# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ab8b64a-8cd5-5851-9bf0-425dc8dac29c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.09.2021 D-3868/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3868-2021_2021-09-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3868/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;   

Gerichtsschreiberin Aglaja Schinzel. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,   

vertreten durch MLaw Julia Day, HEKS Rechtsschutz  

Bundesasylzentren Nordwestschweiz,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch (sicherer Drittstaat)  

und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 23. August 2021 / N (…). 

 

 

 

D-3868/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 19. März 2021 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass er am 25. März 2021 im Bundesasylzentrum (BAZ) B.______ zu sei-

ner Person befragt wurde, 

dass er gemäss der europäischen Fingerabdruck-Datenbank Eurodac am 

16. August 2018 in Griechenland ein Asylgesuch gestellt hat und daraufhin 

am 16. Oktober 2019 in Griechenland einen Schutzstatus erhielt, 

dass das SEM deshalb gestützt auf die relevanten Abkommen die griechi-

schen Behörden am 31. März 2021 um seine Rückübernahme ersuchte 

und diese dem Ersuchen am 3. April 2021 zustimmten sowie bestätigten, 

dass der Beschwerdeführer in Griechenland als Flüchtling anerkannt sei 

und über einen griechischen Aufenthaltstitel verfüge, welcher noch bis zum 

14. Oktober 2022 gültig sei,  

dass ihm am 7. April 2021 das rechtliche Gehör dazu gewährt wurde, dass 

ihm in Griechenland internationaler Schutz gewährt worden sei, weshalb 

er dorthin zurückkehren müsse, 

dass er dabei geltend machte, er sei in Griechenland schlecht behandelt 

worden und könne deshalb nicht zurück, 

dass er dort von unbekannten Personen verfolgt worden sei, die griechi-

sche Polizei aber trotz seiner entsprechenden Meldung nichts unternom-

men habe, 

dass seine psychischen Probleme durch die Behandlung der griechischen 

Polizei entstanden seien, wobei er einmal mitgenommen und anschlies-

send für drei Monate in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden sei, 

wo er mit Handschellen ans Bett gefesselt worden sei, 

dass er ferner geltend machte, unter Nierenproblemen und psychischen 

Problemen zu leiden und medizinische Akten einreichte, 

dass er Medikamente einnehme und in Griechenland einmal während drei 

und einmal während zwei Monaten im Spital gewesen sei, 

D-3868/2021 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer, handelnd durch seine Rechtsvertreterin, am 

7. April 2021 medizinische Akten einreichte und darlegte, er leide unter 

schweren psychischen Problemen und sei in Behandlung, wobei aufgrund 

der Schwere seines Zustandes und den bevorstehenden Schritten darum 

gebeten werde, von einer Verlegung in ein anderes Zentrum abzusehen, 

dass den eingereichten Akten zu entnehmen ist, dass er seit seiner Inhaf-

tierung im Jahr 2018 in Griechenland, anlässlich welcher er als verrückt 

erklärt worden sei, verschiedene Medikamente einnehme und ihm nach ei-

nem ersten Termin in der (…) Medikamente verschrieben wurden und ein 

weiterer Termin vereinbart wurde, 

dass mit Eingabe vom 12. April 2021 ein weiterer Bericht der (…) vom 

6. April 2021 eingereicht wurde, welchem zu entnehmen ist, dass die me-

dikamentöse Behandlung fortgesetzt wurde und ein Verdacht auf eine (…) 

vorliege, 

dass am 15. und am 29. April 2021 weitere medizinische Akten eingereicht 

wurden, wonach die Medikamente dem Beschwerdeführer nicht helfen 

würden, 

dass am 6. und 19. Mai sowie am 2. Juni 2021 weitere medizinische Do-

kumente zu den Akten gereicht wurden,  

dass am 10. Juni 2021 weitere Dokumente eingereicht wurden, welchen 

zu entnehmen ist, dass es dem Beschwerdeführer zunehmend schlecht 

gehe und dieser am 10. Juni 2021 in die Kriseninterventionsstation der (…) 

eintrete, 

dass am 30. Juni 2021 weitere Akten eingereicht wurden und diesen zu 

entnehmen ist, dass am 29. Juni 2021 eine Notfallkonsultation wegen (…) 

stattgefunden habe und am 30. Juni 2021 ein erneuter Eintritt in die Kri-

seninterventionsstation geplant sei, 

dass gemäss Meldung des BAZ C._______ der Beschwerdeführer am 

11. Juli 2021 von der Ambulanz mitgenommen worden sei, da er (…) habe,  

dass mit Eingabe der Rechtsvertretung vom 19. Juli 2021 ein Arztbericht 

vom 15. Juli 2021 eingereicht und darauf hingewiesen wurde, dass ein aus-

führlicher Bericht mit Diagnose und Procedere noch ausstehe und somit 

der medizinische Sachverhalt noch nicht erstellt sei,  

D-3868/2021 

Seite 4 

dass dem Austrittsbericht vom 23. Juli 2021 betreffend Hospitalisierung 

vom 30. Juni bis zum 6. Juli 2021 zu entnehmen ist, dass dem Beschwer-

deführer (…) diagnostiziert wurde und dem Bericht weiter zu entnehmen 

ist, (…), 

dass dem Bericht weiter zu entnehmen ist, dass differenzialdiagnostisch 

auch (…) beziehungsweise (…) in Betracht komme, was erst bei ausrei-

chender Längsschnittbetrachtung zuverlässiger beurteilbar sein werde,  

dass die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 9. August 2021 be-

antragte, dieser habe entsprechend der ärztlichen Empfehlung weiter psy-

chiatrische und psychologische Unterstützung zu erhalten,  

dass der Beschwerdeführer gemäss Austrittsbericht vom 11. August 2021 

am 12. Juli 2021 erneut in die stationäre Behandlung eingetreten sei, diese 

jedoch bereits einen Tag später auf eigenen Wunsch wieder verliess, 

dass das SEM dem Beschwerdeführer am 18. August 2021 den Entwurf 

des Asylentscheids zustellte und ihm damit das rechtliche Gehör zu einem 

Nichteintretensentscheid und einer Wegweisung nach Griechenland ge-

währte, 

dass der Beschwerdeführer am 23. August 2021 dazu Stellung nahm und 

dabei geltend machte, gemäss jüngster Rechtsprechung des Bundesver-

waltungsgerichts sei bei Nichteintretensentscheiden aufgrund eines 

Schutzstatus in Griechenland ein besonderes Augenmerk auf die ab-

schliessende Abklärung des aktuellen psychischen Gesundheitszustandes 

zu legen, weshalb ausstehende Arzttermine abzuwarten seien und für die 

Einreichung detaillierter Arztberichte eine Frist anzusetzen sei,  

dass den diversen bereits eingereichten Arztberichten zu entnehmen sei, 

dass die psychische Gesundheit des Beschwerdeführers instabil und es 

innerhalb der letzten zwei Monaten zu wiederkehrenden Verschlechterun-

gen gekommen sei, 

dass er deshalb bereits zwei Mal stationär untergebracht worden sei und 

es ungeklärt sei, wie sich sein Gesundheitszustand ausserhalb des statio-

nären Aufenthaltes entwickle,  

dass ein Folgetermin angesetzt sei, welcher für die vollständige Sachver-

haltsabklärung seines aktuellen psychischen Zustandes abzuwarten und 

eine Frist für die Einreichung des Arztberichts anzusetzen sei, 

D-3868/2021 

Seite 5 

dass das SEM mit Verfügung vom 23. August 2021 – eröffnet am 24. Au-

gust 2021 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) 

auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz so-

wie den Vollzug anordnete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-

deführer sei in Griechenland als Flüchtling anerkannt und die dortigen Be-

hörden hätten sich bereit erklärt, ihn zurückzunehmen,  

dass es sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat handle, wes-

halb gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf sein Asylgesuch nicht einzu-

treten sei, 

dass er in der Stellungnahme argumentiert habe, es seien ausstehende 

Arzttermine und ein detaillierter Arztbericht abzuwarten, diesbezüglich aber 

festzustellen sei, dass die vorliegenden Arztberichte ein differenziertes Bild 

seines Gesundheitszustandes geben würden und er in Griechenland be-

reits in Behandlung gewesen sei, 

dass seine Beschwerden somit unabhängig von seinem Aufenthaltsort be-

stehen würden und die vereinbarten Folgetermine Teil des lokalen Thera-

pieangebots und er Schweiz seien, weshalb sich eine Änderung des Stand-

punktes des SEM nicht rechtfertige, weshalb auf das Asylgesuch nicht ein-

zutreten sei,  

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 31. August 2021 gegen die-

sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und da-

bei beantragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und auf das 

Asylgesuch einzutreten, es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen, even-

tualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass in prozessualer Hinsicht beantragt wurde, die unentgeltliche Prozess-

führung sei zu gewähren und von der Erhebung eines Kostenvorschusses 

abzusehen,  

dass die Beschwerde im Wesentlichen damit begründet wurde, anlässlich 

der Stellungnahme habe der Beschwerdeführer beantragt, damit der Sach-

verhalt vollständig abgeklärt werden könne, sei eine Frist zur Einreichung 

weiterer Arztberichte anzusetzen, was von der Vorinstanz abgewiesen wor-

den sei, 

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Seite 6 

dass die Stellungnahme zum Entscheidentwurf einen Teilgehalt des recht-

lichen Gehörs darstelle und die Vorinstanz verpflichtet sei, diese zu würdi-

gen, ansonsten das rechtliche Gehör verletzt sei, 

dass aus den Arztberichten hervorgehe, dass die Erkrankung des Be-

schwerdeführers (…) noch nicht habe diagnostiziert werden können, wes-

halb der medizinische Sachverhalt noch nicht erstellt sei, 

dass die Vorinstanz insbesondere deshalb mit dem Entscheid hätte zuwar-

ten müssen, da gemäss Rechtsprechung die Situation in Griechenland für 

den Einzelfall der besonders gründlichen Abklärung bedürfe, 

dass die Vorinstanz ihre Begründungspflicht und somit das rechtliche Ge-

hör verletzt habe, indem es die Diagnose nicht abgewartet und nicht be-

gründet habe, weshalb dies nicht habe geschehen können, 

dass aus den Akten ersichtlich sei, dass der Beschwerdeführer immer wie-

der (…), wobei diese (…) trotz der aktuellen Behandlung immer wieder auf-

tauchen würden, 

dass er zuletzt am 24. August 2021 aufgrund eines Vorfalles (…) notfall-

mässig in die Psychiatrie habe eingeliefert werden müssen, weshalb ihm 

die vorinstanzliche Verfügung erst am 31. August 2021 habe eröffnet wer-

den können,  

dass ein entsprechender Austrittsbericht nachgereicht werde, sobald die-

ser vorliege,  

dass den beiden Austrittsberichten der Kriseninterventionsstelle und der 

(…) zu entnehmen sei, es sei beim Beschwerdeführer eine PTBS festge-

stellt worden, für welche er Medikamente erhalte, 

dass ausserdem ein Verdacht auf (…) geäussert worden sei, wobei eine 

abschliessende Diagnose nur mittels einer ausreichenden Längsschnittbe-

trachtung zuverlässig beurteilt werden könne,  

dass dieser Verdacht von der Vorinstanz ausser Acht gelassen worden 

sei, obwohl dies die vom Beschwerdeführer geltend gemachten (…) und 

die (…) erklären könnte, 

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Seite 7 

dass sich die Vorinstanz in Anbetracht der grossen Schwankungen seines 

gesundheitlichen Zustandes nicht auf eine einzelne Einschätzung abstüt-

zen könne und mit Blick auf die Gesamtsituation klar ersichtlich werde, 

dass er sich nicht stabilisiert habe und noch keine abschliessende Diag-

nose und entsprechende Behandlung für ihn gefunden worden sei, 

dass sich die Vorinstanz somit nicht darauf berufen könne, der medizini-

sche Sachverhalt sei erstellt, 

dass es sich vorliegend nicht um ein Dublin-Verfahren handle, weshalb 

nicht nachvollziehbar sei, weshalb das Verfahren nicht dem erweiterten 

Verfahren zugeteilt habe werden können, gebe es doch keine durchsetz-

baren Fristen im Rückübernahmeabkommen zwischen der Schweiz und 

Griechenland, die ein beschleunigtes Vorgehen der Vorinstanz bei einem 

komplexeren medizinischen Sachverhalt wie dem vorliegenden rechtferti-

gen würde,  

dass das Verfahren deshalb bis zur vollständigen Sachverhaltsabklärung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

1. September 2021 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG), 

 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls endgültig über Beschwerden gegen Ver-

fügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet, ausser bei Vorliegen eines 

Auslieferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdefüh-

rende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG, i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

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Seite 8 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich begründete Beschwerden in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vor-

liegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen, 

die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die 

Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 

eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je m.w.H.), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materi-

ellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache 

zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 

E. 3 m.w.H.), 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Weg-

weisungsvollzugs eine materielle Prüfung vorgenommen hat, weshalb das 

Bundesverwaltungsgericht diese Punkte insoweit ohne Einschränkung 

prüft, 

dass das SEM gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch 

nicht eintritt, wenn Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher auf-

gehalten haben, 

dass Griechenland am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer 

Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeichnet wurde, 

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dass sich der Beschwerdeführer gemäss Eurodac-Abgleich vor seiner Ein-

reise in die Schweiz in Griechenland aufgehalten hat, dort über einen in-

ternationalen Schutzstatus und eine Aufenthaltsbewilligung verfügt, wobei 

dies auch seinen eigenen Aussagen entspricht, 

dass die griechischen Behörden seiner Rückkehr zugestimmt haben,  

dass Griechenland unter anderem Signatarstaat des Abkommens vom 

28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Flüchtlingskonven-

tion, FK; SR 0.142.30) ist und grundsätzlich Gewähr für die korrekte Durch-

führung von Asylverfahren bietet, 

dass der Beschwerdeführer auch nicht behauptet, sein Asylverfahren in 

Griechenland sei fehlerhaft gewesen beziehungsweise es würde ihm dort 

die Rückschiebung in seinen Heimatstaat unter Verletzung des Refoule-

ment-Verbots drohen, sodass das SEM Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG grund-

sätzlich zu Recht angewendet hat (vgl. auch das Urteil des BVGer  

E-2617/2016 vom 28. März 2017 E. 3),  

dass im Asylverfahren – wie im übrigen Verwaltungsverfahren – der Unter-

suchungsgrundsatz gilt und die Asylbehörde den rechtserheblichen Sach-

verhalt vor ihrem Entscheid von Amtes wegen vollständig und richtig abzu-

klären hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 12 VwVG, Art. 106 Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass sie dabei die für das Verfahren erforderlichen Sachverhaltsunterlagen 

beschaffen und die relevanten Umstände abklären und darüber ordnungs-

gemäss Beweis führen muss, 

dass die Sachverhaltsfeststellung dann unvollständig ist, wenn die Be-

hörde trotz der geltenden Untersuchungsmaxime den Sachverhalt nicht 

von Amtes wegen abgeklärt hat, oder nicht alle für den Entscheid wesent-

lichen Sachumstände berücksichtigt wurden, 

dass der Grundsatz des rechtlichen Gehörs verlangt, dass die verfügende 

Behörde die Vorbringen der Betroffenen tatsächlich hört, sorgfältig und 

ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt, was sich ent-

sprechend in der Entscheidbegründung niederschlagen muss (vgl. Art. 35 

Abs. 1 VwVG),  

dass vorliegend zwar zahlreiche medizinische Unterlagen vorliegen, es 

sich dabei allerdings bei keiner um einen ausführlichen ärztlichen Bericht 

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Seite 10 

handelt, sondern lediglich mehrheitlich um Kurzberichte von Konsultatio-

nen sowie zwei Austrittsberichte nach stationären Aufenthalten, 

dass ausserdem, wie von der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

angeführt, aufgrund des bisherigen Verlaufs seines Zustandes von keiner 

Verbesserung oder Stabilisierung ausgegangen werden kann, sondern die 

Behandlung und Medikation bis jetzt offensichtlich nicht zur Genüge ange-

schlagen hat, zumal immer wieder stationäre Einweisungen erfolgt sind, 

zuletzt am 24. August 2021,  

dass anlässlich der stationären Aufenthalte ein Verdacht auf (…) bezie-

hungsweise (…) entstanden ist, wobei dies noch nicht zuverlässig beurteilt 

werden könne, 

dass aus den Berichten zu schliessen ist, dass die Beurteilung des psychi-

schen Zustands des Beschwerdeführers weiterer medizinischer Behand-

lung und Untersuchungen bedarf,  

dass somit ein ausführlicher ärztlicher Bericht sowie eine finale Diagnose 

betreffend den Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Entscheides und bis 

heute nicht vorliegen, wobei dies nicht dem Beschwerdeführer angelastet 

werden kann, sondern in der Art seiner Erkrankung respektive seines in-

stabilen Zustandes begründet ist, 

dass der Argumentation des SEM, die vorliegenden Arztberichte würden 

ein differenziertes Bild seines Gesundheitszustandes geben, somit nicht 

gefolgt werden kann, 

dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine Frist zur Einreichung ei-

nes ausführlichen ärztlichen Berichtes hätte ansetzen müssen, in welchem 

eine Anamnese, eine genaue Beschreibung seines Zustandes und eine 

Prognose, insbesondere für den Fall einer Rückkehr nach Griechenland 

und bei fehlender Behandlung beziehungsweise einem Behandlungsunter-

bruch enthalten sind (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts  

E-6489/2020 vom 4. Januar 2021 und E-436/2021 vom 19. März 2021),  

dass nach dem Gesagten der rechtserhebliche Sachverhalt als unvollstän-

dig abgeklärt und die Begründung der Verfügung als mangelhaft zu gelten 

hat und der vorinstanzliche Entscheid in Verletzung der Untersuchungs- 

und Begründungspflicht ergangen ist, wobei eine Heilung dieser Verfah-

rensfehler auf Beschwerdeebene im Hinblick auf deren Tragweite unange-

messen erscheint,  

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Seite 11 

dass die Verfügung vom 23. August 2021 von Amtes wegen aufzuheben 

und die Sache zur vollständigen und richtigen Sachverhaltsfeststellung und 

zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens gemäss Art. 63 Abs. 1 und 2 

VwVG keine Kosten aufzuerlegen sind, 

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist, da es sich vorliegend um 

eine zugewiesene unentgeltliche Rechtsvertretung im Sinne von Art. 102h 

AsylG handelt, deren Leistungen vom Bund nach Massgabe von Art. 102k 

AsylG entschädigt werden (vgl. auch Art. 111ater AsylG). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die Sache zur Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Aglaja Schinzel 

 

 

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