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**Case Identifier:** 858e42c2-76c0-5ea6-bc53-2326bbcd0e3e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 05.07.2023 810 22 178
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-22-178_2023-07-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 5. Juli 2023 (810 22 178) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Übriges Verwaltungsrecht 
 
 
Kantonsbeiträge an die Gemeinden im Asylbereich / Beschwerdebefugnis von unterge-
ordneten Behörden / Verwirkung des Anspruchs / Erfordernis der Gesetzesform 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Stefan 

Schulthess, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Kantonsrichterin Ana 
Dettwiler, Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte Einwohnergemeinde A.____, handelnd durch Sozialhilfebehörde 
A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Pascal Leumann, 
Advokat 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Abrechnung Asyl 1. Quartal 2021  

(RRB Nr. 1256 vom 23. August 2022) 
 
 
 
 

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A. Der Bund vergütet den Kantonen die Kosten aus dem Vollzug des Asylgesetzes. Die 
Globalpauschalen für asylsuchende und schutzbedürftige Personen decken namentlich die 
Kosten für die Sozialhilfe sowie die obligatorische Krankenpflegeversicherung und enthalten 
zudem einen Beitrag an die Betreuungskosten. Der Kanton Basel-Landschaft leitet diese Bun-
desbeiträge in der Form von Kopfpauschalen quartalsweise an die für die Betreuung und Unter-
stützung der Asylsuchenden zuständigen Gemeinden weiter. 
 
B. Die Sozialhilfebehörde A.____ machte mit E-Mail vom 9. Juli 2021 beim Kantonalen So-
zialamt, Koordinationsstelle für Asylbewerbende, im Rahmen der Quartalsabrechnung Asyl für 
das 1. Quartal 2021 eine Kostenrückerstattung in der Höhe von Fr. 122'977.60 geltend. 
 
C. Mit Verfügung vom 1. November 2021 wies das Kantonale Sozialamt das Begehren ab. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Anspruch der Gemeinde A.____ 
auf Rückerstattung der asylrechtlichen Kosten durch den Kanton nach der geltenden Rechtsla-
ge verwirkt sei, da die betreffende Abrechnung spätestens drei Monate nach Quartalsende (d.h. 
am 30. Juni 2021) beim Kanton hätte eingereicht werden müssen. 
 
D. Die von der Sozialhilfebehörde A.____ dagegen beim Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft erhobene Beschwerde wies dieser mit Beschluss Nr. 1256 vom 23. August 2022 ab. 
Er erwog im Wesentlichen, dass nach dem klaren Wortlaut der Verordnungsbestimmung kein 
Zweifel daran bestehen könne, dass der Anspruch der Gemeinde zufolge Verwirkung nicht 
mehr geltend gemacht werden könne, wenn die Eingabefrist nicht eingehalten worden sei. Die 
Rückerstattungsbeträge beträfen vergleichsweise geringe Einnahmenbestandteile der Einwoh-
nergemeinden. Schon mit Rücksicht darauf könne nicht die Rede davon sein, dass es sich bei 
der Regelung, welche die Verwirkung der verfahrensgegenständlichen Geldleistungen an die 
Einwohnergemeinden zum Gegenstand habe, um eine grundlegende oder wichtige Bestim-
mung im Sinne der Kantonsverfassung handle, die zwingend in einem formellen Gesetz veran-
kert sein müsse. Die Verwirkungsfrist diene der geordneten Durchführung des Erstattungsre-
gimes. Dazu komme, dass das Kantonale Sozialamt in seiner Beschwerdevernehmlassung an 
den Regierungsrat aufzuzeigen vermöge, dass die Gewissheit über die den Gemeinden quar-
talsweise auszurichtenden Gelder aus übergeordneter finanzrechtlicher Sicht von Bedeutung 
sei. Verspätete Abrechnungen hätten in der Vergangenheit zu Verfälschungen in den jeweiligen 
Jahresrechnungen geführt, wodurch die Regelungen der Rechnungsführung nicht beachtet 
worden seien. Das geltende Harmonisierte Rechnungslegungsmodell für Kanton und Gemein-
den verlange, dass die volle Tragweite der finanziellen Vorfälle einer gegebenen Periode er-
fasst werden müsse. Die vom Amt im Frühling 2021 kommunizierte Verlängerung der Einrei-
chungsfristen bis zum 31. August 2021 habe sodann die Quartalsabrechnung für Eingliede-
rungsmassnahmen im Flüchtlingsbereich, nicht aber die verfahrensgegenständliche Abrech-
nung im Asylbereich betroffen, was der mit der Materie bestens vertrauten Sozialhilfebehörde 
habe klar sein müssen. Von einer Schuldlosigkeit am Fristversäumnis könne deshalb nicht aus-
gegangen werden, weshalb eine Fristwiederherstellung ausgeschlossen sei. Daran ändere 
auch die Berufung auf die grosse Belastung während der Covid-19 Pandemie nichts. 
 

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E. Mit Eingabe vom 2. September 2022 erhebt die Sozialhilfebehörde A.____, vertreten 
durch Dr. Pascal Leumann, Advokat in Muttenz, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-
Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), mit dem Rechts-
begehren, der Regierungsratsbeschluss vom 23. August 2022 sowie die Verfügung des Kanto-
nalen Sozialamtes vom 1. November 2021 seien aufzuheben und das Kantonale Sozialamt sei 
zu verurteilen, der Beschwerdeführerin den Betrag von Fr. 122'977.60 zuzüglich Zins von 5 % 
seit 1. November 2021 innert 10 Tagen ab Rechtskraft des Entscheids zu bezahlen. Eventuali-
ter sei die Eingabefrist für das Entschädigungsbegehren wiederherzustellen, die Sache an das 
Kantonale Sozialamt zurückzuweisen und dieses anzuweisen, das Vergütungsgesuch vom 
9. Juli 2021 als nicht verspätet zu behandeln. Dies habe unter o/e-Kostenfolge zu geschehen. 
In der Begründung erhebt die Sozialhilfebehörde A.____ neben den formellen Rügen einer un-
vollständigen Sachverhaltsfeststellung und der Verletzung des rechtlichen Gehörs in erster Li-
nie die Rüge der Verletzung des Legalitätsprinzips, weil die in der massgebenden kantonalen 
Asylverordnung statuierte Verwirkungsfrist keine Grundlage in einem Gesetz im formellen Sinn 
finde. Die vorliegend erfolgte Blankodelegation an den Verordnungsgeber sei dafür unzu-
reichend. Die für den Gläubiger sehr nachteilige und ungewöhnlich kurze Verwirkungsfrist von 
drei Monaten auf Verordnungsstufe halte das verfassungsmässige Erfordernis der Gesetzes-
form für grundlegende und wichtige Bestimmungen nicht ein und dürfe deshalb im konkreten 
Anwendungsfall keine Anwendung finden. Zudem werde aufgrund der gravierenden finanziellen 
Folgen für die Gemeinde das Prinzip der fiskalischen Äquivalenz und damit die Gemeindeauto-
nomie verletzt. Sodann verstosse der angefochtene Entscheid gegen Bundesrecht, weil er 
durch die sachlich nicht begründete Formstrenge die Umsetzung des Asylgesetzes beeinträch-
tige. Die rigorose Anwendung der Verwirkungsfrist führe im vorliegenden Fall des Weiteren zu 
einem stossenden, willkürlichen Ergebnis. Über die gravierenden Folgen einer verpassten Ein-
gabefrist informiere das Handbuch des Kantonalen Sozialamts nicht und vor dem Fristablauf sei 
auch keine Mahnung verschickt worden. Schliesslich habe das Amt selber die angebliche Ver-
wirkungsfrist in anderen Fällen verschiedentlich um Monate erstreckt. So habe es ausgerechnet 
für das 1. Quartal 2022 die Verwirkungsfrist für die Quartalsabrechnungen um einen Monat er-
streckt. Das Amt verhalte sich widersprüchlich und verletze das Gebot von Treu und Glauben, 
wenn es bei einer im vorliegenden Fall letztlich auf die Pandemie-Massnahmen zurückzufüh-
renden Fristüberschreitung von lediglich neun Tagen eine Erstreckung kategorisch ausschlies-
se. Im objektiven Verhinderungsgrund der Covid-19-Pandemie und im aufgrund der missver-
ständlichen Kommunikation entschuldbaren Irrtum der zuständigen sachbearbeitenden Perso-
nen sei ausserdem ein zureichender Grund für eine Fristwiederherstellung zu erblicken. 
 
F. In der Vernehmlassung vom 4. Januar 2023 schliesst die Vorinstanz auf kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie verweist hauptsächlich auf die 
Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die Vernehmlassung des Kantonalen So-
zialamts im vorinstanzlichen Verfahren. Nach Auffassung der Vorinstanz ist das Instrument der 
Verwirkung zur Einhaltung der Regelungen der Rechnungsführung zulässig und notwendig. 
Wenn das Amt in zwei Fällen die Verwirkungsfrist erstreckt habe, dann jeweils in der wohlbe-
gründeten Absicht, den gesetzlich vorgesehenen Verfahrensablauf über den ganzen Kanton 
betrachtet möglichst störungsfrei aufrecht zu erhalten. In diesem Sinne sei das Behördenhan-
deln konsistent und weder widersprüchlich noch willkürlich. 

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G. Das Gericht ordnete in der Folge einen zweiten Schriftenwechsel an. Im Sinne der Ge-
währung des rechtlichen Gehörs wurde die Sozialhilfebehörde A.____ auf die publizierte Recht-
sprechung des Kantonsgerichts zur Beschwerdelegitimation von Sozialhilfebehörden hingewie-
sen. 
 
H. Die Sozialhilfebehörde A.____ betont in der Replik vom 17. März 2023, dass die Verfü-
gung des Sozialamtes vom 1. November 2021 an die Sozialhilfebehörde A.____ adressiert 
worden sei. Die Sozialhilfebehörde sei die exekutive Fachbehörde für das Sozialhilfewesen in 
der Gemeinde und nach dem beigelegten Entscheid des Gemeinderats umfassend bevollmäch-
tigt, die Interessen der Einwohnergemeinde A.____ im vorliegenden verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren durchzusetzen. Die Gemeinde sei in ihren vermögensrechtlichen Interessen ähnlich 
wie eine Privatperson betroffen und deswegen in jedem Fall zur Beschwerde befugt. In der Sa-
che hält die Beschwerdeführerin ihre in der Beschwerde vorgebrachten Rügen aufrecht. 
 
I. Die Vorinstanz hält in der Duplik vom 15. Mai 2023 ihrerseits vollumfänglich an den ge-
stellten Rechtsbegehren und an den Ausführungen in der Vernehmlassung fest. 
 
J. Der Rechtsvertreter der Sozialhilfebehörde A.____ reichte am 22. Juni 2023 seine Ho-
norarnote zu den Akten. Die Vorinstanz hat sich mit Eingabe vom 30. Juni 2023 dazu geäus-
sert. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessord-
nung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regierungs-
rates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
gegeben. 
 
1.2 Zur Beschwerde ist nach § 47 Abs. 1 VPO befugt, wer durch die angefochtene Verfü-
gung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung hat 
(lit. a), jede andere Person, Organisation oder Behörde, die durch besondere Vorschrift zur Be-
schwerde ermächtigt ist (lit. b) und die vollziehende Behörde der Gemeinde bei Verfügungen 
und Entscheiden letztinstanzlicher Verwaltungsbehörden des Kantons (lit. c). Die Rechtsper-
sönlichkeit ist Grundvoraussetzung für die allgemeine Beschwerdebefugnis nach § 47 Abs. 1 
lit. a VPO. Einer Sozialhilfebehörde fehlt es bereits daran, weshalb sie sich grundsätzlich nicht 
darauf stützen kann. Eine spezialgesetzliche Ausnahmebestimmung, welche die Prozessfähig-
keit fingiert - wie sie dem in der Beschwerde angeführten Kantonsgerichtsurteil zugrunde lag 
(vgl. BLKGE 2005 Nr. 54 E. 2b) -, ist im vorliegenden Zusammenhang nicht einschlägig. Eine 
besondere Vorschrift, die die Sozialhilfebehörde im vorliegenden Fall zur Behördenbeschwerde 
ermächtigt, existiert sodann nicht. Die Beschwerdebefugnis einer Behörde an das Kantonsge-
richt (oder davon umfasst an das Bundesgericht) muss sich ausdrücklich aus dem Gesetz er-

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geben. Aus der von § 37 Abs. 1 des Gesetzes über die Sozial- und die Jugendhilfe (SHG) vom 
21. Juni 2001 eingeräumten Kompetenz zum Vollzug der Gemeindeaufgaben des Sozialhilfe-
gesetzes kann kein spezialgesetzliches Beschwerderecht im Sinne von § 47 Abs. 1 lit. b VPO 
abgeleitet werden. § 47 Abs. 1 lit. c VPO kann des Weiteren nicht angerufen werden, wenn der 
Regierungsrat als Rechtsmittel- und nicht als Aufsichtsinstanz entschieden hat. Kommunale 
Sozialhilfebehörden sind deswegen nach ständiger kantonsgerichtlicher Rechtsprechung nicht 
zur Erhebung von verwaltungsgerichtlichen Beschwerden gegen Rechtsmittelentscheide des 
Regierungsrats legitimiert (BLKGE 2009 Nr. 49 E. 3; vgl. zuletzt Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 26. September 2022 [810 22 
183]; KGE VV vom 5. April 2019 [810 19 88]). Untergeordnete Behörden können aber gegebe-
nenfalls als Vertreter des jeweiligen Gemeinwesens handeln. Dazu ist die Vertretungsbefugnis 
durch Vorlage eines speziellen Ermächtigungsbeschlusses des für die Erhebung von Rechts-
mitteln zuständigen Gemeinderats (vgl. § 71 des Gesetzes über die Organisation und die Ver-
waltung der Gemeinden [GemG] vom 28. Mai 1970) nachzuweisen. Die Sozialhilfebehörde 
A.____ kann nach dem Gesagten im vorliegenden Fall nicht in eigenem Namen Beschwerde 
führen. Sie hat jedoch eine umfassende Vertretungsvollmacht des Gemeinderats A.____ vorge-
legt, die sie im vorliegenden Fall zum Handeln für die Einwohnergemeinde A.____ vor Kan-
tonsgericht ermächtigt. Beschwerdeführerin ist damit die Einwohnergemeinde A.____ und nicht 
deren Sozialhilfebehörde. Das Rubrum wird entsprechend angepasst. 
 
1.3 Gemeinwesen können sich auf die in erster Linie auf Privatpersonen zugeschnittene 
allgemeine Beschwerdebefugnis nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO stützen, falls sie durch einen ange-
fochtenen Entscheid gleich oder ähnlich wie ein Privater oder aber in spezifischer Weise in der 
Wahrnehmung einer hoheitlichen Aufgabe betroffen werden und nicht bloss das allgemeine 
Interesse an der richtigen Rechtsanwendung geltend machen (KGE VV vom 17. August 2022 
[810 22 31] E. 1.2; KGE VV vom 23. August 2017 [810 17 55] E. 1; BGE 138 II 506 E. 2.1.1; 
jeweils mit weiteren Hinweisen). Eine solche mit einer Privatperson vergleichbare Betroffenheit 
wird beispielsweise bejaht, wenn das Gemeinwesen selbst Verfügungsadressat ist oder aber 
einen Eingriff in das Finanz- oder Verwaltungsvermögen abwehren will, wobei hierbei die unmit-
telbare Betroffenheit in den vermögenswerten, fiskalischen Interessen massgebend ist (KGE 
VV vom 13. September 2017 [810 16 386] E. 1; KGE VV vom 18. September 2013 [810 10 339] 
E. 2). Ähnlich wie ein Privater in finanziellen Interessen betroffen ist das Gemeinwesen nament-
lich, wenn es ein Gesuch um Erteilung einer Subvention gestellt hat. Wesentlich ist, dass dem 
um Beiträge ersuchenden Gemeinwesen konkrete Ansprüche aus dem öffentlichen Recht direkt 
zustehen. In solchen Fällen ist das Gemeinwesen nicht nur in finanziellen Interessen, sondern 
auch als Adressatin der Verfügung direkt betroffen (KGE VV vom 30. Juni 2010 [810 09 440] 
E. 1.2; BLKGE 2005 Nr. 25 E. 1b; RENÉ WIEDERKEHR/KASPAR PLÜSS, Praxis des öffentlichen 
Verfahrensrechts, Bern 2020, Rz. 2026). Im vorliegenden Fall liegen konkrete Finanzinteressen 
der Beschwerdeführerin im Streit und die Gemeinde ist als vom abweisenden Entscheid direkt-
betroffene Beitragsgesuchstellerin gestützt auf § 47 Abs. 1 lit. a VPO zur verwaltungsgerichtli-
chen Beschwerde legitimiert. 
 
1.4 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde kann eingetreten 
werden. 

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2. Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei eine öffentliche Parteiverhandlung durchzu-
führen und es seien diverse Zeugen einzuvernehmen, damit sie ihre Verfahrensrechte vollum-
fänglich wahrnehmen könne und so der Sachverhalt vollständig ermittelt werde. Der rechtser-
hebliche Sachverhalt ergibt sich indessen mit genügender Klarheit aus den Akten. Auf die bean-
tragten Beweisabnahmen kann dementsprechend verzichtet werden. Andere Gründe, welche 
für die Gutheissung des Antrags auf eine mündliche Parteiverhandlung sprechen würden, bringt 
die Beschwerdeführerin nicht vor. Der Verfahrensantrag auf Durchführung einer Parteiverhand-
lung ist daher abzuweisen. 
 
3. Gemäss § 45 Abs. 1 VPO können mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde Rechts-
verletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des Ermessens 
(lit. a) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen - abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen - untersagt (lit. c). Im Anwendungsfall prüft das Kan-
tonsgericht sämtliche kantonalen Erlasse auf ihre Rechtmässigkeit (§ 46 Abs. 2 VPO, inzidente 
bzw. akzessorische Normenkontrolle). 
 
4. Strittig und zu prüfen ist, ob sich die Beschwerdeführerin die ihr im 1. Quartal 2021 ent-
standenen Kosten für die Betreuung und Unterstützung der Asylsuchenden vom Kanton zu-
rückerstatten lassen kann. Spezifisch liegen die Parteien darüber im Streit, ob der im Grundsatz 
unbestrittenermassen entstandene Anspruch auf den entsprechenden Beitrag zufolge Verwir-
kung untergegangen ist. 
 
4.1 Gemäss § 32 Abs. 1 SHG betreuen und unterstützen die Gemeinden die Personen, die 
der Asylgesetzgebung unterstehen und keine Aufenthaltsbewilligung haben. Der Kanton richtet 
den Gemeinden in diesem Bereich die bundesrechtliche Entschädigung aus (§ 32 Abs. 2 lit. b 
SHG). Für die Einzelheiten verweist das Gesetz auf die kantonale Asylverordnung (kAV) vom 
16. Oktober 2007 (§ 32 Abs. 3 SHG). Deren Abschnitt 3 enthält in § 18 ff. kAV die Ausfüh-
rungsbestimmungen betreffend Entschädigungen. Die Absätze 1 bis 3 von § 18 kAV bestimmen 
die Art und Höhe der einzelnen abgegoltenen Leistungen. Der vorliegend interessierende § 18 
Abs. 4 kAV lautet: "Der Kanton entrichtet den Gemeinden die Aufwendungen quartalsweise. Die 
Abrechnung ist spätestens 3 Monate nach Quartalsende dem Kanton inklusiv aller notwendigen 
Unterlagen einzureichen. Als notwendige Unterlagen gelten die Verfügungen und die Rech-
nungsbelege der Leistungserbringenden. Zu vergüten sind die Leistungen, deren Rechnungs-
datum in das abzurechnende Quartal fällt. Bei nicht fristgemässer Einreichung verwirkt der An-
spruch." 
 
4.2 Die Vorinstanz schützte die Auffassung des Kantonalen Sozialamts, wonach die Be-
schwerdeführerin die Abrechnung für das 1. Quartal 2021 mehr als drei Monate nach Quartals-
ende eingereicht habe und der Anspruch nach dem klaren Wortlaut von § 18 Abs. 4 kAV auf-
grund der nicht fristgemässen Einreichung verwirkt sei. Die Normierung auf Verordnungsstufe 
stehe einer Anwendung nicht entgegen, denn es handle sich nicht um eine grundlegende oder 
wichtige Bestimmung im Sinne der Kantonsverfassung, die zwingend in einem formellen Gesetz 
verankert sein müsse. 

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4.3 Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass die Dreimonatsfrist für die Einreichung der 
Abrechnung verpasst wurde. Sie hält jedoch an ihrer Auffassung fest, dass die von der kantona-
len Asylverordnung vorgesehene Rechtsfolge der Verwirkung des Anspruchs auf einer unzuläs-
sigen Delegation von Rechtssetzungskompetenzen beruhe. Der Verordnungsgeber sei nicht 
befugt, in eigener Kompetenz eine Verwirkungsfrist einzuführen. Aufgrund der Verletzung des 
Legalitätsprinzips dürfe die Verordnungsbestimmung im vorliegenden Fall keine Anwendung 
finden. Dementsprechend sei der Anspruch auf Rückerstattung nicht untergegangen. 
 
5. Fraglich ist demnach zunächst einmal, ob der Verordnungsgeber ermächtigt war, eine 
Verwirkungsfrist von drei Monaten zu statuieren. 
 
5.1 Die Verfassung des Kantons Basel-Landschaft (KV) vom 17. Mai 1984 verankert den 
Grundsatz der Gewaltenteilung nirgends ausdrücklich. Sie sieht jedoch eine gewaltenteilige 
Organisation des Kantons vor, weshalb der Grundsatz implizit in der Kantonsverfassung enthal-
ten ist (vgl. VINCENT MARTENET, La séparation des pouvoirs, in: Diggelmann/Hertig Randall/
Schindler [Hrsg.], Verfassungsrecht der Schweiz, Zürich 2020, Bd. II, S. 999 ff., Rz. 34; BGE 
145 V 380 E. 6.3). Gewaltenteilung bedeutet namentlich, dass Bestimmungen, die in einem 
Gesetz stehen müssen, nicht durch andere Organe erlassen werden dürfen, es sei denn auf-
grund gültiger Gesetzesdelegation (BGE 142 I 26 E. 3.3; BGE 138 I 196 E. 4.1). Nach dem in 
§ 4 Abs. 1 KV verankerten Legalitätsprinzip ist jede Behörde verpflichtet, (nur) auf der Grundla-
ge und in den Schranken des Rechts tätig zu werden. Diese Rechtsbindung setzt aber voraus, 
dass die angewendete Norm formell und materiell rechtmässig ist: Sie muss vom staatsrechtlich 
zuständigen Organ im richtigen Verfahren und in den richtigen Formen erlassen worden sein; 
ausserdem darf sie dem übergeordneten Recht nicht widersprechen (KGE VV vom 31. Mai 
2023 [810 22 286] E. 4.2; KGE VV vom 18. Januar 2023 [810 22 81] E. 5.2.1; BGE 141 II 169 
E. 3.1). 
 
5.2 Die Verteilung der Rechtssetzungsbefugnisse obliegt der Verfassung. Sie kann die 
Rechtssetzungsbefugnisse auf verschiedene Arten und gemäss verschiedenen Kriterien den 
Staatsorganen zuweisen (BLKGE 2005 Nr. 30 E. 6a). Gemäss § 61 Abs. 1 KV ist der Landrat 
die gesetzgebende Behörde des Kantons. Die Befugnis zum Erlass grundlegender und wichti-
ger Bestimmungen darf vom Gesetzgeber nicht auf andere Organe übertragen werden (§ 36 
Abs. 1 KV). Damit wird das Kantonsparlament verpflichtet, alle wichtigen und grundlegenden 
rechtssetzenden Bestimmungen im Rahmen eines Gesetzes zu beschliessen. Im Umkehr-
schluss bedeutet dies, dass der Regierungsrat - unter Ausklammerung des Notverordnungs-
rechts (§ 74 Abs. 3 KV) - nicht befugt ist, auf der Verordnungsstufe grundlegende und wichtige 
Bestimmungen zu erlassen. Seine in § 74 KV unter der Marginalie "Rechtsetzung" statuierte 
Gesetzgebungskompetenz beschränkt sich auf den Erlass ergänzender materieller Normen von 
geringerer Bedeutung sowie gesetzesvollziehender Bestimmungen auf der Grundlage und im 
Rahmen der Gesetze und Staatsverträge, soweit nicht durch Gesetz ausnahmsweise der Land-
rat zum Erlass ausführender Bestimmungen ermächtigt ist (§ 74 Abs. 2 KV; vgl. KGE VV vom 
31. Mai 2023 [810 22 286] E. 4.3.3; KGE VV vom 18. Januar 2023 [810 22 81] E. 5.2.3; KGE 
VV vom 18. Juli 2007 [810 07 104] E. 4; BLKGE 2006 Nr. 35 E. 4). 
 

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5.3 Die in § 63 KV verwendeten Begriffe "grundlegend" und "wichtig" sind in ausgeprägtem 
Mass unbestimmt. Was wichtig, wesentlich, bedeutungsvoll ist, lässt sich aber auch nicht gene-
rell umschreiben. Als Konkretisierungshilfen muss auf ausserhalb des Normtexts von § 63 KV 
getroffene Entscheidungen in der Verfassung selber und auf diejenigen des Gesetzgebers zu-
rückgegriffen werden. Als Ausdruck vorangegangener gesetzgeberischer Bewertungen lassen 
sich aus Verfassung und Gesetz Hinweise und Kriterien ableiten, die für die "Wichtigkeit" einer 
Regelung sprechen. Ob eine konkrete zu regelnde Sache wichtig und deswegen dem Gesetz-
geber vorbehalten ist, muss letztlich wertend ermittelt werden (vgl. GIOVANNI BIAGGINI, Das Ge-
setz in der Verfassungsordnung des Kantons Basel-Landschaft, Liestal 1992, S. 33; GEORG 
MÜLLER, Inhalt und Formen der Rechtssetzung als Problem der demokratischen Kompetenzord-
nung, Basel 1979, S. 110). Das Kantonsgericht orientiert sich bei dieser Wertung in seiner Pra-
xis auch an der Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Art. 164 Abs. 1 Satz 1 der Bundesver-
fassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999, die auf Stufe des 
Bundesrechts einen inhaltlich vergleichbaren ("alle wichtigen rechtsetzenden Bestimmungen") 
materiellen Gesetzesvorbehalt kennt (vgl. KGE VV vom 18. Januar 2023 [810 22 81] E. 5.2.1; 
KGE vom 12. Mai 2010 [810 09 271] E. 6.2; KGE VV vom 11. Juli 2007 [810 06 371] E. 4.1; 
BLKGE 2005 Nr. 30 E. 6a). Es kann nicht ein für alle Mal gesagt werden, welche Regelungen 
so bedeutend sind, dass sie im formellen Gesetz enthalten sein müssen, und wie detailliert die 
gesetzliche Normierung sein muss. Massgebend sind die Umstände im Einzelfall. Allgemein 
gelten eher strenge Anforderungen, wo es um eine Einschränkung von Grundrechten oder um 
die Schaffung von öffentlich-rechtlichen Pflichten geht, wobei die Natur und die Schwere des 
Eingriffs bzw. der Verpflichtung mit zu berücksichtigen sind. Auch für wichtige politische Ent-
scheide ist ein formelles Gesetz erforderlich (KGE VV vom 18. Januar 2023 [810 22 81] 
E. 5.2.1; KGE VV vom 2. Juni 2010 [810 09 428] E. 4.4; BLVGE 1996 Nr. 1.3 E. 7b; BGE 145 V 
380 E. 6.3.1; BGE 134 I 322 E. 2.6; BGE 128 I 113 E. 3c). 
 
6.1 Verwirkung ist der Verlust eines Anspruchs, weil der Einzelne nicht durch eine Handlung 
innerhalb der Frist sein Recht gewahrt hat (vgl. THOMAS MEIER, Verjährung und Verwirkung öf-
fentlich-rechtlicher Forderungen, Zürich 2013, S. 8; ATTILIO R. GADOLA, Verjährung und Verwir-
kung im öffentlichen Recht, AJP 1995, S. 56). Mit dem unbenützten Ablauf der Verwirkungsfrist 
geht der Anspruch von Gesetzes wegen endgültig unter (KGE VV vom 1. Dezember 2021 [810 
21 138-140] E. 3; BGE 147 V 417 E. 7.3.2). Verwirkungsfristen können im Gegensatz zu Ver-
jährungsfristen - unter Vorbehalt anderslautender Gesetzesbestimmungen - weder gehemmt 
oder unterbrochen noch erstreckt werden und sind stets von Amtes wegen zu berücksichtigen 
(KGE VV vom 15. März 2023 [810 22 253] E. 1.2; KGE VV vom 17. März 2021 [810 20 113] 
E. 4.4.2; BGE 136 II 187 E. 6; GADOLA, a.a.O., S. 56). 
 
6.2 Das öffentliche Recht kennt nur ausnahmsweise eine ausdrückliche Regelung von Ver-
jährungs- oder Verwirkungsfristen (MEIER, a.a.O., S. 157). Die Verjährung ist jedoch aufgrund 
der im Rechtsstaat unabdingbar erscheinenden Grundsätze der Rechtssicherheit und von Treu 
und Glauben ein allgemeiner Rechtsgrundsatz des öffentlichen Rechts, weshalb öffentlich-
rechtliche Ansprüche selbst bei Fehlen einer ausdrücklichen Gesetzesbestimmung der Verjäh-
rung oder Verwirkung unterliegen. Diese Regel betrifft vermögensrechtliche und andere öffent-
lich-rechtliche Ansprüche und gilt sowohl für das Gemeinwesen als auch für Private (KGE VV 

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vom 31. Mai 2023 [810 22 286] E. 4.5.1; BLKGE 2006 Nr. 48 E. I.2.3.2; BGE 148 II 106 E. 4.3; 
BGE 140 II 384 E. 4.1). Derartige aus dem allgemeinen Rechtsgrundsatz abgeleitete Verwir-
kungsfristen bewegen im Bereich von Jahren und nicht von wenigen Monaten (vgl. KGE VV 
vom 31. Mai 2023 [810 22 286] E. 4.5.3). Im vorliegenden Zusammenhang machen die Vor-
instanzen deswegen zu Recht nicht geltend, dass § 18 Abs. 4 kAV die nach allgemeinen 
Rechtsgrundsätzen ohnehin zur Anwendung gelangende Verwirkungsfrist wiedergibt und der 
Bestimmung somit lediglich eine deklaratorische Funktion zukommt. 
 
6.3 Nach dem Grundsatz der Parallelität der Form hat die Aufhebung oder Änderung eines 
Rechts grundsätzlich durch einen Erlass gleicher Rechtsstufe zu erfolgen (normative Äquiva-
lenz). Wurde ein Anspruch auf Gesetzesstufe verankert, kann er nicht ohne Weiteres auf niede-
rer Hierarchiestufe zum Untergang gebracht werden (vgl. MICHAEL BEUSCH, Der Untergang der 
Steuerforderung, Zürich 2012, S. 277). Sollen gesetzlich geschaffene Ansprüche auf Subven-
tionen verwirken, bedarf es hierzu deshalb einer hinreichenden gesetzlichen Grundlage. Die 
Verwirkung muss in einem Gesetz oder in einer Rechtsverordnung vorgesehen sein, die ihrer-
seits auf einer genügenden Grundlage in einem Gesetz beruht (AUGUST MÄCHLER, Subventi-
onsrecht, in: Biaggini/Häner/Saxer/Schott [Hrsg.], Fachhandbuch Verwaltungsrecht, Zürich 
2015, Rz. 21.60). Eine solche genügend bestimmte Delegationsgrundlage im Gesetz existiert 
im vorliegenden Fall unbestrittenermassen nicht. Die vom Regierungsrat erlassenen Verord-
nungen müssen sich aber an den vom Gesetz vorgegebenen Rahmen halten (vgl. § 74 Abs. 2 
KV). Die Regierung darf namentlich Ansprüche, die das Gesetz schafft, nicht auf dem Verord-
nungsweg wieder beseitigen (KGE VV vom 1. Februar 2023 [810 22 137] E. 5.6). 
 
6.4 Verwirkungsfristen stellen keine rein technisch-organisatorischen Massnahmen dar, wie 
sie typischerweise auf Verordnungsstufe geregelt werden. Auch kann nicht gesagt werden, 
dass es erforderlich wäre, aus Gründen der Flexibilität die Kompetenz zur Festlegung der Län-
ge der Verwirkungsfrist dem Verordnungsgeber zu überlassen; es besteht keine Notwendigkeit, 
die Verwirkungsfrist häufig oder kurzfristig zu ändern. Im Gegenteil: Aus Gründen der Rechtssi-
cherheit ist es gerade erwünscht, insbesondere Verwirkungsfristen der kurzfristig möglichen 
Abänderung durch den Verordnungsgeber zu entziehen. Mit anderen Worten handelt es sich 
nach der kantonsgerichtlichen Rechtsprechung bei der Festlegung von Verwirkungsfristen an 
sich sowie ihrer Dauer um einen wesentlichen, wichtigen Entscheid, der vom Gesetzgeber zu 
fällen ist (Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE SV], vom 
3. September 2003 [740 03 144] E. 5a, in: ZBl 2004, S. 602 ff.; MEIER, a.a.O., S. 79). 
 
6.5 Da sie den endgültigen Untergang eines Rechts nach sich ziehen, greifen Verwirkungs-
fristen empfindlich in die Rechtsstellung des Betroffenen ein (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/
FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich 2020, Rz. 783; MEIER, a.a.O., 
S. 77). Dabei kann es im Grundsatz keine Rolle spielen, ob dieser Betroffene ein Privater ist 
oder ob es sich - wie im vorliegenden Fall (vgl. oben E. 1.3) - um eine wie eine Privatperson 
betroffene Gemeinde handelt, die in dieser speziellen Konstellation im Übrigen auch Trägerin 
verfassungsmässiger Rechte ist (vgl. BGE 145 I 239 E. 5.1; BGE 144 II 77 E. 5.5). Allenfalls ist 
die Eingriffsintensität differenziert zu beurteilen und bei Gemeinden die Bagatellgrenze wesent-
lich höher anzusetzen als bei Privaten. Entgegen dem angefochtenen Entscheid kann 

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aber - gerade auch angesichts des sechsstelligen Streitwerts im vorliegenden Fall - bei den 
Rückerstattungsbeträgen keineswegs von vernachlässigbaren Summen ausgegangen werden. 
Dass es sich um "weniger essentielle Einnahmenbestandteile" der Gemeinden handelt und die-
se im Verwirkungsfall nicht in ihrer finanziellen Existenzgrundlage betroffen sind, mag zutreffen, 
dennoch greift die streitgegenständliche Verwirkungsfrist durchaus spürbar in das Vermögen 
der Beschwerdeführerin ein. Die Bagatellgrenze ist vorliegend auf jeden Fall deutlich überschrit-
ten. In Analogie zum Erfordernis der Bestimmtheit der gesetzlichen Grundlage bei Grund-
rechtseinschränkungen bedarf eine solche Beeinträchtigung der Rechtsstellung der Betroffenen 
durch eine äusserst kurze Verwirkungsfrist einer klaren und eindeutigen Normierung auf Geset-
zesstufe (KGE SV vom 3. September 2003 [740 03 144] E. 5b, in: ZBl 2004, S. 602 ff.). 
 
6.6 Nach der Rechtsprechung ist eine Regelung auf Verordnungsstufe eher zulässig, wenn 
sie dem allgemein üblichen Standard entspricht. Für bisher unübliche Regelungen ist demge-
genüber ein formelles Gesetz erforderlich (vgl. KGE VV vom 29. Oktober 2014 [810 14 149] 
E. 6.2; BLKGE 2006 Nr. 35 E. 4b; BLKGE 2005 Nr. 38 E. 3; BGE 128 I 113 E. 3c; BGE 125 I 
173 E. 9e). Die Vorinstanz vermag nicht aufzuzeigen, dass andere Kantone - die nebenbei ge-
sagt die gleichen Rechnungslegungsstandards (HRM2, "True and Fair View"-Prinzip) wie das 
Kantonale Sozialamt anwenden - bei ihren Abrechnungssystemen im Asylbereich vergleichbar 
kurze Fristen kennen. Im (hier nicht anwendbaren) Subventionsrecht des Bundes statuiert 
Art. 32 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Finanzhilfen und Abgeltungen (Subventionsgesetz, 
SuG) vom 5. Oktober 1990 eine allgemeine Verjährungsregelung, wonach Forderungen aus 
Finanzhilfe- und Abgeltungsverhältnissen nach fünf Jahren verjähren. Dabei handelt es sich um 
eine für das öffentliche Recht durchaus typische Dauer (vgl. KGE VV vom 31. Mai 2023 [810 22 
286] 4.5.3). Nur ganz vereinzelt sieht das Bundesrecht eine Verwirkungsfrist von lediglich drei 
Monaten vor (vgl. die Übersicht bei MEIER, a.a.O., S. 163). Auch im kantonalen Recht erscheint 
diese Frist praktisch singulär (bemerkenswert [auch im Sinne eines Beispiels für eine hinrei-
chende Delegation durch das Gesetz]: § 7 Abs. 1 des Gesetzes über die Nachzahlung von 
Pflegebeiträgen für das Jahr 2011 vom 25. Juni 2015: "Die Volkswirtschafts- und Gesundheits-
direktion bezeichnet eine Frist von mindestens 3 Monaten"). Es kann somit festgehalten wer-
den, dass eine Verwirkungsfrist von drei Monaten nicht einer in der Rechtswirklichkeit allgemein 
üblichen Länge entspricht, sondern aussergewöhnlich kurz bemessen ist. 
 
6.7 Hinzu kommt vorliegend, dass der Verordnungsgeber augenscheinlich die praktischen 
Konsequenzen der kurzen Frist auch für die Vollzugsbehörde selber zu wenig bedacht hat. Er-
hellend sind dazu die Erklärungen des Kantonalen Sozialamtes im vorinstanzlichen Verfahren. 
Dort erklärte das Amt bezugnehmend auf das 1. Quartal 2021, dass das für die Quartalsab-
rechnung von den Gemeinden zwingend zu verwendende Formular aufgrund einer Anpassung 
im Zusammenhang mit Bundesvorgaben nur verspätet habe aufgeschaltet resp. den Gemein-
den zur Verfügung gestellt werden können, weshalb die Frist bei den Quartalsabrechnungen für 
Eingliederungen im Flüchtlingsbereich "verschoben" worden sei. Diese Schilderung und ein 
weiterer Fall, in dem offenbar Fristerstreckungen gewährt wurden, zeigen, dass die kurze Ver-
wirkungsfrist die Behörde selber regelmässig beim Vollzug in Zeitnot und praktische Schwierig-
keiten bringt, in denen sie sich in der Vergangenheit nur mit offensichtlich rechtswidrigen Frist-
erstreckungen zu behelfen wusste. An der in die Augen springenden Rechtsverletzung ändert 

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nichts, wenn dies - wie das Kantonale Sozialamt beteuert - im Sinne einer Ausnahme geschah 
oder in der Absicht gründete, "den gesetzlich vorgesehenen Verfahrensablauf über den ganzen 
Kanton betrachtet aufrecht zu erhalten" (vgl. indessen das E-Mail der Koordinationsstelle für 
Asylbewerber vom 6. April 2022 an die Gemeinden: "Um uns und auch Ihnen das notwendige 
administrative Leben etwas leichter zu machen", Beilage 1 zur Beschwerdebegründung vom 
2. November 2022). Das Amt scheint zu verkennen, dass die staatlichen Behörden nach dem 
Gesetzmässigkeitsprinzip (vgl. oben E. 5.1) an das Recht und die von diesem statuierten Fris-
ten gebunden sind. Eine gesetzliche Frist kann weder auf Antrag einer Partei noch von Amtes 
wegen gehemmt oder erstreckt (oder "verschoben") werden - auch nicht ausnahmsweise -, egal 
welche guten Gründe dafür sprechen mögen. Wenn sich eine Verwirkungsfrist wie im vorlie-
genden Fall bei der Rechtsanwendung im Alltag für die Rechtsunterworfenen (offenbar sind 
noch mehrere Verfahren anderer Gemeinden mit der identischen Problematik hängig, vgl. Dup-
lik vom 15. Mai 2023) und die Behörde als derart problembehaftet erweist und zur Abwendung 
der ungewollten gravierenden Auswirkungen auf ungesetzliche Methoden zurückgegriffen wer-
den muss, ist dies ein guter Indikator dafür, dass es sich um eine nicht zu Ende gedachte Rege-
lung handelt. Dies ist ein weiterer Grund dafür, die Verwirkungsfrage in die Hände des Gesetz-
gebers zu legen und im ordentlichen Gesetzgebungsverfahren mit der nötigen Tiefe zu erörtern. 
 
6.8 Die Beschwerdeführerin macht im vorliegenden Zusammenhang schliesslich berechtig-
terweise auf eine problematische Inkongruenz zwischen den im Verhältnis Bund und Kanton 
geltenden Regeln sowie denjenigen im Verhältnis Kanton und Gemeinden aufmerksam: Der 
Anspruch der Gemeinden auf Auszahlung der bundesrechtlichen Entschädigung nach § 32 
Abs. 2 lit. b SHG geht unter, lange bevor der inhaltlich identische, auf Art. 88 des Asylgesetzes 
(AsylG) vom 26. Juni 1998 gestützte Anspruch des Kantons auf Pauschalabgeltung gegenüber 
dem Bund verjährt. Dies führt zum stossenden Ergebnis, dass der Kanton die eigentlich für die 
Gemeinde vorgesehene Finanzhilfe für sich einbehalten kann. Diese fragwürdige, einseitig den 
Kanton begünstigende Folge lässt - zusätzlich zur äusserst kurzen Frist - darauf schliessen, 
dass eine derartige Verwirkungsregelung im politischen Willensbildungsprozess auf Wider-
stand, namentlich von Seiten der Gemeinden, gestossen wäre. Eine Regelung, von der man 
weiss resp. vermuten muss, dass ihr opponiert werden wird, kann von Vornherein zumindest 
nicht als unwichtig bezeichnet werden (MÜLLER, a.a.O., S. 116 f.; vgl. auch MEIER, a.a.O., 
S. 78 f.). Kontroverse Fragen sind grundsätzlich vom Gesetzgeber zu entscheiden. Das Ge-
setzgebungsverfahren bietet gleichzeitig auch einen gewissen Schutz davor, dass Interessen 
einseitig berücksichtigt werden (BIAGGINI, a.a.O., S. 29). 
 
7. Zusammenfassend ergibt sich in einer Gesamtwürdigung, dass es sich bei der streitge-
genständlichen Verwirkungsregelung aus den vorstehend genannten Gründen um eine grund-
legende und wichtige Bestimmung handelt, welche auf Gesetzesstufe verankert werden muss. 
Soll eine derart kurze - und deswegen im Rechtsalltag zu Umsetzungsproblemen auf Seiten der 
Gemeinden wie auch des Kantons führende - Frist gelten und soll der Kanton im Verwirkungs-
fall die Bundesbeiträge ohne Gegenleistung für sich einbehalten können, ist dieser Entscheid 
vom Landrat zu treffen. Soweit § 18 Abs. 4 kAV eine Verwirkung des Rückerstattungsanspruchs 
nach dem Ablauf von drei Monaten vorsieht, erweist sich die ohne gesetzliche Ermächtigungs-
norm erlassene Bestimmung deshalb als verfassungswidrig. Ihr ist im vorliegenden Fall die An-

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wendung zu versagen (vgl. dazu KGE VV vom 7. November 2018 [810 17 347] E. 4.3; KGE VV 
vom 2. März 2011 [810 10 381] E. 7). Die um wenige Tage verspätete Geltendmachung zieht 
demnach keine Verwirkung der Forderung nach sich und die Beschwerdeführerin verfügt im 
Grundsatz über einen Anspruch auf die in der Beschwerde verlangte Kostenrückerstattung. 
 
8. Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als begründet und ist gutzuheissen. 
Der angefochtene Entscheid ist antragsgemäss aufzuheben. Bei diesem Verfahrensausgang 
braucht auf die weiteren in der Beschwerde erhobenen Rügen und den Eventualantrag nicht 
näher eingegangen zu werden. Nachdem das Kantonale Sozialamt die Quartalsabrechnung 
vom 9. Juli 2021 inhaltlich nicht beurteilt hat, fällt eine direkte Zusprechung der beschwerdewei-
se geforderten Summe durch das Kantonsgericht jedoch ausser Betracht. Vielmehr ist die An-
gelegenheit zur Prüfung der Abrechnung an das Kantonale Sozialamt zurückzuweisen. 
 
9. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Ver-
fahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel 
in angemessenem Ausmass der unterliegenden Partei auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Ausgangs-
gemäss sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- der Vorinstanz aufzuerlegen. 
Der geleistete Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. Diese hat keinen 
Anspruch auf Zusprechung einer Parteientschädigung, denn ein solcher besteht gemäss § 21 
Abs. 2 VPO im Falle von Gemeinden und anderen Trägern öffentlicher Aufgaben nur, sofern 
der Beizug eines Anwalts gerechtfertigt war. Für die angemessene Prozessvertretung im vorlie-
genden Verfahren war kein rechtliches Spezialwissen gefordert, welches die ausnahmsweise 
Entschädigung der anwaltlichen Vertretung durch die Gegenpartei rechtfertigen würde (vgl. zur 
restriktiven, ständigen kantonsgerichtlichen Praxis KGE VV vom 15. Februar 2023 [810 22 129] 
E. 8.2; BLKGE 2007 Nr. 41 E. 8; grundlegend: BLVGE 1998/1999 Nr. 15.3). Aus diesem Grund 
wird der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung zugesprochen. Die Parteikosten sind 
somit wettzuschlagen. 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Beschluss des Regierungsrats 

des Kantons Basel-Landschaft Nr. 1256 vom 23. August 2022 aufgeho-
ben und die Sache zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an das 
Kantonale Sozialamt zurückgewiesen. 

   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Regie-

rungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. 
Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- wird der 
Beschwerdeführerin zurückerstattet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber