# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f64694dd-468b-5057-80d5-b3a90ec2e58c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 11.12.2018 I/1-2018/21, I/1-2018/22
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2018-21--I-1-201_2018-12-11.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2018/21, I/1-2018/22

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 19.11.2019

Entscheiddatum: 11.12.2018

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 11.12.2018
Art. 45 Abs. 1 lit. d und e StG (sGS 811.1) und Art. 33 Abs. 1 lit. d und e DBG 
(SR 642.11). Art. 81 Abs. 2 und Art. 82 Abs. 1 BVG (SR 831.40), Art. 3 Abs. 1 
BVV 3 (SR 831.461.3). Eine Altersleistung aus der gebundenen 
Selbstvorsorge (Säule 3a) kann zum Einkauf in die Säule 2 verwendet 
werden, wobei der Einkaufsbetrag von den Einkünften in Abzug gebracht 
werden kann und darin keine Steuerumgehung zu erblicken ist (Urteil der 
Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, vom 11. Dezember 2018, VRKE 
I/1-2018/21, 22).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Markus Frei und Beat Fritsche, Gerichtsschreiberin 

Susanne Schmid Etter

X und Y Z, Rekurrenten und Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuer (Einkommen und Vermögen 2015) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2015)

Sachverhalt:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.- X und Y Z leben in A. Im Jahr 2015 gingen beide einer unselbständigen 

Erwerbstätigkeit nach. Sie besitzen ein Einfamilienhaus in A und ein Ferienhaus im 

Tessin. Am 22. Dezember 2015 bezog X Z aus der Säule 3a eine Kapitalleistung von Fr. 

89'788.69, wofür er am 3. Februar 2016 mit einer getrennt vom übrigen Einkommen 

erhobenen Jahressteuer veranlagt wurde. Ebenfalls am 22. Dezember 2015 tätigte der 

Steuerpflichtige einen Einkauf in seine Pensionskasse in der Höhe von Fr. 85'000.–. 

Diesen Betrag zog er in der Steuererklärung 2015 von den Einkünften ab und 

deklarierte zusammen mit seiner Ehefrau ein steuerbares Einkommen von Fr. 106'400.– 

und ein steuerbares Vermögen von Fr. 5'577'000.–. Das Kantonale Steueramt nahm 

einige Korrekturen vor, unter anderem liess es den Einkauf in die Pensionskasse nicht 

als Beitrag in die berufliche Vorsorge zum Abzug zu. X und Y Z wurden am 2. August 

2017 für die Kantons- und Gemeindesteuer 2015 mit einem steuerbaren Einkommen 

von Fr. 209'200.– und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 5'716'000.– (Anteil Kanton 

St. Gallen Fr. 5'310'000.–) und für die direkte Bundessteuer 2015 mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 190'300.– veranlagt. Mit Entscheiden vom 11. Januar 

2018 wurden die dagegen erhobenen Einsprachen teilweise gutgeheissen und das 

steuerbare Einkommen auf Fr. 200'500.– (Kantons- und Gemeindesteuern) bzw. Fr. 

181'600.– (direkte Bundessteuer) reduziert. Der Abzug für den Einkauf in die zweite 

Säule wurde unverändert nicht gewährt.

B.- Gegen die Einsprache-Entscheide erhoben X und Y Z mit Schreiben vom 30. 

Januar 2018 und Ergänzung vom 9. Februar 2018 Rekurs und Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, der Einkauf in die berufliche Vorsorge 

von Fr. 85'000.– sei zum Abzug zuzulassen und das steuerbare Einkommen für die 

Kantons- und Gemeindesteuer und die direkte Bundessteuer entsprechend zu 

reduzieren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Vernehmlassung vom 4. Mai 2018 beantragte die Vorinstanz unter Verweis auf die 

Einsprache-Entscheide, Rekurs und Beschwerde seien abzuweisen.

Auf die von den Beteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten Ausführungen 

wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.- Betrifft das Verfahren sowohl die Kantonssteuern als auch die direkte 

Bundessteuer, sind zwei Entscheide zu fällen. Diese können zwar beide im gleichen 

Dokument enthalten sein; dieses muss jedoch eine getrennte Begründung und ein 

getrenntes Dispositiv aufweisen, oder zumindest ein Dispositiv, das die beiden Steuern 

auseinanderhält (BGE 130 II 509 E. 8.3). Nach einem neueren Urteil könne im Dispositiv 

sogar auf eine Unterscheidung zwischen beiden Steuern verzichtet werden, wenn die 

entschiedene Rechtsfrage im Bundesrecht und im harmonisierten kantonalen Recht 

gleich geregelt sei und für beide Kategorien von Steuern gleich begründet werden 

könne. Aus der Begründung müsse dann aber klar hervorgehen, dass der Entscheid 

sowohl für die direkte Bundessteuer als auch für die Kantons- und Gemeindesteuern 

gelte (BGE 135 II 260 E. 1.3.1). Gleichwohl entscheidet das Bundesgericht auch bei 

Fragen, die sowohl auf Bundes- als auch auf kantonaler Ebene übereinstimmend 

geregelt sind, mit separaten Dispositiven (vgl. z.B. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

2C_560/2014 und 2C_561/2014 vom 30. September 2015). Im Einklang damit werden 

der Rekurs und die Beschwerde vorliegend in einem einzigen Dokument behandelt, 

wobei im gemeinsamen Dispositiv beide Steuern auseinandergehalten werden.

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Rekurs und Beschwerde vom 30. Januar 2018 sind 

rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen zusammen mit der Ergänzung vom 9. 

Februar 2018 in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs.1 des St. Galler Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 

2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; 

Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; 

Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

abgekürzt: VRP). Auf Rekurs und Beschwerde ist einzutreten.

3.- Umstritten ist, ob der Einkauf in die Pensionskasse des Rekurrenten in der Höhe 

von Fr. 85'000.– von den Einkünften in Abzug gebracht werden kann.

a) Die Rekurrenten machen zur Hauptsache geltend, gestützt auf die kantonalen und 

eidgenössischen gesetzlichen Bestimmungen seien die gemäss Gesetz, Statuten oder 

Reglement geleisteten Einlagen, Prämien, Beiträge etc. an Einrichtungen der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

beruflichen Vorsorge in Übereinstimmung mit Art. 81 Abs. 2 BVG von den Einkünften 

abziehbar. Eine Ausnahme bestehe für Einkaufsbeiträge, die aus Kapitalzahlungen 

stammten, welche bei einem Stellenwechsel vom Arbeitgeber oder von Einrichtungen 

der beruflichen Vorsorge ausgerichtet und innert Jahresfrist zum Einkauf in eine 

Einrichtung der beruflichen Vorsorge verwendet würden. In jenen Fällen werde die 

Kapitalzahlung nicht besteuert und könne der Einkauf nicht abgezogen werden. 

Entgegen der Ansicht der Vorinstanz liege beim Rekurrenten aber kein solch 

steuerneutraler Transfer vor. Es fehle einerseits am erforderlichen Stellenwechsel, 

andrerseits liege keine Kapitalauszahlung eines Arbeitgebers oder einer Einrichtung der 

beruflichen Vorsorge, sondern ein Bezug aus der Säule 3a vor. Das Vorgehen des 

Rekurrenten liege im rechtlich zulässigen Rahmen und sei gesetzeskonform. Eine 

Verrechnung von Auszahlungen aus der Säule 3a mit Einkäufen in die Säule 2 sei nicht 

zulässig und würde eine Schlechterstellung gegenüber jener Person bedeuten, welche 

dieselben Einkäufe vornehme und die Säule 3a erst nachher auflöse. Es liege auch 

keine Steuerumgehung vor. Weder die Ausrichtung angesparter Gelder in der Säule 3a 

nach Erreichen des 60. Altersjahres noch der in den letzten Jahren vor der 

Pensionierung erfolgte Einkauf seien absonderlich. Der Rekurrent habe sodann per 31. 

Dezember 2015 über ein Wertschriftenvermögen von Fr. 5'348'714.– verfügt, welches 

ihm ermöglicht hätte, die Einkäufe auch ohne Ausrichtung aus der Säule 3a 

vorzunehmen. Mit der Einzahlung in die Säule 2 sei tatsächlich eine Verbesserung des 

Vorsorgeschutzes eingetreten. Bei der Säule 3a handle es sich nämlich um ein reines 

Kapitalsparkonto.

Die Vorinstanz erwog im Einsprache-Entscheid, soweit auf den vorliegenden 

Sachverhalt zutreffend, bei der Überführung des Vorsorgevermögens der Säule 3a in 

eine berufliche Vorsorgeeinrichtung sei zu unterscheiden, ob die Überführung im 

Zusammenhang mit einer vorzeitigen oder mit einer ordentlichen Ausrichtung der 

Altersleistung erfolge. Im ersten Fall müsse die Leistung für den Einkauf in eine 

steuerbefreite Vorsorgeeinrichtung verwendet werden. Eine solche Übertragung sei 

steuerneutral. Mit Blick auf Praxis, Lehre und bundesgerichtliche Rechtsprechung sei 

die analoge Anwendung von Art. 24 lit. c DBG bzw. Art. 37 lit. d StG bei 

Kapitalleistungen aus Vorsorge bzw. Altersleistungen der Säule 3a auch im zweiten Fall 

korrekt. Da die Mittel dem Vorsorgezweck verhaftet blieben, seien sie erst bei der 

endgültigen Auszahlung als Einkommen zu erfassen. Im Gegenzug sei der Einkauf bis 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zur Höhe des Kapitalbezugs nicht abziehbar. Ein Stellenwechsel sei dafür nicht 

zwingend nötig. Es sei sogar vertretbar, in Konstellationen wie der vorliegenden den 

restriktiv zu interpretierenden Art. 38 DBG bzw. Art. 52 StG als nicht anwendbar zu 

betrachten.

b) In Art. 111 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt: BV) ist das Dreisäulenprinzip 

für die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge verankert. Die drei Säulen sind 

die eidgenössische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (Säule 1), die 

berufliche Vorsorge (Säule 2) und die Selbstvorsorge (Säule 3). Die Säule 1, welche alle 

natürlichen Personen obligatorisch umfasst, die in der Schweiz wohnen oder einer 

Erwerbstätigkeit nachgehen, dient der Deckung des Existenzbedarfs. Die kollektive 

Personalvorsorge durch den Arbeitgeber wird als Säule 2 oder berufliche Vorsorge 

bezeichnet. Sie soll die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener 

Weise ermöglichen. Vervollständigt wird dieses Konzept durch die Säule 3, mit der die 

kollektiven Massnahmen der anderen beiden Säulen entsprechend den persönlichen 

Bedürfnissen ergänzt werden können und in welcher der Einzelne durch Sparen und 

Abschluss von Versicherungen Selbstvorsorge betreibt (Richner/Frei/Kaufmann/

Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 22 N 4). Den drei Säulen 1, 2 

und 3a gemeinsam ist, dass die geleisteten Beiträge von den Einkünften abgezogen 

werden können (bei der Säule 3a bis zu einem vom Bundesrat festgelegten 

Höchstbetrag) und diese erst im Zeitpunkt der Altersleistung – sie dies als Rente oder 

als Kapitalleistung – besteuert werden.

Für die Säule 2 sieht Art. 81 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (SR 831.40, abgekürzt: BVG) vor, dass die von 

den Arbeitnehmern und Selbständigerwerbenden nach Gesetz oder reglementarischen 

Bestimmungen geleisteten Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen bei den direkten Steuern 

des Bundes, der Kantone und Gemeinden abziehbar sind. In Ausführung dieser 

Bestimmung können nach Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG bzw. Art. 45 Abs. 1 lit. d StG die 

nach Gesetz, Statut oder Reglement geleisteten Einlagen, Prämien und Beiträge an die 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und an Einrichtungen der 

beruflichen Vorsorge von den Einkünften abgezogen werden. Darunter fallen 

insbesondere Einkäufe von Lohnerhöhungen, fehlenden Beitragsjahren und 

Vorfinanzierungen von Frühpensionierungen bei der beruflichen Vorsorge.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Nach Art. 82 Abs. 1 BVG können Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende auch 

Beiträge für weitere, ausschliesslich und unwiderruflich der beruflichen Vorsorge 

dienende, anerkannte Vorsorgeformen abziehen (Säule 3a). Art. 33 Abs. 1 lit. e DBG 

bzw. Art. 45 Abs. 1 lit. e StG sehen entsprechend vor, dass die Einlagen, Prämien und 

Beiträge zum Erwerb von vertraglichen Ansprüchen aus anerkannten Formen der 

gebundenen Selbstvorsorge abziehbar sind.

Alle Einkünfte aus der beruflichen Vorsorge (Säule 2) und aus anerkannten Formen der 

gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) – sei dies bei ordentlicher Auszahlung der 

Altersleistung oder im Fall einer vorzeitigen Barauszahlung zwecks Erwerbs von 

Wohneigentum, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder endgültigen 

Verlassens der Schweiz – sind im Gegenzug nach Art. 22 Abs. 1 DBG bzw. Art. 35 Abs. 

1 StG grundsätzlich voll steuerbar (vgl. auch Art. 83 BVG). Der Einkommenssteuer nicht 

unterworfen sind jedoch Kapitalleistungen, die bei Stellenwechsel vom Arbeitgeber 

oder von Einrichtungen der beruflichen Vorsorge ausgerichtet werden, wenn sie der 

Empfänger innert Jahresfrist zum Einkauf in eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge 

oder zum Erwerb einer Freizügigkeitspolice verwendet (vgl. Art. 24 lit. c DBG bzw. Art. 

37 lit. d StG). Dies ist eine Folge des Prinzips der Freizügigkeit bei Auflösung eines 

Vorsorgeverhältnisses, ohne dass der Vorsorgefall eingetreten ist (vgl. Art. 2 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und 

Invalidenvorsorge, SR 831.42, abgekürzt: FZG).

Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die steuerliche Abzugsberechtigung für 

Beiträge an anerkannte Vorsorgeformen (SR 831.461.3, abgekürzt: BVV 3) dürfen die 

Altersleistungen aus der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) frühestens fünf Jahre 

vor dem ordentlichen Rentenalter der AHV ausgerichtet werden. Eine vorzeitige 

Ausrichtung ist nach Abs. 2 lit. b von Art. 3 BVV 3 unter anderem zulässig, wenn das 

Vorsorgeverhältnis aufgelöst wird, weil der Vorsorgenehmer die ausgerichtete Leistung 

für den Einkauf in eine steuerbefreite Vorsorgeeinrichtung oder für eine andere 

anerkannte Vorsorgeform verwendet. Die steuerliche Konsequenz eines solchen 

Vorgehens ist gesetzlich nicht geregelt. Gemäss Ziff. 6.3 des Kreisschreibens Nr. 18 

der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: KS-EStV) vom 17. Juli 2008 muss 

die Überweisung des Vorsorgeguthabens in diesem Fall direkt vom Säule 3a-

Vorsorgeträger an die berufliche Vorsorgeeinrichtung erfolgen. Die Übertragung ist 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dann steuerneutral. Das transferierte Guthaben gelangt im Zeitpunkt der Überweisung 

nicht zur Besteuerung und der Einkauf kann steuerlich nicht zum Abzug gebracht 

werden. Eine solche Übertragung ist auch nach Erreichen des 59./60. Altersjahres 

möglich, sofern die versicherte Person dies verlangt (Schweizerische Steuerkonferenz 

SSK Vorsorge und Steuern, A.8.2.1, nachfolgend SSK).

c) Im vorliegenden Fall liess sich der Rekurrent und Beschwerdeführer sein Konto der 

Säule 3a bei der Bankstiftung C im 63. Altersjahr auszahlen, was abgesehen vom 

Erreichen des Alters voraussetzungslos möglich ist. Es handelte sich dabei um eine 

Auszahlung altershalber nach Art. 3 Abs. 1 BVV 3 (vgl. die Bescheinigung der 

Bankstiftung in act. 12/1.9: Auszahlungsgrund "Erlebensfall") und nicht um eine 

vorzeitige Ausrichtung, wie sie in Art. 3 Abs. 2 lit. b BVV 3 geregelt wird. Letztere ist nur 

zulässig, wenn das Geld in die berufliche Vorsorge oder in eine andere Säule 3a 

eingebracht wird. Beim Rekurrenten und Beschwerdeführer war jedoch mit Erreichen 

des erforderlichen Alters (fünf Jahre vor dem ordentlichen Rentenalter, vgl. Art. 3 Abs. 1 

BVV 3) die Voraussetzung für eine ordentliche Ausrichtung der Kapitalleistung 

gegeben. Art. 3 Abs. 2 lit. b BVV 3, der gemäss Praxis der Steuerbehörden – welche 

hier nicht näher zu prüfen ist – eine steuerneutrale Abwicklung der Kapitalleistung bzw. 

des Einkaufs zur Folge hat, ist somit nicht anwendbar. Dass die Praxis der 

Steuerbehörden einen solchen Transfer auch nach Überschreiten der Altersgrenze 

zulässt, sofern die versicherte Person dies verlangt, vermag daran nichts zu ändern, da 

der Rekurrent und Beschwerdeführer keinen entsprechenden Antrag stellte. Eine 

gesetzliche Vorschrift, welche in dieser Situation eine Überführung der Konten der 

Säule 3a in die Säule 2 vorschreibt, gibt es nicht.

Mit der altershalben Auszahlung war der Vorsorgezweck der über Jahre in die Säule 3a 

einbezahlten Gelder erreicht und die Kapitalleistung für den Empfänger frei verfügbar. 

Sie hatte den Vorsorgekreislauf verlassen. Eine Pflicht, das Geld weiterhin für 

Vorsorgezwecke gebunden zu halten, bestand nicht mehr. Jene Mittel waren nicht 

mehr dem Vorsorgezweck verhaftet, sie stellten kein gebundenes Vorsorgekapital mehr 

dar. Die Kapitalleistung von Fr. 89'788.69 wurde von der Vorinstanz denn auch 

folgerichtig mit einer separat vom übrigen Einkommen berechneten Jahressteuer 

besteuert. Art. 38 DBG bzw. Art. 52 StG nicht anzuwenden, wie die Vorinstanz es als 

vertretbar erachtet, kann angesichts der klaren gesetzlichen Bestimmungen nicht 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

angehen und würde einen Verstoss gegen das Legalitätsprinzip darstellen. Die 

erwähnte Problematik der systemwidrigen separaten Besteuerung manifestiert sich 

zudem nur bei der Säule 2, welche als Kapitalleistung oder als Rente ausbezahlt 

werden kann. Die Säule 3a einer Bankstiftung wird hingegen stets als Kapitalleistung 

ausbezahlt.

Da das für den Einkauf in die Pensionskasse des Rekurrenten und Beschwerdeführers 

verwendete Geld weder von seinem Arbeitgeber noch aus einer Einrichtung der 

beruflichen Vorsorge – eine Bankstiftung nach Art. 1 Abs. 1 lit. b BVV 3 fällt nämlich 

nicht darunter – stammt und der Vorsorgefall bei der Säule 3a mit Ausrichtung der 

ordentlichen Altersleistung bereits eingetreten ist, sind Art. 24 lit. c DBG bzw. Art. 37 lit. 

d StG sodann weder direkt noch analog anwendbar. Diese Bestimmungen regeln die 

Besteuerung von Kapitalleistungen, die innerhalb der beruflichen Vorsorge (Säule 2) 

verschoben werden, mithin von Geldern, die der Vorsorge verhaftet sind, da der 

Vorsorgefall noch nicht eingetreten ist. Der Rekurrent durfte das aus der Säule 3a 

ordentlich ausbezahlte Geld jedoch frei verwenden, und zwar auch für einen Einkauf in 

die berufliche Vorsorge (Säule 2). Dass dieser Einkauf in der Höhe von Fr. 85'000.– 

nach Gesetz, Statut oder Reglement nicht zulässig gewesen wäre und daher nach Art. 

33 Abs. 1 lit. d DBG bzw. Art. 45 Abs. 1 lit. d StG nicht von den Einkünften in Abzug 

gebracht werden könnte, wird von der Vorinstanz nicht geltend gemacht. Etwas 

Gegenteiliges ist aus den Akten auch nicht ersichtlich.

Anders als in den von der Vorinstanz zitierten Bundesgerichtsentscheiden liegt weder 

ein Fall einer ohne Barauszahlungsgrund getätigten, vorsorgewidrigen Kapitalleistung 

einer Vorsorgeeinrichtung (BGer 2C_204/2016 vom 9. Dezember 2016, 2C_156/2010 

vom 7. Juni 2011) noch ein solcher einer Abgangsentschädigung des Arbeitgebers mit 

Vorsorgecharakter vor (BGer 2C_809/2013 vom 31. März 2014). Ein gleich gelagerter 

Fall wurde vom Bundesgericht bisher noch nie beurteilt. Die Beispiele der SSK (A.8.2.1 

und B.6.2.1) beziehen sich auf den Einkauf von Versicherungsjahren mit Mitteln der 

Säule 3a im Rahmen einer vorzeitigen Ausrichtung der Altersleistung. Im KS-EStV Nr. 

41 vom 18. September 2014 werden steuerliche Fragen im Zusammenhang mit dem 

Freizügigkeitsgesetz geregelt. Dieses betrifft daher nur die Säule 2. Hinzu kommt, dass 

die Praxis der Vorinstanz eine Ungleichbehandlung mit Steuerpflichtigen zur Folge 

hätte, welche den Einkauf in die Säule 2 tätigen und die Säule 3a erst später auflösen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die Verrechnung von Auszahlungen aus der Säule 3a mit Einzahlungen in die Säule 2 

und damit deren steuerneutrale Behandlung in den letzten fünf Jahren vor Erreichen 

des AHV-Alters gegen den Willen des Steuerpflichtigen erweist sich daher nicht als 

zulässig.

d) Soweit die Vorinstanz im Vorgehen des Rekurrenten und Beschwerdeführers eine 

Steuerumgehung erblickt, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Eine solche liegt 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 138 II 239 E. 4.1 mit 

Hinweisen) vor, wenn (1.) eine von den Beteiligten gewählte Rechtsgestaltung als 

ungewöhnlich, sachwidrig oder absonderlich, jedenfalls den wirtschaftlichen 

Gegebenheiten völlig unangemessen erscheint, wenn (2.) zudem anzunehmen ist, dass 

die gewählte Rechtsgestaltung missbräuchlich lediglich deshalb getroffen wurde, um 

Steuern einzusparen, die bei sachgemässer Ordnung der Verhältnisse geschuldet 

wären, und wenn (3.) das gewählte Vorgehen tatsächlich zu einer erheblichen 

Steuerersparnis führen würde, sofern es von der Steuerbehörde hingenommen würde.

Weder die Ausrichtung angesparter Beträge in der Säule 3a ab dem 59./60. Altersjahr 

noch der in den letzten beiden Jahren vor der Pensionierung erfolgte Einkauf in die 

berufliche Vorsorge erscheinen als ungewöhnlich. Das Vorgehen des Rekurrenten und 

Beschwerdeführers lag im rechtlich vorgegebenen Rahmen, auch wenn die Auszahlung 

und der Einkauf am selben Tag erfolgten. Da der Rekurrent und Beschwerdeführer 

zusammen mit seiner Ehefrau Ende 2015 über ein Wertschriftenvermögen von über 

Fr. 5'000'000.– verfügte, hätte er den Einkauf auch mit Mitteln aus seinem Vermögen 

finanzieren können. Da der Bezug aus der Säule 3a altershalber erfolgte und jenes Geld 

daher nicht mehr dem Vorsorgezweck verhaftet, sondern frei verwendbar war – es 

hätte auch für den Kauf eines Autos, für Ferien, etc. ausgegeben werden können –, 

stellt der Einkauf in die Säule 2 entgegen der Ansicht der Vorinstanz eine Verbesserung 

der Vorsorgesituation des Rekurrenten und Beschwerdeführers dar. Seine künftige 

Rente erhöhte sich dadurch. Es ist daher nicht davon auszugehen, dass er mit seinem 

Vorgehen einzig und allein bezweckte, Guthaben der Säule 3a in die Säule 2 zu 

transferieren, um damit Steuern zu sparen. Hätte er sich die Säule 3a einige Zeit nach 

dem Einkauf in die Säule 2 auszahlen lassen, wäre eine Steuerumgehung kein Thema 

gewesen, obschon damit im Jahr 2015 dieselbe Steuerersparnis, nämlich ein Abzug 

von Fr. 85'000.–, eingetreten wäre. Der vorliegende Sachverhalt ist nicht vergleichbar 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

mit jenem, der BGer 2C_230/2015 vom 3. Februar 2016 zugrunde lag, wo es um 

Einkäufe in die Vorsorgeeinrichtung bei späterem Bezug einer Kapitalleistung innerhalb 

von drei Jahren ging, was gestützt auf Art. 79b BVG unzulässig ist.

e) Die vom Rekurrenten und Beschwerdeführer im Jahr 2015 geleistete Einlage in der 

Höhe von Fr. 85'000.– in eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge ist daher gestützt 

auf Art. 33 Abs. 1 lit. d DBG bzw. Art. 45 Abs. 1 lit. d StG zum Abzug zuzulassen. Das 

steuerbare Einkommen der Kantons- und Gemeindesteuern 2015 und der direkten 

Bundessteuer 2015 ist entsprechend anzupassen.

4.- Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Rekurs und die Beschwerde 

gutzuheissen und die vorinstanzlichen Einsprache-Entscheide vom 11. Januar 2018 

betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2015 sowie die direkte Bundessteuer 

2015 aufzuheben sind. Die Angelegenheit ist zu neuen Entscheiden im Sinne der 

Erwägungen und zur neuen Ausscheidung der Kantons- und Gemeindesteuern 2015 an 

die Vorinstanz zurückzuweisen (vgl. Art. 56 Abs. 1 VRP).

5.- a) Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom Staat zu 

tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP und Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von je Fr. 

800.– ist angemessen (Art. 144 Abs. 5 DBG, Art. 7 Ziff. 122 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Die geleisteten Kostenvorschüsse in gleicher 

Höhe sind den Rekurrenten und Beschwerdeführern zurückzuerstatten.

b) Die Rekurrenten und Beschwerdeführer stellen ein Entschädigungsbegehren. Nicht 

vertretenen Privatpersonen wird bei Obsiegen auf Antrag eine Umtriebsentschädigung 

zugesprochen (vgl. Art. 98  VRP; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Galler Diss. 2004, S. 200 mit Hinweisen; VRKE I/

2-2011/39 vom 20. Oktober 2011, in: www.gerichte.sg.ch). Vorliegend erscheint eine 

Entschädigung von Fr. 400.– als angemessen. Entschädigungspflichtig ist der Staat 

(Kantonales Steueramt).

Entscheid:

1.  Der Rekurs wird gutgeheissen. Der Einsprache-Entscheid vom 11. Januar 2018 wird

     aufgehoben und die Angelegenheit zu neuem Entscheid im Sinne der Erwägungen 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/11

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und

     zu neuer Ausscheidung der Kantons- und Gemeindesteuern 2015 an die Vorinstanz

     zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Einsprache-Entscheid vom 11. Januar 2018

     wird aufgehoben und die Angelegenheit zu neuem Entscheid im Sinne der 

Erwägungen

     an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.  Die amtlichen Kosten von je Fr. 800.– für das Rekurs- und das 

Beschwerdeverfahren

     werden dem Staat auferlegt. Die Kostenvorschüsse von je Fr. 800.– werden den

     Rekurrenten und Beschwerdeführern zurückerstattet.

4.  Der Staat (Kantonales Steueramt) entschädigt die Rekurrenten und 

Beschwerdeführer

     mit Fr. 400.–.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 11.12.2018
	Art. 45 Abs. 1 lit. d und e StG (sGS 811.1) und Art. 33 Abs. 1 lit. d und e DBG (SR 642.11). Art. 81 Abs. 2 und Art. 82 Abs. 1 BVG (SR 831.40), Art. 3 Abs. 1 BVV 3 (SR 831.461.3). Eine Altersleistung aus der gebundenen Selbstvorsorge (Säule 3a) kann zum Einkauf in die Säule 2 verwendet werden, wobei der Einkaufsbetrag von den Einkünften in Abzug gebracht werden kann und darin keine Steuerumgehung zu erblicken ist (Urteil der Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, vom 11. Dezember 2018, VRKE I/1-2018/21, 22).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte