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**Case Identifier:** d0cf2c5f-9e28-520b-9ecf-f200ed111166
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-15
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 15.12.2017 200 2017 841
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-841_2017-12-15.pdf

## Full Text

200 17 841 UV
SCP/FRN/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 15. Dezember 2017

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Franzen

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Basler Versicherung AG
Aeschengraben 21, Postfach, 4002 Basel
vertreten durch Advokat C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. August 2017 (Schaden-Nr- 
29/220042/07.1)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2017, UV/17/841, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
erlitt am 26. Juni 2007 einen Motorradunfall und zog sich ein Polytrauma 
zu. Er war über seine Arbeitgeberin bei der Basler Versicherung AG (Basler 
bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs-
unfällen sowie Berufskrankheiten obligatorisch versichert (Akten der Basler 
[act. II] 122). Die Basler sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 
17. Juni 2013 (act. II 285) eine Rente bei einem IV-Grad von 39%, eine 
Integritätsentschädigung sowie Heilbehandlungen zu (act. II 285). Im Janu-
ar 2017 liess sie ihn im F.________ mittels Funktionsorientierter Medizini-
scher Abklärung (FOMA; act. II 234) untersuchen. Mit Verfügung vom 
27. März 2017 passte sie die von ihr zu erbringenden Heilbehandlungen an 
(act. II 279). Die dagegen erhobene Einsprache des Versicherten (act. II 
278), vertreten durch Rechtsanwalt B.________, wies sie mit Entscheid 
vom 21. August 2017 ab (act. II 275). 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, nach wie vor vertreten durch Rechtsan-
walt B.________, mit Eingabe vom 20. September 2017 Beschwerde und 
beantragt die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 21. August 2017 
sowie die Aufhebung der Verfügung vom 27. März 2017. 

Mit Beschwerdeantwort vom 20. November 2017 schliesst die Beschwer-
degegnerin, vertreten durch Advokat C.________, auf Abweisung der Be-
schwerde. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 15. Dez. 2017, UV/17/841, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde grundsätz-
lich einzutreten. Soweit der Beschwerdeführer jedoch beantragt, die Verfü-
gung vom 27. März 2017 (act. II 279) sei aufzuheben, ist darauf nicht ein-
zutreten. Die ursprüngliche Verfügung wurde durch den Einspracheent-
scheid vom 21. August 2017 ersetzt (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 60 N. 7). 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 21. August 
2017 (act. II 275). Streitig und zu prüfen ist die Anpassung der dem Be-
handlungszweck dienlichen Heilbehandlungen.  

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
UVG und die Änderung vom 9. November 2016 der UVV in Kraft getreten. 
Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten der Än-
derung vom 25. September 2015 des UVG ereignet haben, und für Berufs-
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach 
bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung vom 25. September 2015 des UVG).

Das Unfallereignis fand am 26. Juni 2007 statt, womit auf den vorliegenden 
Fall die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Rechtslage zur Anwen-
dung gelangt. 

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Gemäss Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch 
auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen, namentlich auf die 
ambulante Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren An-
ordnung durch eine medizinische Hilfsperson (lit. a).

Wer für die Unfallversicherung tätig ist, hat sich in der Behandlung, in der 
Verordnung und Abgabe von Arzneimitteln sowie in der Anordnung und 
Durchführung der Heilanwendungen und Analysen auf das durch den Be-
handlungszweck geforderte Mass zu beschränken (Art. 54 UVG). 

Die Leistungen sind nach Massgabe des Verhältnismässigkeitsprinzips 
(Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) an die Voraussetzun-
gen der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) ge-
bunden (vgl. Art. 48 und 54 UVG; GABRIELA RIEMER-KAFKA, Schweizeri-
sches Sozialversicherungsrecht, 5. Auflage, 2016, S. 48 f., Rz. 1.62 f.; S. 
186, Rz. 5.51).   

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2.4 Gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG werden dem Bezüger nach der 
Festsetzung der Rente die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen ge-
währt, wenn er zur Erhaltung seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dau-
ernd der Behandlung und Pflege bedarf. 

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 
aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Auch jede andere formell rechtskräftig 
zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen oder auf Gesuch hin 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde 
liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat (Abs. 2). 

2.6 Um den Leistungsanspruch bemessen zu können, ist die Verwal-
tung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen 
haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer am 26. Juni 2007 einen 
Unfall im Rechtssinne erlitten hat (vgl. E. 2.2 hiervor) und sich dabei multi-
ple Verletzungen der linken unteren Extremität sowie eine Kontusion der 
linken Schulter zugezogen hat (act. II 220). Die Beschwerdegegnerin hat 
denn auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist 
hingegen, ob die Beschwerdegenerin zu Recht die Heilbehandlungen an-
gepasst hat bzw. die mit Verfügung vom 17. Juni 2013 zugesprochene 
dreimal wöchentliche Physiotherapie (act. II 285 S. 4 Ziff. 11) auf drei Seri-
en zu neun Sitzungen pro Jahr sowie eine osteopathische Behandlung, 
initial ein bis zweimal pro Woche, im Verlauf maximal einmal pro Monat, 
reduziert hat (act. II 275). 

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Die massgeblichen medizinischen Unterlagen zeigen diesbezüglich das 
folgende Bild: 

3.1.1 Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im orthopädi-
schen Gutachten vom 17. Januar 2013 (act. II 251) insbesondere einen 
Zustand nach Polytrauma anlässlich des Verkehrsunfalls vom 26. Juni 
2007 mit einem Zustand nach drittgradig offener Femurschaftfraktur links, 
zweitgradig offener Unterschenkelfraktur links à deux étages inklusive 
Kompartmentsyndrom, nicht näher präzisierten Verletzungen des linken 
Fusses und der linken Hüfte, eine Kontusion der Schulter links mit inkom-
pletter Läsion des Nervus suprascapularis, einen Zustand nach mehrfa-
chen Eingriffen an der linken unteren Extremität sowie Dauerschmerzen im 
linken Bein mit massiver Zunahme unter Belastungen (S. 21). Fünfeinhalb 
Jahre nach dem Polytrauma habe der Gesundheitszustand ein stabiles 
Niveau erreicht, wobei bleibende, relevante gesundheitliche Schäden 
bestünden (S. 22). Um den aktuellen Zustand zu erhalten, seien die Fort-
führung der dreimal wöchentlich ambulanten Physiotherapie inklusive die 
permanent selbständig durchgeführten Dehnungs- und Mobilisierungs-
übungen sowie das zweimal wöchentliche, angepasste Krafttraining unab-
dingbare Voraussetzungen für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit. Verbesse-
rungen seien nicht zu erwarten, in erster Linie gehe es um die Verhinde-
rung respektive Verzögerung von Verschlechterungen vor allem des linken 
Beins (S. 25). 

3.1.2 In der Stellungnahme vom 26. September 2016 (act. II 124) führte 
die beratende Ärztin, Dr. med. E.________, Fachärztin für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, zur Frage, ob der 
Beschwerdeführer zur Erhaltung seiner verbleibenden Arbeitsfähigkeit als 
Folge des Unfalls voraussichtlich dauernd der ärztlichen Behandlung und 
Pflege bedürfe, Folgendes aus: Nach Durchsicht der ihr wiederum vorlie-
genden ausführlichen Akten sei aus orthopädisch/traumatologischer Sicht 
die immer noch durchgeführte Physiotherapie dreimal pro Woche nicht 
mehr indiziert. Der Beschwerdeführer gehe bereits in ein Fitnesscenter, um 
dort seine Übungen selbständig durchzuführen. Zur Korrektur der Übungen 
seien zwei bis drei Serien Physiotherapie ausreichend. 

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3.1.3 Im Bericht des F.________ vom 7. Februar 2017 (act. II 234) führ-
ten die Ärzte aus, die Kernfrage laute, ob als Folge des Unfalls dauernd die 
bisherige ärztliche Behandlung und Pflege notwendig erscheine. Diesbe-
züglich sei zurzeit die dreimal wöchentlich durchgeführte Physiotherapie im 
Fokus, welche von der Evidenzlage her schwierig begründbar sei. Hinge-
gen sei eine aktive muskuläre Stabilisation nicht nur im Bereich der linken 
unteren Extremität, sondern auch im Rückenbereich sinnvoll zum Erhalt der 
Arbeitsfähigkeit. Diesbezüglich sei ein regelmässiges Krafttraining zwei bis 
drei Mal pro Woche wie z.B. in einem Fitnesscenter zu empfehlen. Darüber 
hinaus seien physiotherapeutische Massnahmen zur Überprüfung der Sta-
bilisationsfähigkeit und muskulären Behandlung (z.B. Triggerpunktbehand-
lung) intermittierend in Betracht zu ziehen, wobei drei Serien zu neun Sit-
zungen pro Jahr ausreichen dürften. Begleitend dazu sei eine osteopathi-
sche Behandlung, initial ein bis zweimal pro Woche, im Verlauf maximal 
einmal pro Monat, zu empfehlen, um mit spezifischen Weichteiltechniken 
positiven Einfluss auf die multiplen Symptome des Bewegungsapparates 
zu nehmen (S. 3). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

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gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3

3.3.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, dass es sich bei Heilbehandlun-
gen nach Festsetzung der Rente gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. a bis d UVG um 
Dauerleistungen handle, auf die nur zurückgekommen werden könne, 
wenn ein Rückkommenstitel (Wiedererwägung, Revision) bestehe. Da kein 
Revisionsgrund vorliege, habe er weiterhin Anspruch auf die mit Verfügung 
vom 17. Juni 2013 zugesprochene dreimal wöchentliche Physiotherapie 
(Beschwerde S. 5 ff.). 

Der Beschwerdeführer verkennt dabei, dass auch die Leistungen nach Art. 
21 UVG unter dem Vorbehalt der Zweckmässig- und Wirtschaftlichkeit ste-
hen und sich demgemäss die Art und Weise der Heilbehandlung stets nach 
den WZW-Kriterien (Art. 10 und 54 UVG; vgl. E. 2.3 hiervor) auszurichten 
hat. Denn nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bildet Art. 21 
UVG zu den Vorschriften nach Art. 10 ff. UVG nur insofern ein 
Sonderregime, als Art. 21 UVG die Voraussetzungen umschreibt, die erfüllt 
sein müssen, damit nach Festsetzung der Rente Leistungen der Art. 10 bis 
13 UVG überhaupt wieder in Betracht kommen und gegebenenfalls 
zugesprochen werden können (BGE 116 V 41 E. 3b S. 45). 

3.3.2 Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin auf ihren Entscheid vom 
17. Juni 2013 (act. II 285), weiterhin für die zur Erhaltung der Erwerbs-
fähigkeit erforderlichen Behandlungskosten aufzukommen, keineswegs 
zurückgekommen. Diesbezüglich weist sie zutreffend darauf hin, dass 
bloss das Dispositiv der leistungszusprechenden Verfügung in Rechtskraft 
erwachsen ist (Beschwerdeantwort S. 8). Am Anspruch, gestützt auf Art. 21 
Abs. 1 lit. c UVG die für die Erhaltung der Erwerbsfähigkeit erforderlichen 
Pflegeleistungen weiter zu erhalten, hat sich mit dem angefochtenen Ent-
scheid somit nichts geändert. Vielmehr erfolgt mit dem angefochtenen Ent-
scheid lediglich eine Anpassung der dem Behandlungszweck dienlichen 
Pflegeleistungen. Die Frage, ob es sich beim Anspruch auf Weiterausrich-
tung von Behandlungs- und Pflegeleistungen um Dauerleistungen im Sinne 

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von Art. 17 Abs. 2 ATSG handelt, muss deshalb vorliegend nicht abschlies-
send geprüft werden. 

3.3.3 Bei den Behandlungsleistungen nach UVG handelt es sich um 
Naturalleistungen, welche der Unfallversicherer dem Versicherten „in 
natura“ bzw. der Leistungserbringer im Auftrag des Unfallversicherers 
erbringt. Somit wird nicht der Versicherte, sondern der Versicherer 
Schuldner gegenüber dem Leistungserbringer, d.h. gegenüber dem Arzt, 
der Heilanstalt usw. (vgl. ALFRED MAURER, Schweizerisches 
Unfallversicherungsrecht, 1985, S. 274 m.w.H.). Die Zweckmässigkeit der 
Behandlungsleistungen kann mit Bezug auf das Behandlungsziel – ohne 
dass ein Revisionsgrund im Sinne einer wesentlichen Veränderung der 
gesundheitliche Situation vorliegen müsste – laufend überprüft werden. Bei 
der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit ist zudem 
ausschliesslich auf medizinische Kriterien und nicht auf die subjektiven 
Empfindungen des Beschwerdeführers abzustellen. 

Die Beschwerdegegnerin durfte die Zweckmässigkeit der von ihr 
geschuldeten Heilbehandlungen damit ohne weiteres überprüfen und hat 
deshalb die Abklärungen beim F.________ veranlasst. Diese Abklärungen 
haben ergeben, dass – 10 Jahre nach dem Polytrauma – ein relativ stabiler 
Zustand eingetreten ist, welcher zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit 
verschiedene Massnahmen erfordert, wobei drei Serien zu neun Sitzungen 
Physiotherapie pro Jahr sowie eine osteopathische Behandlung, initial ein 
bis zweimal pro Woche, im Verlauf maximal einmal pro Monat, ausreichen. 
Indessen haben die Ärzte und die Physiotherapeutin des F.________ so-
wie die beratende Ärztin Dr. med. E.________ nachvollziehbar ausgeführt, 
dass die vom Beschwerdeführer dreimal wöchentlich durchgeführte Physio-
therapie nicht (mehr) nötig ist (act. II 234 S. 3; 124; vgl. E. 3.1.2 f. hiervor). 
Darauf ist abzustellen. 

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, Dr. med. D.________ habe in 
seinem Gutachten (act. II 251) ausgeführt, die Fortführung der dreimal 
wöchentlichen Physiotherapie sei Voraussetzung für die Erhaltung des ak-
tuellen Zustands (Beschwerde S. 8), kann er daraus nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Denn dieses Gutachten datiert von 2013 und äussert 

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sich somit nicht zum aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers. 

3.4 Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die dem 
Behandlungszweck dienlichen Pflegeleistungen angepasst. Der angefoch-
tene Einspracheentscheid ist nicht zu beanstanden und die dagegen erho-
bene Beschwerde abzuweisen. 

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht weder für den unter-
liegenden Beschwerdeführer (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) 
noch für die obsiegende Beschwerdegegnerin (Art. 104 Abs. 4 i.V.m. Art. 2 
Abs. 1 lit. c VRPG sowie BGE 126 V 143 E. 4a S. 150) Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.  

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Partei-
entschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Advokat C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.