# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e873f93-d48c-5fed-bc46-9cbc59590148
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-08-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.08.2015 D-4123/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4123-2015_2015-08-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-4123/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  A u g u s t  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;   

Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), dessen Ehefrau 

B._______, geboren (…), und deren Kinder 

C._______, geboren (…), 

D._______, geboren (…), 

Sri Lanka,  

c/o Schweizer Vertretung in Colombo, 

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM;  

zuvor Bundesamt für Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  

Verfügung des SEM vom 7. Mai 2015 / N_______. 

 

D-4123/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Eingabe vom 30. März 2012 (gemäss handschriftlichem Vermerk: Ein-

gang vom 9. April 2012) reichten die Beschwerdeführenden bei der 

Schweizer Vertretung in Colombo (nachfolgend: die Vertretung), ein Asyl-

gesuch ein und beantragten die Einreisebewilligung in die Schweiz. 

B.  

Auf Einladung vom 9. April 2012 fand am 25. April 2012 in der Vertretung 

eine Befragung des Beschwerdeführers statt. 

C.  

C.a Der Beschwerdeführer reichte bei der Vertretung zudem ein Gesuch 

um Erteilung eines Visums ein. Mit Entscheid vom 4. Juli 2013, welche dem 

Beschwerdeführer am 12. Juli 2013 eröffnet wurde, wies die Vertretung 

dessen Antrag um Erteilung eines Visums ab.  

C.b Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe 

vom 6. August 2013 gestützt auf Art. 6 Abs. 2 bis AuG (SR 142.20) bei der 

Vorinstanz Einsprache. 

C.c Mit Entscheid vom 30. August 2013 wies die Vorinstanz die Einsprache 

des Beschwerdeführers vom 6. August 2013 ab. 

Der Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

D.  

Auf Einladung vom 12. August 2014 fand am 27. August 2014 eine Befra-

gung der Beschwerdeführerin statt. 

E.  

Der Beschwerdeführer wurde am 18. August 2014 festgenommen und am 

22. August 2014 aus der Haft entlassen. Aus diesem Grund fand am 

27. August 2014 eine zweite Befragung des Beschwerdeführers statt. 

F.  

F.a Die Beschwerdeführenden, sri-lankische Staatsangehörige singhalesi-

scher Ethnie, wohnhaft in E._______/Colombo machten im Rahmen ihres 

schriftlichen Asylgesuches und der Befragungen vom 25. April 2012 sowie 

vom 27. August 2014 geltend, der Beschwerdeführer, engagiere sich als 

erfolgreicher Geschäftsmann seit vielen Jahren für wohltätige Zwecke. Er 

D-4123/2015 

Seite 3 

habe als Unternehmer längere Zeit die United National Party (UNP) und 

später die United People's Freedom Party (UPFA) unterstützt, ohne sich 

politisch betätigt zu haben. Bei den Lokalwahlen vom 8. Oktober 2011 habe 

er für die UPFA erfolgreich für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Da-

bei sei es ihm gelungen, ein Amt für die UPFA zu gewinnen, das jahrzehn-

telang von der UNP besetzt worden sei. Bereits vor den Wahlen habe er 

einen Interessenkonflikt mit einem anderen ranghohen Parteimitglied (DS) 

gehabt. Am 22. Februar 2012 sei sein Bruder von Unbekannten entführt 

worden und seither unbekannten Aufenthalts. Er vermute hinter dieser Tat 

kriminelle Machenschaften und gehe davon aus, dass sein Bruder nicht 

mehr am Leben sei. Am 10. März 2012 habe eine Entführung seiner Person 

vereitelt werden können. Die Verdächtigen seien vorübergehend festge-

nommen worden und es habe sich herausgestellt, dass es sich dabei um 

Angehörige einer Spezialeinheit der Armee gehandelt habe. Das Gerichts-

verfahren gegen die Täterschaft sei noch nicht abgeschlossen. Ihm sei da-

nach auf dem Arbeitsweg während einer gewissen Zeit Polizeischutz ge-

währt worden. Zu weiteren Vorfällen sei es in diesem Zusammenhang nicht 

mehr gekommen. Am 18. August 2014 sei der Beschwerdeführer festge-

nommen worden, nachdem er von seinem Stellvertreter zu Unrecht be-

schuldigt worden sei, ihn mit der Pistole geschlagen zu haben. Er vermute, 

dass sein Stellvertreter, der eng mit DS zusammenarbeite, sein Amt über-

nehmen wolle. Beide Personen würden versuchen, seinen Ruf zu schädi-

gen, damit er sein Amt verliere. Mitarbeiter des Stadtrates hätten aber 

seine Unschuld beteuert und er sei am 22. August 2014 aus der Haft ent-

lassen worden. Da ihm jedoch der Polizeischutz entzogen worden sei und 

er die Waffe habe abgeben müssen, befürchte er, dass ihm etwas zustos-

sen könne. 

F.b Die Beschwerdeführerin machte keine eigenen Asylgründe geltend. Ihr 

und ihren Kindern gegenüber sei es nie zu konkreten Vorfällen gekommen.  

F.c Zusammen mit ihrem schriftlichen Asylgesuch reichten die Beschwer-

deführenden verschieden Unterlagen in Kopie zu den Akten, auf deren In-

halt, soweit dieser für den Entscheid wesentlich ist, in den Erwägungen 

eingegangen wird.  

G.  

Mit Verfügung vom 7. Mai 2015 verweigerte das SEM den Beschwerdefüh-

renden die Einreise in die Schweiz und lehnte das Asylgesuch ab. 

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Seite 4 

G.a Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass Übergriffe 

durch Dritte oder Befürchtungen, künftig solchen ausgesetzt zu sein, für 

die Bewilligung einer Einreise in die Schweiz nur dann relevant seien, wenn 

der Staat seiner Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, 

Schutz zu gewähren. Generell sei der Schutz gewährleistet, wenn der 

Staat geeignete Massnahmen treffe, um die Verfolgung zu verhindern, bei-

spielsweise durch wirksame Polizei- und Justizorgane zur Ermittlung, 

Strafverfolgung und Ahndung von Verfolgungshandlungen, und wenn An-

tragsteller Zugang zu diesem Schutz hätten.  

G.b Der Beschwerdeführer habe geltend gemacht, aufgrund seiner politi-

schen und unternehmerischen Tätigkeiten Probleme mit anderen Parteian-

gehörigen und seitens Dritter gehabt zu haben. Ausserdem sei er am 18. 

August 2014 aufgrund einer falschen Beschuldigung festgenommen wor-

den. Am 22. August 2014 sei er aus der Haft entlassen worden, befürchte 

aber Übergriffe auf seine Person (vgl. die vorstehenden Ausführungen un-

ter C.a).  

Das SEM gehe aufgrund der Akten davon aus, dass die vom Beschwerde-

führer geschilderten Vorfälle den Tatsachen entsprechen würden. 

G.c Vorliegend gelange das SEM jedoch zum Schluss, dass der Beschwer-

deführer bei objektivierter Betrachtungsweise zum jetzigen Zeitpunkt nicht 

akut gefährdet sei. Abgesehen davon könne er allein aus der Tatsache, 

dass sein Bruder seit dem Jahr 2012 unbekannten Aufenthalts sei, für 

seine Person keine Einreiserelevanz herleiten, zumal es in diesem Zusam-

menhang seit März 2012 keine weiteren Vorfälle gegeben habe. So sei es 

gegenüber ihm oder seinen Familienangehörigen zu keinen konkreten For-

derungen oder Drohungen gekommen. Er habe Polizeischutz erhalten und 

sei im Jahr 2014 mit der Familie nach Korea gereist (vgl. Akten der Vo-

rinstanz A6/10 S. 2). Er wohne seit Jahren an derselben Adresse und seine 

Kinder würden zur Schule gehen.  

G.d Der sri-lankische Staat sei grundsätzlich willens, Personen, die von 

Dritten bedroht beziehungsweise verfolgt würden, den erforderlichen 

Schutz zu gewähren. Im Einzelfall könne es durchaus vorkommen, dass 

diese Schutzgewährung unterbleibe oder nicht in ausreichendem Mass ge-

währt werde. 

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Seite 5 

G.e Zwar gehe das SEM aufgrund der Position des Beschwerdeführers 

durchaus von einem erhöhten Risikoprofil aus. Auf Grund seiner Darlegun-

gen sei jedoch davon auszugehen, dass er seitens der sri-lankischen Si-

cherheitskräfte den erforderlichen Schutz erhalten habe. Er habe Polizei-

schutz erhalten und seit März 2012 habe es keine konkreten Vorfälle mehr 

gegeben. Dies sei ein Hinweis dafür, dass sich die staatlichen Sicherheits-

kräfte um seine Sicherheit bemüht hätten. Im Weiteren habe der sri-lanki-

sche Staat in den vom Beschwerdeführer erwähnten Vorfällen Ermittlun-

gen aufgenommen, was zeige, dass der staatliche Wille, die Vorfälle zu 

untersuchen, vorhanden sei. Dies sei umso bemerkenswerter, als Angehö-

rige der Armee in den Entführungsversuch involviert gewesen sein sollen.  

G.f Bezüglich der zu Unrecht gegen ihn erhobenen Vorwürfe und der kurz-

zeitigen Inhaftierung funktioniere nach den Erkenntnissen des SEM der sri-

lankische Polizei- und Justizapparat grundsätzlich und sei darauf bedacht, 

seine Unabhängigkeit zu wahren. Polizeiliche Aufgaben würden wahrge-

nommen und eine effektive Strafverfolgung werde ermöglicht. Somit wür-

den vorliegend keine Gründe dafür sprechen, dass in Sri Lanka keine wirk-

same und funktionierende Infrastruktur zur Schutzgewährung zur Verfü-

gung stehe. Der Beschwerdeführer sei denn auch in der Folge der gegen 

ihn zu Unrecht erhobenen Vorwürfe nach kurzer Zeit aus der Polizeihaft 

entlassen worden. Es stehe ihm aufgrund der obigen Ausführungen offen 

und sei ihm zuzumuten, sich im Bedarfsfall bei den sri-lankischen Behör-

den (erneut) um Schutz zu bemühen.  

G.g Zwar seien noch ein Gerichtsverfahren im Zusammenhang mit dem 

Entführungsversuch und amtliche Abklärungen im Zusammenhang mit der 

von seinem Stellvertreter erhobenen Beschuldigung hängig. Aufgrund der 

Akten würden sich jedoch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die Un-

tersuchungen und laufenden Verfahren rechtstaatlich nicht korrekt abgewi-

ckelt würden oder ihm seitens des sri-lankischen Staats mit beachtlicher 

Wahrscheinlichkeit einreiserelevante Übergriffe drohen könnten. 

G.h Es solle zwar nicht in Abrede gestellt werden, dass sich der Beschwer-

deführer in einer schwierigen persönlichen Lage befinde. Vorliegend gebe 

es jedoch keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass ihm einreiserelevante 

Nachteile drohen könnten. Die blosse abstrakte Möglichkeit einer Gefähr-

dung in einem nicht absehbaren Zeitraum könne nicht zu einer Erteilung 

der Einreisebewilligung führen. Ausserdem seien auch in der westlichen 

Welt mitunter Amtsträger von Anfeindungen und (falschen) Beschuldigun-

gen betroffen.  

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Seite 6 

G.i Das SEM verstehe, dass der Beschwerdeführer angesichts der von ihm 

geschilderten Vorfälle in die Schweiz ausreisen möchte. Dennoch könne 

seinem Gesuch um Einreise in die Schweiz nicht entsprochen werden. Vor-

liegend gelange das SEM zum Schluss, dass er bei einer objektiven Be-

trachtungsweise nicht akut gefährdet sei. Hinzu komme, dass er anlässlich 

der Befragung durch die Vertretung am 27. August 2014 aufgefordert wor-

den sei, allfällige weitere Probleme zu melden (vgl. A7/4 S. 4). Seither habe 

er sich nicht mehr bei der Vertretung gemeldet. Dies sei ein weiteres Indiz 

dafür, dass er nicht akut gefährdet sei. Aus diesen Gründen seien seine 

Vorbringen nicht einreiserelevant. 

G.j In Anbetracht dieser Ausführungen sowie aufgrund des Umstandes, 

dass er kein Gefährdungsprofil aufweise, das im heutigen Zeitpunkt mit er-

heblicher Wahrscheinlichkeit auf eine Verfolgung seitens des sri-lanki-

schen Staates oder seitens Dritter schliessen lassen würde, seien die gel-

tend gemachten Vorbringen nicht einreiserelevant.  

H.  

Mit Eingabe in deutscher und englischer Sprache vom 25. Juni 2014 an die 

Vertretung erhoben die Beschwerdeführenden Beschwerde gegen die Ver-

fügung des SEM vom 7. Mai 2015. Die Vertretung überwies diese Eingabe 

zuständigkeitshalber dem Bundesverwaltungsgericht zur Behandlung. Die 

Beschwerdeführenden machten sinngemäss geltend, die angefochten Ver-

fügung sei aufzuheben und es sei ihnen die Einreise in die Schweiz zu 

bewilligen. Zur Begründung wiederholten die Beschwerdeführenden im 

Wesentlichen ihre bisherigen Vorbringen und hielten an deren Asylrelevanz 

fest. Des Weiteren führten sie aus, ihre Kinder seien von einer "private 

security" zur Schule gebracht worden, und hätten nicht vor dem Haus spie-

len dürfen, da sich die Beschwerdeführerin um deren Sicherheit gesorgt 

habe. Die Reise nach Korea habe der Beschwerdeführer lediglich aus 

Angst um die Sicherheit seiner Familie organisiert. Mit grosser Mühe habe 

er Kontakt mit dem ehemaligen Präsidenten Koreas aufgenommen, wel-

cher eingegriffen und die Sache verkürzt habe. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

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Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

Eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht 

vor, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Das genaue Datum der Eröffnung der BFM-Verfügung vom 7. Mai 2015 

ist nicht bekannt. Den Akten zufolge wurde die Verfügung den Beschwer-

deführenden mit Schreiben vom 20. Mai 2015 zugesandt, welche geltend 

machen, sie hätten das Einschreiben am 28. Mai 2015 erhalten. Die 

Rechtsmitteleingabe der Beschwerdeführenden ist vom 25. Juni 2015 da-

tiert, und wurde von der Vertretung nicht mit einem Eingangsstempel ver-

sehen. Sie ist demnach als rechtzeitig eingereicht zu erachten. 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung 

eines Schriftenwechsels verzichtet. 

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Seite 8 

4.  

4.1 Mit den dringlichen Änderungen des Asylgesetzes vom 28. September 

2012 (AS 2012 5359), welche am 29. September 2012 in Kraft getreten 

sind, wurden unter anderem die Bestimmungen betreffend die Einreichung 

von Asylgesuchen aus dem Ausland aufgehoben. Die Übergangsbestim-

mung (Ziffer III) hält jedoch fest, dass für die im Ausland vor dem Inkraft-

treten der Änderung vom 28. September 2012 gestellten Gesuche die mas-

sgeblichen Artikel (aArt. 12, 19, 20, 41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG) in der 

bisherigen Fassung anwendbar sind. Demnach sind auf den vorliegenden 

Fall die altrechtlichen Bestimmungen betreffend das Asylverfahren anzu-

wenden. 

4.2 Ein Asylgesuch kann gemäss aArt. 19 AsylG im Ausland bei einer 

schweizerischen Vertretung gestellt werden, die es mit einem Bericht an 

das Bundesamt überweist (aArt. 20 Abs. 1 AsylG). Hinsichtlich des Verfah-

rens bei der schweizerischen Vertretung im Ausland sieht aArt. 10 der Asyl-

verordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, 

SR 142.311) vor, dass diese mit der asylsuchenden Person in der Regel 

eine Befragung durchführt (aArt. 10 Abs. 1 AsylV 1); dies ist vorliegend der 

Fall. 

5.  

5.1 Die Vorinstanz kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, 

wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann 

oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (vgl. Art. 

3, Art. 7 und aArt. 52 Abs. 2 AsylG). 

5.2 Gemäss aArt. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt die Vorinstanz Asylsuchenden 

die Einreise zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihnen nicht zugemutet 

werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein 

anderes Land auszureisen. Bei diesem Entscheid sind die Voraussetzun-

gen zur Erteilung einer Einreisebewilligung grundsätzlich restriktiv zu um-

schreiben, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. 

Neben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind na-

mentlich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzge-

währung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen 

Staaten, die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur ander-

weitigen Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und As-

similationsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. Ausschlaggebend für die 

Erteilung der Einreisebewilligung ist dabei die Schutzbedürftigkeit der be-

troffenen Personen, mithin die Prüfung der Fragen, ob eine Gefährdung im 

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Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft gemacht wird und ob der Verbleib am 

Aufenthaltsort für die Dauer der Sachverhaltsabklärung zugemutet werden 

kann (vgl. BVGE 2011/10 E. 3.3 S. 126 und E. 5.1 S. 128; vgl. auch die 

Zusammenfassung der Rechtsprechung im Urteil D-2018/2011 vom 14. 

September 2011 E. 7.1).  

5.3 Nach Prüfung der Akten durch das Gericht ist festzustellen, dass die 

Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung überzeugend dargelegt hat, 

dass den von den Beschwerdeführenden geltend gemachtem Schwierig-

keiten des Beschwerdeführers keine einreiserelevante Bedeutung zu-

kommt. Es kann deshalb vorab auf die vorinstanzlichen Erwägungen ver-

wiesen werden (vgl. vorstehend unter D.). An dieser Einschätzung können 

auch die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführenden in ihrer 

Rechtsmitteleingabe nichts ändern, zumal es aktenkundig ausser der ver-

suchten Entführung im März 2012 zu keinen weiteren Vorkommnissen ge-

kommen ist. Insbesondere machten die Beschwerdeführenden keine wei-

teren Übergriffe geltend. Auch wurde dem Beschwerdeführer zeitweise Po-

lizeischutz gewährt. Das Bundesverwaltungsgericht schliesst sich somit 

den Ausführungen der Vorinstanz vollumfänglich an, zumal sich aus der 

Beschwerde nichts ergibt, was die Erwägungen der Vorinstanz entkräften 

könnte. 

5.4 Somit ist es den Beschwerdeführenden nicht gelungen, eine aktuelle 

Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG aufzuzeigen, welche die Bewilligung 

der Einreise in die Schweiz rechtfertigen würde. Die Schutzbedürftigkeit 

der Beschwerdeführenden im Sinne von aArt. 20 i.V.m. Art. 3 AsylG ist nicht 

gegeben. Im Übrigen ist auch eine Beziehungsnähe der Beschwerdefüh-

renden zur Schweiz zu verneinen (aArt. 52 Abs. 2 AsylG). Die Vorinstanz 

hat den Beschwerdeführenden zu Recht die Einreise in die Schweiz ver-

weigert und das Asylgesuch abgelehnt. 

6. 

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

und vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist daher 

abzuweisen. 

7. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätzlich 

den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus ver-

waltungsökonomischen Gründen ist indessen in Anwendung von Art. 6 des 

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Seite 10 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhe-

bung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die Schwei-

zer Vertretung in Colombo. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Fulvio Haefeli Ulrike Raemy 

 

 

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