# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa9bb89f-569c-5243-8350-2637185e5bd0
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 28.04.2025 ZK1 2024 10
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2024-10_2025-04-28.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 28. April 2025
ZK1 2024 10

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
Jeannette Soro und Daniela Brüngger,
Gerichtsschreiber Claude Brüesch.

In Sachen 1. A.________,
2. B.________,
Kläger und Berufungsführer,
beide vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

gegen

D.________,
Beklagter und Berufungsgegner,
beide vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend Nichtigkeit/Ungültigkeit der Beschlüsse der Mitgliederversammlung vom 

06.04.2021 und des Vorstands vom 21.04.2021

(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 12. Dezember 

2023, ZGO 2022 8);-

hat die 1. Zivilkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Der Beklagte ist ein Verein mit Sitz in F.________. Der im Handelsregister 

eingetragene Zweck des Vereins ist zusammengefasst die Förderung und Ver-

breitung der christlichen Kultur über das Fernsehen. Der Verein betreibt zu die-

sem Zweck einen eigenen Fernsehsender (Vi-KB 1). Die Vereinsmitglieder be-

finden sich seit Jahren in einem Streit über die Führung des Vereins. Dies führte 

erstmals im Jahr 2017 zu Gerichtsverfahren über die Gültigkeit diverser Vor-

stands- und Vereinsversammlungsbeschlüssen, insbesondere betreffend die 

personelle Zusammensetzung des Vereins und des Vorstands. Mit Urteil des 

Bezirksgerichts Schwyz im Proz. ZGO 2017 15 vom 4. September 2019 (Vi-

KB 12) wurde festgestellt, dass der Vorstand des Beklagten aus G.________, 

A.________ und B.________ besteht, sowie auch, dass die genannten drei 

Personen die (einzigen) Vereinsmitglieder sind. Das Kantonsgericht bestätigte 

diesen Entscheid mit Urteil ZK1 2019 38 vom 17. November 2020.

Am 4. März 2021 fand eine Vorstandssitzung und am 6. April 2021 fand eine 
Vereinsversammlung des Beklagten statt. G.________ bzw. der Beklagte auf 
der einen Seite sowie A.________ und B.________ (nachfolgend: Kläger) auf 
der anderen Seite befinden sich im Streit über die Frage, welche Beschlüsse 
anlässlich dieser Versammlungen (gültig) gefasst wurden. Zudem fasste 
G.________ am 21. April 2021 verschiedene Zirkularbeschlüsse, deren Gültig-
keit zwischen ihr resp. dem Beklagten und den Klägern ebenfalls strittig ist. Mit 
Verfügung vom 25. Januar 2022 sprach der Einzelrichter am Bezirksgericht 
Schwyz unter anderem eine Handelsregistersperre aus und befahl dem Beklag-
ten vorsorglich, die beiden Kläger als Vorstands- und Vereinsmitglieder für die 
Dauer des von Letzteren einzuleitenden Hauptverfahrens zu berücksichtigen 
(Proz. ZES 2021 260; Vi-BB 14).

Kantonsgericht Schwyz 3

B. a) Am 29. April 2022 reichten die Kläger Klagen betreffend Nichtigkeit und 
Ungültigkeit der Beschlüsse der Mitgliederversammlung vom 6. April 2021 beim 
Bezirksgericht Schwyz ein und stellten folgende Rechtsbegehren (ZGO 2022 8: 
Vi-act. 1):

1. Es sei festzustellen, dass der Beschluss "Abberufung B.________" 
gemäss Protokoll von G.________ und H.________ der Mitgliederver-
sammlung des D.________ vom 6. April 2021 nichtig ist.

2. Es sei festzustellen, dass der Beschluss "Abberufung A.________" 
gemäss Protokoll von G.________ und H.________ der Mitgliederver-
sammlung des D.________ vom 6. April 2021 nichtig ist.

3. Eventualiter sei der Beschluss "Abberufung B.________" gemäss Proto-
koll von G.________ und H.________ der Mitgliederversammlung des 
D.________ vom 6. April 2021 für ungültig zu erklären und daher mit rück-
wirkender Kraft aufzuheben.

4. Eventualiter sei der Beschluss "Abberufung A.________" gemäss Proto-
koll von G.________ und H.________ der Mitgliederversammlung des 
D.________ vom 6. April 2021 für ungültig zu erklären und daher mit rück-
wirkender Kraft aufzuheben.

5. Es sei festzustellen, dass der Zirkularbeschluss des D.________ vom 
________ (Handelsregisteranmeldung) nichtig ist und G.________ zu Un-
recht seit dem K.________ im Handelsregister des Kantons Schwyz beim 
D.________ (CHE xx) als Vizepräsidentin mit Einzelunterschrift eingetra-
gen ist und dass der tatsächliche Eintrag "Mitglied" mit "Kollektivunter-
schrift zu zweien" lauten sollte.

6. Es sei das Amt für Wirtschaft Kanton Schwyz, Handelsregister, anzuwei-
sen, beim D.________ (CHE xx) beim Eintrag von G.________ die Funk-
tion "Vizepräsidentin" mit "Einzelunterschrift" zu löschen und stattdessen 
die Funktion "Mitglied" mit "Kollektivunterschrift zu zweien" einzutragen.

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchs-
gegners.

b) Gleichentags reichten die Kläger eine zweite Klage betreffend Nichtigkeit 
und Ungültigkeit der Vorstandsbeschlüsse vom 21. April 2021 beim Bezirksge-
richt Schwyz ein und stellten folgende Anträge (Proz. ZGO 2022 9: Vi-act. 1):

Kantonsgericht Schwyz 4

1. Es sei festzustellen, dass der Zirkularbeschluss vom 21. April 2021 
(Aufnahme neuer Mitglieder), unterzeichnet von G.________, nich-
tig ist.

2. Es sei festzustellen, dass der Zirkularbeschluss vom 21. April 2021 
(Bestellung eines Programmdirektors), unterzeichnet von 
G.________, nichtig ist.

3. Eventualiter sei der Beschluss zur Aufnahme neuer Mitglieder (Zir-
kularbeschluss vom 21. April 2021) für ungültig zu erklären und da-
her mit rückwirkender Kraft aufzuheben.

4. Eventualiter sei der Beschluss zur Ernennung eines Programmdi-
rektors (Zirkularbeschluss vom 21. April 2021) für ungültig zu er-
klären und daher mit rückwirkender Kraft aufzuheben.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklag-
ten.

Mit Verfügung vom 4. Mai 2022 vereinigte der Gerichtspräsident am Bezirksge-
richt Schwyz dieses Verfahren mit dem Verfahren ZGO 2022 8 und setzte das 
Verfahren ZGO 2022 9 unter der Prozess Nr. ZGO 2022 8 fort (ZGO 2022 9: 
Vi-act. 3).

c) G.________ reichte am 16. August 2022 ebenfalls eine Klage ein, die sich 
gegen die von B.________ und A.________ protokollierten Vorstandsbe-
schlüsse vom 4. März 2021 und protokollierten Vereinsversammlungsbe-
schlüsse vom 6. April 2021 richtet (Proz. ZGO 2022 12: Parallelverfahren). 

d) Mit Urteil vom 12. Dezember 2023 erkannte das Bezirksgericht Schwyz 
Folgendes:

1.1 Es wird festgestellt, dass der Zirkularbeschluss des beklagten Ver-
eins vom K.________ (Handelsregisteranmeldung) nichtig ist, 
dass G.________ zu Unrecht seit dem 26. April 2017 im Handels-
register des Kantons Schwyz beim beklagten Verein als Vizeprä-
sidentin mit Einzelunterschrift eingetragen ist und dass der Eintrag 
"Mitglied" mit "Kollektivunterschrift zu zweien" lauten sollte.

Kantonsgericht Schwyz 5

1.2 Das Amt für Wirtschaft Kanton Schwyz, Handelsregister, wird an-
gewiesen, beim beklagten Verein beim Eintrag von G.________ 
die Funktion "Vizepräsidentin" mit "Einzelunterschrift" zu löschen 
und stattdessen die Funktion "MitgIied" mit "Kollektivunterschrift 
zu zweien" einzutragen.

2. lm Übrigen werden die Anträge der Kläger abgewiesen. 

3.1 Die mit Verfügung vom 25. Januar 2022 des Bezirksgerichts 
Schwyz (Proz. ZES 2021 260) angeordneten vorsorglichen Mass-
nahmen (u.a. Handelsregistersperre) fallen mit Rechtskraft dieses 
Entscheids dahin.

3.2 Das Amt für Wirtschaft Kanton Schwyz, Handelsregister, wird an-
gewiesen, die mit Verfügung vom 25. Januar 2022 des Bezirksge-
richts Schwyz (Proz. ZES 2021 260) angeordnete Handelsregis-
tersperre des beklagten Vereins aufzuheben. 

4. Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 20’600.00 (Entscheidgebühr 
Fr. 20’000.00; Kosten Schlichtungsverfahren Fr. 600.00) werden 
den Klägern unter solidarischer Haftung zu 4/5 (Fr. 16’480.00) und 
dem Beklagten zu 1/5 (Fr. 4’120.00) auferlegt.

Die Entscheidgebühr wird liquidiert, indem sie mit den von den 
Klägern geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt 
Fr. 20’000.00 verrechnet wird. Der Beklagte hat den Klägern sei-
nen Anteil an den Gerichtskosten von Fr. 4’120.00 direkt zu erset-
zen.

5. Die Kläger werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, dem 
Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 12’000.00 zu bezah-
len (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer).

6. [Rechtsmittel.]

7. [Zufertigung.]

C. Mit Eingabe vom 9. Februar 2024 reichten die Kläger fristgerecht Beru-

fung ein mit folgenden Rechtsbegehren (KG-act. 1):

  1. Das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 12. Dezember 2023 i.S. ZGO 
2022 8 sei bezüglich der Ziff. 2 bis 5 aufzuheben.

  2. Es sei festzustellen, dass der Beschluss "Abberufung B.________" 
gemäss Protokoll von G.________ und H.________ der Mitgliederver-
sammlung des D.________ vom 06. April 2021 nichtig ist.

Kantonsgericht Schwyz 6

  3. Es sei festzustellen, dass der Beschluss "Abberufung A.________" 
gemäss Protokoll von G.________ und H.________ der Mitgliederver-
sammlung des D.________ vom 06. April 2021 nichtig ist.

  4. Eventualiter sei der Beschluss "Abberufung B.________" gemäss Proto-
koll von G.________ und H.________ der Mitgliederversammlung des 
D.________ vom 06. April 2021 für ungültig zu erklären und daher mit 
rückwirkender Kraft aufzuheben.

  5. Eventualiter sei der Beschluss "Abberufung A.________" gemäss Proto-
koll von G.________ und H.________ der Mitgliederversammlung des 
D.________ vom 06. April 2021 für ungültig zu erklären und daher mit 
rückwirkender Kraft aufzuheben.

  6. Es sei festzustellen, dass der Zirkularbeschluss vom 21. April 2021 (Auf-
nahme neuer Mitglieder), unterzeichnet von G.________, nichtig ist.

  7. Es sei festzustellen, dass der Zirkularbeschluss vom 21. April 2021 (Be-
stellung eines Programmdirektors), unterzeichnet von G.________, nichtig 
ist.

  8. Eventualiter sei der Beschluss zur Aufnahme neuer Mitglieder (Zirkularbe-
schluss vom 21. April 2021) für ungültig zu erklären und daher mit rückwir-
kender Kraft aufzuheben.

  9. Eventualiter sei der Beschluss zur Ernennung eines Programmdirektors 
(Zirkularbeschluss vom 21. April 2021) für ungültig zu erklären und daher 
mit rückwirkender Kraft aufzuheben.

10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt) zu Lasten des 
Berufungsbeklagten.

Am 19. März 2024 reichte der Beklagte die Berufungsantwort ein und bean-
tragte, es sei die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Kläger (KG-
act. 7).

Am 29. April 2024, 7. Juni 2024, 3. Juli 2024 und 17. Juli 2024 machten die Par-
teien weitere Eingaben (KG-act. 11, 15, 19 und 21);-

Kantonsgericht Schwyz 7

in Erwägung:

1. Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass hinsichtlich der Rechtsbegehren-

Ziffer 1-5 im Verfahren ZGO 2022 8 und der Rechtsbegehren-Ziffer 1 und 2 im 

Verfahren ZGO 2022 9 ein Rechtsschutzinteresse, konkret ein Feststellungsin-

teresse, zu bejahen und auf die entsprechenden Rechtsbegehren einzutreten 

sei (angef. Urteil, E. II/4 S. 5-9).

a) Die Kläger erachten den vorinstanzlichen Entscheid in Bezug auf das Ein-

treten auf die Rechtsbegehren im Ergebnis als richtig, legen aber dar, weshalb 

die Begründung der Vorinstanz falsch sei, was sich bezüglich anderer Ent-

scheidpunkte wie z.B. der Beweislastverteilung schädlich auswirke (KG-act. 1, 

S. 5-11 N 13-34; KG-act. 11, S. 4-10 N 10-28; KG-act. 19, S. 5-7 N 13-23). Der 

Beklagte wendet ein, weil die Vorinstanz ein Feststellungsinteresse bejaht habe 

und auf die Klage eingetreten sei, seien die Kläger nicht beschwert, weshalb 

insoweit auf die Berufung nicht einzutreten sei. Die Kläger würden hinsichtlich 

des Eintretens auf die Klagebegehren denn auch keine Aufhebung oder Ände-

rung des vorinstanzlichen Urteils beantragen, sondern würden lediglich eine an-

dere Begründung wünschen. Sie würden auch nicht darlegen, dass bzw. inwie-

fern die Erwägungen bezüglich des Eintretensentscheids für den Ausgang des 

Verfahrens relevant sein sollten. Gleichwohl geht der Beklagte aus Gründen der 

Sorgfalt punktuell auf die Vorbringen der Kläger ein (KG-act. 7, S. 8-13 N 12-

38; KG-act. 15, S. 5-8 N 8-20).

b) Das Bestehen eines schutzwürdigen Interesses ist Prozessvorausset-

zung (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Im Rechtsmittelverfahren entspricht das 

Rechtsschutzinteresse der Beschwer. Der Rechtsmittelkläger muss durch den 

angefochtenen Entscheid beschwert sein und damit ein Interesse an dessen 

Kantonsgericht Schwyz 8

Abänderung haben. Fehlt die Beschwer, ist auf das Rechtsmittel nicht einzutre-

ten (Zürcher, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, Art. 59 ZPO N 14 m.H.; 

Reetz, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, Vorbemerkungen zu den 

Art. 308-318 ZPO N 30 f. m.H.). Die formelle Beschwer ist gegeben, wenn der 

Partei nicht zugesprochen wurde, was sie beantragt hatte (BGE 120 II 5 E. 2a; 

BGer, Urteil 4P.231/2000 vom 3. Januar 2001 E. 1) bzw. wenn das Dispositiv 

des Entscheids von ihren Anträgen abweicht (Zürcher, a.a.O., Art. 59 N 14; 

Reetz, a.a.O., Vorbemerkungen zu den Art. 308-318 ZPO N 31 m.H.). Zudem 

muss in der Regel auch eine materielle Beschwer vorliegen, was der Fall ist, 

wenn den Anträgen der Partei entsprochen wurde, sie gleichwohl durch den 

angefochtenen Entscheid in ihrer Rechtsstellung beeinträchtigt ist (Zürcher, 

a.a.O., Art. 59 N 14), d.h. der angefochtene Entscheid muss die Partei in ihrer 

Rechtsstellung treffen, für sie in ihrer rechtlichen Wirkung nachteilig sein und 

die Partei muss deshalb an der Abänderung interessiert sein (BGE 120 II 5 

E. 2a; BGer, Urteil 4P.231/2000 vom 3. Januar 2001 E. 1; Reetz, a.a.O., Vor-

bemerkungen zu den Art. 308-318 ZPO N 32 m.H.). Für die Bestimmung der 

Beschwer fällt nur das Dispositiv in Betracht, nicht auch die Erwägungen, es sei 

denn, sie nehmen an der Rechtskraft teil wie z.B. die Erwägungen zur Verrech-

nungseinrede (Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen-

tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Vor Art. 308-334 ZPO 

N 12; Reetz, a.a.O., Vorbemerkungen zu den Art. 308-318 ZPO N 33 f. m.H.).

c) Die Vorinstanz hiess lediglich die Rechtsbegehren-Ziffer 5 und 6 im Ver-

fahren ZGO 2022 8 gut und wies die übrigen Rechtsbegehren ab (angef. Urteil, 

Dispositiv-Ziff. 1 und 2). Indessen bejahte die Vorinstanz das Rechtsschutzin-

teresse der Kläger an allen ihren Rechtsbegehren, ansonsten sie auf diese gar 

Kantonsgericht Schwyz 9

nicht eingetreten wäre. Die Kläger beantragen in Bezug auf das Eintreten der 

Vorinstanz auf die Klagebegehren keine Aufhebung oder Änderung und legen 

nicht dar, weshalb die vorinstanzliche Begründung des Eintretensentscheids für 

den Ausgang des Verfahrens relevant sein sollte. Ebenso wenig ist ersichtlich, 

dass die vorinstanzlichen Erwägungen zum Rechtsschutzinteresse an der 

Rechtskraft des vorinstanzlichen Entscheids teilnehmen sollte. Daher ist auf die 

Berufung der Kläger nicht einzutreten, insoweit sie rügen, die Vorinstanz habe 

die Bejahung des Rechtsschutzinteresses falsch begründet.

2. Hinsichtlich der Mitgliederversammlung vom 6. April 2021 ist unbestritten 

und aktenmässig erstellt, dass als Vereins- und Vorstandsmitglieder die beiden 

Kläger und G.________ sowie als nicht stimmberechtigte Drittpersonen 

I.________ und H.________ anwesend waren. G.________ liess durch 

H.________ ein Protokoll von der Versammlung (Vi-KB 2; nachfolgend: Proto-

koll G.________) und die beiden Kläger liessen ein solches durch I.________ 

erstellen (Vi-KB 3; nachfolgend: Protokoll der Kläger).

2.1 Gemäss dem Protokoll der Kläger über die Mitgliederversammlung vom 

6. April 2021 hätten die Anwesenden über die Änderung der Traktanden 

bzw. die Abstimmung über die Reihenfolge der Traktanden diskutiert, worauf 

G.________ und H.________ die Sitzung aus Protest verlassen und die Kläger 

die Sitzung rechtmässig weitergeführten hätten. In der Folge sei die Abwahl der 

Klägerin 1 und des Klägers 2 als bisherige Vorstandsmitglieder mit zwei zu null 

Stimmen abgelehnt und jene von G.________ mit zwei zu null Stimmen ange-

nommen worden (Vi-KB 3 N 6 f.). Nach dem Protokoll von G.________ habe 

Erstere zur Abstimmung über die Abberufung des Klägers 2 und sodann über 

diejenige der Klägerin 1 aufgerufen. Sodann habe G.________ festgestellt, 

dass der Kläger 2 beim Entscheid über seine Abberufung wegen Befangenheit 

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nicht stimmberechtigt gewesen sei. G.________ habe für und die Klägerin 1 

habe gegen die Abberufung des Klägers 2 gestimmt. Daraufhin habe 

G.________ festgestellt, dass der Kläger 2 mit Stichentscheid von ihr als Vor-

standsmitglied abberufen worden sei (Vi-KB 2 N 5). Gleiches ist im betreffenden 

Protokoll für die Abberufung der Klägerin 1 aufgeführt (Vi-KB 2 N 7).

a) Die Vorinstanz hielt fest, die Kläger hätten sich für ihre Behauptung, wo-

nach sie nicht als Vorstandsmitglieder abberufen worden seien, auf ihr Protokoll 

gestützt. Als Gegenbeweis habe der Beklagte das Protokoll von G.________ 

offeriert. Weitere Beweise hätten die Parteien nicht angeboten, sodass lediglich 

diese zwei sich widersprechenden Protokolle im Recht lägen. Es seien auch bei 

objektiver Betrachtung keine Anhaltspunkte dafür ersichtlich, dass dem Proto-

koll der Kläger ein höherer Beweiswert zukäme als dem offiziellen Protokoll von 

G.________. Die Kläger würden aus ihrer behaupteten Tatsache, dass das of-

fizielle Protokoll den Beschluss betreffend ihre Abberufung unrichtig widergebe, 

Rechte ableiten, weshalb sie hierfür beweisbelastet seien. Weil sie nicht bewei-

sen könnten, dass das offizielle Protokoll hinsichtlich ihrer Abberufung als Vor-

standsmitglieder inhaltlich falsch sei, sei in tatsächlicher Hinsicht davon auszu-

gehen, dass die Beschlussfassung über die Abberufung der Kläger als Vor-

standsmitglieder gemäss dem offiziellen Protokoll stattgefunden habe. Daher 

seien die Klagebegehren Ziffer 1 und 2 abzuweisen, wonach festzustellen sei, 

dass die Beschlüsse betreffend die Abwahl der Kläger als Vorstände nicht ge-

fasst worden seien (angef. Urteil, E. III/2 S. 10-12).

b) Die Kläger bringen vor, es sei unbestritten, dass sie einst in den Vorstand 

des Beklagten gewählt worden seien. Ihre Abberufung sei keine rechtserzeu-

gende, sondern eine rechtsvernichtende Tatsache, wofür der Beklagte die Be-

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weislast trage, da dem "offiziellen" Protokoll von G.________ keine erhöhte Be-

weiskraft bis zum Beweis des Gegenteils zukomme wie dies z.B. für eine öffent-

liche Urkunde der Fall sei. Die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, weil sie den 

Klägern die Beweislast für die Unrichtigkeit der im offiziellen Protokoll vermerk-

ten Abberufung der Kläger auferlegt habe. Der beweisbelastete Beklagte ver-

möge die Abberufung der Kläger nicht zu beweisen, weshalb die Klagebegeh-

ren Ziffer 2 und 3 gutzuheissen seien (KG-act. 1, S. 12 f. N 36-39; KG-act. 11, 

S. 10-13 N 29-36). Der Beklagte bestreitet eine falsche Beweislastverteilung 

der Vorinstanz hinsichtlich der Abberufung der Kläger als Vorstandsmitglieder 

(KG-act. 7, S. 13 f. N 39-44; KG-act. 15, S. 9 f.  N 21-26).

aa) Wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, hat derjenige das Vorhanden-

sein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet 

(Art. 8 ZGB). In einem Verfahren betreffend Anfechtung oder Nichtigkeit eines 

Beschlusses trägt der Kläger die Beweislast für die Verletzung von Gesetz oder 

Statuten (BGE 131 III 38 E. 4.2.4; Lardelli/Vetter, in: Geiser/Fountoulakis 

[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. A. 2022, Art. 8 ZGB N 54; Tan-

ner, in: Handschin [Hrsg.], Zürcher Kommentar, 3. A. 2018, Art. 706b OR N 191 

m.H.), wobei nach der Lehrmeinung Tanner diese Beweislast ausdrücklich aus 

Art. 8 ZGB abgeleitet wird. Ein schwerwiegender formeller Mangel, der zur 

Nichtigkeit eines Vereinsbeschlusses führt, ist sodann gegeben, wenn der Be-

schluss nach Massgabe von Gesetz oder Statuten gar nicht zustande kam. 

Dann liegt von Anfang an gar kein Vereinsbeschluss vor, der gemäss Art. 75 

ZGB angefochten und wieder aufgehoben werden könnte, sondern lediglich ein 

"Scheinbeschluss", welcher Schein nur durch Nichtigerklärung beseitigt werden 

kann (Riemer, Berner Kommentar, 2. A. 2023, Art. 75 ZGB N 109 und 114).

Kantonsgericht Schwyz 12

bb) Zwar ist strittig, ob ein Beschluss über die Abberufung der Kläger zustan-

dekam. Indessen bildet der Vereinsbeschluss vom 6. April 2021 Anfechtungs-

objekt, die Abberufung der Kläger ist lediglich Teil dieses Beschlusses. Weil die 

Kläger die Nichtigkeit des Beschlusses behaupten, sind sie hierfür beweispflich-

tig.

c) aa) Die Kläger legen dar, weshalb ihrem Protokoll eine höhere Glaubwür-

digkeit zukommen soll als demjenigen des Beklagten und folglich die Vorinstanz 

willkürlich zum Schluss gelangt sei, dass die Kläger den Beweis für ihre Nicht-

Abberufung nicht erbracht hätten (KG-act. 1, S. 13 N 40 und S. 9 N 29). Der 

Beklagte führt aus, aus welchen Gründen die Vorinstanz die Abwahl der Kläger 

gemäss Protokoll von G.________ als erstellt hätte erachten müssen, was aber 

wegen der zutreffenden Beweislastverteilung im Ergebnis ohne Belang sei (KG-

act. 7, S. 15-17 N 46-52).

bb) Das Protokoll von G.________ ist ein Beweismittel dafür, dass ein solcher 

Beschluss erfolgte, dasjenige der Kläger, das gegen das Zustandekommen ei-

nes solchen Beschlusses spricht. Im Übrigen kann auf die vorinstanzlichen Er-

wägungen verwiesen werden (vgl. BGer, Urteil 5A_369/2016 vom 27. Januar 

2017 E. 3.1; § 45 Abs. 5 JG).

Die Kläger stellten mit E-Mail vom 30. März 2021 und Schreiben vom 31. März 

2021 Anträge zur Mitgliederversammlung vom 6. April 2021, worin sie die Wahl 

von I.________ als Tagesaktuar traktandierten (Vi-KB 7 und 8). Die Protokolle 

von G.________ und der Kläger stimmen insoweit überein, als an der Vereins-

versammlung vom 6. April 2021 I.________ anwesend war und B.________ auf 

die Wahl eines Protokollführers gemäss seiner Traktandierungsanträge insis-

tierte (Vi-KB 2, Ingress und Ziff. 2 f.; Vi-KB 3, S. 1 Ziff. 2). Die Kläger schliessen 

Kantonsgericht Schwyz 13

daraus, sie hätten die Wahl von I.________ zum Protokollführer, den sie zur 

Versammlung mitgebracht hätten, mit zwei Stimmen zu einer Stimme durchset-

zen können (KG-act. 1, S. 10 N 29; Vi-KB 3, S. 1 f. Ziff. 3). Für diese Schluss-

folgerung spricht nur das Protokoll der Kläger. Indessen war es gemäss dem 

Protokoll von G.________ so, dass sie die Protokollführung an H.________ de-

legierte (Vi-KB 2, S. 1 Ziff. 3). Ausserdem weist der Beklagte zutreffend darauf 

hin, dass gemäss dem Protokoll der Kläger über das Traktandum zur Abberu-

fung von B.________ abgestimmt worden sei, bevor über die Änderung der Rei-

henfolge der einzelnen Traktanden und ein weiteres Mal über die Abwahl von 

B.________ abgestimmt worden sei (Vi-KB 3, Ziff. 3 und 6 f.). Damit erweist 

sich das Protokoll der Kläger in Bezug auf den Zeitpunkt der Abberufung von 

B.________ als widersprüchlich. Dagegen ist im Protokoll von G.________ we-

der ein Widerspruch erkennbar (vgl. Vi-KB 2; vgl. auch KG-act. 7, S. 16 f. N 47) 

noch machen die Kläger einen solchen geltend (vgl. KG-act. 11, S. 13 N 37-39, 

insbesondere N 38). Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass dem 

Protokoll der Kläger keine höhere Glaubwürdigkeit zukommt als demjenigen 

des Beklagten, weshalb die Vorinstanz zutreffend zum Schluss gelangte, die 

beweisbelasteten Kläger könnten nicht beweisen, dass das offizielle Protokoll 

von G.________ hinsichtlich der Abberufung der Kläger inhaltlich falsch sei und 

ihre Abberufung als Vorstandsmitglieder nicht stattgefunden habe. Auf die zu-

treffenden Erwägungen der Vorinstanz (angef. Urteil III./2.5 f., S. 11 f.) kann 

verwiesen werden (§ 45 Abs. 5 JG). Es kann deshalb auch offenbleiben, ob die 

Vorinstanz gemäss Protokoll von G.________ und H.________ die Abwahl der 

Kläger als erstellt hätte erachten müssen.

d) Die Kläger erläutern, weshalb ihrer Auffassung nach ihre Abberufung un-

begründet gewesen sei (KG-act. 1, S. 14 N 42; KG-act. 11, S. 14 f. N 40-45), 

was der Beklagte bestreitet (KG-act.7, S. 17 f. N 53). Vorliegend geht es jedoch 

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um die Frage, ob die Beschlussfassung über die Abberufung der Kläger statt-

fand oder nicht und nicht darum, ob die Abberufungsgründe berechtigt sind. Die 

Ausführungen der Parteien zu den Gründen der Abberufung der Kläger sind 

somit nicht massgebend, sodass nicht weiter darauf einzugehen ist.

2.2 Die Vorinstanz gelangte zum Schluss, dass die Kläger berechtigt gewe-

sen seien, am 31. März 2021, mithin sechs Tage vor der Mitgliederversamm-

lung vom 6. April 2021, den Antrag auf Abberufung von G.________ als Vor-

standmitglied sowie den Ordnungsantrag auf Änderung der Reihenfolge der 

drei Traktanden betreffend Abwahl der einzelnen Vorstandsmitglieder zu stellen 

und zu verlangen, dass anlässlich der Versammlung vom 6. April 2021 über 

diese Anträge Beschluss gefasst werde. Weil G.________ den Sachantrag und 

den Ordnungsantrag anlässlich der Versammlung vom 6. April 2021 nicht der 

Versammlung zur Beschlussfassung vorgelegt habe, sei das Recht der Kläger 

auf Antragsstellung verletzt worden (angef. Urteil, E. 3.3.8 S. 17). Zur Begrün-

dung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, Art. 7.5 der Statuten des Be-

klagten gelte für sämtliche Anträge, also auch für neue, nicht traktandierte Ge-

schäfte, zumal die Statuten nicht vorsähen, dass vor Abhaltung der Vereinsver-

sammlung eine Vorstandssitzung zwecks Beratung über die Zulassung neuer 

Mitgliederanträge durchzuführen wäre, was sich aufgrund der zumindest bis an-

hin überschaubaren Grösse des Vereins durchaus als sinnvoll erweise. Es 

stehe somit nicht im Ermessen des Präsidenten oder Aktuars, die Behandlung 

solcher Mitgliederanträge auf eine andere, später stattfindende Vereinsver-

sammlung zu vertagen. Ohnehin sei das jederzeitige Abberufungsrecht gemäss 

Art. 65 Abs. 2 ZGB eine unentziehbare Kompetenz der Vereinsversammlung, 

weshalb G.________ den Antrag der Kläger auf Traktandierung der Abberufung 

eines Vorstandsmitglieds nicht habe ablehnen dürfen, zumal es sich dabei nicht 

Kantonsgericht Schwyz 15

um einen rechts- oder sittenwidrigen, rechtsmissbräuchlichen oder querulatori-

schen Antrag handle. Ausserdem erweise sich eine Vorstandssitzung zur Bera-

tung des Antrags der Kläger als auch eine gesonderte Ankündigung des An-

trags als unnötig, da im Verein des Beklagten zwischen den drei Vorstandsmit-

gliedern (Kläger und G.________) und den drei Vereinsmitgliedern Personalu-

nion bestanden habe, beide Kläger den identischen Antrag auf Abberufung von 

G.________ gestellt hätten somit alle drei Vereinsmitglieder sechs Tage vor der 

Vereinsversammlung Kenntnis des beantragten Traktandums um Abberufung 

von G.________ als Vorstandsmitglied gehabt hätten, sodass keine Überra-

schungs- oder Überrumpelungsgefahr bestanden habe. Ebenso wenig habe ein 

heilloses Durcheinander geherrscht, das eine Vertagung der klägerischen An-

träge verlangt hätte (angef. Urteil, E. 3.3.7 S. 15-17).

a) Der Beklagte bringt vor, eine Auslegung von Art. 7.5 der Statuten führe 

zum Schluss, dass sich diese Bestimmung lediglich auf bereits gehörig an-

gekündigte resp. nicht auch auf völlig neue Traktanden beziehe. Letztere müss-

ten einer materiellen und formellen Prüfung durch den Vorstand unterzogen und 

den anderen Vereinsmitgliedern gehörig angekündigt werden, ansonsten auch 

ein Verstoss gegen Art. 67 Abs. 3 ZGB vorläge. Zwar treffe zu, dass es neben 

den Klägern keine weiteren Vereinsmitglieder gegeben habe. Die Kläger hätten 

dies im damaligen Zeitpunkt aber bestritten, was die Situation unübersichtlich 

gemacht habe. Überdies sei die Zusammensetzung des Vorstands und der Mit-

glieder in einem bestimmten Zeitpunkt für die Auslegung der Statuten ohnehin 

nicht von Bedeutung. Selbst wenn die Abstimmung über die Abwahl von 

G.________ nicht hätte verschoben werden dürfen, wäre die Nichtabstimmung 

über den Antrag der Kläger auf Änderung der Reihenfolge der Traktanden 

zulässig gewesen, weil dieser Antrag querulatorisch und rechtsmissbräuchlich 

Kantonsgericht Schwyz 16

gewesen sei (KG-act. 7, S. 21-23 N 64-74). Die Kläger legen dar, weshalb die 

vorinstanzliche Auffassung zutreffend sei (KG-act. 11, S. 16-18 N 48-56).

b) Es ist unbestritten und ergibt sich aus Art. 7.5 der Statuten des Beklagten 

(Vi-KB 6, S. 2), dass jedes Mitglied des Beklagten berechtigt ist, bestimmte 

Traktanden auf die Traktandenliste bringen zu lassen. Ausserdem entspricht 

dies der überwiegenden Lehre (vgl. angef. Urteil, E. 3.3.5 S. 14).

c) aa) Über Gegenstände, die nicht gehörig angekündigt sind, darf ein Be-

schluss nur dann gefasst werden, wenn die Statuten es ausdrücklich erlauben 

(Art. 67 Abs. 3 ZGB). Diese Bestimmung verlangt somit, dass die Traktanden 

den Mitgliedern vorgängig gehörig anzukündigen sind, damit sich diese auf die 

Vereinsversammlung und die zur Abstimmung vorgesehenen Geschäfte vorbe-

reiten können und Überraschungsaktionen verunmöglicht werden. Ein Gegen-

stand ist gehörig angekündigt, wenn die Vereinsmitglieder nach Einsicht in die 

Tagesordnung und die Statuten leicht erkennen können, über welche Ge-

genstände zu beraten und gegebenenfalls ein Beschluss zu fassen sein wird 

(Scherrer/Brägger, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilge-

setzbuch I, 7. A. 2022, Art. 67 ZGB N 18 m.H.; Riemer, a.a.O., Art. 67 ZGB 

N 69 und 76 m.H.). Die konkrete Ankündigungsfrist bemisst sich nach der Indi-

vidualität des Vereins (je grösser das Tätigkeitsgebiet des Vereins, desto länger 

die Frist, z.B. bei einem Landes- oder gar Weltverband) sowie nach der Art und 

Bedeutung des Traktandums (je komplexer und/oder bedeutender das Traktan-

dum, desto länger die Frist). Im Zusammenhang mit einer Ausschliessung hat 

das Bundesgericht eine Ankündigungsfrist von zwei Tagen als ungenügend, 

eine solche von sieben Tagen dagegen als genügend angesehen. Abgesehen 

von kürzeren Fristen bei dringenden Fällen und von längeren Fristen in Ferien- 

und Feiertagszeiten, ist von einer Ankündigungsfrist von mindestens sieben bis 

Kantonsgericht Schwyz 17

zehn Tagen auszugehen (Scherrer/Brägger, a.a.O., Art. 67 ZGB N 21 m.H.; 

Riemer, a.a.O., Art. 67 ZGB N 74 m.H.). Eine Universalversammlung ist lex 

specialis zu Art. 67 Abs. 3 ZGB, bei der eine gehörige Ankündigung der Trak-

tanden auch ohne ausdrückliche statutarische Gestattung entbehrlich ist, weil 

sämtliche Vereinsmitglieder beteiligt sein müssen und jedes Mitglied ein Ein-

spracherecht gegen das Vorgehen hat (Riemer, a.a.O., systematischer Teil 

N 77 und Art. 67 ZGB N 82 m.H.).

bb) Gemäss Art. 7.5 der Statuten des Beklagten können Anträge der Vereins-

mitglieder, die an der Generalversammlung behandelt werden sollen, schriftlich 

und begründet mindestens fünf Tage vor der Vereinsversammlung dem Vor-

stand eingereicht werden (Vi-KB 6, S. 2). In Art. 7.5 ist allgemein von Anträgen 

die Rede, die an der Generalversammlung behandelt werden sollen und min-

destens fünf Tage vor der Versammlung dem Vorstand einzureichen sind (Vi-

KB 6, S. 2). Eine Einschränkung, dass dieser Artikel nur für bereits traktandierte 

bzw. nicht auch für neue, nicht traktandierte Geschäfte gelten soll, ist nirgends 

in den Statuten zu finden. In den Statuten lässt sich denn auch keine weitere 

längere Mindestfrist finden, welche die Mitglieder bei Anträgen für noch nicht 

traktandierte Geschäfte zu beachten hätten. Eine grammatikalische und syste-

matische Auslegung der Statuten spricht somit dafür, dass die Fünftagesfrist 

auch für noch nicht traktandierte Geschäfte gilt. 

Der Beklagte bezweckt die Förderung und Verbreitung der christlichen Kultur 

über das Fernsehen und betreibt einen eigenen Fernsehsender (vgl. S. 2 

vorne). Er bestand am 6. April 2021 lediglich aus drei Mitgliedern (G.________ 

und die beiden Kläger). Dessen Tätigkeitsgebiet ist eingeschränkt. Das Trak-

tandum "Ausschluss von G.________" ist zwar bedeutend, aber nicht komplex. 

Auch in Anbetracht dieser konkreten Umstände ist nicht ersichtlich, weshalb die 

Kantonsgericht Schwyz 18

statutarisch festgelegte Frist von fünf Tagen nicht ebenso für neue bzw. zusätz-

liche innert dieser Frist erfolgten Traktanden gelten soll, zumal G.________ ne-

ben den Klägern keine weiteren Vereinsmitglieder informieren musste, da der 

Beklagte lediglich aus drei Mitgliedern bestand. Der Beklagte legt im Berufungs-

verfahren nicht ausreichend substanziiert dar, dass und inwiefern gestützt auf 

welche Rechtsschrift im vorinstanzlichen Verfahren die Mitgliedschaft welcher 

Person beim Beklagten umstritten war (KG-act. 7, insbesondere S. 21 f. N 74). 

Im Gegenteil ist gestützt auf das rechtskräftig bestätigte Urteil ZGO 2017 15 des 

Bezirksgerichts Schwyz vom 4. September 2019 (hierzu vgl. ZK1 2019 38 vom 

17. November 2020) davon auszugehen, dass G.________, A.________ und 

B.________ damals die (einzigen) Vereins- und Vorstandsmitglieder des Be-

klagten waren (vgl. Sachverhalt, S. 2 lit. A). Daher ist wegen fehlender hinrei-

chender Begründung der Berufungsantwort auf die Frage der damaligen Mit-

gliedschaft des Beklagten nicht weiter einzugehen (vgl. BGer, Urteil 

4A_390/2023 vom 22. November 2023 E. 7 m.H. auf BGE 141 III 569 E. 2.3.3; 

BGE 147 III 176 E. 4.2.1; BGE 138 III 374 E. 4.3.1 = Pra 102, 2013, Nr. 4; 

BGer 5A_452/2022 vom 11. April 2023 E. 4.2.1; Spühler, a.a.O., Art. 311 ZPO 

N 15 und 18; Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger [Hrsg.], 

Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. A. 2025, Art. 311 

ZPO N 38 m.H.). Demzufolge war es gestützt auf die beklagtischen Statuten 

ausreichend, dass die Kläger erst sechs Tage vor der beklagtischen Mitglieder-

versammlung den Antrag auf Abberufung von G.________ als Vorstandmitglied 

sowie den Ordnungsantrag auf Änderung der Reihenfolge der drei Traktanden 

betreffend Abwahl der einzelnen Vorstandsmitglieder stellten und verlangten, 

dass anlässlich der Versammlung vom 6. April 2021 über diese Anträge Be-

schluss gefasst werde. Somit liegt auch keine Verletzung von Art. 67 Abs. 3 

ZGB vor.

Kantonsgericht Schwyz 19

cc) Weil sowohl die Vereinsmitglieder als auch der Vorstand des Beklagten 

lediglich aus den beiden Klägern und G.________ bestanden und mit Stellung 

der Anträge der Kläger an G.________ auf deren Abberufung alle Vereinsmit-

glieder sechs Tage vor der Vereinsversammlung Kenntnis des beantragten 

Traktandums hatten, war eine Beratung und gesonderte Ankündigung vorgän-

gig zur Mitgliederversammlung vom 6. April 2021 sowie eine Vertagung ohnehin 

unnötig. G.________ hätte den Sachantrag und den Ordnungsantrag anlässlich 

der Versammlung vom 6. April 2021 der Versammlung zur Beschlussfassung 

vorlegen müssen. Da sie dies nicht tat, verletzte sie das Recht der Kläger auf 

Antragsstellung, unabhängig davon, wie eine nach herrschender Lehre zuläs-

sige Prüfung der Traktanden durch den beklagtischen Vorstand (vgl. Scher-

rer/Brägger, a.a.O., Art. 64 ZGB N 26 m.H.; Riemer, a.a.O., Art. 64 ZGB N 22 

m.H.; a.M. Heini/Portmann, in: Tercier [Hrsg.], Schweizerisches Privatrecht II/V, 

2005, S. 189 f. N 421) ausgefallen wäre. Ohnehin beschränkt sich die erwähnte 

Prüfung des Vorstands darauf, ob die gewünschten Traktanden offensichtlich 

rechts- oder sittenwidrige, rechtsmissbräuchliche oder querulatorische Traktan-

dierungsbegehren enthalten (Scherrer/Brägger, a.a.O., Art. 64 ZGB N 26 m.H.; 

Riemer, a.a.O., Art. 64 ZGB N 22 m.H.). Darunter fallen z.B. die Beratung und 

Entscheidung über Traktanden, die offensichtlich nichts mit dem Zweck des be-

treffenden Vereins zu tun haben oder die offensichtlich zu einem Verstoss ge-

gen zwingendes objektives Recht führen würden sowie offensichtlich gegen dis-

positives Recht oder die Statuten verstossende Anträge, sofern nicht gleichzei-

tig ein diesbezügliches Abänderungsbegehren gestellt wird (Riemer, a.a.O., 

Art. 64 ZGB N 22 m.H.). Dass die Kläger als Mitglieder des Beklagten berechtigt 

sind, bestimmte Traktanden auf die Traktandenliste bringen zu lassen, wurde 

bereits erwähnt (vgl. E. 2.2b vorne). Nicht ersichtlich ist nach dem Gesagten, 

weshalb der Antrag der Kläger auf Änderung der Reihenfolge der Traktanden 

(Abstimmung über die Abberufung von G.________ als Vizepräsidentin und 

Kantonsgericht Schwyz 20

Vorstandsmitglied vor derjenigen über die Abberufung der Kläger) querulato-

risch und rechtsmissbräuchlich gewesen sein soll. Dies umso weniger, als die-

ses Vorbringen nicht weiter begründet wurde.

2.3 Die Vorinstanz erwog, die Verletzung des Rechts auf Abstimmung über 

einen Sachantrag (Abberufung von G.________ als Vorstandsmitglied) und ei-

nen Ordnungsantrag (Änderung der Reihenfolge der drei Traktanden betr. Ab-

wahl der einzelnen Vorstandsmitglieder) führe nur dann zur Nichtigkeit oder An-

fechtbarkeit aller anderen an dieser Vereinsversammlung getroffenen (korrekt 

traktandierten) Beschlüsse, wenn die Verfahrensverletzung die Beschlussfas-

sung beeinflusst bzw. sich effektiv auf das Resultat ausgewirkt habe. Dies sei 

vorliegend zu verneinen, weil G.________ auch bei ihrer Abberufung als Vor-

standsmitglied weiterhin Vereinsmitglied geblieben wäre und somit an der Ab-

stimmung über die Abberufung der Kläger hätte teilnehmen können (angef. Ur-

teil, E. 3.3.9-3.3.11 S. 17 f.), die Kläger bei der Abstimmung über ihre eigene 

Abberufung als Vorstandsmitglieder jeweils nicht stimmberechtigt gewesen 

seien und in den Ausstand hätten treten müssen (angef. Urteil, E. 3.4 S. 18 f.) 

und G.________ bei der Beschlussfassung über die jeweilige Abberufung der 

Kläger als Vorstandsmitglieder zufolge der Stimmengleichheit ihren präsidialen 

Stichentscheid ausgeübt habe, zumal unbestritten sei, dass sie Vizepräsidentin 

des beklagtischen Vereins sei, auch wenn sie als solche im Handelsregister 

nicht eingetragen sei. Seien bei der Abberufung der Kläger somit keine Verfah-

rensvorschriften verletzt worden, seien die Beschlüsse weder nichtig noch an-

fechtbar, weshalb die klägerischen Rechtsbegehren Ziffer 1 bis 4 abzuweisen 

seien (angef. Urteil, E. 3.5 S. 19 f.).

a) Die Kläger machen geltend, Kriterium für die Anfechtbarkeit der anderen 

Beschlüsse der Versammlung sei nicht die Schwere der Verletzung, sondern 

Kantonsgericht Schwyz 21

ihr Einfluss auf die Willensbildung der Versammlung. Bringe der Versamm-

lungsvorsitzende einen korrekt gestellten und für die Willensbildung wesentli-

chen Ordnungsantrag nicht zur Abstimmung, führe dies zur Anfechtbarkeit aller 

Beschlüsse, die von der Nichtbeschlussfassung über die Ordnungsanträge be-

einflusst worden sein könnten. Zwar sei G.________ nach ihrer Abberufung aus 

dem Vorstand nach wie vor stimmberechtigtes Vereinsmitglied gewesen. Indes-

sen habe sie mit dem Verlust der Vorstandsmitgliedschaft auch ihr Vizepräsi-

dium, das sie bereits vorinstanzlich bestritten hätten, und somit auch ihren an-

geblichen Stichentscheid eingebüsst, weshalb der Antrag um Abberufung der 

Kläger keine Mehrheit auf sich hätte vereinigen können. Die Kläger seien daher 

weiterhin Vorstandsmitglieder geblieben (KG-act. 1, S. 14-19 N 43-56). 

Der Beklagte entgegnet, die Kläger hätten in der Berufungsbegründung mit ih-

rem Vorbringen hinsichtlich des Verlusts des Stichentscheids von G.________ 

nicht aufgezeigt, wo sie solches bereits im vorinstanzlichen Verfahren vorgetra-

gen hätten (KG-act. 7, S. 24 N 77). Der klägerische Hinweis in N 59 der Beru-

fungsreplik sei verspätet und überdies unzutreffend, weil die Kläger dort nichts 

zum Stichentscheid vorgetragen hätten (KG-act. 15, S. 11 N 34). Ausserdem 

würden Vereinsbeschlüsse erst mit dem Abschluss der Versammlung rechts-

wirksam, weshalb G.________ als Vizepräsidentin ihren Stichentscheid hätte 

ausüben können. Eine Änderung der Reihenfolge über die Abstimmung der Ab-

berufung hätte daher keinen Einfluss auf den Stichentscheid und die Abwahl 

der Kläger haben können (KG-act. 7, S. 24-29 N 78 und 82-99).

b) Ob G.________ nach einer allfälligen Abberufung aus dem Vorstand ih-

ren Stichentscheid einbüsste, ist eine Rechtsfrage, weil sich die Folgen einer 

Abberufung und somit auch der Verlust eines Stichentscheids aus den Befug-

nissen ergibt, welche die Vereinsstatuten dem Vorstand einräumen (Art. 69 

Kantonsgericht Schwyz 22

ZGB). Es ist deshalb von Amtes wegen zu prüfen (Art. 57 ZPO), wie es sich um 

den Stichentscheid von G.________ verhält.

c) aa) Jedes Vereinsmitglied kann gesetzes- oder statutenwidrige Be-

schlüsse innert Monatsfrist anfechten, sofern es dem Beschluss nicht zu-

stimmte (Art. 75 ZGB). Dasselbe gilt für diejenigen Beschlüsse, die auf einem 

gesetz- oder statutenwidrigen Verfahren (keine gehörige Traktandierung nach 

Art. 67 Abs. 3 ZGB) beruhen (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 122 m.H.). Bringt 

der Versammlungsvorsitzende einen korrekt gestellten, nicht zurückgezogenen 

und für die Willensbildung wesentlichen Ordnungsantrag nicht zur Abstimmung, 

ist die Versammlung anfechtbar (Art. 75 ZGB; Brückner, Das Personenrecht 

des ZGB, 2000, N 1199). Folglich wäre eine allfällige Verletzung des Rechts 

der Kläger, den Ordnungsantrag auf Änderung der Reihenfolge der drei Trak-

tanden betreffend die Abwahl der einzelnen Vorstandsmitglieder zu stellen und 

über diesen Ordnungsantrag Beschluss zu fassen, lediglich anfechtbar und 

nicht nichtig. Die Kläger rügen denn auch nicht, dass diesbezüglich Nichtigkeit 

vorliegen soll, sondern lassen dies ausdrücklich offen (KG-act. 1, S. 15 N 45), 

obwohl sie die Feststellung der Nichtigkeit des Beschlusses vom 6. April 2021 

betreffend ihre Abwahl beantragen (KG-act. 1, S. 2, Anträge Ziff. 2 und 3) und 

nur eventualiter die Ungültigerklärung und rückwirkende Aufhebung desselben 

Beschlusses in Bezug auf ihre Abberufung verlangen (KG-act. 1, S. 2, Anträge 

Ziff. 4 und 5). Eine Gesetzes- oder Statutenverletzung kann nur dann zur Gut-

heissung der Anfechtungsklage führen, wenn sie sich auf den betreffenden Be-

schluss im Ergebnis effektiv auswirkte oder auswirken konnte, d.h. wenn ohne 

die Gesetzes- oder Statutenverletzung die Entscheidung im Ergebnis anders 

gelautet hätte oder hätte lauten können (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 29 m.H. 

insbesondere auf BGE 114 II 193 E. 6 = Pra 78, 1989, Nr. 33). Die Beweislast 

Kantonsgericht Schwyz 23

für die Tatsachen der Gesetzes- oder Statutenverletzung obliegt dem Anfech-

tungskläger (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 26 m.H.).

bb) Unbestritten geblieben ist, dass G.________ auch bei ihrer allfälligen Ab-

berufung als Vorstandsmitglied weiterhin Vereinsmitglied blieb und somit an der 

Abstimmung über die Abberufung der Kläger teilnehmen konnte. Zu prüfen ist 

aber, ab welchem Zeitpunkt, d.h. unmittelbar nach dem Traktandum der Abbe-

rufung oder erst nach Abschluss der Versammlung, die Abberufung von 

G.________ als Vorstandsmitglied rechtswirksam geworden wäre, sofern die 

Verfahrensvorschriften eingehalten worden wären und somit auch über den 

Ordnungs- und Sachantrag der Kläger hätte abgestimmt werden können.

aaa) Vereinsbeschlüsse werden von der Vereinsversammlung gefasst (Art. 66 

Abs. 1 ZGB). Rechtswirksam wird der Vereinsbeschluss grundsätzlich mit dem 

Abschluss der Versammlung, an der er gefasst wurde (Scherrer/Brägger, 

a.a.O., Art. 66 ZGB N 22 m.H.; Heini/Portmann, in: Tercier Hrsg.], Schweizeri-

sches Privatrecht II/V, 2005, N 427; Portmann, in: Büchler/Jakob [Hrsg.], Kurz-

kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 2. A. 2018, Art. 66 ZGB N 1), 

weshalb bis zu diesem Zeitpunkt ein Rückkommens- oder Wiedererwägungs-

antrag gestellt werden kann (Scherrer/Brägger, a.a.O., Art. 66 ZGB N 22 m.H.; 

Portmann, a.a.O., Art. 66 ZGB N 4). Ob dies auch für einen Vereinsbeschluss 

betreffend die Abwahl eines Vorstandsmitglieds gilt, lässt sich in der Literatur 

und Rechtsprechung, soweit ersichtlich, nicht finden und ist nachfolgend mittels 

Auslegung zu prüfen.

bbb) Das Gesetz findet auf alle Rechtsfragen Anwendung, für die es nach 

Wortlaut oder Auslegung eine Bestimmung enthält (Art. 1 Abs. 1 ZGB). In erster 

Kantonsgericht Schwyz 24

Linie ist das Gesetz nach dem Wortlaut auszulegen (grammatikalische Ausle-

gung). Ist dieser nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen möglich, 

so muss der Richter unter Berücksichtigung aller Auslegungselemente nach der 

wahren Tragweite der Norm suchen. Dabei hat er insbesondere den Willen des 

Gesetzgebers zu berücksichtigen, wie er sich namentlich aus den Gesetzesma-

terialien ergibt (historische Auslegung). Weiter hat der Richter nach dem Zweck, 

dem Sinn und den dem Text zu Grunde liegenden Wertungen zu forschen, na-

mentlich nach dem durch die Norm geschützten Interesse (teleologische Aus-

legung). Wichtig ist auch der Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt, und 

das Verhältnis, in welchem sie zu anderen Gesetzesvorschriften steht (syste-

matische Auslegung; BGE 148 III 314 E. 2.2).

Der Wortlaut von Art. 66 Abs. 1 ZGB erwähnt lediglich, dass Vereinsbeschlüsse 

von der Vereinsversammlung gefasst werden. Über den genauen Zeitpunkt des 

Eintritts der Rechtswirksamkeit kann dem Wortlaut nichts entnommen werden. 

Ebenso wenig ergeben sich diesbezügliche Hinweise aus einer historischen 

Auslegung. Auch im übrigen ZGB und im OR sind keine gesetzlichen Bestim-

mungen zu finden, in denen festgehalten wird, in welchem Zeitpunkt Be-

schlüsse anderer Personengruppen rechtswirksam werden. So wird in Art. 712r 

Abs. 1 ZGB lediglich formuliert, dass die Stockwerkeigentümergemeinschaft 

den von ihr bestellten Verwalter (Art. 712m Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) jederzeit abbe-

rufen kann (Art. 712r Abs. 1). In der diesbezüglichen Literatur wird indessen 

ausgeführt, die Abberufung des Verwalters sei eine einseitige und empfangs-

bedürftige Willenserklärung der Stockwerkeigentümergemeinschaft (Wermelin-

ger, Zürcher Kommentar, 2. A. 2019, Art. 712r N 10; Meier-Hayoz/Rey, Berner 

Kommentar, Das Stockwerkeigentum, 1988, Art. 712r N 11); eine Annahme 

durch den Verwalter sei nicht erforderlich (Meier-Hayoz/Rey, a.a.O., Art. 712r 

Kantonsgericht Schwyz 25

N 11). Die Abberufung wirke ex nunc hinsichtlich der "Organfunktion" (Werme-

linger, a.a.O., Art. 712r N 10 und 32) bzw. bezüglich der Amtsenthebung und 

des Verlusts der Vertretungsbefugnis (Meier-Hayoz/Rey, a.a.O., Art. 712r 

N 11), habe in der Regel sofortige Wirkung (Wermelinger, a.a.O., Art. 712r N 10 

und 32) und könne nicht widerrufen werden (Wermelinger, a.a.O., Art. 712r 

N 12). Sie entfalte erst mit ihrer Mitteilung an den Verwalter rechtliche Wirkun-

gen, wobei die Mitteilung keiner besonderen Formvorschrift unterstehe. Sei der 

Verwalter an der Versammlung anwesend, bedürfe es keiner separaten Mittei-

lung, weil er unmittelbar vom Beschluss Kenntnis erhalte (Wermelinger, a.a.O., 

Art. 712r N 30 und 32). Im Aktienrecht und nach dem Recht der GmbH ist die 

Generalversammlung bzw. die Gesellschafterversammlung berechtigt, alle Per-

sonen, die sie gewählt hat, abzuberufen (Art. 705 Abs. 1 OR resp. Art. 815 

Abs. 1 OR). Die Abberufung des Verwaltungsrats bzw. Geschäftsführers wird 

nicht erst wirksam, wenn die Gesellschafterversammlung dem Geschäftsführer 

Decharge erteilt (BGE 111 II 480 E. 1b), sondern wirkt wie der Rücktritt ex nunc 

(Dubs/Truffer, in: Watter/Vogt [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 

6. A. 2024, Art. 705 OR N 5 m.H. auf BGE 104 Ib 321 = Pra 1979 Nr. 125) 

bzw. im Innenverhältnis sofort (Watter, in: Watter/Vogt [Hrsg.], Basler Kommen-

tar, Obligationenrecht II, 6. A. 2024, Art. 815 OR N 7; Vogel, in: Honsell [Hrsg.], 

Kurzkommentar, Obligationenrecht, 2014, Art. 815 OR N 1). Die Abberufung 

wirkt somit intern, d.h. gegenüber der Gesellschaft und den informierten Aktio-

nären, unmittelbar ab dem Zeitpunkt des Zugangs der entsprechenden Willens-

erklärung an den Betroffenen (Wernli, in: Watter/Vogt [Hrsg.], Basler Kommen-

tar, Obligationenrecht II, 6. A. 2024, Art. 710 OR N 11d; Tanner, a.a.O., Art. 705 

N 20 und 30). Gestützt auf diese Literatur spricht daher auch für das Vereins-

recht dafür, dass ein abgewähltes Vorstandsmitglied im weiteren Verlauf der 

gleichen Mitgliederversammlung nicht mehr als solches amten und die betref-

Kantonsgericht Schwyz 26

fenden Kompetenzen haben kann. Nichts anderes ergibt die teleologische Aus-

legung, weil die Vereinsversammlung als oberstes Organ den Vorstand wählt 

(Art. 65 Abs. 1 ZGB), der die Angelegenheiten des Vereins besorgt und ihn ver-

tritt (Art. 69 Abs. 1 ZGB), mithin die Interessen des Vereins wahrnimmt. Bei der 

Abberufung handelt es sich um ein Misstrauensvotum, mit welchem die Ver-

einsversammlung ausdrückt, dass ein Vorstandsmitglied das Vertrauen der Ba-

sis nicht mehr geniesst. Daher widerspräche es auch Sinn und Zweck einer 

gültig zustandegekommenen Abwahl, wenn in der Folge das betreffende Vor-

standsmitglied, insbesondere der (Vize-)Präsident mit Stichentscheid, nach sei-

ner Abberufung im weiteren Verlauf der gleichen Mitgliederversammlung noch 

in dieser Funktion amten könnte.

G.________ war an der Mitgliederversammlung vom 6. April 2021 anwesend, 

sodass sie sofort über ihre allfällige vorgängige Abberufung informiert gewesen 

wäre. Auch wäre in Anbetracht der zerstrittenen Verhältnisse im Vorstand nicht 

damit zu rechnen, dass hinsichtlich der allfälligen Abberufung im Laufe der Ver-

sammlung ein Rückkommens- oder Wiedererwägungsantrag gestellt und ange-

nommen worden wäre. Hätten die Kläger G.________ als Vorstandsmitglied 

bzw. Vizepräsidentin abgewählt, ginge nicht an, dass G.________ bei der 

späteren Abstimmung über die Abwahl der Kläger als Vorstandsmitglieder noch 

ihren Stichentscheid hätte ausüben können. Folglich hätte unter Vorbehalt der 

nachfolgenden Erwägungen 2.3c/cc und 2.3c/dd eine Änderung der Reihen-

folge über die Abstimmung der Abberufung einen Einfluss auf den Stichent-

scheid und die Abwahl der Kläger haben können. 

cc) Der Beklagte bringt vor, die Nichtabstimmung über die Änderung der Rei-

henfolge über die Abstimmung der Abberufung habe deshalb auch keinen Ein-

fluss auf die Abberufung der Kläger haben können, weil sich die Kläger beim 

Kantonsgericht Schwyz 27

Antrag auf Verschiebung des Traktandums auf eigene Abwahl in einem offen-

sichtlichen Interessenkonflikt befunden hätten und in den Ausstand hätten tre-

ten müssen, sodass ein entsprechender Beschluss nicht zustandegekommen 

wäre (KG-act. 7, S. 25 N 79).

Jedes Mitglied ist von Gesetzes wegen vom Stimmrecht ausgeschlossen bei 

der Beschlussfassung über ein Rechtsgeschäft oder einen Rechtsstreit zwi-

schen ihm, seinem Ehegatten oder einer mit ihm in gerader Linie verwandten 

Person einerseits und dem Verein anderseits (Art. 68 ZGB). Unter "Rechtsge-

schäfte" fallen Verträge, aber auch vereinsinterne Erlasse, die zugunsten des 

umschriebenen Personenkreises lauten können. So z.B. wenn in einem Ver-

einsreglement der Kreis von Lieferanten festgelegt wird, bei Ausschliessungen, 

Vereinsstrafen, Aufnahmen von Vereinsmitgliedern, Abberufungen von Organ-

trägern, Beschlüssen über Ansprüche des Vereins aus vertraglicher oder aus-

servertraglicher Haftung und Dechargebeschlüssen (Scherrer/Brägger, a.a.O., 

Art. 68 ZGB N 9 m.H.). Beim Antrag, die eigene Abwahl nach hinten zu ver-

schieben, handelt es sich indes bloss um einen Ordnungsantrag. Daher befan-

den sich die Kläger bei diesem Antrag nicht bereits in einem offensichtlichen 

Interessenkonflikt.

dd) Gemäss dem Protokoll der Kläger wurde über das Traktandum zur Abbe-

rufung von B.________ ein erstes Mal abgestimmt, bevor über die Änderung 

der Reihenfolge der einzelnen Traktanden und ein weiteres Mal über die Ab-

wahl von B.________ abgestimmt wurde (vgl. E. 2.1c/bb vorne). Der Beklagte 

schliesst daraus, selbst nach Auffassung der Kläger sei die Abwahl von 

B.________ vor dem Antrag auf Änderung der Reihenfolge erfolgt. Hätten die 

Kläger somit akzeptiert, zuerst über die Abwahl von B.________ abzustimmen, 

hätte dessen Abwahl durch die Änderung der Traktanden nicht mehr beeinflusst 

Kantonsgericht Schwyz 28

werden können (KG-act. 7, S. 25 N 80). Die Kläger wenden ein, G.________ 

hätte bei korrektem Verfahrensgang ihren Stichentscheid als angebliche Vize-

präsidentin verloren (KG-act. 11, S. 19 N 59).

aaa) Wurde ein erstes Mal über die Abberufung von B.________ abgestimmt, 

bevor die Abstimmung über die Änderung der Reihenfolge der einzelnen Trak-

tanden erfolgte, hätte die erst später allenfalls abberufene G.________ bei der 

ersten Abstimmung über die Abwahl von B.________ noch als Vorstandsmit-

glied und Vizepräsidentin amten können, wobei ihre letztere Funktion umstritten 

ist (vgl. dazu E. 2.3c/ee hinten).

bbb) Anders als bei der Abberufung von B.________ bringt der Beklagte bei 

der Abwahl von A.________ nicht vor, nach Auffassung der Kläger sei deren 

Abberufung zeitlich vor dem Antrag auf Änderung der Reihenfolge erfolgt. Dies 

kann auch dem klägerischen Protokoll der Mitgliederversammlung des Beklag-

ten vom 6. April 2021 entnommen werden (vgl. Vi-KB 3). Wäre somit über die 

Reihenfolge der Traktanden abgestimmt und dabei beschlossen worden, dass 

die Abstimmung über die Abwahl von G.________ als Vorstandsmitglied zeitlich 

vor der Abstimmung über die Abberufung von A.________ erfolgte, und wäre 

in der Folge der Beschluss zur Abberufung von G.________ als Vorstandsmit-

glied gefasst worden, hätte sich dies auf die Abstimmung über die Abberufung 

von A.________ als Vorstandsmitglied ausgewirkt. Denn diesfalls wäre 

G.________ bei der Abstimmung über die Abwahl von A.________ jedenfalls 

nicht mehr Vizepräsidentin gewesen und hätte bei Stimmengleichheit 

(G.________ für die Abberufung von A.________ und B.________ gegen deren 

Abwahl) keinen Stichentscheid mehr ausüben können (vgl. Vi-KB 6, S. 3 

Ziff. 9.2), sodass für die Abwahl von A.________ die erforderliche Mehrheit der 

Stimmen der anwesenden Mitglieder (vgl. Vi-KB 6, S. 3 Ziff. 9.1) gefehlt hätte.

Kantonsgericht Schwyz 29

ccc) Die Kläger bringen vor, über die Abberufung von G.________ sowie über 

den Ordnungsantrag, dass über diese Abberufung zuerst abgestimmt werde, 

hätte abgestimmt werden müssen. Die Kläger hätten der Abberufung von 

G.________ zugestimmt und deren Abberufung wäre beschlossene Sache ge-

wesen (KG-act. 11, S. 19 N 59). Darauf ist nicht weiter einzugehen, weil nicht 

die Abberufung von G.________, sondern die Abwahl der Kläger Gegenstand 

dieses Berufungsverfahrens bildet.

ee) Die Kläger legen dar, sie hätten – entgegen der Feststellung der Vorin-

stanz – im vorinstanzlichen Verfahren bestritten, dass G.________ Vizepräsi-

dentin des Vereins sei (vgl. KG-act. 1, S. 17 f. N 50-53). Der Beklagte stellt dies 
in Abrede (vgl. KG-act. 7, S. 25-28 N 82-95).

aaa) Die Frage, ob ein klares, ausdrückliches oder stillschweigendes Zuge-

ständnis vom Nachweis behaupteter rechtserheblicher Tatsachen entbindet, 

darf nicht von einer Erklärung abhängig gemacht werden, sondern ist nach dem 

gesamten Verhalten der Partei im Prozess zu beurteilen (BGE 105 II 143 

E. 6a/bb).

bbb) Die Kläger bezeichneten G.________ in der Klageschrift vom 29. April 

2022 als Vizepräsidentin des Beklagten oder sprachen von deren präsidialen 

Stichentscheid (Vi-act. 1, S. 4-6 N 11, 13 und 18). Indessen führten sie ebenso 

aus, G.________ sei zu Unrecht in der Funktion als Vizepräsidentin im Han-

delsregister eingetragen (Vi-act. 1, S. 4 N 11). An anderer Stelle präzisierten 

die Kläger, G.________ sei zu Unrecht seit dem 26. April 2017 im Handelsre-

gister beim Beklagten als Vizepräsidentin mit Einzelunterschrift eingetragen 

und der tatsächliche Eintrag sollte "Mitglied" mit "Kollektivunterschrift zu 

Kantonsgericht Schwyz 30

zweien" lauten (Vi-act. 1, S. 6 N 19; Vi-KB 11). Damit erscheinen die Aus-

führungen der Kläger in der Klageschrift als widersprüchlich. In der Replik vom 

7. November 2022 widersprachen die Kläger verschiedentlich nicht den Er-

klärungen des Beklagten in der Klageantwort vom 4. Juli 2022, in denen er 

G.________ als seine Vizepräsidentin bezeichnete (vgl. KG-act. 7, S. 27 N 91 

m.H. auf Vi-act. 9, N 7-9, 11 f., 31 und 40; Vi-act. 17, S. 2-7 N 2-4, 6 f., 11 und 
17). Ebenso sprachen die Kläger in der Replik von G.________ als Vizepräsi-

dentin des Beklagten (KG-act. 7, S. 27 N 91; Vi-act. 17, S. 3 N 11 und S. 9 

N 23). Indessen erwähnten die Kläger replicando auch, es sei bekannt und un-

bestritten, dass G.________ Mitglied des Beklagten sei, jedoch seien sie der 

Ansicht, dass G.________ ohne Rechtsgrundlage als Vizepräsidentin im Han-

delsregister eingetragen sei (KG-act. 1, S. 17 N 51; KG-act. 7, S. 27 N 91; Vi-

act. 17, S. 6 N 13). G.________ sei lediglich drittes Vereinsmitglied mit gleichen 
Rechten und Pflichten wie die übrigen Mitglieder auch, weshalb ihr kein präsi-

dialer Stichentscheid zukomme (Vi-act. 17, S. 7 N 14; vgl. KG-act. 1, S. 17 

N 51). Dadurch gaben die Kläger zu verstehen, dass sie das Vizepräsidium von 

G.________ auch hinsichtlich ihrer Funktion bzw. nicht nur bezüglich des Han-

delsregistereintrags in Frage stellten (vgl. KG-act. 1, S. 17 N 52). Davon ging 

offenbar auch der Beklagte aus, sah er sich doch veranlasst, in der Duplik vom 

13. Februar 2023 gestützt auf das Protokoll der Vorstandssitzung vom 2. Ja-

nuar 2017 darzulegen, dass G.________ mit Beschluss vom 2. Januar 2017 

zur Vizepräsidentin gewählt worden sei, wovon die Kläger seit Jahren gewusst 

und diesen Beschluss nie angefochten hätten (Vi-act. 23, S. 4-8 N 10-21; Vi-BB 

36-46; vgl. KG-act. 7, S. 27 N 92). Nach Zustellung der beklagtischen Duplik 

und den diesbezüglichen Beilagen an die Kläger nahmen diese keine Stellung 

dazu und die Parteien verzichteten auf die Abhaltung einer Hauptverhandlung 

(Vi-act. 25-29).

Kantonsgericht Schwyz 31

Nach dem Gesagten trugen die Kläger in der Klageschrift und der Replik wider-

sprüchliche Erklärungen zur Funktion von G.________ als Vizepräsidentin vor. 

In der Duplik machte der Beklagte ausdrücklich neue und umfassende Tatsa-

chenbehauptungen betreffend die konkrete Wahl von G.________ zur Vizeprä-

sidentin und stützte sich dabei erstmals auf seinen Beschluss vom 2. Januar 

2017. Indem die Kläger unter diesen Umständen sich im vorinstanzlichen Ver-

fahren in der Folge nie zu den neuen Tatsachenbehauptungen des Beklagten 

und zum Beschluss vom 2. Januar 2017 betreffend die ausdrückliche Wahl von 

G.________ zur Vizepräsidentin äusserten, hat diese Wahl zufolge fehlender 

Bestreitungen durch die Kläger als unbestritten zu gelten.

ff) Falls entgegen den vorangehenden Ausführungen in Erwägung 2.3c/ee 

als bestritten gälte, dass G.________ Vizepräsidentin des Beklagten ist, brin-

gen die Kläger vor, der Beklagte hätte entsprechendes beweisen müssen. So-

fern die Behauptungen des Beklagten nicht verspätet seien, hätte eine von der 

Vorinstanz unterlassene Beweiswürdigung ergeben, dass G.________ entge-

gen dem Beschluss vom 2. Januar 2017 nicht Vizepräsidentin des Beklagten 

sei. Denn laut dem Protokoll von G.________ hätten bloss sie selbst und der 

damalige Präsident J.________ an der Vorstandssitzung teilgenommen. Un-

streitig und gerichtsnotorisch seien zu diesem Zeitpunkt aber auch die Kläger 

Vorstandsmitglieder gewesen. Gemäss Ziff. 10.8 der Statuten sei der Vorstand 

nur dann beschlussfähig, wenn ein Mitglied mehr als die Hälfte der amtierenden 

Mitglieder, also 2 + 1 = 3, anwesend seien. Daher sei der Beschluss vom 2. Ja-

nuar 2017 mangels Beschlussfähigkeit nichtig oder es liege ein Nichtbeschluss 

vor, weshalb der Beklagte nicht beweisen könne, dass G.________ Vizepräsi-

dentin des Beklagten sei (KG-act. 1, S. 18 f.  N 54-56; KG-act. 11, S. 22 N 64). 

Der Beklagte wendet ein, die klägerische Argumentation gründe auf neuen Vor-

Kantonsgericht Schwyz 32

bringen. Zumindest würden die Kläger nicht aufzeigen, wo sie diese Behaup-

tungen vorinstanzlich bereits vorgetragen hätten und weshalb sie diese nicht 

früher hätten vortragen können. Im Weiteren legt er dar, weshalb eine Beweis-

würdigung ergebe, dass G.________ Vizepräsidentin des Beklagten sei (KG-

act. 7, S. 28 f. N 96-99).

aaa) Der Beklagte führte in der Duplik vom 13. Februar 2023 aus, G.________ 

sei am 2. Januar 2017 zur Vizepräsidentin gewählt worden, wovon die Kläger 

seit Jahren gewusst und diesen Beschluss nie angefochten hätten 

(vgl. E. 2.3c/ee/bbb vorne). Die Kläger äusserten sich im vorinstanzlichen Ver-

fahren nicht dazu. Sie bringen erst im Berufungsverfahren vor, dass der Be-

schluss vom 2. Januar 2017 nichtig sei und bestreiten nicht, von diesem seit 

Jahren gewusst und ihn nie angefochten zu haben.

bbb) Bei fehlender Beschlussfähigkeit der Versammlung (Verletzung von sta-

tutarischen Beschlussfassungs- bzw. Anwesenheitsquoren) ist der Beschluss 

nichtig oder es kann gar nicht von einer Vereinsversammlung im Rechtssinne 

gesprochen werden (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 119 m.H.). Nichtigkeit ist 

jederzeit von Amtes wegen zu beachten (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 139 

und 143 m.H.). Schranke bildet aber das Rechtsmissbrauchsverbot, z.B. Nich-

tigerklärung eines aus formellen Gründen nichtigen Beschlusses, der bereits 

vollzogen ist; Nichtigkeit einer Vorstandswahl, wenn der Vorstand sein Amt 

längst angetreten hat (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 138).

ccc) Es ist unbestritten, dass die Kläger seit Jahren vom beklagtischen Vor-

standsbeschluss vom 2. Januar 2017 Kenntnis hatten und diesen nicht ange-

fochten haben. G.________ amtete nach ihrer Wahl als Vizepräsidentin des 

Kantonsgericht Schwyz 33

Beklagten, wogegen die Kläger bis zur Einreichung der Berufung vom 9. Fe-

bruar 2024 nichts einwendeten, mithin sieben Jahre mit ihrem Einwand zuwar-

teten. Eine Begründung für ihr langes Zuwarten kann ihren Vorbringen nicht 

entnommen werden. Daher würde eine einredeweise und von Amtes wegen zu 

erfolgende Prüfung der Nichtigkeit des Vorstandsbeschlusses des Beklagten 

vom 2. Januar 2017 am Rechtsmissbrauchsverbot scheitern.

gg) Nach dem Gesagten war G.________ jedenfalls bis zum Zeitpunkt des 

Beginns der Mitgliederversammlung vom 6. April 2021 Vizepräsidentin des Be-

klagten (vgl. E. 2.3c/ee und E. 2.3c/ff vorne). Wäre G.________ anlässlich die-

ser Mitgliederversammlung als Vorstandsmitglied abberufen worden, hätte sie 

ab dem Zeitpunkt ihrer Abwahl im weiteren Verlauf der gleichen Versammlung 

nicht mehr als Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin amten können 

(vgl. E. 2.3c/bb/bbb vorne). Gemäss dem klägerischen Protokoll wurde aber ein 

erstes Mal über die Abberufung von B.________ abgestimmt, bevor die Abstim-

mung über die Änderung der Reihenfolge der einzelnen Traktanden erfolgte. 

Daher konnte G.________ bei der ersten Abstimmung über die Abwahl von 

B.________ noch als Vorstandsmitglied und Vizepräsidentin amten 

(vgl. E. 2.3c/dd/aaa vorne). Gemäss dem Protokoll der Kläger stimmten 

G.________ für die Abberufung von B.________ sowie derselbe und 

A.________ gegen dessen Abberufung. Dass B.________ bei der Abstimmung 

über seine eigene Abberufung als Vorstand nicht stimmberechtigt war 

(vgl. auch angef. Urteil, E. 3.4 S. 18 f.), stellten die Kläger im Berufungsverfah-

ren nicht in Frage. Zufolge der Stimmengleichheit konnte G.________ bei der 

Abstimmung über die Abberufung von B.________ statutengemäss den präsi-

dialen Stichentscheid ausüben (Vi-KB 6, S. 3 Art. 9.2). Die Verfahrensverlet-

zung (vgl. E. 2.2c vorne) wirkte sich somit nicht auf die Abstimmung über die 

Abberufung von B.________ aus, weshalb der Vereinsbeschluss vom 6. April 

Kantonsgericht Schwyz 34

2021 bezüglich dessen Abwahl als Vorstand weder nichtig noch ungültig ist und 

die Klagebegehren Ziffer 1 und 3 abzuweisen sind.

Anders verhält es sich bei der Abwahl von A.________. Wäre über die Reihen-

folge der Traktanden abgestimmt und dabei beschlossen worden, dass die Ab-

stimmung über die Abberufung von G.________ als Vorstandsmitglied zeitlich 

vor der Abstimmung über die Abberufung von A.________ erfolgte, und wäre 

in der Folge der Beschluss zur Abberufung von G.________ als Vorstandsmit-

glied gefasst worden, hätte sich dies auf die Abstimmung über die Abberufung 

von A.________ als Vorstandsmitglied ausgewirkt. Denn diesfalls hätte Stim-

mengleichheit bestanden, weshalb für die Abwahl von A.________ die erforder-

liche Mehrheit der Stimmen der anwesenden Mitglieder gefehlt hätte, da 

G.________ bei dieser Abstimmung nicht mehr Vorstandsmitglied und Vizeprä-

sidentin gewesen wäre und somit keinen Stichentscheid mehr hätte ausüben 

können (vgl. E. 2.3c/dd/bbb vorne). Wirkte sich die Verfahrensverletzung 

(vgl. E. 2.2c vorne) auf die Abstimmung über die Abberufung von A.________ 

aus, kann der Vereinsbeschluss vom 6. April 2021 hinsichtlich der Abwahl von 

A.________ als Vorstand angefochten werden (vgl. E. 2.3c/aa vorne). Der Be-

klagte stellte die Einhaltung der Anfechtungsfrist durch die Kläger nicht in Frage 

(vgl. Vi-act. 1, S. 3 N 6; Vi-act. 9, S. 7 f. N 17-19). Ausserdem ergibt sich die 

Wahrung der Frist aus den von den Klägern eingereichten Unterlagen (Vi-KB 4 

und 5 sowie nicht akturierte Klagebewilligung des Vermittleramts F.________ 

vom 3. Februar 2022, S. 3). Daher ist in Gutheissung des Klagebegehrens Ziffer 

4 der Beschluss betreffend die Abberufung von A.________ vom 6. April 2021 

für ungültig zu erklären und ex tunc aufzuheben. Auf das Klagebegehren Ziffer 2 

ist indessen nicht einzutreten, weil die Kläger diesen Antrag nicht begründen 

bzw. in der Berufungsbegründung ausdrücklich offenlassen, ob Nichtigkeit vor-

liegt oder nicht (vgl. 2.3c/aa vorne). 

Kantonsgericht Schwyz 35

3. Die Vorinstanz führte aus, nachdem die Kläger an der Vereinsversamm-

lung vom 6. April 2021 als Vorstände abgewählt worden seien, sei G.________ 

am 21. April 2021, an dem sie verschiedene Zirkularbeschlüsse gefasst habe, 

einziges Vorstandsmitglied des Beklagten gewesen. Zwar habe G.________ 

die Mitgliedschaftsrechte der Kläger verletzt (Nichttraktandierung der klägeri-

schen Anträge um Beschlussfassung über die Abberufung von G.________ und 

diesbezügliche Nichtabstimmung an der Versammlung vom 6. April 2021; 

vgl. dazu E. 2.2 vorne). Indessen habe die Verletzung des Antragsrechts der 

Kläger nicht dazu geführt, dass die Vorstandszugehörigkeit von G.________ 

solange sistiert wäre, bis die Verfahrensverletzung aufgehoben werde, zumal 

selbst ein statutenwidrig gewählter Vorstand im Zeitraum bis zur gerichtlichen 

Gutheissung der Anfechtungsklage Verträge abschliessen und insbesondere 

neue Mitglieder aufnehmen könne, die im Falle der Gutgläubigkeit der Vertrags-

partner verbindlich bleiben würden. Die Kläger hätten nicht behauptet, dass die 

am 21. April 2021 neu aufgenommenen Vereinsmitglieder und der neu aufge-

nommene Programmdirektor hinsichtlich ihrer Wahl bzw. der Vorstandszugehö-

rigkeit von G.________ bösgläubig gewesen seien. Daher seien die von 

G.________ am 21. April 2021 gefassten Zirkularbeschlüsse weder nichtig 

noch ungültig. Daran vermöge nichts zu ändern, dass das Verhalten von 

G.________ moralisch fragwürdig erscheine, weil die Kläger dieses Verhalten 

nicht als rechtsmissbräuchlich bezeichnet hätten und Rechtsmissbrauch zu ver-

neinen wäre. Denn die Kläger hätten gewusst, dass G.________ als Vorsit-

zende an der Mitgliederversammlung vom 6. April 2021 ihre eigene Abberufung 

als Vorstandsmitglied nicht zur Abstimmung bringen werde und sie hätten nicht 

den Richter angerufen, um vorsorglich die Traktandierung der Abberufung von 

G.________ als Vorstandsmitglied und für den Unterlassungsfall das Verbot 

von G.________ zu verlangen, andere Geschäfte als das Tagesgeschäft zu 

führen, bis die Abstimmung über ihre Abwahl durchgeführt werde. Habe 

Kantonsgericht Schwyz 36

G.________ somit am 21. April 2021 die streitgegenständlichen Beschlüsse fäl-

len können, seien die Klagebegehren-Ziffer 1 und 2 im Verfahren Proz. ZGO 

2022 9 abzuweisen (angef. Urteil, E. 3 f. S. 20 f.).

a) Die Kläger bringen mit Berufungsbegründung vom 9. Februar 2024 vor, 

G.________ sei zufolge ihrer am 6. April 2021 erfolgten Abwahl aus dem Vor-

stand des Beklagten nicht mehr befugt gewesen, die Vorstandsbeschlüsse vom 

21. April 2021 zu fällen, weshalb diese nichtig seien. Ebenso wenig seien die 

Abberufungsbeschlüsse gegen die Kläger zustandegekommen, sodass der 

Vorstand am 21. April 2021 nach wie vor aus drei Personen bestanden habe. 

Mit der alleinigen Anwesenheit von G.________ sei der Vorstand am 21. April 

2021 nicht beschlussfähig gewesen, da hierfür erforderlich sei, dass ein Mitglied 

mehr als die Hälfte der amtierenden Vorstandmitglieder anwesend seien. Auch 

deshalb seien die Vorstandsbeschlüsse vom 21. April 2021 nichtig (KG-act. 1, 

S. 19 N 57 f.). Der Beklagte beantragt, mangels hinreichender Begründung 

(und gegebenenfalls aufgrund unzulässiger Noven) sei auf die Berufung nicht 

einzutreten. Falls auf die Berufung einzutreten wäre, sei diese abzuweisen, weil 

die Kläger am 6. April 2021 rechtswirksam aus dem Vorstand des Beklagten 

abberufen worden seien und somit G.________ als einziges Vorstandsmitglied 

berechtigt gewesen sei, die Vorstandsbeschlüsse vom 21. April 2021 zu fassen 

(KG-act. 7, S. 29 f. N 100-103).

b) Der Vorstand hat das Recht und die Pflicht, nach den Befugnissen, wel-

che die Statuten ihm einräumen, die Angelegenheiten des Vereins zu besorgen 

und den Verein zu vertreten (Art. 69 Abs. 1 ZGB). Unter bestimmten Vorausset-

zungen sind auch Vorstandsbeschlüsse i.S.v. Art. 75 ZGB seitens der Vereins-

mitglieder gerichtlich anfechtbar (Riemer, a.a.O., Art. 69 ZGB N 163). Be-

schlüsse und Verfügungen anderer Organe als der Vereinsversammlung fallen 

Kantonsgericht Schwyz 37

auch für eine Nichtigerklärung wegen formeller oder inhaltlicher Mängel in Be-

tracht (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 134 m.H. insbesondere auf Art. 714 OR 

und BGE 80 II 71). Ein formeller Mangel, der zur Nichtigkeit führt, ist insbeson-

dere dann anzunehmen, wenn kein Beschluss im Rechtssinn zustande kam. 

Dies ist etwa dann der Fall bei sog. Beschlussunfähigkeit der betreffenden Ver-

sammlung, d.h. bei Verletzung statutarischer Beschlussfassungs- bzw. Anwe-

senheitsquoren (Riemer, a.a.O., Art. 75 ZGB N 119 m.H.; Scherrer/Brägger, 

a.a.O., Art. 75 ZGB N 36 m.H.).

c) Der Vorstand des Beklagten ist zuständig für den Entscheid über die Auf-

nahme neuer Mitglieder des Vereins (Vi-KB 6, S. 4 Ziff. 11.3). Im Gegensatz 

zum Beschluss vom 6. April 2021 betreffend die Abberufung von B.________ 

ist derjenige bezüglich der Abberufung von A.________ für ungültig zu erklären 

und es tunc aufzuheben (vgl. E. 2.3c/gg vorne), weshalb A.________ im Zeit-

punkt der Zirkularbeschlüsse vom 21. April 2021 Vorstandsmitglied des Beklag-

ten war. Falls G.________ am 21. April 2021 noch Vorstandsmitglied des Be-

klagten gewesen wäre, was strittig ist, hätte damals der Vorstand aus zwei Per-

sonen bestanden. Der Vorstand des Beklagten ist beschlussfähig, wenn ein Mit-

glied mehr als die Hälfte der amtierenden Vorstandsmitglieder anwesend ist (Vi-

KB 6, S. 4 Ziff. 10.8). Weil G.________ die Zirkularbeschlüsse vom 21. April 

2021 in Abwesenheit von A.________ traf, war der Vorstand zufolge fehlender 

Anwesenheit der Mehrheit der amtierenden Vorstandsmitglieder nicht be-

schlussfähig, weshalb die Zirkularbeschlüsse vom 21. April 2021 nichtig sind. 

Daher sind die Klagebegehren-Ziffer 1 und 2 im Verfahren Proz. ZGO 2022 9 

(Aufnahme neuer Mitglieder und Bestellung eines Programmdirektors) gutzu-

heissen.

Kantonsgericht Schwyz 38

4. Die Vorinstanz auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 20’600.00 den 

Klägern unter solidarischer Haftbarkeit zu 4/5 und dem Beklagten zu 1/5 (an-

gef. Urteil, Dispositiv-Ziff. 4). Im Berufungsverfahren unterliegen die Kläger mit 

ihren Anträgen, die sich gegen die Abberufung von B.________ als Vorstands-

mitglied richten. Hinsichtlich aller übrigen Klagebegehren (Abberufung 

A.________ als Vorstandsmitglied; Aufnahme neuer Vereinsmitglieder und ei-

nes neuen Programmdirektors gemäss Beschluss vom 21. April 2021; Feststel-

lung, dass der Zirkularbeschluss vom 25. April 2017 nichtig ist, dass 

G.________ zu Unrecht seit dem 26. April 2017 im Handelsregister beim Be-

klagten als Vizepräsidentin mit Einzelunterschrift eingetragen ist und der Eintrag 

"Mitglied" mit "Kollektivunterschrift zu zweien" lauten sollte; Antrag um Vollstre-

ckung auf entsprechende Änderung der Eintragung im Handelsregister [vgl. teil-

weise auch angef. Urteil, E. VI S. 25 f.]) obsiegen die Kläger. Daher sind die 

Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von Fr. 20’600.00 den Klägern unter 

solidarischer Haftbarkeit zu 1/5 (Fr. 4’120.00) und dem Beklagten zu 4/5 

(Fr. 16’480.00) aufzuerlegen. Ausgehend von einer Parteienentschädigung von 

insgesamt Fr. 20’000.00 (vgl. angef. Urteil, E. 3.3 S. 26), ist der Beklagte zu 

verpflichten, den Klägern eine reduzierte Parteienschädigung von Fr. 12’000.00 

zu bezahlen.

5. Zusammenfassend sind die Berufungsanträge-Ziffer 5-7 gutzuheissen, 

die Berufungsanträge-Ziffer 1 und 10 teilweise gutzuheissen und die übrigen 

Berufungsanträge abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Aus-

gang des Verfahrens sind die Kosten des Berufungsverfahrens von pauschal 

Fr. 14’000.00 (vgl. auch KG-act. 4) den Klägern unter solidarischer Haftbarkeit 

zu 1/4 (Fr. 3’500.00) und dem Beklagten zu 3/4 (Fr. 10’500.00) aufzuerlegen. 

Der Beklagte ist überdies zu verpflichten, den Klägern für das Berufungsverfah-

ren eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen.

Kantonsgericht Schwyz 39

Die Kläger machten mit Eingabe vom 9. Februar 2024 und 29. April 2024 für 

das Berufungsverfahren eine Parteientschädigung von einstweilen 

Fr. 10’000.00 geltend mit dem Hinweis, dass die Honorarnote zu gegebener 

Zeit nachgereicht werde (KG-act. 1, S. 20 N 60; KG-act. 11, S. 24 N 70). Der 

Beklagte äusserte sich nicht zur Höhe der Parteientschädigung (vgl. KG-act. 7, 

S. 30 N 103; KG-act. 15, S. 12-14 N 39 ff.). Die Höhe der Parteientschädigung 

ist nach pflichtgemässem Ermessen festzusetzen, weil der Rechtsvertreter der 

Kläger bis heute keine spezifizierte Kostennote über seine Tätigkeit und seine 

Auslagen einreichte (vgl. § 6 Abs. 1 Satz 3 GebTRA). Der Aufwand des kläge-

rischen Rechtsvertreters bestand im Wesentlichen in der Ausarbeitung mehre-

rer Rechtsschriften im Umfang von insgesamt rund 55 Seiten sowie im Studium 

verschiedener Rechtsschriften von total ca. 45 Seiten. Die Streitsache war 

weder einfach noch unwichtig. In Berücksichtigung sämtlicher Faktoren und in 

Anbetracht dessen, dass die Vorinstanz für das erstinstanzliche Verfahren von 

einer Parteientschädigung von Fr. 20’000.00 ausging (vgl. E. 4 vorne), ist von 

einer Parteientschädigung von ermessensweise pauschal Fr. 10’000.00 

(inkl. Auslagen und MWST) auszugehen. Der Beklagte ist daher zu verpflichten, 

den Klägern eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 5’000.00 (inkl. Ausla-

gen und MWST) zu bezahlen;-

Kantonsgericht Schwyz 40

erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, die Dispositiv-Ziffern 2, 4 und 

5 des Urteils des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz vom 12. De-

zember 2023 werden aufgehoben und wie folgt ersetzt:

2. a) Der Beschluss "Abberufung A.________" gemäss Protokoll 
von G.________ und H.________ der Mitgliederversammlung 
des Beklagten vom 6. April 2021 wird für ungültig erklärt und ex 
tunc aufgehoben.

b) Es wird festgestellt, dass der Zirkularbeschluss des Beklagten 
vom 21. April 2021 (Aufnahme neuer Mitglieder), unterzeichnet 
von G.________), nichtig ist.

c) Es wird festgestellt, dass der Zirkularbeschluss des Beklagten 
vom 21. April 2021 (Bestellung eines Programmdirektors), un-
terzeichnet von G.________), nichtig ist.

d) Im Übrigen werden die Anträge der Kläger abgewiesen.

4. Die Gerichtskosten im Betrag von Fr. 20’600.00 (Entscheidgebühr 
Fr. 20’000.00; Kosten Schlichtungsverfahren Fr. 600.00) werden 
den Klägern unter solidarischer Haftung zu 1/5 (Fr. 4’120.00) und 
dem Beklagten zu 4/5 (Fr. 16’480.00) auferlegt.

Die Entscheidgebühr wird liquidiert, indem sie mit den von den Klä-
gern geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt Fr. 20’000.00 
verrechnet wird. Der Beklagte hat den Klägern seinen Anteil an den 
Gerichtskosten von Fr. 16’480.00 direkt zu ersetzen.

5. Der Beklagte wird verpflichtet, den Klägern eine Parteientschädigung von 
Fr. 12’000.00 zu bezahlen (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer).

Im Übrigen wird die Berufung – soweit angefochten und darauf einzutre-

ten ist – abgewiesen und das angefochtene Urteil bestätigt.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von pauschal 

Fr. 14’000.00 werden unter solidarischer Haftbarkeit den Klägern zu 1/4 

(Fr. 3’500.00) und dem Beklagten zu 3/4 (Fr. 10’500.00) auferlegt. Sie 

Kantonsgericht Schwyz 41

werden von deren Kostenvorschüssen von je Fr. 7’000.00 bezogen. Der 

Beklagte ist verpflichtet, den Klägern je Fr. 5’250.00 zurückzuerstatten.

3. Der Beklagte ist verpflichtet, den Klägern für das Berufungsverfahren eine 

Parteientschädigung von Fr. 5’000.00 (inkl. Auslagen und MWST) zu be-

zahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Mass-

gabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Zivilsa-

chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwer-

deschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der 

Streitwert ist unbestimmt.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt C.________ (3/R), Rechtsanwalt 

E.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledi-

gung an die Vorinstanz (1/R, unter Rückgabe der Akten) und an die Kan-

tonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Namens der 1. Zivilkammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Der Gerichtsschreiber

Versand 28. April 2025  amu