# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 290f523a-0e5d-5ee5-8e15-9d44a1cf3755
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 31.08.2020 110 2019 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2019-155_2020-08-31.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3011 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2019/155

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 31. August 2020

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Herrn D.________
Beschwerdeführer 2

Herrn E.________
Beschwerdeführer 3

Frau F.________
Beschwerdeführerin 4

Herrn G.________
Beschwerdeführer 5

Beschwerdeführende 3 - 5 vertreten durch Herrn Rechtsanwalt H.________

und

I.________
Beschwerdegegnerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt J.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Vechigen, Gemeindeverwaltung, Kernstrasse 1, 
3067 Boll

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Vechigen vom 23. August 
2019 (Baugesuch Nr. 359/047-18; Neubau von zwei Mehrfamilienhäusern)

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I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerin reichte am 30. Oktober 2018 bei der Gemeinde Vechigen ein 
Baugesuch ein für den Teilabbruch der bestehenden Garagen und den Neubau von zwei 
Mehrfamilienhäusern mit separaten Einstellhallen auf Parzelle Vechigen Grundbuchblatt 
Nr. L.________. Auf derselben Parzelle befinden sich der Gasthof A.________ sowie ein 
Mehrfamilienhaus. Das geplante Mehrfamilienhaus A liegt in der Dorfkernzone, das 
Mehrfamilienhaus B in der Wohnzone W2. Gegen das Bauvorhaben erhoben unter anderem die 
Beschwerdeführenden Einsprache. Am 26. März 2019 reichte die Beschwerdegegnerin eine 
Projektänderung ein. Mit Gesamtentscheid vom 23. August 2019 erteilte die Gemeinde Vechigen 
dem Bauvorhaben die Baubewilligung.

2. Dagegen reichten die Beschwerdeführer 1 und 2 am 20. September 2019 und die 
Beschwerdeführenden 3 - 5 am 30. September 2019 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion des Kantons Bern, seit 1. Januar 2020 Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons 
Bern (BVD) ein. Sie beantragen die Aufhebung des Gesamtentscheids vom 23. August 2019. 

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet,1 vereinigte die beiden 
Verfahren. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2019 teilte es den Beteiligten mit, gemäss einer 
summarischen Prüfung sei es der Auffassung, die Erschliessung des Gebäudes B sei durch die 
bestehende Grunddienstbarkeit nicht sichergestellt und gab ihnen Gelegenheit, dazu Stellung zu 
nehmen. Zudem holte es die alten Baubewilligungsakten der Parzellen Nrn. L.________ und 
R.________ ein. Mit Eingabe vom 23. Januar 2020 reichte die Beschwerdegegnerin eine 
Projektänderung ein, die eine Erschliessung ohne die Beanspruchung der Dienstbarkeit vorsieht. 
Mit Verfügung vom 12. Februar 2020 beauftragte das Rechtsamt zudem die B.________ AG, 
den natürlich gewachsenen Geländeverlauf im Bereich des Gebäudes B zu eruieren. Der Bericht 
der B.________ AG vom 16. März 2020 stellte das Rechtsamt den Parteien mit Verfügung vom 
25. März 2020 zu und gab ihnen Gelegenheit, sich dazu zu äussern. Mit Eingabe vom 6. Mai 
2020 reichte die Beschwerdegegnerin erneut eine Projektänderung ein. Die Parteien erhielten 
Gelegenheit, sich auch zu dieser Projektänderung zu äussern und Schlussbemerkungen 
einzureichen.

4. Auf die Rechtsschriften und den Fachbericht der B.________ AG wird, soweit für den 
Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

Angefochten ist ein Gesamtentscheid nach Art. 9 KoG2. Laut Art. 11 Abs. 1 KoG kann er –
unabhängig von den geltend gemachten Einwänden – nur mit dem Rechtsmittel angefochten 
werden, das für das Leitverfahren massgeblich ist. Das Leitverfahren ist im vorliegenden Fall 
das Baubewilligungsverfahren (Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs. 1 
BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die 
BVD ist somit zur Beurteilung der Beschwerde gegen den Gesamtentscheid zuständig. Zur 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).
2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1).
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).

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Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, 
die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. Art. 40 Abs. 2 BauG). 
Die Beschwerdeführenden, deren Einsprachen abgewiesen wurden, sind durch den vor-
instanzlichen Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die 
form- und fristgerecht eingereichten Beschwerden ist einzutreten.

2. Rechtliches Gehör 

a) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bringen vor, die Gemeinde sei in ihrem Gesamtentscheid 
nicht auf ihre Vorbringen betreffend die auf der Westseite des Gebäudes A vorgesehene 
Terrainaufschüttung eingegangen. Es gehe aus dem Entscheid nicht hervor, weshalb die 
Bauherrschaft nicht auf die vorgesehene Aufschüttung verzichten müsse. Damit machen sie 
sinngemäss geltend, die Gemeinde sei ihrer Begründungspflicht nicht gehörig nachgekommen.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG4 gibt den Parteien das Recht, 
sich zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern. Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör verlangt zudem, dass die Behörde die Vorbringen der Betroffenen sorgfältig 
prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der Behörde, ihre 
Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so abgefasst sein, 
dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Die Behörde muss 
wenigstens kurz die Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen und auf die sich 
ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; 
es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.5

c) Das ursprüngliche Bauvorhaben sah eine deutlich höhere Aufschüttung vor als das nun zu 
beurteilende Projekt. Mit der am 26. März 2019 im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten 
Projektänderung reduzierte die Bauherrschaft die Aufschüttung um mehr als einen Meter. Die 
Gemeinde hat in ihrem Entscheid ausgeführt, der Fachausschuss Gestaltung sei in seinem 
Bericht zum Schluss gekommen, durch die Absenkung des Baukörpers um einen Meter werde 
die künstliche Aufschüttung auf der Südseite verringert. Dem Projekt könne in gestalterischer 
Hinsicht nun zugestimmt werden. 

Mit dieser Ausführung hat die Gemeinde das Argument der Bauherrschaft aufgenommen. Sie 
hat aufgezeigt, dass sie die noch vorhandene Aufschüttung als mit den öffentlich-rechtlichen 
Bestimmungen vereinbar erachtet. Dies zeigt, von welchen Überlegungen sich die Gemeinde hat 
leiten lassen. Obwohl sie sich nicht im Detail mit dem Vorbringen der Beschwerdeführer 1 und 2 
auseinandergesetzt hat, ist die Gemeinde ihrer Begründungspflicht genügend nachgekommen. 
Sie hat das rechtliche Gehör der Beschwerdeführer 1 und 2 nicht verletzt.

3. Erschliessung

a) Die beiden Mehrfamilienhäuser sollen auf einer grossen Parzelle realisiert werden. Im 
heute noch nicht überbauten südwestlichen Bereich ist das Mehrfamilienhaus A geplant. Die 
Einstellhalle für dieses Gebäude soll über die bestehende Einstellhalle des angrenzenden 
Grundstücks an der M.________strasse 136a erschlossen werden. In der Mitte des 

4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
5 BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5.

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winkelförmigen Grundstücks steht bereits heute ein Wohn- und Geschäftshaus, in dem sich das 
Restaurant A.________ sowie Wohnungen befinden. Im nördlichen Bereich befinden sich heute 
ein grosser Parkplatz sowie Garagen. In diesem Bereich soll das Mehrfamilienhaus B erstellt 
werden, dafür sollen die Garagen und ein Grossteil der Parkfläche weichen. Einige der 
Parkplätze südlich des zu erstellenden Mehrfamilienhaus B sollen bestehen bleiben. Der heutige 
Parkplatz ist über eine ca. 8 Meter breite Zufahrt via M.________strasse erschlossen. Das 
Wohnhaus des Beschwerdeführers 5 befindet sich im Norden des geplanten Mehrfamilienhaus 
B. Ein ca. 90 Zentimeter breiter und 5 Meter langer "Wurmfortsatz" des Grundstücks des 
Beschwerdeführers 5 ragt in die bestehende Zufahrt hinein. Das Grundstück des 
Beschwerdeführers 5 ist mit einem "Wegrecht" zu Gunsten der Bauparzelle belastet, das über 
diesen Wurmfortsatz führt. 

Ursprünglich sollte die geplante Einstellhalle des Mehrfamilienhaus B über die bestehende 
Zufahrt erschlossen werden. Nachdem das Rechtsamt der BVD auf Grund einer summarischen 
Prüfung Zweifel bekundete, ob diese Erschliessung durch die vorhandene Grunddienstbarkeit 
gedeckt sei, reichte die Beschwerdegegnerin eine Projektänderung ein. Demnach soll der 
Strassenanschluss weiterhin über den bestehenden Zugang von der M.________strasse her 
erfolgen. Allerdings soll die Zufahrt im Bereich des "Wurmfortsatzes" auf eine Breite von 3 Meter 
reduziert werden, so dass das Grundstück des Beschwerdeführers 5 nicht mehr überquert 
werden muss. Dafür muss die heute bestehende Zufahrt gegen Süden leicht verbreitert und die 
daran anschliessende Hecke, die den dahinterliegende Sitzplatz des Gebäudes 
M.________strasse 137 abgrenzt, um einige Zentimeter verschoben werden.

b) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 machen in ihrer Stellungnahme vom 16. April 2020 
geltend, es liege kein formelles Gesuch mit einem Projektänderungsplan vor. Dieses hätte 
zudem erstinstanzlich veröffentlicht werden müssen. Die Erschliessung sei überdies auch so 
weiterhin nicht sichergestellt, da dafür die bestehende Hecke versetzt werden müsste. Dies sei 
nicht möglich, da sich hinter der Hecke der Garten des Wohngebäudes Nr. 137 befinde, wo 
zudem auch Kondensatoren und eine grosse Klimaanlage für den Gastrobetrieb stünden. Diese 
Anlagen seien gartenseitig entlang der bestehenden Hecke unter Terrain mit Leitungen für die 
Stromzufuhr etc. erschlossen. Diese könnten nicht versetzt werden und daher sei auch eine 
Verpflanzung der Hecke nicht möglich. 

Weiter führen sie aus, das Terrain falle vor der Einmündung in die M.________strasse zu steil 
ab und sei daher nicht befahrbar. Die Vorgaben des kantonalen Strassengesetzes und der 
Strassenverordnung seien nicht eingehalten, ebenso wenig die im Baureglement der Gemeinde 
Vechigen vorgeschriebenen Abstände vom Strassenrand zum Garten. In ihrer Stellungnahme 
vom 4. Juni 2020 bezweifeln sie zudem, dass die Ein- und Ausfahrt auf die M.________strasse 
insbesondere auch von Lastwagen ohne Beanspruchung des dienstbarkeitsrechtlich fehlenden 
Wegrechts überhaupt resp. gefahrenlos möglich sei, resp. Fahrzeuge wegen des Gefälles auf 
den Dienstbarkeitsbereich ausweichen werden. Die Strassenabstände seien sicherheitshalber 
auch arealintern einzuhalten, was beim zu beurteilenden Bauvorhaben nicht der Fall sei.

c) Gemäss Art. 43 BewD6 kann die Bauherrschaft während der Hängigkeit eines 
Baubewilligungsverfahrens oder eines nachfolgenden Beschwerdeverfahrens vor der BVD eine 
Projektänderung einreichen, ohne dass deshalb ein neues Baubewilligungsverfahren eingeleitet 
werden muss. Eine Projektänderung liegt vor, wenn das Bauvorhaben in seinen Grundzügen 
gleich bleibt. Projektänderungen können ohne erneute Publikation behandelt werden, wenn 
weder öffentliche noch wesentliche nachbarliche Interessen zusätzlich betroffen sind. In diesem 
Fall genügt es, die Verfahrensbeteiligten und allenfalls neu betroffene Dritte anzuhören.

6 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

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Die Beschwerdegegnerin hat mit ihrer Eingabe vom 22. Januar 2020 erläutert, mit der 
eingereichten Projektänderung sei die Erschliessung des Bauvorhabens sichergestellt. 
Gleichzeitig hat sie einen "Situationsplan", datierend vom 13. Januar 2020 eingereicht. Darauf ist 
der Verlauf der geplanten Zufahrt ersichtlich. Die Strasse sowie die Abstände sind zudem 
vermasst, auch wenn der Plan die Situation nicht wie angegeben 1:100 sondern 1:150 
wiedergibt. Die Änderung der Zufahrt ist eine geringfügige Änderung des Bauvorhabens, 
insbesondere da sich der Strassenanschluss nicht verändert. Diese Projektänderung wirkt sich 
in erste Linie auf das Bauvorhaben sowie den Beschwerdeführer 5 aus. Den 
Beschwerdeführenden hat das Rechtsamt die Projektänderung zur Kenntnis gebracht. Es sind 
weder öffentliche noch wesentliche neue nachbarliche Interessen betroffen. Das Verfahren 
durfte daher ohne erneute Publikation fortgesetzt werden. Die Bauherrschaft hat die Eingabe 
zudem eindeutig als "Projektänderung" bezeichnet und hat der BVD den entsprechenden Plan 
eingereicht. Es war nicht erforderlich, dass sie die Baugesuchsformulare anpasst. Die Rüge ist 
unbegründet.

d) Unter Zufahrt wird die Strassenverbindung zwischen dem Baugrundstück und dem 
allgemeinen Strassennetz verstanden (Art. 6 Abs. 1 BauV7). Bei der Strassengestaltung, 
insbesondere der Bemessung der Fahrbahnbreite, ist auf die Verkehrssicherheit sowie auf 
Landschaft und Ortsbild Rücksicht zu nehmen. Besonderen Verhältnissen wie beispielsweise 
geringer Verkehrsbelastung (Zufahrt für nicht mehr als 20 Wohnungen) ist Rechnung zu tragen 
(Art. 6 Abs. 3 BauV). Die Fahrbahnbreite soll bei Einbahnstrassen 3 Meter und bei Strassen mit 
Gegenverkehr 4.2 Meter nicht unterschreiten. Wenn  besondere Verhältnisse im Sinne von Art. 6 
Abs. 3 BauV es erfordern, kann die Fahrbahnbreite auch für Strassen mit Gegenverkehr bis auf 
3 Meter herabgesetzt werden (Art. 7 Abs. 2 und 3 BauV). 

e) Die ca. 25 Meter lange und 8 Meter breite Fläche zwischen der M.________strasse und 
der zukünftigen Zufahrt in die Einstellhalle ist asphaltiert. Da die M.________strasse nicht im 
rechten Winkel sondern schrägen entlang der Parzelle verläuft, ist die Zufahrt im Bereich des 
Strassenanschlusses sogar ca. 13 Meter breit. Nur im Bereich des "Wurmfortsatzes" der 
Nachbarparzelle ist die Zufahrt auf eine Breite von 3 Meter reduziert. Das Gefälle entlang der 
Hecke ist relativ gering. Die M.________strasse verläuft im Bereich der Einmündung der Zufahrt 
gerade. Dadurch ist die Übersicht bei der Einmündung sehr gut.

Die Zufahrt dient insbesondere den sechs Wohnungen des Mehrfamilienhaus B. Zudem 
erschliesst sie die neun Parkplätze des bestehenden Mehrfamilienhauses auf der Bauparzelle. 
Das Verkehrsaufkommen ist somit gering. Obwohl die Zufahrt an einer Stelle nur gerade drei 
Meter breit sein wird, sind die Platzverhältnisse im Allgemeinen sehr grosszügig, so dass 
genügend Ausweichstellen vorhanden sind und Platz für allfällige Manöver von grösseren 
Fahrzeugen besteht. Da das Gefälle im Bereich, wo das Grundstück des Beschwerdeführers 5 in 
das Baugrundstück hineinragt, relativ gering ist, ist nicht ersichtlich, weshalb die Zufahrt auf 
diesem Stück nicht befahrbar sein sollte. Auch Lastwagen, die üblicherweise eine Breite von 2.5 
Meter aufweisen,8 können die Zufahrt befahren. Die im Situationsplan vom 13. Januar 2020 
eingezeichnete Zufahrt hält gegenüber dem Grundstück des Beschwerdeführers 5 den 
erforderlichen Grenzabstand von einem Meter ein (vgl. Art. 8 Abs. 2 Bst. c GBR9). Das Gebäude 
M.________strasse Nr. 137 befindet sich auf derselben Parzelle wie das Bauvorhaben. Die 
Zufahrtsstrasse muss dementsprechend zu diesem Garten keinen Grenzabstand einhalten. 

7 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1). 
8 Vgl. VSS 40201, Geometrisches Normalprofil; Grundabmessungen und Lichtraumprofil der Verkehrsteilnehmer.
9 Baureglement der Gemeinde Vechigen vom 13. Februar 2014, genehmigt durch Amt für Gemeinden und 
Raumordnung (GBR).

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Strassenabstände müssen arealintern nicht eingehalten sein. Auch eine Verpflanzung der Hecke 
scheint ohne Weiteres möglich zu sein, da sich gemäss Aussage der Beschwerdegegnerin im 
Bereich der Hecke keine Leitungen befinden. Es ist im Übrigen nicht ersichtlich, gegen welche 
öffentlich-rechtliche Norm die Verschiebung der Hecke verstossen sollte. Schliesslich verändert 
sich der bereits heute bestehende Anschluss an die M.________strasse baulich durch das 
Bauvorhaben nicht. Auch wenn der südlichste Bereich der Einmündung stark abfällt, besteht 
genügend Platz, um gefahrenlos auf die M.________strasse zu fahren. Die Übersicht ist auch 
hier sehr gut und die Verkehrssicherheit somit gewährleistet. Auch diese Rüge erweist sich 
somit als unbegründet. 

4. Fassadenhöhe / Massgebendes Terrain

a) Die zulässige Fassadenhöhe beträgt in der Wohnzone W2 7.00 Meter (Art. 8 Abs. 1 GBR). 
Mit Ausnahme der bergseitigen Fassade beträgt der zulässige Hangzuschlag einen Meter, falls 
die Hangneigung des massgebenden Terrains in der Falllinie innerhalb der Fläche, welche von 
der projizierten Fassadenlinie umschlossen wird, mindestens 10 % beträgt (Art. 8 Abs. 2 Bst. h 
GBR). Die traufseitige Fassadenhöhe ist der grösste Höhenunterschied zwischen der Schnittlinie 
der Fassadenflucht mit der Oberkante der Dachsparren und der dazugehörigen Fassadenlinie 
(A132 GBR). Die Fassadenlinie ist die Schnittlinie von Fassadenflucht und massgebendem 
Terrain. Als massgebendes Terrain gilt der natürlich gewachsene Geländeverlauf. Kann dieser 
infolge früherer Abgrabungen und Aufschüttungen nicht mehr festgestellt werden, ist vom 
natürlichen Geländeverlauf der Umgebung auszugehen (Art. 1 Abs. 1 BMBV10). Wird das Terrain 
im Hinblick auf ein Bauvorhaben abgegraben, so ist dieses abgegrabene Terrain massgebend 
(Art. 1 Abs. 3 BMBV).

b) Die Bauparzelle befindet sich an einer Hanglage. Für die abzubrechenden Garagen war 
das natürlich gewachsene Terrain abgegraben und zum Teil wieder aufgeschüttet worden. Das 
natürlich gewachsene Terrain ist nicht mehr vorhanden. 

In den von der Gemeinde bewilligten Baugesuchsplänen, hatte die Beschwerdegegnerin den 
natürlich gewachsenen Geländeverlauf auf der Nordseite des Gebäudes B sowohl bei der 
westlichen als auch bei der östlichen Ecke mit 711.73 M.ü.M angegeben. Das Terrain sollte auf 
eine Höhe von 708.50 M.ü.M abgegraben werden. Auf der Südseite gab sie an, das natürlich 
gewachsene Terrain liege auf der gesamten Länge bei 709.05 M.ü.M. Das projektierte Terrain 
sollte auf einer Höhe von 708.50 liegen. Gemäss diesen Angaben wäre das natürlich 
gewachsene Terrain somit überall abgegraben und die Fassadenhöhe vom projektierten Terrain 
aus gemessen worden. Dies ergab insbesondere bei der gesamten Südseite des Gebäudes eine 
Fassadenhöhe von 6.8 Meter. 

Die Gemeinde hat in ihrem Entscheid ausgeführt, die Bauherrschaft habe sich bei der 
Festlegung des ursprünglich natürlichen Terrains an der bestehenden Stützmauer zwischen den 
Parzellen Nr. L.________ und K.________ orientiert, diese Annahme erscheine plausibel. Die 
Hangneigung lasse sich auf Grund der Gegebenheiten vor Ort gut ablesen. Die Messweise und 
die Angaben zur Fassadenhöhe in den Baugesuchsplänen seien nicht zu beanstanden. Die 
beiden Baukörper hielten die zulässige Fassadenhöhe ein.

c) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 machten in ihrer Beschwerde geltend, der natürlich 
gewachsene Geländeverlauf dürfte ursprünglich einer gleichmässigen Hangneigung zwischen 
dem Q.________weg und der M.________strasse entsprochen haben. Das massgebliche 

10 Verordnung vom 25. Mai 2011 über die Begriffe und Messweisen im Bauwesen (BMBV; BSG 721.3).

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Terrain müsse daher 2 bis 3 Meter tiefer liegen, als von der Vorinstanz angenommen, daher 
auch tiefer als das projektierte Terrain. Es sei nicht korrekt, die Oberkante des bestehenden 
Garagenbaus als  massgebendes Terrain zu definieren. Das Gebäude B sei auf dem Dach der 
alten Garagen zu hoch aufgestellt.

d) Das Rechtsamt der BVD hat die B.________ AG beauftragt, den natürlich gewachsenen 
Geländeverlauf im Bereich des Gebäudes B zu eruieren. Deren Beurteilung ergab, dass das 
natürlich gewachsene Terrain beim südlichsten Punkt der Ostfassade ca. 15 cm über dem von 
der Bauherrschaft angegebenen natürlichen Terrain liegen würde. Bei der Westfassade verlief 
das natürlich gewachsene Terrain gemäss ihrer Beurteilung zwischen 55-75 cm tiefer als in den 
ursprünglichen Baugesuchsunterlagen angegeben.

Die Beschwerdegegnerin hat den gutachterlich rekonstruierten Terrainverlauf in ihre am 6. Mai 
2020 eingereichte Projektänderung integriert. Demnach liegt das natürlich gewachsene Terrain 
beim westlichsten Punkt der Nordfassade bei 711.75 M.ü.M., beim östlichsten Punkt der 
Nordfassade bei 710.99 M.ü.M. Auf Grund der geplanten Abgrabung des Terrains liegt der 
tiefste Punkt der Fassadenhöhe hier immer noch bei 708.50 M.ü.M. Beim westlichsten Punkt der 
Südfassade soll das gewachsene Terrain bei 709.28 M.ü.M. und beim östlichsten Punkt der 
Südfassade bei 708.27 M.ü.M. liegen. Das projektierte Terrain entlang der gesamten Südseite 
des Gebäudes soll bei 708.50 M.ü.M liegen. Die Projektänderung sieht somit im südöstlichen 
Bereich eine Aufschüttung des Terrains vor. Daher ist die Fassadenhöhe hier nicht ab dem 
projektierten resp. abgegrabenen, sondern ab dem natürlich gewachsene Terrain zu messen. 
Die Fassadenhöhe beträgt somit in diesem Bereich 7.03 Meter. 

Trotz dieser Projektänderung machen die Beschwerdeführenden 3 - 5 weiterhin geltend, das 
massgebende Terrain müsse tiefer liegen und das Gebäude sei zu hoch. Gemäss ihrer 
Auffassung sind zudem am Projekt selber keine Änderungen erfolgt. Dementsprechend sei den 
neu eingereichten Plänen keine Projektänderung zu entnehmen und sie könnten sich nicht dazu 
äussern (rechtliches Gehör).

e) Die B.________ AG stützt ihre Herleitung des ursprünglichen Geländeverlaufs 
insbesondere auf vor Ort gemachte GNSS11 - Messungen. Im Bereich der Ostseite des 
Gebäudes B verifizierte sie ihre Messungen zudem mit den Unterlagen zum Baugesuch Nr. 
N.________ vom Dezember 1984 auf Parzelle Vechigen Grundbuchblatt Nr. R.________. In 
diesem Baugesuch für den Neubau des Einfamilienhauses der Beschwerdeführenden 3 und 4 ist 
beim Punkt ± 0.00 im Erdgeschoss eine absoluten Höhe von ~ 710 M.ü.M. angegeben. Zudem 
sind neben dieser absoluten Höhe Grenzpunkte eingezeichnet, bei welchen die 
Höhendifferenzen zu dieser absoluten Höhe angegeben sind. 

Die tatsächliche Messung am 26. Februar 2020 ergab beim Punkt ± 0.00 eine Höhe von 
712.5 M.ü.M. Die Messungen bei den Grenzpunkten 1, 3 und 4 in Kombination mit den 
Höhendifferenzen ergaben eine absolute Höhe beim Punkt ± 0.00 von 712.5 M.ü.M. Lediglich 
bei den Grenzpunkten 2 und 5 resultierte eine absolute Höhe von 712.2 resp. 712.3 M.ü.M. Die 
B.________ AG erklärt sich diese Abweichung von 20-30 Zentimeter damit, dass diese beiden 
Punkte zwischenzeitlich rekonstruiert oder neu gesetzt worden sein könnten. Grundsätzlich 
lassen die gemachten Messungen kombiniert mit den Angaben im Baugesuch den Schluss zu, 
dass die absolute Höhe beim Baugesuch Nr. N.________ beim Punkt ± 0.00 bei 712.5 M.ü.M. 
liegt. Der Punkt, wo diese absolute Höhe gemessen wurde, liegt nordöstlich des geplanten 
Mehrfamilienhaus B. Auf Grund der Angaben im Baugesuch aus dem Jahr 1984 konnte die 
B.________ AG den Höhenverlauf des natürlich gewachsenen Terrains auf der Parzelle 

11 Global Navigation Satellite System.

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R.________, resp. deren westlichen Parzellengrenze erstellen. Auf der Höhe des 
nordöstlichsten Punkt des projektierten Mehrfamilienhauses B eruierte die B.________ AG eine 
Höhe von ca. 711 M.ü.M. Auf der Höhe des südöstlichsten Punkt gibt sie eine Höhe zwischen 
709 und 707  M.ü.M. an. Diese Angaben wiederum verwendete sie für die Herleitung, resp. 
approximative Bestimmung des Verlaufs des natürlich gewachsenen Terrains auf der Ostseite 
des Gebäudes B.

Auf der Westseite des Gebäude B dienten der B.________ AG neben den GNSS-Messungen 
insbesondere die Unterlagen zum Baugesuch Nr. 1575 (alte Garagen) zur Herleitung des 
natürlich gewachsenen Terrains. Zudem konnte sie auf ein Luftbild der swisstopo vom 1. 
September 2004 zurückgreifen, auf welchem die Stützmauer entlang der westlichen 
Parzellengrenze im Bereich des Gebäudes A und das daran anschliessende Terrain noch vor 
dessen Überbauung zu sehen ist. Die GNSS-Aufnahmen zeigten eine Abweichung des natürlich 
gewachsenen Terrains zu den Angaben in dem von der Gemeinde bewilligten Baugesuch von 
ca. 15 cm. Die B.________ AG geht davon aus, dass sich die Bauherrschaft bei ihren 
ursprünglichen Angaben auf den Verlauf der Krone der Stützmauer, die sich an der 
Parzellengrenze befindet, stützte. Demgegenüber geht sie von einem natürlich gewachsenen 
Terrain auf der Bauparzelle aus, das ca. 15 cm unterhalb der Mauerkrone verlaufen soll. Neben 
den Messungen stützten sie sich bei dieser Annahme auf das Luftbild swisstopo, das entlang 
der Stützmauer ein Schattenband zeigt. Auch dieses lasse den Schluss zu, dass das natürlich 
gewachsene Terrain auf der Bauparzelle leicht unterhalb der Mauerkrone liege und das natürlich 
gewachsene Terrain im Bereich der Westfassade in den von der Gemeinde bewilligten Plänen 
ca. 15 cm zu hoch angegeben war. 

Die Ausführungen der B.________ AG und die von ihr gezogenen Schlüsse überzeugen. Das 
von der B.________ AG hergeleitete natürlich gewachsene Terrain stimmt zudem auch mit den 
historischen Siegfriedkarten überein; darauf sind die Höhenlinien gleichmässig eingezeichnet. 
Der neusten Karte von 1940 zufolge verläuft die Höhenlinie 700 M.ü.M. am unteren Ende des 
Baugrundstücks. Die Höhenlinie 710 M.ü.M. verläuft ungefähr in der Mitte des projektierten 
Gebäude B. Beide Linien steigen gegen Osten etwas an. Damit zeigen sie ein Gefälle gegen 
Osten auf, wovon auch die B.________ AG ausgeht. Es sind daher keine Anhaltspunkte 
vorhanden, die an der sorgfältigen und korrekten Herleitung des natürlich gewachsenen Terrains 
der B.________ AG sowie deren Annahme des natürlich gewachsenen Terrainverlaufs Zweifel 
aufkommen liessen. Auf die Angaben in diesem Gutachten, die die Bauherrschaft in ihrer 
Projektleitung vom 8. Mai 2020 aufgenommen hat, ist daher abzustellen. Das massgebende 
Terrain ist somit in den Baugesuchsunterlagen resp. der Projektänderung vom 8. Mai 2020 
korrekt angegeben. 

f) Mit der Veränderung des massgebenden Terrains geht auch eine Veränderung des 
Bauprojekts einher. Die Fassadenhöhe beträgt im südöstlichen Bereich nicht mehr 6.8 Meter, 
sondern bis zu 7.03 Meter, was die grundsätzlich zulässige Höhe überschreitet. Anders als beim 
ursprünglichen Bauprojekt ist daher nun zu prüfen, ob die Voraussetzungen eines 
Hangzuschlags gegeben sind, was im Übrigen auch die Beschwerdeführenden 3 - 5 selber 
vorbringen. Dementsprechend handelt es sich um eine Projektänderung im Sinne von Art. 43 
BewD, auch wenn sich diese optisch nicht niederschlägt und das Bauvorhaben konstruktiv nicht 
verändert wird. Die Pläne der Projektänderung wurden den Beschwerdeführenden 3 - 5 zur 
Einsichtnahme zugestellt und sie hatten auch die Möglichkeit, sich dazu zu äussern. 

Der Hangzuschlag von einem Meter bei der Fassadenhöhe ist zulässig, falls die Hangneigung 
des massgebenden Terrains in der Falllinie innerhalb der Fläche, welche von der projizierten 
Fassadenlinie umschlossen wird, mindesten 10 % beträgt (Art. 8 Abs. 2 Bst. h GBR). Eine 
Falllinie entspricht der Linie, der ein Wassertropfen bei Vernachlässigung der Trägheit 

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hangabwärts folgen würde. Gemäss Praxis der BVD ist bei der Ermittlung der Hangneigung die 
durch den Schwerpunkt des Gebäudegrundrisses verlaufende Falllinie massgebend. 

Die Höhendifferenz des natürlich gewachsenen Terrains zwischen der Nord- und der 
Südfassade beträgt bei der Ostseite des Gebäudes ca. 2.7 Meter und bei der Westseite ca. 2.5 
Meter. Die Breite des Gebäudes misst 11 Meter, das Gefälle ist relativ regelmässig. Demzufolge 
beträgt die Hangneigung bei der Westseite 22.7 % und bei der Ostseite 24.5 %. Beim 
Schwerpunkt des Gebäudegrundrisses beträgt die Hangneigung der Falllinie damit sicher mehr 
als 10 %. Es kann daher auf die genaue Bestimmung der Hangneigung beim Schwerpunkt des 
Gebäudegrundrisses verzichtet werden. Die zulässige Fassadenhöhe auf der Süd- sowie der 
Ost- und Westseite beträgt somit 8 Meter. Mit einer Höhe von 7.03 Meter hält das Bauvorhaben 
die zulässige Fassadenhöhe auch in diesem Bereich ein. Auch diese Rügen erweisen sich als 
unbegründet.

5. Anzahl Vollgeschosse

a) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 machen geltend, die Gebäude seien zu hoch. Es würden 
in der W2-Zone letztlich auf vier Geschossen Wohnnutzungen generiert. Die spezielle Dachform 
mit einer Neigung von 45° sowie die "Fenstertürme" führten dazu, dass das eigentliche 
Dachgeschoss wie ein Vollgeschoss genutzt werde. Wegen der aussergewöhnlichen Gebäude- 
und Dachgestaltung müsse die Kniewandhöhe ab Bodenplatte des dritten Geschosses bis 
Oberkante der seitlichen Fenster des Geschosses oder bis Oberkante der Balkontürme 
gemessen werden. Da die Kniewandhöhe über 1.2 Meter betrage, sei das Dachgeschoss als 
Vollgeschoss zu betrachten.

Die Beschwerdegegnerin entgegnet, die Gebäudehöhe und die Geschosszahl entsprächen den 
Bestimmungen des Baureglements der Gemeinde Vechigen. Die Kniestockhöhen überschritten 
das zulässige Mass von 1.2 Meter an keiner Stelle. 

b) Sowohl in der Wohnzone W2 als auch in der Dorfkernzone D sind maximal 2 
Vollgeschosse zulässig (Art. 8 Abs. 1 GBR). Als Vollgeschosse gelten alle Geschosse von 
Gebäuden mit Ausnahme der Unter-, Dach- und Attikageschosse (Anhang A134 Abs. 1 GBR). 
Als Dachgeschosse gelten Geschosse, deren Kniestockhöhen 1.20 m nicht überschreiten (Art. 8 
Abs. 2 Bst. f i.V.m. Anhang A135 GBR). Die Kniestockhöhe ist der Höhenunterschied zwischen 
der Oberkante des Dachgeschossbodens im Rohbau und der Schnittlinie der Fassadenflucht mit 
der Oberkante der Dachkonstruktion (Anhang A133).

Die "Oberkante der Dachkonstruktion" ist ein Begriff, der nicht nur im Zusammenhang mit der 
Messweise der Kniestockhöhe gemäss Art. 8 Abs. 2 Bst. f i.V.m. Anhang A135 GBR 
Verwendung findet. Die Oberkante der Dachkonstruktion ist auch für die Fassadenhöhe gemäss 
Art. 15 BMBV sowie für die Kniestockhöhe gemäss Art. 16 BMBV massgebend. Dieser Begriff ist 
dementsprechend einheitlich zu verwenden. Solange eine Dachaufbaute die gemäss 
kommunalem Baureglement zulässige Breite nicht überschreitet, ist sie an die Fassadenhöhe 
und damit auch an die Kniestockhöhe nicht anzurechnen. Andernfalls wären diese Masse bei 
Dachaufbauten regelmässig überschritten. 

c) Bei den "Fenstertürmen" resp. Lukarnen handelt es sich um Dachaufbauten. Diese sind 
zulässig, solange sie nicht mehr als 1/3 der Fassadenlänge des obersten Geschosses betragen 
(Art. 19 Abs. 2 Bst. a GBR). Dieses Mass ist im vorliegenden Fall eingehalten. Die 
Dachaufbauten sind daher bei der Bestimmung der Fassadenhöhe nicht zu berücksichtigen, 
resp. die Kniestockhöhe ist bei den Lukarnen nicht separat zu messen, sondern die 

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Kniestockhöhe ist im Bereich der Hauptdachkonstruktion zu messen. Die Kniestockhöhe beträgt 
im vorliegenden Fall daher 1.2 Meter. Die zweiten Obergeschosse resp. Dachgeschosse zählen 
weder beim Mehrfamilienhaus A noch beim Mehrfamilienhaus B als Vollgeschosse. Auf Grund 
der Dachneigung weisen diese Geschosse auch eine weniger grosse Geschossfläche als die 
Erd- und Obergeschosse auf. Die Untergeschosse sind ebenfalls nicht als Vollgeschosse zu 
betrachten, da sie im Mittel nicht mehr als 1.2 Meter über das fertige Terrain hinausragen.12 Die 
zulässige Anzahl Vollgeschosse ist eingehalten. 

Bei einer zweigeschossigen Baute ist auch die Dachneigung von 45° zulässig (Art. 18 GBR). 
Dementsprechend überschreitet das Bauvorhaben weder die zulässige Anzahl Vollgeschosse 
noch die zulässige Dachneigung. Auch diese Rügen erweisen sich als unbegründet.

6. Übrige baupolizeiliche Masse

a) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 machen geltend, da im Dachgeschoss zum Teil 
Raumhöhen von lediglich 1.5 Meter oder weniger existierten, dürfte ein Verstoss gegen Art. 64 
und 67 BauV vorliegen. Im Übrigen seien die baupolizeilichen Masse von Amtes wegen zu 
prüfen.

b) Bei Art. 64 und 67 BauV handelt es sich um gesundheitliche Bestimmungen für Wohn- und 
Arbeitsräume. Gemäss Art. 67 Abs. 1 BauV müssen diese Räume eine lichte Höhe von 
mindestens 2.3 Meter aufweisen. In abgeschrägten Räumen muss die Mindesthöhe wenigstens 
über zwei Drittel der anrechenbaren Bodenfläche (ab einer Höhe von 1.5 Meter) eingehalten 
sein (Art. 67 Abs. 2 BauV).

c) Die Dachgeschosse sind über den grössten Teil der Fläche 2.4 Meter hoch. Beim 
Mehrfamilienhaus B weist das Dachgeschoss auf der Nord- sowie der Südseite je auf einer 
Breite von ca. 1.2 Meter Dachschräge und damit eine reduzierte Raumhöhe auf, wobei diese auf 
einer Breite von 0.2 Meter weniger als 1.5 Meter hoch ist; dieser Teil ist daher nicht an die 
Bodenfläche anzurechnen (Art. 67 Abs. 3 BauV). Die kleinsten Zimmer befinden sich im 
Dachgeschoss und sind gegen Osten resp. gegen Westen ausgerichtet. Diese weisen eine 
massgebende Bodenfläche von ca. 16.1 m2 und 16.4 m2 auf. Die Mindesthöhe ist auf einer 
Fläche von knapp 3.66 m2 resp. 4.36 m2 nicht eingehalten. Das ist in beiden Fällen weniger als 
ein Drittel der jeweils massgebenden Bodenfläche. Ähnlich präsentieren sich die Zahlen beim 
Mehrfamilienhaus A; auch hier halten die Räume über eine Fläche von mindestens 2/3 die lichte 
Höhe von wenigstens 2.3 Meter ein. Die Umkleide- und Abstellräume beim Mehrfamilienhaus A 
sollen nicht für Wohnen- und Arbeiten genutzt werden. Sämtliche als Wohn- und Arbeitsräume 
ausgewiesenen Räume weisen eine Fensterfläche von mindestens einem Zehntel der 
Bodenfläche auf und sind damit genügend belichtet.13 Inwieweit das Bauvorhaben weitere 
baupolizeiliche Masse verletzen könnte, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht geltend 
gemacht, resp. korrekt gerügt. Die entsprechenden Rügen erweisen sich als unbegründet, 
soweit diese überhaupt den Anforderungen gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG genügend und darauf 
eingetreten werden muss.

7. Ästhetik

12 Vgl. Anhang I A134 Abs. 3 GBR.
13 Vgl. Art. 64 Abs. 1 BauV.

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a) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 rügen, die überdimensionierten Mehrfamilienhäuser mit 
ihren aussergewöhnlichen spitzen Giebeldächern würden den gestalterischen Vorschriften nicht 
gerecht. Hinzu kämen die verglasten und seitlich verkleideten "Balkone". Die Gebäude wirkten 
verglichen mit den effektiv zweigeschossigen Häusern in der Nachbarschaft mindestens 
dreigeschossig. Von einer guten Gesamtwirkung könne keine Rede sein. Die gemeindeinterne 
Fachberatung habe sich zum umstrittenen Projekt nicht einlässlich geäussert. Die 
aussergewöhnliche Dachgestaltung sei nicht kommentiert worden, ebenso wenig die 
angebauten Fenstertürme. Das Bauvorhaben passe sich den ortsüblichen oder vorherrschenden 
Merkmalen des Gebietes nicht an. Das Mehrfamilienhaus A müsste noch abgesenkt werden. Die 
Einpassung des Bauvorhabens in das Terrain und seine gute Fernwirkung seien noch nicht 
gewährleistet. Das Mehrfamilienhaus B werde im Bericht überhaupt nicht erwähnt. Der 
gemeindeinterne Fachbericht sei unvollständig und lege eine unkritische, nicht objektive 
Unterstützung der Bauherrschaft nahe. Für die gestalterische Beurteilung des Projektes seien 
die OLK und ein neutraler externer Experte beizuziehen. 

b) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die „ästhetische 
Generalklausel“ im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine 
Beeinträchtigung liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden 
Überbauung schafft, der erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften 
erlassen, die über die kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften 
müssen, um selbständige Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen 
des kantonalen Rechts, sie dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.14

Das Baureglement der Gemeinde verlangt insbesondere, dass Bauten und Anlagen hinsichtlich 
ihrer Gesamterscheinung, Lage, Proportionen, Dach- und Fassadengestaltung, Material- und 
Farbwahl so zu gestalten sind, dass sie für das Orts- und Landschaftsbild eine gute 
Gesamtwirkung erzielen (Art. 17 GBR). Die Dachneigung darf bei ein- und zweigeschossigen 
Bauten 45° nicht übersteigen. In der Dorfkernzone darf die Dachneigung min. 30° und max. 45° 
betragen (Art. 18 Abs. 1 GBR). Dachaufbauten sind zugelassen, wenn sie den Gesamteindruck 
eines Gebäudes nicht beeinträchtigen und sich ihre Gestaltung insbesondere dem Hauptdach 
anpasst (Art. 19 GBR). Die Gestaltung der Aussenräume hat sich nach den ortsüblichen oder 
vorherrschenden Merkmalen zu richten (Art. 20 GBR). Terrainveränderungen sind so zu 
gestalten, dass sie die bestehenden Umgebung nicht beeinträchtigen (Art. 21 GBR).

Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige 
Bedeutung zu.

Der Begriff „gute Gesamtwirkung“ stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff dar, 
bei dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum haben. 
Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe 
Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders 
hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen 
Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine 
neue Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung 
zu orientieren hat.15

14 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9/10 N. 4 und 13; 
BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen.
15 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 9/10 N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1.

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c) Die Fachberatung Baugestaltung der Gemeinde Vechigen hat das Bauvorhaben mehrmals 
beurteilt. In den Sitzungen vom 15. Dezember 2015 und 8. November 2016 hat sie das 
Bauvorhaben zurückgewiesen und eine Neukonzipierung der Bauten gefordert. Anlässlich der 
Sitzung vom 17. Oktober 2017 hat sie eine deutliche Verbesserung des Projekts festgestellt, 
aber insbesondere in Bezug auf die Aufschüttung beim Gebäude A und die Proportionierung der 
Fenster eine weitere Überarbeitung verlangt. Anlässlich der Beurteilung vom 20. März 2018 hat 
sie die ruhige Dachmaterialisierung begrüsst. Gleichzeitig kritisierte sie die Einbindung des 
Gebäudes A in die Hangtopographie sowie die Umgebungsgestaltung und verlangte eine 
erneute Überarbeitung. Das wiederholt überarbeitete Projekt beurteilte die Fachberatung 
Baugestaltung am 27. November 2020. Da das Gebäude A um einen Meter abgesenkt und die 
Aufschüttung im Süden verringert war, stimmte sie schliesslich dem Projekt unter der Auflage 
zu, dass eine sorgfältige Umgebungsgestaltung erfolgt, die insbesondere auch die Fernwirkung 
des Projekts beachtet.  

d) Bei der Fachberatung Baugestaltung der Gemeinde Vechigen handelt es sich um eine 
leistungsfähige örtliche Ästhetikkommission nach Art. 22 Abs. 2 BewD.16 Die Fachberatung hat 
das Projekt eng begleitet und wiederholt zur Überarbeitung zurückgewiesen. Die verschiedenen 
Aufforderungen an die Bauherrschaft, das Bauvorhaben zu überarbeiten, zeigt, dass sich die 
Fachberatung Baugestaltung sorgfältig und intensiv mit dem Bauvorhaben auseinandergesetzt 
hat. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden 3 - 5 besteht nicht der Anschein einer 
nicht objektiv begründbaren Unterstützung der Bauherrschaft.

Die beiden Baukörper weisen eine ähnliche Volumetrie auf. Bei den Gebäuden sind die Fassade 
sowie das Dach sehr ruhig gestaltet. Die seitlich geschlossenen Balkone integrieren sich auf 
Grund derselben Materialisierung gut in die Fassade, obwohl sie ein eher unübliches 
Bauelement darstellen. Da diese auch die Traufe der Dächer unterbrechen, wirken die hohen 
Dächer weniger mächtig. Dazu trägt auch die ruhige und farblich abgestimmte Materialisierung 
der beiden Elemente bei. Die Baukörper insgesamt wirken kompakt und zurückhaltend. Sie 
nehmen auch die bestehende Hanglage gut auf: Dank der Staffelung des Untergeschosses zum 
eigentlichen Gebäude berücksichtigt das Gebäude B die Hangstruktur gut. Auch das Haus A 
passt sich mit dem asymmetrischen Dach und den entsprechenden Auswirkungen auf den 
Baukörper dem massgebenden Terrain an.

Die beiden Baukörper befinden sich in einer sehr heterogenen Umgebung. Im Nordwesten der 
Gebäude befinden sich erst kürzlich erstelle Gebäude mit Flachdächern. Ansonsten herrschen 
Giebeldächer vor. Diese sind zum Teil Nord-Süd und zum Teil Ost-West ausgerichtet. Entlang 
der M.________strasse befinden sich einige erhaltenswerde Objekte, die zusammen die 
Baugruppe F bilden. 

Trotz der sehr grossen baulichen Heterogenität ist die Bauqualität in der Umgebung der 
Bauvorhaben gut. Die Hanglage wird von den Baukörpern berücksichtigt. Gleichzeitig hat die 
starke Bautätigkeit in der unmittelbaren Umgebung auch dazu geführt, dass kaum mehr von 
einem ländlich geprägten Erscheinungsbild der Umgebung gesprochen werden kann. Die 
verschiedenen Baukörper weisen unterschiedliche Materialisierungen und Volumen auf. Die 
meisten Baukörper nehmen kaum Bezug zueinander auf, sondern wirken als Einzelkörper. 
Daran ändern auch die gleichartigen Neubauten im Westen des Bauvorhabens nichts. Die 
geplanten Bauten wirken auf Grund der starken Dachneigung im Vergleich zu den sich in 
unmittelbarer Umgebung befindenden Gebäude relativ hoch. Sie weisen auch ein grösseres 
Volumen als die meisten der umliegenden Bauten auf. Da sie aber insgesamt kompakt 
strukturiert und zurückhaltend gestaltet sind, integrieren sie sich in die bestehende heterogene 

16 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

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Bebauung. Sie heben sich nicht davon ab, sondern nehmen die durchschnittliche Qualität der 
Bauten auf. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern das Bauvorhaben den massgebenden 
Ästhetikvorschriften widersprechen sollte. Es kann der Fachmeinung der Fachberatung 
Baugestaltung gefolgt werden, der auch die Gemeinde zustimmt. Die BVD konnte sich auf 
Grund der Akten ein genügend gutes Bild der Situation machen und war auf die Durchführung 
eines Augenscheins resp. den Beizug einer weiteren Fachbehörde nicht angewiesen. Die 
entsprechenden Beweisanträge werden abgewiesen.

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8. Vereinbarkeit mit den Baudenkmälern

a) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 rügen weiter, die geplanten Gebäude wichen in ihrer 
Erscheinung stark von den historischen Gebäuden ab, so dass diese massiv gestört würden. Die 
KDP sei insbesondere deshalb anzuhören, da sich die Bauparzelle innerhalb der Baugruppe F  
(Utzigen Dorf) befinde und sich in der unmittelbaren Umgebung der geplanten Bauten mehrere 
erhaltenswerte Bauten befänden. Auf Grund seiner Gesamtwirkung greife es zudem zu kurz, zu 
behaupten, nur das Gebäude A befände sich in der Baugruppe.

b) Baudenkmäler sind herausragende Objekte und Ensembles von kulturellem historischem 
oder ästhetischem Wert. Dazu gehören namentlich Ortsbilder, Baugruppen, Bauten, Gärten, 
Anlagen, innere Bauteile, Raumstrukturen und feste Ausstattungen (Art. 10a Abs. 1 BauG). 
Baudenkmäler können nach den Bedürfnissen des heutigen Lebens und Wohnens für bisherige 
oder passende neue Zwecke genutzt und unter Berücksichtigung ihres Wertes verändert 
werden. Sie dürfen durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht beeinträchtigt werden (Art. 
10b BauG). Dieser Umgebungsschutz ist nicht absolut zu verstehen und heisst nicht, dass die 
Umgebung überhaupt nicht verändert werden darf – es sei denn, sie sei selber schützens- oder 
erhaltenswert. Eine Veränderung der Umgebung soll auf das resp. die Baudenkmäler 
grösstmöglich Rücksicht nehmen und diese nicht wesentlich beeinträchtigen. Was das im 
konkreten Fall heisst, hängt vom Schutzbedarf des Baudenkmals und seiner Stellung in der 
Umgebung einerseits und dem Interesse der Veränderung dieser Umgebung andererseits ab.17 

Über die Baudenkmäler werden durch die kantonalen Fachstellen in Zusammenarbeit mit den 
Gemeinden Inventare erstellt (Art. 13 Abs. 1 BauV). In den Inventaren sind die Objekte zu 
bezeichnen, für die das Inventar als Inventar des Kantons gilt ("K-Objekte"); dazu gehören 
insbesondere die im Bauinventar als erhaltenswert bezeichneten Baudenkmäler, wenn sie zu 
einer Baugruppe des Bauinventars gehören (Art. 13 Abs. 3 Bst. b BauV). Die zuständige 
kantonale Fachstelle ist bei einem Baubewilligungsverfahren in jedem Fall beizuziehen, wenn 
das Bauvorhaben ein K-Objekt betrifft (Art. 10c BauG und Art. 14 Abs. 2 BauV).

c) Ein Teil des zu erstellenden Mehrfamilienhauses A soll innerhalb der Baugruppe F 
realisiert werden. Hinzu kommt, dass sich in der näheren Umgebung der beiden 
Mehrfamilienhäuser verschiedene K-Objekte befinden. Dem Umgebungsschutz kommt 
dementsprechend im vorliegenden Fall besondere Bedeutung zu. Eine Beeinträchtigung der 
Baudenkmäler, die sich auf der Südseite der M.________strasse befinden, ist aber auf Grund 
der Distanz und der gegenteiligen Ausrichtung ausgeschlossen. Demgegenüber grenzt die 
Bauparzelle an das erhaltenswerte Einzelobjekt M.________strasse Nr. 121 (Parzellen Nr. 931) 
an, das auch Teil der Baugruppe F ist. Die Neubauten resp. insbesondere das Mehrfamilienhaus 
A kommt hinter diesem Gebäude zu liegen. Seitlich wird das Mehrfamilienhaus A durch das vor 
einigen Jahren neben dem Baudenkmal erstellten Mehrfamilienhaus auf Parzellen Nr. 1275 
verdeckt. Das Gebäude B ist zusätzlich durch das Gebäude des durstigen Bruder vom 
Baudenkmal abgeschirmt. Das Baudenkmal selber ist gegen den im Süden liegenden 
Strassenraum ausgerichtet und bildet im Siedlungskern eine Raumfront.18 Das Baudenkmal 
prägt insbesondere die Sicht für Personen, die sich der Umgebung des Bauvorhabens von der 
S.________strasse her nähern. 

Das Mehrfamilienhaus A liegt hinter dem Baudenkmal und verschwindet beinahe dahinter. Dank 
seiner dezenten Ausgestaltung wird es für Betrachtende, die sich direkt vor dem Baudenkmal 

17 Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 10a–10f N. 7.
18 Vgl. Kantonales Bauinventar, Gemeinde Vechigen, O.________, Objektblatt.

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befinden, kaum in Erscheinung treten. Das neue Gebäude wirkt gegenüber dem Baudenkmal 
nicht dominant. Das Mehrfamilienhaus A wird vom öffentlichen Raum her nur seitlich des 
Baudenkmals vollständig sichtbar sein. Bei dieser Perspektive rückt allerdings das Baudenkmal 
selber an den Rand des Betrachtungsperimeters und liegt damit nicht mehr im Fokus des oder 
der Betrachtenden. Zusätzlich schafft der Abstand von mehr als 30 Meter sowie die kleine Baute 
hinter dem Baudenkmal Distanz zwischen den Hauptgebäuden und verhindert damit eine 
Beeinträchtigung des Baudenkmals. Der Schutz des Baudenkmals wird durch das 
Mehrfamilienhaus A nicht beeinträchtigt. Das Gebäude B steht in deutlich weiterer Entfernung 
zum Baudenkmal und hat dementsprechend darauf kaum Auswirkungen. Auch aus der Ferne 
betrachtet ist auf Grund der zurückhaltenden Ausgestaltung des Bauvorhabens nicht mit einer 
Beeinträchtigung des Baudenkmals zu rechnen. Die Erscheinung der Baugruppe selber ist stark 
auf den Strassenraum der M.________strasse ausgerichtet.19 Demgegenüber wirken sich die 
Neubauten kaum auf den Strassenraum aus, da sie nicht direkt daran anschliessen, sondern 
sich in der "zweiten Reihe" befinden. Die Baugruppe wird daher durch die Neubauten kaum 
verändert. Die Neubauten prägen weder das Bild der Gruppe noch stören sie die Zugehörigkeit 
der einzelnen Bauten zueinander. Die Fachberatung Baugestaltung hat sich mehrmals für 
Veränderungen beim Mehrfamilienhaus A in Bezug auf dessen Setzung in der Hanglage 
ausgesprochen und damit dessen Einordnung in die bestehende Bebauung grosses Gewicht 
beigemessen. Das Bauvorhaben ist auch aus denkmalpflegerischer Sicht nicht zu beanstanden. 
Die bestehenden Baudenkmäler werden dadurch nicht in unzulässiger Weise beeinträchtigt. Das 
Bauvorhaben betrifft zudem keine direkte Änderung eines K-Objekts. Weder die Gemeinde noch 
die BVD waren daher verpflichtet, die KDP für die Beurteilung beizuziehen. Die BVD konnte sich 
auf Grund der Akten sowie der zur Verfügung stehenden Informationen der kantonalen 
Denkmalpflege ein genügendes Bild der Situation machen, um das Bauvorhaben und seine 
Auswirkungen auf die Umgebung selber beurteilen zu können. Der entsprechende Beweisantrag 
wird abgewiesen.  

9. Parkplätze

a) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 machen geltend, für das Bauvorhaben selber schienen mit 
22 Parkplätzen genügend Abstellplätze für Fahrzeuge vorhanden zu sein. Dabei sei allerdings 
nicht berücksichtigt, dass die grosse, heute bestehende Parkplatzfläche aufgehoben werde. 
Insbesondere für die Gäste des durstigen Bruders und die anderen Bauten auf dem Grundstück 
Nr. L.________ würden Parkplätze aufgehoben. Wo die bisherigen Nutzerinnen und Nutzer der 
Parkplätze ihre Fahrzeuge parkieren sollten, sei nicht definiert. Schliesslich seien den 
Beschwerdeführenden 3 und 4 gemäss Kaufvertrag zwei Abstellplätze für Fahrzeuge 
zugesichert worden. Auch diese würden bei der Berechnung des Parkplatzbedarfs fehlen. Sie 
beantragen, es sei von der Beschwerdegegnerin eine detaillierte Berechnung des 
Parkplatzbedarfs zu verlangen.

b) Die Anzahl Abstellplätze für Motorfahrzeuge wird durch eine Bandbreite begrenzt; 
innerhalb dieser Bandbreite legt die gesuchstellende Partei die Anzahl fest (Art. 50 Abs. 1 
BauV). Die Anzahl erforderlicher Abstellplätze für Fahrzeuge berechnet sich gemäss Art. 51 ff. 
BauV. Ab vier Wohnungen beträgt die Bandbreite 0.5 - 2 Abstellplätze pro Wohnung (Art. 21 
abs. 4 BauV). Für die übrigen Nutzungen hängt die Bandbreite von der Geschossfläche sowie 
der konkreten Nutzung ab (Art. 52 BauV). Parkplätze sind grundsätzlich immer einer konkreten 
Baute oder Anlage als Nebenanlage zugeordnet und erfordern den Nachweis, dass ein 
entsprechender Bedarf besteht. Ohne bestimmte Zuordnung dürfen keine Parkplätze erstellt 

19 Vgl. Kantonales Bauinventar, Gemeinde Vechigen, P.________Objektblatt. 

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werden. Etwas anderes würde die vom Gesetzgeber geforderte Beschränkung unterlaufen.20 
Gleichzeitig ist die untere Grenze der Bandbreite einzuhalten. Ein Abweichen von der 
Bandbreite ist nur zulässig, falls besondere Umstände dies rechtfertigen (Art. 54 Abs. 1 BauV).

c) Auf dem zu überbauenden Grundstück Vechigen Grundbuchblatt Nr. L.________ befinden 
sich heute ein Restaurant und ein Mehrfamilienhaus sowie eine Garagebaute und eine grössere 
Abstellfläche für Fahrzeuge. Die Garagen sollen abgebrochen und die Parkplatzfläche 
grösstenteils aufgehoben werden. Bestehenbleiben sollen lediglich 6 Abstellplätze für Fahrzeuge 
für das Restaurant A.________ an der südöstlichen Parzellengrenze resp. östlich des 
bestehenden Gebäudes, sowie 9 Abstellplätze für Fahrzeuge für das bestehende 
Mehrfamilienhaus.21 Unterirdisch sind im Zusammenhang mit den geplanten Neubauten 
insgesamt 20 neue Abstellplätze für Fahrzeuge geplant. 9 Parkplätze sollen in der Einstellhalle 
des Mehrfamilienhauses A (8 Wohnungen) und 11 Abstellplätze in der Einstellhalle des 
Mehrfamilienhauses B (6 Wohnungen realisiert werden). Zwei Abstellplätze für Fahrzeuge sind 
vor dem Mehrfamilienhaus B geplant. Insgesamt sollen somit nach Abschluss des Bauprojektes 
37 Abstellplätze für Fahrzeuge auf der Bauparzelle vorhanden sein.  

Aus den vorhandenen Unterlagen ist nicht eindeutig ersichtlich, ob im bereits bestehenden 
Gebäude 18 oder 19 Wohnungen vorhanden sind. Da das Einhalten der unteren Bandbreite in 
Frage gestellt ist, ist von 19 bestehenden Wohnungen auszugehen. Hinzu kommen zusätzlich 
14 geplante Wohnungen. Bei insgesamt 33 Wohnungen ergibt dies einen Bedarf von 
mindestens 17 Abstellplätzen für Fahrzeuge. Für das Restaurant hat die Bauherrschaft die 
erforderliche Mindestanzahl anhand der Bruttogeschossfläche des Restaurants von 233.3 m2 
berechnet. Die für die Berechnung der Bandbreite relevante Geschossfläche22 unterscheidet 
sich jedoch von der Bruttogeschossfläche. Sie umfasst insbesondere auch Verkehrsflächen.23 
Dementsprechend ist neben der von der Bauherrschaft ausgewiesenen Bruttogeschossfläche 
auch die Fläche der Erschliessung/WC-Anlage von 51.3 m2 zu berücksichtigen. Insgesamt ist 
daher von einer massgebenden Geschossfläche von 284.6 m2 auszugehen. Der untere Rand 
der Bandbreite der Abstellplätze für Fahrzeuge für das bestehende Restaurant liegt somit bei 8 
Parkplätzen.24 Insgesamt besteht somit auf der Bauparzelle ein Mindestbedarf von 25 
Abstellplätzen für Motorfahrzeuge. Die minimale Bandbreite ist mit insgesamt 37 Abstellplätzen 
ohne Weiteres eingehalten.

Grundbuchrechtlich sind keine weiteren Abstellplätze für Fahrzeuge von anderen Parzellen 
vermerkt. Somit scheinen keine Bauten auf einen Abstellplatz auf der Bauparzelle angewiesen 
zu sein, um den unteren Rand der Bandbreite einzuhalten. Auch die zivilrechtliche Vereinbarung 
der Beschwerdeführenden 3 und 4 ist für die Berechnung der zulässigen Bandbreite für 
Abstellplätze von Motorfahrzeugen unbeachtlich, denn diese sind ebenfalls nicht 
grundbuchrechtlich sichergestellt. Es besteht damit keine rechtliche Grundlage, um weitere 
Abstellplätze für Fahrzeuge zu verlangen. Auf der anderen Seite dürfen jedoch, entgegen der 
Berechnung der Gemeinde, auch allfällige Abstellplätze für Fahrzeuge beim Gebäude Nr. 136a 
bei der Bandbreite der erforderlichen Abstellplätze für Fahrzeuge der Bauparzelle nicht 
berücksichtigt werden. Dies wirkt sich auf die Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens jedoch 
nicht aus, da die minimale Anzahl Abstellplätze für Fahrzeuge gemäss den Berechnungen der 
BVD eingehalten ist. Weil der untere Rand der Bandbreite deutlich eingehalten und nicht 
ersichtlich ist, inwiefern die Angaben der Beschwerdegegnerin nicht stimmen sollten, erübrigt es 
sich, von der Bauherrschaft eine detaillierte Berechnung des Parkplatzbedarfs zu verlangen. Der 

20 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 16 – 18 N. 11a / 16.
21 Vgl. Situationsplan vom 11. Mai 2015.
22 Vgl. Art. 49 Abs. 2 und 52 BauV i.V.m. Art. 28 BMBV.
23 Vortrag der Justiz-, Gemeinde und Kirchendirektion an den Regierungsrat zur BMBV.
24 Vgl. Art. 52 Abs. 1 Bst. b und c BauV.

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entsprechende Beweisantrag ist abzuweisen. Auch nach der Realisierung des geplanten 
Bauvorhabens sind auf der Parzelle Vechigen Grundbuchblatt Nr. L.________ genügend 
Abstellplätze für Fahrzeuge vorgesehen. Auch diese Rüge ist unbegründet. Das 
Rechtsbegehren 1 der Beschwerdeführenden 3 - 5 ist, soweit darauf einzutreten ist, 
abzuweisen.

10. Terrainaufschüttung beim Haus A

a) Die Beschwerdeführer 1 und 2 bemängeln, die vorgesehene Terrainaufschüttung auf der 
Westseite des Gebäude A verschaffe dem geplanten Neubau einen südorientierten Sitzplatz 
direkt gegenüber dem Schlafzimmer ihrer Wohnung, der den Grenzabstand nicht einhalte. Dies 
sei mit einer Beeinträchtigung der Wohnqualität verbunden. Das fertige Terrain sei in diesem 
Bereich dem ursprünglich natürlich gewachsenen Terrain anzugleichen.

Die Beschwerdegegnerin entgegnet, es sei an dieser Stelle kein Gartensitzplatz vorgesehen und 
die Grenz- sowie Gebäudeabstände seien eingehalten. 

b) Gegenstand des Baubewilligungs- und auch des Beschwerdeverfahrens ist das von der 
Bauherrschaft zur Bewilligung beantrage Bauvorhaben. 

Gemäss den von der Beschwerdegegnerin eingereichten Plänen ist im Westen des 
Mehrfamilienhauses A kein Sitzplatz geplant. Das Gebäude selber hält die massgebenden 
Grenzabstände ein und ist, wie dargelegt, nicht zu beanstanden. Sollten die Bewohnerinnen und 
Bewohner des Mehrfamilienhauses A westlich des Gebäudes einen Sitzplatz einrichten wollen, 
wäre zu prüfen, ob dieser baubewilligungspflichtig ist und mit den massgebenden 
Bestimmungen vereinbar wäre. 

Dank der vorgenommene Projektänderung im Rahmen des vorinstanzlichen 
Baubewilligungsverfahrens liegt das fertige Terrain entlang der Westfassade zwar zum Teil noch 
über dem natürlich gewachsenen Terrain, aber nicht mehr über dem bestehenden Terrain. Die 
Senkung des gesamten Gebäudes hat die geplante Aufschüttung massiv verkleinert. Der 
Fachausschuss Gestaltung der Gemeinde ist zum Schluss gekommen, dass durch diese 
Absetzung das Bauvorhaben den gestalterischen Anforderungen genügt. Die Beschwerdeführer 
legen nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern das beantragte Bauvorhaben resp. die 
Terrainaufschüttung im Westen des Gebäudes gegen andere öffentlich-rechtliche Vorschriften 
verstossen könnte. Wohnlärm und andere durch das gewöhnliche Wohnen verursachte 
Immissionen sind unter dem Gesichtspunkt des baurechtlichen Immissionsschutzes 
unbeachtlich.25 Diese Rüge erweist sich daher als öffentlich-rechtlich unbegründet und die 
Beschwerde der Beschwerdeführer 1 und 2 ist abzuweisen.

11. Rechtsverwahrung

a) Die Beschwerdeführenden 3 - 5 halten an ihren in den Einsprachen erhobenen 
Rechtsverwahrungen fest. Zudem seien Rissprotokolle zu erstellen und bei einer allfälligen 
Baubewilligung sei der Bauherrschaft mittels Auflage das Arbeiten auf der Baustelle ausserhalb 
der normalen Arbeitszeiten zu verbieten.

25 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 24 N. 31.

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b) Die Rechtsverwahrung bezweckt die Orientierung der Gesuchstellenden und der 
Behörden über Privatrechte, welche durch das Bauvorhaben berührt werden, und über 
Entschädigungsansprüche, die daraus abgeleitet werden können (Art. 32 Abs. 1 BewD). 
Rechtsverwahrungen sind gemäss Art. 36 Abs. 3 Bst. f BewD ins Dispositiv des Bauentscheids 
aufzunehmen. Dadurch wird die Bauherrschaft in die Lage versetzt, ihnen allenfalls durch 
Projektänderung Rechnung zu tragen. Die Rechtsverwahrung kann auch noch im 
Beschwerdeverfahren vorgemerkt werden, sofern die Vorinstanz die Anmerkung unterlassen 
hat. 

c) Die Vorinstanz hat in Ziffer 3.4 des Dispositivs des angefochtenen Gesamtentscheids die 
Rechtsverwahrungen vorgemerkt. Die Bauherrschaft erhielt damit Kenntnis von der 
Rechtsverwahrung und hätte, soweit sie zivilrechtliche Ansprüche befürchtete, den Einwänden 
der Beschwerdeführenden 3 - 5 Rechnung tragen können. Damit wurde der Zweck der 
Rechtsverwahrung erfüllt. Somit gilt die Kenntnisnahme der Rechtsverwahrungen als erfolgt. 
Eine Erneuerung bzw. Bestätigung der Rechtsverwahrung im oberinstanzlichen Verfahren ist 
nicht notwendig. Den Beschwerdeführenden 3 - 5 fehlt es an einem Rechtsschutzinteresse für 
diesen Antrag. Darauf kann nicht eingetreten werden. 

d) Das Erstellen von Rissprotokollen dient der Beweislage für allfällige zivilrechtliche 
Ansprüche. Hingegen stehen diese nicht im Zusammenhang mit der Bewilligungsfähigkeit des 
Bauvorhabens. Auch das Einhalten der Ruhezeiten der Arbeitnehmenden resp. das Befolgen 
der Nacht- und Sonntagsruhe liegen ausserhalb des Streitgegenstandes eines 
Baubewilligungsverfahrens. Diese Anträge sind abzuweisen, soweit darauf überhaupt 
einzutreten ist.

12. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für 
besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben 
werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr für die Behandlung der Beschwerde der 
Beschwerdeführer 1 und 2 wird auf Grund des geringen Aufwands auf Fr. 800.00 festgesetzt. 
Für die Beschwerde der Beschwerdeführenden 3 - 5 wird eine Pauschalgebühr von Fr. 2'400.00 
erhoben (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV26). Obwohl in diesem Entscheid 
beide Beschwerden zusammen beurteilt werden, rechtfertigt es sich mit Blick auf die 
unterschiedlichen Rügen sowie den angefallenen Aufwand nicht, die Pauschalgebühren zu 
reduzieren (Art. 21 Abs. 3 GebV). Die Kosten der B.________ AG (Fr. 4'521.40 gemäss 
Rechnung vom 1. April 2020) werden gestützt auf Art. 11 GebV zusätzlich erhoben. Diese sind 
im Zusammenhang mit den von den Beschwerdeführenden 3 - 5 erhobenen Rügen entstanden. 
Die Verfahrenskosten für die Behandlung der Beschwerde der Beschwerdeführenden 3 - 5 
betragen somit insgesamt Fr. 6'921.40.

Die Verfahrenskosten werden entsprechend dem Unterliegerprinzip verteilt (Art. 108 Abs. 1 
VRPG). Die Beschwerdeführer 1 und 2 dringen mit ihren Rügen nicht durch. Sie gelten damit als 
unterliegend und haben entsprechend die auf sie entfallenden Verfahrenskosten von Fr. 800.00 
zu tragen. 

Die Beschwerdeführenden 3 - 5 gelten in der Hauptsache ebenfalls als unterliegend. Dem 
Bauvorhaben wird entgegen ihrem Antrag nicht der Bauabschlag erteilt. Den Rügen der 

26 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).

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Beschwerdeführenden 3 - 5 hat die Beschwerdegegnerin jedoch zum Teil mit zwei 
Projektänderungen Rechnung getragen. Im Rahmen dieser Projektänderungen gilt somit die 
Beschwerdegegnerin als unterliegend. Den Beschwerdeführenden 3 - 5 werden daher 2/3, 
ausmachend Fr. 4'614.25, und der Beschwerdegegnerin 1/3, ausmachend Fr. 2'307.15, der im 
Zusammenhang mit der Behandlung der Beschwerde der Beschwerdeführenden 3 - 5 
angefallenen Verfahrenskosten auferlegt.  

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als 
gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG).

Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand 
(Art. 104 Abs. 1 VRPG). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV27 beträgt das Honorar in 
verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren Fr. 400.– bis Fr. 11'800.– pro Instanz. Innerhalb 
des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen 
Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 
Abs. 3 KAG28). 

Die Kostennote des Anwalts der Beschwerdeführenden 3 - 5 im Umfang von Fr. 6'700.00 
zuzüglich Auslagen und Mehrwertsteuer, ausmachend insgesamt Fr. 7'634.75 gibt zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdegegnerin macht Parteikosten im Umfang von Fr. 
12'978.25 geltend. Sie geht insbesondere von einem überdurchschnittlichen Zeitaufwand sowie 
von einem überdurchschnittlich komplexen Sachverhalt aus.

Im vorliegenden Fall ist der gebotene Zeitaufwand als überdurchschnittlich zu werten, da ein 
Beweisverfahren und mehrere Schriftenwechsel durchgeführt wurden. Angesichts der Baukosten 
gemäss Baugesuch von rund Fr. 6'500'000.– und den umstrittenen Rechtsfragen sind die 
Bedeutung der Streitsache als leicht überdurchschnittlich und die Schwierigkeit des Prozesses 
als durchschnittlich einzustufen. Daher erscheint ein Honorar von Fr. 8'000.– zuzüglich Auslagen 
von Fr. 231.40 als angemessen. Die Beschwerdegegnerin ist mehrwertsteuerpflichtig.29 Sie kann 
somit die von ihrem Rechtsvertreter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer eigenen 
Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer abziehen. Ihr fällt daher betreffend Mehrwertsteuer 
kein Aufwand an und eine Abgeltung der Mehrwertsteuer käme einer mit Art.108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 1 VRPG unvereinbaren Überentschädigung gleich.30 Die zu entschädigenden 
Parteikosten der Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren werden daher auf 
Fr. 8'231.40 festgesetzt. 

Für die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin zur der Beschwerde der Beschwerdeführer 1 
und 2 werden Parteikosten von pauschal Fr. 800.– ausgeschieden. Die Beschwerdeführer 1 und 
2 haben der Beschwerdegegnerin daher Parteikosten im Umfang von Fr. 800.– zu bezahlen. 
Damit verbleiben Parteikosten der Beschwerdegegnerin im Umfang von Fr. 7'431.40. 

Die Parteikosten zwischen den Beschwerdeführenden 3 - 5 sowie der Beschwerdegegnerin 
werden entsprechend den Verfahrenskosten aufgeteilt. Die Beschwerdegegnerin hat daher den 
Beschwerdeführenden 3 - 5 1/3 der Parteikosten, ausmachen Fr. 2'544.90, zu ersetzen. Die 

27 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 
168.811).
28 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11).
29 Siehe Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: https://www.uid.admin.ch.
30 BVR 2014 S. 484 E. 6.

https://www.uid.admin.ch

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Beschwerdeführenden 3 - 5 haben der Beschwerdegegnerin 2/3 der für die Bearbeitung ihrer 
Beschwerde angefallenen Parteikosten, ausmachend Fr. 4'954.25, zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerden werden abgewiesen soweit auf sie einzutreten ist.

Die Projektänderungen beim Mehrfamilienhaus B vom 13. Januar 2020 (gemäss Plan vom 
13. Januar 2020, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 22. Januar 2020) sowie vom 
6. April 2020 (gemäss Plan vom 6. April 2020, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 
8. Mai 2020) werden bewilligt. Im Übrigen wird der Gesamtentscheid der Gemeinde 
Vechigen vom 23. August 2019 bestätigt. 

Für das Mehrfamilienhaus B sind folgende Pläne massgebend:
- Grundrisse Untergeschoss mit Liegenschaftsentwässerung und Werkleitungen, 

Erdgeschoss mit Umgebungsgestaltung, Ober-und Dachgeschoss rev. am 20.03.2019, 
als bewilligt gestempelt von der Gemeinde Vechigen am 23. August 2019

- Schnitt A-A und Schnitt B-B rev. Am 20.03.2019, als bewilligt gestempelt von der 
Gemeinde Vechigen am 23. August 2019 (mit Ausnahme des eingezeichneten 
massgebenden gewachsenen Terrain)

- Grundbuchplankopie, als bewilligt gestempelt von der Gemeinde Vechigen am 23. 
August 2019

- Situationsplan, Grundstückzufahrt Typ A vom 13.01.2020, gestempelt vom Rechtsamt 
der BVD am 8. Mai 2020

- Nord-Ost-Süd-Westfassade rev. 06.04.2020, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 
22. Januar 2020

2a. Die Verfahrenskosten für das Beschwerdeverfahren der Beschwerdeführer 1 und 2 von 
Fr. 800.– werden den Beschwerdeführer 1 und 2 zur Bezahlung auferlegt. Die 
Beschwerdeführer haften solidarisch für den gesamten Betrag. 

2b. Die Verfahrenskosten für das Beschwerdeverfahren der Beschwerdeführenden 3 - 5 von 
Fr. 6'921.40 werden den Beschwerdeführenden 3 - 5 zu 2/3, ausmachend Fr. 4'614.25, 
auferlegt. Die Beschwerdeführenden 3 - 5 haften solidarisch für den gesamten Betrag. Die 
Beschwerdegegnerin hat Verfahrenskosten im Umfang von 1/3, ausmachend Fr. 2'307.15, 
zu bezahlen. 

Separate Zahlungseinladungen folgen, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen 
ist. 

3a. Die Beschwerdeführer 1 und 2 haben der Beschwerdegegnerin Parteikosten im Betrag 
von Fr. 800.– zu ersetzen. Die Beschwerdeführer 1 und 2 haften solidarisch für den 
gesamten Betrag.

3b. Die Beschwerdeführenden 3 - 5 haben der Beschwerdegegnerin Parteikosten im Betrag 
von Fr. 4'954.25 zu ersetzen. Die Beschwerdeführenden 3 - 5 haften solidarisch für den 
gesamten Betrag. 

3c. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführenden 3 - 5 Parteikosten im Betrag von 
Fr. 2'544.90 zu ersetzen.

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IV. Eröffnung

- Herrn D.________ und Herrn C.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt H.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt J.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Vechigen, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.