# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e7621cc-328d-54ec-8427-a0dba04be82b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-02-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 06.02.2023 HE220126
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HE220126_2023-02-06.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
Einzelgericht    
 

 

Geschäfts-Nr.: HE220126-O U/mk 

 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Präsidentin,  sowie Gerichtsschrei-

berin Zoë Biedermann 

 

Urteil vom 6. Februar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____ AG, 
Gesuchstellerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____,  

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw X2._____, 

 

gegen 

 

B._____ AG, 
Gesuchsgegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____, 

 

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 

 
  

- 2 - 

Rechtsbegehren: 
(act. 1 S. 2) 

" 1. Es sei das Grundbuchamt C._____-Zürich anzuweisen, zu Guns-
ten der Gesuchstellerin auf dem im Alleineigentum der Gesuchs-
gegnerin stehenden Grundstück am D._____-weg ..., … Zürich, 
Blatt 1, Kataster EN2, für eine Pfandsumme von CHF 90'610.05 
nebst Zins zu 5% seit 20. Dezember 2022 ein Bauhandwerker-
pfandrecht einzutragen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehr-
wertsteuer zu Lasten der Gesuchsgegnerin." 

Das Einzelgericht zieht in Erwägung: 

1. Prozessverlauf 

Die Gesuchstellerin reichte am 23. Dezember 2022 ihr Gesuch betreffend provi-

sorische und superprovisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts 

beim hiesigen Einzelgericht ein (act. 1; act. 3/1-17). Mit Verfügung vom 

23. Dezember 2022 wurde das Grundbuchamt antragsgemäss im Sinne von 

Art. 961 ZGB einstweilen angewiesen, zugunsten der Gesuchstellerin auf die 

streitgegenständliche Liegenschaft vorläufig ein Pfandrecht im Grundbuch einzu-

tragen. Gleichzeitig wurde der Gesuchsgegnerin Frist zur Stellungnahme zum 

Begehren der Gesuchstellerin angesetzt (act. 4). Das Grundbuchamt nahm die 

vorläufige Eintragung ebenfalls noch am 23. Dezember 2022 zum Vollzug im 

Grundbuch entgegen (act. 5; act. 8). Die Gesuchsgegnerin verzichtete innert er-

streckter Frist auf eine Stellungnahme (act. 10; act. 13). Damit erweist sich das 

Verfahren als spruchreif. 

2. Sachverhaltsübersicht 

Die Gesuchstellerin verlangt die vorläufige Eintragung eines Bauhandwerker-

pfandrechts für Arbeiten auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin in der Höhe 

von CHF 90'610.05, zuzüglich Zins zu 5% seit 20. Dezember 2022. Sie begründet 

diesen Anspruch mit ausstehenden Zahlungen für Arbeiten, die sie für die Miete-

rin der Gesuchstellerin, die E._____ AG, erbracht habe, wobei die Gesuchsgeg-

nerin Kenntnis der ausgeführten Arbeiten gehabt habe. Die Gesuchsgegnerin 

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verzichtet im vorliegenden Verfahren einstweilen auf Stellungnahme, behält sich 

jedoch sämtliche Einreden und Einwendungen gegen die Forderung der Gesuch-

stellerin im Rahmen des ordentlichen Verfahrens vor (act. 13). Da ein Verzicht auf 

eine Stellungnahme nicht mit der Anerkennung des (vorsorglichen) Anspruchs 

gleichgesetzt werden kann, ist zu prüfen, ob der geltend gemachte Anspruch be-

steht. Mangels Stellungnahme gelten die Behauptungen der Gesuchstellerin im 

vorliegenden Verfahren als unbestritten. 

3. Formelles 

Die örtliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 13 lit. a i.V.m. Art. 29 Abs. 1 lit. c 

ZPO, die sachliche Zuständigkeit aus Art. 6 Abs. 5 i.V.m. Abs. 1 und 2 ZPO sowie 

§ 45 lit. b GOG. Die übrigen Eintretensvoraussetzungen sind ebenfalls erfüllt. 

4. Voraussetzungen des Bauhandwerkerpfandrechts 

4.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine 

vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Er-

richtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwer-

ker  

oder Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, 

zu Abbrucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen 

Material und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben, an diesem Grundstück, sei 

es, dass sie den Grundeigentümer, einen Handwerker oder Unternehmer, einen 

Mieter, einen Pächter oder eine andere am Grundstück berechtigte Person zum 

Schuldner haben. Ist ein Mieter Schuldner von Forderungen der Handwerker, so 

besteht der Anspruch nur, wenn der Grundeigentümer seine Zustimmung zur 

Ausführung der Arbeiten erteilt hat, was auch konkludent erfolgen kann (Art. 837 

Abs. 2 ZGB; Urteil BGer 5C.208/204 E. 5; Urteil HGer/ZH HE180194 E. 5.4). Die 

Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Vollendung 

der Arbeiten zu erfolgen und kann nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer für 

die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet (Art. 839 Abs. 2 und 3 

ZGB). 

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4.2. Im vorläufigen Eintragungsverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaft-

machung (Art. 961 Abs. 3 ZGB; Art. 261 Abs. 1 ZPO). Das Beweismass ist in die-

sem Verfahren gegenüber anderen Arten vorsorglicher Massnahmen allerdings 

besonders stark herabgesetzt (BGE 137 III 563 E. 3.3; Urteil BGer 5A_613/2015 

E. 4; SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. Aufl. 2022, Rz. 1533). 

Aufgrund der besonderen Interessenlage darf die vorläufige Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts nur verweigert werden, wenn der Bestand des Pfand-

rechts als ausgeschlossen erscheint oder höchst unwahrscheinlich ist; im Zwei-

felsfall, bei unklarer oder unsicherer Rechtslage, ist die vorläufige Eintragung zu 

bewilligen und die Entscheidung dem definitiven Eintragungsverfahren zu über-

lassen (BGE 86 I 265 E. 3; Urteil BGer 5A_280/2021 E. 3.1). 

5. Aktiv- und Passivlegitimation 

5.1. Pfandgläubiger ist der Handwerker oder Unternehmer, der Bauarbeiten zu-

gunsten des Grundstücks des Pfandschuldners erbracht hat (SCHUMACHER/REY, 

a.a.O., Rz. 485 ff.). Der Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfand-

rechts richtet sich gegen den jeweiligen Eigentümer des Grundstücks (Realobliga-

tion; BGE 134 III 147 E. 4.3; 92 II 227 E. 1; SCHUMACHER/REY, a.a.O. Rz. 888 ff.). 

5.2. Die Gesuchstellerin hat sich mit den Werkverträgen vom 11./17. Mai bzw. 

1. Juni 2022 (BKP 244; Lüftungsanlagen) und vom 11./17. Mai bzw. 15. Juni 2022 

(BKP 246; Heizungs- und Kälteanlagen) zur Leistung von handwerklichen Arbei-

ten auf dem streitgegenständlichen Grundstück verpflichtet (act. 1 Rz. 11, Rz. 13 

ff.; act. 3/6-7). Entsprechend ist sie aktivlegitimiert. Das Grundstück steht im Al-

leineigentum der Gesuchsgegnerin (act. 1 Rz. 7; act. 3/3; Prot. S. 2). Die Ge-

suchsgegnerin ist somit passivlegitimiert. 

6. Pfandforderung und -berechtigung 

6.1. Zunächst ist zu bemerken, dass die Gesuchstellerin darlegt, in den von der 

E._____ AG gemieteten Räumlichkeiten auf dem Grundstück der Gesuchsgegne-

rin Lüftungsanlagen für einen Werklohn von CHF 24'476.– (netto, inkl. MWST) 

und Heizungs-/Kälteanlagen für einen Werklohn von CHF 114'000.– (netto, inkl. 

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MWST) eingebaut zu haben. Ausserdem habe sie Regiearbeiten und den Nach-

trag 2 erbracht, was eine Forderung von insgesamt CHF 154'887.60 ergebe. Von 

dieser Forderung seien lediglich Akontozahlungen im Umfang von CHF 64'277.55 

fristgerecht bezahlt worden. Folglich sei der Betrag von CHF 90'610.05 offen. Mit 

Mahnung vom 12. Dezember 2022 sei letztmals eine Zahlungsfrist bis 

19. Dezember 2022 angesetzt worden. Die Gesuchsgegnerin habe Kenntnis der 

geleisteten Arbeiten gehabt und mindestens konkludent zugestimmt (act. 1 Rz. 11 

ff., Rz. 19; act. 3/8-14). Diese Ausführungen sind unbestritten geblieben (vgl. 

act. 13). 

6.2. Die Behauptungen der Gesuchstellerin sind schlüssig und mangels Be-

streitung von der Gesuchsgegnerin anerkannt. Die Gesuchstellerin hat Material 

und Arbeit auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin geleistet, wovon diese 

Kenntnis hatte. Bei den erbrachten Arbeiten handelt es sich um pfandberechtigte 

Leistungen im Sinne von Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und Abs. 2 ZGB. Die Höhe der 

Pfandsumme beläuft sich auf CHF 90'610.05 und umfasst den Mehrwertsteuer-

zugschlag. Hinzu kommen Verzugszinsen ab dem 20. Dezember 2022 in gesetz-

licher Höhe von 5 % (Art. 102 i.V.m. Art. 104 OR). 

7. Eintragungsfrist 

7.1. Wie bereits ausgeführt, hat die Eintragung ins Grundbuch bis spätestens 

vier Monate nach der Vollendung der Arbeiten zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). 

Bauarbeiten gelten grundsätzlich dann als vollendet, wenn alle Verrichtungen, die 

Gegenstand des Werkvertrages bilden, ausgeführt sind. Nicht in Betracht fallen 

geringfügige oder nebensächliche, rein der Vervollkommnung dienende Arbeiten 

oder Ausbesserungen wie der Ersatz gelieferter, aber fehlerhafter Teile oder die 

Behebung anderer Mängel. Geringfügige Arbeiten gelten aber dann als Vollen-

dungsarbeiten, wenn sie unerlässlich sind; insoweit werden Arbeiten weniger 

nach quantitativen als vielmehr nach qualitativen Gesichtspunkten gewürdigt. In-

sofern ist der Begriff der Arbeitsvollendung restriktiv auszulegen (BGE 125 III 113 

E. 2b m.w.H.; Urteil BGer 5A_613/2015 E. 4; THURNHERR, in: Geiser/Wolf [Hrsg.], 

BSK ZGB II, 6. Aufl. 2019, Art. 839/840 ZGB N 29).  

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7.2. Es ist unstrittig, dass die Gesuchstellerin die letzten Abschlussarbeiten am 

25. Dezember 2022 durch die Inbetriebnahme der Anlagen ausgeführt hat. Die 

Arbeiten wurden am 26. Dezember 2022 abgenommen (act. 1 Rz. 21; act. 3/15-

17). Mit der provisorischen Eintragung am 23. Dezember 2022 wurde die von 

Art. 839 Abs. 2 ZGB verlangte viermonatige Frist eingehalten. 

8. Sicherheit 

8.1. Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung eines Bauhandwerker-

pfandrechts nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer oder ein Dritter für die 

angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet. Ein bereits eingetragenes 

Pfandrecht ist in diesem Fall zu löschen. Das Fehlen einer hinreichenden Sicher-

heit i.S.v. Art. 839 Abs. 3 ZGB stellt eine negative Anspruchsvoraussetzung dar 

(SCHMID/HÜRLIMANN-KAUP, Sachenrecht, 6. Aufl. 2022, Rz. 1742). 

8.2. Die Parteien legen nicht dar, dass eine anderweitige Sicherheit geleistet 

worden wäre. Folglich ist auch diese Voraussetzung erfüllt. 

9. Fazit 

Die Gesuchstellerin hat alle Voraussetzungen für die Eintragung eines Bauhand-

werkerpfandrechts für eine Pfandforderung im Umfang von CHF 90'610.05 nebst 

Zins zu 5 % seit 20. Dezember 2022 rechtsgenügend behauptet. Ihre schlüssigen 

Behauptungen sind unbestritten geblieben und gelten als anerkannt. Die super-

provisorische Eintragung vom 23. Dezember 2022 ist zu bestätigen. 

10. Prosequierungsfrist 

Sodann ist der Gesuchstellerin Frist anzusetzen, um Klage auf definitive Eintra-

gung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Die Prosequie-

rungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige Gerichtsferien sind 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berücksichtigen (BGE 143 

III 554 E. 2.5.2). Eine Verlängerung dieser Frist ist möglich, bedarf aber eines ge-

sonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); dieses würde in ei-

nem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende Gründe für eine 

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Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder die Zustim-

mung der Gegenpartei oder von der Partei nicht vorhersehbare oder nicht beein-

flussbare Hinderungsgründe anerkannt. 

11. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

11.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in 

erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 

Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 90'610.05 auszuge-

hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 sowie § 8 Abs. 1 

GebV OG auf CHF 4'200.– festzusetzen ist. 

11.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv ent-

schieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuch-

stellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren 

lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des Einzel-

gerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im Ver-

fahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuchstel-

lerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen 

Verfahren vorbehalten bleibt. 

11.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den 

Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Par-

teientschädigung für das vorliegende Verfahren zuzusprechen (BGE 139 III 334 

E. 4.3). 

Das Einzelgericht erkennt: 

1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____-Zürich wird be-

stätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab 

vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 23. Dezember 2022 bis zur 

rechtskräftigen Erledigung des gemäss Dispositiv-Ziffer 2 einzuleitenden 

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Prozesses 

auf Liegenschaft Kat. Nr. EN2, GBBl. 1,  

EGRID CH3, 

D._____-weg ..., … Zürich, 

für eine Pfandsumme von CHF 90'610.05 nebst Zins zu 5 % seit 20. De-

zember 2022. 

2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 11. April 2023 angesetzt, um eine 

Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin 

anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag 

(Dispositiv-Ziffer 1) löschen lassen. 

3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'200.–. 

Die weiteren Kosten betragen: CHF 65.– (Rechnung Nr. 4 des Grundbuch-

amtes C._____-Zürich vom 13. Januar 2021) sowie allfällige weitere Kosten 

des Grundbuchamtes. 

4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin be-

zogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfol-

genden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert 

Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 2 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr 

die Kosten definitiv auferlegt. 

5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

des Doppels von act. 13, sowie an das Grundbuchamt C._____-Zürich. 

7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

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und Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der 

Streitwert beträgt CHF 90'610.05. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).  

 

Zürich, 6. Februar 2023 
 

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 
Einzelgericht 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

Zoë Biedermann 

 

	Urteil vom 6. Februar 2023
	
	Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
	Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
	1. Prozessverlauf
	2. Sachverhaltsübersicht
	3. Formelles
	4. Voraussetzungen des Bauhandwerkerpfandrechts
	4.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts für die Forderungen der Handwerker  oder Unternehme...
	4.2. Im vorläufigen Eintragungsverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaftmachung (Art. 961 Abs. 3 ZGB; Art. 261 Abs. 1 ZPO). Das Beweismass ist in diesem Verfahren gegenüber anderen Arten vorsorglicher Massnahmen allerdings besonders stark herabgeset...

	5. Aktiv- und Passivlegitimation
	5.1. Pfandgläubiger ist der Handwerker oder Unternehmer, der Bauarbeiten zugunsten des Grundstücks des Pfandschuldners erbracht hat (Schumacher/Rey, a.a.O., Rz. 485 ff.). Der Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandrechts richtet sich geg...
	5.2. Die Gesuchstellerin hat sich mit den Werkverträgen vom 11./17. Mai bzw. 1. Juni 2022 (BKP 244; Lüftungsanlagen) und vom 11./17. Mai bzw. 15. Juni 2022 (BKP 246; Heizungs- und Kälteanlagen) zur Leistung von handwerklichen Arbeiten auf dem streitge...

	6. Pfandforderung und -berechtigung
	6.1. Zunächst ist zu bemerken, dass die Gesuchstellerin darlegt, in den von der E._____ AG gemieteten Räumlichkeiten auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin Lüftungsanlagen für einen Werklohn von CHF 24'476.– (netto, inkl. MWST) und Heizungs-/Kälteanla...
	6.2. Die Behauptungen der Gesuchstellerin sind schlüssig und mangels Bestreitung von der Gesuchsgegnerin anerkannt. Die Gesuchstellerin hat Material und Arbeit auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin geleistet, wovon diese Kenntnis hatte. Bei den erbra...

	7. Eintragungsfrist
	7.1. Wie bereits ausgeführt, hat die Eintragung ins Grundbuch bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeiten zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Bauarbeiten gelten grundsätzlich dann als vollendet, wenn alle Verrichtungen, die Gegenstand d...
	7.2. Es ist unstrittig, dass die Gesuchstellerin die letzten Abschlussarbeiten am 25. Dezember 2022 durch die Inbetriebnahme der Anlagen ausgeführt hat. Die Arbeiten wurden am 26. Dezember 2022 abgenommen (act. 1 Rz. 21; act. 3/15-17). Mit der proviso...

	8. Sicherheit
	8.1. Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts nicht verlangt werden, wenn der Eigentümer oder ein Dritter für die angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet. Ein bereits eingetragenes Pfandrecht ist in d...
	8.2. Die Parteien legen nicht dar, dass eine anderweitige Sicherheit geleistet worden wäre. Folglich ist auch diese Voraussetzung erfüllt.

	9. Fazit
	10. Prosequierungsfrist
	11. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	11.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV...
	11.2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden Verfahren lediglich eine...
	11.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentlichen Verfahren vorbehalten. Mangels Antrag der Gesuchsgegnerin ist ihr für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch nicht prosequieren sollte, keine Parteientschädig...

	Das Einzelgericht erkennt:
	1. Die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._____-Zürich wird bestätigt als vorläufige Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB mit Wirkung ab vorläufiger Eintragung gemäss Verfügung vom 23. Dezember 2022 bis zur rechtskräftigen Erledigung des gem...
	2. Der Gesuchstellerin wird eine Frist bis 11. April 2023 angesetzt, um eine Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen die Gesuchsgegnerin anzuheben. Bei Säumnis kann die Gesuchsgegnerin den vorläufigen Eintrag (Dispositiv-Ziffer 1) lösche...
	3. Die Gerichtsgebühr beträgt CHF 4'200.–. Die weiteren Kosten betragen: CHF 65.– (Rechnung Nr. 4 des Grundbuchamtes C._____-Zürich vom 13. Januar 2021) sowie allfällige weitere Kosten des Grundbuchamtes.
	4. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 3 werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist gemäss Dispositiv-Zi...
	5. Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden ordentlichen Verfahren vorbehalten.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage des Doppels von act. 13, sowie an das Grundbuchamt C._____-Zürich.
	7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff...
	Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).