# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6bceb7e-094d-535b-99a8-0166001effa2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.05.2015 RT150078
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150078_2015-05-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150078-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter Dr. M. Kriech  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 8. Mai 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 
Staat Thurgau, Politische Gemeinde B._____, Primarschule B._____,  

Sekundarschule C._____,  

Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

vertreten durch Steuerkassieramt B._____ 

 
betreffend Rechtsöffnung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Winterthur vom 13. April 2015 (EB150126-K) 
 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 13. April 2015 erteilte das Bezirksgericht Winterthur 

(Vorinstanz) den Gesuchstellern in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamts 

Zell-Turbenthal (Zahlungsbefehl vom 23. Januar 2015) – gestützt auf eine Nach-

steuerverfügung für die Steuerperiode 2002 – definitive Rechtsöffnung für Fr. 

19'977.-- nebst 3 % Zins seit 21. Januar 2015, Fr. 4'389.75 (aufgelaufener Zins bis 

20. Januar 2015) sowie Fr. 103.30 Betreibungskosten und Kosten und Entschädi-

gung gemäss diesem Entscheid (Urk. 7 = Urk. 10). 

b) Hiergegen hat die Gesuchsgegnerin am 28. April 2015 fristgerecht (vgl. 

Urk. 8) Beschwerde erhoben. Sie hat zwar keine klaren Beschwerdeanträge ge-

stellt ("wir bitten Sie höfflich den Gesuch Gut zu Heissen Wir bitten Sie den Fall 

genau zu bearbeiten"; Urk. 9 am Ende), aus der Begründung ergibt sich aber, 

dass sie die Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens erreichen will (Urk. 9). 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Beschwerde-

antwort verzichtet werden (Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Die Vorinstanz hat ihren Entscheid zusammengefasst wie folgt 

begründet: Die Gesuchsteller würden ihr Rechtsöffnungsbegehren auf die rechts-

kräftige Nachsteuerverfügung der Steuerverwaltung des Kantons Thurgau vom 

17. April 2013 und auf die darauf basierende Schlussrechnung vom 18. Septem-

ber 2013 stützen; der in Betreibung gesetzte Betrag sei dadurch ausgewiesen 

und fällig (Urk. 10 S. 3). 

Die Gesuchsgegnerin mache geltend, dass die der Nachsteuerverfügung 

zugrunde liegenden Zahlen falsch seien. Jedoch verfüge das Rechtsöffnungsge-

richt nicht über die Kompetenz, diese Verfügung zu überprüfen (Urk. 10 S. 4).  

Die Gesuchsgegnerin mache weiter geltend, die Forderung sei verjährt. Je-

doch würden gemäss § 153 Abs. 1 StG/TG Steuerforderungen 5 Jahre nach 

Rechtskraft der Veranlagung verjähren und gemäss § 205 Abs. 1 StG/TG erlö-

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sche das Recht zur Einforderung von Nachsteuern 10 Jahre nach Ablauf der frag-

lichen Steuerperiode. Vorliegend sei das Nachsteuerverfahren für das Steuerjahr 

2002 am 23. Dezember 2009 und damit innert der 10-jährigen Frist eingeleitet 

worden. Da die Nachsteuerverfügung am 17. April 2013 erlassen wurde, sei die 5-

jährige Bezugsverjährung noch nicht eingetreten (Urk. 10 S. 4-5). 

Die verlangten aufgelaufenen und laufenden Zinsen würden den massgebli-

chen Bestimmungen des thurgauischen Rechts entsprechen (Urk. 10 S. 5-6). 

b) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 

320 ZPO). Die Beschwerde ist begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). 

Dazu gehört, dass in der Beschwerde im Einzelnen dargelegt werden muss, was 

genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll; was nicht in dieser Weise 

beanstandet wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu werden 

und hat insofern grundsätzlich Bestand.  

c) Die Gesuchsgegnerin macht in ihrer Beschwerde keine solchen kon-

kreten Beanstandungen. Sie erwähnt verschiedene Bestimmungen des Bundes-

gesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) und macht geltend, es würden 

massive schwere Fehler der Behörden vorliegen (Urk. 9). 

Soweit die Gesuchsgegnerin damit geltend machen will, dass die Veranla-

gungsverfügung vom 17. April 2013 zu Unrecht erlassen worden sei bzw. auf fal-

schen Zahlen basiere, ist sie noch einmal – wie schon die Vorinstanz dies getan 

hat – darauf hinzuweisen, dass im Verfahren auf definitive Rechtsöffnung nicht 

geprüft werden darf, ob der Entscheid (welcher nunmehr vollstreckt werden soll) 

korrekt war oder nicht.  

Soweit die Gesuchsgegnerin die Verjährung anrufen will, kann auf die ent-

sprechenden Erwägungen der Vorinstanz (Urk. 10 S. 4-5) verwiesen werden. Die 

Gesuchsgegnerin beanstandet diese in keiner Weise, womit es dabei bleibt.  

Bloss ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Anrufung von Bestimmun-

gen des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) der Gesuchsgeg-

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nerin nicht hilft, da es vorliegend um Staats- und Gemeindesteuern des Kantons 

Thurgau geht. Für diese bildet das Gesetz über die Staats- und Gemeindesteuern 

des Kantons Thurgau (StG/TG) die Grundlage. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 19'977.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der unterliegenden Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens, den Gesuchstellern 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgeg-

nerin auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage ei-

nes Doppels von Urk. 9, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

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schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 19'977.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 8. Mai 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 8. Mai 2015
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 9, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...