# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d7f8300-4b69-5f66-aa1f-745f4eb79568
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-27
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 27.06.2023 BA 2023 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2023-14_2023-06-27.pdf

## Full Text

20230526_134457_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2023 14

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 27. Juni 2023 [aufgehoben durch BGer]

in Sachen

A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt B.________, 

betreffend

Verlustschein

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Sachverhalt

1. Der Kanton Zug, vertreten durch die kantonale Finanzverwaltung, leitete mit Begehren vom 
24. Oktober 2022 beim Betreibungsamt B.________ gegen A.________ (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) die Betreibung für eine Forderung von CHF 200.00 (Verfügung des Direkti-
onssekretariats der Gesundheitsdirektion vom 27. August 2021) sowie eine Mahngebühr von 
CHF 35.00 (Betreibung-Nr. C.________) ein. Des Weiteren stellte der Kanton Zürich, vertre-
ten durch die Inkassostelle des Obergerichts des Kantons Zürich, am 9. November 2022 
beim Betreibungsamt B.________ das Betreibungsbegehren gegen den Beschwerdeführer 
für eine Forderung von CHF 300.00 (Betreibung-Nr. D.________). 

2. Am 25. Januar 2023 vollzog das Betreibungsamt B.________ die Pfändung. Beim Be-
schwerdeführer konnte kein pfändbares Vermögen und auch kein künftiges Einkommen ge-
pfändet werden. Aufgrund dessen stellte das Betreibungsamt B.________ am 14. Februar 
2023 in den erwähnten Betreibungen je einen Verlustschein im Sinne von Art. 149 SchKG 
aus. Dabei wurden folgende Kosten erhoben (vgl. act. 3/1-2, 3/4-5): 

2.1 Betreibung-Nr. C.________ (Verlustschein-Nr. E.________) 

Pfändungsankündigung CHF  22.40
Pfändungsvollzug CHF 12.50 
Verlustschein für Gläubiger CHF 13.30
Verlustschein für Schuldner CHF 9.10
Wegentschädigung CHF________
Kosten Zahlungsbefehl CHF 33.30
Total CHF________

2.2 Betreibung Nr. D.________ (Verlustschein-Nr. F.________) 

Pfändungsankündigung CHF  22.40
Pfändungsvollzug CHF 12.50 
Verlustschein für Gläubiger CHF 13.30
Verlustschein für Schuldner CHF 9.10
Wegentschädigung CHF________
Kosten Zahlungsbefehl CHF 33.30
Erfolgloser Zustellversuch CHF 7.00
Abholungsaufforderung CHF 8.00
Total CHF________

3. Dagegen reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Februar 2023 Beschwerde bei 
der II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts des Kantons Zug als Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs ein und stellte folgende Anträge: 

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1. Die amtlichen Gebühren seien auf CHF 65.00 zu reduzieren.

2. Der Beschwerdeführer sei für den Gang vors Amt vom 25. Januar 2023 mit CHF ________ zu ent-
schädigen. 

4. In der Beschwerdeantwort vom 9. März 2023 beantragte das Betreibungsamt B.________ 
die Abweisung der Beschwerde. 

5. Mit Eingabe vom 14. März 2023 nahm der Beschwerdeführer zur Beschwerdeantwort Stel-
lung und ersuchte um Zustellung der Beilagen 3/2, 3/4, 3/5, 3/8 und 3/9 des Betreibungsam-
tes B.________. Am 16. März 2023 sandte das Sekretariat des Obergerichts Zug dem Be-
schwerdeführer die verlangten Unterlagen zu. 

6. Das Betreibungsamt B.________ nahm am 17. März 2023 zur Eingabe des Beschwerdefüh-
rers vom 14. März 2023 Stellung. 

7. Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. März 2023 und stellte fol-
gende Anträge: 

3. Aufgrund der Umstände und der Sachlage sei eine öffentliche Verhandlung nach ius cogens 
Art. 14 IPBPR (bzw. Art. 6 Abs. 1 EMRK) durchzuführen. Die Verhandlung sei an einem Dienstag 
oder Donnerstagnachmittag anzusetzen. 

4. Es sei in Anwendung von Art. 28 ZGB festzustellen, dass der Gang auf das Amt eine Schikane 
gewesen sei und die Pfändung als Ganzes am Wohnsitz des Beschwerdeführers hätte erfolgen 
können. 

Erwägungen

1. Der Beschwerdeführer bringt vor, gemäss Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG würden die Gebühren 
für die Zustellung des Zahlungsbefehls bei Forderungen über CHF 100.00 bis CHF 500.00 
maximal CHF 20.00 betragen. Bei zwei Pfändungen mache dies CHF 40.00 aus. Da die 
Pfändung vollzogen worden sei, seien nochmals CHF 25.00 pro Verlustschein rechtens. 
Gemäss Art. 20 Abs. 2 GebV SchKG sei der Betrag bei einer fruchtlosen Pfändung um die 
Hälfte zu reduzieren. Demzufolge seien noch maximal CHF 12.50 pro Verlustschein (CHF 
25.00 total) zulässig. Damit seien die amtlichen Kosten auf CHF 65.00 zu reduzieren (vgl. 
act. 1 S. 1 f.). 

1.1 Der definitive Pfändungsverlustschein ist eine amtliche Bestätigung, dass in der Zwangsvoll-
streckung gegen den Schuldner keine oder nur ungenügende Deckung der Forderung erzielt 
werden kann (Art. 149 Abs. 1 SchKG). Bei der Erstellung des definitiven Pfändungsverlust-
scheins nimmt das Betreibungsamt zugleich die Abrechnung der Betreibungskosten vor, wel-
che im nunmehr abgeschlossenen Verfahren aufgelaufen sind. Diese umfassen die gesetzli-
chen Gebühren und die Auslagen des Betreibungsamtes. Das Total der Kosten wird in den 
definitiven Pfändungsverlustschein aufgenommen. Dabei handelt es sich nicht um eine blos-

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se Mitteilung an den Gläubiger. Vielmehr wird hinsichtlich der Höhe der Betreibungskosten 
eine verbindliche Anordnung des Betreibungsamtes wiedergegeben, die einer Verfügung 
gemäss Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG entspricht. Sie kann mit Beschwerde nach Art. 17 
SchKG bei der Aufsichtsbehörde angefochten werden. Verpflichtet wird aus dieser Anord-
nung der Schuldner, der gemäss Art. 68 SchKG die Kosten der durchgeführten Betreibung 
schliesslich zu tragen hat (vgl. zum Ganzen: BGE 147 III 358 E. 3.1 und 3.5.3).  

Im Folgenden sind die einzelnen Positionen der Kostenabrechnung des Betreibungsamtes 
B.________ zu prüfen: 

1.2 Zahlungsbefehle

Gemäss Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG bemisst sich die Gebühr für den Erlass, die doppelte 
Ausfertigung, die Eintragung und die Zustellung des Zahlungsbefehls nach der Forderung 
und beträgt für eine Forderung von über CHF 100.00 bis CHF 500.00 CHF 20.00. Die Ge-
bühr für jeden Zustellversuch beträgt CHF 7.00 je Zahlungsbefehl (Art. 16 Abs. 3 GebV 
SchKG). Nach Art. 13 Abs. 1 GebV SchKG sind alle Auslagen, wie Verwaltungskosten, Post- 
und Fernmeldetaxen, Honorare für Sachverständige, Kosten für den Beizug der Polizei sowie 
Bankspesen zu ersetzen. Die Gebühr für die Erstellung eines nicht besonders tarifierten 
Schriftstücks beträgt CHF 8.00 je Seite bis zu einer Anzahl von 20 Ausfertigungen (Art. 9 
Abs. 1 lit. a GebV SchKG). 

Die beiden Forderungen in den Betreibungen Nr. C.________ und Nr. D.________ belaufen 
sich auf CHF 235.00 bzw. CHF 300.00 (act. 3/1 und 3/4). Folglich ist für den Erlass, die dop-
pelte Ausfertigung, die Eintragung und die Zustellung des Zahlungsbefehls ein Betrag von je 
CHF 20.00 einzusetzen (vgl. Art. 16 Abs. 1 GebV SchKG). Hinzu kommen die Auslagen für 
"BU- und R-Zustellung" (Post) von je CHF 13.30 (vgl. act. 3/2 und 3/5; Art. 13 Abs. 1 GebV 
SchKG), was einen Betrag von je CHF 33.30 ergibt. Schliesslich fiel für die erfolglose Zustel-
lung in der Betreibung Nr. D.________ eine Gebühr von CHF 7.00 (vgl. Art. 16 Abs. 3 GebV 
SchKG) und für die Abholungseinladung eine Gebühr von CHF 8.00 an (vgl. Art. 9 Abs. 1 
lit. a GebV SchKG). 

1.3 Pfändungsankündigungen

Gemäss Art. 34 Abs. 1 SchKG erfolgt die Zustellung von Mitteilungen, Verfügungen und Ent-
scheiden der Betreibungs- und Konkursämter sowie der Aufsichtsbehörden durch einge-
schriebene Postsendung oder auf andere Weise gegen Empfangsbestätigung, sofern das 
Gesetz nicht etwas anderes vorschreibt. Diese Vorschrift gilt auch für die Pfändungsankündi-
gung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_707/2021 vom 19. Mai 2022 E. 2.2). Vorliegend er-
folgte die Zustellung mittels eingeschriebener Post, weshalb gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a GebV 
eine Gebühr von CHF 8.00 für die Ausfertigung und gemäss Art. 13 Abs. 1 GebV SchKG die 
Posttaxe von CHF 5.30 (Einschreiben) erhoben werden durften. Nach Praxis des Betrei-
bungsamtes B.________ wird die Pfändungsankündigung zusätzlich per A-Post versandt, 
weil die eingeschriebene Post häufig nicht abgeholt wird (vgl. act. 6). Vorliegend hatte der 
Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. D.________ erneut zugestellt werden müssen, weshalb 
ein zusätzlicher Versand der Pfändungsankündigung per A-Post angebracht war. Entspre-
chend fiel eine weitere Gebühr von CHF 8.00 sowie die Posttaxe von CHF 1.10 für den Ver-

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sand per A-Post an. Der Sachverhalt ist insoweit klar, weshalb auf die beantragte Befragung 
der ehemaligen Betreibungsbeamtin des Betreibungsamtes G.________ als Zeugin verzich-
tet werden kann (vgl. act. 7 S. 2). Somit wurden für den Versand der beiden Pfändungs-
ankündigungen zu Recht Gebühren und Auslagen von je CHF 22.40 in Rechnung gestellt. 

1.4 Pfändungsvollzug

1.4.1 Gemäss Art. 20 Abs. 1 GebV SchKG bemisst sich die Gebühr für den Vollzug einer Pfän-
dung, einschliesslich Abfassung der Pfändungsurkunde, nach der Forderung und beträgt 
für eine Forderung von über CHF 100.00 bis CHF 500.00 CHF 25.00. Die Gebühr für eine 
fruchtlose Pfändung beträgt die Hälfte der Gebühr nach Abs. 1, jedoch mindestens 
CHF 10.00 (Art. 20 Abs. 2 GebV SchKG). Dies ist immer dann der Fall, wenn anschliessend 
eine Pfändungsurkunde mittels Formular 7b und ein Verlustschein im Sinne von Art. 115 
SchKG auszustellen sind. Eine Gruppenbildung besteht bei dieser Pfändung nicht. Dadurch 
können auch die Pfändungskosten nicht auf die gesamte Gruppe aufgeteilt werden. Jede 
Pfändung ist für sich ein Vollzug und berechtigt zur halben Vollzugsgebühr, mindestens je-
doch CHF 10.00 (vgl. Boesch, in: Kommentar GebV SchKG, 2008, Art. 20 GebV SchKG 
N 5 f.). 

1.4.2 Im vorliegenden Fall hat das Betreibungsamt B.________ korrekt für jede Betreibung nur die 
halbe Gebühr erhoben und je CHF 12.50 für den Pfändungsvollzug verrechnet, was nicht zu 
beanstanden ist. 

1.5 Verlustscheine

Bei einer fruchtlosen Pfändung ist ein Verlustschein nach Art. 115 SchKG auszustellen. Für 
die Ausstellung kann gemäss Art. 9 Abs. 1 lit. a GebV SchKG eine Gebühr von je CHF 8.00 
erhoben werden. Hinzu kommen gemäss Art. 13 Abs. 1 SchKG die Auslagen für die Post-
taxen (CHF 5.30 für das Einschreiben an die Gläubiger und CHF 1.10 für die A-Post an den 
Schuldner). Die erhobenen Gebühren und Auslagen für die den Gläubigern zugestellten Ver-
lustscheine von je CHF 13.30 und für die dem Schuldner zugestellten Verlustscheine von je 
CHF 9.10 sind daher ebenfalls nicht zu beanstanden. 

1.6 Wegentschädigungen

Gemäss Art. 14 Abs. 1 GebV SchKG beträgt die Wegentschädigung, einschliesslich Trans-
portkosten, CHF 2.00 für jeden Kilometer des Hin- und des Rückwegs. Mehrere Verrichtun-
gen sind soweit möglich miteinander zu besorgen; die Wegentschädigung ist auf die ver-
schiedenen Verrichtungen zu gleichen Teilen umzulegen (Art. 15 Abs. 1 GebV SchKG). 

Vorliegend ging das Betreibungsamt für die Berechnung der Wegentschädigung von einer 
Strecke vom Betreibungsamt B.________ zum Wohnort des Beschwerdeführers von 
________ km aus. Diese Angabe entspricht derjenigen des Beschwerdeführers in der Be-
schwerdeschrift und ist – entgegen seiner abweichenden Darstellung in der Replikeingabe 
vom 14. März 2023 (act. 4) – zutreffend, wenn man via ________ von G.________ fährt. Ge-
stützt darauf setzte das Betreibungsamt die Entschädigung auf CHF ________ 
(________ km [2 x ________ km] x CHF 2.00) fest und verteilte diese Kosten zur Hälfte auf 

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die beiden Betreibungen. Dieses Vorgehen ist korrekt und die Kritik des Beschwerdeführers 
daher unbegründet. 

1.7 Als Ergebnis ist festzuhalten, dass kein Anlass besteht, die vom Betreibungsamt B.________ 
in den Betreibungen Nr. C.________ (Verlustschein Nr. E.________) und Nr. D.________ 
(Verlustschein Nr. F.________) verrechneten Kosten auf CHF 65.00 zu reduzieren. 

1.8 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, seine finanziellen Verhältnisse seien schon vom Be-
treibungsamt G.________ abgeklärt worden und das Betreibungsamt B.________ […] hätte 
nicht erneut seine persönlichen Daten erfassen dürfen, und eine Verletzung des Subsidia-
ritätsprinzips gemäss Art. 5a BV geltend macht, kann ihm nicht gefolgt werden. 

1.8.1 Zum einen besagt das Subsidiaritätsprinzip gemäss Art. 5a BV, vereinfacht gesagt, dass der 
Bund (als "höhere" Ebene) nicht Zuständigkeiten und Aufgaben an sich ziehen solle, die bei 
den Gliedstaaten (Kantonen) besser oder ebenso gut aufgehoben sind (vgl. Biaggini, Basler 
Kommentar, 2015, Art. 5a BV N 2). Inwiefern das Subsidiaritätsprinzip vorliegend verletzt 
sein soll, legt der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. 

1.8.2 Zum andern ist der Schuldner bei Straffolge verpflichtet, der Pfändung beizuwohnen (Art. 91 
Abs. 1 Ziff. 1 SchKG) und Auskunft zu geben (Art. 91 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG), insbesondere für 
die Bestimmung der pfändbaren Einkommens- und Vermögenswerte (vgl. Sievi, Basler 
Kommentar, 3. A. 2021, Art. 91 SchKG N 9). Entsprechend war der Beschwerdeführer ver-
pflichtet, dem Betreibungsamt B.________ […] (erneut) Auskunft zu geben und auf dem Amt 
zu erscheinen. Das Betreibungsamt ist verpflichtet, die tatsächlichen Verhältnisse, die zur 
Ermittlung des pfändbaren Einkommens nötig sind, von Amtes wegen abzuklären (vgl. Von-
der Mühll, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 93 SchKG N 16). Es darf sich somit grundsätz-
lich nicht einfach auf die Angaben des Schuldners verlassen und hat sich vor Ort zu über-
zeugen, ob vom Schuldner angegebene Gegenstände vorhanden sind (Hunkeler, Kurzkom-
mentar SchKG, 2. A. 2014, Art. 91 SchKG N 14). Die tatsächlichen Verhältnisse des Schuld-
ners müssen bei jeder Pfändung neu abgeklärt werden. Entsprechend musste das Betrei-
bungsamt B.________ beim Pfändungsvollzug die Verhältnisse des Beschwerdeführers vor 
Ort überprüfen. 

2. Der Beschwerdeführer macht sodann für den Gang auf das Betreibungsamt B.________ vom 
25. Januar 2023 eine Wegentschädigung von CHF ________ geltend. Er sei am 25. Januar 
2023 vom Betreibungsamt B.________ vorgeladen worden. Da er nicht an das öffentliche 
Verkehrsnetz angebunden sei, habe er mit dem Fahrzeug "antraben" müssen. Gemäss 
Art. 68 SchKG seien die Betreibungskosten vom Gläubiger vorzuschiessen. Nach Art. 14 
GebV SchKG betrage die Entschädigung für die Transportkosten CHF 2.00 pro Kilometer. 
Gemäss Google Maps seien es ________ km von seinem Wohnort zur Amtsstelle. Demzu-
folge seien ihm CHF ________ als Auslagenersatz zuzugestehen. Nach Abzug der monatli-
chen Fixkosten würden ihm monatlich nur noch CHF 560.00 für Lebensmittel, Kleider und 
Güter des täglichen Bedarfs verbleiben (act. 1 S. 2). 

Gemäss Art. 68 Abs. 1 SchKG trägt der Schuldner die Betreibungskosten (Satz 1). Dieselben 
sind vom Gläubiger vorzuschiessen (Satz 2). Der Gläubiger trägt zwar das Risiko, dass die 
Betreibungskosten vom Schuldner nicht ersetzt werden können (vgl. Gehri, Basler Kommen-

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tar, 3. A. 2021, Art. 68 SchKG N 1). Die Betreibungskosten hat aber letztendlich immer der 
Schuldner zu tragen (unabhängig vom ermittelten Existenzminimum), soweit sie einer zweck-
entsprechenden und gesetzlichen Durchführung der Betreibung entstanden sind (vgl. Emmel, 
Basler Kommentar, 2. A. 2021, Art. 68 SchKG N 17). Zu den Betreibungskosten zählen in 
erster Linie die Gebühren, Entschädigungen für Auslagen und Honorare von Behörden, Ge-
richten und andere Zwangsvollstreckungsorangen, die im Rahmen eines der im SchKG ge-
regelten Verfahren anfallen können und die der Bundesrat aufgrund der Kompetenzdelegati-
on in Art. 16 Abs. 1 SchKG durch den Gebührentarif bzw. die Gebührenverordnung (GebV 
SchKG) festgelegt hat (vgl. Emmel, a.a.O., Art. 68 SchKG N 2). Die persönlichen Kosten des 
Schuldners sind keine Betreibungskosten im Sinne von Art. 68 SchKG. Für eine Wegent-
schädigung des Schuldners gibt es auch sonst keine gesetzliche Grundlage. 

3. Ferner verlangt der Beschwerdeführer eine öffentliche Verhandlung nach Art. 14 des Inter-
nationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte vom 16. Dezember 1966 (IPBPR; 
SR 0.103.2) bzw. Art. 6 Abs. 1 EMRK (vgl. act. 7 S. 1). 

Soweit das Bundesrecht keine Regelung enthält, richtet sich das SchKG-Beschwerdever-
fahren nach kantonalem Recht. Im Kanton Zug richtet sich das Verfahren vor der Beschwer-
deabteilung nach den Vorschriften des Bundegesetzes und im Übrigen nach der Zivilpro-
zessordnung (vgl. § 16 Abs. 2 EG SchKG). Gemäss Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde 
schriftlich und begründet einzureichen. Die Rechtsmittelinstanz stellt der Gegenpartei die 
Beschwerde zur schriftlichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde sei offensicht-
lich unzulässig oder offensichtlich unbegründet (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Das Beschwerdever-
fahren nach Art. 17 f. SchKG wird demnach schriftlich geführt. Das Gesetz sieht keine münd-
liche Verhandlung vor. Eine solche ist auch nicht durch Art. 6 EMRK oder Art. 14 IPBPR ge-
boten. Der Anwendungsbereich dieser Bestimmungen erstreckt sich nicht auf das betrei-
bungsrechtliche Beschwerdeverfahren, in welchem einzig über die Vollstreckung von Geld-
forderungen und nicht über Zivilansprüche entschieden wird (vgl. zum Ganzen: Urteil des 
Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer als obere kantonale Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs, PS140058 vom 25. April 2014, E. 4; Entscheid des Oberge-
richts des Kantons Bern, Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen, ABS 17 188 
vom 7. Juli 2017, E. 4.4). Der Antrag auf eine öffentliche Verhandlung ist somit abzuweisen. 

4. Schliesslich beantragt der Beschwerdeführer, es sei in Anwendung von Art. 28 ZGB festzu-
stellen, dass der Gang auf das Betreibungsamt eine Schikane gewesen sei und die Pfän-
dung als ganzes am Wohnsitz des Schuldners hätte erfolgen können (vgl. act. 7 S. 1 f.). 

Auf diesen Antrag ist nicht einzutreten. Die II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts des 
Kantons Zug entscheidet über die Amtsführung und die Entscheide der Schuldbetreibungs- 
und Konkursorgane nach Massgabe des SchKG (vgl. § 15 Abs. 1 Ziff. 1 EG SchKG). Für 
Klagen in Anwendung von Art. 28 ZGB ist das Kantonsgericht Zug als unteres Gericht in 
Zivilsachen zuständig (vgl. § 27 Abs. 1 GOG). Im Übrigen kann diesbezüglich vorne auf Er-
wägung 1.8.2 verwiesen werden. 

5. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

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Das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde ist gemäss Art. 20 Abs. 2 Ziff. 5 SchKG 
grundsätzlich kostenlos.

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Beschwerdeführer
- Betreibungsamt B.________ 

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

versandt am: