# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc258554-fa6b-578d-acc9-567161d668c9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-03-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 07.03.2007 ZB 2006 35
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ZB-2006-35_2007-03-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 07. März 2007 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZB 06 35

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Präsident Brunner
RichterInnen Riesen-Bienz, Hubert
Aktuarin ad hoc Huwiler

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In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X., Beklagte und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pe-
ter Portmann, Postfach 553, Goldgasse 11, 7002 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein vom 29. August 2006, mit-
geteilt am 24. November 2006, in Sachen des Z., Kläger und Beschwerdegegner, 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Flurin von Planta, Postfach 731, Vazerolgasse 
2, 7002 Chur, gegen die Beklagte und Beschwerdeführerin, 

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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A. Im Frühling 2001 hat ein umgestürzter Baum die Stützmauer beim 
Haus von Z. beschädigt, weshalb diese saniert werden musste. Die X. offerierte am 
30. Mai 2001 die Schadensanierung inklusive Kanalisation für den Betrag in Höhe 
von Fr. 14'386.00. Darauf erteilte Z. der X. den Auftrag. Nach Ausführung der Ar-
beiten stellte die X. am 25. Dezember 2001 Rechnung in Höhe von Fr. 14'386.00, 
welche Z. in zwei Raten beglich.

B. Im Frühjahr 2002 stellte Z. fest, dass aus der sanierten Mauer häufig 
Wasser austrat, was zu Kalkausscheidungen und Flecken führte. Mit Schreiben vom 
18. November 2002 forderte Z. die X. auf, die Mängel bis Ende November 2002 zu 
beseitigen, andernfalls er eine Expertise erstellen und die Arbeiten durch Dritte aus-
führen lassen werde.

C. Am 25. April 2003 erstellte C., dipl. Bauing. ETH/SIA, D. GmbH, das 
Gutachten „Baumängel Natursteinmauer“, in welchem er feststellte, dass starke 
Kalkablagerungen vorhanden seien, die deutliche Anzeichen für grössere Wasser-
austritte seien, die Tragsicherheit der Mauer wohl erfüllt, hingegen die Gebrauchs-
tauglichkeit der Stützmauer unzureichend sei. Als Ursachen für die ungenügende 
Dichtigkeit der Mauer nannte er die teilweise zu geringen Fugenspalten zwischen 
den Steinen mit entsprechend wenig Mörtel, der zudem auch porös sei. Aus diesem 
Grund habe das Wasser von der Mauerhinterseite an die Mauervorderseite zirku-
lieren können. Zudem fehle eine Drainage hinter der Mauer. Für dieses Gutachten 
stellte die D. GmbH am 20. Mai 2003 Rechnung in Höhe von Fr. 2'152.00.

D. Mit Schreiben vom 22. Mai 2003 stellte Z. eine Kopie des Gutachtens 
der X. zu und bat um Antwort bis zum 30. Juni 2003. Da die X. keine Reaktion 
zeigte, forderte Z. die X. mit Schreiben vom 8. September 2003 auf, die Kosten des 
Gutachtens der D. GmbH und Reparaturkosten in Höhe von Fr. 4‘500.00, total Fr. 
6‘654.00, innert 20 Tagen zu bezahlen. 

E. Die Bauunternehmung Erben B. offerierte am 4. März 2003 die Sanie-
rung der Stützmauer für einen Betrag in Höhe von Fr. 5'710.00. 

F. Nachdem keine gütliche Einigung zwischen den Parteien zustande 
kam, reichte Z. am 8. März 2004 das Vermittlungsbegehren beim Kreispräsidenten 
Thusis ein, welcher nach erfolgloser Vermittlung am 15. Oktober 2004 den Leit-
schein mit folgendem Rechtsbegehren ausstellte:

„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 6'654.00 nebst Zins zu 
5% seit 1. Juni 2003 zu bezahlen.

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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.“

G. Am 4. November 2004 prosequierte Z. die Klage mit unverändertem 
Rechtsbegehren rechtzeitig an das Bezirksgericht (recte: Bezirksgerichtsaus-
schuss) Hinterrhein. Im Beweisverfahren vor der Vorinstanz wurde bei dipl. Bauing. 
ETH/SIA A. ein gerichtliches Gutachten, datierend vom 25. Oktober 2005, eingeholt. 
Auch diese Expertise führte zu keiner Einigung unter den Parteien.

H. Mit Entscheid vom 29. August 2006, mitgeteilt am 24. November 2006, 
erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein wie folgt:

„1. Die X. wird verpflichtet, Z. Fr. 6'652.00 zuzüglich 5% Zins seit 1. Juni 
2003 zu bezahlen.

2. Die Kosten des Vermittleramtes Thusis von Fr. 200.00 sowie die Kosten 
des Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein, bestehend aus:

Gerichtsgebühren Fr. 4‘365.00

Schreibgebühren Fr.  855.00

Barauslagen (Gutachten CHF 2'539.35) Fr. 3'660.65

total Fr. 8'880.65

gehen zulasten der X., die zudem Z. mit Fr. 11'305.45 (inkl. 7.6% Mehr-
wertsteuer) zu entschädigen hat.

3. (Mitteilungen)“

I. In den Erwägungen wurde dargelegt, dass eine Erstellung einer Drai-
nage nie vereinbart worden sei, weshalb dies kein Grund für die Mangelhaftigkeit 
der Mauer sei. Jedoch weise die Mauer andere Mängel auf. So seien die für die 
Mauerentwässerung vorgesehenen vier Rohre nicht verlegt worden und es fehle 
eine Wandschalung. Zudem sei weitaus zu wenig Hinterfüllbeton verwendet wor-
den. Als Ersatz für die vier erwähnten Rohre sei auch keine andere Entwässerung 
vorgesehen worden. Der einzige Mauerschlitz sei nicht zur Entwässerung tauglich, 
ebensowenig die drei breiteren Nischen. Aus all diesen Gründen sei die X. scha-
denersatzpflichtig. Der Schaden betrage insgesamt Fr. 6'652.00 (Fr. 4‘500.00 für 
die Reparatur und Fr. 2'152.00 für das Gutachten).  

J. Gegen diesen Entscheid führte die X. am 18. Dezember 2006 Be-
schwerde beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. In ihren Anträgen be-
antragte sie die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils in den Ziffern 1 und 2 unter 
voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Z. für beide Verfahren. Zur 
Begründung führte sie unter anderem aus, die Vorinstanz habe ihren Entscheid auf 
Mängel gestützt, die Z. nicht gerügt habe, weshalb sie Art. 118 ZPO verletzt habe. 

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Zudem habe Z. einen Schaden nicht beweisen können, weshalb Art. 42 Abs. 2 OR 
nicht zur Anwendung gelangen könne.

K. In seiner Beschwerdeantwort vom 24. Januar 2007 beantragte Z. die 
Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
X.. In der Begründung hielt er unter anderem fest, dass die Vorinstanz Art. 118 ZPO 
nicht verletzt habe, da eine Tatsache nicht bis in alle erdenklichen Einzelheiten vor-
gebracht werden müsse. Zudem habe er den Schaden beweisen können, weshalb 
er Anspruch auf Schadenersatz habe. 

L. Mit Schreiben vom 8. Januar 2007 verzichtete der Bezirksgerichtsprä-
sident Hinterrhein unter Zustellung der Akten und unter Hinweis auf die Begründung 
im angefochtenen Urteil auf eine Vernehmlassung und beantragte die Abweisung 
der Beschwerde.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochte-
nen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einge-
gangen.

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Gemäss Art. 232 ZPO kann beim Kantonsgerichtsausschuss wegen 
Gesetzesverletzung Beschwerde geführt werden gegen nicht berufungsfähige Ur-
teile sowie prozesserledigende Entscheide der Einzelrichter, des Bezirksgerichts-
ausschusses und des Bezirksgerichtes, ferner gegen Entscheide dieser Instanzen 
im Sinne von Art. 232 Ziff. 1 bis 8 ZPO. Die Berufung an das Kantonsgericht kann 
ergriffen werden gegen Sachurteile der Bezirksgerichte im Sinne von Art. 19 ZPO 
(Art. 218 Abs. 1 ZPO). Berufungsfähig sind somit vermögensrechtliche Streitigkeiten 
im Betrage von über Fr. 8000.00 oder nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten. 
Demnach ist das vorliegende Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Inn mit einem 
Streitwert von unter Fr. 8'000.00 nicht berufungsfähig, weshalb gegen dieses Be-
schwerde gemäss Art. 232 ZPO geführt werden kann. Sie ist schriftlich unter Bei-
lage des angefochtenen Entscheids und der dem Beschwerdeführer bereits erstat-
teten Beweisurkunden innert der peremptorischen Frist von 20 Tagen beim Kan-
tonsgerichtspräsidenten einzureichen (vgl. Art. 233 Abs. 1 ZPO). In der Beschwerde 
ist mit kurzer Begründung anzugeben, welche Punkte des Entscheids angefochten 
und welche Abänderungen beantragt werden; neue Rechtsbegehren und neue Be-

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weismittel sind ausgeschlossen (Art. 233 Abs. 2 ZPO). Auf die frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Der Kantonsgerichtsausschuss greift auf die Beschwerde wegen Ge-
setzesverletzung gemäss Art. 235 Abs. 1 ZPO nur ein, wenn der angefochtene Ent-
scheid oder das diesem vorausgegangene Verfahren Gesetzesbestimmungen ver-
letzt, welche für die Beurteilung der Streitfrage wesentlich sind. Die Feststellungen 
der Vorinstanz über tatsächliche Verhältnisse sind für die Beschwerdeinstanz bin-
dend, es sei denn, sie seien unter Verletzung von Beweisvorschriften zustandege-
kommen, erwiesen sich als willkürlich oder beruhten auf offensichtlichen Versehen 
(vgl. Art. 235 Abs. 2 ZPO). Wenn nun das Gesetz als Beschwerdegrund die willkür-
liche Tatsachenfeststellung in den Vordergrund stellt, bedeutet dies, dass nicht jede 
Beweiswürdigung auf ihre Richtigkeit oder Unrichtigkeit überprüft werden kann. 
Dazu braucht es ein mehreres, nämlich eine offensichtlich unhaltbare Wertung der 
Beweise, die sich mit sachlichen Gründen nicht mehr vertreten lässt (vgl. PKG 1981 
Nr. 18). Dabei liegt Willkür nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht 
schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls als vertretbar erscheint oder gar 
vorzuziehen wäre. Der angefochtene Entscheid muss vielmehr offensichtlich unhalt-
bar sein, mit der tatsächlichen Situation im Widerspruch stehen, eine Norm oder 
einen unumstrittenen Grundsatz krass verletzen oder in stossender Weise dem Ge-
rechtigkeitsgedanken zuwiderlaufen (vgl. BGE 125 II 10 mit Hinweisen). Dasselbe 
gilt grundsätzlich auch dort, wo das Gesetz dem Richter einen Ermessensspielraum 
einräumt. Es liegt nur dann eine Rechtsverletzung vor, wenn sich der Gebrauch des 
Ermessens als missbräuchlich erweist oder das Ermessen überschritten wird, d.h., 
wenn sich ein Ermessensentscheid nicht auf sachlich vertretbare Gründe abstützen 
lässt oder dem Gerechtigkeitsgedanken in stossender Weise zuwiderläuft. Die Be-
schwerde ist folglich unter dieser beschränkten Kognitionsbefugnis zu prüfen (vgl. 
PKG 1987 Nr. 17).

3. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Beschwerdeschrift aus, die Vor-
instanz habe gegen den Grundsatz der Verhandlungsmaxime verstossen, indem 
sie einen Schadenersatzanspruch des Beschwerdegegners auf im Gerichtsgutach-
ten umschriebene Mängel gestützt habe, die vom Beschwerdegegner nicht gerügt 
worden seien. Die Verhandlungsmaxime besagt, dass es Sache der Parteien ist, 
dem Gericht das Tatsächliche des Rechtsstreits darzulegen, und das Gericht dem 
Verfahren nur behauptete Tatsachen zu Grunde legt (Art. 118 ZPO). Darüber hinaus 
hat das Gericht dem Urteil jenen Sachverhalt zu Grunde zu legen, der im Zeitpunkt 
der Urteilsfällung besteht (Art. 117 Abs. 1 ZPO). Es ist allgemein anerkannt, dass 

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eine Tatsache nicht bis in alle erdenklichen Einzelheiten vorgebracht werden muss, 
um berücksichtigt zu werden. Es genügt, wenn Tatsachen in einer den Gewohnhei-
ten des Lebens entsprechenden Weise in ihren wesentlichen Zügen oder Umrissen 
behauptet worden sind. Wird ein Beweis durch einen Sachverständigen geführt, so 
genügt es, wenn angegeben wird, was das Gutachten letztlich ergeben soll. Die 
einzelnen Tatsachen, die das Gutachten ergibt, brauchen nicht besonders behaup-
tet worden zu sein (PKG 2002 Nr. 7; Max Guldener, Schweizerisches Zivilprozess-
recht, 3. Auflage, Zürich 1979, S. 163 ff.). Allgemein soll der Richter auf Tatsachen-
feststellungen von Zeugen und Sachverständigen abstellen dürfen, sofern sie sich 
wenigstens innerhalb des aus den Rechtsschriften hervorgehenden allgemeinen 
Prozessthemas befinden. Ihre Berücksichtigung soll nur verwehrt sein, wenn sie 
tatsächlich in keinem Zusammenhang mit dem geltend gemachten Sachverhalt ste-
hen (PKG 2002 Nr. 7; H. Guyan, Verhandlungsmaxime und Offizialmaxime im 
Bündnerischen Zivilprozess, 1966, S. 43 ff.). Im Lichte dieser Grundsätze sind die 
Ausführungen des Beschwerdeführers zu formalistisch. In den Rechtsschriften wur-
den die Probleme bei der Entwässerung der Mauer immer wieder umschrieben. So 
wurde in der Prozesseingabe festgehalten, dass aus der sanierten Stützmauer häu-
fig Wasser ausgetreten sei, was zu unerwünschten Nässe- und Kalkausscheidun-
gen geführt habe. Sämtliche Rügen betreffen das Fehlen einer ordentlichen Ent-
wässerung. Die detaillierten Gründe des Entwässerungsproblems konnten erst 
durch die Prüfung durch einen Experten ermittelt werden. Es kann vom Kläger nicht 
erwartet werden, dass er das Ergebnis des Expertenberichts in seinen Rechtsschrif-
ten bereits vorwegnimmt. Es genügt, wenn die Problembereiche allgemein in den 
Rechtsschriften umschrieben sind. Der Beschwerdegegner hat das Schadensbild 
und die Entwässerungsproblematik in seinen Rechtsschriften in klarer und genü-
gender Weise umschrieben. Es liegt damit ein genügendes Tatsachenfundament 
vor. Der Inhalt des Gerichtsgutachtens geht nicht über das Prozessthema hinaus, 
weshalb die Vorinstanz ihren Entscheid nicht in Verletzung der Verhandlungsma-
xime auf das Gerichtsgutachten gestützt hat. 

4. Im Weiteren rügt die Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegner 
habe seinen Anspruch nicht, wie in Art. 42 Abs. 1 OR vorausgesetzt, bewiesen. 
Diese Rüge ist nicht zu hören. Art. 159 Ziff. 3 i. V. m. Art. 192 ZPO halten fest, dass 
schriftliche Expertengutachten gerichtlich zulässige Beweismittel sind. Der Experte 
A. ist von der Vorinstanz beauftragt worden, eine Expertise zu erstellen. Der Auftrag 
umfasste die gutachterische Beurteilung der Stützmauer und die Beantwortung der 
Expertenfragen. Diese Expertise und die Fotos weisen eindeutig aus, dass Mängel 
an der Stützmauer bestehen. Der Experte A. hält fest, dass ein Minderwert in Höhe 

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von Fr. 2'906.00 gegenüber der verrechneten Bausumme bestehe. Das Vorhanden-
sein von Mängeln wird zudem dadurch untermauert, dass der Experte A. als Alter-
native zur Rückerstattung des Minderwertes eine Nachbesserung vorschlägt. Folg-
lich ist der Beschwerdegegner seiner Beweislast gerecht geworden. 

5. Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz vor, die Schadenersatz-
klage in eine Art Minderungsklage umgewandelt zu haben. Gemäss Art. 368 Abs. 2 
OR kann der Besteller die Rückerstattung des Minderwertes oder eine Nachbesse-
rung verlangen. Der Beschwerdegegner hat in seiner Beschwerdeantwort nochmals 
klargestellt, dass er nur den Minderungsanspruch, ergänzt durch einen Anspruch 
auf Ersatz des Mangelfolgeschadens in Form der Auslagen für das Parteigutachten 
der D. GmbH, geltend macht. Die Vorinstanz hat diese beiden Ansprüche vermischt, 
indem sie den Minderungswert mit den Nachbesserungskosten gleichgesetzt hat, 
was grundsätzlich nicht zulässig ist. 

6.a) Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die Anwendung von 
Art. 42 Abs. 2 OR durch die Vorinstanz. Gemäss Art. 42 Abs. 2 OR darf der Richter 
einen ziffernmässig nicht nachweisbaren Schaden nach seinem Ermessen mit 
Rücksicht auf den gewöhnlichen Lauf der Dinge und auf die vom Geschädigten ge-
troffenen Massnahmen abschätzen. Diese Bestimmung kommt also nur zur Anwen-
dung, wenn ein Schaden nicht bezifferbar ist. In der vorliegenden Angelegenheit ist 
dies indessen nicht der Fall. Das Gutachten des Experten A. bestimmt den Minder-
wert der mangelhaften Stützmauer genau mit dem Betrag von Fr. 2'906.00. Die Vor-
instanz hat hingegen im Sinne einer Hilfsbegründung auf die Offerte der Erben B. 
abgestellt. Dies geht schon deshalb nicht an, weil darin auch eine Drainage offeriert 
ist, welche gar nicht Gegenstand des Werkvertrages mit der Beschwerdeführerin 
war. Zudem wird damit nicht der ausschliesslich gefragte Minderwert ermittelt, son-
dern es werden die Kosten einer Nachbesserung bestimmt. Angesichts der vorlie-
genden Expertise von A., welche von keiner Partei substantiiert beanstandet wird 
und welche den Minderwert konkret beziffert, ist der Weg über Art. 42 Abs. 2 OR 
gar nicht notwendig. Der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein hatte keinen Grund 
von der eingeholten Expertise in Bezug auf den festgestellten Minderwert von Fr. 
2'906.00 nach oben oder nach unten abzuweichen. Unter diesen Umständen ist die 
Festlegung des zu ersetzenden Schadens in Abweichung von der Expertise und 
ohne dies hinreichend zu begründen, willkürlich. Auszugehen ist vielmehr von ei-
nem Minderwert von Fr. 2'906.00, welcher dem Kläger zuzusprechen ist. 

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b) Auch ein Mangelfolgeschaden ist ausgewiesen und berechtigt. 
Gemäss Art. 368 Abs. 2 OR kann der Besteller eines Werkes, welches mangelhaft 
ist, Minderung, Nachbesserung und bei Verschulden des Unternehmers Schaden-
ersatz verlangen. Voraussetzungen des Schadenersatzanspruches sind ein vom 
Besteller verschuldeter Schaden und die rechtzeitige Mängelrüge. Dieser Schaden-
ersatzanspruch kann neben dem Minderungsanspruch geltend gemacht werden 
und erfasst Mangelfolgeschäden (Heinrich Honsell, Schweizerisches Obligationen-
recht, Besonderer Teil, 6. Auflage, Bern 2001, S. 281). Unter Mangelfolgeschäden 
sind Schäden zu verstehen, die einerseits ihre Ursache in einem Werkmangel des 
abgelieferten Werks haben, andererseits aber nicht auf die Mangelhaftigkeit selbst 
bezogen sind, sondern als weitere Folge des Mangels hinzutreten. Dazu gehören 
auch die Kosten einer Begutachtung oder Rechtsverfolgung (BGE 126 III 388). Die 
Beschwerdeführerin hat auf die Rügen des Beschwerdegegners keinerlei Reaktion 
gezeigt. Der Beschwerdegegner musste sich deshalb in seiner Ungewissheit Klar-
heit verschaffen, ob seine Beanstandungen berechtigt waren und hat einen privaten 
Gutachter beauftragt. Indem die Beschwerdeführerin auf die Beanstandungen des 
Beschwerdegegners nicht eingegangen ist, hat er die Erstellung eines Privatgutach-
tens verschuldet. Die Kosten des Gutachtens in Höhe von Fr. 2'152.00 haben ihre 
Ursache in der mangelhaften Mauer und sind als weitere Folge dieses Mangels von 
der Beschwerdeführerin zu entschädigen.

7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerde-
führerin eine mangelhafte Stützmauer erstellt hat. Der Beschwerdegegner hat An-
spruch auf einen Minderwert in Höhe von Fr. 2‘906.00 und auf Ersatz der Kosten 
des Parteigutachtens in Höhe von Fr. 2'152.00, insgesamt Fr. 5'058.00. Die Be-
schwerde wird deshalb teilweise gutgeheissen, der vorinstanzliche Entscheid auf-
gehoben und die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner Fr. 
5'058.00 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. Juni 2003 zu bezahlen. 

8. Gemäss Art. 122 Abs. 1 ZPO wird in der Regel die unterliegende Par-
tei zur Übernahme sämtlicher Kosten des Verfahrens verpflichtet. Zudem wird sie 
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, 
notwendigen Kosten zu ersetzen (vgl. Art. 122 Abs. 2 ZPO). In der vorliegenden 
Angelegenheit ist die Beschwerdeführerin in überwiegendem Masse, aber nicht voll-
umfänglich unterlegen, weshalb die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von 
Fr. 2‘500.00 zuzüglich Schreibgebühren in Höhe von Fr. 160.00 zu einem Viertel zu 
Lasten des Beschwerdegegners und zu drei Vierteln zu Lasten der Beschwerdefüh-
rerin gehen, welche dem Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren eine re-

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duzierte aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 750.00 inklusive Mehrwertsteuer 
auszurichten hat. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens in Höhe von Fr. 
8'880.65 gehen im gleichen Verhältnis, nämlich zu einem Viertel zu Lasten des Klä-
gers und zu drei Vierteln zu Lasten der Beklagten, welche den Kläger für das vorin-
stanzliche Verfahren aussergerichtlich mit Fr. 5'500.00 inklusive Mehrwertsteuer zu 
entschädigen hat. 

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 1 und 2 des Dis-
positivs des angefochtenen Urteils werden aufgehoben.

2. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger Fr. 5'058.00 zuzüglich 5% Zins 
seit dem 1. Juni 2003 zu bezahlen.

3. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens in Höhe von Fr. 8'880.65 gehen 
zu einem Viertel zu Lasten des Klägers und zu drei Vierteln zu Lasten der 
Beklagten, welche verpflichtet wird, den Kläger für das vorinstanzliche Ver-
fahren aussergerichtlich mit Fr. 5'500.00 inklusive Mehrwertsteuer zu ent-
schädigen.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von Fr. 2'500.00 zuzüglich 
Schreibgebühren in Höhe von Fr. 160.00, total somit Fr. 2'660.00, gehen zu 
drei Vierteln zu Lasten der Beschwerdeführerin und zu einem Viertel zu Las-
ten des Beschwerdegegners. Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, den 
Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren aussergerichtlich mit Fr. 
750.00 inklusive Mehrwertsteuer zu entschädigen.

5. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als Fr. 30'000.00 betreffende Ent-
scheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. a des Bundesgerichtsge-
setzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das schweizerische Bundesge-
richt geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröff-
nung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 
ff. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Be-
schwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der 
Beschwerde gelten Art. 29 ff.,72 ff. und 90 ff. BGG.

6. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Präsident: Die Aktuarin ad hoc: