# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9eb950fb-4f3c-571a-9207-349c6cf13740
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.06.2020 725 19 364/146
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-364-146_2020-06-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. Juni 2020 (725 19 364 / 146) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Formloser Abschluss des Grundfalles; Rückfall 
 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richterin Susanne Afheldt, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Serge Flury, Rechtsan-
walt, Kasinostrasse 38, 5000 Aarau 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

Beigeladene AXA Versicherungen AG, General Guisan-Strasse 40, Postfach 
357, 8401 Winterthur 
 

  
 
 
 

Betreff Leistungen  
 
 
 

 
 
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A. Die 1996 geborene A.____ war als Sachbearbeiterin für die B.____ AG tätig und in die-
ser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 20. März 2017 
beim Basketballspielen einen Schmerz im linken Knie verspürte. Die Untersuchung am nächsten 
Tag im Spital C.____ ergab einen Verdacht auf eine Läsion des Innenmeniskus links. Ossäre 
Läsionen waren auf dem Röntgenbild keine zu sehen. A.____ erhielt zur Schmerztherapie einen 
Inflamac Salbenverband sowie eine Klettschiene. Auf die Durchführung einer Magnetresonanzto-
mographie (MRT) wurde verzichtet. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und kam für die 
Heilbehandlung auf. Am 15. Juni 2018 verspürte A.____, die seit dem 1. Mai 2017 für die D.____ 
AG tätig und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (AXA) gegen die Folgen von Unfällen 
versichert ist, beim Joggen Schmerzen im linken Knie. Dies meldete sie der Suva am 17. Juni 
2018 als Rückfall zum Vorfall vom 20. März 2017 und später der AXA am 17. Juli 2018 als neues 
Ereignis, nachdem die Suva mit Schreiben vom 4. Juli 2018 mitgeteilt hatte, dass sie das Ereignis 
vom 15. Juni 2018 nicht als Rückfall betrachtete. Am 8. Oktober 2018 erfolgte ein operativer 
Eingriff am linken Knie, da die MRT-Untersuchung vom 2. Juli 2018 eine laterale und mediale 
Meniskusläsion ergeben hatte. Mit Verfügung vom 5. März 2019 verneinte die AXA einen An-
spruch auf Versicherungsleistungen mit der Begründung, dass es sich beim Ereignis vom 15. 
Juni 2018 nicht um einen Unfall gehandelt habe und die laterale und mediale Meniskusläsion als 
Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c des Bundesgesetzes über die Unfallversiche-
rung (UVG) vom 20. März 1981 vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. 
Mit Verfügung vom 25. März 2019 lehnte auch die Suva Leistungen ab, weil die rückfallweise 
geltend gemachten Kniebeschwerden links und die Operation vom 8. Oktober 2018 nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. März 2017 zurückzuführen seien. 
Dagegen erhoben A.____, die AXA und die E.____ als obligatorischer Krankenpflegeversicherer 
Einsprache. Mit Entscheid vom 7. Oktober 2019 wies die Suva die Einsprachen gestützt auf die 
ärztlichen Beurteilungen von Kreisarzt Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trau-
matologie des Bewegungsapparates, vom 14. November 2018 sowie vom 20. Februar 2019 und 
der Begründung ab, dass die Versicherte nach dem Ereignis vom 20. März 2017 nachweislich 
wieder fähig gewesen sei, regelmässig Sport zu treiben, was ausgeschlossen gewesen wäre, 
wenn die dokumentierten Meniskusverletzungen bereits damals entstanden wären. 
 
B. Gegen den ablehnenden Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsan-
walt Serge Flury, mit Eingabe vom 7. November 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht. Sie beantragte, der Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Suva 
sei anzuweisen, die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Zur Begründung wurde im Wesentli-
chen vorgebracht, dass es sich bei der Meniskusschädigung unbestrittenermassen um eine un-
fallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG handle. Bereits nach dem 
Ereignis vom 20. März 2017 sei die Verdachtsdiagnose einer Läsion des Innenmeniskus links 
gestellt worden. Im Weiteren habe nach diesem Ereignis in Bezug auf das linke Knie nie eine 
Beschwerdefreiheit bestanden. Namentlich bei sportlicher Betätigung sei die Schmerzsymptoma-
tik regelmässig aufgetreten. Folglich liege bei richtiger Betrachtung kein Rückfall, sondern nach 
wie vor der Grundfall vor, so dass die Suva für den Wegfall der Kausalität beweispflichtig sei. Der 
Meniskusschaden sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 20. März 2017 
zurückzuführen, allenfalls sei zu dieser Frage eine ärztliche Expertise einzuholen. 
 

 
 
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C. Mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2020 beantragte die Suva die Abweisung der Be-
schwerde. Gemäss den Beurteilungen von Kreisarzt Dr. F.____ sei es beim Joggen zu einer 
Innen- und Aussenmeniskusläsion im linken Kniegelenk der Versicherten gekommen. Diese Ver-
letzung sei eindeutig unfallbedingt und nicht degenerativer Natur. In Bezug auf die Thematik 
Grundfall / Rückfall sei anzumerken, dass der Fallabschluss auch formlos erfolgen könne. Das 
Ereignis vom 20. März 2017 sei zweifellos harmlos gewesen und der Heilverlauf günstig. Dem-
zufolge sei von einem formlosen Abschluss des Grundfalles auszugehen, womit es sich klarer-
weise hier um eine Rückfallfrage handle. Die Beweislast, dass die am 15. Juni 2018 erneut auf-
getretenen Beschwerden in einem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 20. März 2017 stän-
den, liege bei der Versicherten. Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhanges gelinge 
vorliegend nicht. 
 
D. Mit Verfügung vom 14. Januar 2020 lud das Gericht die AXA zum Verfahren bei. Mit 
Schreiben vom 13. Februar 2020 verzichtete die AXA auf eine ausführliche Stellungnahme und 
hielt daran fest, dass die Knieschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativer 
Natur sei, so dass eine Leistungspflicht der AXA nicht begründet werden könne. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann 
gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungs-
gericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren 
Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.___ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über 
die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- 
und formgerecht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 7. November 2019 ist demnach 
einzutreten.  
 
2. Vorliegend ist strittig, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht ihre Leistungspflicht abge-
lehnt hat. 
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. 

 
 
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2.2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Der äussere 
Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignisses; er ist Gegenstück 
zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache. Der äussere Faktor ist unge-
wöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen über-
schreitet (BGE 134 V 76). 
 
2.2.2 Zu prüfen ist, ob ein Zusammenhang zwischen den im Juni 2018 festgestellten Menis-
kusrissen und dem Vorfall vom 20. März 2017 besteht und eine Leistungspflicht der Suva für die 
Behandlung der Meniskusverletzung begründet werden kann. Auszugehen ist dabei vom ersten 
Ereignis vom 20. März 2017. Unbestritten ist, dass es sich dabei nicht um einen Unfall im Sinne 
von Art. 6 Abs. 1 UVG handelt, da der beschriebene Bewegungsablauf beim Basketballspiel (Ab-
springen und Landen) keine Programmwidrigkeit bzw. keine unkoordinierte Bewegung darstellt. 
 
2.3.1 Als Grundlage für eine Leistungspflicht der Suva kommt daher nur eine unfallähnliche 
Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG in Frage. Nach Art. 6 Abs. 2 UVG (in der ab 
1. Januar 2017 geltenden Fassung) wird der Unfallversicherer bei Vorliegen einer diagnostizier-
ten Listenverletzung (lit. a-h) grundsätzlich leistungspflichtig, solange er nicht den Nachweis dafür 
erbringt, dass die fragliche Listenverletzung vorwiegend, d.h. im gesamten Ursachenspektrum zu 
mehr als 50 %, auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist (vgl. BGE 146 V 51). Dies 
setzt voraus, dass er im Rahmen seiner Abklärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) nach Eingang 
der Meldung einer Listenverletzung die Begleitumstände der Verletzung genau abklärt. Bei der in 
erster Linie von medizinischen Fachpersonen zu beurteilenden Abgrenzungsfrage ist das ge-
samte Ursachenspektrum der in Frage stehenden Körperschädigung zu berücksichtigen. Nebst 
dem Vorzustand sind somit auch die Umstände des erstmaligen Auftretens der Beschwerden 
näher zu beleuchten. Die verschiedenen Indizien, die für oder gegen Abnützung oder Erkrankung 
sprechen, müssen aus medizinischer Sicht gewichtet werden (BGE 146 V 51). 
 
2.3.2 Es stellt sich die Frage, ob es sich beim Vorfall vom 20. März 2017 überhaupt um ein 
versichertes Ereignis handelt. Im einzigen ärztlichen Bericht zum Vorfall, demjenigen des Spitals 
C.____ vom 29. März 2017, wird – nachdem ossäre Läsionen ausgeschlossen worden waren - 
lediglich der Verdacht auf eine Läsion des Innenmeniskus links festgehalten. Da zur genaueren 
Diagnose keine MRT durchgeführt wurde, lässt sich im Nachhinein ein Meniskusriss und mithin 
eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 lit. c UVG nicht nachweisen. Zu dieser Feststellung ge-
langte auch der Vertrauensarzt der AXA, Dr. med. G.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 19. August 2019. Ein versicher-
tes Ereignis liegt folglich streng genommen nicht vor. Wie es sich damit verhält, kann letztlich 
aber offenbleiben. Die Suva ist für die primären Folgen des Vorfalls vom 20. März 2017 ohne 
weitere Abklärungen aufgekommen, was bei einer Bagatellunfallmeldung wie vorliegend nach-
vollziehbar ist. Eine heutige Leistungspflicht der Suva besteht aus nachfolgenden Gründen da-
gegen nicht, da der Grundfall (Vorfall März 2017) im Zeitpunkt der Meniskusverletzung im Juni 

 
 
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2018 bereits abgeschlossen war (E. 3.1 und 3.2) und ein Rückfall zu verneinen ist (E. 4.1 und 
4.2). 
 
3.1 Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (wei-
tere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4, Art. 124 der 
Verordnung über die Unfallversicherung [UVV] vom 20. Dezember 1982). Erlässt der Versicherer 
stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche 
Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 
134 V 145). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt indessen keine Leistungen mehr zur Dis-
kussion, kann der Unfallversicherer den Fall auch formlos abschliessen. Entscheidend ist dabei, 
ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine Behandlungs-
bedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen einer ex ante-Be-
trachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei kommt der Art 
der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag ein vergleichsweise 
harmloser Unfall mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit einen 
Anspruch auf Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten 
Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. Anderer-
seits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter demjenigen 
eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin 
an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat bzw. wenn Brückensymptome 
gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen 
(Urteile des Bundesgerichts vom 26. September 2008 E. 4.1, 8C_102/2008, E. 4.1 und vom 26. 
August 2008, 8C_433/2007, E. 2.3, je mit Hinweisen). 
 
3.2 Im vorliegenden Fall ist das Aufspringen und Landen beim Basketballspielen und die 
danach verspürten Knieschmerzen als harmloser Vorfall zu qualifizieren. Die Leistungen der 
Suva haben sich in der Übernahme der Kosten für die einmalige ärztliche Behandlung am 21. 
März 2017 erschöpft. Zwischen diesem Besuch im Spital C.____ vom 21. März 2017, bei dem 
neben der entzündungshemmenden Massnahmen sowie der Röntgenuntersuchung zum Aus-
schluss einer Fraktur keine weiteren Abklärungen beschlossen wurden, und dem erneuten Arzt-
besuch im Juli 2018 aufgrund der beim Joggen aufgetretenen Kniebeschwerden, lag weder eine 
Arbeitsunfähigkeit vor noch fand eine Behandlung statt. Die Versicherte behauptet zwar, nament-
lich beim Sport weiterhin unter Knieschmerzen gelitten zu haben. Eine ärztliche oder sonstige 
therapeutische Behandlung ist aber bis zum Vorfall vom 15. Juni 2018 nicht dokumentiert. Echt-
zeitliche Hinweise auf Brückensymptome fehlen somit gänzlich. Die Feststellungen in den späte-
ren Arztberichten (vgl. Bericht des Spitals C.____ vom 17. Juli 2018 und Bericht der Orthoklinik 
C.____ vom 22. Oktober 2018), dass die Versicherte nach dem Ereignis vom 20. März 2017 im-
mer wieder unter Knieschmerzen gelitten habe, geben schlicht die Angaben der Beschwerdefüh-
rerin wieder und sind beweismässig nur als Parteibehauptungen zu werten (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Mai 2018, 8C_900/2017, E. 3.2). Auch eine Befragung des Bruders und der 
Arbeitskollegin der Beschwerdeführerin – wie in der Beschwerde beantragt – würde zu keinen 
weiteren Erkenntnissen führen, da der Beweiswert ihrer Aussagen aufgrund ihrer persönlichen 
Nähe zur Versicherten fraglich ist. Der Antrag ist darum in antizipierter Beweiswürdigung abzu-
weisen (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 13. Juni 2019, 9C_810/2018, E. 5.4 und vom 23. 

 
 
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August 2019, 8C_276/2019, E. 5.2). In rechtlicher Hinsicht ist somit von fehlenden Brückensymp-
tomen nach einem harmlosen Vorfall auszugehen. Die Suva durfte folglich aufgrund der einmali-
gen ärztlichen Konsultation am 21. März 2017 den Grundfall formlos abschliessen.  
 
4.1 Zu beurteilen bleibt die Frage eines möglichen Rückfalles nach Art. 11 UVV. Ein Rückfall 
wird angenommen, wenn eine vermeintlich verheilte Gesundheitsschädigung wieder aufflackert, 
und Heilbehandlungen notwendig werden, oder es zu einer Arbeitsunfähigkeit kommt. Rückfälle 
schliessen begrifflich an ein bestehendes Ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungs-
pflicht des Unfallversicherers nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Be-
schwerden und der seinerzeit beim versicherten Ereignis erlittenen Gesundheitsschädigung ein 
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c; SVR 2003 UV 
Nr. 14 S. 43, U 86/02 E. 4). Die Beweislast liegt hier bei der versicherten Person. Diese Beweis-
regel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersu-
chungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumin-
dest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des Bundesge-
richts vom 14. April 2020, 8C_59/2020, E. 4). Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem 
Ereignis und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforde-
rungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis zu stellen (Urteil des Bundesgerichts vom 21. Au-
gust 2015, 8C_331/2015, E. 2.2.2). 
 
4.2 Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs kann vorliegend nicht erbracht wer-
den, weil es bereits an einer klaren Diagnose für den Grundfall fehlt (vgl. Bericht von Dr. G.____ 
vom 19. August 2019, S. 8). Im Nachhinein lässt sich – auch durch weitere medizinische Abklä-
rungen – eine Schädigung des Meniskus beim ersten Ereignis vom 20. März 2017 nicht belegen, 
da Vergleichsbilder fehlen. Die Beschwerde ist folglich wegen Beweislosigkeit abzuweisen. Doch 
selbst wenn davon auszugehen wäre, dass das Ereignis vom 20. März 2017 bereits den Menis-
kus betroffen hätte, ist fraglich, ob 15 Monate später der Nachweis erbracht werden könnte, dass 
der im Juni 2018 dokumentierte Meniskusschaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in ei-
nem kausalen Verhältnis zu den damaligen Beschwerden steht. 
 
5. Es bleibt somit über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos. Es sind deshalb keine Verfahrenskosten zu 
erheben. Dem Prozessausgang entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.