# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ab5e6a2-3ef7-597d-9c45-bc5839227c3f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.04.2016 IV 2013/577
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-577_2016-04-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/577

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.10.2019

Entscheiddatum: 29.04.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 29.04.2016
Art. 28 IVG. Berechnung des Invaliditätsgrades eines Hilfsarbeiters. 
Verantwortlichen Ausführungen zu den ökonomischen Ursachen der 
Notwendigkeit eines Abzuges vom Medianwert bei gesundheitlich 
angeschlagenen Hilfsarbeitern (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 29. April 2016, IV 2013/577).

Besetzung

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen

Karin Huber-Studerus und Marie-Theres Rüegg Haltinner;

Gerichtsschreiber Tobias Bolt

Geschäftsnr.  

IV 2013/577

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Arthur Andermatt,

Teufener Strasse 8, Postfach 130, 9001 St. Gallen, 

gegen

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IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente 

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im September 2009 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1 und 4). Er gab an, er habe in seinem Herkunftsland 

eine dreijährige Ausbildung zum Textilbearbeiter absolviert. Seit dem Jahr 2002 arbeite 

er als Kanalreiniger. Die Arbeitgeberin berichtete am 29. September 2009 (IV-act. 13), 

der Versicherte habe nach dem 27. Januar 2009 nicht mehr gearbeitet. Da er den Arm 

nicht mehr heben könne, sei ihm die Tätigkeit als Kanalreiniger nicht mehr zumutbar. 

Ab April 2008 sei ihm ein Lohn von 4’130 Franken pro Monat be¬ziehungsweise von 

53’690 Franken pro Jahr ausgerichtet worden. In einem Telefongespräch mit Dr. med. 

B.___ vom IV-internen regionalen ärztlichen Dienst (RAD) gab der Hausarzt Dr. med. 

C.___ am 27. November 2009 an (IV-act. 18), der Versicherte habe eine 

Rotatorenmanschettenruptur an der rechten Schulter erlitten. Am 29. Januar 2009 sei 

der Versicherte im Spital D.___ operiert worden. Gemäss der Klinik für Orthopädie des 

Kantonsspitals St. Gallen liege eine irreparable Situation vor; die Abduktion über 90 

Grad sei bleibend nicht mehr möglich. Die angestammte schwere Tätigkeit könne dem 

Versicherten nicht mehr zugemutet werden. Leidensadaptierte, wechselbelastende, 

leichte Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten über fünf Kilogramm und ohne 

die Notwendigkeit von Bewegungen mit dem rechten Arm über die Horizontale seien zu 

50 Prozent zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit sei vermutlich steigerbar. Am 8. Dezember 

2009 ergänzte Dr. C.___, der Patient leide wieder unter vermehrten Schmerzen, 

insbesondere auch nachts. Er werde ihn nochmals an einen Orthopäden überweisen. 

Aktuell bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Am 12. März 2010 berichtete Dr. 

C.___ (IV-act. 22), der Gesundheitszustand des Versicherten sei insgesamt unverändert 

geblieben. Eine subacromiale Infiltration am 27. Januar 2010 habe keinen 

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längerfristigen Erfolg gezeitigt. Wahrscheinlich sei der Versicherte in der Lage, eine 

leichte Tätigkeit, bei der er den rechten Arm nur wenig einsetzen müsse, im Umfang 

von 50 Prozent auszuüben.

A.b  Am 9. August 2010 begann eine dreimonatige berufliche Abklärung in der 

Werkstätte E.___ (IV-act. 35). Für die Dauer der Abklärung richtete die IV-Stelle dem 

Versicherten ein Taggeld aus (IV-act. 38). Die Abklärungsstelle hielt in ihrem 

Abschlussbericht fest, der Versicherte habe die Abklärung wie vereinbart begonnen 

und jeweils morgens gearbeitet. Nach einem Monat sei ihm im ersten 

Zwischengespräch angekündigt worden, dass nach der sechsten Woche eine 

kontinuierliche Steigerung des Pensums auf schliesslich 100 Prozent geplant sei. Dies 

habe der Versicherte unter Hinweis auf seine Schulterbeschwerden aber entschieden 

abgelehnt. Angesichts der emotionalen Reaktion des Versicherten sei ersichtlich 

gewesen, dass dieser auch mit privaten Problemen zu kämpfen habe. Nichtsdestotrotz 

habe der Versicherte den Eindruck eines sehr engagierten, fleissigen Mitarbeiters 

vermittelt, der sich voll und ganz für die Arbeit einsetze. Er habe ein 

leistungsbezogenes Verhalten gezeigt. Teilweise habe er in seinem Tatendrang 

gebremst werden müssen. Die eingeschränkte Funktionalität des rechten Arms habe 

aber dazu geführt, dass die Leistung trotz des hohen Engagements deutlich reduziert 

gewesen sei und nur bei etwa 60 Prozent gelegen habe. Zusammenfassend erscheine 

eine Wiedereingliederung ins Erwerbsleben als sehr unwahrscheinlich. Auf dem freien 

Arbeitsmarkt werde der nur reduziert leistungsfähige Versicherte wohl kaum eine 

Anstellung finden. Der RAD-Arzt Dr. B.___ notierte am 15. November 2010 (IV-act. 41), 

aus medizinischer Sicht sei nicht nachvollziehbar, dass der Versicherte sein Pensum 

nicht habe steigern können. Nach wie vor sei dem Versicherten ein Vollpensum 

zumutbar; die Leistungseinbusse sei nur gering.

A.c  Mit einer Verfügung vom 28. Januar 2011 verweigerte die IV-Stelle dem 

Versicherten weitere berufliche Massnahmen (IV-act. 50). Am 22. März 2011 berichtete 

Dr. C.___ über einen stationären Gesundheitszustand; er erachtete allerdings lediglich 

noch ein Pensum von maximal 50 Prozent als zumutbar (IV-act. 65). Im Auftrag der IV-

Stelle erstattete das medizinische Gutachtenzentrum St. Gallen (MGSG) am 12. 

September 2011 ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten (IV-act. 71). Die 

Sachverständigen führten aus, der Versicherte leide an einer Massenruptur der 

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Supraspinatussehne mit einer geringen Muskelatrophie und an einer leichten 

depressiven Störung bei einem Status nach Anpassungsstörungen mit einer längeren 

depressiven Reaktion, die sich allerdings nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Der 

Versicherte habe Anpassungsstörungen mit einer längeren depressiven Reaktion 

entwickelt, nachdem bei seiner Ehefrau im Mai 2008 ein Hirntumor diagnostiziert 

worden und diese dann im August 2008 an dessen Folgen verstorben sei. Finanzielle 

und familiäre Probleme, insbesondere mit dem jüngsten Sohn, hätten diese Störungen 

weiter begünstigt. Eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung sei 

allerdings nicht aufgenommen worden. In der aktuellen Untersuchung hätten sich nur 

noch leichte depressive Symptome gezeigt, die sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten auswirkten. Aus interdisziplinärer Sicht erachteten die Sachverständigen 

die angestammte Tätigkeit als Kanalreiniger seit Juli 2009 als bloss noch im Umfang 

von zehn Prozent zumutbar. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die 

nicht mit häufigen Arbeiten über der Horizontalen oder dem Heben und Tragen von 

Lasten über drei Kilogramm verbunden seien, seien ab Juli 2009 zu 90 Prozent 

zumutbar. Aufgrund der postoperativen Rehabilitation in der Zeit von Januar bis und 

mit Juni 2009 sei für diesen Zeitraum von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen. Der RAD-Arzt Dr. B.___ erachtete das Gutachten des MGSG als 

überzeugend (IV-act. 72). Die IV-Stelle verglich das frühere Einkommen des 

Versicherten gemäss dem letzten Lohnausweis (53’690 Franken) mit dem statistischen 

Medianwert für männliche Hilfsarbeiter (59’797 Franken). Sie nahm eine so genannte 

Parallelisierung der Vergleichseinkommen vor und berücksichtigte die von den 

Sachverständigen attestierte Leistungseinschränkung von zehn Prozent. Ihre 

Vergleichsrechnung ergab einen Invaliditätsgrad von 5,5 Prozent (IV-act. 73). Mit einem 

Vorbescheid vom 4. Januar 2012 teilte sie dem Versicherten mit, dass sie die 

Abweisung seines Rentenbegehrens vorsehe (IV-act. 76).

A.d  Dagegen wandte der Versicherte am 16. Februar 2012 ein (IV-act. 81), er könne 

mit seiner lädierten Schulter nicht mehr als 50 Prozent erwerbstätig sein. Zudem habe 

er wegen eines Bandscheibenvorfalls im September 2011 hospitalisiert werden 

müssen. Die IV-Stelle habe zu Unrecht keinen „so genannten Behindertenabzug“ 

berücksichtigt, obwohl der Versicherte schon 61 Jahre alt sei (IV-act. 81). Gemäss dem 

Austrittsbericht des Spitals F.___ vom 27. September 2011, der der IV-Stelle am 4. Mai 

2012 zuging, litt der Versicherte an einer akuten Lumbalgie mit einer Ausstrahlung in 

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die rechte untere Extremität bei einer Discushernie L4/5 mit einer 

Nervenwurzelkompression L4 und L5 (IV-act. 86). Der RAD-Arzt Dr. B.___ empfahl am 

19. November 2012, einen Verlaufsbericht bei Dr. C.___ einzuholen (IV-act. 87). Dieser 

berichtete am 5. März 2013 (IV-act. 93), der Gesundheitszustand des Versicherten sei 

insgesamt stationär geblieben. Im September 2011 (während der Hospitalisation im 

Spital F.___) habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen; danach sei der 

Versicherte für leidensadaptierte Tätigkeiten wieder zu 50 Prozent arbeitsfähig 

gewesen. Am 13. März 2013 empfahl der RAD-Arzt Dr. med. G.___ die Einholung eines 

Verlaufsgutachtens (IV-act. 94). Am 26. Juni 2013 erstattete das MGSG ein 

orthopädisch-neurologisches Gutachten (IV-act. 106). Die Sachverständigen führten 

aus, der Versicherte leide an einer Massenruptur der Supraspinatussehne mit einer 

leichten Muskelatrophie, an einer linkskonvexen Skoliose der Lendenwirbelsäule mit 

einer Anterolisthesis, einer Osteochondrose, einer Spondylarthrose und einer 

Einengung des Neuroforamens der Wurzel L4 sowie an einem Cam-Impingement der 

linken Hüfte. Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die 

abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könnten und die nicht mit 

häufigem Laufen, inklinierten, reklinierten oder rotierten Körperhaltungen, hockenden 

Positionen oder Arbeiten über der Horizontalen verbunden seien, seien dem 

Versicherten noch zu 75 Prozent zumutbar. Aus neurologischer Sicht liege keine 

Gesundheitsbeeinträchtigung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Der RAD-

Arzt Dr. G.___ erachtete das Gutachten als überzeugend; er datierte den Beginn der 

von den Sachverständigen beschriebenen Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten auf September 2011 (IV-act. 107). Unter 

Berücksichtigung der im wesentlichen unveränderten Vergleichseinkommen ergab sich 

angesichts einer Leistungseinbusse von 25 Prozent neu ein Invaliditätsgrad von 21,25 

Prozent (IV-act. 108). Mit einem Vorbescheid vom 12. Juli 2013 teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten deshalb mit, dass sie nach wie vor die Abweisung seines Rentengesuchs 

vorsehe (IV-act. 112). Dagegen wandte der Versicherte am 3. Oktober 2013 ein, 

gestützt auf die überzeugenden Ausführungen von Dr. C.___ müsse von einer 

Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten ausgegangen 

werden (IV-act. 122–1 f.). Am 2. Oktober 2013 hatte Dr. C.___ ausgeführt (IV-act. 122–3 

f.), der Versicherte leide an drei somatisch gut objektivierbaren Läsionen, die alle für 

sich zu chronischen Schmerzen führten. Er nehme täglich Schmerzmittel ein. Der 

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orthopädische Sachverständige habe zwar festgehalten, dass eine Prothese in die 

rechte Schulter eingesetzt werden könnte und dass sich auch die Hüftprobleme durch 

eine Operation positiv beeinflussen liessen. Der Erfolg derartiger Operationen sei aber 

fraglich und dürfte die Arbeitsfähigkeit des Versicherten wohl nur geringfügig 

verbessern. Die schwere Depression, die nach dem Tod der Ehefrau eingetreten sei, 

erschwere die Verarbeitung der chronischen Schmerzen. Gesamthaft seien dem 

Versicherten nur noch leichte Tätigkeiten im Umfang von 50 Prozent zumutbar. Der 

RAD-Arzt Dr. G.___ notierte am 11. Oktober 2013, die Stellungnahme von Dr. C.___ 

wecke keine Zweifel an der Zuverlässigkeit des Verlaufsgutachtens des MGSG und 

weise auch nicht auf eine weitere Verschlechterung des Gesundheitszustandes des 

Versicherten hin, weshalb weiterhin von einer Leistungsfähigkeit von 75 Prozent 

auszugehen sei (IV-act. 124). Mit einer Verfügung vom 14. Oktober 2013 wies die IV-

Stelle das Rentenbegehren des Versicherten mangels eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades ab (IV-act. 125).

B. 

B.a  Am 18. November 2013 erhob der Versicherte (nachfolgend: der 

Beschwerdeführer) eine Beschwerde (act. G 1). Er beantragte die Aufhebung der 

Verfügung vom 14. Oktober 2013 und die Zusprache einer halben Rente der 

Invalidenversicherung. Zur Begründung führte er aus, die vom orthopädischen 

Sachverständigen angeführten qualitativen Anforderungen an eine leidensadaptierte 

Tätigkeit seien unbegründet und floskelhaft. Der Sachverständige habe wohl bezweckt, 

eine Grundlage für die Anwendung der Ergebnisse der Lohnstrukturerhebung (LSE) bei 

der Ermittlung des Invalideneinkommens zu schaffen. Dies sei ihm aber nicht gelungen, 

denn sein Anforderungsprofil schliesse repetitive Tätigkeiten aus. Die LSE scheide 

folglich als Basis für die Ermittlung des Invalideneinkommens aus. Für seinen letzten 

Arbeitgeber habe der Beschwerdeführer 45 Stunden pro Woche gearbeitet. Wenn von 

den Ergebnissen der LSE für das Jahr 2010 und von einer Indexsteigerung von einem 

Prozent ausgegangen werde, sei das von der IV-Stelle (nachfolgend: die 

Beschwerdegegnerin) ermittelte Invalideneinkommen von 61’776 Franken nicht 

nachvollziehbar. Auch die Arbeitsfähigkeitsschätzung des orthopädischen 

Sachverständigen sei nicht nachvollziehbar. Zudem fehle eine Begründung für das 

Attest einer Leistungsfähigkeit von 75 Prozent bei einer vollen Stundenpräsenz. 

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Angesichts der verschiedenen orthopädischen Beeinträchtigungen und des Alters des 

Beschwerdeführers sei eine Erwerbstätigkeit in diesem Ausmass nicht realisierbar. Die 

Angabe stehe denn auch in einem scharfen Gegensatz zum Abschlussbericht der 

Werkstätte E.___, wonach der Beschwerdeführer auf dem freien Arbeitsmarkt nicht 

mehr vermittelbar sei. Der Hausarzt Dr. C.___ habe eine überzeugendere 

Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Der Einwand des RAD-Arztes, Dr. C.___ habe 

einmal von einer depressiven Verstimmung und einmal von einer Depression 

geschrieben, sei ein formalistisches Wortspiel. Auch die übrigen Angaben in den Akten 

zum Schweregrad der depressiven Störung seien widersprüchlich. Das psychiatrische 

Gutachten sei mittlerweile veraltet, weshalb ein aktuelles psychiatrisches Gutachten 

eingeholt werden müsse. Die so genannte Parallelisierung schliesse einen so 

genannten Leidensabzug nicht aus. Da der Beschwerdeführer bislang Schwerarbeit 

verrichtet habe und da er mittlerweile 62 Jahre alt sei, müsse der maximale Abzug von 

25 Prozent zur Anwendung kommen.

B.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte am 13. Januar 2014 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie aus, Dr. C.___ habe keine 

ernsthaften Zweifel an der Zuverlässigkeit des Verlaufsgutachtens wecken können. In 

den Akten fänden sich keine Hinweise auf eine Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers. Folglich sei auf das Verlaufsgutachten 

abzustellen und von einer Arbeitsfähigkeit von 75 Prozent für leidensadaptierte 

Tätigkeiten auszugehen. Auf dem massgebenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt sei 

diese Arbeitsfähigkeit durchaus noch zu verwerten. Der Beschwerdeführer wäre an sich 

gehalten gewesen, sich bereits nach der komplikationslosen Schulteroperation vom 29. 

Januar 2009, also im Alter von 58 Jahren, selbst wieder einzugliedern. Das 

zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen sei anhand der Tabellenlöhne zu 

ermitteln. Da es höher als das zuletzt erzielte Einkommen und damit auch höher als das 

Valideneinkommen sei, müssten die beiden Vergleichseinkommen bis zu einer 

positiven Differenz von fünf Prozent parallelisiert werden. Der Leidensabzug könne 

nicht mehr als zehn Prozent betragen. Der Invaliditätsgrad belaufe sich folglich auf 29 

Prozent.

B.c  Der Beschwerdeführer hielt am 5. Februar 2014 an seinen Anträgen fest (act. G 7). 

Er führte aus, dass der Sachverhalt offenbar noch nicht umfassend abgeklärt sei, da 

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die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad stets neuen Situationen anpassen müsse. 

Die Beschwerdegegnerin habe keine Stellung zur Wochenarbeitszeit genommen. Die 

Ausführungen zur angeblich komplikationslosen Schulteroperation seien aktenwidrig, 

denn vier Monate nach dieser Operation sei eine irreversible Reruptur der 

Supraspinatussehne festgestellt worden.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (vgl. act. G 9).

Erwägungen

1. 

Eine versicherte Person, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern kann, die 

während eines Jahres ohne einen wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen ist und die nach dem Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid ist, hat einen Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung (Art. 28 Abs. 1 IVG). Für die Bemessung der Invalidität einer 

erwerbstätigen Person wird das Erwerbseinkommen, das diese nach dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung und nach der Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 

Tätigkeit bei einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage erzielen könnte, zum 

Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 

invalid geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG)

2. 

2.1  Der Beschwerdeführer hat keine berufliche Ausbildung absolviert. Folglich hat 

seine Erwerbsfähigkeit als Gesunder jener eines Hilfsarbeiters entsprochen. Tatsächlich 

ist er bis zum Eintritt seiner Gesundheitsbeeinträchtigung auch als Hilfsarbeiter, 

nämlich als ungelernter Kanalarbeiter, erwerbstätig gewesen. Dabei hat er ein 

Einkommen von 53’690 Franken (Lohnhöhe im Jahr 2008) erzielt. Der vom Bundesamt 

für Statistik mittels der Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelte Medianwert der 

Hilfsarbeiterlöhne für das Jahr 2008 hat 4’806 Franken betragen, was unter 

Berücksichtigung der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden 

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einem Jahreslohn von 59’979 Franken entsprochen hat. Der vom Beschwerdeführer 

erzielte Lohn ist also tiefer als der Lohn eines durchschnittlichen Hilfsarbeiters 

gewesen. In den Akten finden sich keine Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer 

nur unterdurchschnittlich leistungsfähig oder aus anderen, in seiner Person liegenden 

Gründen nicht in der Lage gewesen wäre, einen durchschnittlichen Hilfsarbeiterlohn zu 

erzielen. Auch fehlen Anhaltspunkte dafür, dass er nicht in eine durchschnittlich 

entlöhnte Tätigkeit gewechselt hätte, wenn sich ihm die Gelegenheit dazu geboten 

hätte. Folglich müssen die Einschränkungen des tatsächlichen Arbeitsmarktes den 

Beschwerdeführer gezwungen haben, sich mit einem unterdurchschnittlichen Lohn zu 

begnügen. Für die Ermittlung des Invaliditätsgrades ist aber nicht der tatsächliche, 

sondern der ausgeglichene Arbeitsmarkt massgebend, weshalb die Zwänge des 

tatsächlichen Arbeitsmarktes ausgeblendet werden müssen. Die Validenkarriere des 

Beschwerdeführers besteht folglich in der Verrichtung einer durchschnittlich entlöhnten 

Hilfsarbeit; das Valideneinkommen entspricht dem Medianwert der Hilfsarbeiterlöhne.

2.2  Die Invalidenkarriere des Beschwerdeführers muss notwendigerweise ebenfalls im 

Hilfsarbeitermarkt angesiedelt werden, denn schon das fortgeschrittene Alter lässt 

keine höherwertige berufliche Eingliederung in der Form einer beruflichen Ausbildung 

mehr zu. Auch hinsichtlich der Invalidenkarriere ist der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

massgebend, der sich einerseits durch ein Gleichgewicht zwischen dem Angebot an 

und der Nachfrage nach Hilfsarbeiterstellen und andererseits durch einen breiten 

Fächer verschiedenartigster Tätigkeiten auszeichnet. Indem auf diesen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt abgestellt wird, kann das Risiko der Arbeitslosigkeit, für das die 

Invalidenversicherung keine Leistungen zu erbringen hat, konsequent ausgeblendet 

werden. Entscheidend ist also nicht, ob der Beschwerdeführer realistischerweise noch 

eine Arbeitsstelle finden wird, sondern vielmehr, ob der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

Arbeitsstellen bereithält, die dem Beschwerdeführer zumutbar sind. Folglich kann der 

an sich plausibel scheinenden Aussage der Werkstätte E.___, der Beschwerdeführer 

werde wohl kaum mehr vermittelt werden können, in diesem Verfahren keine Relevanz 

zukommen, denn diese bezieht sich auf den nicht massgebenden tatsächlichen 

Arbeitsmarkt. Die Gesundheitsbeeinträchtigungen schränken allerdings das Spektrum 

der dem Beschwerdeführer zumutbaren Hilfsarbeiten wesentlich ein. Gemäss dem 

Verlaufsgutachten des MGSG vom 26. Juni 2013 können dem Beschwerdeführer nur 

noch körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen zugemutet werden, die 

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abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden können und die nicht mit 

häufigem Laufen oder inklinierten, reklinierten oder rotierten Körperhaltungen und 

hockenden Positionen oder Arbeiten über der Horizontalen verbunden sind. Dieses 

Anforderungsprofil erscheint als überzeugend, denn es trägt den von den 

medizinischen Sachverständigen erhobenen Befunden in der rechten Schulter, in der 

Lendenwirbelsäule und in der linken Hüfte angemessen Rechnung. Der Hausarzt Dr. 

C.___ hat keine Einwände gegen dieses Anforderungsprofil vorgebracht und der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat nicht nachvollziehbar darlegen können, 

weshalb es fehlerhaft sein sollte. Entgegen seiner Ansicht findet sich die Begründung 

für das Anforderungsprofil in den erhobenen Befunden und in den gestellten 

Diagnosen. Aufgrund der medizinischen Aktenlage besteht kein Grund zur Annahme, 

die medizinischen Sachverständigen hätten eine wesentliche qualitative Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers übersehen oder vergessen zu erwähnen. 

Der ausgeglichene Hilfsarbeitermarkt kennt durchaus körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeiten, bei denen keine Zwangshaltungen eingenommen 

werden müssen und bei denen nicht über der Horizontalen gearbeitet werden muss. 

Dabei fallen grundsätzlich durchaus auch repetitive Tätigkeiten in Betracht, wenn diese 

nicht in einer für den Beschwerdeführer unzumutbaren Körperhaltung verrichtet werden 

müssen. Die gesundheitsbedingten Einschränkungen verunmöglichen jedenfalls die 

Aufnahme einer Hilfsarbeitertätigkeit nicht.

2.3 

2.3.1  Der orthopädische Sachverständige des MGSG hat im Verlaufsgutachten eine 

Leistungseinbusse von 25 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten attestiert. Auch 

wenn er sich nicht explizit zu den Ursachen dieser Leistungseinbusse geäussert hat, 

geht aus dem Gutachten doch hervor, dass die mit den objektivierten Befunden 

einhergehenden Schmerzen den Beschwerdeführer auch bei der Verrichtung von ideal 

leidensadaptierten Tätigkeiten beeinträchtigen würden. Der Stellungnahme des 

Hausarztes Dr. C.___ zum Gutachten des MGSG lässt sich diesbezüglich nichts 

anderes entnehmen; sie enthält keine abweichenden Befundschilderungen oder 

Beurteilungen hinsichtlich des somatischen Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers. In somatischer Hinsicht besteht also eine Übereinstimmung 

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zwischen den Schlussfolgerungen der Dres. H.___ und I.___ und jenen von Dr. C.___. 

Folglich ist in somatischer Hinsicht auf das Verlaufsgutachten des MGSG abzustellen.

2.3.2  Allerdings hat sich Dr. C.___ auf den Standpunkt gestellt, dass der „schweren 

Depression“ genügend Beachtung geschenkt werden müsse. Seine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt also nebst den somatischen auch die 

psychischen Beschwerden. Sie enthält damit eine vom Gutachten des MGSG 

abweichende Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers. Da das Verlaufsgutachten des MGSG, zu dem Dr. C.___ Stellung 

genommen hat, kein psychiatrisches Teilgutachten enthält, richtet sich die Kritik von 

Dr. C.___ nicht gegen dieses Verlaufsgutachten, sondern gegen das psychiatrische 

Teilgutachten zum ersten Gutachten des MGSG. Allerdings hat Dr. C.___ keine 

Befunde angeführt und solche mangels einer entsprechenden fachärztlichen 

Ausbildung auch gar nicht überzeugend darlegen können. Der Beschwerdeführer hat 

sich zwar sicherlich im Sommer 2008 mit einer schwer belastenden Situation 

konfrontiert gesehen, die zu vorübergehenden Anpassungsstörungen mit einer 

längeren depressiven Reaktion geführt hat (vgl. IV-act. 71). Allerdings hat der 

psychiatrische Sachverständige Dr. J.___ bei der Begutachtung im Sommer 2011 nur 

noch Symptome einer leichtgradigen depressiven Störung festgestellt. Der 

Beschwerdeführer hat nach dem Tod seiner Ehefrau denn auch nie eine psychiatrische 

oder eine psychotherapeutische Behandlung in Anspruch genommen. Wäre nach der 

psychiatrischen Begutachtung tatsächlich wieder eine wesentliche depressive Störung 

aufgetreten, wie Dr. C.___ behauptet hat, hätte dieser mit Sicherheit eine 

psychiatrische Behandlung in die Wege geleitet. Der Umstand, dass dies nicht 

geschehen ist, spricht gegen eine relevante Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers seit der Begutachtung durch Dr. J.___ 

im Sommer 2011. In den Akten finden sich zudem keine Hinweise auf eine solche 

Verschlechterung. Somit findet die Behauptung von Dr. C.___, es liege nun eine 

schwere Depression vor, keine Stütze in den medizinischen Unterlagen, weshalb sie 

nicht überzeugt und auch nicht geeignet ist, Zweifel an der Zuverlässigkeit des 

psychiatrischen Teilgutachtens des MGSG zu wecken. Aufgrund der medizinischen 

Akten ist daher überwiegend wahrscheinlich von einer Leistungsfähigkeit von 75 

Prozent in leidensadaptierten Tätigkeiten auszugehen.

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2.3.3  In der Werkstätte E.___ hat der Beschwerdeführer gemäss den Angaben der 

Verantwortlichen trotz des demonstrierten Leistungswillens und trotz der hohen 

Einsatzbereitschaft nur eine Leistung von etwa 60 Prozent erreicht. Die 

Verantwortlichen haben allerdings ausschliesslich das Verhalten des 

Beschwerdeführers beobachten und dieses nicht medizinisch validieren können. In 

ihrem Bericht haben sie sich folglich nur zur tatsächlich erbrachten, nicht aber zur 

medizinisch maximal zumutbaren Leistung äussern können, womit trotz der von ihnen 

beobachteten Einsatzfreude des Beschwerdeführers davon auszugehen ist, dass 

dieser seine Arbeitsfähigkeit nicht voll ausgenutzt hat. Die Aussage der 

Verantwortlichen der Werkstätte E.___, der Beschwerdeführer habe nur eine Leistung 

von 60% erbringen können, ist deshalb nicht geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit 

der Arbeitsfähigkeitsschätzung der Sachverständigen des MGSG zu wecken. Somit 

steht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, 

dass der Beschwerdeführer eine leidensadaptierte Tätigkeit im Umfang von 75 Prozent 

ausüben könnte.

2.4  Würde das zumutbarerweise erzielbare Invalideneinkommen ausgehend vom 

Medianwert der Hilfsarbeiterlöhne ermittelt, so würde damit unterstellt, dass der 

Beschwerdeführer in der Lage sei, diesen Durchschnittswert zu erreichen, dass er also 

eine Arbeitsleistung erbringen könne, die jene der Hälfte aller Hilfsarbeiter übertreffe. 

Eine solche Annahme ist aber schon deshalb nicht haltbar, weil ein Arbeitgeber sich 

aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Beschwerdeführers mit gesetzlich 

vorgeschriebenen und statistisch belegbaren überdurchschnittlich hohen 

Sozialversicherungsbeiträgen konfrontiert sähe, die er, betriebswirtschaftlich korrekt, 

mit einer Reduktion des Lohnes „ausgleichen“ müsste. Dieser Umstand rechtfertigt 

einen Abzug vom Medianwert (vgl. BGE 126 V 75). Das fortgeschrittene Alter sowie die 

Notwendigkeit einer beruflichen Neuorientierung weg von körperlich schweren, 

grobmotorischen, im Freien zu verrichtenden hin zu körperlich leichten, 

feinmotorischen, in temperierten Räumen zu verrichtenden Tätigkeiten schmälern den 

Wert des Beschwerdeführers auf dem Hilfsarbeitermarkt zusätzlich. Das 

Versicherungsgericht hat bei einem Versicherten im fortgeschrittenen Alter, der sich 

beruflich neu orientieren musste und sich mit erheblichen qualitativen Einschränkungen 

konfrontiert sah, einen Gesamtabzug von 25 Prozent vorgenommen (Entscheid IV 

2012/375 vom 27. August 2014). Bei einem anderen Versicherten im fortgeschrittenen 

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Alter, der sich beruflich neu orientierten musste und in seiner Sehfähigkeit wesentlich 

beeinträchtigt war, hat das Gericht einen Abzug von 20 Prozent gewährt (Entscheid IV 

2011/36 vom 4. Januar 2013). Bereits in einem früheren Entscheid hatte es bei 

ähnlichen Umständen einen Abzug von 20 Prozent gewährt (Entscheid IV 2010/63 vom 

5. Januar 2012). Da hier ein vergleichbarer Fall vorliegt, ist der Abzug vom Tabellenlohn 

auf 20 Prozent festzusetzen.

2.5  Da sich das Valideneinkommen und der Ausgangswert des zumutbarerweise 

erzielbaren Invalideneinkommens entsprechen, kann deren Betrag bei der Berechnung 

des Invaliditätsgrades mathematisch keine Rolle spielen. In der Praxis hat sich für die 

entsprechend vereinfachte Invaliditätsgradberechnung der Begriff des 

Prozentvergleichs eingebürgert. Vorliegend beträgt der so errechnete Invaliditätsgrad 

genau 40 Prozent (= 1 – 0,75 × 0,8). Folglich hat der Beschwerdeführer einen Anspruch 

auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung. Da ihm seine angestammte Tätigkeit 

ab Oktober 2008 nicht mehr zumutbar ist, da er sich im September 2009 zum 

Leistungsbezug angemeldet hat und da ihm ab September 2011 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 25 Prozent für leidensadaptierte Tätigkeiten attestiert worden 

ist, ist der Rentenanspruch am 1. September 2011 entstanden. In diesem Zeitpunkt ist 

der Beschwerdeführer nämlich 40 Prozent invalid und bereits seit mehr als einem Jahr 

andauernd über 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen (vgl. Art. 28 Abs. 1 IVG). Die 

Anmeldung hat damals bereits mehr als sechs Monate zurück gelegen (vgl. Art. 29 Abs. 

1 IVG).

3. 

Die Beschwerde ist folglich insofern gutzuheissen, als dem Beschwerdeführer ab 

September 2011 eine Viertelsrente zuzusprechen ist. Die Sache wird zur Festsetzung 

der Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Die gemäss dem Art. 

69 Abs. 1bis IVG zu erhebenden und angesichts des durchschnittlichen 

Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken festzusetzenden Gerichtskosten 

sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer 

wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss zurückerstattet. Die Beschwerdegegnerin 

hat ihm eine Parteientschädigung auszurichten, die angesichts des durchschnittlichen 

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Vertretungsaufwandes praxisgemäss auf 3’500 Franken (einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.

Entscheid

1. 

Die Beschwerde wird insofern gutgeheissen, als dem Beschwerdeführer mit Wirkung 

ab dem 1. September 2011 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen 

wird; die Sache wird zur Festsetzung der Rentenbeträge an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen; dem 

Beschwerdeführer wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

3’500.-- auszurichten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.04.2016
	Art. 28 IVG. Berechnung des Invaliditätsgrades eines Hilfsarbeiters. Verantwortlichen Ausführungen zu den ökonomischen Ursachen der Notwendigkeit eines Abzuges vom Medianwert bei gesundheitlich angeschlagenen Hilfsarbeitern (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. April 2016, IV 2013/577).

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