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**Case Identifier:** 36a42971-34da-5c1b-b6f0-7591bff0222b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.04.2024 BV 2023/11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_BV-2023-11_2024-04-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: BV 2023/11

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: BV - berufliche Vorsorge

Publikationsdatum: 24.05.2024

Entscheiddatum: 09.04.2024

Entscheid Versicherungsgericht, 09.04.2024
Art. 23 lit. a BVG; Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden 
Arbeitsunfähigkeit. Der überwiegend wahrscheinliche Nachweis, dass die 
invalidisierende Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsunterstellung 
bei einer der Beklagten eingetreten ist, gelang nicht. Vielmehr ist 
überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Kläger bereits vor 
der Versicherungsdauer bei der Beklagten 1 in relevanter Weise (mindestens 
20 %) in seiner Arbeits /Leistungsfähigkeit eingeschränkt war und die 
invalidisierende Arbeitsunfähigkeit bereits vor den beiden vorliegend im 
Streit stehenden Versicherungsverhältnissen bei einer der Beklagten 
eingetreten ist. Eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs ist bis 
zum Eintritt der Invalidität, insbesondere vor bzw. während der 
Versicherungsdauer bei der Beklagten 2, nicht nachgewiesen, weshalb eine 
Leistungspflicht beider Beklagten zu verneinen ist. Abweisung der Klage 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 9. April 
2024, BV 2023/11.)

Entscheid vom 9. April 2024

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Anita Burkhart

Geschäftsnr.

BV 2023/11

Parteien

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A.___,

Kläger,

vertreten durch Berufsbeistandschaft Z.___,

gegen

1.    PK B.___,

2.    Sammelstiftung PK C.___,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Gnädinger, HMV Rechtsanwälte, 

Seestrasse 6, Postfach, 8027 Zürich,

Beklagte,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) meldete sich erstmals am 6. Juni 2011 für 

berufliche Massnahmen und Rentenleistungen bei der IV-Stelle des Kantons X.___ 

(nachfolgend: IV-Stelle) an (IV-act. 1). Mit Mitteilung vom 18. August 2011 sprach die 

IV-Stelle dem Versicherten Berufsberatung mit Abklärung der beruflichen 

Eingliederungsmöglichkeiten zu (IV-act. 20). Am 25. Juli 2012 erteilte die IV-Stelle 

Kostengutsprache für die Übernahme der Mehrkosten der vom 1. August 2012 bis 31. 

Juli 2015 dauernden erstmaligen beruflichen Ausbildung zum Logistiker EFZ im D.___ 

(IV-act. 31). Mit Mitteilung vom 2. Juli 2014 hob die IV-Stelle die Mitteilung vom 25. Juli 

2012 auf, da die erstmalige berufliche Ausbildung per 19. Juni 2014 aus 

gesundheitlichen Gründen habe abgebrochen werden müssen (IV-act. 46). Ab dem 13. 

A.a. 

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Mai 2014 hatte sich der Versicherte – zunächst bei Suizidalität – in stationäre 

Behandlung in die Psychiatrische Klinik E.___ begeben, wo er bis zum 14. Juli 2014 

und vom 18. August bis 14. Oktober 2014 hospitalisiert wurde. Die behandelnden Ärzte 

stellten als Diagnose eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches 

Syndrom und attestierten ihm bei Austritt eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 50, 

57 und 61). Vom 17. November 2014 bis 26. Februar 2015 nahm er an einer 

Intervallbehandlung in der Psychiatrischen Klinik E.___ teil, wobei ihm bei Austritt noch 

immer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (IV-act. 70). In einem Bericht 

vom 8. Juni 2015 hielten die behandelnden Fachpersonen der Tagesklinik des 

Psychiatrie-Zentrums F.___, in welcher sich der Versicherte ab dem 12. März 2015 in 

teilstationäre Behandlung begeben hatte, als Diagnosen eine einfache Aktivitäts- und 

Aufmerksamkeitsstörung, Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der 

Lebensbewältigung bei akzentuierten Persönlichkeitszügen (emotional-instabil) 

wahrscheinlich vor dem Hintergrund einer verlängerten Adoleszentenkrise fest und 

attestierten ab Juni 2015 vorerst eine 50%ige Arbeitfähigkeit (IV-act. 71). Der Regionale 

Ärztliche Dienst (RAD) ging am 30. Juni 2015 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus, 

wobei ab August 2015 eine annähernd volle Ausbildungsfähigkeit bestehen sollte (IV-

act. 75). Mit Mitteilung vom 3. September 2015 erteilte die IV-Stelle dem Versicherten 

Kostengutsprache für die Mehrkosten der vom 24. August 2015 bis 31. Juli 2017 

dauernden erstmaligen beruflichen Ausbildung zum Logistiker EBA beim D.___ (IV-act. 

83). Im "Schlussbericht Ausbildung" vom 19. Juni 2017 gingen die verantwortlichen 

Mitarbeiter des D.___ von einer durchschnittlichen Leistungsfähigkeit des Versicherten 

von 70 % auf dem ersten Arbeitsmarkt aus (IV-act. 95). Per 1. August 2017 meldete 

sich der Versicherte beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) an (vgl. IV-act. 

95-6 und 115). Mit Mitteilung vom 24. August 2017 hielt die IV-Stelle fest, dass der 

Versicherte die Ausbildung zum Logistiker EBA erfolgreich absolviert habe. Gemäss 

ihren Abklärungen sei er mit diesem Abschluss in der Lage, eine Anstellung im Bereich 

Logistik zu finden. Er werde dabei in den nächsten vier Monaten vom D.___ unterstützt. 

Zudem sei eine Anmeldung beim RAV eingereicht worden. Weitere berufliche 

Massnahmen seien somit nicht notwendig (IV-act. 102). Mit Verfügung vom 30. 

Oktober 2017 wies die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten bei einer 

70%igen Leistungsfähigkeit und einem Invaliditätsgrad von 30 % ab (IV-act. 106; zum 

Vorbescheid vgl. IV-act. 105).

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Ab dem 20. Oktober 2017 bis zum 24. November 2018 war der Versicherte als 

Logistiker EBA bei der G.___ (angestellt über die H.___ GmbH)

erwerbstätig (IV-act. 113 und 115 sowie Akten der Arbeitslosenkasse des Kantons 

W.___ [act. G 20.1; nachfolgend: AlV-act.] act. 122 S. 237 und 126 S. 246) und dadurch 

spätestens ab dem 15. Januar 2018 (vgl. dazu act. G 6.2) bei der PK B.___ 

berufsvorsorgeversichert (act. G 6 S. 3; IV-act. 115). Vom 17. Januar bis 31. Mai 2019 

war der Versicherte in einer befristeten Anstellung als Mitarbeiter Lieferdienst bei der 

I.___ AG in einem Pensum von 100 % beschäftigt und dadurch bei der PK C.___ 

unabhängige Sammelstiftung berufsvorsorgeversichert (IV-act. 126 und 202).

A.b. 

Am 18. November 2019 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 111). Er gab an, sich aufgrund einer psychischen 

Erkrankung, die seit dem Jahr 2015 bestehe, anzumelden (IV-act. 111-6). Er sei 

zwischen dem 12. März und 10. Juli 2015 zu 100 % sowie zwischen dem 15. Juli und 

16. September 2019 zu 100 % bzw. 50 % arbeitsunfähig gewesen (IV-act. 111-4).

A.c. 

Mit Schreiben vom 19. November 2019 wies die IV-Stelle den Versicherten darauf 

hin, dass die beruflichen Massnahmen mit Mitteilung vom 24. August 2017 

abgeschlossen und ein Anspruch auf Rentenleistungen mit Verfügung vom 30. Oktober 

2017 abgewiesen worden seien. Damit das neue Gesuch geprüft werden könne, werde 

der Versicherte darum gebeten, Nachweise mit konkreten Anhaltspunkten für das 

Vorliegen relevanter Änderungen seit dem letzten Entscheid zuzustellen (IV-act. 114). 

Am 2. Dezember 2019 berichtete Dr. med. J.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, dass sich der Versicherte seit April 2019 bei ihm in fachärztlich-

psychiatrischer Behandlung befinde. Der Versicherte gebe an, schon viele Jahre an 

Depressionen zu leiden. Aufgrund seiner psychischen Verfassung würde er im Job 

immer wieder fehlen, obwohl er diesen sehr gern mache. Er leide unter einer massiven 

Lust- und Motivationslosigkeit, habe keine Hobbys und nur wenige soziale Kontakte. 

Weiter sei er antriebs- und energielos und leide unter einer Tag-/Nachtumkehr. Der 

Versicherte sei vom 15. Juli bis 16. September 2019 in der Tagesklinik K.___ gewesen 

und habe berichtet, dass es ihm dort gut gefallen habe. Er habe aus finanziellen 

Gründen die Therapien aber wieder abbrechen müssen. Aktuell laufe über das RAV ein 

Arbeitstraining. Der Versicherte traue sich selber keine Tätigkeit auf dem ersten 

Arbeitsmarkt mehr zu, eher eine solche auf dem zweiten Arbeitsmarkt. Aus 

A.d. 

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psychiatrischer Sicht bestehe beim Versicherten aktuell und bis auf weiteres eine 

Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % (IV-act. 119). Am 4. Dezember 2019 ging bei der IV-Stelle 

eine Stellungnahme von Dr. med. L.___ und lic. phil. M.___, Psychiatrie-Zentrum F.___, 

vom 2. Dezember 2019 ein, worin diese festgehalten hatten, dass der Versicherte vom 

15. Juli bis 16. September 2019 in tagesklinischer Behandlung gewesen sei, wobei sich 

im Verlauf der Behandlung gezeigt habe, dass er eine deutliche Verschlechterung des 

psychischen Gesundheitszustandes aufweise. Eine durchgeführte 

psychodiagnostische Testung sowie die beobachtbaren Verhaltens- und Denkweisen 

hätten das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung bestätigt. Die psychischen 

Auffälligkeiten zeigten sich auch in einer deutlich beeinträchtigten Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit, was in den letzten Monaten zu verschiedenen 

Arbeitsstellenwechseln geführt habe. Sie hätten dem Versicherten aufgrund der 

gesundheitlichen Situation eine Wiederanmeldung bei der IV-Stelle empfohlen, um den 

Gesundheitszustand erneut überprüfen zu lassen (IV-act. 116). Dem Schreiben wurde 

der Austrittsbericht des Psychiatrie-Zentrums F.___ vom 27. November 2019 zur 

tagesklinischen Behandlung vom 15. Juli bis 16. September 2019 beigelegt (IV-act. 

117).

Am 29. Januar 2020 teilte der Versicherte der IV-Stelle telefonisch mit, dass er am 

8. Dezember 2019 einen Unfall erlitten und dabei auf die rechte Schulter gefallen sei. Er 

sei am 27. Dezember 2019 im Spital N.___ operiert worden (zum Austritts- und 

Operationsbericht vgl. IV-act. 141 und 143) und bis mindestens Ende März 2020 zu 

100 % arbeitsunfähig (IV-act. 128; zur aufgrund der Schulterproblematik bis zum 5. 

April 2020 attestierten Arbeitsunfähigkeit vgl. IV-act. 134 und 150-3). In einem 

Arztzeugnis vom 30. März 2020 bescheinigte Dr. J.___, dass der Versicherte aufgrund 

eines medizinischen Leidens aktuell und bis auf weiteres nur im zweiten Arbeitsmarkt 

arbeitsfähig sei (IV-act. 147). In einem gleichentags durchgeführten telefonischen 

Assessmentgespräch gab der Versicherte gegenüber der IV-Stelle an, sich den ersten 

Arbeitsmarkt nicht mehr zuzutrauen und sich eine IV-Rente zu wünschen, mit welcher 

er in seinem Lehrbetrieb nach einer Anstellung suchen könne (IV-act. 150-3, unten). In 

einem Bericht an die IV-Stelle vom 14. April 2020 nannte Dr. J.___ als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 

gegenwärtig mittelgradige Episode, eine Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, eine 

A.e. 

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schizoide Persönlichkeitsstörung sowie einen Zustand nach einer Schulterverletzung 

rechts mit einer Operation vom 27. Dezember 2019. Weiter hielt er fest, dass der 

Versicherte aufgrund der Schwere und Dauer seiner psychischen Störungen auf dem 

ersten Arbeitsmarkt aktuell und bis auf weiteres nicht mehr arbeitsfähig sei. Hingegen 

bestehe auf dem zweiten Arbeitsmarkt eine Arbeitsfähigkeit von ca. 50 %. Bis dato 

seien Arbeitsversuche des Versicherten im ersten Arbeitsmarkt gescheitert (IV act. 148; 

vgl. ferner IV-act. 152). In einer Aktenbeurteilung vom 17. April 2020 hielt der RAD fest, 

dass im Rahmen der Rentenprüfung eine unabhängige gutachterliche Beurteilung 

notwendig sei (IV-act. 149).

 Am 12. Oktober 2020 erstattete die SMAB AG im Auftrag der IV-Stelle ein 

bidisziplinäres (psychiatrisches und orthopädisches) Gutachten (IV-act. 157). In der 

bidisziplinären Gesamtbeurteilung nannten die Sachverständigen als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine schizoide Persönlichkeitsstörung sowie eine 

Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (IV-act. 157-6). Weiter hielten sie fest, dass die 

aktuell massgeblichen Diagnosen definitionsgemäss bereits zum Zeitpunkt der letzten 

rentenablehnenden Verfügung vom 30. Oktober 2017 bestanden hätten. In der 

Zwischenzeit sei es jedoch zu einer erheblichen psychischen Dekompensation 

gekommen. Nunmehr besässen die krankheitsbedingten Funktionsstörungen Relevanz 

für die berufsbezogene Leistungsfähigkeit (IV-act. 157-9). Der Versicherte habe bis Mai 

2019 zu 100 % gearbeitet. In der Folgezeit habe sich eine depressive Episode 

entwickelt, die schliesslich zur stationär-psychiatrischen Behandlung bis September 

2019 geführt habe. In diesem Zeitraum sei die Arbeitsfähigkeit aufgehoben gewesen. 

Für die Zeit danach und bis anhin anhaltend sei sowohl in der bisherigen als auch in 

einer leidensangepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % auszugehen 

(IV-act. 157-8 f.). Anlässlich eines Assessmentgesprächs vom 10. November 2020 

wünschte sich der Versicherte weiterhin eine Anstellung im geschützten Rahmen, am 

liebsten bei seinem ehemaligen Lehrbetrieb (IV-act. 180).

A.f. 

Mit Mitteilung vom 18. Dezember 2020 sprach die IV-Stelle dem Versicherten eine 

vom 1. Dezember 2020 bis 28. Februar 2021 dauernde berufliche Abklärung im O.___ 

zu (IV-act. 175; zur Zusprache des IV-Taggeldes vgl. IV-act. 176 und 178). Im 

Schlussbericht zur beruflichen Abklärung vom 26. Februar 2021 wurde festgehalten, 

dass bereits zu Beginn der Massnahme Ausfälle aufgrund psychischer Instabilität 

A.g. 

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hätten verzeichnet werden müssen. Nach vier Stunden Arbeit scheine der Versicherte 

körperlich und psychisch an seine Grenzen zu kommen. Die psychische Instabilität 

sowie die Absenzen hätten eine Steigerung der Leistungsfähigkeit kaum zugelassen. 

Die Tagesform des Versicherten sei dafür ausschlaggebend gewesen, wie Aufträge 

erledigt worden seien. Eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt erscheine nur 

möglich, wenn ein wohlwollendes und verständliches (gemeint wohl: verständnisvolles) 

Umfeld gegeben sei. Absenzen und ein langsames Arbeitstempo sollten den 

Produktionsverlauf nicht tangieren. Empfohlen sei ein geschützter Arbeitsplatz und eine 

weiterführende Therapie, welche das Thema Perfektionismus behandeln sollte (IV-act. 

179). Im Schlussbericht vom 9. März 2021 ging der IV-Eingliederungsverantwortliche 

von einer möglichen Präsenzzeit von 50 % mit einer dabei verminderten 

Leistungsfähigkeit von 30 % aus. Hilfstätigkeiten, welche die Adaptationskriterien 

erfüllen würden, seien nur in einem geschützten Rahmen zu finden (IV-act. 180). Mit 

Mitteilung vom 30. April 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des 

Versicherten um berufliche Massnahmen ab, da aufgrund des Gesundheitszustandes 

aktuell keine weiteren beruflichen Massnahmen mehr möglich seien (IV-act. 186). In 

einer Aktenbeurteilung vom 22. Juli 2021 hielt der RAD fest, dass das 

Abklärungsergebnis der beruflichen Massnahmen (50%ige Präsenzzeit mit einer 

verminderten Leistungsfähigkeit von ca. 30 %) aus medizinischer Sicht nachvollziehbar 

sei. Die im Gutachten genannten Adaptationskriterien seien nur im zweiten 

Arbeitsmarkt zu finden (IV-act. 198-4).

Mit Vorbescheid vom 15. September 2021 stellte die IV-Stelle dem Versicherten 

bei einem errechneten Invaliditätsgrad von 94 % die Zusprache einer ganzen 

Invalidenrente ab dem 1. Mai 2020 in Aussicht. Zur Begründung wurde festgehalten, 

dass der Versicherte seit dem 31. Mai 2019 erheblich in seiner Tätigkeit als Mitarbeiter 

Lieferdienst eingeschränkt sei, weshalb er diesen Beruf nicht mehr ausüben könne. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht sei er unter Berücksichtigung der gesundheitlichen 

Einschränkung noch in der Lage, einer Arbeitstätigkeit von 30 % im geschützten 

Rahmen nachzugehen (IV-act. 201).

A.h. 

Gegen diesen Vorbescheid erhob die C.___ am 27. Oktober 2021, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic. iur. A. Gnädinger, Zürich, einen Einwand. Sie beantragte, der 

Vorbescheid sei aufzuheben, der Beginn der Arbeitsunfähigkeit sowie der allfälligen 

A.i. 

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Wartefrist seien auf einen Zeitpunkt vor dem 17. Januar 2019 festzulegen und es sei ein 

neuer Vorbescheid zu erlassen. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass 

schon aufgrund der Verfügung der IV-Stelle vom 30. Oktober 2017 erstellt sei, dass 

durchgehend eine mindestens 30%ige Leistungsminderung bestanden habe. Auch sei 

die Eingliederungsprognose im Rahmen der ersten invalidenversicherungsrechtlichen 

Abklärung sehr zurückhaltend ausgefallen. Die ursprünglich zurückhaltende Prognose 

habe sich als richtig erwiesen. Aus dem Arbeitgeberbericht der I.___ AG vom 29. 

Januar 2020 gehe hervor, dass in jedem Monat der nur kurzen Anstellung mindestens 

ein Krankheitstag zu verzeichnen gewesen sei. Es sei daher davon auszugehen, dass 

bereits bei Antritt der Anstellung eine deutliche Leistungseinschränkung bestanden 

habe, die sich auch während der Anstellung gezeigt habe. Auch aufgrund der 

Aussagen des Versicherten und der Lohnmeldungen für die Anstellung im Jahr 2018 

(im September, Oktober und November 2018 sei das Einkommen bedeutend geringer 

als in den Vormonaten ausgefallen) sei erstellt, dass der Versicherte seit jeher kurz 

nach Antritt einer Stelle Einbrüche vorzuweisen hatte. Die Annahme, dass erst ab Mai 

2019 eine Arbeitsunfähigkeit vorliege, erscheine damit als nicht korrekt (IV-act. 206).

Mit Verfügung vom 12. April 2022 hielt die IV-Stelle fest, dass der Versicherte ab 

dem 1. Juli 2019 einen Anspruch auf eine Viertelsrente und ab dem 1. Oktober 2019 

auf eine ganze Rente habe, wobei aufgrund der verspäteten Anmeldung vom 18. 

November 2019 die Rente erst ab dem 1. Mai 2020 (sechs Monate nach der 

Anmeldung) ausgerichtet werde. Zur Begründung führte sie an, dass der Beginn der 

langdauernden Krankheit aufgrund des Einwandes der C.___ nochmals geprüft worden 

sei. Seit dem 1. Juli 2018 sei der Versicherte im Rahmen von 30 % in der 

Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Seit dem 31. Mai 2019 bestehe eine volle 

Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten im freien Arbeitsmarkt. Die Rentenprüfung 

erfolge nach dem Grundsatz, wonach während eines Jahres eine durchschnittliche 

Arbeitsunfähigkeit von 40 % ausgewiesen sein müsse. Diese Voraussetzung sei beim 

Versicherten per 1. Juli 2019 erfüllt gewesen, weshalb ab dann ein Anspruch auf eine 

Viertelsrente bestehe (IV-act. 214 ff.; zum Vorbescheid vgl. IV-act. 213; zur Berechnung 

des Wartejahres vgl. IV-act. 212-3).

A.j. 

Mit Schreiben vom 22. Juni 2022 ersuchte der Versicherte, vertreten durch seinen 

Berufsbeistand Y.___, die IV-Stelle um Erklärung, weshalb er per 1. Juli 2018 als zu 30 

A.k. 

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B.  

% arbeitsunfähig gelte, obwohl er doch zu jenem Zeitpunkt zu 100 % arbeitsfähig 

gewesen sei. Der damaligen Arbeitgeberin, der H.___ GmbH, lägen keine Informationen 

zu einem Gesundheitsschaden vor, weshalb sie nicht in der Lage sei, die Auszahlung 

der Rente in die Wege zu leiten (IV-act. 220). In ihrer Antwort vom 20. Juli 2022 erklärte 

die IV-Stelle, dass in der Annahme einer 30%igen Arbeitsunfähigkeit der Anspruch auf 

Rentenleistungen bei einem Invaliditätsgrad von 30 % mit Verfügung vom 30. Oktober 

2017 abgewiesen worden sei. Es müsse davon ausgegangen werden, dass beim 

Versicherten seit dieser Verfügung eine durchgehende Leistungsminderung von 30 % 

bestanden habe. Der Versicherte sei vom 17. Januar bis 31. Mai 2019 befristet als 

Mitarbeiter Lieferdienst angestellt gewesen. Der damalige Arbeitgeber habe zwar 

angegeben, dass der Versicherte seine Arbeitsleistung erbracht habe. Fakt sei jedoch, 

dass er während der Zeit der Anstellung 19 Absenztage aufgewiesen habe (IV-act. 

224).

Am 14. März 2023 erhob der Versicherte (nachfolgend: Kläger), weiterhin vertreten 

durch seinen Berufsbeistand Y.___, beim Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

(zur irrtümlichen Klageeinreichung beim Verwaltungsgericht und der Weiterleitung ans 

Versicherungsgericht vgl. act. G 1) Klage gegen die B.___ (nachfolgend: Beklagte 1) 

sowie die C. (nachfolgend: Beklagte 2). Er beantragte die Zusprache von BVG-

Leistungen ab dem 31. Mai 2019 analog zum Beginn der Ausrichtung von 

Invalidenleistungen durch die IV-Stelle. Zur Begründung führte er unter anderem an, 

dass die Beklagten 1 und 2 im Rahmen der Anmeldung für Ergänzungsleistungen (EL) 

kontaktiert worden seien, um mögliche Ansprüche auf BVG-Renten abzuklären. Beide 

Beklagten hätten den Anspruch auf eine Pensionskassenrente verneint. Als 

Begründung seien jeweils gesundheitliche Probleme genannt worden, die er, der 

Kläger, bereits vor den Anstellungen gehabt habe. Das Sozialversicherungszentrum 

des Kantons W.___ (Ausgleichskasse) fordere nun die Einreichung einer Klage gegen 

den Ablehnungsentscheid der Beklagten. Eine Nichteinreichung hätte möglicherweise 

zur Folge, dass die Auszahlung der EL unterbrochen werden könnte (act. G 1.1 und 3).

B.a. 

In ihrer Klageantwort vom 17. Mai 2023 beantragte die Beklagte 1 die Abweisung 

der Klage, insoweit sich diese gegen sie wende, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (act. G 6).

B.b. 

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Erwägungen

1.  

In ihrer Klageantwort vom 3. Juli 2023 beantragte die Beklagte 2, weiterhin 

vertreten durch Rechtsanwalt Gnädinger, die vollumfängliche Abweisung der gegen sie 

(Beklagte 2) erhobenen Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des 

Klägers (act. G 10).

B.c. 

Am 5. Juli 2023 zog das Versicherungsgericht die IV-Akten bei (act. G 12), welche 

am 20. Juli 2023 beim Gericht in CD-Form eingingen (act. G 13 und G 13.1). Den 

Parteien wurde mit Schreiben vom 19. September 2023 die Möglichkeit zur 

Einsichtnahme sowie zur schriftlichen Stellungnahme dazu eingeräumt (act. G 14).

B.d. 

Mit Schreiben vom 22. September 2023 verzichtete die Beklagte 2 auf eine 

Stellungnahme zu den IV-Akten und hielt an ihrer Klageantwort vom 3. Juli 2023 

vollumfänglich fest (act. G 15). Die Beklagte 1 verzichtete ebenfalls auf die Einreichung 

einer Stellungnahme innert der angesetzten Frist (act. G 16).

B.e. 

Am 15. Januar 2024 zog das Versicherungsgericht die Akten der Arbeitslosenkasse 

des Kantons W.___ bei (act. G 19), welche am 17. Januar 2024 beim Gericht eingingen 

(act. G 20 und G 20.1). Den Parteien wurde mit Schreiben vom 22. Januar 2024 die 

Möglichkeit zur Einsichtnahme sowie zur schriftlichen Stellungnahme dazu eingeräumt 

(act. G 21).

B.f. 

Mit Schreiben vom 8. Februar 2024 hielt die Beklagte 2 – nach Einsicht in die 

Akten der Arbeitslosenversicherung – vollumfänglich an ihrer Klageantwort fest. Auch 

aufgrund der AlV-Akten sei belegt, dass von einer vorbestehenden Arbeitsunfähigkeit 

auszugehen sei, nie von einer praktisch vollständigen Eingliederung ins Erwerbsleben 

habe ausgegangen werden können und insbesondere mit der Arbeitstätigkeit bei der 

I.___ AG der zeitliche Konnex nicht unterbrochen worden sei (act. G 24). Die Beklagte 1 

sowie der Kläger verzichteten auf eine Stellungnahme zu den Akten der 

Arbeitslosenversicherung (vgl. act. G 25).

B.g. 

Gemäss Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, 

Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) bezeichnet jeder Kanton als 

1.1. 

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2.  

letzte kantonale Instanz ein Gericht, das über die Streitigkeiten zwischen 

Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten entscheidet. Im 

Kanton St. Gallen ist nach Art. 65 Abs. 1 lit. e  des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1) das Versicherungsgericht zuständig für 

Streitigkeiten nach Art. 73 BVG.

bis

Gerichtsstand ist nach Art. 73 Abs. 3 BVG der Sitz oder Wohnsitz des Beklagten 

oder der Ort des Betriebes, bei dem der Versicherte angestellt wurde. Vorliegend ist die 

örtliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts für die Klage gegen die Beklagte 2 zu 

bejahen, weil diese ihren Sitz im Kanton St. Gallen hat. Aufgrund der passiven 

subjektiven Klagehäufung ist auch die örtliche Zuständigkeit hinsichtlich der Klage 

gegen die Beklagte 1 zu bejahen. Ein einheitlicher Gerichtsstand drängt sich gemäss 

Bundesgericht nämlich – einerseits aus prozessökonomischen Gründen und 

andererseits zur Vermeidung sich widersprechender Urteile – namentlich bei der 

Abgrenzung der Leistungspflicht mehrerer Vorsorgeeinrichtungen auf (zum Ganzen 

Urteil des Bundesgerichts vom 12. März 2012, 9C_41/2012, E. 3.4 mit Hinweisen).

1.2. 

Da auch sämtliche übrigen prozessualen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf die 

Klage einzutreten.

1.3. 

Nach Art. 23 lit. a BVG haben (im Obligatoriumsbereich) Personen Anspruch auf 

Invalidenleistungen, die im Sinn der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt 

der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren. Die 

Invalidenleistungen nach BVG sind von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, bei 

der die ansprechende Person bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur 

Invalidität geführt hat, versichert gewesen ist (vgl. BGE 120 V 112 mit Hinweisen; 

Urteile des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.1, und vom 

17. November 2021, 9C_388/2021, E. 2.1.1; je mit Hinweisen; zur Vorleistungspflicht 

allfälliger späterer Vorsorgeeinrichtungen vgl. Art. 26 Abs. 4 BVG). Die 

Arbeitsunfähigkeit ist relevant, wenn sie mindestens 20 % beträgt und sich auf das 

Arbeitsverhältnis ausgewirkt hat, mithin arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten ist, 

dass der Versicherte im bisherigen Beruf an Leistungsvermögen eingebüsst hat (vgl. 

zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_52/2018, E. 3.1 f. 

mit Hinweisen). Der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich relevanten 

Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 12/19

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durch nachträgliche Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil 

des Bundesgerichts vom 17. Juni 2013, 9C_91/2013, E. 4.1.2 mit Hinweisen).

Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben 

sein, dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der 

Verschlimmerung der Invalidität (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 

9C_52/2018, E. 3.1 mit Hinweisen). Allerdings setzt der berufsvorsorgerechtliche 

Anspruch auf eine Invalidenrente einen engen zeitlichen und sachlichen 

Zusammenhang zwischen der Arbeitsunfähigkeit, die während des 

Vorsorgeverhältnisses (einschliesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) 

bestanden hat, und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus (BGE 134 

V 22 E. 3.2 mit Hinweis). Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der 

Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen derselbe 

ist, wie er der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 138 V 419 E. 6.2 und 134 V 22 E. 

3.2; Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2). Die zeitliche 

Konnexität setzt voraus, dass zwischen der früheren Arbeitsunfähigkeit und der 

späteren Invalidität bzw. deren Verschlimmerung keine längere Periode der 

Arbeitsfähigkeit liegt. Dabei sind die gesamten Umstände des Einzelfalls zu würdigen 

(vgl. zum Ganzen das Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 

2.2 und 4.2.2 mit Hinweisen). Eine Unterbrechung des zeitlichen Konnexes ist 

grundsätzlich dann anzunehmen, wenn während mehr als dreier Monate eine 

Arbeitsfähigkeit von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist (BGE 

144 V 58; Urteile des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 9C_100/2018, E. 2.2 mit 

Hinweisen, und vom 28. Mai 2018, 9C_533/2017, E. 2.1.2 und E. 4.2) und – kumulativ 

bezogen auf die angestammte Tätigkeit – ein rentenausschliessendes Einkommen 

erzielt werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 2023, 9C_100/2023, E. 

3.2). Dabei kann der zeitliche Konnex auch bei einer länger als drei Monate dauernden 

Tätigkeit gewahrt sein, etwa weil die Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als 

Eingliederungsversuch zu werten ist (BGE 134 V 22 f. E. 3.2.1; Urteil des 

Bundesgerichts vom 9. November 2016, 9C_142/2016, E. 3.2). Zu den für die 

Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 

Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, 

dass ein Versicherter über längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähiger 

Stellensuchender Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. Allerdings kann 

solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie Zeiten effektiver 

Erwerbstätigkeit (BGE 134 V 22 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

2.2. 

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3.  

Zunächst zu prüfen ist somit, ob es während der Versicherungsdeckung bei einer 

der Beklagten (Beklagte 1: 15. Januar bis 24. Dezember 2018; Beklagte 2: 17. Januar 

2019 bis 30. Juni 2019) zu einer relevanten Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % 

gekommen ist. Dabei ist nicht entscheidend, wann ein Leiden bzw. ein 

Gesundheitsschaden erstmals festgestellt wurde, sondern lediglich, seit wann die 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität führte, eingetreten ist (Urteil des 

Bundesgerichts vom 11. Februar 2008, B 152/06, E. 4.3 mit Hinweisen).

3.1. 

Die Beklagte 2 beruft sich in ihrer Argumentation, wonach der relevante 

Gesundheitsschaden und eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 30 % bereits vor 

dem Versicherungsverhältnis bei ihr eingetreten seien, insbesondere auf die IV-

Verfügung vom 15. September 2021 (recte: 12. April 2022 [IV-act. 216]). In dieser sei zu 

Recht festgestellt worden, dass spätestens seit Juni (recte: Juli) 2018 mindestens eine 

30%ige Arbeitsunfähigkeit vorliege (act. G 10).

3.2. 

Vorliegend legte die IV-Stelle den Beginn der Arbeitsunfähigkeit in ihrem 

Vorbescheid vom 15. September 2021 zunächst auf den 31. Mai 2019 fest (IV-act. 201 

ff.). Gegen diesen Vorbescheid hat sich die Beklagte 2 mit ihrem Einwand vom 27. 

Oktober 2021 zur Wehr gesetzt und beantragt, dass der Beginn der Arbeitsunfähigkeit 

und der Beginn der allfälligen Wartefrist auf einen Zeitpunkt vor dem 17. Januar 2019, 

sprich auf einen Zeitpunkt vor der versicherungsrechtlichen Unterstellung des Klägers 

bei ihr, zu legen seien (IV-act. 206). Aufgrund dieses Einwandes hat die IV-Stelle den 

Beginn des Wartejahres neu überprüft und in der unangefochten rechtskräftig 

gewordenen Verfügung vom 12. April 2022 auf den 1. Juli 2018 festgelegt (IV-act. 214 

ff.). Die IV-Stelle hatte sich aufgrund des Einwandes der Beklagten 2 zwar ausdrücklich 

mit dem Beginn des Wartejahres auseinandergesetzt. Aufgrund der erst am 

18. November 2019 erfolgten (Wieder )Anmeldung (IV-act. 111) konnte eine 

Rentenzusprache in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG jedoch ohnehin frühestens per 

1. Mai 2020 erfolgen. Mithin war für die Prüfung des Rentenanspruchs aufgrund von 

Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG einzig relevant, ob der Kläger spätestens ab dem 31. Mai 2019 

(ein Jahr vor dem frühestmöglichen Rentenbeginn [vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i. V. m. Art. 

29 Abs. 1 IVG]) in einem anspruchsbegründenden Umfang arbeitsunfähig war. Ob 

davor bereits eine Arbeitsunfähigkeit vorlag und gegebenenfalls seit wann und in 

welchem Umfang, war für den IV-rechtlichen Rentenanspruch hingegen nicht 

massgebend. Die aufgrund der Einwände der Beklagten 2 erfolgte Prüfung und 

Festlegung eines früheren Eintritts der Arbeitsunfähigkeit durch die IV-Stelle kann somit 

für die Beurteilung der berufsvorsorgerechtlichen Ansprüche des Klägers keine 

3.3. 

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4.  

Bindungswirkung im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entfalten (vgl. 

dazu auch die Urteile des Bundesgerichts vom 29. Juni 2016, 8C_180/2016, E. 3, und 

vom 16. Dezember 2016, 9C_896/2015, E. 4.2, je mit Hinweisen), zumal ohnehin davon 

auszugehen ist, dass der Kläger – mangels Aussicht auf einen allfälligen früheren 

Rentenanspruch – kein rechtlich schützenswertes Interesse an der Anfechtung dieser 

Feststellung gehabt hätte.

Der Vollständigkeit ist zudem festzuhalten, dass die Verfügung der IV-Stelle vom 

12. April 2022 der Beklagten 1 ohnehin nicht zugestellt bzw. diese nicht in das 

invalidenversicherungsrechtliche Verfahren miteinbezogen worden war (IV-act. 215-2 

und 218-2), weshalb gegenüber der Beklagten 1 so oder anders keine 

Bindungswirkung des IV-Entscheids bestehen kann.

3.4. 

Somit ist nachfolgend frei und unabhängig von den Feststellungen der IV-Stelle zu 

prüfen, ob es während der Versicherungsdeckung bei einer der Beklagten überwiegend 

wahrscheinlich zu einer relevanten Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % gekommen 

ist und gegebenenfalls, ob zwischen dieser und der später eingetretenen Invalidität ein 

enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht.

3.5. 

In Übereinstimmung mit der Feststellung der IV macht die Beklagte 2 wie erwähnt 

geltend, der relevante Gesundheitsschaden und eine Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 30 % seien bereits vor dem Versicherungsverhältnis bei ihr, d. h. vor dem 

17. Januar 2019, eingetreten. Schon der Schlussbericht des Lehrbetriebs D.___ vom 

19. Juni 2017 habe eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit festgehalten und in der Verfügung 

der IV-Stelle vom 30. Oktober 2017 sei eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit von 30 

% anerkannt worden (act. G 10). Demgegenüber ist die Beklagte 1 der Ansicht, dass 

während der bei ihr bestehenden Versicherungsdeckung, d. h. vom 15. Januar bis 

24. November 2018 (bzw. 24. Dezember 2018, vgl. Art. 10 Abs. 3 BVG), noch keine 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, sondern diese erst später eingetreten sein könne. 

Die IV-Akten würden keine echtzeitlichen Arztzeugnisse enthalten, die eine dauerhafte 

Arbeitsunfähigkeit oder sogar eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes ab Juli 

2018 attestieren würden. Aus den echtzeitlichen Arztberichten wie dem Austrittsbericht 

der F.___ vom 27. November 2019 und dem Arztbericht von Dr. J.___ vom 2. Dezember 

2019 erhelle, dass der Beginn der Arbeitsunfähigkeit, die zur Invalidität geführt habe, 

entweder im April oder Juli 2019 eingetreten sei. Das SMAB-Gutachten gehe von einer 

psychischen Dekompensation ab Mai 2019 aus, was vom RAD als nachvollziehbar 

erachtet worden sei. Folglich könne für die Festlegung des Beginns der 

4.1. 

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invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit nicht auf den 1. Juli 2018 abgestellt werden (act. G 

6).

Wie die Beklagte 1 zu Recht ausführt, belegen mehrere Arztberichte eine 

Verschlechterung des psychischen Zustandes des Klägers ab Frühling 2019 (IV-act. 

116 f., 119, 148 und 152; vgl. ferner IV-act. 198-4). Auch die SMAB-Gutachter gehen 

überzeugend von einer psychischen Dekompensation ab Mai 2019 aus (IV-act. 157-8 

f.). Zudem hat auch die IV-Stelle eine Verschlechterung des psychischen Zustandes ab 

Mai 2019 bejaht, indem sie ab diesem Zeitpunkt von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

im ersten Arbeitsmarkt ausging (IV-act. 214-1). Zusammenfassend ist gestützt auf 

diese Beweislage somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 

dass es ab Mai 2019 – mithin während dem Versicherungsverhältnis mit der Beklagten 

2 (vgl. dazu auch act. G 10 S. 5 Ziff. 9.8) – zu einer Verschlechterung des psychischen 

Gesundheitszustandes mit Eintritt einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit gekommen ist. 

Die Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ab Mai 2019 schliesst 

aber – wie dies auch von der Beklagten 2 geltend gemacht wird (act. G 10 und G 24) – 

nicht zwingend aus, dass bereits zuvor eine für den berufsvorsorgerechtlichen 

Anspruch relevante Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Klägers im Umfang von 

mindestens 20 % bestanden hat.

4.2. 

Gemäss SMAB-Gutachten leidet der Kläger an Diagnosen, die definitionsgemäss 

bereits im Zeitpunkt der IV-Verfügung vom 30. Oktober 2017 bestanden haben (IV-act. 

157-9). Wie sich aus den IV-Akten hinsichtlich der erstmaligen Anmeldung vom 1. Juni 

2011 ergibt, hat der Kläger denn auch von Beginn weg Mühe gehabt, im ersten 

Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Insbesondere hat er die Hilfe der IV-Stelle benötigt, um 

überhaupt eine berufliche Ausbildung zu absolvieren (IV-act. 1 ff.). Die durch die IV 

gestützte Lehre im D.___ musste der Kläger im Jahr 2014 aus gesundheitlichen 

Gründen abbrechen. Darauf folgte eine Phase mit mehrmonatigem Klinikaufenthalt und 

vollständiger Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 50, 57, 61 und 70). Nachdem dem Kläger vom 

behandelnden Facharzt der Tagesklinik des Psychiatrie-Zentrums F.___ ab Juni 2015 

noch eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit von 50 % ab Juni 2015 

attestiert worden war (IV-act. 71), hat er im August 2015 erneut eine Lehre im D.___ 

begonnen. Diesbezüglich wurde ihm, von den behandelnden Ärzten und der RAD-

Ärztin (IV-act. 75) damals eine günstige Prognose gestellt, die sich in der Folge jedoch 

nur teilweise erfüllt hat. Zwar konnte der Kläger im zweiten Anlauf die Lehre 

abschliessen, eine volle Leistungsfähigkeit hat er dabei aber nicht erreicht. Im 

Schlussbericht des Lehrbetriebs D.___ vom 19. Juni 2017 ist festgehalten worden, 

dass seine durchschnittliche Leistungsfähigkeit 70 % betrage (IV-act. 95-5, unten) und 

4.3. 

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von der physischen und psychischen Befindlichkeit abhängig sei. Nur bei guter 

gesundheitlicher Verfassung und Motivation sei der Kläger in Bezug auf die berufliche 

Eingliederung in der Lage, eine 90%ige Leistungsfähigkeit zu erreichen. Auf dem ersten 

Arbeitsmarkt wurden ihm realistische Chancen nur unter der Voraussetzung 

zugestanden, dass er eine gute gesundheitliche Stabilität aufweise (IV-act. 95-6). Mit 

anderen Worten war die Prognose, ob der Kläger auf dem ersten Arbeitsmarkt 

überhaupt bestehen kann, nach Abschluss seiner Lehre im Jahr 2017 unklar. In der 

Verfügung vom 30. Oktober 2017 ist dem Kläger dann übereinstimmend mit dem 

Schlussbericht des Lehrbetriebs von der IV-Stelle eine 30%ige Einschränkung der 

Erwerbsfähigkeit attestiert worden (IV-act. 106). Mithin ist der Eintritt einer – aus 

berufsvorsorgerechtlicher Sicht relevanten – Arbeitsunfähigkeit bzw. 

Leistungseinschränkung vor den vorliegend strittigen Versicherungsunterstellungen 

überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen.

Da der sachliche Zusammenhang zwischen dieser vorbestehenden 

Arbeitsunfähigkeit und der später eingetretenen Invalidität von mindestens 40 % (die 

spätestens im Mai 2019 eingetreten ist, vgl. E. 4.2) zu Recht von keiner Partei bestritten 

wird, ist somit nachfolgend zu prüfen, ob es durch bzw. während einer der Tätigkeiten 

für die H.___ GmbH (1. Oktober 2017 bis 24. November 2018) oder die I.___ AG 

(17. Januar bis 31. Mai 2019) zu einer Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs 

zwischen der vorbestehenden Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität des Klägers 

gekommen ist. Gegebenenfalls wäre ausserdem zu prüfen, wann der "Neueintritt" der 

invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit erfolgt ist.

4.4. 

 4.5. 

Zwar hat sich der Kläger nach Abschluss seiner Ausbildung im Juli 2017 zum 

Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung angemeldet und ist somit von 

seiner Vermittlungsfähigkeit auszugehen bzw. ist es ihm gelungen, ab Oktober 2017 

über die H.___ GmbH bei der G.___ eine Anstellung für einen Zeitraum von letztlich 

rund 14 Monaten zu finden (act. G 6 S. 3 Ziff. 4; IV-act. 115; vgl. auch vorstehend 

Sachverhalt A.b). Doch kann aus diesem Umstand nicht abgeleitet werden, es hätte 

während diesem Zeitraum keine relevante Einschränkung der Arbeits- bzw. 

Leistungsfähigkeit des Klägers mehr bestanden und der zeitliche Zusammenhang zu 

der seit einigen Jahren vorbestehenden Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit sei 

unterbrochen worden. Ob der Kläger während seiner Tätigkeit bei der G.___ eine 

vollständige Leistungsfähigkeit aufgewiesen hat, erscheint angesichts der oben (E. 4.3) 

beschriebenen, langdauernden Einschränkungen nämlich höchst fraglich. Entgegen 

4.5.1. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 17/19

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den gutachterlichen Feststellungen der SMAB AG hat der Kläger bei der G.___ bzw. 

H.___ GmbH auch kein 100 % Arbeitspensum absolviert (IV-act. 157-8 f.), sondern sah 

bereits der Einsatzvertrag lediglich eine Arbeitszeit von "ca. 35 Std./Woche" vor (AlV-

act. 127 S. 248; bei einer üblichen Arbeitszeit von 42 Std./Woche gemäss dem 

anwendbaren Gesamtarbeitsvertrag entspricht dies einem Pensum von rund 83 %). 

Wie sich sodann aus den zutreffenden Berechnungen der Arbeitslosenversicherung 

ergibt, hat der Kläger während seiner Anstellung bei der H.___ GmbH im Übrigen die 

geplanten 35 Stunden pro Woche grossmehrheitlich nicht erreicht, sondern hat – über 

das gesamte Arbeitsverhältnis hinweg – lediglich ein Pensum von durchschnittlich 

69.6 % absolviert (AlV-act. 104 S. 180). In Übereinstimmung damit ergibt sich aus den 

Bescheinigungen über den Zwischenverdienst, dass der Kläger bereits ab Dezember 

2017 diverse "unbezahlte Absenzen" zu verzeichnen hatte (vgl. AlV act. 128 ff. 

S. 252 ff. und 123 S. 238 f.), welche – mangels Hinweise auf einen anderweitigen 

Grund – wohl wie bereits in seiner Lehrzeit (vgl. IV-act. 95) auf seinen 

Gesundheitszustand zurückzuführen waren. Der Kläger gab denn auch anlässlich des 

Assessmentgesprächs vom 10. November 2020 selber an, dass es bei seinen 

Anstellungen im ersten Arbeitsmarkt nur immer am Anfang funktioniert habe; nach 

kurzer Zeit habe er die Energie nicht mehr aufbringen können und es hätten sich 

aufgrund von Überforderung Absenzen eingestellt, namentlich habe er unter Übelkeit, 

Migräne etc. gelitten (IV-act. 180-2). Dies ist als Teil seines Krankheitsbildes 

anzusehen, zumal der Eindruck eines anfänglich guten Starts und danach auftretenden 

Problemen an einer Arbeitsstelle auch vom IV-Eingliederungsverantwortlichen geteilt 

worden ist (IV-act. 180-3) und auch sein behandelnder Psychiater Dr. J.___ im Jahr 

2020 rückblickend festhielt, bis dato seien die Arbeitsversuche des Klägers im ersten 

Arbeitsmarkt gescheitert (IV-act. 148-5). Rückblickend ist somit die Anstellung bei der 

H.___ GmbH trotz 14-monatiger Dauer als Eingliederungsversuch zu werten, wobei 

weiterhin von einer relevanten Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Klägers 

(mindestens 20 %; mit Blick auf das tatsächliche geleistete Pensum wohl eher 30 %) 

auszugehen ist. Durch die Tätigkeit für die H.___ GmbH bzw. die G.___ kam es somit 

nicht zu einer Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs zu der bereits zuvor 

bestehenden Arbeitsunfähigkeit (vgl. zu dieser nochmals vorstehende E. 4.3).

Hinweise darauf, dass nach dem 24. November 2018 eine Steigerung der 

Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit des Klägers eingetreten wäre, gehen aus den Akten 

keine vor. Vielmehr ist aus den Akten ersichtlich, dass der Kläger bei der I.___ AG ab 

dem 17. Januar 2019 zwar in einem 100 % Pensum eingestellt wurde (AlV-act. 121 

S. 234 f.), jedoch von Beginn weg (erstmals am 28. Januar 2019) einzelne und im 

4.5.2. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 18/19

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5.

Zusammenfassend ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die 

Arbeitsunfähigkeit, die zur Invalidität geführt hat, während der 

Versicherungsunterstellung bei einer der Beklagten eingetreten ist. Vielmehr ist 

überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Kläger bereits vor Antritt des 

Arbeitsverhältnisses mit der H.___ GmbH bzw. der Versicherungsdauer bei der 

Beklagten 1 in relevanter Weise (mindestens zu 20 %) in seiner Arbeits /

Leistungsfähigkeit eingeschränkt war, diese Einschränkung durchgehend bis zum 

Eintritt der Invalidität fortbestand und mithin die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit 

bereits vor den beiden vorliegend im Streit stehenden Versicherungsverhältnissen bei 

einer der Beklagten eingetreten ist. Eine Unterbrechung des zeitlichen 

Zusammenhangs ist bis zum Eintritt der Invalidität, insbesondere vor bzw. während der 

Versicherungsdauer bei der Beklagten 2, nicht nachgewiesen, weshalb eine 

Leistungspflicht beider Beklagten zu verneinen ist.

6.  

Verlauf zunehmend mehr Krankheitstage zu verzeichnen hatte (insgesamt 19 

Krankheitstage in 4.5 Monaten; vgl. dazu die Aufstellung in IV-act. 126-8). Auch diese 

zunehmenden gesundheitsbedingten Ausfälle fügen sich – wie schon diejenigen bei der 

H.___ GmbH (vgl. vorstehende E. 4.5.1) – ohne Weiteres plausibel in das Krankheitsbild 

des Klägers bzw. das Bild einer durchgehend bestehenden Leistungseinschränkung 

ein. Angesichts der vielen Krankheitstage ist eine Unterbrechung des zeitlichen 

Zusammenhangs vor der bzw. durch die Anstellung bei der I.___ AG – trotz des 

vereinbarten 100 % Pensums – ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich 

nachgewiesen, sondern ist rückblickend ebenfalls von einem gescheiterten 

Eingliederungsversuch auszugehen.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Klage vom 14. März 2023 gegen 

die Beklagten 1 und 2 vollumfänglich abzuweisen.

6.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 73 Abs. 2 BVG).6.2. 

Der Kläger hat ausgangsgemäss keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 

(Art. 61 lit. g ATSG). Die obsiegenden Beklagten haben als Vorsorgeeinrichtungen 

praxisgemäss ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, soweit die 

Prozessführung der Gegenpartei nicht als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist 

(BGE 128 V 323). Entgegen der Ansicht der Beklagten 2 (act. G 10 S. 10 Ziff. 11.2) ist 

vorliegend nicht von einer leichtsinngien oder gar mutwilligen Klageeinleitung 

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Klage wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

auszugehen. Vielmehr ist es nachvollziehbar, dass sich der Kläger zu einer 

Klageeinleitung veranlasst sah, nachdem er gemäss seinen Angaben vom 

Sozialversicherungszentrum W.___ dazu angehalten worden war und für ihn ohne 

Klageeinleitung die Gefahr einer Unterbrechung der Auszahlung der 

Ergänzungsleistungen bestanden hätte (act. G 1.1 S. 1). Mithin besteht auch seitens 

der Beklagten kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.04.2024
	Art. 23 lit. a BVG; Zeitpunkt des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit. Der überwiegend wahrscheinliche Nachweis, dass die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsunterstellung bei einer der Beklagten eingetreten ist, gelang nicht. Vielmehr ist überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass der Kläger bereits vor der Versicherungsdauer bei der Beklagten 1 in relevanter Weise (mindestens 20 %) in seiner Arbeits /Leistungsfähigkeit eingeschränkt war und die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit bereits vor den beiden vorliegend im Streit stehenden Versicherungsverhältnissen bei einer der Beklagten eingetreten ist. Eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs ist bis zum Eintritt der Invalidität, insbesondere vor bzw. während der Versicherungsdauer bei der Beklagten 2, nicht nachgewiesen, weshalb eine Leistungspflicht beider Beklagten zu verneinen ist. Abweisung der Klage (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 9. April 2024, BV 2023/11.)

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