# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 911920e1-5b36-5782-b056-afb76667ebcd
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 21.10.2025 STK 2024 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2024-10_2025-10-21.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 21. Oktober 2025
STK 2024 10

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Walter Züger, Ilaria Beringer,
Monique Schnell Luchsinger und Pius Schuler,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 4. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 
8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________, 

betreffend vorsätzliche grobe Verletzung der Verkehrsregeln durch ungenügenden 
Abstand beim Hintereinanderfahren, vorsätzliche Verletzung der 
Verkehrsregeln durch Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit 
auf Autobahnen
(Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe vom 
19. Januar 2024, SEO 2022 10);-

hat die Strafkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Mit Strafbefehl vom 11. November 2021 sprach die Staatsanwaltschaft 
A.________ (Beschuldigter) der vorsätzlichen groben Verletzung der Ver-
kehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG sowie der vorsätzlichen Verlet-
zung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG schuldig und be-
strafte ihn mit einer bei einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschobenen Gelds-
trafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 120.00 und einer zu bezahlenden Busse von 
Fr. 1’380.00. Die Verfahrenskosten von Fr. 900.00 wurden dem Beschuldigten 
auferlegt und der sichergestellte Geldbetrag von Fr. 2’280.00 beschlagnahmt 
und mit der Busse und den Kosten verrechnet (U-act. 14.1.01). Der Beschul-
digte erhob Einsprache (U-act. 14.1.04). Am 3. August 2022 überwies die 
Staatsanwaltschaft den Strafbefehl als Anklageschrift an den Einzelrichter am 
Bezirksgericht Höfe (Vi-act. 1). Dem Beschuldigten wird Folgendes vorgewor-
fen:

1.1
der vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln durch un-
genügenden Abstand beim Hintereinanderfahren
im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 
Abs. 1 VRV,

[…]

1.2
der vorsätzlichen Verletzung der Verkehrsregeln durch Überschrei-
ten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen
im Sinne von Art. 90 Abs.1 SVG i.V.m. Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a 
Abs. 1 lit. d VRV,

[…]

Am 21.01.2021, ca. 18:36 Uhr, lenkte A.________ den Personenwagen 
ZG xx in Freienbach, Autobahn A3, Fahrtrichtung Chur, wobei er ab Au-
tobahnkilometer 130.4 (Raststätte Fuchsberg) einem vorausfahrenden 
Personenwagen über eine Strecke von ca. einem Kilometer auf dem 
Überholstreifen bei einer Geschwindigkeit von ca. 110 km/h bis 125 km/h 
mit einem Abstand von lediglich 5 bis 12 Metern folgte. A.________ 

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überschritt dadurch den einzuhaltenden Sicherheitsabstand von vorlie-
gend ca. 55 bis 62 Metern (halber Tacho) massiv. Für eine allfällige 
Bremsreaktion hätte er dabei weniger als 0,6 Sekunden Zeit gehabt (sog. 
1/6 Tacho). Durch die massive Unterschreitung des einzuhaltenden Ab-
standes zum vorderen Fahrzeug schuf er eine hohe abstrakte Unfallge-
fahr und gefährdete andere Verkehrsteilnehmer, insbesondere den vor-
ausfahrenden Lenker, ernsthaft. Ab 18:41 Uhr fuhr A.________ ab Ge-
meindegebiet Lachen (bei Autobahnkilometer 140.1) während ca. fünf Ki-
lometern mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 145 km/h und 
überschritt damit die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 
von 120 km/h nach Abzug der Sicherheitsmarche um 16 km/h. 
A.________ wusste, dass der Sicherheitsabstand mindestens einen hal-
ben Tacho hätte betragen müssen. Indem er viel zu nahe hinter dem vo-
ranfahrenden Fahrzeug fuhr, nahm er die dadurch hervorgerufene ernst-
liche Gefahr für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer, insbesondere 
jene des vorausfahrenden Lenkers, zumindest billigend in Kauf. Auch 
wusste er, dass die allgemeine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen 
von 120 km/h nicht überschritten werden darf und tat dies dennoch wil-
lentlich.

Zur auf den 20. Oktober 2023 anberaumten Hauptverhandlung erschienen der 
Beschuldigte und die Verteidigung nach abgewiesenem Verschiebungsgesuch 
(Vi-act. 21) unentschuldigt nicht (Vi-act. 24). In der Folge wurde neu auf den 
14. November 2023 vorgeladen, unter Hinweis, dass bei erneutem Nichter-
scheinen die Hauptverhandlung in Abwesenheit des Beschuldigten durchge-
führt werde und aufgrund der im Vor- und Hauptverfahren erhobenen Beweise 
ein Urteil gefällt werden könne (Vi-act. 25). Der Beschuldigte und die Verteidi-
gung blieben der Verhandlung erneut unentschuldigt fern (U-act. 47). Mit Urteil 
vom 19. Januar 2024 erkannte der Einzelrichter wie folgt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

- der vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln 
durch ungenügenden Abstand beim Hintereinanderfahren im 
Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und 
Art. 12 Abs. 1 VRV

sowie

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- der vorsätzlichen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln 
durch Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit 
auf Autobahnen im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. 
Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV.

2.1 Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 
CHF 270.00 (total CHF 5’400.00) und mit einer Busse von 
CHF 1’530.00 bestraft.

2.2 Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 2 Jahren 
aufgeschoben.

2.3. Die Busse ist zu bezahlen. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaf-
tem Nichtbezahlen der Busse beträgt 7 Tage.

3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 3’200.00 (Gerichtsge-
bühr des begründeten Urteils CHF 1’500.00; Untersuchungskosten 
CHF 1’700.00) werden dem Beschuldigten auferlegt.

4. Der sichergestellte Geldbetrag in Höhe von CHF 2’280.00 (Bus-
sendepot) wird beschlagnahmt und vorab mit der Busse verrechnet 
und im Übrigen an die Verfahrenskosten angerechnet.

5.-6. [Rechtsmittel und Zustellung].

B. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte fristgerecht bei der Vor-
instanz Berufung an und erklärte nach Erhalt des begründeten Entscheids 
innert Frist Berufung beim Kantonsgericht mit den Anträgen, er sei freizuspre-
chen und ihm sei eine angemessene Entschädigung für seine Verteidigung 
zuzusprechen (KG-act. 1-3). Weiter wurde beantragt, es seien die „einschrei-
tenden Polizeibeamten“ zu befragen und es sei die Bedienungsanleitung des 
Herstellers für das im Polizeifahrzeug installierte Messsystem und die polizei-
internen Bedienungsvorschriften zu edieren. Mit Eingabe vom 24. April 2024 
verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung und auf Teilnahme 
an der mündlichen Berufungsverhandlung (KG-act. 6). Am 17. März 2025 
wurden die Parteien auf den 29. April 2025 zur Berufungsverhandlung vorge-
laden (KG-act. 11). Nachdem die Vorladung dem Beschuldigten nicht zuge-
stellt werden konnte, wurde die Verteidigung mit Verfügung vom 26. März 
2025 aufgefordert, entweder dessen neue Wohnadresse oder ein Zustelldo-

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mizil in der Schweiz bekannt zu geben (KG-act. 18). Mit Eingabe vom 4. April 
2025 nannte die Verteidigung als Wohnadresse eine Anschrift in Monaco (KG-
act. 22). Mit Verfügung vom 14. April 2025 wurde die auf den 29. April 2025 
angesetzte Berufungsverhandlung abzitiert und dem Beschuldigten Frist zur 
Bezeichnung eines Zustelldomizils angesetzt mit dem Hinweis, dass im 
Säumnisfall die Vorladung im Amtsblatt des Kantons Schwyz publiziert werde 
(KG-act. 24). Nachdem kein Zustelldomizil bezeichnet wurde, wurde die Vor-
ladung vom 2. Juni 2025 auf den – vorgängig mit der Verteidigung abgespro-
chenen und schriftlich terminierten (KG-act. 26) – Dienstag, 21. Oktober 2025 
mit Datum vom ________ im Amtsblatt des Kantons Schwyz publiziert (KG-
act. 28). Mit Eingabe vom 9. Oktober 2025 ersuchte der Verteidiger des Be-
schuldigten wegen Ferienabwesenheit um Verschiebung der Berufungsver-
handlung, welches Gesuch die Verfahrensleitung mit Verfügung vom 13. Ok-
tober 2025 abwies (KG-act. 33 und 34). Am 17. Oktober 2025 reichte die Ver-
teidigung diverse Belege betreffend das Einkommen des Beschuldigten ein 
(KG-act. 35).

Anlässlich der Berufungsverhandlung vom 21. Oktober 2025 in Anwesenheit 
des Beschuldigten und der (substituierten) Verteidigung wurde an den Beru-
fungsanträgen vom 4. April 2024 festgehalten (BVP, Plädoyernotizen Verteidi-
gung, KG-act. 38/1).

Das Erkenntnis der Strafkammer des Kantonsgerichts vom 21. Oktober 2025 
wurde den Parteien schriftlich zugestellt und ihnen gleichzeitig angezeigt, 
dass das Urteil begründet werde;-

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in Erwägung:

1. Angefochten sind die Schuldsprüche wegen vorsätzlicher grober Verlet-
zung der Verkehrsregeln durch ungenügenden Abstand beim Hintereinander-
fahren sowie vorsätzlicher einfacher Verletzung der Verkehrsregeln durch 
Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen (ange-
focht. Urteil Dispositiv-Ziffer 1; vgl. nachstehend E. 2), der Straf- und Voll-
zugspunkt (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffern 2.1-2.3) und die Regelung der 
Verfahrenskosten inkl. der Beschlagnahme des Bussendepots (angefocht. 
Urteil Dispositiv-Ziffer 3 und 4). 

2. Das Berufungsverfahren erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Nach 
der Berufungsanmeldung nach Art. 399 Abs. 1 StPO, welche innert 10 Tagen 
seit Eröffnung des erstinstanzlichen Urteils schriftlich oder mündlich zu 
Protokoll erfolgt und welche nicht begründet werden muss, beginnt für die 
appellierende Partei mit der Zustellung des begründeten Urteils 
gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO der Lauf einer Frist von 20 Tagen für die 
Einreichung der schriftlichen Berufungserklärung. Die Berufungserklärung 
selbst muss ebenfalls nicht begründet werden (BGer 6B_1227/2023 vom 
10. Januar 2024 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Anforderungen gemäss Art. 385 
Abs. 1 lit. a – c StPO sind mit der Berufungserklärung nach Art. 399 Abs. 3 
StPO und sodann mit der mündlichen oder schriftlichen Begründung zu 
erfüllen (Bähler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 385 StPO N 4). Das 
bedeutet, dass, soweit die Berufung im mündlichen Verfahren geführt wird, 
anlässlich der Berufungsverhandlung anzugeben ist, welche Gründe einen 
anderen Entscheid nahelegen (Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO). Begründen 
bedeutet anzugeben, wie anstelle des angefochtenen vorinstanzlichen 
konkreten Dispositivpunkts und aus welchen tatsächlichen und/oder 
rechtlichen Gründen zu entscheiden ist (Bähler, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 

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[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, 
Art. 385 StPO N 2). Bezüglich der Schuldsprüche legte der anwaltlich vertre-
tene Beschuldigte vor Schranken des Kantonsgerichts nicht ansatzweise 
Gründe dar, die den von ihm beantragten Freispruch zu untermauern ver-
möchten. Eine Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Ausführungen 
resp. Bezugnahme zum Sachverhalt und zur rechtlichen Würdigung fehlte 
vollständig (BVP, Plädoyernotizen Verteidigung). Folglich ist mangels der er-
forderlichen Begründung auf die Berufung die Schuldsprüche betreffend nicht 
einzutreten. Es bleibt somit bei den Schuldsprüchen wegen vorsätzlicher gro-
ber Verletzung der Verkehrsregeln durch ungenügenden Abstand beim Hin-
tereinanderfahren sowie vorsätzlicher einfacher Verletzung der Verkehrsre-
geln durch Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf Auto-
bahnen.

3. Die im Rahmen der Berufungserklärung gestellten Beweisanträge (näm-
lich die Befragung der „einschreitenden Polizeibeamten“ sowie die Einholung 
„der Bedienungsanleitung des Herstellers für das im Fahrzeug der Polizeibe-
amten installierte Messsystem“ und der „polizeiinternen Bedienungsvorschrif-
ten für die Durchführung von Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen mit 
dem im Polizeifahrzeug installierten Messsystem“, vgl. KG-act. 3), wurden 
mangels Darlegung einer Entscheidrelevanz verfahrensleitend einstweilen 
abgewiesen. Dies mit Hinweis darauf, dass abgelehnte Beweisanträge an der 
Hauptverhandlung erneut gestellt werden können (KG-act. 27). Anlässlich der 
Berufungsverhandlung liess der Beschuldigte die fraglichen Anträge wiederho-
len, liess dazu jedoch lediglich ausführen, die Anträge dienten dazu, eine all-
fällige Fehlbedienung der Messsysteme zu überprüfen und beliess es im Übri-
gen bei einem Verweis auf die Ausführungen in der Berufungserklärung (BVP, 
Plädoyernotizen S. 3 f.). Mit diesen Vorbringen wurde jedoch nach wie vor 
nicht erklärt, weshalb die Messergebnisse seiner Ansicht nach unrichtig sein 
müssen. Weil der Beschuldigte stets von seinem Aussageverweigerungsrecht 

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Gebrauch machte (vgl. U-act. 8.1.02 [polizeiliche Befragung] und 9.1.03 
[rechtshilfeweise staatsanwaltschaftliche Befragung] sowie BVP S. 2 f. [Befra-
gung vor Schranken Kantonsgericht]), besteht auch aus dieser Sicht keine 
Möglichkeit, etwas Stichhaltiges für seine Beweisanträge abzugewinnen. An-
ders gesagt, vermag die alleinige Behauptung der theoretischen Möglichkeit 
eines falschen Messresultats weitere Beweiserhebungen nicht zu rechtferti-
gen. Somit wären die Beweisanträge, selbst wenn auf die Berufung gegen die 
Schuldsprüche einzutreten gewesen wäre, mangels Relevanz nach wie vor 
abzuweisen. 

4. a) Zur Strafzumessung erwog die Vorinstanz hinsichtlich der 
Täterkomponente unter anderen, erschwerend komme ein im Kanton Bern 
gegen den Beschuldigten eröffnetes Strafverfahren hinzu, strafmindernd sei 
aber der Umstand, dass keine relevanten Vorstrafen bestünden (angefocht. 
Urteil E. 6.3.1 S. 12). Obschon der Beschuldigte die von ihm behauptete 
Einstellung des Verfahrens im Kanton Bern nicht belegt, kritisiert er die 
Berücksichtigung des laufenden Strafverfahrens als straferhöhend zu Recht 
(BVP, Plädoyernotizen S. 2). Allerdings vermag dieser Umstand nichts zu 
seinen Gunsten zu bewirken. Denn auch die Vorstrafenlosigkeit ist nicht zu 
berücksichtigen. Es sind vorliegend nämlich keine speziellen Gründe 
ersichtlich, weshalb der Umstand der Vorstrafenlosigkeit in die Beurteilung der 
Täterpersönlichkeit einfliessen sollte (dazu BGE 136 IV 1 E. 2.6). Wirkt sich 
die Vorstrafenlosigkeit aber korrekterweise neutral aus und entfällt die 
Straferhöhung wegen eines laufenden Verfahrens, ändert sich in der 
Gesamtbetrachtung nichts. Hinsichtlich der Tatkomponente ist ergänzend 
bzw. präzisierend zu den vorinstanzlichen Ausführungen festzuhalten, dass 
der Beschuldigte infolge des ungenügenden Abstandes eine grobe 
Verkehrsregelverletzung ausschliesslich bis zur Raststätte Fuchsberg beging 
und bei seiner weiteren Fahrt bis zur Verzweigung Reichenburg mit der 
Geschwindigkeitsüberschreitung lediglich eine einfache Verletzung vorliegt, 

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die mit einer Busse zu ahnden ist. In der Beurteilung des Verschuldens ändert 
dieser Umstand aber ebenfalls nichts. Denn während der gesamten 
strafrechtlich relevanten Fahrt herrschten, wie die Vorinstanz zutreffend 
feststellte und unbestritten blieb, ungünstige Witterungs- und 
Verkehrsverhältnisse (Dunkelheit, dichter Verkehr). Die vorinstanzlichen 
Erwägungen, wonach bezüglich des ungenügenden Abstandes dieser 
zwischen dem Fahrzeug des Beschuldigten und dem vorausfahrenden Wagen 
weniger als 0,6 Sekunden betrug, blieb unbestritten. Ebenso wurde nicht in 
Abrede gestellt, dass sich der Tachoabstand zwischen 4 % (fünf Meter bei 
125 km/h) und 11 % (zwölf Meter bei 110 km/h) bzw. zwischen 0,144 und 
0.373 Sekunden bewegte. Damit ist der Vorinstanz beizupflichten, dass der 
Abstand deutlich unter 0,6 Sekunden lag und dass im Falle eines Abbremsens 
des vorausfahrenden Fahrzeuges ein Auffahrunfall kaum hätte vermieden 
werden können. Insgesamt kann mit der Vorinstanz von einem nicht mehr 
leichten Verschulden ausgegangen werden, so dass die Strafe von 25 
Tagessätzen, welche im unteren Bereich des Strafrahmens von bis zu 180 
Tagessätzen liegt, als verschuldensangemessen qualifiziert werden kann 
(angefocht. Urteil E. 6.3.1). Anzumerken ist, dass der Beschuldigte – 
abgesehen von seinem Vorbringen betreffend die Berücksichtigung des 
Verfahrens im Kanton Bern – keine weiteren Ausführungen zum Verschulden 
und zur Anzahl Tagessätze machte, so dass sich weitere Erörterungen dazu 
erübrigen.

b) Der Beschuldigte wendet sich indessen gegen die Tagessätzhöhe von 
Fr. 270.00. Er lässt ausführen, aus den im Vorfeld der Berufungsverhandlung 
eingereichten Unterlagen der Steuerbehörde des Kantons Freiburg gehe 
hervor, dass das heutige Einkommen wesentlich tiefer sei, nämlich 
Fr. 50’000.00 pro Jahr anstelle von Fr. 10’472.25 pro Monat (BVP, 
Plädoyernotizen S. 2). Weitergehende Vorbringen erfolgten keine. 
Insbesondere machte der Beschuldigte keine Aussagen zu seinen aktuellen 

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finanziellen Verhältnissen anlässlich der Befragung vor Schranken des 
Kantonsgerichts (BVP, S. 2 f.). 

Bei der fraglichen Veranlagungsanzeige der kantonalen Steuerverwaltung 
Freiburg handelt es sich um eine Veranlagung für das Steuerjahr 2021, wobei 
von einem Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 50’000.00 
ausgegangen wurde (KG-act. 35/2). Die Veranlagung erfolgte 
ermessensweise, beruht mithin nicht auf einer Deklaration des Beschuldigten, 
weshalb daraus keine Rückschlüsse auf das tatsächliche Einkommen möglich 
sind. Darüber hinaus betrifft die Veranlagung des Kantons Freiburg wie 
erwähnt das Steuerjahr 2021, massgeblich sind jedoch die finanziellen 
Verhältnisse zum Urteilszeitpunkt des Berufungsverfahrens 
(BGer 6B_614/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 2.4.1 mit Hinweis auf BGE 144 
IV 198 E. 5.4.3). Ebenso lässt sich anhand des IKT-Auszugs der 
Ausgleichskasse Luzern für die Jahre 2016-2022 eine seit dem Jahr 2021 
eingetretene und nach wie vor bestehende relevante 
Einkommensverminderung nicht ausmachen (Vi-act. 49.5). Sodann war oder 
ist der Beschuldigte an der unverteilten Erbschaft „Erben D.________“ 
beteiligt, die per Ende 2018 ein Reinvermögen von immerhin Fr. 9’422’095.09 
aufwies (Vi-act. 49.1 und 49.5) und die Steuerverwaltung Schwyz verfügte 
gegen ihn als steuerpflichtige veräussernde Person einen steuerbaren 
Grundstückgewinn von Fr. 10’427’850.00 bzw. einen Steuerbetrag von 
Fr. 1’870’378.00 (Vi-act. 49.3). Wie es sich mit der Erbschaft heute verhält, 
das heisst insbesondere ob eine Teilung erfolgte, und wohin der Gewinn aus 
der Liegenschaftsveräusserung floss, ist nicht bekannt bzw. der Beschuldigte 
wollte zu seinem Vermögen keine Angaben machen (BVP, Frage 3). In der 
Gesamtbetrachtung sprechen weder die Vorbringen des Beschuldigten noch 
die Aktenlage dafür, dass das von der Vorinstanz aufgrund der 
Veranlagungsverfügung 2020 der Steuerverwaltung des Kantons Schwyz für 
das (unvollständige) Steuerjahr 2020 (11 Monate, total der Einkünfte von 

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Fr. 142’646, Vi-act. 50.1) angenommene monatliche Einkommen 
unangemessen hoch wäre. Weil alsdann keinerlei sachdienlichen aktuellen 
Angaben zu den notwendigen Auslagen, zum Lebensunterhalt und den 
Lebensumständen vorliegen bzw. der Beschuldigte hierzu nicht aussagen 
wollte (vgl. Befragung zu den persönlichen bzw. wirtschaftlichen Verhältnissen 
des Beschuldigten, BVP S. 2 f.), besteht auch kein Anlass, den von der Vor-
instanz angewendeten Pauschalabzug von 20 % (Krankenkasse und Steuern) 
in Zweifel zu ziehen oder weitere Abzüge zu gewähren. Es hat somit bei 
einem Tagessatz von Fr. 270.00 zu bleiben. 

c) Zu keinen Bemerkungen Anlass geben die Verbindungsbusse und deren 
Berechnung, wobei der Beschuldigte dazu ohnehin keine Ausführungen 
machte resp. eine nicht korrekte Berechnung nicht geltend machte. Es kann 
dazu in Anwendung von Art. 83 Abs. 4 StPO auf die zutreffenden 
Ausführungen in E. 6.4.2 des vorinstanzlichen Urteils verwiesen werden. 
Dasselbe gilt für den bedingten Vollzug der Geldstrafe und die minimale 
Probezeit von zwei Jahren (vorinstanzliches Urteil E. 6.4.1).

d) Des Weiteren kann hinsichtlich der Festsetzung der Busse für die 
einfache Verkehrsregelverletzung ebenfalls auf die zutreffenden 
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (vorinstanzliches Urteil 
E. 6.5). Der Beschuldigte äusserte sich dazu nicht. Ebenso hat es bei der im 
Übrigen korrekten Festsetzung der Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen sein 
Bewenden (vorinstanzliches Urteil E. 6.6); auch hierzu machte der 
Beschuldigte keine Ausführungen.

e) Schliesslich führte der Beschuldigte nichts zur Beschlagnahme des 
Bussendepots von Fr. 2’280.00 aus. Es bleibt mithin dabei und es kann auch 
in diesem Punkt auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 
werden (vorinstanzliches Urteil E. 7.1/2).

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5. Zusammenfassend ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten war. Der Beschuldigte unterliegt in der Berufung vollumfänglich. 
Bei diesem Ergebnis hat die vorinstanzliche Kostenverlegung unverändert zu 
bleiben. Die Kosten des Berufungsverfahrens trägt der Beschuldigte (Art. 428 
Abs. 1 StPO);-

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erkannt:

Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird, und das Urteil 
des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe vom 19. Januar 2024 wie folgt neu 
verkündet:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

- der vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln durch un-
genügenden Abstand beim Hintereinanderfahren im Sinne von 
Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 
Abs. 1 VRV

sowie

- der vorsätzlichen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln durch 
Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf Auto-
bahnen im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 32 Abs. 2 
SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV.

2. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 
Fr. 270.00 (total Fr. 5’400.00) und mit einer Busse von Fr. 1’530.00 be-
straft.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird mit einer Probezeit von 2 Jahren aufge-
schoben.

Die Busse ist zu bezahlen. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem 
Nichtbezahlen der Busse beträgt 7 Tage.

Kantonsgericht Schwyz 14

4. Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3’200.00 
(Gerichtsgebühr des begründeten Urteils von Fr. 1’500.00; Untersu-
chungskosten Fr. 1’700.00) werden dem Beschuldigten auferlegt.

Der sichergestellte Geldbetrag in Höhe von Fr. 2’280.00 (Bussendepot) 
wird beschlagnahmt und vorab mit der Busse verrechnet und im Übrigen 
an die Verfahrenskosten angerechnet.

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5’000.00 werden dem Be-
schuldigten auferlegt.

6. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

7. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/A, an die 4. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst), 
die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung die Vorinstanz 
(1/R, mit den Akten), das Amt für Justizvollzug (1/R), das Verkehrsamt 
Schwyz (1/R, z. K.), die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv) und 
mit Formular an die KOST (Stafregister). 

Namens der Strafkammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin

Versand 25. November 2025  amu