# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 55c78061-87c2-5a57-a44f-e51ddb846e11
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.06.2008 D-3799/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3799-2008_2008-06-18.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3799/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli, 
Gerichtsschreiberin Katarina Umegbolu.

A._______, geboren (...), Nigeria,
alias B._______, geboren (...), Kamerun,
wohnhaft (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. Mai 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3799/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer - gemäss eigenen Angaben ein nigeriani-
scher Staatsangehöriger aus der Ethnie der Ibo mit letztem Wohnsitz 
in  O._______ (... State)  -  sein Heimatland am 26. Juli  2007 verliess 
und nach Kamerun gelangte, von wo aus er am 12. Januar 2008 ab-
flog und am 13. Januar 2008 in die Schweiz einreiste, wo er gleichen-
tags im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) um Asyl nachsuchte,

dass das BFM den Beschwerdeführer ans (...) überwies, wo er von der 
Vorinstanz am 22. Februar  2008 summarisch zum Reiseweg und zu 
den Gründen für das Verlassen des Heimatlandes befragt wurde,  

dass  der  Beschwerdeführer  für  den weiteren Verlauf  des  Verfahrens 
dem Kanton (...) zugewiesen wurde, 

dass das BFM am 7. März 2008 die zuständigen österreichischen Be-
hörden  um einen Vergleich  der  Fingerabdrücke des  Beschwerdefüh-
rers im Hinblick auf einen allfälligen vorgängigen Aufenthalt in Öster-
reich ersuchte, 

dass  gemäss  Antwort  der  österreichischen  Behörden  vom  6.  April 
2008  der  Fingerabdruckvergleich  eine  positive  daktyloskopische  Re-
gistrierung des Beschwerdeführers in Österreich ergab,

dass der Beschwerdeführer am 21. Mai 2008 vom BFM zu den Asyl-
gründen angehört  und ihm im Rahmen der Befragung das rechtliche 
Gehör zum Abklärungsergebnis aus Österreich gewährt wurde, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen  geltend  machte,  von  seinen  Geschäftspartnern  des 
Diebstahls von Geschäftskapital in der Höhe von 7 Mio. Naira beschul-
digt worden zu sein,

dass man in diesem Zusammenhang (...)  seine Ehefrau umgebracht 
habe,

dass er wegen des Mordes an seiner Ehefrau von deren Familie ver-
folgt worden sei,  welche ihn für  das Unglück verantwortlich gemacht 
habe,

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dass die nigerianische Polizei ihn wegen des Diebstahls und des Tö-
tungsdelikts  an  seiner  Ehefrau  (...)  vor  seinem  Elektrogeschäft  auf 
dem Markt habe festnehmen wollen, 

dass  andere  Standbesitzer  jedoch  eingeschritten  seien,  wobei  einer 
von ihnen einen Polizisten von hinten niedergeschlagen habe,

dass er auch deswegen von der Polizei gesucht worden sei,

dass er  vor diesem Hintergrund am 26. Juli  2007 nach Kamerun zu 
seinem Freund E._______ geflohen sei, wo er sich die nächsten vier 
bis sechs Monate aufgehalten habe,

dass  die  Geschäftspartner  aus  O._______ von seinem Aufenthalt  in 
D._______  erfahren  und  ihn  (...)  bei  der  kamerunischen  Polizei 
angezeigt hätten, welche ihn daraufhin gesucht habe,

dass er deswegen anfangs 2008 aus Kamerun, mit dem Ziel nach Lon-
don zu gelangen, ausgereist sei, 

dass er sich nie in Österreich aufgehalten habe,

dass  hinsichtlich  der  weiteren  Einzelheiten  des  rechtserheblichen 
Sachverhalts auf die Protokolle bei den Akten verwiesen wird, 

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 28. Mai  2008 in  Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete mit dem Hinweis, 
der  Beschwerdeführer  habe  die  Schweiz  am  Tag  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft zu verlassen,

dass zugleich verfügt wurde, dem Beschwerdeführer würden die edi-
tionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehändigt,

dass das BFM zur Begründung des Nichteintretens zusammenfassend 
festhielt,  der  Beschwerdeführer  habe  innert  48  Stunden  nach  Ge-
suchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe  keine  rechtsgenügli-
chen Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, obwohl er dazu mehr-
fach aufgefordert worden sei,

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dass der Beschwerdeführer angegeben habe, sieben Geschwister zu 
haben und als Geschäftsmann über zahlreiche Kontakte zu verfügen,

dass der Beschwerdeführer somit  diverse Möglichkeiten hat,  die ihm 
die Beschaffung von Identitätspapieren hätten ermöglichen sollen,

dass der Beschwerdeführer ferner auf dem Flugweg und unter Verwen-
dung eines Passes mit seiner Fotografie und einer Aufenthaltsbewilli-
gung für ein europäisches Land nach Europa gelangt sein will, 

dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  trotz  längerem  Aufenthalt  in  der 
Schweiz bis dato keine Dokumente eingereicht habe, welche geeignet 
gewesen wären, seine Identität zu belegen und auch keinerlei konkre-
te Schritte zur Beschaffung von Identitätspapieren unternommen habe, 
was einzig den Schluss zulasse, er sei  nicht  Willens, Identitätsdoku-
mente einzureichen,

dass  vor  diesem  Hintergrund  keine  entschuldbaren  Gründe  für  die 
Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren vorlägen,

dass im Weiteren gestützt auf die Anhörungen das Fehlen der Flücht-
lingseigenschaft festgestellt  werden könne und keine weiteren Abklä-
rungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft notwendig seien,

dass der Beschwerdeführer gemäss Abklärungen bei den zuständigen 
österreichischen  Behörden  erkennungsdienstlich  in  Österreich  unter 
einem anderen Namen und einer anderen Staatsangehörigkeit erfasst 
worden sei, weshalb seine anlässlich des rechtlichen Gehörs getroffe-
nen Aussagen faktisch unzutreffend seien,

dass der Beschwerdeführer sich ferner in diversen Vorbringen anläss-
lich der Befragungen widersprochen habe, wie beispielsweise zu den 
Umständen  des  zweiten  Besuches  der  Polizei  auf  dem  Markt  in 
O._______ oder betreffend seine Reiseroute,

dass im Weiteren zahlreiche Vorbringen des Beschwerdeführers in we-
sentlichen Punkten zu wenig konkret, detailliert oder differenziert aus-
gefallen  seien  und  dadurch  den  Eindruck  vermittelt  hätten,  der  Be-
schwerdeführer habe das Geschilderte nicht selbst erlebt, 

dass  der  Beschwerdeführer  beispielsweise  nicht  annähernd differen-
ziert  habe  darlegen  können,  wie  seine  Ehefrau  umgebracht  worden 

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sei, beziehungsweise aufgrund welcher Indizien er geschlossen habe, 
die Täter seien seine Geschäftspartner gewesen,

dass er ebensowenig habe erklären können, inwiefern er in Kamerun 
Geschäfte gemacht habe und ihn seine Geschäftspartner aus Nigeria 
dort wiedergefunden hätten,

dass auch unklar bleibe, wie er in die Schweiz gelangt sei,

dass schliesslich das Vorbringen des Beschwerdeführers,  wonach er 
nicht glaube, dass seine Fotografie im Reisepass, welchen er für die 
Herreise verwendet habe, eingeklebt gewesen sei, der allgemeinen Er-
fahrung und Logik des Handelns widerspreche, zumal der Beschwer-
deführer  den  Pass  in  den  eigenen  Händen  gehalten  habe  will  und 
auch festgestellt haben soll, dass sich im Pass eine Aufenthaltsgeneh-
migung für ein europäisches Land befunden habe,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Flüchtlingseigenschaft  nach 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage weder zu-
sätzliche Abklärungen hinsichtlich  der  Feststellung der  Flüchtlingsei-
genschaft noch solche bezüglich des Wegweisungsvollzuges erforder-
lich seien, 

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 9. Juni 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  beantragte,  die  vorinstanzliche Verfügung  sei  aufzuheben und 
das Verfahren sei zwecks materieller Prüfung an das BFM zurückzu-
weisen,

dass ihm die Bezahlung eines Kostenvorschusses und der Verfahrens-
kosten zu erlassen sei,

dass die vorinstanzlichen Akten am 10. Juni 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de, mit denen es das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begrün-
detheit  hin  zu  überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  praxisgemäss  auf  die 
Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf 
das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit  der Beschwerdeinstanz somit da-
rauf beschränkt ist, bei Begründetheit die angefochtene Verfügung auf-

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zuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zu-
rückgehen zu lassen (vgl. die diesbezüglich weiterhin massgeblichen 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  ARK  [EMARK]  2004  Nr. 34 
E. 2.1. S. 240 f.),

dass indessen bei Nichteintretensentscheiden, die gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, das BFM im Rahmen einer sum-
marischen  Prüfung  das  offenkundige  Nichterfüllen  der  Flüchtlingsei-
genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von 
Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  hat  (vgl.  BVGE 
2007/8 E. 2.1),

dass die Beurteilungszuständigkeit  des Bundesverwaltungsgericht  im 
Wegweisungspunkt nicht beschränkt ist, da sich die Vorinstanz diesbe-
züglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbindung mit Art. 83 des Bundesge-
setzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Auslän-
der (AuG, SR 142.20) auch materiell zur Sache zu äussern hatte, wes-
halb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zu-
kommt,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG),  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der  Beschwerdeführer  vorliegend keine Identitätsdokumente  zu 
den Akten gereicht hat und in seiner Beschwerdeschrift diesbezüglich 
erneut ausführt, sein Mobiltelefon sei ihm abhanden gekommen, wes-
halb es ihm nicht möglich gewesen wäre, Personen, welche ihm allen-
falls ein Identitätspapier hätten zukommen lassen können, zu kontak-
tieren,

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dass er darüber hinaus, wie anlässlich des vorinstanzlichen Verfahrens 
bereits  erwähnt,  weder je  eine Identitätskarte  noch einen Reisepass 
besessen habe, insofern es ihm auch gar nicht möglich gewesen wäre, 
innert der angesetzten Frist solche Dokumente ausstellen zu lassen, 

dass  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  indessen  jeglicher 
Grundlage  entbehren,  zumal  es  dem Beschwerdeführer  trotz  Verlust 
seines Mobiltelefons offensichtlich im April  2008,  mithin drei  Monate 
nach seiner Einreise in die Schweiz, möglich war, seine Schwester te-
lefonisch zu kontaktieren und mit ihr am Telefon zu sprechen (vgl. Akte 
A14/21, S. 5),

dass der Beschwerdeführer sich - wie von der Vorinstanz bereits fest-
gestellt - in den Angaben zu seiner Reise von Kamerun in die Schweiz 
anlässlich der beiden Befragungen erheblich widerspricht, wobei dem 
Beschwerdeführer weder geglaubt werden kann, er habe als erwach-
sener,  der  englischen  Sprache  in  Wort  und  Schrift  kundiger  Mann, 
nicht gewusst, wo er in Europa mit dem Flugzeug gelandet sei, bezie-
hungsweise  auf  welcher  Route  ihn  seine  Weiterfahrt  (...)  in  die 
Schweiz geführt habe,

dass  angesichts  der  strengen  Einreisekontrollen  an  europäischen 
Flughäfen  dem  Beschwerdeführer  ferner  seine  Unkenntnis  über  die 
Identität des angeblich wahren Passinhabers ebenfalls nicht geglaubt 
werden  kann,  werden  doch  insbesondere  Inhaber  von  Einreisevisa 
durch  die  Grenzkontrollbehörden  nach  Name,  Zeck  und  Dauer  des 
Aufenthalts  sowie  dem Aufenthaltsort  gefragt,  der  Beschwerdeführer 
folglich mit entsprechenden Fragen hätte rechnen und sich diesbezüg-
lich hat vorbereiten müssen,

dass  vor  diesem Hintergrund  angenommen werden  kann,  dass  sich 
der Beschwerdeführer nach wie vor entweder im Besitz seines eigenen 
Reisepasses befindet, den er den Schweizer Asylbehörden vorenthält, 
oder zumindest jederzeit in der Lage gewesen war, ein Identitätsdoku-
ment bei seinen Verwandten einzufordern, 

dass somit - in Übereinstimmung mit der Vorinstanz - keine entschuld-
baren Gründe vorliegen, die es dem Beschwerdeführer verunmöglicht 
hätten, den Behörden innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Asylgesuches rechtsgültige Indentitätsdokumente einzureichen, 

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dass im Weiteren zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragun-
gen zu Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zu-
sätzliche Abklärungen zu deren Feststellung beziehungsweise derjeni-
gen von Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  der  von der  Vorinstanz  in  Auftrag  gegebene Fingerabdruckver-
gleich bei den österreichischen Behörden nicht als zusätzliche Abklä-
rung im oben erwähnten Sinne aufzufassen ist, zumal gemäss Art. 28a 
Bst. a  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfra-
gen (AsylV 1, SR 142.311) daktyloskopische Abklärungen nicht als zu-
sätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder 
eines Wegweisungsvollzugshindernisses gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG gelten,

dass  gestützt  auf  die  Abklärungsresultate  aus  Österreich  die  Identi-
täts- und Herkunftsangaben des Beschwerdeführers somit in Frage zu 
stellen  sind,  was  zu  ersten  erheblichen  Zweifeln  an  der  gesamten 
Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers führt, 

dass der Beschwerdeführer hinsichtlich der Asylgründe in seiner Be-
schwerdeeingabe sodann lediglich erneut  beteuert,  seine Vorbringen 
sehr  ausführlich und inhaltlich übereinstimmend geltend gemacht  zu 
haben,  zu  den von der  Vorinstanz detailliert  aufgezeigen Widersprü-
chen indessen konkret keine Stellung nimmt, 

dass - um Wiederholungen zu vermeiden - folglich auf die Erwägungen 
des BFM verwiesen werden kann, denen sich das Gericht vollumfäng-
lich anschliesst, 

dass der Beschwerdeführer darüber hinaus sich in weitere Ungereimt-
heiten verstrickt, indem er beispielsweise einmal geltend macht, nicht 
zu wissen, ob der verletzte Polizist tot sei (vgl. Akte A14/21, S. 14, Ant-
wort  zur Frage 170),  wenige Aussagen später  jedoch auf  Nachfrage 
hin vorbringt, man habe ihm den Tod des Polizisten mitgeteilt, weshalb 
er ja auch geflohen sei (vgl. a.a.O., Antwort zur Frage 175),

dass der Beschwerdeführer im Weiteren seine Aufdeckung durch die 
Geschäftspartner in Kamerun, die Anzeigeerstattung bei der kameru-
nischen Polizei sowie die dortige polizeiliche Suche nach ihm anläss-
lich  der  summarischen  Erstbefragung  nicht  einmal  andeutungsweise 
geltend macht,  was indessen zu erwarten gewesen wäre, zumal der 

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Beschwerdeführer gerade aus diesen Gründen Kamerun verlassen ha-
ben will, 

dass  die  diesbezüglichen  Vorbringen  daher  als  nachgeschoben  und 
unglaubhaft bezeichnet werden können, 

dass der Beschwerdeführer ferner geltend macht, im Falle einer Ver-
haftung durch die Polizei hätte ihm ein unfaires Gerichtsverfahren ge-
droht und auch die Strafe wäre unmenschlich,  mit  der Europäischen 
Menschenrechtskonvention nicht vereinbar ausgefallen, 

dass in diesem Zusammenhang indessen weder aus den Akten noch 
den Vorbringen des Beschwerdeführers  ersichtlich  wird,  inwiefern  er 
aus flüchtlingsrechtlich relevanten Motiven von der Polizei  hätte ver-
haftet  werden sollen,  beziehungsweise im Falle einer  möglichen Be-
strafung aus Gründen gemäss Art. 3 AsylG mit einer unverhältnismä-
ssigen Strafe im Sinne eines Politmalus (vgl. EMARK 2004 Nr. 2) zu 
rechnen gehabt hätte, 

dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers somit 
zu Recht als unglaubhaft qualifiziert hat,  

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt - das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getrof-
fen,

dass  das  BFM zu  Recht  keine  weiteren  Abklärungen  vorgenommen 
hat,

dass somit der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  werden,  welche  an  den  zutreffenden  vorin-
stanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

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dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im geltend gemachten Heimatstaat 
Nigeria noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Fal-
le einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass der gemäss eigenen Angaben heute knapp (...)-jährige und ge-
stützt auf die Aktenlage gesunde Beschwerdeführer seit seiner Geburt 
bis zur Ausreise Mitte Januar 2007 in Nigeria gelebt haben soll, wo er 
über  ein breites  familiäres und soziales Beziehungsnetz verfügt  und 
wo er auch in beruflicher Hinsicht bereits mehrere Jahre Erfahrung als 
Inhaber  eines  Elektorgerätegeschäfts  gesammelt  hat,  weshalb  nicht 
davon auszugen ist, er werde nach seiner Rückkehr in eine existenz-
bedrohende Lage geraten, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG) nachdem sein Gesuch um Gewährung der unentgeltli-
chen  Rechtspflege  im Sinne  von  Art.  65  Abs. 1  VwVG infolge  Aus-
sichtslosigkeit abzuweisen ist,

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dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Katarina Umegbolu

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