# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bb7d6f4-0e35-5b22-ba65-5eaa1176aed1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 10.07.2017 UV 2015/77
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2015-77_2017-07-10.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2015/77

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 10.07.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 10.07.2017
Art. 6 UVG: Bejahung unfallkausaler Restfolgen im Bereich der LWSArt. 16 
ATSG: Bejahung einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten 
Tätigkeit wie der angestammten Tätigkeit. Prozentvergleich. Verneinung 
eines Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons 
St. Gallen vom 10. Juli 2017, UV 2015/77).

Entscheid vom 10. Juli 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Karin Huber-Studerus und Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber

Markus Jakob            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2015/77           

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 14. September 2006 bei der B.___ AG als 

Montagemitarbeitern angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 

16. Februar 2012 ausrutschte und dadurch eine Stauchung sowie einen Schlag in den 

Rücken erlitt (Suva-act. 2). Die Versicherte begab sich ins Kantonsspital Münsterlingen, 

wo sich den Ärzten röntgenologisch eine leichte Deckenplatten-Impressionsfraktur des 

LWK 1 zeigte, welche konservativ analgetisch behandelt wurde (Suva-act. 13). Die 

Nachbehandlung erfolgte grundsätzlich durch den Hausarzt der Versicherten, Dr. med. 

C.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin (vgl. Suva-act. 8 ff.), wenngleich am 29. 

März 2012 im Kantonsspital Münsterlingen bei persistenter Schmerzsymptomatik eine 

klinische und radiologische Kontrolluntersuchung stattfand und zur Heilbehandlung 

eine Physiotherapieverordnung ausgestellt wurde (Suva-act. 29, 31). Nachdem der 

Versicherten vom 16. Februar bis 20. Mai 2012 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert worden war, nahm sie ihre Arbeit ab 21. Mai 2012 wieder zu 50% auf (Suva-

act. 8 f., 12, 14 f., 19, 21, 28, 30). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und 

erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten- und Taggelder; Suva-act. 3 f.).

A.b  Eine weitere Nachkontrolle mit Röntgenuntersuchung der LWS im Kantonsspital 

Münsterlingen vom 7. Juni 2012 zeigte stationäre Verhältnisse der LWK1-

Deckenplattenfraktur. Im Kontrollbericht vom 8. Juni 2012 wurde ausserdem 

festgehalten, dass die konservative Therapie mit Physiotherapie weitergeführt werden 

sollte (Suva-act. 37, vgl. auch Suva-act. 39, 43, 46).

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A.c  Ab 1. Januar 2013 trat die Versicherte eine Vollzeitstelle als Serviceangestellte im 

Restaurant D.___ an, wobei ihr von Dr. C.___ weiterhin eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert wurde. Ab 1. Mai 2013 versuchte sie 80% zu arbeiten (Suva-act. 49, 56 ff.). 

Am 7. Mai 2013 teilte die B.___ AG der Suva mit, dass die Versicherte seit 1. Dezember 

2012 nicht mehr bei ihr arbeite. Sie habe das Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch per 

30. November 2012 gekündigt (Suva-act. 51).

A.d  Wegen persistierender Schmerzen im Rücken LWK1-3 erfolgte auf Zuweisung von 

Dr. C.___ am 1. Mai 2013 eine lumbale-vertebrospinale MRT-Untersuchung in der 

E.___. Dabei zeigten sich zeitgerechte Signalveränderungen der bekannten stabilen 

anterior gegenüber posterior um 5 mm imprimierten Deckenplattenfraktur von LWK 1 

ohne aktuellen Nachweis einer Nachsinterung, eine oligosegmentale Osteochondrose 

sowie polysegmentale Facettengelenksarthrose mit lediglich relativer neuroforaminaler 

Enge osteodiscogen und frischeren umschriebenen Anulusrissen auf Höhe LWK 4/5 

linkslateral, hier ohne konstante Nervenwurzel-Affektion, hingegen auf Höhe LWK 5/

SWK 1 umschrieben median mit denkbarer recessaler Affektion der weiter caudal 

abgehenden Nervenwurzel S1 rechts stärker als links, insgesamt hingegen keine 

Spinalkanalstenose (Suva-act. 58).

A.e  Am 7. Juni 2013 wurde die Versicherte auf Zuweisung von Dr. C.___ durch Prof. 

Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, Wirbelsäulenzentrum G.___, klinisch 

und röntgenologisch untersucht. Dr. F.___ berichtete am 13. Juni 2013, dass die 

Versicherte seit dem Sturz im Februar 2012 unter Schmerzen im mittleren LWS-Bereich 

mit Ausstrahlung nach kranial leide. Im Stehen und bei Belastung würden die 

Schmerzen deutlich an Intensität zunehmen. Klinisch zeigte sich ihm ein Neurostatus 

mit deutlicher Klopfschmerzhaftigkeit am thorakolumbalen Übergang, ein Finger-

Boden-Abstand von 30 cm, eine schmerzhaft eingeschränkte Retroflexion und Rotation 

beidseits sowie beidseits ein Pseudolasegue durch Verspannung und Verkürzung der 

ischiokruralen Muskeln. Die Fazettengelenke und ihre Irritationszonen waren nicht 

schmerzhaft. Auf dem Röntgenbild waren eine gerade Wirbelsäule, eine 

Impressionsfraktur L1 sowie eine Streckhaltung abgebildet. Dr. F.___ diagnostizierte 

eine traumatische Wirbelkompressionsfraktur L1 und hielt fest, dass die Beschwerden 

sicher zum Grossteil zumindest von dieser Fraktur herkommen würden. Die 

Wirbelkompression sei nicht ausgeprägt. Es bestünden keinerlei 

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Hinterkantenabsprünge und das Myelon sei völlig unaffeziert. Nach 15-monatiger 

Dauer sei es sehr schwer, eine geeignete Schmerztherapie zu finden, weil die 

Wirbelfraktur sicher schon konsolidiert sei. Er schlage eine Single shot 

Epiduralblockade vor (Suva-act. 59).

A.f  Dr. C.___ schrieb die Versicherte ab 1. Juni bis 31. August zu 40%, vom 26. bis 30. 

August zu 100% und vom 2. September bis 17. November 2013 zu 50% arbeitsunfähig 

(Suva-act. 64 f., 70, 72, 76, 80). Nachdem die Physiotherapie eher zu einer 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt hatte, hatte die Versicherte 

derweil bei Dr. med. H.___, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, von dem sie auch zu 

einem muskulären Aufbau angewiesen wurde, mit einer manuellen und myofaszialen 

Behandlung begonnen. Dr. H.___ diagnostizierte in einem ärztlichen Zwischenbericht 

vom 25. September 2013 ein lumbospondylogenes und myofasziales Schmerzsyndrom 

rechts bei Status nach Impressionsfraktur LWK1 mit Kompression von 5 mm ventral 

und führte aus, dass sich die Versicherte nach den Behandlungen jeweils etwa zwei 

Tage besser fühle, dann aber bei körperlicher Belastung im Restaurant wieder auf die 

alten Schmerzen zurückkomme. Dies beweise, dass die sekundären Dysfunktionen 

eine wichtige Rolle spielen würden. Die anatomische Veränderung durch die Fraktur 

könne allerdings nicht wegdiskutiert werden. Die Versicherte empfinde ihre Arbeit als 

Serviceangestellte nicht als schwer. Das Tragen auch von leichten Lasten der 

Körperachse vorgelagert, wie im Service, sei indessen sehr ungünstig. Es sei insofern 

ein bleibender Nachteil zu erwarten, als eine Frakturheilung im Sinne einer Restitution 

nicht mehr möglich sei (Suva-act. 73).

A.g  Am 5. November 2013 wurde die Versicherte durch Kreisarzt Dr. med. I.___, 

Facharzt für Chirurgie FMH, spez. Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie, untersucht, 

der die Arbeitsfähigkeit ab dem 5. November 2013 auf 75% festlegte und auf Anfang 

Dezember 2013 eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit erwartete (Suva-act. 82). Die 

Versicherte wurde gleichentags von der Suva entsprechend informiert (Suva-act. 78) 

und Dr. C.___ passte die Arbeitsunfähigkeitsattestierung an (Suva-act. 84; vgl. dazu 

auch act. 87). Die Versicherte befand sich weiterhin in einer medizinischen 

Trainingstherapie (MTT) und in der manualtherapeutischen Behandlung bei Dr. H.___ 

(vgl. Suva-act. 87, 89, 91 ff., 96). Dieser hielt in einem ärztlichen Zwischenbericht vom 

21. Januar 2014 fest, dass die Versicherte seit dem Unfall neben den lumbalen 

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Schmerzen auch zervikale Schmerzen habe, die aber im Hintergrund stehen würden 

(Suva-act. 87).

A.h  Am 3. März 2014 konsultierte die Versicherte ihren neuen Hausarzt, Dr. med. 

J.___, Innere Medizin FMH, der neue Röntgenbilder der LWS anfertigte (vgl. Suva-act. 

94). Dr. I.___ erläuterte diese in einer ärztlichen Beurteilung vom 24. April 2014. Er 

stellte fest, dass gesamthaft keine wesentliche Veränderung bei konsolidierter LWK 1-

Fraktur mit Keildeformation zirka 13° vorliege. Somit seien die Beschwerden im 

thorakolumbalen Bereich aufgrund verbliebener Unfallfolgen erklärbar. Unabhängig 

davon würden bei der Versicherten unfallunabhängige Nackenbeschwerden bestehen, 

die wahrscheinlich - im Rahmen, wie es häufig in der Normalbevölkerung vorkomme - 

multifaktoriell bedingt seien. Zum Erhalt des Zustandes seien für den Rücken eigene 

Übungen durchzuführen. Solange sich eine leichte Verbesserungswirkung zeige, sei 

zudem die weitere Kostenübernahme der Behandlung bei Dr. H.___ zu empfehlen. Von 

einer weitergehenden operativen Intervention sei Abstand zu nehmen. Aktuell sei zu 

einer 90%-igen und in einem Monat zu einer 100%-igen Arbeitstätigkeit zu raten (Suva-

act. 97). Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung legte die Suva die Arbeitsfähigkeit 

der Versicherten ab 1. Mai 2014 auf 90% und ab 1. Juni 2014 auf 100% fest und teilte 

der Versicherten die Einstellung der Taggeldleistungen per 1. Juni 2014, jedoch die 

Übernahme der Kosten der Behandlungsmassnahmen im bisherigen Rahmen mit 

(Suva-act. 98, vgl. auch Suva-act. 104). Die Versicherte hatte allerdings anlässlich eines 

Gesprächs mit der Suva vom 12. März 2014 ausgesagt, Taggelder lediglich bis am 30. 

November 2013 erhalten zu haben (Suva-act. 94).

A.i   Wegen einer unveränderten Beschwerdesituation trotz MTT und manueller 

Therapie fand am 7. August 2014 auf Zuweisung von Dr. J.___ (vgl. Suva-act. 101) eine 

weitere klinische und röntgenologische Untersuchung durch Prof. Dr. F.___ statt, deren 

Ergebnisse er in einem Untersuchungsbericht vom 18. August 2014 festhielt. Er 

empfahl zunächst eine therapeutische Blockade der Facettengelenke L1/2 und L2/3 

beidseits und darüber hinaus eine multimodale Schmerztherapie, bestehend aus 

weiteren anatomisch gesteuerten Facettengelenksblockaden, Manualtherapie und 

Akupunktur. Zusätzlich habe die Versicherte regelmässig die in der Physiotherapie 

erlernten Übungen durchzuführen. Er befürworte schliesslich die von Dr. J.___ am 25. 

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Juni 2014 seit 5. November 2013 attestierte Arbeitsunfähigkeit von 25% (Suva-act. 

103, 105).

A.j   Dr. I.___ unterstützte am 26. August 2014 das von Prof. Dr. F.___ vorgeschlagene 

Vorgehen und die von ihm gesehene Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 106), worauf die 

Suva der Versicherten einen Taggeldanspruch basierend auf einer Arbeitsunfähigkeit 

von 25% ab 1. August 2014 zusicherte, diesen aber an die Bedingung knüpfte, dass 

die Versicherte die von Prof. Dr. F.___ vorgeschlagenen Behandlungen, Therapien und 

Übungen konsequent durchführe (Suva-act. 107). Am 11. November 2014 anerkannte 

Kreisarzt Dr. med. K.___ weiterhin eine 25%-ige Arbeitsunfähigkeit und bestätigte eine 

100%-ige Arbeitsfähigkeit in der früheren angestammten Tätigkeit, bei der es sich um 

eine sitzend, aber auch stehend ausübbare Montagearbeit gehandelt habe (Suva-act. 

111).

A.k  Nachdem Dr. J.___ in einem ärztlichen Zwischenbericht vom 13. August (richtig: 

März) 2015 von einer unveränderten Beschwerdesituation trotz Durchführung der 

empfohlenen Behandlungen (Facettengelenkblockade, Manualtherapie, Akupunktur) 

und einer letzten Akupunktur bei Prof. Dr. F.___ am 16. Februar 2015 gesprochen und 

weitere geplante Behandlungen verneint hatte (Suva-act. 117), leitete die Suva eine 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung ein (Suva-act. 118 ff.). Diese erfolgte am 15. April 

2015 durch Dr. I.___, der gleichentags aktuelle Röntgenbilder der LWS im 

Röntgeninstitut L.___ machen liess (Suva-act. 123 f.). Am 17. April 2015 nahm er 

sodann eine medizinische Beurteilung des Integritätsschadens vor (Suva-act. 125).

A.l   Gestützt auf das Ergebnis der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung und der 

Integritätsschadenschätzung lehnte die Suva mit zwei Verfügungen vom 20. April 2015 

einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente ab, sprach ihr jedoch eine 

Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 5% zu (Suva-act. 127 f.)

B.   

B.a  Gegen die Rentenverfügung erhob die Versicherte am 11. Mai 2015 Einsprache, 

wobei sie darauf hinwies, dass sie laut beigelegtem Bericht von Prof. Dr. F.___ vom 18. 

August 2014 weiterhin 25% arbeitsunfähig sei (Suva-act. 129). Die Suva ersuchte 

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darauf Prof. Dr. F.___, die vorgenannte Arbeitsunfähigkeit zu begründen (Suva-act. 

131). Eine Antwort ging nicht ein.

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 23. Oktober 2015 wies die Suva die Einsprache der 

Versicherten ab (Suva-act. 137).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 15. November 2015 Beschwerde und 

beantragte, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzuheben und der Fall sei mit 

dem tatsächlichen Sachverhalt von einer bestätigten Arbeitsunfähigkeit von 25% als 

Folge des Unfalls vom 16. Februar 2012 zu entscheiden (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2016 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Die Beschwerdeführerin reichte hierauf am 30. Januar 2016 eine Replik zusammen 

mit einem Sprechstundenbericht von Prof. Dr. F.___ vom 29. Januar 2016 ein (act. G 5). 

Am 25. Februar 2016 folgte die Duplik der Beschwerdegegnerin (act. G 7). Beide 

Verfahrensparteien hielten an ihren Anträgen fest.

C.d Mit Schreiben vom 1. März 2016 schloss das Versicherungsgericht den 

Schriftenwechsel ab (act. G 8). Dennoch reichte die Beschwerdeführerin am 9. März 

2016 eine "Richtigstellung" zur Duplik ein (act. G 9).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

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Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente 

der Unfallversicherung. Diesbezüglich sind sich die Verfahrensparteien insbesondere 

über das Ausmass der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit uneinig. Unbestritten 

geblieben und nicht zu beanstanden ist die Vornahme des Fallabschlusses bzw. der 

Rentenprüfung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 20. April 2015 (Suva-act. 

127; vgl. dazu Suva-act. 117, 124, act. G 5). Die von der Beschwerdegegnerin mit 

Verfügung vom 20. April 2015 zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf 

einer Integritätseinbusse von 5% blieb unangefochten, so dass diese nicht Gegenstand 

des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zumindest 10 Prozent invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht angesichts dieser gesetzlichen 

Bestimmung nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat-kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (vgl. dazu BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; 

ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht im Regelfall auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

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eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen 

Unfallfolgen spielt indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 

Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1, 127 V 102 E. 5b/bb, 117 V 365 mit Hinweisen; 

SVR 2000 Nr. 14 S. 45).

3.2  Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder dessen Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

gleichfalls Beweiswert beigemessen werden, sofern sie schlüssig erscheinen, 

nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (RKUV 1991 Nr. U 133 S. 311 ff.).

3.3  Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht 

dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 

überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern 

das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 

genügt diesen Beweisanforderungen nicht (THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, §70 N. 58 f.). 

4.   

Vorab ist abzuklären, welche gesundheitlichen Beeinträchtigungen als unfallkausal zu 

betrachten sind und damit für die Festlegung eines allfälligen Rentenanspruchs 

relevant sind. Die Beschwerdeführerin beklagt seit dem Unfall vom 16. Februar 2012 

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Schmerzen im Rücken bzw. im Lendenbereich. In den medizinischen Akten sind zudem 

Schmerzen, Verspannungen und Bewegungseinschränkungen im Nackenbereich 

erwähnt.

4.1  Unbestritten und echtzeitlich radiologisch nachgewiesen ist, dass sich die 

Beschwerdeführerin anlässlich des Unfallereignisses vom 16. Februar 2012 eine 

Deckplattenimpressionsfraktur LWK 1 zuzog, welche konservativ therapiert wurde 

(Suva-act. 1, 29, 38). Laut Feststellung von Dr. I.___ in seiner ärztlichen Beurteilung 

vom 24. April 2014 zeigte sich die LWK 1-Fraktur am 3. März 2014 röntgenologisch 

konsolidiert mit Keildeformation ca. 13° (Suva-act. 97). Aus den nachfolgenden 

Röntgenbildern vom 7. August 2014 ersah Prof. Dr. F.___ gegenüber dem Vorbefund 

vom März 2014 keine Veränderungen. Im Untersuchungsbericht vom 18. August 2014 

hielt er zu den Röntgenbildern vom 7. August 2014 weiter fest, dass die Wirbelsäule 

schön gerade sei. Es würden sich keine Anhaltspunkte für Facettenarthrosen im 

inkriminierten Bereich, d.h. im Bereich der mittleren und oberen LWS, finden. Die 

Rückenbeschwerden der Beschwerdeführerin könnten mithin nicht degenerativen 

Veränderungen angelastet werden. Prof. Dr. F.___ schloss daraus, dass die 

Rückenbeschwerden der Beschwerdeführerin weiterhin Folge des Unfalls seien. Von 

den durch den Unfall offenbar immer noch aktivierten Noziz-Rezeptoren an den 

Facettengelenken würden Schmerzsignale herkommen (Suva-act. 105). Dr. I.___ liess 

die Schlussfolgerungen von Prof. Dr. F.___ in seinem Bericht vom 15. April 2015 über 

die kreisärztliche Abschlussuntersuchung unangefochten, wobei er nun gestützt auf die 

von der L.___ aktuell erstellten Röntgenbilder (Suva-act. 123) die Keildeformation nur 

noch mit ca. 10° bewertete. Er erklärte, die in diskreter Keilimpressionsdeformation 

konsolidierte LWK 1-Fraktur könne medizinisch erklärbar bei statischem Stehen und 

Rotationsbewegungen sowie Zwangshaltungen beim Servieren in abgedrehten und 

vornüber geneigten Haltungen zu Beschwerden führen (Suva-act. 124). Entsprechend 

ging Dr. I.___ in der Beurteilung des Integritätsschadens vom 17. April 2015 von einer 

verbliebenen Belastungseinschränkung bei Keildeformation knapp 10° aus (Suva-act. 

125). Im Untersuchungsbericht vom 29. Januar 2016 vermerkte Prof. Dr. F.___ 

schliesslich eine unveränderte Symptomatik, sowohl in Bezug auf den 

Schmerzcharakter als auch hinsichtlich der Schmerzintensität, Schmerzlokalisation 

sowie des physikalischen Befundes. Es sei damit von einem Dauerzustand auszugehen 

(act. G 5). In den vorgenannten medizinischen Akten zeigt sich, dass Dr. I.___ und Prof. 

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Dr. F.___ in Folge der Kompressionsfraktur LWK 1 übereinstimmend von dauernden 

Unfallrestfolgen im mittleren und oberen LWS-Bereich ausgehen, die bei der 

Beurteilung des Anspruchs der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente zu 

berücksichtigen sind.

4.2  Zu den Nackenbeschwerden hielt Dr. I.___ in seinem Bericht vom 5. November 

2013 über seine gleichentags erfolgte klinische Untersuchung (Suva-act. 82) sowie in 

seiner ärztlichen Beurteilung vom 24. April 2014 (Suva-act. 97) fest, dass diese 

unabhängig von den lumbalen Schmerzen bestünden und nicht unfallabhängig, 

sondern - wie es häufig in der Normalbevölkerung vorkomme - multifaktoriell bedingt 

seien. Im Bericht vom 5. November 2013 (Suva-act. 82) und in demjenigen vom 17. 

April 2015 über seine am 15. April 2015 erfolgte klinische Untersuchung (Suva-act. 124) 

wies er sodann auf eine etwas abgeflachte BWS-Kyphose bei der Beschwerdeführerin 

hin, die allenfalls aufgrund des morphologischen Zustandes bei Überlastung zu 

Nackenbeschwerden und Verspannungen im Trapeziusbereich führen könne. Nachdem 

Dr. I.___ eine unfallbedingte Genese der Nackenschmerzen nicht als gegeben 

betrachtet, fällt die Mitberücksichtigung derselben im Rahmen der 

Invaliditätsbemessung ausser Betracht, denn seine Ausführungen erscheinen 

angesichts der vorliegenden Aktenlage ohne Weiteres schlüssig und überzeugend. Von 

Nackenbeschwerden ist in den medizinischen Akten erstmals nach einer grösseren 

Latenzzeit, d.h. rund zwei Jahren nach dem Unfall, im Bericht von Dr. H.___ die Rede 

(Suva-act. 87). Bereits dieser zeitliche Umstand lässt ihre Verursachung durch den 

Unfall nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen (vgl. dazu RKUV 1997 Nr. U 

275 S. 191 E. 1c). Eine Unfallverletzung im Nackenbereich wurde offenbar von allen 

untersuchenden bzw. behandelnden Ärzten - den Hausärzten Dr. C.___ und Dr. J.___, 

Dr. H.___, Prof. Dr. F.___ und Kreisarzt Dr. I.___ - nie vermutet. Entsprechend kann den 

medizinischen Akten auch nicht entnommen werden, dass jemals die Durchführung 

einer radiologischen Untersuchung der HWS als erforderlich betrachtet worden wäre. 

Es fanden zwar klinische Untersuchungen statt, welche auffällige Befunde 

(Druckdolenzen, Verspannungen und Bewegungseinschränkungen) zeigten, doch 

wurden auch diese nie einer Unfallverletzung zugeordnet (vgl. Suva-act. 82, 89). In den 

Berichten des Wirbelsäulenspezialisten Prof. Dr. F.___ ist überhaupt nur von 

Beschwerden in der LWS die Rede (Suva-act. 59, 105, act. G 5) und auch in den 

ärztlich ausgestellten Physiotherapieverordnungen sind lediglich solche auf die LWS 

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bezogene Diagnosen vermerkt (Suva-act. 31, 67, 91 ff., 96, 99, 121). Abgesehen 

davon, dass die Nackenschmerzen offenbar gegenüber den Schmerzen im 

Lendenbereich im Hintergrund gestanden hatten, berichtete die Beschwerdeführerin 

der Beschwerdegegnerin schliesslich am 12. März 2014, keine Nackenschmerzen mehr 

zu haben (Suva-act. 87, 94, 97). Angesichts des Gesagten ist festzuhalten, dass die 

Nackenschmerzen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht durch den Unfall vom 

16. Februar 2012 verursacht worden sind und demzufolge - sofern sie überhaupt noch 

bestehen - im Rahmen der Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigen sind.

4.3  Sowohl von Dr. I.___ als auch von Prof. Dr. F.___ gesehen werden sodann die 

radiologisch erhobene diskrete Facettenarthrose und die Osteochondrosezeichen im 

unteren LWS-Bereich (L4/5 und L5/S1; vgl. Suva-act. 58-4, 110, 124, 129). Dr. I.___ 

geht aber auch diesbezüglich überzeugend von unfallfremden degenerativen 

Veränderungen aus, die - wie so häufig in der Normalbevölkerung - zu 

Rückenbeschwerden führen könnten (Suva-act. 124). Weil die vorgenannten Diagnosen 

laut medizinischer Literatur degenerative Prozesse darstellen und als Unfallfolge 

höchstens sekundär infolge einer primären Verletzung möglich sind, die 

Beschwerdeführerin jedoch nur im oberen, nicht aber im unteren 

Lendenwirbelsäulenbereich eine Verletzung erlitten hat, erscheint die kreisärztliche 

Schlussfolgerung ohne weiteres schlüssig (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 579 ff., S. 852 ff.; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 175 f., S. 1557; 

ROCHE  LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134, S. 1379; DAS MSD 

MANUAL, 6. Aufl. München 2000, S. 550 ff.). Zusammenfassend ist mithin festzuhalten, 

dass die degenerativen Veränderungen der Beschwerdeführerin im Bereich der unteren 

Lendenwirbelsäule nicht als Restfolgen des Unfalls vom 16. Februar 2012 zu 

betrachten und demzufolge ebenfalls nicht in die Invaliditätsbemessung einzubeziehen 

sind.

5.   

Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin wegen ihrer Unfallrestfolgen 

im Bereich des LWK 1 Anspruch auf eine Invalidenrente im Sinn von Art. 18 ff. UVG 

hat. Hierbei ist der Invaliditätsgrad nach Art. 16 ATSG durch einen 

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Einkommensvergleich zu ermitteln. Verglichen werden das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen) und das Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

5.1  Eine Grundlage der Bemessung des Invalideneinkommens bildet die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung in den trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung noch 

möglichen und zumutbaren Tätigkeiten. Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit 

beurteilen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Auch wenn für die Bemessung des Invalideneinkommens primär von der 

beruflich-erwerblichen Situation auszugehen ist, in welcher die versicherte Person 

konkret steht, so lässt es die Rechtsprechung nur unter besonderen Voraussetzungen 

zu, dass das Invalideneinkommen dem nach Eintritt der gesundheitlichen Einbusse 

tatsächlich noch erzielten Verdienst gleichgesetzt wird. Dabei wird - kumulativ - 

vorausgesetzt, dass ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis den Bezug auf den 

allgemeinen Arbeitsmarkt erübrigt, dass die verbleibende Arbeitsfähigkeit voll aus-

geschöpft wird und dass nicht ein Soziallohn ausgerichtet wird (BGE 117 V 18; UELI 

KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 16 N 50; RUMO-

JUNGO/ HOLZER, a.a.O., S. 133 f.).

5.2  Während sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellt, die 

Beschwerdeführerin könnte sowohl die angestammte, d.h. im Zeitpunkt des Unfalls 

vom 16. Februar 2012 bei der B.___ AG ausgeübte Tätigkeit, als auch eine gleichartige 

oder ähnliche Tätigkeit voll ausüben und demzufolge ein rentenausschliessendes 

Invalideneinkommen erzielen, hält die Beschwerdeführerin dagegen, sie sei lediglich 

noch zu 75% arbeitsfähig.

5.3 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/17

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5.3.1      Laut Bericht von Dr. I.___ über die ärztliche Abschlussuntersuchung vom 15. 

April 2015 sind der Beschwerdeführerin wechselbelastende Tätigkeiten unter 

Berücksichtigung bzw. Vermeidung der beschwerdeverursachenden Stellungen - 

statisches Stehen, Rotationsbewegungen, Zwangshaltungen beim Servieren in 

abgedrehten und vornüber geneigten Haltungen - vollschichtig, d.h. mit einem Pensum 

von 100%, zumutbar (Suva-act. 124). Es sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, die 

geeignet wären, Zweifel daran zu begründen, dass mit dem umfassend 

rückenadaptierten Zumutbarkeitsprofil der in Frage stehenden Gesundheitsschädigung 

bzw. den damit verbundenen Beschwerden und ihren praktischen Auswirkungen nicht 

genügend Rechnung getragen worden wäre. Das Zumutbarkeitsprofil an sich ist denn 

auch von der Beschwerdeführerin unbestritten geblieben. Sie selbst erzählte der 

Beschwerdegegnerin am 12. März 2014, sie könne beim Servieren maximal 2 bis 3 

Teller tragen. Beim Bücken nach vorne tue es ihr weh. Ohnehin sei das Heben und 

Tragen von Gewichten nicht gut. Sie vermeide es, so gut es gehe (Suva-act. 94). Am 

30. Oktober 2014 wiederholte sie, dass das Bücken nach vorne noch schmerzhaft sei 

und sie das Heben von schweren Gewichten vermeide und erklärte ausserdem, bei 

längerem Sitzen, Liegen oder Stehen an Ort Schmerzen im Lendenbereich zu 

verspüren (Suva-act. 109). Anlässlich der Abschlussuntersuchung vom 15. April 2015 

durch Dr. I.___ schilderte sie ebenfalls, dass sie beim Servieren auch etwa Schmerzen 

habe, welche bewegungsabhängig - beim nach vorne Bücken und auch beim Drehen - 

auftreten würden (Suva-act. 124). Die Darstellungen der Beschwerdeführerin in Bezug 

auf die beschwerdeverursachenden Arbeiten bzw. ihre körperlichen Einschränkungen 

stimmen ohne Weiteres mit dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. I.___ überein.

5.3.2      Dr. I.___ sieht die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nur in qualitativer 

Hinsicht eingeschränkt. Unter den in Erwägung 5.3.1 erwähnten, limitierenden 

Bedingungen ist denn auch ohne Weiteres eine volle Arbeitsfähigkeit als gegeben 

anzusehen. Wenn die Beschwerdeführerin demgegenüber von einer 75%-ige 

Arbeitsfähigkeit ausgeht, orientiert sich ihre Annahme offensichtlich an der von ihr in 

diesem Pensum tatsächlich ausgeübten Tätigkeit als Serviceangestellte. Dr. J.___ und 

Prof. Dr. F.___ attestierten ihr zwar in ihren Arztzeugnissen und Berichten vom 25. Juni 

bzw. 18. August 2014 eine 75%-ige Arbeitsfähigkeit, doch bezieht sich auch deren 

Einschätzung offensichtlich auf die Tätigkeit als Kellnerin. Die Ärzte erwähnen nur diese 

Tätigkeit sowie das dabei von der Beschwerdeführerin ausgeführte Pensum. Zur Frage 

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des Arbeitsfähigkeitsgrades in einer rückenadaptierten Tätigkeit wird nicht erkennbar 

Stellung genommen (Suva-act. 103, 110). Der Bericht von Prof. Dr. F.___ vom 29. 

Januar 2016 enthält schliesslich gar keine Aussage zur Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin (act. G 5). Mit ihren Beschreibungen der Tätigkeit als 

Serviceangestellte bzw. der damit verbundenen, zu Schmerzen führenden Arbeiten 

zeigt die Beschwerdeführerin selbst auf, dass es sich dabei nicht um eine, dem 

Zumutbarkeitsprofil von Dr. I.___ entsprechende, rückenadaptierte Tätigkeit handelt. 

Am 30. Oktober 2014 gab sie im Übrigen gegenüber der Beschwerdegegnerin zu, dass 

die Tätigkeit als Kellnerin "natürlich schon anstrengender" sei als die ehemals sitzende 

Tätigkeit bei der B.___ AG (Suva-act. 109). Auch Dr. H.___ hatte im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 25. September 2013 geschrieben, dass das Tragen auch von 

leichten Lasten der Körperachse vorgelagert, wie im Service, sehr ungünstig sei (Suva-

act. 73). Angesichts des Gesagten erscheint es mithin überzeugend, dass in einer 

rückenadaptierten Tätigkeit eine höhere, nämlich 100%-ige Arbeits¬fähigkeit besteht.

5.3.3      Bei der B.___ AG war die Beschwerdeführerin als Montagemitarbeiterin tätig 

(Suva-act. 2). Sie übte diese Tätigkeit hauptsächlich sitzend aus, bestätigte jedoch am 

11. Juni 2015 gegenüber der Beschwerdegegnerin, dass es bei der B.___ AG möglich 

gewesen sei, in Wechselposition zu arbeiten, d.h. stehend, dies auch an den 

Montagebändern (Suva-act. 133, vgl. auch Suva-act. 22). Der Beurteilung der 

Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführerin insbesondere diese angestammte 

Tätigkeit zu 100% zumutbar sei, kann damit gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin 

geht fehl in der Annahme, eine 75%-ige Arbeitsunfähigkeit habe auch für die Tätigkeit 

bei der B.___ AG zu gelten. Wie bereits dargelegt, ist den Unfallrestfolgen der 

Beschwerdeführerin im Bereich der oberen und mittleren Lendenwirbelsäule mit einer 

qualitativen Arbeitsfähigkeitseinschränkung, d.h. einer rückenadaptierten Tätigkeit wie 

derjenigen bei der B.___ AG, genügend Rechnung getragen.

5.3.4      Sind demnach die Vergleichseinkommen - Validen- und Invalideneinkommen - 

ausgehend vom selben Lohn zu berechnen, resultiert aus einer Restarbeitsfähigkeit von 

100% in der angestammten Tätigkeit selbstredend kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad (sog. Prozentvergleich, vgl. dazu RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 

139 f.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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5.3.5      Der Argumentation der Beschwerdeführerin in der Replik vom 30. Januar 

2016, die Beschwerdegegnerin habe mit der Festlegung einer Integritätsentschädigung 

einen bleibenden Schaden vom Unfall vom 16. Februar 2012 anerkannt (act. G 5), ist 

zwar zuzustimmen, doch widerspricht dieser Umstand nicht der Ablehnung eines 

Rentenanspruchs. Das Gesetz sieht für die Invalidenrente gemäss Art. 18 ff. UVG und 

die Integritätsentschädigung gemäss Art. 24 ff. UVG je eigene 

Leistungsvoraussetzungen vor. Beiden Versicherungsleistungen ist gemeinsam, dass 

sie einen durch den Unfall verursachten Gesundheitsschaden voraussetzen (vgl. BGE 

129 V 181 ff.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 53 ff.). Der Anspruch auf eine 

Invalidenrente gemäss Art. 18 UVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bedingt ausserdem 

eine ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidenrente bezweckt, die 

wirtschaftlichen Nachteile, die der versicherten Person aus der Gesundheitsschädigung 

entstehen, weitgehend auszugleichen. Wie in Erwägung 5.3.4 dargelegt, entsteht der 

Beschwerdeführerin aus den Unfallrestfolgen im Bereich der oberen und mittleren 

Lendenwirbelsäule bei voller Arbeitsfähigkeit adaptiert keine Erwerbseinbusse, weshalb 

in ihrem Fall ein Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen ist. Die 

Integritätsentschädigung setzt demgegenüber keinen wirtschaftlichen Nachteil, wie z.B. 

die Einschränkung der Erwerbsmöglichkeiten voraus, sondern - wie im konkreten Fall 

gegeben - eine erhebliche und dauernde Schädigung der körperlichen Integrität 

(ALFRED MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 

350 f., S. 413 ff.). Es kann demzufolge ohne Weiteres vorkommen, dass eine 

versicherte Person zwar Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hat, jedoch keinen 

auf eine Invalidenrente.

6.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 15. November 2015 

unter Bestätigung des Einspracheentscheids vom 23. Oktober 2015 abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben

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	Entscheid Versicherungsgericht, 10.07.2017
	Art. 6 UVG: Bejahung unfallkausaler Restfolgen im Bereich der LWSArt. 16 ATSG: Bejahung einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten Tätigkeit wie der angestammten Tätigkeit. Prozentvergleich. Verneinung eines Rentenanspruchs (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 10. Juli 2017, UV 2015/77).

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