# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b22fd36-507e-54f1-bd09-bda6b3636ffd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.06.2021 UV 2020/19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-19_2021-06-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/19

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 16.12.2021

Entscheiddatum: 08.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 08.06.2021
Art. 18 UVG. 19 Abs. 1 UVG. Frage des Zeitpunkts des Fallabschlusses. 
Damals lagen noch gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor, die 
Beschwerdeführerin war aber gemäss der beweiskräftigen kreisärztlichen 
Beurteilung in einer angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Weitere 
medizinische Abklärungen erübrigen sich. Kein Anspruch auf eine Rente. 
Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 8. Juni 2021, UV 2020/19).

Entscheid vom 8. Juni 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja 

Meili

Geschäftsnr.

UV 2020/19

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG Marion Enderli, M.A. HSG, Advokatur 107, 

Rorschacher Strasse 107, 9000 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ GmbH als Nachstickerin tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen 

die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 6. September 2016 beim Hinuntergehen 

einer Treppe stürzte, sich dabei mit der rechten Hand am Geländer festhielt und an der 

rechten Schulter verletzte (Suva-act. 1). Der am 27. September 2016 erstbehandelnde 

Dr. med. C.___ erhob einen deutlich pathologischen Jobe-Test rechts und verwies die 

Versicherte nach Durchführung einer Sonographie, welche einen Hinweis auf eine 

Ruptur der Supraspinatussehne rechts ergeben hatte, zu weiteren Abklärungen an die 

Orthopädie D.___ (vgl. Suva-act. 7). Der dort zuständige Dr. med. E.___ liess am 16. 

November 2016 ein MRI der Schulter rechts durchführen (vgl. Suva-act. 9) und hielt 

gleichentags als Diagnose eine Supraspinatussehnen-Läsion Schulter rechts nach 

Treppensturz im September 2016 fest. Er empfahl einen operativen Eingriff und befand, 

es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 8).

A.a. 

Suva-Kreisarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, bestätigte am 11. Januar 2017 die 

Unfallkausalität der Rotatorenmanschettenläsion und die Indikation für die empfohlene 

Operation (Suva-act. 10). Mit Schreiben vom 25. Januar 2017 teilte die Suva der 

Versicherten mit, sie übernehme für die Folgen des Unfalls vom 6. September 2016 die 

A.b. 

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Versicherungsleistungen und erbringe ab dem 25. Januar 2017 ein Taggeld (Suva-act. 

14, vgl. auch Schreiben vom 27. Februar 2017; Suva-act. 19).

Am 26. Januar 2017 unterzog sich die Versicherte in der Klinik G.___ einer 

Schulterarthroskopie rechts mit partieller Synovectomie, einer Tenotomie der langen 

Bicepssehne, einer subacromialen Dekompression mit Bursectomie und 

Acromioplastik sowie einer Rekonstruktion der Supraspinatussehne (Suva-act. 17). Dr. 

C.___ und Dr. E.___ attestierten der Versicherten ab dem 23./25. Januar 2017 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 16-2 f., 21, 23, 29).

A.c. 

Am 8. März 2017 diagnostizierte Dr. E.___ eine adhäsive Kapsulitis Schulter 

rechts. Er empfahl eine subacromiale Infiltration und attestierte der Versicherten 

weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %. Am 24. März 2017 berichtete er zwar über 

eine leichte Besserung der Beschwerden nach Optimierung der Analgesie, es bestehe 

aber immer noch eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit und eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Suva-act. 30).

A.d. 

Aufgrund der adhäsiven Kapsulitis und einer Reruptur der Supraspinatussehne 

Schulter rechts unterzog sich die Versicherte am 11. Mai 2017 in der Klinik G.___ einer 

Mobilisation in Narkose sowie einer Schulterarthroskopie rechts mit Rekonstruktion der 

Supraspinatussehne und subacromialer Dekompression (Suva-act. 44-3 f.). Dr. E.___ 

attestierte der Versicherten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 49, 

55, 62, 65).

A.e. 

Eine am 23. Oktober 2017 in der Radiologie H.___ durchgeführte MR-

Untersuchung der Schulter rechts erbrachte unter anderem den Nachweis einer 

erneuten höhergradigen gelenkseitigen und interstitiellen Partialläsion der ansatznahen 

Supraspinatussehne, eines geringen Reizzustandes im Bereich der ehemaligen 

bursalen Verschiebungsschicht subdeltoidal und subacromial sowie fortbestehender 

Zeichen einer adhäsiven Kapsulitis (Suva-act. 68). Dr. E.___ empfahl der Versicherten 

am 17. November 2017 neben weiterer Analgesie eine Wassertherapie, welche diese in 

der Folge besuchte (Suva-act. 70 f.).

A.f. 

Kreisarzt Dr. F.___ beurteilte im Januar 2018, die Beschwerdesymptomatik 

scheine eher der adhäsiven Kapsulitis mit starker Entzündungskomponente als der 

A.g. 

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Veränderung der Rotatorenmanschette geschuldet zu sein. Er empfehle die 

weiterführende Physiotherapie bei intraartikulärer und subacromialer 

Schmerzausschaltung durch Injektion. Gegebenenfalls sei eine Zweitmeinung durch 

einen anderen Schulterspezialisten angezeigt (Suva-act. 73). Dr. E.___ hielt am 17. 

Januar 2018 fest, die Versicherte berichte weiterhin über persistierende Schmerzen. 

Die Beweglichkeit der Schulter sei eingeschränkt. Er empfehle die Weiterführung der 

konservativen Behandlung mit Physiotherapie. Die Versicherte sei weiterhin zu 100 % 

arbeitsunfähig (Suva-act. 79).

Eine am 26. April 2018 in der Radiologie H.___ durchgeführte MR-Untersuchung 

zeigte unter anderem eine mässige Rezidiv-/Rest-Insertionstendinopathie der 

Supraspinatussehne mit humeralseitiger und kurzstreckig longitudinal interstitiell 

verlaufender Aufsplitterung/Partialläsion, eine Insertionstendopathie der 

Subscapularissehne, multifokale postoperative narbige Veränderungen sowie eine 

vorbestehende moderate Chondropathie des Humeruskopfs kaudo-medial betont 

(Suva-act. 85).

A.h. 

Im Auftrag der Suva untersuchten Dr. med. I.___, Oberärztin, Orthopädie Obere 

Extremitäten, und Dr. med. J.___, Leitender Arzt Orthopädie, beide Klinik K.___, die 

Versicherte am 10. Juli 2018 im Sinne einer Zweitmeinung. Sie hielten gleichentags als 

Diagnosen starke Schulterschmerzen und eine Funktionseinschränkung der rechten 

Schulter fest. Sie beurteilten, im aktuellsten MRI und auch im Ultraschall seien die 

Rotatorenmanschetten intakt und entsprächen der normalen postoperativen Situation. 

Auch die Trophik sei im Vergleich zum ersten MRI keinesfalls schlechter geworden. 

Insofern hätten sie keine Erklärung für die fehlende Funktion der Schulter der 

Versicherten. In Anbetracht der vorliegenden Befunde stünden die Schmerzen in 

keinem Verhältnis dazu. Sie rieten stark von weiteren operativen Massnahmen ab und 

empfahlen eine stationäre Rehabilitation mit multimodalem Therapieansatz und 

Schmerztherapie (Suva-act. 102, vgl. Suva-act. 90).

A.i. 

Kreisarzt Dr. med. L.___, Facharzt Chirurgie, speziell Unfallchirurgie, befand am 27. 

Juli 2018, aus medizinischer Sicht sei davon auszugehen, dass keine wesentliche reale 

Funktionsstörung oder Gebrauchseinschränkung vorliege. Deshalb sei 

realistischerweise von einer Rehabilitation wie auch von weiteren operativen und 

A.j. 

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konservativen Behandlungsmassnahmen keine Besserung des "demonstrierten" 

Befundes zu erwarten. Vielmehr sei von einem stabilen somatischen medizinischen 

Zustand auszugehen (Suva-act. 105).

Dr. C.___ hielt am 4. Oktober 2018 als Diagnose eine persistierende Frozen 

Shoulder rechts bei Status nach mehrfacher Schulteroperation und eine unklare, 

wahrscheinlich entzündlich bedingte Schmerzhaftigkeit fest. Er befand, die Versicherte 

sollte konsequent mobilisiert werden. Da ambulante Massnahmen nicht den 

gewünschten Erfolg gebracht hätten, schlage er eine stationäre Rehabilitation vor. Eine 

Arbeitsunfähigkeit (gemeint wohl: Arbeitsfähigkeit; vgl. auch Suva-act. 144) sei derzeit 

nicht gegeben (Suva-act. 132-2).

A.k. 

Am 11. Oktober 2018 wurde die Versicherte durch Kreisarzt Dr. F.___ untersucht. 

Dieser hielt am 15. Oktober 2018 fest, derzeit bestünden eine mittelgradig 

schmerzhafte Funktionsbeeinträchtigung des rechten Schultergelenks mit 

Bewegungslimitierung der Abduktion und Elevation knapp unter der Horizontalen, 

Einschränkungen der Rotationsbewegung und Kraftverlust im rechten Schultergelenk, 

ein reaktives myogenes Verspannungssyndrom des Schultergürtels und eine 

bildgebend nachgewiesene partielle lipomatöse Atrophie des rechten 

Supraspinatusmuskels. Der Endzustand sei erreicht und der Versicherten eine 

adaptierte Tätigkeit vollschichtig zumutbar (Suva-act. 116). Den Integritätsschaden 

schätzte Dr. F.___ auf 15 % (Suva-act. 117).

A.l. 

Mit Schreiben vom 7. November 2018 teilte die Suva der Versicherten mit, sie 

schliesse den Schadenfall ab und stelle die Taggeldzahlungen per 31. Oktober 2018 

ein. Sie übernehme für die Dauer von zwei Jahren je drei Behandlungsserien à neun 

Behandlungseinheiten Physiotherapie und die Kosten für Schmerzmedikamente (Suva-

act. 125).

A.m. 

Mit Verfügung vom 14. November 2018 verneinte die Suva einen Rentenanspruch 

und sprach der Versicherten eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 15 % zu (Suva-act. 128).

A.n. 

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B.  

C.  

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG M. 

Enderli, St. Gallen, am 17. Dezember 2018 Einsprache (Suva-act. 142, vgl. auch 

Eingabe vom 5. Dezember 2018; Suva-act. 137).

B.a. 

Dr. med. M.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Orthopädie D.___, befand am 19. Dezember 2018, er könne sich 

mit der Beurteilung von Dr. F.___ nicht einverstanden erklären. Die Versicherte sei nicht 

arbeitsfähig und es könnte ihr mit einer stationären Rehabilitation sowie einem 

multimodalen Therapie-Konzept weitergeholfen werden. Er empfehle die Weiterführung 

der Wassertherapie, bis die rechtliche Situation geklärt sei (Suva-act. 150).

B.b. 

Mit Entscheid vom 5. Februar 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 

172).

B.c. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 erhob Rechtsanwältin 

Enderli für die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 9. März 2020 

Beschwerde mit folgenden Anträgen: 1. Der Einspracheentscheid der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 5. Februar 2020 und die zugrundeliegende 

Verfügung vom 14. November 2018 seien aufzuheben. 2. Der Beschwerdeführerin 

seien die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. 3. Die Beschwerdeführerin sei zu 

einer stationären Rehabilitation mit multimodalem Therapieansatz und Schmerztherapie 

aufzubieten. 4. Eventualiter sei zur Beurteilung der Zumutbarkeit allfälliger 

Ersatztätigkeiten eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) anzuordnen. 

5. Eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung/Begutachtung und 

Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 6. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G1). Gleichentags liess 

die Beschwerdeführerin ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung einreichen (act. 

G1.2). Nach entsprechender Aufforderung der Verfahrensleitung (vgl. act. G2) machte 

Rechtsanwältin Enderli am 30. März 2020 weitere Angaben zum Vermögen der 

Beschwerdeführerin und reichte zusätzliche Belege ein (act. G4, G4.1.1 f.).

C.a. 

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Erwägungen

1.

Dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. Februar 2020 (Suva-act. 172) liegt die 

Verfügung vom 14. November 2018 zugrunde (Suva-act. 128). In dieser entschied die 

Beschwerdegegnerin über die Ansprüche auf eine Rente und eine 

Integritätsentschädigung. Die Einstellung der vorübergehenden Leistungen wurde nicht 

thematisiert. Die Beschwerdegegnerin verwies jedoch einleitend auf ihr Schreiben vom 

7. November 2018 (Suva-act. 128). Mit diesem hatte sie die Leistungen formlos per 31. 

Oktober 2018 eingestellt (Suva-act. 125). In ihrer Einsprache liess die 

Beschwerdeführerin Ausführungen zur Leistungseinstellung machen und insbesondere 

eine stationäre Rehabilitation beantragen (Suva-act. 142). Die Beschwerdegegnerin 

äusserte sich in ihrem Einspracheentscheid dazu (Suva-act. 172). Zwischen den 

Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist mithin der Anspruch auf 

vorübergehende Leistungen über den 31. Oktober 2018 hinaus, insbesondere die 

Übernahme der Kosten einer stationären Rehabilitation, sowie der Anspruch auf eine 

Rente. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die bereits im 

Einspracheverfahren unangefochten gebliebene Integritätsentschädigung.

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 9. April 2020 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G5).

C.b. 

Am 15. April 2020 entsprach die Verfahrensleitung dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G6).

C.c. 

Die Beschwerdeführerin liess am 18. Mai 2020 mitteilen, sie verzichte auf die 

Einreichung einer Replik und halte an ihren Ausführungen in der Beschwerde fest (act. 

G8).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Ist die 

versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 Prozent invalid, so hat sie 

Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Die vorübergehenden 

Leistungen (Heilbehandlung, Taggeld) sind einzustellen und der Anspruch auf eine 

1.1. 

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2.

Die Beschwerdegegnerin stellte die vorübergehenden Leistungen per 31. Oktober 2018 

Invalidenrente zu prüfen, wenn allfällige Eingliederungsmassnahmen der 

Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG). Das Erreichen des 

medizinischen Endzustands bildet demgemäss in Nachachtung des 

Eingliederungsgrundsatzes die Voraussetzung für die Prüfung der Rentenfrage.

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181, E. 3; Alexandra Rumo-

Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in Erwin Murer/

Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.).

1.2. 

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet und 

nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Den Berichten und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, kann rechtsprechungsgemäss ebenfalls 

Beweiswert beigemessen werden (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/

ee, je mit Hinweisen). In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.7; RKUV 1997 Nr. U 281, 

S. 281 f., E. 1a).

1.3. 

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ein (Suva-act. 125, vgl. Suva-act. 128, 172). Sie stützte sich dabei auf die Beurteilung 

von Kreisarzt Dr. F.___ vom 15. Oktober 2018 (Suva-act. 115). Die Beschwerdeführerin 

spricht dieser Beurteilung die Beweiskraft ab und hält eine stationäre Rehabilitation mit 

multimodalem Therapieansatz und Schmerztherapie sowie eventualiter weitere 

Abklärungen für notwendig (act. G1).

Die Beschwerdeführerin hatte im Zeitpunkt der Einstellung der vorübergehenden 

Leistungen per 31. Oktober 2018 unbestrittenermassen noch gewisse unfallkausale 

Beschwerden an der rechten Schulter. Diese stellen jedoch den Fallabschluss nicht per 

se in Frage. Für den Anspruch auf weitere vorübergehende Leistungen wird 

rechtsprechungsgemäss vorausgesetzt, dass noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Das Kriterium beurteilt sich namentlich nach 

Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, 

soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Es bedarf dabei einer ins Gewicht 

fallenden Besserung durch die ärztliche Behandlung. Eine allfällige blosse 

Verbesserung allein des Leidens an sich, eine nur kurzfristige Linderung, eine blosse 

Verbesserung der Befindlichkeit oder dass die versicherte Person etwa von 

Physiotherapie profitieren kann, genügen nicht. Für den Abschluss der medizinischen 

Behandlung ist ein Dahinfallen jeglichen Bedarfs an Heilbehandlung somit nicht 

vorausgesetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, 

E. 5.3, mit weiteren Hinweisen; Philipp Geertsen, N 7 ff. zu Art. 19, in Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018).

2.1. 

Dr. F.___ untersuchte die Beschwerdeführerin am 11. Oktober 2018 und befand 

am 15. Oktober 2018, diese habe auch nach der zweiten Operation (vom 11. Mai 2017; 

Suva-act. 44-3 f.) über anhaltende Bewegungs-, Belastungs- und auch 

Ruheschmerzen des rechten Schultergelenks geklagt. Bildgebend habe sich bei der 

kernspintomographischen Abklärung des rechten Schultergelenks im April 2018 eine 

erneute Teilschädigung der Supraspinatussehne mit konsekutiver lipomatöser 

Teilatrophie des Supraspinatusmuskels Goutallier II bei knapp negativem Zanetti-

Zeichen gezeigt. Die Bildgebung bestätige die teilweise eingeschränkte 

Funktionsfähigkeit des rechten Schultergelenkes aufgrund einer Insuffizienz der 

rekonstruierten Supraspinatussehne. Auf der anderen Seite sprächen die objektiven 

Untersuchungsbefunde ohne nachweisbare Atrophiezeichen der periarticulären 

Schultermuskulatur rechts, die eher dominanten Muskelumfänge des rechten 

Oberarmes und die kräftige Handbinnenmuskulatur gegen ein relevantes 

Schonverhalten des rechten Armes unterhalb der Horizontalebene. Die klinischen 

2.2. 

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Befunde stünden im Widerspruch zur von der Beschwerdeführerin demonstrierten 

Schmerzintensität sowie zur Funktionsbeeinträchtigung und sprächen gegen das 

(gemeint wohl: gezeigte) Ausmass der Bewegungslimitierung des rechten Armes in der 

seitlichen und ventralen Elevation zum Teil ab 50 Grad. Unter Berücksichtigung der 

passiven Bewegungsausmasse sei überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, 

dass der Beschwerdeführerin ein Anheben des Armes ohne Gewichtsbelastung bis zur 

Horizontalen ohne weiteres möglich sei. Unter Berücksichtigung des Verlaufs der 

konservativen Therapie und der Meinung der behandelnden Orthopäden, wonach von 

einer weiteren operativen Versorgung keine namhafte Verbesserung der 

Funktionsfähigkeit des rechten Schultergelenkes mehr zu erwarten sei, empfehle er 

den Abschluss des Schadenfalles. Der Endzustand sei erreicht (Suva-act. 116). Diese 

Beurteilung ist insofern nachvollziehbar, als Dr. F.___ in der ausführlichen klinischen 

Untersuchung keine Einschränkungen der Schulter rechts finden konnte, welche die 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit beeinträchtigen würden. Vor dem 

Hintergrund der dargelegten Befundsituation besteht kein erkennbarer Raum für 

weitere, den Gesundheitszustand namhaft verbessernde Heilbehandlungen (vgl. dazu 

auch die nachfolgende Erwägung 3). Zudem steht sie - wie nachfolgend ausgeführt 

wird - im Einklang mit weiteren ärztlichen Einschätzungen.

Dr. I.___ und Dr. J.___ untersuchten die Beschwerdeführerin am 10. Juli 2018 im 

Auftrag der Beschwerdegegnerin. Sie beurteilten gleichentags, die Beschwerdeführerin 

leide an massivsten Schulterschmerzen und einer sehr schlechten Funktion (der 

Schulter). Im aktuellsten MRI vom 26. April 2018 und auch in der sonographischen 

Untersuchung vom 10. Juli 2018 sei die Rotatorenmanschette intakt und entspreche 

der normalen postoperativen Situation. Auch die Trophik sei im Vergleich zum ersten 

MRI keinesfalls schlechter geworden. Insofern hätten sie keine Erklärung für die 

fehlende Funktion der Schulter der Beschwerdeführerin. Das Labor zeige unauffällige 

Werte, im Ultraschall bestehe weder ein Gelenkserguss noch eine Bursitis. Die geltend 

gemachten Schmerzen stünden in keinem Verhältnis zu den vorliegenden Befunden. 

Sie würden stark von weiteren operativen Massnahmen abraten und eine stationäre 

Rehabilitation mit multimodalem Therapieansatz und Schmerztherapie empfehlen 

(Suva-act. 102). Sie waren damit in Übereinstimmung mit Dr. F.___ der Ansicht, dass 

eine Diskrepanz zwischen den objektiven Befunden und den geltend gemachten 

Beschwerden bestand und dass weitere operative Massnahmen keine Verbesserung 

der Beschwerden mehr bewirken könnten. Sie empfahlen zwar eine stationäre 

Rehabilitation, führten jedoch nicht aus, inwiefern diese zu einer Beschwerdebesserung 

beitragen und insbesondere die Arbeitsfähigkeit erhöhen könnte. Die Einschätzung von 

Dr. I.___ und Dr. J.___ ist damit nicht geeignet, die Beurteilung von Dr. F.___ und 

2.3. 

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insbesondere den Zeitpunkt des Fallabschlusses per 31. Oktober 2018 in Frage zu 

stellen.

In Kenntnis des Berichts von Dr. I.___ und Dr. J.___ befand Kreisarzt Dr. L.___ am 

27. Juli 2018, es bestehe eine sehr grosse Diskrepanz zwischen den objektivierbaren 

klinischen und bildgebenden Befunden. Insbesondere fänden sich keinerlei Zeichen 

einer Schonung oder Gebrauchsminderung der rechten oberen Extremität (z.B. 

Muskelminderung bis hin zur Atrophie der Rotatorenmanschettenmuskulatur), wie dies 

im Langzeitverlauf bei begründeten Beschwerden und Schmerzen unweigerlich 

eintreten müsste. Solche Zeichen seien ebenso wenig vorhanden wie andere klinische 

Symptome oder Befunde, die überhaupt eine schmerz- oder beschwerdebedingte 

Gebrauchsminderung der Schulter belegen würden. Aus medizinischer Sicht sei davon 

auszugehen, dass keine wesentliche reale Funktionsstörung oder 

Gebrauchseinschränkung vorliege, weil dies über den langen Heilungsverlauf 

unweigerlich zu einer Muskelminderung/-atrophie der 

Rotatorenmanschettenmuskulatur hätte führen müssen, dies aber nachweislich nicht 

der Fall sei. Folgerichtig sei realistischerweise von einer Rehabilitation wie auch von 

weiteren operativen und auch ambulanten Behandlungsmassnahmen keine Besserung 

des "demonstrierten" Befundes zu erwarten, weil die erhebliche Diskrepanz zwischen 

den gesamten objektiven Befunden und den beklagten subjektiven Beschwerden in 

keiner Weise erklärbar oder nachvollziehbar sei. Vielmehr sei aus medizinischer Sicht 

nach rein objektiven, somatischen klinischen und bildgebenden Befunden nun weit 

mehr als ein Jahr nach der letzten Operation von einem stabilen somatischen 

medizinischen Zustand auszugehen, der durch weitere Behandlungsmassnahmen 

jeglicher Art keine Besserung erfahre (Suva-act. 105). Dr. L.___ ging damit in 

Übereinstimmung mit Dr. F.___ davon aus, dass der Endzustand erreicht sei und 

insbesondere von einer Rehabilitation keine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustandes erreicht werden könne.

2.4. 

Dr. C.___ hatte die Klinik Valens mit Schreiben vom 16. Mai 2018 um eine 

konsiliarische Untersuchung der Beschwerdeführerin gebeten, welche in der Folge 

jedoch nicht stattfand. Er hatte ausgeführt, die Rehabilitation der Beschwerdeführerin 

sei "von Beginn weg" (seit der zweiten Operation) äusserst schwierig gewesen, 

insbesondere die Mobilisierung des Gelenks habe enorme Schwierigkeiten gemacht. In 

der aktuellen MRT-Aufnahme würden vor allem narbige Veränderungen und 

synovalitische Veränderungen im Gelenk beschrieben, sowie auch nach wie vor 

kleinere Defekte der rekonstruierten Supraspinatussehne. Sonographisch lasse sich 

allerdings eine normale Kontur der Supraspinatussehne dokumentieren, diesbezüglich 

2.5. 

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scheine die Rekonstruktion der Rotatorenmanschette wirklich gelungen zu sein. Seine 

Frage an den zuständigen Arzt der Klinik Valens sei, ob allenfalls mit intraartikulären 

Steroidinfiltrationen und gleichzeitig forcierter physiotherapeutischer Mobilisation 

glenohumeral das Problem gelöst werden könnte. Angesichts der langen Dauer des 

Ganzen und der Problematik müsste allenfalls sogar eine stationäre oder teilstationäre 

Rehabilitation ins Auge gefasst werden (Suva-act. 85). In seinem Bericht vom 4. 

Oktober 2018 hielt Dr. C.___ als Diagnosen eine persistierende Frozen shoulder rechts 

bei Status nach mehrfacher Schulteroperation und eine unklare, wahrscheinlich 

entzündlich bedingte Schmerzhaftigkeit fest. Die Beschwerdeführerin sollte zwingend 

konsequent mobilisiert werden, ambulante Massnahmen hätten bis dato nicht den 

gewünschten Erfolg gebracht. Er schlage eine stationäre Rehabilitation vor. Eine 

Arbeitsunfähigkeit (gemeint wohl: Arbeitsfähigkeit) sei derzeit nicht gegeben (Suva-act. 

132-2). Dr. C.___ äusserte sich im Gegensatz zu Dr. I.___, Dr. J.___ und den Kreisärzten 

nicht zu den von diesen festgestellten Diskrepanzen zwischen den subjektiv geltend 

gemachten Beschwerden und den objektiven Befunden und setzte sich - soweit sie 

ihm überhaupt bekannt waren - nicht mit den abweichenden ärztlichen Beurteilungen 

auseinander. Zudem begründete er nicht, inwiefern die gemäss ihm notwendige 

Mobilisation durch eine stationäre Rehabilitation erreicht werden könnte, nachdem 

ambulante Massnahmen gescheitert sind.

Dr. M.___ führte am 19. Dezember 2018 aus, er habe die Beschwerdeführerin 

letztmals am 6. Juni 2018 in der Sprechstunde gesehen und eine Konsultation in einer 

Schmerztherapie vorgeschlagen. Die Beschwerdegegnerin sei jedoch weder darauf, 

noch auf die Empfehlung der Klinik K.___ (Dr. I.___ und Dr. J.___) einer stationären 

Rehabilitation eingegangen. Er sei der Ansicht, dass der Beschwerdeführerin mit einer 

stationären Rehabilitation sowie einem multimodalen Therapiekonzept weitergeholfen 

werden könnte (Suva-act. 150). Er führte jedoch nicht aus, inwiefern eine weitere 

Behandlung die Beschwerden in relevanter Weise verbessern und insbesondere die 

Arbeitsfähigkeit steigern könnte.

2.6. 

Insgesamt ist davon auszugehen, dass spätestens per 31. Oktober 2018 durch 

weitere medizinische Massnahmen keine massgebliche Verbesserung des 

Gesundheitszustandes mehr möglich war. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, 

dass - wie nachfolgend ausgeführt wird (Erwägung 3) - in diesem Zeitpunkt eine volle 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit vorlag. Die IV-Stelle wies das 

Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin um berufliche Massnahmen am 6. 

November 2018 ab (Suva-act. 121-2 f.). Die Leistungseinstellung per 31. Oktober 2018 

ist damit nicht zu beanstanden. Über diesen Zeitpunkt hinaus war die 

2.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/19

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3.

Unter Berücksichtigung der unfallkausalen Beschwerden (mittelgradig schmerzhafte 

Funktionsbeeinträchtigung des rechten Schultergelenks mit Bewegungslimitierung der 

Abduktion und Elevation knapp unter der Horizontalen, Einschränkungen der 

Rotationsbewegung und Kraftverlust rechtes Schultergelenk, reaktives myogenes 

Verspannungssyndrom des Schultergürtels, partielle lipomatöse Atrophie des rechten 

Supraspinatusmuskels; vgl. Suva-act. 116-5) ist nachfolgend die Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin zu prüfen.

Beschwerdegegnerin (nebst der anerkannten beschränkten Übernahme der Kosten für 

Physiotherapie und Schmerzmittel; vgl. Suva-act. 125) nicht dazu verpflichtet, Kosten 

für weitere medizinische Massnahmen, insbesondere eine stationäre Rehabilitation, zu 

übernehmen.

Dr. F.___ beurteilte, der Beschwerdeführerin seien Tätigkeiten, die mit körperferner 

Gewichtsbelastung auf Brusthöhe oder Überkopf ausgeübt werden müssten, nicht 

mehr zumutbar. Das Heben von Lasten über fünf Kilogramm über Hüfthöhe und das 

Heben von Lasten über zehn Kilogramm auf Hüfthöhe seien ihr ebenso wenig 

zuzumuten wie Arbeiten mit Stoss- oder Vibrationsbelastungen, Tätigkeiten auf Leitern, 

Gerüsten oder in absturzgefährdeten Bereichen sowie Tätigkeiten mit repetitivem 

Gebrauch von Werkzeugen oder an schnell rotierenden oder automatisierten 

Maschinen (negatives Belastungsprofil). Die Beschwerdeführerin könne hingegen in 

einer leichten, leidensadaptierten und das rechte Schultergelenk in der beschriebenen 

Weise entlastenden Tätigkeit vollschichtig eingesetzt werden (Suva-act. 116). Diese 

Adaptionskriterien und die Arbeitsfähigkeit von 100 % sind unter Berücksichtigung der 

eingeschränkten Belastungs- und Haltefähigkeit sowie den 

Bewegungseinschränkungen der rechten Schulter nachvollziehbar.

3.1. 

Dr. C.___ attestierte der Beschwerdeführerin seit der ersten Operation vom 25. 

Januar 2017 durchgehend eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. Suva-act. 16-2, 

132-2). Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich diese Einschätzung auf die 

angestammte Tätigkeit bei der B.___ GmbH als Nachstickerin bezog. So hielt Dr. C.___ 

am 9. November 2018 in einem an den Ehemann der Beschwerdeführerin gerichteten 

Schreiben fest, er bestätige, dass die Beschwerdeführerin in Folge des Unfalls und von 

Operationskomplikationen nach wie vor arbeitsunfähig sei. In der ehemaligen Tätigkeit 

sei die Beschwerdeführerin nicht mehr einsetzbar (Suva-act. 144). Er äusserte sich 

jedoch nicht konkret zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und legte keine 

Adaptionskriterien fest. Es ist im Übrigen nicht plausibel, dass die Beschwerdeführerin 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/19

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mit ihren Einschränkungen an der rechten Schulter in jeglicher Tätigkeit voll 

arbeitsunfähig sein sollte. Dies würde selbst dann gelten, wenn sie - entgegen der 

Aktenlage - ihre rechte obere Extremität gar nicht mehr einsetzen könnte (vgl. zur 

funktionellen Einarmigkeit die Urteile des Bundesgerichts vom 9. März 2015, 

9C_842/2014, E. 3.2, vom 10. April 2019, 8C_811/2018, E. 4.4.2, und vom 28. Mai 

2019, 9C_124/2019).

Auch Dr. E.___ attestierte der Beschwerdeführerin seit dem 25. Januar 2017 eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100 %, äusserte sich jedoch nie zu einer Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit (vgl. Suva-act. 76, 79). Dr. M.___ hielt am 19. Dezember 2018 fest, 

er könne sich mit der Begutachtung von Dr. F.___ nicht einverstanden erklären. Dieser 

habe beispielsweise über einen muskelstärkeren Oberarmumfang rechts als links 

berichtet, ohne die Situation genau zu analysieren. Tatsächlich finde sich nämlich ein 

massiver Lymphstau mit pastöser Schwellung des ganzen Arms, dies im Sinne einer 

beginnenden Algoneurodystrophie. Die Beschwerdeführerin führe den rechten Arm 

immer in einer schmerzarmen Funktionsstellung. Der Nacken- und Schürzengriff seien 

nur mit Ausweichbewegungen knapp möglich. Die Abduktion glenohumeral betrage 70 

Grad, die Flexion knapp 85 Grad, die Aussenrotation 15 Grad, die Innenrotation bis 

zum hinteren Beckenkamm. Die Beschwerdeführerin habe Mühe, bei der Untersuchung 

ihren rechten Arm locker zu lassen. Die Palpation des rechten Oberarms zeige einen 

massiven Lymphstau mit pastös geschwollenen Weichteilen. Der lange Bizepsbauch 

sei leicht distalisiert. Die Beschwerdegegnerin habe die Beschwerdeführerin in einer 

angepassten Tätigkeit vollschichtig arbeitsfähig geschrieben, was sicher nicht der Fall 

sei. Er sei der Ansicht, dass die Beschwerdeführerin, welche rechtsdominant sei, 

derzeit nicht arbeitsfähig sei (Suva-act. 150). Dr. F.___ stellte gleich wie Dr. M.___ eine 

leichte Distalisierung der rechten Bicepsmuskulatur fest und führte aus, im Verlauf der 

Untersuchung habe die Beschwerdeführerin ihren Arm nahezu krampfhaft in 90 Grad 

Beugung vom Ellbogengelenk gehalten. Gelegentlich sei aber ein freies Schwingen des 

gestreckten Arms am Oberkörper möglich gewesen. Wie Dr. M.___ ausführte, hatte Dr. 

F.___ ein Muskelplus des rechten dominanten Oberarmes von 2.5 cm im Vergleich zur 

Gegenseite festgestellt (vgl. Suva-act. 116). Obwohl er im Gegensatz zu Dr. M.___ 

keinen Lymphstau feststellte, ist davon auszugehen, dass Dr. F.___ die 

Einschränkungen der Schulter rechts genügend berücksichtigte. Neben den 

Muskelumfängen sprach auch die kräftige Handbinnenmuskulatur rechts gegen ein 

relevantes Schonverhalten der rechten oberen Extremität. Zudem ist darauf 

hinzuweisen, dass Dr. M.___ offenbar die Diskrepanzen zwischen den geltend 

gemachten Beschwerden und den objektiven Befunden im Gegensatz zu Dr. F.___ 

sowie Dr. I.___ und Dr. J.___ (vgl. dazu die voranstehenden Erwägungen 2.2 ff.) nicht 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/19

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4.

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer ideal adaptierten Tätigkeit ist im 

Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

berücksichtigte. Er äusserte sich diesbezüglich nicht zu den abweichenden ärztlichen 

Beurteilungen (vgl. Suva-act. 150). Insgesamt ist damit seine Einschätzung einer 

Arbeitsunfähigkeit von 100 % nicht nachvollziehbar, insbesondere nicht in einer 

adaptierten Tätigkeit.

Dr. I.___ und Dr. J.___ äusserten sich nicht konkret zur Arbeitsfähigkeit. Sie hielten 

lediglich anamnestisch fest, die Beschwerdeführerin sei als Rechtshänderin stark 

eingeschränkt und als "Näherin" arbeitsunfähig (Suva-act. 102). Zu allfälligen 

Adaptionskriterien und einer Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit machten sie 

keine Ausführungen.

3.4. 

Zusammengefasst sind die genannten ärztlichen Beurteilungen nicht geeignet, die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. F.___ in Zweifel zu ziehen. Es ist gestützt auf seine 

Einschätzung von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit 

auszugehen. Eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit, wie die 

Beschwerdeführerin sie beantragen lässt (act. G1), sowie weitere medizinische 

Abklärungen erübrigen sich damit.

3.5. 

Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und ihrer persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt - d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der unfallbedingten ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit - erzielten Verdienst auszugehen (BGE 139 V 30 E. 3.3.2, 

je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2015, 8C_590/2014, E. 5.1). 

Die Beschwerdeführerin war vor ihrem Unfall zuletzt als Nachstickerin bei der B.___ 

GmbH tätig. Sie arbeitete dort in einem Teilpensum von 20 bis 40 % (abweichende 

Angaben in den Akten). Dies sehr unregelmässig, je nach Auftragslage (vgl. Suva-act. 

11, 52). Das dort erzielte schwankende Einkommen (vgl. Suva-act. 82) ist damit als 

Grundlage für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht geeignet. Stattdessen 

rechtfertigt es sich, dieses - wie von der Beschwerdegegnerin vorgeschlagen (vgl. 

Suva-act. 128, 172) - gestützt auf die LSE 2016, Tabelle T17, Branche 7, Nr. 75 

"Nahrungsmittelverarbeitung, Bekleidungsherstellung und verwandte handwerkliche 

Berufe", Frauen älter als 50 Jahre, zu bestimmen. Der entsprechende Lohn belief sich 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/19

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im Jahr 2016 auf Fr. 4'809.-- pro Monat bzw. Fr. 57'708.-- jährlich. Aufgerechnet auf 

die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und angepasst an die 

Nominallohnentwicklung bis 2018 (Index 2016: 2'709, 2018: 2'732) ergibt sich ein 

massgebliches Jahreseinkommen von Fr. 60'671.--.

 4.2. 

Art. 16 ATSG umschreibt das Invalideneinkommen als hypothetisches 

Einkommen. Nach der ständigen Verwaltungspraxis und Rechtsprechung steht für 

dessen Ermittlung der Beizug von Tabellen und vergleichbaren Übersichten im 

Vordergrund (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. Aufl. 2020, N 67 zu Art. 16). Hat die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können entweder LSE-

Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 475 E. 4.2.1 mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Januar 2010, 8C_579/2009, E. 2.1). Es ist 

damit grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur 

Festsetzung des Invalidenlohns DAP-Zahlen beigezogen hat. Die Beschwerdeführerin 

beanstandet jedoch die gewählten DAP-Profile und das basierend darauf auf Fr. 

54'964.-- (vgl. Suva-act. 128, 172) festgelegte Invalideneinkommen. Sie bringt 

insbesondere vor, bei allen Profilen seien beidhändige Tätigkeiten zu erbringen. 

Teilweise seien feinmotorische Tätigkeiten oder solche mit häufiger Hand- (und 

Körper-)rotation gefordert. Es handle sich allesamt um Tätigkeiten, die ihr gemäss dem 

adaptierten Leistungsprofil nicht mehr möglich seien (act. G1). Entgegen diesen 

Ausführungen sind ihr gemäss Einschätzung von Dr. F.___ durchaus beidhändige 

Tätigkeiten zumutbar, auch solche, welche feinmotorische Fähigkeiten oder eine 

(gelegentliche) Handrotation erfordern (vgl. Suva-act. 116). Die von der 

Beschwerdegegnerin gewählten DAP-Profile (vgl. Suva-act. 126) entsprechen dem 

Anforderungsprofil der Beschwerdeführerin damit grundsätzlich. Wie sich nachfolgend 

ergibt, resultiert jedoch auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, wenn zur 

Festlegung des Invalideneinkommens statt der DAP-Zahlen auf die statistischen Daten 

der LSE abgestellt wird.

4.2.1. 

Da der Beschwerdeführerin Hilfsarbeitertätigkeiten zumutbar sind, rechtfertigt es 

sich diesfalls, das Invalideneinkommen gestützt auf die LSE 2016, Total sämtlicher 

Wirtschaftszweige, Kompetenzniveau 1, Frauen, zu bestimmen. Der entsprechende 

Lohn belief sich im Jahr 2016 auf Fr. 4'363.-- pro Monat bzw. Fr. 52'356.-- jährlich. 

Aufgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und 

4.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2018 (Index 2016: 2'709, 2018: 2'732) 

ergibt sich ein massgebliches Jahreseinkommen von Fr. 55'045.--.

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten (Hilfsarbeiter-)Tätigkeiten behindert 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person, wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe 

haben können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2). Wie Kreisarzt 

Dr. F.___ festhielt, sind der Beschwerdeführerin Tätigkeiten, die mit körperferner 

Gewichtsbelastung auf Brusthöhe oder Überkopf ausgeübt werden müssen, nicht mehr 

zumutbar. Das Heben von Lasten über fünf Kilogramm über Hüfthöhe und das Heben 

von Lasten über zehn Kilogramm auf Hüfthöhe sind ihr ebenso wenig zuzumuten wie 

Arbeiten mit Stoss- oder Vibrationsbelastungen, Tätigkeiten auf Leitern, Gerüsten oder 

in absturzgefährdeten Bereichen sowie Tätigkeiten mit repetitivem Gebrauch von 

Werkzeugen oder an schnell rotierenden oder automatisierten Maschinen (negatives 

Belastungsprofil). Hingegen kann die Beschwerdeführerin in einer leichten, 

leidensadaptierten und das rechte Schultergelenk in der beschriebenen Weise 

entlastenden Tätigkeit vollschichtig eingesetzt werden (Suva-act. 116). Die 

Einschränkungen der Beschwerdeführerin wurden im Rahmen dieser medizinischen 

Leistungsbeurteilung umfassend berücksichtigt (vgl. E. 3.1) und eine lohnmässige 

Einschränkung im Vergleich zu voll leistungsfähigen Arbeitnehmerinnen ist entgegen 

ihrer Ansicht (act. G1) nicht ersichtlich. Zudem steht ihr aufgrund der genannten 

Einschränkungen noch das ganze Spektrum von sitzenden und leichten 

wechselbelastenden Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen. Es sind 

keine Umstände ersichtlich, welche auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als 

ausserordentlich zu bezeichnen wären und deshalb einen Tabellenlohnabzug 

rechtfertigen würden (vgl. dazu SVR 2021 IV Nr. 7. E. 6.2).

4.2.3. 

Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer adaptierten Tätigkeit bei 

einem Valideneinkommen von Fr. 60'671.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 

55'045.-- (gemäss LSE) bzw. von Fr. 54'964.-- (DAP-Zahlen) resultiert ein nicht 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von rund 9 %.

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Im Sinne der Erwägungen ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung).

5.2. 

Der Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten (HonO; 

sGS 963.75; in der vorliegend anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, 

siehe Art. 30  HonO) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu 

beurteilenden Angelegenheit erscheint angesichts des vergleichsweise geringen 

Aktenumfangs, des Verzichts auf eine ausführliche Replik (vgl. act. G8) und der 

eingeschränkten rechtlichen Fragestellungen eine pauschale Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des 

Anwaltsgesetzes; sGS 963.70). Somit hat der Staat die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 2'800.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5.3. 

bis

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

5.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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3.

Der Staat entschädigt die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'800.-- 

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.06.2021
	Art. 18 UVG. 19 Abs. 1 UVG. Frage des Zeitpunkts des Fallabschlusses. Damals lagen noch gewisse unfallkausale somatische Beschwerden vor, die Beschwerdeführerin war aber gemäss der beweiskräftigen kreisärztlichen Beurteilung in einer angestammten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich. Kein Anspruch auf eine Rente. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juni 2021, UV 2020/19).

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