# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0e80fae-b58d-5e6d-aeba-df885d65c7be
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Einzelrichter 20.03.2015 ZK2 2015 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_002_ZK2-2015-8_2015-03-20.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 20. März 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 15 8 21. Mai 2015

Urteil 
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Aktuarin ad hoc Seres

In der zivilrechtlichen Berufung

der X._____, Klägerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. Dieter Marty, Alexanderstrasse 8, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 9. September 2014, mitgeteilt 
am 16. Dezember 2014, in Sachen der Klägerin und Berufungsklägerin gegen 
Y._____, Beklagter und Berufungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Michael Fleischhauer, Churweg 7, 7203 Trimmis, 

betreffend Forderung aus Arbeitsrecht,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Arbeitsvertrag vom 16. Januar 2012 (vgl. Akten Vorinstanz, 
act. E.1.III.2) stellte Y._____ X._____ als Servicemitarbeiterin für das Restaurant 
A._____ in O.1_____ ein. Vereinbart wurden u.a. ein monatlicher Bruttolohn von 
CHF 3'400.– und eine Kündigungsfrist von einem Monat auf das Ende eines 
Monats nach Ablauf der Probezeit von drei Monaten.

B. Mit Kündigung vom 22. November 2012 (vgl. Akten Vorinstanz, 
act. E.1.III.3) wurde das Arbeitsverhältnis mit X._____ per 31. Dezember 2012 
aufgelöst.

C. Mit Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis vom 26. November 2012 (vgl. Akten 
Vorinstanz, act. E.1.III.4) bescheinigte Dr. med. B._____, Facharzt FMH für 
Allgemeinmedizin, X._____ wegen Krankheit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
ab dem 23. November 2012 bis auf weiteres. Mit Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis vom 
5. Dezember 2012 (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.5) bescheinigte Dr. med. 
B._____ X._____ wegen Krankheit eine hundertprozentige Arbeitsunfähigkeit ab 
dem 23. November 2012 bis auf weiteres, voraussichtlich bis mind. Ende 
Dezember 2012.

D. Nachdem sich X._____ bei der C._____ Arbeitslosenkasse zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung angemeldet hatte, erläuterte letztere im Schreiben 
vom 3. Dezember 2012 an X._____ (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.6), durch 
die gesetzliche Sperrfrist von Art. 336c OR sei die laufende Kündigungsfrist 
unterbrochen worden und das Arbeitsverhältnis daure bis zum 31. Januar 2013. 
Weiter wurde X._____ aufgefordert, mit ihrem Arbeitgeber Kontakt aufzunehmen 
und ihre Arbeitskraft anzubieten, falls sie bis zum 31. Januar 2013 wieder 
arbeitsfähig sein sollte.

E. Mit Arztzeugnis vom 20. Februar 2013 (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.5) 
bescheinigte Dr. med. D._____, Facharzt FMH für Psychiatrie und 
Psychotherapie, X._____ eine Arbeitsunfähigkeit zu 100 % vom 1. Januar 2013 
bis auf weiteres, wobei eine Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz aus 
ärztlicher Sicht krankheitsverstärkend sei.

F. Mit Schreiben vom 20. Februar 2014 (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.9) 
bestätigte die E._____, am 1. Januar 2013 sei die Krankmeldung für X._____ (vgl. 
Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.7) eingegangen. Telefonisch sei diese nicht zu 
erreichen gewesen. Am 24. Januar 2013 hätte man sie schriftlich aufgefordert, 

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sich mit ihnen in Verbindung zu setzten. X._____ habe sich nie gemeldet. 
Aufgrund von fehlenden Informationen und Arztzeugnissen sei das Dossier ohne 
Leistung abgeschlossen worden. 

G. Am 29. November 2013 reichte X._____ ein Schlichtungsgesuch gegen 
Y._____ ein, welches am 2. Dezember 2013 beim Vermittleramt Bezirk Hinterrhein 
einging. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 9. Januar 2014 konnten sich 
die Parteien nicht einigen, weshalb das Vermittleramt am gleichen Tag die 
Klagebewilligung (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.1) mit folgenden 
Rechtsbegehren ausstellte:

"Rechtsbegehren Klägerin:

1. Der Beklagte sei zu verpflichten, an die Klägerin CHF 12'292.40 
zuzüglich 5 % seit dem 01. Februar zu bezahlen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.

Das Rechtsbegehren reichen wir mit dem Vorbehalt der Möglichkeit zur 
jederzeitigen Abänderung bis zur Fixierung durch die Klagebewilligung ein.

Rechtsbegehren Beklagter:

1. Es sei gerichtlich Vormerk zu nehmen, dass Y._____ X._____ den 
Lohn für den Monat Dezember 2012 gemäss separater Abrechnung 
bezahlt hat.

2. Im Übrigen sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.

3. Über die Tragung der Gerichtskosten sei nach Massgabe von Art. 115 
ZPO zu entscheiden.

4. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Parteientschädigung 
nach richterlichem Ermessen zu bezahlen."

H. Am 10. April 2014 reichte X._____ Klage (vgl. Akten Vorinstanz, 
act. E.1.II.1) beim Bezirksgericht Hinterrhein gegen Y._____ ein und stellte 
folgendes Rechtsbegehren:

"1. Der Beklagte sei zu verpflichten, an die Klägerin CHF 12'292.40 
zuzüglich 5 % seit dem 01. Februar zu bezahlen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten."

Dabei machte sie eine Forderung für nicht bezogene Ferien über CHF 893.65, 
ausstehenden Lohn in der Höhe von CHF 2'765.15 sowie eine Entschädigung für 
geleistete Überstunden im Betrag von CHF 8'847.55 geltend. 

I. Mit Klageantwort vom 16. Mai 2014 (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.II.2) 
stellte Y._____ folgende Rechtsbegehren:

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"1. Es sei gerichtlich Vormerk zu nehmen, dass Y._____ X._____ den 
Lohn für den Monat Dezember 2012 gem. separater Abrechnung 
bezahlt (hat).

2. Im Übrigen sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.

3. Über die Tragung der Gerichtskosten sei nach Massgabe von Art. 117 
ZPO zu entscheiden.

4. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Parteientschädigung 
nach richterlichem Ermessen zu bezahlen."

J. Mit Entscheid vom 9. September 2014, ohne schriftliche Begründung 
mitgeteilt am 16. September 2014, begründet mitgeteilt am 16. Dezember 2014, 
erkannte das Bezirksgericht Hinterrhein (vgl. act. B.1):

"1. Die Klage wird abgewiesen.

2. a) Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

b) Die klagende Partei hat die beklagte Partei mit CHF 3'930.50 (inkl. 
Barauslagen und Mehrwertsteuer) aussergerichtlich zu entschädigen.

c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand der klagenden Partei wird – unter 
Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit 
CHF 5'000.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) entschädigt. Die 
Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

3. (Rechtsmittelbelehrung). 

4. (Mitteilung)."

K. Dagegen erhob X._____ mit Eingabe vom 2. Februar 2015, eingegangen 
am 3. Februar 2015, Beschwerde (recte Berufung, vgl. nachfolgend E. 1) beim 
Kantonsgericht von Graubünden (vgl. act. A.1) und beantragte was folgt:

"1. Punkt 1 und Punkt 2 lit. b des Dispositivs vom Entscheid vom 
09.09/16.09.2014 mitgeteilt am 16.12.2014 seien auf zu heben.

2. Die Klage sei über den Betrag von CHF 2'992.00 gut zu heissen.

3. Eventauliter [sic] sei die Sache in beantragtem Punkte zur 
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück zu weisen.

4. Die Kosten- und Entschädigungsfolge unter Punkt 2 btb [sic] der 
Vorinstanz sei gemäss Gesetz zu entscheiden.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge vor Kantonsgericht zu Lasten 
des Beschwerdegegners."

Begründend wurde u.a. ausgeführt, das Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 
20. Februar 2013 spreche X._____ die Befähigung ab, am angestammten 
Arbeitsplatz zu arbeiten. Sie habe also ihre Arbeitskraft bis zum 31. Januar 2013 
nicht anbieten können. Fest stehe, dass zur Beurteilung der Qualität des 
Arztzeugnisses von Dr. med. D._____ nur der Zeitablauf zur Verfügung stehe. So 
folge die Vorinstanz der Argumentation, ein Arztzeugnis, das am 20. Februar 2013 

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ausgestellt worden sei, könne den Gesundheitszustand im Monat Januar nicht 
mehr wiedergeben. In den Akten sei keine Beurteilung eines zweiten Psychiaters 
zu finden, der sich zu der Frage äussern würde. Damit gebe die Vorinstanz 
lediglich ihrer Weigerung Ausdruck, nicht an eine rückwirkende Diagnose zu 
glauben. Handfeste Beweise, die die Authentizität des Arztzeugnisses von 
Dr. med. D._____ zerstören würden, seien nicht vorzufinden. Es müsse offen 
bleiben, weshalb X._____ mit dem Arztbesuch bis zum 20. Februar 2013 
zugewartet habe. Dass sich X._____ nicht auf die Aufforderung der E._____ 
gemeldet habe, müsse daran liegen, dass dieser zu jenem Zeitpunkt (24. Januar 
2013) noch kein Arztzeugnis vorgelegen habe, welches ihr die Arbeitsunfähigkeit 
attestiert hätte. Ein solches sei bekanntlich erst am 20. Februar 2013 gefolgt. 
Wenn sich erst im Nachhinein herausstelle, dass sie seit dem 1. Januar 2013 bis 
auf weiteres (psychisch) krank gewesen sei, habe sie im Vorfeld die 
Mitwirkungspflicht nicht verletzen können und sei so auch nicht ihrer Rechte 
verlustig gegangen. Nachdem aber auch feststehe, dass X._____ im Januar 2013 
krankheitshalber arbeitsunfähig gewesen sei und es des Weiteren feststehe, dass 
sie gültig versichert gewesen sei, habe der frühere Arbeitgeber den Januarlohn 
2013 vertragsgemäss, das heisst zu 88 % zu bezahlen. 

L. Am 4. März 2015 reichte Y._____ seine Vernehmlassung ein (vgl. act. A.2) 
und stellte folgende Rechtsbegehren:

"1. Die Berufung vom 2. Februar 2015 sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der 
Beschwerdeführerin."

Eine detaillierte Berechnung und Begründung zu der mit Berufung vom 2. Februar 
2015 geltend gemachten Forderung von CHF 2'992.– fehle. Um nicht 
umfangreiche Ausführungen machen zu müssen und in Wiederholungen zu 
verfallen, werde zur Begründung des Antrages auf die in jeder Beziehung 
zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz (E. 2.1, S. 5-8) verwiesen. Die Berufung 
gründe ausschliesslich auf dem Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 
20. Februar 2013. X._____ habe sich nach Ablauf der Frist von Ende Dezember 
nie mehr bei ihm gemeldet und ihre Arbeitskraft angeboten. Erst am 20. Februar 
2013 sei das Arztzeugnis von Dr. med. D._____ ausgestellt worden, welches nicht 
glaubwürdig sei, wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten habe (vgl. S. 8 des 
Entscheids). Aus dem Arztzeugnis gehe nicht hervor, seit wann X._____ in 
Behandlung stehe. Die Gründe für den Arztwechsel seien nicht nachvollziehbar. 
Die Rückdatierung der Arbeitsunfähigkeit vom 20. Februar 2013 ab 1. Januar 
2013 bis auf weiteres sei weder nachvollziehbar noch erklärbar. Dr. med. D._____ 

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kenne die Umstände am Arbeitsplatz nicht und habe sich nie mit ihm in 
Verbindung gesetzt. Durch die Verletzung der Pflicht zur Vorlage eines aktuellen 
Arztzeugnisses sei das Arbeitsverhältnis längst erloschen gewesen, als Dr. med. 
D._____ am 20. Februar 2013 seine Bestätigung ausgestellt habe.

M. Auf die weitergehenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie 
in den Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit Berufung erstinstanzliche End-und 
Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die 
Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren mindestens CHF 10‘000.– beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Wird 
dieser Streitwert nicht erreicht, steht das ausserordentliche Rechtsmittel der 
Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO offen. Der vorliegend angefochtene 
Entscheid des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 9. September 2014 stellt einen 
erstinstanzlichen Endentscheid im Sinne von Art. 236 Abs. 1 ZPO dar, da es sich 
dabei um einen Sachentscheid handelt, welcher das Verfahren ganz oder 
teilweise beendet (vgl. Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, N 14 zu Art. 308 
ZPO). Für die Festlegung des Streitwerts ist nicht der vorinstanzliche Entscheid 
und auch nicht der Betrag massgebend, welcher sich anhand der Berufungs- bzw. 
Beschwerdeanträge der Parteien errechnet. Es wird vielmehr auf den Betrag 
abgestellt, welcher nach den zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren und 
Parteierklärungen bis zur Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils noch streitig war 
(vgl. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N 9 zu Art. 308; 
Reetz/Theiler, a.a.O., N 39 f. zu Art. 308 ZPO; Kurt Blickenstorfer, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Zürich/St. Gallen 2011, N 24 zu Art. 308 ZPO). Da vor der 
Entscheidungsfällung keine (Teil-) Klageanerkennung und kein (teilweiser) 
Rückzug oder ein (Teil-) Vergleich erfolgte, lag der Entscheidung der Vorinstanz 
ein mit Klage geltend gemachter Forderungsbetrag von CHF 12'292.40 zugrunde 
(in die Streitwertberechnung werden die Zinsen nicht miteinbezogen, Art. 91 

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Abs. 1 ZPO). Da somit die Streitwertgrenze der Berufung erreicht ist, bleibt zu 
prüfen, ob die eingereichte Beschwerde als Berufung entgegen genommen 
werden kann. 

b) Wird das von einer Partei eingereichte Rechtsmittel falsch bezeichnet und 
erweist es sich, dass die Eingabe dennoch die Voraussetzungen bezüglich Form 
und Frist des an sich zulässigen Rechtsmittels aufweist, so nimmt das Gericht 
eine Konversion vor – in dem Sinne, als dass es das falsch bezeichnete 
Rechtsmittel als dasjenige, welches zulässig gewesen wäre, entgegennimmt (vgl. 
Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 12 35 vom 21. August 2012 
E. 1a; Blickenstorfer, a.a.O., N 67 zu Vor Art. 308-334 ZPO). Die Berufung ist 
beim Kantonsgericht von Graubünden innert 30 Tagen seit Zustellung des 
begründeten Entscheides unter Beilegung desselben schriftlich und begründet 
einzureichen (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). Die am 2. Februar 
2015 fälschlicherweise als Beschwerde eingereichte Eingabe wahrt die an die 
Berufung gestellten Frist- und Formerfordernisse – unter Vorbehalt der 
nachfolgenden Erwägung 2 –, weshalb sie als Berufung entgegenzunehmen ist.

c) Mit Klage beim Bezirksgericht Hinterrhein machte die Berufungsklägerin 
eine Forderung von CHF 12'292.40 und im Einzelnen eine Forderung für nicht 
bezogene Ferien über CHF 893.65, für ausstehenden Lohn in der Höhe von 
CHF 2'765.15 sowie eine Entschädigung für geleistete Überstunden im Betrag von 
CHF 8'847.55 geltend (vgl. Akten Vorinstanz, act. E. 1.II.1). Im vorliegenden 
Berufungsverfahren ist nur noch die Lohnforderung für den Monat Januar 2013 im 
geltend gemachten Umfang von CHF 2'992.– strittig (vgl. Berufung, act. A.1, 
Ziff. I., S. 2 und Ziff. II.B., S. 5 N 6). Im Weiteren ersucht die Berufungsklägerin 
darum, "Die Kosten- und Entschädigungsfolge unter Punkt 2 btb (sic) der 
Vorinstanz sei gemäss Gesetz zu entscheiden." Gemeint ist damit eine 
Überprüfung der mit Ziff. 2 lit. b des Dispositivs des angefochtenen Entscheids der 
Gegenpartei zugesprochenen ausseramtlichen Entschädigung. Im 
Berufungsverfahren beträgt der Streitwert damit nur mehr CHF 2'992.–. Gemäss 
Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet somit das Kantonsgericht von Graubünden 
vorliegend in einzelrichterlicher Kompetenz, da der Streitwert im 
Rechtsmittelverfahren CHF 5'000.– nicht überschreitet (vgl. auch die Verfügungen 
der I. Zivilkammer ZK1 11 37 vom 16. Juni 2011, E. 1c und der II. Zivilkammer 
ZK2 11 15 vom 27. April 2011, E. 2a).

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d) Nachdem die vorliegende Rechtsschrift als Berufung entgegengenommen 
wird, kann im vorliegenden Verfahren die unrichtige Rechtsanwendung sowie die 
unrichtige Feststellung des Sachverhaltes gerügt werden (vgl. Art. 310 ZPO) und 
neue Tatsachen und Beweismittel können unter den Voraussetzungen von 
Art. 317 ZPO vorgebracht werden. 

2. a) Die Berufungsschrift hat, wie bereits ausgeführt, nach Art. 311 Abs. 1 ZPO 
eine Begründung zu enthalten. Zwar gilt für die Berufung nach der ZPO nicht das 
sogenannte Rügeprinzip, wonach die Rechtsmittelinstanz nur die geltend 
gemachten Rügen überprüft. Es wird vom Berufungskläger aber erwartet, dass er 
sich mit dem angefochtenen erstinstanzlichen Entscheid auseinandersetzt. Das 
Berufungsverfahren soll eine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens, nicht 
jedoch ein Neubeginn desselben sein. Ein Berufungskläger hat sich daher mit den 
Entscheidgründen des angefochtenen Entscheids im Einzelnen 
auseinanderzusetzen. Der geforderten Auseinandersetzung mit dem 
vorinstanzlichen Entscheid kommt ein Berufungskläger daher nicht nach, wenn in 
der Berufungsschrift lediglich auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen 
verwiesen wird, wenn er sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen 
zufrieden gibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. 
Die Begründung muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der 
Berufungsinstanz mühelos verstanden werden zu können. Dies setzt voraus, dass 
der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, 
die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht. 
Spezifische Verweise auf Vorakten sind zwar zulässig und im Sinne der 
Vermeidung unnötiger Wiederholungen grundsätzlich auch zweckmässig. Einzig 
mit einem pauschalen Verweis auf dieselben wird jedoch – gleiches gilt für eine 
nur pauschale Kritik am vorinstanzlichen Entscheid – der in Art. 311 Abs. 1 ZPO 
festgehaltenen Begründungspflicht nicht Genüge getan (vgl. zum Ganzen: 
BGE 138 III 374 E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_438/2012 vom 27. August 
2012, E. 2.2; Reetz/Theiler, a.a.O., N 36 f. zu Art. 311 ZPO; Ivo Hungerbühler, in: 
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 
Kommentar, Zürich/St. Gallen 2011, N 28 zu Art. 311 ZPO). Die Begründung ist 
eine gesetzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraussetzung für 
die Berufung. Fehlt sie, so tritt das obere kantonale Gericht nicht auf die Berufung 
ein (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_438/2012 vom 27. August 2012, E. 2.2 
sowie 4A_659/2011 vom 7. Dezember 2011, E. 3). Gleiches muss gelten, wenn 
der Berufungskläger lediglich auf Vorakten verweist oder wenn die Berufung den 
umschriebenen Anforderungen in anderweitiger Hinsicht nicht genügt (vgl. Urteil 

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des Bundesgerichts 5A_438/2012 vom 27. August 2012, E. 2.2; Reetz/Theiler, 
a.a.O., N 38 zu Art. 311 ZPO; Hungerbühler, a.a.O., N 42 zu Art. 311 ZPO). 

b) Die Vorinstanz hat die Zusprechung des Januarlohnes 2013 im 
Wesentlichen mit folgender Begründung verweigert: Die Berufungsklägerin sei im 
Januar 2013 weder zur Arbeit erschienen noch habe sie ihre Arbeit angeboten 
(vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b, S. 6). Der Beweis für die geltend 
gemachte Arbeitsunfähigkeit obliege der Arbeitnehmerin (vgl. angefochtener 
Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/aa, S. 7 Absatz 1). Vorliegend sei eine 
Arbeitsunfähigkeit der Berufungsklägerin nur bis Ende Dezember 2012 
nachgewiesen (vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/aa, S. 7 Absatz 2). 
Die Arbeitnehmerin und Berufungsklägerin wäre gemäss Art. 26 L-GAV 
verpflichtet gewesen, bei weiterer Arbeitsverhinderung ab Ende Dezember 2012 
dem Arbeitgeber ein neues ärztliches Zeugnis vorzulegen (vgl. angefochtener 
Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/aa, S. 7 Absatz 2). Dies habe sie 
unbestrittenermassen nicht getan (vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, 
E. 2.1.b/aa, S. 7 Absatz 2). Das Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 
20. Februar 2012 sei nicht beweisbildend, da es beträchtlich zurückdatiert worden 
sei und an dessen Richtigkeit auch deshalb gezweifelt werden müsse, weil es 
keinerlei objektiven Befunde betreffend konkreter Leiden der Berufungsklägerin 
enthalte und offensichtlich auf Schilderungen der Berufungsklägerin selbst beruhe 
(vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/bb, S. 8). Somit sei von einer 
Beweislosigkeit auszugehen, weshalb kein Lohnanspruch für den Monat Januar 
2013 bestehe (vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/bb, S. 8). Die 
Berufungsklägerin habe überdies auch gegenüber der Taggeldversicherung ihre 
Meldepflichten verletzt, so dass diese das Dossier ohne Leistungen 
abgeschlossen habe, weshalb auch der Arbeitgeber keine Leistungen erbringen 
müsse (vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/aa, S. 7 Absatz 3).

c) Im vorliegenden Fall ist fraglich, ob die Berufung den in Erwägung 2.a 
geschilderten Begründungsanforderungen entspricht und demzufolge überhaupt 
auf das Rechtsmittel einzutreten ist. Die Berufungsklägerin befasst sich nur 
rudimentär mit der Begründung des angefochtenen Entscheids. Zu Beginn führt 
sie aus, es sei unbestritten, dass ihr am 22. November 2012 auf den 
31. Dezember 2012 gekündigt worden sei und dass sie mittels Arztzeugnis von 
Dr. med. B._____ vom 26. November 2012 bis zum 31. Dezember 2012 
krankgeschrieben worden sei (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 3 N 1). Sie 
bestreitet nicht, dass sie im Januar 2013 weder zur Arbeit erschienen noch ihre 
Arbeit angeboten habe. Dies müsse jedoch verständlich sein, spreche ihr doch 

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das Arztzeugnis vom 20. Februar 2013 die Befähigung ab, am angestammten 
Arbeitsplatz zu arbeiten (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 3 N 3). Dieses 
Arztzeugnis bescheinige ihr für den Monat Januar 2013 eine krankheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 3 N 2). Mit der 
Argumentation der Vorinstanz, wonach diesem Zeugnis keine Beweiskraft 
zukomme, befasst sich die Berufungsklägerin nur am Rande und unvollständig. 
Sie führt aus, dass zur Beurteilung der Qualität des Arztzeugnisses von Dr. med. 
D._____ nur der Zeitablauf zur Verfügung gestanden habe. Die Vorinstanz glaube 
nicht an eine rückwirkende Diagnose und führe aus, ein Arztzeugnis vom 
20. Februar 2013 könne den Gesundheitszustand im Monat Januar nicht 
wiedergeben. In den Akten fänden sich jedoch keine Beurteilung eines zweiten 
Psychiaters zu dieser Frage oder handfeste Beweise, welche die Authentizität des 
Arztzeugnisses zerstören würden (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 N 4). Es 
müsse offen blieben, weshalb sie mit dem Arztbesuch bis zum 20. Februar 2013 
gewartet habe (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 N 5). Namentlich auf die 
Argumentation der Vorinstanz hinsichtlich der fehlenden objektiven Befunde (vgl. 
angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/bb, S. 8) geht die Berufungsklägerin mit 
keinem Wort ein. Zur vorinstanzlichen Argumentation bezüglich der 
Meldepflichtverletzung der Berufungsklägerin gegenüber der Taggeldversicherung 
wird in der Berufungsschrift ausgeführt, das Arztzeugnis vom 20. Februar 2013 
spreche ihr die Befähigung ab, am angestammten Arbeitsplatz zu arbeiten. Diese 
Unfähigkeit habe für alle Tätigkeiten gegolten, die mit ihrem Arbeitsplatz und dem 
Berufungsbeklagten zusammen hingen. So sei die eine Weile dauernde 
Kontaktlosigkeit zur Versicherung E._____ zu erklären (vgl. Berufung act. A.1, 
Ziff. II.B., S. 4 N 3). Dass sich die Berufungsklägerin nicht auf die Aufforderung der 
E._____ hin gemeldet habe, müsse daran liegen, dass sie zu jenem Zeitpunkt 
(24. Januar 2013) noch kein Arztzeugnis vorliegen gehabt habe, welches ihr die 
Arbeitsunfähigkeit attestiert hätte. Ein solches sei bekanntlich erst am 20. Februar 
2013 gefolgt. Wenn sich erst im Nachhinein herausstelle, dass die 
Berufungsklägerin seit dem 1. Januar 2013 bis auf weiteres (psychisch) krank 
gewesen sei, habe sie im Vorfeld die Mitwirkungspflicht nicht verletzen können 
und sei so auch nicht ihrer Rechte verlustigt gegangen. So halte sich die E._____ 
denn auch mit der Beurteilung der Situation zurück, in dem sie nur mitteile, von 
der Berufungsklägerin nichts mehr gehört zu haben. Was der Berufungsbeklagte 
mit der Nachricht, die Berufungsklägerin sei im Monat Januar arbeitsunfähig 
gewesen und dem dazugehörenden Arztzeugnis gemacht habe, gehe aus den 
Akten nicht hervor. Fest stehe lediglich, dass die E._____ nach telefonischer 
Absprache bestätige, keine Taggelder für die Berufungsklägerin entrichtet zu 

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haben. Nachdem aber auch feststehe, dass sie im Januar 2013 krankheitshalber 
arbeitsunfähig und gültig versichert gewesen sei, habe der frühere Arbeitgeber 
und heutige Berufungsbeklagte den Januarlohn 2013 vertragsgemäss, das heisst 
zu 88 % zu bezahlen (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 f. N 6). Insgesamt 
erweist sich die Begründung der Berufung als mangelhaft und es stellt sich die 
Frage, ob dies nicht bereits zu einem Nichteintreten führen muss. Die Frage 
braucht vorliegend allerdings nicht abschliessend beurteilt zu werden, zumal die 
Berufung ohnehin auch aus materiellen Gründen abzuweisen ist, da sich die 
Argumentation der Vorinstanz als rechtens erweist (vgl. sogleich Erwägung 3). 

3. a) Wie die Vorinstanz in ihrem Entscheid zutreffend ausführt (vgl. 
angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1a, S. 6 Absatz 3), ist zwischen den 
Parteien nicht strittig, dass der Berufungsklägerin am 22. November 2012 auf den 
31. Dezember 2012 gekündigt wurde (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.3), dass 
die Berufungsklägerin gemäss Arztzeugnissen von Dr. med. B._____ vom 
26. November 2012 und 5. Dezember 2012 bis zum 31. Dezember 2012 
arbeitsunfähig war (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.4 und act. E.1.IV.5) und dass 
sich demnach die Kündigungsfrist bis zum 31. Januar 2013 verlängerte (vgl. auch 
Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 3 f. N 1 sowie Berufungsantwort act. A.2, Ziff. II.B., 
S. 3 N 2). 

b) Die Vorinstanz erläutert im angefochtenen Entscheid (vgl. angefochtener 
Entscheid act. B.1, E. 2.1b, S. 6) in Übereinstimmung mit Lehre und 
Rechtsprechung, ein Arbeitnehmer habe während einer durch die Sperrfrist 
verlängerten Kündigungsfrist nur dann Anspruch auf Lohn, wenn er entweder 
arbeite, die Voraussetzungen der Art. 324a/b oder 329d OR erfülle oder die Arbeit 
wegen Verzug des Arbeitgebers nicht leisten könne. Die Arbeitnehmerin, die in 
einer durch eine Sperrfrist nach Art. 336c Abs. 1 lit. b OR verlängerten 
Kündigungsfrist wieder gesund wird, muss also entweder zur Arbeit erscheinen 
oder diese mindestens anbieten, widrigenfalls ihr Lohnanspruch entfällt. Eine 
Aufklärungspflicht des Arbeitgebers über den Sperrfristenschutz besteht 
grundsätzlich nicht (vgl. BGE 115 V 437, E. 5 und 6; Ullin Streiff/Adrian von 
Kaenel/ RogerRudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 
7. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, N 10 f. zu Art. 336c OR). Wie richtig festgestellt 
wurde, kann sich die Berufungsklägerin nicht auf einen Rechtsirrtum berufen, da 
die C._____ Arbeitslosenkasse in ihrem Schreiben an die Berufungsklägerin vom 
3. Dezember 2012 letztere aufforderte, falls sie bis zum 31. Januar 2013 wieder 
arbeitsfähig sein sollte, mit ihrem Arbeitgeber Kontakt aufzunehmen und ihre 
Arbeitskraft anzubieten (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.6). Im Übrigen führt die 

Seite  12 — 19

Berufungsklägerin selber aus, sie sei nicht mehr an ihren Arbeitsplatz 
zurückgekehrt und habe auch ihre Arbeitskraft nicht mehr angeboten (vgl. 
Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 3 f. N 3). Die Berufungsklägerin begründet dies 
damit, dass sie gemäss dem Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 20. Februar 
2013 ab dem 1. Januar 2013 bis auf weiteres arbeitsunfähig gewesen sei und eine 
Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz gemäss ärztlichem Attest 
krankheitsverstärkend gewesen wäre (vgl. dazu sogleich die Ausführungen zur 
Pflicht zur Vorlage eines Arztzeugnisses und zum Beweiswert des Arztzeugnisses 
von Dr. med. D._____ vom 20. Februar 2013 in den Erwägungen 3.c/bb und 
3c/cc). 

c) Es ist somit zu prüfen, ob die Berufungsklägerin auch nach dem 
31. Dezember 2012 weiterhin aufgrund Krankheit an der Arbeitsleistung verhindert 
gewesen ist. 

aa) Bei den Akten liegen folgende Arztzeugnisse: Das Arbeitsunfähigkeits-
Zeugnis vom 26. November 2012 von Dr. med. B._____, wonach die 
Berufungsklägerin wegen Krankheit ab dem 23. November 2012 bis auf weiteres 
zu 100 % arbeitsunfähig sei (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.4). Das 
Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis vom 5. Dezember 2012 von Dr. med. B._____, 
wonach die Berufungsklägerin wegen Krankheit ab dem 23. November 2012 bis 
auf weiteres, voraussichtlich bis mind. Ende Dezember 2012 zu 100 % 
arbeitsunfähig sei (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.5). Und schliesslich das 
Arztzeugnis vom 20. Februar 2013 von Dr. med. D._____, wonach die 
Berufungsklägerin vom 1. Januar 2013 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig 
und eine Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz aus ärztlicher Sicht 
krankheitsverstärkend sei (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.5).

bb) Auch in diesem Zusammenhang kann auf die absolut zutreffenden 
Ausführungen der Vorinstanz (vgl. angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1b/aa, 
S. 7 Absatz 1 und 2) verwiesen werden: Der Beweis für die Arbeitsverhinderung 
durch Krankheit obliegt dem Arbeitnehmer, welcher in der Regel durch ein 
Arztzeugnis erbracht wird, wobei auch eine Berufung auf andere Beweismittel 
möglich ist (vgl. Streiff/Von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 12 zu Art. 324a/b OR; 
Wolfang Portmann, Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 
5. Aufl., Basel 2011, N 24 zu Art. 324a OR). Gemäss Arbeitsunfähigkeits-Zeugnis 
von Dr. med. B._____ vom 5. Dezember 2012 (vgl. Akten Vorinstanz, 
act. E.1.IV.5) ist die Arbeitsunfähigkeit der Berufungsklägerin bis voraussichtlich 
mindestens Ende Dezember 2012 nachgewiesen. Ab Ende Dezember 2012 bzw. 

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in den ersten vier Tagen des Januars 2013 wäre die Berufungsklägerin bei einer 
weiterhin bestehenden Arbeitsunfähigkeit also gemäss dem hier anwendbaren 
Art. 26 Gesamtarbeitsvertrages im Schweizer Gastgewerbe (L-GAV) verpflichtet 
gewesen, ihrem Arbeitgeber ein weiteres ärztliches Zeugnis vorzulegen, welches 
die entsprechende Arbeitsverhinderung durch Krankheit ab Ende Dezember 2012 
bzw. Anfang Januar 2013 bescheinigt hätte. Ausser dem Arztzeugnis vom 
20. Februar 2013 (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.5) liegen keine weiteren 
Arztzeugnisse bei den Akten. Die Berufungsklägerin hat ihrem Arbeitgeber folglich 
nicht fristgemäss (also bis zum 4. Januar 2013) ein Arztzeugnis vorgelegt, 
welches ihre Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Januar 2013 bescheinigt hätte. Die 
Berufungsklägerin liess in ihrer Eingabe an das Kantonsgericht von Graubünden 
ausführen, es müsse offen bleiben, weshalb sie mit dem Arztbesuch bis zum 
20. Februar 2013 zugewartet habe (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 N 5). 
Damit kann sie sich aber keinesfalls von ihrer Pflicht zur Vorlage eines 
Arztzeugnisses gemäss Lehre und Rechtsprechung und Art. 26 L-GAV befreien, 
womit sie sich dieses Versäumnis entgegenhalten lassen muss. Es steht ihr 
folglich kein Anspruch auf Lohn für den Monat Januar 2013 zu, weil der 
Berufungsbeklagte mangels Vorlage eines Arztzeugnisses berechtigt war, die 
Lohnfortzahlung für solange einzustellen, wie ihm kein Arztzeugnis vorgelegt 
wurde (vgl. Kommentar zum L-GAV, Stand 1. Januar 2012, S. 61).

cc) Daran ändert, wie die Vorinstanz völlig zu Recht feststellte (vgl. 
angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1b/bb, S. 8), auch das Arztzeugnis vom 
20. Februar 2013 von Dr. med. D._____, wonach die Berufungsklägerin vom 
1. Januar 2013 bis auf weiteres zu 100 % arbeitsunfähig und eine Rückkehr an 
den bisherigen Arbeitsplatz aus ärztlicher Sicht krankheitsverstärkend sei (vgl. 
Akten Vorinstanz, act. E.1.III.5), nichts. 

Einem Arztzeugnis kommt kein absoluter Beweiswert zu (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 1C_64/2008 vom 14. April 2008 E. 3.4). Auf ein Arztzeugnis ist 
abzustellen, solange keine begründeten Zweifel an dessen Richtigkeit bestehen. 
Zweifelt der Arbeitgeber ein Arztzeugnis aus berechtigten Gründen an, kann er 
vom Arbeitnehmer verlangen, sich bei einem Vertrauensarzt untersuchen zu 
lassen (vgl. Urteil des Kantonsgericht St. Gallen vom 15. Dezember 2009, E. 3.1, 
in: Sammlung Arbeitsrechtlicher Entscheide [SAE] 2010, S. 58 ff.; Urteil des 
Gewerblichen Schiedsgericht Basel-Stadt vom 13. November 2008, in: Jahrbuch 
des schweizerischen Arbeitsrecht [JAR] 2009 S. 482). Im vorliegenden Fall kann 
dem Arbeitgeber allerdings nicht vorgeworfen werden, er habe keine 
vertrauensärztliche Untersuchung verlangt, da ihm die angebliche 

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Arbeitsunfähigkeit der Berufungsklägerin für den Monat Januar 2013 erst 
nachträglich (Ende Februar 2013) mitgeteilt wurde. Nicht beweisbildend sind 
Arztzeugnisse, die sich allein auf Patientenschilderungen berufen und ohne 
eigene objektive Feststellungen abgegeben oder erst Monate später ausgestellt 
werden (vgl. Entscheid des Obergerichts des Kantons Obwalden vom 23. März 
2004, E. 4a, in: Amtsbericht über die Rechtspflege des Kantons Obwalden 
2004/2005, Nr. 6, S. 62 ff.). Dies gilt insbesondere auch für Arztzeugnisse, welche 
eine arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit attestieren sollen. Soweit dem Attest 
nicht überprüfbare Angaben des Patienten zugrunde liegen, was bei 
arbeitsplatzbezogener Arbeitsunfähigkeit häufig der Fall sein wird, sollte der Arzt 
diesen Umstand im Zeugnis wertungsfrei z.B. mit einem Vermerk "nach Angaben 
des Patienten" Rechnung tragen (vgl. Roger Rudolph/Adrian von Kaenel, 
Arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit, in: Schweizerische Juristen-Zeitung 
[SJZ] Nr. 106 [2010], S. 361 ff., S. 365). Zweifel am Beweiswert eines 
Arztzeugnisses ergeben sich ferner vor allem auch dann, wenn der Beginn der 
attestierten Arbeitsunfähigkeit mehrere Tage und ohne nachvollziehbare Gründe 
vor der Erstkonsultation liegt. Retroaktive Zeugnisse sind zwar nicht per se 
unzulässig. Ihnen kommt aber v.a. dann, wenn sie sich nicht auf objektive Befunde 
stützen können, sondern nur auf Patientenschilderungen beruhen, ein sehr 
geringer Beweiswert zu. Ist die Arbeitnehmerin im Zeitpunkt der ärztlichen 
Untersuchung weiterhin krank, aber nicht unbedingt arbeitsunfähig, so erhält das 
Arztzeugnis einen erhöhten Stellenwert und kann auch Aussagen über die Zeit vor 
dem Arztbesuch enthalten. Rückwirkende Aussagen von zwei bis drei Tagen bis 
zu einer Woche sind selbst bei geringeren gesundheitlichen Problemen möglich. 
(vgl. Urteil des Gewerblichen Schiedsgericht Basel-Stadt vom 16. August 2007, 
E.b/bb, in: Basler Juristische Mitteilungen [BJM] 2009, S. 114 ff.; Urteil der Cour 
d'appel des Prud'hommes de Genève vom 21. Februar 2007, E. 3.4, in: JAR 2008, 
S. 376 ff.; Adrian Staehelin, Zürcher Kommentar zum Obligationenrecht, 
Teilband V 2c, Der Arbeitsvertrag, Art. 319-330a OR, 4. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2006, N 9 zu Art. 324a OR; Christoph Schönenberger, Das 
Erschleichen der Lohnfortzahlung unter Berufung auf Krankheit, Bern 2001, 
S. 116 f.). Anders liegt der Fall, wenn der Rückdatierung ein objektiver Befund 
zugrunde liegt (vgl. zum Ganzen: Streiff/Von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 12 zu 
Art. 324a/b OR; Portmann, a.a.O., N 25 zu Art. 324a OR).

Im vorliegenden Fall reicht die Berufungsklägerin zum Beweis ihrer 
Arbeitsunfähigkeit im Monat Januar 2013 das Arztzeugnis vom 20. Februar 2013 
von Dr. med. D._____ ein, wonach sie vom 1. Januar 2013 bis auf weiteres zu 

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100 % arbeitsunfähig und eine Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz aus 
ärztlicher Sicht krankheitsverstärkend sei (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.III.5). Der 
Beginn der attestierten Arbeitsunfähigkeit liegt somit fast zwei Monate vor der 
Ausstellung des Arztzeugnisses und ärztlichen Konsultation, womit eine 
beträchtliche "Rückdatierung" im Sinne der vorstehend zitierten Lehre und 
Rechtsprechung vorliegt. Ferner enthält das Arztzeugnis keine Feststellungen 
bzw. Angaben zur angeblichen Krankheit der Berufungsklägerin. Sodann ist mit 
der Vorinstanz festzustellen, dass sich die Aussage von Dr. med. D._____, 
wonach eine Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz aus ärztlicher Sicht 
krankheitsverstärkend sei, wesensgemäss nur auf die Schilderung der 
Berufungsklägerin abgestützt haben kann. Der attestierende Arzt wird den 
Arbeitsplatz der Berufungsklägerin wohl kaum selber kennen und hat sich gemäss 
glaubhafter und nicht bestrittener Aussage des Berufungsbeklagten auch nicht bei 
letzterem nach den Umständen des Arbeitsplatzes der Berufungsklägerin 
erkundigt (vgl. Berufungsantwort act. A.2, Ziff. II.B., S. 3 N 3). Unter diesen 
Umständen hat die Vorinstanz das Arztzeugnis von Dr. med. D._____ vom 
20. Februar 2013 zu Recht als nicht beweisbildend beurteilt. Sodann liegen keine 
anderen Beweise vor, welche die Arbeitsunfähigkeit der Berufungsklägerin für den 
Monat Januar 2013 belegen würden. Somit ist mit der Vorinstanz von einer 
entsprechenden Beweislosigkeit der Berufungsklägerin hinsichtlich ihrer 
Arbeitsunfähigkeit für den Januar 2013 auszugehen, womit feststeht, dass der 
Berufungsklägerin gegenüber dem Berufungsbeklagten für den Monat Januar 
2013 kein Lohnanspruch zusteht. 

dd) Lediglich der Vollständigkeit halber sei schliesslich festzuhalten, dass auch 
die Ausführungen der Vorinstanz zur Frage der Verletzung der Mitwirkungspflicht 
der Berufungsklägerin im Zusammenhang mit der Taggeldversicherung (vgl. 
angefochtener Entscheid act. B.1, E. 2.1.b/aa, S. 7 Absatz 3) nicht zu 
beanstanden sind. 

Gemäss Schreiben vom 20. Februar 2014 (vgl. Akten Vorinstanz, act. E.1.IV.9) 
bestätigte die E._____, die Krankmeldung für die Berufungsklägerin (vgl. Akten 
Vorinstanz, act. E.1.IV.7) am 1. Januar 2013 erhalten zu haben. Telefonisch sei 
diese nicht erreichbar gewesen. Am 24. Januar 2013 habe man sie schriftlich 
aufgefordert, sich mit ihnen in Verbindung zu setzten; die Berufungsklägerin habe 
sich jedoch nie gemeldet, weshalb das Dossier aufgrund von fehlenden 
Informationen und Arztzeugnissen ohne Leistung abgeschlossen worden sei. 

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Die gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers lebt nicht wieder auf, 
wenn die Versicherung nicht leistet, weil der Arbeitnehmer ihm obliegenden 
Mitwirkungs-, Melde- oder Anzeigeobliegenheiten nicht nachkommt. Gemäss 
Art. 321a OR ist der Arbeitnehmer zur Wahrung der berechtigten Interessen des 
Arbeitgebers verpflichtet, wobei diese Treuepflicht u.a. Auskunfts- und 
Mitteilungspflichten betreffend Arbeit und Betrieb beinhaltet. Der Arbeitnehmer hat 
den Arbeitgeber über alle wichtigen Tatsachen seiner Arbeitstätigkeit 
wahrheitsgemäss, vollständig, rechtzeitig und von sich aus zu informieren und z.B. 
Absenzen zu melden. Dazu gehört auch die Orientierung über krankheitsbedingte 
Absenzen (vgl. Streiff/Von Kaenel/Rudolph, a.a.O., N 4 zu Art. 321a OR). Die 
Versicherer können sodann im Falle einer verspäteten Vorlage eines 
Arztzeugnisses Sanktionen (z.B. Leistungskürzungen oder 
Leistungsverweigerungen) vorsehen (vgl. BGE 127 V 154). 

Die Berufungsklägerin macht nicht geltend, sie sei über ihre Mitwirkungspflichten 
nicht informiert worden. Sie führt in ihrer Rechtsschrift aus, die mit Arztzeugnis 
vom 20. Februar 2013 attestierte Unfähigkeit am angestammten Arbeitsplatz zu 
arbeiten habe für alle Tätigkeiten gegolten, die mit ihrem Arbeitsplatz und dem 
Berufungsbeklagten zusammen hingen und erkläre die eine Weile dauernde 
Kontaktlosigkeit zur Versicherung E._____ (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 
N 3). Sie habe sich nicht auf die Aufforderung der E._____ hin gemeldet, weil sie 
zu jenem Zeitpunkt (24. Januar 2013) noch kein Arztzeugnis vorliegen gehabt 
habe, welches ihr die Arbeitsunfähigkeit attestiert hätte. Ein solches sei 
bekanntlich erst am 20. Februar 2013 gefolgt. Es habe sich somit erst im 
Nachhinein herausgestellt, dass sie seit dem 1. Januar 2013 bis auf weiteres 
(psychisch) krank gewesen sei. Folglich habe sie im Vorfeld die Mitwirkungspflicht 
nicht verletzen können und sei auch nicht ihrer Rechte verlustigt gegangen (vgl. 
Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 f. N 6). Die Berufungsklägerin macht nicht 
geltend, sie sei aufgrund ihrer Krankheit nicht in der Lage gewesen, zum Arzt zu 
gehen oder ein Arztzeugnis einzureichen (vgl. Berufung act. A.1, Ziff. II.B., S. 4 
N 5, wo ausgeführt wird, es müsse offen blieben, weshalb sie mit dem Arztbesuch 
bis zum 20. Februar 2013 gewartet habe). Im Gegenteil, sie war gegenüber ihrem 
Arbeitgeber ab Anfang Januar 2013 verpflichtet gewesen, ein neues Arztzeugnis 
einzureichen (vgl. dazu vorstehend die Erwägung 3.c/bb). Am 24. Januar 2013 
wurde sie zudem von der Krankentaggeldversicherung aufgefordert, sich mit 
dieser in Verbindung zu setzten. Die Behauptung der Berufungsklägerin, es habe 
sich erst im Nachhinein herausgestellt, dass sie ab dem 1. Januar 2013 psychisch 
krank gewesen sei, ist unglaubwürdig, schliesslich war sie bereits im Dezember 

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2012 krankgeschrieben. Die Berufungsklägerin kann also nichts vorbringen, womit 
sie sich von ihrer Mitwirkungspflicht gegenüber der Taggeldversicherung 
entziehen könnte.

ee) Zusammenfassend ergibt sich aus dem Gesagten, dass die Berufung im 
Hauptpunkt abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist. 

4. Folglich ist auch der Antrag auf Überprüfung der aussergerichtlichen 
Entschädigung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. dazu die 
Rechtsbegehren 1 und 4 der Berufungsklägerin, act. A.1, S. 2, wonach der Punkt 
2 lit. b des Dispositivs des angefochtenen Entscheids aufzuheben und die Kosten- 
und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz zu entscheiden sei). Die 
Berufungsklägerin begründet diesen Antrag in ihrer Rechtsschrift mit keinem Wort. 
Offensichtlich beruht der Antrag einzig auf dem Begehren, den angefochtenen 
Entscheid im Hauptpunkt zu ändern, was in der Regel eine Änderung im Kosten- 
und Entschädigungspunkt zur Folge hätte. Nachdem vorliegend die Berufung im 
Hauptpunkt abgewiesen wird, soweit darauf einzutreten ist, gibt es keinen Grund 
die aussergerichtliche Entschädigung, wie sie dem Berufungsbeklagten von der 
Vorinstanz zugesprochen wurde, zu ändern. 

5. a) Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Berufungsverfahren wird auf 
CHF 3'000.– festgelegt (Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in 
Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Gemäss Art. 114 lit. c ZPO werden im 
Entscheidungsverfahren bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem 
Streitwert von CHF 30'000 keine Gerichtskosten auferlegt, wobei sich diese Norm 
auch auf das Rechtsmittelverfahren bezieht (vgl. David Jenny, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., N 2 zu Art. 114 ZPO). Die 
vorliegenden Gerichtskosten sind deshalb vom Kanton Graubünden zu tragen.

b) Die Kostenfreiheit gemäss Art. 114 ZPO bezieht sich ausschliesslich auf die 
Gerichtskosten, wogegen Parteientschädigungen auch in diesen Fällen in 
Anwendung der üblichen Regeln (Art. 105-108 ZPO) zuzusprechen sind (vgl. 
Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band I, Art. 1-149 ZPO, Bern 2012, N 5 zu 
Art. 113 und 114 ZPO). Gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO 
wird die unterliegende Partei in der Regel verpflichtet, der obsiegenden Partei alle 
durch den Rechtsstreit verursachten, notwendigen Kosten zu ersetzen. Mangels 
Einreichung einer Honorarnote wird die Parteientschädigung des 
Berufungsbeklagten praxisgemäss nach richterlichem Ermessen festgesetzt. 

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Angesichts der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie in Anbetracht des 
Aufwands für die Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid und für 
die Ausfertigung der Berufungsantwort erscheint eine aussergerichtliche 
Entschädigung in Höhe von CHF 1'200.-- (inkl. Spesen und MwSt.) als 
angemessen. 

Seite  19 — 19

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 3'000.– 
verbleiben beim Kanton Graubünden.

3. Die Berufungsklägerin hat den Berufungsbeklagten für das 
Berufungsverfahren mit CHF 1'200.– inkl. Spesen und MwSt. 
aussergerichtlich zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 15'000.– betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG 
Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung 
stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 
113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem 
Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG 
vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die 
Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren 
der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: