# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c993f87-ee6b-53d3-ae22-bfb9b169a3ce
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.11.2018 720 16 379/326
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-16-379-326_2018-11-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 29. November 2018 (720 16 379 / 326) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Rentenrevision nach Schlusstitelbestimmung IVG; Zumutbarkeit einer Verweistätigkeit, 

Gerichtsgutachten. 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Axel Delvoigt, Advo-
kat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1969 geborene A.____ ist gelernter Cheminist. Zuletzt arbeitete er als PC-
Supporter. Am 11. November 1998 meldete er sich aufgrund eines erlittenen Schleudertraumas 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft (IV-Stelle) sprach ihm in der Folge ab 1. Januar 1999 im Wesentlichen gestützt 
auf ein Gutachten des Spitals B.____ vom 23. Februar 2001 mit Verfügung vom 13. Dezember 
2001 basierend auf einem IV-Grad von 69% eine ganze IV-Rente zu. Mit Wirkung ab 1. Juni 

 
 
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2006 wurde diese Rente mit Verfügung der IV-Stelle vom 3. April 2006 auf der Grundlage eines 
psychiatrischen Gutachtens vom 24. Dezember 2005 und eines rheumatologischen Gutachtens 
vom 28. Juli 2005 auf eine halbe IV-Rente reduziert. Zugemutet wurde dem Versicherten seit-
her eine angepasste Tätigkeit als Lagermitarbeiter im Umfang von 50%. Ein in der Folge im 
Rahmen des Einspracheverfahrens von der IV-Stelle beim Ärztlichen Begutachtungsinstitut 
(ABI) eingeholtes Gutachten vom 30. Mai 2007 ergab in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 
PC-Supporter sowie für jede wechselbelastende leichte bis mittelschwere Tätigkeit eine Arbeits-
fähigkeit von 75%. 
 
B. Gestützt auf die Ergebnisse des ABI-Gutachtens vom 30. Mai 2007 erteilte die IV-Stelle 
dem Versicherten am 11. Juni 2007 eine Kostengutsprache für eine Umschulung zum Applika-
tionsentwicklungsassistenten. Am 1. Februar 2008 erfolgte sodann eine Kostengutsprache für 
dessen Umschulung zum Web-Assistenten. Am 2. Juli 2008 stellte die IV-Stelle fest, dass der 
Versicherte erfolgreich umgeschult worden sei. Gestützt auf eine Einschätzung ihres regional-
ärztlichen Dienstes (RAD) vom 31. August 2008 wurde dem Versicherten mit Verfügung der 
zuständigen Ausgleichskasse vom 25. September 2008 mitgeteilt, dass ihm die bisher zuge-
sprochene, halbe IV-Rente weiterhin ausgerichtet werde.  
 
C. Am 25. Juni 2013 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren gemäss den Schlussbe-
stimmungen zur 6. IV-Revision ein. Hierzu holte sie insbesondere beim Zentrum für Medizini-
sche Begutachtung (ZMB) ein polydisziplinäres Gutachten vom 25. März 2014 ein, welches 
dem Versicherten sowohl in der bisherigen als auch in einer adaptierten Verweistätigkeit eine 
verbleibende Restarbeitsfähigkeit von 75% attestierte. Nach Durchführung des Vorbescheidver-
fahrens hob die IV-Stelle die dem Versicherten bisher ausgerichtete halbe IV-Rente mit Verfü-
gung vom 14. Oktober 2016 gestützt auf einen IV-Grad von 15% auf, da ihm die Ausübung ei-
ner beruflichen Tätigkeit sowohl als Cheminist als auch als von der Invalidenversicherung aus-
gebildeter PC-Supporter, aber auch eine sonstige Verweistätigkeit im Umfang von 75% zumut-
bar sei.  
 
D. Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Advokat Dr. Axel Delvoigt, am 16. No-
vember 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung weiterhin mindestens eine halbe IV-Rente auszurichten. Eventualiter sei die An-
gelegenheit zur weiteren Abklärung des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Unter 
Hinweis auf zwei der Beschwerdebegründung beigeschlossene ärztliche Berichte des Bethesda 
Spitals und des behandelnden Psychiaters des Versicherten wurde zur Begründung im Wesent-
lichen vorgebracht, dass nicht auf das Gutachten des ZMB vom 25. März 2014 abgestellt wer-
den könne. Vielmehr sei ein neues psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben, da beim 
Beschwerdeführer eine gravierende psychische Morbidität infolge mehrfach erlittener Traumata 
bestehe. Ausserdem bestünden auch in somatischer Hinsicht Einwände gegen die von der IV-
Stelle vertretene Auffassung. Es trete hinzu, dass der von der IV-Stelle vorgenommene Ein-
kommensvergleich nicht nachvollzogen werden könne. Das massgebende Valideneinkommen 
belaufe sich richtigerweise auf Fr. 77‘242.—. Beim Invalideneinkommen sei schliesslich nicht 
auf das Kompetenzniveau 3, sondern vielmehr auf das entsprechende Niveau 2 der lohnstatis-

 
 
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tischen Daten abzustellen und damit von einem monatlichen Medianwert von lediglich 
Fr. 7‘125.— auszugehen.  
 
E. Die IV-Stelle schloss mit Vernehmlassung vom 31. Januar 2017 unter Hinweis auf zwei 
Stellungnahmen ihres RAD vom 2. Dezember 2016 und vom 9. Januar 2017 auf Abweisung der 
Beschwerde. Zusammenfassend machte sie geltend, dass auf das ZMB-Gutachten vom 
25. März 2014 abgestellt werden könne. Bei fehlenden Befunden sei die Geltendmachung einer 
komplexen Traumfolgestörung mit Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung nicht 
glaubhaft dargelegt worden. Weitere Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht seien daher keine 
erforderlich. Da sich die lumbale Schmerzproblematik mittlerweile verbessert habe, könne auch 
in somatischer Hinsicht keine abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. 
In Bezug auf die vorgebrachte Kritik zum Einkommensvergleich sei festzustellen, dass selbst 
beim Abstellen auf das in der Beschwerde postulierte Invalideneinkommen ein IV-Grad von le-
diglich 17,6% resultiere.  
 
F. Anlässlich einer ersten Urteilsberatung vom 18. Mai 2017 gelangte das Kantonsgericht 
zur Auffassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die vor-
handene medizinische Aktenlage nicht möglich sei. Hintergrund bildete der Umstand, dass das 
ZMB-Gutachten vom 25. März 2014 den mit BGE 141 V 281 ff. materiell-beweisrechtlich geän-
derten Anforderungen nicht zu genügen vermochte. Mit Beschluss vom 18. Mai 2017 stellte das 
Kantonsgericht den Fall deshalb aus und ordnete eine polydisziplinäre Begutachtung des Be-
schwerdeführers durch die Academy of Swiss Insurance GmbH (asim) an. Deren Gutachten 
erging am 9. März 2018 und attestierte dem Versicherten in der bisherigen Tätigkeit als IT-
Supporter eine Restarbeitsfähigkeit von 70%.  
 
G. Mit Stellungnahme vom 12. April 2018 hielt die IV-Stelle unter Hinweis auf die Beurtei-
lungen ihres RAD vom 23. und 26. März 2018 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. 
Der Beschwerdeführer machte in seiner Stellungnahme vom 18. Mai 2018 geltend, dass das 
gerichtliche Gutachten der asim nicht stichhaltig sei. Zur Begründung verwies er auf eine neuer-
liche Stellungnahme des Spitals C.____ vom 10. Mai 2018 sowie auf einen Bericht seines be-
handelnden Psychiaters vom 17. Mai 2018. Es sei ein gerichtliches Obergutachten einzuholen. 
 
H. Mit Stellungnahme vom 14. Juni 2018 machte die IV-Stelle unter Hinweis auf eine er-
neute Stellungnahme des RAD vom 28. Mai 2018 geltend, dass die vom behandelnden Psychi-
ater aufgeführten psychopathologischen Befunde im gerichtlichen Gutachten der asim berück-
sichtigt worden seien. Es handle sich bei dessen Einschätzung lediglich um eine abweichende 
Interpretation desselben Gesundheitszustandes. Eine erneute psychiatrische Exploration sei 
nicht notwendig und es sei auf die Ergebnisse im gerichtlichen asim-Gutachten abzustellen. Der 
Beschwerdeführer beantragte unter Hinweis auf diverse weitere medizinischer Unterlagen, ins-
besondere eines erneuten Berichts des behandelnden Psychiaters vom 14. August 2018, in 
seiner Stellungnahme vom 16. August 2018, es sei sowohl in somatischer als auch psychiatri-
scher Hinsicht ein Obergutachten einzuholen.  
 

 
 
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Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägun-
gen einzugehen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.  Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 in der nach dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung kann gegen Verfügungen der 
kantonalen IV-Stellen bei dem vom Kanton bezeichneten Versicherungsgericht am Ort der IV-
Stelle innerhalb von 30 Tagen Beschwerde erhoben werden. Das Kantonsgericht des Kantons 
Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ist deshalb gemäss § 54 Abs. 1 lit. d des 
Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 
1993 örtlich und sachlich zuständig. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
vom 16. November 2016 ist somit einzutreten. 
 
2.1  Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40% invalid ist. Invalidität im Sinne dieser Bestimmung ist die durch einen körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit 
oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teil-
weise Erwerbsunfähigkeit (Art. 4 IVG in Verbindung mit Art. 8 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000). 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu ver-
stehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
2.3  Die Annahme einer invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung setzt 
eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten 
Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 50 E. 1.2, 130 V 398 ff. E. 5.3 und E. 6). Zu betonen 
ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden psycho-
sozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein invalidi-
sierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG 
setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig er-
wartet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 299 E. 5a mit 
Hinweisen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verur-
sachten Erwerbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend 

 
 
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erwerbstätig ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfä-
higkeit sei ihr sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder - als alternative Voraussetzung - für die 
Gesellschaft gar untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 298 E. 4c in fine). 
 
3. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst 
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt 
sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 
BGE 128 V 30 E. 1). 
 
4.1  Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beein-
flussen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszu-
standes der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich 
die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb-
lich verändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen).  
 
4.2 Die IV-Stelle stützte ihre Renteneinstellung im vorliegenden Fall jedoch nicht auf 
Art. 17 ATSG, sondern auf lit. a Abs. 1 SchlB IVG ab. Dieser Bestimmung zufolge sind Renten, 
die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisba-
re organische Grundlage (nachfolgend: unklare Beschwerden) zugesprochen wurden, innerhalb 
von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung zu überprüfen. Sind die Voraussetzungen 
nach Art. 7 ATSG nicht (mehr) gegeben, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, 
auch wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Bestimmung 
ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 ff.). Sie findet indessen laut lit. a Abs. 4 
SchlB IVG keine Anwendung auf Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung 
das 55. Altersjahr zurückgelegt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet 
wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente der Invalidenversicherung bezogen haben. 
 

4.3 Was zunächst den Beginn des Zeitpunkts betrifft, ab welchem die versicherte Person 
eine IV-Rente bezogen hat, hat das Bundesgericht in BGE 139 V 442 E. 3 f. erkannt, dass auf 
den Beginn des Rentenanspruchs und nicht auf den Zeitpunkt des Erlasses der rentenzuspre-
chenden Verfügung abzustellen sei. Nur diese Interpretation der Ausschlussklausel trage den 
Kernanliegen der darin verankerten Besitzstandsgarantie (Gewährleistung von Rechtssicherheit 
und Vertrauensschutz; Vermeidung aussichtsloser Eingliederungsversuche) angemessen 
Rechnung. Vorliegend ist dem Versicherten mit Verfügung der IV-Stelle vom 13. Dezember 

 
 
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2001 rückwirkend per 1. Januar 1999 eine ganze Rente der IV und in der Folge ab 1. Juni 2006 
eine halbe IV-Rente zugesprochen worden. Unter dem Blickwinkel der Ausschlussklausel von 
lit. a Abs. 1 SchlB IVG ist für den Beginn des Rentenbezugs somit auf den 1. Januar 1999 ab-
zustellen.  
 
4.4 Was sodann den Zeitpunkt betrifft, „in dem die Überprüfung eingeleitet wird," hat das 
Bundesgericht in seinem Urteil 8C_576/2014 vom 20. November 2014 festgehalten, dass sich 
dieser Zeitpunkt nicht anhand des Momentes bestimme, in welchem die versicherte Person 
erstmals schriftlich Kenntnis von der gestützt auf lit. a SchlB IVG ins Auge gefassten Renten-
aufhebung erhalte (SVR 2014 IV Nr. 17 S. 65, 8C_773/2013 E. 3.1 in Verbindung mit E. 3.3.2). 
Der massgebende Zeitpunkt richte sich vielmehr nach dem mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit nachgewiesenen Beginn des betreffenden Verfahrens (SVR 2015 IV Nr. 13 S. 37, 
8C_576/2014 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Den Akten ist zu entnehmen, dass das strittige Revisi-
onsverfahren mit dem Versand des Revisionsfragebogens am 25. Juni 2013 eingeleitet worden 
ist. Mit Blick auf die ursprüngliche Rentenzusprache mit Wirkung ab 1. Januar 1999 hat im Zeit-
punkt, in welchem das Revisionsverfahren eingeleitet worden ist, somit noch kein 15-jähriger 
Rentenbezug vorgelegen (vgl. auch RAD-Beurteilung vom 4. Oktober 2013, IV-Dok 208). Der 
1968 geborene Versicherte gelangt deshalb nicht in den Genuss der Ausschlussklausel gemäss 
lit. a Abs. 4 SchlB IVG. Schliesslich hat die IV-Stelle die Überprüfung der ursprünglich zuge-
sprochenen Rente auch innerhalb der massgebenden Dreijahresfrist seit dem Inkrafttreten der 
fraglichen Übergangsbestimmung am 1. Januar 2012 eingeleitet (KGE SV 720 15 137 / 300 
vom 17. Dezember 2015). Als Zwischenergebnis ist damit festzuhalten, dass sie die Renten-
überprüfung unter dem Titel der fraglichen Schlusstitelbestimmung insgesamt rechtzeitig vorge-
nommen hat. 
 
5.1 Die IV-Stelle stützte sich bei ihrer ursprünglichen Rentenzusprache insbesondere auf 
das von ihr eingeholte Gutachten des Spitals B.____ vom 23. Februar 2001, in welchem die 
Fachärzte der Abteilung Psychosomatik festgehalten hatten, dass für die geklagten Nacken-
schmerzen keine ausreichenden somatischen Korrelate vorlägen und die Diagnosen einer 
schweren, anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie einer Dysthymie mit anhaltender 
depressiver Symptomatik zu stellen seien (IV-Dok 16, S. 6). Nichts anderes geht mit Blick auf 
die ab Juni 2006 verfügte Reduktion des Rentenanspruchs auf eine halbe IV-Rente aus dem 
psychiatrischen Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
24. Dezember 2005 hervor, wonach mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mässig aus-
geprägte somatoforme Schmerzstörung zu diagnostizieren sei, welche sich weiterhin partiell auf 
die Arbeitsfähigkeit auswirke (IV-Dok 58). Diese bereits ursprünglich diagnostizierte somatofor-
me Schmerzstörung gehört zweifellos zu den hiervor (vgl. E. 4.2) genannten unklaren Be-
schwerden ohne nachweisbare organische Grundlage (BGE 139 V 549 f. E. 2.2). Daran vermag 
nichts zu ändern, dass nebst dessen unter anderem im rheumatologischen Gutachten von 
Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, vom 28. Juli 2005 auch somatische Diagnosen erhoben 
worden sind. Wie das Bundesgericht festgehalten hat, ist für die Anwendung von lit. a 
Abs. 1 SchlB IVG nicht vorausgesetzt, dass die ursprüngliche Rente ausschliesslich aufgrund 
unklarer Beschwerden zugesprochen worden ist. Der Umstand, dass eine Rente sowohl für 
unklare Beschwerden als auch für andere Gesundheitsschäden, also auch für erklärbare Be-

 
 
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schwerden, zugesprochen worden ist, steht einer Anwendung der fraglichen Bestimmung dem-
nach nicht entgegen (Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2014, 8C_74/2014, E. 6.2.3). 
 
5.2 Unbestrittenermassen lag auch im Revisionszeitpunkt ein unklares Beschwerdebild 
vor. Hintergrund bildet der Umstand, dass die explorierenden Fachärzte in dem von der IV-
Stelle eingeholten polydisziplinären ZMB-Gutachten vom 25. März 2014 in psychiatrischer Hin-
sicht mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nebst narzisstisch-histrionisch akzentuierten Per-
sönlichkeitszügen eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung erhoben und dem Versicher-
ten in polydisziplinärer Hinsicht eine 75%-ige Restarbeitsfähigkeit attestiert hatten. Indem die 
IV-Stelle im Rahmen des vorliegenden Revisionsverfahrens beim ZMB das polydisziplinäre 
Gutachten vom 25. März 2014 eingeholt hat, hat sie sich bei ihrer Rentenüberprüfung somit auf 
umfassende medizinische Abklärungen abgestützt. Der Anwendung von lit. a Abs. 1 SchlB IVG 
steht demnach auch aus diesem Blickwinkel nichts entgegen (Urteil des Bundesgerichts vom 
26. Juni 2014, 8C_104/2014, E. 3.1).  
 
6. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Versi-
cherten ab 1. November 2016 zu Recht aufgehoben hat. Prozessthema bildet demnach die 
Frage, in welchem Ausmass der Versicherte aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen neuerdings noch arbeitsfähig ist.  
 
6.1   Gemäss Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1); bei langer Dauer wird aber 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Diese positivrechtliche Begriffsumschreibung weicht mithin nicht wesentlich vom Be-
griff der Arbeitsunfähigkeit gemäss früherer Rechtspraxis ab; vielmehr zeichnet sich die Über-
führung in das geschriebene Recht durch einen hohen Grad an Rechtskontinuität aus. Die 
diesbezügliche Rechtsprechung des damaligen EVG bleibt folglich weitestgehend anwendbar 
(BGE 130 V 345 E. 3.1.1). Zu ergänzen bleibt, dass die Umschreibung der Arbeitsunfähigkeit in 
Art. 6 ATSG weder mit der am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen 4. IV-Revision noch mit der 
seit 1. Januar 2008 in Kraft stehenden 5. IV-Revision Änderungen erfahren hat. 
 
6.2   Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsfähig oder arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 
E. 3c, 105 V  158 E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche andere  Erwerbstä-
tigkeit als die zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, 
ausgeglichenen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt 
zumutbarerweise noch verrichtet werden kann (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit 

 
 
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in der Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der 
Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
6.3  Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX 
KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozialversiche-
rungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit 
eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat viel-
mehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 121 V 47 E. 2a; ZAK 1986 S. 189 f. E. 2c). Der Unter-
suchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu 
erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im Falle der Beweislosigkeit der Ent-
scheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es sich als unmöglich 
erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklich-
keit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizerische Sozialversicherungsrecht 
kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungsorgane im Zweifel zu Gunsten der 
Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leistungen besteht nur, wenn die Vo-
raussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
6.4 Zur Feststellung der medizinischen Verhältnisse hat das Gericht die ihm von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellenden Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches 
gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berich-
ten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Grün-
de anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 f. E. 1c mit Hinweisen).  
 
6.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. So führte das Bundesgericht 

 
 
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zu den Gerichtsgutachten aus, dass das Gericht "nicht ohne zwingende Gründe" von den Ein-
schätzungen des medizinischen Experten abweicht, dessen Aufgabe es ist, seine Fachkennt-
nisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizi-
nisch zu erfassen (BGE 125 V 352 f. E. 3b/aa). Gleichwohl wie bei Gutachten externer Spezial-
ärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt wurden und 
den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechen, darf das Gericht insbesondere einem von 
ihm eingeholten Gerichtsgutachten vollen Beweiswert zuerkennen, solange "nicht konkrete In-
dizien gegen die Zuverlässigkeit" der Expertise sprechen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.). 
Schliesslich lässt es die Natur des Begutachtungsauftrags eines amtlich bestellten fachmedizi-
nischen Experten nicht zu (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteil des EVG I 506/00 vom 13. Juni 
2001,  E. 2b), ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum An-
lass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen 
gelangen (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). Vor-
behalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil beispiels-
weise die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation ent-
springende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts I 514/06 vom 25. Mai 2007, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
7.1 Bei ihrer Rentenaufhebung hat sich die IV-Stelle auf das ZMB-Gutachten vom 25. März 
2014 abgestützt (IV-Dok 281). Wie das Kantonsgericht allerdings bereits in seinem Beschluss 
vom 18. Mai 2017 festgehalten hat, ist dieses Gutachten mit Blick auf eine integrale und ein-
lässliche Prüfung der medizinischen Verhältnisse nicht vollständig genug ausgefallen. Hinter-
grund bildet der Umstand, dass das Bundesgericht mit Leitentscheid vom 3. Juni 2015 seine 
Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung von somatoformen Schmerzstörungen und ver-
gleichbaren psychosomatischen Leiden revidiert und sich von der bisherigen Überwindbarkeits-
vermutung verabschiedet hat. Anstelle des bisherigen Regel/Ausnahme-Modells ist ein struktu-
riertes, normatives Prüfraster getreten, in dessen Rahmen anhand von auf den funktionellen 
Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen 
der versicherten Person ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen ist, indem den äusseren 
Belastungsfaktoren sowie den vorhandenen Ressourcen gleichermassen Rechnung zu tragen 
ist (BGE 141 V 281 ff.). Mit Blick auf diese erhöhten Anforderungen hat sich das fragliche Gut-
achten des ZMB als zu wenig fundiert erwiesen, als dass gestützt darauf schlüssig hätte be-
gründet werden können, inwiefern sich aus den funktionellen Ausfällen bei objektivierter Zumut-
barkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
ergibt. Nachdem sich deshalb mit Beschluss des Kantonsgerichts vom 20. Juli 2017 die Einho-
lung eines gerichtlichen Gutachtens als unerlässlich erwiesen hat, steht hinsichtlich der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nunmehr das gerichtliche Gutachten der asim 
vom 9. März 2018 im Zentrum der divergierenden Parteistandpunkte. 
 
7.2 Dem Gerichtsgutachten der asim vom 27. April 2018 liegen Untersuchungen in den 
Bereichen Psychiatrie, Orthopädie, Neurologie und Neuropsychologie zu Grunde. Darüber hin-
aus wurden durch die asim etliche Laboruntersuchungen veranlasst. Die Ärzteschaft der asim 
diagnostiziert in diesem Gutachten mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine auffällige Per-
sönlichkeit, vorrangig mit dissozialen, differentialdiagnostisch bzw. anamnestisch zudem nar-

 
 
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zisstischen Zügen, überwiegend wahrscheinlich im Sinne einer Persönlichkeitsstörung, sodann 
eine minimale bis leichte neuropsychologische Störung mit psychosozialen Belastungsfaktoren 
und chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit migräniformer Komponente. In polydis-
ziplinärer Hinsicht kommen die Gutachter der asim zum Schluss, dass die psychiatrische Beur-
teilung massgebend sei. Der Explorand zeige in jeder Untersuchungssituation auffällige Verhal-
tensweisen mit vordergründig dominierender Präsentation einer Vielzahl von somatischen 
Symptomen und Beschwerden, denen ein klinisch weitgehend fehlender Leidensdruck gegen-
über stehe. Sein Verhalten sei auch mit Blick auf den Querschnittsbefund und die aktenanam-
nestischen Hinweise am ehesten im Rahmen dissozialer Persönlichkeitszüge einzuordnen. 
Dies betreffe einerseits die anamnestischen Angaben mit gewalttätigem und delinquentem Ver-
halten schon in der Adoleszenz, aber auch den tätlichen Angriff mit Verletzungsfolgen durch 
seinen jüngeren Sohn. Unter Berücksichtigung der berichteten zahlreichen Konflikte mit dem 
Gesetz, den Inhaftierungen und den Bewährungsstrafen sei von einer deutlichen und andau-
ernden Missachtung sozialer Normen und Verpflichtungen auszugehen. Diese Abweichung be-
stehe bereits seit der Adoleszenz. Der Einschätzung im neuropsychologischen Teilgutachten 
werde zugestimmt, wonach die Beurteilung der Beschwerdevalidität schwer falle. Eindeutige 
Hinweise auf eine Aggravation oder Simulation hätten sich zunächst keine ergeben. Die Auflis-
tung der somatischen Beschwerden und die Darstellung des Tagesablaufs sowie der Arbeits-
phasen hätten jedoch eingeübt, gut vorbereitet und erzählt gewirkt. Andererseits habe sich mit 
den berichteten sportlichen Freizeitaktivitäten eine nicht unerhebliche Fähigkeit auch für körper-
lich fordernde Aktivitäten und eine gute körperliche Beweglichkeit und Belastbarkeit gezeigt. 
Aufgrund des aus somatischer Sicht nicht plausiblen Leidensdrucks und angesichts des guten 
Aktivitätsniveaus im Alltag sei die früher gestellte Diagnose einer Schmerzstörung sehr unwahr-
scheinlich. Insbesondere fehle das Kriterium eines quälenden Schmerzes. Die Inkonsistenzen 
hinsichtlich der beklagten Beschwerden würden zu einer gewissen Unsicherheit in der Gesamt-
beurteilung führen. Der Schweregrad der psychiatrischen Störung sei am ehesten als mittelgra-
dig einzuschätzen. Das Blutbild zeige eine ganz marginale und nicht konstante Anämie, von 
welcher keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit abgeleitet werden könne. Die HIV-Infektion 
sei seit Jahren stabil eingestellt, so dass auch hiervon keine Einschränkungen resultieren wür-
den. Es bestehe eine deutliche Diskrepanz zwischen den erhobenen klinischen Befunden und 
den geklagten Beschwerden. Auch die Bildgebung bringe keine Hinweise auf eine strukturelle 
Störung, welche die geklagten Schmerzen erklären könne. Aus für die Beurteilung führender, 
psychiatrischer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit vor allem qualitativ eingeschränkt, da der Explo-
rand aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung in sämtlichen beziehungs- und interaktionsassozi-
ierten Partizipationsfähigkeiten erheblich eingeschränkt sei. Insofern sei seine aktuelle Tätigkeit 
als IT-Supporter als gut angepasst einzuschätzen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe in quanti-
tativer Hinsicht diesbezüglich eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit. Es bestehe für den Versicherten 
damit die Möglichkeit zum Rückzug und zur freien Pausengestaltung. Damit sei auch der 20%-
igen Leistungseinbusse aufgrund der in neuropsychologischer Hinsicht attestierten, minimalen 
bis leichten Störung Rechnung getragen. Es sei davon auszugehen, dass die zugrunde liegen-
de Persönlichkeitsstörung in den früheren Explorationen des Versicherten diagnostisch zu we-
nig oder gar nicht gewürdigt, sondern unter andere diagnostische Label eingeordnet worden 
sei. Durch den langen Verlauf sei eine Dynamik mit erheblichen Fluktuationen und Remissionen 
zu berücksichtigen. Die Vordiagnose einer somatoformen und krankheitswerten, depressiven 

 
 
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Symptomatik in den vergangenen Jahren könne nicht ausgeschlossen werden. Aktuell bestün-
den hierfür allerdings keine Anhaltspunkte. Hinweise auf eine Traumastörung, insbesondere im 
Sinne einer Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung, wie sie der derzeit behandelnden 
Psychiater des Versicherten erkannt habe, könne überhaupt nicht bestätigt werden. Zum einen 
würde als Auslöser für eine solche Pathologie höchstens die Schiesserei eines Kollegen in der 
Wohnung gelten können. Nach diesem Vorkommnis habe der Versicherte aber noch jahrelang 
vollschichtig gearbeitet, geheiratet und Kinder grossgezogen. Andererseits hätten erhebliche, 
von der Norm abweichende innere Erlebens- und Verhaltensmuster vorbestanden. Schliesslich 
seien selbst unter Einbezug der angegebenen Albträume die Kriterien weder für eine posttrau-
matische Belastungsstörung noch für eine Persönlichkeitsänderung erfüllt. Die verbleibende 
Arbeitsfähigkeit werde im Vergleich zum behandelnden Psychiater daher höher eingeschätzt.  
 
In Beantwortung des vorgelegten Fragenkatalogs gaben die asim-Gutachter an, dass die aktu-
elle Tätigkeit als selbständiger IT-Supporter in jeder Hinsicht als optimal angepasste Tätigkeit 
zu gelten habe. Die dissoziale, differentialdiagnostisch narzisstisch angereicherte Symptomatik 
dominiere die Symptompräsentation und beeinflusse jegliche Selbstdarstellung, was eine funk-
tionale Bewältigung auch lebensüblicher Belastungen erschweren könne. Bei grundsätzlicher 
Übereinstimmung bezüglich Arbeitsfähigkeit unter anderem mit dem Vorgutachten des ZMB aus 
dem Jahre 2014 sei eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit ab 14. Oktober 2016 nachvollziehbar. Trotz 
der durch die diagnostisch stark divergierende Gewichtung bedingten Schwierigkeit eines direk-
ten Vergleichs zwischen den einzelnen Gutachten sei das Funktionsniveau genügend hoch, um 
eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Da davon auszugehen sei, dass die Diagnose einer 
Persönlichkeitsstörung schon immer führend gewesen, diagnostisch indessen anders gewichtet 
bzw. eingeordnet worden sei, werde statt wie in den Vorgutachten mit 75% festgelegt, eine 
70%-ige Restarbeitsfähigkeit als korrekt erachtet. Aus orthopädischer Hinsicht bestehe keine 
Ursache für eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Die Limitierung sei ausschliesslich psy-
chiatrisch begründet. Bereits im Gutachten des ZMB sei rein somatisch keine Arbeitsunfähigkeit 
begründet worden.  
 
7.3 Nebst dem Gerichtsgutachten der asim liegen der strittigen Angelegenheit folgende 
medizinische Unterlagen von Relevanz zu Grunde: 
 
7.3.1 Dem Arztbericht des Spitals C.____ vom 25. August 2016 (Beschwerdebeilage 6) zu-
folge zeige der Versicherte bezüglich der HWS ein stationäres Beschwerdebild. Im Bereich der 
LWS hätten sich die Beschwerden des Versicherten nach einer zweiten Infiltration am 
12. August 2016 deutlich reduziert. Der Patient sei mit dem erreichten Ergebnis aktuell zufrie-
den. Bei einem Beschwerderezidiv könne er sich erneut wieder vorstellen. Eine Aussage zur 
Arbeitsfähigkeit ist diesem Bericht nicht zu entnehmen. 
 
7.3.2 Im Arztbericht des Spitals C.____ vom 9. November 2016 (Beschwerdebeilage 5) wird 
festgehalten, dass die Beschwerdesymptomatik des Patienten zu einer reproduzierbaren Min-
derbelastbarkeit im Umfang von 50% führe. Sobald der Versicherte über diese 50%-ige Belas-
tungsgrenze hinausgehe, büsse er dies an den folgenden ein bis zwei Tagen durch eine ver-

 
 
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minderte Leistungsfähigkeit und eine vermehrte Schmerzbelastung wieder ein. Dieser Umstand 
sei reproduzierbar und überprüfbar.  
 
7.3.3 Dem Bericht von Dr. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. November 
2016 (Beschwerdebeilage 4) ist zu entnehmen, dass der Versicherte seit dem 5. August 2016 in 
psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung stehe. Aus psychiatrischer Sicht sei der Ver-
sicherte im Umfang von 70% arbeitsunfähig. Diese Einschätzung stütze sich auf eine Befun-
dung mittels Mini-ICF-APP-Ratingbogens. Bei der Anpassung an Regeln und Routinen, der 
Planung und Strukturierung von Aufgaben, der Flexibilität und der Umstellungsfähigkeit, der 
Produktivität und bei den Spontanaktivitäten, bei der Selbstbehauptungsfähigkeit, der Konver-
sation und der Kontaktfähigkeit zu Dritten, der Gruppenfähigkeit, der Fähigkeit zu engen Bezie-
hungen und bei der Mobilität sowie der Verkehrsfähigkeit würden erheblich ausgeprägte Beein-
trächtigungen bestehen. Die Widerstands- und Durchhaltefähigkeit sei vollumfänglich beein-
trächtigt. Leichte Beeinträchtigungen seien bei der Selbstpflege und der Selbstversorgung, 
mässig ausgeprägte Beeinträchtigungen bei der Kompetenz- und Wissensanwendung festzu-
stellen. Die Anamnese habe ergeben, dass der Versicherte im Dezember 2013 von seinem 
Sohn krankenhausreif geschlagen worden sei. Er konsumiere täglich rund zehn Tafeln Schoko-
lade und mehrere Liter Coca-Cola. Zu diagnostizieren sei eine komplexe Traumstörung mit 
Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung. 
 
7.3.4 Dem Bericht von Dr. F.____ vom 17. Mai 2018 (Beilage 2 zur Stellungnahme des Be-
schwerdeführers vom 18. Mai 2018) ist zu entnehmen, dass das psychiatrische Teilgutachten 
der asim schwerwiegende Fehler enthalten und nicht den aktuellen Forschungsstand berück-
sichtigen würde. Bereits bei der Anamnese, wonach der Versicherte dreimal täglich vier Stun-
den mit seinen Hunden spazieren gehe, sei ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Der Ver-
sicherte habe vielmehr versichert, seine Hunde während maximal zwei Stunden pro Tag spazie-
ren zu führen. Dies sei insofern ein entscheidender Fehler, weil sich die Schlussfolgerungen 
des orthopädischen Kollegen der asim auf diese falschen Informationen beziehen würden. Der 
behandelnde Psychiater führe ausserdem detailliert aus, dass die gezeigten Symptome ganz 
klar die Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung erfüllen würden. Die gezeigten 
Symptome würden sich sehr den Symptomen jener Patienten ähneln, die sexuell missbraucht 
worden seien. Es sei deshalb eine erneute psychiatrische Begutachtung durch einen auf 
Traumafolgestörungen spezialisierten Gutachter notwendig.  
 
7.3.5 Der Beurteilung des RAD vom 28. Mai 2018 zufolge sei der Unterschied hinsichtlich 
der Länge der Spaziergänge nicht entscheidend für eine andere Beurteilung des Gesundheits-
zustandes. Die von Dr. F.____ gestellte Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung 
sei durch die psychiatrische Gutachterin der asim ausführlich diskutiert und nicht bestätigt wor-
den. Die Gutachterin habe insbesondere keine Extrembelastung als Voraussetzung für eine 
solche Diagnose erkennen können. Als potentielles Ereignis komme höchstens die Schiesserei 
eines Kollegen in der eigenen Wohnung im Jahre 1990 in Frage. Nach diesem Vorfall aber ha-
be der Versicherte noch jahrelang vollschichtig gearbeitet und auch geheiratet.  
 

 
 
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7.3.6 Im Bericht der Handchirurgie des Spitals G.____ vom 23. Juli 2018 (Beilage 3 zur Stel-
lungnahme des Beschwerdeführers vom 16. August 2018) wird beim Beschwerdeführer die 
Diagnose einer eingeschränkten Feinmotorik der beiden Hände erhoben. Als Zwischenanam-
nese wird festgehalten, dass der Versicherte als PC-Arbeiter in seiner Arbeit deshalb einge-
schränkt sei.  
 
7.3.7 In seiner Stellungnahme vom 14. August 2018 (ebenso Beilage 3 zur Stellungnahme 
des Beschwerdeführers vom 16. August 2018) hält Dr. F.____ daran fest, dass beim Versicher-
ten eine posttraumatische Belastungsstörung vorliege. Er verweist in diesem Zusammenhang 
insbesondere auf die neunmalige Untersuchungshaft, die der Versicherte bereits als Jugendli-
cher erlebt habe. Gemäss diesen anamnestischen Angaben liessen sich die soziopathologi-
schen Sachverhalte zur Erfüllung der Kriterien einer dissozialen Persönlichkeitsstörung sehr 
wohl darstellen. Das dissoziale Verhalten in der Adoleszenz sei ein Teilaspekt des Störungsbil-
des, welches sich als Belastungsstörung respektive als Persönlichkeitsänderung nach Extrem-
belastung beschreiben lasse. Der Patient habe erst kürzlich neu von massiven Kindesmiss-
handlungen durch seine Grossmutter berichtet. Er sei ganz klar von allen Symptomen der 
sechs Störungsbereiche betroffen, welche das Störungsbild einer posttraumatischen Belas-
tungsstörung umfassen würden. 
 
8.1. Das zitierte Gerichtsgutachten der asim erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Voraus-
setzungen an eine taugliche medizinische Beurteilungsgrundlage. Weder weist es formale noch 
inhaltliche Mängel auf und ist – wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (oben, E. 6.4 hiervor) 
– für die streitigen Belange umfassend. Es ist in Kenntnis aller relevanten Vorakten abgegeben 
worden und beruht auf allseitigen und detaillierten Untersuchungen des Versicherten. Ebenfalls 
berücksichtigt es alle geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers und leuchtet in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation 
ein. Die gerichtlichen Gutachter der asim setzen sich ausserdem auch mit den bei den Akten 
liegenden, anderslautenden fachärztlichen Einschätzungen insbesondere des behandelnden 
Psychiaters Dr. F.____ auseinander. Dabei vermögen sie schlüssig zu begründen, dass die 
bisher durch die Vorgutachten des Kantonsspitals B.____ vom 23. Februar 2001 sowie des 
ZMB-Gutachtens vom 25. März 2014 berücksichtigten Beschwerden diagnostisch mittlerweile 
abweichend einzuordnen sind. Es kann in dieser Hinsicht auf die Stellungnahme des RAD vom 
28. Mai 2018 verwiesen werden (Beilage zur Eingabe der IV-Stelle vom 14. Juni 2018), wonach 
die medizinisch-diagnostischen Feststellungen im Gerichtsgutachten und mit ihnen die daraus 
resultierenden Schlussfolgerungen betreffend die funktionelle Leistungsfähigkeit sowie die da-
mit verbundenen somatischen und psychischen Fähigkeitseinbussen umfassend und plausibel 
begründet worden sind.  
 

8.2 Der Beschwerdeführer stellt die medizinischen Schlussfolgerungen im Gerichtsgutach-
ten der asim in Frage und beantragt sowohl in somatischer wie auch in psychiatrischer Hinsicht 
die Einholung eines gerichtlichen Obergutachtens. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt wer-
den. Wie oben ausgeführt (oben, E. 6.5), weicht das Gericht bei einem Gerichtsgutachten nicht 
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Experten ab, deren Aufgabe 
es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stellen, um einen bestimmten 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Solche zwingenden Gründe liegen im vorliegenden Fall 
keine vor, weshalb auch kein Anlass besteht, von den Ergebnissen des zitierten Gerichtsgut-
achtens abzuweichen. Mit Blick auf die im Verwaltungsverfahren ergangene Abklärung des me-
dizinischen Sachverhalts ist zunächst festzustellen, dass sich die von der asim vorgenommene 
Einschätzung der dem Beschwerdeführer weiterhin verbleibenden Restarbeitsfähigkeit im Um-
fang von 70% annähernd mit der Zumutbarkeitsbeurteilung im ZMB-Gutachten vom 25. März 
2014 deckt (oben, E. 5.2 sowie E. 7.2 a. E.). Es ist in diesem Zusammenhang in Erinnerung zu 
rufen, dass sich das Einholen des Gerichtsgutachtens der asim lediglich im Zusammenhang mit 
der zwischenzeitlich ergangenen Änderung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als uner-
lässlich erwiesen hat, weil nunmehr in einem strukturierten Beweisverfahren das tatsächliche 
Leistungsvermögen der versicherten Person ergebnisoffen und einzelfallgerecht zu bewerten ist 
(BGE 141 V 281). Insoweit bestätigt das nunmehr vorliegende Gerichtsgutachten der asim im 
Ergebnis das zuvor von der IV-Stelle in Auftrag gegebene Gutachten des ZMB vom 25. März 
2014, was klarerweise gegen die von den behandelnden Ärzten des Versicherten abweichen-
den Auffassungen spricht. Die Tatsache, dass die Gerichtsgutachter entgegen der Einschät-
zung des ZMB eine diagnostische Differenzierung vornehmen und von einer auffälligen Persön-
lichkeit, vorrangig mit dissozialen, differentialdiagnostisch bzw. anamnestisch zudem narzissti-
schen Zügen, überwiegend wahrscheinlich im Sinne einer Persönlichkeitsstörung, indes nicht 
mehr von einer somatoformen Schmerzstörung, ausgehen, spricht alleine nicht gegen die 
Schlüssigkeit des gerichtlichen Gutachtens. Welche diagnostischen Überlegungen der zu beur-
teilenden Gesundheitsschädigung zu Grunde liegen, spielt mit Blick auf die daraus resultieren-
de Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten letztlich keine ausschlaggebende Rolle.  
 
8.3 Mit Blick auf die strittige Rentenrevision ist einzig relevant, wie sich das funktionelle 
Leistungsvermögen des Versicherten neuerdings im Vergleich zur ursprünglichen Rentenzu-
sprache im Januar 1999 präsentiert. Diese Frage wird durch die Gerichtsgutachter in Überein-
stimmung mit den erhobenen Befunden insbesondere im fachpsychiatrischen Gutachten der 
asim mit der nachvollziehbaren Begründung dahingehend beantwortet, dass trotz der durch die 
diagnostisch stark divergierende Gewichtung bedingte Schwierigkeit eines direkten Vergleichs 
zwischen den einzelnen Gutachten das Funktionsniveau des Versicherten aktuell genügend 
hoch sei, um von einer 70%-igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (oben. E. 7.2 a. E.). Daran ver-
mag der Einwand des behandelnden Psychiaters betreffend den Umfang der täglichen Spazier-
gänge nichts zu ändern. Dieser Einwand erweist sich in formaler Hinsicht zwar als korrekt. Be-
rücksichtigt man die vom Versicherten anlässlich der Anamnese durch die Gerichtsgutachter im 
Übrigen berichtete Alltagsaktivität (psychiatrisches Teilgutachten der asim vom 5. Oktober 
2017, S. 9), erweist es sich indessen als nachvollziehbar, dass dem Versicherten eine deutlich 
höhere Restarbeitsfähigkeit verbleibt, als sie ihm noch im Bericht von Dr. F.____ vom 15. No-
vember 2016 attestiert worden war (oben, E. 7.3.3). Insofern kann entgegen der von ihm vertre-
tenen Auffassung auch nicht gesagt werden, die orthopädische Teil-Beurteilung der asim sei 
nicht nachvollziehbar ausgefallen. Es ist im Gegenteil festzustellen, dass der orthopädische 
Gutachter in Bezug auf die Halswirbelsäule des Versicherten normal funktionierende Verhält-
nisse mit einer weichen, nicht verspannten und kräftigen Halsmuskulatur festgestellt hat (ortho-
pädisches Teilgutachtend der asim, S. 9). Angesichts der umfassenden orthopädischen Teilex-
ploration der asim kann daher auch kein Mangel im Gerichtsgutachten darin erkannt werden, 

 
 
Seite 15   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dass der neurologische Gutachter beim Fehlen einer neurologischen Schmerzgenese auf das 
rheumatologische (recte: orthopädische) Fachgutachten verwiesen hat (Stellungnahme des 
Beschwerdeführers vom 18. Mai 2018). Aufgrund des gerichtlichen Gutachtens ist vielmehr vom 
Fehlen einer eigenständigen, somatischen Beeinträchtigung auszugehen. So ist beim Zusam-
mentreffen verschiedener Gesundheitsbeeinträchtigungen grundsätzlich der Tatsache Rech-
nung zu tragen, dass sich deren erwerbliche Auswirkungen in der Regel überschneiden, wes-
halb der Grad der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer sämtliche Behinderungen umfassenden ärztli-
chen Gesamtbeurteilung zu bestimmen ist. Eine blosse Addition der mit Bezug auf einzelne 
Funktionsstörungen und Beschwerdebilder geschätzten Arbeitsfähigkeitsgrade ist deshalb un-
zulässig (Urteile des EVG vom 3. März 2003, I 850/02, E. 6.4.1 und vom 11. November 2002, I 
368/01, E. 2.4, je mit Hinweisen). Nicht anders verhält es sich hier. Die festgestellten Beein-
trächtigungen somatischer Natur sind im Gesamtkontext der dominierenden psychiatrischen 
Beeinträchtigungen zu sehen. Hierfür spricht nicht zuletzt auch die Tatsache, dass bereits im 
Gutachten des ZMB vom 25. März 2014 aus rein somatischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit 
mehr begründet worden war (vgl. Interdisziplinäre Gesamtbeurteilung im Gerichtsgutachten der 
asim vom 9. März 2018, S. 21). Der Ansicht des Beschwerdeführers, wonach die psychisch 
bedingte Arbeitsunfähigkeit zu den Einschränkungen somatischer Natur hinzuzuaddieren sei, 
kann damit nicht gefolgt werden (vgl. interdisziplinäre Gesamtbeurteilung im Gerichtsgutachten 
der asim vom 9. März 2018, S. 15). 
 
8.4 Der Beschwerdeführer lässt mit Blick auf den Bericht der Handchirurgie des Spitals 
G.____ vom 23. Juli 2018 (oben, E. 7.4.6) sodann einwenden, dass eine eingeschränkte Fein-
motorik an seinen Händen vorliege, welche seine Arbeit als PC-Techniker erschwere. Dieser 
Einwand ist nicht stichhaltig: Einerseits hat der orthopädische Fachgutachter der asim eine 
normale Beweglichkeit und eine gut erhaltene Kraft der Finger festgestellt (a.a.O., S. 5). Ande-
rerseits hat der Beschwerdeführer anlässlich der Exploration durch die asim selbst keine Be-
schwerden bezüglich seiner Hände geltend gemacht, sondern gegenüber den Gutachtern in 
erster Linie auf seine Nackenbeschwerden und Schulterschmerzen hingewiesen. Diese Be-
schwerden wurden durch die asim orthopädisch umfassend abgeklärt und als nicht einschrän-
kend eingeschätzt (oben, E. 8.3 zuvor). Nichts anderes gilt in Bezug auf das neurologisch be-
dingte, leicht verminderte Tastempfinden im Bereich des rechten Zeigefingers, welches eben-
falls keine Einschränkung auf die Arbeitsfähigkeit hat (neurologisches Teilgutachten der asim, 
S. 7 und 11). Zumal die angestammte Beschäftigung als IT-Supporter als optimal angepasste 
Tätigkeit bezeichnet worden ist, muss es deshalb sein Bewenden damit haben, dass in Bezug 
auf die Feinmotorik der Hände keine zusätzliche Einschränkung zu erkennen ist.  
 
8.5 Was den Kerneinwand des behandelnden Psychiaters betrifft, die psychiatrische Teil-
gutachterin der asim habe zu Unrecht das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstö-
rung verneint, ist festzuhalten, dass sich das psychiatrische Teilgutachten der asim mit diesem 
Einwand ausführlich auseinandergesetzt hat. Diese Auseinandersetzung beruht auf einer tele-
fonischen Fremdanamnese mit dem behandelnden Psychiater (vgl. psychiatrisches Teilgutach-
ten der asim, S. 10). Wenn der Beschwerdeführer unter Hinweis auf den Bericht von Dr. F.____ 
vom 17. Mai 2018 nunmehr einwendet, die psychiatrische Gutachterin der asim sei mit keinem 
Wort auf seine Argumente eingegangen, kann ihm deshalb nicht gefolgt werden. Allfällige Hin-

 
 
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weise auf eine Traumafolgestörung im Sinne einer Persönlichkeitsänderung nach Extrembelas-
tung, wie sie der behandelnde Psychiater gesehen hat, wurden vielmehr explizit  verneint, weil 
der Versicherte jahrelang weiterhin gearbeitet, geheiratet und Kinder grossgezogen hat. Wie die 
Gutachter der asim weiter festhalten, haben vor den in Frage kommenden Ereignissen bereits 
von der Norm abweichende innere Erlebens- und Verhaltensmuster vorbestanden (IV-Dok 58, 
S. 6). Deren Begründung ist damit schlüssig (oben, E. 7.3.5). Es tritt hinzu, dass die von 
Dr. F.____ erwähnten psychopathologischen Befunde im psychiatrischen Teilgutachten der 
asim aufgeführt und in Bezug auf die dem Versicherten verbleibende Restarbeitsfähigkeit mit-
berücksichtigt worden sind. Auch die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung der asim hält unmiss-
verständlich fest, dass der Versicherte in sämtlichen beziehungs- und interaktionsassoziierten 
Partizipationsfähigkeiten erheblich eingeschränkt sei (a.a.O., ad Ziffern 6.2 sowie 6.6). Der be-
handelnde Psychiater beschreibt im Vergleich zur psychiatrischen Exploration der asim mithin 
keinen grundlegend abweichenden Gesundheitszustand (vgl. auch Stellungnahme RAD vom 
28. Mai 2018). Es ist daran zu erinnern, dass es die Natur des Begutachtungsauftrags eines 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten nicht zulässt, ein Administrativ- oder Gerichts-
gutachten nur deshalb in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, 
weil andere Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen (oben, E. 6.5). So verhält es 
sich auch hier: Es liegt in der Natur des Begutachtungsauftrags, die medizinischen Verhältnisse 
nicht nur zu erheben, sondern in ihrer Gesamtheit erneut und damit allenfalls auch abweichend 
im Vergleich zu den übrigen medizinischen Unterlagen zu bewerten. Der Umstand, dass die 
asim-Gutachter im Vergleich insbesondere zu Dr. F.____ zu einer abweichenden diagnosti-
schen Einschätzung gelangen, ist einer umfassenden polydisziplinären Begutachtung geradezu 
inhärent. Er stellt für sich allein genommen keinen Grund für die Nichtverwertbarkeit des ge-
richtlichen Gutachtens dar. Massgebend ist vielmehr, ob das fragliche Gutachten den recht-
sprechungsgemässen Kriterien zufolge überzeugend ausgefallen ist. Dies ist hier wie soeben 
dargelegt der Fall. Die Gutachter der asim haben den Versicherten umfassend untersucht und 
gelangen mit Blick auf eine grundsätzliche Übereinstimmung insbesondere mit dem Vorgutach-
ten des ZMB zum nachvollziehbaren Ergebnis, dass ihm in seiner als gut angepasst zu qualifi-
zierenden und aktuellen Tätigkeit als IT-Supporter eine 70%-ige Restarbeits- und Leistungsfä-
higkeit verbleibt. Unbesehen der diagnostischen Einordnung weicht ihre Einschätzung damit 
letztlich nur minim von der Einschätzung im Gutachten des ZMB vom 25. März 2014 ab (oben, 
E. 5.2). Im Ergebnis ist deshalb mit den Gerichtsgutachtern der asim festzuhalten, dass beim 
Versicherten in der angestammten Tätigkeit als IT-Supporter von einer (Rest-) Arbeitsfähigkeit 
von 70% auszugehen ist. 
 

9. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser gesundheitlichen Beeinträch-
tigung. Wie eingangs ausgeführt (oben, E. 3), ist der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi-
cherten aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. Art. 16 ATSG). Während die 
IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung von einem Valideneinkommen von Fr. 75‘830.— aus-
gegangen ist, wendet der Beschwerdeführer ein, dieses belaufe sich richtigerweise nominal-
lohnindexiert auf Fr. 77‘242.—. Ausserdem habe die IV-Stelle bei der Festsetzung des Invali-
deneinkommens aufgrund der lohnstatistischen Angaben der schweizerischen Lohnstrukturer-
hebung (LSE 2012) zu Unrecht auf das Kompetenzniveau 2 abgestellt. Dieses Niveau würde 
ein grosses Wissen auf einem Spezialgebiet voraussetzen, was beim blossen PC-Support nicht 

 
 
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der Fall sei. Gestützt auf das Kompetenzniveau 2 sei vielmehr von einem monatlichen Median-
wert im Umfang von lediglich Fr. 7‘125.— auszugehen.  Wie es sich damit verhält, kann an die-
ser Stelle letztlich offen bleiben, weil sich die resultierenden Differenzen nicht in einem renten-
relevanten Umfang auswirken. Der für einen  Rentenanspruch vorausgesetzte IV-Grad von 
mindestens 40% würde so oder anders weiterhin deutlich unterschritten. Damit bleibt es bei 
einem IV-Grad unter 40%. Die Vorinstanz hat den Rentenanspruch des Versicherten ab dem 
ersten Tag des zweiten, der angefochtenen Verfügung vom 14. Oktober 2016 folgenden Mo-
nats (vgl. Art. 88bis Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, vom 
17. Januar 1961) im Ergebnis demnach zu Recht verneint, weshalb die hiergegen erhobene 
Beschwerde abzuweisen ist.  
 

10.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von Fr. 200.— bis Fr. 1000.— festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 
denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfah-
renskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 
Fr. 800.— fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterlie-
genden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer un-
terlegene Partei, weshalb die Verfahrenskosten von Fr. 800.— ihm aufzuerlegen sind. Aller-
dings ist dem Beschwerdeführer mit verfahrensleitender Verfügung vom 27. September 2018 
nachträglich die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Die Verfahrenskosten von 
Fr. 800.— sind deshalb vorläufig auf die Gerichtskasse zu nehmen und der bereits zuvor geleis-
tete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  
 

10.2 Im Zusammenhang mit den Kosten für die gerichtliche Begutachtung ist Art. 45 Abs. 1 
ATSG zu beachten. Dieser Bestimmung zufolge hat der Versicherungsträger die Kosten der 
Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnah-
men angeordnet, so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesproche-
ner Leistungen bilden. Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 ff. entschieden hat, sind in 
jenen Fällen, in denen zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweis-
massnahme an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die 
Wahrung der Verfahrensfairness entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebe-
nen Begutachtung den IV-Stellen aufzuerlegen (BGE 137 V 265 f. E. 4.4.2). Vorliegend ist das 
Kantonsgericht anlässlich seiner ersten Urteilsberatung vom 18. Mai 2017 zum Ergebnis ge-
langt, dass ein Sachentscheid gestützt auf die damals vorhandene Aktenlage nicht möglich war. 
Hintergrund bildete der Umstand, dass das Verwaltungsgutachten des ZMB vom 25. März 2014 
den mit BGE 141 V 281 ff. materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen nicht zu genü-
gen vermochte. In Anbetracht dieser Umstände war die gerichtliche Begutachtung durch die 
asim nicht nur angezeigt, sondern unerlässlich. Im Lichte der geschilderten Rechtsprechung 
sind die resultierenden Kosten, welche sich gemäss Honorarrechnung der asim auf 
Fr. 17‘505.80, belaufen (Rechnung vom 31. März 2018), deshalb der Beschwerdegegnerin auf-
zuerlegen. 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

10.3 Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. Dem Beschwerdeführer ist mit 
Verfügung vom 27. September 2018 nun allerdings mit Wirkung ab 6. September 2017 auch die 
unentgeltliche Verbeiständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden. Dessen seither an-
gefallene Bemühungen sind daher aus der Gerichtskasse zu entschädigen und belaufen sich 
gemäss Honorarnote vom 6. September 2018 noch für das Jahr 2017 auf 55 Minuten und für 
das Jahr 2018 auf 15,6 Stunden. Dieser Aufwand erweist sich angesichts der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen sowie der seither mehrfach erfolgten Stellungnahmen als an-
gemessen. Er ist praxisgemäss zu einem Stundenansatz von Fr. 200.— zu entgelten. Ebenfalls 
nicht zu beanstanden sind die für das Jahr 2018 geltend gemachten Auslagen im Umfang von 
insgesamt Fr. 220.50. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist demnach eine Partei-
entschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 3‘795.70 (55 Minuten à Fr. 200.— zuzüglich 8% 
Mehrwertsteuer für das Jahr 2017 sowie 15,6 Stunden à Fr. 200.— und Auslagen in der Höhe 
von Fr. 220.50 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer für das Jahr 2018) aus der Gerichtskasse aus-
zurichten. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.– werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge nachträglicher Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung 
werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genom-
men und es wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 800.–- dem Beschwerdeführer zurückerstattet.  

 3. Die Kosten für die gerichtliche Begutachtung in der Höhe von 
Fr. 17‘505.80 werden der IV-Stelle Basel-Landschaft auferlegt. 

 4. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge nachträglich teilweiser Bewilligung der unentgeltlichen Verbei-
ständung wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Hono-
rar in der Höhe von Fr. 3‘795.70 (inkl. Auslagen und 8 % bzw. 7,7 % 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ausgerichtet.