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**Case Identifier:** c509e64c-6a4f-522e-a308-43dbac64e4e9
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 23.05.2019 200 2018 949
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-949_2019-05-23.pdf

## Full Text

200 18 949 IV
LOU/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 23. Mai 2019

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 13. November 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________, Mutter dreier in den Jahren 1985 bis 1988 
geborener Kinder und bis 2017 im … (teil)erwerbstätig, meldete sich im 
August 2001 unter Hinweis auf Rückenprobleme bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug in Form von beruflichen 
Massnahmen an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin], [act. II] 1 S. 1 - 7; 49 S. 2 f.). Nachdem die IVB bei Dr. 
med. C.________, Fachärztin für Neurochirurgie, eine Begutachtung veran-
lasst hatte (Expertise vom 16. Februar 2002 [act. II 10]), sprach sie der 
Versicherten berufliche Massnahmen in Form von Berufsberatung und Ab-
klärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten (act. II 12) zu bzw. 
gewährte ihr eine Einschulung in Form eines PC-Kurses (act. II 19). Im 
August 2002 trat die Versicherte eine neue Arbeitsstelle in einem … in den 
Tätigkeitsbereichen der … und der … an (act. II 17), woraufhin die IVB das 
Begehren um berufliche Eingliederungsmassnahmen mit Verfügung vom 
13. November 2002 (act. II 23) abschrieb.

B.

Im Februar 2017 meldete sich die Versicherte erneut bei der IVB zum Leis-
tungsbezug an, wobei sie geltend machte, sämtliche Bandscheiben seien 
defekt (act. II 31). Die IVB klärte den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht 
ab und holte Berichte behandelnder Ärzte sowie einen Bericht von Dr. med. 
D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher 
Dienst (RAD [act. II 59]), ein. Mit Mitteilung vom 26. Januar 2018 (act. II 79) 
wies sie das Leistungsbegehren betreffend beruflicher Eingliederungs-
massnahmen ab, wogegen die Versicherte einwenden liess, über berufli-
che Massnahmen sei erst nach erfolgter Rentenprüfung zu befinden (act. II 
90 S. 1 f.). Nachdem die IVB das Dossier dem RAD-Arzt Dr. med. 
E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, zur Beurteilung vor-
gelegt (Bericht vom 14. Februar 2018 [act. II 87]) und bei ihrem Ab-
klärungsdienst einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb (act. II 96 S. 2 ff.) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 3

veranlasst hatte, stellte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 24. Juli 
2018 (act. II 100) bei einem nach der gemischten Methode (Erwerb 
80%/Haushalt 20%) ermittelten Invaliditätsgrad von 33% die Ablehnung 
eines Rentenanspruchs in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Ein-
wand erheben (act. II 103), woraufhin die IVB bei ihrem Abklärungsdienst 
eine Stellungnahme einholte (act. II 105). Mit Verfügung vom 13. November 
2018 (act. II 106) entschied die IVB wie im Vorbescheid in Aussicht gestellt. 

C.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt und Notar 
B.________, mit Eingabe vom 14. Dezember 2018 Beschwerde erheben. 
Sie stellt die folgenden Anträge:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 13. November 2018 sei vollumfäng-
lich aufzuheben.

2. a) Es sei die Beschwerdesache zur korrekten Durchführung des Vorbe-
scheidverfahrens an die IV-Stelle Bern zurückzuweisen.

b) Eventualiter: Es seien der Beschwerdeführerin und Versicherten ab wann 
rechtens die gesetzlichen Leistungen (berufliche Massnahmen, Invaliden-
rente) nach Massgabe eines Invaliditätsgrades von mindestens 40% zzgl. 
eines Verzugszinses zu 5% ab wann rechtens auszurichten.

c) Subeventualiter: Es seien ergänzende medizinische und beruflich-
erwerbsbezogene Abklärungen durchzuführen.

3. Es sei durch das Gericht ein Laufbahngutachten in Auftrag zu geben.

4. Es sei eine öffentliche Gerichtsverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 EMRK durch-
zuführen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.

Mit Beschwerdeantwort vom 30. Januar 2019 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Februar 2019 wies der Instrukti-
onsrichter den Antrag auf Einholung eines Laufbahngutachtens ab. 

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Mit Eingabe vom 11. April 2019 reichte die Beschwerdeführerin ein Doku-
ment „… Job“ (vgl. www….-berufe.ch) zu den Akten (Akten der Beschwer-
deführerin [act. I] 5).

Mit prozessleitender Verfügung vom 18. April 2019 setzte der Instruktions-
richter die öffentliche Schlussverhandlung nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäi-
schen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) auf den 14. Mai 2019 
fest und gab die Zusammensetzung des Spruchkörpers bekannt. Ferner 
wies er den Antrag der Beschwerdeführerin auf Parteibefragung ab.

Mit Eingabe vom 29. April 2019 reichte die Beschwerdeführerin ein Schrei-
ben der Ausgleichskasse des Kantons Bern vom 13. Dezember 2018 zu 
den Akten (act. I 6).

An der öffentlichen Schlussverhandlung vom 14. Mai 2019 bestätigte die 

Beschwerdeführerin die beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren. Die 

Beschwerdegegnerin teilte am 18. April 2019 telefonisch mit, auf eine Teil-

nahme an der Verhandlung zu verzichten.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

http://www.pflege-berufe.ch

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gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde grundsätzlich einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 13. November 2018 
(act. II 106). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Soweit die Beschwerdeführerin eventualiter auch berufliche Massnahmen 
beantragt (vgl. Ziffer 2b der Rechtsbegehren), ist auf die Beschwerde nicht 
einzutreten: Zwar hat die Beschwerdegegnerin das Leistungsbegehren mit 
Mitteilung vom 26. Januar 2018 (act. II 79) abgewiesen, hierüber in der 
Folge trotz eines entsprechenden Begehrens der Beschwerdeführerin (vgl. 
act. II 90 S. 1 f.) jedoch keine Verfügung erlassen, weshalb es insoweit an 
einem Anfechtungsobjekt fehlt. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

Die Beschwerdeführerin beanstandet, die Beschwerdegegnerin wäre ver-
pflichtet gewesen, ihr die Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 
9. November 2018 (act. II 105 S. 2 ff.) vor Erlass der Verfügung vom 
13. November 2018 (act. II 106) zur Kenntnis- und Stellungnahme zu un-
terbreiten. Indem dies nicht erfolgt sei, liege eine schwerwiegende und der 
Heilung nicht zugängliche Verletzung des rechtlichen Gehörs vor (Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Beschwerde, S. 4 f. Ziffer 3). 

Wie die Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 30. Januar 
2019 zu Recht einwendet (S. 1, Ziffer 4), enthält die fragliche Stellungnah-

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me des Abklärungsdienstes keine entscheidrelevanten tatsächlichen Ge-
sichtspunkte. Vielmehr stellt sie im Wesentlichen eine (ebenfalls keine we-
sentlich neuen Aspekte aufweisende) rechtliche Würdigung in Bezug auf 
die Vorbringen im Vorbescheidverfahren dar. Sofern im Vorgehen der Be-
schwerdegegnerin überhaupt eine (nicht besonders schwerwiegende) Ver-
letzung des rechtlichen Gehörs zu erblicken wäre, so hätte sie als geheilt 
zu gelten, war es der Beschwerdeführerin doch möglich, sich (im Rahmen 
einer umfassenden Beschwerde) vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, 
die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 
137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 
S. 76 E. 4.2). Soweit die Beschwerdeführerin weiter moniert, die Be-
schwerdegegnerin habe die Antwort zur im Vorbescheidverfahren dem 
Schweizer Berufsverband der … und … gestellten Anfrage (vgl. act. II 103 
S. 6 f.) hinsichtlich der ausbildungsmässigen Voraussetzungen einer … 
nicht abgewartet, sondern sich mit einer unbewiesenen Behauptung des 
Abklärungsdienstes begnügt (Beschwerde, S. 4 Ziffer 3), beschlägt dieser 
Aspekt nicht in erster Linie das rechtliche Gehör, sondern die materielle 
Beweiswürdigung. 

3.

Die Parteien sind in Bezug auf die im Februar 2017 (act. II 31) erfolgte An-
meldung zum Leistungsbezug zu Recht nicht von einem Neuanmeldungs-
tatbestand im Sinne von Art. 87 Abs. 3 und 4 der Verordnung vom 17. 
Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) ausgegan-
gen, nachdem in der Verfügung vom 13. November 2002 (act. II 23) über 
die beruflichen Massnahmen nicht materiell und über den Rentenpunkt 
überhaupt nicht entschieden worden war. Demnach ist allein massgebend, 
wie sich der Gesundheitszustand im vorliegend relevanten Beurteilungs-
zeitraum bis zur zeitlichen Grenze der gerichtlichen Prüfung bildenden an-
gefochtenen Verfügung vom 13. November 2018 (act. II 106; BGE 131 V 
242 E. 2.1 S. 243) entwickelt hat.

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4.

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

4.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (vgl. E. 3.1 vorne) sind (lit. c). 

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

5.

5.1 Bei Erlass der Verfügung vom 13. November 2018 (act. II 106) 
präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

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5.1.1 Ein am 6. Oktober 2016 durchgeführtes MRI der Wirbelsäule wur-
de wie folgt beurteilt (act. II 40 S. 2 f.): „Multisegmentale Osteochondrose 
und Spondylose mit Bandscheibenprotrusionen auf praktisch sämtlichen 
Niveaus sowie deutliche Spondylarthrose mit Kapselverdickungen und teil-
weise auch ligamentären Verdickungen. Die Nervenwurzeln sind aber intra-
foraminal auf den Niveaus LWK1 bis LWK5 nicht tangiert, allenfalls 
rezessal teilweise leicht verlagert. Die stärksten Veränderungen finden sich 
an der unteren, gerade noch mitabgebildeten BWS mit ausgeprägten de-
generativen Veränderungen und teilweise fast aufgehobenen Bandschei-
ben. Auf Niveau BWK9/10 zeigt sich eine subligamentäre, grössere 
Diskushernie die bis nach subartikulär/foraminal links reicht und auf Niveau 
BWK10/11 eine Hernie mit Sequester, die sich von vorne her unter dem 
Ligamentum longitudinale posterius verteilt und das Myelon von vorne her 
tangiert. Die Cauda equina, weiter unten ist nicht direkt mitbetroffen. Zu-
sätzlich Verdacht auf osteoporotische Frakturen bei linearer wirkender 
Ödemzone am BWK10 und BWK11. Es zeigt sich allerdings keine stärkere 
Höhenminderung.“

5.1.2 Im von Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mitunterzeichneten Be-
richt des Spitals H.________ vom 12. Dezember 2016 (act. II 42 S. 8 f.) 
wurden als „Hauptdiagnosen“ eine Diskushernie Th9/10 und Th10/11 mit 
nach kaudal bzw. kranial luxiertem Sequester festgehalten. Die Beschwer-
desymptomatik habe sich seit dem letzten Sprechstundentermin deutlich 
verbessert. Die Beschwerdeführerin verspüre keine ausstrahlenden 
Schmerzen mehr in das linke Knie. Teilweise käme es nachts noch zu lokal 
thorakalen Schmerzen. Sie zeige sich mit der jetzigen Situation zufrieden 
(S. 8).

Im zu Handen der Beschwerdegegnerin erstellten Bericht vom 24. Februar 
2017 (act. II 42 S. 2 - 7) wurde festgehalten, die bisherige Tätigkeit sei – 
sofern ohne Rückenbelastung möglich – zu 100% zumutbar. Die Leistungs-
fähigkeit sei dabei vermindert (kein Heben und Tragen [S. 4]).  

Im von Dr. med. F.________ mitunterzeichneten Bericht vom 13. März 
2017 (act. II 56 S. 10 f.) wurde festgehalten, unter intensiver Fortführung 
der Physiotherapie und Einnahme von Irfen-Tabletten seien die Schmerzen 

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etwas beherrschbarer geworden. Nach wir vor beständen aber belastungs-
abhängige Schmerzen sowohl im BWS- als auch im LWS-Bereich mit 
Ausstrahlungen ins linke Bein dorsolateral bis zum Fuss reichend. Bei der 
heutigen klinischen Untersuchung hätten keine neurologischen Ausfälle 
nachgewiesen werden können. Ebenfalls hätten sich keine sicheren Zei-
chen einer Radikulopathie abgrenzen lassen. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit 
könne der Beschwerdeführerin eine leichte bis maximal mittelschwere 
Tätigkeit zugemutet werden. Häufiges Bücken und Arbeiten mit nach vorne 
geneigtem Oberkörper sollten jedoch strikte vermieden werden (S. 10).

Mit Bericht vom 12. Juni 2017 (act. II 56 S. 8 f.) hielt Dr. med. F.________ 
fest, die Situation sei weiterhin nicht befriedigend, unter körperlichen Belas-
tungen habe die Beschwerdeführerin Rückenschmerzen mit einer gelegen-
tIichen Ausstrahlung ins linke Bein. Auch in den Ruhephasen könne sie 
sich nicht genügend erholen. Die Arbeitsfähigkeit werde im Moment „zu 
0%“ bescheinigt (S. 10). 

5.1.3 Dr. med. G.________, Praktische Ärztin und Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin, attestierte im Bericht vom 14. Juli 2017 (act. II 63 S. 
2) vom 3. bis 12. Mai, vom 22. Mai bis 30. Juni sowie ab 1. Juli 2017 eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit. Heben über 5kg, längeres Gehen oder Stehen, 
Rotationsbewegungen, Überkopfarbeiten und längeres Sitzen seien nicht 
mehr zumutbar.

5.1.4 Der RAD-Arzt Dr. med. D.________ diagnostizierte im Bericht vom 
8. August 2017 (act. II 59 S. 3) eine Diskushernie Th9/10 mit nach kaudal 
luxiertem Sequester, eine Diskushernie Th10/11 mit nach kranial luxiertem 
Sequester, jeweils ohne neurologischen Ausfälle und ohne Radikulopathie, 
eine mehrsegmentale Degeneration der LWS (Spondylarthrose) sowie ei-
nen Verdacht auf osteoporotische Fraktur BWK10. Es beständen Ein-
schränkungen für die angestammte Tätigkeit als …. Aufgrund der 
Wirbelsäulenerkrankung sei schweres Heben und Tragen von Gewichten 
mit mehr als 10kg bis auf weiteres nicht mehr möglich. Hingegen könnten 
die Aufgaben als … ohne Einschränkungen ausgeführt werden. Für diese 
Tätigkeiten im angestammten Beruf sei von einer Arbeitsfähigkeit von 60% 
ohne Leistungsminderung auszugehen. Sodann sei eine optimal angepass-
te, leichte körperliche Tätigkeit, wechselnd belastend oder überwiegend im 

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Sitzen mit einem Pensum von 100% und einem Leistungsvermögen von 
90% (10% Leistungsminderung wegen vermehrtem Pausenbedarf) bis auf 
weiteres zumutbar. 

5.1.5 Im Bericht des Spitals H.________ vom 14. August 2017 (act. II 64 
S. 1 f.) wurde festgehalten, bei der Beschwerdeführerin zeigten sich wech-
selnde Beschwerden, zum Teil seien die Beschwerden etwas besser er-
träglich, zum Teil jedoch unter Belastung zunehmend. Sowohl im Alltag als 
auch in der Ausübung ihres Berufes sei sie deutlich handicapiert. Die Ar-
beitsunfähigkeit betrage 100%, insbesondere seien körperlich schwer be-
lastende Tätigkeiten, endgradige Bewegungen sowie Rotationen in diesem 
Fall zu vermeiden (S. 1).

5.1.6 Im von Dr. med. F.________ mitunterzeichneten Bericht des Spi-
tals I.________ vom 11. Dezember 2017 (act. II 75 S. 1 - 5) wurde festge-
halten, die Beschwerdeführerin leide unter „belastungsverstärkenden“ 
Schmerzen im thorakolumbalen Bereich mit Ausstrahlung in beide Beine 
linksbetont. Die Schmerzen würden vor allem bei langem Sitzen oder lan-
gem Stehen sowie beim Tragen von schweren Gegenständen auftreten (S. 
1 f.). Die Beschwerdeführerin sei zu 100% für ihre bisherige Arbeit arbeits-
unfähig (S. 2). Es werde eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit empfoh-
len. Je nach Verlauf könne eine Steigerung hin zu einer leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit erfolgen (S. 3). 

Im Bericht vom 28. Dezember 2017 (act. II 77 S. 1 f.) hielt Dr. med. 
F.________ fest, die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100%. Im letzten 
Bericht sei die Arbeitsunfähigkeit von 100% für schwere körperliche Arbei-
ten bereits seit längerer Zeit attestiert worden; aufgrund mehrerer Arbeits-
versuche auch mit leichten Tätigkeiten müsse jedoch heute festgestellt 
werden, dass auch diese leichten Tätigkeiten nicht toleriert würden und 
somit auch für diese nicht sehr belastenden Tätigkeiten eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit attestiert werde.

5.1.7 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 14. Fe-
bruar 2018 (act. II 87 S. 4 ff.) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit im Wesentlichen chronisch rezidivierende lumbale, thorakale 
und zervikale Rückenschmerzen „seit Jahren“ sowie einen radiologischen 

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Verdacht auf eine osteoporotische Fraktur BWK10/11 fest. Aus wirbelsäu-
lenchirurgischer Sicht werde der Beschwerdeführerin als … eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestiert, was mit der Einschätzung des RAD vom 8. 
August 2017 übereinstimme. Nicht belegt sei jedoch die ebenfalls attestier-
te 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch für leichte Tätigkeiten (Bericht des Spi-
tals I.________ vom 28. Dezember 2017 [vgl. act. II 77 S. 1 f.]). Diese 
Einschätzung aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht widerspreche den Anga-
ben desselben Arztes vom 11. Dezember 2017 (vgl. act. II 75 S. 1 - 5), wo-
nach nur mässige degenerative Veränderungen der Wirbelsäule vorliegen 
würden und der Beschwerdeführerin leichte wechselbelastende Tätigkeiten 
ohne zusätzliche Leistungsminderung zugemutet werden könnten. Es sei 
nicht nachvollziehbar, dass sich die beschriebenen Einschränkungen der 
Wirbelsäule innerhalb von lediglich zwei Wochen derart verändert haben 
können, dass sich die zitierten Einschätzungen des behandelnden Wir-
belsäulenchirurgen innerhalb von diesen lediglich zwei Wochen nun diame-
tral gegenüber ständen (act. II 87 S. 5). Am Zumutbarkeitsprofil gemäss 
RAD-Bericht vom 8. August 2017 könne festgehalten werden. In einer lei-
densangepassten Tätigkeit seien der Beschwerdeführerin leichte, wechsel-
belastende Tätigkeiten ganztags über 8.5 Stunden ohne zusätzliche 
Leistungsminderung zumutbar. Zu vermeiden seien Zwangshaltungen, Ro-
tation im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelastung, das Heben von Lasten 
körperfern, repetitives Heben von Lasten über Brusthöhe, Überkopfarbei-
ten, das Besteigen von Leitern, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten 
in nach vorne geneigter Haltung sowie repetitive, stereotype Bewegungs-
abläufe im Bereich der HWS und LWS. In Ausnahmefällen und in nicht re-
petitiver Weise könnten Gewichte von 10-15kg gehoben und getragen 
werden. Vor diesem Hintergrund sei der Beschwerdeführerin die Tätigkeit 
als … nicht mehr zumutbar (S. 6).

5.2

5.2.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

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Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

5.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Soll jedoch ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65). 

5.3 Die Berichte der RAD-Ärzte Dres. med. D.________ und 
E.________ vom 8. August 2017 (act. II 59 S. 3) und vom 14. Februar 2018 
(act. II 87 S. 4 ff.) erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung an 
den Beweiswert ärztlicher Berichte (vgl. E. 5.2.1 vorne) und erbringen Be-
weis. Die darin erfolgten Feststellungen und Einschätzungen sind nachvoll-
ziehbar und die Schlussfolgerungen – insbesondere in Bezug auf das 
zumutbare Leistungsvermögen – überzeugen.

Daran ändern die Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts: 

5.3.1 Zunächst schadet es dem Beweiswert der RAD-Berichte unter den 
vorliegend gegebenen Umständen nicht, dass sie allein auf den Akten ba-
sieren (Beschwerde, S. 8 ff. Ziffer 13). Denn nach der Praxis sind Akten-
gutachten nicht zu beanstanden, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 
Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 
unbestritten sind, der Untersuchungsbefund lückenlos vorliegt und sich der 
Experte aufgrund vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild 
machen kann (RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 
Dies alles trifft vorliegend zu: Aus den im Recht liegenden medizinischen 
Berichten folgt und ist ärztlicherseits unbestritten, dass die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 13

Beschwerdeführerin seit Jahren an chronisch rezidivierenden lumbalen, 
thorakalen und zervikalen Rückenbeschwerden leidet (act. II 87 S. 5). 
Dabei förderten bildgebende Untersuchungen mittels MRI zwar diverse 
degenerative Veränderungen bzw. Diskushernien an der gesamten 
Wirbelsäule zu Tage (act. II 40 S. 2 f.); indessen konnte zu keinem 
Zeitpunkt eine radikuläre Zuordnung der Beschwerden erfolgen (act. II 75 
S. 2) und es konnten auch keine neurologische Ausfälle nachgewiesen 
werden (act. II 56 S. 10). 

Sodann haben sich die behandelnden Ärzte wiederholt zum funktionellen 
Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin geäussert: Bereits im Bericht 
des Spitals H.________ vom 24. Februar 2017 (act. II 42 S. 2 - 7) wurde 
festgehalten, die bisherige Tätigkeit sei – sofern ohne Rückenbelastung 
möglich – zu 100% zumutbar. Die Leistungsfähigkeit sei dabei vermindert 
(kein Heben und Tragen [S. 4]). Mit weiterem Bericht vom 13. März 2017 
(act. II 56 S. 10 f.) präzisierten die behandelnden Ärzte des Spitals 
H.________, bezüglich der Arbeitsfähigkeit könne der Beschwerdeführerin 
eine leichte bis maximal mittelschwere Tätigkeit zugemutet werden, wobei 
häufiges Bücken und Arbeiten mit nach vorne geneigtem Oberkörper (act. 
II 56 S. 10) strikte vermieden werden sollten. Ferner wurde im Bericht vom 
14. August 2017 (act. II 64 S. 1 f.) hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert; zur Arbeitsfähigkeit in einer den Lei-
den angepassten Tätigkeit äussert sich dieser Bericht zwar nicht, doch 
wurde immerhin festgehalten, dass körperlich schwer belastende Tätigkei-
ten, endgradige Bewegungen sowie Rotationen vermieden werden sollten. 
Im Weiteren hielt Dr. med. G.________ fest, Heben über 5kg, längeres 
Gehen oder Stehen, Rotationsbewegungen, Überkopfarbeiten und länge-
res Sitzen seien nicht mehr zumutbar (act. II 63 S. 2). Und schliesslich äus-
serten sich auch die behandelnden Ärzte des Spitals I.________ 
ausführlich zu den Anforderungen an eine zumutbare Tätigkeit, indem sie 
der Beschwerdeführerin eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit empfah-
len, ohne häufiges Bücken und ohne häufiges Nach-vorne-beugen des 
Oberkörpers sowie ohne häufige Rotation der BWS und LWS (act. II 75 
S. 2).

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Die Dres. med. D.________ und E.________ konnten demnach ihre 
Einschätzungen auf eine seitens der behandelnden Ärzte hinreichend 
erstellte, über den gesamten Beurteilungszeitraum im Wesentlichen 
unveränderte und übereinstimmend beurteilte Befundlage sowie 
diagnostische Einordnung der Beschwerden abstützen. Zudem lagen ihnen 
diverse, sich nicht widersprechende, sondern im Wesentlichen 
übereinstimmende bzw. ergänzende fachärztliche Umschreibungen des 
funktionellen Leistungsvermögens vor, so dass es den RAD-Ärzten ohne 
weiteres möglich war, gestützt auf die diversen Arztberichte ein schlüssiges 
Zumutbarkeitsprofil zu erstellen. Es trifft somit nicht zu, dass die RAD-Ärzte 
– wie die Beschwerdeführerin anlässlich der öffentlichen 
Schlussverhandlung vom 14. Mai 2019 suggerierte – für die Erstellung des 
Zumutbarkeitsprofils überwiegend auf Literaturangaben abgestellt haben. 
Auch schadet es unter den vorliegend Umständen dem Beweiswert ihrer 
Berichte nicht, dass die Internisten Dres. med. D.________ und 
E.________ nicht auch über den Facharzttitel der Orthopädischen Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates verfügen. Schliesslich 
bestehen in den Akten keine Hinweise auf eine (die Arbeitsfähigkeit beein-
flussende) psychogene Mitverursachung der Beschwerden, weshalb es – 
entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin anlässlich der öffentli-
chen Schlussverhandlung – auch keiner polydisziplinären Begutachtung 
bedurfte. 

5.3.2 Zwischen den behandelnden Ärzten und dem RAD besteht 
insoweit Einigkeit, als aufgrund der degenerativen Veränderungen 
funktionelle Einschränkungen der LWS und der HWS sowie wegen der 
Diskushernien auch im Bereich der BWS resultieren, welche insgesamt zu 
einer verminderten Belastbarkeit der Wirbelsäule führen (vgl. act. II 87 
S. 5). Ferner besteht ärztlicherseits auch dahingehend Konsens, dass in 
Bezug auf die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als … eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht respektive die angestammte Tätigkeit 
nicht mehr zumutbar ist (S. 6; act. II 59 S. 3; 64 S. 1; 77 S. 1). 

Sodann haben die RAD-Ärzte Dres. med. D.________ und E.________ 
eine den Leiden angepasste Tätigkeit als grundsätzlich vollschichtig 
zumutbar beurteilt (act. II 59 S. 3; 87 S. 6). Entgegen der 

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Beschwerdeführerin erweist sich auch diese Einschätzung als schlüssig: 
Soweit Dr. med. F.________ erstmals im Bericht vom 28. Dezember 2017 
(act. II 77 S. 1 f.) auch für leichtere Tätigkeiten eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit attestierte, steht dies – Dr. med. E.________ folgend 
(act. II 87 S. 5) – im Widerspruch zum zwei Wochen zuvor verfassten und 
der Beschwerdeführerin in identischer Fassung vom 10. Januar 2018 (act. 
II 86 S. 1 - 5) nochmals am 6. Februar 2018 zugestellten Bericht vom 
11. Dezember 2017 (act. II 75 S. 1 - 5). Damals hatte Dr. med. F.________ 
– wie bereits in den früheren Berichten (vgl. E. 5.3.1 vorne) – eine leichte, 
wechselbelastende und den Leiden angepasste Tätigkeit empfohlen, wobei 
er keine zeitliche Beschränkung festhielt (S. 2). Diese Einschätzung steht 
denn auch ohne weiteres im Einklang mit der von ihm damals erhobenen 
Befundlage: So liess sich eine radikuläre Zuordnung der Beschwerden 
nicht finden; die Beweglichkeit der BWS- und LWS-Segmente war gut, der 
Finger-Boden-Abstand betrug null cm; es zeigten sich keine Schmerzhaf-
tigkeit bei der Aufrichtung und keine Instabilitätszeichen und die periphere 
Sensomotorik war beidseits seitengleich intakt und die differenzierten 
Gang- und Standarten waren problemlos durchführbar (S. 2). Wenn Dr. 
med. F.________ im Bericht vom 28. Dezember 2017 deshalb auch hin-
sichtlich einer leichten Tätigkeit nun mehr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
attestierte, so basierte diese Einschätzung offensichtlich nicht auf der (inva-
lidenversicherungsrechtlich allein massgeblichen) Befundlage, sondern 
offenkundig auf Beobachtungen Dritter. Diese sind jedoch nicht ausschlag-
gebend, zumal weder ersichtlich ist noch Dr. med. F.________ geltend 
macht, dass sich seitens der Befundlage in der Zwischenzeit eine Ände-
rung ergeben hätte. 

5.3.3 Zusammenfassend ergeben sich weder aus den Berichten der 
behandelnden Ärzte noch aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin in 
der Beschwerde bzw. anlässlich der Schlussverhandlung Aspekte, welche 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
RAD-Berichte der Dres. med. D.________ und E.________ vom 8. August 
2017 (act. II 59 S. 3) und vom 14. Februar 2018 (act. II 87 S. 4 ff.) zu we-
cken vermöchten (vgl. E. 5.2.2 vorne). Der Sachverhalt erweist sich dem-
nach als hinreichend abgeklärt, womit es der beschwerdeweise 
(subeventualiter) beantragten medizinischen Abklärungen nicht bedarf. 

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5.4 Demnach ist der Beschwerdeführerin die bisherige Tätigkeit als … 
nicht mehr zumutbar. Demgegenüber sind ihr leidensangepasste, leichte 
und wechselbelastende Tätigkeiten vollschichtig zumutbar. Zu vermeiden 
sind Zwangshaltungen, Rotation im Sitzen/Stehen unter Gewichtsbelas-
tung, das Heben von Lasten körperfern, repetitives Heben von Lasten über 
Brusthöhe, Überkopfarbeiten, das Besteigen von Leitern, repetitives Kau-
ern, Bücken oder Tätigkeiten in nach vorne geneigter Haltung sowie repeti-
tive, stereotype Bewegungsabläufe im Bereich der HWS und LWS. In 
Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 10-
15kg gehoben und getragen werden. 

Basierend auf dieser medizinisch-theoretischen Grundlage ist nachfolgend 
der Invaliditätsgrad zu ermitteln.

6.

6.1

6.1.1 Der in der angefochtenen Verfügung vom 13. November 2018 (act. 
II 106) festgesetzte Invaliditätsgrad von 33% basiert auf der gemischten 
Methode, wobei die Beschwerdegegnerin einen Status von 80% Erwerb 
und 20% Haushalt zugrunde legte. Beschwerdeweise machte die Be-
schwerdeführerin geltend, es sei für die Invaliditätsgradermittlung der Sta-
tus als Vollerwerbstätige zu berücksichtigen (Beschwerde, S. 12 Ziffer 14).

6.1.2 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Bei einer im Haushalt tätigen versicherten Person im Besonderen ent-
scheidet sich die Frage, ob sie als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 
zu betrachten ist, nicht danach, ob sie vor ihrer Heirat erwerbstätig war 
oder nicht. Vielmehr sind die persönlichen, familiären, sozialen und 
erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und 

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Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen 
Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 
Begabungen zu berücksichtigen. Dabei sind die konkrete Situation und die 
Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Le-
benserfahrung zu würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 V 194 E. 3b S. 
195).

6.1.3 Aus den Akten folgt, dass die Beschwerdeführerin nach ihrer Aus-
bildung zur … im Jahr 1976 (act. II 29 S. 4) während acht Jahren vollzeitig 
im Spital H.________ arbeitete (act. II 17 S. 1). Nach der Geburt ihrer drei 
Kinder in den Jahren 1985 bis 1988 (wovon eines kurz nach der Geburt 
verstarb, vgl. act. II 1 S. 2) war sie ab 1991 (vgl. act. II 49 S. 3) teilzeitig 
erwerbstätig (act. II 17 S. 1). Im Jahr 1998 traten allmählich Rückenbe-
schwerden auf (act. II 6 S. 2). Dr. med. C.________ attestierte in ihrem 
Gutachten vom 16. Februar 2002 (act. II 10) in Bezug auf die bisherige 
Tätigkeit als … eine 50%ige, hinsichtlich einer den Leiden angepasste 
Tätigkeit jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 9 f.). In der Folge war die 
Beschwerdeführerin auch weiterhin in einem Teilzeitpensum in der … er-
werbstätig, zuletzt im Umfang von 60% (vgl. act. II 31 S. 6). 

Gemäss dem Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 16. Juli 2018 (act. II 
96 S. 2 ff.) gab die Beschwerdeführerin im Rahmen der Erhebungen zu den 
erwerblichen und häuslichen Verhältnissen gegenüber der Abklärungsper-
son an, im Gesundheitsfalle im Umfang von 80% erwerbstätig zu sein. Es 
besteht kein Grund zur Annahme, dass diese Angaben nicht von ihr selber 
stammen sollten bzw. „aus der Luft gegriffen“ seien (Beschwerde, S. 12 
Ziffer 14). Sodann lässt sich allein aus dem Umstand, wonach die Be-
schwerdeführerin bis 1984 vollzeitig gearbeitet hat, in Bezug auf die im 
Verfügungszeitpunkt – mithin über 30 Jahre später – zu beantwortende 
Statusfrage in Anbetracht der zeitlichen Verhältnisse nichts Entscheiden-
des ableiten. Im Weiteren folgt aus dem Dargelegten zwar, dass im Verlauf 
die familiär bedingte in eine gesundheitlich begründete Reduktion des Er-
werbspensums in der Tätigkeit als … überging. Wenn im Abklärungsbericht 
festgehalten wurde, dass die Beschwerdeführerin mit dem von ihr bekleide-
ten Arbeitspensum von 60% „zufrieden war“ bzw. sie bei „ganz guter Ge-
sundheit […] wohl 80% gearbeitet“ (S. 4) hätte, so erweist sich dies auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 18

im Lichte der gutachtlichen Einschätzungen von Dr. med. C.________, 
wonach es ihr grundsätzlich möglich gewesen wäre, in einer angepassten 
Tätigkeit im Umfang von 100% erwerbstätig zu sein, die Beschwerdeführe-
rin dergleichen jedoch auch nach Volljährigkeit der Kinder offenbar nie in 
Betracht gezogen hatte, als schlüssig. Zudem ist zu beachten, dass es sich 
beim … um eine körperlich anstrengende Tätigkeit handelt. Auch vor die-
sem Hintergrund überzeugt die beschwerdegegnerische Statusfestsetzung, 
ist es doch nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin – im massge-
benden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 13. November 2018 
(act. II 106; vgl. BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30) und damit im Alter von 63 Jah-
ren – auch als Gesunde nicht mehr im Rahmen eines 100%-Pensums als 
… gearbeitet hätte, was sie anlässlich der öffentlichen Schlussverhandlung 
vom 14. Mai 2019 denn auch selber einräumte. Soweit sie in Abkehr vom 
beschwerdeweise vertretenen Standpunkt erstmals geltend machte, als 
Gesunde hätte sie keinen Aufgabenbereich mit der Folge, dass die zu er-
mittelnde Einschränkung im allein versicherten hypothetisch-erwerblichen 
Teilzeitpensum von 80% (proportional) nach Massgabe der Einkommens-
vergleichsmethode zu ermitteln sei (BGE 142 V 290 [bzw. seit 1. Januar 
2018 Rz. 3078.1 des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der 
Invalidenversicherung; KSIH]), kann ihr nicht gefolgt werden. Zwar hat die 
Beschwerdeführerin keine betreuungspflichtigen oder pflegebedürftigen 
Kinder oder Angehörige (vgl. act. II 96 S. 10), indessen bestehen keinerlei 
Hinweise darauf, dass sie ihr (hypothetisches) Arbeitspensum zwecks Ge-
winnung von Freizeit bzw. zu Gunsten von Freizeitaktivitäten zu reduzieren 
beabsichtigte bzw. reduziert hätte. Selbst jedoch, wenn der Beschwerde-
führerin insoweit beizupflichten wäre, bliebe darauf hinzuweisen, dass sich 
die Anwendung der gemischten Methode vorliegend als zu ihren Gunsten 
erweist (vgl. E. 6.3 und 6.7 hinten).

6.1.4 Zusammenfassend ist der Invaliditätsgradermittlung ein Status als 
Teilerwerbstätige von 80% Erwerb und 20% Haushalt zugrunde zu legen.

6.2

6.2.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 19

(Einkommensvergleichsmethode) festgelegt. Waren sie daneben auch im 
Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf 
einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle 
sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 
290 E. 4 S. 293).

6.2.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

6.2.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). 

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
nach den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Inva-
liditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im 
Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren 
abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des Eidgenös-
sischen Versicherungsgerichts [EVG, heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 
517/02, E. 1.2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 20

6.2.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom BFS herausge-
gebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297). Wird 
auf Tabellenlöhne abgestellt, sind grundsätzlich immer die aktuellsten 
statistischen Daten zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 2.3 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 
46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung 
der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 
Gesichtspunkts führen dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

6.2.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invali-
ditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert 
(Art. 27bis Abs. 2 IVV [in Kraft seit 1. Januar 2018]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 21

Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit 
richtet sich nach Art. 16 ATSG (vgl. E. 6.2.2 vorne). Das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, wird dabei auf ein Vollpen-
sum hochgerechnet. Die prozentuale Erwerbseinbusse wird schliesslich 
anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV [in Kraft seit 1. Ja-
nuar 2018]).

Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im 
Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versi-
cherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des 
Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV [in Kraft seit 
1. Januar 2018]).

6.3 Zu prüfen ist zunächst die Invalidität im erwerblichen Bereich (vgl. 
E. 6.2.2 vorne). Die Beschwerdegegnerin hat als Zeitpunkt des mutmass-
lich frühesten Rentenanspruchs den Monat Mai 2018 angenommen und 
den Invaliditätsgrad folglich nach Massgabe der seit Januar 2018 in Kraft 
stehenden Regelungen (vgl. E. 6.2.3 vorne) berechnet (vgl. act. II 96 S. 6). 

Die Beschwerdeführerin hat sich im Februar 2017 zum Leistungsbezug 
angemeldet (act. II 31 S. 8) und war in der angestammten Tätigkeit als … 
seit vielen Jahren 50% arbeitsunfähig (vgl. act. II 10 S. 9), womit sich die 
Frage stellt, ob das Wartejahr (Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG; vgl. E. 4.2 vorne) 
bei der Anmeldung zum Leistungsbezug nicht bereits absolviert war mit der 
Folge, dass der Rentenanspruch potentiell im August 2017 entstanden und 
jener für die Zeit bis Ende 2017 nach der bis am 31. Dezember 2017 gülti-
gen Rechtslage (vgl. BGE 125 V 146 E. 4 f. S. 152 ff., 137 V 334) zu ermit-
teln wäre. Wie jedoch nachfolgend zu zeigen ist, resultiert auch dann kein 
Rentenanspruch, wenn er für den gesamten Beurteilungszeitraum – mithin 
bereits ab August 2017 – nach Massgabe der für die Beschwerdeführerin 
günstigeren, ab 1. Januar 2018 gültigen Regelungen (vgl. E. 6.2.3 vorne) 
geprüft wird. 

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6.4 Im Hinblick auf die Ermittlung des Valideneinkommens steht 
zunächst fest, dass die Beschwerdeführerin stets als … gearbeitet hat (act. 
II 49 S. 2 f.). Gemäss ihren Angaben im Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb vom 16. Juli 2018 könne sie sich noch heute nichts anderes 
vorstellen (act. II 96 S. 4). Im Weiteren steht fest, dass die letzte Tätigkeit 
im … nur gerade knapp einen Monat andauerte (act. II 73 S. 2), weshalb 
das dort vereinbarte Monatsgehalt von Fr. 7‘000.-- (bei einem 100%-
Pensum [act. II 65 S. 3]) für das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht referenziell ist. Lässt sich somit aufgrund 
der tatsächlichen Verhältnisse das Valideneinkommen nicht hinreichend 
genau beziffern, ist auf Tabellenlöhne gemäss LSE abzustellen. Zu beach-
ten ist jedoch, dass im Zeitpunkt des Verfügungserlasses die LSE 2016 
veröffentlicht waren, weshalb diese (und nicht, wie im Abklärungsbericht 
erfolgt, die LSE 2014 [vgl. act. II 96 S. 6]) der Einkommensberechnung 
zugrunde zu legen sind (vgl. E. 6.2.2.2 vorne). 

Die Beschwerdegegnerin hat für die Berechnung des Valideneinkommens 
nicht auf Tabelle TA1, Position 86-88 (Gesundheits- und Sozialwesen), 
abgestellt, sondern Position 22 ([Akademische und verwandte Gesund-
heitsberufe], Wert Total, Frauen) von Tabelle T17 berücksichtigt. Ob dies 
korrekt ist, kann offen bleiben, wirkt sich das Vorgehen der Beschwerde-
gegnerin doch zu Gunsten der Beschwerdeführerin aus, indem das Ein-
kommen gestützt auf TA1 – selbst unter Zugrundelegung von 
Kompetenzniveau 4 – lediglich Fr. 7‘197.-- (statt Fr. 7‘491.-- gemäss T17) 
beträgt. 

Zu berücksichtigen ist ferner, dass den Tabellenlöhnen generell eine Ar-
beitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, welcher Wert etwas tiefer 
ist als die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit im Bereich der Ta-
bellenposition 22 von T17 bzw. 86-88 von TA1, welche sich im Jahr 2017 
auf 41.6 Wochenstunden belief (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77; BFS, 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen). Zudem ist das 
Valideneinkommen der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 
anzupassen, wobei auf den Nominallohnindex gemäss der entsprechenden 
Erhebung des BFS abzustellen ist (vgl. Entscheid des BGer vom 10. Mai 
2013, 8C_67/2013, E. 3.3.5). Unter Berücksichtigung der statistischen Loh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 23

nerhöhungen (BFS, T1.2.10, Nominallohnindex, Frauen, 2011-2017, Ab-
schnitt Q) beträgt das jährliche (einem 100%-Pensum entsprechende) Vali-
deneinkommen pro 2017 maximal Fr. 93‘670.10 (Fr. 7‘491.-- x 12 /40 x 
41.6 /102.5 x 102.7). 

6.5 Indem die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht aus-
schöpft respektive keiner Erwerbstätigkeit mehr nachgeht, sind für die Er-
mittlung des Invalideneinkommens grundsätzlich ebenfalls statistische 
Werte gemäss LSE 2016 zu berücksichtigen (vgl. E. 6.2.2.2 vorne). Sie 
bringt jedoch vor, aufgrund ihres Alters sowie beruflicher und persönlicher 
Gegebenheiten sei die Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nicht mehr verwertbar (Beschwerde, S. 14 ff. Ziffer 16).

6.5.1 Erwerbslosigkeit aus invaliditätsfremden Gründen vermag keinen 
Rentenanspruch zu begründen. Die Invalidenversicherung hat nicht dafür 
einzustehen, dass Versicherte infolge ihres Alters, wegen mangelnder 
Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten keine entsprechende Ar-
beit finden; die hieraus sich ergebende „Arbeitsunfähigkeit“ ist nicht invali-
ditätsbedingt (BGE 107 V 17 E. 2c S. 21; AHI 1999 S. 238 E. 1).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder 
Faktor, in der Rechtsprechung jedoch als Kriterium anerkannt, welches 
zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu 
führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene 
Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren 
Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr 
zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren 
Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die 
einen Anspruch auf eine ganze Invalidenrente begründet. Der Einfluss des 
Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer 
allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des 
Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des 
Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und 
Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch 
Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 24

Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von 
Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 
E. 3.1 S. 460; SVR 2016 IV Nr. 58 S. 192 E. 4.2.2).

6.5.2 Zunächst ist entgegen der an der öffentlichen Schlussverhandlung 
vom 14. Mai 2019 vertretenen Auffassung der Beschwerdeführerin der 
Ausnahmetatbestand, wonach die Verwaltung die Notwendigkeit (vorgän-
giger) befähigender beruflicher Massnahmen trotz wiedergewonnener Ar-
beitsfähigkeit abzuklären hat, nicht erfüllt, beschränkt die Rechtsprechung 
diese Praxis doch grundsätzlich auf Sachverhalte, in denen die revisions- 
oder wiedererwägungsweise Herabsetzung oder Aufhebung der Invaliden-
rente eine versicherte Person betrifft, die das 55. Altersjahr zurückgelegt 
oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat (BGE 141 V 5 E. 4.1 
S. S. 7; SVR 2011 IV Nr. 73 S. 222 E. 3.3). Vorliegend bezog die Be-
schwerdeführerin keine Rente (vgl. E. 3 vorne), womit weder ein Revisions- 
noch ein Wiedererwägungsfall gegeben ist. Auch kann die Beschwerdefüh-
rerin aus dem an der öffentlichen Schlussverhandlung referierten Entscheid 
des BGer vom 30. Oktober 2017, 9C_525/2017, nichts zu ihren Gunsten 
ableiten, lag jenem Urteil doch gerade ein Revisionsfall (mit rückwirkender 
Zusprechung einer befristeten ganzen Rente) zugrunde (vgl. lit. A). Selbst 
wenn dies ausgeblendet würde, liesse sich auch der dort zu beurteilende 
Sachverhalt nicht mit dem hier zugrundeliegenden vergleichen, war dort 
doch die Frage zu beurteilen, ob einem Versicherten nach über 30jähriger 
Tätigkeit als selbständiger … die direkte Verwertbarkeit der wiedergewon-
nenen Arbeitsfähigkeit in einer unselbständigen Tätigkeit zumutbar war. 
Dies verneinte das Bundesgericht im Wesentlichen mit dem Hinweis, der 
Versicherte sei in Anbetracht seiner bisher langjährigen selbständigen Er-
werbstätigkeit nicht mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes vertraut 
(vgl. E. 3.6). Im hier zu beurteilenden Fall liegt die Sache grundlegend an-
ders, war die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit doch bei diversen 
Arbeitgebern (unselbständig) erwerbstätig (vgl. act. II 49 S. 2 f.), womit sie 
mit den Anforderungen des Arbeitsmarktes bestens vertraut ist. Es besteht 
demnach kein Ausnahmetatbestand, welcher ein Abweichen vom Grund-
satz erlaubt, wonach eine medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit auf dem 
Weg der Selbsteingliederung zu verwerten ist. Soweit die Beschwerdefüh-
rerin an der öffentlichen Schlussverhandlung sodann monierte, die Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 25

schwerdegegnerin hätte vor dem Rentenentscheid berufliche Massnahmen 
durchführen müssen, ist darauf hinzuweisen, dass die damals fachkundig 
vertretene Beschwerdeführerin selber und ausdrücklich die Sistierung des 
Verfahrens betreffend beruflicher Massnahmen bis zum Rentenentscheid 
verlangt hat (vgl. act. II 90 S. 2). Schliesslich vermag auch ein allfälliger – 
wenngleich nicht mittels Belegen dokumentierter – Entscheid des zuständi-
gen Krankentaggeldversicherers die Frage nach der Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit im Invalidenversicherungsrecht nicht zu präjudizieren, 
zumal es sich dabei um eine Krankentaggeldversicherung gemäss dem 
Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag handelt 
(vgl. act. II 92 S. 1). 

6.5.3 Zu prüfen bleibt demnach die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit:

Die im … geborene Beschwerdeführerin (act. II 1 S. 9) war im 
massgeblichen Zeitpunkt des Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit 
einer Erwerbstätigkeit (BGE 143 V 431 E. 4.5.1 S. 433, 138 V 457 E. 3.3 S. 
462) – vorliegend im August 2017 (vgl. act. II 59 S. 3) – 62jährig, womit ihr 
mit Blick auf den per August 2019 erfolgenden Eintritt ins Rentenalter (act. 
I 6) eine Aktivitätsdauer von zwei Jahren verblieb. Allein daraus lässt sich 
jedoch nicht auf eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit schliessen: 

Zunächst ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin, welche eine 
Ausbildung als … absolviert hat (act. II 29 S. 4) und 2010 zusätzlich ein 
Diplom als psychologische Beraterin erwarb (S. 2), bis Januar 2017 – 
zuletzt auch als Stellvertreterin der Heimleitung bei deren Abwesenheit 
(vgl. act. II 44 S. 3) – bei verschiedenen Arbeitgebern (vgl. act. II 49 S. 2 f.) 
in ihrem erlernten Beruf (teil-)erwerbstätig war. Auch wenn sie stets im 
Bereich der … (aber auch der … [vgl. act. II 17 S. 1]) berufstätig war, so 
verfügt sie in Anbetracht ihrer – mit Ausnahme der Zeit zwischen 1985 und 
1991 (act. II 49 S. 3) – durch keine wesentlichen Unterbrüche geprägten 
Erwerbsbiographie über eine erhebliche berufliche Erfahrung und 
entsprechende Fertigkeiten. Sodann besteht in Bezug auf eine den Leiden 
angepasste Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 5.4 vorne) bzw. in 
deren Rahmen maximal eine Leistungsminderung von 10% wegen 
vermehrtem Pausenbedarf (act. II 59 S. 3). Zwar wird das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 26

Zumutbarkeitsprofil aufgrund der Beschwerden von Seiten der Wirbelsäule 
insbesondere in Bezug auf Zwangshaltungen, repetitive bzw. stereotype 
Verrichtungen und das repetitive Heben von Lasten eingeschränkt (vgl. E. 
5.4 vorne). Weitere Beeinträchtigungen somatischer Natur bestehen jedoch 
nicht. Sodann bestehen in den Akten auch keine Hinweise auf die 
Verwertbarkeit einschränkende psychische oder persönlichkeitsbezogene 
Faktoren, so dass im Vergleich zu einer gesunden Person keine weitere 
arbeitsplatzbezogene Begleitung seitens eines potentiellen Arbeitgebers 
erforderlich ist, womit auch der Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand 
minimal gehalten werden kann. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze um-
fasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem 
sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können 
(BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2017 IV Nr. 64 S. 201 E. 4.1, 2008 IV 
Nr. 62 S. 205 E. 5.1).

Das Bundesgericht hat bei einer im massgeblichen Zeitpunkt ebenfalls 
62jährigen Versicherten, welche – im Unterschied zum vorliegenden Fall – 
über keine Berufsausbildung verfügte, in ihrem Berufsleben stets im 
Zimmerservice sowie der Wäscherei von Hotels, Internaten, Kliniken oder 
Gastronomiebetrieben tätig gewesen war, in körperlicher Hinsicht nur in 
einer angepassten Tätigkeit sowie im Umfang von 80% arbeitsfähig war 
und darüber hinaus – anders als im vorliegenden Fall – auch in psychischer 
Hinsicht gewisse Beeinträchtigungen aufwies, die Verwertbarkeit bejaht 
(vgl. Entscheid des BGer vom 31. August 2018, 8C_117/2018, E. 3.2 ff.). 
Vor diesem Hintergrund sowie in Anbetracht der hohen Hürden, welche das 
Bundesgericht in grundsätzlicher Hinsicht für die Unverwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit älterer Menschen aufstellt (vgl. Entscheid des BGer 
vom 21. März 2016, 9C_536/2015 E. 4.2), hat die Beschwerdegegnerin 
trotz fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit in einer den Leiden angepassten Tätigkeit demzufolge 
zu Recht bejaht. 

6.5.4 Der Beschwerdeführerin sind den Leiden angepasste Tätigkeiten 
gemäss dem RAD-Arzt Dr. med. E.________ vollschichtig und ohne 
zusätzliche Leistungsminderung zumutbar (act. II 87 S. 6). Demgegenüber 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 27

postulierte Dr. med. D.________ eine Leistungsminderung von 10% 
aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs (act. II 59 S. 3). Wie 
nachfolgend zu zeigen ist, ändert sich am Ergebnis nichts, wenn der 
Invaliditätsgradermittlung – zu Gunsten der Beschwerdeführerin – 
nachfolgend eine Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit von 90% zugrunde 
gelegt wird. 

Sodann hat die Beschwerdegegnerin für die Ermittlung des 
Invalideneinkommens auf eine Tätigkeit als … abgestellt und in der Folge 
dieselbe Tabellenposition wie beim Valideneinkommen berücksichtigt (vgl. 
act. II 106 i.V.m. 96 S. 6). Wie die Beschwerdeführerin beschwerdeweise 
(vgl. S. 13) sowie anlässlich der öffentlichen Schlussverhandlung vom 14. 
Mai 2019 jedoch zu Recht vorbringt, verfügt sie nicht über die für eine … 
erforderlichen ausbildungsmässigen bzw. beruflichen Voraussetzungen 
(vgl. act. II 107 S. 30), weshalb dem Invalideneinkommen nicht Tabelle 
T17, Position 22 zugrunde zu legen ist. Ob sodann – der 
Abklärungsfachperson in der Stellungnahme vom 9. November 2018 
folgend (act. II 105 S. 3) – das Invalideneinkommen gestützt auf TA1, Total, 
Kompetenzniveau 1 (Hilfsarbeiten), zu ermitteln ist oder – u.a. mit Blick 
darauf, dass die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit auch Tätigkeiten 
im Bereich der … versehen hatte (vgl. act. II 17 S. 1) – nicht eher auf Kom-
petenzniveau 2, welches u.a. auch die Datenverarbeitung und die Adminis-
tration umfasst, abzustellen wäre, kann offen bleiben: Denn am Ergebnis 
ändert sich auch dann nichts, wenn das Invalideneinkommen zu Gunsten 
der Beschwerdeführerin basierend auf dem tieferen Einkommen gemäss 
TA1, Wert Total, Kompetenzniveau 1, Frauen, von LSE 2016 berechnet 
wird. Soweit die Beschwerdeführerin anlässlich der öffentlichen Schluss-
verhandlung einwendete, ein Arbeitgeber würde sie altersbedingt nicht ein-
stellen und sie verfüge nicht über das entsprechende berufliche Rüstzeug, 
ist darauf hinzuweisen, dass Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) altersunabhängig nachgefragt werden 
und entsprechende Tätigkeiten weder ein besonderes Bildungsniveau noch 
besonders vielseitige Berufserfahrung erfordern (Entscheid des BGer vom 
18. April 2019, 8C_687/2018, E. 5.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 28

Im Weiteren stellt sich die Frage nach einem leidensbedingten Abzug (vgl. 
E. 6.2.2.2 vorne): Was das Abzugskriterium der leidensbedingten Ein-
schränkung betrifft, so wird diesem – wie hiervor dargelegt – bereits im 
Rahmen der medizinischen Arbeitsfähigkeit Rechnung getragen und kann 
damit nicht nochmals in den leidensbedingten Abzug einfliessen (vgl. 
E. 6.2.2.2 vorne). Hinsichtlich der invaliditätsfremden Abzugskriterien könn-
te ausschliesslich jenes des Alters in Betracht fallen. Dabei ist jedoch Fol-
gendes festzuhalten: Zunächst ist zu beachten, dass mit dem hiervor 
dargelegten Abstellen auf Kompetenzniveau 1 bereits ein sehr tiefes Invali-
deneinkommen in Anschlag gebracht wird, so dass schon deshalb ein zu-
sätzlicher Abzug nicht sachgerecht ist. Davon abgesehen, kommt dem 
Alter im Zusammenhang mit dem leidensbedingten Abzug – insbesondere 
hinsichtlich einfachen Hilfstätigkeiten – nur beschränkte Bedeutung zu 
(Entscheid des BGer vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, E. 5.4.1; BGer, 
8C_687/2018, E. 5.3). Gesichtspunkte, welche ausnahmsweise einen Ab-
zug zu rechtfertigen vermöchten und die einen triftigen Grund darstellen, 
um das gerichtliche Ermessen an die Stelle desjenigen der Verwaltung zu 
setzen (Entscheid des BGer vom 18. Januar 2018, 8C_552/2017, E. 4.3), 
sind somit vorliegend keine ersichtlich. 

Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.7 
Stunden (vgl. BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 77; BFS, Betriebsübliche Arbeits-
zeit nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt Total), der statistischen Loh-
nerhöhungen (BFS, T1.2.10 Nominallohnindex, Frauen, 2011 - 2017, 
Abschnitt Total) sowie einer Arbeitsfähigkeit von 90%, betrug das jährliche 
Invalideneinkommen im Jahr 2017 minimal Fr. 49‘310.15 (Fr. 4‘363.-- x 12 
Monate / 40 x 41.7 Wochenstunden / 105 x 105.4 x 0.9). 

6.5.5 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von maximal Fr. 44‘359.95 (Fr. 93‘670.10 - 
Fr. 49‘310.15) und damit ein Invaliditätsgrad von 47.36% (Fr. 44‘359.95 / 
Fr. 93‘670.10 x 100) bzw. gewichtet (vgl. E. 6.1.4 vorne) höchstens 37.89% 
(47.36% x 0.8). 

6.6 Mit Bezug auf den Aufgabenbereich wurde im Abklärungsbericht 
Haushalt vom 16. Juli 2018 (act. II 96 S. 2 ff.) mittels Betätigungsvergleich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 29

eine Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt von ungewichtet 6.9% 
bzw. gewichtet 1.38% ermittelt (S. 10). 

Der Bericht wurde vom spezialisierten Abklärungsdienst der Beschwerde-
gegnerin aufgrund einer Erhebung vor Ort am 4. Juli 2018 (S. 2) verfasst 
und erfolgte in Kenntnis der medizinischen Situation und namentlich der 
Berichte der RAD-Ärzte Dres. med. D.________ und E.________ (vgl. S. 
5). Ferner stützt sich das Ergebnis auf die Angaben der Beschwerdeführe-
rin zu den sozialen und erwerblichen Verhältnissen und zum Haushalt. Die 
im Abklärungsbericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben 
entspricht den Vorgaben der KSIH in der im Jahr 2018 gültigen Fassung 
(vgl. Rz. 3087). Die Gewichtung der einzelnen Aufgabenbereiche hält sich 
sodann innerhalb der dort angegebenen Bandbreiten und ist in Anbetracht 
der konkreten Umstände nicht zu beanstanden. Schliesslich ist der Be-
richtstext plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Einschränkun-
gen angemessen detailliert. Somit erfüllt der Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 16. Juli 2018 die rechtsprechungsgemässen Vorga-
ben an den Beweiswert solcher Berichte (vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547). Gegenteiliges wird in der Beschwerde denn auch nicht geltend 
gemacht. 

Demnach beträgt die Einschränkung im Aufgabenbereich Haushalt gewich-
tet 1.38% (6.9% x 0.2). 

6.7 Bei einer gewichteten Einschränkung von höchstens 37.89% im 
Erwerbsbereich (vgl. E. 6.5.5 vorne) und 1.38% im Haushaltsbereich (vgl. 
E. 6.6 hiervor) resultiert insgesamt ein IV-Grad von gerundet maximal 39% 
(vgl. E. 6.2.3 vorne; zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123), womit 
kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht (vgl. E. 4.2 vorne). Würde – 
entgegen dem Dargelegten (vgl. E. 6.1.3 vorne), jedoch entsprechend der 
erstmaligen Vorbringen der Beschwerdeführerin an der öffentlichen 
Schlussverhandlung – der Invaliditätsgrad nach Massgabe von Rz. 3078.1 
KSIH mittels Einkommensvergleich sowie mit ausschliesslicher Berücksich-
tigung des Erwerbsbereichs ermittelt, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 38% ([Fr. 93‘670.10 - Fr. 49‘310.15] x 0.8 / Fr. 93‘670.10), womit 
auch insoweit kein Rentenanspruch bestünde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 30

6.8 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 13. No-
vember 2018 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen, so-
weit darauf einzutreten ist. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘000.--, zu tragen. 
Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnom-
men. 

7.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die 
obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin nach 
allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz keinen 
Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 31

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt lic. iur. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin (samt 

Protokoll)
- IV-Stelle Bern (samt Protokoll)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 23. Mai 2019, IV/18/949, Seite 32

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.