# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1b117602-d407-51d3-8de4-62c8051d5ff1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 04.09.2025 VR2 2025 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR2-2025-45_2025-09-04.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 4. September 2025
mitgeteilt am 5. September 2025

Referenz VR2 25 45

Instanz Zweite verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Righetti, Vorsitz

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden
Steinbruchstrasse 18, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Einkommenssteuer Kanton und Gemeinde (2023)

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Sachverhalt

A. Am 31. Juli 2025 (Datum Poststempel) reichte A._____ (nachfolgend 
Beschwerdeführer) beim Obergericht des Kantons Graubünden eine Beschwerde 
gegen den Einsprache-Entscheid betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2023 
der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend 
Beschwerdegegnerin) vom 9. Juli 2025 ein.

B. Mit prozessleitender Verfügung vom 5. August 2025 forderte der Vorsitzende 
den Beschwerdeführer auf, bis zum 28. August 2025, einen Kostenvorschuss von 
CHF 1'500.00 zu leisten, mit der Androhung, dass im Unterlassungsfall auf die 
Beschwerde nicht eingetreten werde.

C. Bis zum heutigen Urteilsdatum konnte der Zahlungseingang des 
Kostenvorschusses nicht verzeichnet werden.

Erwägungen

1. Ist ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet 
oder unbegründet entscheidet die oder der zuständige Vorsitzende in 
einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG [BR 370.100] i.V.m. Art. 38 
Abs. 3 GOG [BR 173.000]). Bei der vorliegenden Beschwerde vom 30. Juli 2025 
(Datum Poststempel 31. Juli 2025) handelt es sich – wie in den nachstehenden 
Erwägungen ausgeführt wird – um ein infolge Fehlens einer erforderlichen 
Prozessvoraussetzung offensichtlich unzulässiges Rechtsmittel, weswegen das 
angerufene Obergericht in einzelrichterlicher Kompetenz entscheidet.

2. Gemäss Art. 74 Abs. 1 VRG kann die Behörde von der gesuchstellenden, 
der beschwerdeführenden oder der klagenden Partei einen Kostenvorschuss 
verlangen. Für die Leistung des Kostenvorschusses ist der Partei eine 
angemessene Frist zu setzen (Art. 74 Abs. 2 VRG). Leistet die Partei den 
Kostenvorschuss trotz Androhung der Säumnisfolgen nicht fristgemäss, ist auf ihr 
Begehren nicht einzutreten (Art. 74 Abs. 3 VRG). Nach ständiger Rechtsprechung 
ist es im Interesse einer ordnungsgemässen Justizverwaltung zulässig, für die 
mutmasslichen Prozesskosten einen Vorschuss von demjenigen zu verlangen, der 
staatlichen Rechtsschutz in Anspruch nimmt; dies entspricht einer allgemeinen 
Praxis in den Kantonen und im Bund (BGE 124 I 241 E. 4a). Wird die Gültigkeit 
eines Rechtsmittels kraft ausdrücklicher Vorschrift von der rechtzeitigen Leistung 
eines Kostenvorschusses abhängig gemacht, so kann darin grundsätzlich weder ein 
überspitzter Formalismus noch eine Verweigerung des rechtlichen Gehörs erblickt 
werden. Das gilt jedenfalls dann, wenn die Parteien über die Höhe des 

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Vorschusses, die Zahlungsfrist und die Folgen der Nichtleistung in angemessener 
Weise aufmerksam gemacht wurden (so bereits BGE 96 I 521 E. 4; bestätigt z.B. in 
den Urteilen des Bundesgerichts 1P_163/1997 vom 17. Juni 1997 E. 2c und 
1P_371/2004 vom 21. September 2004 E. 4; vgl. zu dieser Praxis auch die Urteile 
des Verwaltungsgerichts Graubünden A 23 30 vom 5. September 2023 E. 2 und U 
23 45 vom 29. Juni 2023 E. 2.1). Gemäss Art. 74 Abs. 3 VRG ist es somit 
grundsätzlich zulässig, auf die Beschwerde infolge Nichtleistung des gerichtlich 
geforderten Kostenvorschusses nicht einzutreten.

3. Im konkreten Fall forderte der Vorsitzende den Beschwerdeführer mit 
prozessleitender Verfügung vom 5. August 2025 unter Androhung der 
Säumnisfolgen (Nichteintreten) zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe 
von CHF 1'500.00 bis zum 28. August 2025 auf. Da der besagte Kostenvorschuss 
bis zum heutigen Datum nicht geleistet worden ist, ist auf die vorliegende 
Beschwerde gestützt auf Art. 74 Abs. 3 VRG mangels Leistung des 
Kostenvorschusses trotz Androhung der Säumnisfolgen nicht einzutreten. 

4. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 
Abs. 1 VRG vom Beschwerdeführer zu tragen. Aufgrund des geringen 
Verfahrensaufwands für den Einzelrichter wird die Staatsgebühr auf CHF 200.00 
festgesetzt. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

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Es wird erkannt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 200.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 116.00

Total CHF 316.00

gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen.

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