# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6cfaa723-8aca-5655-a22e-6f81d0db84e3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-27
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 27.05.2020 BK 2020 204
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2020-204_2020-05-27.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 20 204

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 27. Mai 2020

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, Oberrichte-
rin Hubschmid
Gerichtsschreiber Müller 

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigte/Beschwerdeführerin

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz, Urkundenfälschung

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 29. April 2020 (KZM 20 462)

2

Erwägungen:

1. Die Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben (nachfolgend: Staats-
anwaltschaft) führt gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) ein 
Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittel-
gesetz sowie Urkundenfälschung. Die Beschwerdeführerin wurde am 27. März 
2019 festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Mit Entscheid 
des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts (nachfolgend: Zwangsmassnahmen-
gericht) vom 29. April 2020 wurde die Untersuchungshaft bis am 26. Juli 2020 ein 
weiteres Mal verlängert. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 11. Mai 2020 
Beschwerde und beantragte was folgt:
1. Es sei der Entscheid des kantonalen Zwangsmassnahmengerichtes vom 29. April 2020 (i. S. KZM 

20 462) aufzuheben, der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verlängerung der Untersuchungshaft 
vom 15. April 2020 abzuweisen und A.________ umgehend aus der Untersuchungshaft zu entlas-
sen.

2. Eventualiter: Es sei der Entscheid des kantonalen Zwangsmassnahmengerichtes vom 29. April 
2020 (i. S. KZM 20 462) aufzuheben und es seien anstelle der Untersuchungshaft eine Ausweis- 
und Schriftensperre, die tägliche Meldung bei einer Amtsstelle ab einem schweizerischen Fest-
netzanschluss sowie Hausarrest mit electronic Monitoring als Ersatzmassnahmen anzuordnen.

- alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Eingabe vom 14. Mai 2020 verzichtete das Zwangsmassnahmengericht auf ei-
ne Stellungnahme. In ihrer delegierten Stellungnahme vom 18. Mai 2020 beantrag-
te die Staatsanwaltschaft die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. Die Be-
schwerdeführerin replizierte am 25. Mai 2020. 

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung und Aufhebung der 
Untersuchungs- oder Sicherheitshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde 
angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen (Art. 35 
des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des 
Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Die Beschwerdeführerin ist durch die Ver-
längerung der Untersuchungshaft unmittelbar in ihren rechtlich geschützten Inter-
essen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222, Art. 382 
Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3. Im Vergleich zum Haftanordnungsverfahren vor dem Zwangsmassnahmengericht 
reichte die Staatsanwaltschaft im Beschwerdeverfahren zusätzliche Aktenstücke 
ein. Dies ist im Haftbeschwerdeverfahren grundsätzlich zulässig. Dem Beschwer-
deführer sind die eingereichten Akten in Kopie zugestellt und damit das rechtliche 
Gehör gewährt worden (Urteil des Bundesgerichts 1B_51/2015 vom 7. April 2015 
E. 4.4; Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Bern BK 15 298 vom 6. Oktober 
2015 E. 3.3, BK 18 473 vom 3. Dezember 2018 E. 3.5 und BK 19 471 vom 20. No-
vember 2019 E. 3.1). 

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4.

4.1 Die Untersuchungshaft setzt nach Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass im 
Sinne eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung ei-
nes Verbrechens oder eines Vergehens besteht.

4.2 Die Beschwerdeführerin bestreitet den dringenden Tatverdacht nicht. Sie ist viel-
mehr geständig, während mehreren Jahren an eine Vielzahl von Abnehmern ins-
gesamt knapp 2'500 Gramm Kokain verkauft zu haben. Die Verteidigung reichte 
hierzu eine detaillierte Liste ein (vgl. Beilage zur Stellungnahme im Verfahren KZM 
20 462 vom 23. April 2020). Aus den im Haftverfahren eingereichten Befragungs-
protokollen ergeben sich Hinweise auf eine noch grössere Drogenmenge (vgl. E. 
4.3.2 des Entscheids KZM 20 68; zu den dortigen Angaben sind die zusätzlichen 
Mengen der nun vorgelegten Geständnisliste zu addieren). Der Tatverdacht auf 
qualifizierte Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz ist gegeben. 
Ausserdem geht die Polizei offenbar davon aus, dass die Beschwerdeführerin ins-
gesamt eine Menge von mehr als 8 Kilogramm Kokain an zahlreiche Abnehmer 
verkauft haben soll. Davon seien ca. vier Kilogramm mit Belastungen zahlreicher 
Abnehmer dokumentiert (vgl. EV D.________ vom 6. Februar 2020, Z. 256). Die 
Beschwerdeführerin ist überdies grundsätzlich geständig, dass sie durch 
E.________ einen Betreibungsregisterauszug abändern liess und diesen sodann 
einer Wohnungsbewerbung beilegte (EV vom 2. Oktober 2019 Z. 19 ff.). Der Ver-
dacht auf Urkundenfälschung ist damit ebenfalls dringend.

5.

5.1 Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass die Beschuldigte 
Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung 
zu beeinträchtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Nach der Rechtsprechung des 
Bundesgerichtes müssen konkrete Indizien für die Annahme von Verdunkelungsge-
fahr sprechen. Diese können sich namentlich aus dem bisherigen Verhalten der 
beschuldigten Person im Strafprozess (Aussageverhalten, Kooperationsbereit-
schaft, Neigung zu Kollusion etc.), aus ihren persönlichen Merkmalen (Leumund, 
allfällige Vorstrafen etc.), aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im Rahmen des 
untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen zwischen ihr 
und den sie belastenden Personen ergeben (Urteil des Bundesgerichts 
1B_257/2007 vom 5. Dezember 2007 E. 2.2). Bei der Frage, ob eine massgebliche 
Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch der Art 
und der Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen, der Schwere der 
untersuchten Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen 
(BGE 132 I 21 E. 3.2.1 mit Hinweisen).   

5.2 Das Zwangsmassnahmengericht liess die Frage nach der Kollusionsgefahr offen. 
Die Beschwerdeführerin machte dazu geltend, die Staatsanwaltschaft führe die 
Verfahren gegen sie und D.________ seit Beginn getrennt. Nach der Verhaftung 
von D.________ seien mit diesem – soweit bekannt – zuerst drei nicht parteiöffent-
liche Einvernahmen und nunmehr zwei parteiöffentliche Einvernahmen durchge-
führt worden (Verweis auf Beilagen zum Haftverlängerungsantrag vom 15. April 
2020 sowie Beilagen 2 und 3 zur Beschwerdebeilage 3). Die Beschwerdeführerin 

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sei am 8. Mai 2020 ein weiteres Mal (parteiöffentlich) einvernommen und dabei un-
ter anderem mit den Aussagen von D.________ konfrontiert worden, wobei sie sich 
auch zu diesen Aussagen geäussert habe (vgl. Beschwerdebeilage 4). Die Be-
schwerdeführerin sei seit ihrer Verhaftung mittlerweile 14 Mal befragt worden und 
habe sich zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen umfassend geäussert. 
D.________ sei, soweit bekannt, bereits fünf Mal einlässlich einvernommen und 
auch mit den Aussagen der Beschwerdeführerin konfrontiert worden. Es bleibe un-
erfindlich, inwiefern die Beschwerdeführerin mit D.________ kolludieren könnte. 
Dies müsse umso mehr gelten, als sich dieser in Untersuchungshaft befinde. Was 
die Kontaktaufnahme der Beschwerdeführerin mit D.________ anbelange, werde 
auf den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 20 94 vom 17. April 
2020 verwiesen, welchem entnommen werden könne, dass diese Umstände kei-
nesfalls Kollusionshandlungen darstellten. Entsprechend könne daraus nicht auf 
subjektive Kollusionsbereitschaft geschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft be-
haupte, dass (neben der Konfrontation der Beschwerdeführerin mit den Aussagen 
von D.________) weitere Ermittlungen anstehen würden. Welche Handlungen ge-
meint seien, bleibe unerwähnt. Unerwähnt und nicht belegt bleibe auch, inwiefern 
die Beschwerdeführerin in Bezug auf die Ermittlungen kolludieren könnte. Mit die-
sen behaupteten (und angeblich aufwändigen) Ermittlungen lasse sich keine Kollu-
sionsgefahr begründen. Ferner habe die Staatsanwaltschaft der Beschwerdeführe-
rin mit Schreiben vom 22. April 2020 bewilligt, mit ihrem Sohn während der Unter-
suchungshaft unbeaufsichtigte Telefonate durchzuführen. Eine solche Bewilligung 
wäre nie erteilt worden bzw. hätte zumindest nicht erteilt werden dürfen, wenn zu 
diesem Zeitpunkt Kollusionsgefahr bestanden hätte. Daran ändere nichts, dass die 
Staatsanwaltschaft diese Bewilligung am 1. Mai 2020 mit Hinweis auf weiterhin be-
stehende Kollusionsgefahr widerrufen habe.   

5.3 Entgegen den soeben dargestellten Ausführungen der Beschwerdeführerin be-
schränkt sich die Frage nach der Kollusionsgefahr nicht auf ihr Verhältnis zu 
D.________. Die Beschwerdeführerin hatte mit ihrer Stellungnahme vom 23. April 
2020 im Haftverfahren KZM 20 462 eine Liste eingereicht, aus welcher Kokainkäu-
fe bei verschiedenen Lieferanten im Umfang von 1'050 Gramm und Kokainverkäufe 
an verschiedene Abnehmer in der Grössenordnung von 2'500 Gramm hervorge-
hen. Diesbezüglich zeigen sich jedoch klare Differenzen zu den Ergebnissen der 
Untersuchung, die entgegen der Ansicht der Verteidigung in der Replik eine weitere 
Inhaftierung der Beschwerdeführerin prinzipiell rechtfertigen, bis die Sachlage ge-
nauer untersucht ist. So hat z.B. allein F.________ für die Zeit von November 2018 
bis Ende 5. März 2019 Verkäufe im Umfang von 1'200 Gramm Kokaingemisch an 
die Beschwerdeführerin eingestanden (EV vom 14. August 2019, Z. 36 f.). Er wur-
de offenbar – unter anderem dafür – vom Regionalgericht Bern-Mittelland am 4. 
Mai 2020 im abgekürzten Verfahren zu einer Freiheitsstrafe von 60 Monaten verur-
teilt (PEN 20 133/134). Ähnlich verhält es sich auf der Abnehmerseite: Verschiede-
ne Abnehmer belasten die Beschwerdeführerin mit Käufen in der Gesamtmenge 
von insgesamt gut 4 Kilogramm Kokaingemisch schwer. Als Beispiele können fol-
gende Personen genannt werden (in Klammern sind die von der Beschwerdeführe-
rin eingestandenen Mengen ersichtlich): G.________ gemäss Einvernahme vom 
4. Juni 2019, Z. 95 ff., 1‘000 Gramm (300-400 Gramm); H.________ gemäss Ein-

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vernahme vom 16. Oktober 2019, Z. 44 ff., 500 Gramm (220-250 Gramm); 
I.________ gemäss Einvernahme vom 13. Dezember 2019, Z. 99 ff., 800 Gramm 
(70-100 Gramm). Die Beschwerdeführerin hat gegenüber den Strafbehörden zu-
sätzliche Abnehmer, deren Käufe ebenfalls in den angeblichen 2‘495 Gramm ent-
halten sein sollen, genannt (vgl. EV vom 8. Mai 2020). Mit Namensangaben wie 
«J.________» (Z. 449 ff.), «K.________» (Z. 465 ff.), «L.________» (Z. 476 ff.) 
oder «M.________» (Z. 516 ff.) werden diese Personen jedoch nicht ohne erhebli-
chen Aufwand zu identifizieren sein. 

In Rahmen der Befragung vom 24. April 2020 (Z. 556 ff.) kam D.________ auf 
«N.________», einen in Madrid wohnhaften Dominikaner, zu sprechen. Dieser ha-
be die Beschwerdeführerin vor dem Sommer 2018 im Kilobereich mit Kokain belie-
fert. Er sei in der Schweiz verhaftet worden und habe ein Jahr und 3 Monate im 
Gefängnis verbracht. Bei diesem «N.________» dürfte es sich gemäss den plausi-
blen Ausführungen der Staatsanwaltschaft um O.________ handeln, der am 
31. August 2017 wegen der Einfuhr von Kokaingemisch in die Schweiz durch das 
Strafgericht Basel-Stadt (SG.2017.123) zu 30 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt 
worden ist. Von Seiten der Kantonspolizei Basel konnte die Staatsanwaltschaft of-
fenbar in Erfahrung bringen – was derzeit tatsächlich unbelegt ist, sodass allein ge-
stützt darauf kein dringender Tatverdacht begründet werden kann –, dass anhand 
der GPS-Daten Bezüge zur AA.________-Strasse in Bern hergestellt werden konn-
ten. Mit Schreiben vom 13. Mai 2020 ordnete die Staatsanwaltschaft richtigerweise 
den Beizug dieser Strafakten an. Es besteht somit zumindest ein gesicherter Tat-
verdacht, wobei die zeitlichen Verhältnisse nun durch die Staatsanwaltschaft zu 
klären sein werden; dass die Aussagen von D.________ per se widersprüchlich 
und unglaubhaft wären, wie die Beschwerdeführerin replicando vorbringen lässt, 
kann so nicht gesagt werden. Ohnehin lässt sich aber insgesamt festhalten, dass 
die Verlängerung der Untersuchungshaft unter dem Titel der Kollusionsgefahr kei-
neswegs bloss auf dem «neuen» Verdacht in Bezug auf O.________ gründet.    

Die Beschwerdeführerin bestreitet nämlich weiter, Geld in die Dominikanische Re-
publik verschoben oder dort (indirekt) Grundeigentum erworben zu haben. Entge-
gen der Ansicht der Beschwerdeführerin erscheinen die diesbezüglichen Aussagen 
von D.________ jedoch nicht als unglaubhaft. So hat er die Liegenschaft der Be-
schwerdeführerin anlässlich der Einvernahme vom 16. März 2020 (Z. 436 ff.) erst-
mals spontan – in dem Sinne, dass er dazu einlässlich Aussagen tätigte – erwähnt. 
Die Verteidigung bringt richtig vor, dass D.________ schon am 5. März 2020 mit 
dem Verdacht eines Hauskaufes konfrontiert wurde und damals abstritt, Kenntnis 
davon zu haben (EV D.________ vom 5. März 2020, Z. 583-585, auf Frage: Hat 
Frau A.________ in der Dominikanischen Republik Liegenschaften erworben?). Speziell ist indes, 
dass er ohne entsprechende Frage von sich aus mitteilte, er hätte auch nichts 
darüber erfahren, dass eine andere Person für sie etwas gekauft hätte. Genau die-
ser Verdacht eines fiduziarischen Eigentums steht jedoch im Raum. Des Weiteren 
erwähnt D.________ in seinen Befragungen immer wieder, dass er dieses oder je-
nes nicht wisse, was für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen spricht. Dies würde er 
nicht tun, wenn er – wie von der Beschwerdeführerin behauptet – sie (zu Unrecht) 
belasten wollte. Dass die Beschwerdeführerin in der Dominkanischen Republik mit 
erheblicher Wahrscheinlichkeit ein Haus besitzt, kann auch aus dem Facebook-

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Eintrag vom 16. Oktober 2013 geschlossen werden, der ihr anlässlich der Befra-
gung vom 8. Mai 2020 (Z. 833 ff. und 842 ff.) vorgehalten wurde. Daran, dass die-
ser Screenshot von Bedeutung ist, ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin ab-
gestritten hat, dass es sich um ihre Liegenschaft handle. Die Editionen bei Geld-
transferfirmen haben gemäss der Staatsanwaltschaft weiter ergeben, dass die Be-
schwerdeführerin in den Jahren 2015 bis 2019 CHF 32'018.56 ins Ausland ver-
schoben hat. Hinzu kommen Überweisungen in Zusammenarbeit mit D.________ 
durch Dritte (P.________, H.________, Q.________ sowie R.________) in der 
Höhe von rund CHF 24‘000.00. Diese Beträge sind in einer sich den Beschwerde-
akten befindenden Tabelle zusammengefasst. Im gleichen Zeitraum hat 
D.________ Geld aus dem Kokainhandel der Beschwerdeführerin in der Höhe von 
CHF 22'142.07 in die Dominikanische Republik transferiert (EV vom 16. April 2020, 
Z. 368 ff.). Somit kann grundsätzlich eine Summe von über CHF 75‘000.00 mittels 
Editionen belegt werden. Aus den detaillierten Aussagen von D.________ geht so-
dann hervor, dass die Beschwerdeführerin Geldkuriere eingesetzt hat, um Geld in 
die Dominikanische Republik zu bringen (EV vom 16. März 2020, Z. 471 ff.) oder 
bei Reisen selber Geld mitgenommen hat (Z. 418 ff.). Damit ergibt sich die Ver-
schiebung namhafter Beträge aus dem Drogenhandel ins Ausland, unabhängig da-
von wer was für wen transferiert hat.

Im Lichte des Vorgenannten besteht der ernstliche Verdacht, dass die Beschwer-
deführerin insbesondere von O.________ (vor Sommer 2018) erhebliche Kokain-
mengen erworben hatte. Die Staatsanwaltschaft befindet sich derzeit noch nicht im 
Besitz der entsprechenden Verfahrensakten. In Freiheit könnte sich die Beschwer-
deführerin mit diesbezüglich Beteiligten – die den Untersuchungsbehörden aus of-
fensichtlichen Gründen noch nicht bekannt sind – absprechen. Im Weiteren bestrei-
tet die Beschwerdeführerin bis anhin jegliche Geldwäschereihandlungen im Zu-
sammenhang mit ihrem Drogenhandel (Verbringen von Drogenerlös ins Ausland, 
Erwerb von Immobilien etc.). Aufgrund der Ermittlungen liegen diese jedoch nahe. 
In Freiheit wäre es der Beschwerdeführerin möglich, sich mit Überbringern oder 
Empfängern dieser Vermögenswerte abzusprechen, Gelder zu verschieben, Sa-
chen zu veräussern oder veräussern zu lassen oder allfällige Spuren zu beseitigen. 
Zielgerichtete Ermittlungen (z.B. rechtshilfeweise Ermittlungen in der Dominikani-
schen Republik) und zuverlässige Abklärungen der Abläufe sind den Untersu-
chungsbehörden aufgrund der Corona-Situation seit einiger Zeit nicht umfassend 
möglich. Kollusionsgefahr besteht sodann ebenso in Bezug auf die weiteren von 
der Beschwerdeführerin genannten Abnehmer, die aufgrund der unpräzisen Anga-
ben der Beschwerdeführerin nicht einfach zu identifizieren sein werden. Die Be-
schuldigte könnte sich mit diesen absprechen und sie zu gegenüber der Wirklich-
keit tieferen und ihren Angaben entsprechenden Aussagen bewegen. Damit ist do-
kumentiert, dass objektiv eine Vielzahl von Kollusionsmöglichkeiten besteht. Die 
Kollusionsgefahr kann nur durch weitere Ermittlungshandlungen (z.B. Aktenbeizug 
und Auswertung der Akten O.________, Identifikation der Abnehmer, Befragungen 
in der Schweiz oder auf dem Rechtshilfeweg etc.) beseitigt werden. Aufgrund der 
sich stabilisierenden Corona-Situation ist es realistisch, dass in naher Zukunft Rei-
sebeschränkungen gelockert und direkte Ermittlungshandlungen im Ausland mög-
lich werden. 

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Was die Frage nach den unbeaufsichtigten Telefonaten der Beschwerdeführerin 
anbelangt, hat die Staatsanwaltschaft folgende plausible Präzisierung vorgebracht: 
Aufgrund der Corona-Beschränkungen waren sämtliche überwachten Besuche 
(und auch Telefonate) in den Räumlichkeiten und unter der Verantwortung der 
Staatsanwaltschaft untersagt. Auch seitens des Regionalgefängnisses waren keine 
überwachten Kontakte möglich. Am 17. April 2020 ersuchte die Beschwerdeführe-
rin begründet mit einer akuten Krisensituation – dem Sohn gehe es nicht gut – und 
unter Berufung auf Frau S.________, der Sozialarbeiterin ihres Sohnes, darum, mit 
diesem telefonieren zu dürfen. Angesichts der Corona-Situation und in Ermange-
lung alternativer Lösungen wurden der Beschwerdeführerin ausnahmsweise (und 
trotz grundsätzlicher Kollusionsgefahr) unbewachte Telefonate mit ihrem Sohn – ih-
rem leiblichen Kind – erlaubt. Ein Kolludieren mit dem minderjährigen Sohn war 
wohl wenig wahrscheinlich. Ab dem 1. Mai 2020 wurden sodann überwachte Besu-
che unter Berücksichtigung von Schutzmassnahmen in den Räumlichkeiten der 
Staatsanwaltschaft wieder möglich. Deswegen wurde die Bewilligung revoziert. 
Dieses Entgegenkommen in einer ausserordentlichen Situation nun als Beleg für 
das Fehlen von Kollusionsgefahr werten zu wollen, zielt ins Leere. Aus dem bishe-
rigen Verhalten der Beschwerdeführerin lässt sich ferner auch subjektiv auf Kollu-
sionsbereitschaft schliessen. Sie verweigerte über mehrere Monate ihre Mitwirkung 
im Verfahren. Sie scheint zudem darum bemüht zu sein, ihre Handlungen zu mini-
mieren und/oder die Verantwortung dafür D.________ in die Schuhe zu schieben. 
Daraus lässt sich schliessen, dass sie sich bietende Kollusionsmöglichkeiten auch 
nutzen würde. Daran ändert das replicando vorgebrachte Argument der Verteidi-
gung, es sei bloss eine Behauptung der Staatsanwaltschaft, dass die Aussagen 
von D.________ glaubhaft seien, nichts. Die Kammer kommt zum Schluss, dass 
die Aussagen von D.________ sicher nicht durchgehend unglaubhaft sind. Nach 
dem Gesagten bestehen sowohl objektiv Kollusionsmöglichkeiten wie auch subjek-
tiv eine Kollusionsbereitschaft, mithin Kollusionsgefahr.  

6.

6.1 Fluchtgefahr ist zu bejahen, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass sich die be-
schuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung oder der zu erwartenden Sank-
tion entzieht. Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten kon-
kreten Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine 
Flucht nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die 
Schwere der drohenden Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. 
Sie genügt jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 
E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 1B_126/2012 und 1B_146/2012 vom 26. März 
2012 E. 3.3.2). Vielmehr müssen die konkreten Umstände, insbesondere die ge-
samten Lebensverhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen wer-
den. So ist es zulässig, die familiären und sozialen Bindungen des Häftlings, des-
sen berufliche Situation und Schulden sowie private und geschäftliche Kontakte ins 
Ausland und Ähnliches mit zu berücksichtigen (FORSTER, in: Basler Kommentar 
StPO, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 221 StPO; Urteile des Bundesgerichts 
1B_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 3.1, 1B_285/2014 vom 19. September 2014 
E. 3.3).

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6.2 Die Beschwerdeführerin in ihrer handschriftlichen Eingabe vom 1. Mai 2020 und die 
Verteidigung in den Schreiben vom11./25. Mai 2020 bringen vor, es liege keine 
Fluchtgefahr vor. Die Beschwerdeführerin habe ihren Lebensmittelpunkt in der 
Schweiz und sei Schweizer Bürgerin. Im Ausland besitze sie weder Vermögen 
noch Liegenschaften. Der Umstand, dass sich das Grab ihrer (vor etwas mehr als 
einem Jahr) verstorbenen Tochter in AB.________ befinde, stelle für die Be-
schwerdeführerin ein emotional unüberwindbares Hindernis dar, sich ins Ausland 
abzusetzen. Weshalb die vom Zwangsmassnahmengericht erwähnten Überwei-
sungen von «ca. CHF 30‘000.00 ins Ausland» eine Flucht als hochwahrscheinlich 
erachten liessen, sei nicht nachvollziehbar. Diese Überweisungen seien über einen 
Zeitraum von vier Jahren erfolgt. Ausserdem habe die Beschwerdeführerin die 
Gelder entweder als Unterstützung für andere Personen oder im Auftrag von ande-
ren Personen überwiesen und damit keinesfalls, um sich im Ausland ein Leben 
aufzubauen. 

6.3 Es liegt neben Kollusionsgefahr auch konkrete Fluchtgefahr vor. Diese belegte die 
Staatsanwaltschaft in ihrer Stellungnahme vom 18. Mai 2020 mit der notwendigen 
Deutlichkeit. Die Beschwerdekammer schliesst sich dieser Argumentation an:

Was die Behauptung der Beschwerdeführerin anbelangt, im Ausland weder Vermögen noch Immobi-
lien zu besitzen […], wird auf die obenstehenden Ausführungen (A.6.) verwiesen. Wenn Frau 
A.________ für die Betreuung von „T.________" trotzdem noch Geld in die Dominikanische Republik 
überwiesen hat, bedeutet das nicht, dass sie ansonsten keine Vermögenswerte dorthin geschafft hat-
te. Es ist viel-mehr davon auszugehen, dass sie diese Vermögenswerte nicht antasten wollte, bei-
spielsweise weil sie „versteckt" sind oder diese nicht verwenden konnte, weil sie investiert sind. Die 
Beschwerdeführerin scheint just in dem Moment, in dem es um die Frage der Fluchtgefahr geht, ihren 
Familiensinn und ihre Bindung an die Schweiz zu entdecken […]. Festzuhalten ist, dass Frau 
A.________ während ihrer 14-monatigen Haftzeit nur 4 Mal (zu Beginn der Haft), Besuch von ihrer 
leiblichen Mutter erhielt. Überhaupt scheint dieses Verhältnis reichlich unterkühlt zu sein.

Während des Gefängnisaufenthaltes der Beschwerdeführerin in den Jahren 2006 - 2009 in Spanien 
lebte T.________, ihr Sohn, bei U.________ in der Dominikanischen Republik. Bei U.________ lebte 
T.________ auch zum Zeitpunkt der im laufenden Verfahren erfolgen Verhaftung (EV A.________ 
vom 8. Mai 2020, al. 773-799). Gemäss D.________ bezeichnet Frau A.________ U.________ als 
„Mutter" (EV vom 16. April 2020, al. 56). Die Beschwerdeführerin hat am 20. März 2020 ausgesagt, 
dass U.________ fast wie eine Grossmutter für sie sei (al. 219-229). Im Mobiltelefon von Frau 
A.________ sind die Kontaktdaten von U.________ unter dem Namen „MiMamii" respektive „MiMami-
iBella" gespeichert. T.________, der Sohn von Frau A.________, der zu Beginn ihrer Untersu-
chungshaft, wie erwähnt, noch in der Dominkanischen Republik lebte, hat die Beschuldigte bisher 
während der Untersuchungshaft ein einziges Mal besucht. Ihren Enkel X.________ hat sie während 
der Haftzeit nie gesehen. Was ihre infolge der Injektion eines Drogen- und Medikamentencocktails 
verstorbene, drogenabhängige Tochter Y.________ anbelangt, geht aus den Aussagen von 
D.________ hervor, dass die Beschwerdeführerin diese auch mit Drogen versorgt hat (EV vom 6. Fe-
bruar 2020, al. 42 ff., EV vom 16.03.2010, al. 156-199). Dass Frau A.________ ihre Tochter, wie von 
Herrn D.________ behauptet, mit Botengängen in Drogengeschäften beauftragt hat, geht auch aus 
den Ermittlungen hervor. Ein Beleg dafür findet sich im Audiogespräch vom 18. Februar 2020 (Track 
5535; Beilage), in dessen Verlauf UVV136 (Frau A.________) ihrem Gesprächspartner vorschlägt, ih-
re Tochter für das Abholen einer Probe einzusetzen. Aus einem am 2. März 2019 (Tag nach der Be-

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erdigung ihrer Tochter Y.________) aufgenommenen Gespräch zwischen der Beschwerdeführerin 
und E.________ (UM 245; Track 6281; Beilage) geht hervor, dass Frau A.________ den Drogenhan-
del trotz des tragischen Todes ihrer Tochter nicht etwa aufgeben, sondern gar noch intensivieren („ein 
wenig Gas geben") wollte. Nach dem Gesagten muss die Darstellung der Beschwerdeführerin, wo-
nach bestehende familiäre Bindungen sie an einer Flucht aus der Schweiz hindern würden, deutlich in 
Frage gestellt werden. Bei einer Flucht oder im Falle eines Untertauchens könnte die Beschwerdefüh-
rerin mit ihrem Sohn T.________ zusammenleben und ihren Enkel X.________ aufwachsen sehen. 
Bei Verbüssung der mehrjährigen Freiheitsstrafe, mit der die Beschwerdeführerin sicherlich rechnen 
muss, wäre dies nicht der Fall. […].

Es zeigt sich also, dass das Argument der Verteidigung, die Beschwerdeführerin 
wolle unbedingt mit ihrer Familie zusammen sein, nicht gegen eine Fluchtgefahr 
spricht, sondern sogar eher dafür. Mit Blick allein auf ihr Teilgeständnis ist davon 
auszugehen, dass die Beschwerdeführerin eine längere Freiheitsstrafe wird antre-
ten müssen. Dementsprechend wird sie ihr Leben länger nicht im Kreis der Familie 
verbringen können. Wenn sie jedoch in Freiheit mit ihren engsten Familienangehö-
rigen eine Flucht antreten oder im Inland untertauchen würde, wäre es ihr – zumin-
dest für eine Zeit lang – möglich, mit ihrem Sohn (und eventuell ihrem Enkel) zu-
sammen zu sein. Vor diesem Hintergrund spielt es letztlich keine Rolle, wann die 
Beschwerdeführerin erstmals ihre starke Bindung zur Schweiz geltend gemacht hat 
(vgl. Replik, Ziffer 7.1) und wie oft sie während der Untersuchungshaft von wem 
besucht worden ist (vgl. Replik, Ziffer 7.2 f.). Im Übrigen spricht es – in selbstre-
dend tragischer Weise – Bände, wenn die Beschwerdeführerin am Tag nach der 
Beerdigung ihrer drogensüchtig gewesenen Tochter in einem Gespräch mitteilt, sie 
wolle nun «ein wenig Gas geben». Die Beschwerdeführerin scheint (zumindest in 
der Vergangenheit) vieles in Kauf genommen zu haben, um ihr Drogengeschäft 
voranzubringen. Die Erwähnung dieses Umstands ist ferner keineswegs unange-
bracht, da ein Konnex sowohl in Bezug auf den dringenden Tatverdacht als auch in 
Bezug auf die Fluchtgefahr (mutmasslich fehlende emotionale Nähe zur verstorbe-
nen Tochter) besteht. Entsprechend geht die Beschwerdekammer zusammenge-
fasst davon aus, dass die Beschwerdeführerin entgegen ihren Beteuerungen eine 
Fluchtmöglichkeit ergreifen würde, sobald sich ihr diese bietet und sie sie als op-
portun erachtet.

7.

7.1 Nach Art. 237 Abs. 1 StPO ordnet das zuständige Gericht an Stelle der Haft eine 
oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft 
erfüllen. Auch ohne entsprechenden Antrag ist zu prüfen, ob eine Haftentlassung 
gestützt auf ausreichende Ersatzmassnahmen möglich beziehungsweise geboten 
erscheint (BGE 133 I 27 E. 3.2 [Pra 2007 Nr. 26]). Im Weiteren hat eine in Haft ge-
haltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer 
angemessenen Frist abgeurteilt oder während des Verfahrens aus der Haft entlas-
sen zu werden. Dass eine an sich rechtmässige Haft nicht übermässig lange dau-
ern darf, ergibt sich aus dem Grundrecht auf persönliche Freiheit. Eine übermässi-
ge Haft liegt vor, wenn die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe 

10

übersteigt oder wenn die Strafuntersuchung nicht genügend vorangetrieben wird 
(BGE 116 Ia 143 E. 5a; BGE 107 Ia 256 E. 2b). 

7.2 In Anbetracht der gegebenen Kollusionsgefahr existieren keine tauglichen Ersatz-
massnahmen, um diese zu bannen. Des Weiteren ist mit Blick auf die gegen die 
Beschwerdeführerin erhobenen schweren strafrechtlichen Vorwürfe die Untersu-
chungshaft weiterhin als in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig zu bewerten. Den-
noch ist die Staatsanwaltschaft freilich angehalten, das Strafverfahren beschleunigt 
und stetig voranzubringen. Die Verteidigung bringt in der Replik (Ziffer 2) zu Recht 
vor, dass die Ermittlungen in Bezug auf die Dominikanische Republik nun rasch 
voranzutreiben sind, da entsprechende Hinweise der Staatsanwaltschaft schon 
länger bekannt sind. Für eine «künstlich aufrechterhaltene Kollusionsgefahr» (Re-
plik, Ziffer 8.1) findet die Beschwerdekammer allerdings keine Hinweise. Die 
Staatsanwaltschaft hat weitere geplante und notwendige Ermittlungshandlungen 
mit ausreichender Deutlichkeit aufgezeigt (siehe dazu insb. vorne E. 5.3). 

8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

9. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Verfahrenskosten der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft 
oder das urteilende Gericht legen die amtliche Entschädigung von Rechtsanwalt 
B.________ am Ende des Verfahrens fest (Art. 135 Abs. 2 StPO).

11

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘500.00, werden der Be-
schwerdeführerin auferlegt.

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- der Beschuldigten/Beschwerdeführerin, a.v.d. Rechtsanwalt B.________
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident Z.________

(mit den Akten)
- Staatsanwalt C.________, Kantonale Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft

Bern, 27. Mai 2020 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Der Gerichtsschreiber:

Müller

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.