# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fa08cd3-e95f-565a-9c39-622d5d718a47
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-03-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 26.03.2024 R 2023 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2023-57_2024-03-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 23 57

5. Kammer 

Vorsitz Parolini

RichterIn Brun und Audétat

Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 26. März 2024

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Frank Schuler, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Baugesuch

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I. Sachverhalt:

1. A._____ ist Miteigentümer der Parzelle Z.1._____ in der 

Wohnmischzone 2 (Bauzone) in C._____ in der Gemeinde B._____. Er 

beabsichtigt, auf einer Fläche von rund 120 m2 eine freistehende 

Photovoltaikanlage mit 60 Modulen als Gemeinschaftsanlage zu erstellen. 

Diese soll Strom für die Gebäude auf der Parzelle Z.1._____ 

(Gebäude Nr._____) und der Nachbarparzelle Z.2._____ 

(Gebäude Nr._____) liefern. Die Anlage soll auf einer Böschung, die eine 

Neigung von 30° aufweist, hinter seinem Haus auf der Parzelle Z.1._____ 

und vor dem Haus des Nachbarn (Parzelle Z.2._____) erstellt werden. 

2. Mit Datum vom 8. Mai 2023 reichte A._____ bei der Gemeinde B._____ 

ein entsprechendes Baugesuch ein ("Photovoltaik Freifläche"). Gestützt 

auf die Richtlinie 7 der Gestaltungskriterien der Gemeinde B._____ für 

Solar-Anlagen innerhalb der Bauzone begründete er sein Gesuch im 

Wesentlichen damit, dass die Freifläche hinter dem Haus mit 

Südausrichtung der idealste Standort sei (Punkt A gemäss Richtlinie). 

Eine Dachmontage sei wegen der Dachausrichtung (Ost/West) nicht so 

ideal wie die vorgesehene Freifläche. Die Winterproduktion sei vor allem 

bei schneebedeckten Dachflächen geringer. Ziel sei, die grösstmögliche 

Winterproduktion anzustreben. Zudem führte eine Dachmontage zu einer 

erhöhten Schnee-Rutschgefahr vom Dach auf den Parkplatz (West) und 

der Unterhalt der Anlage wäre mit einem grösseren Aufwand und einem 

Absturzrisiko verbunden. Für die Anbringung an der Fassade sei die 

Montagefläche zu klein und die Anlage wäre vom öffentlichen Raum gut 

einsehbar. Die Punkte B (kompakte Fläche), C (Anlage vom öffentlichen 

Raum nur schwer einsehbar), D (Anlage durch Neigungswinkel des 

Terrains der Umgebung ideal angepasst) und E (ein öffentliches Interesse 

auf dem eigenen Grundstück sei wohl nicht gegeben) seien ebenfalls 

erfüllt. Auch auf dem Grundstück Z.3._____ sei eine solche Anlage 

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bewilligt worden, obwohl sie vom öffentlichen Raum sehr gut einsehbar 

sei.

3. Mit Bauentscheid vom 16. Mai 2023 wies die Gemeinde B._____ das 

Baugesuch für die Photovoltaik Freiflächenanlage im Sinne der 

Erwägungen ab. Begründend hielt sie fest, gemäss den kommunalen 

Gestaltungskriterien für Solaranlagen seien diese in erster Priorität am 

Gebäude (Dach, Fassaden, Balkone, etc.), in zweiter Priorität an Bauten 

und Anlagen im Umfeld des Gebäudes (Garagen, Stützmauern, etc.) und 

erst in dritter Priorität auf einer Freifläche zu erstellen. Gemäss Richtlinie 7 

seien Freiflächenanlagen nur zulässig, wenn: 

a) keine sinnvolle Möglichkeit zur Anordnung auf dem Dach oder an den 

Fassaden, Brüstungen und anderen bereits vorhandenen Bauteilen besteht,

b) die Anlage als zusammenhängende und kompakte Fläche auszubilden ist,

c) die Anlage vom öffentlichen Raum aus nicht oder nur schwer einsehbar ist,

d) sich die Anlage dem Terrainverlauf anpasst und gut in die Umgebung einfügt, 

e) keine anderen öffentlichen Interessen entgegenstehen.

Da die geplante Photovoltaik-Anlage nicht auf einem Gebäude (Dach oder 

Fassade) errichtet werden solle, falle sie nicht in den Anwendungsbereich 

von Art. 18a RPG; die Interessenabwägung richte sich nach Art. 22 Abs. 1 

RPG und dem kantonalen Recht (vgl. VGU R 2022 1 E.5.2). Die Anlage 

müsse also auch den gestalterischen Anforderungen von Art. 73 KRG 

genügen, worauf auch Art. 90 BauG verweise. Gemäss dem Leitfaden für 

Solaranlagen des ARE müsse bei freistehenden Anlagen einzelfallweise 

geprüft werden, ob das Vorhaben wesentliche Auswirkungen auf Raum 

und Umwelt habe. Die kommunalen Gestaltungsrichtlinien für 

Solaranlagen seien ein wichtiges Hilfsmittel bei der Beurteilung und 

Bewilligung von Solaranlagen im Siedlungsgebiet. Beim vorliegenden 

Baugesuch seien die ersten zwei Prioritäten gar nicht in Betracht gezogen, 

sondern aus wirtschaftlichen Gründen von Anfang an ausgeschlossen 

worden, weshalb die Bewilligung des Baugesuchs die 

Gestaltungsrichtlinien faktisch aushebeln würde. Gemäss Solarkataster 

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seien die Dachflächen der bestehenden Gebäude auf den Parzellen 

Z.1._____ und Z.2._____ sehr gut für die Nutzung von Sonnenenergie 

geeignet; die zur Verfügung stehende Dachfläche betrage fast 250 m2. Die 

Bauherrschaft lege nicht dar, weshalb keine sinnvolle Möglichkeit zur 

Anordnung auf dem Dach bzw. an Fassaden und Brüstungen bestehe. Die 

Anlage auf der Parzelle Z.3._____ sei vor Erlass der kommunalen 

Gestaltungsrichtlinien bewilligt worden. Zudem sei sie an eine Hecke 

"angelehnt" und umfasse eine wesentlich kleinere Grundfläche. Im 

Übrigen hielt die Gemeinde fest, dass auch die Voraussetzungen für eine 

Ausnahmebewilligung (Art. 82 KRG) nicht gegeben seien. 

4. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 12. Juni 

2023 (Poststempel) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung des 

angefochtenen Bauentscheids. In seiner Begründung verwies er auf lit. a 

der Richtlinie 7 der kommunalen Gestaltungskriterien ("keine sinnvolle 

Möglichkeit zur Anordnung auf dem Dach oder an den Fassaden, 

Brüstungen und anderen bereits vorhandenen Bauteilen") und hielt fest, 

diese nehme einem von Anfang an die Freiheit, den idealsten Standort für 

die Photovoltaik-Anlage zu wählen. Zudem verwies er auf lit. c der 

Richtlinie 7 ("Anlage vom öffentlichen Raum aus nicht oder nur schwer 

einsehbar"), welche sein Bauvorhaben – im Unterschied zu mehreren in 

den Fraktionen C._____ und D._____ realisierten Projekten – einhalte. 

Sodann vertiefte er seine Argumentation in einem mit der Beschwerde 

eingereichten Begleitschreiben. 

5. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Juli 2023 beantragte die Gemeinde 

B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, unter gesetzlicher 

Kostenfolge. Begründend hielt sie im Wesentlichen fest, die Rügen des 

Beschwerdeführers träfen nicht zu. Die geplante freistehende 

Photovoltaikanlage stehe im Widerspruch zum übergeordneten Recht und 

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zu den kommunalen Gestaltungsrichtlinien für Solaranlagen, 

insbesondere zur Richtlinie 7. Der Beschwerdeführer lege nicht dar, 

weshalb eine sinnvolle Anordnung auf den bestehenden Gebäuden nicht 

möglich wäre. Sodann sei der angefochtene Entscheid auch mit Blick auf 

den Grundsatz der Rechtsgleichheit nicht zu beanstanden, zumal sich die 

vom Beschwerdeführer angeführten Beispiele massgeblich von dessen 

geplanter Anlage unterschieden. 

6. Mit Replik vom 7. August 2023 (Poststempel) ergänzte und vertiefte der 

Beschwerdeführer seine bisherige Argumentation.

7. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 30. August 2023 

(Poststempel) auf die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Bauentscheid der 

Gemeinde B._____ vom 16. Mai 2023, mitgeteilt am 2. Juni 2023, mit dem 

das Baugesuch des Beschwerdeführers für eine Photovoltaik 

Freiflächenanlage abgewiesen wurde. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt 

das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerden gegen 

Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz 

angefochten werden können oder nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Der vorliegend angefochtene 

Entscheid vom 16. Mai 2023, mitgeteilt am 2. Juni 2023, ist weder 

endgültig noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden 

(vgl. Art. 8 und Art. 109 ff. des Baugesetzes der Gemeinde B._____ 

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[nachfolgend: BauG]). Die Beurteilung der vorliegenden Streitsache fällt 

demnach in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als formeller und 

materieller Adressat des angefochtenen Entscheids ist der 

Beschwerdeführer überdies davon berührt, und er weist ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf, 

weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 50 Abs. 1 VRG). Auf die im 

Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten (vgl. Art. 52 Abs. 1 und Art. 38 VRG).

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das 

Baugesuch des Beschwerdeführers für eine Photovoltaik 

Freiflächenanlage auf der Parzelle Z.1._____ zu Recht abgelehnt hat oder 

ob der ablehnende Entscheid gegen eidgenössisches, kantonales oder 

kommunales Recht verstösst (vgl. Art. 89 Abs. 1 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100]).

3. Nach Art. 33 Abs. 2 RPG sehen die Kantone mindestens ein Rechtsmittel 

vor gegen Verfügungen und Nutzungspläne, die sich auf das RPG sowie 

seine kantonalen und eidgenössischen Ausführungsbestimmungen 

stützen, wobei die volle Überprüfung durch wenigstens eine 

Beschwerdebehörde zu gewährleisten ist (Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG). 

Aufgrund dieser bundesrechtlichen Vorgaben verfügt das 

Verwaltungsgericht in der vorliegenden Streitsache grundsätzlich über 

eine umfassende Kognition, die nicht auf die Rechts- und 

Sachverhaltskontrolle nach Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt ist, sondern 

eine Angemessenheitskontrolle mitumfasst. Allerdings ist es auch in 

solchen Fällen mit der Rechtsweggarantie gemäss Art. 29a der 

Bundesverfassung (BV; SR 101) vereinbar, dass eine Rechtsmittelinstanz 

sich etwa bei der Überprüfung von unbestimmten Rechtsbegriffen eine 

gewisse Zurückhaltung auferlegt, um insbesondere einen entsprechenden 

Spielraum der Gemeinden zu wahren bzw. die Gemeindeautonomie 

gemäss Art. 50 Abs. 1 BV zu respektieren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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1C_287/2021 vom 25. Juli 2022 E.9.2 m.H.a. BGE 145 I 52 E.3.6 und 146 

II 367 E.3.1.4).

4. Auf den vorliegenden Streitfall sind die nachfolgend dargelegten 

Bestimmungen des eidgenössischen, kantonalen und kommunalen 

Rechts anzuwenden.

4.1. Gemäss Art. 22 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung 

(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) dürfen Bauten und Anlagen nur mit 

behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Zwar bestimmt 

Art. 18a Abs. 1 Satz 1 RPG, dass in Bau- und in Landwirtschaftszonen auf 

Dächern genügend angepasste Solaranlagen keiner Baubewilligung nach 

Art. 22 Abs. 1 RPG bedürfen. Die vorliegend umstrittene Photovoltaik-

Anlage soll indessen auf einer Freifläche entstehen, weshalb Art. 18a 

Abs. 1 RPG nicht zur Anwendung gelangt. Voraussetzung einer 

Baubewilligung ist, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der 

Nutzungszone entsprechen und das Land erschlossen ist (Art. 22 Abs. 2 

lit. a und b RPG). Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und 

des kantonalen Rechts bleiben vorbehalten (Art. 22 Abs. 3 RPG).

4.2. Das kantonale Recht schreibt in Art. 73 Abs. 1 KRG vor, dass Siedlungen, 

Bauten und Anlagen nach den Regeln der Baukunst so zu gestalten und 

einzuordnen sind, dass mit der Umgebung und der Landschaft eine gute 

Gesamtwirkung entsteht. Hierbei handelt es sich um eine unmittelbar 

anwendbare Bestimmung, welche abweichenden kommunalen 

Vorschriften vorgeht (vgl. Art. 107 Abs. 2 Ziff. 5 KRG). Zwar sieht das 

übergeordnete eidgenössische Recht vor, dass die Interessen an der 

Nutzung der Solarenergie auf bestehenden oder neuen Bauten den 

ästhetischen Anliegen grundsätzlich vorgehen (vgl. Art. 18a Abs. 4 RPG). 

Hierauf kann sich der Beschwerdeführer indessen nicht berufen, zumal 

diese Bestimmung nur für Solaranlagen auf bestehenden oder neuen 

Bauten gilt (vgl. dazu FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, Zürcher Planungs- 

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und Baurecht, Band 2, 6. Aufl. 2019, S. 855, bzw. 7. Aufl. 2024, S. 1062, 

JÄGER, in: AEMISEGGER/MOOR/ RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar 

RPG, Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 

Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 18a Rz. 59 in fine m.w.H., HÄNNI, Planungs-, 

Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 7. Auflage, Bern 2022, 

S. 253 ff.). Auch die Bestimmung von Art. 32a Abs. 2 der 

Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1), welche festhält, dass 

konkrete Gestaltungsvorschriften des kantonalen Rechts (nur) anwendbar 

sind, wenn sie zur Wahrung berechtigter Schutzanliegen verhältnismässig 

sind und die Nutzung der Sonnenenergie nicht stärker einschränken als 

Art. 32a Abs. 1 RPV (Bewilligungsfreiheit bei genügend angepasster 

Solaranlage auf dem Dach), gelangt vorliegend nicht zur Anwendung, 

zumal sich diese Bestimmung entsprechend ihres Titels nur auf 

bewilligungsfreie Solaranlagen und damit nicht auf die vorliegend 

umstrittene Photovoltaik Freiflächenanlage bezieht (vgl. dazu vorstehende 

Erwägung 4.1; vgl. auch JÄGER, a.a.O., Art. 18a Rz. 17). In casu ist daher 

für die Gestaltung von Bauten und Anlagen Art. 73 KRG massgeblich, d.h. 

die Anlage muss so gestaltet und eingeordnet werden, dass mit der 

Umgebung und der Landschaft eine gute Gesamtwirkung entsteht; dies 

setzt eine Interessenabwägung voraus (vgl. FRITZSCHE/BÖSCH/WIPF/KUNZ, 

a.a.O., S. 855 bzw. S. 1062).

4.3.1. Das kommunale Recht, d.h. das Baugesetz der Gemeinde B._____, 

bestimmt in Art. 90 BauG, dass für die Gestaltung und Einordnung von 

Bauten und Anlagen die Vorschriften des KRG sowie des BauG gelten 

(vgl. auch Art. 95 BauG). Weiter hat die Gemeinde Gestaltungskriterien für 

Solaranlagen innerhalb der Bauzone erlassen (vgl. 

beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 6). Darin hält sie fest, dass sich 

Standortwahl und Gestaltung der Solaranlagen ins Ortsbild einfügen 
sollten, um die Akzeptanz dieser Anlagen zu steigern. Grundsätzlich sei 

die Position der Anlage unter folgenden Prioritäten festzulegen: 1. auf und 

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am Gebäude, 2. auf und an Infrastrukturanlagen, 3. in der Umgebung. Für 

Freiflächenanlagen, d.h. Solaranlagen, welche in der Umgebung montiert 

werden, ist sodann die Richtlinie 7 der Gestaltungskriterien anzuwenden. 

Gemäss dieser Richtlinie ist die Erstellung von Freiflächenanlagen 

innerhalb der Bauzone nur in Ausnahmefällen zulässig, wenn: keine 

sinnvolle Möglichkeit zur Anordnung auf dem Dach oder an den Fassaden, 

Brüstungen und anderen bereits vorhandenen Bauteilen besteht (lit. a), 

die Anlage als zusammenhängende und kompakte Fläche auszubilden ist 

(lit. b), die Anlage vom öffentlichen Raum aus nicht oder nur schwer 

einsehbar ist (lit. c), sich die Anlage dem Terrainverlauf anpasst und gut in 

die Umgebung einfügt (lit. d), keine anderen öffentlichen Interessen 

entgegenstehen (lit. e). 

4.3.2. Bei den Gestaltungskriterien für Solaranlagen der Gemeinde B._____ 

handelt es sich um eine sogenannte Verwaltungsverordnung. 

Verwaltungsverordnungen können in der Regel selber nicht unmittelbar 

angefochten werden (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St.Gallen 2020, Rz. 87). Soweit der 

Beschwerdeführer also die Zulässigkeit der Gestaltungskriterien 

beanstandet, ist seine Rüge nicht zu hören. Die Hauptfunktion einer 

Verwaltungsverordnung besteht darin, eine einheitliche, gleichmässige 

und sachrichtige Praxis des Gesetzesvollzugs sicherzustellen 

(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 83). Verwaltungsverordnungen 

sind nach herrschender Ansicht keine Rechtsquellen des 

Verwaltungsrechts, da sie keine Rechtsnormen enthalten, insbesondere 

keine Pflichten oder Rechte der Privaten statuieren 

(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 84). Verwaltungsgerichte sind in 

der Regel nicht an Verwaltungsverordnungen gebunden; sie prüfen nur, 

ob die angefochtene Verfügung mit dem entsprechenden Gesetz 

übereinstimmt. Sie berücksichtigen eine Verwaltungsverordnung jedoch, 

soweit sie eine dem Einzelfall gerecht werdende Auslegung der 

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massgebenden Rechtssätze zulässt, weil sie nicht ohne Not von einer 

einheitlichen Praxis der Verwaltungsbehörden abweichen wollen 

(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 87 m.w.H.; vgl. zum Ganzen: Urteil 

des Bundesgerichts 1C_311/2022 vom 15. Januar 2024 E.5.2; vgl. auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 22 1 

vom 23. November 2022 E.4.4 f.).

5. Nachfolgend gilt es nun zu prüfen, ob der angefochtene Entscheid die 

vorgenannten Bestimmungen des eidgenössischen, kantonalen und 

kommunalen Rechts einhält. 

5.1.1. Wie bereits in vorstehender Erwägung 4.3.1 dargelegt, bestimmt die 

Gemeinde in ihren kommunalen Gestaltungskriterien für Solaranlagen, 

dass die Position der Anlagen grundsätzlich unter folgenden Prioritäten 

festzulegen ist: 1. auf und am Gebäude, 2. auf und an 

Infrastrukturanlagen, 3. in der Umgebung. Nach Auffassung des 

streitberufenen Gerichts ist es nicht zu beanstanden, wenn die Gemeinde 

den Art. 73 Abs. 1 KRG (gute Gesamtwirkung mit der Umgebung und der 

Landschaft) im Zusammenhang mit dem Bau von Solaranlagen in der 

Praxis dahingehend auslegt, dass Solaranlagen auf und am Gebäude 

gegenüber solchen in der Umgebung grundsätzlich zu priorisieren sind. 

Die Priorisierung von Solaranlagen auf und am Gebäude gegenüber 

solchen in der Umgebung entspricht denn auch der Stossrichtung des 

RPG, welches in Bau- und in Landwirtschaftszonen für auf Dächern 

genügend angepasste Solaranlagen eine Bewilligungsfreiheit vorsieht 

(vgl. Art. 18a Abs. 1 RPG sowie vorstehende Erwägung 4.1; 

Hervorhebung durch das Gericht) und eine haushälterische Nutzung des 

Bodens vorschreibt (Art. 1 Abs. 1 Satz 1 RPG; vgl. dazu auch VGU R 22 1 

vom 23. November 2022 E.6.7). Darüber hinaus entspricht die 

Priorisierung von Solaranlagen auf und am Gebäude auch dem 

Leitgedanken des Kantons Graubünden, welcher in seinem Leitfaden für 

Solaranlagen keine Empfehlungen für freistehende Anlagen vorsieht und 

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von vornherein nur Photovoltaikanlagen an Bauten und 

Infrastrukturanlagen, nicht aber solche auf Freiflächen fördert (vgl. 

Leitfaden für Solaranlagen, Verfahren und Gestaltungsempfehlungen, 

ARE, Juli 2022, abrufbar unter https://www.gr.ch/DE/institutionen/ 

verwaltung/dvs/are/publikation/Seiten/publikationen.aspx; Art. 23a Abs. 1 

des Energiegesetzes des Kantons Graubünden [BEG; BR 820.200] und 

Art. 52 der Energieverordnung des Kantons Graubünden [BEV; 

BR 820.210] sowie Förderprogramm Kanton Graubünden, 

Photovoltaikanlagen für Winterstrom, Leitfaden und Bedingungen, 

abrufbar unter https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ 

diem/aev/foerderprogramme/Photovoltaikanlagenfuerwinterstrom/Seiten/ 

default.aspx). 

5.1.2. Zwar ist es denkbar, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die 

kommunalen Gestaltungskriterien bzw. das Wort "grundsätzlich" 

Ausnahmen von der vorerwähnten Prioritätenordnung zuliesse. In lit. a der 

Richtlinie 7 wird denn auch festgehalten, dass die Erstellung von 

Freiflächenanlagen innerhalb der Bauzone u.a. zulässig ist, wenn keine 

sinnvolle Möglichkeit zur Anordnung auf dem Dach oder an den Fassaden, 

Brüstungen und anderen bereits vorhandenen Bauteilen besteht. Soweit 

der Beschwerdeführer in seiner Replik sinngemäss geltend macht, lit. a 

der Richtlinie 7 sei erfüllt, da ihm keiner garantieren könne, dass mit einer 

Dachanlage eine Stromproduktion im Winter möglich sei, zumal der Winter 

in der Fraktion C._____ nach wie vor sehr schneereich sein könne, ist ihm 

was folgt entgegenzuhalten: Gemäss Sonnenkataster eignen sich die 

Dachflächen des Gebäudes Nr._____ auf der Parzelle Z.1._____ sowie 

die Fassadenflächen mit Südausrichtung "sehr gut" für die Nutzung von 

Solarenergie, wobei die Produktion von Strom auch im Winter möglich ist 

(vgl. https://www.uvek-gis.admin.ch/BFE/sonnendach/). Gleiches gilt für 

die Dach- und Fassadenflächen des Gebäudes Nr._____ auf der 

https://www.gr.ch/DE/institutionen/
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/

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Nachbarparzelle Z.2._____ (vgl. https://www.uvek-gis.admin.ch/BFE/ 

sonnendach/).

In seiner Replik vergleicht der Beschwerdeführer (soweit ersichtlich 

gestützt auf die Angaben aus dem Sonnenkataster) die Stromproduktion 

einer Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes auf der 

Parzelle Z.1._____ mit jener einer Freiflächenanlage auf der 

Parzelle Z.2._____. Für Letztere zog er die Daten einer Solaranlage an 

der Fassade des Gebäudes auf der Parzelle Z.2._____ heran, da beim 

Bundesamt für Energie keine Daten zu Freiflächenanlagen zur Verfügung 

stünden. Die gewählte Fassade habe ebenfalls eine Ausrichtung von 

178° Süd und in etwa die gleiche Grösse wie die geplante 

Freiflächenanlage. Dabei gelangte er im Wesentlichen zum Schluss, dass 

mit einer Freiflächenanlage insbesondere im Herbst / Winter mehr Strom 

produziert werden könne als mit einer Anlage auf dem Dach. Eine 

Freiflächenanlage könne problemlos von Schnee befreit werden und 

ermögliche damit – genauso wie eine Fassadenanlage – eine 

durchgängige Stromproduktion bei Sonnenschein. Diese Ausführungen 

des Beschwerdeführers ändern jedoch nichts daran, dass die Dachflächen 

der Gebäude Nr._____ (Parzelle Z.1._____) und Nr._____ 

(Parzelle Z.2._____) sowie die Fassadenflächen mit Südausrichtung 

gemäss Sonnenkataster "sehr gut" für die Nutzung von Solarenergie 

geeignet sind und die Produktion von Strom auch im Winter möglich ist 

(vgl. https://www.uvek-gis.admin.ch/BFE/sonnendach/). Gestützt auf das 

Sonnenkataster hätten nur schon auf den Dachflächen des Gebäudes auf 

der Parzelle Z.1._____ im Dezember 2023, dem Monat mit der gemäss 

Sonnenkataster auf den entsprechenden Dachflächen geringsten 

Stromproduktion der letzten zwölf Monate, rund 740 kWh Strom (= 

CHF 74.-- [CHF 36.-- {Dach West} + CHF 38.-- {Dach Ost}] / CHF 0.10; 

vgl. dazu den Hinweis unter https://www.uvek-gis.admin.ch/ 

BFE/sonnendach/, worin dargelegt wird, dass für die Berechnung des 

https://www.uvek-gis.admin.ch/
https://www.uvek-gis.admin.ch/

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Solarstrom-Ertrags ein Wert von 10 Rappen pro kWh angenommen 

werde) produziert werden können, was mehr als einem Fünftel vom 

typischen Verbrauch eines Vier-Personen-Haushalts von 3'500 kWh pro 

Jahr entspricht; auf den Dachflächen des Gebäudes auf der 

Parzelle Z.2._____ wären es im Monat Dezember 2023 rund 1'030 kWh 

Strom gewesen (= CHF 103.-- [CHF 55.-- {Dach West} + CHF 48.-- {Dach 

Ost}] / CHF 0.10). Auch mit einer Solaranlage auf dem Dach könnte der 

Beschwerdeführer somit – wie von ihm beabsichtigt – einen Beitrag zum 

Klimaziel leisten. Was die Stromproduktion im Winter anbelangt, kann 

zudem auf den Leitfaden für Solaranlagen des ARE hingewiesen werden, 

worin festgehalten wird, dass die Ertragseinbusse, die durch 

schneebedeckte Sonnenkollektoren entstehen könne, in einer Lage um 

1'000 m.ü.M. rund fünf bis acht Prozent betrage; darunter sogar nur zirka 

ein bis vier Prozent (vgl. S. 13 des Leitfadens, abrufbar unter 

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dvs/are/publikation/Seiten/ 

publikationen.aspx; vgl. der Vollständigkeit halber zudem S. 12 des 

Leitfadens hinsichtlich Solaranlagen, Schnee und Sicherheit sowie S. 10 

betreffend Ausrichtung und Neigung von Solaranlagen). Sodann gilt es 

festzuhalten, dass C._____ trotz seiner Höhenlage auf rund 1'155 m.ü.M. 

eine sehr sonnige Exposition aufweist. Dies zeigt sich auch daran, dass 

mehrere Häuser in C._____ über Solaranlagen verfügen, was der 

Beschwerdeführer in seinen Rechtsschriften denn auch selber aufzeigt; 

auch insofern ist somit kaum davon auszugehen, dass 

Winterstromproduktion nicht möglich wäre. 

Vor diesem Hintergrund und angesichts der Ausführungen in vorstehender 

Erwägung 5.1.1 ist es somit – auch unter Berücksichtigung der dem 

Verwaltungsgericht zustehenden Kognition – nicht zu beanstanden, wenn 

die Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall an der Priorisierung von 

Solaranlagen auf und am Gebäude gegenüber solchen in der Umgebung 

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festhielt, wenngleich die geplante Freiflächenanlage unter Umständen 

(noch) effizienter wäre.

5.2.1. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots, 

indem er verschiedene Fotos von auf dem Gemeindegebiet B._____ 

bewilligten Photovoltaikanlagen ins Recht legt, welche vom öffentlichen 

Raum (sehr) gut einsehbar seien. Beim Betrachten dieser Bilder sei er sich 

nicht sicher, ob alle Bürger der Gemeinde B._____ die gleichen Rechte 

hätten. 

5.2.2. Nach dem Grundsatz der Rechtsgleichheit sind die Behörden im Bereich 

der Rechtsanwendung verpflichtet, gleiche Sachverhalte mit gleichen 

relevanten Tatsachen gleich zu behandeln, es sei denn, ein sachlicher 

Grund rechtfertige eine unterschiedliche Behandlung (vgl. BGE 136 I 345 

E.5, 131 I 105 E.3.1). Der Grundsatz der Gesetzmässigkeit der Verwaltung 

(Art. 5 Abs. 1 BV) geht dem Rechtsgleichheitsprinzip (Art. 8 Abs. 1 BV) im 

Konfliktfall in der Regel vor (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 599). 

Grundsätzlich kann sich der Rechtsuchende der korrekten 

Rechtsanwendung in seinem Fall nicht mit dem Argument entziehen, das 

Recht sei in anderen Fällen falsch oder gar nicht angewendet worden. Nur 

wenn eine Behörde nicht gewillt ist, eine rechtswidrige Praxis aufzugeben, 

überwiegt das Interesse an der Gleichbehandlung der Betroffenen 

gegenüber demjenigen an der Gesetzmässigkeit (BGE 146 I 105 E.5.3.1, 

139 II 49 E.7.1, 136 I 65 E.5.6). 

5.2.3. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar dargelegt, 

inwiefern sich die vom Beschwerdeführer erwähnten Photovoltaikanlagen 

von dessen Bauvorhaben unterscheiden bzw. weshalb keine Verletzung 

der Rechtsgleichheit vorliegt. Auf diese Ausführungen kann verwiesen 

werden (vgl. Vernehmlassung S. 5 f.). Dabei gilt es hervorzuheben, dass 

es sich bei den Photovoltaikanlagen auf den Parzellen Z.4._____, 

Z.5._____, Z.6._____, Z.7._____ und Z.8._____ – anders als bei der vom 

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Beschwerdeführer geplanten Anlage – nicht um in der Umgebung 

montierte Solaranlagen im Sinne der Richtlinie 7 der kommunalen 

Gestaltungskriterien handelt und die Anlage auf der Parzelle Z.3._____ 

unbestrittenermassen noch vor Erlass der kommunalen 

Gestaltungskriterien bewilligt worden ist.

6. Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde somit als unbegründet, weshalb 

sie abzuweisen ist. Der ablehnende Entscheid der Gemeinde verstösst 

weder gegen eidgenössisches, kantonales noch kommunales Recht. Für 

das Verwaltungsgericht besteht keine Veranlassung, in den von der 

Gemeinde – in Kenntnis der örtlichen Verhältnisse und im Rahmen einer 

Interessenabwägung – getroffenen Entscheid einzugreifen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten zu Lasten des 

unterliegenden Beschwerdeführers (vgl. Art. 73 Art. 1 VRG). Gestützt auf 

Art. 75 Abs. 2 VRG rechtfertigt es sich vorliegend, die Staatsgebühr auf 

CHF 2'500.-- festzulegen. Der in ihrem amtlichen Wirkungskreis 

obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 2'500.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 320.--

zusammen CHF 2'820.--

gehen zulasten von A._____.

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3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]