# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7393cc8e-4ba2-5a59-8205-11ddf3d16894
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 09.04.2021 SK2 2021 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2021-10_2021-04-09.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Verfügung vom 09. April 2021

Referenz SK2 21 10

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Nydegger, Vorsitzender
Gees, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

B._____
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG in Law Patrik Mauchle
Stach Rechtsanwälte, Poststrasse 17, Postfach 1944, 9001 St. 
Gallen 

Gegenstand Hausfriedensbruch (Kosten)

Anfechtungsobj. Einstellungsverfügung Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
12.02.2021, mitgeteilt am 12.02.2021 (Proz. Nr. VV.2019.2483)

Mitteilung 16. Juni 2021

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I. Sachverhalt

A. B._____ stellte am 17. Juli 2019 Strafantrag gegen A._____ wegen Haus-
friedensbruchs. Der von ihr getrenntlebende Ehemann habe am _____ 2019 das 
ihr gerichtlich zugewiesene Grundstück am C._____ 59 in D._____ trotz Aufforde-
rung nicht verlassen. Entgegen dem sinngemässen Verbot, das Grundstück nicht 
betreten zu dürfen, welches sie per E-Mail vom _____ 2019 aussprach, habe er 
gleichwohl am _____ 2019 den Vorplatz erneut betreten.

B. Gegen den gegen ihn am 17. Januar 2020 erlassenen Strafbefehl erhob 
A._____ Einsprache. In der Folge führte die Staatsanwaltschaft Graubünden 
(nachfolgend Staatsanwaltschaft) gegen A._____ ein Strafverfahren wegen Haus-
friedensbruchs gemäss Art. 186 StGB.

C. Mit Schreiben vom 12. Januar 2021 zog B._____ ihren Strafantrag gegen 
A._____ zurück, woraufhin die Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 12. Februar 
2021, gleichentags mitgeteilt, das Folgende anordnete:

1. Das Strafverfahren gegen A._____ wegen mehrfachen Hausfriedens-
bruchs gemäss Art. 186 StGB wird eingestellt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1'200.00 (Gebühren CHF 995.00, Bar-
auslagen CHF 205.00) werden der beschuldigten Person auferlegt.

3. Eine Entschädigung wird nicht zugesprochen.

D. Mit Eingabe vom 19. Februar 2021 liess A._____ (nachfolgend Beschwer-
deführer) gegen die Einstellung Beschwerde erheben, worin er sich im Wesentli-
chen gegen die Auferlegung der Verfahrenskosten wehrt.

E. Mit Schreiben vom 2. März 2021 erkundigte sich der Vorsitzende der II. 
Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden beim Beschwerdeführer, ob 
seine Eingabe vom 19. Februar 2021 vollständig erging. Dies deshalb, weil seine 
Ausführungen auf der ersten Seite von 1) – 4) nummeriert sind, auf der zweiten 
Seite diese indes erst bei 12) fortfahren, zumal das zweite Blatt beidseitig bedruckt 
ist, das erste Blatt dagegen nur einseitig. Der Vorsitzende gewährte deshalb dem 
Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 385 Abs. 2 StPO eine Nachfrist zur er-
gänzenden Stellungnahme bis zum 10. März 2021.

F. In der Folge ging mit Eingabe des Beschwerdeführers vom 4. März 2021 
fristgerecht die Vervollständigung der Beschwerdeschrift beim Kantonsgericht ein.

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G. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Stellungnahme vom 17. März 
2021, auf die Beschwerde nicht einzutreten, unter Überbindung der angefallenen 
Kosten auf den Beschwerdeführer.

H. In der Stellungnahme von B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 
vom 22. März 2021 werden die Ausführungen in der Beschwerdeschrift bestritten; 
das Verhalten des Beschwerdeführers habe sich aber merklich verbessert und die 
Beschwerdegegnerin würde deshalb eine Aufhebung oder Reduktion der Kosten, 
welche dem Beschwerdeführer auferlegt wurden, begrüssen.

I. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, in der angefochte-
nen Einstellungsverfügung und in den Akten wird, soweit erforderlich, in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1 Gemäss Art. 322 Abs. 2 sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit 
Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung 
(EGzStPO; BR 350.100) kann gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwalt-
schaft beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde geführt werden. Die 
Behandlung der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der II. Strafkammer des 
Kantonsgerichts von Graubünden (Art. 10 Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung 
[KGV; BR 173.110]). Die Beschwerde ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet 
einzureichen (Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO). Die beschwerde-
führende Partei hat dabei genau anzugeben, welche Punkte des Entscheides bzw. 
der Verfügung sie anficht (Art. 385 Abs. 1 lit. a StPO), welche Gründe einen ande-
ren Entscheid nahelegen (Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO) und welche Beweismittel sie 
anruft (Art. 385 Abs. 1 lit. c StPO). Mit Beschwerde können gemäss Art. 393 Abs. 
2 StPO sowohl Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-
brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), als 
auch die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) 
gerügt werden. Ferner kann die Rüge der Unangemessenheit (lit. c) erhoben wer-
den.

1.2. Zur Beschwerde legitimiert ist gemäss Art. 382 Abs. 1 StPO jede Partei, 
welche ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines 
Entscheids hat, das heisst durch die Einstellungsverfügung beschwert ist. Der Be-
schwerdeführer ficht die von der Staatsanwaltschaft verfügte Kostenauflage an ihn 
an. Insofern ist er durch die angefochtene Einstellungsverfügung in seinen recht-
lich geschützten Interessen berührt und damit zur Beschwerdeerhebung legiti-

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miert. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 19. 
Februar 2021 bzw. 4. März 2021 (vgl. act. A.1 und A.2) ist einzutreten.

1.3. Ist die Beschwerdeinstanz ein Kollegialgericht – wie es vorliegend der Fall 
ist (vgl. Art. 18 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes [GOG; BR 173.000]), –
so beurteilt deren Verfahrensleitung die Beschwerde allein, wenn diese die wirt-
schaftlichen Nebenfolgen eines Entscheids bei einem strittigen Betrag von nicht 
mehr als CHF 5'000.00 zum Gegenstand hat (vgl. Art. 395 lit. b StPO). Darunter 
fallen insbesondere Verfahrenskosten, Entschädigungen und Genugtuung, Ein-
ziehungen sowie die Entschädigungen für amtliche Verteidiger beziehungsweise 
unentgeltliche Rechtsbeistände (vgl. Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 
2014, N 5 zu Art. 395 StPO). Im vorliegenden Fall strittig sind einzig die Überbin-
dung der vorinstanzlichen Verfahrenskosten in Höhe von CHF 1'200.00 (Gebühren 
CHF 995.00, Barauslagen CHF 205.00) an den Beschwerdeführer. Damit geht es 
um wirtschaftliche Nebenfolgen des angefochtenen Entscheids im Betrag von we-
niger als CHF 5'000.00. Die Zuständigkeit für die Beurteilung der Beschwerde liegt 
folglich bei der Verfahrensleitung als Einzelrichter.

2.1. Im vorliegenden Fall wurde das Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs 
gemäss Art. 186 StGB gestützt auf Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO eingestellt. Somit ist 
der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft vom 17. Januar 2020, mit welchem der Be-
schwerdeführer des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB 
schuldig gesprochen wurde, nicht in Rechtskraft erwachsen. Gegenstand des vor-
liegenden Verfahrens bildet die Frage, ob die Staatsanwaltschaft trotz Einstellung 
des Strafverfahrens die Verfahrenskosten zu Recht dem Beschwerdeführer aufer-
legt hat. 

2.2. Die Kosten einer Strafuntersuchung trägt grundsätzlich der Staat (Art. 423 
StPO). Bei einer Einstellung des Verfahrens können sie der beschuldigten Person 
ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn diese rechtswidrig und schuldhaft die 
Einleitung des Verfahrens bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 
426 Abs. 2 StPO).

2.3. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts verstösst eine Kostenaufla-
ge bei Freispruch oder Einstellung des Verfahrens gegen die Unschuldsvermutung 
(Art. 10 Abs. 1 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK), wenn der be-
schuldigten Person in der Begründung des Kostenentscheids direkt oder indirekt 
vorgeworfen wird, es treffe sie ein strafrechtliches Verschulden. Zulässig ist es 
indes, einer nicht verurteilten beschuldigten Person die Kosten zu überbinden, 

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wenn sie in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise, das heisst im Sinne einer analogen 
Anwendung der sich aus Art. 41 OR ergebenden Grundsätze, eine geschriebene 
oder ungeschriebene Verhaltensnorm, die sich aus der Gesamtheit der schweize-
rischen Rechtsordnung ergeben kann, klar verletzt und dadurch das Strafverfah-
ren veranlasst oder dessen Durchführung erschwert hat. Vorausgesetzt wird damit 
ein unter rechtlichen Gesichtspunkten und nicht lediglich ein unter moralischen 
oder ethischen Gesichtspunkten vorwerfbares Verhalten. Zwischen dem zivilrecht-
lich vorwerfbaren Verhalten und den durch die Untersuchung entstandenen Kos-
ten muss zudem ein (natürlicher und adäquater) Kausalzusammenhang bestehen 
(vgl. zum Ganzen BGer 1B_180/2012 v. 24.5.2012  E. 2.2 m.w.H.).

2.4. Die Überbindung der Verfahrenskosten an die beschuldigte Person bei 
Freispruch oder Einstellung des Verfahrens soll Ausnahmecharakter haben (BGE 
116 Ia 162 E. 2c; BGer 1P.18/2007 v. 30.7.2007 E. 3.3.3 m.w.H.). Die Kostenauf-
lage gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO darf sich daher in tatsächlicher Hinsicht 
zunächst nur auf unbestrittene oder bereits klar nachgewiesene Umstände stützen 
(vgl. BGer 1B_180/2012 v. 24.5.2012 E. 2.2 m.w.H.; ferner auch Niklaus 
Schmid/Daniel Jositsch, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 
3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2018, N 6 zu Art. 426 StPO). Daraus ergibt sich im Um-
kehrschluss, dass bei nicht eindeutigen tatsächlichen Verhältnissen eine Kosten-
auflage an die beschuldigte Person gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO auszublei-
ben hat. Dies steht denn auch im Einklang mit der anerkannten Regel, dass der 
Staat die Beweislast für die Haftungsvoraussetzungen der Kostenauflage trägt 
(vgl. Thomas Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 36 zu Art. 426 StPO, 
mit Hinweis auf BGer 6B_71/2009 v. 28.5.2009 E. 1.4). Darüber hinaus muss aber 
auch gelten, dass eine Kostenauflage gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO nur bei 
eindeutigen rechtlichen Verhältnissen in Frage kommt, wenn also ein Verhalten 
der beschuldigten Person vorliegt, das unter zivilrechtlichen Gesichtspunkten mit 
hinreichender Eindeutigkeit vorwerfbar ist (ähnlich auch OGer ZH SB160478 v. 
28.6.2017 E. IV.1.2, welches eine klare Verletzung einer Rechtsnorm verlangt; vgl. 
ferner BGer  6B_1200/2017 v. 4.6.2018 E. 4.4). Es kann nicht Sache der Straf-
behörde sein, im Rahmen des strafprozessualen Kostenentscheids zur Frage der 
zivilrechtlichen Verantwortung umfangreiche Abklärungen in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht zu tätigen. Vorzugehen ist deshalb wie folgt: Ergibt sich auf-
grund einer summarischen Prüfung, dass ein zivilrechtlich vorwerfbares Verhalten 
im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO mit grosser Wahrscheinlichkeit vorliegt, kommt 
eine Kostenauflage an die beschuldigte Person in Frage (vgl. BGer 6B_1200/2017 
v. 4.6.2018 E. 4.5.2). Andernfalls ist von vornherein davon abzusehen.

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3.1. Die Untersuchung der Staatsanwaltschaft bezog sich auf den Straftatbe-
stand von Art. 186 StGB. Danach wird auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei 
Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer gegen den Willen des Berechtigten in ein 
Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in 
einen unmittelbar zu einem Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten 
oder in einen Werkplatz unrechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung ei-
nes Berechtigten, sich zu entfernen, darin verweilt.

3.2. Der Beschwerdeführer wehrt sich mittels vorliegender Beschwerde gegen 
die auf Art. 426 Abs. 2 StPO gestützte Kostenauflage. Die Staatsanwaltschaft be-
antragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, unter Überbindung der angefalle-
nen Kosten auf den Beschwerdeführer (act. A.3).

3.2.1. Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Verfügung zur Begrün-
dung der Kostenauflage zu Lasten des Beschwerdeführers aus, dass gemäss den 
Verfahrensakten feststehe, dass der Beschwerdeführer durch sein Verhalten 
rechtswidrig gehandelt habe. So habe er nicht bestritten, das Grundstück, welches 
seiner getrenntlebenden Ehefrau zugewiesen worden sei, betreten zu haben. Er 
habe damit schuldhaft ein persönlichkeitsgeschütztes Rechtsgut der Beschwerde-
gegnerin verletzt, sodass sein Verhalten widerrechtlich im Sinne von Art. 28 ZGB 
sei. Somit habe er durch ein fehlerhaftes Verhalten im Sinne des prozessualen 
Verschuldens die Einleitung des Strafverfahrens veranlasst. Es rechtfertige sich 
deshalb, die angefallenen Verfahrenskosten dem Beschuldigten zu überbinden 
(vgl. act. D.1, E. 4).

3.2.2. Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die Tage, an denen er das 
Grundstück am C._____ 59 in D._____ betreten habe (d.h. am 2. bzw. 17. Juli 
2019), seien geregelte Besuchstage gewesen. Es bestehe eine gültige familien-
rechtliche Vereinbarung, welche die Besuchsmodalitäten regle. Vor diesem Hin-
tergrund sei auch irrelevant, dass die Beschwerdegegnerin ein E-Mail mit Andro-
hung einer Anzeige wegen Hausfriedensbruchs geschrieben habe. Denn es könne 
nicht sein, dass die Beschwerdegegnerin mit einem solchen E-Mail gerichtlich 
vereinbarte Besuchsmodalitäten faktisch übersteuern könne (act. A.2). Die 
Staatsanwaltschaft hält dem entgegen, dem Beschwerdeführer seien die Kosten 
des Vorverfahrens auferlegt worden, da er sich widerrechtlich im Sinne von Art. 28 
ZGB verhalten habe; widerrechtlich sei sein Verhalten gewesen, da er damit ge-
gen die Trennungsvereinbarung zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin ver-
stossen habe (act. A.3).

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3.2.3. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, der Beschwerdeführer habe 
tatsächlich ein Besuchsrecht gemäss Eheschutzentscheid gehabt. Die besagten 
Tage, auf die sich der Beschwerdeführer beziehe, seien jedoch nicht geregelte 
Besuchstage gewesen. Sowieso würde sich nichts an der Situation ändern, da die 
Beschwerdegegnerin ihm mehrfach verboten habe, ohne ihr Wissen das Grunds-
tück zu betreten. Ein Besuchsrecht bedeute nicht, dass jemand eine fremde Lie-
genschaft oder ein fremdes Grundstück trotz mehrfachem Verweis immer wieder 
betreten dürfe. Ein Besuchsrecht wäre in den Räumlichkeiten des Beschwerdefüh-
rers wahrzunehmen gewesen und nicht bei der Beschwerdegegnerin (act. A.4).

4.1 Zunächst kann der Staatsanwaltschaft nicht gefolgt werden, wenn sie 
meint, der Beschwerdeführer habe seine Beschwerde nicht hinreichend begrün-
det, da er sich nicht mit der Argumentation auseinandergesetzt habe, wonach sich 
die Widerrechtlichkeit seines Verhaltens aus dem Verstoss gegen die Trennungs-
vereinbarung vom 3. Oktober 2018 ergebe. Weder in Erwägung 4 der Einstel-
lungsverfügung, auf welche die Staatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang 
verweist, noch anderswo in der Einstellungsverfügung wird die unbestrittenermas-
sen bestehende Trennungsvereinbarung thematisiert. Die Kostenauflage an den 
Beschwerdeführer wird in der Einstellungsverfügung vielmehr mit der blossen Tat-
sache begründet, dass der Beschwerdeführer das Grundstück am C._____ 59 in 
D._____ am 2. bzw. 17. Juli 2019 gegen den Willen der Beschwerdegegnerin be-
treten habe. Jedenfalls in der vorliegenden Konstellation, wo das Bestehen einer 
Trennungsvereinbarung mit Besuchsregelung im Grundsatz unbestritten zu sein 
scheint, greift die Argumentation der Kostenauflage in der angefochtenen Einstel-
lungsverfügung zu kurz. 

4.2. Besagte Trennungsvereinbarung sieht vor, dass die beiden Kinder des Be-
schwerdeführers von diesem jeweils von Dienstagabend bis Mittwochabend sowie 
an jedem zweiten Wochenende von Freitagabend bzw. Samstagmorgen bis Sonn-
tagabend betreut werden (vgl. StA act. 6). Genauere Modalitäten des Besuchs-
rechts – wie etwa die Frage, wie die Kinder zum Beschwerdeführer gelangen – 
enthält die Trennungsvereinbarung nicht. Die in den Anträgen der Beschwerde-
gegnerin enthaltene Formulierung, wonach mangels eigener Wohnung des Be-
schwerdeführers das Besuchsrecht in der Wohnung am C._____ 59 in D._____ 
stattzufinden habe, fand – aus nicht näher geklärten Gründen – keinen Eingang in 
die Trennungsvereinbarung. Die Regelung galt einstweilen bis zum 31. März 
2019. Sowohl der Beschwerdeführer als auch die Beschwerdegegnerin beziehen 
sich jedoch nach wie vor auf diese Vereinbarung, sodass davon ausgegangen 
werden kann, dass sie immer noch Gültigkeit hat. 

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4.3. Beim 2. Juli 2019, an welchem Tag der erste mutmassliche Hausfriedens-
bruch stattgefunden haben soll, handelte es sich um einen Dienstag. Insofern hät-
te zumindest ab 19:30 Uhr ein Besuchsrecht der Kinder bestanden. Nicht nach-
vollziehbar und auch nicht näher begründet ist daher die Aussage der Beschwer-
degegnerin, wonach dieser Tag kein geregelter Besuchstag gewesen sei (vgl. act. 
A.4). Im Anschluss an das Betreten des Grundstücks am 2. Juli 2019 sandte die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine E-Mail, in welchem sie diesem 
androhte, beim nächsten Mal, wenn er das Grundstück unbefugt betrete, Anzeige 
wegen Hausfriedensbruchs zu erstatten. Die E-Mail wurde um 18:03 Uhr versandt 
(vgl. StA act. 2). Das Betreten des Grundstücks durch den Beschwerdeführer 
musste somit zwangsläufig zuvor und damit auch vor 19:30 Uhr (Zeitpunkt, ab 
dem das Besuchsrecht bestand) gewesen sein. Somit lässt sich festhalten, dass 
zum mutmasslichen Tatzeitpunkt am 2. Juli 2019 von vornherein (noch) kein Be-
suchsrecht bestand, auf welches sich der Beschwerdeführer allenfalls berufen 
könnte. Damit muss auch nicht weiter auf die Frage eingegangen werden, ob die 
in der Trennungsvereinbarung vorgesehene Besuchsrechtsregelung ein "Abhol-
recht" der Kinder mitumfasst bzw. ob bei einem (zum Tatzeitpunkt bestehenden) 
Besuchsrecht der Tatbestand von Art. 186 StGB überhaupt hätte erfüllt werden 
können (vgl. hierzu BGer 6B_971/2020 v. 19.1.2021 E. 5.4). Somit hat der Be-
schwerdeführer bereits durch sein Verhalten vom 2. Juli 2019 – namentlich auch 
durch die unbestritten gebliebene Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin ihn 
aufgefordert hatte, das Grundstück zu verlassen und er dieser Aufforderung nicht 
nachkam – die Einleitung des Strafverfahrens rechtswidrig und schuldhaft veran-
lasst. Damit braucht der Vorfall vom 17. Juli 2019 an sich nicht weiter geprüft wer-
den, zumal nicht ersichtlich ist, inwiefern dieser zu einer Erhöhung der (dem Be-
schwerdeführer auferlegten) Verfahrenskosten geführt hätte. Anzufügen bleibt le-
diglich, dass zwar auch der 17. Juli 2019 ein Besuchstag war bzw. dass gemäss 
Trennungsvereinbarung vom 16. Juli 2019, 19:30 Uhr, bis zum 17. Juli 2019, 
19:00 Uhr, ein Besuchsrecht bestanden hat. Wäre es dem Beschwerdeführer da-
bei aber tatsächlich um die Durchsetzung des (ihm an sich zustehenden) Be-
suchsrechts gegangen, so hätte erwartet werden können, dass er bereits am Vor-
abend, als dieses begann, darauf insistiert hätte. Dies zeigt, dass es dem Be-
schwerdeführer beim Betreten des Grundstücks am C._____ 59 in D._____ am 
17. Juli 2019 offenbar nicht um die Durchsetzung seines Besuchsrechts ging. Da-
mit kann sich der Beschwerdeführer von vornherein nicht auf einen allfälligen 
Rechtfertigungsgrund für das Betreten des Grundstücks trotz ausgesprochenen 
Verbots berufen.

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5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Kostenauflage der Staatsanwalt-
schaft an den Beschwerdeführer gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO nicht zu bean-
standen ist. Da der Kostenentscheid die Entschädigungsfrage präjudiziert (BGE 
137 IV 352 E. 2.4.2 m.w.H.), ist dem Beschwerdeführer für das Untersuchungsver-
fahren im Übrigen auch keine Entschädigung auszurichten. Soweit ersichtlich, 
wurde eine solche aber auch gar nicht beantragt. Die Beschwerde ist nach dem 
Gesagten abzuweisen.

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 428 Abs. 1 StPO). Gemäss 
Art. 8 der kantonalen Verordnung über die Gerichtsgebühren im Strafverfahren 
(VGS; BR 350.210) ist für Entscheide im Beschwerdeverfahren eine Gerichtsge-
bühr von CHF 1'000.00 bis CHF 5'000.00 zu erheben. Für das vorliegende Verfah-
ren erscheint aufgrund der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen eine Gerichts-
gebühr von CHF 1'000.00 als angemessen. Da der Beschwerdegegnerin kein 
nennenswerter Aufwand entstanden ist, rechtfertigt es sich vorliegend, ihr keine 
Entschädigung zuzusprechen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 1'000.00 gehen 
zu Lasten von A._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: