# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3dd71da3-d3c0-54e1-be0d-0fcfff9c3bf4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.03.2025 F-1796/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1796-2025_2025-03-21.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1796/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 1 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Basil Cupa, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiberin Nathalie Schmidlin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

B._______, geboren am (...), 

C._______, geboren am (…), 

Irak,  

Beschwerdeführerinnen,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuche und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 5. März 2025. 

 

 

 

F-1796/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin 1), B._______ (nachfol-

gend: Beschwerdeführerin 2) und C._______ (nachfolgend: Beschwerde-

führerin 3) suchten am 5. Februar 2025 in der Schweiz um Asyl nach. Ein 

Abgleich ihrer Fingerabdrücke mit der europäischen Fingerabdruck-Daten-

bank (Eurodac) ergab, dass sie am 16. März 2018 bereits in Griechenland 

und am 13. Juni 2022 in Deutschland um Asyl ersucht hatten. Mit Entscheid 

vom 2. Februar 2024 lehnten die deutschen Behörden ihre Asylgesuche ab 

und verfügten die Wegweisung aus Deutschland.  

A.b Die Vorinstanz gewährte den Beschwerdeführerinnen 1 und 2 am 

20. Februar 2025 das rechtliche Gehör zu allfälligen Nichteintretensent-

scheiden und der Möglichkeit der Überstellung nach Deutschland, dessen 

Zuständigkeit für die Behandlung der Asylgesuche grundsätzlich in Frage 

komme. 

A.c Das Wiederaufnahmeersuchen der Vorinstanz vom 27. Februar 2025 

hiessen die deutschen Behörden am 3. März 2025 gestützt auf Art. 18 

Abs. 1 Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom (...) zur Festlegung der Kriterien und Verfahren 

zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem 

Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten 

Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-

VO) gut. 

A.d Mit Verfügung vom 5. März 2025 trat die Vorinstanz auf die Asylgesu-

che der Beschwerdeführerinnen nicht ein und ordnete ihre Überstellung 

nach Deutschland an. 

B.  

B.a Dagegen erhoben die Beschwerdeführerinnen am 14. März 2025 Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragten, es sei ihnen 

in der Schweiz Schutz zu gewähren und der Wegweisungsvollzug sei bis 

zur Beurteilung der Beschwerde auszusetzen. 

B.b Am 17. März 2025 setzte der Instruktionsrichter den Wegweisungsvoll-

zug gestützt auf Art. 56 VwVG einstweilen aus. 

 

F-1796/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1. Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31]; Art. 31 ff. VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind er-

füllt, so dass auf die Beschwerde unter Vorbehalt von E. 1.2 einzutreten ist 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.2. Streitgegenstand kann nur sein, was bereits Gegenstand des ange-

fochtenen Entscheids war oder allenfalls hätte sein müssen und zwischen 

den Parteien noch strittig ist. Im Laufe eines Rechtsmittelverfahrens kann 

sich der Streitgegenstand grundsätzlich nicht erweitern oder inhaltlich ver-

ändern (vgl. BGE 144 II 359 E. 4.3; 142 I 155 E. 4.4.2; 136 II 457 E. 4.2; 

BVGE 2018 V/3 E. 3.1; je m.w.H.). Die Gewährung von Schutz bildete nicht 

Teil der angefochtenen Verfügung und hätte darin auch nicht geprüft wer-

den müssen, weshalb sie nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwer-

deverfahrens sein kann. Auf das entsprechende Rechtsbegehren ist nicht 

einzutreten. 

2.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zwei-

ten Richterin beziehungsweise eines zweiten Richters (Art. 111 

Bst. e AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit sum-

marischer Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

3.  

3.1. Die Vorinstanz hat korrekt erwogen, dass gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d Dublin-III-VO grundsätzlich Deutschland für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens der Beschwerdeführerinnen zuständig 

ist, dass das deutsche Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine systemi-

schen Mängel aufweist (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer F-796/2025 vom 

17. Februar 2025 E. 2.1), aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 

Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge, und dass vorliegend keine 

völkerrechtlichen Wegweisungsvollzugshindernisse ersichtlich sind, wel-

che die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO 

verpflichten würden. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfehlerfreier 

Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 der 

Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukommen-

den Ermessens von einem Selbsteintritt der Schweiz abgesehen. Sie ist 

demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf die 

Asylgesuche der Beschwerdeführerinnen nicht eingetreten und hat in 

F-1796/2025 

Seite 4 

Anwendung von Art. 44 AsylG deren Wegweisung nach Deutschland an-

geordnet. Zur näheren Begründung ist auf die ausführlichen vorinstanzli-

chen Erwägungen zu verweisen. 

3.2. Die Ausführungen auf Beschwerdeebene vermögen an der Richtigkeit 

der angefochtenen Verfügung nichts zu ändern. Da das deutsche Asylsys-

tem rechtsprechungsgemäss keine systemischen Schwachstellen aufweist 

(siehe E. 3.1 hiervor), erübrigen sich Weiterungen zur geltend gemachten 

Gefahr einer allfälligen Kettenabschiebung (siehe einlässlich dazu Urteil 

des EuGH vom 30. November 2023, verbundene Rechtssachen C-228/21, 

C-254/21, C-297/21, C-315/21 und C-328/21, §§ 129-142 und Ziff. 2 des 

Dispositivs). Soweit eine flüchtlingsrechtlich relevante Gefährdung der Be-

schwerdeführerinnen im Irak geltend macht wird, ist festzuhalten, dass die 

Prüfung von Fluchtgründen nicht Gegenstand des vorliegenden, einzig auf 

die Prüfung der Zuständigkeit des für die Durchführung des Asyl- und Weg-

weisungsverfahrens zuständigen Staates gerichteten Dublin-Verfahrens 

sein kann (siehe E. 1.2 hiervor), weshalb darauf nicht weiter einzugehen 

ist. 

4.  

Im Ergebnis ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden 

(Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutre-

ten ist. Mit dem vorliegenden Urteil fällt der angeordnete Vollzugsstopp da-

hin.  

5.  

Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Kosten den unterliegen-

den Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf 

insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

6.  

Dieses Urteil ist endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

 

(Dispositiv: nachfolgende Seite) 

  

F-1796/2025 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt.  

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Nathalie Schmidlin 

 

 

Versand: