# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1cd57fc-5318-5f11-9779-8f0b81a93fbd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 22.10.2025 BEK 2025 107
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2025-107_2025-10-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Beschluss vom 22. Oktober 2025
BEK 2025 107 und 108

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Stefan Weber,
Kantonsrichterinnen Annelies Inglin und Ilaria Beringer,
Gerichtsschreiber Mathis Bösch.

In Sachen A.________,
Privatklägerin und Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, 6431 Schwyz,
Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,

2. C.________ und D.________,
Beschuldigte und Beschwerdegegner,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwältin E.________,

betreffend Nichtanhandnahme Strafverfahren (dritter Rechtsgang)
(Beschwerde gegen die Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 14. Juni 
2022, SU 2022 4627);-

hat die Beschwerdekammer,

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nachdem sich ergeben und in Erwägung:

1. C.________ und D.________, Paten des durch Trisomie 21 beeinträch-
tigten, minderjährigen G.________, reichten bei der KESB Bern Mittelland 
Nord mit E-Mail vom 23. November 2021 eine Gefährdungsmeldung ein (U-
act. 8.1.004/21 f. und angef. Verfügungen je E. 1). G.________s Mutter, 
A.________, erstattete am 25. Februar 2022 Strafanzeige und stellte, sich als 
Straf- und Zivilklägerin konstituierend, Strafantrag wegen Verleumdung und 
übler Nachrede. Die Paten hätten wahrheitswidrig behauptet, dass sie von 
ihrem Sohn wie als Monster gesprochen, ihn nicht akzeptiert, nicht altersent-
sprechend gefördert und im Scheidungsprozess instrumentalisiert habe (U-
act. 8.1.004/1 f.). Die Staatsanwaltschaft entschied mit separaten Verfügun-
gen vom 14. Juni 2022 keine Strafuntersuchungen gegen die Beschuldigten 
durchzuführen, weil die Beobachtungsbeispiele der Gefährdungsmeldung die 
Antragstellerin in ihrer Ehre nicht verletzt, sondern in objektiv sachbezogener, 
auf das Notwendige beschränkter und nicht unnötig verletzender Art und Wei-
se der KESB die Hintergründe verständlich gemacht hätten. Es müsse Dritten 
möglich sein, ihre Beobachtungen an die KESB im Rahmen von Gefähr-
dungsmeldungen äussern zu dürfen, ohne in Gefahr zu laufen, sich der Ehr-
verletzung strafbar zu machen, selbst wenn sich herausstellen sollte, dass 
keine Kindesgefährdung vorliege (angef. Verfügungen je E. 10).

2. Gegen die Nichtanhandnahmeverfügungen beschwerte sich die Strafan-
tragstellerin. Sie beantragte dem Kantonsgericht, die angefochtenen Verfü-
gungen aufzuheben und das Verfahren zur Eröffnung und Durchführung eines 
Strafverfahrens gegen die Beschuldigten an die Staatsanwaltschaft zurückzu-
weisen. Die Beschwerdekammer beschloss am 15. März 2023, die Beschwer-
den abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (BEK 2022 103 und 104), weil 
sie einen ehrverletzenden Charakter der inkriminierten Äusserungen aus-
schloss. Die Frage nach dem Wissen oder guten Glauben betreffend die 

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Wahrheit der Äusserungen der Beschuldigten in ihrer Gefährdungsmeldung 
liess die Beschwerdekammer daher offen. Am 13. November 2024 hiess die 
II. strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts die bundesgerichtliche Be-
schwerde gut, hob den Beschluss der Beschwerdekammer auf und wies die 
Sache zu neuem Entscheid an diese in Erwägung zurück, die „Äusserungen 
der Beschuldigten sind (…) grundsätzlich ehrverletzend“. Dabei legte die Ab-
teilung ihrem Entscheid ohne Begründung einen über den Strafantrag und von 
der Beschwerdekammer festgestellten hinausgehenden Sachverhalt zugrunde 
(BGer 7B_97/2023 vom 13. November 2024 E. 3.4): 

Aus den Vorakten geht hervor, dass die Beschuldigten mit der Gefähr-
dungsmeldung vom 23. November 2021 der KESB im Wesentlichen was 
folgt mitteilten: Die Beschwerdeführerin habe nie akzeptiert, ein Kind mit 
Trisomie 21 zu haben. Zu Beginn habe sie von ihm gesprochen wie von 
einem Monster. G.________ werde ihr gegenüber zuweilen fast gewalt-
tätig, als wolle er ihr das Spiegelbild des mütterlichen Verhaltens vor Au-
gen führen. Obschon G.________ meistens "auf das Töpfchen" gehen 
könne, ziehe ihm seine Mutter 24 Stunden am Tag Windeln an. Sie sage, 
sie habe weder die Zeit noch die Nerven, ihm keine Windeln anzuziehen. 
Sie habe seit ihrer Ankunft in der Schweiz nicht gearbeitet. Er esse 
hauptsächlich "Grissini" und Pommes frites ("frites") und werde nur im 
Kinderwagen oder im Auto transportiert. Er verbringe mehrere Stunden 
am Tag alleine, mit dem Telefon oder dem Tablet seiner Mutter. Diese 
sei unfähig, vor 10.00 Uhr aufzustehen. Sie brauche ihn als Druckmittel in 
ihrem Scheidungsverfahren ("sa mère l’utilise comme monnaie 
d’échange dans leur procédure de divorce"). 

Die Beschwerdekammer wies im zweiten Rechtsgang die Beschwerden er-
neut ab, soweit darauf einzutreten war (BEK 2024 188 und 189 vom 21. März 
2025 E. 4 lit. a und c, s. unten E. 2). Die II. strafrechtliche Abteilung des Bun-
desgerichts hob auf erneute Beschwerde hin und ohne Einholung von Ver-
nehmlassungen auch diesen zweiten Entscheid der Beschwerdekammer auf 
und wies die Sache zu neuer Entscheidung an diese zurück 
(BGer 7B_390/2025 vom 24. Juli 2025). Die Verteidigerin der Beschuldigten 
nahm im dritten Rechtsgang kurz Stellung, ohne konkrete Anträge zu stellen 
(je KG-act. 4). Die Beschwerdeführerin nahm ebenfalls ohne förmliche Anträ-

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ge Stellung (je KG-act. 7). Die Verteidigerin reichte in der Folge innert ersuch-
ter Fristansetzung eine ausführliche Stellungnahme ein. Darin hält sie an den 
Anträgen im zweiten Rechtsgang fest und beantragt zusammenfassend, in 
allen drei Rechtsgängen entschädigt zu werden (BEK 2025 108 act. 11). Dazu 
nahm wiederum die Beschwerdeführerin wenige Minuten vor Ablauf der u.a. 
infolge bevorstehender Verfolgungsverjährung nach Art. 178 Abs. 1 StGB 
nicht erstreckbar angesetzten Frist Stellung. Sie hält an ihren Rechtsbegehren 
unter Hinweis und Beilage ihrer Beschwerde ans Bundesgericht fest, verlangt 
neu eine umgehende Verpflichtung der Staatsanwaltschaft, das Ermittlungs-
verfahren vor Ablauf der Verjährung mittels Strafbefehls abzuschliessen, und 
behält sich dennoch zum Schluss ihrerseits einen abermaligen Vortrag vor 
(KG-act. 11 bzw. 13).

3. Ohne auf die strengen Eintretensvoraussetzungen (vgl. dazu etwa 
BGer 7B_1044/2024 vom 14. August 2025 E. 1) einzugehen, hält die II. straf-
rechtliche Abteilung des Bundesgerichts in ihrem zweiten Entscheid vom 
24. Juli 2025 fest, die Beschwerdeführerin würde die Annahme der kantonalen 
Beschwerdeinstanz, dass die Äusserungen gemäss Strafanzeige gerechtfer-
tigt wären, zu Recht als bundesrechtswidrig rügen und zutreffend auf die Bin-
dungswirkung des ersten bundesgerichtlichen Urteils (BGer 7B_97/2023 vom 
13. November 2024) hinweisen. Das Bundesgericht habe darin die Frage ge-
klärt, ob die Ausführungen der Beschuldigten grundsätzlich ehrverletzend sei-
en. Mithin sei es der Beschwerdekammer verwehrt, diesen rechtlichen Ge-
sichtspunkt erneut zu prüfen. Soweit sie unter Verweis auf Art. 14 StGB und 
Art. 314c Abs. 1 ZGB erwäge, die Ausführungen der Beschuldigten seien ge-
rechtfertigt gewesen, würde ihre Begründung im Ergebnis erneut darauf hin-
auslaufen, dass sie die fraglichen Ausführungen für unter keinen Umständen 
strafbar halte. Die Beschwerdekammer habe bei ihrer neuen Prüfung der Sa-
che berücksichtigen müssen, dass die Strafbarkeit bei der üblen Nachrede 
entfalle, wenn den Beschuldigten der Entlastungs- beziehungsweise Gutglau-

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bensbeweis gelinge. Der Straftatbestand der Verleumdung sei nur erfüllt, 
wenn die Beschuldigten wider besseres Wissen gehandelt hätten, wofür ent-
sprechende Hinweise bestehen müssten, damit ein Strafverfahren eröffnet 
werden könne (BGer 7B_390/2025 vom 24. Juli 2025 E. 2.3 f.). Die II. straf-
rechtliche Abteilung weist die Beschwerdekammer „ausdrücklich“ an, „dem 
nachzukommen und im Hinblick auf den Vorwurf der üblen Nachrede zu prü-
fen, ob es Anhaltspunkte dafür gibt, dass C.________ und D.________ ge-
handelt haben, ohne dass sie ernsthafte Gründe gehabt hätten, ihre Aus-
führungen in guten Treuen für wahr zu halten, oder gar wider besseres Wis-
sen“. Die Beschwerdekammer habe dabei die bereits durchgeführten Einver-
nahmen zu berücksichtigen (ebd. E. 2.4 Abs. 2 in fine). 

a) Scheinbar übersah die II. strafrechtliche Abteilung, dass die Beschwer-
dekammer das Gelingen des Entlastungs- bzw. Gutglaubensbeweises ge-
stützt auf die Akten von Fachstellen und der durchgeführten Einvernahmen 
(U-act. 8.1.002 und 8.1.003) bereits geprüft und bejaht hatte (vgl. BEK 2024 
188 und 189 vom 21. März 2025 E. 4.a). Auf diese Erwägungen sei hier aus-
drücklich mit Zitat verwiesen: 

Am Tag nach der Gefährdungsmeldung eröffnete die KESB ein Kindes-
schutzverfahren (U-act. 8.1.004/8). Aktennotizen vom 10. Dezember 
2021 und 25. Januar 2022 des Regionalgerichts Bern Mittelland lässt 
sich unter anderem entnehmen, dass die Beschwerdeführerin als Mutter 
dem von der KESB beauftragten Sozialdienst einen überforderten, sehr 
manipulativen Eindruck hinterlasse. Zwar könne sie sich ein Betreu-
ungsmodell vorstellen, sei aber nicht in der Lage, selbständig eine Woh-
nung zu finden. Das Kindeswohl sei durch die bestehenden Konflikte in 
der elterlichen Beziehung und auch ihre ungenügende Bereitschaft zur 
Einigung gefährdet (U-act. 8.1.005/5f.). Die Überforderung der Beschwer-
deführerin und die Notwendigkeit von Hilfestellungen durch Fachperso-
nen bestätigt der Zwischenbericht vom 25. Februar 2022 (U-
act. 8.1.005/8 S. 6.). Schon diese Berichte belegen, dass die Beschuldig-
ten in guten Treuen befürchten durften, dass die Beschwerdeführerin in 
der alters- und behindertenentsprechenden Fürsorge ihres Sohnes über-
fordert und das Kindeswohl in den ehelichen Konflikten gefährdet sei, 
was ohne Eröffnung eines Strafverfahrens angenommen werden kann 

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(BGer 7B_97/2023 S. 7 unten i.V.m. E. 2). Unter diesen Umständen ging 
die Staatsanwaltschaft insoweit im Ergebnis zu Recht von klarer Nicht-
strafbarkeit der im Strafantrag vorgebrachten angeblichen ehrverletzen-
den, und einzig gegenüber der KESB anhand konkreter Beispiele darge-
legten Überforderungsbedenken der Beschuldigten aus. Für ein mutwilli-
ges Vorgehen oder ein solches wider besseres Wissen bestehen vor die-
sem Hintergrund keine Anzeichen, zumal die Ausdrucksweise sachbezo-
gen war (vgl. dazu noch unten lit. c) und nichts in den glaubhaften Aus-
sagen der Beschuldigten (U-act. 8.1.002 f.) auf anderweitige Ziele hin-
deutet, zu deren Erlangung sie ihre Sorgen über das Kindeswohl nur vor-
geschützt haben könnten, nachdem sie etwa zu Bedingung ihrer Paten-
schaft machten, dass vom Kind nicht wie von einem Monster gesprochen 
werde (U-act. 8.1.002 Nr. 5 bzw. 8.1.003 Nr. 3). 

Aufgrund dieser Befunde ist daher auszuschliessen, dass die Beschuldigten 
wider besseres Wissen oder ohne ernsthafte Gründe ihre Gefährdungsmel-
dung erstatteten und die Äusserungen darin nicht in guten Treuen für wahr 
hielten. Die ausdrückliche Anweisung im zweiten Entscheid der II. strafrechtli-
chen Abteilung ist daher nicht angebracht. Bei dieser Feststellung mag es hier 
sein Bewenden haben (vgl. indes noch unten E. 4).

b) Im dritten Rechtsgang kann die Beschwerdeführerin in den Stellung-
nahmen nichts Neues mehr zur Wissens- und Gutglaubensfrage vorbringen, 
da darüber bereits im zweiten Rechtsgang entschieden wurde und ihre allfälli-
gen Einwendungen im bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid nicht er-
wogen wurden. Ohnehin legt sie nicht dar, inwiefern sie sich vor Bundesge-
richt mit den massgebenden Erwägungen (BEK 2024 188 und 189 vom 
21. März 2025 E. 4.a bzw. noch einmal oben lit. a) auseinandergesetzt hätte. 
Abgesehen davon unterstreichen auch nachfolgende Erwägungen, dass die 
Beschuldigten guten Glaubens waren, womit der ausdrücklichen Anweisung 
zusätzlich Genüge getan sein dürfte: 

aa) Beschuldigte sind guten Glaubens, wenn sie an die Wahrheit dessen, 
was sie sagten, glaubten und dazu ernsthafte Gründe hatten (Youssef, AK, 2. 
A. 2025, Art. 173 StGB. N 18). Der Gutglaubensbeweis setzt weder eine volle 

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Überzeugung von der Richtigkeit der mitgeteilten Beobachtungen noch die 
Abklärungen deren Wahrheit voraus (ebd N 21 m.H.). Bei Mitteilungen an 
Behörden sind wegen höheren legitimen öffentlichen Interesses geringere 
Anforderungen an die Sorgfalt zu stellen, ja darf allerdings ohne Freipass für 
Ehrverletzungen damit gerechnet werden, dass die Behörden die erhobenen 
Behauptungen kritisch überprüfen (Trechsel/Lehmkuhl, PK, 4. A. 2021, 
Art. 173 StGB N 18 f.; Riklin, BSK, 4. A. 2019, Art. 173 StGB N 22). 

bb) Schon die in den angefochtenen Verfügungen (je E. 3) und im Be-
schluss der Beschwerdekammer im zweiten Rechtsgang (BEK 2024 188 und 
189 vom 21. März 2025 E. 4.a) an erster Stelle erwähnte Eröffnung eines Kin-
desschutzverfahrens lässt ausschliessen, dass die Beschuldigten keine ernst-
haften Gründe hatten, die Mitteilungen ihrer Beobachtungen in den Gefähr-
dungsmeldungen nicht für wahr zu halten. Selbst wenn sich die Befürchtungen 
der Beschuldigten im Kindesschutzverfahren im Nachhinein als unbegründet 
erwiesen hätten, liegen keine konkreten Anhaltspunkte dafür vor (dazu oben 
lit. a Zitat in fine und unten lit. cc), dass sie wider besseres Wissen bzw. in 
Kenntnis ihrer Unbegründetheit geäussert worden sind (BGer 6B_572/2021 
vom 10. Februar 2022 E. 3.4.2).

cc) Ferner wollten die Beschuldigten ihre Gefährdungsmeldung nicht an-
onym behandelt haben; es sei ihnen nicht darum gegangen, sich in den Kon-
flikt der Eltern einzumischen (U-act. 8.1.004/19). Sie nahmen für sich denn 
auch nicht in Anspruch, „das Gesetz“ zu sein, sondern erstatteten die Meldung 
aufgrund zahlreicher eigener, ihnen Sorgen verursachenden Beobachtungen, 
damit man die Augen aufmachen, es beurteilen und entscheiden soll, ob alles 
ok ist oder nicht (U-act. 8.1.002 Nr. 15 ff., insbes. Nr. 18; U-act. 8.1.003 Nr. 9, 
Nr. 15 insbes. in fine und Nr. 18 ff.). Ihnen sei das Wohl des Kindes wichtig (U-
act. 8.1.002 Nr. 19; U-act. 8.1.003 Nr. 12). Diese aufgrund von eigenen Beo-
bachtungen befürchtete Kindeswohlgefährdung infolge möglicher Überforde-

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rungen der Beschwerdeführerin wird durch Befunde des Kindesschutzverfah-
rens bestätigt, die sich nicht mit den durch die Beschwerdeführerin geltend 
gemachten Feststellungen einer Kinderphysiotherapeutin (KG-act. 11/3 
bzw. 13/3) decken. Danach hinterliess die Beschwerdeführerin einen überfor-
derten Eindruck und das Kindeswohl erschien durch die bestehenden Konflik-
te in der elterlichen Beziehung nicht ausreichend gesichert, so dass dessen 
Überwachung durch Errichtung einer Beistandschaft empfohlen 
bzw. beantragt wurde (U-act. 8.1.005/8 S. 4). Ferner entstand der Eindruck, 
dass die Beschwerdeführerin sehr manipulativ sei (U-act. 8.1.005/6). 

dd) Die Beschwerdeführerin bestreitet im dritten Rechtsgang die durch die 
Beschuldigten beobachteten Unterschiede im Umgang mit ihrem Sohn inhalt-
lich konkret nicht, sondern bringt vor, die beschriebenen Situationen und Zu-
stände seien infolge des subjektiven Empfindens von persönlicher Betroffen-
heit durch die Beschuldigten verzerrt dargestellt worden. Dieses Zugeständnis 
relativiert ihre Strafanzeige erheblich, wonach die Beschuldigten sie wider 
besseres Wissen beschuldigt hätten (U-act. 8.1.004). Dass die Beschuldigten 
im Eheschutzverfahren als Zeugen offeriert wurden, widerlegt deren Angaben 
nicht, sich nicht in die Probleme zwischen den Eheleuten einmischen gewollt 
und sich angesichts der Eheprobleme Sorgen um ihr Patenkind gemacht zu 
haben. Es ist eine unbelegte Vermutung der Beschwerdeführerin, dass sich 
die Beschuldigten einvernehmlich als Zeugen zur Verfügung stellten und die 
Gefährdungsmeldung sie im Scheidungsverfahren diskreditieren sollte. Die 
Feststellung, ob die Meldung wahr oder falsch war, lässt sich im Übrigen nicht 
anhand der Antwort auf die Fragen treffen, wem sie was in einem Schei-
dungsverfahren nütze. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin die Situa-
tionen, die den beiden Beschuldigten wegen des Kindeswohls Sorgen bereite-
ten, nicht (mehr) grundsätzlich in Abrede stellt (vgl. oben eingangs lit. dd), 
unterstreicht ebenso deren ernsthafte Gründe für die Gefährdungsmeldung 
und lassen ausschliessen, dass sie wider besseres Wissen handelten. Es be-

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steht mithin kein hinreichender Verdacht, die Beschuldigten hätten nicht 
ernsthaft begründet geglaubt, was sie meldeten. Und damit ist abermals nicht 
zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft infolge offensichtlicher Nichter-
füllung von Ehrverletzungstatbeständen keine Strafuntersuchungen an die 
Hand nahm (vgl. bereits BEK 2022 103 und 104 vom 15. März 2023).

4. Aus diesen Gründen bleiben die Beschwerden erneut abzuweisen, so-
weit auf sie einzutreten ist. Es ist hier nicht unerwähnt zu lassen, dass die an-
gefochtenen Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft nament-
lich in Bezug auf den Grundsatz ne bis in idem nicht die mit einem freispre-
chenden Urteil vergleichbare beschränkte Rechtskraft aufweisen (BGE 144 IV 
81 = Pra 2018 Nr. 152 E. 2.3.5), was auch für die entsprechenden Rechtsmit-
telentscheide gelten muss. Insoweit kann die II. strafrechtliche Abteilung die 
inkriminierten Äusserungen nicht in zwei Entscheiden als in grundsätzlicher 
Hinsicht ehrverletzend fixieren und die Berücksichtigung von Rechtfertigungs-
gründen aufgrund vermeintlicher Bindungswirkung ihres Urteils 7B_97/2023 
auch in diesem Punkt verbieten (vgl. Riklin, a.a.O., Vor Art. 173 StGB N 49, 
7B_390/2025 vom 24. Juli 2025 E. 2.4). Bei direkter Rückweisung (Art. 107 
Abs. 2 BGG), welche auch aufgrund der Verfolgungsverjährungsfrist nach 
Art. 178 Abs. 1 StGB sinnvoll gewesen wäre, hätte die Staatsanwaltschaft die 
Untersuchung ebenso mit der Begründung eindeutiger Rechtfertigung wieder-
um nicht anhand nehmen können. Dafür, dass das Bundesgericht von einer 
direkten Rückweisung an die Staatsanwaltschaft absah und zur neuen Ent-
scheidung an die Beschwerdekammer zurückwies, kann die Beschwerdefüh-
rerin letzterer nicht vorhalten. Im Übrigen braucht die Beschwerdeinstanz die 
Parteien bei Nichtanhandnahmen zu neuen rechtlichen Argumenten nicht an-
zuhören (Keller, BSK, 3. A. 2023, Art. 391 StPO N 1 i.V.m. BGE 144 IV 81 = 
Pra 2018 Nr. 152 E. 2.3.3) und kann die Gründe der angefochtenen Verfü-
gung substituieren (Guidon, Die Beschwerde gemäss Strafprozessordnung, 
N 541). Prozessual war es ihr daher nicht verwehrt, den zweiten Entscheid auf 

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rechtliche Überlegungen abzustützen, die sie im ersten Entscheid noch nicht 
anzustellen hatte und wozu sich auch die II. strafrechtliche Abteilung nicht 
geäussert, insbesondere solche nicht sinngemäss abgelehnt hatte. Deshalb 
erschien es zulässig, den gleichen Sachverhalt im zweiten Rechtsgang zu-
sätzlich auf die Rechtfertigungsgründe zu prüfen, zumal diese Beurteilung 
alternativ zur verlangten Abklärung von Anhaltspunkten für ein Misslingen des 
Gutglaubensbeweises und unter der vom Bundesgericht eingeforderten Beja-
hung grundsätzlich ehrverletzender Äusserungen erfolgte. Auf diese Weise 
war zudem der fragwürdigen Signalwirkung des Entscheids der II. strafrechtli-
chen Abteilung zu begegnen, Meldungen scheinbarer Kindeswohlgefährdun-
gen durch private Bezugspersonen an die KESB stünden stets unter dem 
Damoklesschwert von Strafverfolgungen (vgl. etwa die Veröffentlichung vom 
25. November 2024 auf www.strafprozess.ch/vorsicht-mit-
gefaehrdungsmeldungen), was angesichts legitimer öffentlicher Interessen an 
solchen Meldungen schon die Staatsanwaltschaft ohne Nennung der rechtli-
chen Grundlagen dargelegt hatte (oben E. 1 in fine m.H.).

5. Zu den Kosten- und Entschädigungsfolgen ist vorab anzumerken, dass 
Rechtsanwältinnen nicht eigens dazu aufzufordern sind, Kostennoten einzu-
reichen (§ 6 Abs. 1 GebTRA; BGer 6B_375/2016 vom 28. Juni 2016 E. 3). 
Ferner ist zu erwägen: 

a) Zur Darstellung angeblich unrichtiger Beschuldigungen bedarf die Be-
schwerdeführerin keiner Rechtsvertretung. Indes kann ihr nicht angelastet 
werden, dass die II. strafrechtliche Abteilung zumindest die zweite bundesge-
richtliche Beschwerde wenig nachvollziehbar behandelte und die mass-
gebenden Begründungen der Beschwerdekammer anscheinend übersah 
(vgl. oben E. 3.a und 4). Der Beschwerdeführerin ist deshalb im zweiten und 
dritten Rechtsgang die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Im ersten 

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Rechtsgang leistete sie die Sicherheiten und beantragte keine unentgeltliche 
Rechtspflege.

b) Die Kosten des zweiten und dritten Rechtsgangs wurden und werden 
der Beschwerdeführerin nicht auferlegt. In diesen Rechtsgängen, in denen die 
Beschwerdekammer die Entscheide des Bundesgerichts umzusetzen hatte 
und die Behauptung neuer Anfechtungsgründe nicht mehr zulässig war, 
brauchte sich die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin denn aber auch 
nicht mehr ausführlich zu äussern, weshalb sie hierfür pauschal nur erheblich 
reduziert zu entschädigen ist (§§ 2, 6 und 13 GebTRA). Die Ausrichtung der 
Parteientschädigung im bundesgerichtlichen Verfahren ist nicht Gegenstand 
des vorliegenden Verfahrens. 

c) Die Beschuldigten können für die unangefochten ohne Entschädigung 
an sie abgeschlossenen beiden ersten Rechtsgänge nachträglich nicht mehr 
entschädigt werden. Im dritten Rechtsgang entbindet die unentgeltliche 
Rechtspflege die Beschwerdeführerin nicht von der Pflicht zur Bezahlung ei-
ner Prozessentschädigung (Mazzucchelli/Postizzi, BSK, 3. A. 2023, Art. 136 
StPO N 7 m.H.; Jositsch/Schmid, PK, 4. A. 2023, Art. 136 StPO N 9). Die un-
terliegende Beschwerdeführerin hat die obsiegenden Beschuldigten mithin für 
die auf ihre Stellungnahme mit nicht mehr geringfügigem Aufwand replizieren-
de Eingabe der Verteidigerin angemessen zu entschädigen (Art. 436 Abs. 1 
i.V.m. Art. 432 Abs. 2 StPO; §§ 2, 6 und 13 GebTRA);-

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beschlossen:

1. Die Beschwerden werden, soweit auf sie eingetreten wird, abgewiesen.

2. Die Kosten des ersten Rechtsganges des Beschwerdeverfahrens von 
Fr. 1’500.00 werden der Beschwerdeführerin auferlegt und aus den ge-
leisteten Sicherheiten gedeckt. Die Kosten des zweiten und dritten 
Rechtsganges gehen zulasten des Staates.

3. Im zweiten und dritten Rechtsgang wird der Beschwerdeführerin die 
unentgeltliche Rechtspflege gewährt und ihre Vertreterin aus der Kan-
tonsgerichtskasse mit pauschal Fr. 800.00 (inkl. Auslagen und MWST) 
entschädigt.

4. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, die Beschuldigten mit pau-
schal Fr. 600.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu entschädigen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

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6. Zufertigung an die Vertreterin der Beschwerdeführerin (2/R), die Vertei-
digerin (3/R) und die Staatsanwaltschaft (1/A an die 2. Abteilung und 1/R 
an die Amtsleitung/zentraler Dienst) sowie nach definitiver Erledigung an 
die 2. Abteilung der Staatsanwaltschaft (1/R mit den Akten) und die Kan-
tonsgerichtskasse (1/ü im Dispositiv).

Namens der Beschwerdekammer
Der Kantonsgerichtsvizepräsident Der Gerichtsschreiber

Versand 23. Oktober 2025  amu