# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fc5d7322-c862-520b-ac61-9a1a003d9da6
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2021 C-1870/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1870-2021_2021-09-22.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1870/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichter Beat Weber, 

Gerichtsschreiberin Yvette Märki. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich),   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IVG, vorläufige Sistierung der Invalidenrente;  

Verfügung der IVSTA vom 23. März 2021. 

 

 

 

C-1870/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder 

Vorinstanz) mit Verfügung vom 23. März 2021 die Invalidenrente von 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) samt akzessorischen Kin-

derrenten per 1. März 2021 gestützt auf Art. 52a ATSG (SR 830.1) einge-

stellt und einer gegen diese Verfügung gerichteten Beschwerde die auf-

schiebende Wirkung entzogen hat (Beschwerdeakten [B-act.] 1 Beilage 1), 

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung am 21. April 2021 

(Empfangsdatum: 23.04.2021) beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde eingereicht hat, wobei sie formell beantragte, die aufschiebende 

Wirkung wieder zu erteilen (B-act. 1), 

dass sie gleichzeitig um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege er-

sucht hat (B-act. 1), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 20. Mai 

2021 das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen hat (B-act. 6),  

dass mit Zwischenverfügung vom 30. Juli 2021 das Gesuch um unentgelt-

liche Prozessführung abgewiesen und gleichzeitig ein Kostenvorschuss er-

hoben wurde (B-act. 15),  

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Invalidenversicherung vor 

Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind, 

dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 30. Juli 2021 zur 

Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 14. September 2021 aufgefor-

dert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde 

(B-act. 15), 

dass die Zwischenverfügung vom 30. Juli 2021 gemäss Rückschein der 

Beschwerdeführerin am 3. August 2021 nicht zugestellt werden konnte, 

C-1870/2021 

Seite 3 

weshalb die Beschwerdeführerin am 4. August 2021 eine Abholungseinla-

dung erhalten und zudem die Annahme am 24. August 2021 verweigert hat 

(B-act. 16),  

dass die Eröffnung einer Verfügung eine empfangsbedürftige, nicht aber 

eine annahmebedürftige einseitige Rechtshandlung ist und daher ihre 

Rechtswirkungen vom Zeitpunkt der ordnungsgemässen Zustellung an 

entfaltet (Urteil des BGer 8C_804/2013 vom 19. September 2014 E. 2.3 

m.w.H.), 

dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Verweigerung der 

Entgegennahme einer Verfügung gestützt auf den Grundsatz von Treu und 

Glauben als erfolgte Zustellung zu gelten hat (Urteil des 

BGer 8C_804/2013 E. 5.3 m.w.H.), 

dass die Zwischenverfügung vom 30. Juli 2021 zum Zeitpunkt der Annah-

meverweigerung, am 24. August 2021, als zugestellt gilt und der Be-

schwerdeführerin damit eröffnet worden ist,  

dass innert angesetzter Frist der Kostenvorschuss nicht geleistet wurde, 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass bei einer Erledigung in einem frühen Verfahrensstadium mangels er-

heblichen Aufwandes des Bundesverwaltungsgerichts von der Erhebung 

von Verfahrenskosten abgesehen werden kann (Art. 6 Bst. a des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).  

  

C-1870/2021 

Seite 4 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-

schädigung zugesprochen. 

3.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […], Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Yvette Märki 

 

  

C-1870/2021 

Seite 5 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 

deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu 

enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 

sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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