# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94a28d32-eb32-52da-850e-437526e74563
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-10-28
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 28.10.2011 RE110013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE110013_2011-10-28.pdf

## Full Text

Art. 308 ff. und 319 ff. ZPO e contrario 

Keine Rechtsmittelfähigkeit von kantonal erstinstanzlichen Entscheiden 
über superprovisorische Massnahmen 

28. Oktober 2011, RE110013-O, Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivilkammer 

In der Schweizerischen Zivilprozessordnung ist gegen kantonal erstinstanzliche 

Entscheide über superprovisorische Massnahmen kein Rechtsmittel vorgesehen, 

wobei auch für den Fall der Ablehnung einer superprovisorischen Anordnung kei-

ne Ausnahme gemacht wurde (BGE 137 III 417 E. 1.3. m.w.H). Nichteintreten. 

 

Aus den Erwägungen: 

2. Keine Rechtsmittelfähigkeit des vorinstanzlichen Entscheids 

2.1. In der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) ist gegen kantonal erst-

instanzliche Entscheide über superprovisorische Massnahmen kein Rechtsmittel 

vorgesehen, wobei auch für den Fall der Ablehnung einer superprovisorischen 

Anordnung keine Ausnahme gemacht wurde (Bundesgerichtsurteil 4A_577/2011 

vom 4. Oktober 2011 [zur Publikation vorgesehen], E. 1.3 m.w.H.). Auf das 

Rechtsmittel der Beklagten ist somit nicht einzutreten. 

2.2. Daran hätte nichts geändert, wenn die Vorinstanz ihren Entscheid über su-

perprovisorische Massnahmen korrekterweise in einem separaten (Besitzes-

schutz-)Verfahren gefällt hätte; auch auf ein Rechtsmittel dagegen wäre nicht ein-

zutreten gewesen. 

2.3. Entsprechende Anweisungen an die Vorinstanz erübrigen sich, nachdem sie 

zwischenzeitlich unter der Prozessnummer … ein solches Verfahren eröffnet hat 

(vgl. Beizugsakten der Vorinstanz).