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**Case Identifier:** 47f66c25-4535-548c-8a60-f51a6b8513cf
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 14.10.2025 STK 2025 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2025-24_2025-10-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 14. Oktober 2025
STK 2025 24

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin Daniela Pérez-Steiner,
Kantonsrichter Walter Züger, Ilaria Beringer,
Pius Kistler und Annelies Inglin,
Gerichtsschreiberin Antoinette Hürlimann,
a.o. Gerichtsschreiber Halil Sütlü.

In Sachen A.________,
Beschuldigte und Berufungsführerin,
erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Staatsanwaltschaft, 4. Abteilung, Postfach 128, Bahnhofstrasse 4, 
8832 Wollerau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________, 

betreffend Tierquälerei
(Berufung gegen das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Schwyz vom 
14. April 2025, SEO 2024 44);-

hat die Strafkammer,

Kantonsgericht Schwyz 2

nachdem sich ergeben:

A. Mit Strafbefehl vom 4. April 2024 sprach die Staatsanwaltschaft 
A.________ (Beschuldigte) der vorsätzlichen Tierquälerei im Sinne von Art. 26 
Abs. 1 lit. a TSchG schuldig, bestrafte sie mit einer Geldstrafe von 20 Tages-
sätzen zu Fr. 70.00 und einer Busse von Fr. 350.00, wobei der Vollzug der 
Geldstrafe bei einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben und für die zu 
bezahlende Busse im Falle der schuldhaften Nichtbezahlung eine Ersatzfrei-
heitsstrafe von fünf Tagen festgesetzt wurde. Die Verfahrenskosten von 
Fr. 1’040.00 wurden der Beschuldigten auferlegt (Vi-act. 1). Dagegen erhob 
die Beschuldigte Einsprache. Am 27. November 2024 überwies die die 
Staatsanwaltschaft den Strafbefehl als Anklage an die Einzelrichterin am Be-
zirksgericht Schwyz (Vi-act. 2). Der Beschuldigten wird Folgendes vorgewor-
fen:

der vorsätzlichen Tierquälerei
im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 und 2 
TSchG, Art. 6 Abs. 1 TSchG, Art. 3 Abs.  1 und 3 TSchV sowie Art. 5 
Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 und 2 TSchV,

(…)

A.________ bemerkte zu einem unbekannten Zeitpunkt ca. im Juli 2023, 
dass die von ihr an ihrem Wohnort am D.________weg xx gehaltene 
Katze „E.________“ eine Wunde an der Nase hatte. Diese Wunde be-
handelte sie in der Folge, indem sie diese desinfizierte und Ringelblu-
mensalbe auftrug sowie eine Behandlung bei der Katzenhomöopathin 
einleitete. Tatsächlich handelte es sich bei der fraglichen Wunde um ein 
fortschreitendes Krebsgeschwür, ein Plattenepithelkarzinom, welches im 
fortgeschrittenen Stadium weder medizinisch noch paramedizinisch be-
handelbar war. Dieses breitete sich dann auch bis zur Euthanasierung 
der Katze am 26.08.2023 weiter aus, weshalb zu diesem Zeitpunkt die 
seitliche Nasenwand nicht mehr vorhanden war und die Nasenhöhle of-
fen lag.
A.________ bemerkte die Verschlechterung resp. die Vergrösserung der 
Wunde an „E.________s“ Nase, dennoch unterliess sie es, „E.________“ 
einer fachmännischen Untersuchung durch einen Tierarzt zuzuführen, 
womit sie zumindest in Kauf nahmen, dass „E.________“ durch diese er-

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hebliche, sich immer verschlimmernde Verletzung an der Nase und die 
dadurch hervorgerufenen Schmerzen leiden musste und in ihrer Würde 
verletzt war.
Erst auf telefonische Anordnung des Kantonstierarztes der Urkantone 
vom 25.08.2023 wurde „E.________“ dem Tierarzt vorgestellt, wobei ent-
schieden wurde, das Tier umgehend zu euthanasieren. 

Die Hauptverhandlung fand am 9. April 2025 statt (Vi-act. 12). Die Staatsan-
waltschaft beantragte einen Schuldspruch wegen vorsätzlicher Tierquälerei im 
Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG, eine während einer Probezeit von zwei 
Jahren aufgeschobene Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 70.00 und eine 
zu bezahlende Busse von Fr. 350.00 bzw. hierfür einer Ersatzfreiheitsstrafe 
von 5 Tagen im Falle der schuldhaften Nichtbezahlung und die vollständige 
Auferlegung der Kosten zulasten der Beschuldigten (Vi-act. 13). Die Beschul-
digte forderte einen Freispruch unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu-
lasten des Kantons (Vi-act. 14). 

Mit Urteil vom 14. April 2025 erkannte die Einzelrichterin wie folgt:

1. Die Beschuldigte wird schuldig gesprochen der vorsätzlichen Tier-
quälerei gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 
und 2 TSchG, Art. 6 Abs. Abs. 12 TSchG, Art. 3 Abs. 1 und 3 
TSchV und Art. 5 Abs. 1 und 2 TSchV.

2. Für das Vergehen gemäss Ziff. 1 wird die Beschuldigte bestraft mit 
einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 70.00 und einer Ver-
bindungsbusse von Fr. 700.00.

3. a) Der Vollzug der Geldstrafe wird gestützt auf Art. 42 Abs.1 
StGB aufgeschoben. Die Probezeit wird auf 2 Jahre 
bestimmt (Art. 44 Abs. Abs. 1 StGB).

b) Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nichtbezahlung der 
Verbindungsbusse wird auf 10 Tage festgesetzt (Art. 106 
StGB).

4. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:

a) den Untersuchungs- und Anklagekosten von Fr. 2’140.00;

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b) den Gerichtskosten von Fr. 2’000.00 (inkl. Kosten für 
Begründung und Ausfertigung des Entscheids);

trägt die Beschuldigte (Art. 426 Abs. 1 StPO).

Rechnung und Inkasso erfolgen durch das Amt für Justizvollzug 
nach Eintritt der Rechtskraft. 

5.-6. [Rechtsmittel und Zustellung].

B. Gegen dieses Urteil meldete die Beschuldigte fristgerecht bei der Vor-
instanz Berufung an und erklärte nach Erhalt des begründeten Entscheids 
innert Frist folgendermassen Berufung beim Kantonsgericht (KG-act. 1-3):

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 14. April 2025 im Ver-
fahren SEO 2024 44 sei vollumfänglich aufzuheben und die Be-
schuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inkl. MWST zulas-
ten des Bezirkes Schwyz für beide Instanzen.

Im Weiteren beantragte die Beschuldigte die Befragung ihres Ehemannes 
F.________ als Zeugen und der Homöopathin G.________ als Zeugin und 
Sachverständige. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Anschlussberu-
fung und teilte mit, auf persönliches Auftreten vor Gericht zu verzichten (KG-
act. 5). Anlässlich der auf den 14. Oktober 2025 angesetzten Berufungsver-
handlung hielt die Beschuldigte an ihren Berufungs- und Beweisanträgen 
grundsätzlich fest, modifizierte aber ihren Antrag Ziff. 2 dahingehend, dass die 
erstinstanzlichen Kosten und die Entschädigung dem Bezirk Schwyz und die 
zweitinstanzlichen Kosten und die Entschädigung dem Kanton Schwyz aufzu-
erlegen seien (BVP, KG-act. 14).

Das Erkenntnis der Strafkammer des Kantonsgerichts vom 14. Oktober 2025 
wurde den Parteien schriftlich im Dispositiv zugestellt und ihnen gleichzeitig 
angezeigt, dass das Urteil begründet werde;-

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in Erwägung:

1. Gegenstand der Berufung ist der Schuldspruch wegen vorsätzlicher 
Tierquälerei gemäss Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG (angefocht. Urteil Dispositiv-
Ziffer 1), der Straf- und Vollzugspunkt (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 2 und 
3) sowie der Kostenentscheid (angefocht. Urteil Dispositiv-Ziffer 4).

2. a) Nach Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG macht sich strafbar, wer vorsätzlich 
ein Tier misshandelt, vernachlässigt, es unnötig überanstrengt oder dessen 
Würde in anderer Weise missachtet. Objektiv muss eine strafrechtlich relevan-
te Vernachlässigung, Misshandlung oder Überanstrengung mit einer Missach-
tung der Würde des Tieres einhergehen, ansonsten nicht von einer Tierquäle-
rei gesprochen werden kann und allenfalls der Übertretungstatbestand 
von Art. 28 Abs. 1 TSchG zur Anwendung gelangt. Die Begriffe der Würde 
und des Wohlergehens werden in Art. 3 lit. a und b TSchG definiert. Die Wür-
de des Tieres wird missachtet, wenn seine Belastung nicht durch überwiegen-
de Interessen gerechtfertigt werden kann. Eine Belastung liegt vor, wenn dem 
Tier insbesondere Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden, es in 
Angst versetzt oder erniedrigt wird, wenn tiefgreifend in sein Erscheinungsbild 
oder seine Fähigkeiten eingegriffen oder es übermässig instrumentalisiert wird 
(Art. 3 lit. a TSchG). Von einer Missachtung der Würde ist auszugehen, wenn 
das Wohlergehen des Tieres beeinträchtigt ist, weil Schmerzen, Leiden, 
Schäden oder Angst nicht vermieden werden (vgl. Art. 3 lit. b Ziff. 4 TSchG). 
Die Leiden oder Schmerzen eines kranken Tieres brauchen nicht besonders 
stark zu sein. Ob der Tatbestand der Tierquälerei durch Vernachlässigung 
erfüllt ist, beurteilt sich bei der unterlassenen Pflege eines kranken Tieres in 
erster Linie nach dem Krankheitsbild (BGer 6B_811/2018 vom 25. April 2019 
E. 5.1 mit Hinweisen). Die Vernachlässigung setzt eine Pflichtverletzung von 

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einer gewissen Schwere voraus (BGer 6B_145/2024 vom 10. Juli 2024 
E. 2.2.2 mit Hinweisen). 

b) In subjektiver Hinsicht ist für die Strafbarkeit Vorsatz vorausgesetzt, wo-
bei Eventualvorsatz genügt. Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Verge-
hen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, 
wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf nimmt (Art. 12 
Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz ist gegeben, wenn der Täter den Eintritt des 
Erfolgs beziehungsweise die Tatbestandsverwirklichung für möglich hält, aber 
dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, 
sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein. Das Gericht darf 
vom Wissen des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich dem Täter der 
Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn 
als Folge hinzunehmen, vernünftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs 
ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3). Fahrlässig handelt demge-
genüber wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit 
nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist die 
Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach 
den Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist 
(Art. 12 Abs. 3 StGB).

3. a) Nachfolgend ist vorab auf den subjektiven Tatbestand einzugehen. 
Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, die Beschuldigte habe die Verschlechte-
rung resp. Vergrösserung der Wunde bemerkt und somit um den sich ver-
schlechternden Zustand der Katze E.________ gewusst. Ihr sei nicht vorzu-
werfen, dass sie die Wunde selbst nicht als Karzinom erkannt habe. Vielmehr 
sei ihr zur Last zu legen, dass sie trotz deren Vergrösserung nicht eigenstän-
dig einen Tierarzt aufgesucht habe, was auch vor dem Hintergrund, dass die 
Beschuldigte gemäss eigenen Angaben Krankenschwester und damit medizi-
nisch geschult, verwerflich sei. Ihr Vorbringen, E.________ habe nicht unter 

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Schmerzen gelitten, sei angesichts der offenen Wunde, wobei die seitliche 
Nasenwand erkennbar gewesen sei, als Schutzbehauptung zu werten. Ange-
sichts dessen, dass sich die Wunde verschlechtert habe und die homöopathi-
sche Behandlung erfolglos gewesen sei, habe die Beschuldigte damit rechnen 
müssen, dass E.________ Schmerzen und darunter gelitten habe. Aus dem 
unveränderten Verhalten von E.________ habe nicht geschlossen werden 
können, dass keine Schmerzen bestünden. Die Beschuldigte habe um ihre 
Pflichten als Tierhalterin gewusst, was sie anlässlich der Einvernahme 
bestätigt habe. Indem sie trotz der Wunde und in Kenntnis der Diagnose nicht 
eigenständig einen Tierarzt beigezogen habe, habe sie unnötige Leiden und 
Schmerzen bzw. eine Vernachlässigung in Kauf genommen (angefocht. Urteil 
E. 3.2 S. 13 f.).

b) Unbestritten ist, dass die Beschuldigte erst am 14. August 2023 
Kenntnis davon erlangte, dass es sich bei der fraglichen Wunde um ein 
Plattenepithelkarzinom handelte (vgl. U-act. 10.1.01 Rz. 110 f.). Dass sie dies 
bereits vor diesem Datum hätte wissen können und müssen, wirft ihr die 
Anklage nicht vor. Ebenso äussert sich die Anklage nicht dazu, ab welchem 
Zeitpunkt die Beschuldigte, nachdem sie „ca. im Juli 2023“ (vgl. U-act. 10.1.01 
Rz. 61-65, wonach die Beschuldigte „so etwa im Mai“ zum ersten Mal bei 
E.________ eine Verletzung an der Nase, die wie ein Kratzer ausgesehen 
habe und die erste in Rechnung gestellte tierhomöopathische Behandlung 
vom 29. Juni 2024 datiert [U-act. 10.1.04]), eine Wunde an der Nase von 
E.________ entdeckt haben soll, diese spätestens tierärztlich hätte abklären 
sollen und müssen, was dazu geführt hätte, dass die Diagnose bereits vor 
Mitte August festgestanden hätte. Es ist daher ausschliesslich zu klären, ob 
der Beschuldigten die Inkaufnahme einer allfälligen Vernachlässigung (siehe 
dazu nachstehend unter E. 3.f) ab dem Zeitpunkt, nachdem sie E.________ in 
der Praxis H.________ abgeholt hatte, vorgeworfen werden kann. Insbeson-
dere steht also nicht zur Diskussion, ob die Beschuldigte anstelle der von ihr 

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vor dem 14. August 2023 eingeleiteten Massnahmen – also zunächst die Des-
infizierung und Behandlung mit Ringelblumensalbe und alsdann die Konsulta-
tionen einer (Tier-)Homöopathin ab dem 29. Juni 2023 (U-act. 10.1.04) – nicht 
schon dort hätte tierärztlichen Rat in Anspruch nehmen müssen, nachdem 
sich die Wunde gemäss den Aussagen der Beschuldigten zwar mehrfach ver-
änderte, aber nicht abheilte (HVP Fragen 27, 28 und 31; U-act. 10.1.01 
Rz. 73).

c) Die Beschuldigte sagte vor Schranken des Kantonsgerichts wie auch vor 
Vorinstanz aus, ihr sei bei der Abholung von E.________ in der Tierarztpraxis 
lediglich gesagt worden, dass es sich um ein Plattenepithelkarzinom handle, 
nicht aber was zu machen sei (BVP Frage 17; vgl. HVP [Vi-act. 12] Fragen 
51/52). Auf die Frage, weshalb sie nicht nachgefragt habe, gab sie zur Ant-
wort, sie sei sehr aufgeregt gewesen, weil sie plötzlich einen Anruf erhalten 
habe, sie müsse die Katze abholen, jemand habe ihre Katze genommen und 
zum Tierarzt gebracht (BVP Frage 18). Zum Vorhalt, weshalb sie nicht im 
Nachhinein, das heisst, als sie zuhause gewesen sei oder anderntags, nach-
gefragt habe, sagte sie aus, sie habe das Gefühl gehabt, wenn sie in der Pra-
xis nichts sagen würden, sei dies „so ok“ und wenn „die“ nichts sagen würden, 
was man machen müsse, sei es „ok“. Die Wunde sei damals 0.5 cm - 1.0 cm 
gross gewesen; E.________ habe auf die homöopathischen Mittel „immer 
sehr gut“ angesprochen und es habe sich auch immer wieder verbessert (BVP 
Frage 20). Sie habe auch keinen Tierarzt konsultiert, weil E.________ sich 
normal verhalten habe, nach draussen gegangen sei und Mäuse gefangen 
habe (BVP Frage 22). Zuhause habe sie sich wie immer verhalten und sie 
hätten sie auch anfassen können (BVP Frage 26 f.). Sie habe nicht den Ein-
druck gehabt, dass E.________ leide. Sie habe es nicht für nötig gehalten, 
weil sie ja die Tierhomöopathin gehabt habe und sich von ihr gut beraten ge-
fühlt habe (BVP Frage 22). Zur Frage, weshalb gemäss dem Abrechnungsbe-
leg der Homöopathin, nachdem die letzte Behandlung am 11. August 2023 

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erfolgt sei, nach dem 14. August 2023 keine weiteren Leistungen verrechnet 
worden seien bzw. erst wieder am 25. August 2023, gab die Beschuldigte an, 
sie wisse es nicht mehr. Sie möchte aber anfügen, dass die Homöopathin die-
se Wunde gesehen und sie somit gekannt habe. Sie habe auch noch homöo-
pathische Mittel von ihr in Reserve gehabt. Es könne sein, dass sie der 
Homöopathin zwischendurch betreffend die Diagnose noch geschrieben habe, 
in diesem Moment habe sie aber kein anderes Mittel erhalten (BVP Fragen 
35, 36 und 38). 

d) Den Akten ist zu entnehmen, dass I.________ am 17. August 2023 bei 
der Kantonspolizei Schwyz Strafanzeige sowie beim Laboratorium der Urkan-
tone eine Tierschutzmeldung zwecks Prüfung einer umgehenden Beschlag-
nahme der fraglichen Katze deponierte (U-act. 8.1.03). Eine erste telefonische 
Abklärung durch das VdU bei der Tierarztpraxis H.________ wurde am 
21. August 2023 getätigt (U-act. 8.1.04). Am 23. August 2023 erfolgte durch 
Kantonstierarzt J.________ am Wohnort der Beschuldigten eine Tierschutz-
kontrolle. Dem Kontrollbericht und den Zusatz-Notizen Tierschutz-Kontrolle ist 
zu entnehmen, dass die Katze E.________ im Zeitpunkt des Besuchs von 
J.________ draussen unterwegs war. Der Beschuldigten wurde daher aufge-
tragen, dem LABURK Fotos von E.________ zu senden, sobald diese wieder-
kommt, und bis am 17. September 2023 einen tierärztlichen Bericht resp. eine 
Bestätigung betreffend Euthanasie zukommen zu lassen (U-act. 8.1.05). Das 
LABURK erhielt am 25. August 2023 von der Beschuldigten ein aktuelles Foto 
von E.________ (U-act. 8.1.05), worauf durch K.________ veranlasst wurde, 
dass die Beschuldigte die Katze sofort einem Tierarzt vorstellen muss. Die 
Beschuldigte suchte tags darauf die Tierarztpraxis H.________ auf, wo 
E.________ eingeschläfert wurde (U-act. 8.1.06). 

e) Was den Zeitraum vom 23. August 2023, das heisst ab der Tierschutz-
kontrolle bis zum Einschläfern am 26. August 2023 betrifft, hielt sich die Be-

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schuldigte, wie die Verteidigung zu Recht vorbringt (BVP, Plädoyer Verteidi-
gung S. 8 f.), an die Anweisungen des LABURK, so dass ihr in dieser Phase 
eine Inkaufnahme einer Vernachlässigung nicht vorgeworfen werden kann. Es 
bleibt somit der Zeitraum zwischen dem 14. August 2023, also ab Kenntnis 
der Diagnose, bis zur Tierschutzkontrolle am 23. August 2023 zu würdigen. Es 
ist umstritten, was der Beschuldigten anlässlich der Abholung seitens der 
Tierarztpraxis H.________ mitgeteilt wurde (vgl. U-act. 8.1.01 S. 3, wonach 
der Beschuldigten, nachdem diese angegeben habe, E.________ sei in pa-
ramedizinischer Behandlung, eine Euthanasie dringend nahegelegt worden 
sein soll, weil jegliche medizinische bzw. paramedizinische Behandlung obso-
let gewesen sei). Nachdem eine Befragung der damals für E.________ zu-
ständigen Personen der Tierarztpraxis H.________ im Untersuchungsverfah-
ren unterblieb, insbesondere aber angesichts des Zeitablaufs nun nicht mehr 
zu erwarten ist, dass das bei der Übergabe Gesprochene rechtsgenüglich 
rekonstruiert und erstellt werden kann, ist zugunsten der Beschuldigten davon 
auszugehen, dass sie nebst der Diagnose insbesondere keine Empfehlungen 
in zeitlicher Hinsicht erhielt. Indessen fragt es sich, ob der Umstand, dass die 
Beschuldigte nicht von sich aus nachfragte oder einen anderen Tierarzt kon-
sultierte, um mit ihm die Diagnose und das weitere Vorgehen zu besprechen, 
ihr als Inkaufnahme einer Vernachlässigung anzurechnen ist. Die Frage ist zu 
verneinen. Denn zum einen ist die hier noch zu beurteilende Zeitspanne von 
etwas mehr als einer Woche relativ kurz, mithin ist ihr eine gewisse Bedenk-
zeit zuzugestehen. Immerhin lebte E.________ 17 Jahre bei der Beschuldig-
ten und ihrer Familie und daher (BVP S. 9, Einschub 2) – selbst wenn davon 
auszugehen wäre, dass ihr beim Abholen von E.________ am 14. August 
2023 eine Euthanasie nahegelegt worden war – nachvollziehbar ist, dass der 
Entscheid für eine sofortige Intervention, was letztlich eine Euthanasie und 
somit Definitives bedeutet hätte, doch eine angemessene Zeit in Anspruch 
nehmen durfte (vgl. BVP S. 13 Einschub11). Zum anderen war die Beschul-
digte offenbar damals der Überzeugung, dass am bisherigen homöopathi-

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schen Behandlungskonzept trotz der Diagnose festgehalten werden kann 
(vgl. BVP Frage 38). Indem sie dies tat, zumindest in dieser Phase von eini-
gen Tagen noch keine Inkaufnahme einer strafrechtlich relevanten Vernach-
lässigung vorgeworfen werden. Was das Aussehen, mithin das Ausmass der 
Wunde und deren Folgen für das Befinden von E.________ betrifft, so lässt 
sich aufgrund der in den Akten vorhandenen Bilder allein nicht hinreichend 
nachvollziehen, wie weit das Karzinom fortgeschritten war. Insbesondere lässt 
sich darauf nicht mit rechtsgenüglicher Sicherheit erkennen, dass (bereits) 
Gesichtsknochen sichtbar waren, wie dies I.________ in seiner Anzeige aus-
führt (U-act. 8.1.03). Festzuhalten ist auch, dass der vom Anzeigeerstatter 
offenbar angesichts dieses Umstands kritisierte Freigang von E.________ 
seitens des VdU als ungünstig bezeichnet oder gar untersagt worden wäre 
(vgl. U-act. 8.1.05). Ebenfalls in diesem Zusammenhang hätte sich die zeitna-
he Befragung sowohl der in der Tierarztpraxis H.________ involvierten Perso-
nen als auch vom Anzeigeerstatter zwecks genauerer Eruierung seiner Wahr-
nehmungen aufgedrängt. Eine Befragung zum jetzigen späten Zeitpunkt ist in 
diesem Punkt ebenfalls nicht mehr angezeigt. Wenngleich die Fotos 
K.________ veranlassten, die Beschuldigte ultimativ aufzufordern, einen Tier-
arzt oder eine Tierärztin aufzusuchen (U-act. 8.1.06) und E.________ in der 
Folge eingeschläfert wurde, was zwar deutliche Hinweise dafür sind, dass das 
Karzinom bereits erheblichen Schaden angerichtet haben dürfte, kann auf-
grund der vorliegenden Aktenlage nicht rechtsgenüglich festgestellt werden, 
wie gravierend sich die Situation effektiv präsentierte und welche Konsequen-
zen sich daraus für das Handeln bzw. Nichthandeln der Beschuldigten innert 
weniger Tagen ergeben würden. Dass die Beschuldigte sodann früher als 
Krankenschwester tätig war, vermag ein eventualvorsätzliches Handeln eben-
falls nicht zu begründen, zumal dies nicht impliziert, dass sie deshalb über 
vertiefte tiermedizinische Kenntnisse bzw. Wissen über das Plattenepithelkar-
zinom bei Katzen verfügen würde. 

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f) Nach dem Gesagten ist eventualvorsätzliches Handeln zu verneinen. Ob 
in objektiver Hinsicht der Tatbestand der Vernachlässigung erfüllt wäre, muss 
bei diesem Ergebnis nicht mehr geprüft werden. Keiner Erörterung bedürfen 
somit auch die von der Beschuldigten gestellten Beweisanträge. Folglich ist 
die Beschuldigte in Abänderung des angefochtenen Urteils vom Vorwurf der 
Tierquälerei im Sinne von Art. 26 Abs. 1 lit. a TSchG freizusprechen. 

4. a) Zusammenfassend ist die Berufung gutzuheissen. Entsprechend dem 
vollumfänglichem Obsiegen der Beschuldigten im Berufungsverfahren ist die 
vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolge neu zu regeln. Mithin gehen 
die Untersuchungs- und Anklagekosten sowie die erstinstanzlichen Verfah-
renskosten zulasten des Bezirks Schwyz (Art. 423). Sodann hat die Beschul-
digte Anspruch auf eine Entschädigung ihrer Aufwendungen für die 
angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte (Art. 426 Abs. 1 lit. a StPO). 
Nach § 13 lit. a GebTRA beträgt das Honorar in Strafsachen vor der Untersu-
chungs- und Anklagebehörde und dem Einzelrichter Fr. 300.00 bis 
Fr. 20’000.00. In Nachachtung der allgemeinen Bemessungskriterien, das 
heisst namentlich der Wichtigkeit der Streitsache, der Schwierigkeit und des 
notwendigen Zeitaufwands ist die Entschädigung antragsgemäss (HVP S. 23) 
auf Fr. 4’973.00 festzusetzen (inkl. Auslagen und MWST; die Auszahlung er-
folgt an den erbetenen Verteidiger, vgl. Art. 429 Abs. 3 StPO). 

b) Die Kosten des Berufungsverfahrens gehen ausgangsgemäss zulasten 
des Staates (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Beschuldigte ist ferner zu entschädi-
gen. Im Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht beträgt das Honorar in 
Strafsachen Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). Die von der 
Verteidigung eingereichte Kostennote bewegt sich in Berücksichtigung der 
vorstehend unter E.  4.a zitierten Bemessungskriterien zwar im oberen Rah-
men, erscheint aber im Gesamtbetrag noch als angemessen. Die Entschädi-
gung für das Berufungsverfahren ist folglich antragsgemäss auf Fr. 5’066.90 

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festzulegen (inkl. Auslagen und MWST; die Auszahlung erfolgt an den erbete-
nen Verteidiger);-

erkannt:

In Gutheissung der Berufung wird das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksge-
richt Schwyz vom 14. April 2025 aufgehoben und stattdessen Folgendes er-
kannt:

1. A.________ wird freigesprochen.

2. Erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen: 

a) Die erstinstanzlichen Verfahrenskosten, bestehend aus den Unter-
suchungs- und Anklagekosten von Fr. 2’140.00 und den Gerichts-
kosten von Fr. 2’000.00 (inkl. Kosten für Begründung und Ausferti-
gung des Entscheids), gehen zulasten des Bezirks Schwyz.

b) Der erbetene Verteidiger Rechtsanwalt B.________ wird aus der 
Bezirksgerichtskasse mit Fr. 4’973.00 entschädigt (inkl. Auslagen 
und MWST). 

3. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens:

a) Die Kosten des Berufungsverfahrens betragen Fr. 4’000.00 und 
gehen zulasten des Staats.

b) Der erbetene Verteidiger Rechtsanwalt B.________ wird aus der 
Kantonsgerichtskasse mit Fr. 5’066.90 entschädigt (inkl. Auslagen 
und MWST).

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4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Staatsanwaltschaft 
(1/A, an die 4. Abteilung und 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) 
und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vor-
instanz (1/R, mit den Akten), das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit 
und Veterinärwesen BLV (1/R, z.K.), an den Kantonstierarzt, 
Laboratorium der Urkantone (1/R, z.K.), die Kantonsgerichtskasse (1/ü, 
im Dispositiv) und mit Formular an die KOST (Strafregister).

Namens der Strafkammer
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin Die Gerichtsschreiberin

Versand 18. November 2025  amu

Kantonsgericht Schwyz 15