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**Case Identifier:** 72515875-878e-53e4-b4a4-71ed960b8be8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 01.05.2024 SK1 2022 60
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2022-60_2024-05-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 01. Mai 2024

Referenz SK1 22 60

Instanz I. Strafkammer 

Besetzung Moses, Vorsitzender
Michael Dürst und Richter-Baldassarre
Coray-Mosele, Aktuarin

Parteien A._____
Beschuldigte
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Stephan Schlegel
Lutherstrasse 36, 8004 Zürich 

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

B._____
Privatkläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Janett
Schulstrasse 1, Postfach 115, 7302 Landquart 

C._____
Privatklägerin

Gegenstand mehrfaches Vergehen gegen das BetmG etc.

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Landquart vom 24.08.2022, mitgeteilt am 
07.11.2022 (Proz. Nr. 515-2022-8)

Mitteilung 27. Mai 2024

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Landquart sprach A._____

- des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, b, c und d BetmG,

- des Unterlassens der Meldepflicht im Hanfanbau gemäss Art. 36I 
Abs. 1 PolG in Verbindung mit Art. 36n PolG, 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes gemäss 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG, 

- der unrechtmässigen Entziehung von Energie gemäss Art. 142 Abs. 2 
StGB,

- der Übertretung der Niederspannungs-Installationsverordnung 
gemäss Art. 42 lit. a NIV in Verbindung mit Art. 55 Ziff. 3 EleG, 

- der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, 

- der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 
StGB,

- des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug oder 
Aberkennung des Ausweises gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, 

- der Nichtabgabe von Ausweisen oder Kontrollschildern gemäss Art. 97 
Abs. 1 lit. b SVG sowie 

- der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 und 3 SVG 
und Art. 3 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG

schuldig. Dafür bestrafte es A._____ mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 15 
Monaten, unter Ansetzung einer Probezeit von fünf Jahren, einer Geldstrafe von 
10 Tagessätzen zu je CHF 30.00 sowie einer Busse von CHF 450.00 bzw. einer 
Ersatzfreiheitsstrafe von vier Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse. 
Weiter widerrief es die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus 
vom 9. Oktober 2017 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 120 Tagessätzen 
zu je CHF 30.00. Betreffend die beschlagnahmten Gegenstände sowie die Bar-
schaft von CHF 26'440.00 wurde die Einziehung angeordnet. Die Zivilklagen der 
Privatkläger wurden auf den Zivilweg verwiesen und die Verfahrenskosten vollum-
fänglich A._____ auferlegt.

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B. Dagegen erhob A._____ (fortan Beschuldigte) Berufung. Die Staatsanwalt-
schaft erhob Anschlussberufung.

C. Die Berufungsverhandlung fand am 25. April 2024 statt. Anlässlich dieser 
beantragte die Beschuldigte, es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil 
insofern in Rechtskraft erwachsen ist, als sie im Anklagepunkt 1 wegen mehrfa-
chen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 
lit. a, b, c und d BetmG, im Anklagepunkt 3 wegen mehrfacher Übertretung des 
Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG, im Anklagepunkt 6 
der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB sowie 
im Anklagepunkt 7 wegen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Entzug des Aus-
weises gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, wegen Nichtabgabe von Ausweisen 
gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG sowie wegen Verletzung der Verkehrsregeln 
gemäss Art. 31 Abs. 1 und 3 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 
Abs. 1 SVG schuldig gesprochen worden sei. Im Übrigen (Anklagepunkt 2 [Wider-
handlung gegen die Meldepflicht bei Hanf-Anbau], 4a und b [unrechtmässige Ent-
ziehung von Energie und Übertretung der Niederspannungs-
Installationsverordnung] sowie 5 [mehrfache Sachbeschädigung]) sei sie freizu-
sprechen. Sie sei mit einer bedingten Freiheitsstrafe von sechs Monaten bei einer 
Probezeit von zwei Jahren und – unter Widerruf des bedingten Vollzugs der 
Geldstrafe aus dem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus vom 
9. Oktober 2017 – mit einer Gesamtgeldstrafe von 180 Tagessätzen zu CHF 30.00 
sowie mit einer Busse von CHF 1'400.00 zu bestrafen. Die beschlagnahmten 
Betäubungsmittel seien einzuziehen und im Übrigen seien alle anderen Ge-
genstände an die Beschuldigte herauszugeben, eventualiter seien die sonstigen 
Gegenstände zu verwerten und der Verwertungserlös an die Verfahrenskosten 
anzurechnen. Auf die Einziehung des beschlagnahmten Bargeldbetrags von 
CHF 26'440.00 sei zu verzichten und dieser sei zunächst zur Bezahlung der 
Geldstrafe und Busse einzusetzen und nachfolgend zur Begleichung der Verfah-
renskosten. Die Kosten des Strafverfahrens seien im Umfang der Freisprüche so-
wie des Aufwands für die erste Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht am 12. 
Januar 2022 auf die Staatskasse zu nehmen und im Übrigen der Beschuldigten 
aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien gleichfalls im Umfang 
der Freisprüche vollständig und im Übrigen unter dem Vorbehalt der Nachforde-
rung im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO vorläufig auf die Staatskasse zu nehmen. 
Die Kosten des Berufungsverfahrens seien in vollem Umfang auf die Staatskasse 
zu nehmen. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Bestrafung der Beschuldigten 
mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 17 Monaten, wobei diese im Umfang von 
acht Monaten zu vollziehen und die restliche Teilstrafe unter Ansetzung einer Pro-

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bezeit von fünf Jahren aufzuschieben sei, und mit einer Geldstrafe von 40 Tages-
sätzen zu je CHF 30.00 – eventuell angepasst an die aktuellen finanziellen Ver-
hältnisse. Auf den Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Glarus vom 
9. Oktober 2017 bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 
CHF 30.00, entspricht CHF 3'600.00, sei zu verzichten, hingegen sei die Probezeit 
von vier Jahren um ein Jahr zu verlängern. Alles unter gesetzlicher Kostenfolge.

D. Nach Beratung wurden den Parteien das Urteil am 1. Mai 2024 im Disposi-
tiv schriftlich mitgeteilt.

Erwägungen

1. Eintreten

1.1. Gegen das angefochtene Urteil des Regionalgerichts Landquart vom 
24. August 2022 ist die Berufung zulässig (Art. 398 Abs. 1 StPO). Die Eintretens-
voraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die frist- und formge-
recht erhobene Berufung der Beschuldigten und Anschlussberufung der Staats-
anwaltschaft ist einzutreten.

1.2. Mit Schreiben vom 16. April 2024 reichte die Privatklägerin C._____ eine 
Entschädigungsforderung ein, worin sie beantragt, die Beschuldigte sei zu ver-
pflichten, ihr CHF 4'489.45 zzgl. 5% Zins seit dem 14. Juli 2020 zu bezahlen, 
eventualiter eine Summe nach Ermessen – unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zulasten der Beschuldigten (act. A.4). Die Privatklägerin C._____ erhob keine 
(fristgerechte) Berufung. Eine Geltendmachung ihrer Entschädigungsforderung im 
Rahmen der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft, wie sie ausführt, ist in der 
Strafprozessordnung nicht vorgesehen und entsprechend nicht möglich. Die 
Staatsanwaltschaft hat zudem ihre Anschlussberufung explizit auf den Strafpunkt 
beschränkt (act. A.3; act. H.1 S. 2; act. H.4 S. 2). Die Abweisung der Zivilklage der 
Privatklägerin C._____ ist mangels fristgerechter Berufung in Rechtskraft erwach-
sen (vgl. E. 2). Auf die Entschädigungsforderung der Privatklägerin C._____ vom 
16. April 2024 ist im Ergebnis nicht einzutreten.

2. Rechtskraft / Umfang der Berufung

Das Berufungsgericht kann das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend 
überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO). Unter Vorbehalt von Art. 404 Abs. 2 StPO er-
wachsen die mit der Berufungserklärung nicht angefochtenen Punkte in Rechts-
kraft (BGer 6B_896/2020 v. 7.10.2020 E. 3; 6B_428/2013 v. 15.4.2014 E. 3.3; 
6B_694/2012 v. 27.6.2013 E. 1.3). Vorliegend sind die Schuldsprüche betreffend 

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die Vorwürfe des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, b, c und d BetmG, der mehrfachen Übertretung des 
Betäubungsmittelgesetzes gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG, der mehrfachen Hinde-
rung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 StGB sowie des Führens eines Motor-
fahrzeugs trotz Verweigerung, Entzugs oder Aberkennung des Ausweises gemäss 
Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, der Nichtabgabe von Ausweisen oder Kontrollschildern 
gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG sowie der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss 
Art. 31 Abs. 1 und 3 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 
SVG, die Verweisung der Zivilklagen des Privatklägers B._____ und der Privatklä-
gerin C._____ auf den Zivilweg sowie die Abweisung einer ausseramtlichen Ent-
schädigung für die Vertretung der Adhäsionskläger nicht angefochten worden und 
damit in Rechtskraft erwachsen (vgl. Art. 437 StPO; Art. 402 StPO).

3. Meldepflicht Hanfanbau (Anklagesachverhalt Ziffer 2)

3.1. Der Beschuldigten wird vorgeworfen, vom Winter 2019/2020 an bis am 
16. Juli 2020 in der 5.5-Zimmerwohnung an der H._____strasse 17 in D._____, 
Gemeindegebiet E._____, mindestens 375 Hanfpflanzen angebaut zu haben. Der 
entsprechenden kantonalen Meldepflicht gemäss Art. 36I Abs. 1 PolG in Verbin-
dung mit Art. 36n PolG sei sie nicht nachgekommen (StA act. 1.50).

3.2. Die Verteidigung moniert, diese Vorschriften seien bundesrechtswidrig. 
Art. 38l Abs. 1 PolG verstosse – zumindest soweit er Cannabis im Sinne des 
BetmG betreffe – gegen den in Art. 49 Abs. 1 BV verankerten Grundsatz des Vor-
rangs des Bundesrechts und sei daher nichtig, womit die Beschuldigte vom Vor-
wurf des Verstosses gegen die polizeirechtliche Vorschrift freizusprechen sei 
(act. H.3 Rz. 6 ff.).

3.3. Die Vorinstanz erwog, weder im Betäubungsmittelgesetz noch in der zu-
gehörigen Betäubungsmittelverordnung werde die in Art. 36l Abs. 1 PolG enthal-
tene Meldepflicht geregelt. Ebenso wenig komme aus den betreffenden Erlassen 
zum Ausdruck, dass eine abschliessende Regelung in diesem Bereich vorliege. 
Somit liege diesbezüglich keine abschliessende Regelung vor. Gemäss Art. 335 
Abs. 1 und 2 StGB bleibe den Kantonen die Gesetzgebung über das Übertre-
tungsstrafrecht insoweit vorbehalten, als es nicht Gegenstand der Bundesgesetz-
gebung sei (act. E.1 E. 6.2.4).

3.4. Die Verteidigung hat zu Recht darauf hingewiesen, dass sich das Bundes-
gericht im BGE 138 I 435 mit dem Westschweizer Konkordat vom 29. Oktober 
2010 über den Anbau und Handel von Hanf auseinandergesetzt hat, welches in 

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Art. 7 ebenfalls eine Meldepflicht für den Anbau von Hanf vorsah. Das Bundesge-
richt eruierte, der Bund habe, vorbehältlich der durch die Gesetzgebung den Kan-
tonen übertragenen Kompetenzen und der mit dem Vollzug des Bundesrechts 
verbundenen kantonalen Aufgaben, die agrarrechtlichen Aspekte betreffend die 
Verwendung von Hanf-Saatgut abschliessend geregelt (E. 3.3.3). Abhängig-
keitserzeugende Stoffe und Präparate des Wirkungstyps Cannabis fielen gemäss 
Art. 2 lit. a BetmG unter das Betäubungsmittelgesetz. In Anbetracht des dichten 
und zugleich ausführlichen Regelwerks, das der Bund namentlich im Bereich Kon-
sum, Handel und Schutz gegen die unerwünschten und schädlichen Wirkungen 
der Betäubungsmittel geschaffen habe, und vorbehältlich der Kompetenzen, die 
das BetmG unter der Oberaufsicht des Bundes an die Kantone delegiert habe (vgl. 
Art. 29 Abs. 1 BetmG), könne festgestellt werden, dass der Bund auch den Be-
reich der Betäubungsmittel, zu denen der Hanf und seine Derivate gehörten, ab-
schliessend geregelt habe (E. 3.4.6). Das Bundesgericht wies darauf hin, dass die 
abschliessende Regelung einer Materie in der Bundesgesetzgebung nicht bedeu-
te, dass einem Kanton jede Möglichkeit verwehrt sei, in diesem Bereich ebenfalls 
gesetzgeberisch tätig zu sein. Insbesondere könne eine kantonale Regelung im 
selben Bereich weiterbestehen, wenn sie ein anderes als das durch das absch-
liessende Bundesrecht angestrebte Ziel verfolge (E. 3.5.1). Das Bundesgericht 
kam zum Schluss, dass das Konkordat zwar den Bereich des Agrarhanfs regle, 
der über den Rahmen der eidgenössischen Gesetzgebung im engeren Sinne hin-
ausgehe, dass es aber dennoch Voraussetzungen und Anforderungen aufstelle, 
deren Zweck und Wirkung darin bestehe, die schon vom Bundesrecht angestreb-
ten gleichen Ziele der Vorbeugung und Kontrolle zu erreichen; dies geschehe mit-
tels restriktiver Verwaltungsmassnahmen, die das Bundesrecht gerade nicht vor-
sehe. Damit verfolge das Westschweizer Konkordat einen Präventionszweck, der 
aufgrund der abschliessenden Regelung der Materie durch die eidgenössische 
Gesetzgebung ausschliesslich Sache des Bundesrechts sei, woraus sich ergebe, 
dass der Bereich nicht gleichzeitig einer interkantonalen Regelung mit anderem 
Inhalt unterstellt werden könne. Das Westschweizer Konkordat greife somit in die 
Kompetenzen ein, welche die Verfassung dem Bund übertragen und von denen 
dieser in vollem Umfang Gebrauch gemacht habe (E. 3.5.5).

3.5. Das Polizeigesetz des Kantons Graubünden (BR 613.000) sieht in Art. 36l 
eine Meldepflicht für Personen vor, die zehn oder mehr Hanfpflanzen anbauen. 
Weiter ist mit Art. 36n PolG die Sanktionierung von Widerhandlungen gegen die 
Meldepflicht gemäss Art. 36l PolG mit Busse bis zu CHF 10'000.00 vorgesehen. 
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass das Bundesgericht – wie ausgeführt – die 
Bundesgesetzgebung im Bereich Landwirtschaft und Betäubungsmittel betreffend 

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den Hanf und seinen Derivaten als vollständig und abschliessend qualifiziert hat 
und aufgrund der derogatorischen Kraft des Bundesrechts die Kantone in Sach-
gebieten, welche die Bundesgesetzgebung abschliessend geregelt hat, nicht zur 
Rechtssetzung befugt sind (vgl. auch Marianne Johanna Hilf, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl., Basel 2019, N 12 zu 
Art. 335 StGB). An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass Art. 36m PolG 
mit der Möglichkeit der Vernichtung der Hanfpflanzungen eine Massnahme vor-
sieht, die eine Doppelspurigkeit zur Einziehung gemäss Art. 69 StGB aufweist.

Die Staatsanwaltschaft führt aus, Art. 36l PolG konkretisiere Art. 18 Abs. 1 BetmG, 
gemäss welchem die der behördlichen Kontrolle unterstehenden Firmen, Perso-
nen, Anstalten und Institute den Kontrollorganen die Anbauflächen, Fabrikations-, 
Verkaufs- und Lagerräume zugänglich zu machen haben sowie die Bestände an 
Betäubungsmitteln und alle dazugehörenden Belege vorzuweisen sind. Eine Kon-
kretisierung von Art. 18 Abs. 1 BetmG kann nur in Betracht kommen, soweit es um 
Hanf und -derivate geht, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Gemäss 
Botschaft wurden die Bestimmungen über den Hanfanbau vom kantonalen Ge-
sundheitsgesetz in die übertretungsstrafrechtlichen Bestimmungen des kantonalen 
Polizeigesetzes überführt, weil sie nicht dem Gesundheitsschutz dienen würden 
(Botschaft der Regierung an den Grossen Rat, Heft Nr. 4/2016-2017, Totalrevision 
des Gesundheitsgesetzes, S. 136 f.). Zumal das Betäubungsmittelgesetz aber 
insbesondere den Schutz der Gesundheit zum Zweck hat (vgl. Art. 1 BetmG), 
können die Bestimmungen im Polizeigesetz betreffend Hanfanbau nur für Hanf 
gelten, den das eidgenössische Betäubungsmittelgesetz von seinem materiellen 
Geltungsbereich ausgenommen hat. Angesichts dessen kann Art. 36l PolG kon-
sequenterweise auch nicht Art. 18 Abs. 1 BetmG konkretisieren. Würde es sich 
dennoch um eine Konkretisierung handeln, würde dies wiederum in die abschlies-
sende Bundesgesetzgebung eingreifen.

Darüber, was der Zweck bzw. das angestrebte Ziel der Meldepflicht im Hanfanbau 
ist, kann der Botschaft nichts entnommen werden. Neben der Einhaltung von 
betäubungs- und heilmittelrechtlichen kommt nur diejenige von landwirtschaftli-
chen Bestimmungen in Betracht. Es regelt damit – wie auch das genannte West-
schweizer Konkordat – keinen anderen als den vom Bundesrecht bereits erfassten 
Aspekt und zielt nicht darauf ab, andere als bereits vom abschliessenden Bundes-
recht verfolgte öffentliche Interessen zu schützen. Art. 36l PolG sieht wie das 
Westschweizer Konkordat mit der Meldepflicht eine verwaltungspolizeiliche Mass-
nahme vor, welche die Umsetzung der abschliessenden bundesrechtlichen Rege-
lung sicherstellen will, in Bereichen, in denen der eidgenössische Gesetzgeber 

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solche Massnahmen bewusst nicht als notwendig erachtet oder bereits seine ei-
gene sowohl administrative wie auch strafrechtliche Regelung vorgesehen hat 
(vgl. namentlich Art. 8, 16 ff. und 19 ff. BetmG sowie Art 169 ff. und 172 ff. LwG; 
BGE 138 I 435 E. 3.5.3). Art. 36l PolG verstösst damit gegen den Grundsatz des 
Vorrangs des Bundesrechts, womit die Beschuldigte vom Vorwurf der Widerhand-
lung gegen die Meldepflicht im Hanfanbau gemäss Art. 36I Abs. 1 PolG in Verbin-
dung mit Art. 36n PolG freizusprechen ist.

4. Strom (Anklagesachverhalt Ziffer 4)

4.1. Der Beschuldigten wird weiter vorgeworfen, im Winter 2019/2020 in der 
damals von ihr gemieteten 5.5-Zimmerwohnung an der H._____strasse 17 in 
D._____ (Gemeindegebiet E._____) im Keller beim Stromtableau ein Stromkabel 
vor dem Stromzähler installiert zu haben. Dies habe sie mit dem Zweck getan, 
eine grössere Menge Elektrizität zu entwenden und damit Komponenten einer in 
der erwähnten Wohnung befindlichen Hanf-Indooranlage zu betreiben. Sie habe 
sich durch den Bezug von Strom vor dem Stromzähler der unrechtmässigen Ent-
ziehung von Energie gemäss Art. 142 Abs. 2 StGB und durch das Installieren des 
Stromkabels vor dem Stromzähler der Übertretung der Niederspannungs-
Installations-verordnung gemäss Art. 42 lit. a NIV in Verbindung mit Art. 55 Abs. 3 
EleG schuldig gemacht (StA act. 1.50).

4.2. Die Beschuldigte machte keine Aussagen (StA act. 8.7 Frage 40; StA 
act. 8.16 Fragen 65 ff.) bzw. bestritt, dass das Kabel vor dem Stromzähler ange-
schlossen worden sei (StA act. 8.7 Fragen 37 und 41), und sagte aus, sie könne 
das nicht sagen, da sie es nicht selber gemacht habe und man das auch nicht se-
he (act. H.2 Frage V.45). Sie habe das Stromkabel installiert, aber nicht vom Ta-
bleau weg (RG act. 5 S. 5 [515-2021-19]). Anlässlich der Hausdurchsuchung am 
16. Juli 2020 stellte die Polizei ein oranges PURWIL-Stromkabel fest, welches von 
der Decke über dem Stromtableau zur Treppe führte, also nicht mehr am Stromta-
bleau angeschlossen war (StA act. 9.1 S. 2; siehe auch Fotos StA act. 9.2). Der 
Privatkläger B._____, welcher der Beschuldigten die Wohnung vermietet hatte, 
reichte ein Foto ein, auf welchem das Kabel noch von oben in das Stromtableau 
führte (StA act. 9.2 S. 2), doch ist das Foto undatiert und darauf nicht ersichtlich, 
wo genau das Kabel im Stromtableau angeschlossen war. F._____, Fachperson 
Messtechnik, der das Stromtableau inspizierte, machte drei Klemmblöcke aus, an 
welchen das Kabel hätte angeschlossen sein können (StA act. 9.4). Davon sind 
zwei einem Elektrizitätszähler nachgelagert und somit gezählt, während eine 
Klemme den Zählern vorgelagert und damit ungezählt ist. Feststellen, an welcher 
Klemme der Anschluss installiert war, konnte er nicht, sondern er hielt lediglich 

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fest, "am einfachsten" wäre der Anschluss an die ungezählte Klemme gewesen. 
Ein direkter Beweis, dass das Kabel an der ungezählten Klemme installiert war, 
liegt nicht vor. Die Vorinstanz zog als Indiz den gezählten Stromverbrauch heran. 
In den Akten befinden sich die halbjährlichen Stromabrechnungen bis Ende 2019 
für die Wohnung der Beschuldigten im Erdgeschoss (StA act. 9.8). Für das zweite 
Halbjahr 2019 sind daraus Energiekosten von CHF 216.24 und damit von ver-
gleichbarem Wert wie für das zweite Halbjahr 2018 und 2017 ersichtlich. Zumal 
die Beschuldigte die Indoor-Plantage ab dem Winter 2019/2020 bis ungefähr im 
Sommer 2020 betrieb, wären insbesondere die Zahlen für das erste Halbjahr 2020 
von Relevanz. Entsprechende Abrechnungen finden sich indes nicht bei den Ak-
ten. Einzig der E-Mail von F._____ ist zu entnehmen, dass im relevanten Zeitraum 
"kein abnormal erhöhter Stromverbrauch auf den Zählern zu erkennen" gewesen 
sei (StA act. 9.4). Unklar bleibt, ob der erwähnte relevante Zeitraum auch das ers-
te Halbjahr 2020 erfasst, womit einzig aufgrund der Aussage von F._____ in der 
erwähnten E-Mail nicht nachgewiesen ist, dass auf allen Zählern im Haus auch im 
ersten Halbjahr 2020 kein erhöhter Stromverbrauch auszumachen war. Ob und 
falls ja, wieviel Strom ungezählt bezogen wurde, konnte auch die Privatklägerin 
C._____, welche die Stromversorgung in D._____ gewährleistet, nicht feststellen, 
sodass sie für ihre Zivilklage die mutmassliche Menge über den Verbrauch und die 
geschätzte Einsatzzeit der angeschlossenen Gerätschaften, welche anlässlich der 
Hausdurchsuchung sichergestellt wurden, berechnen musste (StA act. 9.4; 
act. A.4). Soweit die Vorinstanz davon ausgeht, dass die Indoor-Hanfplantage 
über ein Jahr lang betrieben wurde und daraus den Schluss zieht, dass es offen-
sichtlich sei, dass der Stromverbrauch nicht über den Stromzähler gelaufen sei, 
geht sie über den Anklagesachverhalt aus, in welchem eine Betriebsdauer der 
Anlage vom Winter 2019/2020 bis Mitte Juli 2020 vorgeworfen wird (StA act. 25 
Anklagesachverhalt-Ziffern 2 und 4). Anlässlich der Befragung vor dem Regional-
gericht wie auch vor dem Kantonsgericht machte die Beschuldigte geltend, es ge-
be noch andere Möglichkeiten, Strom zu beziehen, als vom öffentlichen Strom-
netz. Es gebe zum Beispiel Solarpaneele. Das Kabel habe sie gezogen, um vom 
Solarpaneel Strom zu beziehen (RG act. 5 S. 5 [515-2021-19]; act. H.2 Fra-
gen V.48 und 50). Fachmännische Abklärungen, inwiefern ein Anschluss an Sola-
rpaneelen möglich gewesen wäre und was für Hinweise für oder gegen einen sol-
chen Anschluss vorliegen, sind keine aktenkundig. Dass für einen Betrieb mit al-
ternativen Stromquellen keinerlei Anhaltspunkte vorhanden sind und das Kabel 
erwiesenermassen nicht an einem alternativen Stromanschluss installiert gewesen 
sei, kann damit – entgegen der Vorinstanz – nicht gesagt werden. Im Ergebnis 
lässt sich aufgrund der vorliegenden Akten nicht rechtsgenüglich erstellen, dass 
das Kabel für die Stromversorgung der Indoor-Hanfplantage so installiert war, 

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dass der darüber bezogene Strom nicht von einem Zähler erfasst war, und der 
Strom auch nicht über eine alternative Stromquelle, also unrechtmässig bezogen 
wurde.

4.3. Dazu kommt, dass die Beschuldigte – wie erwähnt – bestritt, das Kabel sel-
ber angeschlossen zu haben. Sie habe das in Auftrag gegeben und sei nicht dabei 
gewesen, als es installiert worden sei (act. H.2 Fragen V.45 f.). Dass die Installati-
on durch die Beschuldigte erfolgte, lässt sich aufgrund der Akten nicht nachwei-
sen. Eine eventuelle Mittäterschaft oder Anstiftung ist vom Anklagesachverhalt 
nicht erfasst. Nicht nachweisen lässt sich zudem, dass sie von einer mutmassli-
chen Installation des Kabels vor dem Zähler bzw. an der ungezählten Klemme 
wusste und dies so auch wollte – sprich, mit dem geforderten Vorsatz handelte. 
Der in den Akten liegenden Kundenstatistik Energiebezug der Privatklägerin 
C._____ ist zu entnehmen, dass die Bezugsperioden halbjährlich abgerechnet 
werden (StA act. 9.8). Zumal die Beschuldigte die Indoor-Anlage ab Winter 
2019/2020 bis spätestens kurz vor dem 16. Juli 2020, als die Polizei anlässlich der 
Hausdurchsuchung das deinstallierte Kabel feststellte, betrieben hatte, hätte ihr 
erst nach Empfang der Stromrechnung für das erste Halbjahr 2020 auffallen müs-
sen, dass der für die Anlage benötigte Strom nicht über ihren Stromanschluss ab-
gerechnet wurde. Selbst wenn also ein Strombezug über die ungezählte Klemme 
durch Indizien erstellt werden könnte, wäre der Tatbestand der unrechtmässigen 
Entziehung von Energie gemäss Art. 142 Abs. 2 StGB mangels nachweisbarem 
Vorsatz nicht erfüllt und die Beschuldigte von diesem Vorwurf freizusprechen.

4.4. Gemäss Art. 42 lit. a Niederspannungs-Installationsverordnung in Verbin-
dung mit Art. 55 Abs. 3 Elektrizitätsgesetz wird mit Busse bestraft, wer Installati-
onsarbeiten ohne die dafür notwendige Bewilligung ausführt. Wie dargelegt, kann 
nicht nachgewiesen werden, dass die Beschuldigte das Kabel an das Stromta-
bleau anschloss. Welche andere Person die Installation vornahm, ist nicht erstell-
bar und damit auch nicht, ob die- oder derjenige über keine Installationsbewilli-
gung verfügt – was im Übrigen nicht vom Anklagesachverhalt erfasst ist. Dass die 
Beschuldigte als Anstifterin gemäss Art. 24 Abs. 1 StGB gehandelt hat, ist eben-
falls nicht vom Anklagesachverhalt erfasst. Entsprechend fällt auch aus diesen 
Gründen ein Schuldspruch gemäss Art. 42 lit. a Niederspannungs-Installations-
verordnung in Verbindung mit Art. 55 Abs. 3 Elektrizitätsgesetz ausser Betracht 
und es ist die Beschuldigte von diesem Vorwurf freizusprechen.

Darüber hinaus ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgesetz vom 22. März 
1974 über das Verwaltungsstrafrecht Anwendung findet (SR 313.0; Art. 57 Abs. 1 
EleG). Zumal vorliegend die Staatsanwaltschaft Graubünden das Strafverfahren 

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betreffend Übertretung der Niederspannungs-Installationsverordnung führte, stellt 
sich die Frage ihrer Zuständigkeit zur Durchführung der Untersuchung (vgl. Art. 20 
Abs. 3 VStrR), welche aber angesichts des Ausgeführten offenbleiben kann.

5. Sachbeschädigung (Anklagesachverhalt Ziffer 5)

5.1. Der Beschuldigten wird ferner vorgeworfen, in der Liegenschaft 
H._____strasse 17 in D._____ im Keller und Gang sowie in der Wohnung diverse 
Löcher für Stromkabel durch mehrere Wände gebohrt zu haben. Im Rahmen der 
vorstehend erwähnten Kabelinstallation im Keller habe sie zudem das Stromta-
bleau beschädigt (StA act. 1.50).

5.2. Wie von der Vorinstanz korrekt beurteilt (act. E.1 E. 5.4), erweist sich die 
Einvernahme des Privatklägers B._____ vom 4. September 2020 (StA act. 10.4) 
mangels Gewährung des Konfrontationsrechts als nicht verwertbar. Entsprechend 
darf diese Einvernahme nicht zulasten der Beschuldigten verwendet werden 
(Art. 147 Abs. 4 StPO), was auch ausschliesst, diese zur Auslegung des Strafan-
trags des Privatklägers B._____ beizuziehen. Angesichts dessen, dass – wie auf-
zuzeigen sein wird – ein Freispruch zu erfolgen hat, kann offenbleiben, ob der 
Strafantrag des Privatklägers B._____ vom 4. September 2020 betreffend "aller in 
Frage kommenden Straftatbestände des Vorfalls vom 31.08.2020 in D._____" 
(StA act. 10.3) rechtzeitig und genug konkret erfolgte, wie die Verteidigung moniert 
(act. H.3 Rz. 26).

5.3. Die Beschuldigte machte zuerst keine Aussagen zu diesen Vorwürfen (StA 
act. 10.7 Frage 62). Vor dem Regionalgericht führte sie aus, vom Privatkläger 
B._____, dem Vermieter der Wohnung, die Erlaubnis gehabt zu haben, die Löcher 
für das Stromkabel zu bohren (RG act. 5 S. 6 [515-2021-19]). Anlässlich der Beru-
fungsverhandlung gab sie an, sie habe die Wanddurchbrüche gemacht (act. H.2 
Frage V.41). Das sei mit dem Privatkläger B._____ abgesprochen gewesen, aber 
sie habe diese nachher fachgerecht geschlossen (act. H.2 Frage V.58). Damit ist 
unbestritten, dass die Beschuldigte entsprechende Löcher durch mehrere Wände 
gebohrt hat, indes ist strittig, ob diese bei ihrem Auszug noch bestanden. Die in 
den Akten liegenden Fotos, welche die Wanddurchbrüche dokumentieren, sind 
allesamt undatiert (StA act. 10.2 S. 12). Gemäss dem Polizeirapport betreffend 
Sachbeschädigung vom 12. Mai 2021 (StA act. 10.1 S. 2) waren die Durchbrüche 
bei der Wohnungsabgabe zugespachtelt. Anlässlich der Wohnungsabgabe wurde 
ein ausführliches Abgabeprotokoll ausgefüllt und von der Beschuldigten wie auch 
vom Vermieter, dem Privatkläger B._____, unterzeichnet (StA act. 5.10). Bei Zim-
mer 1 wurden in Position 84 "gr. Flecken", "100% 1 5cm, 11cm 4", bei Zimmer 2 in 

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Position 87, Wände, "Dübelloch", "100%, 34cm", vermerkt. Zudem wurde bei der 
Auflistung, für welche Positionen die Mieterin kostenpflichtig sei "84 grosse Dü-
bellöcher (5 Stk. 5-11cm)" – von Flecken wie in Position 84 war keine Rede mehr 
– und "87 Dübelloch Durchmesser 34cm" festgehalten. Flecken oder Dübellöcher 
sind jedoch keine Wanddurchbrüche, um Kabel durch die Wand hindurchzuzie-
hen. Ein Dübelloch, d.h. ein Bohrloch in der Wand, in welchem ein Dübel zur Be-
festigung von Schrauben angebracht wurde, mit einem Durchmesser von 34cm (!), 
wie bei Zimmer 2 vermerkt, ist schlicht unvorstellbar. Auf den vom Vermieter ein-
gereichten Fotos ist aber auch ersichtlich, dass die Wanddurchbrüche keinesfalls 
einen Durchmesser von 34cm aufwiesen. Auf den Fotos sind zwei Wanddurch-
brüche vom einen Zimmer in den Gang und ein Durchbruch von einem zweiten 
Zimmer in den Gang sowie ein Durchbruch vom Treppenhaus in den Gang doku-
mentiert (StA act. 10.2 S. 12 ff.). Im Abgabeprotokoll wurde hingegen in Bezug auf 
den Korridor kein entsprechender Mangel festgehalten und im Zimmer 1 fünf "Fle-
cken" oder "Dübellöcher" vermerkt. Damit spricht auch die Anzahl gegen die An-
nahme, dass es sich bei diesen um einen oder zwei Wanddurchbrüche für das 
Kabel handelt. In der Mängelrüge vom 1. September 2020 ist bezüglich den Posi-
tionen 84 und 87 "Dübelloch Verputzschaden" vermerkt (StA act. 10.6). Ein 
Wanddurchbruch verursacht aber – anders als Löcher durch Dübel – nicht nur ei-
nen Verputzschaden. In der Schlussabrechnung vom 5. Juni 2021 (StA act. 10.10) 
sind für die Positionen 84 und 87 "Ausbesserung und Malerarbeiten" aufgeführt. 
Auch dies spricht wiederum für Dübellöcher bzw. Flecken, müssten doch Wand-
durchbrüche geschlossen und nicht nur ausgebessert werden. Dass die Beschul-
digte, welche gelernte Maurerin ist (act. H.2 Frage V.56), die Wanddurchbrüche 
vor der Wohnungsabgabe fachgerecht geschlossen hat, wie sie behauptet 
(act. H.2 Frage V.58), kann aufgrund der Aktenlage daher nicht als unglaubhaft 
qualifiziert werden. Der Nachweis eines Schadens gemäss Anklage in Form von 
Wanddurchbrüchen (Flecken und Dübellöcher sind nicht von der Anklage erfasst) 
ist nicht erbracht, womit die Beschuldigte vom diesbezüglichen Vorwurf der Sach-
beschädigung freizusprechen ist.

5.4. Was den Vorwurf der Beschädigung des Stromtableaus anbelangt, bestritt 
die Beschuldigte, dieses beschädigt zu haben (RG act. 5 S. 6 [515-2021-19]). Sie 
gestand lediglich ein, jemanden mit der Installation des Kabels an das Stromta-
bleau beauftragt zu haben (act. H.2 Frage V.39). Inwiefern eine Beschädigung des 
Stromtableaus bestand, ist – darauf verweist die Verteidigung zu Recht (act. H.3 
Rz. 20) – völlig unklar. Eine Manipulation am Stromtableau ist weder konkret be-
schrieben noch ist eine solche aktenmässig belegt. Dass die Beschuldigte entge-
gen ihren Aussagen das Stromtableau beschädigt hat, kann aufgrund der Akten 

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nicht erstellt werden. Soweit die Vorinstanz von einer Mittäterschaft oder Anstif-
tung der Beschuldigten ausgeht, ist eine solche vom Anklagesachverhalt nicht er-
fasst. Im Ergebnis ist die Beschuldigte auch vom Vorwurf der Sachbeschädigung 
hinsichtlich des Stromtableaus freizusprechen.

6. Strafzumessung

6.1. Grundlagen

Hinsichtlich der Grundlagen der Strafzumessung kann auf die zutreffenden Erwä-
gungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. E.1 E. 7; vgl. auch BGE 144 IV 313 
E. 1.1).

6.2. Strafart

6.2.1. Sowohl beim mehrfachen Vergehen gegen das BetmG gemäss Art. 19 
Abs. 1 lit. a, b, c und d BetmG als auch beim Fahren ohne Fahrerlaubnis gemäss 
Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG und bei der Nichtabgabe des Fahrausweises gemäss 
Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG handelt es sich um mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 
oder Geldstrafe bewehrte Vergehen. Entsprechend muss für diese Straftatbestän-
de die Strafart festgelegt werden.

6.2.2. Nach Art. 41 Abs. 1 StGB kann das Gericht statt auf eine Geldstrafe auf 
eine Freiheitsstrafe erkennen, wenn (lit. a) eine solche geboten erscheint, um den 
Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten oder 
(lit. b) eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzogen werden kann. Es hat die 
Wahl der Freiheitsstrafe näher zu begründen (Art. 41 Abs. 2 StGB). Wenn sowohl 
eine Geld- wie eine Freiheitsstrafe in Betracht kommen und beide Strafarten in 
äquivalenter Weise das Verschulden sanktionieren, ist generell dem Verhältnis-
mässigkeitsprinzip folgend der Geldstrafe die Priorität einzuräumen (BGer 
6B_1153/2021 v. 29.3.2023 E. 2.3.3 m.w.H.).

6.2.3. Hinweise, dass eine Geldstrafe voraussichtlich nicht vollzogen werden 
kann, ergeben sich vorliegend nicht. Die Beschuldigte ist arbeitstätig (act. H.2 
Fragen IV.1, 5 und 13; vgl. auch E. 6.9). Ebenso ist nicht ersichtlich, dass eine 
Notwendigkeit der Verhängung einer Freiheits- statt einer Geldstrafe besteht, um 
die Beschuldigten von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten. Wie aufzu-
zeigen sein wird, rechtfertigt sich indes angesichts der Tatschwere für das mehr-
fache Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz die Ausfällung einer Frei-
heitsstrafe, weil die verschuldensangemessene Sanktion über dem Maximum von 
180 Tagessätzen Geldstrafe liegt (Art. 34 Abs. 1 StGB) – die Strafart wurde denn 

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auch weder von der Verteidigung noch von der Staatsanwaltschaft moniert 
(act. H.3 Rz. 42; act. H.4 Rz. 4.1) –, während für die SVG-Delikte eine Geldstrafe 
als angemessene Sanktion erscheint. Der Straftatbestand der Hinderung einer 
Amtshandlung gemäss Art. 286 StGB sieht einen Strafrahmen von Geldstrafe bis 
zu 30 Tagessätzen vor, womit einzig eine Geldstrafe in Frage kommt. Die Übertre-
tung des Betäubungsmittelgesetzes gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie die 
SVG-Übertretung gemäss Art. 31 Abs. 1 und 3 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. 
Art. 90 Abs. 1 SVG sehen als Sanktion Busse vor.

6.3. Freiheitsstrafe für das mehrfache Vergehen gegen das BetmG

6.3.1. Sowohl die Verteidigung wie auch die Staatsanwaltschaft kritisieren die vor-
instanzliche Strafzumessungsmethodik nicht (vgl. act. H.3 Rz. 38 ff.; act. H.4 
Rz. 4). Damit besteht kein Anlass, darauf zurückzukommen.

6.3.2. Im Hinblick auf die objektive Tatschwere ist zu berücksichtigen, dass die 
Beschuldigte rund 13.5kg Cannabis verkaufte, am 16. Juli 2020 noch rund 1kg 
Cannabis sowie 87.9gr Haschisch besass und damit insgesamt 14.5kg Cannabis 
anbaute. Warum die Verteidigung von 10kg ausgeht, begründet sie nicht (act. H.3 
Rz. 39). Angesichts der Rechtskraft des Schuldspruchs ist nicht vom erstellten 
Sachverhalt abzuweichen. Vorliegend handelt es sich nicht um eine unbedeutende 
Menge, indes wird Cannabis zu den "weichen" Drogen gezählt. Insgesamt tätigte 
die Beschuldigte zudem 19 Verkäufe. Ihre deliktische Tätigkeit erstreckte sich 
gemäss erstelltem Sachverhalt von Anfang 2019 bis im Sommer 2020 und damit – 
entgegen der Verteidigung (act. H.3 Rz. 40) – auf eineinhalb Jahre. Die Vorinstanz 
wies zu Recht darauf hin, dass die Beschuldigte die gesamte Herstellung sowie 
auch den Verkauf in Eigenregie organisierte und durchführte und sich dies ver-
schuldenserhöhend auswirkt. Ebenso berücksichtigte sie korrekterweise verschul-
denserhöhend, dass die Beschuldigte nur in geringem Ausmass Eigenkonsum 
eingestand und damit nicht als abhängig gelten kann. Zumal die Beschuldigte im 
Jahr 2020 gemäss Auskunft der SVA Graubünden vom 9. Februar 2021 (StA 
act. 8.5) keine Einkünfte erzielte, ging die Vorinstanz begründet davon aus, dass 
die Beschuldigte die Indoor-Hanfplantage zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts 
betrieb. So führte sie denn auch aus, davon gelebt zu haben, in den Ferien gewe-
sen zu sein bzw. das Geld "verfressen und gelebt" zu haben (RG act. 5 S. 4 
[5015-2021-19]). Der Betrieb zur Erzielung eines namhaften Beitrags an die Kos-
ten zur Finanzierung der Lebensgestaltung wirkt sich ebenfalls verschuldenser-
höhend aus. Insgesamt rechtfertigt sich vorliegend aufgrund des objektiven Tat-
verschuldens in Berücksichtigung des Spektrums der Tatvarianten eine Freiheits-
strafe von 12 Monaten.

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6.3.3. Die Beschuldigte handelte mit direktem Vorsatz. Sie verfügte über die Ent-
scheidungsfreiheit und hat sich trotzdem entschieden, statt mit einer legalen 
Tätigkeit ein Einkommen zu generieren, ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau und 
Verkauf von Cannabis zu finanzieren. Die subjektive Tatschwere vermag damit die 
objektive nicht zu relativieren.

6.3.4. Das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse der Beschuldigten fallen 
strafzumessungsneutral aus. Bereits im Jahr 2013 hat sich die Beschuldigte der 
Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG 
schuldig gemacht (StA act. 2.3) und weist damit eine einschlägige Vorstrafe auf, 
was sich straferhöhend auswirkt. Ebenso verhält es sich mit der Delinquenz 
während laufender Probezeit. Indes ist strafmindernd zu berücksichtigen, dass sie 
– wenn auch erst vor Vorinstanz – in Bezug auf die Vorwürfe des mehrfachen 
Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz in weiten Teilen den Anklagesach-
verhalt eingestanden hat (vgl. RG act. 5 S. 3 ff. [515-2021-19]; RG act. 13 S. 2 f. 
[515-2022-8]). Insgesamt wirkt sich die Täterkomponente neutral aus.

6.3.5. Im Ergebnis ist die Beschuldigte für das mehrfache Vergehen gegen das 
Betäubungsmittelgesetz mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen.

6.4. Widerruf

6.4.1. Mit Strafbefehl vom 9. Oktober 2017 (StA act. 2.4) wurde die Beschuldigte 
wegen mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, missbräuchlicher Verwendung 
von Kontrollschildern, Gewalt und Drohung gegen Beamte, Entwendung eines 
Fahrzeuges zum Gebrauch und Verletzung von Verkehrsregeln durch unvorsichti-
ges Überholen mit einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen unter Anset-
zung einer Probezeit von vier Jahren bestraft. 

6.4.2. Begeht die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Verge-
hen und ist deshalb zu erwarten, dass sie weitere Straftaten verüben wird, so wi-
derruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe. Sind die 
widerrufene und die neue Strafe gleicher Art, so bildet es in sinngemässer An-
wendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe (Art. 46 Abs. 1 StGB).

6.4.3. Ungeachtet dem drohenden Vollzug der Geldstrafe delinquierte die Be-
schuldigte während laufender Probezeit – wie aus dem vorliegenden Verfahren 
hervorgeht – mehrfach und zeigte sich damit unbeeindruckt. Insbesondere sind 
unter den während der Probezeit verübten Taten wiederum Widerhandlungen ge-
gen das Strassenverkehrsgesetz, hinsichtlich welcher die Beschuldigte bereits 
mehrfach einschlägig vorbestraft ist. So wurde sie bereits mit Strafbefehl der 

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Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 18. Februar 2013 (StA act. 2.2) 
und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus vom 7. Oktober 
2013 (StA act. 2.3) u.a. wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsge-
setz bestraft. Unter diesen Umständen stellt nicht nur die Staatsanwaltschaft 
(act. H.4 Rz. 7), sondern auch die Verteidigung (act. H.3 Rz. 62) der Beschuldig-
ten diesbezüglich zu Recht eine eigentliche Schlechtprognose, womit die bedingt 
ausgesprochene Geldstrafe von 120 Tagessätzen gemäss Strafbefehl vom 9. Ok-
tober 2017 zu widerrufen ist, was auch die Verteidigung beantragt (act. H.3 
Rz. 62). Zumal es sich um eine gleichartige Strafe wie die für die SVG-
Widerhandlungen und die mehrfache Hinderung einer Amtshandlung auszuspre-
chende Geldstrafe handelt, ist in sinngemässer Anwendung des Asperationsprin-
zips eine Gesamtstrafe zu bilden. Wie ausgeführt, wurde die Beschuldigte mit dem 
Strafbefehl vom 9. Oktober 2017 wegen verschiedener Taten bestraft. Zumal dem 
Strafbefehl nicht entnommen werden kann, wie sich die Strafe von 120 Tagessät-
zen zusammensetzt (vgl. StA act. 2.4 S. 5), wird von dieser als "Einsatzstrafe" 
ausgegangen.

6.5. Fahren ohne Fahrerlaubnis

6.5.1. Die "Einsatzstrafe" aus dem Widerruf der bedingten Geldstrafe gemäss 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus vom 9. Oktober 2017 (StA 
act. 2.4) ist in Anwendung des Asperationsprinzips wegen Fahrens ohne Fahrer-
laubnis gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, für welche ebenfalls eine Geldstrafe 
auszusprechen ist, angemessen zu erhöhen.

6.5.2. Hinsichtlich der objektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass die Beschul-
digte anlässlich der Polizeikontrolle vom 18. Mai 2020 einen Fahrausweis vorzeig-
te, welcher ihr mit Wirkung ab dem 19. Februar 2020 entzogen worden ist (StA 
act. 7.4), und sie damit vorgab, im Besitz eines gültigen Fahrausweises zu sein. 
Dies wirkt sich verschuldenserhöhend aus. In subjektiver Hinsicht ist der Vorsatz 
zu vermerken, denn die Beschuldigte wusste, dass sie keinen gültigen Fahraus-
weis besass, hat sie doch die entsprechende Verfügung des Strassenverkehrsam-
tes erhalten (vgl. StA act. 7.4-6). Insgesamt ist das Gesamtverschulden aber noch 
als eher leicht zu qualifizieren.

6.5.3. Im Rahmen der Täterkomponente ist festzuhalten, dass die Beschuldigte 
mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 18. Februar 
2013 (StA act. 2.2) wie auch mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Glarus vom 7. Oktober 2013 (StA act. 2.3) des Ausführens von Lernfahrten ohne 
Lernfahrausweis oder ohne die vorgeschriebene Begleitung im Sinne von Art. 95 

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Abs. 1 lit. d SVG und mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus 
vom 9. Oktober 2017 (StA act. 2.4) des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung 
im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG schuldiggesprochen wurde. Sie ist damit 
mehrfach einschlägig vorbestraft, was sich straferhöhend auswirkt. An dieser Stel-
le sei darauf hingewiesen, dass die Vorinstanz gegen das Doppelverwertungsver-
bot verstösst, wenn sie die Vorstrafen sowohl bei der subjektiven Tatschwere wie 
auch bei der Täterkomponente erhöhend berücksichtigt (vgl. act. E.1 E. 7.9 und 
7.10). Im Übrigen schlägt sich die Delinquenz während laufender Probezeit straf-
erhöhend nieder.

6.5.4. Isoliert betrachtet rechtfertigt sich eine Geldstrafe von 40 Tagessätzen. In 
Anwendung des Asperationsprinzips führt das Fahren ohne Fahrerlaubnis zu einer 
Erhöhung der "Einsatzstrafe" im Umfang von 30 Tagessätzen.

6.6. Mehrfache Hinderung einer Amtshandlung

6.6.1. Eine zweite Erhöhung erfährt die "Einsatzstrafe" wegen mehrfacher Hinde-
rung einer Amtshandlung. Dazu ist Folgendes zu bemerken: Die Beschuldigte hin-
derte vorliegend die Beamten zwar mit verschiedenen Handlungen und damit 
mehreren Einzelakten an der Hausdurchsuchung vom 16. Juli 2020, doch er-
scheinen diese aufgrund des engen räumlichen und zeitlichen Zusammenhangs 
bei objektiver Betrachtungsweise als einheitliches Geschehen, welches auf dem-
selben Willensentschluss beruhte (vgl. BGE 133 IV 256 E. 4.5.3; BGer 
6B_368/2020 v. 24.11.2021 E. 1.3.4). Insofern liegt keine mehrfache Tatbegehung 
vor. Der Schuldspruch betreffend mehrfacher Hinderung einer Amtshandlung er-
wuchs indes in Rechtskraft (vgl. E. 2). Ein Eingriff in die Dispositionsfreiheit auf der 
Grundlage von Art. 404 Abs. 2 StPO kommt vorliegend indes nicht in Betracht, 
handelt es sich doch nicht um eine qualifiziert unrichtige Rechtsanwendung durch 
die Vorinstanz (BGE 147 IV 93 E. 1.5.2 m.H.; BGer 6B_676/2022 v. 27.12.2022 
E. 1.3.2.). Da zudem weder die Verteidigung (act. H.3 Rz. 47 ff.) noch die Staats-
anwaltschaft (act. H.4 Rz. 5) die Methodik der Vorinstanz monieren, wonach eine 
Strafe für die mehrfache Begehung festgelegt wurde (vgl. act. E.1 E. 7.12), ist 
auch ohne Korrektur des Schuldspruchs eine Strafe festzulegen.

6.6.2. Die Staatsanwaltschaft erblickt im vorliegenden Fall aussergewöhnliche 
Umstände, welche bei mehrfacher Tatbegehung gestützt auf Art. 49 Abs. 1 Satz 2 
StGB erlauben würde, den Strafrahmen zu überschreiten (act. H.4 Rz. 5). Wie 
ausgeführt, liegt eine Handlungseinheit vor, womit auch das Hinausgehen über 
den gesetzlichen Strafrahmen auf der Grundlage von Art. 49 Abs. 1 StGB entfällt. 
Wie sich zeigen wird, sind vorliegend zudem keine Umstände ersichtlich, die sich 

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als so aussergewöhnlich erweisen, dass die angedrohte Höchststrafe von 30 Ta-
gessätzen im vorliegenden Fall als zu milde erscheinen würde (vgl. Daniel Jo-
sitsch/Gian Ege/Christian Schwarzenegger, Strafrecht II, Strafen und Massnah-
men, 9. Aufl., Zürich 2018, S. 82 f.) und eine Überschreitung des ordentlichen 
Strafrahmens nach oben gerechtfertigt wäre. Insofern ist die Strafe innerhalb des 
ordentlichen Strafrahmens zu bestimmen.

6.6.3. Was das objektive Tatverschulden anbelangt, ist zu berücksichtigen, dass 
die Beschuldigte die Hausdurchsuchung und damit die Amtshandlung hinderte, 
indem sie die Türe erst zur vereinbarten Zeit öffnete und diese später kurzzeitig 
wieder schloss, provokativ im Weg stand, sich entgegen der Anweisung nicht auf 
einen Stuhl setzte, sich dem Anlegen der Handfesseln widersetzte, mit den Klei-
dern unter die Dusche stand, die Wohnung verliess und sich der Rückführung wi-
dersetzte sowie die Polizisten zu treten versuchte. Die Staatsanwaltschaft erblickt 
darin – wie ausgeführt – eine Behinderung der Polizeiarbeit in aussergewöhnlicher 
Art und Weise (act. H.4 Rz. 5). Abgesehen vom Duschen mit den Kleidern er-
scheinen die Verhaltensweisen im Zusammenhang mit der Hinderung einer Haus-
durchsuchung zwar nicht als aussergewöhnlich, aber insgesamt kann die objektive 
Tatschwere als überdurchschnittlich bzw. eher schwer bezeichnet werden.

6.6.4. In subjektiver Hinsicht schlägt die vorsätzliche Begehung zu Buche. Die 
Verteidigung weist darauf hin, dass bei der Beschuldigten die Diagnose des 
Asperger-Syndroms (F84.5 gemäss ICD-10) vorliege (act. H.3 Rz. 47). Dr. med. 
G._____ führte dazu aus, die Beschuldigte zeige ein eigensinniges Verhalten, 
welches sie in der sozialen Kommunikation einschränke (StA act. 3.5). Angesichts 
dessen wird die objektive Tatschwere durch die subjektive leicht relativiert, womit 
das Gesamtverschulden im oberen Drittel anzusiedeln ist.

6.6.5. Hinsichtlich der Täterkomponente fällt in Bezug auf die Hinderung einer 
Amtshandlung die Tatbegehung während laufender Probezeit straferhöhend ins 
Gewicht. 

6.6.6. Isoliert betrachtet, rechtfertigt sich eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen. In 
Anwendung des Asperationsprinzips erhöht sich die "Einsatzstrafe" um 15 Tages-
sätze.

6.7. Nichtabgabe des Fahrausweises trotz Aufforderung

6.7.1. Die "Einsatzstrafe" ist weiter wegen Nichtabgabe des Fahrausweises trotz 
Aufforderung gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG angemessen zu erhöhen.

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6.7.2. In Bezug auf die objektive Tatschwere wirkt sich verschuldenserhöhend 
aus, dass die Beschuldigte nicht nur den Fahrausweis trotz der Aufforderung vom 
19. März 2020 (StA act. 7.4) nicht abgab, sondern gegenüber dem Strassenver-
kehrsamt wahrheitswidrig geltend machte, den Fahrausweis an der Fasnacht ver-
loren zu haben (StA act. 7.6) und sie mit dieser Lüge eine gewisse kriminelle 
Energie offenbarte. In subjektiver Hinsicht ist der direkte Vorsatz zu vermerken. 
Das Gesamtverschulden ist dennoch als eher leicht zu qualifizieren.

6.7.3. Im Zusammenhang mit der Täterkomponente wirkt sich die Begehung 
während laufender Probezeit straferhöhend aus.

6.7.4. Isoliert betrachtet erscheint daher eine Geldstrafe von 15 Tagessätzen als 
angemessen. In Anwendung des Asperationsprinzips führt die Nichtabgabe des 
Fahrausweises trotz Aufforderung zu einer Erhöhung der "Einsatzstrafe" im Um-
fang von 10 Tagessätzen.

6.8. Fazit Geldstrafe

Im Ergebnis ist die Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 175 Tagessätzen zu be-
strafen.

6.9. Höhe Tagessatz

Die Höhe des Tagessatzes bestimmt das Gericht gemäss Art. 34 Abs. 2 StGB 
nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Täterin im Zeitpunkt 
des Urteils, namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälli-
gen Familien- und Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum. Die 
Beschuldigte gab anlässlich der Berufungsverhandlung an, bis Herbst 2024 in ei-
nem Pensum von 60%, danach wieder 40% zu arbeiten und mit Letzterem ein 
Einkommen von brutto CHF 3'700.00 zu erzielen (act. H.6 Fragen IV.5 und 13). 
Ausgehend von einem Einkommen von CHF 3'700.00 brutto bzw. mit einem Ab-
zug von 15% von CHF 3'145.00 netto sowie einem Pauschalabzug von 20%, wo-
mit ein Einkommen von CHF 2'516.00 vorliegt, wovon Unterstützungsabzüge von 
15% für das erste und von 12.5% für das zweite Kind vorzunehmen sind, resultiert 
ein Tagessatz in der Höhe von CHF 60.00.

6.10. Vollzug der Strafe

6.10.1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe 
von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der Regel auf, 
wenn eine unbedingte Strafe nicht erforderlich erscheint, um die Täterin von der 

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Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). 
Materiell ist demnach das Fehlen einer ungünstigen Prognose vorausgesetzt. Das 
heisst in Anlehnung an die herrschende Praxis, dass auf das Fehlen von Anhalts-
punkten für eine Wiederholungsgefahr abgestellt wird. Die günstige Prognose wird 
also vermutet. Bei der Beurteilung der Frage, ob die für die Gewährung des be-
dingten Strafvollzuges erforderliche Voraussetzung des Fehlens einer ungünstigen 
Prognose vorliegt, ist eine Gesamtwürdigung aller Umstände vorzunehmen, wobei 
insbesondere Vorleben, Leumund, Charaktermerkmale und Tatumstände einzu-
beziehen sind (Stefan Heimgartner, in: Donatsch et al. [Hrsg.], StGB, JStGB, 
Kommentar, 21. Aufl., Zürich 2022, N 6 ff. zu Art. 42 StGB).

Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt 
es der Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 StGB).

6.10.2. Die formelle Voraussetzung des bedingten Vollzugs ist mit der vorliegend 
ausgefällten Strafe von 12 Monaten Freiheitsstrafe und 175 Tagessätzen Gelds-
trafe erfüllt. Wie im Zusammenhang mit dem Widerruf erwähnt (vgl. E. 6.4), kann 
der Beschuldigten hinsichtlich der Delikte, welche zu einer Geldstrafe führen, kei-
ne günstige Prognose gestellt werden. Wie ausgeführt, wurde sie bereits mit 
Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen vom 18. Februar 2013 
(StA act. 2.2) sowie der Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus vom 7. Oktober 
2013 (StA act. 2.3) und vom 9. Oktober 2017 (StA act. 2.4) insbesondere wegen 
SVG-Widerhandlungen schuldig gesprochen. Die Geldstrafe ist somit zu vollzie-
hen.

Hinsichtlich der Freiheitsstrafe von 12 Monaten wäre auch die formelle Vorausset-
zung des teilbedingten Vollzugs gemäss Art. 43 Abs. 1 StGB erfüllt. Im Bereich 
von Freiheitsstrafen zwischen einem und zwei Jahren bildet unter Anwendung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips der bedingte Strafvollzug die Regel, der teilbedingte 
die Ausnahme. Art. 43 StGB ist nur anwendbar, "wenn der Aufschub wenigstens 
eines Teils der Strafe aus spezialpräventiver Sicht erfordert, dass der andere 
Strafteil unbedingt ausgesprochen wird", d.h. wenn im Bereich einer höchst unge-
wissen Prognose die Warnwirkung des Teilaufschubs angesichts des gleichzeitig 
angeordneten Teilvollzugs für die Zukunft eine weitaus bessere Prognose erlaubt. 
Erforderlich ist aber stets, dass der teilweise Vollzug der Freiheitsstrafe für die Er-
höhung der Bewährungsaussichten unumgänglich erscheint (Stefan Heimgartner, 
a.a.O., N 3 zu Art. 43 StGB). Vorliegend besteht bereits durch die unbedingt aus-
gesprochene Geldstrafe von 175 Tagessätzen eine Warnwirkung, womit es – wie 
die Vorinstanz zu Recht ausführt (act. E.1 E. 8.1) – aus spezialpräventiver Sicht 
nicht erforderlich erscheint, einen Teil der Freiheitsstrafe unbedingt auszuspre-

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chen (vgl. auch BGer 6B_501/2022 v. 16.11.2022 E. 4.1). Indes rechtfertigt sich 
eine Probezeit von fünf Jahren.

6.11. Mehrfache Übertretung BetmG und SVG

6.11.1. Sowohl die Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes wie auch die Über-
tretung des Strassenverkehrsgesetzes sehen als Strafrahmen Busse vor.

6.11.2. Auch hinsichtlich der Busse für die mehrfache Übertretung des Betäu-
bungsmittelgesetzes gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG monierte weder die Staatsan-
waltschaft noch die Verteidigung die unzutreffende Methodik der Vorinstanz, wel-
che eine Busse festlegte (act. E.1 E. 7.16). Die Beschuldigte konsumierte Canna-
bis in unbestimmter Häufigkeit und Menge mit Vorsatz. Das Tatverschulden muss 
damit in objektiver wie auch in subjektiver Hinsicht als leicht qualifiziert werden. 
Wird die Strafe isoliert betrachtet, rechtfertigt sich infolgedessen eine Busse von 
CHF 250.00.

6.11.3. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, wird das Verwenden eines Telefons 
ohne Freisprecheinrichtung gemäss Anhang zur Ordnungsbussenverordnung Zif-
fer 311 (OBV; SR 314.11) mit einer Busse von CHF 100.00 geahndet (act. E.1 
E. 7.16).

6.11.4. Entgegen dem Antrag der Verteidigung (act. H.3 Rz. 56) und der Staats-
anwaltschaft (act. H.4 Rz. 8) ist von einer Verbindungsbusse im Zusammenhang 
mit der bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe abzusehen. Nicht nur handelt es 
sich um eine Kann-Vorschrift (vgl. Art. 42 Abs. 4 StGB), sondern wird einem allfäl-
ligen Bedürfnis nach einer spürbaren Strafe bereits mit der unbedingten Geldstrafe 
entsprochen.

6.11.5. In Anwendung des Asperationsprinzips ist die Beschuldigte mit einer Bus-
se von CHF 300.00 zu bestrafen. 

6.11.6. Gemäss Art. 106 Abs. 2 StGB spricht das Gericht im Urteil für den Fall, 
dass die Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitstrafe von mindes-
tens einem Tag und höchstens drei Monaten aus. Abs. 5 verweist für den Vollzug 
auf die Art. 35 und 36 StGB. Letzterer sieht eine Umwandlungsformel von einem 
Tag Ersatzfreiheitsstrafe für einen Tagessatz vor. Angesichts der Höhe des Ta-
gessatzes von CHF 60.00 ist die Ersatzfreiheitsstrafe vorliegend auf fünf Tage 
festzulegen.

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6.12. Fazit

Insgesamt ist die Beschuldigte mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 12 Mona-
ten bei einer Probezeit von fünf Jahren, einer unbedingten Geldstrafe von 175 Ta-
gessätzen zu je CHF 60.00 sowie einer Busse von CHF 300.00 bzw. einer Ersatz-
freiheitsstrafe von fünf Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse zu be-
strafen.

7. Beschlagnahmte Gegenstände

7.1. Die Beschuldigte beantragt, die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 
1. Juli 2021 beschlagnahmten Betäubungsmittel seien einzuziehen und im Übri-
gen seien alle anderen Gegenstände an sie herauszugeben, eventualiter zu ver-
werten und der Verwertungserlös an die Verfahrenskosten anzurechnen (act. H.3 
S. 3).

7.2. Das Gericht verfügt ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer bestimmten 
Person die Einziehung von Gegenständen, die zur Begehung einer Straftat ge-
dient haben oder bestimmt waren oder die durch eine Straftat hervorgebracht 
worden sind, wenn diese Gegenstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlich-
keit oder die öffentliche Ordnung gefährden (Art. 69 Abs. 1 StGB). Das Gericht 
kann anordnen, dass die eingezogenen Gegenstände unbrauchbar gemacht oder 
vernichtet werden (Abs. 2). An die Gefährdung sind keine überhöhten Anforderun-
gen zu stellen. Es genügt, wenn diese wahrscheinlich ist, falls die Gegenstände 
nicht eingezogen werden (Florian Baumann, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar Strafrecht, 4. Aufl., Basel 2019, N 13 zu Art. 69 StGB).

7.3. Nicht strittig ist die Einziehung aller beschlagnahmten Marihuana-
Erzeugnisse, Haschisch und Hanfblüten (vgl. StA act. 6.12). Was den beschlag-
nahmten Führerausweis betrifft, wurde die Beschuldigte bereits mit Verfügung 
vom 19. März 2020 aufgefordert, diesen unverzüglich dem Strassenverkehrsamt 
abzugeben (StA act. 7.4). Der erstinstanzliche Schuldspruch wegen Nichtabgabe 
des Ausweises ist zudem in Rechtskraft erwachsen (vgl. E. 2). Die Herausgabe 
des Führerausweises entfällt damit.

7.4. Des Weiteren wurden folgende Gegenstände beschlagnahmt: drei Elektro-
verteilerschränke, ein Sicherungskasten, diverse Elektrokabel, ein Klima-
Steuergerät, zehn Lüfter / Ventilatoren, Lüftungsrohr-Aussenabdeckung, Lüftungs-
rohre, Lüftungsschläuche, vier Lüftungsmotoren, Lüftungssteuerung, Filter, vier 
Kohlefilter, ein Heizlüfter, zwei Entfeuchter, ein Thermometer, ein Pollinator, zwei 
Ph-Messgeräte, Vakuumierbeutel, Beutel mit Aufschrift "Swiss Weed", Kehr-

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richtsäcke, vier Fässer, Trocknungsnetze mit Aufhängung, Netze, ein Zelt, Zeltbla-
chen, Zeltstangen und Zubehör, acht Lampen mit 1000 Watt Leistung, drei Dün-
ger-Kanister, 747 Pflanzentöpfe, 13 Aufzucht-Platten sowie eine Kunststoffbox mit 
Marihuana-Geruch. Es ist offensichtlich, dass diese Gegenstände dem Anbau von 
Cannabis gedient haben. Ein Deliktskonnex liegt vor. Die Verteidigung bringt vor, 
bei den sichergestellten Gegenständen, insbesondere den Lampen, Lüftern, Steu-
erungsgeräte und Stromkabel, handle es sich um Gärtner- bzw. Haushaltsbedarf, 
welche auch für legale Zwecke, beispielsweise für den Anbau von THC-armem 
sogenanntem CBD-Hanf, eingesetzt werden könnten und die Beschuldigte diese 
an geeignete Interessenten verkaufen könne (act. H.3 Rz. 68). Eine legale Ver-
wendung der eingezogenen Gegenstände ist zwar möglich, doch kann die Gefahr, 
dass diese wiederum für illegale Zwecke, mithin insbesondere für den illegalen 
Anbau von Hanf, eingesetzt werden, nicht abgesprochen werden. Dass von die-
sen Gegenständen eine Gefährdung für die Sicherheit von Menschen, die Sittlich-
keit und die öffentliche Ordnung ausgeht, ist daher nicht unwahrscheinlich, womit 
sie einzuziehen sind.

8. Einziehung Bargeld

8.1. Die Beschuldigte beantragt, auf die Einziehung des mit Verfügung der 
Staatsanwaltschaft vom 1. Juli 2021 beschlagnahmten Bargeldbetrags von 
CHF 26'440.00 sei zu verzichten (act. H.3 S. 3).

8.2. Die Beschuldigte machte stets geltend, beim sichergestellten Bargeld hand-
le es sich teilweise um Erspartes (StA act. 8.7 Frage 53; StA act. 8.16 Frage 49; 
RG act. 5 S. 4 [515-2021-19]; act. H.2 Frage V.15). Vielleicht ein kleiner Teil 
stamme vom Verkauf des Cannabis (act. H.2 Frage V.15). Vor dem Regionalge-
richt wie auch vor dem Berufungsgericht gab sie an, sie habe in der Bauleitung 
gearbeitet und "relativ gut verdient". Zudem habe sie ihren Töff verkauft (RG act. 5 
S. 4 [515-2021-19]) sowie einen Biedermeiertisch und das Sofa (act. H.2 Fra-
gen V.10, 15 und 17). Die Staatsanwaltschaft argumentiert, die Beschuldigte hätte 
während der Zeit, als sie in D._____ gewohnt habe, ein Einkommen aus Anstel-
lungen von CHF 25'000.00 erwirtschaftet, während sie nur schon einen Mietauf-
wand von rund CHF 36'000.00 gehabt habe. Die Beschuldigte hätte sonst auch 
noch Geld für die Aufwendungen des Lebens gebraucht. Darum stelle das einge-
zogene Bargeld Einkünfte aus dem deliktischen Drogenhandel dar (act. H.1 S. 5). 
Über die Beschuldigte wurde am 20. Juni 2019 der Konkurs eröffnet (StA act. 8.2). 
Dies bewirkt, dass alle hängigen Betreibungen aufgehoben werden und neue Be-
treibungen für Forderungen, die vor der Konkurseröffnung entstanden sind, 
während des Konkursverfahrens nicht eingeleitet werden können (Art. 206 Abs. 1 

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SchKG). Mit der Konkurseröffnung werden auch die laufenden Einkommenspfän-
dungen hinfällig (Heiner Wohlfart/Caroline Meyer Honegger, in: Staehe-
lin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar Bundesgesetz über Schuldbetrei-
bung und Konkurs, 3. Aufl., Basel 2021, N 3 zu Art. 206 SchKG). Mithin trifft es zu, 
wenn die Beschuldigte ausführte, sie habe ab dem Konkurs wieder über ihren 
ganzen Lohn verfügen und, was übrigblieb, zu Seite legen können (act. H.2 Fra-
ge V.22). Gemäss Auskunft der SVA Graubünden hatte die Beschuldigte von Juni 
bis September 2019 eine Anstellung bei der Firma I._____, womit sie ein Ein-
kommen von CHF 3'958.00 monatlich und insgesamt CHF 15'835.00 erwirtschaf-
tete (StA act. 8.5; vgl. auch StA act. 8.16 Frage 54). Sie verfügte damit nach der 
Konkurseröffnung über legale Einkünfte. Dass sie diese zumindest teilweise – wie 
auch den Erlös aus einem allfälligen Verkauf des Töffs und des Biedermeierti-
sches – sparte, wie sie geltend machte, um ihre Schulden abzuzahlen (act. H.2 
Frage V.13), und stattdessen den Lebensunterhalt aus anderen Quellen, z.B. dem 
Erlös aus dem Cannabisverkauf, deckte, lässt sich nicht widerlegen. So führte sie 
denn auch, wie angemerkt, aus, sie habe von dem Geld aus dem Drogenhandel 
gelebt, sei in den Ferien gewesen, mithin habe sie das Geld "verfressen und ge-
lebt" (RG act. 5 S. 4 [515-2021-19]). Auch wenn es angesichts der finanziellen 
Gesamtsituation der Beschuldigten durchaus möglich erscheint, dass der be-
schlagnahmte Bargeldbetrag gesamthaft deliktischer Herkunft ist, lässt sich dies 
entgegen der Vorinstanz nicht rechtsgenüglich erstellen. Zugunsten der Beschul-
digten ist entsprechend nicht von einer Deliktsverstrickung des Bargeldes auszu-
gehen, womit eine Einziehung im Sinne von Art. 70 Abs. 1 StGB entfällt. Die be-
schlagnahmte Barschaft von CHF 26'440.00 ist in Anwendung von Art. 442 Abs. 4 
StPO zur Kostendeckung zu verwenden (vgl. E. 9.5).

9. Kosten

9.1. Nach Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person die Verfahrens-
kosten, wenn sie verurteilt wird. Die Beschuldigte wird von den Vorwürfen des Un-
terlassens der Meldepflicht im Hanfanbau gemäss Art. 36l Abs. 1 PolG i.V.m. 
Art. 36n PolG, der unrechtmässigen Entziehung von Energie gemäss Art. 142 
Abs. 2 StGB, der Übertretung der Niederspannungs-Installationsverordnung 
gemäss Art. 42 lit. a NIV i.V.m. Art. 55 Abs. 3 EleG und der mehrfachen Sachbe-
schädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB freigesprochen, während sie des mehr-
fachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, 
b, c und d BetmG, der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG, der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung 
gemäss Art. 286 StGB, des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, 

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Entzug oder Aberkennung des Ausweises gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, der 
Nichtabgabe von Ausweisen oder Kontrollschildern gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. b 
SVG sowie der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 und 3 SVG 
und Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. Art. 90 Abs. 1 SVG schuldig gesprochen wurde.

9.2. Die Untersuchungskosten von insgesamt CHF 13'922.05 setzen sich aus 
der Untersuchungsgebühr von CHF 6'480.00 und den Auslagen von CHF 7'442.05 
zusammen (RG act. 28 [515-2022-8]).

9.3.1. Betreffend die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens moniert die Vertei-
digung zu Recht, dass die Kosten für die erste Hauptverhandlung, nach welcher 
aufgrund der Nichtgewährung von Verteidigungsrechten die Anklage an die 
Staatsanwaltschaft zurückgewiesen wurde (vgl. Beschluss des Regionalgerichts 
vom 12. Januar 2022), nicht der Beschuldigten auferlegt werden können (act. H.3 
Rz. 75). Insofern sind von der erstinstanzlichen Gerichtsgebühr von insgesamt 
CHF 6'500.00 CHF 1'000.00 für die erste Hauptverhandlung abzuziehen. Die rest-
lichen CHF 5'500.00 sind anteilsmässig nach den Schuld- und Freisprüchen auf-
zuteilen. Diesbezüglich rechtfertigt sich die Überbindung der Kosten an die Be-
schuldigte zu drei Viertel. Somit sind die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens 
im Umfang von CHF 4'125.00 ([CHF 6'500.00-CHF 1'000.00]/4*3) der Beschuldig-
ten und im Umfang von CHF 2'375.00 (CHF 4'125.00/3+CHF 1'000.00) dem Kan-
ton Graubünden (Regionalgericht Landquart) aufzuerlegen.

9.3.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das erstinstanzliche Verfahren 
von CHF 17'572.20 sind einstweilen aus der Gerichtskasse des Regionalgerichts 
Landquart zu bezahlen. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht der Be-
schuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von drei Viertel, wobei 
vom Gesamtbetrag zuerst die Kosten des Verteidigers für die erste Hauptverhand-
lung (Aufwand von sechs Stunden zu einem Stundenansatz von CHF 200.00 zu-
züglich CHF 77.00 Auslagen und 7.7% MwSt.) abzuziehen sind. Mithin ist die Be-
schuldigte rückerstattungspflichtig für den Betrag von CHF 12'147.65 
([CHF 17'572.20 – CHF 1'375.30]/4*3).

9.4.1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens anteilsmässig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Für Ent-
scheide im Berufungsverfahren wird eine Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00 bis 
CHF 20'000.00 erhoben (vgl. Art. 7 VGS [BR 350.210]). Vorliegend wird die Ge-
richtsgebühr angesichts des durchschnittlichen Aufwandes auf CHF 4'000.00 fest-
gesetzt.

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9.4.2. Der amtliche Verteidiger der Beschuldigten, Rechtsanwalt Stephan Schle-
gel, reichte anlässlich der Berufungsverhandlung eine Honorarnote in der Höhe 
von CHF 4'415.10 ein, wobei er einen zu entschädigenden Aufwand von 17 Stun-
den à CHF 200.00 zuzüglich Auslagen von CHF 275.50 und 8.1% Mehrwertsteuer 
sowie Aufwand von 2.01 Stunden à CHF 200.00 zuzüglich Auslagen von 
CHF 8.30 und 7.7% Mehrwertsteuer geltend machte (act. G.1). Für die Berufungs-
verhandlung stellte Rechtsanwalt Stephan Schlegel geschätzt drei Stunden in 
Rechnung. In Berücksichtigung der effektiven Dauer der Berufungsverhandlung 
von rund zwei Stunden und 30 Minuten ist dieser Aufwand um eine halbe Stunde 
zu kürzen. Der übrige in Rechnung gestellte Aufwand erscheint angemessen. Was 
die Auslagen betrifft, sind diese praxisgemäss im Umfang von 3% des Aufwandes 
zuzusprechen, wobei die Spesen für das Zugbillett von CHF 72.00 für die Beru-
fungsverhandlung dazukommen. Rechtsanwalt Stephan Schlegel ist daher für das 
Berufungsverfahren mit CHF 4'198.10 (Honorar von CHF 402.00 zzgl. Spesen-
pauschale 3% von CHF 12.05 sowie 7.7% MwSt. von CHF 31.90 und Honorar von 
CHF 3'300.00 zzgl. Spesenpauschale 3% von CHF 99.00 und CHF 72.00 Zugbil-
lett sowie 8.1% MwSt. von CHF 281.15) zu entschädigen.

9.4.3. Die Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren lediglich marginal in Be-
zug auf die Strafzumessung und die Einziehung der beschlagnahmten Ge-
genstände. Angesichts dessen rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsver-
fahrens von CHF 8'198.10 (Gerichtsgebühr von CHF 4'000.00, Kosten der amtli-
chen Verteidigung von CHF 4'198.10) vollumfänglich dem Kanton Graubünden 
(Kantonsgericht) aufzuerlegen.

9.5. Wie ausgeführt, ist das eingezogene Bargeld von CHF 26'440.00 an die 
Verfahrenskosten anzurechnen. Die Untersuchungskosten von CHF 13'922.05 wie 
auch die erstinstanzliche Gerichtsgebühr von CHF 4'125.00 werden damit vollum-
fänglich gedeckt. Der Restbetrag von CHF 8'392.95 ist an die Kosten der amtli-
chen Verteidigung für das erstinstanzliche Verfahren anzurechnen.

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Demnach wird erkannt:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Landquart vom 
24. August 2022 (Proz. Nr. 515-2022-8) wie folgt in Rechtskraft erwachsen 
ist:

1. A._____ ist schuldig:

- des mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz 
gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a, b, c und d BetmG,

- […]

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 
gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG,

- […]

- […]

- der mehrfachen Hinderung einer Amtshandlung gemäss Art. 286 
StGB sowie

- des Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verweigerung, Entzug 
oder Aberkennung des Ausweises gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b 
SVG, Nichtabgabe von Ausweisen oder Kontrollschildern 
gemäss Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG sowie Verletzung der Verkehrs-
regeln gemäss Art. 31 Abs. 1 und 3 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV 
in Verbindung mit Art. 90 Abs. 1 SVG.

2. […]

3. […]

4. […]

5. […]

6. Die Zivilklage von B._____, Bergstrasse 19, D._____, wird auf den 
Zivilweg verwiesen.

7. Die Zivilklage der C._____, Bahnhofplatz 3A, E._____, wird auf den 
Zivilweg verwiesen.

8. Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen für die Vertre-
tung der Adhäsionskläger ausgerichtet.

9. […]

10. […]

11. […]

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12. […]

13. [Rechtsmittel]

14. [Mitteilungen]

2. A._____ wird von den Vorwürfen des Unterlassens der Meldepflicht im 
Hanfanbau gemäss Art. 36I Abs. 1 PolG in Verbindung mit Art. 36n PolG, 
der unrechtmässigen Entziehung von Energie gemäss Art. 142 Abs. 2 
StGB, der Übertretung der Niederspannungs-Installationsverordnung 
gemäss Art. 42 lit. a NIV in Verbindung mit Art. 55 Ziff. 3 EleG und der 
mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB freigespro-
chen.

3.1. A._____ wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten, einer Gelds-
trafe von 175 Tagessätzen zu je CHF 60.00, als Gesamtstrafe unter Einbe-
zug der widerrufenen Strafe des Strafbefehls vom 9. Oktober 2017 der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Glarus (Dispositivziffer 3.4 dieses Urteils), 
und einer Busse von CHF 300.00.

3.2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 5 
Jahre festgesetzt.

3.3. Bezahlt A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.

3.4. Der bedingte Vollzug der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kan-
tons Glarus vom 9. Oktober 2017 ausgesprochenen Geldstrafe von 120 
Tagessätzen wird widerrufen.

4. Die gemäss Beschlagnahmebefehl vom 1. Juli 2021 beschlagnahmten Ge-
genstände werden eingezogen.

5. Das gemäss Beschlagnahmebefehl vom 1. Juli 2021 eingezogenen Bargeld 
von CHF 26'440.00 wird zur Deckung der Verfahrenskosten (einschliesslich 
derjenigen der amtlichen Verteidigung) verwendet (Dispositivziffer 10 die-
ses Urteils).

6. Auf die Anträge der C._____ vom 16. April 2024 betreffend Entschädi-
gungsforderung wird nicht eingetreten.

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7. Die Untersuchungskosten von CHF 13'922.05 (Untersuchungsgebühren 
von CHF 6'480.00, Auslagen von CHF 7'442.05) gehen zulasten von 
A._____. 

8.1. Die Gerichtsgebühr des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 6'500.00 
geht im Umfang von CHF 4'125.00 zulasten von A._____ und im Umfang 
von CHF 2'375.00 zulasten des Kantons Graubünden (Regionalgericht 
Landquart).

8.2. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 17'572.20 für das erstin-
stanzliche Verfahren werden einstweilen aus der Gerichtskasse des Regio-
nalgerichts Landquart bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht 
von A._____ gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO im Umfang von 
CHF 12'147.65.

9. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 8'198.10 (Gerichtsgebühr 
von CHF 4'000.00, Kosten der amtlichen Verteidigung von CHF 4'198.10) 
gehen zulasten des Kantons Graubünden (Kantonsgericht).

10. Das eingezogene Bargeld von CHF 26'440.00 wird im Umfang von 
CHF 13'922.05 an die Untersuchungskosten, im Umfang von CHF 4'125.00 
an die erstinstanzliche Gerichtsgebühr und im Umfang von CHF 8'392.95 
an die Kosten der amtlichen Verteidigung für das erstinstanzliche Verfahren 
angerechnet.

11. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

12. Mitteilung an: