# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3223015a-2286-58a9-a3ea-44437d55b26b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 02.06.2021 KSK 2021 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2021-13_2021-06-02.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 2. Juni 2021

(Mit Urteil 5A_557/2021 vom 20. September 2022 hat das Bundesgericht eine ge-
gen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutre-
ten war.)

Referenz KSK 21 13

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 

Besetzung Bergamin, Vorsitzender
Cavegn und Michael Dürst
Walker, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Andreas Binder
Rechtsanwälte KLG, Langhaus am Bahnhof, 5401 Baden 

Gegenstand provisorische Nachlassstundung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Prättigau/Davos, Einzelrichter, vom 
16.03.2021, mitgeteilt am 16.03.2021 (Proz. Nr. 335-2021-22)

Mitteilung 4. Juni 2021

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Sachverhalt

A. Mit Eingabe vom 8. Dezember 2020 ersuchte die B.________ das Regio-
nalgericht Prättigau/Davos, über den im Handelsregister als Einzelunternehmer 
eingetragenen A._____ gestützt auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG den Konkurs 
ohne vorgängige Betreibung zu eröffnen. Dem Konkursbegehren lag eine Forde-
rung über CHF 65'870.40 zugrunde. 

B. Am 8. Februar 2021 fand vor dem Regionalgericht Prättigau/Davos die 
Konkursverhandlung statt. Mit Eingabe vom 8. März 2021 reichte A._____ eine 
weitere Stellungnahme ein. Gleichentags stellte er beim Regionalgericht Prätti-
gau/Davos ein Gesuch um provisorische Nachlassstundung. 

C. Mit Entscheid vom 16. März 2021 wies das Regionalgericht Prättigau/Davos 
das Gesuch um provisorische Nachlassstundung ab (Proz. Nr. 335-2021-22). Mit 
Konkursdekret vom gleichen Tag eröffnete es den Konkurs über A._____ per 
16. März 2021, 08.00 Uhr (Proz. Nr. 335-2020-125). 

D. Gegen den Entscheid betreffend provisorische Nachlassstundung vom 
16. März 2021 erhob A._____ (fortan: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 
22. März 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden, wobei er fol-
gendes Rechtsbegehren stellte:

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen und der Entscheid des Regionalge-
richts Prättigau/Davos, Prozessnummer 335-2021-22, vom 16. März 
2021 betreffend provisorische Nachlassstundung (Art. 293 ff. SchKG) 
sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei die provisorische Nachlassstundung für 
zwei Monate zu gewähren.

3. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur erneuten Ent-
scheidung zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich gesetzlich 
geschuldeter Mehrwertsteuer) zulasten des Staates.

E. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Der vom Beschwerdeführer 
verlangte Kostenvorschuss von CHF 1'500.00 ging fristgerecht ein. Weitere pro-
zessuale Anordnungen oder Eingaben sind nicht erfolgt.

F. Gegen das Konkursdekret des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 
16. März 2021 erhob der Beschwerdeführer am 22. März 2021 separat Beschwer-
de beim Kantonsgericht von Graubünden. Diese Beschwerde ist Gegenstand des 
Verfahrens KSK 21 12.

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Erwägungen

1. Nach Art. 293d SchKG sind die Bewilligung der provisorischen Stundung 
und die Einsetzung eines provisorischen Sachwalters nicht anfechtbar. Dieser 
Rechtsmittelausschluss bezieht sich jedoch nur auf einen gutheissenden Ent-
scheid. Gegen die Nichtbewilligung des Gesuchs um provisorische Stundung steht 
die Beschwerde nach Art. 319 ff. ZPO offen (Art. 319 lit. a i.V.m. Art. 309 lit. b 
Ziff. 7 ZPO; Thomas Bauer, in: Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar, Bun-
desgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Ergänzungsband zur 2. Auflage, 
Basel 2017, N 4 ff. zu Art. 293d SchKG). Dem Beschwerdeführer als Schuldner 
steht folglich die Beschwerde als Rechtsmittel gegen den angefochtenen Ent-
scheid zur Verfügung. Eine solche ergriff er rechtzeitig innert der dafür vorgesehe-
nen zehntägigen Frist (Art. 321 Abs. 2 ZPO).

2. Der Beschwerdeführer bezweckt mit seinem in D.________ domizilierten 
Einzelunternehmen den Betrieb eines Hotels, Berghütte "E.________" mit Restau-
rant, Terrasse und Schneebar. Er ist Inhaber der F.________ GmbH, einer Ge-
sellschaft ebenfalls mit Sitz in D.________, deren Zweck im Führen von Restaura-
tionsbetrieben besteht. Die Berghütte "E.________" steht im Eigentum der 
F.________ GmbH. Die Liegenschaft ist mit einem Grundpfand zur Sicherung ei-
nes Darlehens belastet, dessen Gläubigerin die G.________ AG ist. In der Betrei-
bung auf Grundpfandverwertung, welche die G.________ AG gegen die 
F.________ GmbH angehoben hatte, erteilte das Regionalgericht Prättigau/Davos 
im Mai 2019 provisorische Rechtsöffnung. Dagegen reichte die F.________ 
GmbH beim Regionalgericht Prättigau/Davos Aberkennungsklage ein; dieser Pro-
zess ist beim Regionalgericht Prättigau/Davos noch hängig. 

3. Die Vorinstanz wies das Gesuch des Beschwerdeführers um provisorische 
Nachlassstundung ab. Ihrer Ansicht nach besteht offensichtlich keine Aussicht auf 
Sanierung, was sie wie folgt begründete: 

Zunächst ging die Vorinstanz auf die "Schadenersatzforderung Minderwert Lie-
genschaft" von CHF 350'000.00 und die "Schadenersatzforderung weiterer Scha-
den" von CHF 117'000.00 ein, die der Beschwerdeführer in der Pro-forma-Bilanz 
der F.________ GmbH auf der Aktivseite aufgeführt hatte. Sie hielt fest, der Be-
schwerdeführer ziehe in seine Ausführungen den Aberkennungsprozess mit ein, 
den die F.________ GmbH gegen die G.________ AG führe. Der Ausgang dieses 
Prozesses sei völlig offen. Die F.________ GmbH dürfte aber doch ein gewisses 
Prozessrisiko tragen, denn sie müsse das Aberkennungsgericht nicht nur davon 
überzeugen, dass der Mitgesellschafter H.________ schuldhaft ein lukratives Ver-

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kaufsangebot für die Liegenschaft "E.________" ausgeschlagen habe, sondern 
sie müsse zudem mit ihrer Argumentation des umgekehrten Durchgriffs durchdrin-
gen, um durch H.________ als faktisches Organ auf die G.________ AG greifen 
zu können. Das bringe hohe Voraussetzungen mit sich. Deshalb könnten die bei-
den Schadenersatzforderungen nicht als Aktiven in die Pro-forma-Bilanz der 
F.________ GmbH aufgenommen werden. Hinzu komme, dass in diesem umfang-
reichen Prozess nicht bis Mitte November 2021 mit einem rechtskräftigen Urteil 
gerechnet werden könne. Die provisorische Nachlassstundung könne aber höchs-
tens bis Mitte Oktober 2021 bewilligt werden. Es stehe somit fest, dass auch die 
zeitlichen Vorgaben einer bewilligten provisorischen Stundung nicht eingehalten 
werden könnten (act. B.2 E. 3.1 f.). 

Sodann widmete sich die Vorinstanz dem möglichen Verkauf der im Eigentum der 
F.________ GmbH stehenden Liegenschaft "E.________". Im Einzelnen führte sie 
aus, ein Verkauf könne nur Wirklichkeit werden, wenn die G.________ AG als 
Grundpfandgläubigerin Pfandfreigabe erteile. Eine solche Pfandfreigabe gelinge 
nur, wenn sich die F.________ GmbH mit der G.________ AG einige. Darüber 
und wie dies die F.________ GmbH bewerkstelligen wolle, verliere der Beschwer-
deführer kein Wort. Eine Einigung dürfte wohl nur gelingen, wenn die G.________ 
AG voll befriedigt werde. Das aber wolle die F.________ GmbH mit ihrer Aber-
kennungsklage ja gerade verhindern. Es sei somit nicht ersichtlich, inwiefern die 
F.________ GmbH Pfandfreigabe erwirken könnte und damit ein Verkaufsge-
schäft bezüglich der "E.________" zustande kommen könnte. Ausserdem sei zu 
beachten, dass H.________, Verwaltungsrat der G.________ AG mit Einzelunter-
schrift, vom Regionalgericht Prättigau/Davos des Vergehens gegen das UWG 
schuldig gesprochen worden sei. Dieses Strafverfahren sei vom Beschwerdefüh-
rer ins Rollen gebracht worden, weshalb noch fraglicher sei, ob die G.________ 
AG Pfandfreigabe erteile (act. B.2 E. 3.3).

Schliesslich setzte sich die Vorinstanz mit der finanziellen Situation des Be-
schwerdeführers unter Berücksichtigung eines Verkaufs der "E.________" aus-
einander. Die Schulden der F.________ GmbH würden sich, so die Vorinstanz, im 
Ergebnis auf über CHF 2'000'000.00 belaufen. Selbst bei einem Verkauf der 
"E.________" zu den geschätzten CHF 2'000'000.00 bliebe somit nichts übrig, das 
in das Vermögen des Beschwerdeführers fliessen könnte. Der Beschwerdeführer 
bleibe im Umfang von mehr als CHF 600'000.00 verschuldet und es stelle sich die 
Frage, wie er seinen Lebensunterhalt finanziere. Im heutigen Zeitpunkt würden 
offensichtlich keine Sanierungschancen oder gewisse Chancen auf Bestätigung 
eines Nachlassvertrages bestehen. Der Beschwerdeführer schweige sich darüber 

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aus, wie er mit seinem Betrieb wirtschafte, was er verdient habe und wie er sein 
Geschäft in Zukunft führen wolle. Ferner würden Angaben fehlen und es sei auch 
nicht ersichtlich, inwiefern eine realistische Chance bestehe, dass der Beschwer-
deführer die Verfahrenskosten und allfällige privilegierte Forderungen zu decken in 
der Lage sein sollte (act. B.2 E. 3.4). 

4. Der Beschwerdeführer erhebt gegen diesen Entscheid zahlreiche Rügen. 
Vorab wirft er der Vorinstanz vor, bei der Beurteilung seines Gesuchs um proviso-
rische Nachlassstundung einen zu hohen Prüfungsmassstab angewendet zu ha-
ben. Eine Abweisung des Gesuchs um provisorische Nachlassstundung sei nur 
statthaft, wenn offensichtlich keine Aussicht auf Sanierung oder Bestätigung eines 
Nachlassvertrages bestehe. An diese Offensichtlichkeit seien generell sehr hohe 
Anforderungen zu stellen, zumal bei Abweisung des Gesuchs von Amtes wegen 
der Konkurs eröffnet werden müsse. Nur in eindeutig hoffnungslosen Fällen sei 
das Gesuch abzuweisen. Bestehe ein gewisses Mass an Sanierungschancen, so 
sei eine nähere Abklärung durch einen Sachwalter angezeigt. Es sei zudem frag-
würdig, wenn die Vorinstanz behaupte, das Mass an Sanierungschancen, welches 
vorhanden sein müsse, damit nicht von offensichtlich fehlenden Sanierungsaus-
sichten auszugehen sei, liege im Ermessen des Nachlassgerichts. Soweit dadurch 
suggeriert werden solle, der Vorinstanz käme vollumfängliches Ermessen zu, sei 
dies rechtsfehlerhaft (act. A.1 Ziff. 12–19).

4.1. Der Beschwerdeführer weist zu Recht darauf hin, dass an die offensichtli-
che Aussichtslosigkeit der Sanierungsbemühungen hohe Anforderungen zu stellen 
sind. Aufgrund der am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Teilrevision des SchKG 
(AS 2013 4111) ist das gerichtliche Nachlassverfahren neu geordnet worden. Un-
ter anderem ist der Zugang zur Nachlassstundung und zum Nachlassvertrag in 
verschiedener Weise erleichtert worden. Insbesondere ist nach Einleitung des 
Nachlassverfahrens immer zunächst eine provisorische und dann erst eine defini-
tive Nachlassstundung zu prüfen. Erstere ist zu bewilligen, sofern nicht von Beginn 
an klar erkennbar ist, dass keine Aussichten auf eine Sanierung bestehen. Besteht 
offensichtlich keine Aussicht auf Sanierung oder Bestätigung eines Nachlassver-
trages, so eröffnet das Gericht den Konkurs (Art. 293a Abs. 3 SchKG; BGer 
5A_495/2016 v. 11.11.2016 E. 3.1 m.w.H.). Nur in hoffnungslosen Fällen gebietet 
das Gesetz, die Agonie des Schuldners nicht weiter zu verlängern. Die Durch-
führung des Nachlassverfahrens muss auf der Grundlage der bekannten Tatsa-
chen und der vom Schuldner beabsichtigten Massnahmen als geradezu sinnlos 
erscheinen und die Konkursreife muss augenfällig sein. Die blosse Abwesenheit 
der Aussicht auf Sanierung oder den Abschluss eines Nachlassvertrags allein ist 

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nicht ausreichend. Es sind also Fälle denkbar, in denen das Stundungsgesuch 
abgewiesen wird, ohne dass im gleichen Atemzuge der Konkurs eröffnet wird. 
Dies ist umso mehr geboten, als der Entscheid über die provisorische Nachlass-
stundung in aller Regel – und im Gegensatz zum Verfahren auf Konkursbetrei-
bung (Art. 168 SchKG) – ohne weitere Anhörung des Schuldners ergeht. Wenn-
gleich der Schuldner damit zu rechnen hat, dass sein Gesuch um Bewilligung der 
Nachlassstundung nicht nur mit der Abweisung, sondern zugleich mit der Eröff-
nung des Konkurses beantwortet wird, ist also eine entsprechend enge Auslegung 
von Art. 293a Abs. 3 SchKG angebracht (Bauer, a.a.O., N 5 zu Art. 293a SchKG). 

4.2. Diese hohen Anforderungen an die offensichtliche Aussichtslosigkeit der 
Sanierungsbemühungen waren der Vorinstanz bewusst. Im Zusammenhang mit 
den Voraussetzungen der provisorischen Nachlassstundung führte die Vorinstanz 
explizit aus, dass an die Bewilligung der provisorischen Stundung keine hohen 
Anforderungen zu stellen seien. Es reiche aus, wenn der Schuldner aufzeige, dass 
realistischerweise mit gewissen Sanierungschancen gerechnet werden könne, 
selbst wenn die Wahrscheinlichkeit, dass eine Sanierung gelinge, deutlich gerin-
ger sei als die Wahrscheinlichkeit ihres Scheiterns. Es müsse gerechtfertigt er-
scheinen, das Bestehen von Sanierungschancen während der provisorischen 
Stundung durch einen Sachwalter näher abklären zu lassen (act. B.2 E. 2.2). Die 
Vorinstanz berücksichtigte dabei namentlich auch den Aspekt, dass das Gesetz 
für den Fall der Gesuchsabweisung die Konkurseröffnung vorsieht, ging darauf 
aber deshalb nicht näher ein, weil vorliegend parallel ohnehin ein durch eine 
Gläubigerin eingeleitetes Konkursverfahren hängig war (act. B.2 E. 2.3). In der 
anschliessenden Würdigung des konkreten Falles prüfte die Vorinstanz die Fi-
nanzlage des Beschwerdeführers detailliert anhand dessen Vorbringen und der 
von ihm eingereichten Urkunden, ehe sie zum Ergebnis kam, dass im jetzigen 
Zeitpunkt offensichtlich keine Sanierungschancen oder gewisse Chancen auf 
Bestätigung eines Nachlassvertrages bestünden (act. B.2 E. 3). Diese Argumenta-
tion der Vorinstanz entspricht den oben ausgeführten Grundsätzen. Mithin sind 
keine Hinweise ersichtlich, dass die Vorinstanz bei der Beurteilung des Gesuchs 
um provisorische Nachlassstundung ganz grundsätzlich von falschen Vorausset-
zungen ausgegangen wäre bzw. einen falschen Prüfmassstab angewendet hätte. 
Die Rüge des Beschwerdeführers ist entsprechend abzuweisen. Ob die Vorin-
stanz den vorliegenden Fall innerhalb der massgebenden Grundsätze richtig ge-
würdigt hat, ist demgegenüber eine andere Frage, die es an späterer Stelle zu 
behandeln gilt (E. 6–9).

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5. Im Weiteren bringt der Beschwerdeführer vor, die Vorinstanz habe rechts-
fehlerhaft auf die Einsetzung eines Sachwalters verzichtet und stattdessen die 
Sanierungsaussichten aufgrund eigenständiger Erwägungen verneint (act. A.1 
Ziff. 20–23). Diese Rüge erweist sich zum Vornherein als unbegründet. Die Ein-
setzung eines Sachwalters setzt voraus, dass die provisorische Nachlassstundung 
bewilligt wird (vgl. Art. 293b SchKG; Bauer, a.a.O., N 3 zu Art. 293b SchKG). 
Nachdem die Vorinstanz die Finanzlage des Beschwerdeführers geprüft hatte, war 
für sie augenfällig, dass keine Aussichten auf Sanierung bestehen. Bei diesem 
Ergebnis bestand kein Raum mehr, die provisorische Nachlassstundung trotzdem 
zu bewilligen und die weitere Prüfung der Sanierungsaussichten einem Sachwal-
ter zu überlassen. Ob die Vorinstanz die Finanzlage des Beschwerdeführers rich-
tig einschätzte, ist wiederum eine andere Frage, auf die es an späterer Stelle ein-
zugehen gilt (E. 6–9). 

6. Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz hätte, sofern 
sie der Auffassung gewesen wäre, sie könne das Gesuch aufgrund der vorhande-
nen Unterlagen nicht beurteilen, eine Nachfrist zur Verbesserung ansetzen kön-
nen und müssen. Stattdessen habe sie in rechtsfehlerhafter Weise festgehalten, 
dass das Gesuch selbst dann hätte abgewiesen werden müssen, wenn zusätzli-
che Unterlagen eingereicht worden wären (act. A.1 Ziff. 24 f.). 

6.1. Die Vorinstanz erwog, dass der Beschwerdeführer bewusst darauf verzich-
tet habe, dem Gericht alle vom Gesetz verlangten Urkunden vorzulegen. Es fehle 
eine Erfolgsrechnung sowie ein Liquiditätsplan. Dies schade ihm aber nicht, weil 
sein Gesuch selbst dann abzuweisen wäre, wenn diese Urkunden vorliegen wür-
den (act. B.2 E. 2.6). Die Vorinstanz wies das Gesuch um provisorische Nachlass-
stundung demnach nicht deshalb ab, weil die Erfolgsrechnung und der Liquiditäts-
plan fehlten. Vielmehr folgerte sie im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung, 
dass selbst die Einreichung dieser fehlenden Unterlagen nichts an der offensichtli-
chen Aussichtslosigkeit der Sanierung ändern würde. Laut Bundesgericht ist eine 
antizipierte Beweiswürdigung der Sanierungsaussichten zulässig, falls sich aus 
dem Gesuch um provisorische Nachlassstundung ergibt, dass offensichtlich keine 
Aussicht auf Sanierung oder Bestätigung eines Nachlassvertrages besteht (BGer 
5A_546/2017 v. 6.10.2017 E. 3.2). In prozessualer Hinsicht ist daher nicht zu be-
anstanden, wenn die Vorinstanz den Schluss zog, Erfolgsrechnung und Liqui-
ditätsplan würden ihre aufgrund der übrigen Unterlagen gewonnene Überzeugung, 
dass das Gesuch offensichtlich aussichtslos ist, nicht zu erschüttern vermögen.

6.2. Wie sich aus dem Gesuch um provisorische Nachlassstundung ergibt, ver-
zichtete der Beschwerdeführer bewusst auf die Einreichung von Erfolgsrechnung 

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und Liquiditätsplan. Er begründete dies damit, dass er zurzeit kaum Einnahmen 
und Ausgaben habe. Sein Einzelunternehmen betreibe einen Wintersaisonbetrieb. 
Die operative Geschäftstätigkeit sei weitestgehend eingestellt, weshalb die Er-
folgsrechnung nicht relevant sei. Der Liquiditätsplan stehe und falle damit, ob in 
den nächsten Wochen ein Kaufvertrag über die Liegenschaft zustande komme 
und/oder ob und wann die Aberkennungsklage der F.________ GmbH rechtskräf-
tig zu ihren Gunsten entschieden werde (RG act. 1 Ziff. 52–55). Der Beschwerde-
führer führte somit selber aus, dass – abgesehen von der möglichen Gewinnaus-
schüttung der F.________ GmbH im Zuge des Verkaufs der "E.________" sowie 
des Aberkennungsprozesses – mit keinem nennenswerten Mittelzufluss zu rech-
nen sei. Dass sich die Vorinstanz ihr Urteil von der Finanzlage des Beschwerde-
führers ohne Beizug von Erfolgsrechnung und Liquiditätsplan machte, ist unter 
diesen Umständen nachvollziehbar. Die Rüge des Beschwerdeführers, die Vorin-
stanz hätte die Erfolgsrechnung und den Liquiditätsplan einfordern müssen, geht 
somit fehl. 

7. Mit einer weiteren Rüge macht der Beschwerdeführer geltend, die Vor-
instanz habe blosse Mutmassungen über den Ausgang des bei ihr hängigen Aber-
kennungsprozesses zwischen der F.________ GmbH und der G.________ AG 
angestellt. Es sei unverständlich, dass die Vorinstanz behaupte, die beiden Scha-
denersatzforderungen hätten nicht als Aktiven in die Pro-forma-Bilanz einfliessen 
dürfen. Die Einschätzung der Vorinstanz sei rein spekulativ und im Übrigen wider-
sprüchlich, wenn sie den Prozess einmal als "völlig offen" und "gänzlich unbe-
kannt" bezeichne, bevor sie an anderer Stelle spekuliere, die F.________ GmbH 
dürfte "doch ein gewisses Prozessrisiko tragen". An anderer Stelle wiederum führe 
sie gar aus, der Beschwerdeführer bewege sich mit seiner Argumentation "wohl 
eher auf dünnem Eis", ehe sie schliesslich davon spreche, dass es um einen 
"solch komplexen und aktenmässig umfangreichen Fall" gehe (act. A.1 Ziff. 26–
31). 

Gleichermassen fehlerhaft sei es, so der Beschwerdeführer weiter, wenn die Vor-
instanz das Gesuch ablehne mit dem Argument, der Aberkennungsprozess lasse 
sich nicht vor Mitte August 2021 abschliessen und es sei zudem mit Rechtsmitteln 
zu rechnen, weshalb die zulässige Maximaldauer der provisorischen Nachlass-
stundung nicht ausreichen werde und keine Gründe ersichtlich seien, wonach das 
Nachlassgericht vor Ablauf der acht Monate bereits die definitive Stundung bewil-
ligen könnte. Während der provisorischen Nachlassstundung müsse lediglich ab-
geklärt werden, ob Aussicht auf Sanierung oder Bestätigung eines Nachlassver-
trages bestehe und folglich die definitive Nachlassstundung gewährt werden kön-

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ne. Um dies abzuschätzen, müsse das Aberkennungsverfahren keineswegs ab-
geschlossen sein. Unabhängig von der Dauer des Aberkennungsverfahrens beru-
fe er sich auch auf die Möglichkeit eines zeitnahen Liegenschaftsverkaufs. Es sei 
nicht verständlich und werde von der Vorinstanz auch nicht näher begründet, 
weshalb es nicht möglich sein solle, während der Dauer der provisorischen Nach-
lassstundung bzw. während laufenden Aberkennungsverfahrens Abklärungen mit 
Gläubigern aufzunehmen und diese bis zu einem Stadium voranzutreiben, welche 
die definitive Stundung rechtfertigen würde. Es sei ein selbstverständlicher Akt der 
Logik und des ökonomischen Sachverstands, dass die Gläubiger in der vorliegen-
den Ausgangssituation einem Nachlassvertrag zustimmen würden (act. A.1 
Ziff. 32–34).

7.1. In der Pro-forma-Bilanz der F.________ GmbH nahm der Beschwerdefüh-
rer auf der Aktivseite neben der Liegenschaft in der Höhe von CHF 900'000.00 
eine "Schadenersatzforderung Minderwert Liegenschaft (Schuldner: H.________ 
und G.________ AG)" in der Höhe von CHF 1'450'000.00 sowie eine "Schadener-
satzforderung weiterer Schaden (Schuldner: H.________ und G.________ AG)" in 
der Höhe von CHF 117'000.00 auf. Inwieweit diese Forderungen tatsächlich be-
stehen, ist, wie der Beschwerdeführer selber ausführte, vom Ausgang des Aber-
kennungsprozesses zwischen der F.________ GmbH und der G.________ AG 
abhängig (RG act. 1 Ziff. 21). Das schweizerische Rechnungslegungsrecht beruht 
auf dem Prinzip der Vorsicht (Art. 958 Abs. 1 Ziff. 5 und Art. 960 Abs. 2 OR). Als 
Aktiven müssen Vermögenswerte bilanziert werden, wenn aufgrund vergangener 
Ereignisse über sie verfügt werden kann, ein Mittelzufluss wahrscheinlich ist und 
ihr Wert verlässlich geschätzt werden kann. Andere Vermögenswerte dürfen nicht 
bilanziert werden (Art. 959 Abs. 2 OR). Damit die Bilanzierbarkeit und eine Aktivie-
rungspflicht im OR vorliegen, muss nicht bloss ein wahrscheinlicher, sondern 
vielmehr ein sehr wahrscheinlicher künftiger Nutzen des Vermögenswerts vorlie-
gen (Lorenz Lipp, in: Roberto/Trüeb [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Pri-
vatrecht: GmbH, Genossenschaft, Handelsregister und Wertpapiere, 3. Aufl., 
Zürich 2016, N 25a zu Art. 959 OR). Der Beschwerdeführer gibt in der Beschwer-
deschrift zu, dass der Ausgang des Aberkennungsprozesses zwischen der 
F.________ GmbH und der G.________ AG, in dem über den Bestand der Scha-
denersatzforderungen entschieden werden soll, "gänzlich unbekannt" sei (act. A.1 
Ziff. 31). Weshalb ein Obsiegen der F.________ GmbH dennoch sehr wahrschein-
lich sein soll, so dass die streitigen Schadenersatzforderungen in der Bilanz der 
F.________ GmbH bereits zum jetzigen Zeitpunkt aktiviert werden können, ist 
somit selbst nach der Sachdarstellung des Beschwerdeführers nicht schlüssig. Die 

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Vorinstanz liess in der Bilanz der F.________ GmbH die geltend gemachten 
Schadenersatzforderungen folglich zu Recht unberücksichtigt. 

7.2. Auch die zeitlichen Überlegungen der Vorinstanz halten näherer Überprü-
fung stand. Nach Art. 293a Abs. 2 SchKG darf die Gesamtdauer der provisori-
schen Nachlassstundung vier Monate nicht überschreiten; auf Antrag des Sach-
walters oder, wenn kein solcher eingesetzt wurde, des Schuldners kann die provi-
sorische Stundung in begründeten Fällen um höchstens vier Monate verlängert 
werden. Maximal kann die provisorische Nachlassstundung demnach acht Monate 
dauern. Nachdem die Vorinstanz ihren Entscheid Mitte März 2021 fällte, hätte die 
provisorische Stundung somit längstens bis Mitte November 2021 dauern können. 
Laut der Vorinstanz, bei der der Aberkennungsprozess zwischen der F.________ 
GmbH und der G.________ AG hängig ist, kann nicht damit gerechnet werden, 
dass dieser bis Mitte November 2021 rechtskräftig entschieden sein wird. Mit ei-
nem Urteil könne frühestens Mitte August 2021 gerechnet werden. Falls der Be-
schwerdeführer obsiege, dürfte die Gegenpartei den Entscheid mit hoher Wahr-
scheinlichkeit anfechten (act. B.2 E. 3.2). Diese zeitliche Prognose wird vom Be-
schwerdeführer in seiner Beschwerde nicht konkret in Zweifel gezogen, weshalb 
sie Bestand hat. Offen sind im Ergebnis daher nicht nur der Ausgang des Aber-
kennungsprozesses und damit das Schicksal der Schadenersatzforderungen 
überhaupt, sondern auch die Tatsache, ob noch vor Ablauf der maximalen Stun-
dungsdauer Klarheit über den Prozessausgang bzw. den Bestand der Schadener-
satzforderungen eintreten wird. Auch aus diesem Grund erweist sich der Schluss 
der Vorinstanz, die Schadenersatzforderungen könnten nicht als Aktiven in der 
Bilanz der F.________ GmbH berücksichtigt werden, als korrekt.

8. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, die Schulden der 
F.________ GmbH seien – abgesehen von der Grundpfandschuld – nicht so hoch, 
dass bei einem Verkauf der "E.________" zu den konkret gebotenen über 
CHF 2'000'000.00 nichts mehr oder viel zu wenig für die Sanierung übrigbleibe. 
Die Vorinstanz stelle völlig aktenwidrige und rechtsfehlerhafte Annahmen zur 
Vermögenssituation der F.________ GmbH bzw. von ihm – dem Beschwerdefüh-
rer – auf. Durch ihr Vorgehen, die gelieferten Zahlen in freier Rechtsfindung durch 
eigene Zahlen zu ersetzen, ohne hierzu vorgängig Gelegenheit zur Stellungnahme 
zu geben, verletze die Vorinstanz seinen Gehörsanspruch. Bereits dies führe zur 
Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids. Abgesehen davon hätte die Vorin-
stanz auf der Passivseite der F.________ GmbH die Grundpfandschuld lediglich 
im Umfang von CHF 1'340'288.15 (und nicht im Umfang von CHF 1'350'000.00) 
und die Zinsforderungen gar nicht (und nicht im Umfang von rund 

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CHF 630'000.00) berücksichtigen dürfen, zumal sie es selber gewesen sei, die für 
diese Zinsforderungen keine Rechtsöffnung erteilt habe. Ausgehend vom Ver-
kaufserlös von CHF 2'000'000.00 würde im Ergebnis nur ein Fehlbetrag von 
CHF 29'000.00 resultieren. Wenn die Vorinstanz zudem auf der Aktivseite korrek-
terweise von einem Verkaufserlös von CHF 2'135'000.00 (anstatt von bloss 
CHF 2'000'000.00) ausgehen würde, würde letzten Endes gar ein Gewinn resultie-
ren. Damit könnten nicht nur die Masseverbindlichkeiten und die privilegierten 
Forderungen, sondern sämtliche Forderungen gedeckt werden (act. A.1 Ziff. 39–
51).

8.1. Was die geltend gemachte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör 
angeht, ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu verweisen, wonach kein 
verfassungsrechtlicher Anspruch der Parteien besteht, zur rechtlichen Würdigung 
der durch sie in den Prozess eingeführten Tatsachen noch besonders angehört zu 
werden. Ebenso wenig folgt aus dem Gehörsanspruch, dass die Parteien vorgän-
gig auf den für den Entscheid wesentlichen Sachverhalt hinzuweisen wären. Eine 
Ausnahme besteht, wenn ein Gericht seinen Entscheid auf einen Rechtsgrund zu 
stützen beabsichtigt, auf den sich die beteiligten Parteien nicht berufen haben und 
mit dessen Erheblichkeit sie vernünftigerweise nicht rechnen mussten 
(BGE 130 III 35 E. 5; BGer 4A_453/2019 v. 5.3.2020 E. 4.1). Der Beschwerdefüh-
rer legte seinem Gesuch um provisorische Nachlassstundung die Aberkennungs-
klage der F.________ GmbH vom 25. Juni 2019 (RG act. 1.5) sowie seine Stel-
lungnahme zum Gesuch um provisorische Rechtsöffnung der G.________ AG 
vom 21. Februar 2019 (RG act. 1.6) bei. Beide Rechtsschriften gehen mitunter auf 
die Zinsforderungen ein, die die G.________ AG gegen die F.________ GmbH in 
Betreibung setzte (vgl. insb. RG act. 1.5 Ziff. 147–149 und RG act. 1.6 Ziff. 138–
145). Vor diesem Hintergrund und im Hinblick auf den im vorliegenden Verfahren 
geltenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 55 ZPO) konnte für den Beschwerdefüh-
rer nicht überraschend sein, dass die Vorinstanz die von der G.________ AG gel-
tend gemachten Zinsforderungen in die Beurteilung der finanziellen Lage der 
F.________ GmbH miteinbezog. Der Anspruch auf rechtliches Gehör wurde damit 
nicht verletzt.

8.2. Sodann ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz diese Zinsforderun-
gen auf der Passivseite in der Bilanz der F.________ GmbH berücksichtigte.

8.2.1. Verbindlichkeiten müssen als Fremdkapital bilanziert werden, wenn sie 
durch vergangene Ereignisse bewirkt wurden, ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist 
und ihre Höhe verlässlich geschätzt werden kann (Art. 959 Abs. 5 OR). Wie die 
Verbindlichkeit zu bilanzieren ist, hängt von deren Eintrittswahrscheinlichkeit ab. 

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Ist die Wahrscheinlichkeit des künftigen Mittelabflusses ohne Gegenleistung hoch 
bzw. nahezu sicher und stehen der Zeitpunkt und der Betrag fest, so erfolgt der 
Ausweis unter Verbindlichkeiten. Ist der künftige Mittelabfluss dagegen in Bezug 
auf Höhe, Tatbestand und Zeitpunkt des Nutzenabganges weniger klar, immerhin 
aber wahrscheinlich und verlässlich schätzbar, so erfolgt der Ausweis unter Rück-
stellungen. Ist der künftige Mittelabfluss dagegen zwar möglich, aber unwahr-
scheinlich oder in der Höhe nicht verlässlich bestimmbar, so erfolgt lediglich eine 
Offenlegung im Anhang als Eventualverbindlichkeit (Lipp, a.a.O., N 54 zu Art. 959 
OR m.w.H.). Dabei ist zu beachten, dass aufgrund des Vorsichtsprinzips auch ei-
ne deutlich unter 50 % liegende Eintrittswahrscheinlichkeit zu einer Erfassung der 
Schuld als Rückstellung führt (vgl. Lipp, a.a.O., N 56 zu Art. 959 OR). So erachte-
te das Bundesgericht einen Verwaltungsrat als für den verursachten Schaden ver-
antwortlich, weil er bei einer unter 50 % liegenden Eintrittswahrscheinlichkeit keine 
anteilsmässige Rückstellung bildete (BGer 4A_277/2010 v. 2.9.2010 E. 2). Nach 
der Meinung von Böckli ist bei einer mittleren Wahrscheinlichkeit zwischen 25 % 
und 75 % eine Rückstellung zu bilden, während bei einer geringen Wahrschein-
lichkeit von 0 % bis 25 % eine Eventualverbindlichkeit im Anhang ausgewiesen 
werden muss (Peter Böckli, Neue OR-Rechnungslegung, Zürich 2014, N 1025). 

8.2.2. Die Vorinstanz berücksichtigte auf der Passivseite der Bilanz – nebst der 
Grundpfandschuld von CHF 1'350'000.00 – drei Zinspositionen in der Höhe von 
CHF 337'500.00, CHF 270'185.00 und CHF 27'019.00, somit Zinsen in der Grös-
senordnung von total CHF 630'000.00. Dabei führte sie aus, zu den Verbindlich-
keiten der F.________ GmbH gegenüber der G.________ AG gehörten nicht nur, 
wie der Beschwerdeführer in seinem Gesuch geltend mache, Grundpfandschulden 
in der Höhe von CHF 1'150'000.00, sondern all jene Schulden, welche die 
G.________ AG gegen die F.________ GmbH in Betreibung gesetzt habe 
(act. B.2 E. 3.4). Mit welcher Wahrscheinlichkeit diese Zinsen nach Auffassung der 
Vorinstanz geschuldet sind, lässt sich dem Entscheid nicht entnehmen. Offenbar 
ging die Vorinstanz aber mindestens von einer Wahrscheinlichkeit aus, die die 
Bildung von Rückstellungen erforderlich macht, ansonsten sie die Positionen nicht 
als Passiven bilanziert hätte. Was der Beschwerdeführer in der Beschwerde ge-
gen diese Qualifikation vorbringt, überzeugt nicht. So zeigt er nicht näher auf, 
weshalb die Zinspositionen derart unwahrscheinlich sein sollen, dass sie nicht we-
nigstens als Rückstellungen zu berücksichtigen wären. Der blosse Hinweis, die 
G.________ AG habe versucht, kumulativ Darlehens- und Verzugszinsen geltend 
zu machen (act. A.1 Ziff. 45), genügt nicht, zumal bei Grundpfandschulden nicht 
zum Vornherein ausgeschlossen ist, dass sowohl vertragliche als auch Verzugs-
zinsen geschuldet sind (vgl. Art. 818 Abs. 1 Ziff. 2 und 3 ZGB). Auch der Umstand, 

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dass die Vorinstanz noch im Rechtsöffnungsverfahren lediglich für 
CHF 1'340'288.15 (einschliesslich Zins) Rechtsöffnung erteilt haben soll (act. A.1 
Ziff. 46–47), impliziert nicht, dass keine Mehrforderungen geschuldet sein können. 
Denn möglich ist, dass es für die Mehrforderungen bloss am erforderlichen 
Rechtsöffnungstitel oder an der Fälligkeit mangelte. Aber auch wenn es der 
F.________ GmbH als Schuldnerin im Rechtsöffnungsverfahren gelungen sein 
sollte, gegen die Mehrforderungen Einwendungen gemäss Art. 82 Abs. 2 SchKG 
glaubhaft zu machen, ergibt sich daraus nicht zwingend, dass der Bestand dieser 
Mehrforderungen derart unwahrscheinlich wäre, dass sie nicht wenigstens als 
Rückstellungen zu bilanzieren wären. Eine Tatsache gilt nämlich bereits dann als 
glaubhaft, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente sprechen, selbst wenn 
das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht ha-
ben könne (statt vieler BGer 5A_15/2018 v. 16.4.2019 E. 3.1 m.w.H.). Auch wenn 
das Rechtsöffnungsgericht eine Einwendung für glaubhaft hält und die Rechtsöff-
nung entsprechend verweigert, ist folglich nicht ausgeschlossen, dass es dem Be-
stand der geltend gemachten Forderung doch eine Wahrscheinlichkeit beimisst, 
die das Bilden einer Rückstellung erforderlich macht. Indem die Vorinstanz im Ver-
fahren um provisorische Nachlassstundung Zinspositionen im Umfang von rund 
CHF 630'000.00 als Passiven berücksichtigte, obschon sie für diese Positionen 
keine provisorische Rechtsöffnung erteilte, verhielt sie sich daher nicht wider-
sprüchlich.

9. Selbst wenn man mit dem Beschwerdeführer davon ausgeht, dass die 
Grundpfandschuld nicht CHF 1'350'000.00, sondern lediglich CHF 1'340'288.15 
beträgt, belaufen sich die Passiven der F.________ GmbH unter Berücksichtigung 
der erwähnten Zinsen von CHF 630'000.00 auf einen Betrag in der Grössenord-
nung von CHF 2'000'000.00. Daraus folgerte die Vorinstanz, dass der Beschwer-
deführer, selbst wenn die F.________ GmbH die "E.________" zu einem Preis 
von CHF 2'000'000.00 verkaufen könnte, keine Mittel aus seiner Beteiligung an 
der F.________ GmbH entnehmen könne. Seine persönlichen Schulden von über 
CHF 600'000.00 blieben ungedeckt (act. B.2 E. 3.4). Dass die Vorinstanz auf die-
ser Grundlage das Fazit zog, im heutigen Zeitpunkt bestünden offensichtlich keine 
Sanierungschancen oder gewisse Chancen auf Bestätigung eines Nachlassver-
trages, ist überzeugend. Dies gilt ungeachtet der vom Beschwerdeführer getroffe-
nen Annahme, die "E.________" könnte entsprechend einem aktuellen Kaufange-
bot nicht nur zu einem Preis von CHF 2'000'000.00, sondern zu einem solchen 
von CHF 2'135'000.00 verkauft werden. Auch bei dieser Hypothese bliebe der Be-
schwerdeführer auf ungedeckten Schulden von über CHF 450'000.00 sitzen. Es ist 
offensichtlich, dass auch bei diesem Ausmass der Überschuldung keine Aussicht 

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auf Sanierung besteht, wenn auf absehbare Zeit, wie der Beschwerdeführer selber 
vorbringt, mit keinen grösseren Einnahmen aus der Geschäftstätigkeit zu rechnen 
ist (RG act. 1 Ziff. 52–55). Im Ergebnis erweist sich die vorinstanzliche Abweisung 
des Gesuchs um provisorische Nachlassstundung daher als richtig. Ob die weitere 
Erwägung der Vorinstanz, es sei nicht ersichtlich, dass die G.________ AG als 
Grundpfandgläubigerin das Pfand freigeben würde (act. B.2 E. 3.3), zutrifft, kann 
offenbleiben. Denn wie soeben erwähnt, bestehen offensichtlich selbst dann keine 
Sanierungschancen, wenn mit dem Beschwerdeführer vom erfolgreichen Verkauf 
der "E.________" (und damit von der Pfandfreigabe) ausgegangen würde. Es 
erübrigt sich daher, auf die Rügen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit 
den vorinstanzlichen Feststellungen zur Pfandfreigabe (act. A.1 Ziff. 35–38) näher 
einzutreten.

10. Zusammengefasst ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Verfah-
rensausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Be-
schwerdeführers (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Angesichts des verursachten Aufwands 
sind die Gerichtskosten auf CHF 1'500.00 festzusetzen (Art. 61 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 54 GebV SchKG). Da keine Gegenpartei in das vorliegende Verfahren invol-
viert ist, erübrigt sich die Zusprechung einer Parteientschädigung.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten 
von A._____ und werden mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in 
Höhe von CHF 1'500.00 verrechnet.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG Be-
schwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schrift-
lich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzurei-
chen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: