# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83e3c3cd-459b-5d1a-a4df-ce7a4f9090f6
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 29.05.2015 140 2014 36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_140-2014-36_2015-05-29.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 140/2014/36 Bern, 29. Mai 2015

in der Beschwerdesache zwischen

Einwohnergemeinde Ligerz, handelnd durch den Gemeinderat, Hübeli 4, 2514 Ligerz
Beschwerdeführerin

und

Amt für Geoinformation des Kantons Bern (AGI), Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend die Verfügung des Amts für Geoinformation (AGI) vom 13. November 2014 
(Genehmigung amtliche Vermessung Ligerz Lose 3 und 4)

I. Sachverhalt

1. In der Gemeinde Ligerz wurde eine Ersterhebung der amtlichen Vermessung 

durchgeführt, um das bestehende, rund 130 Jahre alte und nur provisorisch anerkannte 

Vermessungswerk zu ersetzen (Ligerz Lose 3 und 4). Gleichzeitig wurde die Nomenklatur 

über das gesamte Gemeindegebiet überprüft und den geltenden Bestimmungen 

angepasst. Das Vermessungswerk und die Nomenklatur wurden vom 3. Oktober bis 

4. November 2011 öffentlich aufgelegt. Unter anderen erhob die Gemeinde Ligerz 

Einsprache gegen die Anpassung mehrerer Flurnamen. Anlässlich der 

Einigungsverhandlung vom 25. Juni 2014 konnte keine vollständige Einigung erzielt 

werden.

2. Mit Verfügung vom 13. November 2014 genehmigte das Amt für Geoinformation 

(AGI) die Ersterhebung der Lose Ligerz 3 und 4 sowie die neue Nomenklatur. Gegen diese 

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Verfügung erhob die Gemeinde Ligerz Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und 

Energiedirektion. Sie beantragt die Änderung mehrerer Flurnamen.

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, edierte die 

Vorakten und führte den Schriftenwechsel durch. In seiner Stellungnahme vom 9. Januar 

2015 beantragte das AGI die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 12. Februar 

2015 holte das Rechtsamt beim AGI eine weitere Stellungnahme ein. Auf die 

Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Prozessvoraussetzungen

Die Verfügung des AGI vom 9. Januar 2014 stützt sich auf Art. 28 Abs. 1 AVG2 und kann 

nach den Bestimmungen des VRPG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung bei der BVE 

angefochten werden (Art. 45 AVG i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. a VRPG und Art. 2 Abs. 1 Bst. 

g OrV BVE). Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen die Verfügung des 

AGI zuständig. Die Gemeinde Ligerz, deren Einsprache abgewiesen wurde, ist durch die 

angefochtene Verfügung beschwert und damit zur Beschwerde legitimiert. Auf die form- 

und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

2. Flurnamen

a) Im Rahmen der Ersterhebung der Lose 3 und 4 in der Gemeinde Ligerz wurde auch 

die Schreibweise der geografischen Namen den heutigen Anforderungen angepasst. 

Umstritten ist vorliegend die Schreibweise der Flurnamen Unders Ried/Unteres Ried, 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
2 Gesetz über die amtliche Vermessung vom 15. Januar 1996 (AVG; BSG 215.341)
3 Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21)

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Hinder der Chilche/Hinter der Kirche, Under der Festi/Unter der Festi, Unders 

Eichholz/Unteres Eichholz, Chilchräbe/Kirchreben, Schiffräbe/Schiffreben, 

Wolfräbe/Wolfreben, Husplatzräbe/Hausplatzreben, Chalchoferäbe/Kalchofenrebe, 

Chalchofelänti/Kalchofenlänti, Chalchofegrabe/Kalchofengraben, Tärograbe/Terrotgraben, 

Simonène/Simonaine, Vuichette/Wuschette, Oberi Planches/Obere Planches, 

Wuebe/Woueben, Watte/Watten, Rawette/Rawetten,  Underdorf/Unterdorf.

Die Gemeinde rügt die Schreibweise von neunzehn Flurnamen auf ihrem Gemeindegebiet. 

Die Schreibweise entspreche nicht der lokalen mundartlichen Aussprache. Für die 

Flurnamen existierten keine verbindlichen Rechtschreiberegeln, auch kämen ihnen auf 

Karten nur geringe Bedeutung zu. Die Nomenklaturkommission habe lediglich beratende 

Funktion. Die Bevölkerung identifiziere sich dagegen stark mit den Flurnamen. Eine 

Vereinheitlichung der Flurnamen im ganzen Kanton sei nicht realistisch. 

Das AGI führt aus, die Flurnamen seien zusammen mit Sprachexperten und mehreren 

ortsansässigen Gewährspersonen erarbeitet worden. Die Schreibweise entspreche soweit 

als möglich der lokalen Aussprache. Dabei seien aber auch die eidgenössischen und 

kantonalen Weisungen massgeblich. Ziel sei es, im ganzen Kanton eine homogene 

Schreibweise zu erreichen. 

b) Flurnamen gehören zu den geografischen Namen der amtlichen Vermessung, die in 

der Informationsebene Nomenklatur verwendet werden (Art. 3 Bst. b GeoNV4). Sie werden 

im Plan für das Grundbuch dargestellt (Art. 7 Abs. 2 VAV5). Bei einer Ersterhebung der 

amtlichen Vermessung werden der Plan für das Grundbuch und damit auch die Flurnamen 

öffentlich aufgelegt (Art. 27 Abs. 1 AVG). Das neue Vermessungswerk wird vom AGI 

genehmigt (Art. 28 AVG).

Geografische Namen sollen einfach schreib- und lesbar und allgemein akzeptiert sein. Sie 

werden, soweit möglich und sinnvoll, in Anlehnung an die Standardsprache der 

Sprachregion formuliert (Art. 4 GeoNV). Das Bundesamt für Landestopografie erlässt 

Richtlinien für die Schreibweise von geografischen Namen (Art. 5 GeoNV)6. Die Kantone 

4 Verordnung des Bundesrats vom 21. Mai 2008 über die geografischen Namen (GeoNV; SR 510.625)
5 Verordnung des Bundesrats vom 18. November 1992 über die amtliche Vermessung (VAV; SR 211.432.2)
6 Bundesamt für Landestopographie, Weisungen betreffend die Erhebung und Schreibweise der geografischen 
Namen der Landesvermessung und der amtlichen Vermessung in der deutschsprachigen Schweiz, Ausgabe 
August 2011 (Weisungen_dCH_2011, Weisungen 2011)

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können abweichende Regeln aufstellen (Art. 3 Weisungen 2011). Der Kanton Bern hat von 

dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und ergänzende Bestimmungen erlassen, die den 

Besonderheiten der bernischen Mundart Rechnung tragen.7 Er hat ausserdem eine 

Nomenklaturkommission eingesetzt, die die geografischen Namen auf ihre Richtigkeit und 

die Übereinstimmung mit den Vollzugsregelungen überprüft (Art. 1 NKV8). 

Die Weisungen des Bundes und des Kantons sind aufgrund der Feststellung entstanden, 

dass die bestehenden und traditionellen Schreibweisen von geografischen Namen häufig 

nicht der ortsüblichen Aussprache entsprechen. Die bestehende Schreibweise beruht teils 

auf schriftlichen Überlieferungen, die alte Formen oder bestimmte sprachliche 

Entwicklungsstufen wiedergeben, die nicht mehr der sprachlichen Realität entsprechen.9 

Bei anderen Schreibweisen handelt es sich um Umdeutungen, die mit phonetisch 

ähnlichen Wörtern unverständlichen Namen einen Sinn geben sollen.10 Weiter finden sich 

zahlreiche Verhochdeutschungen, die nicht Ortskundige zu einer falschen Aussprache von 

Lokalnamen verleiten, so dass die ursprünglichen Formen mit der Zeit in Vergessenheit 

geraten.11 Die Weisungen haben zum Ziel, die mundartliche Aussprache der geografischen 

Namen soweit als möglich in der Schreibweise sichtbar zu machen. Gleichzeitig müssen 

die Namen aber auch einfach zu schreiben und zu lesen sein. Der Kanton Bern strebt 

zudem eine gewisse regionale Harmonisierung der Nomenklatur an. Die in den Weisungen 

enthaltenen Schreibregeln lehnen sich daher an die ortsübliche Aussprache an (Art. 7 

Weisungen 2011), enthalten aber gleichzeitig eine gewisse Standardisierung.12 Das Ziel ist 
die Bewahrung von typischen und allgemeinen schweizerischen Lautungen und die 

Berücksichtigung von mundartlichen Besonderheiten, die grössere Gebiete umfassen. 

Lokale Besonderheiten werden dann aufgenommen, wenn dies in den Weisungen und den 

Ergänzungsbestimmungen ausdrücklich vorgesehen ist.13 Namen in hochdeutscher 

Schriftsprache sind nur für wenige, bestimmte Fälle vorgesehen (Art. 6 Weisungen 2011). 

7 Amt für Geoinformation des Kantons Bern/Nomenklaturkommission des Kantons Bern, 
Ergänzungsbestimmungen zu den eidgenössischen Weisungen_dCH-2011 betreffend die Erhebung und 
Schreibweise der geografischen Namen der amtlichen Vermessung im deutschen Sprachgebiet des Kantons 
Bern, Ausgabe Februar 2013 (Ergänzungsbestimmungen_dBE_2013, Ergänzungsbestimmungen 2013)
8 Verordnung vom 15. September 2010 über die Nomenklaturkommission (NKV; BSG 215.341.3)
9 Z.B. die altdeutsche Endung -wil, die heute regional als -u ausgesprochen wird: Huttwil/Huttu
10 Z.B. Buchsee/Buchsi, Windspillen/Wispile
11 Z.B. Reute/Rüti, Kusen/Chuese
12 Vgl. insgesamt Weisungen 2011, Anhang, Einführung; Ergänzungsbestimmungen 2013, Ad 1.
13 Weisungen 2011, Grundsätze

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Verbindungen von mundartlichen und schriftsprachlichen Elementen sind zu vermeiden 

(Weisungen 2011, Anhang, Grundsätze). Im Grenzgebiet zum französischen Sprachraum 

kommen vielfach Flurnamen vor, die aus dem früheren frankoprovenzalischen Dialekt 

stammen. Für die Schreibweise dieser Namen gelten eigene Regeln 

(Ergänzungsbestimmungen 2013, Zusatz VI). 

c) In hochdeutscher Schriftsprache werden nur Bauwerke bezeichnet, die noch ihren 

ursprünglichen Zweck dienen, also z.B. Rathaus, Mühle und Kirche, sowie die 

Namenwörter Berg, Feld, Weg und Grat. Andere gehäuft auftretende Namenwörter werden 

wie die übrigen Flurnamen mundartlich notiert. Auch Präpositionen werden mundartlich 

geschrieben (Art. 6 Weisungen 2011; Ergänzungsbestimmungen 2013, ad 3.). 

Bei den Flurnamen Kirchreben, Schiffreben, Wolfreben, Hausplatzreben, Kalchofenrebe, 

Kalchofengraben, Kalchofenlänti und Unterdorf handelt es sich um keine der genannten 

Ausnahmen, die in Schriftsprache geschrieben werden. Sie sind daher mundartlich als 

Chilchräbe, Schiffräbe, Wolfräbe, Husplatzräbe, Chalchoferäbe, Chalchofegrabe, 

Chalchofelänti und Underdorf zu schreiben. Der Flurname Hinter der Kirche bezeichnet 

nicht das Gebäude selber, sondern ein daran anschliessendes Gebiet und muss daher 

ebenfalls mundartlich als Hinder der Chilche geschrieben werden. Bei den Flurnamen 

Unteres Ried, Unter der Festi, Unteres Eichholz und Obere Planches müssen die 

Präpositionen mundartlich geschrieben werden. Dies verhindert auch die unerwünschten 

Zwitterformen. Es muss daher Unders Ried, Under der Festi, Unders Eichholz und Oberi 

Planches heissen.

d) Die Gemeinde Ligerz macht geltend, das K- am Wortanfang (anlautendes K-) werde 

in der Gemeinde nicht als Ch- ausgesprochen. Dies betrifft die Namen Chilchräbe, 

Chalchoferäbe, Chalchofegrabe und Hinder der Chilche. Auch werde nicht hinder bzw. 

under gesprochen, sondern hinger bzw. unger. Dies betrifft die Namen Unders Ried, Under 

der Festi, Unders Eichholz und Oberi Planches.

Lokale Besonderheiten können im Sinne einer überregionalen Harmonisierung nicht immer 

berücksichtigt werden. Dies gilt beispielsweise für die in vielen Gebieten des Kantons Bern 

typische Verschiebung von l nach u (Ergänzungsbestimmungen 2013, ad 3.B.IV). Es ist 

charakteristisch für die schweizerische Mundart, dass das schriftdeutsche K- am 

Wortanfang als Ch- ausgesprochen wird. Es wird daher grundsätzlich auch so geschrieben 

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(Weisungen 2011, Schreibregeln, III.A). Die Verschiebung von -nd- zu -ng- wird nicht 

berücksichtigt, so dass unabhängig von der lokalen Aussprache immer z. B. under statt 

unger geschrieben wird (Ergänzungsbestimmungen, ad. III.B.1).  

Da hierbei das Verhältnis von lokalen Besonderheiten und überregionaler Standardisierung 

betroffen ist, ist auch die Nomenklatur der umgebenden Gemeinden zu beachten. In der 

Nachbargemeinde Twann-Tüscherz wurde die Nomenklatur am 9. Juli 2013 genehmigt. 

Sie enthält zahlreiche Flurnamen mit anlautendem Ch- (z.B. Chrummbode, Chlihölzli, 

Chappelematte, Chros, Chilchräbe), aber keinen einzigen mit anlautendem K-. Ebenso 

werden in Twann-Tüscherz die Präpositionen hinder und under geschrieben, nicht hinger 

und unger. Die Gemeinde Ligerz wäre folglich die einzige Gemeinde mit der Schreibweise 

K- statt Ch- und -ng- statt -nd-. Dies würde von einem Grossteil der Bevölkerung als 

Schreibfehler statt als regionale Besonderheit wahrgenommen. Die von der Gemeinde 

geforderte Schreibweise kann daher nicht gutgeheissen werden.

e) Im Grenzgebiet zum französischen Sprachraum finden sich viele Flurnamen, die auf 

den früheren frankoprovenzalischen Dialekt zurückgehen. Diese Flurnamen wurden häufig 

in standardfranzösischer Schreibform überliefert. Die heute gesprochenen deutschen 

Mundartformen stehen aber der ursprünglichen frankoprovenzalischen Dialektform in der 

Regel näher.14 Die Notierung solcher Flurnamen erfolgt daher möglichst im regionalen 

deutschen Dialekt und nicht in standardfranzösischer Schreibweise 

(Ergänzungsbestimmungen, Zusatz VI).

Die Flurnamen Woueben, Watten, Rawetten und Terrotgraben weisen 

frankoprovenzalische Wurzeln auf. Sie sind deshalb in deutscher Dialektform zu notieren. 

Auf die verdeutschte Endung -n ist zu verzichten. Es muss daher Wuebe, Watte, Rawette 

und Tärograbe heissen.

f) Romanische Flurnamen sind schliesslich in standardfranzösischer Schreibweise zu 

notieren. Da die Gemeinde Ligerz im Sprachgrenzgebiet liegt und nicht in einer rein 

französischsprachigen Umgebung, muss die Schreibweise auch für einen nicht 

ortskundigen Kartenleser zweifelsfrei lesbar sein. Bei frankoprovenzalischen Namen, für 

14 Z.B. frankoprovenzalisch la Rotchetta, mundartlich Rotschete, französisch, la Rochette. 

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die nachweislich eine parallele Tradition mit deutscher und standardfranzösischer 

Schreibweise besteht, kann letztere gewählt werden.

Letzteres ist bei den Flurnamen Wuschette/Vuichette, Oberi Biantsche/Oberi Planches und 

Simenängle/Simonène der Fall. Da bei diesen drei Namen gemäss Stellungnahme des AGI 

vom 18. März 2015 grundsätzlich beide Schreibweisen möglich sind, gab das Rechtsamt 

der Gemeinde Ligerz mit Verfügung vom 2. April 2015 die Gelegenheit zur Stellungnahme. 

Die Gemeinde Ligerz teilte mit Schreiben vom 29. April 2015 mit, dass sie die 

Schreibweisen Wuschette, Oberi Planches und Simonène bevorzugt. Es gibt keinen 

Grund, davon abzuweichen. Die Flurnamen Oberi Planches und Simonène entsprechen 

den in der Genehmigung festgelegten Schreibweisen. Der Flurname Wuschette wurde in 

der Schreibweise Vuichette genehmigt und muss daher angepasst werden. 

g) Die Gemeinde rügt schliesslich, die Flurnamen gehörten zum Marketingkonzept der 

Weinbauern. Die Verwendung von geografischen Bezeichnungen im Weinbau ist im 

Reglement über die kontrollierten Ursprungsbezeichnungen der Rebbaugesellschaften 

Bieler- und Thunersee geregelt.15 Die Bezeichnungen richten sich nach dem Katasterplan 

der Rebbaugesellschaft, nicht nach der Nomenklatur der amtlichen Vermessung (Art. 4 f. 

KUBR). Die Anpassung der Nomenklatur hat daher keine Auswirkung auf die 

geografischen Bezeichnungen der Weinbaulagen. 

h) Damit steht fest, dass der Flurname Vuichette auf Antrag der Gemeinde Ligerz in 

Wuschette geändert wird. Im Übrigen ist die Gemeinde mit ihren Rügen nicht 

durchgedrungen. Die Beschwerde ist abzuweisen.

3. Kosten

Gemeinden werden nur dann Verfahrenskosten auferlegt, wenn sie in ihren 

Vermögensinteressen betroffen sind (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Dies ist vorliegend nicht der 

Fall. Es werden daher keine Verfahrenskosten erhoben. Es werden keine Parteikosten 

gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

15 Reglement über die kontrollierten Ursprungsbezeichnungen der Rebgesellschaften Bielersee und Thunersee 
vom 25. März 2015 (KUBR)

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III. Entscheid

1. Die Genehmigung der amtlichen Vermessung Ligerz Lose 3 und 4 vom 13. 

November 2014 wird wie folgt geändert: 

"Beilage, Verzeichnis der geografischen Namen in der Gemeinde Ligerz mit den definitiven 

Schreibweisen, Ordnungsnr. 18: Wuschette"

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen und die Genehmigung vom 

13. November 2014 bestätigt.

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Einwohnergemeinde Ligerz, handelnd durch den Gemeinderat, eingeschrieben

- Amt für Geoinformation des Kantons Bern (AGI), im Haus

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

B. Egger-Jenzer,

Regierungspräsidentin

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