# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4813c3ba-3c01-5c1a-b9c2-30799cd07339
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.03.2007 ZB 2007 3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ZB-2007-3_2007-03-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 07. März 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZB 07 3

(Mit Urteil 4A_119/2007 vom 9. Oktober 2007, als BGE 134 III 16 publiziert, hat 
das Bundesgericht die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde gutgeheis-
sen und das vorliegende Urteil aufgehoben.)

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz und Hubert 
Aktuar ad hoc Bänziger

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In der zivilrechtlichen Beschwerde

der C.X. und des D.X., Beklagte und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsan-
wältin Dr. iur. Eva Druey Just, Postfach 731, Vazerolgasse 2, 7002 Chur, wieder-
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Heinz Macchi, Postfach 343, Obere Bahnhofs-
trasse 49, 9501 Wil SG 1,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Albula vom 2. November 2006, mitgeteilt am 18. De-
zember 2006, in Sachen gegen E., Kläger und Beschwerdegegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter, Postfach 553, Goldgasse 11, 7002 Chur, 

betreffend Forderung (Zuständigkeit),

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hat sich ergeben:

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A. Im Zeitraum Januar 2005 bis April 2005 nahmen C.X. und D.X. erst-
mals Kontakt mit E. auf, wobei es vorerst um den Kauf einer Liegenschaft in A. ging. 
Zu einem späteren Zeitpunkt wurde E. vom Ehepaar X. sodann mit Architekturleis-
tungen beauftragt. E. zog für diese Arbeiten verschiedene weitere Unternehmer bei, 
welche ihrerseits Arbeiten für die Liegenschaft des Ehepaars X. ausführten. An-
fangs November 2005 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Am 13. November 
2005 wurde E. vom Ehepaar X. angehalten, einen Baustopp vorzunehmen. Mit 
Schreiben vom 20. Januar 2006 beendete das Ehepaar X. die Zusammenarbeit mit 
E., worauf dieser am 31. Januar 2006 seine Schlussrechnung stellte. Diese Rech-
nungsstellung wurde von C.X. und D.X. bestritten. 

B. Die Klage von E. wurde am 28. März 2006 beim Kreisamt A. zur Ver-
mittlung angemeldet. Die Parteien konnten sich an der Sühneverhandlung vom 3. 
Mai 2006 nicht einigen, so dass am 5. Mai 2006 der Leitschein ausgestellt wurde. 
Mit Prozesseingabe vom 29. Mai 2006, welche frist- und formgerecht beim Bezirks-
gericht Albula einging, stellte E. folgende Rechtsbegehren:

„1. Solidarische Verpflichtung der Beklagtschaft auf Anerkennung und Leis-
tung von CHF 52'414.65 zuzüglich 5% Zins seit 25.01.2006.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagtschaft.“

Zum Formellen liess der Kläger ausführen, dass sich die örtliche Zuständig-
keit des Bezirksgerichts Albula aus Art. 19 Abs. 1 lit. c des Bundesgesetzes über 
den Gerichtsstand in Zivilsachen (GestG, SR 272) ergebe, da er Architektenhono-
rarforderungen für Leistungen in Zusammenhang mit einem Grundstück in A. gel-
tend mache. Des Weiteren hätten sich die Beklagten auf die Klage hierorts auch 
eingelassen.

C. Mit frist- und formgerechter Prozessantwort vom 11. Juli 2006 stellte 
das Ehepaar X. folgende Rechtsbegehren:

„1. Es sei die Klage, soweit darauf eingetreten werden kann, vollumfänglich 
abzuweisen.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers.“

Das Ehepaar X. bestritt in ihrer Prozessantwort die örtliche Zuständigkeit des 
angerufenen Gerichts, welche der Kläger aus Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG ableitete. 
Bereits im vorprozessualen Verfahren, wie auch anlässlich der Friedensverhand-
lung vor dem Kreisamt A., sei die Zuständigkeit ausdrücklich bestritten worden. Die 

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Beklagten hätten sich auch nicht auf den Prozess eingelassen, wie dies vom Kläger 
behauptet wurde. Der ordentliche Gerichtsstand sei im vorliegenden Fall der Wohn-
sitz der Beklagten in B. im Kanton Schwyz.

D. Mit Verfügung des Bezirksgerichtsvizepräsidenten Albula vom 24. Juli 
2006 wurde den Parteien angezeigt, dass der Vorsitzende in Betracht ziehe, über 
die Frage der Zuständigkeit einen Entscheid im Sinne von Art. 93 ZPO fällen zu 
lassen, bevor über die Durchführung eines doppelten Schriftenwechsels und einer 
allfälligen Beweiserhebung entschieden werde. Die Parteien erhielten Gelegenheit, 
sich bis zum 16. August 2006 zu dieser Verfahrensfrage zu äussern. 

Die Beklagten teilten in der Folge mit Schreiben vom 25. Juli 2006 mit, dass 
sie mit einem die Zuständigkeit betreffenden Vorentscheid einverstanden seien und 
verwiesen zur Begründung der Bestreitung der Zuständigkeit auf die Prozessant-
wort. 

Der Kläger nahm mit Eingabe vom 11. August 2006 zur Frage der örtlichen 
Zuständigkeit Stellung, wobei er festhielt, dass die Zuständigkeit des Bezirksge-
richts Albula gegeben sei, da das Gericht gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG, am 
Ort, an welchem das Grundstück im Grundbuch aufgenommen ist, zuständig sei für 
„andere“ Klagen, die sich auf das Grundstück beziehen, worunter auch die Klage 
hinsichtlich Honorarforderungen von Architekten gegen den Grundeigentümer fallen 
würden.

E. Mit Urteil vom 2. November 2006, mitgeteilt am 18. Dezember 2006, 
erklärte sich das Bezirksgericht Albula aufgrund von Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG für 
die vorliegende Streitigkeit als örtlich zuständig, da die behaupteten Leistungen des 
Klägers einen Bezug von einer „gewissen Intensität“ zur Örtlichkeit des Grundstücks 
der Beklagten in A. aufweisen würden. Das Gericht erkannte demnach in seinem 
Urteil:

„1. Das Bezirksgericht Albula erklärt sich als die für die vorliegende Strei-
tigkeit örtlich zuständige Gerichtsbehörde.

2. Die Kosten des Bezirksgerichts Albula in der Höhe von Fr. 2'500.00 für 
den Entscheid über die Zuständigkeit gehen zulasten der Beklagten. Sie 
werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3. Die ausseramtliche Entschädigung der Parteien wird bei der Prozedur 
belassen.

4. (Rechtsmittelbelehrung).

5. (Mitteilung).“

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F. Gegen dieses Urteil des Bezirksgerichts Albula liessen C.X. und D.X. 
mit Eingabe vom 10. Januar 2007, eingegangen am 11. Januar 2007, Beschwerde 
beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden erheben. In ihrer Rechtsschrift 
stellen sie folgende Begehren:

„1. Das angefochtene Zwischenurteil sei aufzuheben und es sei festzustel-
len, dass für die streitige Forderung im Gerichtsbezirk Albula kein Ge-
richtsstand besteht.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung nach Durch-
führung des Beweisverfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Unter erst- und zweitinstanzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten des Klägers.“

Zur Begründung bringen die Beschwerdeführer vor, dass die junge Lehre und 
Rechtsprechung zum Gerichtsstandsgesetz den Gerichtsstand am Ort des Grund-
stücks für eine beschränkte Anzahl rein obligatorischer Klagen zulasse. Für solch 
rein obligatorische Klagen werde aber ein besonders enger Bezug der Klage zum 
Grundstück verlangt. Unter Berücksichtigung des auch heute noch verfassungs-
mässig garantierten Gerichtsstandes am Wohnsitz des Beklagten gemäss Art. 30 
Abs. 2 BV sei für die Annahme eines Gerichtsstandes am Ort des gelegenen Grund-
stücks betreffend rein obligatorischer Klagen grösste Zurückhaltung geboten. Der 
Beschwerdegegner selbst habe des Weiteren auch keine architekturtypischen Leis-
tungen für sie erbracht. Seine Tätigkeit habe sich auf die Erbringung einiger Koor-
dinationsdienstleistungen beschränkt. Selbst bei einem umfassenden Architekten-
vertrag könne kein Gerichtsstand am Ort des Grundstücks bestehen, da die zu er-
füllenden Planungsaufgaben grossmehrheitlich ortsunabhängig vorgenommen wer-
den können, so dass die sich aus dem Vertrag ergebenden Forderungen des Archi-
tekten nicht per se in einem besonders intensiven Zusammenhang zum Grundstück 
stünden, was allenfalls eine Aushebelung des Wohnsitzgerichtsstandes rechtferti-
gen könnte. Ob man bei Vorliegen der Bauleitung zu einem anderen Schluss kom-
men würde, brauche nicht beurteilt zu werden, da vorliegend unbestritten keine Bau-
leitung ausgeführt worden sei. Da der Kläger keine architekturtypischen Leistungen 
erbracht habe, gäbe es für diese Forderungen selbst dann keinen Gerichtsstand am 
Ort der gelegenen Sache, wenn Forderungen eines Architekten gegen den Grun-
deigentümer in grundsätzlicher Weise am Gerichtsstand des Ortes des gelegenen 
Grundstückes zugelassen würden. Sämtliche Leistungen, welche eine fundierte 
Auseinandersetzung mit der Örtlichkeit bedingt hätten, habe der Beschwerdegeg-
ner an Dritte delegiert, welche separat für ihre Dienste entschädigt worden seien. 
Der Beschwerdegegner habe bloss einige wenige Koordinationsleistungen er-
bracht, welche ortsunabhängig hätten durchgeführt werden können und im Übrigen 

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bereits abgegolten worden seien. Der Beschwerdeführer bringt des Weiteren vor, 
dass die Vorinstanz mit ihrer Begründung, dass die Leistungen des Klägers eine 
nähere Auseinandersetzung mit der alten Liegenschaft bedingt hätten, dem Bewei-
sergebnis in unzulässiger Weise vorgegriffen habe. Die entsprechende Feststellung 
im angefochtenen Urteil sei damit willkürlich.

G. Der Beschwerdegegner stellt in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 
2007, eingegangen am 25. Januar 2007, folgende Anträge:

„1. Abweisung der Beschwerde.

2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungs-
folge zu Lasten der Beschwerdeführer.“

Zur Begründung bringt der Beschwerdegegner vor, dass er als Architekt im 
Zusammenhang mit der Sanierung des alten Hauses in A. etliche Arbeiten für die 
Beschwerdeführer erledigt habe. Bei einer Klage, bei der ein Bezug zu einem 
Grundstück bestehe und die Beweiserhebung im Zusammenhang mit einem Grund-
stück stehe, könne ein gemäss Art. 19 GestG erforderlicher genügender Bezug zum 
Grundstück bejaht werden, dies aufgrund des Gesetzestextes des Art. 19 GestG, 
der bundesrätlichen Botschaft, sowie der gewandelten Rechtsprechung. Ein beson-
ders intensiver Bezug der Klage zum Grundstück werde gemäss GestG nicht ver-
langt, wie dies die Beschwerdeführer geltend machen würden. 

H. Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 29. Januar 2007, einge-
gangen am 31. Januar 2007, auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. a) Nach Art. 93 Abs. 1 ZPO kann der Gerichtspräsident in jedem Stadium 
des Verfahrens, nötigenfalls nach Erhebung der erforderlichen Beweise, eine Ge-
richtsverhandlung ansetzen, an welcher über die Prozessvoraussetzungen ent-
schieden wird. Entscheide betreffend die Zuständigkeit können in jedem Fall mittels 
Beschwerde beim Kantonsgerichtsausschuss angefochten werden (Art. 93 Abs. 2 
und 232 Ziff. 1 ZPO).

b) Die Beschwerde von C.X. und D.X. vom 10. Januar 2007, eingegan-
gen am 11. Januar 2007, richtet sich gegen das Urteil des Bezirksgerichts Albula 
vom 2. November 2006, mitgeteilt am 18. Dezember 2006, welches einzig die Frage 

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der örtlichen Zuständigkeit zum Gegenstand hatte. Auf das frist- und formgerecht 
eingereichte Rechtsmittel wird hiermit eingetreten.

2. a) Im vorliegenden Fall geht es um die örtliche Zuständigkeit für die Gel-
tendmachung von Honoraransprüchen für Architekturleistungen. Gemäss Art. 19 
Abs. 1 lit. c GestG ist das Gericht am Ort, an dem das Grundstück im Grundbuch 
aufgenommen ist oder aufzunehmen wäre, zuständig für andere Klagen, die sich 
auf das Grundstück beziehen, wie solche auf Übertragung von Grundeigentum oder 
auf Einräumung beschränkter dinglicher Rechte an Grundstücken.

b) Wie auch die Beschwerdeführer in ihrer Eingabe ausführen, können 
gemäss Lehre und Rechtsprechung auch rein obligatorische Klagen unter Art. 19 
Abs. 1 lit. c GestG subsumiert werden. Inwiefern der Bezug einer solchen rein obli-
gatorischen Klage eine besondere Intensität zum Grundstück aufzuweisen hat und 
ob ein solcher bei einer Honorarforderung eines Architekten gegeben ist, gilt es im 
Folgenden zu prüfen.

3. a) Gemäss Botschaft zum GestG vom 18. November 1998, S. 2855 ff. 
wurde die Öffnung des Forums der gelegenen Sache auch für rein obligatorische 
Klagen, welche Grundstücke betreffen, in der Vernehmlassung vereinzelt kritisiert. 
Der Bundesrat hielt gemäss Botschaft jedoch am Vorschlag der Expertenkommis-
sion fest, denn die Neuregelung knüpft an eine moderne kantonale Tendenz an, die 
im kantonalen Recht begann und in jüngeren Gerichtsstandsnormen des Bundes-
rechts ihre Fortsetzung fand. Die Botschaft verweist diesbezüglich auch auf die ent-
sprechenden Bestimmungen der Bündnerischen wie auch der Zürcherischen ZPO. 
Nach Sträuli/Messmer (Kommentar zur Zürcherischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., 
Zürich 1982, N. 16-18 zu § 6/7) fallen unter die „anderen Klagen, die mit einem 
Grundstück in Zusammenhang stehen“ gemäss § 6 lit. d Abs. 2 der Zürcherischen 
ZPO ausdrücklich auch Honorarforderungen von Architekten. In PKG 1990 Nr. 11 
liess es das Kantonsgericht offen, ob diese eher weite Interpretation auch für den 
Kanton Graubünden Gültigkeit hat. Die Botschaft zum GestG besagt aber auch un-
missverständlich, dass der Bezug einer rein obligatorischen Klage zum Grundstück 
von einer gewissen Intensität sein muss, damit am Ort des gelegenen Grundstücks 
eine Zuständigkeit gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG gegeben ist. Ein bloss ent-
fernter sachlicher Zusammenhang mit dem Grundstück genügt gemäss Botschaft 
nicht. So wäre beispielsweise die Klage eines Unternehmers aus Reparaturarbeiten 
am Haus gegen den Grundeigentümer am Ort der gelegenen Sache zulässig; un-
genügend wäre der Zusammenhang hingegen, würde sich die Klage gegen irgend-

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einen Dritten richten (z.B. gegen den Architekten), der weder das Eigentums- noch 
ein Nutzungsrecht am Grundstück hat. Aus dieser beispielhaften Aufzählung lässt 
sich die Frage der Zuständigkeit von Architektenhonorarforderungen nicht absch-
liessend beurteilen. Im vorliegenden Fall richtet sich die Klage nicht gegen irgend-
einen Dritten, sondern gegen die Eheleute Spenger, die am Grundstück das Eigen-
tums- und Nutzungsrecht haben. Ob ein Architekt mit seinen Honorarforderungen 
jedoch grundsätzlich gleich, wie ein Unternehmer, der aus Reparaturarbeiten am 
Haus klagt, zu behandeln ist, ergibt sich aus der Botschaft nicht. 

b) Von den Kommentaren, welche sich mit den GestG-Bestimmungen 
befassen, spricht sich soweit ersichtlich lediglich Nicolas von Werdt explizit dafür 
aus, auch Honorarforderungen von Architekten unter den Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG 
zu subsumieren, dies jedoch nur, insoweit sich diese Forderungen gegen den Grun-
deigentümer richten (Nicolas von Werdt, Gerichtsstandsgesetz, Kommentar zum 
Bundesgesetz über den Gerichtsstand in Zivilsachen, Bern, 2005, N 33 ff. zu Art. 
19 GestG). Die weiteren Kommentare zu Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG folgen zur hier 
anstehenden Frage der Botschaft des Bundesrates, indem sie bei rein obligatori-
schen Klagen einen Bezug zum Grundstück von einer „gewissen Intensität“ fordern 
(Oscar Vogel/Karl Spühler/Myriam A. Gehri, Grundriss des Zivilprozessrechts und 
des internationalen Zivilprozessrechts der Schweiz, 8. Aufl., Bern, 2006; Georg 
Naegeli, Gerichtsstandsgesetz, Kommentar zum Bundesgesetz über den Gerichts-
stand in Zivilsachen, Zürich, 2001, N 31 ff. zu Art. 19; Luca Tenchio, Kommentar 
zum Schweizerischen Zivilprozessrecht, Bundesgesetz über den Gerichtsstand in 
Zivilsachen (GestG), Basel/Genf/München, 2001, N 32 ff. zu Art. 19; Dominik Vock, 
Besondere Gerichtsstände im Gerichtsstandsgesetz (GestG), in: Das Gerichts-
standsgesetz, Schriften der Stiftung für die Weiterbildung schweizerischer Richte-
rinnen und Richter SWR/Band 2, Bern, 2001.) Unter diesen Umständen schliesst 
sich der Kantonsgerichtsausschuss in dieser Frage der bundesrätlichen Botschaft 
und der herrschenden Lehre an. Es erscheint in der Tat gerechtfertigt, bei rein obli-
gatorischen Klagen vom verfassungsmässigen Wohnsitzgerichtsstand nur dann ab-
zuweichen, wenn die Klage auch eine gewisse Intensität, d.h. einen recht engen 
Bezug zum betreffenden Grundstück hat. Dies bedeutet für Honorarforderungen 
von Architekten, dass im Zusammenhang mit der Gerichtsstandsfrage zu prüfen ist, 
wie sehr der Architekt sich mit dem Grundstück selbst auseinandersetzen musste.

4. Der genaue Umfang der vom Beschwerdegegner erbrachten Leistun-
gen ist umstritten und braucht in diesem Verfahren nicht festgelegt zu werden. Die 
bisher produzierten Akten lassen indessen ohne weiteres den Schluss zu, dass es 

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im vorliegenden Fall nicht bloss um erste Arbeiten für ein Projekt „auf der grünen 
Wiese“ ging, sondern um relativ anspruchsvolle Umbauarbeiten an einem sanie-
rungsbedürftigen Altbau, die zunächst ein intensives Auseinandersetzen mit dem 
Objekt voraussetzten (Bestandesaufnahmen, Abklärung der Erschliessung etc.). 
Bei solchen Arbeiten handelt es sich – entgegen der Meinung der Beschwerdeführer 
– sehr wohl um architektentypische Leistungen, da sich ein Architekt typischerweise 
in der ersten Phase seiner Planung mit der Bestandesaufnahme, der Erschliessung 
etc. zu befassen hat. Auch die Vertreterin der Beschwerdeführer anerkannte im von 
ihr vor dem Bezirksgericht Albula gehaltenen Plädoyer vom 2. November 2006 ver-
schiedene vom Architekten erbrachte Leistungen an. Das Kriterium der „gewissen 
Intensität“ des Bezugs der Klage zum Grundstück lässt sich somit bereits anhand 
der eingereichten klägerischen Akten prüfen und bedeutet – entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdeführer – keine Vorwegnahme des Beweisergebnisses hin-
sichtlich des Leistungsumfanges. Bei Würdigung der klägerischen Akten und 
Rechtsbegehren erscheinen die vom Beschwerdegegner eingeklagten Forderun-
gen nicht bloss zum Zwecke der Begründung eines Gerichtsstand am Ort des gele-
genen Grundstücks geltend gemacht worden zu sein. Wie die Beschwerdeführer 
wohl richtig ausführen, darf ein Gericht für die Frage der Zuständigkeit nicht einfach 
blindlings auf die Behauptungen des Klägers abstellen, da der Kläger damit zu ei-
nem beinahe beliebigen Gerichtsstand gelangen könnte. Dem Gericht muss es in-
des gestattet sein, die materiellen Behauptungen des Klägers anhand der einge-
reichten Akten für die Frage der Zuständigkeit kritisch zu würdigen, ohne damit be-
reits das Beweisergebnis in der Hauptsache vorwegzunehmen. Falls dies dem Ge-
richt verwehrt würde, könnte sich für rein obligatorische Klagen nie ein Gerichts-
stand aufgrund Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG ergeben, was nicht die Absicht des Ge-
setzgebers gewesen ist.

5. Die Würdigung der Prozessakten führt den Kantonsgerichtsausschuss 
zum Schluss, dass für die Honorarforderungen des Architekten im vorliegenden Fall 
ein Gerichtsstand am Ort des gelegenen Grundstücks gegeben ist. Dies insbeson-
dere deshalb, da sich die Arbeiten des Beschwerdegegners nicht bloss in Planar-
beiten, die allesamt von Zuhause aus zu erledigen waren, erschöpft haben, sondern 
es sich um die Sanierung eines bestehenden Hauses gehandelt hat, deren Planung 
einer näheren Auseinandersetzung mit dem Grundstück bzw. mit dem darauf er-
stellten Haus bedurfte. Das Gericht erachtet es aufgrund der Akten und den Be-
hauptungen des Klägers als erstellt, dass der Beschwerdegegner sich im Zuge sei-
ner Arbeiten genauer mit dem Grundstück und dem Haus auseinandersetzen 
musste. Dabei dürfen auch die Abklärungen beigezogener Fachleute nicht ausser 

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Acht gelassen werden, mit denen der Architekt in Kontakt stand, diese begleiten, 
koordinieren und sich im Hinblick auf die Gesamtplanung befassen musste (Bauin-
genieur, Heizungs- und Sanitärfachmann, Holzrestaurierungsspezialist, Büro für 
Gebäudeaufnahmen). Damit besteht für die Forderung des Architekten ein Bezug 
von einer „gewissen Intensität“ zum Grundstück, wie sie Art. 19 Abs. 1 lit. c GestG 
zur Begründung eines Gerichtsstandes am Ort des gelegenen Grundstückes ver-
langt. Die örtliche Zuständigkeit des Bezirksgerichts Albula zur Beurteilung der 
Klage des Beschwerdegegners auf Bezahlung seines Architektenhonorars ist somit 
gegeben, so dass die Beschwerde abzuweisen ist.

6. Bei diesem Ausgang werden die Beschwerdeführer verpflichtet, die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen und den Beschwerdegegner ausser-
amtlich zu entschädigen (Art. 122 ZPO). Der Beschwerdegegner konnte in seiner 
Vernehmlassung hauptsächlich auf bereits früher vorgebrachte rechtliche Erwägun-
gen zurückgreifen, weshalb das Gericht eine aussergerichtliche Entschädigung von 
CHF 1'000.00 als angemessen erachtet.

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'660.00 (Gerichtsgebühr 
CHF 1'500.00, Schreibgebühr CHF 160.00) gehen zu Lasten der Beschwer-
deführer, welche den Beschwerdegegner aussergerichtlich mit CHF 1'000.00 
zu entschädigen haben.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 92 des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG) Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht geführt wer-
den. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Der Aktuar ad hoc: