# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 654228cb-18eb-5446-b96b-dd40626df3d1
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-12-22
**Language:** de
**Title:** Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) Empfehlungen nach BGÖ 22.12.2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_EDOEB/CH_EDÖB_006_Empfehlung-vom-22--D_2021-12-22.pdf

## Full Text

Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter 
EDÖB  

 

 Feldeggweg 1, 3003 Bern 
Tel. 058 463 74 84, Fax 058 465 99 96 
www.edoeb.admin.ch 

 

 
 

Bern, 22. Dezember 2021 
 
 
 

Empfehlung 
nach Art. 14 des Öffentlichkeitsgesetzes 

 
im Schlichtungsverfahren zwischen 

 
X. 

(Antragsteller) 
 

und 
 

Bundesamt für Rüstung armasuisse 
 
 
 

I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest: 

1. Der Antragsteller (Journalist) hat am 26. August 2021 gestützt auf das Bundesgesetz über das 
Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ; SR 152.3) beim Bundesamt 
für Rüstung armasuisse um Zugang zu folgenden Dokumenten ersucht:  
− "Entscheid AHP (Analytic Hierarchy Process) als Bewertungsmethode der Evaluationen 

Air2030: 
 -  Protokoll der Sitzung, als die Wahl auf AHP fiel 
 -  Protokoll der Sitzungen, wo die verschiedenen Bewertungsmethoden vorgängig diskutiert 

wurden 
 -  Internes und/oder externes juristisches Gutachten oder Einschätzung, dass AHP konform 

ist mit dem Schweizer Beschaffungsrecht 
 -  Liste der vorhandenen Dokumente zur Wahl der AHP-Methode 

− Kriterien und Gewichtung Evaluation Air2030 NKF: 
 -  Übersicht und Bezeichnung der mit Hilfe AHP gewichteten (Unter-)Kriterien 
 -  Übersicht und Bezeichnung der 79 / 80 Bewertungspunkte 
 -  Korrespondenz / Dossier-Auszüge, die an die Anbieter gingen, betreffend Kriterien, 

Gewichtung, Bewertungspunkte und eingesetzt Bewertungsmethodik (AHP)". 
2. Am 27. September 2021 nahm armasuisse Stellung und machte bezüglich der Dokumente zum 

Entscheid AHP als Bewertungsmethode der Evaluationen Air2030 lediglich allgemeine 
Ausführungen zu AHP als Bewertungsmethode. Betreffend die Dokumente Kriterien und 
Gewichtung Evaluation Air2030 NKF verweigerte armasuisse den Zugang vollständig und berief 
sich dabei auf einen ausstehenden politischen Entscheid (Art. 8 Abs. 2 BGÖ), die 
beschaffungsrechtliche Vertraulichkeit (Art. 8 des Bundesgesetzes über das öffentliche 
Beschaffungswesen vom 16. Dezember 1994 [aBöB]), die bei einer Offenlegung drohende 
Beeinträchtigung der internationalen Beziehungen (Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ) sowie die 
Offenbarung von Geschäftsgeheimnissen (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ).  

 

 

 

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3. Am 18. Oktober 2021 reichte der Antragsteller einen Schlichtungsantrag beim Eidgenössischen 
Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (Beauftragter) ein. Der Antragsteller brachte darin 
vor, dass die Dokumente betreffend die Wahl der Bewertungsmethodik resp. betreffend die 
Kriterien und deren Gewichtung für die Evaluation generell-abstrakte Informationen der 
Beschaffungsbehörde und keine spezifischen Berufs-, Geschäfts- oder 
Fabrikationsgeheimnisse enthielten – weder auf Anbieterseite noch seitens armasuisse. Die 
darin enthaltenen Informationen würden keine Rückschlüsse auf militärische oder kommerzielle 
schützenswerte Daten ermöglichen. Aufgrund des Transparenzgebots seien die 
Anbieterstaaten im Rahmen des Beschaffungsverfahrens sowohl über die Methodik der 
Evaluation wie auch über die Kriterien und deren Gewichtung informiert worden, weshalb die 
Publikation der verlangten Dokumente die Beziehung zu diesen nicht belasten könne. 
Schliesslich sei die Evaluation mit dem Typenentscheid des Bundesrates abgeschlossen, 
weswegen der Zugang zu diesen Dokumenten gewährt werden könne.  

4. Am 18. Oktober 2021 forderte der Beauftragte armasuisse dazu auf, die betroffenen 
Dokumente sowie bei Bedarf eine detailliert begründete Stellungnahme einzureichen.  

5. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2021 bestätigte der Beauftragte gegenüber dem Antragsteller 
den Eingang des Schlichtungsantrages.  

6. Am 10. November 2021 reichte armasuisse die betroffenen Dokumente zum Einsichtsantrag 
Kriterien und Gewichtung Evaluation Air2030 NKF ein. Im Zusammenhang mit dem 
Einsichtsantrag Entscheid AHP (Analytic Hierarchy Process) als Bewertungsmethode der 
Evaluationen Air2030 habe armasuisse keine Dokumente.  

7. Am 16. November 2021 reichte armasuisse eine ergänzende Stellungnahme ein. Zusätzlich zu 
den bereits in der Stellungnahme an den Antragsteller geäusserten Vorbringen macht 
armasuisse einerseits geltend, dass die Preisgabe der verlangten Informationen auch die innere 
und äussere Sicherheit der Schweiz betreffe und verweist dafür auf die Ausnahmebestimmung 
von Art. 7 Abs. 1 Bst. b BGÖ. Andererseits könne im Fall der Bekanntgabe der Informationen 
die freie Willensbildung des Parlaments im Hinblick auf die Verabschiedung der Armeebotschaft 
und diejenige der Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates (GPK-N) im 
Zusammenhang mit der angekündigten Untersuchung betreffend das Evaluationsverfahren für 
das neue Kampfflugzeug der Schweizer Armee1 beeinträchtigt werden (Art. 7 Abs. 1 Bst. a und 
Art. 8 Abs. 2 BGÖ).  

8. Am 18. November 2021 fand eine Schlichtungsverhandlung statt, in welcher die Parteien 
hinsichtlich der Dokumente betreffend Entscheid AHP (Analytic Hierarchy Process) als 
Bewertungsmethode der Evaluationen Air2030 eine Einigung erzielten. In diesem Umfang gilt 
das Schlichtungsverfahren als erledigt (Art. 13 Abs. 3 BGÖ). Hinsichtlich des Begehrens um 
Zugang zu Dokumenten betreffend Kriterien und Gewichtung Evaluation Air2030 NKF konnten 
sich die Parteien nicht einigen.  

9. Auf die weiteren Ausführungen des Antragstellers und von armasuisse sowie auf die 
eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen. 

                                                      
1  Geschäftsprüfungskommission des Nationalrates GPK-N: Neues Kampfflugzeug: GPK-N untersucht Rechtmässigkeit und 

Zweckmässigkeit des Evaluationsverfahrens, Medienmitteilung vom 16. November 2021, abrufbar unter Neues 
Kampfflugzeug: GPK-N untersucht Rechtmässigkeit und Zweckmässigkeit des Evaluationsverfahrens (parlament.ch) (zuletzt 
besucht am 10. Dezember 2021).  

https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-gpk-n-2021-11-16.aspx
https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-gpk-n-2021-11-16.aspx

 

 

 

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II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung: 

A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ 

10. Der Antragsteller reichte ein Zugangsgesuch nach Art. 10 BGÖ bei armasuisse ein. Dieses 
verweigerte den Zugang zu den verlangten Dokumenten. Der Antragsteller ist als Teilnehmer 
an einem vorangegangenen Gesuchsverfahren zur Einreichung eines Schlichtungsantrags 
berechtigt (Art. 13 Abs. 1 Bst. a BGÖ). Der Schlichtungsantrag wurde formgerecht (einfache 
Schriftlichkeit) und fristgerecht (innert 20 Tagen nach Empfang der Stellungnahme der 
Behörde) beim Beauftragten eingereicht (Art. 13 Abs. 2 BGÖ). 

11. Das Schlichtungsverfahren findet auf schriftlichem Weg oder konferenziell (mit einzelnen oder 
allen Beteiligten) unter Leitung des Beauftragten statt, der das Verfahren im Detail festlegt.2 
Kommt keine Einigung zustande oder besteht keine Aussicht auf eine einvernehmliche Lösung, 
ist der Beauftragte gemäss Art. 14 BGÖ gehalten, aufgrund seiner Beurteilung der 
Angelegenheit eine Empfehlung abzugeben.  

B. Materielle Erwägungen  

12. Der Beauftragte prüft nach Art. 12 Abs. 1 der Verordnung über das Öffentlichkeitsprinzip der 
Verwaltung (Öffentlichkeitsverordnung, VBGÖ; SR 152.31) die Rechtmässigkeit und die 
Angemessenheit der Beurteilung des Zugangsgesuches durch die Behörde.3  

13. Zu beurteilen ist die Zugänglichkeit der mit dem Zugangsgesuch verlangten Dokumente 
betreffend die Kriterien und Gewichtung Evaluation Air2030 NKF (namentlich: Übersicht und 
Bezeichnung der mit Hilfe AHP gewichteten (Unter-)Kriterien, Übersicht und Bezeichnung der 
79 / 80 Bewertungspunkte und Korrespondenz / Dossier-Auszüge, die an die Anbieter gingen, 
betreffend Kriterien, Gewichtung, Bewertungspunkte und eingesetzt Bewertungsmethodik 
(AHP)). armasuisse hat diesbezüglich die nachfolgend aufgeführten Dokumente identifiziert: 
− Ein Dokument mit Angabe der Kriterien und deren detaillierter Gewichtung, welches weder 

den Anbietenden noch der Öffentlichkeit bekannt sei [nachfolgend: Dokument A];  
− Einen Auszug aus der Offertanfrage zu den Kriterien und Gewichtungen, welche den 

Anbietenden, nicht aber der Öffentlichkeit, bekannt sei [nachfolgend: Dokument B].  
Gegenstand des vorliegenden Schlichtungsverfahrens ist demnach die Zugänglichkeit der 
Dokumente A und B.  

14. armasuisse führt in ihrer Stellungnahme an den Antragsteller aus, dass "[d]ie öffentliche 
Zugänglichmachung der Akten aus dem Beschaffungsverfahren […] die internationalen 
Beziehungen der Schweiz zu den betroffenen Staaten Deutschland, Frankreich und USA 
erheblich belasten [würde], da ein laufendes Beschaffungsprojekt betroffen ist. Die 
Anbieterstaaten bzw. die Anbieter verlassen sich aufgrund einer gesetzlichen 
Vertraulichkeitsverpflichtung (Artikel 8 altBÖB) ohne Vorbehalte darauf, dass ihre in den 
Offerten preisgegeben Daten geschützt bleiben." Damit macht armasuisse nach Ansicht des 
Beauftragten sinngemäss geltend, dass Art. 8 Abs. 1 Bst. d aBöB eine Spezialbestimmung 
i.S.v. Art. 4 BGÖ darstellt und folglich die Bestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes für den 
Zugang zu den verlangten Informationen nicht anwendbar sind.  

                                                      
2 Botschaft zum Bundesgesetz über die Öffentlichkeit der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ) vom 12. Februar 2003, 

BBl 2003 1963 (zitiert BBl 2003), BBl 2003 2024. 
3 GUY-ECABERT, in: Brunner/Mader [Hrsg.], Stämpflis Handkommentar zum BGÖ, Bern 2008 (zit. Handkommentar BGÖ), 

Art. 13 Rz 8. 

 

 

 

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15. Gemäss Art. 4 BGÖ sind Bestimmungen anderer Bundesgesetze vorbehalten, die bestimmte 
Informationen als geheim bezeichnen (Bst. a) oder vom Öffentlichkeitsgesetz abweichende 
Voraussetzungen für den Zugang zu bestimmten Informationen vorsehen (Bst. b), was zur 
Folge hat, dass die Bestimmungen des Öffentlichkeitsgesetzes für den Zugang zu diesen 
Informationen nicht anwendbar sind.4 Demnach ist zunächst zu prüfen, ob die Zugänglichkeit 
der Dokumente A und B aufgrund einer einschlägigen beschaffungsrechtlichen 
Spezialbestimmung i.S.v. Art. 4 BGÖ nach den Vorgaben des Bundesgesetzes über das 
öffentliche Beschaffungswesen zu beurteilen ist.  

16. Nach Art. 8 Abs. 1 Bst. d aBöB ist bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen unter anderem 
der Grundsatz zu beachten, dass der vertrauliche Charakter sämtlicher vom Anbieter oder der 
Anbieterin gemachten Angaben gewahrt bleibt. Vorbehalten bleiben die nach der 
Zuschlagserteilung zu publizierenden Mitteilungen und die im Rahmen von Artikel 23 Absätze 2 
und 3 zu erteilenden Auskünfte. Die oft als allgemeine Vertraulichkeitsbestimmung des 
öffentlichen Vergaberechts bezeichnete Gesetzesbestimmung von Art. 8 Abs. 1 Bst. d aBöB gilt 
nach deren Wortlaut nur für Angaben der Anbieterinnen. Nach Ansicht des Beauftragten 
enthalten die vom Antragsteller verlangten Dokumente keine Angaben der Anbietenden. 
Vielmehr handelt es sich um Dokumente, die von armasuisse erarbeitet worden sind und 
ausschliesslich ihre eigenen Angaben enthalten. Folglich findet Art. 8 Abs. 1 Bst. d aBöB nach 
Ansicht des Beauftragten vorliegend nicht Anwendung, weswegen die Zugänglichkeit der 
Dokumente A und B nach den Vorgaben des Öffentlichkeitsgesetzes zu beurteilen ist.  

17. Aufgrund des in Art. 6 BGÖ verankerten Öffentlichkeitsprinzips besteht eine widerlegbare 
gesetzliche Vermutung zugunsten des freien Zugangs zu amtlichen Dokumenten.5 Die 
betroffene Behörde hat amtliche Dokumente zugänglich zu machen oder die verlangte Auskunft 
über deren Inhalt zu erteilen, es sei denn, sie kann nachweisen, dass ein Ausnahmetatbestand 
nach Art. 7 Abs. 1 BGÖ erfüllt ist, ein besonderer Fall von Art. 8 BGÖ vorliegt oder die 
Privatsphäre resp. Personendaten (Art. 7 Abs. 2 BGÖ i.V.m. Art. 9 BGÖ) zu schützen sind. Die 
objektive Beweislast zur Widerlegung der Vermutung des freien Zugangs zu amtlichen 
Dokumenten obliegt der zuständigen Behörde. Misslingt ihr der Beweis, ist der Zugang 
grundsätzlich zu gewähren.6  

18. armasuisse bringt in ihrer Stellungnahme an den Beauftragten weiter vor, dass die 
Ausschreibungsunterlagen einen Klassifizierungsvermerk gemäss der Verordnung über den 
Schutz von Informationen des Bundes (Informationsschutzverordnung, ISchV; SR 510.411) 
tragen. Dies sei als Indiz gegen die Zugänglichmachung zu berücksichtigen.  

19. Dokument A enthält den Vermerk "Confidential" und Dokument B ist mit dem Vermerk 
"RESTRICTED" versehen.  

20. Das Öffentlichkeitsgesetz enthält keine Kategorien interner Dokumente, welche generell nicht 
zugänglich wären.7 Klassifizierungsvermerke wie "intern", "vertraulich" oder "geheim" schliessen 
für sich allein einen Zugang daher nicht aus. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts 
muss sich die Geheimhaltung als solche auf eine Ausnahmebestimmung nach Art. 7 ff. BGÖ 
stützen können.8 Der Zugang darf daher nur beschränkt werden, soweit die Voraussetzungen 
der Ausnahmebestimmungen erfüllt sind. Die zuständige Stelle muss bei Gesuchen um Zugang 
zu amtlichen Dokumenten – unabhängig von einem allfälligen Klassifizierungsvermerk – 

                                                      
4  Vgl. Urteil des BVGer A-1732/2018 vom 26. März 2019 E. 7.2. 
5  BGE 142 II 340 E. 2.2. 
6  Urteil des BVGer A-6003/2019 vom 18. November 2020 E. 2.1. 
7  NUSPLIGER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 5 Rz. 8. 
8  Urteil des BGer 1C_122/2015 vom 18. Mai 2016 E. 2.3. 

 

 

 

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überprüfen, ob der Zugang nach dem Öffentlichkeitsgesetz zu gewähren, zu beschränken, 
aufzuschieben oder zu verweigern ist (Art. 13 Abs. 3 ISchV). Bezieht sich das Zugangsgesuch 
auf klassifizierte Dokumente, so richten sich die Zuständigkeit und das Vorgehen nach den 
Vorschriften über den Informationsschutz und die Klassifizierung (Art. 11 Abs. 5 VBGÖ). Die 
zuständige Stelle prüft, ob das Dokument entklassifiziert werden kann. Folglich ist vorliegend 
bezüglich beider Dokumente zu prüfen, ob eine Ausnahmebestimmung nach Art. 7 ff. BGÖ 
anwendbar ist und der Zugang dazu von armasuisse gestützt darauf vollständig oder teilweise 
verweigert werden kann.  

21. armasuisse schiebt in der Stellungnahme an den Antragsteller den Zugang zu den verlangten 
Dokumenten gestützt auf Art. 8 Abs. 2 BGÖ auf. Als Grund für den Aufschub weist armasuisse 
darauf hin, dass der "[…] politische Prozess (Beschaffungsprojekt Air2030[)] […] vorliegend erst 
abgeschlossen [ist], wenn die Bundesversammlung über die Beschaffung eines neuen 
Kampfflugzeuges bzw. eines Boden-Luftverteidigungssystems endgültig entschieden hat, 
voraussichtlich 2022 mit der Genehmigung der Rüstungsbotschaft. Vorbehalten bleibt das 
Ergebnis einer allfälligen Volksabstimmung zum Typenentscheid NKF des Bundesrats vom 
30.06.2021."  

22. Der Antragsteller hält dem entgegen, dass der technische Prozess, die Evaluation der vier 
Flugzeug-Typen, mit dem Typenentscheid des Bundesrates abgeschlossen sei.  

23. Amtliche Dokumente dürfen gemäss Art. 8 Abs. 2 BGÖ von einer Behörde erst zugänglich 
gemacht werden, wenn der politische oder administrative Entscheid, für den sie die Grundlage 
darstellen, bereits getroffen ist. Das Recht auf Zugang wird demnach nur befristet verweigert 
und prinzipiell wiederhergestellt, sobald der fragliche Entscheid getroffen ist.9 Ziel von Art. 8 
Abs. 2 BGÖ ist es, der Behörde die Möglichkeit der freien Meinungsbildung zu sichern, 
abgeschirmt von äusserem Druck, welche die sofortige Offenlegung der fraglichen Dokumente 
verursachen könnte. Die Bestimmung bezweckt somit die Gewährleistung der geschützten 
behördlichen Meinungsbildung bei anstehenden Entscheiden ohne Störungen und äussere 
Beeinflussungen. Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ und Art. 8 Abs. 2 BGÖ verfolgen denselben 
Schutzzweck, wobei Letzterer weiter gefasst ist und den Entscheidungsprozess umfassend 
schützt, ohne dass eine wesentliche Beeinträchtigung desselben nachzuweisen wäre.10 
Indessen fällt ein Dokument nur dann unter Art. 8 Abs. 2 BGÖ, wenn es einen direkten und 
unmittelbaren Zusammenhang mit einem konkreten Entscheid aufweist und für diesen zugleich 
von beträchtlichem materiellem Gewicht ist.11 Eine beliebige, sehr lockere Verbindung zwischen 
Dokument und Entscheid genügt nicht.12 Zudem verlangt der Beauftragte eine gewisse zeitliche 
Nähe zwischen dem ausstehenden behördlichen Entscheid und dem Zugangsverfahren.13  

24. Im Unterschied zu Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ, welcher von einer Bundesbehörde auch für 
bundesverwaltungsexterne Organe und Institutionen geltend gemacht werden kann, können 
sich nach Ansicht des Beauftragten auf die Ausnahmebestimmung von Art. 8 Abs. 2 BGÖ nur 
Behörden im Sinne des Öffentlichkeitsgesetzes für von ihnen zu fällende ausstehende 
Entscheide berufen. Nach Ansicht des Beauftragten gelangt die Ausnahmebestimmung von 
Art. 8 Abs. 2 BGÖ vorliegend für den von armasuisse geltend gemachten ausstehenden 
Entscheid der Bundesversammlung nicht zur Anwendung. Demnach rechtfertigt sich kein 
genereller Aufschub der Zugangsgewährung zu den betroffenen Dokumenten gestützt auf Art. 8 

                                                      
9  Urteil des BVGer A-6313/2015 vom 27. April 2016 E. 5.4; MAHON/GONIN, in: Handkommentar BGÖ, Art. 8 Rz 32. 
10  Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 8.4.1 m.H. 
11  Urteil des BVGer A-3367/2017 vom 3. April 2018 E. 8.4.1 m.H. 
12  MAHON/GONIN, in: Handkommentar BGÖ, Art. 8 Rz 30. 
13  Empfehlung EDÖB vom 15. Mai 2020: ISB / Berichte "Informatiksicherheit Bund" 2014-2018, Ziffer 28. 

 

 

 

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Abs. 2 BGÖ. Zu prüfen bleibt, ob und inwiefern der nachgesuchte Zugang nach Art. 7 BGÖ 
einzuschränken ist.  

25. armasuisse beruft sich bei den zu beurteilenden Dokumenten auf die Ausnahmen nach Art. 7 
Abs. 1 Bst. a, c, d und g BGÖ. Für das Vorliegen der Ausnahmebestimmungen nach Art. 7 
Abs. 1 BGÖ müssen kumulativ folgende zwei Bedingungen gegeben sein: Erstens muss das 
von der Behörde geltend gemachte Interesse durch die Offenlegung erheblich beeinträchtigt 
werden, eine bloss geringfügige oder unangenehme Konsequenz gilt nicht als Beeinträchtigung. 
Zweitens muss ein ernsthaftes Risiko bestehen, dass die Beeinträchtigung eintritt. Ist eine 
solche lediglich denkbar oder im Bereich des Möglichen, darf der Zugang nicht verweigert 
werden. Der im Öffentlichkeitsgesetz verankerte Schutzmechanismus von 
Geheimhaltungsinteressen gemäss Art. 7 Abs. 1 BGÖ beruht einzig auf dem Bestehen oder 
Nichtbestehen eines Schadensrisikos. Ein abstraktes Gefährdungsrisiko für die auf dem Spiel 
stehenden Interessen reicht jedoch nicht aus. Die Lehre verlangt, dass die aufgrund der 
Offenlegung drohende Verletzung eine gewisse Erheblichkeit aufweisen und ein ernsthaftes 
Risiko für deren Eintreten bestehen müsse. Dies sei dann als gegeben zu erachten, wenn der 
Schaden nach dem üblichen Lauf der Dinge mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt. Nach der 
Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz genügt das Bestehen einer gewissen Wahrscheinlichkeit, 
dass der Zugang zu einem amtlichen Dokument eines der in Art. 7 BGÖ aufgelisteten 
Interessen beeinträchtigen würde. Laut Bundesgericht muss eine Verletzung der jeweiligen 
privaten oder öffentlichen Interessen aufgrund der Zugänglichkeit des betreffenden Dokuments 
wahrscheinlich erscheinen, wobei nicht jede geringfügige oder unangenehme Konsequenz als 
Beeinträchtigung gelten kann.14  

26. In ihrer Stellungnahme an den Beauftragten bringt armasuisse vor, dass eine Veröffentlichung 
der detaillierten Bewertungspunkte und ihre Gewichtungen isoliert und ohne Berücksichtigung 
weiterer Informationen bzw. Resultaten zu einer verzerrten Wahrnehmung der Evaluation 
führen könne. Diese verzerrte Wahrnehmung der Evaluation könne "[…] die freie Willensbildung 
des Parlaments im Hinblick auf die Verabschiedung der Armeebotschaft […]" und diejenige der 
GPK-N hinsichtlich der Untersuchung des Evaluationsverfahrens beeinträchtigen. Die freie 
Willensbildung des Parlaments sei für armasuisse zentral, weshalb der Zugang gestützt auf 
Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ verweigert werde.  

27. Gemäss dieser Ausnahmebestimmung kann der Zugang zu amtlichen Dokumenten 
eingeschränkt, aufgeschoben oder verweigert werden, wenn durch seine Gewährung die freie 
Meinungs- und Willensbildung einer diesem Gesetz unterstellten Behörde, eines anderen 
legislativen oder administrativen Organes oder einer gerichtlichen Instanz wesentlich 
beeinträchtigt werden kann. Laut Botschaft zum Öffentlichkeitsgesetz soll der Schutz der freien 
Meinungs- und Willensbildung verhindern, dass die Verwaltung durch eine verfrühte 
Bekanntgabe von Informationen während eines Entscheidungsprozesses unter allzu starken 
Druck der Öffentlichkeit gerät, wodurch die Bildung einer eigenen Meinung und eines eigenen 
Willens verhindert werden könnte. Nach dem Wortlaut des Gesetzes muss der Zugang zu 
einem amtlichen Dokument zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Meinungs- und 
Willensbildung führen. Diese Bedingung ist nicht erfüllt, wenn z.B. die Veröffentlichung eines 
Dokuments das blosse Risiko beinhaltet, eine heftige öffentliche Auseinandersetzung zu 
provozieren. Nicht jede Verzögerung oder Erschwerung im Entscheidungsprozess, welche sich 
aus der öffentlichen Auseinandersetzung ergibt, ist automatisch als wesentliche 
Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbildung einer Behörde zu betrachten.15 

                                                      
14  BGE 133 II 209 E. 2.3.3; zum Schadensrisiko siehe COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 4; 

BGE 142 II 324 E 3.4. 
15  BBl 2003 2007. 

 

 

 

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Zudem ist die Schwelle für das Ausmass der Beeinträchtigung bei Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ 
höher angesetzt als bei den übrigen Ausnahmebestimmungen und bedingt für eine 
Zugangsbeschränkung eine wesentliche Beeinträchtigung.16  

28. In der Stellungnahme vom 16. November 2021 macht armasuisse einzig in allgemeiner Art und 
ohne weitergehende Begründung geltend, dass insbesondere aufgrund der im Falle der 
Veröffentlichung der detaillierten Bewertungspunkte und deren Gewichtung drohenden 
verzerrten Wahrnehmung der Evaluation die freie Willensbildung des Parlaments resp. der 
GPK-N beeinträchtigt werden kann. Aus welchen Gründen die Offenlegung der 
Bewertungspunkte und deren Gewichtung zu einer verzerrten Wahrnehmung der Evaluation 
führen kann und in welcher Art und Weise die Wahrnehmung verzerrt würde, wird von 
armasuisse nicht weiter erläutert und ist für den Beauftragten auch nicht zu erkennen. Im 
Übrigen hat armasuisse bis anhin nicht dargelegt, worin genau die geltend gemachte 
Beeinträchtigung der freien Meinungs- und Willensbildung des Parlaments oder der GPK-N 
besteht und inwiefern diese Beeinträchtigung darüber hinaus eine wesentliche ist. Dennoch 
vermag der Beauftragte vorliegend nicht abschliessend auszuschliessen, dass gewisse Inhalte 
der Dokumente A und B bei einer Zugangsgewährung allenfalls die freie Meinungs- und 
Willensbildung des Parlaments resp. der GPK-N wesentlich beeinträchtigen könnte, stellt 
jedoch fest, dass das ernsthafte Risiko für eine wesentliche Beeinträchtigung derselben von 
armasuisse bis anhin nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte 
hinreichend dargelegt wurde. Insgesamt erachtet der Beauftragte daher den Tatbestand von 
Art. 7 Abs. 1 Bst. a BGÖ als nicht erfüllt. Die gesetzliche Vermutung des grundsätzlich freien 
Zugangs zu diesen Dokumenten ist nicht widergelegt.  

29. armasuisse macht darüber hinaus geltend, dass bereits "[…] die Veröffentlichung der 
detaillierten Gewichtungen […] dazu führen [kann], dass sensitive Informationen über die 
Kandidaten der Öffentlichkeit zumindest indirekt zugänglich gemacht werden." Ausserdem 
liessen sich aus den Ausschreibungs- und Evaluationsunterlagen detaillierte Anforderungen der 
Schweizer Luftwaffe an ein zentrales Waffensystem entnehmen. Es sei "[…] im Interesse der 
Landesverteidigung, dass diese militärischen Geheimnisse nicht publik werden." Folglich sei die 
Preisgabe der verlangten Informationen zum Schutz der inneren und äusseren Sicherheit der 
Schweiz gestützt auf Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ zu verweigern.  

30. Nach Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ ist der Zugang zu amtlichen Dokumenten einzuschränken, 
aufzuschieben oder zu verweigern, wenn durch seine Gewährung die innere oder äussere 
Sicherheit der Schweiz gefährdet werden kann. Gemäss der Botschaft17 zum 
Öffentlichkeitsgesetz betrifft diese Ausnahmebestimmung in erster Linie die Tätigkeit des 
Polizei-, Zoll-, Nachrichten- und Militärwesens und bezweckt die Geheimhaltung von 
Massnahmen zum Erhalt der Handlungsfähigkeit der Regierung in ausserordentlichen Lagen, 
zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Landesversorgung, Informationen über technische 
Einzelheiten oder den Unterhalt von Rüstungsgütern oder Informationen, deren 
Zugänglichmachung zu einer Beeinträchtigung der Sicherheit wichtiger Infrastrukturen oder 
gefährdeter Personen führen würde. Dabei ist nach der Rechtsprechung18 nicht die Abgrenzung 
nach den tätigen Behörden massgeblich, sondern die Abgrenzung von gefährdeten Interessen 
und Rechtsgütern. Sicherheit ist hierbei sowohl als Unverletzlichkeit der Rechtsgüter der 
Einzelnen wie auch des Staates und seiner Einrichtungen sowie der Rechtsordnung insgesamt 
zu verstehen. Die innere und äussere Sicherheit der Schweiz kann durch Angriffe und 
Bedrohungen wie Kriminalität im Allgemeinen, Extremismus und Terrorismus sowie militärische 

                                                      
16  COTTIER/SCHWEIZER/WIDMER, in: Handkommentar BGÖ, Art. 7 Rz. 15. 
17  BBl 2003 2009. 
18  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H. 

 

 

 

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und nachrichtendienstliche Aktivitäten gefährdet sein. Von der Bestimmung erfasst wird 
ebenfalls der Schutz von sicherheitsrelevanten Informationen im Zusammenhang mit kritischen 
Infrastrukturen der Landesversorgung wie informations-, kommunikations- und 
energietechnischen Einrichtungen. Allerdings muss nach der Rechtsprechung19 selbst bei 
legitimen Sicherheitszwecken sorgfältig geprüft werden, ob die Offenlegung der verlangten 
Dokumente die öffentliche Sicherheit ernsthaft gefährden könnte. Als Leitlinie der Prüfung dient 
dabei das Kriterium, wie weit es verantwortbar ist, dass über die Bekanntgabe von 
Informationen, die danach auch der gesamten Öffentlichkeit offen stünden, Zugang zu Wissen 
besteht, das sich in unerwünschter bzw. für die innere Sicherheit der Schweiz nachteiliger 
Weise nutzen liesse. Die Weitergabe entsprechender Informationen ist zu verhindern.  

31. Die Dokumente A und B enthalten die Kriterien und deren Gewichtung für die Evaluation 
betreffend die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeugs. Den Dokumenten kann jedoch nicht 
entnommen werden, welche konkreten Anforderungen erfüllt sein müssen resp. welche Aspekte 
zur Beurteilung führen, ein Evaluationskriterium sei erfüllt/teilweise erfüllt/nicht erfüllt. Weiter 
enthalten sie keinerlei technische Einzelheiten oder sonstige Angaben zu den im Rahmen der 
Evaluation beurteilten Produkten der Anbietenden. Den Dokumenten lässt sich auch nicht 
entnehmen, wie die zu evaluierenden Produkte in Bezug auf die konkreten Kriterien beurteilt 
wurden. Vor diesem Hintergrund vermag Beauftragten nicht zu erkennen, wie die Offenlegung 
der verlangten Dokumente dazu führen könnte, dass sensitive Informationen über die 
Kandidaten der Öffentlichkeit auch nur indirekt zugänglich gemacht werden würden und 
inwiefern dadurch die innere und äussere Sicherheit der Schweiz gefährdet würde. Die 
Ausführungen von armasuisse, wonach sich im Fall der Zugangsgewährung zu den Kriterien 
und deren Gewichtung die detaillierten Anforderungen der Schweizer Luftwaffe an ein zentrales 
Waffensystem entnehmen liessen und dass im Interesse der Landesverteidigung der Zugang 
zu verweigern sei, sind aufgrund des Ausgeführten und mit Blick auf die von der 
Rechtsprechung gestellten Anforderungen an die Begründungsdichte einer 
Zugangsverweigerung zu allgemein und zu pauschal, um eine Gefährdung der inneren und 
äusseren Sicherheit der Schweiz hinreichend zu begründen. Insgesamt erachtet der 
Beauftragte daher den Tatbestand von Art. 7 Abs. 1 Bst. c BGÖ als nicht erfüllt.  

32. armasuisse beruft sich darüber hinaus sowohl in der Stellungnahme an den Antragsteller wie 
auch in jener an den Beauftragten für die Zugangsverweigerung auf die Ausnahmebestimmung 
von Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ. Begründet wird dies von armasuisse damit, dass die 
Bekanntgabe der detaillierten Bewertungspunkte zu Spekulationen darüber führen werde, "[…] 
wo die unterlegenen Kandidaten weniger gut abgeschnitten haben, womit in der Öffentlichkeit 
militärisch sensitive Diskussionen ohne fachtechnisches Fundament entstehen." Dies könne die 
internationalen Beziehungen der Schweiz zu den betroffenen Staaten Deutschland, Frankreich 
und USA erheblich belasten, da es sich um Akten aus einem laufenden Beschaffungsverfahren 
handle. Die Anbietenden würden sich vorbehaltlos auf die Vertraulichkeit von Art. 8 aBöB 
verlassen. Hinzu komme, dass die Schweiz mit allen Anbieterstaaten über 
Sicherheitsvereinbarungen (Staatsverträge) verfüge, welche die beidseitige Geheimhaltung 
sicherheitsrelevanter Informationen garantiere. armasuisse ergänzt: "Die Offenlegung der 
Evaluationsgrundlagen verletzt möglicherweise (staats-)vertragliche Vertraulichkeitspflichten 
und ist geeignet, diplomatische Verstimmungen bis hin zu Retorsionsmassnahmen 
auszulösen."  

                                                      
19  Urteil des BVGer A-407/2019 vom 14. Mai 2020 E. 5.1 m.w.H 

 

 

 

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33. Der Antragsteller erwägt in seinem Schlichtungsantrag, dass die Bekanntgabe der verlangten 
Dokumente die Beziehungen zu den Anbieterstaaten Deutschland, Frankreich und USA nicht 
belasten könne. Diese Staaten seien aufgrund des Transparenzgebots vorgängig und im 
Verlauf des Beschaffungsverfahren über die Kriterien und deren Gewichtung informiert worden.  

34. Die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. d BGÖ gilt, wenn durch die Gewährung des 
Zugangs zu amtlichen Dokumenten die aussenpolitischen Interessen oder die internationalen 
Beziehungen der Schweiz beeinträchtigt werden können. Dies betrifft auch Informationen, die 
mit anderen Staaten ausgetauscht werden bzw. von diesen stammen und an denen 
gegebenenfalls diese ausländischen Staaten ein Geheimhaltungsinteresse haben können.20 
Grundsätzlich können alle Bereiche der auswärtigen Beziehungen, in denen amtliche 
Informationen anfallen, an deren Bekanntwerden der Bund kein Interesse hat, davon erfasst 
werden. So kann es sich um rechtliche, politische, wirtschaftliche, kulturelle, soziale oder 
militärische (etc.) Beziehungen handeln. Neben eigenen Dokumenten können auch jene von 
ausländischen Behörden, Unternehmen oder ausländischen Staatsangehörigen betroffen sein. 
Die Beeinträchtigung kann sich direkt aus der Offenlegung der Information ergeben oder 
indirekt so aus der Verärgerung eines Staates angesichts der Veröffentlichung der Information, 
die ihn oder seine Staatsangehörigen betreffen.21 Die befürchtete Beeinträchtigung bei 
Offenlegung der Daten muss allerdings erheblich sein und ein ernsthaftes Risiko für deren 
Eintritt bestehen.22  

35. Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang, dass es nach der Rechtsprechung in der Natur von 
Entscheiden politischen und insbesondere aussenpolitischen Gehalts liegt, dass sie der 
justiziellen Kontrolle nur bedingt zugänglich sind, da sie gerade nicht allein auf rechtlichen, 
sondern zum Teil auf politischen Kriterien beruhen. Die gerichtlichen Instanzen üben bei der 
Überprüfung solcher Entscheide eine gewisse Zurückhaltung. Diese bezieht sich allerdings 
nicht auf die rechtliche Beurteilung der Streitsache. Erfasst wird einzig die politische 
Opportunität des Entscheides. Auch dafür gilt jedoch nicht ein völliger Freipass für die 
Exekutivbehörden, sondern deren Entscheide müssen insgesamt, auch soweit Zurückhaltung 
geboten ist, zumindest nachvollziehbar sein und haben sachlich zu bleiben. Die 
Exekutivbehörden müssen ihren Beurteilungsspielraum pflichtgemäss nutzen.23  

36. Wie bereits ausgeführt, gilt die in Art. 8 Abs. 1 Bst. d aBöB festgehaltene Vertraulichkeit nicht 
für die vom Antragsteller verlangten Dokumente (vgl. Ziffer 16). Das von armasuisse erwähnte 
Vertrauen der Anbietenden in diese – vorliegend nicht anwendbare – 
Vertraulichkeitsbestimmung kann folglich nicht geschützt werden. Zu beachten ist weiter, dass 
die Hauptevaluationskriterien allgemein bekannt sind24 und Dokument B gemäss Angabe von 
armasuisse den Anbietenden bereits zugänglich gemacht wurde. Unter Berücksichtigung der 
Tatsache des vom Bundesrat gefällten und entsprechend kommunizierten Entscheids 
zugunsten des Kampfflugzeuges des Typs F-35A ist für den Beauftragten nicht ersichtlich und 
von armasuisse auch nicht näher dargetan, aus welchen Gründen die Bekanntgabe der 
Evaluationskriterien und deren Gewichtung im Nachgang an den Typenentscheid die 
aussenpolitischen Interessen oder die internationalen Beziehungen der Schweiz wesentlich 
beeinträchtigen könnte. Nicht belegt ist zudem das Vorbringen von armasuisse, wonach die 

                                                      
20  Urteil des BGer 1C_462/2018 vom 17. April 2019 E. 5.2. 
21  Empfehlung EDÖB vom 10. November 2014: BJ / Korrespondenz, Ziffer 40. 
22  Urteil des BVGer A-4494/2020 vom 20. April 2021 E. 5.2 m.H.  
23  Urteil des BGer 1C_462/2018 vom 17. April 2019 E. 5.4; BGE 142 II 313 E.4.3. 
24  Eidgenössisches Departement für Verteidigung Bevölkerungsschutz und Sport VBS: Kurzbericht Evaluation - Neues 

Kampfflugzeug, 2021, S. 6 (abrufbar unter www.vbs.admin.ch > Sicherheit > Armee > Air2030 > Dokumente > Kurzbericht 
Evaluation - Neues Kampfflugzeug [zuletzt abgerufen am 15. Dezember 2021]).  

http://www.vbs.admin.ch/

 

 

 

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Dokumente A und B sicherheitsrelevante Informationen darstellen, zu deren Geheimhaltung 
sich die Schweiz im Rahmen von Staatsverträgen verpflichtet hat. So führt armasuisse selbst 
ausdrücklich aus, dass die Offenlegung der Evaluationsgrundlagen nur möglicherweise 
staatsvertragliche Vertraulichkeitspflichten verletzt.  

37. Insgesamt hat armasuisse bis anhin nicht hinreichend dargelegt, dass die Beeinträchtigungen 
der aussenpolitischen Interessen der Schweiz und/oder der internationalen Beziehungen im 
Falle der Offenlegung der Dokumente A und B von einer gewissen Erheblichkeit sind und ein 
ernsthaftes Risiko für deren Eintritt besteht. Im Ergebnis erachtet der Beauftragte den geltend 
gemachten Ausnahmegrund damit als nicht im von der Rechtsprechung für den vorliegenden 
Sachverhalt (aussen-)politischen Gehalts geforderten Mass begründet. Folglich vermochte 
armasuisse die gesetzliche Vermutung des freien Zugangs nicht zu widerlegen. 

38. Des Weiteren bringt armasuisse in ihrer Stellungnahme an den Antragsteller wie auch in 
derjenigen an den Beauftragten vor, dass die Offerten der Anbietenden geschäftsgeheime 
Daten ihrer Produkte enthalten und verweist auf die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 
Bst. g BGÖ.  

39. Der Antragsteller erwägt, dass die verlangten Dokumente betreffend Kriterien und Gewichtung 
generell-abstrakte Informationen der Beschaffungsbehörde (armasuisse) und keine 
spezifischen Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse – weder auf Anbieterseite, noch 
auf Seite von armasuisse – enthalten. Mit diesen Informationen könnten keine Rückschlüsse 
auf kommerzielle, schützenswerte Daten gezogen werden.  

40. Die Dokumente A und B enthalten keine Angaben der Anbietenden, sondern ausschliesslich die 
von armasuisse für die Evaluation aufgestellten Kriterien und deren Gewichtung. Für den 
Beauftragten ist darüber hinaus auch nicht ersichtlich, wie aufgrund der Evaluationskriterien und 
deren Gewichtung Rückschlüsse auf Angaben der Anbietenden möglich sein sollten. Da die 
verlangten Dokumente keine Daten der Anbieterinnen enthalten, können durch den Zugang zu 
den Dokumenten keine Geschäfts- oder Fabrikationsgeheimnisse offenbart werden. Ausserdem 
ist der pauschale Verweis von armasuisse auf das Geschäftsgeheimnis gemäss ständiger 
Rechtsprechung nicht genügend.25 Die Ausnahmebestimmung von Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ 
kommt nach Ansicht des Beauftragten vorliegend nicht zur Anwendung.  

41. Zusammengefasst gelangt der Beauftragte damit zu folgendem Ergebnis: armasuisse vermag 
bis anhin das Vorliegen der Ausnahmebestimmungen gemäss Art. 4, Art. 7 Abs. 1 Bst. a, c, d 
und g sowie Art. 8 Abs. 2 BGÖ nicht mit der von der Rechtsprechung geforderten 
Begründungsdichte darzulegen. Nach Ansicht des Beauftragten ist diesbezüglich die 
gesetzliche Vermutung des freien Zugangs zu den verlangten Dokumenten somit nicht 
widergelegt. Folglich empfiehlt der Beauftragte armasuisse, den vollständigen Zugang zu den 
Dokumenten A und B zu gewähren. 

42. Abschliessend ist anzumerken, dass es armasuisse unbenommen ist, im Rahmen eines 
allenfalls auf die Empfehlung folgenden Verfügungsverfahrens namentlich die Wirksamkeit der 
Ausnahmebestimmung von Art. Art. 4, Art. 7 Abs. 1 Bst. a, c, d und g sowie Art. 8 Abs. 2 BGÖ 
mit der von der Rechtsprechung geforderten Begründungsdichte aufzuzeigen. 

                                                      
25  Urteil des BVGer A-1432/2016 vom 5. April 2017 E. 5.4. 

 

 

 

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III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und 
Öffentlichkeitsbeauftragte:  

43. armasuisse gewährt den Zugang zu den Dokumenten A und B (vgl. Ziffer 13).  

44. Der Antragsteller kann innerhalb von 10 Tagen nach Erhalt dieser Empfehlung bei armasuisse 
den Erlass einer Verfügung nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 
(Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) verlangen, wenn er mit der Empfehlung 
nicht einverstanden ist (Art. 15 Abs.1 BGÖ). 

45. armasuisse erlässt eine Verfügung, wenn es mit der Empfehlung nicht einverstanden ist (Art. 15 
Abs. 2 BGÖ). 

46. armasuisse erlässt die Verfügung innert 20 Tagen nach Empfang dieser Empfehlung oder nach 
Eingang eines Gesuches um Erlass einer Verfügung (Art. 15 Abs. 3 BGÖ). 

47. Diese Empfehlung wird veröffentlicht. Zum Schutz der Personendaten der am 
Schlichtungsverfahren Beteiligten wird der Name des Antragstellers anonymisiert (Art. 13 
Abs. 3 VBGÖ). 

48. Die Empfehlung wird eröffnet: 
 

- Einschreiben mit Rückschein (R) 
X. (Antragsteller)  

 
- Einschreiben mit Rückschein (R) 

Bundesamt für Rüstung armasuisse  
Guisanplatz 1 
3003 Bern  

 
 
 
 
 
 
 
Reto Ammann André Winkler 
Leiter Direktionsbereich Öffentlichkeitsprinzip Jurist Direktionsbereich Öffentlichkeitsprinzip 

	I. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte stellt fest:
	II. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte zieht in Erwägung:
	A. Formelle Erwägungen: Schlichtungsverfahren und Empfehlung gemäss Art. 14 BGÖ
	B. Materielle Erwägungen

	III. Aufgrund dieser Erwägungen empfiehlt der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte: