# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e3b171c-5f0f-5b14-9527-785a7389320c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-06-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 19.06.2013 RT130097
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT130097_2013-06-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: RT130097-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin  

Dr. M. Schaffitz und Ersatzoberrichterin lic. iur. R. Blesi Keller  

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Subotic 

Beschluss vom 19. Juni 2013 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung   
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts Audienz am  
Bezirksgericht Zürich vom 27. Mai 2013 (EB130697-L) 

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Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Mit Eingabe vom 7. Mai 2013 (Urk. 1) leitete die Gesuchstellerin und Be-

schwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin) vor Vorinstanz ein Rechtsöffnungsver-

fahren gegen den Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan Gesuchsgegner) 

ein. Der Gesuchsgegner hatte gegen die von der Gesuchstellerin eingeleitete Be-

treibung mit der Begründung Rechtsvorschlag erhoben, er sei nicht zu neuem 

Vermögen gekommen. Mit Verfügung vom 27. Mai 2013 (Urk. 5) sistierte die Vo-

rinstanz das Rechtsöffnungsverfahren bis zum rechtskräftigen Entscheid über die 

Klage auf Bestreitung des neuen Vermögens.  

1.2. Hiergegen erhob der Gesuchsgegner mit elektronischer Eingabe vom 

10. Juni 2013 Beschwerde mit den folgenden Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 1): 

" a) Die Gerichte haben Ihre Fehler zu gestehen und zu berichtigen. 
 b) Diese Beschwerde gegen die oben genannte Verfügung gilt, für 

ab dem Moment an, falls die Sistierung über das Rechtsöffnungs-
verfahren, durch den rechtskräftigen Entscheid über die Klage auf 
Bestreitung neuen Vermögens aufgehoben werden sollte. 

 c) Als Laie verlange ich die mir zustehende Rechtsvertretung, da 
wenn das Gericht selbst schon grosse Fehler zum Nachteil des 
Klagenden verursacht, dies genug dafür spricht und belegt, dass 
die Angelegenheit überaus kompliziert für mich als Laie ist und 
ich umso mehr auf einen Anwalt angewiesen bin und mir dieser 
Fall ohne einen Solchen ganz sicher zum Nachteil und Schaden 
erwächst. 

 d) Durch dieses Verfahren dürfen mir keine Kosten entstehen. Alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten, 
der Verursacher oder der Gerichte. 

 e) Sämtlichen von mir aufgeführten Anträge in meiner Klage, unter 
Anderem wichtige Beweisanträge etc. sind von den Gerichte un-
verzüglich Folge zu leisten, ohne dies noch weiter zeitlich hinaus-
zuschieben." 

1.3. Die elektronische Eingabe des Gesuchsgegners ist gemäss "Prüfbericht für 

gemäss ZertES qualifiziert signierte Dokumente" (Urk. 2) ungültig. Es fehlt an ei-

ner gültigen Signatur gemäss Art. 130 Abs. 2 ZPO. Eine allfällige Nachfristanset-

zung kann jedoch mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen unterbleiben, da 

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auf die Beschwerde ohnehin nicht einzutreten ist. Aus demselben Grund erübrigt 

sich auch das Einholen einer Beschwerdeantwort. 

2. Prozessuales 

2.1. Gemäss Art. 59 Abs. 1 ZPO tritt das Gericht auf eine Klage oder ein 

Gesuch ein, sofern die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Eine dieser Prozess-

voraussetzungen ist das Rechtsschutzinteresse (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Dieses 

Interesse kann rechtlicher oder tatsächlicher Art sein. Im Rahmen des Rechtsmit-

telverfahrens entspricht das Rechtsschutzinteresse der Beschwer. Der Rechtsmit-

telkläger muss durch den angefochtenen Entscheid beschwert sein und damit ein 

Interesse an dessen Abänderung haben, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht 

eingetreten wird (Zürcher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommen-

tar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), Zürich/Basel/Genf 2013, 

Art. 59 N 12 ff.). 

2.2. Lit. b) der Anträge des Gesuchsgegners im Beschwerdeverfahren lässt 

sich entnehmen, dass er gar nicht den Sistierungsentscheid der Vorinstanz an-

fechten möchte. Vielmehr scheint er prophylaktisch eine Beschwerde für die Zu-

kunft erheben zu wollen, wenn das Rechtsöffnungsverfahren zufolge Aufhebung 

der Sistierung weitergeführt wird. Damit wird ein schutzwürdiges Interesse an der 

Anfechtung des erstinstanzlichen Sistierungsentscheid nicht einmal behauptet, 

weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.  

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten in Anwendung von Art. 48 GebV 

SchKG auf Fr. 300.– festzusetzen und gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Ge-

suchsgegner aufzuerlegen. Der Gesuchstellerin ist mangels wesentlicher Umtrie-

be für das Beschwerdeverfahren keine Entschädigung zuzusprechen. 

 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

einer Kopie von Urk. 1 und 2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen 

Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 21'238.50. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 19. Juni 2013 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 

lic. iur. S. Subotic 
versandt am: se 

	Beschluss vom 19. Juni 2013
	Erwägungen:
	2.1. Gemäss Art. 59 Abs. 1 ZPO tritt das Gericht auf eine Klage oder ein Gesuch ein, sofern die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Eine dieser Prozessvoraussetzungen ist das Rechtsschutzinteresse (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Dieses Interesse kann re...
	2.2. Lit. b) der Anträge des Gesuchsgegners im Beschwerdeverfahren lässt sich entnehmen, dass er gar nicht den Sistierungsentscheid der Vorinstanz anfechten möchte. Vielmehr scheint er prophylaktisch eine Beschwerde für die Zukunft erheben zu wollen, ...

	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage einer Kopie von Urk. 1 und 2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...