# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cfadb395-24b8-551b-81de-d5d444e1d72a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.04.2008 E-2034/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2034-2008_2008-04-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2034/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  A p r i l  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Gerichtsschreiberin Mareile Lettau.

A._______, geboren _______, Sri Lanka,
_______,
Sri Lanka,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 3. Januar 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2034/2008

Sachverhalt:

A.
Die Mutter des Beschwerdeführers ersuchte mit einem an die Schwei-
zerische  Botschaft  in  Colombo gerichteten  E-Mail  vom 2. Juni  2007 
sinngemäss um die Erteilung einer Einreisebewilligung in die Schweiz 
und Asylgewährung für  ihren Sohn. Sie lebe in der ständigen Angst, 
dass  er getötet  oder entführt  und gezwungen werde,  in  den Sicher-
heitskräften Sri Lankas,  in  einer paramilitärischen Gruppe oder in der 
LTTE zu kämpfen. Mit E-Mail vom 5. Juni 2007 bestätigte die Botschaft 
der Mutter den Empfang ihrer Eingabe und teilte ihr mit, ihr Sohn müs-
se persönlich ein Asylgesuch einreichen und alle Gründe dafür benen-
nen. Mit  Eingabe vom 14. Juni 2007 wandte sich der Beschwerdefüh-
rer selber an die Botschaft in Colombo.

Der Beschwerdeführer machte in seiner Eingabe im Wesentlichen gel-
tend, er sei in Trincomalee geboren und lebe seit  1987 mit seinen El-
tern  in  Batticaloa.  Mitte  Mai  2007  sei  eine  unbekannte bewaffnete 
Gruppe auf ihr Grundstück eingedrungen und hätte seine Mutter be-
droht.  Er habe  von seiner Mutter erfahren,  dass  die Männer  verlangt 
hätten,  er  solle  sich  ihrer  Gruppe  anschliessen.  Seine  Mutter  habe 
entgegnet,  er könne dies nicht,  da er sein Studium beenden müsse. 
Daraufhin hätten  die Eindringlinge seiner  Mutter  gegenüber  gedroht, 
ihn zu töten, falls er sich ihnen nicht innerhalb eines Monats anschlies-
se. Seit diesem Ereignis lebe die gesamte Familie in ständiger Angst, 
und er bleibe seinen Studienkursen fern. Aus Angst um ihr Leben hätte 
seine Mutter den Vorfall  der örtlichen Polizei  nicht  gemeldet. Da sein 
Onkel mütterlicherseits 1999  von unbekannten Tätern  getötet worden 
sei, befürchteten seine Eltern, ihm könne dasselbe geschehen.

B.
Mit Schreiben vom 3. August 2007 wandte sich der Beschwerdeführer 
erneut an die Botschaft und bat um Informationen zu seinem  Asylge-
such.

C.
Mit  Schreiben  vom  25.  Oktober  2007  überwies  die  Schweizerische 
Botschaft dem BFM die vom Beschwerdeführer eingereichten Unterla-
gen (Eingang BFM: 6. November 2007) mit  der Anmerkung, der Be-
schwerdeführer erfülle die Voraussetzungen zur Asylgewährung wohl 
nicht.

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D.
Mit  Verfügung vom 3. Januar 2008 wies das BFM das Einreise- und 
Asylgesuch ab. Es stützte seinen Entscheid dabei im Wesentlichen auf 
eine fehlende asylrechtlich relevante Gefährdung des Beschwerdefüh-
rers.

E.
Die Botschaft in Colombo teilte dem BFM am 17. Januar 2008 mit, die 
Verfügung vom 3. Januar 2008 sei gleichentags an den Beschwerde-
führer  übermittelt  worden  (Einschreiben  mit  Empfangsbestätigung). 
Dieser  bestätigte  den Empfang  am 6. Februar  2008  (Eingang  BFM: 
12. Februar 2008).

F.
Mit  Eingabe an das Bundesverwaltungsgericht vom 13. Februar 2008 
(Eingang Bundesverwaltungsgericht: 25. Februar 2008) beantragt der 
Beschwerdeführer,  die  vorinstanzliche  Verfügung  sei  zu  überprüfen. 
Da er auf sein Asylgesuch  hin  keine Antwort  erhalten habe, habe er 
seine  Probleme  nicht  noch  einmal  erläutern  können.  Aus Angst  vor 
Übergriffen habe er sein Haus verlassen und halte sich bei Freunden 
und Verwandten auf.

G.
Die Eingabe wurde von der zentralen Registratur des Bundesverwal-
tungsgerichts dem BFM zugeleitet (Eingang BFM: 26. Februar 2008), 
welches sich am 2. März 2008 per Telefax mit der Bitte um Mitteilung 
der  entsprechenden  Dossierreferenznummer  an  die  Schweizerische 
Botschaft  in  Colombo  wandte.  Die  Botschaft  leitete  dem  BFM  am 
17. März 2008 (Eingang BFM: 26. März 2008) weitere Korrespondenz 
mit  dem  Hinweis  zu,  dass  der  Gesuchsteller  vermutlich  eine  Be-
schwerde gegen den Entscheid vom 3. Januar 2008 einlegen werde.

H.
In der Annahme, dass es sich bei der Eingabe des Beschwerdeführers 
um eine Beschwerde handle, übermittelte das BFM diese am 28. März 
2008 zuständigkeitshalber an das Bundesverwaltungsgericht.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht teilt die Auffassung des BFM, dass 
es sich bei der Eingabe des Beschwerdeführers vom 13. Februar 2008 
um eine Beschwerde gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 3. Ja-
nuar 2008 handelt. Der Beschwerdeführer hat die ihm von der Schwei-
zerischen Botschaft in Colombo am 17. Januar 2008 zugestellte Verfü-
gung gemäss Empfangsbestätigung am 6. Februar 2008 erhalten; sei-
ne Beschwerde ging am 25. Februar 2008 beim Bundesverwaltungs-
gericht  ein.  Die  Beschwerde  ist  somit  form-  und  fristgerecht  einge-
reicht.  Der  Beschwerdeführer  ist durch  die  angefochtene  Verfügung 
berührt  und  hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
bzw. Änderung. Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde legiti-
miert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 50 ff. VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.

1.3 Amtssprachen des Bundes sind das Deutsche, Französische und 
Italienische (vgl. Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  [BV,  SR  101]).  Die 
- ebenso wie die anderen im vorliegenden Zusammenhang erfolgten 
Eingaben - in englischer Sprache verfasste Beschwerde ist  aufgrund 
ihrer Verständlichkeit und der Dringlichkeit der Sache im Interesse al-
ler  am Verfahren Beteiligten ohne präjudizielle  Wirkung entgegen zu 
nehmen.

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2.

Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  

3.1 Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bzw. einer 
zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst.  e  AsylG). Wie  nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb 
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG). 

3.2 Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.

Gemäss Art. 19 Abs. 1 AsylG kann ein Asylgesuch im Ausland bei ei-
ner schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem 
Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die Ver-
tretung führt  mit  der asylsuchenden Person in der Regel eine Befra-
gung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, 
so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre 
Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Die Ver-
tretung überweist dem Bundesamt das Befragungsprotokoll  oder das 
schriftliche Asylgesuch sowie weitere zweckdienliche Unterlagen und 
einen ergänzenden Bericht, der ihre Beurteilung des Asylgesuchs ent-
hält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1). 

Das BFM kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, wenn 
die asylsuchenden Personen keine Verfolgung glaubhaft machen kön-
nen oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat  zugemutet  werden 
kann (vgl. Art. 3, Art. 7 und Art. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 
2  AsylG  bewilligt  das  Bundesamt  Asylsuchenden  die  Einreise  zur 
Abklärung  des  Sachverhaltes,  wenn  ihnen  nicht  zugemutet  werden 
kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein ande-
res Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eid-
genössische  Justiz-  und  Polizeidepartement  (EJPD)  schweizerische 

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Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, 
die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Le-
ben oder für die Freiheit  aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG 
bestehe. 

5.

5.1 Gemäss Praxis ist im Auslandverfahren die asylsuchende Person 
in der Regel zu befragen. Davon kann nur abgewichen werden, wenn 
eine Befragung faktisch oder  aus organisatorischen oder kapazitäts-
mässigen Gründen unmöglich ist. Falls die Befragung nicht durchge-
führt werden kann, muss die gesuchstellende Person - soweit möglich 
und  notwendig  -  mittels  eines  individualisierten  und  konkretisierten 
Schreibens  aufgefordert  werden,  ihre  Gründe  für  das  Asylgesuch 
schriftlich einzureichen. Dabei ist sie auf die allfällige Konsequenz ei-
nes  negativen  Entscheids  infolge  Verletzung  ihrer  Mitwirkungspflicht 
aufmerksam zu machen. Ist der Sachverhalt schon aufgrund des ein-
gereichten Asylgesuchs entscheidreif erstellt, kann sich eine persönli-
che  Befragung  ebenfalls  erübrigen;  zeichnet  sich  ein  negativer  Ent-
scheid ab, ist der asylsuchenden Person diesbezüglich das rechtliche 
Gehör zu gewähren. Das Bundesamt ist gehalten, den Verzicht auf ei-
ne  Befragung  im  Ausland  in  der  Verfügung  zu  begründen  (vgl.  zur 
Publikation vorgesehenes Urteil  BVGE E-6148/2006 vom 27. Novem-
ber 2007 E. 5 S. 7 ff.). 

5.2 Vorliegend ist  davon auszugehen,  dass eine Befragung des Be-
schwerdeführers durch die Schweizerische Botschaft in Colombo mög-
lich gewesen wäre. In der angefochtenen Verfügung wird darauf hinge-
wiesen,  dass  die  Gefährdungssituation  aufgrund  der  Aktenlage  ab-
schliessend  beurteilt  werden  könne.  Zur  unterbliebenen  Befragung 
durch die Botschaft äussert sich das BFM nicht. 

Die Mutter des Beschwerdeführers reichte für diesen am 2. Juni 2007 
bei  Botschaft  ein  begründetes  schriftliches  Asylgesuch ein. Die  Bot-
schaft wies sie am 5. Juni 2007 darauf hin, dass ihr Sohn selber ein 
Gesuch einreichen und die Gründe dafür  benennen müsse. Der Be-
schwerdeführer kam dieser Aufforderung am 14. Juni 2007 nach. 

5.3 Das BFM hält  in  der  angefochtenen Verfügung fest,  die  Gefähr-
dungssituation des Beschwerdeführers könne aufgrund der Aktenlage, 
wozu auch die Tatsache zähle, dass er in seinem E-Mail vom 3. August 
2007 keine weiteren Nachteile geltend gemacht habe, abschliessend 

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beurteilt  werden.  Es  überzeugt  nicht,  dass  dem  Beschwerdeführer 
- ohne dass er mittels individueller und konkreter Fragen zu einzelnen 
Sachverhaltselementen  zur  Stellungnahme aufgefordert  worden  ist  - 
angelastet wird, er habe nicht  von sich aus weitere Angaben zu einer 
aktuellen  Gefährdung gemacht. Diese Argumentation  des  BFM führt 
vielmehr zum Schluss, der Sachverhalt hinsichtlich der Frage einer seit 
Mitte  Mai  2007  vorliegenden  Gefährdungslage  sei  nicht  hinreichend 
erstellt. Vorliegend kann dies allerdings dahin gestellt bleiben. Ob näm-
lich das BFM, wie es geltend macht, aufgrund der Aktenlage zu Recht 
eine  abschliessende  Beurteilung  der  Gefährdungslage annehmen 
konnte  oder  aber  nicht,  kann  erst  nach  Gewährung  des  rechtlichen 
Gehörs  zuverlässig  beurteilt  werden. Allerdings  ist  es selbst  bei  zu-
treffender  abschliessender  Einschätzung  der  Gefährdungssituation 
gemäss den  vorstehenden Ausführungen (vgl. E.  5.1)  gehalten,  dem 
Beschwerdeführer  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungs-
gerichts das rechtliche Gehör zu dem sich abzeichnenden negativen 
Entscheid  zu  gewähren,  was  unterlassen  wurde.  So  rügt  der  Be-
schwerdeführer in seiner Beschwerde auch sinngemäss, er habe nach 
Einreichung  seines  Asylgesuches  keine  Gelegenheit  erhalten,  seine 
Notlage zu schildern. 

5.4 Aufgrund des oben Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer zu Unrecht das gemäss Rechtsprechung zwingend 
zu gewährende rechtliche Gehör vor dem Erlass des absehbaren ne-
gativen Entscheids nicht gewährte. Dieser Mangel ist auf Beschwerde-
ebene nicht zu heilen, zumal es nicht Sinn und Zweck des Beschwer-
deverfahrens  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ist,  von  der  Vorin-
stanz  unterlassene  Verfahrenshandlungen  nachzuholen.  Angesichts 
dessen kann dahinstehen, ob die ebenfalls eine Verletzung des recht-
lichen  Gehörs  darstellende  Verletzung  der  Begründungspflicht  hin-
sichtlich des Verzichts auf eine Befragung des Beschwerdeführers auf 
Beschwerdeebene geheilt werden könnte.

6.

Die Feststellung, dass das BFM dem Beschwerdeführer das rechtliche 
Gehör nicht gewährte, führt indessen nicht dazu, dass ihm die Einrei-
se in die Schweiz bereits aus diesem Grund zu bewilligen wäre. Aus 
dem Umstand, dass er bisher nicht befragt respektive ihm das recht-
liche  Gehör  nicht  gewährt  wurde,  kann  nicht  geschlossen  werden, 
dass ihm zur persönlichen Anhörung oder der Gewährung des rechtli-

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chen Gehörs die Einreise in die Schweiz bewilligt werden müsste. An-
gesichts  der  Aktenlage  bestehen  nicht  genügend  konkrete  Anhalts-
punkte für  die Annahme, ihm wäre ein Verbleib in  Sri  Lanka für  die 
Dauer  der  weiteren,  noch erforderlichen Verfahrenshandlungen nicht 
zumutbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG. 

7.

7.1 Zusammenfassend ist  festzuhalten,  dass die Vorinstanz den An-
spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt hat. Da 
eine Heilung dieses Verfahrensmangels im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens  nicht  möglich  erscheint  und  jedenfalls  nicht  angebracht 
wäre, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Gewährung 
des rechtlichen Gehörs sowie zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Nach der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs wird das BFM zudem zu beurteilen haben, ob sich 
gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine 
Befragung des Beschwerdeführers als notwendig erweist oder nicht.

7.2 Nach  dem  Gesagten  ist  die  Beschwerde  gutzuheissen,  die 
vorinstanzliche  Verfügung  vom  3.  Januar  2008  aufzuheben  und  die 
Vorinstanz anzuweisen, dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör 
zu  gewähren,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  gegebenenfalls 
ergänzend vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entschei-
den.

8.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerlegen 
(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

Da  der  Beschwerdeführer  im  Beschwerdeverfahren  nicht  anwaltlich 
vertreten war, ist nicht davon auszugehen ist, ihm seien durch die Be-
schwerdeführung  Kosten  erwachsen.  Daher  ist  ihm  keine  Parteient-
schädigung zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG sowie Art. 7 ff. 
des  Reglements  vom 11. Dezember  2006 über  die  Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Verfügung des BFM vom 3. Januar 2008 wird aufgehoben und das 
BFM angewiesen, dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu ge-
währen, gegebenenfalls den rechtserheblichen Sachverhalt ergänzend 
vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Es wird keine Parteientschädigung entrichtet.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (durch Vermittlung der Schweizerischen Bot-
schaft in Colombo; wir bitten Sie, dem Beschwerdeführer das beilie-
gende Urteil  durch Aushändigung des Originals [gegen Empfangs-
bestätigung] oder Zustellung desselben per Post [Einschreiben mit 
Rückschein] zu eröffnen; bitte übermitteln Sie uns die Empfangsbe-
stätigung bzw. den Rückschein; Beilage: vorinstanzliche Verfügung 
im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Mareile Lettau

Versand: 

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