# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1ceb453d-9d8c-5965-aa86-301852b30ad7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.07.2009 E-3533/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3533-2009_2009-07-22.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3533/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
Sri Lanka,
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gesuch um Kantonswechsel; Verfügung des BFM vom 
29. April 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3533/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter am 25. März 
2009 ein  Gesuch um Kantonswechsel  einreichte,  welches vom BFM 
mit Verfügung vom 29. April 2009 abgewiesen wurde,

dass der Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter  am 2. Juni 
2009 gegen die Verfügung vom 29. April 2009 Beschwerde einreichte 
und beantragte,  es sei  ihm in Abänderung der angefochtenen Verfü-
gung der Aufenthalt im Kanton C._______ zu bewilligen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  den  Beschwerdeführer  mit  Zwi-
schenverfügung  vom 22. Juni  2009  zur  Bezahlung  eines  Kostenvor-
schusses von Fr. 600.-- bis zum 7. Juli 2009 aufforderte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
10. Juli  2009  das  vom  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  30. Juni 
2009 eingereichte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege guthiess, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wiederer-
wägungsweise verzichtete und das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtsverbeiständung abwies,

dass  das  BFM  vom  Bundesverwaltungsgericht  gleichzeitig  zur  Ver-
nehmlassung bis zum 27. Juli 2009 eingeladen wurde,

dass das BFM mit Vernehmlassung vom 15. Juli 2009 beantragt, es sei 
der fehlerhafte Entscheid vom 29. April 2009 aufzuheben,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes 
vom  17. Juni  2005  über  das  Bundesverwaltungsgericht  [VGG, 
SR 173.32]; Art. 1 Abs. 2 VGG i.V.m. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gesetzes  vom  17. Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [BGG, 
SR 173.110]), 

dass es sich beim Entscheid über die Zuweisung einer asylsuchenden 
Person an einen Kanton gemäss Art. 27 Abs. 3 AsylG um eine selb-
ständig  beim  Bundesverwaltungsgericht  anfechtbare  Zwischenverfü-
gung handelt (Art. 107 Abs. 1 AsylG), 

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E-3533/2009

dass die  Vernehmlassung  vom 15. Juli  2009 dem Beschwerdeführer 
bisher noch nicht zur Kenntnis gebracht wurde, auf seine vorgängige 
Stellungnahme angesichts des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens 
aber verzichtet werden kann(vgl. Art. 30 Abs. 2 Bst. c VwVG),

dass ihm die Vernehmlassung zusammen mit diesem Urteil  zuzustel-
len ist,

dass die Verfügung vom 29. April 2009 gestützt auf die Aktenlage und 
dem Antrag des BFM entsprechend in einzelrichterlicher Zuständigkeit 
mit Zustimmung eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG) aufzu-
heben und die Sache zur Weiterführung des Verfahrens und zum neu-
en Entscheid an das BFM zurückzuweisen ist,

dass die Beschwerde mithin insoweit gutzuheissen ist, als sinngemäss 
die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragt wurde,

dass vor diesem Hintergrund auf den Antrag, es sei das Gesuch um 
Kantonswechsel gutzuheissen, nicht einzugehen ist,

dass,  nachdem  mit  Zwischenverfügung  des  Bundesverwaltungsge-
richts  vom 10. Juli  2009 der  Antrag des  Beschwerdeführers  um Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege gutgeheissen wurde, keine 
Verfahrenskosten aufzuerlegen sind,

dass dem Beschwerdeführer angesichts des Obsiegens im Beschwer-
deverfahren  in  Anwendung  von Art. 64  Abs. 1  VwVG eine Parteient-
schädigung für  ihm erwachsene notwendige Vertretungskosten zuzu-
sprechen ist  (vgl. Art. 7  des Reglements vom 21. Februar 2008 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]),

dass  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  keine  Kostennote 
eingereicht  hat,  sich  aufgrund  der  Akten  der  Aufwand  für  das  Be-
schwerdeverfahren jedoch zuverlässig abschätzen lässt,  weshalb auf 
die Einholung einer Kostennote zu verzichten ist,

dass die Parteientschädigung unter Berücksichtigung der massgeben-
den  Berechnungsfaktoren  (Art. 9-11  und  13  VGKE)  auf  pauschal 
Fr. 500.--  (inkl. Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festzusetzen und das 
BFM entsprechend anzuweisen ist, dem Beschwerdeführer diesen Be-
trag als Parteientschädigung auszurichten.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Verfügung vom 29. April 2009 wird aufgehoben.

3.
Die Sache wird zur Wiederaufnahme des Verfahrens und zur Neubeur-
teilung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

4.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5.
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine  Parteient-
schädigung von Fr. 500.-- auszurichten.

6.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM sowie die kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Rudolf Raemy

Versand:

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