# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9ff6c22-221c-51fb-9be4-623e39c63ff4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-23
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 23.01.2024 RB240001
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RB240001_2024-01-23.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RB240001-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Urteil vom 23. Januar 2024 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Bezirksgericht Zürich,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Forderung (Rechtsverweigerung) 

 

  

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Erwägungen: 

1. a) Mit Eingabe vom 14. Januar 2024 wandte sich der Beschwerde-

führer an das Obergericht; diese Eingabe ist überschrieben mit "Entschlossene 

Berufung gegen die Entscheidung des Bezirksgerichts Zürich – Verteidigung der 

Gerechtigkeit bei Verletzungen der Menschen- und Bürgerrechte" (Urk. 1). Der 

Eingabe lag ein Schreiben des Bezirksgerichts Zürich an den Beschwerdeführer 

vom 8. Januar 2024 sowie ein solches des Beschwerdeführers an das Bezirksge-

richt Zürich vom 28. Dezember 2023 (samt Beilage) bei (Urk. 2/1-3). Eine Nach-

frage beim Bezirksgericht Zürich ergab, dass betreffend den Beschwerdeführer 

kein Verfahren eröffnet worden oder ein Entscheid ergangen sei (Prot. S. 2). 

b) In seinem Schreiben vom 28. Dezember 2023 informierte der Be-

schwerdeführer das Bezirksgericht Zürich, dass er gemäss dessen Anweisungen 

im Schreiben vom 18. Dezember 2023 ein Vorverfahren bei der Gemeinde 

B._____ eingeleitet habe (Urk. 2/2) und legte das entsprechende Schreiben an 

die Gemeinde B._____ bei (mit dem Antrag auf Einleitung eines Vorverfahrens für 

eine Entschädigung von Fr. 1 Mio.; Urk. 2/3).  

c) Im Schreiben des Bezirksgerichts Zürich vom 8. Januar 2024 legte die-

ses sodann dem Beschwerdeführer dar, dass bei dem vom ihm geltend gemach-

ten Anspruch aus dem kantonalen Haftungsgesetz das Bezirksgericht erst nach 

Durchführung eines Vorverfahrens tätig werde und angesichts des Schreibens 

des Beschwerdeführers vom 28. Dezember 2023 zum jetzigen Zeitpunkt keine 

Veranlassung bestehe, tätig zu werden (Urk. 2/1). 

d) Der Beschwerdeführer macht in seiner Eingabe im Wesentlichen gel-

tend, er wende sich mit unerschütterlicher Entschlossenheit und standhaftem 

Geist an das Obergericht, um Berufung gegen die Entscheidung des Bezirksge-

richts Zürich einzulegen. Er wolle gegen die schweren Ungerechtigkeiten und Ver-

letzungen der Menschenrechte, welche ihm und seiner Familie durch das KJZ Us-

ter, KESB Dübendorf und C._____ zugefügt worden seien, ankämpfen. Er werde 

für seine Überzeugungen einstehen, so fest wie ein Schwert im Kampf. Trotz 

Rückschlägen beim Bezirksgericht bleibe sein Geist ungebrochen. Die Weige-

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rung, seinen Fall anzunehmen, sei kein Abschreckungsmittel, sondern ein Aufruf 

zu den Waffen, ein Signal, seine Suche nach Gerechtigkeit zu intensivieren. Er 

appelliere an das Obergericht, die Schwere dieser Situation und die dringende 

Notwendigkeit für ein justizielles Eingreifen zu erkennen (Urk. 1). 

e) Der Beschwerdeführer macht damit zumindest sinngemäss geltend, 

das Bezirksgericht Zürich hätte seinen Fall "annehmen", d.h. ein formelles Verfah-

ren eröffnen müssen. Die Eingabe des Beschwerdeführers vom 14. Januar 2023 

ist daher als Rechtsverweigerungsbeschwerde (vgl. Art. 319 lit. c ZPO) entgegen-

zunehmen. 

2. a) Das Bezirksgericht Zürich hatte den Beschwerdeführer bereits in 

einem Schreiben vom 18. Dezember 2023 darauf hingewiesen, dass bei Ansprü-

chen aus dem kantonalen Haftungsgesetz zuerst (vor der Einreichung einer Klage 

bei einem Bezirksgericht) das darin vorgesehene Vorverfahren durchzuführen sei 

(vgl. Urk. 2/1). In seinem Schreiben vom 28. Dezember 2023 teilte der Beschwer-

deführer dem Bezirksgericht Zürich mit, dass er gemäss den Anweisungen des 

Schreibens vom 18. Dezember 2023 ein Vorverfahren bei der Gemeinde B._____ 

eingeleitet habe. Weiter teilte er mit, er sei entschlossen, alle rechtlichen Mittel 

auszuschöpfen; sollte sein Fall beim Bezirksgericht Zürich nicht angenommen 

werden, werde er diese Angelegenheit dem Obergericht melden (Urk. 2/2). 

b) Bei dieser Sachlage – das Bezirksgericht Zürich wies den Beschwerde-

führer darauf hin, dass vor der Behandlung seiner Klage durch ein Bezirksgericht 

zuerst das Vorverfahren gemäss kantonalem Haftungsgesetz durchzuführen sei 

und der Beschwerdeführer teilte mit, dass er dieses nun eingeleitet habe – be-

stand für das Bezirksgericht Zürich kein Anlass, das Schreiben des Beschwerde-

führers vom 28. Dezember 2023 als Klageschrift anzusehen und ein formelles 

Verfahren zu eröffnen; zuerst ist das vom Beschwerdeführer offenbar eingeleitete 

Vorverfahren durchzuführen und abzuschliessen. Damit erweist sich die Rechts-

verweigerungsbeschwerde als unbegründet; sie ist demgemäss abzuweisen. 

c) Bloss ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer 

selbstredend das Recht hat, eine formelle Klage bereits vor Abschluss des Vor-

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verfahrens einzureichen. Allerdings würde dies wohl dazu führen, dass auf diese 

Klage nicht eingetreten würde (eben weil das Vorverfahren noch nicht vollständig 

durchgeführt wurde) und die Prozesskosten dem Beschwerdeführer auferlegt 

würden. Vor solchen unnötigen Kosten hat das Bezirksgericht Zürich den Be-

schwerdeführer bewahren wollen, indem es noch kein formelles Verfahren eröff-

net, sondern dem Beschwerdeführer die Lage mit seinen Schreiben vom 

18. Dezember 2023 und 8. Januar 2024 dargelegt hat. 

3. a) Das Beschwerdeverfahren beschlägt eine vermögensrechtliche 

Angelegenheit mit einem Streitwert von Fr. 1 Mio. (vgl. Urk. 2/3). Die Entscheid-

gebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 so-

wie § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 300.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Der Beschwerdeführer konnte nicht über die mutmasslichen Prozess-

kosten und die unentgeltliche Rechtspflege aufgeklärt werden (vgl. Art. 97 ZPO). 

Ein Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege setzt allerdings neben der Mittello-

sigkeit auch voraus, dass die Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheinen 

(Art. 117 lit. b ZPO). Die Beschwerde ist jedoch als aussichtslos anzusehen (vgl. 

vorstehende Erwägungen), weshalb eine Gewährung der unentgeltlichen Rechts-

pflege ohnehin nicht in Betracht gekommen wäre. 

d) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt. 

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3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerde-

führer auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Bezirksgericht Zürich unter 

Beilage des Doppels von Urk. 1, je gegen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1 Mio. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 23. Januar 2024 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
jo 

	Urteil vom 23. Januar 2024
	Erwägungen:
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an das Bezirksgericht Zürich unter Beilage des Doppels von Urk. 1, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...