# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 48311131-1f8e-5163-b4fa-affbaf8d8ab3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 29.10.2021 130 2021 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_130-2021-4_2021-10-29.pdf

## Full Text

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 Bau- und Verkehrsdirektion

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BVD 130/2021/4

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 29. Oktober 2021

in der Beschwerdesache zwischen

C.________
Beschwerdeführerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

F.________
Beschwerdegegnerin

sowie

B.________

betreffend die Verfügung der B.________ vom 26. Juli 2021 (Projekt 216333; Erneuerung der 
Sicherungsanlagen Bahnhof G.________)

I. Sachverhalt

1. Am 12. Februar 2021 schrieb die B.________ (B.________) die Erneuerung der 
Sicherungsanlagen Bahnhof G.________/I.________ und H.________ im offenen Verfahren auf 
der Website des Vereins für ein Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in 
der Schweiz (www.simap.ch) aus. Dabei sollen die heute bestehenden, relaisbasierten 
Sicherungsanlagen vom Typ Domino 69 durch neue elektronische Stellwerke abgelöst werden. 
Die B.________ beabsichtigt mit dieser Ausschreibung, einerseits die Fahrwegsicherungstechnik 
für die Bahnhöfe G.________/I.________ und H.________ zu beschaffen sowie zusätzlich einen 
Systementscheid für die künftig eingesetzte elektronische Stellwerkstechnik zu evaluieren. Aus 
diesem Grund wurde die Ausschreibung in die drei Teilbereiche Stellwerkersatz Bahnhof 
G.________/I.________, Stellwerkersatz Bahnhof H.________ und Standard-Elementpreise für 
künftige Beschaffungen unterteilt, wobei Interessierte ein Angebot für alle drei Teilbereiche 
einreichen mussten.1 Gemäss den Ausschreibungsunterlagen2 waren Unternehmervarianten 
zugelassen und konnten zusätzlich zur Amtsversion als alternativen Vorschlag eingereicht 

1 Submissionsunterlagen, Teil A: Ausschreibungsbedingungen, Ziff. 1, Vorakten pag. 8.
2 Submissionsunterlagen, Teil A: Ausschreibungsbedingungen, Ziff. 3.16.2, Vorakten pag. 15.

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werden. Innert Frist reichten drei Anbieterinnen ein Angebot ein, darunter die Beschwerdeführerin 
und die Beschwerdegegnerin. Als einzige Bewerberin reichte die Beschwerdeführerin neben der 
Amtsversion eine Unternehmervariante ein. 

Mit Zuschlagsverfügung vom 26. Juli 2021 erteilte die B.________ der Beschwerdegegnerin den 
Zuschlag. 

2. Gegen diese Zuschlagsverfügung erhob die Beschwerdeführerin am 6. August 2021 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD). Dabei stellt sie die 
folgenden Anträge:

«1. Es sei der vorliegenden Beschwerde zunächst superprovisorisch und alsdann definitiv die 
aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und der Beschwerdegegnerin 1 [hier: Vergabestelle] zu 
verbieten, den Vertrag mit der Zuschlagsempfängerin abzuschliessen.

  2. Der Zuschlag der Beschwerdegegnerin 1 [hier: Vergabestelle] an die Zuschlagsempfängerin sei 
aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung im Sinne des Entscheids an die 
Beschwerdegegnerin 1 [hier: Vergabestelle] zurückzuweisen.

  3. Es sei der Beschwerdeführerin vollumfänglich Akteneinsicht zu gewähren, soweit keine überwiegenden 
öffentlichen oder privaten nachgewiesenen Interessen entgegenstehen, insbesondere in sämtliche 
Aktenstücke und Dokumente betreffend die Bewertung des Angebots der Zuschlagsempfängerin und 
einer allfälligen Bewertung der Unternehmervariante der Beschwerdeführerin. Anschliessend sei der 
Beschwerdeführerin Gelegenheit zu geben, die Beschwerde zu ergänzen bzw. es sei nach erfolgter 
Akteneinsicht durch die Beschwerdeführerin ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.

  4. Für den Fall, dass die Zuschlagsempfängerin am Verfahren teilnimmt, sei der Beschwerdeführerin 
Gelegenheit zu geben, die geheim zu haltenden Teile ihres Angebots und ihrer Unternehmervariante 
zu bezeichnen.

  5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin [hier: Vergabestelle], 
evtl. der Zuschlagsempfängerin.»

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet3, führte einen 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Gleichzeitig wurde die B.________ mit 
Verfügung vom 10. August 2021 darauf hingewiesen, dass es ihr aufgrund des eingereichten 
Gesuchs um aufschiebende Wirkung und gestützt auf Art. 32 Abs. 1 Bst. c ÖBV4 derzeit untersagt 
sei, einen Vertragsabschluss vorzunehmen. 

Mit Stellungnahme vom 19. August 2021 beantragt die B.________ die Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist sowie die Bestätigung des Zuschlags an die 
Beschwerdegegnerin. Weiter beantragt sie, dem Gesuch um Erteilung der aufschiebenden 
Wirkung der Beschwerde sei nicht stattzugeben und es sei der Antrag abzuweisen, wonach der 
Beschwerdeführerin umfassende Akteneinsicht in die amtlichen Akten des 
Beschaffungsverfahrens zu geben sei. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 23. 
August 2021 sinngemäss auf das Stellen von Anträgen in der Sache. In formeller Hinsicht führte 
sie aber aus, dass die von ihr abgegebenen Angebotsunterlagen grundsätzlich vertraulich seien 
und nicht an die Beschwerdeführerin herausgegeben werden dürfen.

4. Mit Zwischenverfügung vom 25. August 2021 hiess das Rechtsamt das 
Akteneinsichtsgesuch der Beschwerdeführerin insofern gut, als ihr Einsicht in die 
Angebotsauswertung der B.________ in noch zu anonymisierender Form in Aussicht gestellt 

3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
4 Verordnung vom 16. Oktober 2002 über das öffentliche Beschaffungswesen (ÖBV; BSG 731.21).

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wurde. Die B.________ wurde gebeten, die entsprechenden Unterlagen zu anonymisieren. Soweit 
die Beschwerdeführerin eine weitergehende Akteneinsicht verlangte, wurde das Gesuch 
abgewiesen. Mit Eingabe vom 31. August 2021 gingen die von der B.________ anonymisierten 
Akten ein. Mit Verfügung vom 1. September 2021 stellte das Rechtsamt der Beschwerdeführerin 
die in Aussicht gestellten Akten in der von der B.________ anonymisierten Form zu und gab ihr 
Gelegenheit, ihre Beschwerde zu ergänzen und zu den Eingaben der B.________ und der 
Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen.

Die Beschwerdeführerin reichte am 14. September 2021 eine Stellungnahme ein und hielt dabei 
an ihren Anträgen fest. Die B.________ nahm hierzu mit Eingabe vom 27. September 2021 
Stellung und hält dabei ebenfalls an ihren Anträgen fest. Von der Beschwerdegegnerin ging keine 
Stellungnahme ein. Mit Eingabe vom 25. Oktober 2021 nahm die Beschwerdeführerin nochmals 
Stellung. 

5. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Nach Art. 11 Abs. 2 Bst. b i.V.m. Art. 12 Abs. 1 ÖBG5 können Zuschlagsverfügungen 
kantonaler Auftraggeberinnen und Auftraggeber nach Art. 2 Abs. 1 Bst. a ÖBG und der von ihnen 
mehrheitlich beherrschten oder konzessionierten Auftraggeberinnen oder Auftraggeber nach 
Art. 2 Abs. 1 Bst. c ÖBG bei der in der Sache zuständigen Direktion des Regierungsrats 
angefochten werden. Die B.________ ist eine privatrechtlich organisierte Aktiengesellschaft. Die 
Aktien werden aber grösstenteils von öffentlich-rechtlichen Körperschaften gehalten. Der Kanton 
Bern ist mit X % und der Bund mit Y % daran beteiligt. Das übrige Aktienkapital fällt auf andere 
Kantone, Gemeinden sowie Private. Der Kanton Bern hält die grösste Beteiligung an der 
B.________. Sie stellt damit ein Unternehmen im Sinne von Art. 2 Abs. 1 Bst. c ÖBG dar. Die BVD 
ist daher zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig.

b) Im vorliegenden Beschaffungsverfahren reichten insgesamt drei Unternehmen ein Angebot 
ein, wobei die Beschwerdeführerin gemäss Zuschlagsauswertung der Angebote6  mit ihrer 
Amtsvariante den dritten Platz belegte. Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde vor, 
dass die von ihr eingereichte Unternehmervariante zu Unrecht nicht geprüft und bewertet worden 
sei, weshalb die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen sei. Da die Unternehmervariante der 
Beschwerdeführerin den klar billigten Angebotspreis enthält, hat die Beschwerdeführerin eine 
realistische Chance, mit ihrem Angebot zum Zuge zu kommen, wenn sie mit ihrer Beschwerde 
obsiegt. Sie hat deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung der Zuschlagsverfügung. 
Die Beschwerde ist innert der zehntägigen Rechtsmittelfrist eingereicht worden. Sie enthält einen 
Antrag und eine Begründung. Der geschätzte Auftragswert liegt zudem über dem Schwellenwert 
anfechtbarer Verfügungen gemäss Art. 11 Abs. 2 ÖBG. Die BVD tritt damit auf die Beschwerde 
ein.

5 Gesetz vom 11. Juni 2002 über das öffentliche Beschaffungswesen (ÖBG; BSG 731.2).
6 Vorakten pag. 280 f. 

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c) Das Verfahren vor der BVD richtet sich nach den Bestimmungen des VRPG7, soweit das 
ÖBG nichts anderes bestimmt. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, einschliesslich 
Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens, und die unrichtige und unvollständige 
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 14 Abs. 2 ÖBG). Der 
Beschwerdegrund der Unangemessenheit gemäss Art. 66 Abs. 1 Bst. c VRPG steht dagegen nicht 
offen.

2. Angebotspräsentation

a) In der Beschwerdeergänzung vom 14. September 2021 beanstandet die 
Beschwerdeführerin die fehlende Durchführung einer Angebotspräsentation. Gemäss 
Ausschreibungsunterlagen habe sich die Vergabestelle vorbehalten, eine Angebotspräsentation 
durchzuführen, um Angaben verifizieren zu könne und zusätzliche Informationen zu erhalten. In 
Anbetracht der Technizität und der kommerziellen Bedeutung ihrer Unternehmervariante sei es 
völlig unverständlich, dass die Vergabestelle auf diese Präsentation verzichtet habe. 

b) Weder aus den Ausschreibungsunterlagen8 noch aus den gesetzlichen Grundlagen ergibt 
sich eine Pflicht zur Durchführung einer Angebotspräsentation. Dies wird von der 
Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Die Durchführung einer solchen Präsentation 
stand damit im Ermessen der Vergabestelle und sie konnte ohne nähere Begründung darauf 
verzichten. Die Beschwerdeführerin kann damit mit ihren diesbezüglichen Vorbringen nichts zu 
ihren Gunsten ableiten.  

3. Berücksichtigung / Bewertung der Unternehmervariante

a) Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Vergabestelle weder eine Prüfung noch eine 
objektive Beurteilung der Unternehmervariante vorgenommen hat. Ihre Unternehmervariante 
stelle ein vollständiges Angebot für die ausgeschriebenen Leistungen dar und sei funktional 
gleichwertig wie die verlangte Amtsvariante. Die Ausschreibungsunterlagen sähen keine 
zwingenden Anforderungen für die Unternehmervariante vor. Die Vergabestelle hätte in der 
Ausschreibung festlegen müssen, von welchen Anforderungen bei Unternehmervarianten nicht 
abgewichen werden dürfe. Dies habe sie nicht gemacht. Dass die Unternehmervariante nicht alle 
Punkte der Leistungsbeschreibung so erfülle wie sie ausgeschrieben seien, liege in der Natur 
einer Variante. Letztlich habe sie genau das angeboten, was die Vergabestelle wolle, nämlich den 
Ersatz der drei Stellwerke und die Beistellung von Reservematerialien. Die Abweichungen würden 
einzig die technische Lösung zur Erfüllung dieser Anforderungen betreffen. Die 
Unternehmervariante hätte daher, wie die Amtsversionen, nach den Kosten-/Nutzenkriterien 
bewertet werden müssen. Die Vergabestelle habe Unternehmvarianten gemäss den 
Ausschreibungsunterlagen nicht nur zugelassen, sondern ausdrücklich zugesichert, dass diese 
auch geprüft würden. Die Vergabestelle könne zwar frei entscheiden, ob sie in einer 
Ausschreibung Varianten zulassen wolle oder nicht. Es sei auch zulässig, in der Ausschreibung 
das Eintreten auf eine Variante dem Ermessen der Vergabestelle zu überlassen. Wenn die 
Vergabestelle jedoch Unternehmervarianten ohne einen solchen Vorbehalt zulasse, müsse sie 
diese auch prüfen. Indem dies unterblieben sei, habe die Vergabestelle ausserhalb ihres 
Ermessensspielraum gehandelt und gegen das Willkürverbot sowie das Diskriminierungsverbot 
verstossen. Auch stelle dies einen Verstoss gegen die Pflicht zur Wahrung eines wirksamen 
Wettbewerbs dar, gerade im stark monopolisierten Bereich der Bahnsicherungstechnik. 

7 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
8 Submissionsunterlagen, Teil A: Ausschreibungsbedingungen, Ziff. 3.16.7, Vorakten pag. 15.

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Die B.________ entgegnet, die Aussage, wonach sie die Unternehmervariante weder geprüft noch 
objektiv ausgewertet habe, treffe nicht zu. Vielmehr habe sie diese Variante nicht ausgewertet, 
weil die Abweichungen gegenüber den verlangten Amtsversionen zu erheblich gewesen seien. 
Die Unternehmervariante müsse dem ausgeschriebenen Willen der Vergabestelle entsprechen, 
die ausgeschriebenen Ziele wahren und mit den übrigen Angeboten vergleichbar sein. Von einer 
Unternehmervariante werde zudem eine funktionale Gleichwertigkeit verlangt und sie müsse 
vollständig sein. Massgebend für die Beurteilung, ob eine zulässige Variante vorliege oder nicht, 
sei der Umstand, dass die mit der Beschaffung verfolgten Ziele erreicht würden. Wenn die 
Vergabestelle Vorgaben für die Amtsvariante in den Ausschreibungsunterlagen anführe, so seien 
diese auch von der Unternehmervariante zu erfüllen. Die Aussage der Beschwerdeführerin, 
wonach bei einer Unternehmervariante nicht alle Punkte gemäss Leistungsbeschrieb so erfüllt 
sein müssten, wie dies ausgeschrieben sei, treffe daher nicht zu. Die Vergabestelle lege die 
Vorgaben fest und die Anbieterinnen hätten sich daran auszurichten und könnten mit ihren 
Unternehmervarianten nicht ihre eigenen Vorstellungen über die Erfüllung der Vorgaben der 
Vergabestelle durchsetzen. Vorliegend werde der Grundsatz der Gleichwertigkeit der Variante 
verletzt. Die Beschwerdeführerin habe den Nachweis nicht erbracht, dass die von ihr eingereichte 
Variante die Anforderungen an die verlangten Leistungen erfülle. Vielmehr habe sie einzig die 
Unterschiede zwischen ihrer Unternehmervariante und der Amtsvariante aufgezeigt. Wenn sie 
diese Variante als Alternative zur Amtsvariante anerkennt hätte, dann wäre der 
Beschaffungsgegenstand wesentlich geändert worden. Sie hätte daher aus Gründen der 
Gleichbehandlung und Transparenz den anderen Anbieterinnen ebenfalls die Gelegenheit 
einräumen müssen, ein neues Angebot im Hinblick auf die wesentlich geänderten Anforderungen 
einzureichen. Die Abweichungen seien jedoch derart erheblich, dass sie das Verfahren hätte 
abbrechen und wiederholen müssen. Zu einem solchen Vorgehen könne die Vergabestelle in 
keinem Fall verpflichtet werden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bestehe im 
Bereich der Bahnsicherungstechnik kein monopolisierter Zustand. Der Einwand, dass die 
technischen Spezifikationen darauf abzielten, einzelne Anbieterinnen zu bevorzugen, hätte 
ohnehin unmittelbar nach der Publikation der Ausschreibung vorgebracht werden müssen. Die 
Anforderungen gemäss Ausschreibung und den dazugehörenden Unterlagen könnten im jetzigen 
Zeitpunkt nicht mehr angefochten werden. Da die Unternehmervariante den 
submissionsrechtlichen Anforderungen nicht genügte, habe sie sich nicht näher mit deren 
Auswertung befassen müssen. Insgesamt habe die Beschwerdeführerin mit der 
Unternehmervariante die Ausschreibungsunterlagen verletzt, sie habe submissionsrechtlich 
betrachtet ein Teilangebot eingereicht, das gemäss den Submissionsbedingungen per se aus dem 
Verfahren zu weisen sei.  

b) Soweit die Beschwerdeführerin in den Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen (insb. 
hinsichtlich des Einsatzes von Pflichtmaterial) eine Ungleichbehandlung bzw. eine unzulässige 
Bevorteilung einzelner Unternehmen sowie eine Verletzung der Pflicht zur Wahrung eines 
wirksamen Wettbewerbs erblickt, kommt sie mit ihren Vorbringen zu spät. Die Ausschreibung gilt 
als selbständig anfechtbare Verfügung (vgl. Art. 11 Abs. 2 Bst. a ÖBG; Art. 15 Abs. 1bis Bst. a IVöB9). 
Sie war dementsprechend mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen (Ziff. 4.8). Allfällige Mängel der 
Ausschreibung bzw. der zeitgleich verfügbaren Ausschreibungsunterlagen müssen innert zehn 
Tagen seit der Publikation angefochten werden, andernfalls das Beschwerderecht verwirkt ist.10 Die 
erwähnten Rügen der Beschwerdeführerin erweisen sich demnach als verspätet, zumal sich das 
Pflichtmaterial sowie die zu offerierenden Elemente in eindeutiger Weise aus dem 
Leistungsbeschrieb als Bestandteil der Ausschreibungsunterlagen ergaben und die in diesem 

9 Interkantonale Vereinbarung vom 25. November 1994 mit Änderungen vom 15. März 2001 über das öffentliche 
Beschaffungswesen (IVöB; BSG 731.2-1).
10 VGE 2016/291 vom 3. April 2017, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen.

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Zusammenhang (aus Sicht der Beschwerdeführerin) vorhandenen Mängel in diesem Zeitpunkt 
offensichtlich erkennbar waren. Bezüglich dieser Vorbringen kann damit auf die Beschwerde nicht 
eingetreten werden.

c) Die Vergabestelle kann den Anbieterinnen die Möglichkeit geben, vom ausgeschriebenen 
Beschaffungsgegenstand oder Lösungsweg (sog. Amtsvorschlag) abzuweichen und – bessere, 
mindestens aber (funktional) gleichwertige – Alternativen anzubieten. Solche 
Unternehmervarianten sind ohne gegenteilige Ausschreibung zulässig, entbinden aber nicht 
davon, auch den Amtsvorschlag anzubieten (vgl. Art. 33 Abs. 1 IVöB).11 Die Vergabestelle hat 
vorliegend Unternehmervarianten in den Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich als zulässig 
bezeichnet und dabei Folgendes festgehalten12: 

«Unternehmervarianten sind zugelassen und können zusätzlich zur Amtsversion als alternativen Vorschlag 
eingereicht werden. Sie werden separat geprüft und dabei der Nutzen ermittelt. Bei entsprechendem 
Kosten/Nutzen-Vorteil werden Unternehmervarianten analog der Amtsvarianten bewertet und beim 
Vergabeentscheid berücksichtigt. Die Vergabestelle behält sich ausdrücklich das Recht vor, im Falle von 
grossem Nutzen für die Bahn, eine Unternehmervariante zu wählen. Die Amtsversion ist auf jeden Fall 
einzureichen. Fehlt eine solche und werden lediglich Unternehmervarianten eingereicht, wird von einem 
unvollständigen Angebot ausgegangen, das aus dem Verfahren ausgeschlossen wird.» 

Varianten werden inhaltlich durch die Definition des Beschaffungsgegenstands in den 
Ausschreibungsunterlagen beschränkt. Verlangt wird die funktionale Gleichwertigkeit der 
technischen Anforderungen an die Unternehmvariante einerseits und die Grundofferte 
andererseits. Als Variante gilt ein Angebot, mit welchem das Ziel der Beschaffung auf andere Art 
als von der Auftraggeberin im Amtsvorschlag vorgesehen erreicht werden kann. Die Variante hat 
von der Vergabestelle eventuell vorgegebene (technische oder andere) Minimalstandards zu 
erfüllen und dem Beschaffungsgegenstand zu entsprechen. Von einer zulässigen Variante ist 
auszugehen, wenn diese die verlangte Leistung inhaltlich anders anbietet, als in der 
Leistungsbeschreibung vorgesehen, ohne dass es deshalb zu einer anderen als der geforderten 
Leistung kommt. Umgekehrt kann dann nicht mehr von einer Variante gesprochen werden, wenn 
das Ergebnis der Ausführung sich nicht mit dem geforderten Beschaffungsgegenstand deckt. Im 
Einzelfall kann es schwierig sein festzulegen, ob ein Angebot als Variante akzeptiert werden kann 
oder nicht. Leitlinie muss dabei bleiben, dass die Gleichbehandlung der Anbieterinnen und die 
Transparenz des Wettbewerbs gewährleistet werden.13 Eine Variante muss immer vollständig 
sein, selbst wenn das von der Vergabestelle im Einzelfall nicht ausdrücklich so angeordnet wird 
und sich auch nicht aus ausdrücklichem Gesetzeswortlaut ergibt. Das heisst, dass die Offerte alles 
in den Ausschreibungsdokumenten und den weiteren Äusserungen der Vergabestelle 
Nachgefragte in hinreichender Detaillierung abdecken muss. Vollständigkeit bedeutet, dass die 
Variante zu allen Punkten der Ausschreibungsvorgaben, von denen sie abweicht, einen 
gleichwertigen Ersatz vorsieht, dass sie also kein ausgeschriebenes Bedürfnis der Vergabestelle 
übergeht.14  

Die Anbieterin trägt die Beweislast dafür, dass die von ihm eingereichte Variante die 
vorgegebenen Minimalstandards erfüllt sowie allgemein dem Beschaffungsgegenstand entspricht. 
Insbesondere hat sie den Nachweis der funktionalen Gleichwertigkeit der Unternehmervariante 
mit dem Amtsvorschlag zu erbringen. Die Variante muss im Lichte des aus der Ausschreibung 

11 Christoph Jäger in Bernisches Verwaltungsrecht, 3. Aufl., 2021, Kapitel 14: Öffentliches Beschaffungsrecht, Rz. 169. 
12 Submissionsunterlagen, Teil A: Ausschreibungsbedingungen, Ziff. 3.16.2, Vorakten pag. 15.
13 Peter Galli/André Moser/Elisabeth Lang/Marc Steiner, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2013, N. 756 f.
14 Martin Beyeler, Der Geltungsanspruch des Vergaberechts, Zürich/Basel/Genf 2012, N. 2034 und 2036.

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und den Ausschreibungsunterlagen abzuleitenden Beschaffungszwecks noch mit der 
Amtsvariante vergleichbar sein.15

Bei der Unternehmervariante handelt es sich somit um ein Angebot, das sich vom normalen 
Angebot darin unterscheidet, dass es in bestimmten Punkten von der Ausschreibung abweicht 
bzw. nicht alle Vorgaben der Ausschreibung eins zu eins übernimmt, also etwas Anderes 
vorschlägt, jedoch im Unterschied zum Teilangebot zum ausgeschriebenen oder zumindest zu 
einem vollumfänglich gleichwertigen Ergebnis führt.16 Die Variante muss dem ausgeschriebenen 
Willen der Auftraggeberin entsprechen, die ausgeschriebenen Ziele wahren und mit den übrigen 
Angeboten vergleichbar sein, ansonsten die Auftraggeberin etwas beschaffen müsste, was sie 
nicht braucht oder nicht will. Wenn es nach Massgabe von Gesetz und Ausschreibungsunterlagen 
erlaubt ist, Varianten einzureichen, so heisst dies nichts anderes, als dass nicht nur jene Offerte 
ausschreibungskonform ist, die – als gewöhnliches Angebot – sämtliche Vorgaben übernimmt, 
sondern auch jene, die – als Variante – von gewissen Vorgaben abweicht: Wenn die Variante trotz 
aller Abweichung von den Vorgaben dabei im Rahmen der formellen und materiellen 
Voraussetzungen und Schranken gemäss anwendbarem Recht und den konkreten 
Ausschreibungsunterlagen bleibt, ist sie in diesem Sinne ausschreibungskonform.17 Die Variante 
kann mit Bezug auf ihren Inhalt aber nur zulässig sein, wenn sie sich auf leistungsbezogene 
Abweichungen von den Ausschreibungsbedingungen beschränkt. Mit einer inhaltlich zulässigen 
Variante schlägt demgemäss die Anbieterin der Vergabestelle vor, über andere Leistungen als die 
ausgeschriebenen oder über die gleichen Leistungen, aber in anderer Art oder Abfolge ausgeführt, 
zu exakt jenem Ziel zu kommen, das die Auftraggeberin mit dem ausgeschriebenen Geschäft 
letztlich verfolgt. Minderleistungsvarianten schlagen der Auftraggeberin dagegen vor, nur einen 
Teil der kundgegebenen Bedürfnisse zu erfüllen oder nur einen Teil der geplanten Ziele 
anzustreben oder zu erreichen. Sie sind, weil es sich um Teilangebote handelt, unzulässig. Keine 
Minderleistungsvariante liegt jedoch vor, wo zwar in einem gewissen Sinne scheinbar weniger 
geleistet wird, zugleich aber feststeht, dass alle Ziele gleichwertig erreicht und alle 
Randbedingungen gleichwertig eingehalten werden.18 Mit jedem ausgeschriebenen Geschäft 
verfolgt eine öffentliche Auftraggeberin schliesslich bestimmte Haupt- und Nebenziele, und keine 
Variante kann inhaltlich zulässig sein, die bezüglich der von der Auftraggeberin mit dem 
ausgeschriebenen Geschäft verfolgten Ziele und Zwecke etwas Anderes oder Weniger anstrebt. 
Klar ist bei der Identifikation der für die Gleichwertigkeit im Einzelfall massgeblichen Ziele, dass 
die Variante alles beachten muss, was die Vergabestelle als unverrückbare Rahmenbedingungen, 
Ziele und Funktionalitäten ausdrücklich (und im Bewusstsein der Möglichkeit der Einreichung von 
Varianten) bezeichnet hat oder was als solche objektiv erkennbar ist.19 Der Vergabestelle steht es 
frei, Varianten zwar zuzulassen, gleichzeitig aber auch einzelne Leistungsmerkmale als 
unabdingbar zu bezeichnen und ein Abweichen davon überhaupt nicht zu tolerieren. Die 
Treuepflicht und die Transparenz gebieten jedoch, solche zwingenden Geschäftsaspekte klar und 
genau zu bezeichnen.20

d) Die Beschwerdeführerin kritisiert in grundsätzlicher Weise, dass ihre Unternehmervariante 
von der Vergabestelle nicht geprüft worden sei, obwohl sie hierzu verpflichtet gewesen wäre. 
Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. So hat die Vergabestelle die Unternehmervariante 
mangels Gleichwertigkeit und Nichteinhaltung der Vorgaben zwar nicht in die Bewertung 
miteinbezogen. Dies bedeutet aber nicht, dass sie diesen Vorschlag nicht geprüft hätte. In der 

15 Galli/Moser/Lang/Steiner, a.a.O., N. 759.
16 Beyeler, a.a.O., N. 1974.
17 Beyeler, a.a.O., N. 1995 f.
18 Beyeler, a.a.O., N. 2051 und 2057.
19 Beyeler, a.a.O., N. 2073 und 2078 f. 
20 VGer SZ VGE III 2016 188 vom 29. Mai 2017, in Martin Beyeler, Vergaberechtliche Entscheide 2018/2019, N. 308.

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Angebotsauswertung21 äussert sich die Vergabestelle im Detail zu den Gründen für den 
Nichteinbezug der Unternehmervariante in die Bewertung, was ohne Prüfung dieser Offerte gar 
nicht möglich gewesen wäre. Diese Ausführungen zeigen damit, dass die Vergabestelle die 
Unternehmervariante sehr wohl geprüft hat, diese jedoch aus den aufgeführten Gründen nicht 
bewertete. Dieses Vorgehen ist zulässig und steht auch nicht im Widerspruch zu den 
Ausführungen in den Ausschreibungsunterlagen.

e) Als einen Grund für den Nichteinbezug der Unternehmerofferte in die Bewertung führte die 
Vergabestelle in der Angebotsauswertung die in Abweichung zu den Ausschreibungsunterlagen 
vorgeschlagene Gesamtarchitektur hinsichtlich der neuen Stellwerke dar. Die Beschwerdeführerin 
erachtet ihren diesbezüglichen Vorschlag in der Unternehmervariante als kompatibel mit den 
Vorgaben der Ausschreibungsunterlagen, als funktional gleichwertig sowie als in verschiedener 
Hinsicht vorteilhafter.  

Die Vergabestelle hat die vorliegend umstrittene Submission gemäss den 
Ausschreibungsunterlagen in drei Teilbereiche unterteilt, wobei der Stellwerkersatz Bahnhof 
G.________/I.________ und der Stellwerkersatz Bahnhof H.________ je einen eigenen 
Teilbereich darstellten. Diese beiden Teilbereiche «Stellwerkersatz» mussten durch die 
Anbieterinnen so kalkuliert werden, dass der Teil G.________/I.________ und der Teil 
H.________ auch zeitlich getrennt bestellt und realisiert werden können.22 Die Leistungen und 
Lieferungen wurden sowohl in der Ausschreibung als auch in den Ausschreibungsbedingungen 
für die Submission G.________/I.________ und die Submission H.________ gesondert 
umschrieben.23 Im Leistungsbeschrieb hat die Vergabestelle ihre Vorgaben hinsichtlich der 
Stellwerke konkretisiert. Zu den Bahnhöfen G.________ und I.________ hat sie u.a. Folgendes 
festgehalten24: «Im Zusammenhang mit dem Stellwerksneubau vom Bahnhof G.________ wird 
die Sicherungsanlage von Bahnhof G.________ im neuen Bahntechnikgebäude I.________ 
zentralisiert» (Ziff. 1.2.6). «Im Bahnhof I.________ wird ein neues elektronisches Stellwerk in 
einem neuen Bahntechnikgebäude gebaut. Zusätzlich wird im neuen Stellwerksraum auch das 
Stellwerk vom Bahnhof G.________ aufgebaut. Die beiden Stellwerke sind in der Amtsvariante 
bis auf die USV-Stromversorgung und die Elektro-Hauptverteilung (Teil Sicherungsanlage) 
physisch pro Bahnhof komplett getrennt aufzubauen. Es ist als Unternehmervariante entgegen 
der Amtsvariante zugelassen, den Neubau von nur einem Stellwerk (Master) in I.________ mit 
abgesetzten Elementcontroller (Slave) z.B. in einer doppelwandigen Apparatekabine in 
G.________ anzubieten» (Ziff. 1.2.7). Zum Bahnhof H.________ führte die Vergabestelle aus25: 
«Im Bahnhof H.________ wird ein neues elektronisches Stellwerk in einem neuen 
Bahntechnikgebäude gebaut.» Mit diesen Ausführungen in den Ausschreibungsunterlagen gab 
die B.________ nicht nur klar zu bekennen, dass in der Amtsversion drei eigenständige Stellwerke 
(für G.________ und I.________ mit Standort beim Bahnhof I.________, für H.________ beim 
Bahnhof H.________) zu offerieren sind, sondern zeigte auch deutlich auf, welchen Spielraum die 
Anbieterinnen bezüglich der Stellwerke bei einer Unternehmervariante haben bzw. wo deren 
Grenzen sind. Die einzige, zugelassene Abweichung vom Grundsatz der drei eigenständigen 
Stellwerke, welche von der Vergabestelle mittels Unternehmervariante akzeptiert wurde, besteht 
beim Standort G.________/I.________ im Neubau bloss eines Master-Stellwerks in I.________ 
mit abgesetztem Controller in G.________. Was das Stellwerk H.________ anbelangt, so wurde 

21 Angebotsauswertung der eingereichten Angebote, Ziff. 5 «Unternehmervarianten», Vorakten pag. 278.
22 Submissionsunterlagen, Teil A: Ausschreibungsbedingungen, Ziff. 1, Vorakten pag. 8.
23 Ausschreibung Ziff. 2.6, Vorakten pag. 2; Submissionsunterlagen, Teil A: Ausschreibungsbedingungen, Ziff. 3.6.1 
und 3.6.2, Vorakten pag. 10. 
24 Submissionsunterlagen, Teil B: Leistungsbeschrieb, Ziff. 1.2.6 zum Soll-Zustand Bahnhof G.________und Ziff. 1.2.7 
zum Soll-Zustand Bahnhof I.________, Vorakten pag. 28 und 30.
25 Submissionsunterlagen, Teil B: Leistungsbeschrieb, Ziff. 1.3.2 zum Soll-Zustand Bahnhof H.________, Vorakten 
pag. 32.

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keine vergleichbare Option erwähnt. Unabdingbare Mindestvorgabe war damit bei einer 
Unternehmervariante gemäss den Ausschreibungsunterlagen – entgegen der Ansicht der 
Beschwerdeführerin – ein eigenständiges Stellwerk in I.________ mit abgesetztem 
Elementcontroller in G.________ und ein eigenständiges Stellwerk in H.________. Es handelt 
sich dabei um unverrückbare, auch von einer Unternehmervariante zu beachtende 
Rahmenbedingungen, welche von der Vergabestelle klar als solche bezeichnet und von den 
Anbieterinnen eindeutig so zu erkennen waren. 

Gemäss den eigenen Ausführungen schlägt die Beschwerdeführerin in ihrer Unternehmervariante 
jedoch entgegen diesen Vorgaben die Steuerung und Überwachung der Bahnhöfe G.________, 
I.________ und H.________ von nur einem Stellwerk («E.________») vor, wobei sich die Zentrale 
in I.________ befinden und in H.________ ein abgesetzter Standort gebaut werden soll. Die 
Vergabestelle kam daher bei der Angebotsauswertung26 zum nachvollziehbaren Schluss, dass die 
Beschwerdeführerin mit ihrer Unternehmervariante für G.________ und I.________ nur einen 
gemeinsamen Elementcontroller einplant und zusätzlich H.________ als abgesetzten Standort 
von G.________ und I.________ vorsieht, was nicht den Anforderungen für eine 
Unternehmervariante entspreche. Dieser Vorschlag entspricht zudem – entgegen den Vorbringen 
der Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 14. September 2021 – auch nicht der von der 
Vergabestelle in der Angebotsauswertung erwähnten Option des Linienstellwerks mit einem 
gemeinsamen Hauptrechner sowie autonomen Aufbau des restlichen Teils der einzelnen 
Stellwerke, zumal die Unternehmervariante für G.________ und I.________ nur einen Standort 
für das Stellwerk mit gemeinsamem Elementcontroller vorsieht. Die Beschwerdeführerin verstiess 
mit ihrer Unternehmervariante gegen zwingende Mindestanforderungen der Vergabestelle an die 
Systemarchitektur, wobei sich aus den Ausschreibungsunterlagen klar ergab, dass diese für 
Unternehmervarianten zu gelten haben. Der Vergabestelle steht es wie ausgeführt (E. 3c) frei, 
Varianten zwar zuzulassen, gleichzeitig aber auch einzelne Leistungsmerkmale als unabdingbar 
zu bezeichnen und ein Abweichen davon überhaupt nicht zu tolerieren. Ob diese zwingenden 
Vorgaben in technischer Hinsicht oder aus anderen Gründen sinnvoll sind oder nicht, ist irrelevant. 
So ist es der Vergabestelle überlassen, welche Vorgaben sie bei einer Ausschreibung als 
zwingend einstuft und unbedingt realisiert haben will; es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um 
objektiv wesentliche Vorgaben oder bloss um subjektive, für die Auftraggeberin wesentliche 
Vorgaben handelt.27 Die Vorgaben sind damit zu beachten, auch wenn die Beschwerdeführerin 
diese nicht als sinnvoll bzw. ihren Vorschlag mit bloss einem Stellwerk als zielführender erachtet. 
Auf die diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdeführerin muss daher nicht näher eingegangen 
werden. 

Insgesamt würde die Unternehmervariante bereits aufgrund der Abweichung hinsichtlich der aus 
Sicht der Vergabestelle zwingenden Systemarchitektur zu einem Ergebnis führen, das nicht dem 
ausgeschriebenen Willen der Auftraggeberin entspricht und damit nicht zu einem vollumfänglich 
gleichwertigen Ergebnis führen. Der Vorschlag entspricht damit nicht dem 
Beschaffungsgegenstand, weshalb die Vergabestelle die Unternehmervariante der 
Beschwerdeführerin schon aus diesem Grund von der Bewertung ausschliessen durfte. 

f) Ein weiterer Grund für den Nichteinbezug in die Auswertung lag gemäss den Ausführungen 
der Vergabestelle in der Angebotsauswertung darin, dass die Beschwerdeführerin in ihrer 
Unternehmervariante bei verschiedenen Komponenten nicht das als Pflichtmaterial vorgegebene 
Produkt offerierte. Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass sich aus den 
Ausschreibungsunterlagen nicht ergeben habe, dass dieses Pflichtmaterial auch bei der 
Unternehmervariante zwingend sei. Dies hätte ausdrücklich so festgehalten werden müssen. Ihre 

26 Angebotsauswertung der eingereichten Angebote, Ziff. 5 «Unternehmervarianten», Vorakten pag. 278.
27 Vgl. Beyeler, a.a.O., N. 2079.

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diesezüglich vorgeschlagenen Produkte seien einfach eine andere, jedoch funktional 
gleichwertige technische Lösung. 

Die Vergabestelle führte im Leistungsbeschrieb28 unter dem Titel «Verwendung von 
Pflichtmaterial» Folgendes aus: «Um die Vielfalt der eingesetzten Materialien und Systemen bei 
der Bahn zu beschränken, wird innerhalb vom Projekt bei einigen Systemen und Produkten die 
Verwendung von Materialien und Gerätetypen vorgeschrieben. Diese Materialien und Geräte 
müssen vom Anbieter zwingend zur Umsetzung vom Projekt bei der B.________ im Lieferumfang 
berücksichtigt und entsprechend verwendet werden.» In der anschliessenden Tabelle führte sie 
für sechs Produkte das von den Anbieterinnen einzusetzende Pflichtmaterial unter Bezeichnung 
des Systemtyps und des Lieferanten auf. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin mit 
ihrer Unternehmervariante bei drei Produkten (Achszählsystem J.________, Radsensor 
K.________, Bahnübergangs-Steuerung L.________) von diesen Vorgaben abwich.

Für die Anbieterinnen musste aufgrund der klaren Bezeichnung dieser ausgewählten Produkte als 
Pflichtmaterial und der diesbezüglichen Ausführungen in den Ausschreibungsunterlagen 
erkennbar sein, dass es sich hierbei – wie bei den Vorgaben zur Systemarchitektur der Stellwerke 
(vgl. E. 3e) – um zwingende, für die Vergabestelle unabdingbare Vorgaben handelte, welche auch 
bei einer Unternehmervariante zu berücksichtigen sind. Dass mit einer Unternehmervariante von 
diesem Pflichtmaterial abgewichen werden darf, lässt sich in keiner Weise aus den 
Ausschreibungsunterlagen schliessen. Vielmehr liegt es auf der Hand, dass der von der 
Vergabestelle aufgeführte Grund für dieses Pflichtmaterial (Beschränkung der Vielfalt der 
eingesetzten Materialien und Systeme) genauso für Unternehmvarianten von Relevanz ist. Die 
Vergabestelle musste unter diesen Umständen nicht ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieses 
Pflichtmaterial auch für Unternehmervarianten zu gelten hat. Vielmehr musste Ziffer 7 des 
Leistungsbeschriebs aus objektiver Sicht und damit aus Sicht einer durchschnittlich fachkundigen 
und erfahrenen Anbieterin so verstanden werden.     

Indem die Beschwerdeführerin mit ihrer Unternehmervariante bei drei von sechs Objekten vom 
klar bezeichneten Pflichtmaterial abwich, hat sie eine zwingende Vorgabe der Vergabestelle 
missachtet. Es handelt sich damit um eine unzulässige Abweichung von den Vorgaben der 
Vergabestelle. Auch diesbezüglich würde die Berücksichtigung der Unternehmervariante zu 
einem Ergebnis führen, das nicht dem ausgeschriebenen Willen der Auftraggeberin entspricht. 
Der Einsatz dieses Pflichtmaterials ist für das zu beschaffende Produkt als zwingendes Muss-
Kriterium zu bezeichnen, welches auch bei der Unternehmervariante zu berücksichtigten ist. 
Wenn die Vergabestelle solche zwingenden Muss-Kriterien festlegt, wäre die Vergabe an eine 
Anbieterin auf Basis einer Variante, welche diese Muss-Kriterien nicht erfüllt, aufgrund des 
Gleichbehandlungsgebots nicht zulässig.29 Auch aus diesem Grund erfolgte der Ausschluss der 
Unternehmervariante der Beschwerdeführerin aus der Bewertung zu Recht. 

g) Eine weitere zwingende Vorgabe kommunizierte die Vergabestelle in ihren 
Ausschreibungsunterlagen30 hinsichtlich des Zugbeeinflussungssystems. So führte sie hierzu 
Folgendes aus: 

«Die B.________ rüstet ihr Streckennetz in Teiletappen mit der Zugbeeinflussung für Meterspurbahnen 
ZBMS aus. Zum Einsatz kommt die Zugbeeinflussung M.________ der Firma F.________. 

28 Submissionsunterlagen, Teil B: Leistungsbeschrieb, Ziff. 7, Vorakten pag. 53.
29 Vgl. auch Entscheid AppGer BS VD.2020.178 vom 16. Dezember 2020, in Baurecht 4/2021 S. 218, N. 348.
30 Submissionsunterlagen, Teil B: Leistungsbeschrieb, Ziff. 8.1 «Zugbeeinflussungssystem M.____», Vorakten pag. 54.

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Für die Lieferung des M.________ Materials (Balisen, LEU, Loop-Modem) erfolgte bereits im Jahr 2015 eine 
offene Ausschreibung. Der Zuschlag erfolgte dabei an die Firma F.________. Das einzusetzende Material 
wird daher im vorliegenden Projekt durch B.________ organisiert und beigestellt.
Die Projektierung und Montage der infrastrukturseitigen Ausrüstung vom Zugsicherungssystem M.________ 
wurde von der B.________ bereits im Jahr 2018 ausgeschrieben. Den Auftrag für die Erstausführung 
erfolgte an die Firma D.________ AG. Daher sind im vorliegenden Projekt keine Leistungen zur 
Projektierung oder der Montage vom M.________ zu planen. Sie sind nicht Bestandteil der Ausschreibung.» 

Diese Ausführungen in den Ausschreibungsunterlagen sind unmissverständlich und stellen für alle 
Anbieterinnen klar erkennbare, unabdingbare Rahmenbedingungen / Vorgaben der Vergabestelle 
für die Realisierung des Projekts dar. Auch der Beschwerdeführerin war dies offenbar bewusst, 
wies sie doch in der Beschwerde (Rz. 55) selber auf diese Vorgaben hin. Dennoch setzte sie sich 
mit ihrer Unternehmvariante darüber hinweg. So führte sie in der Beschwerde aus, dass das an 
Siemens vergebene System für moderne Stellwerke als überholt zu betrachten sei und dieses 
Prinzip mit ihrer modernen Signalansteuerung nicht anwendbar sei. Aus diesem Grund müssten 
mindestens der Balisen-Driver sowie die ZBMS-Projektierung bei der Unternehmervariante 
ebenfalls von ihr bezogen werden. Damit hielt sich die Beschwerdeführerin mit ihrer 
Unternehmervariante auch diesbezüglich nicht an eine zwingende Vorgabe der Vergabestelle. 
Gemäss den Ausführungen der Vergabestelle würde sie bei Berücksichtigung der 
Unternehmervariante somit gezwungen, bestehende Vertragsverhältnisse anzupassen, was 
rechtlich sehr heikel sei und zu Schadenersatzleistungen führen könnte. Ein solches Vorgehen 
könne sie bei ihren Gesellschaftsorganen und bei den Aufsichtsbehörden in keiner Weise 
rechtfertigen. Unabhängig von den konkreten Folgen und allfälligen Kündigungsmöglichkeiten 
kann die Beschwerdeführerin von der Vergabestelle nicht verlangen, dass sie auf die Erfüllung 
der Verträge mit bestehenden Leistungserbringerinnen ganz oder teilweise verzichtet, um die 
Leistungen von der Beschwerdeführerin zu beziehen. Entgegen ihrem Willen müsste die 
Vergabestelle so Leistungen von der Beschwerdeführerin beziehen, welche sie bereits vergeben 
hat. Mit ihrer Unternehmervariante ging die Beschwerdeführerin damit mit anderen Worten über 
den Gegenstand der vorliegenden Beschaffung hinaus, was nicht zulässig ist. Auch dies stellt ein 
genügender Grund dar, um die Unternehmervariante von der Bewertung auszuschliessen. 

h) Insgesamt steht fest, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Unternehmervariante in 
diversen Punkten von zwingenden Vorgaben der Vergabestelle abwich, welche als solche klar aus 
den Ausschreibungsunterlagen erkennbar waren. Die Unternehmervariante widerspricht damit 
dem ausgeschriebenen Willen der Vergabestelle. Von einer funktionalen Gleichwertigkeit der 
Variante kann daher nicht gesprochen werden. Die Vergabestelle hat ihren Ermessensspielraum 
weder missbraucht noch überschritten, indem sie die Unternehmervariante der 
Beschwerdeführerin nicht in die Bewertung miteinbezog. Vielmehr erfolgte dieser Ausschluss der 
Unternehmervariante aufgrund der aufgeführten Gründe zu Recht. Bei diesem Ergebnis erübrigt 
es sich, auf die weiteren, in den Rechtsschriften thematisierten Unterschiede der 
Unternehmervariante zum Amtsvorschlag einzugehen.  

4. Zusammenfassung, Gesuch um aufschiebende Wirkung und Kosten

a) Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vergabestelle die 
Unternehmervariante der Beschwerdeführerin nicht in die Bewertung miteinbezog. Die Bewertung 
ihrer Amtsvariante stellte die Beschwerdeführerin nicht in Frage. Für eine Aufhebung des 
Zuschlags und die Rückweisung der Sache an die Vergabestelle zur Neubeurteilung besteht kein 
Anlass. Vielmehr ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann und der 
Zuschlag an die Beschwerdegegnerin ist zu bestätigen.

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b) Mit dem vorliegenden Entscheid erübrigt es sich, über das Gesuch der Beschwerdeführerin 
um Erteilung der aufschiebenden Wirkung zu entscheiden. Dieses wird mit der Fällung des 
vorliegenden Entscheides gegenstandslos. Das diesbezügliche Verfahren ist abzuschreiben (Art. 
39 Abs. 1 VRPG).

c) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdeführerin. Sie hat die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 2000.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV31). 
Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die 
Zuschlagsverfügung der B.________ vom 26. Juli 2021 wird bestätigt.

2. Das Verfahren betreffend das Gesuch der Beschwerdeführerin um Erteilung der 
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wird als gegenstandslos abgeschrieben.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 2000.00 werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist. 

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt A.________, eingeschrieben
- F.________, eingeschrieben
- B.________, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

31 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 10 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.