# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0595c86-d7fd-5505-a7cf-197f33ef4f63
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-12-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 19.12.2011 SB110567
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110567_2011-12-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr. SB110567-O/U/eh 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Vorsitzender, und lic. iur.  

S. Volken, Ersatzoberrichterin lic.iur. R. Affolter sowie der  

Gerichtsschreiber lic. iur. T. Brütsch 

 

Urteil vom 19. Dezember 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend 

mehrfacher Diebstahl etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 6. April 2011 
(DG100101) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur / Unterland vom 20. Oktober 

2010 (Urk. 31) ist diesem Urteil beigeheftet. 

 

Urteil und Beschluss der Vorinstanz: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie 

− des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von 

Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung der  

Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten  

(wovon 163 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, gerechnet bis 

am 10. September 2010). 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (14 Monate, 

abzüglich 163 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die 

Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern B._____ und C._____ 

Fr. 350'000.– als Schadenersatz zu bezahlen, solidarisch mit  

allfälligen Mittätern. 

 Im Mehrbetrag wird ihr Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen.  

-   3   - 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 18'192.55   ausserkantonale Verfahrenskosten (gemäss Belegen,   HD act. 26/4.1-4) 
Fr. 6'008.10   amtl. Verteidigungskosten (bereits bezahlt) 

Fr.    amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 

Fr.    Dolmetscherkosten (ausstehend) 

Fr.      
 
 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf 

die Gerichtskasse genommen, wobei ein nachträglicher Rückgriff des  

Staates auf den Beschuldigten nach Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten 

bleibt. 

7. (Mitteilungen) 

8. (Rechtsmittel) 
 

und beschlossen: 

1. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

20. Oktober 2010 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und 

der Kantonspolizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

− 1 Rollkoffer, schwarz, "…", beinhaltend: 

− 1 Trichter weiss, 

− 1 Plastikkanne mit unbekannter Flüssigkeit, 

− 1 Rolle Kehrrichtsäcke, 

− 1 Plastiksack, hellblau, unbekanntes mehlartiges Pulver  
beinhaltend, 

− 1 Verpackung für Einweghandschuhe, 

− 2 Rollen Alufolie, 

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− 6 Rollen Klebe- bzw. Malerband; 

− 1 Karton (in Tragtasche), beinhaltend diverse Pakete mit  

bestäubtem schwarzem, notenförmigen Papier; 

− 1 Plastikeimer mit unbekannter Flüssigkeit. 

2. (Mitteilungen) 

3. (Rechtsmittel). 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (mündlich und schriftlich; Urk. 86 resp. 69) 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 6. April 2011 sei bezüglich 

der Ziff. 1-6 aufzuheben, soweit der Beschuldigte wegen mehrfachen Dieb-

stahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig erklärt und verurteilt wird. 

2. Der Beschuldigte sei von der Anklage wegen Diebstahls im Sinne von  

Art. 139 Ziff. 1 StGB freizusprechen. 

3. Der Beschuldigte sei wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne 

von Art. 91 Abs. 1 SVG zu verurteilen und angemessen zu bestrafen. 

4. Die Zivilklage sei abzuweisen, eventuell auf den Zivilrechtsweg zu ver-

weisen. 

5. Dem Beschuldigten sei für die erstandene Untersuchungshaft von  

163 Tagen eine angemessene Genugtuung zuzusprechen, zuzüglich Zins 

ab 11. September 2011. 

-   5   - 

6. Dem Beschuldigten sei für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidi-

gung zu gewähren, und es sei ihm der unterzeichnende Rechtsanwalt als 

amtlicher Verteidiger zu bestellen. 

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 75) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

c) Der Privatklägerschaft: 

(schriftlich; Urk. 77) 

Die Berufung von A._____ sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolge. 

Das Gericht erwägt: 

I.Prozessuales 

1. Nachdem der angefochtene erstinstanzliche Entscheid am 6. April 2011  

ergangen ist, gelten die Bestimmungen der Schweizerischen Strafprozessord-

nung (Art. 448 und Art. 454 Abs. 1 StPO). 

2. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom  

6. April 2011 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss des mehrfachen 

Diebstahls sowie des Fahrens in fahrunfähigem Zustand schuldig  

gesprochen und mit 28 Monaten Freiheitsstrafe bestraft, wobei ihm für die Hälfte 

der Freiheitsstrafe der bedingte Strafvollzug gewährt wurde (Urk. 67 S. 21).  

Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte durch seinen amtlichen Verteidi-

ger mit Eingabe vom 11. April 2011 innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden 

(Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 56). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging 

ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399  

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Abs. 3 StPO; Urk. 69). Die Anklagebehörde sowie die Privatkläger haben auf  

Anschlussberufung verzichtet (Urk. 73; Art. 400 Abs. 2f. und Art. 401 StPO).  

Anklagebehörde und Privatkläger beantragen die Bestätigung des angefochtenen 

Entscheides (Urk. 75 und 77). Die im Berufungsverfahren seitens der Verteidi-

gung eingereichten Dokumente wurden mit Präsidialverfügung vom 17. Oktober 

2011 zu den Akten genommen; die Beweisergänzungsanträge der Verteidigung 

wurden abgewiesen (Urk. 80; Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 69). Die Verteidigung hat 

in ihrer Berufungserklärung den vorinstanzlichen Schuldspruch betreffend Fahren 

in fahrunfähigem Zustand im Sinne einer Berufungsbeschränkung ausdrücklich 

nicht angefochten (Urk. 69 S. 2f.; Art. 399 Abs. 4 StPO).  

3. Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten: 

-  der vorinstanzliche Schuldspruch betreffend Fahren in fahrunfähigem 

Zustand (Urteilsdispositiv-Ziff. 1 al. 2)  

-  der vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Urteilsdispositiv-Ziff. 5)  

-  die vorinstanzliche Regelung betreffend im Untersuchungsverfahren 

beschlagnahmte Gegenstände (Beschlussdispositiv-Ziff. 1). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Schuldpunkt 

1.1. Dem Beschuldigten A._____ wird in der Anklageschrift der Anklagebehörde 

vom 20. Oktober 2010 zur Last gelegt, er habe gegen Ende des Jahres 2009 bis 

zum März 2010 als Mittäter zusammen mit einem weiteren, nicht näher bekannten 

und flüchtigen … [Angehöriger eines Staates in D._____] an einem sog. "wash-

wash-Trick" mitgewirkt und dabei den Geschädigten B._____ und C._____ insge-

samt Fr. 350'000.-- aus deren Wohnung gestohlen (Urk. HD 31 S. 3ff.). 

 

-   7   - 

1.2. Die Vorinstanz hat das Wesen des "wash-wash-Trick" im Grundsätzlichen 

dargestellt, worauf verwiesen werden kann (Urk. 67 S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

Seitens des Beschuldigten unbestritten und durch das gesamte Untersuchungs-

ergebnis erstellt ist der Anklagesachverhalt in objektiver Hinsicht dahingehend, 

dass der Beschuldigte und der nicht näher bekannte "E._____" die Geschädigten 

zuerst an deren Imbiss-Lokal und anschliessend in deren Wohnung  

aufsuchten, dass die Geschädigten durch E._____ davon überzeugt wurden, 

E._____ bringe grosse Mengen Geldes aus dem Ausland in die Schweiz, wobei 

das Geld schwarz eingefärbt sei und in der Schweiz mittels einer  

Chemikalie wieder entfärbt werde, dass die Geschädigten in der Folge insgesamt 

Fr. 350'000.-- angeblich für diesen Entfärbungsvorgang benötigtes Notengeld  

bereitstellten und dass E._____ dieses echte Geld der Geschädigten unter Zuhil-

fenahme eines Tricks aus der Wohnung der Geschädigten entfernte und damit 

verschwand (Urk. 52/1; Urk. 52/3; Urk. 67 S. 4f. mit Verweisen; Urk. 69; Urk. 85 

S. 4 ff.). 

1.3. Gemäss Darstellung in der Anklageschrift habe der Beschuldigte A._____ 

den Geschädigten einen falschen Namen und einen falschen Wohnort genannt 

sowie seine wahre Nationalität verschwiegen. Er habe von Anfang den Tatent-

schluss von E._____ geteilt, die Geschädigten mittels eines Trickdiebstahls um 

eine möglichst hohe Geldsumme zu erleichtern. Der Beschuldigte sei als Dolmet-

scher von E._____ aufgetreten und habe im gezieltem Zusammenwirken mit die-

sem die Geschädigten von der erschwindelten Geschichte überzeugt. Der Be-

schuldigte habe zusammen mit E._____ die Geschädigten planmässig abgelenkt, 

sodass deren Geld heimlich gegen wertloses Papier habe ausgetauscht und aus 

der Wohnung geschafft werden können. Am 31. März 2010 habe sich der Be-

schuldigte schliesslich allein in die Wohnung der Geschädigten begeben in der 

Absicht, erneut Fr. 150'000.-- von diesen zu übernehmen.  

Diese Sachdarstellung der Anklagebehörde wird seitens des Beschuldigten und 

der Verteidigung im Berufungsverfahren wie schon in der Untersuchung und vor 

Vorinstanz bestritten. Zusammengefasst wird geltend gemacht, der Beschuldigte 

habe einzig als Dolmetscher für E._____ fungiert, ohne dessen deliktische Ab-

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sicht zu kennen. Er habe selber an die Schilderung von E._____ geglaubt und 

nicht an der Täuschung und Ablenkung der Geschädigten sowie am Wegschaffen 

des Geldes mitgewirkt (Urk. 52/1; Urk. 52/3; Urk. 69 S. 7ff.; Urk. 85 S. 4 ff.).  

1.4. Die Vorinstanz hat in ihren Erwägungen des angefochtenen Entscheides 

ausgeführt, zur Erstellung des bestrittenen Anklagesachverhalts lägen primär  

die Aussagen der Geschädigten sowie diejenigen des Beschuldigten vor (Urk. 67 

S. 6), welche sie ausführlich angeführt hat (Urk. 67 S. 6-9), worauf zur Ver-

meidung von Wiederholungen zu verweisen ist (Art. 82 Abs. 4 StPO). In der Folge 

hat die Vorinstanz die Glaubwürdigkeit der Geschädigten als uneingeschränkt  

taxiert und erwogen, ihre Aussagen seien im Wesentlichen und im Kerngehalt 

gleichlautend.  

Geringfügige Widersprüche seien auf die verständliche Emotionalität der Geschä-

digten zurückzuführen, da diese doch ihr ganzes Vermögen verloren und bei  

Bekannten Schulden gemacht sowie einen Kredit aufgenommen hätten. Die  

Aussagen seien detailliert, so bspw. die Schilderung des zweiten Verpackungs-

vorgangs durch den Geschädigten, und nachvollziehbar. Namentlich der Geschä-

digte C._____ habe realistisch und lebensnah ausgesagt, was vom  

Wahrheitsgehalt seiner Aussagen zeuge. Diese würden sodann im Wesentlichen 

mit jenen der Geschädigten B._____ übereinstimmen, die separat mit dem Be-

schuldigten konfrontiert worden sei. 

Die Sachdarstellung des Beschuldigten überzeuge hingegen nicht. Seine Aus-

sagen seien widersprüchlich und ausweichend, vor allem bezüglich seiner Rolle 

und der Beziehungen zu den Mittätern. Alle Kontakte zwischen E._____ und den 

Geschädigten seien über den Beschuldigten gelaufen. Der Beschuldigte sei für 

die Geschädigten nicht nur Übersetzer gewesen. Anlässlich der Konfrontations-

einvernahme hätten die Geschädigten bestätigt, wie intensiv der Beschuldigte den 

Kontakt zu ihnen gepflegt habe. Er sei selbstbestimmend gewesen und am  

Telefon habe es keine Anzeichen dafür gegeben, dass er für 'E._____' nach  

Vorgaben übersetzt hätte (HD act. 1.3 E/5 S. 10ff., HD act. 1.3 E/6 S. 9). Es sei 

kaum vorstellbar, dass einem blossen Übersetzer eine solch zentrale Rolle  

zukäme. Zudem sei es der Beschuldigte gewesen, der die Geschädigten nach der 

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ersten "Musterwaschung" zur Bank begleitet habe, um die Note zu wechseln und 

auf diesem Weg deren Echtheit überprüfen zu lassen (HD act. 1.3 E/6 S. 14f.). 

Auch dies ein Hinweis darauf, dass der Beschuldigte nicht nur als Dolmetscher 

bei Treffen von 'E._____' und den Geschädigten fungiert, sondern mitgeholfen  

habe, Vertrauen aufzubauen. Der Beschuldigte habe offenbar 5% Entschädigung 

für seine Übersetzung verlangt (HD act. 1.3 E/5 S. 16). Gerechnet vom Delikts-

betrag von Fr. 350'000.– würde die Entschädigung Fr. 17'500.– ausmachen, was 

keineswegs einer üblichen Entschädigung für eine nicht professionelle Über-

setzung entspreche. Weiter spreche gegen die Rolle eines blossen Dolmetschers, 

dass der Beschuldigte in der fraglichen Zeit zu 'E._____' sowie auch zu 'F._____'  

Hunderte von telefonischen Kontakten gepflegt habe (HD act. 1.3.8 S. 9ff. auf 

Vorhalt der in der Hausdurchsuchung erhobenen Telefonlisten in HD act. 5.4).  

Eine solche Häufung liesse sich gemäss Vorinstanz mit der blossen Rolle eines 

Übersetzers nicht erklären. Der Beschuldigte habe sodann F1._____, alias 

'F._____', anfänglich nicht identifizieren wollen und die Kontakte zu diesem herun-

ter gespielt. Er habe ihn als 'G._____', welcher nicht identisch mit 'F._____' sei, 

bezeichnet (HD act. 1.3 E/3 S. 6, bestätigt in HD act. 1.3 E/4 S. 2). Erst in einer 

späteren Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland habe er 

zugegeben, dass die beiden identisch seien (HD act. 1.3.8 S. 7f.). 'F._____' sei 

inzwischen wegen gleicher Delikte verurteilt worden. Insofern sei auch von Be-

deutung, dass der Beschuldigte auf Nachfrage zugegeben und anerkannt  

habe, dass er im Januar 2009 'F._____' über den Stand des Geschäftes Auskunft 

gegeben habe (HD act. 1.3.8 S. 4). 

Der Beschuldigte sei ferner unter falschem Namen aufgetreten. Der Beschuldigte 

habe diesbezüglich ausgeführt, er habe sich den Geschädigten als H._____ [Vor-

name] vorgestellt, sie hätten ihn aber I._____ genannt (HD act. 1.3 E/2 S. 2f.). In 

der Schlusseinvernahme durch die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

18. Oktober 2010 habe der Beschuldigte ergänzt, dass er dem Geschädigten 

C._____ klar seinen richtigen Namen H._____ [Vorname] genannt und ihm auch 

seinen Pass gezeigt habe (HD act. 1.3.9 S. 3). Dies habe er zwar auch anlässlich 

der Befragung in der Hauptverhandlung vom 7. April 2011 bestätigt (act. 52/1 

-   10   - 

S. 7); diese Aussage vermöge jedoch die gegenteilige Aussage des Geschädig-

ten C._____ nicht zu widerlegen.  

Der Beschuldigte sei während beiden Verpackungsvorgängen vom Anfang bis am 

Schluss stets anwesend gewesen. Die Geschädigten hingegen seien dabei mehr-

fach aus dem Zimmer geschickt worden. Der Beschuldigte habe dies bestritten, 

seine diesbezüglichen Aussagen seien jedoch absolut widersprüchlich. Gemäss 

Vorinstanz sei es sodann vom Ablauf her nicht denkbar, dass 'E._____' alle diese 

Geldpakete, es handelt sich immerhin um Fr. 350'000.–, hätte austauschen  

können, ohne dass dies der Beschuldigte, der bei den Aktionen stets unmittelbar 

zugegen war, nicht bemerkt hätte. Entsprechend müsse der Beschuldigte in die 

Pläne von 'E._____' eingeweiht gewesen sein und dessen Handlungen nicht nur 

gebilligt, sondern auch aktiv unterstützt haben.  

Die Aussagen des Beschuldigten betreffend das letzte Treffen seien absolut  

unglaubhaft; die Umstände liessen keinen anderen Schluss zu, als dass er eben 

deshalb noch einmal bei den Geschädigten habe vorbeigehen wollen, um  

– nunmehr allein – das neu angebotene Geld zu entwenden. 

Schliesslich sei notorisch, dass der "wash-wash-Trick" zwei zusammenwirkende 

Täter brauche. Dies habe auch der inzwischen Verurteilte F1._____ ('F._____') 

bestätigt: Einer alleine könne nicht alles machen. Es brauche, um diesen Trick er-

folgreich anwenden zu können, diese Rollenverteilung. Der eine besorge das Wa-

schen des Geldes, die Funktion des anderen sei dabei, überzeugend auf die Op-

fer einzureden (HD act. 1.1.14 S. 10, HD act. 1.1.15 S. 2). 

Die Aussagen des Beschuldigten seien derart unglaubhaft, dass darauf insgesamt 

nicht abgestellt werden könne. Ferner seien beim Beschuldigten auch Utensilien 

für den "wash-wash-Trick" gefunden worden (HD act. 5.10). Wenn der Beschul-

digte tatsächlich nur als Übersetzer tätig gewesen wäre, hätte er gemäss Vo-

rinstanz diese Utensilien nicht bei sich aufbewahrt. Der Beschuldigte habe sodann 

anfangs 2010 für insgesamt Fr. 3'450.– Elektronik gekauft, die er sich mit der  

Sozialhilfe nicht hätte leisten können (HD act. 5.5). Zudem sei beim Beschuldigten 

anlässlich einer Hausdurchsuchung ein Versandformular gefunden worden,  

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welches belege, dass einem … Staatsangehörigen [des Staates J._____] etwas 

im Wert von US $ 10 Millionen geliefert worden sei und schliesslich habe der Be-

schuldigte im Keller einen original verpackten Safe aufbewahrt. Seine entspre-

chende Erklärung, diesen für das Motel seiner Familie in K._____ gekauft zu ha-

ben (HD act. 1.3 E/3 S. 7), sei angesichts der ganzen Geschehnisse absolut un-

plausibel. 

Zusammenfassend sei davon auszugehen, dass sich der Sachverhalt so abge-

spielt habe, wie er von den Geschädigten geschildert und in der Anklage  

umschrieben sei. Demgegenüber seien die pauschalen Bestreitungen und Aus-

flüchte des Angeklagten nicht überzeugend. Es sei deshalb in allen Teilen auf die 

glaubhaften Schilderungen der Geschädigten, die auch durch die weiteren  

Beweiserhebungen gestützt würden, abzustellen. Der eingeklagte Sachverhalt sei 

rechtsgenügend erstellt, wobei von der Variante der Hauptanklage auszugehen 

sei. Die Geschädigten hätten denn auch selber ausgeführt, nicht den ganzen Vor-

gang überwacht zu haben und die Geldpakete hätten bereits beim Verpacken 

ausgetauscht worden sein müssen. Es sei damit erstellt, dass der Beschuldigte in 

die Pläne von 'E._____' sehr wohl eingeweiht gewesen sei, sie sich zumindest  

später zu eigen gemacht (als sukzessiver Mittäter) und die Bereitschaft gehabt 

habe, auch selber tätig zu werden. Er sei nicht nur als reiner Übersetzer tätig  

gewesen. Seine Übersetzungsfunktion habe lediglich dazu gedient, die Opfer  

zu täuschen. Damit sei der Beschuldigte überführt, sich im Sinne der Anklage  

verhalten zu haben (Urk. 67 S. 9-14 mit Verweisen). 

1.5. Die Verteidigung argumentiert in ihrer schriftlichen Berufungserklärung und 

anlässlich der Berufungsverhandlung zusammengefasst dahingehend, der Be-

schuldigte habe während des Verpackens des Geldes ebenso wenig wie die Ge-

schädigten damit gerechnet oder bemerkt, dass E._____ das echte Geld beiseite 

schaffe. Dass zahlreiche Kontakte zwischen E._____ und dem Beschuldigten 

stattgefunden hätten, würde mit der Rolle des Letzteren als Übersetzer korres-

pondieren. Der Beschuldigte habe nur die - zahlreichen - Wünsche der Geschä-

digten an E._____ weitergeleitet. Entgegen den Aussagen der Geschädigten ha-

be der Beschuldigte diese nie aktiv zur Teilnahme am fraglichen Geschäft aufge-

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fordert. Die Musterwaschung mit anschliessender Echtheitsprüfung des Beschul-

digten belege sodann noch keine Absprache des Beschuldigten mit E._____. Der 

Beschuldigte habe entgegen der Vorinstanz nicht 5 % des fraglichen Geldes und 

damit ein für einen Übersetzungsdienst überhöhtes Honorar verlangt. Entgegen 

den Schilderungen der Geschädigten habe der Beschuldigte diesen auch seinen 

richtigen Namen und seine Nationalität genannt. E._____ habe entgegen der Vo-

rinstanz durchaus auch als Alleintäter handeln können. Der Schluss der Vo-

rinstanz, der Beschuldigte sei am Verhaftstag einzig bei den Geschädigten er-

schienen, um weiteres Geld zu entwenden, sei falsch. Falsch sei ferner die Be-

hauptung, beim Angeklagten seien Utensilien für den "wash-wash-Trick" be-

schlagnahmt worden; diese seien vielmehr bei den Geschädigten gefunden wor-

den. Die fraglichen Elektronik-Geräte seien nicht vom Beschuldigten gekauft, 

sondern nur bei diesem gelagert worden; der Tresor sei für den Export nach 

K._____ bestimmt gewesen. Das beim Beschuldigten gefundene Versandformular 

schliesslich weise keinen Bezug zum Beschuldigten auf (Urk. 69 S. 7-22; Urk. 86).  

1.6. Die Feststellung der Verteidigung, dass entgegen der Behauptung der Vo-

rinstanz beim Beschuldigten keine Utensilien für den "wash-wash-Trick" gefunden 

wurden, ist korrekt: Wohl wurden im gegen den Beschuldigten pendenten Ver-

fahren einschlägige Utensilien formell beschlagnahmt (Urk. HD 5.10). Gemäss 

den entsprechenden Hausdurchsuchungsprotokollen wurden diese Gegenstände 

jedoch nicht in der Wohnung respektive beim vom Beschuldigten gemieteten  

Abstellplatz sichergestellt (Urk. HD 5.2 und 5.3.). Mit der Vorinstanz hat weiter 

F1._____ alias F._____ zwar tatsächlich ausgesagt, für die Bewerkstelligung des 

"wash-wash-Tricks" brauche es zwei Beteiligte (Urk. 67 S. 13 mit Verweis auf Urk. 

HD 1.1.15 S. 2). Diese Aussage von F._____ ist jedoch nicht  

zulasten des Beschuldigten verwertbar, da er und F._____ nicht konfrontiert wor-

den sind und der Beschuldigte und sein Verteidiger ihre Verteidigungsrechte nicht 

ausüben konnten (§ 14f. StPO/ZH). Zutreffend ist die Bemerkung der Verteidi-

gung, das beim Beschuldigten sichergestellte Versandformular habe keinen  

direkten Bezug zum Beschuldigten (Urk. HD 5.5); daraus lässt sich nichts für den 

Beschuldigten Belastendes ableiten. Dass beim Angeklagten ein Safe und diverse 

elektronische Geräte sichergestellt wurden, mag für einen Sozialhilfebezüger wohl 

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ungewöhnlich erscheinen (Urk. 5.5); eine konkrete Belastung stellt jedoch auch 

dies noch nicht dar. Immerhin ergibt sich aus den Interdiscount-Verkaufsbelegen, 

dass der Beschuldigte der Kunde war und nicht, wie von ihm dargestellt, Dritte 

(Urk. HD 5.5.; Urk. 69 S. 17f. mit Verweis); mithin wurden seitens des Beschuldig-

ten - auch - hiezu unwahre Angaben gemacht. Schliesslich wird der Beschuldigte 

auch allein dadurch dass bei ihm kein von E._____ entwendetes Geld der Ge-

schädigten sichergestellt wurde, noch nicht entlastet.  

Falsch ist die Argumentation der Verteidigung, die Vorinstanz widerspreche sich, 

wenn sie einerseits erwäge, der "wash-wash-Trick" sei nicht allein zu bewerkstel-

ligen, andererseits aber davon ausgehe, der Beschuldigte sei am Verhafttag allein 

zu den Geschädigten gekommen, um einen weiteren hohen Geldbetrag einzu-

streichen. Gemäss den Aussagen der Geschädigten hat die Geschädigte B._____ 

den Beschuldigten angelockt, indem sie ihm telefonisch in Aussicht  

stellte, ihm Fr. 150'000.-- zu übergeben, damit er die zur Entfärbung des Geldes 

notwendigen Chemikalien kaufen könne (Urk. HD 1.3.5. S. 11 und S. 14f.;  

HD 1.3.6. S. 10). Der Beschuldigte rechnete also damit, dass ihm das Geld ganz 

einfach ausgehändigt werde und nicht, dass es mittels eines Tricks behändigt 

werden müsse. Die diesbezüglichen Aussagen der Geschädigten sind überein-

stimmend und auch überzeugend. Es ist nicht einsehbar, weshalb sie den  

Beschuldigten mit einer entsprechenden dreisten Lüge zu Unrecht einer Straftat 

bezichtigen sollten. Die Behauptung des Beschuldigten, er sei lediglich wegen 

des ihm versprochenen Geldes für einen Anwalt gekommen, erweist sich damit 

als widerlegte Schutzbehauptung. Entsprechend erweist sich das gesamte Aus-

sageverhalten des Beschuldigten mit der Vorinstanz als unglaubhaft. Dies wird 

auch dadurch unterstrichen, dass der Beschuldigte zu Beginn des Verfahrens die 

Identität des anfänglichen Begleiters von E._____ bei den Geschädigten  

verheimlicht hat, was er selber zugegeben hat (Urk. HD 1.3.7. S. 2). Seine  

diesbezügliche, lapidare Entschuldigung, er habe sich vor F._____ gefürchtet, 

überzeugt nicht.  

Die Schilderung des Beschuldigten, dass er lediglich ein unwissender  

Dolmetscher gewesen sei, ebenso wie die Geschädigten an die Geld-

Entfärbungsmasche des E._____ geglaubt habe und durch diesen für  

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dessen Zwecke eigentlich instrumentalisiert worden sei, überzeugt als Ganzes 

nicht: Der Beschuldigte erschien ab dem zweiten Kontakt jedes Mal mit E._____ 

bei den Geschädigten, er war der Dreh- und Angelpunkt zwischen den Geschä-

digten und E._____, er hatte erstelltermassen zahllose telefonische Kontakte mit 

E._____ wie auch - bemerkenswerterweise - mit dem ebenfalls einschlägig täti-

gen F._____ (Urk. HD 5.4.), die sich nicht pauschal mit häufigen Anfragen der 

Geschädigten erklären lassen (Urk. HD 1.3.8. S. 12) und namentlich war er bei 

den Verpackungsaktionen in der Wohnung der Geschädigten mit E._____ eigen-

händig aktiv beteiligt. Die Unglaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten gip-

felt in seiner anlässlich der Schlusseinvernahme geäusserten, absolut weltfrem-

den Behauptung, die Geschädigten hätten den Tresor geöffnet und das Geld sel-

ber entnommen, um nun ihn - und folglich konsequenterweise auch E._____ - zu 

Unrecht zu belasten (Urk. HD 1.3.9. S. 8). Seine Rolle als Kommunikator spielte 

er im übrigen belegtermassen derart gut, dass es E._____ denn auch gelang, 

Geld und Papierbündel zu vertauschen und das Geld unbemerkt aus der Woh-

nung zu entfernen. Vor diesem Hintergrund ist im Gesamtkontext mit der Vo-

rinstanz schlicht auszuschliessen, dass der Beschuldigte in keiner Weise in die 

Pläne von E._____ eingeweiht war; vielmehr ist zweifelsfrei davon auszugehen, 

dass er der abgesprochenen Rollenverteilung entsprechend an der Umsetzung 

des Tatplans teilgenommen und arbeitsteilig seinen Tatbeitrag geleistet hat.  

Angesichts dieses zwingenden Beweisergebnisses sind die seitens der Verteidi-

gung beantragten Beweisergänzungen obsolet. Namentlich ist schleierhaft, wozu 

und in welcher Form ein Gutachten zum Thema "wash-wash-Trick" eingeholt 

werden sollte. Würden zum Ablauf dieser kriminellen Masche tatsächlich Fragen 

bestehen - was vorliegend ausdrücklich nicht der Fall ist - wären vielmehr der  

Beschuldigte und F._____ prozessrechtlich verwertbar zu konfrontieren. Dies ist 

jedoch schlicht nicht notwendig. 

Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz auf die insgesamt überzeugende  

Darstellung der Geschädigten abzustellen und sind die Schutzbehauptungen des 

Beschuldigten zu verwerfen. Mit den vorstehenden Korrekturen respektive  

Ergänzungen zur angefochtenen Beweiswürdigung ist der Anklagesachverhalt 

rechtsgenügend erstellt.  

-   15   - 

2. Die Erwägungen der Vorinstanz zur Erfüllung des objektiven Diebstahlstat-

bestandes, der Qualifikation des Tatverhaltens des Beschuldigten als Mittäter  

sowie zur Feststellung, dass er in subjektiver Hinsicht mit Vorsatz gehandelt hat 

(Urk. 67 S. 14 f.), sind zutreffend, werden von der Verteidigung nicht substantiiert 

beanstandet (Urk. 69) und sind zu übernehmen (Art. 82 Abs. 4 StPO). Der  

angefochtene Schuldspruch ist zu bestätigen.  

III. Sanktion 

1.1. Die Vorinstanz hat den konkret anwendbaren Strafrahmen für das schwerste 

der zu beurteilenden Delikte (mehrfacher Diebstahl) korrekt mit Geldstrafe bis 

Freiheitsstrafe von bis zu 7 ½ Jahren umrissen (Urk. 67 S. 15). Hiezu kann  

ergänzt werden, dass gemäss aktueller bundesgerichtlicher Rechtsprechung der 

ordentliche Strafrahmen grundsätzlich weder zu über- noch zu unterschreiten ist 

(BGE 6B_238/2009 E. 5.8.). In der Folge hat die Vorinstanz eine zusammen-

fassende Strafzumessung für den mehrfachen Diebstahl und das Fahren in fahr-

unfähigem Zustand vorgenommen (Urk. 67 S. 16f.). Diese Art der Strafzu-

messung hält vor der neueren bundesgerichtlichen Praxis nicht stand. Vielmehr 

ist bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB vorab der Straf-

rahmen für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe  

für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich ist 

die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des  

Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen (BGE 6B_579/2008 E.4.2.2. mit 

Verweis auf Jürg-Beat Ackermann, Basler Kommentar StGB I, 2. Aufl. 2007,  

Art. 49 N. 46).  

1.2. Zu den allgemeinen Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung kann auf 

die bundesgerichtliche Praxis in BGE 6B_390/2009 E. 2.3.1. mit Verweisen auf 

die weitere bundesgerichtliche Praxis und BGE 134 IV 17 E. 2.1. verwiesen  

werden.  

2.1. Zur Tatkomponente und dort zum objektiven Verschulden betreffend den 

mehrfachen Diebstahl hat die Vorinstanz erwogen, der Deliktsbetrag von 

-   16   - 

Fr. 350'000.– sei hoch. Der Beschuldigte könne zwar nicht als Drahtzieher der 

'wash-wash-Geschäfte', sondern eher als Mitläufer bezeichnet werden. Dennoch 

habe er die Privatkläger intensiv und über mehrere Monate bearbeitet. Er habe 

eine persönliche Beziehung zu den Geschädigten aufgebaut und einen familiären 

Kontakt zu ihnen gepflegt, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Die Geschädigten seien 

finanziell richtiggehend ausgepresst worden, so dass sie letztlich ihr gesamtes 

Vermögen verloren hätten. Wohl sei ihnen Naivität und Unvorsichtigkeit anzu-

lasten, was das Verschulden des Beschuldigten jedoch in keiner Weise mindere 

(Urk. 67 S. 16). Diese Einschätzung der Vorinstanz ist ohne weiteres zutreffend. 

Der Beschuldigte und sein Mittäter E._____ haben geplant, perfide, kaltblütig und 

mitleidslos die Unerfahrenheit und Leichtgläubigkeit der Geschädigten ausgenutzt 

und diese in den finanziellen Ruin gelockt. Sie haben den Geschädigten systema-

tisch ihre gesamten Habe genommen und sie sich sogar verschulden  

lassen in Kenntnis, dass diese beispielsweise für ein kleines Kind sorgen und ihr 

Geschäft verkaufen müssen. Die gesamte deliktische Aktion zog sich sodann 

über mehrere Monate hin. Damit hat auch der Beschuldigte eine erhebliche  

kriminelle Energie an den Tag gelegt. Die Verteidigung hat das Tatvorgehen  

zutreffend dahingehend umschrieben, die Geschädigten seien schamlos bestoh-

len und um ihre gesamten Habe gebracht worden (Urk. 69 S. 22). Die Verteidi-

gung ist diesbezüglich einzig dahingehend zu korrigieren, dass dieser Vorwurf 

eben gerade auch auf den Beschuldigten A._____ zutrifft. Ob es sich beim  

Beschuldigten tatsächlich nur "eher um einen Mitläufer" gehandelt hat (Urk. 67  

S. 16), muss offen bleiben; wenn überhaupt, kann dies jedoch nur auf die Tat-

planung zutreffen. Sein Beitrag bei der eigentlichen Tatausführung war jedenfalls 

angesichts des arbeitsteiligen Vorgehens der beiden Täter keinesfalls ein lediglich 

untergeordneter.  

In subjektiver Hinsicht hat der Beschuldigte mit der Vorinstanz in reiner Bereiche-

rungsabsicht gehandelt, ohne selber in einer konkreten Notlage zu sein, wurde er 

doch von der Sozialhilfe unterstützt. Eine Einschränkung der Schuldfähigkeit ist 

weder ersichtlich noch seitens der Verteidigung geltend gemacht.  

-   17   - 

Das Verschulden des Beschuldigten wiegt bezüglich des eingeklagten mehrfa-

chen Diebstahls mit der Vorinstanz mit Sicherheit nicht mehr leicht, entgegen der 

Vorinstanz jedoch schon eigentlich erheblich. 

An dieser Stelle ist nach der Beurteilung der Tatkomponente der schwersten Tat 

eine hypothetische Einsatzstrafe festzusetzen, was die Vorinstanz unterlassen hat 

(BGE 6B_865/2009 E.1.6.; vgl. BGE 6B_460/2010 E.3.3.4.; BGE 6B_2/2011 

E.4.2.3.). Das vorliegend insgesamt eigentlich erhebliche Verschulden des  

Beschuldigten rechtfertigt eine Einsatzstrafe oberhalb des Bereichs, für welchen 

noch der bedingte Strafvollzug gewährt werden könnte (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB). 

Sie ist auf rund 2 ¼ Jahre Freiheitsstrafe anzusetzen.  

2.2. Zum Verschulden betreffend Fahren in fahrunfähigem Zustand hat die  

Vorinstanz - einzig - erwogen, dieses wiege nicht leicht, da der Beschuldigte  

in der Nacht soviel getrunken habe, dass er morgens um 08'00 Uhr noch  

1,21 Gewichtspromille Blutalkoholgehalt aufgewiesen habe (Urk. 67 S. 16). Dies 

ist keine taugliche Strafzumessung.  

Der Beschuldigte wies zum Zeitpunkt seiner Trunkenfahrt angesichts seines  

Blutalkoholgehalts von mindestens 1,21 Gewichtspromillen (Urk. ND 4/4) eine  

erhebliche Berauschung auf, die das sichere Führen eines grösseren und  

schweren Motorwagens (VW Touareg) fraglos verunmöglichte. Der Beschuldigte 

beging die Tat in der Stadt L._____ und damit in einer Gegend mit hoher  

Bevölkerungsdichte, weshalb er die Sicherheit einer Vielzahl anderer  

Verkehrsteilnehmer gefährdet hat. Als Grund für die Fahrt gab er an, an ein Fest  

gewollt zu haben (Urk. HD 1.3.9. S. 10); es bestand mithin in keiner Weise eine 

zwingende oder auch nur entschuldigende Veranlassung für die Fahrt.  

Allein für sich genommen wäre die Trunkenfahrt mit über 1,2 Gewichtspromillen 

Blutalkoholgehalt eines Ersttäters gemäss den Strafmassempfehlungen der 

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich mit über 20 Tagessätzen Geldstrafe 

zu bestrafen (dort S. 7). Demnach bemisst sich die hypothetische Einsatzstrafe 

für sämtliche zu beurteilenden Delikte auf rund 28 Monate Freiheitsstrafe.  

-   18   - 

2.3. Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönli-

chen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt, worauf verwiesen werden kann 

(Urk. 67 S. 17). Anlässlich der Berufungsverhandlung wurde zur Aktualisierung 

ausgeführt, dass der Beschuldigte und dessen Ehefrau - wieder - in Trennung  

leben würden. Ausserdem sei der Beschuldigte erneut Vater geworden; seine 

Ehefrau habe am 17. Dezember 2011 ein Kind zur Welt gebracht (Urk. 85 S. 2). 

Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten wirken sich bei der Strafzu-

messung neutral aus. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit weist er nicht auf. Ein 

Geständnis, Reue oder Einsicht betreffend das Hauptdelikt kann der Beschuldigte 

nicht für sich strafmindernd reklamieren. Wenn die Vorinstanz das Geständnis be-

treffend das Fahren in fahruntauglichem Zustand leicht strafmindernd berücksich-

tigt hat, ist dies zu übernehmen. Der Beschuldigte anerkennt, in seinem  

Heimatland eine Vorstrafe aufzuweisen, was sich leicht straferhöhend auswirkt, 

auch wenn diese gemäss Verteidigung nicht einschlägig ist (Urk. 69 S. 21f.).  

3. Insgesamt führt die Beurteilung der Täterkomponente weder zu einer Erhöhung 

noch zu einer Minderung der nach der Beurteilung der Tatkomponente bemesse-

nen hypothetischen Einsatzstrafe. Die von der Vorinstanz ausgesprochene  

Freiheitsstrafe von 28 Monaten erweist sich daher als angemessen und ist zu 

übernehmen.  

4. Der Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft steht nichts entgegen 

(Art. 51 StGB).  

5.1. Die Vorinstanz hat das theoretisch Notwendige zur Frage des teilbedingten 

Strafvollzugs angeführt und dem Beschuldigten diesen in der Folge gewährt, 

weshalb auf die Bedenken, die die Vorinstanz diesbezüglich noch angeführt hat, 

nicht mehr einzugehen ist (Urk. 67 S. 18f.).  

5.2. Die Vorinstanz hat bei der Bemessung des zu vollziehenden und des bedingt 

aufzuschiebenden Strafteils einerseits die Wahrscheinlichkeit der Legal-

bewährung wie andererseits auch die Einzeltatschuld berücksichtigt und die Straf-

teile auf je 14 Monate festgesetzt (Urk. 67 S. 19). Damit ist sie betreffend den 

vollziehbaren Strafteil zwar über den Antrag der Anklagebehörde im Hauptver-

-   19   - 

fahren hinausgegangen (Urk. HD 31 S. 7). Dies ist jedoch auch in dieser Höhe 

absolut gerechtfertigt. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis muss der auf  

Bewährung ausgesetzte Strafteil desto grösser sein, je günstiger die Prognose 

und je kleiner die Vorwerfbarkeit der Tat sind. Der unbedingte Strafteil darf dabei 

das unter Verschuldensgesichtspunkten (Art. 47 StGB) gebotene Mass nicht  

unterschreiten (BGE 134 IV 1 E. 5.6). 

Der Beschuldigte weist wie erwähnt in seinem Heimatland eine Vorstrafe auf, was 

seine Legalprognose trübt; sodann wiegt sein Verschulden wie vorstehend  

erwogen nicht nur "nicht mehr leicht", sondern eigentlich schon erheblich. Der  

Beschuldigte kann auch aus der Tatsache, dass in vergleichbaren Fällen der zu 

vollziehende Strafteil tiefer ausfiel, nichts für die konkrete Bemessung im vor-

liegenden Fall ableiten.  

5.3. Die Vorinstanz hat die Probezeit für den bedingt aufzuschiebenden Strafteil 

auf 3 Jahre und somit über dem gesetzlichen Minimum angesetzt (Art. 44 Abs. 1 

StGB). Auch dies kann namentlich angesichts der unbestrittenen Tatsache, dass 

der Beschuldigte vorbestraft ist, als angemessen übernommen werden.  

IV. Zivilansprüche 

Die Vorinstanz hat den Beschuldigten mit zutreffenden Erwägungen verpflichtet, 

den geschädigten Privatklägern Schadenersatz in der Höhe des Deliktsbetrags 

gemäss Anklageschrift zu leisten; im Mehrbetrag wurde die adhäsionsweise  

gestellte Zivilforderung der Privatkläger auf den Weg des ordentlichen Zivil-

prozessweges verwiesen (Urk. 67 S. 20; Art. 82 Abs. 4 StPO). Diese Regelung 

der Zivilansprüche ist ausgangsgemäss zu bestätigen.  

V. Kosten 

1. Ausgangsgemäss ist die angefochtene vorinstanzliche Kostenauflage zu  

bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).  

2. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist auf Fr. 3'000.-- festzusetzen.  

-   20   - 

3. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinen Anträgen vollum-

fänglich. Daher sind ihm auch die Kosten dieses Verfahrens, exklusive Kosten der 

amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der  

amtlichen Verteidigung dieses Verfahrens sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, 

wobei ein nachträglicher Regress vorbehalten bleibt (Art. 135 Abs. 4 StPO).   

4. Die Privatklägerschaft hat die Abweisung der Berufung des Beschuldigten unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt (Urk. 77). Nachdem die Privatkläger-

schaft ihre Entschädigungsforderung demnach weder beziffert noch belegt hat, ist 

auf diesen Antrag unter Hinweis auf Art. 433 Abs. 2 StPO nicht einzutreten. 

 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom  

6. April 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1.  Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− ... 

− des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von  

Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung der 

Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr. 

2.  ... 

3.  ... 

4.  ... 

-   21   - 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 18'192.55   ausserkantonale Verfahrenskosten (gemäss Belegen,   HD act. 26/4.1-4) 
Fr. 6'008.10   amtl. Verteidigungskosten (bereits bezahlt) 

Fr.    amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 

Fr.    Dolmetscherkosten (ausstehend) 

Fr.      

 
 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

6.  ..." 

2. Es wird festgestellt, dass der Beschluss zum Urteil des Bezirksgerichts  

Winterthur vom 6. April 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

20. Oktober 2010 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und  

der Kantonspolizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen: 

− 1 Rollkoffer, schwarz, "…", beinhaltend: 

− 1 Trichter weiss, 

− 1 Plastikkanne mit unbekannter Flüssigkeit, 

− 1 Rolle Kehrrichtsäcke, 

− 1 Plastiksack, hellblau, unbekanntes mehlartiges Pulver beinhaltend, 

− 1 Verpackung für Einweghandschuhe, 

− 2 Rollen Alufolie, 

− 6 Rollen Klebe- bzw. Malerband; 

− 1 Karton (in Tragtasche), beinhaltend diverse Pakete mit bestäubtem  

schwarzem, notenförmigen Papier; 

− 1 Plastikeimer mit unbekannter Flüssigkeit." 

3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv sowie in voll-

ständiger Ausfertigung gemäss nachfolgendem Urteil. 

-   22   - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ausserdem schuldig des  

mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

163 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufge-

schoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (14 Monate) 

wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern B._____ und C._____ 

Fr. 350'000.– als Schadenersatz zu bezahlen, solidarisch mit allfälligen Mit-

tätern. 

Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatkläger auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen.  

5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 6.) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 
  

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen 

Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  

genommen, wobei ein nachträglicher Rückgriff des Staates auf den  

Beschuldigten nach Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

8. Auf die Entschädigungsforderung der Privatklägerschaft wird nicht einge-

treten. 

-   23   - 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an: 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-

schuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (überbracht) 

− den Vertreter der Privatklägerschaft, Rechtsanwalt Dr. Y._____, … [Ad-

resse] (dreifach) (versandt) 

in vollständiger Ausfertigung an: 
 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  

des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  

− den Vertreter der Privatklägerschaft, Rechtsanwalt Dr. Y._____, … [Ad-

resse] (dreifach) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechts-

mittel an:  

− die Vorinstanz 

− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 

und Vollzugsdienste 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

 

-   24   - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 19. Dezember 2011 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. T. Brütsch 
 

	Urteil vom 19. Dezember 2011
	Anklage:
	Urteil und Beschluss der Vorinstanz:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie
	 des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung der  Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten  (wovon 163 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, gerechnet bis am 10. September 2010).
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (14 Monate, abzüglich 163 Tage, die durch Untersuchungshaft erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.

	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern B._____ und C._____ Fr. 350'000.– als Schadenersatz zu bezahlen, solidarisch mit  allfälligen Mittätern.
	Im Mehrbetrag wird ihr Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.

	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen, wobei ein nachträglicher Rückgriff des  Staates auf den Beschuldigten nach...

	und beschlossen:
	1. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 20. Oktober 2010 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
	 1 Rollkoffer, schwarz, "…", beinhaltend:
	 1 Trichter weiss,
	 1 Plastikkanne mit unbekannter Flüssigkeit,
	 1 Rolle Kehrrichtsäcke,
	 1 Plastiksack, hellblau, unbekanntes mehlartiges Pulver  beinhaltend,
	 1 Verpackung für Einweghandschuhe,
	 2 Rollen Alufolie,
	 6 Rollen Klebe- bzw. Malerband;
	 1 Karton (in Tragtasche), beinhaltend diverse Pakete mit  bestäubtem schwarzem, notenförmigen Papier;
	 1 Plastikeimer mit unbekannter Flüssigkeit.
	2. (Mitteilungen)
	3. (Rechtsmittel).

	Berufungsanträge:
	1. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 6. April 2011 sei bezüglich der Ziff. 1-6 aufzuheben, soweit der Beschuldigte wegen mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB schuldig erklärt und verurteilt wird.
	2. Der Beschuldigte sei von der Anklage wegen Diebstahls im Sinne von  Art. 139 Ziff. 1 StGB freizusprechen.
	3. Der Beschuldigte sei wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG zu verurteilen und angemessen zu bestrafen.
	4. Die Zivilklage sei abzuweisen, eventuell auf den Zivilrechtsweg zu verweisen.
	5. Dem Beschuldigten sei für die erstandene Untersuchungshaft von  163 Tagen eine angemessene Genugtuung zuzusprechen, zuzüglich Zins ab 11. September 2011.
	6. Dem Beschuldigten sei für das Berufungsverfahren die amtliche Verteidigung zu gewähren, und es sei ihm der unterzeichnende Rechtsanwalt als amtlicher Verteidiger zu bestellen.
	7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.
	Die Berufung von A._____ sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
	Das Gericht erwägt:
	I. Prozessuales
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II.  Schuldpunkt
	Der Beschuldigte sei während beiden Verpackungsvorgängen vom Anfang bis am Schluss stets anwesend gewesen. Die Geschädigten hingegen seien dabei mehrfach aus dem Zimmer geschickt worden. Der Beschuldigte habe dies bestritten, seine diesbezüglichen Aus...
	Die Aussagen des Beschuldigten betreffend das letzte Treffen seien absolut  unglaubhaft; die Umstände liessen keinen anderen Schluss zu, als dass er eben deshalb noch einmal bei den Geschädigten habe vorbeigehen wollen, um  – nunmehr allein – das neu ...
	1.6. Die Feststellung der Verteidigung, dass entgegen der Behauptung der Vorinstanz beim Beschuldigten keine Utensilien für den "wash-wash-Trick" gefunden wurden, ist korrekt: Wohl wurden im gegen den Beschuldigten pendenten Verfahren einschlägige Ut...
	Falsch ist die Argumentation der Verteidigung, die Vorinstanz widerspreche sich, wenn sie einerseits erwäge, der "wash-wash-Trick" sei nicht allein zu bewerkstelligen, andererseits aber davon ausgehe, der Beschuldigte sei am Verhafttag allein zu den G...
	Die Schilderung des Beschuldigten, dass er lediglich ein unwissender  Dolmetscher gewesen sei, ebenso wie die Geschädigten an die Geld-Entfärbungsmasche des E._____ geglaubt habe und durch diesen für  dessen Zwecke eigentlich instrumentalisiert worden...
	Angesichts dieses zwingenden Beweisergebnisses sind die seitens der Verteidigung beantragten Beweisergänzungen obsolet. Namentlich ist schleierhaft, wozu und in welcher Form ein Gutachten zum Thema "wash-wash-Trick" eingeholt werden sollte. Würden zum...
	Zusammenfassend ist mit der Vorinstanz auf die insgesamt überzeugende  Darstellung der Geschädigten abzustellen und sind die Schutzbehauptungen des Beschuldigten zu verwerfen. Mit den vorstehenden Korrekturen respektive  Ergänzungen zur angefochtenen ...
	2. Die Erwägungen der Vorinstanz zur Erfüllung des objektiven Diebstahlstatbestandes, der Qualifikation des Tatverhaltens des Beschuldigten als Mittäter  sowie zur Feststellung, dass er in subjektiver Hinsicht mit Vorsatz gehandelt hat (Urk. 67 S. 14...

	III.  Sanktion
	IV.  Zivilansprüche
	V.  Kosten
	1. Ausgangsgemäss ist die angefochtene vorinstanzliche Kostenauflage zu  bestätigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).
	2. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist auf Fr. 3'000.-- festzusetzen.
	3. Im Berufungsverfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinen Anträgen vollumfänglich. Daher sind ihm auch die Kosten dieses Verfahrens, exklusive Kosten der amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der  amtlichen Vert...
	4. Die Privatklägerschaft hat die Abweisung der Berufung des Beschuldigten unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt (Urk. 77). Nachdem die Privatklägerschaft ihre Entschädigungsforderung demnach weder beziffert noch belegt hat, ist auf diesen A...

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom  6. April 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.  Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 ...
	 des vorsätzlichen Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von  Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr.
	2.  ...
	3.  ...
	4.  ...

	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	6.  ..."

	2. Es wird festgestellt, dass der Beschluss zum Urteil des Bezirksgerichts  Winterthur vom 6. April 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 20. Oktober 2010 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und  der Kantonspolizei Zürich zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
	 1 Rollkoffer, schwarz, "…", beinhaltend:
	 1 Trichter weiss,
	 1 Plastikkanne mit unbekannter Flüssigkeit,
	 1 Rolle Kehrrichtsäcke,
	 1 Plastiksack, hellblau, unbekanntes mehlartiges Pulver beinhaltend,
	 1 Verpackung für Einweghandschuhe,
	 2 Rollen Alufolie,
	 6 Rollen Klebe- bzw. Malerband;
	 1 Karton (in Tragtasche), beinhaltend diverse Pakete mit bestäubtem  schwarzem, notenförmigen Papier;
	 1 Plastikeimer mit unbekannter Flüssigkeit."

	3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv sowie in vollständiger Ausfertigung gemäss nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ausserdem schuldig des  mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 28 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  163 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 14 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (14 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	4. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern B._____ und C._____ Fr. 350'000.– als Schadenersatz zu bezahlen, solidarisch mit allfälligen Mittätern.
	Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 6.) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens, exklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse  genommen, wobei ein nachträglicher Rückgriff des Staates auf den  Beschuldigten nach Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt.
	8. Auf die Entschädigungsforderung der Privatklägerschaft wird nicht eingetreten.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an:
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (überbracht)
	 den Vertreter der Privatklägerschaft, Rechtsanwalt Dr. Y._____, … [Adresse] (dreifach) (versandt)
	in vollständiger Ausfertigung an:

	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 den Vertreter der Privatklägerschaft, Rechtsanwalt Dr. Y._____, … [Adresse] (dreifach)
	 die Vorinstanz
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.