# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a4cc8d2-6ad5-57e2-b7b8-23d700d82a32
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.08.2020 SB190108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB190108_2020-08-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB190108-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. B. Gut, Präsident, Ersatzoberrichterin lic. iur. 

S. Mathieu und Ersatzoberrichterin lic. iur. S. Nabholz sowie die 

Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch  

Urteil vom 31. August 2020 

 
in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich, 
Anklägerin und I. Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  
Beschuldigter und II. Berufungskläger (Nichteintreten)  

sowie Anschlussberufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Veruntreuung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf, II. Abteilung,  
vom 28. November 2018 (DG180001) 

- 2 - 

Anklage:  

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich vom 8. Januar 

2018 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 20). 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 50 S. 102 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird freigesprochen von den Vorwürfen 

- der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB (ND 12 und 

ND 13); 

- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND 

4, 5, 7 und 14), 

- des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 8 und 17); 

- des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sinne 

von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 16 in Bezug auf die B._____ Card), 

- der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB (ND 18) 

und 

- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 

lit. b SVG (ND 19). 

2. Der Beschuldigte ist schuldig 

- der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB (ND 1, 3, 8, 9, 11, 

15, 17) teilweise des Versuchs dazu im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 

10), 

- des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage 

im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 16 in Bezug auf die C._____ Card, 

die D._____ Card und die E1._____ Card), 

- 3 - 

- des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 lit. a SVG 

(ND 19) und  

- des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne des Art. 96 Abs. 2 SVG 

(ND 19). 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, wovon 

60 Tage durch Haft erstanden sind, mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu 

Fr. 30.– sowie mit einer Busse von Fr. 700.–. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Geldstrafe wird aufgeschoben und die 

Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 7 Tagen. 

6. Der bedingte Vollzug der Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.– gemäss 

Entscheid des Untersuchungsamts Altstätten vom 13. Oktober 2015 wird widerru-

fen. Die Geldstrafe ist zu bezahlen. 

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 5 (F._____ AG) Schadener-

satz in Höhe von Fr. 51'928.45 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 8. Februar 2012 zu 

bezahlen. Im Übrigen werden die Privatkläger mit ihren Schadenersatzforderungen 

auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen. 

8. Die folgenden, von der Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 20. Juli 2016 

beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und als Beweismittel bei den 

Akten belassen: 

- A004'971'340: Schriftstück 

verschiedene schriftliche Unterlagen, Werbepapiere, Rechnungen etc. 55576346 /  

K120724-035 

- A004'971'464: Schriftstück  

verschiedene schriftliche Unterlagen 55576346 / K120724-035 

- A004'976'549: Schriftstück 

verschiedene Schriftstücke von Firmen A._____ 55576346 / K120724-035 

- A006'137'060: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384 

- 4 - 

Unterlagen G._____ GmbH 

Rechnungen H._____ Lebensmittel AG, Rechnung I._____s, Rechnung J._____.ch, Rechnun-

gen Strassenverkehrsamt, Rechnungen Stadt Zürich, Rechnung K._____ [Telekommunikati-

onsunternehmen], 2 C._____, M._____ [Versicherung], 4 D._____, 1 E1._____, N._____ [Ver-

sicherung], Betreibungsamt Kloten O._____, Schreiben Austritt als Geschäftsführer 55576346 / 

K120724- 035 

 

- A006'137'071: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A00497134D; 

A004971384  

Firma P._____ 

"HR Auszug; Pfändungsurkunde, Austritt aus Firma 55576346 / K120724-035 

- A006'137'082: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A00497150D; A004971340; 

A004971384 

Firma Q._____ GmbH 

Kanton Solothurn, Mahnung, 55576346 / K120724-035 

- A006'137'117: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384 

Firma R._____ GmbH 

Betreibungsamt Dietikon, Austritt als Geschäftsführer 55576346 / K120724-035 

- A006'137'140: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384 

Firma S._____ GmbH 

Friedensrichteramt T._____, Betreibungsamt T._____, Abo K._____, U._____ [Versicherung], 

Austritt als Geschäftsführer 55576346 / K120724-035 

- A006'137'151: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384  

Firma V._____ 

OBV Stadt Zürich, Austritt als Geschäftsführer 55676346 / K120724-035 

- A006'137'173: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384  

Firma W._____ GmbH 

Zahlungsbefehl, Pfändungsankündigung, Konkursandrohung, Austritt als Geschäftsführer 

55576346 / K120724-035 

- 5 - 

- A006'137'311: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384  

Firma BA._____ 

Betreibungsamt Olten-Gösgen, HR Solothurn, Betreibungsamt Saanebezirk, Austritt als 

Geschäftsführer, 55576346 / K120724-035 

 

- A006'137'344: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384 

Firma L._____ GmbH 

Betreibungsamt Dietikon, 55576346 / K120724-035 

- A006'137'366: Schriftstück  

Aus Asservat: A004976549; A004971453; A004971464; A004971500; A004971340; 

A004971384 

BB._____ GmbH 

Betreibungsamt Saanebezirk Zahlungsbefehl, Betreibungsamt Zürich …, 55576346 /  

K120724-035 

- A006'137'388: SIM·Karte  

Befand sich in den schriftlichen Unterlangen in einem Couvert 7 

BC._____ [Telekommunikationsunternehmen] Postpaidkarten Micor SIM Nr. 1 

9. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 12'000.– ; Die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 10'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 849.–   Auslagen 

Fr. 150.–   Entschädigung Zeuge 

Fr. 22'999.–   Total 
 

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten im Umfang von 1/2 auferlegt. Zu 1/2 werden die Kosten auf die 

Staatskasse genommen.  

10. Rechtsanwalt lic. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger 

mit Fr. 66'705.– aus der Gerichtskasse entschädigt.  

Es wird festgestellt, dass davon bereits Fr. 25'900.– (Staatsanwaltschaft) und 

Fr. 8'000.– (Gericht) bezahlt worden sind.  

- 6 - 

Im Umfang von 1/2 werden die Kosten der amtlichen Verteidigung definitiv auf die 

Staatskasse genommen. Im Umfang von 1/2 bleibt die Rückzahlungspflicht im Sin-

ne von Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.  

11. (Mitteilungen) 

12. (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 7 ff.) 

a) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 72 S. 1 f.) 

1. Der Beschuldigte sei 

- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB (ND 4, ND 5, ND 7 und ND 14), 

- des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbei-

tungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 16), 

- der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB 

(ND 1, ND 3, ND 8, ND 9, ND 10, ND 11, ND 12, ND 13, ND 15 und 

ND 17), 

- des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 

SVG (ND 19) sowie 

- des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 

lit. a SVG (ND 19) 

schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 40 Monaten und einer 

Busse von Fr. 700.– zu bestrafen. 

- 7 - 

3. Im Übrigen sei das erstinstanzliche Urteil vom 28. November 2018 zu be-

stätigen. 

b) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 73 S: 1 f.) 

Anträge 

1. Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen bezüglich: 

- der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 2 

StGB; 

- des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB; 

- des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbei-

tungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB; 

- der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB, teilweise 

des Versuchs dazu im Sinne von Art. 22 Abs. 1 StGB; 

- der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB so-

wie 

- des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 

Abs. 1 lit. b SVG. 

2. Der Beschuldigte sei des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von 

Art. 91 Abs. 1 lit. a SVG sowie des Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im 

Sinne von Art. 96 Abs. 2 SVG schuldig zu sprechen. 

3. Der Beschuldigte sei mit einer Busse in der Höhe von Fr. 500.– zu bestra-

fen. 

4. Es sei dem Beschuldigten für die ausgestandene Untersuchungshaft eine 

Haftentschädigung zu bezahlen. 

- 8 - 

5. Die Zivilforderungen seien abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu 

verweisen. 

6. Es seien die Kosten der amtlichen Verteidigung auf die Staatskasse zu 

nehmen. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten sei aus der Staatskas-

se zu entschädigen. 

7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates. Even-

tualiter seien die dem Beschuldigten auferlegten Kosten einstweilen auf die 

Staatskasse zu nehmen. 

 

Eventualanträge 
(für den Fall der Abweisung der obigen Hauptanträge) 

8. Es sei der Beschuldigte mit einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen 

zu Fr. 30.– unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren sowie mit einer 

Busse von Fr. 500.– zu bestrafen. 

9. Eine allfällige Freiheitsstrafe sei auf höchstens 12 Monate festzusetzen, und 

es sei der bedingte Vollzug zu gewähren. 

10. Die erstandene Untersuchungshaft sei dem Beschuldigten anzurechnen. 

11. Die mit Entscheid des Untersuchungsamtes Altstätten vom 13. Oktober 

2015 bedingt ausgefällte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.– sei 

nicht zu widerrufen. Stattdessen sei die Probezeit um ein Jahr zu verlän-

gern. 

Erwägungen: 

1. Prozessverlauf 

1.1. Mit Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf, II. Abteilung, vom 28. November 

2018 wurde der Beschuldigte der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 

Ziff. 1 StGB (ND 1, 3, 8, 9, 11, 15, 17) teilweise des Versuchs dazu im Sinne von 

- 9 - 

Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 10), des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 16 in Bezug 

auf die C._____ Card, die D._____ Card und die E1._____ Card), des Fahrens in 

fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 lit. a SVG (ND 19) und des 

Fahrens ohne Haftpflichtversicherung im Sinne des Art. 96 Abs. 2 SVG (ND 19) 

schuldig gesprochen und mit einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten und 

einer bedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 30.–, unter Ansetzung ei-

ner Probezeit von 4 Jahren, sowie mit einer Busse von Fr. 700.– bestraft. Sodann 

wurde der bedingte Vollzug der Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 50.– ge-

mäss Entscheid des Untersuchungsamts Altstätten vom 13. Oktober 2015 wider-

rufen. Von den Vorwürfen der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 

StGB (ND 12 und ND 13), der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND 4, 5, 7 und 14), des mehrfachen Betrugs im Sinne von 

Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 8 und 17), des betrügerischen Missbrauchs einer Da-

tenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 16 in Bezug auf 

die B._____ Card), der mehrfachen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 

StGB (ND 18) und des Missbrauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von 

Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG (ND 19) wurde der Beschuldigte freigesprochen (Urk. 50 

S. 102 ff.).  

1.2. Gegen dieses Urteil meldeten die Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich 

(nachfolgend Staatsanwaltschaft) mit Eingabe vom 4. Dezember 2018 (Urk. 46) 

und der Beschuldigte mit Eingabe vom 15. Februar 2018 (Urk. 49) Berufung an. 

Die Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft datiert vom 6. Februar 2019 

(Urk. 51). Mit Eingabe vom 15. April 2019 liess der Beschuldigte Anschluss-

berufung erheben (Urk. 57). Die Privatkläger liessen sich nicht vernehmen. Mit 

Beschluss vom 2. Mai 2019 wurde auf die Berufung des Beschuldigten nicht ein-

getreten (Urk. 60).  

1.3. Die Berufungsverhandlung, zu der der Beschuldigte mit seinem Verteidiger 

erschien, fand zusammen mit der Berufungsverhandlung im Verfahren 

SB190106-O, Staatsanwaltschaft II des Kantons Zürich gegen BD._____, am 27. 

- 10 - 

August 2020 statt (Prot. II S. 6 ff.). Das Urteil wurde am 31. August 2020 beraten 

und schriftlich im Dispositiv mitgeteilt (Prot. S. 17 ff.). 

2. Berufungserklärung 

2.1. In der Berufungsschrift ist anzugeben, welche Abänderungen des erstin-

stanzlichen Urteils verlangt werden (Art. 399 Abs. 3 lit. b StPO). Gemäss Art. 402 

StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung. 

2.2. Die Staatsanwaltschaft beschränkt ihre Berufung auf die Freisprüche von 

den Vorwürfen der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB be-

züglich ND 12 und ND 13 und der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von 

Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB bezüglich ND 4, ND 5, ND 7 und ND 14, den Schuld-

spruch der versuchten Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB in Verbindung 

mit Art. 22 Abs. 1 StGB bezüglich ND 10 sowie die Bemessung der Strafe und 

den Vollzug bzw. den bedingten Vollzug der Strafe (Dispositiv-Ziffern 3 und 4) 

(act. 51). Der Beschuldigte erklärte mit Eingabe vom 15. April 2019 "vollumfängli-

che Anschlussberufung" und beantragte, er sei mit Ausnahme des Fahrens in 

fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 lit. a SVG von Schuld und 

Strafe freizusprechen. Sodann beantragte er, mit einer Busse in Höhe von 

Fr. 500.– bestraft zu werden, eine Haftentschädigung für die ausgestandene Un-

tersuchungshaft, die Abweisung der Zivilforderungen, eventualiter die Verweisung 

auf den Zivilweg, sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung seien auf die 

Staatskasse zu nehmen und der amtliche Verteidiger sei aus der Staatskasse zu 

entschädigen (Urk. 57).  

2.3. Nachdem somit Dispositiv-Ziffer 1 bezüglich der Freisprüche von den Vor-

würfen des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB (ND 8 und 

ND 17), des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im Sin-

ne von Art. 147 Abs. 1 StGB (ND 16 in Bezug auf die B._____ Card), der mehrfa-

chen Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB (ND 18) und des Miss-

brauchs von Ausweisen und Schildern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. b SVG 

(ND 19), Dispositiv-Ziffer 2 bezüglich des Schuldspruchs des Fahrens in fahrun-

fähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 lit. a SVG (ND19) und Dispositiv-

- 11 - 

Ziffer 8 (Einziehungen) nicht angefochten sind, ist vorab festzustellen, dass das 

vorinstanzliche Urteil in diesem Umfang in Rechtskraft erwachsen ist. 

3. Vorbemerkungen 

3.1. Aktion "Vehikel" 

3.1.1. Die Staatsanwaltschaft führte eine gross angelegte Strafuntersuchung im 

Zusammenhang mit illegalen Geschäften mit Leasingfahrzeugen. Die zumeist 

fabrikneuen Fahrzeuge wurden jeweils namens einer schuldenfreien, inaktiven 

Firmengesellschaft mittels Leasingvertrag erworben und in Besitz genommen. 

Anschliessend liess man mittels gefälschten Löschungsformularen den Code 178 

"Halterwechsel verboten" aus den Fahrzeugausweisen der Leasingobjekte ent-

fernen und verkaufte die Autos an Dritte. In diese Vorgänge waren diverse 

Personen mit unterschiedlichen Tatbeiträgen involviert (vgl. Urk. 1/2 und 1/3). 

3.1.2. Es ergingen in dieser Angelegenheit bereits verschiedene Urteile 

(vgl. Urk. 5/2 und 5/3 betr. BE._____; Urk. 5/5 betr. BF._____ [abgekürztes 

Verfahren]; Urk. 5/7 betr. BG._____; Urk. 5/9 betr. BH._____; Urk. 5/11 

betr. BI._____ [abgekürztes Verfahren]; Urk. 5/13 betr. BK._____). 

3.2. Vereinigung 

3.2.1. Im Rahmen der durch die Staatsanwaltschaft geführten Strafuntersuchung 

(Aktion „Vehikel“) wurde gegen eine Vielzahl von Personen ermittelt (vgl. Urk. 1/5 

und Urk. 1/7). Dabei erfolgte die Strafuntersuchung und Anklageerhebung gegen 

die verschiedenen Personen jeweils in separaten Verfahren. 

3.2.2. Der in Art. 29 ZPO verankerte Grundsatz der Verfahrenseinheit bezweckt 

die Verhinderung sich widersprechender Urteile, sei dies bei der Sachverhaltsfest-

stellung, der rechtlichen Würdigung oder der Strafzumessung. Er gewährleistet 

das Gleichbehandlungsgebot (Art. 8 BV) und dient überdies der Prozessökonomie 

(BGer-Urteil 6B_771/2019 vom 7. November 2011, E. 3.1). Liegen sachliche 

Gründe vor, kann die Staatsanwaltschaft Strafverfahren trennen (Art. 30 StPO). 

Eine Verfahrenstrennung ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nur bei 

- 12 - 

Vorliegen sachlicher Gründe zulässig und muss die Ausnahme bleiben. Die sach-

lichen Gründe müssen objektiv sein. Getrennte Verfahren sollen vor allem der 

Verfahrensbeschleunigung dienen bzw. eine unnötige Verzögerung vermeiden 

helfen. Als sachlicher Trennungsgrund gilt etwa die grosse Zahl von Mittätern, die 

länger dauernde Unerreichbarkeit einzelner mitbeschuldigter Personen oder die 

bevorstehende Verjährung einzelner Straftaten (BGer-Urteil 1B_553/2018 vom 

20. Februar 2019 E. 2.1; BGE 138 IV 29 E. 3.2).  

3.2.3. Im Rahmen der durch die Staatsanwaltschaft geführten Strafuntersuchung 

(Aktion "Vehikel") wurde gegen eine Vielzahl von Personen ermittelt (vgl. Urk. 1/5 

und Urk. 1/7). Dabei handelte es mehrheitlich um besonders grosse Strafverfah-

ren mit dutzenden Delikten und je verschiedener Zusammensetzung teilweise 

gleicher Mittäter, für welche zudem teilweise auch noch andere Kantone zustän-

dig sind resp. waren und teilweise unterschiedliche Verfahrensvorschriften galten, 

da einzelne Mittäter vom abgekürzten Verfahren profitierten. Es bestanden somit 

nachvollziehbare Gründe für eine getrennte Verfahrensführung, namentlich solche 

des Beschleunigungsgebotes und der Prozessökonomie. Dies einerseits, weil 

einzelne Mitbeschuldigte, insbesondere auch BI._____, aufgrund ihrer Geständ-

nisse in abgekürzten Verfahren, der Beschuldigte sowie weitere Beteiligte hinge-

gen in ordentlichen Verfahren, in denen der Aktenumfang dabei jeweils sehr gross 

war, beurteilt wurden. Andererseits wirkten die Beteiligten in sich wechselnden 

Zusammensetzungen und teilweise in Unkenntnis der Handlungen der anderen 

Beteiligten. Schliesslich wurden verschiedenen Beteiligten weitere Delikte (z.B. 

BG._____: Wucher, versuchte Erpressung [vgl. Urk. 5/6]; BJ._____: Straftaten im 

Zusammenhang mit Immobilienhandel und Anlagegeschäfte, Bestellungsbetrüge-

reien etc. [vgl. Urk. 5/3 S. 15]; BH._____: Mord (Versuch), Wucher, Erpressung 

[vgl. Urk. 5/8; BK._____: Misswirtschaft [vgl. Urk. 5/12]; BD._____: Betrug und 

Urkundenfälschung (vgl. Anklagesachverhalt III Geschäfts-Nr. SB190106) vorge-

halten, die in keinem (direkten) Zusammenhang mit den "Leasingdelikten" stan-

den. Jedoch wurde dem Beschuldigten jederzeit Akteneinsicht gewährt und wur-

den die Aussagen der Beteiligten fortlaufend zu den Akten genommen (vgl. Urk. 

40 S. 2; vgl. auch Urk. HD 3/1-19, HD 4/1-14, ND 2 3/1-23 etc.).  

- 13 - 

3.2.4. Somit lagen sachliche Gründe für eine getrennte Verfahrensführung und 

Anklageerhebung vor. Die Mitwirkungsrechte des Beschuldigten wurden dabei 

gewahrt.  

3.2.5. Abschliessend kann hierzu noch angemerkt werden, dass in getrennt ge-

führten Verfahren den Beschuldigten im jeweils andern Verfahren keine Partei-

stellung zukommt. Ein gesetzlicher Anspruch auf Teilnahme an den Beweiserhe-

bungen im eigenständigen Untersuchungs- und Hauptverfahren der andern be-

schuldigten Person besteht folglich nicht (Art. 147 Abs. 1 StPO e contrario). Die 

Einschränkung der Teilnahmerechte von Beschuldigten in getrennten Verfahren 

im Vergleich zu Mitbeschuldigten im gleichen Verfahren ist vom Gesetzgeber im-

plizit vorgesehen und hinzunehmen (BGE 140 IV 172 E. 1.2; BGE 141 IV 220 

E. 4.5). 

4. Sachverhaltserstellung - Vorbemerkungen 

4.1. Die Tatvorwürfe ergeben sich aus der Anklageschrift vom 8. Januar 2018 

(Urk. 20). Zusammengefasst wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, 

die widerrechtlichen Machenschaften von BI._____ (nachfolgend BI._____ 

[Nachname]) im Zusammenhang mit illegalen Geschäften mit Leasingfahrzeugen 

massgeblich unterstützt zu haben, in dem er insgesamt zehn Fahrzeuge auf sei-

nen Namen oder den Namen seiner Mutter eingelöst und/oder Verkaufsverträge 

über Leasingfahrzeuge unterzeichnet und/oder Leasingfahrzeuge zum Kauf an-

geboten habe. Zudem wird ihm vorgeworfen, Kaufverträge für den Kauf von 

Stammanteilen von drei GmbHs unterzeichnet und dadurch diese Firmen u.a. 

samt den von diesen Firmen geleasten Fahrzeugen übernommen zu haben. In 

der Folge seien diese Leasingfahrzeuge mit Wissen und Willen des Beschuldigten 

von Drittpersonen entgegen genommen worden, um diese – nach Löschung des 

Codes 178 im Fahrzeugausweis durch eine Drittperson – unberechtigterweise zu 

verkaufen, was der Beschuldigte zumindest billigend in Kauf genommen habe 

(Anklagesachverhalt I, Urk. 20 S. 2 ff.). Weiter wirft die Staatsanwaltschaft dem 

Beschuldigten vor, zusammen mit BI._____ mit zuvor von BI._____ unberechtig-

terweise im Namen der  

BM._____ GmbH und G._____ GmbH erhältlich gemachten Codekarten Waren-, 

- 14 - 

Benzin- und Geldbezüge etc. getätigt zu haben (Anklagesachverhalt II, Urk. 20 

S. 14 ff.). Schliesslich wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, am 

23. Mai 2016 den Personenwagen der Marke Mercedes Benz mit Kontrollschild 

Nr. 2, gelenkt zu haben, obschon die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung für 

dieses Fahrzeug erloschen gewesen sei (Anklagesachverhalt IV, Urk. 20 S. 25).  

4.2. Vorab ist nochmals darauf hinzuweisen, dass bezüglich Anklagesachver-

halt I der Freispruch vom Vorwurf des mehrfachen Betrugs im Sinne von Art. 146 

Abs. 1 StGB (ND 8 und ND 17) in Rechtskraft erwachsen und auf diesen Vorwurf 

deshalb nicht mehr weiter einzugehen ist. Sodann sprach die Vorinstanz den Be-

schuldigten frei vom Vorwurf der mehrfachen Veruntreuung im Sinne von Art. 138 

Ziff. 1 Abs. 1 StGB (ND 4, ND 5, ND 7 und ND 14). Dieser Freispruch wurde sei-

tens der Staatsanwaltschaft angefochten. Sodann ficht der Beschuldigte den 

Schuldspruch der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB und 

des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage im 

Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB an. Bezüglich Fahrens ohne Haftpflichtversiche-

rung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 SVG anerkannte der Beschuldigte in der Beru-

fungsverhandlung den eingeklagten Sachverhalt (Urk. 73 S. 2). Es ist nachfolgend 

zunächst auf die Vorwürfe der mehrfachen Hehlerei und auf die Vorwürfe der 

mehrfachen Veruntreuung (Anklagesachverhalt I) sowie anschliessend auf den 

Vorwurf des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungsanlage (Ankla-

gesachverhalt II) einzugehen. 

5. Hehlerei (Anklagesachverhalt I) 

5.1. Vorbemerkungen  

5.1.1. Erstellt – und seitens des Beschuldigten auch nicht in Frage gestellt – ist, 

dass alle zehn Fahrzeuge gemäss Anklagesachverhalt I deliktischer Herkunft 

waren. Es kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen 

werden (Urk. 50 S. 16 ff., E. 2.3.). Jedoch bestreitet der Beschuldigte teilweise die 

ihm persönlich vorgeworfenen Tathandlungen sowie insbesondere gewusst oder 

in Kauf genommen zu haben, dass es sich um deliktisch erworbene Fahrzeuge 

gehandelt habe (Urk. 38 S. 5 ff.; Urk. 69/2 S. 7 f.). Es ist deshalb nachfolgend 

- 15 - 

aufgrund der vorhandenen Beweismittel zu prüfen, ob die angeklagten Sachver-

halte erstellt werden können. Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, be-

trifft sogenannte innere Tatsachen. Bei Fehlen eines Geständnisses des Täters 

muss aus äusseren Umständen auf jene inneren Tatsachen geschlossen werden. 

5.1.2. Als Beweismittel liegen nebst den Aussagen des Beschuldigten diverse 

Einvernahmen von Drittpersonen (als beschuldigte Person, Auskunftsperson oder 

Zeuge), verschiedene Urkunden sowie Erkenntnisse aus einer geheimen Über-

wachungsmassnahme vor. Auf diese ist nachfolgend, soweit für die Sachver-

haltserstellung relevant, einzugehen.  

5.1.3. Mit den Grundsätzen der Beweiswürdigung, insbesondere der Würdigung 

von Aussagen sowie der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten, von BI._____ und 

weiteren Personen und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen hat sich die Vorinstanz 

ausführlich und soweit korrekt befasst, so dass grundsätzlich darauf verwiesen 

werden kann (Urk. 50 S. 10 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Bezüglich der Verwertbarkeit 

der Beweismittel kann ebenfalls auf die zutreffenden Ausführungen der Vo-

rinstanz verwiesen werden (Urk. 50 E. 1.2., S. 10 ff.). Insbesondere kann zulasten 

des Beschuldigten nur auf diejenigen Aussagen von Auskunftspersonen abge-

stellt werden, bei denen die Teilnahmerechte des Beschuldigten gewahrt wurden, 

d.h. wenn der Beschuldigte wenigstens einmal während des Verfahrens ange-

messene und hinreichende Gelegenheit hatte, die ihn belastenden Aussagen in 

Zweifel zu ziehen und Fragen an Beschuldigte im getrennten Verfahren zu stellen 

(BGE 140 IV 172 E. 1.3; BGE 141 IV 220 E. 4.5). 

5.1.4. Die Vorinstanz hat sich im Rahmen der Beweiswürdigung ausführlich mit 

den vorliegenden Beweismitteln auseinandergesetzt (Urk. 50 S. 18 ff.). Auf diese 

zutreffenden Ausführungen kann grundsätzlich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Im Folgenden wird jedoch im Sinne einer Zusammenfassung und teilweise 

ergänzend, vertiefend oder präzisierend nochmals auf die vorliegenden Beweis-

mittel und die Einwände der Verteidigung (Urk. 38; Urk. 73) eingegangen. 

- 16 - 

5.2. ND 1 (Volvo XC60, Stamm-Nr. 3) 

5.2.1. Der Beschuldigte bestreitet, diesen Volvo selber auf seinen Namen einge-

löst zu haben und am Verkauf dieses Fahrzeugs beteiligt gewesen zu sein. Seine 

einzige Funktion habe darin bestanden, dass er als Verkäufer habe genannt wer-

den sollen, damit BI._____ einen besseren Verkaufspreis habe erzielen können 

(Urk. 38 S. 5; Urk. 73 S. 7 f.). Er anerkennt, den Kaufvertrag für den Volvo unter-

zeichnet zu haben. Er hätte dafür Fr. 1'000.– erhalten sollen (Urk. ND 1 2/1 

S. 2 f.; ND 2/2 S. 2 f.).  

5.2.2. Anerkannter- und ausgewiesenermassen trat der Beschuldigte als Verkäu-

fer des Volvos XC60 auf und unterzeichnete auch den entsprechenden Kaufver-

trag (vgl. Anhang zu Urk. ND 1 2/1). Wenn der Beschuldigte ausführt, er habe als 

Verkäufer genannt werden sollen, damit ein besserer Verkaufspreis habe erzielt 

werden können (Urk. 38 S. 5), wusste der Beschuldigte somit, dass der Verkaufs-

vertrag nicht auf die Firma sondern auf ihn persönlich lautete. Der Beschuldigte 

kann jedoch nur dann als (rechtmässiger) Verkäufer des Volvos auftreten, wenn 

er auch der Eigentümer des Fahrzeugs ist. Dies musste auch dem Beschuldigten 

bekannt und bewusst sein, als er den Kaufvertrag unterzeichnete. 

5.2.3. Sodann ist es widersprüchlich, wenn der Beschuldigte behauptet, keine 

Kenntnis davon gehabt zu haben, dass in der von ihm übernommenen Firma 

noch ein Fahrzeug inbegriffen gewesen sei (Urk. ND 1 2/1 S. 1), in der Folge aber 

angibt, BI._____ habe ihm gesagt, er müsse einen Vertrag im Namen der Firma 

wegen eines Autos unterschreiben (Urk. ND 1 2/2 S. 3), und diesem Widerspruch 

aber nicht weiter nachgegangen sein will, weil er BI._____ vertraut habe (Urk. ND 

1 2/2 S. 3). Sodann leuchtet nicht ein, warum der Beschuldigte, wenn er als Or-

gan der von ihm übernommenen Firma handelte, für eine Unterzeichnung eines 

Kaufvertrags eine zusätzliche, auf dieses Geschäft bezogene Entschädigung hät-

te erhalten sollen. Schliesslich ist im entsprechenden Kaufvertrag unmissver-

ständlich der Beschuldigte persönlich als Verkäufer aufgeführt (vgl. Anhang zu 

Urk. ND 1 2/1), was dem Beschuldigten eingestandenermassen auch bekannt war 

(Urk. 38 S. 5). Die Aussage von BI._____, der Beschuldigte habe bei der Unter-

zeichnung des Kaufvertrags für den Volvo gewusst, dass der Volvo geleast war 

- 17 - 

(Urk. ND 1 3/7 S. 12) und dessen Aussagen, dass der Beschuldigte sowohl über 

die deliktische Herkunft der Fahrzeuge als auch den Sinn und Zweck der Firmen-

übernahmen Bescheid gewusst habe (Urk. 3/17 = ND 1 3/7 S. 11 f.), erscheinen 

aufgrund der Umstände und des aufgezeigten Wissens des Beschuldigten als 

glaubhaft und schlüssig.  

5.2.4. Auch bezüglich der Entschädigung, die er für die Unterzeichnung des 

Vertrages hätte erhalten sollen, sind die Aussagen des Beschuldigten unstimmig. 

So gab er zunächst an, dass er für die Unterzeichnung des Vertrages Fr. 1'000.– 

hätte erhalten sollen (Urk. ND 1 2/1 S. 3), in der Folge sprach er von Fr. 300.– 

(Urk. ND 1 2/2 S. 3), schliesslich sollen es doch wieder Fr. 1'000.– gewesen sein 

(Urk. 38 S. 5). 

5.2.5. Zutreffend ist, dass die Aussagen von BI._____ insoweit widersprüchlich 

sind, als er einerseits aussagte, er habe den Fahrzeugausweis ohne Code 178 

nicht an den Beschuldigten weitergegeben (Urk. ND 1 3/7 S. 10), und anderer-

seits aussagte, dass der Beschuldigte die Fahrzeugeinlösung auf seinen Namen 

selber vorgenommen habe (Urk. ND 1 3/7 S. 11). Denn für die Einlösung eines 

Fahrzeugs braucht es die Vorlage des Fahrzeugausweises im Original. Jedoch 

erklärte BI._____ nachvollziehbar und schlüssig, dass der Beschuldigte sämtliche 

auf ihn lautenden Fahrzeugeinlösungen selber vorgenommen habe; niemand ha-

be dessen Adresse gekannt (Urk. ND 1 3/7 S. 11).  

5.2.6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass im Ergebnis angesichts 

der Beweislage keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte 

wusste, dass es sich beim Volvo XC60 um ein Leasingfahrzeug handelte, das von 

einer Firma geleast worden war, sowie dass BI._____ damit nicht berechtigt war, 

über dieses Fahrzeug zu verfügen, und dass der Beschuldigte dieses Fahrzeug 

dennoch auf Veranlassung von BI._____ auf seinen Namen einlöste und den 

Kaufvertrag mit BN._____ unterzeichnete. 

5.3. ND 3 (BMW 320d xDrive, Stamm-Nr. 4) und ND 9 (BMW 320d, Stamm-Nr. 

5) 

- 18 - 

5.3.1. Zu Recht hält die Vorinstanz fest, dass keine markanten Unterschiede 

zwischen der Unterschrift auf der Identitätskarte des Beschuldigten (Anhang zu 

Urk. 2/13) und den Unterschriften auf den Kaufverträgen (Anhang zu Urk. ND 3 

1/3 und Anhang zu Urk. ND 9 1/3) auszumachen sind. Sodann ergeben sich auch 

keine markanten Unterschiede zur Unterschrift im – anerkanntermassen vom Be-

schuldigten unterschriebenen – Kaufvertrag betreffend des Volvos XC60 (vgl. An-

hang zu Urk. ND 1 2/1). Sodann ist nicht ersichtlich, wie BO._____ an die 

Fotoaufnahmen der Identitätskarte gekommen sein soll (vgl. Anhang zu Urk. ND 3 

3/3), wenn nicht anlässlich der Unterzeichnung des Verkaufsvertrags betreffend 

die beiden BMWs 320d. Die Erklärung des Beschuldigten, seine Identitätskarte 

sei von einem älteren Herrn mit grauen Haaren in der Pizzeria in BP._____ "ko-

piert" worden, erscheint als reine Schutzbehauptung. So führte er als Grund dafür 

aus, BI._____ habe ihm gesagt, dass er die Identitätskarte für Verträge, welche 

ebenfalls in die BA._____ hineinkämen, brauche (Urk. ND 9 2/1 S. 2). In der Fol-

ge erklärte er dann, BI._____ habe seine Identitätskarte fotografiert. Der Grund 

sei gewesen, dass seine Identitätskarte für die Buchhaltung sowie für die Erstel-

lung des Vertrags gebraucht worden sei (Urk. ND 9 2/2 S. 3). Auch diese Erklä-

rung ist mehr als fragwürdig. So ist nicht ersichtlich, warum für die Buchhaltung 

und für die Erstellung von Verträgen die Identitätskarte des Beschuldigten ge-

braucht werden soll. In der Einvernahme vom 15. März 2016 erklärte der Be-

schuldigte sodann, es könnte seine Unterschrift auf den Kaufverträgen sein (Urk. 

2/37 = Urk. ND 3 2/2 = Urk. ND 9 2/3 S. 6). 

5.3.2. In der Einvernahme vom 24. April 2014 bekräftigte der Beschuldigte seine 

Bestreitungen mit der Aussage, seine ganze Familie könne bezeugen, dass er in 

… [Ort] am Geburtstagsfest von der Tochter seiner Schwester gewesen sei 

(Urk. ND 9 2/2 S. 1). Nachdem jedoch seine Schwester ausgesagt hatte, dass ih-

re Tochter im Februar Geburtstag habe und das Fest im Februar und nicht im De-

zember stattgefunden habe (vgl. Urk. ND 9 3/13), gestand der Beschuldigte ein, 

dass dies möglich sei (Urk. ND 9 2/3 S. 7 f.). Auf die Frage, warum er dann aus-

gesagt habe, er sei am Geburtstagsfest gewesen, obwohl dieses gar nicht im 

Dezember stattgefunden habe, erklärte er, er wisse es nicht. Er habe gedacht, sie 

- 19 - 

habe im Dezember Geburtstag (Urk. ND 9 2/3 S. 8). Der Beschuldigte versuchte 

somit, sich ein unzutreffendes Alibi zu verschaffen. 

5.3.3. Demgegenüber erklärte BI._____ in Anwesenheit des Beschuldigten auf-

grund der erstellten Sachumstände glaubhaft und schlüssig, der Beschuldigte ha-

be gewusst, dass er (BI._____) die beiden BMWs deliktisch erhalten und es sich 

nach wie vor um geleaste Fahrzeuge gehandelt habe. Es sei immer der gleiche 

Ablauf gewesen. Der Beschuldigte habe dies gewusst, weil er ihn angerufen habe 

und der Beschuldigte dafür zuständig gewesen sei (Urk. ND 9 3/16 S. 18). So-

dann erklärte BH._____, dass sich der Verkauf der BWMs 320d in seiner Bar ab-

gespielt habe. Wie es dazu gekommen sei, wisse er nicht. Er wisse, dass 

BO._____ mit BI._____ darüber gesprochen habe, aber der Beschuldigte sei 

auch dabei gewesen. Dies sei in einer Zeit gewesen, als der Beschuldigte und 

BI._____ häufig zusammen gewesen seien. Weiter gab er an, BO._____ habe 

Bedenken geäussert, worauf sich der Beschuldigte eingemischt und erklärt habe, 

dass er für die Fahrzeuge garantieren könne, und dass mit diesen alles in Ord-

nung sei. Bevor sie das Restaurant verlassen hätten, habe BO._____ den Aus-

weis des Beschuldigten fotografiert (Urk. ND 9 3/16 S. 9). Auch wenn BH._____ 

ebenfalls in die Machenschaften involviert war und als Beschuldigter ein Interesse 

daran hatte, sich in einem günstigen Licht zu präsentieren, ist nicht ersichtlich, wie 

BH._____ aus den falschen Anschuldigungen gegenüber dem Beschuldigten hät-

te profitieren können. Auch sonst sind keine Gründe ersichtlich, warum BH._____ 

den Beschuldigten zu Unrecht hätte belasten sollen.  

5.3.4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass im Ergebnis angesichts 

der Beweislage keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte im 

Bewusstsein der deliktischen Herkunft der Fahrzeuge am 15. Dezember 2011 im 

Restaurant BQ._____ in BP._____ für den BMW 320d xDrive und den BMW 320d 

je ein Verkaufsvertrag unterzeichnete und damit wissentlich und willentlich die 

durch BI._____ veranlassten Verkäufe dieser Fahrzeuge massgeblich unterstütz-

te. 

- 20 - 

5.4. ND 8 (Chevrolet Captiva 22TD 4WD, Stamm-Nr. 6) 

5.4.1. Der Beschuldigte anerkennt, dass er den Chevrolet von BI._____ über-

nommen und auf sich eingelöst hatte. Sodann anerkennt der Beschuldigte, dass 

er am Verkauf des Chevrolet beteiligt war (Urk. 38 S. 18). 

5.4.2. Der Beschuldigte sagte aus, dass BI._____ ihm den Fahrzeugausweis 

übergeben habe, er mit diesem zum Strassenverkehrsamt gegangen sei und den 

Chevrolet eingelöst habe (Urk. ND 8 2/1 S. 2). Aus den Akten ergibt sich, dass 

das Fahrzeug am 12. Oktober 2011 zum ersten Mal und in der Folge auf ver-

schiedene weitere Kontrollschilder zugelassen war. Im Zeitpunkt, als der Be-

schuldigte das Fahrzeug übernommen hatte, war es auf die BR._____ GmbH, … 

Zürich, eingelöst (vgl. Anhang zu Urk. ND 8 1/1). Somit war für den Beschuldigten 

klar erkennbar, dass das Fahrzeug nicht auf BI._____ eingelöst war. Sodann ist 

der Umstand, dass das Fahrzeug im Zeitpunkt der Übernahme des Fahrzeug-

ausweises auf eine BR._____ GmbH eingelöst war (eingelöst auf diese Firma 

vom 24.11.2011 bis 7.12.11), nicht damit in Verbindung zu bringen, dass 

BI._____ angeblich Autohändler gewesen sein soll, und hätte den Beschuldigten, 

hätte er tatsächlich keine Kenntnis vom Treiben von BI._____ gehabt, zu 

kritischen Rückfragen veranlassen müssen.  

5.4.3. Weiter erklärte der Beschuldigte, dass ihm BI._____ diesen Wagen über-

lassen habe, weil er ein Fahrzeug benötigt habe (Urk. ND 8 1/1). Das Fahrzeug 

wurde am 7. Dezember 2011 auf den Beschuldigten eingelöst. Bereits am 

10. Dezember 2011 wurde das Fahrzeug jedoch an BS._____ verkauft (vgl. An-

hang zu Urk. ND 8 1/1), wobei das erste Gespräch bezüglich Verkauf bereits 1-2 

Tage vorher erfolgte (Urk. ND 8 2/1 S. 4). Darauf angesprochen, ob er damit ein-

verstanden gewesen sei, dass das Fahrzeug so schnell verkauft wurde, gab er 

an, er habe dazu nichts sagen können. Es sei nicht sein Fahrzeug gewesen. Er 

habe ja nur mit diesem herumfahren dürfen (Urk. ND 8 2/1 S. 3). In der selben 

Befragung hat der Beschuldigte sodann ausgeführt, BI._____ habe ihm gesagt, 

wenn er jemanden wüsste, der diesen Wagen kaufen würde, könnte er – der Be-

schuldigte – diesen verkaufen. Er habe es auch versucht und zwei bis drei Tele-

fonate gemacht (Urk. ND 8 2/1 S. 1 f.). Es erscheint sehr unglaubhaft, wenn der 

- 21 - 

Beschuldigte einerseits ausführt, er habe ein Fahrzeug benötigt, er aber anderer-

seits versucht haben will, dieses Fahrzeug zu verkaufen. Denn sobald das Auto 

verkauft war, hatte er – obwohl er ein solches nach eigener Darstellung benötigt 

haben will – kein Fahrzeug mehr zur Verfügung und schadete sich damit selbst. 

Sodann macht es – insbesondere auch für den Beschuldigten selber – keinen 

Sinn, ein Fahrzeug auf sich selber einzulösen resp. umzuschreiben, wenn es 

möglichst schnell verkauft werden soll. Inwiefern ein solcher "Deal" für den Be-

schuldigten interessant gewesen sein soll, ist nicht ersichtlich. Insbesondere wenn 

der Beschuldigte weiter ausführt, es sei die Idee von BI._____ gewesen, den 

Chevrolet beim Autohandel BT._____ zu verkaufen (Urk. ND 8 2/1 S. 4), und das 

erste Gespräch bei BT._____ erstelltermassen spätestens am 8. Dezember 2011 

erfolgte (Urk. ND 8 2/1 S. 5). Der Beschuldigte konnte denn auch keine nachvoll-

ziehbare Erklärung geben, warum das Fahrzeug gerade auf ihn eingelöst worden 

war resp. für einen Verkauf auf ihn eingelöst werden musste (Urk. ND 8 2/1 S. 3).  

5.4.4. Wenn der Beschuldigte sodann ausführt, er habe im Fahrzeugausweis nur 

gesehen, dass der Wagen auf eine Firma eingelöst und der Code 178 nicht ein-

getragen gewesen sei (Urk. ND 8 2/1 S. 3), wird klar, dass sich der Beschuldigte 

der Problematik seines Handelns durchaus bewusst war. Sodann erklärte der 

Beschuldigte, dass er Druck auf BI._____ ausgeübt und diesen gefragt habe, was 

mit dem Smart, der ebenfalls auf den Beschuldigten eingelöst worden war (vgl. 

ND 15), sei. BI._____ habe ihm gesagt, dass er den Smart nicht verkaufen könne 

(Urk. ND 8 2/1 S. 6). Dass diese Erklärung und der Umstand, dass sich BI._____, 

welchen der Beschuldigte gemäss eigenen Angaben für einen Autohändler hielt, 

im Zusammenhang mit dem Verkauf des Chevrolet im Hintergrund hielt (Urk. ND 

8 2/1 S. 6), den Beschuldigten nicht hellhörig werden liessen, kann nur damit er-

klärt werden, dass der Beschuldigte sehr wohl wusste, dass mit der Einlösung des 

Fahrzeugs auf ihn eine gute Ausgangslage für den Verkauf des Chevrolet ge-

schaffen werden sollte, um die illegale Herkunft dieses Fahrzeugs zu verschlei-

ern. Nachdem sodann das Fahrzeug im Hinblick auf dessen Verkauf auf den Be-

schuldigten eingelöst worden war, erscheint nicht glaubhaft, dass BI._____ in der 

Folge die Verkaufsverhandlungen bei BT._____ geführt haben soll. In der Einver-

nahme vom 4. Januar 2011 hatte der Beschuldigte denn auch erklärt, er habe im 

- 22 - 

Auftrag von BI._____ zwei Fahrzeuge verkauft, einmal sei dies ein Chevrolet ge-

wesen und das andere Mal ein BMW. Diese Fahrzeuge habe er der BU._____ 

verkauft (Urk. ND 11 2/1 S. 2). Dies bestätigte er dann auch in der Hafteinver-

nahme vom 25. Juli 2012. Er selbst habe bloss diese beiden Autos [gemeint den 

Chevrolet und den BMW] verkauft (Urk. 2/5 S. 8).  

5.4.5. Schliesslich hatte der Beschuldigte keine Hemmungen, als Verkäufer eines 

Fahrzeugs aufzutreten, dessen Eigentümer er gar nicht war, was ebenfalls nicht 

für die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen spricht. 

5.4.6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Beweis-

lage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte den 

Chevrolet am 7. Dezember 2011 in Absprache mit BI._____ auf seinen Namen 

einlöste und er zumindest davon ausgehen musste und in Kauf genommen hat, 

dass das Fahrzeug deliktischen Herkunft ist, und er dieses in der Folge auf dem 

Areal der BT._____ BS._____ zum Kauf angeboten hat. Nachdem der Freispruch 

vom Vorwurf des Betrugs im Sinne von Art. 146 StGB rechtskräftig ist, erübrigt es 

sich, auf die weiteren dem Beschuldigten vorgehaltenen Sachverhaltselement 

einzugehen. 

 

 

5.5. ND 10 (BMW 730LD, Stamm-Nr. 7) 

5.5.1. Der Beschuldigte anerkennt, das Fahrzeug am 23. Dezember 2011 im 

Strassenverkehrsamt des Kantons St. Gallen auf seine Mutter BV._____ eingelöst 

und die Schilder und den Fahrzeugausweis in der Folge an BI._____ übergeben 

zu haben (Urk. ND 10 2/1 S. 1 f.). Er bestreitet jedoch, gewusst zu haben, dass 

das Fahrzeug durch den albanischen Zoll sichergestellt worden sei und dort habe 

ausgelöst werden sollen. Sodann sei ihm nicht bekannt gewesen, dass BI._____ 

nicht berechtigt gewesen sei, über dieses Fahrzeug zu verfügen (Urk. 38 S. 23 f.; 

Urk. 73 S. 6).  

- 23 - 

5.5.2. Die Vorinstanz hält zu Recht fest, dass die vom Beschuldigten präsentierte 

Darstellung erhebliche Zweifel an der Legalität des Handels von BI._____ auf-

kommen lässt. So führte der Beschuldigte aus, BI._____ habe ihm gesagt, dass 

der Wagen irgendwo im Süden sei. Er benötige eine Autonummer, um den Wa-

gen wieder in die Schweiz zu holen. BI._____ habe ihm etwas von einer Firma er-

zählt, die Konkurs gegangen sei und ein Auto ohne Kontrollschilder habe (Urk. 

ND 10 2/1 S. 1 f.; Urk. ND 10 2/2 S. 12). Dabei habe ihn BI._____ für die Einlö-

sung auf das Strassenverkehrsamt begleitet. Hierfür fuhren die beiden extra nach 

St. Gallen. Damit drängt sich aber auf zu hinterfragen, warum BI._____, der ja 

nach Ansicht des Beschuldigten Autohändler gewesen sein soll, den Wagen nicht 

auf sich selber einlöste, insbesondere da der Beschuldigte eingestand, dass es 

praktisch keinen Unterschied mache, ob man eine bestehende Nummer wieder 

aktiviere oder eine neue Nummer einlöse (Urk. ND 10 2/1 S. 2). Dennoch hat der 

Beschuldigte BI._____ nicht gefragt, warum er den Wagen nicht auf sich einlöse 

(Urk. ND 10 2/1 S. 3). Dies obwohl sich auch dem Beschuldigten die Frage hätte 

aufdrängen müssen, warum BI._____ berechtigt sein soll, ein Fahrzeug aus einer 

Konkursmasse, das nicht mehr auf die Firma, der das Fahrzeug gehört, eingelöst 

werden kann, einzulösen und darüber zu verfügen. Dies lässt aber nur den 

Schluss zu, dass der Beschuldigte sehr wohl um die deliktischen Umstände wuss-

te. Dass dem Beschuldigten aufgrund der ihm bekannten resp. von BI._____ gel-

tend gemachten Umstände keine Zweifel gekommen sind, erscheint deshalb als 

reine Schutzbehauptung.  

5.5.3. Die Aussage von BI._____, der Beschuldigte habe gewusst, dass das 

Fahrzeug deliktisch erlangt und in Albanien sichergestellt worden sei, sowie dass 

die Einlösung dazu gedient habe, die deliktische Herkunft zu verschleiern 

(Urk. 3/17 S. 25, S. 27), erscheint deshalb glaubhaft. Es ist denn auch nicht er-

sichtlich, weshalb BI._____ den Beschuldigten diesbezüglich falsch belasten soll-

te. Insbesondere da er von einer solchen Belastung nicht profitierte.  

5.5.4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Beweis-

lage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass sich der Sachverhalt 

wie angeklagt abgespielt hat. 

- 24 - 

5.6. ND 11 (BMW X5 xDrive40d, Stamm-Nr. 8) 

5.6.1. Der Beschuldigte bestreitet nicht, den BMW der BW._____ AG zum Kauf 

angeboten zu haben. Er bestreitet jedoch, gewusst zu haben, dass es sich um ein 

Leasingfahrzeug resp. ein deliktisch erworbenes Fahrzeug gehandelt habe. 

5.6.2. Der Beschuldigte führte nach seiner Verhaftung aus, am Tag zuvor habe 

ihn sein Versicherungsvertreter angerufen und gesagt, dass zwei Fahrzeuge auf 

seinen Namen eingelöst worden seien; ein BMW X6 und ein M5. Mit diesen Autos 

habe er aber nichts zu tun gehabt. Er denke, dass dies BI._____ gewesen sei 

(Urk. ND 11 2/1 S. 2 f.). Dennoch wollte er gemäss eigenen Aussagen einen Tag 

später, zwar nach Abklärungen beim Strassenverkehrsamt, mit einem ihm nicht 

näher Bekannten von BI._____ (BG._____) einen BMW X5 verkaufen 

(Urk. ND 11 2/1 S. 3). Nicht nachvollziehbar ist sodann, warum das Fahrzeug 

durch den Beschuldigten hätte verkauft werden sollen, wenn BG._____ ihn bei 

sämtlichen Verkaufsgesprächen begleitet hat (Urk. ND 11 2/1 S. 3). Allein schon 

der Umstand, dass dieser das Fahrzeug, das einen Wert von ca. Fr. 80'000.– bis 

Fr. 90'000.– hatte, für "lediglich" Fr. 70'000.– und dann auch noch über eine vor-

geschobene Drittperson verkaufen wollte, lässt Zweifel an der Rechtmässigkeit 

des Verkaufs aufkommen. Dem Beschuldigten will dann auch die Erklärung von 

BG._____, dass er als Albaner das Fahrzeug nicht verkaufen könne, "spanisch" 

vorgekommen sein. Deshalb habe er mit dem Strassenverkehrsamt telefoniert, 

um zu fragen, ob mit dem BMW alles in Ordnung sei. Man habe ihm dort gesagt, 

dass im Ausweis nichts vermerkt sei (Urk. ND 11 2/1 S. 4). Jedoch hat der Be-

schuldigte BG._____ nicht gefragt, ob dies sein Fahrzeug sei und/oder wie er in 

dessen Besitz gekommen sei (Urk. ND 11 2/1 S. 4). Sodann will er nicht auf den 

Eintrag im Fahrzeugausweis geachtet haben (Urk. ND 11 2/1 S. 5). Der Umstand, 

dass der Beschuldigte nachgewiesenermassen mit dem Strassenverkehrsamt 

Thurgau telefonierte (Urk. ND 11 2/1 S. 4), vermag den Beschuldigten deshalb 

nicht zu entlasten. Im Gegenteil erscheint dieser Telefonanruf als vorgeschobe-

nes "Alibi" oder konnte – wie die Vorinstanz zutreffend festhält – auch lediglich 

dazu dienen, abzuklären, ob es bei einer Überprüfung durch den potentiellen Käu-

fer Probleme geben könnte. Hatte der Beschuldigte aufgrund der Erklärung von 

- 25 - 

BG._____ Zweifel an der Rechtmässigkeit des Verkaufs gehabt, wäre die logi-

sche Konsequenz, sich zunächst von diesem versichern zu lassen, dass alles 

rechtmässig sei, wenn nicht sogar, sich von diesem Geschäft zu distanzieren. So 

erklärte der Beschuldigte in einer weiteren Einvernahme, BI._____ und BG._____ 

hätten den Wagen schnell, schnell verkaufen wollen, was ihm – zu Recht – ver-

dächtig vorgekommen sei, weshalb er beim Strassenverkehrsamt angerufen habe 

(Urk. 2/5 S. 8 f.). Allein mit einem Anruf beim Strassenverkehrsamt lassen sich die 

verdachtserregenden Umstände aber nicht aus der Welt schaffen. Insbesondere 

da es keine plausiblen Gründe für ein Mitwirken des Beschuldigten gab, wenn das 

Fahrzeug tatsächlich BG._____ gehört hätte. Sodann kann aus dem Umstand, 

dass im Ausweis nichts vermerkt ist, nicht zwingend geschlossen werden, dass 

alles in Ordnung ist. So werden gestohlene Fahrzeuge in der Regel zunächst bei 

der Polizei gemeldet.  

5.6.3. Widersprüchlich sind auch die Aussagen des Beschuldigten, was er für die-

se Mithilfe beim Verkauf hätte bekommen sollen. So gab er zunächst an, 

BG._____ habe Fr. 70'000.– für das Fahrzeug haben wollen. Alles was Fr. 

70'000.– überstiegen hätte, hätte er bekommen (Urk. ND 11 2/1 S. 3). In der Fol-

ge erklärte er, wenn das Auto verkauft worden wäre, hätte er Fr. 2'000 bis 

Fr. 3'000 erhalten. So sei es ihm von BI._____ und von dessen Kollegen gesagt 

worden (Urk. 2/5 S. 9).  

5.6.4. Aufgrund der vorliegenden Sachumstände und des unstimmigen Aussage-

verhaltens des Beschuldigten erscheinen die in sich schlüssigen Aussagen von 

BI._____, dass der Beschuldigte sicher gewusst habe, dass es sich um ein ge-

leastes Fahrzeug gehandelt habe, es sei immer um die gleichen Autos und um 

dasselbe gegangen (Urk. 3/17 S. 28), glaubhaft.  

5.6.5. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Beweis-

lage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte um 

die deliktische Herkunft des Fahrzeugs wusste resp. wissen musste und sich 

dennoch am Verkauf des Fahrzeugs beteiligte. 

- 26 - 

5.7. ND 12 (BMW X6 3.0 TD, Stamm-Nr. 9) und ND 13 (BMW M5, Stamm-Nr. 

10) 

5.7.1. Der Beschuldigte bestreitet, die beiden Fahrzeuge selber auf seinen Na-

men eingelöst zu haben. Sodann bestreitet er, gewusst oder in Kauf genommen 

zu haben, dass BI._____ und/oder BH._____ deliktisch in den Besitz dieser Fahr-

zeuge gekommen sei bzw. seien (Urk. 38 S. 28 f.; Urk. 73 S. 6 f.). Die Vorinstanz 

sprach den Beschuldigten diesbezüglich vom Vorwurf der (mehrfachen) Hehlerei 

frei. 

5.7.2. Die beiden Fahrzeuge waren zunächst auf die BX._____ AG eingelöst 

(Anhang zu Urk. ND 13 1/1). BI._____ erklärte bezüglich dieser Firma und der 

beiden Fahrzeuge, dass er dem Beschuldigten gesagt habe, dass er die Firma 

übernehmen müsse. Der Beschuldigte sei informiert gewesen. Er habe gewusst, 

warum BH._____ die Firma gewollt habe. Aber die Autos hätten er und der Be-

schuldigte nie gesehen. Der Beschuldigte sei auch informiert worden, dass die 

beiden BMWs, die sich im Inventar der BX._____ AG befunden hätten, geleast 

seien. Er habe den Beschuldigten darüber informiert. Der Beschuldigte habe ge-

wusst, dass der Code gelöscht werde, weil es ja nicht die einzigen Fahrzeuge 

gewesen seien. Die Codelöschungen habe er – BI._____ – veranlasst. BD._____ 

habe die Codelöschung sowie auch die Einlösung auf den Beschuldigten vorge-

nommen. BD._____ habe ihm – BI._____ – die neuen Kontrollschilder übergeben. 

Der Beschuldigte habe gewusst, dass die Fahrzeuge auf seinen Namen eingelöst 

würden. Das sei so mit dem Beschuldigten abgesprochen worden. Die ursprüngli-

chen Fahrzeugausweise habe der Mann aus Basel mitgebracht. Der Beschuldigte 

habe den Eintrag "178" in den beiden Fahrzeugausweisen gesehen, als er – 

BI._____ – die Fahrzeugausweise im Restaurant erhalten habe. Die Fahrzeug-

ausweise seien zusammen mit den Firmenübernahmeunterlagen in seiner Mappe 

gelegen (Urk. 3/10 S. 4 ff.). Weiter erklärte BI._____ auf Vorhalt eines abgehörten 

Telefongesprächs zwischen ihm und BH._____ [Auszug: Ich werde den Schwei-

zer mitnehmen, damit er die Kennzeichen abholen geht], mit "Schweizer" sei der 

Beschuldigte gemeint gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hätten sie noch nicht ge-

wusst, ob der Beschuldigte selber oder BD._____ die Fahrzeuge einlöse würde. 

- 27 - 

Was BH._____ in der Folge mit den beiden Fahrzeugen gemacht habe, wisse er 

nicht (Urk. 3/10 S. 10). In einer späteren Einvernahme bestätigte BI._____, dass 

der Beschuldigte die Firma BX._____ AG in seinem Auftrag übernommen habe 

(Urk. 3/15 S. 27). Sodann bestätigte er, dass der Beschuldigte vorgängig gewusst 

habe, dass die Codes 178 aus den Fahrzeugausweisen der beiden BMWs ge-

löscht und die Fahrzeuge auf dessen Namen eingelöst würden. Es sei immer der 

gleiche Ablauf gewesen. Auf die Frage, wie der Beschuldigte reagiert habe, gab 

er an, das sei dessen Aufgabe gewesen. Deswegen habe er nicht speziell rea-

giert. Weiter erklärte er, BH._____ habe diese beiden Fahrzeuge an seine Kun-

den verkauft (Urk. 3/17 S. 16 f.).  

5.7.3. Der Beschuldigte bestätigte, dass die Firma BX._____ AG anfangs 

November 2011 in BA._____ umbenannt und von ihm am 15. Dezember 2011 

übernommen worden sei, und dass er fortan als Mitglied des Verwaltungsrates 

mit Einzelunterschrift operiert habe. Er habe keine Kenntnis davon gehabt, dass 

der BMW X6 und der BMW M5 durch die BX._____ geleast worden seien 

(Urk. 2/39 S. 1 f; Urk. 2/37 S. 5). Weiter erklärte der Beschuldigte, keine Kennt-

nisse von diesen BMWs zu haben. Ihm seinen keine Leasingunterlagen überge-

ben worden. Ebenso wenig habe er von deren Einlösung auf seinen Namen 

Kenntnis gehabt (Urk. 2/29 S. 1 ff.; Urk. 2/32 S. 1 ff.; Urk. 2/37 S. 4 ff.). Sein Ver-

sicherungsagent habe ihn auf zwei Fahrzeugeinlösungen auf seinen Namen an-

gesprochen. Diese habe er nicht gemacht, was er seinem Versicherungsagenten 

mitgeteilt habe. Daraufhin habe dieser einen Versicherungsstopp veranlasst 

(Urk. 2/29 S. 2; Urk. 2/32 S. 2).  

5.7.4. Am 10. Oktober 2011 leaste BY._____ namens der BX._____ AG den 

BMW X6 und nahm ihn am 12. Oktober 2011 in Empfang (Urk. ND 12 Anhänge 

zu 1/1). Am 24. Oktober 2011 verkaufte BY._____ seine Anteile an der BX._____ 

AG an BZ._____ (Urk. ND 12 Anhang zu 1/4 und Urk. ND 13 Anhang zu 1/6). Mit 

Leasingvertrag vom 25./31. Oktober 2011 leaste die BX._____ AG sodann einen 

BMW M5. Dieser wurde von der BX._____ AG am 1. November 2011 entgegen-

genommen (Urk. ND 13 Anhänge zu 1/1). Mit Beschluss vom 2. November 2011 

wurde die BX._____ AG in BA._____ AG umfirmiert (Urk. ND 12 Anhang zu 1/6). 

- 28 - 

Mit Beschluss vom 15. Dezember 2011 wurde der Beschuldigte als Mitglied des 

Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift der BA._____ AG gewählt (Urk. ND12 

Anhang zu 1/6). 

5.7.5. Es ist durchaus richtig, dass – wie die Vorinstanz ausführt – BI._____ hin-

sichtlich der Frage, wer die Fahrzeuge auf den Beschuldigten eingelöst habe, un-

terschiedliche Aussagen machte. Sodann macht die Erklärung von BI._____, 

nachdem er auf die unterschiedlichen Aussagen angesprochen worden war, er 

habe den Beschuldigten nicht belasten wollen (Urk. 3/17 S. 16), keinen Sinn, 

nachdem er in der gleichen Einvernahme aussagte, der Beschuldigte habe ge-

wusst, warum BH._____ die Firma gewollt habe. Auch habe er von den Codelö-

schungen gewusst und er habe auch gewusst, dass die Fahrzeuge auf seinen 

Namen eingelöst würden (Urk. 3/10 S. 4, S. 7). Jedoch weist die Staatsanwalt-

schaft zu Recht darauf hin (Urk. 72 S. 6 f.), dass BI._____ die Aussage, der Be-

schuldigte habe die Einlösung vorgenommen, in Anwesenheit des Beschuldigten 

machte, und es nicht ersichtlich ist, warum BI._____ den Beschuldigten diesbe-

züglich falsch belasten sollte, insbesondere zumal er von dieser Aussage selber 

nicht profitierte. Vielmehr erscheint die Frage in der ersten Einvernahme, wer die 

Fahrzeuge eingelöst habe, für BI._____ nicht von Relevanz gewesen zu sein. 

BI._____ sagte jedoch bereits in der ersten Einvernahme aus, dass der Beschul-

digte gewusst habe, dass es sich um Leasingfahrzeuge handelte und die Fahr-

zeuge auf ihn, den Beschuldigten, eingelöst werden sollten (Urk. 3/10 S. 7).  

5.7.6. Sodann wurden die Löschungen der Codes 178 am 21. Dezember 2011 

beim Strassenverkehrsamt erfasst (Urk. ND 12 Anhang zu 1/6 und ND 13 Anhang 

zu 1/6). Hätte BD._____ die Einlösungen auf den Beschuldigten vorgenommen, 

hätte er diese gleichzeitig mit den Löschungen der Codes 178 gemacht.  

5.7.7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Beweis-

lage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte um 

die deliktische Herkunft der Fahrzeuge wusste, und er diese am 22. Dezember 

2011 im Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich auf seinen Namen einlöste und 

hernach die beiden Fahrzeugausweise BI._____ übergab. 

- 29 - 

5.8. ND 15 (Smart fortwo coupé, Stamm-Nr. 11) 

5.8.1. Der Beschuldigte bestreitet nicht, dass er für den Smart einen Versiche-

rungsausweis bestellt und am 7. Dezember 2011 beim Strassenverkehrsamt des 

Kantons Zürich auf seinen Namen eingelöst hat. Er bestreitet jedoch, gewusst 

oder in Kauf genommen zu haben, dass der Smart durch Hehlerei erhältlich ge-

macht worden war (Urk. 38 S. 35).  

5.8.2. Der Beschuldigte anerkennt, dass er von BI._____ den Fahrzeugausweis 

erhalten hat, auf dem kein Code 178 eingetragen gewesen sei (Urk. 38 S. 36). 

Wenn sich der Beschuldigte, wie er vorgibt, Gedanken über den Eintrag "Halter-

wechsel verboten" gemacht und den Fahrzeugausweis genau studiert hat 

(Urk. 2/21 S. 5 f.), leuchtet nicht ein, warum er dann aufgrund des Umstands, 

dass als vorgängiger Fahrzeughalter eine CA._____ GmbH eingetragen und das 

Fahrzeug auf diese erst am 2. Dezember 2011 eingelöst worden war (vgl. Urk. 

ND 15 Anhang zu 1/21), nicht will hellhörig geworden sein. Gestützt auf seine 

Aussagen muss davon ausgegangen werden, dass er sich der Problematik des il-

legalen Autohandels bewusst bzw. ihm diese bekannt war. Selbst wenn BI._____ 

ihm versichert haben soll, dass mit dem Fahrzeug alles in Ordnung sei, hätten 

aufgrund der Gegebenheiten Zweifel an dieser Aussage auftreten müssen, insbe-

sondere da BI._____ dem Beschuldigten gesagt haben soll, es sei sein Fahrzeug 

(Urk. 2/21 S. 5), was offensichtlich nicht mit den Angaben im Fahrzeugausweis 

übereinstimmte, und er könne das Fahrzeug nicht auf seinen Namen einlösen 

(Urk. 2/21 S. 2). Auch vermag der Beschuldigte kein plausibles Argument vorbrin-

gen, warum er dieses Fahrzeug auf sich einlösen sollte. Insbesondere das Argu-

ment als "Dienst für einen Kollegen" (Urk. 2/21 S. 4) vermag nicht zu überzeugen, 

nachdem es sich bei BI._____ nicht um einen langjährigen Freund handelte, son-

dern lediglich um einen guten Gast, zu dem er gemäss eigenen Angaben ein 

freundschaftliches Verhältnis pflegte und den er zu diesem Zeitpunkt gerade mal 

seit etwa drei bis vier Monaten kannte (Urk. 2/21 S. 2).   

5.8.3. Demgegenüber erscheinen angesichts der dargelegten Umstände die Aus-

sagen von BI._____, der Beschuldigte habe gewusst, dass es sich um ein delik-

- 30 - 

tisch erhältlich gemachtes Fahrzeug gehandelt hat, sie hätten darüber gespro-

chen (Urk. 3/17 S. 29 f.), nachvollziehbar und schlüssig.  

5.8.4. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Beweis-

lage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte um 

die deliktische Herkunft des Smarts wusste, als er diesen am 7. Dezember 2011 

im Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich auf seinen Namen einlöste. 

5.9. ND 17 (BMW 120d, Stamm-Nr. 12) 

5.9.1. Der Beschuldigte anerkennt, dass er den BMW auf den Namen seiner Mut-

ter eingelöst und in der Folge auf dem Areal der Autocenter BT._____ BS._____ 

zum Kauf angeboten resp. am 13. Dezember 2011 verkauft hat. Er bestreitet, ge-

wusst zu haben, dass BI._____ dieses Fahrzeug deliktisch erworben hatte 

(Urk. 38 S. 37 ff.; Urk. 73 S. 7 f.) resp. dass es sich um ein Leasingfahrzeug ge-

handelt hatte (Urk. ND 17 2/1 S. 3).  

5.9.2. Der Beschuldigte gab zunächst an, ihm sage diese Person BS._____ 

nichts. Er habe diesen Wagen nicht verkauft. Dann korrigierte er sich und führte 

aus, ihm sage BS._____ etwas. Wenn es diese Person vom Autocenter in 

T._____ sei, kenne er diese Person. Dann sei er am Autoverkauf dabei gewesen. 

BI._____ habe ihm angeboten, dieses Auto zu verkaufen, auf Provisionsbasis. 

BI._____ habe ihm Fr. 2'000.– angeboten, wenn er dieses Auto verkaufen könne. 

Er sei zum das Autocenter BT._____ gegangen, wo er auch den Chevrolet ver-

kauft habe. Er habe dort den ersten Kontakt gemacht und gefragt, ob das Au-

tocenter Interesse an einem Autokauf habe. Dazumal sei es nur um den BMW 

gegangen. Dann sei BI._____ mit ihm gekommen und habe die Verhandlungen 

mit diesem Verkäufer geführt. Darauf sei der Wagen verkauft worden. Er habe 

das Auto abgegeben, die Quittung und auch das Geld in Empfang genommen. 

Das Geld habe er sofort BI._____ übergeben, welcher auf der anderen Seite der 

Strasse auf ihn gewartet habe. BI._____ habe ihm Fr. 1'000.– gegeben (Urk. ND 

17 2/1 S. 1 f.).  

- 31 - 

5.9.3. Der Beschuldigte führte zur Erklärung dazu, wie es zur Übernahme des 

Fahrzeugs von BI._____ gekommen sei, aus, BI._____ habe ihm diesen Wagen 

einige Tage vorher übergeben. Er sei nicht mobil gewesen. Darum habe er das 

Auto auf seine Mutter eingelöst und sei damit herumgefahren. Dazumal habe er 

die Fahrzeuge immer auf seine Mutter eingelöst (Urk. ND 17 2/1 S. 2). Diese 

Aussage steht aber im Widerspruch zu den Angaben, die der Beschuldigte im Zu-

sammenhang mit dem Smart (vgl. ND 15) und dem Chevrolet (vgl. ND 8) gemacht 

hat. Anerkanntermassen hat der Beschuldigte sowohl den Chevrolet als auch den 

Smart am 7. Dezember 2011, also einen Tag vor der Einlösung des BMWs auf 

seine Mutter, auf sich eingelöst (vgl. ND 8 und ND 15). Nachdem ihm insbesonde-

re bereits der Chevrolet seitens BI._____ überlassen worden sei, weil er, der Be-

schuldigte, ein Fahrzeug benötigt habe (Urk. ND 8 2/1 S. 1, S. 3), erscheint so-

dann die Erklärung des Beschuldigte, BI._____ habe ihm dieses Fahrzeug über-

geben, weil er nicht mobil gewesen sei (Urk. ND 17 2/1 S. 2), als reine Schutzbe-

hauptung.  

5.9.4. Nicht nachvollziehbar ist sodann die Schilderung des Beschuldigten, 

BI._____ habe ihm angeboten, dass er dieses Fahrzeug auf Provisionsbasis ver-

kaufen könne (Urk. ND 17 2/1 S. 1), in der Folge aber die Verkaufsverhandlungen 

selber geführt habe (Urk. ND 17 2/1 S. 2). Dies macht umso weniger Sinn, wenn 

der Beschuldigte ausführt, BI._____ habe sich als Autohändler ausgegeben (Urk. 

ND 17 2/1 S. 3). Kommt weiter hinzu, dass der Beschuldigte den Preis mit 

BI._____ habe absprechen müssen resp. dieser vorher den Preis verhandelt habe 

(Urk. ND 17 2/1 S. 3).   

5.9.5. Der Beschuldigte wurde von BI._____ innert zwei Tagen aufgefordert, drei 

Fahrzeuge einzulösen. Plausible Gründe für diese Einlösungen konnte der 

Beschuldigte nicht vorbringen. Wieso hätte ihn BI._____ mit diesen Einlösungen 

beauftragen sollen, wenn der Hintergrund ein legaler gewesen wäre. Es ist nicht 

ersichtlich, warum BI._____ die Einlösungen, insbesondere auch als Autohändler, 

dann nicht hätte selbst vornehmen können. Sodann gestand der Beschuldigte ein, 

dass er sich bezüglich des Chevrolets, den er einen Tag zuvor auf sich selber 

eingelöst hatte, der Problematik seines Handelns durchaus bewusst war 

- 32 - 

(vgl. Ziff. 5.4.4.). Dennoch will er einen Tag später, ohne sich etwas dabei ge-

dacht zu haben, als Verkäufer eines Fahrzeugs aufgetreten sein, dessen Eigen-

tümer er gar nicht war.  

5.9.6. Der Beschuldigte gestand sodann zunächst ein, dass es möglich sei, dass 

im BS._____ am 12. Dezember 2011 gesagt habe, dass das Auto auf ihn laufen 

solle (Urk. 2/37 S. 14). In der Folge bestritt er dies wieder (Urk. ND 17 2/3 S. 3). 

Gemäss Aussagen von CB._____, Leiter der Zulassung im Strassenverkehrsamt 

BL._____, habe der Beschuldigte am 12. Dezember 2011 den BMW auf sein Kon-

trollschild Nr. 13 umschreiben lassen wollen. Der Beschuldigte sei informiert wor-

den, dass auf dem Fahrzeug eine Sperre durch die Polizei eingetragen sei, und 

dass das Fahrzeug nicht zugelassen werden könne (Urk. ND 17 3/15). Der Be-

schuldigte bestritt, am Schalter gewesen zu sein und diese Auskunft erhalten zu 

haben (Urk. ND 17 2/3). CB._____ konnte sich bei seiner Einvernahme weder an 

die Person noch den Namen des Beschuldigten erinnern (Urk. ND 17 S. 2). Selbst 

wenn eine Drittperson ohne Weiteres eine Einlösung auf eine andere Person vor-

nehmen kann (Urk. ND 17 3/15 S. 5), macht eine Einlösung durch eine Dritt-

person keinen Sinn. Denn für den Verkauf des BMWs benötigte der Beschuldigte 

den Fahrzeugausweis.  

5.9.7. BI._____ erklärte schlussendlich in Anwesenheit des Beschuldigten, dass 

dieser gewusst habe, dass der BMW deliktischer Herkunft bzw. noch geleast ge-

wesen sei. Der Beschuldigte habe das von ihm gewusst. Er habe mit dem Be-

schuldigten darüber gesprochen. Es sei zutreffend, dass er dem Beschuldigten, 

noch bevor dieser das Fahrzeug auf seine Mutter eingelöst habe, gesagt habe, 

dass es sich um ein geleastes Fahrzeug handelte (Urk. 3/17 S. 30 f.).  

5.9.8. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Beweis-

lage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass der Beschuldigte 

zumindest erkennen musste und auch erkannte, dass das von ihm BS._____ zum 

Kauf angebotene Fahrzeug deliktischer Herkunft war und er mit seiner Handlung 

die deliktische Herkunft des BMWs verschleierte bzw. das Auffinden dieses 

Fahrzeugs durch den Berechtigten oder die Behörden erschwerte. 

- 33 - 

5.10. Fazit 

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Sachverhalt bezüglich der dem Beschul-

digten vorgeworfenen Tathandlungen betreffend mehrfacher Hehlerei (ND 1, 

ND 3, ND 8, ND 9, ND 10, ND 11, ND 12, ND 13, ND 15 und ND 17) anklagege-

mäss gemäss obigen Ausführungen erstellt werden können.  

6. Veruntreuung (Anklagesachverhalt I) 

6.1. Vorbemerkungen 

6.1.1. Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten vom Vorwurf der mehrfachen 

Veruntreuung frei. Sie erwog, die Anklageschrift halte dem Beschuldigten nicht 

vor, dass dieser die tatsächliche Sachherrschaft an den inkriminierten Fahrzeu-

gen erlangt hätte. Stattdessen sollen die Fahrzeuge – mit Wissen und Willen des 

Beschuldigten – von Dritten übernommen worden sein. Damit falle eine Ver-

urteilung nach Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 StGB ausser Betracht (Urk. 50 S. 54 ff.). 

6.1.2. Die Staatsanwaltschaft bringt vor, der Tatbestand von Art. 138 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB sei ein unechtes Sonderdelikt, was bedeute, dass die Herbeiführung des 

Erfolgs durch Tun ausdrücklich mit Strafe bedroht werde. Dies weil der Beschul-

digte durch sein Tun den Erfolg hätte abwenden können und aufgrund seiner 

besonderen Rechtsstellung dazu auch so sehr verpflichtet gewesen sei, dass die 

Unterlassung der Erfolgsherbeiführung durch aktives Handeln gleichwertig 

erscheine. Eine solche Garantenstellung bestehe insbesondere für den Täter, der 

aufgrund seiner besonderen Rechtsstellung das Gut vor der diesem drohenden 

Gefahr hätte schützen müssen. Den Beschuldigten als Organ der Firmen habe 

eine Erhaltungspflicht für die den Firmen anvertrauten Leasingfahrzeuge getrof-

fen. Angesichts der Organstellung habe der Beschuldigte zumindest gelockerten 

Gewahrsam an den Fahrzeugen gehabt und gemäss Art. 29 lit. a StGB habe ihn 

als Organ dieser Gesellschaften dieselbe Erhaltungspflicht getroffen. Besitzerin-

nen der Fahrzeuge sei stets die von ihm übernommenen Gesellschaften gewesen 

(Urk. 51 S. 3 f.; Urk. 72 S. 2 f.). 

- 34 - 

6.1.3. Der Beschuldigte macht geltend, keine Kenntnisse von den Leasingfahr-

zeugen gehabt zu haben. Er habe diese weder gesehen, noch verkauft, noch von 

diesen gewusst (Urk. 38 S. 10; Urk. 73 S. 4 f.). Weiter macht er geltend, dass ein 

persönlicher Gewahrsam, die tatsächliche Sachherrschaft, nicht vorhanden ge-

wesen sei. Die neu vorgetragene Ergänzung in der Berufungsschrift der Staats-

anwaltschaft sei zu spät und reiche nicht aus. Die zusätzlichen Behauptungen 

seien mit der nach wie vor gültigen Anklageschrift unvereinbar, unzulässig und 

willkürlich und würden ausserdem noch die Maxime des Anklageprinzips verlet-

zen (Urk. 73 S. 4 f.). 

6.1.4. Nachfolgend ist zu prüfen, welches Verhalten dem Beschuldigten in der 

Anklageschrift vorgehalten wird, und ob der Sachverhalt anklagegemäss erstellt 

werden kann. Der erstellte Sachverhalt wird in der Folge rechtlich zu würdigen 

sein. 

6.2. Sachverhaltserstellung / Beweiswürdigung 

6.2.1. Als Beweismittel liegen nebst den Aussagen des Beschuldigten diverse 

Einvernahmen von Drittpersonen (als beschuldigte Person, Auskunftsperson oder 

Zeuge), verschiedene Urkunden sowie Erkenntnisse aus einer geheimen Über-

wachungsmassnahme vor. Auf diese ist nachfolgend soweit für die Sachverhalts-

erstellung relevant einzugehen. 

6.2.2. ND 4 (BMW X6 xDrive35i, Stamm-Nr. 14) und ND 5 (BMW X6 xDrive35d, 

Stamm-Nr. 15) 

6.2.2.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vorgehalten, er habe in 

seiner Funktion als Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift der Firma 

BA._____ AG den Kaufvertrag mit CC._____ betreffend Verkauf und Abtretung 

der Stammanteile der Firma G._____ GmbH unterzeichnet und seine Unterschrift 

amtlich beglaubigen lassen. Dadurch habe er namens der Firma BA._____ AG 

die G._____ GmbH samt der bei den Leasinggeberinnen CD._____ [Bank] AG 

resp. CE._____ Bank AG geleasten zwei Personenwagen der Marke BMW X6 

xDrive35i resp. BMW X6 xDrive35d übernommen. Der Beschuldigte habe ge-

- 35 - 

wusst, dass diese Fahrzeuge der G._____ GmbH bzw. aufgrund der Firmenüber-

nahme ihm als Organ dieser Gesellschaften unter anderem mit der Verpflichtung 

anvertraut gewesen waren, den gemäss Leasingverträgen aufgeführten Verpflich-

tungen nachzukommen und unter anderem die vorgenannten Fahrzeuge nach 

Ablauf der Vertragsdauer den Leasinggeberinnen wieder zurückzugeben. In der 

Folge habe BI._____ mit Wissen und Willen des Beschuldigten die Fahrzeuge 

entgegen genommen, um diese Fahrzeuge in der Folge nach der Löschung der 

Ziffer 178 "Halterwechsel verboten" aus dem Fahrzeugausweisen unrechtmässig 

zu verkaufen und durch die Verkaufserlöse sich oder einen Dritten unberechtig-

terweise zu bereichern, was der Beschuldigte zumindest billigend in Kauf ge-

nommen habe (Urk. 20 S. 4 f.).  

6.2.2.2. Unstrittig ist, dass der Beschuldigte als Verwaltungsrat der BA._____ AG 

den Kaufvertrag betreffend Verkauf und Abtretung der Stammanteile der Firma 

G._____ GmbH unterzeichnete (Urk. 38 S. 10; vgl. auch Urk. ND 4 2/3). Erstellt 

und vom Beschuldigten auch nicht in Frage gestellt ist sodann, dass BI._____ die 

BMWs X6 – nachdem er die Ziffer 178 in den Fahrzeugausweisen löschen liess – 

an BH._____ verkaufte resp. weitergab (vgl. Urk. ND 4 Anhang zu 2/4 S. 1; 

Urk. 5/10 S. 6 und Urk. 5/11). 

6.2.2.3. Im Vertrag betreffend den Verkauf und die Abtretung der Stammanteile 

der G._____ GmbH wird in Ziffer 2 "Kaufgegenstand" aufgeführt, dass der Ge-

genwert aus den gut beworbenen Kundenstämmen der Sparten Versicherung, 

Kredite und Transporte sowie aus den beiden aus 2 Leasingverträgen der Firma 

zur Verfügung stehenden Fahrzeugen des Typs BMW X6 bestehen würde (Urk. 

ND 4 1/2 Anhang 2/3 S. 2 und Urk. ND 4 7/1).  

6.2.2.4. Der Beschuldigte erklärte in sämtlichen Einvernahmen, die Fahrzeuge nie 

gesehen und auch nicht übernommen zu haben (Urk. ND 4 2/1 S. 1; Urk. ND 4 

2/2 S. 3; Urk. ND 4 2/3 S. 4, S. 6 f.; Urk. ND 4 2/4 S. 1 f.; Urk. 2/37 S. 8 f.). Auf-

grund der Unterschriften auf den Übernahmeprotokollen (vgl. Urk. ND 4 1/2 An-

hang 2/4; Urk. ND 5 1/1 Anhang 3/7) erscheint zwar glaubhaft, dass der Beschul-

digte diese nicht unterzeichnete. Jedoch ergibt sich wie erwähnt bereits aus dem 

- 36 - 

Kaufvertrag unmissverständlich, dass mit der Firma auch zwei Leasingfahrzeuge 

übernommen wurden.  

6.2.2.5. Wenn der Beschuldigte geltend macht, er habe den Vertrag nur überflo-

gen, und nicht zur Kenntnis genommen, dass im Kaufvertrag die beiden BMWs 

als Firmenbesitz aufgeführt seien (Urk. 38 S. 11), erscheint dies nicht glaubhaft. 

Der Vertrag umfasst lediglich etwas mehr als eine Seite und wurde übersichtlich 

gegliedert abgefasst. Sodann war dem Beschuldigten bekannt, dass er mit sei-

nem Namen als Verantwortlicher für die übernommene Firma einstand. Aber 

selbst wenn der Vertrag nur überflogen worden wäre, ist unübersehbar, dass in 

diesem Vertrag von zwei Leasingverträgen und zwei BMWs X6 die Rede ist (Urk. 

ND 4 1/2 Anhang 2/3 S. 2). Es steht damit ausser Frage, dass der Beschuldigte 

sehr wohl wusste, dass er mit der Firma zwei geleaste BMWs X6 übernahm.  

6.2.2.6. BI._____ führte aus, der Beschuldigte habe Bescheid darüber gewusst, 

dass die beiden in der G._____ GmbH befindlichen BMWs X6 nach der Firmen-

übernahme gewinnbringend verkauft würden (Urk. ND 4 3/1 S. 37). Weiter gab er 

an, den BMW X6, Stamm-Nr. 14, beim Notariat CF._____ von CC._____ persön-

lich bekommen zu haben (Urk. ND 4 3/6 S. 3) und den BMW, Stamm-Nr. 15, bei 

CC._____ abgeholt zu haben (Urk. ND 4 3/7 S. 1). Dies wurde seitens CC._____ 

bestätigt (Urk. ND 4 5/21 S. 6, S. 7). Sodann führte CC._____ aus, dass er die 

Schlüssel der BMWs dem Beschuldigten habe übergeben wollen. Dieser habe 

ihm beim Notariat gesagt, dass er die beiden Autoschlüssel diesem Mann über-

geben solle, der damals in Begleitung des Beschuldigten und BI._____ gewesen 

sei (Urk. ND 4 5/21 S. 8). Es ist nicht ersichtlich, warum CC._____ diesbezüglich 

falsche Aussagen machen und den Beschuldigten zu Unrecht belasten sollte. So-

dann sind diese Aussagen in sich schlüssig, nachvollziehbar und mit dem äusse-

ren, erstellten Ablauf stimmig. Dies im Gegensatz zu den unglaubwürdigen Aus-

sagen des Beschuldigten, er habe nicht zur Kenntnis genommen, dass er mit der 

Firma zwei BMWs X6 übernommen habe. Der Beschuldigte bestätigte, die Firma 

im Auftrag von BI._____ übernommen zu haben (Urk. ND 4 2/3 S. 4; Urk. ND 4 

2/4 S. 2; Urk. 2/37 S. 8). Sodann bestätigte er, dass bei der notariellen Beglaubi-

- 37 - 

gung CC._____, BI._____ sowie eine weitere Person anwesend gewesen seien 

(Urk. ND 4 2/3 S. 1).  

6.2.2.7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der Be-

weislage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel bestehen, dass der Beschuldigte 

wusste, dass er mit der G._____ GmbH auch zwei geleaste BMWs X6 übernom-

men hat, und dass er diese wissentlich und willentlich BI._____ überlassen hat, 

damit dieser über die beiden Fahrzeuge verfügen kann. Dies tat er im Wissen da-

rum, dass er als Organ der G._____ GmbH für die Einhaltung der Leasingverträ-

ge verantwortlich war bzw. dass die Fahrzeuge nach Ablauf der Leasingverträge 

an die Leasinggeberinnen zurückzugeben waren. Entsprechend waren denn die 

beiden Leasings auch explizit im Kaufvertrag über die Stammanteile der G._____ 

GmbH aufgeführt. Als Organ einer juristischen Person handelte der Beschuldigte 

für diese und ist mitverantwortlich für das rechtmässige Handeln der Firma. So-

dann ist allgemein bekannt, dass Leasingfahrzeuge nur zur Nutzung (mit Rück-

gabepflicht) und nicht zu Eigentum übergeben werden. Nicht erstellt werden kann, 

dass der Beschuldigte wusste, wer die konkreten Leasinggeberinnen waren, was 

aber nicht weiter relevant ist für die Beurteilung des Verhaltens des Beschuldig-

ten, nachdem er Kenntnis hatte, dass die übernommenen BMWs geleast waren. 

Der Sachverhalt kann mit vorgenannter Ausnahme anklagegemäss erstellt wer-

den. 

6.2.3. ND 7 (VW Touareg 3.0 Hybrid, Stamm-Nr. 16) 

6.2.3.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vorgehalten, den Kaufver-

trag mit CG._____ betreffend Verkauf und Abtretung der Stammanteile der Firma 

CH._____ GmbH unterzeichnet zu haben, wodurch er diese Firma samt dem bei 

der Leasinggeberin CE._____ Bank AG geleasten Fahrzeug VW Touareg 3.0 

Hybrid übernommen habe. Der Beschuldigte habe gewusst, dass das Fahrzeug 

der Firma CH._____ GmbH aufgrund der Firmenübernahme ihm als Organ dieser 

Gesellschaft unter anderem mit der Verpflichtung anvertraut gewesen sei, den 

gemäss Leasingvertrag aufgeführten Verpflichtungen nachzukommen und das 

vorgenannte Fahrzeug nach Ablauf der Vertragsdauer der Leasinggeberin wieder 

zurückzugeben. In der Folge habe CI._____ mit Wissen und Willen des Beschul-

- 38 - 

digten das Fahrzeug entgegengenommen, um dieses Fahrzeug in der Folge nach 

der Löschung der Ziffer 178 "Halterwechsel verboten" aus dem Fahrzeugausweis 

unrechtmässig weiterzugeben bzw. zu verkaufen oder zu verpfänden und durch 

den Erlös sich oder einen Dritten unberechtigterweise zu bereichern, was der Be-

schuldigte zumindest billigend in Kauf genommen habe (Urk. 20 S. 5 f.).  

6.2.3.2. Unstrittig ist, dass der Beschuldigte mit Vertrag vom 2. April 2012 die 

CH._____ GmbH übernommen hat. Dabei verpflichtete er sich, die Gesellschaft 

inklusive der zwei Leasingfahrzeuge (Fiat 500 und VW Touareg) zu übernehmen. 

Es wurde (ausdrücklich) festgehalten, dass der Verkäufer alle Einzahlungsschei-

ne der beiden Leasingfahrzeuge und die Belege, dass die Leasingwagen bis zum 

damaligen Zeitpunkt bezahlt waren, übergebe und ab dann der Käufer vollum-

fänglich für alle Handlungen der Gesellschaft verantwortlich sei und alle Rechte 

und Pflichten gegenüber Dritten übernehme (Urk. ND 7 Anhang zu 1/1).  

6.2.3.3. Der Beschuldigte anerkannte in den Einvernahmen denn auch, die 

CH._____ GmbH inklusive zweier Leasingfahrzeuge, einen Fiat 500 und einen 

VW Touareg, übernommen zu haben. Weiter gab er an, dass er nicht nachvoll-

ziehen könne, dass es zu einer Anzeige gekommen sei. Die Leasingraten seien 

bis Ende des Monats bezahlt gewesen. Der VW Touareg stehe in einer Tiefgara-

ge in CJ._____, am Wohnort von CI._____. Der ehemalige Besitzer der GmbH 

(CG._____) habe das Fahrzeug CI._____ mitgegeben, da dieser gesagt habe, er 

habe einen Tiefgaragenplatz an seinem Wohnort für das Fahrzeug, und er sowie 

CG._____ keinen Platz für das Fahrzeug gehabt hätten. Ob der VW Touareg 

wirklich in dieser Tiefgarage in CJ._____ stehe, könne er nicht mit Sicherheit sa-

gen. Er habe nur die GmbH übernommen, das Restaurant selber führe er nicht. 

Wer das Restaurant neu führe, wisse er nicht. Er habe eine neue Firma gesucht, 

weil er sich habe selbständig machen wollen. Ihm sei gesagt worden, dass ein 

gewisser CI._____ eine Firma zu verkaufen habe. Er habe einfach eine Firma oh-

ne Betreibung gewollt. Er wolle im Gastronomiebereich bzw. im dortigen Bera-

tungsbereich die GmbH eröffnen. Sie hätten sich beim Handelsregisteramt getrof-

fen, wo die Übernahme beglaubigt worden sei. Anschliessend hätten sie sich we-

gen der beiden Fahrzeuge besprochen. Er habe gesagt, dass er für diese beiden 

- 39 - 

Fahrzeuge keinen Platz habe an seinem Wohnort in Zürich. Sie hätten vereinbart, 

dass CI._____ den Touareg mitnehme und ihm anschliessend den Autoschlüssel 

bringe. Er habe noch eine Ausweiskopie von CI._____ verlangt. Seither habe er 

CI._____ nicht mehr gesehen. Beide Fahrzeuge seien durch CG._____ oder 

CI._____ ausser Verkehr gesetzt worden. Er habe die Absicht gehabt, die beiden 

Fahrzeuge zu übernehmen. Zuerst müsse er dies jedoch mit der Bank klären we-

gen dem Leasing. Dies sei bisher noch nicht gemacht worden. Daher habe er ge-

sagt, dass die Autos nun noch stillstehen bleiben müssten (Urk. ND 7 2/1 S. 2 f.). 

Weiter erklärte der Beschuldigte, dass bei der Übernahme der Firma BI._____, 

CG._____, CI._____ und eine weitere Person [BG._____] anwesend gewesen 

seien (Urk. ND 7 2/2 S. 2).  

6.2.3.4. CI._____ bestätigte, dass er den VW Touareg beim Auto-Pfandhaus für 

Fr. 35'000.– verpfändet habe. Der Beschuldigte sei zu ihm gekommen und habe 

gesagt, er habe einen Touareg. Er habe gesagt, dass er Geld für dieses Fahrzeug 

brauche. Er habe dann den Wagen gebracht. Ca. zwei Tage später habe er ihm 

auch den Fahrzeugausweis gebracht. Er glaube, der Beschuldigte habe von ihm 

Fr. 25'000.– gewollt. Dieses Geld habe er dem Beschuldigten gegeben. Er habe 

ihm noch gesagt, wenn er den Wagen wieder auslösen wolle, müsse er 

Fr. 35'000.– bringen. Er glaube nicht, dass dem Beschuldigten bekannt gewesen 

sei, dass er den VW Touareg in ein Pfandhaus gebracht und dafür Fr. 35'000.– 

erhalten habe. Er habe vermutet, dass es ein Leasingwagen gewesen sei. Er ha-

be dem Beschuldigen die Firma nicht vermittelt (Urk. ND 7 3/3 S. 1 ff.). In der 

staatsanwaltschaftlichen Einvernahme verwies CI._____ auf seine früheren Aus-

sagen und gab an, nichts zu den Vorhalten sagen zu können. Er wisse es nicht 

mehr (Urk. ND 7 3/6 S. 2 ff.).  

6.2.3.5. BI._____ gab an, der Beschuldigte habe ihm gesagt, dass er CI._____ 

kenne und er ihm eine Firma zu verkaufen habe. Wie dieser CI._____ kennenge-

lernt habe, wisse er nicht. Den VW Touareg habe er nie gesehen. Der Beschul-

digte sei in Panik gewesen. Er habe den Kauf der Firma mit den beiden Fahrzeu-

gen unterschrieben. Auf einmal sei CI._____ mit beiden Fahrzeugen nicht mehr 

aufgetaucht. Dies habe ihm der Beschuldigte gesagt. Der Beschuldigte habe ca. 

- 40 - 

einen Monat nach CI._____ gesucht. Aus diesem Grund sei ihm der Fall bekannt. 

Mit der Codelöschung habe er nichts zu tun (Urk. ND 7 3/4 S. 2).  

6.2.3.6. CG._____, vormaliger Inhaber der CH._____ GmbH, sagte aus, dass er 

die Firma habe verkaufen wollen. In einer Bar in CK._____ habe er diesen 

CI._____ getroffen, der gehört habe, dass er die Firma verkaufen wolle. CI._____ 

habe gesagt, dass ein Freund von ihm interessiert sei, und habe ihn mit dem Be-

schuldigten zusammengebracht. Beim Registeramt seien CI._____, der 

Beschuldigte und eine weitere Person anwesend gewesen. Nachdem sie unter-

schrieben hätten, seien sie alle vier nach CK._____ an seinen Wohnort gefahren. 

Dort seien die Fahrzeuge gewesen. Sie hätten gesagt, dass sie einen Teil des 

Geldes sofort übergeben und einen Teil des Geldes am Nachmittag bringen wür-

den. Sie hätten vorgeschlagen, den Touareg sogleich mitzunehmen und dann am 

Nachmittag wiederzukommen, um den Fiat abzuholen. Er sei einverstanden ge-

wesen. Die anderen seien aber am Nachmittag nicht gekommen. Vom Beschul-

digten habe er nach ca. zwei Wochen etwas gehört. Dieser habe CI._____ ge-

sucht. Nachdem der Vertrag in CL._____ unterzeichnet worden sei, sei CI._____ 

mit dem Touareg weggefahren. Auf den ihm vorgehaltenen Fotobogen erkannte 

er BI._____ nicht. CG._____ führte weiter aus, er habe die Schlüssel für die Fahr-

zeuge dem Beschuldigten übergeben wollen. Der Beschuldigte habe ihm gesagt, 

dass er die Schlüssel an CI._____ geben soll; CI._____ fahre mit dem Auto weg. 

Der Beschuldigte habe seinen Wagen bei sich gehabt. Die Schlüssel für den Fiat 

habe er behalten. Er habe gewartet, bis sie ihm am Nachmittag das Geld bringen 

sollten. Die Unterlagen habe er ihnen in CL._____ auch gegeben; sie seien im 

Auto gewesen. Wer sie mitgenommen habe, wisse er nicht. Er habe Platz für bei-

de Fahrzeuge gehabt. Sie hätten gesagt, dass sie das Auto mitnehmen würden 

(Urk. ND 7 3/5 S. 1 ff.). In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme bestätigte 

CG._____, dass er CI._____ in einer italienischen Bar kennengelernt habe. Die-

ser habe ihm gesagt, dass es einen Schweizer gebe, der die Firma gerne kaufen 

würde. Er habe die Schlüssel für den Touareg auf Verlangen des Beschuldigten 

CI._____ ausgehändigt. Sodann bestätigte er nochmals, BI._____ nicht zu ken-

nen. Es sei CI._____ gewesen, der ihm den Beschuldigten vorgestellt habe (Urk. 

ND 7 3/7 S. 4 ff.). 

- 41 - 

6.2.3.7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass erstellt ist, dass 

CI._____ den VW Touareg mit Wissen und Willen des Beschuldigten entgegen-

nahm. Erstellt ist sodann, dass dieser den VW Touareg – nach Löschung der Zif-

fer 178 im Fahrzeugausweis – verpfändete und das Pfand in der Folge verwertet 

wurde. CI._____ führte zwar aus, dass der Beschuldigte nicht gewusst habe, dass 

er den VW Touareg verpfändet habe. Jedoch gab er an, dass der Beschuldigte 

ihm das Fahrzeug übergeben und dafür Fr. 25'000.– gewollt habe. CG._____ be-

stätigte sodann, dass er die Schlüssel für den Touareg auf Anweisung des Be-

schuldigten CI._____ übergeben habe. Jedoch dementierte er die Darstellung des 

Beschuldigten, dass er keinen Platz für den Touareg gehabt habe, und sie daher 

übereingekommen seien, dass CI._____ den Touareg mitnehme. Wieso 

CG._____ diesbezüglich falsch aussagen sollte, ist nicht ersichtlich. Es ist des-

halb nicht nachvollziehbarer, weshalb der Beschuldigte das Fahrzeug CI._____ 

hätte überlassen sollen, wenn nicht dazu, dass dieser darüber verfügen kann. 

Nachdem kein anderer plausibler Grund für die Überlassung des Fahrzeugs an 

CI._____ vorliegt, erscheint auch die Darstellung von CI._____, dass der Be-

schuldigte für das Fahrzeug Fr. 25'000.– gewollt habe, glaubhaft. Angesichts die-

ser Beweislage muss geschlossen werden, dass der Beschuldigte zumindest in 

Kauf genommen hat, dass CI._____ das Fahrzeug unrechtmässig verkauft oder 

verpfändet oder weitergibt, um sich oder einen Dritten unrechtmässig zu berei-

chern. Der Beschuldigte anerkennt zumindest indirekt, dass er für die Fahrzeuge 

verantwortlich war. Sodann ist allgemein bekannt, dass Leasingfahrzeuge nur zur 

Nutzung (mit Rückgabepflicht) und nicht zu Eigentum übergeben werden. Der 

Sachverhalt kann somit anklagegemäss erstellt werden.  

6.2.4. ND 14 (Mercedes Benz E350 CDI, Stamm-Nr. 17) 

6.2.4.1. Dem Beschuldigten wird in der Anklageschrift vorgehalten, den Vertrag 

betreffend Übertragung von Stammanteilen der CM._____ GmbH mit dem Ver-

äusserer CN._____ unterzeichnet zu haben, womit er diese Firma unter anderem 

samt des bei der Leasinggeberin CD._____ AG geleasten Fahrzeugs Mercedes-

Benz E350 CDI übernommen habe. Der Beschuldigte habe gewusst, dass das 

Fahrzeug der Firma CM._____ GmbH bzw. aufgrund der vorgenannten Firmen-

- 42 - 

übernahme ihm als Organ dieser Gesellschaft unter anderem mit der Verpflich-

tung anvertraut gewesen sei, den gemäss Leasingvertrag aufgeführten Verpflich-

tungen nachzukommen und unter anderem das vorgenannte Fahrzeug nach Ab-

lauf der Vertragsdauer der Leasinggeberin wieder zurückzugeben. In der Folge 

habe BI._____ mit Wissen und Willen des Beschuldigten das Fahrzeug entge-

gengenommen und es gegen Anrechnung von ca. Fr. 15'000.– an seine Schulden 

BH._____ weitergegeben, der das Fahrzeug nach der durch BI._____ veranlass-

ten Löschung der Ziffer 178 "Halterwechsel verboten" aus dem Fahrzeugausweis 

weitergegeben bzw. verkauft habe, was der Beschuldigte zumindest in Kauf ge-

nommen habe (Urk. 20 S. 10 f.).  

6.2.4.2. Erstellt, und seitens des Beschuldigten auch nicht in Frage gestellt, ist, 

dass die CO._____ AG, vertreten durch den Beschuldigten als 

einzelzeichnungsberechtigtes Verwaltungsratsmitglied mit, CN._____ am 4. Juli 

2012 einen Vertrag betreffend Übertragung der Stammanteile der CM._____ 

GmbH abgeschlossen hat (Urk. ND 14 1/4). Mit Beschluss vom gleichen Tag 

wurde der Beschuldigte sodann als Geschäftsführer mit Einzelzeichnungsberech-

tigung bestellt (Urk. ND 14 1/5).  

6.2.4.3. Der Beschuldigte brachte in den Einvernahmen vor, keine Kenntnis davon 

zu haben, dass mit der Firma auch ein geleaster Mercedes-Benz E350 übertra-

gen worden sei. Er habe diese Firma als handelnde Person der Firma CO._____ 

AG gekauft, um sie danach wieder zu verkaufen. Anwesend gewesen seien nur 

der Verkäufer, er sowie Herr X._____. Die Stammanteile seien ohne die direkte 

Bezahlung von Fr. 5'000.– übergegangen. CN._____ habe kein Geld erhalten. 

Dieses hätte er erst bekommen, wenn er, der Beschuldigte, die Firma wieder ver-

kauft hätte. Das sei nie der Fall gewesen. Im Prinzip sei beim Kauf der Firma nur 

der Firmenname inbegriffen gewesen. Nach seinem Wissen sei die Firma im Zeit-

punkt der Übernahme nicht mehr aktiv gewesen. Fahrzeuge habe er keine über-

nommen. Den Mercedes-Benz E 350 CDI habe er nie gesehen. Das sage ihm gar 

nichts. Dieser sei bei den Verkaufsgesprächen nicht erwähnt worden. Er habe 

auch keine Fahrzeugschlüssel von CN._____ übernommen (Urk. ND 14 2/1 S. 1 

f.; Urk. 2/37 S. 12 f., S. 24). In der Einvernahme vom 21. November 2017 erklärte 

- 43 - 

er dann – nach Vorhalt der Aussagen von CP._____ und CN._____ – es stimme, 

dass er im Auftrag von BI._____ die Firma übernommen und den Kaufvertrag un-

terschrieben habe. Er hielt aber daran fest, dass er vom Mercedes-Benz keine 

Kenntnis gehabt habe (Urk. ND14 2/3 S. 2).  

6.2.4.4. CN._____ sagte aus, dass er die Fr. 5'000.– in CQ._____ beim E._____ 

Restaurant erhalten habe. Das Geld habe ihm der Beschuldigte übergeben. Sein 

Bruder sei dabei gewesen. Er habe dem gesetzlichen Vertreter der CO._____ AG 

gesagt, dass noch ein Mercedes-Benz E350 CDI auf die Firma eingelöst sei, und 

dass es sich dabei um ein Leasingfahrzeug handle; letzteres bei der Übergabe 

des Fahrzeugs in CQ._____ im E._____ Restaurant. Der Beschuldigte habe den 

Wagen in CQ._____ gesehen. CP._____ habe ihm den Leasingvertrag sicher 

übergeben. Die beiden Fahrzeugschlüssel und der Fahrzeugausweis seien auch 

beim E._____ Restaurant in CQ._____ übergeben worden. Zudem sei wahr-

scheinlich auch BI._____ anwesend gewesen. In der Folge erklärte er, BI._____ 

sei bei der Fahrzeugübergabe auch dabei gewesen. Er habe die Fahrzeugschlüs-

sel dem Beschuldigten übergeben (Urk. ND 14 3/1 S. 3 ff.). Anlässlich der staats-

anwaltschaftlichen Einvernahme wiederholte CN._____, dass die Zündschlüssel 

für den Mercedes dem Beschuldigten ausgehändigt worden seien. Bei der Über-

gabe seien er und sein Bruder sowie BI._____ und der Beschuldigte anwesend 

gewesen. Ansonsten konnte er sich nicht mehr gross an die Vorgänge erinnern. 

Was er bei der Polizei gesagt habe, sei die Wahrheit. Er habe an das Ganze nicht 

mehr gedacht, weil er davon ausgegangen sei, es sei erledigt (Urk. ND 14 3/17 S. 

6 ff.).  

6.2.4.5. CP._____ bestätigte, dass die Fr. 5'000.– bezahlt worden seien. Das 

Geld sei im Restaurant in CQ._____, Restaurant CR._____, übergeben worden. 

BI._____ sei auch anwesend gewesen. Dort hätten sie auch den Wagen abgege-

ben. Weiter gab er an, der Beschuldigte habe sie gefragt, was in der Firma sei. 

Sie hätten ihm gesagt, dass der Mercedes-Benz E350 im Leasing sei und sie 

Fr. 9'200.– bezahlt hätten. Sie hätten gewollt, dass der Beschuldigte ihnen diese 

Fr. 9'200.– bezahlen würde. BI._____ und der Beschuldigte seien nicht einver-

standen gewesen und hätten nur Fr. 5'000.– geben wollen. BI._____ habe sie mit 

- 44 - 

dem Beschuldigten bekannt gemacht. Der Beschuldigte habe den Wagen gese-

hen; beim Restaurant CR._____ in …- oder CQ._____. Er und sein Bruder hätten 

den Wagen dem Beschuldigten übergeben; dies im Restaurant CR._____. Wer 

mit dem Mercedes weggefahren sei, habe er nicht gesehen. Sie hätten den Wa-

gen auf dem Parkplatz dem Beschuldigten gezeigt. Dann seien sie ins Restaurant 

gegangen und dort hätten sie die beiden Schlüssel dem Beschuldigten überge-

ben. Er wisse nicht mehr, ob sie die Leasingunterlagen dabei gehabt oder ob sie 

diese im Auto gelassen hätten. Aufgrund der Verhandlungsgespräche seien der 

Beschuldigte und BI._____ am Mercedes interessiert gewesen (Urk. ND 14 3/2 

S. 3 ff.). In der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme bestätigte CP._____ seine 

Aussage, dass sie mit dem Beschuldigten darüber gesprochen hätten, dass ein 

Leasingwagen mit der Firma übergeben werde. Sie hätten sogar bei der Unter-

zeichnung des Vertrags die Schlüssel abgegeben; an BI._____ und den Beschul-

digten. Es sei über das Fahrzeug gesprochen worden und sie hätten den Schlüs-

sel abgegeben (Urk. ND 14 3/16 S. 7 ff.). 

6.2.4.6. BI._____ führte aus, er habe den Kauf der Firma vorfinanziert. Er habe 

die Fr. 10'000.– organisiert. Dann habe der Beschuldigte diese Firma übernom-

men. Dies mit dem Auto natürlich. Es sei dort gestanden in CQ._____, Restaurant 

CS._____. Er habe den Beschuldigten als Käufer ausgesucht, wie er auch in 

anderen Firmen dabei gewesen sei. Es seien auch die gleichen Abmachungen 

wie bei den anderen Firmenübernahmen gewesen; dass der Beschuldigte für die 

Firmenübernahme Geld erhalten werde. Am gleichen Tag sei der Termin beim 

Notar gewesen und dann hätten sie das Auto auch bekommen. Dann sei das Au-

to weitervermittelt worden an einen Serben. Natürlich habe er den Code 178 auch 

löschen lassen müssen. Er sei bei den Verkaufsverhandlungen dabei gewesen; er 

sei auch ein Vermittler gewesen. Es sei über den Leasingwagen Mercedes-Benz 

gesprochen worden. Der Beschuldigte habe die Firma in seinem Auftrag gekauft. 

Er sei am Auto interessiert gewesen, der Beschuldigte habe die Firma gewollt. 

Der Beschuldigte habe gewusst, dass er das Auto haben wollte, und dass ein 

Leasingwagen vorhanden gewesen sei. Die Fahrzeugübergabe sei in CQ._____ 

gewesen, im Restaurant CS._____. Bei der Fahrzeugübergabe seien er, der 

Beschuldigte sowie CP._____ und CN._____ anwesend gewesen. Er sei dabei 

- 45 - 

gewesen, um den Mercedes zu übernehmen. Der Schlüssel sei mit den Ver-

kaufsunterlagen im Restaurant übergeben worden; der Wagen sei vor dem Res-

taurant gestanden. Die Schlüssel seien dem Beschuldigten übergeben worden. 

Ob diesem auch der Leasingvertrag übergeben worden sei, wisse er nicht. Mit 

dem Mercedes sei er weggefahren (Urk. ND 14 373 S. 2 ff.). In Anwesenheit des 

Beschuldigten bestätigte BI._____ sodann nochmals, dass der Beschuldigte von 

ihm gewusst habe, dass die CM._____ GmbH ein Leasingfahrzeug besessen ha-

be. Sie hätten darüber gesprochen und es sei auch im Vertrag drin gewesen. Der 

Beschuldigte habe auch gewusst, dass es darum gegangen sei, an den geleasten 

Mercedes zu kommen, um ihn hernach deliktisch weiter zu geben bzw. zu verkau-

fen; dies habe der Beschuldigte von ihm gewusst (Urk. ND 14 3/15 S. 29).  

6.2.4.7. Obwohl der Beschuldigte am 4. Januar 2012, als er versuchte, einen 

BMW X5 für BI._____ zu verkaufen, verhaftet wurde (vgl. ND 11), will er Anfang 

Juli 2012 im Auftrag von BI._____ die CM._____ GmbH übernommen haben und 

nichts davon gewusst haben, dass in dieser Firma ein Fahrzeug ist und BI._____ 

beabsichtigte, dieses weiterzuverkaufen resp. weiterzugeben. Dies ist nicht 

glaubhaft. Wäre der Beschuldigte – wie er geltend macht – nicht in die illegalen 

Geschäfte verwickelt gewesen, hätte er spätestens nach der Verhaftung im Janu-

ar 2012 die Geschäfte mit BI._____ abbrechen müssen. Dies hat er jedoch einge-

standenermassen nicht getan. Sodann gab der Beschuldigte zunächst an, er ha-

be die Firma gekauft, um sie später wieder zu verkaufen. Erst nach Vorhalt der 

entsprechenden Aussage von BI._____ gestand er ein, dass er die Firma im Auf-

trag von BI._____ gekauft hat. Auch dieser Umstand, dass der Beschuldigte ver-

suchte, die Verbindung von BI._____ mit diesem Kauf zu unterdrücken, zeigt, 

dass der Beschuldigte sehr wohl Kenntnis davon hatte, warum die Firma über-

nommen werden sollte. Schliesslich erklärten BI._____ und die Gebrüder 

CN._____CP._____ übereinstimmend, dass dem Beschuldigten die Schlüssel 

des Fahrzeugs übergeben worden seien.  

6.2.4.8. In Würdigung dieses Beweisergebnisses muss davon ausgegangen 

werden, dass der Beschuldigte Kenntnis davon hatte, dass mit der Firmenüber-

nahme insbesondere der geleaste Mercedes-Benz übernommen werden sollte, 

- 46 - 

und dass er diesen in der Folge BI._____ überliess. Dies im Wissen, dass er als 

Organ der CM._____ GmbH für die Einhaltung des Leasingvertrages verantwort-

lich war und das Fahrzeug nach Ablauf des Leasingvertrags an die Leasinggebe-

rin zurückzugeben war, und sodann im Wissen, dass BI._____ diesen in der Fol-

ge veräussern oder weitergeben wird. Als Organ einer juristischen Person handel-

te der Beschuldigte für diese und war mitverantwortlich für das rechtmässige 

Handeln der Firma. Sodann ist allgemein bekannt, dass Leasingfahrzeuge nur zur 

Nutzung (mit Rückgabepflicht) und nicht zu Eigentum übergeben werden. 

6.2.4.9. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass angesichts der 

Beweislage im Ergebnis keine erheblichen Zweifel verbleiben, dass sich der 

Sachverhalt wie angeklagt abgespielt hat. 

7. Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungsanlage (Anklagesach-
verhalt II) 

7.1. Vorbemerkungen 

7.1.1. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zusammengefasst vor, in 

der Zeit vom 26. bis 28. Januar 2012 und vom 9. bis 21. März 2012 zusammen 

mit BI._____ mit zuvor durch diesen unberechtigterweise im Name der Firmen 

BM._____ GmbH und G._____ GmbH über die Geschädigte F._____ AG erhält-

lich gemachten Codekarten "D._____ Card" und "C._____ Card" sowie über die 

Geschädigte E._____ erhältlich gemachten Codekarten "E1._____ Card" unbe-

rechtigterweise Waren-, Benzin, Geldbezüge etc. im Wert von insgesamt 

Fr. 58'772.60 getätigt zu haben. 

7.1.2. Der Beschuldigte bestreitet, irgendwelche Codekarten bestellt zu haben 

und mit solchen die ihm vorgehaltenen Bezüge getätigt zu haben. Er sei lediglich 

einmal mitanwesend gewesen, als BI._____ und CC._____ einen solchen Einkauf 

erledigt hätten (Urk. 38 S. 43; Urk. 73 S. 9). Wenn er ab und zu mit diesen, immer 

zusammen mit dem Haupttäter oder den anderen Mitbeschuldigten, Warenein-

käufe getätigt habe, so habe er die Karten stets vom Haupttäter BI._____ und in 

seinem Auftrag erhalten, nach seinen Instruktionen eingesetzt und ihm diese im 

Anschluss an die Transaktion immer wieder zurückgegeben. Er habe diese nie im 

- 47 - 

alleinigen Besitz gehabt. Der Haupttäter habe ihm immer wieder versichert, dass 

mit diesen Kreditkarten alles in Ordnung sei. Auch diesbezüglich habe er ihm voll 

und ganz vertraut (Urk. 73 S. 9). Es ist deshalb nachfolgend zu prüfen, ob der 

Sachverhalt anklagegemäss erstellt werden kann. 

 

7.2. Sachverhaltserstellung 

7.2.1. Als Beweismittel liegen nebst den Aussagen des Beschuldigten diverse 

Einvernahmen von Drittpersonen (als beschuldigte Person, Auskunftsperson oder 

Zeuge), verschiedene Urkunden sowie Erkenntnisse aus einer geheimen Über-

wachungsmassnahme vor. Auf diese ist nachfolgend soweit für die Sachverhalts-

erstellung relevant einzugehen.  

7.2.2. Mit den Grundsätzen der Beweiswürdigung, insbesondere der Würdigung 

von Aussagen sowie der Glaubwürdigkeit des Beschuldigten und von BI._____ 

und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen hat sich die Vorinstanz ausführlich und 

soweit korrekt befasst, so dass grundsätzlich darauf verwiesen werden kann 

(Urk. 50 S. 10 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Vorinstanz hat sich im Rahmen der 

Beweiswürdigung ausführlich mit den vorliegenden Beweismitteln auseinanderge-

setzt (Urk. 50 S. 61 ff.). Auf diese zutreffenden Ausführungen kann grundsätzlich 

verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Im Folgenden wird jedoch im Sinne ei-

ner Zusammenfassung und teilweise ergänzend, vertiefend oder präzisierend 

nochmals auf die vorliegenden Beweismittel und die Einwände der Verteidigung 

(Urk. 38; Urk. 73) eingegangen. 

7.2.3. Der Beschuldigte wird insbesondere von BI._____ und CC._____ belastet. 

Jedoch kann auf die Aussagen von BI._____, soweit dieser dem Beschuldigten 

die Hauptverantwortung unterschieben will, nicht abgestellt werden. So erklärte 

BI._____ zunächst, er kenne die Firma BM._____ GmbH nicht (Urk. ND 16 3/3 

S. 1). Auf Vorhalt, dass seine Freundin CT._____ dort gearbeitet habe, gab er an, 

jetzt sei sie ihm bekannt. Auch der Sachverhalt sei ihm bekannt. Er habe von 

CU._____ eine GmbH für Fr. 15'000.– gewollt. Dieser habe noch ein Auto für ihn 

- 48 - 

auf diese Firma geleast. Die Anzahlung sei auch Fr. 15'000.– gewesen. Er habe 

für die Versicherung im Voraus Fr. 5'000.– bezahlen müssen. Insgesamt habe 

dieser CU._____ Fr. 35'000.– in bar erhalten. Dann habe er diesem gesagt, dass 

er das Auto und die Firma nicht mehr haben wolle. Da es keine Abrechnung ge-

geben habe, habe er CU._____ gefragt, ob er – BI._____ –, falls er ihm kein Geld 

zurückzahlen würde, Sachen auf diese Firma bestellen könne. Dies habe 

CU._____ bewilligt. Er habe Waren bestellt und mit Karten der erwähnten Firma 

eingekauft (Urk. ND 16 3/3 S. 2 f.). Er habe die Firma abkaufen wollen. Aber es 

sei nicht passiert. Damals habe er gewollt,