# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 922050ee-f450-59c7-bf14-8c4000bffb0e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2003 18
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2003-18_0000-00-00.pdf

## Full Text

7/18 Steuern PVG 2003

Grundstückgewinnsteuer. Steuerbefreiung wegen Ersatz- 
beschaffung.
– Ein unüberbautes Grundstück ist keine Erstliegenschaft, die 

bei Veräusserung und anschliessendem Erwerb eines 
Eigenheimes zur Befreiung von der Grundstück- 
gewinnsteuer berechtigen würde.

Imposta sul plusvalore fondiario. Esenzione fiscale per 
l’acquisto sostitutivo.
– Un fondo non edificato non è un primo immobile, che in 

caso di alienazione e susseguente acquisto di una pro- 
pria abitazione potrebbe giustificare l’esenzione dall’im- 
posta sul plusvalore fondiario.

Erwägungen:
1.   Hauptthema  des  Rekurses  bildet  die  Frage,  ob  der

Rekurrent die Voraussetzungen für den Anspruch auf Befreiung 
von der Grundstückgewinnsteuer erfüllt. Dieser Anspruch setzt 
gemäss Art. 44 Abs. 1 lit. a StG voraus, dass der Erlös aus der Ver- 
äusserung der am Wohnsitz dauernd selbstbewohnten Erstliegen- 
schaft innert zweier Jahre zum Erwerb eines in der Schweiz 
liegenden Ersatzgrundstückes mit gleicher Verwendung benützt 
wird. Mit der Steuerbefreiung der Ersatzbeschaffung selbstbe- 
wohnten Wohneigentums wollte der Gesetzgeber einerseits das 
Wohneigentum fördern und den Markt für Eigenheime öffnen 
sowie andererseits die Mobilität des Hauseigentümers nicht durch 
Steuerlasten im Falle eines Hausverkaufes unnötig behindern 
(Botschaft der Regierung zur Revision des StG, 1985 – 86, Heft 3, 
Seite 102). In den Genuss dieses Steuerprivileges sollen gemäss 
Art. 44 Abs. 1 lit. a StG aber nur jene Eigentümer gelangen, welche 
in der zu veräussernden Liegenschaft dauernd selbst gewohnt 
hatten. Ebenso ist bezüglich der Ersatzliegenschaft nach dem kla- 
ren Wortlaut der gesetzlichen Bestimmung gefordert, dass diese 
dauernd selbst bewohnt werden müsse (VGU A 01 16). Diese Vor- 
aussetzungen sind vorliegend offensichtlich nicht erfüllt, besass 
der Rekurrent als Erstliegenschaft doch kein Eigenheim, sondern 
lediglich ein Baugrundstück. Nach dem klaren Wortlaut des Ge- 
setzes fehlt es somit am Charakteristikum einer selbst bewohnten 
Liegenschaft. Auch der Sinn und Zweck des Gesetzes gebietet kein 
Abweichen vom Wortlaut. Durch die Auslegung des Rekurrenten 
würde im Gegenteil die Hortung von Bauland begünstigt, da 
Grundeigentümer,  welche  ihr  Land  aus  irgendwelchen Gründen

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nicht zur Selbstnutzung überbauen wollen, davon abgehalten 
werden, das Bauland dem Markt zuzuführen, weil sie bei einem 
späteren Erwerb einer selbstgenutzten Liegenschaft  verbunden 
mit dem Verkauf des Baulandes steuerliche Vorteile in Form einer 
Befreiung von der Grundstückgewinnsteuer erhielten. Die derge- 
stalt geförderte Baulandhortung stünde aber in direktem Wider- 
spruch zu den Zielen und Grundsätzen der Raumplanung und 
diente letztlich auch nicht der Förderung des Wohneigentums. Der 
Rekurs ist daher im Hauptpunkt abzuweisen.
A 03 46 Urteil vom 5. September 2003

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