# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43c57768-78f5-5072-9736-62903d5891e0
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.08.2020 I 2020 27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-27_2020-08-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 27

Entscheid vom 11. August 2020 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
verbeiständet durch B.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenherabsetzung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1968) wurde am 13. Januar 1971 bei der IV-
Stelle aufgrund eines Geburtsgebrechens Nr. 387 (Angeborene Epilepsie; vgl. 
Verordnung über Geburtsgebrechen [GgV; SR 831.232.21] vom 9.12.1985, An-
hang XV) zum Leistungsbezug für Minderjährige angemeldet (IV-act. 2). Mit Ver-
fügung vom 23. Februar 1971 wurden die Kosten der notwendigen medizinischen 
Massnahmen zur Behandlung übernommen (IV-act. 5).

Ab 1975 bis 1985 besuchte A.________ die Sonderschule (IV-act. 9f. und 24ff.). 
Anschliessend absolvierte sie bis 1987 eine zweijährige Anlehre als Haushalthilfe 
(IV-act. 34ff.). Nachdem sie im Garten bessere Leistungen erbrachte als im 
Haushalt, konnte sie ab August 1987 in der Gärtnerei C.________ eine Anlehre 
als Gärtnereigehilfin beginnen (IV-act. 43f.), welche sie im August 1989 absch-
liessen konnte (IV-act. 55). Anschliessend arbeitete sie im Restaurant 
D.________ im Bereich Garten- und Umgebungsarbeiten sowie im Restaurant 
mit Handreichungen (IV-act. 55). Ab Oktober 1990 arbeitete A.________ 
während 15 Jahren als Reinigungskraft und Küchenhilfe im F.________ (bei ei-
nem Bruttolohn zu Beginn von Fr. 950.-- monatlich und bei einem 100% Pensum, 
wobei der Lohn ohne Gesundheitsschaden Fr. 1'800.-- betragen hätte; IV-act. 61, 
63, 102). In der Folge arbeitete sie ab 2006 bei der K.________ (für monatlich 
rund Fr. 575.--; IV-act. 102-3/3). 

Per 1. Januar 2006 verlegte A.________ ihren Wohnsitz in den Kanton Schwyz 
(vom Wohnsitz der Mutter in eine eigene Wohnung mit einer neuen Beiständin).

B. Am 8. Februar 1988 meldete die Mutter (als Beiständin) A.________ bei 
der IV-Stelle zum Leistungsbezug für Erwachsene an (IV-act. 49). Mit Verfügung 
vom 8. November 1989 wurde A.________ bei der Diagnose: "Epilepsie - GG 
387 / Entwicklungsrückstand / Sprachgebrechen" eine ganze Invalidenrente zu-
gesprochen (IV-act. 57f.). Diese Rentenzusprache wurde im Rahmen der regel-
mässigen Rentenrevisionen jeweils bestätigt bei stationärem Gesundheitszu-
stand; zuletzt am 22. Juni 2010 (vgl. IV-act. 66, 73, 87, 96, 109).

C. Am 27. Mai 2016 meldete Dr.med. E.________ (FMH Psychiatrie und Psy-
chotherapie, FMH Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Systemi-
sche Therapie und Supervision) der IV-Stelle telefonisch (nachdem er am 
6.6.2014 als nachbehandelnder / neuer Psychiater von A.________ die IV-Akten 
zur Einsicht verlangt hat, vgl. IV-act. 112), dass er bei A.________ Eingliede-
rungspotential im ersten Arbeitsmarkt sehe und eine IV-Revision eingeleitet wer-
den solle (IV-act. 122). Zudem reichte Dr.med. E.________ einen ausführlichen 
Arztbericht ein (IV-act. 129f.).

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D. In der Folge erachtete die IV-Stelle eine polydisziplinäre medizinische Un-
tersuchung als nötig, was A.________ mit Schreiben vom 23. Dezember 2016 
mitgeteilt wurde (IV-act. 132). Nachdem A.________ mit Schreiben vom 4. Janu-
ar 2017 Ergänzungsfragen stellte (IV-act. 135), wurde der Begutachtungsauftrag 
der Gutachterstelle L.________ zugelost (IV-act. 136). Das per 14. Juli 2017 da-
tierte L.________-Gutachten ging am 17. Juli 2017 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 
143). Am 20. Oktober 2017 erfolgte die Stellungnahme der RAD-Ärztin 
M.________ (Allgemeinmedizin) (IV-act. 148-3f./4).

E. Am 22. Januar 2018 wurde A.________ im Rahmen der eingliederungsori-
entierten Rentenrevision zu einem Gespräch betreffend Wiedereingliederung 
eingeladen (IV-act. 150), welches am 12. Februar 2018 erfolgte (Vi-act. 151). 
Nachdem die Berufsberatung ergeben hat, dass A.________ zurzeit keine Aus- 
oder Weiterbildung machen möchte (vom Wunsch, eine 2-jährige Ausbildung zur 
Kinderbetreuerin zu machen, sah A.________ ab, nachdem der dafür notwendi-
ge Multicheck EBA zu schwierig für sie war, vgl. IV-act. 151), sondern lieber sel-
ber eine Beschäftigung, "die besser zu ihr passt", suchen wollte, wurde die Be-
rufsberatung abgeschlossen. Dies wurde A.________ mit Schreiben vom 5. De-
zember 2019 mitgeteilt und ihr gleichzeitig die Möglichkeit geboten, sie im Rah-
men der eingliederungsorientierten Rentenrevision bei der Stellensuche zu un-
terstützen. Sie hätte sich bis am 19. Dezember 2019 bei der IV-Stelle melden 
können, wenn sie an einer Unterstützung durch die Berufliche Integration inter-
essiert gewesen wäre, andernfalls ihr die Prüfung einer Herabsetzung der IV-
Rente in Aussicht gestellt wurde (IV-act. 153). A.________ oder ihr Beistand 
meldeten sich innert dieser Frist nicht (IV-act. 155-3/4).

F. Mit Vorbescheid vom 13. Januar 2020 kündigte die IV-Stelle an, die bishe-
rige ganze Rente auf eine Viertelsrente herabzusetzen (IV-act. 156-1/5). Mit Ver-
fügung vom 26. Februar 2020 wurde die bisherige ganze Rente per 1. April 2020 
auf eine Viertelsrente herabgesetzt. Einer Beschwerde gegen diese Verfügung 
wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (IV-act. 158f.). 

G. Gegen diese am 27. Februar 2020 eingegangene Verfügung reichte der 
Beistand von A.________ rechtzeitig am 26. März 2020 beim Verwaltungsgericht 
Beschwerde ein mit dem sinngemässen Antrag, die Herabsetzung der bisher 
ganzen IV-Rente auf eine Viertelsrente aufzuheben.

Mit Vernehmlassung vom 15. Mai 2020 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde 
sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

Am 29. Juli 2020 reichte der Beistand der Beschwerdeführerin noch weitere Un-
terlagen ein.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 
(IVG; SR 831.20) vom 19. Juni 1959 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 gilt als Invalidität die durch einen körperlichen 
oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 7 
Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich-
tigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist.
Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

1.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 
sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

1.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

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1.4.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin erheblich, wird die 
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend 
erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur 
Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Anspruch zu beeinflussen. Rechtsprechungsgemäss ist die 
Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des 
Gesundheitszustands revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen 
Gesundheitszustands erheblich verändert haben oder eine wesentliche 
Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) 
Sachverhalts eingetreten ist (vgl. Bundesgerichtsurteil 8C_591/2019 vom 
23.12.2019 Erw. 2.2 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 144 I 28 Erw. 2.2; BGE 144 I 
21 Erw. 2.2; BGE 130 V 343 Erw. 3.5; BGE 117 V 198). Liegt in diesem Sinne 
ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere 
Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 Erw. 2.3 und Erw. 6.1; BGE 117 V 198 Erw. 
4b).

1.4.2 Das Bundesgericht hat in seiner Rechtsprechung festgehalten, dass in be-
stimmten Fällen eine anspruchswesentliche Verbesserung des Gesundheitszu-
standes nicht direkt zur Aufhebung der Rentenleistungen führen darf. Wenn die 
Herabsetzung oder Aufhebung einer IV-Rente eine versicherte Person betrifft, 
die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezo-
gen hat, darf die Verwaltung die versicherte Person nach höchstrichterlicher 
Rechtsprechung nicht auf den Weg der Selbsteingliederung verweisen, ohne die 
Verwertbarkeit der wiedergewonnenen Arbeitsfähigkeit konkret zu prüfen und 
gegebenenfalls eine berufliche Eingliederungsmassnahme an die Hand zu neh-
men. Vielmehr gesteht das Bundesgericht den über 55-jährigen Versicherten und 
den langjährigen Rentenbezügern (über 15 Jahre) zu, dass ihnen (entweder auf-
grund des fortgeschrittenen Alters, oder wegen der langen Rentendauer) die 
Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (BGE 145 V 209 Erw. 5.4; Bundes-
gerichtsurteile 8C_80/2020 vom 19.5.2020 Erw. 2.3.2; 9C_68/2015 vom 
24.4.2015 Erw. 2.1 m.w.H.).

1.5 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a).

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1.6.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

1.6.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle Be-
weismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

1.7 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A., Rz. 153; BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

1.8 Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist anzunehmen, wenn die zu-
mutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der aus-
geglichene Arbeitsmarkt (vgl. Art. 7 Abs. 1 und Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 
Erw. 3.1) praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegen-
kommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden ei-
ner entsprechenden Stelle daher von vorneherein als ausgeschlossen erscheint 
(Urteil des Bundesgerichts 9C_898/2017 vom 25.10.2018 Erw. 3.3). 

2. Zum Gesundheitszustand der Versicherten lässt sich den Akten was folgt 
entnehmen.

2.1 Die Rentenzusprache erfolgte ursprünglich gestützt auf einen Arztbericht 
von Dr.med. G.________ (Internist FMH) vom 13. Februar 1971 bei Verdacht auf 
zentroencephale Epilepsie seit ca. Juni 1970 nach einem EEG der R.________ 
welches zwar keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Epilepsie ergeben ha-
be, aber nach der Art der Anfälle habe man es für wahrscheinlich gehalten, dass 
es sich um solche aus dem epileptischen Formenkreis handelte (IV-act. 3). 

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Zudem stellte Dr. S.________ (Kinder- und Jugendpsychologischer Dienst des 
Kantons Schwyz) mit Bericht vom 5. September 1975 einen geistig-seelischen 
Entwicklungsrückstand sowie ein behandlungsbedürftiges Sprachgebrechen fest, 
weshalb eine Sonderschulung als notwendig erachtet wurde (IV-act. 9).

2.2 Anschliessend wurde der Gesundheitszustand der Versicherten über Jahre 
hinweg von den behandelnden Ärzten (nach Durchführung eines EEG) jeweils 
als unverändert bzw. stationär beurteilt (vgl. Dr.med. H.________ [Allgemeine 
Medizin FMH] am 12.11.1982, 19.1.1985, 16.10.1992 und 24.2.2003, IV-act. 20, 
31, 70, 85-1ff./10; Dr.med. I.________ [Spezialarzt für Neurologie FMH] vom 
17.11.1987, 4.12.1990 und 23.10.1992, IV-act. 46, 65, 72; Dr.med. J.________ 
[Allgemeinde Medizin FMH] vom 28.5.2010 und 14.9.2016, IV-act. 105, 127), 
wobei die Arbeitsunfähigkeit jeweils verneint wurde (IV-act. 20, 46, 65, 72).

2.3 Dr.med. I.________ führte in seinem Bericht vom 17. November 1987 zu-
dem aus, dass der Schulbesuch wegen absenzähnlichen Zuständen und Kon-
zentrationsstörungen bei Imbezillität beeinträchtigt sei. Dementsprechend dia-
gnostizierte er eine multifokale Epilepsie sowie Imbezillität. Der Befund lautete 
wie folgt: "unauffälliger Hirnnervenbefund. Intakte Motorik, Koordination und Sen-
sibilität. MER mittellebhaft symmetrisch, keine Pyramidenzeichen. BD 110/70 
mmHg, periphere Gefässe palpabel, keine Strömungsgeräusche über den Karo-
tiden. Neuropsychologisch fällt eine diffuse Hirnleistungsschwäche auf. EEG vom 
18.3.1987: okzipital weit ausgebreitete scharfe Wellen, zum Teil in Sekunden 
dauernden Gruppen. Schlaf-EEG vom 4.5.1987: mehrmaliges Auftreten von epi-
lepsiebeweisenden Potentialen mit wechselndem Maximum." (IV-act. 46; vgl. 
auch IV-act. 65).

2.4 Im Bericht vom 16. Oktober 1992 führte Dr.med. H.________ zur Arbeits-
fähigkeit aus, dass die Versicherte im F.________ als Mithilfe in sämtlichen 
Haushaltsbereichen angestellt sei, wo sie entsprechend ihrem geistig-
intellektuellen Vermögen einen leistungsmässig stark eingeschränkten Einsatz 
erbringen könne. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe im bisherigen Ausmass (IV-act. 
70).

Mit Verlaufsbericht vom 24. Februar 2003 verneinte Dr.med. H.________ eine 
Änderung der Diagnosen, welche jedoch neu wie folgt lauteten (IV-act. 85-1/10):

 Multifokale Epilepsie, seit Frühkindheit bekannt, mit bei:
- Intellektueller Minderbegabung
- St.n. antikonvulsiver Behandlung mit Depakine bis 11/1999

 Adipositas permagna
 St.n. Materialentfernung 2003 bei:

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- St.n. Korrekturosteotomie des li. Radius mit Span-Einlage (vom li. Becken-
kamm) 2002 bei:
Malunion des linken Radius bei St.n. distalen Radiusfraktur loco classico 
links 1996

Der Verlauf und Befund bezüglich Epilepsie und geistigem Defizit sei unverän-
dert. Die antikonvulsive Behandlung sei im November 1999 eingestellt worden. 
Seither seien keine epileptischen Anfälle mehr aufgetreten. Seitens der operati-
ven Behandlung einer Malunion des linken Radius bei St.n. distalen Radiusfrak-
tur loco classico links 1996 sei die Versicherte nur vorübergehend arbeitsunfähig 
gewesen (IV-act. 85-1/10).

2.5 Im Verlaufsbericht vom 14. September 2016 beurteilte Dr.med. J.________ 
den Gesundheitszustand der Versicherten weiterhin als stationär, ohne Änderung 
der Diagnosen und ohne neuen Befunde. Eine Arbeitsfähigkeit wurde verneint 
sowie berufliche Massnahmen und eine ergänzende medizinische Abklärung als 
nicht angezeigt erachtet. Die letzte ärztliche Kontrolle erfolgte am 9. März 2016. 
Zudem führte Dr.med. J.________ aus, dass die Versicherte Betreuung für ad-
ministrative und finanzielle Belange benötige (IV-act. 127).

2.6 Mit Verlaufsbericht vom 31. Oktober 2016 beurteilte Dr.med. E.________ 
den Gesundheitszustand der Versicherten als verbessert. Zudem hielt er die fol-
genden geänderten Diagnosen fest (IV-act. 129):

 F43.2 Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bedingt durch
- die Fehldiagnose Imbezillität,
- starke affektive und erzieherische Verwahrlosung,
- die öffentliche Bevormundung durch die Mutter seit dem Jahre 1987 und
- sexuelle Belästigung durch Arbeitgeber 1990

 Adipositas permagna
 St. nach multifokaler Epilepsie

- St. nach stark sedierender Antiepileptika-Abgabe ab früher Kindheit
- Keine Anfälle mehr seit 1987, keine Antiepileptika seit 1999 

Weiter führte Dr.med. E.________ in seinem Bericht aus, dass die Korrektur der 
Diagnose eine neue Sicht auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten erbringe. Sie 
sei zu 100% arbeitsfähig oder zu 0% arbeitsunfähig und nicht hilflos (gewesen). 
Sie sei normal intelligent, nicht imbezil und hätte schon längst in der ersten Wirt-
schaft arbeiten können. Dafür habe man sie in der K.________, wo sie tätig sei, 
über Jahre missbraucht, indem man ihre intakte Arbeitsfähigkeit genutzt und ihr 
Verantwortung für die Gruppe der Mitarbeiter, in welcher sie arbeite, zugeteilt 
habe. Seiner Meinung nach müsse die IV-Stelle ihr helfen, in der ersten Wirt-
schaft Fuss zu fassen. Sie würde gerne mit Kindern arbeiten, was er ihr durchaus 
zumute. Sie sei fähig, die zweijährige Ausbildung zur Fachfrau für Betreuung zu 
absolvieren. Die Versicherte benötige berufliche Massnahmen. Die Versicherte 

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werde von Dr.med. E.________ seit März 2014 ambulant psychiatrisch betreut. 
Sie sei ein Opfer ihrer Familie, der Vormundschaftsbehörde und der IV-Stelle und 
brauche psychiatrische Hilfe, diese Geschichte zu verarbeiten (IV-act. 129).

2.7 Die RAD-Ärztin stellte am 20. Dezember 2016 fest, dass der Fall ganz neu 
und umfassend beurteilt werden sollte, damit eine exakte Einschätzung der Ar-
beitsfähigkeit versicherungsmedizinisch erfolgen könne (IV-act. 131-3/3).

2.8.1 Beim MEDAS-Gutachten vom 14. Juli 2017 wirkten folgende Sachverstän-
dige mit (IV-act. 143-48f./52):

Prof. Dr.med. N.________ (Medizinische Leitung)
Dr.med. O.________ (Allgemeine Innere Medizin FMH, zertifizierte medizinische 
Gutachterin SIM)
Prof. Dr.med. P.________ (Neurologie)
Dr.med. Q.________ (Psychiatrie und Psychotherapie FMH)
Mag. rer. nat. T.________ (Psychologie, Neuropsychologie)

2.8.2 Diese Gutachter stellten hinsichtlich der Versicherten im Rahmen einer 
Konsensbeurteilung folgende Diagnosen (IV-act. 143-44/52):

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Mit qualitativer Auswirkung:
Leichte kognitive Störung (ICD-10: F06.7) und unterdurchschnittliche Intelligenz 
(Gesamt-IQ: 76)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Adipositas Grad III

2.8.3 In Zusammenfassung aller Teilgutachten kamen die Gutachter gemeinsam 
zum Schluss, die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in der zuletzt ausgeübten 
Tätigkeit (die Versicherte arbeitete zum Zeitpunkt der Begutachtung in einer ge-
schützten Einrichtung, IV-act. 143-45/52, siehe auch Beschwerdeschrift, S. 1) 
sowie jedweder vergleichbaren Tätigkeit oder in anderen, geistig einfachen und 
gut strukturierten Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarkts sei nicht als limitiert 
anzusehen. Es bestehe eine erhebliche Adipositas, eine unterdurchschnittliche 
Intelligenz und eine leichtgradige kognitive Störung, was die Arbeitsfähigkeit 
weitgehend auf die o.g. Tätigkeiten begrenze. Die Versicherte wünsche sich eine 
Arbeit im ersten Arbeitsmarkt, habe diese auch bereits zuvor erfolgreich aus-
geübt (und nach ihren bei den Gutachtern gemachten Angaben eher aus fami-
liären Gründen aufgegeben), der behandelnde Arzt unterstütze dies und die Indi-
katoren (Selbständigkeit und Selbstversorgung sowie soziale Aktivität im Alltag) 
würden ebenfalls für eine Arbeitsfähigkeit sprechen. Arbeiten mit höherer Ver-
antwortung für Dritte seien ungeeignet. In Betracht kämen also v.a. Arbeiten an 
Produktionslinien oder anderen einfachen Fertigungen (wie auch derzeit bereits 
ausgeübt) (IV-act. 143-41/52).

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2.9 Mit Stellungnahme vom 20. Oktober 2017 erachtete die RAD-Ärztin das 
MEDAS-Gutachten als nachvollziehbar. Es sei eigentlich ein erfreuliches Ergeb-
nis und eine späte Genugtuung für die Versicherte, welche arbeitswillig sei. Es 
sei sicher gut, der Versicherten beruflich Hand zu bieten. Man dürfe aber nicht 
vergessen, dass die Versicherte bereits 49 Jahre alt sei. Zu einer abschliessen-
den Beurteilung einer IV-relevanten Arbeitsfähigkeit könne es dann nach den 
Eingliederungsbemühungen kommen (IV-act. 148-3f./4).

3.1 Auf ein im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholtes Gutachten ist recht-
sprechungsgemäss abzustellen, wenn nicht konkrete Indizien gegen die Zuver-
lässigkeit der Expertise sprechen (Bundesgerichtsurteil 8C_292/2019 vom 
27.8.2019 Erw. 3.2.2).

3.2 Im konkreten Fall ist die Versicherte umfassend abgeklärt worden. Das vor-
liegende polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 14. Juli 2017 erfüllt die von der 
Rechtsprechung gestellten Anforderungen. Es beruht auf eigenen umfangreichen 
Untersuchungen, eingehender Anamneseerhebung und es setzt sich namentlich 
auch mit den anderen medizinischen Berichten auseinander (vgl. IV-act. 143-
40/52, 143-43/52, 143-46f./52). Die Beurteilung der medizinischen Zusammen-
hänge sowie der medizinischen Situation leuchtet ein. Sodann sind die Schluss-
folgerungen der Sachverständigen hinreichend begründet.

3.3 Die Ausführungen im MEDAS-Gutachten stimmen mit den Ausführungen 
des die Versicherte behandelnden Psychiaters überein. Der Hausarzt der Versi-
cherten, welcher in seinem Bericht vom 14. September 2016 noch immer an den 
bisherigen Diagnosen festhält, begründet seine Beurteilung nicht weiter, insbe-
sondere lässt er unbegründet, weshalb die Versicherte neu zu 0% arbeitsfähig 
sein soll, nachdem dies bisher nie geltend gemacht wurde (vgl. IV-act. 127). Die 
Beurteilung des Hausarztes vermag somit das MEDAS-Gutachten, welches ge-
stützt auf eingehenden Untersuchungen und Beurteilungen erfolgte (vgl. vorste-
hende Erw. 3.2), nicht in Zweifel zu ziehen.

3.4 Soweit in der Beschwerde geltend gemacht wird, die Vorinstanz stütze ihre 
Verfügung auf ein drei Jahre altes Gutachten, so vermag dieses Vorbringen im 
konkreten Fall an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit des MEDAS-Gutachtens 
nichts zu ändern.

Nach Eingang des MEDAS-Gutachtens bei der Vorinstanz am 17. Juli 2017 wur-
de es der RAD-Ärztin vorgelegt, welche das Gutachten am 20. Oktober 2017 als 
nachvollziehbar beurteilte. Daraufhin leitete die Vorinstanz die eingliederungsori-
entierte Rentenrevision ein und lud die Versicherte zu einem Gespräch zur Wie-

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dereingliederung bzw. zur Berufsberatung ein, welches am 12. Februar 2018 
stattfand. Nachdem die Versicherte den Wunsch äusserte, die zweijährige Aus-
bildung zur Kinderbetreuerin zu absolvieren, vereinbarten die Berufsberaterin 
und die Versicherte, dass letztere den Multicheck EBA machen und an verschie-
denen Orten schnuppern solle. Eine Schnupperstelle konnte jedoch (von der Vor-
instanz) nicht auf Anhieb gefunden werden. Zudem teilte die Versicherte der Be-
rufsberaterin trotz mehrmaliger Rückfragen erst am 22. Oktober 2019 mit, dass 
sie den Multicheck EBA versucht, ihn jedoch nicht geschafft habe, weil die Fra-
gen zu schwierig gewesen seien. Die Versicherte wollte daraufhin die Berufsbe-
ratung abschliessen und versuchen, eine Beschäftigung zu finden, die besser zu 
ihr passe. In der Zwischenzeit hat die Versicherte bei der K.________ per Ende 
August 2019 gekündigt und sich an verschiedenen Orten beworben (vgl. Beila-
gen zum Schreiben des Beistandes an das Verwaltungsgericht vom 29.7.2020). 
Per Ende Oktober 2019 konnte sie bei der U.________ als Kantinenmitarbeite-
rin/Industriemitarbeiterin beginnen (geschützte Arbeitsstelle). Vor Erlass des 
Vorbescheids bot die Vorinstanz der Versicherten mit Schreiben vom 5. Dezem-
ber 2019 die Möglichkeit, sie im Rahmen der eingliederungsorientierten Renten-
revision bei der Stellensuche zu unterstützen. Auf dieses Angebot ging die Versi-
cherte nicht ein.

Daraus ergibt sich, dass die Vorinstanz nach Erhalt des MEDAS-Gutachtens un-
mittelbar mit Eingliederungsbemühungen begonnen hat. Nachdem diese Einglie-
derungsbemühungen (auch mangels Mitwirkung der Versicherten) erfolglos ver-
liefen, hat die Vorinstanz gestützt auf das Gutachten einen neuen Einkommens-
vergleich vorgenommen. Die Versicherte bzw. ihr Beistand macht vorliegend 
nicht geltend, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten seit Erstellung 
des Gutachtens verschlechtert hat. Auch lässt sich das den vorliegenden IV-
Akten nicht entnehmen. Vielmehr hält der Beistand in der Verwaltungsgerichts-
beschwerde fest, dass die Versicherte in den Bereichen Lebensführung und Ad-
ministration auch in den letzten drei Jahren weitere Fortschritte hin zur Selbstän-
digkeit gemacht hat und jetzt ihre Krankenkassenadministration oder die Steu-
ererklärung weitgehend selbständig und in eigener Regie erledigt.

Die Vorinstanz hat somit zu Recht auf das MEDAS-Gutachten vom 14. Juli 2017 
abgestellt.

4.1 Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte aufgrund einer Epilepsie sowie 
eines geistig-seelischen Entwicklungsrückstands und eines behandlungsbedürf-
tigen Sprachgebrechens (vgl. vorstehende Erw. 2.1). In der kinder- und jugend-
psychologischen Beurteilung von Dr. S.________ vom 5. September 1975 wurde 
die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Versicherten als vermindert (bei einem IQ 

12

von 71) beurteilt (IV-act. 9-2/3). In den anschliessenden Rentenrevisionen wur-
den jeweils Verlaufsberichte der behandelnden Ärzte eingeholt, welche den Ge-
sundheitszustand grundsätzlich als unverändert bzw. stationär beurteilten. In ei-
nem Arztbericht von Dr.med. G.________ vom 19. Juni 1976 wurde die Wirkung 
des antikonvulsiven Medikamentes als relativ stark sedierend beschrieben, wobei 
die Dosis aufgrund der Anfälle noch erhöht werden musste (IV-act. 11-2/2; vgl. 
auch IV-act. 19, erneute Erhöhung). Insbesondere aufgrund des Verlaufs der 
Epilepsie mit deutlich einschränkendem Einfluss auf die Leistungsfähigkeit der 
Versicherten unterstützte die Vorinstanz mit Bericht vom 26. Oktober 1987 die 
Gärtnerei-Anlehre (IV-act. 45). Ab November 1987 kam die Diagnose Imbezillität 
(mittelgradige Intelligenzminderung [IQ 35-49], heute i.d.R. als geistige Behinde-
rung bezeichnet; Reuter, Springer Lexikon Medizin, 2004, S. 1005) hinzu (vgl. 
vorstehende Erw. 2.3). 

4.2 Aus den Akten ergibt sich, dass die Versicherte seit November 1999 keine 
antikonvulsiven Medikamente mehr einnimmt, und dass es seit 1987 zu keinen 
epileptischen Anfällen mehr gekommen ist. Sodann haben die MEDAS-Gutachter 
festgestellt, dass die Versicherte einen Gesamt-IQ von 76 aufweist, was die An-
nahme einer jetzt bestehenden mittelgradigen Intelligenzminderung (Imbezillität) 
nicht unterstützt. 

Gemäss MEDAS-Gutachter lässt sich retrospektiv nicht hinreichend beurteilen, 
ob zuvor, u.a. auch im Rahmen des Anfallsleidens und dessen Behandlung, an-
dere Bewertungen (IQ-Wert) erfolgt sind, ggf. auch zeitlich eingegrenzt, und be-
gründet waren (IV-act. 143-47/52). Ob es sich um eine Fehldiagnose handelte, 
wie der behandelnde Psychiater geltend macht, lässt sich rückblickend somit 
nicht mehr ohne weiteres feststellen. Diese Frage kann jedoch vorliegend offen 
bleiben, zumal es zumindest bezüglich der Epilepsie seit der ursprünglichen Ren-
tenzusprache zweifelsohne und unbestritten zu einer Verbesserung des Ge-
sundheitszustands der Versicherten gekommen ist. Zudem bejahen der behan-
delnde Psychiater und die MEDAS-Gutachter eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit auf 
dem 1. Arbeitsmarkt, ohne Leistungseinbusse. Einzig die in Frage kommende 
Arbeit beschränkt sich auf geistig einfache und gut strukturierte Tätigkeiten des 
allgemeinen Arbeitsmarktes.

4.3 Somit ist die Rentenrevision gestützt auf Art. 17 ATSG zu Recht erfolgt, 
was vorliegend grundsätzlich unbestritten ist. Zudem hat die Vorinstanz vor Kür-
zung der IV-Rente, wie bereits ausgeführt (vgl. vorstehende Erw. 3.4) ein Ein-
gliederungsverfahren mit Berufsberatung und Arbeitsvermittlung durchgeführt 
bzw. angeboten. Obwohl die Versicherte bei der Berufsberatung anfänglich sehr 
motiviert war, hat sie sich anschliessend nicht mehr an die Abmachungen gehal-

13

ten bzw. ist sie auf das Angebot der Arbeitsvermittlung gar nicht mehr eingegan-
gen und sie hat auf eigene Initiative versucht, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt 
zu finden, was ihr (nach der Aktenlage) bisher jedoch noch nicht gelungen ist.

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen setzt jedoch einen Eingliede-
rungswillen bzw. eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraus. Fehlt es daran, 
so entfällt der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, ohne dass zunächst 
ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren durchgeführt werden müsste (vgl. Bundes-
gerichtsurteile 8C_569/2015 vom 17.2.2016 Erw. 5.1; 8C_726/2015 vom 
19.1.2016 Erw. 3.3; 9C_559/2012 vom 27.11.2012 Erw. 5; VGE I 2018 96 vom 
18.1.2019 Erw. 6.2). Die Vorinstanz hat somit zu Recht einen neuen Einkom-
mensvergleich bei neuer Beurteilung der Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit vorge-
nommen (vgl. dazu nachfolgende Erw. 6.1ff.).

5.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird vorwiegend geltend gemacht, 
dass die Versicherte in den letzten drei Jahren erfolglos versucht habe, im ersten 
Arbeitsmarkt eine Anstellung zu finden, wobei der ausgebliebene Erfolg nicht nur 
mit den eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten der Versicherten zu tun habe, 
sondern im Wesentlichen mit den realistischen Möglichkeiten, die der erste Ar-
beitsmarkt heute anbiete. Damit wird insbesondere die Verwertbarkeit der Ar-
beitsfähigkeit der Versicherten (welche grundsätzlich nicht bestritten wird) gerügt.

5.2 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielba-
re Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, 
wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind. Zu berücksichtigen ist u.a., 
dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze um-
fasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem Ent-
gegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Bundesgerichtsur-
teil 9C_922/2013 vom 19.5.2014 Erw. 3.5.2 m.w.H.).

Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf 
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbe-
sondere kann von einer Arbeitsgelegenheit dort nicht gesprochen werden, wo die 
zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) praktisch nicht kennt, oder dass sie 
nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeit-
gebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum 
Vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts I 45/06 vom 5.3.2006 Erw. 4.2.3 mit Hinweisen; vgl. auch Bun-
desgerichtsurteil 9C_941/2012 vom 20.3.2013 Erw. 4.1.1).

14

5.3 Verneint hat das Bundesgericht die Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit et-
wa bei einem 55-jährigen Versicherten, welcher seit Geburt an einer leichten In-
telligenzminderung (ICD-10 F70) im untersten Bereich litt (bei einem weit unter-
durchschnittlichen Gesamtleistungsniveau und einem Gesamt-IQ von 51), der die 
Schulzeit an Sonderschulen verbrachte und keinerlei Ausbildung absolvierte. Das 
beschriebene Zumutbarkeitsprofil war nicht nur hinsichtlich der in Frage kom-
menden Tätigkeiten (kognitiv einfachste, repetitive, manuelle Hilfs- bzw. Routine-
arbeiten), sondern auch in Bezug auf die zu beachtenden Rahmenbedingungen 
(hohe Konstanz der Arbeitsabläufe, kein Zeit- oder Arbeitsdruck, verständnisvol-
les Team) sehr einschränkend. Hinzu kam die Notwendigkeit einer engen Beglei-
tung bzw. Führung des Versicherten - welcher bei einer vollschichtigen Arbeits-
fähigkeit ein Rendement von 50% aufwies - mit entsprechend hohem (zeitlichen) 
Aufwand für den Arbeitgeber. Des Weiteren war zu beachten, dass der Versi-
cherte in Überforderungssituationen - zu einer solchen kam es offenbar schon 
dann, wenn sich ein Arbeitsablauf nur schon leicht veränderte - mit inadäquatem 
bzw. sogar aggressivem Verhalten reagierte, was die potentiellen Einsatzmög-
lichkeiten weiter reduzierte (Urteil Bundesgericht 9C_277/2016 vom 15.3.2017 
Erw. 4.2.3 und 4.3).

Auch verneint wurde die Verwertbarkeit in einem Urteil, bei welchem die Versi-
cherte - nebst den sehr ungünstigen psychosozialen Verhältnissen - aufgrund der 
bereits früh dokumentierten unterdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten (bei 
einem Gesamt-IQ von 81), der allgemeinen Lernschwäche mit vermuteter kon-
genitaler Dyskalkulie sowie verschiedener somatischer Beschwerden (v.a. Epi-
lepsie mit Grandmal-Anfällen, massive Adipositas mit stark eingeschränkter Mo-
bilität und orthopädischen Folgeschäden), welche über Jahre andauerten, bis 
dahin nicht in der Lage war, hinreichende berufliche Kenntnisse zu erwerben. Die 
Annahme der Vorinstanzen, die Versicherte könne bei dieser Ausgangslage ein 
rentenausschliessendes Einkommen auf dem ersten Arbeitsmarkt erzielen, liess 
die besonderen Umstände dieses Falles sowie die Auswirkungen der seit Ende 
der Schulzeit bestehenden, langjährigen Arbeitsabstinenz zu Unrecht ausser Be-
tracht. Die Versicherte war zeitlebens noch nie in einen Arbeitsprozess integriert, 
konnte somit auf keinerlei berufliche Erfahrungen zurückgreifen und war emotio-
nal-belastungsmässig sowie körperlich erheblich dekonditioniert bzw. einge-
schränkt (Urteil Bundesgericht 9C_291/2013 vom 25.2.2014 Erw. 4.2).

Die Verwertbarkeit bejaht wurde bei einer Versicherten, die aufgrund einer Epi-
lepsie gemäss einem Testverfahren deutlich reduzierte Leistungsfähigkeiten 
aufwies. Zudem ging man von einer (immerhin) innerhalb des unteren Normbe-
reichs liegenden kognitiven Leistungsfähigkeit mit Schwächen bei generativen 
Funktionen (Verlangsamung), der Integration und Strukturierung komplexer In-

15

formationen sowie im Bereich der Aufmerksamkeit/Konzentration aus. Dieses 
Gesamtbild wurde vom Arbeitgeber des ersten Arbeitsmarktes ebenfalls beob-
achtet, aber die tatsächlichen Auswirkungen der Beeinträchtigung wurden nicht 
als (nachhaltig) die Arbeitsfähigkeit als Hauswirtschaftshilfe mindernd bezeich-
net. Die Versicherte erzielte demnach auch einen der Leistung entsprechenden 
Lohn von Fr. 50'147.-- jährlich (Urteil Bundesgericht 8C_119/2008 vom 22.9.2008 
Erw. 6.3.1).

5.4.1 Im neuropsychologischen Teilgutachten wurde zusammenfassend festge-
halten, dass bei der Versicherten kognitive Störungen anamnestisch nicht be-
schrieben wurden und biographisch von einem eher niedrigen Bildungsniveau 
auszugehen sei. Der bei der Begutachtung erhobene klinische Befund sei ohne 
Anhalt für eine kognitive Beeinträchtigung gewesen. Die Versicherte sei wach, 
orientiert, attent, eloquent, mnestisch und in der Auffassung sicher gewesen und 
sei im Verlauf nicht ermüdet. Die testpsychologische Erhebung habe unterdurch-
schnittliche Leistungen bezüglich der Reaktionsbereitschaft, der geteilten Auf-
merksamkeit, dem Sprachverständnis und der geistigen Flexibilität erbracht. Die 
kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit und das wahrnehmungsgebundene logi-
sche Denken hätten sich grenzwertig durchschnittlich gezeigt. Die verbale Lern- 
und längerfristige Merkfähigkeit sei innerhalb der erwarteten Altersnorm gewe-
sen. Das Beschwerdevalidierungsverfahren habe keinen Hinweis für ein verzer-
rendes Antwortverhalten ergeben. Aktenkundig sei ein Entwicklungsrückstand 
beschrieben worden, der zu diversen heilpädagogischen Massnahmen geführt 
habe (Sonderbeschulung, Logopädie). Der erhobene testpsychologische Befund 
stehe im Einklang mit der Krankengeschichte der Versicherten. Eine deutliche 
Minderleistung sei beim Sprachverständnis erhoben worden, was den Gesamt-IQ 
auf ein leicht unterdurchschnittliches Niveau gedrückt habe. Das Ausmass der 
kognitiven Störung sei als leicht zu klassifizieren. Eine kognitive Teilfunktion 
(Sprachverständnis) sei deutlich beeinträchtigt, weitere Teilfunktionen seien zu-
mindest leicht unterdurchschnittlich (Aufmerksamkeit, figural divergentes Den-
ken). In den Bereich Affektivität und Verhalten würden sich im klinischen Befund 
keine Auffälligkeiten zeigen. Anamnestisch sei die Funktionsfähigkeit im Alltag 
nicht eingeschränkt und die Versicherte sei bereits erfolgreich im ersten Arbeits-
markt tätig gewesen, wünsche dies nun auch wieder aufzunehmen. Die erhobe-
nen Befunde seien dabei in geistig einfachen, gut strukturierten und supervidier-
ten Tätigkeiten mit einer vollen Arbeitsfähigkeit vereinbar. In Arbeiten mit darü-
berliegenden Ansprüchen sei die Arbeitsfähigkeit mit maximal 70% einzuschät-
zen (Pensum 100%, Rendement 70%). Aufgaben und Tätigkeiten mit höheren 
kognitiven Anforderungen seien nicht geeignet (IV-act. 143-39f./52).

16

5.4.2 Die Versicherte hat zwei Anlehren, einerseits im Haushaltsbereich und an-
derseits im Gärtnereibereich, absolviert. Im Anschluss an die Gärtnereianlehre 
wurde jedoch festgehalten, dass ein Fortschritt im Arbeitsverhalten nicht erzielt 
werden konnte. Gemäss Bericht der beruflichen Eingliederung vom 24. Juli 1989 
war die Versicherte nur unter Kontrolle und Überwachung zu einer produktiven 
Leistung fähig. Sie habe sehr häufig absenzartige Zustände gezeigt, sich sehr oft 
vergessen und zu träumen begonnen. Sie habe ständig angetrieben und zur Ar-
beit angehalten werden müssen. Ihre Leistung sei ohne ständige Betreuung 
praktisch null gewesen, weshalb der Lehrmeister ihren Leistungslohn auf 
Fr. 500.-- geschätzt habe und eine Eingliederung in der freien Wirtschaft nur in 
einem sehr verständnisvollen Rahmen als möglich erachtete (IV-act. 55-1/2).

Die Versicherte konnte anschliessend für ein Jahr eine Arbeitsstelle in einem Re-
staurant antreten für einen monatlichen Lohn für Fr. 980.-- (inkl. Kost und Logis 
bei einem 100% Pensum; wobei sie ohne Gesundheitsschaden gemäss Anga-
ben des Arbeitgebers Fr. 1'840.-- verdient hätte), wo sie anfänglich im Garten ar-
beitete. Daraufhin stellte der Arbeitgeber fest, dass die Versicherte gerne in einer 
Gruppe arbeitete. Ihre Leistungen seien im Laufe des Jahres immer besser ge-
worden und sie habe sich gut in neue Tätigkeiten einführen lassen, wie Reini-
gungsarbeiten, Hilfsarbeiten in der Küche, Herstellen von Coupes und kalten Tel-
lern etc.. Zudem erachtete der Arbeitgeber die Versicherte als "normaler, als wir 
alle glauben" (IV-act. 62-2f./3).

Danach arbeitete die Versicherte während 15 Jahren beim F.________ als 
Hausangestellte/Küchenhilfe bei einem (anfänglichen) monatlichen Lohn von 
Fr. 950.-- (für ein 100% Pensum, wobei sie ohne Beeinträchtigung Fr. 1'800.-- 
verdient hätte, gemäss Arbeitgeber). Eine Beurteilung ihrer Arbeitsleistung liegt 
nicht in den Akten (das F.________ besteht inzwischen nicht mehr) (IV-act. 63).

Im Jahr 2006 begann die Versicherte auf eigene Initiative im geschützten Rah-
men bei der K.________ zu arbeiten, wo sie lediglich noch einen Lohn von 
Fr. 562.-- erzielte. Sie führte Montagearbeiten aus, arbeitete selten mit Maschi-
nen und mehrheitlich im Sitzen. Ihre Arbeitsweise wurde gemäss Auskunft der 
K.________ als konzentriert und sorgfältig beurteilt (IV-act. 106-4/15). Vom März 
bis Mitte August 2017 konnte die Versicherte im Rahmen des Personalverleihs 
der K.________ bei V.________ (im ersten Arbeitsmarkt) arbeiten, wo sie fertig 
bedruckte Blachen schneiden, falzen und versenden, sowie Schulbücher binden 
und versenden konnte. Der Arbeitgeber sei mit der Leistung zufrieden gewesen. 
Die Versicherte sei zuverlässig, habe aber ein eigenes Arbeitstempo und teilwei-
se ein zwanghaftes Verhalten. Eine fixe Anstellung sei mangels Arbeit nicht mög-
lich. Welchen Einfluss das Verhalten der Versicherten auf den Lohn hätte, lässt 

17

sich den Akten nicht entnehmen. Die Versicherte hat gemäss K.________ auch 
bei W.________ in der Produktion schnuppern können, was jedoch nicht funktio-
niert habe, weil die Versicherte zu wenig konzentriert gewesen sei und sich zu 
stark habe von der Arbeit ablenken lassen. Die Versicherte habe eine spezielle 
Persönlichkeit. Ihr sei Transparenz sehr wichtig und sie habe hohe Erwartungen, 
welche sie leider nicht immer äussere. Die Versicherte führte zudem aus, dass 
sie bei ihren Arbeiten in der K.________ teilweise stundenweise ihre Gruppe lei-
ten könne und feinmotorisch gute Fertigkeiten habe (IV-act. 152-2/4). Per Ende 
August 2019 hat die Versicherte ihre Anstellung bei der K.________ gekündigt 
und erfolglos Stellen im ersten Arbeitsmarkt gesucht (vgl. die vier Absagen in der 
Beilage des Schreibens des Beistandes vom 29.7.2020). Im Anschluss fand sie 
wieder eine Stelle in einem geschützten Betrieb.

5.4.3 Bei dieser Sachlage ergibt sich, dass die volle Arbeitsfähigkeit der Versi-
cherten sowohl dank ihrer Ausbildungen, als auch aufgrund ihrer langjährigen 
Arbeitstätigkeiten (überwiegend im ersten Arbeitsmarkt) und ihren geringfügigen 
Beeinträchtigungen im ersten Arbeitsmarkt (mit einer geistig einfachen und gut 
strukturierten Tätigkeit) verwertbar ist. Hinzu kommt, dass die Versicherte mit 52 
Jahren noch viele Jahre arbeiten kann, wobei sie bis anhin ebenfalls immer ge-
arbeitet hat und arbeiten will.

Nicht bei der Verwertbarkeit, sondern vielmehr beim Einkommensvergleich stellt 
sich die Frage, ob die Versicherte auch in der Lage ist, den bei einer vollen Ar-
beitstätigkeit üblichen Lohn zu erzielen, nachdem dies bisher offensichtlich nicht 
der Fall war. Dabei ist grundsätzlich auch auf das MEDAS-Gutachten abzustel-
len, welches bei einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit auch eine 100%-ige Leistungs-
fähigkeit als möglich erachtet (vgl. dazu jedoch die nachfolgenden Ausführungen 
in Erw. 6.2.3).

6.1 Was den Einkommensvergleich anbelangt, ermittelte die Vorinstanz ein 
jährliches Valideneinkommen von Fr. 83'500.--, gestützt auf das Valideneinkom-
men, welches bei der erstmaligen Rentenzusprache gestützt auf Art. 26 der Ver-
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) vom 17.1.1961 fest-
gelegt und indexiert wurde (vgl. IV-act. 156-2/5). Dazu wird vor Gericht nichts 
eingewendet, weshalb kein Anlass besteht, davon abzuweichen.

6.2.1 Bei der Festlegung des Invalideneinkommens ist der Durchschnittslohn 
gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2018 (Tabelle TA1, 
Total, Kompetenzniveau 1, hochgerechnet nach der Entwicklung des Lohninde-
xes bis 2019, umgerechnet auf 41.7 Arbeitsstunden pro Woche) zu berücksichti-
gen, was - noch ohne Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges - einen 

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Jahresverdienst von Fr. 55'221.60 ergibt (die Vorinstanz hat einen Jahresver-
dienst von 55'045.-- ermittelt, was am vorliegenden Ergebnis jedoch nichts än-
dert). 

Die Vorinstanz gewährte zudem aufgrund der langen Rentenbezugsdauer und 
der langen Abwesenheit im 1. Arbeitsmarkt einen leidensbedingten Abzug von 
10%, woraus ein IV-Grad von 41% resultierte.

6.2.2 Praxisgemäss kann von dem anhand von LSE-Tabellenlöhnen ermittelten 
Invalideneinkommen unter bestimmten Voraussetzungen ein leidensbedingter 
Abzug vorgenommen werden. Dieser soll persönlichen und beruflichen Umstän-
den (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/ Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad) Rechnung tragen, welche negative Auswir-
kungen auf die Lohnhöhe der gesundheitlich beeinträchtigten Person haben kön-
nen. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 
pflichtgemässem Ermessen (vgl. Urteil BGer 8C_552/2017 vom 18.1.2018 Erw. 
4.2) gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25% zu begrenzen 
ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_926/2015 vom 11.4.2016 Erw. 3.3.2 mit 
Hinweis).

6.2.3 Nachdem die Versicherte nicht nur längere Zeit nicht mehr im ersten Ar-
beitsmarkt tätig war (abgesehen von der befristeten Zeit bei V.________), son-
dern gemessen am Lohn auch noch nie eine 100%-ige Leistungsfähigkeit erziel-
te, und bisher auch keine Arbeitstätigkeit in Aussicht hat, bei welcher sie für ihren 
vollschichtigen Einsatz einen angemessenen Durchschnittslohn erhielte, rechtfer-
tigt es sich vorliegend im Sinne einer vermittelnden Lösung, den leidensbeding-
ten Abzug auf 25% zu erhöhen, woraus ein IV-Grad von 50% und somit eine hal-
be IV-Rente resultiert.

Zwar liegt eindeutig eine Verbesserung des Gesundheitszustands der Versicher-
ten vor, allerdings lässt sich den Akten nicht schlüssig entnehmen, weshalb die 
Versicherte trotz ausbleibender Epilepsieanfälle spätestens seit 1999 nicht eine 
höhere Leistungsfähigkeit bzw. einen höheren Lohn (im Bereich der Durch-
schnittslöhne) erreichen konnte (und dies obwohl bei der Tätigkeit im Restau-
rantbetrieb der Arbeitgeber von einer erheblichen Verbesserung des Verhaltens 
und der Arbeitsleistung berichtete). Berücksichtigt man die positiven Ausführun-
gen der aktuellen Arbeitgeber, welche bei der Verwertbarkeit dargelegt wurden 
(vgl. vorstehende Erw. 5.4.2), so ist im Einklang mit dem MEDAS-Gutachten da-
von auszugehen, dass die Versicherte (bezogen auf geistig einfache, gut struktu-
rierte und überwachte Arbeiten) an sich ein Vollzeitpensum ohne wesentliche 
Leistungseinbussen erbringen könnte, allerdings die Umsetzung dieses Leis-

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tungspotentials bei den in Frage kommenden Arbeiten (siehe vorstehend) auf-
grund der konkreten Aktenlage bzw. der Vorgeschichte eine erhebliche Lohnein-
busse erwarten lässt, welche den veranschlagten leidensbedingten Abzug von 
25% rechtfertigt. Mit anderen Worten soll die vorliegende Lösung den Übergang 
von einer bisher ganzen Rente (seit Erreichen der Volljährigkeit) und einem ge-
schützten Arbeitsplatz (in den letzten 15 Jahren) zu einer gekürzten Rente mit 
der Suche eines durchschnittlich entlöhnten Arbeitsplatzes auf dem ersten Ar-
beitsmarkt bei der 52-jährigen Versicherten erleichtern bzw. abfedern.

Sodann ist die Versicherte auf die Ausführungen der Vorinstanz in der Vernehm-
lassung hinzuweisen, wonach sie sich zwecks Gewährung von Arbeitsvermittlung 
weiterhin an die Vorinstanz wenden darf, weil ein entsprechender Anspruch wei-
terhin gegeben ist. Die Arbeitsvermittlung der Vorinstanz vermag die Versicherte 
dabei zu unterstützen, eine Arbeitsstelle zu finden, welche einerseits ihren 
Fähigkeiten entspricht und ihr zusagt sowie andererseits für die erbrachte Arbeit 
bzw. Leistung mit einem angemessenen Durchschnittslohn voll abgegolten wird.

7.1 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde insoweit gutgeheis-
sen wird, als der leidensbedingte Abzug beim Einkommensvergleich auf 25% er-
höht wird, woraus ein IV-Grad von 50% resultiert und somit ein Anspruch auf ei-
ne halbe IV-Rente anerkannt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

7.2 Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten zur Hälfte 
der Vorinstanz und zur Hälfte der Beschwerdeführerin auferlegt. Eine Parteien-
tschädigung entfällt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit im Sinne der Erwägungen gutgeheissen, als 
die angefochtene Verfügung aufgehoben und ein Anspruch auf eine halbe 
IV-Rente (IV-Grad 50%) anerkannt wird. Im Übrigen wird die Beschwerde 
abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und je zur Hälfte der 
Vorinstanz sowie der Beschwerdeführerin auferlegt. Diese Kosten werden 
zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den von der Be-
schwerdeführerin bezahlten Kostenvorschuss (Fr. 500.--) einbehält und die 
Vorinstanz der Beschwerdeführerin noch Fr. 250.-- zu bezahlen hat.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Beistand der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 11. August 2020

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 14. August 2020

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I