# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8c28cd9-d69e-5a25-b2f2-a31b742597c1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 16.07.2018 LY170030
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY170030_2018-07-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LY170030-O/U,  

damit vereinigt Geschäfts-Nr.: LY170032-O 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, die Oberrichter 

lic. iur. M. Spahn und Dr. M. Kriech sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

M. Reuss Valentini 

Beschluss und Urteil vom 16. Juli 2018 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Kläger, Erstberufungskläger und Zweitberufungsbeklagter 

 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 
gegen 

 
B._____,  
Beklagte, Erstberufungsbeklagte und Zweitberufungsklägerin 

 
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____,  

 
betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)   
 
Berufungen gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen  
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 18. Juli 2017 (FE150173-G) 
 

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Rechtsbegehren und Anträge des Klägers: 
(Urk. 6/1, Urk. 6/123, Urk. 6/145 und Urk. 6/150, sinngemäss) 

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger ab Einreichung dieser Schei-
dungsklage (29. Oktober 2015) für die Dauer des Scheidungsverfahrens ei-
nen persönlichen Unterhalt von CHF 73'000.– monatlich zu bezahlen, dies 
zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats. 

 
 2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger das Fahrzeug "Porsche 911 4S 

ABD Cabriolet" herauszugeben und ihm für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens zur alleinigen Nutzung zu überlassen. Die Beklagte sei ferner zu 
verpflichten, alle Massnahmen zu treffen, damit das Fahrzeug auf den Klä-
ger eingelöst werden kann. 

 
 3. Für die Dauer des Scheidungsverfahrens bzw. für die weitere Dauer der 

Trennung seien dem Kläger die in act. 123 S. 1–2 aufgeführten Gegenstän-
de zur Nutzung zu überlassen. 

 
 4. Für die Dauer des Scheidungsverfahrens sei dem Kläger die Nutzung der 

Ferienwohnung in C._____ während drei Wochen jeweils im Winter (zwi-
schen 1. Dezember bis 1. März des Folgejahres) und während drei Wochen 
im Sommer (zwischen 1. Juni bis 1. September) eines jeden Jahres zur Nut-
zung zu überlassen, dies an einem Stück nach zweimonatiger Ankündigung 
des Klägers. 

 
 5. Für die Dauer des Scheidungsverfahrens sei dem Kläger die Nutzung des 

Bootes für den Monat Juli eines jeden Jahres zur alleinigen Nutzung zu 
überlassen (dies für den Fall, dass die Beklagte das Alleineigentum am Boot 
behauptet). 

 
 6. Der Antrag der Beklagten auf Nichteintreten infolge sachlicher Unzuständig-

keit sei abzuweisen. 
 
 7. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger einen Prozesskostenvorschuss 

von CHF 20'000.– zu bezahlen. 
 
 8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten, zuzüg-

lich MWST. 
 
 

Rechtsbegehren und Anträge der Beklagten: 
(Urk. 6/9, Urk. 6/125, Urk. 6/155 und Urk. 6/164, sinngemäss) 

 
1. Es sei der Entscheid über den Verzicht zur Erhebung eines Kostenvor-

schusses seitens des Klägers (Ziffer 1 der Verfügung vom 06.11.2015) in 
Wiedererwägung zu ziehen und es sei der Kläger zur Bezahlung eines Ge-
richtskostenvorschusses in der Höhe von CHF 20'000.– zu verpflichten. 

 

- 3 - 

 2. Es sei vorab (vor Verhandlung über allfällige vorsorgliche Massnahmen) zu 
entscheiden, ob der geltend gemachte Scheidungsgrund von Art. 115 ZGB 
gegeben ist, und es sei bis Vorliegen eines den Scheidungsgrund bestäti-
genden Gerichtsentscheides auf die Anträge des Klägers betreffend Erlass 
vorsorglicher Massnahmen nicht einzutreten. 

 
Eventualiter, für den Fall, dass das Gericht auf die Anträge des 
Klägers betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen eintritt, resp. 
die Hauptsachenprognose (Vorliegen eines Scheidungsgrundes 
nach Art. 115 ZGB) und die Dringlichkeit bejaht: 
 
 3. Es sei der Antrag des Klägers auf Bezahlung eines Prozesskostenvorschus-

ses durch die Beklagte abzuweisen. 
 
 4. Die Eingabe des Klägers vom 3. Mai 2017 sei aus dem Recht zu weisen. 
 
 5. Es seien alle Anträge des Klägers auf Erlass vorsorglicher Massnahmen, 

insbesondere diejenigen auf 
 

- persönlichen Unterhalt für die Dauer des Scheidungsverfahrens, 
 
- Herausgabe und Nutzung des Porsche 911 C4S Cabriolet für die Dau-

er des Scheidungsverfahrens, 
 
- Überlassung des im Alleineigentum der Beklagten stehenden Pianos 

Steinway (aus dem Wohnzimmer), 
 
- Nutzung der im Alleineigentum der Beklagten stehenden Wohnung in 

C._____, 
 
- Nutzung des im Alleineigentum der Beklagten stehenden Bootes, 
 
- Nutzung sämtlicher weiterer Gegenstände (Hausrat und Inventar), wie 

vom Kläger beantragt, 
 
abzuweisen. 

 
 6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MWST) zu 

Lasten des Klägers. 
 
 

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Verfügung des Einzelgerichts am Bezirksgericht Meilen 
vom 18. Juli 2017: 

(Urk. 2 S. 32 ff.) 

"1. Der Antrag der Beklagten, die Eingabe des Klägers vom 3. Mai 2017 sei aus 
dem Recht zu weisen, wird abgewiesen. 

 
 2. Der Antrag des Klägers auf Leistung eines Prozesskostenvorschusses von 

CHF 20'000.– durch die Beklagte wird abgewiesen. 
 
 3. Dem Kläger wird eine Frist von 10 Tagen ab Zustellung dieses Entscheides 

angesetzt, um für die mutmasslichen Gerichtskosten einen Kostenvorschuss 
von CHF 15'000.– zu leisten. 

 
Der Kostenvorschuss kann bei der Bezirksgerichtskasse in bar oder durch 
Überweisung auf das Postkonto geleistet werden (Postkonto …, IBAN: …). 

 
 4. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger für die Dauer des zwischen den 

Parteien hängigen Scheidungsverfahrens monatliche Unterhaltsbeiträge von 
CHF 32'410.– zu bezahlen, rückwirkend ab 29. Oktober 2015, zahlbar je-
weils auf den Ersten eines jeden Monats. 

 
 5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 basieren auf dem Landesindex der 

Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Mai 2017 
von 101.0 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jeweils 
auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2018, dem 
Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die An-
passung erfolgt nach folgender Formel: 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = alter Unterhaltsbeitrag  x  neuer Index 101.0 
Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr 
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-
haltsbeiträge gemäss Ziffer 5 nur proportional zur tatsächlichen Einkom-
menssteigerung angepasst. 
Fällt der Index unter den Stand von Ende Mai 2017 (= Ausgangsbasis für 
Unterhaltsberechnung), berechtigt dies nicht zu einer Herabsetzung der Un-
terhaltsbeiträge. 

 
 6. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger das Fahrzeug "Porsche 911 4S 

ABD Cabriolet", Kontrollschild SZ … herauszugeben und ihm für die Dauer 
des Scheidungsverfahrens zur alleinigen Nutzung zu überlassen. Die Be-
klagte wird verpflichtet, alle zur Übertragung der Haltereigenschaft des 
Fahrzeugs auf den Kläger notwendigen Massnahmen zu treffen bzw. ent-
sprechende Willenserklärungen abzugeben. 

 
 7. In Bezug auf die Begehren um Zuteilung der Nutzung der Hausratsgegen-

stände (exkl. Fahrzeug), der Ferienwohnung in C._____ und des Bootes 

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wird die Teilvereinbarung der Parteien vom 18. Mai 2017 genehmigt. Sie 
lautet wie folgt: 

 
'1. Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kläger die nachstehend aufgeführ-

ten Gegenstände unter Beachtung der üblichen Sorgfaltspflicht für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens zur Nutzung zu überlassen: 

 
– Piano Steinway (aus dem Wohnzimmer); 
 
– BBQ-Grill; 
 
– Folgende Gegenstände aus dem Wohnzimmer: 
 

o 2 weisse Stoffsofas (ca. 3 Meter lang) 
 
o Holz-Esstisch mit 12 Stühlen 
 
o 2 Barhocker (schwarz, Leder) 
 
o 2 Leder- bzw. Fellsessel (schwarz) 
 
o Gitarre inkl. Ständer 
 
o Kunst Skulptur liegende Frau 
 
o Lampe mit zwei Lampenschirmen (rot/schwarz) 
 
o kleiner Tisch (Endsofa Tisch) 
 
o 2 Lautsprecher (Bang and Olufsen) 
 
o CD-Player (Bang and Olufsen) 
 
o Teppiche, welche für die Sofas gemacht wurden 
 
o 3 Kunstbilder von San Francisco 

 
– Folgende Gegenstände aus dem Gästeschlafzimmer: 
 

o Kingsize Doppelbett 
 
o Fernseher 
 

– 4 Bilder aus dem Masterschlafzimmer 
 
– 3 Sets Bettwäsche 
 

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Der Holz-Esstisch inkl. 12 Stühle ist 6 Wochen, die übrigen Gegen-
stände 2 Wochen nach dem ersten Verlangen des Klägers herauszu-
geben. 

 
2. Im Übrigen verzichtet der Kläger auf die Herausgabe und Nutzung der 

anlässlich der Verhandlung vom 8. März 2017 beantragten Hausrats-
gegenstände und zieht die entsprechenden Anträge (vgl. act. 123 S. 1 
und 2) zurück. Ebenso zieht der Kläger die Anträge auf Nutzung des 
Motorbootes sowie Nutzung der Ferienwohnung in C._____ (vgl. act. 
123 S. 2) zurück (die Wohnung wurde gemäss Angaben der Klägerin 
verkauft). Am Antrag auf Nutzung des Fahrzeugs "Porsche 911 4S 
ABD Cabriolet" (vgl. act. 123 S. 1) hält der Kläger fest.' 

 
 8. Die Entscheidgebühr wird auf CHF 4'000.– festgesetzt. 
 
 9. Die Gerichtskosten werden zu zwei Dritteln der Beklagten und zu einem Drit-

tel dem Kläger auferlegt. 
 
10. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine reduzierte Parteientschädi-

gung von CHF 2'700.– (inklusive Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 
 
11. [Schriftliche Mitteilung] 
 
12. [Berufung/Beschwerde]." 
 

Berufungsanträge: 

Erstberufung: 
 
des Klägers, Erstberufungsklägers und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 1 S. 1 f.): 
 
"1. Ziff. 4 der Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 18. Juli 2017 sei auf-

zuheben; die Berufungsbeklagte / Beklagte sei zu verpflichten, dem Beru-
fungskläger / Kläger für die Dauer des Scheidungsverfahrens monatliche 
Unterhaltsbeiträge von CHF 38'410 zu bezahlen, rückwirkend ab 29. Okto-
ber 2015, zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.  

 
 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbeklag-

ten, zuzüglich MWST." 
 
der Beklagten, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägerin (Urk. 12 S. 2): 
 
"1. Auf die Berufung des Klägers und Berufungsklägers sei mangels Beschwer 

nicht einzutreten.  

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 2. Eventualiter: 
 Die Berufung des Klägers und Berufungsklägers sei vollumfänglich abzu-

weisen.  
 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Klä-

gers und Berufungsklägers."  
 
Zweitberufung: 
 
der Beklagten, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägerin (Urk. 16/1 S. 
2 ff.): 
 
"1. Es sei die Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Be-

zirksgericht Meilen vom 18. Juli 2017 betreffend Ehescheidung (Art. 115) 
(Vorsorgliche Massnahmen) (Geschäfts-Nr.: FE150173-G) bezüglich Dispo-
sitivziffern 4, 5, 6, 9 und 10 aufzuheben und wie folgt neu zu entscheiden:  

 
 Es sei auf das Gesuch des Klägers und Berufungsbeklagten um Erlass vor-

sorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren (Art. 115 ZGB) zufolge 
Rechtsmissbräuchlichkeit nicht einzutreten. 

 
 Eventualiter:  
 
 Dispositivziffer 4: 
 Es sei der Antrag des Berufungsbeklagten und Klägers auf persönlichen Un-

terhalt für die Dauer des Scheidungsverfahrens vollumfänglich abzuweisen.  
 
 Eventualiter: 
 Es sei die Beklagte und Berufungsklägerin zu verpflichten, dem Kläger und 

Berufungsbeklagten für die Dauer des zwischen den Parteien hängigen 
Scheidungsverfahrens bis zum Eintritt ins AHV-Alter, d.h. bis zum 
31.03.2018, monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 3'934.00 zu bezahlen, 
rückwirkend ab 29. Oktober 2015, zahlbar jeweils auf den Ersten eines je-
den Monats. Unter Anrechnung der bereits geleisteten Beiträge von ge-
samthaft CHF 16'383.70. Ab 1. April 2018 sei die Beklagte und Berufungs-
klägerin zu verpflichten, dem Kläger und Berufungsbeklagten für die Dauer 
des zwischen den Parteien hängigen Scheidungsverfahrens monatliche Un-
terhaltsbeiträge von CHF 1'934.00 zu bezahlen.  

 
 Dispositivziffer 5:  
 Die Dispositivziffer 5 sei ersatzlos zu streichen.  
 
 Eventualiter:  
 Es sei der letzte Abschnitt der Dispositivziffer 5 zu streichen.  
 
 
 
 

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 Dispositivziffer 6:  
 Es sei der Antrag des Berufungsbeklagten und Klägers auf Zuteilung des 

Porsche 911 4S ABD Cabriolet [korrekt: Porsche 997 C4S Cabrio] für die 
Dauer des Scheidungsverfahrens abzuweisen.  

 Dispositivziffer 9:  
 Es seien dem Kläger und Berufungsbeklagten sämtliche Gerichtskosten 

vollumfänglich aufzuerlegen.  
 
 Eventualiter:  
 Bei Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheides, seien die Gerichtskosten 

dem Kläger und Berufungsbeklagten zu zwei Drittel und der Beklagten und 
Berufungsklägerin zu einem Drittel aufzuerlegen.  

 
 Dispositivziffer 10: 
 Es sei der Kläger und Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Beklagten und 

Berufungsklägerin für das vorinstanzliche Verfahren eine angemessene Par-
teientschädigung, mindestens in der Höhe von CHF 15'000.00 (zzgl. 8% 
MwSt. von CHF 1'200.00), gesamthaft Fr. 16'200.00 zu bezahlen.  

 
 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) zu Lasten des 

Berufungsbeklagten und Klägers." 
 
des Klägers, Erstberufungsklägers und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 16/24 S. 1 
f.): 
 
"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen. Es sei durch das Obergericht 

zu erkennen:  
 
 1. Auf den Massnahmeantrag sei einzutreten; 
 

2. Es sei Unterhalt im Sinne von Dispositivziffer 4 des vorinstanzlichen 
Urteils anzuordnen.  

 
3. Dispositivziffer 5 des vorinstanzlichen Urteils sei zu bestätigen;  
 
4. Dispositivziffer 6 des vorinstanzlichen Urteils sei zu bestätigen (even-

tualiter sei durch das Obergericht zu erkennen, dass das Fahrzeug kor-
rekt "Porsche 997 C4S Cabrio" heisst). 

 
5. Dispositivziffer 9 des vorinstanzlichen Urteils sei zu bestätigen.  
 
6. Dispositivziffer 10 des vorinstanzlichen Urteils sei zu bestätigen.  
 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungskläge-
rin, zuzüglich MWST." 

 
 
 

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Erwägungen: 

A. Sachverhalt 

Die Parteien sind seit dem tt. Dezember 1998 verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. 

Seit dem 29. Oktober 2015 stehen sie am Einzelgericht des Bezirksgerichts Mei-

len in einem Scheidungsverfahren, welchem ein Gewaltschutzverfahren vor-

ausging. Seit der Wegweisung des Klägers, Erstberufungsklägers und Zweitberu-

fungsbeklagten (fortan Kläger) aus der ehelichen Liegenschaft in D._____ durch 

die Kantonspolizei Schwyz gemäss Verfügung vom 15. Oktober 2015 leben die 

Parteien häuslich getrennt (Urk. 6/1 ff.; Urk. 6/92 S. 9 m.H.; Urk. 16/1 S. 7; Urk. 

16/24 S. 3 f.).  

B. Prozessgeschichte 

1. Am 29. Oktober 2015 und am 16. November 2015 liess der Kläger den Er-
lass vorsorglicher Massnahmen im Scheidungsverfahren beantragen (Urk. 6/1 

und Urk. 6/8). Die Beklagte, Erstberufungsbeklagte und Zweitberufungsklägerin 

(fortan Beklagte) liess vorab die örtliche Zuständigkeit des Einzelgerichts am Be-

zirksgericht Meilen in Abrede stellen (Urk. 6/9 S. 1; Urk. 6/41; Urk. 6/52; Prot. I S. 

14 ff.; Urk. 6/62). Mit Verfügung vom 14. Januar 2016 trat die Vorinstanz auf die 

klägerischen Gesuche betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen ein (Urk. 

6/64). Dieser Eintretensentscheid wurde sowohl durch diese Kammer mit Urteil 

vom 9. Mai 2016 als auch durch das Bundesgericht mit Entscheid vom 9. Dezem-

ber 2016 bestätigt (Urk. 6/92 und Urk. 6/105). Am 8. März 2017 fand in der Folge 

die Hauptverhandlung zu den vorsorglichen Massnahmen statt. Am 18. Mai 2017 

wurde eine Vergleichsverhandlung durchgeführt, anlässlich welcher die Parteien 

eine Teilvereinbarung über die Nutzung verschiedener Hausratsgegenstände, des 

Pianos, des Motorbootes sowie der Ferienwohnung in C._____ schlossen (Urk. 

6/166; Prot. I S. 142). Der detaillierte Prozessverlauf (einschliesslich der diversen 

Editionsverfügungen etc.) lässt sich im Übrigen dem angefochtenen Entscheid 

entnehmen (Urk. 2 S. 4-7). Mit Verfügung vom 18. Juli 2017 fällte die Vorinstanz 

den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 6/184 = Urk. 2).  

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2. Mit Eingabe vom 31. Juli 2017 liess der Kläger gegen diesen Entscheid 
rechtzeitig (vgl. Urk. 6/185/2) Berufung erheben und die eingangs zitierten Anträ-

ge stellen (Urk. 1). In prozessualer Hinsicht liess er beantragen, er sei von der 

Leistung eines Gerichtskostenvorschusses für das Berufungsverfahren einstwei-

len zu befreien und der Antrag der Beklagten auf Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung ihrer Berufung im Parallelfahren (Geschäfts-Nr. LY170032, vgl. unten) 

sei abzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Schreiben vom 3. August 2017 wurde die Be-

klagte vom Eingang dieser Berufung in Kenntnis gesetzt (Urk. 5). Mit Verfügung 

vom 12. September 2017 wies die Kammerpräsidentin den prozessualen Antrag 

des Klägers, wonach einstweilen von der Einforderung eines Kostenvorschusses 

für das Berufungsverfahren abzusehen sei, ab und setzte ihm Frist zur Leistung 

eines Vorschusses für die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens in der Höhe 

von Fr. 3'000.– (Urk. 7). Mit Schreiben vom 20. September 2017 ersuchte der 

Kläger um Wiedererwägung dieser Entscheidung (Urk. 8). Mittels Präsidialverfü-

gung vom 25. September 2017 wurde diesem Ersuchen entsprochen und dem 

Kläger in Wiedererwägung der Verfügung vom 12. September 2017 die Frist zur 

Leistung eines Kostenvorschusses einstweilen abgenommen (Urk. 10). Mittels 

Präsidialverfügung vom 5. Oktober 2017 wurde der Beklagten Frist anberaumt, 

um die Erstberufung zu beantworten (Urk. 11). Mit Eingabe vom 20. Oktober 2017 

liess die Beklagte die Berufung innert Frist beantworten und die eingangs zitierten 

Anträge stellen (Urk. 12 S. 2). In prozessualer Hinsicht liess sie die Vereinigung 

der beiden Berufungsverfahren beantragen. Ferner ersuchte sie um Kautionie-

rung des Klägers mit Fr. 3'000.– in Wiedererwägung der Präsidialverfügung vom 

25. September 2017 (Urk. 12 S. 2). Mittels Präsidialverfügung vom 26. Oktober 

2017 wurde die beklagtische Berufungsantwort dem Kläger zur Kenntnis gebracht 

sowie auf das beklagtische Wiedererwägungsgesuch nicht eingetreten (Urk. 15).  

3. Mit Eingabe vom 31. Juli 2017 liess auch die Beklagte fristgerecht (vgl. Urk. 
6/185/1) Berufung gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 18. Juli 2017 erhe-

ben und die eingangs zitierten Anträge stellen (Urk. 16/1 S. 2 ff.; Urk. 16/4/2-20). 

In prozessualer Hinsicht liess sie um (teilweise) Gewährung der aufschiebenden 

Wirkung ihrer Berufung ersuchen (Urk. 16/1 S. 4 f.). Mit Brief vom 4. August 2017 

wurde der Kläger vom Eingang dieser Berufung in Kenntnis gesetzt (Urk. 16/5). 

- 11 - 

Mittels Präsidialverfügung vom 8. August 2017 wurde den Parteien je Frist ange-

setzt, um zu den jeweiligen Anträgen betreffend aufschiebende Wirkung Stellung 

zu nehmen. Ausserdem wurde der Beklagten Frist zur Leistung eines Gerichts-

kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 5'500.– anberaumt (Urk. 16/7). Dieser 

Vorschuss bezahlte die Beklagte innert Frist (Urk. 16/8). Mit Eingabe vom 15. Au-

gust 2017 (Kläger) bzw. 21. August 2017 (Beklagte) bezogen die Parteien je 

rechtzeitig Stellung zu den jeweiligen Anträgen der Gegenseite betreffend Ge-

währung der aufschiebenden Wirkung der Berufung (Urk. 16/9; Urk. 16/10 und 

Urk. 16/12/1-2). Mit Eingabe vom 23. August 2017 äusserte sich die Beklagte im 

Nachgang zu ihrer Eingabe vom 21. August 2017 unter Einreichung weiterer Bei-

lagen (Urk. 16/13; Urk. 16/15/1-4). Mit Präsidialverfügung vom 7. September 2017 

wurde der Berufung der Beklagten gegen Dispositivziffer 4 (Unterhaltsbeiträge) 

der angefochtenen Verfügung teilweise, nämlich im Fr. 14'000.– pro Monat über-

steigenden Umfang die aufschiebende Wirkung erteilt. Ferner wurde der Berufung 

gegen Dispositivziffern 5 und 6 (Indexierung Unterhaltsbeiträge, Zuweisung Fahr-

zeug "Porsche 911 4S ABD Cabriolet") der angefochtenen Verfügung die auf-

schiebende Wirkung erteilt. Im darüber hinausgehenden Umfang wurde das Ge-

such abgewiesen (Urk. 16/16). Mit Eingabe vom 19. September 2017 samt Beila-

gen erstattete die Beklagte eine Noveneingabe (Urk. 16/17; Urk. 16/18; 

Urk. 16/19/1-6). Mittels Präsidialverfügung vom 5. Oktober 2017 wurde dem Klä-

ger Frist anberaumt, um die Berufung zu beantworten und sich zur beklagtischen 

Noveneingabe samt Beilagen zu äussern (Urk. 16/20). Mit Eingabe vom 13. Ok-

tober 2017 erstattete die Beklagte eine neuerliche Noveneingabe samt Beilagen, 

wobei sie insbesondere ein neues Editionsbegehren stellte (Urk. 16/21; 

Urk. 16/22; Urk. 16/23/1-6). Innert Frist liess der Kläger mit Eingabe vom 18. Ok-

tober 2017 die Berufung beantworten und zur (ersten) beklagtischen Novenein-

gabe vom 19. September 2017 Stellung beziehen (Urk. 16/24). Mittels Präsidial-

verfügung vom 26. Oktober 2017 wurde die Zweitberufungsantwort der Beklagten 

zur Kenntnis gebracht. Ferner wurde dem Kläger Frist anberaumt, um zu den von 

der Beklagten neu eingereichten Unterlagen und neu aufgestellten Behauptungen 

sowie zum neuen Editionsbegehren Stellung zu nehmen (Urk. 16/25). Mittels Zu-

schrift vom 10. November 2017 machte die Beklagte innert zehn Tagen von ihrem 

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sog. Replikrecht zur gegnerischen Berufungsantwort Gebrauch (Urk. 16/26; 

Urk. 16/27; Urk. 16/28/1-4). Mittels Eingabe vom 13. November 2017 bezog der 

Kläger fristwahrend Stellung zur Noveneingabe der Beklagten vom 13. Oktober 

2017 samt Beilagen (Urk. 16/21; Urk. 16/23/1-6), wobei er eine neue Visa-

Abrechnung vom 17. September 2017 beibrachte (Urk. 16/29; Urk. 16/31/1). Mit-

tels Präsidialverfügung vom 9. Januar 2018 wurde die Stellungnahme der Beklag-

ten vom 10. November 2017 samt Beilagenverzeichnis und Beilagen (Urk. 16/26; 

Urk. 16/27; Urk. 16/28/1-4) dem Kläger zur Kenntnisnahme zugestellt. Zudem 

wurde der Beklagten Frist angesetzt, um sich zu den neuen Vorbringen und der 

neu beigebrachten Visa-Abrechnung des Klägers zu äussern (Urk. 16/32). Mittels 

Zuschrift vom 19. Januar 2018 äusserte sich die Beklagte rechtzeitig (Urk. 16/33). 

Diese Eingabe samt Beilage (Urk. 16/34/1) wurde dem Kläger am 30. Januar 

2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 16/35). Am 3. April 2018 (Datum Poststempel) 

erstattete die Beklagte wiederum eine Noveneingabe samt Beilage (Urk. 16/36; 

Urk. 16/37/1). Mit Präsidialverfügung vom 5. April 2018 wurde diese beklagtische 

Noveneingabe dem Kläger zur Kenntnisnahme zugestellt und ihm Frist anbe-

raumt, um sich zu seiner Rentensituation zu äussern (Urk. 16/38). Fristwahrend 

reichte der Kläger alsdann mit Begleitschreiben vom 17. April 2018 eine Renten-

verfügung der SVA Zürich vom 10. April 2018 zu den Akten (Urk. 16/40). Am 9., 

19. und 23. April 2018 holte die Kammer bei den Gemeindeverwaltungen E._____ 

und F._____ je eine Adressauskunft betreffend die neue Lebenspartnerin des 

Klägers, G._____, ein (Urk. 16/41; Urk. 16/42). Mittels Präsidialverfügung vom 24. 

April 2018 wurde der Beklagten die Verfügung der SVA Zürich zugestellt sowie 

beiden Parteien je Frist angesetzt, um sich zu den beiden Adressauskünften zu 

äussern (Urk. 16/43). Mittels Schreiben vom 26. April 2018 bezog der Kläger 

rechtzeitig Stellung (Urk. 16/44). Die Beklagte äusserte sich nach gewährter Fris-

terstreckung (Urk. 16/45) sowohl zu den beiden Adressauskünften als auch (in 

Ausübung des Replikrechts) zur Altersrentenverfügung rechtzeitig mittels Eingabe 

vom 8. Mai 2018 (Urk. 16/46) samt Beilagen (Urk. 16/47; Urk. 16/48/1-2). Mittels 

Verfügung vom 15. Mai 2018 wurde diese Eingabe samt Beilagen dem Kläger zur 

Kenntnisnahme zugestellt. Weiter wurde festgehalten, dass kein weiterer Schrif-

tenwechsel angeordnet und keine Berufungsverhandlung durchgeführt werde. 

- 13 - 

Sodann wurde vorgemerkt, dass das Berufungsverfahren spruchreif und somit in 

die Phase der Urteilsberatung übergegangen ist (Urk. 16/49).  

C. Prozessuales 

1. Die beiden Berufungen richten sich je gegen die nämliche vorinstanzliche 
Verfügung vom 18. Juli 2017 und haben unter anderem die Unterhaltsbeiträge 

zum Gegenstand. Das Berufungsverfahren mit der Prozess-Nr. LY170032 ist da-

her mit dem vorliegenden Berufungsverfahren zu vereinigen und als dadurch er-

ledigt abzuschreiben. Die Akten des Berufungsverfahrens LY170032 sind als 

Urk. 16/1-49 zu den vorliegenden Akten zu nehmen.  

2. Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens sind die Unterhaltsbei-
träge sowie die Zuteilung des Fahrzeuges (Porsche). Nicht angefochten wurden 

die Dispositivziffern 2 und 7 der Verfügung der Einzelrichterin des Bezirksgerichts 

Meilen vom 18. Juli 2017 (Urk. 2 S. 32 ff.; Urk. 1 S. 1 f.; Urk. 16/1 S. 2-4). Sie sind 

daher in Rechtskraft erwachsen, wovon Vormerk zu nehmen ist.  

3. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

In der Berufungsschrift sind die Behauptungen bestimmt und vollständig aufzu-

stellen. Zudem muss sie – im Gegensatz zur Klageschrift – nicht nur eine tatsäch-

liche, sondern auch eine rechtliche Begründung enthalten (Reetz/Theiler, in: Sut-

ter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 311 N 36). Der Berufungskläger hat mittels kla-

rer und sauberer Verweisungen auf die Ausführungen vor der Vorinstanz zu zei-

gen, wo er die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und 

Einreden erhoben hat. Die Parteien haben die von ihnen kritisierten Erwägungen 

des angefochtenen Entscheids wie auch die Aktenstücke, auf die sie ihre Kritik 

stützen, genau zu bezeichnen (BGE 138 III 374 E. 4.3.1.; BGer 4A_580/2015 vom 

11. April 2016, E. 2.2. [nicht publiziert in BGE 142 III 271]). Was nicht in einer den 

gesetzlichen Begründungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, 

braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden. Es ist nämlich 

nicht Sache der Rechtsmittelinstanz, die Akten und die Rechtsschriften der Vor-

instanz zu durchforsten um festzustellen, was welche Partei wo ausgeführt hat. 

- 14 - 

Damit ist gesagt, dass die Berufungsschrift weder eine pauschale Verweisung auf 

die bei der Vorinstanz eingereichten Rechtsschriften noch eine neuerliche Dar-

stellung der Sach- oder Rechtslage enthalten darf, welche nicht darauf eingeht, 

was vor der Vorinstanz vorgebracht worden ist. Pauschale Verweisungen auf die 

vor der Vorinstanz eingebrachten Rechtsschriften sind namentlich dann unzuläs-

sig, wenn sich die Vorinstanz mit den Ausführungen des Berufungsklägers ausei-

nandergesetzt hat. Stützt sich der angefochtene Entscheid auf mehrere selbstän-

dige Begründungen, muss sich der Berufungskläger in der Berufungsschrift mit al-

len Begründungen auseinandersetzen. Das Gleiche gilt im Falle von Haupt- und 

Eventualbegründung. Auch hier muss sich der Berufungskläger mit beiden Be-

gründungen auseinandersetzen (Hungerbühler/Bucher, DIKE-Komm-ZPO, Art. 

311 N 42 f.). Zwar prüft die Berufungsinstanz nicht nur die geltend gemachten 

Rügen (Rügeprinzip). Aber das Gericht muss den angefochtenen Entscheid nicht 

von sich aus auf Mängel untersuchen, es sei denn, der Sachverhalt sei geradezu 

willkürlich festgestellt worden oder das Recht sei geradezu willkürlich angewandt 

worden (Reetz/Theiler, a.a.O.). Aufgrund der umfassenden Überprüfungsbefugnis 

ist die Berufungsinstanz nicht an die mit den Rügen vorgebrachten Argumente 

oder an die Erwägungen der Vorinstanz gebunden, sie kann die Rügen auch mit 

abweichenden Erwägungen gutheissen oder abweisen (vgl. Reetz/Theiler, a.a.O., 

Art. 310 N 6). Die Begründungsanforderungen gelten auch für die Berufungsant-

wort, wenn darin Erwägungen der Vorinstanz beanstandet werden, die sich für die 

im kantonalen Verfahren obsiegende Partei ungünstig auswirken können (BGer 

4A_258/2015 vom 21. Oktober 2015, E. 2.4.2; BGer 4A_580/2015 vom 11. April 

2016, E. 2.2; BGer 4A_496/2016 vom 8. Dezember 2016, E. 2.2.2; Reetz/Theiler, 

a.a.O., Art. 312 N 11). 

Diese Grundsätze missachtet der Kläger in seinen Berufungsschriften über weite 

Strecken. Teilweise tut dies auch die Beklagte. Insoweit ist auf die Berufungen 

nicht einzutreten. Es wird an den entsprechenden Stellen darauf zurückzukom-

men sein.  

4. Betreffend die sinngemässe Anwendung der Bestimmungen über die Ehe-
schutzmassnahmen im vorliegenden vorsorglichen Massnahmenverfahren (Art. 

- 15 - 

276 Abs. 1 ZPO) sowie die summarische Verfahrensnatur (Beweismittel- und Be-

weismassbeschränkung, blosses Glaubhaftmachen genügt), die abgeschwächte 

Untersuchungsmaxime und die Eventualmaxime äusserte sich bereits die Vor-

instanz zutreffend. Es kann darauf verwiesen werden (Urk. 2 S. 7 f.). Ob der Klä-

ger betreffend den ihm gebührenden Bedarf seiner Last der Glaubhaftmachung 

hinreichend nachkam (vgl. Urk. 16/1 S. 9), wird im materiellen Teil zu prüfen sein.  

5. Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren 
nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt werden, 

d.h., wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz 

zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten 

(lit. b). Diese gesetzliche Novenbeschränkung gilt auch im Anwendungsbereich 

der beschränkten Untersuchungsmaxime (BGE 138 III 625 E. 2.2; BGer 

4A_619/2015 vom 25. Mai 2016, E. 2.2.2 a.E.).  

D. Voraussetzungen für den Erlass vorsorglicher Massnahmen 

Gemäss Art. 276 Abs. 1 ZPO trifft das Gericht im Scheidungsverfahren die nöti-

gen vorsorglichen Massnahmen. Vorsorgliche Massnahmen dürfen nur angeord-

net werden, wenn sie nötig, geeignet und verhältnismässig sind (Sutter-Somm/ 

Stanischewski, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 276 

N 8). Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte, ist die wahrscheinliche Begründet-

heit des Hauptbegehrens zur Anordnung vorsorglicher Massnahmen nicht erfor-

derlich. Während des Scheidungsprozesses sind mithin Ehegattenunterhaltsbei-

träge zu regeln, wobei die mutmassliche Begründetheit des Scheidungsverfah-

rens gleichgültig ist. Die Herstellung einer vorläufigen Friedensordnung durch Re-

gelungsmassnahmen im Scheidungsprozess ist selbst dann erforderlich, wenn 

das Hauptbegehren wahrscheinlich unbegründet ist (Urk. 2 S. 9 mit Hinweis auf 

Sprecher, in Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], BSK-ZPO, Basel 2017, N 11 zu 

Art. 261; vgl. auch BK ZPO-Spycher, Art. 276 N 13). Die Beklagte ist mit ihrer 

diesbezüglichen, im Übrigen durch keine Belegstellen untermauerten Auffassung 

(Urk. 16/1 S. 12 ff.) nicht zu hören. Die materiellen Voraussetzungen des Schei-

dungsgrundes gemäss Art. 115 ZGB (Unzumutbarkeit) brauchen im Rahmen der 

vorliegenden vorsorglichen Massnahmen nicht geprüft zu werden. Die entspre-

- 16 - 

chenden umfangreichen beklagtischen Ausführungen zielen daher an der Sache 

vorbei, zumal, wie die Vorinstanz zutreffend ausführte (Urk. 2 S. 9 unten), mit 

Blick auf den im August 2015 eskalierenden und ein Gewaltschutzverfahren aus-

lösenden Paarkonflikt zwischen den Parteien in der Tat zumindest Zweifel an der 

Zumutbarkeit der Ehefortführung bestehen. Dabei kann auch nicht im Voraus ge-

sagt werden, die erforderlichen schwerwiegenden Gründe, aufgrund welcher dem 

Kläger die Fortsetzung der Ehe nicht mehr zugemutet werden könne, seien allei-

ne ihm anzulasten, gegen welchen (als Störer) sich die Gewaltschutzmassnah-

men richteten. Namentlich können auch schwere psychische Misshandlungen und 

daraus resultierende gröbere gesundheitliche Beschwerden, welche über die bei 

Scheidungsverfahren üblicherweise eintretenden psychischen Belastungen hin-

ausgehen etc., Unzumutbarkeit begründen (vgl. Urk. 16/37/1 S. 6 ff.). Dem Kläger 

kann somit auch kein offensichtlich rechtsmissbräuchliches Verhalten (Urk. 16/1 

S. 16 f.) zur Last gelegt werden. Betreffend die angebliche rechtsmissbräuchliche 

Begründung der örtlichen Zuständigkeit durch den Wohnsitzwechsel des Klägers 

(vgl. Urk. 16/1 S. 17 ff.), ist sodann darauf hinzuweisen, dass die Frage der örtli-

chen Zuständigkeit bis vor Bundesgericht geklärt und dabei kein rechtsmiss-

bräuchliches Vorgehen festgestellt wurde (Urk. 6/92 S. 6 f.; Urk. 6/105).  

E. Unterhaltsbeiträge 

1. Ausgangslage 

Die Vorinstanz verpflichtete die Beklagte, dem Kläger für die Dauer des zwischen 

den Parteien hängigen Scheidungsverfahrens monatliche Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 32'410.– zu bezahlen, rückwirkend ab 29. Oktober 2015 (Urk. 2 S. 33, Disposi-

tivziffer 4). Der (einstufigen) Unterhaltsberechnung legte sie ein klägerisches Mo-

natseinkommen von Fr. 1'270.– sowie einen klägerischen monatlichen Bedarf von 

Fr. 33'679.– zu Grunde (Urk. 2 S. 12 f., 16 f., 27). Bezüglich der Leistungsfähig-

keit der Beklagten erwog die Vorinstanz, deren ausgewiesenen Einkünfte (Wert-

schriftenerträge zwischen rund Fr. 80'000.– und Fr. 134'000.– jährlich sowie Net-

toerwerbseinkünfte zwischen rund Fr. 15'000.– und Fr. 55'000.– pro Jahr) sowie 

ihr Vermögen (anerkanntermassen rund Fr. 30 Mio.) ermöglichten es ihr zweifels-

frei, den Unterhalt der Parteien während des laufenden Scheidungsverfahrens 

- 17 - 

entsprechend dem bisherigen Lebensstandard zu finanzieren. Dabei erachtete die 

Vorinstanz insbesondere einen Vermögensverzehr für zumutbar und möglich, 

sollten die Einkünfte unzureichend sein. Dies umso mehr, als die Beklagte selbst 

anerkenne, dass sie während der letzten Jahre des Zusammenlebens mit dem 

Kläger von ihrem Vermögen habe zehren müssen, um die Lebenskosten der Par-

teien zu bezahlen (Urk. 2 S. 14 f.).  

In ihrem Hauptstandpunkt beantragt die Beklagte auch im Berufungsverfahren 

nach wie vor die Abweisung des Unterhaltsbegehrens des Klägers. Für den Even-

tualfall zeigt sie sich bereit, dem Kläger rückwirkend ab 29. Oktober 2015 bis zum 

Eintritt ins AHV-Alter bzw. bis 31. März 2018 monatliche Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 3'934.– und ab 1. April 2018 solche in der Höhe von Fr. 1'934.– zu bezahlen 

(Urk. 16/1 S. 2 f.). Demgegenüber fordert der Kläger mit seiner Berufung monatli-

che Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 38'410.–, rückwirkend ab 29. Oktober 

2015 (Urk. 1 S. 1 f.).  

2. Allgemeines / Berechnungsmethode 

2.1. Wie die Vorinstanz korrekt festhielt, findet der Unterhaltsanspruch während 
der ganzen Ehedauer seine Grundlage in den Art. 163 ff. ZGB, wobei die Kriterien 

von Art. 125 ZGB bei vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren - im 

Unterschied zu den Eheschutzmassnahmen - bereits verstärkt berücksichtigt 

werden dürfen (BGE 128 III 65, E. 4a; BGE 130 III 537 E. 3.2). Bei genügend fi-

nanziellen Mitteln haben beide Parteien Anspruch auf die Fortführung des zuletzt 

gemeinsam gelebten ehelichen Lebensstandards (BGE 132 II 593 E. 3.2; BGE 

134 III 145 E. 4).  

2.2. Bei sehr guten finanziellen Verhältnissen wird der Unterhaltsbeitrag praxis-
gemäss einstufig ermittelt, indem die einzelnen Bedarfspositionen der unterhalts-

berechtigten Partei, die auch nach Auflösung des gemeinsamen Haushaltes den 

bisherigen Lebensstandard sicherzustellen vermögen, addiert werden (Urk. 2 S. 

11). Anstelle der einzelnen Posten des familienrechtlichen Existenzminimums tre-

ten die effektiv (höheren) Ausgaben (Wohnen, Krankenkasse, Versicherungen, 

Vorsorge, Fahrzeug, Kleider, Essen, Steuern, Hobby und Freizeit usw.). Ist das 

- 18 - 

nicht ohne weiteres oder nur teilweise möglich, kann hilfsweise von einem um 

50 % bis 100 % erweiterten Grundbetrag ausgegangen werden (Six, Eheschutz, 

Ein Handbuch für die Praxis, 2. A., Bern 2014, N 2.68 S. 107). Der Entscheid über 

die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge erfolgt nach Recht und Billigkeit und stellt 

nicht das Ergebnis exakter Berechnungen auf genauen Grundlagen dar. Gerade 

bei der Ermittlung des Bedarfs der Parteien sind gewisse Pauschalisierungen zu-

lässig und erforderlich, was auch bei der einstufigen Methode gilt (Urk. 2 S. 11). 

Auch die Beklagte geht davon aus, dass die Vorinstanz zu Recht von der einstufi-

gen Berechnungsmethode ausgegangen ist (Urk. 16/1 S. 23). Es obliegt aber 

grundsätzlich dem Kläger, seinen gebührenden Bedarf substantiiert zu behaupten 

und glaubhaft zu machen.  

2.3. Zu Recht erwog die Vorinstanz, dass es den Ehegatten zuzumuten sei, zu 
Unterhaltszwecken das Vermögen anzuzehren, wenn das Einkommen nicht aus-

reiche und sich dieses auch nicht ohne weiteres steigern lasse. Grundsätzlich 

könne verlangt werden, dass jährlich ein Zehntel des Reinvermögens, das eine 

Freigrenze übersteige, verbraucht werde. Anhand der Umstände des konkreten 

Einzelfalls sei zu beurteilen, ob eine Vermögensanzehrung als zumutbar erschei-

ne. Von Bedeutung seien hierfür insbesondere der bisherige Lebensstandard, die 

Grösse des Vermögens und die Dauer, für die ein Rückgriff auf das Vermögen 

nötig sein werde (Urk. 2 S. 11 f. m.w.H.; vgl. auch BGE 134 III 581 E. 3.3).  

Der Rückgriff auf das Vermögen eines Ehegatten rechtfertigt sich insbesondere 

dann, wenn es bisher ebenfalls zur Bestreitung des ehelichen Unterhalts ange-

zehrt wurde und entsprechender Vermögensverzehr der bisherigen Struktur der 

ehelichen Gemeinschaft entspricht bzw. auch bei weiterem Zusammenleben der 

Ehegatten der Unterhalt durch das Vermögen eines Ehegatten finanziert worden 

wäre (BGer 5P.242/2006 vom 2. August 2006, E. 3.3). Vorliegend anerkannte 

selbst die Beklagte, dass sie während der letzten Jahre des Zusammenlebens mit 

dem Kläger von ihrem Vermögen habe zehren müssen, um die Lebenskosten der 

Parteien zu bezahlen (Prot. I S. 131; Urk. 2 S. 14). Solches entsprach mithin der 

ehelichen Lebenshaltung. Soweit ihre Einkünfte zur Deckung des gebührenden 

Bedarfs des Klägers nicht ausreichen, ist es der Beklagten in Übereinstimmung 

- 19 - 

mit der Vorinstanz daher zuzumuten, auch inskünftig, jedenfalls für die Dauer des 

Scheidungsverfahrens, ihr erhebliches Vermögen von anerkanntermassen rund 

Fr. 30 Mio. weiterhin anzuzehren.  

Die Beklagte ist mit ihren Vorbringen, wonach die Anzehrung des Vermögens nur 

in Mankofällen zulässig sei (vgl. Urk. 16/1 S. 26 ff., 35 f.), nach dem Gesagten 

nicht zu hören. Im Übrigen liegt hier ein Ausnahmefall in die andere Richtung vor 

(sehr grosses Vermögen, luxuriöser bisheriger gemeinsamer, teilweise aus dem 

beklagtischen Vermögen finanzierter Lebenswandel der Parteien, vgl. nachste-

hend). Es besteht vorliegend denn auch keinerlei Veranlassung, den bisherigen 

Lebensstandard des Klägers zusätzlich einzuschränken, wie dies die Beklagte mit 

Verweis auf BGer 5P.472/2006 vom 15. Januar 2007, E. 3.2 tun will (Urk. 2 

S. 27), wo erwähnt wird, dass in der Einzelfallbetrachtung der bisherige Lebens-

standard allenfalls zusätzlich eingeschränkt werden könne und müsse, wobei es 

sich um einen Mankofall handelte. Bemerkenswert erscheint im Übrigen, dass die 

Beklagte einräumte, man habe vom Vermögen zehren müssen, weil das Ein-

kommen für die Bestreitung des Lebensunterhalts nicht ausgereicht habe, wobei 

sie nicht beziffern konnte, wie viel Vermögen sie jeweils habe aufwenden müssen 

(Prot. I S. 131). Sie verneinte gar, eine Vorstellung davon zu haben, was während 

des Zusammenlebens mit dem Kläger für den gemeinsamen Lebensbedarf aus-

gegeben worden sei. Es habe sie damals auch nicht unbedingt interessiert, wie 

hoch diese Ausgaben gewesen seien (Prot. I S. 133).  

2.4. Zwar spricht nichts dagegen, Art. 125 Abs. 3 Ziff. 3 ZGB (Verweigerung oder 
Kürzung von Unterhaltsbeiträgen zufolge offensichtlicher Unbilligkeit) im Mass-

nahmenverfahren analog heranzuziehen (vgl. betreffend Eheschutz: OGer ZH 

LE170035 vom 8.12.2017, S. 28 f.). Allerdings setzt die Aufhebung oder Kürzung 

der Unterhaltspflicht gemäss Art. 125 Abs. 3 ZGB einen offenbaren Rechtsmiss-

brauch bzw. einen krassen Fall voraus und gelangt nur mit grosser Zurückhaltung 

zur Anwendung (BGE 127 III 65 E. 2a). Die vorliegend geltend gemachten Um-

stände (Wegweisung des Klägers aus der ehelichen Liegenschaft in D._____ und 

Kontaktverbot gemäss Verfügung der Kantonspolizei Schwyz vom 15. Oktober 

2015 wegen angeblicher Drohung [Urk. 6/11/4] samt Verlängerung bis zu der auf 

- 20 - 

den 11. November 2015 anberaumten Eheschutzverhandlung durch das Bezirks-

gerichtspräsidium Gersau vom 22. Oktober 2015 [Urk. 6/11/6] etc. [vgl. Urk. 16/1 

S. 23 f., 83]) reichen jedenfalls nicht aus, nicht zuletzt auch mit Blick auf den be-

schränkten Zeithorizont der vorsorglichen Unterhaltsbeiträge. Zudem macht der 

Kläger seinerseits einen Psychoterror seitens der Beklagten geltend (Urk. 6/1 S. 7 

f.; Urk. 6/44 S. 10; Prot. I S. 114; Urk. 16/24 S. 5). Diese Umstände werden von 

der Vorinstanz unter dem Blickwinkel des geltend gemachten Scheidungsgrundes 

gemäss Art. 115 ZGB zu würdigen sein. Auf das Verhalten bzw. Verschulden des 

Klägers kommt es ansonsten im vorliegenden Massnahmenverfahren gerade 

nicht an, weshalb die Vorbringen der Beklagten über weite Strecken nichts zur 

Sache beizutragen vermögen (vgl. Urk. 16/1 S. 36 ff.).  

2.5. a) Die Vorinstanz verneinte angesichts der noch relativ jungen Beziehung 
zwischen dem Kläger und seiner Freundin G._____ das Vorliegen eines qualifi-

zierten Konkubinats, welches die Unterhaltsforderungen des Klägers als rechts-

missbräuchlich erscheinen liesse (Urk. 2 S. 26 f.). Im Rahmen ihrer beiden No-

veneingaben vom 19. September 2017 und 13. Oktober 2017 vertritt die Beklagte 

wiederum, wie bereits vor Vorinstanz (vgl. Urk. 2 S. 25; Urk. 6/125 S. 132; Urk. 

6/169 S. 8 ff.), die Ansicht, der Kläger lebe mit seiner neuen Partnerin, G._____, 

in einem qualifizierten Konkubinat, weshalb ihre Unterhaltspflicht erloschen sei. 

Sie begründet dies nunmehr mit dem neu zu Tage getretenen Umstand, dass die 

Freundin des Klägers sich in einem Stelleninserat einer von der per 28. August 

2017 im Handelsregister eingetragenen H._____ betriebenen Privatschule als 

G._____ ausgebe, so wie wenn sie mit dem Kläger verheiratet wäre. Dement-

sprechend sei sie wohl auch bereit, Beistandspflichten wie eine Ehefrau wahrzu-

nehmen. Wie aus den Kontoauszügen August und September 2017 hervorgehe, 

habe G._____ dem Kläger überdies weiterhin regelmässig Geld überwiesen. 

Auch dies spreche unweigerlich für ein qualifiziertes Konkubinat (Urk. 16/17 S. 2 

f.; Urk. 16/21 S. 6; demgegenüber: Urk. 16/1 S. 19 f., 59, 79 ff.). Der Kläger hält 

dagegen daran fest, dass er nicht mit G._____ zusammenlebe. Diese habe eine 

eigene Wohnung (vorher in I._____, heute in E._____). Sie sei in den letzten Ta-

gen nach E._____ gezügelt, wo sie auch angemeldet sei. Es treffe zu, dass 

G._____ ihm, wie zahlreiche andere Gläubiger, Darlehen gewährt habe. Die Be-

- 21 - 

klagte habe ihm seit der Trennung am 28. Oktober 2015 keinen Unterhalt geleis-

tet. Nach Erlass des Entscheides des Obergerichts über die Vollstreckbarkeit des 

Urteils bezahle sie monatlich Fr. 4'500.–. Dies reiche selbstverständlich nicht aus, 

um den ehelichen Lebensstandard finanzieren zu können. Er sei auf die Darlehen 

angewiesen, damit er nicht zum Sozialamt müsse. Eine gemeinsame Kasse oder 

dergleichen habe er mit G._____ nicht. Es stimme, dass er durchaus Zeit mit 

G._____ verbringe. Sie würden sich jedoch nicht wie ein verheiratetes Paar ver-

halten, sondern wie Freund und Freundin. Es liege mithin keine eheähnliche Ge-

meinschaft vor (Urk. 16/24 S. 25 f.).  

b) Unter einem gefestigten Konkubinat versteht die Rechtsprechung eine auf 
längere Zeit, wenn nicht auf Dauer angelegte umfassende Lebensgemeinschaft 

zweier Personen unterschiedlichen Geschlechts mit grundsätzlichem Ausschliess-

lichkeitscharakter, die sowohl eine geistig-seelische als auch eine wirtschaftliche 

Komponente aufweist. Verkürzt wird diese auch als Wohn-, Tisch- und Bettge-

meinschaft bezeichnet. Das Gericht hat diesbezüglich eine Würdigung sämtlicher 

massgebender Faktoren vorzunehmen, wobei für die Beurteilung der Qualität ei-

ner Lebensgemeinschaft die gesamten Umstände des Zusammenlebens von Be-

deutung sind. Der Unterhaltsanspruch fällt weg, wenn der Ehegatte in einer festen 

Beziehung lebt, die ihm ähnliche Vorteile bietet wie eine Ehe. Entscheidend ist 

dabei nicht (mehr) das Kriterium des Rechtsmissbrauchs, sondern vielmehr, ob 

der Unterhaltsberechtigte mit seinem neuen Partner eine so enge Lebensgemein-

schaft bildet, dass dieser bereit ist, ihm Beistand und Unterstützung zu leisten, 

wie es Art. 159 Abs. 3 ZGB von Ehegatten fordert. Ob der Partner über die dazu 

notwendigen finanziellen Mittel überhaupt verfügt, ist unerheblich (BGE 138 III 97 

E. 2.3.3). Die Dauer einer Beziehung stellt durchaus ein gewisses Indiz für deren 

Festigkeit dar. Bei einem Konkubinat, das im Zeitpunkt der Einleitung des Verfah-

rens bereits fünf Jahre gedauert hat, ist im Sinne einer Tatsachenvermutung 

grundsätzlich davon auszugehen, es handle sich um eine Schicksalsgemeinschaft 

ähnlich einer Ehe (BGE 138 III 97 E. 3.4.2 mit Hinweis auf BGE 118 II 235 E. 3a). 

Ein qualifiziertes rentenausschliessendes Konkubinat ist jedoch nicht leichthin an-

zunehmen.  

- 22 - 

Der Kläger deponierte vor Vorinstanz anlässlich der Verhandlung vom 8. März 

2017, er lebe alleine. Er habe eine Partnerin, welche eine eigene Wohnung in 

J._____ habe. Sie sei Lehrerin in E._____. Die Wohnung befinde sich in der Nähe 

der Schule. Die Freundin, G._____, sei etwa zwei bis der Mal pro Woche bei ihm, 

manchmal auch vier Mal, und übernachte dann jeweils auch bei ihm. Sie seien ein 

typisches Paar, das sich neu gefunden habe. Er hoffe, dass sie einmal zusam-

menziehen würden. Die Beziehung sei jedoch noch am Anfang. G._____ habe 

ihm in den vergangenen vier bis fünf Monaten etwa Fr. 5'500.– pro Monat gelie-

hen. Das Geld stamme nicht von ihrem Einkommen. Sie müsse noch anderweitig 

über Vermögenswerte verfügen, vermutlich von ihrer Familie. Jetzt könne sie ihm 

kein Geld mehr leihen (Prot. I S. 120 ff.). 

Die Beziehung zwischen dem Kläger und G._____ ist noch relativ jung (Prot. I S. 

121; vgl., auch Prot. I S. 44 ff., S. 98 und 100 [Verhandlung vom 3. Februar 2016 

betreffend die örtliche Zuständigkeit], wonach der Kläger noch ein Verhältnis mit 

einer Wohnungsnachbarin ["K._____"] pflegte bzw. sich mit einer weiteren Frau 

traf ["L._____"; Urk. 6/126/58]). So trat G._____, soweit ersichtlich, erstmals an-

fangs April 2016 in den Akten in Erscheinung (vgl. Urk. 6/126/13 [E-Mail von 

G._____ an den Kläger]; vgl. auch Urk. 6/125 S. 132; Urk. 6/126/142, 144; Urk. 

6/126/124b [Liste Darlehen]). Zwar unterstützte G._____ den Kläger ver-

schiedentlich mit Darlehen (Prot. I S. 122), so auch im August 2017 und Septem-

ber 2017 (vgl. Urk. 16/23/3, 4 i.V.m. Art. 317 Abs. 1 ZPO), allerdings taten dies 

auch diverse andere Personen (vgl. z.B. Urk. 6/126/124b). Von einer wirtschaftli-

chen Verflechtung zwischen dem Kläger und seiner Freundin, welche ihm ehe-

ähnliche Vorteile bietet, ist nicht auszugehen. Es wäre vielmehr verfrüht, im vor-

liegenden Massnahmenverfahren bereits von einem qualifizierten rentenaus-

schliessenden Konkubinat zu sprechen.  

c) Jedoch kann immerhin eine sog. einfache Wohn- und Lebensgemeinschaft 
vorliegen, die Einsparungen in den Lebenshaltungskosten mit sich bringt. Ent-

scheidend ist dabei nicht die Dauer der Partnerschaft, sondern der wirtschaftliche 

Vorteil, der daraus gezogen wird (BGE 138 III 97 E. 2.3.2). Vorliegend ist umstrit-

ten, ob der Kläger mit G._____ zusammenlebt bzw. je zusammengelebt hat. Die 

- 23 - 

Vorinstanz verneinte solches. Sie hielt dafür, obschon die Beklagte gewisse Indi-

zien für das Zusammenleben des Klägers mit seiner neuen Partnerin nenne, ver-

möge sie diese Tatsache nicht glaubhaft zu machen (Urk. 2 S. 26).  

G._____ meldete sich am 30. April 2016 von F._____ nach unbekannt ab (Urk. 

6/126/14 und Urk. 16/42) und war laut der Adressauskunft der Gemeindeverwal-

tung E._____ vom 13. März 2017 zu diesem Zeitpunkt in E._____ unbekannt 

(Urk. 6/170/6). Gemäss der vom Obergericht eingeholten Adressauskunft der 

Gemeindeverwaltung E._____ vom 6./19. April 2018 zog G._____ am 21. Sep-

tember 2017 von F._____ (wohl letzter bekannter Aufenthaltsort) an die … [Stras-

se] in E._____ (Urk. 16/41). In M._____, am Wohnsitz des Klägers, war sie nie 

gemeldet (Urk. 16/1 S. 79; Urk. 16/17 S. 4). Allerdings ist eine formelle Anmel-

dung ohnehin bloss ein Indiz für die tatsächlichen Wohn- und Lebensverhältnisse.  

Der Kläger konnte oder wollte anlässlich der Verhandlung vom 8. März 2017 kei-

ne substantiierten Angaben zur genauen Wohnadresse von G._____ machen. Er 

deponierte lediglich, dass sie in J._____ wohne (vgl. Prot. I S. 120 f.). In der Beru-

fungsantwort vom 18. Oktober 2017 liess er ausführen, G._____ habe eine eige-

ne Wohnung (vorher in I._____, heute in E._____) und sei in E._____ auch an-

gemeldet. Sie habe in den letzten Tagen nach E._____ gezügelt (Urk. 16/24 S. 

25). Im Rahmen seiner Stellungnahme zu den gerichtlich eingeholten Adressaus-

künften der Gemeinden E._____ und F._____ liess er verlauten, die Einwohner-

kontrolle belege, dass G._____ zu keinem Zeitpunkt jemals in M._____ gelebt 

habe (sie habe in F._____ gelebt, jetzt in E._____). Es sei mithin klar, dass sie 

keinen einzigen Tag mit dem Kläger zusammengelebt habe. G._____ habe stets 

und ausnahmslos eine eigene Wohnung gehabt (Urk. 16/44). Von einem angebli-

chen Wohnort in I._____ ist hier allerdings keine Rede mehr (vgl. auch Urk. 16/26 

S. 10).  

Die Angaben des Klägers zum Wohnort von G._____ erscheinen widersprüchlich 

und anpasserisch. Darauf kann nicht abgestellt werden. Hinzu tritt, dass G._____ 

seit Februar 2017 im Zusammenhang mit Darlehensüberweisungen an den Klä-

ger und auch im Zuge der Gründung der H._____ GmbH am 22. August 2017 als 

ihre Adresse bzw. ihren Wohnsitz stets die Adresse des Klägers an der … [Stras-

- 24 - 

se], M._____, angab (Urk. 6/146/7; Urk. 16/19/3, 4; Urk. 16/23/3, 4 i.V.m. Art. 317 

Abs. 1 ZPO). Auch nach dem 21. September 2017 (Anmeldung in E._____; 

Urk. 16/41) führte sie als Wohnadresse noch die … [Strasse], M._____ an, näm-

lich im Zusammenhang mit der Überweisung von Fr. 1'600.– an den Kläger am 

26. September 2017 (Urk. 16/23/4 i.V.m. Art. 317 Abs. 1 ZPO). Darauf ist sie zu 

behaften.  

Fadenscheinig mutet im Übrigen auch die Erklärung des Klägers an, wonach 

G._____ nicht noch weiter in das Scheidungsverfahren hineingezogen werden 

wolle und daher nicht sage, wo sie sich angemeldet habe (Urk. 6/176 S. 7; Urk. 

16/24 S. 25). Aufhorchen lässt, dass sich G._____ erst am 21. September 2017 

während laufendem Berufungsverfahren in E._____ anmeldete und dies gerade 

an der … [Strasse], wo die Privatschule H._____ situiert ist, bei welcher G._____ 

als Schulleiterin tätig ist (Urk. 16/19/7; Urk. 16/19/12 S. 2; Urk. 16/19/13 i.V.m. Art. 

317 Abs. 1 ZPO). Zudem ist dort die Domiziladresse der rund ein Monat zuvor am 

22. August 2017 gegründeten H._____ GmbH, welche die Schule betreibt und de-

ren Geschäftsführerin und Gesellschafterin G._____ ist (Urk. 16/19/6 i.V.m. Art. 

317 Abs. 1 ZPO). Aus der Gründungsurkunde geht hervor, dass die Schule an der 

… [Strasse], E._____, lediglich eigene Büro- und Geschäftsräumlichkeiten hält 

(Urk. 16/19/4 S. 3, Ziffer VII i.V.m. Art. 317 Abs. 1 ZPO). Von Privatwohnungen ist 

keine Rede. Gemäss Handelsregisterauszug vom 8. Mai 2018 ist G._____ immer 

noch als in M._____ wohnhaft eingetragen (Urk. 16/48/2 Urk. 16/46 S. 4). Eine 

Adressänderung wurde nicht, wie erforderlich, angezeigt (vgl. Art. 26 und 27 

HRegV; Art. 937 OR).  

Beachtung verdient schliesslich auch der von der Beklagten neu beigebrachte E-

Mailverkehr mit der Gemeindeverwaltung M._____. Zwar hätten diese E-Mails 

längst beigebracht werden können. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich 

die Beklagte erst durch die seitens der Kammer eingeholten Adressauskünfte 

(Urk. 16/41 und Urk. 16/42) zu deren Einreichung veranlasst sah (Urk. 16/46 S. 4; 

Urk. 16/48/1), weshalb es sich dabei um zulässige Noven handelt (Art. 317 Abs. 1 

ZPO; Art. 99 Abs. 1 BGG analog). Aus diesem E-Mailverkehr erhellt unter ande-

rem, dass dem Kläger von der Gemeindeverwaltung M._____ eine (neue) Frist 

- 25 - 

bis zum 20. September 2017 anberaumt worden war, um - im Zusammenhang mit 

der Anmeldung von G._____ - dort am Schalter vorbeizukommen (Urk. 16/48/1). 

Offenbar sah sich G._____ dann gezwungen, sich einen Tag später, nämlich am 

21. September 2017, nunmehr in E._____ an der Domiziladresse der Schule an-

zumelden (Urk. 16/41; Urk. 16/46 S. 3).  

All diese Umstände legen nahe, dass es sich beim Wohnsitz von G._____ an der 

… [Strasse] in E._____ mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen fiktiven, bloss vor-

geschobenen Wohnsitz handeln dürfte, um ihr Zusammenleben mit dem Kläger in 

M._____ zu verschleiern. Zusammengefasst erscheint somit hinreichend glaub-

haft, dass der Kläger und G._____ jedenfalls ab Februar 2017 zusammen in 

M._____ leben. Diese einfache Wohn- und Lebensgemeinschaft wird beim Bedarf 

des Klägers gebührend zu berücksichtigen sein.  

3. Leistungsfähigkeit der Parteien 

3.1. Einkommen des Klägers 

a) Die Vorinstanz legte ihrem Entscheid ein Einkommen des Klägers beste-
hend aus einer monatlichen Rente des Bundesstaates New York in der Höhe von 

USD 1'312.– bzw. rund Fr. 1'270.– zu Grunde. Dass er über weitere Einkünfte - 

so aus den Werken seines Vaters (sog. Royalties) - oder Vermögen im In- oder 

Ausland verfüge, sei nicht hinreichend glaubhaft gemacht worden. Auch könne 

dem Kläger, im Hinblick auf sein Alter und den Umstand, dass er seit einem im 

Jahr 2004 erlittenen Skiunfall mit resultierender Arbeitsunfähigkeit und darauffol-

gender Kündigung keiner geregelten Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen sei, 

kein hypothetisches Einkommen in Anrechnung gebracht werden (Urk. 2 S. 12 f.).  

b) Dass der Kläger anderweitige Einkünfte bzw. Vermögenswerte im In- oder 
Ausland erzielen sollte, vermochte die Beklagte nicht rechtsgenügend darzutun 

(vgl. Urk. 16/1 S. 29 ff. mit Hinweisen). Es kann dabei im Wesentlichen vorweg 

auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen verwiesen werden (Urk. 2 

S. 12 f.). Der Kläger vermochte glaubhaft darzulegen, dass er auf Anraten seines 

Steuerberaters während des Zusammenlebens ein fiktives Einkommen von rund 

- 26 - 

USD 70'000.– bis USD 80'000.– in den USA deklariert habe, worauf er als im 

Ausland wohnhafte Person keine Steuern habe bezahlen müssen und Rückfragen 

der Steuerbehörden habe begegnen können, wovon er lebe (Urk. 6/123 S. 38; 

Urk. 6/124/33; Urk. 6/11/22-26; Urk. 16/24 S. 9; Urk. 6/146/5). Die Beklagte ver-

mag nicht zu plausibilisieren, dass der Kläger in den Jahren 2013 bis und mit heu-

te (wofür keine Steuererklärungen vorliegen) entsprechende reale Einkünfte er-

zielt haben soll (Urk. 16/1 S. 30). Aus punktuellen Beratungen bzw. Kundenver-

mittlungen nach seinem Unfall im Jahr 2004, woraus ihm im Jahr 2011 noch ein 

Prozessgewinn habe ausgeschüttet werden können (vgl. Urk. 16/24 S. 9; Prot. I 

S. 122 f.), kann nicht auf künftige regelmässige namhafte Einkünfte geschlossen 

werden (Urk. 16/1 S. 31 ff.). Vor allem aber konnte der Kläger darlegen und bele-

gen, dass er in seinem Freundes- und Bekanntenkreis zahlreiche Darlehen ge-

währt erhielt, um seinen (gehobenen) Lebensstandard weiterhin finanzieren zu 

können (vgl. Urk. 16/24 S. 25 f.; Prot. I S. 118 ff., 123 ff.; Urk. 6/123 S. 4; Urk. 

6/126/124b, c).  

Im Berufungsverfahren hat sich neu ergeben, dass der Kläger ab dem 1. April 

2018 eine monatliche Altersrente in der Höhe von Fr. 1'015.– vergütet erhält, wel-

che ihm als Einkommen anzurechnen ist (Urk. 16/40; Art. 317 Abs. 1 ZPO; 

Urk. 16/46 S. 7). Hingegen erscheint nicht hinreichend glaubhaft, dass der Kläger 

Einkünfte aus seiner Tätigkeit für die Privatschule H._____ (Urk. 16/19/3) erzielt, 

wie die Beklagte neu ins Feld führt (vgl. Urk. 16/17 S. 66). Zwar war der Kläger 

auf der Homepage der H._____ als CSO (= Chief Sales Officer) bzw. 

Sponsorship Verantwortlicher, ehemals CMO … und …, aufgeführt 

(Urk. 16/19/13). Allerdings vermochte er glaubhaft darzutun, dass es sich hierbei 

um eine Gefälligkeit seinerseits gegenüber seiner Freundin handle, damit der Auf-

tritt Dritten gegenüber besser wirke (Urk. 16/24 S. 3). Heute ist er denn auch als 

CFO, Scolarship Verantwortlicher in ehrenamtlicher Tätigkeit, ehemals CMO … 

und …, aufgelistet (vgl. www.H._____.ch; Urk. 16/33 S. 7; Urk. 16/34).  

Die Beklagte beschränkt sich im Übrigen darauf, diesbezüglich pauschal irgend-

ein Einkommen in der (hypothetischen) Höhe von Fr. 15'000.– zu behaupten, oh-

ne solches näher zu substantiieren geschweige denn zu belegen (Urk. 16/17 S. 

- 27 - 

7). Bei der Überweisung der Privatschule auf das Konto des Klägers vom 12. 

September 2017 in der Höhe von Fr. 1'197.00 handelt es sich um die Vergütung 

von Schulspesen (offenbar: Toner, Kopierer und ähnliches Büromaterial) und 

nicht etwa um Lohnzahlungen (Urk. 16/21 S. 7; Urk. 16/23/3; Urk. 16/29 S. 3). Es 

kann aus dem (einmaligen) Umstand, dass der Kläger seiner Partnerin Kosten für 

Schulmaterial vorschoss und den Betrag dann als Auslagenersatz zurückerstattet 

erhielt, denn auch nicht gefolgert werden, dass er eine aktive entgeltliche Rolle in 

der Privatschule innehat (vgl. demgegenüber: Urk. 16/33 S. 3 f.). Auch aus der 

einmaligen Überweisung von Fr. 2'500.– vom 2. August 2017 unter dem Titel 

"SUPPORT FOR … [Person 1] AND … [Person 2]" von N._____ an den Kläger 

kann selbstredend nicht auf regelmässige Lohnzahlungen im Zusammenhang mit 

der Schule und eine dortige Anstellung des Klägers geschlossen werden (Urk. 

16/33 S. 4; Urk. 16/23/3). Die von der Beklagten ins Feld geführten beiden Über-

weisungen vom Konto des Klägers von Fr. 1'000.– am 12. September 2017 und 

Fr. 3'759.– am 1. September 2017 gingen schliesslich auf das Visa-Konto des 

Klägers, um seine Auslagen der Kreditkarte zu decken (Urk. 16/17 S. 9; 

Urk. 16/23/4; Urk. 16/29 S. 1 f.; Urk. 16/31/1). Es bestehen somit keine Anhalts-

punkte für das Vorliegen eines weiteren, vom Kläger verheimlichten Kontos. Die 

Beklagte vermag somit nicht glaubhaft zu machen, dass der Kläger von der Pri-

vatschule irgendwelche Gehaltszahlungen erhalten soll. Daran ändert auch 

nichts, dass die Schule offenbar durch einen finanzkräftigen Sponsor finanziert 

wird (Urk. 16/17 S. 5 ff.). Allein daraus kann noch kein (überdurchschnittliches) 

Gehalt des Klägers abgeleitet werden (Urk. 16/17 S. 8). Ob die neuen Vorbringen 

der Beklagten rechtzeitig vorgebracht wurden (vgl. Urk. 16/24 S. 3; Art. 317 Abs. 

1 ZPO), kann somit dahingestellt bleiben, weil ihnen keine Folge zu leisten ist. 

Nachdem der Kläger nunmehr Ende März 2018 das Pensionsalter erreicht hat, 

kann ihm ohnehin kein anderweitiges hypothetisches Einkommen (vgl. Urk. 16/17 

S. 10 f.) mehr angerechnet werden, zumal ein solches in der Regel, und so auch 

vorliegend, nicht rückwirkend in Anrechnung zu bringen ist.  

Zusammengefasst ist von klägerischen Einkünften von rund Fr. 1'300.– (mit Blick 

auf die Kursschwankungen, vgl. Urk. 16/1 S. 28 f.) pro Monat und ab April 2018 

von solchen in der Höhe von insgesamt Fr. 2'315.– auszugehen.  

- 28 - 

3.2. Leistungsfähigkeit der Beklagten 

a) Die Vorinstanz hielt dafür, gemäss den Steuererklärungen 2014 und 2015 
verfüge die Beklagte über ein steuerbares Vermögen zwischen Fr. 27 und Fr. 29 

Mio., über Wertschriftenerträge zwischen rund Fr. 80'000.– und Fr. 134'000.– und 

über ein Nettoerwerbseinkommen zwischen rund Fr. 15'000.– und Fr. 55'000.–. 

Es könne offenbleiben, inwiefern das in der Steuererklärung ausgewiesene Ver-

mögen tatsächlich höher zu bewerten wäre und ob der Beklagten zusätzliche Mit-

tel aus ihrer Immobiliengesellschaft zur Verfügung stünden. Das ausgewiesene 

Einkommen und Vermögen der Beklagten ermöglichten es ihr zweifelsfrei, den 

Unterhalt der Parteien während des laufenden Scheidungsverfahrens entspre-

chend dem bisherigen Lebensstandard zu finanzieren. Insbesondere sei es der 

Beklagten zuzumuten, zu diesem Zweck auch von ihrem Vermögen zu zehren, 

sollten ihre Einkünfte in der Tat unzureichend sein. Dies umso mehr, als die Be-

klagte selbst anerkenne, dass sie während der letzten Jahre des Zusammenle-

bens mit dem Kläger von ihrem Vermögen habe zehren müssen, um die Lebens-

haltungskosten der Parteien zu bezahlen. Die Beklagte scheine zudem in der La-

ge zu sein, die nötigen Mittel in liquider Form erhältlich zu machen, sofern und 

soweit die Einkünfte zur Deckung der Unterhaltsbeiträge nicht ausreichten. Ge-

mäss ihren eigenen Ausführungen habe die Beklagte ihrer Immobiliengesellschaft 

ursprünglich Darlehen im Umfang von Fr. 11.5 Mio. gewährt und im Jahr 2015 be-

reits eine Rückzahlung im Umfang von Fr. 1 Mio. erhalten. Es sei zu erwarten, 

dass die Beklagte laufend weitere Darlehensrückzahlungen erhalten werde. Im 

Übrigen sei es der Beklagten auch zuzumuten, einen Teil ihrer Vermögenswerte, 

wie beispielsweise die in der Steuererklärung ausgewiesene Goldanlage im Wert 

von rund Fr. 4.5 Mio., zu verkaufen, sofern nicht genügend Barmittel vorhanden 

sein sollten (Urk. 2 S. 14 f.).  

b) Wie vorstehend unter Ziffer 2.3 erörtert, ist es der Beklagten vorliegend, so-
weit deren Wertschriftenerträge und Nettoerwerbseinkünfte nicht ausreichen, zu-

zumuten, ihr ansehnliches Vermögen von anerkanntermassen rund Fr. 30 Mio. 

(vgl. Urk. 6/169 S. 32 f.) anzuzehren, um ihrer ehelichen Unterhaltspflicht gegen-

über dem Kläger nachzukommen, zumal sie, wie dargetan, selbst einräumte, dass 

- 29 - 

man vom Vermögen habe zehren müssen (Prot. I S. 131). Dass die Abnahme ih-

res Vermögens in den Jahren 2013 bis 2015 in erster Linie mit Kursschwankun-

gen und Abschreibungen zu tun haben solle (Urk. 12 S. 11), ist mit Blick auf das 

Eingeständnis der Beklagten sowie die dokumentierten hohen jährlichen Ausga-

ben der Parteien (vgl. dazu unten und auch Urk. 16/24 S. 14) nicht nachvollzieh-

bar. Dabei muss sich der Kläger in seiner Lebensführung nicht zusätzlich ein-

schränken. Sein Verhalten gegenüber der Beklagten und gegenüber "unzählig" 

anderen Personen (vgl. Urk. 16/1 S. 36-40) ist an dieser Stelle im Übrigen nicht 

von Relevanz. Ob die Beklagte über ein regelmässiges Einkommen von mindes-

tens Fr. 1.1 Mio. pro Jahr verfügt, vornehmlich aus Mietzinseinnahmen der 45 

Wohnungen der von ihr zu 100 % gehaltenen O._____ AG (vgl. Urk. 1 S. 4 f.; Urk. 

16/24 S. 6 ff.; Urk. 12 S. 9; Urk. 6/125 S. 142), kann demnach mit der Vorinstanz 

dahingestellt bleiben.  

Die Beklagte rügt, es sei unverständlich, wie die Vorinstanz zum Schluss gelan-

gen könne, sie könne die nötigen Mittel in liquider Form erhältlich machen. Die 

Vorinstanz gehe einfach davon aus, sie, die Beklagte, habe Darlehensrückzah-

lungen der O._____ AG zu erwarten. Dabei verkenne die Vorinstanz, dass diese 

Firma eine eigenständige juristische Person und damit unabhängig sei. Ob Darle-

hensrückzahlungen getätigt werden könnten, hänge einzig von deren Geschäfts-

gang ab. Darlehensrückzahlungen stellten im Übrigen kein Einkommen dar, son-

dern seien Bestandteile des Vermögens. Goldreserven seien zudem langfristige, 

diversifizierte Anlagen, die nicht einfach so verkauft werden könnten und sollten 

(Urk. 16/1 S. 40).  

Mit diesen unsubstantiierten pauschalen Vorbringen vermag die Beklagte ihre an-

geblich fehlende Liquidität in keiner Weise glaubhaft zu machen, zumal in ihrer 

Steuererklärung 2015 unter der Rubrik "Bargeld, Gold und andere Edelmetalle" 

der Betrag von Fr. 5'211'947 aufgeführt ist, wobei sich davon Fr. 300'000 cash in 

einem Schliessfach befinden (Urk. 6/126/69). Ferner ist unter der Position "Wert-

schriften, Guthaben gem. Wertschriftenverzeichnis" der Betrag von Fr. 19'035'666 

aufgelistet (Urk. 6/126/69, davon z.B. Fr. 7'282'043 Mio. auf einem Konto der … 

[Bank]). Darauf dürften auch ansehnliche Vermögenserträge entfallen. Die Be-

- 30 - 

klagte tut sodann nicht dar, weshalb sich der Geschäftsgang der O._____ AG ins-

künftig negativ gestalten sollte, so dass keine Darlehensrückzahlungen an sie 

mehr möglich sein sollten. Vielmehr ist notorisch, dass Mietzinseinnahmen, ins-

besondere mit Blick auf die anhaltende Wohnungsknappheit, eine sichere Ein-

kommensquelle darstellen. Nachdem die Beklagte die O._____ AG unbestritte-

nermassen beherrscht (vgl. Prot. I S. 129; Urk. 6/123 S. 12; Urk. 6/125 S. 141 f.; 

Urk. 6/126/69; Urk. 6/126/70 [vgl. insb. Konto-Nr. 2010 "Kontokorrent Aktionä-

rin"]), kann mit Blick auf die unterhaltsrechtliche Beurteilung der beklagtischen 

Leistungsfähigkeit ohne weiteres durch den Schleier der juristischen Person auf 

die dahinter stehende Beklagte gegriffen werden, weshalb ihr die Nettomietzin-

seinnahmen der Immobiliengesellschaft als verfügbares Einkommen anzurechnen 

sind. Zudem erhält sie 1,5 % jährliche Zinsen auf die der Firma gewährten Darle-

hen (Urk. 6/126/70; Urk. 6/125 S. 142). Ob nun weitere Darlehensrückzahlungen 

der O._____ AG an die Beklagte (vgl. Urk. 6/126/70: Konto-Nr. 2560: Fr. 1,4 Mio. 

am 9. Juni 2015; vgl. auch Urk. 6/126/69 [Steuererklärungen 2014 und 2015 der 

Beklagten], wobei die Beklagte ihrer Gesellschaft ursprünglich ein Darlehen von 

Fr. 11.5 Mio. gewährte [Urk. 6/125 S. 142]) konkret anstehen, kann allerdings 

letztlich offenbleiben, weil nach dem Gesagten davon auszugehen ist, dass die 

Beklagte unabhängig davon über genügend liquide bzw. innert nützlicher Frist li-

quidierbare Mittel verfügt, um ihrer Unterhaltspflicht gegenüber dem Kläger für die 

Dauer des Scheidungsverfahrens nachzukommen.  

Im Übrigen muss einem Ehegatten unter Umständen auch zugemutet werden, 

nicht liquides Vermögen zur Ausschöpfung von Kreditmöglichkeiten einzusetzen; 

beispielsweise ein Hypothekardarlehen aufzunehmen oder aufzustocken (BK-

Hausheer/Reusser/Geiser, Art. 163 ZGB N 22; ZK-Bräm, Art. 163 ZGB N 104).  

Zusammengefasst ist die Leistungsfähigkeit der Beklagten mithin klar zu bejahen.  

 

4. Bisherige Lebenshaltung des Klägers 

- 31 - 

a) Die Vorinstanz ging von einem einstufig ermittelten monatlichen klägeri-
schen Bedarf von Fr. 33'679.– aus (Urk. 2 S. 16 f). Die Beklagte moniert vorweg, 

der Kläger habe seinen Bedarf weder substantiiert noch belegt. Zudem stellten 

die einzelnen Bedarfspositionen kein Abbild des ehelichen Lebensstandards dar. 

Die Vorinstanz habe auch ihre Begründungspflicht verletzt, indem sie sich auf 

blosse Pauschalisierungen gestützt habe. Auch habe sie teilweise mit ihren zu 

wenig begründeten Pauschalisierungen gegen das Willkürverbot verstossen 

(Urk. 16/1 S. 22, 25 f., 41 f.). Auf diese Kritik wird bei den einzelnen strittigen Be-

darfspositionen näher einzugehen sein. Die obere Grenze des dem Kläger zuzu-

sprechenden Unterhaltsbeitrages bildet der gebührende Unterhalt. Dabei haben 

grundsätzlich beide fortan getrennt lebenden Ehepartner Anspruch auf Fortfüh-

rung des bisherigen ehelichen Lebensstandards. Es kann nicht sein, dass ein 

Ehepartner weiterhin im Luxus lebt und der andere nicht, sofern die finanziellen 

Mittel ausreichend sind. Die Eigentumsverhältnisse bezüglich der Fahrzeuge, der 

ehelichen Liegenschaft, des Ferienhauses etc. (vgl. Urk. 16/1 S. 24) spielen dabei 

im Rahmen der vorsorglichen Unterhaltsfestsetzung keine Rolle. Dass die Partei-

en einen gehobenen Lebensstandard pflegten, steht ausser Frage. So beliefen 

sich allein die Ausgaben der Kreditkarten und die Barausgaben im Jahr 2014 auf 

rund Fr. 232'000.– und in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 auf rund 

Fr. 144'000.– (Urk. 6/146/1 D; vgl. auch Urk. 6/34/29 etc.).  

b) Die Vorinstanz rechnete dem Kläger hypothetische Wohnkosten in der Höhe 
von Fr. 15'000.– an. Sie erwog, entgegen der beklagtischen Behauptung habe der 

Kläger Anspruch auf ähnliche Wohnverhältnisse wie während des Zusammenle-

bens mit der Beklagten, und zwar unabhängig davon, wie die eheliche Liegen-

schaft finanziert worden sei. Die von den Parteien je beigebrachten Gutachten 

würden einen sehr unterschiedlichen Mietwert der Liegenschaft der Beklagten 

ausweisen. Als Parteigutachten käme jedoch beiden Gutachten ohnehin nur eine 

sehr beschränkte Beweiskraft zu. Laut beiden Gutachten handle es sich bei der 

direkt am Vierwaldstättersee, an idyllischer Lage gelegenen Liegenschaft mit sehr 

grosser Gartenanlage um eine einzigartige Liegenschaft bzw. ein Liebhaberob-

jekt, sodass sich eine Schätzung schwierig gestalte. Der Kläger lege glaubhaft 

dar, dass vergleichbare Objekte auf dem Markt rar seien und entsprechend hohe 

- 32 - 

Mietkosten aufweisen würden. Die eingereichten Inserate beträfen Wohnungen 

und Häuser am See bzw. mit Seesicht, einige davon mit Garten. Die Mietangebo-

te lägen zwischen Fr. 13'000.– und Fr. 22'000.– pro Monat. Es erscheine unter 

diesen Umständen und unter Berücksichtigung der erwähnten Inserate angemes-

sen, dem Kläger Mietkosten von Fr. 15'000.– im Bedarf anzurechnen (Urk. 2 S. 

16 ff.).  

Ob die Vorinstanz die Dispositionsmaxime verletzte, indem sie davon ausging, 

der Kläger habe einen monatlichen hypothetischen Mietzins von Fr. 18'000.– gel-

tend gemacht (Urk. 16/1 S. 43 f.; Urk. 2 S. 17), kann dahingestellt bleiben, nach-

dem der Kläger, selbst gemäss der Beklagten, vor Vorinstanz jedenfalls verlauten 

liess, er suche eine Wohnung mit einem Mietzins zwischen Fr. 10'000.– und 

Fr. 15'000.– monatlich (Prot. I S. 70 f.), und er im Berufungsverfahren den vor-

instanzlich ermittelten hypothetischen Mietzins in der Höhe von Fr. 15'000.– für 

korrekt und vertretbar hält (Urk. 1 S. 7; Urk. 16/24 S. 15).  

Wie selbst aus der von der Beklagten vor Vorinstanz eingereichten Verkehrswert-

schätzung von AE._____ vom 15. Januar 2016 hervorgeht, handelt es sich bei 

der von den Parteien während des ehelichen Zusammenlebens bewohnten, im Al-

leineigentum der Beklagten stehenden Liegenschaft um ein grosszügiges vierge-

schossiges 9,5-Zimmer Einfamilienhaus in gemischter Bauweise mit einer Netto-

wohnfläche von 328 m2. Total beträgt die Grundstücksfläche 2'434 m2. Die Räu-

me sind sehr grosszügig ausgestaltet und komfortabel ausgebaut. Die Villa mit 

Seesicht verfügt über einen grosszügigen, schön gestalteten Garten mit Seean-

stoss und Bootssteg. Es handelt sich um ein Liebhaberobjekt (Urk. 6/126/112 S. 1 

[Fotografie Liegenschaft], 3-5, 9; vgl. auch Urk. 6/45/8 [Fotobuch "… D._____ 

2012 - 2014"]). Dass die Liegenschaft nicht optimal erschlossen sei (Urk. 

6/126/112 S. 4), ist im vorliegenden Zusammenhang, in welchem es nicht um de-

ren Verkauf geht, nicht von entscheidender Bedeutung, zumal beide Parteien mo-

bil und nicht auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind. Das Haus ver-

fügt sodann über einen Fitnessraum und eine Sauna, mehrere Bade-/Dusch-

Zimmer, einen Wintergarten und zwei Terrassen (Urk. 6/126/112 S. 7). Es handelt 

- 33 - 

sich augenscheinlich um ein sehr ansehnliches und komfortables Liebhaberob-

jekt. 

Es liegt auf der Hand, dass dem Kläger für einen vergleichbaren Wohnkomfort, 

worauf er, wie die Vorinstanz richtig feststellte, jedenfalls während der Dauer des 

Scheidungsverfahrens zweifellos Anspruch hat, eine stattliche Summe zur Verfü-

gung stehen muss. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die Nutzung des bishe-

rigen Hauses durch die Parteien geteilt wurde. Insofern kann der Kläger nicht ein 

gleichwertiges Objekt für sich allein beanspruchen. Ansonsten würde seine Le-

benshaltung erhöht (vgl. BGer 5P.138/2001 vom 10. Juli 2001 E. 2b). Er hat da-

her für sich allein noch Anspruch auf eine luxuriöse 4.5- bis 5-Zimmerwohnung 

mit Fitnessraum und Sauna, Wintergarten und Terrasse sowie mit Seesicht und 

Umschwung.  

Es ist notorisch, dass mit einem vom beklagtischen Gutachter ermittelten monatli-

chen Mietzins für die eheliche Villa in der Höhe von lediglich rund Fr. 5'400.– (Urk. 

6/126/112 S. 8, 55; Urk. 16/24 S. 16) kein dem Kläger zustehendes Wohnobjekt 

gemietet werden kann. Ausschlaggebend ist hier denn auch nicht der objektive 

Mietwert auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt (vgl. Urk. 16/1 S. 45), sondern 

vielmehr der subjektive Wohnwert (Wohnstandard, auf den der Kläger Anspruch 

hat), zumal der beklagtische Gutachter selbst von einem Liebhaberobjekt ausgeht 

(Urk. 6/126/112 S. 9 und Begleitschreiben S. 2). Vor diesem Hintergrund zielen 

die Vorbringen der Beklagten zum Beweiswert von Parteigutachten und der Quali-

fikation ihres Gutachters (vgl. Urk. 16/1 S. 46 f.) an der Sache vorbei. Auf die vom 

Kläger vor Vorinstanz beigebrachte P._____ Services Einschätzung vom 17. De-

zember 2015 (Urk. 6/45/39/1), welche eher oberflächlich und wenig fallbezogen 

konkret erscheint, ist nicht abzustellen. Aussagekräftiger sind hingegen die sei-

tens des Klägers vor Vorinstanz beigebrachten Inserate für Haus- bzw. Woh-

nungsmieten, woraus monatliche Mieten für vier Wohnobjekte mit Seesicht / See-

anstoss in der Höhe von Fr. 22'000.– (in Q._____ mit grossem Swimmingpool und 

einer Wohnfläche von ca. 887 m2), Fr. 13'500.– (in R._____, 7.5 Zimmer, Wohn-

fläche 298 m2, Grundstückfläche 2'000 m2), Fr. 15'800.– (in M._____, 9.5 Zimmer, 

Wohnfläche 330 m2, Grundstückfläche 2'198 m2) und Fr. 12'450.– (in I._____, 6.5 

- 34 - 

Zimmer, Wohnfläche 275 m2) resultieren (vgl. Urk. 6/45/10). Es ist allerdings all-

gemein bekannt, dass das Mietzinsniveau an der Goldküste im Raum S._____, 

M._____ und E._____ etc., wo der Kläger eine Wohnung sucht (vgl. Prot. I S. 70 

f., 121), und generell in der Umgebung Zürichsee besonders hoch ist. Wenn der 

Kläger sich für einen solchen Wohnort entscheidet, hat er dafür Abstriche in ande-

ren Bereichen hinzunehmen, namentlich bei Aussicht, Seeanstoss und Garten.  

Nach der allgemeinen Lebenserfahrung und mit Blick auf den einschlägigen 

Wohnungsmarkt im gehobenen Segment sowie angesichts des Umstands, dass 

der Kläger für sich allein kein gleichwertiges Objekt wie die eheliche Villa bean-

spruchen kann, erscheint der von der Vorinstanz angenommene hypothetische 

Mietzins in der Höhe von Fr. 15'000.– pro Monat zu hoch gegriffen. Vielmehr 

rechtfertigt es sich, dem Kläger hypothetische Wohnkosten von Fr. 10'000.– pro 

Monat anzurechnen.  

Ab Februar 2017 hat sich G._____ an der Miete angemessen zu beteiligen. 

G._____ die Hälfte der hypothetischen Miete in Anrechnung zu bringen, wie dies 

der Beklagten vorschwebt (Urk. 16/1 S. 59), rechtfertigt sich angesichts des weit 

überdurchschnittlichen Lebensstandards der Parteien jedoch nicht. Es erscheint 

angemessen, dem Kläger mit Blick auf seine Wohngemeinschaft mit G._____ für 

die Miete ab dem Zusammenleben noch den Betrag von Fr. 8'000.– in Anschlag 

zu bringen.  

Wenn der Kläger vor Vorinstanz deponierte, er suche eine standesgemässe 

Wohnung im Preisrahmen von Fr. 10'000.– bis Fr. 15'000.– pro Monat (Prot. I S. 

70 f.), und er Wohnungsinserate mit Mietzinsen zwischen Fr. 12'450.– und 

Fr. 22'000.– monatlich einreichte (Urk. 6/45/10), dann musste die Beklagte die 

Anrechnung eines entsprechend hohen (hypothetischen) Mietzinses in Betracht 

ziehen. Sie ist mit ihrer Behauptung im Zusammenhang mit der Zulässigkeit von 

Noven im Berufungsverfahren, wonach der Entscheid der Vorinstanz diesbezüg-

lich derart unerwartet hoch ausgefallen sei, sodass sie nicht mit einem derartigen 

Entscheid habe rechnen müssen (Urk. 16/1 S. 50), somit nicht zu hören. Es kann 

nicht die Rede davon sein, dass erst der angefochtene Entscheid die anwaltlich 

vertretene Beklagte veranlasst haben soll, weitere Beweismittel zur Frage der 

- 35 - 

dem Kläger anzurechnenden hypothetischen Wohnkosten beizubringen (Urk. 16/1 

S. 50 m.H. auf Art. 99 Abs. 1 BGG analog). Sämtliche von der Beklagten erst im 

Rahmen ihrer Berufung beigebrachten Wohnungsinserate (vgl. Urk. 16/4/12-18) 

stellen daher unzulässige Noven dar, weil solche Inserate schon vor Vorinstanz 

hätten eingereicht werden können und müssen.  

Hinzu kommt, dass diese Inserate zwar allesamt mehrheitlich Wohnungen mit 4.5 

Zimmern betreffen, allerdings weisen diese verhältnismässig geringe Wohnflä-

chen auf (vgl. 157 m2, 140 m2, 138 m2, 128 m2, 158 m2, 122 m2, 145 m2), zumal 

der Kläger bislang mit der Beklagten zusammen, wie gesagt, eine Wohnfläche 

von 328 m2 zur Verfügung hatte und nunmehr noch Anspruch auf mindestens 200 

m2 hat (Abzug rund ein Drittel). Überdies verfügen diese inserierten Wohnungen 

weder über einen (grösseren) Umschwung noch über einen Fitnessraum, eine 

Sauna oder einen Wintergarten etc. Sofern eine Liegewiese bzw. ein Garten vor-

handen ist, steht solches nicht zur alleinigen, sondern bloss zur Mitbenützung zur 

Verfügung (vgl. Urk. 16/4/15-16), was nicht dem ehelichen Standard entspricht.  

Weil der (objektive) Mietwert der Liegenschaft nicht im Vordergrund steht, spielt 

die neu (und verspätet, vgl. Art. 317 Abs. 1 ZPO; vgl. auch Urk. 16/24 S. 16) ein-

gereichte zweite Liegenschaftsschätzung von T._____ vom 1. Mai 2009, welche 

für den Kauf der Liegenschaft im Jahr 2009 in Auftrag gegeben worden war 

(Urk. 16/4/4, Urk.  16/1 S. 50 f.), keine entscheidende Rolle. Im Übrigen wurde die 

Liegenschaft seither saniert (vgl. Urk. 16/4/5; Urk. 6/123 S. 17; Urk. 16/24 S. 17). 

Der Zustandsbericht von U._____ vom 25. Juli 2017 (Urk. 16/4/5) stellt zwar 

grundsätzlich ein zulässiges Novum dar (wenngleich ein solcher Bericht auch 

schon vor dem angefochtenen Entscheid hätte eingeholt werden können), aller-

dings geht es im vorliegenden Zusammenhang, wie erwähnt, nicht um den Ver-

kauf oder die Sanierung dieser Liegenschaft und auch nicht um die Vermietung 

derselben an Dritte, sondern vielmehr um den subjektiven Anspruch des Klägers 

auf einen vergleichbaren Wohnkomfort wie jenen der Beklagten. Behördenaufla-

gen, (gelöste) Probleme bei der Infrastruktur und der Erschliessung etc. sind nicht 

von Belang. Selbst nach diesem neuen Bericht ist der Ausbaustandard der Lie-

genschaft jedoch gut. Einzig die schrägen Niveauübergänge und die sehr niedri-

- 36 - 

gen Raumhöhen im alten Gebäudeteil sollen sich nachteilig auf den Wohnkomfort 

auswirken. In den nachträglich erstellten Gebäudeteilen sei die Raumeinteilung 

aber grosszügiger (Urk. 16/4/5 S. 3 und auch schon: Urk. 6/126/112 S. 5, wonach 

einerseits die Räume sehr grosszügig gestaltet und komfortabel ausgebaut seien, 

andererseits sich die schrägen Niveauübergänge sowie die einschränkenden 

Raumhöhen in den oberen Etagen nachteilig auf den Wohnkomfort auswirkten). 

Die Einschränkung durch teilweise niedrige Raumhöhen scheint die Parteien, 

welche seit 2009 in der Liegenschaft wohnten, offenbar nicht gestört zu haben. 

Sie vermag denn auch den klägerischen Anspruch auf einen vergleichbaren 

Wohnkomfort nicht massgeblich zu schmälern.  

Auch bei der erst im Berufungsverfahren beigebrachten "Plausibilisierung Bewer-

tung …, D._____" von V._____ vom 8. Mai 2009 (Urk. 16/4/6) handelt es sich um 

ein unzulässiges Novum. Allerdings ist der in dieser Bewertung thematisierte Ver-

kehrswert (Urk. 16/1 S. 53) hier ohnehin nicht bedeutsam. Zudem schlägt sich im 

geschätzten Marktwert selbstredend nieder, dass die Liegenschaft ausserhalb der 

Bauzone gelegen ist (vgl. Urk. 16/4/6 S. 7). Es ist sodann nicht ersichtlich, was 

die Beklagte aus dem konkreten Kaufpreis gemäss dem öffentlich beurkundeten 

Kaufvertrag vom 13. Mai 2009 (Urk. 16/4/9), wobei es sich auch hier um ein unzu-

lässiges Novum handelt, im Hinblick auf den hypothetischen Mietzins des Klägers 

ableiten will. Auch der Eigenmietwert der Liegenschaft trägt hinsichtlich der Beur-

teilung des Anspruchs des Klägers auf vergleichbaren Wohnkomfort nichts bei. 

Zudem ist der Eigenmietwert bekanntlich ohnehin stets tiefer als eine Marktmiete. 

Es mag sein, dass die Liegenschaft der Beklagten auf dem freien Markt aus ver-

schiedenen Gründen (Liebhaberobjekt, Lage, Erschliessung etc.) allenfalls eher 

schwierig bzw. nicht zu einem sehr hohen Mietzins zu vermieten sein dürfte. Dies 

ändert jedoch nichts daran, dass dem Kläger ein vergleichbarer Wohnkomfort (un-

ter einer angemessenen Reduktion für den Alleingebrauch) zusteht. Und ein sol-

cher ist, wie erwähnt, in der Regel nicht mit einer Monatsmiete um Fr. 5'400.– zu 

finanzieren. Schliesslich ist vorliegend auch nicht von Bedeutung, was die Partei-

en während des Zusammenlebens zu zweit für ihre Wohnkosten tatsächlich aus-

gegeben haben (vgl. Urk. 16/1 S. 55).  

- 37 - 

Zwar wohnt der Kläger nach wie vor in der 2.5-Zimmerwohnung in M._____, wo-

für er einen monatlichen Mietzins von Fr. 2'790.–, zuzüglich Fr. 220.– für den Ga-

ragenplatz, bezahlt (Urk. 6/8/2, 3). Aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz folgt je-

doch, dass einer Partei, die sich bezüglich des Wohnkomforts einschränkt, hypo-

thetisch derjenige (höhere) Betrag anzurechnen ist, der den an sich angemesse-

nen Mietkosten entspricht; dies gilt ohne weiteres auch rückwirkend, zumindest 

bei guten finanziellen Verhältnissen (ZR 87/1988 Nr. 114; ZR 104/2005 Nr. 54). 

Dem Kläger sind daher die Fr. 10'000.– hypothetische Wohnkosten ab dem Ge-

trenntleben (Ende Oktober 2015) bzw. Fr. 8'000.– ab dem Zusammenleben mit 

G._____ (anfangs Februar 2017) im Bedarf anzurechnen. 

c) Die Fr. 464.– pro Monat für die Krankenkasse (KVG und VVG) sind ausge-
wiesen und werden von der Beklagten anerkannt (Urk. 2 S. 16, 18; Urk. 6/8/5; 

Urk. 16/1 S. 60; Urk. 16/24 S. 17).  

d) Die Vorinstanz rechnete dem Kläger mit Blick auf die belegten zusätzlichen 
Gesundheitskosten von rund Fr. 2'400.– den geltend gemachten Betrag von 

Fr. 125.– an (Urk. 2 S. 18). Die Beklagte will dem Kläger, wie schon vor Vor-

instanz, unter diesem Titel nichts anrechnen (Urk. 6/169 S. 46; Urk. 16/1 S. 60). 

Der Kläger hat diese Kosten belegt (Urk. 6/32/2). Allerdings betreffen sie lediglich 

das Jahr 2013, als er offenbar einen Unfall mit Spitalaufenthalt hatte (Urk. 6/32/2). 

Der Kläger ist 65 Jahre alt und hat dementsprechend Anspruch auf regelmässige 

Vorsorgeuntersuchungen (Urk. 16/24 S. 18). Laut der allgemein zugänglichen und 

damit auch im Berufungsverfahren zu berücksichtigenden Zusammenstellung 

"Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens 2015" des BfS (Tabelle 

14.05.01.04; "Gesundheitskosten nach Alter und Geschlecht (Schätzung)"; abruf-

bar unter https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/gesundheit/kosten-

finanzierung.assetdetail.3662022.html) betrugen die jährlichen Gesundheitskos-

ten eines männlichen Einwohners im Jahre 2015 Fr. 10'188.– (56-60 Jahre) und 

Fr. 12'720.– (61-65 Jahre). Bei Kosten in dieser Höhe ist vom Kläger sowohl die 

Jahresfranchise von Fr. 1'500.– (Urk. 6/32/2) als auch der maximale Selbstbehalt 

gemäss KVG von Fr. 700.– (Art. 64 Abs. 2 und 3 KVG; Art. 103 Abs. 2 KVV) zu 

- 38 - 

bezahlen (vgl. dazu auch BGer 5A_435/2011 vom 14. November 2011 E. 9.3). 

Die geltend gemachten Fr. 125.– monatlich sind ihm daher zuzugestehen. 

e) Für die Hausratversicherung berechnete die Vorinstanz dem Kläger praxis-
gemäss, und wie beantragt, einen monatlichen Betrag von Fr. 40.– (Urk. 2 S. 16, 

19). Die Beklagte will ihm, zufolge des Zusammenlebens mit G._____, lediglich 

die Hälfte anrechnen (Urk. 16/1 S. 61; Urk. 6/125 S. 133; demgegenüber: 

Urk. 16/24 S. 18). Zwar ist davon auszugehen, dass G._____ seit Februar 2017 

mit dem Kläger zusammenlebt. Allerdings rechtfertigt es sich mit Blick auf die ver-

hältnismässig geringe Höhe dieses Betrages diesen gleichwohl gänzlich in An-

rechnung zu bringen, zumal diese Versicherungskosten mit Bezug einer standes-

gemässen Wohnung durch den Kläger ohnehin ansteigen dürften.  

f) Die Vorinstanz brachte dem Kläger einen Gesamtbetrag von monatlich 
Fr. 2'200.– für Lebensmittel (inkl. Wein, Kaffee, etc.; exkl. Restaurantbesuche) in 

Anrechnung (Urk. 2 S. 16, 19). Dieser pauschale Betrag scheint in Anbetracht der 

aktenkundigen Unterlagen, woraus namhafte regelmässige Ausgaben der Partei-

en für Lebensmittel hervorgehen (vgl. namentlich: Urk. 6/45/39/14 [Fr. 22'962.35 

Essenseinkäufe … 2014 über die KK Centurion], Urk. 6/146/1, E Register 13 

[Buchhaltung der AA._____, Kontendetail Erfolgsrechnungen 01-09.2015/2014], 

Urk. 6/3/23-25 [Ausgaben über die … Pluscard 2013] und Urk. 6/45/28d-o [Konto-

auszüge 2010 und 2011 der Schwyzer Kantonalbank]), angemessen und wird 

vom Kläger, der vor Vorinstanz noch monatlich Fr. 2'500.– zuzüglich Fr. 500.– für 

Wein und Fr. 200.– für Nespressokapseln geltend gemacht hatte (Urk. 6/123 S. 

30, 36; Urk. 6/145 S. 36, 42), im Berufungsverfahren denn auch nicht mehr kriti-

siert (Urk. 16/24 S. 18). Die Ausführungen der Beklagten (Urk. 16/1 S. 61 f.) ver-

mögen daran nichts zu ändern. Insbesondere sind die Kosten für Wein und Kaf-

feekapseln, wie erwähnt, in der Pauschale enthalten. Weiterungen zum Kaffee-

konsum des Klägers erübrigen sich daher. Auch dass die Parteien teilweise Wein 

für Freunde bestellten (Urk. 16/1 S. 62), ändert nichts an der Angemessenheit der 

Pauschale. Im Übrigen wurde bei der Bemessung des Betrages bereits berück-

sichtigt, dass die ausgewiesenen Beträge jeweils für beide Parteien gemeinsam 

- 39 - 

ausgegeben wurden (Urk. 2 S. 19). Auf die Beteiligung von G._____ an diesen 

Kosten wird weiter unten (lit. v) zurückzukommen sein.  

g) Die Vorinstanz veranschlagte dem Kläger sodann zu Recht die geltend ge-
machten und in diesem Umfang mit den Belegen (vgl. Urk. 6/146/1 E Register 17; 

Urk. 6/32/6) glaubhaft gemachten Kosten für Kommunikation (Telefon/Internet/TV) 

im Gesamtbetrag von Fr. 200.– pro Monat (Urk. 2 S. 16, 19). Ein solcher Betrag 

erscheint auch mit Blick auf den gehobenen Lebensstandard der Parteien ange-

messen. Eine anteilsmässige Beteiligung der neuen Lebenspartnerin des Klägers 

drängt sich hier nicht auf, weil dem Kläger diese Kosten ohne weiteres auch allei-

ne zustehen. Es besteht überdies auch kein Anlass, bei den vorliegenden Ver-

hältnissen von einem gerichtsüblichen Betrag von lediglich rund Fr. 150.– auszu-

gehen (Urk. 16/1 S. 63).   

h) Entgegen der beklagtischen Ansicht ging die Vorinstanz davon aus, dass die 
Nutzung eines Fahrzeuges zum Lebensstandard der Parteien gehört habe. Den 

Parteien hätten während des Zusammenlebens anerkanntermassen drei Por-

sches zur Verfügung gestanden, weshalb sich, wie der Kläger geltend mache, die 

Vermutung aufdränge, dass zumindest eines dieser Fahrzeuge von ihm benutzt 

worden sei. Wenngleich der Kläger auch die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt 

habe, anerkenne selbst die Beklagte, dass er zumindest teilweise ein Fahrzeug in 

Anspruch genommen habe. Mit anderen Worten habe dem Kläger ein Fahrzeug 

zur Verfügung gestanden. Ausgewiesen seien dabei Kosten von insgesamt 

Fr. 800.– pro Monat für Unterhalt/Service/Reparatur, Steuern und Benzin (Urk. 2 

S. 20 m.w.H.). Der Kläger beanstandet diesen Betrag nicht, wenngleich die Kos-

ten effektiv höher seien (Urk. 16/24 S. 18 f.).  

Es ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass die Benutzung eines Porsches 

zum ehelichen Lebensstandard gehörte. Es spielt daher keine Rolle, ob der Klä-

ger zurzeit auf ein Auto angewiesen ist oder nicht. Ebenso wenig ist relevant, ob 

einer der drei Porsches dem Kläger alleine zur ausschliesslichen Benutzung zur 

Verfügung stand. Es ist im Rahmen der Regelung des Getrenntlebens auch nicht 

massgebend, in wessen Eigentum die Fahrzeuge stehen, wer sie erworben hat, 

wer als Halter registriert ist und wer deren Kosten trug (Urk. 16/1 S. 64). Ent-

- 40 - 

scheidend ist, dass selbst die Beklagte (indirekt) anerkannte, dass dem Kläger ein 

Fahrzeug zur Verfügung stand, zumal sie deponierte, er habe mehrheitlich von 

den öffentlichen Verkehrsmitteln Gebrauch gemacht, als er noch in D._____ ge-

lebt habe, und er habe nach Absprache vereinzelt für konkrete Anlässe ein Fahr-

zeug der Beklagten benutzen dürfen (Urk. 6/164 S. 11 f.). Es wäre überdies le-

bensfern, wenn der Kläger während der gelebten Ehe keinen der drei Porsches 

hätte mitbenützen dürfen. Solches vermochte die Beklagte denn auch nicht 

glaubhaft zu machen. Dass die Beklagte nach der Aufhebung des gemeinsamen 

Haushaltes nicht mehr damit einverstanden war, dass der Kläger ihren Porsche 

Carrera dauerhaft benutzt (Urk. 6/164 S. 11), ist nicht von Relevanz. Massgebend 

ist der Lebensstandard während der Dauer des ehelichen Zusammenlebens.  

Mit Blick auf die aktenkundigen Belege (vgl. Urk. 6/3/12; Urk. 6/34/38; Urk. 

6/34/39) erscheint der von der ersten Instanz in Anrechnung gebrachte Betrag 

von gerundet Fr. 500.– monatlich für Unterhalt, Service, Reparatur, Versiche-

rungskosten und Steuern ausgewiesen und angemessen (vgl. auch Urk. 16/1 S. 

84 f.; Urk. 16/24 S. 26). Dabei ist bereits berücksichtigt, dass gewisse Reparatur- 

und Serviceleistungen nicht jährlich anfallen (vgl. Urk. 6/3/12; Urk. 16/1 S. 66).   

Für die Benzinkosten veranschlagte die Vorinstanz rund Fr. 300.– pro Monat (Urk. 

2 S. 20). Die Beklagte macht, wie schon vor Vorinstanz (Urk. 6/164 S. 11 f.), gel-

tend, der Kläger sei nicht erwerbstätig, wohne an zentraler Lage und benütze 

mehrheitlich die öffentlichen Verkehrsmittel. Mithin lege er auch in Zukunft keine 

weiten Strecken mit dem Fahrzeug zurück, was von ihm auch nicht behauptet 

worden sei. Benzinkosten von monatlich Fr. 300.– würden bei einem Kilometer-

preis von 0.70 Franken rund 428 km entsprechen. Dies sei viel zu viel. Es seien 

ihm bei Zusprechung des Fahrzeuges monatliche Benzinkosten von lediglich 

Fr. 100.– anzurechnen (Urk. 16/1 S. 66).  

Aus der vom Kläger vor Vorinstanz eingereichten "Zusammenfassung Treibstoff + 

Diesel" im Jahr 2014 samt Buchungsbelegen gehen durchschnittliche monatliche 

Auslagen von rund Fr. 120.– hervor (Urk. 6/45/39/27b [Fr. 951.30 : 8 Monate {Mai 

bis Dezember}]). Weil der Kläger nicht beruflich auf ein Fahrzeug angewiesen ist, 

auch die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt und nicht geltend machte, längere 

- 41 - 

Strecken mit dem Auto zurückzulegen, erscheint ein Betrag in dieser Höhe vorlie-

gend denn auch angemessen.  

Insgesamt rechtfertigt es sich somit, dem Kläger Fr. 620.– für die Nutzung eines 

Fahrzeuges im Bedarf anzurechnen.  

i) Die Vorinstanz gestand dem Kläger keinen Betrag für die Nutzung eines Mo-
torbootes zu. Es sei zwar nicht strittig, dass die Parteien während des Zusam-

menlebens gemeinsam ein Boot hätten nutzen können. Allerdings habe der Klä-

ger seinen Antrag auf (Mit-)Benützung des Motorbootes der Beklagten zurückge-

zogen. Der Kläger habe keinen Anspruch darauf, dass Miet- und Unterhaltskosten 

für ein eigenes Boot in seinem Bedarf berücksichtigt würden (Urk. 2 S. 20).  

Der Kläger moniert, die Nutzung eines Bootes habe zum ehelichen Lebensstan-

dard gehört. Er besitze den Motorbootführerschein und die Parteien hätten ein 

Luxus-Motorboot gehabt. Er habe Anspruch auf Nutzung eines ähnlichen Bootes. 

Der blosse Verzicht, die teilweise Nutzung zu beantragen (um Konfrontationen zu 

vermeiden), bedeute nicht, dass er auf die Nutzung eines Bootes verzichte. Wäh-

rend des Zusammenlebens hätten sich die monatlichen Auslagen für das Motor-

boot auf insgesamt Fr. 1'400.– belaufen. Die Miete eines deutlich kleineren Boo-

tes koste pro Saison Fr. 18'500.–. Damit seien ihm insgesamt monatliche Kosten 

von Fr. 2'900.– (Fr. 1'400.– monatliche Auslagen für Unterhalt, Lageplatz etc. + 

Fr. 1'500.– monatliche Mietkosten) zu veranschlagen (Urk. 1 S. 7 f.; Urk. 16/24 S. 

19 f.).  

Dass der Kläger im vorinstanzlichen Verfahren einzig Kosten für die Benutzung 

des Bootes der Beklagten in Natura in der Höhe von Fr. 1'400.– pro Monat ver-

langte (Urk. 12 S. 15 unten; Urk. 6/123 S. 23, 36), steht der Geltendmachung von 

zusätzlichen Mietkosten für ein Boot im Berufungsverfahren nicht entgegen, 

nachdem der Kläger erst im Rahmen der Teilvereinbarung vom 18. Mai 2017 sei-

nen Antrag auf Nutzung des beklagtischen Motorbootes zurückgezogen (Urk. 

6/166 S. 2) und zudem bereits zuvor ausgeführt hatte, dass, sollte die Beklagte 

sein Eigentum am Boot bestreiten, ein weiterer Zuschlag von Fr. 1'000.– für die 

Miete eines Bootes in seinen Bedarf aufzunehmen wäre (Urk. 6/123 S. 23).  

- 42 - 

Die Benutzung eines Motorbootes gehörte zum ehelichen Standard, indem die 

Parteien ein Four Winns SL 262 Motorboot besassen (Urk. 6/3/14-16; Urk. 

6/34/42; Prot. I S. 133). Weil der Kläger das Boot der Beklagten nach der Tren-

nung nicht mehr mitbenutzen kann, hat er dementsprechend Anspruch auf die 

Miete eines Motorbootes. In der Saisonmiete sind der Liegeplatz, der Parkplatz, 

die Haftpflichtversicherung, die Vollkaskoversicherung, die Schiffssteuer, das 

Bootsinventar und die Servicearbeiten, wofür der Kläger den monatlichen (bestrit-

tenen, vgl. Urk. 6/125 S. 108) Betrag von Fr. 1'400.– geltend machte, jedoch be-

reits inbegriffen. Für Fr. 18'500.– kann ein Motorboot Yamarin 56 BR gemietet 

werden (Urk. 6/146/9; Urk. 1 S. 8). Es rechtfertigt sich somit, dem Kläger einen 

Betrag von rund Fr. 1'500.– pro Monat in seinem Bedarf für die Nutzung eines 

Motorbootes zuzugestehen. Dazu kommen die Benzinkosten. Der Kläger macht 

Benzinkosten von jährlich Fr. 4'000.– bis Fr. 5'000.– geltend, ohne diese Beträge 

(gefahrene Kilometer, Stundenzahl etc.) näher zu substantiieren, geschweige 

denn zu belegen (Urk. 6/123 S. 22; Urk. 1 S. 8; Urk. 16/24 S. 20). Die Beklagte 

bestreitet die Benzinkosten (Urk. 6/125 S. 108; Urk. 12 S. 17). Benzinauslagen in 

der Höhe von durchschnittlich Fr. 375.– pro Monat erscheinen jedenfalls zu hoch. 

In pflichtgemässer Schätzung erscheint vielmehr ein Betrag von Fr. 200.– monat-

lich angemessen.  

Insgesamt sind dem Kläger unter diesem Titel somit Auslagen in der Höhe von 

Fr. 1'700.– pro Monat zuzugestehen. Damit wird ihm total nicht mehr zugespro-

chen, als er verlangte, nämlich gesamthaft Fr. 2'400.– bzw. Fr. 2'900.– (Urk. 1 S. 

8; Urk. 16/24 S. 20). Was für eine Summe ein Bekannter der Beklagten für den 

Verkauf eines identischen Bootes auf dem Occasionsmarkt erzielte, ist an dieser 

Stelle nicht relevant (vgl. Urk. 12 S. 16 f.), zumal die zeitlich begrenzte Miete ei-

nes Bootes insgesamt weit günstiger ist als der Kauf eines solchen samt Folge-

kosten.  

j) Die Vorinstanz veranschlagte im Bedarf des Klägers Fr. 700.– monatliche 
Kosten für Golf (Urk. 2 S. 20 f.). Die Beklagte kritisiert diesen Betrag als viel zu 

hoch (Urk. 16/1 S. 67 f.).  

- 43 - 

Der belegte Jahresbetrag für den Golf Club W._____ in der Höhe von Fr. 4'250.– 

für beide Parteien (bzw. Fr. 2'125.– für den Kläger alleine) ist ausgewiesen (Urk. 

6/3/22; Urk. 6/146/1 Register 14). Der Kläger machte geltend, immer wieder Golf-

stunden genommen zu haben. Gemäss der Aufstellung der AA._____ AG wurden 

am 1. September 2014 und am 24. April 2015 je Fr. 1'000.– an die AB._____ 

GmbH, AF._____ überwiesen (Urk. 6/123 S. 29; Urk. 6/146/1 Register 14; 

Urk. 16/24 S. 20). Es kann mithin davon ausgegangen werden, dass der Kläger 

jährlich Fr. 2'000.– für Golfunterricht ausgab. Er liess ferner ausführen und bele-

gen, dass er Ende 2011 neue Golfschläger für Fr. 7'892.– gekauft habe, welche 

regelmässig erneuert werden müssten (Urk. 6/123 S. 29; Urk. 6/45/23). Weiter be-

legte der Kläger einen jährlichen Beitrag von Fr. 300.– an den Schweizerischen 

Golfclub (Urk. 6/123 S. 29; Urk. 6/45/25) und weitere Golfgebühren für das Jahr 

2014 von rund Fr. 780.00 (Urk. 6/45/39/58, 58a, b) sowie weitere Auslagen im 

Umfang von rund Fr. 108.– (vgl. Urk. 6/45/28h). Der Beleg für den Kauf der Golf-

schläger datiert aus dem Jahr 2011 (Urk. 6/45/23). Weitere Kaufbelege vermochte 

der Kläger nicht beizubringen. Die regelmässige Erneuerung der Golfschläger er-

scheint daher nicht plausibel. Damit sind insgesamt rund Fr. 450.– pro Monat für 

das Golfhobby ausgewiesen. Im Übrigen wies die Beklagte, wie schon vor Vo-

rinstanz, zu Recht darauf hin, dass der von der ersten Instanz erwähnte Betrag 

von Fr. 10'088.90 betreffend die Überweisung vom 10. Dezember 2014 an die 

AC._____ AG, AD._____ [Ort] (Urk. 6/146/1 Register 14; Urk. 2 S. 21) nicht mit 

dem Golfspiel zusammenhängt. Vielmehr scheint glaubhaft, dass es sich dabei of-

fenbar um Weinausgaben handelte (Urk. 16/1 S. 67; Urk. 6/50/6).  

k) Die Beklagte kritisiert weiter, dass die Vorinstanz im klägerischen Bedarf 
Kosten für eine Haushaltshilfe bzw. Reinigungskraft und einen Gärtner im Umfang 

von je Fr. 1'000.– berücksichtigte (Urk. 2 S. 16, 21; Urk. 16/1 S. 68 f.).  

Die Kosten für die Putzfrau/Haushaltshilfe sind für die Zeit des Zusammenlebens 

ausgewiesen und unbestritten (Urk. 16/1 S. 68; Urk. 6/34/31; Urk. 6/45/39/7; 

Urk. 6/50/4). Weil der Kläger Anspruch auf eine gleichartige Liegenschaft hat, sind 

ihm zum bisherigen Lebensstandard gehörende Kosten für eine Haushaltshilfe in 

Anrechnung zu bringen (vgl. Urk. 2 S. 21). Daran ändert nichts, dass der Kläger, 

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welcher nicht erwerbstätig ist, genügend Zeit hätte, sich um den Haushalt zu 

kümmern, und auch seine Partnerin ihn darin unterstützen könnte (vgl. Urk. 16/1 

S. 68). Ebenso wenig kann eine Rolle spielen, ob er tatsächlich eine solche Hilfe 

anstellen wird (vgl. Urk.  16/1 S. 69). Die Kosten für die Putzfrau lagen auch nach 

den von der Beklagten eingereichten Abrechnungen (vgl. Urk. 6/50/4 und 

Urk. 6/34/31) stets über Fr. 1'000.– (Fr. 1'025.– im Januar 2015, Fr. 1'380.– im 

Februar 2015, Fr. 1'395.– im März 2015, Fr. 1'170.– im April 2015, Fr. 2'010.– im 

Mai 2015, Fr. 1'515.– im Juni 2015, Fr. 1'575.– im Juli 2015, Fr. 1'410.– im August 

2015 und Fr. 1'230.– im September 2015). Der Kläger lebt nun allerdings ohne 

die Beklagte und hat dementsprechend, wie dargetan, Anspruch auf eine etwas 

weniger grosse Wohnung. Der geltend gemachte und von der Vorinstanz ange-

rechnete Betrag von monatlich Fr. 1'000.– erscheint daher zu hoch. Es rechtfertigt 

sich vielmehr, dem Kläger für die Haushaltshilfe Fr. 600.– pro Monat anzurech-

nen. Bei einem Stundeansatz von Fr. 30.– (Urk. 6/34/31) hat er so Anrecht auf 20 

Putzfrauenstunden pro Monat. Auch diese Kosten sind dem Kläger - wie die 

Wohnkosten - praxisgemäss ohne weiteres rückwirkend in Anrechnung zu brin-

gen, weil er sich diesbezüglich im Wohnkomfort gegenüber der Beklagten einzu-

schränken hatte. 

Belegt sind Kosten für den Gärtner von durchschnittlich rund Fr. 1'800.– im Monat 

im Jahr 2014 (Urk. 6/45/39/8) und Fr. 1'500.– im Jahr 2015 (Urk. 6/34/13-18). 

Selbst die Beklagte geht von monatlichen Kosten für die aufwendige werterhal-

tende Gartenarbeit in der Höhe von zirka Fr. 2'000.– aus (Urk. 6/125 S. 99). Der 

Garten der ehelichen Liegenschaft, welcher sich bis ans Seeufer erstreckt, ist in 

der Tat sehr grosszügig angelegt und pflegeintensiv (vgl. Fotobuch, Urk. 6/45/8). 

Allerdings hat auch der Kläger Anspruch auf einen fremdgepflegten grossen und 

schönen Garten, weil dies zum ehelichen Lebensstandard gehörte. Die Beklagte 

tut nicht dar, wo sie ihren Einwand, wonach bei Mietwohnungen Gärtnerarbeiten 

im Mietzins bzw. in den Nebenkosten enthalten seien, vor Vorinstanz vorgebracht 

hat (Urk. 16/1 S. 70). Als Novum wäre sie damit im Berufungsverfahren verspätet. 

Im Übrigen dürfte solches ohnehin nur auf den allgemeinzugänglichen Um-

schwung von Mietwohnungen zutreffen, während nur dem Mieter zur Benutzung 

zustehende Sitzplätze bzw. Gärten auch von diesem zu pflegen oder auf eigene 

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Kosten pflegen zu lassen sind. Weil beim Kläger ein gewisser Abzug für das Al-

leinbewohnen vorzunehmen ist, weshalb ihm auch ein kleinerer Umschwung als 

bisher zusteht, rechtfertigt es sich, ihm für die Gartenarbeiten einen Betrag von 

Fr. 800.– in Anschlag zu bringen. Da der Kläger sich auch diesbezüglich im 

Wohnkomfort einschränkt, nachdem er zurzeit keine Liegenschaft mit Garten be-

wohnt, rechtfertigt es sich, ihm auch diese Kosten rückwirkend ab Einreichung der 

Sch