# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7da4354-6273-562e-a3b8-0005c1368a95
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.01.2022 UV 2021/42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-42_2022-01-12.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/42

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.05.2022

Entscheiddatum: 12.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2022
Art. 61 lit. i ATSG. Art. 81 ff. VRP. Nichteintreten auf das Revisionsgesuch 
mangels Zuständigkeit. Selbst wenn darauf eingetreten würde, wäre das 
Revisionsgesuch infolge fehlender neuer objektiver Erkenntnisse 
abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 12. Januar 2022, UV 2021/42). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_107/2022

Entscheid vom 12. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichter Joachim Huber (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Christiane 

Gallati Schneider und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Katja Blättler

Geschäftsnr.

UV 2021/42

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Kathrin Schläpfer, MLaw, rechtsanwälte.og42, 

Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Revision Urteil vom 24. Februar 2021 (UV 2019/68)

Sachverhalt

A.  

A.___ war bei der B.___ AG tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

obligatorisch versichert, als er am 22. Mai 2016 an einer Autobahntankstelle überfallen 

und zusammengeschlagen wurde. Er erlitt dabei eine Wintersteinfraktur Hand rechts, 

eine intraartikuläre Metacarpale 5-Basisfraktur rechts, eine Contusio capitis und ein 

periokuläres Hämatom links. Die Handverletzung wurde am 30. Mai 2016 im Spital 

C.___ mittels Osteosyntheseverfahrens operativ versorgt. Der operierende Arzt 

attestierte dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und verordnete ihm 

Physio- sowie Ergotherapie. Am 8. August 2016 erfolgte die Entfernung der 

Kirschnerdrähte Metacarpale 3-5 Hand rechts. Die Suva übernahm die Kosten der 

Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus (vgl. act. G1.3, Sachverhalt A.a f.).

A.a. 

 Am 26. September 2016 befand Suva-Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aufgrund der 

beschriebenen Funktionseinschränkungen der rechten Hand sei die attestierte 

Arbeitsunfähigkeit nachvollziehbar. Er hielt die Unfallkausalität für gegeben und riet 

dazu, den weiteren Verlauf abzuwarten. Dieser gestaltete sich in der Folge nach einer 

anfänglichen Verbesserung als schwierig und protrahiert (vgl. act. G1.3, Sachverhalt 

A.c).

A.b. 

Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. März 2017 erhob Dr. med. 

E.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

A.c. 

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Bewegungsapparates, folgende unfallabhängige Diagnosen: Metacarpale 1-

Basisfraktur Typ Winterstein rechts und Metacarpale 5-Basisfraktur Typ Reversed 

Bennet rechts bei Zustand nach Raubüberfall am 22. Mai 2016 mit aktuell leicht 

regredienter klinischer Symptomatik eines leichtgradigen komplexen regionalen 

Schmerzsyndroms (CRPS) sowie eine Prellung der linken Gesichtshälfte mit Contusio 

bulbi und Monokelhämatom. Derzeit bestehe weiterhin eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Gartenbauer. Es sei aber davon 

auszugehen, dass nach vollständiger Regredienz der CRPS-Symptomatik wieder eine 

volle Belastbarkeit der rechten Hand für diese Tätigkeit erreicht werden könne (act. 

G1.3, Sachverhalt A.d).

Am 22. Mai 2017 wurde das Osteosynthesematerial am Daumen rechts entfernt. 

Die B.___ AG kündigte dem Versicherten per 30. Juni 2017 (act. G1.3, Sachverhalt A.e).

A.d. 

Im Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom 30. Januar 2018 führte Dr. 

E.___ aus, dass sich das in der Voruntersuchung vom 8. März 2017 noch nachweisbare 

CRPS der rechten Hand vollständig zurückgebildet habe. Weiterhin bestehe eine 

schmerzhafte end- bis mittelgradig ausgeprägte Funktionsbeeinträchtigung der rechten 

Hand. Eine namhafte Verbesserung der unfallbedingten Gesundheitsschädigung sei 

nicht mehr zu erreichen. Für leidensadaptierte Tätigkeiten sei der Versicherte 

vollschichtig einsetzbar. Den Integritätsschaden schätzte Dr. E.___ auf 10 %. Am 12. 

Februar 2018 teilte die Suva dem Versicherten mit, sie stelle die Heilkostenleistungen 

per 28. Februar 2018 ein. Während der nächsten drei Jahre übernehme sie jedoch die 

Kosten der Handtherapie (in beschränktem Umfang), der unfallbedingt notwendigen 

Schmerzmedikamente und der orthopädischen Hilfsmittel. Am 18. April 2018 korrigierte 

Dr. E.___ das Zumutbarkeitsprofil dahingehend, dass er die zumutbare Hebe- und 

Tragbelastung von zehn auf fünf Kilo reduzierte und anstelle von leichten bis 

gelegentlich mittelschweren nur noch sehr leichte leidensadaptierte körperliche 

Arbeiten als zumutbar bezeichnete. Eine Nebenerwerbstätigkeit könne unter 

Berücksichtigung der Leidensadaption bis zu fünf Stunden wöchentlich zugemutet 

werden (act. G1.3, Sachverhalt A.g).

A.e. 

Zur Prüfung der effektiven Belastbarkeit wurde ab September 2018 eine berufliche 

Abklärung beim Verein F.___ durchgeführt, während deren Dauer die 

A.f. 

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B.  

Invalidenversicherung (IV) ein Taggeld ausrichtete. Am 26. September 2018 meldete 

sich der Versicherte notfallmässig bei Dr. med. G.___, Facharzt für Innere Medizin, und 

beklagte ausgeprägte Schulterschmerzen links. Dr. G.___ hielt am 21. Dezember 2018 

fest, es liege eine klassische Impingementsymptomatik links vor. Die Beschwerden 

hätten sich dann ins rechte Schultergelenk verlagert, wo bereits am 7. November 2016 

subacromial infiltriert worden sei. Der Versicherte habe schon seit dem Unfall immer 

wieder Schulter- und Oberarmschmerzen rechtsbetont angegeben. Nun beklage er 

wieder eindeutig mehr Schmerzen im Bereich der Synostose der Hand rechts. Zudem 

bekomme er intermittierend Angst und somatisiere leicht. Dr. E.___ stufte die 

Schulterschmerzen beidseits als in keinem kausalen Zusammenhang mit dem 

Unfallereignis stehend ein (act. G1.3, Sachverhalt A.h).

Die seitens der IV-Stelle vom 3. September bis 2. Dezember 2018 beim Verein 

F.___ durchgeführte Ressourcen- und Eignungsabklärung hatte ergeben, dass 

Eingliederungsmassnahmen weder zielführend noch erfolgsversprechend seien. Die 

verantwortlichen Personen des Vereins F.___ befanden, die Arbeitsfähigkeit liege bei 

ca. 10 % (IV-act. 63). Mit Schreiben vom 15. Februar 2019 teilte die IV-Stelle dem 

Versicherten deshalb mit, dass kein Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe (IV-

act. 67). Die Suva hatte dem Versicherten am 1. Februar 2019 mitgeteilt, sie stelle die 

Taggeldleistungen per 28. Februar 2019 ein (act. G1.3, Sachverhalt A.i).

A.g. 

Mit Verfügung vom 20. Februar 2019 sprach die Suva dem Versicherten mit 

Wirkung ab 1. März 2019 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

19 % und eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 10 % zu 

(act. G1.3, Sachverhalt A.j). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache wies 

sie mit Entscheid vom 4. September 2019 ab (act. G1.3, Sachverhalt B.a f.). Mit Urteil 

vom 24. Februar 2021 bestätigte das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen 

diesen Entscheid (UV 2019/68, act. G1.3). Dagegen erhob der Versicherte am 16. April 

2021 Beschwerde beim Bundesgericht (vgl. act. G5.1).

A.h. 

 Am 31. Mai 2021 reichte der Versicherte (nachfolgend: Gesuchsteller) ein 

Revisionsgesuch ein und beantragte, der Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 24. Februar 2021 (UV 2019/68) sei aufzuheben. Weiter sei ihm 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend vorerst zu prüfen ist, ob auf das Revisionsgesuch einzutreten ist. Der 

Grundsatz, dass gegen kantonale Beschwerdeentscheide die Revision wegen 

Entdeckung neuer Tatsachen oder Beweismittel gewährleistet sein muss, wird in Art. 

rückwirkend ab dem 1. März 2019 eine Invalidenrente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrads von 41 % (Fr. 2'370.-- pro Monat) zuzusprechen. Eventualiter sei ihm 

rückwirkend ab dem 1. März 2019 eine Invalidenrente auf der Basis eines 

Invaliditätsgrads von 34 % (Fr. 1'965.-- pro Monat) zuzusprechen. Subeventualiter sei 

die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen sowie zur Neuberechnung des 

Invaliditätsgrads und der Invalidenrente an die Suva (nachfolgend: Gesuchsgegnerin) 

zurückzuweisen. Es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung zu 

bewilligen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G1). Er reichte unter 

anderem die ihn betreffenden Akten der IV-Stelle, insbesondere das von dieser in 

Auftrag gegebene polydisziplinäre (internistische, psychiatrische, rheumatologische, 

neurologische und handchirurgische) Gutachten des ABI (Ärztliches 

Begutachtungsinstitut GmbH), Basel, vom 4. Januar 2021 sowie eine Beurteilung von 

RAD-Ärztin Dr. med. H.___ vom 14. Januar 2021 ein (act. G1.2, G1.4 f.).

Auf entsprechendes Gesuch des Gesuchstellers sistierte das Bundesgericht mit 

Verfügung vom 19. Juli 2021 das bei ihm hängige Beschwerdeverfahren bis zum 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen über das eingereichte 

Revisionsgesuch (act. G5.1).

B.b. 

Am 12. August 2021 entsprach die Verfahrensleitung dem Gesuch des 

Gesuchstellers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act. G3).

B.c. 

Die Gesuchsgegnerin beantragte am 20. August 2021 die vollumfängliche 

Abweisung des Revisionsgesuchs (act. G6).

B.d. 

Mit Stellungnahme vom 2. November 2021 hielt der Gesuchsteller an seinen 

Anträgen fest (act. G12). Der Gesuchsgegnerin wurde diese zur Kenntnisnahme 

zugestellt (act. G13).

B.e. 

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61 lit. i des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) festgehalten. Im Übrigen bestimmt sich das Verfahren vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht nach kantonalem Recht (Art. 61 ATSG). Nach Art. 81 

Abs. 1 lit. a-c des st. gallischen Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; sGS 951.1) 

kann gegen Gerichtsentscheide die Wiederaufnahme (Revision) des Verfahrens mit der 

Begründung verlangt werden, der Entscheid sei durch Arglist oder strafbare Handlung 

beeinflusst gewesen, die Behörde habe sich in einem offenkundigen Irrtum über 

entscheidende Tatsachen befunden oder sie habe wesentliche Tatsachen oder 

Beweismittel, die zur Zeit des Erlasses des Entscheides bestanden hätten, nicht 

gekannt. Diese Revisionsgründe sind mit leicht abweichendem Wortlaut auch in Art. 

123 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) zu finden. Beim 

letzten der genannten Wiederaufnahme- oder Revisionsgründe genügt 

rechtsprechungsgemäss eine bloss abweichende Würdigung eines nämlichen 

Sachverhalts nicht. Vielmehr ist es erforderlich, dass das Gericht eine unrichtige 

Sachverhaltswürdigung vorgenommen hat, weil für das Urteil wesentliche Tatsachen 

nicht bekannt waren oder unbewiesen blieben, und bei richtigem Urteilsfundament 

anders zu entscheiden gewesen wäre (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Januar 2018, 

8F_9/2017, E. 1.3 mit weiteren Hinweisen). Auf Wiederaufnahmebegehren wird nur 

eingetreten, wenn die Gründe mit einem ordentlichen Rechtsmittel nicht geltend 

gemacht werden können und das auch bei zumutbarer Sorgfalt unmöglich war (Art. 81 

Abs. 2 VRP).

2.

Gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. 

Februar 2021 ist eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig. Mit Verfügung vom 19. 

Juli 2021 sistierte das Bundesgericht das Beschwerdeverfahren bis zum Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen über das bei diesem eingegangene 

Revisionsgesuch (act. G5.1). Das Bundesgericht stützte sich in dieser Verfügung im 

Wesentlichen auf das in BGE 138 II 386 beschriebene Vorgehen. Wie sich nachfolgend 

ergibt, ist diesem jedoch nicht zu folgen.

Im genannten BGE 138 II 386 befand das Bundesgericht, eine Vorinstanz des 

Bundesgerichts dürfe auf ein Revisionsgesuch nicht einzig mit der Begründung nicht 

eintreten, gegen den zu revidierenden Entscheid sei Beschwerde beim Bundesgericht 

erhoben worden. Eine Verfahrenspartei, die vor Abschluss des bundesgerichtlichen 

Verfahrens einen Grund entdecke, der ihres Erachtens die Revision des kantonalen 

Entscheids begründe, habe ein Revisionsgesuch bei der kantonalen Instanz zu stellen. 

2.1. 

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Um zu vermeiden, dass das Bundesgericht während des vorinstanzlichen 

Revisionsverfahrens materiell über die Beschwerde urteile, habe die Partei um 

Sistierung des bundesgerichtlichen Verfahrens während der Dauer des vorinstanzlichen 

Revisionsverfahrens zu ersuchen (BGE 138 II 386, E. 6 f.).

 2.2. 

Nach einem allgemeinen prozessualen Grundsatz kommt der Beschwerde als 

ordentlichem Rechtsmittel Devolutiveffekt zu. Das bedeutet, dass mit Einlegung des 

Rechtsmittels die Streitsache an die funktionell übergeordnete Rechtsmittelinstanz 

geht. Die obere Instanz wird damit zuständig, sich mit der Angelegenheit zu befassen; 

auf der anderen Seite verliert die Vorinstanz mit der Überwälzung der Zuständigkeit die 

Befugnis, sich der Sache als Rechtspflegeinstanz anzunehmen, beispielsweise ihren 

Entscheid in Ansehung der Rechtsmittelvorbringen zu ändern. Ein nach der Einreichung 

einer Beschwerde ergehender neuer Entscheid der Vorinstanz ist nichtig, es kommt 

ihm lediglich die Bedeutung eines Antrags an die obere Instanz zu. In diesem 

Zusammenhang ist an das lateinische Rechtssprichwort "lata sententia iudex desinit 

iudex esse" zu erinnern, wonach der Richter ab dem Zeitpunkt der Verkündung seines 

Urteils auf dieses nicht mehr zurückkommen kann (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 9. Mai 2000, M 9/99, E. 1.a., mit weiteren 

Hinweisen). 

2.2.1. 

Vorliegend hat der Gesuchsteller gegen den Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 24. Februar 2021 beim 

Bundesgericht Beschwerde erhoben (act. G5.1). Damit ist der Devolutiveffekt 

eingetreten, das Versicherungsgericht hat keine Kompetenz mehr, das dortige 

Dispositiv abzuändern. Folglich ist das Bundesgericht für die Behandlung von 

Einwendungen gegen diesen Entscheid im Rahmen der Prüfung der hängigen 

Beschwerde zuständig. Das ausserordentliche Rechtsmittel der Revision ist zudem nur 

bei rechtskräftigen Entscheiden möglich, das Urteil des Versicherungsgerichts vom 24. 

Februar 2021 ist jedoch aufgrund der vom Gesuchsteller dagegen erhobenen 

Beschwerde noch nicht in Rechtskraft erwachsen (Ursina Beerli-Bonorand, Die 

ausserordentlichen Rechtsmittel in der Verwaltungsrechtspflege des Bundes und der 

Kantone, S. 45, vgl. auch Art. 81 Abs. 2 VRP; Bernhard F. Schärer, N 28 zu Art. 81, in: 

Salim S. Rizvi/Benjamin Schindler/Urs Peter Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar).

2.2.2. 

Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass bei Beschwerden gegen einen 

Entscheid über die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der 

2.3. 

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Unfallversicherung vor Bundesgericht jede unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden kann (Art. 97 Abs. 2 BGG). 

Vorliegend hat das Bundesgericht demnach volle Kognition, kann den Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 24. Februar 2021 also umfassend überprüfen und 

sämtliche sachverhaltlichen Vorbringen des Gesuchstellers berücksichtigen. Auch 

unter diesem Gesichtspunkt besteht keine Veranlassung, von der sich unter anderem 

aus BGE 147 III 238 ergebenden Zuständigkeit des Bundesgerichts abzuweichen. In 

diesem ausführlich begründeten Entscheid hielt das Bundesgericht überdies sogar 

ausdrücklich fest, es habe sich bei einem Gesuch um Urteilsrevision selbst dann mit 

neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln zu befassen, wenn es den Sachverhalt 

im vorangegangenen Beschwerdeverfahren nur mit beschränkter Kognition habe 

überprüfen können (BGE 147 III 238, E. 3.3; siehe dort insbesondere auch den letzten, 

überzeugend begründeten Absatz). Bejaht das Bundesgericht die Erheblichkeit der neu 

entdeckten Tatsachen und Beweismittel sowie die weiteren Voraussetzungen des 

Revisionsgrundes, hebt es das Urteil auf, das Gegenstand des Revisionsgesuchs war, 

und urteilt in der Folge über die ursprüngliche Beschwerde. Bei Gutheissung der 

Revision und der damit verbundenen Änderung der tatsächlichen Grundlagen weist es 

die Sache in aller Regel an die kantonale Instanz zur Neubeurteilung zurück, weil das 

Bundesgericht grundsätzlich nicht selbst eine neue Würdigung der tatsächlichen 

Situation vornimmt (BGE 147 III 238, E. 3.4). Das Fundament für diese Ausführungen 

bildet die Tatsache, dass ein Bundesgerichtsentscheid mit einem materiellen Dispositiv 

(sowohl die Gutheissung als auch die Abweisung) den vorangegangenen kantonalen 

Entscheid stets ersetzt, dieser also rechtlich nicht mehr existiert. Liegt bereits ein 

rechtskräftiges Urteil vor, so könnte das kantonale Gericht nur dann zur Beurteilung 

eines Revisionsgesuchs zuständig sein, wenn das frühere Bundesgerichtsurteil 

entweder auf Nichteintreten lautete oder sich das Revisionsgesuch auf einen Aspekt 

bezieht, der vor Bundesgericht nicht mehr Streitgegenstand gebildet hatte (vgl. BGE 

147 III 238 E. 3.2.1 f.). Ist - wie vorliegend - ein Bundesgerichtsverfahren erst hängig, 

wurde aber noch kein Urteil erlassen, kann dies vor dem Hintergrund des erläuterten 

Devolutiveffekts nicht grundlegend anders sein. Aus Art. 125 BGG ist solches - 

entgegen BGE 138 II 386 - jedenfalls nicht zu schliessen. Diese Bestimmung hält 

insbesondere fest, dass ein Grund, der schon vor Ausfällung des bundesgerichtlichen 

Entscheids entdeckt wurde, der also nicht (qualifiziert) neu ist, nicht zur späteren 

Urteilsrevision führen kann. In der Botschaft zu Art. 138 OG, auf den Art. 125 BGG 

zurückgeht, wurde als ratio legis festgehalten, wer über einen Revisionsgrund verfüge 

solle es nicht dazu kommen lassen, dass das Bundesgericht zunächst aufgrund der 

fehlerhaften oder unvollständigen Urteilsgrundlage entscheide, sondern er solle "sofort 

nach der sich aufdrängenden Remedur trachten" (BBl 1943 149). Art. 125 BGG stellt 

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3.

Selbst wenn auf das Gesuch einzutreten wäre, wäre dieses jedoch - wie sich 

nachfolgend ergibt - abzuweisen.

jedenfalls keine ausreichende Grundlage dar für eine Abkehr vom Grundsatz, dass 

ausserordentliche Rechtsmittel wie die Urteilsrevision erst zulässig sind, wenn der 

ordentliche Rechtsweg beendet ist.

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist mangels Zuständigkeit auf das 

Revisionsgesuch nicht einzutreten.

2.4. 

Neue Beweismittel müssen der Tatbestandsermittlung und nicht bloss der 

Tatbestandswürdigung dienen. Gutachten sind daher nur beschränkt als neue 

Tatsache tauglich und blosse Gegengutachten begründen keinen 

Wiederaufnahmegrund. Neue Gutachten sind namentlich dann zulässig, wenn eine 

neue wissenschaftliche Methode gefunden wurde, um schon vorhandene 

Beweisobjekte in einem neuen Verfahren zu untersuchen. Ein neues Gutachten muss 

"schlüssig oder doch sehr glaubwürdig die tatsächlichen Grundannahmen eines 

ursprünglichen Gutachtens als fehlerhaft nachweisen" (Schärer, a.a.O., N 20 zu Art. 

81). Das Bundesgericht hatte zudem in seinem Urteil vom 7. Mai 2010, 8F_15/2009, E. 

1.2, festgehalten, eine wesentliche Voraussetzung für eine Urteilsrevision sei, dass das 

neue Beweismittel der Sachverhaltsermittlung und nicht nur der 

Sachverhaltswürdigung diene. Auch sei ein Revisionsgrund nicht schon gegeben, wenn 

das Gericht bereits im Hauptverfahren bekannte Tatsachen möglicherweise unrichtig 

gewürdigt habe.

3.1. 

Der Gesuchsteller macht insbesondere geltend, das Versicherungsgericht habe bei 

seinem Entscheid vom 24. Februar 2021 keine Kenntnis gehabt vom Gutachten des 

ABI vom 4. Januar 2021 sowie von der Stellungnahme des RAD vom 14. Januar 2021. 

Beide Dokumente seien dem Gesuchsteller vor dem Gerichtsentscheid weder eröffnet 

worden, noch sei ihm mitgeteilt worden, dass das Gutachten vorliege. Vielmehr habe 

die IV-Stelle nochmals weitere Abklärungen getätigt, insbesondere habe sie einen 

aktuellen Bericht von Dr. G.___ eingeholt. Erst am 6. April 2021 habe er Kenntnis über 

das ABI-Gutachten und die Beurteilung des RAD erlangt (act. G1, G12). Der 

beschriebene zeitliche Ablauf lässt sich aufgrund der Akten nachvollziehen (vgl. IV-act. 

120 f.), so dass neue Beweismittel vorliegen, welche zum Zeitpunkt des Entscheids 

vom 24. Februar 2021 zwar bereits bestanden, aber weder dem urteilenden 

Versicherungsgericht noch den Parteien bekannt waren. Wie sich nachfolgend zeigt, 

3.2. 

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wäre jedoch aufgrund der neuen Beweismittel eine Revision des Entscheides nicht 

gerechtfertigt.

Mit Urteil vom 24. Februar 2021 bestätigte das Versicherungsgericht den 

angefochtenen Einspracheentscheid der Gesuchsgegnerin. Diese hatte dem 

Gesuchsteller mit Wirkung ab 1. März 2019 eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 19 % und eine Integritätsentschädigung bei einem 

Integritätsschaden von 10 % zugesprochen (vgl. act. G1.3). In medizinischer Hinsicht 

stützte sich das Versicherungsgericht dabei - wie bereits die Gesuchsgegnerin - im 

Wesentlichen auf die Einschätzungen von Kreisarzt Dr. E.___. Dieser hatte nach seiner 

Untersuchung vom 30. Januar 2018 beurteilt, es bestehe eine leicht- bis mittelgradig 

schmerzhafte Funktionsbeeinträchtigung der rechten Hand mit 

Bewegungseinschränkung insbesondere in der Greifffunktion und eine erhebliche 

Kraftminderung der rechten Hand. Die CRPS-Symptomatik sei klinisch vollständig 

regredient (act. G1.3, E. 3.1). Dem Gesuchsteller sei eine leichte bis gelegentlich 

mittelschwere, adaptierte Tätigkeit vollschichtig zumutbar. Nicht zumutbar seien 

Arbeiten mit wiederholtem Krafteinsatz der rechten Hand, wiederholte Bewegungen 

des Handgelenks, des Daumens und des Kleinfingers sowie Arbeiten mit 

feinmotorischen Anforderungen. Der Gesuchsteller könne Werkzeuge mit einem 

Gewicht über 3 kg und Werkzeuge, bei denen Vibrationen oder Schläge in Bezug auf 

die rechte Hand entstünden, nicht mehr benutzen. Ebenfalls seien keine Hitze- oder 

Kälteexpositionen der Hand, keine Tätigkeiten an Maschinen mit Gefahrenpotential und 

keine Tätigkeiten auf Leitern, Gerüsten oder sonstigen absturzgefährdeten Stellen mehr 

zumutbar. Der Gesuchsteller könne für Tätigkeiten mit Heben von Gegenständen oder 

Lasten über 10 kg nicht mehr eingesetzt werden. Nachdem die Gesuchsgegnerin 

erfahren hatte, dass der Gesuchsteller nebenbei als Hauswart tätig war bzw. gewesen 

war, ersuchte sie Dr. E.___ um eine Präzisierung der Zumutbarkeitsbeurteilung. Dieser 

korrigierte das Zumutbarkeitsprofil am 18. April 2018 dahingehend, dass dem 

Gesuchsteller nur noch sehr leichte körperlich adaptierte Arbeiten mit Heben von 

Gegenständen bis zu 5 kg zumutbar seien. Solche Tätigkeiten könnten vollschichtig mit 

den betriebsüblichen Pausen durchgeführt werden. Auch eine Nebenerwerbstätigkeit 

könne unter Berücksichtigung der Adaptionskriterien bis zu fünf Stunden wöchentlich 

zugemutet werden. Nach Eingang des Befunds einer unauffälligen neurologischen 

Untersuchung erachtete Dr. E.___ am 20. Juni 2018 eine Änderung seiner 

versicherungsmedizinischen Beurteilung für nicht notwendig. Am 11. Januar 2019 hielt 

er fest, die zwischenzeitlich gemeldeten Schulterbeschwerden stünden in keinem 

kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Es ergebe sich keine Änderung der 

letzten Zumutbarkeitsbeurteilung (act. G1.3, E. 5.1).

3.3. 

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 3.4. 

Die abklärenden Ärzte des ABI listeten in ihrem Gutachten vom 4. Januar 2021 

als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches Schmerzsyndrom 

der rechten Hand (ICD-10: M19.14), ein chronisches zerviko- und 

thorakolumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10: M53.1, M54.5) und ein 

Belastungsdefizit der rechten Schulter (ICD-10: M75.8) auf (act. G1.4, S. 8 f.). Wie das 

Versicherungsgericht bereits im Entscheid vom 24. Februar 2021 erwogen hat, sind 

jedoch nur die Beschwerden an der Hand rechts als unfallkausal zu erachten (act. 

G1.3, E. 3). Die vom Gesuchsteller neu eingereichten medizinischen Akten geben 

keinen Anlass, von dieser Beurteilung abzuweichen. Zudem ist darauf hinzuweisen, 

dass die ABI-Gutachter die Arbeitsfähigkeit des Gesuchstellers in einer adaptierten 

Tätigkeit ohnehin nur aus handchirurgischer Sicht als zu 20 % eingeschränkt 

betrachteten. Die anderen Teilgutachter gingen von einer vollen Arbeitsfähigkeit für 

eine adaptierte Tätigkeit aus (vgl. act. G1.4, S. 9 f.).

3.4.1. 

Der handchirurgische Teilgutachter, Dr. med. I.___, FMH Handchirurgie, 

beurteilte, in der angestammten, schwer belastenden Tätigkeit als Gartenbauer sei der 

Gesuchsteller aufgrund der Einschränkungen an der dominanten rechten Hand zu 100 

% arbeitsunfähig. Zumutbar sei hingegen eine Tätigkeit mit leichter Belastung der 

rechten Hand bis 5 kg, ohne repetitive Arbeitsabläufe und ohne Kälteexposition. In 

einer solchen Tätigkeit wäre eine maximale Präsenz von 8.1 Stunden pro Tag möglich. 

Er schätze die Arbeitsfähigkeit auf 80 %. Die Leistung sei aufgrund der subjektiven 

Schmerzen sowie der objektiv nachvollziehbaren Schmerzen durch die beginnende 

Arthrose eingeschränkt (act. G1.4, S. 55). Wie die Gesuchsgegnerin zu Recht vorbringt 

(act. G6), waren die von Dr. I.___ als Grund für die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

genannten Schmerzen und die beginnende Arthrose Dr. E.___ bereits bei seinen 

Zumutbarkeitsbeurteilungen vom 31. Januar bzw. 18. April 2018 bekannt. Der 

Sachverhalt hat sich diesbezüglich nicht geändert und Dr. I.___ würdigte diesen 

lediglich anders. Dass - wie der Gesuchsteller vorbringt (act. G12) - vorliegend mit dem 

ABI-Gutachten seine Arbeitsfähigkeit erstmals versicherungsextern beurteilt wurde, 

ändert nichts daran.

3.4.2. 

Der Gesuchsteller macht weiter geltend, im Gegensatz zu Dr. E.___ sei den ABI-

Gutachtern der Schlussbericht des Vereins F.___ vorgelegen (act. G12). Dies ist zwar 

korrekt, jedoch nicht ausschlaggebend. Im genannten Bericht befanden die 

zuständigen Personen, die Quantität und Qualität der Arbeiten des Gesuchstellers 

seien auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht verwertbar. Seine Leistungsfähigkeit schätzten 

3.4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

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4.  

sie auf ca. 10 % (IV-act. 63). Wie das Versicherungsgericht bereits mit Entscheid vom 

24. Februar 2021 erwogen hat, wurde dieser Bericht jedoch nicht von einer 

medizinischen Fachperson erstellt und ist damit bezüglich der Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit auf dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht 

aussagekräftig. Zudem bezog sich die Einschätzung auf sämtliche, auch unfallfremde, 

Beschwerden, insbesondere auch am Arm links. Die Beurteilung der verantwortlichen 

Person des Vereins F.___ hat sich zudem insofern als nicht korrekt erwiesen, als der 

Gesuchsteller seit September 2020 in einem Pensum von 30 % bzw. ab Dezember 

2020 von 50 % in einer adaptierten Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt tätig war (act. 

G1.3, E. 5.4). Zudem ist darauf hinzuweisen, dass den ABI-Gutachtern der 

Schlussbericht des Vereins F.___ zwar bekannt war (act. G1.4, S. 14), sie sich jedoch 

weder vertieft damit auseinandersetzten, noch darauf abstellten. Auch die Tatsache, 

dass Dr. E.___ weitere, erst nach seiner Beurteilung vom 14. April 2018 entstandene 

medizinische Berichte im Gegensatz zu den ABI-Gutachtern nicht bekannt waren (vgl. 

act. G12), beeinträchtigt die Beweiskraft seiner Beurteilungen nicht. Die vom 

Gesuchsteller erwähnten Berichte von Dr. med. J.___, Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, und Dr. med. K.___, Fachärztin FMH für Neurologie, sind insofern nicht von 

Relevanz, als die psychischen Beschwerden nicht unfallkausal sind (vgl. act. G1.3, E. 4) 

und aus neurologischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit besteht (vgl. act. G1.4, IV-act. 

50. 79). Bezüglich den erst nach den Beurteilungen von Dr. E.___ entstandenen 

Berichten von Dr. med. G.___, Innere Medizin FMH, ist - wie bereits im Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 24. Februar 2021 erwogen (act. G1.3, E. 5.2) - festzuhalten, 

dass seine Einschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 50 % nicht überzeugt (IV-act. 45, 

76, 82, 89-8 ff., 113, 117). Diese Ansicht teilten offenbar auch die ABI-Gutachter, 

wichen sie doch von der ihnen bekannten Einschätzung von Dr. G.___ ab (act. G1.4).

Zusammengefasst ergäben sich bei einer materiellen Prüfung aus den neu 

eingereichten medizinischen Akten keine neuen objektiven Erkenntnisse im Sinne der 

Revisionsvoraussetzungen.

3.5. 

Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten.4.1. 

Im vorliegenden Verfahren sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 61 lit. f

ATSG).

4.2. bis

Die Verfahrensleitung hatte dem Gesuch des Gesuchstellers um Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung am 12. August 2021 entsprochen (act. G3). Der 

Staat bezahlt zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung die Kosten der 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt den als unentgeltlichen Rechtsvertreter eingesetzten 

Rechtsvertreter des Gesuchstellers mit Fr. 2'400.-- (inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Rechtsvertretung des Gesuchstellers. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. Mit Blick auf die bei einem durchschnittlichen Fall im Bereich der 

Unfallversicherung vom Versicherungsgericht praxisgemäss zugesprochene 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.--, dem vorliegend vergleichsweise geringen 

Aktenumfang und unter Berücksichtigung der sich stellenden Rechtsfragen erscheint 

eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 3'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen. Diese ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 

des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Somit hat der Staat Rechtsanwalt Zogg, der vom 

Gericht als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt wurde und der - vor der 

Mandatsbeendigung (vgl. act. G14) - die gesamte prozessuale Arbeit bereits erledigt 

hatte, pauschal mit Fr. 2'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu 

entschädigen.

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP).

4.4. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.01.2022
	Art. 61 lit. i ATSG. Art. 81 ff. VRP. Nichteintreten auf das Revisionsgesuch mangels Zuständigkeit. Selbst wenn darauf eingetreten würde, wäre das Revisionsgesuch infolge fehlender neuer objektiver Erkenntnisse abzuweisen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Januar 2022, UV 2021/42). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_107/2022

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