# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03895789-a3c3-5e37-a15a-cf8c90f80a22
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-30
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 30.12.2010 BK.2010.6
**Docket/Reference:** BK.2010.6
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BK-2010-6_2010-12-30

## Full Text

Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP).;;Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP).;;Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP).;;Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP).

Entscheid vom 30. Dezember 2010  
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Tito Ponti, Vorsitz, 
Emanuel Hochstrasser und Patrick Robert-Nicoud, 
Gerichtsschreiber Stefan Graf 

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Patrick Lafranchi, 

 
Gesuchsteller 

 
 gegen 
   

BUNDESANWALTSCHAFT, 
 

Gesuchsgegnerin 
 
 

Gegenstand  Entschädigung bei Einstellung (Art. 122 BStP) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BK.2010.6 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Die Bundesanwaltschaft führte seit dem 21. November 2005 ein gerichts-
polizeiliches Ermittlungsverfahren, im Rahmen dessen sie A., B. und C. der 
Geldwäscherei gemäss Art. 305bis StGB verdächtigte. Im Rahmen dieses 
Verfahrens liess die Bundesanwaltschaft am 7. September 2007 am Domi-
zil von A. in Z. sowie in dessen Ferienwohnung in Y. je eine Hausdurchsu-
chung vornehmen (act. 1.3, 1.4 und 1.5). Mit Verfügung vom 20. Okto-
ber 2010 stellte die Bundesanwaltschaft das entsprechende Verfahren in 
Anwendung von Art. 106 BStP ein (act. 1.2). 
 
 

B. Mit Gesuch vom 5. November 2010 gelangte A. an die I. Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts und ersucht um Ausrichtung einer Entschädi-
gung in der Höhe von Fr. 51'774.10 und einer Genugtuung von Fr. 1'500.--, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. 1). 
 
In ihrer Gesuchsantwort vom 19. November 2010 beantragt die Bundesan-
waltschaft, die anbegehrte Entschädigung sei auf Fr. 1'298.70 zuzüglich 
MwSt. (Anwaltshonorar gemäss Kostennote) festzusetzen, soweit weiter-
gehend sei das Ersuchen kostenfällig abzuweisen (act. 5). 
 
In seiner Replik vom 2. Dezember 2010 bestätigt A. seine mit Gesuch vom 
5. November 2010 gestellten Rechtsbegehren (act. 7). Die Replik wurde 
der Bundesanwaltschaft am 9. Dezember 2010 zur Kenntnis gebracht 
(act. 8). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-
weit erforderlich, in den folgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Die Zuständigkeit der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum 

Entscheid über Entschädigungsbegehren ergibt sich aus Art. 122 Abs. 3 
BStP i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b SGG und Art. 9 Abs. 2 des Reglements vom 
20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht (SR 173.710). Das Eintreten der 
I. Beschwerdekammer auf ein Entschädigungsgesuch setzt voraus, dass 

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die Untersuchung oder das Ermittlungsverfahren (Art. 122 Abs. 4 BStP) 
mittels eines formellen Einstellungsentscheides eingestellt wurde (Ent-
scheide des Bundesstrafgerichts BK.2009.6 vom 10. Juni 2009; BK.2008.3 
vom 20. Februar 2008; BK.2006.14 vom 12. April 2007, E. 1.2; BK.2006.2 
vom 10. März 2006, E. 1.2). Fristerfordernisse bestehen demgegenüber im 
Entschädigungsverfahren nach dem Bundesstrafprozess keine. 

 
1.2 Angesichts der formellen Einstellungsverfügung der Gesuchsgegnerin vom 

20. Oktober 2010 (act. 1.2) sind die Eintretensvoraussetzungen bezüglich 
des vorliegenden Gesuchs erfüllt. Dieses wäre bei der Bundesanwaltschaft 
einzureichen gewesen, welche es alsdann mit ihrem Antrag und den Akten 
der I. Beschwerdekammer zur Entscheidung vorzulegen gehabt hätte (vgl. 
Art. 122 Abs. 3 BStP). Auf das direkt bei der I. Beschwerdekammer einge-
reichte Gesuch ist trotz vorliegender Missachtung dieser Formalien aus 
prozessökonomischen Gründen einzutreten.  

 
 
2.  
2.1 Gemäss Art. 122 Abs. 1 BStP ist dem Beschuldigten, gegen den die Unter-

suchung eingestellt wird, auf Begehren eine Entschädigung für die Unter-
suchungshaft und für andere Nachteile, die er erlitten hat, auszurichten. Die 
Entschädigung kann verweigert werden, wenn der Beschuldigte die Unter-
suchungshandlungen durch ein verwerfliches oder leichtfertiges Benehmen 
verschuldet oder erschwert hat (vgl. diesbezüglich TPF 2005 101 E. 2.1, 
TPF 2008 121 E. 2.1 sowie u. a. die Entscheide des Bundesstrafgerichts 
BK.2009.2 vom 21. September 2009, E. 2.1.2; BK.2009.5 vom 19. Ju-
ni 2009, E. 2.1; BK.2008.9 vom 4. März 2009, E. 3 und 3.1 jeweils m.w.H.). 

 
2.2 Ein verwerfliches oder leichtfertiges Benehmen, welches die Untersu-

chungshandlungen verschuldet oder erschwert hätte, wird dem Gesuchstel-
ler von der Gesuchsgegnerin nicht direkt zum Vorwurf gemacht. Bei der 
einzigen Einvernahme, welche die Vorwürfe betraf, die Gegenstand des 
vorliegenden Ermittlungsverfahrens bilden, war der Gesuchsteller anwe-
send. Dass er hierbei von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch 
machte, kann ihm im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht zum 
Nachteil gereichen (act. 9.1). Aus den Akten des nunmehr eingestellten 
Ermittlungsverfahrens ergeben sich keine Anhaltspunkte, welche die Ver-
weigerung oder die Reduktion der auszurichtenden Entschädigung recht-
fertigen würden.  

 

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3.  
3.1 Die dem Beschuldigten entstandenen Verteidigungskosten können als „an-

dere Nachteile“ i.S. von Art. 122 BStP geltend gemacht werden, wenn der 
Beizug des Verteidigers zulässig war, die Kosten unmittelbar durch das 
Verfahren bedingt und aus Vorkehren entstanden sind, die sich bei sorgfäl-
tiger Interessenwahrung als geboten erweisen oder doch in guten Treuen 
verantworten lassen (BGE 115 IV 156 E. 2c S. 159; Entscheid des Bun-
desstrafgerichts BK.2005.4 vom 19. Dezember 2006, E. 2.2 m.w.H.). 

 
3.2 Vorliegend war der Beizug eines Verteidigers während des gerichtspolizei-

lichen Ermittlungsverfahrens nach Art. 35 Abs. 1 BStP nicht nur zulässig, 
sondern angesichts der Schwere des Tatvorwurfs auch gerechtfertigt.  

 
3.3  
3.3.1 Weil die Verordnung vom 22. Oktober 2003 über die Kosten der Bundes-

strafrechtspflege (SR 312.025) keine Bestimmungen über die Anwaltsent-
schädigung enthält, ist zur Bemessung des Verteidigungsaufwandes auf 
das Reglement vom 26. September 2006 über die Entschädigungen in Ver-
fahren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.31) abzustellen (Entschei-
de des Bundesstrafgerichts BK.2009.7 vom 29. September 2009, E. 3.2; 
BK.2007.1 vom 30. Juli 2007, E. 3.3; BK.2006.10 vom 30. August 2006, 
E. 3.3). In Art. 3 Abs. 1 des Reglements ist ein Stundenansatz von mindes-
tens 200 und höchstens 300 Franken vorgesehen. Bei tatsächlich und 
rechtlich als durchschnittlich schwierig zu bewertenden Fällen wird nach 
der Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts ein Stundenansatz von 
Fr. 220.-- als angemessen erachtet. Höhere Stundenansätze werden nach 
der Praxis nur bei Verfahren mit verhältnismässig hoher Komplexität und 
Mehrsprachigkeit zugebilligt, wie etwa im Zusammenhang mit dem Ver-
dacht auf Finanzierung eines Terrornetzwerks und damit auf Beteiligung an 
und/oder Unterstützung einer kriminellen Organisation gemäss Art. 260ter 
StGB (Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2005.16 vom 30. Novem-
ber 2005, E. 3.3; bestätigt u. a. in BK.2009.7 vom 29. September 2009, 
E. 3.3; BK.2008.13 vom 17. Februar 2009, E. 2.2; BK.2008.7 vom 19. No-
vember 2008, E. 2.3.3). 

 
3.3.2 Der Verteidiger des Gesuchstellers macht für die Dauer des Strafverfah-

rens bis zur Einstellung einen Arbeitsaufwand von insgesamt 3,25 Stunden 
geltend. Dieser Zeitaufwand erscheint ausgewiesen (act. 1, S. 3) und ge-
rechtfertigt. Der Gesuchsteller veranschlagt diesbezüglich den Stundenan-
satz für das Anwaltshonorar unter Hinweis auf die notwendigen Überset-
zungsdienstleistungen zu Gunsten seines Klienten sowie vor allem auf die 
Sachnähe zum äusserst komplexen Verfahren „Montecristo“ auf Fr. 300.-- 

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(act. 7, S. 2 f.). Die Gesuchsgegnerin hält demgegenüber dafür, höchstens 
von einem Stundenansatz von Fr. 220.-- auszugehen (act. 5, S. 2). Der en-
ge Sachkonnex zum umfangreichen und sowohl in tatsächlicher und recht-
licher Hinsicht komplexen Verfahren „Montecristo“ wird demgegenüber 
auch von der Gesuchsgegnerin nicht bestritten (vgl. schon nur die Begrün-
dung der Einstellungsverfügung vom 20. Oktober 2010, act. 1.2). Auf 
Grund der Mehrsprachigkeit dieses Verfahrens sowie des Umstandes, dass 
der Gesuchsteller spanisch spricht (vgl. act. 9.1, S. 1) erachtet die I. Be-
schwerdekammer vorliegend einen Stundenansatz von Fr. 250.-- als an-
gemessen (vgl. die ähnlichen Verhältnisse im Entscheid des Bundesstraf-
gerichts BK.2005.16 vom 30. November 2005, E. 3.3). Der entschädi-
gungsberechtigte Aufwand beläuft sich demnach auf Fr. 874.25 (3,25 
Stunden à Fr. 250.--, ausmachend Fr. 812.50 zuzüglich 7,6 % MwSt.). 

 
 
4.  
4.1 Zur Berechnung des nebst den Verteidigerkosten entstandenen weiteren 

Schadens sind die Bestimmungen des Zivilrechts (Art. 41 ff. OR) per ana-
logiam beizuziehen (vgl. WALLIMANN BAUR, Entschädigung und Genug-
tuung durch den Staat an unschuldig Verfolgte im ordentlichen zürcheri-
schen Untersuchungsverfahren, Diss. Zürich 1998, S. 110 m.w.H.). Der 
Schaden ist zu substantiieren und zu beweisen (Art. 42 Abs. 1 OR; vgl. 
BGE 107 IV 155 E. 5). Der Schaden entspricht der Differenz zwischen dem 
gegenwärtigen Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen ohne 
das schädigende Ereignis hätte (sog. Differenztheorie, vgl. REY, Ausserver-
tragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, N. 153); er 
kann in einer Verminderung der Aktiven, einer Vermehrung der Passiven 
oder in entgangenem Gewinn bestehen (BGE 132 III 321 E. 2.2.1 S. 323 
f.). Voraussetzung eines Entschädigungsanspruches ist nebst dem Vorlie-
gen eines Schadens ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen der 
Tätigkeit des Staates und der eingetretenen Vermögensverminderung (DO-
NATSCH/SCHMID, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Zürich, 
Zürich 2000, Vorbemerkung zu § 49 ff. N. 47). Der aus dem zivilen Haft-
pflichtrecht stammende Begriff der adäquaten Kausalität gilt auch im öffent-
lichen Recht; die Bestimmungen des Haftpflichtrechts gemäss Art. 41 ff. 
OR sind analog anwendbar (RHINOW/KRÄHENMANN, Schweizerische Ver-
waltungsrechtsprechung, Ergänzungsband zur 6. Aufl., Basel/Frankfurt 
a. M. 1990, S. 324). Ein adäquater Kausalzusammenhang liegt vor, wenn 
die einzelnen Untersuchungshandlungen (insbesondere Zwangsmassnah-
men) nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Le-
benserfahrung geeignet waren, den beim Betroffenen eingetretenen Scha-
den zu bewirken. Der Eintritt des Schadens muss durch die Untersu-

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chungshandlungen wesentlich begünstigt worden sein (WALLIMANN BAUR, 
a. a. O., S. 89 f.). Hat das Verhalten der zuständigen Behörde adäquat 
kausal zu einem Schaden geführt, so kann der Fall eintreten, dass dieser 
an sich adäquate Kausalzusammenhang „unterbrochen“ wird in dem Sinne, 
als er wegen einer hinzutretenden Ursache dennoch als inadäquat er-
scheint. Dies hat zur Folge, dass der adäquate Kausalzusammenhang ver-
neint wird, was zum Ausschluss bzw. zu einer Reduktion der Haftung führt 
(WALLIMANN BAUR, a. a. O., S. 91; vgl. den Entscheid des Bundesstrafge-
richts BK.2004.15 vom 8. März 2006, E. 3.2). 

 
4.2 Bezüglich der an seinem damaligen Domizil in Z. durchgeführten Haus-

durchsuchung macht der Gesuchsteller Reinigungskosten sowie Ersatz für 
von ihm zu Gunsten der an der Hausdurchsuchung anwesenden Haus-
meisterin getragenen Lohnausfall geltend. Hinsichtlich des zweiten Postens 
ist in keiner Hinsicht ersichtlich, inwiefern der Gesuchsteller zur Leistung 
einer entsprechenden Vergütung zu Gunsten der Hausmeisterin verpflichtet 
gewesen wäre. Eine von ihm allenfalls freiwillig ausgerichtete Zahlung kann 
vorliegend nicht als Schadensposten geltend gemacht werden. Unklar er-
weist sich zudem der geltend gemachte Reinigungsaufwand. Die Haus-
meisterin bestätigt diesbezüglich, 16 Stunden à Fr. 25.--  für die Reinigung 
und das Aufräumen der Wohnung des Gesuchstellers aufgewendet zu ha-
ben; hiervon erachtet er selber aber nur einen Viertel als auf durch die 
Hausdurchsuchung verursachten Reinigungsaufwand. Dass dem Ge-
suchsteller infolge der Hausdurchsuchung tatsächlich ein zusätzlicher Rei-
nigungsaufwand entstanden ist, kann aber weder den Akten noch den von 
ihm eingereichten Belegen entnommen werden. Die von ihm eingereichte 
Bestätigung der Hausmeisterin (act. 1.6) datiert zudem vom 2. Novem-
ber 2010 und wurde offenbar im Hinblick auf die nun geltend gemachte 
Entschädigungsforderung erstellt. 

 
4.3 Hinsichtlich der Hausdurchsuchung in seiner Ferienwohnung in Y. macht 

der Gesuchsteller geltend, er habe infolge des neu eingesetzten Türschlos-
ses während drei Jahren keinen Zutritt zur Wohnung gehabt und diese 
demzufolge nicht vermieten können. Die entgangenen Mieteinnahmen ver-
anschlagt der Gesuchsteller auf Fr. 50'400.-- (36 Monate à Fr. 1'400.--). Die 
hierzu vorgetragenen Ausführungen sind unglaubwürdig, trafen die Beam-
ten anlässlich der Hausdurchsuchung doch auf eine Wohnung, die offenbar 
seit einiger Zeit nicht mehr benutzt worden war, wobei gemäss der zurück-
gelassenen Unordnung anzunehmen war, dass der Gesuchsteller gar nicht 
mehr die Absicht hatte, in seine Ferienwohnung zurückzukehren (vgl. 
act. 1.5, S. 3, oder auch act. 1.4). Zudem wurde der Schlüssel zum Ersatz-
schloss dem Hausmeister übergeben und wäre für den Gesuchsteller oder 

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von ihm beauftragte Drittpersonen jederzeit verfügbar gewesen. Die ent-
sprechende Schadenersatzforderung des Gesuchstellers erweist sich dem-
zufolge als unbegründet. 

 
 
5.  
5.1 Gemäss Art. 49 Abs. 1 OR hat Anspruch auf Leistung einer Geldsumme als 

Genugtuung, wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, so-
fern die Schwere der Verletzung es rechtfertigt und diese nicht anders be-
hoben worden ist. Voraussetzung für die Zusprechung einer Genugtuung 
ist unter anderem das Erfordernis der subjektiv empfundenen immateriellen 
Unbill (siehe dazu SCHNYDER, Basler Kommentar, 4. Aufl., Basel 2007, 
Art. 49 OR N. 4 i.V.m. Art. 47 OR N. 13). 

 
5.2 Diesbezüglich bringt der Gesuchsteller vor, sein Ruf in der Nachbarschaft 

sei durch die beiden Hausdurchsuchungen stark in Mitleidenschaft gezo-
gen worden, weshalb ihm eine Genugtuungsleistung in der Höhe von 
Fr. 1'500.-- zuzusprechen sei. Demgegenüber ist festzuhalten, dass der 
Gesuchsteller weder anlässlich der Hausdurchsuchung an seinem Domizil 
noch anlässlich derjenigen in seiner Ferienwohnung persönlich anwesend 
war. Es kann daher keine Rede davon sein, dass er „zwei Hausdurchsu-
chungen habe über sich ergehen lassen müssen“. Nach dem Gesagten 
fehlt es auf Seiten des Gesuchstellers an einer schweren Persönlichkeits-
verletzung, welche die Ausrichtung einer Genugtuungsleistung rechtferti-
gen würde. 

 
 
6. Nach dem Gesagten ist das Gesuch teilweise gutzuheissen und die Ge-

suchsgegnerin hat den Gesuchsteller für die Aufwendungen seines Vertei-
digers im Rahmen des eingestellten Ermittlungsverfahrens mit insgesamt 
Fr. 874.25 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu entschädigen. 

 
 
7.  
7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der zur Hauptsache unterliegende 

Gesuchsteller eine nur leicht reduzierte Gerichtsgebühr zu tragen (Art. 245 
Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG). Diese wird in Anbetracht dessen, 
dass bei einem Streitwert wie dem vorliegenden insgesamt von einer Ge-
richtsgebühr von Fr. 2'500.-- auszugehen ist, auf Fr. 2'000.-- festgesetzt 
(Art. 245 Abs. 2 BStP und Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 
über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32) 
und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- verrechnet. Die 

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Bundesstrafgerichtskasse ist anzuweisen, dem Gesuchsteller Fr. 500.-- zu-
rückzuerstatten. 

 
7.2 Der Aufwand der Rechtsvertretung für das vorliegende Verfahren wurde bei 

der Bemessung der Entschädigung gemäss Art. 122 BStP noch nicht be-
rücksichtigt. Die Gesuchsgegnerin hat demnach den Gesuchsteller im Um-
fang seines nur einen der geltend gemachten Aufwandposten betreffenden 
teilweisen Obsiegens für die notwendigen Kosten zu entschädigen 
(Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Gesamthaft ist die 
reduzierte Prozessentschädigung auf Fr. 250.-- festzusetzen (inkl. Ausla-
gen, ohne MwSt., nachdem der Gesuchsteller sein Domizil mittlerweile ins 
Ausland verlegt zu haben scheint; Art. 8 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a i.V.m. Art. 1 
Abs. 2 lit. a e contrario des Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die 
Mehrwertsteuer [Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20]). 

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Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin hat den 

Gesuchsteller für das eingestellte Ermittlungsverfahren mit Fr. 874.25 (inkl. 
Auslagen und MwSt.) zu entschädigen. 
 
Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen. 

 
2. Die reduzierte Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Gesuchsteller aufer-

legt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Bundesstraf-
gerichtskasse hat dem Gesuchsteller Fr. 500.-- zurückzuerstatten. 

 
3. Die Gesuchsgegnerin hat dem Gesuchsteller für das Verfahren vor der 

I. Beschwerdekammer eine Entschädigung von Fr. 250.-- (inkl. Auslagen, 
ohne MwSt.) zu entrichten. 

 
 

Bellinzona, 30. Dezember 2010 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Patrick Lafranchi 
- Bundesanwaltschaft 
 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.