# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f006601-28da-5cae-8bbf-f608cbac67d9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2008 C-6091/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6091-2007_2008-05-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6091/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 0 8

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), Richter Blaise Vuille, 
Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiber Philipp Mäder.

S._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Verweigerung einer Einreisebewilligung für 
M._______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6091/2007

Sachverhalt:

A.
Der 1985 geborene srilankische Staatsangehörige M._______ (nach-
folgend: Gesuchsteller) beantragte am 21. Juni 2007 bei der Schwei-
zerischen Botschaft in Colombo ein Visum für einen einmonatigen Be-
suchsaufenthalt  bei  seiner  Schwester  S._______ und  ihrer  Familie 
(nachfolgend: Gastgeber) in X._______. 

B.
Einem an die Schweizerische Botschaft in Colombo gerichteten Einla-
dungsschreiben vom 7. Mai 2007 ist zu entnehmen, dass zur Feier ei-
ner Tochter der Gastgeber auf den 25. August 2007 ein Fest (die rituel-
le  „puberty  ceremony“)  geplant  war und an diesem Anlass auch die 
Grossmutter und der Onkel mütterlicherseits aus Sri Lanka teilnehmen 
sollten.

C.
Nach  formloser  Verweigerung  leitete  die  Schweizerische  Vertretung 
das  Gesuch  an  die  Vorinstanz  zur  Prüfung  und  zum formellen  Ent-
scheid weiter.

D.
Nachdem das Amt für Migration des Kantons Luzern bei den Gastge-
bern weitere Abklärungen getroffen hatte, wies die Vorinstanz das Ge-
such um Bewilligung der Einreise mit Verfügung vom 15. August 2007 
ab. Dies mit der Begründung, es bestehe nicht genügend Gewähr für 
eine anstandslose und fristgerechte Wiederausreise nach einem Be-
suchsaufenthalt.

E.
Mit Beschwerde vom 11. September 2007 gelangte der Ehemann der 
Gastgeberin (nachfolgend: Beschwerdeführer)  an das Bundesverwal-
tungsgericht  und  beantragte  sinngemäss,  die  vorinstanzliche  Verfü-
gung sei aufzuheben und das Visum für einen Besuchsaufenthalt sei 
zu erteilen. Zur Begründung rügt er implizit, die Vorinstanz sei zu Un-
recht davon ausgegangen, die Wiederausreise nach einem Besuchs-
aufenthalt  wäre nicht  gewährleistet. Der Gesuchsteller sei  auch des-
halb eingeladen worden, weil er die Schwiegermutter bzw. Grossmut-
ter in die Schweiz und wieder zurück hätte begleiten sollen. Deren ge-
sundheitlicher Zustand sei reduziert und sie werde deshalb bereits im 

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Heimatland vom Gesuchsteller  betreut. Diese  Aufgabe  einem seiner 
Geschwister aufzutragen, sei aus persönlichen Gründen nicht optimal.

F.
Die  Vorinstanz  schliesst  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  17. Oktober 
2007 auf Abweisung der Beschwerde. 

G.
Der Beschwerdeführer verzichtete auf eine Replik. 

H.
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit  rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Am 1. Januar 2008 traten das neue Bundesgesetz vom 16. Dezember 
2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) sowie 
die dazugehörigen Ausführungsverordnungen in Kraft (u.a. die Verord-
nung vom 24. Oktober  2007 über  das  Einreise-  und  Visumverfahren 
[VEV,  SR  142.204]).  Gemäss  den  Übergangsbestimmungen  richtet 
sich das Verfahren nach dem neuen Recht (Art. 126 Abs. 2 AuG), wo-
mit nach Art. 112 Abs. 1 AuG die allgemeinen Bestimmungen der Bun-
desrechtspflege anwendbar sind. 

1.1 Verfügungen der Vorinstanz betreffend Verweigerung der Einreise-
bewilligung unterliegen demnach der Beschwerde an das Bundesver-
waltungsgericht (Art. 31, Art. 32 sowie Art. 33 Bst. d des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [VGG,  SR  173.32]).  Gemäss 
Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungsge-
richtsgesetz  nichts  anderes bestimmt. Das Urteil  des Bundesverwal-
tungsgerichts  ist  endgültig  (Art. 1  Abs. 2  VGG  i.V.m.  Art. 83  Bst. c 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]).

1.2 Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert; auf die frist- 
und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  einzutreten  (Art. 48 ff. 
VwVG).

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2.
2.1 Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verlet-
zung von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch 
des  Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen Sachverhaltes sowie, wenn nicht eine kantonale Be-
hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat, die Unangemessenheit ge-
rügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren das  Bundesrecht  von Amtes wegen an. Es  ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den gel-
tend gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist 
grundsätzlich die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides  (vgl.  E. 1.2  des  in  BGE  129  II  215  teilweise  publ.  Urteils 
2A.451/2002 vom 28. März 2003). Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt 
auf  Gesuche,  die  vor  dem Inkraftreten des  AuG eingereicht  worden 
sind, aber das bisherige (materielle) Recht anwendbar. 

2.2 Da das der Beschwerde zugrunde liegende Gesuch um Einreise 
am 21. Juni 2007 eingereicht wurde, erfolgt die Beurteilung noch nach 
dem alten Recht. Einschlägig sind demnach das Bundesgesetz vom 
26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (aA-
NAG, BS 1 121, zum vollständigen Quellennachweis vgl. Ziff. I des An-
hangs zum AuG) sowie die gestützt darauf erlassenen Durchführungs-
vorschriften; insbesondere die Verordnung vom 14. Januar 1998 über 
die  Einreise  und  Anmeldung  von  Ausländerinnen  und  Ausländern 
(aVEA, AS 1998 194, zum vollständigen Quellennachweis vgl. Art. 39 
VEV). 

3.
3.1 Die Schweizerische Rechtsordnung gewährt grundsätzlich keinen 
Anspruch auf Bewilligung der Einreise. Der Entscheid darüber ist - vor-
behältlich nachfolgend zu erörternder Hinderungsgründe - von der Be-
willigungsbehörde  in  pflichtgemässer  Ausübung  ihres  Ermessens  zu 
fällen  (Art. 4  und  Art. 16  Abs. 1  aANAG,  Art. 9  Abs. 1  aVEA;  PETER 
UEBERSAX, Einreise und Anwesenheit, in: Peter Uebersax/Peter Münch/ 
Thomas Geiser/Martin Arnold (Hrsg.), Ausländerrecht, Ausländerinnen 
und Ausländer im öffentlichen Recht, Privatrecht, Steuerrecht und So-
zialrecht  der  Schweiz,  Basel/Genf/München  2002,  S. 143;  URS BOLZ, 
Rechtsschutz im Ausländer- und Asylrecht,  Basel und Frankfurt  a.M. 
1990, S. 29 mit weiteren Hinweisen;  PHILIP GRANT,  La protection de la 

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vie  familiale  et  de  la  vie  privée  en  droit  des  étrangers,  Basel/Genf/ 
München 2000, S. 24).

3.2 Ausländerinnen  und  Ausländer  benötigen  zur  Einreise  in  die 
Schweiz einen Pass und ein Visum, sofern sie nicht aufgrund beson-
derer Regelung von diesem Erfordernis ausgenommen sind (vgl. Art. 1 
bis 5 aVEA). Der Gesuchsteller  kann sich auf  keine Ausnahmerege-
lung berufen; er ist aufgrund seiner Staatsangehörigkeit visumspflich-
tig.

3.3 Um ein Visum zu erhalten, müssen Ausländerinnen und Ausländer 
die in Art. 1 Abs. 2 aVEA aufgeführten Voraussetzungen erfüllen. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 2 Bst. c aVEA haben sie unter anderem Gewähr für 
eine fristgerechte Wiederausreise zu bieten. Die Vorinstanz verweiger-
te dem Gesuchsteller die Erteilung eines solchen Visums mit der Be-
gründung, seine fristgerechte Wiederausreise erscheine nicht als hin-
reichend gesichert. 

3.4
3.4.1 Wenn  es  zu  beurteilen  gilt,  ob  das  Kriterium  der  gesicherten 
Wiederausreise  erfüllt  ist,  muss  ein  zukünftiges  Verhalten  beurteilt 
werden. Dazu lassen sich in der Regel keine Feststellungen, sondern 
lediglich Prognosen treffen. Dabei rechtfertigt es sich durchaus, Einrei-
segesuchen von Bürgerinnen und Bürgern aus Staaten oder Regionen 
mit politisch respektive wirtschaftlich vergleichsweise ungünstigen Ver-
hältnissen zum vornherein mit Zurückhaltung zu begegnen, da die per-
sönliche  Interessenlage  in  solchen  Fällen  häufig  nicht  mit  dem Ziel 
und  Zweck  einer  zeitlich  befristeten  Einreisebewilligung  in  Einklang 
steht. 

3.5 Die Wirtschaft Sri Lankas ist 2007 real um 7,4% gewachsen. Das 
Pro-Kopf-Einkommen betrug 1350 US-Dollar (USD), das Bruttoinland-
produkt  (BIP)  27  Mrd.  USD. Für  2008  wird  erneut  ein  hohes  Wirt-
schaftswachstum von über  6% erwartet. Ein Problem für  die weitere 
wirtschaftliche Entwicklung ist  zunehmend die Inflation,  die 2007 mit 
einer Jahresrate von deutlich über 15% nicht unter Kontrolle gebracht 
werden konnte. Die wirtschaftliche Entwicklung Sri Lankas weist aller-
dings grosse regionale Unterschiede auf. Wirtschaftliches Zentrum ist 
die Region rund um Colombo, die fast die Hälfte der gesamten Wirt-
schaftsleistung erbringt. Demgegenüber bleiben breite  Bevölkerungs-
schichten vor allem im Norden und Osten des Landes von vergleichs-

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weise  schwierigen  ökonomischen  und  sozialen  Lebensbedingungen 
betroffen. 

Tritt hinzu, dass sich die Sicherheitslage im ganzen Land seit Anfang 
2006  wieder  verschlechtert  hat,  nachdem  erneut  Kämpfe  zwischen 
dem Militär und der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) ausgebro-
chen sind. Davon besonders betroffen sind der Osten und Norden Sri 
Lankas, Anschläge kommen jedoch auch in der Hauptstadt Colombo 
vor. Seit  die  Regierung  am 3. Januar  2008  das  Waffenstillstandsab-
kommen mit der LTTE offiziell per 16. Januar 2008 gekündigt hat, ha-
ben die Gefechte im Norden des Landes noch zugenommen; das poli-
tische Klima ist sehr gespannt (Quellen: Länder- und Reiseinformatio-
nen auf  der  Webseite  des  Auswärtigen Amtes Deutschlands <http:// 
www.auswaertiges-amt.de>, Stand: Januar 2008, besucht am 24. April 
2008; Reisehinweise auf der Webseite des Eidgenössischen Departe-
ments für Auswärtige Angelegenheiten [EDA] <http://www.eda.admin. 
ch>, Stand: 7. Februar 2008, besucht am 24. April 2008; vgl. auch Ur-
teil  des  Bundesverwaltungsgerichts  E-2775/2007  vom  14. Februar 
2008 E. 7.2-7.5). 

3.6
3.6.1 Bei  der  Risikoanalyse  sind  aber  nicht  nur  solche  allgemeinen 
Umstände und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte 
des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen. Obliegt einem Gesuch-
steller  bzw. einer Gesuchstellerin  im Heimat-  oder ständigen Aufent-
haltsstaat beispielsweise eine besondere berufliche, gesellschaftliche 
oder  familiäre  Verantwortung,  kann  dieser  Umstand  durchaus  die 
Prognose für  eine anstandslose Wiederausreise begünstigen. Umge-
kehrt muss bei Gesuchstellern und Gesuchstellerinnen, die keine der 
erwähnten Verpflichtungen haben, die sie von einer möglichen Emigra-
tion abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das Risi-
ko eines fremdenpolizeilich nicht vorschriftsgemässen Verhaltens nach 
bewilligter  Einreise  zu  einem  Besuchsaufenthalt  hoch  eingeschätzt 
werden.

3.6.2 Beim Gesuchsteller handelt es sich um einen 23-jährigen, unver-
heirateten Mann. Obwohl  die Vorinstanz in  der angefochtenen Verfü-
gung  ausdrücklich  auf  die  Bedeutung  der  persönlichen  Verhältnisse 
und  daraus  allenfalls  abzuleitender  Verpflichtungen  aufmerksam ge-
macht hat, wurden diese Verhältnisse nicht offen gelegt. Demnach ist 
davon auszugehen, dass der Gesuchsteller im persönlichen und famili-

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ären Bereich nichts geltend machen kann, was ihn ernsthaft von einer 
Emigration abzuhalten vermöchte. 

3.6.3 In gleicher Weise kann auch nicht auf wirtschaftliche Verhältnis-
se geschlossen werden, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins 
Heimatland bieten würden. Anlässlich der Antragsstellung hat der Ge-
suchsteller unter der Formular-Rubrik „Beruf“ vermerkt, er sei Verkäu-
fer. Als Arbeitgeber nannte er die „Ganesha Stationary and Fancy“ in 
Vavuniya. Einer vorliegenden Bestätigung lässt sich zwar entnehmen, 
dass der Gesuchsteller seit dem 15. Februar 2005 angestellt  und die 
Arbeitgeberin mit einer dreimonatigen Abwesenheit einverstanden sei. 
Ohne besondere Erklärung dazu, weshalb sie in ein so langes Fern-
bleiben ihres Arbeitnehmers, der im Übrigen ein Visum für einen ein-
monatigen Besuchsaufenthalt  beantragt hat,  einwilligt  bzw. wie diese 
Abwesenheit abgegolten wird, ist nicht von der Hand zu weisen, dass 
die Bestätigung zumindest teilweise Gefälligkeitscharakter hat. Wie es 
sich damit genau verhält, kann aber offen bleiben. Denn selbst wenn 
davon auszugehen wäre, dass der Gesuchsteller in einer unbefristeten 
Festanstellung tätig ist, so wäre damit noch nichts über seine Einkom-
mens- und Vermögensverhältnisse ausgesagt. Tatsache ist, dass er in 
Vavuniya in der Nordprovinz und damit in einer Region Sri Lankas lebt, 
die  gesamthaft  gesehen  wirtschaftlich  nicht  besonders  entwickelt  ist 
und im Zentrum der  aktuellen politischen Wirren liegt. Entsprechend 
kann  auch  nicht  von  der  Vermutung  ausgegangen  werden,  der  Ge-
suchsteller  befinde sich  in  vorteilhaften  und stabilen  wirtschaftlichen 
Verhältnissen,  die  verlässlich  von  einer  Emigration  abzuhalten  ver-
möchten.

3.7 Der Beschwerdeführer hat sich dazu bereit erklärt, für die Lebens-
unterhaltskosten  des  Gesuchstellers  während  seines  geplanten  Be-
suchsaufenthaltes aufzukommen. Weiter will er für seine anstandslose 
und fristgerechte Rückkehr ins Heimatland garantieren. Die Integrität 
des  Beschwerdeführers  in  seiner  Eigenschaft  als  Gastgeber  wird  in 
keiner Art und Weise in Zweifel gezogen; dies zeigt sich bereits darin, 
dass der gleichzeitig beantragte Besuch der Schwiegermutter bewilligt 
wurde. Indessen sind bei der Abwägung des Risikos einer nicht fristge-
rechten Wiederausreise  nicht  so  sehr  die  Einstellung und Absichten 
des Gastgebers, sondern in erster Linie das mögliche Verhalten des 
Gastes  selbst  von Bedeutung. Nur  Letzterer  ist  in  der  Lage,  hinrei-
chend Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise 
zu  bieten. Der  Gastgeber  kann  zwar  für  gewisse  finanzielle  Risiken 

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Garantie leisten, nicht aber - mangels rechtlicher und faktischer Durch-
setzbarkeit - für ein bestimmtes Verhalten des Gastes. 

3.8 Gestützt auf vorstehende Erwägungen durfte die Vorinstanz davon 
ausgehen,  die  fristgerechte  Wiederausreise  sei  nicht  gewährleistet 
(vgl. Art. 14 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs. 2 Bst. c aVEA). Daraus folgt, dass 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt. Der rechtser-
hebliche Sachverhalt wurde richtig und vollständig festgestellt und die 
Vorinstanz hat das ihr zustehende Ermessen pflichtgemäss und zutref-
fend ausgeübt (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

4.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdefüh-
rer die Kosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskos-
ten sind auf Fr. 600.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 Bst. b des 
Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

(Dispositiv S. 9)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.- 
verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben)
- die Vorinstanz (Akten 2 302 732 retour)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Philipp Mäder

Versand: 

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