# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b6cbd15-dc04-5060-b178-d861ba1ebba7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.07.2019 725 18 295/173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-295-173_2019-07-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Juli 2019 (725 18 295 / 173) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung  

 

 

Rentenrevision infolge erheblicher Veränderung der erwerblichen Verhältnisse. Aufhe-

bung der Invalidenrente und Rückforderung zu viel bezogener Rentenleistungen zufolge 

Meldepflichtverletzung.  

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Christof Enderle, Kantonsrich-

ter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Katja Wagner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Der 1965 geborene A.____ arbeitete als Chauffeur bei der B.____ AG in Basel. In dieser 
Eigenschaft war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch ge-
gen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG 
vom 3. August 2006 klemmte sich der Versicherte beim Ausladen von Waren bei einem ausrol-
lenden Gabelstapler den rechten Fuss ein, wobei er sich eine Quetschung mit mehreren Fraktu-
ren desselben zuzog. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die 

 
 
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gesetzlichen Leistungen (Taggelder und Heilungskosten). Im Januar 2007 nahm A.____ die Ar-
beit wieder auf. Mit Schadenmeldung UVG vom 20. Februar 2008 wurde der Suva ein Rückfall 
gemeldet. In diesem Zusammenhang wurden persistierende Schmerzen am rechten Fuss diag-
nostiziert, welche vorwiegend durch die hohe Belastung im Rahmen seiner Arbeit als Chauffeur 
ausgelöst wurden. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach 
die Suva mit Verfügung vom 19. Juli 2010 dem Versicherten aufgrund der Unfallrestfolgen eine 
UVG-Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 15% zu.  
 
A.2 Im Rahmen eines Revisionsverfahrens, welches die Suva von Amtes wegen einleitete, 
wurden Abklärungen zu den erwerblichen Verhältnissen vorgenommen. Diese ergaben, dass 
A.____ seit 1. März 2012 einer neuen Beschäftigung als Chauffeur bei der C.____ AG nachging. 
In der Folge stellte die Suva mit Verfügung vom 27. November 2013 die Leistungen rückwirkend 
per 1. März 2012 mangels rentenbegründender Invalidität unter Hinweis auf einen verbleibenden 
Invaliditätsgrad von 4% ein. Gleichzeitig forderte sie für die Zeit vom 1. März 2012 bis 31. August 
2013 bereits ausgerichtete Rentenleistungen in der Höhe von insgesamt Fr. 11'311.20 zurück. 
Die vom Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid 
vom 10. Oktober 2014 ab. 
 
A.3 Gegen diesen Entscheid erhob A.____, damals vertreten durch Advokatin Monika Ar-
mesto, am 12. November 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Das Kantonsgericht hiess die Beschwerde am 
20. August 2015 in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid der Suva vom 10. Oktober 
2014 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewiesen hat. Die Suva habe bei einer medizi-
nischen Fachperson ein Gutachten einzuholen, in dessen Rahmen die Fragen zu klären seien, 
bezüglich welcher Tätigkeiten und in welchem Umfang der Beschwerdeführer aufgrund seines 
aktuellen Gesundheitszustandes arbeitsfähig sei und ob die Tätigkeit als Chauffeur mit einer al-
lenfalls geänderten Zumutbarkeitsbeurteilung zu vereinbaren sei. Bejahendenfalls habe die Suva 
bei der ehemaligen Arbeitgeberin des Beschwerdeführers weitere Abklärungen in Bezug auf die 
Fragen, ob im massgebenden Zeitraum von stabilen Arbeitsverhältnissen ausgegangen werden 
könne und ob er die ihm neu attestierte Arbeitsfähigkeit im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses 
voll ausgeschöpft habe, vorzunehmen. Gestützt auf die Ergebnisse dieser Abklärungen habe die 
Suva neu über die Rentenrevision zu verfügen.  
 
A.4 Nachdem die Suva die vom Kantonsgericht geforderten Abklärungen durchgeführt hatte, 
erliess sie am 17. Mai 2017 eine neue Verfügung. Seit 1. Oktober 2011 (Festanstellung per 
1. März 2012) bis 31. Dezember 2013 habe der Versicherte eine Anstellung als Chauffeur (80%) 
bei der C.____ AG gehabt und 2013 einen Verdienst von mindestens Fr. 61‘100.-- (Fr. 4‘700.-- x 
13) erzielt. Verglichen mit dem mutmasslichen Verdienst 2013 ohne Unfall bei der B.____ von Fr. 
63‘461.-- (Fr. 4‘558.50 x 13 plus Q-Bonus von Fr. 350.-- x 12) habe somit keine rentenbegrün-
dende unfallbedingte Erwerbseinbusse mehr resultiert. Die weiterführenden Abklärungen bei der 
C.____ AG hätten Folgendes ergeben: Das Pensum von 80% habe auf eigenen Wunsch bestan-
den. Eine Steigerung auf ein Pensum im Umfang von 100% sei von der Arbeitgeberin gewünscht, 
vom Versicherten aber abgelehnt worden, was schliesslich zur Kündigung geführt habe. Aufgrund 

 
 
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der unfallbedingten Beschwerden am rechten Fuss seien weder Einschränkungen noch Absen-
zen oder Klagen bekannt gewesen. Gestützt auf das Gutachten von Prof. Dr. med. D.____, FMH 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 15. Dezember 2016 
sei von einer Verbesserung auch aus medizinischer Sicht auszugehen. Es bestünden unfallbe-
dingt keine Einschränkungen bei der Arbeitsfähigkeit als Chauffeur mit der Ausnahme, dass 
schmerzbedingt die Sicherheit beim Be- und Entladen von schweren Lasten beeinträchtigt sein 
könne. Die Suva hob die Rente ab 1. November 2013 (recte: 1. März 2012) auf. Für die Zeit vom 
1. September 2013 bis 31. Oktober 2013 sei die Rente noch ausgerichtet worden. Den für die 
Zeit vom 1. März 2012 bis 31. August 2013 ausbezahlten Betrag von Fr. 11‘311.20 forderte die 
Suva jedoch zurück. Eine gegen die Verfügung gerichtete Einsprache wurde mit Entscheid vom 
14. August 2018 abgewiesen.  
 
B. Gegen den Einspracheentscheid erhob A.____ am 14. September 2018 Beschwerde 
beim Kantonsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids und 
eine erneute, umfassende medizinische Abklärung und Zumutbarkeitsbeurteilung. Ausserdem 
machte er geltend, dass das bei der Arbeitgeberin C.____ AG erzielte Einkommen auf eine An-
stellung von 100% hochzurechnen sei. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 20%, weshalb 
die Rückforderungsverfügung aufgehoben werden müsse.  
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. November 2018 schloss die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Beschluss vom 7. Februar 2019 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass 
eine abschliessende Beurteilung gestützt auf die vorhandene Aktenlage nicht möglich sei. Es 
beschloss deshalb den Fall auszustellen und zur Klärung des Sachverhalts weitere Auskünfte 
betreffend die erwerbliche Situation des Beschwerdeführers einzuholen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht   i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene – Beschwerde vom 14. September 2018 ist demnach einzutreten. 

 
 
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2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 
17. Mai 2017 bzw. mit Einspracheentscheid vom 14. August 2018 zu Recht die UVG-
Invalidenrente des Beschwerdeführers rückwirkend per 1. März 2012 aufgehoben hat. Massge-
bend ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids 
vom 14. August 2018 entwickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche 
Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 
Abs. 2 UVG am dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen 
Arbeitsfähigkeit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 
Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge 
des Unfalles zu mindestens 10% invalid ist. Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG entsteht der Rentenan-
spruch, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Verbesserung des 
Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Einglie-
derungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. 
 
3.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein-
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-
ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 
Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 
die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis 
mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund-
heitliche Störung entfiele (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schä-
digenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Tatfrage, zu deren Beantwortung die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht – auf ärztliche Erkenntnisse angewiesen ist. Für den Nachweis des 

 
 
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natürlichen Kausalzusammenhangs genügt der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 
sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit 
Hinweis). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei 
Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und 
der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtser-
hebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Pra-
xis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
4.1 Um das Ausmass der Invalidität zu ermitteln, ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – bei der hierfür erforderlichen Beurteilung des Gesund-
heitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person auf Unterlagen angewiesen, die 
ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. E. 1b mit 
zahlreichen Hinweisen). Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Per-
son arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V 158 E. 1 in fine). Darüber 
hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zu-
mutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt ausgeübte Berufs-
arbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach ihren persön-
lichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise noch verrichtet werden 
können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschätzung, in: 
Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, St. Gallen 
1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 

 
 
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4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). Laut diesen Richtlinien ist den im Rahmen des Verwaltungs-
verfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund einge-
hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdi-
gung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 
der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
5.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflus-
sen. Zu denken ist dabei in erster Linie an eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person. Darüber hinaus ist die Rente aber auch revidierbar, wenn sich die er-
werblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich ver-
ändert haben (BGE 130 V 349 E. 3.5 mit Hinweisen). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des 
Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz 
der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
30. November 2009, 9C_961/2008, E. 6.3). 
 
5.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. 
 
5.3 Im Rahmen einer materiellen Revision nach Art. 17 ATSG prüft die Verwaltung den Ren-
tenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht allseitig, das heisst nicht nur mit Bezug auf 
jenes Sachverhaltssegment, in welchem eine Änderung in Frage steht (BGE 125 V 417 E. 2d; 
117 V 200 E. 4b S. 200; Urteil vom 24. August 2007, 9C_237/2007, E. 4). Dementsprechend ist 
das Sozialversicherungsgericht befugt (und verpflichtet), bei Bedarf Teilaspekte des Rechtsver-
hältnisses von Amtes wegen aufzugreifen, selbst wenn diese bereits in der früheren rechtskräfti-
gen Verfügung beurteilt wurden (Urteil des Bundesgerichts vom 6. November 2007, I 822/06, E. 
3.1). In einem neueren Urteil hat das Bundesgericht diesbezüglich ausgeführt, dass, wenn ein 
Revisionsgrund feststeht, der Rentenanspruch für die Zukunft in rechtlicher und tatsächlicher Hin-
sicht umfassend ("allseitig") zu prüfen ist, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht. 
Dies gilt auch bezüglich der Frage der Adäquanz, umso mehr, als einem wesentlichen Teil der 
Adäquanzkriterien ein gewisses zeitliches, dynamisches Element zukommt, so dass diese sich 
durch Zeitablauf ändern können. Damit ist zugleich gesagt, dass die Prüfung der Adäquanzkrite-
rien aufgrund der im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gegebenen 
tatsächlichen Verhältnisse zu erfolgen hat. Eine Leistungspflicht der Unfallversicherung besteht 

 
 
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nur insoweit, als über dieses Datum hinaus noch ein natürlich und adäquat kausal durch den 
Unfall verursachter Gesundheitsschaden bestand. Dabei ist sowohl die natürliche als auch die 
adäquate Kausalität grundsätzlich frei und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 14. Juni 2017, 8C_833/2016, E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 
133 V 114 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 75 ff. E. 3.2.3). Wie eingangs erwähnt, sprach die Suva 
mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 19. Juli 2010 dem Versicherten 
eine auf einem Invaliditätsgrad von 15% basierende Invalidenrente zu. Nach Vornahme weiterer 
Abklärungen im Rahmen des 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens gelangte sie zur Auffas-
sung, dass bei einem verbleibenden Invaliditätsgrad von 4% kein Anspruch mehr auf eine Rente 
resultiere. Somit beurteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
eingetreten ist, die eine revisionsweise Herabsetzung der noch bis zum 31. Oktober 2013 ausge-
richteten halben Rente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der 
rentenzusprechenden Verfügung vom 19. Juli 2010 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt 
des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. August 2018.  
 
6.1 Die Suva stützte sich bei der ursprünglichen Rentenzusprache vom 19. Juli 2010 im 
Wesentlichen auf die kreisärztliche Untersuchung von Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere 
Medizin, vom 22. September 2009. In Nachachtung des Rückweisungsentscheids des Kantons-
gerichts vom 20. August 2015 veranlasste die Suva mit Blick auf die Frage nach einer wesentli-
chen Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse ein Gutachten bei Prof. Dr. D.____. Dieser 
erstattete sein Gutachten am 15. Dezember 2016. Anhand dieser Grundlagen hat sie zuletzt mit 
Einspracheentscheid vom 14. August 2018 erwogen, dass eine namhafte Verbesserung des un-
fallbedingten Gesundheitszustands mit entsprechender Auswirkung auf die Zumutbarkeitsbeur-
teilung eingetreten sei.  
 
6.2 Anlässlich der in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung ist das Kantonsgericht 
demgegenüber mit Beschluss vom 7. Februar 2019 zur Auffassung gelangt, dass in medizini-
scher Hinsicht kein Revisionsgrund ausgewiesen sei. Hintergrund bildete der Umstand, dass ein 
Vergleich zwischen dem Gutachten von Prof. Dr. D.____ und der damaligen rentenbegründenden 
Kreisarztbeurteilung einen unveränderten Gesundheitszustand zeigte. Der gutachterliche Befund 
deckte sich weitgehend mit demjenigen, wie er bereits zum Zeitpunkt der Rentenzusprache er-
hoben werden konnte. Im Rahmen seiner Befunderhebung gelangte Prof. Dr. D.____ denn auch 
zum Schluss, dass die aktuellen MR-Bilder mit den Aufnahmen der Spec-CT vom 14. Juli 2008 
korrelieren würden, so dass davon auszugehen sei, dass es sich um seit Jahren stabile Verän-
derungen nach der schweren Quetschverletzung handle. Einzig die Zumutbarkeitsbeurteilung 
von Prof. Dr. D.____ wich von derjenigen von Dr. E.____ ab, indem er keine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf als Lastwagenchauffeur anerkannte. Die abweichende 
medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen unveränderten tatsächlichen 

 
 
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Verhältnissen führt aber nicht zu einer materiellen Revision (vgl. E. 5.2 hiervor). In Bezug auf die 
gesundheitlichen Verhältnisse stellte das Gericht ferner fest, dass die weiteren vom Versicherten 
geltend gemachten Beschwerden, wie namentlich Schwindel, psychische Probleme, Rückenbe-
schwerden sowie Beschwerden am linken Bein, im vorliegenden Verfahren ausser Acht zu lassen 
seien, da diese nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Unfall 
vom 31. Juli 2006 stehen würden. In erwerblicher Hinsicht fanden sich im Gutachten von Prof. 
Dr. D.____ jedoch Hinweise, denen zufolge der Versicherte wiederholt Arbeit in seinem ange-
stammten Beruf als Chauffeur gefunden hatte. Für den Fall, dass der Versicherte tatsächlich 
mehrere Jahre in seinem angestammten Beruf tätig gewesen sein soll, erachtete es das Gericht 
als nicht mehr angemessen, noch stets von seiner ursprünglichen, mit Rückweisungsurteil vom 
20. August 2015 vertretenen Einschätzung auszugehen, wonach ihm diese Arbeit aus medizini-
schen Gründen nicht mehr zumutbar sein soll (vgl. zum Ganzen Beschluss des Kantonsgerichts 
vom 7. Februar 2019). Nachdem mangels rechtsgenüglicher Aktenlage für den Zeitraum Ende 
2013 bis zum angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. August 2018 die Frage, ob in diesem 
Sinne von stabilen Arbeitsverhältnissen auszugehen ist, nicht abschliessend hatte beurteilt wer-
den können, wurde der Fall ausgestellt und beim Beschwerdeführer weitere Auskünfte eingeholt.  
 
7.1 Nach dem Gesagten gilt es weiter zu prüfen, ob ein Revisionsgrund in erwerblicher Hin-
sicht gegeben ist. Dabei steht die Frage im Vordergrund, ob bei den vom Versicherten ausgeüb-
ten Tätigkeiten von stabilen Arbeitsverhältnissen ausgegangen werden kann, mit der Folge, dass 
das hierbei tatsächlich erzielte (höhere) Einkommen als Invalideneinkommen anzurechnen ist.  
 
7.2 Es ist daran zu erinnern, dass im Rahmen des Einkommensvergleichs nach Art. 16 
ATSG der tatsächlich erzielte Verdienst dann als Invalidenlohn zu berücksichtigen ist, wenn die 
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit ausübt, bei der − kumulativ − 
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verblei-
bende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und zudem das Einkommen aus der 
Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint (BGE 135 V 297 E. 5.2). 
 
7.3 Nachdem der Beschwerdeführer im Sinne des Beschlusses des Kantonsgerichts vom 
7. Februar 2019 weitere Unterlagen ins Recht gelegt hat, lässt sich den Akten für den hier zu 
beurteilenden Zeitraum das Folgende entnehmen: Im Anschluss an die vom 1. Oktober 2011 
bzw. 1. März 2012 (Festanstellung) bis 31. Dezember 2013 dauernde Tätigkeit bei der C.____ 
AG bezog der Beschwerdeführer für zwei Monate Taggelder der Arbeitslosenversicherung, bevor 
er im Februar 2014 eine Stelle als Chauffeur bei der F.____ AG antrat. Diese Anstellung dauerte 
bis Ende Oktober 2014. Nachdem er erneut für zwei Monate Arbeitslosenentschädigung bezogen 
hatte, wurde per 1. Februar 2015 wiederum bei der F.____ AG ein neues Arbeitsverhältnis mit 
einem Beschäftigungsgrad von 100% begründet (vgl. Arbeitsvertrag vom 12. Januar 2015). Mit 
Kündigung vom 19. Dezember 2016 wurde dieses Arbeitsverhältnis unter Berücksichtigung einer 
Sperrfrist von 90 Tagen infolge betrieblicher Umstrukturierungsmassnahmen mit Wirkung per 
Ende Februar 2017 aufgelöst. Soweit ersichtlich, hat der Beschwerdeführer tatsächlich bis Ende 
Juli 2016 gearbeitet. Für die Zeit danach finden sich Hinweise auf einen erlittenen Unfall mit dar-
aus resultierender Arbeitsunfähigkeit von 100% bis mindestens zum 22. August 2016 sowie eine 
danach bestehende Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit, zunächst aufgrund eines Verdachts auf 

 
 
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Neoplasie und anschliessend auf eine Polyglobulie. Diese Angaben stehen im Einklang mit dem 
Auszug aus dem individuellen Konto (IK) und wurden vom Beschwerdeführer in seinem hierzu 
ergangenen Schreiben vom 23. März 2019 entsprechend bestätigt. 
 
7.4 In pflichtgemässer Würdigung der vorstehenden Aktenlage kann nun nicht mehr von we-
nig stabilen Arbeitsverhältnissen ausgegangen werden. Aufgrund der jahrelang seit Oktober 2011 
bestehenden Anstellungen zu mehr oder weniger unveränderten Bedingungen als Chauffeur er-
scheint es nicht mehr gerechtfertigt, die ursprüngliche Auffassung aufrechtzuerhalten, wonach 
dem Versicherten die besagte Tätigkeit in medizinischer Hinsicht nicht zumutbar sein soll. Dies 
umso weniger, als sich keine Hinweise finden, denen zufolge während diesen Anstellungen Ein-
bussen an funktionellem Leistungsvermögen arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten wären, 
etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechenden Feststellungen der Arbeitgeberin. So 
lässt sich den Akten zwar nicht eindeutig entnehmen, aus welchen Gründen die erste Anstellung 
bei der F.____ AG im Jahr 2014 aufgelöst wurde. Soweit der Beschwerdeführer diesbezüglich 
aber geltend macht, dass das entsprechende Arbeitsverhältnis infolge gesundheitlicher Gründe 
beendet worden sei, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Es trifft zwar zu, dass im 
Schlussbericht der Standortbestimmung gesundheitliche Gründe angeführt werden. Bei diesen 
handelt es sich aber ausschliesslich um unfallfremde Beschwerden, wie namentlich Schwindel 
und Rückenbeschwerden, welche mangels Kausalität im vorliegenden Verfahren gerade keine 
Berücksichtigung finden können (vgl. E. 6.2 hiervor). Hinzu tritt, dass der Beschwerdeführer nur 
drei Monate später per 1. Februar 2015 bei derselben Gesellschaft ein neues Arbeitsverhältnis in 
einem vollschichtigen Pensum einging, welches rund zwei Jahre dauerte, wobei auch hier wie-
derum ausschliesslich unfallfremde Gründe als Ursache für die Aufgabe dieser Tätigkeit vorge-
bracht werden.  
 
7.5 Nach dem Gesagten ist vielmehr davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer seine 
angestammte Tätigkeit rein unfallbedingt zumutbar war bzw. auch heute noch zumutbar wäre. 
Die Tatsache, dass es sich in dieser Hinsicht um stabile Arbeitsverhältnisse handelt, hat der Be-
schwerdeführer nicht zuletzt dadurch bestätigt, dass es ihm zunächst bei der C.____ AG sowie 
anschliessend bei der F.____ AG über einen längeren Zeitraum möglich war, ohne gesundheitli-
che Auffälligkeiten seiner angestammten Tätigkeit als Chauffeur nachzugehen. Dabei konnte er 
gemäss IK-Auszug seit dem Jahr 2012 ein Jahreseinkommen von mindestens Fr. 59'414.-- er-
zielen. Dies stellt verglichen mit dem der damaligen Verfügung vom 19. Juli 2010 zugrunde ge-
legten Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 52‘803.-- nicht nur eine wesentliche Veränderung 
im Sinne von Art. 17 ATSG dar, sondern führt darüber hinaus anhand einer Gegenüberstellung 
mit dem für diesen Zeitraum mutmasslichen Einkommen ohne Unfall von Fr. 63‘461.-- zu einem 
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad. Unter diesen Umständen ist denn auch die abschlies-
sende Beantwortung der Frage nicht ausschlaggebend, weshalb der Versicherte bei der C.____ 
AG in der Zeit vom 1. März 2012 bis 31. Dezember 2013 lediglich zu 80% gearbeitet hat. Nach-
dem es dem Beschwerdeführer seit diesem Zeitpunkt möglich war, ein Einkommen zu erzielen, 
welches zu einem Invaliditätsgrad unter dem erforderlichen Schwellenwert von 10% führt, ist die 
Aufhebung der Rentenleistungen nicht zu beanstanden.  
 

 
 
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8. Streitig und zu prüfen ist ferner der Zeitpunkt der Rentenaufhebung, mithin die Frage, ob 
der Versicherte die in der Zeit vom 1. März 2012 bis 31. August 2013 bezogenen Rentenleistun-
gen zurückzuerstatten hat. 
 
8.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird die 
Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt 
oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Nach der Rechtsprechung wird der Begriff "für die Zu-
kunft" so verstanden, dass eine Anpassung der Rente auf den Verfügungszeitpunkt erfolgt; dies 
wird damit begründet, dass die sich pflichtgemäss verhaltende versicherte Person darauf ver-
trauen dürfe, dass eine Aufhebung oder Herabsetzung nicht rückwirkend, sondern nur für die 
Zukunft erfolge (BGE 140 V 65 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 133 V 67 E. 4.3.5). Nach konstanter 
Rechtsprechung ist indes bei einer Meldepflichtverletzung eine rückwirkende Aufhebung der In-
validenrente möglich (vgl. UELI KIESER, ATSG Kommentar, 3. Aufl., 2015, N 53 zu Art. 17 ATSG, 
N 14 zu Art. 25 ATSG). Diese werden dann zu unrechtmässigen Leistungen im Sinne von Art. 25 
ATSG und können nach den darin statuierten Vorgaben zurückgefordert werden. Die Anpassung 
kann in diesem Fall auf denjenigen Zeitpunkt zurückbezogen werden, in welchem die Meldepflicht 
verletzt wurde (KIESER, a.a.O., N 21 zu Art. 31 ATSG).  
 
8.2 Nachdem das Bundesgericht die Frage nach der rückwirkenden Leistungsanpassung für 
den Bereich der Unfallversicherung lange Zeit offen gelassen bzw. nur implizit bejaht hatte, hat 
es in seinem Urteil vom 19. Februar 2019, 8C_253/2018, dieselbe dahingehend bestätigt, dass 
die Rückerstattungspflicht ab dem Zeitpunkt der Verwirklichung des pflichtwidrig nicht gemelde-
ten Revisionstatbestands bestehe. Dies ergebe sich bereits aus Art. 17 Abs. 1 ATSG i.V.m. 
Art. 31 ATSG. Eine bisher diskutierte, mögliche analoge Anwendung von Art. 88bis IVV sei hierfür 
nicht erforderlich. Die Meldepflicht sei eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glau-
ben (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV), so dass die Rückerstattung der durch eine Pflichtwidrigkeit 
erwirkten Weiterausrichtung von unrechtmässigen Leistungen eine Folge des treuwidrigen Ver-
haltens der versicherten Person sei. Aus der Begründung für die Revision einer Rente frühestens 
zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses, ergebe sich e contrario, dass dieser Vertrauensschutz 
einer Person, die sich nicht pflichtgemäss verhalten habe, nicht zukommen solle. Dies spreche 
dafür, bei Meldepflichtverletzungen nach Art. 31 Abs. 1 ATSG den Begriff "für die Zukunft" so zu 
verstehen, dass die Rentenanpassung auf den Zeitpunkt der Sachverhaltsänderung zu erfolgen 
habe. Die Mitwirkungspflicht sei im Rahmen der Sozialversicherungen ein zentrales Element, 
weshalb deren Verletzung Sanktionen rechtfertigt. Nur so ist auch ein Anreiz für die versicherte 
Person geschaffen, sich gesetzeskonform zu verhalten (vgl. das soeben zitierte Urteil 
8C_253/2018 E. 7.3.4 ff. mit zahlreichen Hinweisen).  
 
8.3 Gemäss Art. 31 ATSG ist jede wesentliche Änderung in den für eine Leistung massge-
benden Verhältnissen von Bezügerinnen und Bezügern, ihren Angehörigen oder Dritten, denen 
eine Leistung zukommt, unverzüglich dem Versicherungsträger zu melden. Eine wesentliche Än-
derung liegt vor, wenn durch sie eine nicht nur bloss geringfügige Auswirkung auf den Leistungs-
anspruch erfolgt (vgl.  KIESER, a.a.O. Rz. 8 zu Art. 31). Ob eine Meldepflicht besteht, beurteilt sich 
nach den konkreten Umständen des Einzelfalles. Massgebend ist die Umschreibung der Auf-
merksamkeit, welche der meldepflichtigen Person oder Stelle zumutbar ist. Von Bedeutung ist, 

 
 
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dass die Person klar auf konkrete Meldepflichten hingewiesen wurde (vgl. KIESER, a.a.O., Rz. 14 
zu Art. 31 mit weiteren Hinweisen). Für den Tatbestand der Meldepflichtverletzung ist ein schuld-
haftes Fehlverhalten erforderlich, wobei nach ständiger Rechtsprechung bereits leichte Fahrläs-
sigkeit genügt (Urteil des Bundesgerichts vom 8. September 2010, 9C_570/2010, E. 3 mit Hin-
weisen). 
 
8.4 Auf den vorliegenden Fall angewendet bedeutet dies nun Folgendes: Anlässlich der erst-
maligen Festsetzung der Invalidenrente mit Verfügung vom 19. Juli 2010 wurde ein gestützt auf 
Tabellenlöhne errechnetes Invalideneinkommen von Fr. 52‘803.-- zugrundegelegt und der Versi-
cherte auf seine Meldepflicht hingewiesen (Suva-act. 111). Wie aus dem unter Erwägung 7.2 
Ausgeführten erhellt, war der Beschwerdeführer bereits ab Oktober 2011 bzw. 1. März 2012 
(Festanstellung) in seiner angestammten Tätigkeit als Chauffeur tätig gewesen, wobei ihm diese 
Tätigkeit aufgrund der unfallkausalen Beschwerden auch in medizinischer Hinsicht zumutbar war 
(vgl. E. 7.4). Dabei erzielte er im Jahr 2012 ein Erwerbseinkommen von Fr. 59‘414.--, welches 
verglichen mit dem für die Verfügung massgebenden von Fr. 52‘803.-- ein über 11% höheres 
Erwerbseinkommen darstellte und welches bei einem verbleibenden Invaliditätsgrad von rund 6% 
ferner die Aufhebung der Rente zur Folge gehabt hätte, hätte der Versicherte dieses pflichtge-
mäss gemeldet. Der Beschwerdeführer informierte vorliegend aber nicht von sich aus über seine 
aufgenommene Tätigkeit im angestammten Bereich. Vielmehr erfuhr die Beschwerdegegnerin 
davon erst im Rahmen des von ihr 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens. Nachdem sich das 
ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftete Einkommen als wesentliche Veränderung erweist (vgl. E. 7.5 
hiervor), ist eine Meldepflichtverletzung unter den vorliegenden Umständen zu bejahen. 
 
8.5 Nach dem Ausgeführten erweisen sich die in der Zeit von März 2012 bis August 2013 
bezogenen Leistungen  ̶  die im Übrigen auch in ihrer Höhe nicht zu beanstanden sind   ̶ damit 
als unrechtmässig im Sinne von Art. 25 ATSG, weshalb sie zurückzuerstatten sind.  
 
9. Zusammenfassend ist der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 14. Au-
gust 2018 nicht zu beanstanden. Bei diesem Ergebnis ist die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.  
 
10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erhe-
ben. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung zu entrichten.  
 
 
 
Demgemäss wird   e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.