# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98a88a0e-4cbf-57b9-9a86-32cf02a07997
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.08.2009 D-5212/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5212-2009_2009-08-21.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5212/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  A u g u s t  2 0 0 9

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren (...),
B._______, geboren (...),
C._______, geboren (...),
Serbien,
(...),
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 11. August 2009 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5212/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, und erwägt,

dass die Beschwerdeführenden – eigenen Angaben zufolge serbische 
Staatsangehörige  und  ethnische  Roma  mit  letztem  Wohnsitz  in 
D._______ (Serbien) – am 16. Juli 2005 ein erstes Asylgesuch in der 
Schweiz einreichten,

dass  am 23. April  2007 das BFM das Asylgesuch  ablehnte  und die 
Wegweisung der Beschwerdeführenden aus der Schweiz verfügte,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit  Urteil  vom 29. Februar 2008 
(D-3614/2007) eine gegen diese Verfügung des BFM eingereichte Be-
schwerde abwies,

dass die Beschwerdführenden daraufhin am 7. April 2008 eine Wieder-
erwägungsgesuch  einreichten,  welches  die  Vorinstanz  am  14.  April 
2008 abwies,

dass sie am 6. November 2008 die Schweiz verliessen und das Bun-
desverwaltungsgericht  eine  gegen den  Entscheid  des  BFM vom 14. 
April 2008 eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 28. November 
2008 (D-3210/2008) abschrieb,

dass die Beschwerdeführenden am 1. Juli 2009 das zweite – hier vor-
liegende – Asylgesuch in der Schweiz einreichten,

dass sie am 16. Juli  2009 summarisch befragt und das BFM die Be-
schwerdeführenden am 31. Juli 2009 gestützt auf Art. 29 Abs. 1  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) ausführlich zu ih-
ren Asylgründen anhörten,

dass  die  Beschwerdeführenden  anlässlich  der  Befragungen  im  We-
sentlichen  geltend  machten,  ihr  Sohn  B. (dieser  ist  im vorliegenden 
Verfahren  keiner  der  Beschwerdeführenden)  habe  kurz  nach  ihrer 
Rückkehr nach Serbien in D._______ ein Café besucht,

dass ihm daraufhin fünf bis sechs serbische Jugendliche erklärt  hät-
ten, er müsse das Café verlassen, Romas hätten in D._______ nichts 
zu suchen und seine Familie solle von dort abreisen,

dass der im Café entstandene Streit in einer Schlägerei geendet habe,

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dass  dieselben  serbischen  Jugendlichen  die  Beschwerdeführenden 
anschliessend mehrmals mit dem Tod bedroht, sie wiederholt schika-
niert  und ihnen unmissverständlich zu verstehen gegeben hätten, sie 
sollten es nicht wagen, die Polizei einzuschalten,

dass sich die Beschwerdeführenden nicht mehr sicher fühlten, darauf-
hin  am 30. Juni  2009  ihr  Heimatland  zusammen mit  der  Frau ihres 
Sohnes B. (welche im vorliegenden Verfahren nicht  als  Beschwerde-
führerin  auftritt)  verlassen  hätten  und  am  1.  Juli  2009  illegal  in  die 
Schweiz  gelangt  seien,  wo sie  gleichentags ein  zweites  Asylgesuch 
stellten,

dass  der  Sohn  C._______  der  Beschwerdeführenden  weder  lesen 
noch schreiben könne, taubstumm sei und auch die Gebärdensprache 
nicht beherrsche,

dass das BFM aufgrund der fehlenden Prozessfähigkeit auf seine An-
hörung  verzichtete  und  sein  Dossier  in  das  seiner  Eltern,  der  Be-
schwerdeführenden, integrierte,

dass das BFM mit Verfügung vom 11. August 2009 – am gleichen Tag 
eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 lit. e AsylG auf das zweite 
Asylgesuch der  Beschwerdeführenden nicht  eintrat  und die  Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  die  Beschwerdeführenden mit  Eingabe  vom  18. August 2009 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erhoben und dabei unter anderem beantragten, die 
Verfügung des BFM vom 11. August 2009 sei aufzuheben, auf das Ge-
such sei einzutreten und den Beschwerdeführenden im Rahmen einer 
materiellen Prüfung Asyl zu gewähren, es sei die Unzumutbarkeit des 
Vollzugs  der  Wegweisung festzustellen  und die  vorläufige  Aufnahme 
anzuordnen,

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht  zudem beantragten, es sei 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten und die un-
entgeltliche Prozessführung zu bewilligen,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  per  Fax am  19.  August  2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtene Verfügung be-
sonders berührt  sind,  ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn die asylsuchende Person in der Schweiz bereits 
ein Asylverfahren erfolglos durchlaufen oder sie ihr Gesuch zurückge-
zogen hat, oder wenn sie während des hängigen Asylverfahrens in den 
Heimat-  oder  Herkunftsstaat  zurückgekehrt  ist,  ausser  die  Anhörung 
ergebe Hinweise, in der Zwischenzeit seien Ereignisse eingetreten, die 
geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder die für die 
Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass  die  Beschwerdeführenden am 16. Juli  2005 ein  erstes  Asylge-
such einreichten, das BFM dieses mit  Verfügung vom 23. April  2007 
ablehnte  und  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Urteil  (...)  vom  29. 
Februar  2008  die  gegen  diese  Verfügung  eingereichte  Beschwerde 
abwies,

dass sie daraufhin am 7. April 2008 ein Wiedererwägungsgesuch ein-
reichten,  welches  das  BFM  am  14.  April  2008  abwies  und  das 
Bundesverwaltungsgericht  die dagegen eingereichte Beschwerde mit 
Entscheid D-3210/2008 vom 28. November 2008 abschrieb, nachdem 
die Beschwerdeführenden am 6. November 2008 die Schweiz kontrol-
liert verlassen hatten,

dass die Beschwerdeführenden somit in der Schweiz bereits ein Asyl-
verfahren erfolglos durchlaufen haben,

dass  das  BFM  feststellte,  es  würden  sich  keine  Hinweise  ergeben, 
dass  nach  Abschluss  des  ersten  Verfahrens  Ereignisse  eingetreten 
seien,  die  geeignet  wären,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass es in der angefochtenen Verfügung im Einzelnen darlegte, auf-
grund welcher Indizien es die Vorbringen als unglaubhaft beurteilt,

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dass die Beschwerdeführenden in ihrer Eingabe vom 18. August 2009 
sich mit den Erwägungen des BFM auseinandersetzen und darlegen, 
weshalb dieses zu Unrecht von der Unglaubhaftigkeit ihrer Vorbringen 
ausgegangen sei,

dass der von den Beschwerdeführenden zur Begründung ihres Asylge-
suches geltend gemachte Sachverhalt,  selbst  wenn man davon aus-
ginge,  dieser  habe  sich  tatsächlich  zugetragen,  asylrechtlich  offen-
sichtlich nicht relevant ist,

dass  die  Beschwerdeführenden Übergriffe  durch serbische Jugendli-
che geltend machen, es sich dabei jedoch um Übergriffe von Drittper-
sonen handelt, welche nicht asylrelevant sind, wenn der Staat seiner 
Schutzpflicht nachkommt und Schutz gewährt,

dass Schutz gewährleistet ist, wenn der Staat geeignete Massnahmen 
trifft, um die Verfolgung zu verhindern beispielsweise durch wirksame 
Polizei- und Justizorgane zur Ermittlung, Strafverfolgung und Ahndung 
von  Verfolgungshandlungen  und  wenn  die  Antragssteller  Zugang  zu 
diesem Schutz haben,

dass sich im Zuge des demokratischen Wandels in Serbien die Lage 
der ethnischen Minderheiten unter anderem auch der Roma entspannt 
hat,

dass vereinzelte Benachteiligungen und Schikanen gegenüber Roma 
zwar  nach wie  vor  nicht  ausgeschlossen werden  können,  der  serbi-
sche Staat allerdings selbst Übergriffe durch Dritte nicht billigt und die 
von den Beschwerdeführenden  geschilderten Vorkommnisse auch in 
Serbien Straftatbestände darstellen, die strafrechtlich verfolgt werden,

dass  es  den  Beschwerdeführenden  daher  zumutbar  gewesen  wäre, 
den Staat um Schutz wegen der dargelegten Vorfälle und Drohungen 
zu bitten und bei der Polizei Anzeige dagegen zu erstatten,

dass sie darauf jedoch verzichtet haben und deshalb den serbischen 
Behörden nicht mangelnder Schutzwille und mangelnde Schutzfähig-
keit angelastet werden kann,

dass demnach vom Vorhandensein eines adäquaten Schutzes durch 
den Heimatstaat auszugehen ist und die geltend gemachten Übergriffe 
im vorliegenden Fall nicht asylrelevant sind,

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dass  überdies  die  Angaben  der  Beschwerdeführenden  zum  Tather-
gang widersprüchlich sind,

dass der  Ehemann (Beschwerdeführer)  zu  Protokoll  gab,  die  beiden 
serbischen  Jugendlichen,  die  ihnen  ins  Haus  gefolgt  seien,  hätten 
dunkle, schwarze Haare getragen (vgl. B12, S. 10),  währenddem die 
Ehefrau (Beschwerdeführerin) erklärte, sie hätten Glatzen gehabt (vgl. 
B13, S. 9),

dass auch die Angaben,  wer der  Ehefrau eine Zigarette ins Gesicht 
geworfen  habe,  von  den  Beschwerdeführenden  nicht  identisch 
ausgefallen  sind  (vgl.  B12,  S.  11:  Der  Beschwerdeführer  gab  zu 
Protokoll,  der  mit  der  crèmefarbenen  Jacke  habe  die  Zigarette 
geworfen, währenddem die Frau auch auf Nachfrage meinte, der mit 
der dunklen Jacke habe die Zigarette geworfen, vgl. B13, S. 8 f.),

dass schliesslich auch die Aussagen betreffend die Intensität und die 
Dauer der erhaltenen Drohanrufe unterschiedlich ausfielen (vgl. B12, 
S. 15 mit B13, S. 10),

dass deshalb insgesamt die Vorbringen der Beschwerdeführenden be-
züglich  der  Übergriffe  durch  serbische  Jugendliche  unglaubhaft  er-
scheinen,

dass  daran  auch  die  unsubstanziierten  Vorbringen  in  der 
Beschwerdeeingabe vom 18. August 2009 zum Asylpunkt nichts zu än-
dern vermögen,

dass sich daher keine Hinweise darauf ergeben, dass nach dem Ab-
schluss des letzten Asylverfahrens Ereignisse eingetreten sind, die ge-
eignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen oder für die Ge-
währung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführenden nicht einge-
treten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-

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sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrecht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich  sind,  die den Beschwerdeführenden im Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Beschwerdeführenden zur Untermauerung der Unzumutbar-
keit  ihres  Wegweisungsvollzugs  unter  anderem  einen  Bericht  der 
Schweizerischen  Flüchtlingshilfe  vom  10.  Oktober  2008  betreffend 
"Asylsuchende Roma aus dem Kosovo" zu den Akten reichten,

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dass es sich bei den Beschwerdeführenden gemäss eigenen Angaben 
jedoch um serbische Staatsangehörige und nicht um Kosovaren han-
delt, die überdies in Serbien und nicht im Kosovo gelebt haben, wes-
halb sie aus diesem Bericht nichts zu ihren Gunsten ableiten können,

dass in Serbien keine Situation wie Krieg, Bürgerkrieg oder allgemei-
ner Gewalt vorliegt,

dass das Bundesverwaltungsgericht nicht verkennt, dass die Lebens-
bedingungen  in  Serbien  schwierig  und  mit  dem  allgemein  in  der 
Schweiz üblichen Lebensstandard nicht zu vergleichen sind,

dass die Beschwerdeführenden eigenen Angaben gemäss in ihrer Hei-
mat über ein Haus in gutem Zustand verfügen (vgl. B1, S. 2),

dass sie überdies in der Zeit seit der Rückkehr aus der Schweiz aus 
dem Erlös des Verkaufes eines zweiten, ehemals im Eigentum der Be-
schwerdeführenden sich befindenden Hauses, gelebt hätten,

dass der Beschwerdeführer (Ehemann) gemäss eigenen Angaben ein 
handwerklicher Allrounder ist,  er  die Umbauarbeiten in seinem eige-
nen Haus beziehungsweise im Haus der Familie zumindest teilweise 
selbstständig ausgeführt hat (vgl. B1, S. 2) und es ihm zugemutet wer-
den kann, sich in seiner Heimat um eine Arbeitsstelle in diesem Be-
reich zu bemühen,

dass die Ehefrau wie bis anhin die Hausarbeiten ausführen und ihren 
Sohn C._______ betreuen kann,

dass trotz des bedenklichen Einzelfalles der Ablehnung der Beschwer-
deführerin durch einen Notfallarzt nicht  generell  davon ausgegangen 
werden kann, Roma hätten in Serbien generell keinen Zugang zu me-
dizinischen Einrichtungen,

dass  die  Beschwerdeführerin  nach  dieser  bedauerlichen  Abweisung 
durch einen Notfallarzt  sich jedoch nicht  bemüht hat,  einen anderen 
Arzt zu konsultieren (vgl. B2, S. 7), welcher sie hätte behandeln kön-
nen,

dass betreffend die medizinische Notlage nur dann auf Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs geschlossen werden kann, wenn eine not-
wendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht zur Verfügung 

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steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährdenden Be-
einträchtigung  des  Gesundheitszustandes  der  betroffenen  Person 
führt,

dass dabei als wesentlich die allgemeine und dringende medizinische 
Behandlung  erachtet  wird,  welche  zur  Gewährleistung  einer  men-
schenwürdigen Existenz absolut notwendig ist,

dass  die  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  jedenfalls  dann 
noch nicht  vorliegt,  wenn im Heimat-  oder  Herkunftsstaat  eine  nicht 
dem schweizerischen Standard entsprechende medizinische Behand-
lung möglich ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 E. 5a und b),

dass aus den vorliegenden Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, 
die Beschwerdeführenden könnten in ihrer Heimat nicht adäquat medi-
zinisch behandelt werden,

dass  auch  wenn  das  Ausmass  der  Erkrankungen  sowohl  der  Be-
schwerdeführerin als auch dessen Sohnes C._______ nicht verkannt 
werden  darf,  für  die  nähere  Zukunft  nicht  von  einer  konkreten 
medizinischen  Gefährdung  im  Sinne  einer  medizinischen  Notlage 
auszugehen (Art. 83 Abs. 4 AuG) ist,

dass sie überdies die Möglichkeit haben, bei der Vorinstanz eine medi-
zinische Rückkehrhilfe zu beantragen,

dass die Beschwerdeführenden praktisch ihr ganzes bisheriges Leben 
in Serbien verbracht haben und dort sowohl über ein soziales wie auch 
familiäres Beziehungsnetz verfügen,

dass  deshalb  nicht  davon  auszugehen  ist,  sie  gerieten  nach  ihrer 
Rückkehr in eine existenzbedrohende Situation,

dass demnach der Vollzug der Wegweisung nicht unzumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es den Beschwerdeführenden ob-
liegt,  bei  der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8 
Abs. 4 AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun,  inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten, aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 
1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht als gegenstandslos 
geworden abzuschreiben ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführenden (...)  (Einschreiben; Beilage:  Einza-
hlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, mit der 
Bitte um Eröffnung des Urteils an die Beschwerdeführenden und um 
Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das Bundes-
verwaltungsgericht)

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Daniel Stadelmann

Versand:

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