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**Case Identifier:** 9412261f-e8da-5413-a4e0-2635f1f4d102
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 16.11.2023 720 2023 207 / 261 (720 23 207 / 261)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-207---261_2023-11-16.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 16. November 2023 (720 23 207 / 261) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision des Rentenanspruchs 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Axel Delvoigt, Advo-
kat, St. Johanns-Vorstadt 23, Postfach 1328, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.1 Der 1967 geborene A.____ meldete sich erstmals am 2. Dezember 1999 bei der IV-
Stelle X.____ zum Leistungsbezug an, wobei er um Bewilligung von beruflichen Massnahmen 
ersuchte. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse lehnte die IV-
Stelle X.____ das Gesuch mit Verfügung vom 7. Februar 2001 rechtskräftig ab.  
 

 

 
 
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A.2 Am 21. Oktober 2003 reichte A.____ erneut ein Leistungsgesuch bei der IV-Stelle 
X.____ ein. Diese klärte wiederum den rechtserheblichen Sachverhalt ab und holte unter ande-
rem bei Dr. med. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten ein, welches am 
20. Mai 2006 erstattet wurde. Gestützt auf ihre Abklärungsergebnisse sprach die IV-Stelle X.____ 
dem Versicherten rückwirkend ab 1. Oktober 2004 bei einem IV-Grad von 52 % eine halbe Rente 
zu. Dieser Anspruch wurde mit Mitteilung vom 27. Januar 2010 bestätigt. 
 
A.3 Nachdem A.____ im Jahr 2011 seinen Wohnsitz in den Kanton Basel-Landschaft verlegt 
hatte, bejahte auch die nunmehr zuständige lV-Stelle des Kantons Basel-Landschaft (lV-Stelle) 
den Rentenanspruch des Versicherten (vgl. Mitteilungen vom 16. August 2013 und 2. August 
2018). 
 
A.4 Am 30. Dezember 2022 ersuchte A.____ unter Hinweis auf eine Verschlechterung sei-
nes Gesundheitszustands um eine Revision des Rentenanspruchs. Die lV-Stelle klärte in der 
Folge den medizinischen und den erwerblichen Sachverhalt ab. Mit Verfügung vom 8. Juni 2023 
lehnte sie das Revisionsgesuch – nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren – ab und bestä-
tigte den Anspruch von A.____ auf eine halbe Rente. 
 
B.  Dagegen richtet sich die vorliegende Beschwerde, welche der Versicherte, vertreten 
durch Advokat Dr. Axel Delvoigt, am 29. Juni 2023 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Ab-
teilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), einreichte. Er beantragte, es sei die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und es sei ihm ab 1. Januar 2023 eine ganze Rente zuzusprechen. 
Eventualiter sei die Angelegenheit an die lV-Stelle zurückzuweisen. Zur Begründung brachte er 
unter Hinweis auf den Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin, 
vom 20. Juni 2023 im Wesentlichen vor, dass er unter schweren psychischen und somatischen 
Einschränkungen leide und dass keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr vorliege.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. August 2023 beantragte die IV-Stelle unter Hinweis auf die 
Ausführungen im Bericht des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 7. Juli 2023 die Abwei-
sung der Beschwerde. Zusammenfassend wurde festgehalten, dass die Rügen des Beschwer-
deführers auch unter Berücksichtigung der Ausführungen im Bericht von Dr. C.____ vom 20. Juni 
2023 nicht geeignet seien, Zweifel am Abklärungsergebnis der IV-Stelle hervorzurufen. 
 
D. Der Beschwerdeführer liess am 11. August 2023 einen Arztbericht des Spitals D.____, 
Station E.____, vom 31. Juli 2023 einreichen. Die IV-Stelle verzichtete mit Schreiben vom 
13. September 2023 auf eine Stellungnahme dazu. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 

 

 
 
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Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde des Versicherten vom 29. Juni 2023 ist demnach einzutreten. 
 
1.2.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Dabei wurde grundsätzlich ein stufenloses Rentensystem eingeführt, 
wobei die Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an eine ganze Rente festgelegt 
wird (Art. 28b Abs. 1 IVG). Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsätzen 
(BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). In 
Revisionsfällen nach Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil (ATSG) vom 6. Ok-
tober 2000 gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. 
Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 
2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. Liegt die massgebende Änderung nach diesem 
Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 
geltenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der massgebenden Änderung bestimmt sich nach 
Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (Urteil des 
Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil vom 8. Februar 
2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 
 
1.2.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass die hier in Frage kommenden Revisionsgründe nach 
dem 1. Januar 2022 eintraten (Herzinfarkt, Panikstörungen). Folglich sind die Gesetzesgrundla-
gen in der ab 1. Januar 2022 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden 
jeweils in dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig ist die Höhe des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers. Massgebend ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. Juni 2023 entwickelt 
hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über-
prüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 

 

 
 
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eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
4.1 Nach Art. 28b IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie 
mindestens zu 70 % invalid ist. Bei einem IV-Grad von 50-69 % entspricht die Rente dem pro-
zentualen Anteil des IV-Grads. Bei einem IV-Grad von 40-49 % wird gemäss Art. 28b Abs. 4 IVG 
der prozentuale Anteil einer Rente anhand einer Tabelle ermittelt und beträgt zwischen 25 % und 
47.5  . 
 
4.2 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der IV-Grad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu 
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der In-
validität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 
könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich 
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen 
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkom-
mensdifferenz lässt sich der IV-Grad bestimmen (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 135 E. 2a und b). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde –  die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht –  auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 133 E. 2, 114 V 310 E. 3c, 105 V 156 E. 1). 
Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung 

 

 
 
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der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte 
Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren 
persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet 
werden können (vgl. ULRICH MAYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, 
in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversiche-
rung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) –  wie alle an-
deren Beweismittel –  frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle relevanten 
Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden 
hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlagge-
bend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-
achten (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richt-
linien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen dieser 
Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit weiteren 
Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer 
Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüs-
sigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 
3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.4 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten oder Ärztinnen darf und soll das Gericht 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrecht-
liche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus-
sagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des oder 
der therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes oder (Fach-)Ärztin einerseits und von Begutachtungsauf-
trag der amtlich bestellten fachmedizinischen Experten oder Expertinnen andererseits (BGE 124 
I 170 E. 4; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 13. Juni 2001,1 506/00, 
E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets ins Frage zu stellen und zum 

 

 
 
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Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen zu an-
derslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte oder Ärztinnen wichtige – und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen). 
 
5.5.1 Der RAD steht den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des 
Leistungsanspruchs zur Verfügung. Er setzt die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG 
massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person fest, eine zumutbare Er-
werbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Er ist in seinem medizinischen Sa-
chentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Der RAD kann bei Bedarf selber 
ärztliche Untersuchungen von versicherten Personen durchführen. Er hält die Untersuchungser-
gebnisse schriftlich fest (Art. 49 Abs. 2 IVV). RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, 
die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehe-
nen Verfahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (BGE 135 
V 254 E. 3.4; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.1). 
 
5.5.2 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem externer me-
dizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforde-
rungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die 
notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings ist hinsicht-
lich des Beweiswerts zu differenzieren: Stützt sich der angefochtene Entscheid ausschliesslich 
auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen – zu denen die RAD-Berichte gehören – , sind 
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 E. 4.4 sowie E. 4.7; zum 
Ganzen auch: Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2015, 9C_627/2015, E. 2 mit weite-
ren Hinweisen). 
 
6.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Revision einer Invalidenrente gibt jede Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands oder 
der erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands revidierbar. 
Dagegen stellt die unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unver-
ändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit allein keinen Revisionsgrund 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 144 I 105 E. 2.1). Liegt ein Revisionsgrund vor, ist 
der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, 
wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 11 E. 2.3). 
 
6.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrads bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 

 

 
 
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welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle X.____ dem 
Versicherten nach eingehender Prüfung des rechtserheblichen Sachverhalts mit Verfügung vom 
4. Oktober 2006 rückwirkend ab 1. Oktober 2004 eine halbe Rente zu. Dieser Anspruch wurde 
mit Mitteilungen vom 27. Januar 2010, 16. August 2013 und 2. August 2018 bestätigt. Im Rahmen 
des aktuellen Verfahrens lehnte die IV-Stelle das Vorliegen eines Revisionsgrundes ab und be-
stätigte mit Verfügung 8. Juni 2023 den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine halbe Rente. 
Demnach beurteilt sich die Frage, ob – wie vom Beschwerdeführer behauptet – eine Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die eine revisionsweise Erhöhung der halben 
Rente rechtfertigen würde, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Verfügung 
vom 4. Oktober 2006 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen 
Verfügung vom 8. Juni 2023. 
 
7. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 
lit. c ATSG). Danach haben IV-Stellen und Sozialversicherungsgerichte von Amtes wegen für die 
richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Unter-
suchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erfor-
derlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (BGE 126 V 353 E. 5b; Urteil des Bundesge-
richts vom 22. März 2022, 8C_521/2021, E. 3.1.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- 
und Rechtslage. Gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermit-
teln, dass über den Leistungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit entschieden werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 
9C_57/2019, E. 3.2). 
 
8.1 Im Zusammenhang mit der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 21. Oktober 2003 
wurde der Versicherte durch Dr. B.____ begutachtet. Am 20. Mai 2006 diagnostizierte er mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nach ICD-10 eine Dysthymia (F34.1) bei neurotischer Per-
sönlichkeit (F60.8) mit Regressionstendenz und zeitweiliger Überforderung, eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (F32.0), und eine Polytoxikomanie (F19.23), 
gegenwärtig abstinent mit Methadonbezug von 30 mg täglich und Valium von 20 mg täglich. Die 
ebenfalls erhobenen Probleme in Verbindung mit den Wohnbedingungen und den ökonomischen 
Verhältnissen sowie der Berufstätigkeit und der Arbeitslosigkeit hätten gleich wie die somatischen 
Beschwerden bei Status nach Beinbruch/Unterschenkel rechts, Trommelfellriss rechts und Schä-
delfraktur 1973, nicht näher bezeichneten chronischen Rückenbeschwerden nach Autounfall 
1994 und Status nach Hepatitis B keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Gestützt auf seine 
Untersuchungsergebnisse hielt Dr. B.____ fest, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer 
Sicht während vier Stunden täglich in einer leichten Hilfsarbeitertätigkeit arbeitsfähig wäre. 
 
8.2.1 Zusammen mit dem Revisionsgesuch vom 30. Dezember 2022 wurde der Austrittsbe-
richt des Spitals D.____, Klinik F.____, vom 16. März 2022 eingereicht. Diesem sind als Diagno-
sen (1) eine unbeobachtete Synkope a.e. vasovagal bei Alkohol- und Cannabiskonsum, 

 

 
 
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differentialdiagnostisch (DD) rhythmogen am 8. März 2022, (2) ein schmales, nicht raumfordern-
des Subduralhämatom entlang der parietalen Falx cerebri (Erstdiagnose [ED] 8. März 2022), (3) 
Alkoholüberkonsum bei 1,2 Promille, (4) koronare 2-Gefässkrankheit (ED 4. März 2022) bei arte-
rieller Hypertonie, Nikotinabusus, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipidämie, Nicht-ST-Hebungsinfarkt 
(NSTEMI) am 3. März 2022, (5) metabolisches Syndrom bei Diabetes mellitus Typ 2 (DD pankre-
atogen), sekundär insulinpflichtig, (6) arterielle Hypertonie, Dyslipidämie, Lebersteatose ED 2016, 
a.e. alkoholinduziert, (7) Status nach Poly-toxikomanie (Kokain, Alkohol, persistierender Nikotina-
busus, persistierend Cannabis), (8) Status nach rezidivierenden Pankreatitiden, a.e. alkoholindu-
ziert, zuletzt 2017 und (9) eine Depression, ein Status nach Appendektomie sowie nach Hepatitis 
B-Infektion zu entnehmen.  
 
8.2.2 Die IV-Stelle unterbreitete das Revisionsgesuch und den vorgenannten Bericht zunächst 
dem RAD-Arzt Dr. med. G.____, Facharzt für Allgemeinmedizin. Am 4. Januar 2023 erachtete 
dieser eine wesentliche Veränderung respektive Verschlechterung des Gesundheitszustands des 
Versicherten im Vergleich zur Situation bei der letzten relevanten Rentenentscheidung nicht für 
ausgeschlossen und empfahl eine medizinische Beurteilung durch RAD-Arzt Dr. med. H.____, 
FMH Psychiatrie und Psychotherapie und Allgemein Innere Medizin. Dr. H.____ verneinte am 16. 
Februar 2023 die Frage, ob eine dauerhafte Veränderung des Gesundheitszustands mit Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Er führte aus, dass dem Versicherten gestützt auf das Gutachten 
von Dr. B.____ vom 20. Mai 2006 wegen einer Dysthymia, einer neurotischen Persönlichkeits-
störung mit Regressionstendenz, einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte 
Episode, sowie einer Polytoxikomanie (gegenwärtig abstinent mit Methadonbezug und Valium 
Substitution) eine Arbeitsfähigkeit von  
50 % attestiert worden sei. Die Polytoxikomanie bestehe unverändert, wobei der Versicherte ge-
mäss den aktuellen Berichten keine Drogen wie Kokain oder Heroin mehr konsumiere. Eine Än-
derung der bekannten rezidivierenden depressiven Störung sei anlässlich der Hospitalisation so-
wie der kardialen Rehabilitation im Jahr 2022 nicht erkennbar gewesen und der Versicherte sei 
jedes Mal in gutem Allgemeinzustand entlassen worden. Zusammengefasst seien damit das psy-
chiatrische Zustandsbild und die dauerhafte 50%ige Arbeitsunfähigkeit unverändert. Neu hinzu-
gekommen sei eine koronare Herzkrankheit. Die diesbezüglich erhobenen Befunde seien aber 
von begrenztem Ausmass und die koronare Engstelle sei mit einem DES-Stent dauerhaft saniert 
worden. Damit könne keine massgebliche Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit be-
gründet werden. Zudem seien die kardialen Risikofaktoren allesamt wirksam behandelbar. Die 
Mitwirkung bei der ärztlichen Behandlung sei dem Versicherten ebenso uneingeschränkt zumut-
bar wie die Optimierung der Blutdruckeinstellung. Dies gelte auch in Bezug auf den Diabetes 
mellitus, die Hypertonie und die Dyslipidämie. Neu hinzugekommen sei ein schmales, nicht raum-
forderndes Subduralhämatom infolge eines Sturzes wahrscheinlich nach Alkohol- und Can-
nabiskonsum, welches sich jedoch bereits während der Hospitalisation vom  
9. bis 10. März 2022 in deutlicher Rückbildung befunden habe. Sobald sich dieses vollständig 
zurückgebildet habe, habe es keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Zusammenfassend hielt 
Dr. H.____ fest, dass beim 55-jährigen Versicherten aus somatischer Sicht neue Diagnosen hin-
zugekommen seien, die jedoch auf die bereits attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit keinen Ein-
fluss haben würden. Zudem lägen für eine massgebliche psychiatrische Veränderung keine Hin-
weise vor. 

 

 
 
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8.2.3 Dr. C.____, der den Beschwerdeführer seit 13. Dezember 2022 betreut, diagnostizierte 
am 12. März 2023 eine Panikstörung, eine depressive Episode, einen chronischen Aethylabusus 
und einen Diabetes mellitus. Er wies darauf hin, dass der Beschwerdeführer pünktlich zu den 
Sitzungen komme. Offenbar fahre er auch Auto, wobei er angegeben habe, nicht zu trinken, wenn 
er eine Autofahrt vorhabe. Ansonsten trinke er an mindestens vier Tagen pro Woche alleine eine 
Flasche Wein. Weiter hielt Dr. C.____ fest, dass der Versicherte ihn dauernd mit einem anderen 
Namen anspreche und er müde sowie erschöpft wirke. Auffallend seien das starke Schwitzen 
und auch das feine Zittern. Der Beschwerdeführer leide seit seinem Herzinfarkt im März 2022 
offensichtlich unter psychosomatischen Störungen (unter anderem an Panikattacken), welche 
teilweise als Folge des Infarkts betrachtet werden könnten. Sie seien aber unter Berücksichtigung 
der fortschreitenden neurologischen Schädigung durch den langjährigen Alkoholkonsum und der 
verminderten Belastbarkeit in der früheren beruflichen Tätigkeit auch Ausdruck der zunehmenden 
Überforderung.  
 
8.2.4 RAD-Arzt Dr. H.____ bestätigte am 13. März 2023 seine Einschätzung vom 16. Februar 
2023, wonach beim Beschwerdeführer keine Verschlechterung des Gesundheitszustands vor-
liege. Daran würde auch der Bericht von Dr. C.____ vom 12. März 2023 nichts ändern. An dieser 
Einschätzung hielt Dr. H.____ auch im Einwandverfahren fest (vgl. Bericht vom 25. Mai 2023). Er 
führte aus, dass der Drogenkonsum bereits im Rahmen der erstmaligen Abklärung durch Dr. 
med. I.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, erwähnt worden sei (vgl. Gutachten vom 11. 
Mai 2000, act. 15). Aktuell handle es sich nicht um eine neue Form der Polytoxikomanie, weshalb 
diesbezüglich keine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands vorliege. Weiter hielt 
Dr. H.____ fest, dass Dr. C.____ dem Versicherten offenbar nicht davon abgeraten habe, Auto 
zu fahren. Wenn der Beschwerdeführer sich jedoch im dichten Strassenverkehr konzentrieren 
könne, müsse in neuropsychologischer Hinsicht auch keine Abklärung erfolgen. Zudem seien die 
Panikattacken versicherungsmedizinisch wirksam und zweckmässig behandelbar, weshalb dies-
bezüglich nicht von einer Dauerhaftigkeit der Beschwerden auszugehen sei. 
 
8.2.5 Dr. C.____ liess sich im Rahmen des Beschwerdeverfahrens verlauten. Am 20. Juni 
2023 hielt er zunächst fest, dass die Behauptung von Dr. H.____, er würde das Autofahren des 
Versicherten gutheissen, jeglicher Grundlage entbehre. Das Gegenteil sei der Fall, denn er habe 
dem Beschwerdeführer bereits im Erstgespräch klargemacht, dass er sich mit dem Gedanken 
beschäftigen müsse, wegen der gravierenden Folgen des Alkoholabusus ganz auf das Autofah-
ren zu verzichten. Die Schlussfolgerungen des RAD-Arztes, wonach wegen des Autofahrens 
keine neuropsychologische Abklärung notwendig sei, sei deshalb als reine Mutmassung zu be-
trachten. Auch der Hinweis auf das frühere Gutachten von Dr.I.____, das 23 Jahre zurückliege, 
leuchte nicht ein. Der Beschwerdeführer sei damals 33 Jahre alt gewesen. Es dürfte bereits ohne 
medizinische Kenntnisse klar sein, dass ein fortgesetzter Abusus von psychotropen Substanzen 
zu Schäden führe. Es handle sich um eine chronische Krankheit, die eine intensive und lange 
Behandlungsdauer mit sich ziehe und in deren Folge immer wieder Panikattacken auftreten kön-
nen. Zudem sei eine Herz-Kreislauf-Erkrankung nicht nur eine starke Belastung für den Körper, 
sondern auch für die Psyche. Dementsprechend hätten viele Herzkreislaufpatienten und -patien-
tinnen mit depressiven Verstimmungen, Ängsten und Verunsicherungen zu kämpfen. Wenn der 

 

 
 
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RAD-Arzt festhalte, dass sich weder die koronare Herzkrankheit noch der Diabetes mellitus noch 
das nicht raumfordernde Subduralhämatom auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würden, so möge 
dies für einen gesunden Menschen mit neu aufgetretenen koronaren Beschwerden und erfolg-
reich absolvierter Rehabilitation zutreffen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit treffe 
dies jedoch nicht für einen bereits seit Jahren erkrankten Mann von 53 Jahren mit zusätzlichen 
multiplen Risikofaktoren zu. Dass damit ein weiterer auslösender Faktor für Panikattacken be-
stehe, sei hinlänglich bekannt. Es stehe aufgrund fremdanamnestischer Angaben fest, dass der 
Arbeitgeber den Arbeitsvertrag gekündigt habe, weil der Beschwerdeführer nicht mehr tragbar 
gewesen sei. Die Absenzen des Beschwerdeführers, der Verlust seiner Verlässlichkeit und auch 
seine dauernden Ängste seien mit den zu erfüllenden Aufgaben nicht mehr vereinbar gewesen. 
Weiter habe er in Erfahrung bringen können, dass der Beschwerdeführer täglich nicht nur eine, 
sondern mindestens zwei, manchmal auch bis zu vier Flaschen Wein konsumiere. Er habe von 
Bier auf Rotwein gewechselt, weil dieser verträglicher sei mit der Diagnose des Diabetes mellitus. 
Er leide auch unter schweren depressiven Phasen, ziehe sich zurück und trinke noch mehr. Seit 
dem Herzinfarkt gehe es dem Beschwerdeführer deutlich schlechter. Er habe Merkfähigkeitsstö-
rungen, zittere sehr stark an den Händen sowie an den Wangen und sein linker Mundwinkel 
hänge oft herab, was neu sei.  
 
8.2.6 Zum Bericht von Dr. C.____ vom 20. Juni 2023 nahm der RAD-Arzt Dr. H.____ am 7. Juli 
2023 Stellung. Betreffend die Fahrtüchtigkeit des Beschwerdeführers betonte er, dass die Anfor-
derungen für eine leichte Hilfsarbeitertätigkeit geringer seien als die eines Fahrzeugführers im 
dichten Strassenverkehr. Versicherungsmedizinisch sei der Beschwerdeführer als arbeitsfähig 
für eine leichte Hilfsarbeitertätigkeit einzuschätzen. Betreffend die generalisierte Angststörung 
stellte Dr. H.____ fest, dass auch Dr. C.____ keine entsprechenden Befunde wie beispielsweise 
ein Vermeidungsverhalten, vegetative Symptome oder Angst vor allem und jedem beschrieben 
habe. Die von Dr. C.____ genannten Befürchtungen stünden in Zusammenhang mit sozialen, 
finanziellen und beruflichen Schwierigkeiten und Überforderungen. Bezüglich der Herz-Kreislauf-
Erkrankung hielt Dr. H.____ fest, dass eine erhaltene Pumpfunktion bestehe. Dem Beschwerde-
führer sei bereits mit 50 % eine stark reduzierte Arbeitsfähigkeit für leichte Hilfsarbeiten attestiert 
worden. Die blosse Möglichkeit des Auftretens einer Panikattacke sei kein Grund für eine mass-
gebliche Verschlechterung des Gesundheitszustands. Zum Ergebnis im Beck-Depressions-In-
ventar (BDI II), welches bei 37 Punkten einer schweren depressiven Episode entspreche, liess 
Dr. H.____ verlauten, dass es sich beim BDI ausschliesslich um einen Selbstbeurteilungsfrage-
bogen handle. Eine schwer depressive Person hätte einen versteinerten Affekt gezeigt, wäre 
auch schwer antriebsarm und blockiert, vielleicht sogar mutistisch. Alle diese Befunde seien beim 
Beschwerdeführer nicht vorhanden bzw. von Dr. C.____ nicht genannt worden. Dass eine rezidi-
vierende depressive Störung bestehe, stehe ausser Frage und sei bereits im Gutachten von Dr. 
B.____ im Jahre 2006 beschrieben sowie in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit bemessen worden. 
Weiter führte Dr. H.____ aus, dass die Organschädigung seit vielen Jahren bekannt sei. Bereits 
im Jahr 2014 seien eine akute Pankreatitis, Ätiologie aethyltoxisch, und eine Lebersteatose be-
schrieben worden. Beide Diagnosen seien reversibel unter Behandlung und Reduktion des Alko-
holkonsums. Ein stationärer Aufenthalt in einer auf das Leiden spezialisierten Klinik sei im Hin-
blick auf einen Alkoholentzug aus medizinischer Sicht zu befürworten. Diese Option sei aber kein 
Grund, von einem verschlechterten Gesundheitszustand oder einer höheren Arbeitsunfähigkeit 

 

 
 
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als bisher auszugehen. Auch in Bezug auf die Polyneuropathie und Myopathie sei der Beschwer-
deführer mehrfach neurologisch untersucht worden, ohne dass diese Erkrankungen hätten fest-
gestellt werden können. 
 
9.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 8. Juni 2023 bei der Be-
urteilung der versicherungsmässigen Voraussetzungen sowie des Gesundheitszustands und der 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers vollumfänglich auf die Ausführungen ihres RAD-Arztes 
Dr. H.____ vom 16. Februar 2023, 25. Mai 2023 und 7. Juli 2023. Sie ging demzufolge davon 
aus, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten seit der erstmaligen Rentenzusprache 
vom 6. Oktober 2006 nicht richtungsweisend verändert habe, weshalb es ihm weiterhin zumutbar 
sei, auf dem ersten Arbeitsmarkt einer leidensangepassten Tätigkeit im Umfang von 50 % nach-
zugehen. Dieser vorinstanzlichen Beweiswürdigung kann nicht gefolgt werden. Wie oben ausge-
führt ist zwar grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid 
auf medizinische Unterlagen stützt, die versicherungsintern eingeholt wurden. In solchen Fällen 
sind jedoch in dem Sinne strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung zu stellen, als bei auch 
nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. E. 5.5.2 hiervor und die 
dortigen Hinweise auf die entsprechende bundesgerichtliche Rechtsprechung). Vorliegend erge-
ben sich erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerde-
gegnerin als massgebend erachteten versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, wie sich 
aus nachfolgenden Überlegungen ergibt. 
 
9.2 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die im Rahmen des Revisionsverfahrens zu be-
rücksichtigenden Vergleichszeitpunkte vorliegend sehr weit auseinanderliegen (vgl. oben E. 6.2). 
Ausgangspunkt für die Beurteilung der strittigen Frage ist das Gutachten von Dr. B.____ vom 20. 
Mai 2006. Dieser diagnostizierte eine Dysthymia bei neurotischer Persönlichkeit mit Regressi-
onstendenz und zeitweiliger Überforderung, eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leichte Episode, und eine Polytoxikomanie und attestierte eine Arbeitsfähigkeit von 4 Stunden 
täglich in einer Hilfsarbeitertätigkeit. Im Revisionsgesuch vom 30. Dezember 2022 wurde insbe-
sondere auf den im März 2022 erlittenen Herzinfarkt und einen behandlungs-bedürftigen Diabe-
tes mellitus hingewiesen und geltend gemacht, dass sich der Gesundheitszustand aufgrund die-
ser somatischen Erkrankungen verschlechtert habe. Bereits unter diesem Aspekt wäre die Be-
schwerdegegnerin – nachdem sie auf das Gesuch des Versicherten eingetreten ist – im Sinne 
einer umfassenden Feststellung des medizinischen Sachverhalts gemäss Art. 43 ATSG verpflich-
tet gewesen, diesbezüglich die erforderlichen Abklärungen vorzunehmen. Dr. H.____ anerkannte 
in seinem Bericht vom 16. Februar 2023 das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit. Er stellte 
sich jedoch auf den Standpunkt, dass diese nur von begrenztem Ausmass sei und keinen zusätz-
lichen Einfluss auf die bereits im Jahr 2006 attestierte Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe. 
Dr. H.____ verfügt neben seinem Facharzttitel in Psychiatrie auch über einen solche für Innere 
Medizin, aber nicht über einen solchen in Kardiologie. Da die fachliche Qualifikation einer Ärztin 
für die Würdigung medizinischer Berichte aber eine erhebliche Rolle spielt (SVR 2009 IV Nr. 56, 
9C_323/2009 E. 4.3.1; Urteile des Bundesgerichts vom 1. Mai 2007, I 536/06, E. 6.3, vom 10. Ap-
ril 2007, I 362/06, E. 3.2.1 und vom 22. Februar 2007, I 211/06, E. 5.4.1) und der berichtende 
oder zumindest der den Bericht visierende Arzt sich über eine allgemein anerkannte 

 

 
 
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Facharztausbildung in der gefragten medizinischen Disziplin ausweisen können muss (Urteil vom 
20. November 2007, I 142/07 E. 3.2.3), erweist sich die Einschätzung von Dr. H.____ in Bezug 
auf das Ausmass der kardiologischen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit als ungenügend. Die 
Beschwerdegegnerin wäre unter diesen Umständen verpflichtet gewesen, die Frage des Einflus-
ses der koronaren Herzkrankheit auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten durch einen Facharzt 
oder einer Fachärztin der Kardiologie beurteilen zu lassen. Dies hätte sich auch unter Berück-
sichtigung der Einwände von Dr. C.____ aufgedrängt, der auf die Auswirkungen der Herz-Kreis-
lauf-Erkrankung auf den psychischen Gesundheitszustand hinwies. Nicht anders verhält es sich 
betreffend die Diagnosen des Diabetes mellitus, der Gastritis und des schmalen, nicht raumfor-
derndes Subduralhämatoms, die in die Fachbereiche Diabetologie/Endokrinologie, Gastrologie 
und Neurologie gehören, und die nach Auffassung von Dr. H.____ ebenfalls alle ohne Einfluss 
auf die Arbeitsfähigkeit seien. Auch diesbezüglich erscheint eine Abklärung durch spezialisierte 
Fachärzte oder Fachärztinnen erforderlich, um einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit rechtgenü-
gend feststellen zu können. Soweit Dr. H.____ auch die Notwendigkeit einer neuropsychologi-
schen Abklärung verneint, weil der Beschwerdeführer Auto fahre und damit den Anforderungen 
im Strassenverkehr gewachsen zu sein scheine, kann ihm ebenfalls nicht gefolgt werden, lässt 
sich daraus doch keine zuverlässige Aussage zur konkreten Leistungsfähigkeit des Versicherten 
in einer Hilfsarbeitertätigkeit ableiten. Dies umso mehr, als vorliegend unklar ist, wie oft und wie 
lange der Beschwerdeführer tatsächlich mit dem Auto fährt. Nicht nachvollziehbar erscheint auch 
die Behauptung von Dr. H.____, dass Dr. C.____ in seinen Berichten keine Befunde festhalte, 
die auf eine schwere Depression hinweisen würden. So nannte Dr. C.____ am 20. Juni 2023 (vgl. 
Seite 3 f.) unter Berücksichtigung der im Beck Depression Inventar erhobenen Werte eine Ver-
stimmung mit Freudverlust, Schuld- und Versagensgefühle, innere Unruhe und Anspannung, Ge-
waltbereitschaft mit suizidalen Ideen und Absichten, Verzweiflung, Weinen, Verlust des Selbst-
vertrauens, Müdigkeit und Erschöpfung. Auch wenn der testmässigen Erfassung der Psychopa-
thologie im Rahmen der Sachverhaltsabklärung lediglich ergänzende Funktion zukommt, dient 
diese dennoch der Verifizierung des klinischen Befunds (Urteil des Bundesgerichts vom 2. De-
zember 2010, 8C_486/2010, E. 3), weshalb auch diesbezüglich der Auffassung von Dr. H.____ 
nicht gefolgt werden kann.  
 
9.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass seit der Rentenzusprache im Jahr 2006 und 
insbesondere seit dem im März 2022 erlittenen Herzinfarkt genügend Hinweise auf eine mögliche 
Verschlechterung des Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegen, 
welche eine vertiefte verwaltungsexterne fachärztliche Abklärung angezeigt erscheinen lassen. 
Die angefochtene Verfügung vom 8. Juni 2023 ist deshalb aufzuheben.  
 
10. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat das angerufene kantonale Versiche-
rungsgericht im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten einzuholen, wenn es einen im Verwal-
tungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbe-
dürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweis-
kräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-Stelle ist zulässig, wenn sie allein in der notwendigen 
Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet liegt oder wenn lediglich eine 
Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführungen erforderlich ist 
(BGE 139 V 99 E. 1.1). Da die IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt unvollständig abgeklärt 

 

 
 
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hat und es nicht die Aufgabe des kantonalen Gerichts ist, im Verwaltungsverfahren versäumte 
Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückweisung an die IV-Stelle unter Berücksichtigung der 
zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts nichts entgegen. Die Angelegenheit ist deshalb an 
die IV-Stelle zurückzuweisen. Diese hat den aktuellen medizinischen Sachverhalt unter beson-
derer Beachtung der revisionsrechtlichen Fragestellungen durch ein neutrales polydisziplinäres 
Gutachten abklären zu lassen. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse wird die IV-Stelle an-
schliessend über das Vorliegen eines Revisionsgrunds und damit zusammenhängend über den 
Rentenanspruch des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in 
diesem Sinne gutzuheissen. 
 

11.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Vorlie-
gend ist die IV-Stelle unterliegende Partei. Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- werden somit 
ihr auferlegt, und der geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  
 
11.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegt, ist ihm eine Parteientschädigung zu 
Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Versicherten hat in seiner Honorar-
note vom 16. Oktober 2023 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von insgesamt 9,6 
Stunden geltend gemacht, welcher sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als angemessen erweist. Dieser Aufwand ist zum in Sozialversicherungsprozessen 
für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu ent-
schädigen. Nicht zu beanstanden sind ferner die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen 
im Umfang von insgesamt Fr. 142.--. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 2'737.75 (9,6 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 142.-- zuzüglich 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der IV-Stelle zuzusprechen. 
 
12.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 

 

 
 
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dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
12.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
12.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung – wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst – einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wiedergutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde beim 
Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 645 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bundesge-
richts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2 - 4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. 
November 2014, 8C_692/2014, E. 2). 
  
 

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 

Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 8. Juni 2023 aufgehoben 
und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen 
und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewie-
sen wird. 
 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der IV-Stelle Ba-
sel-Landschaft auferlegt. 
 
Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet. 
 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 2'737.75 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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