# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 75aca582-a824-5de5-ae53-2d04be8632c4
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 10.04.2017 605 2015 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2015-6_2017-04-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2015 6

Urteil vom 10. April 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno 
Kaufmann    

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG, 
Vorinstanz

Gegenstand Invalidenversicherung – Rente, spezifische Methode

Beschwerde vom 9. Januar 2015 gegen die Verfügung vom 20. November 
2014

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1959, Staatsangehörige des Kosovo, verheiratet, Mutter von drei 
erwachsenen Kindern, wohnhaft in B.________, Hausfrau, reiste 1998 in die Schweiz ein. Seit No-
vember 2011 bestand eine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit.

Am 15. November 2012 meldete sie sich aufgrund von Rückenproblemen für den Leistungsbezug 
bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez, an.

Am 8. Juli 2013 ordnete die IV-Stelle eine rheumatologische (Dr. med. C.________, Facharzt FMH 
für Rheumatologie und Innere Medizin) sowie eine psychiatrische (Dr. med. D.________, Facharzt 
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie) Abklärung an. Gemäss den Gutachtern sei bei einer kör-
perlich leichten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von mindestens 70% auszugehen.

Mit Verfügung vom 20. November 2014 verneinte die IV-Stelle unter Verwendung der spezifischen 
Methode und gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 35% den Anspruch auf eine Invalidenrente.

B. Am 9. Januar 2015 erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Kaufmann, 
Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und beantragt, die Verfügung vom 20. November 2014 
sei aufzuheben und es sei eine pluridisziplinäre Expertise anzuordnen, eventualiter sei ihr eine 
Invalidenrente bei einer Invalidität von mindestens 50% zuzusprechen. Ferner stellt sie ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege (URP-Gesuch) sowie den Antrag auf Durchführung einer 
öffentlichen Verhandlung mit Parteiverhör und -vortrag. Sie kritisiert die Gewichtung der Aufgaben 
im Haushalt sowie die Schätzung der Einschränkungen bei den Haushaltsarbeiten.

Am 19. Februar 2015 wird das URP-Gesuch gutgeheissen und Rechtsanwalt Bruno Kaufmann 
zum amtlichen Rechtsbeistand ernannt.

Die IV-Stelle hält in ihren Bemerkungen vom 27. Mai 2015 an ihrer Verfügung fest und beantragt 
die Abweisung der Beschwerde. Die Gewichtung der Aufgaben im Haushalt sowie die Schätzung 
der dabei vorliegenden Einschränkungen seien korrekt erfolgt.

In ihren Gegenbemerkungen vom 7. Dezember 2015 stellt die Beschwerdeführerin den Antrag, 
das Verfahren sei bis zum Entscheid des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) 
in der Sache "Di Trizio" zu sistieren. Die IV-Stelle erklärt in ihren Schlussbemerkungen vom 22. Ja-
nuar 2016, das psychiatrische Gutachten sei auch unter Anwendung der neuen Rechtsprechung 
des Bundesgerichts zu den somatoformen Schmerzstörungen (BGE 141 V 281) verwertbar.

Am 8. Februar 2017 hält die Beschwerdeführerin ausdrücklich am Antrag auf Durchführung einer 
öffentlichen Verhandlung fest.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel statt.

Am 28. Februar 2017 werden die Parteien für eine öffentliche Verhandlung am 3. April 2017 vorge-
laden.

Anlässlich der Verhandlung vom 3. April 2017 sind die Beschwerdeführerin und ihr Rechtsvertreter 
nicht erschienen. Der Rechtsvertreter informierte das Kantonsgericht unmittelbar vor Beginn der 
geplanten Sitzung per E-Mail über das Nichterscheinen. Das Gericht hat demnach die Abwesen-
heit der Beschwerdeführerin und des Rechtsvertreters festgestellt und die Sitzung geschlossen. 

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Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung massge-
bend sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 9. Januar 2015 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 20. November 
2014 ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 18. Dezember bis und mit 2. Ja-
nuar (Art. 38 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]), welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] zur Anwendung 
kommt) fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich 
zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein Interesse, 
dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob ein interdisziplinäres Gut-
achten anzuordnen ist bzw. die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2. a) Im Sinne von Art. 8 ATSG ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 
dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 Abs. 1 IVG kann Invalidität die 
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein.

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze 
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er-
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

Versicherte haben gemäss Art. 28 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 
70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie min-
destens zu 50%, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid sind.

b) Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körper-
liche Gesundheitsschäden eine Invalidität i. S. v. Art. 4 Abs. 1 IVG i. V. m. Art. 8 ATSG bewirken. 
Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrecht-
lich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person 
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden 
könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49; 102 
V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c).

c) Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
der Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten der Versicherte in seinen körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, d. h. arbeitsunfähig ist (BGE 130 V 97 E. 3.3.2; 115 V 133 E. 2c; 107 V 17 
E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird nach dem Mass bestimmt, in welchem 

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der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen an seinem angestammten Arbeitsplatz zumutbarer-
weise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht massgebend ist hingegen die bloss medi-
zinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit (BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei 
langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf hat der Versicherte andere ihm offen 
stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen (BGE 115 V 404 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die 
Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei 
dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 
20 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbe-
sondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden des Versicherten abzustellen, hätte es doch 
dieser ansonsten in der Hand, seinen Invaliditätsgrad selbst zu bestimmen.

d) Gemäss Art. 28a IVG wird bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbe-
reich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Abs. 2).

Hinsichtlich der Einschränkungen im Aufgabenbereich nimmt die Verwaltung eine Haushaltsabklä-
rung gemäss den Angaben im Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenver-
sicherung (KSHI, Rz. 3079 ff.) vor.

Was den Beweiswert eines Haushalts-Abklärungsberichts betrifft, so ist wesentlich, dass er von 
einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse 
sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinde-
rungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergie-
rende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss plausibel, be-
gründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein sowie in Über-
einstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen (Urteil BGer 9C_150/2012 vom 
30. August 2012 E. 5.3.2 mit Hinweisen). Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige 
Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklä-
rung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das ge-
bietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am kon-
kreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 128 V 93). Rechtspre-
chungsgemäss bedarf es des Beizugs einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Po-
sitionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in 
Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Wider-
spruch zu den ärztlichen Befunden stehen (in BGE 134 V 9 nicht publizierte E. 5.2.1 des Urteils 
BGer I 246/05 vom 30. Oktober 2007 mit Hinweisen). Bei einer Haushaltsabklärung steht nicht die 
medizinische Beurteilung im Vordergrund, weshalb es genügt, wenn die Abklärungsperson Kennt-
nis der sich aus den medizinischen Diagnosen ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderun-
gen hat (vorerwähntes Urteil I 246/05 E. 5.2.2).

Zwar ist der Abklärungsbericht seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses 
physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblich-
keit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychi-
schen Beschwerden leidet. Prinzipiell jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage 
dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, d. h. wenn die Beur-
teilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht. Widersprechen sich die Ergebnisse der 
Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Per-
son, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stellungnahmen 

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mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltabklärung, weil es der Abklärungs-
person regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der 
damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteil BGer 9C_201/2011 vom 5. September 
2011 E. 2 mit diversen Hinweisen).

Dem Versicherten sind im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten, die 
ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu 
erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen 
zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich 
reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltsar-
beiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltsar-
beiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie 
ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch 
nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit ange-
nommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen 
gegen Entlöhnung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermas-
sen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rah-
men der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienan-
gehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende 
Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich 
eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu 
erwarten wären (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen). So wird auch bei einem berufstätigen Ehe-
mann eine tägliche Mitarbeit von 1 bis 1 ½ Stunden pro Tag als zumutbar erachtet (Urteil BGer 
9C_446/2008 vom 18. September 2008 E. 4.3).

e) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizi-
nische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 
die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit-
tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht 
oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf 
und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen).

3. Vorliegend ist streitig, ob eine pluridisziplinäre Abklärung angeordnet werden muss bzw. ob 
die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

a) Die Beschwerdeführerin kritisiert zunächst die Gewichtung der Aufgaben im Haushalt. 
So müsse der Bereich "Verschiedenes", der bei ihr nicht existiere, auf die übrigen Bereiche aufge-
teilt werden. Ferner bemängelt sie die Schätzung der Einschränkung in der Haushaltsführung, die 
nicht nachvollziehbar sei. Zudem könne ihr Ehemann, der selber starke gesundheitliche Probleme 

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habe, nicht im Sinne der Schadenminderung helfen. Weiter erachtet sie die von der IV-Stelle ein-
geholten Gutachten als nicht verwertbar. Schliesslich ist sie mit der Anwendung der spezifischen 
Methode nicht einverstanden. Der Invaliditätsgrad müsse vielmehr aufgrund eines Einkommens-
vergleichs bestimmt werden.

b) Die IV-Stelle ihrerseits ist der Ansicht, die Gewichtung der Aufgaben sei korrekt erfolgt. 
Weil die Beschwerdeführerin gar nie den Wunsch gehabt habe, einer Erwerbstätigkeit nachzuge-
hen, könne hier einzig die spezifische Methode zur Anwendung kommen. Seit ihrer Ankunft in der 
Schweiz habe sie nur wenige kurze Tätigkeiten von insgesamt höchstens 12 ½ Monaten ausgeübt. 
Sowohl der Abklärungsbericht Haushalt sowie die beiden Gutachten seien verwertbar.

c) Als Vorbemerkung ist festzuhalten, dass auf die von der Beschwerdeführerin beantragte 
persönliche Einvernahme verzichtet wird, da davon keine weiteren erheblichen Erkenntnisse zu er-
warten sind. Vielmehr führen die vorhandenen Unterlagen – wie nachfolgend ausgeführt wird – 
das Gericht zur Überzeugung, dass der etablierte Sachverhalt als überwiegend wahrscheinlich zu 
betrachten ist und weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts zu än-
dern vermögen (antizipierte Beweiswürdigung; KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozial-
versicherung, 1999, S. 212, Rz. 450; vgl. auch BGE 134 I 140 E. 5.3). Ferner hat die Beschwerde-
führerin diesen Antrag auch nicht weiter begründet.

d) Hinsichtlich der Frage, welche Methode der Invaliditätsbemessung zur Anwendung 
kommt, erklärt die Beschwerdeführerin, die IV-Stelle habe mit "nicht zu übertreffender Scheinlogik" 
die Anwendung der gemischten Methode, vielleicht der Methode mit Einkommensvergleich, ver-
neint. So habe sie gemäss der IV-Stelle ausschliesslich auf Geheiss des Sozialdienstes kurze Ar-
beitseinsätze gehabt. Dies sei nicht von Bedeutung. Vielmehr sei relevant, ob sie ohne Gesund-
heitsschaden teil- oder vollzeitlich erwerbstätig wäre. Aufgrund der schwierigen finanziellen Lage, 
auch wegen der seit Jahren andauernden Arbeitsunfähigkeit ihres Ehemannes sei deshalb davon 
auszugehen, dass sie ohne Gesundheitsschaden vollzeitlich einer unqualifizierten Erwerbstätigkeit 
nachgehen würde.

Aus den Unterlagen ergibt sich diesbezüglich ein anderes Bild. So hat die Beschwerdeführerin im 
Fragebogen Haushalt vom 4. Dezember 2012 (IV-Akten, S. 38) auf die Frage "Würden Sie heute 
ohne Gesundheitsschaden eine Erwerbstätigkeit ausüben" mit Nein geantwortet. Ebenso wurde im 
Abklärungsbericht Haushalt vom 28. Mai 2013 (IV-Akten, S. 52 ff.) vermerkt, wahrscheinlich würde 
sie ohne Behinderung keine Erwerbstätigkeit ausüben. Dies wegen sprachlichen Schwierigkeiten 
und weil sie weder über einen Fahrausweis noch eine Ausbildung verfüge. Obwohl der Sozial-
dienst von ihr eine Arbeitssuche gefordert habe, sei eigentlich nicht geplant gewesen, dass sie 
ausserhäuslich erwerbstätig wäre. Dies sei offenbar nie wirklich ein Wunsch von ihr gewesen.

Ferner ist dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IV-Akten, S. 29 f.) der Beschwerdeführerin zu 
entnehmen, dass sie zwischen 2003 und 2011 einzig einige Kurzeinsätze vor allem bei Reini-
gungsunternehmungen mit einem Gesamteinkommen von CHF 16'709.- hatte, was sich in den 
vorhandenen Lebensläufen (IV-Akten, S. 35 und S. 104) bestätigt.

Damit änderte die Beschwerdeführerin ihre Angaben, weshalb die Beweismaxime, wonach die so-
genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger 
sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen 
versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können, zu beachten ist. Die Aussagen 
anlässlich der Haushaltsabklärung sind deshalb stärker zu gewichten als spätere Aussagen (vgl. 
Urteil BGer 9C_179/2016 vom 11. August 4.3.2 mit Hinweisen). Es gibt deshalb nichts daran aus-

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zusetzen, dass die IV-Stelle davon ausging, dass die Beschwerdeführerin nicht erwerbstätig ist 
und deshalb die Invaliditätsbemessung anhand der spezifischen Methode vorgenommen hat.

e) Was den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin angeht, leidet sie an einem chro-
nischen Zervikolumbovertebralsyndrom bei degenerativen Veränderungen (vor allem deutliche 
Osteochondrose L4/5, voluminöse mediale Diskushernie L3/4, deutliche Osteochondrose C5/6 und 
C6/7). Zudem besteht eine Adipositas per magna (BMI 37.4), eine arterielle Hypertonie, eine Dia-
betes mellitus Typ 2, sowie eine Hyperlipidämie (rheumatologisches Gutachten vom 11. Dezember 
2013, fälschlicherweise datiert vom 11. Dezember 2014; IV-Akten, 122 ff.). Der psychiatrische Gut-
achter erwähnte einen Verdacht auf einen Anteil chronischer Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Faktoren (F45.41) mit/bei symptomatischer Subdepressivität bei chronischem zer-
vikolumbovertebralen Schmerzsyndrom; markante Malassimilation (Z60.3), in der Schweiz völlig 
unintegriert lebende Familie (Z63.7). Gemäss den Gutachtern besteht bei einer körperlich leichten 
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70%. Bezüglich des im rheumatologischen Gutach-
ten geäusserten Verdachts auf eine Tuberkulose ergaben Abklärungen eine latente Tuberkulose. 
Die Beschwerdeführerin sei pulmonal aber beschwerdefrei (Bericht von Dr. med. E.________, 
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Pneumologie, vom 7. April 2014; IV-Akten, 
S. 141 ff.).

Hinsichtlich der vorgenannten Gutachten ist überdies festzuhalten, dass diese die von der Recht-
sprechung gestellten Anforderungen erfüllen. Sie sind umfassend, beruhen auf allseitigen Unter-
suchungen, berücksichtigen die beklagten Beschwerden, wurden in Kenntnis der Vorakten (Anam-
nese) abgegeben und die Beurteilung ist jeweils einleuchtend und die Schlussfolgerungen nach-
vollziehbar. Hinsichtlich der psychiatrischen Begutachtung ist bereits an dieser Stelle darauf hinzu-
weisen, dass die Beschwerdeführerin nie in psychiatrischer Behandlung war, weshalb schon des-
halb die vom psychiatrischen Gutachter festgestellte volle Arbeitsfähigkeit durchaus nachvollzieh-
bar ist.

Die Beschwerdeführerin kritisiert, beim rheumatologischen Gutachten sei der Ehemann als Über-
setzter eingesetzt worden, welcher selbst nicht französisch und nur sehr rudimentär deutsch spre-
che. Beim psychiatrischen Gutachten sei zwar eine aussenstehende Übersetzerin eingesetzt wor-
den, es sei aber nicht erstellt, ob die albanisch sprechende Übersetzerin aus dem Kosovo, aus 
Mazedonien oder Albanien stamme (verschiedene Sprachen) und es sei auch nicht getestet wor-
den, ob sie die Übersetzerin verstehe. Ebenso sei aus dem Gutachten nicht ersichtlich, ob sie 
überhaupt verstanden habe, welchen Sinne und Zweck eine Expertise habe.

Der rheumatologische Gutachter machte zwar die Anmerkung, die Beschwerdeführerin spreche 
kein Deutsch und die Anamnese-Erhebung auf französisch sei ebenfalls nicht möglich gewesen, 
weshalb diese durch den übersetzenden Ehemann erfolgt und entsprechend schwierig gewesen 
und mit Vorbehalten zu versehen sei. Eine Anamnese-Erhebung war aber möglich. Zudem steht 
bei einem rheumatologischen Gutachten klar die rheumatologische Untersuchung im Vordergrund, 
wobei allfällige sprachliche Schwierigkeiten eine vernachlässigbare Rolle spielen. Ferner lagen 
dem Gutachter die vollständigen medizinischen Akten inklusive diverser bildgebenden Untersu-
chungen vor und er selber nahm anlässlich der Begutachtung vom 25. November 2013 solche vor. 
Einzig aufgrund von allfälligen Verständnisschwierigkeiten anlässlich der Anamnese-Erhebung 
kann deshalb dem rheumatologischen Gutachten der Beweiswert nicht abgesprochen werden.

Bei einer psychiatrischen Abklärung demgegenüber stellt die Anamnese-Erhebung den zentralen 
Punkt der Expertise dar. Deswegen hat der psychiatrische Gutachter auch korrekterweise eine 
erste Abklärung, bei welcher zur Übersetzung nur der Ehemann vorhanden war, abgebrochen. Im 

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zweiten Aufgebot des Gutachters vom 9. Oktober 2013 wurde auf die Anwesenheit einer Überset-
zerin hingewiesen. Es erstaunt, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde kritisiert, es sei 
nicht geprüft worden, ob sie die Übersetzerin überhaupt verstehe und damit Verständnisprobleme 
mit der Übersetzerin in den Raum stellt. Falls es tatsächlich solche gegeben hätte, so wäre es an 
ihr gewesen, dies direkt anlässlich der Begutachtung geltend zu machen. Sie verlangte damals 
aber weder den Beizug einer anderen Übersetzungsperson, noch ergeben sich aus dem Gutach-
ten Hinweise auf Verständigungsschwierigkeiten mit der Übersetzerin. Weiter machte die Be-
schwerdeführerin auch in ihren Einwänden, bereits damals anwaltlich vertreten, nicht geltend, die 
Übersetzung sei mangelhaft gewesen. Es ist somit nicht erstellt, dass es anlässlich der psychiat-
rischen Begutachtung tatsächlich zu Verständigungsproblemen kam, weshalb ebenfalls dem psy-
chiatrischen Gutachten der Beweiswert nicht abzusprechen ist.

f) Gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 28. Mai 2013 ging die IV-Stelle in der 
hier streitigen Verfügung unter Miteinbezug der Mithilfe des Ehemanns, der Tochter und bei Bedarf 
der beiden Söhne von folgenden Einschränkungen aus: "Haushaltsführung" 0% (Gewichtung 4%), 
"Ernährung" 30% (Gewichtung 35%), "Wohnungspflege" 50% (Gewichtung 18%), "Einkauf und 
weitere Besorgungen" 80% (Gewichtung 10%), "Wäsche und Kleiderpflege" 50% (Gewichtung 
15%), "Betreuung Kinder" 0% (Gewichtung 0%) sowie "Verschiedenes" 0% (Gewichtung 18%).

Die Beschwerdeführerin kritisiert, der Bereich "Verschiedenes" müsse bei ihr weggelassen wer-
den. Es könne nicht sein, dass der Bereich der Kinderbetreuung weggelassen werde, weil er nicht 
existiert, demgegenüber die Garten-, Kranken-, Pflanzenpflege in die Gewichtung einbezogen wer-
de, obwohl diese auch nicht vorliegen würden. Die für den Bereich "Verschiedenes" vorgesehenen 
18% seien deshalb auf die Bereiche 1–5 zu verteilen.

Der Bereich "Verschiedenes" wird gemäss den Angaben im KSIH Rz. 3086 mit 0–50% gewichtet. 
Insofern die Gewichtung aller Bereiche immer 100% ergeben muss, erstaunt die Argumentation 
der Beschwerdeführerin. Da sie keine explizite Kritik an der Gewichtung der übrigen Bereiche übt 
und ebenfalls nicht aufzeigt, inwiefern diese erhöht werden müssten, ergibt sich für die Rubrik 
"Verschiedenes" logischerweise ein Wert von 18%. Zudem ist es nachvollziehbar, dass der Be-
reich "Verschiedenes" vorliegend relativ hoch ausfällt, da die Rubrik "Betreuung Kinder" auf 0% 
gesetzt wurde, woran es angesichts der volljährigen Kinder nichts zu kritisieren gibt.

Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr Ehemann könne ihr nicht im Sinne der Schaden-
minderungspflicht im Haushalt helfen, weil er selber starke gesundheitliche Probleme habe. Dieser 
Einwand kann nicht gehört werden. So verneinte die IV-Stelle mit Einspracheentscheid vom 
15. November 2006, gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 29%, den Rentenanspruch des Ehe-
manns. Dies wurde vom Gericht mit rechtskräftigem Urteil vom 21. August 2009 (Dossier 5S 2007 
3) bestätigt. Darin wurde festgehalten, dem Ehemann sei eine leichte bis mittelschwere wechsel-
belastende angepasste Tätigkeit ganztags mit zusätzlichen Pausen von zwei Stunden pro Tag 
möglich, womit ihm durchaus die Mitarbeit im Haushalt zugemutet werden kann.

Die Beschwerdeführerin ist daran zu erinnern, dass ihr im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, 
wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. So muss sie erster Linie ihre Arbeit einteilen 
und im üblichen Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen, wobei die im 
Rahmen der Invaliditätsbemessung zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen weiter-
geht als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Zudem be-
steht bei Haushaltsarbeiten im Unterschied zur freien Wirtschaft kein Zeitdruck und die Beschwer-

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deführerin hat die Möglichkeit, regelmässig Pausen einzulegen und kann die zu erledigende Arbeit 
auf den ganzen Tag verteilen.

Die IV-Stelle berücksichtigte deshalb anlässlich der Haushaltsabklärung zu Recht nicht nur die Mit-
arbeit des Ehemanns, sondern ebenso der drei noch zu Hause wohnenden erwachsenen Kindern 
und hier namentlich der Tochter, welche die Mutter stark unterstützt, weshalb naturgemäss die 
Einschränkungen im Haushalt geringer ausfallen, als wenn die Einschätzung rein gestützt auf den 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin vorgenommen worden wäre.

Konkret kritisiert die Beschwerdeführerin einzig, es sei nicht nachvollziehbar und auch nicht ziel-
führend begründet, wieso für die Wohnungspflege und die Wäsche- und Kleiderpflege (z.T. 
Schwerarbeit) die Einschränkung nur 50%, für die Einkäufe und übrige Besorgungen aber 80% be-
trage. Die Abklärungsperson bringt diesbezüglich in ihrer Stellungnahme vom 16. Februar 2016 
(zusammen mit den Bemerkungen eingereicht) vor, die kritisierte Einschätzung ergebe sich dar-
aus, dass die Beschwerdeführerin alleine keine Einkäufe und Besorgungen mehr erledigen könne, 
sondern unbedingt auf Begleitung angewiesen sei. Demgegenüber sei sie im Innenbereich durch-
aus noch in der Lage, kleinere und leichtere Arbeiten selbständig durchzuführen, wie es sich auch 
aus dem Abklärungsbericht ergibt.

Weiter ist es zwar durchaus nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin, welche sich subjektiv 
als stark eingeschränkt empfindet, die festgehaltenen Einschränkungen von 35% als zu tief be-
trachtet. Objektiv betrachtet besteht aber gemäss den Gutachtern in einer leichten angepassten 
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 70%. Mit dieser Meinung stehen die Gutachter nicht 
alleine da. Dr. med. F.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, ging in seinem Bericht vom 11. Februar 2013 (IV-Akten, S. 45 ff.) von 
einer aktuellen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 50% aus, welche in Zukunft auf 
100% gesteigert werden könne.

Insgesamt gibt es somit am Abklärungsbericht vom Mai 2014 nichts auszusetzen. Die dafür ver-
antwortliche Person hatte Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse, der medizinischen 
Unterlagen und berücksichtigte die von der Beschwerdeführerin anlässlich der Abklärung gemach-
ten Angaben. Der Bericht erwähnt umfassend die von der Beschwerdeführerin angegebenen Ein-
schränkungen. Es ergeben sich ebenfalls keine Widersprüche mit den objektiv erhobenen medizi-
nischen Befunden, wie es von Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin 
des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn am 17. Juni 2013 (IV-
Akten, S. 59 ff.) bestätigt wurde, womit der Abklärungsbericht voll beweiskräftig ist. Gemäss der 
oben dargestellten Rechtsprechung greift das Gericht in das Ermessen der die Abklärung tätigen-
den Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen, was hier nicht der Fall 
ist.

Ebenso zu keiner anderen Einschätzung führt die vorhandene psychische Problematik. So wurden 
in psychiatrischer Hinsicht keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Es 
bestand einzig ein Verdacht auf eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-
schen Faktoren (F45.41), wobei der Gutachter diesbezüglich explizit nur von einer Möglichkeit 
sprach und sich auch nicht ausführlich zu den damals zur Anwendung kommenden sog. Förster-
Kriterien gemäss BGE 130 V 352 äusserte, da bereits eine relevante psychiatrische Komorbidität 
zu verneinen sei, da nur eine symptomatische Subdepressivität vorliege. An dieser Vorgehens-
weise gibt es entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin nicht zu kritisieren. Damit erübrigt es 
sich auch, die Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 anzuwenden, da hier die Diagnose einer soma-
toformen Schmerzstörung oder eines vergleichbaren Leidens eben gerade nicht gestellt wurde 

Kantonsgericht KG

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(vgl. Urteil BGer 8C_746/2015 vom 3. Februar 2016 E. 5.2). Ferner wies der psychiatrische Gut-
achter darauf hin, dass einzig vom Hausarzt eine Depression erwähnt wurde, dies aber nicht be-
stätigt werden konnte und die Beschwerdeführerin ebenfalls nie in psychiatrischer Behandlung ge-
wesen war. Es kann somit nicht von einer invalidenrechtlich relevanten psychischen Problematik 
ausgegangen werden, zumal der Gutachter ebenso auf erhebliche psychosoziale und soziokultu-
relle Belastungsfaktoren hinwies. Diese stellen für sich allein keine Gesundheitsbeeinträchtigungen 
dar, die zu einer Erwerbsunfähigkeit nach Art. 4 IVG führen. Je stärker solche Faktoren im Einzel-
fall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss 
eine davon zu unterscheidende fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert 
vorhanden sein – was hier gerade nicht der Fall ist – damit diese Faktoren berücksichtigt werden 
können (vgl. Urteil BGer 9C_272/2009 vom 16. September 2009 E. 5.2 mit Hinweisen; BGE 129 V 
294 E. 5a). Daran ändern auch die vom Gutachter festgehaltenen Z-Diagnosen nach ICD-10 
nichts, weil es sich bei solchen Diagnosen nicht um rechtserhebliche Gesundheitsbeeinträchtigun-
gen handelt (vgl. Urteil BGer 9C_437/2012 vom 6. November 2012 E. 3.3 mit Hinweis, bestätigt 
z. B. in Urteil BGer 9C_468/2015 vom 29. Januar 2016 E. 3.2).

Damit erübrigen sich die von der Beschwerdeführerin beantragten weiteren Abklärungen. Vielmehr 
wurde der Fall gründlich untersucht, so namentlich auch bezüglich des vom rheumatologischen 
Gutachter geäusserten Verdachts auf eine Tuberkulose.

g) Hinsichtlich der Berechnung des Invaliditätsgrads bringt die Beschwerdeführerin keine 
konkrete Kritik vor. Da es an der Sichtweise der IV-Stelle nichts auszusetzen gibt, ergibt sich auch 
keine Änderung beim Invaliditätsgrad und die von der IV-Stelle vorgenommene Berechnung er-
weist sich als korrekt. Aufgrund des festgestellten Invaliditätsgrads von 35% hat die Beschwerde-
führerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.

h) An der Anwendung der spezifischen Methode gibt es hier, wie bereits erwähnt, nichts 
auszusetzen und es besteht kein Raum für die Anwendung der gemischten Methode. Bei dieser 
Rechtslage bedarf es keiner weiteren Erörterungen darüber, ob bzw. inwieweit die gemischte Me-
thode nach dem Urteil des EGMR in der Sache Di Trizio c. Suisse, Nr. 7186/09, vom 2. Februar 
2016, überhaupt weiterhin Bestand hat (vgl. Urteil BGer 9C_700/2015 vom 18. Juli 2016 E. 3.2). 
Deshalb ist der Antrag der Beschwerdeführerin vom 7. Dezember 2015, wonach das vorliegende 
Verfahren bis zum Entscheid in der vorerwähnten Sache Di Trizio zu sistieren sei, abzuweisen.

4. Zusammenfassend hat die IV-Stelle den Rentenanspruch gestützt auf einen Invaliditätsgrad 
von 35% und unter Anwendung der spezifischen Methode zu Recht verneint. Die Verfügung vom 
20. November 2014 ist zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.

Die Gerichtskosten zu Lasten der unterliegenden Beschwerdeführerin werden auf CHF 800.- fest-
gesetzt. Von deren Erhebung wird aufgrund der am 19. Februar 2015 gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege abgesehen. Ausnahmsweise wird davon abgesehen, ihr bzw. dem Rechtsvertreter 
für dessen mutwilliges bzw. leichtfertiges Verhalten in Zusammenhang mit der sehr kurzfristig ab-
gesagten öffentlichen Verhandlung Kosten aufzuerlegen.

Auf die Aufforderung des Kantonsgerichtes hin, seine Kostennote einzureichen, hat Rechtsanwalt 
Bruno Kaufmann in seiner Funktion als amtlicher Rechtsbeistand am 3. April 2017 dem Kantons-
gericht "vorgeschlagen", sein Honorar "global auf 9 Stunden festzulegen, zuzüglich 8 % Mehrwert-
steuer". Dies entspricht nicht den gesetzlichen Anforderungen; namentlich enthält das Schreiben 
keine Zusammenstellung der ausgeführten Verrichtungen (vgl. Art. 8 ff. und insbesondere Art. 11 
Abs. 1 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 über die Verfahrenskosten und Entschädi-

Kantonsgericht KG

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gungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). Mit Blick auf den erforderlichen Aufwand 
ist die Parteientschädigung inkl. Auslagen ex aequo et bono dennoch auf CHF 1'620.- (9 Stunden 
à CHF 180.-) festzusetzen. Zu diesem Betrag kommt die Mehrwertsteuer von CHF 129.60 (8% von 
CHF 1'620.-) hinzu. Die gesamte Entschädigung von CHF 1'749.60 ist durch den Staat Freiburg zu 
übernehmen.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird abgewiesen.

II. Die Verfahrenskosten zu Lasten von A.________ werden auf CHF 800.- festgesetzt. Von 
deren Erhebung wird aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege abgesehen.

III. Rechtsanwalt Bruno Kaufmann wird im Rahmen der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege 
(Verfügung vom 19. Februar 2015) eine Entschädigung inkl. Auslagen von CHF 1'620.- zu-
züglich der Mehrwertsteuer von CHF 129.60 zugesprochen. Der Totalbetrag von
CHF 1'749.60 geht zu Lasten des Staates Freiburg.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 10. April 2017/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter