# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58f6b66b-caab-5265-b12c-fc1ba9a4067c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.09.2021 IV 2019/323
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-323_2021-09-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/323

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.02.2022

Entscheiddatum: 01.09.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 01.09.2021
Art. 28 IVG. Art. 6 ATSG. Art. 16 ATSG. Prüfung eines Rentenanspruchs unter 
Berücksichtigung eines polydisziplinären Gutachtens (Allgemeine Innere 
Medizin, Neurologie, Neuropsychologie, Orthopädie, Pneumologie und 
Psychiatrie). Die Anspruchsvoraussetzung, wonach während eines Jahres 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) eine mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 
ATSG) bestanden haben muss, ist nicht erfüllt. Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. 
September 2021, IV 2019/323).

Entscheid vom 1. September 2021

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Kolb

Geschäftsnr.

IV 2019/323

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Linda Keller, Grand & Nisple Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 26, 9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 18. März 2017 bei der IV-Stelle St. Gallen zum Bezug von 

IV-Leistungen an (IV-act. 1). Im Anmeldeformular gab er an, eine Berufsausbildung als 

Detailhandelskaufmann absolviert zu haben und von 1983 bis 2016 (letzter effektiver 

Arbeitstag am 14. Oktober 2016; Ende des Arbeitsverhältnisses am 31. Mai 2017, vgl. 

IV-act. 10-2) im Aussendienst als Versicherungsberater bei der B.___ tätig gewesen zu 

sein. Seit dem 17. Oktober 2016 sei er aufgrund starker Depressionen zu 100 % 

arbeitsunfähig. Auf hausärztliche Zuweisung durch Dr. med. C.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin FMH, wurde der Versicherte ab dem 19. Oktober 2016 im 

Ambulatorium der Psychiatrie D.___ behandelt (fremd-act. 2-4). Als Diagnose wurde 

eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome festgehalten (IV-act. 

12-1). Vom 9. Januar 2017 bis zum 7. April 2017 hielt sich der Versicherte stationär in 

der Privatklinik E.___ auf. Dort wurde ihm vom 9. Januar 2017 bis am 21. April 2017 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (IV-act. 16-4 f. und IV-act. 21). Erneut 

wurde als Diagnose eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome 

angegeben (IV-act. 21-1). Ab dem 19. April 2017 besuchte der Versicherte die 

Tagesklinik der Psychiatrie D.___ in F.___ (fremd-act. 2-4 und IV-act. 22). Die 

Fachpersonen gaben an, der Versicherte leide an einer schweren depressiven Episode 

ohne psychotische Symptome, aktuell noch leicht bis mittelgradig ausgeprägt, sowie 

an kognitiven Defiziten. Der behandelnde Arzt der Tagesklinik bescheinigte dem 

Versicherten eine volle Arbeitsunfähigkeit seit dem 19. April 2017 bis auf Weiteres und 

A.a. 

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bestätigte, dass eine sofortige Aufnahme der Wiedereingliederung momentan nicht 

möglich sei. Zudem hielt er als Diagnosen zusätzlich ein schweres Schlaf-Apnoe-

Syndrom, kognitive Defizite sowie einen Verdacht auf Polyneuropathie in beiden 

Unterschenkeln fest (IV-act. 22). Dr. C.___ hielt im Arztbericht vom 28. April 2017 als 

Diagnose eine schwere depressive Episode und kognitive Einschränkungen fest (IV-

act. 16-3). Eine sofortige Wiedereingliederung sei aufgrund der aktuellen Erkrankung 

nicht möglich. Am 16. Juni 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass vorerst 

keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien; die Stabilisierung des 

Gesundheitszustandes müsse abgewartet werden (IV-act. 24).

Im Austrittsbericht der Tagesklinik vom 26. April 2018 hielt der leitende Arzt fest 

(IV-act. 26), dass der Versicherte vom 19. April 2017 bis zum 25. April 2018 behandelt 

worden sei und dass der psychische Befund während des gesamten Zeitraums 

durchgehend wechselhaft gewesen sei. Phasenweise habe der Versicherte eine 

gewisse Besserung angegeben, dann wieder eine Verschlechterung. Die depressiven 

Symptome hätten sich nicht anhaltend und grundlegend gebessert. Suizidalität oder 

psychotische Symptome seien nicht aufgetreten. Die leichten kognitiven 

Einschränkungen bestünden weiterhin. Während des Behandlungszeitraums (19. April 

2017 bis 25. April 2018) sei der Versicherte arbeitsunfähig gewesen. Er werde nun im 

Ambulatorium F.___ der Psychiatrie D.___ behandelt (IV-act. 29-6). Deren leitende 

Ärztin med. pract. G.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, teilte der 

IV-Stelle am 14. Juni 2018 mit (IV-act. 33), dass eine Wiederaufnahme der Arbeit nicht 

absehbar sei. Wenn der Versicherte eine Tätigkeit ausführen könne, die mit seiner 

berichteten Müdigkeit und Energielosigkeit vereinbar sei, also viele Pausen ermögliche, 

dann bestehe eventuell eine Teilarbeitsfähigkeit. Niederschwellige 

Eingliederungsmassnahmen seien höchstens im Rahmen von zwei Stunden pro Tag 

sinnvoll. Darauf gestützt teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 20. Juni 2018 mit, 

dass das Leistungsbegehren um berufliche Massnahmen abgewiesen werde (IV-act. 

36).

A.b. 

Im Rahmen einer neuropsychologischen Testung (IV-act. 41), welche die 

Psychiatrie D.___ am 12. März 2018 durchführte, wurden beim Versicherten bis zu 

schwere Defizite (von durchschnittlich bis weit unterdurchschnittlich reichende 

Leistungen) erhoben. Im Fokus standen dabei attentionale Funktionseinschränkungen, 

A.c. 

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wobei sich die Ergebnisse zum Teil divergierend und inkonsistent zeigten. Anhand von 

Tests zur Prüfung der Anstrengungsbereitschaft wurden zudem Anzeichen für das 

Vorliegen einer Aggravation gefunden. Die Auffälligkeiten im kognitiven Leistungsprofil 

konnten nicht vollumfänglich durch die affektive Störung erklärt werden; das Vorliegen 

einer Aggravation war wahrscheinlich. Der Versicherte wurde am 25. April 2016 auch 

neurologisch untersucht, wobei als vorläufige Diagnose eine small-fiber 

Polyneuropathie angegeben wurde (IV-act. 42-13 ff.). Als Ursache sei am ehesten von 

einer diabetogenen Genese auszugehen; eine weiter optimierte Blutzuckereinstellung 

sei anzustreben.

Vom 19. September 2018 bis zum 29. November 2018 hielt sich der Versicherte 

erneut stationär in der Klinik E.___ auf (IV-act. 58). Im Austrittsbericht vom 7. Januar 

2019 beschrieben die Behandler eine Teilremission der depressiven Störung (IV-act. 

61-9 ff.), wobei nach wie vor eine schwere depressive Episode ohne psychotische 

Symptome bestehe. Klare Zeichen für eine Chronifizierung seien vorhanden. Sie 

attestierten dem Versicherten vom 19. September bis 13. Dezember 2018 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit. Im Anschluss gab med. pract. G.___ vom 13. bis 31. Dezember 

2018 eine 80% Arbeitsunfähigkeit an (IV-act. 55).

A.d. 

Am 25. März 2019 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass eine medizinische 

Untersuchung in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, 

Neuropsychologie, Orthopädie, Pneumologie und Psychiatrie notwendig sei (IV-act. 

70). Das polydisziplinäre Gutachten der SMAB AG Swiss Medical (nachfolgend: SMAB) 

lag am 12. Juli 2019 vor (IV-act. 76). Als Ergebnis der psychiatrischen Untersuchung 

wurde festgehalten, dass beim Versicherten keine leitliniengerechte psychiatrische 

Diagnose zu stellen sei. Aufgrund der Auffälligkeiten, die der Versicherte gezeigt habe, 

könne auch nicht darauf rückgeschlossen werden, dass jemals eine relevante 

psychiatrische Symptomatik vorgelegen hätte. Im Rahmen der neuropsychologischen 

Testung seien beide Symptomvalidierungsverfahren auffällig ausgefallen (IV-act. 

76-30 f.); darüber hinaus hätten sich auch in den anderen durchgeführten Tests 

teilweise Inkonsistenzen gezeigt. In der aktuellen neuropsychologischen Untersuchung 

seien keine aussagekräftigen Befunde erhoben worden. Aufgrund der nicht 

verwertbaren Befunde sei auch keine valide Aussage zur aktuellen kognitiven 

Leistungsfähigkeit des Versicherten möglich. Die in früheren Untersuchungen 

A.e. 

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festgestellten leichten bis mittelgradigen kognitiven Defizite könnten nicht ohne 

Weiteres als valide beurteilt werden, da damals keine Beurteilung der 

Anstrengungsbereitschaft durchgeführt worden sei (IV-act. 76-97). Insgesamt seien aus 

psychiatrischer und neuropsychologischer Sicht keine Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit vorhanden (IV-act. 76-31). Bei den Inkonsistenzen beim 

neuropsychologischen Testergebnis sei von einem zielgerichteten Vortäuschen einer 

nicht vorhandenen Symptomatik auszugehen (IV-act. 76-36). Aus neurologischer Sicht 

hielt der Sachverständige fest, dass die in der Vergangenheit gestellte 

Verdachtsdiagnose einer Polyneuropathie nicht bestätigt werden könne und dass die 

Arbeitsfähigkeit aus neurologischer Sicht nicht eingeschränkt sei (IV-act. 76-60, 76-63). 

Im orthopädischen und internistischen Bereich wurden ebenfalls keine Erkrankungen 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (IV-act. 76-48, 76-77). Aus 

pneumologischer Sicht bestätigte der zuständige Sachverständige die Diagnose eines 

schwergradigen obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms (OSAS). Ab Februar 2016 habe 

wahrscheinlich teilweise (30%) eine Arbeitsunfähigkeit bestanden. Nach der CPAP-

Therapie (von Februar 2016 bis August 2017) sowie nach einer deutlichen 

Gewichtsabnahme hätten sich die Symptome stark verbessert; eine Arbeitsunfähigkeit 

liege nicht mehr vor. Auch ein Einfluss der Tagesmüdigkeit auf die kognitive 

Funktionsfähigkeit sei wenig wahrscheinlich (IV-act. 76-89). Die Sachverständigen 

kamen in der Konsensbeurteilung zum Schluss, dass der Versicherte sowohl in der 

angestammten Tätigkeit als Versicherungsberater als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei (IV-act. 73-11 f.). Aus ihrer Sicht liege kein 

Gesundheitsschaden vor. Auch eine zurückliegende Aufhebung der Arbeitsfähigkeit 

während den beiden stationären Klinikaufenthalten und der ambulanten Behandlung 

lasse sich fachlich nicht begründen. Vielmehr sei in Anbetracht der Inkonsistenzen und 

des ausbleibenden Behandlungserfolgs von einer mangelnden 

Anstrengungsbereitschaft auszugehen (IV-act. 76-13).

Am 19. August 2019 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. H.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie FMH, fest, dass auf das Gutachten vom 12. Juli 2019 abgestellt 

werden könne (IV-act. 79). Gestützt auf diese Einschätzung kündigte die IV-Stelle dem 

Versicherten mit einem Vorbescheid vom 20. August 2019 an (IV-act. 82), sie werde 

das Rentengesuch aufgrund eines Invaliditätsgrades von 0 % abweisen. Mit einem 

A.f. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/11

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B.  

Schreiben vom 16. September 2019 liess der Versicherte durch seine 

Rechtsschutzversicherung Einwand erheben (IV-act. 83). Nach erfolgter Akteneinsicht 

liess der Versicherte am 31. Oktober 2019 durch seine Rechtsvertreterin die 

Begründung zum Einwand nachreichen (IV-act. 88). Er beantragte die Zusprache einer 

Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 70%, eventualiter 

eine weitere polydisziplinäre Begutachtung und subeventualiter die Zusprache einer 

Invalidenrente von September 2017 bis Februar 2019 basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 100%. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er sei 

während 34 Jahren beim gleichen Arbeitsgeber in einem 100%-Pensum tätig gewesen 

und habe im Jahre 2011 sein Pensum aus Erschöpfung auf 50% reduziert. Aufgrund 

seiner Beschwerden sei es ihm nicht mehr möglich, die bisher ausgeübte Tätigkeit in 

der Versicherungsbranche auszuführen. Die SMAB-Sachverständigen hätten 

vorgebracht, dass die geklagten Beschwerden nicht bestünden. Dies würde jedoch 

bedeuten, dass alle behandelnden Ärzte trotz einer langwierigen Behandlung eine 

falsche Diagnose gestellt hätten. Die Schlussfolgerungen, wonach trotz dem Vorliegen 

des OSAS keine Arbeitsunfähigkeit vorliege, sei nicht nachvollziehbar. Unbestritten sei, 

dass er aufgrund der OSAS an einer Tagesmüdigkeit leide. Diese sei mit einer Tätigkeit 

als Versicherungsberater im 100%-Pensum nicht vereinbar. Am 5. November 2019 

verfügte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens (IV-act. 90).

Am 9. Dezember 2019/16. Januar 2020 liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) vom 5. November 2019 erheben (act. G 1 und 3). Er beantragte 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Ausrichtung einer ganzen 

Invalidenrente sowie die Gewährung einer Nachfrist zur Beschwerdeergänzung. 

Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ein polydisziplinäres 

Gutachten in Auftrag zu geben. Subeventualiter sei für den Zeitraum vom 1. September 

2017 bis zum 28. Februar 2019 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad 

von 100% auszurichten. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, dass das 

SMAB-Gutachten nicht nachvollziehbar sei. Besonders die Einschätzung der 

Sachverständigen, dass zu keiner Zeit eine längerdauernde Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bestanden habe, liess er kritisieren. Schliesslich hätten die 

B.a. 

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Erwägungen

1.

Mit der angefochtenen Verfügung vom 5. November 2019 hat die Beschwerdegegnerin 

das Rentenbegehren des Beschwerdeführers abgewiesen. Da das 

Sachverständigen der frühzeitigen Pensumreduktion sowie der schwergradigen 

Schlafapnoe mit der resultierenden Tagesmüdigkeit nicht genug Rechnung getragen. 

Die Sachverständigen seien auch von einem falschen Sachverhalt ausgegangen; der 

Beschwerdeführer habe sein Pensum im Jahr 2011 reduziert und nicht erst, wie im 

Gutachten angegeben, im Jahr 2014. Der Beschwerdeführer sei ununterbrochen 

während eines mehrjährigen Zeitraums in fachärztlicher Behandlung gewesen, ohne 

dass eine dauernde wesentliche Besserung des Gesundheitszustanden eingetreten 

wäre. Seine Tätigkeit als Versicherungsberater könne er nicht mehr ausüben. Es sei 

nicht nachvollziehbar, dass er während Jahren eine Arbeitsunfähigkeit vorgespielt 

haben solle, andererseits aber in der Lage sein solle, seine bisherige Tätigkeit wieder 

auszuüben. Schon aufgrund der Tagesmüdigkeit sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr 

möglich. Der Beschwerdeführer sei nach wie vor 100% arbeitsunfähig.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Februar 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 5). Dem SMAB-

Gutachten komme voller Beweiswert zu, weshalb die darauf gestützte Verfügung vom 

5. November 2019 rechtmässig sei. Es lägen insgesamt keine Indizien vor, welche 

gegen die Zuverlässigkeit des SMAB-Gutachtens sprechen würden. Der Umstand, 

dass die Pensumreduktion im Gutachten falsch angegeben worden sei, vermöge nichts 

am vollen Beweiswert des Gutachtens zu ändern, zumal die Sachverständigen im 

Konsens darauf hingewiesen hätten, dass retrospektiv fachlich keine länger dauernde 

Arbeitsunfähigkeit begründet werden könne. Auch sei zu berücksichtigen, dass die 

behandelnden Ärzte erfahrungsgemäss eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagten.

B.b. 

In einer Replik vom 23. März 2020 liess der Beschwerdeführer an den 

Beschwerdeanträgen festhalten (act. G 7).

B.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 9. April 2020 auf die Einreichung einer 

Duplik (act. G 9).

B.d. 

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Beschwerdeverfahren die Prüfung der Rechtmässigkeit dieser Verfügung zum Ziel hat, 

muss es sich auf den in der Verfügung enthaltenen Gegenstand beschränken. Folglich 

ist nur zu prüfen, ob der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Eröffnung der 

angefochtenen Verfügung einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung 

gehabt hat.

2.  

3.  

Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende 

oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, 

SR 830.1). Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.1. 

Gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG ist die Invalidität grundsätzlich 

durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. Dabei wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin hat auf die Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten der 

SMAB AG abgestellt. Ein Gutachten hat vollen Beweiswert, wenn es für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation 

einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (vgl. etwa BGE 

125 V 351, E. 3a). Sämtliche Akten der Beschwerdegegnerin mit den darin enthaltenen 

medizinischen Berichten haben den Sachverständigen der SMAB AG zur Verfügung 

3.1. 

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gestanden. Die Sachverständigen haben diese medizinischen Vorakten eingehend 

gewürdigt, die von ihnen während ihrer Untersuchung erhobenen objektiven klinischen 

Befunde anschaulich und vollständig dargelegt und die subjektiven Klagen des 

Beschwerdeführers umfassend wiedergegeben. Es besteht kein Grund zur Annahme, 

dass sie eine wesentliche medizinische Tatsache übersehen oder versehentlich 

ignoriert hätten. Der für ihre Beurteilung massgebende medizinische Sachverhalt ist 

ihnen also vollumfänglich bekannt gewesen. In ihren Teilgutachten haben sie die von 

ihnen erhobenen objektiven klinischen Befunde anschaulich und vollständig dargelegt 

und in ihrer Art und Schwere gewürdigt, wobei sie sich auch mit den Angaben des 

Beschwerdeführers auseinandergesetzt haben. Sie haben ihre 

versicherungsmedizinische Beurteilung detailliert begründet. Die Sachverständigen 

haben zu den vorhandenen Inkonsistenzen überzeugend Stellung genommen. Der 

psychiatrische Sachverständige hat angegeben, selbst die Behandler hätten letztlich 

darauf hingewiesen, dass sich die subjektiv bestehenden ausgeprägten 

Konzentrationsstörungen nicht ausreichend objektivieren liessen und vielmehr auf eine 

mangelnde Anstrengungsbereitschaft zurückzuführen seien. Gleiches hat auch in der 

neuropsychologischen Untersuchung im Rahmen der Begutachtung festgestellt 

werden können. Die subjektiv beklagten Beschwerden sind nicht vereinbar gewesen 

mit den Testergebnissen und den Alltagsaktivitäten (z.B. selbständiges Autofahren) des 

Beschwerdeführers; die beiden standardmässig eingesetzten 

Symptomvalidierungsverfahren sind ebenfalls auffällig ausgefallen. Letztlich hat der 

neuropsychologische Sachverständige aber dennoch ein überzeugendes 

Belastungsprofil des Beschwerdeführers erstellen können. Die von den 

Sachverständigen jeweils erhobenen Diagnosen und die Angaben zu den jeweiligen 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen sind nachvollziehbar. Ein Indiz dafür, dass die 

Sachverständigen eine relevante Gesundheitsbeeinträchtigung übersehen oder nicht 

hinreichend erfasst hätten, ist nicht ersichtlich; das Gutachten ist im Sinne der 

Rechtsprechung (BGE 125 V 351) inhaltlich vollständig, umfassend und frei von 

Widersprüchen. Bei der objektiven Befundlage überzeugt das Attest einer aktuell 

praktisch uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit und auch 

für leidensadaptierte Tätigkeiten auch auf dem Hintergrund, dass der 

Beschwerdeführer eine vorzeitige Pensionierung  gewünscht hat (IV-act. 76-26 und 

76-28). Lediglich der pneumologische Sachverständige hat retrospektiv von 2/2016 bis 

8/2017 aufgrund des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms überzeugend eine teilweise 

maximale Arbeitsunfähigkeit von 30% angegeben. Zum Begutachtungszeitpunkt hat er 

dann aber sowohl für die bisherige als auch die angestammte Tätigkeit eine volle 

Arbeitsfähigkeit angegeben. Er hat diesbezüglich ausgeführt (IV-act. 76-12), dass es 

nach der CPAP-Therapie und der Gewichtsabnahme wenig wahrscheinlich sei, dass 

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4.  

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Sie ist 

vollumfänglich dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der unterliegende 

Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung; das 

entsprechende Begehren ist abzuweisen.

Entscheid

die Arbeitsfähigkeit durch das weiterhin vorhandene schwerwiegende Schlafapnoe-

Syndrom relevant beeinflusst werde. Ein Einfluss des Syndroms auf die kognitive 

Funktionsfähigkeit sei ebenfalls wenig wahrscheinlich. Die übrigen Sachverständigen 

haben sowohl retrospektiv als auch aktuell eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit 

sowohl für die bisherige als auch eine adaptierte Tätigkeit angegeben. Die von den 

behandelnden Ärzten während den stationären Aufenthalten in den psychiatrischen 

Kliniken attestierten Arbeitsunfähigkeiten sind gemäss dem psychiatrischen SMAG AG-

Sachverständigen rein formal gewesen; die Aufhebungen der Arbeitsfähigkeit sei 

fachlich jedoch nicht begründbar gewesen (vgl. IV-act. 76-35). Das bedeutet, dass der 

Beschwerdeführer in den Zeiträumen, in welchen er in den Kliniken war, aus 

psychiatrischer Sicht jeweils voll arbeitsfähig gewesen wäre, da er auch an keiner 

gemäss Art. 6 ATSG notwendigen Gesundheitsbeeinträchtigung gelitten hatte. Ein 

Klinikaufenthalt allein begründet damit nicht immer eine volle Arbeitsunfähigkeit, 

ansonsten wäre es möglich, sich jeweils "freiwillig" ohne das Vorliegen einer 

Gesundheitsbeeinträchtigung in eine psychiatrische Einrichtung einliefern zu lassen, 

um so die Aufhebung der Arbeitsfähigkeit erreichen zu können. Zusammenfassend ist 

kein Grund für einen wesentlichen Zweifel am Beweiswert des Gutachtens der SMAB 

AG ersichtlich, weshalb gestützt auf dieses Gutachten mit dem erforderlichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht, dass der 

Beschwerdeführer sowohl in der angestammten als auch in einer leidensadaptierten 

Tätigkeit aktuell zu 100% arbeitsfähig ist und vom 2/2016 bis zum 08/2017 eine 

teilweise, maximale Arbeitsunfähigkeit von 30% vorgelegen hatte. Damit sind die 

Anspruchsvoraussetzungen einer mindestens 40%igen Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG) 

während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) nicht erfüllt. Die Beschwerdegegnerin 

hat daher einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-Rente zu Recht verneint; 

die Beschwerde ist abzuweisen.

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese 

sind durch den von ihm geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt.

3. Das Begehren um die Zusprache einer Parteientschädigung wird abgewiesen.

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		2025-07-19T02:30:05+0200
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