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**Case Identifier:** 2610b826-ddc8-5543-9cbc-1814e1a9d5ef
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.04.2014 200 2013 89
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-89_2014-04-08.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 16. Januar 2015 teilweise gutgeheissen (9C_354/2014).

200 13 89 BV
KOJ/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. April 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Stirnimann, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Klägerin

gegen

C.________
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. D.________ 
Beklagte

betreffend Klage vom 31. Januar 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1971 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Klägerin), 
Mutter zweier in den Jahren 2003 und 2009 geborener Kinder, zog sich 
1991 bei einem Skiunfall eine commotio cerebri sowie eine HWS-Distorsion 
zu (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB], act. III 10 S. 1; act. IIIA 159 
S. 4). Für die erwerblichen Folgen sprach ihr die IVB eine vom 1. Juli 1996 
bis 31. Juli 1997 befristete halbe Invalidenrente zu (act. III 1 S. 13). 

Ab 1. Dezember 1999 arbeitete die Versicherte mit einem Pensum von 
100% als … bei der E.________ (seit 2003: E.________) und war im Rah-
men dieses Arbeitsverhältnisses bei der Pensionskasse C.________ 
(nachfolgend C.________ bzw. Beklagte) berufsvorsorgeversichert (act. III 
5; Akten der Klägerin [act. I] 2; Klageantwort, Ziff. 1.2, S. 3). Ab April 2000 
war sie in wechselnden Graden arbeitsunfähig geschrieben (act. III 5 S. 2). 
Im April 2002 löste der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit der Versicher-
ten per 31. Juli 2002 auf (act. I 7); dieses verlängerte sich jedoch infolge 
Schwangerschaft und Geburt ihrer Tochter bis August 2003 (Akten der Be-
klagten [act. II] 3). Für den Lohnausfall aufgrund krankheitsbedingter Ar-
beitsunfähigkeit sowie Mutterschaft hatte der Arbeitgeber bei der … eine 
Kollektivkrankentaggeldversicherung abgeschlossen, welche die entspre-
chenden Taggeldleistungen erbrachte (act. II 1). 

B.

Im Januar 2001 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV zum Leis-
tungsbezug an (act. III 1 S. 1 ff.). Hierauf sprach ihr die IVB bei einem Inva-
liditätsgrad von 50% eine halbe Invalidenrente sowie eine entsprechende 
Zusatzrente für ihren Ehemann ab April 2001 zu (act. III 33), wobei sie den 
Nachzahlungsanspruch der Versicherten mit im gleichen Zeitraum geleiste-
ten Krankentaggeldern der … verrechnete (act. III 33 S. 3). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 3

Ab 1. September 2003 richtete die C.________ der Klägerin eine auf einem 
Invaliditätsgrad von 50% basierende jährliche Invalidenrente sowie eine 
Invaliden-Kinderrente aus (act. I 11b). 

C.

Im Rahmen eines von Amtes wegen eingeleiteten Revisionsverfahrens 
stellte die IVB – nachdem sie im F.________ (nachfolgend MEDAS) eine 
polydisziplinäre Begutachtung durchführen (Expertise vom 12. November 
2007 [act. III 72]) und hierauf durch ihren Abklärungsdienst den Ab-
klärungsbericht Haushalt vom Oktober 2006 (act. III 49) ergänzen liess 
(act. III 76) – mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 4. März 2008 
(act. III 81) die Invalidenrente bei einem nunmehr nach Massgabe der ge-
mischten Methode (50% Erwerb; 50% Haushalt) ermittelten Invaliditätsgrad 
von 10% per 30. April 2008 (act. III 83) ein. 

Mit Schreiben vom 14. März 2008 (act. I 17) stellte sodann auch die 
C.________ die Invaliden- sowie die Invaliden-Kinderrente per 30. April 
2008 ein. 

D.

Am 7. Juni 2010 meldete sich die Versicherte bei der IVB erneut zum Be-
zug einer Invalidenrente an (act. II 88). Die IVB tätigte medizinische und 
erwerbliche Abklärungen und liess die Versicherte in der MEDAS polydiszi-
plinär begutachten (Expertise vom 27. November 2012 [act. IIIA 146.1]). 
Ferner liess sie durch ihren Abklärungsdienst einen weiteren Abklärungs-
bericht Haushalt (act. IIIA 159) erstellen. Mit Verfügung vom 2. August 
2013 (Akten i.S. IV/2013/822, act. IIA 190) verneinte die IVB bei einem in 
Anwendung der gemischten Methode (50% Erwerb; 50% Haushalt) ermit-
telten Invaliditätsgrad von 11% einen Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Dagegen erhob die Versicherte Beschwerde, welche Gegenstand des Ver-
fahrens IV/2013/822 bildet. 

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E.

Im Oktober 2012 stellte die Versicherte bei der C.________ ein neues Leis-
tungsgesuch. Mit Schreiben vom 14. November 2012 (act. I 11a) teilte die 
C.________ der Versicherten mit, der Aufforderung für die Ausrichtung 
einer 30%-Invalidenrente nicht nachkommen zu können, da gemäss IV-
Verfügung vom 4. März 2008 der IV-Grad 10% und die „Einschränkung“ 
0% betrage. Ferner bestehe auf die gewünschte Nachzahlung der Invali-
denrenten für die Zeit vom 1. April 2001 bis 31. August 2003 kein An-
spruch. 

Sodann stellte die Versicherte am 17. Dezember 2012 bei der IVB ein Ge-
such um prozessuale Revision der Verfügung vom 4. März 2008 (act. I 3). 

F.

Am 31. Januar 2013 liess die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversiche-
rungsrechtliche Abteilung, Klage erheben und folgende Rechtsbegehren 
stellen: 

1. Die Beklagte sei teilklageweise zu verurteilen, der Klägerin folgende 
Invalidenrenten zu bezahlen:

Hauptrente der Klägerin

a. für die Zeit vom 1. April 2001 bis Ende August 2003 eine 
BVG-Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 
50%

b. für die Zeit ab 1. Mai 2008 bis auf Weiteres eine regle-
mentarische Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditäts-
grad von 50%

Kinderrenten

c. ab März 2003 bis Ende August 2003 eine BVG-
Kinderrente für G.________ gestützt auf einen Invali-
ditätsgrad von 50%

d. ab 1. Mai 2008 bis auf Weiteres eine reglementarische 
Kinderrente für G.________ gestützt auf den Invaliditäts-
grad von 50%

e. ab März 2009 bis auf Weiteres eine reglementarische 
Kinderrente für H.________ gestützt auf den Invaliditäts-
grad von 50%

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 5

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin auf den Saldobetrag 
gemäss Ziffer 1 Verzugszins zu 5% zu bezahlen seit wann rechtens.

3. Es sei Akt zu nehmen, dass Mehrforderungen vorbehalten bleiben, 
sollte die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 4. März 2008 revisions-
weise aufgehoben werden.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Die Klägerin begründet das Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 lit. a im We-
sentlichen dahingehend, ein Aufschub des Anspruchs auf Invalidenleistung 
falle dann nicht in Betracht, wenn – wie vorliegend – die Renten der Invali-
denversicherung mit den Taggeldleistungen der Krankentaggeldversiche-
rung verrechnet würden. Folglich habe die Klägerin Anspruch auf eine Inva-
lidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 50% rückwirkend ab dem 
1. April 2001 bis Ende August 2003 (Art. 7, S. 7 f.). Bezüglich Rechtsbe-
gehren gemäss Ziffer 1 lit. b bringt die Klägerin hauptsächlich vor, die Re-
glemente der Beklagten lieferten in Bezug auf die anwendbaren Revisions-
gründe keine besonderen Bestimmungen, weshalb die zum BVG entwickel-
te Lehre und Rechtsprechung anwendbar seien (Art. 8, S. 10). Aufgrund 
der Invaliditätsbemessung mittels „gemischter Methode“ habe die IVB für 
die Bemessung der Invalidität im Erwerbsbereich die Regeln angewandt, 
welche für Teilzeiterwerbstätige gälten; deshalb ergebe sich trotz gutach-
terlich festgestellter Arbeitsunfähigkeit von 30% ein Invaliditätsgrad von 
0%. Diese Methode sei für die Berechnung des Invaliditätsgrades durch die 
Beklagte jedoch nicht anwendbar, weil die Klägerin vor der Erkrankung 
einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgegangen sei und die nach Eintritt der 
Invalidität eingetretenen familiären Veränderungen für die Beklagte keinen 
Revisionsgrund darstellten (Art. 10, S. 11). Entsprechend habe die Klägerin 
ab dem 1. Mai 2008 bis auf Weiteres Anspruch auf eine reglementarische 
Invalidenrente gestützt auf eine Arbeitsunfähigkeit von 30% (Art. 10, S. 12). 
Schliesslich habe die Klägerin für die Tochter Anspruch auf eine reglemen-
tarische Kinderrente nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von 50% ab 
März 2003 bis August 2003 (Art. 16, S. 16) bzw. ab 1. Mai 2008 bis auf 
Weiteres (Art. 17, S. 17). Ebenso habe sie ab März 2009 Anspruch auf eine 
reglementarische Kinderrente für den im Jahr 2009 geborenen Sohn (Art. 
18, S. 17). 

Mit Klageantwort vom 30. April 2013 schloss die Beklagte, vertreten durch 
Rechtsanwältin Dr. iur. D.________, auf Abweisung der Klage, unter Kos-

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ten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Klägerin. Mit Bezug auf das 
Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 lit. b (recte: 1 lit. a) erhebt die Beklagte 
die Einrede der Verjährung (Ziff. 1, S. 8). Ferner macht sie zusammenge-
fasst geltend, aufgrund geleisteter Lohnersatzzahlungen bestehe in der 
fraglichen Periode ohnehin kein Rentenanspruch (Ziff. 3.3, S. 9). Hinsicht-
lich dem Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 lit. b bringt die Beklagte im We-
sentlichen vor, weder das BVG noch das Reglement 1999 oder später er-
lassene Reglemente enthielten ausdrückliche Vorschriften zur Rentenrevi-
sion. Analog zu den Renten der IV seien auch jene der obligatorischen be-
ruflichen Vorsorge im Rahmen der Revision anzupassen oder aufzuheben, 
wenn sich die Verhältnisse in anspruchsrelevanter Weise veränderten (Ziff. 
7.1, S. 11). Vorliegend sei es gestützt auf die Ergebnisse des MEDAS-
Gutachtens vom 12. November 2007 zu einer Verbesserung des Gesund-
heitszustandes gekommen, wobei eine Reduktion der Arbeitsunfähigkeit 
von 50 auf 30% resultiere. Die Beklagte habe deshalb aufgrund einer we-
sentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen den Rentenan-
spruch überprüfen können (Ziff. 7.2, S. 11 f.). Im Übrigen sei auch die teil-
weise Aufgabe der Erwerbstätigkeit als relevante Änderung in den persön-
lichen Verhältnissen zu bezeichnen, und dies auch dann, wenn der Invali-
ditätsgrad unverändert nach der Methode des Einkommensvergleichs be-
rechnet werde (Ziff. 7.3, S. 12). Schliesslich bringt die Beklagte mit Bezug 
auf die Rechtsbegehren gemäss den Ziffern 1 lit. c-e zusammengefasst 
vor, da die Kinderrente akzessorisch zur Rente der Klägerin sei, bestehe 
für die 2003 geborene Tochter bzw. den 2009 geborenen Sohn mangels 
Anspruchs der Klägerin auf eine Invalidenrente kein Anspruch auf eine In-
validen-Kinderrente (Ziffern 11-13, S. 16). 

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Mai 2013 edierte der Instruktions-
richter die Akten der IVB. 

Mit Replik vom 23. August 2013 liess die Klägerin ihre Rechtsbegehren 
vom 31. Januar 2013 wie folgt präzisieren und erweitern (Ziffer 1 präzisiert, 
Ziffern 2-3 wie bisher, Ziffer 4 neu): 

1. Die Beklagte sei teilklageweise zu verurteilen, der Klägerin folgende 
Invalidenrenten zu bezahlen:

Hauptrente der Klägerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 7

a. für die Zeit vom 1. April 2001 bis Ende August 2003 eine 
BVG-Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 
50%

b. für die Zeit ab 1. Mai 2008 bis auf Weiteres gestützt auf 
einen Invaliditätsgrad von 50% eine reglementarische In-
validenrente von Fr. 16‘625.-- pro Jahr, zuzüglich allfällige 
den Versicherten gewährte Anpassungen der Renten 
gemäss Art. 25 des Reglements 2001

Kinderrenten

c. ab März 2003 bis Ende August 2003 eine BVG-
Kinderrente für G.________ gestützt auf einen Invali-
ditätsgrad von 50%

d. ab 1. Mai 2008 bis auf Weiteres gestützt auf den Invali-
ditätsgrad von 50% eine reglementarische Kinderrente für 
G.________ von Fr. 3‘325.-- pro Jahr, zuzüglich allfällige 
den Versicherten gewährte Anpassungen der Renten 
gemäss Art. 25 des Reglements 2001

e. ab März 2009 bis auf Weiteres gestützt auf den Invali-
ditätsgrad von 50% eine reglementarische Kinderrente für 
H.________ von Fr. 3‘325.-- pro Jahr, zuzüglich allfällige 
den Versicherten gewährte Anpassungen der Renten 
gemäss Art. 25 des Reglements 2001

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin auf den Saldobetrag 
gemäss Ziffer 1 Verzugszins zu 5% zu bezahlen seit wann rechtens.

3. Es sei Akt zu nehmen, dass Mehrforderungen vorbehalten bleiben, 
sollte die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 4. März 2008 revisions-
weise aufgehoben werden.

4. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin für die Zeit vom 1. Sep-
tember 2003 bis 30. April 2008 eine Invalidenrente von Fr. 16‘625.-- 
und eine Kinderrente für G.________ von Fr. 3‘325.-- zuzuspre-
chen, allfällige den Versicherten gewährte Rentenerhöhungen 
gemäss Art. 25 des Reglements 2001 zusätzlich zu berücksichtigen 
und die Differenz zu den bereits geleisteten Rentenzahlungen zur 
Auszahlung zu bringen, zuzüglich Zins zu 5% seit wann rechtens.

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Mit Bezug auf das Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 lit. a bringt die Klägerin 
im Wesentlichen vor, indem die Beklagte trotz Unterlassung der gebotenen 
Aufklärung betreffend zustehender Ansprüche die Einrede der Verjährung 
erhebe, verstosse sie gegen Treu und Glauben (Art. 2, S. 4). Hinsichtlich 
der Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 lit. b macht die Klägerin hauptsächlich 
geltend, massgebliche rechtliche Grundlage bei Entstehung des Rentenan-
spruchs bilde das Reglement für die Personalvorsorge, Ausgabe November 
2001 (nachfolgend Reglement 2001 [Art. 6, S. 6]). Bei der reglementarisch 
vorgesehenen Anknüpfung an die invalidenversicherungsrechtliche Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 8

trachtungsweise könne die bestehende Rente nur nach den in diesem Be-
reich geltenden Regeln aufgehoben werden, wenn neu eine Arbeitsfähig-
keit für angepasste Tätigkeiten festgestellt werde. Demnach sei für die Par-
teien – vorbehältlich der beantragten prozessualen Revision der Verfügung 
vom 4. März 2008 – verbindlich festgestellt, dass die Arbeitsfähigkeit der 
Klägerin lediglich 70% betrage. Nicht verbindlich sei der Entscheid der In-
validenversicherung in Bezug auf das Valideneinkommen und den Statu-
sentscheid (Art. 3, S. 7). Sodann treffe es nicht zu, dass die teilweise Auf-
gabe der Erwerbstätigkeit als Revisionsgrund anzuerkennen sei. Die hypo-
thetische Frage nach dem Beschäftigungsgrad im Gesundheitsfall spiele 
weder nach Gesetz noch gemäss Reglement eine Rolle, denn die Geburt 
eines Kindes und die damit verbundene mögliche Änderung des Beschäfti-
gungsgrades nach Eintritt des Vorsorgefalles änderten nichts daran, dass 
die Klägerin als Gesunde vollzeitig tätig gewesen und in diesem Umfang 
versichert worden sei (Art. 4, S. 7 f.). Im Sinne eines Eventualstandpunktes 
sei sodann festzustellen, dass die Klägerin im Gesundheitsfall mehr als 
50% gearbeitet hätte (Art. 5, S. 8 ff.). Bezüglich der Bezifferung der 
Rechtsbegehren Ziffer 1 lit. b, d und e macht die Klägerin geltend, vorlie-
gend sei das Reglement 2001 und nicht – wie von der Beklagten behauptet 
– das Reglement 1999 anwendbar, was Auswirkungen auf die konkrete 
Rentenhöhe habe (Art. 7, S. 11). Schliesslich bringt die Klägerin zu Ziffer 4 
der Rechtsbegehren vor, die Renten, welche die Beklagte für die Zeit vom 
1. September 2003 bis 30. April 2008 ausgerichtet habe, seien gestützt auf 
das Reglement 1999 berechnet worden und damit zu tief ausgefallen. Eine 
allfällige Verjährungseinrede wäre wiederum rechtsmissbräuchlich (Art. 8, 
S. 12).

Mit Duplik vom 22. November 2013 bestätigte die Beklagte ihre mit Kla-
geantwort vom 30. April 2013 gestellten Rechtsbegehren. In der Begrün-
dung macht sie zusammengefasst geltend, mit Bezug auf die Ansprüche 
der Klägerin bis Ende August 2003 erhebe die Beklagte die Einrede der 
Verjährung (Ziff. 14, S. 11); im Übrigen sei der Vorwurf des rechtsmiss-
bräuchlichen Verhaltens unbegründet (Ziff. 4, S. 5). Hinsichtlich dem 
Rechtsbegehren gemäss Ziffer 1 lit. b sei die Beklagte unabhängig von 
einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse berechtigt, die Renten-
ansprüche jederzeit zu überprüfen. Ansprüche der Klägerin ab 1. Mai 2008 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 9

seien zu verneinen, da die Beklagte entsprechend der IV-Verfügung vom 
4. März 2008 eine Erwerbseinbusse von Fr. 0.-- und eine Einschränkung 
von 0% festgestellt habe. Überdies sei die Beklagte entsprechend der Re-
visionsgründe in der IV berechtigt gewesen, infolge Reduktion des Er-
werbspensums die Rente zu revidieren und entsprechend im Rahmen des 
Einkommensvergleichs ein maximales Erwerbspensum zu berücksichtigen. 
Selbst wenn man dieser Auffassung wider Erwarten nicht folgen wolle und 
das Valideneinkommen aufgrund eines vollen Pensums beziffern würde, 
wäre die Beklagte aufgrund der Verbesserung des Gesundheitszustandes 
(Leistungsfähigkeit von 70 statt wie bisher 50%) berechtigt, die Rente zu 
revidieren, woraus gestützt auf das effektive, zumutbare Einkommen ein 
Invaliditätsgrad von 30% resultieren würde. Die bis zum 30. April 2008 er-
brachten Rentenleistungen hätten schliesslich den reglementarischen Vor-
gaben entsprochen (Ziff. 14, S. 11 f.). 

Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funk-
tionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 31. Januar 2013 gel-
tend gemachten berufsvorsorgerechtlichen Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden-
vorsorge vom 25. Juni 1982 [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kan-
tonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes 
über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
[GSOG; BSG 161.1]). Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der 
schweizerische Sitz oder Wohnsitz des Beklagten oder der Ort des Betrie-
bes, bei dem die versicherte Person angestellt wurde. Dabei kommt es für 
den Wahlgerichtsstand nicht darauf an, ob die Vorsorgeeinrichtung, der 
Arbeitgeber oder die versicherte Person klagende Partei ist (SVR 2006 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 10

BVG Nr. 17 S. 62 E. 2.3). Diese Zuständigkeitsvorschriften gelten auch für 
den Bereich der weitergehenden Vorsorge (Art. 49 Abs. 2 Ziff. 22 BVG). 
Die Klägerin war bis Juli 2002 bei der E.________ (seit 2003: E.________) 
mit Sitz in … (act. I 2) angestellt, so dass die örtliche Zuständigkeit gege-
ben ist. Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt. Namentlich 
ist die Klage formgerecht eingelangt (Art. 32 VRPG) und der Rechtsvertre-
ter der Klägerin gehörig bevollmächtigt (Art. 15 Abs. 1 VRPG [act. I 4]). Auf 
die Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen sind Bestand bzw. Höhe des Rentenan-
spruchs der Klägerin ab 1. April 2001, zuzüglich entsprechender Invaliden-
Kinderrenten sowie Verzugszins (vgl. Replik vom 23. August 2013). Nicht 
eingeklagt werden ausdrücklich allfällige Ansprüche, soweit sich solche aus 
dem Gesuch der Klägerin um prozessuale Revision der IV-Verfügung vom 
4. März 2008 sowie aus der Neuanmeldung wegen geltend gemachter Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes (vgl. dazu Beschwerdeverfahren 
IV/2013/822) ergeben (vgl. Klage, Ziff. 4, S. 3) 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

2.

2.1 Vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen sind in 
zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die 
bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220). Dieses 
Prinzip gilt sinngemäss auch im Fall einer Änderung von Reglementen oder 
Statuten einer Vorsorgeeinrichtung (BGE 126 V 163 E. 4b S. 165; 
SVR 2007 BVG Nr. 23 S. 79 E. 4.1). 

2.2 Nach Art. 23 lit. a BVG haben Anspruch auf Invalidenleistungen u.a. 
Personen, die im Sinne der IV zu mindestens 40% (bzw. zu 50% [gemäss 
der bis zum 31. Dezember 2004 in Kraft gestandenen Fassung von Art. 23 
BVG]) invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 
Invalidität geführt hat, versichert waren. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 11

Bei teilerwerbstätigen Personen ist in der beruflichen Vorsorge nur der von 
der IV für die Erwerbstätigkeit festgesetzte Invaliditätsgrad massgebend 
(BGE 120 V 106 E. 4b S. 110).

Der Versicherungs- oder Vorsorgefall „Invalidität“ tritt mit Beginn des An-
spruchs auf eine Invalidenleistung (siehe Art. 26 Abs. 1 BVG) ein (BGE 134 
V 28 E. 3.4.2 S. 32).

2.3 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbegriff 
wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung der 
IV-Stelle gebunden, wenn diese sich nicht als offensichtlich unhaltbar er-
weist (BGE 138 V 125 E. 3.3 S. 130, 129 V 150 E. 2.5 S. 156; SVR 2011 
BVG Nr. 12 S. 46 E. 5.1). 

Für den Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge ist die Bindungs-
wirkung positivrechtlich ausdrücklich verankert, indem sich der Leistungs-
anspruch auf eine Invalidenrente der obligatorischen beruflichen Vorsorge 
an den sachbezüglichen Voraussetzungen des IVG orientiert (Art. 23 lit. a 
BVG [in Kraft seit 1. Januar 2005]; BGE 132 V 1 E. 3.2 S. 4). Verwenden 
die Vorsorgeeinrichtungen demgegenüber einen anderen Invaliditätsbegriff 
als die Invalidenversicherung, rechtfertigt sich eine selbstständige Prüfung, 
wobei sich die Vorsorgeeinrichtungen diesfalls auf die medizinischen und 
erwerblichen Abklärungen der IV-Organe stützen können (BGE 120 V 106 
E. 3c S. 109).

Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche 
Betrachtungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese 
entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf 
eine Invalidenrente entscheidend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der 
Vorsorgeversicherer im Verfahren der Invalidenversicherung beteiligt war 
oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung 
der Aktenlage ergibt, dass die Invaliditätsbemessung der 
Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270 E. 3.1 
S. 274).  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 12

2.4 Gemäss Art. 26 Abs. 2 BVG kann die Vorsorgeeinrichtung in ihren 
reglementarischen Bestimmungen vorsehen, dass der Anspruch aufge-
schoben wird, solange der Versicherte den vollen Lohn erhält. 

Nach aArt. 34 Abs. 2 BVG (in der bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestan-
denen Fassung) bzw. Art. 34a Abs. 1 BVG (in der seit 1. Januar 2003 gülti-
gen Fassung) erlässt der Bundesrat zudem Vorschriften zur Verhinderung 
ungerechtfertigter Vorteile des Versicherten oder seiner Hinterlassenen 
beim Zusammentreffen mehrerer Leistungen. Gemäss dem gestützt auf 
diese Delegationsnormen erlassenen Art. 26 der Verordnung über die be-
rufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge vom 18. April 1984 
(BVV 2; SR 831.441.1 [bis 31. Dezember 2004: Art. 27 BVV 2]) kann die 
Vorsorgeeinrichtung den Anspruch auf Invalidenleistung bis zur 
Erschöpfung des Taggeldanspruchs aufschieben, wenn der Versicherte 
anstelle des vollen Lohnes Taggelder der Krankenversicherung erhält, die 
mindestens 80% des entgangenen Lohnes betragen (lit. a), und die 
Taggeldversicherung vom Arbeitgeber mindestens zur Hälfte mitfinanziert 
wurde (lit. b).

2.5 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BVG (in der seit 1. Januar 2005 in Kraft 
stehenden Fassung) verjähren die Leistungsansprüche nicht, sofern die 
Versicherten im Zeitpunkt des Versicherungsfalles die Vorsorgeeinrichtung 
nicht verlassen haben. Nach Abs. 2 verjähren Forderungen auf periodische 
Beiträge und Leistungen nach fünf, andere nach zehn Jahren. Die Art. 129-
142 des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) sind 
anwendbar. 

3.

3.1 Die Beklagte hat ihre Leistungspflicht ab 1. April 2001 grundsätzlich 
anerkannt, die Rente – bis zur späteren Leistungseinstellung Ende April 
2008 (act. I 17) – zufolge Lohnzahlungen und Krankentaggeldern jedoch 
erst ab September 2003 ausgerichtet (act. I 11b). 

Mit Bezug auf die Frage nach dem vorliegend anwendbaren Reglement 
steht fest, dass die anspruchsbegründende Invalidität der Klägerin per 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 13

1. April 2001 als eingetreten gilt, was denn auch von keiner Seite in Frage 
gestellt wird. Damit gelangt das Reglement 1999 zur Anwendung (vgl. 
E. 2.1 vorne), wohingegen das Reglement 2001 (act. I 12b) gemäss des-
sen Art. 35 erst per 1. Januar 2002 – und damit nach Eintritt der Invalidität 
– Wirksamkeit erlangte.

Daran ändert der Aufschub der Rentenausrichtung per September 2003 
entgegen der in der Klage (Art. 15, S. 15) sowie mit Replik (Art. 3, S. 5) 
vertretenen Auffassung nichts, hat dieser doch auf den Eintritt des Versi-
cherungsfalls keinen Einfluss: Art. 26 Abs. 2 BVG hat nicht die Frage der 
Entstehung des Invalidenrentenanspruchs nach Ablauf einer bestimmten 
Karenzzeit zum Gegenstand, sondern sieht einzig vor, dass die 
Vorsorgeeinrichtung, unter bestimmten Bedingungen, die Erfüllung des 
Anspruchs aufschieben kann (BGE 129 V 15 Regeste). 

3.2 Gemäss Art. 14 Abs. 1 Reglement 1999 hat das Mitglied Anspruch 
auf eine Invalidenrente, wenn es nach Feststellung des Vertrauensarztes 
seines Arbeitgebers für seine bisherige oder für eine andere ihm zumutbare 
Beschäftigung nicht mehr tauglich (Invalidität) ist, und wenn das 
Arbeitsverhältnis aus diesem Grunde vom Arbeitgeber aufgelöst wird. Wird 
einem Mitglied aufgrund der Feststellung des Vertrauensarztes seines 
Arbeitgebers der Lohn aus gesundheitlichen Gründen herabgesetzt 
(Teilinvalidität), so hat es für die Differenz zwischen dem bisherigen und 
dem neuen versicherten Lohn Anspruch auf eine Teilrente (Art. 14 Abs. 2). 

Diese Regelungen beinhalten grundsätzlich keine direkte Anbindung an 
den invalidenversicherungsrechtlichen Begriff der Invalidität; vielmehr wird 
deren Feststellung autonom geregelt. Gleichwohl stützte sich die Beklagte 
vorbehaltlos auf die Feststellungen der IV ab: Nach Aktenlage bezog die 
Klägerin nach Ablauf des Wartejahres mit Wirkung ab 1. April 2001 bei 
einem Invaliditätsgrad von 50% sowie einem Status 100% Erwerb eine 
halbe Invalidenrente der IV (act. III 33), woraufhin auch die Beklagte der 
Klägerin eine auf einem Invaliditätsgrad von 50% basierende Rente 
ausrichtete (act. I 11b) und wogegen Letztere nicht opponierte. Daraus 
folgt, dass die reglementarisch vorgesehenen vertrauensärztlichen Unter-
suchungen zur Feststellung der Invalidität durch jene der IV ersetzt wurden, 
weshalb – trotz grundsätzlich autonomer Umschreibung des Invaliditätsbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 14

griffs – die Klägerin sich diese invalidenversicherungsrechtliche Betrach-
tungsweise entgegenhalten lassen muss, zumal sich diese nicht als offen-
sichtlich unhaltbar erweist und dergleichen im Übrigen auch nicht geltend 
gemacht wird. 

3.3 Die Klägerin macht nun auch betreffend den Zeitraum vom 1. April 
2001 bis 31. August 2003 eine Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge 
geltend (vgl. Ziffer 1a der Rechtsbegehren). 

3.3.1 Nach Art. 14 Abs. 3 Satz 1 des Reglements 1999 beginnt der 
Anspruch auf die Invalidenrente mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses 
oder mit der Herabsetzung des Lohnes. Damit hat die Beklagte – 
zumindest mit Bezug auf die Lohnfortzahlungen – von der ihr in Art. 27 
BVV 2 (vgl. E. 2.4 vorne) gewährten Möglichkeit des Rentenaufschubs 
Gebrauch gemacht. 

Aus den Akten erhellt und ist insofern unbestritten, dass der Arbeitgeber 
der Klägerin den Lohn von April 2001 bis Ende Juli 2002 sowie für den 
Monat November 2002 zu 100% ausgerichtet hat. Damit war der 
Rentenaufschub insoweit zulässig und die Beklagte schuldet(e) gestützt auf 
Art. 14 Abs. 3 Satz 1 Reglement 1999 (e contrario) für diese Zeit keine 
Leistungen.

3.3.2 In der Zeit von August bis Oktober 2002 sowie von Dezember 2002 
bis August 2003 bezahlte der Arbeitgeber gemäss (unbestrittener) 
Darstellung der Beklagten den Lohn nicht mehr vollumfänglich (vgl. die 
Aufstellung in act. II 3; I 9a): Demnach setzte sich in den Monaten August 
bis Oktober 2002 die Entschädigung an die Klägerin aus Lohnzahlungen 
(50%) sowie Krankentaggeldern zusammen, welche zusammen mehr als 
80%, aber weniger als 100% des effektiven Monatslohnes (von 
Fr. 5‘115.40) ausmachten. Im Dezember 2002 bezahlte der Arbeitgeber 
rund 42% des Lohnes, zuzüglich eines „…-Taggeldes“ in der Höhe von 
rund 44%, welches – nachdem die … die Ausrichtung der entsprechenden 
Taggelder offenbar verweigert hatte – jedoch wieder mit nachfolgenden 
Lohnzahlungen verrechnet wurde. In den Monaten Januar bis März 2003 
entrichtete der Arbeitgeber jeweils 50 bzw. über 80% des Lohnes. Alsdann 
bezifferten sich die im Zeitraum von April bis Juni 2003 ausgerichteten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 15

Krankentaggelder auf jeweils über 80% des Monatslohnes (wobei gemäss 
Angaben der … die Krankentaggelder [Mutterschaftsleistungen] erst ab 
dem 19. Mai 2003 effektiv ausgerichtet wurden [act. II 1]). Schliesslich 
machten die im Juli bzw. August 2003 ausgerichteten Lohnzahlungen und 
Krankentaggelder jeweils weniger als 80% des Monatslohnes aus. 

Zunächst stellt sich die Frage, ob Art. 14 Abs. 3 Satz 1 des Reglements 
1999 auch mit Bezug auf Lohnsurrogate eine hinreichende Grundlage für 
einen Rentenaufschub darstellt, nachdem sich der nämlichen Bestimmung 
hinsichtlich Lohnersatzleistungen – vorliegend von 
Kollektivkrankentaggeldern – keine explizite Regelung entnehmen lässt 
(vgl. demgegenüber Art. 15 Abs. 5 des Reglements 2001 [act. I 12b]). 
Zudem wurden vorliegend die von November 2001 bis November 2002 
nachzuzahlenden Invalidenrenten mit den durch die … im selben Zeitraum 
erbrachten Krankentaggeldern verrechnet (act. III 33 S. 3; act. II 2) mit der 
Folge, dass die der Klägerin ausgerichteten Taggelder letztlich nicht mehr 
80% des Lohnes von Fr. 5‘115.40 ausmachten (vgl. auch Entscheid des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG, heute Bundesgericht 
{BGer}] vom 21. Februar 2005, B 27/04, E. 2), womit jedenfalls für die Zeit 
von August bis Oktober 2002 die Voraussetzung gemäss Art. 27 lit. a BVV 
2 für einen Rentenaufschub nicht erfüllt war und demzufolge ein 
Rentenanspruch aus beruflicher Vorsorge zu bejahen wäre. Ob und wenn 
ja inwieweit die übrigen, von Dezember 2002 bis August 2003 an die 
Klägerin ausgerichteten und teils heterogen zusammengesetzten 
monatlichen Entschädigungen einen Rentenaufschub zuliessen (wovon im 
Lichte von Art. 324a OR jedenfalls mit Bezug auf diejenigen Monate 
auszugehen wäre, in denen die Gesamt-entschädigungen 80% des 
Monatslohnes erreichten oder übertrafen), kann mit Blick auf die 
nachfolgenden Ausführungen offen bleiben.

3.3.3 Die Beklagte erhebt mit Bezug auf die für den Zeitraum vom 1. April 
2001 bis 31. August 2003 geltend gemachten Invalidenrenten (und 
Invaliden-Kinderrenten) gestützt auf Art. 41 Abs. 2 BVG die Einrede der 
Verjährung (Klageantwort, Ziff. 1, S. 8), soweit allfällige Ansprüche zu 
bejahen wären. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 16

Im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalls Invalidität per 1. April 2001 
(vgl. E. 3.1 vorne) war das Arbeitsverhältnis zwischen der Klägerin und der 
E.________ noch nicht im Sinne von Art. 10 Abs. 2 lit. b BVG aufgelöst 
(act. I 7) und demzufolge die Klägerin der Beklagten noch angeschlossen. 
Damit ist ihr grundsätzlicher Rentenanspruch (sog. Rentenstammrecht) 
gemäss Art. 41 Abs. 1 BVG nicht verjährt (vgl. dazu Entscheid des BGer 
vom 11. Mai 2007, B 114/06, E. 3.2.1). 

Für die einzelnen Monatsbetreffnisse greift indessen Abs. 2 der nämlichen 
Bestimmung, wonach Forderungen auf periodische Beiträge und 
Leistungen nach fünf Jahren verjähren (vgl. E. 2.5 vorne). Die Verjährung 
beginnt mit der Fälligkeit der Forderung (Art. 130 Abs. 1 OR). Die Fälligkeit 
einer berufsvorsorgerechtlichen Forderung tritt in dem Zeitpunkt ein, in dem 
der Leistungsanspruch nach den anwendbaren gesetzlichen und 
reglementarischen Regeln entsteht (Entscheid des BGer vom 23. Juli 2008, 
9C_115/2008, E. 7.3.2), was mit Bezug auf die in Frage stehenden 
Rentenleistungen jeweils in den Monaten Dezember 2002 bis August 2003 
der Fall gewesen wäre. Folglich waren die einzelnen Ansprüche auf 
Rentenleistungen – wenn und soweit solche bestanden (vgl. E. 3.3.2 vorne) 
– im Zeitpunkt der Klageerhebung am 31. Januar 2013 (Art. 135 Ziff. 2 OR) 
verjährt. Gleiches gilt mit Bezug auf die geltend gemachten Invaliden-
Kinderrenten, setzen diese doch die Ausrichtung einer Invalidenrente 
voraus (Art. 17 Abs. 2 Reglement 1999). 

Inwieweit die Verjährungseinrede gegen Treu und Glauben verstossen soll, 
wie dies die Klägerin geltend machen lässt (Replik, Art. 2, S. 4 f.), ist nicht 
ersichtlich: Einerseits machte die Beklagte der Klägerin gegenüber keine 
Zusicherungen, welche dieser Einrede entgegenstehen würden. 
Andererseits ist die Verjährungseinrede namentlich nicht schon deshalb 
rechtsmissbräuchlich, weil der Schuldner (allenfalls) weiss, dass der 
eingeklagte Anspruch zu Recht besteht. Nur die positive Verursachung der 
Fristversäumnis durch entsprechendes Verhalten des Schuldners vermag 
die Gegeneinrede des Rechtsmissbrauchs zu rechtfertigen (Entscheid des 
BGer vom 14. Mai 2010, 4A_590/2009, E. 5.1). Inwieweit die Beklagte die 
Klägerin durch aktives Verhalten von der (rechtzeitigen) Geltendmachung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 17

der Rentenansprüche abgehalten haben soll, ist weder ersichtlich noch 
wird dies (substantiiert) dargelegt. 

3.3.4 Demnach sind die für den Zeitraum vom 1. April 2001 bis 31. 
August 2003 geltend gemachten Ansprüche auf Rentenleistungen (und 
Invaliden-Kinderrenten) verjährt, wenn und soweit sie bestehen. Die 
Beklagte ist demnach nicht leistungspflichtig und die Klage insoweit 
abzuweisen. 

3.4 Die Klägerin verlangt für den Zeitraum vom 1. September 2003 bis 
30. April 2008 eine höhere Invaliden- und Invaliden-Kinderrente mit der 
Begründung, dass der Rentenberechnung Reglement 2001 und nicht 
Reglement 1999 zugrunde zu legen sei (vgl. Replik, Rechtsbegehren Ziffer 
4). 

3.4.1 Vorab ist festzuhalten, dass allfällige über die bisherigen Leistungen 
hinausgehende Ansprüche der Klägerin auf Rentenleistungen bzw. 
Invaliden-Kinderrenten für die Zeit vor Januar 2008 (mithin für die Zeit fünf 
Jahre und mehr vor Klageeinreichung) gestützt auf Art. 41 Abs. 2 BVG 
verjährt wären (vgl. E. 3.3.3 vorne). Zu prüfen sind demnach einzig die 
Rentenansprüche pro Februar bis April 2008. 

3.4.2 Wie in E. 3.1 vorne ausgeführt, gelangt vorliegend entgegen der von 
der Klägerin vertretenen Auffassung das Reglement 1999 zur Anwendung. 
Im Übrigen wendet die Klägerin nichts gegen die Berechnung der Rente als 
solche ein. Sie steht denn auch ohne weiteres im Einklang mit den 
einschlägigen Bestimmungen: Gemäss Art. 14 Abs. 4, erster (und hier 
massgebender) Halbsatz von Reglement 1999 beträgt die Invalidenrente 
60% des versicherten Lohnes, welcher sich per 2001 unter 
Berücksichtigung von Erfolgsanteilen (act. I 9b) sowie abzüglich des 
Koordinationsabzuges von Fr. 23‘200.-- (Art. 4 Abs. 1) auf Fr. 45‘628.-- 
bezifferte (Fr. 68‘828.-- - Fr. 23‘200.--; vgl. Akten der Beklagten [act. IIA] 3). 
Somit resultiert – bei einem durch die IV verbindlich festgelegten 
Invaliditätsgrad von 50% (vgl. E. 3.2 vorne) – eine jährliche Invalidenrente 
von Fr. 13‘688.40 (Fr. 45‘628.-- x 0.6 x 0.5), was ein monatliches 
Rentenbetreffnis von Fr. 1‘140.70 bzw. eine monatliche Kinderrente von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 18

Fr. 285.20 ergibt (1‘140.70 x 0.25 [Art. 17 Abs. 2]). Dies deckt sich mit den 
von der Beklagten erbrachten Leistungen (act. I 11b). 

Die Klage ist somit auch in diesem Punkt abzuweisen.

3.5 Schliesslich beanstandet die Klägerin die per Ende April 2008 
erfolgte Rentenaufhebung. 

Eine Rente nach BVG ist unter denselben materiellen Voraussetzungen 
wie eine Rente der Invalidenversicherung revisionsweise anzupassen oder 
aufzuheben. Die Regelung gemäss Art. 26 Abs. 3 Satz 1 BVG, wonach der 
Anspruch mit dem Tode des Anspruchsberechtigten oder (unter Vorbehalt 
von Art. 26a BVG, in Kraft seit 1. Januar 2012) mit dem Wegfall der Invali-
dität erlischt, bedeutet keinen prinzipiellen inhaltlichen Unterschied ge-
genüber den für die Invalidenversicherung massgebenden Normen. Es 
rechtfertigt sich deshalb eine analoge Übertragung der entsprechenden 
Regelungen auf die Renten der obligatorischen beruflichen Vorsorge. Die 
Vorsorgeeinrichtung kann (vorbehältlich Art. 26a BVG, in Kraft seit 1. Janu-
ar 2012) bei einer Rentenaufhebung den Revisionsentscheid der Invaliden-
versicherung nachvollziehen (BGE 133 V 67 E. 4.3 S. 68).

Im Bereich der weitergehenden beruflichen Vorsorge ist darauf abzustellen, 
ob sich die Vorsorgeeinrichtung unabhängig von den Feststellungen der IV 
im Rahmen der IV-Rentenrevision ein eigenes Revisionsverfahren vor-
behält und sich damit auch nicht an die IV-Rentenhöhe halten will (HANS-
ULRICH STAUFFER, Die berufliche Vorsorge, 2. Aufl. 2012, Rz. 1124, 
S. 413).

3.6 Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 4. März 2008 (act. 
III 81) stellte die IVB die Rente per Ende April 2008 (act. III 83) ein. Dabei 
ging sie von einem nach Massgabe der gemischten Methode (50% 
Haushalt; 50% Erwerb) ermittelten Invaliditätsgrad von 10% aus, wobei sie 
in Bezug auf den Erwerb einen Invaliditätsgrad von 0% zugrunde legte. Am 
14. März 2008 (act. I 17) stellte sodann auch die Beklagte die 
Rentenleistungen per 30. April 2008 ein. 

3.6.1 Die der Revision zugrundeliegenden sachverhaltlichen Änderungen 
haben sich im Jahr 2008 verwirklicht. Massgebliche Rechtsgrundlage bildet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 19

demzufolge das seit 1. Januar 2006 in Kraft stehende Reglement 2006 (Art. 
35 [act. I 12c]; vgl. E. 2.1 vorne). 

3.6.2 Gemäss dessen Art. 15 Abs. 2 richten sich der Begriff der Invalidität 
und die Bestimmungen des Invaliditätsgrades nach den Bestimmungen der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV). Massgebend ist bei der erst-
maligen Rentenfestsetzung die IV-Verfügung. Anpassungen werden nur bei 
Revisionen der IV entsprechend den neuen Verfügungen vorgenommen. 
Invalidität liegt vor, wenn das Mitglied infolge medizinisch nachweisbarer 
Krankheit, Zerfalls der geistigen oder körperlichen Kräfte oder Unfalls ganz 
oder teilweise seinen Beruf oder eine andere seiner sozialen Stellung, sei-
nen Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit nicht 
mehr ausüben kann. Nach Art. 15 Abs. 5 erlischt die Invalidenrente u.a. bei 
Wiedererreichen der vollen Erwerbsfähigkeit. 

3.6.3 Nach dem klaren Wortlaut von Art. 15 Abs. 2 ist eine Anpassung 
(ausschliesslich) im Falle einer Revision durch die IV explizit vorgesehen 
(Satz 3), wobei Anpassungen „entsprechend den neuen Verfügungen“ vor-
genommen werden. Zudem richten sich der Begriff der Invalidität und die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades nach den Regelungen des IVG 
(Satz 1). Im Lichte der reglementarischen Bestimmungen war die Beklagte 
deshalb befugt, die ihr zugestellte Verfügung der IV vom 4. März 2008 (vgl. 
act. III 81 S. 3) nachzuvollziehen (vgl. E. 3.5 vorne), was sie denn auch 
getan hat. 

Dass die IV der fraglichen Verfügung nunmehr die gemischte Methode zu-
grunde legte, ändert hieran nichts. Es trifft entgegen der Klägerin nament-
lich auch nicht zu, dass die Revision einzig mit einem Statuswechsel be-
gründet worden wäre: Angesichts der von der IV im Erwerbsbereich ermit-
telten Invalidität von 0% (act. III 81 S. 2) ist offensichtlich auch eine erhebli-
che bzw. rentenrelevante Verbesserung der erwerblichen Anspruchsvor-
aussetzungen eingetreten, wobei sich aus dem MEDAS-Gutachten vom 12. 
November 2007 eine im Vergleich zum Jahr 2001 um 20% verbesserte 
Arbeitsfähigkeit im angestammten oder einer anderen körperlich leichten 
und mittelschweren Tätigkeit ergibt (vgl. act. III 72 S. 29; 23 S. 21). Damit 
erachtete die IV die Klägerin im Rahmen eines (im Gesundheitsfall hypo-
thetisch bestrittenen) 50%-Pensums – bei einer Arbeitsunfähigkeit von 30% 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 20

(act. III 72 S. 29) – als voll arbeitsfähig, was zu einem Invaliditätsgrad von 
0% führte. 

3.6.4 Die Klägerin stellt sich schliesslich auf den Standpunkt, dass deren 
Invalidität stets nach den Regeln zu bemessen sei, die für Vollerwerbstäti-
ge gälten. Da die Klägerin als Gesunde im Rahmen einer Vollzeittätigkeit 
versichert gewesen sei, sei es unzulässig, sie nach den Regeln zu bemes-
sen, die für Teilzeiterwerbstätige gälten (Replik, Art. 4, S. 8). 

Die berufliche Vorsorge stellt einen Ersatz für den nach Eintritt des Versi-
cherungsfalles (vorliegend rentenbegründende Invalidität) ausbleibenden 
Lohn dar (vgl. BGE 120 V 106 E. 4a S. 109). Nichts anderes ergibt sich aus 
dem Reglement 2006. Daraus folgt einerseits, dass eine Invalidität, welche 
die Haushalttätigkeit beschlägt, berufsvorsorgerechtlich irrelevant ist (vgl. 
E. 2.2 vorne). Andererseits bedeutet die Konzeption der beruflichen Vor-
sorge als Erwerbsausfallversicherung, dass ein Ausfall dort nicht entstehen 
kann, wo ein Erwerb gar nicht stattgefunden hat bzw. hätte. Damit präjudi-
ziert die Rechtsprechung, wonach sich die Bindung der 
Vorsorgeeinrichtungen an den durch die Invalidenversicherung bei 
teilerwerbstätigen Personen aufgrund der gemischten Methode ermittelten 
Invaliditätsgrad auf die Invalidität im erwerblichen Bereich beschränkt (vgl. 
E. 2.2 vorne), nicht auch die Frage, ob und wenn ja inwieweit die 
versicherte Person im Gesundheitsfall überhaupt einer (einzig versicherten) 
Erwerbstätigkeit nachgegangen wäre. Hieran ändert nichts, dass – wie vor-
liegend – die Klägerin ursprünglich als zu 100% Erwerbstätige versichert 
wurde. Diese Frage beschlägt den Umfang der Versicherungsdeckung, 
nicht jedoch jene nach dem sich konkret bzw. aufgrund des Versicherungs-
falls ergebenden Anspruch auf Versicherungsleistungen. Nachdem die 
Klägerin den mit Verfügung vom 4. März 2008 festgelegten Status aner-
kannt bzw. nicht bestritten hat und sich entgegen ihrer Auffassung (Replik, 
Art. 5, S. 8 f.) auch keine Anhaltspunkte dahingehend ergeben, dass sie im 
Gesundheitsfall seit Mai 2008 ein höheres als ein 50%-Pensum bestritten 
hätte (vgl. dazu auch VGE IV/2013/822 E. 4.2 im Parallelverfahren), ist die 
in der Verfügung vom 4. März 2008 getroffene Feststellung einer im Ge-
sundheitsfall zu 50% ausgeübten Erwerbstätigkeit auch in berufsvorsorge-
rechtlicher Hinsicht relevant, weshalb der Rentenfestlegung entgegen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 21

Klägerin nicht eine volle, sondern bloss eine 50%ige Erwerbstätigkeit zu-
grunde zu legen ist. 

Damit erlangte die Klägerin im Sinne von Art. 15 Abs. 5 Reglement 2006 
wiederum die volle Erwerbsfähigkeit, weshalb die Beklagte die Invaliden- 
bzw. die Invaliden-Kinderrente zu Recht einstellte. 

3.6.5 Für die Zeit ab Mai 2008 bis zur Klageeinreichung ist sodann auf-
grund der Akten keine rentenbegründende Verschlechterung der Erwerbs-
fähigkeit ausgewiesen. So wurde im parallelen Beschwerdeverfahren für 
diesen Zeitraum eine rentenausschliessende Invalidität von 15% bestätigt 
(vgl. VGE IV/2013/822, E. 5.4). Bei diesem IV-Grad besteht auch gegenü-
ber der Beklagten kein Anspruch auf Ausrichtung einer Invaliden- bzw. In-
validen-Kinderrente (Art. 15 Abs. 2 Satz 2 und 18 Abs. 1 Reglement 2006). 
Die Klage ist somit auch insoweit abzuweisen.

3.7 Zusammenfassend erweist sich die Klage als unbegründet und ist 
abzuweisen. 

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG keine 
zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Klägerin keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung (Art. 109 Abs. 1 VRPG). Die obsie-
gende Beklagte hat als Sozialversicherungsträgerin nach allgemeinem so-
zialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz ebenfalls keinen Anspruch 
auf eine Parteientschädigung (BGE 126 V 143).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 22

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen. 

3. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Klägerin
- Rechtsanwältin Dr. iur. D.________ z.H. der Beklagten
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, BV/13/89, Seite 23

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.