# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3b666e0-1ed8-5984-a888-5fcf31e355f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.10.2020 A-2733/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2733-2019_2020-10-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-2733/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  O k t o b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richterin Marianne Ryter (Vorsitz), 

Richterin Sonja Bossart Meier, 

Richter Daniel Riedo,    

Gerichtsschreiberin Zulema Rickenbacher. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ S.A., 

[…],   

vertreten durch 

Ass. iur. Peter Kriebel, Rechtsanwalt, 

[…],  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Oberzolldirektion (OZD), 

Hauptabteilung Zollfahndung, 

[…],    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Nachforderungsverfügung (Inlandtransport mit unverzolltem 

Reisebus). 

 

 

 

A-2733/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Bei der A._______ S.A. (nachfolgend: Abgabepflichtige) handelt es 

sich um ein [ausländisches] Reiseunternehmen. 

A.b Bei einer Schwerverkehrskontrolle bzw. den darauf folgenden polizei-

lichen Einvernahmen des Tourguides B._______ sowie des Chauffeurs 

C._______ am 16. November 2018 stellte die Kantonspolizei Obwalden 

fest, dass mit dem Reisecar [Marke], [Farbe], Kennzeichen [Nr.], gehalten 

durch die Abgabepflichtige, offenbar eine Rundreise mit einer thailändi-

schen Reisegruppe ausschliesslich in der Schweiz unternommen worden 

war (von Zürich via mehrere Zwischenstopps nach Luzern). In der Folge 

wurde der genannte Reisecar beschlagnahmt und sowohl ein Strafverfah-

ren als auch ein Abgabennachbezugsverfahren eröffnet. Am 28. November 

2018 fand die Einvernahme von D._______, ihrerseits Inhaberin der Abga-

bepflichtigen, als Beschuldigte bei der Zollfahndung Basel, Aussenstelle 

Luzern, statt. 

A.c Am 26. April 2019 erliess die Eidgenössische Zollverwaltung (nachfol-

gend: EZV) gegenüber der Abgabepflichtigen eine Nachforderungsverfü-

gung aufgrund von Binnentransporten (Kabotage) zwischen dem 13. und 

17. November 2018. Nachgefordert wurden Fr. 39'857.--, bestehend aus: 

Fr. 13'818.00 (Zoll) 

Fr. 25'321.30 (Mehrwertsteuer) 

Fr. 30.00 (Gebühren) 

Fr. 687.70 (Verzugszins) 

B.  

B.a Gegen die genannte Nachforderungsverfügung liess die Abgabepflich-

tige (nachfolgend: Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 3. Juni 2019 Be-

schwerde vor dem Bundesverwaltungsgericht erheben. Beantragt wird 

– unter Kosten- und Entschädigungsfolgen – die Aufhebung der angefoch-

tenen Verfügung unter Rückerstattung der Hinterlage vom 3. Dezember 

2018 zzgl. Zinsen. Gerügt wird namentlich die unrichtige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhalts im Sinne des Art. 49 Bst. b VwVG. Tat-

sächlich habe die Beschwerdeführerin keine verbotenen Inlandtransporte 

durchgeführt. 

A-2733/2019 

Seite 3 

B.b Mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2019 schliesst die EZV (nachfolgend: 

Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge. 

Auf die detaillierten Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die einge-

reichten Akten wird, soweit entscheidwesentlich, im Rahmen der folgenden 

Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG gegeben ist. Eine solche liegt im vorliegenden Fall nicht 

vor und die Vorinstanz ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG. Das 

Bundesverwaltungsgericht ist somit für die Behandlung der Beschwerde 

zuständig. 

1.2 Das Verfahren vor Bundesverwaltungsgericht richtet sich gemäss 

Art. 37 VGG nach den Bestimmungen des VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt. 

1.3 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen hat oder keine Möglich-

keit zur Teilnahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung 

besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren 

Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). Die Beschwerdeführerin erfüllt 

diese Voraussetzungen und ist entsprechend beschwerdelegitimiert. 

1.4 Die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht ist in der Regel in-

nert 30 Tagen nach der Eröffnung des angefochtenen Entscheids einzu-

reichen (Art. 50 Abs. 1 VwVG). Mangels Zustelldomizil in der Schweiz hat 

die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 26. April 2019 am 30. April 

2019 per gewöhnlichem Brief an die Inhaberin der Abgabepflichtigen nach 

[Ausland] gesandt. Dass diese Zustellung nicht formell korrekt erfolgte, ist 

unbestritten. Allerdings ist die Verfügung der Beschwerdeführerin letztend-

lich über Umwege zugegangen und diese war befähigt, dagegen wirksam 

ein Rechtsmittel zu ergreifen. Entsprechend ist ihr im vorliegenden Fall un-

ter Berücksichtigung des Grundsatzes von Treu und Glauben kein Nachteil 

durch mangelhafte Zustellung erwachsen (vgl. Art. 38 VwVG; vgl. Urteil des 

BVGer A-6102/2019 vom 23. März 2020 E. 5.2). Im Übrigen würde eine 

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Seite 4 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz, damit diese die Zustellung for-

mell korrekt durchführe, zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu 

unnötigen Verzögerungen führen, welche mit dem Interesse der betroffe-

nen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu verein-

baren wären und die es somit zu vermeiden gilt (vgl. statt vieler: BGE 143 

IV 408 E. 6.3.2; Urteil des BVGer A-4510/2018 vom 20. Mai 2019 E. 5.1). 

Nach dem Dargelegten hat die im vorliegenden Fall formgerecht einge-

reichte Beschwerde (Art. 52 Abs. 1 VwVG) auch als fristgerecht eingereicht 

zu gelten, obwohl das genaue Zustelldatum der angefochtenen Verfügung 

nicht bekannt ist. Auf die Beschwerde vom 3. Juni 2019 ist entsprechend 

einzutreten. 

1.5  

1.5.1 Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht 

bildet einzig der vorinstanzliche Entscheid (vorliegend die Verfügung vom 

26. April 2019), soweit er im Streit liegt. 

1.5.2 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid 

grundsätzlich in vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführerin 

kann neben der Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und 

der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Rüge der Unangemessen-

heit erheben (Art. 49 Bst. c VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozes-

sieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.149). Hin-

gegen ist es grundsätzlich nicht Sache der Rechtsmittelbehörden, den für 

den Entscheid erheblichen Sachverhalt von Grund auf neu zu ermitteln und 

über die tatsächlichen Vorbringen der Parteien hinaus den Sachver-

halt vollkommen neu zu erforschen (BGE 122 V 157 E. 1a; Urteil des BGer 

2C_168/2019 E. 2.5). Vielmehr geht es in diesem Verfahren darum, 

den von den Vorinstanzen ermittelten Sachverhalt zu überprüfen und al-

lenfalls zu berichtigen oder zu ergänzen (vgl. statt vieler: Urteile des BVGer 

A-5320/2018 vom 26. August 2019 E. 1.5.2, A-1211/2018 vom 11. März 

2019 E. 1.3.1). Dabei kann das Gericht auf die Abnahme beantragter Be-

weismittel verzichten, wenn es aufgrund der bereits abgenommenen Be-

weise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in antizipierter Be-

weiswürdigung annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere 

Beweiserhebungen nicht geändert würde (BGE 140 I 285 E. 6.3.1, 

BGE 136 I 229 E. 5.3). Entscheidend ist somit, ob die vom Beschwerde-

führer beantragte Edition weiterer Beweismittel geeignet ist, den Ausgang 

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des Streitfalles trotz bereits abgenommener und rechtsfehlerfrei gewürdig-

ter Beweise noch zu beeinflussen (zum Ganzen: Urteil des BGer 

2C_546/2017 vom 16. Juli 2018 E. 2.2; Urteil des BVGer A-5320/2018 

vom 26. August 2019 E. 1.5.2). 

1.5.3 Sodann gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach verpflichtet, auf den unter Mit-

wirkung der Verfahrensbeteiligen festgestellten Sachverhalt unabhängig 

von der Begründung der Begehren die richtigen Rechtsnormen und damit 

jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den zutreffenden erachtet und 

ihm jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist (BGE 119 V 347 

E. 1a; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 1.54). Die Rechtsmitte-

linstanz ist jedoch nicht gehalten, von sich aus nach allen erdenklichen 

Rechtsfehlern zu suchen. Für entsprechende Fehler müssen sich zumin-

dest Anhaltspunkte aus den Parteivorbringen oder den Akten ergeben 

(vgl. BGE 121 III 274 E. 2c; BGE 119 V 347 E. 1a; statt vieler: Urteile des 

BVGer A-5320/2018 vom 26. August 2019 E. 1.5.2, A-3193/2018 vom 

7. Mai 2019 E. 3.2 und A-3505/2014 vom 8. April 2015 E. 1.5.2). 

1.6 Der zu beurteilende Sachverhalt hat sich im November 2018 verwirk-

licht. Somit sind neben dem Übereinkommen vom 26. Juni 1990 über die 

vorübergehende Verwendung (Istanbul Übereinkommen; SR 0.631.24), 

namentlich das Zollgesetz vom 18. März 2005 (ZG; SR 631.0), die Zollver-

ordnung vom 1. November 2006 (ZV; SR 631.01) sowie das Bundesgesetz 

vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (MWSTG; SR 641.20) heran-

zuziehen. 

2.  

2.1 Waren, die ins schweizerische Zollgebiet verbracht werden, sind grund-

sätzlich zollpflichtig und nach dem Zollgesetz sowie nach dem Zolltarifge-

setz vom 9. Oktober 1986 (ZTG; SR 632.10) zu veranlagen (vgl. Art. 7 ZG). 

Solche Waren unterliegen zudem grundsätzlich der Einfuhrmehrwert-

steuer (Art. 50 ff. MWSTG). Vorbehalten bleiben Zoll- und Steuerbefreiun-

gen, die sich aus besonderen Bestimmungen von Gesetzen und Verord-

nungen oder Staatsverträgen ergeben (Art. 2 Abs. 1 und Art. 8 ff. ZG; Art. 1 

Abs. 2 ZTG; Art. 53 MWSTG). 

2.2 Die Zollzahlungspflicht obliegt der Zollschuldnerin bzw. dem Zoll-

schuldner (Art. 70 Abs. 1 ZG). Zum entsprechenden Kreis gehört gemäss 

Art. 70 Abs. 2 ZG die Person, die Waren über die Zollgrenze bringt oder 

bringen lässt (Bst. a), die Person, die zur Zollanmeldung verpflichtet oder 

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damit beauftragt ist (Bst. b) bzw. die Person, auf deren Rechnung die Wa-

ren ein- oder ausgeführt werden (Bst. c). Sodann umfasst die Zollzahlungs-

pflicht die Pflicht zur Entrichtung der Abgaben und Kosten, die gestützt auf 

andere als zollrechtliche Erlasse (also beispielsweise auf die Mehrwert-

steuergesetzgebung) durch die Zollverwaltung zu erheben sind (Art. 90 

ZG; vgl. Urteile des BVGer A-4510 vom 20. Mai 2019 E. 2.2, A-3322/2018 

vom 11. Dezember 2018 E. 3.2). 

2.3 Das Zollveranlagungsverfahren gliedert sich in einzelne Verfahrens-

teile und dient grundsätzlich der Feststellung des Sachverhalts, der zollta-

rifarischen Erfassung der Ware, der Festsetzung der Zollabgaben so-

wie dem Erlass der Veranlagungsverfügung. Die einzelnen Zollverfahren 

(eines davon ist dasjenige der vorübergehenden Verwendung [Art. 47 

Abs. 2 Bst. d ZG]; vgl. nachfolgend E. 3 ff.) haben sodann die Aufgabe, die 

einzelnen Verfahrensschritte des Zollveranlagungsverfahrens so zu modi-

fizieren, dass die Aspekte des jeweiligen Zollverfahrens im Vordergrund 

stehen (vgl. Botschaft des Bundesrates vom 15. Dezember 2003 über ein 

neues Zollgesetz [nachfolgend: Botschaft ZG], BBl 2004 567, 579; vgl. 

zum Ganzen: Urteile des BVGer A-5320/2018 vom 26. August 2019 E. 2.3, 

A-4510/2018 vom 20. Mai 2019 E. 2.3). 

2.3.1 Das Zollveranlagungsverfahren beginnt mit der Zuführungspflicht: 

Gemäss Art. 21 Abs. 1 ZG muss eine Person Waren, welche sie ins Zoll-

gebiet verbringt, verbringen lässt oder sie danach übernimmt, unverzüglich 

und unverändert der nächstgelegenen Zollstelle zuführen oder zuführen 

lassen. Waren, die ins Zollgebiet verbracht werden, unterliegen vom Zeit-

punkt des Verbringens an, bis zur Wiederausfuhr oder zur Überführung in 

den zollrechtlich freien Verkehr der Zollüberwachung und der Zollprüfung 

(Art. 23 Abs. 1 ZG). Die zuführungspflichtige Person oder die von ihr Be-

auftragten müssen die der Zollstelle zugeführten Waren gestellen und sum-

marisch anmelden (Art. 24 Abs. 1 ZG). Sodann muss die anmeldepflichtige 

Person die zugeführten, gestellten und summarisch angemeldeten Waren 

innerhalb der von der Zollverwaltung bestimmten Frist zur Veranlagung an-

melden und die Begleitdokumente einreichen (Art. 25 Abs. 1 ZG; vgl. dazu 

auch Art. 4 der Zollverordnung der Eidgenössischen Zollverwaltung vom 

4. April 2007 [ZV-EZV; SR 631.013]). In der Zollanmeldung ist die zollrecht-

liche Bestimmung der Waren festzulegen (Art. 25 Abs. 2 ZG). Waren, die 

in ein Zollverfahren überführt werden sollen, sind zum betreffenden Verfah-

ren anzumelden (Art. 47 Abs. 1 ZG). Wählbar ist insbesondere auch das 

Verfahren der vorübergehenden Verwendung (Art. 47 Abs. 2 Bst. d ZG; vgl. 

E. 2.3 und E. 3 ff.). Anmeldepflichtig ist u.a. die zuführungspflichtige Person 

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(Art. 26 Bst. a ZG; zum Ganzen: A-5320/2018 vom 26. August 2019 

E. 2.3.1). 

2.3.2 Die Zollanmeldung basiert auf dem Selbstdeklarationsprinzip, wo-

nach von der anmeldepflichtigen Person eine vollständige und richtige De-

klaration der Ware verlangt wird. Hinsichtlich der diesbezüglichen Sorg-

faltspflicht werden an die anmeldepflichtige Person hohe Anforderun-

gen gestellt (BARBARA SCHMID, in: Kocher/Clavadetscher [Hrsg.], Hand-

kommentar zum Zollgesetz, 2009, [nachfolgend: Zollkommentar], 

Art. 18 N. 3 f.; Botschaft ZG, BBl 2004 567, 601; statt vieler: Ur-

teile des BVGer A-5624/2019 vom 19. Juli 2019 E. 5.2.2, A-5962/2014 vom 

14. Januar 2016 E. 3.3.3). Die Zollpflichtigen haben sich vorweg über die 

Zollpflicht sowie die jeweiligen Abfertigungsverfahren zu informieren und 

die Waren entsprechend zur Veranlagung anzumelden. Unterlassen sie 

dies, haben sie dafür prinzipiell selber die Verantwortung zu tragen (Urteile 

des BVGer A-2167/2019 vom 23. Januar 2020 E. 2.5.2, A-5477/2013 vom 

24. März 2014 E. 2.7 m.w.H.). Die Mitwirkungs- und Sorgfaltspflichten des 

Zollverfahrens gelten auch für die Erhebung der Einfuhrmehrwertsteuer 

(vgl. Art. 50 MWSTG; Urteil des BVGer A-3322/2018 vom 11. Dezember 

2018 E. 3.4; zum Ganzen: Urteile des BVGer A-5320/2018 vom 26. August 

2019 E. 2.3.2, A-2764/2018 vom 23. Mai 2019 E. 2.3.2). 

3.  

3.1 Da Waren, die nur vorübergehend in ein Zollgebiet verbracht und dort 

genutzt werden, nicht endgültig in den wirtschaftlichen Kreislauf eines Zoll-

gebietes eingehen, können sie anders behandelt werden als Waren, die 

uneingeschränkt am Binnenmarkt teilnehmen (vgl. HEINZ SCHREIER, Zoll-

kommentar, Art. 9 N. 1). Zu diesem Zweck ist das Verfahren der vorüber-

gehenden Verwendung vorgesehen (vgl. Urteile des BVGer A-5320/2018 

vom 26. August 2019 E. 3, A-4510/2018 vom 20. Mai 2019 2019 E. 3). 

3.1.1 Eine völkerrechtliche Grundlage für das Verfahren der vorübergehen-

den Verwendung findet sich im Istanbul Übereinkommen (vgl. vorange-

hend E. 1.6), welches in Art. 2 Abs. 1 die Vertragsstaaten verpflichtet, die 

in den Anlagen aufgeführten Waren (einschliesslich Beförderungsmittel; 

vgl. diesbezüglich nachfolgend E. 3.1.4) nach den Bestimmungen über die 

vorübergehende Verwendung zuzulassen. Die Bestimmungen dieses 

Übereinkommens sind direkt anwendbar und die Betroffenen können sich 

unmittelbar darauf berufen (Urteil des BVGer A-5320/2018 vom 26. August 

2019 E. 3.1.1). 

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Seite 8 

3.1.2 Als vorübergehende Verwendung gilt gemäss Übereinkommen das 

Zollverfahren, nach welchem bestimmte Waren (einschliesslich Beförde-

rungsmittel) – unter Aussetzung der Eingangsabgaben und frei von Ein-

fuhrverboten und Einfuhrbeschränkungen wirtschaftlicher Art – für einen 

bestimmten Zweck in ein Zollgebiet verbracht werden dürfen, um innerhalb 

einer bestimmten Frist sowie in unverändertem Zustand wieder ausgeführt 

zu werden (vgl. Art. 1 Bst. a Istanbul Übereinkommen). 

Unter die vom Staatsvertrag erfassten Eingangsabgaben fällt gemäss 

Art. 1 Bst. b Istanbul Übereinkommen nebst den Zollabgaben auch 

die bei der Einfuhr geschuldete Mehrwertsteuer (sog. Einfuhrmehrwert-

steuer; Urteil des BGer 2C_1049/2011 vom 18. Juli 2012 E. 3.2 m.H.; Ur-

teile des BVGer A-825/2016 vom 10. November 2016 E. 5.1, A-5078/2012 

vom 15. Januar 2014 E. 6.1). 

3.1.3 Das Istanbul Übereinkommen bezweckt das Verfahren betreffend die 

vorübergehende Verwendung zu vereinheitlichen, zu vereinfachen und zu 

erleichtern (vgl. Präambel Istanbul Übereinkommen). Gleichwohl lässt es 

verschiedene Einschränkungen zu: So kann, vorbehältlich einer anderen 

Regelung in einer Anlage, die Vorlage eines Zollpapiers oder eine Sicher-

heit verlangt werden (Art. 4 Abs. 1 Istanbul Übereinkommen). Den Ver-

tragsparteien steht es hierbei grundsätzlich offen, formelle Erfordernisse in 

Bezug auf das Verfahren der vorübergehenden Verwendung vorzusehen 

(Urteil des BVGer A-675/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1 und 3.1.3). 

Aus Art. 16 Istanbul Übereinkommen ergibt sich sodann, dass das Verfah-

ren der vorübergehenden Verwendung von einer Bewilligung abhängig ge-

macht werden kann. Auch nationale Verbote und Beschränkungen aus 

Gründen der wirtschaftlichen Sicherheit bleiben vorbehalten (Art. 19 Istan-

bul Übereinkommen). Andererseits können die Vertragsparteien auch über 

die im Abkommen enthaltenen Mindesterleichterungen hinaus weitere Er-

leichterungen vorsehen (Art. 17 Istanbul Übereinkommen; vgl. zum Gan-

zen: Urteil des BVGer A-825/2016 vom 10. November 2016 E. 5.2). 

3.1.4 Die vom Istanbul Übereinkommen erfassten Waren werden in ver-

schiedenen Anlagen und Anhängen definiert bzw. aufgelistet. Vor dem Hin-

tergrund, dass auch Transportmittel regelmässig nur vorübergehende Ver-

wendung in einem Zollgebiet finden, indem sie etwa Personen oder Waren 

ins Zollgebiet bringen und dieses nach dem erfolgten Transport bzw. Lie-

ferung wieder verlassen, enthält das Istanbul Übereinkommen auch eine 

Anlage über Beförderungsmittel (Anlage C zum Istanbul Übereinkommen). 

Diese Anlage enthält sowohl spezifische materielle Voraussetzungen als 

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Seite 9 

auch Verfahrensregeln (vgl. zum Ganzen: Urteil des BVGer A-825/2016 

vom 10. November 2016 E. 5.3). 

3.1.5 Um die in der Anlage C zum Istanbul Übereinkommen genannten Er-

leichterungen in Anspruch nehmen zu können, müssen die Beförderungs-

mittel – worunter gemäss Art. 1 Bst. a Anlage C zum Istanbul Übereinkom-

men auch Strassenkraftfahrzeuge gehören – zur gewerblichen Verwen-

dung in einem anderen als dem Gebiet der vorübergehenden Verwendung 

auf den Namen einer Person zum Verkehr zugelassen sein, die ihren Sitz 

oder Wohnsitz ausserhalb des Gebiets der vorübergehenden Verwendung 

hat, und von Personen eingeführt und verwendet werden, die von diesem 

Gebiet aus ihre Geschäftstätigkeit ausüben (Art. 5 Bst. a der Anlage C zum 

Istanbul Übereinkommen). Dies ist im vorliegenden Fall gegeben. Unter 

gewerblicher Verwendung ist dabei u.a. die Beförderung von Personen ge-

gen Entgelt zu verstehen (Art. 1 Bst. b Anlage C zum Istanbul Übereinkom-

men; vgl. Urteil des BVGer A-235/2014 vom 26. Mai 2014 E. 3.1). 

3.1.6 Als «Binnenverkehr» gilt gemäss Art. 1 Bst. d Anlage C zum Istanbul 

Übereinkommen die Beförderung von Personen oder Waren, die im Gebiet 

der vorübergehenden Verwendung aufgenommen oder eingeladen und 

auch innerhalb dieses Gebietes wieder abgesetzt oder ausgeladen wer-

den. Gemäss Art. 8 Bst. a Anlage C zum Istanbul Übereinkommen ist jede 

Vertragspartei berechtigt, für Beförderungsmittel zur gewerblichen Verwen-

dung, die im Binnenverkehr benutzt werden, die vorübergehende Verwen-

dung zu versagen. Von dieser Möglichkeit hat die Schweiz Gebrauch ge-

macht (vgl. dazu nachfolgend E. 3.2.3). 

3.2  

3.2.1 Die vorübergehende Verwendung von ausländischen Waren im Zoll-

gebiet ist nicht nur im Istanbul Übereinkommen, sondern auch im inner-

staatlichen Recht verankert: Gemäss Art. 9 ZG ist der Bundesrat als Ver-

ordnungsgeber ermächtigt, vorzusehen, dass ausländische Waren zur vo-

rübergehenden Verwendung im Zollgebiet unter teilweiser oder vollständi-

ger Befreiung von den Einfuhrzollabgaben eingeführt werden können 

(Abs. 1). Auch ist ihm die Regelung der Voraussetzungen für die Zollabga-

benbefreiung (worunter auch die Befreiung von der Einfuhrmehrwertsteuer 

fällt [siehe Art. 90 Abs. 1 ZG]) übertragen (Abs. 2). 

3.2.2 Der Umsetzung der materiellen Fiskalbestimmungen von Art. 9 ZG 

dient sodann Art. 58 ZG (SCHREIER, Zollkommentar, Art. 9 N. 6). Gemäss 

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Seite 10 

Absatz 1 dieser Bestimmung sind Waren, die zur vorübergehenden Ver-

wendung ins Zollgebiet verbracht werden sollen, zum gleichnamigen Ver-

fahren anzumelden. In diesem Verfahren werden die Einfuhrzollabgaben 

oder allfällige Ausfuhrzollabgaben mit bedingter Zahlungspflicht veranlagt, 

wird die Identität der Ware gesichert, wird die Dauer der vorübergehenden 

Verwendung festgesetzt und werden die nichtzollrechtlichen Erlasse des 

Bundes angewendet (Art. 58 Abs. 2 Bst. a - d ZG). Wird das Verfahren der 

vorübergehenden Verwendung nicht ordnungsgemäss abgeschlossen, 

werden die veranlagten Abgaben fällig; es sei denn, die Waren wurden in-

nerhalb der festgesetzten Frist wieder aus dem Zollgebiet oder ins Zollge-

biet verbracht und ihre Identität kann nachgewiesen werden (vgl. Art. 58 

Abs. 3 ZG; vgl. Urteil des BVGer A-4510/2018 vom 20. Mai 2019 E. 3.2.3). 

3.2.3 Gestützt auf Art. 9 ZG wird – soweit hier interessierend – in Art. 34 

Abs. 1 ZV (gewerbliche Verwendung von ausländischen Beförderungsmit-

teln) bestimmt, dass die zollfreie vorübergehende Verwendung von auslän-

dischen Beförderungsmitteln für Binnentransporte zu gewerblichen Zwe-

cken grundsätzlich untersagt ist. Vorbehalten bleibt u.a. die Bestimmung 

von Art. 34 Abs. 4 ZV, wonach die EZV für Binnentransporte die zollfreie 

vorübergehende Verwendung von ausländischen Beförderungsmitteln im 

Zollgebiet bewilligen kann, namentlich wenn der/die GesuchstellerIn nach-

weist, dass keine entsprechenden inländischen Beförderungsmittel zur 

Verfügung stehen und die ausländischen Beförderungsmittel nur für eine 

kurze Dauer benützt werden sollen (Bst. a). Gemäss Art. 164 Abs. 1 ZV 

muss die Bewilligung zur vorübergehenden Verwendung eines ausländi-

schen Beförderungsmittels zu gewerblichen Zwecken im Zollgebiet nach 

Art. 34 ZV vor der ersten Einfuhr bei der EZV beantragt werden (Urteile 

des BVGer A-5320/2018 vom 26. August 2019 E. 3.1.5, A-6590/2017 vom 

27. November 2018 E. 3.8.3 f.). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 118 ZG begeht eine Zollwiderhandlung, wer vorsätzlich 

oder fahrlässig Zollabgaben durch Nichtanmelden, Verheimlichen oder un-

richtige Zollanmeldung der Waren oder in irgendeiner anderen Weise ganz 

oder teilweise hinterzieht, oder sich oder einer anderen Person sonst wie 

einen unrechtmässigen Zollvorteil verschafft.  

4.2 Nach Art. 96 Abs. 4 MWSTG begeht eine Steuerhinterziehung, wer zu-

lasten des Staates die Steuerforderung verkürzt, indem er Waren bei der 

Einfuhr vorsätzlich oder fahrlässig nicht oder unrichtig anmeldet oder ver-

heimlicht (Bst. a) oder im Rahmen einer behördlichen Kontrolle oder eines 

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Seite 11 

Verwaltungsverfahrens, welches auf die Festsetzung der Steuerforderung 

oder den Steuererlass gerichtet ist, vorsätzlich auf entsprechende Nach-

frage hin keine, unwahre oder unvollständige Angaben macht (Bst. b). 

4.3 Sowohl die Zoll- als auch die Mehrwertsteuergesetzgebung gehören 

zur Verwaltungsgesetzgebung des Bundes. Entsprechend findet bei Wi-

derhandlungen in den jeweiligen Bereichen grundsätzlich das Bundesge-

setz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht (VStrR; SR 313.0) 

Anwendung (vgl. Art. 128 Abs. 1 ZG; Art. 103 Abs. 1 MWSTG und Art. 36 

Abs. 1 AStG; zum Ganzen: Urteil des BVGer A-4510/2018 vom 20. Mai 

2019 E. 4.4). 

Gemäss Art. 12 Abs. 1 VStrR sind Abgaben, die infolge einer Widerhand-

lung gegen die Verwaltungsgesetzgebung des Bundes zu Unrecht nicht 

erhoben worden sind, ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit einer Person 

nachzuentrichten (BGE 106 Ib 218 E. 2c; Urteil des BGer 2A.242/2006 vom 

2. Februar 2007 E. 2.1; Urteil des BVGer A-235/2015 vom 26. Mai 2014 

E. 4.3.1). Leistungspflichtig für die zu Unrecht nicht erhobene Abgabe ist, 

«wer in den Genuss des unrechtmässigen Vorteils gelangt ist, insbeson-

dere der zur Zahlung der Abgabe Verpflichtete» (Art. 12 Abs. 2 VStrR; zum 

Ganzen: Urteil des BVGer A-4510/2018 vom 20. Mai 2019 E. 4.4 m.w.H.). 

Zu den Nachleistungspflichtigen in diesem Sinne gehören rechtspre-

chungsgemäss insbesondere jene Personen, welche dem Kreis der Zoll-

schuldner gemäss Art. 70 ZG entsprechen (vgl. vorangehend E. 2.2), denn 

sie gelten ipso facto als durch die Nichtbezahlung der Abgabe bevorteilt 

(vgl. statt vieler: Urteil des BGer 2C_420/2013 vom 4. Juli 2014 E. 3.3 f.; 

zum Ganzen: Urteil des BVGer A-5320/2018 vom 26. August 2019 E. 4.4). 

5.  

Im vorliegenden Fall geht es um die Klärung der Frage, ob die Beschwer-

deführerin den gegenständlichen Reisecar pflichtwidrig nicht zollrechtlich 

angemeldet bzw. keine Einfuhrabgaben darauf entrichtet hat. 

5.1 Die Beschwerdeführerin macht in der Hauptsache geltend, dass – ent-

gegen den Darlegungen der Vorinstanz – mit dem in Frage stehenden   

Reisecar (vgl. Sachverhalt Bst. A.b) zwischen dem 13. und 17. November 

2018 keine verbotene Binnenfahrt durchgeführt worden sei. Damit sei we-

der Zoll noch Einfuhrmehrwertsteuer geschuldet. In diesem Sinne sei der 

Sachverhalt unrichtig festgestellt worden. Die Tour habe am Zürcher Flug-

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Seite 12 

hafen gestartet und habe über Bülach und Eglis nach Schaffhausen ge-

führt, wobei in Lottstetten und Jestetten deutsches Staatsgebiet durchquert 

worden sei. Bereits durch diesen Umstand handle es sich beim Transport 

der thailändischen Reisegruppe nicht um eine Inlandsfahrt. Im Zweifelsfall 

seien der Fahrer oder der Reiseleiter zur gewählten Route nochmals zu be-

fragen. Darüber hinaus hätte die Fahrt nicht in Luzern, sondern in Mailand 

enden sollen. Es sei vorgesehen gewesen, dass 16 der 30 Teilnehmer die 

Reise mit dem betreffenden Reisecar nach Italien fortsetzen. Die Aufteilung 

der Gruppe sei auch durch die Geschäftsführerin der Beschwerdeführerin 

anlässlich der Einvernahme vom 28. November 2018 bestätigt worden. Da-

rauf ist wie folgt einzugehen: 

In Bezug auf die ihr vorgeworfene Binnenfahrt (Kabotage) verkennt die Be-

schwerdeführerin, dass die von ihr beschriebene Route vom Zürcher Flug-

hafen nach Schaffhausen, selbst wenn dabei kurz das Ausland durchquert 

worden ist, abgaberechtlich nicht ausschliesst, dass es sich bei der Tour 

der thailändischen Reisegruppe zwischen dem 13. und 16. November 

2018 um eine Binnenfahrt gehandelt hat. Wie in Erwägung 3.1.6 dargelegt, 

gilt als «Binnenverkehr» gemäss anwendbarem Istanbul Übereinkommen 

die Beförderung von Personen oder Waren, die im Gebiet der vorüberge-

henden Verwendung aufgenommen oder eingeladen und auch innerhalb 

dieses Gebietes wieder abgesetzt oder ausgeladen werden. Dass dies im 

vorliegenden Fall geschehen ist, steht ausser Frage. Denn selbst wenn es 

– wie von der Beschwerdeführerin behauptet – zutreffen würde, dass ein 

Teil der Reisegruppe mit dem betreffenden Reisecar nach Mailand hätte 

weiterfahren sollen, ist die Kabotage jedenfalls in Bezug auf den Teil der 

Reisegruppe, welcher – wie vorgängig geplant – nicht nach Mailand wei-

tergereist ist, im vorliegenden Fall gegeben. Diese Personen wurden näm-

lich in Zürich aufgenommen und nach mehrtägiger Rundreise innerhalb der 

Schweiz in Luzern abgesetzt. Damit ist der Tatbestand der unzulässigen 

Inlandfahrt erfüllt. Nichts daran ändert der Umstand, dass diese Personen 

offenbar von einem schweizerischen Busunternehmen von Luzern zurück 

nach Zürich gebracht worden sind, von wo aus sie die Rückreise nach Thai-

land angetreten haben. Insofern kann auf eine weitere Befragung des Fah-

rers und/oder Reiseleiters in antizipierter Beweiswürdigung (E. 1.5.2) ver-

zichtet werden. Ebenso braucht auf die Ausführungen der Beschwerdefüh-

rerin zur weiteren Fahrtroute und den Details zum Vorgang der geltend ge-

machten Gruppenaufteilung nicht weiter eingegangen zu werden. Als für 

die Beurteilung des vorliegenden Falles nicht relevant erweist sich im Üb-

rigen auch die Frage, ob es die Beschwerdeführerin oder – wie von ihr 

geltend gemacht – ein anderer, mit ihr kooperierender Reiseveranstalter 

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Seite 13 

war, welcher das erwähnte schweizerische Busunternehmen mit der Fahrt 

von Luzern nach Zürich beauftragt hat.  

5.2 Dass die Beschwerdeführerin vor der ersten Einfuhr des betreffenden 

Reisecars bei der EZV eine Bewilligung für die zollfreie vorübergehende 

Verwendung von ausländischen Beförderungsmittel für Binnentransporte 

eingeholt hätte, wurde weder geltend gemacht, noch geht dergleichen aus 

den Akten hervor (vgl. dazu E. 3.2.3). 

5.3 Vorliegend wurde der für einen Inlandtransport genutzte Reisecar nicht 

zur Verzollung angemeldet, obwohl dieser spätestens im Zeitpunkt der 

Durchführung des Inlandtransports der allgemeinen Zollpflicht unterlag 

(E. 2.1, E. 3.2.3). Durch die Nichtverzollung wurde damit ein unrechtmäs-

siger Vorteil erlangt. Damit ist der objektive Tatbestand der Zollwiderhand-

lung erfüllt (E. 4.1) und somit die Nachleistungspflicht für Zollabgaben und 

Einfuhrmehrwertsteuer nach Art. 12 Abs. 1 VStrR gegeben (E. 4.3). Als un-

bestrittenermassen zum Kreis der Zollschuldner gehörende Person durch 

die Grenzüberschreitung des Reisecars ins Zollinland hat die Beschwerde-

führerin ohne weiteres auch als subjektiv nachleistungspflichtig für die frag-

lichen Abgaben zu gelten (E. 2.2 i.V.m. E. 4.3). 

5.4 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerde-

führerin, als subjektiv abgabepflichtige Person, auf den in Frage stehenden 

Reisecar unrechtmässig keine Einfuhrabgaben entrichtet hat. Rechnerisch 

ist die Nachforderung nicht bestritten. Nach dem Gesagten ist die Be-

schwerde abzuweisen. 

6.  

6.1 Ausgangsgemäss hat die unterliegende Beschwerdeführerin die Ver-

fahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 3'000.-- 

festzusetzen (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE; SR 173.320.2]), wobei der einbezahlte Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe zur Bezahlung dieser Kosten zu verwenden ist. 

6.2 Eine Parteientschädigung ist entsprechend nicht zuzusprechen (vgl. 

Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie 

Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

  

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Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.-- werden der Beschwerdeführerin 

auferlegt. 

3.  

Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Marianne Ryter Zulema Rickenbacher 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

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mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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