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**Case Identifier:** 370471dd-3288-57fd-a362-efc100365cf4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.04.2008 UV 2007/108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-108_2008-04-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/108

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 04.05.2020

Entscheiddatum: 29.04.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 29.04.2008
Art. 6 UVG: Beurteilung der natürlichen Kausalität zwischen 
Handgelenksbeschwerden und Unfallereignis in Anbetracht der in den 
medizinischen Akten gestellten Diagnosen einer Tendovaginitis stenosens 
De Quervain und einer Die-Punch-Verletzung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. April 2008, UV 
2007/108).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 29. April 2008

in Sachen

G.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch S.___,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der 1985 geborene G.___ war als Automonteur bei der A.___ tätig und dadurch 

bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 29. Januar 2005 als 

Personenwagenlenker eine seitliche Kollision mit einem entgegenkommenden 

Personenwagen erlitt (Suva-act. 1, 1.2). Dr. med. B.___ bestätigte im Arztzeugnis vom 

3. Mai 2007 eine Erstbehandlung am 7. Februar 2005 und erhob als Befund eine leichte 

Druckdolenz über dem rechten Handgelenk. Die Röntgenuntersuchung hatte keine 

auffälligen Befunde gezeigt. Dr. B.___ diagnostizierte eine Handgelenkskontusion 

rechts und verneinte eine Arbeitsunfähigkeit. Am 14. Februar 2005 wurde die 

Behandlung abgeschlossen (Suva-act. 2). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 29. 

Januar 2005 die gesetzlichen Leistungen (Heilkostenleistungen).

A.b   Aufgrund persistierender Belastungsschmerzen im rechten Handgelenk unterzog 

sich der Versicherte ab dem 18. September 2006 wiederholt ambulanten 

Untersuchungen im Kantonalen Spital Rorschach. Die untersuchenden Ärzte 

diagnostizierten bei ihm eine Tendovaginitis De Quervain rechts (Suva-act. 5, 6, 7). Laut 

Bericht des Kantonalen Spitals Rorschach vom 19. September 2006 hatte eine vom 

neuen Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt für Allgemeine Medizin 

FMH, am 29. August 2006 durchgeführte Röntgenuntersuchung des rechten 

Handgelenks keine pathologischen Befunde ergeben (Suva-act. 5). Da konservative 

Behandlungsmassnahmen keine deutliche Beschwerdelinderung erbrachten, wurde am 

2. Oktober 2006 operativ eine Spaltung des 1. Strecksehnenfachs rechts durchgeführt 

(Suva-act. 8). Am 26. März 2007 erfolgte offenbar eine weitere Revision desselben 

Strecksehnenfachs (Suva-act. 27). Am 17. April 2007 meldete die neue Arbeitgeberin 

des Versicherten unter Hinweis auf den Unfall vom 22. Januar 2005 (recte: 29. Januar 

2005) eine Sehnenscheidenentzündung am rechten Handgelenk des Versicherten 

sowie Arbeitsunfähigkeiten vom 18. September bis 29. Oktober 2006 sowie vom 6. 

März bis 23. April 2007. Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 26. April 2007 teilte 

Dr. C.___ der Suva mit, dass die Tendovaginitis De Quervain einen unfallfremden 

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Faktor darstelle. Der Versicherte habe seine Arbeit am 23. April 2007 wieder 

aufgenommen (Suva-act. 10). In einer Stellungnahme vom 24. Mai 2007 verneinte der 

Kreisarzt der Suva, Dr. med. D.___, die Unfallkausalität der Handgelenksbeschwerden 

(Suva-act. 13).

A.c    Mit Verfügung vom 30. Mai 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass 

zwischen den am 17. April 2007 gemeldeten Handgelenksbeschwerden rechts und 

dem Unfall vom 29. Januar 2005 aufgrund der medizinischen Abklärungsergebnisse 

kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die Beschwerden 

seien auf krankheitsbedingte Faktoren zurückzuführen, weshalb die Suva nicht 

leistungspflichtig sei (Suva-act. 15).

B.        

B.a   Am 31. Mai 2007 erhob die Sanitas als Krankenversicherer des Versicherten 

gegen die Verfügung vom 30. Mai 2007 vorsorglich Einsprache (Suva-act. 16), zog 

diese jedoch nach Einsicht in die Akten am 11. Juni 2007 wieder zurück (Suva-act. 17). 

Am 27. Juni 2007 reichte der Versicherte gegen obgenannte Verfügung Einsprache ein 

(Suva-act. 18).

B.b Am 24. September 2007 erstellte Dr. D.___ auf Ersuchen der Suva nochmals eine 

ärztliche Beurteilung betreffend die Unfallkausalität der am 17. April 2007 gemeldeten 

Handgelenksbeschwerden rechts (Suva-act. 24).

B.c   Mit Entscheid vom 1. Oktober 2007 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten gegen die Verfügung vom 30. Mai 2007 ab (Suva-act. 26).

C.        

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von S.___ für den Versicherten 

am 29. Oktober 2007 eingereichte Beschwerde mit den sinngemässen Anträgen, der 

Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2007 sei aufzuheben und die Suva habe die 

Heilbehandlungskosten betreffend das rechte Handgelenk des Versicherten 

vollumfänglich zu übernehmen. Der Beschwerdeführer habe am 8. Oktober 2007 in der 

Radiologie im Silberturm, St. Gallen, eine Magnetresonanztomographie (MRT) des 

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rechten Handgelenks durchführen lassen. Diese Untersuchung habe am 12. Oktober 

2007 zu einer persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers durch Prof. Dr. 

E.___, Chefarzt der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) geführt. Im beigelegten Untersuchungsbericht vom 

15. Oktober 2007 - es werden darin die Diagnosen einer radioskaphoidalen Die-Punch-

Verletzung rechtes Handgelenk sowie einer chronischen Tendovaginitis 1. 

Strecksehnenfach rechts gestellt - bejahte Prof. E.___ die Kausalität zwischen den 

Handgelenksbeschwerden rechts und dem Unfallereignis vom 29. Januar 2005.

C.b Am 6. Dezember 2007 verfasste Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH, 

Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, eine ärztliche Beurteilung zur Frage, welche 

der von Prof. Dr. E.___ gestellten Diagnosen mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 

29. Januar 2005 bzw. dem damals erlittenen Gesundheitsschaden stehe.

C.c   In der Beschwerdeantwort vom 21. Dezember 2007 beantragte dann die Suva 

Abweisung der Beschwerde.

C.d Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers verzichtete auf die Einreichung einer 

Replik.

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

C.f    Mit Schreiben vom 9. April 2008 reichten der Beschwerdeführer bzw. sein 

Rechtsvertreter eine Vertretungsvollmacht für das vorliegende Beschwerdeverfahren 

sowie eine Bestätigung, dass die Vertretung unentgeltlich erfolge, ein (act. G 9).

Erwägungen:

1.         

1.1    Im Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2007 hat die Beschwerdegegnerin die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

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Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und den Anspruch auf 

Versicherungsleistungen bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über 

die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug 

auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltenden Voraussetzungen 

des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis 

und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen). Darauf ist zu 

verweisen. Während es Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 und 112 V 30). 

Hinsichtlich Rückfällen und Spätfolgen ist anzufügen, dass es sich bei der hier zu 

erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten natürlichen 

Kausalzusammenhangs um eine anspruchsbegründende Tatfrage handelt. Die 

diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als im Fall der 

Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 

3b).

1.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 122 V 158 E. 1a und 121 V 210 E. 6c, je mit 

Hinweisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Selbstverständlich greift diese Beweisregel erst 

dann Platz, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - das Gericht dem 

Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. es sich als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer 

Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit 

für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen).

1.3    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 

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Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 21. Juli 2003 [U 327/02] i/S K., E. 2.1, und vom 

25. Januar 2002 [U 277/00] i/S F., E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten oder der Expertin begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner 

Beweiswürdigung auch Gutachten folgen, welche der Unfallversicherer im 

Administrativverfahren einholt, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc; RKUV 2000 Nr. U 377 

S. 186 E. 4a). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie vorliegend 

von Dr. F.___ am 6. Dezember 2007 (Suva-act. 31) erstellt wurde, ist nicht an sich 

unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen 

(RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371, 1993 Nr. U 167 S. 95).

2.         

2.1    Der Versicherte liess am 17. April 2007 durch seine neue Arbeitgeberin unter 

Hinweis auf den Verkehrsunfall vom 29. Januar 2005 eine Sehnenscheidenentzündung 

am rechten Handgelenk sowie verschiedene Arbeitsunfähigkeiten melden. Die 

Beschwerdegegnerin behandelte diese Meldung als Rückfall zum Unfall vom 29. 

Januar 2005. Hinsichtlich des Grundfalls ist den Akten zu entnehmen, dass sich der 

Versicherte am 29. Januar 2005 eine Handgelenkskontusion rechts zugezogen hat. Am 

14. Februar 2005 konnte die ärztliche Behandlung bei Dr. B.___ abgeschlossen 

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werden. Es kam zu keiner Arbeitsunfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin hat damals ihre 

Leistungspflicht anerkannt und für die ärztliche Behandlung die gesetzlichen 

Leistungen erbracht. Aus den Akten der Beschwerdegegnerin ist nicht ersichtlich, dass 

zur Frage der Leistungseinstellung jemals eine schriftliche Mitteilung im Sinn von Art. 

51 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) oder gar eine schriftliche Verfügung 

ergangen ist (Art. 49 Abs. 1 ATSG). Grundsätzlich liegt damit im vorliegenden Fall kein 

rechtskräftiger Abschluss des Grundfalls vor. Andererseits vergingen seit dem 

Behandlungsabschluss bei Dr. B.___ vom 14. Februar 2005 bis zur erneuten ärztlichen 

Behandlung von Handgelenksschmerzen sowie den damit begründeten 

Arbeitsunfähigkeiten bzw. der entsprechenden Meldung an die Beschwerdegegnerin 

rund eineinhalb bis zwei Jahre (vgl. zum formlosen Verfahrensabschluss Franz Schlauri, 

Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri 

[Hrsg.], Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse, Band 

40, S. 57). Wie es sich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage verhält, ob im 

vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen 

ist, kann indessen im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben. Denn 

die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, stellt sich erst, 

wenn es sich tatsächlich als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (vgl. Erwägung Ziff. 1.2), was vorliegend - wie zu zeigen sein wird - nicht 

zutrifft.

2.2    Das Sozialversicherungsgericht beurteilt die Rechtmässigkeit des angefochtenen 

Einspracheentscheids in der Regel nach demjenigen Sachverhalt, der zu jenem 

Zeitpunkt gegeben war. Massgebend sind allein die rechtserheblichen Tatsachen, wie 

sie sich bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 1. Oktober 2007 entwickelt 

haben (BGE 131 V 243 E. 2.1, 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 419 S. 

101 E. 2a). Die weitere Gesundheitsentwicklung des Beschwerdeführers ist damit nicht 

relevant. Spätere Arztberichte sind insofern in die Beurteilung mit einzubeziehen, als sie 

Rückschlüsse auf die im Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens 

bestehende Situation erlauben (BGE 121 V 366 E. 1b in fine). - Am 8. Oktober 2007 

wurde das rechte Handgelenk des Beschwerdeführers erstmals einer MRT-

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Untersuchung unterzogen. Dieser schloss sich am 12. Oktober 2007 eine 

Untersuchung durch Prof. E.___ an. Im Untersuchungsbericht vom 15. Oktober 2007 

wird erstmals eine Die-Punch-Verletzung diagnostiziert (Suva-act. 27), der im Rahmen 

der Frage nach kausalen Unfallfolgen eine zentrale Bedeutung zukommt. Die 

genannten Untersuchungen sowie die ärztliche Beurteilung von Prof. E.___ erfolgten 

zwar nach Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids. Dennoch ist davon 

auszugehen, dass sie noch den Gesundheitszustand, wie er sich auch bis zum Erlass 

des Einspracheentscheids verwirklicht hat, aufzeigen. Insofern sind für das vorliegende 

Verfahren auch die Einschätzung von Prof. Dr. E.___ sowie die von ihm gestellten 

Diagnosen erheblich.

3.         

3.1    Im Folgenden sind die ab 18. September 2006 insbesondere auch operativ 

behandelten Handgelenksbeschwerden rechts im Kantonalen Spital Rorschach, die 

damit verbundenen Arbeitsunfähigkeiten sowie die weiterhin bestehenden Schmerzen 

im rechten Handgelenk bzw. Daumenbereich auf ihre Kausalität zum Unfallereignis vom 

29. Januar 2005 zu prüfen.

3.2    Die ärztliche Beurteilung der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, verfasst 

von Dr. F.___ am 6. Dezember 2007 (Suva-act. 31), wurde von der 

Beschwerdegegnerin während des laufenden Beschwerdeverfahrens, das heisst 

pendente lite, veranlasst. Grundsätzlich kommt der Beschwerde an das kantonale 

Versicherungsgericht als ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu; die Behandlung 

der Sache geht also mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. 

Insoweit ist es dem Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der 

Beschwerde weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen; nach der 

Rechtsprechung sind lediglich punktuelle Abklärungen (wie z.B. Einholen von 

Bestätigungen oder Rückfragen) zugelassen (vgl. BGE 127 V 232 f.; U. Kieser, ATSG-

Kommentar, Zürich 2003, Art. 61 Rz. 65). Die Abteilung Versicherungsmedizin ist ein 

eigener ärztlicher Dienst der Suva, den diese häufig zur Überprüfung kreisärztlicher 

Beurteilungen heranzieht. Nachdem sich aufgrund der nach Erlass des angefochtenen 

Einspracheentscheids durchgeführten MRT-Untersuchung des rechten Handgelenks 

sowie der daraufhin erfolgten Untersuchung durch Prof. E.___ medizinisch eine 

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wesentlich ergänzte bzw. neue Aktenlage präsentierte, wollte die Beschwerdegegnerin 

diese von der Abteilung Versicherungsmedizin prüfen lassen. Eine solche Rückfrage 

bei Dr. F.___ ist als ergänzende punktuelle Abklärung zu werten und daher 

praxisgemäss als zulässig zu betrachten. Sie kommt keiner Missachtung des 

Devolutiveffekts gleich. Der Beschwerdeführer hätte sich sodann nachträglich zur 

ärztlichen Beurteilung von Dr. F.___ im Rahmen des vom Versicherungsgericht 

angeordneten zweiten Schriftenwechsels äussern können, womit auch dem Anspruch 

auf rechtliches Gehör Genüge getan ist (vgl. dazu Urteil des EVG vom 29. April 2003 [I 

679/02] i/S B., E. 1.3). Die ärztliche Beurteilung von Dr. F.___ kann demzufolge 

formellrechtlich berücksichtigt werden.

3.3    In den medizinischen Akten finden sich hinsichtlich des rechten Handgelenks 

bzw. des Daumenbereichs des Beschwerdeführers die Diagnosen einer chronischen 

Tendovaginitis De Quervain rechts (Suva-act. 5, 6, 7) sowie einer Die-Punch-

Verletzung. Diese Beeinträchtigungen vermöchten grundsätzlich beide die 

Handgelenksbeschwerden des Beschwerdeführers zu verursachen. Im Folgenden gilt 

es zu beurteilen, welches der diagnostizierten Leiden mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit 

dem Unfall vom 29. Januar 2005 bzw. einem damals erlittenen Gesundheitsschaden 

steht. Während das Vorliegen einer chronischen Tendovaginitis De Quervain rechts 

sowie die damalige Indikation für eine operative Revision derselben in Form einer 

Spaltung des 1. Strecksehnenfachs grundsätzlich als unbestritten gilt, wird von Dr. 

F.___ (Suva-act. 31) die von Prof. E.___ (Suva-act. 27) diagnostizierte Die-Punch-

Verletzung schon als solche in Frage gestellt.

3.4    In Bezug auf die Tendovaginitis De Quervain rechts hält Dr. D.___ in seiner 

ärztlichen Beurteilung vom 24. September 2007 (Suva-act. 24) fest, die durchgeführten 

Röntgenuntersuchungen (Suva-act. 2, 5) hätten keine pathologischen Befunde 

ergeben. Bei der Tendovaginitis De Quervain handle es sich um einen "schnellenden 

Daumen". Diese Krankheit werde durch eine metabolische Läsion der fibrösen 

Sehnenscheide, überwiegend reaktiv-degenerativer Natur, verursacht. Es bestünden 

keine aktenkundigen Angaben darüber, dass der Beschwerdeführer seinerzeit bei der 

Handgelenkskontusion in diesem Bereich Beschwerden gehabt habe. Dr. B.___ habe 

damals eine Druckdolenz im Handgelenk beschrieben. Die Behandlung sei am 14. 

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Februar 2005 abgeschlossen worden. Brückensymptome seien nicht dokumentiert. 

Gesamthaft beurteilt sei es somit nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die aktuellen 

Beschwerden im Daumen rechts in natürlichem Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis vom 29. Januar 2005 stehen würden, sondern sie seien eben durch einen 

krankhaften degenerativen Prozess unter der Diagnose einer Tendovaginitis De 

Quervain bedingt. Dr. F.___ hält in seiner ärztlichen Beurteilung vom 6. Dezember 2007 

(Suva-act. 31) fest, dass sich klinisch keine Hinweise für das Vorliegen einer 

stenosierenden Tendovaginose (= Tendovaginitis stenosans) des 1. Strecksehnenfachs 

gefunden hätten, als der Beschwerdeführer am 7. Februar 2005 erstmals nach dem 

Unfall Dr. B.___ aufgesucht habe. Diese sei erst eineinhalb Jahre nach dem Unfall 

diagnostiziert worden. Eine Brückensymptomatik bzw. dass der Beschwerdeführer 

nach dem Unfall bei Dr. B.___ wegen Beschwerden ununterbrochen in Behandlung 

gewesen sei, sei nicht aktenkundig. Der Beschwerdeführer sei zum Zeitpunkt der 

Diagnosestellung 26-jährig und damit nicht im typischen Alter gewesen, in dem die 

Tendovaginitis De Quervain am häufigsten manifest werde. In seinem Fall dürfte 

allerdings eine Anomalie im Bereich des ersten Strecksehnenfachs eine entscheidende 

Rolle bei der Krankheitsentstehung gespielt haben. Normalerweise verliefen die beiden 

Sehnen des Abductor pollicis longus und des Extensor pollicis brevis gemeinsam im 

ersten Strecksehnenfach. Beim Beschwerdeführer sei die Operateurin des Kantonalen 

Spitals Rorschach (Suva-act. 8) jedoch auf drei Sehnen im 1. Strecksehnenfach sowie 

auf ein zusätzliches Fach dorsal davon, das die Extensor pollicis brevis-Sehne enthalte, 

gestossen. Aus der medizinischen Literatur wisse man, dass die Tendovaginitis De 

Quervain gehäuft mit solchen anatomischen Varianten im Bereich des 1. 

Strecksehnenfachs assoziiere. Diese beim Beschwerdeführer angetroffene Anomalie im 

Bereich des 1. Strecksehnenfachs sei mit der am 29. Januar 2005 erlittenen 

Handgelenkskontusion nicht erklärbar. Zudem fehlten echtzeitliche Hinweise, dass die 

Kontusion die Beschwerden im Sinn einer Tendovaginitis De Quervain in Gang 

gebracht hätte. Der kausale Zusammenhang dieser Erkrankung mit dem Unfall vom 

29. Januar 2005 sei deshalb zu Recht verneint worden. - Mit den ärztlichen 

Beurteilungen von Dr. D.___ und Dr. F.___ liegen übereinstimmende medizinische 

Einschätzungen hinsichtlich Kausalität der beim Beschwerdeführer 

unbestrittenermassen vorhandenen chronischen Tendovaginitis De Quervain vor. Beide 

Ärzte gehen von einem degenerativ bedingten Gesundheitsschaden aus. Die ärztlichen 

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Beurteilungen basieren zwar nicht auf persönlichen Untersuchungen des 

Beschwerdeführers, werden jedoch ausgehend von Befunden und in 

Auseinandersetzung mit den Vorakten ausführlich erläutert und nachvollziehbar 

begründet. Die Tendovaginitis De Quervain, eine schmerzhafte Entzündung der Sehnen 

und ihres Gleitgewebes im 1. Strecksehnenfach, kann zwar durch traumatisch bedingte 

Formveränderungen des 1. Strecksehnenfachs, z.B. nach handgelenksnahen 

Speichenbrüchen, oder durch wiederholte Verletzungen ausgelöst werden, wird jedoch 

im Regelfall durch Überbeanspruchung bzw. ungewohnt intensive Belastung des 

Daumens hervorgerufen. In den meisten Fällen kann die Ursache überhaupt nicht 

gefunden werden. Menschen, die bei ihrer Arbeit wiederholt Seitbewegungen des 

Handgelenks unter gleichzeitiger Stabilisierung ausüben (Hammerschlag, 

Skistockeinsatz …) können prädisponiert sein für eine Tendovaginitis De Quervain 

(http://www.lowka-haende.de/krankheitsbilder_tendo.html: Stand: 1. April 2008; 

Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl., S. 1641). Wie von Dr. F.___ 

festgehalten, enthalten die medizinischen Akten keinerlei Hinweise auf entsprechende 

traumatische Verletzungen, welche die Tendovaginitis De Quervain in Gang gebracht 

hätten. Die von Dr. D.___ und Dr. F.___ ausserdem genannten Umstände der fehlenden 

Brückensymptome, die fehlende Schmerzsymptomatik im Bereich des ersten 

Strecksehnenfachs nach dem Unfall, aber vorallem auch während der folgenden 

eineinhalb Jahre, und schliesslich die von Dr. F.___ festgehaltene Anomalie im Bereich 

des ersten Strecksehnenfachs sind als massgebende, gegen eine Unfallkausalität 

sprechende Tatsachen zu werten. Hinzuweisen ist im weiteren auch auf den ärztlichen 

Zwischenbericht von Dr. C.___ vom 26. April 2007 (Suva-act. 10), worin dieser die 

Mitwirkung unfallfremder Faktoren im Heilungsverlauf bejahte und als solchen ein 

Rezidiv einer Tendovaginitis De Quervain vermerkte. Auch Prof. E.___ stellte in seinem 

Bericht vom 15. Oktober 2007 (Suva-act. 27) die Diagnose einer chronischen 

Tendovaginitis De Quervain und bringt diese offensichtlich nicht mit dem Unfallereignis 

vom 29. Januar 2005 in Zusammenhang. - Zusammenfassend ist festzuhalten, dass 

nach dem Gesagten keine konkreten Hinweise für eine unfallbedingte chronische 

Tendovaginitis De Quervain vorliegen. Die Wahrscheinlichkeit einer durch den Unfall 

bedingten Tendovaginitis De Quervain ist insgesamt betrachtet bedeutend geringer, als 

eine krankheitsbedingte Tendovaginitis De Quervain. Die fragliche Krankheit stellt damit 

http://www.lowka-haende.de/krankheitsbilder_tendo.html

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nur eine mögliche, jedoch keine überwiegend wahrscheinliche Folge des 

Unfallereignisses vom 29. Januar 2005 dar.

3.5    Streitig und zu prüfen ist schliesslich eine durch den Unfall vom 29. Januar 2005 

erlittene Die-Punch-Verletzung bzw. die Verantwortlichkeit einer solchen für die 

geklagten Beschwerden. In den Akten liegen hinsichtlich dieser Frage die einander 

widersprechenden ärztlichen Meinungen von Prof. E.___ (Suva-act. 27) und Dr. F.___ 

(Suva-act. 31). - Ersterer stellte in seinem Bericht vom 15. Oktober 2007 die fragliche 

Diagnose und hielt dazu insbesondere fest, die Sichtung der Röntgenaufnahmen und 

insbesondere der Kernspintomographie ergebe eine radioskaphoidale Knorpelläsion 

bei Zustand nach axialem Trauma und Die-Punch-Verletzung. Hier sei eine minimale 

Stufenbildung sichtbar, das skapholunäre Band sei intakt. Es fände sich sowohl an der 

Radiusgelenkfläche als auch am Skaphoid die entsprechende posttraumatische 

Veränderung. Für ihn handle es sich demnach um eine posttraumatische Läsion der 

radioskaphoidalen Gelenkfläche als Folge eines axialen Traumas, welches gut mit dem 

Unfallereignis vom Januar 2005 vereinbar sei. Hier sei es zu einer Frontalkollision mit 

dem Personenwagen gekommen. Dr. F.___ hält insbesondere dagegen, die Die-Punch-

Verletzung – von welchen in den früheren Berichten von Prof. E.___ (Suva-act. 7 – 9), 

im Gegensatz zur Tendovaginitis stenosans De Quervain, nie die Rede war - entstehe 

typischerweise in der Fossa lunate des distalen Radius. Sie entspreche einer 

lokalisierten Knorpel-Impressionsfraktur der Gelenkfläche des distalen Radius, bedingt 

durch eine axiale Gewalteinwirkung, die über das Os lunatum vermittelt werde. Eine 

solche Impressionsfraktur werde besonders dann begünstigt, wenn das Mondbein 

infolge der axialen Stauchung aus seinem ligamentären Verbund mit der proximalen 

Handwurzelreihe gelöst werde. Es würden jedoch auch Impressionsfrakturen der Fossa 

scaphoidea des distalen Radius als Die-Punch-Verletzungen bezeichnet. Wie eine 

Literaturrecherche in der MEDLINE zeige, würden solche Die-Punch-Verletzungen nur 

in Verbindung mit radiologisch gut erkennbaren distalen Radiusfrakturen genannt. So 

hätten solche Impaktionen entweder der Fossa lunata oder der Fossa scaphoidea bei 

18 jungen Patienten mit einer distalen Radiusfraktur nach einem heftigen Trauma 

(Verkehrsunfälle) beobachtet werden können. - Diese von Dr. F.___ der medizinischen 

Literatur entnommenen Ausführungen zur Die-Punch-Verletzung erscheinen sorgfältig 

eruiert und sind nachvollziehbar. Von Seiten des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers sind sie ebenfalls unbestritten geblieben. Wie bereits erwähnt, 

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sichtete Prof. E.___ beim Beschwerdeführer im Bereich des rechten Handgelenks eine 

radioscaphoidale Knorpelläsion bzw. eine Läsion der radioscaphoidalen Gelenkfläche 

und bezeichnete diese als traumatische Läsion. Seine weitere Schlussfolgerung, die 

fragliche Läsion sei mit dem Unfallereignis vom 29. Januar 2005 bzw. einer damals 

erlittenen Die-Punch-Verletzung vereinbar, ist jedoch wenig überzeugend. Der von Prof. 

E.___ erhobene Befund wird zwar von Dr. F.___ grundsätzlich nicht in Abrede gestellt. 

Gleichermassen spricht Dr. F.___ von Signalstörungen in denjenigen Segmenten - 

Radiusgelenkfläche und Scaphoid -, in denen Prof. E.___ Veränderungen feststellte, 

womit das von beiden Ärzten gesehene Bild offenbar nicht voneinander abweicht. Dr. 

F.___ weist jedoch darauf hin, dass die beim Beschwerdeführer nachgewiesenen 

Signalstörungen nicht denjenigen entsprechen würden, wie sie üblicherweise in der 

Literatur als Die-Punch-Verletzung bezeichnet würden. Dies vor allem, weil der Unfall 

vom 29. Januar 2005 nachweislich weder eine distale Radiusfraktur noch eine 

ligamentäre Verletzung (insbesondere keine scapholunäre Bandruptur) zur Folge 

gehabt habe. Seine Feststellung ist dahingehend auszulegen, dass die durch den 

Unfall auf das Handgelenk wirkende Kraft eine bestimmte Stärke aufweisen muss, um 

eine Die-Punch-Verletzung zu bewirken. Bei Vorliegen einer distalen Radiusfraktur oder 

einer ligamentären Verletzung ist eine solche offensichtlich anzunehmen. In Bezug auf 

das Unfallereignis vom 29. Januar 2005 - nur dieses steht im vorliegenden Verfahren 

zur Diskussion - erscheint indessen eine entsprechende Unfalleinwirkung nicht 

plausibel. Dies umso mehr, als es dabei nicht zu einer Frontalkollision, sondern zu einer 

seitlichen Kollision links kam. Prof. E.___ stuft jedoch die Signalstörungen insoweit als 

Die-Punch-Verletzung ein, als er offensichtlich vom Geschehen einer Frontalkollision 

ausgeht und die von ihm gesichtete Läsion mit einer solchen als vereinbar erachtet. 

Nachdem seine Diagnose damit auf einer unrichtigen Anamnese basiert, ist sie 

geeignet, Zweifel zu begründen. Weder in den echtzeitlichen Akten noch in der 

Beschwerdeschrift finden sich sodann konkrete Angaben des Beschwerdeführers 

betreffend die weiteren genauen Unfallumstände bzw. darüber, inwiefern Kräfte durch 

den Unfall auf das rechte Handgelenk gewirkt haben. Bekannt ist einzig, dass der 

Beschwerdeführer unmittelbar nach dem Unfall verneinte, verletzt zu sein. Der 

Beschwerdeführer war angegurtet und es ist davon auszugehen, dass die Gurten 

funktioniert haben. Erst neun Tage nach dem Unfall suchte er seinen damaligen 

Hausarzt Dr. B.___ auf, dessen Untersuchung wiederum nur eine leichte Druckdolenz 

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über dem rechten Handgelenk ergab. Dr. B.___ diagnostizierte eine 

Handgelenkskontusion rechts, die offensichtlich nicht als von einer strukturellen 

Verletzung begleitet beurteilt wurde. Bereits eine Woche nach der Erstbehandlung 

wurde die Behandlung abgeschlossen und während der nächsten eineinhalb Jahre sind 

in den Akten keine ärztlichen Konsultationen erwähnt. Eine Arbeitsunfähigkeit ist in den 

Akten erstmals am 18. September 2006 vermerkt (Suva-act. 2, 12). Zwar kann es 

vorkommen, dass auch eine strukturelle Verletzung zunächst wenig schmerzt und nicht 

mit einem erheblichen Funktionsausfall einhergeht, sodass sich kein sofortiger 

Arztbesuch aufdrängt. Im Fall einer von Dr. F.___ diagnostizierten Die-Punch-

Verletzung muss ein solcher Verlauf schon wegen des betroffenen Gelenks als sehr 

unwahrscheinlich betrachtet werden. Das Ausbleiben von erheblichen Schmerzen und 

Funktionsausfällen nach dem Unfall muss deshalb als Indiz dafür betrachtet werden, 

dass es nicht zur erforderlichen axialen Gewalteinwirkung im massgeblichen 

Handgelenksbereich gekommen ist und demnach keine Die-Punch-Verletzung 

stattgefunden hat. Je grösser im Übrigen der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall 

und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere 

Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs zu stellen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt, wie bereits erwähnt, für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 

119 V 338 E. 1, 118 V 289 E. 1b). Allein aufgrund ursprünglich nicht diagnostizierter 

Kontusion im rechten Handgelenk drängt sich keine andere Sichtweise auf. Der 

Vollständigkeit halber ist schliesslich allgemein anzufügen, dass eine Argumentation im 

Sinne der Formel "post hoc ergo propter hoc", nach deren Bedeutung eine 

gesundheitliche Schädigung schon deshalb als durch den Unfall verursacht gilt, weil 

sie nach diesem aufgetreten ist, nicht als Beweis betrachtet werden kann und nicht 

erlaubt, einen natürlichen Kausalzusammenhang mit der im Unfallversicherungsrecht 

geforderten überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (BGE 119 V 340 E. 2b/

bb). - Nach dem Gesagten lassen demnach sowohl die Umstände des 

Unfallereignisses an sich als auch die gesamte Anamnese die von Prof. E.___ gestellte 

Diagnose einer Die-Punch-Verletzung im Bereich des rechten Handgelenks nicht als 

schlüssig erscheinen. Das Vorliegen oder zumindest die Umstände für das Geschehen 

einer solchen im Rahmen des Unfallereignisses vom 29. Januar 2005 sind nicht mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Der ursächliche 

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Zusammenhang der kernspintomografisch nachgewiesenen Signalstörungen im 

Bereich der radioscaphoidalen Gelenkfläche mit dem Unfall vom 29. Januar 2005 kann 

in Übereinstimmung mit Dr. F.___ höchstens als möglich bezeichnet werden. Als 

plausiblere Erklärung für die Signalstörungen bezeichnet dieser eine frühere distale 

Radiusfraktur mit einer begleitenden Knorpelverletzung. Der Beschwerdeführer habe 

bei seiner Erstkonsultation in der handchirurgischen Sprechstunde des Kantonalen 

Spitals Rorschach vom 18. September 2006 (Suva-act. 5) erwähnt, er habe sich vor 

einigen Jahren (d.h. vor dem 29. Januar 2005) das Handgelenk gebrochen. Besagte 

Annahme muss indessen im vorliegenden Verfahren, in dem einzig die Restfolgen des 

Unfalls vom 29. Januar 2005 streitig und zu prüfen sind, nicht näher beurteilt zu 

werden. Ebenfalls offen gelassen werden kann die von Dr. F.___ aufgeworfene Frage, 

ob den kernspintomografisch nachgewiesenen Signalstörungen Krankheitswert 

zukommt, d.h. ob diese tatsächlich für die persistierenden Beschwerden verantwortlich 

gemacht werden können.

4.         

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die Tendovaginitis De Quervain mit 

dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als unfallabhängig 

ausgewiesen noch überwiegend wahrscheinlich von einer im Rahmen des Unfalls vom 

29. Januar 2005 erlittenen Die-Punch-Verletzung ausgegangen werden kann. Andere, 

anlässlich des fraglichen Unfalls erlittene Gesundheitsschäden bzw. Schmerzursachen 

werden in den medizinischen Akten nicht erwogen. Eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin ist damit zu verneinen.

5.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2007 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.04.2008
	Art. 6 UVG: Beurteilung der natürlichen Kausalität zwischen Handgelenksbeschwerden und Unfallereignis in Anbetracht der in den medizinischen Akten gestellten Diagnosen einer Tendovaginitis stenosens De Quervain und einer Die-Punch-Verletzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. April 2008, UV 2007/108).

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