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**Case Identifier:** 98724aec-9dd6-5bfe-8fc1-5e523f1525e2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.10.2015 200 2015 554
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-554_2015-10-01.pdf

## Full Text

200 15 554 IV
MAW/BRM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 1. Oktober 2015

Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Mai 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Oktober 2015, IV/15/554, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ zog sich am 16. November 2007 bei ei-
nem Sturz vom Fahrrad insbesondere Verletzungen an der rechten Hand 
zu, welche der zuständigen Unfallversicherung C.________ am 17. De-
zember 2007 gemeldet wurden (Akten der IV-Stelle Bern [IVB; act. II] 6.38). 
Die Unfallversicherung C.________ erbrachte in der Folge die gesetzlichen 
Leistungen. 

Am 17. November 2009 ging bei der IVB eine Anmeldung zur Beruflichen 
Integration/Rente ein (act. II 2), in der hinsichtlich der gesundheitlichen Be-
einträchtigung auf die auf den Unfall zurückzuführende Problematik am 
rechten Daumen trotz verschiedener Operationen hingewiesen wurde (act. 
II 2 S. 7). Nachdem ihr die Akten der Unfallversicherung C.________ (act. 
II 6.1 – 6.38) zugegangen waren, holte die IVB erwerbliche (act. II 13, 15, 
16) und medizinische (act. II 14) Unterlagen sowie fortlaufend die aktuali-
sierten Akten der Unfallversicherung C.________ (act. II 17.1 – 17.18, 21.1 
– 21.40, 26.1 – 26.26, 30.1 – 30.10, 39.1 – 39.4, 54.1) ein. Am 25. Januar 
2012 erteilte die IVB  Kostengutsprache zur Abklärung der Eingliederungs- 
und Arbeitsfähigkeit bei der D.________ in der Zeit vom 30. Januar bis 20. 
April 2012 (act. II 37), welche jedoch per 9. Februar 2012 aus gesundheitli-
chen Gründen abgebrochen werden musste (act. II 43); der entsprechende 
Bericht wurde am 8. März 2012 erstattet (act. II 48). Vom 30. April bis 27. 
Juli 2012 absolvierte der Versicherte in der gleichen Institution ein Belast-
barkeitstraining mit anschliessendem Aufbautraining (act. II 58, 67, 76). 
Hierüber wurde am 5. September 2012 bzw. am 16. Januar 2013 Bericht 
erstattet (act. II 77, 108).

Mit Verfügung vom 31. August 2012 sprach die Unfallversicherung 
C.________ dem Versicherten bei einer Einbusse von 20% eine entspre-
chende Integritätsentschädigung (act. II 75), welche auf Einsprache hin mit 
Entscheid vom 2. November 2012 bestätigt wurde (act. II 91), und mit Ver-
fügung vom 17. Juli 2013 ab 1. Juli 2013 eine Invalidenrente auf der Basis 
einer Erwerbsunfähigkeit von 38% zu (act. II 117). 

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Da der Versicherte über die Unfallfolgen hinausgehende gesundheitliche 
Probleme beklagte, ordnete die IVB eine polydisziplinäre Begutachtung 
durch das MEDAS E.________ (act. II114, 121) an; das Gutachten ging am 
12. November 2013 bei der IVB ein (act. II 125.1). 

Das Gutachten wurde der mit der Interessenwahrung des Versicherten 
beauftragten Rechtsanwältin B.________ auf deren Begehren am 31. Ja-
nuar 2014 zugestellt verbunden mit dem Hinweis, am 30. Januar 2014 sei 
eine Anfrage an den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) erfolgt (act. II 
129). Zur Beantwortung der von der Rechtsvertreterin dem MEDAS 
E.________ am 6. Februar 2014 unterbreiteten Frage im Zusammenhang 
mit einer „Unklarheit hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit“ verwies 
das MEDAS E.________ sie zwecks Anbringen von Rückfragen an die IVB 
(act. II 133); am 8. April 2014 erkundigte sich Rechtsanwältin B.________ 
bei der IVB nach dem Stand des Verfahrens (act. II 134).

In ihrem Bericht vom 16. April 2014 schloss sich die RAD-Ärztin Dr. med. 
F.________, FMH Allgemeine Medizin, dem Gutachten des MEDAS 
E.________ hinsichtlich der darin festgestellten Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit nicht an und definierte ein eigenes Zumutbarkeitsprofil (act. II 
135). Nachdem sich die Rechtsvertreterin am 20. April 2014 zu diesem 
Bericht geäussert hatte (act. II 137), holte die IVB weitere RAD-Berichte bei 
Dr. med. F.________ vom 12. August 2014 (act. II 142) sowie vom 15. Ok-
tober 2014 (act. II 146) und auf interne Zuweisung bei Dr. med. 
G.________, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 15. Oktober 2014 (act. II 
147 S. 2 f.) ein. Gestützt auf die vorgenommenen Abklärungen stellte die 
IVB anschliessend mit Vorbescheid vom 27. Oktober 2014 die Abweisung 
des Leistungsbegehrens bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 36% in 
Aussicht (act. II 148). 

B.

Im dagegen erhobenen Einwand vom 21. November 2014 rügte die 
Rechtsvertreterin – nebst der Festlegung des Validen- sowie des Invali-
deneinkommens – in erster Linie, dass die IVB hinsichtlich der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit des Versicherten nicht auf dass polydisziplinäre Gutach-

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ten des MEDAS E.________, sondern auf die davon abweichende Ein-
schätzung der RAD-Ärzte, wobei Dr. med. F.________ nicht über die nöti-
gen Fachkenntnisse verfüge, um sich – wie sie dies getan habe – zu hand-
chirurgischen und psychiatrischen Ausführungen im Gutachten zu äussern, 
abgestellt habe (act. II 149) und ersuchte die IVB, beim MEDAS 
E.________ eine Stellungnahme zu den Einwendungen des RAD gegen 
die gutachterliche Beurteilung einzuholen (act. II 151). 

Nachdem die Vertreterin des Versicherten wiederholt die lange Bearbei-
tungsdauer (act. II 141, 143, 155) reklamiert und am 30. März 2015 festge-
halten hatte, ohne umgehende Beantwortung ihrer Anfrage von Anfangs 
Dezember 2014 werde die Einreichung einer Rechtsverzögerungsbe-
schwerde zu prüfen sein (act. II 159), kündigte die IVB mit Schreiben vom 
9. April 2015 die Anordnung einer erneuten umfassenden medizinischen 
Untersuchung unter Beteiligung der Fachdisziplinen innere Medizin, Hand-
chirurgie, Orthopädie/Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie an (act. II 
161). 

Im dagegen erhobenen Einwand vom 27. April 2015 liess der Versicherte 
geltend machen, dass es sich bei der Anordnung einer erneuten umfas-
senden Begutachtung um die Einholung einer unzulässigen „second opini-
on“ handle und auf die Beurteilung der – teilweise nicht über die notwendi-
gen Fachkenntnisse verfügenden – RAD-Ärzte nicht abgestellt werden 
könne, nachdem sich die Kritik des RAD einzig darauf beschränke, die me-
dizinischen Unterlagen anders zu würdigen und daraus andere Schlüsse zu 
ziehen, was für die Verneinung des Beweiswertes des Gutachtens nicht 
ausreiche. Sofern Unklarheit hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit bestehe, hätte 
dies ohne weiteres durch das Stellen von Erläuterungs- respektive Ergän-
zungsfragen geklärt werden können (act. II 162). 

Mit Verfügung vom 27. Mai 2015 hielt die IVB an einer erneuten MEDAS-
Begutachtung fest; das MEDAS E.________-Gutachten leide an gravieren-
den Mängeln, welche lediglich mit Ergänzungsfragen nicht behoben wer-
den könnten. Da der Sachverhalt damit nicht rechtsgenüglich abgeklärt sei, 
seien weitere Untersuchungen zwingend notwendig (act. II 163).

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C.

In der hiergegen erhobenen Beschwerde vom 12. Juni 2015 lässt der Ver-
sicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin B.________, beantra-
gen, die Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zum Erlass eines 
materiellen Entscheides an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dies 
im Wesentlichen mit der bereits im Einwand vom 27. April 2015 vorgetra-
genen Begründung.

Ferner wird um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin nachgesucht.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. August 2015 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. 

Bei der angefochtenen Verfügung, welche die Anordnung einer medizini-
schen Expertise zum Inhalt hat, handelt es sich – da sie das Administrativ-
verfahren nicht abschliesst – um eine selbstständig eröffnete Zwischenver-

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fügung (Art. 55 Abs. 1 ATSG i.V.m. Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; 
SR 172.021]). Solche können unter anderem dann angefochten werden, 
wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106). Diese Anfechtbarkeitsvoraussetzung ist für 
das erstinstanzliche Beschwerdeverfahren in IV-Angelegenheiten zu beja-
hen, womit die entsprechende Verfügung unter Erhebung aller gesetzlich 
vorgesehenen Rügen rechtlicher und tatsächlicher Natur angefochten wer-
den kann (BGE 138 V 271 S. 275 E. 1.1 und 1.2.1 sowie S. 276 E. 1.2.3, 
137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 256).

Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 
155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Zwischenverfügung vom 27. Mai 2015 
(act. II 163). Streitig und zu prüfen ist die Anordnung einer erneuten poly-
disziplinären Begutachtung. 

1.3 Die Mitglieder des Verwaltungsgerichts behandeln als Einzelrichte-
rin oder Einzelrichter Beschwerden gegen Zwischenverfügungen und Zwi-
schenentscheide (Art. 57 Abs. 2 lit. b GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die 
Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit 
erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und 
Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 
Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 
Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt 
eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich 
begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige 
Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls 
sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des 
erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachpersonen der 
beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 
E. 3.2 S. 195).

2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354).

Sofern RAD-Untersuchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der 
erforderlichen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren 
Beweiswert wie ein anderes Gutachten (SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 
3.3.2). Soll allerdings ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen 
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 
Anforderungen zu stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Per-
son aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 

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ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

2.4 Feste Kriterien zur allgemeingültigen Abgrenzung der 
Anwendungsfelder der verschiedenen Kategorien von Expertisen existieren 
nicht. Die jeweiligen Einsatzbereiche lassen sich jedoch wie folgt 
umreissen: Die umfassende administrative Erstbegutachtung wird 
regelmässig polydisziplinär und damit zufallsbasiert anzulegen sein; eine 
direkte Auftragserteilung soll die Ausnahme bleiben. Eine polydisziplinäre 
Expertise ist auch dann einzuholen, wenn der Gesundheitsschaden zwar 
bloss als auf eine oder zwei medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, 
die Beschaffenheit der Gesundheitsproblematik aber nicht vollends 
gesichert ist. In begründeten Fällen kann von einer polydisziplinären 
Begutachtung abgesehen und eine mono- oder bidisziplinäre durchgeführt 
werden, sofern die medizinische Situation offenkundig ausschliesslich ein 
oder zwei Fachgebiete beschlägt; weder dürfen weitere interdisziplinäre 
Bezüge (z.B. internistischer Art) notwendig sein noch darf ein besonderer 
arbeitsmedizinischer bzw. eingliederungsbezogener Klärungsbedarf 
bestehen. Diese Voraussetzungen werden vor allem bei 
Verlaufsbegutachtungen erfüllt sein (BGE 139 V 349 E. 3.2 S. 352). 

2.4.1 Von der Verwaltung angeordnete medizinische Gutachten, an 
denen drei und mehr Fachdisziplinen beteiligt sind, haben bei einer 
Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt eine Vereinbarung 
getroffen hat. Gemeint sind die Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) 
im Sinne von Art. 59 Abs. 3 IVG. Die Vergabe der Aufträge erfolgt nach 
dem Zufallsprinzip gemäss dem Zuweisungssystem „SuisseMED@P“ (Art. 
72bis Abs. 1 und 2 IVV; BGE 139 V 349 E. 2.2 S. 351). 

2.4.2 Die Beschränkung der Auftragsvergabe nach dem Zufallsprinzip auf 
Begutachtungen mit drei und mehr Fachdisziplinen nach Art. 72bis IVV ist 
rechtmässig. Die übrigen Anforderungen an die medizinische 
Begutachtung, wie sie in BGE 137 V 210 für polydisziplinäre MEDAS-
Begutachtungen umschrieben worden sind, sind hingegen grundsätzlich 
auch auf mono- und bidisziplinäre Expertisen sinngemäss anwendbar. Das 
gilt sowohl für die justiziablen Garantien (Partizipationsrechte, 

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Verfügungspflichten und Rechtsschutz) als auch für die appellativen 
Teilgehalte von BGE 137 V 210 (BGE 139 V 349 E. 5.4 S. 357).

2.4.3 Die IV-Stelle teilt der versicherten Person in einem ersten Schritt 
mit, dass eine Expertise eingeholt werden soll; zugleich gibt sie ihr die Art 
der vorgesehenen Begutachtung (poly- oder mono- bzw. bidisziplinär) so-
wie die vorgesehenen Fachdisziplinen und Gutachterfragen bekannt. In 
diesem Stadium kann die versicherte Person erst einmal (nicht personen-
bezogene) materielle Einwendungen gegen eine Begutachtung an sich 
oder gegen Art oder Umfang der Begutachtung vorbringen (Beispiele: un-
nötige second opinion; unzutreffende Wahl der medizinischen Disziplinen). 
Ausserdem hat sie Anspruch, sich zu den Gutachterfragen zu äussern 
(BGE 138 V 271 E. 1.1 S. 275, 137 V 210 E. 3.4.2.9 S. 258). In einem 
zweiten Verfahrensschritt teilt die IV-Stelle der versicherten Person die 
durch SuisseMED@P zugeteilte Gutachterstelle (bzw. bei mono- und bi-
disziplinären Expertisen die von ihr ausgewählten Gutachter) und die Na-
men der Sachverständigen mit jeweiligem Facharzttitel mit. Mit der Be-
zeichnung der Sachverständigen kommt die Möglichkeit (materieller oder 
formeller) personenbezogener Einwendungen hinzu (BGE 139 V 349 
E. 5.2.2.2, S. 355, 138 V 271 E. 1.1 S. 274, 137 V 210 E. 3.4.2.7 S. 257).

2.4.4 Bei mono- und bidisziplinären Begutachtungen ist im Falle aller 
zulässigen Einwendungen konsensorientiert vorzugehen. Erst wenn eine 
Einigung ausbleibt, ergeht eine (einheitliche) Zwischenverfügung über die 
Beweisvorkehr an sich (Notwendigkeit einer Begutachtung, Beschränkung 
auf eine oder zwei Fachdisziplinen, Bezeichnung der Disziplinen) und die 
Person der Gutachter (BGE 139 V 349 E. 5.2.2.3 S. 356).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin hatte zur Abklärung des medizinischen 
Sachverhalts – unter Beachtung der in E. 2.4 hiervor genannten Kriterien – 
ein polydisziplinäres Gutachten beim MEDAS E.________ eingeholt, wel-
ches die Fachrichtungen innere Medizin, Handchirurgie, Orthopä-
die/Rheumatologie, Neurologie und Psychiatrie umfasste; das Gutachten 
ging am 12. November 2013 bei der IVB ein (act. II 125.1). Hierzu liess sie 

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die RAD-Ärztin Dr. med. F.________ Stellung nehmen. In ihrem Bericht 
vom 16. April 2014 diskutierte Dr. med. F.________ das MEDAS 
E.________-Gutachten vor allem in handchirurgischer und psychiatrischer 
Hinsicht und würdigte es in diesen Belangen als nicht schlüssig; als nicht 
einleuchtend bezeichnete sie insbesondere die Einschätzung der Arbeits-
unfähigkeit in einer adaptierten, leichten Tätigkeit auf 50%, eine zeitliche 
Einschränkung der Arbeit sei grundsätzlich nicht nachvollziehbar. Sodann 
formulierte sie von sich aus ein Zumutbarkeitsprofil in dem Sinn, dass eine 
leichte Tätigkeit, bei welcher keine starke Gegenkraft der rechten Hand 
erforderlich sei und ohne Arbeit an gefährlichen Maschinen oder mit ver-
antwortungsvoller Aufsichtsfunktion ohne zeitliche Einschränkung zumutbar 
sei (act. II 135 S. 5). Ihre Einschätzung bestätigte Dr. med. F.________ in 
ihrer Stellungnahme zum vom Beschwerdeführer erhobenen Einwand (act. 
II 142 S. 2). 

Dr. med. G.________ stellte im Rahmen einer RAD-internen Zuweisung 
massive Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in den ver-
schiedenen Teilgutachten fest; in der handchirurgischen Beurteilung selbst 
gebe es ferner eine medizinisch nicht begründbare Diskrepanz, indem ei-
nerseits dokumentiert werde, dass die linke Hand vollständig einsetzbar 
sei, nachher aber angegeben werde, der Einsatz der linken Hand sei nur 
mit einer Leistungsfähigkeit von 30 – 50% denkbar. Eine Leistungsminde-
rung beim Einsatz der linken gesunden Hand von 50 – 70% – rein aufgrund 
der rechtsseitigen Handproblematik – lasse sich medizinisch nicht begrün-
den, sodass auf das handchirurgische Teilgutachten nicht abgestellt wer-
den könne. Dem Versicherten könne eine angepasste Tätigkeit in einem 
vollschichtigen Pensum mit einer maximalen Leistungsminderung von 20% 
bzw. gemäss neurologischem Gutachten zugemutet werden (act. II 147 S. 
2).

Diese rad-ärztlichen Stellungnahmen nahm die IVB zum Anlass, eine er-
neute polydisziplinäre Begutachtung anzuordnen.

3.2 Wie in E. 2.4 letzter Absatz hiervor ausgeführt, ist den im Verwal-
tungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 

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zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Be-
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen. Im Lichte dieser Anforderungen kommt 
dem MEDAS E.________-Gutachten grundsätzlich voller Beweiswert zu. 

Sowohl der Beschwerdeführer als auch die RAD-Ärzte haben zwar zu 
Recht auf gewisse Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
hingewiesen, wobei der Beschwerdeführer sogar an die Beschwerdegeg-
nerin gelangt ist und diesbezüglich um die Unterbreitung von Erläuterungs- 
und Ergänzungsfragen zuhanden der Gutachter nachgesucht hat (vgl. act. 
II 133). Die von der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ geübte Kritik reicht 
indessen nach den oben aufgezeigten Regeln der Beweiswürdigung von 
medizinischen Unterlagen nicht aus, um das vorliegende polydisziplinäre 
Gutachten als (weitestgehend) unbrauchbar bzw. nicht schlüssig zu qualifi-
zieren. Dies insbesondere deshalb, weil Dr. med. F.________ als Allge-
meinmedizinerin nicht über hinreichende spezialärztliche Fachkenntnis und 
damit nicht über die notwendige fachliche Qualifikation (vgl. E. 2.3 zweiter 
Absatz hiervor) verfügt, um die Einschätzungen des handchirurgischen und 
des psychiatrischen Gutachters umzustossen. Hinzu kommt, dass die 
RAD-Ärztin ihr – von demjenigen der Gutachter abweichendes – Zumut-
barkeitsprofil einzig gestützt auf die Akten und ohne eigene Untersuchung 
definiert hat. 

Unter diesen Umständen lässt sich mit der von der RAD-Ärztin Dr. med. 
F.________ vertretenen Auffassung jedenfalls keine Notwendigkeit für ein 
erneute Begutachtung begründen. Eine korrekte Fallführung durch die IVB 
hätte vielmehr verlangt, die Gutachter mit den Kritikpunkten – sowohl des 
Beschwerdeführers als auch des RAD – zu konfrontieren und ihnen konkre-
te Fragen zur Begutachtung sowie zum formulierten Zumutbarkeitsprofil 
und der attestierten Arbeitsunfähigkeit zu unterbreiten. Solches Vorgehen 
hätte auch den Verfahrensvorschriften entsprochen, zumal die Vertreterin 
des Beschwerdeführers – wie bereit erwähnt – ihrerseits bereits mehr als 
ein Jahr vor der Anordnung einer erneuten Begutachtung (zu Recht) „Un-
klarheiten“ im Gutachten moniert und entsprechend Klarstellung mittels 
Rückfrage bei den Gutachtern gewünscht hatte. Insofern ist vorliegend von 
einer anderen Konstellation auszugehen als im Entscheid dieses Gericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Oktober 2015, IV/15/554, Seite 13

vom 1. Juli 2015, IV/2015/247, wo die IVB erst eine neue Begutachtung 
angeordnet hatte, nachdem auf Nachfrage bei den Erstgutachtern keine 
befriedigende Antwort erhältlich gemacht werden konnte. 

3.3 Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung in Gutheissung 
der Beschwerde aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin wird den medizini-
schen Sachverhalt (vorläufig ohne neuerliche Anordnung einer polydiszi-
plinären Begutachtung) bei der Gutachtensstelle mittels Ergänzungs- und 
Erläuterungsfrage weiter abzuklären haben. Erst wenn die entsprechenden 
Antworten nicht überzeugend ausfallen bzw. diese nicht hinreichen zur 
Klärung der Situation beitragen sollten, wäre die Anordnung eines neuen 
Gutachtens zu prüfen. Sollte sich eine neue Begutachtung tatsächlich auf-
drängen, hätte sich diese wohl im Lichte des Gebots der Verhältnismässig-
keit sowie der Wirtschaftlichkeit einzig noch auf die umstrittenen Disziplinen 
Handchirurgie und Psychiatrie zu beschränken. Eine derart umfassende 
medizinische Begutachtung, wie sie bereits vorgenommen worden und von 
der IVB wiederum vorgesehen worden ist, wäre lediglich dann in Betracht 
zu ziehen, wenn eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation seit 
der – nicht zuletzt auch wegen der vom Beschwerdeführer wiederholt re-
klamierten schleppenden Verfahrensführung – nun doch schon länger 
zurückliegenden Begutachtung durch das MEDAS E.________ eingetreten 
sein sollte. Diesfalls wäre allerdings anstelle der vorgesehenen umfassen-
den medizinischen Abklärung bei einer neuen Gutachtensstelle eine Ver-
laufsbegutachtung bei der mit dem Versicherten vorbefassten Stelle zu 
prüfen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.— bis Fr. 1’000.— festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Oktober 2015, IV/15/554, Seite 14

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 500.—, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 

4.2 Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden vom Versi-
cherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach 
der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses 
bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). 

In der Kostennote vom 19. August 2015 hat Rechtsanwältin B.________ 
ein Honorar von Fr. 3'937.50 sowie Auslagen von Fr. 144.50 und Mehr-
wertsteuer von Fr. 326.55 geltend gemacht. Diese Beträge erscheinen mit 
Blick auf vergleichbare Fälle zwar hoch, sind aber im Lichte der hierfür im 
Schreiben vom 20. August 2015 angeführten Begründung letztlich nicht zu 
beanstanden. Der Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 4'408.55 (inkl. Aus-
lagen und MWSt.) festgesetzt.

4.3 Als Folge des Obsiegens ist das Rechtsschutzinteresse des Be-
schwerdeführers an der Beurteilung seines Gesuchs um unentgeltliche 
Rechtspflege  dahingefallen. Entsprechend ist das Verfahren um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden 
vom Geschäftsverzeichnis abzuschreiben (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 39 N. 1). 

   

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-Stelle Bern 
vom 27. Mai 2015 aufgehoben; die Sache geht zurück an die Verwal-
tung zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.— werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt.

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3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteien-
tschädigung, festgesetzt auf total Fr. 4'408.55 (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu bezahlen.   

4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin B.________ als amtliche Anwältin wird als erledigt vom 
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.