# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ff56b0e-b345-514f-acbe-bd0c55276cf4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2025 F-2624/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2624-2025_2025-04-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2624/2025 

 

  
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Sebastian Kempe, 

mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;  

Gerichtsschreiber Gero Vaagt. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, geboren am (...),  

2. B._______, geboren am (...),  

3. C._______, geboren am (...),  

4. D._______, geboren am (...),  

alle Albanien, 

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren - Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG);  

Verfügung des SEM vom 7. April 2025 / N (...). 

 

 

 

F-2624/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin 1 und ihre drei minderjährigen Söhne (Beschwer-

deführer 2-4) ersuchten am 24. März 2025 in der Schweiz um Asyl (Akten 

der Vorinstanz [SEM-act.] 1/2-4/2). Ein Abgleich mit der europäischen Fin-

gerabdruck-Datenbank (Zentraleinheit EURODAC) ergab, dass die Be-

schwerdeführerin 1 bereits am 29. August 2023 und am 15. November 

2024 in Deutschland Asylgesuche gestellt hatte (SEM-act. 12/1). Nach Po-

lizeiinformationen aus Deutschland lehnten die deutschen Behörden ihren 

ersten Asylantrag am 28. Dezember 2023 und ihren Asylfolgeantrag am 

4. Dezember 2024 ab (SEM-act. 29/1). 

B.  

Am 2. April 2025 gewährte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin 1 und 

ihrem ältesten Sohn, dem 14-jährigen Beschwerdeführer 2, im Rahmen 

des persönlichen Dublin-Gesprächs gemäss Art. 5 Verordnung (EU) 

Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 

2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mit-

gliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen 

oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO), jeweils das recht-

liche Gehör zur Zuständigkeit Deutschlands für die Durchführung des Asyl- 

und Wegweisungsverfahrens, zum beabsichtigten Nichteintretensent-

scheid, zur Wegweisung in diesen Dublin-Mitgliedstaat sowie zu ihrem je-

weiligen Gesundheitszustand und demjenigen der Beschwerdeführer 3 

und 4 (SEM-act. 30/3 und 31/2). 

C.  

Dem Wiederaufnahmegesuch der Vorinstanz stimmten die deutschen Be-

hörden am 3. April 2025 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. d Dublin-III-VO be-

treffend alle vier Beschwerdeführenden zu (SEM-act. 36/3).  

D.  

Mit Verfügung vom 7. April 2025 – eröffnet am 8. April 2025 – trat die Vor-

instanz in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht ein, ordnete ihre Wegweisung 

aus der Schweiz nach Deutschland an und forderte sie auf, die Schweiz 

spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Gleich-

zeitig wies sie auf die einer allfälligen Beschwerde fehlende aufschiebende 

Wirkung hin und beauftragte den Kanton E._______ mit dem Vollzug ihrer 

Wegweisung (SEM-act. 42/17 und 43/1). 

F-2624/2025 

Seite 3 

E.  

Mit Beschwerde vom 14. April 2025 gelangten die Beschwerdeführenden 

gegen die Verfügung vom 7. April 2025 an das Bundesverwaltungsgericht 

und beantragten, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf ihre Asylgesuche ein-

zutreten. Eventualiter sei die Sache zur vollständigen Erstellung des Sach-

verhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. Subeventualiter sei die Vorin-

stanz anzuweisen, individuelle Zusicherungen bezüglich des Zugangs zum 

Asylverfahren, adäquater medizinischer Versorgung und Unterbringung 

von den Behörden des zuständigen Dublinstaates einzuholen.  

In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten sie die Gewährung der auf-

schiebenden Wirkung und die Anweisung an das Migrationsamt, keine Voll-

zugshandlungen durchzuführen. Zudem sei ihnen die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren und ihnen ein amtlicher Rechtsbeistand beizu-

ordnen (Akten im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 1). 

F.  

Am 15. April 2025 ordnete der Instruktionsrichter einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an (BVGer-act. 2). 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet über die Beschwerde end-

gültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Die Beschwerdeführenden bringen in ihrer Beschwerdebegründung 

vom 14. April 2025 zunächst vor, die Beschwerdeführerin 1 sei aufgrund 

ihres psychischen Zustandes und der Nebenwirkungen ihrer Medikamente 

bei ihrem Dublin-Gespräch am 2. April 2025 nicht in der Lage gewesen, 

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Seite 4 

ihre Erfahrungen und Erlebnisse frei zu schildern. Dies habe die vollstän-

dige und korrekte Erfassung ihrer Aussagen negativ beeinflussen können 

(BVGer-act. 1). Damit rügen die Beschwerdeführenden eine Verletzung ih-

res Anspruchs auf rechtliches Gehör durch die Vorinstanz. Diese formelle 

Rüge ist vorab zu beurteilen, da sie gegebenenfalls geeignet ist, eine Kas-

sation der angefochtenen Verfügung zu bewirken. 

2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 29 VwVG haben die Parteien An-

spruch auf rechtliches Gehör. Dieses umfasst insbesondere das Recht des 

Betroffenen, sich vor Erlass eines Entscheids zur Sache zu äussern, er-

hebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit er-

heblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesent-

licher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweiser-

gebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflus-

sen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht so-

mit alle Befugnisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem 

Verfahren ihren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 

135 II 286 E. 5.1 und 144 I 11 E. 5.3; BVGE 2009/35 E. 6.4.1 m.w.H.). 

2.3 Am 2. April 2025 führte die Vorinstanz mit der Beschwerdeführerin 1 in 

Anwesenheit ihrer damaligen Rechtsvertretung das persönliche Gespräch 

gemäss Art. 5 Dublin-III-VO. Das Gespräch wurde auf Albanisch geführt 

und dauerte inklusive Rückübersetzung durch einen Dolmetscher von 

09:16 Uhr bis 10:32 Uhr. Im Rahmen des Gesprächs gab die Vorinstanz 

der Beschwerdeführerin 1 die Gelegenheit zur möglichen Zuständigkeit 

Deutschlands für das Asyl- und Wegweisungsverfahren, zu einem Nicht-

eintretensentscheid, zur Wegweisung in diesen Dublin-Mitgliedstaat sowie 

zu ihrem Gesundheitszustand und dem Gesundheitszustand der Be-

schwerdeführer 2-4 Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeführerin 1 gab 

dabei hinsichtlich ihres psychischen Gesundheitszustandes zwar an, emo-

tional angeschlagen und mit der aktuellen Situation überfordert zu sein. Sie 

machte jedoch nicht geltend, dass ihre psychische Verfassung oder Ne-

benwirkungen von ihr eingenommener Medikamente sie daran hindern 

würden, sich frei zur Sache zu äussern. Auch sind entsprechende Anhalts-

punkte dem Protokoll ihres Dublin-Gesprächs vom 2. April 2025 nicht an-

satzweise zu entnehmen. Die Beschwerdeführerin 1 bestätigte darin mit 

ihrer Unterschrift, dass ihr ihre protokollierten Aussagen von ihrer Rechts-

vertretung Satz für Satz vorgelesen und durch den Dolmetscher in eine ihr 

verständliche Sprache übersetzt worden seien, sie die Aussagen verstan-

den habe und das Festgehaltene ihren freien Äusserungen entspreche 

(SEM-act. 30/3).  

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Seite 5 

2.4 Damit ist der Beschwerdeführerin 1 im Rahmen des persönlichen Ge-

sprächs gemäss Art. 5 Dublin-III-VO am 2. April 2025 ausreichend Gele-

genheit gegeben worden, sich frei und umfänglich zur Sache zu äussern 

und ihren Standpunkt wirksam zur Geltung zu bringen. Es fehlt zudem an 

Anhaltspunkten, wonach sie dazu im fraglichen Zeitpunkt nicht in der Lage 

gewesen wäre. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör liegt 

nicht vor. Die formelle Rüge der Beschwerdeführenden erweist sich somit 

als unbegründet. 

3.  

3.1 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung vom 7. April 2025 

korrekt erwogen, dass gemäss den Bestimmungen der Dublin-III-VO 

grundsätzlich Deutschland für die Durchführung des Asyl- und Wegwei-

sungsverfahrens der Beschwerdeführenden zuständig ist, dass das deut-

sche Asylsystem keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer die 

Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz über-

ginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse er-

sichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 

Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Dabei hat sie namentlich die Vor-

bringen der Beschwerdeführenden in Hinblick auf die geltend gemachte 

unmenschliche Behandlung, mangelhafte Unterbringung (feuchte Keller-

wohnung) und unzureichende Unterstützung der Behörden in Deutschland 

berücksichtigt und rechtsprechungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat 

die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 

Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 

1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommenden Ermessens von einem freiwil-

ligen Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie hat dabei insbesondere be-

rücksichtigt, dass der Beschwerdeführerin 1 in Deutschland der Zugang zu 

einer medizinischen Behandlung ihrer zuletzt mit Kurzbericht des Stadt-

ärztlichen Dienstes der F._______ vom 28. März 2025 (SEM-act. 37/2) di-

agnostizierten psychischen Beschwerden (Verdacht auf akute Belastungs-

reaktion [Differentialverdachtsdiagnose: Anpassungsstörung]) offensteht. 

Sie ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG 

auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht eingetreten und hat in 

Anwendung von Art. 44 AsylG ihre Wegweisung nach Deutschland ange-

ordnet. Zur näheren Begründung wird auf die korrekten vorinstanzlichen 

Erwägungen verwiesen. 

3.2  

3.2.1 Was die Beschwerdeführenden auf Rechtsmittelebene vorbringen, 

vermag daran nichts zu ändern. In der Beschwerdebegründung vom 

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Seite 6 

14. April 2025 machen sie geltend, ihre Gefährdungssituation und ihre 

traumatischen Lebensgeschichten seien von den zuständigen Behörden 

im Rahmen der Asylverfahren in Deutschland aus inakzeptablen Gründen 

ignoriert worden. Man habe ihnen keine fairen Verfahren geboten. Beson-

ders schwerwiegend seien dabei die Übersetzungsfehler des in Deutsch-

land eingesetzten Dolmetschers gewesen, durch die ihre Aussagen aus 

dem Zusammenhang gerissen worden seien und eine andere Bedeutung 

erhalten hätten. Während ihres Aufenthalts in Deutschland seien sie in ei-

nem Keller ohne grundlegende hygienische Einrichtungen und mit offenen 

Abwasserrohren untergebracht worden. Der Beschwerdeführer 2 habe 

zwei Jahre lang keine Schulbildung erhalten. Seine verspätete Einschu-

lung wirke sich negativ auf ihn aus. Zudem sei er diskriminiert und gemobbt 

worden. Dies habe seine psychische Gesundheit und soziale Integration 

beeinträchtigt. Die Beschwerdeführerin 1 leide an schweren psychischen 

Störungen infolge der erlittenen Traumata. In Albanien sei sie Opfer von 

häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt durch ihren Ehemann ge-

worden. Ihr (Ex-)Ehemann sei international zur Fahndung ausgeschrieben, 

lebe mittlerweile in Deutschland und bedrohe sie und die Beschwerdefüh-

rer 2-4.  

3.2.2 Deutschland ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls zur FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301). Ausserdem wird Deutschland durch die Richtlinien des Euro-

päischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 zu ge-

meinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des interna-

tionalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmerichtlinie) als auch 

2008/115/EG vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (sog. Rückführungsrichtlinie) gebunden.  

3.2.3 Mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-

VO kann vermutungsweise davon ausgegangen werden, dass Deutsch-

land seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen gegen-

über Personen in der Situation der Beschwerdeführenden nachkommt und 

insbesondere auch die Rechte respektiert und schützt, die sich aus der 

Verfahrens- und der Aufnahmerichtlinie sowie der Rückführungsrichtlinie 

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Seite 7 

ergeben. Diese Vermutung kann zwar im Einzelfall widerlegt werden; hier-

für bedarf es aber konkreter und ernsthafter Hinweise, die von der betroffe-

nen Person glaubhaft darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.;  

Urteil des BVGer F-651/2023 vom 17. Februar 2023 E. 8.2).  

3.2.4 Vorliegend wurden bereits Asyl- und Wegweisungsverfahren durch 

die deutschen Behörden durchgeführt. Da Deutschlands Asylsystem keine 

systemischen Mängel aufweist (vgl. oben), ist vermutungsweise davon 

auszugehen, dass die deutschen Behörden – in Erfüllung ihrer völkerrecht-

lichen Verpflichtungen – die Vorbringen der Beschwerdeführenden in ei-

nem rechtsstaatlichen Verfahren geprüft haben. Die unsubstantiierte und 

pauschale Behauptung der Beschwerdeführenden, in Deutschland keine 

fairen Verfahren erhalten zu haben, ändert daran nichts. Es liegen keine 

konkreten Hinweise vor, wonach die Behandlung ihrer Asylgesuche in 

Deutschland mangelhaft gewesen sein könnte und ihre Wegweisungen in 

Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips verfügt worden wären, wie es 

sich für Personen, deren Flüchtlingseigenschaft – wie bei den Beschwer-

deführenden – verneint wurde, aus Art. 4 der EU-Grundrechtecharta, Art. 3 

EMRK und Art. 3 FoK ableitet (vgl. für Flüchtlinge Art. 33 FK). Mithin liegt 

es im Falle der erzwungenen Rückkehr nach Deutschland an den Be-

schwerdeführenden, sich allenfalls um eine erneute Überprüfung ihrer ne-

gativen Asyl- und Wegweisungsentscheide beziehungsweise deren Vollzu-

ges zu bemühen. 

3.2.5  Angesichts der unsubstantiierten diesbezüglichen Beschwerdevor-

bringen gibt es auch keinen hinreichenden Grund zur Annahme, dass die 

von den Beschwerdeführenden bei einer Überstellung nach Deutschland 

zu erwartenden Lebensbedingungen derart schlecht wären, dass sie zu ei-

ner Verletzung von Art. 3 EMRK führen könnten. 

3.2.6 Hinsichtlich der geltend gemachten Bedrohung durch den (Ex-)Ehe-

mann der Beschwerdeführerin 1 ist sodann zu betonen, dass Deutschland 

ein Rechtsstaat mit funktionierendem Justizsystem ist und über schutzwil-

lige und -fähige Polizeibehörden verfügt, deren Hilfe die Beschwerdefüh-

renden im Falle einer auftretenden oder erwarteten Bedrohung in Anspruch 

nehmen können.  

3.2.7 Die auf Beschwerdeebene wiederholend vorgebrachte und diagnos-

tizierte psychische Beeinträchtigung der Beschwerdeführerin 1 (vgl. oben 

E. 3.1) und ihre erstmals in der Beschwerdeschrift vom 14. April 2025 vor-

gebrachte körperliche Beeinträchtigung (Sehstörung) sowie die geltend 

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Seite 8 

gemachte psychische Beeinträchtigung des Beschwerdeführers 2 sind im 

Lichte der diesbezüglichen Rechtsprechung (vgl. anstatt vieler: Urteil des 

BVGer F-3746/2023 vom 11. Juli 2023 E. 6.4 unter Verweis auf das Urteil 

des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili 

gegen Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, 

§§ 180-193; letzteres bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen Dä-

nemark vom 7. Dezember 2021, Grosse Kammer, 57467/15, §§ 121 ff.) 

nicht als derart schwerwiegend anzusehen, dass aus humanitären Grün-

den oder gar wegen einer drohenden Verletzung von Art. 3 EMRK von einer 

Überstellung nach Deutschland abgesehen werden müsste. Im Übrigen 

verfügt Deutschland über eine ausreichende medizinische Infrastruktur für 

ihre Behandlung (vgl. anstatt vieler Urteil des BVGer D-7266/2023 vom 

8. Januar 2024 E. 8.5) und ist verpflichtet, den Beschwerdeführenden die 

erforderliche medizinische Versorgung zugänglich zu machen. Es liegen 

sodann auch keine Hinweise vor, wonach Deutschland den Beschwerde-

führenden eine adäquate medizinische Behandlung verweigern würde.  

3.2.8 Zudem werden die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug 

der angefochtenen Verfügungen beauftragt sind, die deutschen Behörden 

in geeigneter Weise über allfällige spezifische medizinische Bedürfnisse 

und Umstände der Beschwerdeführenden informieren (Art. 31 f. Dublin-III-

VO). In den Überstellungsmodalitäten ist bereits vermerkt, dass bei der Be-

schwerdeführerin 1 der Verdacht auf eine akute Belastungsreaktion (Diffe-

rentialverdachtsdiagnose: Anpassungsstörung) besteht (SEM-act. 40/1). 

3.2.9 Schliesslich sind keine Umstände ersichtlich oder werden 

substantiiert geltend gemacht, aufgrund derer das übergeordnete 

Kindesinteresse (Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechte des 

Kindes vom 20. November 1989 [KRK; SR 0.107]) einer Überstellung der 

Beschwerdeführer 2-4 nach Deutschland in entscheiderheblichem Mass 

entgegenstehen könnte. Sie werden gemeinsam mit der Beschwer-

deführerin 1, ihrer Mutter und Hauptbezugsperson, nach Deutschland 

überstellt. Aus der Kinderrechtskonvention kann sodann kein Anspruch auf 

Aufenthalt im Staat mit den für ein Kind vorteilhaftesten Lebens-

bedingungen abgeleitet werden (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.5.2; Urteil des 

BVGer F-2162/2024 vom 15. April 2024 E. 6.1; je m.w.H.). 

4.  

Nach dem Gesagten kann der Vorinstanz auch nicht vorgeworfen werden, 

den rechtserheblichen Sachverhalt unvollständig festgestellt zu haben, 

weshalb der entsprechende Eventualantrag auf Rückweisung der Sache 

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Seite 9 

an die Vorinstanz abzuweisen ist. Ebenso wenig besteht Anlass, die  

Vorinstanz anzuweisen, von den deutschen Behörden individuelle Zusiche-

rungen im Sinne des Subeventualantrags einzuholen, weshalb auch dieser 

abzuweisen ist. 

5.  

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 

Verfügung vom 7. April 2025 nicht zu beanstanden und die Beschwerde 

vollumfänglich abzuweisen ist. 

6.  

Mit vorliegendem Urteil wird der Antrag auf Gewährung der aufschieben-

den Wirkung vom 14. April 2025 gegenstandslos und fällt der am 15. April 

2025 angeordnete Vollzugsstopp dahin. 

7.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist abzuwei-

sen, da die Begehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt 

– als aussichtslos zu bezeichnen sind und dies auch im Gesuchszeitpunkt 

waren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwer-

deführerin 1 aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 6 Bst. b des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 VGKE). 

(Dispositiv nächste Seite)   

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird  

abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin 1  

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils  

zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, die Vorinstanz und die 

kantonale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Sebastian Kempe Gero Vaagt 

 

 

 

Versand: