# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16d3fef0-523a-541a-9b7f-3368cd2060d6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 06.10.2025 SBK 2025 74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SBK-2025-74_2025-10-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 6. Oktober 2025
mitgeteilt am 7. Oktober 2025

Referenz SBK 25 74

Instanz Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Wöll, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Gesuchstellerin

gegen

B.________
Gesuchsgegnerin

Gegenstand Wiederherstellung der Rechtsvorschlagsfrist

Anfechtungsobj. Zahlungsbefehl des Betreibungs- und Konkursamtes der Region 
Maloja vom 26. Juni 2025, zugestellt am 2. Juli 2025

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In Erwägung,

– dass die B.________ gegen A.________ beim Betreibungs- und Konkursamt 
der Region Maloja (nachfolgend Betreibungsamt Maloja) ein Betreibungsbe-
gehren über CHF 508.35 stellte,

– dass der entsprechende Zahlungsbefehl am 26. Juni 2025 ausgestellt und 
A.________ am 2. Juli 2025 zugestellt wurde,

– dass es A.________ unbestrittenermassen unterliess, dagegen innert der Frist 
von zehn Tagen, welche unter Berücksichtigung des Umstandes, dass der 
12. Juli 2025 auf einem Samstag fiel, am Montag, 14. Juli 2025, endete, Rechts-
vorschlag zu erheben,

– dass A.________ (nachfolgend: Gesuchstellerin) stattdessen am 29. August 
2025 (Poststempel) an das Obergericht des Kantons Graubünden gelangte und 
um die Wiederherstellung der versäumten Frist ersuchte, da sie aufgrund ge-
sundheitlicher und persönlicher Belastungen in einer Ausnahmesituation und 
nicht in der Lage gewesen sei, fristgerecht zu handeln,

– dass gemäss Art. 33 Abs. 4 SchKG derjenige, der durch ein unverschuldetes 
Hindernis davon abgehalten worden ist, innert Frist zu handeln, die Aufsichts-
behörde oder die in der Sache zuständige richterliche Behörde um Wiederher-
stellung der Frist ersuchen kann,

– dass im Kanton Graubünden das Obergericht nach Art. 13 Abs. 1 SchKG in 
Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 EGzSchKG als einzige Aufsichtsbehörde über die 
Betreibungs- und Konkursämter amtet,

– dass dieses Gesuch, vom Wegfall des Hindernisses an, in der gleichen Frist wie 
der versäumten Frist begründet einzureichen und auch die versäumte Rechts-
handlung bei der zuständigen Behörde nachzuholen ist (Art. 33 Abs. 4 SchKG),

– dass die Wiederherstellung einer Frist im SchKG an das Vorhandensein eines 
absolut unverschuldeten Hindernisses geknüpft ist und dementsprechend ein 
Restitutionsgesuch nur bei objektiver Unmöglichkeit, höherer Gewalt, unver-
schuldeter persönlicher Unmöglichkeit oder entschuldbarem Fristversäumnis 
gutzuheissen ist (Urteil des Bundesgerichts 7B.171/2005 vom 26. Oktober 2005 
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_149/2013 vom 10. Juni 2013 E. 5.1.1),

– dass ein absolut unverschuldetes Hindernis etwa bei einem Unfall oder einer 
Krankheit vorliegt, sofern der Rechtssuchende hierdurch davon abgehalten 

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wird, selbst innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der Vornahme der 
Prozesshandlung zu betrauen (BGE 119 II 86 E. 2.a),

– dass nach der Rechtsprechung insbesondere bei mangelnder Rechtskenntnis, 
bei Arbeitsüberlastung, bei dauernder Abwesenheit ohne Bekanntgabe einer 
Adresse, bei fehlerhafter Fristberechnung, bei kurzfristiger Abwesenheit oder 
Erkrankung oder bei depressiver Verstimmung kein absolut unverschuldetes 
Hindernis vorliegt (vgl. NORDMANN/ONEYSER, in: Staehelin/Bauer/Lorandi 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung- und Kon-
kurs, Band I, 3. Aufl., 2021, Art. 33 N. 12 m.w.H.),

– dass das Gesuch sofort verfügbare Beweise für das Bestehen eines absolut 
unverschuldeten Hindernisses anbieten muss,

– dass die Gesuchstellerin zur Begründung ihres Gesuches lediglich ausführt, 
dass sie sich aufgrund einer gesundheitlichen und persönlichen Belastung in 
einer Ausnahmesituation befunden habe (act. A.1),

– dass die Gesuchstellerin offensichtlich in der Lage war, den Zahlungsbefehl ent-
gegen zu nehmen, 

– dass sie in ihrer Begründung nicht näher darlegt, inwieweit ihre Situation sie 
nach der Zustellung des Zahlungsbefehls an der Einhaltung der Frist zur Erhe-
bung des Rechtsvorschlags gehindert haben soll,

– dass die Gesuchstellerin als Beweis lediglich ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ins 
Recht legt, worin ihre Arbeitsunfähigkeit seit 1. Oktober 2024 bescheinigt wird,

– dass aus dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis in keiner Weise hervorgeht, welchen 
gesundheitlichen Einschränkungen die Gesuchstellerin unterliegt bzw. welche 
gesundheitlichen Einschränkungen die Gesuchstellerin davon abgehalten ha-
ben, selbst Rechtsvorschlag zu erheben oder eine Drittperson mit Erhebung 
des Rechtsvorschlags zu betrauen,

– dass die Gesuchstellerin somit kein absolut unverschuldetes Hindernis als 
Grund für die verpasste Frist geltend machen kann,

– dass sie überdies auch nicht dargelegt hat, seit wann das von ihr behauptete 
unverschuldete Hindernis weggefallen ist und es ihr folglich möglich gewesen 
ist, das Gesuch um Wiederherstellung der Rechtsvorschlagsfrist einzureichen 

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– dass schliesslich nicht ersichtlich ist, dass die Gesuchstellerin die versäumte 
Rechtshandlung innert der Frist von Art. 33 Abs. 4 SchKG bei der zuständigen 
Behörde, dem Betreibungsamt Maloja, nachgeholt hat (vgl. BAKA-act. E.I),

– dass das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Erhebung des Rechtsvor-
schlags somit abzuweisen ist,

– dass bei diesem Ausgang die Kosten des Verfahrens in Höhe von CHF 100.00 
zu Lasten der Gesuchstellerin (Art. 19 EGzSchKG i.V.m. Art. 48 GebVSchKG 
[SR 281.35] gehen,

– dass das Gesuch offensichtlich unbegründet ist, weshalb dieser Entscheid in 
Anwendung von Art. 38 Abs. 3 GOG in einzelrichterlicher Kompetenz ergeht,

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wird erkannt:

1. Das Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Erhebung des Rechtsvor-
schlags wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens von CHF 100.00 gehen zu Lasten von 
A.________.

3. [Rechtsmittelbelehrung] 

4. [Mitteilungen]