# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4dffd5b5-2731-58db-a19d-be828a7138a3
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-12
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 12.04.2024 SST.2023.129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SST-2023-129_2024-04-12.pdf

## Full Text

Obergericht 

Strafgericht, 1. Kammer 

 

 

SST.2023.129 
(ST.2017.172; StA.2011.42) 

 

 

Urteil vom 12. April 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Cotti, präsidierendes Mitglied  

Oberrichterin Plüss      

Oberrichter Lindner  

Gerichtsschreiberin Sprenger  

 

 
   

Anklägerin   Kantonale Staatsanwaltschaft, 

Bleichemattstrasse 7, 5001 Aarau  

 

Privatklägerin   A._____ SA, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Schlegel,  

[…] 

 

    
    

Beschuldigter   B._____,  

geboren am tt.mm.1971, von Dottikon, 

[…] 

verteidigt durch Rechtsanwalt Thomas Bosshard,  

[…]   

 

  

 
 

Gegenstand  Gewerbsmässiger Betrug usw. 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Am 14. Dezember 2017 erhob die Kantonale Staatsanwaltschaft (im 

Folgenden: Staatsanwaltschaft) Anklage gegen den Beschuldigten wegen 

Misswirtschaft, mehrfacher Urkundenfälschung, gewerbsmässigen 

Betrugs, mehrfacher Veruntreuung, mehrfacher ungetreuer Geschäfts-

besorgung, mehrfacher unrechtmässiger Aneignung und mehrfachen 

Missbrauchs von Ausweisen und Schildern. 

 

2. 

Das Bezirksgericht Lenzburg beschloss im Urteil vom 23. Januar 2019 die 

Einstellung des Verfahrens betreffend den Vorwurf des Betrugs gemäss 

Anklageziffer 3.2.4, betreffend die Vorwürfe der unrechtmässigen 

Aneignung gemäss Anklageziffer 4.2.3 und 4.4 (infolge Verjährung) und 

betreffend die Vorwürfe des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern 

gemäss Anklageziffer 6.2 und 6.3 (infolge Verjährung). Bezüglich der 

Vorwürfe des Betrugs gemäss Anklageziffer 3.2.6 und 3.3.8, der Verun-

treuung gemäss Anklageziffer 3.5.26, der Urkundenfälschung gemäss 

Anklageziffer 5.1 (Teilfreispruch), 5.2.1, 5.2.2, 5.4.1, 5.4.5, 5.4.6 und 5.4.18 

sowie der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Anklageziffer 6.1.1 

sprach es den Beschuldigten frei. Es sprach ihn des gewerbsmässigen 

Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB (Anklageziffer 3.2.2, 3.2.3, 3.2.5, 

3.2.7, 3.2.8, 3.3.2 bis 3.3.7, 3.3.9 bis 3.3.24, 3.4 und 4.8), der mehrfachen 

Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 i.V.m. Art. 29 lit. a StGB (Anklageziffer 

3.5.2 bis 3.5.25, 3.5.27 bis 3.5.50, 3.6, 3.7, 4.2.1, 4.2.2, 4.3, 4.5, 4.6 und 

4.7), der Misswirtschaft gemäss Art. 165 Ziff. 1 i.V.m. Art. 29 lit. a StGB 

(Anklageziffer 1), der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 

1 StGB (Anklageziffer 2, 5.1 [Teilschuldspruch], 5.2.3, 5.3, 5.4.2 bis 5.4.4, 

5.4.7 bis 5.4.17 sowie 5.5) und der mehrfachen ungetreuen Geschäfts-

besorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB (Anklageziffer 6.1.2 und 

6.1.3) schuldig.  

 

Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren, als 

Zusatzstrafe zu den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Innerschwyz des 

Kantons Schwyz vom 5. September 2017 und des Ministero pubblico del 

cantone Ticino Bellinzona vom 29. Oktober 2018, sowie zu einer Geldstrafe 

von 320 Tagessätzen à Fr. 80.00. Zudem verpflichtete es ihn zur Bezah-

lung einer Ersatzforderung von Fr. 500'000.00 sowie von Fr. 12'201'827.00 

Schadenersatz (zzgl. Zins) an die A._____ SA. Im Übrigen verwies es diese 

auf den Zivilweg. Die übrigen Zivilkläger verwies es vollumfänglich auf den 

Zivilweg. 

 

3. 

Das Obergericht des Kantons Aargau bestätigte mit Urteil vom 25. Juni 

2021 die erstinstanzlichen Verfahrenseinstellungen bezüglich Anklage-

 - 3 - 

 

 

 

ziffer 3.2.4, 4.2.3, 4.4, 6.2 und 6.3 (Dispositiv Ziff. 1.1 bis 1.3). Es sprach 

den Beschuldigten bezüglich der Vorwürfe des Betrugs gemäss Anklage-

ziffer 3.2.2, 3.2.3, 3.2.5, 3.2.6, 3.2.8, 3.3.2 bis 3.3.24, 3.4.2 bis 3.4.7, 3.4.9, 

3.4.11 und 3.4.12, der Veruntreuung gemäss Anklageziffer 3.5.2 bis 3.5.28, 

3.5.33, 3.6.2 bis 3.6.8, 3.6.10 bis 3.6.12, 3.6.16, 3.6.18, 3.6.19 und 4.8, der 

Urkundenfälschung gemäss Anklageziffer 5.1 (Teilfreispruch), 5.2.1, 5.2.2, 

5.3.1 (Teilfreispruch), 5.3.2 (Teilfreispruch) und 5.4.1 sowie der ungetreuen 

Geschäftsbesorgung gemäss Anklageziffer 6.1.1 und 6.1.3 frei (Dispositiv 

Ziff. 2). Es erklärte ihn der Misswirtschaft gemäss Art. 165 Ziff. 1 i.V.m. Art. 

29 lit. a StGB (Anklageziffer 1), der mehrfachen Urkundenfälschung 

gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB (Anklageziffer 2, 5.1 [Teilschuldspruch], 5.2.3, 

5.3.1 [Teilschuldspruch], 5.3.2 [Teilschuldspruch], 5.3.3, 5.3.4, 5.4.2 bis 

5.4.18 und 5.5), des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB 

(Anklageziffer 3.2.7, 3.4.8 und 3.4.10), der mehrfachen Veruntreuung 

gemäss Art. 138 Ziff. 1 i.V.m. Art. 29 lit. a StGB (Anklageziffer 3.5.29 bis 

3.5.32, 3.5.34 bis 3.5.50, 3.6.9, 3.6.13 bis 3.6.15, 3.6.17, 3.7, 4.2.1, 4.2.2, 

4.3.1 und 4.5 bis 4.7) und der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss 

Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB (Anklageziffer 6.1.2) schuldig (Dispositiv Ziff. 

3).  

 

Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten, 

als Zusatzstrafe zu den Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Innerschwyz 

des Kantons Schwyz vom 5. September 2017 und des Ministero pubblico 

del cantone Ticino Bellinzona vom 29. Oktober 2018, sowie mit einer 

bedingten Geldstrafe von 320 Tagessätzen à Fr. 100.00 (Dispositiv Ziff. 4). 

Die Schadenersatzforderung der A._____ SA hiess es im Umfang von 

Fr. 2'931'229.80 (zzgl. Zins) gut. Im Übrigen verwies es diese auf den 

Zivilweg. Die übrigen Zivilkläger verwies es vollumfänglich auf den Zivilweg 

(Dispositiv Ziff. 5). Zudem verpflichtete es den Beschuldigten zur 

Bezahlung einer Ersatzforderung von Fr. 500'000.00 an die Gerichtskasse 

Lenzburg (Dispositiv Ziff. 6). 

 

4. 

Gegen diesen Entscheid beschwerten sich sowohl die Oberstaats-

anwaltschaft des Kantons Aargau als auch der Beschuldigte beim 

Bundesgericht. Dieses hiess die Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft 

mit Urteilen 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023 teilweise 

gut, soweit sie darauf eintrat, hob das Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 

2021 im Sinne der Erwägungen auf und wies die Sache zum neuen 

Entscheid an das Obergericht zurück. Die Beschwerde des Beschuldigten 

wies das Bundesgericht ab, soweit es darauf eintrat. 

 

5. 

Mit Stellungnahme vom 17. Juli 2023 stellte die Privatklägerin die folgenden 

Anträge: 

 

 - 4 - 

 

 

 

«1. 
Der Beschuldigte sei unter Beachtung der Erwägungen des Bundesgerichts in seinem 
Urteil vom 21. April 2021 wegen 

- gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1, 2 StGB, 
- der mehrfachen Veruntreuung gemäss Art. 138 Ziff. 1 i.V.m. Art. 29 lit. a StGB, 
- der Misswirtschaft gemäss Art. 165 Ziff. 1 i.V.m.Art. 29 lit. a StGB sowie  
- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB 

schuldig zu sprechen, soweit die Taten zum Nachteil der Privatklägerin begangen worden 
sind. 
 
2. 
Der Beschuldigte sei zu verpflichten, an die Privatklägerin (A._____ SA) als Schadenersatz 
Fr. 11'713'458.30 nebst Zins zu 5% seit 25. Mai 2011 zu bezahlen.  
 
3. 
Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschuldigten.  
 
4. 
Der von der Privatklägerin bezahlte Betrag von Fr. 4'823.35 basierend auf dem Urteil des 
Obergerichts des Kantons Aargau vom 25. Juli 2021 sei durch den Kanton an die 
Privatklägerin zurückzuerstatten.» 

 

6. 

Mit Stellungnahme vom 11. August 2023 stellte die kantonale 

Staatsanwaltschaft folgende Anträge: 

 

«1. 
Der Beschuldigte sei schuldig zu sprechen wegen 

• Misswirtschaft gemäss (Art. 165 Ziff. 1 i.V.m. Art. 29 lit. a StGB) bezüglich 
Anklageziffer 1; 

• mehrfacher Urkundenfälschung (gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB) bezüglich 
Anklageziffer 2; 

• gewerbsmässigen Betrugs (gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB) bezüglich Anklageziffern 
3.2.3, 3.2.5, 3.2.7-3.2.8, 3.3.2-3.3.7, 3.3.9-3.3.24, 3.4.2-3.4.10 und 4.8; 

• mehrfacher Veruntreuung (gemäss Art. 138 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 29 lit. a StGB) 
bezüglich Anklageziffern 3.5.2-3.5.25, 3.5.27-3.5.50, 3.6.2-3.6.8, 3.6.10-3.6.12, 
3.6.16, 3.6.18, 3.6.19, 3.7, 4.2.2, 4.3.1, 4.5-4.8; 

• mehrfacher Urkundenfälschung (gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB) bezüglich 
Anklageziffer 5.1 in Bezug auf […]; 

• Urkundenfälschung (gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB) bezüglich Anklageziffer 5.2.3; 

• mehrfacher Urkundenfälschung (gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB) bezüglich 
Anklageziffer 5.3.1 (ohne […]); 

• mehrfacher Urkundenfälschung (gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB) bezüglich 
Anklageziffer 5.3.2 in Bezug auf Audi RS6, Porsche 911 Carrera 4S Cabrio, Porsche 
911 Carrera 4S Cabrio, Bentley Continental, Mercedes Benz SL 65 AMG und Audi 
Q7; 

• mehrfacher Urkundenfälschung (gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB) bezüglich 
Anklageziffern 5.3.3 und 5.3.4, 5.4.2-5.4.18 sowie 5.5; 

• ungetreuer Geschäftsbesorgung (gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3) StGB bezüglich 
Anklageziffer 6.1.2. 

 
2. 
Der Beschuldigte sei deswegen zu verurteilen zu 

 - 5 - 

 

 

 

• einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren; 

• einer unbedingten Geldstrafe von 320 Tagessätzen à Fr. 100.00, d.h. Fr. 32'000 als 
Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Innerschwyz Kanton Schwyz 
vom 5. September 2017 und zum Strafbefehl des Ministero pubblico del cantone 
Ticino Bellinzona vom 29. Oktober 2018. 

 
3. 
Die erstinstanzlichen und zweitinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten 
nach Massgabe seines Unterliegens aufzuerlegen und es sei ihm eine Entschädigung für 
Verteidigungskosten nach Massgabe seines Obsiegens auszurichten.» 

 

7. 

Mit Stellungnahme vom 16. Oktober 2023 beantragte der Beschuldigte: 

 

«1. 
Es seien in den vom Bundesgericht angeführten bzw. zurückgewiesenen Anklagepunkten 
die erforderlichen Beweiserhebungen vorzunehmen, insbesondere seien der Beschuldigte 
und die gemäss Bundesgericht aufgrund der Anklage feststellbaren/bekannten Zeugen 
oder Auskunftspersonen, die sachdienliche Angaben zu diesen Sachverhalten, 
insbesondere zu den Betrugs- und Veruntreuungsvorwürfen, machen können, 
einzunehmen. Evtl, sei die Staatsanwaltschaft damit zu beauftragen, die erforderlichen 
Beweiserhebungen vorzunehmen, insbesondere die gemäss Bundesgericht aufgrund der 
Anklage feststellbaren/bekannten Zeugen oder Auskunftspersonen, die sachdienliche 
Angaben zu diesen Anklagepunkten, insbesondere zu den Betrugs- und 
Veruntreuungsvorwürfen, machen können, einzunehmen. 
 
2. 
Es seien in allen Fällen, in denen das Bundesgericht seine (für die Verteidigung neue) 
Argumentation auf E-Mails stützt, die Urheber und Empfänger dieser (diesen bisher nicht 
vorgelegten) Dokumente und E-Mails zu deren Urheberschaft und Inhalt einzuvernehmen, 
soweit diese E-Mails Anklagepunkte betreffen, in denen das Bundesgericht die Sache zur 
erneuten Prüfung ans Obergericht zurückgewiesen hat. 
 
3. 
Es sei der Beschuldigte in den Fällen von Veruntreuung angeblich zum Nachteil der 
A._____ vollumfänglich freizusprechen, soweit das Bundesgericht die Sache zur erneuten 
Prüfung ans Obergericht zurückgewiesen hat bzw. in der Sache nicht bereits definitiv 
entschieden hat. Es sei - indem der Beschuldigte zur förmlich zur Sache einvernommen 
wird - zu prüfen, ob in den Fällen von Veruntreuung angeblich zum Nachteil von A._____ 
die Voraussetzungen für das Vorliegen seines strafrechtlich relevanten Irrtums vorliegen 
und der Beschuldigte in all diesen Fällen freizusprechen sei, obschon er gemäss der 
rechtlichen Auffassung der Strafkammer des Bundesgerichts über diese Fahrzeuge nicht 
wie ein Eigentümer verfügen durfte. 
 
4. 
Es sei der Beschuldigte in den Fällen gemäss den Anklageziffern 3.2.7, 3.4.8 und 3.4.10 
wegen gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB freizusprechen. Evtl, 
sei der Beschuldigte zum Vorwurf der gewerbsmässigen Begehung dieser Betrugsvorwürfe 
zu befragen. 
 
5. 
Es sei der Beschuldigte im Anklagepunkt 4.8. freizusprechen. Evtl, sei dem Beschuldigten 
im Hinblick auf eine Prüfung des Sachverhalts gemäss Anklagepunkt 4.8. das rechtliche 
Gehör zu gewähren. 
 
6. 

 - 6 - 

 

 

 

Es sei - unter Berücksichtigung der unverrückbaren Erwägungen des Bundesgerichts - 
insgesamt eine milde bzw. bedeutend mildere Strafe auszusprechen. 
 
7. 
Es sei die Ruhephase in der Voruntersuchung in den Jahren 2014 bis 2016 in Bezug auf 
eine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu überprüfen und zu würdigen. 
 
8. 
Es sei die Dauer von 20 Monaten, die die 1. Instanz bis zum Erlass des begründeten Urteils 
benötigte, in Bezug auf eine Verletzung des Beschleunigungsgebots zu überprüfen und zu 
würdigen. 
 
9. 
Es seien im Hinblick auf die Strafzumessung weitere Beweise abzunehmen, insbesondere 
den Beschuldigten diesbezüglich sachdienlich zu befragen und weitere ärztliche Berichte 
und IV-Akten als Beweismittel zu den Akten zu nehmen.» 

 

8. 

Am 6. November 2023 nahm die Kantonale Staatsanwaltschaft zu den 

Anträgen des Beschuldigten vom 16. Oktober 2023 Stellung und 

beantragte deren Abweisung. 

 

9. 

Mit Eingabe vom 20. November 2023 nahm der Beschuldigte zur Eingabe 

der Staatsanwaltschaft vom 11. August 2023 Stellung und hielt 

grösstenteils an seinen Anträgen fest bzw. ergänzte diese wie folgt: 

 
«1. 
Es seien die Anträge der Kantonalen Staatsanwaltschaft abzuweisen, soweit überhaupt 
auf diese eingetreten werden kann bzw. auf diese einzutreten ist. 
 
[…] 
 
4. 
Evtl. sei in den nachstehend genannten Fällen (Ziff. 4.6.) zu untersuchen, ob das Fahrzeug 
von der D._____ vor oder nach Kenntnisnahme der vom Bundesgericht angeführten E-Mail 
von E._____ vom 9. März 2011 veräussert wurde. […]» 

 

10. 

Mit Stellungnahme vom 11. Dezember 2023 replizierte der Beschuldigte 

auf die Eingabe der Kantonalen Staatsanwaltschaft vom 6. November 

2023, hielt an seinen bisherigen Begehren fest und beantragte zusätzlich, 

es seien weitere ärztliche Berichte abzuwarten und diese nach deren 

Eingang als Beweismittel zu den Akten zu nehmen.  

 

11. 

Mit Eingabe vom 2. Oktober 2023 stellte der Beschuldigte einen Antrag auf 

vorzeitige Verwertung der beschlagnahmten Grundstücke. Dazu nahm die 

Kantonale Staatsanwaltschaft am 13. Oktober 2023 Stellung, worauf der 

Beschuldigte am 2. November 2023 replizierte. Die einziehungsbetroffene 

 - 7 - 

 

 

 

geschiedene Ehefrau des Beschuldigten F._____ liess sich nicht 

vernehmen.  

 

12. 

Am 13. März 2024 führte das Obergericht eine weitere Verhandlung mit 

persönlicher Befragung des Beschuldigten durch.   

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. Grundsätze der Bindungswirkung 

Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die 

Angelegenheit zur neuen Beurteilung an das Obergericht zurück, darf sich 

dieses nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundesgericht 

kassiert hat. Die anderen Teile des Urteils haben weiterhin Bestand. Die 

neue Entscheidung des Obergerichts ist somit auf diejenige Thematik 

beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als 

Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit 

neu in Gang gesetzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen 

Erwägungen des Bundesgerichts Rechnung zu tragen. Muss sich das 

Obergericht nach einer Rückweisung durch das Bundesgericht wie 

vorliegend nochmals mit der Beweislage befassen, darf es im Vergleich zu 

seinem ersten Berufungsurteil auch eine andere Beweiswürdigung 

vornehmen, wenn es diese für richtiger hält (BGE 143 IV 214 E. 5.2 f.). 

 

2. Begrifflichkeiten 

Zum besseren Verständnis wird an den bisher verwendeten Bezeich-

nungen der beteiligten Gesellschaften D._____ (für D._____ AG) und 

A._____ (für A._____ SA) festgehalten.  

 

3. Frist 

Der Beschuldigte rügt vorab, die Staatsanwaltschaft sei mit ihrer 

Stellungnahme vom 11. August 2023 nicht zu hören, weil diese zu spät 

eingereicht worden sei. Zutreffend ist, dass die Staatsanwaltschaft die 

betreffende Frist zur Stellungnahme versehentlich verpasst hat. Es 

handelte sich jedoch insofern nicht um eine gesetzliche Eingabefrist, 

sondern um eine richterliche Frist für eine Stellungnahme, die dem 

geordneten Gang des Verfahrens dient. Das Verpassen einer solchen Frist 

hat keinen endgültigen Rechtsverlust zur Folge. Vielmehr können die 

entsprechenden Vorbringen auch noch später vorgebracht werden (vgl. 

NIGGLI/RIEDO/FIOLKA, Strafprozessrecht sowie Rechtshilfe in Strafsachen, 

2011, N. 730 zu Art. 93 StPO; RIEDO, in: Basler Kommentar, 

Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 23 zu Art. 93 StPO). 

Die Eingabe der Staatsanwaltschaft ist somit beachtlich, zumal ihre 

verspätete Eingabe den Gang des Verfahrens nicht gestört hat. Die 

 - 8 - 

 

 

 

Eingabe enthält im Übrigen ohnehin nichts, was für den Ausgang des 

Rückweisungsverfahrens von entscheidender Bedeutung wäre.  

 

4. Verfahrensgegenstand 

4.1. In Rechtskraft erwachsene Punkte 

Die erstinstanzlichen Verfahrenseinstellungen bezüglich der Anklageziffern 

3.2.4, 6.2 und 6.3 und die erstinstanzlichen Freisprüche vom Vorwurf der 

Urkundenfälschung gemäss den Anklageziffern 5.1 (teilweise), 5.2.1 und 

5.2.2 sowie vom Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss 

Anklageziffern 6.1.1 blieben im ersten Umgang vor Obergericht 

unangefochten, weshalb diese Punkte bereits in Rechtskraft erwachsen 

sind. Das Bundesgericht ist sodann auf die Beschwerde der 

Oberstaatsanwaltschaft betreffend die Anklageziffern 3.2.6, 3.3.8 und 

3.5.26 mangels Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht 

eingetreten, womit die betreffenden Freisprüche des Bezirksgerichts 

Lenzburg ebenfalls in Rechtskraft erwachsen sind.  

 

Die mit Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2021 ausgefällten Freisprüche 

gemäss den Anklageziffern 3.4.11, 3.4.12, 5.4.1 und 6.1.3 sowie die 

Teilfreisprüche in den Anklageziffern 5.1 und 5.3.1 und 5.3.2 blieben im 

bundesgerichtlichen Verfahren unangefochten, womit es damit sein 

Bewenden hat. 

 

Der obergerichtliche Freispruch des Beschuldigten vom Vorwurf des 

Betrugs gemäss Anklageziffer 3.2.2 wurde vom Bundesgericht bestätigt 

(E. 8.11.4). Ebenso hat das Bundesgericht die Verfahrenseinstellungen 

bezüglich der Anklageziffern 4.2.3 und 4.4 im Ergebnis bestätigt. Weil der 

Vorwurf der unrechtmässigen Aneignung gemäss diesen Anklageziffern 

andere Geschädigte beträfe als der angeklagte Betrug, stehe ein 

Schuldspruch wegen Betrugs im Sinne der Anklageziffern 3.2.5 und 3.4.9 

(dazu hinten, E. 6.2.2 und 6.4.7) einer Einstellung bezüglich der 

Anklageziffern 4.2.3 und 4.4 nicht entgegen (E. 11). Sodann hat das 

Bundesgericht die folgenden obergerichtlichen Schuldsprüche als 

bundesrechtskonform bezeichnet und damit bestätigt:  

- Misswirtschaft gemäss Anklageziffer 1 (E. 15, i.b. E. 15.10); 

- Urkundenfälschungen im Buchhaltungsbereich gemäss Anklageziffer 2 

(E. 6; i.b. E. 6.6); 

- Betrug gemäss den Anklageziffern 3.2.7, 3.4.8 und 3.4.10 (E. 9, i.b. 9.5); 

- Veruntreuung gemäss den Anklageziffern 3.5.29 bis 3.5.32, 3.5.34 bis 

3.5.50, 3.6.9, 3.6.13 bis 3.6.15 und 3.6.17, wobei allerdings insofern 

nicht von einer Veruntreuung von anvertrauten Vermögenswerten, 

sondern von einer Veruntreuung von anvertrauten Sachen auszugehen 

sei (E. 12, i.b. E. 12.10.11); 

- Veruntreuung gemäss den Anklageziffern 3.7.1, 3.7.2, 4.2.1, 4.2.2, 

4.3.1, 4.5, 4.6.1, 4.6.2 und 4.7 (E. 14, i.b. E. 14.7); 

 - 9 - 

 

 

 

- Urkundenfälschungen im Leasingbereich gemäss den Anklageziffern 

5.1, 5.3.1 und 5.3.2, soweit das Obergericht den Beschuldigten von 

diesen Vorwürfen nicht freigesprochen hatte (E. 7, i.b. E. 7.13), gemäss 

den Anklageziffern 5.2.3, 5.3.3, 5.3.4, 5.4.2 bis 5.4.18 und 5.5 (E. 7, i.b. 

E. 7.13); 

- Ungetreue Geschäftsbesorgung gemäss der Anklageziffer 6.1.2 (E. 16, 

i.b. E. 16.6). 

 

4.2. Zur Neubeurteilung zurückgewiesene Punkte 

Hinsichtlich folgender Anklageziffern hat das Bundesgericht die ober-

gerichtlichen Freisprüche aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung 

an dieses zurückgewiesen:  

- Betrug zum Nachteil der A._____ gemäss den Anlageziffern 3.2.3, 3.2.5, 

3.2.8 (E. 8, i.b. E. 8.11.2.4), 3.3.2 bis 3.3.7, 3.3.9 bis 3.3.24 (E. 8, i.b. E. 

8.12); 3.4.2 bis 3.4.7 und 3.4.9 (E. 8, i.b. E. 8.13.7); 

- Veruntreuung zum Nachteil der A._____ gemäss den Anklageziffern 

3.5.2 bis 3.5.25, 3.5.27, 3.5.28, 3.5.33, 3.6.2 bis 3.6.8, 3.6.10 bis 3.6.12, 

3.6.16 und 3.6.18 (E. 12, i.b. E. 12.9.7) und 3.6.19 (E. 12, i.b. E. 12.11.4); 

- Veruntreuung zum Nachteil der G._____ AG und gewerbsmässiger 

Betrug zum Nachteil der H._____; eventualiter Betrug zum Nachteil der 

G._____ AG gemäss Anklageziffer 4.8 (E. 13, i.b. E. 13.6.6). 

 

5. Nichteintreten 

Das Obergericht hat den Beschuldigten mit Urteil vom 21. Juni 2021 

verpflichtet, der Privatklägerin A._____ SA als Schadenersatz Fr. 

2'931'229.80 nebst Zins zu 5 % seit 25. Mai 2011 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wurde der Schadenersatzanspruch der Privatklägerin A._____ 

SA abgewiesen. Während sich die kantonale Staatsanwaltschaft und der 

Beschuldigte gegen das Urteil des Obergerichts vom 21. Juni 2021 

beschwerten, akzeptierte es die Privatklägerin A._____ SA. Gleichwohl 

beantragt sie im zweiten Umgang vor Obergericht – unter Berücksichtigung 

der bereits in Rechtskraft erwachsenen Freisprüche und als Folge der 

zusätzlichen Schuldsprüche nach Rückweisung – einen Schadenersatz im 

Betrag von Fr. 11'713'458.30 nebst Zins zu 5 % seit dem 25. Mai 2011 

(Stellungnahme vom 17. Juli 2023). Auf dieses Begehren ist aus den 

folgenden Gründen nicht einzutreten:  

 

Nachdem die Privatklägerin A._____ SA darauf verzichtet hat, den 

Zivilpunkt durch das Bundesgericht überprüfen zu lassen, bildet dieser 

Punkt nicht Gegenstand der bundesgerichtlichen Rückweisung, weshalb er 

keiner neuen Beurteilung zugänglich ist. Mit einer Beschwerde gegen den 

neuen kantonalen Entscheid können denn auch keine Argumente 

vorgetragen werden, die das Bundesgericht schon in seinem 

Rückweisungsentscheid ausdrücklich verworfen hat oder die es im ersten 

Beschwerdeverfahren gar nicht prüfen musste, weil die Parteien sie nicht 

vorbrachten, obwohl sie dies tun konnten und mussten (Urteil des 

 - 10 - 

 

 

 

Bundesgerichts 6B_765/2015 vom 3. Februar 2016 E. 2.2; Urteil 

4A_268/2015 vom 24. September 2015 E. 1.2 mit Hinweisen). Hätte das 

Bundesgericht mit Urteil vom 21. April 2023 ausnahmsweise reformatorisch 

entschieden, hätte es den Beschuldigten zwar in weiteren, von der 

Staatsanwaltschaft vor Bundesgericht angefochtenen Punkten verurteilen 

können, der Zivilklägerin – die das Urteil des Obergerichts vom 21. Juni 

2021 akzeptiert hat – aber keinen höheren Schadenersatz zusprechen 

können (vgl. Art. 107 Abs. 1 BGG). Die Rückweisung zum neuen Entscheid 

kann nicht dazu führen, dass die Privatklägerin A._____ SA bessergestellt 

wird, als wenn das Bundesgericht reformatorisch entschieden hätte. 

Zwischen dem Schuld- und dem Zivilpunkt besteht im Übrigen auch kein 

untrennbarer Sachzusammenhang, der es erfordern würde, diese Frage 

stets gemeinsam zu beurteilen. Nach dem Dargelegten ergibt sich, dass 

die mit Urteil vom 25. Juni 2021 des Obergerichts des Kantons Aargau der 

Privatklägerin A._____ SA teilweise zugesprochen und teilweise 

abgewiesene Zivilforderung in Rechtskraft erwachsen ist (Urteil des 

Obergerichts vom 25. Juni 2021, Dispositivziffer 5.10). Auf die 

Schadenersatzforderungen der Privatklägerin A._____ SA im zweiten 

Umgang vor Obergericht ist entsprechend nicht einzutreten.  

 

6. Betrug zum Nachteil der A._____ (Anklageziffern 3.2, 3.3 und 3.4) 

6.1. Tatbestand und allgemeine Erwägungen des Bundesgerichts  

Den Tatbestand des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB erfüllt, wer 

in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, 

jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen 

arglistig irreführt oder ihn in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den 

Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder 

einen andern am Vermögen schädigt. Beim Eingehungsbetrug wird das 

Opfer bereits vor oder bei Vertragsabschluss getäuscht, d.h. es wird durch 

absichtliche Täuschung zum Vertragsabschluss verleitet. Beim sog. 

Erfüllungsbetrug täuscht der Täter das Opfer erst bei der Vertragserfüllung, 

indem er ihm eine korrekte Erfüllung des Vertrags vortäuscht (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023 

E. 8.10.2.1).  

 

Mit Blick auf die angeklagten Betrugshandlungen zum Nachteil der A._____ 

(Anklageziffer 3.2-3.4) erwog das Bundesgericht in verbindlicher Weise, es 

sei – entgegen der Auffassung des Obergerichts im ersten Umgang – auch 

ein Erfüllungsbetrug rechtsgenüglich angeklagt, nachdem die Anklage dem 

Beschuldigten in verschiedenen Anklagepunkten explizit vorwerfe, er habe 

die A._____ mittels gefälschter Urkunden über die tatsächlich erfolgte 

Vertragserfüllung getäuscht (E. 8.10.2.4). Zudem hielt das Bundesgericht 

zum Vorliegen der Arglistigkeit fest, dass der Täter einen vom ihm selbst 

durch eine (nicht arglistige) Täuschung hervorgerufenen Irrtum 

«bestärken» könne. Eine solche zusätzliche Täuschung durch aktives Tun 

sei im Rahmen der Tatvariante des «Vorspiegelns von Tatsachen» in die 

 - 11 - 

 

 

 

erforderliche Gesamtbetrachtung miteinzubeziehen und solange von 

Bedeutung, als sich das Opfer dadurch – wie vorliegend durch die 

unterlassene Rückverbuchung des Kaufpreises – an seinem Vermögen 

schädigen könne (E. 8.10.2.3). Weiter könne im Umstand, dass die 

A._____ dem Beschuldigten eine Frist von 20 bzw. 30 Tagen für die 

Einreichung der Fahrzeugausweiskopien mit dem Code 178 zugunsten der 

A._____ eingeräumt habe, kein die Arglist ausschliessender Kontrollabbau 

erblickt werden. Der Eintrag des Code 178 zugunsten der A._____ 

zusammen mit der Einlösung des Fahrzeugs auf den Leasingnehmer habe 

grundsätzlich einen Eigentumserwerb durch die A._____ und folglich eine 

vorgängige Übergabe des Fahrzeugs von der D._____ an den 

Leasingnehmer vorausgesetzt, wobei es auf der Hand liege, dass diese 

Formalitäten einige Tage in Anspruch nehmen könnten. Auch im Umstand, 

dass die Aktivierung des Leasingvertrags bereits im Zeitpunkt der 

Übergabe des Fahrzeugs an den Leasingnehmer erfolgt sei, könne kein 

leichtfertiger Kontrollabbau erblickt werden, sei doch in diesem Zeitpunkt 

angesichts der faktischen Verfügung des Leasingnehmers über das 

Fahrzeug grundsätzlich von der Vertragserfüllung durch die D._____ 

auszugehen gewesen. Spätestens mit der Übergabe der verkauften Sache 

an den Käufer bringe der Verkäufer zumindest konkludent zum Ausdruck, 

dass er darüber wie ein Eigentümer verfügen dürfe und er dem Käufer 

Eigentum daran verschafft habe. Ein leichtfertiger Kontrollabbau sei auch 

deshalb zu verneinen, weil die A._____ den Kaufpreis jederzeit hätte 

rückverbuchen können (E. 8.10.3).  

 

Der A._____ könne unter dem Aspekt der Opfermitverantwortung auch 

nicht vorgeworfen werden, dass sie beim Kauf von Occassionsfahrzeugen 

keine Einsicht in den annullierten oder zumindest in den alten 

Fahrzeugausweis genommen habe bzw. dass sie bei Neuwagen keinen 

Abgleich mit der Dokumentation vorgenommen habe, aus welcher sich die 

Chassis- und Stammnummer ergeben habe. Angesichts der langjährigen 

Vertragsbeziehung zwischen der D._____ und der A._____ sowie der 

zusätzlichen persönlichen Freundschaft zwischen dem Beschuldigten und 

den für die A._____ handelnden Personen sei von einem besonderen 

Vertrauensverhältnis auszugehen, das mangels Anhaltspunkten für ein 

bewusstes Fehlverhalten des Beschuldigten auch über den Sommer 2010 

hinaus fortbestanden habe (E. 8.10.4.1). Ausserdem sei die D._____ 

gegenüber der A._____ verpflichtet gewesen, einen Fahrzeugausweis mit 

einem zugunsten der A._____ eingetragenen Code 178 nachzureichen, 

womit die A._____ auch faktisch habe kontrollieren können, dass kein 

Code 178 zugunsten Dritter bestanden habe, zumal sie nicht mit einer 

illegalen Löschung eines solchen Codes habe rechnen müssen. In einem 

solchen Fall habe die A._____ davon ausgehen dürfen, das Dritteigentum 

sei abgelöst worden (E. 8.10.4.2).    

 

 - 12 - 

 

 

 

Ein Verkäufer bringe mit der Übergabe der Sache an den Käufer 

konkludent zum Ausdruck, dass er darüber frei von Drittansprüchen wie ein 

Eigentümer verfügen dürfe. Daran ändere auch die Empfehlung des 

Strassenverkehrsamts nichts, beim Kauf eines Occasionsfahrzeugs vor der 

Überweisung des Kaufpreises Einblick in den annullierten Fahrzeug-

ausweis zu nehmen (E. 8.10.4.3). Die Rechtsprechung zu den Sorgfalts-

pflichten eines Fahrzeugkäufers im Occassionshandel sei sodann auf den 

gutgläubigen Eigentumserwerb zugeschnitten und nicht auf die Arglist beim 

Betrug übertragbar (E. 8.10.4.4). Insgesamt könne der A._____ unter dem 

Aspekt der Opfermitverantwortung nicht vorgeworfen werden, sie hätte vor 

der Kaufpreiszahlung mittels «Netting» bei Occascionsfahrzeugen in die 

annullierten oder alten Fahrzeugausweise und bei Neuwagen in die Fahr-

zeugdokumentation Einsicht nehmen müssen und sich nicht mit Nach-

reichung des neuen Fahrzeugausweises inkl. Code 178 zu ihren Gunsten 

begnügen dürfen (E. 8.10.4.5). 

 

Ob und ab wann die A._____ Kenntnis von den finanziellen Schwierigkeiten 

der D._____ gehabt habe, sei nicht entscheidend. Die Kenntnis davon, 

dass ein Vertragspartner finanziell nicht in der Lage ist, den Vertrag zu 

erfüllen, sei in der Regel unerheblich, wenn der Vertragspartner – wie bei 

der Zug- um-Zug-Abwicklung eines Kaufvertrags – kein finanzielles Risiko 

eingehe. Wer Kenntnis von finanziellen Schwierigkeiten seines 

Geschäftspartners habe, müsse nicht damit rechnen, dass diese die 

Vertragserfüllung mittels gefälschter oder unwahrer Urkunden vortäusche 

(E. 8.10.5). Allein die Kenntnis davon, dass die D._____ viele Fahrzeuge 

zurücknehme, habe die A._____ nicht zu höherer Sorgfalt veranlassen 

müssen, weil die «toxische» Komponente des Geschäftsmodells nicht in 

der vorzeitigen Rücknahme der Fahrzeuge als solcher bestanden habe, 

sondern darin, dass die Leasingnehmer gegenüber der D._____ nicht für 

sämtliche Kosten der vorzeitigen Rückgabe hätten aufkommen müssen. In 

diese Abrechnung sei jedoch die A._____ nicht involviert gewesen (E. 

8.10.5). 

 

6.2. Fallgruppe 1  

Die Fallgruppe 1 betrifft gemäss der Anklage sieben Fahrzeuge, welche im 

Leasing bei einer anderen Leasinggesellschaft standen und bezüglich 

welcher der Beschuldigte mit den Leasingnehmern entweder einen blossen 

Auskauf des Fahrzeugs bei der früheren Leasinggesellschaft vereinbarte, 

wozu die Leasingnehmer ihm das Fahrzeug übergaben (Anklageziffern 

3.2.3, 3.2.6, 3.2.7 und 3.2.8), oder aber einen Auskauf mit anschliessen-

dem Abschluss eines neuen Leasings für das gleiche Fahrzeug über die 

D._____ bei der A._____, womit das Fahrzeug ununterbrochen im Besitz 

der Leasingnehmer blieb (Anklageziffern 3.2.2, 3.2.4 und 3.2.5). 

 

 - 13 - 

 

 

 

6.2.1. Anklageziffer 3.2.3 

Bezüglich der Anklageziffer 3.2.3 hat das Obergericht im 

Rückweisungsverfahren gestützt auf die verbindliche Weisung des 

Bundesgerichts zu prüfen, ob der Beschuldigte die A._____ arglistig über 

die Vertragserfüllung getäuscht hat (E. 8.11.4 f.). Vorab kann auf den 

Sachverhalt gemäss obergerichtlichem Urteil vom 25. Juni 2021 

(E. 3.4.6.2.1) bzw. die darin enthaltene Zusammenfassung der Anklage 

verwiesen werden. 

 

Aus der Anklage (Rz. 333) geht hervor, dass der Beschuldigte die A._____ 

im Irrtum bestärkt haben soll, ihr werde unbelastetes Eigentum am 

Fahrzeug übertragen, indem er den ursprünglichen Fahrzeugausweis, der 

einen Code 178 zugunsten der I._____ AG enthalten habe, mit einem 

gefälschten Formular zur Löschung des Codes 178 habe annullieren 

lassen, was es ihm erlaubt habe, das Fahrzeug auf die BD._____ 

einzulösen, inkl. Code-Eintrag zugunsten der A._____. In den 

Vorbemerkungen zur Fallgruppe 1 wird zudem ausgeführt, die Bestärkung 

des Irrtums habe dazu geführt, dass es die A._____ unterlassen habe, der 

D._____ den Kaufpreis zurückzubelasten (Rz. 321). Mit diesen 

Ausführungen in der Anklage ist ein Erfüllungsbetrug rechtsgenüglich 

angeklagt (vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.10.2.4). Gemäss den verbindlichen 

Feststellungen des Bundesgerichts genügt auch der Hinweis in der 

Anklageschrift, dass die Mitarbeiter der A._____ in einen Irrtum versetzt 

wurden (E. 9.3.2). Es braucht mithin keine genauere Bezeichnung der 

Mitarbeitenden der A._____, die jeweils in einen Irrtum versetzt worden 

waren.  

 

Indem der Beschuldigte am 16. September 2010 ein gefälschtes Formular 

verwendete, um den Fahrzeugausweis annullieren zu lassen (UA 

act. 6.1.37 112), und hernach einen neuen Fahrzeugausweis zu erwirken, 

der einen Code 178 zugunsten der A._____ enthielt bzw. diesen 

schliesslich der A._____ aushändigte (UA act. 6.1.37 79), täuschte er die 

A._____ über die Vertragserfüllung bzw. darüber, dass diese 

unbeschwertes Eigentum am Fahrzeug erhalten hatte. Die Täuschung ist 

als arglistig zu qualifizieren, weil der Beschuldigte gefälschte Urkunden (UA 

act. 6.1.37 112) verwendete. Eine Opfermitverantwortung der A._____ 

greift nicht, weil diese die Täuschung nicht ohne weiteres erkennen konnte 

und auch nicht davon ausgehen musste, dass der Beschuldigte sie auf 

diese Weise über die Vertragserfüllung täuschen würde (vgl. E. 6.1). Die 

Täuschung über die Vertragserfüllung führte dazu, dass die A._____ auf 

eine Rückbelastung des Kaufpreises verzichtete. Auf diese Weise 

schädigte sie sich am Vermögen, weil sie Gefahr lief, die Sache 

entschädigungslos an die I._____ AG herausgeben zu müssen bzw. mit 

dieser in eine zivilrechtliche Auseinandersetzung verstrickt zu werden (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. 

 - 14 - 

 

 

 

April 2023, E. 8.11.3.2). Der erforderliche Motivationszusammenhang 

zwischen der Täuschung über die Vertragserfüllung, dem Irrtum über die 

Vertragserfüllung und dem Vermögensschaden liegt vor. Der Beschuldigte 

wusste, dass das betreffende Fahrzeug im Eigentum der I._____ AG stand 

und er dieses hätte auskaufen müssen, bevor er es der A._____ für ein 

neues Leasing mit der BD._____ verkaufen konnte. Er täuschte die 

A._____ wissentlich und willentlich darüber, dass die D._____ ihrer 

vertraglichen Pflicht zur Übertragung von unbeschwertem Eigentum am 

Fahrzeug nachgekommen war, um sie von einer Rückbelastung des Kauf-

preises abzuhalten und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB zum 

Nachteil der A._____ strafbar gemacht.  

 

Entgegen der Darstellung des Beschuldigten (Stellungnahme vom 

16. Oktober 2023, Ziff. 2.10, Ziff. 2.12.3; Stellungnahme vom 20. Novem-

ber 2023, Ziff. 3.1.1 f.) ist erwiesen, dass die A._____ bzw. deren 

Mitarbeiter aufgrund der arglistigen Täuschung einem Irrtum unterlegen 

sind. Es ist nicht einzusehen, weshalb die Mitarbeitenden der A._____ ihre 

Arbeitgeberin hätte schädigen sollen, wenn sie erkannt hätten, dass die 

D._____ gar nicht über einen Erfüllungswillen verfügt bzw. diese der 

A._____ nicht das unbeschwerte Eigentum an den Verkaufsobjekten 

verschaffen will oder kann. Die A._____ war im gewerblichen Leasing tätig. 

Ihr Zweck bestand unter anderem darin, durch den Abschluss von 

Leasingverträgen Umsatz zu erwirtschaften und Gewinn zu erzielen. Dass 

eine derartige Leasinggesellschaft mit der Zahlung des Kaufpreises ihre 

Hauptleistungspflicht (irrtumsfrei) erfüllt, obwohl sie weiss, dass sie vom 

Vertragspartner keine adäquate Gegenleistung erhält, ist realitätsfremd. 

Gemäss Bundesgericht verfiel das Obergericht denn auch nicht in Willkür, 

indem es den Vorwurf des Beschuldigten verwarf, die Mitarbeitenden der 

A._____ seien über alles informiert gewesen und hätten zu den ihm 

vorgeworfenen Handlungen gar Hand geboten (Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 9.2.2). Wäre das 

Bundesgericht davon ausgegangen, die Mitarbeitenden der A._____ seien 

über alles informiert gewesen und hätten zu den Betrugsdelikten gar Hand 

geboten, würde es sachlogisch schon an einer Täuschung fehlen, welche 

das Bundesgericht jedoch ausdrücklich bejaht hat.  

 

Wenn von der Anklage gemäss den verbindlichen Erwägungen des 

Bundesgerichts im Urteil vom 21. April 2023 keine näheren Angaben dazu 

verlangt werden dürfen, welcher Mitarbeiter der A._____ in Bezug auf jeden 

einzelnen Anklagesachverhalt in einen Irrtum versetzt wurde (E. 9.3.2), 

steht damit auch fest, dass der Anklagevorwurf in dieser Form genügend 

umschrieben ist, dass darüber entschieden werden kann. Die Anklage-

schrift definiert den relevanten Sachverhalt, d. h. die massgeblichen Vor-

würfe und damit die durch das Gericht zu überprüfenden Tatbestands-

elemente (NIGGLI/HEIMGARTNER, in: Basler Kommentar, Schweizerische 

 - 15 - 

 

 

 

Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 28a zu Art. 9 StPO). Die Beweis-

anträge des Beschuldigten, welche auf die Klärung abzielen, welche Mitar-

beiter der A._____ in jedem einzelnen Anklagesachverhalt einen Irrtum 

unterlegen sind (Stellungnahme vom 16. Oktober 2023, Ziff. 2.12.3), sind 

daher mangels Erheblichkeit abzuweisen, auch wenn es dem Obergericht 

im Rückweisungsverfahren grundsätzlich erlaubt ist, zusätzliche Beweise 

abzunehmen. Die Beweisanträge des Beschuldigten sind auch abzu-

weisen, soweit er in pauschaler Art und Weise geltend macht, es seien in 

allen Fällen, in denen sich das Bundesgericht auf E-Mails stütze, die 

betreffenden Absender und Empfänger einzuvernehmen (Stellungnahme 

vom 16. Oktober 2023, Antragsziff. 2; Ziff. 2.12.3; Stellungnahme vom 

20. November 2023, Antragsziff. 2). Richtig besehen können Dokumente 

auch ohne Konfrontation mit deren Ersteller verwertbar sein, da es sich 

dabei nicht um Belastungszeugen im Sinne von Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK 

handelt (vgl. Urteile 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 3.3.2; 6B_102/2011 

vom 14. Februar 2012 E. 8.3). Insbesondere erscheint es weder erfor-

derlich noch zielführend, die Verfasser von aktenkundigen E-Mails generell 

zu befragen, was sie mit einer bestimmten Nachricht zum Ausdruck bringen 

wollten und wann sie eine bestimmte E-Mail verfasst oder gelesen haben. 

Entsprechende Beweisabnahmen wären höchstens dann geboten, wenn 

der Inhalt einer konkreten E-Mail tatsächlich interpretationsbedürftig wäre 

oder dem genauen Zeitpunkt, in dem eine Nachricht verfasst oder gelesen 

wurde, entscheiderhebliche Bedeutung zukäme. Dass das eine oder 

andere der Fall wäre, vermag der Beschuldigte nicht aufzuzeigen und ist 

auch sonst nicht ersichtlich. Soweit der Beschuldigte der Auffassung sein 

sollte, sein Konfrontationsrecht sei verletzt worden, weil er bestimmten 

Urhebern oder Empfängern von (relevanten) E-Mails keine Ergänzungs-

fragen stellen konnte, wären von ihm entsprechend substanziierte 

Beweisanträge zu erwarten gewesen. Solche hat er nicht gestellt. Es sind 

auch keine Beweislücken oder Zweifel an der Zuverlässigkeit einzelner 

Dokumente erkennbar, die unter dem Aspekt des Untersuchungsgrund-

satzes weitere Beweisabnahmen gebieten würden. Die vorliegend auszu-

fällenden Schuldsprüche stützen sich denn auch nicht auf einzelne E-Mails 

ab, denen bei der Beweiswürdigung eine herausragende Bedeutung 

zukäme, sondern jeweils auf eine Vielzahl von Unterlagen, die den 

Anklagesachverhalt untermauern. Auch eine weitere persönliche Einver-

nahme des Beschuldigten zur Sache erübrigt sich, zumal es entgegen 

seinen Ausführungen insbesondere nicht zutrifft, dass er noch nie zur 

Frage der Gewerbsmässigkeit bzw. zu seinen Beweggründen befragt 

wurde (vgl. namentlich Protokoll der Berufungsverhandlung vom 12. Mai 

2021, S. 16 ff. und 43 f.; Protokoll der erstinstanzlichen Hauptverhandlung, 

S. 18; Einvernahme der Kantonalen Staatsanwaltschaft vom 5. April 2017, 

S. 6 und 9 [UA act. 4.121 6 und 9]). Es ist auch keine anderweitige 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ersichtlich, konnte sich 

doch der Beschuldigte im gesamten Verfahren mehrfach zu sämtlichen 

Anklagevorwürfen äussern.  

 - 16 - 

 

 

 

6.2.2. Anklageziffer 3.2.5 und 3.2.8 

Mit Blick auf die Anklageziffern 3.2.5 und 3.2.8 ist davon auszugehen, dass 

ein Erfüllungsbetrug rechtsgenüglich angeklagt wurde, wird doch in der 

Anklage ausgeführt, der Beschuldigte habe den Irrtum über die Eigen-

tümerschaft bzw. die Vertragserfüllung auch nach Erhalt des Kaufpreises 

bestärkt, indem er der A._____ gefälschte Fahrzeugausweiskopien 

übermittelt habe (Rz. 349 und 372). In den Vorbemerkungen zur Fallgruppe 

1 wird zudem ausgeführt, die Bestärkung des Irrtums habe dazu geführt, 

dass es die A._____ unterlassen habe, der D._____ den Kaufpreis 

zurückzubelasten (Rz. 321). Unerheblich ist, dass die Anklage den Betrug 

teilweise anders begründet (vgl. E. 8.11.4). 

 

Sodann erwog das Bundesgericht in verbindlicher Weise, dass der 

Beschuldigte die A._____ in diesen beiden Fällen arglistig über die 

Vertragserfüllung getäuscht habe, indem er mit gefälschten Fahrzeug-

ausweiskopien (sprich gefälschten Urkunden) fingierte, der A._____ das 

Eigentum am entsprechenden Fahrzeug verschafft zu haben. Im Irrtum 

über die Vertragserfüllung bzw. den Erhalt unbeschwerten Eigentums habe 

die A._____ auf eine Rückverbuchung des Kaufpreises verzichtet und sich 

so im Vermögen geschädigt (E. 8.11.2). Der erforderliche Motivations-

zusammenhang zwischen der Täuschung, dem Irrtum und der Vermögens-

schädigung liegt vor. Der Beschuldigte handelte in der Absicht und mit dem 

Willen, die A._____ von einer Rückverbuchung des Kaufpreises 

abzuhalten, indem er dieser durch Verwendung gefälschter Fahrzeugaus-

weiskopien vortäuschte, die D._____ habe ihre vertragliche Verpflichtung 

erfüllt, der A._____ das unbeschwerte Eigentum am jeweiligen Fahrzeug 

zu verschaffen. Auf diese Weise wollte er die D._____ unrechtmässig 

bereichern. Der Beschuldigte hat sich damit in beiden Fällen des Betruges 

i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB zum Nachteil der A._____ schuldig gemacht. Es 

sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe ersichtlich.   

 

Was den pauschalen Hinweis des Beschuldigten anbelangt, es sei nicht 

nachgewiesen, dass die Mitarbeitenden der A._____ einem Irrtum 

unterlegen seien, kann auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen 

werden. Dasselbe gilt für den Antrag des Beschuldigten auf zusätzliche 

Beweisabnahmen (vorne, E. 6.2.1). 

 

6.3. Fallgruppe 2  

Die Fallgruppe 2 betrifft den Verkauf von Fahrzeugen durch die D._____ 

an die A._____, welche bereits im Eigentum der A._____ standen. Das 

Bundesgericht hob die Freisprüche gemäss Urteil des Obergerichts vom 

25. Juni 2021 auf und wies die Sache (sinngemäss) zur Neubeurteilung an 

das Obergericht zurück.  

 

Was den pauschalen Hinweis des Beschuldigten anbelangt, es sei nicht 

nachgewiesen, dass die Mitarbeitenden der A._____ in den nachfolgenden 

 - 17 - 

 

 

 

Fällen einem Irrtum unterlegen seien, kann auf die vorstehenden Ausfüh-

rungen verwiesen werden (vorne, E. 6.2.1 mit Hinweis auf Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

9.2.2). Dasselbe gilt für den Antrag des Beschuldigten auf zusätzliche 

Beweisabnahmen (vorne, E. 6.2.1). 

 

Zu den Sachverhalten kann auf das obergerichtliche Urteil vom 25. Juni 

2021 (E. 3.5.4.1, E. 3.5.4.2, E. 3.5.4.3, E. 3.5.4.4, E. 3.5.4.5, E. 3.5.4.6, 

E. 3.5.4.8, E. 3.5.4.9, E. 3.5.4.10, E. 3.5.4.11, E. 3.5.4.12, E. 3.5.4.13, 

E. 3.5.4.14, E. 3.5.4.15, E. 3.5.4.16, E. 3.5.4.17, E. 3.5.4.18, E. 3.5.4.19; 

3.5.4.20, E. 3.5.4.21, E. 3.5.4.22, E. 3.5.4.23) bzw. die darin enthaltenen 

Weiterverweisungen auf die Anklageschrift sowie die zusammenfassende 

Darstellung des erstinstanzliche Urteils vom 23. Januar 2019 (E. 7.3.1.1, 

E. 7.3.2.1, E. 7.3.3.1, E. 7.3.4.1, E. 7.3.5.1, E. 7.3.6.1, E. 7.3.8.1, 

E. 7.3.9.1, E. 7.3.10.1, E. 7.3.11.1, E. 7.3.12.1, E. 7.3.13.1, E. 7.3.14.1, 

E. 7.3.15.1, E. 7.3.16.1, E. 7.3.17.1, E. 7.3.18.1, E. 7.3.19.1, E. 7.3.20.1, 

E. 7.3.21.1, E. 7.3.22.1, E. 7.3.23.1) verwiesen werden. 

 

6.3.1. Allgemeine Erwägungen des Bundesgerichts zu dieser 

Fallgruppe 

Das Bundesgericht erwog in allgemeiner Weise, der Beschuldigte habe die 

A._____ über seinen Erfüllungswillen getäuscht, indem er sich mittels 

falscher Fahrzeugangaben (falsche Chassisnummern) in den 

Vertragsunterlagen verpflichtete, ein nicht existierendes Fahrzeug zu 

liefern und schliesslich ein anderes, bereits im Eigentum der A._____ 

stehendes Fahrzeug übergab (E. 8.12.1). Eine solche Täuschung sei 

arglistig und nicht einfach zu durchschauen gewesen, zumal der 

Beschuldigte die durchaus bestehenden Kontrollmechanismen der 

A._____ bewusst umgangen habe, indem er in zahlreichen Fällen zu 

zusätzlichen täuschenden Machenschaften im Sinne des Betrugs-

tatbestandes gegriffen habe (Verheimlichung von Fahrzeugrücknahmen, 

Fälschung von Formularen zur Löschung des Code 178, um Fahrzeuge auf 

den neuen Leasingnehmer einlösen zu können; Übermittlung von 

gefälschten Fahrzeugausweiskopien und Bezahlung von Leasingraten für 

zurückgegebene Fahrzeuge). Die A._____ sei aufgrund des langjährigen 

Geschäftsverhältnisses denn auch nicht verpflichtet gewesen, beim Kauf 

eines Occassionsfahrzeuges vorgängig Einsicht in den alten oder 

annullierten Fahrzeugausweis bzw. beim Kauf von Neuwagen in die 

Fahrzeugdokumentation zu nehmen. Daran ändere auch der Umstand 

nichts, dass die A._____ ab Oktober /November 2010 Kenntnis von den 

finanziellen Schwierigkeiten der D._____ gehabt habe, sei doch der Kauf-

vertrag Zug-um-Zug abgewickelt worden, womit die A._____ kein finan-

zielles Risiko eingegangen sei (E. 8.12.2 f.). Unerheblich sei zudem, dass 

der Beschuldigte der A._____ nicht in allen Fällen nachträglich eine Kopie 

des Fahrzeugausweises übermittelt habe, weil der Betrug schon mit der 

Bezahlung des Kaufpreises für das in Wirklichkeit nicht verkaufte Fahrzeug 

 - 18 - 

 

 

 

vollendet gewesen sei (E. 8.12.5). Darin, dass den Mitarbeitenden der 

A._____ teilweise nicht aufgefallen sei, dass die Chassisnummer im 

Fahrzeugausweis in der letzten Ziffer von derjenigen in den 

Vertragsunterlagen abgewichen sei, könne keine die Arglist ausschlies-

sende Opfermitverantwortung erblickt werden (8.12.6).   

 

6.3.2. Anklageziffer 3.3.2 

Der Ferrari 458 Italia stand zunächst in einem Leasing zwischen der 

J._____ AG und der A._____, wobei der Beschuldigte beim Verkauf des 

Fahrzeuges an die A._____ für dieses Leasing (wohl irrtümlich) eine 

falsche Chassisnummer (UA act. 6.1.36 12 ff.) verwendet hatte. Die am 7. 

August 2010 erfolgte Fahrzeugrücknahme an die D._____ meldete der 

Beschuldigte nicht, obwohl die D._____ dazu vertraglich verpflichtet 

gewesen wäre (Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023 E. 8.12.3). Mit Kaufvertrag vom 11. 

August 2010 verkaufte der Beschuldigte den (als Neuwagen qualifizierten) 

Ferrari ein weiteres Mal der A._____ für ein Leasing mit der K._____ AG, 

wobei er eine falsche (von der internen Buchhaltung abweichende) 

Chassisnummer verwendete (UA act. 6.1.36 96 ff.). Die A._____ beglich 

den Kaufpreis am 17. August 2010 mittels «Netting» (UA act. 6.1.36 140). 

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ durch Verwendung einer falschen 

Chassisnummer im Leasingvertrag mit der K._____ AG über seinen Erfül-

lungswillen bzw. über den Umstand, dass sich dieses Fahrzeug aufgrund 

eines vorbestehenden Leasings bereits im Eigentum der A._____ befand. 

Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich arglistig (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 

21. April 2023, E. 8.12.2). Eine die Arglist ausschliessende Mitverant-

wortung der A._____ liegt gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 21. April 

2023 nicht vor (vgl. Ausführungen in E. 6.3.1). Mithin meldete der Beschul-

digte der A._____ die Fahrzeugrücknahme nicht und umging die Kontrollen 

der A._____ ausserdem gezielt, indem er in den Unterlagen zum 

Leasingvertrag mit der K._____ AG eine falsche Chassisnummer angab.  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Es sind weder Rechtfertigungs- noch 

Schuldausschlussgründe ersichtlich.   

 

 - 19 - 

 

 

 

6.3.3. Anklageziffer 3.3.3 

Der Mercedes SL 65 stand zunächst in einem Leasing zwischen der 

L._____ Sagl und der A._____ (UA act. 6.1.153 58 und 65). Die Rückgabe 

dieses Fahrzeuges meldete der Beschuldigte nicht. Stattdessen gab er 

gegenüber der A._____ wahrheitswidrig an, die Leasingnehmerin habe die 

Raten an ihn bezahlt, weshalb diese durch die D._____ beglichen würden 

(vgl. UA act. 6.1.153 87). Mit Kaufvertrag vom 24. September 2010 

verkaufte die D._____ den fraglichen Mercedes noch einmal an die 

A._____ für ein Leasing des Beschuldigten persönlich, unter Angabe einer 

falschen Chassis- und Stammnummer (act. 6.1.153 13). Die A._____ 

zahlte den Kaufpreis am 28. September 2010 per Netting (act. 6.1.37 82). 

Nachdem sie den ausstehenden Fahrzeugausweis einverlangt hatte (UA 

act. 6.1.153 93 f.), schickte der Beschuldigte eine Fahrzeugausweiskopie 

mit einer falschen (zu einem anderen Mercedes gehörenden) Chassis- und 

Stammnummer an die A._____ (UA act. 6.1.153 96).    

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ durch Verwendung einer falschen 

Chassis- und Stammnummer im Kaufvertrag über den Erfüllungswillen 

bzw. über den Umstand, dass sich dieses Fahrzeug aufgrund eines 

früheren Leasings bereits im Eigentum der A._____ befand. Die Täuschung 

über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.12.2). Der Beschuldigte griff ausserdem zu weiteren täuschenden 

Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands, indem er der A._____ 

die Fahrzeugrücknahme verheimlichte, Leasingraten anstelle der Leasing-

nehmerin bezahlte und eine gefälschte Fahrzeugausweiskopie nach-

reichte, welche die gleiche falsche Chassis- und Stammnummer wie der 

Leasingvertrag aufwies. Für die A._____ war die Täuschung über den 

Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar bzw. war für sie nicht leicht zu 

erkennen, dass der Beschuldigte ein Fahrzeug an sie verkaufte, das sie 

bereits im Rahmen des Leasing der L._____ Sagl erworben hatte. Zudem 

lieferte der Beschuldigte eine plausible Begründung, weshalb betreffende 

Leasingraten plötzlich nicht mehr durch die L._____ Sagl, sondern durch 

die D._____ bezahlt wurden, weshalb die A._____ nicht mit einer 

Rückgabe des betreffenden Fahrzeuges durch die L._____ Sagl an die 

D._____ rechnen musste.  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

 - 20 - 

 

 

 

schuldig gemacht. Es sind weder Rechtfertigungs- noch 

Schuldausschlussgründe ersichtlich.   

 

6.3.4. Anklageziffer 3.3.4 

Mit Kaufvertrag vom 1./3. Dezember 2010 verkaufte die D._____ den (als 

Neuwagen qualifizierten) Porsche Cayenne Turbo an die A._____ für ein 

Leasing mit der M._____ AG (UA act. 6.1.45 58). Die A._____ bezahlte den 

Kaufpreis mit Netting vom 2. Dezember 2010 (UA act. 6.1.45 74). In der 

Folge bat die Leasingnehmerin darum, den Leasingvertrag auf die N._____ 

AG umzumelden (UA act. 6.1.45 77 und 94), der Beschuldigte stellte jedoch 

stattdessen bei der A._____ einen neuen Leasingantrag für einen als 

Vorführwagen qualifizierten Porsche Cayenne (UA act. 6.1.45 195), bei 

dem es sich in Tat und Wahrheit um den Porsche Cayenne Turbo handelte, 

für den die A._____ bereits den Kaufpreis für ein Leasing der M._____ AG 

bezahlt hatte. Beim Antrag für das Leasing der N._____ AG verwendete 

der Beschuldigte zudem eine falsche Chassisnummer (UA act. 6.1.45 128). 

Per 2. Februar 2011 bezahlte die A._____ den Kaufpreis mittels Netting 

(UA act. 6.1.45 201), ohne zu wissen, dass es sich um das Fahrzeug 

handelte, das aufgrund des Leasings mit der M._____ AG bereits in ihrem 

Eigentum stand.  

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ durch Verwendung einer falschen 

Bezeichnung des Fahrzeugs als Vorführwagen und durch Verwendung 

einer falschen Chassisnummer im Leasingantrag über den Erfüllungswillen 

bzw. über den Umstand, dass sich dieses Fahrzeug aufgrund des Leasings 

mit der M._____ AG bereits im Eigentum der A._____ befand und die 

D._____ nicht darüber verfügen konnte. Die Täuschung über den 

Erfüllungswillen ist grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte, 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

 - 21 - 

 

 

 

6.3.5. Anklageziffer 3.3.5 

Mit Kaufvertrag vom 3./16. Juni 2010 verkaufte die D._____ der A._____ 

einen Porsche Panamera Turbo für ein Leasing mit der O._____ AG (UA 

act. 6.1.39 19). Die A._____ bezahlte den entsprechenden Kaufpreis am 

7. Juni 2010 mittels Netting (UA act. 6.1.39 93). Am 3. Januar 2011 gab die 

Leasingnehmerin das Fahrzeug an die D._____ zurück, wobei diese der 

A._____ die Rücknahme vorerst verschwieg (die Meldung erfolgte erst am 

15./16. Mai 2011: vgl. UA act. 6.1.39 111 und 116). Stattdessen zahlte die 

D._____ in der Folge mindestens eine Rate des Leasings der O._____ AG 

selber an die A._____, um den Weiterbestand dieses Leasings 

vorzutäuschen (UA act. 6.1.39 119-121). Am 26. Januar 2011 verkaufte der 

Beschuldigte im Namen der D._____ den fraglichen Porsche unter 

Verwendung einer falschen Chassisnummer für das Leasing mit P._____ 

erneut der A._____ (UA act. 6.1.39 35), die den Kaufpreis für dieses bereits 

in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug am 4. Februar 2011 per Netting 

beglich (UA act. 6.1.39 147). Am 4. April 2011 sandte der Beschuldigte der 

A._____ sodann eine gefälschte Fahrzeugausweiskopie des auf AA._____ 

zugelassenen Fahrzeugs mit einer falschen Chassisnummer (UA 

act. 6.1.39 73).  

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags vom 

26. Januar 2011 über den Umstand, dass sich das Fahrzeug aufgrund des 

Leasings mit der O._____ AG bereits im Eigentum der A._____ befand und 

die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im Kaufvertrag eine falsche Chassisnummer verwendet, er 

die Rückgabe des Fahrzeugs durch die O._____ AG an die D._____ bis im 

Mai 2011 verheimlicht, zumindest die Bezahlung einer Leasingrate durch 

die D._____ veranlasst und die A._____ mit einer falschen 

Fahrzeugausweiskopie bedient hat. Darin sind täuschende Machen-

schaften im Sinne des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

 - 22 - 

 

 

 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte, 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.6. Anklageziffer 3.3.6 

Mit Kaufvertrag vom 9./17. Februar 2010 verkaufte die D._____ der 

A._____ einen Ferrari California für ein Leasing mit AB._____ (UA 

act. 6.1.40 66). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis am 12. Februar 2010 

mittels Netting (UA act. 6.1.40 68). Der Leasingnehmer gab das Fahrzeug 

Ende Oktober 2010 der D._____ zurück (vgl. UA act. 6.1.40 170), wobei 

der Beschuldigte diese Rücknahme der A._____ (entgegen seiner 

vertraglichen Pflicht) nicht meldete und den Code 178 am 2. November 

2010 mittels gefälschten Formulars löschen liess (vgl. Anklageziffer 5.3.1 

und Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6). Ausserdem bezahlte 

die D._____ mehrere Leasingraten an die A._____ (UA act. 6.1.40. 282 ff.), 

was diese im Glauben bestärkte, das Fahrzeug befinde sich nach wie vor 

im Leasing von AB._____. Mit Kaufvertrag vom 19. Januar 2011 verkaufte 

der Beschuldigte das Fahrzeug im Namen der D._____ ein weiteres Mal 

an die A._____ für ein Leasing mit AC._____, wobei eine falsche 

Chassisnummer im Kaufvertrag (UA act. 6.1.40 50) und auf der Rechnung 

(UA act. 6.1.40 51) aufgeführt war. Nachdem die A._____ eine 

Fahrzeugausweiskopie einverlangt hatte, übermittelte der Beschuldigte 

dieser am 4. April 2011 eine gefälschte Kopie eines Fahrzeugausweises, 

in der die (falsche) Chassisnummer gemäss Kaufvertrag vom 19. Januar 

2011 aufgeführt war (UA act. 6.1.40 53).  

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags vom 

19. Januar 2011 über den Umstand, dass sich der Ferrari aufgrund des 

Leasings mit AB._____ bereits im Eigentum der A._____ befand und die 

D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im Kaufvertrag und in der Rechnung eine falsche 

Chassisnummer verwendet, er die Rückgabe des Fahrzeugs durch 

AB._____ verheimlicht, die Bezahlung mehrerer Leasingraten durch die 

D._____ veranlasst, den Code 178 mittels gefälschten Formulars löschen 

liess und die A._____ mit einer falschen Fahrzeugausweiskopie bedient 

hat. Darin sind täuschende Machenschaften im Sinne des 

Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

 - 23 - 

 

 

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.7. Anklageziffer 3.3.7 

Mit Kaufvertrag vom 31. August 2010 verkaufte die D._____ der A._____ 

einen Range Rover für ein Leasing mit der AD._____ GmbH (UA 

act. 6.1.72 21). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis am 30. August 2010 

mittels Netting (UA act. 6.1.72 79). Am 20. Dezember 2010 ersuchte die 

Leasingnehmerin um Teilrückzahlung der geleisteten Kaution bzw. um 

Anpassung des Leasingvertrags, weil sie finanzielle Mittel benötigte (UA 

act. 6.1.72 84). Nachdem die A._____ den Abschluss eines neuen Leasing-

vertrags abgelehnt hatte (UA act. 6.1.72 85 f.), verkaufte der Beschuldigte 

der A._____ den Range Rover mit Kaufvertrag vom 2./17. Februar 2011 

(UA act. 6.1.72 26) ein weiteres Mal für ein Leasing mit dem vertretungs-

berechtigten Gesellschafter der AD._____ GmbH, AE._____, wobei der 

Beschuldigte gegenüber der A._____ vorerst nicht erwähnte, dass 

gleichzeitig das Leasingverhältnis mit der AD._____ GmbH beendet 

werden soll. Indem der Beschuldigte per 8. April 2011 die Bezahlung einer 

Leasingrate durch die D._____ veranlasste (UA act. 6.1.72 168 f.), hielt er 

die A._____ vielmehr im Glauben, das Fahrzeug befinde sich nach wie vor 

im Leasing der AD._____ GmbH. Die Rücknahme des Fahrzeugs wurde 

der A._____ erst am 9. Mai 2011 gemeldet (UA act. 6.1.72 72). Auf den 

Leasingvertragsunterlagen für das neue Leasing mit AE._____ (UA 

act. 6.1.72 24 f.) und dem betreffenden Kaufvertrag mit der A._____ (UA 

act. 6.1. 72 26) verwendete der Beschuldigte eine falsche Chassis- und 

Stammnummer sowie ein falsches Datum der 1. Inverkehrsetzung. Die 

A._____ beglich den Kaufpreis per Netting am 28. Februar 2011 (UA 

act. 6.1.72 119), ohne den Rückkaufpreis aus dem Leasing mit der 

AD._____ GmbH gleichzeitig zu verrechnen.  

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags vom 

2./17. Februar 2011 über den Umstand, dass sich der Range Rover 

aufgrund des Leasings mit der AD._____ GmbH bereits im Eigentum der 

A._____ befand und die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen 

 - 24 - 

 

 

 

bzw. den Kaufvertrag erfüllen konnte. Die Täuschung über den 

Erfüllungswillen ist grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die 

A._____ war die Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durch-

schaubar, zumal der Beschuldigte im Kaufvertrag vom 2./17. Februar 2011 

und den Unterlagen zum Leasing von AE._____ eine falsche Chassis- und 

Stammnummer sowie ein falsches Datum der 1. Inverkehrsetzung 

verwendete. Ausserdem verheimlichte der Beschuldigte die 

Fahrzeugrückgabe durch die AD._____ GmbH und veranlasste die 

Bezahlung der Leasingrate, um so vorzutäuschen, dass sich der Range 

Rover nach wie vor im Leasing mit der AD._____ GmbH befindet. In diesen 

Begleithandlungen sind täuschende Machenschaften im Sinne des 

Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.8. Anklageziffer 3.3.9 

Mit Kaufvertrag vom 27. Mai/1. Juni 2010 verkaufte die D._____ der 

A._____ einen Porsche Panamera Turbo für ein Leasing mit der AF._____ 

AG (UA act. 6.1.48 42). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis am 2. Juni 

2010 mittels Netting (UA act. 6.1.48 71). Der Porsche wurde am 

12. November 2010 an die D._____ retourniert (UA act. 6.1.48 127), 

welche der A._____ die Rückgabe vorerst nicht meldete und per 

16. November 2010 die Löschung des Fahrzeugausweises mit einem 

gefälschten Formular veranlasste (vgl. Anklageziffer 5.3.1 und Urteil des 

Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6). Die A._____ erhielt im Januar 2011 

Kenntnis von der Fahrzeugrückgabe (vgl. UA act. 6.1.48 18). Noch im 

Dezember 2010 hatte die D._____ dieses Fahrzeug an AG._____ AG 

verkauft, wobei diese den Kaufpreis durch Eintausch eines Mercedes ML 

63 AMG und eine Barüberweisung beglich (UA act. 6.1.48 134 und 86 ff.). 

Nachdem AH._____ von der AG._____ AG mit dem Porsche nicht ganz 

zufrieden war, bot ihm der Beschuldigte an, den Porsche in ein Leasing zu 

 - 25 - 

 

 

 

nehmen und einen neuen Porsche zu bestellen, den dieser dann kaufen 

oder leasen könne (UA act. 6.1.48 92 und 96). Am 24. Februar/2. März 

2011 verkaufte der Beschuldigte den als Occasion qualifizierten Porsche 

im Namen der D._____ unter Angabe einer falschen Chassisnummer für 

ein Leasing mit der AG._____ AG (UA act. 6.1.48 33), ohne zu erwähnen, 

dass es sich um den Porsche aus dem Leasing mit der AF._____ AG 

handelt, deren Rückkaufspreis die D._____ noch nicht bezahlt hatte. Die 

falsche Chassisnummer wurden auch in den Leasingunterlagen (UA 

act. 6.1.48 34) sowie in der Rechnung an die A._____ verwendet (UA 

act. 6.1.48 35). Am 28. Februar 2011 schrieb die D._____ der AG._____ 

AG einen Betrag gut, der ungefähr dem Kaufpreis für den Porsche 

entsprach (UA act. 6.1.48 68). Am 4. März 2011 bezahlte die A._____ der 

D._____ den Kaufpreis für den Porsche gemäss Kaufvertrag vom 

24. Februar/2. März 2011 per Netting (UA act. 6.1.48 39), ohne den Rück-

kaufpreis aus dem Leasing mit der AF._____ AG davon abzuziehen. Am 

4. April 2011 sandte der Beschuldigte der A._____ eine 

Fahrzeugausweiskopie zu. Auf dieser war die AG._____ AG als Halterin 

aufgeführt und eine falsche Chassisnummer angegeben (UA act. 6.1.48 

124).  

 

Der Beschuldigte täuschte die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags vom 

24. Februar/2. März 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche 

aufgrund des Leasings der AF._____ AG bereits im Eigentum der A._____ 

befand und die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den 

Kaufvertrag erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist 

grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im besagten Kaufvertrag, den damit zusammenhängenden 

Leasingunterlagen und in der Rechnung an die A._____ eine falsche 

Chassisnummer aufgeführt hat. Zwar hatte die A._____ ab Januar 2011 

Kenntnis von der Rückgabe des Fahrzeuges durch die AF._____ AG, 

aufgrund der falschen Chassisnummer konnte sie gleichwohl nicht erken-

nen, dass es sich beim Porsche gemäss Kaufvertrag vom 24. Februar/2. 

März 2011 um denjenigen handelte, der ursprünglich im Leasing mit der 

AF._____ AG stand und für den die D._____ den Rückkaufpreis noch nicht 

geleistet hatte. In der Verwendung einer falschen Chassisnummer, der 

illegalen Annullierung des Fahrzeugausweises mittels gefälschten 

Formulars sowie in der Übergabe einer gefälschten Fahrzeugausweiskopie 

sind täuschende Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands zu 

erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

 - 26 - 

 

 

 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.9. Anklageziffer 3.3.10 

Mit Kaufvertrag vom 24. Februar/2. März 2010 verkaufte die D._____ der 

A._____ einen Porsche 911 Carrera 4S Cabriolet für ein Leasing mit der 

AI._____ GmbH, unter Verwendung einer falschen Chassis- und 

Stammnummer (UA act. 6.1.96 14). Der Fahrzeugausweis mit der richtigen 

Chassis- und Stammnummer und einem Code 178-Eintrag zu Gunsten der 

A._____ wurde dieser am 18. März 2010 übermittelt (UA act. 6.1.96 31 f.). 

Am 20. November 2010 gab die Leasingnehmerin das Fahrzeug an die 

D._____ zurück (UA act. 6.1.96 33 ff.), welche die A._____ vorerst nicht 

über die Rückgabe informierte und den Fahrzeugausweis mittels eines 

gefälschten Code 178-Formulars eigenmächtig annullieren liess (vgl. 

Anklageziffer 5.3.1 und Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6). 

Die Rücknahme des Fahrzeugs wurde der A._____ erst am 4. Februar 

2011 gemeldet (vgl. UA act. 6.1.96 43). Am 8. März 2011 verkaufte der 

Beschuldigte den fraglichen Porsche, der sich bereits im Eigentum der 

A._____ befand und für den die D._____ den Rückkaufspreis noch nicht 

geleistet hatte, im Namen der D._____ ein weiteres Mal an die A._____ für 

ein Leasing mit AJ._____, unter Verwendung der korrekten Stammnummer 

(UA act. 6.1.96 89). Dabei erwähnte die D._____ nicht, dass es sich um 

das Leasingfahrzeug der AI._____ GmbH handelte. Vielmehr deklarierte 

der Beschuldigte gegenüber der A._____ am 9. März 2011, dass es sich 

beim Porsche der AI._____ GmbH um ein «unproblematisches» Fahrzeug 

handle (UA act. 6.1.96 50 ff.). Um das Fahrzeug auf AJ._____ einlösen zu 

können, verlangte der Beschuldigte beim Strassenverkehrsamt ein 

Duplikat des annullierten Fahrzeugausweises (UA act. 6.1.96 104). Die 

A._____ bezahlte den Kaufpreis am 15. März 2011 per Netting (UA 

act. 6.1.96 102). 

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 8. März 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche aufgrund des 

Leasings der AI._____ GmbH bereits im Eigentum der A._____ befand und 

die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

 - 27 - 

 

 

 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die Täu-

schung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im besagten Kaufvertrag eine andere Chassisnummer 

verwendete als beim Verkauf des Fahrzeugs für das Leasing mit der 

AI._____ GmbH. In der Verwendung einer falschen Chassisnummer und 

der illegalen Annullierung des Fahrzeugausweises mittels gefälschten 

Formulars sind täuschende Machenschaften im Sinne des Betrugs-

tatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 

und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.10. Anklageziffer 3.3.11 

Mit Kaufvertrag vom 20. Juli 2010 verkaufte die D._____ der A._____ einen 

Porsche 911 Carrera 4S Cabrio für ein Leasing mit der J._____ AG, unter 

Angabe einer falschen Chassisnummer (UA 6.1.41 39). Die A._____ 

bezahlte den Kaufpreis per Netting vom 22. Juli 2010 (UA act. 6.1.41 128). 

Der Leasingnehmer gab das Fahrzeug spätestens am 15. März 2011 der 

D._____ zurück (vgl. UA act. 6.1.41 152 f.), wobei der Beschuldigte diese 

Rücknahme der A._____ (entgegen seiner vertraglichen Pflicht) vorerst (bis 

Mai 2011: UA act. 6.1.41 28) nicht meldete und den Fahrzeugausweis am 

21. März 2011 eigenmächtig annullieren liess (UA act. 6.1.41 178; vgl. 

Anklageziffer 5.3.1 und Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6). 

Mit Kaufvertrag vom 28. Februar 2011 verkaufte der Beschuldigte den 

fraglichen Porsche im Namen der D._____ ein weiteres Mal an die A._____ 

für ein Leasing mit der AK._____ AG, unter Angabe der richtigen 

Chassisnummer und der falschen Bezeichnung als Neuwagen (UA 

act. 6.1.41 180). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis per Netting am 

22. März 2011 (UA act. 6.1.41 197). 

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 28. Februar 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche aufgrund 

des Leasings der J._____ AG bereits im Eigentum der A._____ befand und 

 - 28 - 

 

 

 

die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im besagten Kaufvertrag eine andere Chassisnummer 

verwendete als beim Verkauf des Fahrzeugs für das Leasing mit der 

J._____ AG. In der Verwendung einer falschen Chassisnummer und in der 

Annullierung des Fahrzeugausweises mittels gefälschten Formulars sind 

täuschende Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands zu 

erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.11. Anklageziffer 3.3.12 

Mit Kaufvertrag vom 18. August 2009 verkaufte die D._____ der A._____ 

einen Maserati Gran Turismo für ein Leasing mit AL._____, unter Angabe 

einer falschen Chassis- und Stammnummer (UA act. 6.1.74 185). Der 

Leasingnehmer gab das Fahrzeug am 25. Februar 2011 an die D._____ 

zurück (UA act. 6.1.74 116), wobei der Beschuldigte diese Rücknahme der 

A._____ (entgegen seiner vertraglichen Pflicht) nicht meldete, den Code 

178 mittels gefälschten Formulars löschen liess (vgl. Anklageziffer 5.3.1 

und Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6) und der A._____ auf 

Nachfrage hin angab, das Leasing laufe weiter (UA act. 6.1.74 192). In der 

Folge zahlte die D._____ mehrere Leasingraten (UA act. 6.1.74 204 ff.), 

was die A._____ im Glauben bestärkte, das Fahrzeug befände sich nach 

wie vor im Leasing mit AL._____. Mit Kaufvertrag vom 18. März 2011 (UA 

act. 6.1.74 227) verkaufte der Beschuldigte den Maserati im Namen der 

D._____ ein weiteres Mal an die A._____ für ein Leasing mit AM._____, 

unter Angabe der richtigen Chassisnummer (UA act. 6.1.74 32). Die 

A._____ bezahlte den Kaufpreis per Netting vom 22. März 2011 (UA 

act. 6.1.74 243), ohne zu bemerken, dass es sich um das Fahrzeug 

 - 29 - 

 

 

 

handelt, das sie bereits im Rahmen des Leasings von AL._____ erworben 

hatte. Am 8. Mai 2011 übermittelte der Beschuldigte der A._____ sodann 

eine gefälschte Kopie eines Fahrzeugausweises, der die gleiche Chassis-

nummer wie der Kaufvertrag aufführte (UA act. 6.1.74 258). 

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 18. März 2011 über den Umstand, dass sich der Maserati aufgrund 

des Leasings mit AL._____ bereits im Eigentum der A._____ befand und 

die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die Täu-

schung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im besagten Kaufvertrag eine andere Chassis- und Stamm-

nummer verwendete als beim Verkauf des Fahrzeugs an die A._____ für 

das Leasing mit AL._____. In der Verwendung einer falschen Chassis- und 

Stammnummer, der Löschung des Code 178 mittels gefälschten Formulars 

und dem Überlassen einer gefälschten Kopie des Fahrzeugausweises sind 

täuschende Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands zu 

erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.12. Anklageziffer 3.3.13 

Mit Kaufvertrag vom 28./29. April 2010 verkaufte die D._____ der A._____ 

einen Porsche 911 Turbo für ein Leasing mit der AN._____ GmbH (UA 

act. 6.1.76 34). Die A._____ zahlte den entsprechenden Kaufpreis (UA act. 

6.1.76 33). Die Leasingnehmerin gab das Fahrzeug Ende Dezember 2010 

an die D._____ zurück (vgl. UA act. 6.1.76 95), welche das Fahrzeug 

mittels gefälschten Formulars ausser Kraft setzen liess (vgl. Anklageziffer 

5.3.1 und Urteil des Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6). Am 28. Februar 

2011 bat der Beschuldigte die A._____ darum, den Leasingvertrag der 

 - 30 - 

 

 

 

AN._____ GmbH per Ende Monat zu saldieren (UA act. 6.1.76 76). Die 

A._____ buchte jedoch auch nach März 2011 Leasingraten ab, wovon der 

Beschuldigte erfuhr, nachdem sich AO._____ von der AN._____ GmbH bei 

ihm beschwert hatte (UA act. 6.1.76 74, 76 ff.). Als der Beschuldigte sodann 

am 20. März 2011 einen weiteren Leasingantrag für die AN._____ GmbH 

betreffend einen Mercedes bei der A._____ stellte, gab er wahrheitswidrig 

an, dass dieser das Leasing für den Porsche 911 Turbo weiterführen wolle 

(UA act. 6.1.76 86). Mit Kaufvertrag vom 1. März 2011 (UA act. 6.1.76 40) 

verkaufte der Beschuldigte den Porsche ein weiteres Mal im Namen der 

D._____ an die A._____ für ein Leasing mit der AP._____ AG, unter 

Angabe einer falschen Chassis- und Stammnummer sowie eines falschen 

Datums der 1. Inverkehrsetzung (UA act. 6.1.74 39). Die A._____ bezahlte 

den Kaufpreis per Netting vom 22. März 2011 (UA act. act. 6.1.76 42), ohne 

zu bemerken, dass es sich um das Fahrzeug handelt, das sie bereits im 

Rahmen des Leasings mit der AN._____ GmbH erworben hatte. In der 

Folge übermittelte der Beschuldigte der A._____ eine gefälschte Kopie 

eines Fahrzeugausweises, welche die gleiche Chassisnummer enthielt, die 

in den Vertragsunterlagen aufgeführt war (UA act. 6.1.76 43). 

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 1. März 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche aufgrund des 

Leasings der AN._____ GmbH bereits im Eigentum der A._____ befand 

und die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den 

Kaufvertrag erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist 

grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im besagten Kaufvertrag eine falsche Chassis- und 

Stammnummer sowie ein falsches Datum der 1. Inverkehrsetzung 

verwendet hat. Darin sowie in der Annullierung des Fahrzeugausweises 

mittels gefälschten Formulars sowie dem Überlassen einer gefälschten 

Kopie des Fahrzeugausweises sind täuschende Machenschaften im Sinne 

des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

 - 31 - 

 

 

 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.13. Anklageziffer 3.3.14 

Mit Kaufvertrag vom 22./25. März 2010 verkaufte die D._____ der A._____ 

einen Porsche 911 Turbo für ein Leasing mit BA._____ (UA act. 6.1.77 11). 

Die A._____ bezahlte den entsprechenden Kaufpreis (vgl. UA act. 6.1.77 

10). Der Leasingnehmer gab das Fahrzeug am 29. März 2011 an die 

D._____ zurück (vgl. UA act. 6.1.77 25), wobei der Beschuldigte diese 

Rücknahme der A._____ (entgegen seiner vertraglichen Pflicht) nicht 

meldete, vielmehr gab er im neuen Leasingantrag für den Kunden an, 

«alles bleibe» (UA act. 6.1.77 28). Damit bestärkte er die A._____ im 

Glauben, der Porsche bleibe im Leasing von BA._____. Mit Kaufvertrag 

vom 2. März 2011 (UA act. 6.1.77 68) verkaufte der Beschuldigte jedoch 

den Porsche im Namen der D._____ ein weiteres Mal an die A._____ für 

ein Leasing mit BB._____, unter Angabe einer falschen Chassis- und 

Stammnummer (UA act. 6.1.77 68). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis 

per Netting am 22. März 2011 (UA act. 6.1.77 72), ohne zu bemerken, dass 

es sich um das Fahrzeug handelt, das sie bereits im Rahmen des Leasings 

mit BA._____ erworben hatte.  

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 2. März 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche aufgrund des 

Leasings von BA._____ bereits im Eigentum der A._____ befand und die 

D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im Kaufvertrag vom 2. März 2011 eine falsche Chassis- und 

Stammnummer verwendet hat und er der A._____ explizit angab, dass 

«alles bleibe» (gemeint das Fahrzeug). Darin sind täuschende 

Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, 

E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

 - 32 - 

 

 

 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.14. Anklageziffer 3.3.15 

Mit Kaufvertrag vom 30. Dezember 2010 verkaufte der Beschuldigte einen 

Aston Martin Rapide an die A._____ für ein Leasing mit der O._____ AG 

(UA act. 6.1.43 99). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis per Netting am 

18. November 2010 (UA act. 6.1.43 117). Die Kundin retournierte das 

Fahrzeug am 23. Februar 2011 (UA act. 6.1.43 120), was die D._____ der 

A._____ nicht meldete (vgl. UA act. 6.1.43 183). Mit Kaufvertrag vom 

21. März 2011 verkaufte der Beschuldigte den als Occasion qualifizierten 

Aston Martin im Namen der D._____ ein weiteres Mal an die A._____ für 

ein Leasing mit BC._____, unter Angabe einer falschen Chassis- und 

Stammnummer (UA act. 6.1.43 132). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis 

am 29. März 2011 per Netting (UA act. 6.1.43 130), ohne zu bemerken, 

dass es sich um das Fahrzeug handelte, das sie bereits im Rahmen des 

Leasings mit der O._____ AG erworben hatte. Am 9. Mai 2011 schickte der 

Beschuldigte der A._____ sodann eine gefälschte Fahrzeugausweiskopie, 

welche auf die falsche (schon im Kaufvertrag) angegebene Chassis- und 

Stammnummer lautete (UA act. 6.1.43 234).  

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 21. März 2011 über den Umstand, dass sich der Aston Martin 

aufgrund des Leasings der O._____ AG bereits im Eigentum der A._____ 

befand und die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den 

Kaufvertrag erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist 

grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im Kaufvertrag vom 21. März 2011 eine falsche Chassis- und 

Stammnummer verwendet und der A._____ eine gefälschte 

Fahrzeugausweiskopie übergeben hat. Darin sind täuschende 

Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, 

E. 8.12.2 f.). Das gilt auch für den Umstand, dass der Beschuldigte der 

A._____ eine gefälschte Fahrzeugausweiskopie übermittelt hat, was diese 

im Glauben bestärkte, die D._____ könne und dürfte über das Fahrzeug 

verfügen.  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

 - 33 - 

 

 

 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.15. Anklageziffer 3.3.16 

Mit Kaufvertrag vom 21. September 2010 verkaufte die D._____ der 

A._____ einen Ferrari California für ein Leasing mit der BD._____ AG (UA 

act. 6.1.37 119). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis am 28. September 

2010 per Netting (vgl. UA act. 6.1.37 168). Die Leasingnehmerin gab das 

Fahrzeug am 29. März 2011 an die D._____ zurück (vgl. UA act. 6.1.37 

68), wobei der Beschuldigte diese Rücknahme der A._____ (entgegen 

seiner vertraglichen Pflicht) nicht meldete (vgl. UA act. 6.1.37 85 und 126). 

Mit Kaufvertrag vom 29. März 2011 verkaufte der Beschuldigte den Ferrari 

ein weiteres Mal im Namen der D._____ an die A._____ für ein Leasing mit 

der BE._____ AG, unter Angabe einer falschen Chassis- und 

Stammnummer (UA act. 6.1.37 133). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis 

per Netting am 29. März 2011 (UA act. 6.1.37 177), ohne zu bemerken, 

dass es sich um das Fahrzeug handelte, das sie bereits im Rahmen des 

Leasings mit der BD._____ AG erworben hatte.  

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 29. März 2011 über den Umstand, dass sich der Ferrari aufgrund des 

Leasings der BD._____ AG bereits im Eigentum der A._____ befand und 

die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die 

Täuschung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im Kaufvertrag vom 29. März 2011 eine falsche Chassis- und 

Stammnummer verwendet hat. Darin ist eine täuschende Machenschaft im 

Sinne des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

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seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.16. Anklageziffer 3.3.17 

Mit Kaufvertrag vom 13./25. Juli 2010 verkaufte die D._____ der A._____ 

einen Porsche Cayenne S für ein Leasing mit der BF._____ AG, unter 

Verwendung einer falschen Chassis- und Stammnummer (UA act. 6.1.78 

50). Die A._____ bezahlte unbestrittenermassen den entsprechenden 

Kaufpreis. Die Leasingnehmerin gab das Fahrzeug Anfang Februar 2011 

an die D._____ zurück (vgl. UA act. 6.1.78 66 f.), wobei der Beschuldigte 

diese Rücknahme der A._____ (entgegen seiner vertraglichen Pflicht) 

vorerst – bis zum 30. Mai 2011 – nicht meldete (vgl. UA act. 6.1.78 81 ff.) 

und den Fahrzeugausweis am 25. Februar 2011 mittels gefälschten 

Formulars annullieren liess (vgl. Anklageziffer 5.3.1 und Urteil des 

Obergerichts vom 25. Juni 2021 E. 6). Mit Kaufvertrag vom 18. März 2011 

(UA act. 6.1.78 132) verkaufte der Beschuldigte den Porsche im Namen 

der D._____ ein weiteres Mal an die A._____ für ein Leasing mit BG._____, 

unter Angabe falscher Chassis- und Stammnummern, die nicht denjenigen 

gemäss Kaufvertrag vom 13./25. Juli 2010 entsprachen (UA act. 6.1.78 

132). Die A._____ bezahlte den Kaufpreis per Netting am 29. März 2011 

(UA act. 6.1.78 148), ohne zu bemerken, dass es sich um das Fahrzeug 

handelt, das sie bereits im Rahmen des Leasings mit der BF._____ AG 

erworben hatte.  

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 18. März 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche aufgrund 

des Leasings mit der BF._____ AG bereits im Eigentum der A._____ 

befand und die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den 

Kaufvertrag erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist 

grundsätzlich arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die Täu-

schung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte in den Kaufverträgen vom 13./25. Juli 2010 und vom 18. März 

2011 jeweils unterschiedliche (falsche) Chassis- und Stammnummern 

verwendet hatte. Darin sowie in der illegalen Löschung des Code 178 

mittels gefälschten Formulars sind täuschende Machenschaften im Sinne 

des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2 f.).  

 

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Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise wissentlich und willentlich in einen Irrtum über 

seinen Erfüllungswillen, um diese zur Bezahlung des Kaufpreises zu 

veranlassen und die D._____ so unrechtmässig zu bereichern. Der 

Beschuldigte hat sich damit des Betrugs i.S.v. Art. 146 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Dem steht auch nicht entgegen, dass der Beschuldigte 

den von ihm selbst verursachten Irrtum bestärkt hat (Urteile des 

Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 

8.10.2.3). Es sind weder Rechtfertigungs- noch Schuldausschlussgründe 

ersichtlich.   

 

6.3.17. Anklageziffer 3.3.18 

Mit Kaufvertrag vom 3. September/1. Oktober 2010 verkaufte die D._____ 

der A._____ einen Porsche Cayenne TDI für ein Leasing mit AJ._____ (UA 

act. 6.1.44 24). Die A._____ bezahlte den entsprechenden Kaufpreis am 

7. September 2010 per Netting (UA act. 6.1.44 28). Der Leasingnehmer 

gab das Fahrzeug Mitte März 2011 an die D._____ zurück (vgl. UA 

act. 6.1.44 88), wobei der Beschuldigte diese Rücknahme der A._____ 

(entgegen seiner vertraglichen Pflicht) nicht meldete und den 

Fahrzeugausweis am 28. März 2011 mittels gefälschten Formulars 

annullieren liess (vgl. Anklageziffer 5.3.1 und Urteil des Obergerichts vom 

25. Juni 2021 E. 6). Mit Kaufvertrag 25. März 2011 verkaufte der 

Beschuldigte den Porsche im Namen der D._____ ein weiteres Mal an die 

A._____ für ein Leasing mit BH._____, unter Angabe einer falschen 

Chassis- und Stammnummer (UA act. 6.1.44 42). Die A._____ bezahlte 

den Kaufpreis per Netting am 5. April 2011 (UA act. 6.1.44 140), ohne zu 

bemerken, dass es sich um das Fahrzeug handelt, das sie bereits im 

Rahmen des Leasings mit AJ._____ erworben hatte.  

 

Der Beschuldigte täuschte somit die A._____ im Rahmen des Kaufvertrags 

vom 25. März 2011 über den Umstand, dass sich der Porsche aufgrund 

des Leasings mit AJ._____ bereits im Eigentum der A._____ befand und 

die D._____ entsprechend nicht darüber verfügen bzw. den Kaufvertrag 

erfüllen konnte. Die Täuschung über den Erfüllungswillen ist grundsätzlich 

arglistig (vgl. Urteile des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 

6B_1169/2021 vom 21. April 2023, E. 8.12.2). Für die A._____ war die Täu-

schung über den Erfüllungswillen nicht leicht durchschaubar, zumal der 

Beschuldigte im Kaufvertrag vom 25. März 2011 eine falsche Chassis- und 

Stammnummer verwendet hat. Darin sowie in der illegalen Annullierung 

des Fahrzeugausweises mittels gefälschten Formulars sind täuschende 

Machenschaften im Sinne des Betrugstatbestands zu erblicken (vgl. Urteile 

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des Bundesgerichts 6B_1161/2021 und 6B_1169/2021 vom 21. April 2023, 

E. 8.12.2 f.).  

 

Die arglistige Täuschung führte dazu, dass die A._____ den Kaufpreis für 

das bereits in ihrem Eigentum stehende Fahrzeug ein weiteres Mal mittels 

Verrechnung bezahlte und sich so selbst am Vermögen schädigte. Es 

besteht ein Motivationszusammenhang zwischen der Täuschung, dem 

Irrtum und der Vermögensdisposition. Der Beschuldigte versetzte die 

A._____ auf diese Weise