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**Case Identifier:** 4c32aed8-f0a2-5b08-b9d1-76bd12e7d761
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 24.05.2018 725 18 1 / 134
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-1---134_2018-05-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 24. Mai 2018 (725 18 1 / 134)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Status quo sine vel ante aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten nicht rechts-

genüglich beurteilbar / Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren Abklärung des medi-

zinischen Sachverhalts  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Gisela War-
tenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Vaudoise Versicherungen, Place de Milan, 1001 Lausanne, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
 
A. Der 1978 geborene A.____ ist seit 1. Februar 2017 als Gärtner bei der B.____ ange-
stellt und durch die Arbeitgeberin bei der Vaudoise Versicherungen (Versicherung) obligatorisch 
gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Mit Unfallmeldung vom 
14. Juni 2017 liess A.____ der Versicherung durch seine Arbeitgeberin einen Unfall melden. 

 
 
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Danach sei der Versicherte am 16. Juni 2017 (recte: 31. Mai 2017) beim Beladen eines Pick-
ups von der Ladebrücke gefallen und habe sich dabei an der rechten Schulter verletzt. Wegen 
anhaltender Schmerzen begab sich der Versicherte am 12. Juni 2017 in Behandlung von 
Dr. med. C.____, FMH Innere Medizin. Dieser diagnostizierte eine Kontusion der Schulter bzw. 
des AC-Gelenks (= Schultereckgelenk) rechts (vgl. Arztzeugnis UVG vom 3. Juli 2017 und Zwi-
schenbericht vom 17. August 2017). Für diese Unfallfolge richtete die Versicherung die gesetz-
lichen Leistungen (Heilkosten, Taggelder) aus. Mit Verfügung vom 15. September 2017 stellte 
die Versicherung ihre Leistungen per 12. September 2017 ein. Zur Begründung führte sie an, 
dass gestützt auf die vertrauensärztliche Beurteilung von Dr. med. D.____, FMH Chirurgie, vom 
30. August 2017 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass der Status 
quo sine spätestens nach 3 Monaten erreicht sei. Die noch bestehenden Beschwerden seien 
deshalb nicht mehr auf das Unfallereignis, sondern auf den erheblichen Vorzustand zurückzu-
führen. Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten wies die Versicherung mit Ent-
scheid vom 5. Dezember 2017 ab.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 29. Dezember 2017 Beschwerde 
ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte sinn-
gemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Zusprechung der gesetzlichen 
Leistungen über den 12. September 2017 hinaus. In der Begründung wies er darauf hin, dass 
sich der Unfall bereits am 31. Mai 2017 ereignet habe. Am 12. Juni 2017 habe er beim Aufste-
hen enorme Schmerzen verspürt, weshalb er seinen Hausarzt Dr. C.____ aufgesucht habe. In 
der Folge hätten weitere medizinische Abklärungen stattgefunden. Dabei habe sich herausge-
stellt, dass er sich beim Unfallereignis eine SLAP-Läsion Grad II mit Sehnenriss an der rechten 
Schulter zugezogen habe. Trotz Physiotherapie würden die Schmerzen anhalten. Da er vor 
dem Unfall nie Probleme mit seiner Schulter gehabt habe, seien seine Beschwerden auf den 
Unfall zurückzuführen. Die Leistungspflicht der Versicherung bestehe daher weiterhin. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 1. Februar 2018 beantragte die Versicherung die Abwei-
sung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-

 
 
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spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobe-
ne Beschwerde des Versicherten vom 29. Dezember 2017 ist demnach einzutreten.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am drit-
ten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, 
mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG 
gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfal-
les zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver-
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeits-
unfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 

 
 
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entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 
(Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz-
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei 
der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten so-
wohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten 
massgebend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit 
Hinweisen). 
 
2.4 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 
des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die vorliegend geklagten Beschwerden des Versicherten 
auf das Unfallereignis vom 31. Mai 2017 zurückzuführen sind. Für die Beurteilung dieser Streit-
frage liegen folgende wesentliche ärztliche Berichte vor: 
 
3.2 Den Akten ist zu entnehmen, dass am 13. Juni 2017 im Spital E.____ eine Arthro-MRT 
des rechten Schultergelenks durchgeführt wurde. Im Bericht vom 13. Juni 2017 wurde festge-
halten, dass im Gebiet der traumatisch erlittenen Kontusion ein etwas arthrotisch verändertes 
AC-Gelenk bei intakter Rotatorenmanschette festzustellen sei. Weiter liege eine SLAP-Läsion 
Grad II vor. "Sehr wahrscheinlich nicht oder höchstens teilweise" seien die entsprechenden 
Rissbildungen auf das Unfallereignis zurückzuführen.  
 

 
 
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3.3 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, Klinik G.___ AG, hielt in seinem Bericht vom 29. Juni 2017 als Diagnosen eine Kon-
tusion des AC-Gelenks mit Bone bruise in der lateralen Clavicula, eine paralabrale Zystenbil-
dung anterosuperior im Labrum sowie eine SLAP-II-Läsion fest. Die zystischen Veränderungen 
im Labrum seien als Zufallsbefund der Arthro-MRT zu bewerten. Die Beschwerden seien "vor-
dergründig" auf die Kontusion des AC-Gelenks und der damit verbundenen Bone-Bruise-
Bildung zurückzuführen. Dr. F.____ attestierte dem Versicherten eine vollständige Arbeitsunfä-
higkeit bis 23. Juli 2017. 
 
3.4 Die behandelnde Ärztin des Spitals H.____ berichtete am 18. Juli 2017, dass der Ver-
sicherte am 28. Juni 2017 die Notfallstation aufgesucht habe. Anlässlich der Kontrolle vom 13. 
Juli 2017 habe er nun angegeben, dass er fast beschwerdefrei sei. Die Physiotherapie habe zu 
einem deutlichen Rückgang der Beschwerden geführt. Einem Arbeitsanstieg ab dem 23. Juli 
2017 stehe nichts entgegen. Auch Dr. F.____ konnte anlässlich seiner Untersuchung vom 10. 
August 2017 eine erhebliche Beschwerdereduktion feststellen. Er ordnete die Fortsetzung der 
Physiotherapie mit sukzessivem Belastungsaufbau an. Er schrieb den Versicherten ab 
14. August 2017 zu 50 % arbeitsfähig.  
 
3.5 Der Hausarzt Dr. C.____ hielt am 23. August 2017 als Diagnosen eine Kontusion des 
AC-Gelenks fest (vgl. auch Arztzeugnis UVG vom 3. Juli 2017). Die Beschwerden seien rück-
läufig. Auffällig seien die Symptome an Hand- und Ellbogengelenk. Ob diese im Zusammen-
hang mit dem Unfallereignis ständen, sei unklar. Vom 14. bis 18. August 2017 sei der Versi-
cherte zu 50 % und vom 21. bis 25. August 2017 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Es sei vor-
gesehen, dass er die Arbeit ab 28. August 2017 wieder im Umfang von 50 % aufnehme.  
 
3.6 Am 30. August 2017 nahm der Vertrauensarzt der Versicherung Dr. D.____ Stellung 
zur medizinischen Aktenlage. In Beantwortung eines Fragenkatalogs hielt er als Diagnose eine 
Schulterkontusion rechts bei erheblichem Vorzustand (degenerative Veränderungen mit SLAP-
Läsion und Zystenbildungen) fest. Der Status quo ante vel sine sei 3 Monate nach dem Unfall-
ereignis erreicht. Weitere Behandlungen seien damit nicht als unfallkausal zu qualifizieren. 
 
3.7 Am 7. September 2017 berichtete Dr. F.____, dass ihn der Versicherte aufgesucht 
habe, weil er seit einigen Tagen Schmerzen im linken Arm und in der linken Schulter habe. In 
Bezug auf diese Beschwerden diagnostizierte Dr. F.____ Ellbogen- und Handgelenksschmer-
zen links im Rahmen einer fraglichen Überlastungssymptomatik. Als Differentialdiagnose hielt 
er ein rheumatologisches Geschehen bzw. ein Fibromyalgiesyndrom fest. Bei der Untersuchung 
habe er einen freien glenohumeralen Bewegungsumfang in allen Ebenen festgestellt. Die Kraft-
übertragung gegen einen Widerstand sei unauffällig und die Impingement-Zeichen seien nega-
tiv gewesen. Jedoch habe eine Druckempfindlichkeit im Verlauf der langen Bizepssehne be-
standen. Der linke Ellbogen weise ein Streckdefizit von ca. 30° Grad und eine Druckdolenz über 
beide Epicondylen sowie im Verlauf der Extensoren und der Flexoren auf. Die Beweglichkeit 
des linken Handgelenks sei eingeschränkt, wobei "Umwendbewegungen" möglich, jedoch 
schmerzhaft seien. Ausserdem zeige sich eine Druckdolenz über dem distalen Radius. Eine 
Überbelastung des linken Arms sei durchaus denkbar. Die druckdolenten Sehnenansatzpunkte 

 
 
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beidseits könnten auf ein Fibromyalgiesyndrom zurückzuführen sein. Aufgrund der subjektiven 
Angaben einer Schwellneigung sei auch ein rheumatologisches Geschehen möglich. Er emp-
fahl eine Zweitbeurteilung durch einen Rheumatologen.  
 
4.1 Die Versicherung stützte sich bei der Leistungseinstellung auf die Stellungnahme von 
Dr. D.____ vom 30. August 2017. Sie ging demzufolge davon aus, dass die Folgen aus dem 
Ereignis vom 31. Mai 2017 drei Monate später, d.h. am 12. September 2017, abgeheilt gewe-
sen und die anhaltenden Beschwerden folglich auf den degenerativen Vorzustand zurückzufüh-
ren seien. Diese vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhalts vermag nicht zu 
überzeugen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommen Feststellungen versiche-
rungsinterner medizinischer Fachpersonen nicht dieselbe Beweiskraft zu, wie einem gerichtli-
chen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-
nen Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch 
nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli-
chen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4; 
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts, vom 15. Januar 2014, 8C_ 410/2013, E. 6.1).  
 
4.2 Vorliegend nahm Dr. D.____ keine eigene Untersuchung des Versicherten vor. Dies 
mag daran liegen, dass ihm die Versicherung lediglich einen Katalog mit 8 Fragen und einer 
äusserst kurzen Beschreibung des Sachverhalts und Krankheitsverlaufs unterbreitete. Keine 
der auf wenige Wörter beschränkten Antworten von Dr. D.____ sind begründet. So ist nicht er-
sichtlich, weshalb er die SLAP-Läsion und die Zystenbildungen als unfallfremde Faktoren er-
achtet. Die Frage "Wann wurde der Status quo ante/sine erreicht?" beantwortet er mit 
"3 Monate nach UE". Die gleiche Antwort gibt er auf die Frage "Dauer der unfallbedingten medi-
zinischen Behandlung?". Es ist möglich, dass er in Anbetracht der Schulterkontusion rechts bei 
Vorzustand von medizinischen Erfahrungswerten ausging und deshalb die Unfallfolgen nach 
3 Monaten als abgeheilt betrachtete. Damit auf seine Auffassung abgestellt werden könnte, 
hätte er jedoch aufzeigen müssen, weshalb er eine kausale Bedeutung der Schulterkontusion 
nach 3 Monaten seit dem Unfallereignis verneint. Die Versicherung forderte ihn zudem nicht 
auf, sich zur MRT-Beurteilung des Spitals E.____ vom 13. Juni 2017 zu äussern. Immerhin 
wurde darin festgehalten, dass die SLAP-Läsion mit ihren objektivierbaren Rissbildungen teil-
weise – wenn auch nur "höchstens teilweise" - unfallkausal sei. Es fehlt auch an einer Ausei-
nandersetzung mit dem Bericht von Dr. F.____ vom 29. Juni 2017, in welchem dieser die mit 
der MRT vom 13. Juni 2017 nachgewiesenen Bone Bruise-Bildung im Zusammenhang mit der 
unfallbedingten Schulterkontusion sieht. Da ein Bone Bruise als ein traumatisches Knochen-
marködem bezeichnet, welches in der MRT mit hoher Sensitivität erfasst werden kann (vgl. Bo-
ne bruise in der MRT [online] https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2Fs10039-006-
1153-8.pdf), ist nicht auszuschliessen, dass der Versicherte weiterhin an unfallkausalen Ein-
schränkungen leidet. Die rudimentäre Aktenbeurteilung von Dr. D.____ reicht jedenfalls nicht 
aus, um die in den genannten Berichten enthaltenen Hinweise auf weiterbestehende unfallkau-
sale Beeinträchtigungen zu entkräften. Es kann damit ohne weitere medizinische Abklärungen 
nicht davon ausgegangen werden, dass der Status quo sine vel ante am 12. September 2017 - 
bis zu welchem Zeitpunkt die Versicherung Leistungen erbrachte - erreicht war. 

 
 
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4.3 Die Versicherung unterliess es im Weiteren, ihrem Vertrauensarzt den Bericht von 
Dr. F.____ vom 7. September 2017 zu unterbreiten. Darin zieht Dr. F.____ in Betracht, dass die 
neu geklagten Ellbogen- und Handgelenksschmerzen auf eine Überbelastung des linken Armes 
zurückzuführen seien. Es stellt sich deshalb auch bezüglich dieser Symptomatik die Frage der 
Unfallkausalität. Da die Versicherung Entwicklungen des medizinischen Sachverhalts bis zum 
Erlass des Einspracheentscheides (hier: 5. Dezember 2017) zu berücksichtigen hat (BGE 132 
V 368; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2015, zu Art. 52 Rz. 60), ist ihr eine 
unvollständige Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen. 
 
4.4 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die versicherungsinterne Aktenbeurteilung 
nicht als Grundlage für die Beurteilung des Leistungsanspruchs des Versicherten dienen kann. 
Insbesondere ist aufgrund der medizinischen Aktenlage nicht klar, ob und gegebenenfalls zu 
welchem Zeitpunkt ein Status quo ante vel sine eingetreten ist und ob eine weitere unfallbeding-
te Behandlungsbedürftigkeit bezüglich der Beschwerden am linken Ellbogen- und Handgelenk 
besteht. Die Sache ist daher zur Klärung des medizinischen Sachverhalts an die Versicherung 
zurückzuweisen. Mit weiteren medizinischen Abklärungen wird zu eruieren sein, ob und wenn 
ja, ab welchem Zeitpunkt ein Status quo ante vel sine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
eingetreten ist, ab wann also eventuelle unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben. Weiter ist zu klären, ob zwischen den geklagten Be-
schwerden am linken Arm und dem Unfall vom 31. Mai 2017 ein natürlicher Kausalzusammen-
hang besteht. Je nach Ergebnis der medizinischen Abklärung wird die Versicherung über ihre 
eventuelle weitere Leistungspflicht neu zu verfügen haben. Im diesem Sinne ist die vorliegende 
Beschwerde gutzuheissen. 
 
5. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen. 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-

entscheid der Vaudoise Versicherungen vom 5. Dezember 2017 auf-
gehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die  
Vorinstanz zurückgewiesen. 
 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.