# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87720e2c-802a-5bef-9f3c-cdf9b177a1aa
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2010 C-6380/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6380-2008_2010-11-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6380/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richter Blaise Vuille, Richter Antonio Imoberdorf, 
Gerichtsschreiber Julius Longauer.

Gemeinde A._______ ZH, 
handelnd durch den Gemeinderat,
Beschwerdeführerin,

gegen

1. N._______,
2. Kanton Zürich, handelnd durch das kantonale 
Gemeindeamt, Abteilung Einbürgerungen,
Feldstrasse 40, Postfach, 8090 Zürich,
Beschwerdegegner,

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Erleichterte Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6380/2008

Sachverhalt:

A.
Die  aus  Brasilien  stammende  N._______  (geb.  1972)  heiratete  am 
20. August 2001 im Libanon den Schweizer Bürger libanesischen Ur-
sprungs O._______. Am 26. Januar 2002 zog sie zu ihrem Ehemann in 
die Schweiz. Seit dem 1. Mai 2002 lebt das Ehepaar in der Gemeinde 
A._______ ZH. Aus der Ehe sind zwei gemeinsame Kinder hervorge-
gangen (geb. 2002 bzw. 2004).

B.
Am 12. September 2006 beantragte Frau N._______ gestützt auf ihre 
Ehe  die  erleichterte  Einbürgerung  nach  Art.  27  des 
Bürgerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0).

C.
Die Vorinstanz ersuchte das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abtei-
lung Einbürgerungen, am 6. Februar 2007 um Erstellung eines Erhe-
bungsberichts. 

Das kantonale Gemeindeamt holte Auskünfte diverser Amtsstellen ein 
und gab einen Polizeibericht in Auftrag, der am 29. August 2007 von 
der Gemeindepolizei A._______ angefertigt wurde. Darin wurde zwar 
der Bestand einer ehelichen Gemeinschaft bestätigt, der rapportieren-
de Polizeibeamte äusserte jedoch seine Zweifel an einer genügenden 
sozialen Integration von Frau N._______.

In  der  Folge  gab  das  kantonale  Gemeindeamt  der  Wohngemeinde 
A._______  Gelegenheit,  allfällige  Vorbehalte  gegen  die  beantragte 
Einbürgerung zu äussern. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2007 nahm 
die Gemeinde A._______ auf den Polizeibericht Bezug und regte er-
gänzende  Abklärungen  zur  Integration  von  Frau  N._______  an. An-
sonsten beantragte sie die Abweisung des Einbürgerungsgesuchs.

Am 13. Dezember 2007 liess das kantonale Gemeindeamt die Erhe-
bungsakten der Vorinstanz zukommen und stellte den Antrag, dem Ge-
such um erleichterte Einbürgerung sei zu entsprechen. Das kantonale 
Gemeindeamt versäumte es dabei  nicht,  die Vorinstanz ausdrücklich 
auf  die im Polizeibericht  und der Stellungnahme der Wohngemeinde 
geäusserten Vorbehalte hinzuweisen.

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D.
Am  11.  April  2008  gelangte  die  Vorinstanz  an  sechs  von  Frau 
N._______  genannte  Referenzpersonen  mit  dem  Ersuchen  um 
Auskunft  zum  Stand  der  Integration.  Vier  der  angeschriebenen 
Personen antworten.

E.
Frau N._______ und ihr  Ehemann unterzeichneten am 18. Juli  2008 
eine Erklärung,  wonach sie in einer tatsächlichen,  ungetrennten und 
stabilen  ehelichen Gemeinschaft  leben würden. Mit  gleichem Datum 
unterzeichnete  Frau  N._______  eine  weitere  Erklärung,  wonach  sie 
straf-  und  betreibungsrechtlich  unbescholten  sei  und  alle  fälligen 
Steuern bezahlt habe.

F.
Mit  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 15.  September  2008  wurde  Frau 
N._______  erleichtert  eingebürgert.  Neben  dem  Schweizer 
Bürgerrecht erhielt  sie die Bürgerrechte des Kantons Zürich und der 
Gemeinde B._______ ZH.

G.
Gegen  diese  Verfügung  erhob  die  Gemeinde  A._______  am 
30. September  2008  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht. 
Darin wird beantragt, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben 
und Frau N._______ einer erneuten Prüfung der sozialen Integration 
zu unterziehen.

H.
Mit Erklärung vom 24. Oktober 2008 verzichtete der Kanton auf eine 
Beschwerdeantwort. 

I.
Frau  N._______  legte  am  18.  November  2008  eine 
Beschwerdeantwort  ins  Recht,  worin  sie  die  Abweisung  der 
Beschwerde beantragt.

J.
In  ihrer  Vernehmlassung vom 4. November  2008 schliesst  die Vorin-
stanz auf Abweisung der Beschwerde.

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K.
Die Gemeinde A._______ machte von der ihr eingeräumten Gelegen-
heit zur Einreichung einer Replik keinen Gebrauch.

L.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM betr. erleichterte Einbürgerung unterliegen 
der Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht (Art. 51 Abs. 1 BüG 
i.V.m. Art. 31 ff. des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das 
Gesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG).

1.3 Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Wohnsitzgemeinde  von  Frau 
N._______ gemäss Art. 51 Abs. 2 BüG zur Beschwerde legitimiert. Auf 
die  frist-  und  formgerechte  Beschwerde  ist  einzutreten  (Art.  48  ff. 
VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils des Bundesgerichts 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

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3.
Die in den Art. 27 bis 31b BüG geregelten Tatbestände der er leichter-
ten Einbürgerung setzen nach Art. 26 Abs. 1 BüG in allgemeiner Weise 
voraus, dass die gesuchstellende Person in der Schweiz integriert ist 
(Bst. a), die schweizerische Rechtsordnung beachtet (Bst. b) und die 
innere oder äussere Sicherheit  der Schweiz nicht  gefährdet  (Bst. c). 
Die erleichterte Einbürgerung infolge Ehe mit einem Schweizer Bürger 
gemäss Art. 27 BüG, um die es in der vorliegenden Streitsache geht, 
verlangt nach dessen Abs. 1 zusätzlich, dass die ausländische Person 
insgesamt fünf Jahre in der Schweiz gewohnt hat (Bst. a), seit einem 
Jahr hier wohnt (Bst. b) und seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft 
mit dem Schweizer Bürger lebt (Bst. c). 

4.
In der vorliegenden Streitsache geht es ausschliesslich um die Frage, 
ob  Frau N._______ im Sinne von Art.  26  Abs. 1  Bst.  a  BüG in  der 
Schweiz integriert ist. Die übrigen Voraussetzungen einer erleichterten 
Einbürgerung sind unbestrittenermassen erfüllt.

4.1 Der vom Bürgerrechtsgesetz  nicht  näher  erläuterte  unbestimmte 
Rechtsbegriff der Integration wird im schweizerischen Ausländer- und 
Bürgerrecht verstanden als Eingliederung einer ausländischen Person 
in  die  schweizerische  Gemeinschaft.  Eine  Aufgabe  der  kulturellen 
Eigenart  und  der  angestammten  Staatsangehörigkeit  wird  nicht  ver-
langt (vgl. Botschaft vom 26. August 1987 zur Änderung des Bürger-
rechtsgesetzes, BBl 1987 III 304, sowie Botschaft vom 21. November 
2001 zum Bürgerrecht  für  junge Ausländerinnen und Ausländer  und 
zur Revision des Bürgerrechtsgesetzes, BBl 2002 1942). Als gegensei-
tiger Annäherungsprozess stellt die Integration Anforderungen sowohl 
an die ausländische Person als auch an die schweizerische Bevölke-
rung. Der Beitrag der ausländischen Person zeigt sich insbesondere in 
der Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung und der Werte der 
Bundesverfassung,  im Erlernen der  am Wohnort  gesprochenen Lan-
dessprache, in der Auseinandersetzung mit  den Lebensbedingungen 
in der Schweiz und im Willen zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und 
zum Erwerb von Bildung (vgl. Art. 4 des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR 
142.20], Art. 4 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integra-
tion  von  Ausländerinnen  und  Ausländern  [VIntA,  SR 142.205]).  Den 
Sprachkenntnissen  kommt  zwar  die  Funktion  einer  eigentlichen 
Schlüsselkompetenz zu, weil in aller Regel sie es sind, die eine Person 

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erst  in  den Lage versetzen,  am wirtschaftlichen und sozialen Leben 
des Gastlandes teilzunehmen und sich auf diese Weise zu integrieren. 
Unabdingbar sind sie jedoch nicht (vgl. zum Ganzen BVGE 2008/46 E. 
5.2.1 und 5.2.2 mit Hinweisen). Welchen Anforderungen die Integration 
einer ausländischen Person zu genügen hat, lässt sich indessen nicht 
in  allgemeiner  Weise  beantworten,  sondern  nur  mit  Bezug  auf  den 
konkreten normativen Kontext.

4.2 Das Bürgerrechtsgesetz verlangt, wenn auch mit andern Worten, 
sowohl im Falle der ordentlichen als auch der erleichterten Einbürge-
rung die Integration des ausländischen Bewerbers (vgl. Art. 14 Bst. a 
und Art. 26 Abs. 1 Bst. a BüG, Botschaft vom 26. August 1987 zur Än-
derung des Bürgerrechtsgesetzes, BBl 1987 III 304). Zu beachten ist 
jedoch,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  des  ausländischen  Ehe-
partners eines Schweizer Bürgers gemäss Art. 27 Abs. 1 Bst. a und b 
BüG einen Gesamtaufenthalt von fünf Jahren in der Schweiz voraus-
setzt, wobei ein Jahr auf die Zeit vor der Einbürgerung entfallen muss. 
Im Gegensatz dazu sind die zeitlichen Voraussetzungen der ordentli-
chen Einbürgerung wesentlich strenger gefasst. Dort wird ein Gesamt-
aufenthalt von 12 Jahren gefordert. Drei Jahre davon muss die auslän-
dische  Person  in  den  letzten  fünf  Jahren  verbracht  haben  (Art.  15 
Abs. 1 BüG). Es liegt auf der Hand und entspricht der Absicht des Ge-
setzgebers, dass von Bewerbern um die erleichterte Einbürgerung an-
gesichts der für sie geltenden Wohnsitzerfordernisse nicht derselbe In-
tegrationsgrad verlangt werden kann, wie von Bewerbern um eine or-
dentliche  Einbürgerung.  Folgerichtig  verzichtet  das  Gesetz  auf  das 
Vertrautsein  mit  den  hiesigen  Lebensgewohnheiten,  Sitten  und  Ge-
bräuchen, das es im Kontext der ordentlichen Einbürgerung kumulativ 
zur Eingliederung in die schweizerischen Verhältnisse verlangt (Art. 14 
Bst. a und b BüG; vgl. Botschaft vom 27. August 1987 zur Änderung 
des Bürgerrechtsgesetzes, BBl 1987 III 309). Dieses Vertrautsein ent-
spricht einer höheren Stufe der Übernahme schweizerischer Lebensart 
und setzt gewisse Kenntnisse des Landes und namentlich der Sprache 
voraus. Ihren Grund findet die Privilegierung schweizerisch-ausländi-
scher Ehen im Willen des Gesetzgebers, die Einheit des Bürgerrechts 
der  Ehegatten  im  Hinblick  auf  ihre  gemeinsame Zukunft  zu  fördern 
(vgl. Botschaft vom 27. August 1987 zur Änderung des Bürgerrechts-
gesetzes, BBl 1987 III 310). Gleichzeitig ist sie Ausdruck des Vertrau-
ens  in  die  integrationsfördernden  Wirkungen  der  Ehe  mit  einem 
Schweizer Bürger (vgl. Botschaft vom 27. August 1987 zur Änderung 

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des Bürgerrechtsgesetzes, BBl 1987 III 309 f.; vgl. ferner zum Ganzen 
BVGE 2008/46 E. 5.2.3 mit Hinweisen).

4.3 An die Integration im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Bst. a BüG können 
daher  keine  besonders  hohen  Anforderungen  gestellt  werden.  Vom 
ausländischen Ehegatten eines Schweizer Bürgers darf namentlich in 
Bezug auf die Teilhabe am sozialen und wirtschaftlichen Leben sowie 
die Sprachkenntnisse nicht ein Mehr an Integration verlangt  werden, 
als von einer Person in vergleichbarer Situation nach dem gesetzlich 
geforderten  Aufenthalt  vernünftigerweise  erwartet  werden  kann. Das 
ist nach fünf Jahren Gesamtaufenthalt, wobei gerade ein Jahr auf die 
Zeit  vor der Einbürgerung entfallen muss, nicht viel. Zu Gunsten der 
ausländischen Person fällt sodann die Intention des Gesetzgebers ins 
Gewicht,  die  auf  Förderung  eines  gemeinsamen  Bürgerrechts  der 
Ehegatten gerichtet  ist,  was sich  unter  anderem im Verzicht  auf  ein 
Vertrautsein mit den hiesigen Verhältnissen äussert. Dieser klare Wille 
des  Gesetzgebers  darf  nicht  durch  eine  restriktive  Auslegung  des 
Integrationsbegriffs seiner Wirksamkeit beraubt werden. Das Bundes-
verwaltungsgericht  geht  daher  mit  der  Vorinstanz  darin  einig,  dass 
eine im Sinne von Art. 26 Abs. 1 Bst. a BüG hinreichende Integration 
eines  ansonsten  gut  beleumdeten  ausländischen  Ehegatten  eines 
Schweizer Bürgers dem Grundsatz nach zu bejahen ist, wenn er nicht 
von seinem schweizerischen Umfeld isoliert  lebt,  in der Lage ist,  die 
alltäglichen Aufgaben und Verrichtungen zu erfüllen und über Kennt-
nisse einer Landessprache verfügt, die es ihm gestatten, sich mit sei-
nem schweizerischen Umfeld  angemessen zu verständigen. Das gilt 
jedenfalls dann, wenn um Gewährung der erleichterten Einbürgerung 
unmittelbar  mit  oder  kurz  nach  Erfüllung  der  zeitlichen  Voraus-
setzungen  nachgesucht  wird.  Zu  ergänzen  ist,  dass  erschwerenden 
Umständen  im  Integrationsprozess  angemessen  Rechnung  getragen 
werden  muss,  soweit  sie  der  ausländischen  Person  nicht  im  Sinne 
eines Verschuldens zugerechnet werden können. 

4.4 Aus dem Erhebungsbericht  der  Gemeindepolizei  A._______,  auf 
den die Beschwerdeführerin ihre Zweifel stützt, ergibt sich, dass Frau 
El Mais etwas mehr als fünf Jahre in der Schweiz lebt, keiner Erwerbs-
tätigkeit  nachgeht,  sondern als  Hausfrau im Einsatz ist  und sich um 
ihre beiden damals drei und fünf Jahre alten Kinder kümmert. Zur Ein -
gliederung  von  Frau  N._______  wird  ausgeführt,  sie  habe  einmal 
einen dreimonatigen und einmal  einen sechsmonatigen Deutschkurs 
besucht.  Sie  spreche  Hochdeutsch,  den  lokalen  Dialekt  dagegen 

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spreche  und  verstehe  sie  nicht.  In  der  Familie  werde  arabisch, 
portugiesisch und deutsch gesprochen. Zur Zeit  absolviere sie keine 
weiteren  Kurse,  sondern  lerne  zusammen mit  ihrem Sohn,  der  den 
Kindergarten besuche,  die deutsche Sprache. Sie  habe regelmässig 
Kontakt  mit  den Hausbewohnern und wende bei  dieser  Gelegenheit 
ihre Deutschkenntnisse an. Über das Tagesgeschehen informiere sie 
sich  vorwiegend  über  deutschsprachige  Fernsehkanäle.  Das 
Grundwissen von Frau El Mais über die Schweiz mit ihrem nationalen 
und kantonalen Brauchtum sei minimal. Seit sie in der Schweiz lebe, 
habe  sie  schon  die  verschiedensten  grösseren  Städte  besucht.  Ihre 
Einkäufe  tätige  sie  vorwiegend  in  der  Wohnsitzgemeinde  oder  in 
C._______. Einige Fragen habe sie nur nach Übersetzung durch den 
Ehemann beantworten können. Eine Nachbarin habe bestätigt,  dass 
eine Verständigung hauptsächlich in Hochdeutsch erfolge, gelegentlich 
auch auf Englisch. Die Vorinstanz schrieb in der Folge sechs Personen 
an mit der Bitte um Auskünfte zur Integration von Frau N._______. Vier 
Referenzpersonen  antworteten.  Die  Referenzen  sind  weitgehend 
positiv ausgefallen. Sie lassen den Schluss zu, dass Frau N._______ 
sowohl innerhalb wie auch ausserhalb der Nachbarschaft Kontakte mit 
Schweizer  Bürgern  hat  und  in  der  Lage  ist,  auf  Hochdeutsch  zu 
kommunizieren.  Zudem  wird  ihr  der  Wille  bescheinigt,  an  der 
Verbesserung  ihrer  Integration  im  Allgemeinen  und  den 
Deutschkenntnissen im Besonderen zu arbeiten. Eine Referenzperson 
unterstreicht  zudem  auf  substanziierte  und  glaubwürdige  Weise  die 
Fortschritte, die Frau N._______ in dieser Hinsicht seit ihrer Ankunft in 
der Schweiz erzielt hat. 

4.5 Gestützt auf die dargestellte Aktenlage geht die Vorinstanz davon 
aus,  dass  Frau  N._______  die  Anforderungen  an  einen  für  die 
erleichterte Einbürgerung notwendigen Integrationsgrad erfüllt. Dieser 
Schluss  kann  nicht  beanstandet  werden.  Nichts  deutet  darauf  hin, 
dass Frau N._______ isoliert von ihrem schweizerischen Umfeld lebte, 
nicht  in  der  Lage wäre,  alltägliche Angelegenheiten und  Situationen 
selbständig  zu  bewältigen  oder  sich  nicht  in  einer  Landessprache 
angemessen  mit  ihrem  Umfeld  verständigen  könnte. Dieser  Schluss 
rechtfertigt sich bereits auf der Grundlage des Erhebungsberichts der 
Gemeindepolizei  A._______.  Das  Gesagte  gilt  a  fortiori,  wenn  in 
Betracht  gezogen  wird,  dass  sich  Frau  N._______  in  den  letzten 
Jahren der Betreuung ihrer Kleinkinder widmete. Die dadurch bewirkte 
Beeinträchtigung der  Aussenkontakte  wird  jedoch  erfahrungsgemäss 
mehr  als  ausgeglichen,  sobald  die Kinder den Kindergarten und die 

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Schule  besuchen.  Was  schliesslich  ausreichende  Kenntnisse  der 
Dialektsprache angeht, deren Fehlen implizit beanstandet wird, sowie 
mangelhaftes  Wissen  über  politische,  geographische  und 
völkerkundliche Gegebenheiten der Schweiz, so weist die Vorinstanz 
zu Recht darauf hin, dass derartige Defizite vorab vom Erfordernis des 
Vertrautseins mit den schweizerischen Verhältnissen nach Art. 14 Bst.  
b  BüG  erfasst  sind  und  deshalb  zwar  im  Kontext  der  ordentlichen 
Einbürgerung  von  Bedeutung  sein  können,  eine  Verweigerung  der 
erleichterten Einbürgerung jedoch nicht rechtfertigen.

5.
Aus den  vorstehenden  Gründen  folgt,  dass  die  angefochtene  Verfü-
gung zu Recht ergangen ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

6.
Die vorliegende Streitsache hat  keine vermögensrechtlichen Interes-
sen zum Gegenstand. Der Beschwerdeführerin als öffentlichrechtlicher 
Körperschaft  sind deshalb  trotz  Unterliegens keine Verfahrenskosten 
aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG).

7.
Es kann davon ausgegangen werden, dass Frau N._______ durch die 
Beteiligung  am  Beschwerdeverfahren  keine  oder  nur  geringfügige 
Kosten  erwachsen  sind.  Eine  Parteientschädigung  ist  daher  nicht 
zuzusprechen  (Art.  64  Abs.  1  VwVG  i.V.m.  Art.  7  Abs.  4  des 
Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Dispositiv S. 10

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (...)
- die Beschwerdegegner (...)
- die Vorinstanz (...)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Julius Longauer

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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