# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5903de45-e443-5423-854f-981d36b3a7e6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 12.03.2012 DB.2011.92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_DB-2011-92_2012-03-12.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2011.92 
1 ST.2011.141 
 
 
 

Entscheid 
 
 

12. März 2012 
 
 
 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Walter Balsiger und Gerichtsschreiberin Barbara Müller 
 
 
 

In Sachen 
 
 
A, 
 
 Beschwerdeführer/
 Rekurrent,  
vertreten durch RA Dr.iur. Martin Steiner,  
Tappolet & Partner, Steuerberatung,  
Asylstrasse 77, Postfach 1110, 8032 Zürich,  
 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
2. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
 
 
 

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2008 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2008 

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1 ST.2011.141 

 

hat sich ergeben: 
 

 

 A. Der 1949 geborene A (nachfolgend der Pflichtige) war per 2008 hauptberuf-

lich für die B AG, Dietlikon (nachfolgend B AG), tätig, wo er einen Nettolohn von Fr. 

103'019.- erzielte. Im Nebenerwerb amtete er als Verwaltungsrat verschiedener Ge-

sellschaften; die dabei erzielten Honorare von insgesamt Fr. 81'490.- liess er bei der 

Pensionskasse der B-Gruppe (nachfolgend PKB) mitversichern. In letzterem Zusam-

menhang brachte er in Pos. 16.1 der Steuerklärung 2008 Beiträge an die 2. Säule von 

Fr. 12'439.- in Abzug.  

 

 Im Einschätzungsentscheid für die Staats- und Gemeindesteuern 2008 vom 

19. November 2010 rechnete die Steuerkommissärin die letzteren Vorsorgebeiträge 

auf. Gegenüber der Selbstdeklaration nahm sie zudem noch eine Korrektur bei den 

deklarierten Verwaltungsratshonoraren vor.  

 

 Gleich verfuhr sie bei der mit Hinweis vom 19. November 2010 angezeigten 

und mit Schlussrechnung vom 29. November 2010 formell eröffneten Veranlagung der 

direkten Bundessteuer 2008.  

 

 

 B. Die gegen diese Einkommensaufrechnungen gerichteten Einsprachen 

hiess das kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 21. April 2011 teilweise gut. Da-

bei nahm es die erwähnte Korrektur bei den Verwaltungsratshonoraren nach Klärung 

der Sachlage zurück; festgehalten wurde indes an der Nichtabzugsfähigkeit der dekla-

rierten zusätzlichen Vorsorgebeiträge von Fr. 12'439.-. Es resultierten die folgenden 

Steuerfaktoren: 

 

Steuerperiode 2008      Staats- und Gemeindesteuer   Direkte Bundessteuer 

                (Fr.)       (Fr.) 

 

Steuerbares Einkommen 343'700.- 344'400.- 

Satzbestimmendes Einkommen 360'100.- 360'800.- 

Steuerbares Vermögen 9'489'000.-  

Satzbestimmendes Vermögen 10'317'000.-. 

 

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 C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 25. Mai 2011 liess der Pflichtige beantra-

gen, die im Zusammenhang mit den externen Verwaltungsratshonoraren stehenden 

BVG-Beiträge zum Abzug zuzulassen. Zudem forderte er die Zusprechung einer Par-

teientschädigung.  

 

 Das kantonale Steueramt schloss mit Vernehmlassung vom 23. Juni 2011 auf 

Abweisung der Rechtsmittel. Die eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) liess sich 

nicht vernehmen.  

 

 

 D. Mit Verfügung vom 9. August 2011 nahm der Einzelrichter des Rekursge-

richts ergänzende Untersuchungen rund um die strittigen BVG-Beträge vor. Der Pflich-

tige reichte in der Folge mit Antwort vom 29. September 2011 verschiedene Unterlagen 

ein und die Vorinstanz liess sich dazu mit Eingabe vom 16. November 2011 verneh-

men.  

 

 Am 21. Dezember 2011 mahnte der Einzelrichter die vollständige Erfüllung 

der Auflage; gleichzeitig stellte er die Möglichkeit einer Höhertaxation in Aussicht. Der 

Pflichtige liess sich dazu sowie zur Vernehmlassung der Vorinstanz mit Eingabe vom 

23. Januar 2012 vernehmen; dies unter Einreichung von weiteren Unterlagen. Die Vor-

instanz reichte hierzu am 7. Februar 2011 eine weitere Stellungnahme ein.  

 

 

 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

 

 

 1. Von den Einkünften werden laut Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG bzw. 

§ 31 Abs. 1 lit. d StG die gemäss Gesetz, Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, 

Prämien und Beiträge zum Erwerb von Ansprüchen aus Einrichtungen der beruflichen 

Vorsorge abgezogen. Diese Bestimmungen vollziehen die bundesrechtliche Vorschrift 

von Art. 81 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenvorsorge vom 25. Juni 1982 (BVG), wonach die von den Arbeitnehmern 

und Selbstständigerwerbenden nach Gesetz oder reglementarischen Bestimmungen 

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geleisteten Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen bei den direkten Steuern des Bundes, 

der Kantone und Gemeinden abziehbar sind.  

 

 

 2. a) Der Pflichtige war pro 2008 hauptberuflich bei der B AG erwerbstätig und 

erzielte dabei einen Grundlohn von brutto Fr. 96'900.-; zusätzlich wurden ihm eine 

Treueprämie von Fr. 17'458.- sowie eine Verwaltungsratsentschädigung von 

Fr. 21'288.- ausbezahlt (vgl. Lohnausweis in T-act. 6, Blatt 2). Mit diesen Einkünften 

unterlag er bei der beruflichen Vorsorge der obligatorischen Versicherungspflicht, denn 

diese greift ab einem Jahresslohn von Fr. 19'890.- (vgl. Art. 2 Abs. 1 BVG; Stand 

2008). Versichert war der Pflichtige bei der Pensionskasse seines Hauptarbeitgebers, 

der PKB. 

 

 b) Im Nebenerwerb war der Pflichtige in mehreren Drittgesellschaften als Ver-

waltungsrat tätig. Dabei erzielte er nach Abzug der AHV-Beiträge die folgenden Netto-

honorare (vgl. T-act. 6, Blatt 1 sowie Lohnausweise im Anhang): 

 

                                        Fr. 

 C AG  5'546.- 

 D AG  14'093.- 

 E AG  14'093.- 

 F Holding AG  28'000.- 

 G AG  6'000.- 

 H AG  10'000.- 

 I AG      3'758.- 

 Total  81'490.- 

  

 Diese nebenberuflichen Einkünfte liess er im Rahmen der beruflichen Vorsor-

ge bei der PKB mitversichern.  

 

 c) Gemäss Lohnausweis kürzte die B AG dem Pflichtigen den Bruttolohn um 

arbeitnehmerseitige Vorsorgebeiträge von Fr. 22'000.-. Steuerlich berücksichtigt wur-

den diese Beiträge im Rahmen der üblichen Deklaration des Nettolohns. Mit Bezug auf 

die arbeitgeberseitigen Beiträge in gleicher Höhe übernahm die B AG Fr. 9'561.-; den 

Differenzbetrag von Fr. 12'439.- stellte sie dem Pflichtigen unter dem Titel "Arbeitge-

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berbeiträge für versicherte externe Lohnbezüge des Jahres 2008" in Rechnung (vgl. 

deren Schreiben vom 18. Dezember 2008; T-act. 7). Den letzteren Betrag will der 

Pflichtige ebenfalls steuermindernd berücksichtigt haben (vgl. Steuererklärung 2008 in 

T-act. 5; Pos. 16.1).  

 

 d) Im Einschätzungs- bzw. Veranlagungsverfahren teilte die Steuerkommissä-

rin dem Pflichtigen mit, es sei nicht ersichtlich, inwiefern angesichts der Deklaration 

des Nettolohns von der B AG ein weiterer Vorsorgeabzug begründet sein sollte, wes-

halb dazu Stellung zu nehmen sei (vgl. Auflage vom 23. September 2010 in T-act. 13).  

 

 Der Pflichtige liess dazu mit Schreiben vom 28. September 2010 (T-act. 14) 

antworten, gemäss Lohnausweis habe er arbeitnehmerseitige Vorsorgebeiträge von 

Fr. 22'000.- einbezahlt und vom entsprechenden Arbeitgeberanteil habe die B AG ei-

nen Anteil von Fr. 9'591.- übernommen. Der Restbetrag betreffe die mitversicherten 

Verwaltungsratshonorare von Drittfirmen. Die diesbezüglichen Arbeitgeberanteile habe 

er selber bezahlt; sie seien weder den Drittfirmen belastet, noch bereits im Lohnaus-

weis in Abzug gebracht worden.  

 

 Im Veranlagungs- bzw. Einschätzungsentscheid (T-act. 19 und 20) verweiger-

te die Steuerkommissärin die steuermindernde Berücksichtigung der deklarierten Ar-

beitgeberbeiträge alsdann mit der Begründung, es fehle eine gesetzliche Grundlage, 

wonach bei einer Teilzeitanstellung der Lohn zu 100% versichert werden könne.  

 

 Dagegen liess der Pflichtige in seinen Einsprachen (T-act. 22 und 23) einwen-

den, gemäss Art. 46 Abs. 2 BVG könne sich ein Arbeitnehmer, der bei einem Arbeit-

nehmer obligatorisch versichert sei, für den Lohn von anderen Arbeitgebern zusätzlich 

versichern lassen.  

 

 Diesen Einwand aufnehmend hielt die Vorinstanz in den angefochtenen Ein-

spracheentscheiden (T-act. 29 und 30) an der Nichtabzugsfähigkeit des arbeitgebersei-

tigen Anteils fest. Sie erwog, dass die besagte Regelung nur zur Anwendung gelangte, 

wenn sich die anderen Arbeitgeber der PKB angeschlossen hätten und zudem eine 

hälftige bzw. paritätische Bezahlung der Beiträge erfolgt wäre. Dies sei hier aber nicht 

der Fall, habe doch der Pflichtige mit Bezug auf die Drittfirmen die arbeitnehmer- und 

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die arbeitgeberseitigen Beiträge entrichtet. Die erbrachten Leistungen qualifizierten 

damit als freiwillige Beiträge.  

 

 

 3. a) Art. 46 BVG steht unter dem Titel "Erwerbstätigkeit im Dienste mehrerer 

Arbeitgeber" und lautet wie folgt: 

  

1)
 Der nicht obligatorisch versicherte Arbeitnehmer, der im Dienste 

mehrerer Arbeitgeber steht und dessen gesamter Jahreslohn 
19'890 (Stand 2008) Franken übersteigt, kann sich entweder bei 
der Auffangeinrichtung oder bei der Vorsorgeeinrichtung, der einer 
seiner Arbeitgeber angeschlossen ist, freiwillig versichern lassen, 
sofern deren reglementarische Bestimmungen es vorsehen. 

 
2)

 Ist der Arbeitnehmer bereits bei einer Vorsorgeeinrichtung 
obligatorisch versichert, kann er sich bei ihr, falls ihre regle-
mentarischen Bestimmungen es nicht ausschliessen, oder bei 
der Auffangeinrichtung für den Lohn zusätzlich versichern 
lassen, den er von den anderen Arbeitgebern erhält. 

 
3)

 Dem Arbeitnehmer, der Beiträge direkt an eine Vorsorgeeinrich-
tung bezahlt, schuldet jeder Arbeitgeber jeweils die Hälfte der Bei-
träge, die auf den bei ihm bezogenen Lohn entfallen. Die Höhe 
des Arbeitgeber-Beitrages ergibt sich aus einer Bescheinigung der 
Vorsorgeeinrichtung. 

 
4)

 Die Vorsorgeeinrichtung übernimmt auf Begehren des Arbeitneh-
mers das Inkasso gegenüber den Arbeitgebern. 

 
 
 
 b) Zweck von Art. 46 BVG ist es, dem Arbeitnehmer das Recht einzuräumen, 

unter gewissen Voraussetzungen den Arbeitgeber zwingen zu können, bei einer (frei-

willigen) Versicherung mitzuwirken. Die Bestimmung ermöglicht damit dem Arbeitneh-

mer, ohne bzw. gegen den Willen des Arbeitgebers eine solche Versicherung abzu-

schliessen. Die Norm unterscheidet dabei zwei Tatbestände. Bei beiden geht es um 

Arbeitnehmer, die mehrere Arbeitsverhältnisse eingegangen sind. In Abs. 1 wird der 

Fall behandelt, dass keines dieser Arbeitsverhältnisse unter das Obligatorium fällt, 

während sich Abs. 2 mit jenen Fällen befasst, bei denen eines dieser Arbeitsverhältnis-

se dem Obligatorium untersteht  (Geiser/Senti in: Schneider, Geiser, Gächter [Hrsg], 

BVG und FZG, Bern 2010, Art. 46 N. 7f.).  

 

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 Ein Arbeitnehmer kann im letzterwähnten Fall also eine Hauptanstellung ha-

ben, bei der er genügend verdient, um obligatorisch bei der Zweiten Säule versichert 

zu sein. Daneben kann er einen Nebenverdienst erzielen, bei dem er weniger als das 

für das Obligatorium Notwendige verdient. Er kann im Rahmen einer freiwilligen Versi-

cherung alsdann verlangen, dass der entsprechende Lohn auch mitversichert wird. 

Dieser Anspruch auf Versicherung besteht allerdings nur im Rahmen des BVG-

Minimums bzw. des sog. koordinierten Lohns, welcher gemäss Art. 8 Abs. 1 der Ver-

ordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen-  und Invalidenvorsorge vom 

18. April 1984 (BVV2; Stand 1. Januar 2008) den Teil des Jahreslohns zwischen 

Fr. 23'205.- und Fr. 79'560.- ausmacht. Soweit der Verdienst darüber- oder darunter-

liegt, kann keine Versicherung nach Art. 46 BVG erfolgen (Geiser/Senti, Art. 46, N. 17). 

Letzteres ergibt sich aus Art. 29 Abs. 2 BVV2, welche (die "Freiwillige Versicherung" 

betreffende) Bestimmung festhält, dass bei einem Versicherten, welcher auch der obli-

gatorischen Versicherung unterstellt ist, sich der koordinierte Lohn bei der freiwilligen 

Versicherung errechnet, indem der von der obligatorischen Versicherung bereits abge-

deckte Lohn vom gesamten koordinierten Lohn abgezogen wird. Es ist also das der 

obligatorischen Versicherung unterstellte Einkommen vom gesamten Jahreseinkom-

men vollständig auf das BVG-Minimum anzurechnen. Nur wenn dieses Einkommen 

nicht den gesamten koordinierten Lohn nach Art. 8 Abs. 1 BVG ausschöpft, fallen auch 

Teile des freiwillig versicherten Nebenverdienstes unter das BVG-Minimum. Das übrige 

mit dem Nebenverdienst erzielte Einkommen fällt in den überobligatorischen Bereich 

und insoweit kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber auch nicht verpflichten, diesen 

Teil zu versichern (vgl. Thomas Geiser, Versicherungspflicht für Arbeitnehmer mit häu-

fig wechselnden oder befristeten Anstellungen in: recht 2005 S. 76, 79).   

 

 c) aa) Der Pflichtige beruft sich auf Abs. 2 der vorgenannten Bestimmung, 

sind doch seine Einkünfte aus dem Haupterwerb bei der B AG obligatorisch versichert 

und betrifft der vorliegende Streit die Versicherung von zusätzlichen Einkünften aus 

Tätigkeiten bei anderen Arbeitgebern. Die Versicherung solcher Zusatzeinkünfte ist 

damit grundsätzlich möglich, soweit das Reglement der Pensionskasse dies nicht aus-

schliesst. Letzteres ist hier nicht der Fall, hält doch das Reglement der PKB in Art. 6 

Abs. 2 ausdrücklich fest, dass Lohnbestandteile, welche die versicherte Person von 

anderen Arbeitgebern bezieht, mit in die Versicherung einbezogen werden können (vgl. 

das ab 1. Januar 2008 gültige Reglement der PKB sowie die Bescheinigung der PKB 

vom 13. September 2011; R-act. 15/3+4). 

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 bb) Die Vorinstanz hält nun aber dafür, dass sich die Arbeitgeber des Pflichti-

gen ausserhalb der B AG nicht im Sinn der Voraussetzung von Art. 46 Abs. 3 BVG der 

PKB angeschlossen hätten und damit insoweit keine paritätische bzw. hälftige Bezah-

lung der Vorsorgebeiträge erfolgt sei. Damit seien die erbrachten Pensionskassenbei-

träge nicht gesetzeskonform erfolgt.  

 

 Dem lässt der Pflichtige beschwerde- und rekursweise entgegenhalten, dass 

er die fraglichen Arbeitgeberanteile geschuldet habe, weil die betreffenden Arbeitgeber 

der PKB nicht angeschlossen gewesen seien. Gemäss Art. 46 Abs. 3 BVG hätte er 

zwar diese Anteile von jedem Arbeitgeber zurückfordern können; hierbei handle es sich 

jedoch um eine "Kann-"Vorschrift. Ausserdem sei die Bestimmung lediglich dispositiver 

Natur, weil sie die freiwillige (ausserobligatorische) berufliche Vorsorge betreffe und die 

Bestimmung von Art. 46 BVG in Art. 49 BVG nicht aufgeführt sei. Es stehe ihm deshalb 

frei, auf sein Regressrecht zu verzichten. Dies ändere nichts daran, dass er die Arbeit-

geberbeiträge von Fr. 12'439.- gesetzes- und reglementskonform geleistet habe und er 

diese damit von den Einkünften abziehen könne.  

 

 cc) Der Pflichtige erzielte im Rahmen seiner Hauptanstellung bei der B AG 

einen Grundlohn von brutto Fr. 96'900.-, womit das BVG-Minimum, wie auf den nach-

folgenden Seiten 9 und 10 zu zeigen ist. bereits mehr als ausgeschöpft war. Die streit-

betroffenen Nebenverdienste fallen demzufolge in den überobligatorischen Bereich, 

womit ein Recht auf deren Mitversicherung im Sinn von Art. 46 Abs. 2 BVG nach dem 

vorstehend Gesagten nicht bestanden hat. Auch im überobligatorischen Bereich kann 

der Einbezug von Nebenverdiensten in die den Hauptverdienst erfassende Versiche-

rung (wie hier) zwar reglementarisch zulässig sein, jedoch vom Versicherten nicht ge-

gen den Willen der Nebenverdienst-Arbeitgeber durchgesetzt werden. Nur bei tatsäch-

licher und hälftiger Beteiligung der weiteren Arbeitgeber erfolgen die zusätzlichen BVG-

Einzahlungen gesetzeskonform. 

 

 dd) Im Rahmen der rekursgerichtlichen Untersuchung hat sich gezeigt, dass 

sämtliche externen Arbeitgeber, bei welchen der Pflichtige Verwaltungsratshonorare 

bezogen hat, nicht über den Einbezug dieser Honorare in die Versicherung des Pflich-

tigen bei der PKB informiert waren und davon ausgegangen sind, für sie habe keine 

vorsorgerechtliche Beitragspflicht bestanden (vgl. Stellungnahmen der verschiedenen 

Arbeitgeber in R-act. 15/5-8). Die F Holding AG wies dabei explizit darauf hin, dass ihre 

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gesellschaftsinterne Honorarordnung im überobligatorischen Bereich keine Beitrags-

zahlung an allfällige freiwillige Versicherungen gemäss Art. 46 BVG vorsehe (R-act. 

15/11).  

 

 Damit steht aber fest, dass der Pflichtige die Nebenverdienste ohne Einwilli-

gung bzw. Beteiligung der diesbezüglichen Arbeitgeber bei der Pensionskasse seines 

Hauptarbeitgebers (PKB) mit versichert hat. Die zusätzliche Versicherung der Verwal-

tungsratshonorare basiert damit nicht auf dem auch im überobligatorischen Bereich 

geltenden Grundsatz der Beitragsparität (vgl. Jürg Brechbühl in: Schneider, Geiser, 

Gächter [Hrsg], BVG und FZG, Bern 2010, Art. 66 N. 18). Damit liegen aber keine ge-

setzlichen Versicherungslösungen vor und können folglich sämtliche vom Pflichtigen in 

die Vorsorge bei der PKB einbezahlten Beiträge, welche externe Verwaltungsratshono-

rare betreffen, steuerlich nicht zum Abzug gebracht werden.  

 

 e) aa) Die PKB berechnete die dem Pflichtigen in Rechnung gestellten arbeit-

geberseitigen Versicherungsbeiträge wie folgt (vgl. R-act. 15/1):  

 

  Fr. %  

 Versicherter Lohn 200'000.-  

 Koordinationsabzug    23'205.- 

 Jahreslohn 223'205.- 100 

 

 Jahreslohn B AG 96'900.- 43 

 ./. Koordinationsabzug x 43%   9'978.- 

  86'922.- 

 

 Sparbeiträge 9% 7'823.- 

 Risikobeiträge 2% 1'738.- 

  9'561.- 

 

 Effektiver Abzug PK-Beiträge 22'000.- * 

 ./. Anteil Beiträge B AG 9'561.- 

 

 Nachzahlung Differenz Arbeitnehmer 12'439.- 

 

 * offensichtlich also (9% + 2%  =) 11% von Fr. 200'000.-  

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 bb) Betreffend die Zusammensetzung der arbeitnehmerseitigen Beiträge in 

der Höhe von Fr. 22'000.- liess der Pflichtige im gerichtlichen Auflageverfahren auf die 

vorstehende Berechnung sowie auf folgende Aufstellung verweisen (vgl. Antwort vom 

23. Januar 2012, Ziff. 3; R-act. 20):  

 

                Fr.  

 Versicherter Grundlohn B AG 96'900.- 

 ./. Koordinationsabzug   9'978.- 

 Versichertes Gehalt B AG 86'922.- 

 Versicherte externe Zusatzeinkünfte 113'078.- 

 Versicherter Lohn 200'000.- 

 

 Zum versicherten Lohn wurde dabei angeführt, der runde Betrag von 

Fr. 200'000.- habe auf einer Annahme des voraussichtlich erzielbaren Einkommens 

beruht, weil die Höhe der Entschädigungen aus den Verwaltungsratsmandaten nicht 

festgestanden habe.    

 

 cc) Fehlt es an einer BVG-konformen Versicherung der externen VR-

Honorare, so wäre in der vorstehenden Berechnung der PKB grundsätzlich der volle 

Koordinationsabzug von Fr. 23'205.- vom Grundsälär der B AG (also nicht bloss 43%) 

in Abzug zu bringen gewesen, womit sich ein zu versichernder Betrag von lediglich 

Fr. 73'695.- und damit ein unter dem maximalen koordinierten Lohn liegender Betrag 

ergeben hätte (hiervon 11%-Beitrag = Fr. 8'106.- und nicht Fr. 9'561.-). Indes hat der 

Pflichtige gemäss Lohnausweis von der B AG neben dem Grundsälär auch noch ein 

VR-Honorar von Fr. 21'288.- sowie eine Treueprämie von Fr. 17'458.- bezogen. Wieso 

diese internen Zusatzeinkünfte laut Berechnung nicht mitversichert worden sind, ist 

nicht bekannt. Weil diese Zusatzeinkünfte den in der Berechnung zu Unrecht den Dritt-

honoraren zugewiesenen Anteil am Koordinationsabzug übersteigen, ist mit Bezug auf 

die vorstehend ermittelte Differenz auf eine Korrektur zu verzichten und davon auszu-

gehen, dass im entsprechenden Umfang eine paritätische Versicherung von internen 

Zusatzeinkünften vorliegt.  

 

 dd) Nicht zum Abzug zuzulassen sind jedoch die Beiträge, welche gemäss 

Berechnung der  PKB externe Saläre betreffen. Dies umfasst entgegen dem vo-

rinstanzlichen Entscheiden nicht nur die dem Pflichtigen von der PKB in Rechnung 

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gestellten arbeitgeberseitigen Beiträge von Fr. 12'439.-, sondern auch den gleich ho-

hen Anteil, der im Betrag von Fr. 22'000.-, welcher dem Pflichtigen gemäss Lohnaus-

weis unter dem Titel von Vorsorgebeiträgen des Arbeitnehmers vom Bruttolohn abge-

zogen worden ist, enthalten ist.  

 

 Dies führt – wie dem Pflichtigen mit Verfügung vom 21. Dezember 2011 ange-

zeigt – zu einer entsprechenden zusätzlichen einkommensseitigen Aufrechnung im 

Beschwerde- bzw. Rekursverfahren, womit sich ein steuerbares/satzbestimmendes 

Einkommen von Fr. 356'800.- / Fr. 373'300.- (direkte Bundessteuer bzw. Fr. 356'100.-

 / Fr. 372'600.- (Staats- und Gemeindesteuer) errechnet.  

 

 

 4. a) Nach alledem sind sowohl die Beschwerde als auch der Rekurs abzu-

weisen (Höhertaxationen). 

 

 b) Ausgangsgemäss sind die Rekurs- und Beschwerdekosten den Pflichtigen 

aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG und Art. 144 Abs. 1 DBG) und steht diesen keine Par-

teientschädigung zu (zu (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgeset-

zes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezember 1968; § 152 StG i. V. m. § 17 

Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997). 

 

 

 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. Der Beschwerdeführer wird für die direkte Bundes-

steuer wie folgt veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 1 DBG; Alleinstehendentarif): 

 

 Steuerperiode Einkommen 

 Fr. 

 2008 steuerbar 356'800.- 

 satzbestimmend 373'300.-. 

 

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2. Der Rekurs wird abgewiesen. Der Rekurrent wird für die Staats- und Gemeinde-

steuern wie folgt eingeschätzt (Tarif gemäss § 35 Abs. 1 bzw. § 47 Abs. 1 StG; 

Grundtarif): 

 

 Steuerperiode Einkommen Vermögen 

 Fr. Fr. 

 2008 steuerbar 356'100.- 9'489'000.- 

  satzbestimmend 372'600.- 10'317'000.- 

 

[…]