# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d1fb32b-24ec-5744-ae8f-f2a6d5387628
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-01-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.01.2018 E-6438/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6438-2017_2018-01-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6438/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  J a n u a r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Barbara Balmelli (Vorsitz), 

Richterin Regula Schenker Senn,  

Richter David R. Wenger,    

Gerichtsschreiberin Nathalie Schmidlin. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch MLaw Ruedy Bollack,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) zugunsten von  

B._______, geboren am (…), Eritrea;  

Verfügung des SEM vom 12. Oktober 2017 / N (…). 

 

 

 

E-6438/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer suchte am 27. Mai 2014 in der Schweiz um Asyl 

nach. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2015 anerkannte das SEM den 

Beschwerdeführer als Flüchtling und gewährte ihm Asyl. 

B.  

Mit Schreiben vom 15. März 2017 stellte der Beschwerdeführer bei der Vor-

instanz ein Gesuch um Familienzusammenführung mit seiner Ehefrau 

B._______. Seinem Gesuch waren jeweils in Kopie die Heiratsurkunde (in-

klusive Übersetzung), zwei Passfotos der Ehefrau, ein Ausweis des UN-

HCR der Ehefrau sowie ein Ausweis des Beschwerdeführers beigelegt. 

C.  

Mit Schreiben vom 24. Juli 2017 ersuchte die Vorinstanz den Beschwerde-

führer, die Eheschliessung und das Zusammenleben mit seiner Ehefrau 

anhand von Beweismitteln zu belegen. 

D.  

Am 9. August 2017 gab der Beschwerdeführer die Heiratsurkunde im Ori-

ginal und eine Kopie der Identitätskarte der Mutter seiner Ehefrau zu den 

Akten. 

E.  

Mit Schreiben vom 15. September 2017 forderte die Vorinstanz den Be-

schwerdeführer auf, zu ihren Fragen Stellung zu nehmen und weitere Be-

weismittel einzureichen. Am 28. September 2017 reichte der Beschwerde-

führer seine Antworten ein. 

F.  

Mit Verfügung vom 12. Oktober 2017 lehnte die Vorinstanz das Gesuch um 

Familienzusammenführung für B._______ ab und verweigerte deren Ein-

reise in die Schweiz. 

G.  

Mit Eingabe vom 15. November 2017 reichte der Beschwerdeführer beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ein und beantragt, die Verfügung 

der Vorinstanz sei aufzuheben und es sei ihm der Familiennachzug für 

seine Ehefrau zu bewilligen. Eventualiter sei die Verfügung der Vorinstanz 

aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-

zuweisen. In prozessualer Hinsicht sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 

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zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten 

und einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen. 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 17. November 2017 hiess die Instruktionsrich-

terin das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gut 

und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Das Gesuch 

um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wies sie ab und 

lud die Vorinstanz zur Einreichung einer Vernehmlassung ein. 

I.  

In ihrer Vernehmlassung vom 7. Dezember 2017 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. 

J.  

Die Vernehmlassung wurde dem Beschwerdeführer am 11. Dezember 

2017 zur Kenntnis zugestellt. 

K.  

Mit Eingabe vom 19. Dezember 2017 nahm der Beschwerdeführer zur Ver-

nehmlassung der Vorinstanz Stellung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – endgül-

tig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG [SR 142.31]). Der Beschwer-

deführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert 

(Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

(Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. 

  

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3.  

3.1 Nach Art. 51 Abs. 1 AsylG werden – unter dem Titel Familienasyl – die 

Ehegatten und minderjährigen Kinder von Flüchtlingen ihrerseits als 

Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, wenn keine besonderen Um-

stände dagegen sprechen. Die Bestimmung zielt auf die Mitglieder der 

Kernfamilie ab, welche mit einem Flüchtling in die Schweiz gereist sind, 

ihrerseits aber keine eigenen Asylgründe gemäss Art. 3 Abs. 1 AsylG gel-

tend machen können, sondern sich auf der Basis ihrer Familienbande 

ebenfalls auf die Gesuchsgründe des Flüchtlings abstützen. 

3.2 Von diesem Anspruch auf derivative Anerkennung als Flüchtling ist 

jener auf Erteilung einer Einreisebewilligung gemäss Art. 51 Abs. 4 AsylG 

zu unterscheiden. Diese Norm bestimmt, dass Personen, welche aufgrund 

ihrer persönlichen Beziehung im Sinne von Art. 51 Abs. 1 AsylG einen 

Anspruch auf Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung 

von Asyl haben, auf Gesuch hin die Einreise in die Schweiz zu bewilligen 

ist, wenn sie sich noch im Ausland befinden und durch die Flucht getrennt 

wurden. Diese Bestimmung zielt damit auf Mitglieder der Kernfamilie ab, 

welche aufgrund der Umstände der Flucht von der in der Schweiz als 

Flüchtling anerkannten Person getrennt wurden und sich noch im 

Heimatstaat befinden oder erst einen Drittstaat erreicht haben. Diesen 

Familienmitgliedern ist – im Sinne eines asylrechtlichen Familiennachzugs 

respektive der Familienzusammenführung – die Einreise in die Schweiz zu 

bewilligen, jedoch nur dann, wenn sie mit der in der Schweiz als Flüchtling 

anerkannten Person zum Zeitpunkt der Flucht effektiv in einer Familien-

gemeinschaft gelebt haben und diese durch die Flucht getrennt wurde. 

Zweck von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist somit allein die Wiedervereinigung 

vorbestandener Familiengemeinschaften. Keine Einreisebewilligung er-

halten hingegen Personen, die zum Zeitpunkt der Flucht noch nicht in einer 

Familiengemeinschaft mit dem Flüchtling lebten (vgl. BVGE 2012/32 E. 5). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz gelangt in ihrer Verfügung zum Schluss, die Vorausset-

zungen für die Anwendung von Art. 51 Abs. 4 AsylG seien nicht erfüllt, wes-

halb das Gesuch um Familienzusammenführung abzulehnen sei. 

Der Beschwerdeführer und B._______ hätten zwar im Februar 2012 ge-

heiratet, jedoch bis zu seiner Ausreise nicht in einem gemeinsamen Haus-

halt gelebt. Somit sei ein zwingendes Kriterium für die Gutheissung eines 

Einreisegesuchs nicht erfüllt. Das zur Klärung angeführte Argument der 

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nicht genügenden finanziellen Mittel, vermöge nicht zu überzeugen. Es sei 

nicht ersichtlich, weshalb B._______ nicht, wie in Eritrea durchaus üblich, 

zu ihm und seinen Eltern gezogen sei, sondern trotz Vermählung grössten-

teils bei ihren Eltern wohnhaft geblieben sei. Es würden deshalb gewisse 

Vorbehalte gegenüber der tatsächlich vorbestandenen Beziehung beste-

hen. Zu diesen Zweifel trage ferner bei, dass der Beschwerdeführer kei-

nerlei Beweismittel weder zur Hochzeit noch zum gemeinsamen Zusam-

menleben eingereicht habe. Auch wenn sie in einer abgelegenen Region 

gelebt hätten, erscheine es angesichts der mittlerweile auch in Eritrea ver-

breiteten modernen Technologien wenig nachvollziehbar, dass er weder 

die Vermählung bildlich dokumentieren noch ein gemeinsames Foto von 

sich und B._______ eingereicht habe. 

4.2 In der Rechtsmitteleingabe macht der Beschwerdeführer geltend, es 

sei nicht ersichtlich, aus welchen Gründen die Vorinstanz darauf schliesse, 

dass er nicht mit seiner Frau in einem gemeinsamen Haushalt gelebt habe. 

Bereits anlässlich der Befragung zur Person (BzP) habe er zu Protokoll 

gegeben, dass seine Frau bei ihm und seiner Familie und teilweise bei ihrer 

eigenen Mutter gelebt habe. In der Bundesanhörung habe er präzisiert, 

dass seine Frau bei ihm wohne und nur manchmal zu ihrer Mutter gehe. 

Die regelmässigen Besuche bei ihrer Mutter seien verständlich. Die Mutter 

lebe alleine, seine Ehefrau sei ihr einziges Kind und deren Vater sei vor 

längerem verstorben. Da die finanziellen Verhältnisse nicht ausgereicht 

hätten für eine gemeinsame Bleibe, habe seine Ehefrau nach der Heirat 

bei ihm und ihren Schwiegereltern gelebt, was durchaus üblich in Eritrea 

sei. Ebenfalls aus finanziellen Gründen hätten sie keinen Fotograf für die 

Hochzeit anstellen können. Entgegen der Annahme der Vorinstanz hätten 

weder sie noch ihre Verwandten Zugang zu modernen Technologien ge-

habt, weshalb keine Fotos der Hochzeit existierten. 

4.3 In der Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, im Rahmen der Abklä-

rungen zum Familienzusammenführungsgesuch sei der Beschwerdeführer 

explizit auf die Wohnsituation nach der Heirat angesprochen worden, wo-

rauf er ausführte, dass seine Frau alle zwei bis drei Monate ihren Wohnsitz 

gewechselt habe. Diese Aussage unterscheide sich erheblich von der jet-

zigen Darstellung, wonach sie den Haushalt mit ihm geteilt haben soll. In-

dem er die Verhältnisse auf Beschwerdeebene anders und zu seinen 

Gunsten darstelle, erwecke er den Eindruck, als versuche er die Ausgangs-

lage zu verändern. Damit vermöge er nicht zu überzeugen. Sodann wie-

derhole er auf Beschwerdeebene lediglich die Gründe für die fehlenden 

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Nachweise der ehelichen Beziehung. Insbesondere angesichts des Um-

standes, dass er im Rahmen seines Asylgesuchs ein Foto seiner Eltern 

eingereicht habe, könne erwartet werden, dass er auch entsprechende 

Bildnachweise seiner Beziehung zur Ehefrau vorlegen könne. Ferner sei 

auf die Mitwirkungspflicht zu verweisen, wonach weder er noch B._______ 

ihre Identität nachgewiesen hätten. Damit verunmöglichten sie ihre zwei-

felsfreie Identifizierung. 

4.4 In seiner Eingabe vom 19. Dezember 2017 führte der Beschwerdefüh-

rer aus, die Argumentation in der Beschwerdeschrift verfolge nicht das Ziel, 

die Ausgangslage zu verändern. Vielmehr handle es sich um eine Präzi-

sierung. Er spreche zwar von einem regelmässigen Wechsel des Wohnsit-

zes, allerdings sei dabei zu berücksichtigen, dass er den Begriff „Wohnsitz“ 

nicht im juristischen Sinne verwendet habe, sondern damit lediglich aus-

drücken wollte, dass seine Frau ab und zu für ein paar Tage ihr Mutter 

besucht habe und dann dort im Sinne eines Besuchaufenthaltes gewohnt 

habe. Selbst wenn der Auslegung der Vorinstanz gefolgt würde, sei nicht 

ersichtlich, weshalb bei der Annahme eines regelmässigen Wechsels des 

Aufenthaltsortes zu seinen Ungunsten von einem Hauptwohnsitz bei der 

Mutter ausgegangen werden sollte. 

5.  

5.1 Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 29 

VwVG, Art. 32 Abs. 1 VwVG) verlangt, dass die verfügende Behörde die 

Vorbringen des Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft 

und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich entsprechend in der 

Entscheidbegründung niederschlagen muss (vgl. Art. 35 Abs. 1 VwVG). 

Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst werden, dass der 

Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann, was nur der 

Fall ist, wenn sich sowohl der Betroffene als auch die Rechtsmittelinstanz 

über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können (vgl. LORENZ 

KNEUBÜHLER, in: Kommentar zum VwVG, 2008, Art. 35 N. 6 ff.; BVGE 

2007/30 E. 5.6). 

5.2 Die Vorinstanz begründet die Ablehnung der Familienzusammenfüh-

rung damit, dass der Beschwerdeführer und B._______ zwar im Februar 

2012 geheiratet, jedoch nicht in einem gemeinsamen Haushalt gelebt hät-

ten. Nicht zu überzeugen vermöge das Argument, wonach sie nicht die fi-

nanziellen Mittel für einen Zusammenzug gehabt hätten. So sei nicht er-

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sichtlich, weshalb B._______ nicht, wie in Eritrea üblich, zu ihrem Ehe-

mann und dessen Eltern gezogen sei, sondern trotz der Vermählung gröss-

tenteils weiterhin bei ihren Eltern wohnhaft geblieben sei. 

5.3 In der Rechtsmitteleingabe weist der Beschwerdeführer zu Recht da-

raufhin, dass er bereits anlässlich der BzP zu Protokoll gegeben habe, 

dass seine Ehefrau sowohl bei seiner und als auch ihrer Familie gelebt 

habe. Sie sei gependelt (vgl. SEM-Akten A3/12 S. 4). Anlässlich der Anhö-

rung führte der Beschwerdeführer aus, seine Ehefrau habe vor seiner Aus-

reise bei ihm und seinen Eltern gewohnt. Manchmal sei sie nach Hause 

gegangen (vgl. SEM-Akten A18/22 F147 und 148). In seiner Stellung-

nahme im Rahmen der Gewährung des rechtlichen Gehörs führte er so-

dann aus, seine Ehefrau habe zirka alle zwei bis drei Monate ihren Wohn-

sitz gewechselt. Manchmal habe sie bei ihm und seinen Eltern gewohnt, 

dann habe sie wieder für einige Zeit zu ihrer Mutter gewechselt (SEM-Ak-

ten B8/3 Ziff. 5). Vor diesem Hintergrund erscheint die Feststellung der Vor-

instanz, dass der Beschwerdeführer und B._______ nicht in einem ge-

meinsamen Haushalt gelebt hätten, nicht nachvollziehbar. Sodann sind die 

Ausführungen der Vorinstanz insoweit unvereinbar, als sie einerseits aus-

führt, der Beschwerdeführer habe keinerlei Beweismittel zu seiner Hoch-

zeit eingereicht und andererseits erwähnt, als Beweismittel habe er ein 

Hochzeitszertifikat eingereicht. Damit ist für den Beschwerdeführer nicht 

ersichtlich, aus welchen Gründen die Vorinstanz sein Gesuch um Famili-

enzusammenführung abgelehnt hat. Die Vorinstanz hat demnach die ihr 

obliegende Begründungspflicht verletzt. 

5.4 Die Beschwerde ist somit gutzuheissen. Die Verfügung vom 12. Okto-

ber 2017 ist aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. 

6.  

6.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dem Beschwerdeführer keine 

Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

6.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens 

in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen.  

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Seite 8 

Der Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht. Auf entsprechende 

Nachforderung kann verzichtet werden, da der notwendige Vertretungsauf-

wand aufgrund der Akten zuverlässig abgeschätzt werden kann. Unter Be-

rücksichtigung der massgebenden Berechnungsfaktoren (Art. 9–13 VGKE) 

ist dem Beschwerdeführer zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-

gung von insgesamt Fr. 500.– (inkl. Auslagen) zuzusprechen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die Verfügung vom 12. Oktober 2017 wird aufgehoben und die Sache zur 

neuen Entscheidung an das SEM zurückgewiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von Fr. 500.– 

auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Barbara Balmelli Nathalie Schmidlin 

 

 

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