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**Case Identifier:** e097e165-c380-5a4a-8bd5-744a57980af3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.07.2014 200 2014 315
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-315_2014-07-02.pdf

## Full Text

200 14 315 UV
SCJ/IMD/BRL/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juli 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar Dr. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

SUVA
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014 (17.80143.13.0)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, UV/14/315, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1966 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war durch ihren Arbeitgeber bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (SUVA bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen 
von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als sie am 7. Dezember 
2012 einen Auffahrunfall erlitt (vgl. Akten der SUVA, Antwortbeilage 
[AB] 1), woraufhin sie unter Kopf- und Nackenschmerzen, Schlafstörungen 
sowie einer Angststörung litt (AB 9, S. 2). In der Folge holte die SUVA, wel-
che für die Kosten der Heilbehandlung aufkam und Taggelder ausrichtete 
(AB 2, 36, 84), medizinische Unterlagen ein und veranlasste insbesondere 
eine kreisärztliche Untersuchung vom 12. November 2013 (AB 77).

Mit Verfügung vom 14. Januar 2014 (AB 89) stellte die SUVA die Versiche-
rungsleistungen mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
dem Verkehrsunfall vom 7. Dezember 2012 und den persistierenden Be-
schwerden per 31. Januar 2014 ein. Gleichzeitig lehnte sie einen Anspruch 
auf weitere Geldleistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung) ab.

Die dagegen erhobene Einsprache vom 14. Februar 2014 (AB 95) wies die 
SUVA mit Entscheid vom 28. Februar 2014 ab (AB 100).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
Dr. B.________, mit Eingabe vom 31. März 2014 Beschwerde und bean-
tragte die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 28. Februar 2014 
sowie die Ausrichtung einer Invalidenrente ab dem 31. Januar 2014. Zur 
Begründung brachte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, die feh-
lende Kausalität zwischen dem Unfall vom 7. Dezember 2012 und den be-
stehenden Beschwerden sei nicht ausgewiesen, zumal keine umfassende 
und neutrale medizinische Untersuchung stattgefunden habe.

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Mit Beschwerdeantwort vom 14. Mai 2014 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde und machte geltend, mit den Berich-
ten der involvierten Ärzte sei der medizinische Sachverhalt genügend ab-
geklärt, weshalb es keiner weiteren Abklärung in Form eines polydiszipli-
nären Gutachtens bedürfe. Sodann sei die adäquate Kausalität sowohl in 
Anwendung der Psycho- wie auch der Schleudertrauma-Rechtsprechung 
zu verneinen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014 
(AB 100). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfall-
versicherung und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die 
Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 7. Dezember 2012 

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mangels adäquaten Kausalzusammenhangs zu Recht per 31. Januar 2014 
eingestellt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalls, eines Nicht-
berufsunfalls oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene Störung entfiele („conditio sine qua 

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non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 337; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2).

2.4.1 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 
248 E. 4 S. 250, 134 V 109 E. 2.1 S. 112).

Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar sind und 
von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten un-
abhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann 
somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit ap-
parativen, insbesondere bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und 
die hierbei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich aner-
kannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1 S. 251).

2.4.2 Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die 
Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszuge-
hen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubezie-
hen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese 
Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 115 
V 133 E. 6c/aa S. 140), während bei Schleudertraumen und äquivalenten 
Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schädel-Hirntraumen auf eine 
Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten ver-
zichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 
Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die ver-
sicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine 
dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 
E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 

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369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die 
Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwendung findet, wenn sich innert der 
Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Beschwerden in der Halsregion und der 
Halswirbelsäule (HWS) manifestieren (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). 
Liegt keine der erwähnten Verletzungen vor, gelangt die Rechtsprechung 
gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden zur An-
wendung. Ergeben die Abklärungen indessen, dass die versicherte Person 
eine der soeben erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt wer-
den, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung 
gehörenden Beeinträchtigungen (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Kon-
zentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Vi-
susstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung 
usw; BGE 119 V 335 E. 1 S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise 
vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber bereits unmittel-
bar nach dem Unfall ganz in den Hintergrund treten oder die physischen 
Beschwerden im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Be-
urteilungszeitpunkt gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt 
haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 
U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung eben-
falls die in BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Folgeschäden auf-
gestellten Grundsätze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der 
Adäquanz gemäss den in der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 
117 V 359) festgelegten Kriterien, d.h. ohne Unterscheidung zwischen kör-
perlichen und psychischen Beschwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 
127 V 102 E. 5b/bb S. 103). Die Grundsätze gemäss BGE 115 V 133 sind 
auch anwendbar, wenn die im Anschluss an den Unfall auftretenden psy-
chischen Störungen nicht zum typischen Beschwerdebild eines HWS-
Traumas gehören. Erforderlichenfalls ist vorgängig der Adäquanzbeurtei-
lung zu prüfen, ob es sich bei den im Anschluss an den Unfall geklagten 
psychischen Beeinträchtigungen um blosse Symptome des erlittenen 
Traumas oder aber um eine selbstständige (sekundäre) Gesundheitsschä-
digung handelt, wobei für die Abgrenzung insbesondere Art und Pathoge-
nese der Störung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der 
Zeitablauf von Bedeutung sind (SVR 2007 UV Nr. 8 S. 28 E. 2.2).

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2.5 Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausal-
zusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin 
und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwor-
tung der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage 
– im Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – 
nicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu er-
folgen (BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 
E. 5.1 S. 472).

2.6 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes „namhaft“ durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur 

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prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen 
(SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heil-
behandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc 
et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwä-
gung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzusch-
liessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege – bei rich-
tiger Betrachtungsweise – gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hin-
sichtlich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Ge-
sundheitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz 
vorheriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung 
auf Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen 
und gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen 
einer allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvorausset-
zungen zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

2.7 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschwerde-
führerin am 7. Dezember 2012 einen Unfall im Rechtssinne (vgl. E. 2.1 
hiervor) erlitten hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechen-
de Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob die Be-
schwerdeführerin über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leis-
tungseinstellung per 31. Januar 2014 (AB 89) hinaus weiterhin Anspruch 
auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu 

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prüfen, ob die nach diesem Zeitpunkt weiterhin geklagten Beschwerden in 
einem anspruchsbegründenden Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 
7. Dezember 2012 stehen.

3.2 Zu den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwer-
den lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.2.1 Der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Neurologie FMH, 
legte im Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem 
Beschleunigungstrauma vom 29. Januar 2013 (AB 9) dar, bei der Be-
schwerdeführerin seien eine Stunde nach dem Unfall vom 7. Dezember 
2012 Kopf- und Nackenschmerzen aufgetreten. Weiter führte er aus, sie 
leide unter Schlafstörungen sowie einer Angststörung (S. 2). Sodann sei 
ein Hämatom am Unterschenkel rechts aufgetreten und es liege ein kranio-
zervikales Beschleunigungstrauma Grad II vor; die Röntgenuntersuchung 
vom 7. Dezember 2012 habe keine ossäre Läsion gezeigt (vgl. auch 
AB 12). Ab 7. Dezember 2012 bis auf Weiteres bestehe eine volle Arbeits-
unfähigkeit (S. 3).

3.2.2 Die Fachärzte der Klinik D.________ diagnostizierten im Bericht 
vom 10. April 2013 (AB 23) eine HWS-Distorsion Grad II nach Unfall vom 
7. Dezember 2012, eine Laktoseintoleranz, eine Urtikaria, leichtes Überge-
wicht (Präadipositas, BMI 25) sowie einen Verdacht auf ein depressives 
Syndrom. Aktuell bestünden Nackenschmerzen, Schlafstörungen, Angst, 
Müdigkeit sowie eine gedrückte Stimmung. Sodann habe eine mässige 
Symptomausweitung beobachtet werden können (S. 1). 

3.2.3 Mit Zwischenbericht vom 10. Juli 2013 (AB 43) diagnostizierte Dr. 
med. C.________ einen Status nach HWS-Distorsion am 7. Dezember 
2012, ein zervikozephales Syndrom, Spannungskopfschmerzen, eine neu-
ropsychologische Funktionsstörung sowie eine mittelschwere depressive 
Episode. 

3.2.4 Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizierte 
mit Bericht vom 13. August 2013 (AB 50) chronische zervikale Schmerzen 
bei Status nach Autounfall am 7. Dezember 2012, aktuell neurologisch un-
auffällig, eine Urtikaria sowie eine Laktoseintoleranz (S. 1). Die klinisch-
neurologische Untersuchung sei detailliert geprüft unauffällig, es ergäben 

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sich hierbei keine Hinweise für eine traumatisch bedingte Schädigung des 
zentralen oder peripheren Nervensystems. Die geklagten Kopfschmerzen 
seien als zervikogen oder als Spannungskopfweh zu interpretieren; sie 
seien von der Beschreibung her nicht verdächtig für eine Migräne. Aus neu-
rologischer Sicht resultiere dementsprechend auch keine Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit für das vorbestehende Pensum von 50% Büroarbeit (S. 
2).

3.2.5 Mit Bericht vom 20. Oktober 2013 (AB 72) diagnostizierte Dr. med. 
F.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, eine An-
passungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21), eine 
ängstliche Persönlichkeit und Anzeichen einer posttraumatischen Belas-
tungsstörung sowie eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1). Wei-
ter führte Dr. med. Seitz aus, es bestehe noch keine umsetzbare Arbeits-
fähigkeit (S. 2).

3.2.6 Der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. G.________, Facharzt für Pneu-
mologie und Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Untersu-
chungsbericht vom 12. November 2013 (AB 77) eine HWS-Distorsion Grad 
II, einen Verdacht auf Symptomausweitung bei Anpassungsstörung mit 
längerer depressiver Reaktion sowie eine Angststörung. Weiter bestünden 
anamnestisch eine Urtikaria, eine Laktose-Intoleranz, eine Glutenunver-
träglichkeit sowie eine unklare Leberpathologie in Abklärung (S. 6). Ferner 
führte der Kreisarzt im Zusammenhang mit der HWS-Distorsion aus, radio-
logisch fänden sich keinerlei Hinweise für unfallbedingte strukturelle Verän-
derungen, jedoch Zeichen degenerativer Veränderung der Intervertebralge-
lenke. Erfahrungsgemäss seien HWS-Distorsionen Grad II spätestens nach 
einem Jahr abgeheilt. Über diesen Zeitraum hinaus bestehende Beschwer-
den seien eher im Zusammenhang mit den vorbestehenden Degeneratio-
nen respektive zusätzlichen psychosozialen Faktoren und einer somato-
formen Schmerzverarbeitungsstörung zu sehen (S. 7). Zum sicheren Aus-
schluss von im konventionellen Röntgen nicht darstellbaren ligamentären 
Veränderungen schlage er ein MRI der HWS vor. Bis zum Vorliegen der 
Untersuchungsresultate könne die vom Hausarzt attestierte Arbeitsunfähig-
keit akzeptiert werden (S. 8).

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Nach Vorliegen des MRI (vgl. AB 80) legte Dr. med. G.________ am 13. 
Januar 2014 (AB 86) dar, aufgrund der Befunde dieser bildgebenden Un-
tersuchung seien von weiteren ärztlichen Behandlungen keine namhaften 
Verbesserungen zu erwarten, ebenso lasse sich unfallbedingt keine Ar-
beitsunfähigkeit mehr begründen. Bei Fehlen von unfallbedingten struktu-
rellen Veränderungen im MRI seien allenfalls noch beklagte Beschwerden 
mehr als ein Jahr nach dem Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
nicht mehr unfallkausal, sondern eher im Rahmen der vorbestehenden de-
generativen Veränderungen erklärbar.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 

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mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b/ee S. 354).

3.4 Die Berichte von Dr. med. G.________ vom 12. November 2013 
(AB 77) sowie vom 13. Januar 2014 (AB 86) erfüllen die von der höch-
strichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen 
Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb ihnen voller 
Beweiswert zukommt. Die Feststellungen des SUVA-Kreisarztes beruhen 
auf eigenen Abklärungen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie der bildge-
benden Untersuchungen und unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden einlässlich begrün-
det. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde, 
S. 6) erweist sich der medizinische Sachverhalt als genügend abgeklärt, 
sind die Ausführungen von Dr. med. G.________ doch für die streitigen 
Belange umfassend. Sodann bestehen keinerlei Anhaltspunkte, welche 
bezüglich der Unabhängigkeit des Kreisarztes bzw. des Beweiswerts seiner 
Beurteilung auch nur die geringsten Zweifel zu wecken vermöchten, zumal 
allein eine von der Einschätzung des Kreisarztes abweichende Beurteilung 
des Hausarztes nicht ausreicht, die Berichte von Dr. med. G.________ in 
Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen (vgl. 
SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Die Anordnung eines polydisziplinären 
Gutachtens ist folglich nicht erforderlich (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 70; 
E. 3.3 hiervor). 

Insbesondere führte Dr. med. G.________ nachvollziehbar aus, dass sich 
keinerlei Hinweise für unfallbedingte strukturelle Veränderungen fänden, 
jedoch Zeichen degenerativer Veränderungen (AB 77, S. 7). Diese Beurtei-

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lung stimmt mit den Befunden der Röntgenuntersuchung vom 7. Dezember 
2012 (AB 12) überein und wurde denn auch durch ein MRI vom 26. No-
vember 2013 (AB 80) bestätigt. 

Nach dem Gesagten lagen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 
31. Januar 2014 keine organisch nachweisbaren traumatischen Beschwer-
den mehr vor. An der Feststellung, dass es vorliegend an einem objektiv 
ausgewiesenen somatischen Korrelat für die geklagten Beschwerden fehlt, 
ändert auch der Bericht von Dr. med. C.________ vom 28. März 2014 (Be-
schwerdebeilage [BB] 5) nichts, zumal der Hausarzt mit der Auflistung der 
persistierenden Beschwerden allein bzw. der Anmerkung, diese Beschwer-
den seien mit grösster Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 7. Dezember 
2012 zurückzuführen, nicht darzutun vermag, inwiefern die geklagten Be-
schwerden objektivierbar sein sollten.

3.5 Gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte ist festzustellen, 
dass die Beschwerdeführerin beim Unfallereignis vom 7. Dezember 2012 
ein Schleudertrauma erlitt und in der Folge Kopf- und Nackenschmerzen, 
Schlafstörungen sowie eine Angststörung auftraten. Das für ein Schleuder-
trauma typische Beschwerdebild trat gegenüber den psychischen Be-
schwerden jedoch ganz in den Hintergrund bzw. spielte gesamthaft nur 
eine sehr untergeordnete Rolle, stellten die behandelnden Ärzte doch rasch 
bedeutsame psychiatrische Auffälligkeiten fest (vgl. AB 23, S. 1; 37; 43; 72, 
S. 2; 77, S. 6; BB 5). Dieses Bild wird durch die Aktennotizen der Be-
schwerdegegnerin bezüglich der Gespräche mit der Beschwerdeführerin 
belegt. So führte die Beschwerdeführerin etwa aus, sie gerate jeweils 
nachts in Panik (AB 7); sie müsse viel weinen, sitze immer in einer Ecke 
und mache sich grosse Sorgen, dass sie den Weg aus diesem Tief nicht 
mehr finde (AB 30); es gehe ihr nicht gut und sie sei sehr verzweifelt 
(AB 88). Die behandelnde Psychiaterin legte gegenüber der Beschwerde-
gegnerin denn auch dar, die Beschwerdeführerin sei in eine schwere De-
pression gefallen und eine Klinikeinweisung sei in Betracht zu ziehen 
(AB 37). Nach der Aktenlage steht die psychiatrische Problematik der Be-
schwerdeführerin somit eindeutig im Vordergrund; den geklagten Be-
schwerden ist dagegen eine untergeordnete Bedeutung beizumessen. Zur 
Beurteilung, ob mit weiterer ärztlicher und therapeutischer Behandlung eine 

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namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist und der 
Zeitpunkt für einen Fallabschluss damit gegeben war (vgl. E. 2.6 hiervor), 
sind folglich einzig die somatischen Beschwerden massgebend (vgl. BGE 
134 V 109 E. 6.1 S. 116).

Unter Berücksichtigung der Befunde des MRI vom 26. November 2013 
(AB 80) legte Dr. med. G.________ in seiner Beurteilung vom 13. Januar 
2014 (AB 86) dar, dass von einer weiteren ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Verbesserung zu erwarten sei und sich unfallbedingt keine Ar-
beitsunfähigkeit mehr begründen liesse. Auch den weiteren Berichten sind 
keine Hinweise zu entnehmen, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen 
und therapeutischen Behandlung über den 31. Januar 2014 hinaus eine 
namhafte Verbesserung der geklagten Beschwerden zu erwarten wäre, 
zumal die bisherigen Behandlungen nie zu einer anhaltenden Verbesse-
rung der Symptomatik geführt hatten. Die Beschwerdegegnerin hat daher 
zu Recht in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 UVG den Fall per Ende Januar 
2014 – knapp 14 Monate nach dem Unfallereignis vom 7. Dezember 2012 
– abgeschlossen und mit Blick auf allfällige weitere Leistungsansprüche 
eine Prüfung der Kausalität vorgenommen (vgl. E. 2.6 hiervor).

4.

4.1 Die zum typischen Beschwerdebild des Schleudertraumas 
gehörenden Beeinträchtigungen sind – wie ausgeführt (vgl. E. 3.5 hiervor) 
– gegenüber den psychischen Beschwerden in den Hintergrund getreten, 
weshalb nachfolgend die Beurteilung der Adäquanz in Anwendung der mit 
BGE 115 V 133 für Unfälle mit psychischen Fehlentwicklungen aufgestell-
ten Grundsätze zu erfolgen hat (vgl. E. 2.4.2 hiervor).

4.2 Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten 
Kausalzusammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für 
die Entstehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine mass-
gebende Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine 
gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht 
fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 
S. 138 an das objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – 

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ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften (SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung 
der Unfälle in leichte (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere 
Unfälle vorzunehmen ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Ver-
letzungen können dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall 
entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2).

Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren 
Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 
kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren 
Bereich nicht aufgrund des Unfalls allein schlüssig beantworten. Das Bun-
desgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv erfassbare Um-
stände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder 
als direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdi-
gung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen (BGE 129 
V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c/aa S. 140):

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklich-
keit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Verletzun-
gen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Feh-
lentwicklungen auszulösen;

- ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
- körperliche Dauerschmerzen;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlim-

mert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 

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Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven Kriteri-
en führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 
E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c/bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

4.3 Bezüglich der Schwere des erlittenen Unfalls ging die Beschwerde-
gegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid von einem mittelschwe-
ren Unfall im Grenzbereich zum leichten Unfall aus (AB 100, S. 10, E. 8b), 
während die Beschwerdeführerin geltend macht, das Unfallereignis sei ei-
ner schwereren Unfallkategorie zuzuordnen (vgl. Beschwerde, S. 4).

Zum Unfallhergang ist den Akten zu entnehmen, dass ein Lastwagen bei 
starkem Schneefall auf der eisigen, mit Schnee bedeckten, stark abfallen-
den Strasse vor einem Rotlichtsignal ins Rutschen kam und das Fahrzeug 
der Beschwerdeführerin von hinten rammte. Dadurch wurde letzteres auf 
das voranstehende Auto gestossen (AB 1, 14). Demnach handelte es sich 
beim Ereignis vom 7. Dezember 2012 um einen Auffahrunfall mit Heck- und 
Frontkollision. Einfache Auffahrunfälle werden rechtsprechungsgemäss in 
der Regel als mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfäl-
len qualifiziert. Von einem mittelschweren Unfall an der Grenze zum leich-
ten Geschehen ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung auch dann 
auszugehen, wenn es sich beim Auffahrunfall um eine Doppelkollision mit 
primärer Heckkollision und sekundärer Frontkollision handelt (vgl. SVR 
2007 UV Nr. 26 S. 86 E. 5.2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2; Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, UV/14/315, Seite 17

scheide des Bundesgerichts [BGer] vom 26. August 2008, 8C_687/2007, 
E. 5.1 sowie vom 16. Mai 2008, 8C_252/2007, E. 6.2).

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die Kategorisierung des 
Unfalls durch die Beschwerdegegnerin sei unzutreffend, und sie dies na-
mentlich mit dem entstandenen Reparaturaufwand und den aufgetretenen 
Beschwerden begründet (vgl. Beschwerde, S. 4), kann dem nicht gefolgt 
werden. Der Umstand allein, dass die Reparaturkosten den Zeitwert des 
Fahrzeugs überstiegen und damit ein Totalschaden vorlag, vermag noch 
kein schweres bzw. mittelschweres Ereignis an der Grenze zum schweren 
Unfall zu begründen. Massgebend für die Beurteilung der Unfallschwere ist 
vielmehr der augenfällige Geschehensablauf mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften, wobei auch die erlittenen Verletzungen Rückschlüsse auf 
die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten (vgl. E. 4.2 hier-
vor). Vorliegend weisen die entstandenen Verletzungen indes nicht auf eine 
für Auffahrunfälle aussergewöhnliche Kräfteentwicklung hin, hat die Be-
schwerdeführerin nebst der HWS-Distorsion Grad II doch einzig ein Häma-
tom am rechten Bein erlitten, als sie den Unterschenkel am Sitzeinstel-
lungsbügel anprallte (AB 9, S. 2; 25, S. 2). Weiter weichen der Unfallher-
gang wie auch die Heftigkeit des Aufpralls nicht massgeblich von einem 
gewöhnlichen Auffahrunfall ab. Gemäss der biomechanischen Kurzbeurtei-
lung (Triage) vom 22. Juli 2013 (AB 45) habe das Fahrzeug der Beschwer-
deführerin durch den Heckanprall eine Geschwindigkeitsveränderung (del-
ta-v) in Vorwärtsrichtung erfahren. Diese dürfte innerhalb oder oberhalb 
eines Bereichs von 10 - 15 km/h gelegen haben; da das Ausmass der Be-
schädigungen des Lastwagens nicht genau abgeschätzt werden könne, sei 
diese Angabe mit entsprechender Unsicherheit behaftet (S. 4). Demzufolge 
lässt sich der biomechanischen Kurzbeurteilung keine eindeutige Erkennt-
nis betreffend die Kräfte, die sich im Rahmen des Unfallereignisses entwi-
ckelt haben, entnehmen. In diesem Zusammenhang ist jedoch festzuhal-
ten, dass selbst eine Überschreitung der bezüglich der HWS-Beschwerden 
festgelegten Harmlosigkeitsgrenze von 10 - 15 km/h (vgl. Entscheid des 
BGer vom 20. November 2007, 8C_51/2007, E. 4.3.1) unter den vorliegen-
den Umständen nichts an der Unfallschwere ändern würde. Denn dem 
Überschreiten dieser Harmlosigkeitsgrenze kommt bei der Einreihung von 
Unfällen nach deren Schweregrad kaum je entscheidwesentliche Aussage-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, UV/14/315, Seite 18

kraft zu. Die Wucht des Aufpralls kann zwar nicht generell vernachlässigt 
werden, ihr ist aber letztlich bei dem bei gewöhnlichen Auffahrunfällen übli-
cherweise erreichten Geschwindigkeitsniveau keine ausschlaggebende 
Bedeutung beizumessen (vgl. Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 9. Januar 2008, U 615/06, E. 2.4.2). 

Unter Berücksichtigung des Geschehensablaufs sowie der dabei sich ent-
wickelnden Kräfte besteht nach dem Gesagten keine Veranlassung, eine 
von der Rechtsprechung zu einfachen Auffahrunfällen abweichende Quali-
fizierung des Unfallereignisses vorzunehmen. Folglich ist bezüglich des 
Ereignisses vom 7. Dezember 2012 von einem mittelschweren Unfall im 
Grenzbereich zum leichten Unfall auszugehen. 

4.4 Bei einem Unfall dieser Kategorie müssen zur Bejahung der 
Adäquanz vier Kriterien nachgewiesen sein, falls kein einzelnes Kriterium in 
besonders ausgeprägter oder auffallender Weise gegeben ist (vgl. E. 4.2 
hiervor).

Die Prüfung der massgebenden Kriterien ergibt vorliegend das folgende 
Bild:

4.4.1 Der Unfall vom 7. Dezember 2012 trug sich weder unter besonders 
dramatischen Begleitumständen zu, noch war er von besonderer Eindrück-
lichkeit, zumal dieses Kriterium objektiv zu beurteilen ist und nicht aufgrund 
des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person. 
Jedem mindestens mittelschweren Unfall ist eine gewisse Eindrücklichkeit 
eigen, welche somit noch nicht für die Bejahung des Kriteriums ausreichen 
kann (BGE 134 V 109 E. 10.2.1 S. 127; SVR 2013 UV Nr. 3 S. 9 E. 6.1).

4.4.2 Sodann können die von der Beschwerdeführerin erlittenen (somati-
schen) Verletzungen mit Blick auf ähnlich gelagerte Fälle nicht als beson-
ders schwer oder von besonderer Art bezeichnet werden. Sie zog sich im 
Rahmen des Unfalls vom 7. Dezember 2012 weder Frakturen zu, noch 
musste sie nach dem Unfall hospitalisiert werden; vielmehr mangelt es den 
geklagten Beschwerden an einem objektivierbaren Befund. 

4.4.3 Ärztliche Verlaufskontrollen oder Administrativbegutachtungen gel-
ten nicht als Behandlungsmassnahmen, die betreffend das Kriterium der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, UV/14/315, Seite 19

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung (in somatischer 
Hinsicht) berücksichtigt werden können. Soweit die Beschwerdeführerin 
aufgrund der geklagten Schmerzen nach wie vor in physiotherapeutischer 
Behandlung ist, kann dies nicht als ungewöhnlich lange Behandlungsdauer 
bezeichnet werden, ist doch eine Behandlungsbedürftigkeit während zwei 
bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS und äquivalenten 
Verletzungen mit ähnlichem Beschwerdebild als durchaus üblich zu be-
trachten (SVR 2007 UV Nr. 25 S. 84 E. 8.3.3; RKUV 2005 U 549 S. 239 
E. 5.2.4).

4.4.4 Zwar beklagt die Beschwerdeführerin nach wie vor Schmerzen, die-
sen fehlt jedoch – wie dargelegt – ein somatisches Korrelat, womit auch 
das Kriterium der körperlichen Dauerschmerzen nicht bejaht werden kann.

4.4.5 Für die Annahme einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Un-
fallfolgen erheblich verschlimmert hätte, bestehen in den Akten keinerlei 
Anhaltspunkte.

4.4.6 Betreffend das Kriterium des schwierigen Heilverlaufs und erhebli-
chen Komplikationen ist festzustellen, dass die Behandlung der Beschwer-
den aufgrund der Urtikaria und der damit verbundenen Unverträglichkeit 
diverser Medikamente erschwert ist. Auch dies wirkt sich indes einzig auf 
die Behandlung der psychischen Beschwerden und der Schmerzsympto-
matik aus, welche bei dieser Prüfung nicht miteinzubeziehen sind. Ohnehin 
kann aus dem Umstand, dass verschiedene Therapien durchgeführt wur-
den und trotzdem weder Beschwerdefreiheit noch eine (vollständige) Ar-
beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit erreicht werden konnten, nicht 
auf einen schwierigen Heilverlauf geschlossen werden (vgl. SVR 2010 UV 
Nr. 10 S. 42 E. 4.3).

4.4.7 Soweit der Beschwerdeführerin sowohl von ihrem Hausarzt wie 
auch von der behandelnden Psychiaterin nach wie vor eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert wird, bezieht sich dies vorab auf die psychi-
schen (hier nicht zu berücksichtigenden) Beschwerden. In somatischer 
Hinsicht besteht gemäss der schlüssigen Beurteilung des Kreisarztes keine 
unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit mehr, womit auch aus dem Kriterium 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, UV/14/315, Seite 20

„Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit“ nicht auf eine 
adäquate Kausalität geschlossen werden kann.

4.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass keines der Kriterien der 
Adäquanzprüfung erfüllt ist, womit zwischen dem Unfallereignis vom 7. De-
zember 2012 und den persistierenden Beschwerden kein adäquater Kau-
salzusammenhang vorliegt. Bei diesem Ergebnis können das Bestehen 
allfälliger Vorzustände in psychiatrischer Hinsicht sowie die Auswirkungen 
der degenerativen Veränderungen auf den hier interessierenden medizini-
schen Sachverhalt bzw. die Beurteilung der natürlichen Kausalität im All-
gemeinen offengelassen werden (vgl. E. 2.3 hiervor).

Die Beschwerdegegnerin hat demnach zu Recht die Leistungen für den 
Unfall vom 7. Dezember 2012 per 31. Januar 2014 eingestellt bzw. einen 
Anspruch auf weitere Leistungen (Invalidenrente, Integritätsentschädigung) 
verneint.

5.

Nach dem Dargelegten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 
28. Februar 2014 (AB 100) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist 
sich als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2014, UV/14/315, Seite 21

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar Dr. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.