# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72ba3a7a-4ac4-55e8-b986-7617ddc71d20
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Schuldbetreibungs- und Konkurskammer 24.08.2016 KSK 2016 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_003_KSK-2016-32_2016-08-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 24. August 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
KSK 16 32 05. September 2016

Entscheid
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Brunner und Hubert
Aktuarin ad hoc Lenz

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Rolf 
W. Rempfler, Falkensteinstrasse 1, 9006 St. Gallen, 

gegen

den Entscheid der Einzelrichterin SchKG am Bezirksgericht Landquart vom 
25. Mai 2016, gleichentags mitgeteilt, in Sachen der Y._____, Beschwerdegegne-
rin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Matthias Gmünder, Bahnhofstrasse 7, 
9630 Wattwil, gegen den Beschwerdeführer,

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 10. Dezember 2015 genehmigte das Kantonsgericht 
St. Gallen die zwischen Y._____ und X._____ getroffene Unterhaltsregelung, wo-
nach X._____ Y._____ mit Wirkung ab 1. Mai 2014 für die weitere Dauer des 
Scheidungsverfahrens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 7'500.-- zahlt 
(vorinstanzliche Akten, klägerische Einlagen, act. 2). Gestützt auf diesen Ent-
scheid leitete Y._____ gegen X._____ zur Prosequierung der vorgängig erfolgten 
Arrestlegung die Betreibung ein, worauf das Betreibungsamt Landquart am 
30. März 2016 unter der Betreibungsnummer _____ einen Zahlungsbefehl über 
einen Forderungsbetrag von CHF 7'500.-- nebst Zins zu 5% seit dem 1. Febru-
ar 2016 sowie CHF 365.90 für Arrestkosten, Arresturkunde und Vollzug ausstellte 
(vorinstanzliche Akten, klägerische Einlagen, act. 4). Gegen den X._____ am 
5. April 2016 zugegangenen Zahlungsbefehl wurde mit Schreiben vom 
14. April 2016 Rechtsvorschlag erhoben.

B. Am 26. April 2016 ersuchte Y._____ das Bezirksgericht Landquart um Ertei-
lung der definitiven Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 7'500.-- nebst Zins zu 
5% seit 1. Februar 2016, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten von 
X._____ (vorinstanzliche Akten, klägerische Einlagen, act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 27. April 2016 forderte die Einzelrichterin X._____ auf, 
zum Rechtsöffnungsbegehren von Y._____ bis am 9. Mai 2016 schriftlich Stellung 
zu nehmen (vorinstanzliche Akten, Korrespondenz, act. 1). Der Rechtsvertreter 
von X._____ stellte daraufhin am 9. Mai 2016 ein Gesuch um Erstreckung der 
Frist um zehn Tage, welches am 12. Mai 2016 beim Bezirksgericht Landquart ein-
ging (vorinstanzliche Akten, Korrespondenz, act. 2). Die Einzelrichterin behandelte 
dieses Gesuch am 17. Mai 2016 und erstreckte die Frist bis am 19. Mai 2016 (vor-
instanzliche Akten, Korrespondenz, act. 3). Dieses Schreiben wurde dem Rechts-
vertreter von X._____ am 18. Mai 2016 avisiert und diesem am 25. Mai 2016, d.h. 
am letzten Tag der siebentägigen Abholfrist, am Schalter zugestellt (act. B.8). 

D. Die Einzelrichterin am Bezirksgericht Landquart erkannte mit Rechtsöff-
nungsentscheid vom 25. Mai 2016, welcher den Parteien gleichentags mitgeteilt 
wurde, was folgt (act. B.2):

"1. Es wird der gesuchstellenden Partei definitive Rechtsöffnung in der Be-
treibung Nr. _____ (Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Landquart 
vom 30. März 2016) für CHF 7'500.00 nebst 5% Zins seit 1. Febru-
ar 2016 [der gesuchsgegnerischen Partei] erteilt.

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2. Die Gerichtskosten werden auf CHF 300.00 festgesetzt und der ge-
suchsgegnerischen Partei auferlegt.

Die Gerichtskosten werden der gesuchstellenden Partei in Rechnung 
gestellt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 
CHF 300.00 verrechnet. Die Forderung für die Gerichtskosten erlischt 
deshalb gegenüber dem Gericht durch Verrechnung.

Es wird der gesuchstellenden Partei im Umfang der geleisteten Ge-
richtskosten von CHF 300.00 ein Regressrecht auf die gesuchsgegneri-
sche Partei erteilt.

3. Die gesuchsgegnerische Partei hat der gesuchstellenden Partei eine 
Parteientschädigung von CHF 561.60 (inklusive 8% Mehrwertsteuer) zu 
zahlen.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)."

E. Dieser Entscheid wurde dem Rechtsvertreter von X._____ am 26. Mai 2016 
avisiert und am 2. Juni 2016, d.h. am letzten Tag der siebentägigen Abholfrist, am 
Schalter zugestellt (act. B.3). Hiergegen reichte er am 7. Juni 2016 Beschwerde 
beim Kantonsgericht von Graubünden ein mit den folgenden Anträgen (act. A.1):

"Beschwerdeantrag:

Der Entscheid Proz. Nr. _____ des Bezirksgerichts Landquart vom 
25. Mai 2016 betreffend Rechtsöffnung sei aufzuheben und die Sache an 
die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin. 

Antrag zum Verfahren: 

Der vorliegenden Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen."

F. Die Vorsitzende der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer forderte den 
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 8. Juni 2016 auf, dem Kantonsgericht von 
Graubünden bis zum 20. Juni 2016 einen Kostenvorschuss von CHF 400.-- zu 
überweisen, worauf der Vorschuss fristgerecht beim Gericht einging. Mit Verfü-
gung gleichen Tages wurde die Beschwerde der Beschwerdegegnerin zugestellt 
und diese aufgefordert, innert zehn Tagen seit Inempfangnahme dieser Verfügung 
eine Beschwerdeantwort einzureichen. Ebenfalls wurde der Beschwerde einstwei-
len aufschiebende Wirkung erteilt (act. D.3).

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G. Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juni 2016 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde sowie die Abweisung des 
Gesuchs um Erteilung der aufschiebenden Wirkung unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers.

H. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefoch-
tenen Rechtsöffnungsentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gegen erstinstanzliche Entscheide über Rechtsöffnungsbegehren ist die 
Berufung unzulässig, weshalb für deren Anfechtung einzig das Rechtsmittel der 
Beschwerde zur Verfügung steht (Art. 309 lit. b Ziff. 3 ZPO in Verbindung mit 
Art. 319 lit. a ZPO). Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht von Graubünden 
(Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[EGzZPO; BR 320.100]), wobei die Beurteilung in die Zuständigkeit der Schuldbe-
treibungs- und Konkurskammer fällt, wenn es um Streitsachen auf dem Gebiet des 
Schuldbetreibungs- und Konkursrechts geht, für welche das summarische Verfah-
ren gilt (Art. 8 Abs. 2 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
[KGV; BR 173.100]). Letzteres ist namentlich bei Rechtsöffnungssachen der Fall 
(Art. 251 lit. a ZPO). Die Beschwerde ist innert zehn Tagen seit der Zustellung des 
angefochtenen Entscheids (Art. 321 Abs. 2 ZPO) bei der Rechtsmittelinstanz ein-
zureichen, und zwar schriftlich, begründet sowie unter Beilegung desselben 
(Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO). Der Entscheid der Einzelrichterin am Bezirksgericht 
Landquart vom 25. Mai 2016, welcher den Parteien gleichentags mitgeteilt wurde, 
wurde dem Beschwerdeführer am 2. Juni 2016 zugestellt. Die dagegen erhobene 
Beschwerde vom 7. Juni 2016 erweist sich damit als fristgerecht. Die übrigen Pro-
zessvoraussetzungen geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass, weshalb 
auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist.

2.a) Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 320 ZPO). 
Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss gegen ge-
schriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz überprüft ent-
sprechende Rügen mit freier Kognition. Unrichtige Rechtsanwendung beinhaltet 
dabei auch die Unangemessenheit (vgl. PKG 2012 Nr. 11 E. 2 mit zahlreichen 
Hinweisen). Hinsichtlich des von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalts gilt 

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demgegenüber eine eingeschränkte Kognition. Letzteren überprüft die Rechtsmit-
telinstanz nur unter dem Gesichtspunkt einer offensichtlich unrichtigen, also will-
kürlichen Feststellung (vgl. statt vieler Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 320 ZPO). Im Be-
schwerdeverfahren gilt die Rügepflicht. Die Beschwerde führende Partei hat mit 
anderen Worten in der Beschwerdeschrift im Einzelnen darzulegen, an welchen 
Mängeln der angefochtene Entscheid leidet und auf welche Beschwerdegründe 
sie sich beruft (Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, a.a.O., N 15 zu Art. 321 
ZPO). Was nicht gerügt wird, hat Bestand. 

b) Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind im Beschwerdeverfahren neue Anträge, 
neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. Es gilt im 
Beschwerdeverfahren unter dem Vorbehalt besonderer gesetzlicher Bestimmun-
gen (Art. 326 Abs. 2 ZPO) mithin ein umfassendes Novenverbot. Die Beschwerde 
hat im Gegensatz zur Berufung nicht den Zweck, das vorinstanzliche Verfahren 
weiterzuführen, sondern dient einer Rechtskontrolle des angefochtenen Ent-
scheids. Massgebend ist somit der Prozessstoff, wie er im Zeitpunkt der Ausfäl-
lung des erstinstanzlichen Entscheids bestanden hat (Dieter Freiburg-
haus/Susanne Afheldt, a.a.O., N 3 f. zu Art. 326 ZPO). Das Novenverbot gilt nicht 
nur bei Verfahren, welche der Verhandlungsmaxime unterliegen, sondern auch bei 
jenen, welche vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht sind. Zulässig sind hinge-
gen neue rechtliche Erwägungen (vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, 
a.a.O., N 3 zu Art. 326 ZPO). Zu beachten bleibt, dass der Novenausschluss nur 
die Hauptsache selber betrifft, während für das Vorliegen des geltend gemachten 
Beschwerdegrundes (z.B. einer fehlerhaften Zustellung) mitunter Beweismittel un-
erlässlich und in solchem Fall auch zulässig sind (Martin H. Sterchi, in: Haus-
heer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Band II, Bern 2012, N 3 zu Art. 326 ZPO). 

3.a) Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens nach Art. 80 ff. SchKG bildet 
die Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der 
die hemmende Wirkung des Rechtsvorschlags zu beseitigen vermag. Der Gläubi-
ger kann beim Richter die Aufhebung des Rechtsvorschlags (definitive Rechtsöff-
nung) verlangen, wenn die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Ent-
scheid beruht, sofern der Betriebene nicht durch Urkunden beweist, dass die 
Schuld seit Erlass des Entscheids getilgt oder gestundet worden ist, oder die Ver-
jährung anruft (Art. 80 Abs. 1 SchKG und Art 81 Abs. 1 SchKG). Über Gesuche 
um Rechtsöffnung entscheidet der Richter des Betreibungsortes; er gibt dem Be-

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triebenen sofort nach Eingang des Gesuches Gelegenheit zur mündlichen oder 
schriftlichen Stellungnahme und eröffnet danach innert fünf Tagen seinen Ent-
scheid (Art. 84 SchKG). Im Übrigen richtet sich das Verfahren nach der ZPO, wo-
bei  wie bereits erwähnt  die Bestimmungen des summarischen Verfahrens zur 
Anwendung gelangen.

b) Im angefochtenen Entscheid wird der Beschwerdegegnerin definitive 
Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _____ (Zahlungsbefehl des Betreibungsam-
tes Landquart vom 30. März 2016) für CHF 7'500.-- nebst Zins zu 5% seit 1. Fe-
bruar 2016 erteilt und ihr Gesuch damit vollumfänglich gutgeheissen. Zur Begrün-
dung hat die Vorderrichterin zunächst festgestellt, dass trotz der dem Beschwer-
deführer bewilligten Fristerstreckung keine Stellungnahme eingegangen sei. Fer-
ner hat sie erwogen, dass der Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen vom 10. 
Dezember 2015 einen definitiven Rechtsöffnungstitel im Sinne von Art. 80 SchKG 
darstelle, die Parteien des Entscheides mit jenen des vorliegenden Verfahrens 
und der Betreibung identisch seien und der Beschwerdegegnerin daher die defini-
tive Rechtsöffnung für die unbezahlten Unterhaltsbeiträge für den Monat Februar 
2016 samt Zins die definitive Rechtsöffnung erteilt werden könne, nachdem der 
Beschwerdeführer keine Stellungnahme eingereicht und somit keine Einreden im 
Sinne von Art. 81 SchKG erhoben habe. 

c) In seiner Beschwerde rügt der Beschwerdeführer eine unrichtige Rechts-
anwendung der Vorinstanz (Art. 320 lit. a ZPO) und bringt vor, dass er sich vor der 
Vorinstanz nicht zum Verfahren äussern konnte, obwohl ihm aufgrund des An-
spruchs jeder Partei auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) ein uneingeschränk-
tes Äusserungsrecht zugestanden hätte. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
erblickt er namentlich im Umstand, dass die Vorinstanz ihm auf sein (erstes) Frist-
erstreckungsgesuch eine (letztmalige) Frist auf ein Datum angesetzt habe, wel-
ches weit vor Ablauf der gesetzlichen Abholfrist liege, und sie in der Folge am 
gleichen Tag, an dem ihm die Fristerstreckungsverfügung zugestellt worden sei, 
bereits ihren Entscheid gefällt habe, ohne die Zustellung der Fristerstreckungsver-
fügung und die Gesuchsantwort abzuwarten. Der Anspruch auf rechtliches Gehör 
sei formeller Natur, weshalb die Rechtsmittelinstanz den Entscheid bei Feststel-
lung einer Gehörsverletzung unabhängig davon, ob er ohne diese anders ausge-
fallen wäre oder nicht, aufzuheben habe. Eine Heilung des Verfahrensfehlers sei 
im Beschwerdeverfahren als Folge der beschränkten Kognition der Rechtsmittel-
instanz, aber auch wegen der Schwere der Gehörsverletzung ausgeschlossen. 

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d) Die Beschwerdegegnerin stellt sich in ihrer Beschwerdeantwort dagegen 
auf den Standpunkt, dass es der Beschwerde an einer eigentlichen Begründung 
fehle, wenn darin lediglich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt werde, 
es aber unterlassen werde, eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine offen-
sichtlich unrichtige Rechtsanwendung darzutun und damit das Rechtsschutzinter-
esse an der Beschwerde ausreichend zu begründen. Sie hält dafür, dass der Be-
schwerdeführer im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Möglichkeit gehabt 
hätte, die in der ersten Instanz gerügten Mängel zu heilen und im Sinne von Art. 
320 lit. a und b ZPO umfassend Stellung zu nehmen. Mit dem vollstreckbaren Ent-
scheid des Kantonsgerichts St. Gallen liege unbestreitbar ein definitiver 
Rechtsöffnungstitel für die unbezahlten Alimente vor. Als Befreiungsgründe kämen 
lediglich Zahlung, Verrechnung, Aufschub, Verjährung oder andere Urkunden, die 
für ein Erlöschen der Schuld Beweis leisten würden in Betracht, welche der Be-
schwerdeführer allesamt noch im Beschwerdeverfahren hätte vorlegen können. 

4.a) Aufgrund von Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK haben die Parteien 
eines Gerichtsverfahrens Anspruch auf rechtliches Gehör. Dieses Verfahrens-
grundrecht hat der Gesetzgeber mit Art. 53 ZPO für die Zivilgerichtsbarkeit auch 
auf Gesetzesstufe verankert. Als einen von mehreren Teilgehalten umfasst es das 
Recht der Parteien, sich (mindestens schriftlich) vor Erlass eines Entscheides zu 
sämtlichen entscheidrelevanten Sachfragen und Beweisergebnissen zu äussern 
und ihre Sichtweise in das Verfahren einzubringen. Die gerichtliche Entscheidung 
darf nur solche Tatsachen und Beweisergebnisse berücksichtigen, zu denen die 
Parteien Stellung nehmen konnten (Christoph Hurni, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], 
Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 5 
und 37 zu Art. 53 ZPO). Dieses Äusserungsrecht wird in der ZPO durch verschie-
dene Vorschriften konkretisiert. So schreibt Art. 222 ZPO für das ordentliche Ver-
fahren die Einholung einer schriftlichen Klageantwort vor, wobei das Gericht im 
Falle einer versäumten Klageantwort sogar verpflichtet ist, der beklagten Partei 
eine kurze Nachfrist anzusetzen (Art. 223 Abs. 1 ZPO). Für das summarische Ver-
fahren bestimmt Art. 253 ZPO, dass das Gericht der Gegenpartei ausser bei of-
fensichtlich unzulässigen oder unbegründeten Gesuchen Gelegenheit für eine 
mündliche oder schriftliche Stellungnahme zu geben hat. Damit garantiert das Ge-
setz auch im summarischen Verfahren, dass der Gesuchsgegner vor Erlass einer 
ihn belastenden Anordnung angehört wird, was selbst dann gilt, wenn ein Gesuch 
als offensichtlich begründet erscheint (Andreas Güngerich, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 
2012, N 5 zu Art. 253 ZPO). Dieselbe Verpflichtung ergibt sich für das Rechtsöff-

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nungsverfahren aus Art. 84 Abs. 2 SchKG, womit gewährleistet wird, dass der be-
triebene Schuldner sich zum vorgelegten Vollstreckungstitel äussern und die ge-
setzlich vorgesehenen Einreden erheben kann. Nicht zur Anwendung gelangt im 
Rechtsöffnungsverfahren hingegen die Bestimmung von Art. 223 ZPO, da die vom 
Gesetzgeber gewollte und durch die Zeitvorgaben des SchKG zum Ausdruck ge-
brachte Beschleunigung bedingt, die Rechte des Gesuchsgegners bei versäumter 
Stellungnahme enger zu fassen als im ordentlichen Zivilverfahren (BGE 138 III 
483 E. 3.2.4). Unter der Voraussetzung, dass der Gesuchsgegner bei der Auffor-
derung zur Stellungnahme auf die Säumnisfolgen hingewiesen wurde (Art. 147 
Abs. 3 ZPO), kann bei versäumter Gesuchsantwort somit sogleich aufgrund der 
Akten über das Rechtsöffnungsgesuch entschieden werden. 

b) Aus dem für das Rechtsöffnungsverfahren geltenden Beschleunigungsge-
bot ergibt sich, dass die Frist zur Stellungnahme kurz zu bemessen ist und in der 
Regel  wie auch in anderen summarischen Verfahren (vgl. Andreas Güngerich, 
a.a.O., N 8 zu Art. 253)  zehn Tage beträgt. Als richterliche Frist ist sie bei zurei-
chenden Gründen erstreckbar, wenn das Gericht darum vor Fristablauf ersucht 
wird (Art. 144 Abs. 2 ZPO). Auch wenn es sich bei Art. 144 Abs. 2 ZPO um eine 
Kann-Bestimmung handelt, welche keinen Anspruch auf eine Fristerstreckung ein-
räumt und dem Gericht einen Ermessensspielraum belässt, ist die Praxis zumin-
dest bei erstmaliger Fristerstreckung grosszügig und stellt dementsprechend keine 
hohen Anforderungen. Als zureichende Gründe gelten beispielsweise auch Abwe-
senheit oder Arbeitsüberlastung. Die Ablehnung eines Fristerstreckungsgesuches 
trotz Vorliegen von zureichenden Gründen stellt eine Verweigerung des rechtli-
chen Gehörs dar (Nina J. Frei, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Band I, Bern 2012, N 8 f. und 17 zu 
Art. 144 ZPO; Barbara Merz, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizeri-
sche Zivilprozessordnung, Art. 1-196 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 6 ff. zu 
Art. 144 ZPO). Sofern zureichende Gründe vorhanden sind, ist grundsätzlich auch 
eine mehrmalige Fristerstreckung möglich. Will das Gericht weitere Erstreckungen 
ausschliessen, wie dies mit Blick auf dessen besondere Natur namentlich in einem 
Rechtsöffnungsverfahren geboten sein kann, gebietet es der Grundsatz von Treu 
und Glauben, dass das Gericht dies bei einer (ersten) Fristerstreckung durch ei-
nen entsprechenden Hinweis („letztmals“ oder „einmalig“) klarstellt. Solange ein 
solcher Hinweis fehlt, besteht zumindest ein Anspruch auf eine kurze Nachfrist, 
die es der gesuchstellenden Partei erlaubt, die entsprechende Handlung noch 
fristgerecht vorzunehmen (Nina J. Frei, a.a.O., N 18 ff. zu Art. 144; Adrian Staehe-

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lin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweize-
rischen Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Zürich 2016, N 6 zu Art. 144 ZPO). 

c) Was die Dauer der Erstreckung anbelangt, verfügt das Gericht ebenfalls 
über einen weiten Ermessensspielraum. Auch wenn das Gesetz dies nirgends 
ausdrücklich sagt, muss die Zeitspanne den Verhältnissen angemessen, d.h. dem 
Einzelfall angepasst sein. Sie darf nicht zu lang (Rechtsverzögerung), aber auch 
nicht zu kurz bemessen sein, was wiederum der Grundsatz von Treu und Glau-
ben, aber auch der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt. Eine zu kurze Frist 
zur Stellungnahme stellt eine Gehörsverletzung dar. Zu kurz bemessen ist sie et-
wa, wenn sie schon bei Erhalt des Entscheides fast abgelaufen ist (Merz, a.a.O., 
N 15 zu Art. 144 ZPO). Ob das Ende der verlängerten Frist durch Angabe eines 
Kalendertages bestimmt wird oder eine Erstreckung nach Anzahl Tagen gewährt 
wird, ist dem Gericht freigestellt. Ersteres hat den Vorteil, dass Zweifel über die 
Berechnung der verlängerten Frist ausgeschlossen sind. Wird die Erstreckung für 
eine Anzahl Tage bewilligt, beginnt der Lauf der verlängerten Frist an dem Tag, 
der dem letzten Tag der ursprünglichen Frist folgt, und zwar grundsätzlich unge-
achtet des Zeitpunkts, in welchem der Partei die Bewilligung des Gesuches mitge-
teilt wird. Die bewilligte Fristerstreckung begründet mit andern Worten keine neue, 
sondern verlängert die bereits laufende Frist (Nina J. Frei, a.a.O., N 15 zu 
Art. 144 ZPO). Allerdings sind Mitteilungen, welche Fristen auslösen, empfangs-
bedürftig: Fristen zur Vornahme einer prozessualen Handlung beginnen erst zu 
laufen, nachdem der betreffenden Partei der Entscheid, in welchem eine Frist an-
gesetzt wird, in gehöriger Form zur Kenntnis gebracht, d.h. einerseits korrekt 
eröffnet und anderseits gültig zugestellt worden ist (Nina J. Frei, a.a.O., N 8 zu 
Art. 142 ZPO; Barbara Merz, a.a.O., N 10 zu Art. 142 ZPO). Die rechtsgültige Zu-
stellung bildet somit Voraussetzung dafür, dass die Mitteilung, in welcher die Frist-
ansetzung enthalten ist, ihre Wirkungen entfalten kann (Barbara Merz, a.a.O.,  N 
13 zu 142). Dies muss auch für die Bewilligung einer Fristerstreckung gelten, ob-
wohl damit keine Frist ausgelöst, sondern die bereits laufende Frist verlängert 
wird. Dass eine Partei säumig wird bzw. die für den Fall der Säumnis angedrohten 
Folgen eintreten, setzt nämlich ganz generell voraus, dass einer Partei formell und 
inhaltlich richtig Gelegenheit gegeben worden ist, ihre prozessualen Rechte wahr-
zunehmen. Säumig kann nur diejenige Partei sein, die korrekt über eine ihr ange-
setzte Frist in Kenntnis gesetzt wurde und die auch mit einer dahingehenden Mit-
teilung rechnen musste (vgl. Nina J. Frei, a.a.O., N 3 zu Art. 147 ZPO und N 9 zu 
Art. 136 ZPO; Barbara Merz, a.a.O., N 14 zu Art. 147 ZPO und N 5 zu 
Art. 148 ZPO). Beim Entscheid über die Dauer, für welche eine Fristerstreckung 

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gewährt wird, ist daher auch der Tatsache Rechnung zu tragen, dass sich die Zu-
stellung der Bewilligung um die Dauer der in Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO vorgesehe-
nen Abholfrist von sieben Tagen verzögern kann. Bestimmt das Gericht einen ge-
nauen Tag, an dem die (verlängerte) Frist endet, ist daher die genannte Abholfrist 
zu berücksichtigen (Barbara Merz, a.a.O., N 22 zu Art. 144 ZPO). Wird eine Frist 
zur Stellungnahme auf den Tag angesetzt, an dem der Zeitpunkt zur Abholung der 
Postsendung endet, liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5D_69/2009 vom 3. September 2009 E. 2.3 mit weiterem 
Hinweis auf BGE 104 Ia 465 E. 3).

d) Möchte eine Partei eine gerichtliche Frist erstrecken, muss das entspre-
chende Gesuch vor Fristablauf, d.h. bis 24.00 Uhr des letzten Tages, gestellt wer-
den. Nicht erforderlich ist, dass es vor Fristablauf beim Gericht eintrifft oder gar vor 
Fristablauf über das Gesuch entschieden wird (vgl. Nina J. Frei, a.a.O., N 12 zu 
Art. 144 ZPO; Barbara Merz, a.a.O., N 12 f. zu Art. 144 ZPO). Ein Fristerstre-
ckungsgesuch hat grundsätzlich aufschiebende Wirkung, wenn die in ihm ange-
gebenen Erstreckungsgründe ernsthaft in Betracht fallen, selbst wenn es schluss-
endlich abgewiesen werden sollte. In letzterem Fall hat das Gericht wiederum aus 
Gründen der Fairness eine (sehr kurze) Nachfrist anzusetzen, damit die betreffen-
de Partei die fristgebundene Handlung doch noch vornehmen kann (Nina J. Frei, 
a.a.O., N 14 zu Art. 144 ZPO; Barbara Merz, a.a.O., N 13 zu Art. 144; vgl. dazu 
auch Urteile des Bundesgerichts 4A_75/2011 vom 26. Mai 2011 E. 2.3 f. und 
1C_171/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2.4 f.). 

5.a) Vorliegend hat die Vorderrichterin dem Beschwerdeführer mit prozesslei-
tender Verfügung vom 27. April 2016 eine Frist bis zum 9. Mai 2016 zur Einrei-
chung einer Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch der Beschwerdegegnerin 
angesetzt und zugleich festgehalten, dass bei unbenutztem Ablauf der Frist der 
Entscheid gefällt werde (vorinstanzliche Akten, Korrespondenz, act. 1). Sie hat 
damit dem Beschwerdeführer die gesetzlich vorgeschriebene Gelegenheit zur 
Stellungnahme eingeräumt und ihn auch im Sinne von Art. 147 Abs. 3 ZPO auf die 
Säumnisfolgen hingewiesen. Der Beschwerdeführer hat daraufhin mit einem am 9. 
Mai 2016 der Post übergebenen Schreiben um eine Fristerstreckung von zehn 
Tagen ersucht, wobei als Grund die hohe Arbeitslast seines Rechtsvertreters an-
geführt wurde. Dieses Gesuch wurde am letzten Tag der laufenden Frist, also 
noch rechtzeitig gestellt und war auch zureichend begründet, so dass der Ablauf 
der Frist bis zum Entscheid über das Gesuch einstweilen aufgeschoben wurde. 
Beim Bezirksgericht Landquart eingegangen ist das Gesuch am 12. Mai 2016, 
worauf es von der Vorderrichterin am 17. Mai 2016 behandelt und dem Beschwer-

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deführer  unter nochmaligem Hinweis auf die Säumnisfolgen  eine Fristerstre-
ckung bis zum 19. Mai 2016 gewährt wurde (vorinstanzliche Akten, Korrespon-
denz, act. 3). Damit hat die Vorderrichterin dem Erstreckungsgesuch stattgegeben 
und die ursprüngliche Frist um zehn Tage verlängert, was mit Blick darauf, dass 
die verlängerte Frist unmittelbar an die abgelaufene anschliesst, an sich korrekt 
war. Ausser Acht gelassen hat die Vorderrichterin indessen, dass im Falle einer 
absoluten Bestimmung des Fristenendes durch Nennung eines Kalendertages die 
gesetzliche Abholfrist hätte berücksichtigt werden müssen. Nachdem sich die Be-
handlung des Gesuches verzögert hatte und darüber erst zwei Tage vor Ablauf 
der (erstreckten) Frist entschieden wurde, hätte daher entweder  in analoger An-
wendung von Art. 134 ZPO  ein ab Versand der Verfügung berechneter Endter-
min bezeichnet oder eine nach Tagen bestimmte Frist ab Zustellung der Verfü-
gung eingeräumt werden müssen. Wird dagegen das Fristende auf einen Tag an-
gesetzt, der noch innerhalb der gesetzlichen Abholfrist liegt, besteht das Risiko, 
dass die Frist bereits abgelaufen ist, wenn die Verfügung der betroffenen Partei 
zugestellt wird bzw. gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO als zugestellt gilt. Genau 
dies ist denn auch vorliegend geschehen, indem die Verfügung der Vorderrichterin 
dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zwar am 18. Mai 2016 zur Abholung 
gemeldet wurde, die Abholfrist aber erst am 25. Mai 2016 endete und die Verfü-
gung auch tatsächlich erst an diesem Tag entgegen genommen wurde. Die Zu-
stellung der fristerstreckenden Verfügung erfolgte somit zu einem Zeitpunkt, in 
dem die eingeräumte Frist bereits abgelaufen war. Damit liegt ein Eröffnungsman-
gel vor, der nach dem zuvor Gesagten zur Unwirksamkeit der Fristansetzung führt 
und verhindert, dass die angedrohten Säumnisfolgen eintreten können. Die Vor-
instanz hätte daher am 25. Mai 2016, als sie den angefochtenen Entscheid fällte, 
keine Säumnis des Beschwerdeführers annehmen dürfen. Vielmehr hätte sie 
zunächst prüfen müssen, ob ihre Fristerstreckungsverfügung dem Beschwerde-
führer noch rechtzeitig zugegangen war, und hätte ihm bei Feststellung der ver-
späteten Zustellung nochmals eine kurze Nachfrist einräumen müssen, wie dies 
auch im Falle der Abweisung des Fristerstreckungsgesuches hätte erfolgen müs-
sen. Liesse man die Säumnisfolgen unabhängig von der Zustellung des Entschei-
des über das Fristerstreckungsgesuch eintreten, wäre der Beschwerdeführer mit 
der Bewilligung seines Gesuches schlechter gestellt, als wenn dasselbe abgewie-
sen worden wäre, was nicht angehen kann. Indem die Vorderrichterin stattdessen 
trotz verspäteter Zustellung ihrer Verfügung von einer wirksamen Fristansetzung 
ausging und ohne Stellungnahme des Beschwerdeführers über das Rechtsöff-
nungsgesuch entschied, hat sie folglich dessen rechtliches Gehör verletzt. 

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b) Fragen kann sich, ob dem Beschwerdeführer die Berufung auf die Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs allenfalls verwehrt ist, weil er bzw. sein Rechtsvertre-
ter nach Einreichung des Fristerstreckungsgesuches einfach untätig geblieben ist 
und er namentlich nicht von sich aus innerhalb der nachgesuchten Erstreckungs-
dauer seine Stellungnahme zum Rechtsöffnungsgesuch eingereicht hat. In diesem 
Zusammenhang gilt es indessen zu berücksichtigen, dass dem Gesuch um 
Fristerstreckung aufschiebende Wirkung zukam und der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers grundsätzlich dessen Behandlung abwarten durfte. Auch wenn 
eine erstmalige Erstreckung in der Regel gewährt wird, musste er nicht davon 
ausgehen, dass ihm eine vor der Zustellung des Entscheides ablaufende (letztma-
lige) Frist angesetzt würde. Unterbleibt eine Beantwortung des Gesuches, ist die 
gesuchstellende Partei nach Treu und Glauben aber immerhin gehalten, sich beim 
Gericht zu erkundigen (Barbara Merz, a.a.O., N 24 zu Art. 144 ZPO). Insofern 
muss sich der Beschwerdeführer tatsächlich eine Pflichtverletzung vorwerfen las-
sen. Die unterlassene Nachfrage wiegt aber nicht derart schwer, dass die spätere 
Geltendmachung einer Verletzung seines rechtlichen Gehörs als rechtsmiss-
bräuchlich zu bezeichnen wäre. Vielmehr wird in der Lehre in Bezug auf eine all-
fällige Wiederherstellung der Frist dafür gehalten, dass einer Partei lediglich ein 
leichtes Verschulden vorgeworfen werden könne, wenn sie beim Gericht nicht 
nachgefragt habe, wie mit ihrem Fristerstreckungsgesuch verfahren werde; wenn 
einer Partei nicht mitgeteilt worden sei, dass und in welchem Umfang ihrem Ge-
such entsprochen worden sei, dürfe sie nicht als unwiderruflich säumig gelten (Ni-
na J. Frei, a.a.O., N 15 zu Art. 148 ZPO mit weiteren Hinweisen). Wäre aber trotz 
unterlassener Nachfrage eine Wiederherstellung der Frist zu gewähren, kann der 
betreffenden Partei bei Anfechtung des zwischenzeitlich ergangenen Endent-
scheides auch die Rüge einer Gehörsverletzung nicht verwehrt sein. 

c) Daran kann bei den gegebenen zeitlichen Verhältnissen auch nichts än-
dern, dass sich der Beschwerdeführer nach dem verspäteten Erhalt der Frister-
streckungsverfügung nicht sogleich um eine Wiederherstellung der Frist zur Stel-
lungnahme bemüht hat. Zwar ist eine Partei nach Treu und Glauben verpflichtet, 
allfällige Verfahrensfehler des Gerichts umgehend nach deren Kenntnisnahme zu 
rügen, andernfalls das Recht zu deren Geltendmachung verwirkt bzw. der Mangel 
geheilt sein kann (vgl. Tarkan Göksu, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Art. 1-196 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, 
N 20 zu Art. 52 ZPO). Vorliegend ist dem Beschwerdeführer aber noch vor Ablauf 
der zehntägigen Frist für ein allfälliges Wiederherstellungsbegehren (Art. 148 Abs. 
2 ZPO) der Rechtsöffnungsentscheid zugestellt worden. Dies hätte zwar die Ein-

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leitung eines Wiederherstellungsverfahrens nicht ausgeschlossen, zumal gemäss 
Art. 148 Abs. 3 ZPO die Wiederherstellung einer Frist auch noch nach der Ent-
scheideröffnung verlangt werden kann, worauf der betreffende Entscheid gegebe-
nenfalls aufzuheben und das Verfahren wieder aufzunehmen wäre (vgl. Nina J. 
Frei, a.a.O., N 9 f. zu Art. 149 ZPO). Grundsätzlich liegt bei Zustellungs- und 
Eröffnungsfehlern aber gar kein Fall von Säumnis vor, weshalb auch das Wieder-
herstellungsverfahren keine Anwendung findet. Dabei handelt es sich um Verfah-
rensfehler, welche mit dem ordentlichen Rechtsmittel gegen den Entscheid zu rü-
gen sind (vgl. Nina J. Frei, a.a.O., N 6 zu Art. 148 ZPO und N 35 zu Art. 138 ZPO; 
Niccolò Gozzi, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweize-
rische Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 5 und N 10 zu 
Art. 147 ZPO; im gleichen Sinne, wenn auch mit Bezug auf das Strafprozessrecht 
Urteil des Bundesgerichts 6B_175/2016 vom 2. Mai 2016 E. 2.4). Zum andern wä-
re  wenn mit einem Teil der Rechtsprechung davon auszugehen wäre, dass auch 
bei fehlerhaften Fristansetzungen nach den Regeln der Wiederherstellung vorzu-
gehen wäre (vgl. Nina J. Frei, a.a.O., N 3 zu Art. 147 ZPO mit weiteren Hinweisen) 
 zu beachten, dass gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch die 
unterlassene Einreichung eines an sich möglichen Wiederherstellungsbegehrens 
eine Anfechtung wegen Verletzung des rechtliches Gehörs nicht ausschliesst (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 5D_69/2009 vom 3. September 2009, mit welchem eine 
entsprechende Beschwerde trotz des Hinweises der Vorinstanz, sie habe vor der 
Entscheidfällung die Frist für ein allfälliges Wiederherstellungsgesuch abgewartet, 
gutgeheissen wurde). Bei jenem Entscheid mag zwar eine Rolle gespielt haben, 
dass die betreffende Partei nicht anwaltlich vertreten war und auch aus diesem 
Grund kein Wiederherstellungsgesuch erwartet werden konnte. In Anbetracht des-
sen, dass die Anwendbarkeit des Wiederherstellungsverfahrens bei nicht korrekt 
eröffneten Fristen in der Lehre kontrovers behandelt wird, kann indessen auch 
dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer die unterbliebene Bemühung um 
eine Wiederherstellung der Frist nicht entgegengehalten werden. Dies muss vor-
liegend umso mehr gelten, als die Fristen zur Einreichung eines Wiederherstel-
lungsgesuches einerseits und der Beschwerde gegen den Rechtsöffnungsent-
scheid anderseits praktisch parallel liefen, so dass das Wiederherstellungsverfah-
ren bis zum Ablauf der Beschwerdefrist ohnehin nicht hätte erledigt werden kön-
nen.

d) Nach dem Gesagten kann dem Beschwerdeführer kein rechtsmissbräuchli-
ches Verhalten vorgeworfen werden, wenn er sich trotz der unterlassenen Nach-
frage nach Einreichung des Fristerstreckungsgesuches gegen die fehlerhafte 

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Fristansetzung zur Wehr setzt und eine Verletzung seines rechtlichen Gehörs rügt. 
Auch die unterbliebene Einreichung eines Wiederherstellungsgesuches nach Er-
halt der Fristerstreckungsverfügung steht einer Geltendmachung der Gehörsver-
letzung nicht entgegen. Wo es um die Ausübung von prozessualen Befugnissen 
geht, ist bei der Annahme von Rechtsmissbrauch generell Zurückhaltung geboten: 
Die Parteien haben grundsätzlich das Recht, sich auf die gesetzlichen Verfah-
rensvorschriften zu stützen und deren Einhaltung zu verlangen. Auch braucht eine 
Partei nicht mit Rücksicht auf die Prozessbeschleunigung auf Verfahrensrechte zu 
verzichten. Mit Blick darauf, dass gemäss Art. 2 Abs. 2 ZGB einzig der offenbare 
Rechtsmissbrauch ohne Schutz bleiben soll, können Verfahrensanträge nur dann 
als rechtsmissbräuchlich gewertet werden, wo sie offenkundig einzig der Prozess-
verzögerung dienen (vgl. Tarkan Göksu, a.a.O., N 27 f. zu Art. 52 ZPO). Diese 
Schwelle ist bei den gegebenen zeitlichen Abläufen nicht erreicht, weshalb das 
Recht des Beschwerdeführers zur Geltendmachung der Gehörsverletzung nicht 
verwirkt ist. 

e) Die Beschwerdegegnerin stellt sich schliesslich  wie vorstehend dargelegt 
 auf den Standpunkt, dass im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Möglich-
keit bestanden hätte, die gerügten Mängel zu heilen, und der Beschwerdeführer 
im Sinne von Art. 320 Abs. 1 lit. a und lit. b ZPO umfassend hätte Stellung neh-
men können (act. A.2 S. 2 f.). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann 
eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs aus-
nahmsweise als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, 
sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie 
auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 137 I 195 E. 2.3.2). Eine Heilung 
ist also nur in Fällen möglich, in welchen die Rechtsmittelinstanz die von der 
Gehörsverletzung betroffenen Aspekte mit derselben Kognition überprüfen kann 
wie die untere Instanz (Urteil des Bundesgerichts 1C_730/2013 vom 4. Juni 
2014 E. 6.1). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ist damit eine 
Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs im Beschwerdeverfahren bereits 
aufgrund der beschränkten Kognition in Sachverhaltsfragen (Art. 320 lit. b ZPO) 
ausgeschlossen. Fehl geht sodann die Behauptung der Beschwerdegegnerin, wo-
nach der Beschwerdeführer die in Art. 81 SchKG angeführten Einwendungen 
durch Urkunden noch im Beschwerdeverfahren hätte vorbringen können. Aufgrund 
des Novenverbots gemäss Art. 326 ZPO (dazu oben E. 2.b)) dürfen im Beschwer-
deverfahren keine neuen Anträge, Tatsachen oder Beweismittel vorgebracht wer-
den. Anders als im Berufungsverfahren, wo die Heilung einer Gehörsverletzung 
unter gewissen Voraussetzungen möglich ist und die betroffene Partei daher ge-

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halten ist, die ihr vor erster Instanz verwehrte Äusserung zur Sache mit der Beru-
fung nachzuholen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_925/2015 vom 4. März 2016 
E. 2.3.3.2), hat der Beschwerdeführer seine Beschwerde deshalb zu Recht auf die 
Rüge der Gehörsverletzung beschränkt. Nicht gefolgt werden kann sodann der 
Beschwerdegegnerin, wenn diese geltend macht, dass der Beschwerdeführer 
mangels Ausführungen zur Sache das Rechtsschutzinteresse an der Beschwerde 
nicht ausreichend dargetan habe. Wie der Beschwerdeführer zutreffend dargelegt 
hat, ist der Anspruch auf rechtliches Gehör formeller Natur und führt eine Verlet-
zung des Äusserungsrechts ungeachtet der Erfolgsaussichten in der Sache selber 
grundsätzlich zur Aufhebung des Entscheides (BGE 137 I 195 E. 2.2). Entspre-
chend besteht das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers gerade darin, 
sein gesetzlich verankertes Recht auf eine Stellungnahme zum Rechtsöffnungs-
gesuch durchzusetzen. 

6.a) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Vorinstanz den An-
spruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzte, indem sie die Frist 
zur Stellungnahme auf einen Tag ansetzte, der noch vor Ende der siebentägigen 
Abholfrist lag, und sie in der Folge von einer Säumnis des Beschwerdeführers 
ausging, obwohl die Zustellung ihrer Verfügung erst nach Fristablauf erfolgt war. 
Das Recht des Beschwerdeführers, eine Gehörsverletzung geltend zu machen, ist 
nicht verwirkt, da seinem Rechtsvertreter aufgrund der unterbliebenen Nachfrage 
höchstens ein leichtes Verschulden vorgeworfen werden kann. Auch das Unter-
lassen eines Wiederherstellungsgesuches schadet dem Beschwerdeführer nicht, 
weil einerseits das Wiederherstellungsverfahren bei Zustellungs- und Eröffnungs-
fehlern gar nicht zum Zuge kommt und anderseits selbst ein an sich mögliches 
Wiederherstellungsgesuch die Anfechtung des zwischenzeitlich ergangenen 
Sachentscheides nicht ausschliesst. Eine Heilung der Gehörsverletzung ist so-
dann aufgrund der beschränkten Kognition der Beschwerdeinstanz und des im 
Beschwerdeverfahren geltenden Novenverbots ausgeschlossen. Aufgrund des 
formellen Charakters des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt dessen Verlet-
zung zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides, ohne dass das Vorhanden-
sein von Einwendungen gegen die definitive Rechtsöffnung gemäss Art. 81 Abs. 1 
SchKG hätte dargetan werden müssen. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, 
der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung 
im Sinne der Erwägungen an das Bezirksgericht Landquart zurückzuweisen 
(Art. 327 Abs. 3 lit. a ZPO).

b) Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache selbst wird eine nochmalige 
Beurteilung der einstweilen gewährten aufschiebenden Wirkung hinfällig.

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7. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens nach Massgabe von Art. 106 Abs. 1 ZPO zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin. Das Beschwerdeverfahren wurde zwar durch einen Verfahrensfehler der Vor-
instanz veranlasst, der aber nicht derart gravierend erscheint, dass gestützt auf 
Art. 108 ZPO eine Kostenüberbindung an dieselbe gerechtfertigt wäre. Die Be-
schwerdegegnerin ihrerseits hat sich mit ihrem Antrag auf Abweisung der Be-
schwerde gegen eine Aufhebung des auf einem Verfahrensfehler beruhenden 
Entscheides zur Wehr gesetzt und ist mit diesem Antrag unterlegen, sodass auch 
unter diesem Aspekt kein Grund besteht, von der ordentlichen Kostenverteilung 
abzuweichen. Die Gerichtskosten werden vorliegend in Anwendung von Art. 48 in 
Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über 
Schuldbetreibung und Konkurs (GebVSchKG; SR 281.35) auf CHF 400.-- festge-
setzt. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer zudem die Kosten sei-
ner anwaltlichen Vertretung zu ersetzen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdefüh-
rers hat keine Honorarnote eingereicht, weshalb die Parteientschädigung nach 
Ermessen festzulegen ist. Angemessen erscheint unter Berücksichtigung der sich 
stellenden Sach- und Rechtsfragen eine Entschädigung von CHF 800.-- (inkl. 3% 
Barauslagen und 8% MwSt.).

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Entscheid der Einzelrichterin am 
Bezirksgericht Landquart vom 25. Mai 2016 aufgehoben und die Sache zur 
Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewie-
sen.

2.a) Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 400.-- gehen zu Lasten 
von Y._____. Sie werden mit dem von X._____ in gleicher Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet und Y._____ wird verpflichtet, X._____ den 
Betrag von CHF 400.-- direkt zu ersetzen.

b) Y._____ wird verpflichtet, X._____ mit CHF 800.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: