# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 382d5348-0051-540d-800f-44c0eb31ccd5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.10.2022 B 2022/106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2022-106_2022-10-16.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2022/106

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 10.11.2022

Entscheiddatum: 16.10.2022

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Entscheid Verwaltungsgericht, 16.10.2022
Steuerrecht. Wohnsitz. Art. 13 Abs. 2 StG (sGS 811.1). Interkantonale 
Doppelbesteuerung. Art. 127 Abs. 3 BV (SR 101). Vorliegend machten sowohl 
der Kanton Schwyz, in welchem die Beschwerdeführer für die Kantons- und 
Gemeindesteuern 2018 rechtskräftig veranlagt worden waren, als auch der 
Kanton St. Gallen, in welchem die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 in 
diesem Verfahren streitig waren, die unbeschränkte Steuerpflicht der 
Beschwerdeführer geltend. Im Revisionsgesuch vom 1. April 2021 betreffend 
die schwyzerische Steuerveranlagung 2018 anerkannten die 
Beschwerdeführer, dass sich ihr steuerlicher Wohnsitz im Jahr 2018 in B.__ 
(Kanton St. Gallen) befunden habe. Gestützt hierauf kam die Vorinstanz 
(VRK) im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die Beschwerdeführer 
mit den angefochtenen Verfügungen zu Recht als im Kanton St. Gallen 
unbeschränkt Steuerpflichtige veranlagt worden seien. Streitig war, ob die 
Vorinstanz den Entscheid des Beschwerdegegners (Steuerverwaltung SG), 
wonach das Verfahren betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2018 nicht 
bis zur Rechtskraft des im Kanton Schwyz anhängigen Revisionsverfahrens 
betreffend die Steuerveranlagung 2018 zu sistieren sei, zu Recht bestätigte. 
Das Verwaltungsgericht bestätigte den vorinstanzlichen Entscheid. Es hielt 
unter anderem fest, dass die Beschwerdeführer gemeinsam mit der 
Anfechtung des noch nicht rechtskräftigen letztinstanzlichen Entscheids des 
Kantons St. Gallen vor Bundesgericht auch die rechtskräftigen 
Veranlagungsverfügungen des Kantons Schwyz mit der Rüge der Verletzung 
von Art. 127 Abs. 3 BV anfechten könnten, wobei vom Bundesgericht die 
Frage, ob die interkantonale Doppelbesteuerung aufzuheben sei oder ob die 
Beschwerdeführer aufgrund Selbstverschuldens die Folgen der 
Doppelbesteuerung tragen hätten, zu klären wäre. Somit fehle es an einem 
Anlass für eine Verfahrenssistierung (Verwaltungsgericht, B 2022/106). Auf 
eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit 
Urteil vom 17. August 2023 nicht ein (Verfahren 9C_710/2022, bisher Nr. 
2C_945/2022).

Entscheid vom 16. Oktober 2022

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Schmid

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verfahrensbeteiligte

A.__ und H.__,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Aegerter + Brändle AG, für Steuer- und Wirtschaftsberatung, 

Zürcherstrasse 82, 8640 Rapperswil,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern 2018

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.  

Das Ehepaar A.__ und H.__ (geb. 1964 und 1968) wohnte seit dem Jahr 2010 

zusammen mit ihren beiden Töchtern (geb. 2004 und 2007) in einem damals neu 

erstellten Eigenheim in B.__. A.__ ist seit Juni 2011 als Selbständigerwerbender in C.__/

SZ tätig. H.__ war im Jahr 2018 vollzeitlich unselbständig erwerbstätig mit Arbeitsort in 

D.__. Die ältere Tochter besuchte seit 2018 die Kantonsschule in C.__; die jüngere 

Tochter besuchte im Jahr 2018 eine Privatschule in C.__. Bis zur Steuerperiode 2017 

A.a. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

war das Ehepaar A.__ und H.__ durch den Kanton St. Gallen veranlagt worden; mit 

Bezug auf das Betriebsvermögen und das Einkommen aus selbständiger 

Erwerbstätigkeit erfolgte eine Steuerausscheidung an den Kanton Schwyz. Per 

11. April 2018 meldete sich das Ehepaar A.__ und H.__ von B.__ in den Kanton Schwyz 

an die Geschäftsadresse des Ehemannes ab und teilte der Steuerverwaltung B.__ mit 

Schreiben vom 30. April 2018 mit, dass sich ihr zivilrechtlicher Wohnsitz in der 

Gemeinde E.__/SZ befinde. Am 13. Juni 2019 erfolgte die Gründung der F.__ AG in 

C.__. Mit Verfügung vom 20. Juli 2020 veranlagte die Steuerverwaltung Schwyz das 

Ehepaar A.__ und H.__ für die kantonalen Steuern 2018 und die direkte Bundessteuer 

2018; bezüglich der Liegenschaft in B.__ wurde eine Steuerausscheidung an den 

Kanton St. Gallen vorgenommen (act. G 8/2/4). Diese Verfügung erwuchs 

unangefochten in Rechtskraft.

Nachdem das Kantonale Steueramt St. Gallen der Vertreterin des Ehepaars A.__ 

(Aegerter + Brändle AG, Rapperswil) mit Schreiben vom 20. Januar 2020 mitgeteilt 

hatte, dass der steuerliche Wohnsitz ab 2018 abgeklärt werde und um verschiedene 

Auskünfte und Unterlagen ersucht hatte (act. G 8/2/5), fand am 24. August 2020 ein 

Gespräch zwischen dem Ehepaar A.__ und H.__ und dessen Vertreterin sowie dem 

zuständigen Steuerkommissär statt. Letzterer hielt im E-Mail an die Vertreterin vom 

31. August 2020 unter anderem fest, der Wohnsitz der Familie A.__ habe sich im Jahr 

2018 in B.__ befunden. Im Kanton Schwyz habe nicht einmal eine offizielle 

Wohngelegenheit bestanden. Die zivilrechtliche Anmeldung sei lediglich aus Gründen 

der Beschulung der Kinder vorgenommen worden (act. G 8/2/6). Am 8. September 

2020 erliess die Steuerverwaltung B.__ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 

die definitive Veranlagungsverfügung und Schlussrechnung (act. G 8/2/7). Die 

hiergegen erhobene Einsprache (act. G 8/2/8) wies das kantonale Steueramt mit 

Entscheid vom 2. März 2021 ab. Zur Begründung hielt es fest, die Einsprache richte 

sich primär gegen die formellen Aspekte des Veranlagungsablaufs; die primäre 

Steuerpflicht werde nicht generell bestritten. Das Verfahren direkte Bundessteuer 2018 

wurde bis zur Rechtskraft des Entscheids betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 

sistiert (act. G 8/2/9). Die Steuerverwaltung des Kantons Schwyz trat mit Verfügung 

vom 7. Dezember 2021 auf ein Revisionsgesuch des Ehepaars A.__ und H.__ 

betreffend die Steuerveranlagung 2018 (Verfügung vom 20. Juli 2020) nicht ein (act. G 

3 Beilage 4). Den gegen den Einspracheentscheid vom 2. März 2021 durch die 

Aegerter + Brändle AG für das Ehepaar A.__ und H.__ erhobenen Rekurs vom 1. April 

2021 (act. G 8/1) wies die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (VRK) 

mit Entscheid vom 25. April 2022 ab (act. G 2).

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des 

Steuergesetzes, sGS 811.1, StG). Die Beschwerdeführer sind zur Beschwerde 

legitimiert, und die Eingabe vom 7. Juni 2022 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich 

den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und 

Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.   

Gegen diesen Rekursentscheid erhob die Aegerter + Brändle AG für A.__ und H.__ mit 

Eingabe vom 7. Juni 2022 Beschwerde. Sie beantragte, das Verfahren sei bis zur 

Rechtskraft des bei der Steuerverwaltung Schwyz hängigen Revisionsverfahren zu 

sistieren; eventualiter seien der Rekursentscheid wie auch die 

Veranlagungsverfügungen aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 

Staates (act. G 1).

B.a. 

Mit Vernehmlassung vom 17. Juni 2022 beantragte die Vorinstanz Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im angefochtenen 

Entscheid (act. G 7). Der Beschwerdegegner stellte in seiner Vernehmlassung vom 

13. Juli 2022 den Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies er 

auf die Ausführungen der Vorinstanz und äusserte sich ergänzend zu den Vorbringen in 

der Beschwerde (act. G 12). Die Beschwerdeführer verzichteten stillschweigend auf 

eine Stellungnahme (act. G 13).

B.b. 

Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den 

Entscheid erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

B.c. 

Nach Art. 13 Abs. 2 StG hat eine Person steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

St. Gallen, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält bzw. wenn 

sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen hier befindet (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.1). 

Diese Regelung entspricht den Vorgaben in Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (SR 642.14, StHG) 

und lehnt sich weitgehend (vgl. BGE 138 II 300 E. 5.3) an den zivilrechtlichen 

Wohnsitzbegriff an (Art. 23 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR 210). 

Der Wechsel von einem alten zu einem neuen Wohnsitz ist dann vollzogen, wenn die 

Absicht des dauernden Verbleibs am neuen Wohnort tatsächlich gelebt und durch 

diesen Aufenthalt eine Verschiebung des Lebensmittelpunktes stattfindet. Der 

Lebensmittelpunkt bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren 

Umstände, aus denen sich die ideellen (Angehörige, Freundes- und Bekanntenkreis) 

und materiellen Lebensinteressen erkennen lassen, nicht nach bloss erklärten 

Wünschen der steuerpflichtigen Person. In Bezug auf die Beweislast gilt, dass 

steuerbegründende Tatsachen von der Steuerbehörde nachzuweisen sind, während 

den Steuerpflichtigen die Beweislast für Tatsachen trifft, die die Steuerschuld aufheben 

oder mindern. Die Steuerbehörde hat demnach den steuerrechtlichen Wohnsitz, der die 

persönliche steuerrechtliche Zugehörigkeit begründet, als Voraussetzung der 

Besteuerung nachzuweisen. Der Hauptbeweis gilt in der Regel dann als erbracht, wenn 

der von der Steuerbehörde angenommene Wohnsitz als sehr wahrscheinlich erscheint. 

Diesfalls obliegt es der steuerpflichtigen Person, den Nachweis für den von ihr 

behaupteten Lebensmittelpunkt ausserhalb des Kantons zu erbringen. Nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine Steuerpflicht dann als sehr 

wahrscheinlich, wenn sich das Hauptsteuerdomizil bereits seit längerer Zeit 

unangefochten in diesem Kanton befand. Im Zweifel, d.h. wenn der Nachweis der 

Wohnsitzverlegung nicht erbracht ist, ist das bisherige Domizil als fortbestehend zu 

betrachten (VerwGE B 2016/220 vom 6. Dezember 2017 E. 2.2. m.H.).

Eine gegen Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung (SR 101; BV) verstossende 

interkantonale Doppelbesteuerung (sog. aktuelle Doppelbesteuerung) liegt vor, wenn 

die Steuersysteme von zwei oder mehreren Kantonen kollidieren, der gleiche 

Tatbestand in verschiedenen Kantonen von der gleichen oder einer ähnlichen Steuer 

erfasst wird, das gleiche Steuersubjekt (oder zwei in besonderem Masse verbundene 

Steuersubjekte, beispielsweise Ehemann und Ehefrau) betroffen ist, das gleiche 

Steuerobjekt erfasst wird und die Besteuerung die gleiche Bemessungsperiode betrifft 

(Mäusli-Allenspach/Oertli, Das schweizerische Steuerrecht, 10. Aufl. 2020, S. 566). Von 

einer virtuellen Doppelbesteuerung ist auszugehen, wenn ein Kanton geltende 

Kollisionsnormen verletzt, seine Steuerhoheit überschreitet und eine Steuer erhebt, die 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

einem anderen Kanton zusteht (BGer 2C_627/2017 vom 1. Februar 2019 E. 2.1; vgl. 

auch Mäusli-Allenspach, in: Zweifel/Beusch/de Vries Reilingh Hrsg., Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2. Aufl. 2021, N 3 und N 20 

zu § 3). Auch auf dem Gebiet des Verbots der interkantonalen Doppelbesteuerung ist 

der Instanzenzug in einem Kanton vollständig zu durchlaufen, ehe das Bundesgericht 

angerufen werden kann. Liegt diese Voraussetzung vor, kann die steuerpflichtige 

Person zusammen mit dem noch nicht rechtskräftigen letztinstanzlichen Entscheid 

dieses Kantons auch die bereits rechtskräftige Veranlagungsverfügung oder den 

bereits rechtskräftigen Rechtsmittelentscheid eines weiteren Kantons anfechten, falls 

und soweit sie eine Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV rügen will. In Bezug auf diese 

rechtskräftigen Verfügungen und Entscheide erübrigt sich die Letztinstanzlichkeit (BGer 

2C_663/2019 vom 26. März 2020 E. 1.2.1 m.H.).

Eine steuerpflichtige Person verwirkt ihr Beschwerderecht (d.h. das Recht zur 

Anfechtung der rechtskräftigen Veranlagungsverfügung oder des rechtskräftigen 

Entscheids eines Kantons), wenn sie in diesem Kanton ihre subjektive Steuerpflicht in 

voller Kenntnis des kollidierenden Steueranspruchs eines anderen 

Kantons vorbehaltlos anerkannt hatte. Wenn sie in diesem Kanton trotz absehbarer 

interkantonaler Doppelbesteuerung kein Rechtsmittel ergreift, fügt sie sich einen 

"selbstverschuldeten Nachteil" zu, den das Bundesgericht nicht schützt. Zu denken ist 

daran, dass die steuerpflichtige Person ihrer Steuererklärung in diesem Kanton keinen 

Vorbehalt anfügt, dass sie die von diesem Kanton geforderten Steuerbeträge 

vorbehaltlos bezahlt oder die Einsprache bzw. Beschwerde unterlässt, obwohl der 

andere Kanton seinen Anspruch bereits konkret geltend gemacht hat. Vorbehaltloses 

Verhalten in diesem Sinn liegt indes nur vor, wenn die steuerpflichtige Person in diesem 

Zeitpunkt bereits gesicherte Kenntnis über den Steueranspruch des anderen Kantons 

hat. Nur diesfalls kann von der steuerpflichtigen Person erwartet werden, den 

erstveranlagenden Kanton zu informieren oder dort im hängigen Verfahren ein 

Rechtsmittel zu ergreifen (BGer 2C_539/2017 vom 7. Februar 2019 E. 5.4). Unterlässt 

die steuerpflichtige Person, trotz gesicherter Kenntnis über den Steueranspruch des 

anderen Kantons, im ersten Kanton die von ihr zu erwartenden Schritte, so muss sie 

sich auf ihre Dispositionen behaften lassen muss. Trotz interkantonaler 

Doppelbesteuerung schreitet das Bundesgericht nicht ein und hat die steuerpflichtige 

Person die selbstverschuldeten Folgen zu tragen (BGer 2C_663/2019 a.a.O. E. 2.2.3 f. 

m.H.).

Vorliegend machen sowohl der Kanton Schwyz, in welchem die Beschwerdeführer für 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 rechtskräftig veranlagt sind (act. G 8/2/4), als 

auch der Kanton St. Gallen, in welchem die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 in 

diesem Verfahren streitig sind, die unbeschränkte Steuerpflicht der Beschwerdeführer 

geltend. Im Revisionsgesuch vom 1. April 2021 betreffend die schwyzerische 

Steuerveranlagung 2018 anerkannten die Beschwerdeführer, dass sich ihr steuerlicher 

Wohnsitz im Jahr 2018 in B.__ befunden habe. Sie verwiesen hierzu auf die 

Darlegungen des Beschwerdegegners im Einspracheentscheid vom 2. März 2021 (act. 

G 8/2/9) und in den Veranlagungsverfügungen 2018 vom 8. September 2020 (act. G 

8/2/10 S. 4 unten). Gestützt hierauf kam die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid 

zum Schluss, dass die Beschwerdeführer mit Verfügungen vom 8. September 2020 zu 

Recht als im Kanton St. Gallen unbeschränkt Steuerpflichtige veranlagt worden seien 

(act. G 2 S. 7). Ihr Nichteintreten auf das Revisionsgesuch begründete die 

Steuerverwaltung des Kantons Schwyz im Entscheid vom 7. Dezember 2021 damit, 

dass die Beschwerdeführer die Steuerforderung des Kantons Schwyz anerkannt und 

ihr Recht zur Anfechtung verwirkt hätten. Im Weiteren sei davon auszugehen, dass sie 

sich treuwidrig verhalten hätten, indem sie im Kanton Schwyz ein Scheindomizil 

errichtet hätten. Sie hätten deshalb den Schutz des Doppelbesteuerungsverbots 

verwirkt (act. G 8/15/7). Dieser Entscheid erwuchs zufolge Anfechtung nicht in 

Rechtskraft. Die Vorinstanz hielt fest, die Frage, ob die vorliegende interkantonale 

Doppelbesteuerung aufzuheben sei oder ob die Beschwerdeführer aufgrund 

Selbstverschuldens die Folgen der Doppelbesteuerung tragen hätten, werde bei der 

Beurteilung der rechtskräftigen Veranlagungen der Steuerverwaltung Schwyz durch 

das Bundesgericht zu prüfen sein. So könnten die Beschwerdeführer zusammen mit 

dem noch nicht rechtskräftigen letztinstanzlichen Entscheid des Kantons St. Gallen 

auch die bereits rechtskräftigen Veranlagungsverfügungen des Kantons Schwyz 

anfechten, falls und soweit sie eine Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV rügen wollten. In 

Bezug auf diese rechtskräftigen Verfügungen erübrige sich die Letztinstanzlichkeit. 

Somit bestehe kein Grund, das vorliegende Verfahren zu sistieren, und es sei geradezu 

geboten, in der Angelegenheit zu entscheiden, um den Beschwerdeführern den 

weiteren Rechtsmittelweg offenzuhalten und insbesondere eine Beurteilung der 

eingetretenen Doppelbesteuerung auch unter dem Gesichtspunkt einer allfälligen 

Verwirkung des Rechts auf Anfechtung der Doppelbesteuerung zu ermöglichen. 

Unzutreffend sei auch der Vorwurf, der Beschwerdegegner habe durch sein Vorgehen 

wissentlich und willentlich einen "Verfassungsbruch" in Kauf genommen und 

Verfehlungen im Bereich der Verfahrenskoordination begangen. So sei insbesondere 

bei treuwidrigem und rechtsmissbräuchlichem Verhalten - trotz interkantonaler 

Doppelbesteuerung - nicht einzuschreiten und hätten die Steuerpflichtigen die Folge 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

der Doppelbesteuerung selber zu tragen. Diese Voraussetzungen seien jedoch nicht in 

diesem Verfahren zu beurteilen. Der Rekurs sei deshalb abzuweisen (act. G 2 S. 7 f.).

 3.1. 

Streitig ist im vorliegenden Beschwerdeverfahren, ob die Vorinstanz den Entscheid des 

Beschwerdegegners, wonach das Verfahren betreffend Kantons- und 

Gemeindesteuern 2018 nicht bis zur Rechtskraft des im Kanton Schwyz anhängigen 

Revisionsverfahrens betreffend die Steuerveranlagung 2018 (vgl. act. G 3 Beilage 4) zu 

sistieren sei, zu Recht bestätigte. Die Beschwerdeführer halten fest, im Gesuch um 

Revision der schwyzerischen Veranlagungsverfügung vom 20. Juli 2020 (act. G 8/2/10) 

hätten sie die Verfügungsaufhebung zufolge fehlenden steuerlichen Wohnsitzes im 

Kanton Schwyz beantragt. Der Vorinstanz sei insofern beizupflichten, als ein in dieser 

Sache gefällter Entscheid des St. Galler Verwaltungsgerichts auch eine Anfechtung der 

Schwyzer Veranlagung beim Bundesgericht ermögliche. Als Vorinstanz des 

Bundesgerichts habe das Gericht dabei die Vorbringen der Beschwerdeführer zu 

prüfen, auch wenn diese die Veranlagung des Kantons, in dem sie das Verfahren 

führen würden, als richtig und die Veranlagung eines anderen Kantons als unzutreffend 

erachten würden. Sodann habe es den massgeblichen Sachverhalt festzustellen und 

die erforderliche rechtliche Würdigung vorzunehmen. Es könne sich nicht auf die 

Feststellung beschränken, mangels Beschwerde im eigenen Kanton fehle es den 

Beschwerdeführern an einem Rechtsschutzinteresse (act. G 1 S. 4 m.H. auf BGer 

2C_243/2011 vom 1. Mai 2013 E. 1.7).

3.1.1. 

Unbestritten blieb in diesem Verfahren, dass sich der steuerliche Wohnsitz der 

Beschwerdeführer im Jahr 2018 im Kanton St. Gallen befand. Die Vorinstanz 

begründete im angefochtenen Entscheid in Übereinstimmung mit der einschlägigen 

Rechtsprechung (vgl. vorstehende E. 2.2) einlässlich und überzeugend, aus welchen 

Gründen mit der Weiterführung des Verfahrens betreffend die st. gallischen Kantons- 

und Gemeindesteuern 2018 nicht bis zur rechtskräftigen Erledigung des 

Revisionsverfahrens betreffend die schwyzerische Veranlagung 2018 zuzuwarten ist. 

Zu Recht wies sie darauf hin, dass die Beschwerdeführer gemeinsam mit der 

Anfechtung des noch nicht rechtskräftigen letztinstanzlichen Entscheids des Kantons 

St. Gallen vor Bundesgericht auch die rechtskräftigen Veranlagungsverfügungen des 

Kantons Schwyz mit der Rüge der Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV anfechten 

3.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

können, wobei vom Bundesgericht die Frage, ob die interkantonale Doppelbesteuerung 

aufzuheben sei oder ob die Beschwerdeführer aufgrund Selbstverschuldens die Folgen 

der Doppelbesteuerung tragen hätten, zu klären wäre (act. G 2 S. 7 f.). Somit fehlte es 

an einem Anlass für eine Verfahrenssistierung. Aus den nämlichen Überlegungen 

besteht auch kein Anlass, das vorliegend angehobene Beschwerdeverfahren zu 

sistieren. Die Ausführungen der Beschwerdeführer in der Beschwerde sind nicht 

geeignet, dies in Frage zu stellen und dem entsprechenden Verfahrensantrag ist nicht 

stattzugeben.

   3.2. 

Die Vorinstanz auferlegte die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von CHF 1'000 

entsprechend dem Verfahrensausgang den Beschwerdeführern, unter Verrechnung mit 

dem von ihnen für jenes Verfahren geleisteten Kostenvorschuss (act. G 2 S. 8). Ihren 

Eventualantrag, dass dem Staat die Kosten des Rekursverfahrens sowie die Pflicht zur 

Leistung einer Parteientschädigung aufzuerlegen sei, begründen die Beschwerdeführer 

damit, dass die Doppelbesteuerung mit geringem Aufwand zu vermeiden gewesen 

wäre, wenn einerseits die Leiterin der Steuerverwaltung B.__ dem Schreiben der 

Beschwerdeführer vom 30. April 2018 gefolgt wäre, wie dies der zuständige 

Steuerkommissär später getan habe. Anderseits hätte der Steuerkommissär zwecks 

Verfahrenskoordination mit dem Kanton Schwyz in Kontakt treten können (act. G 1 S. 4 

f.).

3.2.1. 

In Streitigkeiten hat grundsätzlich jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen 

Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Kosten, die ein 

Beteiligter, sein Rechtsbeistand oder sein Vertreter durch Trölerei oder anderes 

ungehöriges Verhalten oder durch Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften 

veranlasst, gehen zu seinen Lasten (Art. 95 Abs. 2 Satz 1 VRP).

Fest steht, dass sich die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 30. April 2018 an die 

Steuerverwaltung B.__ wandten und mitteilten, dass sie sich am 11. April 2018 im 

Kanton Schwyz (G.__strasse xx, C.__) angemeldet hätten und sich der zivilrechtliche 

Wohnsitz seit diesem Zeitpunkt in E.__/SZ befinde. Auf die steuerliche Situation habe 

dies keinen Einfluss, da sich der Lebensmittelpunkt der Familie und das 

Hauptsteuerdomizil nach wie in B.__ befinde (act. G 8/2/2). Nachdem hierauf die 

Leiterin der Steuerverwaltung B.__ mit dem Steueramt C.__ Kontakt aufgenommen 

3.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.  

hatte, teilte sie dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit Mail vom 3. Juli 2018 

mit, dass das Steueramt C.__ mit Hinweis auf die zivilrechtliche Anmeldung im Kanton 

Schwyz auf der primären Steuerpflicht bestehe (act. G 8/2/3). Die Leiterin der 

Steuerverwaltung B.__ trifft bei dieser Sachlage bezüglich Verursachung der 

Doppelbesteuerung schon insofern kein Vorwurf, als die zivilrechtliche Anmeldung im 

Kanton Schwyz wie dargelegt bereits am 11. April 2018 durch die Beschwerdeführer 

erfolgt war und die Gemeinde E.__ unter Berufung auf deren zivilrechtliche Anmeldung 

an der primären Steuerpflicht der Beschwerdeführer festhielt. Auf diese Gegebenheiten 

konnte die Leiterin der Steuerverwaltung B.__ keinen Einfluss nehmen. Aus der 

Feststellung im Mail vom 3. Juli 2018, wonach die Beschwerdeführer als sekundäre 

Steuerpflichtige registriert und die (provisorischen) Rechnungen ausgeglichen seien 

(act. G 8/2/3), lässt sich mit Bezug auf die Frage der Doppelbesteuerung keine 

Vertrauensgrundlage zugunsten der Beschwerdeführer ableiten, zumal die definitive 

Veranlagung durch den Kanton St. Gallen für 2018 - nach vorgängiger Abklärung des 

steuerlichen Wohnsitzes durch den zuständigen Steuerkommissär (act. G 8/2/5, 8/2/6) 

- erst mit Verfügungen vom 8. September 2020 erfolgt war (vgl. act. G 8/2/7). Mithin 

setzten die Beschwerdeführer durch die zivilrechtliche Anmeldung der Familie an der 

Schwyzer Geschäftsadresse des Beschwerdeführers im Zug der Beschulung der 

beiden Kinder in C.__ die Ursache für die Doppelbesteuerung im Jahr 2018. Ein Anlass, 

die amtlichen und ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens gestützt auf Art. 95 

VRP dem Staat zu auferlegen, ist aufgrund der geschilderten Gegebenheiten nicht 

ersichtlich.

Somit ist die Beschwerde unter Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids 

abzuweisen. Dementsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 1'800 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 

941.12). Sie ist mit dem von den Beschwerdeführern geleistetne Kostenvorschuss von 

CHF 1'800 zu verrechnen.

4.1. 

Zufolge Unterliegens besteht kein Anspruch der Beschwerdeführer auf ausseramtliche 

Entschädigung. Beschwerdegegner und Vorinstanz haben ebenfalls keinen Anspruch 

auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98

VRP; A. Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die 

4.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/12

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1'800 werden den 

Beschwerdeführern auferlegt, unter Verrechnung mit dem von ihnen in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss.

3.

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, 2020, N 20 zu Art. 98  VRP); beide 

stellten zu Recht auch keinen Antrag.

bis

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 16.10.2022
	Steuerrecht. Wohnsitz. Art. 13 Abs. 2 StG (sGS 811.1). Interkantonale Doppelbesteuerung. Art. 127 Abs. 3 BV (SR 101). Vorliegend machten sowohl der Kanton Schwyz, in welchem die Beschwerdeführer für die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 rechtskräftig veranlagt worden waren, als auch der Kanton St. Gallen, in welchem die Kantons- und Gemeindesteuern 2018 in diesem Verfahren streitig waren, die unbeschränkte Steuerpflicht der Beschwerdeführer geltend. Im Revisionsgesuch vom 1. April 2021 betreffend die schwyzerische Steuerveranlagung 2018 anerkannten die Beschwerdeführer, dass sich ihr steuerlicher Wohnsitz im Jahr 2018 in B.__ (Kanton St. Gallen) befunden habe. Gestützt hierauf kam die Vorinstanz (VRK) im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die Beschwerdeführer mit den angefochtenen Verfügungen zu Recht als im Kanton St. Gallen unbeschränkt Steuerpflichtige veranlagt worden seien. Streitig war, ob die Vorinstanz den Entscheid des Beschwerdegegners (Steuerverwaltung SG), wonach das Verfahren betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2018 nicht bis zur Rechtskraft des im Kanton Schwyz anhängigen Revisionsverfahrens betreffend die Steuerveranlagung 2018 zu sistieren sei, zu Recht bestätigte. Das Verwaltungsgericht bestätigte den vorinstanzlichen Entscheid. Es hielt unter anderem fest, dass die Beschwerdeführer gemeinsam mit der Anfechtung des noch nicht rechtskräftigen letztinstanzlichen Entscheids des Kantons St. Gallen vor Bundesgericht auch die rechtskräftigen Veranlagungsverfügungen des Kantons Schwyz mit der Rüge der Verletzung von Art. 127 Abs. 3 BV anfechten könnten, wobei vom Bundesgericht die Frage, ob die interkantonale Doppelbesteuerung aufzuheben sei oder ob die Beschwerdeführer aufgrund Selbstverschuldens die Folgen der Doppelbesteuerung tragen hätten, zu klären wäre. Somit fehle es an einem Anlass für eine Verfahrenssistierung (Verwaltungsgericht, B 2022/106). Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 17. August 2023 nicht ein (Verfahren 9C_710/2022, bisher Nr. 2C_945/2022).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T01:25:44+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen