# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd018099-843d-5121-8224-aa4cd08f330e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-14
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 14.10.2020 BK 2020 389
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2020-389_2020-10-14.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 20 389

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 14. Oktober 2020

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichterin Hubschmid,
Oberrichterin Bratschi
Gerichtsschreiberin Lauber

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt und Notar B.________

Beschuldigte/Beschwerdeführerin

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________

Gegenstand Anordnung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen Diebstahls, Sachbeschädigung, Hausfrie-
densbruchs etc. 

Beschwerde gegen den Entscheid des Regionalen Zwangsmass-
nahmengerichts Oberland vom 4. September 2020 (ARR 20 85)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) führt 
gegen die Beschuldigte A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) ein Straf-
verfahren wegen mehrfachen Diebstahls (teilweise Versuch), mehrfacher Sachbe-
schädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfacher Drohung, Übertretung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. Am 4. September 2020 ordnete das Regi-
onale Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: Zwangsmassnahmengericht) Un-
tersuchungshaft für eine Dauer von zwei Monaten an (bis am 1. November 2020). 
Die Entscheidbegründung datiert vom 8. September 2020. Dagegen erhob die Be-
schwerdeführerin, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 21. Sep-
tember 2020 Beschwerde. Sie beantragte das Folgende: 
1. Es seien die Dispositivziffern 1 und 2 des angefochtenen Entscheids des Regionalen Zwangs-

massnahmengerichts Oberland, Thun, vom 4. bzw. 8. September 2020 (ARR 20 85) aufzuhe-
ben. 

2. Es sei die beschuldigte Person unverzüglich aus der Haft zu entlassen.
3. Eventualiter sei anstelle der Untersuchungshaft eine Ersatzmassnahme in dem Sinne anzuord-

nen, als die beschuldigte Person zweimal pro Monat bei der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Bern, Region Oberland in Thun, oder bei einer von dieser bezeichneten Stelle persönlich zu er-
scheinen habe und sich allenfalls einer ärztlichen (psychiatrischen) Behandlung oder einer Kon-
trolle zu unterziehen hat. Die Ersatzmassnahmen seien vorerst zeitlich auf maximal drei Monate 
zu befristen. 

4. Die Kosten für das Verfahren vor der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern 
seien zu den Kosten des Vorverfahrens (O 18 14335) zu schlagen. 

5. Das amtliche Verteidigungsmandat sei auf das vorliegende Beschwerdeverfahren auszudehnen.
6. Das Honorar für die amtliche Verteidigung der beschuldigten Person sei im vorliegenden Verfah-

ren durch die zuständige Staatsanwaltschaft oder durch das zuständige Gericht festzulegen. 

Am 22. September 2020 verfügte die Verfahrensleitung, dass die amtliche Verteidi-
gung auch im Beschwerdeverfahren gelte. Das Zwangsmassnahmengericht ver-
zichtete am 23. September 2020 unter Verweis auf die Ausführungen im angefoch-
tenen Entscheid auf eine Stellungnahme. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ih-
rer delegierten Stellungnahme vom 24. September 2020 die kostenfällige Abwei-
sung der Beschwerde. Am 4. Oktober 2020 reichte die Beschwerdeführer eine per-
sönliche Eingabe ein. Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 9. Oktober 
2020 auf das Einreichen weiterer Bemerkungen. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung 
und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwer-
de angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen 
(Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsregle-
ments des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Die Beschwerdeführerin ist durch 
die Anordnung der Untersuchungshaft unmittelbar in ihren rechtlich geschützten In-
teressen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und 

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Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 
einzutreten. 

3. Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 

Die Beschwerdeführerin wird dringend verdächtigt, in der Zeit vom 18. April 2018 
bis am 17. August 2020 mehrere Einbruch- und Einschleichdiebstähle (fünf Ein-
bruchdiebstähle [davon ein Versuch]; sieben Einschleichdiebstähle; ein einfacher 
Diebstahl) in diverse Alters- und Pflegeheime sowie in Einfamilien- und Mehrfamili-
enhäuser begangen zu haben. Der Deliktsbetrag beläuft sich derzeit auf ca. rund 
CHF 7’000.00 (noch offen ist die Bezifferung der Kettensäge, der Arbeitspistole, 
des Fahrrads sowie von diversem Schmuck und Bargeld), der Gesamtschaden auf 
derzeit rund ca. CHF 3'100.00 (noch offen ist die Bezifferung des aus der Wand ge-
rissenen Lavabos inkl. Ablaufanschlüssen). Der dringende Tatverdacht gründet 
insbesondere auf den an den Tatorten teilweise sichergestellten DNA-Spuren, wel-
che der Beschwerdeführerin zugeordnet werden konnten, dem bei resp. auf der 
Beschwerdeführerin sichergestellten Deliktsgut, den Aussagen der Auskunftsper-
sonen, welche die Beschwerdeführerin teilweise erkannt resp. ein Signalement be-
schrieben haben, welches auf die Beschwerdeführerin zutrifft (Tattoo etc.) sowie 
auf den Aussagen der Beschwerdeführerin selbst. Die Beschwerdeführerin bestrei-
tet den dringenden Tatverdacht nicht (vgl. S. 2 der Beschwerde; vgl. S. 3 des 
vorinstanzlichen Parteivortrags vom 3. September 2020). Sie ist weitgehend ge-
ständig, die Einschleich- und Einbruchdiebstähle begangen zu haben (vgl. Protokoll 
der Hafteröffnung vom 2. September 2020). Dass das Zwangsmassnahmengericht 
den dringenden Tatverdacht des mehrfachen Diebstahls (teilweise Versuch), der 
mehrfachen Sachbeschädigung und des mehrfachen Hausfriedensbruchs bejaht 
hat, ist gestützt auf das Gesagte und unter Verweis auf die Ausführungen der 
Staatsanwaltschaft im Haftantrag vom 2. September 2020 (S. 2) nicht zu bean-
standen. Ob auch ein dringender Tatverdacht betreffend die der Beschwerdeführe-
rin weiter vorgeworfenen Delikte (insbesondere mehrfache Drohung, Widerhand-
lung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.) besteht, kann angesichts des vorlie-
genden Ausgangs des Verfahrens offen bleiben. 

4.

4.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht stützt sich auf den Haftgrund der Wiederholungsgefahr. 

4.2 Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO liegt vor, wenn die 
beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist 
und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie durch schwere Verbrechen oder Vergehen 
die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige 
Straftaten verübt hat. Für das Vorliegen von Wiederholungsgefahr sind drei Ele-
mente konstitutiv, welche kumulativ erfüllt sein müssen: Erstens muss grundsätz-
lich das Vortatenerfordernis erfüllt sein. Zweitens muss durch drohende schwere 
Vergehen oder Verbrechen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet sein. Ob-

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schon dabei namentlich Delikte gegen die körperliche Integrität im Vordergrund 
stehen, kann sich eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit anderer grundsätzlich 
auf Rechtsgüter jeder Art beziehen. Drittens muss die Tatwiederholung ernsthaft zu 
befürchten sein, was anhand einer Legal- bzw. Rückfallprognose zu beurteilen ist. 
Notwendig, aber auch ausreichend ist grundsätzlich eine ungünstige Rückfallpro-
gnose (BGE 143 IV 9 E. 2.10). Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr ist restriktiv 
zu handhaben (vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 1B_595/2019 vom 
10. Januar 2020 E. 2.3 mit Hinweis auf BGE 143 IV 9 E. 2.5 f.). 

4.3 Die Verhütung weiterer schwerwiegender Delikte ist ein verfassungs- und grund-
rechtskonformer Massnahmenzweck. Art. 5 Ziff. 1 Bst. c der Konvention zum 
Schutze der Menschenrechte und der Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) aner-
kennt die Notwendigkeit, eine beschuldigte Person an der Begehung schwerer 
strafbarer Handlungen zu hindern (BGE 137 IV 84 E. 3.2; 135 I 71 E. 2.2). Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die Untersuchungshaft wegen Wie-
derholungsgefahr auch dem Verfahrensziel der Beschleunigung dienen, indem 
verhindert wird, dass sich der Strafprozess durch immer neue Delikte kompliziert 
und in die Länge zieht. Indessen muss sich die Wiederholungsgefahr auf schwere, 
die Sicherheit anderer erheblich gefährdende Delikte beziehen. Fehlt eine solche 
Gefährdung anderer, genügt allein der Haftzweck, das Verfahren abzuschliessen, 
nicht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_595/2019 vom 10. Januar 2020 E. 2.2).

4.4 Delikte gegen das Vermögen fallen unter dem Blickwinkel der erheblichen Sicher-
heitsrelevanz nur in Betracht, wenn sie besonders schwer sind und die Betroffenen 
besonders hart bzw. ähnlich treffen wie ein Gewaltdelikt (BGE 143 IV 9 E. 2.7; Ur-
teile des Bundesgerichts 1B_595/2019 vom 10. Januar 2020 E. 4.1 mit Hinweisen; 
1B_449/2017 vom 13. November 2017 E. 3.5.1.2). Ob ein besonders schweres 
Vermögensdelikt droht, ist anhand einer Gesamtwürdigung der im Einzelfall gege-
benen Umstände zu beurteilen. Für eine erhebliche Sicherheitsgefährdung spricht 
es, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die beschuldigte Person bei 
künftigen Delikten Gewalt anwenden könnte. So verhält es sich insbesondere, 
wenn sie bei früheren Vermögensdelikten eine Waffe mit sich geführt oder gar ein-
gesetzt hat. Zu berücksichtigen ist zudem die Schwere der von der beschuldigten 
Person begangenen Vermögensdelikte. Rechnung zu tragen ist weiter der persön-
lichen, namentlich der finanziellen Lage der Geschädigten. Zielen die Taten der 
beschuldigten Person beispielsweise insbesondere auf schwache oder finanziell in 
bescheidenen Verhältnissen lebende Geschädigte, braucht es für die Bejahung der 
Sicherheitsgefährdung weniger und genügt ein geringer Deliktsbetrag. Eine Rolle 
spielen auch die finanziellen Verhältnisse der beschuldigten Person (vgl. BGE 146 
IV 136 E. 2.5; Urteil des Bundesgerichts 1B_406/2020 vom 28. August 2020 
E. 2.2.2). 

4.5 Serien von Einbruch- bzw. Einschleichdiebstählen sind nach der Praxis des Bun-
desgerichts erheblich «sicherheitsrelevant» im Sinne des Gesetzes und gelten als 
schwere Straftaten im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO (vgl. Urteile des Bun-
desgerichts 1B_249/2014 vom 6. August 2014 E. 3.4 mit Hinweisen; 1B_5/2015 
vom 26. Januar 2015 E. 5.2).

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4.6 Die Beschwerdeführerin ist einschlägig vorbestraft. Gemäss Strafregisterauszug 
vom 1. September 2020 wurde sie bereits mehrfach wegen Diebstahls, Sachbe-
schädigung und Hausfriedensbruchs schuldig erklärt. Letztmals wurde sie vom Re-
gionalgericht Oberland mit Urteil vom 13. Dezember 2019 (PEN 17 227) zu einer 
Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe zu 
Gunsten einer ambulanten Massnahme aufgeschoben wurde. Das Vortatener-
fordernis ist offensichtlich erfüllt, was auch von der Beschwerdeführerin nicht in Ab-
rede gestellt wird. Weiter wird von der Beschwerdeführerin zu Recht nicht bestrit-
ten, dass ihr eine ungünstige Rückfallprognose gestellt werden muss. Die Be-
schwerdeführerin hat in der Vergangenheit mehrfach einschlägig delinquiert. Trotz 
mehreren polizeilichen Befragungen im vorliegenden Strafverfahren und während 
laufendem Gerichtsverfahren wegen Diebstahls etc. (PEN 17 227) wurde die Be-
schwerdeführerin erneut eingestandenermassen in gleicher Art und Weise mehr-
fach straffällig. Sie hat sich offenbar weder durch ihre Vorstrafen und die bisherigen 
Verurteilungen noch durch das hängige Strafverfahren von der Begehung weiterer 
Delikte abhalten lassen und muss daher als uneinsichtig bezeichnet werden. Ihr 
Einwand, sie sei zwischenzeitlich einsichtig geworden, ist angesichts dessen der-
zeit als blosse Schutzbehauptung zu werten. Auch die persönlichen Verhältnisse 
der Beschwerdeführerin präsentieren sich im Hinblick auf die Beurteilung der Rück-
fallgefahr als ungünstig. Die Beschwerdeführerin geht keiner Arbeitstätigkeit nach 
und hat keinen festen Wohnsitz (vgl. Protokoll der Hafteröffnung vom 2. September 
2020 Z. 362 ff.; 371 ff.). Sie wird auch sonst nicht finanziell unterstützt. Es ist daher 
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin die inkriminierten Einbruch- und 
Einschleichdiebstähle zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes begangen hat. So-
lange sich die persönlichen Umstände nicht ändern, ist ernsthaft zu befürchten, 
dass die Beschwerdeführerin im Falle einer Haftentlassung erneut einschlägig de-
liktisch tätig würde. Die Wahrscheinlichkeit weiterer gleichartiger Delikte ist auf-
grund der schwierigen Lebenssituation der Beschwerdeführerin gross. 

4.7 Strittig ist, ob das Kriterium der Sicherheitsrelevanz erfüllt ist. Das Zwangsmass-
nahmengericht erwog diesbezüglich, die Zusammenfassung der jüngsten bundes-
gerichtlichen Rechtsprechung des Verteidigers der Beschwerdeführerin sei zwar 
zutreffend. Es gelte jedoch den vorliegenden Einzelfall zu betrachten. Die Be-
schwerdeführerin scheue nicht davor zurück, Wohnungen und Liegenschaften auf-
zusuchen, deren Bewohner zu Hause seien. Zudem sei die Beschwerdeführerin in 
Alters- und Pflegeheime eingeschlichen, deren Bewohner aufgrund ihres Alters und 
Gesundheitszustandes als verletzlicher einzustufen seien und noch schneller ver-
stört würden. Die Beschwerdeführerin schrecke ferner nicht vor massiven Sachbe-
schädigungen zurück. Bezogen auf die persönliche Situation der Geschädigten ge-
fährde die Beschwerdeführerin deren Sicherheit wie bei einem Gewaltdelikt. Die 
Beschwerdeführerin habe anlässlich ihrer Einvernahme selbst ausgeführt, dass es 
wichtig sei, dass sie ihre ambulante Therapie fortsetzen könne. Die Beschwerde-
führerin sei instabil und würde bei einer sofortigen Entlassung höchstwahrschein-
lich sofort weiterdelinquieren. Die Anordnung der Untersuchungshaft sei daher 
auch notwendig, um dem Beschleunigungsgebot nachzukommen. Es sei dafür zu 
sorgen, dass die Beschwerdeführerin in einigermassen geordneten Verhältnissen 

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entlassen werden könne, d.h. dass sie über eine Wohnsituation verfüge und beim 
Sozialdienst angemeldet sei. 

4.8 Die Beschwerdeführerin bringt vor, im angefochtenen Entscheid werde verkannt, 
dass der Haftgrund der Wiederholungsgefahr gestützt auf die jüngste bundesge-
richtliche Rechtsprechung nicht gegeben sei. Der Beschwerdeführerin würden zwar 
diverse Vermögensdelikte (mehrfacher Diebstahl, Hausfriedensbruch und Sachbe-
schädigung) vorgeworfen. Die begangenen Delikte würden aber nicht derart 
schwer wiegen, als dass von Delikten gesprochen werden könne, welche die Si-
cherheit anderer besonders hart treffen würden, ähnlich wie Gewaltdelikte. 

4.9 Die Staatsanwaltschaft ergänzt, die Beschwerdeführerin habe sich anlässlich der 
Strafuntersuchung diverse Male sehr aufbrausend und drohend gezeigt. Das Ver-
halten der Beschwerdeführerin sei wenig berechenbar und es sei nicht ausge-
schlossen, dass sie ein aggressives Verhalten auch bei einer geschädigten Person 
an den Tag lege. Es werde derzeit die Aufhebung der ambulanten Massnahme 
gemäss Urteil vom 13. Dezember 2019 geprüft. Die Beschwerdeführerin zeige sich 
wenig einsichtig betreffend ihr delinquentes Verhalten. Es sei zu erwarten, dass sie 
weitere, allenfalls auch schwerwiegende Delikte begehen werde, zumal es in den 
letzten Monaten zu einer Häufung der Delikte gekommen sei.

4.10 Gegen die Beschwerdeführerin wird in der Hauptsache wegen mehrfachen Dieb-
stahls, mehrfacher Sachbeschädigung und mehrfachen Hausfriedensbruchs ermit-
telt. Ihr werden in der Zeit vom 18. April 2018 bis 17. August 2020 zwölf Einbruch-
/Einschleichdiebstähle in Alters- und Pflegeheime sowie in Ein- und Mehrfamilien-
häuser (resp. ein Versuch hierzu) und ein einfacher Diebstahl in ein Alters- und 
Pflegeheim vorgeworfen (Gesamtdeliktsbetrag: rund ca. CHF 7'000.00; Gesamts-
achschaden: rund ca. CHF 3'100.00). Die Beschwerdeführerin ist weitgehend ge-
ständig, die ihr vorgeworfenen Delikte begangen zu haben. Serien von Einbruch- 
bzw. Einschleichdiebstählen sind nach der Praxis des Bundesgerichts erheblich si-
cherheitsrelevant im Sinne des Gesetzes (vgl. E. 4.5 hiervor). Bei einem Ein-
schleich-/Einbruchdiebstahl geht es nicht lediglich um ein reines Vermögensdelikt, 
sondern es ist auch ein Delikt gegen die Freiheit betroffen (Art. 186 des Schweize-
rischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]). Ein unbefugtes Eindringen in die ei-
genen Räumlichkeiten und eine allfällige direkte Konfrontation mit dem Täter kann 
den Betroffenen in seinem Sicherheitsgefühl ähnlich wie bei einem Gewaltdelikt er-
schüttern und für diesen jahrelange einschneidende Folgen haben (z.B. Angstzu-
stände). Angesichts dessen rechtfertigt es sich, bei Einschleich-/Einbruch-
diebstählen von einer erheblichen Sicherheitsgefährdung auszugehen. Dies hat 
auch im vorliegend konkreten Einzelfall zu gelten: Der der Beschwerdeführerin ge-
genüber gemachte Vorwurf wiegt – auch wenn der insgesamt erbeutete Deliktsbe-
trag sowie der Gesamtschaden objektiv betrachtet eher gering erscheinen – 
schwer. Die Gesamtwürdigung der Umstände spricht klar für eine soziale Gefähr-
lichkeit der Beschwerdeführerin. Konkret ist zu berücksichtigen, dass die Be-
schwerdeführerin in Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser sowie in Zimmer von Al-
ters- und Pflegeheimen eingedrungen ist, wobei sich die Personen teilweise in der 
Wohnung befunden haben und es effektiv zu Konfrontationen gekommen ist. Da-
durch wurden die Geschädigten besonders hart getroffen und in ihrem Sicherheits-

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gefühl massgeblich erschüttert. Ins Gewicht fällt weiter, dass sich die Beschwerde-
führerin Geschädigte ausgesucht hat, welche schwächer erscheinen als sie. Die 
Bewohner des Alters- und Pflegeheims sind aufgrund ihres Alters- und Gesund-
heitszustandes besonders verletzliche und schützenswerte Personen. Durch das 
Eindringen in Wohnungen und Zimmer von Alters- und Pflegeheimen hat die delik-
tische Tätigkeit der Beschwerdeführerin ein sozial schädliches Ausmass ange-
nommen, welches nicht mehr tragbar ist. Der Umstand, dass die Beschwerdeführe-
rin in den Fällen, in welchen sie mit Geschädigten konfrontiert wurde, nicht gewalt-
tätig wurde, schliesst eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit Dritter nicht aus. 
Allein aufgrund dieser Reaktion der Beschwerdeführerin im Einzelfall kann nicht 
davon ausgegangen werden, dass sie in einer ähnlichen Situation vergleichbar 
handeln würde, insbesondere vor dem Hintergrund der drohenden (erneuten) In-
haftierung (vgl. auch den Anzeigerapport vom 5. März 2020, wonach die Be-
schwerdeführerin anlässlich des Einschleichdiebstahls in ein Alters-/Pflegeheim ein 
auf dem Tisch liegendes Messer behändigte und mit diesem versuchte, die Wert-
sachenschublade aufzuwuchten, sie mithin eine potenzielle Waffe in der Hand hat-
te). Sie hat sich im Übrigen anlässlich der hängigen Strafuntersuchung diverse Ma-
le sehr aufbrausend und drohend gezeigt (vgl. Anzeigerapport vom 22. Mai 2020, 
S. 4: «Auf ihre Kinder angesprochen reagierte sie zeitweise sehr aggressiv und wiederum 
weinerlich.»; Anzeigerapport vom 2. April 2020, S. 4: «Auf ihre teils widersprüchlichen 
Aussagen angesprochen, reagierte A.________ immer wieder aufgebracht und wollte sich 
schliesslich nicht zur Sache äussern.»; Protokoll Hafteröffnung vom 2. September 
2020, S. 1 f.: «Die Beschuldigte verhält sich sehr aggressiv.»; «Frau A.________ äussert 
sich lautstark, dass man ihr immer wieder das falsche Formular gebe. Sie sei Imigrantin. 
Sie zerreisst das Merkblatt und wirft die Fetzen auf den Boden. Es werde schlimmes pas-
sieren, wir sehen uns ja nicht nur hier in diesem Raum.»; Anzeigerapport vom 18. Juni 
2020 wegen Drohung, S. 2: «Vor Ort trafen wir auf den Melder, D.________, welcher 
sichtlich eingeschüchtert wirkte.»). Ausserdem konsumierte die Beschwerdeführerin in 
der Vergangenheit Betäubungsmittel (vgl. den Anzeigerapport vom 2. April 2020, 
S. 4, wonach der Drogenschnelltest positiv auf die Substanzen Amphetamin und 
THC ausfiel). Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, sie habe kein Drogenpro-
blem, sondern das Amphetamin sei ihr ärztlich verschrieben worden, ist ihr entge-
genzuhalten, dass sie es bislang unterlassen hat, ein entsprechendes Rezept ein-
zureichen. Der Auffassung der Staatsanwaltschaft, wonach das Verhalten der Be-
schwerdeführerin wenig berechenbar sei und es nicht ausgeschlossen werden 
könne, dass sie ein aggressives und gewalttätiges Verhalten auch bei einer ge-
schädigten Person an den Tag legen könnte, wenn sie sich durch diese bedrängt 
oder bedroht fühlen sollte, ist beizupflichten. 

Der Deliktsbetrag von insgesamt rund ca. CHF 7‘000.00 stellt zudem – auch wenn 
die Teilbeträge für die Geschädigten wohl nicht existenzgefährdet waren – einen 
namhaften Beitrag an die der Beschwerdeführerin zur Verfügung stehenden finan-
ziellen Mittel dar (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts 1B_159/2013 vom 
6. Mai 2013 E. 3.2 betreffend Einbrechertätigkeit eines Drogensüchtigen, welches 
mit der vorliegenden Situation vergleichbar ist, da auch die Beschwerdeführerin of-
fensichtlich einen Grossteil ihres Lebensunterhalts mit Deliktsgut finanziert). Dass 
die Beschwerdeführerin bei den Einschleich- bzw. Einbruchdiebstählen teilweise 

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nicht erfolgreicher war, lag letztlich im Übrigen nur daran, dass sie nicht grössere 
Geldbeträge oder teure Wertgegenstände gefunden hat. Damit ist das von ihr aus-
gehende erhebliche Sicherheitsrisiko indes nicht gebannt. 

Die Beschwerdekammer in Strafsachen teilt somit die Auffassung des Zwangs-
massnahmengerichts, wonach von einer erheblichen sicherheitsgefährdenden De-
linquenz sowie einem besonders schweren Delikt auszugehen ist. Das Argument 
der Beschwerdeführerin der angeblichen mangelnden Schwere der vorgeworfenen 
Delikte und der fehlenden erheblichen Sicherheitsrelevanz geht ins Leere. Soweit 
sie auf die neueste bundesgerichtliche Rechtsprechung betreffend den Haftgrund 
der Wiederholungsgefahr bei Vermögensdelikten verweist, sind diese Urteile mit 
der vorliegenden Konstellation nicht vergleichbar. Zum einen ging es dabei – an-
ders als im vorliegenden Fall – um reine Vermögensdelikte (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 1B_595/2019 vom 10. Januar 2020; BGE 146 IV 136). Zum anderen betraf 
das Urteil BGE 146 IV 136 einen Betrug, welcher via Onlineportale resp. «kontakt-
los» begangen wurde, wohingegen die Beschwerdeführerin in Zimmer/Wohnungen 
eingedrungen ist und zusätzlich das Hausrecht der Geschädigten verletzt hat. Da-
mit lag eine erhöhte, konkrete und erhebliche Gefährdung der Sicherheit anderer 
vor, ähnlich einem Gewaltdelikt. Das Bundesgericht hat im Urteil BGE 146 IV 136 
E. 2.4 zudem in grundsätzlicher Weise festgehalten, dass die Untersuchungshaft 
wegen Wiederholungsgefahr bei Vermögensdelikten möglich sein muss. 

Die deliktische Tätigkeit der Beschwerdeführerin hat in den letzten paar Monaten in 
zeitlicher Hinsicht deutlich zugenommen. Teilweise hat die Beschwerdeführerin am 
gleichen Tag mehrere Einbruch-/Einschleichdiebstähle begangen. Demnach ist die 
Anordnung der Untersuchungshaft auch unter dem Gesichtspunkt des Beschleuni-
gungsgebots angezeigt (vgl. E. 4.3 hiervor). Es kann insoweit auf die zutreffenden 
Ausführungen des Zwangsmassnahmengerichts verweisen werden (vgl. S. 4 des 
angefochtenen Entscheides; vgl. auch Ziff. 6 der oberinstanzlichen Stellungnahme 
der Staatsanwaltschaft). 

4.11 Der besondere Haftgrund der Wiederholungsgefahr ist gegeben. 

5.

5.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 
EMRK Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1).

5.2 Die Beschwerdeführerin wurde am 1. September 2020 festgenommen. Die Unter-
suchungshaft wurde für zwei Monate angeordnet. Mit Blick auf die gegenüber der 
Beschwerdeführerin erhobenen Vorwürfe des mehrfachen Diebstahls (Art. 139 
Ziff. 1 StGB; «Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren»), der mehrfachen Sachbeschädi-
gung (Art. 144 Abs. 1 StGB; «Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren») und des mehrfa-

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chen Hausfriedensbruchs (Art. 186 StGB; «Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren») so-
wie der zahlreichen einschlägigen Vorstrafen (vgl. den Strafregisterauszug vom 
1. September 2020) droht noch keine Überhaft. Die Haftdauer von zwei Monaten 
erscheint angesichts der noch geplanten Ermittlungshandlungen (vgl. S. 4 des 
Haftantrags vom 2. September 2020; insbesondere weitere Befragung der Be-
schwerdeführerin; allenfalls parteiöffentliche Einvernahmen von Zeugen, Privatklä-
gern und Auskunftspersonen sowie Schlussbefragung) und der weiteren Vorkeh-
rungen zwecks Bannung der Wiederholungsgefahr (insbesondere Kontaktaufnah-
me mit der zuständigen Bewährungshilfe [geregelte Wohnsituation; Anmeldung 
beim Sozialdienst]) als verhältnismässig. Die Beschwerdekammer im Strafsachen 
geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft das Verfahren zügig vorantreiben und 
so bald als möglich zum Abschluss bringen wird. 

5.3 Vorliegend sind keine Ersatzmassnahmen ersichtlich, welche eine Wiederholungs-
gefahr hinreichend zu bannen vermöchten. Soweit die Beschwerdeführerin als 
mögliche Ersatzmassnahme eine Meldepflicht bei der Staatsanwaltschaft oder ei-
ner anderen von dieser bezeichneten Stelle nennt, ist ihr entgegenzuhalten, dass 
diese sie nicht daran hindert, weiter zu delinquieren. Zur Bannung der Wiederho-
lungsgefahr muss sich vielmehr die Wohn- und Einkommenssituation der Be-
schwerdeführerin massgeblich stabilisieren, was bislang offensichtlich noch nicht 
erfolgt ist (vgl. staatsanwaltschaftliche Stellungnahme vom 24. September 2020 
Ziff. 7). Die Beschwerdeführerin macht in ihrer persönlichen Eingabe vom 4. Okto-
ber 2020 – soweit verständlich – zwar sinngemäss geltend, sie habe eine Woh-
nung. Ein Mietvertrag oder ein anderweitiger konkreter Beleg hierfür liegt indes 
nicht vor (vgl. vielmehr Protokoll der Hafteröffnung vom 2. September 2020 Z. 370 
ff., wonach die Beschwerdeführerin ausführte, «sie wohne überall etwas»). Hin-
sichtlich der beantragten Ersatzmassnahme einer ärztlichen (psychiatrische) Be-
handlung oder Kontrolle ist festzuhalten, dass nicht dargetan wurde, inwiefern die 
Beschwerdeführerin an einer deliktrelevanten Störung leidet, der mit einer ärztli-
chen Therapie begegnet werden könnte. Mit Urteil des Regionalgerichts Oberland 
vom 13. Dezember 2019 wurde zwar eine ambulante Massnahme angeordnet. 
Gemäss Ausführungen der Staatsanwaltschaft entzieht sich die Beschwerdeführe-
rin indes seit Juni 2020 sowohl der Bewährungshilfe als auch der ambulanten The-
rapie, weshalb derzeit eine Aufhebung der ambulanten Massnahme geprüft wird. 
Eine ärztliche Behandlung stellt zudem ein längerdauernder Prozess dar und ver-
mag keine derart rasche Verhaltensänderung herbeizuführen, wie sie nötig wäre, 
um die Beschwerdeführerin heute aus der Untersuchungshaft zu entlassen. Auch 
eine ärztliche Behandlung oder Kontrolle erscheint folglich nicht als geeignete 
Massnahme, der Wiederholungsgefahr hinreichend zu begegnen. 

5.4 Hinsichtlich des vom Zwangsmassnahmengerichts bestimmten Endes der Untersu-
chungshaft (1. November 2020) ist von Amtes wegen korrigierend festzuhalten, 
dass für die Haftdauer der Zeitpunkt der Festnahme massgebend ist. Die Be-
schwerdeführerin wurde am 1. September 2020 festgenommen. Die zweimonatige 
Untersuchungshaft endet folglich am 31. Oktober 2020. Die falsche Berechnung 
der Haftdauer – welche im Übrigen von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet 
wurde – führt nicht zur Gutheissung der Beschwerde. Eine Korrektur von Amtes 
wegen ist auch im oberinstanzlichen Verfahren möglich.

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6. Nach dem Gesagten ist die Anordnung der Untersuchungshaft für die Dauer von 
zwei Monaten, d.h. bis am 31. Oktober 2020 rechtens. Die hiergegen erhobene 
Beschwerde ist unbegründet und daher abzuweisen. Soweit die Beschwerdeführe-
rin in ihrer persönlichen Eingabe vom 4. Oktober 2020 – soweit verständlich – ihre 
Sicht der Dinge schilderte, wurden diese Ausführungen zur Kenntnis genommen. 
Die Vorbringen der Beschwerdeführerin ändern indes nichts daran, dass die ge-
setzlichen Voraussetzungen für die Anordnung der Untersuchungshaft erfüllt sind 
(vgl. E. 3 ff.). Die Kindesschutzmassnahmen bilden nicht Gegenstand des vorlie-
genden Haftverfahrens. Einen Antrag um Herausgabe von Unterlangen (insbeson-
dere Plastiksack, Notebook etc.) hat die Beschwerdeführerin bei der Staatsanwalt-
schaft zu stellen. Gleichermassen muss Akteneinsicht (insbesondere in die Liste 
der anlässlich der Hausdurchsuchung sichergestellten Gegenstände) bei der 
Staatsanwaltschaft beantragt werden resp., soweit dem Begehren nicht entspro-
chen wird, eine beschwerdefähige Verfügung verlangt werden. Die Beschwerde-
kammer in Strafsachen kann dem Antrag um Aushändigung von Gegenständen 
nicht nachkommen. 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'500.00, der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für seine 
Aufwendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das 
urteilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO). 

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, verbunden mit der Feststellung, dass die Haft am 
31. Oktober 2020 endet.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt. 

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt. 

4. Zu eröffnen:
- der Beschuldigten/Beschwerdeführerin, a.v.d Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben; unter Beilage einer Kopie der Eingabe des Regionalen 
Zwangsmassnahmengerichts Oberland vom 9. Oktober 2020)

- dem Regionalen Zwangsmassnahmengericht Oberland, Gerichtspräsidentin 
E.________ (mit den Akten – per Einschreiben)

- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Oberland
(mit den Akten – per Einschreiben; unter Beilage einer Kopie der Eingabe des Re-
gionalen Zwangsmassnahmengerichts Oberland vom 9. Oktober 2020)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 14. Oktober 2020 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler
i.V. Oberrichterin Hubschmid

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber
i.V. Gerichtsschreiber Müller

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.