# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 935a8115-1592-53c7-ba49-e4ca969abe81
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.09.2019 UV 2017/98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-98_2019-09-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/98

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.02.2020

Entscheiddatum: 09.09.2019

Entscheid Versicherungsgericht, 09.09.2019
Art. 18 UVG. Art. 24 UVG. Art. 39 UVG. Art. 50 UVV. Wagnis verneint bei 
Befahren eines Kieshügels mit einem Motorrad auf einem privaten 
Umschlagplatz einer Baufirma. Würdigung medizinischer Berichte. 
Verneinung eines Rentenanspruchs und Bestätigung der zugesprochenen 
Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. September 2019, UV 
2017/98).

Entscheid vom 9. September 2019

Besetzung

Versicherungsrichterin Miriam Lendfers (Vorsitz), Versicherungsrichterin Christiane 

Gallati Schneider und Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili

Geschäftsnr.

UV 2017/98

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, 

Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann, Lischer, Zemp & Partner, 

Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ bezog Arbeitslosentaggelder und war dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

obligatorisch versichert, als er am 25. Mai 2008 auf dem Umschlagplatz einer Baufirma 

mit dem Motorrad einen festgefahrenen Pfad auf einen Kieshügel hinauffuhr. Weil der 

Hügel auf der Rückseite jedoch bereits abgebaut war, endete der Pfad auf dem 

höchsten flachen Teil abrupt und der Versicherte stürzte trotz Vollbremsung rund fünf 

Meter in die Tiefe (Suva-act. 2, 7-3 ff.). Die erstbehandelnden Ärzte des Kantonsspitals 

B.___, wo sich der Versicherte vom 25. Mai bis 7. Juni 2008 stationär befunden hatte, 

listeten in ihrem Austrittsbericht vom 6. Juni 2008 als Diagnosen ein leichtes 

Schädelhirntrauma, ein stumpfes Thoraxtrauma, eine Wirbelsäulenverletzung, eine 

distale, extraartikuläre Radiusfraktur links sowie eine Schürfwunde prätibial rechts auf. 

Sie attestierten ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 25. Mai bis 22. Juni 2008 

(Suva-act. 3). Am 5. Juni 2008 hatte sich der Versicherte einer offenen Reposition und 

Osteosynthese des distalen Radius (Speiche) unterzogen (Suva-act. 4).

A.a. 

Die behandelnden Ärzte des Kantonsspital B.___ berichteten am 16. Juli 2008 

über einen hochgradigen Verdacht auf ein komplexes regionales Schmerzsyndrom 

A.b. 

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(CRPS) in der Region der Radiusfraktur links (Suva-act. 11). Vom 4. November bis 12. 

Dezember 2008 befand sich der Versicherte stationär in der Rehaklinik Bellikon. Die 

behandelnden Ärzte bestätigten im Austrittsbericht vom 17. Dezember 2008 die 

Diagnose eines CRPS am Handgelenk links und berichteten zusätzlich über eine leicht- 

bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.0) sowie eine posttraumatische 

Belastungsstörung (ICD-10: F43.1). Der Versicherte sei aus psychischen Gründen zu 

100% arbeitsunfähig (Suva-act. 25, vgl. Suva-act. 24).

Dr. med. C.___, Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Pneumologie, 

diagnostizierte nach einer Untersuchung vom 6. Mai 2009 eine formal mittelschwere 

restriktive und leicht obstruktive Ventilationsstörung (Suva-act. 54). Suva-Kreisarzt Dr. 

med. D.___, Facharzt FMH Allgemeinchirurgie und Traumatologie, beurteilte am 20. 

August 2009, es sei davon auszugehen, dass die festgestellte Lungenfunktionsstörung 

vorbestehend und nicht unfallkausal sei (Suva-act. 70).

A.c. 

Der Versicherte war vom 19. Januar bis 2. Februar 2010 stationär in der Klinik 

E.___. Als Hauptdiagnosen hielt die dort behandelnde Ärztin eine mittelgradige 

depressive Episode (ICD-10: F32.1) sowie eine posttraumatische Belastungsstörung 

(ICD-10: F43.1) fest. Der Versicherte trat auf eigenen Wunsch aus der Klinik aus (Suva-

act. 110).

A.d. 

Am 18. Mai 2010 unterzog sich der Versicherte im Kantonsspital B.___ einer 

Osteosynthesematerialentfernung (OSME) am Vorderarm links (Suva-act. 131). Suva-

Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, befand am 30. Juli 2010, aus somatischer Sicht sei der 

Endzustand erreicht (Suva-act. 138). Suva-Kreisarzt Dr. D.___ beurteilte am 19. August 

2010, der Versicherte sei aus somatischer Sicht in seiner ursprünglichen Tätigkeit als 

Lagerist wieder zu 100% arbeits- und vermittlungsfähig. Eine bleibende 

Beeinträchtigung der Integrität liege nicht vor (Suva-act. 144).

A.e. 

Mit Verfügung vom 28. September 2010 stellte die Suva die 

Versicherungsleistungen per 30. September 2010 ein (Suva-act. 155). Dagegen erhob 

die Swica Gesundheitsorganisation, Krankenversicherer des Versicherten, am 1. 

Oktober 2010 vorsorglich Einsprache, zog diese jedoch am 8. Oktober 2010 wieder 

A.f. 

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zurück (Suva-act. 157, 159). Der Versicherte erhob am 22. Oktober 2010 ebenfalls 

Einsprache (Suva-act. 160). Mit Entscheid vom 14. Januar 2011 wies die Suva die 

Einsprache ab (Suva-act. 167). Der Versicherte erhob dagegen Beschwerde beim 

Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen (Suva-act. 170-1 ff.).

Im November 2010 hatte die Suva Kenntnis von einer durch die zuständige 

Haftpflichtversicherung in Auftrag gegebenen Observation des Versicherten im 

Zeitraum von Januar bis Mai 2010 erlangt (vgl. Suva-act. 210 ff.).

A.g. 

Dr. med. G.___, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, untersuchte den 

Versicherten am 27. Mai und 20. Juni 2011 in dessen Auftrag. Er beurteilte am 24. Juni 

2011, aus somatischer Sicht sei der Versicherte in einer adaptierten Tätigkeit zu 

höchstens 50% arbeitsfähig (Suva-act. 179, vgl. auch Stellungnahme vom 15. 

Dezember 2011; Suva-act. 184). Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

FMH, Kompetenzzentrum für Versicherungsmedizin der Suva, schätzte den 

Integritätsschaden am 30. September 2011 auf 10%. Es sei ein Endzustand 

eingetreten und für eine adaptierte Tätigkeit bestehe seit 30. September 2010 wieder 

eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 178). Dr. med. I.___, Facharzt für Chirurgie FMH 

und für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Kompetenzzentrum für Versicherungsmedizin der Suva, nahm am 18. Januar 2012 

Stellung zu den Einschätzungen von Dr. G.___ sowie Dr. H.___ und schloss sich im 

Wesentlichen der Beurteilung von letzterem an (Suva-act. 198).

A.h. 

Mit Entscheid vom 9. August 2012 hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen die Beschwerde unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 14. Januar 

2011 in dem Sinn teilweise gut, dass es die Angelegenheit zur medizinischen (suva-

externen) Abklärung der Frage des Vorliegens von unfallbedingten 

Gesundheitsschäden an der Brustwirbelsäule (BWS), der linken Hand und hinsichtlich 

der Lungenfunktion sowie deren Auswirkung auf die Integrität und die Erwerbsfähigkeit 

des Versicherten an die Suva zurückwies (Suva-act. 199).

A.i. 

Die Suva teilte dem Versicherten mit Schreiben vom 3. Januar 2013 mit, gestützt 

auf das Gerichtsurteil bestehe ab dem 1. Oktober 2010 kein Anspruch auf 

A.j. 

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Taggeldleistungen mehr. Bezüglich Rentenleistungen oder einer 

Integritätsentschädigung würden weitere Abklärungen getätigt (Suva-act. 221).

Nach einer Untersuchung vom 16. Januar 2013 hielt Dr. med. J.___, Facharzt FMH 

für Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem Gutachten vom 30. Januar 2013 keine 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er ein Vortäuschen neuropsychologischer 

Einschränkungen (ICD-10: Z76.5) (Suva-act. 262). Im Auftrag der Suva (Suva-act. 238) 

wurde der Versicherte durch Ärzte des Kantonsspitals K.___, unter Leitung von Dr. 

med. L.___, chirurgisch-orthopädisch abgeklärt. In ihrem Gutachten (nachfolgend: 

Gutachten K.___) vom 8. Juli 2013 beurteilten sie, die Rückenschmerzen der BWS 

sowie die CTS-Symptomatik des Nervus medianus und die Kraftminderung der linken 

Hand stünden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Mai 

2008. Die Thoraxverletzung sei eine Unfallfolge und die Ventilationsstörung 

möglicherweise eine Spätfolge. Die posttraumatische Belastungsstörung sei ebenfalls 

eine Unfallfolge. In der angestammten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%, 

in einer adaptierten Tätigkeit eine solche von 80%. Den Integritätsschaden schätzten 

sie auf 20% (Suva-act. 270).

A.k. 

Nachdem Ärzte des Kompetenzzentrums für Versicherungsmedizin der Suva das 

Gutachten K.___ für nicht beweiskräftig erachtet hatten (vgl. Suva-act. 272), wurde der 

Versicherte im Auftrag der Suva (vgl. Suva-act. 293, 295) im Februar 2015 durch Ärzte 

der Universitätsklinik M.___ polydisziplinär (orthopädisch, handchirurgisch, 

neurologisch) abgeklärt. In ihrem Gutachten (nachfolgend: Gutachten M.___) vom 20. 

Mai 2015 listeten sie als Diagnosen eine Lumbo-Thoracodorsalgie, eine Kraftminderung 

und Schmerzen der Hand links, eine (unfallfremde) mittelschwere restriktive 

Ventilationsstörung, einen Status nach stumpfem Thoraxtrauma bei Motorradunfall 

vom 25. Mai 2008, einen Status nach leichtem Schädelhirntrauma nach Motorradunfall 

vom 25. Mai 2008, einen Verdacht auf Status nach posttraumatischer 

Belastungsstörung sowie einen Verdacht auf Status nach leichter bis mittelgradiger 

depressiver Episode auf. Sie erachteten den Versicherten auch unter Einbezug des 

pneumologischen Gutachtens von Prof. Dr. N.___ vom 24. November 2014 (vgl. Suva-

act. 309) als zu 100% arbeitsfähig in seiner angestammten Tätigkeit als Staplerfahrer 

sowie einer adaptierten Tätigkeit. Den Integritätsschaden schätzten sie auf 15-20% 

A.l. 

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B.  

C.  

(Suva-act. 308, vgl. Suva-act. 307). Am 20. Oktober 2015 äusserte sich Gutachterin Dr. 

med. O.___, Oberärztin Wirbelsäulenchirurgie, Universitätsklinik M.___, zu einer 

Nachfrage der Suva (Suva-act. 317, vgl. Suva-act. 310).

Mit Verfügung vom 22. April 2016 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 15% zu, 

bestätigte die Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. September 2010 und 

verneinte sinngemäss einen Rentenanspruch (Suva-act. 339).

A.m. 

Dagegen erhob der Versicherte am 25. Mai 2016 Einsprache (Suva-act. 341, vgl. 

Zusatzbegründung vom 15. Mai 2017; Suva-act. 348).

B.a. 

PD Dr. med. P.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Kompetenzzentrum für 

Versicherungsmedizin der Suva, schätzte den Integritätsschaden am 7. April 2017 auf 

15% (Suva-act. 347).

B.b. 

Mit Entscheid vom 17. Oktober 2017 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 

350).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2017 richtet sich die 

vorliegende Beschwerde vom 17. November 2017. Der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) beantragte darin dessen Aufhebung und es seien ihm aufgrund des 

Unfalls vom 25. Mai 2008 weiterhin die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

auszurichten. Es sei ihm mindestens eine 50% UVG-Rente sowie eine 

Integritätsentschädigung auf der Grundlage einer Integritätseinbusse von mindestens 

30% auszurichten. Eventualiter sei ein unabhängiges polydisziplinäres Gutachten zu 

erstellen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1). Am 11. Dezember 

2017 begründete er ergänzend, es sei auf das Gutachten von Dr. L.___, Kantonsspital 

K.___, abzustellen. Die Gutachten von Dr. J.___ und der Universitätsklinik M.___ seien 

hingegen nicht beweiskräftig bzw. unter Verletzung der Mitwirkungsrechte entstanden 

(act. G3).

C.a. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2008 zur Diskussion steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte am 20. Februar 2018, 

die Verfügung vom 22. April 2016 sowie der Einspracheentscheid vom 17. Oktober 

2017 seien mit Bezug auf die zugesprochene Integritätsentschädigung in reformatio in 

peius zu ziehen und dem Beschwerdeführer sei der Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung abzusprechen. Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen 

und der Einspracheentscheid zu bestätigen. Eventualiter sei die Beschwerde 

abzuweisen und der Einspracheentscheid zu bestätigen. Sie begründete, die am 25. 

Mai 2008 vom Beschwerdeführer an den Tag gelegte Verhaltensweise, welche zum 

Unfall geführt habe, sei als Wagnis zu qualifizieren, weshalb kein Anspruch auf 

Geldleistungen ausgewiesen sei (act. G7).

C.b. 

Mit Replik vom 30. April 2017 ergänzte der Beschwerdeführer sein 

Rechtsbegehren insofern, als er beantragte, das Begehren der Beschwerdegegnerin 

auf reformatio in peius sei abzuweisen, sofern überhaupt darauf einzutreten sei. Er 

machte geltend, es sei nicht vom Erfüllen des Wagnistatbestandes auszugehen (act. 

G11).

C.c. 

In ihrer Duplik vom 15. Mai 2018 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Rechtsbegehren und den Ausführungen fest (act. G13).

C.d. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 24. Mai 2018 seine 

Honorarnote ein (act. G15, G15.1).

C.e. 

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2.

Streitig und zu prüfen ist vorliegend der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Invalidenrente sowie eine höhere Integritätsentschädigung als bereits zugesprochen. 

Vorübergehende Leistungen sind trotz allfälligem sinngemässem Antrag nicht 

Streitgegenstand. Das Versicherungsgericht hat die per 30. September 2010 erfolgte 

Leistungseinstellung bereits mit dem in Rechtskraft erwachsenen 

Rückweisungsentscheid vom 9. August 2012 für korrekt befunden (Suva-act. 199). 

Nachdem die Beschwerdegegnerin bis zum 30. September 2010 Leistungen erbracht 

und dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung zugesprochen hatte (Suva-

act. 339, 350), stellte sie sich in ihrer Beschwerdeantwort auf den Standpunkt, die vom 

Beschwerdeführer am 25. Mai 2008 an den Tag gelegte Verhaltensweise sei als Wagnis 

zu qualifizieren, weshalb kein Anspruch auf Geldleistungen ausgewiesen sei. Der 

angefochtene Einspracheentscheid sei mit Bezug auf die zugesprochene 

Integritätsentschädigung in reformatio in peius zu ziehen (act. G7). Folglich ist vorerst 

zu prüfen, ob das Unfallereignis vom 25. Mai 2008 als Wagnis zu qualifizieren ist.

Gemäss Art. 39 UVG kann der Bundesrat aussergewöhnliche Gefahren und 

Wagnisse bezeichnen, die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung 

sämtlicher Leistungen oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Die Verweigerung 

oder Kürzung kann er in Abweichung von Art. 21 Abs. 1 bis 3 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) ordnen. 

Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat u.a. mit Erlass von Art. 50 UVV Gebrauch 

gemacht. Danach werden bei Nichtberufsunfällen, die auf ein Wagnis zurückgehen, die 

Geldleistungen um die Hälfte gekürzt und in besonders schweren Fällen verweigert 

(Abs. 1). Wagnisse sind Handlungen, mit denen sich die versicherte Person einer 

besonders grossen Gefahr aussetzt, ohne die Vorkehren zu treffen oder treffen zu 

können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschränken (Abs. 2 Satz 1). Die 

versicherte Person muss sich wissentlich einer besonders grossen Gefahr aussetzen, 

damit eine Handlung als Wagnis qualifiziert werden kann. Das subjektive Element des 

Wissens bezieht sich dabei auf die Gefahrensituation als solche und nicht auf ihre 

konkreten Umstände (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Januar 2013, 8C_640/2012, 

E. 2 mit Hinweis).

2.1. 

Lehre und Rechtsprechung unterscheiden zwischen absoluten und relativen 

Wagnissen. Ein absolutes Wagnis liegt vor, wenn eine gefährliche Handlung nicht 

schützenswert ist oder wenn die Handlung mit so grossen Gefahren für Leib und Leben 

verbunden ist, dass sich diese auch unter günstigsten Umständen nicht auf ein 

2.2. 

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3.  

vernünftiges Mass reduzieren lassen. Ein relatives Wagnis ist gegeben, wenn es die 

versicherte Person unterlassen hat, die objektiv vorhandenen Risiken und Gefahren auf 

ein vertretbares Mass herabzusetzen, obwohl dies möglich gewesen wäre (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. Februar 2013, 8C_987/2012, E. 2.2 mit Hinweisen; vgl. auch 

BGE 141 V 218 E. 2.1 f.).

Die Leistungskürzung wegen eines Wagnisses geht derjenigen wegen 

Grobfahrlässigkeit nach Art. 37 Abs. 2 UVG vor (sog. lex specialis, BGE 134 V 340 E. 

3.2.4). Gemäss Art. 37 Abs. 2 UVG werden die Taggelder, die während der ersten zwei 

Jahre nach dem Unfall ausgerichtet werden, gekürzt, wenn die versicherte Person den 

Nichtberufsunfall grobfahrlässig herbeigeführt hat (vgl. BGE 138 V 522 E. 5.2.1 und 

5.2.2 mit Hinweisen).

2.3. 

Eine Leistungskürzung ist nur zulässig, wenn zwischen dem Wagnis und dem 

eingetretenen Schaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(vgl. auch SVR 1995 UV Nr. 29 S. 85 f. E. 2d mit Hinweisen). Die Rechtsfrage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang bestimmt sich dabei nach dem gewöhnlichen Lauf 

der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung (vgl. (BGE 125 V 456 E. 5a mit 

Hinweisen).

2.4. 

Das Versicherungsgericht ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden. Es 

kann eine Verfügung oder einen Einspracheentscheid zu Ungunsten der Beschwerde 

führenden Person ändern (reformatio in peius) oder dieser mehr zusprechen, als sie 

verlangt hat, wobei den Parteien vorher Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zum 

Rückzug der Beschwerde zu geben ist (Art. 61 lit. d ATSG). Sofern reformatorisch 

entschieden werden kann und die Sache nicht wegen anderer Mängel zurückgewiesen 

werden muss, ist das kantonale Sozialversicherungsgericht bei Feststellung einer 

Rechtsverletzung verpflichtet, eine reformatio in peius ins Auge zu fassen. Ob eine 

solche tatsächlich zu erfolgen hat, da das objektive Recht durchgesetzt werden soll, 

oder ob im Einzelfall das subjektive Rechtsschutzinteresse überwiegt, verbleibt im 

Rahmen dieses Spannungsverhältnisses der Überprüfung durch das kantonale Gericht 

(BGE 144 V 153, E. 4.2.1).

2.5. 

Das Vorliegen eines Wagnisses ist aufgrund des konkreten Geschehensablaufs zu 

beurteilen. Mit anderen Worten ist zu prüfen, ob dem Unfallhergang, wie er sich konkret 

ereignet hat, Wagnischarakter zukommt (vgl. auch das Urteil des Bundesgerichts vom 

19. September 2006, U 122/06, E. 3.2.1). Gemäss Erwägung 2.5 steht dem 

3.1. 

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Versicherungsgericht bei der Prüfung einer reformatio in peius ein gewisser 

Ermessensspielraum zu.

In sachverhaltlicher Hinsicht ist mit Blick auf die Abklärungen der Kantonspolizei 

Q.___ folgender Geschehensablauf überwiegend wahrscheinlich erstellt: Am 25. Mai 

2008 unternahm der Beschwerdeführer mit Kollegen eine Motorradtour. Die 

Motorradgruppe wartete neben der öffentlichen Strasse auf einem Umschlagplatz einer 

Baufirma auf den Beschwerdeführer, welcher dort als letzter Fahrer eintraf. Dort 

angekommen, liess der Beschwerdeführer seinen Soziusfahrer absteigen. Auf dem 

Areal befand sich unter anderem ein Kieshügel, auf den ein festgefahrener Pfad führte. 

Der Beschwerdeführer fuhr diesen Pfad mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 15 km/h 

hinauf. Weil der Hügel auf der Rückseite jedoch bereits abgebaut war, endete der Pfad 

auf dem höchsten flachen Teil abrupt und der Beschwerdeführer stürzte trotz 

Vollbremsung samt Motorrad rund fünf Meter in die Tiefe. Weiter ist dem Polizeirapport 

zu entnehmen, dass auf dem Hügel, bei der Absturzstelle, 60cm vor dem Abgrund eine 

Reklametafel der Baufirma angebracht gewesen sei. Auf der Rückseite der erwähnten 

Reklametafel (Sturzseite) sei eine gelbe Tafel mit dem Vermerk "Das Betreten der 

Baustelle verboten. Für Unbefugte wird bei Unfällen jede Haftung abgelehnt" 

angebracht gewesen. Eine Tafel mit dem gleichen Hinweis habe sich auch am Ende 

des Platzes bei der dortigen Einfahrt, das heisst rechts vom Kieshügel, befunden. Die 

erwähnte Tafel sei dort auf einer rot-weiss markierten Baustellenlatte montiert 

gewesen, habe aber von der Fahrtrichtung des Beschwerdeführers aus nicht 

eingesehen werden können (Suva-act. 7-3 ff.).

3.2. 

Das Motorradfahren an sich gilt als schützenswerte Betätigung, während die 

Teilnahme an einem Motocross-Rennen oder einem Training dazu 

rechtsprechungsgemäss ein absolutes Wagnis darstellen (Alexandra Rumo-Jungo/

André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 

221, 223). Beim vom Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls gefahrenen Motorrads 

BMW R80 GS (vgl. Suva-act. 7-4) handelt es sich um eine Enduromaschine, welche 

geländegängig ist (https://de.wikipedia.org/wiki/ BMW_R_80_GS, abgerufen am 9. 

September 2019). Das vorliegend in Frage stehende Befahren eines festgefahrenen 

Pfades auf einen Kieshügel war folglich mit diesem Motorrad grundsätzlich gefahrlos 

möglich. Bei der Baumaterialdeponie handelte es sich erkennbar um ein Privatareal. 

Das Betreten oder Befahren desselben stellt an sich jedoch noch kein Wagnis dar. Auf 

den Kieshügel führte wie erwähnt ein festgefahrener, ansonsten von grossen 

Fahrzeugen für den Umschlag von Kies benutzter Pfad. Diese Seite des Kieshügels 

3.3. 

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4.

Weiter ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung zu 

prüfen.

liess damit keine besondere Gefahr erkennen. Auch waren die vorhandenen 

Hinweisschilder für den Beschwerdeführer nicht sichtbar (vgl. Suva-act. 7-3 ff.). Den 

Kieshügel zu befahren - ohne sich zuvor mindestens zu versichern, dass auch auf der 

Rückseite ein Pfad nach unten führt - war zweifelslos eine unüberlegte, fahrlässige 

Handlung. Der Beschwerdeführer setzte sich jedoch nicht wissentlich einer besonders 

grossen Gefahr aus. Weder wusste er, noch hätte er wissen müssen, dass der 

Kieshügel auf der anderen Seite abgebaut war. Unbestritten beabsichtigte er auch 

nicht, mit dem Motorrad "vom Hügel zu springen". Insgesamt weist das vorliegende 

Ereignis nicht die gleiche Schwere auf wie die vom Bundesgericht als Wagnis 

anerkannten Begebenheiten (vgl. Beispiele in Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 223 ff.). 

Daran ändert auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer wegen 

Nichtbeherrschens des Fahrzeugs (einfache Verkehrsregelverletzung) mit einer Busse 

bestraft wurde (vgl. Suva-act. 262-21 f.), nichts.

Die Beschwerdegegnerin stützt sich bei ihrer Argumentation wesentlich auf das 

bezüglich einer Auseinandersetzung zwischen dem Beschwerdeführer einerseits und 

dem zuständigen Motorfahrzeugversicherer bzw. dem Eigentümer der Baufirma 

andererseits ergangene Urteil des Bundesgerichts vom 20. Februar 2014 

(4A_385/2013; Suva-act. 274). Das Bundesgericht hatte festgehalten, im Ergebnis 

verletze es kein Bundesrecht, wenn die Vorinstanz angenommen habe, das Verhalten 

des Beschwerdeführers unterbreche den Kausalzusammenhang (E. 6.4.2). Damit sei 

die Vorinstanz auch zu Recht davon ausgegangen, dass der Unfall durch grobes 

Verschulden des Beschwerdeführers verursacht worden sei (E. 7). Wie der 

Beschwerdeführer zu Recht geltend macht (act. G11), entspricht ein grobes 

Verschulden aus zivilrechtlicher Sicht jedoch nicht ohne Weiteres dem 

unfallversicherungsrechtlichen Begriff des Wagnisses.

3.4. 

Zusammenfassend ist das Vorliegen eines Wagnisses zu verneinen und eine 

Kürzung allfälliger Geldleistungen rechtfertigt sich nicht.

3.5. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die 

versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 

durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen 

Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 

Abs. 1 UVG). Wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden 

kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) 

abgeschlossen sind, entsteht der Rentenanspruch. Mit dem Rentenbeginn fallen die 

Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (Alexandra 

Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den 

natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 55, 58; BGE 125 V 456; 123 III 110; 112 V 30). Im Bereich klar ausgewiesener 

organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren strukturellen Veränderungen spielt 

die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (vgl. BGE 117 V 359, E. 5d/bb, unten, mit Hinweisen auf Lehre und 

Rechtsprechung; BGE 118 V 286, E. 3a).

4.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/20

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5.

Vorliegend ist die Frage zu prüfen, ob die medizinische Situation und die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Der 

angefochtene Einspracheentscheid stützt sich in medizinischer Hinsicht im 

Wesentlichen auf die Gutachten M.___ sowie dasjenige von Dr. J.___ (Suva-act. 262, 

308, 350). Der Beschwerdeführer spricht diesen die Beweiskraft ab und hält ihnen das 

Gutachten K.___ entgegen (act. G1, G11, Suva-act. 270). Unbestritten ist die 

Verwertbarkeit des bezüglich der Observation des Beschwerdeführers im Zeitraum von 

Januar bis Mai 2010 (vgl. Suva-act. 210 ff.) erstellten Materials (vgl. BGE 143 I 377).

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

In psychiatrischer Hinsicht liegt das Gutachten von Dr. J.___ vom 30. Januar 2013 

vor. Dieser erachtete die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht als nicht 

eingeschränkt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er ein 

Vortäuschen neuropsychologischer Einschränkungen (ICD-10: Z76.5) (Suva-act. 262). 

Er stützte sich dabei unter anderem auf die Beurteilung von Fachpsychologe Dr. phil. 

R.___ vom 17. Januar 2013, welcher einen Verdacht auf eine Simulation von geltend 

gemachten neurokognitiven Einschränkungen geäussert hatte (Suva-act. 262-76 ff.). 

Der Beschwerdeführer bringt vor, Dr. J.___ habe es versäumt, die von ihm selbst 

erhobenen, psychopathologischen Befunde nach ICD-10 zuzuordnen. Dasselbe 

Vorgehen lasse sich mit Blick auf die Ergebnisse der Hamilton Depressionsskala 

beobachten, welche eine leichte Depression ergeben hätten. Dr. J.___ habe sämtliche 

dieser Befunde ohne ersichtlichen Grund ignoriert (act. G3). Wie das 

Versicherungsgericht bereits mit Entscheid vom 3. April 2018 im 

invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren IV 2016/14 (E. 3.2) ausführte, hat Dr. J.___ 

praktisch gar keine objektiven klinischen Befunde erheben können. Dr. J.___ hat im 

Wesentlichen nur die Aussagen des Beschwerdeführers wiedergegeben. Diese können 

keine hinreichende Grundlage für eine Diagnosestellung und eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung bilden. Es besteht auch kein Grund zur Annahme, dass Dr. 

J.___ wesentliche objektive Befunde übersehen hätte, denn er hat die von ihm 

erhobenen unauffälligen klinischen Befunde ausführlich beschrieben (Suva-act. 262-54 

ff.). Zwar erhob er mittels der Hamilton Depressionsskala einen Wert von 14 Punkten. 

Diese Skala ist jedoch nicht allein ausschlaggebend für die Diagnose einer Depression, 

zumal das Resultat massgeblich von subjektiven Angaben geprägt ist (vgl. Suva-act. 

262-56). Dr. J.___ hat seine Diagnosestellung und Arbeitsfähigkeitsschätzung 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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ausführlich begründet. Zudem hat er sich mit den subjektiven Angaben des 

Beschwerdeführers und - entgegen dessen Kritik (act. G3) - auch eingehend mit den 

vorgängigen relevanten medizinischen Berichten auseinandergesetzt (vgl. Suva-act. 

262-58 ff., 262-64 ff., 262-67 ff.). Die vom Beschwerdeführer angeführten früheren 

psychiatrischen Einschätzungen, welche von einer Arbeitsunfähigkeit ausgingen, 

entstanden zudem im Jahr 2009, mithin vor dem Fallabschluss vom 30. September 

2010 (vgl. act. G11). Bereits Dr. med. S.___ hatte die geltend gemachten psychischen 

Einschränkungen des Beschwerdeführers am 25. Mai sowie 10. August 2011 stark in 

Frage gestellt. Insbesondere mit Blick auf die Ergebnisse der Observation befand er, es 

sei kaum möglich, als sich etwas anderes als eine absichtliche Täuschung der 

Sozialversicherungen vorzustellen (vgl. Suva-act. 262-38 ff.). RAD-Arzt Dr. med. T.___, 

Facharzt für Psychiatrie, hatte ebenfalls erhebliche Zweifel an einer psychisch 

relevanten Einschränkung geäussert (Datum unbekannt, vgl. Suva-act. 262-43 f.). 

Insgesamt ist die überzeugende Beurteilung von Dr. J.___ damit als beweiskräftig zu 

erachten. Auch Dr. med. U.___, Neurologin, Mitarbeiterin der IV-Stelle, hatte das 

Gutachten als beweiskräftig bezeichnet (Suva-act. 262).

Die Ärzte des Kantonsspitals K.___ klärten den Beschwerdeführer chirurgisch-

orthopädisch ab. Am 8. Juli 2013 beurteilten sie, die Rückenschmerzen der BWS sowie 

die CTS-Symptomatik des Nervus medianus und die Kraftminderung der linken Hand 

stünden in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfall vom 25. Mai 2008. Die 

Thoraxverletzung sowie die posttraumatische Belastungsstörung seien Unfallfolgen 

und die Ventilationsstörung möglicherweise eine Spätfolge. In der angestammten 

Tätigkeit als Staplerfahrer bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50%, in einer adaptierten 

Tätigkeit eine solche von 80% (Suva-act. 270). Wie die Beschwerdegegnerin gestützt 

auf die Beurteilung von Dr. med. V.___, Fachärztin für Neurologie FMH und Psychiatrie, 

sowie Dr. I.___ vom 6. März 2014 zu Recht vorbringt, ist das Gutachten K.___ jedoch 

als nicht beweiskräftig zu erachten (act. G7, G13, Suva-act. 272, vgl. auch die 

Stellungnahme von Dr. U.___; Suva-act. 262-99 ff.). Entgegen dem Auftrag der 

Beschwerdegegnerin, eine interdisziplinäre Begutachtung mit den Fachrichtungen 

Chirurgie-Orthopädie (Federführung, Schwergewicht durch Dr. L.___) und Pulmologie 

(Beurteilung Lungenfunktion, Zuzug eines Experten nach Wahl) zu erstellen (Suva-act. 

226), hielten die Gutachter letzteres nicht für notwendig. Sie führten aus, die 

Ventilationsstörung sei möglicherweise eine Spätfolge des Unfalls. Der 

Kausalzusammenhang würde sich nur mittels eines pulmologischen Gutachtens klären 

lassen. Bei fehlenden Beschwerden sei diese Begutachtung ihrer Auffassung nach 

nicht erforderlich (Suva-act. 270-15).  Nach dem 30. September 2011 erstellte Berichte 

wurden im Gutachten weder in der Zusammenfassung der Akten aufgelistet, noch 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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thematisiert (vgl. Suva-act. 270). Es ist damit zumindest fraglich, ob sie den Gutachtern 

bekannt waren. Offenbar keine Kenntnis hatten sie von den bereits zuvor erstellten 

Beurteilungen von Dr. J.___ und Dr. phil. R.___. Sie hielten diesbezüglich fest, inwieweit 

die von ihnen erwähnte Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung Einfluss 

auf die Erwerbsfähigkeit habe, sollte mit einem neurologisch/psychiatrischen 

Zusatzgutachten geklärt werden (Suva-act. 270-17). Weiter bemängeln Dr. V.___ und 

Dr. I.___, die Gutachter hätten diverse Befunde im Bereich der oberen Extremitäten, 

speziell der Schultern sowie des Rückens erhoben, seien jedoch nicht weiter auf diese 

eingegangen. Weiter hätten sei einen dumpfen Druckschmerz über dem TFCC 

angegeben, sich jedoch nicht zu einer eventuell vorhandenen begleitenden Verletzung 

des TFCC geäussert (Suva-act. 272-3 f., vgl. Suva-act. 270-11 ff.). Die Gutachter 

berichteten über eine postoperative CTS-Symptomatik nach osteosynthetisch 

versorgter distaler extraartikulärer Radiusfraktur sowie Metallentfernung mit 

persistierendem Kraftdefizit bei durchgemachtem CRPS (Suva-act. 270-21). Wie Dr. 

V.___ und Dr. I.___ zu Recht ausführen, war diese Diagnose zuvor nicht aktenkundig. 

Die Gutachter begründeten ihre erstmalige Diagnose nicht. Zudem führten Dr. V.___ 

und Dr. I.___ aus, die Quantifiziertung der Kraft sei sehr stark von der Kooperation des 

Untersuchten abhängig. Ein objektives Kriterium wäre die Umfangmessung der Ober- 

und Unterarmmuskulatur sowie der Mittelhand gewesen, was jedoch nicht 

durchgeführt worden sei (Suva-act. 272-4). Die Gutachter führten bezüglich der 

Arbeitsfähigkeit unter anderem aus, bei sitzenden Tätigkeiten seien aufgrund von 

Rückenbeschwerden regelmässige Pausen nötig (Suva-act. 270-24). Dr. V.___ und Dr. 

I.___ stellten dies insofern in Frage, als die Beschwerden des am meisten betroffenen 

BWK 6 sich bei sitzenden Tätigkeiten wesentlich weniger stark auswirken sollten als 

etwa Frakturen im Bereich der Lendenwirbelsäule (Suva-act. 272-5). Die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ist zudem insofern widersprüchlich, 

als die Gutachter einerseits befanden, es liege eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 

20% vor, gleichzeitig aber festhielten, es bestehe bis auf weiteres eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50% (vgl. Suva-act. 270-25, Fragen 3.5 f.). Die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von 20% in einer adaptierten Tätigkeit begründeten sie 

sodann nicht nachvollziehbar, zumal sie nach der Umschreibung des 

Zumutbarkeitsprofils lediglich ausführten, geringe Einschränkungen (20%) könnten 

auch in adaptierten Tätigkeiten gegeben sein (Suva-act. 270-25). Der 

Beschwerdeführer geht gar davon aus, diese 20%ige Einschränkung sei zusätzlich zur 

Limitierung der Arbeitsfähigkeit auf sechs Stunden pro Tag zu berücksichtigen, womit 

insgesamt eine Arbeitsfähigkeit von 60% resultiere (Suva-act. 270-26, act. G3). 

Insgesamt ist das Gutachten K.___ entsprechend der Beurteilung von Dr. V.___ und Dr. 

I.___ als nicht beweiskräftig zu erachten, da es erhebliche formale und fachliche 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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5.3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe sich mit einer Begutachtung durch 

Dr. med. W.___ einverstanden erklärt. Das Gutachten sei aber von Dr. O.___ und 

schliesslich per Delegation durch Dr. med. X.___, Assistenzärztin Orthopädie, erstellte 

worden. Diese sei im erforderlichen Bereich völlig unerfahren. Da er sich nicht mit der 

Erstellung des Gutachtens durch Dr. O.___ bzw. Dr. X.___ einverstanden erklärt habe, 

seien seine Mitwirkungsrechte verletzt (act. G3). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass 

nicht die Herkunft oder die Urheberschaft eines Gutachtens für dessen Beweiswert 

entscheidend ist, sondern dass im Rahmen der freien Beweiswürdigung nur der Inhalt 

bzw. die inhaltliche Überzeugungskraft eines Gutachtens ausschlaggebend sein kann. 

Die gegen die Person von Dr. X.___ gerichtete Kritik des Beschwerdeführers geht 

deshalb an der Sache vorbei. Dr. X.___ hatte das Gutachten zudem unter Aufsicht von 

Oberärztin

Dr. O.___ und PD Dr. med. Y.___, Stv. Teamleiter Handchirurgie der Universitätsklinik 

M.___, erstellt (vgl. act. G3, Suva-act. 308-72). Insofern der Beschwerdeführer geltend 

macht, Dr. X.___ sei deutlich durch die Ausführungen von Dr. J.___, dessen 

Begutachtung eine Vortäuschung der Beschwerden ergeben habe, beeinflusst 

gewesen, bestehen dafür keine Anhaltspunkte. Dr. X.___ verwies bei der Frage, ob mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden könne, dass die 

Defizite sowie Unklarheiten aufweist. Zudem fehlte eine pulmologische Begutachtung 

und es ergaben sich Hinweise auf die Notwendigkeit einer neurologischen Abklärung 

(vgl. Suva-act. 272). Der (im Übrigen verspätet erhobene) Vorwurf des 

Beschwerdeführers, wonach eine weitere Begutachtung einer unzulässigen 

Zweitbegutachtung gleichgekommen sei (vgl. act. G3), trifft damit nicht zu.

5.3.1 Die M.___-Gutachter listeten als Diagnosen eine Lumbo-Thoracodorsalgie, eine 

Kraftminderung und Schmerzen der Hand links, eine (unfallfremde) mittelschwere 

restriktive Ventilationsstörung, einen Status nach stumpfem Thoraxtrauma bei 

Motorradunfall vom 25. Mai 2008, einen Status nach leichtem Schädelhirntrauma nach 

Motorradunfall vom 25. Mai 2008, einen Verdacht auf Status nach posttraumatischer 

Belastungsstörung sowie einen Verdacht auf Status nach leichter bis mittelgradiger 

depressiver Episode auf. Sie erachteten den Beschwerdeführer als zu 100% 

arbeitsfähig in seiner angestammten sowie einer adaptierten Tätigkeit (Suva-act. 307 

f.).

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Beschwerden und Symptome tatsachenwidrig dargestellt würden, auf die Beurteilung 

von Dr. J.___ (Suva-act. 308-70). Damit brachte sie lediglich zum Ausdruck, dass sie 

dessen Meinung teile. Die Neutralität der Gutachterin wird damit nicht in Frage gestellt.

5.3.3 Wie der Beschwerdeführer vorbringt, führten die M.___-Gutachter Krafttests der 

Hände durch. Diese ergaben an der betroffenen linken Hand 63.75%, 64.9% und 

70.3% schlechtere Ergebnisse als an der rechten Hand. In der Konsensbeurteilung 

hielten die Gutachter als Diagnose eine Kraftminderung und Schmerzen der Hand links 

fest. Bei der Beantwortung der Fragen der Beschwerdegegnerin bezeichneten sie die 

Kraftminderung als leicht (Suva-act. 308-63, 308-67). Der Beschwerdeführer sieht 

einen Widerspruch zwischen den Testergebnissen und der Einstufung als "leichte" 

Kraftminderung (act. G3). Wie bereits erwähnt, sind solche Krafttests jedoch stark von 

der Mitwirkung der untersuchten Person abhängig (vgl. Suva-act. 272-4, Erwägung 

5.2). Die Gutachter prüften zusätzlich auch den Bewegungsumfang des Handgelenkes 

und beurteilten dieses inspektorisch (Suva-act. 308-56 f.).

5.3.4 Bei der Würdigung der medizinischen Situation fällt weiter ins Gewicht, dass das 

Gutachten M.___ vom 20. Mai 2015 (Suva-act. 307 ff.) auf umfassender Aktenkenntnis 

sowie polydisziplinären eigenen Untersuchungen beruht, das gesamte Leidensbild des 

Beschwerdeführers berücksichtigt und die auf dieser Grundlage gezogenen Schlüsse 

nachvollziehbar sind. Aus den vom Beschwerdeführer vorgebrachten medizinischen 

Einschätzungen ergeben sich zudem keine objektiven Gesichtspunkte, welche im 

M.___-Gutachten vom 20. Mai 2015 ausser Acht gelassen worden wären. Sie sind nicht 

geeignet, das Gutachten in Zweifel zu ziehen. Schliesslich wurden auch zwischen dem 

M.___-Gutachten und dem umstrittenen Einspracheentscheid vom 17. Oktober 2017 

(Suva-act. 347) eingetretene massgebliche Veränderungen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit nicht substantiiert geltend gemacht und solche ergeben sich auch 

nicht aus den Akten. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich damit.

6.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100% in einer adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

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6.1 Der Beschwerdeführer hat in seinem Heimatland den Beruf des Schreiners erlernt, 

war in der Schweiz aber nie als solcher tätig. Er bezog zum Zeitpunkt des Unfalls vom 

25. Mai 2008 Arbeitslosentaggelder (Suva-act. 2) und war zuvor zuletzt als 

Maschinenbediener und Staplerfahrer tätig (vgl. Suva-act. 13). Er ist damit als 

Hilfsarbeiter einzustufen. Es ist ihm deshalb ohne weiteres zumutbar, im Ausmass 

seiner verbliebenen Arbeitsfähigkeit einer Hilfsarbeit nachzugehen. Es muss sich um 

eine der Behinderung optimal gerecht werdende Hilfsarbeit handeln, damit die 

verbleibende Arbeitsfähigkeit - der allgemeinen Schadenminderungspflicht Rechnung 

tragend - bestmöglich verwertet werden kann. Wenn in Art. 6 Satz 1 ATSG von der 

durch eine Gesundheitsbeeinträchtigung bewirkten Einschränkung bei der Fähigkeit, im 

bisherigen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten, die Rede ist, so kann damit im 

Zusammenhang mit der Bemessung des zumutbaren Invalideneinkommens des 

Beschwerdeführers also nur die Arbeitsunfähigkeit in einer behinderungsadaptierten 

Hilfsarbeit gemeint sein (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts vom 17. August 2012, IV 

2010/400 E. 1.1). Es rechtfertigt sich damit, sowohl das Invalideneinkommen als auch 

das Valideneinkommen gestützt auf die LSE, Total sämtlicher Wirtschaftszweige, 

Kompetenzniveau 1, Männer, zu bestimmen.

6.2 Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter)Tätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Wie die 

M.___-Gutachter festhielten, hat der Beschwerdeführer nur geringe qualitative 

Einschränkungen. Es sind ihm alle wechselbelastenden Tätigkeiten ohne Tragen von 

Lasten über 20kg zumutbar (Suva-act. 308-69). Er ist im Vergleich zu voll 

leistungsfähigen Arbeitnehmern damit lohnmässig nur geringfügig benachteiligt und 

muss mit höchstens leicht unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen (vgl. zum 

Ganzen Philipp Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in Ueli Kieser/Miriam Lendfers 

[Hrsg.]: Jahrbuch zum Sozialversicherungsrecht 2012, S. 139 ff.; Urteil des 

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Bundesgerichts vom 28. Januar 2014, 9C_796/2013, E 3.1.2). Es rechtfertigt sich 

damit, den Tabellenlohnabzug auf 5% festzusetzen. Für einen weitergehenden Abzug - 

wie vom Beschwerdeführer beantragt (act. G3) - besteht keine Grundlage.

6.3 Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten und 

unter Berücksichtigung eines 5%igen Tabellenlohnabzugs resultiert im Rahmen eines 

Prozentvergleichs ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 5%.

7.

Weiter ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung zu 

beurteilen. Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer gestützt auf die 

Beurteilungen der M.___-Gutachter und Dr. P.___ eine solche basierend auf einem 

Integritätsschaden von 15% zu (Suva-act. 308-69 f., 339, 347, 350).

7.1 Die Integritätsentschädigung wird gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist 

der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär 

bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei 

unberücksichtigt (BGE 124 V 35 E. 3c, 113 V 221 E: 4b). Die Bemessung des 

Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen Umständen des Einzelfalls 

ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung 

der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive Faktoren ausser Acht 

zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1). Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die 

Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte 

Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der 

bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form 

(sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten Richtwerte, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie sind mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis).

7.2 Die M.___-Gutachter erachteten aufgrund der Beschwerden an der Wirbelsäule ein 

Integritätsschaden von 15-20% als gegeben (Suva-act. 308-69). Dr. P.___ präzisierte, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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es liege aufgrund der Wirbelsäulenaffektion ein Integritätsschaden von 15% vor (Suva-

act. 347). Der Beschwerdeführer beanstandet diese Beurteilungen nicht grundsätzlich, 

hält aber einen zusätzlichen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung aufgrund der 

Beeinträchtigung seines linken Handgelenks für gegeben. Er stützt sich dabei auf das 

nicht beweiskräftige Gutachten K.___ (act. G3). Diese Gutachter hatten befunden, die 

Schädigung sei vergleichbar mit einer wenig bis mässig ausgeprägten 

Handgelenksarthrose, womit ein Integritätsschaden von 5-10% bestehe (Suva-act. 

270-20). Wie die M.___-Gutachter jedoch plausibel ausführten, besteht beim 

Beschwerdeführer keine Beeinträchtigung, für welche die Suva Tabelle 1 

"Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten" eine 

Integritätsentschädigung vorsehen würde (Aufhebung der Pro- und/oder Supination 

des Vorderarms, Steifheit bei gewissen Bewegungen der Hand, radiocarpale 

Arthrodese, Handwurzelarthrodese; abrufbar unter https://www.suva.ch/de-CH/

material/Dokumentationen/tabelle-01-integritaetsschaden-bei-funktionsstoerungen-an-

den-oberen-extremitaeten, abgerufen am 9. September 2019).

7.3 Zusammenfassend besteht entsprechend der Schätzung von Dr. P.___ ein 

Integritätsschaden von 15%.

8.

8.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 17. Oktober 

2017 nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.

8.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3 Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.09.2019
	Art. 18 UVG. Art. 24 UVG. Art. 39 UVG. Art. 50 UVV. Wagnis verneint bei Befahren eines Kieshügels mit einem Motorrad auf einem privaten Umschlagplatz einer Baufirma. Würdigung medizinischer Berichte. Verneinung eines Rentenanspruchs und Bestätigung der zugesprochenen Integritätsentschädigung. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. September 2019, UV 2017/98).

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