# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52fd126d-2a53-5f34-90b3-7922c078dfcd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.03.2010 D-1787/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1787-2010_2010-03-29.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1787/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Jürg Hünerwadel.

S._______ V._______, geboren [...],
Sri Lanka,
vertreten durch lic. iur. Hans Ludwig Müller, Rechtsanwalt, 
Schifflände 6, Postfach 310, 8024 Zürich,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin); 
Verfügung des BFM vom 4. März 2010 / N [...].

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1787/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer – ein srilankischer Staatsangehöriger ta-
milischer  Ethnie  mit  letztem  Wohnsitz  in  U._______  (Nordwest-
Provinz)  –  eigenen  Angaben  zufolge  seinen  Heimatstaat  am 
24. November 2008 verliess und über Grossbritannien und Frankreich 
–  wo er  sich  rund  fünf  beziehungsweise zwei  Monate  aufhielt  –  am 
7. Juni 2009 in die Schweiz gelangte,

dass er am 8. Juni 2009 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuz-
lingen um Asyl nachsuchte und im Rahmen der summarischen Befra-
gung vom 15. Juni 2009 im Wesentlichen geltend machte, er sei im Ja-
nuar oder Februar 2008 von den LTTE (Liberation Tigers of Tamil Ee-
lam) angefragt worden, jugendliche Aktivisten in der von ihm sehr gut 
beherrschten singhalesischen Sprache zu unterrichten,

dass er dies in der Folge gemacht habe, bis am 23. April 2008 einer 
seiner Schüler verhaftet und er selber kurz darauf von der Polizei ge-
sucht worden sei,

dass er  sich  aus diesem Grund zunächst  nach U._______ begeben 
und  schliesslich  zur  Ausreise  aus  dem  Heimatstaat  entschlossen 
habe, nachdem er auch dort polizeilich gesucht worden sei,

dass er am 4. Dezember 2008 in Grossbritannien ein Asylgesuch ge-
stellt habe, indessen von den britischen Behörden am 29. April 2009 
nach  Frankreich  überstellt  worden  sei,  weil  er  sich  dort  vom 
20. November  2005  bis  zum  21.  Dezember  2005  aufgehalten  habe, 
ohne damals um Asyl nachgesucht zu haben,

dass er in Frankreich niemanden kenne und deshalb am 7. Juni 2009 
mit  einem Auto von Paris nach Zürich gefahren sei,  wo seine Eltern 
lebten,

dass das BFM mit Verfügung vom 4. März 2010 – eröffnet am 16. März 
2010 – in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer  habe  zum  einen  selber  angegeben,  ihm  seien  in 

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Frankreich seine Fingerabdrücke abgenommen worden, und zum an-
deren liege ein Eurodac-Treffer vom 2. Dezember 2005 in Frankreich 
vor,

dass  demnach  Frankreich  gestützt  auf  das  Abkommen  vom 
26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
und der Europäischen Gemeinschaft über die Kriterien und Verfahren 
zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung  eines  in 
einem  Mitgliedstaat  oder  in  der  Schweiz  gestellten  Asylantrags 
(Dublin-Assoziierungsabkommen  [DAA],  SR  0.142.392.68)  und  die 
Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar  2003 zur 
Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines Asylantrags zuständig ist, den 
ein Staatsangehöriger eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt 
hat (Dublin-II-VO), für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig 
sei,

dass die zuständige französische Behörde am 23. Oktober 2009 einem 
Übernahmeersuchen  des  BFM  vom  14.  Oktober  2009  stattgegeben 
habe,

dass dem Beschwerdeführer am 15. Juni 2009 das rechtliche Gehör zu 
einer allfälligen Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG gewährt 
worden sei und er dabei vorgebracht habe, er habe in Frankreich nie-
manden und möchte in der Schweiz bleiben, weil seine Eltern hier le-
ben würden,

dass indessen Art. 2 Bst. i Dublin-II-VO den Begriff der Familienange-
hörigen auf Ehegatten, Lebenspartner, minderjährige Kinder und – bei 
unverheirateten minderjährigen asylsuchenden Personen – den Vater, 
die Mutter oder den Vormund beschränke, weshalb der Beschwerde-
führer keine relevanten Gründe geltend gemacht habe, die einer Rück-
kehr nach Frankreich entgegenstünden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 
21. März 2010  (Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim Bundes-
verwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  die  Aufhebung  der 
Verfügung des BFM vom 4. März 2010 und das Eintreten auf sein Asyl-
gesuch  beziehungsweise  eventualiter  den  Verzicht  auf  die  Wegwei-
sung beantragte,  und in  prozessualer  Hinsicht  um Wiederherstellung 
der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ersuchte,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 24. März 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass der Instruktionsrichter die zuständigen Behörden mit Telefax vom 
23. März 2010 über den Eingang der Beschwerde orientierte und den 
Vollzug der Wegweisung im Sinne einer vorsorglichen Massnahme ge-
mäss Art. 56 VwVG einstweilen aussetzte,

dass das Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung 
der  Beschwerde  mit  dem  vorliegenden  direkten  Entscheid  in  der 
Hauptsache gegenstandslos wird,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 

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neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich im vorliegenden Fall, wie nachfolgend aufgezeigt, 
um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur sum-
marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht eine Verletzung des 
Anspruchs auf rechtliches Gehör rügt und diesbezüglich vorbringt, die 
Vorinstanz habe ihm die Einsicht in ihre Anfrage vom 14. Oktober 2009 
an die zuständige französische Behörde verweigert,

dass das BFM dem Beschwerdeführer dieses Schreiben – welches in 
den Vorakten in  zweifacher, identischer  Fassung als  actum A17 und 
A18 abgelegt ist – in der Tat nicht offengelegt hat,

dass die Vorinstanz die Einsicht indessen nicht unter Berufung auf all-
fällige Geheimhaltungsinteressen im Sinne von Art. 27 Abs. 1 VwVG 
verweigerte, sondern das entsprechende Aktenstück in seinem Akten-
verzeichnis als "unwesentlich" klassierte, wie sie es aus prozessöko-
nomischen Gründen praxisgemäss bei Dokumenten handhabt, die kei-
nen Einfluss auf das Asylverfahren haben,

dass dieser Klassierungsvermerk angesichts der Bedeutung des Do-
kumentes  im  Dublin-Verfahren,  wo  es  eine  der  Grundlagen  für  den 
Entscheid der angefragten ausländischen Behörde über die Rücküber-
nahme der asylsuchenden Person bildet, nicht angemessen erscheint,

dass dem Beschwerdeführer bei dieser Sachlage eine Kopie des BFM-
actums A17 mit dem vorliegenden Beschwerdeentscheid zur Kenntnis-
nahme zuzustellen ist, sich das Ansetzen einer Frist zur Stellungnah-
me zum Inhalt des Dokumentes jedoch erübrigt, da das Schreiben kei-
ne neuen, dem Beschwerdeführer unbekannten Sachverhaltselemente 
beinhaltet,

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dass damit  eine allfällige, unter Berücksichtigung der gesamten Um-
stände  jedenfalls  nicht  schwerwiegende  Verletzung  des  rechtlichen 
Gehörs als geheilt erachtet werden kann und eine Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung aus diesem Grunde nicht angezeigt erscheint 
(vgl.  BVGE  2007/27  E.  10.1  S.  332,  und  BVGE  2007/30  E.  8.2 
S. 371 f.),

dass in materieller Hinsicht auf Asylgesuche in der Regel nicht einge-
treten wird, wenn Asylsuchende in einen Drittstaat ausreisen können, 
welcher  für  die Durchführung des Asyl-  und Wegweisungsverfahrens 
staatsvertraglich zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragung  vom  15.  Juni 
2009  angab,  er  habe  am  4.  Dezember  2008  in  Grossbritannien  ein 
Asylgesuch  gestellt,  während  er  eine  Asylgesuchseinreichung  in 
Frankreich im Jahre 2005 verneinte (vgl. A1, S. 7 f.),

dass das BFM der letzteren Angabe keinen Glauben schenkte und in 
seinem Rückübernahmegesuch an die zuständige französische Behör-
de von einem in Frankreich anhängig gemachten Asylverfahren aus-
ging sowie gestützt auf diese Annahme um Rückübernahme des Be-
schwerdeführers in Anwendung von Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO 
ersuchte,

dass die französische Behörde diesem Ersuchen am 23. Oktober 2009 
unter expliziter Bezugnahme auf diese rechtliche Grundlage zustimm-
te,

dass vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung des Treffers 
in  der  Eurodac-Datenbank  –  welcher  ein  Asylgesuchsdatum  vom 
2. Dezember 2005 bezeichnet – ohne weiteres von einer Asylgesuchs-
einreichung des Beschwerdeführers in Frankreich im Jahre 2005 aus-
zugehen ist, zumal auch die gemäss den Angaben des Beschwerde-
führers  am  29.  April  2009  erfolgte  Überstellung  von  England  nach 
Frankreich nur im Rahmen eines Dublin-Verfahrens Sinn ergibt,

dass sich ferner in den Akten zwar keine Angaben über den Stand des 
französischen Asylverfahrens finden, aufgrund der in Anwendung von 
Art. 16 Abs. 1 Bst. c Dublin-II-VO erfolgten Rückübernahmezusage je-
doch dessen aktuelle Hängigkeit als gegeben erachtet werden kann,

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dass die französische Behörde vom BFM im Rückübernahmeersuchen 
vom 14. Oktober 2009 über das am 8. Juni 2009 gestellte Asylgesuch 
des Beschwerdeführers in der Schweiz informiert wurde,

dass  die  nach über  vier  Monaten  erfolgte  Anfrage vom 14. Oktober 
2009 – entgegen der vom Beschwerdeführer vertretenen Auffassung – 
nicht verspätet ist, da die Verfristungsregelung gemäss Art. 17 Abs. 1 
Dublin-II-VO im Falle einer Wiederaufnahme nach Art. 16 Abs. 1 Bst. c 
Dublin-II-VO nicht anwendbar ist,

dass  nach  dem  Gesagten  Frankreich  für  die  Prüfung  des  vom Be-
schwerdeführer am 8. Juni 2009 in der Schweiz eingereichten Asylan-
trags zuständig ist,

dass  Frankreich  sowohl  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 28. Juli 
1951 über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge (FK,  SR 0.142.30)  als 
auch der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Men-
schenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ist,

dass keine konkreten Anhaltspunkte vorliegen, wonach sich Frankreich 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält, und der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführers, wonach 
dieser Staat durch den kürzlichen Ankauf und die Auswertung von ge-
stohlenen schweizerischen Bankdaten über französische Kunden kein 
verlässlicher Staatsvertragspartner mehr sei, unbehelflich ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang im Übrigen 
unter Hinweis auf seine in der Schweiz lebenden Eltern auf den Aus-
nahmetatbestand von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG beruft, dabei indes-
sen übersieht, dass die Ausnahmen von Abs. 3 im Zuge der Revision 
des Asylgesetzes vom 13. Juni 2008 – i.K. seit 12. Dezember 2008 – in 
Bezug auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG aufgehoben wurden,

dass das BFM ferner zu Recht die Einschränkung des Begriffs "Fami-
lienangehörige" in der Dublin-II-VO auf die Ehegatten, Lebenspartner, 
minderjährige Kinder und – bei unverheirateten minderjährigen Asylsu-
chenden – den Vater, die Mutter oder den Vormund festhält (vgl. Art. 2 
Bst. i Dublin-II-VO),

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dass der volljährige Beschwerdeführer in der Schweiz über keine der-
artigen  familiären  Beziehungen  verfügt,  weshalb  kein  Anlass  für  die 
nähere Prüfung einer allfälligen Anwendung der humanitären Klausel 
von Art. 15 Dublin-II-VO besteht,

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde 
einzugehen,  da diese  an  der  Würdigung  des  vorliegenden  Sachver-
halts nichts zu ändern vermögen,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass im Rahmen des Dublin-Verfahrens, bei dem es sich um ein Über-
stellungsverfahren in den für die Prüfung des Asylgesuches zuständi-
gen Staat  handelt,  systembedingt  kein  Raum bleibt  für  Ersatzmass-
nahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass eine entsprechende Prüfung, soweit notwendig, vielmehr bereits 
im Rahmen des Dublin-Verfahrens stattfinden muss und im vorliegen-
den Verfahren auch vorgenommen wurde (vgl. vorstehende Erwägun-
gen),

dass in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung des 
Beschwerdeführers nach Frankreich zu Recht  als zulässig,  zumutbar 
und möglich bezeichnete,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 

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173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos ge-
worden ist.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben,  Bei-
lagen: Kopie des BFM-actums A17; Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N [...]  (per 
Kurier; in Kopie)

- das Amt für Migration des Kantons Schwyz (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Jürg Hünerwadel

Versand:

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