# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d0e6f957-5b8f-5341-9686-7b6626084b90
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.09.2011 E-7666/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7666-2010_2011-09-27.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung V
E­7666/2010

U r t e i l   v om   2 7 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Markus König (Vorsitz),
Richterin Contessina Theis, Richter Kurt Gysi,
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

Parteien A._______, geboren am (…),
Sri Lanka,
p.A. Schweizer Botschaft in Colombo, Sri Lanka,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;
Verfügung des BFM vom 30. August 2010 / N (…).

E­7666/2010

Seite 2

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin, eine Tamilin aus B._______ bei Jaffna, mit 
schriftlichem Gesuch vom 6. Juni 2008 (Eingangsstempel: 15. Juni 2008) 
bei der Schweizer Botschaft in Colombo um Asyl nachsuchte,

dass die Botschaft sie mit Schreiben vom 23. Juni 2008 zur Beantwortung 
eines individuellen Fragenkatalogs bis am 7. August 2008 aufforderte und 
die Beschwerdeführerin mit  Eingabe  vom 18.  Juli  2008  fristgerecht  ihre 
Stellungnahme zu den Akten reichte,

dass die Botschaft mit Begleitnotiz  vom 21. August  2008 dem BFM die 
Akten  zum  Entscheid  überwies,  wobei  sie  ausführte,  aus 
Kapazitätsgründen keine Anhörung der Beschwerdeführerin durchführen 
zu können,

dass  das BFM der Beschwerdeführerin  durch Vermittlung  der Botschaft 
mit  Verfügung  vom  28. Juni  2010  mitteilte,  der  Sachverhalt  werde 
aufgrund  der  gesamten  Akten  als  erstellt  erachtet,  weshalb  sich  eine 
Befragung durch die Botschaft erübrige,

dass beabsichtigt sei, das Asylgesuch abzuweisen und die Einreise in die 
Schweiz  nicht  zu  bewilligen,  wozu  sich  die  Beschwerdeführerin  innert 
einer Frist von 30 Tagen äussern könne,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 21. Juli 2008  fristgerecht 
ihre Stellungnahme bei der Botschaft einreichte, welche diese am 27. Juli 
2010 an das BFM weiterleitete,

dass  die  zur  Begründung  ihres  Gesuchs  in  ihren  Eingaben  im 
Wesentlichen  vorbrachte,  am  (…)  2007  sei  ihr  Ehemann  nach  Jaffna 
gefahren und sei seither verschwunden,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  (…)  2007  bei  der  Human  Rights 
Commission  (HRC)  ein  Nachforschungsbegehren  wegen  des 
Verschwindens  des  Ehemanns  eingereicht  habe  und  sich  die  HCR 
daraufhin  bei  der  sri­lankischen  Armee  erkundigt  habe,  die  geltend 
gemacht habe, der Ehemann befinde sich nicht in ihrem Gewahrsam,

dass  die  Beschwerdeführerin  in  der  Folge  von  der  Armee  sowie  von 
paramilitärischen Gruppen behelligt und mit dem Tod bedroht worden sei 

E­7666/2010

Seite 3

und  Gerüchten  zufolge  ihr  Ehemann  von  unbekannten  Entführern 
umgebracht worden sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  aus  diesen Gründen  vorübergehend  nach 
Colombo umgezogen sei, 

dass  sie  später  nach  Jaffna  zurückgekehrt  sei  und  dort  weiterhin  von 
unbekannten Männern behelligt worden sei,

dass  im  Herbst  2007  der  Bruder  ihres  Mannes  durch  (…)  nicht 
identifizierte Männer erschossen worden sei,

dass  sie  am  (…)  2008  wegen  des  Ehemanns  ihrer  Schwester  verhört, 
dieser  Schwager  am  (…)  2008  verhaftet  und  auf  einer  Polizeistation 
festgehalten  sowie  gefoltert  und  am  (…)  2008  auch  ihre Mutter  verhört 
worden sei,

dass  am  (…)  2007  bereits  der  Bruder  dieses  Schwagers  von 
unbekannten Personen umgebracht worden sei, 

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  30.  August  2010  die  Einreise  der 
Beschwerdeführerin  in  die  Schweiz  nicht  bewilligte  und  ihr  Asylgesuch 
ablehnte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die 
Beschwerdeführerin  sei  nicht  schutzbedürftig  im  Sinn  des  Asylgesetzes 
(Art. 3 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), weshalb 
das Asylgesuch abzulehnen und die Einreise nicht zu bewilligen sei,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. Oktober 2010 (Eingang 
bei  der  Botschaft  am  14.  Oktober  2010,  weitergeleitet  mit 
Begleitschreiben  vom  20.  Oktober  2010)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  sinngemäss 
beantragte,  der  Entscheid  des  BFM  sei  aufzuheben  und  es  sei  ihr  die 
Einreise in die Schweiz im Hinblick auf die Gewährung des Asyls oder zur 
weiteren Abklärung des Sachverhalts zu bewilligen,

dass sie  zur Begründung unter anderem vorbringt,  obwohl der Krieg  im 
Mai  2009  beendet  worden  sei,  würden  die  Verfolgungshandlungen 
weitergehen,  würden  paramilitärische  Gruppen  Personen  wie  sie 
ungestraft  bedrohen  und  behelligen  und  seien  die  Notstands­  und 
Antiterrorgesetze weiterhin in Kraft (vgl. Beschwerde S. 1),

E­7666/2010

Seite 4

dass  das  BFM  mit  der  Ablehnung  ihres  Asylgesuchs  einen  Fehler 
begangen  habe,  weil  sie  sich  Bedrohungen  ausgesetzt  sehe  und  ihr 
Leben sowie ihre Freiheit nicht sicher seien,

dass  vor  zwei  Wochen  ein  Hauptmann  der  Armee  jemandem  gesagt 
habe,  ihr Ehemann sei von Armeeangehörigen umgebracht worden, und 
dieser Hauptmann sie jetzt suche,

dass  sie  auch  Gerüchte  gehört  habe,  wonach  ihr  Ehemann  von 
Entführern umgebracht worden sei (vgl. Beschwerde S. 3),

dass sie auch  in Jaffna vor der Suche unbekannter Männer nicht sicher 
sei, die Bedrohung, der sie ausgesetzt sei, nicht abgenommen habe und 
ihre Familie eine "gesuchte Familie" sei (vgl. Beschwerde S. 1 f.),

dass die vormals zuständige Instruktionsrichterin die Beschwerdeführerin 
wegen mangelnder Unterschrift des Rechtsmittels mit Zwischenverfügung 
vom  17.  November  2010  (eröffnet  am  7.  Dezember  2010)  zur 
Beschwerdeverbesserung innert Frist aufforderte,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  8.  Dezember  2010 
fristgerecht eine Beschwerdeverbesserung zu den Akten reichte (Eingang 
bei  der  Botschaft  am  14.  Dezember  2010;  Weiterleitung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht am 15. Dezember 2010),

dass  sie  in  dieser  Eingabe  im  Wesentlichen  ihre  bisherigen 
Asylvorbringen  wiederholte,  und  mit  dem  Schreiben  eine  deutsche 
Übersetzung ihrer Beschwerde sowie die Bestätigung eines Anwalts vom 
8. Dezember 2010 zu den Akten gab,

dass der vorsitzende Richter das vorliegende Verfahren im Sommer 2011 
von der Instruktionsrichterin übernahm,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 

E­7666/2010

Seite 5

vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31]  i. V. m.  Art. 31­33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem  BGG 
richtet,  soweit  das  AsylG  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG  und 
Art. 6 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  vorliegend  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG Flüchtlingen grundsätzlich 
Asyl gewährt und eine ausländische Person als Flüchtling anerkannt wird, 
wenn sie  in  ihrem Heimatstaat oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnte, 
wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer 
bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden, wobei als ernsthafte Nachteile 
namentlich  die  Gefährdung  von  Leib,  Leben  oder  Freiheit  und 
Massnahmen  gelten,  die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck 
bewirken,  und  den  frauenspezifischen  Fluchtgründen  Rechnung  zu 
tragen ist,

dass  das  BFM  ein  im  Ausland  gestelltes  Asylgesuch  ablehnen  kann, 
wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft  machen 
können  oder  wenn  ihnen  die  Aufnahme  in  einem  Drittstaat  zugemutet 
werden  kann,  wobei  Vorbringen  glaubhaft  gemacht  sind,  wenn  die 
Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 

E­7666/2010

Seite 6

gegeben  hält,  und  unglaubhaft  insbesondere  Vorbringen  sind,  die  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und 
Art. 52 [Abs. 2] AsylG),

dass  das  Bundesamt  gemäss  Art.  20  Abs.  2  AsylG  Asylsuchenden  die 
Einreise  zur  Abklärung  des  Sachverhaltes  bewilligt,  wenn  ihnen  nicht 
zugemutet werden  kann,  im Wohnsitz­  oder Aufenthaltsstaat  zu  bleiben 
oder  in  ein  anderes  Land  auszureisen,  und  gestützt  auf  Art.  20  Abs.  3 
AsylG  das  Eidgenössische  Justiz­  und  Polizeidepartement  (EJPD) 
schweizerische  Vertretungen  ermächtigen  kann,  Asylsuchenden,  die 
glaubhaft  machen,  dass  eine  unmittelbare  Gefahr  für  Leib  und  Leben 
oder für die Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht, 
die Einreise zu bewilligen,

dass  bei  diesem  Entscheid  für  die  Erteilung  einer  Einreisebewilligung 
restriktive  Voraussetzungen  gelten,  wobei  den  Behörden  ein  weiter 
Ermessensspielraum zukommt und neben der erforderlichen Gefährdung 
im Sinn von Art. 3 AsylG namentlich die Art der persönlichen Beziehung 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen anderen 
Staat,  die  Qualität  allfälliger  persönlicher  Beziehungen  zu  anderen 
Staaten,  die  praktische  Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  einer 
anderweitigen  Schutzsuche  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs­ 
und  Assimilationsmöglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen  sind  (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 1997 Nr. 15 E. 2.e­g S. 131 ff.; die dort 
beschriebene Praxis hat angesichts der bloss  redaktionellen Anpassung 
des Gesetzestexts  anlässlich  bei  der  letzten  Totalrevision  nach wie  vor 
Gültigkeit),

dass  damit  zu  prüfen  ist,  ob  die Beschwerdeführerin  schutzbedürftig  im 
Sinn von Art. 3 AsylG ist,

dass  nach  Durchsicht  der  Akten  festzustellen  ist,  dass  das  BFM  mit 
überzeugender  Begründung  dargelegt  hat,  dass  die  von  der 
Beschwerdeführerin  geltend  gemachten  Vorbringen  für  die  Bewilligung 
einer Einreise nicht erheblich seien,

dass diesbezüglich zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen vorab 
auf die angefochtene Verfügung zu verweisen ist,

E­7666/2010

Seite 7

dass  die  Beschwerdeführerin  ihre  Asylvorbringen  letztlich  im 
wesentlichen  auf  Vermutungen,  Gerüchte  und  Erzählungen  vom 
Hörensagen abstützt,

dass  auch  auffällt,  dass  sie  in  der  Beschwerde  einerseits  –  in 
Widerspruch zu vorherigen Aussagen – vorbringt, sie wisse nicht, ob  ihr 
Ehemann  tot  oder  lebendig  sei,  und  andererseits  geltend macht,  sechs 
Monate nach dem Tod des Gatten sei auch dessen Bruder umgebracht 
worden,

dass die Frage der Glaubhaftigkeit der Vorbringen indessen letztlich offen 
bleiben kann,

dass  die  Beschwerdeführerin  zwischen  dem  geltend  gemachten 
Verschwinden  des  Ehemanns  und  der  Einreichung  des  schriftlichen 
Asylgesuchs  eineinviertel  Jahre  verstreichen  liess,  womit  der  zeitliche 
und  sachliche Zusammenhang  zwischen dem Stellen des Gesuchs und 
den vorgebrachten Nachteilen als zumindest fraglich erscheint,

dass die Asylvorbringen der Beschwerdeführerin offensichtlich  in engem 
Zusammenhang  mit  der  Sicherheitslage  im  bürgerkriegsgeplagten 
Norden Sri  Lankas  vor  dem – im Mai  2009  erfolgten  – Sieg  der Armee 
über die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) zu sehen sind,

dass aus den Akten auch kein klares Motiv für die angebliche Tötung des 
Ehemanns  der  Beschwerdeführerin  erkennbar  ist,  zumal  sie  zunächst 
bloss vorbrachte, er sei nach einer Fahrt mit einem grösseren Geldbetrag 
nach  Jaffna  verschwunden  geblieben,  und  erst  später  Gerüchte 
erwähnte,  wonach  er  möglicherweise  von  der  Armee  oder  einer 
paramilitärischen Gruppe entführt (und umgebracht) worden sei,

dass  aufgrund  des  Hinweises,  der  Ehemann  sei  mit  einer  grösseren 
Geldmenge  (und  Goldschmuck)  nach  Jaffna  unterwegs  gewesen, 
jedenfalls  nicht  auszuschliessen  wäre,  dass  er  Opfer  eines 
gemeinrechtlichen  Verbrechens,  insbesondere  eines  Raubmords, 
geworden sein könnte,

dass den Angaben der Beschwerdeführerin auch nicht zu entnehmen ist, 
aus  welchen  Gründen  und  von  wem  ihre  Verwandten  angeblich 
umgebracht worden seien, und jedenfalls nicht klar wird, warum denn ihre 
Familie eine "wanted family" sei,

E­7666/2010

Seite 8

dass sich den Akten jedenfalls nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit 
entnehmen  lässt, die geltend gemachten Nachteile seien aus einem der 
in Art. 3 AsylG aufgeführten Gründe zugefügt worden,

dass  es  sich  bei  den  in  der  Beschwerde  sowie  der  Eingabe  vom  8. 
Dezember  2010  erwähnten  Behelligungen  durch  den  Offizier  eines  bei 
ihrem Wohnort gelegenen Militärlagers um Übergriffe handelt, denen eine 
flüchtlingsrechtliche Relevanz abzusprechen ist,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  solchen  lokalen  Behelligungen 
insbesondere durch einen Umzug innerhalb ihres Heimatlands entziehen 
könnte,

dass  letztere  Feststellung  umso  mehr  zutrifft,  als  sich  die 
Beschwerdeführerin bereits  in Colombo aufgehalten hat und  für die Zeit 
ihres dortigen Aufenthalts keine Verfolgung geltend gemacht hat,

dass  denn  auch  in  der  nachgereichten  Bestätigung  eines  Anwalts  (aus 
Colombo) vom 8. Dezember 2010 von keinen in der Hauptstadt erlittenen 
Nachteilen die Rede ist,

dass die Beschwerdeführerin  kein besonderes Risikoprofil  aufweist,  das 
sie aktuell aus objektiver Sicht als gefährdet erscheinen liesse,

dass  demzufolge  unter  Würdigung  der  gesamten  Akten  nicht  davon 
auszugehen  ist, die Beschwerdeführerin habe  in absehbarer Zukunft mit 
beachtlicher Wahrscheinlichkeit  ernsthafte  Nachteile  im  Sinn  von  Art.  3 
AsylG zu befürchten,

dass es ihr somit nicht gelungen ist, eine Verfolgung nachzuweisen oder 
zumindest  glaubhaft  zu  machen  und  somit  eine  Schutzbedürftigkeit  im 
Sinn von Art. 20 AsylG nicht gegeben ist,

dass  die  weiteren  Voraussetzungen  für  die  Erteilung  einer 
Einreisebewilligung demnach nicht mehr geprüft werden müssen,

dass  das  BFM  das  Gesuch  um  Einreise  und  Asylgewährung  damit  zu 
Recht abgelehnt hat,

dass  es  der  Beschwerdeführerin  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder 

E­7666/2010

Seite 9

unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des Verfahrens  die Kosten  grundsätzlich  der 
Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  wären  (Art.  63  Abs.  1  VwVG),  aus 
verwaltungsökonomischen Gründen vorliegend jedoch in Anwendung von 
Art. 63  Abs. 1  letzter  Satz  VwVG  und  Art. 6  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2) auf die Erhebung von 
Verfahrenskosten zu verzichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

E­7666/2010

Seite 10

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Schweizer Botschaft in 
Colombo und das BFM.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand: