# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d32e2640-80c2-561f-8c53-68cd8963521b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2017 B-4029/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4029-2017_2017-08-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-4029/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  A u g u s t  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Maurizio Greppi, Richter Francesco Brentani,    

Gerichtsschreiberin Beatrice Grubenmann. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

vertreten durch Rechtsanwälte  

Dr. iur. Roberto Dallafior und/oder Dr. iur. Maria Walter,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Regelung der Entschädigungsfrage. 

 

 

 

B-4029/2017 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA (im Folgenden: Vor-

instanz) mit Verfügung vom 15. September 2014 das Gesuch von 

X._______ um Löschung der ihn betreffenden Daten in der Datensamm-

lung „Gewähr für einwandfreie Geschäftstätigkeit und Berufsausübung“ ab-

gewiesen hat,  

dass X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 

8. Oktober 2014 dagegen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht er-

hoben und beantragt hat, die Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz 

sei anzuweisen, jede weitere Bearbeitung von ihn betreffenden Daten in 

der Datensammlung zu unterlassen und sämtliche darin aufgenommenen 

Daten unverzüglich zu löschen, eventualiter die Sache mit verbindlichen 

Weisungen an die Vorinstanz zurückzuweisen,  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B-5796/2014 vom 16. März 

2016 die Beschwerde abgewiesen hat, 

dass der Beschwerdeführer gegen dieses Urteil am 3. Mai 2016 beim Bun-

desgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-

reicht hat,  

dass das Bundesgericht mit Urteil 1C_214/2016 vom 22. März 2017 die 

Beschwerde gutgeheissen und das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 16. März 2016 aufgehoben hat,  

dass der Beschwerdeführer mit Gesuch um Berichtigung vom 19. Mai 2017 

das Bundesgericht darum ersucht hat, es sei Ziffer 3 des Urteilsdispositivs 

vom 22. März 2017 dahin gehend zu ersetzen bzw. zu berichtigen, dass 

die Vorinstanz ihn für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4‘000.– und 

für das vorinstanzliche Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht mit 

Fr. 15‘000.– zu entschädigen habe,  

dass der Beschwerdeführer eventualiter beantragt hat, die Sache sei zur 

Neuregelung der Entschädigung zugunsten des Beschwerdeführers be-

züglich des vorinstanzlichen Verfahrens an das Bundesverwaltungsgericht 

zurückzuweisen,  

dass das Bundesgericht mit Urteil 1G_3/2017 vom 29. Juni 2017 das Be-

richtigungsgesuch als Revisionsgesuch entgegengenommen und gutge-

heissen hat und sein Urteil 1C_214/2016 vom 22. März 2017 insofern er-

B-4029/2017 

Seite 3 

gänzt hat, als es die Sache an das Bundesverwaltungsgericht zur Neure-

gelung der Entschädigungsfolgen im bundesverwaltungsgerichtlichen Ver-

fahren zurückgewiesen hat,  

dass die obsiegende Partei Anspruch hat auf eine Parteientschädigung für 

ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe Kosten (Art. 64 

Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 

[VwVG, SR 172.021] und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass dabei der Ausgang des Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesge-

richt massgebend ist, weshalb der Beschwerdeführer vorliegend als obsie-

gend anzusehen ist,  

dass das Anwaltshonorar nach dem notwendigen Zeitaufwand bemessen 

wird, wobei der Stundensatz für Anwälte mindestens Fr. 200.– und höchs-

tens Fr. 400.– beträgt (Art. 10 Abs. 1 und 2 VGKE),  

dass der Beschwerdeführer im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt anwaltlich vertreten war, indessen keine Kostennote eingereicht hat, 

weshalb die ihm zuzusprechende Parteientschädigung ermessensweise 

und aufgrund der Akten festzusetzen ist (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE), 

dass Parteikosten dann als notwendig zu betrachten sind, wenn sie zur 

sachgerechten und wirksamen Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung 

unerlässlich erscheinen (BGE 131 II 200 E. 7.2),  

dass unnötige Kosten dagegen keinen Anspruch auf Parteientschädigung 

begründen, 

dass die vom Beschwerdeführer im vorliegenden Fall eingereichten 

Rechtsschriften sowohl von ihrer Anzahl wie auch von ihrem Umfang her 

das erforderliche Ausmass offensichtlich überschreiten, 

dass insbesondere zu berücksichtigen ist, dass die Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers diesen bereits vor der Vorinstanz vertreten hatten, wo 

sich die gleichen Sachverhalts- und Rechtsfragen stellten,  

dass daher für das bundesverwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren 

eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 6'000.– als angemessen er-

scheint, 

B-4029/2017 

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dass die Entschädigung von der Vorinstanz in ihrer Funktion als verfü-

gende Behörde zu tragen ist (Art. 64 Abs. 2 VwVG).  

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Vorinstanz hat den Beschwerdeführer für das Verfahren vor Bundes-

verwaltungsgericht mit Fr. 6‘000.– zu entschädigen. 

2.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Gerichtsurkunde) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

  

  

  

Eva Schneeberger Beatrice Grubenmann 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 25. August 2017