# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb1cbfdc-4f2e-57bd-87c4-537288920fb8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-08-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.08.2009 C-1802/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1802-2006_2009-08-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1802/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  A u g u s t  2 0 0 9

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, Richterin Ruth Beutler, 
Gerichtsschreiber Julius Longauer.

A._______,
Beschwerdeführer,
vertreten durch lic. iur. Peter Wicki, Rechtsanwalt,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1802/2006

Sachverhalt:

A.
Der aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer (geb. 1969) hielt 
sich seit dem Jahr 1988 wiederholt als Saisonnier in der Schweiz auf, 
bis er anfangs 1993 wegen Zuwiderhandlungen gegen ausländerrecht-
liche  Bestimmungen  eine  zweijährige  Einreisesperre  erwirkte.  Nach 
Ablauf dieser Massnahme bemühte er sich im Mai 1995 erfolglos um 
eine Einreisebewilligung zwecks Vorbereitung der Ehe mit der Schwei-
zer Bürgerin B._______ (geb. 1970). Daraufhin reiste er im Juli 1995 
illegal  in  die  Schweiz  und  stellte  ein  Asylgesuch.  Wenige  Wochen 
später,  am  25.  August  1995,  heiratete  er  B._______,  zog  sein 
Asylgesuch zurück und erhielt im Rahmen des Familiennachzugs eine 
Aufenthaltsbewilligung im Kanton Obwalden.

B.
Während eines Aufenthaltes in Kosovo zeugte der Beschwerdeführer 
mit  seiner  Landsfrau  C._______  (geb.  28.  September  1976) 
ausserehelich den Sohn D._______, der am 25. Oktober 1999 auf die 
Welt kam.

C.
Am 1. Mai 2001 ersuchte der Beschwerdeführer um erleichterte Ein-
bürgerung nach Art. 27 des Bürgerrechtsgesetzes vom 29. September 
1952 (BüG, SR 141.0). Die Frage nach der Existenz unverheirateter 
ausländischer Kinder unter 20 Jahren verneinte er im Formulargesuch.

Der Beschwerdeführer und seine Ehefrau unterzeichneten am 24. Sep-
tember 2001 zu Handen des Einbürgerungsverfahrens eine gemeinsa-
me Erklärung, wonach sie in einer tatsächlichen, ungetrennten, stabi-
len  ehelichen  Gemeinschaft  an  derselben  Adresse  zusammenlebten 
und  weder  Trennungs-  noch  Scheidungsabsichten  bestünden.  Die 
Ehegatten nahmen unterschriftlich zur Kenntnis, dass die erleichterte 
Einbürgerung nicht möglich ist, wenn vor oder während des Einbürge-
rungsverfahrens einer der Ehegatten die Trennung oder Scheidung be-
antragt  hat  oder  keine tatsächliche eheliche Gemeinschaft  mehr be-
steht, und dass die Verheimlichung dieser Umstände zur Nichtigerklä-
rung der Einbürgerung nach Art. 41 BüG führen kann.

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Am 15. November 2001 wurde der Beschwerdeführer erleichtert einge-
bürgert. Nebst dem Schweizer Bürgerrecht erhielt er die Bürgerrechte 
des Kantons Obwalden und der Gemeinde M._______.

D.
Der Beschwerdeführer und seine schweizerische Ehefrau unterzeich-
neten am 28. November 2002 eine Scheidungskonvention und unter-
breiteten  Anfang  Dezember  2002  dem  Bezirksgericht  Obwalden  ein 
gemeinsames Scheidungsbegehren. Am 2. April 2003 wurde die Ehe 
des Beschwerdeführers geschieden. Im November  desselben Jahres 
erwirkte der Beschwerdeführer, der zwischenzeitlich in den Kanton Zü-
rich gezogen war, die Erteilung von Besuchervisa an C._______ und 
den  gemeinsamen  Sohn  D._______.  Am  29.  Januar  2004  wurde 
D._______  vom Beschwerdeführer  förmlich  anerkannt.  Wenige  Tage 
später, am 9. Februar 2004, ging der Beschwerdeführer mit C._______ 
die  Ehe  ein.  In  der  Folge  wurde  im  Kanton  Zürich  ein  Gesuch  um 
Familiennachzug  gestellt,  dem  mit  Verfügung  vom  16.  August  2006 
unter  Vorbehalt  entsprochen  wurde.  Soweit  bekannt,  sind  aus  der 
neuen  Ehe  des  Beschwerdeführers  zwei  weitere  Kinder 
hervorgegangen.

E.
Gestützt auf eine entsprechende Mitteilung der Migrationsbehörde des 
Kantons Zürich gelangte die Vorinstanz mit Schreiben vom 13. August 
2004 an den Beschwerdeführer und teilte ihm unter Gewährung des 
rechtlichen Gehörs mit,  dass gegen ihn gestützt auf Art. 41 BüG ein 
Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung eröffnet 
worden sei. Vom Recht  auf  Stellungnahme machte der  Beschwerde-
führer am 9. November 2004 Gebrauch. In der Folge veranlasste die 
Vorinstanz eine rogatorische Einvernahme der geschiedenen schwei-
zerischen Ehefrau (durchgeführt von der Kantonspolizei Obwalden am 
13.  Februar  2005)  und  gewährte  dem  Beschwerdeführer  anschlies-
send am 18. Juli 2006 das Recht zur abschliessenden Stellungnahme. 
Eine solche gab der Betroffene am 5. September 2006 ab.

F.
Am 7. November 2006 erteilte der Kanton Obwalden als Heimatkanton 
des Beschwerdeführers seine Zustimmung zur Nichtigerklärung der er-
leichterten Einbürgerung.

G.
Mit Verfügung vom 9. November 2006 erklärte die Vorinstanz die er-

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leichterte Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig (Ziff. 1 des 
Dispositivs). Weiter stellte die Vorinstanz fest, dass sich die Nichtigkeit 
auf alle Familienmitglieder erstrecke, deren Schweizer Bürgerrecht auf 
der nichtig erklärten Einbürgerung beruhe (Ziff. 2 des Dispositivs).

H.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  13.  Dezember  2006  gelangte  der  Be-
schwerdeführer an das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement 
(EJPD), als die damals zuständige verwaltungsinterne Rechtsmittelin-
stanz, und stellte den Antrag auf Aufhebung der vorgenannten Verfü-
gung.

I.
Die Vorinstanz beantragte in  ihrer  Vernehmlassung vom 2. Juli  2007 
die Abweisung der Beschwerde.

J.
Die Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 16. August 2007 an seinem 
Rechtsmittel fest und ergänzte die bereits gestellten Rechtsbegehren 
durch  den Antrag,  es  sei  förmlich  festzustellen,  dass  die  Vorinstanz 
das Beschleunigungsgebot verletzt habe.

K.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM über die Nichtigerklärung einer erleichter-
ten Einbürgerung können mit  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten werden (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
beim EJPD bereits hängige Rechtsmittelverfahren vorliegenden Inhalts 
wurden vom Bundesverwaltungsgericht übernommen. Die Beurteilung 
erfolgt  nach  neuem  Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs.  2  VGG).  Gemäss 
Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsge-
richt nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 über das Ver-

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waltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021),  soweit  das  Verwaltungsge-
richtsgesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 4 VwVG).

1.3 Alle Rechtsbegehren in der Sache müssen vom Beschwerdeführer 
innerhalb der Rechtsmittelfrist gestellt werden. Spätere Ausweitungen 
oder  Ergänzungen sind ausgeschlossen (vgl.  FRANK SEETHALER /  FABIA 
BOCHSLER in:  Bernhard  Waldmann  /  Philippe  Weissenberger  [Hrsg.], 
Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 
Zürich usw. 2009, Rz. 41 ff. zu Art. 52). Soweit daher der Beschwerde-
führer sein ursprüngliches Rechtsbegehren auf Aufhebung der ange-
fochtenen  Verfügung  replikweise  durch  den  Antrag  ergänzt,  es  sei 
förmlich eine Verletzung des Beschleunigungsgrundsatzes festzustel-
len, erweist sich die Beschwerde als unzulässig.

1.4 Der Beschwerdeführer  ist  als  Verfügungsadressat  zur  Ergreifung 
des Rechtsmittels  legitimiert. Auf  seine frist-  und formgerecht  einge-
reichte Beschwerde ist daher im oben dargestellten Umfang teilweise 
einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
3.1 Der  Beschwerdeführer  beanstandet  eine  Verletzung  des  verfas-
sungsrechtlichen Beschleunigungsgebots (Art. 29 Abs. 1  der Bundes-
verfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April 
1999 [BV, SR 101]). Zur Begründung seiner Rüge trägt er vor, die Vor-
instanz habe das Verfahren monatelang pendent gehalten, obwohl sie 
ihm auf Anfragen hin wiederholt versichert habe, sie behandle das Ver-
fahren prioritär (telefonische Auskunft vom 18. August 2005, schriftli-

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che  Auskunft  vom  31.  Oktober  2005  und  18.  Januar  2006).  Ferner 
habe sie am 18. Januar 2006 mitgeteilt, sie werde ihm die Akten in den 
nächsten  Tagen  zur  abschliessenden  Stellungnahme  zustellen,  und 
sich gleichzeitig  für  die lange Verfahrensdauer entschuldigt. Tatsäch-
lich seien ihm die Akten erst  sechs Monate später am 18. Juli  2006 
übermittelt worden. Die verfahrensabschliessende Verfügung sei dann 
wenige Tage vor Ablauf der fünfjährigen Verwirkungsfrist am 9. Novem-
ber 2006 ergangen.

Nach Auffassung des Beschwerdeführers liegt im Verhalten der Vorin-
stanz eine massive Verzögerung begründet, deren Nachteile offenkun-
dig seien. Die bundesgerichtliche Praxis gehe bei einem bestimmten 
Zeitablauf von der Vermutung des Rechtsmissbrauchs aus. Dieser Be-
weis sei in aller Regel nur durch die Befragung von Zeugen oder durch 
Bestätigungen  zu  erbringen.  Zögere  das  Bundesamt  das  Verfahren 
über mehrere Jahre hinaus und erkläre die Einbürgerung letztlich doch 
für  nichtig,  werde  dadurch  dem  Betroffenen  der  Entlastungsbeweis 
verunmöglicht.  Es  sei  notorisch,  dass  sich  Personen  im  Verlauf  der 
Zeit nicht mehr an länger zurückliegende Umstände erinnern könnten. 
Im  Ergebnis  verletzten  die  Verzögerungen  der  Vorinstanz  dadurch 
nicht  bloss  das  Beschleunigungsgebot,  sondern  insbesondere  auch 
das durch die Verfassung und insbesondere durch die Konvention vom 
4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfrei-
heiten  (EMRK,  SR  0.101)  statuierte  Fairnessgebot.  Angemessene 
Sanktion für eine derartige Verletzung von Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 
Ziff. 1 EMRK sei die Einstellung der Verfahrens. 

3.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Ge-
richts-  und Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte 
Behandlung sowie auf Beurteilung innert angemessener Frist. Welche 
Frist  als  angemessen gilt,  lässt  sich sich nicht  in  allgemeiner Weise 
beantworten. Es kommt entscheidend auf die Art des Verfahrens, die 
Bedeutung der Angelegenheit, das Verhalten der Verfahrensbeteiligten 
und der zur Beurteilung zuständigen Behörde sowie auf sonstige Um-
stände des Einzelfalles an (vgl. BGE 130 I 312 E. 5.1 und 5.2 S. 331 f.; 
ferner JÖRG PAUL MÜLLER / MARKUS SCHEFER, Grundrechte in der Schweiz, 
Bern 2008, S. 840 ff.). Nichts anderes lässt sich Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
(und Art. 14 des Internationalen Pakts vom 16. Dezember 1966 über 
bürgerliche und politische Rechte [SR 0.103.2]) entnehmen (vgl. BGE 
130 I 312 E. 5.1 S. 332), der seines spezifischen Geltungsbereichs we-
gen auf die vorliegende Sache sowieso keine Anwendung findet (vgl. 

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Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C-1186/2006  vom  19.  März 
2009 E.3 mit Hinweisen).

3.2.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  stellt  fest,  dass  das  Verfahren 
vom Zeitpunkt seiner Eröffnung bis zu dessen Abschluss durch die an-
gefochtene Verfügung zwei Jahre und drei Monate dauerte. Während 
dieser  Zeit  wurde  eine  rogatorische  Einvernahme der  geschiedenen 
schweizerischen  Ehefrau  durchgeführt,  dem  Beschwerdeführer  zwei 
Mal Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt und die Zustimmung 
des  Heimatkantons  eingeholt.  Für  die  Wahrnehmung  seines  Äusse-
rungsrechts  nahm  der  Beschwerdeführer  vier  Monate  in  Anspruch. 
Auch  wenn  zwischen  der  Einholung  der  rogatorischen  Einvernahme 
vom 13. Februar  2005 und der  Einladung zur  abschliessenden Stel-
lungnahme am 18. Juli 2006 17 Monate vergingen, in denen die Ange-
legenheit  nicht  erkennbar  vorangetrieben  wurde,  kann  nach  Auffas-
sung  des  Bundesverwaltungsgerichts  die  Verfahrensdauer  nicht  als 
übermässig bewertet werden. In Anbetracht  der vergleichsweise kur-
zen Verwirkungsfrist von fünf Jahren, der Komplexität der Nichtigkeits-
verfahren und der Begrenztheit der zur Verfügung stehenden Ressour-
cen ist die Verfahrensführung durch die Vorinstanz nicht zu beanstan-
den.

3.2.2 Ungeachtet  der  vorstehenden  Erwägungen  weist  das  Bundes-
verwaltungsgericht darauf hin, dass Art. 41 Abs. 1 BüG der Nichtiger-
klärung durch das Bundesamt einen zeitlichen Rahmen von fünf Jah-
ren setzt. Weitere im Zeitablauf gründende Beschränkungen sind nicht 
vorgesehen. Ein Verzicht auf die Nichtigeklärung, den der Beschwer-
deführer als einzig angemessene Sanktion für die behauptete Verlet-
zung des Beschleunigungsgebots betrachtet,  liesse sich deshalb mit 
der  gesetzlichen  Ordnung  nicht  vereinbaren  (Urteil  des  Bundesge-
richts  5A.8/2005 vom 15. September  2005 E. 3). Zu anderen mögli-
chen Rechtsfolgen einer Verletzung des Beschleunigungsgebots ist zu 
bemerken, dass der Beschwerdeführer zwar allgemeine Überlegungen 
zu  Beweisschwierigkeiten  anstellt.  Er  behauptet  jedoch  nicht,  selbst 
konkrete, auf die Verfahrensdauer zurückzuführende Nachteile erfah-
ren zu haben. Unter diesen Umständen wäre eine Verletzung des Be-
schleunigungsgebots im vorliegenden Fall ohne rechtliche Konsequen-
zen (vgl. dazu Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-4393/2007 vom 
18. Februar 2009 E. 2.1 mit Hinweis).

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4.
4.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, die Vorinstanz habe 
sich in der angefochtenen Verfügung mit seinen Stellungnahmen vom 
9. November  2004 und 5. September  2006 sowie den eingereichten 
Beweismitteln  nicht  auseinandergesetzt.  Offensichtlich  habe  sie  sich 
mit seinen Einwänden nicht befasst. Damit habe sie seinen Anspruch 
auf rechtliches Gehör verletzt.

4.2 Der in Art. 29 Abs. 2 BV garantierte und in Art. 26 ff. VwVG für das 
Bundesverwaltungsverfahren konkretisierte Grundsatz des rechtlichen 
Gehörs umfasst unter anderem die Pflicht der Behörde, ihre Verfügung 
zu begründen (Art. 35 Abs. 1 VwVG). Die Begründung muss so abge-
fasst sein, dass der Betroffene die Verfügung sachgerecht anfechten 
kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittel-
instanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen kön-
nen. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen ge-
nannt werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche 
sie ihren Entscheid stützt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich die 
Behörde ausdrücklich mit  jeder tatbeständlichen Behauptung und je-
dem rechtlichen  Einwand  auseinandersetzen  müsste. Vielmehr  kann 
sie  sich  auf  die  für  den  Entscheid  wesentlichen  Gesichtspunkte  be-
schränken. Die  Behörde hat  demnach in  der  Begründung ihres Ent-
scheides diejenigen Argumente aufzuführen, die tatsächlich ihrem Ent-
scheid zugrunde liegen (BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; BGE 130 II 530 
E.  4.3  S.  540;  BGE  129  I  232  E.  3.2  S.  236;  vgl.  auch  LORENZ 
KNEUBÜHLER, Die Begründungspflicht, Bern 1998, S. 22 ff.).

4.3 Aus der angefochtenen Verfügung geht klar hervor, warum die Vor-
instanz  davon  ausgeht,  dass  im  massgeblichen  Zeitraum  zwischen 
dem Beschwerdeführer  und seiner schweizerischen Ehefrau eine in-
takte eheliche Beziehung nicht bestand. Soweit die Vorinstanz die Ein-
wände des Beschwerdeführers nicht übernommen hat, sind die Grün-
de hierfür zumindest implizit den Darlegungen zu entnehmen. Der Be-
schwerdeführer war jedenfalls in der Lage, die Verfügung sachgerecht 
anzufechten. Seine Rüge erweist sich somit als unbegründet.

5.
5.1 Der Beschwerdeführer rügt sodann, dass er über die Einvernahme 
seiner geschiedenen Ehefrau als Auskunftsperson nicht vorweg orien-
tiert  worden sei und keine Möglichkeit erhalten habe, Ergänzungsfra-

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gen zu stellen. Er erblickt darin eine weitere Verletzung des rechtlichen 
Gehörs.

5.2 Die Befragung von Auskunftspersonen nach Art. 12 VwVG – als 
solche wurde die geschiedene Ehefrau angehört  und nicht  etwa als 
Zeugin – hat in  sinngemässer Anwendung von Art. 18 VwVG grund-
sätzlich in Anwesenheit der Parteien zu erfolgen, wobei letzteren Gele-
genheit einzuräumen ist, Ergänzungsfragen zu stellen. Die Einvernah-
me kann nur ausnahmsweise ohne die Parteien stattfinden, wenn dies 
zur Wahrung wichtiger öffentlicher oder privater Interessen notwendig 
erscheint (BGE 130 II 169 E. 2.3.5 S. 174 mit Hinweisen sowie Urteil 
des  Bundesgerichts  5A.12/2006 vom 23. August  2006,  E. 3.2). Aus-
künfte, welche in Missachtung dieser Anforderungen erhoben wurden, 
dürfen nicht verwertet werden (BGE 130 II 169 E. 2.3.5 am Anfang). 
Diesbezügliche formelle Rügen gelten jedoch als verspätet, wenn die 
Partei nach Treu und Glauben gehalten gewesen wäre, ihren Anspruch 
auf Teilnahme an der Befragung bereits zu einem früheren Zeitpunkt 
geltend zu machen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A.24/2003 vom 
19. Mai 2004, E. 2.3, und 5A.30/2004 vom 15. Dezember 2004, E. 2.2).

5.3 Die  geschiedene  Ehefrau  des  Beschwerdeführers  wurde  am 
13. Februar 2005 als Auskunftsperson einvernommen, ohne dass man 
dem Beschwerdeführer  Gelegenheit  zur  Teilnahme eingeräumt  hätte 
und ohne dass  Gründe  ersichtlich  wären,  die  einen Ausschluss  des 
Beschwerdeführers von der Teilnahme hätten rechtfertigen können. Al-
lerdings wurde dem Beschwerdeführer am 18. Juli 2006 das Protokoll 
der Einvernahme zusammen mit den restlichen Verfahrensakten zuge-
stellt. Dieser nahm die Möglichkeit  zur abschliessenden Stellungnah-
me wahr und äusserte sich mit Eingabe vom  5. September 2006 zur 
Sache, wobei er ausdrücklich Bezug auf einzelne protokollierte Aussa-
gen seiner geschiedenen Ehefrau nahm. Eine Rüge, dass er  an der 
Befragung nicht  habe teilnehmen können, brachte er  nicht vor. Auch 
stellte er nicht den Antrag, die Einvernahme sei in seiner Gegenwart 
zu wiederholen,  oder  es seien der geschiedenen Ehefrau zumindest 
Ergänzungsfragen  zu  bestimmten  Punkten  zu  stellen.  Die  erst  im 
Rechtsmittelverfahren erhobene Rüge erweist sich somit als verspätet.

6.
6.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach 
der Eheschliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der 

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Schweiz gewohnt hat (Bst. a), seit einem Jahr hier wohnt (Bst. b) und 
seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger 
lebt (Bst. c). Nach dem Wortlaut und Wortsinn der Bestimmung müs-
sen sämtliche Voraussetzungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchsein-
reichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein. 
Fehlt es insbesondere im Zeitpunkt des Entscheids an der ehelichen 
Gemeinschaft, darf die erleichterte Einbürgerung nicht ausgesprochen 
werden (BGE 130 II 482 E. 2 S. 484, BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403). 
Die Beweislast trägt der Gesuchsteller (Urteil des Bundesverwaltungs-
gerichts C-5286/2007 vom 4. November 2008 E. 3.2).

6.2 Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Sinne  des  Bürger-
rechtsgesetzes  bedeutet  mehr  als  nur  das  formelle  Bestehen  einer 
Ehe.  Verlangt  wird  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft,  getragen 
vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 130 ll 482 
E. 2 S. 483 f., BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 128 ll 97 E. 3a S. 
98 f., BGE 121 ll 49 E. 2b S. 52). Denn der Gesetzgeber wollte dem 
ausländischen  Ehegatten  einer  Schweizer  Bürgerin  die  erleichterte 
Einbürgerung ermöglichen,  um die Einheit  des Bürgerrechts im Hin-
blick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (vgl. Botschaft des Bun-
desrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, 
BBl 1987 III 310). Ein Hinweis auf den fehlenden Willen der Ehegatten, 
die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann im Umstand lie-
gen, dass kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung 
erfolgt oder die Scheidung eingeleitet wird (BGE 130 ll 482 E. 2 S. 483 
f., BGE 128 ll 97 E. 3a S. 98 f.).

6.3 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde 
des Heimatkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt werden, wenn 
sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen 
„erschlichen“ (Art. 41 Abs. 1 BüG), d.h. mit einem unlauteren und täu-
schenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des strafrecht-
lichen Betrugstatbestandes wird  nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der 
Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die mit dem Einbür-
gerungsbegehren befasste Behörde bewusst in einem falschen Glau-
ben lässt und so den Vorwurf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, 
über eine erhebliche Tatsache zu informieren (vgl. BGE 132 II 113 E. 
3.1 S. 114 f., 130 II 482 E. 2 S. 484, je mit Hinweisen). Weiss der Be-
troffene, dass die Voraussetzungen für  die erleichterte Einbürgerung 
auch im Zeitpunkt der Verfügung vorliegen müssen, so muss er die Be-
hörde unaufgefordert über eine nachträgliche Änderung in seinen Ver-

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hältnissen orientieren, von der er weiss oder wissen muss, dass sie ei-
ner Einbürgerung entgegensteht. Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem 
Grundsatz von Treu und Glauben und aus der verfahrensrechtlichen 
Mitwirkungspflicht  gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde 
darf  sich ihrerseits darauf verlassen, dass die vormals erteilten Aus-
künfte  bei  passivem Verhalten  des  Gesuchstellers  nach  wie  vor  der 
Wirklichkeit entsprechen (vgl. BGE 132 II 113 E. 3.2 S. 115 f.).

7.
7.1 Das Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 
richtet sich nach den Bestimmungen des VwVG VwVG (Art. 1 Abs. 1 
und Abs. 2 Bst. a VwVG). Danach obliegt es der Behörde, den Sach-
verhalt von Amtes wegen abzuklären (Art. 12 VwVG). Sie hat zu unter-
suchen, ob der betroffenen Person die Täuschung über eine Einbürge-
rungsvoraussetzung  vorgeworfen  werden  kann,  wozu  insbesondere 
ein beidseitig intakter und gelebter Ehewille gehört. Da die Nichtiger-
klärung in  die Rechte der  betroffenen Person eingreift,  liegt  die Be-
weislast  bei  der  Behörde. Allerings geht  es in  der  Regel  um innere, 
dem Kern der Privatsphäre zugehörende Sachverhalte, die der Behör-
de  nicht  bekannt  und  einem  Beweis  naturgemäss  kaum  zugänglich 
sind. Sie kann sich daher veranlasst sehen, von bekannten Tatsachen 
(Vermutungsbasis)  auf  unbekannte  (Vermutungsfolge)  zu  schliessen. 
Solche natürlichen Vermutungen (auch als tatsächliche Vermutungen 
bezeichnet) können sich in allen Bereichen der Rechtsanwendung er-
geben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um 
Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  auf  Grund  der  Lebenserfahrung 
gezogen werden. Die betroffene Person ist bei der Sachverhaltsabklä-
rung mitwirkungspflichtig (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 485 f. mit Hinwei-
sen).

7.2 Die natürliche Vermutung gehört zur freien Beweiswürdigung. Sie 
stellt  eine  Beweiserleichterung  dar,  indem  eine  bereits  vorhandene, 
aber nicht mit letzter Schlüssigkeit mögliche Beweisführung unterstützt 
wird. Eine Umkehr der Beweislast hat sie nicht zur Folge. Wenn daher 
bestimmte Tatsachen – beispielsweise die Chronologie der Ereignisse 
– die natürliche Vermutung begründen, dass die erleichterte Einbürge-
rung erschlichen wurde, muss die betroffene Person nicht den Nach-
weis  für  das Gegenteil  erbringen. Es genügt,  wenn sie einen Grund 
anführt,  der es als wahrscheinlich erscheinen lässt, dass sie die Be-
hörde nicht getäuscht hat. Bei diesem Grund kann es sich um ein au-
sserordentliches,  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  eingetretenes 

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Ereignis handeln, das zum raschen Scheitern der Ehe führte, oder die 
betroffene Person kann plausibel darlegen, weshalb sie die Schwere 
ehelicher Probleme nicht erkannte und den wirklichen Willen hatte, mit 
dem Schweizer Ehepartner auch weiterhin in einer stabilen ehelichen 
Gemeinschaft zu leben (zur Publikation bestimmtes Urteil des Bundes-
gerichts 1C_190/2008 vom 29. Januar 2009 E. 3 mit Hinweisen).

8.
Die  erleichterte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  wurde  innert 
der gesetzlichen Frist  von fünf Jahren und mit  Zustimmung des Hei-
matkantons Obwalden für nichtig erklärt. Die formellen Voraussetzun-
gen des Art. 41 Abs. 1 BüG für eine Nichtigerklärung sind somit erfüllt. 

9.
9.1 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer während der Ehe 
mit seiner Schweizer Ehefrau ausserehelich ein Kind zeugte, das am 
25. Oktober 1999 geboren wurde. Am 1. Mai 2001 ersuchte er um er-
leichterte Einbürgerung. Die im dazugehörenden Formular enthaltenen 
Felder  zur  Deklarierung von im Ausland lebenden  Kindern  unter  18 
Jahren  strich  er  durch.  Nachdem  die  Ehegatten  am  24. September 
2001 zu Handen des Einbürgerungsverfahrens die gemeinsame Erklä-
rung  zur  ehelichen  Gemeinschaft  abgegeben  hatten,  wurde  am 
15. November 2001 die erleichterte Einbürgerung des Beschwerdefüh-
rers verfügt. Zwölf Monate später, am 28. November 2002 unterzeich-
neten die Ehegatten eine Scheidungskonvention und formulierten ein 
gemeinsames Scheidungsbegehren, das am  6. Dezember 2002 beim 
zuständigen Gericht einging. Aus der ehelichen Wohnung zog der Be-
schwerdeführer  anfangs Februar 2003 aus. Die kinderlos gebliebene 
Ehe wurde schliesslich mit Urteil vom  2. April  2003 geschieden. Fünf 
Monate später ersuchten die Kindsmutter und das uneheliche Kind um 
Ausstellung eines  Visums zum Besuch  des Beschwerdeführers. Aus 
diesem Anlass verfasste der Beschwerdeführer ein Einladungsschrei-
ben, in dem er die Kindsmutter als seine Verlobte bezeichnete. Nach-
dem die notwendigen Visa erteilt worden waren, reisten die Eingelade-
nen  in  die  Schweiz  ein.  Am  29. Januar  2004 anerkannte  der  Be-
schwerdeführer sein uneheliches Kind gegenüber der zuständigen Zi-
vilstandsbehörde  und  am  9. Februar  2004 ging  er  die  Ehe  mit  der 
Kindsmutter ein. Wenig später, am 13. Februar 2004, wurden je ein Fa-
miliennachzugsbegehren für die Ehefrau und das Kind gestellt. Darin 
wird als Datum der Einreise in die Schweiz der 12. Dezember 2003 ge-
nannt.

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9.2 Die  dargestellten  Eckdaten,  namentlich  die  aussereheliche  Zeu-
gung eines Kindes, die unterlassene Offenlegung dieses Sachverhal-
tes  gegenüber  der  Einbürgerungsbehörde,  ferner  der  rasche  Zerfall 
der ehelichen Gemeinschaft nach der erleichterten Einbürgerung, wel-
cher bis zur Unterzeichnung der Scheidungskonvention gerade 12 Mo-
nate in Anspruch nahm, die fünf Monate nach der Scheidung in Angriff 
genommenen Bemühungen des Beschwerdeführers, seinem Kind und 
der von ihm als Verlobten bezeichneten Kindsmutter die Einreise in die 
Schweiz zu ermöglichen, sowie der zwei Monate nach der Einreise er-
folgte Eheschluss begründen in ihrer Gesamtheit die natürliche Vermu-
tung, dass im massgebenden Zeitpunkt des Einbürgerungsverfahrens 
keine intakte eheliche Gemeinschaft bestand und der Beschwerdefüh-
rer dazu die Unwahrheit sagte (vgl. etwa den Sachverhalt im Urteil des 
Bundesgerichts 1C_129/2009 vom 26. Mai 2009). Es ist daher im Fol-
genden zu prüfen, ob der Beschwerdeführer in der Lage ist, diese na-
türliche Vermutung zu widerlegen. 

10.
Der Beschwerdeführer beteuert,  unterstützt von seiner geschiedenen 
schweizerischen  Ehefrau,  dass  die  gemeinsame Erklärung  zum Zu-
stand  der  Ehe  vom  24.  September  2001 der  Wahrheit  entsprochen 
habe. Erst gegen den Sommer 2002 seien die ersten ehelichen Prob-
leme aufgetreten. Sie  hätten  dazu geführt,  dass  im  November  2002 
eine Scheidungskonvention ausgearbeitet und Anfang Dezember beim 
Gericht eingereicht worden sei. Aus der ehelichen Wohnung sei er erst 
einige Monate später, anfangs Februar 2003 ausgezogen. 

Der Beschwerdeführer führt weiter aus, sein aussereheliches Kind sei 
das  Ergebnis  einer  Nacht  gewesen,  die  er  während  seines  Kurzbe-
suchs  in  Kosovo  im  Winter  1998/1999 mit  einer  "Spontanbekannt-
schaft"  verbracht  habe. An der Frau habe er  kein weiteres Interesse 
gehabt. In  der Folge sei  es der  Kindsmutter  jedoch gelungen,  seine 
Adresse ausfindig zu machen. Sie habe ihm geschrieben und ihn mit 
der Behauptung konfrontiert, er sei der Vater des zwischenzeitlich ge-
borenen  Kindes. Er,  der  Beschwerdeführer,  habe  diese  Behauptung 
stets als "Erfindung" der Kindsmutter betrachtet. Weil er überzeugt ge-
wesen sei, nicht der Vater zu sein, habe er seine Ehefrau nicht über 
diese Vorgänge informiert. Weiteren Kontakt mit der Kindsmutter habe 
er nicht gehabt. Erst im Sommer 2002, als die ehelichen Probleme be-
gonnen hätten, sich zu akzentuieren, habe sich die Kindsmutter erneut 
gemeldet und hartnäckig auf ihrer Auffassung beharrt, er sei der Vater. 

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Er habe sich daraufhin bereit  erklärt,  im Kosovo ein Vaterschaftsgut-
achten zu veranlassen. Den Auftrag für  die Probeentnahme und zur 
Vaterschaftsfeststellung habe er  am  15. August  2002 während eines 
Kosovo-Aufenthaltes  erteilt.  Erst  später  und  nach  Durchführung  der 
Abklärung  habe  er  erfahren,  dass  er  wider  Erwarten  der  Vater  des 
Kindes sei. 

Dennoch habe er weiterhin von der Kindsmutter nichts wissen wollen. 
Diese habe sich aber von nun an regelmässig bei ihm gemeldet. Im 
Herbst 2003, als er eine andere Beziehung beendet habe, habe er die 
Kindsmutter und das Kind für drei Monate zu sich in die Schweiz ein-
geladen. Im  Oktober 2003 seien beide in die Schweiz eingereist. An-
schliessend habe die Beziehung zwischen ihm und der Kindsmutter ih-
ren Anfang genommen. Im Juni 2004 hätten sie schliesslich geheiratet.

11.
Mit  diesen  Vorbringen  gelingt  es  dem  Beschwerdeführer  nicht,  die 
Scheidungsgründe glaubwürdig darzustellen.

11.1 In seiner ersten Stellungnahme vom 9. November 2004 behaup-
tete der Beschwerdeführer nicht nur, dass die Ehe zum Zeitpunkt der 
erleichterten Einbürgerung intakt gewesen sei und eheliche Probleme 
erst im Sommer 2002 zu Tage getreten seien. Er äusserte sich darüber 
hinaus detailliert  zur Frage, worin diese Probleme bestanden hätten. 
Nach  seiner  Darstellung  entzündeten  sie  sich  an  unterschiedlichen 
Vorstellungen über die weitere Familienplanung. Der Beschwerdefüh-
rer machte geltend,  er habe sich sehnlichst  Kinder gewünscht,  wäh-
rend seine Ehefrau entschieden gegen Nachwuchs eingestellt  gewe-
sen sei. Sie habe sich stattdessen Haustiere zulegen wollen, was wie-
derum er  abgelehnt  habe. Die  Streitereien  zwischen  den  Ehegatten 
hätten schliesslich dazu geführt, dass die Ehefrau eine Beziehung mit 
einem anderen Mann eingegangen sei. Anfang Dezember 2002 hätten 
sie gemeinsam die Scheidung beantragt. Er selbst habe im Juli 2002 
ebenfalls eine aussereheliche Freundschaft angefangen, die bis Okto-
ber 2003 gedauert  habe. Die letztere Behauptung liess sich der Be-
schwerdeführer  durch  zwei  Schreiben  vom  22.  und  28.  September 
2004, aufgesetzt durch Arbeitskollegen und Bekannte, bestätigen.

11.2 Die Schilderung desselben Sachverhaltes durch die geschiedene 
Ehefrau anlässlich ihrer  Einvernahme vom  13. Februar 2005 ist  dia-
metral  anders. Sie  bezeichnete  die  Darstellung  des  Beschwerdefüh-
rers als "lachhaft". Er sei es gewesen, der gegen gemeinsame Kinder 

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eingestellt gewesen sei. Sie selbst habe sich zu Beginn der Ehe Kin-
der  gewünscht. Der  Beschwerdeführer  habe aber  stets  gesagt,  man 
solle noch warten. Später habe sich auch keine Kinder mehr gewollt. 
Aber dass sie sich Haustiere statt Kinder gewünscht habe, stimme ab-
solut nicht. Sie habe bis heute kein Haustier (Antwort 31). Im Übrigen 
bestätigte die Beschwerdeführerin auf eine entsprechende Frage wohl, 
dass  die  gemeinsame Erklärung  vom  24. September  2001 "absolut" 
der Wahrheit entsprochen habe (Antwort 24). Das behauptete sie be-
reits  in  ihrem  Bestätigungsschreiben  vom  2. November  2004. Aller-
dings gilt  es zu beachten, dass sie zuvor den Zustand der ehelichen 
Beziehung in einer Weise beschrieb, die mit ihren eigenen Vorstellun-
gen von einer stabilen und intakten Ehe (vgl. dazu Antwort 26) in kei-
ner Weise vereinbar ist. So gab sie zu Protokoll,  dass die Ehe zwei 
Jahre gut verlaufen sei. Danach seien dem Beschwerdeführer andere 
Sachen, wie die eigene Familie, seine Kollegen, sein Auto und sonsti-
ges wichtiger geworden als sie und die Ehe (Antwort 11 und 13). Ge-
meinsame Interessen  hätten  sie  keine  gehabt  (Antwort  14)  und ge-
meinsame Ferien hätten sie nie verbracht. Wann immer die Möglichkeit 
dazu bestanden habe,  sei  der Beschwerdeführer allein  nach Kosovo 
gefahren.  Die  gemeinsamen  Aktivitäten  hätten  sich  darin  erschöpft, 
dass sie ab und zu ihre Eltern besucht hätten (Antwort 15).

11.3 Im  weiteren  Verlauf  des  Verfahrens  blendet  der  Beschwerde-
führer die abweichenden Aussagen seiner geschiedenen Ehefrau aus. 
Er äussert sich weder zum Niedergang der Beziehung nach zwei Jah-
ren Ehedauer, noch zum Fehlen von Gemeinsamkeiten, noch zur völlig 
gegensätzlichen  Darstellung  der  zentralen  Frage  einer  Familienpla-
nung. Stattdessen nennt der Beschwerdeführer einen neuen Grund für 
das Scheitern der Ehe. Den Kontext ignorierend greift er selektiv das 
Eingeständnis der geschiedenen Ehefrau heraus, sie sei eine Fremd-
beziehung  eingegangen,  und  erklärt  dieses  Verhalten  dafür  verant-
wortlich, dass er seinen Ehewillen verloren und seinerseits, allerdings 
erst nach der Trennung von seiner Ehefrau (so die Replik), eine aus-
sereheliche  Beziehung  begonnen  habe.  Der  Beschwerdeführer  be-
hauptet weiter, er habe von Anfang an auf diese Zusammenhänge hin-
gewiesen. Diese Darstellung ist  grob aktenwidrig. Tatsache ist,  dass 
der  Beschwerdeführer  solches  mit  keinem  Wort  andeutete.  Befrem-
dend erscheint im Übrigen, wie sich der Beschwerdeführer über eige-
ne Aussagen und Beweismittel hinwegsetzt, die er im Rahmen seiner 
ersten Stellungnahme ins Verfahren einführte und aus denen hervor-
geht,  dass er  die Fremdbeziehung im  Juni  bzw. Juli  2002 begonnen 

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habe, also ein halbes Jahr vor dem Auszug aus der ehelichen Woh-
nung. 

Erst  in der Replik  nimmt der Beschwerdeführer erkennbar Notiz von 
den  divergierenden  Aussagen  der  geschiedenen  Ehefrau,  indem  er 
das Gesuch stellt, es sei ihm Gelegenheit zu Ergänzungsfragen einzu-
räumen, sollte das Gericht wider Erwarten der Haltung der Ehegatten 
zur Frage der Familienplanung Relevanz beimessen. Der Nutzen einer 
solchen Untersuchungshandlung ist allerdings nicht erkennbar. Weder 
äussert sich der Beschwerdeführer zum Inhalt der Fragen, die seiner 
geschiedenen schweizerischen Ehefrau gestellt werden müssten, noch 
setzt er sich mit deren klaren und eindeutigen Aussagen inhaltlich aus-
einander. Auf die beantragte Beweiserhebung kann daher ohne Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs verzichtet werden (Art. 33 Abs. 1 VwVG; 
vgl. dazu BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; BGE 130 II 425 E. 2.1 S. 428 f.; je 
mit Hinweisen; ferner ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren 
und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich  1998,  Rz. 
320).

12.
Unglaubwürdig ist ferner die Schilderung in der Entwicklung des Ver-
hältnisses zum Kind und zur  Kindsmutter,  der  heutigen Ehefrau des 
Beschwerdeführers. Sie entspricht einem lebensfremden, stereotypen 
Erklärungsmuster, mit dem sich das Bundesverwaltungsgericht schon 
wiederholt auseinandersetzen musste (vgl. dazu etwa Urteil des Bun-
desverwaltungsgerichts C-1191/2006 vom 31. Oktober 2008 E. 6.6 mit 
weiteren Hinweisen).

12.1 Der Behauptung des Beschwerdeführers, er sei  bis zum Vorlie-
gen des Ergebnisses des am  15. August 2002 in Auftrag gegebenen 
Vaterschaftstests der festen Überzeugung gewesen, nicht der Vater zu 
sein, steht entgegen, dass er im Rahmen des Visum- bzw. Familien-
nachzugsverfahrens eine UNMIK-Geburtsurkunde seines Kindes pro-
duzierte, die am 6. August 2002 von der zuständigen Behörde der Ge-
meinde Kaçanik auf Grund einer am gleichen Tag erfolgten Registrie-
rung des Kindes ausgestellt  wurde und in der seine Vaterschaft  ver-
merkt ist. Eine spontane sexuelle Begegnung ausserhalb der Ehe, wie 
sie der Beschwerdeführer behauptet, widerspricht im Übrigen diamet-
ral den traditionellen Vorstellungen, die in der gesellschaftlichen Reali-
tät  des ländlichen Kosovos,  aus dem der Beschwerdeführer  und die 
Kindsmutter  stammen, nach wie vor das gegenseitige  Verhältnis  der 

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Geschlechter prägen. Sie gilt als schwerer Sittenverstoss, der die Frau 
und deren Familie entehrt, vor allem wenn aus der Begegnung – wie 
im  vorliegenden  Fall  –  ein  Kind  resultiert  (vgl.  dazu  etwa  RAINER 
MATTERN,  Schweizerische  Flüchtlingshilfe  [SFH],  Bedeutung  der 
Tradition im heutigen Kosovo, November 2004, Ziff. 3.6, online auf der 
Website  der  Schweizerischen  Flüchtlingshilfe  > Herkunftsländer  > 
Europa  > Kosovo, besucht am 30. Juni 2009). Der Beschwerdeführer 
wäre  in  dieser  Situation  sicherlich  nicht  in  der  Lage  gewesen,  die 
Verantwortung für das Kind drei Jahre lange mit der Begründung zu-
rückzuweisen,  er  sei  davon überzeugt,  nicht  der  Vater  zu  sein; eine 
Überzeugung übrigens, zu deren Berechtigung er sich wohlweislich mit 
keinem Wort  äussert.  Ein  Konflikt  zwischen den beteiligten Familien 
wäre unausweichlich. Das Gesagte gilt umso mehr, als der Beschwer-
deführer  und  die  Kindsmutter  beide  aus  der  kleinen  Ortschaft 
Glloboçicë (Gemeinde Kaçanik) im südöstlichen Kosovo stammen, wo 
sie  auch  ihren  gewöhnlichen  Wohnsitz  haben  (vgl.  UNMIK-Geburts-
urkunde). 

12.2 Vor  diesem  Hintergrund  erstaunt  es  nicht,  dass  sich  der  Be-
schwerdeführer mit seinem Versuch, die Bedeutung seiner Beziehung 
zur Kindsmutter herunterzuspielen, in weitere Widersprüche verwickelt. 
Mit seinem Bestreben, die Kontakte zu ihr bis und mit  Sommer 2002 
als vernachlässigbar darzustellen – in der ersten Stellungnahme wer-
den nur zwei erwähnt –, widerspricht der Beschwerdeführer seinen ei-
genen  Beweismitteln. Die  Kindsmutter  und  heutige  Ehefrau des  Be-
schwerdeführers  hält  nämlich  in  ihrem Schreiben  vom  4.  November 
2004 fest, sie habe vor der Geburt des Kindes "oft" und nachher "im-
mer wieder" versucht, den Beschwerdeführer von seiner Vaterschaft zu 
überzeugen, jedoch ohne Erfolg. Offensichtlich unzutreffend ist die Be-
hauptung des Beschwerdeführers, eine Beziehung habe sich erst wäh-
rend des Aufenthaltes der Kindsmutter in der Schweiz entwickelt und 
er habe zuvor an ihr keinerlei Interesse gehabt. Der Beschwerdeführer 
vergisst dabei, dass er die Kindsmutter in seinem Einladungsschreiben 
vom Herbst 2003, das er vor dem besagten Aufenthalt zu Handen des 
Visumsverfahrens verfasste, als seine Verlobte bezeichnet hatte. Auch 
die sonstigen Vorbringen des Beschwerdeführers treffen nicht zu. Die 
Kindsmutter und das Kind sind nicht im  Oktober 2003 eingereist und 
die Ehe ist nicht im Juni 2004 geschlossen worden. Tatsächlich erfolg-
te die Einreise gemäss den Angaben im Familiennachzugsgesuch des 
Kindes und der Ehefrau vom 13. Februar 2004 am 12. Dezember 2003. 

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Bereits weniger als zwei Monate später,  am  9. Februar 2004, wurde 
die Ehe geschlossen.

12.3 Es steht  somit  fest,  dass  der  Beschwerdeführer  zu  einem we-
sentlich früheren Zeitpunkt  von seiner  Vaterschaft  gewusst  und eine 
enge Beziehung zur Kindsmutter aufgenommen haben muss, als er im 
Rahmen des  vorliegenden  Verfahrens  behauptet.  Dass  er  nach  den 
unbestrittenen Aussagen seiner geschiedenen Ehefrau bei jeder sich 
bietenden Gelegenheit in den Kosovo reiste (Antwort 22 im Protokoll 
ihrer Befragung), seiner Ehefrau die Vorgänge im Kosovo offenbar völ-
lig verborgen bleiben konnten (Antworten 39 und 40; gemäss denen 
sie von der Existenz des ausserehelichen Kindes erst im Januar 2005 
erfuhr),  und der Beschwerdeführer schliesslich die Kindsmutter  zivil-
rechtlich heiratete, lässt auf traditionskonformes Verhalten schliessen. 
Es  kann  davon  ausgegangen  werden,  dass  der  Beschwerdeführer 
rasch die Verantwortung für das Kind und die Kindsmutter übernahm, 
sofern die Zeugung des Kindes nicht bereits im Rahmen einer im Ko-
sovo weit verbreiteten und den schweizerischen Behörden gegenüber 
verheimlichten  Ehe  nach  Brauch  erfolgte  (vgl.  dazu  RAINER MATTERN, 
a.a.O., Ziff. 3.1). 

13.
Das  Bundesverwaltungsgericht  teilt  somit  die  Auffassung  der  Vorin-
stanz, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, die natürli-
che Vermutung in Frage zu stellen, wonach spätestens zum Zeitpunkt 
seiner erleichterten Einbürgerung zwischen ihm und seiner schweizeri-
schen  Ehefrau keine stabile  und  auf  Zukunft  ausgerichtete  eheliche 
Gemeinschaft bestanden hat. Indem der Beschwerdeführer in der ge-
meinsamen  Erklärung  den  Bestand  einer  intakten  und  stabilen  Ehe 
versicherte, bzw. eine Änderung des Sachverhalts nicht anzeigte, hat 
er die Behörde über eine wesentliche Tatsache getäuscht und die er-
leichterte Einbürgerung im Sinne von Artikel 41 Absatz 1 BüG erschli-
chen.  Denselben  Tatbestand  erachtet  das  Bundesverwaltungsgericht 
als erfüllt, indem der Beschwerdeführer der Einbürgerungsbehörde die 
Existenz seines ausserehelichen Kindes verschwieg und ihr damit eine 
Tatsache vorenthielt, die seine erleichterte Einbürgerung zum damali-
gen  Zeitpunkt  verhindert  hätte  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesgerichts 
1C_379/2007 vom 7. Dezember 2007 E. 7). Die materiellen Vorausset-
zungen  für  die  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  sind 
somit erfüllt.

Seite 18

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14.
Gemäss Art. 41 Abs. 3 BüG erstreckt sich die Nichtigkeit auf alle Fami-
lienmitglieder,  deren Schweizer Bürgerrecht  auf  der nichtig  erklärten 
Einbürgerung beruht, sofern nicht ausdrücklich anders verfügt wird. Es 
kann davon ausgegangen werden, dass nach der erleichterten Einbür-
gerung geborene Kinder  des  Beschwerdeführers  von der  Nichtigkeit 
betroffen sind. Gründe, die es rechtfertigen würden, sie von der Wir-
kung der Nichtigerklärung auszunahmen, sind weder ersichtlich, noch 
werden solche geltend gemacht. Insbesondere ist nicht anzunehmen, 
dass den Kindern die Staatenlosigkeit droht, falls sie von den Wirkun-
gen der Nichtigerklärung nicht ausgenommen werden (vgl. Art. 155 der 
Verfassung  der  Republik  Kosovo).  Die  angefochtene  Verfügung  ist 
auch in diesem Zusammenhang nicht zu beanstanden.

15.
Die  angefochtene  Verfügung  erweist  sich  demnach  als  rechtmässig 
(Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einge-
treten werden kann.

16.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfah-
renskosten sind auf  Fr. 700.--  festzusetzen (Art. 1,  Art. 2  und Art. 3 
Bst. b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

Dispositiv S. 20

Seite 19

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 700.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvor-
schuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (...)
- die Vorinstanz (...)
- das Sicherheits- und Gesundheitsdepartement des Kantons Obwal-

den (...)
- das Migrationsamt des Kantons Zürich (...)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Julius Longauer

Seite 20

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 21