# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc674a29-c347-5cd7-a2af-580b47194845
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 03.03.2010 ZK1 2009 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2009-53_2010-03-03.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 03. März 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 09 53

Urteil 
I. Zivilkammer

Vorsitz Kantonsrichter Bochsler
RichterInnen Kantonsrichterin Michael Dürst und Vizepräsident Schlenker
Redaktion Aktuarin Duff Walser

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der V o r m u n d s c h a f t s b e h ö r d e  C . , Beschwerdeführerin, 

gegen

die Abschreibungsverfügung des Bezirksgerichtspräsidenten C. vom 15. 
Dezember 2009, mitgeteilt am 15. Dezember 2009, in Sachen des lic. iur. W.,  und 
des A.X., Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. W., gegen die 
Beschwerdeführerin,

betreffend Kosten- und Entschädigungsfolge,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 21

I. Sachverhalt

A. 1. B.X. erlitt anfangs Juni 2009 einen ausgedehnten Infarkt im 
Kleinhirn. In der Folge wurde er nach einem Aufenthalt im Kantonsspital 
Graubünden in die Klinik Valens zur stationären Neurorehabilitation eingewiesen. 
Mit Schreiben vom 2. Juli 2009 an die Vormundschaftsbehörde C. beantragte die 
Klinik Valens daraufhin vormundschaftliche Massnahmen, weil B.X. aus ihrer Sicht 
aufgrund der vorhandenen körperlichen und kognitiven Defizite nicht mehr in der 
Lage sei, administrative Aufgaben zu bewältigen und seine Belange zu vertreten. 
Am 7. Juli 2009 ersuchte zudem die Gemeinde S. die Vormundschaftsbehörde C., 
für B.X. einen Beistand zu ernennen. Gemäss Einvernahmeprotokoll vom 15. Juli 
2009 erklärte sich B.X. schliesslich gegenüber der Vormundschaftsbehörde C. mit 
einer Beistandschaft für seine persönlichen und finanziellen Angelegenheiten 
einverstanden und ersuchte, seinen Bruder A.X. als Beistand anzufragen. Für 
denn Fall, dass letzterer nicht dazu bereit sei, wünschte er Frau H. als Beiständin.

2. Mit Schreiben vom 22. Juli 2009 gelangte A.X. an die 
Vormundschaftsbehörde C. und erhob ihr gegenüber aufgrund früherer 
Vorkommnisse massive Vorwürfe. Dabei hielt er unter anderem fest, er anerkenne 
die von der Präsidentin der Vormundschaftsbehörde und von Frau H. 
durchgeführten Befragungen seines Bruders nicht, weil dessen sprachlicher und 
geistiger Zustand gegenwärtig noch nicht genügend sei. Darüber hinaus schlug 
A.X. vor, die Befragung seines Bruders, sobald dies möglich werde, im Beisein 
seiner Anwälte und eventuell eines Arztes durchzuführen.

3. Am 31. Juli 2009 wandte sich Rechtsanwalt W. an die 
Vormundschaftsbehörde C., nachdem er von A.X. bezüglich dessen Bruders B.X. 
ins Bild gesetzt worden war. Dabei wies Rechtsanwalt W. auf eine ihm von B.X. 
am 3. September 2004 unterzeichnete Vollmacht hin und fügte bei, dass er 
aufgrund dieser früheren Mandatierung weiterhin am Schicksal seines Mandanten 
interessiert sei. Aus gesundheitlichen Gründen sei B.X. allerdings nicht in der 
Lage, ihn zu instruieren. Er bitte daher, ihn über den jetzigen Stand dieses 
vormundschaftlichen Verfahrens zu informieren und ihn künftig über alle Schritte 
der Behörde ins Bild zu setzen. 

Gemäss Einvernahmeprotokoll vom 6. August 2009 sagte B.X. gegenüber 
der Vormundschaftsbehörde C. aus, er kenne Rechtsanwalt W. nicht, habe ihm 
keine Vollmacht gegeben und ihn auch nie gesehen. Überdies erklärte er auf 
Befragen, dass er weiterhin einen Beistand wolle und dies in der Person von H.. 

Seite  3 — 21

Davon setzte die Vormundschaftsbehörde C. Rechtsanwalt W. am 13. August 
2009 in Kenntnis und verweigerte ihm gestützt darauf die Akteneinsicht. Mit 
Schreiben vom 15. September 2009 teilte Rechtsanwalt W. der 
Vormundschaftsbehörde daraufhin mit, es sei offensichtlich nicht korrekt, 
vormundschaftliche Abklärungen zu treffen, ohne dem Betroffenen einen 
Rechtsbeistand zur Seite zu geben. Anders wäre der Fall höchstens dann zu 
beurteilen, wenn sich sein Klient inzwischen derart gut erholt hätte, dass er seine 
Sachen wiederum in jeder Beziehung selbst besorgen könnte. Soweit dies nicht 
der Fall sei, ersuche er aber, seinem Antrag vom 31. Juli 2009 stattzugeben und 
für seinen Mandanten gestützt auf Art. 392 Ziff. 1 ZGB einen rechtskundigen 
Beistand zu ernennen. Danach wäre ihm der Name dieser Person mitzuteilen, 
ansonsten sich die Angehörigen von B.X. aufsichtsrechtliche Schritte überlegen 
müssten.

4. Mit Verfügung vom 17. September 2009 ernannte die 
Vormundschaftsbehörde C. H. als Beiständin von B.X.. Gemäss 
Einvernahmeprotokoll vom 24. September 2009 soll sich B.X. mit dieser 
Ernennung einverstanden erklärt und zudem gewünscht haben, nicht von 
Rechtsanwalt W. vertreten zu werden.

Mit Schreiben vom 25. September 2009 wandte sich A.X. in der Folge 
erneut an die Vormundschaftsbehörde C.. Darin führte er unter anderem aus, dass 
ihm sein Bruder kurz vor den Befragungen durch die Vormundschaftsbehörde am 
6. August 2009 sowie am 30. August 2009 entgegen den Ausführungen im 
Einvernahmeprotokoll zu verstehen gegeben habe, dass er mit einer 
Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt W. einverstanden sei. 

5. Am 30. September 2009 teilte die Vormundschaftsbehörde C. 
Rechtsanwalt W. unter Bezugnahme auf dessen Schreiben vom 15. September 
2009 mit, sie verweise auf ihre Ausführungen im Schreiben vom 13. August 2009 
und halte hierzu erneut fest, dass ihres Erachtens seinerseits keine 
Vertretungsbefugnis gegenüber B.X. bestehe.

B. Nach einem weiterem Briefwechsel zwischen A.X. und der 
Vormundschaftsbehörde C. erhob Rechtsanwalt W. schliesslich am 21. Oktober 
2009 beim Bezirksgerichtsausschuss C. Aufsichtsbeschwerde gemäss Art. 42 
Abs. 1 EGzZGB gegen die Vormundschaftsbehörde C.. Er beantragte, es sei B.X., 
zurzeit Alters- und Pflegeheim G., für das gegenüber seiner Person eingeleitete 

Seite  4 — 21

Verfahren zur Anordnung vormundschaftlicher Massnahmen ein Rechtsbeistand 
zur Seite zu geben.

Offenbar erst im Nachgang dazu erhielt Rechtsanwalt W. Kenntnis über die 
am 17. September 2009 erfolgte Einsetzung von H. als Beiständin von B.X., 
worüber er alsdann die Vormundschaftsbehörde mit Schreiben vom 27. Oktober 
2009 informierte.

In ihrer Vernehmlassung vom 28. Oktober 2009 beantragte die 
Vormundschaftsbehörde C. die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

Am 18. November 2009 teilte die Vormundschaftsbehörde C. dem 
Bezirksgericht mit, dass sich inzwischen einige Neuerungen ergeben hätten. 
Anlässlich der Besprechung vom 10. November 2010 habe B.X. seinen bisherigen 
Standpunkt grundlegend geändert. Er wolle inzwischen keine vormundschaftliche 
Massnahme mehr und möchte demzufolge auch auf die Unterstützung von H. 
verzichten. Eine weitere Neuerung sei zudem, dass nun A.X. doch bereit sei, 
seinem Bruder entsprechend eines nicht formellen Beistandes beizustehen. 
Schliesslich habe sich B.X. auch nicht mehr dagegen gewehrt, Rechtsanwalt W. in 
das Verfahren zu involvieren. Vor diesem Hintergrund werde die 
Vormundschaftsbehörde C. die verfügte Massnahme daher an der nächsten 
Sitzung vom 26. November 2009 voraussichtlich auflösen.

Mit Verfügung vom 26. November 2009 wurde der entsprechend Beschluss 
in der Folge denn auch gefällt und sowohl sämtlichen Parteien wie auch dem 
Bezirksgericht C. zugestellt.

C. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2009 wandte sich Rechtsanwalt W. 
daraufhin an das Bezirksgerichtspräsidium C. und hielt fest, dass die Prozedur 
ihres Erachtens somit als gegenstandslos abgeschrieben werden könne. 
Nachdem die Vormundschaftsbehörde allerdings durch ihr widerrechtliches 
Vorgehen Anlass zu dieser Aufsichtsbeschwerde gegeben habe, seien ihr gestützt 
auf Art. 58 EGzZGB auch die Kosten des Verfahrens zu überbinden.   Überdies 
habe sie den Beschwerdeführer ausseramtlich angemessen zu entschädigen, 
wobei Rechtsanwalt W. eine Honorarnote von Fr. 1'883.00 einschliesslich Mehr-
wertsteuer geltend machte.

In ihrer Stellungnahme vom 9. Dezember 2009 wies die 
Vormundschaftsbehörde C. auf diverse Punkte im vormundschaftlichen Verfahren 

Seite  5 — 21

hin und hielt abschliessend fest, dass es ihr vor diesem Hintergrund schleierhaft 
erscheine, inwiefern ihr Vorgehen widerrechtlich sein sollte.

D. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2009 erkannte der 
Bezirksgerichtspräsident C.:

„1. Die Beschwerde wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben.

2.  Die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- 
(Gerichtsgebühr Fr. 640.--, Schreibgebühr Fr. 160.--) gehen zu Lasten 
der Vormundschaftsbehörde C..

 Die Vormundschaftsbehörde C. hat den Beschwerdeführern überdies 
eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 1'883.-- zu leisten.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung).“

E. Gegen die in der Abschreibungsverfügung festgelegte Kostenfolge 
erhob die Vormundschaftsbehörde C. am 29. Dezember 2009 Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden. 

Am 25. Januar 2010 reichte Rechtsanwalt W. seine Vernehmlassung als 
Vertreter von A.X. ein mit dem Antrag, die Beschwerde unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge abzuweisen. 

Das Bezirksgericht C. hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.

Auf die  Begründung der Anträge in den Rechtsschriften wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen

II. Erwägungen

1. a) Gemäss Art. 64 EGzZGB können Entscheide des 
Bezirksgerichtsausschusses in Vormundschaftssachen mit Berufung an das 
Kantonsgericht angefochten werden. Dabei wird jedoch über Art. 64 Abs. 4 
EGzZGB direkt auf die ZPO als ergänzend und sinngemäss anwendbares 
Verfahrensrecht verwiesen, wobei nach der Zivilprozessordnung die Berufung nur 
gegen prozesserledigende Sachurteile im Sinne der ZPO zulässig ist. Der für das 
Anfechtungsobjekt in Art. 64 EGzZGB verwendete Begriff „Entscheid“ wird somit 
bereits durch die Verweisung von Art. 64 Abs. 4 EGzZGB auf die ZPO allgemein 
als Sachurteil im Sinne der ZPO präzisiert. Art. 64 EGzZGB übernimmt demnach 
im Verfahren betreffend Vormundschaftssachen dieselbe Funktion, wie sie Art. 3 

Seite  6 — 21

Abs. 2 EGzZGB für das ordentliche Verfahren hat. Dort heisst es - durchaus im 
Einklang mit Art. 218 Abs. 1 ZPO, in welchem der Begriff Urteil als Sachurteil in 
Abgrenzung zu Prozessurteil zu verstehen ist - wörtlich, dass Sachurteile der 
Berufung an das Kantonsgericht unterliegen. Das bedeutet zweierlei, nämlich: Die 
Berufung ist nur gegen Sachurteile im Sinne der ZPO gegeben und - in 
Verbindung mit der für das Verfahren geltenden generellen Verweisung von Art. 2 
1. Halbsatz EGzZGB auf die ZPO - dass gegen verfahrensabschliessende 
Erkenntnisse ohne materielle Behandlung der Sache, wie der vorliegend 
angefochtenen Abschreibungsverfügung, eben nicht die Berufung, sondern die 
Beschwerde gegeben ist. Auch im Verfahren betreffend Vormundschaftssachen 
muss daher grundsätzlich der gleiche Rechtsdualismus von Berufung und 
zivilrechtlicher Beschwerde gelten, wie sonst im Zivilverfahren, womit die 
Abschreibungsverfügung des Bezirksgerichtspräsidenten C. vom 15. Dezember 
2009, mitgeteilt am 15. Dezember 2009, mit Beschwerde nach Art. 232 ZPO 
anzufechten ist (vgl. zum Ganzen auch PKG 2004 Nr. 6 E. 1. c.aa. ff., S. 36 ff.).

 b) Die zivilrechtliche Beschwerde nach Art. 232 ZPO ist schriftlich unter 
Beilage des angefochtenen Entscheids und der dem Beschwerdeführer schon 
erstatteten Beweisurkunden innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit 
der Mitteilung des angefochtenen Entscheids beim Kantonsgerichtspräsidenten 
einzureichen (Art. 233 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerde ist mit kurzer Begründung 
anzugeben, welche Punkte des Entscheids angefochten werden (Art. 233 Abs. 2 
ZPO). 

Die am 29. Dezember 2009 erhobene Beschwerde der 
Vormundschaftsbehörde C. gegen die Abschreibungsverfügung des 
Bezirksgerichtspräsidenten C. vom 15. Dezember 2009, mitgeteilt am 15. 
Dezember 2009,  wurde fristgerecht eingereicht und entspricht den oben 
dargelegten gesetzlichen Formerfordernissen, so dass darauf einzutreten ist. 

2. Mit ihrer Beschwerde vom 29. Dezember 2009 wehrt sich die 
Vormundschaftsbehörde C. gegen die vom Bezirksgerichtspräsidenten C. am 15. 
Dezember 2009 verfügte Überbindung der amtlichen und ausseramtlichen 
Verfahrenskosten. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet 
mithin einzig die vorinstanzlich verfügte Kostentragung, welche es nachfolgend zu 
überprüfen gilt. Dabei stellen sich allerdings in Zusammenhang mit dem Verfahren 
diverse Fragen grundsätzlicher Natur, welche für die Beurteilung des 
angefochtenen Kostenspruchs von Bedeutung und somit vorliegend zu 
beantworten sind. So gilt es ausgehend von der von W. als Aufsichtsbeschwerde 

Seite  7 — 21

gemäss Art. 42 Abs. 1 EGzZGB bezeichneten Eingabe vom 21. Oktober 2009 an 
den Bezirksgerichtsausschuss C. zu klären, ob gegen 
Handlungen/Unterlassungen der Vormundschaftsbehörde Aufsichtsbeschwerde 
an den Bezirksgerichtsausschuss erhoben werden kann oder ob allenfalls ein 
anderes Rechtsmittel zur Verfügung steht respektive welches 
Rechtsmittel/welcher Rechtsbehelf im konkreten Fall von Rechtsanwalt W. 
erhoben wurde. Überdies bleibt in diesem Zusammenhang abzuklären, in wessen 
Namen und Auftrag Rechtsanwalt W. gegenüber der Vormundschaftsbehörde 
respektive dem Bezirksgerichtsausschuss C. tätig geworden ist.

3. a) Die Kantone haben von Bundesrechts wegen die 
Vormundschaftsbehörde und bezüglich Instanzenzahl mindestens eine, höchstens 
zwei Aufsichtsbehörden zu bestimmen. In Kantonen mit zwei Aufsichtsbehörden 
haben die Kantone zudem die sachliche Zuständigkeit der Behörden und den 
Instanzenzug zu regeln (vgl. Art. 361 Abs. 2 ZGB). Dabei hat die Aufsichtsbehörde 
von Bundesrechts wegen ihre Aufsichtsfunktion einerseits insbesondere auf 
Beschwerde hin (Art. 420, 450 ZGB) wahrzunehmen. Daneben besteht für die 
Aufsichtsbehörde ebenfalls von Bundesrechts wegen, wenn auch ohne 
ausdrückliche Gesetzesvorschrift, eine allgemeine Aufsichtspflicht über die 
Tätigkeit der Vormundschaftsbehörde und mittelbar über diejenige der Amtsträger. 
Diese allgemeine Aufsichtspflicht nimmt sie entweder präventiv wahr, etwa durch 
Erlass von Kreisschreiben, durch die Organisation von Schulungen für Behörden 
und Amtsträger, durch Beratungstätigkeit sowie mittels Inspektionen, oder aber 
repressiv durch Einschreiten von Amtes wegen, wenn sie von fehlerhaften 
Führungen der vormundschaftlichen Geschäfte Kenntnis erhält (vgl. Ernst 
Langenegger, in: Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1-456 ZGB, 3. Aufl., Basel 2006, 
N 1, 4 zu Art. 361; Thomas Geiser, in: Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1-456 ZGB, 
3. Aufl., Basel 2006, N 5, 7, 13  Vor Art. 420 – 425, N 4 zu Art. 420; Cyril 
Hegnauer, Struktur der vormundschaftlichen Aufsicht, in: ZVW 5/2003 S. 363 Ziff. 
2.B.b. mit Hinweisen; Thomas Geiser, Die Aufsicht im Vormundschaftswesen, in: 
ZVW 1993 S. 220).

b) Im Kanton Graubünden wird in Art. 42 EGzZGB der 
Bezirksgerichtsausschuss als erstinstanzliche (Abs. 1) und das Kantonsgericht als 
zweitinstanzliche (Abs. 2) Aufsichtsbehörde in Vormundschaftssachen bestimmt. 
Das Gesetz spricht von Instanzen und meint damit eine funktionelle 
Kompetenzausscheidung; der Bezirksgerichtsausschuss bildet die 
untergeordnete, das Kantonsgericht die übergeordnete Gerichtsinstanz, wobei 
dem Kantonsgericht die Oberaufsicht über das Vormundschaftswesen zukommt. 

Seite  8 — 21

Der Bezirksgerichtsausschuss ist aber nicht nur (erste) Aufsichtsbehörde in 
Vormundschaftssachen, sondern auch Beschwerdeinstanz gemäss Art. 420 ZGB. 
Auf eine Trennung zwischen Aufsichts- und Beschwerdezuständigkeit wurde 
bewusst verzichtet, damit nicht dieselbe Frage von einer unterschiedlichen Anzahl 
Instanzen überprüft wird (vgl. dazu PKG 1995 Nr. 4 E. 2.b., d. und g). 

aa) Der Bezirksgerichtsausschuss hat demnach einerseits in seiner 
allgemeinen Aufsichtsfunktion als Aufsichtsbehörde einzuschreiten, wenn er 
Kenntnis von Unstimmigkeiten in der Amtsführung der Vormundschaftsbehörde - 
seien es Handlungen oder Unterlassungen - erhält. Dabei hat der 
Bezirksgerichtsausschuss seine Aufsichtsfunktion von Amtes wegen 
wahrzunehmen, wobei er als Aufsichtsbehörde von fehlerhaften Führungen der 
vormundschaftlichen Geschäfte selbst erfahren haben oder aber von Dritten 
darauf aufmerksam gemacht worden sein kann. Dennoch handelt es sich auch im 
letzteren Fall nicht um ein eigentliches Zweiparteienverfahren. Vielmehr stehen 
sich hier der Rechtssuchende und der Bezirksgerichtsausschuss als 
Aufsichtsbehörde über die Vormundschaftsbehörde gegenüber. Insbesondere mit 
Blick auf den Grundsatz, dass im Vomundschaftsverfahren innert kurzer Zeit ein 
materiell möglichst richtiger Entscheid in einem möglichst einfachen Verfahren 
zustande kommen soll, muss es der Aufsichtsbehörde vom Bundesrecht her 
möglich sein, von Amtes wegen einzugreifen, wenn sie von der Fehlerhaftigkeit 
einer Handlung oder von einer Unterlassung der ihr unterstellten Behörde erfährt 
(vgl. Thomas Geiser, in: Basler Kommentar, a.a.O., N 9 Vor Art. 420-425 und N 18 
zu Art. 420). In solchen Fällen wird der Bezirksgerichtsausschuss somit nicht erst 
aufgrund eines bei ihm eingelegten Rechtsmittels tätig, sondern auf Anzeige eines 
Dritten hin oder aus eigener Initiative (vgl. PKG 1995 Nr. 4 E. 2. d. cc. S. 30 f. und 
e. S. 31). Aus dem Grundsatz, dass die Behörde von Amtes wegen einschreiten 
muss, wenn ihr Unregelmässigkeiten der ihr unterstellten Behörden oder 
Mandatsträger bekannt werden, ergibt sich dabei auch das Recht jedermanns, mit 
einer Aufsichtsbeschwerde an die Behörde zu gelangen. Dabei handelt es sich um 
einen unförmlichen Rechtsbehelf, der weder Anspruch auf Parteistellung noch auf 
einen eigentlichen Entscheid gibt (vgl. Thomas Geiser, in: Basler Kommentar, 
a.a.O. N 14 Vor Art. 420-425). 

bb) Zum andern können Entscheide der Vormundschaftsbehörde beim 
Bezirksgerichtsausschuss mittels Beschwerde angefochten werden (Art. 420 Abs. 
2 ZGB in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 EGzZGB). Diesfalls wird der 
Bezirksgerichtsausschuss nicht als Aufsichtsbehörde in Ausübung ihrer 
allgemeinen Aufsichtsfunktion, sondern als Beschwerdeinstanz tätig. Dabei gilt es 

Seite  9 — 21

allerdings festzuhalten, dass viele Sachverhalte, bei welchen die Aufsichtsbehörde 
aufgrund ihrer allgemeinen Aufsichtsfunktion verpflichtet ist, von Amtes wegen 
einzuschreiten, auch Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens im Sinne von Art. 
420 ZGB bilden können. Im Beschwerdeverfahren sind Entscheide der 
Vormundschaftsbehörde zunächst von der ersten (Art. 420 Abs. 2 ZGB in 
Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 EGzZGB) und dann von der zweiten 
Aufsichtsbehörde (Art. 64 EGzZGB) zu prüfen (vgl. zum Ganzen eingehend PKG 
1995 Nr. 4 e. 2.d.aa. S. 29 und cc. S. 30 f.). Dabei bleibt zu berücksichtigen, dass 
die Beschwerde gegen Entscheide der Vormundschaftsbehörde nach Art. 420 
Abs. 2 ZGB entgegen der oben erwähnten Anzeige Dritter an die 
Aufsichtsbehörde ein eigentliches Rechtsmittel im Zweiparteienverfahren und nicht 
bloss ein Rechtsbehelf ist. Sie kann dementsprechend nur innert zehntätiger Frist 
seit Mitteilung des schriftlichen Entscheides erhoben werden (Art. 61 Abs. 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 420 Abs. 2 ZGB; vgl. Thomas Geiser, in: Basler 
Kommentar, a.a.O., N 19 und 38 zu Art. 420). 

Obgleich im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt, besteht von Bundesrechts 
wegen schliesslich die Möglichkeit, sich gestützt auf Art. 420 Abs. 2 ZGB mittels 
Rechtsverzögerungsbeschwerde an die Aufsichtsbehörde als Beschwerdeinstanz 
zu wenden, wenn die Vormundschaftsbehörde untätig bleibt. Neben den in Art. 
420 Abs. 2 ZGB erwähnten Beschlüssen der Vormundschaftsbehörde sind folglich 
auch deren Unterlassungen beschwerdefähig. Dabei bleibt zu berücksichtigen, 
dass es sich bei der Rechtsverzögerungsbeschwerde wegen Untätigkeit ebenfalls 
um ein eigentliches Rechtsmittel an die Beschwerdeinstanz handelt, welches 
jedoch im Unterschied zu der in Art. 420 Abs. 2 ZGB und Art. 61 Abs. 1 EGzZGB 
ausdrücklich geregelten Beschwerde gegen Entscheide der 
Vormundschaftsbehörde an keine Frist gebunden ist (vgl. Thomas Geiser, in: 
Basler Kommentar, a.a.O., N 11 zu Art. 420; Anton J. Mattmann, Handbuch für die 
Vormundschaftsbehörden des Kantons Graubünden, Chur 1996, S. 1320 Ziff. 2). 

cc) Zusammenfassend sind Handlungen oder Unterlassungen der 
Vormundschaftsbehörde somit einerseits - sei es gegen Beschlüsse im Sinne von 
Art. 61 Abs. 1 EGzZGB in Verbindung mit Art. 420 Abs. 2 ZGB innert zehntägiger 
Frist seit Mitteilung oder gegen das Untätigbleiben der Vormundschaftsbehörde 
unbefristet - von Bundesrechts wegen mit dem eigentlichen Rechtsmittel der 
vormundschaftlichen Beschwerde nach Art. 420 ZGB anfechtbar. Dabei bestimmt 
sich die Beschwerdelegitimation nach Bundesrecht und umfasst gemäss Art. 420 
ZGB in beiden Fällen neben dem Mündel auch jedermann, der ein schutzwürdiges 
Interesse hat, unabhängig davon, ob es ihm dabei um Mündelinteressen oder 

Seite  10 — 21

eigene Interessen geht. Einer rechtlichen Beziehung zum Betroffenen bedarf die 
beschwerdeführende Person nicht (vgl. Thomas Geiser, in Basler Kommentar, 
a.a.O., N 26, 31 zu Art. 420 ZGB). Zum andern ist auch die Aufsichtsbeschwerde 
im Sinne einer formlosen Anzeige bei der allgemein aufsichtspflichtigen 
Vormundschaftsbehörde zulässig, wobei diese jedermann offen steht und als 
blosser Rechtsbehelf an keine Fristen gebunden ist. 

c) Wie bereits ausgeführt, hat Rechtsanwalt W. seine Eingabe vom 21. 
Oktober 2009 an den Bezirksgerichtsausschuss C. gegen die 
Vormundschaftsbehörde C. betreffend vormundschaftliche Massnahmen 
gegenüber B.X. als „Aufsichtsbeschwerde gemäss Art. 42 Abs. 1 EGzZGB“ 
bezeichnet (vgl. act. I./1). Diese Bezeichnung unter Hinweis auf Art. 42 EGzZGB 
legt mithin nahe, dass es sich hierbei nicht um eine Aufsichtsbeschwerde gemäss 
Art. 61 Abs. 1 EGzZGB in Verbindung mit Art. 420 Abs. 2 ZGB, sondern um eine 
Anzeige an den Bezirksgerichtsausschuss in seiner Funktion als Aufsichtsbehörde 
handelt, die von jedermann unbefristet erhoben werden kann und gestützt darauf 
die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen zu prüfen hat. Zwar liegt 
mit dem Schreiben vom 30. September 2009 ein beschwerdefähiger Entscheid der 
Vormundschaftsbehörde im Sinne von Art. 420 Abs. 2 ZGB vor, auf den in der 
Eingabe des Beschwerdeführers denn auch ausdrücklich verwiesen wird. So führt 
Rechtsanwalt W. darin selbst aus, dass sein Antrag vom 15. September 2009 von 
der Vormundschaftsbehörde am 30. September 2009 recht schnippisch abgelehnt 
worden sei. Abgesehen von der Bezeichnung als Aufsichtsbeschwerde im Sinne 
von Art. 42 EGzZGB, welche gegen das Vorliegen einer Beschwerde gemäss Art. 
61 EGzZGB in Verbindung mit Art. 420 EGzZGB spricht, hätte Rechtsanwalt W. 
dazu aber auch die zehntägige Beschwerdefrist verpasst. Wollte man die 
Beschwerde als eine solche im Sinne von Art. 61 EGzZGB gegen den Entscheid 
der Vormundschaftsbehörde vom 30. September 2009 qualifizieren, hätte somit 
der Bezirksgerichtsausschuss darauf mangels Fristwahrung gar nicht eintreten 
dürfen. Die dargelegten Gründen lassen  folglich darauf schliessen, dass es sich 
bei der fraglichen Eingabe nicht um eine Beschwerde gemäss Art. 61 Abs. 1 
EGzZGB handelt.

Neben einer unförmlichen Anzeige bei der Aufsichtsbehörde betreffend 
Unstimmigkeiten in der Amtsführung der Vormundschaftsbehörde fällt im 
konkreten Fall allerdings auch das Vorliegen einer 
Rechtsverzögerungsbeschwerde wegen Untätigbleibens der 
Vormundschaftsbehörde in Betracht, wie sie nach dem Gesagten von 
Bundesrechts wegen gestützt auf Art. 420 Abs. 2 ZGB ebenfalls als zulässig 

Seite  11 — 21

erachtet wird. Zum einen wehrt sich Rechtsanwalt W. nämlich ausdrücklich gegen 
das Untätigbleiben der Vormundschaftsbehörde. So hat er in seiner Eingabe vom 
21. Oktober 2009 neben der Verweigerung ihn als Rechtsvertreter anzuerkennen 
auch das Untätigbleiben der Vormundschaftsbehörde hinsichtlich der Beigabe 
eines anderen Rechtsbeistandes beanstandet (vgl. act. I./1), wobei letztere auf 
seinen Antrag um Einsetzung eines anderen Rechtsbeistandes denn auch 
tatsächlich nicht eingegangen und diesbezüglich somit untätig geblieben ist. 
Überdies kommt das Vorliegen einer Beschwerde im Sinne eines Rechtsmittels 
gemäss Art. 420 ZGB gegen Unterlassungen der Vormundschaftsbehörde auch 
unter dem Gesichtspunkt der Beschwerdelegitimation und der Rechtsmittelfrist in 
Frage, kann dieses Rechtsmittel nach dem oben Gesagten doch unbefristet und 
überdies von jedermann erhoben werden, der ein Interesse hat.

Ob es sich bei der Eingabe vom 21. Oktober 2009 um einen blossen 
Rechtsbehelf im Sinne einer Anzeige bei der Aufsichtsbehörde oder um eine 
Beschwerde wegen Untätigkeit der Vormundschaftsbehörde im Sinne eines 
Rechtsmittels gemäss Art. 420 ZGB an den Bezirksgerichtsausschuss in seiner 
Funktion als Beschwerdeinstanz handelt, kann aber letztlich offenbleiben. Wie im 
Folgenden zu zeigen sein wird, hätte nämlich die Vorinstanz so oder anders, die 
amtlichen und ausseramtlichen Verfahrenskosten nicht der 
Vormundschaftsbehörde überbinden dürfen.

4. Der Bezirksgerichtspräsident C. schrieb die Beschwerde vom 21. 
Oktober 2009 mit Verfügung vom 15. Dezember 2009 als gegenstandslos ab, 
auferlegte die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.00 der 
Vormundschaftsbehörde und verpflichtete diese zudem zu einer ausseramtlichen 
Entschädigung an die Beschwerdeführer von Fr. 1'883.00. Zur Begründung dieser 
Kostenregelung wurde zunächst Art. 63 Abs. 2 EGzZGB herangezogen und 
mangels Regelung der Kostenfolge bei Gegenstandslosigkeit in der Folge Art. 122 
Abs. 4 ZPO in Verbindung mit Art. 2 EGzZGB angewendet.

a) Geht man davon aus, dass Rechtsanwalt W. mit seiner Eingabe vom 
21. Oktober 2009 eine blosse Anzeige an den Bezirksgerichtsausschuss in seiner 
allgemeinen Aufsichtsfunktion im Sinne von Art. 42 EGzZGB erhoben hat, so 
erweist sich die vorinstanzliche Begründung der Kostenregelung schon im Ansatz 
als falsch. Die Kostenregelung nach Art. 63 Abs. 2 EGzZGB, auf die sich die 
Vorinstanz abstützt, betrifft nämlich die Beschwerde nach Art. 61 EGzZGB, welche 
im Gegensatz zur blossen Aufsichtsanzeige gemäss Art. 42 EGzZGB ein 
eigentliches Rechtsmittel darstellt, mit dem der Beschwerdeführer an den 

Seite  12 — 21

Bezirksgerichtsausschuss als Beschwerdeinstanz gelangt. Sie gilt mithin für das 
Beschwerdeverfahren nach Art. 61 EGzZGB vor dem Bezirksgerichtsausschuss in 
seiner Funktion als Beschwerdeinstanz, nicht jedoch für das Verfahren zur 
Behandlung einer aufsichtsrechtlichen Anzeige, wo der Bezirksgerichtausschuss 
in seiner allgemeinen Aufsichtsfunktion tätig wird. Demzufolge kann vorliegend 
auch nicht auf Art. 122 Abs. 4 ZPO in Verbindung mit Art. 2 EGzZGB als 
Lückenfüllung von Art. 63 Abs. 2 EGzZGB zurückgegriffen werden. 

aa) Was zunächst die vorinstanzliche Überbindung der ausseramtlichen 
Entschädigung anbelangt, bleibt sodann festzustellen, dass der 
Bezirksgerichtsausschuss bei Unzulänglichkeiten seitens der 
Vormundschaftsbehörde von sich aus tätig zu werden hat, und zwar als 
Aufsichtsbehörde. Ihr Einschreiten kann dabei - wie dargelegt - auch durch eine 
gewöhnliche Anzeige eines Dritten initiiert werden. Im konkreten Fall hat 
Rechtsanwalt W. am 21. Oktober 2009 Aufsichtsbeschwerde erhoben, wobei 
weder eine rechtsgültige Vollmacht von B.X. vorliegt (vgl. dazu auch E. 4.a.aa, S. 
13 f.) noch eine Vollmacht von A.X. ins Recht gelegt wurde. Rechtsanwalt W. 
beruft sich denn auch nicht auf eine solche, womit der Schluss nahe liegt, dass 
letzterer die Aufsichtsbeschwerde in eigenem Namen erhoben hat. In seiner 
Eingabe vom 21. Oktober 2009 führt er allerdings aus (act. I./1 S. 3), dass A.X. 
aufgrund der Weigerung der Vorinstanz nichts anderes übrig bleibe, als an die 
Aufsichtsbehörde zu gelangen. Zu diesem Schritt habe ihm auch die Vorsteherin 
des Departements für Justiz-, Sicherheit und Gesundheit Graubünden gemäss 
beiliegenden Schreiben vom 24. September 2009 geraten. Dabei ist, wie aus dem 
erwähnten Schreiben klar hervorgeht, mit „ihm“ wiederum A.X. gemeint. Dieses 
Schreiben ist nämlich ausdrücklich an A.X. gerichtet (vgl. act. II./5). Überdies führt 
Rechtsanwalt W. in seiner Eingabe schliesslich weiter aus: „Wir ersuchen sie 
deshalb….“, womit er somit ebenfalls eindeutig auf sich und A.X. Bezug nimmt. 
Abgesehen davon dokumentiert er seine Ausführungen unter anderem mittels 
Akten, die er nur von A.X. erhalten haben kann, handelt es sich dabei doch um 
das erwähnte Schreiben der Departementsvorsteherin (act. II./5) beziehungsweise 
einen Brief der Vormundschaftsbehörde C. (act. II./6), welche beide an A.X. 
adressiert sind. Entsprechend hat Rechtsanwalt W. auch in der Korrespondenz mit 
der Vormundschaftsbehörde vom 4. November 2009 (act. III./22) festgehalten: 
„Das Bezirksgericht C. hat mir…. im Zusammenhang mit der hängigen 
Aufsichtsbeschwerde meines Mandanten A.X.….. die Akten zugestellt.“ Hier hat 
Rechtsanwalt W. mithin zum Ausdruck gebracht, dass er die Aufsichtsbeschwerde 
im Namen von A.X. eingereicht hat. Die dargelegten Punkte lassen also den 

Seite  13 — 21

Schluss zu, dass Rechtsanwalt W. anlässlich seiner Anzeige nicht einfach nur von 
sich aus tätig geworden ist, sondern auch für A.X. handelte. Entsprechend sind in 
der angefochtenen Abschreibungsverfügung vom 15. Dezember 2009 als 
Beschwerdeführer sowohl W. als auch A.X., vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
W. aufgeführt (vgl. act. 01./1). So oder anders bleibt jedoch festzuhalten, dass es 
für eine unförmliche Aufsichtsanzeige eines Dritten im Sinne von Art. 42 EGzZGB 
genügt, wenn kurz auf die angeblichen Unstimmigkeiten in der Geschäftsführung 
der Vormundschaftsbehörde hingewiesen wird. Juristische Kenntnisse sind hierfür 
nicht erforderlich und der Beizug eines Rechtsanwaltes ist demzufolge unnötig. 
Soweit also Rechtsanwalt W. seinen Aufwand in eigenem Namen betrieben hat, 
ist folglich nicht ersichtlich, weshalb ihm dazu eine aussergerichtliche 
Entschädigung als Rechtsanwalt zuzusprechen ist. Dies um so mehr, als er 
wissen musste, dass eine kurze Anzeige ohne nennenswerten Aufwand genügt. 
Soweit Rechtsanwalt W. in der Sache für A.X. tätig geworden ist, bleibt im Übrigen 
ebenfalls festzuhalten, dass er aus den dargelegten Gründen einen völlig 
unnötigen Aufwand betrieben hat. Die aufsichtsrechtliche Anzeige wäre mittels 
minimalen Aufwands unter kurzer Nennung der beanstandeten Ungereimtheiten 
möglich gewesen, wofür es keinerlei juristischen Fachwissens bedarf. Ausgehend 
vom Vorliegen einer blossen Aufsichtsanzeige im Sinne von Art. 42 EGzZGB fällt 
folglich die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung zu Lasten der 
Vormundschaftsbehörde mit Blick auf den völlig unnötig betriebenen Aufwand so 
oder anders ausser Betracht.

Man könnte sich einzig fragen, ob sich die Überbindung der 
ausseramtlichen Kosten auf die Vormundschaftsbehörde auf Art. 58 EGzZGB 
abstützen liesse, welcher das Verfahren vor der Vormundschaftsbehörde und 
allenfalls vor dem Bezirksgerichtsausschuss als Aufsichtsbehörde betrifft. Danach 
kann die Vormundschaftsbehörde dem Betroffenen eine Parteientschädigung 
zusprechen für Kosten und Auslagen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit 
dem Verfahren entstanden sind (Art. 58 Abs. 3 EGzZGB). Die Anwendung von Art. 
58 EGzZGB scheitert vorliegend allerdings bereits daran, dass Rechtsanwalt W. 
den Betroffenen (B.X.) gar nicht rechtsgültig vertreten hat. Zwar hat sich 
Rechtsanwalt W. in seinem ersten Schreiben an die Vormundschaftsbehörde vom 
31. Juli 2009 auf die Vollmacht von B.X. vom 3. September 2004 berufen (vgl. act. 
III./5 sowie beigeheftete Vollmacht). Auch in seinem Schreiben vom 15. 
September 2009 (act. III./8) wies Rechtsanwalt W. wiederum auf die vorerwähnte 
Vollmacht hin. Gemäss PKG 2000 Nr. 6 ist indes eine zeitlich weit zurückliegende, 
den Gegenstand nicht oder ungenügend umschreibende, das hängige Verfahren 

Seite  14 — 21

nicht deutlich umfassende Vollmacht für die Stellvertretung nicht hinreichend (vgl. 
PKG 2000 Nr. 6 E. 2 S. 38 f.). Es ist demnach offensichtlich, dass die von 
Rechtsanwalt W. eingelegte Vollmacht von B.X. für dessen Vertretung in der 
aktuell vorliegenden Vormundschaftssache nicht genügt. Einerseits datiert das 
Dokument nämlich vom 15. September 2004, womit die Bevollmächtigung von 
Rechtsanwalt W. bereits mehrere Jahre zurückliegt. Zudem enthält die eingelegte 
Vollmacht nicht die geringsten Angaben darüber, für welche Streitsache bzw. 
welches Geschäft sie seinerzeit ausgestellt worden ist, obwohl nach der Erfahrung 
bei der Bevollmächtigung eines Anwaltes regelmässig eine Beschränkung auf 
gewisse Lebensbereiche erfolgt. Die Auffassung der Vormundschaftsbehörde, 
wonach Rechtsanwalt W. keine Vertretungsbefugnis gegenüber B.X. zukomme, 
war folglich zutreffend. Damit fällt aber auch die Zusprechung einer 
ausseramtlichen Entschädigung an den Betroffenen gestützt auf Art. 58 EGzZGB 
ausser Betracht. 

bb) Gleich wie die ausseramtlichen können der Vormundschaftsbehörde 
ausgehend vom Vorliegen einer aufsichtsrechtlichen Anzeige im Sinne von Art. 42 
EGzZGB im vorliegenden Fall sodann auch nicht die amtlichen Kosten 
überbunden werden. Wie oben dargelegt (vgl. E. 3.b. aa. und cc), haben wir es bei 
der Aufsichtsanzeige nicht mit einem Rechtsmittel- und Zweiparteienverfahren zu 
tun, sondern mit einem bloss formlosen Rechtsbehelf des rechtsuchenden 
Bürgers, mittels dessen er bei der Aufsichtsbehörde Umgereimtheiten in der 
Geschäftsführung der Vormundschaftsbehörde zur Anzeige bringen kann. Für den 
dabei im Rahmen der allgemeinen Aufsichtsfunktion handelnden 
Bezirksgerichtsausschuss besteht somit keine hinreichende gesetzliche 
Grundlage zur Überbindung der amtlichen Kosten auf die 
Vormundschaftsbehörde, zumal die Kostenregelung gemäss Art. 63 EGzZGB 
allein das Rechtsmittelverfahren nach Art. 61 EGzZGB betrifft. Insbesondere 
genügt dazu auch nicht der Verweis in Art. 2 EGzZGB, wonach die 
Zivilprozessordnung gilt, soweit das EGzZGB nichts Besonderes anordnet. Denn 
die ZPO hat nur zivilrechtliche Streitigkeiten zum Gegenstand und deren 
sinngemässe Anwendung ist demzufolge nur bei Beschwerdeverfahren vor dem 
Bezirksgerichtsausschuss in seiner Funktion als vormundschaftliche 
Beschwerdeinstanz zulässig, nicht jedoch für das Verfahren zur Behandlung einer 
aufsichtsrechtlichen Anzeige, bei dem der Bezirksgerichtsausschuss lediglich 
seine allgemeine Aufsichtsfunktion ausübt. Im Verfahren betreffend unförmliche 
Aufsichtsanzeige gehen die amtlichen Kosten daher stets zu Lasten des Bezirks.

Seite  15 — 21

Geht man von einer aufsichtsrechtlichen Anzeige im Sinne von Art. 42 
EGzZGB aus, findet die vorinstanzliche Überbindung der amtlichen und 
ausseramtlichen Kosten auf die Vormundschaftsbehörde folglich keine Stütze. 
Vielmehr sind nach dem Gesagten für das Verfahren vor dem 
Bezirksgerichtsausschuss keine ausseramtlichen Entschädigungen zuzusprechen 
und die Verfahrenskosten dem Bezirk aufzuerlegen. 

b) Zum selben Ergebnis gelangt man auch bei der Überprüfung des   
vorinstanzlichen Kostenspruchs unter Annahme des Vorliegens einer 
Vormundschaftsbeschwerde bei Rechtsverzögerung oder Rechtsverweigerung im 
Sinne von Art. 420 ZGB. Dabei handelt es sich, wie dargelegt (vgl. E. 3 b. bb S. 9), 
um ein Rechtsmittelverfahren mit Parteistellung und Anspruch auf Tätigwerden der 
Behörde, wie es auch bei der vormundschaftlichen Beschwerde gemäss Art. 61 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 420 ZGB gegeben ist. Die Regelung der 
Kostenfolge für das genannte Beschwerdeverfahren im Sinne von Art. 420 ZGB 
hat daher analog jener für das Beschwerdeverfahren nach Art. 61 EGzZGB zu 
erfolgen. Für das Beschwerdeverfahren vor Bezirksgerichtsausschuss gemäss 
Art. 61 EGzZGB bestimmt Art. 63 Abs. 2 EGzZGB, dass die Verfahrenskosten bei 
Abweisung der Beschwerde in der Regel dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 
sind. Wird die Beschwerde gutgeheissen, gehen die Kosten zu Lasten der 
Gerichtskasse. Überdies regelt die zitierte Bestimmung die Kostenfolge für den 
Fall, dass der Beschwerdeführer durch grobfahrlässiges Verhalten unnötige 
Kosten verursacht hat. Darüber, wie die amtlichen und ausseramtlichen Kosten zu 
verteilen sind, wenn das Beschwerdeverfahren als gegenstandslos geworden 
abzuschreiben ist, enthält das EGzZGB indes keine Regelung. Für die 
Kostenverteilung bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens ist daher mangels 
Regelung im EGzZGB gemäss allgemeinem Verweis in Art. 2 EGzZGB auf die 
entsprechenden Bestimmungen in der Zivilprozessordnung abzustellen. Die 
Kostenzuteilung wird in der ZPO in Art. 122 geregelt, wobei Abs. 4 bestimmt, dass 
das Gericht in Fällen der Gegenstandslosigkeit des Prozesses nach Ermessen 
über die gerichtliche und aussergerichtliche Kostenfolge zu entscheiden hat. 
Dabei ist etwa zu berücksichtigen, welche Partei die Gegenstandslosigkeit des 
Verfahrens veranlasst hat, wer vermutlich obsiegt hätte oder welche Partei das 
gegenstandslos gewordene Verfahren selber veranlasst hat (vgl. PKG 1998 Nr. 1 
E. 2 mit Hinweis auf PKG 1987 Nr. 25). 

aa) Vorliegend hat die Vormundschaftsbehörde C. die für B.X. am 17. 
September 2009 errichtete Beistandschaft mit Beschluss vom 26./.27. November 
2009 ersatzlos aufgehoben und das gegen ihn geführte Vormundschaftsverfahren 

Seite  16 — 21

beendet. Damit war die von Rechtsanwalt W. anbegehrte Bestellung eines 
Rechtsbeistandes nicht mehr erforderlich und das von ihm angestrengte Verfahren 
vor dem Bezirksgerichtsausschuss wurde gegenstandslos. Die 
Gegenstandslosigkeit des Verfahrens wurde mithin durch die 
Vormundschaftsbehörde veranlasst. Letztere kann jedoch während hängigem 
Verfahren auf ihre Entscheidungen zurückkommen und diese abändern oder 
aufheben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich B.X. gemäss 
Einvernahmeprotokoll vom 10. November 2009 (act. 01/4) entgegen seinen 
früheren Äusserungen (vgl. act. III./3; act. III./6 und act. III./11) nunmehr neu 
dahingehend äusserte, dass er keine vormundschaftlichen Massnahmen mehr 
wolle und demzufolge auf Unterstützung der Beiständin verzichten möchte (vgl. 
auch Schreiben der Vormundschaftsbehörde vom 18. November 2009 [act. I./4]). 
B.X. hat also seine ursprünglich geäusserte Zustimmung zur Errichtung einer 
Beistandschaft zurückgezogen und zum Ausdruck gebracht, dass er die 
Unterstützung eines formell eingesetzten Mandatsträgers nicht mehr benötigt. Die 
Vormundschaftsbehörde musste folglich auf die veränderten Verhältnisse 
reagieren und die Beistandschaft aufheben, weshalb ihr hinsichtlich der Gegen-
standslosigkeit des Verfahrens kein Vorwurf gemacht werden kann. 

bb) Hinsichtlich der Zuteilung der gerichtlichen und aussergerichtlichen 
Kosten im vorinstanzlichen Verfahren stellt sich daher im Weiteren die Frage nach 
dem mutmasslichen Ausgangs des Verfahrens. 

aaa) Dabei bleibt zunächst unter Hinweis auf die vorstehenden 
Erwägungen (vgl. E. 4. a. aa. S. 13 unten f. ) nochmals festzuhalten, dass die von 
Rechtsanwalt W. bei der Vormundschaftsbehörde eingelegte, zeitlich weit 
zurückliegende Vollmacht von B.X., welche auch den Gegenstand der Vertretung 
nicht hinreichend umschreibt, für dessen Vertretung in der aktuell vorliegenden 
Vormundschaftssache nicht genügt. Soweit die Vormundschaftsbehörde die 
Einsetzung von W. als Rechtsbeistand des Betroffenen abgelehnt hat, kann ihr 
folglich kein rechtswidriges Verhalten zur Last gelegt werden. Hinsichtlich der 
beanstandeten Weigerung, Rechtsanwalt W. als Rechtsvertreter von B.X. 
anzuerkennen, wäre der Beschwerde vom 21. Oktober 2009 somit voraussichtlich 
kein Erfolg beschieden gewesen.

bbb) Nicht anders verhält es sich denn auch mit Bezug auf den weiteren 
mit der Beschwerde erhobenen Einwand, wonach die Vormundschaftsbehörde 
dem Betroffenen zumindest einen anderen rechtskundigen Beistand hätte 
beigeben müssen. Die Beschwerdegegner führen zwar zutreffend aus, dass die 

Seite  17 — 21

Vormundschaftsbehörde dem urteilsunfähigen Betroffenen im 
Bevormundungsverfahren und grundsätzlich auch im Verbeiständungsverfahren 
einen Rechtsbeistand zu bestellen habe. Soweit sie jedoch urteilsfähig ist, kann 
die von der vormundschaftlichen Massnahme betroffene Person ihre 
Verfahrensrechte selber wahren, wobei an die Urteilsfähigkeit keine hohen 
Anforderungen zu stellen sind. Überdies ist zu beachten, dass die Verbeiständung 
im Gegensatz zur Bevormundung nur sehr beschränkt in die Rechtsstellung der 
betroffenen Person eingreift, weshalb eine völlige Gleichbehandlung von 
Vormundschaft und Beistandschaft zu weit ginge. Entsprechend kann die 
Vormundschaftsbehörde anstelle der Bestellung eines Prozessbeistandes auch 
selber handeln und die Interessen des Betroffenen wahrnehmen, so etwa in 
Fällen, wo eine Angelegenheit einfach, gut überblickbar oder zeitlich dringend ist 
(vgl. zum Ganzen Thomas Geiser, in Basler Kommentar zum ZGB I, 3. Aufl., 
Basel 2006, N 16 zu Art. 373, N 7, 15 zu Art. 392, N 15 zu Art. 397; A. Egger, in: 
Zürcher Kommentar zum ZGB, Band II: Das Familienrecht, 3. Abteilung: Die 
Vormundschaft, 2, Aufl., Zürich 1948, N 14 zu Art. 392; B. Schnyder/E. Murer, in: 
Berner Kommentar zum ZGB, Band II, 3. Abteilung: Das Vormundschaftsrecht, 
Bern 1984, N 113,115 zu Art. 373, N 7 zu Art. 397; BGE 5C.98/2001 vom 9. Juli 
2001 E. 3; SGGVP 2006 E. 1 c S. 212 mit Hinweisen). 

Gemäss Arztbericht vom 2. Juli 2009 (act. III./1) litt B.X. beim Austritt aus 
dem Rehabilitationszentrum Valens am 6. Juli 2009 zwar nach wie vor an 
kognitiven Defiziten. Damit steht aber noch nicht fest, dass letzterer in Bezug auf 
das Verbeiständungsverfahren und die Bestellung einer Rechtsvertretung 
urteilsunfähig war (vgl. dazu auch SGGVP 2006 E. 1 c S. 212). Selbst in der 
Vernehmlassung vom 25. Januar 2010 (act. 05 S. 3 lit. b) ist seitens der 
Beschwerdegegner lediglich von Anhaltspunkten einer Einschränkung, nicht aber 
von der Urteilsunfähigkeit des Betroffenen die Rede, welche vorliegend denn auch 
nicht ausgewiesen ist. Vielmehr steht fest, dass A.X. nach der Entlassung aus 
dem Rehabilitationszentrum Valens umgehend ins Alters- und Pflegeheim  in G. 
überführt worden ist, wo er sich  - wie auch von der Vorinstanz richtig bestätigt  
(vgl. 01/1 S. 4) - nach und nach erholte. Dies jedenfalls insoweit, als B.X. gemäss 
den bei den Akten liegenden Einvernahmeprotokollen vom 15. Juli 2009 (vgl. act. 
III./3), 6. August 2009 (act. III./6) und 24. September 2009 (act.  III./11) trotz der 
zufolge der körperlichen Defizite eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit 
gegenüber der Vormundschaftsbehörde wiederholt erkennbar zum Ausdruck zu 
bringen vermochte, dass er H. als Beiständin und keine Rechtsvertretung durch 
Rechtsanwalt W. wünsche, wobei die diesbezügliche Meinungsäusserung und 

Seite  18 — 21

geistige Präsenz nicht bloss von der Präsidentin der Vormundschaftsbehörde, 
sondern auch von der Leiterin des Alters- und Pflegeheims in G. bestätigt wurden 
(vg. act. III./11).  Ebenso war B.X. in der Lage, anlässlich der Befragungen seitens 
der Vormundschaftsbehörde diesbezüglich eigene Handnotizen zu verfassen (vgl. 
act. III./12; act. 01/4). Entsprechend musste selbst A.X. in seinem Schreiben vom 
25. Oktober 2009 einräumen, dass sich der geistige Zustand seines Bruders 
verbessert habe (vgl. act.  III./13 S. 2). Unter den dargelegten Umständen durfte 
die Vormundschaftsbehörde folglich auf hinreichende Urteilsfähigkeit von B.X. 
betreffend die gewünschte Verbeiständung beziehungsweise die Ablehnung der 
Vertretung durch Rechtsanwalt W. schliessen respektive durfte sie davon 
ausgehen, dass sich dessen Zustand nachhaltig gebessert hat und er die volle 
Urteilsfähigkeit wiedererlangen würde. Vor diesem Hintergrund und unter 
Berücksichtigung des Umstandes, dass die Urteilsunfähigkeit mangels Beweises 
des Gegenteils grundsätzlich vermutet wird (vgl. Pedrazzini/Oberholzer, Grundriss 
des Personenrechts, 4. Aufl., 1993 S. 68 f.), sind daher hinsichtlich des Vorgehens 
der Vormundschaftsbehörde C. keine groben Fehler erkennbar. Dies um so 
weniger, als es sich hier nicht um ein Entmündigungsverfahren handelt, wie es in 
PKG 2002 Nr. 16 der Fall war, worauf sich Rechtsanwalt W. beruft, sondern bloss 
um ein Verfahren um Errichtung einer Beistandschaft, welche - wie ausgeführt - 
nur sehr begrenzt in die Rechtsstellung der betroffenen Person eingreift und im 
Verhältnis zur Vormundschaft den erheblich schwächeren Eingriff in die 
persönliche Freiheit darstellt. Soweit die Vormundschaftsbehörde C. bezüglich des 
entsprechenden Antrags von Rechtsanwalt W. untätig geblieben und B.X. keinen 
anderen Rechtsbeistand beigegeben hat, kann ihr folglich ebenfalls kein 
rechtswidriges Verhalten zum Vorwurf gemacht werden. 

Die Eingabe vom 21. Oktober 2009 erweist sich demnach in der Sache als 
unbegründet, womit im Beschwerdeverfahren entgegen der Auffassung der 
Vorinstanz vermutlich die Vormundschaftsbehörde C. obsiegt hätte. Mit Blick auf 
den mutmasslichen Ausgang des Verfahrens lässt sich daher die Überbindung der 
amtlichen und ausseramtlichen Kosten an die Vormundschaftsbehörde nicht 
rechtfertigen. Das bedeutet, dass auch unter dem Gesichtspunkt einer 
Beschwerde im Sinne von Art. 420 ZGB betrachtet für das Verfahren vor 
Bezirksgerichtsausschuss keine ausseramtlichen Entschädigungen zuzusprechen 
sind.

cc) Schliesslich bleibt festzuhalten, dass das gegenstandslos gewordene 
Beschwerdeverfahren von Rechtsanwalt W. respektive im Namen von A.X. 
veranlasst wurde. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass aufgrund der 

Seite  19 — 21

fachärztlich bestätigten Defizite (vgl. act. III./1) die Einleitung des Verfahrens 
durchaus vertretbar war, weshalb es sich ebenso wenig rechtfertigt, die amtlichen 
Kosten den Beschwerdeführern zu überbinden. Betrachtet man die hier zu 
beurteilende Streitsache als Ganzes, so erhellt überdies aus den vorstehenden 
Erwägungen, dass es sich bei dieser – wie es denn auch aus der Rechtsschrift 
von Rechtsanwalt W. vom 21. Oktober 2009 an den Bezirksgerichtsausschuss C. 
hervorgeht – zumindest schwergewichtig um eine solche aufsichtsrechtlicher 
Natur handelt und nicht um ein Beschwerdeverfahren nach Art. 61 EGzZGB in 
Verbindung mit Art. 420 ZGB. Es rechtfertigt sich daher, bei der Kostenverteilung 
nach den bei einer Aufsichtsbeschwerde geltenden Grundsätzen zu verfahren.  
Die vorinstanzlichen Verfahrenskosten von Fr. 800.00 wären daher auch unter 
diesem Gesichtspunkt betrachtet dem Bezirk C. aufzuerlegen. 

Im Ergebnis ist die Beschwerde der Vormundschaftsbehörde C. daher 
gutzuheissen, Ziff. 2 Abs. 1 und 2 der angefochtenen Abschreibungsverfügung 
sind aufzuheben und die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 800.00 
sind dem Bezirk C. aufzuerlegen.

5. a) Im vorliegenden Beschwerdeverfahren hat die 
Vormundschaftsbehörde einerseits die Überbindung der Gerichtskosten und zum 
andern die Zusprechung einer ausseramtlich Entschädigung zu ihren Lasten an 
die Gegenpartei angefochten, wobei sie mit ihren Anträgen vollumfänglich 
durchgedrungen ist. Demzufolge dürfen ihr für das Beschwerdeverfahren vor 
Kantonsgericht keine Verfahrenskosten überbunden werden. Bei der 
Kostenverlegung ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Beschwerdegegner 
nur von der abgelehnten Zusprechung einer ausseramtliche Entschädigung, nicht 
jedoch von der Überbindung der Verfahrenskosten an die Vorinstanz unmittelbar 
betroffen und unterlegen sind. Der in letzterem Punkt nicht betroffenen 
Gegenpartei können daher die in diesem Zusammenhang entstandenen 
Gerichtskosten ebenso wenig wie der obsiegenden Vormundschaftsbehörde 
angelastet werden. Von den vor Vorinstanz der Vormundschaftsbehörde C. 
überbundenen Kosten ist demgegenüber die Vorinstanz unmittelbar betroffen, 
zumal die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens nach Korrektur der 
angefochtenen Verfügung dem Bezirk C. überbunden werden. Es erscheint daher 
gerechtfertigt, den Beschwerdegegnern lediglich die Hälfte der im Rahmen des 
vorliegenden Rechtsmittelverfahrens entstandenen Gerichtskosten aufzuerlegen, 
währendem die andere Hälfte zu Lasten des Bezirks C. geht. 

Seite  20 — 21

Dabei bleibt zu beachten, dass Rechtsanwalt W. in seiner Vernehmlassung 
an das Kantonsgericht (act. 05) als Beschwerdegegner einzig A.X. anführt, nicht 
aber sich selbst. Damit ist nicht klar, ob er selbst auf eine Vernehmlassung 
verzichtet hat, oder ob er davon ausgeht, er habe immer nur im Auftrag und 
namens A.X. gehandelt. Jedenfalls ist aber nach dem oben Gesagten (vgl. E. 
4.a.aa. S. 12 f.) davon auszugehen, dass Rechtsanwalt W. die 
Aufsichtsbeschwerde vom 21. Oktober 2009 auch im eigenen Namen erhoben 
hat. Davon ist offenbar auch die Vorinstanz ausgegangen, welche im Rubrum der 
angefochtenen Verfügung sowohl A.X. als auch W. als Beschwerdeführer 
angegeben hat (vgl. act. 01./1). Unter den vorliegenden Umständen erscheint es 
daher gerechtfertigt, die Hälfte der Verfahrenskosten unter solidarischer Haftung 
A.X. und Rechtsanwalt W. zu überbinden.

b) Von der Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung an die 
obsiegende Vormundschaftsbehörde als öffentlichrechtliches Organ ohne 
Rechtsvertretungsbeistand ist abzusehen (vgl. auch PKG 1995 Nr. 6 E. b und c).

Seite  21 — 21

III. Demnach wird erkannt

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Ziff. 2 Abs. 1 und 2 der 
angefochtenen Abschreibungsverfügung werden aufgehoben.

2.a) Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtsausschuss C. von Fr. 800.00 
gehen zu Lasten des Bezirks C..

 b) Für das vorerwähnte Verfahren werden keine ausseramtlichen 
Entschädigungen zugesprochen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor Kantonsgericht von Fr. 800.00 
zuzüglich Schreibgebühren von Fr. 352.00, total somit Fr. 1'152.00 gehen je 
zur Hälfte, das heisst je zu Fr. 576.00 zu Lasten des Bezirks C. und unter 
solidarischer Haftung zu Lasten von A.X. und Rechtsanwalt W..

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn 
sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist 
die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. 
In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 
113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: