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**Case Identifier:** dd12e924-d3d5-5042-894d-e8cb95567fe8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.11.2022 200 2022 317
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2022-317_2022-11-29.pdf

## Full Text

200 22 317 BV
SCP/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. November 2022

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin lic. iur. C.________
Kläger

gegen

Pensionskasse D.________
Beklagte

betreffend Klage vom 19. Mai 2022

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Kläger) war zwischen 
dem 1. Februar 2011 und dem 30. November 2012 als Senior Consultant 
bei der E.________ AG angestellt. Vom 15. Januar 2013 bis 6. August 
2014 bezog er Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Am 2. Juli 2014 
meldete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-
Stelle, (SVA ZH) zum Leistungsbezug an (vgl. Urteil des Sozialversiche-
rungsgerichts des Kantons Zürich vom 12. November 2019, 
BV.2017.00074, Sachverhalt Ziff. 1; Klagebeilage [act. I] 8; bestätigt durch 
Entscheid des Bundesgerichts vom 12. Mai 2020, 9C_828/2019). Ab dem 
1. Juli 2015 stand A.________ in einem Arbeitsverhältnis mit der 
F.________ AG (Pensum von 100 % [act. I 2]) und in diesem Rahmen in 
einem Berufsvorsorgeverhältnis mit der Pensionskasse D.________ (Be-
klagte [act. I 3]). Mit Verfügung vom 3. Juli 2015 sprach ihm die SVA ZH 
rückwirkend ab dem 1. Januar 2015 eine ganze Rente bei einem Invali-
ditätsgrad von 82 % zu (act. I 5). Am 28. Oktober 2015 vereinbarten die 
F.________ AG und A.________ in gegenseitigem Einvernehmen die Auf-
lösung des Arbeitsverhältnisses per 29. Februar 2016 (act. I 14). Mit Verfü-
gung vom 18. Dezember 2015 (act. I 6) hob die SVA ZH die laufende Ren-
te zufolge des bei der F.________ AG erzielten Einkommens auf Ende des 
der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf. Ab dem 1. März 2016 
richtete die SVA ZH wiederum eine ganze Rente aus (Verfügung vom 
23. September 2016 [act. I 7]). Daneben bezieht A.________ seit dem 
1. Januar 2015 eine Rente aus beruflicher Vorsorge der G.________, bei 
welcher er während der Dauer der Arbeitslosigkeit berufsvorsorgeversichert 
war (Akten der Beklagten [act. II] 26).

Im Oktober 2021 ersuchte A.________, vertreten durch Rechtsanwältin 
C.________, die Pensionskasse D.________ um Ausrichtung einer Invali-
denrente aus beruflicher Vorsorge, welches Gesuch diese abschlägig be-
antwortete (act. I 10 ff.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 19. Mai 2022 erhob A.________, weiterhin vertreten 
durch Rechtsanwältin C.________, beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern Klage gegen die Pensionskasse D.________ mit den folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Rente der beruf-
lichen Vorsorge rückwirkend auf den 1. März 2016 auszurichten 
zuzüglich 5 % Verzugszinsen ab Klageerhebung.

2. Es seien die IV-Akten hinzuzuziehen für das vorliegende Verfah-
ren.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der unterliegen-
den Beklagten.

Mit Klageantwort vom 24. Juni 2022 beantragt die Beklagte die vollumfäng-
liche Abweisung der Klage.

Der Instruktionsrichter stellte mit prozessleitender Verfügung vom 28. Juni 
2022 fest, dass die Beklagte – entgegen der klaren richterlichen Aufforde-
rung (prozessleitende Verfügung vom 23. Mai 2022) – nicht die vollständi-
gen Akten eingereicht hat. Er forderte die Beklagte auf, die von ihr bei der 
zuständigen IV-Stelle edierten Akten vollständig einzureichen. Die Beklagte 
kam dieser Aufforderung mit Eingabe vom 30. Juni 2022 nach. 

Mit Schreiben vom 28. Juni 2022 bzw. prozessleitender Verfügung vom 
13. Juli 2022 edierte der Instruktionsrichter bei der F.________ AG die 
Personalakten des Klägers. Diese gingen beim Gericht am 20. Juli 2022 
ein (act. III).

Mit prozessleitender Verfügung vom 20. Juli 2022 fasste der Instruktions-
richter das bisherige Beweisergebnis zusammen, wozu der Kläger mit Re-
plik vom 24. August 2022 Stellung nahm.

Die Beklagte bestätigt mit Duplik vom 12. September 2022 den Antrag auf 
vollumfängliche Abweisung der Klage.

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Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funk-
tionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 19. Mai 2022 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]). Die Beklagte hat ihren Sitz im Kanton Bern (vgl. 
www.zefix.ch), womit das angerufene Gericht zur Behandlung der Klage 
örtlich zuständig ist (Art. 73 Abs. 3 BVG). Auf die formgerechte (Art. 32 
VRPG) Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Klägers auf Invaliden-
leistungen der beruflichen Vorsorge gegenüber der Beklagten ab dem 
1. März 2016, nebst Zins von 5 % seit Klageerhebung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, ra-
sches und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 92 Abs. 3 
VRPG; vgl. auch BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des Bun-
desgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; 

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SR 831.20; Weiterentwicklung der IV [WE IV]) und weiterer Erlasse (insbe-
sondere auch des BVG) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hin-
sicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – 
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung 
des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 
Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370). In zeitlicher Hinsicht ist der 
Sachverhalt bis zum vorliegenden Urteil zu klären, weshalb grundsätzlich 
intertemporalrechtlich auch die berufliche Vorsorge von der Weiterentwick-
lung der IV betroffen ist. Die entsprechenden angepassten Bestimmungen 
(insbesondere das stufenlose Rentensystem [mindestens im Obligatorium]) 
können somit von Bedeutung sein. 

Im vorliegenden Fall ist für einen Anspruch des Klägers auf Invalidenleis-
tungen der beruflichen Vorsorge durch die Beklagte vorab entscheidend 
und zu klären, ob eine entsprechende Versicherungsdeckung vorhanden 
ist, damit im Zusammenhang steht die Frage, ob eine relevante Arbeitsun-
fähigkeit im Sinne von Art. 23 lit. a BVG innerhalb der Zeit der Versiche-
rungsdeckung bei der Beklagten eingetreten ist. Einerseits ist diese Frage 
von vornherein nach den in jenem Zeitpunkt geltenden Grundsätzen zu 
prüfen, andererseits haben sich die diesbezüglichen gesetzlichen Bestim-
mungen nicht geändert. 

2.2 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

2.3 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern ver-
weist auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der 
Verordnung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung 
zwischen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demje-
nigen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditäts-
begriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Inva-
lidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c 
S. 108).

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2.3.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversiche-
rungsgerichts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das invali-
denversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete 
Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der In-
validenversicherung entscheidend war und die invalidenversicherungs-
rechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der 
Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswirkung 
findet ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 (aufgeho-
ben mit der WE IV) und 26 Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des IVG 
anknüpfen oder diese übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437; SVR 
2020 BVG Nr. 35 S. 150 E. 2.2).

2.3.2 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifi-
kation sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens 
im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. 
Erfolgt dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine 
Bindungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 
E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2019 BVG Nr. 44 E. 5.1 
S. 173). Selbst wenn die Vorsorgeeinrichtung – bei fehlendem Einbezug ins 
IV-rechtliche Verfahren – innerhalb der Rechtsmittelfrist anderweitig von 
der Verfügung Kenntnis erhält, erzeugt der Entscheid der IV-Organe keine 
Bindungswirkung für die Vorsorgeeinrichtung. Sie ist auch nach Treu und 
Glauben nicht gehalten, die Verfügung anzufechten oder deren Eröffnung 
zu ihren Handen zu verlangen (SVR 2012 BVG Nr. 30 S. 122 E. 3.2).

2.4 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derje-
nigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 
einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 

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Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; 
SVR 2020 BVG Nr. 6 S. 26 E. 3.1).

2.4.1 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Ein-
busse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Auf-
gabenbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss min-
destens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2021 BVG Nr. 30 
S. 121 E. 2.1). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheblich ar-
beitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses – im 
Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche oder aber 
nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung erbrachte, ist 
von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtsprechungsgemäss ist 
erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im Arbeitsverhält-
nis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz begründet, kon-
kret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen Abfall der Leis-
tungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitge-
bers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich be-
dingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände darf die 
Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in 
Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, dass ein Arbeitneh-
mer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und 
auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle 
Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezogen werden 
(SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2). Die Leis-
tungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufge-
fallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der be-
ruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur 
reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 
wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeu-

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genden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher 
Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch 
nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative 
Überlegungen ersetzt werden. (SVR 2021 BVG Nr. 30 S. 121 E. 3.2, 2014 
BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

2.4.2 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus. Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, 
der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen der-
selbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. Nicht 
erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechselwirkung 
im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; 
SVR 2020 BVG Nr. 17 S. 76 E. 2.2.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 70 E. 5b). 

Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass 
die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache 
zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig 
war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände des kon-
kreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Gesund-
heitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt sowie die 
Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme oder 
Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Beurtei-
lung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die in der 
Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie etwa 
die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende Person 
über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezieht. 
Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen 
werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst namentlich die 
Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne das 
Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 9

per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2020 BVG Nr. 36 S. 154 
E. 3.3, 2019 BVG Nr. 30 S. 118 E. 2.2). Die Frage, ob eine nachhaltige 
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist somit auch im Lichte 
von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen (SVR 2014 BVG 
Nr. 36 S. 136 E. 5.3).

2.4.3 Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhält-
nisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird 
unterbrochen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit 
von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine 
Arbeitsfähigkeit von 80 % genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2021 BVG 
Nr. 31 S. 125 E. 2.2). Anders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls 
mehr als dreimonatige Tätigkeit (allenfalls auch erst im Rückblick) als Ein-
gliederungsversuch zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Erwägun-
gen des Arbeitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung 
unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2020 BVG Nr. 36 
S. 154 E. 3.3).

Bei Schubkrankheiten ist zu prüfen, ob eine länger als drei Monate dauern-
de, isoliert betrachtet unauffällige Phase von Erwerbstätigkeit tatsächlich 
mit der Perspektive einer dauerhaften Berufsausübung verbunden war. 
Selbst eine länger dauernde Phase der Erwerbstätigkeit zeigt keine ge-
sundheitliche Erholung mit weitgehender Wiederherstellung des Leistungs-
vermögens an, wenn jegliche berufliche Belastung nach einer gewissen 
Zeit regelhaft zu schweren Krankheitssymptomen mit erheblicher Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit führt. Damit soll dem Umstand Rechnung 
getragen werden, dass derartige Krankheitsbilder unterschiedliche Verläufe 
aufweisen. Dies stellt ein erhöhtes Risiko dar, dass die Krankheit sich erst 
zu einem Zeitpunkt invalidisierend manifestiert, in welchem eine Versiche-
rungsdeckung fehlt, was unter dem Gesichtspunkt des (obligatorischen) 
Versicherungsschutzes stossend sein kann. Daher kommt bei Schubkrank-
heiten den gesamten Umständen des Einzelfalls besondere Bedeutung zu 
(SVR 2020 BVG Nr. 21 S. 93 E. 2.1.1).

2.5 Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht 
hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 10

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429).

3.

3.1 Zu klären ist zunächst die Frage, ob bzw. wann der Kläger arbeits-
unfähig geworden ist und wie sich sein Gesundheitszustand im weiteren 
Verlauf entwickelt hat. Dabei ist vorauszuschicken, dass die Feststellungen 
und Beurteilungen der SVA ZH im Zusammenhang mit der Wiederausrich-
tung der ganzen Invalidenrente für die Beklagte nicht bindend sind, da sie 
von der SVA ZH nicht in das IV-rechtliche Verfahren einbezogen worden 
war (vgl. E. 2.3.2 hiervor).

3.1.1 Die SVA ZH erachtete die Arbeitsunfähigkeit als im Januar 2013 
eingetreten (Eröffnung Wartejahr) und sprach dem Kläger mit Verfügung 
vom 3. Juli 2015 unter Berücksichtigung der (erst) am 2. Juli 2014 erfolgten 
Anmeldung (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG) rückwirkend ab dem 1. Januar 2015 
eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 82 % zu (act. I 5). Dabei 
stützte sie sich in medizinischer Hinsicht insbesondere auf die Stellung-
nahme von med. pract. H.________, Facharzt für Neurologie und Arzt beim 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), vom 4. Mai 2015 (act. II 29). Darin 
führte dieser unter Bezugnahme auf die medizinische Aktenlage bezüglich 
der bisherigen Tätigkeit aus, der Versicherte sei durch die Gangstörung 
nachvollziehbar eingeschränkt. Weiter erfordere die überwiegende Tätigkeit 
im ... eine hohe kognitive Leistungsfähigkeit (..., ..., etc.). Die Kernspinto-
mographie-Befunde aus dem Jahr 2012 zeigten eine deutliche Progredienz 
der Läsionslast. Da der Schweregrad kognitiver Störungen mit der Läsions-
last korreliere, sei auch hier eine höhergradige Einschränkung anzuneh-
men. Die attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit ab Anfang 2013 sei für 
die letzte Tätigkeit als ... plausibel. Es bestehe allenfalls ein geringes Rest-
leistungsvermögen in dieser Tätigkeit. In einer wechselbelastenden, über-
wiegend sitzenden Tätigkeit ohne erhöhte Anforderungen an das kognitive 

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Leistungsvermögen bestehe eine Arbeitsfähigkeit von täglich drei Stunden. 
Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes sei nicht absehbar. Hin-
sichtlich der kognitiven Störungen stützte sich med. pract. H.________ auf 
den Bericht von Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie und für 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. November 2014, worin dieser 
eine MS, fortbestehend seit 2003, ein Fatigue-Syndrom und kognitive 
Störungen diagnostizierte. Dr. med. I.________ führte aus, an körperlichen 
Einschränkungen bestünden vor allem die spastisch-ataktische 
Gangstörung und die Feinmotorikstörung. Die Hauptproblematik liege aber 
im neurokognitiven Bereich. Es sei eine neuropsychologische Testuntersu-
chung bei Dr. J.________, Diplom-Psychologin, durchgeführt worden, die 
erhebliche Einbussen der kognitiven Leistungsfähigkeit und der emotiona-
len Belastbarkeit gezeigt habe. Prognostisch sei von einem weiteren Vor-
anschreiten der Erkrankung auszugehen. Eine Besserung der Leistungs-
fähigkeit werde nicht realisierbar sein. Im entsprechenden Bericht von Dr. 
J.________ vom 1. Juli 2014 (act. II 28) hielt diese fest, der Patient habe 
die jeweils zweistündige Testung als deutlich anstrengend empfunden. Be-
reits nach 45 Minuten seien klinisch erste Ermüdungserscheinungen er-
kennbar gewesen. Zusammenfassend könne festgestellt werden, dass der 
Patient Defizite in den Bereichen geteilte Aufmerksamkeit, Konzentrations-
fähigkeit, Daueraufmerksamkeit, räumlich-konstruktive Fähigkeit sowie 
Planungsfähigkeit aufweise. Im Bereich kognitive Flexibilität seien die Leis-
tungen grenzwertig schlecht. Bei der Testung sei deutlich geworden, dass 
der Patient entweder schnell oder genau arbeiten könne. Beides zusam-
men gelinge ihm sehr oft nicht. Eine Simulationsneigung der Symptome sei 
nicht erkennbar gewesen. 

3.1.2 Unter Berücksichtigung des bei der F.________ AG ab 1. Juli 
2015 erzielten Einkommens berechnete die SVA ZH in der Verfügung vom 
18. Dezember 2015 (act. I 6) einen Invaliditätsgrad von 9 % und hob die 
laufende Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Mo-
nats auf. Nachdem das Arbeitsverhältnis mit der F.________ AG per 
29. Februar 2016 beendet worden war, richtete die SVA ZH dem Kläger 
wiederum eine ganze Rente bei einem Invaliditätsgrad von 82 % aus. In 
der entsprechenden Verfügung vom 23. September 2016 (act. I 7; Akten 
der Beklagten [act. IIB] unpag.) hielt sie fest, die medizinischen Abklärun-

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gen hätten ergeben, dass sich der Gesundheitszustand seit der Verfügung 
vom 18. Juni 2015 nicht verändert habe. Es bestehe nach wie vor eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als .../.... In 
einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 36 %.

3.1.3 Aufgrund der Akten ist erstellt und insoweit auch unbestritten, dass 
der Kläger vor Antritt seiner Anstellung bei der F.________ AG am 1. Juli 
2015 und damit vor Bestehen des Berufsvorsorgeverhältnisses mit der Be-
klagten aufgrund der Auswirkungen der multiplen Sklerose insbesondere 
auf seine kognitiven Fähigkeiten arbeitsunfähig geworden und diese Ar-
beitsunfähigkeit in der Folge zu einer Invalidität geführt hat. Hierfür wurde 
dem Kläger ab dem 1. Januar 2015 (zunächst) eine ganze Rente der Inva-
lidenversicherung ausgerichtet (act. I 5). Seit demselben Zeitpunkt bezieht 
der Kläger ununterbrochen eine Rente der beruflichen Vorsorge, ausgerich-
tet durch die G.________ (act. II 26). 

3.2 Zu prüfen ist, ob der Kläger mit dem Antritt der Arbeitsstelle bei der 
F.________ AG am 1. Juli 2015 wiederum eine Arbeitsfähigkeit von 80 % 
in einer angepassten Erwerbstätigkeit erreicht hat und der zeitliche Konnex 
zwischen der zuvor eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der heute beste-
henden Invalidität unterbrochen worden ist (vgl. E. 2.4.3 hiervor).

Aus den Akten ergibt sich das Folgende:

3.2.1 Der Kläger trat die Arbeitsstelle bei der F.________ AG als ... 
(Funktion "Anspruchsvolle Sachbearbeitung") am 1. Juli 2015 an (Einzelar-
beitsvertrag vom 8. bzw. 17. Juni 2015 [act. I 2]; Arbeitszeugnis vom 
29. Februar 2016 [act. III unpag.]). Vorgängig wandte er sich mit
E-Mail vom 23. Juni 2015 (act. II 23) an die SVA ZH und informierte diese 
über den Stellenantritt per 1. Juli 2015. Dabei äusserte er seine Besorgnis 
über die damit verbundenen Herausforderungen und seine Angst, dem 
beruflichen Druck nicht standhalten zu können. Er gab zu erkennen, dass 
er den Stellenantritt als Arbeitsversuch erachte und bat die SVA ZH um 
Unterstützung und Rückendeckung, falls der Versuch scheitern sollte. 

3.2.2 Am 24. September 2015 und damit kurz vor Ablauf der vereinbar-
ten Probezeit fand ein Standortgespräch zwischen dem Kläger und der 
Arbeitgeberin statt. In diesem Zusammenhang vereinbarten die Parteien 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 13

die Verlängerung der Probezeit um vier Wochen, da die Eignung und Ziel-
erreichung wegen zweiwöchiger Ferienabwesenheit und mangels Vorlie-
gens beurteilbarer Arbeitsergebnisse nicht abschliessend beurteilt werden 
könne (act. III unpag.). In Beantwortung einer Anfrage der SVA ZH vom 
22. September 2015, wie er seine Arbeitsfähigkeit für die Zukunft einschät-
ze, informierte der Kläger in der E-Mail vom 26. September 2015 (act. IIB 
unpag.) über das erfolge Standortgespräch. Er führte aus, dass die Ar-
beitsbelastung nun doch zunehme. Die grössten Probleme habe er dann, 
wenn viele Informationen auf ihn zukämen. Er habe dann Mühe, diese zu 
verarbeiten. Da habe er festgestellt, dass er das eine oder andere vergesse 
oder fehlerhaft interpretiere. Hier müsse er sich konditionieren und versu-
chen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

3.2.3 Mit E-Mail vom 27. Oktober 2015 (act. II 27 S. 3) teilte der Kläger 
der SVA ZH mit, ihm sei nach dem Probezeitgespräch soeben eröffnet 
worden, dass sich die F.________ AG von ihm trennen möchte, da er die 
Erwartungen nicht in vollem Umfang erfüllt habe. Vielleicht leide er doch ein 
bisschen unter Wahrnehmungsstörungen. Im Probezeitgespräch seien 
sechs Punkte beurteilt worden. Sein Vorgesetzter habe zu wenig Fortschrit-
te bei dem zu erreichenden Ziel gesehen. Er sehe das anders. Der von der 
Arbeitgeberin erstellten undatierten Beurteilung "Focus 2015" (act. III) ist zu 
entnehmen, dass die Ziele nur teilweise erfüllt wurden. Da die Beurteilun-
gen des Arbeitnehmers und der Vorgesetzten recht unterschiedlich ausfie-
len, schätzten die Vorgesetzten das Entwicklungspotential als nicht ausrei-
chend ein. Insbesondere bei der selbstständigen Handlungsweise bestün-
den ausserordentlich hohe Anforderungen – u.a. wegen des Zeitdrucks, 
unter dem gearbeitet werde – und gerade auch hier seien Schwächen be-
obachtet worden. Am 28. Oktober 2015 schlossen die Arbeitgeberin und 
der Kläger eine Aufhebungsvereinbarung ab (act. III unpag.). Darin wurde 
festgehalten, die Leistungen während der Probezeit seien lediglich als teil-
weise erfüllt beurteilt worden. Die Arbeitgeberin entscheide, das Arbeits-
verhältnis nicht weiterzuführen. Der Austritt werde per 29. Februar 2016 
vereinbart. Am 20. Februar 2016 wandte sich der Kläger per E-Mail an die 
SVA ZH (act. II 22) und informierte diese, dass sein Versuch der Arbeits-
aufnahme leider gescheitert sei. Sinngemäss ersuchte er um Wiederaus-
richtung der ganzen IV-Rente.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 14

3.3

3.3.1 Zunächst ist festzustellen, dass der Kläger den Stellenantritt bei 
der F.________ AG explizit als Arbeitsversuch verstanden und dies ge-
genüber der SVA ZH jederzeit entsprechend kommuniziert hat. Dies geht 
insbesondere aus den beiden E-Mails vom 23. Juni 2015 (act. II 23) und 
vom 20. Februar 2016 (act. II 22) an die SVA ZH zweifelsfrei hervor (wie 
auch aus einer weiteren E-Mail vom 9. Februar 2016, wonach der Versuch 
der Arbeitsaufnahme gescheitert sei [act. IIB unpag]). In der erstgenannten 
E-Mail ersuchte er die SVA ZH um Rückendeckung beim Arbeitsversuch. 
Gleichzeitig äusserte er gewisse Bedenken mit Blick auf seinen Gesund-
heitszustand. Er war sich damit der durch seine Krankheit bedingten Ein-
schränkungen bewusst, welche die Leistungsfähigkeit am neuen Arbeits-
platz beeinflussen könnten. Insoweit kann dem Kläger nicht gefolgt werden, 
wenn er vorbringt, dass er sich zum Zeitpunkt des Stellenantritts trotz sei-
ner Krankheit zu 100 % arbeits- und leistungsfähig fühlte (Klage S. 8 Ziff. 5) 
bzw. dies tatsächlich war. In der E-Mail vom 20. Februar 2016 (act. II 22) 
bekräftigte der Kläger denn auch seine Ansicht, es habe sich um einen 
Arbeitsversuch gehandelt und wies darauf hin, dies mit der SVA ZH explizit 
so vereinbart bzw. deklariert zu haben.

3.3.2 Die Darstellung des Klägers, wonach beim Arbeitsverhältnis mit 
Blick auf dessen Dauer von acht Monaten nicht mehr von einem Arbeits-
versuch im rechtlichen Sinne auszugehen sei (vgl. Replik S. 6), greift schon 
aufgrund der Tatsache zu kurz, dass – nach Verlängerung der Probezeit – 
bereits am 28. Oktober 2015 und damit nach vier Monaten Dauer in gegen-
seitigem Einvernehmen dessen Auflösung vereinbart worden ist (act. I 14). 
Zwar mag zutreffen, dass anlässlich des Standortgesprächs vom 24. Sep-
tember und des Probezeitgesprächs vom 26. bzw. 27. Oktober 2015 nicht 
konkrete Leistungseinschränkungen besprochen und im Dokument "Focus 
2015" solche nicht festgehalten worden sind, was sich wohl teilweise auch 
durch das Verschweigen der Krankheit gegenüber der Arbeitgeberin er-
klären lässt (vgl. E-Mail vom 29. Oktober 2015 [act. II 27 S. 4]), so dass die 
Arbeitgeberin die klare Leistungsschwäche und das Ungenügen nicht kon-
kreter einordnen konnte. Auf jeden Fall stellte die Arbeitgeberin grossen 
Unterstützungsbedarf und Schwächen insbesondere bei der selbstständi-

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gen Handlungsweise fest. Die Ziele beurteilte sie nur teilweise als erfüllt 
("Focus 2015" [act. III unpag.]). Soweit der Kläger das Dokument "Focus 
2015" formal und inhaltlich als ungeeignetes Beweismittel erachtet (Replik 
S. 3 ff.), ist ihm nicht zu folgen. Die fehlende Datierung und Unterschrift 
schadet nicht, zumal es sich bei diesem Dokument um ein rein internes 
Dokument der Arbeitgeberin handelt. Darüber hinaus flossen die Schluss-
folgerungen aus dem Dokument, insbesondere was die Zielerreichung be-
trifft, in die Auflösungsvereinbarung vom 28. Oktober 2015 (act. I 14) mit 
ein. Die von der Arbeitgeberin festgestellten Schwierigkeiten wurden vom 
Kläger denn auch bereits in seiner im Anschluss an das Standortgespräch 
vom 24. September 2015 an die SVA ZH adressierten E-Mail vom 26. Sep-
tember 2015 (act. IIB unpag.) thematisiert. Die darin beschriebenen Defizite 
bei der Informationsaufnahme und -verarbeitung spiegeln die von der Di-
plom-Psychologin J.________ festgestellten und im Bericht vom 1. Juli 
2014 (act. II 28) dargelegten kognitiven Einschränkungen deutlich wieder. 
Damit ist aufgrund echtzeitlicher Angaben erstellt, dass sich einerseits die 
diagnostizierten krankheitsbedingten Einschränkungen im Arbeitsalltag 
auch tatsächlich manifestierten und sich negativ auf das funktionelle Leis-
tungsvermögen auswirkten und andererseits diese Einschränkungen für die 
Arbeitgeberin erkennbar waren. Auf die beantragte Befragung der ehemali-
gen Vorgesetzten des Klägers über einen sieben Jahre zurückliegenden 
Sachverhalt kann damit in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden 
(BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4), zumal hiervon keine neuen Er-
kenntnisse zu erwarten sind. 

3.3.3 Aus der Tatsache, dass die F.________ AG den Arbeitsvertrag 
während der (verlängerten) Probezeit nicht auf den nächstmöglichen Kün-
digungstermin aufgelöst hat, sondern dessen Aufhebung zusammen mit 
dem Kläger erst per 29. Februar 2016 vereinbart hat (act. I 14), lässt sich 
nicht schliessen, dass in jenem Zeitraum eine annähernd vollständige Ar-
beitsfähigkeit vorgelegen hat (vgl. Replik Rz. 6, 8). Vielmehr stellt diese 
Vorgehensweise ein Entgegenkommen der Arbeitgeberin dar, welche dem 
Kläger Zeit verschaffen sollte, eine neue Arbeitsstelle zu suchen (vgl. Ver-
laufsprotokoll Eingliederungsberatung vom 6. November 2015 S. 4, E-Mail 
vom 27. Oktober 2015 [act. II 27]). Für die F.________ AG wäre denn auch 

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eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses per Ende November 2015 in Frage 
gekommen, die Wahl des Auflösungszeitpunktes überliess sie dem Kläger 
(vgl. E-Mail vom 27. Oktober 2015 [act. II 27 S. 3 f.]).

3.3.4 Die dem eingeklagten Rentenanspruch zu Grunde liegende These, 
wonach bei Antritt der Arbeitsstelle bei der F.________ am 1. Juli 2015 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe und die zur späteren 
Invalidität führende Arbeitsunfähigkeit während der Dauer des Arbeitsver-
hältnisses eingetreten sei, scheitert schliesslich auch daran, dass die gel-
tend gemachte gesundheitliche Verschlechterung nicht erstellt ist. Zwar 
spricht der Kläger von einer zu Ende des Arbeitsverhältnisses bzw. 
während der Nachdeckungsfrist eingetretenen Arbeitsunfähigkeit (Replik 
S. 5 Ziff. 6). Weder finden sich in den Akten entsprechende medizinische 
Unterlagen, noch bringt der Kläger etwas bei, was diese Darstellung stüt-
zen würde. Es ist ihm denn auch nicht möglich, den Zeitpunkt des Eintritts 
der angeblichen gesundheitlichen Verschlechterung konkret zu benennen 
oder auch nur schon darzulegen, wie sich diese manifestiert haben soll.

3.4 In Würdigung aller Umstände ist mit der Anstellung bei der 
F.________ AG am 1. Juli 2015 eine längere Zeit dauernde, annähernd 
vollständige Arbeitsfähigkeit mit der tatsächlichen Perspektive einer dauer-
haften Berufsausübung und damit eine Unterbrechung der zeitlichen Kon-
nexität nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt. Die Beklagte ist damit 
nicht leistungspflichtig und die Klage vom 19. Mai 2022 ist abzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind in Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG kei-
ne zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Kläger 
gemäss Art. 109 Abs. 1 VRPG (Umkehrschluss) keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Die obsiegende Beklagte hat als Sozialversiche-
rungsträgerin ebenfalls keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(BGE 126 V 143 E. 4b S. 150).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Nov. 2022, BV/22/317, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch werden Parteien-
tschädigungen zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwältin lic. iur. C.________ z.H. des Klägers
- Pensionskasse D.________
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.