Medizin, 
vom 29. August 1995 und beim anderen um den Bericht von Dr. med. I.____, FMH Psychiatrie 
und Psychotherapie, vom 21. April 1992. Die Koloskopie, welche aufgrund psychosomatischer 
Bauchbeschwerden durchgeführt wurde, ergab keine auffälligen Befunde, weshalb keine Arbeits-
unfähigkeit bescheinigt wurde. Auch Dr. I.____ attestierte im Bericht vom 21. April 1992 keine 
Arbeitsunfähigkeit. Es ist somit festzustellen, dass während des Vorsorgeverhältnisses keine 
echtzeitlichen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse vorliegen. Demgemäss ist zu prüfen, ob andere echt-
zeitliche Dokumente vorliegen, aus welchen sich erschliessen lässt, dass sich die psychische 
Erkrankung des Versicherten in Form einer verminderten Leistungsfähigkeit auf das Arbeitsver-
hältnis ausgewirkt hat. Angesichts seiner über Jahrzehnte bestehenden psychischen Erkrankung 
bedarf es hierfür eines Überblicks über den Krankheitsverlauf des Klägers. 
 
4.3.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass der Kläger nach dem Lehrabschluss im Jahr 1971 
und an Weihnachten 1977 die ersten psychotischen Episoden erlitt. Im September 1978 trat er 
nach einer erneuten psychotischen Episode am 21. September 1978 in die J.____ ein, welche er 
jedoch nach 8 Tagen wieder verliess. Ab diesem Zeitpunkt ging er nur noch unregelmässig einer 
beruflichen Arbeit nach. Als Diagnose wurde damals eine paranoide Schizophrenie festgehalten 
und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (vgl. Bericht der J.____ vom 25. September 1980). 
Im Jahr 1983 stellte die damalige behandelnde Psychiaterin, Dr. med. et phil. K.____, eine Ver-
besserung des psychischen Zustandes fest, was dem Kläger erlaubte, ab Februar 1984 in einem 
Halbtagspensum als Orthopädist zu arbeiten (vgl. Berichte von Dr. K.____ vom 5. Mai 1983 und 
23. März 1984). Diese berufliche Tätigkeit musste er jedoch aufgeben, als sich sein psychischer 
Zustand wieder verschlechterte (vgl. Bericht von Dr. K.____ vom 19. Juli 1985). Aufgrund der 
damaligen psychischen Verfassung des Klägers scheiterten die im August 1985 gestarteten be-
ruflichen Eingliederungsmassnahmen (vgl. Bericht des L.____ vom 30. August 1985). Im April 
1988 ging es dem Kläger gesundheitlich wieder derart besser, als es ihm nun möglich war, einer 
regelmässigen Arbeit als Verkäufer in einem ca. 50%-Teilzeitpensum nachzugehen (vgl. Verfü-
gung der IV-Kommission Basel-Stadt vom 1. Juni 1988; Fragebogen für den Arbeitgeber vom 2. 
März 1989). Im Bericht vom 6. Juni 1990 diagnostizierte der nun behandelnde Psychiater, Dr. 
I.____, eine zwanghafte Borderline-Störung mit Neigung zu Depressionen und Depersonalisa-
tion. Zurzeit lebe der Kläger in einer stabilen Beziehung mit seiner Freundin und komme seit 
einem Jahr ohne Medikamente aus. Periodisch leide er an wiederkehrenden Depressionen, wel-
che jedoch nie so schwerwiegend seien, dass er der Arbeit fernbleiben müsse. Dr. I.____ emp-

 
 
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fahl, die bisher attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % zur Verfestigung des derzeitigen psychi-
schen Zustandes noch aufrechtzuerhalten. Schliesslich nahm der Kläger am 1. August 1991 ein 
6-monatiges Praktikum im B.____ mit einem 90%-Pensum auf, mit dem Ziel, dort eine dreijährige 
Ausbildung als Erzieher VPG (heute: Sozialpädagoge) zu absolvieren (vgl. Arbeitsvertrag vom 7. 
Mai 1991; Schreiben der IV-Regionalstelle Basel vom 12. Juli 1991). Mit Aufnahme der berufs-
begleitenden Ausbildung im B.____ per 1. Februar 1992 (vgl. Arbeitsvertrag vom 22. Januar 
1992) entschloss sich der Kläger, sich von der IV abzumelden. Dr. I.____ führte im bereits er-
wähnten Bericht vom 21. April 1992 aus, dass der Kläger soweit psychisch stabilisiert sei und im 
letzten Jahr nur einen Tag bei der Arbeit gefehlt habe. Er befürworte deshalb die berufsbeglei-
tende Ausbildung. Allerdings wies er darauf hin, dass eine solche Ausbildung für den Kläger be-
lastend sei. Eventuell müsste die Arbeitsfähigkeit wieder auf 50 % reduziert werden. In der Folge 
wurde die halbe Invalidenrente per 30. September 1992 aufgehoben (vgl. Verfügung der Aus-
gleichskasse des Basler Volkswirtschaftsbundes vom 14. August 1992).  
 
4.3.2 Der nächste medizinische Bericht verfasste Dr. med. M.____, FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, am 10. Mai 1996, also rund 5 ½ Monate nach Beendigung des Vorsorgeverhältnis-
ses bei der Sammelstiftung. Dr. M.____ führte als Diagnose – wie bereits Dr. I.____ – eine 
Borderline-Störung mit Depressionen und Depersonalisation auf. Der Kläger sei im Verlauf des 
letzten Jahres mit seiner Arbeit zusehends überfordert gewesen. Phasenweise seien schwere 
depressive Zustände mit Depersonalisationssymptomen aufgetreten. Aufgrund seines psychi-
schen Zustandes sei er auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar. Eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit bescheinigte er ausdrücklich jedoch erst per 1. Oktober 1996 (vgl. Bericht vom 20. Ja-
nuar 2001).  
 
4.3.3 Mit Schreiben vom 28. Juli 1995 kündigte der Kläger das Arbeitsverhältnis mit dem 
B.____ per Ende Oktober 1996; einen Kündigungsgrund gab er nicht an. Gemäss den Angaben 
des B.____ im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 2. Oktober 1996 erfolgte die Kündigung, weil 
der Kläger sich beruflich verändern wollte. Im Eintrag ins Verlaufsprotokoll der IV-Stelle Basel-
Stadt vom 13. März 1996 wurde hierzu festgehalten, dass es dem Kläger gemäss seinen Anga-
ben noch nie so gut gegangen sei wie bei der Arbeit im B.____. Es habe aber Meinungsverschie-
denheiten mit dem Heimleiter, dessen Ehefrau und den Mitarbeitern gegeben. Als eine Mutter 
eines Patienten, für welchen er sich sehr engagiert habe, ihn "ausgelassen" habe, obwohl er beim 
Patienten kurzfristig Erfolge mittels Kinesiologie habe erreichen können, habe er sich sehr ge-
kränkt gefühlt. Nachdem körperliche Symptome wie Magen-Darm-Blutungen hinzugetreten 
seien, habe er keine Energie mehr gehabt. Die Diskrepanz zwischen seinen eigenen Idealvor-
stellungen und der Realität habe ihn als enorm hilflos erscheinen lassen. Dem Fragebogen ist 
weiter zu entnehmen, dass der Lohn des Klägers dessen Arbeitsleistung entsprach (vgl. Ziffer 13 
des Fragebogens). Während des Anstellungsverhältnisses stieg der Jahresverdienst sogar an 
(vgl. Ziffer 20 des Fragebogens). Weiter geht aus dem Fragebogen hervor, dass der Kläger wäh-
rend des ganzen Anstellungsverhältnisses im Jahr 1994 einmal und im Jahr 1995 fünfmal wegen 
Krankheit der Arbeit fernblieb (vgl. Ziffer 20 des Fragebogens). Im Arbeitszeugnis des B.____ 
vom 10. November 1995 wurde weiter vermerkt, dass der Kläger nur ein Jahr die berufsbeglei-
tende Ausbildung zum Sozialpädagogen absolviert habe. Offensichtlich arbeitete er danach im 
B.____ als "angelernter Betreuer" im Umfang von 80 % weiter (vgl. Eintrag ins Verlaufsprotokoll 

 
 
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der IV-Stelle Regionalstelle Basel vom 13. März 1996 und Fragebogen für den Arbeitgeber vom 
2. Oktober 1996, Ziffer 12), was angesichts des anfänglichen Arbeitspensums von 90 % (vgl. 
Arbeitsvertrag vom 22. Januar 1992) eine Reduktion von 10 % bedeutete. Aus welchem Grund 
er die berufsbegleitende Ausbildung abbrach, ist den Akten nicht zu entnehmen.  
 
4.4.1 In Würdigung dieser Dokumente ist festzustellen, dass keine der behandelnden medizi-
nischen Fachpersonen während des Vorsorgeverhältnisses bei der Sammelstiftung eine mindes-
tens 20%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte. Der einzige echtzeitliche psychiatrische Bericht 
stammt von Dr. I.____ und ist vom 21. April 1992 datiert. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der Kläger 
in Berücksichtigung des Praktikums bereits knapp 9 Monate im B.____. Dr. I.____ stellte einen 
stabilen Gesundheitszustand fest und attestierte keine Arbeitsunfähigkeit mehr. Da er keine auf-
fälligen psychopathologischen Befunde feststellen konnte, die Vorgesetzten mit den Leistungen 
des Klägers zufrieden waren und dieser die Tätigkeit als Sozialpädagoge als sehr befriedigend 
empfand, sah er wohl keine gewichtigen medizinischen Gründe, welche gegen die Fortführung 
des 90%igen Arbeitsverhältnisses sprachen, ansonsten er – wie im Bericht vom 6. Juni 1990 – 
gegen den Wunsch des Klägers weiterhin wohl nur eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt 
hätte. Gemäss Bericht von Dr. M.____ vom 10. Mai 1996, bei welchem der Kläger eine psycho-
therapeutische Behandlung im Laufe des Jahres 1996 aufgenommen hat, sind beim Kläger of-
fenbar im Jahr 1995 aufgrund einer Überforderung am Arbeitsplatz psychische Beeinträchtigun-
gen mit phasenweise schweren depressiven Zuständen aufgetreten. Aufgrund der psychischen 
Erkrankung erachtete Dr. M.____ den Kläger auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr vermittel-
bar. Im Bericht vom 20. Januar 2001 attestierte er jedoch erst ab 1. Oktober 1996 eine vollstän-
dige Arbeitsunfähigkeit, was mit Blick auf die Ausführungen im vorherigen Bericht erstaunt. Wes-
halb er trotz festgestellter fehlender Vermittelbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Arbeitsun-
fähigkeit erst per 1. Oktober 1996 bescheinigte, erschliesst sich nicht aus den Akten. Zu Gunsten 
des Klägers wird davon ausgegangen, dass bereits im Zeitpunkt der Konsultation bei Dr. M.____ 
im Mai 1996 eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit von mindestens 20 % vorlag. Aufgrund der 
Akten gibt es jedoch keine Anhaltspunkte, dass eine berufsvorsorgerechtliche relevante Arbeits-
unfähigkeit bereits während des Vorsorgeverhältnisses vom 1. Februar 1992 bis 30. November 
1995 bestand. Es ist zwar nicht auszuschliessen, dass Dr. M.____ retrospektiv wegen einer feh-
lenden Vermittelbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit im 
Jahr 1995 ausging. Nachträgliche Annahmen reichen jedoch für den Nachweis einer berufsvor-
sorgerechtlichen Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen nicht aus (Urteil des Bundesge-
richts vom 20. Februar 2023, 9C_249/2022, E. 2.2.2 und E. 3.4.1). Da sich aus den Berichten 
von Dr. M.____ keine Hinweise auf Leistungseinbussen während des Arbeitsverhältnisses mit 
dem B.____ ergeben, ist mit seinem Bericht vom 10. Mai 1996 eine während des Vorsorgever-
hältnisses eingetretene Arbeitsunfähigkeit nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Mit Blick auf die 
wenigen gesundheitsbedingten Absenzen ist eine während des Vorsorgeverhältnisses eingetre-
tene Arbeitsunfähigkeit von mehr als 20 % denn auch nicht plausibel, erreichen die Krankheits-
absenzen doch kein Ausmass, dass sie als auffällig gehäuft zu qualifizieren wären. Zwar wurde 
das anfängliche Arbeitspensum von 90 % auf 80 % reduziert. Objektive Hinweise, dass die Pen-
sumsreduktion aus gesundheitlichen Gründen erfolgte, liegen aber nicht vor. Zudem wirkt sich 
eine Herabsetzung des Arbeitspensums von 10 % noch nicht auf einen allfälligen Anspruch auf 

 
 
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eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge aus, ist hierfür doch eine Einbusse an funktionellem 
Leistungsvermögen von mindestens 20 % notwendig.  
 
4.4.2 Somit ist festzustellen, dass aufgrund der vorliegenden Akten nicht nachgewiesen ist, 
dass beim Kläger während des Vorsorgeverhältnisses mit der Sammelstiftung eine Einbusse an 
funktionellem Leistungsvermögen von mindestens 20 % eingetreten ist. Angesichts des Krank-
heitsverlaufs des Klägers ist es zwar möglich, dass seine Arbeitsfähigkeit während des Arbeits-
verhältnisses im B.____ aufgrund seiner psychischen Beeinträchtigungen eingeschränkt war. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt jedoch dem mit im Sozialversiche-
rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht (BGE 144 V 427 
E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen Hinweisen). Von der Einholung weiterer Auskünfte oder vom 
Beizug zusätzlicher Akten betreffend die Jahre 1992 bis 1995 sind auch keine entscheidrelevan-
ten neue Erkenntnisse zu erwarten, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung davon abgesehen 
werden kann (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung: BGE 144 II 427 E. 3.1.3, 141 I 60 E. 3.3). 
Es liegt somit Beweislosigkeit vor, deren Folgen im Sozialversicherungsrecht diejenige Partei zu 
tragen hat, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte (BGE 
117 V 261 E. 3b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juni 2014, 9C_701/2013, E. 
4.1). Da der Kläger einen Rechtsanspruch gegenüber der Sammelstiftung geltend gemacht hat, 
aber der entsprechende Sachverhalt nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden kann, fällt der 
Entscheid zu seinen Ungunsten aus. Demgemäss ist ein Anspruch des Klägers auf eine Invali-
denrente gegenüber der Sammelstiftung zu verneinen. 
 
5.1 Selbst wenn eine mindestens 20%ige Leistungsbusse während des Vorsorgeverhältnis-
ses erstellt wäre, so wäre der zeitliche Konnex zwischen der Arbeitsunfähigkeit und der später 
eingetretenen Invalidität unterbrochen. Für die Leistungspflicht der Sammelstiftung ist erforder-
lich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusam-
menhang besteht (BGE 130 V 265 E. 4.1). Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs 
setzt voraus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 
Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war, was sich nach der 
Arbeits(un)fähigkeit in einer der gesundheitlichen Beeinträchtigung angepassten zumutbaren Tä-
tigkeit beurteilt (BGE 134 V 20 E. 5.3; Urteile des Bundesgerichts vom 23. Februar 2023, 
9C_500/2022, E. 3.2 und vom 2. Februar 2016, 9C_278/2015, E. 2.3.2). Der enge zeitliche Zu-
sammenhang ist nicht unterbrochen, so lange eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % und mehr in einer 
angepassten Tätigkeit besteht. Eine nachhaltige, den zeitlichen Konnex unterbrechende Erho-
lung liegt hingegen grundsätzlich vor, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit 
von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist (BGE 144 V 58 E. 4.4) und – 
kumulativ bezogen auf die angestammte Tätigkeit – ein rentenausschliessendes Einkommen er-
zielt werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Januar 2019, 9C_465/2018, E. 3.2; BGE 
134 V 20 E. 5.3).  
 
5.2 Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses per 31. Oktober 1995 war der Kläger vom 
27. November 1995 bis 29. März 1996, also während rund 4 Monaten zu 100 % im C.___ ange-
stellt. Aus dem Eintrag der IV-Stelle im Verlaufsprotokoll vom 13. März 1996 ergibt sich, dass der 
Kläger dort anfänglich zu 100 %, ab Januar 1996 nur noch zu 60 % und ab März 1996 zu 40 % 

 
 
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tätig war. Gemäss den Angaben des Klägers gab es Probleme mit dem Heimleiterehepaar und 
den Mitarbeitern. Er habe deshalb Ängste und Verunsicherungen entwickelt und sei mit der gan-
zen Situation überfordert gewesen (vgl. Eintrag ins Verlaufsprotokoll der IV-Kommission Basel-
Stadt vom 13. März 1996). Diese Vorbringen können zwar auf eine gesundheitliche Verschlech-
terung hindeuten, welche allenfalls die stufenweise Herabsetzung des Arbeitspensums begrün-
den könnten. Allerdings reichen zwischenmenschliche Probleme im Rahmen des Arbeitsverhält-
nisses nicht zur Begründung einer berufsvorsorgerechtlichen relevanten Arbeitsunfähigkeit aus. 
Zudem mangelt es auch an einem echtzeitlichen ärztlichen Bericht, welcher bestätigt, dass die 
Pensumsreduktion von 20 % bzw. 40 % aus medizinischen Gründen erforderlich war. Es gibt in 
den Akten keine weiteren Dokumente, welche eine Leistungseinbusse während des Arbeitsver-
hältnisses mit dem C.____ belegen würden. So wurden im Fragebogen für den Arbeitgeber vom 
25. September 1996 weder Krankheitsabsenzen angegeben noch lässt der erzielte Lohn auf ei-
nen erheblichen Leistungsabfall schliessen. Damit ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass die Reduktion des Arbeitspensums ab Januar 1996 gesundheitlich bedingt war. 
Ausgehend davon, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr erst per Mai 1996 medizi-
nisch ausgewiesen ist (vgl. E. 4.4), ist der Kläger nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses 
mit der Sammelstiftung per 30. November 1995 (inkl. Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 BVG) 
während 5 Monaten als voll arbeitsfähig zu betrachten. Demgemäss ist der für die Leistungspflicht 
der Sammelstiftung erforderliche zeitliche Konnex als unterbrochen zu betrachten, weshalb der 
Kläger keinen Anspruch gegenüber der Sammelstiftung besitzt. Die Klage ist bei diesem Ergebnis 
abzuweisen.  
 
5.3  An dieser Stelle ist der Kläger darauf aufmerksam zu machen, dass er gestützt auf die 
IV-Rentenverfügungen vom 18. März 1997 gegebenenfalls einen Rentenanspruch gegenüber 
derjenigen Einrichtung der beruflichen Vorsorge geltend machen kann, welcher er im Rahmen 
seiner Tätigkeit bei der D.____ für die Zeit vom 29. Oktober 1996 bis 31. Januar 1997 ange-
schlossen war. Es steht dem Kläger frei, sich für Auskünfte über allfällige Ansprüche an die zu-
ständige Vorsorgeeinrichtung der D.____ zu wenden.  
 
6. Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG ist das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
in der Regel kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu erheben. Dem Ausgang des 
Verfahrens entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen (vgl. BGE 126 V 143 
E. 4). 
 
  

 
 
Seite 13   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Klage wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.