# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 292d9c1f-c728-5dfe-9ec7-bab03a2318c3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.08.2010 C-6461/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6461-2008_2010-08-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6461/2008/mes/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Beat Weber, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 
15. September 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6461/2008

Sachverhalt:

A.
Der am _______ 1955 geborene, in seiner Heimat Deutschland wohn-
hafte X._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer) war zuletzt beim 
Wasser- und Schiffahrtsamt Y._______ , Deutschland, vom 1. Novem-
ber 1989 bis zum 22. August 2005 vollschichtig als Hilfsmatrose tätig. 
Ab dem 23. August  2005 ging er keiner Erwerbstätigkeit  mehr nach. 
Vom 20.  Februar  2007  bis  am  17.  Oktober  2007  bezog  er  von  der 
deutschen  Bundesagentur  für  Arbeit,  Y._______,  Arbeitslosengelder 
(vgl. act. 1, 5, 10, 11 und 23). 

B.
Am  6.  September  2006  stellte  der  Beschwerdeführer  bei  der  deut-
schen  Verbindungsstelle  zuhanden  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland (IVSTA, im Folgenden: Vorinstanz) ein Gesuch um Bezug von 
Rentenleistungen der  schweizerischen Invalidenversicherung (IV). Er 
machte  geltend,  infolge  Krankheit  vom  23.  August  2005  bis  zum 
19. Februar 2007 arbeitsunfähig gewesen zu sein (vgl. act. 1).

C.
Mit der ihren Vorbescheid vom 13. Juni 2008 (act. 18) im Wesentlichen 
bestätigenden  Verfügung  vom  15.  September  2008  sprach  die  Vor-
instanz  dem Beschwerdeführer  rückwirkend ab  dem 1. August  2006 
eine bis zum 31. Mai 2007 befristete, ordentliche ganze Invalidenrente 
zu. Mit  Verfügung vom 23. September 2008 gewährte die Vorinstanz 
zudem  eine  entsprechende  Zusatzrente  für  den  am  _______  1988 
geborenen Sohn des Beschwerdeführers (vgl. act. 21 und 22). 

D.
Mit  Beschwerde  vom  26.  September  2008  (von  der  Vorinstanz  am 
10. Oktober 2010 an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet) be-
antragte  der  Beschwerdeführer  sinngemäss,  in  Aufhebung  der  Ver-
fügung vom 15. September 2008 sei ihm mit Wirkung ab dem 1. Au-
gust  2006 eine  unbefristete  ganze Invalidenrente  zuzusprechen. Zur 
Begründung führte er im Wesentlichen aus, sein Gesundheitszustand 
habe  sich  seit  Ende  Mai  2007  nicht  verbessert.  Er  sei  weiterhin 
vollschichtig  arbeitsunfähig,  was  die  der  Beschwerde  beigelegten 
Dokumente belegten. Die Verfügung vom 23. September 2008 (Zusatz-
rente) wurde nicht angefochten.

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E.
In ihrer Vernehmlassung vom 11. Dezember 2008 beantragte die Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der ange-
fochtenen Verfügung – im Wesentlichen mit der Begründung, die mit 
Beschwerde nachgereichten Dokumente seien nicht geeignet, an ihrer 
bisherigen Beurteilung etwas zu ändern.

F.
Nachdem er den mit Zwischenverfügung vom 17. Dezember 2008 ein-
verlangten  Verfahrenskostenvorschuss  von  Fr.  400.-  am  2.  Februar 
2009  geleistet  hatte,  bestätigte  der  Beschwerdeführer  in  seiner 
undatierten,  von Dr. med. A._______  mitunterzeichneten  Replik,  die 
am  2.  Februar  2009  beim  Bundesverwaltungsgericht  einging, 
sinngemäss seine  bisherigen  Anträge  sowie  im  Wesentlichen  deren 
Begründung. Zugleich stellte er ein Gesuch um Verfahrenssistierung.

G.
In ihrer Duplik vom 12. Februar 2009 bestätigte die Vorinstanz im We-
sentlichen ihre bisherigen Anträge sowie deren Begründung und be-
antragte sinngemäss, das Sistierungsgesuch sei abzuweisen.

H.
Mit  Verfügung  vom 18.  Februar  2009  wies  das  Bundesverwaltungs-
gericht das Gesuch um Sistierung des Verfahrens ab und schloss den 
Schriftenwechsel.

I.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 
Unterlagen wird  – soweit  erforderlich  – in  den nachfolgenden Erwä-
gungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Zu beurteilen ist die Beschwerde vom 26. September 2008 gegen die 
Verfügung  vom 15. September  2008,  mit  welcher  dem Beschwerde-
führer  rückwirkend  eine  vom 1. August  2006  bis  zum 31. Mai  2007 
befristete ganze Invalidenrente zugesprochen worden ist. 

1.1 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im 
Wesentlichen nach den Vorschriften des Bundesgesetzes vom 17. Juni 

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2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bun-
desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021 [vgl. auch Art.  37  VGG])  sowie  des Bundesge-
setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts (ATSG, SR 830.1 [vgl. auch Art. 3 Bst. dbis VwVG]). 
Dabei  finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln 
diejenigen  Verfahrensregeln  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der 
Beschwerdebeurteilung in Kraft stehen (BGE 130 V 1 E. 3.2; vgl. auch 
Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen im Sinne von Art. 5 VwVG, sofern – wie 
vorliegend – keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Zu diesen 
gehört  auch die IV-Stelle für  Versicherte im Ausland,  die mit  Verfüg-
ungen über Leistungsgesuche befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 
Art.  69  Abs. 1  Bst.  b  des Bundesgesetzes vom 20. Dezember  1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG, SR 831.10]). 

1.3 Nach Art. 59 ATSG ist zur Beschwerdeführung vor dem Bundes-
verwaltungsgericht legitimiert,  wer durch die angefochtene Verfügung 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  als  Partei 
teilgenommen. Als Adressat ist  er durch die angefochtene Verfügung 
besonders berührt und hat er an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 
schutzwürdiges  Interesse.  Nachdem  der  Verfahrenskostenvorschuss 
innert  Frist  geleistet  worden ist,  kann auf  die  form- und fristgerecht  
eingereichte Beschwerde eingetreten werden (Art.  60  ATSG, Art. 21 
Abs. 2, 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG).

2.
Vorab  sind  die  im  vorliegenden  Verfahren  wesentlichen  Verfahrens-
grundsätze darzustellen.

2.1 Mit  der  Beschwerde kann gerügt  werden,  die angefochtene Ver-
fügung verletze Bundesrecht (einschliesslich der Überschreitung oder 
des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder 
unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder 
sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

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2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut -
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

2.3 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht  von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechts-
erheblichen Sachverhalts  zu  sorgen. Dieser  Grundsatz  gilt  indessen 
nicht  uneingeschränkt. Zum einen findet  er  sein Korrelat  in  den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 
E. 1a,  je  mit  Hinweisen);  zum anderen  umfasst  die  behördliche  und 
richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer 
Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf  
den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist  (vgl.  GYGI,  a.a.O., S. 43 und 273). In 
diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversiche-
rungsgerichte  zusätzliche  Abklärungen  stets  vorzunehmen  oder  zu 
veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer 
sich  aus den Akten ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  [im  Folgenden:  EVG,  heute  Schweizerisches 
Bundesgericht] I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.4.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den  Beweisan-
forderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 

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E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb-
nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 
verzichten  (antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  Das  Verwal-
tungsverfahren  in  der  Sozialversicherung,  Zürich  1999,  S.  212,  Rz. 
450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren  und  Verwal-
tungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 111 und 320; 
GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 219 
E. 3c, BGE 120 1b 224 E. 2b, BGE 119 V 335 E. 3c mit Hinweisen).

2.4.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise  frei,  d.h. ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen.

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuch-
ungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Ken-
ntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurtei-
lung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  Situation  einleuchtet 
und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind. Aussch-
laggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder 
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen).

Auch  auf  Beurteilungen  versicherungsinterner  Ärzte  der  Vorinstanz 
oder von Ärzten eines regionalen ärztlichen Dienstes darf  nur abge-
stellt werden, sofern sie  schlüssig und nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver-
lässigkeit bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Nicht in jedem Ein-
zelfall  zwingend erforderlich  ist,  dass  solche Ärzte  den  Versicherten 
persönlich untersuchen. Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag 
daher ihre Stellungnahmen für sich alleine nicht in Frage zu stellen. 
Dies gilt insbesondere dann, wenn es im Wesentlichen um die Beurtei-
lung  der  erwerblichen  Folgen  eines  bereits  feststehenden  medizi-

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nischen Sachverhalts geht, folglich die direkte ärztliche Befassung mit 
dem Versicherten  in  den  Hintergrund  rückt  (vgl.  Urteil  des  Bundes-
gerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 mit Hinweisen).

3.
Im Folgenden werden die für die Beurteilung der Streitsache wesent-
lichen  materiellen  Bestimmungen  und  die  von  der  Rechtsprechung 
dazu entwickelten Grundsätze dargestellt.

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Deutschland und 
hat dort  seinen Wohnsitz, so dass vorliegend die Bestimmungen des 
Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einer-
seits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über die Frei-
zügigkeit vom 21. Juni 1999 (im Folgenden: FZA, SR 0.142.112.681) 
sowie  der  darin  erwähnten  europäischen  Verordnungen  anwendbar 
sind. Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sich-
erheit koordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Bürger 
der Vertragsstaaten zu gewährleisten. Soweit – was vorliegend der Fall 
ist  –  weder  das FZA und die  gestützt  darauf  anwendbaren gemein-
schaftsrechtlichen Rechtsakte abweichende Bestimmungen vorsehen 
noch allgemeine Rechtsgrundsätze dagegen sprechen, richtet sich die 
Ausgestaltung des Verfahrens und die materielle Prüfung des Renten-
anspruchs  alleine  nach  der  schweizerischen  Rechtsordnung.  Insbe-
sondere besteht für die rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz 
– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers  – keine Bindung 
an Feststellungen und Entscheide ausländischer Versicherungsträger, 
Krankenkassen, Behörden und Ärzte (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI-
Praxis 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unter-
stehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Be-
weiswürdigung  durch  das  Gericht  (vgl.  Urteil  des  EVG vom 11. De-
zember 1981 i.S. D).

3.2 In  zeitlicher  Hinsicht  ist  vorab  festzuhalten,  dass  Rechts-  und 
Sachverhaltsänderungen, die nach dem massgebenden Zeitpunkt des 
Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 15. September 2008) eintraten, 
im vorliegenden Verfahren grundsätzlich nicht zu berücksichtigen sind 
(vgl. BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2, je mit Hinweisen). Allerdings 
können Tatsachen, die den Sachverhalt seither verändert haben, unter 
Umständen Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (vgl. 
BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

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Weiter  sind grundsätzlich diejenigen materiellrechtlichen Bestimmun-
gen anzuwenden, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 
Tatbestandes Geltung hatten (vgl. BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leis-
tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 
bisherigen  und  ab  diesem  Zeitpunkt  nach  den  neuen  Normen  zu 
prüfen (pro rata temporis; vgl. BGE 130 V 445).

Im vorliegenden Verfahren finden demnach grundsätzlich jene schwei-
zerischen  Rechtsvorschriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  der  ange-
fochtenen Verfügung vom 15. September 2008 in Kraft standen; weiter 
aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser 
Kraft getreten sind, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher 
entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für das IVG: ab dem 
1. Januar 2004 in der  Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 
4. IV-Revision]  und  ab  dem  1.  Januar  2008  in  der  Fassung  vom 
6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201] in 
den entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision).

Bei  der  Beurteilung  des  vorliegend  geltend  gemachten  Rentenan-
spruchs sind zudem das ATSG und die Verordnung vom 11. Septem-
ber  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
(ATSV, SR 830.11)  anwendbar. Die  im  ATSG enthaltenen  Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  Erwerbsunfähigkeit  und der  Invalidität 
entsprechen  den  von  der  Rechtsprechung  früher  zur  Invalidenver-
sicherung  entwickelten  Begriffen  und  Grundsätzen  (vgl.  BGE  130  V 
343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Daran hat auch die Revision des IVG und des 
ATSG vom 6. Oktober  2006 sowie der  IVV und ATSV vom 28. Sep-
tember 2007 (5. IV-Revision) nichts geändert.

3.3 Anspruch auf  eine Rente der schweizerischen Invalidenversiche-
rung hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim 
Eintritt  der Invalidität  während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer 
(vgl. Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die AHV/IV geleistet hat. Diese 
Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein; fehlt eine, so entsteht 
kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

3.3.1 Der Beschwerdeführer hat laut Auszug vom 10. Dezember 2008 
aus dem individuellen Konto in der Zeitspanne von 1984 bis 1987 wäh-
rend insgesamt mehr als einem Jahr Beiträge an die AHV/IV geleistet 
(vgl.  act.  20;  vgl.  auch  act.  13  und  21),  so  dass  bei  frühestem 

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Anspruchsbeginn die Voraussetzung der Mindestbeitragsdauer für den 
Anspruch auf  eine ordentliche Invalidenrente erfüllt  war  (vgl. Art. 36 
Abs. 1 IVG in der diesbezüglich anwendbaren, bis am 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen Fassung).

3.3.2 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde,  ganze oder  teilweise Erwerbsunfähigkeit  oder  Unmöglich-
keit,  sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 
und 3 ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburts -
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten,  
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2).

Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Krite-
rien  definiert,  sondern  nach  der  Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen  zu 
erzielen oder  sich  im bisherigen  Aufgabenbereich  zu  betätigen  (vgl. 
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. 
Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im angestammten Beruf  bzw. der bis-
herigen Tätigkeit, sondern  – wenn erforderlich  – auch in zumutbaren 
Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Der Invaliditätsgrad ist  also grund-
sätzlich  nach  wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grund-
sätzen zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit 
einzig  auf  die  objektiven  wirtschaftlichen  Folgen  einer  funktionellen 
Behinderung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der 
funktionellen Einschränkung (vgl. BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459).

Trotzdem ist  die Verwaltung  – und im Beschwerdeverfahren das Ge-
richt  – auf  Unterlagen angewiesen,  die der  Arzt  und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 
Arztes ist  es,  den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stel-
lung  zu  nehmen,  in  welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätig-
keiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Im  Weiteren  sind  die  ärzt-
lichen  Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der 
Frage,  welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet 
werden können (vgl. BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit 
Hinweisen;  ZAK  1991  S.  319  E.  1c).  Die  rein  wirtschaftlichen  und 
rechtlichen  Beurteilungen,  insbesondere  im  Zusammenhang  mit  der 
Bestimmung der  Erwerbsfähigkeit,  obliegen dagegen der  Verwaltung 
und im Beschwerdefall dem Gericht.

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3.3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gül -
tig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Drei-
viertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invalidi -
tätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und  bei  einem Invaliditätsgrad  von  mindestens  40% ein  solcher  auf 
eine Viertelsrente. Hieran hat die 5. IV-Revision nichts geändert (vgl. 
Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung). 
Laut Art. 28 Abs. 1ter erster Satz IVG (in der von 2003 bis Ende 2007 
gültig gewesenen Fassung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab dem 1.  
Januar  2008  geltenden  Fassung)  werden  jedoch  Renten,  die  einem 
Invaliditätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte 
ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 
ATSG) in der Schweiz haben, was laut Rechtsprechung eine beson-
dere  Anspruchsvoraussetzung darstellt  (vgl. BGE 121 V 264 E. 6c). 
Eine  vorliegend  zutreffende  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  seit  
dem  1.  Juni  2002  für  Schweizer  Bürger  und  Staatsangehörige  der 
Europäischen Gemeinschaft (EU), denen bereits ab einem Invaliditäts-
grad von 40% eine Rente ausgerichtet  wird,  wenn sie in  einem Mit-
gliedstaat der EU Wohnsitz haben.

3.3.4 Der Rentenanspruch entsteht frühestens in jenem Zeitpunkt, in 
dem  die  versicherte  Person  mindestens  zu  40%  bleibend  erwerbs-
unfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist oder während eines Jahres ohne 
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeits-
unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b 
IVG in den bis Ende 2007 gültig gewesenen Fassungen). Gemäss Art.  
28 Abs. 1 IVG in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung haben 
jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, welche ihre Erwerbsfähig-
keit  oder  die  Fähigkeit,  sich  im Aufgabenbereich  zu betätigen,  nicht 
durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhal-
ten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b 
und c).

Eine  anspruchsbeeinflussende  Veränderung  der  Erwerbsfähigkeit  ist 
zu berücksichtigen,  sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei 
Monate angedauert hat, eine Verbesserung allerdings nur dann, wenn 
sie  nach  Ablauf  der  drei  Monate  voraussichtlich  weiterhin  andauern 

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wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 und 2 IVV). Die vorerwähnten Bestimmungen 
beziehen sich in erster Linie auf die Revision bereits laufender Renten. 
Sie  sind  sinngemäss  aber  auch  dann  anzuwenden,  wenn  die  an-
spruchsbeeinflussende Änderung noch vor Erlass der ersten Renten-
verfügung eingetreten ist  mit  der Folge, dass rückwirkend von einem 
zeitlich  gestaffelten  Invaliditätsgrad  auszugehen  ist  (vgl.  BGE 121 V 
264 E. 6 b/dd mit Hinweis).

3.4 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist sodann ein dauernd in 
seiner  Arbeitsfähigkeit  eingeschränkter  Versicherter  gehalten,  innert 
nützlicher Frist Arbeit im angestammten oder einem anderen Berufs- 
oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie noch mög-
lich und zumutbar  erscheint  (BGE 113 V 22 E. 4a,  BGE 111 V 235 
E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt 
der IV-Stelle, aus medizinischer Sicht zu entscheiden, in welchem Aus-
mass  ein  Versicherter  seine  verbliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumut-
barer  Tätigkeit  und  zumutbarem  Einsatz  auf  dem  ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt  einsetzen  kann.  Diese  Arbeitsmöglichkeit  hat  sich  der 
Versicherte  anrechnen  zu  lassen  (leidensangepasste  Verweisungs-
tätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.),  wobei es unerheblich ist,  ob er  seine 
Restarbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht.

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invali -
denversicherung  von  jenem der  Arbeitslosenversicherung  abzugren-
zen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen 
dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; andererseits  be-
zeichnet  er  einen  Arbeitsmarkt,  der  von  seiner  Struktur  her  einen 
Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen  Gesichts-
punkten bestimmt sich im Einzelfall,  ob die invalide Person die Mög-
lichkeit  hat,  ihre  restliche Erwerbsfähigkeit  zu  verwerten und sie ein 
rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag  oder  nicht 
(BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, dass für 
die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide 
Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt wer-
den kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft  
noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze 
dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 
E. 3b). 

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4.
Im  Folgenden  ist  unter  Berücksichtigung  und  Würdigung  der  ent-
scheidwesentlichen  Dokumente  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz  den 
Sachverhalt  vollständig  erhoben  und  zu  Recht  eine  vom  1.  August 
2006  bis  zum  31.  Mai  2007  befristete  ganze  Invalidenrente  zuge-
sprochen hat – was vom Beschwerdeführer bestritten wird.

4.1 Die angefochtene Verfügung beruht im Wesentlichen auf den Stel-
lungnahmen vom 3. April  und 20. Mai 2008 von Dr. med. B._______, 
regionaler ärztlicher Dienst Rhone (RAD), dem ein zuhanden der deut-
schen Rentenversicherung erstellter Bericht vom 21. August 2007 von 
Dr.  med.  C._______  (act.  12)  sowie  ein  – nicht  aktenkundiges,  im 
Bericht  vom 21. August  2007 erwähntes –  internistischen Gutachten 
vom 3. Mai  2007  von  Dr. med. D._______  zur  Beurteilung  vorlagen 
(vgl. act. 12 S. 2, 14 und 16).

4.1.1 Der Bericht von Dr. med. C._______ ist unter Berücksichtigung 
des Gutachtens von Dr. med. D._______,  eines  Laborberichtes  vom 
27. März 2007 von Dr. med. A._______ (vgl. act. 12 S. 11 f.)  sowie 
weiteren,  nicht  aktenkundigen  Berichten von in Deutschland auf  den 
Gebieten  der  Allgemeinmedizin,  Neurologie,  Inneren  Medizin  sowie 
Kardiologie praktizierenden Fachärzten aus den Jahren 2002 bis 2007 
erstellt  worden  (vgl.  act.  12  S. 2  und  4).  Dr.  med.  C._______  stellt 
folgende Diagnosen: Alkoholkrankheit,  nutritiv-toxische Leberzirrhose 
im Stadium Child B bei aktuell stabilem Zustand nach hytropischer und 
metabolischer Dekompensation im August 2005, portale Hypertension, 
hypertensive  Gastropathie,  Ösophagusvarizen  Grad  I,  Zustand  nach 
nutritiv-toxischer  Pancreatitis  im  Jahre  2002  (aktuell  ohne  Anhalts-
punkte  für  ein  chronisches  Geschehen),  alkoholtoxische  Polyneuro-
pathie, Varusgonarthrose mit medialem und lateralem Knorpelschaden 
(Zustand nach Innenmeniskusteilresektion sowie Kreuzbandplastik im 
Jahre  2003),  chronisches  Lendenwirbelsäulensyndrom,  schwerer 
Nikotinmissbrauch,  Zustand  nach  endoskopischer  Abtragung  eines 
Colonadenoms  im  April  2006  (histologisch  benigne),  Corpus-  und 
Antrumsgastritis,  asymptomatische  Cholezystolithiasis  sowie  atopi-
sche Dermatitis  (vgl. act. 12 S. 13). In arbeits-  und sozialanamnesti-
scher Hinsicht erwähnt er, der Beschwerdeführer sei seit dem 1. Juli 
2005  arbeitsunfähig  und  ab  dem  20.  Februar  2007  als  arbeitslos 
gemeldet (vgl. act. 12 S. 4 und 5). Ferner führt Dr. med. C._______ im 
Wesentlichen aus,  die chronische Alkoholkrankheit  des Beschwerde-
führers  habe  zu einer  erheblichen Multimorbidität  geführt; primär zu 

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einer  nutritiv-toxischen  Leberzirrhose  mit  portaler  Hypertension  und 
erstgradigen  Ösophagusvarizen,  wobei  jederzeit  mit  einer  erneuten 
Dekompensation – wie bereits im Jahre 2005 – zu rechnen sei. Hinzu 
komme eine alkoholtoxische Polyneuropathie mit  distal  betonter Pall-
hypästhesie,  welche  erhebliche  Beschwerden  – insbesondere  Taub-
heitsgefühle  sowie  Parästhesien  an  den  Beinen  und  Füssen  – ver-
ursache. Es sei ferner mit einem chronisch rezidivierenden Verlauf der 
Pancreatitis zu rechnen. Die hypersensitive Gastropathie mit Antrums- 
und Corpusgastritis  verstärke das negative Gesamtbild  des Gesund-
heitszustandes  des  Beschwerdeführers;  und  es  bestehe  das  hohe 
Risiko  einer  kurz-  bis  mittelfristigen Verschlechterung  desselben. Da 
hauptsächlich die Knie- und Rückenleiden die Leistungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers  einschränkten  und  hinsichtlich  der  geklagten 
Lendenwirbelsäulenbeschwerden keine medizinischen Dokumente vor-
lägen,  empfehle  sich  die  Durchführung  einer  orthopädischen  Begut-
achtung.  Unter  Vorbehalt  allenfalls  abweichender  Ergebnisse  dieser 
Begutachtung  gelangt  Dr.  med.  C._______  zum  Schluss,  dem  Be-
schwerdeführer seien das Tragen von Lasten über 10 kg, ein häufiger 
Wechsel  zwischen  Stehen,  Bücken  und  Liegen  sowie  Arbeiten  in 
Zwangshaltungen unzumutbar. Daher sei dieser seit dem 6. Septem-
ber  2006  in  der  zuletzt  ausgeübten  Erwerbstätigkeit  vollschichtig 
arbeitsunfähig. Ab diesem Zeitpunkt  durchaus vollschichtig  zumutbar 
seien  indessen  leichte  sitzende  Verweisungstätigkeiten  mit  geringen 
Anforderungen  an  die  geistige  und  psychische  Belastbarkeit  (vgl. 
act. 12 S. 14 ff.).

4.1.2 Im  Wesentlichen  gestützt  auf  den  Bericht  von  Dr.  med. 
C._______ erwähnt Dr. med. B._______ in seinen Stellungnahmen als 
Diagnosen  mit  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  einen  Status 
nach  Äthylismus  mit  Leberzirrhose  im  Child  Stadium  B,  eine 
Neuropathie  der  untereren  Extremitäten,  eine  portale  Hypertension 
und Ösophagusvarizen Grad I (ICD10-Code F 10.2), eine Gonarthrose 
(IC10-Code M17.9) sowie eine Lumbalgie bei degenerativen Verände-
rungen  (ICD-Code  M54.4).  Er  gelangte  sinngemäss  zum  Schluss, 
angesichts  der  durch  die  Alkoholproblematik  verursachten  Sensibili-
tätsstörungen, der Gonarthrose und der Rückenprobleme sei der Be-
schwerdeführer seit dem 23. August 2005 vollschichtig arbeitsunfähig. 
Allerdings seien ihm körperlich leichte, vorwiegend sitzend und ohne 
Zwangshaltungen  des  Oberkörpers  sowie  ohne  geistige  und  psych-
ische  Belastungen  ausübbare  Verweisungstätigkeiten  ab  dem  20. 
Februar 2007 vollschichtig zuzumuten (vgl. act. 14 und 16).

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4.2 Zu  den  Stellungnahmen  von  Dr.  med.  B._______  ist  vorab 
festzuhalten,  dass  er  zu  Recht  von  einer  Arbeitsunfähigkeit  des 
Beschwerdeführers in der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit ab dem 
23. August 2005 ausgegangen ist. Diese Annahme findet denn auch – 
im  Gegensatz  zur  sozialanamnestischen  Feststellung  von  Dr.  med. 
C._______, wonach dies bereits ab dem 1. Juli 2005 der Fall gewesen 
sein soll (vgl. act. 12 S. 5) – eine Stütze in den Akten; so insbesondere 
in  den  übereinstimmenden Erklärungen  des  Beschwerdeführers  und 
seines letzten Arbeitgebers (vgl. act. 1, 10 und 11). 

Weiter  ist  festzuhalten,  dass die im Bericht  von Dr. med. C._______ 
aufgeführten,  seit  dem Jahre 2002  diagnostizierten  Leiden  zweifels-
ohne als labiles pathologisches Geschehen zu qualifizieren sind; also 
als Leiden, die sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlimme-
rung durchmachen können. Folglich findet Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG in 
der  bis  Ende  2007  gültig  gewesenen  Fassung  Anwendung.  Ein 
Rentenanspruch  des  Beschwerdeführers  konnte  danach  frühestens 
dann entstehen, wenn er infolge seiner Leiden während eines Jahres 
ohne  wesentlichen  Unterbruch  mindestens  zu  40%  arbeitsunfähig 
gewesen war – sofern und solange er auch danach noch im Sinne des 
Gesetzes invalide gewesen ist (Wartezeit; vgl. BGE 121 V 264 E. 5 und 
6 mit  Hinweisen); vorliegend kann der Anspruch also frühestens am 
23. August 2006 entstanden sein. 

Entgegen der Auffassung von Dr. med. B._______ kann aber  gestützt 
auf den Bericht von Dr. med. C._______  nicht als überwiegend wahr-
scheinlich erstellt gelten, dass der Beschwerdeführer ab dem 23. Au-
gust  2005  bis  zum 19.  Februar  2007  durchgehend  vollschichtig  ar-
beitsunfähig gewesen und seit dem 20. Februar 2007 (Beginn des bis 
zum 31. Mai 2007 dauernden Bezugs von Arbeitslosengeld seitens der 
deutschen Bundesagentur für Arbeit in Y._______ ; vgl. act. 23) nicht 
mehr invalide ist. 

Zum einen beinhaltet  der Bericht von Dr. med. C._______ einzig ein 
Leistungskalkül ab dem 6. September 2006 und somit keine retrospek-
tive Beurteilung der Auswirkungen der Leiden des Beschwerdeführers 
auf die Arbeitsfähigkeit seit dem 23. August 2005. Zum anderen hat Dr. 
med.  C._______  die  Arbeitsfähigkeit  in  der  zuletzt  ausgeübten  Er-
werbstätigkeit ab dem 6. September 2006 ausdrücklich unter Vorbehalt 
eines  abweichenden  Ergebnisses  des empfohlenen  orthopädischen 
Gutachtens beurteilt. Dieses Gutachten wurde in der Folge aber nicht 

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erstellt,  so  dass  die  Beurteilung der  Arbeitsfähigkeit  durch  Dr. med. 
C._______ nicht  als  abschliessend  qualifiziert  werden  kann  und 
insbesondere  nicht  gestützt  auf  eine  allseitige  Untersuchung  und 
Berücksichtigung aller  relevanten Leiden erfolgte. Auch hat  Dr. med. 
C._______ explizit festgehalten, dass ein hohes Risiko für eine kurz- 
bis  mittelfristige  Verschlechterung  des  Gesamtgesundheitszustandes 
bestehe, so dass zumindest fraglich ist, ob die aus dem August 2007 
stammende Beurteilung durch Dr. med. C._______ im Zeitpunkt  des 
Erlasses  der  angefochtenen  Verfügung  (15.  September  2008)  noch 
aktuell war. 

4.3 Angesichts dieser Umstände bestehen erhebliche Zweifel  an der 
Zuverlässigkeit der Schlussfolgerung von Dr. med. B._______, wonach 
dem Beschwerdeführer seit dem 6. September 2006 geeignete Verwei-
sungstätigkeiten  durchgehend  vollschichtig  zumutbar  gewesen  sein 
sollen. Der Bericht von Dr. med. C._______ erlaubt – wie dargelegt – 
keine  zuverlässige  retrospektive  Beurteilung  der  Auswirkungen  des 
labilen  Gesundheitszustandes  des  Beschwerdeführers  auf  dessen 
Arbeitsfähigkeit  im  vorliegend  relevanten  Beurteilungszeitraum  vom 
23. August 2005 bis zum 15. September 2008 (vgl. E. 3.2 hiervor).

Hinzu  kommt,  dass  die  diesem  Bericht  zugrunde  liegenden  medi-
zinischen  Dokumente  grösstenteils  nicht  aktenkundig  sind  und 
offenbar  auch  Dr.  med.  B._______  nicht  vorlagen,  so  dass  die 
Richtigkeit  der  Ausführungen  von  Dr.  med.  C._______  im 
vorinstanzlichen Verfahren nicht umfassend überprüft  werden konnte. 
Es wäre Sache der Vorinstanz gewesen, die fraglichen Unterlagen von 
Amtes  wegen zu  edieren  und  Dr. med. B._______  bzw. ihrem ärzt-
lichen  Dienst  zur  Beurteilung  zu  unterbreiten.  Auch  aus  diesem 
Grunde  vermag  die  Beurteilung  durch  Dr. med. B._______  nicht  zu 
überzeugen.  Indem  er  im  Übrigen  den  Beginn  der  vollschichtigen 
Arbeitsfähigkeit  in  Verweisungstätigkeiten  (20.  Februar  2007)  alleine 
auf den Umstand stützt, dass der Beschwerdeführer vom 20. Februar 
2007 bis zum 31. Mai 2007 in Deutschland Arbeitslosengelder bezog, 
kommt  er  seiner  Aufgabe  einer  medizinischen  Beurteilung  nicht 
ausreichend nach. In diesem Zusammenhang sei erneut erwähnt, dass 
Erkenntnisse  ausländischer  Versicherungsträger  für  die  rechts-
anwendenden schweizerischen Behörden nicht verbindlich sind (vgl. E 
3.1  hiervor).  Die  vorerwähnte  Schlussfolgerung  von  Dr.  med. 
B._______  erweist  sich  daher  als  medizinisch  keineswegs 
nachvollziehbar und einleuchtend begründet.

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4.4 Abschliessend sei angemerkt, dass auch die mit der Beschwerde 
nachgereichten  Dokumente,  welche  die  Vorinstanz  weder  ihrem 
eigenen noch dem regionalen ärztlichen Dienst unterbreitete, keine zu-
verlässige retrospektive Beurteilung der Auswirkungen der Leiden auf 
die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  im  vorliegend  mass-
gebenden  Beurteilungszeitraum  erlauben.  So  kann  dem  – für  die 
rechtsanwendenden schweizerischen Behörden ohnehin nicht verbind-
lichen – Änderungsbescheid  vom 6.  August  2008  des  Versorgungs-
amtes  des  Zentrums  H._______  nicht  entnommen  werden,  gestützt 
auf welche medizinischen Vorakten er erlassen wurde; ebenso wenig 
dem  Bericht  vom  25.  Juli  2008  der  Dres.  med.  E._______  und 
F._______,  welche  dem  Beschwerdeführer  ohne  medizinisch 
nachvollziehbare  Begründung  eine  Arbeitsunfähigkeit  attestierten. 
Dasselbe  gilt  bezüglich  der  Mitteilung  vom  3. Juni  2008  der 
orthopädischen Abteilung des Klinikzentrums I._______ sowie der von 
Dr. med. A._______ mitunterzeichneten Replik vom 2. Februar 2009. 
Ohnehin  ist  Letztere  nicht  zu  berücksichtigen,  beinhaltet  sie  doch 
einzig  die  Beurteilung  des  Gesundheitszustandes  nach  dem 
vorliegend massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen 
Verfügung (vgl. E. 3.2 hiervor).

5.
Zusammenfassend  ist  daher  festzuhalten,  dass  die  vorliegenden 
medizinischen  Unterlagen  keine  zuverlässige, ausreichend  begrün-
dete,  nachvollziehbare und alle  streitigen  Belange umfassende  Aus-
einandersetzung  mit  den  Auswirkungen  des  Gesundheitszustandes 
des  Beschwerdeführers  auf  dessen  Arbeitsfähigkeit  im  vorliegend 
massgebenden Zeitraum vom 23. August 2005 bis zum 15. September 
2008  beinhalten.  Ohne  eine  ergänzende  fachärztliche  retrospektive 
Begutachtung ist es daher dem Bundesverwaltungsgericht nicht mög-
lich,  mit  dem  im  Sozialversicherungsrecht  üblichen  Beweisgrad  der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit  festzustellen,  ob, in welchem Um-
fang und  wie  lange der  Beschwerdeführer  ab dem 23. August  2005 
Anspruch auf die Ausrichtung einer Invalidenrente hat.

6.
Die  Vorinstanz  hat  somit  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  nicht 
vollständig festgestellt  und gewürdigt  (Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 
VwVG). Die angefochtene Verfügung ist daher in teilweiser Gutheiss-
ung der Beschwerde aufzuheben und die Sache ist an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.  Diese  ist  anzuweisen,  unter  Berücksichtigung  der 

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aktenkundigen  sowie  sämtlicher  zuhanden  des  deutschen  Versiche-
rungsträgers erstellter medizinischer Gutachten und Berichte eine um-
fassende,  insbesondere  retrospektive  fachärztliche  Abklärung  und 
Beurteilung  der  Leiden  des  Beschwerdeführers  (auch  in  orthopädi-
scher  Hinsicht)  und ihrer  allfälligen Auswirkungen auf  seine Arbeits-
fähigkeit  vornehmen  zu  lassen,  um  anschliessend  neu  zu  verfügen 
(Art. 61 Abs. 1 VwVG). 

7.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten sowie eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Angesichts des teilweisen Obsiegens des Beschwerdeführers sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG; vgl.  
BGE 132 V 215 E. 6.1). Der  bereits  geleistete  Verfahrenskostenvor-
schuss  von  Fr. 400.-  ist  dem  Beschwerdeführer  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Da aufgrund der Akten feststeht, dass dem nicht vertretenen Be-
schwerdeführer nur verhältnismässig geringe Kosten entstanden sind, 
ist von der Zusprechung einer Parteientschädigung abzusehen (Art. 64 
Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 und 4 des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die Verfügung vom 
15.  September  2008  wird  aufgehoben.  Die  Sache  wird  an  die  Vor-
instanz  zurückgewiesen  mit  der  Weisung,  die  erforderlichen  zusätz-
lichen  Abklärungen  und  Beurteilungen  im  Sinne  von  Erwägung  6 
vorzunehmen und anschliessend neu zu verfügen.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  bereits  geleistete 
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- wird dem Beschwerdeführer 
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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