# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52d7eb53-a048-5bdf-a4aa-e5359825d2c4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.10.2010 C-7232/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7232-2008_2010-10-28.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-7232/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Alberto Meuli, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Deutschland),
vertreten durch Rechtsanwalt Ralf Hofmann, Y._______ 
(Deutschland),
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X.________,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA 
vom 15. Oktober 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-7232/2008

Sachverhalt:

A.
A._______,  geboren  am  (...)  1948  (nachfolgend  Versicherter  oder 
Beschwerdeführer),  ist  deutscher  Staatsangehöriger  und  wohnt  in 
Deutschland.  Der  gelernte  Maschinenschlosser  arbeitete  ab  August 
1987 in der Schweiz, zuletzt ab Oktober 2002 bei der B._______ AG in 
W._______ als Operateur/Stanzer und leistete Beiträge an die schwei-
zerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung.  Das 
Arbeitsverhältnis  wurde  aus  gesundheitlichen  Gründen  per  31. März 
2005 aufgelöst (act. IV/1.15-18, 4, 5.4).

B.
B.a Am 12. August 2006 meldete sich der Versicherte bei der Sozial-
versicherungsanstalt  V._______,  IV-Stelle  (nachfolgend:  SVA),  zum 
Leistungsbezug an und beantragte eine Invalidenrente. Er machte als 
Grund  seiner  seit  August  2004  bestehenden  Arbeitsunfähigkeit  gel-
tend, im Nachgang zu einem im Dezember 1998 operierten Meninge-
om [Tumor] im Bereich der Halswirbelsäule C3 leide er an wieder auf-
tretenden starken Kopf- und Rückenschmerzen (act. IV/1).

B.b Die  SVA holte  einen  Fragebogen  des  Arbeitgebers  sowie  eine 
medizinische Dokumentation der behandelnden Ärzte ein (act. IV/5, 6). 
Auf  Veranlassung  des  regionalärztlichen  Dienstes  (RAD), 
Dr. C._______, FMH für allgemeine Medizin, liess sie den Versicherten 
ausserdem  im Oktober/November  2006  und  im  März  2007  im 
D._______  (nachfolgend:  MEDAS)  polydisziplinär  (allgemeinmedizi-
nisch, rheumatologisch und psychiatrisch) begutachten (act. IV/7, 9).

B.c Am  27.  April  2007  teilte  die  SVA dem  Versicherten  mit  Vorbe-
scheid  mit,  er  habe  bei  einem ermittelten  IV-Grad  von  30% keinen 
Anspruch auf eine Invalidenrente (act. IV/13). 

B.d Am  8.  Mai  2007  legte  der  Versicherte  gegen  den  Vorbescheid 
„Widerspruch“ ein und teilte der SVA unter Vorlage eines Berichts von 
Dr. E._______, Facharzt für Orthopädie, vom 20. April 2007 mit, sein 
Gesundheitszustand habe sich stark verschlechtert. Neben dem HWS-
Syndrom  sei  eine  schwere  Spondylose  der  Lendenwirbelsäule  fest-
gestellt  worden,  weshalb  unerträgliche Schmerzen sein  Leben  stark 
verändert und Therapien bisher keine Linderung gebracht hätten (act.  
IV/14).

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Die SVA holte nochmals eine Stellungnahme des RAD vom 22. Mai 
2007 ein (act. IV/15). 

Am 8. Juni 2007 wies die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA 
(Vorinstanz)  das  Leistungsbegehren  ab.  Sie  begründete  dies  damit, 
dass  beim  Versicherten  gestützt  auf  das  eingeholte  Gutachten  bei 
einem IV-Grad von 30% keine invaliditätsrelevante Einschränkung be-
stehe. Der mit  dem Einwand eingereichte Arztbericht vermöge daran 
nichts zu ändern (act. IV/19).

B.e Der Versicherte reichte gegen diesen Bescheid am 28. Juni 2007 
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein (act. IV/20.1). Er be-
antragte sinngemäss eine weitere Untersuchung bei einem unabhän-
gigen  Facharzt.  Eventualiter  sei  der  Invaliditätseinschätzung  seines 
behandelnden Orthopäden stattzugeben (act. IV/20.1-2).

B.f Die  Vorinstanz  beantragte  am  3.  September  2007  vernehmlas-
sungsweise,  die  Beschwerde  sei  abzuweisen  und  die  angefochtene 
Verfügung sei zu bestätigen (C-4455/2007 act. 4). 

B.g Der  nunmehr  durch  Rechtsanwalt  Ralf  Hofmann vertretene  Be-
schwerdeführer machte in seiner Replik geltend, es sei nicht nachvoll -
ziehbar, weshalb die unbestrittenen Einschränkungen der Brust-  und 
Lendenwirbelsäule unberücksichtigt geblieben seien und hielt  an sei-
nem Antrag auf  Untersuchung durch einen unabhängigen orthopädi-
schen Gutachter fest. Im Übrigen reichte er weitere aktuelle ärztliche 
Berichte nach (C-4455/2007 act. 7, 10).

B.h Auf Veranlassung des RAD beantragte die Vorinstanz im Rahmen 
der Duplik vom 5. Dezember 2007 die Aufhebung der Verfügung vom 
8. Juni 2007 und die Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung durch die IV-Stelle (act. C-4455/2007 act. 12).

B.i Das  Bundesverwaltungsgericht  hiess  die  Beschwerde  mit  Urteil 
vom 21. Februar 2008 in dem Sinne gut,  als  dass es die Verfügung 
vom 8. Juni 2007 aufhob und die Sache zur weiteren Abklärung an die 
Vorinstanz zurückwies (act. C-4455/2007 act. 19).

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C.
C.a Die SVA holte in der Folge bei Dr. med. F.________, Facharzt für 
Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, ein rheuma-
tologisches  Gutachten  vom  11.  Juli  2008  ein  (act.  IV/34).  Darauf 
gestützt stellte der RAD am 28. Juli 2008 fest, das Gutachten sei aus 
medizinischer  Sicht  nachvollziehbar.  Die  zu  hinterfragenden  medizi-
nischen Probleme seien erfasst und nachvollziehbar beurteilt worden. 
Weitere Akten müssten nicht eingeholt werden (act. IV/35).

Mit  Vorbescheid  vom 5. August  2008 teilte  die  SVA dem Beschwer-
deführer mit, aufgrund ihrer Abklärungen habe sich ein Invaliditätsgrad 
von 29% ergeben. Es bestehe deshalb kein Anspruch auf eine Invali-
denrente,  weshalb  das  Leistungsbegehren  abgewiesen  werde  (act. 
IV/37).

C.b Am 12. August  2008  reichte  der  Beschwerdeführer  seinen  Ein-
wand ein und machte geltend, das Ergebnis der medizinischen Unter-
suchung sei für ihn nicht nachvollziehbar. Weiter reichte er am 2. Sep-
tember  2008  drei  aktuelle  Berichte  der  behandelnden  Ärzte  Dr. 
G._______,  Arzt  für  Innere  Medizin,  Dr.  H._______,  Facharzt  für 
Neurologie, sowie Dr. E._______, Facharzt für Orthopädie und Unfall-
chirurgie, ein (act. IV/39).

C.c Der RAD nahm am 11. September 2008 nochmals Stellung (act. 
IV/40).

Mit Verfügung vom 15. Oktober 2008 (act. IV/45) wies die Vorinstanz 
das  Leistungsbegehren  ab. Sie  begründete  diesen  Entscheid  insbe-
sondere gestützt auf das neu eingeholte rheumatologische Gutachten. 
Danach sei dem Versicherten noch eine leidensangepasste Tätigkeit in 
einer  leichten bis  mittelschweren Tätigkeit,  ohne  Zwangshaltung  der 
Halswirbelsäule oder des Oberkörpers, ohne Bedienen von Maschinen 
und Autofahren,  im Rahmen eines vollen  Arbeitspensums zumutbar. 
Es ergebe sich ein IV-Grad von 30%, weshalb er keinen Anspruch auf 
eine Invalidenrente habe.

C.d Am 10. November 2008 erhob der Beschwerdeführer – wiederum 
vertreten  durch  Rechtsanwalt  Ralf  Hofmann  –  beim  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde und beantragte die Aufhebung der Verfügung 
vom 15. Oktober 2008 sowie die Zusprache einer ganzen Invalidenren-
te (act. 1). Er begründete seine Beschwerde damit, dass seine körper-

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lichen Beschwerden und der allgemeine Gesundheitszustand sich ver-
schlechtert  hätten.  Aufgrund  der  Feststellungen  der  behandelnden 
Ärzte sei  die Auffassung der  Vorinstanz weder nachvollziehbar noch 
hinnehmbar, dass er im Rahmen eines vollen Arbeitspensums arbeiten 
könne,  dies  sei  schon  aufgrund  der  Folgen  der  Tumoroperation  der 
Halswirbelsäule und der Erforderlichkeit der Morphiumeinnahme nicht 
möglich.  Hinzu  kämen  erhebliche  degenerative  Veränderungen  der 
Lenden- und Brustwirbelsäule, weshalb er nur noch für eine Tätigkeit 
von unter drei Stunden täglich einsetzbar sei.

C.e In ihrer Vernehmlassung vom 29. Dezember 2008 beantragte die 
Vorinstanz gestützt auf die ausführlich begründete Stel lungnahme der 
SVA vom 17. Dezember 2008, die Beschwerde sei abzuweisen und die 
angefochtene Verfügung sei zu bestätigen (act. 3, 3a). 

C.f Am  3.  März  2009  (Poststempel)  reichte  der  Beschwerdeführer 
seine  Replik  zusammen  mit  je  einem  ärztlichen  Attest  von  Dr. 
H._______ vom 11. Februar 2009 und von Dr. I._______, Facharzt für 
Allgemeinmedizin vom 29. Januar 2009, ein (act. 7). 

Er bestand darauf, dass sich sein Gesundheitszustand insofern erheb-
lich  verschlechtert  habe,  als  dass  er  aufgrund  der  kontinuierlichen 
Schmerztherapie mit Morphium, auf welche er nicht verzichten könne, 
und  deren  Nebenwirkungen  beruflich  nicht  mehr  leistungsfähig  sei. 
Weiter widersprach er der Argumentation der Vorinstanz, das Gutach-
ten von Dr. F.________ sei unabhängig. Er habe festgestellt, dass die-
ser im selben Gebäude wie die Vorinstanz residiere. Daher sei davon 
auszugehen, dass er regelmässig von der Vorinstanz beauftragt werde 
und unter diesen Umständen sicher nicht von einer Neutralität auszu-
gehen sei. Somit könne die Objektivität von Dr. F.________ genauso 
bezweifelt  werden wie diejenige seiner behandelnden Ärzte. Im Übri-
gen  sei  die  Beurteilung  von  Dr.  F.________  auch  inhaltlich  nicht 
objektiv.

C.g Die Vorinstanz hielt in ihrer Duplik vom 15. April  2009 unter Be-
zugnahme auf die Stellungnahme der SVA an ihren Anträgen fest. Die 
SVA hatte bezüglich der neu eingereichten ärztlichen Berichte und der 
Vorwürfe  in  der  Replik  Rücksprache  mit  Dr. F.________  genommen 
(act.  11)  und  führte  aus,  dieser  weise  die  Unterstellungen  des 
Beschwerdeführers  bezüglich  der  Neutralität  vehement  zurück  und 
halte im Übrigen an den im Gutachten ermittelten Ergebnissen fest. 

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Die  SVA  ergänzte  in  ihrer  Stellungnahme  weiter,  der  Beschwerde-
führer  habe im Rahmen des Abklärungsverfahrens keine Ausstands- 
oder Ablehnungsgründe gegenüber dem Gutachter vorgebracht, wes-
halb diese Rüge im Rahmen des Beschwerdeverfahrens zu spät  er-
folgt sei.

C.h Der Beschwerdeführer blieb in seiner Triplik vom 25. Mai 2009 bei 
seiner Auffassung, dass dem fraglichen Gutachten von Dr. F.________ 
nicht die volle Beweiskraft zuzuerkennen sei. Ausserdem sei dieser ein 
Rheumatologe,  er  leide jedoch an einer orthopädischen Erkrankung, 
weshalb er von einem Orthopäden hätte begutachtet werden müssen. 
Er habe weiter die Beurteilung von Dr. F.________ dem behandelnden 
Orthopäden  Dr.  E._______  vorgelegt.  Gemäss  dessen  Beurteilung 
würden  bei  Dr.  F.________  Fehleinschätzungen  vorliegen,  die  drin-
gend einer Korrektur bedürften. Der Replik lag eine ausführliche Stel -
lungnahme des Orthopäden und Unfallchirurgen Dr. E._______ vom 
22. Mai 2009 und des Physiotherapeuten J._______ vom 15. Mai 2009 
bei (act. 17).

Der  Aufforderung,  einen  Kostenvorschuss  zu  leisten,  kam  der  Be-
schwerdeführer fristgemäss nach (act. 14).

C.i In ihrer Quadruplik vom 18. August 2009 hielt die Vorinstanz nach 
Einholung je einer Stellungnahme der SVA vom 11. August 2009, des 
RAD  vom  6.  Juni  2009  und  vom  11.  August  2009,  sowie  von 
Dr. F.________ vom 25. Juni 2009, an ihren Anträgen fest (act. 20).

C.j In seiner Quintuplik vom 20. Oktober 2009 reichte der Beschwer-
deführer eine Replik von Dr. E._______ vom 30. September 2009 auf 
die Stellungnahme von Dr. F.________ ein. Er hielt an seiner Auffas-
sung fest, er leide aufgrund der Einschränkungen der Wirbelsäule an 
einer  chronischen  Schmerzerkrankung,  welche  zu  einer  dauernden 
Einschränkung  der  beruflichen  Leistungsfähigkeit  führe.  Ausserdem 
schlug er einen unabhängigen Gutachter vor (act. 25).

C.k Am 13. November 2009 reichte die Vorinstanz ihre Sextuplik mit 
einer Stellungnahme der SVA vom 9. November 2009 ein. Sie hielt an 
ihren Anträgen auf  Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der 
Verfügung vom 15. August 2008 fest (act. 27).

C.l Mit  Verfügung  vom 19. November  2009  schloss  das  Bundesver-
waltungsgericht den Schriftenwechsel ab (act. 28).

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C.m Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägun-
gen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  Verwaltungsgerichtsgesetz  vom  17.  Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art.  69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 
19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden ge-
gen Verfügungen der IV-Stelle  für Versicherte im Ausland. Eine Aus-
nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundes-
gesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. Er hat mit Vollmacht 
vom 29. September 2009 die Rechtsanwälte Scherer Fessler Hofmann 
Bassler,  Y._______,  mit  der  Vertretung  seiner  Interessen  beauftragt 
(Dossier  C-4455/2007 act. 7.1). Die von Rechtsanwalt  Ralf  Hofmann 
unterzeichnete  Beschwerde  vom  10.  November  2008  ist  demnach 
rechtsgültig.

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
(Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) und der Kostenvorschuss innert der 
gesetzten Frist gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG geleistet wurde, ist darauf 
einzutreten.

2.
2.1 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt. 

Indes  findet  das  VwVG  aufgrund  von  Art.  3  Bst. dbis VwVG  keine 
Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit  das Bundesgesetz 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)  an-
wendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

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auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26bis und 28 – 70) anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung  vom ATSG vor-
sieht.

2.2 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in 
deren  Tätigkeitsgebiet  die  Grenzgängerin  eine  Erwerbstätigkeit  aus-
übt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Die 
Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. 

Da der Beschwerdeführer bei Eintritt des geltend gemachten Gesund-
heitsschadens als Grenzgänger im Tätigkeitsgebiet der SVA gearbeitet 
hat,  war  diese  für  die  Entgegennahme und  Prüfung  der  Anmeldung 
zuständig  und  wurde  die  angefochtene  Verfügung  vom  15. Oktober 
2008 zu Recht von der IVSTA erlassen. 

2.3 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger mit Wohn-
sitz in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft  
getretene  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(nachfolgend:  FZA,  SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen  An-
hang II betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-
heit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). 

Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 
14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf 
Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die 
innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1), 
haben  die  in  den  persönlichen  Anwendungsbereich  der  Verordnung 
fallenden,  in  einem Mitgliedstaat  wohnenden Personen aufgrund der 
Rechtsvorschriften  eines  Mitgliedstaats  grundsätzlich  die  gleichen 
Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen dieses Staates.

Soweit  das  FZA  bzw.  die  auf  dieser  Grundlage  anwendbaren  ge-
meinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestimmun-
gen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die 
Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen  einer  schweizerischen  Inva-
lidenrente  grundsätzlich  nach  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 257 E. 2.4). Allerdings werden die von den Trägern der an-
deren Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte gemäss 
Art.  40  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 574/72  des  Rates  vom 21. März 

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1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71 
(SR 0.831.109.268.11;  vgl.  auch  Art.  51  der  Verordnung  574/72) 
berücksichtigt. Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist 
die vom Träger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die 
Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffe-
nen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften 
dieser  Staaten  festgelegten  Tatbestandsmerkmale  der  Invalidität  in 
Anhang V dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind, was 
für das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie 
für  das Verhältnis  zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der 
Schweiz) nicht der Fall ist. 

Demnach  bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwer-
deführers  auf  Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins-
besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.4 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reich der Sozialversicherung bei  der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich auf den im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwal-
tungsaktes, hier der Verfügung vom 15. Oktober 2008, eingetretenen 
Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hin-
weisen),  werden im Folgenden die  ab 1. Januar  2008 anwendbaren 
Bestimmungen  des  ATSG,  des  IVG  (5.  IVG-Revision,  in  Kraft  seit 
1. Januar 2008, AS 2007 5129 und der IVV zitiert. Ein allfälliger Leis-
tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 
bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prü-
fen (pro rata temporis, vgl. BGE 130 V 445 E. 1). 

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 

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und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.2.1 Im  Sozialversicherungsprozess  hat  das  Gericht  seinen  Ent-
scheid,  sofern das Gesetz nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 
je mit Hinweisen).

3.2.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die  
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).

4.
Im vorliegenden Verfahren ist in der Hauptsache streitig und vom Bun-
desverwaltungsgericht zu prüfen, ob die IV-Stelle dem Beschwerdefüh-
rer zu Recht die Zusprache einer Invalidenrente verweigert hat. 

Zunächst sind jedoch die zur Beurteilung der Streitsache massgeben-
den gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwic-
kelten Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenver-
sicherung  hat,  wer  invalid  im  Sinn  des  Gesetzes  ist  (Art.  7,  8,  16 
ATSG; Art. 4,  28,  29  aIVG,  Art.  4,  28,  28a,  29  IVG)  und  beim Ver-
sicherungsfall mindestens während eines vollen Jahres (Art. 36 Abs. 1 
aIVG) bzw. während drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet hat. Diese 
zwei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein. 

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Der  Beschwerdeführer  hat  während  vieler  Jahre  Beiträge  an  die 
schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
entrichtet (act. IV/4). Damit erfüllt  er die gesetzliche Mindestbeitrags-
dauer. Zu prüfen bleibt nachfolgend, ob und wenn ja, in welchem Grad 
er  im  Sinne  des  Gesetzes  in  rentenbegründendem Ausmass  invalid 
geworden ist.

4.2 Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach 
Entstehen des Anspruchs an, so werden allfällige Leistungen der Inva-
lidenversicherung lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangegange-
nen  Monate  ausgerichtet  (Art. 48  Abs. 2  aIVG). Massgebend  ist  die 
Einreichung des Gesuchs beim Versicherungsträger (hier: 17. August 
2006, act. IV/1), weshalb allfällige Leistungen grundsätzlich frühestens 
ab dem 17. August 2005 ausgerichtet werden könnten. 

4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art.  29 
Abs. 1  aIVG. Der  Rentenanspruch  entsteht  frühestens  in  dem Zeit-
punkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbs-
unfähig geworden ist (Bst. a: Dauerinvalidität, Art. 7 ATSG) oder wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krankheit, 
Art. 6 ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6). 

4.4 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen,  geistigen  oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle  oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

4.5 Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperli-
chen,  geistigen oder  psychischen Gesundheit  verursachte  und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende  ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit  ist,  vereinfacht  ausgedrückt,  gesundheitlich  bedingte  Un-
fähigkeit, durch zumutbare Arbeit ein Erwerbseinkommen zu verdienen 
(vgl. ALFRED MAURER/GUSTAVO SCARTAZZINI/MARC HÜRZELER, Bundessozialver-
sicherungsrecht, 3. Auflage, Basel 2009, § 6 Rz.16 und § 12 Rz. 16). 
Für  die  Beurteilung  des  Vorliegens  einer  Erwerbsunfähigkeit  sind 

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ausschliesslich  die  Folgen der  gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen.  Eine  Erwerbsunfähigkeit  liegt  zudem nur  vor,  wenn 
sie  aus  objektiver  Sicht  nicht  überwindbar  ist  (Art.  7  Abs.  2  ATSG, 
eingefügt per 1. Januar 2008).

4.5.1 Neben  den  geistigen  und  körperlichen  Gesundheitsschäden 
können  auch  psychische  Gesundheitsschäden  eine  Invalidität  be-
wirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen 
Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht 
als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die 
versicherte  Person  bei  Aufbietung  allen  guten  Willens,  die  ver-
bleibende  Leistungsfähigkeit  zu  verwerten,  abwenden  könnte;  das 
Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 
131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 
S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten 
Person  trotz  ihres  Leidens  sozialpraktisch  zumutbar  ist,  die  Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  zu  verwerten,  und  ob  dies  für  die  Gesell-
schaft tragbar ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Mass-
stab zu prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c  in fine,  102 V 165; AHI 2001 
S. 228 E. 2b).

4.5.2 Grundlage  für  die  Bemessung  der  Invalidität  bildet  die  trotz 
gesundheitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit 
im  versicherten  Tätigkeitsbereich.  Die  Annahme  eines  psychischen 
Gesundheitsschadens  im  Sinne  von  Art.  4  Abs. 1  IVG sowie  Art.  3 
Abs. 1 und Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege 
artis  auf  die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems ab-
gestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396). Eine 
solche Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht hinreichende 
Bedingung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 
V 65 E. 3.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigne-
ter  therapeutischer  Behandlung,  von der  versicherte  Person  willens-
mässig erwartet werden kann, trotz des Leidens zu arbeiten (BGE 127 
V 294 E. 5a). Diese Frage beurteilt sich nach einem weitgehend objek-
tivierten Massstab (BGE 127 V 294 E. 4b/cc; vgl. auch Art. 7 Abs. 2 
ATSG in der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Fassung). Dies gilt 
insbesondere auch bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen 
im Sinne von ICD-10 F45.4 (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 und 2.2.4).

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4.6 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben 
bei  einem Invaliditätsgrad  von mindestens  40 Prozent  Anspruch auf 
eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Pro-
zent  Anspruch  auf  eine  halbe  Rente,  bei  einem Invaliditätsgrad von 
mindestens  60  Prozent  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente  und  bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 aIVG, Art. 28 Abs. 2 IVG).

4.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person  arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmög-
lichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Die  –  arbeitsmedizinische  –  Aufgabe 
der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern 
die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen 
leidensbedingt eingeschränkt ist. 

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen  Angaben  und  unter  Berücksichtigung  der  übrigen 
Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegen-
über nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung 
bzw. von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenös-
sischen  Versicherungsgerichts  I 457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

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4.8 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein in seinem bisheri-
gen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, 
innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbs-
zweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar 
erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es 
am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu ent-
scheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte 
Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen 
(leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).

4.9 Der  Begriff  des  ausgeglichenen  Arbeitsmarktes  ist  ein  theoreti-
scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich 
der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab-
zugrenzen. Nach der Gerichtspraxis ist für die Annahme eines ausge-
glichenen  Arbeitsmarktes  zu  prüfen,  ob  die  verbliebene  Arbeitskraft 
nutzbar wäre, würden die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 
Arbeitskräften  entsprechen  (unveröffentlichter  Entscheid  des  Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 1995, E. 5a). Der aus-
geglichene  Arbeitsmarkt  kennzeichnet  sich  durch  ein  Gleichgewicht 
zwischen  Angebot  von  Stellen  und  Nachfrage  nach  solchen;  dabei 
muss  zudem  ein  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  vorliegen,  und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek-
tuellen  Fähigkeiten wie  auch  hinsichtlich  des körperlichen  Einsatzes 
(vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 321 E. 3B, ZAK 1989 322 E. 4a 
am  Ende;  THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts, 
3. Auflage,  Bern  2003,  S. 124,  und  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar, 
2. Auflage, Zürich 2009, Rz. 26 zu Art. 7, je mit weiteren Hinweisen). 

Massgebend  ist,  inwiefern  sich  das  dem  Versicherten  verbliebene 
Leistungsvermögen  auf  dem für  ihn  in  Frage  kommenden  ausgegli-
chenen  Arbeitsmarkt  wirtschaftlich  verwerten  lässt  (BGE 110  V  276 
E. 4b, ZAK 1991 S. 321 E. 3b). Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbe-
messung  nicht  darauf  abzustellen  ist,  ob  eine invalide  Person unter 
den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, son-
dern  einzig darauf,  ob sie die ihr  verbliebene Arbeitskraft  noch wirt-
schaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem An-
gebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b).

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4.10 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in 
der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen  der 
Expertinnen und Experten begründet sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die  Herkunft  des  Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das 
Urteil  des  Bundesgerichts  vom 26. Januar  2006  [I 268/2005]  E. 1.2, 
mit  Hinweis  auf  BGE 125 V 352  E. 3a).  In  Bezug  auf  Berichte  von 
Hausärzten  darf  und  soll  der  Richter  der  Erfahrungstatsache  Rech-
nung tragen,  dass  Hausärzte  mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in  Zweifelsfällen eher  zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt,  rechtfertigt  der 
Umstand  allein,  dass  eine  ärztliche  Stellungnahme von  einer  Partei 
eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem 
Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 E. 2a in fine). Den Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, 
sofern  sie  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  begründet  sowie  in 
sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  konkreten  Indizien  gegen  ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 
in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht,  lässt 
nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schlies-
sen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erschei-
nen lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 
178  E.  3.4  sowie  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Auflage,  Zürich 
2009, Art. 43 Rz. 35). 

Indessen folgt aus dem Grundsatz der Waffengleichheit das Recht der 
versicherten Person,  mittels  eigener  Beweismittel  die Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der versicherungsinter-

Seite 15

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nen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diesbezüglich hat das Gericht 
gemäss seiner Pflicht zur korrekten Beweiswürdigung auch die von der 
versicherten Person aufgelegten Berichte  insoweit  mitzuberücksichti-
gen und daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der 
Zuverlässigkeit  und  Schlüssigkeit  der  Feststellungen  versicherungs-
interner Ärztinnen und Ärzte wecken. Um solche Zweifel auszuräumen, 
wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die 
Sache an den Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit die-
ser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (vgl. 
ausführlich BGE 135 V 465 E. 4.5 f.).

4.11 Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhaltes 
ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen ein-
holen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese 
kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegen-
vorschläge machen (Art. 44 ATSG).

Auf den 1. Juli 2006 wurde das seit 1. Januar 2003 bestehende Ein-
spracheverfahren wieder durch das Vorbescheidverfahren ersetzt, nun-
mehr kodifiziert in Art. 57a IVG. Satz 2 dieser Bestimmung hält zudem 
fest, dass die versicherte Person Anspruch auf rechtliches Gehör im 
Sinne von Artikel 42 ATSG hat. Dies bedeutet indessen nicht, dass im 
Sinne der früheren Regelung die Versicherten erst nach Abschluss der 
Abklärungen ihre Mitwirkungsrechte ausüben können. Vielmehr sollte 
nach  dem Willen  des  Gesetzgebers  für  Zwischenentscheide  im  Zu-
sammenhang mit der Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts, 
insbesondere bei Anordnung eines Gutachtens, die Ordnung gemäss 
ATSG weiterhin gelten (Botschaft vom 4. Mai 2005 betreffend die Än-
derung  des  Bundesgesetzes  über  die  Invalidenversicherung  [Mass-
nahmen zur Verfahrensstraffung], BBl 2005 3088 Ziff. 2.1 zu Art. 57a 
Abs. 1 ATSG). Art. 44 ATSG ist somit im Verfahren vor den IV-Stellen 
anwendbar,  was  auch  Sinn  und  Zweck dieser  Vorschrift,  die  Mitwir-
kungsrechte  der  Versicherten  einheitlich  auszugestalten,  entspricht 
(BGE 135 V 254 E. 3.2 mit Verweis auf BGE 132 V 376 E. 7.2.3; UELI 
KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2008, N. 2 zu Art. 44 ATSG).

4.11.1 Der Beschwerdeführer rügt im Rahmen seiner Replik, das Gut-
achten von Dr. F.________ könne nicht als „neutrales Gutachten“ be-
zeichnet werden, das höher als die Berichte der behandelnden Ärzte 
zu gewichten sei. Der Gutachter residiere am selben Ort wie die Vor-
instanz. Es sei sicherlich davon auszugehen, dass der Gutachter re-

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gelmässig von dieser mit der Erstellung von fachärztlichen Gutachten 
beauftragt  werde,  weshalb sicherlich  nicht  von einer  Neutralität  aus-
gegangen  beziehungsweise  dessen  Objektivität  genauso  bezweifelt 
werden könne wie diejenige der behandelnden Ärzte (act. 10 S. 1 f.).

4.11.2 Vorab ist festzustellen, dass die vorliegend zur Abklärung der 
Angelegenheit zuständige SVA ihren Sitz an der (...) in U._______ hat.  
Die verfügende Vorinstanz hat ihren Sitz in X.________ (oben E. 2.2). 

Tatsächlich  finden sich  sowohl  die  MEDAS wie  auch die  Praxis  von 
Dr. F.________ an der (...)  in U.________. Indessen handelt  es sich 
vorliegend  –  entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  – 
sowohl bei der MEDAS wie auch bei  Dr. F.________ um von der In-
validenversicherung  unabhängige  Gutachter  gemäss  Art.  44  ATSG 
(anders:  RAD-Ärzte  gemäss  Art.  59  Abs.  2  und  Abs.  2bis IVG oder 
Kreisärzte der SUVA, vgl. BGE 132 V 376 E. 6.2 mit Verweis auf BGE 
123 V 311 sowie weiteren Hinweisen). Diese Gutachten haben gemäss 
ständiger bundesgerichtlicher Praxis grundsätzlich einen höheren Be-
weiswert als normale ärztliche Berichte, insbesondere diejenigen von 
behandelnden Ärzten (oben E. 4.10).

Gegenüber den beiden Gutachten hat im vorliegenden Fall versiche-
rungsintern Dr. C.________ vom RAD jeweils die Akten gesichtet und 
der  Verwaltung  aus  medizinischer  Sicht  erläutert  bzw.  die  Aus-
führungen  der  Gutachter  zu  Handen  der  nicht  medizinisch  aus-
gebildeten  Behörde  „übersetzt“.  Die  aktenkundigen  summarischen 
Stellungnahmen des RAD (act. IV/7, 11, 15, 26, 35, 40, Beschwerde-
akten 11.2, 20.2) entsprechen indessen nicht der Qualität eines Gut-
achtens.  Ausserdem  verfügt  Dr. C.________  als  Allgemeinmediziner 
für  den  vorliegenden  Fall  auch  nicht  über  eine  genügende  Quali -
fikation, weshalb die SVA externe Gutachten einholte und sich in der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu Recht darauf abstützte.

Aus den beiden Gutachten ist  nicht ersichtlich, weshalb aus der Tat-
sache, dass die MEDAS und Dr. F.________ dieselbe Adresse haben, 
diese nicht genügend unabhängig sein sollten. 

Soweit  der  Beschwerdeführer  behauptet,  es  sei  davon  auszugehen, 
dass der Gutachter regelmässig von der SVA mit  der Erstellung von 
fachärztlichen Gutachten beauftragt  werde,  ist  er  auf  die Praxis  des 
Bundesgerichts zu verweisen, wonach keinen Grund für die Annahme 

Seite 17

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einer Befangenheit  darstellt,  wenn eine sachverständige Person wie-
derholt von einer Versicherungsträgerin für Begutachtungen herange-
zogen  wird  (vgl.  SVR  2008  IV  Nr.  22,  9C_67/2007  E.  2.4,  sowie 
U. KIESER,  a.a.O., N. 18 zu Art. 44). Es ist  somit  vorliegend nicht  er -
sichtlich, weshalb dieser Auffassung nicht zu folgen wäre. 

4.11.3 Wie die SVA im Übrigen zu Recht in ihrer Duplik ausführt, hat 
der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  Abklärungsverfahrens  keine 
Ausstands-  oder  Ablehnungsgründe  gegen  Dr.  F.________  vor-
gebracht. Er gibt sinngemäss an, erst anlässlich des Begutachtungs-
termins am 17. Juni 2008 gemerkt zu haben, dass auch die MEDAS 
dort seinen Sitz habe. Seine Rüge hat er indes erst im Rahmen seiner 
Replik  vom  2. März  2009  vorgebracht.  Wie  die  SVA  zu  Recht 
argumentiert,  erfolgte diese Rüge gestützt  auf  44 Satz 2 ATSG ver-
spätet, da Ausstands- und Ablehnungsgründe gemäss der geltenden 
Rechtsprechung so früh wie möglich geltend zu machen sind (Verstoss 
gegen  Treu und  Glauben,  vgl.  BGE 132  V  93  E. 7.4.2  mit  weiteren 
Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte somit, spätestens als er von 
dem  geltend  gemachten  Ausstandsgrund  –  hier  dem  Aufgebot  zur 
Begutachtung vom 17. Juni 2008 – Kenntnis erhielt, seine Ausstands-
gründe  geltend  machen  müssen.  Demnach  kann  der  Beschwerde-
führer in dieser Hinsicht nichts zu seinen Gunsten ableiten.

5.
Somit  bleibt zu prüfen, ob die Vorinstanz  den Sachverhalt  genügend 
abgeklärt  hat  und den geltend gemachten Anspruch auf  eine Invali-
denrente zu Recht abgewiesen hat.

Einleitend  ist  festzuhalten,  dass  die  Angelegenheit  nach  Schweizer 
Recht und gemäss den darin definierten Begriffen (oben E. 4.3 – 4.9) 
beurteilt wird (oben E. 2.3.4). Soweit sich der Beschwerdeführer bzw. 
seine Ärzte in ihrer Argumentation auf die Anwendung und Auslegung 
von  Begriffen  und  Prinzipien  des  Deutschen  Sozialrechts  beziehen 
(z. B. Dossier  C-4455/2007  act.  1.1;  Dossier  C-7232/2008  act.  17.1 
S. 3), sind diese Ausführungen wegen der ungleich definierten Begriffe 
im Schweizer Recht nicht beachtlich. Ausserdem ist der Beschwerde-
führer,  soweit  er  im  Rahmen  des  Beschwerdeverfahrens  eine  Ver-
schlechterung seiner gesundheitlichen Situation nach dem 15. Oktober 
2008 geltend macht, auf ein allfälliges neues Verfahren zu verweisen 
(oben E. 2.4).

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5.1 Entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers  sind  die  Aus-
sagen der beiden Gutachten in den 25 Seiten (zuzüglich zwei Teilgut -
achten) bzw. 33 Seiten umfassenden ausführlichen Gutachten (allge-
meinmediznisch-psychiatrisch-rheumatologisch  und  rheumatologisch) 
klar  und eingehend begründet  ausgefallen. Ebenso sind sie stimmig 
und nachvollziehbar, insbesondere auch was die beiden rheumatologi-
schen  Beurteilungen  von  Dr.  K.________  vom  19.  März  2007  (act. 
IV/9.37 ff.) und Dr. F.________ vom 11. Juli 2008 (act. IV/34) angeht.

5.1.1 In  psychiatrischer  Hinsicht  konnte  gemäss  Dr.  L._______  in 
seinem Teilgutachten vom 16. Dezember 2006 (vgl. act. IV/9.25 ff.) kei-
ne Depression objektiviert  werden. Indessen liess sich ein Schmerz-
syndrom mit andauernden Schmerzen von unterschiedlicher Intensität 
im ganzen Rücken und Kopfbereich nachweisen. Der Psychiater und 
Psychotherapeut führte aus, aufgrund der Akten liesse sich nicht klar 
entnehmen,  inwieweit  diese  Schmerzen  hinreichend  durch  eine  kör-
perliche  Störung  erklärt  werden  könnten  oder  nicht.  Aus  psychiatri-
scher Sicht könnten beim Exploranden mehrere Belastungen nachge-
wiesen werden. Diese seien als schwerwiegend genug zu betrachten, 
um in  einem ursächlichen  Zusammenhang mit  der  Schmerzentwick-
lung und Aufrechterhaltung stehen zu können, allerdings unter der Vor-
aussetzung, dass die Schmerzen nicht hinreichend durch körperliche 
Störungen erklärt werden könnten. Die psychosoziale Funktionsfähig-
keit  sowie  die  psychosozialen  Ressourcen  des  Exploranden  seien 
nicht  als eingeschränkt zu beurteilen. Eine komorbide psychiatrische 
Erkrankung lasse sich nicht erkennen. 

Aus rein psychiatrischer Sicht sei dem Exploranden die zuletzt von ihm 
ausgeübte schwere Tätigkeit seit Ende 2004 nicht mehr zumutbar. Die 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei auf die anhaltende somatofor-
me  Schmerzstörung  zurückzuführen.  Es  sei  dem  Exploranden  aber 
durchaus zumutbar, die notwendige Willensanstrengung aufzubringen, 
um  einer  körperlich  leichten  bis  mittelschweren  Tätigkeit  ganztags 
nachzugehen, es sei aber zu berücksichtigen, dass ihm keine Tätigkei-
ten an gefährlichen Maschinen und auch nicht das Führen eines Autos 
zugemutet  werden  sollte.  Der  Gutachter  empfahl  als  medizinische 
Massnahmen die Verordnung eines Antidepressivums zur Schmerzmo-
dulation sowie eine Psychotherapie,  welche dem Exploranden einer-
seits  bei  der  Verarbeitung  der  bestehenden  Konflikte,  andererseits 
beim  Erlernen  neuer  Copingstrategien  behilflich  sein  könnte  (act. 
IV/9.34 ff.).

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5.1.2 Die Rheumatologin und Internistin Dr. K.________ stützte sich in 
ihrem Teilgutachten vom 19. März 2007 (act. IV/9.37 ff.) gestützt auf 
die Aktenlage, die klinische Untersuchung sowie auf ein mitgebrachtes 
Magnetresonanzbild HWS nativ und mit Kontrastmittel vom 18. Januar 
2007.  Sie  stellte  Diskopathien  der  Hals-  und  Brustwirbelsäule  (bis 
Th3/4, act. IV/9.44) fest, gab aber an, es lasse sich keine Diskuspro-
trusion  oder  eine  Herniation  darstellen.  Die  neurologische  Untersu-
chung  der  oberen  und  der  unteren  Extremitäten  sei  unauffällig.  Die 
degenerativen  Diskopathien  sowie  das  über  die  letzten  Jahre  sta-
tionäre  intraspinale  Narbengewebe hätten klinisch keine wesentliche 
Bedeutung, klar erhebbare Restdefizite infolge des Meningeoms oder 
dessen operativen Entfernung bestünden nicht. Die seit der operativen 
Exstirpation  des  Meningeoms  1998  auftretenden  Sensibilitätsstö-
rungen im Bereich des rechten Beins liessen sich aufgrund der Be-
funde nicht erklären. Weiter diagnostizierte sie einen Verdacht auf eine 
beginnende Hüftgelenksarthrose links. 

Zusammenfassend  stellte  die  Gutachterin  ein  chronisches  zerviko-
zephales  Schmerzsyndrom  mit  pseudoradikulärer  Schmerzausstrah-
lung in den rechten Arm bei Status nach operativer Entfernung eines 
intraspinalen  Meningeoms  1998  und  residuellem  Narbengewebe  im 
Operationsbereich,  zudem  diskreten  degenerativen  Veränderungen 
der zervikalen Bandscheiben fest. Sie führte weiter aus, das Ausmass 
der  Beschwerden  und  vor  allem  deren  therapeutische  Nichtbeein-
flussbarkeit durch die objektiven Befunde liesse sich nicht ausreichend 
erklären,  es fänden sich aber keine Hinweise für  eine Symptomaus-
weitung.

Bezüglich der Arbeitsfähigkeit  gab sie an, dem Versicherten könnten 
nach  wie  vor  leichte  bis  maximal  mittelschwere,  Rücken  adaptierte 
wechselbelastende Tätigkeiten vollschichtig zugemutet werden, sofern 
repetitives oder dauerndes Arbeiten über  Kopf und Arbeiten,  welche 
eine  Zwangshaltung  der  Halswirbelsäule  und/oder  des  Oberkörpers 
bedingten, ausgeschlossen blieben. Ebenfalls nicht zugemutet werden 
könne  repetitives  Steigen  von  Treppen  oder  Leitern  sowie  ununter-
brochenes Gehen länger  als  eine Stunde. Die  Einschränkungen der 
Halswirbelsäule würden sicher seit dem 27. November 2003 bestehen. 
Die Einschränkungen bezüglich Belastung des Hüftgelenks würden ab 
dem Datum der aktuellen Untersuchung gelten. Die bisherige Tätigkeit 
sei  als  schwere  Tätigkeit  einzustufen  und  könne  dem  Exploranden 
nicht mehr zugemutet werden. 

Seite 20

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Als  weitere  medizinische  Massnahmen  empfahl  die  Gutachterin  ein 
aktives Vorgehen (Verbesserung der muskulären Nacken- und Schul-
tergürtel-  sowie  Beckengürtelstabilisation),  stellte  aber  aufgrund des 
bisherigen Verlaufs  eine zurückhaltende Prognose und gab an,  eine 
Verbesserung  der  Arbeitsfähigkeit  könne  durch  keine  medizinischen 
Massnahmen erreicht werden (act. IV/9.46 ff.).

5.1.3 Im Gesamtgutachten vom 18. April  2007 kamen die Gutachter 
der  MEDAS  zum  Schluss,  die  bisherige  als  schwer  eingeschätzte 
Tätigkeit  sei  dem Exploranden nicht  mehr  zumutbar. Indessen seien 
ihm seit August 2004 leichte bis mittelschwere rückenadaptierte Tätig-
keiten sowie solche, welche die beginnende Hüftarthrose berücksich-
tigten – wie im rheumatologischen Gutachten ausführlich dargelegt –, 
auch aus psychiatrischer Sicht vollschichtig zumutbar (act. IV/9.23 f.). 

5.1.4 Der  Rheumatologe  Dr.  F.________  stützte  sich  in  seinem 
rheumatologischen Gutachten vom 11. Juli  2008 (act. IV/34)  auf  die 
ihm zur  Verfügung gestellten  Dokumente  (medizinische Berichte  der 
Vorakten, neu eingereichte Akten der behandelnden Ärzte sowie vom 
Exploranden mitgebrachte Akten) sowie auf die anlässlich der persön-
lichen  Untersuchung  festgestellten  Befunde  und  Beobachtungen. Im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens nahm er ausserdem zweimal zu 
den neu eingereichten Akten und Stellungnahmen der behandelnden 
Ärzte Stellung (act. 11.3, 20.3).

Dr.  F.________  führte  in  seinem  Gutachten  ausführlich  und  nach-
vollziehbar aus, dass beim Exploranden zwar auf den Röntgenbildern 
klare  degenerative  Veränderungen  sichtbar  seien,  diese  aber  vor-
liegend kaum Einfluss auf die Klinik hätten (act. IV/34.23 ff.). Er äus-
serte sich weiter ausführlich zu den Beurteilungen der behandelnden 
Ärzte sowie den subjektiven Angaben des Exploranden (act. IV/34.17, 
27  ff.).  Die  behandelnden  Ärzte  hätten  klinisch  Verspannungen  der 
Lendenwirbelsäule,  aber  keine  bedeutenden  Bewegungseinschrän-
kungen  oder  neurologische  Ausfälle  festgestellt  (act.  IV/34.15  ff.). 
Anlässlich  der  Untersuchung  bei  Dr. F.________  gab  der  Explorand 
an, er könne zirka eine Stunde gehen, dabei würden die Schmerzen 
leicht  abnehmen,  somit  seien  die  Schmerzen  beim  Gehen  deutlich 
weniger als beim Stehen oder Sitzen. Heben könne er 10 kg pro Arm, 
über  Kopfhöhe  konnte  er  in  der  Untersuchung  ca.  8  kg  problemlos 
heben (act. IV/34.21).

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Als  für  die  Arbeitsfähigkeit  einschränkend  beurteilte  Dr. F.________ 
einzig das reaktive tendomyotische Zervikalsyndrom. Die beginnende 
Coxarthrose  sowie  die  degenerativen  Veränderungen  an  der  Brust- 
und Lendenwirbelsäule,  ohne symptomatische  Bewegungseinschrän-
kung bei unauffälliger Neurologie und ohne sensomotorische Defizite, 
würden die Arbeitsunfähigkeit nicht einschränken (act. IV/34.26 f.). Die 
von Dr. K.________ festgestellte beginnende Coxarthrose sei zur Zeit 
asymptomatisch  (act.  IV/34.25,  30).  Zur  Zeit  bestehe  diesbezüglich 
keine relevante Einschränkung der Leistungsfähigkeit.

Dr.  F.________  bestätigte  die  Beurteilung  von  Dr.  K.________  und 
stellte  fest,  dass  sie  die  Lendenwirbelsäule  untersucht  habe. Da  je-
doch  weder  klinisch  noch  anamnestisch  von  Seiten  des  Beschwer-
deführers Angaben gemacht worden seien, habe sie dies offensichtlich 
nicht weiterverfolgt oder auf die Diagnoseliste aufgenommen. Auch bei 
der  stationären  Rehabilitationsbehandlung  im  Oktober  2004  sei  die 
Lendenwirbelsäule im Rahmen der Standarduntersuchung mitberück-
sichtigt worden. Es habe keine lumbal-radikuläre Symptomatik bestan-
den, weshalb die Lumbalgie nicht auf die Diagnoseliste aufgenommen 
worden sei. Dr. E._______ habe am 20. April  2007 (act. IV/14.2)  für 
die beschriebene schwere Spondylodese der Lendenwirbelsäule kein 
entsprechendes  klinisches  Korrelat  gefunden.  In  der  fachärztlichen 
neurologischen  Untersuchung  von  Dr. H._______  vom 7.  April  2008 
(act. IV/41.4 f.) habe die Untersuchung im Bereich der Lendenwirbel-
säule  und  unteren  Extremitäten  keine  abnormen  Befunde  gezeigt. 
Auch  die  elektromyographische  und  die  elektrographische  Untersu-
chung hätten keine Denervierungszeichen ergeben, die Befunde seien 
als physiologisch beschrieben worden. Dr. F.________ hielt weiter fest, 
diese festgestellten degenerativen Veränderungen würden schon län-
ger bestehen, schätzungsweise sieben bis acht Jahre. Während dieser 
Zeit seien keine klinischen Angaben von Seiten des Exploranden an-
gegeben worden, die auf eine Einschränkung der Lendenwirbelsäule 
zurückzuführen  wären.  Unter  diesen  Umständen  konnte 
Dr. F.________ die als stark eingeschränkt beurteilte Arbeitsfähigkeit 
durch den Hausarzt  und den behandelnden Orthopäden nicht  nach-
vollziehen.  Das  Problem  sei,  dass  der  Explorand  aufgrund  der  Be-
urteilungen seiner Ärzte der Überzeugung sei, dass seine Wirbelsäule 
total  verbraucht  sei  und  er  diese  nicht  mehr  belasten  könne  (act. 
IV/34.28 ff.).

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Der Gutachter beurteilte die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 
insoweit, dass der Explorand grundsätzlich seinen angestammten Be-
ruf weiter ausüben könne, allerdings nur mit einer Dispens vom Heben 
schwerer  Lasten  über  25  kg. Gemäss  der  Untersuchung  bei  unauf-
fälliger Beweglichkeit der oberen und unteren Extremitäten (bei leich-
ter  Einschränkung  des  linken  Hüftgelenks),  bei  recht  guter  Beweg-
lichkeit der Wirbelsäule, bei gut erhaltener roher Kraft an den oberen 
und unteren Extremitäten – im Übrigen seien diese wie bei früheren 
Untersuchungen gleich ausgefallen – lasse sich nur schwer eine Ein -
schränkung oder Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit, sei es quali -
tativ  oder  quantitativ  begründen.  Ansonsten  sei  der  Explorand  für 
leichte  bis  mittelschwere  Tätigkeit  vollschichtig  bei  einer  allfälligen 
Leistungsminderung von höchstens 10% arbeitsfähig, dies ab Septem-
ber 2004 (act. IV/34.31 f.). 

Als  medizinische  Massnahme gab  er  an,  die  Morphiumtherapie  des 
Exploranden könne er nicht nachvollziehen, und empfahl dem Hauarzt, 
diese möglichst rasch zu reduzieren und auszuschleichen.

5.1.5 Die  behandelnden  Ärzte  stellten  in  der  Folge im August  2008 
fest,  aufgrund  der  medizinischen  Situation  (Schmerzsituation  wegen 
der Hals- sowie der Brust- und Lendenwirbelsäule) sei der Patient auf 
Morphium-Präparate angewiesen, was eine starke Einschränkung der 
Leistungsfähigkeit bewirke (act. IV/39.2 ff.).

5.2 Wie sich gestützt auf die medizinischen Akten zeigt, besteht vor-
liegend eine schwerwiegende andauernde Schmerzsymptomatik. Wäh-
rend die behandelnden Ärzte diese Schmerzen aufgrund der  Folgen 
des  im  Jahr  1998  operierten  Meningeoms  der  Halswirbelsäule  und 
organischer  Veränderungen der  Brust-  und Lendenwirbelsäule  erklä-
ren, und diese unter anderem mit starken Schmerzmitteln mit erheb-
lichen Nebenwirkungen behandeln, sind die Schweizer Gutachter der 
Auffassung, dass der Beschwerdeführer insbesondere gestützt auf die 
klinischen Befunde aus rheumatologischer Sicht nur beschränkt in sei-
ner Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Aufgrund der medizinischen 
Akten ist auch festzustellen, dass bis im Dezember 2007 keine Hinwei-
se für ein Rezidiv des Meningeoms oder ein progredienter Tumorrest 
ersichtlich  waren (act. IV/29.6). Im Gutachten der  MEDAS wird aus-
geführt,  dass  die  Schmerzen –  falls  diese organisch  nicht  erklärbar 
seien – sehr wohl in den bestehenden psychischen Belastungen be-
gründet sein könnten. Indessen sei es dem Exploranden zumutbar, die 

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notwendige  Willensanstrengung  aufzubringen,  um  einer  körperlich 
leichten bis  mittelschweren Tätigkeit  nachzugehen. Somit  ergibt  sich 
eine  starke  Divergenz  zwischen  der  Auffassung  der  behandelnden 
Ärzte, insbesondere der Fachärzte Dr. E._______ und Dr. H._______, 
und  der  Feststellungen  der  Schweizer  Rheumatologen 
(Dr. K.________ und Dr. F.________). 

Neben der eigenen ausführlichen Untersuchung des Exploranden wur-
den die in Deutschland erhobenen Diagnosen und Beurtei lungen von 
Dr. F.________  sorgfältig  und  ausführlich  besprochen  und  nach-
vollziehbar beurteilt. Er hat sich zudem im Laufe des Verfahrens noch-
mals  zu  den  neuen (divergierenden)  Berichten der  Deutschen Ärzte 
geäussert  (act. act. 11.3, 20.3). Die Schlussfolgerungen leuchten ein 
und sind ausführlich begründet. Es ist daher nicht ersichtlich, weshalb 
von den Erhebungen von Dr. F.________ abgewichen werden sollte.

5.3 Abgesehen von der  unbestrittenen Schmerzproblematik  und den 
ebenfalls  unbestrittenen  Einschränkungen  der  Halswirbelsäule  konn-
ten somit  von den Schweizer Gutachtern keine invaliditätsrelevanten 
Einschränkungen objektiviert werden. Wie oben ausgeführt wurde, gel-
ten gemäss ständiger  Praxis  des Bundesgerichts  Schmerzstörungen 
ohne  objektiverbares  Substrat  grundsätzlich  als  überwindbar  (oben 
E. 4.5.1 f.). Zudem hat Dr. L.________ aus psychiatrischer Sicht fest-
gehalten,  dass  der  Explorand  über  die  Ressourcen  verfüge,  die 
Schmerzen  zu  überwinden,  weshalb  das  Schmerzsyndrom  ihn  nur 
leicht in seiner Leistungsfähigkeit  einschränke (oben E. 5.1.1). Somit 
ist das vorliegende Schmerzsyndrom nicht invaliditätsrelevant.

Diesbezüglich ist  zu ergänzen, dass offenbar auch der behandelnde 
Orthopäde  Dr. E._______  nicht  von  einer  (vollen)  Arbeitsunfähigkeit 
ausgeht. Er führte am 25. Juni 2007 aus, der Patient könne selbstver -
ständlich  vollschichtig  eine  leichte  Tätigkeit  ausüben  (C-4455/2007 
act. 1).  Am  30.  September  2009  –  fast  ein  Jahr  nach  dem  zu  be-
urteilenden Zeitpunkt (siehe oben E. 2.4) – stellte er in der Beilage zur 
Quintuplik (act. 25.1) fest, er sei mit dem Patienten einig, dass keine 
Invalidität von 100% bestehe. 

5.4 Zusammenfassend  ist  demnach  festzustellen,  dass  sowohl  das 
Gutachten der MEDAS wie auch das Gutachten von Dr. F.________ 
mit  seinen beiden  Ergänzungen ausführlich  und nachvollziehbar  be-
gründet sind und für das Bundesverwaltungsgericht als de lege artis 

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erstellt  erscheinen. Es ist deshalb vollumfänglich auf die beiden Gut -
achten abzustellen. Darauf gestützt ist  erstellt,  dass beim Beschwer-
deführer keine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40% besteht. 

5.5 Nachfolgend  bleibt  zu  prüfen,  ob die  SVA aufgrund des von ihr 
vorgenommenen Einkommensvergleichs  zu Recht  auf  einen Invalidi-
tätsgrad von 30% geschlossen hat, der keinen Anspruch auf eine In-
validenrente ergibt.

5.5.1 Für  die  Bestimmung  des  Invalideneinkommens  ist  primär  von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi-
cherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Er-
werbseinkommen  gegeben,  namentlich  weil  die  versicherte  Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit  aufgenommen hat,  so sind 
nach  der  Rechtsprechung  grundsätzlich  die  gesamtschweizerischen 
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (nachfolgend: 
BFS) periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen heranzu-
ziehen  (vgl.  das  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts 
U 75/03  vom 12. Oktober  2006  mit  weiteren  Hinweisen). Zu  berück-
sichtigen ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung mass-
gebenden  Vergleichseinkommen  eines  im  Ausland  wohnenden  Ver-
sicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die 
Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwi-
schen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der in 
Frage  stehenden  Einkommen vorzunehmen (BGE 110  V  273  E.  4b, 
Urteil des Bundesgerichts I 817/05 vom 5. Februar 2007 E. 8.1, Urteil 
des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U 262/02  vom  8.  April 
2003 E. 4.4).

5.5.2 Bei  der  Festsetzung  des  Valideneinkommens  ist  vom  letzten, 
vollständig geleisteten Jahreseinkommen 2004 von Fr. 69'557.--  bzw. 
Fr. 5'796.42 pro Monat auszugehen (vgl. act. IV/5.2), welches gemäss 
dem jeweiligen Index der Nominallöhne der Männer von 1975 im Jahr 
2004 auf den Index von 2092 im Jahr 2008 (Basis: 1939 = 100, vgl. 
BFS, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der 
Reallöhne 1976 – 2009) zu indexieren ist, was für das Jahr 2008 ein 
monatliches Einkommen von Fr. 6'139.80 ergibt. 

5.5.3 Der  Berechnung  des  Invalideneinkommens  sind  für  den  Be-
schwerdeführer aufgrund seiner Behinderung noch leichte bis maximal 
mittelschwere  wechselbelastende  Tätigkeiten,  ohne  Zwangshaltung 

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der Halswirbelsäule oder des Oberkörpers im Umfang von 100% zu-
mutbar. Die SVA legte dem Invalidenlohn den Durchschnittswert aller 
Wirtschaftszweige per 2004, Anforderungsniveau 4 (einfache und re-
petitive  Tätigkeiten;  Monatlicher  Bruttolohn  [Zentralwert]  nach  Wirt-
schaftszweigen,  des  Arbeitsplatzes  und Geschlecht,  Privater  Sektor; 
vgl. BGE 126 V 75 E. 3b/bb) von Fr. 4'588.-- zu Grunde. Da der Be-
schwerdeführer als gelernter Maschinenschlosser mit reichlich Berufs-
erfahrung grundsätzlich bei Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fach-
kenntnisse  vorausgesetzt)  einzustufen  wäre,  und  ihm  aufgrund  der 
medizinischen Beurteilung ein breites Spektrum von Einsatzmöglich-
keiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (oben E. 4.9) verbleibt, ist die 
Annahme  des  Grundwerts  des  Listenlohnes  abgestützt  auf  Lohn-
niveau 4 nicht zu beanstanden. Indessen ist auf den aktuellen Listen-
lohn des Jahres 2008 von Fr. 4'806.-- abzustellen. 

5.5.4 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um-
ständen  des  konkreten  Einzelfalles  ab  (leidensbedingte  Einschrän-
kung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Aufenthaltskategorie  und  Be-
schäftigungsgrad),  welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamt-
haft zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn 
von  insgesamt  höchstens  25%,  den  verschiedenen  Merkmalen,  die 
das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tra-
gen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzuges, 
der eine Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu begrün-
den ist, darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 
126 V 75).

Die Vorinstanz hat unter Berücksichtigung einer invaliditätsrelevanten 
Beeinträchtigung  des  Beschwerdeführers  einen  Leidensabzug  von 
15%  vorgenommen.  Auch  unter  zusätzlicher  Berücksichtigung  des 
Alters  und der  Dauer  der  Abwesenheit  des  Beschwerdeführers  vom 
Arbeitsmarkt  –  wie  unten  ausgeführt  –  besteht  kein  Anlass,  in  das 
Ermessen der Vorinstanz einzugreifen.

5.5.5 Indexiert auf das Jahr 2008 (Verfügung vom 15. Oktober 2008) 
und unter Festlegung des dem Beschwerdeführer zumutbaren Lohns 
wird das Invalideneinkommen wie folgt berechnet: Tabellenlöhne 2008, 
Männer,  Kategorie  4  (einfache  und  repetitive  Tätigkeiten),  Totalwert: 
Fr. 4'806.--. Dieser Tabellenlohn bezieht sich auf eine 40-Stundenwo-

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che. Die übliche mittlere Wochenarbeitszeit  bei  einer 100%-Beschäf-
tigung  im Jahr  2008  betrug  durchschnittlich  41.6  Stunden,  was vor-
liegend Fr. 4'998.24 ergibt (vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche, 2006 – 2009). Abzüg-
lich des Leidensabzugs von 15% beträgt das Invalideneinkommen für 
ein ganzes Pensum im Jahr 2008 Fr. 4'248.50 (4'998.24 – 15%). In An-
wendung  dieser  Werte  ergibt  sich  ein  Invaliditätsgrad  von  gerundet 
31% ([{6'139.80 – 4'248.50} x 100] / 6'139.80 = 30.80%). 

Dr. F.________ zog in seinem Gutachten in Betracht,  dass bei  einer 
Verweistätigkeit  unter  Umständen von einer  Leistungsminderung von 
allerhöchstens 10% ausgegangen werden könnte (act. IV/34.32); eine 
solche  wurde  von  der  Vorinstanz  nicht  berücksichtigt.  Die  Berück-
sichtigung  der  genannten  Leistungsminderung  ergäbe  folgende  Be-
rechnung: 90% des Tabellenlohns (90%-Pensum, 41.6 Wochenstunden 
bei 100%) ergeben Fr. 4'498.42 (4'998.24 x 90%) und abzüglich eines 
Leidensabzugs  von  15%  einen  Invalidenlohn  von  Fr. 3'823.66 
(Fr. 4'498.42 – 15%). Somit resultierte ein IV-Grad von gerundet 38% 
([6'139.80 – 3'823.66] x 100 / 6'139.80 = 37.72%).

5.6 Da demnach  kein  Invaliditätsgrad  von  mindestens  40% besteht, 
hat  der  Beschwerdeführer  keinen  Anspruch  auf  eine  Invalidenrente 
und dringt somit mit seinem Hauptantrag, ihm sei eine IV-Rente zuzu-
sprechen, nicht durch.

In antizipierter Beweiswürdigung besteht aufgrund der Aktenlage auch 
kein  Anlass,  vorliegend  weitere  Abklärungen  vorzunehmen.  Die  Be-
schwerde ist  deshalb  –  auch bezüglich  des Subsidiärantrags –  voll -
umfänglich abzuweisen. 

6.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei -
entschädigung.

6.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfan-
ges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren 
auf Fr. 400.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 
des  Reglements  vom  11.  Mai  2009  über  die  Kosten  und  Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Sie sind von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

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und mit dem am 16. Dezember 2008 geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen. 

6.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende 
Vorinstanz  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art.  64 
Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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