# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7be275d3-4a9f-5e54-a6ab-55d5fd9adfe7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.09.2025 E-6623/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6623-2025_2025-09-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6623/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Lorenz Noli (Vorsitz), 

Richterin Giulia Marelli, Richter Markus König,    

Gerichtsschreiber Valentin Böhler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

Gesuchsteller,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Wiederherstellung der Beschwerdefrist nach Asylverfahren; 

Verfügung des SEM vom 7. August 2025. 

 

 

 

E-6623/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Gesuchsteller am 14. August 2022 in der Schweiz um Asyl nach-

suchte, 

dass das SEM dieses Gesuch mit Verfügung vom 27. Juni 2024 ablehnte 

und den Vollzug der Wegweisung infolge gegenwärtiger Unzumutbarkeit 

zugunsten einer vorläufigen Aufnahme aufschob, 

dass der Asylentscheid unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist,  

dass das SEM auf ein Wiedererwägungsgesuch vom 5. Juni 2025 (Datum 

Poststempel) am 7. August 2025 nicht eintrat und die Verfügung vom 

27. Juni 2025 (recte: 2024) für rechtskräftig und vollstreckbar erklärte, wo-

bei es eine Gebühr von Fr. 600.– erhob und den Antrag auf eine weitere 

Anhörung ablehnte, 

dass der Gesuchsteller mit einer als «Beschwerde» betitelten und unda-

tierten Eingabe (Postübergabe gemäss elektronischem Sendungsverlauf 

am 1. September 2025) die vorinstanzliche Verfügung vom 7. August 2025 

beim Bundesverwaltungsgericht anfocht und nebst Ausführungen zum 

Asylpunkt um Wiederherstellung der Beschwerdefrist ersuchte, 

dass der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 4. September 

2025 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 750.– mit Zahlungsfrist 

bis zum 15. September 2025 erhob, der in der Folge fristgerecht einging, 

dass der Gesuchsteller mit einer als «ergänzende Stellungnahme zur Be-

schwerde» betitelten Eingabe vom 9. September 2025 an das Bundesver-

waltungsgericht gelangte und darin seine Asylvorbringen bekräftigte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 in Verbindung mit 

Art. 33 VGG für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen des 

SEM nach Art. 5 VwVG zuständig ist,  

dass diese Zuständigkeit auch die Beurteilung von Gesuchen um Wieder-

herstellung von Fristen im Sinne von Art. 24 Abs. 1 VwVG umfasst 

(vgl. PATRICIA EGLI, in: Waldmann/Krauskopf [Hrsg.], Praxiskommentar 

VwVG, 3. Aufl. 2023, Rz. 6 zu Art. 24), 

E-6623/2025 

Seite 3 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch hier – endgültig entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass über nicht offensichtlich unzulässige Gesuche um Wiederherstellung 

einer Frist nach Art. 24 VwVG ein aus drei Richterinnen oder Richtern zu-

sammengesetztes Spruchgremium entscheidet (vgl. Art. 21 Abs. 1 VGG 

i.V.m. Art. 23 VGG), 

dass vorliegend die Beschwerdefrist fünf Arbeitstage ab Eröffnung der Ver-

fügung betrug (Art. 105 und 108 Abs. 3 AsylG), 

dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behörde 

einzureichen oder zu deren Handen der Schweizerischen Post zu überge-

ben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG), 

dass dem Gesuchsteller die Verfügung vom 7. August 2025 gemäss den 

Akten der Vorinstanz am 11. August 2025 unterschriftlich eröffnet wurde 

und demnach die entsprechende Beschwerdefrist bereits am 18. August 

2025 abgelaufen ist (Art. 20 Abs. 1 VwVG), 

dass der Gesuchsteller die als «Beschwerde» betitelte Eingabe samt Frist-

wiederherstellungsgesuch am 1. September 2025 der Schweizerischen 

Post übergeben hat und diese somit offenkundig verspätet ist (vgl. elektro-

nischer Sendungsverlauf der Post), 

dass nach Art. 24 Abs. 1 VwVG eine ungenutzt verstrichene gesetzliche 

oder richterliche Frist wiederhergestellt wird, wenn der Gesuchsteller oder 

dessen Vertreter unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist 

zu handeln, 

dass die Fristwiederherstellung in formeller Hinsicht voraussetzt, dass das 

begründete Fristwiederherstellungsgesuch innert 30 Tagen nach Wegfall 

des Hindernisses gestellt und innert der gleichen Frist auch die versäumte 

Rechtshandlung nachgeholt wird, ansonsten auf das entsprechende Ge-

such nicht einzutreten ist, 

dass in casu die Frage, wann das Hindernis zur Beschwerdeerhebung 

weggefallen ist, angesichts der nachfolgenden Erwägungen offenbleiben 

kann, 

E-6623/2025 

Seite 4 

dass die Wiederherstellung einer Frist dazu dient, die Rechtsnachteile zu 

beseitigen, die ein Verfahrensbeteiligter wegen unverschuldeter Fristver-

säumnis erleidet, 

dass dabei im Interesse eines geordneten Rechtsgangs, der Rechtssicher-

heit und der Verfahrensdisziplin praxisgemäss grundsätzlich ein strenger 

Massstab anzuwenden ist, 

dass ein Versäumnis nur dann als unverschuldet gilt, wenn dafür objektive 

Gründe vorliegen und den Gesuchstellenden keine Nachlässigkeit vorge-

worfen werden kann, das heisst nur solche Gründe als erheblich zu be-

trachten sind, die den Gesuchstellenden auch bei Aufwendung der übli-

chen Sorgfalt die Wahrung ihrer Interessen verunmöglicht oder unzumut-

bar erschwert hätten (vgl. statt vieler BVGer D-1926/2025 vom 2. April 

2025 E. 2.1 m.w.H.), 

dass das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist vorliegend 

einzig damit begründet wird, er (der Gesuchsteller) habe die Verfügung 

nicht persönlich entgegengenommen und erst später empfangen (vgl. Be-

schwerde vom 1. September 2025), 

dass dieses Vorbringen indes in mehrfacher Hinsicht fehl geht und keine 

Ausgangslage begründet, welche eine Wiederherstellung der Beschwer-

defrist rechtfertigen könnte,  

dass vorab festzuhalten ist, dass die Behauptung, aufgrund der Entgegen-

nahme durch eine nicht näher benannte Drittperson erst verspätet in 

Kenntnis von der angefochtenen Verfügung gekommen zu sein, so nicht 

mit den Akten in Einklang gebracht werden kann,   

dass vielmehr aus den Akten ersichtlich ist, dass ihm entgegen seiner Dar-

stellung die vorinstanzliche Verfügung vom 7. August 2025 am 11. August 

2025 mit Einschreiben unterschriftlich zugestellt wurde und sich die auf 

dem Rückschein angebrachte Unterschrift nach einem Vergleich mit derje-

nigen auf der «Beschwerde» zweifelsfrei dem Gesuchsteller zuordnen 

lässt (vgl. vorinstanzliche Akten (…)-9/1; vgl. «Beschwerde» vom 1. Sep-

tember 2025); und ihm die entsprechende Postsendung somit sehr wohl 

persönlich eröffnet wurde,  

dass indes selbst bei Wahrunterstellung der Parteibehauptung, eine Dritt-

person habe für ihn die Postsendung entgegengenommen und habe ver-

spätet Kenntnis erlangt, vorliegend ohne Belang wäre,  

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Seite 5 

dass neben dem Empfänger sämtliche im selben Wohn- oder Geschäfts-

domizil anzutreffenden Personen zum Bezug der Sendungen berechtigt 

sind (vgl. EGLI, a.a.O., Rz. 30 zu Art. 20 VwVG), 

dass mit der Unterschrift der empfangsberechtigten Personen ein rechtlich 

verbindlicher Nachweis als Bestätigung der erfolgreichen Zustellung er-

bracht wird (vgl. EGLI, a.a.O. Rz. 30 zu Art. 20 VwVG), 

dass selbst unter der Annahme, der Gesuchsteller hätte die Verfügung 

nicht persönlich entgegengenommen, somit davon auszugehen wäre, dass 

eine am gleichen Wohndomizil wie der Empfänger angetroffene Person 

und damit eine empfangsberechtigte Person den Rückschein unterzeich-

net hat und die eingeschriebene Sendung damit am 11. August 2025 als 

zugestellt gilt, 

dass demnach keine Gründe ersichtlich sind, die ein unverschuldetes Ver-

säumnis begründen könnten,  

dass daher das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist abzu-

weisen und somit auf die am 1. September 2025 eingereichte, verspätete 

Beschwerde nicht einzutreten ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Gesuchsteller aufzuerlegen und der geleistete Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe darauf anzurechnen ist (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 6 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist wird abgewiesen. 

2.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.- werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Bezahlung der 

Verfahrenskosten verwendet. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Gesuchsteller, das SEM und die zuständige kan-

tonale Behörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lorenz Noli Valentin Böhler 

 

 

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