# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21e49a3f-f390-57c8-a5b7-7111282b1d17
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.10.2025 E-8071/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8071-2025_2025-10-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-8071/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Kaspar Gerber, 

mit Zustimmung von Richter Markus König;    

Gerichtsschreiberin Jessica Püringer. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

G._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

alle vertreten durch Mag. iur. Jonas Inama,  

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren (…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 14. Oktober 2025 / N (…). 

 

E-8071/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden A._______ (Beschwerdeführer) und 

B._______ (Beschwerdeführerin) suchten am 25. Mai 2025 für sich und 

ihre fünf minderjährigen Kinder in der Schweiz um Asyl nach. Dabei reich-

ten sie gültige griechische Aufenthaltstitel und Reisedokumente für alle Fa-

milienmitglieder zu den Akten.  

A.b Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Euro-

dac) ergab, dass sie am (…) 2025 bereits in Griechenland um Asyl ersucht 

haben.  

B.  

B.a Gestützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und 

Verfahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal aufhältiger Dritt-

staatsangehöriger (Rückführungsrichtlinie) und das Abkommen vom 

28. August 2006 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Re-

gierung der Hellenischen Republik über die Rückübernahme von Personen 

mit irregulärem Aufenthalt (SR 0.142.113.729) ersuchte das SEM die grie-

chischen Behörden am 2. Juni 2025 um Rückübernahme der Beschwerde-

führenden. 

B.b Die griechischen Behörden stimmten dem Ersuchen um Rücküber-

nahme der Beschwerdeführenden am 13. Juni 2025 zu und teilten mit, den 

Beschwerdeführenden sei am (…) 2025 in Griechenland Asyl gewährt wor-

den und sie würden über eine bis am (…) 2028 gültige Aufenthaltsbewilli-

gung verfügen.  

C.  

Am 2. September 2025, 9. September 2025 sowie 16. September 2025 

wurde den Beschwerdeführenden im Rahmen eines persönlichen Ge-

sprächs jeweils das rechtliche Gehör zu einem allfälligen Nichteintretens-

entscheid und zur Möglichkeit der Überstellung in einen sicheren Drittstaat 

(Griechenland) gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG (SR 142.31) gewährt. 

Dabei machten sie übereinstimmend zur Hauptsache im Wesentlichen gel-

tend, sie hätten etwa drei Monate lang auf der Insel H._______ in einem 

Camp gelebt. Etwa zehn oder zwölf Tage nachdem sie ihre Reisepässe 

erhalten hätten, seien sie aus Griechenland ausgereist und in die Schweiz 

gekommen. In Griechenland hätten sie nicht genügend Geld gehabt, um 

ein menschliches Leben zu führen, da sie dort nicht finanziell unterstützt 

E-8071/2025 

Seite 3 

worden seien. Sie hätten die Sprache nicht gekonnt und die Kinder hätten 

dort keine Zukunft.  Abgesehen davon hätten sie von vornherein hier in die 

Schweiz kommen wollen, da es in der Schweiz für die Kinder eine bessere 

Zukunft gebe. Diesen Entschluss hätten sie bereits in Afghanistan gefasst. 

Sie hätten ihr gesamtes Hab und Gut veräussert und seien mit dem Erlös 

aus ihrer Heimat ausgereist. Für die Reise nach Griechenland hätten sie 

rund 24'000 Euro aufgewendet. Zunächst hätten sie sich für rund 6 Monate 

in der I._______ aufgehalten. Dort hätten sie illegal in einem Mietshaus 

gewohnt, das sich in einem heruntergekommenen Zustand befunden habe. 

Während dieser Zeit sei die Beschwerdeführerin selbst keiner Arbeit nach-

gegangen. Ihr Mann (der Beschwerdeführer) hingegen habe während zwei 

Monaten in einer Werkstatt als Schweisser gearbeitet. Da er jedoch keine 

Arbeitserlaubnis besessen habe, habe er nicht weiter arbeiten dürfen.  

Als Grund für ihre Ausreise aus Griechenland führten sie an, dass die Le-

bensbedingungen im Camp sehr schlecht und unhygienisch gewesen 

seien. Insbesondere die Mädchen hätten sich nicht sicher gefühlt und die 

sanitären Anlagen nicht alleine aufsuchen können. Zudem hätten sie keine 

Arbeit und keine Wohnung ausserhalb des Camps finden können. Auch 

das Angebot an Sprachkursen im Camp sei unzureichend gewesen, womit 

es ihnen nicht möglich gewesen sei, entsprechende Sprachkenntnisse zu 

erwerben, zumal der Beschwerdeführer auch Analphabet sei. Die Be-

schwerdeführenden sprächen Darsi und Farsi. Die englische Sprache hin-

gegen beherrsche keiner von ihnen richtig. 

Die Beschwerdeführenden machten zur Schulsituation sodann unter-

schiedliche Angaben. Während der Beschwerdeführer angab, die Kinder 

hätten in Griechenland keine Schule besuchen können, da es im Camp 

keine Schule gegeben habe und sie sich nicht ausserhalb des Camps auf-

gehalten hätten, führte die Tochter C._______ aus, ihr Bruder F._______ 

und die Schwester E._______ hätten eine Schule ausserhalb des Camps 

besuchen können. Die Tochter D._______ bestätigte ebenfalls, dass ledig-

lich die beiden jüngeren Geschwister zur Schule geschickt worden seien. 

Die Tochter E._______ führte aus, sie habe nach einer krankheitsbeding-

ten Unterbrechung während einiger Wochen die Schule besucht, dort je-

doch nichts gelernt, da der Unterricht sehr chaotisch verlaufen sei. Es sei 

häufig zu Streitereien und Schlägereien gekommen, ohne dass die Lehr-

personen eingegriffen hätten. 

C.a Die Beschwerdeführenden berichteten schliesslich über verschiedene 

gesundheitliche Probleme.  

E-8071/2025 

Seite 4 

D.  

D.a Am 29. September 2025 wandte sich das SEM an den zuständigen 

Pflegedienst und ersuchte um Einsicht in medizinischen Unterlagen der 

Beschwerdeführenden sowie um Auskunft betreffend allfällige ausste-

hende Arzttermine. 

D.b Der zuständige Pflegedienst stellte gleichentags die medizinischen 

Unterlagen der Beschwerdeführenden – diverse Arztberichte sowie die 

Verlaufsblätter der medizinischen Betreuung – dem SEM zu. 

E.  

E.a Am 10. Oktober 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfü-

gungsentwurf – zusammen mit den editionspflichtigen Akten – an die Be-

schwerdeführenden zur Stellungnahme.  

E.b In der am 13. Oktober 2025 eingereichten Stellungnahme brachten die 

Beschwerdeführenden zusammenfassend vor, dass sie bei einer Rückkehr 

nach Griechenland in eine existenzielle Notlage geraten würden. Die Le-

benssituation in Griechenland sei sehr schwierig gewesen, es gebe keine 

Zukunftsperspektiven. Die Familie habe keine Unterstützung bei der In-

tegration sowie bei der Wohnungs- und Arbeitssuche erhalten. Schliesslich 

gebe es in Griechenland keine Zukunft für die Kinder der Familie. Während 

der gesamten Zeit in Griechenland sei es ihnen nicht möglich gewesen, 

eine Schule, einen Sprachkurs oder eine Ausbildung zu besuchen. Bei ei-

ner Rückkehr sei davon auszugehen, dass sie wiederum keine Unterstüt-

zung erhalten würden, womit sie sich ihre Zukunft verbauen würden.  

Hinsichtlich des Vollzugs der Wegweisung nach Griechenland seien ent-

gegen der Auffassung der Vorinstanz keine günstigen Umstände ersicht-

lich. Sie seien eine Familie mit fünf minderjährigen Kindern und würden der 

Kategorie der vulnerablen Personen angehören; begünstigende Faktoren 

würden fehlen. Die Familie habe sich nicht längere Zeit in Griechenland 

aufgehalten, verfüge über keine Kenntnisse der griechischen Sprache und 

habe keine ausreichenden finanziellen Mittel. Auch die vom SEM genann-

ten Organisationen könnten die Beschwerdeführenden in der Praxis nicht 

von einer drohenden Obdachlosigkeit schützen, was insbesondere für vul-

nerable Familien wie die ihre (der Beschwerdeführenden) schwerwiegende 

Folgen haben könne. Deshalb seien sie in der Schweiz vorläufig aufzuneh-

men.  

  

E-8071/2025 

Seite 5 

F.  

Mit Verfügung vom 14. Oktober 2025 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG auf die 

Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht ein, ordnete die Wegwei-

sung aus der Schweiz sowie den Vollzug an, forderte sie auf, die Schweiz 

am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu verlassen und hän-

digte ihnen die editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis aus. 

G.  

Mit Eingabe vom 21. Oktober 2025 erhoben die Beschwerdeführenden, 

handelnd durch den rubrizierten Rechtsvertreter, beim Bundesverwal-

tungsgericht Beschwerde gegen diese Verfügung und beantragten, diese 

sei vollumfänglich aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, auf die 

Asylgesuche einzutreten und ihnen die vorläufige Aufnahme zu gewähren; 

eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-

weisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde beantragt, das vorliegende 

Dossier (N […]) sei aufgrund des persönlichen und sachlichen Zusammen-

hangs mit demjenigen der volljährigen Tochter (N […]) koordiniert zu be-

handeln und es sei ihnen die unentgeltliche Prozessführung unter Verzicht 

auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu gewähren.  

H.  

Am 27. Oktober 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – und so auch vorliegend – 

endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

E-8071/2025 

Seite 6 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten.  

1.4 Das vorliegende Verfahren wird aufgrund des engen sachlichen und 

persönlichen Zusammenhanges antragsgemäss mit demjenigen der voll-

jährigen Tochter (E-[…]; N […]) koordiniert behandelt.  

2.  

2.1 Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). Hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des 

Wegweisungsvollzugs hat die Vorinstanz eine materielle Prüfung vorge-

nommen, weshalb das Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit 

ohne Einschränkung prüft. 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt wird, handelt es sich um ein solches Rechtsmittel, weshalb 

das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 In der Beschwerde wird die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 

beantragt und damit begründet, das SEM habe den Sachverhalt betreffend 

die minderjährigen Kinder nicht rechtsgenüglich festgestellt und dabei ins-

besondere die Pflicht zur vorrangigen Berücksichtigung des Kindeswohls, 

E-8071/2025 

Seite 7 

gemäss Art. 3 Abs. 1 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes 

(Kinderrechtskonvention, KRK; SR 0.107), verletzt.  

4.2 Die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts kann nach Art. 49 Bst. b VwVG gerügt werden. Unrichtig ist 

die Sachverhaltsfeststellung beispielsweise, wenn der Verfügung ein ak-

tenwidriger oder nicht weiter belegbarer Sachverhalt zugrunde gelegt 

wurde. Unvollständig ist sie, wenn die Behörde trotz der geltenden Unter-

suchungsmaxime den Sachverhalt nicht von Amtes wegen rechtsgenüglich 

abgeklärt oder nicht alle für den Entscheid wesentlichen Sachumstände 

berücksichtigt hat (BVGE 2008/43 E. 7.5.6; vgl. auch BENJAMIN SCHIND-

LER, in: Kommentar zum VwVG, 2. Aufl. 2019, Art. 49 N. 29).  

4.3 Das SEM hat sich in der angefochtenen Verfügung mit der allgemeinen 

Situation von Personen mit Schutzstatus in Griechenland – auch der von 

Kindern – einlässlich auseinandergesetzt. Ausserdem hat es unter Bezug-

nahme auf die vorhandenen Akten und die Schilderungen der Beschwer-

deführenden deren individuelle Situation, einschliesslich des Kindeswohls 

und ihres Gesundheitszustandes, rechtsgenüglich abgeklärt. Weiter wurde 

in der angefochtenen Verfügung eine Einzelfallprüfung vorgenommen und 

hinreichend nachvollziehbar aufgezeigt, von welchen Überlegungen die 

Vorinstanz sich leiten liess (vgl. angefochtene Verfügung S. 8 ff.). Dabei 

durfte das SEM sich auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken 

(BGE 143 III 65 E. 5.2), was es vorliegend getan hat. So sind den vor- 

instanzlichen Erwägungen detaillierte Ausführungen zu der Situation und 

den Möglichkeiten der Beschwerdeführenden in Griechenland – die klarer-

weise auch die minderjährigen Kinder einschliessen – sowie der medizini-

schen Versorgung ebendort zu entnehmen. Dass die Beschwerdeführen-

den die Auffassung und Schlussfolgerungen des SEM nicht teilen, stellt 

keine unvollständige Sachverhaltsfeststellung dar, sondern betrifft die ma-

terielle Beurteilung der vorgebrachten Vollzugshindernisse. 

4.4 Die formellen Rügen erweisen sich nach dem Gesagten als unbegrün-

det. Das eventualiter gestellte Rückweisungsbegehren ist daher abzuwei-

sen.  

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründete ihre Verfügung im Wesentlichen damit, die 

Beschwerdeführenden seien im sicheren Drittstaat Griechenland als 

Flüchtlinge anerkannt und Griechenland habe ihrer Rückübernahme zuge-

stimmt. Sie könnten dorthin zurückkehren, ohne eine Rückschiebung in 

E-8071/2025 

Seite 8 

Verletzung des Non-Refoulement-Prinzips befürchten zu müssen. Es sei 

daher in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG nicht auf ihre Asylge-

suche einzutreten.  

In seiner Verfügung führte das SEM mit ausführlichem Verweis auf die Pra-

xis des Bundesverwaltungsgerichts (Referenzurteil E-3427/2021,  

E-3431/2021 vom 28. März 2022) aus, es könne weiterhin davon ausge-

gangen werden, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für 

anerkannte Schutzberechtigte grundsätzlich zulässig und zumutbar sei. 

Für Familien mit Kindern sei der Vollzug der Wegweisung ebenfalls zumut-

bar, falls günstige Voraussetzungen oder Umstände vorlägen. Allein die 

Tatsache, dass sich die bisherige Integration als schwierig erwiesen habe, 

lasse den Vollzug der Wegweisung noch nicht als unzumutbar erscheinen. 

Es gehe aus den Akten nicht hervor, dass sie alles ihnen Zumutbare unter-

nommen hätten, um in Griechenland zu ihren Rechten und den ihnen zu-

stehenden Leistungen zu kommen, oder dass sie die ihnen noch zur Ver-

fügung stehenden finanziellen Mittel eingesetzt hätten, um sich in Grie-

chenland eine Zukunft aufzubauen. Vielmehr hätten sie ihren Angaben zu-

folge das Camp nicht verlassen, die Behörden nicht kontaktiert und kurze 

Zeit nach Erhalt der Reisedokumente Griechenland verlassen.  

Schutzberechtigte, welche in Griechenland nicht in der Lage seien, ihren 

Lebensunterhalt selbstständig zu bestreiten, könnten beim griechischen 

Staat das Garantierte Mindesteinkommen (Ελάχιστο Εγγυημένο Εισόδημα; 

EEE) beantragen, wobei das EEE ein umfassendes Unterstützungskon-

zept sei, welches auf drei Grundpfeilern – finanzielle Einkommensunter-

stützung, soziale Dienstleistungen sowie berufliche Integration – beruhe. 

Der entsprechende Antrag könne bei einem Gemeindezentrum oder einem 

Migrant Integration Center (MIC) eingereicht werden, wobei die MIC wei-

tere Unterstützungsleistungen anböten. Bis zur Genehmigung des Antrags 

auf das EEE, welche in der Regel innerhalb eines Monats erfolge und für 

jeweils sechs Monate gelte, hätten die Beschwerdeführenden gemäss der 

Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

13. Dezember 2011 (sogenannte Qualifikationsrichtlinie) Anspruch auf Un-

terstützungsleistungen. Diese könnten direkt bei den zuständigen Behör-

den – nötigenfalls auch auf dem Rechtsweg – eingefordert werden. Aus-

serdem stünden Schutzberechtigten in Griechenland ein weiteres Integra-

tionsprojekt, HELIOS+, sowie zahlreiche Nicht-Regierungsorganisationen 

mit diversen Unterstützungsangeboten (beispielsweise die Organisation 

«Afghan Migrants & Refugees Community in Greece» betreffend Unter-

stützung für afghanische Staatsangehörige) zur Verfügung. Soweit die 

E-8071/2025 

Seite 9 

Beschwerdeführenden gemäss Stellungnahme zum Entscheidentwurf vom 

HELIOS+-Programm keine Kenntnis gehabt hätten, sei deren Ausführun-

gen nicht zu entnehmen, dass sie sich umfassend zu informieren versucht 

hätten. Angesichts des Bildungsstands und der Arbeitserfahrung des Be-

schwerdeführers seien grundsätzlich die Voraussetzungen gegeben, um in 

Griechenland eine Erwerbstätigkeit zu finden und die griechische Sprache 

zu erlernen.  

In Bezug auf die Kinder sei auf die bestehende Schulpflicht in Griechenland 

zu verweisen; zudem gälten die griechischen Behörden sowohl als schutz-

willig als auch als schutzfähig, so dass sich die Beschwerdeführenden hin-

sichtlich allfälliger sexueller Belästigung oder Gewalt an die dortigen Straf-

verfolgungsbehörden zu richten hätten.  

Zudem ergebe sich aus ihren Aussagen, dass die Familie von Beginn an 

die Absicht gehabt habe, in die Schweiz zu gelangen, da sie überzeugt 

seien, dass die Kinder hier eine bessere Zukunft hätten. Dies begründe 

klar den Verdacht eines rechtsmissbräuchlichen Vorgehens. Trotz der Ab-

sicht in die Schweiz zu gelangen, hätten sie dennoch zunächst in Grie-

chenland ein Asylgesuch gestellt. Dieses widersprüchliche Verhalten lasse 

erkennen, dass sie nie die ernsthafte Absicht gehabt hätten, sich in Grie-

chenland eine Lebensgrundlage als anerkannte Flüchtlinge aufzubauen. 

Vielmehr sei davon auszugehen, dass die dortigen Asylgesuche lediglich 

vorgeschoben und strategisch genutzt worden sei, um anschliessend das 

eigentliche Ziel – die Einreise und das Stellen der Asylgesuche in der 

Schweiz – zu erreichen.  

Der medizinische Sachverhalt sei ausreichend erstellt, um die Zulässigkeit 

und Zumutbarkeit des Wegeweisungsvollzugs nach Griechenland prüfen 

zu können. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführenden würde so-

dann nicht darauf schliessen lassen, dass es sich bei ihnen um äusserst 

vulnerable Personen handle. Ohnehin könne davon ausgegangen werden, 

dass die Beschwerdeführenden in Griechenland als Schutzberechtigte 

eine adäquate medizinische Behandlung erhalten würden. Es sei ihnen da-

her zuzumuten, sich bei Bedarf in Griechenland selbständig, allenfalls mit 

Unterstützung örtlicher Hilfs- und Gesundheitsorganisationen, um eine 

ärztliche Betreuung zu bemühen. Ihren Aussagen sei im Übrigen zu ent-

nehmen, dass sie in Griechenland keine ernsthaften Bemühungen unter-

nommen hätten, um Zugang zu Gesundheitssystem zu erhalten. Insge-

samt sei nicht davon auszugehen, dass ihre Erkrankungen in ihrer 

Schwere oder in den erforderlichen Behandlungen derart spezifisch seien, 

E-8071/2025 

Seite 10 

dass eine Überstellung nach Griechenland eine Verletzung von Art. 3 

EMRK darstellen würde.  

Somit sei es den Beschwerdeführenden nicht gelungen, die in Art. 83 

Abs. 5 AIG (SR 142.20) verankerte Legalvermutung umzustossen. Der 

Vollzug der Wegweisung nach Griechenland sei zulässig und zumutbar, 

weshalb der Antrag auf vorläufige Aufnahme in der Schweiz abzuweisen 

sei.  

5.2 Dem hielten die Beschwerdeführenden in ihrer Beschwerde, nebst der 

Wiederholung ihrer bisherigen Ausführungen, im Wesentlichen entgegen, 

bei einer Rückkehr nach Griechenland würden sie aufgrund der gravieren-

den Mängel im griechischen Asylsystem in eine existenzielle Notlage gera-

ten, weshalb Art. 3 EMRK verletzt würde, was insbesondere für die min-

derjährigen Kinder verheerend wäre.  

Gemäss der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei der 

Wegweisungsvollzug von Familien mit Kindern nur dann als zumutbar zu 

erachten, wenn im Einzelfall günstige Voraussetzungen oder Umstände 

vorlägen. Die Beschwerdeführenden hätten lediglich drei Monate in Grie-

chenland verbracht, würden die griechische Sprache nicht beherrschen, 

seien in Griechenland keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen und würden 

dort über kein soziales oder familiäres Netz dort. Entgegen der vorinstanz-

lichen Einschätzung handle es sich bei den Beschwerdeführenden ent-

sprechend um äusserst vulnerable Personen, bei denen keine begünsti-

genden Umstände vorlägen. Das SEM verkenne die Situation in Griechen-

land auch insbesondere im Hinblick auf das Kindeswohl. Es handle sich 

um eine Familie mit fünf minderjährigen Kindern sowie einer erwachsenen 

Tochter, wobei bei allen auch gesundheitliche Probleme bestünden. Vor 

dem Hintergrund, dass sie wohl in Griechenland obdachlos geworden wä-

ren, hätte sich die Familie daher entschieden, ihren ursprünglichen Plan 

der Reise in die Schweiz anzutreten. Daher könne ihnen auch kein rechts-

missbräuchliches Vorgehen angelastet werden.  

Ferner sei anzumerken, dass die Existenz von Hilfsorganisationen in Grie-

chenland noch nichts über deren Funktionieren aussage. Gemäss öffentli-

chen Quellen würden betroffenen Rückkehrern keine Informationen bereit-

gestellt. Zudem sei aus den öffentlichen Berichten zu schliessen, dass bei 

einer Rückkehr der Beschwerdeführenden keine begünstigenden Um-

stände vorlägen würden (Schweizerische Flüchtlingshilfe, SFH; Mitteilung 

vom 2.10.2025; Obdachlosigkeit, https://www.fluechtlingshilfe.ch/ 

E-8071/2025 

Seite 11 

medienmitteilungen/verschaerfte-griechenland-rechtsprechung). Mit Ver-

weis auf Berichte der Stiftung Pro Asyl bestehe sodann ein grundsätzlicher 

Mangel an Ressourcen sowie Kapazitäten und kein tatsächlicher Zugang 

zu Gesundheitsdiensten, Arbeitsmarkt und Wohnraum, zumal vorliegend 

insbesondere auch der Umstand zu berücksichtigen sei, dass es sich um 

eine Grossfamilie handle, was den Zugang zu Wohnraum entsprechend 

zusätzlich erschwere. 

Schliesslich würden zurückgewiesene Schutzberechtigte bei einer Rück-

kehr von der griechischen Polizei am Flughafen zur Feststellung ihrer Iden-

tität kurz festgehalten und in der Regel nach einigen Stunden freigelassen. 

Die griechische Polizei verfüge am Flughafen weiterhin über keine Dolmet-

scher oder Dolmetscherinnen für die Kommunikation mit Abgeschobenen, 

nicht einmal für Arabisch und Farsi. Schutzberechtigte, die aus anderen 

Ländern zurück nach Griechenland abgeschoben würden, würden von 

griechischen Behörden keinerlei Informationen erhalten, wohin sie sich in 

Bezug auf Unterbringungsmöglichkeiten, Unterstützung oder für behördli-

che Angelegenheiten wenden können. Damit sei der Wegweisungsvollzug 

nach Griechenland unzulässig und unzumutbar.   

6.  

6.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG). 

6.2 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um 

einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwer-

deführenden in Griechenland als Flüchtlinge anerkannt wurden und die 

griechischen Behörden ihrer Rückübernahme ausdrücklich zustimmten.  

6.3 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf die Asylgesuche nicht eingetreten.  

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

E-8071/2025 

Seite 12 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführenden verfügen insbesondere weder über eine 

ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu 

Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG). Vorliegend ist der Wegweisungsvollzug in Bezug auf 

Griechenland zu prüfen. 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2  

8.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz (insbesondere Art. 5 Abs. 1 AsylG, Art. 33 Abs. 1 des Abkom-

mens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30], Art. 25 

Abs. 3 BV, Art. 3 EMRK und Art. 3 FoK einer Weiterreise der Ausländerin 

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat ent-

gegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AIG). 

8.2.2 Bei Griechenland handelt es sich um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem die Beschwerdeführenden Schutz vor Rückschiebung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 AsylG findet (vgl. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG). Das Land ist 

sodann Signatarstaat der EMRK, der FoK und der FK, des FK-Zusatzpro-

tokolls vom 31. Januar 1967 sowie der KRK und kommt seinen diesbezüg-

lichen völkerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt 

das Bundesverwaltungsgericht an, dass die Lebensbedingungen in Grie-

chenland schwierig sind. Trotz gewisser Schwachstellen kann aber nicht 

von einem dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es exis-

tieren in Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten of-

fenstehen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und 

Infrastrukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akt-

euren in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und 

E-8071/2025 

Seite 13 

finanziert worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesver-

waltungsgericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätz-

lich in der Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Auch ist 

davon auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Be-

handlung droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen 

Behandlung besteht (vgl. Urteil des BVGer D-2586/2025 vom 11. Septem-

ber 2025 E. 8.1 [als Referenzurteil publiziert]; vgl. jüngst auch Urteil des 

BVGer D-7316/2025 vom 2. Oktober 2025 E. 7.2.2). 

8.2.3 Angesichts der Tatsache, dass auf die Asylgesuche der 

Beschwerdeführenden in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

nicht eingetreten werden konnte, ist nicht von einer asylrechtlich erhebli-

chen Gefährdung auszugehen und sind den Akten keine Hinweise auf eine 

Verletzung des in Art. 5 AsylG verankerten Prinzips des flüchtlingsrechtli-

chen Non-Refoulement zu entnehmen.  

8.2.4 Die Beschwerdeführenden wurden in Griechenland als Flüchtlinge 

anerkannt. Sie können sich dort somit – wie die Vorinstanz in ihrer Verfü-

gung zu Recht aufgezeigt hat (s. angefochtene Verfügung S. 9) – auf die 

Garantien der Qualifikationsrichtlinie berufen (insbesondere die Regeln be-

treffend den Zugang zu Beschäftigung [Art. 26], zu Bildung [Art. 27], zu So-

zialhilfeleistungen [Art. 29], zu medizinischer Versorgung [Art. 30] und zu 

Wohnraum [Art. 32]), auf die sich Griechenland als EU-Mitgliedstaat behaf-

ten lassen muss. Auch unter Berücksichtigung der teils schwierigen Le-

bensbedingungen in Griechenland ist nicht von einem «real risk» auszuge-

hen, wonach die Beschwerdeführenden bei einer Rückkehr nach Grie-

chenland einer menschenrechtswidrigen Behandlung ausgesetzt sein wer-

den. Es obliegt ihnen, bei den zuständigen Behörden ihre Rechte geltend 

zu machen, nötigenfalls mithilfe einer der in Griechenland zahlreich vor-

handenen Hilfsorganisationen. Es liegen nach dem Gesagten keine stich-

haltigen Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschwerdeführenden bei einer 

Rückkehr nach Griechenland einer menschenunwürdigen oder erniedri-

genden Behandlung ausgesetzt wären. Schliesslich ergeben sich aus den 

Akten auch keine Hinweise darauf, dass das Kindeswohl nach Art. 3 KRK 

der gemeinsamen Überstellung der Beschwerdeführenden entgegen-ste-

hen könnte (vgl. BVGE 2015/30 E. 7.2 m.w.H.), zumal die minderjährigen 

Beschwerdeführenden, sich erst seit wenigen Monaten in der Schweiz auf-

halten und gemeinsam mit ihren Eltern weggewiesen werden.  

8.2.5 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig. 

E-8071/2025 

Seite 14 

8.3  

8.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren. 

8.3.2 Gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG in Verbindung mit Anhang 2 zu Art. 18 

der Verordnung vom 11. August 1999 über den Vollzug der Weg- und Aus-

weisung sowie der Landesverweisung von ausländischen Personen 

(VVWAL; SR 142.281) besteht die Vermutung, dass eine Wegweisung 

nach Griechenland in der Regel zumutbar ist. Es obliegt der betroffenen 

Person, diese Vermutung umzustossen. Dazu hat sie ernsthafte Anhalts-

punkte dafür vorzubringen, dass die Behörden im konkreten Fall das Völ-

kerrecht verletzen, ihr nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie 

menschenunwürdigen Lebensumständen aussetzen respektive dass sie 

im Fall einer Rückkehr nach Griechenland dort aufgrund von individuellen 

Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine exis-

tenzielle Notlage geraten würde (vgl. Referenzurteil des BVGer  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 11.4). Die Legalvermu-

tung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung gilt bezüglich Grie-

chenlands grundsätzlich auch für vulnerable Personen, wie zum Beispiel 

Personen, die an gesundheitlichen Problemen leiden, welche nicht als 

schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. a.a.O. E. 11.5.1; bestä-

tigt durch Urteil des BVGer D-2586/2025 vom 11. September 2025 E. 8.2 

[als Referenzurteil publiziert]).  

Sind Familien mit Kindern betroffen, welche ebenfalls als vulnerable Per-

sonen bezeichnet werden können, erachtet das Bundesverwaltungsgericht 

den Vollzug der Wegweisung als zumutbar, falls günstige Voraussetzungen 

oder Umstände vorliegen. In jedem Fall sind im Rahmen der Abwägung 

sämtliche konkreten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, wie Al-

ter, Gesundheitszustand, Ausbildung, Fremdsprachenkenntnisse und Be-

rufserfahrung der Betroffenen, aber auch ob und inwieweit sie eigene, 

ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise bereits 

versucht haben, in Griechenland Hilfen in Anspruch zu nehmen. Allein die 

Tatsache, dass sich die bisherige Integration der betroffenen Personen in 

Griechenland als schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegwei-

sung noch nicht als unzumutbar erscheinen. Entscheidend ist, ob die be-

troffenen Personen bei einer Rückkehr trotz ihnen zumutbarer 

E-8071/2025 

Seite 15 

Anstrengungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle 

Notlage geraten würden, die sie nicht aus eigener Kraft abwenden könnten 

(vgl. a.a.O. E. 11.5.2). 

8.3.3 Aufgrund der Aktenlage ist nicht davon auszugehen, dass es sich bei 

den Beschwerdeführenden um äusserst vulnerable Personen im Sinne der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts handelt. Vielmehr gehö-

ren die Beschwerdeführenden als Familie mit minderjährigen Kindern in die 

Kategorie der vulnerablen Personen, bei denen die Legalvermutung der 

Zumutbarkeit des Vollzugs bei Vorliegen von günstigen Umständen greift.  

Die Vorinstanz zeigte in der angefochtenen Verfügung ausführlich und 

nachvollziehbar auf, weshalb sie unter Berücksichtigung der konkreten 

Umstände zur Erkenntnis gelangt ist, dass der Wegweisungsvollzug für die 

Familie zumutbar ist (s. angefochtene Verfügung S. 9 ff.). Zudem liess sie 

ebenfalls im Sinne der bundesverwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung 

miteinfliessen, ob und inwieweit die Beschwerdeführenden eigene, ihnen 

zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungsweise bereits ver-

sucht hatten, in Griechenland Hilfen in Anspruch zu nehmen oder die grie-

chische Sprache zu erlernen. Die Beschwerdeführenden müssen sich da-

bei vorhalten lassen, dass sie Griechenland nur drei Monate nach der 

Schutzgewährung bereits wieder verlassen haben und in die Schweiz ge-

reist sind. Dies steht im Widerspruch zu allfälligen langfristigen Verbesse-

rungsbemühungen ihrer Situation in Griechenland. So auch der Umstand, 

wonach sie angegeben haben von vornherein in die Schweiz reisen zu wol-

len und mithin eine Integration in Griechenland entsprechend nicht ange-

strebt wurde. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführen-

den bei einer erneuten Rückkehr nach Griechenland trotz den von der Vor-

instanz detailliert aufgezeigten und von ihnen zu erwartenden zumutbaren 

Anstrengungen (beispielsweise mit Blick auf Arbeit, Spracherlernung, all-

fällig notwendige finanzielle, soziale oder medizinische Leistungen) mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit in eine existenzielle Notlage geraten 

werden, die sie nicht aus eigener Kraft abwenden können.  

Mit ihren Ausführungen in der Beschwerde gelingt es ihnen nicht, die gel-

tende Legalvermutung umzustossen. Inwieweit sie in Griechenland erfolg-

los eigene, ihnen zumutbare Anstrengungen unternommen beziehungs-

weise bereits versucht haben, in Griechenland Hilfen in Anspruch zu neh-

men, wird in der Rechtsmitteleingabe weder substanziiert aufgezeigt noch 

belegt. Zwar dürften sie bei einer Rückkehr nach Griechenland mit gewis-

sen Herausforderungen im Alltag konfrontiert sein; diese erscheinen bei 

E-8071/2025 

Seite 16 

zumutbarer Eigeninitiative jedoch nicht unüberwindbar. Es ist erneut darauf 

hinzuweisen, dass sie sich als anerkannte Flüchtlinge in Griechenland auf 

die Qualifikationsrichtlinie berufen können. Auch ist festzuhalten, dass die 

Nichtregierungsorganisationen in Griechenland von verschiedenen Akteu-

ren (wie etwa der Europäischen Union) gerade finanziert werden, um staat-

liche Angebote zu ergänzen (vgl. Referenzurteil des BVGer E-3427/2021, 

E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 9). Es ist den Beschwerdeführenden 

zuzumuten, sich bei Bedarf an die griechischen Behörden oder an karita-

tive Organisationen zu wenden. Falls ihnen entsprechende Leistungen 

(Zugang zu medizinischer Versorgung etc.) verwehrt werden, haben sie die 

erforderliche Hilfe nötigenfalls auf dem Rechtsweg einzufordern, zumal es 

sich bei Griechenland um einen Rechtsstaat mit einem funktionierenden 

Justizsystem handelt. Sollten sie erneut unangemessenem Verhalten aus-

gesetzt sein, können sie an die zuständigen staatlichen Stellen gelangen; 

diese sind ohne Weiteres als schutzfähig und -willig zu erachten (vgl. Urteil 

des BVGer D-2287/2024 vom 26. April 2024 E. 9.4). Ausserdem ist davon 

auszugehen, dass sie – wie bereits während ihres vorherigen Aufenthalts 

in Griechenland – von Freunden oder Verwandten aus dem Ausland finan-

zielle Unterstützung erhalten können, sollte dies erforderlich sein. 

8.3.4 Sodann ist gemäss konstanter Praxis aus medizinischen Gründen 

nur dann auf eine Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu schlies-

sen, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Zielstaat nicht zur 

Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefährden-

den Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person 

führen würde. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringende me-

dizinische Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer men-

schenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jeden-

falls noch nicht vor, wenn im Zielstaat keine dem schweizerischen Standard 

entsprechende medizinische Behandlung verfügbar ist (vgl. BVGE 2011/50 

E. 8.3 oder etwa Urteil des BVGer E-1899/2023 vom 13. April 2023 

E. 7.3.4). 

Die gesundheitlichen Probleme der Beschwerdeführenden sind nicht von 

einer derartigen Schwere, dass sie der Zumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs entgegenstehen. Die von der Rechtsprechung für die Unzumut-

barkeit des Vollzugs geforderte hohe Schwelle ist nicht erreicht. Die Be-

handlung der allenfalls noch bestehenden gesundheitlichen Probleme der 

Beschwerdeführenden (u.a. Zahn-, Kopf-, Ohren- und Magenschmerzen 

sowie Schlafstörungen) ist aufgrund des dort erhaltenen Schutzstatus 

E-8071/2025 

Seite 17 

ebenso in Griechenland möglich (vgl. Urteil des BVGer D-7316/2025 vom 

2. Oktober 2025 E. 7.3.2).  

8.3.5 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar. 

8.4 Der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden erweist sich 

schliesslich auch als möglich, zumal die griechischen Behörden am 

13. Juni 2025 der Rückübernahme der Beschwerdeführenden explizit zu-

gestimmt haben und sie über eine bis zum (…) 2028 gültige Aufenthalts-

bewilligung verfügen (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), und es den Beschwerdefüh-

renden obliegt, nötigenfalls bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mit-

zuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). 

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Mit dem vorliegenden Urteil ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhe-

bung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, da sich die Begehren entsprechend den vorstehenden Erwä-

gungen von vornherein als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG 

erwiesen haben.  

10.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Beschwer-

deführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf Fr. 1’000.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)   

E-8071/2025 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Jessica Püringer 

 

 

Versand: