# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d343884a-ba3b-518b-b50d-e772c34605b6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 26.06.2024 470 2024 117 (470 24 117)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2024-117_2024-06-26.pdf

## Full Text

Seite 1   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

26. Juni 2024 (470 24 117)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafprozessrecht  

 

 

Untersuchungshaft 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),  

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Pascal Neumann 
 
 

Parteien A.____,   
vertreten durch Advokat Dr. Christian von Wartburg,  
Hauptstrasse 104, 4102 Binningen,  
Beschwerdeführer 

  
 
gegen 
 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 
Zwangsmassnahmengericht Basel-Landschaft,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach 810, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 

  
 

Gegenstand Gesuch um Haftentlassung / Antrag auf Verlängerung der Un-

tersuchungshaft 

(Beschwerde des Beschuldigten gegen den Entscheid des 
Zwangsmassnahmengerichts Basel-Landschaft vom 8. Mai 2024) 

 
 

 
 
 

 
 
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A. A.____ wurde am 13. Februar 2024 vorläufig festgenommen. Seither wird von der Staats-

anwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte, ein Strafverfahren gegen 

ihn geführt wegen des Verdachts des Mordes (Art. 112 StGB), begangen an seiner Ehefrau 

B.____. In diesem Rahmen ordnete das Zwangsmassnahmengericht Basel-Landschaft auf ent-

sprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft vom 15. Februar 2024 hin mit Entscheid vom 

16. Februar 2024 Untersuchungshaft bis zum 12. Mai 2024 an. Mit Entscheid vom 29. Februar 

2024 wies das Zwangsmassnahmengericht ein erstes Haftentlassungsgesuch des Beschuldig-

ten vom 18. Februar 2024 ab. Am 25. April 2024 stellte dieser erneut ein Haftentlassungsge-

such. Demgegenüber beantragte die Staatsanwaltschaft mit Eingabe vom 29. April 2024 die 

Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und gleichzeitig die Verlängerung der Untersuchungs-

haft um fünf Monate. Ausserdem sei dem Beschuldigten eine Sperrfrist von einem Monat zu 

setzen, innerhalb welcher er keine Haftentlassungsgesuche mehr stellen dürfe. In der Folge 

wies das Zwangsmassnahmengericht mit Entscheid vom 8. Mai 2024 das Haftentlassungsge-

such des Beschuldigten vom 25. April 2024 ab und verlängerte die Untersuchungshaft in Gut-

heissung des Antrags der Staatsanwaltschaft vom 29. April 2024 vorläufig für die Dauer von 

fünf Monaten bis zum 12. September 2024. Auf die Anordnung einer Sperrfrist wurde hingegen 

verzichtet. Auf die Begründung dieses Entscheids sowie der nachfolgenden Eingaben der Par-

teien wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen des vorliegenden Beschlusses eingegangen.  

 

B. Gegen den Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 8. Mai 2024 erhob A.____ 

mit Eingabe vom 27. Mai 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 

Strafrecht, und stellte dabei folgende Rechtsbegehren: Es sei die angefochtene Verfügung des 

Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Basel-Stadt (recte: der angefochtene Entscheid des 

Zwangsmassnahmengerichts Basel-Landschaft) vom 8. Mai 2024 aufzuheben (Ziff. 1) und der 

Beschwerdeführer auf freien Fuss zu setzen (Ziff. 2). Eventualiter sei der Beschwerdeführer 

gegen Leistung einer angemessenen Kaution und Anordnung einer Schriftensperre aus der 

Untersuchungshaft zu entlassen (Ziff. 3). Subeventualiter sei er gegen Leistung einer angemes-

senen Kaution, Anordnung einer Schriftensperre und Anordnung eines elektronisch überwach-

ten Hausarrests aus der Untersuchungshaft zu entlassen (Ziff. 4). Subsubeventualiter sei die 

Haftverlängerung bis Ende Juni 2024 zu beschränken, und die Staatsanwaltschaft sei (wohl: 

anzuweisen), beim eingesetzten Psychiater Prof. C.____ (Prof. Dr. med. C.____, FMH Psychi-

atrie und Psychotherapie) ein dringliches Vorabgutachten einzuholen (Ziff. 5). Sodann sei dem 

 
 
 

 
 
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Beschwerdeführer ein Replikrecht zu etwaigen Beschwerdeantworten zu gewähren (Ziff. 6); 

dies alles unter o/e Kostenfolge (Ziff. 7).  

 

C. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer Stellungnahme vom 29. Mai 2024, es sei die 

Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. 

 

D. Ebenso stellte das Zwangsmassnahmengericht mit Eingabe vom 10. Juni 2024 das Be-

gehren, es sei die Beschwerde unter o/e Kostenfolge abzuweisen.  

 

E. Der Beschwerdeführer hielt seinerseits in seiner replizierenden Stellungnahme vom 

19. Juni 2024 an den bereits in der Beschwerde vom 27. Mai 2024 vorgebrachten Anträgen 

fest. Darüber hinaus begehrte er, es sei die Staatsanwaltschaft aufzufordern, sich duplicando 

hinsichtlich ihres Positionsbezugs bezüglich der Aussagen des Beschwerdeführers zu erklären.  

 

F. Mit Eingabe vom 9. Juni 2024 reichte der Beschwerdeführer zudem persönlich eine sub-

sidiäre Laienreplik ein für den Fall, dass die replizierende Stellungnahme seines Rechtsvertre-

ters nicht rechtzeitig beim Gericht eintreffen sollte. In dieser bat der Beschwerdeführer darum, 

sein Schreiben als gegenstandslos zu betrachten, soweit die Stellungnahme seines Rechtsver-

treters termingerecht eingeht.  

 

G. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 20. Juni 2024 wurde der An-

trag des Beschwerdeführers, es sei die Staatsanwaltschaft aufzufordern, eine duplizierende 

Stellungnahme einzureichen, unter Verweis auf die Tatsache, dass dieser im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren eine Parteistellung zukommt, abgewiesen.  

 

 

Erwägungen  

 

 

1.1 Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als 

Rechtsmittelinstanz zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde ergibt sich aus Art. 20 Abs. 1 

lit. c und Abs. 2 StPO sowie aus § 15 Abs. 2 EG StPO. Nach Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO ist die 

Beschwerde zulässig gegen die Entscheide des Zwangsmassnahmengerichts in den in diesem 

 
 
 

 
 
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Gesetz vorgesehenen Fällen. Gemäss Abs. 2 von Art. 393 StPO können mit der Beschwerde 

gerügt werden: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Er-

messens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a); die unvollständige oder unrichti-

ge Feststellung des Sachverhaltes (lit. b); sowie Unangemessenheit (lit. c). Laut Art. 396 Abs. 1 

StPO ist die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Ta-

gen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen. Die Legitimation des 

Beschwerdeführers zur Ergreifung des Rechtsmittels schliesslich wird in Art. 222 StPO sowie 

Art. 382 Abs. 1 StPO normiert. Nachdem vorliegend der angefochtene Entscheid ein taugliches 

Anfechtungsobjekt darstellt, der Beschuldigte beschwerdelegitimiert ist, eine zulässige Rüge 

erhebt und die Rechtsmittelfrist gewahrt hat sowie der Begründungspflicht nachgekommen ist, 

ist ohne Weiteres auf dessen Beschwerde einzutreten.  

 

1.2 In Bezug auf die im Rahmen der replizierenden Stellungnahme vorgetragene Rüge des 

Beschwerdeführers, wonach die Staatsanwaltschaft aufzufordern sei, sich zu ihrem angeblich 

radikalen Positionsbezug in ihrer Beschwerdeantwort zu erklären, ist in Ergänzung zur verfah-

rensleitenden Verfügung des Kantonsgerichts vom 20. Juni 2024 Folgendes festzustellen: Nach 

dem Konzept der Strafprozessordnung wechselt die Staatsanwaltschaft ihre Funktion im Ver-

laufe des Strafverfahrens (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 StPO sowie Art. 104 Abs. 1 lit. c StPO). 

Während des Vorverfahrens, d.h. während des polizeilichen Ermittlungsverfahrens und in der 

Untersuchung, ist die Staatsanwaltschaft Herrin des Verfahrens und tritt dem Beschuldigten in 

hoheitlicher Stellung gegenüber. Korrelat dazu bildet, dass sie gehalten ist, nach dem gesetzli-

chen Untersuchungsgrundsatz des Art. 6 Abs. 2 StPO vorzugehen, wonach belastenden und 

entlastenden Umständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen ist. Sie hat damit gegenüber dem 

Beschuldigten und den weiteren Parteien des Verfahrens eine objektiv-neutrale Haltung einzu-

nehmen. Im Haupt- oder Rechtsmittelverfahren wird die Staatsanwaltschaft hingegen gemäss 

Art. 104 Abs. 1 lit. c StPO zur Partei. Dies gilt auch für die Verfahren vor dem Zwangsmass-

nahmengericht. Beim Entscheid über die Anordnung von Zwangsmassnahmen sind der Staats-

anwaltschaft die entsprechenden Leitungsbefugnisse ausdrücklich entzogen. Vielmehr hat sie 

im kontradiktorisch ausgestalteten Haftanordnungs- und Haftprüfungsverfahren eine materielle 

Parteistellung. Als Partei wahrt die Staatsanwaltschaft den Strafanspruch des Staates. Dabei 

darf sie ‒ in objektiv vertretbarer Weise ‒ den Parteistandpunkt konsequent darlegen und sich 

dafür mit aller Entschiedenheit einsetzen (ANDREAS J. KELLER, in: Zürcher Kommentar zur 

Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, N 9 f. zu Art. 16 

 
 
 

 
 
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StPO, mit Hinweisen; BGE 137 IV 87 E. 3.3.2, mit Hinweisen). In casu erfüllt die Stellungnahme 

der Staatsanwaltschaft vom 29. Mai 2024 fraglos diese Anforderungen und das Kantonsgericht 

vermag keinen irgendwie gearteten "radikalen Positionsbezug" zu erkennen.   

 

2.1  

a) Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid zusammengefasst festgehalten, die tat-

sächliche und rechtliche Würdigung des Verhaltens des Beschuldigten werde Sache des Straf-

gerichts sein. Aus den ausstehenden Gutachten zur Obduktion sowie zur Tatrekonstruktion 

würden sich möglicherweise weitere Erkenntnisse hierzu ergeben. Momentan bestehe aller-

dings nach wie vor der dringende Verdacht, dass sich der Beschuldigte des Mordes schuldig 

gemacht habe. In Bezug auf die Haftgründe sei festzustellen, dass sowohl Flucht-, Wiederho-

lungs- wie auch Kollusionsgefahr vorlägen. An der Annahme einer qualifizierten Wiederho-

lungsgefahr vermöchten weder eine angebliche Notwehrsituation noch der behauptete Schock-

zustand etwas zu ändern. Das Vorgehen des Beschuldigten insbesondere nach der Tötung des 

Opfers zeuge von einer ungeheuren Brutalität, welche normalpsychologisch nicht nachvollzieh-

bar sei. Es erscheine fraglich, dass alles aus reiner Panik geschehen sei. Vielmehr dränge sich 

die Frage auf, welche Persönlichkeit sich hinter dem Beschuldigten verberge und wie gefährlich 

er sei. Diese Fragen werde das psychiatrische Gutachten, welches Ende August 2024 erwartet 

werde, beantworten. Aktuell könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschuldigte aus 

Angst, alles zu verlieren, wofür er lebe und arbeite, das Leben und die Sicherheit anderer 

schwer gefährde. Er scheine nicht zu verstehen, dass sein Plan, nach seiner Haftentlassung 

wieder gemeinsam mit seinen Töchtern zusammenzuleben, aktuell und auf absehbare Zeit un-

realistisch sei. Es sei nicht vorhersagbar, wie er reagiere, wenn sich ihm jemand in den Weg 

stelle. Da sich der Beschuldigte völlig auf den Gedanken eingeengt habe, mit seinen Töchtern 

zusammenzuleben, bestehe ebenfalls die Gefahr, dass er mit diesen die Schweiz verlassen 

könnte, wenn sie ihm "weggenommen" würden. Ausserdem sei der Ablauf der Tötung noch 

nicht restlos geklärt und auch die Umfeldabklärung sei eingeschränkt, da der Beschuldigte sei-

ne elektronischen Datenträger bzw. den Code hierfür nicht preisgebe. Aus diesen könnten ei-

nerseits Rückschlüsse auf die Beziehung des Beschuldigten zu seiner Ehefrau wie auch Er-

kenntnisse über das Motiv gewonnen werden. Bis diese gesichert seien, wäre es dem Beschul-

digten ohne Weiteres möglich, die entsprechenden Daten in Freiheit zu ändern oder zu vernich-

ten. Ersatzmassnahmen zur Verringerung der erheblichen Flucht-, Wiederholungs- und Kollusi-

onsgefahr seien keine ersichtlich. Aufgrund der Schwere des ihm vorgeworfenen Delikts habe 

 
 
 

 
 
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der Beschuldigte sodann mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe zu rechnen, womit die Auf-

rechterhaltung der Untersuchungshaft auch in zeitlicher Hinsicht verhältnismässig sei. Im Hin-

blick auf die ausstehenden Untersuchungshandlungen sei die Untersuchungshaft im Sinne ei-

nes Ausnahmefalls nach Art. 227 Abs. 7 StPO um fünf Monate zu verlängern.  

 

b) In seiner Beschwerdeantwort bringt das Zwangsmassnahmengericht überdies vor, der 

Beschuldigte bestreite nicht, seine Ehefrau mit einem Messer tödlich verletzt zu haben. Die von 

ihm im Nachgang zur Tat geschilderte Panikreaktion, welche die Mordqualifikation ausschlies-

sen solle, sei nicht ohne Weiteres erkennbar, vielmehr würden die bisher bekannten Umstände 

eher auf das Gegenteil hindeuten. Bezüglich der Kollusionsgefahr sei festzustellen, dass die 

elektronischen Datenträger des Beschuldigten bisher nicht hätten ausgewertet werden können. 

Diesem werde die Begehung eines Mordes vorgeworfen, wobei die genauen Umstände bislang 

nicht geklärt seien. Hingegen habe er stets eingeräumt, seine tote Ehefrau zerstückelt und mit 

einem Industriemörser bzw. -mixer teilweise aufgelöst zu haben. Dieses Verhalten sei nicht 

nachvollziehbar und zeuge von einer ungeheuren Gewalt und Kaltblütigkeit. Zur Frage der Ge-

fährlichkeit müsse ein psychiatrisches Gutachten erstellt werden, welches erst Ende August 

2024 vorliegen dürfte. Aktuell könne nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschuldigte aus 

Angst, alles (insbesondere seine Kinder) zu verlieren, das Leben und die Sicherheit anderer 

schwer gefährde. Zur Beseitigung der Kollusionsgefahr seien keine geeigneten Ersatzmass-

nahmen ersichtlich. Über allfällige Ersatzmassnahmen zur Verringerung der qualifizierten Wie-

derholungsgefahr könne erst nach Vorliegen des psychiatrischen Gutachtens befunden werden. 

Ob eine angemessene Kaution zur Verringerung der Fluchtgefahr geeignet sei, könne sodann 

erst nach eingehender Prüfung der finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers beurteilt 

werden.   

 

2.2   

a) Demgegenüber begründet der Beschwerdeführer sein Rechtsmittel im Wesentlichen so: 

Es werde bestritten, dass der Tatverdacht eines Mordes gegeben sei. Ausserdem werde ge-

rügt, dass keiner der drei Haftgründe mehr vorliege. Eingeräumt werde zwar, dass der Tatver-

dacht hinsichtlich eines Tötungsdeliktes zu bejahen sei, es werde jedoch entschieden in Abrede 

gestellt, dass ein Verdacht hinsichtlich eines qualifizierten Tötungstatbestandes gegeben sei. 

Die bisherigen Ermittlungen hätten in keiner Hinsicht einen Verdacht erhärtet, dass die in Frage 

stehende Tat besonders skrupellos gewesen sei oder etwaige Beweggründe besonders ver-

 
 
 

 
 
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werflich gewesen seien. Vielmehr verhalte es sich so, dass im Rahmen eines Angriffs der Ehe-

frau mit einem Messer und der Abwehr desselben ihr Tod eingetreten sei. Es sei auch für den 

Beschwerdeführer ein grosses Drama, dass es zum Tod seiner Ehefrau gekommen sei und die 

Kinder ihre Mutter verloren hätten. Nach ihrem Tod habe er einen veritablen Schock gehabt und 

sei in eine komplette Panik geraten, in welcher er falsch reagiert habe, woraus jedoch keine 

Mordqualifikation abgeleitet werden könne. Im Hinblick auf den Haftgrund der Kollusionsgefahr 

sei bereits dargelegt worden, dass es nicht ersichtlich sei, inwiefern trotz des Umstandes, wo-

nach sämtliche Spuren ausgewertet seien, er mehrfach geschildert habe, was am fraglichen 

Nachmittag genau passiert sei, und sämtliche elektronischen Geräte beschlagnahmt worden 

seien, noch eine Verdunkelungsgefahr bestehen könne. Zudem biete er seit Monaten Hand 

dazu, dass in seinem Beisein die Geräte ausnahmslos gesichtet werden könnten, danach aber 

nur etwaige fallrelevante Aspekte zu den Akten genommen werden sollten und nicht der ge-

samte Inhalt der Geräte. Hinsichtlich der qualifizierten Wiederholungsgefahr sei festzuhalten, 

dass er sehr genau geschildert habe, in welch enormen Schockzustand er nach dem Angriff 

seiner Ehefrau und deren Tod durch seine Abwehr geraten sei. Es sei auch nie bestritten wor-

den, dass er in der Panik falsch reagiert habe. Ausserdem sei der Beschwerdeführer selber 

sehr betroffen über das Geschehene, was aber keineswegs bedeute, dass er gefährlich sei. 

Klar sei auch, dass er zuerst mit einem Messer angegriffen worden sei und erst danach die Ab-

wehr dieses Angriffs zum Tod seiner Ehefrau geführt habe. Anzufügen sei sodann, dass bezüg-

lich seiner Töchter die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) eingeschaltet sei, und 

er sich selbstverständlich an alle Vorgaben derselben halten werde. Gestützt auf diese Um-

stände könne unmöglich eine ernsthafte und schon gar keine unmittelbare Gefahr abgeleitet 

werden, dass er ein gleichartiges schweres Verbrechen wiederholen könnte. In Bezug auf die 

Fluchtgefahr sei darauf hinzuweisen, dass er unbestreitbar in der Schweiz verwurzelt sei. Auch 

sei er bereit, sich dem Strafverfahren vollumfänglich zu stellen. Seine sozialen und familiären 

Bindungen seien in der Schweiz, ebenso seine gesamte berufliche Existenz und es existierten 

keinerlei Merkmale, welche auf eine Fluchtneigung schliessen liessen. Zudem sei er bereit, eine 

Schriftensperre zu akzeptieren, eine Kaution zu leisten oder eine Sperre auf einer ihm gehören-

den Immobilie zu akzeptieren, wenn er im Gegenzug aus der Haft entlassen werde. Auch sei er 

einverstanden, wenn er anstelle von Untersuchungshaft mit einem Hausarrest, der elektronisch 

überwacht werde, belegt werde. Kombiniert mit einer Schriftensperre, einer Kaution und allen-

falls weiteren Auflagen wie einem Kontaktverbot könne so einer allfälligen Fluchtgefahr wirksam 

begegnet werden.   

 
 
 

 
 
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b)  

aa) In seiner replizierenden Stellungnahme zur Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft 

führt der Beschwerdeführer betreffend den dringenden Tatverdacht ergänzend aus, es existier-

ten im Moment keinerlei Anhaltspunkte, wonach seine Aussagen unglaubhaft, geschweige denn 

äusserst unglaubhaft seien. Dass sich die Verfahrensleitung bereits zum jetzigen Zeitpunkt der-

art klar gegen seine Äusserungen stelle, sei unverständlich, unnötig und verletze Art. 6 Abs. 2 

StPO, wonach sie gehalten sei, belastende und entlastende Umstände mit gleicher Sorgfalt zu 

untersuchen. Es sei zu hoffen, dass die Radikalität der Aussagebeurteilung von Seiten der 

Staatsanwaltschaft relativiert werde (vgl. hierzu oben E. 1.2). Bezüglich des Nachtatverhaltens 

sei festzustellen, dass dieses strikt zu trennen sei von der Auseinandersetzung zwischen ihm 

und seiner Ehefrau, welche zu deren Tod geführt habe. Er sei nach dem Tod in Panik geraten 

und selber fassungslos über seine Handlungen, welche auch seiner Meinung nach unent-

schuldbar seien. Zusammenfassend bestehe zwar ein Verdacht, dass es zu einer Tötungshand-

lung gekommen sei, deren Qualifikation sei aber zur Zeit noch nicht möglich. Ferner sei eine 

konkrete qualifizierte Wiederholungsgefahr, dass es zu einem neuen schweren Gewaltverbre-

chen komme, klarerweise zu verneinen. Der Beschwerdeführer sei in einen Aktionismus verfal-

len, der ihm selber nicht erklärbar sei. Falsch sei zudem, dass er keine Betroffenheit zeige; 

vielmehr bedauere er ausserordentlich, was geschehen sei. Allerdings sei der Tod seiner Ehe-

frau auch auf den Umstand, dass sie ihn aus heiterem Himmel mit einem Messer angegriffen 

habe, zurückzuführen. Ausserdem sei die Eskalation des Konflikts hochspezifisch gewesen und 

es deute nichts auf eine generelle Gefährlichkeit seinerseits hin. Es sei richtig, dass er bisher 

den Entsperrcode seines Mobiltelefons nicht habe bekanntgeben können. Zwischenzeitlich sei 

dies aber erfolgt, womit keinerlei Kollusionsgefahr mehr bestehe. Gleichermassen sei keine 

Fluchtgefahr ersichtlich, da er sich dem Strafverfahren stelle und seine Kinder nie einfach im 

Stich liesse. Allfälligen Restbedenken könne problemlos mit einer hohen Kaution begegnet 

werden. Die Verhältnismässigkeit werde nicht per se gerügt, sondern vielmehr das Vorliegen 

von konkreten Haftgründen.  

 

bb) Hinsichtlich der Stellungnahme des Zwangsmassnahmengerichts bringt der Beschwerde-

führer vor, der Vorhalt, wonach feststehe, dass er seine Ehefrau mit einem Messer tödlich ver-

letzt habe, sei falsch. Ferner sei es unzulässig, allein aus dem Umstand, wonach er den 

Wunsch habe, mit seinen Töchtern wieder im gewohnten Rahmen zusammenzuleben, zu 

 
 
 

 
 
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schliessen, dass eine qualifizierte Wiederholungsgefahr bestehe. Es sei auch nicht richtig, dass 

diese Möglichkeit absolut unrealistisch sei. Momentan fänden bei der KESB Abklärungen statt, 

welche Wege und Kontakte zwischen ihm und den Kindern möglich seien. Er habe sich stets 

bereit erklärt, sich an alle Anordnungen der Behörden zu halten, und die Vorstellung, dass er 

seine Töchter gefährden würde, sei vollkommen unbegründet. Reale Aspekte, die eine konkrete 

qualifizierte Wiederholungsgefahr nahelegen würden, lägen nicht vor, und ein Zuwarten bis zur 

Fertigstellung eines vollumfänglichen Gutachtens sei nicht zumutbar. Sodann bestehe keinerlei 

Kollusionsgefahr mehr, nachdem alle Passwörter sowie Codes bekanntgegeben worden seien 

und weitere Kollusionshandlungen zum jetzigen Verfahrenszeitpunkt nicht mehr möglich seien. 

Zur Fluchtgefahr sei zu erwägen, dass eine Kaution angeboten worden sei, und er seine Kinder 

niemals im Stich lassen würde.  

 

2.3 Die Staatsanwaltschaft ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren der Ansicht, der Be-

schuldigte mache geltend, seine Ehefrau im Rahmen einer Notwehrhandlung getötet (erwürgt) 

zu haben. Allerdings erschienen seine Angaben zum vermeintlichen Sachverhalt äusserst un-

glaubhaft. Sodann habe er eingestanden, nach der Tötung den Leichnam in der Waschküche 

am Wohnort mit einer Stichsäge, einem Messer, einer Gartenschere und einem Gastropürier-

stab wortwörtlich zerlegt zu haben. Dieses Nachtatverhalten lasse in keiner Weise auf einen 

Täter schliessen, der die Kontrolle verloren habe und in Angst geraten sei. Bereits das unbe-

greiflich kaltblütige Nachtatverhalten lasse ein Licht auf die Verfassung des Beschuldigten an-

lässlich der vorangegangenen Tötung werfen. Auch die zahlreichen Vertuschungs- und Ver-

dunkelungshandlungen ‒ so die Zerstückelung des Leichnams, das Verstecken des Mobiltele-

fons des Opfers auf einem Lieferwagen sowie das Laufenlassen von YouTube-Filmen auf dem 

eigenen Mobiltelefon während des Zerlegungsvorgangs ‒ deuteten vielmehr auf wohl überlegte 

Handlungen hin und erklärten gerade keinen Schockzustand. Hinsichtlich der Haftgründe sei 

darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte den Leichnam zunächst mit Enthaarungscreme am 

Kopf eingesalbt, diesen in der Waschküche zerstückelt, die Kniescheiben in einem Kessel se-

pariert und den Körper teilweise mit einem Gastropürierstab zermalmt habe. Dieses Handeln 

sei normalpsychologisch nicht nachvollziehbar. Der Beschuldigte wirke analytisch, zeige keine 

Betroffenheit und scheine keinen Zugang zu sich zu haben. Er schildere den Tod seiner Ehe-

frau als bedauerliches objektives Geschehen, an welchem er keinen Anteil zu haben scheine. 

Welche Persönlichkeit sich hinter dem Beschuldigten verberge, sei nach wie vor unklar. Bis zu 

dessen Gefährlichkeit eine gutachterliche Stellungnahme vorliege, erscheine im Falle einer 

 
 
 

 
 
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Haftentlassung das Risiko von neuen Schwerverbrechen als untragbar hoch. Bezüglich der Kol-

lusionsgefahr sei auszuführen, dass der Beschuldigte entgegen seinen Behauptungen bisher 

den Entsperrcode für sein Mobiltelefon nicht bekanntgegeben habe, obwohl er stets seine Ko-

operation im Untersuchungsverfahren bekräftigt habe. Somit sei klar, dass zum gegenwärtigen 

Zeitpunkt keine geeigneten Ersatzmassnahmen ersichtlich seien, um den bestehenden Haft-

gründen zu begegnen. Nachdem das umfassende forensisch-psychiatrische Gutachten von 

Prof. Dr. med. C.____ zwingend abzuwarten sei, die Auswertung der Datenträger ausstehe so-

wie zahlreiche Ermittlungsberichte und Gutachten in den kommenden Monaten erwartet wür-

den, sei die bestehende Untersuchungshaft angesichts der zu erwartenden Strafe augenschein-

lich verhältnismässig.   

 

3.1    

a) Gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO sind Untersuchungs- und Sicherheitshaft nur zulässig, 

wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig und 

ernsthaft zu befürchten ist, dass sie sich durch Flucht dem Strafverfahren oder der zu erwarten-

den Sanktion entzieht (lit. a); oder dass sie Personen beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, 

um so die Wahrheitsfindung zu beeinträchtigen (lit. b); oder dass sie durch Verbrechen oder 

schwere Vergehen die Sicherheit anderer unmittelbar erheblich gefährdet, nachdem sie bereits 

früher gleichartige Straftaten verübt hat (lit. c). Ferner sind gestützt auf Art. 221 Abs. 1bis StPO 

Untersuchungs- und Sicherheitshaft ausnahmsweise zulässig, wenn die beschuldigte Person 

dringend verdächtig ist, durch ein Verbrechen oder ein schweres Vergehen die physische, psy-

chische oder sexuelle Integrität einer Person schwer beeinträchtigt zu haben (lit. a); und die 

ernsthafte und unmittelbare Gefahr besteht, die beschuldigter Person werde ein gleichartiges, 

schweres Verbrechen verüben (lit. b). Nach Abs. 2 von Art. 221 StPO ist Haft auch zulässig, 

wenn die ernsthafte und unmittelbare Gefahr besteht, eine Person werde ihre Drohung, ein 

schweres Verbrechen auszuführen, wahrmachen. Überdies hat die Haft wie alle strafprozessua-

len Zwangsmassnahmen verhältnismässig zu sein (Art. 197 StPO), und sie darf nicht länger 

dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO).  

 

b) Das Gericht hat zu prüfen, ob aufgrund der aktuellen Untersuchungsergebnisse genügend 

konkrete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der beschuldigten Person an die-

ser Tat vorliegen. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt nur wenig Raum für ausge-

dehnte Beweismassnahmen. Zur Schuldfrage hat der Haftrichter jedenfalls weder ein eigentli-

 
 
 

 
 
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ches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafrichter vorzugreifen (MARC 

FORSTER, in: Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Auflage, Basel 

2023, N 3 zu Art. 221 StPO, mit Hinweisen). Im Unterschied zu anderen Zwangsmassnahmen 

muss der Tatverdacht nicht nur hinreichend, sondern dringend sein. Dabei sind die Anforderun-

gen an den dringenden Tatverdacht zu Beginn der Strafuntersuchung noch geringer; im Laufe 

des Strafverfahrens ist ein immer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des 

Tatverdachtes zu stellen. Nach Durchführung sämtlicher in Betracht kommender Untersu-

chungshandlungen muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen. Der Haftrichter kann 

indessen im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter bei der Überprüfung des dringenden 

Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher Tat- und Rechtsfragen vornehmen 

(MIRJAM FREI / SIMONE ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, in: Zürcher Kommentar zur Schweizerischen 

Strafprozessordnung, 3. Auflage, Zürich / Basel / Genf 2020, N 5 f. zu Art. 221 StPO, mit Hin-

weisen). Gestützt auf Art. 225 Abs. 4 StPO erhebt das Gericht die sofort verfügbaren Beweise, 

die geeignet sind, den Tatverdacht oder die Haftgründe zu erhärten oder zu entkräften.  

 

c) Beim Haftgrund der Fluchtgefahr geht es um die Sicherung der Anwesenheit der beschul-

digten Person im Verfahren. Nach der Praxis des Bundesgerichts (BGer 1B_285/2014 vom 

19. September 2014 E. 3.3; 1B_172/2013 vom 13. Juni 2013 E. 2.2) braucht es für die Annah-

me von Fluchtgefahr eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich die beschuldigte Person, wenn 

sie in Freiheit wäre, der Strafe durch Flucht entziehen würde. Im Vordergrund steht dabei eine 

mögliche Flucht ins Ausland, denkbar ist jedoch auch ein Untertauchen im Inland. Für die An-

nahme von Fluchtgefahr genügt die Höhe der dem Beschuldigten drohenden Freiheitsstrafe für 

sich allein nicht. Fluchtgefahr darf nicht schon angenommen werden, wenn die Möglichkeit der 

Flucht in abstrakter Weise besteht. Vielmehr müssen konkrete Gründe dargetan werden, die 

eine Flucht nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Höhe der 

drohenden Freiheitsstrafe kann immer nur neben anderen, eine Flucht begünstigenden Tatsa-

chen herangezogen werden (BGE 125 I 60 E. 3a, mit Hinweisen). Nebst der Schwere der dro-

henden Sanktion müssen die konkreten Umstände des betreffenden Falles, insbesondere die 

gesamten Lebensverhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden; nament-

lich sind die familiären und sozialen Bindungen des Beschuldigten, dessen Alter, die berufliche, 

finanzielle und gesundheitliche Situation, Sprachkenntnisse, private und geschäftliche Kontakte 

ins Ausland sowie sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu berücksichtigen. Auch psychische 

Auffälligkeiten, die auf eine besondere Neigung zu Impulsausbrüchen bzw. Kurzschlusshand-

 
 
 

 
 
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lungen schliessen lassen, können die Wahrscheinlichkeit von Fluchtverhalten indizieren. Zu 

beachten ist zudem, dass mit zunehmender Haftdauer die Fluchtgefahr sinkt. Bei Personen mit 

ausländischer Nationalität kommt dem Aufenthaltsstatus, der Anwesenheitsdauer in der 

Schweiz, dem Ausmass der Integration, den familiären Beziehungen, einer allenfalls drohenden 

Landesverweisung sowie unklaren Wohn- und Arbeitsverhältnissen eine entscheidende Bedeu-

tung zu (BGer 1B_285/2014 vom 19. September 2014 E. 3.3; FORSTER, a.a.O., N 5 zu Art. 221 

StPO, mit Hinweisen; FREI / ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, a.a.O., N 13 ff. zu Art. 221 StPO, mit Hin-

weisen).  

 

d)  

aa) Nach der Praxis des Bundesgerichts (BGE 137 IV 84 E. 3.2) ist Sinn und Zweck der An-

ordnung von Haft wegen Wiederholungs- bzw. Fortsetzungsgefahr die Verhütung von Delikten; 

die Haft ist somit überwiegend Präventivhaft. Die Notwendigkeit, die beschuldigte Person an der 

Begehung einer strafbaren Handlung zu hindern, anerkennt Art. 5 Ziff. 1 lit. c EMRK ausdrück-

lich als Haftgrund. Die Anordnung von Haft wegen Wiederholungsgefahr dient auch dem straf-

prozessualen Ziel der Beschleunigung, indem verhindert wird, dass sich das Verfahren durch 

immer neue Delikte kompliziert und in die Länge zieht (BGE 135 I 71 E. 2.2). Art. 221 Abs. 1 

lit. c StPO setzt die ernsthafte Befürchtung voraus, dass die beschuldigte Person durch Verbre-

chen oder schwere Vergehen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits 

früher gleichartige Straftaten verübt hat. Verlangt ist mithin eine ernsthafte und erhebliche Ge-

fährdung der Sicherheit anderer durch Verbrechen oder schwere Vergehen. Verbrechen sind 

Taten, die mit Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren bedroht sind (Art. 10 Abs. 2 StGB); Ver-

gehen sind Taten, die mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe sanktioniert sind 

(Art. 10 Abs. 3 StGB). Die Begehung der in Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO genannten Delikte muss 

ernsthaft zu befürchten sein. Erforderlich ist eine sehr ungünstige Rückfallprognose; dabei sind 

insbesondere die Häufigkeit und Intensität der untersuchten Delikte sowie die einschlägigen 

Vorstrafen zu berücksichtigen (FORSTER, a.a.O., N 9 ff. zu Art. 221 StPO, mit Hinweisen). Das 

Gesetz verlangt als weitere Voraussetzung der Präventivhaft wegen Wiederholungsgefahr, 

dass die beschuldigte Person bereits früher gleichartige Vortaten verübt hat. Auch bei den Vor-

taten muss es sich um Verbrechen oder schwere Vergehen gegen gleiche oder gleichartige 

Rechtsgüter gehandelt haben. Die früher begangenen Straftaten können sich aus rechtskräftig 

abgeschlossenen Strafverfahren ergeben. Sie können jedoch auch Gegenstand eines noch 

hängigen Strafverfahrens bilden, in dem sich die Frage der Untersuchungs- und Sicherheitshaft 

 
 
 

 
 
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stellt. Das Gesetz spricht von verübten Straftaten und nicht bloss einem Verdacht, sodass die-

ser Haftgrund nur bejaht werden kann, wenn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit 

feststeht, dass die beschuldigte Person solche Straftaten begangen hat. Neben einer rechts-

kräftigen Verurteilung gilt der Nachweis auch bei einem glaubhaften Geständnis oder einer er-

drückenden Beweislage als erbracht (BGE 139 IV 175 E. 3.5.1; FORSTER, a.a.O., N 15 zu 

Art. 221 StPO; DANIEL JOSITSCH / NIKLAUS SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Pra-

xiskommentar, 4. Auflage, Zürich / St. Gallen 2023, N 12 zu Art. 221 StPO).  

 

bb) Bei akut drohenden Schwerverbrechen, welche die öffentliche Sicherheit nicht weniger 

gefährden als bei Vorliegen einer Ausführungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 2 StPO, mithin 

bei einem untragbar hohen Risiko für die öffentliche Sicherheit, kann nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung sogar ausnahmsweise auf das Vortatenerfordernis ganz verzichtet wer-

den, nachdem sich aus einer systematisch-teleologischen Auslegung von Art. 221 Abs. 1 lit. c 

StPO ergibt, dass es ‒ selbst bei Fehlen von früheren gleichartigen Straftaten ‒ nicht in der Ab-

sicht des Gesetzgebers gelegen hat, mögliche Opfer von weiteren Gewaltdelikten derartigen 

Risiken auszusetzen (sog. qualifizierte Wiederholungsgefahr; BGE 137 IV 13 E. 3 f.; FREI / 

ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, a.a.O., N 35a zu Art. 221 StPO, mit Hinweisen). In Nachachtung der 

höchstrichterlichen Praxis sieht der seit dem 1. Januar 2024 gültige neue Art. 221 Abs. 1bis lit. a 

und lit. b StPO vor, dass Untersuchungs- und Sicherheitshaft ausnahmsweise zulässig sind, 

wenn die beschuldigte Person dringend verdächtig ist, durch ein Verbrechen oder ein schweres 

Vergehen die physische, psychische oder sexuelle Integrität einer Person schwer beeinträchtigt 

zu haben und die ernsthafte und unmittelbare Gefahr besteht, die beschuldigte Person werde 

ein gleichartiges, schweres Verbrechen verüben. Bei der qualifizierten Wiederholungsgefahr 

genügt der dringende Tatverdacht eines untersuchten Verbrechens oder eines untersuchten 

schweren Vergehens. Eine Vortat ist hier nicht erforderlich. Als Anlasstaten in Frage kommen 

auch versuchte Verbrechen oder schwere Vergehen (BGer 1B_366/2020 vom 12. August 2020 

E. 2.4; BOTSCHAFT 2019, 6743). Kumulativ setzt strafprozessuale Haft wegen qualifizierter Wie-

derholungsgefahr eine spezifische Sicherheitsgefährdung und eine diesbezügliche negative 

Prognose für einen entsprechenden qualifizierten Rückfall voraus. Je schwerer die drohenden 

Taten sind und je höher die Gefährdung der Sicherheit anderer ist, desto geringere Anforderun-

gen sind an die Rückfallgefahr zu stellen. Da bei den unmittelbar und ernsthaft drohenden 

Schwerverbrechen die Tatschwere und die Sicherheitsrelevanz am obersten Ende der Skala 

liegen, ist die Messlatte zur Annahme einer rechtserheblichen Rückfallgefahr vergleichsweise 

 
 
 

 
 
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tief anzusetzen (BGE 146 IV 136 E. 2.2; 143 IV 9 E. 2.8 ff.; FORSTER, a.a.O., N 15c f. zu 

Art. 221 StPO, mit Hinweisen). 

 

e) Der Haftgrund der Kollusionsgefahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, die be-

schuldigte Person beeinflusst Personen oder wirkt auf Beweismittel ein, um so die Wahrheits-

findung zu beeinträchtigen. Verdunkelung kann insbesondere in der Weise erfolgen, dass sich 

die beschuldigte Person mit Zeugen, Auskunftspersonen, Sachverständigen oder Mitbeschul-

digten ins Einvernehmen setzt oder sie zu wahrheitswidrigen Aussagen veranlasst oder dass 

sie auf andere Weise Spuren und Beweismittel manipuliert oder beseitigt. Die strafprozessuale 

Haft wegen Kollusionsgefahr soll verhindern, dass die beschuldigte Person die Freiheit dazu 

missbrauchen würde, die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhaltes zu vereiteln oder ge-

fährden. Das Vorliegen des Haftgrundes ist nach Massgabe der Umstände des jeweiligen Ein-

zelfalles zu prüfen. Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich namentlich erge-

ben aus dem bisherigen Verhalten der beschuldigten Person im Strafprozess sowie aus ihren 

persönlichen Merkmalen. Rechnung zu tragen ist auch der Art und Bedeutung der von Beein-

flussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, der Schwere und Natur der untersuchten 

Straftaten sowie dem Stand des Verfahrens (BGE 137 IV 122 E. 4.2 f.; 132 I 21 E. 3.2 ff.; BGer 

1B_246/2007 vom 20. November 2007 E. 3.4; FORSTER, a.a.O., N 6 f. zu Art. 221 StPO, mit 

Hinweisen).   

 

f) Gemäss Art. 237 StPO ordnet das zuständige Gericht anstelle der Untersuchungs- oder 

Sicherheitshaft eine oder mehrere mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie 

die Haft erfüllen (Abs. 1). Mögliche Ersatzmassnahmen sind unter anderen die Sicherheitsleis-

tung (Abs. 2 lit. a); die Ausweis- und Schriftensperre (Abs. 2 lit. b); die Auflage, sich nur oder 

sich nicht an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Haus aufzuhalten (Abs. 2 lit. c); 

die Auflage, sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden (Abs. 2 lit. d); die Auflage, einer 

geregelten Arbeit nachzugehen (Abs. 2 lit. e); die Auflage, sich einer ärztlichen Behandlung 

oder einer Kontrolle zu unterziehen (Abs. 2 lit. f) sowie das Verbot, mit bestimmten Personen 

Kontakte zu pflegen (Abs. 2 lit. g). Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist bei Ersatzmassnah-

men anstelle von Haft unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit grundsätzlich ein we-

niger strenger Massstab ‒ insbesondere in Bezug auf die Intensität des besonderen Haftgrun-

des ‒ anzulegen als bei strafprozessualem Freiheitsentzug, denn Untersuchungshaft stellt eine 

deutlich schärfere Zwangsmassnahme dar als blosse Ersatzmassnahmen (BGE 133 I 27 E. 3.3; 

 
 
 

 
 
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FREI / ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, a.a.O., N 2 zu Art. 237 StPO, mit Hinweisen). Derartige Ersatz-

massnahmen sind allerdings nicht nur weniger einschneidend, sondern auch weniger wirksam. 

Sie können daher zwar einer gewissen Fluchtneigung der beschuldigten Person vorbeugen, 

sind aber bei ausgeprägter Fluchtgefahr unzureichend (BGer 1B_285/2014 vom 19. September 

2014 E. 3.4; 1B_632/2011 vom 2. Dezember 2011 E. 5.5).  

 

3.2  

a)  

aa) Im Rahmen der Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit ist im Hinblick auf das Vor-

liegen eines dringenden Tatverdachts zu erwägen, dass bezüglich des Straftatbestandes der 

vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB), eventualiter des Mordes (Art. 112 StGB), ein solcher 

zweifellos zu bejahen ist, was sich wie folgt begründet: Zunächst ist festzustellen, dass der Be-

schwerdeführer in seiner Beschwerde ausdrücklich anerkennt, dass der (dringende) Tatver-

dacht hinsichtlich eines Tötungsdeliktes gegeben ist. Im Gegensatz hierzu ist in der Stellung-

nahme vom 3. Mai 2024 zum Haftentlassungsgesuch bzw. zur Haftverlängerung noch in Abre-

de gestellt worden, dass ein konkreter Verdacht hinsichtlich eines vorsätzlichen Tötungstatbe-

standes vorliege. Bestritten wird nunmehr lediglich noch, dass ein Verdacht hinsichtlich eines 

qualifizierten Tötungsdeliktes gegeben sei. Dies allein ist aber für die Annahme eines dringen-

den Tatverdachts bezüglich eines gravierenden Kapitalverbrechens von vornherein irrelevant. 

Sodann hat der Beschuldigte in seiner Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 1. März 

2024 wie auch im Rahmen der Tatrekonstruktion vom 19. März 2024 den Ablauf des fraglichen 

Nachmittags vom 13. Februar 2024 aus seiner Sicht ausführlich geschildert und dabei einge-

räumt, seine Ehefrau "umgebracht", konkret erwürgt zu haben, weil diese ihn angeblich nach 

einem ‒ positiv verlaufenen ‒ Gespräch unvermittelt mit einem Messer angegriffen habe. An 

dieser Sachverhaltsversion hat er auch anlässlich der mündlichen Verhandlung vor dem 

Zwangsmassnahmengericht vom 8. Mai 2024 festgehalten. Dies, nachdem er zuvor mehrfach ‒ 

so in den Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft vom 14. Februar 2024 und vom 22. Feb-

ruar 2024, in derjenigen durch die Polizei, Allgemeiner Ermittlungsdienst, vom 16. Februar 2024 

sowie anlässlich der ersten Haftanhörung vor dem Zwangsmassnahmengericht vom 16. Febru-

ar 2024 ‒ behauptet hatte, seine Ehefrau im gemeinsam bewohnten Haus bei der Treppe tot 

aufgefunden und sie "lediglich" anschliessend in der Waschküche in Panik zerstückelt zu ha-

ben, wobei sich der Stabmixer, welchen er angeblich für ein Pfadiheim in Thun beschafft habe, 

zufälligerweise bereits im Keller befunden habe. Sodann lassen die Fotografien des zerstückel-

 
 
 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

ten und teilweise pürierten Leichnams keine Zweifel an seinem ebenfalls zugestandenen Nach-

tatverhalten aufkommen.  

 

bb) Wie das Verhalten des Beschwerdeführers rechtlich zu qualifizieren ist, bildet ausdrück-

lich nicht Aufgabe des Zwangsmassnahmengerichts oder der Beschwerdeinstanz. Der Be-

schuldigte macht nach seinem Geständnis der Tötung derzeit geltend, er habe in Notwehr ge-

handelt, weil seine Ehefrau ihn unvermittelt mit einem Messer angegriffen habe. Auch diese 

Frage, ob allenfalls Rechtfertigungsgründe vorgelegen haben könnten, ist indessen nicht Ge-

genstand des Haftprüfungsverfahrens. Immerhin gilt es diesbezüglich festzustellen, dass es 

sich bei diesem einigermassen neuen Vorbringen mangels entsprechender stringenter Hinwei-

se aktuell bloss um eine unsubstantiierte Parteibehauptung handelt, deren Wahrheitsgehalt 

vom materiellen Sachgericht zu eruieren ist. Offenkundige Hinweise für diese These, welche 

bereits im Haftprüfungsverfahren zu berücksichtigen wären, liegen zumindest momentan nicht 

vor, zumal Erwürgen einen Vorgang darstellt, der sich nicht in einer einzelnen Handlung ‒ wie 

beispielsweise ein Schlag oder ein einmaliges Zustechen ‒ erschöpft, sondern eine gewisse 

Zeit in Anspruch nimmt und daher gerichtsnotorisch nicht als typische Abwehrhandlung ‒ no-

tabene gegen einen angeblichen Messerangriff ‒ bekannt ist. Gestützt auf die derzeitige Akten-

lage ist eher davon auszugehen, dass das Opfer bereits vorgängig Betroffene von häuslicher 

Gewalt gewesen ist. So haben sowohl die Schwester des Opfers, D.____, wie auch deren Mut-

ter, E.____, anlässlich ihrer jeweiligen Einvernahme als Auskunftsperson vom 14. Februar 2024 

gegenüber der Staatsanwaltschaft zu Protokoll gegeben, dass es Schwierigkeiten in der eheli-

chen Beziehung gegeben habe und der Beschuldigte das Opfer bereits zu einem früheren Zeit-

punkt gewürgt habe, wobei in Bezug auf Letzteres Fotografien des Opfers mit Würgemalen ak-

tenkundig sind. Gleichermassen aktenkundig ist, dass das Opfer am 14. Juli 2023 der Einsatz-

leitzentrale der Polizei eine tätliche Auseinandersetzung mit dem Beschuldigten gemeldet hatte.   

 

b) Hinsichtlich des Vorliegens eines besonderen Haftgrundes ist festzustellen, dass sowohl 

eine qualifizierte Wiederholungsgefahr wie auch eine Fluchtgefahr und überdies eine Kollusi-

onsgefahr gegeben sind. Dies begründet sich im Einzelnen wie folgt: 

 

aa) In Bezug auf den Haftgrund der qualifizierten Wiederholungsgefahr ist zu erkennen, dass 

der Beschuldigte in seinen Einvernahmen wie auch in seinen unaufgefordert eingereichten Ein-

gaben seine Sichtweise des Geschehenen zwar wortreich schildert, sich aber nicht erklären 

 
 
 

 
 
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kann, wie es zur Tötung seiner Ehefrau und insbesondere zur Zerstückelung und teilweisen 

Pürierung deren Leichnams gekommen ist. Wenngleich es sich allgemein betrachtet bei der 

Tötung des Ehepartners gerichtsnotorisch nicht um einen Einzelfall handelt, ist in casu zumin-

dest die Zerkleinerung des Leichnams des Opfers mit Hilfe diverser Werkzeuge und insbeson-

dere eines Stabmixers bzw. Pürierstabs als ausserordentlich singulär und auffällig zu bezeich-

nen, was einen abnormen psychischen Zustand des Täters voraussetzen dürfte. Zudem ist 

nicht klar, was das Motiv für die Zerstückelung inklusive Pürierung des Leichnams gewesen ist, 

ob es dabei "bloss" um den letztlich erfolglosen Versuch gegangen ist, Spuren nach der Tötung 

als tragische Kulmination eines hochspezifischen Konflikts zu verwischen, oder ob der Beschul-

digte gar eine komplette Auslöschung des Menschen B.____ angestrebt hat. Auf jeden Fall le-

gen die Tötung des Opfers in Kombination mit dem extrem auffälligen Nachtatverhalten unter 

zusätzlicher Berücksichtigung des Inhalts der Aussagen des Beschuldigten sowohl anlässlich 

seiner Einvernahmen wie auch im Rahmen dessen zahlreichen persönlichen Eingaben, welche 

dieser während der Strafuntersuchung sowie im vorliegenden Beschwerdeverfahren getätigt 

hat, die Vermutung nahe, dass er an einer signifikanten psychischen Störung leiden könnte. Ob 

dies der Fall ist und, falls ja, welche Gefahr hieraus für andere Menschen resultiert, wird vom 

Gutachter verbindlich zu klären sein. Bezeichnend für eine gewisse Empathielosigkeit ist in die-

sem Zusammenhang die exemplarisch wiedergegebene Deposition des Beschuldigten vor dem 

Zwangsmassnahmengericht anlässlich der Verhandlung vom 16. Februar 2024: Dass B.____ 

gestorben sei, könne man nicht ändern. Jetzt müssten sie die Situation anerkennen und schau-

en, was das Beste sei. Psychologisch ebenfalls aussergewöhnlich erscheint die in seiner Ein-

vernahme durch die Polizei, Allgemeiner Ermittlungsdienst, vom 16. Februar 2024 überaus de-

tailliert, geradezu akribisch und analytisch vorgebrachte Beschreibung, wie er die Leiche seiner 

Ehefrau habe entsorgen wollen und sie aus diesem Grund zerstückelt und püriert habe.  

 

Bis zum Vorliegen des bereits in Auftrag gegebenen umfassenden forensisch-psychiatrischen 

Gutachtens, welches sich unter anderem über mögliche psychische Störungen, deren Behan-

delbarkeit und ebenso die Wahrscheinlichkeit einer Rückfall- bzw. Wiederholungsgefahr zu 

äussern haben wird, erscheint gestützt auf die gegenwärtig bekannten Tatumstände, das unbe-

strittene Nachtatverhalten sowie die zahlreichen Einlassungen seitens des Beschuldigten im 

bisherigen Verfahren eine derzeitige Haftentlassung als ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil ist 

der Vorinstanz dahingehend beizupflichten, dass der Beschuldigte offensichtlich in der komplett 

unrealistischen Vorstellung verhaftet ist, in naher Zukunft wieder mit seinen Töchtern, deren 

 
 
 

 
 
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Mutter er zugestandenermassen getötet und zerstückelt hat, am bisherigen Wohnort zusam-

menzuleben, und es angesichts der bestehenden Erkenntnisse nicht absehbar ist, wie er rea-

gieren wird, wenn er dereinst die Realität erkennen sollte. Ohne ein ihm Ungefährlichkeit be-

scheinigendes forensisch-psychiatrisches Gutachten muss zum heutigen Zeitpunkt nur schon 

aufgrund des erstellten und von ihm auch zugestandenen Verhaltens gegenüber dem Opfer 

klarerweise von einer untragbar grossen Gefahr für Leib und Leben betreffend Personen, wel-

che sich als Hindernisse für seine Pläne erweisen könnten, ausgegangen werden. So ist bei-

spielsweise völlig ungeklärt, wie sich der Beschwerdeführer gegenüber Mitarbeitenden der 

KESB verhalten wird, welche sich mit einer Fremdplatzierung seiner Kinder auseinanderzuset-

zen haben, sobald ihm klar ist, dass ein Zusammenleben mit seinen Töchtern im bisherigen 

Rahmen, wie es ihm offenbar vorschwebt, aller Voraussicht nach nie mehr möglich sein wird. 

Der Beschwerdeführer scheint dabei gänzlich auszublenden, dass es nicht einfach nur darum 

geht, dass er aktuell im Gefängnis sitzt und die KESB nach Wegen sucht, aufgrund einer tem-

porären Verhinderung seinerseits den persönlichen Kontakt zwischen ihm und seinen Kindern 

während einer absehbaren Zeitspanne zu ermöglichen. Vielmehr ist er in Untersuchungshaft, 

weil er seine Ehefrau, die Mutter seiner Kinder, getötet hat, wobei der KESB nun die Aufgabe 

zukommt, eine dauerhafte Sorgerechtslösung für seine Töchter zu finden. Seine Behauptung, 

er werde sich selbstverständlich an alle Vorgaben der Behörden halten, stellt in diesem Zu-

sammenhang nicht mehr als ein Lippenbekenntnis dar, zumal er zuvor beispielsweise in seiner 

persönlichen Stellungnahme vom 1. Mai 2024 zum Haftentlassungsgesuch bzw. zum Haftver-

längerungsantrag auf Seite 5 dargelegt hat, er werde in Zukunft seine Familie in Gefahrensitua-

tionen ohne Ausweichmöglichkeiten mit all seiner Kraft verteidigen. Nicht ausgeschlossen ist 

ausserdem, dass seine Töchter im Sinne eines erweiterten Suizids akut gefährdet sind, falls der 

Beschuldigte in Freiheit die Erkenntnis erlangen sollte, alles verloren zu haben, wofür er gelebt 

und gearbeitet hat. In seiner persönlichen Replik vom 9. Juni 2024 schreibt der Beschuldigte 

auf Seite 2, in Verbindung mit seiner Angst, Kinder, Haus und Firma zu verlieren, gerate er in 

einen "Tunnel" und stresse sich so, dass er sich keine Zeit gebe, seine Entscheidungen zu re-

flektieren und seine Handlungen zu hinterfragen, während seine Kontrollmechanismen schock-

bedingt fehlten. Zur Zeit ist völlig offen, ob der Beschuldigte wieder in einen "Tunnel" gerät und 

unreflektierte Entscheidungen ohne Kontrollmechanismen trifft, falls bzw. wenn er erkennen 

sollte, dass seine Angst, Kinder, Haus und Firma zu verlieren, Realität geworden ist. Seinem 

diesbezüglichen Einwand, wonach die Vorstellung, dass er seine Töchter gefährden würde, 

vollkommen unbegründet sei, ist zu entgegnen, dass er sich auch nichts von dem, was am 

 
 
 

 
 
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13. Februar 2024 passiert ist, je hätte vorstellen können; er habe es nicht gewollt, nicht geplant 

und nicht einmal im Entferntesten erahnt (Replik vom 19. Juni 2024 S. 3 Ziff. 3).  

 

bb) Hinsichtlich des Haftgrundes der Fluchtgefahr ist zu erwägen, dass es zwar zutreffend ist, 

wonach gemäss der Praxis des Bundesgerichts die Höhe der drohenden Freiheitsstrafe immer 

nur neben anderen, eine Flucht begünstigenden Tatsachen herangezogen werden kann. Dies 

mag bei niederschwelligen Strafen zweifellos seine Berechtigung haben. Zu beachten ist in 

casu jedoch, dass dem Beschuldigten aufgrund des Tatvorwurfs (vorsätzliche Tötung, eventua-

liter Mord) eine langjährige bis hin zu einer lebenslänglichen freiheitsentziehenden Sanktion 

(Strafe oder Massnahme) droht. Bereits aufgrund dieses Faktes muss gestützt auf den gesun-

den Menschenverstand eine Fluchtgefahr als ausserordentlich hoch eingestuft werden. Daran 

ändert auch nichts, dass der Beschuldigte in der Schweiz verwurzelt ist und hier bislang zweifel-

los seinen Lebensmittelpunkt hat. Denn wer möglicherweise die vom Gesetz vorgesehene Ma-

ximalstrafe zu gewärtigen hat, hat offensichtlich wenig Interesse, sich der drohenden Sanktion 

zu stellen. Hinzu kommt vorliegend, dass angesichts des aktuellen Verfahrensstandes der Be-

schuldigte aller Voraussicht nach nie wieder in einer Weise mit seinen Kindern zusammenleben 

wird, wie er sich dies offenbar in Ausblendung der Realität vorstellt, zumal äusserst fraglich er-

scheint, ob diese selbst überhaupt den Willen haben, mit derjenigen Person im gleichen Haus-

halt zu leben, welche zugestandenermassen ihre Mutter getötet hat. Spätestens sobald der Be-

schuldigte erkannt hat, dass seine Vorstellung, mit seinen Kindern ein normales Familienleben 

in der Schweiz ‒ einfach ohne die getötete Mutter ‒ zu führen, nicht umsetzbar ist, hat er offen-

sichtlich keinerlei Grund mehr, sich dem hiesigen Strafverfahren zu stellen. Dabei kann offenge-

lassen werden, ob er ohne oder mit seinen Kindern die Schweiz verlassen könnte. Diese Ge-

fahr gilt umso mehr, als angesichts der gegenwärtigen und vermutungsweise zukünftigen Le-

benssituation des Beschwerdeführers an eine Weiterführung seines Geschäftes realistischer-

weise nicht zu denken ist, womit seine bisher bestehende berufliche Existenz in der Schweiz 

wohl nicht mehr von langer Dauer sein dürfte. Dem von ihm in diesem Zusammenhang vorge-

brachten Argument, er würde seine Kinder nie im Stich lassen, ist zu entgegnen, dass er offen-

sichtlich verkennt, dass er genau dies nach objektiven Gesichtspunkten mit der Tötung deren 

Mutter bereits unwiderruflich getan hat. Dass er überdies psychische Auffälligkeiten aufweist, 

die auf eine besondere Neigung zu Impulsausbrüchen bzw. Kurzschlusshandlungen schliessen 

lassen, hat er insbesondere mit seinem Nachtatverhalten, welches er "in Panik" begangen ha-

ben will, eindrücklich bewiesen. Nicht zuletzt ist der körperlich gesunde, 4.____-jährige Be-

 
 
 

 
 
Seite 20   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

schuldigte in Berücksichtigung seiner Steuerunterlagen aus dem Jahre 2022 mit einem steuer-

baren beweglichen Vermögen aus Wertschriften und Guthaben von über CHF 3.____ augen-

scheinlich sehr gut situiert, womit es ihm ein Leichtes wäre, ein Leben auf der Flucht ‒ alleine 

oder mit seinen Kindern ‒ zu finanzieren. Unter diesen Umständen besteht in einer gesamthaf-

ten Würdigung nicht nur in abstrakter Weise die Möglichkeit der Flucht, vielmehr sind ganz er-

hebliche objektive Anhaltspunkte für eine ausserordentlich hohe Fluchtgefahr vorhanden.  

 

cc) Im Hinblick auf den Haftgrund der Kollusionsgefahr hat der Beschuldigte wiederholt ‒ so 

zuletzt in seiner Beschwerdereplik ‒ behauptet, dass alle Passwörter und Codes betreffend 

seine elektronischen Datenträger bekanntgegeben worden seien, womit Kollusionshandlungen 

zum jetzigen Verfahrenszeitpunkt nicht mehr möglich seien. Tatsache ist jedoch, dass diese 

Behauptung völlig unsubstantiiert bleibt. Gleichermassen hat er bereits in seiner Beschwerde 

vorgebracht, er biete seit Monaten Hand dazu, dass (in seinem Beisein) die Geräte ausnahms-

los gesichtet werden könnten, was sich bislang jedoch als unwahr erwiesen hat. Vielmehr ergibt 

sich aus den dem Kantonsgericht vorliegenden Akten, namentlich dem Schreiben des Beschul-

digten vom 27. April 2024 "Unterstützungsangebot zur Dateneinsicht - befristete Vereinbarung" 

sowie demjenigen vom 25. Mai 2024 "digitale Geräte auswerten", dass der Beschwerdeführer in 

völliger Verkennung seiner Position als Beschuldigter in einer Morduntersuchung offenbar der 

Auffassung ist, er sei in der Lage, Bedingungen zu den von der Staatsanwaltschaft vorzuneh-

menden Beweiserhebungen auszuhandeln. Bis zum heutigen Zeitpunkt, soweit dem Kantons-

gericht bekannt, hat keine Auswertung der elektronischen Datenträger des Beschuldigten statt-

finden können, weil dieser seine Geräte augenscheinlich mit einer speziellen Software schützt 

und sich weigert, seine Zugangscodes bekannt zu geben, was er anlässlich der Verhandlung 

vor dem Zwangsmassnahmengericht vom 8. Mai 2024 nochmals explizit bekräftigt hat. Dies ist 

zwar fraglos sein Recht als Beschuldigter in einem Strafverfahren, führt aber auf der anderen 

Seite dazu, dass die erforderlichen Umfeldabklärungen bislang nicht haben durchgeführt wer-

den können, womit nach wie vor von einer erheblichen Kollusionsgefahr auszugehen ist, liegt 

doch die ernsthafte Befürchtung nahe, dass sich auf seinen Geräten bzw. auf seinen digitalen 

Daten, auf welche er mittels dieser Geräte Zugriff hat, verfahrensrelevante Hinweise befinden 

könnten, welche er ‒ notabene in seiner Funktion als F.____ und damit als eigentlicher IT-

Spezialist ‒ im Fall einer Freilassung manipulieren könnte.  

 

 

 
 
 

 
 
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c) 

aa) Des Weiteren ist auch die Verhältnismässigkeit der Untersuchungshaft mangels geeigne-

ter Ersatzmassnahmen – einzeln wie auch in Kombination – augenscheinlich gewahrt. Ange-

sichts des Vorliegens gleich dreier Haftgründe vermögen zur Zeit weder die in Art. 237 Abs. 2 

StPO exemplarisch aufgelisteten noch allfällige weitere Ersatzmassnahmen gemäss Art. 237 

Abs. 1 StPO den gleichen Zweck wie die Haft zu erfüllen. Namentlich sind die vom Beschwer-

deführer vorgebrachten Ersatzmassnahmen ‒ Schriftensperre, Kaution, Sperre auf einer ihm 

gehörenden Immobilie, elektronisch überwachter Hausarrest und Kontaktverbot ‒ klarerweise 

nicht tauglich, den allesamt in ausgeprägter Form vorhandenen Haftgründen wirksam zu be-

gegnen. Dies wird vom Beschwerdeführer wiederum nicht ernsthaft bestritten, macht er doch 

lediglich geltend, dass kein Haftgrund gegeben sei.  

 

bb) Schliesslich ist die Haft in zeitlicher Hinsicht offenkundig nicht zu beanstanden, nachdem 

sich der Beschuldigte erst seit dem 13. Februar 2024 in Untersuchungshaft befindet, wodurch 

die bisher ausgestandene Haftdauer angesichts des ihm zur Last gelegten Tatbestandes (Mord, 

allenfalls vorsätzliche Tötung) noch keineswegs in grosse zeitliche Nähe der bei einer Verurtei-

lung zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion (Strafe oder Massnahme) gerückt ist. Die-

ser Umstand wird denn vom Beschwerdeführer ebenfalls nicht bestritten. Gleichermassen nicht 

gerügt worden ist ausserdem die Feststellung der Vorinstanz, wonach in casu von einem Aus-

nahmefall gemäss Art. 227 Abs. 7 StPO auszugehen und gestützt hierauf die Haft für die vor-

läufige Dauer von fünf Monaten zu verlängern ist, was auch von der Beschwerdeinstanz als 

rechtlich angemessen qualifiziert wird.  

 

d) Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass der dringende Tatverdacht bezüglich des 

Straftatbestandes der vorsätzlichen Tötung (Art. 111 StGB), eventualiter des Mordes (Art. 112 

StGB), vorliegt, die besonderen Haftgründe der qualifizierten Wiederholungsgefahr, der Flucht-

gefahr sowie der Kollusionsgefahr zu bejahen sind und die (zeitliche wie auch materielle) Ver-

hältnismässigkeit hinsichtlich der vorläufig für die Dauer von fünf Monaten, d.h. bis zum 

12. September 2024, angeordneten Untersuchungshaft gewahrt wird, womit die Beschwerde 

des Beschuldigten vom 27. Mai 2024 in Bestätigung des angefochtenen Entscheids des 

Zwangsmassnahmengerichts vom 8. Mai 2024 als unbegründet abzuweisen ist.  

 

 
 
 

 
 
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4. Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens 

nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens, wobei als unterliegend auch jene Partei 

gilt, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht. In An-

betracht des Verfahrensausganges gehen im vorliegenden Verfahren die ordentlichen Kosten 

des Kantonsgerichts in der Höhe von CHF 1'550.--, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von 

CHF 1'500.-- sowie Auslagen von CHF 50.--, zu Lasten des Beschwerdeführers. Im Hinblick auf 

die ausserordentlichen Kosten ist zu erkennen, dass der Beschuldigte bei vorliegendem Verfah-

rensausgang die Kosten seines Wahlverteidigers selbst zu tragen hat.  

 
 
 
Demnach wird erkannt: 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 

 2. Die ordentlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von 

CHF 1'550.-- (beinhaltend eine Gebühr von CHF 1'500.-- sowie Aus-

lagen von CHF 50.--) gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 

   

 3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Wahlverteidigers selbst 

zu tragen. 

 

 

Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber  
 
 
 
 
Pascal Neumann  

 

 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig. Die hiergegen erhobene Beschwerde des Beschuldig-

ten hat das Bundesgericht mit Urteil vom 30. August 2024 (7B_858/2024) abgewiesen.