# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4ce73d1-f7bb-52ae-80e2-45510d39487c
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht II. Zivilrechtliche Abteilung 04.11.2021 5A 902/2021 (5A_902/2021)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_005_5A-902-2021_2021-11-04.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

               
  
  
 

 

 

    
  5A_902/2021
  
 

 

 

    
  Urteil vom 4. November 2021
  
 

 

    
  II. zivilrechtliche Abteilung
  
 

 

Besetzung 

Bundesrichter Herrmann, Präsident, 

Bundesrichter von Werdt, Schöbi, 

Gerichtsschreiber Möckli. 

 

Verfahrensbeteiligte 

A.________, 

Beschwerdeführer, 

 

    
  gegen
  
 

 

B.________, 

Beschwerdegegner. 

 

Gegenstand 

Fürsorgerische Unterbringung, 

 

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 6. Oktober 2021 (KES 21 764). 

 

 

    
  Sachverhalt:
  
 

Gegen die von Dr. med. B.________ angeordnete fürsorgerische Unterbringung erhob A.________ beim Obergericht des Kantons Bern eine Beschwerde, welche mit Entscheid vom 6. Oktober 2021 (eröffnet vorerst im Dispositiv) abgewiesen wurde. Nachdem A.________ einen begründeten Entscheid verlangt hatte, erfolgte am 25. Oktober 2021 die vollständige Ausfertigung. Dagegen erhob A.________ am 29. Oktober 2021 beim Bundesgericht eine Beschwerde. 

 

 

    
  Erwägungen:
  
 

 

    
  1. 
 

Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diesbezüglich kann nur eine willkürliche Sachverhaltsfeststellung gerügt werden, für welche das strenge Rügeprinzip gilt (Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG), was bedeutet, dass das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene und belegte Rügen prüft, während es auf ungenügend substanziierte Rügen und rein appellatorische Kritik am Sachverhalt nicht eintritt (BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 141 IV 249 E. 1.3.1 S. 253). 

In rechtlicher Hinsicht hat die Beschwerde eine Begründung zu enthalten, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), was eine sachbezogene Auseinandersetzung mit dessen Begründung erfordert (BGE 140 III 115 E. 2 S. 116; 142 III 364 E. 2.4 S. 368). 

Ferner hat die Beschwerde ein Rechtsbegehren zur Sache zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). 

 

    
  2. 
 

Die Beschwerde enthält kein Rechtsbegehren und auch keine sachgerichtete Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides, in welchen die Voraussetzungen der fürsorgerischen Unterbringung dargelegt und auf den vorliegenden Fall angewandt werden. Vielmehr schildert der Beschwerdeführer (nebst in keinem Kontext mit der Unterbringung stehenden Dingen) seinen Gesundheitszustand und begründet die Vorfälle damit, dass er gereizt worden sei. Weiter äussert er sich zur Unterbringung (der B.________ [Arzt] sei gekommen und man habe ihn an eine Bahre gebunden) und die Situation in der Klinik, die er als Isolationshaft empfindet. Am liebsten würde er in das bisherige Wohnheim zurückkehren. All diese appellatorischen Ausführungen betreffen in erster Linie den Sachverhalt, welcher nur mit Willkürrügen angefochten werden könnte, und sie geben im Übrigen auch keine Anhaltspunkte für eine Rechtsverletzung. 

 

    
  3. 
 

Nach dem Gesagten ist auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten. 

 

    
  4. 
 

Angesichts der konkreten Umstände wird auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet (Art. 66 Abs. 1 BGG). 

 

 

    
  Demnach erkennt das Bundesgericht:
  
 

 

    
  1. 
 

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

    
  2. 
 

Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

 

    
  3. 
 

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, schriftlich mitgeteilt. 

 

 

Lausanne, 4. November 2021 

 

Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung 

des Schweizerischen Bundesgerichts 

 

Der Präsident:    Herrmann 

 

Der Gerichtsschreiber:    Möckli