# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 35a6cdda-9b7e-5236-9054-e07aa6160cd4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.12.2018 100 2018 188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2018-188_2018-12-04.pdf

## Full Text

100.2018.188U
DAM/BER/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Auflösung der Ehegemeinschaft; vorläufige Aufnahme (Entscheid 
der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 23. Mai 2018; 
2016.POM.503)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 04.12.2018, Nr. 100.2018.188U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ...1985), Staatsangehöriger der Republik Kosovo, 
heiratete am 28. August 2013 in seiner Heimat eine in der Schweiz nieder-
lassungsberechtigte Landsfrau. Am 15. März 2014 reiste er zu seiner Ehe-
frau in die Schweiz ein und erhielt gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbe-
willigung, welche letztmals bis zum 14. März 2016 verlängert wurde. Am 
30. August 2015 löste das kinderlos gebliebene Ehepaar den gemeinsa-
men Haushalt auf und am 23. August 2016 wurde die Ehe im Kosovo ge-
schieden.

Mit Verfügung vom 16. August 2016 verweigerte das Amt für Migration und 
Personenstand des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), 
A.________ die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und wies ihn 
unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 16. September 2016 Be-
schwerde bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). 
Diese wies das Rechtsmittel mit Entscheid vom 23. Mai 2018 ab, soweit sie 
darauf eintrat, und setzte ihm eine neue Ausreisefrist auf den 5. Juli 2018.

C.

Hiergegen hat A.________ am 25. Juni 2018 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben mit folgenden Rechtsbegehren:

«1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 16. August 2016 sei aufzuheben. 
Die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen und sie sei anzu-
weisen, dem Beschwerdeführer ermessensweise die Aufenthalts-
bewilligung zu verlängern.

2. Die Verfügung der Vorinstanz vom 16. August 2016 sei aufzuheben 
und dem Beschwerdeführer unter welchem Titel auch immer die 
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. 

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3. Eventuell sei die Verfügung der Vorinstanz vom 16. August 2016 
aufzuheben. Die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen und 
sie sei anzuweisen, beim Staatssekretariat für Migration (SEM), ei-
nen Antrag auf vorläufige Aufnahme zu stellen.»

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 8. August 2018, die Be-
schwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. 

Mit Eingabe vom 17. September 2018 hat A.________ zur Vernehmlas-
sung der POM Stellung genommen und seine Rechtsbegehren dahin prä-
zisiert, dass der (Beschwerde-)Entscheid der POM vom 23. Mai 2018 und 
folglich die Verfügung des MIDI vom 16. August 2016 aufzuheben seien. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten (vgl. zum Rechtsbegeh-
ren 3 betreffend vorläufige Aufnahme hinten E. 5), zumal der Beschwerde-
führer mit der Präzisierung seiner Rechtsbegehren klargestellt hat, dass er 
sich gegen den Entscheid der POM zur Wehr setzen will; die Verfügung 
des MIP (MIDI) gilt als mitangefochten (sog. Devolutiveffekt der Be-
schwerde; BVR 2010 S. 411 E. 1.4 mit Hinweisen).

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2. 

Der nicht anwaltlich vertretene Beschwerdeführer beantragt die Aufhebung 
des angefochtenen Entscheids sowie die Rückweisung der Sache an die 
POM mit der Anweisung, diese habe die Aufenthaltsbewilligung zu verlän-
gern (Rechtsbegehren 1). Das hindert das Verwaltungsgericht indes nicht, 
in der Sache zu entscheiden (sog. reformatorisches statt kassatorisches 
Urteil), zumal sich aus der Begründung ergibt, dass der Beschwerdeführer 
die Verlängerung der Bewilligung anstrebt. Mit dem gleichen Rechtsbegeh-
ren verlangt er die ermessensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilli-
gung, macht mit seiner Begründung jedoch wichtige persönliche Gründe 
nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) und folglich ei-
nen Anspruch auf Bewilligungsverlängerung geltend. Die Beschwerde ist 
deshalb vorab unter diesem Aspekt zu prüfen.

3.

Im Streit liegen die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz infolge Auflösung 
der Ehegemeinschaft. 

3.1 Der Beschwerdeführer beruft sich zu Recht nicht auf Art. 50 Abs. 1 
Bst. a AuG. Die vorgeschriebene Dauer einer in der Schweiz gelebten ehe-
lichen Gemeinschaft von drei Jahren ist hier unbestrittenermassen nicht 
erfüllt: Der Beschwerdeführer reiste nach der Heirat im Heimatland am 
15. März 2014 zu seiner Ehefrau in die Schweiz ein (Akten MIDI pag. 37, 
95; vorne Bst. A). Am 30. August 2015 trennte sich das Ehepaar bereits 
wieder (Beschwerde S. 2; Akten MIDI pag. 53, 55, 64, 70, 76). Die eheliche 
Gemeinschaft hat folglich nicht einmal eineinhalb Jahre gedauert. Der Be-
schwerdeführer bringt jedoch sinngemäss vor, es seien wichtige persönli-
che Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG gegeben (sog. 
nachehelicher Härtefall; vgl. Beschwerde S. 3).

3.2 Der nacheheliche Härtefall setzt voraus, dass wichtige persönliche 
Gründe nach Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG den weiteren Aufenthalt in der 

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Schweiz erforderlich machen. Diese Bestimmung bezweckt die Vermei-
dung schwerwiegender Härtefälle bei der Auflösung der ehelichen Gemein-
schaft. Wichtige persönliche Gründe können gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG 
namentlich vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer eheli-
cher Gewalt wurde, die Ehe nicht aus freiem Willen geschlossen hat oder 
(alternativ oder kombiniert) die soziale Wiedereingliederung im Herkunfts-
land stark gefährdet erscheint (BGE 138 II 229 E. 3.2.2, 136 II 1 E. 5.3 [Pra 
99/2010 Nr. 49]; BVR 2010 S. 481 E. 5.1.1). Ein wichtiger persönlicher 
Grund kann sich aber auch aus anderen Umständen ergeben. Bei der Be-
urteilung sind sämtliche Aspekte des Einzelfalls mit zu berücksichtigen, 
namentlich der Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, 
die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse, die Dauer der An-
wesenheit in der Schweiz und der Gesundheitszustand sowie die Um-
stände, die zur Auflösung der Gemeinschaft geführt haben (BGE 138 II 229 
E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.2 f.). Als Richtlinie bleibt indes zu beachten, dass 
der Gesetzgeber für einen nachehelichen Härtefall eine erhebliche Intensi-
tät der Konsequenzen für das Privat- und Familienleben der ausländischen 
Person voraussetzt. Diese Folgen müssen mit der Lebenssituation nach 
Dahinfallen der aus der Ehegemeinschaft abgeleiteten Anwesenheitsbe-
rechtigung verbunden sein (BGE 140 II 289 E. 3.6.1, 139 II 393 E. 6; ferner 
BVR 2010 S. 481 E. 5.1). Hat der Aufenthalt nur kürzere Zeit gedauert und 
wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz geknüpft, lässt sich der 
Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begründen, wenn die erneute Integra-
tion im Herkunftsland keine besonderen Probleme bereitet (BGE 138 II 229 
E. 3.1, 137 II 345 E. 3.2.3).

3.3 Der Beschwerdeführer begründet den nachehelichen Härtefall aus-
schliesslich damit, dass ihm die Rückkehr in den Kosovo nicht zumutbar 
bzw. seine Wiedereingliederung im Herkunftsland gefährdet sei. Er macht 
vorab geltend, bei einer Rückkehr drohe ihm Gefahr durch seinen Ex-
Schwiegervater, welcher ihm mehrmals angekündigt habe, er werde dort 
mit ihm abrechnen. Dieser verfüge über dubiose Beziehungen zum Staat 
Kosovo, weshalb er auch persönliche, wirtschaftliche und soziale Nachteile 
zu befürchten habe (Beschwerde S. 3 f.; Eingabe vom 17.9.2018 S. 2). – 
Aus den Akten ist ersichtlich, dass das Verhältnis der ehemaligen Eheleute 
zu ihren jeweiligen Ex-Schwiegerfamilien angespannt ist, zumal es angeb-

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lich zu Einmischungen unter anderem in finanzielle Angelegenheiten kam 
(vgl. Akten MIDI pag. 70, 77, 136, 139 f., 158 ff.). Die Bedrohung durch den 
Ex-Schwiegervater im Kosovo hat der Beschwerdeführer bis anhin jedoch 
nicht belegt, obwohl ihm die Vorinstanz dazu ausdrücklich Gelegenheit 
gegeben hat (Akten POM pag. 25 f.). Er hat weder die Namen der Zeugen 
genannt, die dessen Drohungen am Telefon mitgehört haben sollen (Be-
schwerde S. 3 f.), noch hat er Beweise beigebracht, welche die von ihm 
behaupteten besonderen Kontakte des Ex-Schwiegervaters im Heimatstaat 
belegen würden. Aufgrund der Akten ist davon auszugehen, dass der Ex-
Schwiegervater in der Schweiz wohnhaft ist (Akten MIDI pag. 40, 173), was 
durch einen entsprechenden elektronischen Telefonbucheintrag bestätigt 
wird (einsehbar unter: www.local.ch, zuletzt besucht am 23.11.2018). Be-
reits deshalb ist es unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer bei einer 
Rückkehr in den Kosovo durch diesen bedroht wäre. Er legt auch nicht nä-
her dar, inwiefern sein Ex-Schwiegervater Kontakte im Kosovo nutzen 
könnte, um ihm zu schaden (Beschwerde S. 3). Seine Ausführungen zu 
dessen angeblicher Einflussnahme bei der Scheidung im Heimatland fin-
den in den Akten keine Stütze. Wie die Vorinstanz schliesslich zutreffend 
festgestellt hat (angefochtener Entscheid E. 6b), ist der Beschwerdeführer 
während hängigem Beschwerdeverfahren trotz der angeblichen Bedrohung 
zweimal in seine Heimat gereist (Akten POM pag. 27, 64 f.). Er gibt an, 
seine Reisen hätten dazu gedient, Dokumente im Zusammenhang mit der 
unrechtmässigen Scheidung zu beschaffen und Rechtsmittel dagegen ein-
zulegen (Beschwerde S. 4). In seinem Antrag für ein Rückreisevisum vom 
20. Juli 2017 nannte er jedoch als Grund für seine Reise ausschliesslich 
einen Zahnarztbesuch (Akten POM pag. 68). Selbst wenn man seiner Be-
hauptung Glauben schenken wollte, dass nur der MIDI und die POM 
Kenntnis von seinen Reisen in den Kosovo hatten (Beschwerde S. 4), wäre 
er wohl kaum (für einen Zahnarztbesuch) dorthin gereist, wenn er tatsäch-
lich um sein Leben gefürchtet hätte (Eingabe des Beschwerdeführers vom 
17.9.2018 S. 2). Zusammenfassend kann der Beschwerdeführer die be-
hauptete Bedrohung und Benachteiligung durch den Ex-Schwiegervater im 
Kosovo nicht glaubhaft machen, weshalb er auf dieser Grundlage keinen 
Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung hat. 

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3.4 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, ihm sei die Rückkehr 
in sein Heimatland aufgrund seiner psychischen Probleme nicht zumutbar. 
Im Kosovo würde er nicht die erforderliche psychologische Hilfe bekommen 
(Beschwerde S. 4). 

3.4.1 Medizinische Gründe können allenfalls dann zur Annahme eines 
nachehelichen Härtefalls führen, wenn erstellt ist, dass die betroffene Per-
son an einem ernsthaften Gesundheitsschaden leidet, der während einer 
langen Zeitspanne dauernde Behandlung oder punktuelle medizinische 
Notfallmassnahmen erfordert, die im Herkunftsland nicht verfügbar sind, 
sodass eine Ausreise aus der Schweiz schwerwiegende Folgen für ihre 
Gesundheit nach sich ziehen könnte. Dass das Gesundheitssystem im 
Herkunftsland der betroffenen Person nicht mit jenem in der Schweiz ver-
gleichbar ist und die hiesige medizinische Versorgung allenfalls einem hö-
heren Standard entspricht, begründet noch keinen Härtefall 
(BGE 139 II 393 E. 6; BVR 2013 S. 543 E. 5.3.2).

3.4.2 Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 6. Mai 2016 mit einem 
ca. viermonatigen Unterbruch in ambulanter psychiatrischer Behandlung 
(Akten MIDI pag. 173 f.; Akten POM pag. 29 f.). Gemäss Arztzeugnis sei-
ner aktuellen Psychiaterin vom 23. Januar 2017 (Akten POM pag. 48) leidet 
er an einem depressiven Zustand bei akuter Belastungssituation mit Angst-
zuständen, welche mit Antidepressiva behandelt wird. Der psychische Zu-
stand des Beschwerdeführers hat sich gemäss Therapiebericht vom 
7. März 2018 inzwischen leicht stabilisiert (Akten POM pag. 72). Seine psy-
chischen Probleme führten unbestrittenermassen nie zur Arbeitsunfähig-
keit. Wie die POM richtig erkannt hat, sind in diesem Krankheitsbild zum 
vornherein keine medizinischen Gründe zu erblicken, die einen Härtefall 
begründen könnten (angefochtener Entscheid E. 6c). Entgegen den Vor-
bringen des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 4) hat die Vorinstanz die 
in diesem Zusammenhang massgebenden Umstände weder unsachge-
mäss gewürdigt noch hat sie unhaltbare oder tendenziöse Feststellungen 
getroffen. Vielmehr hat sie überzeugend dargelegt, dass die vom Be-
schwerdeführer benötigte medizinische Behandlung (Therapiegespräche 
sowie Antidepressiva) in seinem Heimatland ebenfalls erhältlich ist. Die 
POM hat namentlich festgehalten, im Kosovo sei ein nahezu flächende-

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ckendes staatliches psychiatrisches Behandlungssystem für einen Gross-
teil der psychischen Erkrankungen vorhanden. Es existierten sieben Zen-
tren zur ambulanten Therapie von psychischen Krankheiten, darunter eines 
in …, der Heimatstadt des Beschwerdeführers (Akten MIDI pag. 22). 
Zudem seien auch im Kosovo antidepressiv wirkende Medikamente erhält-
lich (angefochtener Entscheid E. 6c mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer 
hält dem entgegen, die psychiatrische Betreuung im Kosovo sei rudimentär 
und erfolge meist nur medikamentös, belegt seine Ausführungen jedoch 
nicht (Beschwerde S. 4). Das Verwaltungsgericht verkennt nicht, dass der 
medizinische Standard im Kosovo nicht demjenigen in der Schweiz ent-
spricht. Psychische Erkrankungen können dort jedoch ausreichend behan-
delt werden (BVGer F-176/2016 vom 28.12.2016 E. 6.7 mit Hinweisen; 
BGer 2D_14/2018 vom 13.8.2018 E. 5.2.1 f.). In Übereinstimmung mit der 
Vorinstanz begründen nach dem Erwogenen auch die psychischen Prob-
leme des Beschwerdeführers keinen nachehelichen Härtefall.

3.5 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, er habe im Kosovo 
kein familiäres Auffangnetz und keinen Freundes- und Bekanntenkreis 
mehr (Beschwerde S. 5), ist Folgendes festzuhalten: Der knapp 33-jährige 
Beschwerdeführer hat bis Frühling 2014 im Kosovo gelebt (Akten MIDI 
pag. 36 f.; vorne Bst. A). Er ging dort zur Schule, wurde im Kosovo soziali-
siert und ist mit der Sprache sowie den gesellschaftlichen und kulturellen 
Gepflogenheiten dieses Landes nach wie vor bestens vertraut. Selbst wenn 
er in seiner Heimat keine familiären Kontakte und keine Freunde mehr ha-
ben sollte, was aufgrund seiner doch eher kurzen Landesabwesenheit un-
wahrscheinlich erscheint, ist es ihm ohne weiteres zumutbar, dort ein 
neues soziales Umfeld aufzubauen bzw. an frühere Kontakte anzuknüpfen. 
Dass der Beschwerdeführer ein eher «ruhiger und emotioneller» Mensch 
sei (Beschwerde S. 5), steht dem nicht entgegen. Immerhin hat er gemäss 
eigenen Angaben einen schweizerischen Freundes- und Bekanntenkreis, 
was zeigt, dass er sehr wohl fähig ist, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. 
Aufgrund seines noch jungen Alters, seiner Arbeitsfähigkeit und seiner in 
der Schweiz gewonnenen mehrjährigen Berufserfahrung als Bauarbeiter 
(Akten POM pag. 74) sollte ihm die berufliche Wiedereingliederung im 
Heimatland nicht besonders schwer fallen. Ob es ihm möglich sein wird, 
sein abgebrochenes Wirtschaftsstudium wieder aufzunehmen, ist nicht ent-

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scheidend und kann deshalb offenbleiben. Auch die zu erwartende soziale 
und wirtschaftliche Situation im Kosovo begründet folglich keinen nachehe-
lichen Härtefall. 

3.6 Nach dem Erwogenen stellen die vom Beschwerdeführer vorge-
brachten Umstände in Übereinstimmung mit der Vorinstanz weder je für 
sich allein noch zusammen betrachtet einen wichtigen Grund im Sinn von 
Art. 50 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 AuG dar. Die POM hat zu Recht erkannt, 
dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung hat (angefochtener Entscheid E. 7).

4.

Fehlt es an einem Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz, entscheidet die 
zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilli-
gungsverlängerung (Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 AuG). Die POM hat 
auch die ermessensweise Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung mit 
einlässlicher Begründung verweigert (angefochtener Entscheid E. 8). Sie 
hat die massgebenden Gesichtspunkte und Interessen in Einklang mit der 
publizierten bernischen Verwaltungsjustizpraxis vollständig berücksichtigt 
und zutreffend gewichtet, eingeschlossen die wirtschaftliche und soziale 
Integration, den Leumund sowie die Wiedereingliederung im Heimatstaat. 
Es ist damit weder substanziiert geltend gemacht noch erkennbar, dass die 
Vorinstanz das Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hätte (vgl. zu den 
strengen Anforderungen BVR 2013 S. 73 E. 3.4, 2010 S. 481 E. 6.2).

5.

Im Eventualstandpunkt strebt der Beschwerdeführer schliesslich eine vor-
läufige Aufnahme an (vgl. Rechtsbegehren 3). Diese Massnahme wird vom 
Staatssekretariat für Migration (SEM) verfügt, wenn der Vollzug der Weg- 
oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zumutbar ist 
(Art. 83 Abs. 1 AuG). Nach Art. 83 Abs. 6 AuG kann nur die kantonale Be-
hörde einen entsprechenden Antrag stellen. Die weg- oder ausgewiesene 

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Person ist vom direkten Zugang zum Verfahren auf vorläufige Aufnahme 
ausgeschlossen (BVR 2013 S. 543 E. 7.1). Vollzugshindernisse, die zu 
einer vorläufigen Aufnahme führen könnten, dürfen jedoch vor jeder weg-
weisenden Behörde geltend gemacht werden (BGE 137 II 305 E. 3.2). 
Diese prüft nach pflichtgemässem Ermessen, ob es die geltend gemachten 
Umstände rechtfertigen, eine Beurteilung der Vollzugssituation bzw. eine 
allfällige vorläufige Aufnahme beim sachlich zuständigen SEM zu beantra-
gen. Im vorliegenden Fall bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Rück-
kehr in den Kosovo im Sinn von Art. 83 Abs. 4 AuG unzumutbar sein 
könnte (vgl. auch vorne E. 3). Gründe, welche den Vollzug der Wegwei-
sung als unmöglich oder unzulässig erscheinen liessen (Art. 83 Abs. 2 und 
3 AuG), bringt der Beschwerdeführer weder vor noch sind solche erkenn-
bar. Ein Antrag auf vorläufige Aufnahme fällt damit ausser Betracht.

6.

Die Beschwerde erweist sich damit als offensichtlich unbegründet und ist 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (vgl. E. 5 hiervor). Das Verwal-
tungsgericht beurteilt solche Rechtsmittel in Zweierbesetzung (Art. 56 
Abs. 3 des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Da die 
vorinstanzlich angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss 
eine neue festzulegen (BVR 2013 S. 73 E. 5.6).

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerde-
führer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu 
sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. Dem 
Beschwerdeführer wird eine neue Ausreisefrist gesetzt auf den 
21. Januar 2019.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) oder, soweit es die Ermessensbewilligung betrifft, 
subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 113 ff. BGG geführt 
werden.