# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8782e3c6-c7a4-5db6-9d28-311553bee8c0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.11.2016 LF160071
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF160071_2016-11-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF160071-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. M. Stammbach und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw C. Funck 

Urteil vom 15. November 2016 

in Sachen 

 

A._____,  

Gesuchsteller und Berufungskläger, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

 

gegen 

 

B._____ GmbH,  

Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.Y._____, 

 

betreffend 
vorsorgliche Massnahme 

 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksgerichtes Zü-
rich vom 11. Oktober 2016 (ET160036) 

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2 f.) 

 "1. Es sei festzustellen, dass A._____ seine bisherige Stellung als für 
den operativen Bereich der B._____ GmbH zuständiger Ge-
schäftsführer, insbesondere verbunden mit den Befugnissen: 

 - Leitung und Vertretungsmacht im operativen Geschäft (Rei-
nigungs-Dienstleistungen); 

 - Einsichtnahme in die Geschäftsbücher und -Konti; 

 - Veranlassung von Lohnzahlungen an den Mitarbeiterstab; 
 - Allgemein: Ausübung sämtlicher Funktionen, die mit der 

operativen Unternehmungsleitung in Verbindung stehen; 

 - Honoraranspruch; 
 während der Dauer des Prozessverfahrens beibehält bzw. bis zur 

Ausfällung eines dem widersprechenden richterlichen Urteils wei-
terhin über die obgenannten Kompetenzen verfügt. 

 2. Die Beklagte, bzw. der Vorsitzende der Geschäftsführung, 
C._____, sei unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen im 
Unterlassungsfalle anzuweisen: 

A 
Im Innerhältnis 

 im Besonderen: 

 - auf die Sabotierung operativer Anordnungen des zuständi-
gen Geschäftsführers A._____, vornehmlich mit Bezug auf 
die Mitarbeitern geschuldeten Saläre; 

 - auf eine Information des Mitarbeiterstabs, A._____ sei mit 
sofortiger und verbindlicher Wirkung seiner Funktionen als 
Geschäftsführer enthoben; 

B 
Im Aussenverhältnis 

 auf eine Orientierung über die Abberufung des Klägers und die 
Aufhebung seiner Vertretungsmacht bzw. Zeichnungsberechti-
gung allgemein und im Speziellen gegenüber folgenden Personen 
und Instituten: 

 - Firmenkunden; 

 - Handelsregister; 
 - Banken, bei denen die Firma Geschäftskonti unterhält; 

 zu verzichten und für die Dauer des Prozessverfahrens, d.h. bis 
zur Ausfällung eines dem widersprechenden richterlichen Urteils, 
alles zu unterlassen, was die operative Geschäftsführung, ver-

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bunden mit Vertretungsmacht und Zeichnungsberechtigung des 
Klägers in Frage stellen könnte. 

 Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwert-
steuer) zu Lasten der beklagten Partei. In Anbetracht der angespann-
ten finanziellen Lage meines Mandanten und der klaren Rechtslage 
(Gegenstand des Gesuchs ist allein eine Aufrechterhaltung des status 
quo während des Prozessverfahrens) wird im Rahmen von Art. 265 
Abs. 3 ZPO beantragt, dass das Gericht von der Kann-Vorschrift auf 
Erhebung einer Sicherheitsleistung zu Lasten meines Mandanten kei-
nen Gebrauch macht." 

 
 

Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksgerichtes Zürich vom 
11. Oktober 2016: 

(act. 4 = act. 7 = act. 9; nachfolgend zitiert als act. 7) 

1. Das Gesuch um Erlass superprovisorischer bzw. vorsorglicher Massnahmen 

vom 10. Oktober 2016 wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr von Fr. 600.– wird dem Gesuchsteller auferlegt. 

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4./5. [Mitteilung/Rechtsmittelbelehrung] 

 
 

Berufungsanträge: 

des Gesuchstellers und Berufungsklägers (act. 8 S. 2): 
 

 "Der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben, und der Einzelrichter 
sei anzuweisen, den auf Urteil Seiten 1ff wiedergegebenen klägeri-
schen Rechtsbegehren zu entsprechen. 

 Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. Mehrwertsteuer) zu 
Lasten der beklagtischen Partei." 

 
 

- 4 - 

Erwägungen: 

I.  

Sachverhalt und Prozessgeschichte 

1. Der Gesuchsteller und Berufungskläger (nachfolgend: Berufungskläger) ist 

zusammen mit seinem Bruder, C._____, sowie einer weiteren Person Gesell-

schafter der Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagten (nachfolgend: Berufungs-

beklagte). Zudem war er Geschäftsführer, bis er mit Beschluss der Gesellschaf-

terversammlung vom 7. Oktober 2016 von dieser Funktion abberufen wurde. Der 

Berufungskläger focht diesen Beschluss am 10. Oktober 2016 beim Friedensrich-

teramt Kreise … der Stadt Zürich an (act. 1 S. 3).  

2. Mit Eingabe vom selben Datum gelangte der Berufungskläger an das Ein-

zelgericht Audienz des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend: Vorinstanz) und 

stellte das eingangs wiedergegebene Rechtsbegehren um superprovisorische 

bzw. vorsorgliche Massnahmen (act. 1). Die Vorinstanz wies dieses Gesuch mit 

Urteil vom 11. Oktober 2016 ab (act. 7).  

3. Gegen diesen Entscheid erhob der Berufungskläger mit Eingabe vom 

18. Oktober 2016 fristgerecht Berufung beim Obergericht des Kantons Zürich, 

wobei er den oben aufgeführten Antrag stellte (act. 8). Mit Verfügung vom 

24. Oktober 2016 wurde der Berufungskläger zur Leistung eines Kostenvorschus-

ses aufgefordert (act. 11). Dieser ging innert Frist ein (act. 13). Das Einholen einer 

Berufungsantwort ist nicht erforderlich. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.  

 

II.  

Zur Berufung im Einzelnen 

1. Die Vorinstanz erwog, die Geschäftsführung stehe allen Gesellschaftern zu, 

sofern sie nicht statutarisch anders geregelt sei. Vorliegend sei letzteres der Fall; 

gemäss den Statuten der Berufungsbeklagten komme der Gesellschafterver-

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sammlung die Befugnisse zur Bestellung und Abwahl der Geschäftsführer zu. So 

würden die Geschäftsführer von der Gesellschafterversammlung für die Dauer 

von jeweils einem Jahr gewählt, wobei eine Wiederwahl zulässig sei. Ebenso 

würden die Statuten vorsehen, dass ein Geschäftsführer jederzeit durch einen 

Beschluss der Gesellschafterversammlung abberufen werden könne. Letzteres 

entspreche Art. 815 Abs. 1 OR, wonach die Gesellschafterversammlung von ihr 

gewählte Geschäftsführer jederzeit und ohne Angabe von Gründen abberufen 

könne, was unabhängig davon gelte, ob es sich um einen Gesellschafter handle 

oder nicht. Entgegen der Ansicht des Berufungsklägers komme ihm daher kein 

wohlerworbenes Recht an der Geschäftsführerstellung zu, sodass seine Abwahl 

auch ohne die Angabe von Gründen zulässig gewesen sei. Der Berufungskläger 

bringe zudem nicht vor, dass die Beschlussfassung an sich nicht rechtens gewe-

sen sei. Damit habe er die materielle Grundlage für seinen Anspruch nicht glaub-

haft gemacht, weshalb das Begehren um (super)provisorische Massnahmen nicht 

gutgeheissen werden könne (act. 7 S. 4).  

2. Gegen diese Begründung wendet der Berufungskläger ein, der Gesellschaf-

terversammlungsbeschluss sei als rechtswidrig zu qualifizieren, weil ihm als 

Gründungsmitglied gegenüber anderen Geschäftsführern von Gesetzes wegen 

eine Vorrangstellung zukomme und er deshalb nur bei Vorliegen wichtiger Gründe 

und per Gerichtsentscheid abberufen werden könne (act. 8 S. 3). Art. 815 Abs. 1 

OR beziehe sich nicht auf die von der Gründerversammlung gewählten Ge-

schäftsführer (act. 8 S. 4). Ausserdem habe er alles ihm Zumutbare getan, um 

den ihm zustehenden Anspruch glaubhaft zu machen, indem er am 10. Oktober 

2016 beim Friedensrichteramt Kreise … der Stadt Zürich eine Klage betreffend 

Anfechtung des Beschlusses eingereicht habe. Dies zeige seinen Entschluss, in 

dieser Sache ein Urteil herbeizuführen (act. 8 S. 4). Im Übrigen stehe es dem 

über das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen entscheidenden Richter nicht zu, 

das Gesuch mit Hinweis auf "materielle Grundlagen" abzuweisen, darüber könne 

einzig der Richter im ordentlichen Verfahren entscheiden (act. 8 S. 5).  

3. Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, setzt die Anordnung vorsorglicher Mass-

nahmen voraus, dass die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr 

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zustehender Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist und ihr 

daraus ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht (Art. 261 Abs. 1 

ZPO). Superprovisorisch, also sofort und ohne Anhörung der Gegenpartei, kön-

nen vorsorgliche Massnahmen nur bei besonderer Dringlichkeit angeordnet wer-

den (Art. 265 Abs. 1 ZPO).  

4.1. Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt wird vom Berufungskläger 

nicht bestritten und im Übrigen auch durch die von ihm eingereichten Unterlagen 

gestützt (vgl. insbesondere act. 3/3 und act. 3/7). Es steht demnach fest, dass die 

Besetzung der Geschäftsführerposition(en) der Berufungsbeklagten statutarisch 

so geregelt ist, dass die Gesellschafterversammlung die Geschäftsführer für je-

weils ein Jahr wählt. Eine solche Regelung ist gestützt auf Art. 809 Abs. 1 OR, 

wonach alle Gesellschafter die Geschäftsführung gemeinsam ausüben, die Statu-

ten die Geschäftsführung aber abweichend regeln können, ohne Weiteres zuläs-

sig. Daraus folgt, dass dem Berufungskläger die Stellung als Geschäftsführer 

aber nicht (mehr) direkt aufgrund des Gesetzes oder der Statuten zukam. Viel-

mehr galt er als im Sinne von Art. 815 Abs. 1 OR von der Gesellschafterversamm-

lung gewählt und konnte von dieser – wie auch in den Statuten explizit festgehal-

ten wird – jederzeit und ohne Angabe von Gründen abberufen bzw. nicht mehr 

neu gewählt werden. Dass er ein Gründungsmitglied der Berufungsbeklagten ist, 

ändert daran nichts, da für solche dieselben Regeln wie auch für die übrigen Ge-

sellschafter gelten, zumal ihnen das neue Recht keine Vorrangstellung einräumt. 

Wie bereits von der Vorinstanz dargelegt, wird in der Literatur im Übrigen explizit 

festgehalten, dass nach heute geltendem Recht kein wohlerworbenes Recht der 

Gesellschafter zur Geschäftsführung mehr besteht (BSK OR II-Watter/Roth Pel-

landa, 5. Aufl. 2016, Art. 809 N 7; CHK-Kratz, 3. Aufl. 2016, OR 809 N 1; OFK-

Gasser/Eggenberger/Stäuber, 3. Aufl. 2016, OR 809 N 4). Inwiefern der Verweis 

des Berufungsklägers auf eine veraltete Auflage eines Lehrbuches aus dem Jahr 

1995, das sich in der vorliegend interessierenden Frage auf heute nicht mehr gel-

tendes Recht bezieht, oder die Berufung auf Artikel des früher geltenden Rechtes 

(vgl. act. 8 S. 3 f. und act. 1 S. 4 i.V.m. act. 3/2 S. 7) daran etwas zu ändern ver-

möchten, ist nicht ersichtlich.  

- 7 - 

 Folglich ist es dem Berufungskläger nicht gelungen, die Rechtswidrigkeit des 

von ihm gerügten Beschlusses und damit die Verletzung eines ihm zustehenden 

Anspruches glaubhaft zu machen. Die Voraussetzungen für die Anordnung vor-

sorglicher Massnahmen sind deshalb nicht erfüllt und das entsprechende Gesuch 

wurde von der Vorinstanz zu Recht abgewiesen.  

 Der Umstand, dass der Berufungskläger den fraglichen Beschluss beim Ge-

richt bzw. vorerst beim Friedensrichter angefochten hat, macht die behauptete 

Verletzung des angeblichen Anspruches im Übrigen auch nicht glaubhaft. Eine 

solche Klage gibt zunächst einmal nur die Ansicht des Klägers wieder; vor dem 

Ergehen des entsprechenden Urteils steht nicht fest, ob der behauptete Anspruch 

besteht oder nicht. Ferner ist dem Berufungskläger zwar zuzustimmen, dass der 

definitive Entscheid über das Bestehen des eingeklagten Anspruches dem Richter 

im ordentlichen Verfahren und nicht der vorliegend urteilenden Instanz obliegt. Ob 

ein materieller Anspruch besteht bzw. die Verletzung eines solchen glaubhaft ist, 

ist jedoch wie dargelegt auch im Rahmen der Beurteilung von vorsorglichen  

Massnahmen relevant. In diesem Sinne hat sich der über die Anordnung von vor-

sorglichen Massnahmen entscheidende Richter sehr wohl mit dem materiellen 

Anspruch der Hauptsache auseinanderzusetzen. 

4.2. Anzumerken ist abschliessend, dass das Vorliegen der Voraussetzungen für 

die Anordnung superprovisorischer Massnahmen vom Berufungskläger weder in 

seinem Gesuch vom 10. Oktober 2016 noch in der Berufung dargetan wurde – im 

Gesuch findet sich bloss die pauschale Behauptung, dass die Gegenseite nicht 

angehört werden müsse (vgl. act. 1 S. 4 und act. 8). Eine besondere Dringlichkeit 

ist auch nicht ersichtlich, sodass das Gesuch, soweit es die superprovisorische 

Anordnung der beantragten Massnahmen betrifft, ohnehin nicht hätte gutgeheis-

sen werden können. 

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III.  

Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 Ausgangsgemäss wird der unterliegende Berufungskläger für das Beru-
fungsverfahren kostenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzliche Ent-

scheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 

GebV OG auf Fr. 500.– festzusetzen und dem Berufungskläger aufzuerlegen. Ei-

ne Parteientschädigung ist der Berufungsbeklagten mangels Umtrieben nicht zu-

zusprechen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts Audienz 

des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. Oktober 2016 bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Beru-

fungskläger auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss ver-

rechnet. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge des Doppels von act. 8, sowie an das Einzelgericht Audienz des Bezirks-

gerichtes Zürich und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 10'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw C. Funck 
 
versandt am: 

	Urteil vom 15. November 2016
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2 f.)
	Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. Oktober 2016: (act. 4 = act. 7 = act. 9; nachfolgend zitiert als act. 7)
	1. Das Gesuch um Erlass superprovisorischer bzw. vorsorglicher Massnahmen vom 10. Oktober 2016 wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr von Fr. 600.– wird dem Gesuchsteller auferlegt.
	3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4./5. [Mitteilung/Rechtsmittelbelehrung]
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	1. Die Vorinstanz erwog, die Geschäftsführung stehe allen Gesellschaftern zu, sofern sie nicht statutarisch anders geregelt sei. Vorliegend sei letzteres der Fall; gemäss den Statuten der Berufungsbeklagten komme der Gesellschafterversammlung die Befu...
	2. Gegen diese Begründung wendet der Berufungskläger ein, der Gesellschafterversammlungsbeschluss sei als rechtswidrig zu qualifizieren, weil ihm als Gründungsmitglied gegenüber anderen Geschäftsführern von Gesetzes wegen eine Vorrangstellung zukomme ...
	3. Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, setzt die Anordnung vorsorglicher Massnahmen voraus, dass die gesuchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist und ihr daraus ein ni...
	4.1. Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt wird vom Berufungskläger nicht bestritten und im Übrigen auch durch die von ihm eingereichten Unterlagen gestützt (vgl. insbesondere act. 3/3 und act. 3/7). Es steht demnach fest, dass die Besetzun...
	Folglich ist es dem Berufungskläger nicht gelungen, die Rechtswidrigkeit des von ihm gerügten Beschlusses und damit die Verletzung eines ihm zustehenden Anspruches glaubhaft zu machen. Die Voraussetzungen für die Anordnung vorsorglicher Massnahmen si...
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	4.2. Anzumerken ist abschliessend, dass das Vorliegen der Voraussetzungen für die Anordnung superprovisorischer Massnahmen vom Berufungskläger weder in seinem Gesuch vom 10. Oktober 2016 noch in der Berufung dargetan wurde – im Gesuch findet sich blos...

	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts Audienz des Bezirksgerichtes Zürich vom 11. Oktober 2016 bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Berufungskläger auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beilage des Doppels von act. 8, sowie an das Einzelgericht Audienz des Bezirksgerichtes Zürich und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...