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**Case Identifier:** 3ae610f4-9277-5f47-b8a9-81b2d4e6adcf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.03.2025 200 2024 689
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-689_2025-03-24.pdf

## Full Text

IV 200 2024 689 
SCI/TOZ/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. März 2025

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. September 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

-2-

Sachverhalt:

A.

Der 1968 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 30. Januar 2008 unter Hinweis auf Rücken- und Magen-
darmprobleme, psychische Probleme, einen Abszess sowie eine Akne bei 
der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV 
[act. II] 1). Nach medizinischen und erwerblichen Erhebungen sprach die 
IV-Stelle Thurgau dem Versicherten mit zwei Verfügungen vom 4. April 
2011 (act. II 24.36 f.) bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 67 % ab dem 
1. Januar 2008 eine Dreiviertelsrente und bei einem IV-Grad von 100 % ab 
dem 1. April 2008 eine ganze Invalidenrente zu. Für die Zeit ab dem 
1. April 2010 verneinte sie bei einem IV-Grad von 30 % einen Rentenan-
spruch. Eine hiergegen erhobene Beschwerde (act. II 24.32 S. 27 - 33) 
hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau mit Urteil 
VV.2011.173/E vom 19. Oktober 2011 (act. II 24.31) insofern gut, als es die 
angefochtenen Verfügungen aufhob und dem Versicherten eine vom 1. Juli 
2008 bis 30. Juni 2010 befristete ganze Invalidenrente zusprach. Dies wur-
de vom Bundesgericht (BGer) mit Urteil 8C_870/2011 vom 24. August 2012 
(act. II 24.28) bestätigt. 

Im März 2018 (Datum Postaufgabe am 23. April 2018) meldete sich der 
Versicherte unter anderem wegen eines Bandscheibenvorfalls sowie 
Rückenschmerzen erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (act. II 25). 
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen und nach durchgeführ-
tem Vorbescheidverfahren (act. II 35) wies die nunmehr zuständige 
IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II 24.1) das Leistungs-
begehren mit Verfügung vom 30. August 2018 (act. II 36) mangels eines 
invalidisierenden Gesundheitsschadens ab. Eine dagegen erhobene Be-
schwerde (act. II 43 S. 3) wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern 
mit Urteil IV 200 2018 717 vom 26. Februar 2019 (act. II 53) ab. Dieses 
Urteil blieb unangefochten.

Am 2. Juni 2023 (Postaufgabe) meldete sich der Versicherte unter Hinweis 
auf einen Nierenkrebs und eine chronische Bandscheibenproblematik 

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abermals bei der IVB zum Leistungsbezug an (act. II 55). Die IVB klärte 
hierauf die medizinischen sowie erwerblichen Verhältnisse ab und teilte 
dem Versicherten am 5. April 2024 mit, dass aufgrund seines Gesundheits-
zustandes zurzeit keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (act. II 
102 S. 1). Nach Einholung eines Berichts des Regionalen Ärztlichen Diens-
tes (RAD) vom 5. Juli 2024 (act. II 113 S. 5 f.) stellte die IVB mit Vorbe-
scheid vom 9. Juli 2024 (act. II 114) bei einem IV-Grad von 33 % die Ab-
weisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Daran hielt sie nach erhobe-
nem Einwand vom 22. August 2024 (act. II 119) fest und verneinte – nach 
Einholung einer Stellungnahme des RAD vom 12. September 2024 (act. II 
123 S. 2) – mit Verfügung vom 20. September 2024 (act. II 127) den An-
spruch auf eine Invalidenrente.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 10. Oktober 2024 Be-
schwerde und beantragte eine umfassende Neubeurteilung der gesundheit-
lichen Situation unter Einbezug aller aktuellen medizinischen Berichte so-
wie eine neue Festlegung des IV-Grades. 

Aufforderungsgemäss (vgl. prozessleitende Verfügungen vom 15., 22. und 
28. Oktober 2024) reichte der Beschwerdeführer am 30. Oktober 2024 eine 
verbesserte (eigenhändig unterschriebene) Beschwerde ein.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 11. Novem-
ber 2024 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 15. November 2024 wurde Dr. med. 
B.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, C.________ AG, um 
Zustellung der vollständigen Krankenakten (inkl. Krankengeschichte und 
bei ihm vorhandene Berichte von Drittärzten) des Beschwerdeführers seit 
dem 1. Januar 2023 ersucht. Am 25. November 2024 gingen die entspre-
chenden Unterlagen (act. III, unpaginiert) beim Verwaltungsgericht ein.

Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdeführer reichten am 2. De-
zember 2024 bzw. am 10. Dezember 2024 ihre Schlussbemerkungen ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 20. September 2024 
(act. II 127). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1

2.1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.1.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 145 V 
215 E. 5.1 S. 221).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in pro-
zentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem IV-Grad 
von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem IV-Grad (Art. 28b 
Abs. 2 IVG), bei einem IV-Grad ab 70 % besteht Anspruch auf eine ganze 
Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem IV-Grad zwischen 40 und 49 % 
gelten die prozentualen Anteile nach Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG.

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Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.3 Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG richtet sich die Bemessung des 
IV-Grades von erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG. Danach 
wird für die Bestimmung des IV-Grades das Erwerbseinkommen, das die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV Nr. 54 
S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades bereits ein-
mal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die versi-
cherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn ange-
nommen werden kann, der Leistungsanspruch sei begründet, falls sich die 
geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (vgl. BGE 149 V 
177 E. 4.7 S. 184).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-

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sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der 
IV-Grad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verände-
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie 
zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um 
nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) Invali-
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

2.5.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). Erfolgte nach einer ersten Leis-
tungsverweigerung eine erneute materielle Prüfung des geltend gemachten 
Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs 
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des Gesundheitszustands) abermals rechtskräftig verneint, muss sich die 
leistungsansprechende Person dieses Ergebnis – vorbehältlich der Recht-
sprechung zur Wiedererwägung oder prozessualen Revision – bei einer 
weiteren Neuanmeldung entgegen halten lassen (BGE 130 V 71 E. 3.2.3 
S. 77).

2.5.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

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3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 2. Juni 
2023 (act. II 55) eingetreten und hat den Leistungsanspruch materiell ge-
prüft. Folglich ist die Eintretensfrage – da nicht streitig – vom Gericht nicht 
zu prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Ferner kann die Frage, ob zwi-
schen der leistungsabweisenden Verfügung vom 30. August 2018 (act. II 
36), bestätigt durch VGE IV 200 2018 717 (act. II 53), und der hier ange-
fochtenen Verfügung vom 20. September 2024 (act. II 127) eine an-
spruchsbegründende Veränderung der erheblichen Tatsachen, namentlich 
mit den seit dem Referenzzeitpunkt aufgetretenen Diagnosen eines Nie-
renzellkarzinoms rechts sowie einer Zervikobrachialgie rechts (act. II 83.3 
S. 57 Ziff. 1), eingetreten ist (vgl. E. 2.5.2 f. hiervor), offen gelassen werden 
(vgl. E. 3.4 f. hiernach), da selbst bei einer in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht allseitigen Prüfung (vgl. E. 2.5.4 hiervor) – wie nachfolgend darge-
legt wird – kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht.

3.2 Den medizinischen Akten ist zum Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers bzw. seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit das Folgende 
zu entnehmen:

3.2.1 Im Operations- und Austrittsbericht vom 6. April 2023 (act. II 57 
S. 6 f.) berichtete Dr. med. D.________, Facharzt für Urologie, über die am 
6. April 2023 durchgeführte Nierenteilresektion rechts. Als urologische 
Diagnose hielt er einen klarzelligen papillären Nierenzelltumor fest (act. II 
57 S. 6). Der peri- und postoperative Verlauf habe sich komplikationslos 
gestaltet (act. II 57 S. 7). 

In einem weiteren Bericht vom 9. Mai 2023 (act. II 69 S. 1 f.) führte dersel-
be Arzt aus, es zeige sich ein regelrechter sonografischer Befund nach 
Nierenteilresektion, wobei sich ein Hämatom oder Urinom nicht abgrenzen 
lasse. Entsprechend sei kein Zusammenhang zwischen der vom Be-
schwerdeführer beschriebenen Beschwerdesymptomatik (Kaltschweissig-
keit, kalte Hände, marginale Bauchschmerzen [act. I 69 S. 1]) und dem 
postoperativen Verlauf ersichtlich (act. II 69 S. 2). 

3.2.2 Dr. med. E.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 30. Juni 2023 (act. II 92 S. 9 - 12) ein zervikovertebrales und 

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pseudoradikulär beidseits abstrahlendes Schmerzsyndrom, einen Status 
nach mikrochirurgischer Dekompression LWK 4/5 links sowie einen sol-
chen nach Nephrektomie rechts bei anamnestisch bestandenem Nieren-
zellkarzinom von Februar 2023 (act. II 92 S. 9). Bei bekannten degenerati-
ven Veränderungen der HWS und Durchführung der Operation vor vier 
Jahren würden seit mehreren Monaten wieder starke Schmerzen im Be-
reich der HWS und der oberen BWS beklagt, wobei diese relativ unspezi-
fisch und nicht dermatombezogen in beide Arme intermittierend ausstrah-
len würden. In der klinisch neurologischen Untersuchung fänden sich keine 
wesentlichen Auffälligkeiten, insbesondere keine Gangataxie, keine sen-
somotorischen Ausfälle an den oberen und unteren Extremitäten sowie 
keine dermatombezogenen Sensibilitätsstörungen. Die somatosensorisch 
evozierten Potentiale (SSEP) des Nervus medianus hätten keine Hinweise 
auf eine relevante Myelopathie ergeben, was auch mit der Klinik überein-
stimme, bei welcher sich keine Hinweise für eine Pathologie der langen 
zentralen und sensiblen Bahnen zeigten. Bei Fehlen von klaren radikulären 
Schmerzausstrahlungen und radikulären Ausfällen sei auf der rechten Seite 
die Nadelmyographie des Musculus biceps brachii (vorwiegend C6) und 
des Musculus extensor digitorum communis (vorwiegend C7) ebenfalls 
normal, ohne akut oder chronisch neurogene Veränderung, so dass auch 
hiermit keine Zeichen für eine relevante Radikulopathie zu finden seien. Die 
distale Medianusneurographie rechts sei ebenfalls normal, ohne Hinweise 
für ein Carpaltunnelsyndrom, so dass von der neurologischen Seite her 
keine relevanten Ausfälle, keine Radikulopathie und keine Myelopathie 
diagnostiziert werden könnten. Somit stehe die muskuloskelettale 
Schmerzproblematik im Vordergrund (act. II 92 S. 11). 

3.2.3 Dem Bericht der F.________ AG vom 27. Juli 2023 (act. II 83.3 
S. 23 f.) sind folgende Diagnosen zu entnehmen:

• Zervikobrachialgie rechts, a.e. pseudoradikulär und klinische Hinweise auf zervika-

le Myelopathie (JOA-Score 15/17 Punkte)

• Anschlusssegmentdegeneration C4/C5 mit relativer Spinalkanalstenose ohne Mye-

lonkompression sowie residueller Spondylophyt C5 posterior paramedian rechts 

mit Myelonkompression (Snake bite-Lesion) mit/bei:

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- Konsilium Neurologie (Dr. med. E.________) vom 29.06.2023: Keine klini-

schen oder elektrophysiologischen Hinweise auf zervikale Myelopathie 

oder Radikulopathie (insb. C6/C7)

- St. n. ACIF C5/C6 und C6/C7 am 11.03.2019 mit/bei:

- Degenerativer Diskopathie C5/C6 und C6/C7 mit verknöcherter 

Herniation paramedian rechts C5/C6 und Myelonimpression ohne 

Malazie sowie paramedian linksseitige, kranialisierte Herniation 

C6/C7 mit Myelonimpression und Foramenstenose (MRI HWS 

01/09).

• Sistierte Wurzelclaudicatio L5 bds. mit/bei:

- St.n. mikrochirurgischer Dekompression L4/5 links durch obere und untere 

Laminotomie, Flavektomie und mediale Facettotomie, mikrochirurgische 

Dekompression L4/5 rechts over-the-top vom 25.01.2018 mit/bei:

- recessaler Stenosierung L4/5 bds. infolge Diskusprotrusion und 

vor allem Facettengelenksarthrose

• Unklarer Nierentumor rechts mit St.n. eigenanamnestisch Nephrektomie am 

27.03.2023 (Spital G.________)

• Hochgradiger V.a. Fibromyalgie (mind. 14/18 positive Tenderpoints)

Durch die systemische, antiinflammatorische/-phlogistische Stosstherapie 
mit NSAR und Spiricort habe keine kurzzeitige oder nachhaltige Beschwer-
delinderung beim Beschwerdeführer erreicht werden können. Anhand der 
klinischen Untersuchung bestehe der Verdacht auf ein mögliches Fibro-
myalgiesyndrom sowie eine Schmerzchronifizierung im Rahmen auch der 
psychosozialen Belastungssituation durch die beiden Tumorerkrankungen 
beim Beschwerdeführer selbst als auch bei dessen Ehefrau. Von einer all-
fälligen weiteren Intervention an der Wirbelsäule werde anhand der fach-
neurologischen Untersuchung sowie der nicht eindeutig klinisch klassifi-
zierbaren Schmerzen aktuell abgesehen. Vielmehr werde eine Zuweisung 
an einen lokalen Schmerzspezialisten (Dr. med. H.________, Facharzt für 
Anästhesiologie) empfohlen, um die chronischen Schmerzen mittels multi-
modaler Schmerztherapie sowie allfälligem Erlernen von Copingstrategien 
zu lindern. Eine weitere Nachkontrolle sei nicht vereinbart worden (act. II 
83.3 S. 25).

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3.2.4 Dr. med. I.________, Facharzt für Chirurgie, nannte in seiner Ak-
tenbeurteilung vom 24. Oktober 2023 zuhanden der Taggeldversicherung 
(act. II 83.2 S. 1 f.) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
ein Nierenzellkarzinom rechts mit Status nach Nephrektomie vom 6. April 
2023, eine Zervikobrachialgie rechts, am ehesten pseudoradikulär und kli-
nische Hinweise auf zervikale Myelopathie, Anschlusssegmentdegenera-
tion C4/C5 mit relativer Spinalkanalstenose ohne Myelonkompression so-
wie residueller Spondylophyt C5 posterior paramedian rechts mit Myelon-
kompression und eine depressive Stimmungslage bei hochgradigem Ver-
dacht auf ein Fibromyalgiesyndrom (act. II 83.2 S. 1 Ziff. 1). 

3.2.5 Im Bericht vom 20. November 2023 (act. II 82) diagnostizierte der 
Hausarzt Dr. med. B.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein 
Nierenzellkarzinom rechts, eine Zervikobrachialgie rechts sowie eine sis-
tierte Wurzelclaudicatio L5 bds.; ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei-
en eine Depression, Angst und Erschöpfung sowie ein Minderwertigkeits-
gefühl (act. II 82 S. 6 f. Ziff. 2.5 f.). Eine körperliche Tätigkeit sei unrealis-
tisch, hingegen gehe eine nicht körperliche Arbeit gut (act. II 82 S. 9 
Ziff. 4.3 - 4.5).

3.2.6 Dem Bericht des J.________ vom 14. Februar 2024 (act. III, un-
paginiert) ist als kardiologische Diagnose eine arterielle Hypertonie zu ent-
nehmen (S. 1 des Berichts). Die Echokardiographie zeige einen strukturell 
normalen Herzbefund und insbesondere eine normale biventrikuläre Funk-
tion sowie keine strukturellen Veränderungen im Sinne einer hypertensiven 
Kardiopathie. Die heutigen Blutdruckwerte seien normal (S. 2 des Berichts). 

3.2.7 Der behandelnde Dr. med. H.________ diagnostizierte im Bericht 
vom 19. März 2024 (act. II 97 S. 2 f.) rechtsbetonte Zervikalgien, 
differentialdiagnostisch spondylogen, eine Anschlusssegment-Problematik 
C4/5. Am 10. August 2023 sei eine fluoroskopisch kontrollierte Steroidinfil-
tration in die Gelenke C2/3 und C3/4 beidseits durchgeführt worden, wobei 
die Infiltration ohne Schmerzreduktion einhergegangen sei. Zur weiteren 
Abklärung, ob die Beschwerden somatischer Natur seien, sei am 31. Au-
gust 2023 eine diagnostische Medial-Branch-Blockade unter fluoroskopi-
scher Kontrolle der kranialen Anschlusssegmente C2/3 und C3/4 vorge-
nommen worden, worauf eine rund 60%ige Schmerzlinderung über zwei 

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bis drei Tage eingetreten sei; damit wäre der Beschwerdeführer zufrieden 
(act. II 97 S. 2). Der Beschwerdeführer sei aufgrund einer Nephrektomie 
rechts bei einem möglichen Tumor seit dem 27. März 2023 zu 100 % ar-
beitsunfähig geschrieben gewesen. Bezüglich der zervikalen Beschwerden 
habe er ihm seinerseits keine weitere Arbeitsunfähigkeit ausgestellt (act. II 
97 S. 3).

3.2.8 Im Verlaufsbericht vom 3. April 2024 (act. II 100 S. 6 f.) ging der 
Hausarzt Dr. med. B.________ bei unveränderten Diagnosen von einem 
verschlechterten Gesundheitszustand bzw. einer Verschlechterung der 
HWS/LWS-Problematik aus (act. II 100 S. 6 Ziff. 1 - 3). Es bestünden chro-
nische Schmerzen der HWS und auch der LWS mit massiver Einschrän-
kung der körperlichen sowie psychischen Gesundheit. Aufgrund der Wir-
belsäulenproblematik (chronische Schmerzen), der psychischen Ein-
schränkungen, der fehlenden körperlichen Belastbarkeit und des Status 
nach Tumorerkrankung sei aktuell die Arbeitsfähigkeit klar nicht gegeben. 
Der Arzt attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (act. II 100 S. 6 f. 
Ziff. 11 f.). 

3.2.9 PD Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, L.________ AG, diagnostizierte 
im Bericht vom 12. April 2024 (act. II 108 S. 1 f.) ein chronisch zervikales 
und fraglich zervikobrachialgiformes Schmerzsyndrom sowie ein chronisch 
lumbales Schmerzsyndrom (act. II 108 S. 1). Die grobe Kraft sei insgesamt 
nicht eingeschränkt, auch das Reflexmuster der oberen und unteren Ex-
tremität sei normal auslösbar. Dies bestätige insgesamt die Untersuchung 
von Dr. med. E.________ vom 30. Juni 2023. Dieser habe elektrophysiolo-
gisch weder eine Radikulopathie noch eine Myelopathie nachweisen kön-
nen. Rein radiologisch bestünden mehretagere schwere Degenerationen 
von C1 bis C7. Um das Problem adäquat anzugehen, müsste wahrschein-
lich eine dorsale Spondylodese von C1 bis C7 mit dorsaler Dekompression 
und zusätzlich ventraler Cageimplantation C4/5 durchgeführt werden. Dies 
wäre ein grosser und sicherlich risikobehafteter Eingriff (act. II 108 S. 2). 

Am 24. Juni 2024 kam PD Dr. med. K.________ zum Schluss, dass eine 
aufwendige Revision in der L.________ AG wahrscheinlich wenig Sinn 
mache; sollte der Beschwerdeführer dennoch einen erneuten Eingriff wün-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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schen, werde diesbezüglich eine Überweisung an das Spital G.________ 
erfolgen (act. II 111 S. 2).

3.2.10 In seiner Aktenbeurteilung vom 5. Juli 2024 (act. II 113 S. 5 f.) nann-
te der RAD-Arzt Dr. med. M.________, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, als Diagnosen degene-
rative HWS-Veränderungen mit Spinalkanalstenose und Status nach Ope-
ration, degenerative LWS-Veränderungen mit Status nach Operation und 
eine rezidivierende depressive Störung, seit langem nicht beschwerde-
führend. Der dokumentierte Verlauf sei nachvollziehbar und es fänden sich 
keine Inkonsistenzen. Die Tätigkeit als ... sei nicht mehr zumutbar (act. II 
113 S. 5). Hingegen bestehe seit dem 1. Februar 2024 in einer körperlich 
leichten bis gelegentlich mittelschweren Tätigkeit in wechselbelastender 
oder überwiegend sitzender Position mit einer Gewichtsbelastung von ma-
ximal 10 bis 15 kg eine Arbeitsfähigkeit von 8.5 Stunden pro Tag mit einer 
Leistungsminderung von 30 %. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen der 
HWS und des Oberkörpers (z.B. längeres Verharren in vornüber geneigter 
Haltung, ob stehend oder sitzend), stereotype Kopfbewegungen, Arbeiten 
mit sich wiederholenden Rotationsbewegungen des Oberkörpers, Rotation 
des Oberkörpers im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben 
von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, 
Überkopfarbeiten, überwiegendes Stehen und Gehen, Arbeiten in gebück-
ter Haltung, Hocken und Knien, Gehen auf unebenem Gelände, längeres 
Abwärtsgehen, Springen, Steigen auf Leitern und Gerüste, häufiges Trep-
pensteigen sowie Kälte-, Nässe- und Zugluftexposition (act. II 113 S. 6).

Am 12. September 2024 nahm der RAD-Arzt Dr. med. M.________ sodann 
zu den im Rahmen des Vorbescheidverfahrens aufgelegten Berichten aus 
den Jahren 2006 und 2007 sowie Arbeitsunfähigkeitszeugnissen für den 
Zeitraum von März 2023 bis Oktober 2024 (act. II 119 S. 4 - 31) Stellung 
(act. II 123 S. 2). Er führte aus, die eingereichten Unterlagen vermöchten 
die RAD-Einschätzung vom 5. Juli 2024 nicht umzustossen. Dabei gelte es 
nochmals zu betonen, dass der RAD die bisherige Tätigkeit als nicht mehr 
zumutbar erachte. Demzufolge sei die seit März 2023 attestierte Arbeitsun-
fähigkeit nicht strittig. Sodann stünden psychiatrische Probleme seit vielen 
Jahren nicht mehr im Vordergrund. Diesbezüglich erfolge keine Behand-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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lung und seien keine Diagnosen gestellt worden. Die neu vorgelegten Be-
richte würden keine dauerhaft zusätzlich leistungsmindernde Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes ausweisen. Die RAD-Beurteilung vom 
5. Juli 2024 habe weiterhin Gültigkeit. 

3.2.11 Im ärztlichen Zeugnis vom 27. September 2024 (Akten des Be-
schwerdeführers [act. I] 1) führte Dr. med. B.________ aus, der Beschwer-
deführer leide an einer schweren Abnützung der LWS und HWS. Es beste-
he eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass eine operative Intervention notwen-
dig sein werde. Aufgrund dieser Wirbelsäulenproblematik sei jegliche kör-
perliche Belastung aus medizinischer Sicht kontraindiziert (act. I 1 S. 1 
Ziff. 1). Hinzu komme die onkologische Problematik, welche eine zusätzli-
che erhebliche Einschränkung der beruflichen Belastbarkeit darstelle (act. I 
1 S. 1 Ziff. 2). Sodann habe sich der psychische Zustand des Beschwerde-
führers verschlechtert. Dieser leide an einer schweren Depression, beglei-
tet von suizidalen Gedanken und einer ausgeprägten Antriebslosigkeit. 
Diesbezüglich sei eine psychiatrische Abklärung in die Wege geleitet wor-
den. Aufgrund dieser drei Hauptprobleme – der schweren orthopädischen, 
onkologischen und psychischen Belastung – sei der Beschwerdeführer 
aktuell und voraussichtlich auch zukünftig nicht arbeitsfähig. Er bitte die IV-
Stelle deshalb mit Nachdruck, den ablehnenden Entscheid zur IV-Rente zu 
reevaluieren und entsprechend zu korrigieren (act. I 1 S. 2 Ziff. 3). 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 
S. 7, 8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung 
kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen 
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder 
im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten 
Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne 
Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs-
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 225 
E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 8C_434/2023, 
8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 150 V 188, 
aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

Auch reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenlo-
ser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beur-
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mit-
hin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hin-
tergrund rückt. Dies gilt grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stel-
lungnahmen des RAD (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3).

3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 20. September 2024 (act. II 127) massgeblich auf den Aktenbericht 
des RAD-Arztes Dr. med. M.________ vom 5. Juli 2024 (act. II 113 S. 5 f.) 
und dessen Stellungnahme vom 12. September 2024 (act. II 123 S.  2) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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gestützt. Diese erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 3.3 hiervor) und überzeugen. Gestützt darauf ist erstellt, dass beim 
Beschwerdeführer degenerative HWS-Veränderungen mit Spinalkanalste-
nose und Status nach Operation, degenerative LWS-Veränderungen mit 
Status nach Operation und eine rezidivierende depressive Störung, jedoch 
seit langem nicht beschwerdeführend, vorliegen (act. II 113 S. 5). Dem 
RAD-Arzt lagen sämtliche medizinischen Akten vor. Die gestützt darauf 
gestellten Diagnosen und die daraus resultierenden funktionellen Ein-
schränkungen sind nachvollziehbar und überzeugend begründet und ste-
hen im Einklang mit den Befunden und Einschätzungen der behandelnden 
Fachärzte. Den Berichten der behandelnden Fachärzte sind insbesondere 
keine Hinweise zu entnehmen, die auch nur geringe Zweifel an der Beurtei-
lung des RAD-Arztes zu wecken vermöchten. Dass der RAD-Arzt keine 
klinische Exploration des Beschwerdeführers durchgeführt hat, ist nicht zu 
beanstanden, konnte er sich aufgrund der umfassenden medizinischen 
Akten doch ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen (vgl. E. 3.3 in fine 
hiervor) und wären aus einer persönlichen Untersuchung keine zusätzli-
chen Erkenntnisse zu erwarten gewesen. Was der Beschwerdeführer da-
gegen vorbringt (vgl. Beschwerde, S. 1 f.), ändert nichts. 

3.4.1 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er leide unter einer 
Myelopathie und Reizung des Rückenmarks (act. II 119 S. 1 Ziff. 2), wur-
den diese Diagnosen von den behandelnden Fachärzten explizit ausge-
schlossen. So zeigte Dr. med. E.________ im Bericht vom 30. Juni 2023 
unter Darlegung der durchgeführten neurologischen Untersuchungen (Neu-
rographie, Elektromyographie, SSEP) nachvollziehbar auf, dass keine rele-
vanten Ausfälle, keine Radikulopathie und keine Myelopathie vorliegen und 
die muskuloskelettale Schmerzproblematik im Vordergrund steht (act. II 92 
S. 11). Diese Einschätzung bestätigte PD Dr. med. K.________ in seinem 
Bericht vom 12. April 2024 (act. II 108 S. 2). 

Was die degenerativen Veränderungen der LWS und HWS und die vom 
Beschwerdeführer basierend darauf geltend gemachte Unmöglichkeit der 
Ausübung einer Tätigkeit angeht (vgl. act. II 119 S. 1 Ziff. 1 und Beschwer-
de, S. 1), hat der RAD-Arzt Dr. med. M.________ die durch die LWS- und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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HWS-Problematik resultierenden Einschränkungen in seiner Arbeitsfähig-
keitseinschätzung vom 5. Juli 2024 mit dem medizinischen Anforderungs- 
und Belastungsprofil hinreichend berücksichtigt, indem er sämtliche HWS- 
und LWS-belastenden Tätigkeiten, darunter auch die bisherige Tätigkeit, 
als nicht mehr zumutbar erachtet (act. II 113 S. 6). Diese Einschätzung 
lässt sich ohne Weiteres in das von den aktuell behandelnden Orthopäden 
der F.________ AG im Bericht vom 27. Juli 2023 (vgl. act. II 83.3 
S. 23 - 25) gezeichnete Gesamtbild einfügen; Einschränkungen aufgrund 
der von ihnen erhobenen Befunde wurden nicht formuliert und eine weitere 
Nachkontrolle als nicht erforderlich erachtet (vgl. act. II 83.3 S. 25). Hin-
sichtlich des von ihnen geäusserten Verdachts auf ein Fibromyalgiesyn-
drom ist anzumerken, dass es sich hierbei lediglich um eine Verdachts-
diagnose handelt, was zur Anerkennung eines invalidisierenden Gesund-
heitsschadens grundsätzlich nicht ausreicht (vgl. Urteil des BGer 
9C_795/2017 vom 19. März 2018 E. 3.1.2). Ferner korreliert die Arbeits-
fähigkeitseinschätzung des RAD auch mit der Beurteilung des Schmerz-
spezialisten Dr. med. H.________ vom 19. März 2024 (act. II 97 S. 3), wo-
nach dieser dem Beschwerdeführer bezüglich der zervikalen Beschwerden 
keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. 

3.4.2 Betreffend die onkologische Problematik (vgl. Beschwerde, S. 2 
Ziff. 2) ist festzuhalten, dass von Seiten des Nierenzellkarzinoms nach der 
erfolgreichen Nierenteilresektion im April 2023 (mit komplikationslosem 
postoperativem Verlauf [vgl. act. II 57 S. 6 f., 69 S. 2]) eine Tumorfreiheit 
(weder lokale Lymph- noch Fernmetastasen) besteht. Onkologische Berich-
te, welche dem widersprechen würden, liegen nicht vor. Auch der behan-
delnde Hausarzt Dr. med. B.________ erwähnte im Verlaufsbericht vom 
3. April 2023 (act. II 100 S. 7 Ziff. 12) die Tumorerkrankung lediglich noch 
als "Status nach" bzw. erachtete diese in seinem Überweisungsschreiben 
an die Psychiatrischen Dienste N.________ vom 27. September 2024 
(act. III, unpaginiert) – entgegen seinem advokatorischen Bericht an die 
Beschwerdegegnerin vom 27. September 2024 (act. I 1) – als geheilt gel-
tend (S. 2 des Überweisungsschreibens).

3.4.3 Zum geltend gemachten psychischen Leiden (vgl. Beschwerde, S. 2 
Ziff. 3, und act. II 119 S. 2 Ziff. 4) legte der RAD-Arzt Dr. med. M.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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in seiner Stellungnahme vom 12. September 2024 (act. II 123 S. 2) in 
Übereinstimmung mit den Akten nachvollziehbar dar, dass psychische Pro-
bleme seit vielen Jahren nicht mehr im Vordergrund stehen. Mit der Be-
schwerdegegnerin (vgl. Schlussbemerkungen vom 2. Dezember 2024, S. 
2) ist hervorzuheben, dass bislang bzw. bis zum Erlass der angefochtenen 
Verfügung vom 20. September 2024 (act. II 127) keine psychiatrische Be-
handlung stattgefunden hat; Gegenteiliges wird denn auch vom Beschwer-
deführer nicht vorgebracht. Daran vermag das Überweisungsschreiben des 
Hausarztes vom 27. September 2024 an die Psychiatrischen Dienste 
N.________ (act. III, unpaginiert) nichts zu ändern, erfolgte dieses doch 
insbesondere aufgrund von invaliditätsfremden, psychosozialen Faktoren 
(Verneinung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente, Existenzängste, 
Angst, die Schweiz verlassen zu müssen).

3.4.4 Sodann vermag das nach Erlass der angefochtenen Verfügung an 
die Beschwerdegegnerin gerichtete advokatorische Schreiben von Dr. med. 
B.________ vom 27. September 2024 (act. I 1) die Beurteilung des RAD-
Arztes nicht in Zweifel zu ziehen. Zunächst widerspricht die Einschätzung 
des Hausarztes hinsichtlich der Rückenproblematik nicht nur der Beurtei-
lung des RAD-Arztes, sondern auch den Beurteilungen der behandelnden 
Fachärzte, welche die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 
– wie bereits in E. 3.4.1 hiervor dargelegt – nicht hinreichend dem Gesund-
heitsschaden an der Wirbelsäule zuweisen konnten. Insoweit liess der 
Hausarzt unberücksichtigt, dass sämtliche Spezialisten einer weiteren In-
tervention an der Wirbelsäule ablehnend gegenüberstanden (act. II 83.3 
S. 25; vgl. auch act. II 97 S. 2 f., 108 S. 2, 111 S. 2), da der wesentliche 
Teil der geklagten Schmerzen funktioneller Natur ist. Weiter äusserte sich 
der Hausarzt nicht zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer an-
gepassten Tätigkeit; im Bericht vom 20. November 2023 hatte er im Zu-
sammenhang mit Tätigkeiten im Haushalt jedoch nicht-körperliche Arbeiten 
für gut möglich erklärt (act. II 82 S. 9 Ziff. 4.5), was mit der vom RAD-Arzt 
formulierten Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit resp. mit dem 
Anforderungs- und Belastungsprofil im Bericht vom 5. Juli 2024 überein-
stimmt (act. II 113 S. 6). Soweit der Hausarzt in seinem Schreiben onkolo-
gisch und psychisch begründete Einschränkungen postulierte, ist auf das 
vorstehend Dargelegte zu verweisen (vgl. E. 3.4.2 f. hiervor). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

-19-

3.4.5 Schliesslich bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass die vom Be-
schwerdeführer geklagten Beschwerden durch ein kardiologisches Ge-
schehen erklärbar wären (vgl. Bericht des J.________ vom 14. Februar 
2024 [act. III, unpaginiert]). 

3.5 Der medizinische Sachverhalt ist rechtsgenüglich abgeklärt, wes-
halb es keiner weiteren Beweisvorkehrungen bedarf (vgl. BGE 144 V 361 
E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; Urteil des 
BGer 9C_298/2024 vom 14. August 2024 E. 5.2, zur Publikation vorgese-
hen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 9C_296/2018 E. 4). Mit Blick auf die Be-
richte der behandelnden Spezialisten, welche allesamt von keiner wesentli-
chen Einschränkung bzw. einer vollständigen Arbeitsfähigkeit (im ange-
passten Rahmen) ausgingen (vgl. E. 3.2.2 - 3.2.4, 3.2.6 f., 3.2.9 hiervor), 
stellt sich die Frage, ob sich die vom RAD-Arzt attestierte Leistungsminde-
rung von 30 % bei vollzeitlicher Präsenzzeit (act. II 113 S. 6) medizinisch 
begründen lässt. Wie es sich damit verhält, braucht jedoch nicht abschlies-
send geklärt zu werden, da selbst unter Berücksichtigung einer 100%igen 
Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung von 30 % in einer angepass-
ten Tätigkeit kein rentenbegründender IV-Grad resultiert (vgl. E. 4 hier-
nach).

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

-20-

statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

4.1.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Kann die versicherte Person auf-
grund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 
statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis 
Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fassung). So-
weit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewe-
senen Fassung) sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich festgelegten 
qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an weitergehender 
Korrektur besteht, ist diesfalls, was die zu berücksichtigenden Faktoren und 
deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergänzend auf die 
bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (BGE 150 V 410 
E. 10.6 S. 439). 

In der ab dem 1. Januar 2024 geltenden Fassung lautet Art. 26bis Abs. 3 
IVV wie folgt: Vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % 
abgezogen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch 
mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 
50 % oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge 
sind nicht zulässig (AS 2023 635).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 IVV). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

-21-

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 150 V 67 E. 4.1 
S. 69, 143 V 295 E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV). 
Mit Blick auf die im Juni 2023 erfolgte Neuanmeldung zum Leistungsbezug 
(vgl. act. II 55 S. 12) fällt der frühestmögliche Rentenbeginn unter Berück-
sichtigung der Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG (vgl. E. 2.2 hiervor) sowie 
unter der Prämisse einer erfüllten Wartezeit (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; 
vgl. E. 2.2 hiervor) auf Dezember 2023. 

4.2.1 Die Beschwerdegegnerin hat das Valideneinkommen gestützt auf 
die Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022, Wirtschaftszweige 77 - 82 
("Sonst. wirtschaftliche Dienstleistungen"), Kompetenzniveau 1, Männer, 
ermittelt (vgl. act. II 127 S. 2). Dem kann nicht gefolgt werden, war doch der 
Beschwerdeführer nach seiner ersten und zweiten Anmeldung zum Leis-
tungsbezug in den Jahren 2008 und 2018 (act. II 1, 25) für die Zeit ab Juli 
2010 und März 2018 (act. II 24.28 S. 5 E. 2.1 i.V.m. S. 10 E. 4.2, 53 S. 11 
E. 3.5) je in jeglicher Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig. Angesicht der 
Tatsache, dass der Beschwerdeführer über keine abgeschlossene Berufs-
ausbildung verfügt (act. II 55 S. 7 Ziff. 5) und trotz der medizinisch attestier-
ten Arbeitsfähigkeit von 100 % offenbar keine vollschichtige Tätigkeit mehr 
aufgenommen hat (vgl. die im IK-Auszug aufgeführten, durchwegs tiefen 
Einkommen [act. II 68 S. 1, 73.1 f.]), ist das Valideneinkommen auf dem 
Totalwert der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022, Kompetenzni-
veau 1, Männer, zu berechnen. Dabei kann mit Blick auf das Ergebnis letzt-
lich auch offen bleiben, ob zufolge des tiefen effektiven Valideneinkom-
mens nach Art. 26 Abs. 2 IVV ein reduziertes Valideneinkommen zur An-
wendung gelangen würde (sog. Parallelisierung). 

4.2.2 Da der Beschwerdeführer die vom RAD-Arzt attestierte medizinisch-
theoretische Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70 % in einer angepassten 
Tätigkeit (vgl. E. 3.5 hiervor) nicht verwertet, ist das hypothetische Invali-
deneinkommen ebenfalls gestützt auf den Totalwert des Kompetenzni-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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veaus 1, Männer, der Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022 zu er-
mitteln (vgl. E. 4.1.2 hiervor; vgl. zum Zumutbarkeitsprofil E. 3.2.10 hiervor). 

4.2.3 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Dies-
falls entspricht der IV-Grad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (in BGE 148 V 321 
nicht publizierte E. 6.2 des Urteils des BGer 8C_104/2021 vom 27. Juni 
2022). Ein Abzug vom Tabellenlohn für die Zeit bis Ende 2023 ist nicht ge-
rechtfertigt, da die vorausgesetzte Schwelle einer mindestens 50%igen 
Arbeitsunfähigkeit für einen Abzug von 10 % für Teilzeitarbeit gemäss 
Art. 26bis Abs. 3 IVV (in der bis 31. Dezember 2023 gültig gewesenen Fas-
sung; vgl. E. 4.1.2 hiervor) vorliegend nicht erreicht wird. Sodann besteht 
auch kein weiterer Korrekturbedarf im Sinne der bisherigen Rechtspre-
chungsgrundsätze (vgl. dazu BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 
E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 
8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3; vgl. 
E. 4.1.2 hiervor). Die medizinisch bedingten quantitativen und qualitativen 
Einschränkungen wurden bereits mit der RAD-ärztlichen Einschätzung der 
funktionellen Leistungsfähigkeit bzw. mit dem RAD-ärztlich definierten Zu-
mutbarkeitsprofil hinreichend berücksichtigt (act. II 113 S. 6; vgl. Art. 49 
Abs. 1bis IVV) und dürfen daher nicht nochmals in die Bemessung mittels 
eines leidensbedingten Abzugs einfliessen, da ansonsten eine unzulässige 
doppelte Anrechnung desselben Gesichtspunktes resultieren würde (vgl. 
BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 
S. 63, 8C_332/2022 E. 5.2.1.1). Die sich aus dem formulierten Zumutbar-
keitsprofil ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit sind auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt ohne Weiteres verwertbar. Schliesslich sind 
die weiteren Faktoren (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie) 
unbeachtlich, da ein Abzug bei beiden auf derselben tabellarischen Be-
rechnungsgrundlage beruhenden Vergleichseinkommen vorzunehmen wä-
re (vgl. Urteil des BGer 8C_42/2008 vom 19. Januar 2009 E. 5). Ein Abzug 
vom Tabellenlohn bis Ende 2023 ist deshalb nicht vorzunehmen. Betref-
fend die Zeit ab dem 1. Januar 2024 resultiert auch bei Berücksichtigung 
des 10%igen Pauschalabzuges (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der per 1. Januar 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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2024 in Kraft getretenen Fassung; vgl. E. 4.1.2 hiervor) ein rentenaussch-
liessender IV-Grad. 

4.3 Dementsprechend resultiert für die Zeit ab Dezember 2023 (im bes-
ten Fall zu Gunsten des Beschwerdeführers) ein rentenausschliessender 
IV-Grad von 30 % (vgl. E. 2.2 hiervor) bzw. für die Zeit ab dem 1. Januar 
2024 ein solcher von 37 % (100 % - [70 % x 0.9]). Damit besteht kein An-
spruch auf eine Invalidenrente.

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 20. September 
2024 (act. II 127) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Be-
schwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. März 2025, IV 200 2024 689

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.