# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efd38a29-4232-5539-842e-26ff1ac857d4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-01-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 31.01.2007 PZ 2006 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2006-204_2007-01-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 31. Januar 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 06 204

(Auf die gegen diese Entscheidung erhobene Beschwerde ist das Bundes-ge-
richt mit Urteil vom 27. Juni 2007 (5A_114/2007) nicht eingetreten.)

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Präsident Brunner
Aktuarin ad hoc Huwiler

——————

In der Beschwerde

der D.X., Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin, und des E.X., Gesuchsgegner 
und Beschwerdeführer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Au-
détat, Hartbertstrasse 1, 7000 Chur, 

gegen

die Verfügung des Kreispräsidenten Klosters vom 30. Oktober 2006, mitgeteilt am 
2. November 2006, in Sachen der Gesuchsgegner und Beschwerdeführer gegen 
F.Z., Gesuchsteller und Beschwerdegegner, und G.Z., Gesuchstellerin und Be-
schwerdegegnerin, beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Zinsli, Werk-
strasse 2, 7000 Chur,

betreffend Amtsbefehl (Besitzesstörung),

hat sich ergeben:

2

A. D.X. ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 1652 auf A. in der Gemeinde 
Klosters-Serneus, welche unmittelbar an die im Eigentum von G.Z. stehenden Par-
zellen Nr. 1682 und 1639 grenzt. F.Z. ist Eigentümer der Parzelle Nr. 1644, welche 
ebenfalls teilweise eine gemeinsame Grenze mit der Parzelle Nr. 1652 aufweist. Zu 
Lasten der Parzelle Nr. 1652 und zu Gunsten der Parzellen Nr. 1639 und 1644 be-
stehen Garage- und Parkplatzbenützungsrechte. Auf der Parzelle Nr. 1652 von D.X. 
wurden mehrere Garagen erstellt, wovon die Garagen Nr. 2 und 3 durch eine Dienst-
barkeit der Benützung durch F.Z. zugewiesen sind. 

B. Im Juni 2006  gelangten F.Z. und G.Z. mit einem Gesuch um Beweis-
sicherung an den Kreispräsidenten Klosters. Zur Begründung führten sie aus, E.X. 
habe an den den beiden Gesuchstellern zur Benützung zugewiesenen Garagen die 
inneren Schliessverstrebungen und die Schlosszylinder entfernt, weshalb die Gara-
gen nicht mehr verschlossen werden könnten. Dieser Zustand sei kreisamtlich fest-
zuhalten. 

C. Mit superprovisorischem Entscheid vom 12. Juni 2006, mitgeteilt am 
12. Juni 2006, erkannte der Kreispräsident Klosters wie folgt:

„1. Am Montag, 12. Juni 2006, ab 15.00 Uhr, wird für die betroffenen Gara-
gen „mitte“ und „rechts“, beide auf Parzelle Nr. 1652 (Grundbuch Klos-
ters-Serneus) eine Beweissicherung im Sinne von Art. 209 ff. ZPO durch 
das Kreisamt Klosters durchgeführt.

2. Die Beweissicherung erfolgt superprovisorisch, weshalb auf den Ver-
sand von Einladungen an die Parteien und auf Einreichung von Ver-
nehmlassungen infolge Dringlichkeit verzichtet wird.

3. Die Kosten dieser Sicherstellung gehen zu Lasten der Gesuchsteller-
schaft.

4. (Mitteilungen)“

D. Anlässlich der Beweissicherung vom 12. Juni nahmen der stellvertre-
tende Kreisaktuar und die Hausabwartin der Gesuchstellerschaft, B., teil. Der Zu-
stand der Garagen wurde in einem Protokoll und mit Fotos festgehalten.

E. Mit Entscheid vom 13. Juni 2006, mitgeteilt am 13. Juni 2006, stellte 
der Kreispräsident Klosters beiden Parteien je eine Ausfertigung des Protokolls der 
Beweisaufnahme zu und verpflichtete die Gesuchsteller zur Bezahlung der Verfah-
renskosten in Höhe von Fr. 272.20.

F. Anfangs Juli 2006 liessen G.Z. und F.Z. an beiden Garagen neue 
Schlosszylinder und neue Schliessverstrebungen anbringen. Mit Gesuch vom 11. 

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Juli 2006 beantragten sie beim Kreispräsidenten Klosters erneut eine Beweissiche-
rung. In der Begründung führten sie aus, dass die stellvertretende Hauswartin am 
Vortag festgestellt habe, dass an beiden Garagentoren wiederum die Schliessver-
strebungen und Schlosszylinder entfernt worden seien.

G. Die Beweissicherung erfolgte am 12. Juli 2006 durch den stellvertre-
tenden Kreisaktuar und der stellvertretenden Hauswartin der Gesuchsteller, C.. Mit 
Entscheid vom 12. Juli 2006, mitgeteilt am 14. Juli 2006, stellte der Kreispräsident 
Klosters beiden Parteien das Protokoll der Beweissicherung unter Zuweisung der 
Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 180.00 zu Lasten der Gesuchsteller zu.

H. Nachdem eine einvernehmliche Einigung zwischen den Parteien nicht 
herbeigeführt werden konnte, ersuchten  G.Z. und F.Z. den Kreispräsidenten Klos-
ters mit Gesuch vom 10. August 2006 um Erlass eines Amtsbefehls, E.X. und D.X. 
zu verpflichten, an den Toren der Garage Nr. 2 und der Garage Nr. 3 auf Parzelle 
Nr. 1652 auf eigene Kosten diejenigen Schlosszylinder und diejenigen Schliessver-
strebungen, welche am Wochenende des 8./9. Juli 2006 entfernt wurden, wieder 
voll funktionsfähig einzubauen und alle weiteren Schäden, welche bei den Entfer-
nungsarbeiten am zweiten Juniwochenende 2006 und am zweiten Juliwochenende 
2006 verursacht wurden, vollumfänglich zu beheben. Im weiteren beantragten die 
Gesuchsteller unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsgeg-
ner ein kreisamtliches Verbot, welches den Gesuchsgegnern untersagt, nach Ab-
schluss der vorerwähnten Wiederherstellungen an den Toren der Garagen Nr. 2 
und 3 irgendwelche Manipulationen vorzunehmen. In der Begründung wird den Ge-
suchsgegnern vorgeworfen, die Schliessverstrebungen an beiden Garagentüren 
sowie die entsprechenden Schlosszylinder entfernt zu haben, weshalb die Gesuch-
steller die Garagentore nicht mehr abschliessen könnten. Ende Juni 2006 hätten 
die Gesuchsteller neue Schlosszylinder und Schliessverstrebungen montiert. Diese 
seien jedoch am Wochenende vom 8./9. Juli 2006 wieder gewaltsam entfernt wor-
den.

I. Innert Frist beantragten die Gesuchsgegner in ihrer Vernehmlassung 
vom 15. September 2006 unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Abweisung 
des Gesuchs um Erlass eines Amtsbefehls und des Gesuchs um Erlass eines kreis-
amtlichen Verbots. Zur Begründung führten sie aus, dass nach Erstellen der Gara-
gen je ein Schlüssel im Einverständnis mit den Dienstbarkeitsberechtigten für Not-
fälle in Händen der Gesuchsgegner verblieben sei. Ohne Rücksprache mit den Ge-
suchsgegnern hätten die damaligen Dienstbarkeitsberechtigten die Garagenschlös-

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ser ausgetauscht. Ein Zweitschlüssel sei den Gesuchsgegnern nie ausgehändigt 
worden. Darüber hinaus seien die Garagen im Winter 2005/2006 häufig nicht ver-
schlossen gewesen. Im März 2006 hätten die Gesuchsteller einem Gutachter kei-
nen Zutritt gewährt. Auch im Juni 2006 sei es aufwändig gewesen, Zutritt zu den 
Garagen zu erhalten. 

J. Nach Durchführung der mündlichen Verhandlung erkannte der Kreis-
präsident Klosters mit Entscheid vom 30. Oktober 2006, mitgeteilt am 2. November 
2006, wie folgt:

„1. Das Amtsbefehlsverfahren von RA Dr. iur. Urs Zinsli, Werkstrasse 2, 
7000 Chur, im Namen und im Auftrage von F.Z. und G.Z., betreffend 
Besitzesschutz im Sinne von Art. 928 ZGB gegen E.X. und D.X, beide 
vertreten durch RA lic. iur. Thomas Audétat, Hartbertstrasse 1, 7002 
Chur, wird gutgeheissen.

2. E.X., London und D.X., London, werden unter solidarischer Verpflich-
tung angewiesen, diejenigen Schlosszylinder und Schliessverstrebun-
gen, welche am 8./9.7.2006 von den Garagen Nr. 2 (mitte) und Nr. 3 
(rechts) auf der Parzelle Nr. 1652 entfernt wurden, wieder voll funktions-
fähig an diesen beiden Toren einzubauen.

3. Die Frist für die in Ziff. 2 aufgeführte Verpflichtung wird auf den 
22.11.2006 festgesetzt.

4. E.X., London und D.X., London, werden unter solidarischer Verpflich-
tung angewiesen, andere Schäden die bei der Entfernung der Schloss-
zylinder und Schliessverstrebungen an den Garagen Nr. 2 (mitte) und 
Nr. 3 (rechts) auf der Parzelle Nr. 1652 entstanden sind, welche auf 
Funktion der Garagentore aber keinen Einfluss haben, bis am 
10.01.2007 zu beheben.

5. Bei ungenütztem Ablauf dieser in Ziff. 3 und Ziff. 4 genannten Fristen 
steht den Klägern und Dienstbarkeitsberechtigten das Recht zu, die 
Störung durch Dritte beheben zu lassen unter solidarischer Kostenfolge 
zu Lasten der beiden Beklagten.

6. Die beiden Gegenparteien, Herr E.X. und Frau D.X., werden angewie-
sen, nach Abschluss der in Ziff. 2-5 erwähnten Wiederherstellungen, 
fernere Störungen an den beiden Garagen Nr. 2 und 3 zu unterlassen.

7. In Bezug auf die Ziff. 2-5 dieses Entscheides wird ausdrücklich auf Art. 
292 StGB verwiesen, wonach mit Haft oder Busse bestraft wird, wer 
einer an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.

8. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 636.00 gehen solidarisch zu 
Lasten der beiden Gesuchsgegner. Sie sind innert 30 Tagen an die 
Kreiskasse Klosters zu entrichten. 

9. Die beiden Gesuchsgegner haben solidarisch die beiden Gesuchsteller 
ausseramtlich mit total CHF 800.00 zu entschädigen.

10. (Rechtsmittelbelehrung)

11. (Mitteilungen)“

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K. Am 16. November 2006 reichten die Gesuchsgegner Beschwerde 
beim Kantonsgerichtspräsidenten von Graubünden ein. In der Begründung halten 
sie fest, dass sich der Dienstbarkeitsvertrag nicht zur Abschliessbarkeit der Gara-
gen äussere. Der Begründer des Dienstbarkeitsvertrages habe die Erstellung einer 
Sammelgarage beabsichtigt, weshalb kein Anspruch auf eine individuell abschliess-
bare und exklusiv zugängliche Einzelgarage bestehe. In Bezug auf das Verfahren 
beantragten sie die Erteilung der aufschiebenden Wirkung.

L. Mit Entscheid vom 28. November 2006, mitgeteilt am 28. November 
2006, gewährte der Kantonsgerichtspräsident von Graubünden die aufschiebende 
Wirkung.

M. Die Gesuchsgegner beantragten in ihrer Beschwerdeantwort vom 12. 
Dezember 2006 die Abweisung der Beschwerde und der aufschiebenden Wirkung 
unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kostenfolge. Ein Vermieter habe keinen 
Anspruch auf Besitz eines Schlüssels, wenn ein umschlossener Raum Vertragsge-
genstand sei. Beinhalte eine Dienstbarkeit das ausschliessliche und ungestörte 
Benützungsrecht an einem umschlossenen Raum, so sei Mietrecht anzuwenden.

N. Der Kreispräsident Klosters verzichtete unter Zustellung der Akten in-
klusive eines Aktenverzeichnisses auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochtenen Ent-
scheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung :

1. Gegen Entscheide des Kreispräsidenten kann im Befehlsverfahren 
gemäss Art. 145 ff. ZPO beim Kantonsgerichtspräsidenten Beschwerde erhoben 
werden, wobei für das Beschwerdeverfahren die Vorschriften von Art. 152 ZPO an-
zuwenden sind (vgl. PZ 04 96). Die Beschwerde ist innert 10 Tagen seit der Mittei-
lung einzureichen (Art. 152 Abs. 1 ZPO). Vorliegend fehlt in der Beschwerdeschrift 
die Seite 2. Auszugehen ist wohl von einem Versehen und davon, dass auf dieser 
Seite die formulierten Begehren zu finden gewesen wären. Aus der Beschwerdebe-
gründung geht indessen genügend klar hervor, dass die Beschwerdeführer die Auf-
hebung des vorinstanzlichen Entscheids mit der Begründung beantragen, dass die 
Beschwerdegegner keinen Anspruch auf individuell abschliessbare Garagen ha-
ben, weshalb die Entfernung der Schlösser und der Schliessverstrebungen durch 

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die Beschwerdeführer zulässig gewesen sei. Im weiteren bemängeln sie die ange-
ordnete Schadensbehebung, weil diese unspezifiziert sei und im Ermessen der Be-
schwerdeführer stehe. Schliesslich beantragen die Beschwerdeführer auf Seite 9 
die Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde. Unter diesen Um-
ständen kann auf die von den Beschwerdeführern gegen den vorinstanzlichen Ent-
scheid fristgerecht eingereichte und im übrigen formgerechte Beschwerde eingetre-
ten werden.

2. In Art. 152 ZPO wird offengelassen, ob dem Kantonsgerichtspräsiden-
ten im Beschwerdeverfahren eine volle Kognition oder nur eine beschränkte Prü-
fungsbefugnis zusteht. Die Bezeichnung des Rechtsmittels als Beschwerde lässt 
zwar eher auf das letztere schliessen. Die Möglichkeit, von Amtes wegen Beweise 
erheben zu können (vgl. Art. 152 Abs. 3 ZPO), spricht hingegen für eine volle Ko-
gnition. Von der Sache her ist eine Überprüfung auf Angemessenheit denn auch 
angezeigt, da es im Befehlsverfahren häufig um Ermessensfragen geht, und das 
Rechtsmittel an praktischer Bedeutung verlöre, wenn der Kantonsgerichtspräsident 
nur bei Missbrauch des Ermessens und offensichtlich falscher Feststellung des 
Sachverhaltes einschreiten könnte. Auch das Fehlen eines Hinweises wie in Art. 
236 Abs. 3 ZPO lässt den Schluss zu, der Gesetzgeber haben eine Beschränkung 
der Kognition nicht gewollt (vgl. Giusep Nay, Zivilprozessordnung und Gerichtsver-
fassungsgesetz des Kantons Graubünden, Chur 1986. S. 101; PKG 2001 Nr. 39 E. 
2c). Damit ist dem Kantonsgerichtspräsidenten eine volle Kognition zuzuerkennen. 
Er ist weder in rechtlicher noch in tatsächlicher Hinsicht an den Entscheid der Vor-
instanz gebunden.

3.a) Beim bundesrechtlichen Besitzesschutzverfahren handelt es sich um 
einen materiellen Anspruch (vgl. Marginalie zu Art. 146 ZPO; Rudolf Rehli, Das Be-
fehlsverfahren nach bündnerischem Recht , insbesondere sein Anwendungsbe-
reich, Diss. Zürich 1977, S. 59). Die Regelung des Verfahrens ist jedoch dem kan-
tonalen Recht überlassen. Dieses kann den ordentlichen Prozessweg vorsehen, 
aber auch wie die Mehrzahl der Kantone ein summarisches Verfahren (vgl. Emil 
Stark, in: Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bd. IV, 3. Abteilung, 
1. Teilband, Art. 919-941 ZGB, 2. Aufl., Bern 1984, N. 106 zu Vorbemerkungen zu 
Art. 926-929 ZGB, zit. BK). Der bündnerische Zivilprozess sieht für den Besitzes-
schutz ausschliesslich das Befehlsverfahren vor (vgl. Art. 137 Ziff. 14 ZPO; Rudolf 
Rehli, a.a.O., S.57). Dies liegt darin begründet, dass beim Besitzesschutz im Allge-
meinen verhältnismässig einfach festgestellt werden kann, ob der Anspruch ausge-
wiesen ist und sich das summarische Verfahren durchaus für die Erledigung von 

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Besitzesschutzangelegenheiten eignet. Im summarischen Verfahren gelten 
grundsätzlich die Vorschriften des beschleunigten Verfahrens mit gewissen Ein-
schränkungen, die sich aus Art. 138 ZPO ergeben. Als Beweismittel sind etwa Ur-
kunden, schriftliche Auskünfte, Augenscheine und Beweisaussagen einer Partei 
zulässig. Andere Beweismittel werden nur zugelassen, wenn der Kläger nicht in das 
ordentliche Verfahren verwiesen werden kann oder wenn sie das Verfahren nicht 
wesentlich verzögern (vgl. Art. 138 Ziff. 4 ZPO).

b) Wenn die durch das summarische Verfahren bedingte Beweismittel-
beschränkung eine Verschlechterung der Stellung einer Partei zur Folge hat, 
müsste an sich der ordentliche Prozessweg zur Verfügung stehen. Der bundes-
rechtliche Besitzesschutz verlangt nämlich nach einem abschliessenden Verfahren 
(vgl. BGE 104 II; Emil Stark, in: BK, a.a.O., N. 106 der Vorbemerkungen zu Art. 926-
929 ZGB). Das Besitzesschutzverfahren ist keineswegs nur ein Mittel des einstwei-
ligen Rechtsschutzes. Da im bündnerischen Recht aber ausschliesslich das Amts-
befehlsverfahren dafür vorgesehen ist und eine Überweisung ins ordentliche Ver-
fahren nach dem rechtskräftigen Erlass eines Amtsbefehls nicht erfolgt, mit anderen 
Worten mit dem Amtsbefehl ein abschliessender possessorischer Entscheid ergeht, 
sind im Besitzesschutzverfahren alle erheblichen Beweise zuzulassen.

c) Im Besitzesschutzverfahren ist grundsätzlich voller Beweis für das 
Vorhandensein der behaupteten rechtserheblichen Tatsachen zu erbringen. Die 
Verletzung privatrechtlicher Gesetzesbestimmungen oder privater Ansprüche ist 
nachzuweisen (vgl. Art. 146 Abs. 1 Ziff. 4 und Abs. 2 ZPO). Es können damit auch 
im raschen und summarischen Befehlsverfahren nur klar und unzweifelhaft ausge-
wiesene Ansprüche durchgesetzt werden (vgl. Oscar Vogel, Grundriss des Zivilpro-
zessrechts, 6.  Aufl., Bern 1999, N. 20 zu Kap. 13). Bei einer Dienstbarkeit brauchen 
sich die Ansprüche nicht schon aus dem Wortlaut zu ergeben. Es reicht aus, wenn 
sie erst durch Auslegung nach bewährter Lehre und Überlieferung gewonnen wer-
den können (vgl. Richard Frank/Hans Sträuli/Georg Messmer, Kommentar zur zür-
cherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N. 2 zu § 226 ZPO ZH). Wenn 
der Einsprecher seinen Besitz indessen auch durch Auslegung nicht restlos eindeu-
tig beweisen kann, ist er abzuweisen. Er hat sich alsdann an den ordentlichen Zivil-
richter zu  wenden (vgl. Rudolf Rehli, a.a.O., S. 96). Dort kann er allerdings nicht 
mehr aus dem Besitz klagen, sondern muss sein Recht mit dem im ordentlichen 
Zivilprozess erforderlichen Beweis dartun (vgl. Felix Schöbi, Der Besitzesschutz, 
Diess Bern 1987, S. 104).

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4.a) Gemäss Art. 919 Abs. 1 ZGB ist Besitzer einer Sache, wer die tatsäch-
liche Herrschaft über diese hat. Dem Sachbesitz wird bei Grunddienstbarkeiten die 
tatsächliche Ausübung des Rechtes gleichgestellt (vgl. Art. 919 Abs. 2 ZPO). Wo 
eine Sachherrschaft fehlt, können aber andere Rechte an die betreffende Sache 
gebunden sein, die in entsprechender Weise geschützt werden sollen. Art. 919 Abs. 
2 ZGB erwähnt nun für Grunddienstbarkeiten und Grundlasten die Ausübung der 
darauf beruhenden Rechte und knüpft an diese die sich bei der tatsächlichen Sach-
herrschaft aus dem Besitzrecht ergebenden rechtlichen Konsequenzen. Man 
spricht vom Rechtsbesitz, bei welchem die Berechtigung wie eine Sache behandelt 
wird. Massgebend ist somit die tatsächliche Ausübung der Grunddienstbarkeit. Ist 
dies der Fall, so können die Bestimmungen des Besitzesrechts herangezogen wer-
den. Der Rechtsbesitz kann unter anderem durch die Einräumung eines Rechts 
durch den Grundeigentümer entstehen. Wird das dingliche Recht im Grundbuch ein-
getragen, beginnt der Rechtsbesitz mit der nachher erfolgten Ausübung der Berech-
tigung, das heisst mit der ersten Ausübungshandlung (vgl. Emil Stark, in: Heinrich 
Honsell/Nedim Peter Vogt/Thomas Geiser (Hrsg.), Kommentar zum Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuch, Zivilgesetzbuch II, Art. 457-977 ZGB und Art. 1-61 SchlT 
ZGB, 2. Aufl., Basel 2003, N. 47 zu Art. 919 ZGB; derselbe, in: BK, a.a.O., N. 116 
f. zu Art. 919 ZGB). Liegt wie in der vorliegenden Angelegenheit ein Parkplatz- und 
Garagenbenützungsrecht vor, so spricht man von einer positiven Dienstbarkeit. Der 
belastete Grundeigentümer muss sich bestimmte Eingriffe des Berechtigten gefal-
len lassen und der Berechtigte darf die Sache in gewisser Hinsicht effektiv nutzen 
(vgl. Jörg Schmid, Sachenrecht. Zürich 1997, N. 1208, S. 246).

b) Gemäss Art. 738 Abs. 1 ZGB ist für den Inhalt einer Dienstbarkeit der 
Grundbucheintrag massgebend, soweit Rechte und Pflichten daraus ersichtlich 
sind. Im Rahmen des Eintrags kann sich der Inhalt der Dienstbarkeit sodann aus 
ihrem Erwerbsgrund oder aus der Art ergeben, wie sie während längerer Zeit unan-
gefochten und im guten Glauben ausgeübt worden ist (vgl. PKG 1998 Nr. 18). Die 
Eintragung einer Dienstbarkeit im Grundbuch ist somit grundsätzlich Voraussetzung 
des Rechtsbesitzes, da ohne Eintragung Grunddienstbarkeiten normalerweise nicht 
zur Entstehung gelangen. Die Funktion des Besitzesrechts besteht nun aber gerade 
darin, den tatsächlichen Verhältnissen angemessene Anerkennung zu verschaffen. 
Deshalb kann die rechtsgültige Existenz der Grunddienstbarkeiten nicht Vorausset-
zung der Anwendung der Besitzesregeln sein. Somit fallen sowohl die nicht einge-
tragenen als auch die ohne gültigen Rechtsgrund eingetragenen Grunddienstbar-
keiten unter die Regeln des Rechtsbesitzes wie diejenigen, die ordnungsgemäss 
eingetragen sind. Hingegen darf im Besitzprozess die Eintragung zur Bestimmung 

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des genauen Inhalts der beschränkten dinglichen Berechtigung nicht herangezogen 
werden (vgl. Emil Stark, in: BK, a.a.O., N. 82 ff. zu Art. 919 ZGB). Der Rechtsbesitz 
bezieht sich nur auf dingliche Rechte an Grundstücken. Somit kommen nur jene 
Bestimmungen des Besitzesrechts zur Anwendung, die nach Art. 937 ZGB für 
Grundstücke gelten. Es sind daher die Bestimmungen über den Besitzesschutz an-
wendbar. Aus der Anwendbarkeit der Regeln über den Besitzesschutz  folgt, dass 
der Grunddienstbarkeitsberechtigte, der sein Recht tatsächlich ausübt, sich bei Ent-
ziehung der Ausübung oder Störung mit verbotener Eigenmacht sowohl gegen den 
belasteten Grundeigentümer als auch gegen Dritte sofort zur Wehr setzen kann (vgl. 
Emil Stark, in: BK, a.a.O., N. 93 ff. zu Art. 919 ZGB).

c) Im vorinstanzlichen Amtsbefehlsverfahren haben die Beschwerdegeg-
ner geltend gemacht, die Entfernung der Schliessverstrebungen und der Schloss-
zylinder durch die Beschwerdeführer verletze die zu Gunsten der Parzellen Nr. 1639 
und 1644 und zu Lasten der Parzelle Nr. 1652 im Grundbuch eingetragenen Gara-
gen- und Parkplatzbenützungsrechte. Eine Beurteilung der Verletzung dieser 
Dienstbarkeit im Amtsbefehlsverfahren ist grundsätzlich möglich, sofern der Inhalt 
der Dienstbarkeit klar ist. Vorliegend ergibt sich der Inhalt der Dienstbarkeit aus dem 
Grundbuchauszug beziehungsweise aus den Grundbuchbelegen einschliesslich 
des Situationsplans (vgl. Dienstbarkeitsvertrag vom 16. Februar 1973 mit Situati-
onsplan 1:1000). Gemäss dem Dienstbarkeitsvertrag „steht den Berechtigten der 
betreffende Parkplatz beziehungsweise die Garage zur alleinigen und ausschliess-
lichen Benutzung für dauernd zu“. Es ist im Übrigen von den Beschwerdeführern 
auch nicht bestritten worden, dass die Garagen 2 und 3 auf der Parzelle Nr. 1652 
im Sinne einer Dienstbarkeit den Beschwerdegegnern zur „alleinigen und aussch-
liesslichen Benützung“ zustehen. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass im 
Dienstbarkeitsvertrag keine Angaben zu einer ausschliesslichen Abschliessbarkeit 
der Garagen im Sinne eines exklusiven Zutrittsrechts entnommen werden kann. Der 
Begründer des Dienstbarkeitsvertrages habe beabsichtigt, eine Sammelgarage zu 
erstellen. Dafür spreche auch der Umstand, dass die Beschwerdeführer nach Er-
stellung der abschliessbaren Einzeltore je ein Schlüssel im Einverständnis mit den 
Berechtigten zurückbehalten hätten. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt wer-
den. Die Formulierung im Dienstbarkeitsvertrag ist klar und damit einer Beurteilung 
im Amtsbefehlsverfahren zugänglich. Anfänglich andere Intentionen des ursprüng-
lichen Eigentümers spielen keine Rolle. Vielmehr ist von der heutigen Situation und 
insbesondere von der Begründungserklärung auszugehen. Demgemäss wurden 
Einzelgaragen gebaut, die separat abschliessbar sind. Gemäss Dienstbarkeitsver-
trag sind diese den Beschwerdegegnern zur alleinigen und ausschliesslichen 

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Benützung zugewiesen. Daraus folgt, dass die Bausubstanz selber wohl nicht im 
Eigentum der Dienstbarkeitsberechtigten steht, hingegen ihnen das alleinige Verfü-
gungsrecht daran eingeräumt wurde, wozu selbstredend auch das Garagentor mit 
der Schliessvorrichtung gehört. Die Beschwerdeführer erheben Anspruch auf eine 
unabhängige Zutrittsmöglichkeit zu den Garagen. In Analogie zum Mietrecht und in 
Übereinstimmung mit den Beschwerdegegnern hat auch der Dienstbarkeitsbelas-
tete keinen Anspruch auf Besitz eines Schlüssels, wenn ein umschlossener Raum 
Vertragsgegenstand ist (vgl. BGE 88 II 338). Dabei spielt keine Rolle, welchem 
Zweck das Mietobjekt dient. Gemäss Art. 257h OR darf der Vermieter – in der vor-
liegenden Angelegenheit der Dienstbarkeitsbelastete – nur verlangen, dass ihm der 
Mieter bzw. der Dienstbarkeitsberechtigte für nötige Besichtigungen oder Arbeiten 
Zutritt gewährt. Verlangt der Vermieter einen begründeten Zutritt zum Mietobjekt, ist 
der Mieter verpflichtet, den Schlüssel in der Nähe zu deponieren, falls er abwesend 
ist. Dies gilt auch für den Dienstbarkeitsberechtigten, welcher damit der schonenden 
Ausübung seines Rechts gerecht wird (vgl. Art. 737 Abs. 2 ZGB). Mit anderen Wor-
ten waren die Beschwerdeführer nicht berechtigt, je einen Schlüssel für die Gara-
gentore zurückzubehalten. Dass dies in der Anfangsphase offenbar geschehen ist, 
beruht auf keinem rechtlichen Anspruch der Beschwerdeführer, sondern ist auf ein 
reines Entgegenkommen der Dienstbarkeitsberechtigten zurückzuführen und somit 
bloss prekaristischer Natur. Deshalb haben sie auch kein Recht auf freien Zugang 
zu den Garagen.

d) Die Beschwerdeführer sehen sich selbst als Besitzer der Garagen, de-
ren Besitz durch Auswechseln der Schlösser gestört worden sei. Gemäss Art. 926 
Abs. 1 ZGB darf sich jeder Besitzer mit Gewalt verbotener Eigenmacht erwehren. 
Wie bereits dargelegt, ist der Inhalt der Dienstbarkeit klar und die Beschwerdegeg-
ner haben die Garagen auch unbestrittenermassen während längerer Zeit benutzt, 
weshalb die Beschwerdegegner durch Einräumung und Ausübung der Dienstbar-
keit Rechtsbesitzer sind. Sie können sich somit auf die Bestimmungen des Besit-
zesschutzes gemäss Art. 928 ZGB berufen. Aus diesem Grund kann den Beschwer-
degegner keine verbotene Eigenmacht vorgeworfen werden, indem sie die Schlies-
sanlagen ausgewechselt haben, um den Zutritt der Beschwerdeführer zu unterbin-
den. Vielmehr haben sie lediglich ein ihnen zustehendes Recht ausgeübt. Verbo-
tene Eigenmacht ist bei dieser Ausgangslage im Gegenteil E.X. vorzuwerfen, der 
sich unberechtigterweise an den Schliessanlagen zu schaffen machte. In der Be-
schwerdeschrift auf Seite 8 ff. wurde durch ihn nämlich anerkannt, dass er die 
Schlösser/Schliessanlagen der beiden Garagen entfernt hat. Sofern dies im Be-
schwerdeverfahren wieder relativiert werden will, sind die Beschwerdeführer unter 

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diesen Umständen nicht zu hören. Auf jeden Fall ist die Annahme einer solchen 
Selbsthilfe gemäss Art. 926 ZGB durch E.X. nach dem Gesagten geradezu abwe-
gig.

5.a) Gemäss Art. 929 Abs. 1 ZGB ist die Klage aus verbotener Eigenmacht 
nach Art. 928 ZGB nur zulässig, wenn der Besitzer sofort, nachdem ihm der Eingriff 
und der Täter bekannt geworden sind, die Sache zurückfordert oder Beseitigung 
der Störung verlangt. Der Betroffene muss mit anderen Worten unmittelbar nach 
Kenntnisnahme des Eingriffs und des Täters reagieren. Er hat dabei wie jeder Be-
sitzesschutzkläger nachzuweisen, dass er sich – sei es gerichtlich oder ausserge-
richtlich – sofort und somit rechtzeitig gegen die Entfernung der Schlösser und der 
Schliessverstrebungen gewehrt hat (vgl. PKG 2001 Nr. 39). Dabei genügt jede Wil-
lenserklärung des beeinträchtigten bisherigen Besitzers, wobei diese formlos erfol-
gen kann. Sie muss dem Gegner zukommen. Die Reaktion des Besitzers ist nicht 
nur dann rechtzeitig, wenn sie unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Eingriffs 
und der Person des Täters erfolgt. Der Besitzer geht des Besitzesschutzes nur dann 
verlustig, wenn er gegen die Beeinträchtigung nicht innert einer für eine erste Prü-
fung des Sachverhalts angemessenen Frist protestiert (vgl. Emil Stark: in: BK, 
a.a.O., N.3 ff. zu Art. 929 ZGB).

b) Gemäss Angaben der Beschwerdegegner bemerkte die Ehefrau des 
Hauswartes am 10. Juni 2006, dass E.X. sich mit Material von den Garagen ent-
fernte, obwohl er angeblich nur Fotoaufnahmen fertigen wollte. Am darauffolgenden 
Tag stellte sie fest, dass an beiden Garagen die Schlosszylinder und Schliessver-
strebungen entfernt wurden. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner protes-
tierte mit Telefongespräch vom 12. Juni 2006 und mit Schreiben vom 14. Juni 2006 
gegen die Entfernung der Schlosszylinder und der Schliessverstrebungen, also 
rechtzeitig. Nachdem die Beschwerdegegner neue Schlösser und Schliessverstre-
bungen angebracht hatten, haben sie am Wochenende vom 8./9. Juli 2006 erneut 
die Entfernung dieser Teile feststellen müssen. Mit Schreiben vom 11. Juli 2006 
haben sie durch ihren Rechtsvertreter den Beschwerdegegner ihren Unmut und die 
Bitte um Wiederherstellung mitgeteilt. Auch dieser Protest erfolgte somit rechtzeitig.

6. Die Vorinstanz verpflichtete die Beschwerdeführer im weiteren zur Be-
hebung anderer Schäden, die bei der Entfernung der Schlosszylinder und Schliess-
verstrebungen an den Garagen Nr. 2 und 3 entstanden sind und auf die Funktion 
der Garagentore keinen Einfluss hatten, zu beheben. Die Beschwerdeführer wen-
den ein, dass diese Schäden nicht ordentlich dokumentiert worden seien. Dieser 

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Auffassung kann nicht gefolgt werden. Mit der Behebung von anderen Schäden 
können nur Schäden gemeint sein, die unmittelbar durch Entfernung der Schlösser 
entstanden sind. Daher fallen Verwitterungsschäden nicht darunter. Diese Beschä-
digungen an den Garagentoren können dem Protokoll der Beweisaufnahme vom 
12. Juli 2006 entnommen werden. Dieses hält fest, dass an der Innenseite der bei-
den Garagentore je zwei Löcher mit einem Durchmesser von ca. 3 cm im Tor und 
diverse kleinere Beschädigungen an der Abdeckung und am Rahmen vorliegen. Die 
zu behebenden Beschädigungen sind deshalb klar ausgewiesen und lokalisiert. Im 
Weiteren machen die Beschwerdeführer geltend, der Unterhalt der Garage gehe 
gemäss Dienstbarkeitsvertrag zu Lasten der Beschwerdegegner. Der Dienstbar-
keitsvertrag hält zwar fest, dass der Unterhalt der Garagen zu Lasten der Berech-
tigten gehe. Dies ändert jedoch nichts am Umstand, dass ein durch Dritte verur-
sachter Schaden von diesen den Servitutsberechtigten zu ersetzen ist (vgl. Art. 41 
OR). Dabei spielt es keine Rolle, dass der Grundeigentümer der Schädiger war. 
Auch dieser hat den von ihm zugefügten Schaden zu beheben beziehungsweise zu 
ersetzen. Gerade weil die Unterhaltskosten zu Lasten der Dienstbarkeitsberechtig-
ten gehen, kann es nicht angehen, dass die Eigentümer an den Servitutsobjekten 
vorsätzlich Schaden zufügen und anschliessend verlangen, dass die Berechtigten 
diesen aufgrund ihrer Unterhaltspflicht selbst berappen. Die Beschwerdeführer ha-
ben die oben aufgeführten Schäden somit auf ihre Kosten zu beheben. Da die vom 
Kreispräsidenten Klosters angesetzte Frist zur Schadensbehebung abgelaufen ist, 
ist in der vorliegenden Verfügung eine neue Frist anzusetzen. Dies gilt auch für die 
Wiedereinsetzung der Schliessanlage. Da beides offensichtlich keinen grossen 
Zeitaufwand benötigt, genügt eine relativ kurze Frist. Aus all diesen Gründen ist die 
Beschwerde somit  vollumfänglich abzuweisen.

7. Mit dem Entscheid in der Hauptsache wird das Gesuch der Beschwer-
degegner vom 26. Januar 2007 um Aberkennung der aufschiebenden Wirkung ge-
genstandslos. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwer-
deverfahrens zuzüglich Schreibgebühren (vgl. Art. 8 Abs. 1 des Kostentarifs im Zi-
vilverfahren, BR 320.075) gestützt auf 122 ZPO mit solidarischer Haftbarkeit je zur 
Hälfte zu Lasten der beiden Beschwerdeführer, welche die Beschwerdegegner 
überdies aussergerichtlich für das Beschwerdeverfahren mit solidarischer Haftbar-
keit mit Fr. 1'000.00 zu entschädigen haben.

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Demnach erkennt das Kantonsgerichtspräsidium :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die vom Kreispräsidenten Klosters im angefochtenen Amtsbefehl vom 30. 
Oktober 2006 (Dispositiv Ziff. 3 und 4) angesetzten Fristen werden neu ein-
heitlich auf den 12. März 2007 festgesetzt.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von Fr. 1'500.00 zuzüglich 
einer Schreibgebühr in Höhe von Fr. 224.00 gehen mit solidarischer Haftbar-
keit je zur Hälfte zu Lasten der Beschwerdeführer, welche die Beschwerde-
gegner für das Beschwerdeverfahren aussergerichtlich mit solidarischer 
Haftbarkeit mit Fr. 1'000.00 zu entschädigen haben.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als Fr. 30'000.00 betreffende Ent-
scheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesgerichtsge-
setzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das schweizerische Bundesge-
richt geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 
ff. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Be-
schwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten Art. 29 ff.,72 ff. und 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an:

__________

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden 
Der Präsident: Die Aktuarin ad hoc: