# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2c4841d5-4a3d-5120-b751-739c7eca6d7f
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1987-04-07
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 07.04.1987 Verwaltung ARGVP 1988 1164
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_Verwaltung-ARGVP-198_1987-04-07.pdf

## Full Text

A. Entscheide des Regierungsrates 1164

12. Landwirtschaft

1164

Landw irtschaft. Unterstellung einer Liegenschaft unter das Bundesge­
setz über die Entschuldung landwirtschaftlicher Heimwesen (Art. 2 Abs. 2 
des Bundesgesetzes über die Entschuldung landwirtschaftlicher Heim­
wesen, LEG; SR 211.412.12).

Die landwirtschaftliche Kreditkasse hatte G. eine Hypothek gewährt. Das 
Grundpfand wurde im Grundbuch eingetragen, ohne dass ein Unterstel­
lungsverfahren eingeleitet wurde. Nachdem G. das Darlehen vollständig 
zurückbezahlt hatte, verlangte die landwirtschaftliche Kreditkasse die 
Unterstellung der Liegenschaft unter das LEG. Im Rekurs verneinte der 
Regierungsrat ihre Legitimation dazu und hob die Unterstellung auf.

Art. 2 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Entschuldung landwirt­
schaftlicher Heimwesen (LEG; SR 211.412.12) lautet:

«Die Unterstellung kann vom Eigentümer sowie von jedem Gläubiger 
beantragt werden, dem ein Anspruch auf Errichtung eines Grundpfand­
rechtes zusteht».

Die Unterstellung kann also gegen den Willen des Eigentümers nur von 
jemandem verlangt werden, der Gläubiger des Eigentümers ist und ein 
Grundpfandrecht eintragen lassen kann. Diese beiden Voraussetzungen 
erfüllt etwa ein Bauhandwerker, dem ein Pfandrecht zusteht (Art. 837 
Ziff. 3 ZGB) oder der Verkäufer, dem das Grundstück noch nicht bezahlt 
worden ist (Art. 837 Ziff. 1 ZGB). Im vorliegenden Fall ist aber die landwirt­
schaftliche Kreditkasse weder Gläubigerin des Eigentümers noch ist sie 
berechtigt, ein Pfandrecht eintragen zu lassen. Damit fehlen ihr die Vor­
aussetzungen, eine Unterstellung zu verlangen.

RRB 7.4.1987

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