# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b1b5e73e-62ac-5da8-99c0-621e47ad4d80
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-22
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 22.12.2022 S 2022 118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2022-118_2022-12-22.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 22. Dezember 2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

Sammelstiftung Vita, Zürich Schweiz, Rechtliches Inkasso BVG, 
Hagenholzstrasse 60, Postfach, 8085 Zürich
Klägerin

gegen

A.________ GmbH
Beklagte 

betreffend

Berufliche Vorsorge
(Beiträge)

S 2022 118

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Urteil S 2022 118

A. Die A.________ GmbH, aktuell mit Sitz in B.________, schloss sich mit 
Anschlussvertrag Nr. 95'019'321 vom 25. April 2019/14. Januar 2020 (rückwirkend) per 
1. September 2019 der Sammelstiftung Vita für die Durchführung der beruflichen Vorsorge 
an (KL-act. 1). Die Sammelstiftung Vita mahnte die A.________ GmbH mit Schreiben vom 
15. Februar und 15. Dezember 2021 für den per 31. Dezember 2020 fälligen 
Prämienausstand (KL-act. 7). Am 23. April 2022 kündigte die Sammelstiftung Vita den 
Anschlussvertrag per 30. April 2022 (KL-act. 8). In der Schlussabrechnung vom 20. Mai 
2022 wies sie ein Total von Fr. 54'591.20 aus und forderte die A.________ GmbH auf, den 
offenen Betrag bis zum 17. Juni 2022 zu überweisen, ansonsten der Ausstand auf dem 
Rechtsweg eingefordert werde (KL-act. 9). Gegen die von der Sammelstiftung Vita in der 
Folge eingeleitete Betreibung erhob C.________, einzelzeichnungsberechtigter 
Gesellschafter und Geschäftsführer der A.________ GmbH, am 28. Juli 2022 ohne 
Begründung Rechtsvorschlag (KL-act. 10). 

B. Mit Klage vom 23. September 2022 beantragte die Sammelstiftung Vita die 
Verpflichtung der A.________ GmbH zur Bezahlung des Beitragsausstandes von 
Fr. 54'087.45, nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2022, zuzüglich Fr. 643.10 Zins bis 
30. Juni 2022 und der vertraglichen Inkassomassnahmekosten sowie die Beseitigung des 
Rechtsvorschlags (act. 1 S. 2). Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die 
Beklagte habe seit dem 27. Mai 2021 die fälligen Vorsorgebeiträge nicht bezahlt. 

C. Die Beklagte holte die ihr mit eingeschriebener Post versandte Aufforderung zur 
Klageantwort nicht ab. Obwohl ihr das Schreiben ein zweites Mal mit A-Post Plus versandt 
und am 18. November 2022 zugestellt wurde (act. 2 f.), liess sich die Beklagte innert der 
angesetzten Frist nicht vernehmen.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Jeder Kanton bezeichnet gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 
berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) ein Gericht, 
das als letzte kantonale Instanz über Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, 
Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entscheidet. Gerichtsstand ist der 

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schweizerische Sitz oder Wohnsitz der Beklagten oder der Ort des Betriebes, bei dem der 
Versicherte an-gestellt wurde (Art. 73 Abs. 3 BVG). Gemäss § 82 des Gesetzes über den 
Rechtsschutz in Verwaltungssachen (Verwaltungsrechtspflegegesetz; VRG; BGS 162.1) 
beurteilt das Verwaltungsgericht als einzige kantonale Instanz Klagen aus dem Gebiet der 
eidgenössischen Sozialversicherung, für deren Beurteilung das Bundesrecht eine einzige 
kantonale Gerichtsbehörde vorschreibt. 

Angesichts des aktuellen Sitzes der Beklagten in B.________ ist das Verwaltungsgericht 
des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Klage örtlich und sachlich zuständig. 
Die Klägerin liess ihre Klage durch zwei Personen mit kollektiver Zeichnungsberechtigung 
einreichen und ist als Gläubigerin der strittigen Forderung zur Anhebung der Klage 
gemäss Art. 73 BVG legitimiert. Auf die Klage ist somit einzutreten.

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2. Die Rahmenbedingungen zur Durchführung der beruflichen Vorsorge finden sich 
im BVG, dessen Art. 2 bestimmt, welche Arbeitnehmer dem Versicherungsobligatorium 
unterstellt sind. In Art. 7 ff. BVG ist die obligatorische Vorsorgeversicherung im Einzelnen 
geregelt. Danach wird eine Arbeitgeberin, die obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer 
beschäftigt, verpflichtet, eine in das Register für die berufliche Vorsorge eingetragene 
Vorsorgeeinrichtung zu errichten oder sich einer solchen anzuschliessen, ansonsten die 
Auffangeinrichtung den Anschluss vornimmt (Art. 11 und Art. 60 BVG). Der Anschluss 
erfolgt gemäss Art. 11 Abs. 3 BVG rückwirkend. 

Die Finanzierung der Vorsorgeeinrichtung ist in Art. 65–72 BVG geregelt. Nach Art. 66 
Abs. 1 BVG legt die Vorsorgeeinrichtung die Höhe der Beiträge der Arbeitgeber und der 
Arbeitnehmer in den reglementarischen Bestimmungen fest. Der Arbeitgeber schuldet der 
Vorsorgeeinrichtung die gesamten den reglementarischen Bestimmungen entsprechenden 
Beiträge (Art. 66 Abs. 2 Satz 1 BVG). Für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge kann die 
Vorsorgeeinrichtung Verzugszinsen verlangen (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG). Die 
Abwicklungsmodalitäten, wonach der Arbeitgeber den in den reglementarischen 
Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtung festgelegten Beitragsanteil des Arbeitnehmers 
vom Lohn abzieht und diesen der Vorsorgeeinrichtung bis spätestens zum Ende des 
ersten Monats nach Kalender- oder Versicherungsjahr überweist, finden sich in Art. 66 
Abs. 3 und 4 BVG.

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3. In ihrer Klageschrift vom 23. September 2022 verlangt die Klägerin die 
Zusprechung einer Kapitalforderung von Fr. 54'087.45, nebst einem Zins zu 5 % auf 
dieser Forderung seit dem 1. Juli 2022, zuzüglich Fr. 643.10 Zins bis 30. Juni 2022 sowie 
die vertraglich geschuldeten Kosten für Inkassomassnahmen. 

Im Folgenden sind die rechtlichen Grundlagen und die Höhe der geltend gemachten 
Forderungen zu prüfen. In diesem Zusammenhang ist auf Art. 73 Abs. 2 BVG zu 
verweisen, wonach das Versicherungsgericht den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes 
wegen abzuklären hat, weshalb die Korrektheit der eingeklagten Forderungssumme zu 
überprüfen ist. Allerdings hat der Untersuchungsgrundsatz sein Korrelat in der 
Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. Hans-Ulrich Stauffer, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 4. Aufl. 2019, Art. 73 Ziff. 7.5). Bleibt eine Partei 
dem Verfahren unentschuldigt fern – eine fehlende Klageantwort ist als unentschuldigtes 
Fernbleiben zu werten – und unterlässt es somit, die in der Klageschrift mindestens 
glaubhaft gemachte und durch Aktenstücke dokumentierte Forderung in Frage zu stellen, 
kann es nicht die Aufgabe des Sozialversicherungsgerichts sein, die Richtigkeit sämtlicher 
Positionen der mithin faktisch unbestrittenen Forderung quasi auf Vorrat aufgrund von 
Abrechnungen, Listen und Tabellen im Detail zu prüfen. Da die Berechtigung der 
Forderung vorliegend zu keinem Zeitpunkt beanstandet wurde, kann sich das Gericht auf 
eine summarische Prüfung der Rechtmässigkeit der eingeklagten Positionen beschränken.

4. Bei der Klägerin handelt es sich um eine gemäss Art. 48 BVG registrierte 
Vorsorgeeinrichtung. Mit ihr schloss D.________ namens der Beklagten am 25. April 2019 
per 1. September 2019 einen Anschlussvertrag ab (KL-act. 1). 

D.________ verfügt über keine im Handelsregister eingetragene Zeichnungsberechtigung 
für die Beklagte. Eine Ermächtigung zur Stellvertretung i.S.v. Art. 32 Abs. 1 OR kann nicht 
nur ausdrücklich, sondern auch stillschweigend erfolgen. Eine stillschweigende (interne) 
Bevollmächtigung kann dabei auch aus Duldung oder Anschein beansprucht werden. Eine 
(interne) Anscheinsbevollmächtigung liegt vor, wenn einerseits der Vertretene keine 
Kenntnis hat, dass ein anderer sich als sein Vertreter ausgibt, er bei pflichtgemässer 
Aufmerksamkeit das Vertreterhandeln aber hätte erkennen müssen, und andererseits der 
Vertreter das Verhalten des Vertretenen nach Treu und Glauben als Bevollmächtigung 
auffassen darf. Weiss der Vertretene, dass er gegen seinen Willen vertreten wird, schreitet 
aber trotzdem nicht gegen die unerbetene Vertretung ein, so liegt eine (interne) 

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Duldungsbevollmächtigung vor (BGE 141 III 189 E. 4.1). Vorliegend kann offengelassen 
werden, ob D.________ von C.________, einzelzeichnungsberechtigtem Gesellschafter 
und Geschäftsführer der Beklagten, ermächtigt worden war, den Anschlussvertrag mit der 
Klägerin abzuschliessen. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass ihr Handeln von 
C.________ stillschweigend geduldet wurde. Obwohl dieser spätestens bei Erhalt des 
Zahlungsbefehls um die der Klägerin gegenüber eingegangene Verpflichtung erfahren 
hatte, unterliess er es in der Folge, eine fehlende Vertretungsberechtigung von 
D.________ geltend zu machen. Gelegenheit dazu bot sich ihm bei Erhebung des 
Rechtsvorschlages und wiederum im vorliegenden Beschwerdeverfahren. Indem er 
sowohl auf eine Begründung des Rechtsvorschlags als auch auf die Einreichung einer 
Klageantwort verzichtet hat, muss er sich eine Duldungsbevollmächtigung entgegenhalten 
lassen. Auch im Übrigen liegen keine Indizien dafür vor, dass der Anschluss der Beklagten 
bei der Klägerin nicht vorbehaltlos zustande kam (vgl. zu den Zahlungsmodalitäten und 
Fälligkeiten Ziff. 10 und 11 des Anschlussvertrags; KL-act. 1). 

5. Aus den Akten geht hervor, dass sich die eingeklagte Kapitalforderung von 
Fr. 54'087.45 wie folgt zusammensetzt (vgl. KL-act. 5, 6, 9):

Saldo auf dem Kontokorrent per 31. Dezember 2021 Fr. 45'468.70

Zins per 31. Dezember 2020 Fr. 105.85

Mahnspesen per 15. Februar 2021 Fr. 100.–

Kosten Zahlungsplan per 24. Februar 2021 Fr. 250.–

Zins per 31. Dezember 2021 Fr. 1'020.80

Mahnspesen per 15. Dezember 2021 Fr. 100.–

Prämienabrechnung Faktura 1602399 Fr. 17'975.90

Prämienabrechnung Faktura 1677889 - Fr. 11'983.80

Mahnspesen/Kosten Zahlungsplan Fr. 550.–

Vertragsauflösungskosten Fr. 500.–

Total Fr. 54'087.45

Neben den per Vertragsauflösung ausstehenden Prämien für die versicherten 
Arbeitnehmenden der Beklagten sind darin also auch Verzugszinsen, Mahn- und 
Vertragsauflösungskosten enthalten. Im Folgenden sind die einzelnen Positionen 
summarisch auf ihre Rechtmässigkeit zu prüfen (vgl. E. 3).

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5.1 Die Beklagte hat sich mit Unterzeichnung des Anschlussvertrages zur Bezahlung 
der in Rechnung gestellten Beiträge und der anfallenden Kosten verpflichtet (vgl. Ziff. 5 f. 
des Anschlussvertrags sowie das Kostenreglement, KL-act. 1; vgl. ferner auch die 
diesbezüglichen Ausführungen in Ziff. 4 der Klageschrift, act. 1 S. 3). Der Umfang der so 
zusammengesetzten ausstehenden Beiträge für die Jahre 2020 und 2021 ist aus den 
Akten ersichtlich. Er ergibt sich insbesondere aus den Aufstellungen der Ausstände für die 
Jahre 2020 und 2021 (KL-act. 5), aus den Prämienabrechnungen und 
Kostenverzeichnissen (KL-act. 6) und der Schlussabrechnung vom 20. Mai 2022 (KL-
act. 9). 

Gestützt auf die Akten sind vorliegend offene Beiträge in der Höhe von insgesamt 
Fr. 51'460.80 ausgewiesen (Fr. 45'468.70 + Fr. 17'975.90 – Fr. 11'983.80, vgl. vorne E. 5). 
Zur Höhe der offenen Beiträge äusserte sich die Beklagte nicht. Mit den von der Klägerin 
angegebenen Zahlungsplan vom 24. Februar 2021 (KL-act. 5 S. 1) und 
Zahlungsvereinbarung vom 31. Januar 2022 (KL-act. 8) anerkannte sie vielmehr einen 
Ausstand für die Jahre 2020 und 2021. 

5.2 Weiter enthält die eingeklagte Forderung Kosten für das Mahnverfahren (2 x 
Fr. 100.– + Fr. 300.–), die Erstellung des Zahlungsplans und der Zahlungsvereinbarung 
(2 x Fr. 250.–) sowie die Vertragsauflösung (Fr. 500.–); diese haben ihre Grundlagen in 
Ziff. 2.1 (Mahnverfahren) und Ziff. 3 (Vertragsauflösungskosten) des Kostenreglements, 
welches gemäss Ziff. 5 des Anschlussvertrages integrierender Bestandteil des 
Anschlussvertrages bildet (KL-act. 1). Im Zahlungsbefehl vom 6. Juli 2022 werden 
zusätzliche Kosten von Fr. 300.– ausgewiesen, diese haben ihre Rechtsgrundlage in 
Ziff. 2.2 (Inkassomassnahmen) des Kostenreglements (KL-act. 1).

Unbestrittenermassen wurde die Beklagte mehrmals gemahnt (Mahnungen vom 15. Fe-
bruar und 15. Dezember 2021 [KL-act. 7]; vgl. ferner Kündigung vom 23. April 2022 [KL-
act. 8]), was gemäss Kostenreglement pro eingeschriebene Mahnung zu einer Gebühr von 
Fr. 100.– führt. Im Weiteren wurden zwei Zahlungspläne erstellt (KL-act. 5 S. 1 und 4; 
ferner KL-act. 8), wofür gemäss Reglement Kosten von je Fr. 250.– anfielen. Der 
Anschlussvertrag musste letztlich gekündigt werden (KL-act. 8), was 
Vertragsauflösungskosten von Fr. 500.– auslöste. In der Folge musste die Klägerin die 
Betreibung einleiten, wofür Kosten für Inkassomassnahmen von Fr. 300.– vorgesehen 
sind (vgl. KL-act. 10). 

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Nach summarischer Prüfung sind die erhobenen ausserordentlichen 
Verwaltungsgebühren in der Höhe von insgesamt Fr. 1'800.– (Fr. 500.– Mahnkosten, 
Fr. 500.– Kosten Zahlungspläne, Fr. 500.– Auflösungskosten, Fr. 300.– Kosten 
Betreibungsbegehren) folglich nicht zu beanstanden. Wohlgemerkt hat die säumige 
Beklagte die geltend gemachte Forderung auch diesbezüglich nie bestritten.

5.3
5.3.1 Im Weiteren macht die Klägerin einerseits einen Anspruch auf aufgelaufene 
Verzugszinsen vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 in Höhe von Fr. 643.10, andererseits auf 
Verzugszinsen von 5 % seit dem 1. Juli 2022 auf der Kapitalforderung geltend. 

5.3.2 Die Verzugszinsen haben ihre rechtliche Grundlage zunächst in Art. 66 Abs. 2 
Satz 2 BVG, wonach die Vorsorgeeinrichtung für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge 
Verzugszinsen verlangen kann. In diesem Zusammenhang hält Ziff. 12 des 
Anschlussvertrags fest: "Für ausstehende Beiträge und Forderungen gemäss Ziff. 10 und 
Ziff. 11 dieses Vertrages wird der Arbeitgeber gemahnt. Bleibt die Mahnung ohne Erfolg, 
so behält sich die Stiftung vor, ausstehende Beiträge und Forderungen samt Zinsen und 
Kosten gerichtlich einzufordern und ohne Wahrung einer Kündigungsfrist unverzüglich den 
Vertrag zu kündigen." Die Beklagte hat diese Pflicht zur Entrichtung eines Verzugszinses 
durch die Unterzeichnung des Anschlussvertrags anerkannt.

5.3.3 Rechtsprechungsgemäss besteht in der beruflichen Vorsorge lediglich in Bezug 
auf Beitragsforderungen (Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG) eine spezialgesetzliche Grundlage 
zur Erhebung von Verzugszinsen, nicht jedoch betreffend Nebenforderungen wie Kosten, 
denen kein Kapitalschuldcharakter zukommt. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 66 Abs. 2 
Satz 2 BVG können Verzugszinsen nur auf nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge erhoben 
werden. Wohl umfasst Art. 66 BVG auch Verwaltungskosten. Gemeint sind damit jedoch 
die ordentlichen Verwaltungskosten (Art. 65 Abs. 3 BVG i.V.m. Art. 48a der Verordnung 
über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]), 
welche im Sinne von Art. 66 Abs. 1 BVG (ebenfalls) paritätisch zu leisten und durch die 
Beiträge der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden zu finanzieren sind. Davon gerade 
nicht erfasst sind Kosten, bei denen es sich um ausserordentliche administrative Umtriebe 
handelt, die einzig und allein zu Lasten der Arbeitgeberin gehen. Ebenso wenig belässt er 
Raum für das (subsidiäre) Heranziehen von Art. 104 Abs. 1 OR (BGer 9C_180/2019 vom 
2. März 2020 E. 3.2.1; VGer ZG S 2022 3 vom 19. Mai 2022 mit weiteren Hinweisen). 
Somit besteht vorliegend grundsätzlich kein Anspruch auf Verzugszins in Bezug auf die 

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geltend gemachten (ausserordentlichen) Gebühren wie Mahn- und 
Vertragsauflösungskosten. Weiter ist zu beachten, dass von Verzugszinsen keine 
Verzugszinsen erhoben werden dürfen, es gilt das Zinseszinsverbot (Art. 105 Abs. 3 OR).

5.3.4 Die Höhe der Verzugszinsen richtet sich in erster Linie nach der im 
Vorsorgevertrag getroffenen Parteivereinbarung und wo eine solche fehlt, nach den 
gesetzlichen Verzugszinsbestimmungen von Art. 102 ff. OR. Vorliegend behält sich die 
Klägerin gemäss Ziff. 12 des Anschlussvertrages generell vor, Verzugszins zu erheben 
(KL-act. 1). Ein Verzugszins von 5 % gilt nach Art. 104 Abs. 1 OR als marktkonform, 
weshalb die von der Klägerin erhobenen Zinsen nicht zu beanstanden sind. Bezüglich des 
Beginns des Verzugszinsenlaufs kann es im Rahmen der summarischen Prüfung mit 
Verweis auf die Zahlungspläne vom 24. Februar 2021 und 31. Januar 2022 sowie die 
gleichzeitig erfolgte Anerkennung der unbestrittenermassen fälligen Forderung sein 
Bewenden haben (vgl. in diesem Zusammenhang auch Art. 66 Abs. 2 und 4 BVG). 

5.3.5 Die eingeklagte Forderung enthält folgende aufgelaufene Verzugszinsen: 
Fr. 105.85 Zins per 31. Dezember 2020, Fr. 1'020.80 Zins per 31. Dezember 2021 (beide 
in der Kapitalforderung integriert) sowie Fr. 643.10 Zins vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 
(separat ausgewiesen). Dass hierbei Zinseszinsen oder Zinsen auf Gebühren erhoben 
worden wären, ist aus den Akten nicht klar ersichtlich und wird von der Beklagten auch 
nicht geltend gemacht. Bei summarischer Prüfung ist daher für die Zeit bis 30. Juni 2022 
von geschuldeten Verzugszinsen im Gesamtbetrag von Fr. 1'769.75 auszugehen, was im 
Rahmen der Erteilung der Rechtsöffnung zu berücksichtigen ist (vgl. zum 
Zinseszinsverbot: BGE 131 III 12 E. 9.3 mit Hinweis). 

5.3.6 Hinsichtlich des laufenden Verzugszinses von 5 % ab 1. Juli 2022 sind in 
Berücksichtigung des vorstehend Ausgeführten nicht nur die aufgelaufenen Verzugszinsen 
(E. 5.3.5), sondern auch sämtliche Verwaltungskosten bis zur Betreibung (E. 5.2) als 
separate Forderungen auszuweisen, weil auf diese keine Verzugszinsen geschuldet sind. 
Dies hat die Klägerin teilweise unterlassen, was zu korrigieren gilt. 

6. Zusammenfassend ist gestützt auf die vorhandenen Unterlagen von einer 
ausstehenden Beitragsforderung von Fr. 51'460.80 (E. 5.1) nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 
2022 (E. 5.3.4), von Verwaltungskosten im Gesamtbetrag von Fr. 1'800.– (E. 5.2) sowie 
von einer Zinsforderung im Gesamtbetrag von Fr. 1'769.75 für die Zeit bis 30. Juni 2022 
(E. 5.3.5) auszugehen. 

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7. Vor diesem Hintergrund ist die Klage insoweit (teilweise) gutzuheissen, als der 
Klägerin Fr. 51'460.80 nebst Zins zu 5 % seit 1. Juli 2022, zuzüglich Fr. 1'800.– 
Verwaltungskosten sowie Fr. 1'769.75 aufgelaufene Verzugszinsen zuzusprechen sind. 
Des Weiteren ist der Klägerin die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Für eine Forderung 
wird insoweit Rechtsöffnung erteilt, als sie berechtigterweise in Betreibung gesetzt wurde. 
In Berücksichtigung des Zahlungsbefehls Nr. 22013841 des Betreibungsamtes St. Gallen 
vom 6. Juli 2022 ist für die eingeklagte Kapitalforderung im Umfang von Fr. 51'460.80, für 
den Zins von 5 % seit 1. Juli 2022 auf diese Kapitalforderung, für die Verwaltungskosten 
von Fr. 1'800.– und die aufgelaufenen Verzugszinsen von Fr. 1'769.75 die definitive 
Rechtsöffnung zu erteilen. Für die Zahlungsbefehlskosten von Fr. 103.30 zuzüglich der 
Kosten für den zweiten Zustellversuch von Fr. 16.10 braucht keine Rechtsöffnung erteilt zu 
werden, da die Gläubigerin gemäss Art. 68 Abs. 2 SchKG berechtigt ist, von den 
Zahlungen der Schuldnerin die Betreibungskosten vorab zu erheben.

8. Verfahrenskosten werden keine erhoben (Art. 73 Abs. 2 BVG). Die obsiegende 
Vorsorgeeinrichtung hat als Sozialversicherungsträgerin praxisgemäss keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (BGE 128 V 323; 112 V 356 E. 6).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird die Beklagte verpflichtet, der Klägerin 
Fr. 51'460.80 zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. Juli 2022, Fr. 1'800.– 
Verwaltungskosten sowie Fr. 1'769.75 aufgelaufene Verzugszinsen zu bezahlen. 

2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 22013841 des Betreibungsamtes 
St. Gallen wird für den Kapitalforderungsbetrag von Fr. 51'460.80 zuzüglich Zins 
von 5 % seit 1. Juli 2022, für die Verwaltungskosten von Fr. 1'800.– und für die 
aufgelaufenen Verzugszinsen von Fr. 1'769.75 aufgehoben und der Klägerin 
diesbezüglich die definitive Rechtsöffnung erteilt.

3. Es werden keine Kosten erhoben.

4. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

6. Mitteilung an die Klägerin, an die Beklagte (mit ausführlicher 
Rechtsmittelbelehrung) sowie an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern.

Zug, 22. Dezember 2022

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am