# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39ef759e-28c9-5dd7-b060-a8f6559dd01e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.11.2011 E-5879/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5879-2011_2011-11-01.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5879/2011

U r t e i l   v om   1 .   No v embe r   2 0 1 1  

Besetzung Einzelrichter Walter Stöckli,
mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis,
Gerichtsschreiberin Esther Karpathakis.

Parteien A._______, dessen 
Ehefrau B._______,  und deren Kind (…), Ukraine, 
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Oktober 2011 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführenden  ihren  Heimatstaat  eigenen  Angaben 
zufolge  im  Jahre  1997  verliessen  und  nach Deutschland  gelangten, wo 
sie als Flüchtlinge im Sinne des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 
Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) anerkannt wurden und 
Asyl  erhielten  (die  Eltern  per  2.  Dezember  1997,  das  Kind  per  9. 
September 2004),

dass sie ab Ende 2006 mehrere schriftliche Eingaben an schweizerische 
Bundes­  und  Kantonsbehörden  richteten  und  um  Gewährung  von 
Zweitasyl  beziehungsweise  Erteilung  von  Aufenthaltsbewilligungen 
nachsuchten,

dass sie am 9. Juni 2011 im Empfangs­ und Verfahrenszentrum Chiasso 
um Asyl nachsuchten,

dass sie dort am 15.  Juni 2011 zur Person,  zum Reiseweg und zu den 
Ausreisegründen summarisch befragt (Protokolle in den Vorakten: A9 und 
A10)  und  am  12.  Oktober  2011  zu  den  Asylgründen  angehört  wurden 
(Protokolle in den Vorakten: A31 und A32),

dass sie insbesondere ausführten, Deutschland Ende 2008 verlassen zu 
haben,  weil  sie  dort  bedroht  und  verfolgt  worden  seien,  nachdem  sie 
einen Organhandel aufgedeckt und angezeigt hätten,

dass mehrmals  in  ihre Wohnung eingebrochen,  die Beschwerdeführerin 
mehrmals  vergewaltigt  und  der  Beschwerdeführer  beinahe  von  einem 
Auto überfahren worden sei, 

dass  man  ihnen  den  Sohn  habe  wegnehmen  wollen  und  die  jüdische 
Gemeinde  sowie  ihr  Anwalt  ihnen  geraten  hätten,  Deutschland  zu 
verlassen,

dass  sie  zunächst  in  die  Schweiz  und  dann  nach  Österreich  und 
Tschechien gereist  seien, bevor man sie von Wien aus zwangsweise  in 
die Ukraine zurückgeführt habe,

dass sie das Land zwei Jahre später wieder verlassen hätten, weil ihnen 
dort  weder  Lebensgrundlagen  noch  medizinische 
Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung gestanden seien,

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dass  überdies  in  der  Ukraine  der  aus  einer  früheren  Ehe  stammende 
Sohn  des  Beschwerdeführers  2009  oder  2010  ermordet  und  ihr 
gemeinsamer Sohn mutmasslich sexuell missbraucht worden sei, 

dass  die  notwendige medizinische Behandlung  ihres Sohnes  nur  in  der 
Schweiz  erfolgen  könne,  und  er  zudem  zu  Hause  unterrichtet  werden 
müsse,  da  er  nicht  geimpft  sei,  und  dass  dies  nur  in  wenigen  Staaten, 
unter anderem in der Schweiz, zulässig sei,

dass das BFM die zuständigen deutschen Behörden am 15. August 2011 
gestützt  auf  die  einschlägige  bilaterale  Vereinbarung  ersuchte,  einer 
Rückübernahme der Beschwerdeführenden zuzustimmen,

dass die deutschen Behörden am 18. August 2011 einer Rückübernahme 
der  Beschwerdeführenden  nach  Deutschland  gestützt  auf  Art.  3  des 
Abkommen  vom  20.  Dezember  1993  zwischen  dem  Schweizerischen 
Bundesrat und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland über die 
Rückübernahme  von  Personen  mit  unbefugtem  Aufenthalt 
(Rückübernahmeabkommen; (SR 0.142.111.368) zustimmten,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Oktober 2011 auf die Asylgesuche 
der  Beschwerdeführenden  gestützt  auf  Art.  34  Abs.  2  Bst.  a  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  nicht  eintrat,  ihre 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und  den  Wegweisungsvollzug 
anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, der Bundesrat habe 
Deutschland  als  sicheren  Drittstaat  bezeichnet,  die 
Beschwerdeführenden hätten vor  ihrer Einreise  in die Schweiz während 
rund  zehn  Jahren  in  Deutschland  gelebt  und  die  deutschen  Behörden 
hätten  sich  mit  einer  Rückübernahme  einverstanden  erklärt,  zumal  es 
sich bei den Beschwerdeführenden um anerkannte Flüchtlinge handle,

dass  die  Beschwerdeführenden  sich  in  Deutschland  bei  den  dafür 
zuständigen  behördlichen  Instanzen  gegen  die  geltend  gemachten 
Verfolgungsmassnahmen zur Wehr setzen könnten,

dass die Beschwerdeführenden laut eigenen Angaben keinen Kontakt zu 
den beiden Halbbrüdern des Beschwerdeführers  in  der Schweiz  hätten, 
weshalb sie hier nicht über enge Beziehungen verfügten,

dass die Beschwerdeführenden in Deutschland als Flüchtlinge anerkannt 
worden  seien  und es  nicht  die Absicht  des Gesetzgebers  gewesen  sei, 

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Personen von der Ausnahmeklausel gemäss Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG 
profitieren  zu  lassen,  die  bereits  in  einem  anderen  Land 
flüchtlingsrechtlichen Schutz genössen,

dass  kein  Hinweis  bestehe,  wonach  Deutschland  das  Refoulement­
Verbot im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG nicht respektiere,

dass die Wegweisung Regelfolge eines Nichteintretensentscheides sei,

dass die Beschwerdeführenden in einen Drittstaat ausreisen könnten, der 
das Refoulement­Verbot  im Sinne  von  Art.  5  Abs.  1  AsylG  respektiere, 
weshalb sich eine Prüfung in Bezug auf den Heimat­ bzw. Herkunftsstaat 
erübrige,

dass auch keine Umstände ersichtlich seien, die gegen eine Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs nach Deutschland sprächen,

dass sich der Vollzug der Wegweisung schliesslich als möglich erweise, 
zumal  Deutschland  einer  Rückübernahme  der  Beschwerdeführenden 
zugestimmt habe,

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 25. Oktober 2011 beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die 
BFM­Verfügung vom 18. Oktober 2011 sei aufzuheben und es sei  ihnen 
in der Schweiz Schutz zu gewähren,

dass  sie  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführten,  sie  könnten 
entgegen der Auffassung des BFM nicht nach Deutschland zurückkehren, 
weil dort unter anderem mehrere Mordanschläge auf sie verübt und  ihre 
Wohnungen ausgeraubt worden seien,

dass sie erfolglos versucht hätten, sich gegen diese Verfolgung zur Wehr 
zu setzen, 

dass sie insbesondere ihren Sohn zu Hause würden unterrichten wollen, 
was in Deutschland im Gegensatz zur Schweiz nicht möglich sei,

dass  sie  inzwischen  die  beiden  Halbbrüder  des  Beschwerdeführers 
ausfindig gemacht hätten und Kontakte zu ihnen pflegten, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  27.  Oktober  2011  (abends)  beim 
Bundesverwaltungsgericht eingingen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  –  so  auch  im  vorliegenden  Fall  –  endgültig  über  Beschwerden 
gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i. V. m.  Art. 31 ­ 33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen  haben,  durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders 
berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  sich  das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  nach  dem 
VwVG richtet, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG),

dass auf die  frist­ und  formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten 
ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 
Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass  es  sich  vorliegend,  wie  im  Folgenden  aufgezeigt  wird,  um  eine 
solche offensichtlich unbegründete Beschwerde handelt, weshalb auf die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet wurde und der Entscheid 
nur summarisch begründet wird (Art. 111a AsylG),

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 ­ 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  sich  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist,

dass gemäss Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche  in der Regel 
nicht  eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  in  einen  sicheren  Drittstaat 
nach  Artikel  6a  Absatz  2  Buchstabe  b  AsylG  zurückkehren  können,  in 
welchem sie sich vorher aufgehalten haben,

dass  der  Bundesrat  Staaten  als  sichere  Drittstaat  bezeichnet,  in  denen 
nach  seinen  Feststellungen  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  im 
Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass  diese  Bestimmung  keine  Anwendung  findet,  wenn  Personen,  zu 
denen  die  asylsuchende  Person  enge  Beziehungen  hat,  oder  nahe 
Angehörige in der Schweiz leben, die asylsuchende Person offensichtlich 
die Flüchtlingseigenschaft erfüllt oder Hinweise darauf bestehen, dass im 
Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  nach  Art.  5  Abs.  1 
AsylG besteht (Art. 34 Abs. 3 Bstn. a ­ c AsylG), 

dass der Bundesrat Deutschland, zusammen mit allen anderen EU­ sowie 
den EFTA­Staaten, mit Beschluss vom 14. Dezember 2007 als sicheren 
Drittstaat bezeichnet hat, 

dass die Beschwerdeführenden selbst nicht bestreiten, 1997 (bzw. 2004) 
in Deutschland als Flüchtlinge anerkannt worden zu sein und über zehn 
Jahre dort gelebt zu haben,

dass  die  zuständigen  deutschen  Behörden  in  ihrer  Mitteilung  vom  18. 
August  2011  ausdrücklich  die  Bereitschaft  zur  Rückübernahme  der 
Beschwerdeführenden erklärten,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zutreffenderweise davon 
ausging,  es  sei  im  vorliegenden  Fall  keiner  der  Ausnahmetatbestände 
nach Art. 34 Abs. 3 Bstn. a ­ c AsylG gegeben, 

dass, um Wiederholungen zu vermeiden,  vorab auf die  vorinstanzlichen 
Erwägungen verwiesen werden kann,

dass  die  von  den  Beschwerdeführenden  erwähnten  beiden  Halbbrüder 
offensichtlich  nicht  als  "nahe  Angehörige"  im  Sinne  von  Art.  34  Abs.  3 

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Bst. a AsylG qualifiziert werden können und auch nicht von einer "engen 
Beziehung"  im  Sinne  dieser  Bestimmung  ausgegangen  werden  kann – 
selbst  wenn  die  Behauptung  in  der  Beschwerde,  sie  hätten  die  beiden 
nun  ausfindig  gemacht  und  pflegten  Kontakt  zu  ihnen,  zutreffen  sollte, 
zumal sie anlässlich der Anhörungen zu den Asylgründen am 18. Oktober 
2011 noch angaben, die beiden Halbbrüder nicht zu kennen, 

dass die Ausnahmebestimmung von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG ohnehin 
nicht  anwendbar  ist  auf  Personen,  die  bereits  Asyl  oder  einen 
vergleichbaren  effektiven  Schutz  in  einem  Drittstaat  erhalten  haben  (vgl. 
BVGE 2010/56 E. 5),

dass  es  sich  beim  Einwand  in  der  Beschwerde,  ihre  Versuche,  sich 
gegen  die  geltend  gemachten  Übergriffe  zu  wehren,  seien  erfolglos 
geblieben, um Behauptungen handelt, die in keiner Weise belegt sind, 

dass keine Hinweise darauf bestehen, dass die Beschwerdeführenden in 
Deutschland,  einem  Staat,  der  die  Flüchtlingskonvention  und  die 
Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) ratifiziert hat und in der 
Praxis  auch  anwendet,  vor  einem  unzulässigen  Refoulement  im  Sinne 
von Art.  5  Abs.  1  AsylG  und Art.  33 Abs.  1  FK  nicht  effektiv  geschützt 
wären, 

dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht  in Anwendung von Art. 34 
Abs. 2 Bst. a AsylG auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht 
eingetreten ist, 

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat (Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 
11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) und auch 
kein Anspruch auf Erteilung einer  solchen besteht  (vgl. Entscheidungen 
und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2001  Nr. 21  E.  8d),  weshalb  die  verfügte Wegweisung  im  Einklang mit 
den gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom BFM zu Recht 
angeordnet wurde,

dass das BFM es allerdings unterlassen hat, im Dispositiv festzuhalten, in 
welchen Staat die Beschwerdeführenden weggewiesen werden, was aber 
in Anwendungsfällen von Art. 34 Abs. 2 AsylG geboten ist, 

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, wenn 
der  Vollzug  der Wegweisung  unzulässig,  unzumutbar  oder  unmöglich  ist 
(Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  [AuG,  SR 
142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Deutschland  als  zulässig 
erweist, weil dieser Staat die von ihm ratifizierten FK und EMRK beachtet 
und  namentlich  keine  Hinweise  darauf  vorliegen,  dass  den 
Beschwerdeführenden ein unzulässigen Refoulement droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  das  BFM  den  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Deutschland 
zutreffenderweise  als  zumutbar  qualifiziert  hat  und  nicht  ersichtlich  ist, 
inwiefern  eine  adäquate  medizinische  Betreuung  der 
Beschwerdeführenden dort nicht zur Verfügung stehen sollte, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  nach 
Deutschland schliesslich möglich  ist, da sie dort als Flüchtlinge  im Sinne 
der  FK  anerkannt  sind  und  Deutschland  einer  Rückübernahme 
zugestimmt hat (Art. 83 Abs. 2 AuG), 

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  BFM  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung nach Deutschland zu bestätigen ist,

dass es sich erübrigt, auf weitere Argumente der Beschwerdeführenden 
einzugehen, weil sie nichts Anderes zu bewirken vermögen,

dass  es  ihnen  nicht  gelungen  ist  darzutun,  inwiefern  die  angefochtene 
Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt 
unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  oder  unangemessen  ist  (Art. 106 
AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten des Verfahrens im 
Betrag  von  Fr.  600.−  den  Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1  ­ 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht, VGKE, SR 173.320.2).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  hat  nach  Deutschland  zu 
erfolgen.

3.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  den  Beschwerdeführenden 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzenden Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Stöckli Esther Karpathakis

Versand:

 

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Zustellung erfolgt an:

– die Beschwerdeführenden (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
– das BFM, Asyl und Rückkehr, mit den Akten N_______ (per Kurier)
– die kantonalen Migrationsbehörden