# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6eb6e594-f461-5c7e-aa2f-78ed51e8f5a2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.09.2008 E-5572/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5572-2008_2008-09-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5572/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Bruno Huber, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch; 
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

X._______, Angola,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 22. August 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-5572/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Angola  am 
21. oder 22. November 2007 auf dem Luftweg verliess und am 28. No-
vember 2008 illegal in die Schweiz gelangte, wo er am 5. Dezember 
2008 um Asyl nachsuchte,

dass er am 8. Januar 2008 im A._______ summarisch befragt und am 
22. Juli 2008 vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass er zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen geltend 
machte,  er  sei  angolanischer  Staatsbürger  und  Angehöriger  der 
B._______ mit letztem Wohnsitz in C._______,

dass er als Hilfskraft in einer Karosseriespenglerei gearbeitet habe,

dass am 9. oder 10. November 2007 das Auto eines Kunden (eines 
D._______)  durch sein Verschulden Feuer gefangen habe und völlig 
ausgebrannt sei,

dass er in der Folge von diesem  D._______ in der Werkstatt und an 
seiner Wohnadresse (bei einem E._______) gesucht und mit dem Tode 
bedroht worden sei, worauf er sich in einer Kirche versteckt habe,

dass  er  zusammen  mit  seiner  Schwester  F._______ (N_______)  in 
Begleitung eines Freundes des E._______ aus Angola ausgereist sei 
und  in  der  Schweiz  erfahren  habe,  dass  der  E._______ mit  seiner 
Familie wegen Nachstellungen seitens des D._______ in den Kongo 
geflüchtet sei,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren den Mitglie-
derausweis  einer  religiösen  Gemeinschaft  und  einen  Studentenaus-
weis einreichte,

dass  er  trotz  wiederholter  Aufforderungen  keine  Reise-  oder  Identi-
tätspapiere zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  22. August  2008  -  eröffnet  am 
26. August 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge-

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setzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass die Vorinstanz zur Begründung ausführte, der Beschwerdeführer 
habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihm  eingeräumten  Frist  von 
48 Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, wofür kei-
ne entschuldbaren Gründe vorliegen würden,

dass es sich bei den eingereichten Dokumenten nicht um Reise- oder 
Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 lit. b und c der Asylverordnung 1 
vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR  142.311) 
handle und diese zudem leicht  -  oftmals  aus Gefälligkeit  -  erhältlich 
seien,

dass der  Beschwerdeführer  bei  der  Kurzbefragung den Besitz  eines 
Reisepasses oder  einer  Identitätskarte  verneint  und im Widerspruch 
dazu anlässlich der Anhörung zu seinen Asylgründen ausgesagt habe, 
er  sei  im  Besitze  einer  Identitätskarte  gewesen,  welche  er  beim 
E._______ zurückgelassen habe,

dass er auf entsprechenden Vorhalt hin nicht in der Lage gewesen sei, 
den Widerspruch plausibel aufzulösen,

dass  unbesehen  davon auch  begleitete  Personen  ihre  Reisepapiere 
bei Kontrollen selber vorweisen müssten und seine diesbezügliche Er-
klärung, er habe nichts vorweisen müssen, realitätsfremd sei,

dass sich somit der Schluss aufdränge, er enthalte den Asylbehörden 
den  Besitz  von  Reisepapieren  zwecks  Verheimlichung  von  Angaben 
vor,

dass bei Papierlosigkeit zu prüfen sei, ob auf Grund der Anhörung so-
wie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festge-
stellt werden könne oder ob zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig seien,

dass  seine  gesuchsbegründenden  Vorbringen  in  höchstem  Masse 
realitätsfremd  seien,  zumal  besagter  D._______ nicht  in  der 
geschilderten  Weise  vorgegangen  wäre,  sondern  sich  wohl  zuerst 

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beim  Besitzer  der  Werkstatt  schadlos  gehalten  und  diesen  sowie 
nötigenfalls auch den Beschwerdeführer eingeklagt hätte,

dass angesichts dieser Sachlage darauf verzichtet werden könne, auf 
weitere Unstimmigkeiten in seinen Vorbringen einzugehen,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Anforderungen  an  die  Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und zusätzli-
che Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  oder ei-
nes Wegweisungsvollzugshindernisses aufgrund der Akten nicht erfor-
derlich seien,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle und der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass sich die Eltern und (Anzahl) Geschwister des Beschwerdeführers 
als vorläufig aufgenommene Personen in der Schweiz aufhielten und 
die  Vereinbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  mit  dem  Grundsatz  der 
Einheit der Familie zu prüfen sei,

dass der Begriff  der Familie gemäss ständiger Praxis Ehegatten und 
minderjährige Kinder umfasse, es sich beim Beschwerdeführer indes-
sen um eine erwachsene Person handle und demzufolge dem Wegwei-
sungsvollzug auch nicht der Grundsatz der Einheit der Familie entge-
gen stehe,

dass der Beschwerdeführer mit  Rechtsmitteleingabe vom 1. Septem-
ber 2008 (Poststempel) die Aufhebung der angefochtenen Verfügung 
und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur materiellen Prü-
fung des Asylgesuchs, eventualiter die Aufhebung des Wegweisungs-
vollzugs unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme beantragt,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  um Erlass  vorsorglicher  Massnah-
men, die Ansetzung einer Frist für die Einreichung gültiger Reise- oder 
Identitätspapiere,  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses und den Erlass der Verfahrenskosten ersucht,

dass  auf  die  Begründung  der  Rechtsbegehren,  soweit  für  den  Ent-
scheid  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen  eingegangen 
wird,

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dass die vorinstanzlichen Akten am 3. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.119]),

dass der Beschwerdeführer legitimiert  ist,  weshalb auf  die  frist-  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit dar-
auf beschränkt ist, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefoch-
tene Verfügung aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an 
die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. die diesbezüglich weiterhin 
massgeblichen Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass indessen bei Nichteintretensentscheiden, die gestützt auf Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen werden, das BFM im Rahmen einer sum-
marischen  Prüfung  das  offenkundige  Nichterfüllen  der  Flüchtlingsei-
genschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und das offenkundige Fehlen von 
Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen hat  (vgl. Entscheide 
des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE]  2007/8 
E. 2.1),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Abs. 1 Bst. e  AsylG),  und es sich vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Be-
schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel zu verzichten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der An-
hörung  sowie  gestützt  auf  Art. 3  und  7  AsylG  die  Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss dem Urteil  BVGE 2007/7 beim Begriff  "Reise- 
und  Identitätspapiere"  um  Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  ein-
wandfreie Feststellung der Identität als auch die sichere Durchführung 
der Rückschaffung ermöglichen" sollen (vgl. E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 
Ausweispapiere keine Zweifel über die Identität des oder der Asylsu-
chenden bestehen (BVGE 2007/7 E. 5.3. a.E.),

dass vorliegend keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht  wurden  und  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung 
überzeugend  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

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dass aufgrund der unsubstanziierten und realitätsfremden Ausführun-
gen des Beschwerdeführers davon auszugehen ist, dass er für seine 
Reise authentische Reise-  und Identitätspapiere  verwendet  hat,  wel-
che  er  jedoch  in  Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht 
(vgl. Art.  8  Abs. 1  Bst. b  AsylG)  den  schweizerischen  Asylbehörden 
vorenthält,

dass  an  dieser  Beurteilung  auch  die  nachträgliche  Einreichung  von 
gültigen Reise- oder Identitätspapieren nichts ändern würde,  weil  es 
bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG nicht 
um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der schon 
existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere geht,

dass  folglich  der  Antrag  auf  Ansetzung  einer  Nachfrist  für  die  Ein-
reichung gültiger Reise- oder Identitätspapiere abzuweisen ist,

dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlings-
eigenschaft  oder  eines  Wegweisungshindernisses  noch  zur  direkten 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c 
AsylG),

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Verfolgungs- und 
Fluchtgründen als haltlos zu bezeichnen sind und sich die Ausführun-
gen in der Rechtsmitteleingabe im Wesentlichen darin erschöpfen, die 
Authentizität  der  mündlichen Aussagen zur  Begründung des Asylge-
suchs zu bekräftigen, ohne indessen in substanziierter und detaillierter 
Weise zu den Erwägungen der Vorinstanz Stellung zu nehmen,

dass deshalb an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen auf 
die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz in der angefochtenen Ver-
fügung verwiesen werden kann,

dass festzustellen ist, dass keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG auf-
geführten,  dem Regelfall  des  Nichteintretens bei  Erfüllen des Tatbe-
standes von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe 
vorliegt,

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  und der Beschwerde-
führer  zudem  keinen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  hat 
(vgl. EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  vom 
Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass der Beschwerdeführer aus dem Umstand, dass seine minderjäh-
rige  Schwester  F._______  am  _______  vom  BFM  vorläufig  aufge-
nommen wurde, nichts zu seinen Gunsten ableiten kann und diesbe-
züglich vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in der angefo-
chtenen Verfügung zu verweisen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe - der Beschwerdeführer stammt eigenen 
Angaben  zufolge  aus  C._______,  verfügt  in  seinem Heimatstaat  mit 
seiner Freundin und deren Familienangehörigen über ein soziales Be-
ziehungsnetz und war zuletzt als Hilfskraft in einer Karosseriespeng-
lerei  tätig  -  auf  eine  konkrete  Gefährdung im Falle  seiner  Rückkehr 
schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend 
zumutbar ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung des Beschwerdeführers  in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1 - 4 AuG) und auch dies-
bezüglich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  der  Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt,  weshalb  es 
sich erübrigt, auf den Antrag um Erlass einer vorsorglichen Massnah-
me näher einzugehen,

dass  sich  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als 
aussichtslos erweist, weshalb das Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen und bei diesem Ausgang des 
Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. 
Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Erlass der Verfahrenskosten wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- G._______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

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