# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bcc8893-4975-5481-b279-246f246bc628
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2021 E-7484/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7484-2018_2021-11-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7484/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Muriel Beck Kadima (Vorsitz), 

Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 

Richter William Waeber,    

Gerichtsschreiberin Janine Sert. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch lic. iur. Clivia Wullimann,  

Gesuchsteller,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Revision;  

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

E-7106/2017 vom 15. Februar 2018. 

 

 

 

E-7484/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Gesuchsteller ersuchte am 16. Oktober 2014 erstmals die Schweiz 

um Asyl. 

A.b Das SEM lehnte mit Verfügung vom 9. November 2017 das Asylge-

such ab, verfügte die Wegweisung des Gesuchstellers aus der Schweiz 

und ordnete den Vollzug der Wegweisung an. 

A.c Die dagegen beim Bundesverwaltungsgericht erhobene Beschwerde 

vom 14. Dezember 2017 wurde mit Urteil E-7106/2017 vom 15. Februar 

2018 abgewiesen. Zur Begründung führte das Bundesverwaltungsgericht 

im Wesentlichen aus, die Asylvorbringen des Gesuchstellers seien un-

glaubhaft und nicht asylrelevant. 

B.  

Der Gesuchsteller reichte unter Beilage mehrere Beweismittel am 21. Au-

gust 2018 beim SEM eine als «neues Asylgesuch» bezeichnete Eingabe 

ein. 

Als Beweismittel seiner Vorbringen reichte er insbesondere zwei undatierte 

Fotos seiner exilpolitischen Aktivitäten, den Aufenthaltstitel seines Bruders 

in der Schweiz (in Kopie) ausgestellt am 14. Februar 2018, eine Todesur-

kunde aus dem Jahr 2006 (in Kopie, samt Übersetzung), seinen Studen-

tenausweis aus dem Jahr 2010 (in Kopie), eine Jobvermittlungseinladung 

aus dem Jahr 2014 (im Original, samt Übersetzung), einen Wahlflyer (im 

Original) und eine Kandidatenliste (in Kopie) hinsichtlich einer Wahl im Jahr 

2013 (im Original) und Zeitungsartikel betreffend Freunde, die nach seiner 

Ausreise erschossen worden seien (im Original), zu den Akten.  

Für den Inhalt des Gesuchs samt den weiteren 53 eingereichten Beweis-

mitteln wird auf die Akten verwiesen. 

C.  

Mit Verfügung vom 27. September 2018 lehnte die Vorinstanz die Anträge 

auf Durchführung einer Anhörung und auf Fristansetzung zur Einreichung 

weiterer Beweismittel ab und stellte fest, dass der Gesuchsteller die Flücht-

lingseigenschaft nicht erfülle. Das Mehrfachgesuch und das qualifizierte 

Wiedererwägungsgesuch lehnte sie – nach Beizug der Asylakten des (an-

geblichen) Bruders – ab, soweit sie auf diese eintrat. Auf das Revisionsge-

such trat sie nicht ein. Gleichzeitig erhob sie eine Gebühr, verfügte die 

E-7484/2018 

Seite 3 

Wegweisung und beauftragte den Kanton B._______ mit dem Vollzug der 

Wegweisung.   

D.  

D.a Mit Eingabe vom 8. November 2018 erhob der Gesuchsteller gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde.  

D.b Das Bundesverwaltungsgericht nahm diese Beschwerde, das Mehr-

fachgesuch und das Wiedererwägungsgesuch betreffend unter der Verfah-

rensnummer E-6357/2018 entgegen. Das vorliegende Verfahren wird mit 

diesem koordiniert behandelt. 

D.c Im Sinne eines Subeventualantrages ersuchte der Gesuchsteller da-

rum, die Beschwerde sei als Revisionsgesuch entgegenzunehmen und im 

wiederaufzunehmenden Beschwerdeverfahren sei die Verfügung vom 

27. September 2018 aufzuheben, seine Flüchtlingseigenschaft festzustel-

len und ihm Asyl zu gewähren, sowie eventualiter die Sache zur Neubeur-

teilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, subeventualiter die Unzulässig-

keit und/oder die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen 

und die vorläufige Aufnahme zu verfügen.  

Das solchermassen gestellte Revisionsgesuch wurde beim Gericht unter 

der vorliegenden Verfahrensnummer E-7484/2018 registriert und weiterge-

führt. 

D.d In prozessualer Hinsicht beantragte er die Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege, unter Beiordnung der Unterzeichnenden als unentgelt-

liche Rechtsbeiständin. Zudem seien die Asylakten von C._______ 

(ZEMIS-Nr. […]) als Verweisdossier beizuziehen und die Schweizer Vertre-

tung zu beauftragen, im Rahmen einer botschaftlichen Abklärung die ein-

gereichten Urkunden (Einladung für Jobvermittlung, Todesurkunde 

D._______ und den Zeitungsbericht vom […] 2016) auf Echtheit zu über-

prüfen.  

D.e Der Rechtsmitteleingabe vom 8. November 2018 lagen mehrere Zei-

tungsberichte – wovon jener vom (…) 2016 inklusive Übersetzung – bei. 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 26. August 2021 forderte die Instruktionsrich-

terin den Gesuchsteller auf, innert Frist eine Revisionsverbesserung einzu-

reichen.  

E-7484/2018 

Seite 4 

F.  

Mit fristgerechter Revisionsverbesserung vom 3. September 2021 bean-

tragte der Gesuchsteller, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

E-7106/2017 vom 15. Februar 2018 sei in Revision zu ziehen und es sei 

im wiederaufgenommenen Beschwerdeverfahren seine Flüchtlingseigen-

schaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren. Eventualiter sie die Unzu-

lässigkeit und/oder die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzu-

stellen und er sei vorläufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht ersuchte 

er um Sistierung des Wegweisungsvollzugs im Rahmen einer vorsorgli-

chen Massnahme. Eventualiter seien die Beilagen 3-9 des «neuen Asylge-

suchs» vom 21. August 2018 dem SEM zwecks Behandlung und Prüfung 

weiterzuleiten. 

Zur Begründung des Revisionsgesuchs führte der Gesuchsteller aus, die 

Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens sei zweifelsfrei gegeben. Die Ein-

gaben seien gemäss Aktenlage unmittelbar nach der Entdeckung der Be-

weismittel und damit frist- und formgerecht erfolgt. Dass die revisionsweise 

geltend zu machenden Beweismittel zunächst im Beschwerdeverfahren 

geltend gemacht worden seien, vermöge dem nicht entgegenzustehen. 

Selbst beim Vorliegen formeller Gründe, welche einer (erneuten) Überprü-

fung der Asylvorbringen entgegenstehen würden, seien die entsprechen-

den Vorbringen aufgrund des zwingenden Charakters des Non-Refoule-

ment-Gebotes gemäss Art. 33 FK und Art. 3 EMRK zu prüfen, wenn diese 

glaubhaft vorgebracht würden. 

Als Revisionsgrund werde das nachträgliche Erfahren erheblicher Tatsa-

chen beziehungsweise das Auffinden entscheidender Beweismittel im 

Sinne von Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG geltend gemacht. Die neu ins Recht 

gelegten Beweismittel würden die Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Ge-

suchstellers entscheidend zu stützen vermögen, womit er eine asylrele-

vante (Reflex-)Verfolgung habe glaubhaft machen können und deshalb 

entgegen dem in Revision zu ziehenden Urteil E-7106/2017 seine Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren sei. Das Vorliegen 

der eingereichten Beweismittel hätte damit im ordentlichen Verfahren ver-

mutlich zu einem anderen Entscheid geführt.  

Der Gesuchsteller sei bis zur Zustellung des negativen Entscheids des 

Bundesverwaltungsgerichts gutgläubig davon ausgegangen, dass ihm 

spätestens im Beschwerdeverfahren Asyl gewährt werden würde, weshalb 

er keine zeitraubenden, schwierigen und möglicherweise auch die eigene 

Familie gefährdenden Recherchen in seinem Heimatstaat angestellt habe. 

E-7484/2018 

Seite 5 

Die revisionsweise eingereichten Beweismittel seien bereits im Hinblick auf 

den Gutglaubensschutz zu berücksichtigen. Es sei ihm nicht möglich res-

pektive nicht zumutbar gewesen, die Beweismittel bereits zu einem frühe-

ren Zeitpunkt – anlässlich des ordentlichen Verfahrens – vorzubringen, zu-

mal die Beschaffung der Beweismittel mit einem erheblichen Risiko von 

Verfolgungsmassnahmen beziehungsweise Schikanen durch die sri-lanki-

schen Behörden gegen die zurückgebliebenen Familienmitglieder verbun-

den sei. Aufgrund des drohenden Wegweisungsvollzugs, welcher sein Le-

ben in erheblichem Ausmass gefährdet hätte, sei seine Familie, die selbst 

keine direkten Verbindungen zu den LTTE aufweisen würde, bereit gewe-

sen, das Risiko allfälliger Verfolgungsmassnahmen oder Schikanen durch 

die sri-lankischen Behörden einzugehen, weitere Beweismittel zu suchen 

und dem Gesuchsteller zugänglich zu machen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet gemäss Art. 105 AsylG auf 

dem Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Beschwerden gegen 

Verfügungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Es 

ist ausserdem zuständig für die Revision von Urteilen, die es in seiner 

Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1). 

1.2 Der Gesuchsteller ist durch das Beschwerdeurteil E-7106/2017 vom 

15. Februar 2018 besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 

an dessen Aufhebung oder Änderung. Er ist daher zur Einreichung des Re-

visionsgesuchs legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG analog; vgl. MOSER/ 

BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

2. Aufl. 2013, Rz. 5.70).  

1.3 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des Bundes-

verwaltungsgerichts die Art. 121–128 BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG 

findet auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 

Abs. 3 VwVG Anwendung. 

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in der Besetzung mit drei 

Richtern oder Richterinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG), sofern das Revisionsge-

such nicht in die Zuständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Ein-

zelrichterin fällt (vgl. Art. 23 VGG).  

E-7484/2018 

Seite 6 

2.  

2.1 Das Revisionsgesuch ist ein ausserordentliches Rechtsmittel, das sich 

gegen einen rechtskräftigen Beschwerdeentscheid richtet. Wird das Ge-

such gutgeheissen, beseitigt dies die Rechtkraft des angefochtenen Ur-

teils, und die bereits entschiedene Streitsache ist neu zu beurteilen (vgl. 

MOSER/ BEUSCH/ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-

gericht, 2. Aufl. 2013, S. 303 Rz. 5.36). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht zieht auf Gesuch hin seine Urteile aus 

den in Art. 121–123 BGG aufgeführten Gründen in Revision (Art. 45 VGG). 

Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann die Revision eines Urteils in öf-

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten verlangt werden, wenn die ersu-

chende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entschei-

dende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibrin-

gen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst 

nach dem Entscheid entstanden sind. 

2.3 Erhebliche Tatsachen beziehungsweise entscheidende Beweismittel 

bilden nur dann einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 

BGG, wenn sie vor dem in Revision zu ziehenden Entscheid entstanden 

sind, in früheren Verfahren aber nicht beigebracht werden konnten, weil sie 

der gesuchstellenden Person damals nicht bekannt waren beziehungs-

weise trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt sein konnten oder ihr die 

Geltendmachung oder Beibringung aus entschuldbaren Gründen nicht 

möglich war (BGE 134 III 47 E. 2.1; MOSER/ BEUSCH/ KNEUBÜHLER, a.a.O., 

Rz. 5.47).  

2.4 An die Begründung ausserordentlicher Rechtsmittel werden erhöhte 

Anforderungen gestellt (vgl. AUGUST MÄCHLER, in: Christoph Auer/Markus 

Müller/Benjamin Schindler [Hrsg.], Kommentar zum VwVG, 2. Aufl. 2019, 

Art. 67, N 10). Im Revisionsgesuch ist insbesondere der angerufene Revi-

sionsgrund anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revisionsbegehrens im 

Sinne von Art. 124 BGG darzutun. Die in Art. 121–123 BGG enthaltene 

Aufzählung der Revisionsgründe ist abschliessend. Die Angabe genügend 

substantiierter Rechtsmittelgründe ist eine Eintretensvoraussetzung. Reine 

Urteilskritik genügt den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung ei-

nes Revisionsgesuchs nicht. Eine Revision dient nicht dazu, die Würdigung 

damaliger Vorbringen erneut zu überprüfen (vgl. MOSER/BEUSCH/KNEU-

BÜHLER, a.a.O., Rz. 5.47, sowie SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH/OBERHOL-

ZER, Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2. Aufl. 2015, Rz. 8–11 zu Art. 123). 

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Seite 7 

3.  

3.1 Der Gesuchsteller ruft in seiner Revisionsverbesserung vom 3. Sep-

tember 2021 mit dem Hinweis auf die am 8. November 2018 eingereichten 

Beweismittel den gesetzlichen Revisionsgrund von Art. 123 Abs. 2 Bst. a 

BGG an und bringt vor, mit den nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens 

zugegangenen Beweismitteln könne er nun die im ordentlichen Verfahren 

geltend gemachten Asylvorbringen – die Hilfstätigkeiten zugunsten der 

LTTE, die Unterstützung eines Mitglieds der Tamil National Alliance (TNA) 

bei dessen Wahlkampf sowie die Vorkommnisse im Zusammenhang mit 

einem Jobvermittlungs-Anlass der SLA (Sri Lanka Army) an seinem Col-

lege – untermauern sowie zusätzlich präzisieren. Die Gründe, weshalb die 

Beweismittel nicht früher beigebracht werden konnten, wurden dargelegt. 

Das mit Beschwerde vom 8. November 2018 als Subeventualbegehren ge-

stellte Revisionsgesuch ist damit grundsätzlich hinreichend begründet. 

3.2  Gemäss Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG ist das Revisionsgesuch innert 

90 Tagen seit Kenntnis der nachträglich erfahrenen Tatsache oder des auf-

gefundenen Beweismittels einzureichen. Weder der als «neues Asylge-

such» betitelten Eingabe vom 21. August 2018 beim SEM, der gegen den 

SEM-Entscheid vom 27. September 2018 erhobenen Beschwerde vom 

8. November 2018 noch der Revisionsverbesserung vom 3. September 

2021 ist zu entnehmen, wie und wann der Gesuchsteller die eingereichten 

Beweismittel erhalten hat. Im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen 

kann die Frage, ob die Frist von Art. 124 Abs. 1 Bst. d BGG gewahrt wurde, 

jedoch vorliegend offengelassen werden.  

3.3 Im Zusammenhang mit den neu eingereichten – vorbestandenen – Be-

weismitteln (Todesurkunde betreffend D._______, Einladung zur Jobver-

mittlung, Studentenausweis, Wahlflyer, Kandidatenliste, Zeitungsbericht 

vom (…) 2016 sowie weitere Beweismittel zu den Ereignissen und Entwick-

lungen in Sri Lanka vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 

15. Februar 2018) ist nicht ersichtlich, weshalb der Gesuchsteller entspre-

chende Nachforschungen nicht schon früher in die Wege geleitet hat, 

kommt ihm hinsichtlich seiner Asylvorbringen doch die entsprechende Sub-

stanziierungslast zu und wurde er im Rahmen des ordentlichen Verfahrens 

mehrmals auf seine Mitwirkungspflicht nach Art. 8 AsylG hingewiesen. Die 

Begründung in der Revisionsverbesserung, wonach die Beschaffung der 

Beweismittel für seine Familie mit erheblichen Risiken behaftet gewesen 

sei, ist ungenügend, um die Sorgfaltspflicht aufzuwiegen. Dies umso mehr, 

als dass aus den eingereichten Dokumenten nicht ersichtlich ist, inwiefern 

deren Beschaffung für seine Familie hätte gefährlich sein sollen, war dafür 

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Seite 8 

doch kein Behördenkontakt notwendig. Es ist demnach davon auszuge-

hen, dass die Beweismittel ohne weiteres im Verlauf des ordentlichen Ver-

fahrens, welches mit Urteil vom 15. Februar 2018 beendet wurde, hätten 

beschafft werden können. Aus diesem Grund sind die Beweismittel aus re-

visionsrechtlicher Sicht als verspätet vorgebracht im Sinne der Bestim-

mung von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG zu erachten. 

4.  

4.1 Revisionsweise Vorbringen, die verspätet sind, können dennoch zur 

Revision eines rechtskräftigen Urteils führen, wenn aufgrund dieser Vor-

bringen offensichtlich wird, dass der gesuchstellenden Person Verfolgung 

oder menschenrechtswidrige Behandlung droht und damit ein völkerrecht-

liches Wegweisungshindernis besteht (vgl. BVGE 2013/22 E. 9.3.1 f. mit 

Verweis auf EMARK 1995 Nr. 9 E. 7). Aus Gründen der Rechtssicherheit 

genügt es praxisgemäss nicht, eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK 

respektive Art. 33 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstel-

lung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) lediglich zu behaupten. Der Ge-

suchsteller muss die beachtliche Wahrscheinlichkeit einer aktuellen und 

ernsthaften Gefahr vielmehr schlüssig nachweisen. Dabei genügt der her-

abgesetzte Beweismassstab der Glaubhaftmachung. Im Sinne einer vor-

weggenommenen materiellen Beurteilung der neuen, aber verspätet vor-

gebrachten Tatsachen und Beweismittel muss sich ergeben, dass die ge-

nannten völkerrechtlichen Wegweisungsschranken tatsächlich bestehen 

(vgl. EMARK 1995 Nr. 9 E. 7).  

4.2 Dem Gesuchsteller ist es im Rahmen des vorangegangenen Verfah-

rens nicht gelungen glaubhaft zu machen, dass er in Sri Lanka asylrele-

vante Verfolgung zu befürchten hat (vgl. Beschwerdeurteil E-7106/207 

E. 12). Auch weise er kein Risikoprofil im Sinne der Rechtsprechung (vgl. 

Referenzurteil des BVGer E-1866/2015 vom 15. Juli 2016) auf. Die Be-

weismittel, in denen der Gesuchsteller abgesehen von seinem Studenten-

ausweis und der Einladung zur Jobvermittlung nicht namentlich erwähnt 

ist, mögen zwar die von ihm erwähnten Ereignisse sowie die allgemeine 

Lage in Sri Lanka zu belegen, lassen aber keine Rückschlüsse auf seine 

Verfolgungsvorbringen zu. Den Beweismitteln lässt sich folglich kein Hin-

weis auf eine drohende Verletzung von Art. 3 EMRK respektive Art. 33 FK 

entnehmen. Der Gesuchsteller vermochte somit das Vorliegen von völker-

rechtswidrigen Wegweisungsvollzugshindernissen nicht glaubhaft darzule-

gen. 

E-7484/2018 

Seite 9 

5.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Voraussetzungen zum Ein-

treten auf das Revisionsgesuch vorliegend nicht erfüllt sind und sich das 

Gesuch daher als unzulässig erweist.  

6.  

6.1 Mit Rechtsmitteleingabe vom 8. November 2018 ersuchte der Gesuch-

steller um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 

Abs. 1 VwVG sowie um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistands ge-

mäss Art. 65 Abs. 2 VwVG. Auch wenn die Gesuche im Zuge der Revisi-

onsverbesserung vom 3. September 2021 nicht erneut explizit gestellt wur-

den, ist vollständigkeitshalber festzustellen, dass sich aufgrund der vorste-

henden Erwägungen ergibt, dass die Begehren des Gesuchstellers zum 

Zeitpunkt ihrer Erhebung als aussichtslos zu gelten hatten. Damit ist eine 

der kumulativ zu erfüllenden Voraussetzungen nicht gegeben, weshalb die 

Gesuche abzuweisen sind.  

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Gesuchstel-

ler aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’500.– fest-

zusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]).  

7.  

Mit dem vorliegenden Urteil ist der mit Revisionsverbesserung vom 3. Sep-

tember 2021 gestellte Antrag auf Sistierung des Wegweisungsvollzugs ge-

genstandslos geworden.  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-7484/2018 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie 

der amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen.  

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten der 

Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Janine Sert