# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0980aee7-aeb5-580e-ba7a-66eecaea59a2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-24
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 24.01.2022 IV 2020/237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-237_2022-01-24.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/237

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.09.2022

Entscheiddatum: 24.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2022
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss einem beweistauglichen 
polydisziplinären Gutachten ist die Beschwerdeführerin zu 50 % 
arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht benötigt sie für die Erbringung der 50 
%igen Leistung eine Anwesenheit von fünf bis sechs Stunden täglich und ist 
bei der Benützung des linken Armes erheblich eingeschränkt.. Dies 
rechtfertigt einen Tabellenlohnabzug von 10 %. Bei einem resultierenden 
Invaliditätsgrad von 62 % hat sie Anspruch auf eine Dreiviertelsrente 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. 
Januar 2022, IV 2020/237).

Entscheid vom 24. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix 

Zahner

Geschäftsnr.

IV 2020/237

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roland Zahner, Studer Zahner Anwälte AG, 

Hauptstrasse 11a, Postfach 2125, 8280 Kreuzlingen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

Die am 30. April 1965 geborene A.___ (nachfolgend: die Versicherte) meldete sich 

am 1. Dezember 2017 bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (IV-

act. 6). Die Versicherte war seit dem 1. Februar 2005 in einem 100 %-Pensum als 

Maschinenbedienerin bei der C.___ tätig (IV-act. 12). Seit dem 25. August 2017 bezog 

sie Krankentaggeld wegen Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 15). Mit Mitteilung vom 7. März 

2019 wurde der Anspruch auf berufliche Massnahmen nach medizinischen sowie 

beruflichen Abklärungen mangels Eingliederungspotential abgewiesen und die 

Rentenprüfung eingeleitet (IV-act. 47; Feststellungsblatt berufliche Massnahmen vom 

7. März 2019, IV-act. 46).

A.a. 

Am 5. Februar 2020 wurde die Versicherte im Auftrag der IV-Stelle durch die ABI 

Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH (nachfolgend ABI) polydisziplinär bzw. 

allgemeininternistisch, psychiatrisch und rheumatologisch begutachtet. Als 

Gesundheitsschäden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die 

Gutachter (verkürzte Wiedergabe) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), eine chronische Schmerzstörung mit 

somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), eine Hypermobilität (ICD-10 

M35.7), ein chronisches thorakolumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 

A.b. 

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B.  

M54.5), ein Belastungsdefizit der linken Schulter (ICD-10 M75.8), eine koronare 

Herzkrankheit (ICD-10 I25.1) sowie eine periphere arterielle Verschlusskrankheit 

beidseits (ICD-10 170.2; Gutachten vom 7. April 2020, IV-act. 76-8 f.). 

Zusammengefasst könne aus polydisziplinärer Sicht eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und eine Arbeits- respektive 

Leistungsfähigkeit von 50 % in adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden (IV-act. 

76-10 f.).

RAD-Arzt Dr. med. D.___, Facharzt für innere Medizin, nahm am 8. Juni 2020 

Stellung, insgesamt könne auf das ABI-Gutachten abgestellt werden, zumal die Stan­

dardindikatoren gemäss dem Bundesgerichtsurteil vom 3. Juni 2015 berücksichtigt 

worden und eine konsensuell bearbeitete Beantwortung der 

versicherungsmedizinischen Fragen klar ersichtlich sei (IV-act. 79).

A.c. 

Mit Vorbescheid vom 6. Juli 2020 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Zusprache einer halben IV-Rente ab 1. August 2018 bei einem Invaliditätsgrad von 

58 % (Valideneinkommen Fr. 63'739.--, Invalideneinkommen Fr. 26'897.--, 

Erwerbseinbusse Fr. 36'843.--) in Aussicht (IV-act. 83) und erliess am 7. Oktober 2020 

eine Verfügung im Sinne des Vorbescheids. Um Verzögerungen zu verhindern, werde 

die laufende IV-Rente ab 1. November 2020 vorgängig ausbezahlt. Die rückwirkende 

Verfügung erhalte die Versicherte später (IV-act. 90).

A.d. 

Gegen diese Verfügung lässt die A.___ (nachfolgend Beschwerdeführerin), 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Zahner, am 9. November 2020 Beschwerde 

erheben. Sie beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die 

Zusprache von mindestens einer Dreiviertelsrente, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Aus Sicht der 

Beschwerdeführerin bestünden aufgrund des im Gutachten beschriebenen 

Anforderungs- und Belastungsprofils verschiedene Einschränkungen, die mit Sicherheit 

einen Tabellenlohnabzug von mindestens 15 % begründen könnten. Aufgrund aller 

abzugswürdiger Merkmale "körperlich leichte bis selten mittelschwere Tätigkeit; 

Wechselbelastung; Tätigkeit ohne Einnahme von wirbelsäulenbelastenden 

Zwangshaltungen; Arbeiten ohne mit dem linken Arm über der Horizontalen; kein hoher 

B.a. 

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Leistungsdruck; Alter, Teilzeitarbeit; ein neues Tätigkeitsgebiet, usw." erscheine ein 

Tabellenlohnabzug von total 20 % als angemessen. Aus dem Vergleich von Validen- 

und Invalideneinkommen gemäss Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. Oktober 

2020 resultiere mit einem Tabellenlohnabzug von 20 % ein IV-Grad von rund 66 %. 

Damit habe die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der IV (act. 

G1).

Mit weiterer Beschwerde vom 10. Dezember 2020 wurde auch die 

zwischenzeitlich erlassene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. November 

2020 angefochten. Darin folgte die Zusprache der halben IV-Rente mit Wirkung ab 1. 

August 2018 bis 31. Oktober 2020 (act. G4.2). Die Beschwerdeführerin beantragte auch 

die Aufhebung dieser Verfügung, die Ausrichtung von mindestens einer 

Dreiviertelsrente sowie die Vereinigung der beiden hängigen Beschwerdeverfahren (act. 

G4). Am 16. Dezember 2020 teilte das Versicherungsgericht St. Gallen mit, dass die 

zweite Verfügung aufgrund des einheitlichen Rechtsverhältnisses als mitangefochten 

gelte (act. G5).

B.b. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2021 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und verweist auf die einschlägige 

Rechtsprechung. Die qualitativen Einschränkungen begründeten keinen 

Tabellenlohnabzug bzw. seien bereits in der Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt. 

Auch ein Abzug wegen absehbarer Abwesenheiten oder Schwankungen der 

Leistungsfähigkeit sowie ein Teilzeitabzug liessen sich nicht rechtfertigen. 

Insbesondere die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass sie bei Bedarf keinen 

anderen Arbeitsplatz besetzen könne, da dieser angepasst sein müsse, sei nicht 

nachvollziehbar. Denn ein Arbeitgeber dürfe seine Arbeitnehmenden nicht ohne 

Weiteres einer anderen Funktion zuführen und der Beschwerdeführerin stehe mit ihrem 

Belastungsprofil auch ein genügend breites Spektrum an Tätigkeiten auch innerhalb 

eines Unternehmens offen (act. G6).

B.c. 

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verzichtet auf eine Replik (act. G8).B.d. 

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Erwägungen

1.

Am 1. Januar 2022 sind mit der Revision zur Weiterentwicklung der 

Invalidenversicherung verschiedene Änderungen des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und der Verordnung über die 

Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft getreten. Weil in zeitlicher Hinsicht 

grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben, und weil ferner das 

Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis 

zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (hier: 7. Oktober und 

11. November 2020) eingetretenen Sachverhalt abstellt, sind im vorliegenden Fall die 

bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen materiellen Bestimmungen anwendbar 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit weiteren Hinweisen).

2.  

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht 

kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG)

2.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % und auf eine 

Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

2.2. 

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3.

Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das polydisziplinäre 

Gutachten des ABI vom 7. April 2020 (IV-act. 76). Nachfolgend ist zu prüfen, ob dieses 

beweistauglich ist und von einer 50 %-Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in 

leidensangepassten Tätigkeiten ausgegangen werden darf.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 99 E. 4; BGE 125 V 261 E. 4, je mit Hinweisen). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Fachperson 

begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; BGE 125 V 352 E. 3a, je mit Hinweis). Im Sinne 

einer Richtlinie ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens nach Art. 44 ATSG 

eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund 

eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 135 V 465 

E. 4.4).

2.3. 

Vorliegend diagnostizierte der allgemeininternistische Gutachter als Krankheiten 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine koronare Herzkrankheit (ICD-10 I25.1), 

eine arterielle Hypertonie (ICD-10 I10) sowie eine periphere arterielle 

Verschlusskrankheit beidseits (ICD-10 I70.2). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit stellte er einen Diabetes mellitus Typ II (ICD-10 E11.9), chronischen 

Nikotinabusus (ICD-10 F17.1), eine Hypercholesterinämie (ICD-10 E78.0) sowie eine 

rezidivierende Gastritis (ICD-10 K29) fest (IV-act. 76-27). Er führte aus, mit Blick auf die 

gesundheitliche und berufliche Entwicklung seien für die Beschwerdeführerin die 

Ganzkörperschmerzen vordergründig. Aus allgemeininternistischer Sicht könne 

retrospektiv betrachtet die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die oben 

genannten Diagnosen durchaus nachvollzogen werden. Die Beschwerdeführerin werde 

3.1. 

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angemessen medikamentös behandelt. Seit der Stent-Implantation im Mai 2018 könne 

retrospektiv gesehen von einer Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwer belastende 

Tätigkeiten ausgegangen werden. Seit der Krankschreibung im August 2017 bestehe 

zudem aufgrund der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit eine vollständige 

Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten, praktisch ausschliesslich stehend zu 

verrichtenden Tätigkeit als Maschinenbedienerin. Die durchgeführten medizinischen 

Behandlungen beurteilte der Gutachter auch alle als adäquat. Die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit der Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit sei jedoch nicht 

eingeschränkt, solange es sich um eine körperlich leichte bis intermittierend 

mittelschwere, wechselnd sitzend, stehend, gehend zu verrichtende Tätigkeit handle. 

Die geschätzte Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit im freien Arbeitsmarkt, 

bezogen auf ein Vollzeitpensum, betrage 100 % (IV-act. 76-24 ff.). Diese Einschätzung 

basiert auf den durch die Behandler erhobenen Befunden und gestellten Diagnosen 

(vgl. etwa Bericht des Spitals Flawil betreffend die kardiologische Konsultation vom 

31. Januar 2019, IV-act. 76-118 ff., sowie den Bericht der Klinik für Angiologie des 

Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) vom 18. Dezember 2018, IV-act. 76-127 ff.).

Im psychiatrischen Teilgutachten wurden als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige 

Episode (ICD-10 F33.1), und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und 

psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) festgestellt. Der Gutachter befand, die 

Beschwerdeführerin leide unter chronischen Schmerzen und fühle sich durch die 

Schmerzen stärker beeinträchtigt, als dass es durch die somatischen Befunde 

objektiviert werden könne. Zudem leide sie unter depressiven Verstimmungen, 

Antriebsverminderung und Freudlosigkeit und sei belastet durch ihre finanziellen 

Sorgen. Sie sehe sich nicht mehr als arbeitsfähig und ihre Depression sei mittelgradig 

ausgeprägt. Im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit habe ein 

hoher Arbeitsdruck bestanden. Die Beschwerdeführerin habe im Schichtdienst mit 

wenigen Pausen gearbeitet und sei einem grossen Leistungsdruck ausgesetzt 

gewesen. In dieser Tätigkeit könne sie nur noch während drei bis vier Arbeitsstunden 

anwesend sein. Daher werde die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auf 40 % 

geschätzt. Während dieser Anwesenheitszeit sei die Leistungsfähigkeit aufgrund der 

Depression und der Schmerzstörung eingeschränkt. Eine der Behinderung optimal 

angepasste Tätigkeit sei eine Tätigkeit, bei der sie keinem hohen Leistungsdruck 

ausgesetzt sei. In einer solchen Tätigkeit sei eine Präsenz von fünf bis sechs Stunden 

möglich und die Arbeitsfähigkeit könne auf 50 % geschätzt werden, wobei die 

Leistungsfähigkeit auch hier aufgrund der Depression und der Schmerzstörung 

beeinträchtigt sei (IV-act. 76-31 ff.). Der Gutachter führte nachvollziehbar aus, dass und 

3.2. 

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weshalb die depressive Episode nicht schwer ausgeprägt sei und keine 

posttraumatische Belastungsstörung vorliege (IV-act. 76-36 f.).

Die rheumatologische Gutachterin hielt als Diagnosen mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit eine Hypermobilität (ICD-10 M35.7), ein chronisches 

thorakolumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5) und ein 

Belastungsdefizit der linken Schulter (ICD-10 M75.8) fest. Als rheumatologische 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien das chronische 

zervikospondylogene Schmerzsyndrom (ICD 10-M53.1), der Status nach operativ 

versorgter Femurfraktur rechts (ICD-10 S72.9) sowie das generalisierte multilokuläre 

Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9) zu nennen (IV-act. 76-45). Die Gutachterin legte dar, 

auffällig bei der klinischen Untersuchung sei eine allgemeine Hypermobilität mit 

Überstreckbarkeit der Gelenke gewesen. Bedingt hierdurch könne es bei nur 

ungenügender muskulärer Stabilisierung immer wieder zu Überlastungserscheinungen 

im Bereich der peripheren Gelenke und zur Blockierungen im Wirbelsäulenbereich 

kommen. Ein Teil der von der Versicherten angegebenen Rücken- und Gelenk­

beschwerden lasse sich hierauf zurückführen. Bisherige Behandlungen und 

Abklärungen beurteilte die Gutachterin des Weiteren als sinnvoll und angemessen. Für 

die von Seiten des Bewegungsapparates her geklagten Schmerzen und 

Funktionseinschränkungen finde sich nur zum Teil ein entsprechendes 

morphologisches Korrelat. Mit Blick auf Konsistenz und Plausibilität in der 

Untersuchungssituation hielt sie zudem Diskrepanzen zwischen den Einschränkungen 

im Rahmen der Untersuchungssituation und der deutlich besseren Beweglichkeit bei 

unbewussten Bewegungen der Versicherten fest. Bis auf die allgemeine Hypermobilität 

und eine Minderbelastbarkeit der linken Schulter und der Wirbelsäule würden der 

Versicherten aus rein rheumatologischer Sicht sämtliche Fähigkeiten und Ressourcen 

zur Verfügung stehen, die zur Ausübung einer adaptierten Tätigkeit erforderlich seien. 

Gemäss Arbeitsplatzbeschreibung gehe die zuletzt ausgeübte Tätigkeit der 

Versicherten als Maschinenbedienerin über das zumutbare Leistungsprofil zwar hinaus. 

Eine adaptierte Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin hingegen vollschichtig, das heisst 

in einem 100 %-Pensum, zumutbar. Es müsse sich um eine leichte bis selten 

mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit ohne Einnahme von 

wirbelsäulenbelastenden Zwangshaltungen und ohne Arbeiten mit dem linken Arm über 

der Horizontalen handeln (IV-act. 76- 40 ff.). Die rheumatologische Gutachterin traf 

diese Einschätzung in bewusster leichter und zudem interdisziplinär nicht relevanter 

Abweichung vom Vorgutachten von Dr. E.___ (Fremdakten, act. 4-70). Auch die 

Berichte zur Behandlung des Schmerzsyndroms, die keine Arbeitsfähigkeitsschätzung 

enthalten, weisen nicht auf von der Gutachterin nicht berücksichtigte objektive Aspekte 

3.3. 

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4.

Die Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit wird von der Beschwerdeführerin nicht 

bestritten. Zusammengefasst und mit Blick auf die geltende Rechtsprechung, ihr Alter, 

die dokumentierten Einschränkungen und das gutachterlich festgelegte Adaptionsprofil 

sind auch keine Gründe ersichtlich, die eine Arbeitstätigkeit im Rahmen des 

anwendbaren, hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkts als unzumutbar erscheinen 

lassen würden. Daher ist von der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 50 % der 

Beschwerdeführerin auszugehen.

5.

Zu prüfen bleibt damit der Invaliditätsgrad im Rahmen eines Einkommensvergleichs. 

Die von der Beschwerdegegnerin festgelegten Werte wurden von der 

hin (Berichte des Spitals Flawil vom 2. Oktober 2019, IV-act. 76-30, und des 

Schmerzzentrums des KSSG vom 24. Juni 2019, IV-act. 76-96 ff., vom 1. Juli 2019, IV-

act. 65-1 ff. und vom 21. August 2019, IV-act. 76-102 ff.).

Im polydisziplinären Konsens hielten die Gutachter in Würdigung der 

Feststellungen in den einzelnen Disziplinen fest, dass seit August 2017 eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und seit September 

2017 über die Zeit gemittelt eine Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit von 50 % in 

adaptierten Tätigkeiten festgestellt werden könne. Die Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit sei in erster Linie durch die somatischen Diagnosen 

begründet. Die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in körperlich adaptierten Tätigkeiten 

bestehe aufgrund der psychiatrischen Einschränkungen (IV-act. 76-10 f.).

3.4. 

Bei der Würdigung der polydisziplinären Beurteilung fällt ins Gewicht, dass sie je 

Disziplin auf eigenständigen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die von der 

Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die 

medizinischen Befunde sowie die die Arbeitsfähigkeit betreffenden Schlussfolgerungen 

der Gutachter erscheinen nachvollziehbar und schlüssig. Des Weiteren bestehen keine 

Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden 

wären. Die Beweistauglichkeit des Gutachtens wird von der Beschwerdeführerin auch 

nicht bestritten. Zusammenfassend kann daher auf das Ergebnis des polydisziplinären 

Gutachtens des ABI abgestellt und von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in 

leidensangepassten Tätigkeiten ausgegangen werden.

3.5. 

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Beschwerdeführerin zwar nicht beanstandet, jedoch ist ihre Richtigkeit im Folgenden 

kurz zu prüfen.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG). Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im 

Zeitpunkt des Rentenbeginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf 

zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der 

Vergleichseinkommen müssen bis zum Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden 

(Urteil des Bundesgerichts vom 11. September 2015, 9C_526/2015, E. 3.2.1 mit 

Hinweis). Der Rentenbeginn ist vorliegend in Beachtung des Zeitpunkts der IV-

Anmeldung bzw. des Wartejahres korrekt und unbestritten auf den 1. August 2018 

festgelegt worden. Demnach sind die Einkommen auf der Basis der Zahlen für das Jahr 

2018 zu vergleichen.

5.1. 

Als Valideneinkommen gilt dasjenige Einkommen, das die versicherte Person im 

Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns auf Grund ihrer beruflichen Fähigkeiten 

und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ohne die Gesundheitsschädigung erzielt hätte. Für die Ermittlung 

des Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt vor Eintritt der 

Gesundheitsschädigung im angestammten Bereich erzielten, allenfalls der Teuerung 

und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn angeknüpft, da es 

empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 7. Oktober 2019, 

9C_355/2019, E. 3.1.1 sowie vom 21. Dezember 2016, 8C_728/2016, E. 3.1, mit 

weiteren Verweisen). Erzielt eine versicherte Person aufgrund invaliditätsfremder 

Faktoren lediglich ein geringes Einkommen und ist aufgrund der gesamten Umstände 

anzunehmen, sie hätte sich als Gesunde voraussichtlich dauerhaft aus freien Stücken 

mit einer bescheidenen Erwerbstätigkeit begnügt, ist auf das erzielte Einkommen 

abzustellen, es sei denn, dieses sei weit unterdurchschnittlich, nicht existenzsichernd 

und die versicherte Person verfüge über kein Vermögen zur Bestreitung des 

Lebensunterhalts (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2009, 9C_409/2009, 

E. 3.1; U. Meyer/ M. Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art.

28a, N 71; BGE 125 V 157 E. 5c/bb). Vorliegend hatte die Beschwerdeführerin 

5.2. 

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6.  

unmittelbar vor Eintritt des Gesundheitsschadens als Maschinenbedienerin in einem 

100 %-Pensum zuletzt zu einem Monatslohn von Fr. 4'903.- (Arbeitgeberbericht 

zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 13. Dezember 2017, IV-act. 12) gearbeitet. Da 

bei der Beschwerdeführerin im Jahr 2017 der Gesundheitsschaden eintrat und nebst 

dem Grundlohn Zulagen, Prämien und der 13. Monatslohn für die Bemessung des 

Valideneinkommens zu berücksichtigen sind, ist für die Bestimmung des 

Valideneinkommens auf den der Nominallohnentwicklung bis zum massgeblichen Jahr 

2018 angepassten Durchschnittslohn der Jahre 2014 bis 2016 gemäss dem Auszug 

aus dem individuellen Konto (IK; IV-act. 11) abzustellen. Die Aufrechnung folgt dem 

Schweizerischen Lohnindex des Bundeamtes für Statistik (BFS), T 39, Indices Frauen. 

Für das Jahr 2014 lässt sich so ein Einkommen von Fr. 65'239.-- (Fr. 63'830.-- : 2673 x 

2732), für das Jahr 2015 von Fr. 64'655.-- (Fr. 63'566.-- : 2686 x 2732) und für das Jahr 

2016 von Fr. 64'610.-- (Fr. 64'066.-- : 2709 x 2732) errechnen, womit sich ein 

Durchschnitt und somit Valideneinkommen von Fr. 64'834.-- ergibt.

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 

Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die 

ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das 

Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, 

gilt grundsätzlich der von ihr tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die versicherte 

Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung statistische Werte (Tabellenlöhne) beigezogen werden (BGE 129 V 

472 E. 4.2.1, Urteil des Bundesgerichts vom 31. Juli 2018, 9C_752/2017, E. 3.1). Da die 

Beschwerdeführerin seit dem 25. August 2017 keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht 

(IV-act. 1), hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Lohnstrukturerhebung (LSE) 

des BFS abgestellt. Gemäss TA1, 2018, Total Frauen, Total, Kompetenzniveau 1, 

beträgt der durchschnittliche Monatslohn Fr. 54'681.-- (Informationsstelle AHV/IV, IV, 

Ausgabe 2022, Anhang 2, S. 278). Entsprechend der 50%igen Arbeitsfähigkeit beträgt 

es vorliegend Fr. 27'341.--.

5.3. 

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von Lohnstatistiken wie LSE 

ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert bzw. der Tabellenlohn gegebenenfalls 

zu kürzen (sog. Tabellenlohnabzug). Damit soll der Tatsache Rechnung getragen 

6.1. 

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werden, dass persönliche und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der 

Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Je nach 

Ausprägung dieser Faktoren kann die versicherte Person deswegen die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht 

automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen 

(BGE 146 V 16, E. 4.1 mit Hinweisen). Soweit gesundheitliche Merkmale, insbesondere 

Art und Ausmass der Behinderung, betroffen sind, wird geprüft, ob verglichen mit 

einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen 

für eine Anstellung bestehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 15. Juli 2020, 

8C_151/2020, E. 6.2).

Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin keinen 

Tabellenlohnabzug gewährt (IV-act. 81). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

macht dagegen geltend, dass aufgrund abzugswürdiger Merkmale ein 

Tabellenlohnabzug von total 20 % angemessen sei. Zur Begründung verweist er im 

Wesentlichen auf das durch verschiedene Einschränkungen geschmälerte 

Zumutbarkeitsprofil gemäss dem ABI-Gutachten. Aus Sicht des psychiatrischen 

Gutachters kann die Beschwerdeführerin bei einer Anwesenheit von fünf bis sechs 

Stunden (entsprechend einem Pensum von etwa 65 %) täglich eine Leistung von 50 % 

erbringen (vgl. IV-act. 76-38). Einem potentiellen Arbeitgeber entsteht dadurch ein 

finanzieller Nachteil, dass der Arbeitsplatz der Beschwerdeführerin nicht in gleichem 

Ausmass durch weitere Arbeitnehmende genutzt werden könnte, wie wenn die 

Beschwerdeführerin ihr 50%iges Rendement während einer ebenfalls 50%igen 

Anwesenheit erbringen könnte. Es liegt somit eine in der medizinischen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung noch nicht berücksichtigte Einbusse des Rendements vor, 

das sich wie ein zusätzlicher Pausenbedarf auswirkt. Dies rechtfertigt einen 

Tabellenlohnabzug (vgl. Urteil vom 14. Oktober 2019, 9C_400/2019, E. 5.1 und 5.4). 

Das rheumatologische Adaptationsprofil verlangt eine leichte bis selten mittelschwere, 

wechselbelastende Tätigkeit ohne wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen und 

Arbeiten mit dem linken Arm über der Horizontalen (IV-act. 76-49). Es besteht somit 

zusätzlich zur körperlichen Schwere der zumutbaren Arbeit eine Einschränkung in 

Bezug auf die linke Schulter. Insgesamt erscheint ein leidensbedingter Abzug vom 

Tabellenlohn von 10 % begründet.

6.2. 

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7.  

Die von der Beschwerdeführerin angeführten weiteren Gründe für einen 

Tabellenlohnabzug - das fortgeschrittene Alter, lediglich teilzeitliche Anwesenheit, 

langjährige Anstellung bei der letzten Arbeitgeberin, die Gefahr überdurchschnittlicher 

Krankheitsabsenzen, Unfähigkeit, Überstunden zu leisten, fehlende Flexibilität, Bedarf 

nach besonderer Rücksichtnahme - sind grundsätzlich nicht abzugsrelevant (BGE 146 

V 26 E. 7.2.1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 25. Juni 2012; 

9C_382/2012, E. 3.2.2,  vom 28. August 2019, 9C_407/2019, E. 4.4.3 sowie vom 30. 

April 2019 8C_799/2018, E. 4.4 mit Hinweisen). Insbesondere für einen Teilzeitabzug 

zusätzlich zum vorstehend beschriebenen Abzug wegen vermehrtem Pausenbedarf 

besteht keine Grundlage (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 30. November 2012, 

8C_712/2012, E. 4.2.2 vgl. auch LSE des BFS, T18, wonach vollzeitlich arbeitende 

Frauen ohne Kaderfunktion durchschnittlich Fr. 5'487.-- und bei einem Pensum von 

50 % bis 74 % hochgerechnet auf ein Vollpensum gar Fr. 6'000.-- verdienen). Dies 

entspricht im Übrigen auch dem seit 1. Januar 2022 in Kraft stehenden, hier zwar noch 

nicht anwendbaren Art. 26  Abs. 3 IVV, wonach ein Tabellenlohnabzug von 10 % 

erfolgt, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 

funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Absatz 1  von 50 % oder weniger tätig 

sein kann.

6.3. 

bis

bis

Somit bleibt es beim Tabellenlohnabzug von 10 %. Folglich beläuft sich das 

Invalideneinkommen auf Fr. 24'606.-- (50 % x Fr. 54'681.-- x 0,9; vgl. E. 5.3). Bei einem 

Valideneinkommen von Fr. 64'610.-- (E. 5.2) resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 

62 %. Die Beschwerdeführerin hat damit mit Wirkung ab 1. August 2018 (Ablauf des 

Wartejahres gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Dies 

würde sich selbst bei Gewährung des höchstmöglichen Tabellenlohnabzugs von 25 % 

nicht ändern (resultierender Invaliditätsgrad 68 %).

6.4. 

In Gutheissung der Beschwerde sind die Verfügungen vom 7. Oktober und 

11. November 2020 aufzuheben und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. August 

2018 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Die 

Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

7.2. 

bis

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In Gutheissung der Beschwerde werden die Verfügungen vom 7. Oktober und 

11. November 2020 aufgehoben und wird der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 

1. August 2018 eine Dreiviertelsrente zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung 

der Rentenleistung wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr 

zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von 

Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.

Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 

lit. b Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht. Im 

vorliegenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 24.01.2022
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 28 IVG: Gemäss einem beweistauglichen polydisziplinären Gutachten ist die Beschwerdeführerin zu 50 % arbeitsfähig. Aus psychiatrischer Sicht benötigt sie für die Erbringung der 50 %igen Leistung eine Anwesenheit von fünf bis sechs Stunden täglich und ist bei der Benützung des linken Armes erheblich eingeschränkt.. Dies rechtfertigt einen Tabellenlohnabzug von 10 %. Bei einem resultierenden Invaliditätsgrad von 62 % hat sie Anspruch auf eine Dreiviertelsrente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Januar 2022, IV 2020/237).

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