# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7c6e42d7-ef81-528b-b559-94c597bd399d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.04.2014 715 2014 55 (715 14 55)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-2014-55_2014-04-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. April 2014 (715 14 55) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Liegt eine lohnmässig zumutbare Arbeit vor, bleibt für die Annahme eines Zwischenverdienstes 
– sofern kein Sachverhaltselement nach Art. 16 Abs. 2 lit. a bis h AVIG vorliegt – kein Raum. 
Denn mit der Aufnahme einer zumutbaren Voll- oder Teilzeitbeschäftigung im Sinne von Art. 16 
AVIG wird die Arbeitslosigkeit grundsätzlich beendet. 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Elisabeth Berger 

Götz, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Chris-
tina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Unia Arbeitslosenkasse, Poststrasse 5, 4410 Liestal, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Die 1957 geborene A.____ arbeitete als Lehrerin an der Primarschule B.____. Der 
Vertrag C.____ umfasste 13 Lektionen (48.15%) mit einem Grundlohn von Fr. 3‘931.80 (bzw. 

 
 
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Fr. 3‘972.95) und der Vertrag D.____ 2 Lektionen mit einem Grundlohn von Fr. 611.45 (7.41%). 
Ende April 2012 erhielt sie die Kündigung, da die Schule B.____ per Schuljahr 2012/2013 neu 
in die E.____ integriert wurde. A.____ focht die Kündigung an. Der Streit wurde mit Vereinba-
rung vom 4. Januar 2013 beigelegt. A.____ wurde für das Schuljahr 2012/2013 befristet ange-
stellt. Sie erhielt für diese Zeit weiterhin ihren Lohn, wurde aber als Lehrerin freigestellt. Wäh-
rend der Freistellungszeit trat A.____ am 1. Februar 2013 eine neue, bis 16. März 2014 befris-
tete Stelle als Lehrerin in der Gemeinde F.____ an. Der Monatslohn betrug bei 12 Lektionen Fr. 
3‘786.70. 
 
Am 3. August 2013 meldete sich A.____ bei der Unia Arbeitslosenkasse (Kasse) zum Bezug 
von Arbeitslosenentschädigung ab 1. August 2013 an. Bei der Anmeldung zur Arbeitsvermitt-
lung führte sie an, dass sie noch eine Teilzeittätigkeit von 7.41 % suche. 
 
Mit Verfügung vom 22. Oktober 2013 lehnte die Kasse einen Anspruch auf Arbeitslosenent-
schädigung ab 1. August 2013 ab, weil kein anrechenbarer Arbeits- und Verdienstausfall vorlie-
ge. Die dagegen erhobene Einsprache vom 18. November 2013 wies die Kasse mit Ein-
spracheentscheid vom 20. Januar 2014 ab. 
 
B. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ am 19. Februar 2014 Beschwerde ans Kan-
tonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie beantragte im Wesentlichen die Aufhebung 
des Einspracheentscheids und die Neuberechnung der Entschädigung. Die Lohnfortzahlung sei 
als Entschädigungszahlung zu qualifizieren und als versichertes Einkommen in die Anspruchs-
berechnung einzubeziehen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Streitig und zu prüfen ist, ob die Arbeitslosenkasse den Anspruch der Versicherten auf 
Arbeitslosenentschädigung ab August 2013 zu Recht abgelehnt hat. Auf das Begehren der Ver-
sicherten, es sei festzustellen, dass mit Einspracheentscheid vom 20. Januar 2014 ihrer Ein-
sprache vom 18. November 2013 teilweise stattgegeben worden sei, indem der Taggeldansatz 
von 70% auf 80% des versicherten Verdienstes erhöht worden sei, kann nicht eingetreten wer-
den. Die formelle Zulässigkeit eines Feststellungsbegehrens setzt als Sachurteilsvoraussetzung 
ein schutzwürdiges Interesse der Beschwerdeführerin rechtlicher oder tatsächlicher Natur an 
der verlangten Feststellung voraus, dass bestimmte Rechte oder Pflichten bestehen oder nicht 
bestehen. Nur wenn ein unmittelbares und aktuelles Rechtsschutzinteresse in diesem Sinne 
vorliegt, sind Feststellungsbegehren zulässig. An einem schutzwürdigen Interesse am Erlass 
eines Feststellungsentscheides fehlt es namentlich dann, wenn das Rechtsschutzinteresse der 
Beschwerdeführerin durch ein rechtsgestaltendes Urteil gewahrt werden kann (BGE 125 V 24 
E. 1b mit Hinweisen, 122 V 30 E. 2b; FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, 
Bern 1983, S. 151 f.). Da mit dem Antrag auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung ein 

 
 
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Leistungsbegehren gestellt wird, besteht kein schutzwürdiges Interesse am Feststellungsbe-
gehren, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Ansonsten ist die Beschwerde zu behandeln. 
 
2.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesge-
setzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
(AVIG) vom 25. Juni 1982 unter anderem voraus, dass die versicherte Person ganz oder teil-
weise arbeitslos ist (Art. 10) und einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11). 
 
2.2 Gemäss Art. 10 AVIG gilt als ganz arbeitslos, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und 
eine Vollzeitbeschäftigung sucht (Abs. 1). Als teilweise arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsver-
hältnis steht und lediglich eine Teilzeitbeschäftigung sucht (Abs. 2 lit. a) oder eine Teilzeitbe-
schäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäftigung sucht (Abs. 2 lit. b). 
Letzteres ist hier der Fall. Die Versicherte war bis Ende Juli 2013 für ein Teilzeitpensum von 15 
Wochenstunden angestellt. Bei der Gemeinde F.____ absolviert sie 12 Wochenstunden. Sie hat 
gegenüber der Kasse erklärt, ab August 2013 im Rahmen der Ausfallstunden ein Pensum zu 
suchen.  
 
2.3.1 Einen Entschädigungsanspruch hat die versicherte Person nur dann, wenn mit diesem 
Arbeitsausfall ein entsprechender Verdienstausfall verbunden ist. Dieser Zusammenhang von 
Arbeitsausfall und Verdienstausfall kommt besonders deutlich in der Gesetzesbestimmung be-
treffend den Mindestarbeitsausfall (Art. 11 Abs. 1 AVIG) zum Ausdruck. Laut gesetzlicher Vor-
schrift ist der Arbeitsausfall anrechenbar, wenn er einen Verdienstausfall zur Folge hat und 
mindestens zwei aufeinanderfolgende volle Arbeitstage dauert. Eine Sonderregelung bezüglich 
der Aufeinanderfolge der Ausfallzeiten ist bei jenen Versicherten zu berücksichtigen, die sich 
zwar als teilweise arbeitslos gemeldet haben (Art. 10 Abs. 3 AVIG), die aber während ihrer Ar-
beitslosigkeit eine Teilzeitbeschäftigung ausüben, aber noch eine ergänzende bzw. erweiternde 
Tätigkeit suchen (Art. 10 Abs. 2 b AVIG). Der Arbeitsausfall dieser Versicherten ist nur dann 
anrechenbar, wenn er innerhalb von zwei Wochen mindestens zwei volle Arbeitstage ausmacht 
(Art. 5 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung [AVIV] vom 31. August 1983). Danach muss der Arbeitsausfall von zwei vollen Wo-
chentagen nicht auf zwei aufeinanderfolgenden Wochentagen von Montag bis Freitag liegen, 
sondern es genügt, wenn der Arbeitsausfall innerhalb von zwei (aufeinanderfolgenden Wochen) 
den Stundenwert von zwei vollen Arbeitstagen erreicht (vgl. GERHARD GERHARDS, Kommentar 
zum AVIG, Band I, Bern und Stuttgart, 1987, S. 138).  
 
2.3.2 Die Versicherte arbeitete 15 Stunden pro Woche für die Primarschule B.____. Auf ei-
nen Arbeitstag umgerechnet ergibt dies 3 Stunden (15:5). Zwei volle Wochentage sind dem-
nach 6 Stunden. Der Arbeitsausfall muss folglich 6 Stunden in zwei Wochen betragen. Die Be-
schwerdeführerin arbeitet neu 12 Stunden pro Woche in der Primarschule F.____. Sie hat folg-
lich mit einem Ausfall von 6 Stunden den geforderten Arbeitsausfall von zwei vollen Arbeitsta-
gen innerhalb von zwei Wochen. 

 
 
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3. Gemäss Art. 11 AVIG ist der Arbeitsausfall nur anrechenbar, wenn er einen Verdienst-
ausfall zur Folge hat. Die Versicherte macht geltend, dass sie einen solchen vorweise, indem 
sie mit ihrer Tätigkeit bei der Gemeinde F.____ – welche als Zwischenverdiensttätigkeit zu qua-
lifizieren sei - wesentlich weniger verdiene als in den letzten sechs Monaten. 
 
4. Nach Art. 24 AVIG gilt als Zwischenverdienst jedes Einkommen aus unselbständiger 
oder selbständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose Person innerhalb einer Kontrollperiode 
erzielt. Die Versicherte hat Anspruch auf Ersatz des Verdienstausfalles für Tage, an denen sie 
einen Zwischenverdienst erzielt. Der anzuwendende Entschädigungssatz bestimmt sich nach 
Art. 22 AVIG (Art. 24 Abs. 1 AVIG). Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen dem in der 
Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen 
Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten Verdienst (Art. 24 Abs. 3 AVIG). 
 
5. Bevor beurteilt werden kann, ob die Tätigkeit bei der Gemeinde F.____ eine Zwischen-
verdiensttätigkeit darstellt und Kompensationszahlungen auslöst, ist der versicherte Verdienst 
zu bestimmen. 
 
5.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-
Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraumes aus einem oder 
mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Grundsätzlich entspricht der versi-
cherte Verdienst dem massgebenden Lohn nach Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946. Er stimmt damit aber 
nicht deckungsgleich überein wie schon der Rechtsbegriff „normalerweise“ deutlich macht. 
Nebst dieser allgemein formulierten Einschränkung behält Art. 23 AVIG konkret bestimmte 
Ausnahmen wie vertraglich vereinbarte Entschädigungen für arbeitsbedingte Inkonvenienzen 
(Abs. 1 Satz 1) und Nebenverdienste (Abs. 3) vor, die bei der Festsetzung des versicherten 
Verdienstes ausser Betracht fallen. Mit dem Rechtsbegriff „normalerweise“ sollen auch Einkünf-
te, die mit über ein normales Arbeiterpensum hinausgehenden Beschäftigungen erzielt werden, 
für den versicherten Verdienst unbeachtlich bleiben. Entsprechend der Zweckbestimmung, nur 
für normale übliche Arbeitnehmertätigkeit Versicherungsschutz zu bieten, oder weil der eigent-
liche Grund ihrer Ausrichtung mit der Arbeitslosigkeit entfallen ist, sind Überzeit- und Überstun-
denentschädigung, vertraglich vereinbarte Schichtzulagen, Familienzulagen, Spesenentschädi-
gungen und der einem Arbeitnehmer, der vor Ablauf der Kündigungsfrist eine neue Stelle antritt, 
durch den früheren Arbeitgeber noch ausgerichtete Lohn bei der Ermittlung des versicherten 
Verdienstes im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG nicht zu berücksichtigen. Hat die versicherte 
Person in Ausübung der Schadenminderungspflicht zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit eine 
Teilzeitbeschäftigung angenommen oder einen Zwischenverdienst erzielt, so ist zur Verhin-
derung von Nachteilen für die Bestimmung des versicherten Verdienstes auf den letzten or-
dentlichen Verdienst abzustellen, den die versicherte Person innerhalb der Rahmenfrist für die 
Beitragszeit noch während mindestens sechs Monaten erzielt hat (THOMAS NUSSBAUMER, Ar-

 
 
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beitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Genf/München, 
2. Auflage, 2007, S. 2288 Rz 366). 
 
5.2 Die Beschwerdeführerin beantragte ab 1. August 2013 Arbeitslosenentschädigung. 
Vom 1. August 2012 bis 31. Juli 2013 erhielt sie gestützt auf die Vereinbarung mit dem Kreis-
schulrat B.____ vom 4. Januar 2013 Lohnzahlungen im bisherigen Umfang, d.h monatlich  
Fr. 4‘584.40 zuzüglich 13. Monatslohn (vgl. Lohnabrechnung März 2013). Von der Lehrtätigkeit 
wurde sie freigestellt. Daneben bezieht sie eine Viertelsrente der Invalidenversicherung auf-
grund eines ermittelten IV-Grades von 44%. Während der Freistellungszeit nahm sie am 1. Feb-
ruar 2013 eine Teilzeittätigkeit bei der Gemeinde B.____ auf und verdiente Fr. 3‘786.70 im Mo-
nat zuzüglich 13. Monatslohn. Für die Zeit von Februar 2013 bis Ablauf der Vereinbarung Ende 
Juli 2013 erhielt sie demnach doppelte Zahlungen. In Bezug auf die Berechnung des versicher-
ten Verdienstes ist sie der Auffassung, dass beide Einkommen zur Berechnung heranzuziehen 
seien. Dem kann nicht beigepflichtet werden. Entsprechend der Zweckbestimmung, nur für 
normale übliche Arbeitnehmertätigkeit Versicherungsschutz zu bieten, sind die Lohnzahlungen 
gemäss Vereinbarung vom 4. Januar 2013 bei der Ermittlung des versicherten Verdienstes ge-
mäss Art. 23 Abs. 1 AVIG grundsätzlich nicht zu berücksichtigen (vgl. Erw. 5.1; THOMAS 
NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2288 Rz 367; ARV 1992 Nr. 14, S. 139). Die Stelle bei der Gemeinde 
F.____ konnte die Versicherte nur annehmen, weil sie vom Kreisschulrat B.____ freigestellt 
worden war. Beide Stellen hätte sie aufgrund ihrer reduzierten Arbeitsfähigkeit nicht ausüben 
können. Die Entschädigung der Gemeinde B.____ kann folglich nicht als Verdienst qualifiziert 
werden, der normalerweise erzielt worden wäre. Die Zahlungen der Gemeinde B.____ sind 
vielmehr auf den aussergewöhnlichen Umstand zurückzuführen, dass die Schule B.____ aufge-
löst, das Arbeitsverhältnis mit der Beschwerdeführerin gekündigt und im Rahmen der Anfech-
tung der Kündigung durch die Beschwerdeführerin nach einer Übergangslösung für sie gesucht 
und schliesslich im erwähnten Vergleich gefunden worden war. 
 
5.3 Gemäss Art. 37 Abs. 1 AVIV bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem Durch-
schnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbe-
zug (1. August 2013 bis 31. Juli 2015). Nach dieser Bestimmung wäre grundsätzlich der Lohn 
der Gemeinde F.____ massgebend. Da die Versicherte diese Tätigkeit jedoch im Rahmen ihrer 
Schadenminderungspflicht aufgenommen hat, würde das Abstellen darauf zur Ermittlung des 
versicherten Verdienstes einen Nachteil bedeuten. Es ist deshalb auf den letzten ordentlichen 
Verdienst abzustellen, den die Versicherte während mindestens sechs Monaten erzielt hat (vgl. 
Erw. 5.1). Für die Ermittlung des versicherten Verdienstes ist demnach vom Lohn auszugehen, 
den die Beschwerdeführerin als Lehrerin bei der Gemeinde B.____ bezog und welcher als 
massgebender Lohn zu qualifizieren ist (NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2287 Rz 364 f.). Der versi-
cherte Verdienst beträgt demnach Fr. 4‘966.20 (Fr. 4‘584.20 x 6,5 [6 Monatslöhne plus Anteil 
13. Monatslohn]: 6; vgl. Lohnabrechnung März 2013). Die Versicherte bezieht eine Invaliden-
rente und hat gemäss Art. 22 Abs. 1 und 2 AVIG Anspruch auf das volle Taggeld, welches 80% 
des versicherten Verdienstes und folglich vorliegend Fr. 183.-- (Fr. 4‘966.20: 21,7 x 0,8) beträgt. 

 
 
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6. Als Zwischenergebnis ist demnach festzuhalten, dass von einem versicherten Ver-
dienst von Fr. 4‘966.20 und einem Taggeld in der Höhe von Fr. 183.-- auszugehen ist. Die Be-
rechnungen der Kasse und der Beschwerdeführerin erweisen sich damit als unrichtig, weshalb 
nicht darauf abgestellt werden kann (vgl. Berechnung des versicherten Verdienstes in der Be-
schwerde vom 19. Februar 2014 sowie im Einspracheentscheid vom 20. Januar 2014). 
 
7. Es stellt sich weiter die Frage, ob das Einkommen als Lehrerin bei der Gemeinde 
F.____ einen Zwischenverdienst gemäss Art. 24 Abs. 1 AVIG darstellt, womit Anspruch auf 
Kompensationszahlungen bestehen würde. 
 
7.1 Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person so lange Anspruch auf Ersatz 
des Verdienstausfalles nach Art. 24 Abs. 1 und 3 AVIG, als sie in der fraglichen Kontrollperiode 
nicht eine zumutbare Arbeit im Sinne von Art. 16 AVIG aufnimmt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
vom 7. April 2008, C 35/02, E. 3.2.2 mit zahlreichen Hinweisen). Mit anderen Worten liegt ein 
Zwischenverdienst nach Art. 24 Abs. 1 AVIG immer dann vor, wenn während der kontrollierten 
Arbeitslosigkeit eine unzumutbare Erwerbstätigkeit ausgeübt wird. Ob eine Tätigkeit zumutbar 
oder unzumutbar ist, entscheidet sich nach Art. 16 AVIG. Allgemein gilt eine Arbeit in lohn-
mässiger Hinsicht gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. i AVIG als zumutbar, wenn der damit erzielbare 
Verdienst mindestens 70% des versicherten Verdienstes beträgt. Mit der generellen Festlegung 
der Zumutbarkeitsgrenze auf 70% für alle Versicherten werden die Taggeldbezüger nach Art. 
22 Abs. 1 und 2 AVIG ungleich behandelt, indem die allgemeine Zumutbarkeitsgrenze von 70% 
auch für Versicherte, deren Taggeld 80% des versicherten Verdienstes beträgt, gilt. Gemildert 
wird dies durch die Möglichkeit von Kompensationszahlungen. Bei einem Lohn zwischen 70% 
und weniger als 80% des versicherten Verdienstes handelt es sich somit um eine zumutbare 
Tätigkeit, die aber dennoch Anspruch auf Kompensationszahlungen auslöst (Art. 41a Abs. 1 
AVIV; NUSSBAUMER, a.a.O., S. 2270 f. Rz 304, S. 2299 Rz 411). 
 
7.2 Die Zumutbarkeit entscheidet sich jedoch nicht lediglich nach der Lohnhöhe. Es sind 
Sachverhalte denkbar, bei denen ein über der durchschnittlichen Arbeitslosenentschädigung 
liegendes Einkommen während der kontrollierten Arbeitslosigkeit erzielt wird, dabei jedoch eine 
Unzumutbarkeitsbedingung nach Art. 16 Abs. 2 lit. a bis h AVIG vorliegt, weshalb in einem sol-
chen Fall das Einkommen grundsätzlich als Zwischenverdienst anzuerkennen wäre (Urteil des 
Bundesgerichts vom 1. März 2004, C 224/03, E. 3: THOMAS FAESI, Ursachen und Wirkungen 
der zweiten Teilrevision des AVIG, Zürich 1999, S. 244 und 364). 
 
7.3 Zur Beurteilung der Frage, ob das von einer versicherten Person mit einer Teilzeitbe-
schäftigung erzielte Einkommen im Sinne von Art. 16 Abs. 1 lit. i AVIG zumutbar ist, ist das auf 
der Grundlage des versicherten Tagesverdienstes gemäss Art. 40a AVIV berechnete Taggeld 
mit dem Bruttotagesverdienst zu vergleichen. Dieser ist bei den im Monatslohn angestellten 
Versicherten mit dem Divisor 21,7 zu ermitteln. Ist der Bruttotagesverdienst tiefer als das Brutto-

 
 
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taggeld, handelt es sich um Zwischenverdienst mit der Folge, dass die Voraussetzungen für 
einen Differenzausgleich nach Art. 24 Abs. 1 und 3 AVIG erfüllt sind (NUSSBAUMER, a.a.O., 
S. 2270 f. Rz 304). 
 
7.4 Liegt nach der Vergleichsrechnung eine lohnmässig zumutbare Arbeit vor, bleibt für die 
Annahme eines Zwischenverdienstes – sofern kein Sachverhaltselement nach Art. 16 Abs. 2 
lit. a bis h AVIG vorliegt – kein Raum (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2000, C 236/99, 
C 249/99 E. 3). Denn mit der Aufnahme einer zumutbaren Voll- oder Teilzeitbeschäftigung im 
Sinne von Art. 16 AVIG wird die Arbeitslosigkeit grundsätzlich beendet (NUSSBAUMER, a.a.O., 
S. 2223 Rz 149 und S. 2298 f. Rz 336). Trifft dies zu, stellt sich höchstens noch die Frage von 
Kompensationszahlungen, wenn das Taggeld 80% des versicherten Verdienstes beträgt. 
 
7.5 Wie bereits unter Erw. 7.1 ausgeführt, ist eine Arbeit in lohnmässiger Hinsicht zumut-
bar, wenn der damit erzielbare Verdienst mindestens 70% des versicherten Verdienstes be-
trägt. Das bedeutet, dass die Tätigkeit bei der Gemeinde F.____ eine zumutbare Arbeit dar-
stellt, wenn der Bruttotagesverdienst höher ist als das Bruttotaggeld. Die Versicherte erzielte bei 
der Gemeinde F.____ einen Jahreslohn von Fr. 49‘227.10 (13 x Fr. 3‘786.70 [vgl. Anstellungs-
vertrag vom 26. März 2013]), bzw. einen Bruttotagesverdienst von Fr. 189.-- (Fr. 49‘227.10: 12 
= Fr. 4‘102.25: 21,7). Das Taggeld in Höhe von 70% des versicherten Verdienstes beträgt 
Fr. 160.20 (Fr. 4‘966.20: 21,7 x 0,7). Der Bruttotagesverdienst ist damit höher als das Taggeld, 
weshalb es sich um eine lohnmässig zumutbare Arbeit handelt. Da im Übrigen keine Unzumut-
barkeitsgründe nach Art. 16 Abs. 2 lit. a bis h AVIG geltend gemacht werden und solche auch 
nicht ersichtlich sind, besteht aufgrund der Tätigkeit der Versicherten bei der Gemeinde F.____ 
keine Arbeitslosigkeit im rechtlichen Sinne. 
 
7.6 Da die Versicherte jedoch Anspruch auf das volle Taggeld in Höhe von 80% des ver-
sicherten Verdienstes hat, stellt sich die Frage, ob sie trotz zumutbarer Tätigkeit Anspruch auf 
Kompensationszahlungen hat (vgl. Erw. 7.1). Dies wäre dann der Fall, wenn der Bruttotages-
verdienst tiefer als das volle Taggeld wäre. Vorliegend liegt der Bruttotagesverdienst jedoch mit 
Fr. 189.-- über dem Taggeld von Fr. 183.--, weshalb die Versicherte keinen Anspruch auf Kom-
pensationszahlungen gemäss Art. 24 AVIG und Art. 41a AVIV hat. Die Beschwerde ist dem-
nach abzuweisen. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden 
kann. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.