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**Case Identifier:** 0d976e87-139b-5f94-9fd5-7f58cdd4641e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 20.10.2021 810 21 135
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-135_2021-10-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 20. Oktober 2021 (810 21 135) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Nachträglicher Familiennachzug aus wichtigen familiären Gründen 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Stefan Schulthess,  

Markus Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiber i.V. 
Dimitri Schärer 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Marc Spescha, 
Rechtsanwalt 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, Beschwerdegegner  
  
  
Betreff Verweigerung der nachgesuchten Einreisebewilligung  

(RRB Nr. 716 vom 25. Mai 2021) 
 
 
 
A. A.____ (geb. 1964), Staatsangehörige der Republik Kosovo, reiste am 23. Februar 
1991 zum Verbleib bei ihrem Ehemann C.____ in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthalts-
bewilligung. Seit dem 19. Juni 1997 ist sie im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Am 
22. März 2005 adoptierte das Ehepaar B.____, geboren am XX.XX.2003. Seit der Adoption 
lebte B.____ zusammen mit seiner Cousine im Kosovo, während seine Eltern weiterhin in der 
Schweiz wohnhaft waren. 
 

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B. Am 19. März 2014 kehrte C.____ zu seinem Sohn B.____ in den Kosovo zurück. 
A.____ verblieb in der Schweiz, besuchte ihren Mann und ihren Sohn aber regelmässig. Am 
9. Juli 2019 beging C.____ gemäss Autopsiebericht vom 10. Juli 2019 Suizid. 
 
C. Mit Schreiben vom 10. August 2020 stellte A.____ beim Amt für Migration und Bürger-
recht (AFMB) ein Gesuch um Familiennachzug für ihren Sohn B.____. Diesem Schreiben ging 
ein Schreiben vom 12. März 2020 an die Schweizerische Vertretung in Pristina voraus, in wel-
chem ebenfalls ein Familiennachzug anbegehrt worden war. 
 
D.  Das AFMB gewährte A.____ mit Schreiben vom 12. August 2020 das rechtliche Gehör 
zur vorgesehenen Abweisung des anbegehrten Familiennachzugs. Mit Schreiben vom 
26. August 2020 nahm A.____ das rechtliche Gehör war.  
 
E.  Mit Verfügung vom 20. November 2020 wies das AFMB das Gesuch um Familien-
nachzug ab. Zur Begründung führte es im Wesentlichen aus, dass die Nachzugsfrist für den 
Familiennachzug bereits abgelaufen sei und keine wichtigen familiären Gründe für die nachträg-
liche Bewilligung vorlägen. 
 
F.  Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat mit Be-
schluss (RRB) Nr. 716 vom 25. Mai 2021 ab. Er erwog, dass im vorliegenden Fall die Frist für 
den Familiennachzug bezüglich B.____ abgelaufen sei, sich die Betreuungsverhältnisse für 
B.____ aber wesentlich verändert hätten. Bei einem Nachzug von B.____ sei jedoch mit Inte-
grationsschwierigkeiten zu rechnen. Er kam zum Ergebnis, dass dem Kindswohl eher entspro-
chen werde, wenn A.____ ihrem Sohn im Kosovo beistehe.  
 
G. Gegen den RRB Nr. 716 vom 25. Mai 2021 erhoben A.____ und B.____, beide vertre-
ten durch Marc Spescha, Rechtsanwalt, Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), und beantragen, es sei der angefochtene Be-
schwerdeentscheid aufzuheben und der Beschwerdegegner sei anzuweisen, B.____ die Einrei-
se zu seiner Mutter im Rahmen des Familiennachzugs zu bewilligen und die Bewilligung dem 
Staatssekretariat für Migration (SEM) zur Zustimmung zu unterbreiten. Überdies sei den Be-
schwerdeführenden eine Parteientschädigung für das Verfahren vor dem Kantonsgericht sowie 
dasjenige vor der Vorinstanz zuzusprechen. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass es ihr 
nicht zumutbar sei, in den Kosovo zurückzukehren und dass Integrationsschwierigkeiten des 
Beschwerdeführers im Falle eines Nachzugs sehr unwahrscheinlich seien.  
 
H.  Mit Eingabe vom 23. Juni 2021 liess sich der Beschwerdegegner vernehmen und 
schliesst auf kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
I.  Mit Verfügung vom 2. Juli 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung im Rahmen 
einer Urteilsberatung überwiesen.  
 
J. Mit Eingabe vom 2. August 2021 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden 
seine Honorarnote ein. 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Die Beschwerdeführer sind vom angefochtenen Entscheid berührt und haben ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1lit. a 
und b VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Miss-
brauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts 
gerügt werden. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem 
Kantonsgericht dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitig ist vorliegend die Frage, ob das Gesuch der Beschwerdeführerin um Nachzug 
ihres Sohnes zu Recht abgewiesen wurde. 
 
3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und Art. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die 
Integration [AIG] vom 16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AIG). Die zuständige kantonale Be-
hörde entscheidet in den Fällen nach Art. 18 ff. und 27 ff. AIG – im Rahmen der gesetzlichen 
Vorschriften und Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu 
einem Aufenthalt mit oder ohne Erwerbstätigkeit. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung hat die ausländische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das 
AIG oder völkerrechtliche Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 135 II 1 E. 1.1; PETER 
UEBERSAX, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, 
Rz. 7.84 ff.).  
 
3.2 Zunächst ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und dem Kosovo keine staats-
vertragliche Vereinbarung besteht, welche dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Aufent-
halt in der Schweiz einräumen würde. 
 
3.3 Ausländische minderjährige Kinder von Personen mit Niederlassungsbewilligung ha-
ben gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (lit. a), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhan-
den ist (lit. b), sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c), sie sich in der am Wohnort ge-
sprochenen Landessprache verständigen können (lit. d) und die nachziehende Person keine 
jährlichen Ergänzungsleistungen nach dem Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Al-

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ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) vom 6. Oktober 2006 bezieht oder we-
gen des Familiennachzugs beziehen könnte (lit. e). Bei ledigen Kindern unter 18 Jahren findet 
die Voraussetzung nach Art. 43 Abs. 1 lit. d AIG keine Anwendung (Art. 43 Abs. 3 AIG). Ge-
mäss Art. 47 Abs. 1 AIG muss der Anspruch auf Familiennachzug für Kinder unter 12 Jahren 
innerhalb von fünf Jahren, für Kinder über 12 Jahren innerhalb von 12 Monaten geltend ge-
macht werden. Die Fristen bei Familienangehörigen von Ausländerinnen und Ausländern be-
ginnen mit der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung 
des Familienverhältnisses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AIG). Aufgrund der Übergangsbestimmung von 
Art. 126 Abs. 3 AIG begannen die Nachzugsfristen frühestens am 1. Januar 2008 (MARC 
SPESCHA, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 
5. Auflage, Zürich 2019, N 4 zu Art. 47).  
 
3.4 Im vorliegenden Fall begann die Frist für den Familiennachzug des Sohnes der Be-
schwerdeführerin am 1. Januar 2008 zu laufen. Die ordentliche Frist ist demnach am 
31. Dezember 2013 abgelaufen. Das Gesuch um Familiennachzug vom 10. August 2020 wurde 
folglich zu spät gestellt. Dies wird von den Beschwerdeführenden zu Recht auch nicht bestrit-
ten. 
 
4.1 Ein Familiennachzug nach Ablauf der ordentlichen Nachzugfristen kommt gemäss 
Art. 47 Abs. 4 AIG nur in Betracht, wenn wichtige familiäre Gründe geltend gemacht werden 
(siehe auch Art. 73 Abs. 3 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbsfähigkeit 
[VZAE] vom 24. Oktober 2007). Deswegen ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen 
nachträglichen Familiennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG erfüllt sind.  
 
4.2 Wichtige familiäre Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AIG liegen vor, wenn das 
Kindswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann (Art. 75 VZAE). Ent-
gegen dem Wortlaut dieser Verordnungsbestimmung ist dabei nach der Rechtsprechung jedoch 
nicht ausschliesslich auf das Kindswohl abzustellen; es bedarf vielmehr einer Gesamtschau 
unter Berücksichtigung aller relevanten Elemente im Einzelfall (Urteil des Bundesgerichts 
[BGer] 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3.1). Dabei ist dem Sinn und Zweck der Fristenrege-
lung Rechnung zu tragen, welche die Integration der Kinder erleichtern will, indem diese durch 
einen frühzeitigen Nachzug unter anderem auch eine möglichst umfassende Schulbildung in 
der Schweiz geniessen sollen. Zudem geht es darum, Nachzugsgesuchen entgegenzuwirken, 
die rechtsmissbräuchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbstätigen Alters gestellt werden und 
bei denen die erleichterte Zulassung zur Erwerbstätigkeit und nicht (mehr) die Bildung einer 
echten Familiengemeinschaft im Vordergrund steht (vgl. Urteile des BGer 2C_467/2016 vom 
13. Februar 2017 E. 3.1.2 und 2C_176/2015 vom 27. August 2015 E. 3.1). Die Bewilligung des 
Nachzugs nach Ablauf der Fristen hat nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu 
bleiben; dabei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AIG bzw. Art. 73 Abs. 3 VZAE jeweils aber dennoch so 
zu handhaben, dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 der Konvention 
zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 bzw. 
Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 
nicht verletzt wird (Urteil des BGer 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 2.3 mit Hinweisen).  
 

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4.3 Ein wichtiger Grund liegt etwa vor, wenn die weiterhin notwendige Betreuung der Kin-
der im Herkunftsland z.B. wegen des Todes oder der Krankheit der betreuenden Person nicht 
mehr gewährleistet ist. Praxisgemäss liegt kein solcher Grund vor, wenn im Heimatland alterna-
tive Pflegemöglichkeiten bestehen, die dem Kindswohl besser entsprechen, weil dadurch ver-
mieden werden kann, dass die Kinder aus ihrer bisherigen Umgebung und dem ihnen vertrau-
ten Beziehungsnetz gerissen werden. An den Nachweis der fehlenden Betreuungsmöglichkeit 
im Heimatland stellt die Rechtsprechung umso höhere Anforderungen, je älter das nachzuzie-
hende Kind ist und je grösser die Integrationsschwierigkeiten erscheinen, die ihm hier drohen 
(Urteile des BGer 2C_276/2011 vom 10. Oktober 2011 E. 4.1 und 2C_132/2012 vom 19. Sep-
tember 2012 E. 2.3.1). Allerdings geht es inhaltlich nicht darum, dass alternative Betreuungs-
möglichkeiten im Heimatland überhaupt fehlen; d.h. es ist nach der Rechtsprechung mit Art. 8 
EMRK nicht vereinbar, einen Familiennachzug erst dann zuzulassen, wenn keine einzige ande-
re Alternative zur Betreuung des Kindes in seinem Heimatland zur Verfügung steht. Eine solche 
Alternative muss aber dann ernsthaft in Betracht gezogen und sorgfältig geprüft werden, wenn 
das Kind bereits älter ist, sich seine Integration schwieriger gestalten dürfte und die zum in der 
Schweiz lebenden Elternteil aufgenommene Beziehung noch nicht allzu eng erscheint (BGE 
133 II 6 E. 3.1.2). Hat das Kind nur noch einen Elternteil, kann in der Regel nicht angenommen 
werden, dass es in seinem Interesse liegt, von diesem Elternteil getrennt zu leben; ferner ist 
eine gewisse kulturelle und soziale Entwurzelung jeder familiären Umgliederung immanent und 
kann nicht a priori gegen den Familiennachzug sprechen (Urteil des BGer 2C_247/2012 vom 
2. August 2012 E. 3.3).  
 
4.4.1 Eine wesentliche Veränderung der Betreuungssituation ist vorliegend zu bejahen. Der 
Beschwerdeführer wurde bis zu seinem 11. Lebensjahr von dessen Cousine grossgezogen. Mit 
der Rückkehr des Kindsvaters in den Kosovo im Jahre 2014 übernahm dieser die Obhut bis zu 
dessen Suizid im Juli 2019. Die Cousine nahm den Beschwerdeführer danach erneut in ihre 
Obhut bis zu ihrer Ausreise in die USA im März 2020. Seither verweilt der Beschwerdeführer 
bei seinem Karatetrainer im Sinne einer Übergangslösung. Demnach ist festzuhalten, dass der 
Beschwerdeführer 17 Jahre lang eine konstante Betreuung durch seinen Vater oder durch die 
Cousine hatte. Mit dem Wegfall der bisherigen Betreuungspersonen haben sich die Betreu-
ungsverhältnisse somit offenkundig wesentlich verändert und es existieren keine alternativen 
Betreuungsmöglichkeiten. Dies wird von der Vorinstanz richtigerweise auch so festgehalten 
(siehe RRB Nr. 716 vom 25. Mai 2021 E. 4.4 letzter Satz und E. 4.5 letzter Satz). Ferner steht 
fest, dass gemäss dem Bericht des behandelnden Psychiaters des Beschwerdeführers vom 
21. Januar 2021 Letzterer an einer Angststörung leidet, welche durch den Suizid des Vaters 
sowie das kurz vor dessen Suizid dem Sohn offenbarte Adoptionsverhältnis ausgelöst worden 
sei. Zusätzlich werde die Angststörung durch die Trennung von der Mutter verstärkt, weswegen 
eine Zusammenführung dringendst angezeigt sei. Die Vorinstanz bestreitet die inhaltliche Rich-
tigkeit dieses Berichts nicht. Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, welche an der Diagnose 
Zweifel aufkommen lassen würden. Die Diagnose sowie auch die Schlussfolgerungen sind 
nachvollziehbar. Demgemäss ist unbestritten, dass die Zusammenführung der Beschwerdefüh-
rerin mit ihrem Sohn wegen seiner psychischen Probleme notwendig ist. Unter den Parteien ist 
somit einzig streitig, ob die Zusammenführung der Familie im Kosovo oder in der Schweiz erfol-
gen soll. 

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4.4.2 Die Vorinstanz stellt sich diesbezüglich auf den Standpunkt, dass das Kindswohl eher 
gewahrt werde, wenn die Vereinigung zwischen Mutter und Sohn im Kosovo erfolge. Zur Be-
gründung führt sie im Wesentlichen an, dass dem Beschwerdeführer bei einem Nachzug eine 
empfindliche Entwurzelung sowie Integrationsschwierigkeiten in der Schweiz drohen würden. 
Letzteren könne der Beschwerdeführer auch nicht mit seinen vorhandenen Ressourcen entge-
genwirken. Zusätzlich sei der Umzug an einen fremden Ort keine gute Voraussetzung für die 
Bewältigung seines Traumas. Deswegen sei ein Nachzug in die Schweiz nicht geeignet, das 
Kindswohl zu wahren. Zudem beziehe die Beschwerdeführerin in der Schweiz verschiedene 
Renten (ganze IV-Rente, Invalidenrente der Basler Versicherungen), weshalb sie nicht darauf 
angewiesen sei, in der Schweiz Wohnsitz zu haben, womit feststehe, dass ihr ein Umzug zu 
ihrem Sohn in den Kosovo zumutbar wäre. 
 
4.4.3 Demgegenüber stellen sich die Beschwerdeführenden auf den Standpunkt, dass vor-
liegend keine Integrationsschwierigkeiten drohen würden und die Schweiz ein geeigneterer Ort 
sei für die Bewältigung des Traumas als der Kosovo. Sie machen geltend, dass der Beschwer-
deführer ein Deutschzertifikat des Niveaus B1 besitze, Englisch auf einem noch höheren Ni-
veau beherrsche und ihm in beruflicher Hinsicht eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit in der 
Schweiz bei der D.____ GmbH zugesichert worden sei. Die Arbeitgeberin habe ihm gegenüber 
zusätzlich erklärt, dass sie auch bereit wäre, ihn je nach Neigung und Interessen eine KV-Lehre 
absolvieren zu lassen. Bei der Geschäftsführerin der D.____ GmbH, E.____, handle es sich um 
die Cousine des Beschwerdeführers und Nichte der Beschwerdeführerin. Hinzu komme, dass in 
der Schweiz ein sehr grosses familiäres Netzwerk bestehe. Demgegenüber gebe es im Kosovo 
keine direkten Verwandten mehr. Deswegen sei es der Beschwerdeführerin auch nicht zumut-
bar, ihrem Sohn im Kosovo beizustehen. Der Beschwerdeführer kenne die Schweiz aus zahl-
reichen und teilweise längeren Besuchen, wobei er dabei engen Kontakt zu seinen Verwandten 
gepflegt habe. Ferner würde der Beschwerdeführer nicht aus einer laufenden beruflichen Aus-
bildung gerissen, wie dies von der Vorinstanz behauptet werde. Tatsächlich habe er keine ent-
sprechende Ausbildung absolviert, sondern habe versucht, sein Trauma durch intensive sportli-
che Betätigung zu verarbeiten. Insgesamt entspreche die Zusammenführung der Familie in der 
Schweiz somit eher dem Kindswohl.  
 
4.5 Somit bleibt zu prüfen, ob das Kindswohl des Beschwerdeführers eher gewahrt wird, 
wenn er von seiner Mutter in die Schweiz nachgezogen wird oder wenn seine Mutter ihm im 
Kosovo beisteht.  
 
4.6.1 Es gilt vorab zu eruieren, ob dem Beschwerdeführer im Falle des Nachzugs eine emp-
findliche Entwurzelung droht. Die Vorinstanz geht in ihrer Vernehmlassung davon aus, dass für 
Jugendliche über 13 Jahre eine Übersiedlung in ein anderes Land einen bedeutenden Eingriff 
darstellt, weil dies zu einer empfindlichen Entwurzelung und erheblichen Integrationsschwierig-
keiten führen könne (Urteil des BGer 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2001 E. 4.4). Sie verkennt 
jedoch, dass das Bundesgericht in dem erwähnten Entscheid davon ausgeht, dass insbesonde-
re dann ein Wechsel zu einer empfindlichen Entwurzelung führe, wenn das Kind die Sprache in 
der Gegend, in welche es nachziehen soll, nicht beherrsche. Dies trifft auf den Beschwerdefüh-

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rer jedoch nicht zu, spricht er doch die deutsche Sprache auf dem Niveau B1, womit es ihm 
möglich sein sollte, sich über vertraute und einfache Dinge zu unterhalten (siehe 
https://www.goethe.de/  Deutschprüfungen  Unsere Deutschprüfungen  Goethe-Zertifikat 
B1). Zudem ist eine gewisse kulturelle und soziale Entwurzelung jeder familiären Umgliederung 
immanent und kann nicht a priori gegen den Familiennachzug sprechen (Urteile des BGer 
2C_209/2019 vom 7. April 2020 E. 4.4 und 2C_247/2012 vom 2. August 2012 E. 3.3). Es ist 
auch den Ausführungen der Beschwerdeführenden zu folgen, dass entsprechende Annahmen 
mit der Entscheidung des Gesetzgebers in Widerspruch stünden, wonach ein Nachzug bis zum 
18. Lebensjahr eines Kindes grundsätzlich möglich ist. Unter Berücksichtigung, dass der Be-
schwerdeführer Alltagsgespräche führen kann und aus zahlreichen – auch längeren – Besu-
chen mit den schweizerischen Verhältnissen vertraut ist, kann im vorliegenden Fall nicht von 
einer kindswohlgefährdenden Entwurzelung gesprochen werden. 
 
4.6.2 Fraglich ist weiter die Gefahr von möglichen Integrationsschwierigkeiten. Der in diesem 
Zusammenhang von der Vorinstanz zitierte Bundesgerichtsentscheid (Urteil des BGer 
2C_29/2014 vom 10. November 2014 E. 3.3) lässt sich nicht ohne weiteres auf den hier zu be-
urteilenden Sachverhalt übertragen. Im zitierten Entscheid stand der betreffende Jugendliche 
inmitten seiner beruflichen Ausbildung in Serbien. Es wurde der Schluss gezogen, dass sich 
diesem Jugendlichen in beruflicher Hinsicht in Serbien bessere Perspektiven eröffnen würden 
als in der Schweiz, wo er gegebenenfalls beträchtliche Anstrengungen hätte unternehmen müs-
sen, um sich auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren. Weder Schulkenntnisse in Englisch und 
Deutsch noch die Möglichkeit, seine serbische Berufsausbildung unter Umständen auch in ei-
nem schweizerischen Unternehmen zu nutzen, reichten aus, um den ihm in der Schweiz dro-
henden Integrationsschwierigkeiten entgegenzuwirken. Vorliegend absolviert der Beschwerde-
führer demgegenüber keine Berufsausbildung im Kosovo und auch sein beruflicher Einstieg ist 
bereits gesichert. Er muss keine beträchtlichen Anstrengungen unternehmen, um auf dem 
schweizerischen Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Dem Beschwerdeführer wurde bereits eine Ar-
beit zugesichert mit der Option des Absolvierens einer KV-Lehre. Unklar bleibt jedoch, ob diese 
Zusicherungen der Cousine auch verbindlich sind. In den Akten befindet sich lediglich ein Ar-
beitsvertrag. Eine schriftliche Bestätigung über die Möglichkeit einer Lehre liegt nicht vor. Aus 
einer summarischen Prüfung des Arbeitsvertrags ergibt sich, dass dieser beginnt, sobald der 
Arbeitnehmer über die erforderlichen Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen verfügt. Zudem 
enthält dieser Arbeitsvertrag eine vollständige Regelung des zukünftigen Arbeitsverhältnisses. 
Aus diesen Gründen ist hierin eine sichere, reale Arbeitsstelle zu sehen (vgl. Entscheid des 
Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 9. Dezember 
2020 [810 20 103] E. 7.3.3). Zudem konzentriert sich der Beschwerdeführer seit dem Tod des 
Vaters auf seinen Karatesport. Auch hier in der Schweiz kann er seiner Leidenschaft, die ihm 
Halt gibt, weiter nachgehen. Es ist allgemein bekannt, dass Sport die soziale Integration weiter 
fördert. Ferner lebt bereits die ganze Verwandtschaft des Beschwerdeführers in der Schweiz, 
die er aus früheren Besuchen kennt und die alle in der Region ansässig sind. Anhaltspunkte, 
die auf Integrationsschwierigkeiten sozialer Natur schliessen lassen, liegen keine vor. Insge-
samt ist somit festzuhalten, dass berufliche, sprachliche und soziale Integrationsschwierigkeiten 
unwahrscheinlich sind. 
 

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4.6.3 Des Weiteren ist zu prüfen, ob es der Mutter des Beschwerdeführers zumutbar wäre, 
von der Schweiz in den Kosovo zu ziehen, um ihrem Sohn dort beizustehen. Die Vorinstanz 
geht in ihrer Vernehmlassung davon aus, dass, obgleich die Beschwerdeführerin seit vielen 
Jahren in der Schweiz lebe und hier über ein gutes soziales Netzwerk verfüge, es ihr zumutbar 
sei, ihrem Sohn während einer begrenzten Zeit im Kosovo beizustehen. Die Zeit, in der der Be-
schwerdeführer auf eine nahe Betreuung durch seine Mutter angewiesen sei, dürfte nicht mehr 
allzu lange dauern, werde er doch noch in diesem Jahr volljährig. Im angefochtenen RRB vom 
25. Mai 2021 hält die Vorinstanz in E. 4.6 demgegenüber fest, dass die pauschale Aussage, 
dass Jugendliche, die nahe am Erwachsenenalter seien, keiner intensiven Betreuung bedürften, 
der Situation im vorliegenden Fall nicht gerecht werde. Die Vorinstanz widerspricht sich in die-
sem Punkt offensichtlich. Allerdings ist sie bei ihrer ursprünglichen Aussage zu behaften, weil 
davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund der erlebten Ereignisse einer in-
tensiven Betreuung bedarf. Folglich kann nicht davon ausgegangen werden, dass diese Be-
treuung mit Erreichen der Volljährigkeit von heute auf morgen nicht mehr vonnöten ist und die 
Beschwerdeführerin somit nur für eine kurze Zeit ihrem Sohn im Kosovo beistehen müsste. Wie 
lange der Beschwerdeführer benötigt, um sein Trauma zu verarbeiten, kann im jetzigen Zeit-
punkt nicht festgelegt werden. Es ist deswegen davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
aufgrund der erlebten Ereignisse auf eine intensive Betreuung angewiesen ist, die entgegen 
den erneuten Ausführungen der Vorinstanz auch von längerer Dauer sein kann. Daraus folgend 
stellt sich die Frage, ob es der Beschwerdeführerin zumutbar wäre, für längere Zeit in den Ko-
sovo zu ziehen, um dort ihrem Sohn beizustehen. Die Beschwerdeführerin hat glaubhaft darge-
legt, dass in der Schweiz eine Schwester, zwei Brüder sowie deren Ehepartner, neun Nichten 
und Neffen sowie deren 18 Kinder leben, die alle in der Region ansässig sind. Sie hat aufgrund 
der grossen Verwandtschaft in der Schweiz und des kulturbedingten engen Zusammenhalts 
unter Verwandten ein tragfähiges soziales Netz, das sie in der schwierigen Zeit nach dem Sui-
zid ihres Ehemanns getragen hat. Die Beschwerdeführerin wird weiterhin auf die Unterstützung 
der Familie angewiesen sein. Fraglich ist demgegenüber, ob sie im Kosovo ein derart tragfähi-
ges soziales Netz vorfindet. Wie bereits festgehalten (siehe E. 4.4.1), gibt es für den Beschwer-
deführer unbestrittenermassen keine Betreuungsalternativen im Kosovo, mithin keine engen 
Verwandten. Die Vorinstanz bezweifelt in ihrer Vernehmlassung dennoch, dass keine Verwand-
ten mehr im Kosovo wohnen würden und ein intaktes soziales Netz vorhanden sei (Ziff. 6). Für 
das Kantonsgericht ist aber aufgrund des sich präsentierenden Sachverhalts und der Aussagen 
der Beschwerdeführenden ausreichend erstellt, dass die Beschwerdeführerin im Kosovo kein 
vergleichbares soziales Netz hat, wie es zurzeit in der Schweiz besteht. Die Vermutungen der 
Vorinstanz vermögen nicht den Sachverhalt in einem anderen Licht erscheinen zu lassen sowie 
die erforderlichen Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussagen der Beschwerdeführerin herbeizu-
führen. Bereits die Tatsache, dass der Beschwerdeführer momentan bei seinem Karatetrainer 
wohnt, spricht eher gegen die Annahme, dass im Kosovo ein intaktes soziales Netz besteht. 
Ferner lebt die Beschwerdeführerin nunmehr seit über 30 Jahren in der Schweiz. Eine eventuell 
noch bestehende Verwandtschaft im Kosovo kann nicht den gleichen familiären Rückhalt ge-
währen wie diejenige in der Schweiz. Aufgrund der nicht vergleichbaren sozialen Unterstützung 
im Kosovo wäre es der Beschwerdeführerin somit nicht zumutbar, ihren Sohn dort für eine un-
bestimmte Zeit zu betreuen. 
 

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4.6.4 Ferner ist der Vorinstanz nicht zu folgen, wonach der Beschwerdeführer sein Trauma 
in der Schweiz weniger gut bewältigen könne als im Kosovo. Die hier lebenden Tanten, Onkel, 
Cousinen und Cousins des Beschwerdeführers bieten nicht nur Gewähr für seine rasche In-
tegration in die hiesigen Verhältnisse, sondern auch für die zur Verarbeitung des Traumas be-
nötigte seelische Unterstützung. In der Schweiz hat er, wie die Beschwerdeführenden zutref-
fend darlegen, Distanz zum Ort des traurigen Suizids und er wird nicht täglich am Ort der Tat an 
das schreckliche Ereignis erinnert. Stattdessen kann er sich in der Schweiz anderem zuwen-
den, bekommt neue Eindrücke in einer neuen Umgebung, begleitet und unterstützt von der 
grossen Verwandtschaft, die bereit zu sein scheint, ihn hier aufzunehmen und auf dem Weg ins 
künftige Leben zu begleiten. 
 
4.6.5 Gesamthaft ist somit festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer im Falle eines Nach-
zugs in die Schweiz keine Integrationsschwierigkeiten drohen und das Kindswohl bei einem 
Nachzug in die Schweiz eher gewahrt wird als bei einem Verbleib im Kosovo mit Zuzug der 
Mutter. Aufgrund der Tatsache, dass die ganze Verwandtschaft der Beschwerdeführerin in der 
Schweiz wohnhaft ist, sie seit 30 Jahren in der Schweiz wohnt, sich nicht bestimmen lässt, wie 
lange der Beschwerdeführer aufgrund seiner psychischen Erkrankung durch seine Mutter un-
terstützt werden muss, wäre es für die Beschwerdeführerin ohnehin unzumutbar, wenn sie ihren 
Sohn im Kosovo unterstützen müsste. 
 
4.7 Zusammenfassend ist erwiesen, dass wichtige familiäre Gründe für einen Familien-
nachzug nach Ablauf der ordentlichen Nachzugsfrist vorliegen, weshalb im Folgenden zu prüfen 
ist, ob die restlichen Voraussetzungen für den Familiennachzug nach Art. 43 Abs. 1 lit. a - e AIG 
ebenfalls erfüllt sind. 
 
4.7.1 Gemäss Art. 43 Abs. 1 lit. b AIG setzt der Nachzug voraus, dass die Nachziehende 
über eine bedarfsgerechte Wohnung verfügt. Hierzu reichte die Beschwerdeführerin einen Miet-
vertag ein. Die im eingereichten Mietvertrag bezeichnete Wohnung befindet sich im Kanton Ba-
sel-Stadt, wobei der Vertrag keinen Mietzins nennt. Das Gesuch um Familiennachzug wurde 
aber im Kanton Basel-Landschaft gestellt. Es ist unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführe-
rin einen Kantonwechsel beabsichtigt. Deshalb stellt sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin 
eine bedarfsgerechte Wohnung aufweist. 
 
4.7.2  Da der Beschwerdeführer beinahe volljährig ist und überdies psychische Probleme hat, 
ist die von der Mutter aktuell bewohnte Wohnung (1-Zimmer-Wohnung) nicht bedarfsgerecht. 
Der Beschwerdeführer hat keinen Platz, um sich gegebenenfalls zurückzuziehen. Eine taugli-
che Wohnung muss denn auch nicht im Zeitpunkt der Gesuchstellung vorhanden sein, wenn 
keinerlei Hinweise dafür bestehen, dass nicht zu gegebener Zeit für den erforderlichen Wohn-
raum gesorgt werden kann (Urteil des BGer 2C_194/2011 vom 17. November 2011 E. 2.4.5). 
Es stellt sich allerdings die Frage, ob eine grössere Wohnung von den Beschwerdeführenden 
finanziert werden könnte. Zurzeit bezieht die Beschwerdeführerin Renten in der Höhe von 
Fr. 3'090.--. Ab Volljährigkeit des Beschwerdeführers und dem Wegfall der Kinderrente in der 
Höhe von Fr. 509.-- verbleiben der Beschwerdeführerin noch Fr. 2'580.--. Dieser Betrag liegt 
bereits unter dem Grundbedarf der Familie. Um eine bedarfsgerechte Wohnung beziehen und 

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finanzieren zu können, müsste der Beschwerdeführer somit umgehend einer Arbeit nachgehen 
und könnte deswegen keine Lehre absolvieren, ansonsten wohl ein Bezug von Sozialhilfe dro-
hen würde, was zum Untergang des Anspruchs auf Nachzug führen würde (siehe Art. 43 Abs. 1 
lit. c AIG). Dem kann jedoch entgegengehalten werden, dass dem Beschwerdeführer eine exis-
tenzsichernde Arbeitsstelle zugesichert worden ist. Die Finanzierung einer grösseren Wohnung 
erscheint somit realistisch. Deshalb ist auch ein künftiger Bezug von Ergänzungsleistungen sei-
tens der Beschwerdeführerin auszuschliessen (siehe Art. 43 Abs. 1 lit. e AIG). Da das Gesuch 
überdies zum Zwecke des Zusammenlebens gestellt wurde (Art. 43 Abs. 1 lit. a AIG), sind die 
Voraussetzungen für den Familiennachzug nach Art. 43 Abs. 1 AIG erfüllt. 
 
4.8  Die Voraussetzungen für einen nachträglichen Familiennachzug sind somit erfüllt. 
Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen und dem Beschwerdeführer die Aufenthaltsbewilli-
gung zu erteilen. 
 
5.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend werden die 
Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 1'500.-- der Vorinstanz auferlegt. 
 
5.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Den obsiegenden Beschwerdeführenden ist ausgangsge-
mäss eine Parteientschädigung zuzusprechen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
macht in seiner Honorarnote vom 2. August 2021 einen Aufwand von 17 Stunden zu einem 
Stundenansatz von Fr. 300.-- geltend. Jedoch betreffen nur 9.5 Stunden das Verfahren vor dem 
Kantonsgericht. Der vor dem kantonsgerichtlichen Verfahren angefallene Aufwand von 7.5 
Stunden kann hier nicht berücksichtigt werden. Gemäss § 3 der Tarifordnung für die Anwältin-
nen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. November 2003 beträgt das Honorar pro Stunde, je 
nach Schwierigkeit und Bedeutung der Sache, der damit verbundenen Verantwortung und der 
persönlichen und finanziellen Verhältnisse der zahlungspflichtigen oder der auftraggebenden 
Person, Fr. 200.-- bis Fr. 350.-- pro Stunde. Gestützt auf diese Tarifordnung geht das Kantons-
gericht praxisgemäss von einem Stundenhonorar von Fr. 250.-- aus. Auch im vorliegenden Ver-
fahren erachtet das Kantonsgericht diesen Stundenansatz als angemessen. Deswegen ist der 
geltend gemachte Stundenansatz auf Fr. 250.-- zu reduzieren. Die Bemühungen von insgesamt 
9.5 Stunden sind folglich mit einem Ansatz von Fr. 250.-- pro Stunde zu entschädigen. Gemäss 
§ 16 Abs. 1 der Tarifordnung sind Spesen nach dem tatsächlichen Aufwand in Rechnung zu 
stellen. Der Vertreter der Beschwerdeführenden macht bezüglich der Spesen eine Pauschale 
von 3 % geltend. Praxisgemäss ist ein pauschalisierter Betrag für die Spesen ungenügend sub-
stantiiert und wird wettgeschlagen. So ist die Parteientschädigung gesamthaft auf Fr. 2'647.65 
(inkl. 7.7 % Mehrwertsteuer) festzusetzen. Demzufolge hat der Regierungsrat dem Rechtsver-
treter der Beschwerdeführenden eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'647.65 (inkl. 
7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Bezüglich der Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-
chen Verfahrens ist die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Regie-

rungsrats des Kantons Basel-Landschaft Nr. 716 vom 25. Mai 2021 
aufgehoben. Das Amt für Migration und Bürgerrecht des Kantons 
Basel-Landschaft wird angewiesen, dem Beschwerdeführer die Auf-
enthaltsbewilligung zu erteilen.  

   
 2. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanz-

lichen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft zurückgewiesen.  
 

 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'500.-- werden dem Re-
gierungsrat des Kantons Basel-Landschaft auferlegt. Der geleistete 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'500.-- wird den Beschwerde-
führenden zurückerstattet.  
 

 4. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat den Beschwer-
deführenden eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'647.65 
(inkl. 7.7% Mehrwertsteuer) auszurichten. 
 
 

 
 
 
Vizepräsident Gerichtsschreiber i.V.