# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33a48a19-8e03-506a-ba70-58c88780cc67
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 03.08.2010 UV 2009/103
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-103_2010-08-03.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/103

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 03.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2010
Art. 6 UVG, Art. 4 ATSG: Natürliche Kausalität zwischen einer operativ 
therapierten Diskushernie auf Höhe C6/7 und einem Unfallereignis mit 
Kontusion des Kopfs verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 3. August 2010, UV 2009/103).

Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und Marie 

Löhrer; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 3. August 2010

in Sachen

K.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.       

A.a   Der 1959 geborene K.___ war bei der F.___ tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 30. November 2007 bei der Postzustellung bzw. als er sich beim 

Aufheben eines heruntergefallenen Briefs aufrichtete mit dem Kopf gegen eine runde, 

vor einer Haustür zur Dekoration aufgehängte Holzwurzel stiess (Suva-act. I/1). Dr. 

med. A.___, Allgemeine Medizin FMH, bestätigte im Arztzeugnis vom 2. Januar 2008 

eine Erstbehandlung am 5. Dezember 2007 und diagnostizierte ein Cervicovertebral- 

sowie ein Cervicobrachialsyndrom linksseitig nach Kopfanprall links. Im Weiteren 

attestierte er dem Versicherten ab 6. Dezember 2007 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

(Suva-act I/8). Die auf Zuweisung von Dr. A.___ am 10. Dezember 2007 im 

Röntgeninstitut B.___ durchgeführte röntgenologische Untersuchung der HWS und 

BWS hatte eine Schief- und Streckhaltung der HWS, eine skoliotische Fehlhaltung der 

oberen BWS, degenerative Veränderungen der HWS und Schmorl'sche Knoten im 

mittleren und unteren BWS-Bereich ergeben (Suva-act. I/2). Ab 18. Dezember 2007 

war der Versicherte von Dr. med. C.___, Chiropraktor, wegen eines HWS-

Distorsionstrauma behandelt worden, worauf sich die Beschwerden sukzessive 

zurückgebildet hatten (Suva- act. I/3, 9a). Am 9. Januar 2008 nahm der Versichert seine 

Arbeit zu 37% und am 26. Januar 2008 wieder zu 100% auf (Suva-act. I/5, 6). Die Suva 

erbrachte für den Unfall vom 30. November 2007 die gesetzlichen Leistungen 

(Heilkosten- und Taggeldleistungen).

A.b   Am 16. Oktober 2008 stürzte der Versicherte auf einer Pilgertour zu Fuss. Ein Rad 

des von ihm gezogenen Gepäckwagens geriet über den Wegrand hinaus, sodass 

dieser kippte. Deshalb und wegen des seitlichen Zugs auf seinen Körper verspürte er 

einen zwickartigen Schmerz im Rücken, das linke Knie verdrehte sich und durch den 

anschliessenden Sturz schlug er sich den linken Ellbogen an. In den folgenden Tagen 

litt der Versicherte unter Rücken-, insbesondere LWS-Beschwerden, Arm- und 

Kniebeschwerden. Nach einigen Tagen Pause nahm er den Fussmarsch wieder auf. 

Kurz darauf kippte der Wagen abermals um und riss den Versicherten ein Stück weit 

einen Hang hinunter. Die Beschwerden verstärkten sich dadurch erneut. Am 

30. Oktober 2008 beschloss er, die Pilgertour abzubrechen (Suva-act. II/1, 16).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.c   Am 31. Oktober 2008 konsultierte der Versicherte Dr. A.___, der eine Epicondylitis 

lateralis links, ein Hyperextensionstrauma des linken Kniegelenks sowie ein 

Thorakovertebralsyndrom diagnostizierte und das ausschliessliche Vorliegen von 

Unfallfolgen bestätigte. Der Arzt attestierte dem Versicherten ab 30. Oktober 2008 eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. II/2, 7). Ab dem 13. November 2008 wurde der 

Versicherte in der Klinik Valens ambulant behandelt (Suva-act. II/8, 10). Die Suva 

anerkannte auch für den Unfall vom 16. Oktober 2008 ihre Leistungspflicht und 

erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen) (Suva-act. 

II/5, 6).

A.d   Während der Therapie in der Klinik Valens klagte der Versicherte zunehmend über 

eine über die Beschwerden der Epikondylitis humeroradialis links hinausgehende 

Schmerzausstrahlung in den linken Arm lateralseitig, beginnend vom cervicothorakalen 

Übergang über den Schulterblattbereich, zum Teil axillär ziehend, und mit 

Sensibilitätsstörung von Daumen und Zeigefinger links sowohl dorsal als auch 

volarseitig. Kurzfristig sei es auch zu einem Einschlafen im Hand- und Fingerbereich 

gekommen (Suva-act. II/10). Die am 25. November 2008 in der Klinik Stephanshorn, 

Wirbelsäulenchirurgie Ostschweiz, St. Gallen, durchgeführte MRI-Untersuchung der 

HWS zeigte eine interforaminale Diskushernie auf Höhe C6/7 links mit 

Wurzelkompression C7 links und eine mittelgradige Chondrose (Suva-act. II/11). Die 

Klinik Valens stellte darauf in ihrem Bericht vom 28. November 2008 die Diagnose: 

Zervikoradikuläres Reizsyndrom C7 links mit/bei Osteochondrose C6/7 mit 

linksforaminaler Diskushernie und sekundärer Stenose des Neuroforamens und somit 

erklärbarer Alteration der austretenden C7-Wurzel, aktuell aufgetreten seit 19. 

November 2008 (Suva-act. II/10). Am 8. Dezember 2008 erfolgte in der Klinik 

Stephanshorn die operative Behandlung der Diskushernie (Suva-act. II/14).

A.e   Nachdem die Suva die Akten ihrem Kreisarzt Dr. med. D.___, Facharzt FMH für 

orthopädische Chirurgie, zur ärztlichen Beurteilung unterbreitet und Dr. A.___ um 

Bericht über die unfallbedingte Behandlungsdauer und Arbeitsunfähigkeit ersucht hatte 

(Suva-act. II/18, 19, 20), teilte sie dem Versicherten mit Schreiben vom 2. April 2009 

mit, dass die heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern 

ausschliesslich krankhafter Natur seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne Unfälle 

eingestellt hätte (status quo sine), sei gemäss medizinischer Beurteilung spätestens am 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

8. Dezember 2008 erreicht. Was die Unfallfolgen anbelange, müsse der Fall deshalb 

per 8. Dezember 2008 abgeschlossen und müssten die Leistungen (Taggeldleistungen 

und Heilkosten) per vorgenanntem Datum eingestellt werden (Suva-act. II/21). Der 

Versicherte nahm dazu mit Schreiben vom 20. April 2009 Stellung (Suva-act. II/24).

A.f    Mit Verfügung vom 13. Juli 2009 hielt die Suva an ihrer Leistungseinstellung per 

8. Dezember 2008 fest (Suva-act. II/27).

B.       

Die gegen diese Verfügung am 14. August 2009 erhobene Einsprache (Suva-act. II/29) 

wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 15. September 2009 ab (Suva-act. II/31).

C.       

C.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. 

Oktober 2009 Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid sei aufzuheben 

und der Fall sei zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Dazu sei ein neutrales Gutachten 

zu erstellen. Der Kreisarzt der Suva, Dr. D.___, solle den Beschwerdeführer zudem 

persönlich untersuchen. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, des neutralen 

Gutachtens und der Untersuchung durch Dr. D.___ seien von der Beschwerdegegnerin 

zu übernehmen. Zusammen mit der Beschwerde wurde ausserdem eine 

Stellungnahme von Dr. med. E.___, Leitender Arzt des Rehazentrums Leukerbad, vom 

9. Oktober 2009 eingereicht.

C.b   In der Beschwerdeantwort vom 3. November 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

C.c   Mit Replik vom 24. November 2009 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

Anträgen fest. Die Beschwerdegegnerin hat auf die Einreichung einer Duplik verzichtet.

C.d   Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen 

in den übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.        

Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 8. Dezember 2008 hinaus 

Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat bzw. ob die am 

8. Dezember 2008 operativ behandelte Diskushernie C6/C7 in einem natürlichen 

Kausalzusammenhang zum Unfall vom 30. November 2007 stand. Nicht geltend 

gemacht wird eine Kausalität zwischen der Diskushernie C6/7 und dem Unfall vom 16. 

Oktober 2008. So lassen sich denn auch weder hinsichtlich des geschilderten 

Unfallereignisses noch in den echtzeitlichen medizinischen Akten Hinweise dafür 

finden, dass vom seitlichen Zug auf den Körper wegen des umkippenden 

Gepäckwagens und vom nachfolgenden Sturz nebst der Lendengegend, dem 

Kniegelenk und dem Oberarm auch der Halswirbelsäulenbereich betroffen gewesen 

wäre (Suva-act. II/1, 2, 8, 16).

2.        

2.1    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) setzt voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 

Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen dem 

schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

(BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss auch der Wegfall eines ursächlichen Zusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Weil es sich dabei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, 

ob eine leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 

beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, 1994 

Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dabei muss jedoch nicht etwa 

der Beweis für unfallfremde Ursachen erbracht werden. Welche Ursachen ein nach wie 

vor geklagtes Leiden hat, ob es Krankheitsursachen, ein Geburtsgebrechen oder 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

degenerative Veränderungen sind, ist unerheblich. Denn es ist nicht so, dass der 

Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde 

Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen vermag. 

Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre 

kausale Bedeutung verloren haben, also dahin gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 

329 E. 3b). Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder 

überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers, wenn 

entweder der (krankhafte) Zustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(status quo ante), oder aber derjenige Zustand, der sich nach dem schicksalsmässigen 

Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne den Unfall früher oder später 

eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, 1992 

Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b in fine). Im 

Rahmen der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers 

genügt es mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen 

Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die 

Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchführung des 

Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003 

i/S S. [U 287/02] E. 4.4).

2.2    Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die urteilenden Instanzen die 

Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Ausschlaggebend 

für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit 

Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311). Eine 

ärztliche Beurteilung auf Grund der Akten, wie sie vorliegend von Dr. D.___ am 6. März 

2009 (Suva-act. II/18) erstellt wurde, ist gleichfalls nicht an sich unzuverlässig. Für die 

Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von persönlichen 

Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidungsgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es 

den Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Beizug eines Gerichtsgutachtens 

-abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.6).

3.        

3.1    Nach der unfallmedizinischen Erfahrung entstehen praktisch alle Diskushernien 

(vgl. zu diesem Begriff Debrunner, Orthopädie. Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl., S. 778 

ff. und 878 ff.) bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenveränderungen. Ein Unfall im 

Rechtssinne (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [SR 830.1; ATSG]) kann nur ausnahmsweise als eigentliche 

Ursache in Betracht fallen. Voraussetzung ist, dass das fraglichen Ereignis von 

besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen, und dass die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres 

Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftraten. In solchen Fällen 

hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

aufzukommen (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 192, E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 

3. Oktober 2005 [U 163/05] i/S R., E. 3.1, und vom 18. Februar 2002 [U 459/00] i/S K., 

E. 3b; Urteil des Bundesgerichts vom 8. April 2008 [8C_213/2008] i/S K., E. 3.3; 

Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 68 [1995], S. 17). Das Gleiche gilt grundsätzlich 

auch für eine richtunggebende Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes, 

wenn und soweit also durch den Unfall eine Diskushernie früher oder beschleunigt zur 

Entwicklung gebracht wurde. Wird eine vorbestandene Diskushernie durch den Unfall 

lediglich manifest, müssen die dadurch ausgelösten Beschwerden innerhalb einer 

kurzen Zeitspanne auftreten, um als natürlich kausale Folgen des fraglichen Ereignisses 

zu gelten. Für den Brust- und Lendenwirbelbereich wird eine Latenzzeit von höchstens 

acht bis zehn Tagen angegeben. Bei einer vorbestehenden Diskushernie der 

Halswirbelsäule beträgt das beschwerdefreie Intervall in der Regel lediglich wenige 

Stunden. Für spätere Rezidive hat die Unfallversicherung nur einzustehen, wenn 

eindeutige Brückensymptome gegeben sind (RKUV Nr. U 378 S. 191 E. 3 und Urteile 

des EVG vom 18. August 2000 [U 4/00] i/S H., E. 3b, und vom 3. März 2005 [U 218/04] 

i/S W., E. 6.1).

3.2    Das MRI der HWS vom 25. November 2008 ergab eine Diskushernie auf Höhe 

C6/7 links mit Wurzelkompression C7 links sowie eine mittelgradige Chondrose (Suva-

act. II/11). Anlässlich der am 10. Dezember 2007 und damit kurze Zeit nach dem 

Unfallereignis vom 30. November 2007 durchgeführten röntgenologischen 

Untersuchung der HWS waren eine Schief- und Streckhaltung sowie degenerative 

Veränderungen erhoben worden (Suva-act. I/2). Aus der Zeit vor dem Unfallereignis 

vom 30. November 2007 liegen keine entsprechenden Unterlagen vor. Da 

Diskushernien auf normalen Röntgenbildern nicht direkt sichtbar sind und die 

Abnützung nur gelegentlich als eine Verschmälerung des knöchernen Wirbelabstandes 

indirekt nachweisbar ist (vgl. dazu http://www.orthopädie-zürich.ch/uehlinger/

wirbelsäulenoperation.

html, Abfrage vom 1. Juni 2010; Debrunner, a.a.O., S. 881 f.), liegen mithin - wie auch 

vom Beschwerdeführer in seinem Schreiben vom 20. April 2009 geltend gemacht - 

zumindest keine beweiskräftigen bildgebenden Unterlagen vor, welche den genauen 

Zeitpunkt der tatsächlichen Entstehung der - zunächst allenfalls symptomlos 

vorhanden gewesenen - Diskushernie C6/7 des Beschwerdeführers belegen würden.

http://www.xn--orthopdie-zrich-5kb72b.ch/uehlinger/wirbels%C3%A4ulenoperation.html
http://www.xn--orthopdie-zrich-5kb72b.ch/uehlinger/wirbels%C3%A4ulenoperation.html
http://www.xn--orthopdie-zrich-5kb72b.ch/uehlinger/wirbels%C3%A4ulenoperation.html
http://www.xn--orthopdie-zrich-5kb72b.ch/uehlinger/wirbels%C3%A4ulenoperation.html

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.3    Mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen ist 

jedoch zunächst - den in Erwägung 3.1 dargelegten medizinischen 

Erfahrungstatsachen folgend - eine direkt durch den Unfall verursachte Diskushernie 

bzw. ein die Bandscheiben schädigender Unfall. Eine besondere Schwere mit einer 

Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule, die geeignet gewesen wäre, eine Diskushernie zu 

verursachen, ist in Bezug auf das Unfallereignis vom 30. November 2007 nicht 

erkennbar. Letztlich haben wir es mit dem "blossen" Anschlagen des Kopfs zu tun. 

Eine Arbeitsunfähigkeit ist in den Akten erst ab 6. Dezember 2007 belegt (Suva-act. I/1, 

5, 8). Eindeutige Hinweise auf Beschwerden und Symptome einer Diskushernie oder 

eine Aussage eines Arztes, dass eine solche erwogen worden wäre, fehlen in den 

echtzeitlichen Akten ebenfalls (Suva-act. I/3, 8). Dr. A.___ diagnostizierte beim 

Beschwerdeführer nach dem Unfall vom 30. November ein Cervicovertebral- sowie ein 

Cervicobrachialsyndrom. Das Vorliegen von Schmerzsyndromen bedeutet keinesfalls 

automatisch auch das Vorliegen unfallkausaler struktureller Gesundheitsschädigungen. 

Laut Roche Lexikon Medizin (5. Aufl. 2003, S. 1540) handelt es sich bei einem Syndrom 

um ein sich stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit 

weitgehend identischem "Symptommuster" manifestierendes Krankheitsbild mit 

unbekannter, vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen - eben auch degenerative 

Ursachen - bedingter oder nur teilweise bekannter Ätiogenese. Die von Dr. A.___ 

diagnostizierten Syndrome sind im Übrigen auch typisch für eine HWS-Distorsion ohne 

klar ausgewiesene neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen 

Veränderung. Ein - nur indirekter - Hinweis auf Gefühlsstörungen im linken Arm ist 

sodann erst dem mehr als ein Jahr nach dem fraglichen Unfall erstellten SUVA-Bericht 

vom 5. Februar 2009 zu entnehmen. Der Beschwerdeführer hielt damals gegenüber der 

Beschwerdegegnerin fest, es hätten sich etwa im April 2008 auch keine 

Gefühlsstörungen im linken Arm mehr gezeigt (Suva-act. II/16). Daraus könnte 

grundsätzlich abgeleitet werden, dass er zuvor solche aufwies. Explizit führte der 

Beschwerdeführer erst in der Beschwerdeeingabe und in der Replik Nacken- und 

Armschmerzen mit Gefühlsstörungen in zwei Fingern bzw. im Zeig- und Mittelfinger der 

linken Hand an. Abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit dieser Beschwerden 

durch ihre sehr späte Bezeichnung nicht unbedingt erhärtet wird, ist an dieser Stelle 

desgleichen darauf hinzuweisen, dass solche Beschwerden in der Regel auch von 

Patienten mit HWS-Distorsion beklagt werden (vgl. dazu Liste in H. Schmidt/J. Senn 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Hrsg., Schleudertrauma - neuester Stand: Medizin, Biomechanik, Recht und Case 

Management, 1. Aufl. Zürich 2004, S. 14 f.), wogegen der Beschwerdeführer von Dr. 

C.___ im Übrigen behandelt wurde (Suva-act. I/3). Der Beweis eines prätraumatischen 

und echtzeitlich posttraumatischen MRI-Bildes ist nicht mehr zu erbringen. Nachdem 

jedoch die damals behandelnden Ärzte Dr. A.___ und Dr. C.___ eine MRI-Abklärung 

offensichtlich nicht als nötig erachteten, spricht besagter Umstand letztlich ebenfalls 

gegen einen die Bandscheiben mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit schädigenden Unfall. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die 

Diskushernie nicht als durch den Unfall vom 30. November 2007 verursacht betrachtet 

werden kann. Ebenso wäre demnach die richtunggebende Verschlimmerung einer 

vorbestandenen Diskushernie zu verneinen.

3.4    Dr. D.___ geht in seiner ärztlichen Beurteilung vom 6. März 2009 (Suva-act. II/18) 

grundsätzlich nicht von einer vorbestandenen Diskushernie aus. Er hebt jedoch aus der 

von ihm ausführlich dargelegten Anamnese die seit Ende 2007 röntgenologisch 

bekannten degenerativen bzw. spondylotischen, spondylarthrotischen sowie 

unkarthrotischen Veränderungen hervor (vgl. Suva-act. I/2) und weist darauf hin, dass 

somit ein degenerativ verändertes Bewegungssegment vorliege, bei dem jederzeit eine 

Diskushernie auftreten könne. Dies habe sich beim Beschwerdeführer realisiert. Der 

Zeitpunkt, an dem die Diskushernie aufgetreten sei, lasse sich dank den 

Beobachtungen in der Klinik Valens genau auf den 19. November 2008 festlegen. - 

Tatsächlich ist das konkrete Vorliegen von Diskushernienbeschwerden - wie in 

Erwägung 3.3 dargelegt - nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu einem früheren Zeitpunkt belegt. Die Beurteilung von Dr. D.___ 

ist ohne weiteres nachvollziehbar und schlüssig, indem sie in der Erfahrungsmedizin 

und in der konkreten Anamnese eine eindeutige Stütze findet. So ist eine chronische 

Wirbelsäulendegeneration ein laufender Prozess, der unmerklich schleichend, aber 

auch unvermittelt und schlagartig, kompliziert werden kann (Debrunner, a.a.O., S. 878). 

Es ist ohne weiteres denkbar, dass sich vorliegend innerhalb von mehr als einem Jahr 

eine Diskushernie entwickelt hat. Dies zumal es sich bei den beim Beschwerdeführer 

erhobenen Degenerationen um häufige Vorstadien oder Begleiterscheinungen einer 

solchen handelt (vgl. dazu Debrunner, a.a.O., S. 852 ff.). Auch die Skoliose stellt eine 

vorbestehende Wachstumsdeformität dar, die gerade degenerative Veränderungen wie 

Spondylosen und nachfolgend eben auch Diskushernien zur Folge haben kann (vgl. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dazu Debrunner, a.a.O., S. 827, 852). Während also bereits mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit auszuschliessen ist, dass der Unfall vom 30. 

November 2007 eine Diskushernie verursacht hat, erscheint zudem ein rein 

degenerativer Vorgang, wie er von Dr. D.___ beschrieben wurde, ohne weiteres 

nachvollziehbar, womit eine Unfallkausalität überhaupt ausgeschlossen wäre.

3.5    Selbst wenn aber davon ausgegangen wird, dass vor dem fraglichen Unfall 

bereits eine stumme Diskushernie bestanden hat, müssen unfallbedingte 

Diskushernienbeschwerden bzw. eine diesbezügliche Leistungspflicht über den 8. 

Dezember 2008 hinaus verneint werden. In Betracht fällt die Möglichkeit, dass die 

Bandscheibe des Beschwerdeführers durch den Kopfanprall traumatisiert wurde und 

eine vorbestandene Diskushernie lediglich manifest oder vorübergehend verschlimmert 

wurde. In diesem Fall übernimmt die Unfallversicherung lediglich den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit 

Hinweisen). Nach derzeitigem medizinischen Wissensstand heilen Kontusionen, 

Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

normalerweise innert kurzer Zeit - in der Regel innerhalb von sechs Monaten, 

spätestens jedoch innerhalb eines Zeitraums von einem Jahr (bei degenerativen 

Veränderungen) - folgenlos ab und die damit verbundenen Beschwerden bilden sich 

gänzlich zurück. Insofern zeichnet sich eine vorübergehende Verschlimmerung eines 

Vorzustands im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch eine stetige Besserung des 

unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung 

oder Zerrung der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen der Suva Nr. 67 [1994], S. 45). 

Selbst anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen sowie eine damit 

verbundene Arbeitsunfähigkeit vermögen in diesen Fällen nicht automatisch für das 

Vorliegen anhaltender Unfallrestfolgen bzw. eine andauernde unfallbedingte 

Arbeitsunfähigkeit zu sprechen. Die Leistungseinstellung des Unfallversicherers bedingt 

keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. Entscheidend ist allein, ob der 

durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub seine kausale Bedeutung verloren hat 

(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Diesfalls können anhaltende Beschwerden mit 

unfallfremden Befunden, beispielsweise degenerativer Art, erklärt werden. Auf Grund 

des Gesagten wäre nach Massgabe der überwiegenden Wahrscheinlichkeit im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung, d.h. rund ein Jahr nach dem Unfallereignis, von 

einem Wegfall der Verletzungsfolgen als Ursache der Diskushernienbeschwerden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

auszugehen. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers war nach dem Unfall vom 30. 

November 2007 am 26. Januar 2008 wieder vollständig hergestellt. Ab dem 25. Februar 

2008 folgten offenbar noch einige Behandlungen durch den Chiropraktor Dr. C.___, 

anschliessend wurde die Behandlung jedoch abgeschlossen (Suva-act. I/9). Bis zur 

Erstbehandlung am 31. Oktober 2008 infolge des Sturzes vom 16. Oktober 2008 sind 

sodann keine ärztlichen Behandlungen mehr aktenkundig. Auch mit Blick auf die 

konkrete Anamnese wäre damit der allenfalls durch den Unfall vom 30. November 2007 

ausgelöste Schmerzschub in Bezug auf eine vorbestandene Diskushernie offensichtlich 

bereits nach rund wenigen Monaten klassisch abgeheilt. Weitere medizinische 

Abklärungen vermöchten an diesem Beweisergebnis nichts zu ändern.

3.6    Die Ausführungen von Dr. E.___ in seinem Bericht vom 9. Oktober 2009 

vermögen ebenfalls keine über den 8. Dezember 2008 hinaus andauernde 

Unfallkausalität zu belegen. Dr. E.___ hält zwar zutreffend, jedoch letztlich nur 

allgemein fest, es sei bekannt, dass in allen Wirbelsäulenabschnitten Diskushernien 

auftreten könnten, welche asymptomatisch seien. Weiterhin sei bekannt, dass 

vorbestehende Diskushernien durch ein Trauma symptomatisch werden könnten. Die 

am 25. November 2008 vorgenommene MRI-Untersuchung sei aufgrund der am 19. 

November 2008 aufgetretenen akuten cervicoradikulären Reizsymptomatik C7 links 

durchgeführt worden. Unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 30. November 2007 sei 

keine MRI-Untersuchung erfolgt. Es könne also nicht schlüssig nachgewiesen werden, 

ob die Diskushernie C6/7 schon vor der Durchführung der MRI-Untersuchung 

bestanden habe. Diese grundsätzlich ebenfalls richtigen Feststellungen wurden im 

Rahmen der vorangehenden Erwägungen berücksichtigt, jedoch so gewertet, dass sie 

keine über den 8. Dezember 2008 hinaus gehende Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin begründen. Erwogen wurde auch, dass infolge des 

Unfallereignisses vom 30. November 2007 eine Reizsymptomatik links nicht mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen ist und selbst unter 

der Annahme einer solchen spätestens bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung von 

einer Heilung der allenfalls vorbestandenen, traumatisierten Diskushernie ausgegangen 

werden müsste (Erwägungen 3.3, 3.5). Dr. E.___ kommt zusammenfassend zum 

Schluss, dass seiner Meinung nach die Diskushernie C6/7 links durchaus durch den 

Unfall vom 30. November 2007 symptomatisch geworden oder sogar durch den Unfall 

bedingt sei. Letztere Variante wird allerdings von ihm in keiner Weise begründet und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

deren Unwahrscheinlichkeit wurde in den vorangehenden Erwägungen ausführlich 

dargelegt. Dr. E.___ stellt seine Schlussfolgerung letztlich auch selber in Frage, indem 

er hinzufügt, die in der Klinik Valens durchgeführte Therapie habe bei vorbestehender 

Diskushernie C6/7 ebenfalls eine Reizung der Nervenwurzel C7 auslösen können. Dem 

Einwand des Beschwerdeführers, er habe vor dem Unfall vom 30. November 2007 nie 

Gefühllosigkeit und Kribbeln in den Fingern und auch nie solche Nackenschmerzen 

verspürt, wie er sie seither öfters habe, was auf eine Unfallkausalität hinweise, ist 

schliesslich entgegen zu halten, dass im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung allgemein 

von Bedeutung ist, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch 

den Unfall verursacht gelten kann, wenn sie zeitlich nach diesem aufgetreten ist (BGE 

119 V 341 f.).

4.        

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass zwischen der am 8. Januar 2008 operativ 

therapierten Diskushernie C6/7und dem Unfallereignis vom 30. November 2007 mit 

dem Beweisgrad der überwiegender Wahrscheinlichkeit kein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Die Beschwerdegegnerin hat damit ihre 

Leistungspflicht zu Recht per 8. Dezember 2008 verneint.

5.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 15. September 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind 

keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 03.08.2010
	Art. 6 UVG, Art. 4 ATSG: Natürliche Kausalität zwischen einer operativ therapierten Diskushernie auf Höhe C6/7 und einem Unfallereignis mit Kontusion des Kopfs verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. August 2010, UV 2009/103).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T13:33:55+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen