# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8ea961c9-c01c-5323-bb80-2b6f7424afcc
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.02.2024 ZK1 2023 158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2023-158_2024-02-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Entscheid vom 27. Februar 2024

Referenz ZK1 23 158

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Cavegn, Vorsitzender
Mosca, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin
vertreten durch Rechtsanwalt B._____

Gegenstand Vertretungsbeistandschaft / Entzug Zugriff auf einzelne Vermö-
genswerte / vorsorgliche Massnahmen

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Nordbünden vom 02.11.2023, mitgeteilt am 
09.11.2023 

Mitteilung 28. Februar 2024

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Sachverhalt

A. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (heute Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle Nordbünden, nachfol-
gend KESB Nordbünden) errichtete am 17. Oktober 2013 eine Massnahme nach 
Erwachsenenschutzrecht für A._____, geb. am _____ 1961, in Form einer Vertre-
tungsbeistandschaft. Mit Entscheid vom 9. Juni 2022 hob die KESB Nordbünden 
diese mit Ausnahme der Vertretungskompetenzen im Bereich Vermögensverwal-
tung, öffentliche Verwaltung und Versicherungen wieder auf.

B. Die in der Zwischenzeit eingesetzte Beiständin C._____ meldete der KESB 
Nordbünden am 14. September 2023, dass sich A._____ freiwillig in die Klinik 
D._____ (nachfolgend D._____) begeben habe. Am 18. September 2023 ersuchte 
sie die KESB Nordbünden um eine Anpassung der Massnahme.

C. Im Sinne einer superprovisorischen Massnahme wurde A._____ der Zugriff 
auf ihre Bankkonten entzogen und zusätzlich zur bestehenden Massnahme eine 
Mitwirkungsbeistandschaft errichtet.

D. Mit Entscheid vom 26. Oktober 2023 brachte die KESB Nordbünden 
A._____ gestützt auf ein Kurzgutachten von Dr. med. E._____ in der Klinik 
D._____ unter. Nach Einreichung einer Beschwerde am 8. November 2023 gegen 
die fürsorgerische Unterbringung wurde diese mit Entscheid des Kantonsgerichts 
vom 20. November 2023 wieder aufgehoben.

E. Bereits mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden vom 2. 
November 2023, mitgeteilt am 9. November 2023, wurden die bestehenden Mass-
nahmen erweitert und zwar wie folgt:

1. Die für A._____ geführte Massnahme wird weitergeführt und per Vollstreckbarkeit 
dieses Entscheids wie folgt erweitert:
1. Die Beistandsperson erhält die Aufgaben und Kompetenzen, A._____ im Rah-

men einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den nachfolgend aufge-
listeten Bereichen zu beraten, zu unterstützen und soweit nötig bei allen damit 
verbundenen Handlungen (Administration, Rechtsverkehr) zu vertreten:

a. Wohnen: stets für einen geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für 
A._____ besorgt zu sein (insbesondere Mietverhältnis, Wohnungssuche, 
evtl. Wohnbegleitung organisieren);

b. Medizin und Gesundheit: unter Berücksichtigung einer allfälligen Patienten-
verfügung für das gesundheitliche Wohl von A._____ sowie für hinreichende 
medizinische Betreuung besorgt zu sein (insbesondere Verkehr mit den Ärz-
ten und anderem medizinischen Betreuungspersonen, Prävention), wobei 
das Vertretungsrecht für medizinische Massnahmen bei Urteilsunfähigkeit 
(Art. 378 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) ausdrücklich ausgeschlossen ist;

c. Soweit erforderlich die Post von A._____ zu öffnen.

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2. Folgende Handlungen von A._____ können im Rahmen einer Mitwirkungsbei-
standschaft (Art. 396 ZGB) nur mit der Zustimmung der eingesetzten Beistands-
person rechtsgültig vorgenommen werden:
a Kauf, Verkauf und Verpfändung von Wertpapieren;
b Gewährung und Aufnahme von Darlehen;
c Abschluss von Verträgen mit Kreditkartenunternehmen und Zahlungen

mit Kreditkarte;
d Kauf auf Rechnung, Voraus- oder Ratenzahlung;
e Abschluss von Verträgen zugunsten Dritter;
f Abschluss von Verträgen via Internet oder Telefonnetz;
g Versprechen und Ausrichten von Schenkungen, die über übliche

Gelegenheitsgeschenke hinausgehen;
h Abschluss oder Kündigung von Arbeits-, Miet-, Pacht- oder Gebrauchs-

überlassungsverträgen;
i Abschluss von Abzahlungs- oder Leasingverträgen.

2. A._____ wird der Zugriff auf folgende Vermögenswerte entzogen (Art. 395 Abs. 3 
ZGB):

a. bei der F._____:

G._____ Sparen 3 Konto

b. bei der H._____:

I._____ Privatkonto / Entzug nur bis 27.11.2023 (vgl. Ziff. 4 unten)

J._____ Sparkonto

K._____ Wertschriftendepot

3. Zum Inhalt der gemäss Ziff. 1 und 2 angepassten Massnahmen wird festgestellt, was 
folgt:

1. Die Beistandsperson hat die Aufgaben und Kompetenzen, A._____ im Rahmen 
einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den nachfolgend aufgelisteten 
Bereichen zu beraten, zu unterstützen und soweit nötig bei allen damit verbun-
denen Handlungen (Administration, Rechtsverkehr) zu vertreten:

a. Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB): Verwaltung des gesamten Einkom-
mens und Vermögens (insbesondere Bestreitung der Lebenskosten, Gel-
tendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen, sorgfältige Ver-
waltung sämtlicher verwalteter Mobilien und Immobilien, Verkehr mit Banken, 
Post und ähnlichen Finanzinstituten);

b. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, 
Gemeinden, Betreibungsamt;

c. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versicherungs-
deckung und Leistungssituation besorgt zu sein (insbesondere Sozialversi-
cherungen, private Versicherungen, Krankenkassen);

d. Wohnen: stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für A._____ 
besorgt zu sein (insbesondere Mietverhältnis, Wohnungssuche, evtl. Wohn-
begleitung organisieren);

e. Medizin und Gesundheit: unter Berücksichtigung einer allfälligen Patienten-
verfügung für das gesundheitliche Wohl von A._____ sowie für hinreichende 
medizinische Betreuung besorgt zu sein (insbesondere Verkehr mit Ärzten 
und anderem medizinischen Betreuungspersonal, Prävention), wobei das 

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Vertretungsrecht für medizinische Massnahmen bei Urteilsunfähigkeit (Art. 
378 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) ausdrücklich ausgeschlossen ist;

f. soweit erforderlich die Post von A._____ zu öffnen.

2. Folgende Handlungen von A._____ können im Rahmen einer Mitwirkungsbei-
standschaft (Art. 396 ZGB) nur mit der Zustimmung der eingesetzten Beistands-
person rechtsgültig vorgenommen werden:

a. Kauf, Verkauf und Verpfändung von Wertpapieren;

b. Gewährung und Aufnahme von Darlehen;

c. Abschluss von Verträgen mit Kreditkartenunternehmen und Zahlungen mit 
Kreditkarte;

d. Kauf auf Rechnung, Voraus- oder Ratenzahlung;

e. Abschluss von Verträgen zugunsten Dritter;

f. Abschluss von Verträgen via Internet oder Telefonnetz;

g. Versprechen und Ausrichten von Schenkungen, die über übliche Ge-
legenheitsgeschenke hinausgehen;

h. Abschluss oder Kündigung von Arbeits-, Miet-, Pacht- oder Gebrauchsüber-
lassungsverträgen,

i. Abschluss von Abzahlungs- oder Leasingverträgen.

3. A._____ ist der Zugriff auf folgende Vermögenswerte entzogen (Art. 395 Abs. 3 
ZGB) entzogen:

a. bei der F._____:

G._____ Sparen 3 Konto

b. bei der H._____:

I._____ Privatkonto / Entzug nur bis 27.11.2023 (vgl. Ziff. 4 unten)

J._____ Sparkonto

K._____ Wertschriftendepot

4. Die Verfügungsrechte über das bei Banken oder Versicherungen angelegte 
Vermögen von A._____ werden wie folgt geregelt (Art. 9 Abs. 2 VBVV):

a. bei der F._____:
Konto Nr. Kontoart Bemerkungen betroffene Person Beistand KESB

L._____ Privatkonto Betriebskonto keine einzeln keine

G._____ Sparen 3 Konto keine kollektiv kollektiv

b. bei der H._____:
Konto Nr. Kontoart Bemerkungen betroffene Person Beistand KESB

I._____ Privatkonto pers. UH-Konto bis 27.11.23 keine bis 27.11.23 einzeln keine
ab 28.11.23 einzeln ab 28.11.23 keine

J._____ Sparkonto keine kollektiv kollektiv

K._____ Wertschriftendepot keine einzeln keine

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c. Die Beistandsperson wird beauftragt, den Saldo auf dem persönlichen Unter-
haltskonto auf Fr. 1'000.— zu reduzieren und den darüberhinausgehenden Be-
trag auf das Betriebskonto zu überweisen.

5. Als Beiständin für A._____ wird anstelle von M._____ neu C._____ (Berufsbeistand-
schaft N._____) ernannt.

6. M._____ wird von der Pflicht zur Einreichung eines Schlussberichts und einer 
Schlussrechnung entbunden. Die Entlastung von M._____ erfolgt voraussichtlich bei 
der Prüfung einer der nächsten Rechenschaftsablagen über die Mandatsführung.

7. Die Beistandsperson ist gehalten:

a. der KESB alle zwei Jahre (noch pendente Rechenschaftsperiode per 30. Sep-
tember 2023) die Rechnung samt Belegen sowie einen schriftlichen Rechen-
schaftsbericht (Ausführungen über die Rechnungsführung und Vermögensent-
wicklung, die Lage von A._____ und die Ausübung der Beistandschaft, Ausblick 
mit Empfehlungen) und ein aktuelles Budget einzureichen,

b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensumstände von 
A._____ während der Rechenschaftsperiode die KESB mit einem Bericht zu in-
formieren und allenfalls ein geeignetes Vorgehen zu empfehlen.

8. Die Leitung der Berufsbeistandschaft N._____ wird angewiesen, der KESB unverzüg-
lich nach Mandatsende das Original der Ernennungsurkunden vom 10. August 2022 
und 19. September 2023 zur Archivierung zu übergeben.

9. Es wird festgestellt, dass mit Vollstreckbarkeit dieses Entscheides die in Ziff. 1, 2, 3, 
4 und 5 des Entscheides vom 19. September 2023 verfügte superprovisorische An-
ordnung (Zugriff auf Vermögenswerte/Anpassung) von Gesetzes wegen hinfällt.

10. Die Kosten im Verfahren Erweiterung Massnahme/Wechsel Beistandsperson werden 
auf Fr. 900.— festgesetzt und A._____ auferlegt.

11. (Rechtsmittelbelehrung)

12. (Mitteilung)

F. Dagegen liess A._____, vertreten durch Rechtsanwalt B._____, anlässlich 
der mündlichen Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht betreffend die fürsor-
gerische Unterbringung eine Beschwerde einreichen und die Aufhebung des an-
gefochtenen Entscheids beantragen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen auf 
die Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung vom 8. November 2023 
verwiesen. 

G. Die KESB Nordbünden beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. De-
zember 2023 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. 
Ebenso stellte sie den Antrag, die Akten des Verfahrens ZK1 23 151 beizuziehen.

H. Die Akten des Verfahrens ZK1 23 151 wurden beigezogen. Die Sache ist 
spruchreif.

Erwägungen

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1. Anfechtungsobjekt ist ein Entscheid der KESB vom 2. November 2023, mit-
geteilt am 9. November 2023, betreffend die Erweiterung einer bestehenden 
Massnahme des Erwachsenenschutzrechts einer Beistandschaft, insbesondere 
die Errichtung einer Mitwirkungsbeistandschaft, den Entzug des Zugriffs auf Ver-
mögenswerte, die Festlegung von Aufgaben und Kompetenzen sowie die Ernen-
nung von C._____ als Beiständin anstelle von M._____ sowie die Festlegung der 
Pflichten der Beiständin und der Erlass von Weisungen. Gemäss Art. 450 Abs. 1 
ZGB kann gegen einen solchen Entscheid der Erwachsenenschutzbehörde beim 
zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. Nach Art. 60 Abs. 1 EGzZGB 
(BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige kantonale Be-
schwerdeinstanz. Innerhalb des Kantonsgerichts ist die I. Zivilkammer zuständig 
(Art. 6 KGV [BR 173.000]).

2. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids der 
KESB schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen 
(Art. 450b Abs. 1 ZGB; Art. 450 Abs. 3 ZGB). Bei der Beschwerdefrist handelt es 
sich um eine gesetzliche Frist, die nicht erstreckt werden kann (vgl. Art. 144 Abs. 1 
ZPO; Ruth E. Reusser, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivil-
gesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 20 zu Art. 450b ZGB). Ausgeschlossen sind 
daher auch Nachfristen zur Ergänzung der Beschwerdebegründung oder der An-
tragstellung (OGer ZH PQ 180082-O/U v. 6.12.2018 E. 2.3). Der vorliegende Ent-
scheid wurde am 9. November 2023 mitgeteilt. Er ist am 10. November 2023 der 
Beschwerdeführerin zugestellt worden. Mit schriftlicher Eingabe vom 20. Novem-
ber 2023 an das Kantonsgericht – anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung 
überreicht – hat die Beschwerdeführerin die Frist gewahrt. 

3. Beschwerdelegitimiert sind gemäss Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB unter ande-
rem die am Verfahren beteiligten Personen. Als Adressat der verfügten Erwach-
senenschutzmassnahme ist die Beschwerdeführerin unmittelbar durch das Verfah-
ren betroffen und daher beschwerdelegitimiert.

4.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die entsprechenden kantona-
len Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (vgl. Art. 450 f. ZGB und 
Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). 

4.2. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

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chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Es 
gilt daher eine Rüge- bzw. Begründungsobliegenheit analog derjenigen in den Art. 
308 ff. ZPO. Von der Beschwerde führenden Partei ist jeweils darzulegen, wes-
halb der angefochtene Entscheid ihrer Auffassung nach unrichtig sein soll (vgl. 
auch Art. 446 ZGB, sowie BGE 141 III 576 E. 2.3.3 mit Hinweis auf BGE 138 III 
374 E. 4.3.1, ferner z.B. OGer ZH NQ110031 vom 9.8.2011, E. 2). Wiederholun-
gen oder Verweise auf das bereits vor der ersten Instanz Vorgetragene genügen 
den Anforderungen an eine Begründung daher ebenso wenig wie eine allgemeine 
Kritik am angefochtenen Entscheid beziehungsweise an den erstinstanzlichen Er-
wägungen. Auf Beschwerden, denen es an einer hinreichenden Begründung fehlt, 
ist nicht einzutreten (OGer ZH PQ200014-O/U v. 26.3.2020 E. 2. – 2.1; OGer ZH 
PQ 180082-O/U v. 6.12.2018 E. 2.2), und zwar ohne Ansetzung einer Nachfrist 
zur Behebung des Mangels (OGer ZH NQ110031 vom 9.8.2011, E. 2.2.2 mit wei-
teren Hinweisen). 

4.3. In formeller Hinsicht dürfen bei Laienbeschwerden keine hohen Anforde-
rungen gestellt werden. Hinreichend ist ein von einer betroffenen urteilsfähigen 
Person unterzeichnetes Schreiben, sofern das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist 
und daraus hervorgeht, warum die das Rechtsmittel ergreifende Person mit der 
getroffenen Anordnung ganz oder teilweise nicht einverstanden ist (BGer 
5A_922/2015 v. 4.2.2016 E. 5.1 f. m.H. auf Botschaft zur Änderung des Schweize-
rischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] 
vom 28. Juni 2006 [zit. Botschaft KESR], BBl 2006 7001 ff. S. 7085; Lorenz Droe-
se/Daniel Steck, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetz-
buch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 42 zu Art. 450 ZGB; Hermann Schmid, Erwachse-
nenschutz, Kommentar zu Art. 360–456 ZGB, Zürich 2010, N 27 zu Art. 450 ZGB). 

4.4. Die Beschwerdeführerin liess sich bereits vor der KESB Nordbünden von 
Rechtsanwalt B._____ vertreten, weshalb höhere Anforderungen an die Eingabe 
gestellt werden können. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Eingabe festgehalten, 
dass sie auf ihre Beschwerde vom 8. November 2023 verweisen würde. Die Be-
schwerdeführerin sei freiwillig in die psychiatrische Klinik eingetreten. Die Voraus-
setzungen, sie weiterhin in der Klinik zu behalten, seien nicht gegeben. Im Weite-
ren bestehe gemäss Dr. med. O._____ keine Selbst- oder Fremdgefährdung, son-
dern lediglich eine Gefährdung in finanzieller Hinsicht. Die Beispiele, welche im 
Entscheid der KESB aufgeführt würden, seien aber nicht geeignet, eine Gefähr-
dung des Vermögens zu begründen. Die Beschwerdeführerin habe nichts dage-
gen, dass die Beistandschaft beibehalten werde, aber im bisherigen Rahmen. In 
der Beschwerde vom 8. November 2023 wiederum nahm die Beschwerdeführerin 

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Bezug auf den superprovisorischen Entscheid, in welchem ein Vermögensschutz 
angeordnet und die Aufhebung desselben beantragt war.

4.5. Die Beschwerde genügt selbst minimalen Anforderungen an die Begrün-
dung nicht. Die KESB Nordbünden hat im angefochtenen Entscheid die bestehen-
de Massnahme erweitert, Handlungen im Rahmen einer Mitwirkungsbeistand-
schaft der Zustimmung der eingesetzten Beistandsperson unterstellt, den Zugriff 
auf gewisse Vermögenswerte entzogen, Verfügungsrechte geregelt, die Kompe-
tenzen der Beistandschaft festgelegt und schliesslich C._____ als neue Beiständin 
eingesetzt (angefochtener Entscheid, Dispositiv Ziff. 5). Eine Auseinandersetzung 
mit dem angefochtenen Entscheid ist der Beschwerdebegründung nicht im Ansatz 
zu entnehmen. Im Wesentlichen richtet sie sich inhaltlich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung und der Selbst- und Fremdgefährdung als deren Voraussetzung 
sowie gegen die Schlussfolgerungen des Gutachters Dr. med. O._____, welche 
wiederum nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids und der darin erfolg-
ten Erweiterung der bestehenden Massnahme bildeten. Soweit in der Beschwer-
deschrift "Im Wesentlichen" auf die Beschwerde vom 8. November 2023 verwie-
sen wird (vgl. act. A.1. Ziff. B.1.), kann diese zum Vornherein keine Auseinander-
setzung mit dem angefochtenen Entscheid enthalten. Zum Zeitpunkt der Be-
schwerde vom 8. November 2023 war nämlich der angefochtene Entscheid noch 
gar nicht der Beschwerdeführerin zugestellt worden. Zudem wird selbst darin nur 
auf einen früher ergangenen – nicht anfechtbaren – superprovisorischen Ent-
scheid verwiesen. Somit verbleibt allein die völlig unsubstantiierte Äusserung, die 
Beschwerdeführerin habe nichts dagegen, dass die Beistandschaft beibehalten 
werde, aber lediglich im bisherigen Rahmen. Darin ist lediglich eine pauschale 
Kritik am angefochtenen Entscheid enthalten, ohne dass Gründe daraus hervor-
gehen, weshalb diese eine Rechtsverletzung, eine unrichtiger oder unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder eine Unangemessenheit 
enthält. Mithin sind die Anforderungen an eine rechtsgenügliche Begründung of-
fensichtlich nicht erfüllt. Würde trotzdem darauf eingetreten, wäre die vom Ge-
setzgeber in Art. 450 Abs. 3 ZGB geforderte Begründung obsolet. 

4.6. Es stellt sich die Frage, ob der anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin 
eine Nachfrist zu gewähren ist, um ihre Eingabe zu ergänzen oder nachzubes-
sern. Diese Frage ist zu verneinen, zumal die Beschwerde innert der gesetzlichen 
Frist abschliessend zu begründen ist und kein Raum für eine Nachfrist zur Be-
gründung bleibt (vgl. OGer ZH NQ110031 v. 9.8.2011, E. 2.2.2). 

5. Zusammenfassend ist vorliegend mangels Begründung auf die Beschwerde 
nicht einzutreten.

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6.1. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 
CHF 1'500.00 festgelegt (Art. 10 Abs. 1 VGZ [BR 320.210]). Die Beschwerdefüh-
rerin ist vollumfänglich unterlegen und hat daher die Verfahrenskosten zu tragen 
(Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Besondere Umstände, wel-
che entsprechend Art. 63 Abs. 3 EGzZGB einen Verzicht auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten rechtfertigen würden, sind vorliegend insbesondere mit Blick auf 
das Vermögen der Beschwerdeführerin keine auszumachen. Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten der Be-
schwerdeführerin.

6.2. Ebenso kann bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zugesprochen werden.

7. Dieser Entscheid ergeht in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzel-
richterlicher Kompetenz.

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Demnach wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'500.00 ge-
hen zu Lasten von A._____. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: