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**Case Identifier:** e0e74814-ce4c-51d7-b0a0-4d86a32da3b4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.05.2017 200 2016 633
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-633_2017-05-26.pdf

## Full Text

200 16 633 IV
LOU/JAP/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Mai 2017

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Juni 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2017, IV/16/633, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1954 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 26. Januar 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 2). Diese hob einen zunächst erlassenen negativen Vorbescheid vom 
1. Mai 2015 (AB 49) auf und stellte dem Versicherten nach weiteren Ab-
klärungen mit Vorbescheid vom 23. März 2016 (AB 73) mangels eines in-
validisierenden Gesundheitsschadens erneut die Abweisung des Leis-
tungsgesuchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 76) und Rück-
sprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 78) verneinte sie 
mit Verfügung vom 7. Juni 2016 (AB 79) entsprechend den Vorbescheiden 
einen Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen.

B.

Mit Eingabe vom 5. Juli 2016 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochte-
ne Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihm sei eine Invalidenrente 
zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

Am 9. August 2016 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf eine umfas-
sende Beschwerdeantwort und schloss auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2017, IV/16/633, Seite 3

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Juni 2016 (AB 79). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-

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werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsscha-
dens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten 
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 7. Juni 2016 (AB 79) basiert auf 
den Einschätzungen des RAD.

3.1.1 Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurologie 
sowie für Psychiatrie und Psychotherapie, vermerkte in ihrer Aktenstellung-
nahme vom 28. April 2015 (AB 48) keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit, während sie als solche ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit das Übergewicht, die bekannte arterielle Hypertonie (AB 21/2 
Ziff. 1.1, 30/5) sowie die im Dezember 2013 diagnostizierte leichtgradige 
hypertensive Herzerkrankung (AB 21/7) aufführte. Sie hielt unter anderem 
fest, dass die im Nachgang zur ab 4. November 2013 erfolgten Arbeitsnie-
derlegung (AB 19.4 Ziff. 5 f.) durch die behandelnden Ärzte in Betracht ge-
zogene ponto-mesenzephale Ischämie (AB 21/2 Ziff. 1.1, 21/7, 21/11, 27/2) 
bildgebend, elektrophysiologisch und klinisch nicht gesichert sei. Die 
Schwindelbeschwerden erfüllten weder die Kriterien eines vestibulären 
noch eines zerebellären Schwindels und seien auch nicht mit einer anderen 
spezifischen neurologischen Funktionsstörung vereinbar. Vielmehr bestehe 
eine Diskrepanz zwischen den vorgetragenen Befindungsstörungen und 
den objektiven Befunden. Zusammen mit diesen Diskrepanzen spreche die 
plakative Beschwerdedarstellung für das Vorliegen bewusstseinsnaher 
Tendenzreaktionen (Aggravation, Simulation). Die Diagnosekriterien für die 
von den behandelnden Therapeuten angenommene Anpassungsstörung 
(AB 25/1 Ziff. 1.1) seien nicht erfüllt und es lägen keine Befunde vor, die 
seit 4. November 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % oder mehr be-
gründeten. Dem Beschwerdeführer seien mindestens leichte und mittel-
schwere körperliche Arbeiten (ohne Akkord) vollschichtig zumutbar. Er sei 
auch fähig, die angestammte Tätigkeit auszuüben, zumal sich keine Fahr-
untauglichkeit begründen lasse und auch öffentliche Verkehrsmittel unein-
geschränkt benutzt werden könnten.

3.1.2 Eine neuropsychologische RAD-Untersuchung vom 18. Februar 
2016 ergab keine Anhaltspunkte für einen authentischen neuropsychologi-
schen bzw. kognitiven Gesundheitsschaden. Dr. phil. D.________, Fach-
psychologe für Neuropsychologie, gelangte im entsprechenden Bericht 
vom 29. Februar 2016 (AB 69) zum Schluss, dass eine nicht plausible und 

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logisch inkonsistente Symptomproduktion ohne eigenen Krankheitswert 
bestehe, deren Art und Ausmass sich weder schlüssig noch hinreichend als 
Folge einer wie auch immer gearteten zerebralen Dysfunktion erklären las-
se. 

3.1.3 Dr. med. C.________ bestätigte am 18. März 2016 ihre bisherige 
Auffassung, wonach kein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe. 
Sie wies unter anderem darauf hin, dass die Ergebnisse der neuropsycho-
logischen Abklärung durch Dr. phil. D.________ (AB 69) eindeutig für be-
wusstseinsnahe Tendenzreaktionen und gegen eine hirnorganische We-
sensveränderung sprächen. Im Übrigen habe das inzwischen diagnostizier-
te obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS; AB 61/1) keine negativen 
Auswirkungen auf das Leistungsvermögen. Schliesslich hätten sich labor-
chemisch am 18. Februar 2016 Hinweise auf einen schädlichen Alkohol-
konsum ergeben (AB 67/2), Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörun-
gen oder eine Schädigung des peripheren oder zentralen Nervensystems 
seien jedoch nicht nachweisbar (AB 72). Anlässlich der RAD-Besprechung 
vom 2. Juni 2016 hielt die RAD-Ärztin an ihrer Beurteilung fest (AB 78).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 

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wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.3 Die fachärztlichen RAD-Beurteilungen vom 28. April 2015 (AB 48) 
und 18. März 2016 (AB 72) erfüllen, zusammen mit dem neuropsychologi-
schen Untersuchungsbericht vom 29. Februar 2016 (AB 69), die vorer-
wähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und 
erbringen vollen Beweis.

3.3.1 Dass Dr. med. C.________ keine klinische Exploration durchführte 
(Beschwerde S. 6 Ziff. IV Ziff. 2), ist nicht geeignet, den Beweiswert ihrer 
Beurteilung zu erschüttern, konnte sie sich anhand der wesentlichen Vorak-
ten doch ein insgesamt lückenloses Bild verschaffen (vgl. RKUV 2006 U 
578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Zudem bezog sie in ihrer Stel-
lungnahme vom 18. März 2016 (AB 72) zusätzlich die Erkenntnisse aus der 
zwischenzeitlich erfolgten neuropsychologischen Abklärung durch Dr. phil. 
D.________ mit ein. Wohl haben neuropsychologische Feststellungen letzt-
lich lediglich Hilfscharakter, da die neuropsychologischen Testresultate 
nicht ausreichen, um Diagnosen zu stellen und die Arbeitsfähigkeit zu beur-
teilen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 7. August 2009, 
8C_261/2009, E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; UELI 
KIESER, Neuropsychologie, in: KIESER/LENDFERS [Hrsg.], Jahrbuch zum 
Sozialversicherungsrecht 2012, S. 173 f.), die auffälligen Ergebnisse der 
psychometrischen Tests bzw. der Symptomvalidierung stützten jedoch die 
Schlussfolgerungen der RAD-Ärztin. So hielt Dr. phil. D.________ unter 
anderem fest, der Explorand habe sich bei Anweisungen oft in einer Weise 
begriffsstutzig gegeben, wie es selbst bei Personen mit geistiger Behinde-
rung kaum beobachtet werden könne. Einerseits seien selbsterklärende 
und evidente Handlungsschritte nachgefragt worden, andererseits hätten 
aber komplexe oder abstrakte Elemente einer Instruktion prompt erfasst 

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werden können (AB 69/5 Ziff. 5). Im Rahmen der Symptomvalidierung habe 
er bei den einfachsten Testabschnitten die schlechtesten und bei den 
schwierigsten Elementen die besten Leistungen erbracht (AB 69/6 Ziff. 6). 
Die produzierten Leistungsdefizite in den kognitiven Funktionen hätten ein-
deutig und zweifelsfrei als funktionelle Artefakte identifiziert werden kön-
nen, womit eine organische Ätiologie mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit auszuschliessen sei (AB 69/8 Ziff. 8).

3.3.2 Entgegen der Argumentation des Beschwerdeführers widerspre-
chen die RAD-Beurteilungen nicht sämtlichen übrigen Berichten (Be-
schwerde S. 6 Ziff. IV Ziff. 2), vielmehr bestehen durchaus bedeutende 
Korrelationen. Der Beschwerdeführer wurde nach der stationären Rehabili-
tation in der Klinik G.________ in … (AB 27/2-4) der Psychiatrischen 
Dienste H.________ weiterbetreut, wobei in allen Berichten des Ambulato-
riums darauf hingewiesen wurde, dass der Beschwerdeführer situativ ag-
graviere (AB 25/3 Ziff. 1.7, 39/3 Ziff. 1, 53/4 Ziff. 1). Auch der behandelnde 
Dr. med I.________, Facharzt für Neurologie, zielte in diese Richtung: Er 
gab im Juni 2015 an, die Stand- und Gangunsicherheit habe eher eine ap-
pellative Komponente im Sinne einer gewissen Symptomausweitung 
(AB 58/5). Dr. med. E.________, Fachärztin für Neurologie, erachtete im 
Bericht vom 19. August 2015 (AB 63/3-5) eine Aggravation ebenfalls für 
möglich und wies darauf hin, dass sich die erhobenen Befunde durch die in 
den Unterlagen beschriebene Ischämie allein nicht erklären liessen 
(AB 63/4). Sodann deckt sich die Auffassung von Dr. med. C.________, 
dass die leichtgradige hypertensive Herzerkrankung keine Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit zeitigt, mit der Einschätzung von Dr. med. J.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Kardiologie, der von einer 
Beschwerdefreiheit ausging und lediglich eine prophylaktische Pharmako-
therapie empfahl (AB 21/7 f.). Schliesslich ist das diagnostizierte mittel-
schwere obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) nach Dr. med. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Pneumolo-
gie, mittels CPAP-Therapie (Continuous Positive Airway Pressure) behan-
delbar (AB 61).

3.3.3 Wohl hielt Dr. med. I.________ in diagnostischer Hinsicht eine 
stattgehabte ponto-mesenzephale Ischämie für wahrscheinlich, er stützte 

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sich dabei aber hauptsächlich auf die anamnestischen Schilderungen 
(AB 21/11), während das Schädel-CT vom 28. November 2013 (AB 21/9) 
kein Anhalt für Einblutungen oder Ischämien zeigte und Dr. med. 
J.________ eine kardiale Embolie-Quelle als mögliche Ursache nicht nach-
zuweisen vermochte (AB 21/7). Die Diagnose einer durchgemachten Hirn-
stammischämie wurde in der Folge von den weiteren involvierten Thera-
peuten – notabene aus fachfremder Perspektive – unkritisch übernommen 
(AB 21/2 Ziff. 1.1, 27/2, 30/5, 36.3/5 Ziff. 1, 53/2 Ziff. 2). Zwar gab Dr. med. 
K.________ in Kenntnis der ersten RAD-Stellungnahme (AB 48) am 
25. Juni 2015 zur Untermauerung seiner Diagnose ergänzend an, er habe 
in der Akutsituation neurologische Ausfallsyndrome in Form von sakkadier-
ten Augenfolgebewegungen sowie einer rechtsbetonten Stand- bzw. Gan-
zataxie festgestellt und auch im Rahmen der Hospitalisation in … seien 
Koordinations- bzw. Gleichgewichtsstörungen aufgefallen (AB 58/4). Selbst 
wenn initial im November 2013 tatsächlich eine Hirnstammischämie auftrat 
– was letztlich dahingestellt bleiben kann –, bestand jedoch spätestens im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im November 2014 (Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. AB 19.2/1, 41/1 Ziff. 5 [Wartezeit] bzw. Art. 29 Abs. 1 
IVG i.V.m. AB 2 [Karenzfrist]) diesbezüglich offensichtlich kein Residualzu-
stand mehr. So erklärte der Neurologe, aufgrund des Verlaufs teile er «zu-
mindest bis zum Ende der stationären Rehabilitation vom 19.03.2014» die 
Einschätzung von Dr. med. C.________ nicht (AB 58/4). Gleichzeitig räum-
te er ein, dass gegenwärtig kein zerebelläres Syndrom mehr bestehe, die 
Okulomotrik normal sei und weder die Stand- und Gangunsicherheit noch 
die subjektiv empfundenen Schwindelbeschwerden eine Arbeitsunfähigkeit 
zu begründen vermöchten (AB 58/5). 

3.3.4 Dr. med. E.________ ging gestützt auf die am 17. August 2015 
durchgeführte verhaltensneurologische-neuropsychologische Untersu-
chung von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sowie einer nicht gegebenen 
Fahreignung aus (AB 63/4). Auch sie fand jedoch kein organisches Korrelat 
für die subjektiv geklagten Beschwerden und empfahl eine fachpsychiatri-
sche Beurteilung, ein ergänzendes Schädel-MRI (zum Ausschluss einer 
vaskulären Enzephalopathie) sowie eine neuropsychologische Verlaufskon-
trolle in sechs Monaten im Hinblick auf die Entwicklung einer neurodegene-
rativen Erkrankung (AB 63/4 f.). Die Verwaltung kam dieser Empfehlung 

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insoweit nach, als sie ein halbes Jahr später die umfassende neuropsycho-
logischen Abklärung durch Dr. phil. D.________ veranlasste (AB 69) und 
die Akten durch Dr. med. C.________ psychiatrisch bzw. neurologisch be-
urteilen liess (AB 72). Da die psychometrischen Tests ein eindeutiges Re-
sultat aufzeigten, welches keine relevante Einschränkung begründen liess 
und eine organische Ätiologie mit an Sicherheit grenzender Wahrschein-
lichkeit ausschloss (AB 69/8 f.), erübrigte sich eine bildgebende Untersu-
chung und konnten die Bedenken von Dr. med. E.________ ausgeräumt 
werden (Beschwerde S. 7 f. Ziff. IV Ziff. 2 f.). Inwiefern die neuropsycholo-
gische Verlaufsuntersuchung durch Dr. phil. D.________ dabei einer «Ge-
hirnwäsche» gleichgekommen sei bzw. eine «absolut nicht neutrale und 
verletzende Abklärung» dargestellt haben soll, ist nicht ersichtlich und wird 
seitens des Beschwerdeführers auch nicht substanziiert begründet (Be-
schwerde S. 6 Ziff. IV Ziff. 2; Akten des Beschwerdeführers, Beschwerde-
beilage [BB] 3).

3.3.5 Was die von Dr. med. E.________ erwogene depressive Sympto-
matik (AB 63/4) anbelangt, ergaben sich dafür während der initialen Hospi-
talisation in … noch keine Anhaltspunkte (AB 27/4). Seitens der Psychiatri-
schen Dienste H.________ wurde in der Folge zwar rückwirkend für die 
Zeit ab 12. November 2013 eine Anpassungsstörung mit Angst und De-
pression gemischt (ICD-10: F43.22) bzw. später eine Anpassungsstörung 
mit längerer depressiven Reaktion (ICD-10: F43.21) diagnostiziert (AB 25/1 
Ziff. 1.1, 39/1 Ziff. 2). Dr. med. C.________ zeigte aber einleuchtend und 
überzeugend auf, dass weder die Angst vor einem (erneuten) Hirnschlag 
noch die unspezifische Affektlabilität (AB 25/2 Ziff. 1.4) die diagnostischen 
Kriterien einer Anpassungsstörung erfüllten (AB 48/8). Hinzu kommt, dass 
diese Kategorien von Angststörungen höchstens eine leichte oder höchs-
tens mittlere Symptomausprägung umschreiben (vgl. DILLING/MOM-
BOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, 
ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, 
S. 210) und damit nicht anders zu behandeln sind wie die schliesslich dia-
gnostizierte mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom 
(ICD-10: F32.11; 53/2 Ziff. 2). Selbst wenn diese Störungen aus dem de-
pressiven Formenkreis beim Beschwerdeführer noch bestand haben soll-
ten, würden sie keinen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2017, IV/16/633, Seite 11

da sie rechtsprechungsgemäss als therapeutisch angehbar gelten (SVR 
2016 IV Nr. 29 S. 88 E. 4.2, 9C_340/2015) und keine Therapieresistenz 
vorliegt. Der Beschwerdeführer nimmt keine psychopharmazeutische 
Behandlung in Anspruch (AB 63/4) und bei einer Psychotherapie-Frequenz 
von ungefähr drei Wochen (AB 53/3 Ziff. 4) bzw. einem Monat (AB 63/4, 
69/4) liegt keinesfalls eine konsequente Therapie mit optimaler und 
nachhaltiger Ausschöpfung der Behandlungsmöglichkeiten vor (SVR 2016 
IV Nr. 52 S. 176 E. 4.2 mit Hinweisen, Entscheid des BGer vom 3. April 
2017, 8C_814/2016, E. 5.3.2 [zur Publikation bestimmt]). Bei dieser 
Ausgangslage kann die seitens der Psychiatrischen Dienste H.________ 
im Juni 2015 bescheinigte 100%ige Arbeitsunfähigkeit (AB 53/3 Ziff. 5) der 
Einschätzung von Dr. med. C.________ nicht entgegenstehen. Ebenso 
verhält es sich mit den Attesten des Hausarztes Dr. med. L.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, der die vollständige Arbeitsun-
fähigkeit mit starken Erschöpfungszuständen/chronic fatigue bzw. den – 
wie dargelegt – somatisch nicht ausgewiesenen Konzentrationsschwierig-
keiten, Schwindelzuständen und Gedächtnisstörungen begründete 
(AB 36.3/5, 41/3).

4. Nach dem Gesagten besteht gestützt auf die beweiskräftigen RAD-
Beurteilungen der Dres. C.________ und D.________ (AB 48, 69, 72) kein 
invalidisierender Gesundheitsschaden. Die Beschwerdegegnerin hat einen 
Anspruch auf Invalidenversicherungsleistungen – und damit auch auf die 
beschwerdeweise beantragte Invalidenrente – folglich zu Recht verneint. 
Die Beschwerde ist demgemäss abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Mai 2017, IV/16/633, Seite 12

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnisnahme:
- Sammelstiftung …

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.