# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3062903b-53a7-5be1-bc98-e899c3213531
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-03
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 03.05.2021 501 2020 127
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2020-127_2021-05-03.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2020 127

Urteil vom 3. Mai 2021

Strafappellationshof

Besetzung Präsident: Michel Favre
Richter: Markus Ducret
Ersatzrichter: André Riedo
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsführerin,

gegen

A.________, Beschuldiger und Berufungsgegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt Elmar Wohlhauser, amtlicher Verteidiger

Gegenstand Verbrechen und Übertretung BetmG (Art. 19 Abs. 2 und 19a BetmG) 
- Strafzumessung

Berufung vom 23. September 2020 gegen das Urteil des Strafge-
richts des Sensebezirks vom 28. Mai 2020

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Sachverhalt

A. Das Strafgericht des Sensebezirks sprach A.________ mit Urteil vom 28. Mai 2020 infolge 
Verjährung frei von den Vorwürfen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittel-
gesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 Bst. a BetmG sowie der Übertretung von Art. 19a Ziff. 1 
BetmG für die Zeit vor dem 28. Mai 2005 respektive vor dem 28. Mai 2017. Es sprach ihn hinge-
gen schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 
i.V.m. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG), begangen in der Zeit vom 28. Mai 2005 bis 13. September 2018 
sowie wegen Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), 
begangen in der Zeit vom 28. Mai 2017 bis zum 13. September 2018. Es verurteilte ihn zu einer 
teilbedingten Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wobei der Vollzug von 12 Monaten angeordnet 
wurde, für die restlichen 24 Monate wurde der Vollzug mit einer Probezeit von 5 Jahren aufgescho-
ben. Die vom 13. September 2018 bis 31. Oktober 2018 erstandene Untersuchungshaft (49 Tage) 
wurde angerechnet. Zudem wurde A.________ zu einer Busse von CHF 800.- verurteilt, mit der 
Androhung von acht Tagen Ersatzfreiheitsstrafe bei Nichtbezahlung. Das Urteil erging als Teilzu-
satzstrafe zu den mit Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 3. Mai 2012 und den mit 
Strafbefehlen der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mitteland vom 7. September 2012 sowie 
vom 11. Februar 2014 ausgefällten Strafen.

Das Strafgericht geht zusammenfassend von folgendem, vorliegend nicht mehr bestrittenem Sach-
verhalt aus: A.________ habe in der Zeit vom 28. Mai 2005 bis 13. September 2013 insgesamt 
1‘768.80 Gramm Kokain verkauft. Bei einem Reinheitsgrad von 38% ergebe dies eine Menge von 
672 Gramm reinem Kokain. Zudem habe er in der Zeit vom 28. Mai 2017 bis 13. September 2018 
regelmässig eine unbestimmte Menge Kokain und zwei Ecstasypillen für den Eigenkonsum 
gekauft und konsumiert.

B. Die Staatsanwaltschaft meldete am 4. Juni 2020 Berufung gegen das Urteil vom 28. Mai 
2020 an. Das begründete Urteil wurde ihr am 11. September 2020 zugestellt. Die Staatsanwalt-
schaft reichte die Berufungserklärung am 23. September 2020 ein. Die Berufung beschränkt sich 
auf das Strafmass. Die Staatsanwaltschaft beantragt eine Freiheitsstrafe von 48 Monaten, womit 
auch der gewährte teilbedingte Strafvollzug hinfällig würde. 

Mit Eingabe vom 2. November 2020 teilte der amtliche Verteidiger von A.________ (nachfolgend: 
der Beschuldigte oder der Berufungsgegner) mit, weder Nichteintreten zu beantragen noch 
Anschlussberufung zu erklären.

C. Von Amtes wegen wurde über den Beschuldigten ein aktueller Strafregisterauszug, datie-
rend vom 16. April 2021, eingeholt.

D. Am 30. April 2021 reichte der amtliche Verteidiger des Beschuldigten seine Kostenliste ein 
und teilte mit, dass letzterer nicht nur eine Entschädigung für die anwaltlichen Aufwendungen 
gemäss der eingereichten Kostenliste verlangt, sondern auch eine Entschädigung für die wirt-
schaftliche Einbusse im Betrag von CHF 210.- geltend macht.

E. Anlässlich der Verhandlung vom 3. Mai 2021 erschienen der Vertreter der Staatsanwalt-
schaft sowie der Beschuldigte, begleitet von seinem amtlichen Verteidiger. Nach der Einvernahme 
des Beschuldigten hielten der Staatsanwalt und der amtliche Verteidiger ihre Parteivorträge. Der 
Beschuldigte machte von der Möglichkeit, ein Schlusswort abzugeben, Gebrauch.

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Erwägungen

1.

1.1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 
Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Die Staatsan-
waltschaft ist gemäss Art. 381 StPO berechtigt, zugunsten oder zuungunsten der beschuldigten 
Person ein Rechtsmittel zu ergreifen und somit zur Berufung legitimiert. Die Berufung richtet sich 
gegen das Strafmass. Die entsprechenden Rechtsbegehren sind präzise formuliert. Die Beru-
fungserklärung entspricht mithin den gesetzlichen Anforderungen. Auf die rechtzeitig eingereichte 
Berufung ist somit einzutreten.

1.2. Im Rahmen einer Berufung überprüft der Strafappellationshof den vorinstanzlichen 
Entscheid frei bezüglich sämtlicher Tat-, Rechts- und Ermessensfragen (Art. 398 Abs. 2 und 
3 StPO). Er ist in seinem Entscheid weder an die Begründung der Parteien noch an deren Anträge 
gebunden, ausser wenn er Zivilklagen beurteilt. Er darf Entscheide nicht zum Nachteil der verurteil-
ten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden ist (Art. 391 
Abs. 1 und 2 StPO). Der Strafappellationshof verfügt somit grundsätzlich über eine umfassende 
Überprüfungsbefugnis. Er überprüft das erstinstanzliche Urteil allerdings nur in den angefochtenen 
Punkten, kann aber zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte über-
prüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entscheide zu verhindern (Art. 404 StPO).

Die Berufungsführerin ficht das erstinstanzliche Urteil lediglich in Ziff. 3 bezüglich der Strafzumes-
sung für die Verbrechen gegen das BetmG an und beantragt eine Freiheitsstrafe von 48 Monaten, 
womit die Gewährung des teilbedingten Strafvollzuges nicht mehr möglich wäre und Ziff. 4 des 
vorinstanzlichen Urteils entfallen würde. Das erstinstanzliche Urteil ist in diesen Punkten zu über-
prüfen. Die Ziffern 1, 2, sowie 5 – 12 des erstinstanzlichen Urteils blieben unangefochten und sind 
somit in Rechtskraft erwachsen. Die Busse von CHF 800.- wegen Übertretung des BetmG ist 
ebenfalls nicht angefochten.

1.3. Das Verfahren wird mündlich geführt (Art. 405 StPO). Es beruht auf den Beweisen, die im 
Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 
StPO). Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderli-
chen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO). Nachdem vorliegend nur die Strafzumessung 
zu überprüfen ist und anlässlich der Verhandlung keine Beweisanträge gestellt wurden, kann sich 
der Strafappellationshof auf die Einvernahme des Beschuldigten beschränken.

1.4. Am 1. Januar 2018 sind neue Bestimmungen des Strafgesetzbuches betreffend das Sank-
tionenrecht (AS 2016 1249) in Kraft getreten. Gemäss Art. 2 Abs. 1 StGB ist das Strafrecht nur auf 
Verbrechen und Vergehen anwendbar, die nach dessen Inkrafttreten begangen wurden. Art. 2 
Abs. 2 StGB sieht allerdings vor, dass die neue Gesetzesbestimmung anzuwenden ist, wenn der 
Täter ein Verbrechen oder Vergehen vor Inkrafttreten dieser Bestimmung begangen hat, die Beur-
teilung aber erst nachher erfolgt, und das neue Gesetz für den Täter das mildere ist. Die rückwir-
kende Anwendung der Gesetzesänderung ist unzulässig, wenn sie sich zu Lasten des Täters 
auswirken würde. Daraus leitet sich ab, dass grundsätzlich jenes Gesetz anwendbar ist, das im 
Zeitpunkt der verübten Tat galt, es sei denn, dass das neue Gesetz das mildere ist. Die Rückwir-
kung des milderen Gesetzes (lex mitior) folgt dem Gedanken, dass nicht mehr oder milder bestraft 
werden soll, weil die Tat zufolge Änderung der Rechtsanschauung nicht mehr bzw. weniger straf-

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würdig erscheint (vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.1). Ob das neue im Vergleich zum alten Gesetz milder 
ist, beurteilt sich nicht nach einer abstrakten Betrachtungsweise, sondern in Bezug auf den konkre-
ten Fall (Grundsatz der konkreten Vergleichsmethode). Der Richter hat die Tat sowohl nach altem 
als auch nach neuem Recht (hypothetisch) zu prüfen und durch Vergleich der Ergebnisse festzu-
stellen, nach welchem der beiden Rechte der Täter besser wegkommt. Der Gesetzesvergleich hat 
sich ausschliesslich nach einem objektiven Massstab zu richten (Grundsatz der Objektivität). 
Massgebend ist, welches die nach dem Gesetz gefundene, objektiv günstigere Rechtslage 
darstellt, nicht etwa der subjektive Gesichtspunkt, welche Sanktion dem Täter persönlich als 
vorteilhafter erscheint (vgl. BGE 134 IV 82 E. 6.2). Anzuwenden ist in Bezug auf ein und dieselbe 
Tat nur entweder das alte oder das neue Recht. Hat der Täter indessen mehrere selbständige 
strafbare Handlungen begangen, so ist in Bezug auf jede einzelne Handlung gesondert zu prüfen, 
ob das alte oder das neue Recht milder ist (vgl. BGE 134 IV 82 E 6.2.3).

Das neue Recht hat das Sanktionenregime verschärft, so dass die bis am 31. Dezember 2017 
geltenden Bestimmungen grundsätzlich das mildere Recht sind. Sie sind somit grundsätzlich auf 
die vor diesem Datum begangenen Taten anzuwenden. Da vorliegend aber für das Verbrechen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz nur eine Freiheitsstrafe von über einem Jahr in Frage kommt 
und die entsprechende Bestimmung für diesen Fall keine Änderung erfahren hat, kann die vorlie-
gende Angelegenheit ganzheitlich dem neurechtlichen Sanktionensystem unterstellt werden. 

Art. 19 BetmG wurde mit Bundesgesetz vom 20. März 2008, in Kraft seit dem 1. Juli 2011, im 
Wortlaut abgeändert, wobei die angedrohte Sanktion für die qualifizierte Widerhandlung gemäss 
Abs. 2 keine Änderung erfahren hat. Da die meisten Tathandlungen nach dem 1. Juli 2011 statt-
gefunden haben, kommt auch hier die neurechtliche Bestimmung zur Anwendung.

2.

Die Berufungsführerin ficht die Strafzumessung bezüglich der Verbrechen gegen das BetmG an 
(Dispositiv Ziff. 3). Die Busse von CHF 800.- wegen Übertretung des BetmG wird nicht angefoch-
ten. Die Berufungsführerin macht geltend, dass die ausgefällte Freiheitsstrafe von 36 Jahren zu 
milde und nicht schuldangemessen sei. Sie beantragt, dass der Beschuldigte zu einer Freiheits-
strafe von 48 Monaten zu verurteilen sei. Sie macht implizit eine Verletzung von Art. 47 StGB 
geltend und bringt insbesondere vor, dass angesichts der gehandelten Kokainmenge, dem 
Ausmass der Gefährdung bei einer Vielzahl von Abnehmern, der aussergewöhnlich langen Dauer 
sowie des verwerflichen Verhaltens die objektive und subjektive Tatschwere zu wenig berücksich-
tigt worden seien.

2.1. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des 
Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB 
dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen 
des Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren 
Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat 
das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest-
zuhalten.

Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der Richter das Verschulden zu bewerten. Er hat im 
Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im 
konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu gelan-

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gen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5). Weiter zu berücksichtigen sind das Ausmass des verschuldeten 
Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges (Deliktsbetrag, Gefährdung/Risiko, 
Sachschaden etc.), die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, das Mass an Entschei-
dungsfreiheit beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen Willens. Neben den 
objektiven und subjektiven Tatumständen (Tatkomponente), wobei dem subjektiven Tatverschul-
den eine entscheidende Rolle zukommt (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4), sind auch täterbezogene 
Umstände (Täterkomponente) zu berücksichtigen, die mit der konkreten Straftat nicht im unmittel-
baren Tatzusammenhang stehen (vgl. Urteil BGer 6B_1211/2015 vom 10. November 2016 
E. 1.3.3). Im Rahmen der Täterkomponente sind das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse des 
Angeklagten sowie die Beweggründe und Ziele des Täters zu berücksichtigen. Zum Vorleben 
gehören die Lebensgeschichte des Täters zur Tatzeit, seine Herkunft, die Familienverhältnisse, die 
Erziehung, die Ausbildung und seine Haltung gegenüber Gesetzen.

In BGE 121 IV 202 hielt das Bundesgericht fest, die Betäubungsmittelmenge sei ein wichtiger 
Strafzumessungsfaktor, aber keineswegs von vorrangiger Bedeutung. Massgebend sei das 
Verschulden des Täters, und dieses hänge wesentlich auch davon ab, in welcher Funktion der 
Täter am Betäubungsmittelhandel mitwirkte. Diese Rechtsprechung ändert nichts daran, dass der 
Betäubungsmittelmenge neben der hierarchischen Stellung wesentliches Gewicht zukommt, 
nämlich einerseits nach Massgabe der hierarchischen Stellung, weil diese weitgehend die Gefähr-
lichkeit des kriminellen Vorgehens bestimmt, und andererseits nach Massgabe der Drogenmenge, 
worauf Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG für die Qualifikation abstellt. Die Drogenmenge fällt ins 
Gewicht, auch wenn sie sich nicht gleichsam linear straferhöhend auswirken darf. Bei Personen, 
die auf einer niedrigeren Hierarchiestufe tätig waren, ist keineswegs aus diesem Grund eine Straf-
minderung vorzunehmen, vielmehr führt ein Aufstieg in der Bandenhierarchie zu einer Straferhö-
hung. Denn mit der Hierarchiestufe steigt die Verantwortung und damit das Verschulden (Urteil 
BGer 6B_687/2016 vom 12. Juli 2017 E. 1.4.3 mit Hinweisen).

2.2. Zudem ist die Rechtsprechung zur Strafzumessung bei mehreren strafbaren Handlungen 
zu beachten. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist vorab der Strafrahmen 
für die schwerste Straftat bzw. für die schwerste Tatgruppe zu bestimmen und alsdann die Einsatz-
strafe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Die Einsatzstrafe ist unter 
Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. 
Der Richter hat mithin in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt 
festzulegen, indem er alle objektiven und subjektiven verschuldensrelevanten Umstände berück-
sichtigt. In einem zweiten Schritt hat er die Strafe zu erhöhen, um die weiteren Delikte zu sanktio-
nieren (vgl. BGE 144 IV 313 E. 1.1.2). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Bildung 
einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB nur möglich, 
wenn das Gericht im konkreten Fall für jeden einzelnen Normverstoss gleichartige Strafen ausfällt 
(sog. "konkrete Methode"; vgl. BGE 144 IV 217 E. 2.2).

Nach der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat der Richter, welcher mehrere Taten 
zu beurteilen hat, wovon mindestens eine Tat vor der Verurteilung wegen anderer Taten begangen 
wurde, in zwei Schritten vorzugehen. Zuerst muss er sich mit den Straftaten befassen, die vor dem 
fraglichen Urteil begangen wurden. Der Richter muss prüfen, ob mit Blick auf die Art der vorgese-
henen Strafe die Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB in Betracht kommen könnte. Ist das der Fall, 
hat er unter Berücksichtigung des sich aus Art. 49 Abs. 1 StGB ergebenden Schärfungsgrundsat-
zes eine Zusatzstrafe zur Grundstrafe festzulegen. Kann dagegen Art. 49 Abs. 2 StGB nicht ange-
wendet werden, weil die Strafart, die für die vor dem Urteil begangenen Straftaten vorgesehen ist, 
von derjenigen der bereits verhängten Strafe abweicht, so muss der Richter eine zu kumulierende 

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Strafe verhängen. In der Folge berücksichtigt der Richter dann die Straftaten, die nach dem 
vorausgegangenen Urteil begangen wurden und setzt für diese gegebenenfalls unter Anwendung 
von Art. 49 Abs. 1 StGB eine unabhängige Strafe fest. Schliesslich fasst er die Zusatzstrafe oder 
die zu kumulierende Strafe, die zur Bestrafung der vor dem vorausgegangenen Urteil begangen 
Straftat(en) verhängt wurde(n), mit der Strafe zusammen, die zur Sanktionierung der nach diesem 
Urteil begangenen Straftaten verhängt wurde (BGE 145 IV 1 E. 1.3).

Bei mehreren Vorstrafen muss jede der früheren Straftaten mit der auf die Begehung der Tat fol-
genden Verurteilung verknüpft werden; ein Strafurteil muss nämlich grundsätzlich alle verwerfli-
chen Taten ahnden, die vor seiner Ausfällung begangen wurden. Die Verknüpfung früherer Taten 
mit der darauffolgenden Verurteilung erlaubt die Bildung von Deliktsgruppen (vgl. Urteil BGer 
6B_911/2018 vom 5. Februar 2019 E. 1.2.2). Das Gericht muss – bei der Strafzumessung – grund-
sätzlich Aufteilungen vornehmen, die jede vorhergehende Verurteilung betreffen. Konkret wird es 
die vor der ersten Verurteilung begangenen Straftaten beurteilen und eine Zusatzstrafe oder 
kumulierende Strafe zu der damals ausgefällten festlegen müssen, dann diese Operation in Bezug 
auf die vor der zweiten und dann auf die vor der dritten Verurteilung begangenen Straftaten 
wiederholen müssen, bevor es schliesslich die Strafe in Bezug auf die nach dieser letzten Verurtei-
lung begangenen Straftaten festlegt (vgl. BGE 145 IV 377 E. 2.3.2).

Schliesslich stellt sich die Frage, wie mit möglichen Straftaten umzugehen ist, die vor einer frühe-
ren Verurteilung begannen und nach dieser endeten oder mit Straftaten, die als Einheit betrachtet 
werden, wie der gewerbsmässige Betrug oder Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelge-
setz. Im Bereich des gewerbsmässigen Betrugs hat das Bundesgericht anerkannt, dass eine 
Verurteilung wegen gewerbsmässigen Betrugs besondere Schwierigkeiten in Bezug auf die teilwei-
se retrospektive Konkurrenz stellen kann. Hat das Gericht ein gewerbsmässiges Delikt zu beurtei-
len, von dem der eine Teil der Einzeltaten vor und der andere Teil nach einer früheren Verurteilung 
begangen worden ist, hat es die strafbaren Handlungen als Einheit zu betrachten, wobei sich die 
Einzelakte im Rahmen der Strafzumessung in denjenigen Teil des Delikts eingliedern, in welchen 
die letzte Einzeltat fällt. Wenn somit die letzte Betrugshandlung nach der letzten Verurteilung 
begangen wurde, wird dafür eine eigenständige Strafe festgesetzt und Art. 49 Abs. 2 StGB nicht 
angewendet (vgl. BGE 145 IV 377 E. 2.3.3). Diese Rechtsprechung muss auch auf Widerhandlun-
gen gegen das Betäubungsmittelgesetz anwendbar sein, bei denen insbesondere für die Beurtei-
lung ob ein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 BetmG vorliegt oder nicht, die gesamte 
Menge aus den verschiedenen, einem Beschuldigten vorgeworfenen Transaktionen zusammenge-
zählt wird (vgl. Urteil KG FR 501 2017 223 vom 5. September 2019 E. 3.2.4).

2.3. Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung auch die für die Zumes-
sung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Der Richter 
muss die Überlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzü-
gen wiedergeben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (vgl. BGE 141 IV 244 E. 1.2.2). 
Besonders hohe Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung werden unter anderem 
gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungewöhnlich hoch oder auffallend milde ist (vgl. BGE 
134 IV 17 E. 2.1).

Der Richter hat zudem bei der Strafzumessung angesichts der einschneidenden Konsequenzen 
des unbedingten Vollzugs den Umstand mit zu berücksichtigen, dass die subjektiven Vorausset-
zungen des Strafaufschubs im Sinne einer günstigen beziehungsweise nicht ungünstigen Progno-
se im konkreten Einzelfall an sich erfüllt sind. Diese folgenorientierte Überlegung kann durchaus in 
die Strafzumessung einfliessen, bei welcher dem Richter ein weites Ermessen zusteht. Liegt die 

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ins Auge gefasste Sanktion in einem Bereich, der die Grenze für den bedingten Vollzug (24 Mona-
te) beziehungsweise für den teilbedingten Vollzug (36 Monate) mit umfasst, so hat sich der Richter 
die Frage zu stellen, ob eine Strafe, welche die Grenze nicht überschreitet, noch vertretbar ist. 
Bejaht er sie, hat er diese Strafe zu verhängen. Andernfalls ist es ihm unbenommen, auch eine nur 
unwesentlich über dem Grenzwert liegende – angemessene und begründbare – Strafe auszufäl-
len. Mit der Festlegung einer Obergrenze hat der Gesetzgeber zu erkennen gegeben, dass der 
Täter, gegen welchen eine Strafe jenseits dieses Grenzbereichs auszusprechen ist, die nachteili-
gen Auswirkungen des Strafvollzugs auf sich zu nehmen hat. Dies gilt für den Täter, dessen Strafe 
nur knapp über der gesetzlichen Obergrenze liegt, genauso wie für denjenigen, welcher eine klar 
darüber hinausgehende, langjährige Freiheitsstrafe zu verbüssen hat (vgl. BGE 134 IV 17 E. 3.5).

3.

A.________ wurde schuldig gesprochen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz, begangen in der Zeit vom 28. Mai 2005 bis 13. September 2018 (Art. 19 Abs. 2 Bst. a 
BetmG) und der Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel, begangen in der 
Zeit vom 28. Mai 2017 bis 13. September 2018.  

3.1. Der Strafrahmen für eine qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
(BetmG) beträgt Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 20 Jahren, womit eine Geldstrafe verbunden 
werden kann (Art. 19 Abs. 2 BetmG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StGB). Der Konsum von Betäubungsmit-
teln wird nach Art. 19a BetmG mit Busse bestraft.

3.2. Der Leitgedanke des BetmG besteht darin, die Gesellschaft vor gesundheitlicher Beein-
trächtigung als Folge von Drogenmissbrauch und den damit zusammenhängenden Drittwirkungen 
zu schützen. Geschütztes Rechtsgut der Strafbestimmungen des BetmG ist demnach die Gesund-
heit in einem weiteren Sinn, also nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern die Gesundheit 
der Bevölkerung als Kollektiv (MAURER, in StGB/JStG Kommentar, mit weiteren Erlassen und 
Kommentar zu den Strafbestimmungen des SVG, BetmG und AuG/AIG, 20. Aufl. 2018, Art. 19 
BetmG N. 2 mit Hinweisen). Das Betäubungsmittelstrafrecht dient somit dem Schutz der Volksge-
sundheit (vgl. BGE 122 IV 211 E. 4). Für eine Bestrafung wird nicht vorausgesetzt, dass durch die 
jeweilige Tathandlung jemand in seiner Gesundheit geschädigt oder zumindest konkret gefährdet 
sein muss. Als abstrakte Gefährdungsdelikte sanktionieren die Betäubungsmitteldelikte ein allge-
mein gefährliches Verhalten, ein Verhalten, welches in der Regel eine erhöhte Möglichkeit der 
Verletzung des betreffenden Rechtsgutes schafft (HUG-BEELI, Betäubungsmittelgesetz, Kommen-
tar, 2016, Art. 19 N. 22).

Auch wenn ihr keine vorrangige Bedeutung zukommt, ist die Betäubungsmittelmenge ein wichtiger 
Strafzumessungsfaktor (Urteil BGer 6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017 E. 4.5). Die genaue Betäu-
bungsmittelmenge und gegebenenfalls ihr Reinheitsgrad verlieren darüber hinaus an Bedeutung, 
wenn mehrere Qualifikationsgründe gemäss Art. 19 Abs. 2 BetmG gegeben sind, und sie werden 
umso weniger wichtig, je deutlicher der Grenzwert im Sinne von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG über-
schritten ist (WIPRÄCHTIGER/KELLER, in Basler Kommentar Strafrecht I, 4. Aufl. 2019, Art. 47 N. 94 
mit Hinweisen). Gemäss konstanter Praxis des Bundesgerichts ist durch eine Menge von 
18 Gramm reinem Kokain ein schwerer Fall im Sinne von Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG gegeben 
(BGE 145 IV 312 E. 2.1.3; 109 IV 143 E. 3b).

3.3. A.________ wurde am 3. Mai 2012 vom Regionalgericht Bern-Mittelland wegen Verbre-
chens gegen das Betäubungsmittelgesetz wegen Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen 
(Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG) sowie wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz (Art. 19 

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Abs. 1 BetmG) zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten mit einer Probezeit von drei 
Jahren verurteilt. Mit den Strafbefehlen der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 
7. September 2012 sowie 11. Februar 2014 wurde er u.a. wegen einer Übertretung des Betäu-
bungsmittelgesetzes (Art. 19a BetmG) sowie diversen SVG-Delikten zu 60 bzw. 75 Tagen Frei-
heitsstrafe verurteilt.

Nach den vorerwähnten Erwägungen (oben E. 2.2.) ist festzustellen, dass gewisse vorliegend zu 
beurteilende Taten vor den erwähnten Verurteilungen begangen wurden. In Anwendung der obge-
nannten Rechtsprechung wird für die vor der Verurteilung vom 3. Mai 2012 begangenen Straftaten 
eine Zusatzstrafe ausgefällt. Die Straftaten, welche nach dieser früheren Verurteilung begangen 
wurden, werden demgegenüber als Einheit betrachtet und im Rahmen der Strafzumessung für die 
zuletzt begangene Einzeltat berücksichtigt. Für diese zu einer Einheit zusammengefassten Strafta-
ten wird eine unabhängige Strafe ausgesprochen.

In diesem Zusammenhang ist zu berücksichtigen, dass lediglich der Verkauf von Kokain an 
B.________, welcher vorliegend im Zeitraum vom 28. Mai 2005 bis 11. Februar 2014 erfolgte, teil-
weise vor dem Ausfällen der vorgenannten Vorstrafen begangen wurde. 

Gemäss Aussagen von B.________ kaufte sie in der Zeit von Januar 2001 bis Ende August 2018 
durchschnittlich 4g Kokain pro Monat für den Eigenkonsum. Davon habe sie rund 80% bei 
A.________ bezogen. Dies entspreche einer Gesamtmenge von 678g Kokain brutto (act. 2071, 
Z. 41 ff., 51 f.).

3.4. Zusatzstrafe zum Urteil vom 3. Mai 2012

Gestützt auf die Aussagen von B.________ ergibt sich für die Periode vom 28. Mai 2005 bis zum 
3. Mai 2012 eine verkaufte Menge von rund 266g Kokain brutto (83 Monate x 4g x 0,8). Dies 
entspricht bei einem Reinheitsgrad von 38% einer Menge von 101g reinem Kokain, womit der 
Grenzwert zum schweren Fall um ein Mehrfaches überschritten ist. Es ist aber auch dem Umstand 
Rechnung zu tragen, dass der Beschuldigte nur eine, bereits drogenabhängige Konsumentin für 
deren Eigenkonsum beliefert hat und er zu dieser ein spezielles Verhältnis pflegte, was strafmin-
dernd zu berücksichtigen ist (vgl. BGE 120 IV 334). Der Beschuldigte betrieb den Handel auch, um 
seinen eigenen Konsum zu finanzieren. Angesichts aller dieser Umstände scheint eine hypotheti-
sche Grundstrafe von ca. 16 Monaten für diese schwerwiegendere Straftat als angemessen. Bei 
der Vorstrafe von 12 Monaten muss es sich um eine Drogenmenge um den Grenzwert gehandelt 
haben, so dass sich – hätte das Gericht die Straftaten gleichzeitig beurteilt – eine Gesamtstrafe 
von 18 Monaten aufdrängt. Dies ergibt eine Zusatzstrafe von 6 Monaten zum Urteil vom 3. Mai 
2012.

3.5. Strafe für die in der Zeit vom 4. Mai 2012 bis 13. September 2018 begangenen Delikte

Wie vorstehend erwähnt, werden die in diesem Zeitraum begangenen Straftaten zu einer Einheit 
zusammengefasst und eine unabhängige Strafe ausgefällt.

A.________ wurde schuldig gesprochen der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz (Art. 19 Abs. 2 Bst. a BetmG) und der Übertretung des Bundesgesetzes über die 
Betäubungsmittel.

3.5.1. A.________ hat in der Zeit vom 4. Mai 2012 bis 13. September 2018 in regelmässigen 
Abständen kleinere Mengen Drogen an insgesamt 15 Abnehmer verkauft. Er hat sich dabei beina-
he täglich in irgendeiner Form mit dem Handel von Drogen beschäftigt, welcher von einem gene-

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rellen Vorsatz getragen war. Angesichts des engen Sachzusammenhangs in zeitlicher und räumli-
cher Hinsicht sowie der gleichgelagerten Handlungen rechtfertigt es sich vorliegend eine Gesamt-
betrachtung der Tatkomplexe der qualifizierten Widerhandlungen gegen das BetmG vorzunehmen 
(Urteile BGer 6B_492/2015 vom 2. Dezember 2015 E. 4.2.1 und 6B_1011/2014 vom 16. März 
2015 E. 4.4). Es ist demnach eine einzige (Freiheits-)Strafe für den Handel mit Kokain für die 
vorgenannte Zeitperiode auszufällen. 

3.5.2. Bei der objektiven Schwere der Tat, der Schwere der Gefährdung bzw. der Verletzung des 
geschützten Rechtsgutes ist festzuhalten, dass der Beschuldigte während einer längeren Periode 
grosse Mengen an Betäubungsmitteln verkaufte und damit die Gesundheit einer grösseren Anzahl 
von Menschen gefährdete. Nach den nicht bestrittenen Feststellungen der Vorinstanz hat der 
Beschuldigte in der Zeit vom 28. Mai 2005 und dem 13. September 2018 insgesamt 1'768.80g 
Kokain mit einem durchschnittlichen Reinheitsgrad von 38% verkauft. Nach Abzug der im Rahmen 
der Festsetzung der Zusatzstrafe berücksichtigten Menge von 266g verbleibt noch eine Menge von 
1'502.8g brutto bzw. 570.1g netto für die Zeit vom 4. Mai 2012 bis 13. September 2018. Mit dem 
Verkauf dieser Menge hat der Berufungsführer den Grenzwert für einen schweren Fall i.S.v. Art. 19 
Abs. 2 BetmG (18 Gramm reines Kokain, BGE 145 IV 312 E. 2.1.3) um mehr als das 30-fache 
überschritten. Der Umstand, dass der Beschuldigte mit derart grossen Mengen an Betäubungsmit-
teln Handel trieb, muss bei der Strafzumessung trotz Doppelverwertungsverbot straferhöhend 
berücksichtigt werden.

Der Handel des Beschuldigten war geeignet, die Gesundheit einer erheblichen Anzahl Menschen 
in Gefahr zu bringen, umso mehr als er mit seinem Angebot den Bedarf einer grösseren Anzahl 
von Konsumenten abdecken konnte. Gemäss seinen eigenen Aussagen belieferte er insgesamt 
15 Personen. Dabei hat er nebst Verkäufen im Grammbereich auch grössere Geschäfte getätigt, 
wobei die Abnehmer den Stoff wiederum an eine unbekannte Anzahl weiterer Personen veräusser-
ten. Der Beschuldigte betrieb einen regelmässigen und gut organisierten Handel mit Kokain, 
welcher nicht lokal beschränkt war, sondern sich über die Kantonsgrenze hinweg regional erstreck-
te. Er generierte dabei ein gewisses Einkommen, welches es ihm zum Teil ermöglichte, auf eine 
legale Erwerbstätigkeit, die ihm zweifelsohne möglich gewesen wäre, zu verzichten. Er widmete 
sich quasi hauptberuflich dem Betäubungsmittelhandel und betrieb diesen angesichts der umge-
setzten Mengen mit erheblichem Aufwand. Er handelte dabei nicht als untergeordneten Teil einer 
kriminellen Organisation zum Betäubungsmittelhandel, sondern als selbständiger und unabhängi-
ger Einkäufer und Verkäufer auf eigene Rechnung. Er behielt die gesamten Einnahmen für sich 
selber. Die kriminelle Energie muss unter diesen Umständen als erheblich bezeichnet werden. 
Aufgrund des selbstbestimmten Vorgehens, der grossen Menge und Streuung der gehandelten 
Betäubungsmittel sowie des erzielten Umsatzes muss sein objektives Verschulden als erheblich 
qualifiziert werden.

3.5.3. Bei der subjektiven Tatschwere ist zu gewichten, dass der Berufungsgegner seine rege 
Handelstätigkeit direktvorsätzlich betrieben hat. Er zeigte keine Skrupel, im Wissen um die 
Wirkung der von ihm gehandelten Suchtstoffe, die Gesundheit vieler Menschen zu gefährden. 
Seine Motive waren überwiegend egoistisch und rücksichtslos. Er finanzierte damit nicht nur 
seinen eigenen Konsum, sondern auch einen Teil seines Lebensunterhalts. Offenbar zog er die 
Geldbeschaffung mit illegalem Handeln mit Drogen einem legalen Arbeitserwerb vor. Im Übrigen 
sind keine Anzeichen einer schweren Bedrängnis oder einer finanziellen Notlage auszumachen. 
Seine Taten zeugen von Rücksichtslosigkeit und Egoismus, was straferhöhend ins Gewicht fällt. 
Es ist nicht davon auszugehen, dass der Beschuldigte aus freien Stücken mit dem Handel aufge-
hört hätte, wenn er nicht von der Polizei angehalten und in Untersuchungshaft versetzt worden 

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wäre. Die eigene langjährige Drogenabhängigkeit ist unter diesen Umständen aber leicht bis mittel 
strafmildernd zu berücksichtigen.

Im Sinne eines Zwischenfazits ist folglich festzustellen, dass die objektive und die subjektive 
Tatschwere mittelschwer wiegen.

3.5.4. Was die Täterkomponente anbelangt, so kann auf die entsprechenden Ausführungen der 
Vorinstanz verwiesen werden (angefochtenes Urteil E. VI. 3.2, S. 16f.), welche sich der Strafappel-
lationshof zu eigen macht (Art. 82 Abs. 4 StPO). Es bleibt diesbezüglich zu ergänzen, dass das 
Nachtatverhalten des Beschuldigten positiv zu werten ist. Seit seiner Entlassung aus der Untersu-
chungshaft hat er sich wohl verhalten und eine Erwerbstätigkeit aufgebaut, welche es ihm erlaubt, 
seinen Verpflichtungen mit legalen Mitteln nachzukommen. Er hat gemäss eigenen Angaben seit-
her weder Betäubungsmittel noch Zigaretten oder Alkohol konsumiert.

Die einschlägigen Vorstrafen und auch das Verbüssen einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe haben 
den Beschuldigten nicht davon abgehalten, noch während laufender Strafverfahren weiter zu delin-
quieren. Diese negative Komponente wird durch die positive Entwicklung, die der Beschuldigte seit 
seiner letzten Entlassung durchgemacht hat, und durch Berücksichtigung der Auswirkungen der zu 
verbüssenden Strafe auf seine Zukunft, höchstens kompensiert, so dass die Täterkomponenten 
insgesamt neutral zu gewichten sind. Es wird daran erinnert, dass gemäss der Rechtsprechung die 
Auswirkung der Strafe auf die Zukunft des Verurteilten als Element der Spezialprävention nur 
Randkorrekturen erlaubt, da die Strafe immer im Verhältnis zum Verschulden stehen muss (vgl. 
Urteil BGer 6B_233/2020 vom 5. Juni 2020 E. 3.2; 6B_1276/2015 vom 29. Juni 2016 E. 2.2.2; 
6B_1154/2014 vom 31. Mai 2016 E. 3.1 und die genannten Hinweise).

Unter Berücksichtigung aller Strafzumessungsgründen erscheint für die in der Zeit vom 4. Mai 
2012 bis 13. September 2018 begangenen Verbrechen und die Menge von 570.1g netto Kokain 
eine Freiheitsstrafe von 42 Monaten als tat- und schuldangemessen.

4.

4.1. Nachdem eine Zusatzstrafe von 6 Monaten und zusätzlich eine unabhängige Strafe von 
42 Monaten ausgefällt wurden, kommt vorliegend weder ein bedingter noch ein teilbedingter Straf-
vollzug in Frage. Die ausgefällte Strafe ist zu vollziehen.

4.2. Hierbei gilt es zu bemerken, dass selbst bei einer Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils 
mit 36 Monaten Freiheitsstrafe der teilbedingte Strafvollzug entgegen der Annahme der Vorinstanz 
nicht hätte gewährt werden können.

Gemäss der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung hat das Gericht bei einer teilweisen 
retrospektiven Konkurrenz nicht für jeden Teil der Delikte eine Prognose für den bedingten Straf-
vollzug abzugeben. Es hat eine Prognose vielmehr im Zeitpunkt des Urteils unter Würdigung der 
Situation der beschuldigten Person im Moment der Verurteilung zu stellen. Für die Prüfung, ob für 
die auszusprechende Freiheitsstrafe die Voraussetzungen der Gewährung des bedingten oder teil-
bedingten Strafvollzuges erfüllt sind, hat das Gericht sämtliche Zusatzstrafen, Grundstrafen und zu 
kumulierenden Strafen zu addieren und hernach zu entscheiden, ob diese hypothetische Gesamt-
strafe die Anwendung von Art. 42 oder 43 StGB erlaubt (vgl. BGE 145 IV 377 E. 2.2 und 2.4.1).

Im Bereich der Freiheitsstrafen fügt das Bundesgericht an, dass nach der Festsetzung der Zusatz-
strafen und zu kumulierenden Strafen die Gesamtdauer zu betrachten ist, indem die früher ausge-
sprochenen Strafen hinzugerechnet werden. Übersteigt die so errechnete Gesamtdauer zwei 

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Jahre, muss der bedingte Strafvollzug ausgeschlossen werden (Art. 42 Abs. 1 StGB), während ein 
teilbedingter Strafvollzug in Betracht gezogen werden kann, wenn die genannte Dauer drei Jahre 
nicht übersteigt (Art. 43 Abs. 1 StGB; vgl. BGE 145 IV 377 E. 2.4.2).

Die von der Vorinstanz ausgesprochene Strafe von 36 Monaten hätte an sich teilbedingt ausge-
sprochen werden können. Hingegen hat die Vorinstanz verkannt, dass zu dieser Strafe die mit 
Urteil vom 3. Mai 2012 ausgesprochene Strafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe sowie die mit Straf-
befehlen vom 7. September 2012 und 11. Februar 2014 ausgesprochenen Freiheitsstrafen von 60 
bzw. 75 Tagen hinzuzurechnen sind, weshalb die hypothetische Gesamtstrafe 52.5 Monate betra-
gen hätte und der teilbedingte Strafvollzug so oder anders nicht hätte gewährt werden können.

5. Kosten

5.1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 
1 StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-
gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen 
Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 
428 Abs. 3 StPO).

Vorliegend wurde die Berufung der Staatsanwaltschaft gutgeheissen. 

Bei vorliegenden Verfahrensausgang hat der Beschuldigte sowohl die erst- wie auch die oberin-
stanzlichen Verfahrenskosten, ausmachend im erstinstanzlichen Verfahren CHF 11’900.- 
(Gerichtsgebühr: CHF 2'000.-; Auslagen: CHF 9'900.-) und im oberinstanzlichen Verfahren 
CHF 3'300.- (Gerichtsgebühr: CHF 3'000.-; Auslagen: CHF 300.-) zu tragen (Art. 426 und 
428 StPO). 

5.2. Dem Berufungsgegner wurde für das Verfahren ein amtlicher Verteidiger zugesprochen. 
Somit muss er nicht die Kosten einer Wahlverteidigung tragen, so dass er keinen Anspruch auf 
eine Entschädigung gemäss Art. 429 StPO hat (vgl. BGE 138 IV 205 E. 1).

Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons 
entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 57 des 
Justizreglements vom 30. November 2010 (JR; SGF 130.11) wird die angemessene Entschädi-
gung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen im Kanton Freiburg auf Grund des 
Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der Angelegenheit festge-
setzt. Es ist zulässig, dass der Stundenansatz des amtlichen unter jenem des gewählten Rechts-
beistandes liegt (BGE 139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil BGer 6B_586/2013 vom 1. Mai 2014, 
E. 3.3). Der Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR).

Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum 
Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate 
pauschal auf 5 % der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Die Reiseentschädigungen umfassen 
sämtliche Kosten (Transport, Verpflegung usw.) sowie die aufgewendete Zeit (Abs. 3); die 
Entschädigung für Reisen innerhalb des Ortes, in dem sich das Anwaltsbüro befindet, beträgt 
CHF 30.- (Art. 77 Abs. 4 JR). Die Mehrwertsteuer beträgt 7,7 % (Art. 25 Abs. 1 MWStG).

Rechtsanwalt Wohlhauser veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht einen 
Zeitaufwand von insgesamt 14.6 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Berufungsver-
handlung, exkl. Nachbearbeitung). Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Zeit-
aufwand von total 14 Stunden sowie eine Stunde für die Nachbearbeitung angemessen. Es ist 

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somit von einem Arbeitsaufwand von 15 Stunden, ausmachend CHF 2’700.-, auszugehen. Die 
Entschädigung für die Auslagen beläuft sich auf CHF 135.- (5% von CHF 2’700.-) und die Reise-
kosten auf CHF 30.-. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Wohlhauser eine angemessene 
Entschädigung von CHF 3'085.60, inklusive CHF 220.60 Mehrwertsteuer, zu entrichten. 

Die Rückzahlungspflicht des Berufungsgegners gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO bleibt vorbehal-
ten.

5.3. Angesichts des Ausgangs des Berufungsverfahrens besteht kein Anspruch auf Entschädi-
gung oder Genugtuung (vgl. Art. 429 StPO).

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird gutgeheissen.

Das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 28. Mai 2020 wird in den Ziffern 3, 4 und 
6 abgeändert und lautet neu wie folgt:

1. A.________ wird verurteilt wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungs-
mittelgesetz (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. a BetmG), begangen in der Zeit vom 
28. Mai 2005 bis 13. September 2018 sowie wegen Übertretung des Bundesgesetzes 
über die Betäubungsmittel (Art. 19a Ziff. 1 BetmG), begangen in der Zeit vom 28. Mai 
2017 bis zum 13. September 2018.

2. Das Verfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 lit. a BetmG sowie wegen Übertretung von Art. 19a 
Ziff. 1 BetmG wird für die Zeit vor dem 28. Mai 2005 respektive vor dem 28. Mai 2017 
infolge Verjährung eingestellt (Art. 109 StGB). 

3. A.________ wird zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 48 Monaten (Art. 40, 47, 
49 StGB) sowie zu einer Busse von CHF 800.00 (Art 19a Ziff. 1 BetmG, Art. 106 Abs. 1 
StGB) verurteilt.

4. entfällt

5. Die vom 13. September 2018 bis 31. Oktober 2018 erstandene Untersuchungshaft 
(49 Tage) wird angerechnet (Art. 51 StGB).

6. Die Strafe erfolgt im Umfang von 6 Monaten als Zusatzstrafe zum Urteil des 
Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 3. Mai 2012.

7. Wird die Busse nicht fristgemäss bezahlt und ist sie auf dem Betreibungsweg unein-
bringlich, tritt an ihre Stelle eine Freiheitsstrafe von acht Tagen (Art. 106 Abs. 2 und 3 
StGB). 

8. Auf schriftliche Anfrage innerhalb von 30 Tagen an das Strafgericht kann A.________ 
beantragen, den Vollzug der Busse in Form von gemeinnütziger Arbeit zu leisten 
(ausmachend total 32 Stunden). Die Vollzugsmodalitäten werden zu einem späteren 
Zeitpunkt vom Amt für Justizvollzug und Bewährungshilfe festgelegt (Art. 79a StGB).

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9. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet (Art. 
69 StGB): 

- 1 Minigrip mit Kokain;

- 1 Röhrchen;

- 3 ganze und 2 halbe Ecstasys;

- 1 elektronische Waage der Marke Aosai;

- mehrere unbenutzte Minigrips und mehrere Minigrips mit Resten von weissem 
Pulver;

- 7 Röhrchen mit Resten von weissem Pulver;

- 10 Pillen;

- 1 Briefumschlag A5 mit 1 Minigrip mit einem 1.32 g brutto Kokainstein;

- 1 Minigrip mit einem 1.34 g brutto Kokainstein;

- 1 weisse Waage „on balance“.

10. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände werden A.________ zurückgegeben:

- 1 Natel der Marke Nokia 6210 mit SIM-Karte;

- 1 Natel der Marke Ericsson;

- 1 Natel der Marke Samsung ohne SIM-Karte;

- 1 Natel der Marke Samsung Yateley mit SIM-Karte Lyca;

- 1 Natel der Marke Samsung GT N7000 mit SIM-Karte;

- 1 Natel der Marke Samsung Galaxy Note 4 ohne SIM-Karte;

- 1 Natel der Marke Samsung Note 4 mit Hülle, Lyca Mobile Schatel PUK 65350664;

- 1 weisses Mobiltelefon der Marke Samsung.

11. Die Gerichtskosten von CHF 11‘900.00 (Gerichtsgebühr CHF 2‘000.00, Auslagen 
CHF 9‘900, ohne diejenigen der amtlichen Verteidigung) werden A.________ auferlegt 
(Art. 426 Abs. 1 StPO).

12. Die dem amtlichen Verteidiger vom Staat auszurichtende Entschädigung wird auf 
CHF 6‘673.10 (wovon CHF 477.10 Mehrwertsteuer) festgesetzt. Die gesetzliche Pflicht 
von A.________ zur Rückzahlung der ausgerichteten Entschädigung an den Staat 
Freiburg und zur Nachzahlung der Differenz zum vollen Kostenersatz an Rechtsanwalt 
Elmar Wohlhauser bleibt vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO).

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 3‘300.- festgesetzt (Gerichtsgebühr: 
CHF 3000.-; Auslagen: CHF 300.-) und A.________ auferlegt. 

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III. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt Elmar 
Wohlhauser im Berufungsverfahren werden auf CHF 3'085.60 festgesetzt (inkl. MwSt. von 
CHF 220.60). A.________ hat diese Kosten dem Staate Freiburg zu ersetzen, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (art. 135 Abs. 4 StPO). 

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen nach der 
Eröffnung Beschwerde beim Bundesstrafgericht einreichen (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. Art. 
396 Abs. 1 StPO). Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in 
den Art. 379 bis 397 StPO geregelt (Art. 39 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die 
Organisation der Strafbehörden des Bundes; StBOG; SR 173.71). Die begründete Beschwerde-
schrift ist beim Bundesstrafgericht, Postfach 2720, Bellinzona, einzureichen.

Freiburg, 3. Mai 2021/mdu

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: