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**Case Identifier:** b6559978-6eee-5770-8366-2e7f9479124b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.02.2014 200 2013 761
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-761_2014-02-03.pdf

## Full Text

200 13 761 UV
SCP/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Februar 2014

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Germann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. August 2013 (E 2094/13)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) ist Betriebsinhaber eines … und dadurch bei der Schwei-
zerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA bzw. Beschwer-
degegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie 
Berufskrankheiten versichert (Akten der Beschwerdegegnerin [act. IIA] 23 
S. 2). Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 12. Juli 2012 rutschte der 
Versicherte am 30. November 2011 beim Werkstatteingang aus und prallte 
in die Türe (Akten der Beschwerdegegnerin [act. II] 1). Dabei zog er sich 
Verletzungen an der rechten Schulter zu, welche physiotherapeutisch be-
handelt wurden (act. II 3). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistun-
gen, indem sie für die Heilbehandlung aufkam (act. II 2). 

Mit Schadenmeldung UVG vom 22. April 2013 meldete der Versicherte, 
dass die Schmerzen in der rechten Schulter am 13. April 2013 bei Garten-
arbeiten wieder aufgetreten seien (act. IIA 1). Nachdem die SUVA den Er-
eignishergang abgeklärt und Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt 
hatte, verneinte sie mit Verfügung vom 12. Juli 2013 (act. IIA 16) ihre Leis-
tungspflicht mit der Begründung, es liege weder ein Unfall noch eine un-
fallähnliche Körperschädigung vor. Der obligatorische Kranken-
pflegeversicherer erhob dagegen vorsorglich Einsprache, zog diese in der 
Folge jedoch wieder zurück (act. IIA 19). Die Einsprache des Versicherten 
(act. IIA 20) wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom 13. August 2013 
(act. IIA 23) ab. 

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 6. September 2013 Be-
schwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 12. Juli 2013 
bzw. des Einspracheentscheids vom 13. August 2013. Der Beschwerdefüh-
rer bringt im Wesentlichen vor, gemäss Auffassung der behandelnden Ärz-
te sei der Schultersehnenriss unfallbedingt und nicht krankhafter Natur. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2013 beantragt die Beschwer-
degegnerin im Wesentlichen mit Verweis auf einen Bericht vom 2. Dezem-
ber 2013 von Dr. med. B.________, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopä-
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, die 
Abweisung der Beschwerde. In der Begründung bringt sie hauptsächlich 
vor, der unter dem Aspekt des Rückfalls zu prüfende natürliche Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Ereignis vom 30. November 2011 und den 
seit dem 13. April 2013 geklagten Beschwerden sei nicht gegeben. Ferner 
stelle das Ereignis vom 13. April 2013 weder einen Unfall noch eine un-
fallähnliche Körperschädigung dar, weshalb auch insoweit keine Leistungs-
pflicht bestehe. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 13. Dezember 2013 stellte der Instruk-
tionsrichter die Beschwerdeantwort inklusive den Bericht von Dr. med. 
B.________ vom 2. Dezember 2013 dem Beschwerdeführer zu und stellte 
fest, Letzterer habe schriftlich mitzuteilen, ob er in Kenntnis der nunmehr 
vorliegenden fachärztlichen Beurteilung an der Beschwerde festhalte oder 
diese zurückziehe. Für den Fall seines Festhaltens an der Beschwerde 
habe er binnen Frist eine Stellungnahme (Replik) einzureichen. 

In der Folge zog der Beschwerdeführer weder die Beschwerde zurück noch 
reichte er eine Stellungnahme ein.     

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 

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11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 12. Juli 2013 (act. IIA 16) 
bestätigende Einspracheentscheid vom 13. August 2013 (act. IIA 23). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung 
hinsichtlich der am 22. April 2013 (act. IIA 1) gemeldeten Schulterbe-
schwerden rechts. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). 

2.2

2.2.1 Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

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eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge-
sundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). 

Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven 
Massstab – nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen 
Lebensbereich alltäglich und üblich ist. Das Merkmal des Ungewöhnlichen 
macht den alltäglichen Vorgang zum einmaligen Vorfall. Einwirkungen, die 
aus alltäglichen Vorgängen resultieren, taugen in aller Regel nicht als Ur-
sache einer Gesundheitsschädigung. Liegt der Grund somit allein im Innern 
des Körpers, ist Krankheit gegeben. Daran ändert die blosse Auslösung 
des Gesundheitsschadens durch einen äusseren Faktor nichts; Unfall setzt 
vielmehr begrifflich voraus, dass das exogene Element so ungewöhnlich 
ist, dass eine endogene Verursachung ausser Betracht fällt (BGE 134 V 72 
E. 4.1 S. 76 und E. 4.1.1 S. 77). Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich-
keit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur 
auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 
insoweit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete 
Folgen nach sich zog. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere 
Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen 
Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Un-
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79). 

2.2.2 Die Unfallversicherer haben auch Versicherungsleistungen für die in 
der Verordnung abschliessend aufgezählten unfallähnlichen Körperschädi-
gungen zu übernehmen, sofern diese nicht eindeutig auf Erkrankung oder 
Degeneration zurückzuführen sind (Art. 6 Abs. 2 UVG; Art. 9 Abs. 2 lit. a - h 
der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 
[UVV; SR 832.202]). Dabei müssen sämtliche Begriffsmerkmale eines Un-
falles mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit erfüllt sein. Besondere Bedeu-
tung kommt hierbei der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d.h. 
eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälli-
gen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467). Für die 
Bejahung eines äusseren auf den menschlichen Körper schädigend ein-
wirkenden Faktors ist stets ein Geschehen verlangt, dem ein gewisses ge-
steigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die 
zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im Rahmen einer allge-

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mein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies etwa für viele 
sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der äussere Faktor mit erheb-
lichem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Fra-
ge stehende Lebensverrichtung einer mehr als physiologisch normalen und 
psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere 
seiner Gliedmassen, gleichkommt (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470; SVR 
2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 5.2). 

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt zudem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwi-
schen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 
E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). 

2.3.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 7

cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2). 

3.

3.1

3.1.1 Zunächst ist – nach Lage der Akten zu Recht – unbestritten, dass 
das Ereignis vom 30. November 2011, wonach der Beschwerdeführer 
gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 12. Juli 2012 beim Werkstattein-
gang ausrutschte, in die Türe prallte und sich dabei an der rechten Schulter 
verletzte (act. II 1), einen Unfall im Rechtssinne darstellt (vgl. E. 2.2.1 vor-
ne). Die Beschwerdegegnerin ist denn auch für die entsprechenden Hei-
lungskosten aufgekommen (act. II 2). 

3.1.2 Mit Bezug auf das Ereignis vom 13. April 2013 hat die Beschwerde-
gegnerin sowohl das Vorliegen eines Unfalles wie auch einer unfallähnli-
chen Körperschädigung verneint. 

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Zum Ereignishergang lässt sich den Akten entnehmen, dass der Be-
schwerdeführer beim Zurückschneiden von Büschen mit einer Gartensche-
re ein Ziehen in der rechten Schulter und danach einen stechenden 
Schmerz verspürte, wobei sich nichts Besonderes im Sinne eines Sturzes, 
Ausgleitens oder eines ähnlichen Vorfalls ereignet hatte (act. IIA 5). Dieser 
Vorgang – das Zurückschneiden der Büsche mit einer Gartenschere – stellt 
nichts Ungewöhnliches gemäss Art. 4 ATSG dar (vgl. E. 2.2.1 vorne) und 
kann damit nicht als Unfall im Rechtssinne qualifiziert werden. Ebenso we-
nig kann der nämliche Vorgang als eine im Rahmen einer allgemein ge-
steigerten Gefahrenlage vorgenommene Tätigkeit und damit als sinnfälliges 
bzw. unfallähnliches Geschehen bezeichnet werden. Namentlich stellt das 
Auftreten von Schmerzen als solches keinen äusseren (schädigenden) 
Faktor im Sinne der Rechtsprechung dar (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 26. Juli 2011, 8C_186/2011, E. 8.3), weshalb 
auch der Tatbestand der unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt ist 
(vgl. E. 2.2.2 vorne). 

Die Beschwerdegegnerin hat demzufolge hinsichtlich des Ereignisses vom 
13. April 2013 das Vorliegen eines Unfalles bzw. einer unfallähnlichen 
Körperschädigung zu Recht verneint, was denn auch der 
Beschwerdeführer nicht beanstandet. 

3.2 Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin liesse sich 
demzufolge nur dann begründen, wenn die seit dem 13. April 2013 
geklagten Beschwerden auf den Sturz vom 30. November 2011 
zurückzuführen wären, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht. Zu 
prüfen ist demnach der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem 
Unfall vom 30. November 2011 und den Schulterbeschwerden rechts. 

Die Beschwerdegegnerin macht in diesem Zusammenhang geltend, die 
Kausalität der nämlichen Beschwerden sei unter dem Aspekt des Rückfalls 
(Art. 11 UVV) zu beurteilen, nachdem spätestens im Herbst bzw. Ende 
2012 von einem stillschweigenden Abschluss des Grundfalls auszugehen 
sei (Beschwerde, S. 5). 

Nach Eingang der Bagatellunfall-Meldung UVG vom 12. Juli 2012 
anerkannte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 13. Juli 2012 (act. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 9

II 2) ihre Leistungspflicht und übernahm nach Massgabe der 
Physiotherapieverordnung vom 5. bzw. 10. Juli 2012 (act. II 3) die 
Heilungskosten. Soweit ersichtlich, nahm der Beschwerdeführer in der 
Folge keine weiteren Heilbehandlungen mehr in Anspruch. Ein expliziter 
Fallabschluss erfolgte indes ebenso wenig. Zwar schliesst ein ohne 
förmliche Mitteilung erfolgter bzw. – wie vorliegend – stillschweigender 
Fallabschluss die Annahme eines Rückfalls bezüglich eines später geltend 
gemachten Leistungsanspruchs nicht aus. Dies setzte allerdings voraus, 
dass zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es 
werde keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr 
auftreten (vgl. Entscheid des BGer vom 31. Juli 2013, 8C_400/2013, E. 4). 
Wie es sich damit verhält, kann jedoch offen bleiben, nachdem – wie zu 
zeigen sein wird (vgl. E. 3.6 hinten) – der natürliche Kausalzusammenhang 
auch dann zu verneinen ist, wenn von einer durch die Beschwerdegegnerin 
zu beweisenden anspruchsaufhebenden Tatsache ausgegangen wird (vgl. 
E. 2.3.2 vorne). 

3.3 Zur Frage der gesundheitlichen Einschränkungen in der rechten 
Schulter sowie des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 
Ereignis vom 30. November 2011 und den geklagten Beschwerden im April 
2013 ergeben die medizinischen Akten im Wesentlichen das folgende Bild: 

3.3.1 Mit Arztzeugnis UVG vom 24. Mai 2013 (act. II 6) diagnostizierte Dr. 
med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, eine 
posttraumatische Periarthritis humeroscapularis (PHS) rechte Schulter 
(differenzialdiagnostisch aktivierte AC-Arthrose, DD 
Rotatorenmanschettenentzündung /-läsion). Die Erstbehandlung sei am 5. 
Juli 2012 erfolgt. Der Beschwerdeführer sei am 30. November 2011 gegen 
einen Türrahmen gefallen und habe die rechte Schulter angeschlagen. In 
der Folge hätten ihn immer wieder Schmerzen im Bereich der rechten 
Schulter geplagt, vor allem bei Überkopfbewegungen und 
Rotationsbewegungen des rechten Armes. Wegen fehlender Besserung 
habe er ihn – Dr. med. C.________ – erst über ein halbes Jahr später auf-
gesucht. Es lägen ausschliesslich Unfallfolgen vor, eine Arbeitsunfähigkeit 
bestehe nicht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 10

Mit weiterem Arztzeugnis UVG vom 24. Mai 2013 (act. IIA 7) diagnostizierte 
Dr. med. C.________ eine posttraumatische Supraspinatussehnenruptur 
(subtotal) rechts. Betreffend den ersten Unfall vom 30. November 2011 sei 
der Beschwerdeführer nie beschwerdefrei gewesen. Am 13. April 2013 
habe er einen Ast schneiden wollen, wobei es zu einem plötzlich auftreten-
den Schmerz in der rechten Schulter gekommen sei, welcher nach Thera-
pie mit Algifor forte langsam abgeklungen sei. Am 18. April 2013 (Datum 
der Erstbehandlung) seien beim Heben eines Kompressors erneut 
Schmerzen im Bereich der rechten Schulter aufgetreten. Es lägen aussch-
liesslich Unfallfolgen vor; ferner bestehe seit dem 15. April 2013 eine 
20%ige Arbeitsunfähigkeit. 

3.3.2 Am 23. April 2013 wurde der Beschwerdeführer mittels MRI an der 
rechten Schulter untersucht. In der Beurteilung des entsprechenden Be-
fundberichts (act. IIA 9) wurde folgendes festgehalten: „Subacromiale Im-
pingementsituation bei AC-Gelenksarthrose mit Begleitbursitits. Subtotaler 
Abriss der Supraspinatussehne ansatznahe. Intakte Infraspinatus- und 
Subscapularissehne. Bizepstendinose. Intervallläsion.“ 

Am 12. Juni 2013 erfolgte eine diagnostische Schulterarthroskopie, eine 
offene Rotatorenmanschettenrefixation transossär, eine Bursektomie, eine 
Acromioplastik sowie eine AC-Resektion rechts (act. IIA 12). 

3.3.3 Mit „chirurgisch-orthopädischer Beurteilung“ vom 2. Dezember 2013 
führte Dr. med. B.________ aus, bei der Operation vom 12. Juni 2013 sei 
eine Akromioplastik durchgeführt worden; es sei also der Subakromialraum 
erweitert worden. Das AC-Gelenk sei reseziert und die Supraspinatusseh-
ne nach Anfrischen refixiert worden (S. 9). 

Die Arthrose sei kernspintomographisch ausgewiesen. Der dokumentierte 
Beschwerdeverlauf im Sinne der zunehmenden Schmerzsymptomatik 
spreche gegen eine durch das inkriminierte Unfallereignis aktivierte Arthro-
se. Wäre die Arthrose durch das inkriminierte Ereignis aktiviert worden, 
hätten sofort sehr heftige Schmerzen bestanden, die dann im weiteren Ver-
lauf an Intensität verloren hätten. Der Teil der Operation, welcher an das 
AC-Gelenk adressiert gewesen sei, sei somit nicht wegen Unfallfolgen 
durchgeführt worden (S. 9). Ferner sei der Defekt der Rotatorenmanschette 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 11

im Ansatzbereich der Supraspinatussehne lokalisiert; dies sei die typische 
Prädilektionsstelle. Zudem sei nach Einschätzung des Operateurs der 
Subakromialraum eng; die Enge fördere den frühzeitigen Verschleiss. Der 
Beschwerdeführer befinde sich in einem Alter, in dem Defekte gehäuft auf-
träten. Das Sehnenende weise bildmorphologische Kriterien einer Tendino-
se, also der Degeneration, auf. Der Defekt sei zum Zeitpunkt des MRI’s im 
April 2013 aufgrund der bildmorphologischen Kriterien der zugehörigen 
Muskulatur so frisch, dass er nicht mit dem inkriminierten Ereignis verein-
bar sei (S. 11). Im Weiteren werde im zu beurteilenden Fall kein Unfallher-
gang behauptet, der einem der für das Verursachen einer Rotatorenman-
schettenruptur geeigneten Mechanismen entspreche. Es werde in allen 
Dokumenten, in denen über den Hergang berichtet werde, übereinstim-
mend festgehalten, dass eine direkte Krafteinwirkung auf die Schulter er-
folgt sei. Es bestehe in der Literatur Einigkeit darüber, dass es sich hierbei 
um einen Mechanismus handle, der nicht geeignet sei, eine Ruptur der 
Rotatorenmanschette, speziell der Supraspinatussehne, zu verursachen 
(S. 13). Schliesslich spreche der Umstand, wonach der Schmerz einen 
Crescendo-Verlauf habe dafür, dass der Defekt der Rotatorenmanschette 
degenerativ bedingt sei. Für deren unfallbedingte Schädigung sei eine 
grosse Kraft erforderlich, die zusammen mit der Ruptur der Manschette 
erhebliche, plötzlich einsetzende Schmerzen mit entsprechenden Funkti-
onsausfällen verursache; zu erwarten wäre ein Schmerz vom Decrescen-
do-Typ. Im zu beurteilenden Fall hätten sich nicht nur die Schmerzen im 
Sinne des Crescendo-Typs im zeitlichen Verlauf zunehmend eingestellt; 
auch die Funktionsbeeinträchtigung bei Überkopfarbeiten habe sich lang-
sam entwickelt (S. 14). Die seit dem 13. April 2013 geklagten Beschwerden 
seien somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht durch den Unfall 
vom 30. November 2011 verursacht (S. 15). 

3.4

3.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn die Ak-
ten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Sta-
tus ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersuchungsbefund 
muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund vorhandener 
Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können (RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.4.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung 
eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende 
Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f.).

3.5 Die chirurgisch-orthopädische Beurteilung von Dr. med. B.________ 
vom 2. Dezember 2013 erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an 
Expertisen (vgl. E. 3.4.2 vorne) und erbringt vollen Beweis. Dabei schadet 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 13

nicht, dass es sich bei der nämlichen Beurteilung um ein Aktengutachten 
handelt: Zum einen wurde der Beschwerdeführer am 12. Juni 2013 (act. 
IIA 12) an der rechten Schulter operiert, weshalb von einer persönlichen 
Untersuchung zum Vornherein keine rechtserheblichen sachverhaltlichen 
Aspekte zu erwarten gewesen wären, welche nicht schon aktenmässig 
dokumentiert waren. Zum anderen – und dies ist entscheidender – konnte 
Dr. med. B.________ seine Beurteilung auf einen bildgebend sowie intra-
operativ und damit lückenlos erhobenen Befund abstellen. Auch ergeben 
die Akten ein vollständiges Bild über die Anamnese sowie den Verlauf der 
rechtseitigen Schulterbeschwerden. Seine Schlussfolgerung, wonach die 
seit dem 13. April 2013 geklagten Schulterbeschwerden rechts überwie-
gend wahrscheinlich nicht durch den Unfall vom 30. November 2011 be-
dingt sind, leuchtet ein und ist mit Blick auf das im Aktengutachten darge-
legte Argumentarium (vgl. E. 3.3.3 vorne) ohne weiteres nachvollziehbar. 

Nichts Anderes folgt aus den übrigen, im Recht liegenden medizinischen 
Berichten, zumal sich diese nicht oder lediglich summarisch zur Frage der 
Kausalität äussern. Namentlich vermag der Umstand, wonach Dr. med. 
C.________ im Arztzeugnis UVG vom 24. Mai 2013 (act. IIA 7) die Kausa-
lität bejahte, keine von den Schlussfolgerungen von Dr. med. B.________ 
abweichende Beurteilung zu rechtfertigen, hat Dr. med. C.________ seine 
Auffassung doch nicht näher begründet und ist unklar, ob sich seine Ein-
schätzung auf das weder einen Unfall noch eine unfallähnliche Körper-
schädigung darstellende Ereignis vom 13. April 2013 (vgl. E. 3.1 vorne) 
oder aber auf den Unfall vom 30. November 2011 bezieht. Jedenfalls ver-
mag dieser Bericht keine – auch nur geringen – Zweifel am Beweiswert des 
Aktengutachtens vom 2. Dezember 2013 zu begründen (vgl. E. 3.4.3 vor-
ne). 

Schliesslich vermögen auch die Vorbringen des Beschwerdeführers in der 
Beschwerde, wonach er seit dem 30. November 2011 „immer wieder, aber 
nicht konstant Schmerzen in der Schulter“ verspürt habe, an der Kausa-
litätsbeurteilung von Dr. med. B.________ nichts zu ändern: Einerseits 
lässt das Vorhandensein von Schmerzen für sich genommen noch keinen 
Rückschluss auf eine allfällige Unfallkausalität zu; andererseits hat Dr. 
med. B.________ in ausführlicher und überzeugender Weise dargelegt, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 14

dass die Ursache der geklagten Beschwerden in einem degenerativen (und 
damit nicht unfallbedingten) Verschleissschaden in der rechten Schulter 
liegt. Der Beschwerdeführer hat denn auch auf eine Stellungnahme zum 
Aktengutachten verzichtet. 

3.6 Zusammenfassend ist aufgrund des Aktengutachtens von Dr. med. 
B.________ überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass ein natürlicher Kau-
salzusammenhang zwischen dem Unfall vom 30. November 2011 und den 
ab 13. April 2013 geklagten Schulterbeschwerden rechts nicht gegeben ist 
und insofern kein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung bestand 
bzw. besteht. 

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. August 2013 ist somit 
nicht zu beanstanden und die dagegen gerichtete Beschwerde ist abzuwei-
sen. 

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin 
ein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. g ATSG; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/761, Seite 15

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- SUVA 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.