# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1fc0ddb1-7cd4-58b8-8212-73c922527f91
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2010 C-5509/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5509-2008_2010-09-02.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5509/2008/mes/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Johannes Frölicher, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 30. Juli 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5509/2008

Sachverhalt:

A.
Der 1962 geborene, in seiner Heimat Österreich wohnhafte X._______ 
(im Folgenden: Versicherter  oder Beschwerdeführer)  leistete gemäss 
Auszug  aus  dem  individuellen  Konto  vom  18.  April  2006  zwischen 
1982  und  2005  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV;  Vorakten  [ im 
Folgenden: act.]  5 und 8). Zuletzt  war er  vom 3. Juli  2001 bis  Ende 
Februar  2006 in seiner Eigenschaft  als  Grenzgänger bei  der Einzel -
unternehmung B._______ (im Folgenden: Arbeitgeberin) in B._______ 
als Kunststoffverarbeiter angestellt (act. 10).

B.
Wegen eines am 15. Juni  2005 erlittenen Verkehrsunfalls  wurde der 
Versicherte  arbeitsunfähig.  Am 30.  März  2006  meldete  er  sich  zum 
Bezug  von  Leistungen  der  Invalidenversicherung  (IV)  in  Form  von 
beruflichen Massnahmen an, wobei sich das Datum des Eingangs des 
Gesuches bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen ( im Folgenden: IV-
Stelle  SG)  nicht  ermitteln  lässt  (vgl.  immerhin  den  Hinweis  "Per-
sonalien  geprüft  am 11.  April  2006"  auf  dem Anmeldeformular).  Als 
Behinderungen  erwähnte  der  Beschwerdeführer  gesundheitliche  Be-
einträchtigungen  des  Unterschenkels  und  des  linken  Knies  (act.  1). 
Nach Einholung mehrerer medizinischer Dokumente (act. 11, 17 und 
23) beauftragte die IV-Stelle SG am 6. Februar 2007 das C._______ 
(im  Folgenden: C._______)  mit  einer  bidisziplinären  Begutachtung 
(act. 26); die entsprechenden Gutachten datieren vom 17. resp. 25. Juli 
2007  (act.  28  und  29).  Nachdem diese  Expertisen  dem Regionalen 
Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme unterbreitet worden waren 
und Dr. med. D._______, Facharzt  für  Innere Medizin,  Physikalische 
Medizin/Rehabilitation sowie Rheumatologie,  am 19. September 2007 
eine  Stellungnahme  abgegeben  hatte  (act.  31),  wurde  gleichentags 
der Eingliederungsberatung ein Abklärungsauftrag erteilt  (act. 32). In 
der Folge trat der Versicherte am 7. Februar 2008 eine neue Stelle als 
Mitarbeiter/Staplerfahrer  an,  worauf  die  Eingliederungsberatung  am 
11. März 2008 in ihrem Schlussbericht  den Fallabschluss beantragte 
(act. 41 bis 43); die entsprechende Mitteilung wurde am 29. Mai 2008 
erstellt (act. 48). 

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C.
Mit Vorbescheid vom 29. Mai 2008 wurde dem Versicherten eine vom 
1. Juni 2006 bis zum 31. Dezember 2006 befristete ganze IV-Rente in 
Aussicht  gestellt  (act.  49  und  50).  Nachdem  dieser  hiergegen  am 
10. Juni 2008 seine Einwendungen vorgebracht (act. 52) und der RAD-
Arzt Dr. med. E._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, am 15. Juli 
2008  keinen  medizinischen  Grund  für  eine  Abweichung  vom beab-
sichtigten  Verfügungsinhalt  gesehen  hatte  (act.  53),  erliess  die  IV-
Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (im  Folgenden:  Vorinstanz)  am 
30. Juli 2008 eine dem Vorbescheid vom 29. Mai 2008 entsprechende 
Verfügung (act. 56).

D.
Die  hiergegen  vom  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 23.  August 
2008  beim  Versicherungsgericht  des  Kantons  St.  Gallen  erhobene 
Beschwerde  wurde  mit  Schreiben  vom  27.  August  2008  zuständig-
keitshalber  dem Bundesverwaltungsgericht  zur  weiteren  Behandlung 
überwiesen (Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 1). 

Der  Beschwerdeführer  beantragte  unter  anderem,  es  sei  sein  An-
spruch auf eine ganze IV-Rente bis September 2007 sowie auf  eine 
Viertelsrente  bis  Januar  2008  festzustellen;  darüber  hinaus  sei  der 
Invaliditätsgrad  (im  Folgenden  auch: IV-Grad)  zu  bestimmen. Weiter 
machte er einen Verzugszins von 5 % auf dem effektiv geschuldeten 
Rentenbetrag geltend und behielt sich die Stellung eines Gesuchs um 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung vor.

Zur  Begründung  wurde  im  Wesentlichen  ausgeführt,  es  sei  nicht 
nachvollziehbar, weshalb bereits ab dem 1. Januar 2007 wieder volle 
Arbeitsfähigkeit  vorliegen  soll.  Die  retrospektive  Festlegung  der 
Arbeitsfähigkeit  sei  in  keiner  Weise rechtmässig. Die  Gutachten des 
C._______  gäben  keinen  Aufschluss  über  den  massiv  schlechteren 
Gesundheitszustand  zu  Beginn  des  Jahres  2007,  weshalb  bis  zum 
30. September  2007  von einer  Arbeitsunfähigkeit  von 100  % auszu-
gehen sei. Im einen Teilgutachten des C._______ werde festgehalten, 
dass Dr. med. F._______ eine Arbeitsfähigkeit bei adaptierter Tätigkeit  
von  80 %  nur  unter  Ausblendung  der  Einschränkungen  seitens  des 
orthopädischen  Fachgebiets  festgestellt  habe.  Um  eine  verlässliche 
medizinisch-theoretische  Aussage  zu  erhalten,  müsse  das 
orthopädische  Fachgebiet  in  quantitativer  und  qualitativer  Hinsicht 
eingeschlossen  werden. Nach  eindeutigen  orthopädischen  Befunden 

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wäre zu erwarten, dass die Würdigung im Hauptgutachten eine deut-
lich höhere Arbeitsunfähigkeit  ergebe. Dr. med. G._______ hingegen 
belasse die Arbeitsfähigkeit aus bidisziplinärer Sicht bei 80 %, was in 
Anbetracht  der  klar  objektivierten  orthopädischen  Diagnosen  nicht 
nachvollziehbar  sei.  Im Widerspruch  dazu  stelle  er  selber  eine  Ein-
schränkung  der  körperlichen  Leistungsfähigkeit  fest.  Auch  sei  die 
Schmerzsituation  nicht  angemessen  berücksichtigt  worden.  Der 
Arbeitsunfähigkeitsgrad  sei  auch  ab  dem  1.  Oktober  2007  auf 
mindestens 40 % festzulegen. Den Gutachtern hätten keine aktuellen 
externen medizinischen Unterlagen zur Verfügung gestanden. Die be-
handelnde Fachpsychologin habe die Arbeitsfähigkeit im Mai 2007 auf 
maximal  40 bis  50 % geschätzt. Das Gutachten sei  nicht  vollständig 
und komme bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit zu nachweislich 
falschen Schlussfolgerungen. Es sei keine abrupte Verbesserung des 
Gesundheitszustands  eingetreten,  weshalb  die  Voraussetzungen  für 
die  Einleitung  einer  Revision  frühestens  per  1. Oktober  2007  erfüllt 
seien. Die IV-Stelle SG wäre ab September 2007 verpflichtet gewesen, 
ihn  vor  Festlegung  des  IV-Grades  entweder  beruflich  abklären  zu 
lassen oder konkrete berufliche Massnahmen einzuleiten.

E.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom 24. Oktober  2008  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde (B-act. 3).

Zur Begründung verwies sie auf die Stellungnahme der IV-Stelle SG 
vom 20. Oktober  2008. Darin  wurde im Wesentlichen ausgeführt,  im 
Gutachten  werde  eine  Arbeitsunfähigkeit  ab  15.  Juni  2005  bis  auf 
weiteres  bestätigt.  Die  vom  Beschwerdeführer  genannte  Arbeitsun-
fähigkeit  beziehe sich auf  die angestammte Tätigkeit,  welche für  die 
Ermittlung  der  Erwerbsunfähigkeit  nicht  von  Bedeutung  sei.  Die 
Arbeitsfähigkeit  in  einer  dem  Leiden  angepassten  Tätigkeit  betrage 
seit  dem  1.  Januar  2007  nachweislich  80 %.  Der  RAD  habe  nach-
vollziehbar  dargelegt,  warum seines Erachtens seit  Januar  2007 ein 
stabiler  postoperativer  Zustand  und  somit  auch  eine  markante  Ver-
besserung  vorgelegen  habe. Die  Festlegung  der  Arbeitsfähigkeit  sei 
somit  auch nicht  unrechtmässig rückwirkend erfolgt,  sondern sei  mit 
den  vorliegenden  Unterlagen  sowie  dem  Wissen  über  allgemeine 
postoperative  Verläufe  belegt.  Zudem hätten  die  Gutachter  Kenntnis 
von sämtlichen der IV zur Verfügung stehenden medizinischen Akten 
gehabt.  Dr.  med.  F._______  habe  zurecht  die  orthopädischen  Ein-
schränkungen ausgeblendet,  habe er  doch als  Psychiater  in  seinem 

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Gutachten  nur  zu  den  psychiatrischen  Einschränkungen  Stellung 
nehmen dürfen. Der Orthopäde habe seinerseits in seinem Gutachten 
nicht  zu  psychiatrischen  Fragen  Stellung  zu  nehmen  gehabt.  An-
lässlich einer Konsensbesprechung hätten die Fachärzte die gesamt-
haft vorliegende Arbeitsfähigkeit festgelegt. Auch der eingereichte Be-
richt  von  Frau  H._______  ändere  daran  nichts.  Nachdem  die 
Schweizerische  Unfallversicherungsanstalt  (im  Folgenden: Suva)  für 
die beruflichen Massnahmen zuständig gewesen sei,  habe sich eine 
zusätzliche Aktivität seitens der IV erübrigt. Ausserdem sei die beruf -
liche Wiedereingliederung mit der neuen Anstellung erfolgreich durch-
geführt  worden. Der  ermittelte  IV-Grad  von  16 % sei  korrekt.  Hinzu 
komme, dass auch die Suva lediglich eine Erwerbsunfähigkeit  von 5 
bis  11 %  habe  feststellen  können.  In  Berücksichtigung  der  erfolg-
reichen  Wiedereingliederung  sei  diese  Versicherung  jedoch  bereit 
gewesen,  eine  Erwerbsunfähigkeitsrente  auf  der  Basis  einer 
Erwerbseinbusse  von  12 %  zu  entrichten  (Suva-Verfügung  vom  30. 
Mai 2008).

F.
Mit  Zwischenverfügung  vom  29.  Oktober  2008  wurde  der  Be-
schwerdeführer  unter  Hinweis  auf  die  Säumnisfolgen  aufgefordert, 
einen Kostenvorschuss von Fr. 400.- zu leisten (B-act. 4); diese Ver-
fügung  konnte  dem  Beschwerdeführer  nicht  zugestellt  werden  (B-
act. 5).

G.
Im Anschluss an ein Telefonat vom 1. Dezember 2008 (B-act. 6) und 
nachdem der Beschwerdeführer mit  Eingabe vom 1. Dezember 2008 
um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege ersucht hatte 
(B-act. 7), wurde er wiederum unter Hinweis auf die Säumnisfolgen mit 
Zwischenverfügung vom 4. Dezember 2008 – mit welcher die Ziffern 3 
und 4 des Dispositivs der Zwischenverfügung vom 29. Oktober 2008 
aufgehoben wurde – aufgefordert,  das Formular "Gesuch um unent-
geltliche  Rechtspflege"  ausgefüllt  und  mit  den  nötigen  ergänzenden 
Beweismitteln  versehen dem Bundesverwaltungsgericht  einzureichen 
(B-act. 8); die entsprechenden Dokumente gingen am 6. Januar 2008 
ein (B-act. 9).

H.
Mit  prozessleitender  Verfügung  vom  29.  Januar  2009  schloss  der 
Instruktionsrichter den Schriftenwechsel (B-act. 10).

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I.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 
Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Der Beschwerdeführer wohnt seit seiner Geburt in Österreich und 
arbeitet als Grenzgänger in der Schweiz. Wie die Zuständigkeitsregel 
von  Art. 40  Abs.  2  der  Verordnung  vom  17.  Januar  1961  über  die 
Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) vorsieht, hat die IV-Stelle SG, 
in  deren  Tätigkeitsgebiet  der  Versicherte  in  seiner  Eigenschaft  als 
Grenzgänger  bei  der  früheren  Arbeitgeberin  eine  Erwerbstätigkeit 
ausgeübt hat, in korrekter Weise die Anmeldung für Leistungen der IV 
entgegengenommen  und  geprüft,  während  die  Vorinstanz  die  ange-
fochtene Verfügung vom 30. Juli 2008 (act. 56) erlassen hat.

Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen – auch betreffend Leis-
tungsansprüche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern – gehören 
jene  der  IVSTA,  welche  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungs-
gerichts darstellt  (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b 
des  Bundesgesetzes  vom  19.  Juni  1959  über  die  Invalidenver-
sicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2, 3. Satz und Art.  40 
Abs. 3 IVV). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist  in casu 
nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.2 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
60 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Als Adressat der angefochtenen 
Verfügung vom 30. Juli 2008 ist der Beschwerdeführer berührt und hat 
ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung 
(vgl. Art.  59  ATSG).  Zusammenfassend  ergibt  sich,  dass  sämtliche 
Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind,  weshalb  auf  die  Beschwerde 
einzutreten ist.

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1.3 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt  (vgl. 
Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversiche-
rungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss 
Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die bundes-
gesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn  und 
soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze es  vorsehen. Nach 
Art.  1  IVG  sind  die  Bestimmungen  des  ATSG auf  die  Invalidenver-
sicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht aus-
drücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach den 
allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher Hin-
sicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grundsätz-
lich  diejenigen  Rechtssätze  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 30. Juli 
2008, mit welcher dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Juni 2006 bis 
31.  Dezember  2006  bei  einem  IV-Grad  von  100 %  eine  befristete 
ganze IV-Rente zugesprochen worden war. Streitig und zu prüfen ist 
der  Rentenanspruch  des  Beschwerdeführers  und  in  diesem  Zu-
sammenhang, ob der Sachverhalt insbesondere in medizinischer Hin-
sicht rechtsgenüglich abgeklärt und gewürdigt worden war. 

Durch den Umstand, dass der Beschwerdeführer sowohl die Abstufung 
als  auch  die  Befristung  der  Rente  angefochten  hat,  wird  der  Ver-
fahrensgegenstand  und  damit  die  richterliche  Überprüfungsbefugnis 
nicht in dem Sinne eingeschränkt,  dass die unbestritten gebliebenen 
Rentenbezugszeiten  von  der  richterlichen  Prüfung  ausgenommen 
blieben (BGE 125 V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a). 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.
Im Folgenden sind vorab die im vorliegenden Verfahren anwendbaren 
Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen.

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2.1 Der Beschwerdeführer ist  österreichischer Staatsangehöriger  mit 
Wohnsitz  in  Österreich,  so  dass  vorliegend  das am 1. Juni  2002  in 
Kraft  getretene  Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eid-
genossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemeinschaft 
andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeits-
abkommen,  im  Folgenden:  FZA,  SR  0.142.112.681)  anwendbar  ist 
(Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmungen über die Personen-
freizügigkeit  im  Abkommen  zur  Änderung  des  Übereinkommens  zur 
Errichtung der  EFTA, in  Kraft  seit  1. Juni  2002). Das Freizügigkeits-
abkommen  setzt  die  verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen 
Abkommen  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und 
den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union insoweit  aus, 
als darin derselbe Sachbereich geregelt  wird (Art. 20 FZA). Gemäss 
Art.  8  Bst.  a  FZA  werden  die  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  ko-
ordiniert,  um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der 
Vertragsstaaten zu gewährleisten. Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung 
(EWG)  Nr.  1408/71  des  Rates  vom  14.  Juni  1971  (SR  0.831. 
109.268.1) haben die Personen, die im Gebiet  eines Mitgliedstaates 
wohnen,  für  die  diese  Verordnung  gilt,  die  gleichen  Rechte  und 
Pflichten  aufgrund  der  Rechtsvorschriften  eines  Mitgliedstaates  wie 
die  Staatsangehörigen  dieses  Staates  selbst,  soweit  besondere  Be-
stimmungen dieser Verordnung nichts anderes vorsehen. Dabei ist im 
Rahmen  des  FZA  und  der  Verordnung  auch  die  Schweiz  als  "Mit -
gliedstaat"  zu  betrachten  (Art.  1  Abs.  2  von  Anhang  II  des  FZA). 
Demnach  richtet  sich  die  Bestimmung  der  Invalidität  und  die  Be-
rechnung der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten des FZA nach 
schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4).

2.2 Am  1.  Januar  2008  sind  im  Rahmen  der  5.  IV-Revision  Ände-
rungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. 
Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrecht-
licher  Regelungen – grundsätzlich  diejenigen Rechtssätze massgeb-
lich  sind,  die  bei  der  Erfüllung  des  rechtlich  zu  ordnenden  oder  zu 
Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 
Erw. 3.1.1, 131 V 11 Erw. 1), ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis 
zum  31. Dezember  2007  aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem 
Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 
130 V 445).

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Die  5. IV-Revision  brachte  für  die  Invaliditätsbemessung  keine  sub-
stanziellen  Änderungen  gegenüber  der  bis  zum 31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelung 
ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts  [im  Folgenden: BGer]  8C_373/2008  vom 28. August 
2008  Erw. 2.1).  Neu  normiert  wurde  dagegen  der  Zeitpunkt  des 
Rentenbeginns,  der  –  sofern  die  entsprechenden  Anspruchsvoraus-
setzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung 
der  5. IV-Revision)  frühestens  sechs  Monate  nach  Geltendmachung 
des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Trat der 
Versicherungsfall allerdings vor dem 1. Januar 2008 ein und wurde die 
Anmeldung bis spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht, so gilt 
das alte Recht (so auch das Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes 
für Sozialversicherungen vom 12. Dezember 2007 [5. IV-Revision und 
Intertemporalrecht]). 

Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene  Vor-
schriften  Anwendung,  die  bei  Eintritt  des  Versicherungsfalles, 
spätestens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 30. Juli 2008 in Kraft 
standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt 
bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines 
allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das 
IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 
2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung 
vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den 
entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 
und  2007  5155]).  Hinsichtlich  des  Zeitpunkt  des  Rentenbeginns  gilt  
das alte Recht, da vorliegend der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 
2008 eingetreten ist und sich der Beschwerdeführer vor dem 31. De-
zember 2008 angemeldet hat.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  oder  Ein-
gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen 
Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 

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2009, Art. 8 Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im 
weiteren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der 
Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen  auch  psychische  Gesundheitsschäden  eine  Invalidität  bewirken 
(Art.  8  i.V.m. Art.  7  ATSG). Nicht  als  Folgen eines psychischen Ge-
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als 
relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die ver-
sicherte Person bei  Aufbietung allen guten Willens,  die verbleibende 
Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des For-
derbaren  wird  dabei  weitgehend  objektiv  bestimmt  (BGE  131  V  49 
E. 1.2 mit Hinweisen, 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2007 IV Nr. 47 S. 154 
E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 
trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähig-
keit  auf  dem  ihr  nach  ihren  Fähigkeiten  offen  stehenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  zu  verwerten,  und  ob  dies  für  die  Gesell-
schaft  tragbar  ist.  Dies  ist  nach  einem  weitgehend  objektivierten 
Massstab zu prüfen (BGE 127 V 294 E. 4c  in  fine,  102 V 165; AHI 
2001 S. 228 E. 2b).

Grundlage für  die Bemessung der Invalidität  bildet  die trotz gesund-
heitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit  im ver-
sicherten Tätigkeitsbereich. Die Annahme eines psychischen Gesund-
heitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und 
Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege artis auf die 
Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy-
chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396). Eine solche Dia-
gnose  ist  eine  rechtlich  notwendige,  aber  nicht  hinreichende  Be-

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dingung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 V 
65 E. 3.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer  Behandlung,  von  der  versicherte  Person  willens-
mässig erwartet werden kann, trotz des Leidens zu arbeiten (BGE 127 
V  294  E.  5a).  Diese  Frage  beurteilt  sich  nach  einem  weitgehend 
objektivierten Massstab (BGE 127 V 294 E. 4b/cc; vgl. auch Art. 7 Abs. 
2 ATSG in der am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Fassung).

Die Therapierbarkeit oder Behandelbarkeit einer psychischen Störung 
sagt – für sich allein betrachtet – nichts über deren invalidisierenden 
Charakter aus. Für die Entstehung des Anspruchs auf eine Invaliden-
rente im Besonderen ist  immer und einzig vorausgesetzt,  dass wäh-
rend  eines  Jahres  (ohne  wesentlichen  Unterbruch)  eine  mindestens 
40%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 6 ATSG) nach Art. 29 Abs. 1 lit. b 
IVG (seit 1. Januar 2008: Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) bestanden hat und 
eine  anspruchsbegründende  Erwerbsunfähigkeit  (vgl.  Art.  7  ATSG) 
gemäss Art. 16 ATSG oder Art. 8 Abs. 3 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 2bis 

und 2ter IVG (seit 1. Januar 2008: Art. 28a Abs. 2 und 3 IVG) weiterhin 
besteht (BGE 127 V 298 Erw. 4c).

2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-
sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) wer-
den  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die 
Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so-
fern sie in  einem Mitgliedstaat  der EU Wohnsitz  haben (BGE 130 V 
253 E. 2.3 und 3.1). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts  (EVG; seit  1.  Januar  2007: BGer)  stellt  diese 
Regelung nicht  eine blosse Auszahlungsvorschrift,  sondern eine be-
sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

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2.6 Nach Art. 48 IVG (mit Wirkung ab dem 1. Januar 2008 aufgehoben 
[5. IV-Revision; AS 2007 5129]) erlischt der Anspruch auf Nachzahlung 
mit dem Ablauf von fünf Jahren seit Ende des Monats, für welchen die 
Leistung geschuldet war (Abs. 1). Meldet sich jedoch ein Versicherter 
mehr  als  zwölf  Monate  nach  Entstehen  des  Anspruchs  zum  Leis-
tungsbezug,  so  werden  die  Leistungen  lediglich  für  die  zwölf  der 
Anmeldung  vorangehenden  Monate  ausgerichtet  –  abgesehen  von 
einer Ausnahme, die vorliegend ohne Belang ist.

Vorliegend  ist  demnach  zu  prüfen,  ob  und  in  welchem Umfang  der 
Beschwerdeführer seit dem 30. März 2005, d.h. zwölf Monate vor der 
Anmeldung zum Leistungsbezug (das Eingangsdatum des Gesuches 
ergibt  sich aus den Akten nicht  und kann daher  nicht  berücksichtigt 
werden,  vgl.  Bst. B.  hiervor),  Anspruch  auf  Leistungen  der  IV  hatte 
oder ob ein solcher Anspruch danach bis  zum Erlass der angefoch-
tenen Verfügung (30. Juli  2008)  entstanden bzw. wieder  weggefallen 
ist.

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen  beruht,  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben  worden  ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beur-
teilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schluss-
folgerungen des Experten begründet  sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a).

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Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen 
ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der  befragte 
Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht, 
lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf  Befangenheit 
schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände,  welche  das 
Misstrauen  in  die  Unparteilichkeit  der  Beurteilung  objektiv  als  be-
gründet erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen der RAD oder der ärztlichen Dienste kann für den 
Fall, dass ihnen materiell  Gutachtensqualität zukommen soll,  nur ab-
gestellt  werden,  wenn  sie  den  allgemeinen  beweisrechtlichen  An-
forderungen  an  einen  ärztlichen  Bericht  genügen  (Urteil  des  EVG 
I 694/05  vom  15.  Dezember  2006  E.  2).  Die  RAD-Ärzte  müssen 
sodann über  die  im Einzelfall  gefragten persönlichen und fachlichen 
Qualifikationen verfügen (Urteile des BGer I 142/07 vom 20. November 
2007 E. 3.2.3 und I 362/06 vom 10. April 2007 E. 3.2.1), spielt doch die 
fachliche  Qualifikation  des  Experten  für  die  richterliche  Würdigung 
einer  Expertise  eine  erhebliche  Rolle.  Bezüglich  der  medizinischen 
Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen sich Verwaltung und Gerichte 
auf  die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Deshalb  ist 
für  die  Eignung  eines  Arztes  als  Gutachter  in  einer  bestimmten 
medizinischen Disziplin ein entsprechender spezialärztlicher Titel des 
berichtenden  oder  zumindest  des  den  Bericht  visierenden  Arztes 
vorausgesetzt (Urteil des EVG I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a).

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht 
wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt  der RAD für  die Beurteilung der 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Be-
darf"  selber  ärztliche  Untersuchungen  durch.  In  den  übrigen  Fällen 
stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen 
ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich 
ein  Grund,  um einen RAD-Bericht  in  Frage zu stellen. Dies  gilt  ins-
besondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest -
stehenden medizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche 
Befassung  mit  der  versicherten  Person  in  den  Hintergrund  rückt 
(vgl. Urteile des BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1 sowie 
I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, beide mit Hinweisen).

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3.
Die IVSTA stützte  sich im Rahmen des Erlasses der  angefochtenen 
Verfügung  vom  30.  Juli  2008  insbesondere  auf  das  bidisziplinäre 
C._______-Gutachten der Dres. med. G._______ und F._______ vom 
17. bzw. 25. Juli  2007  (act.  28  und  29),  welches  vom RAD-Arzt  Dr. 
med. D._______ (Facharzt für  Innere Medizin, Physikalische Medizin/ 
Rehabilitation sowie Rheumatologie) einer Prüfung unterzogen worden 
ist  (act.  31).  Diese  medizinischen  Dokumente  sind  nachfolgend  zu-
sammengefasst wiederzugeben und zu würdigen.

3.1 Dr. med. G._______,  Facharzt  für  Orthopädie,  stellte  in  seinem 
Gutachten vom 17. Juli  2007 folgende Diagnosen mit  Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit: einen Status nach mehrfacher Osteosynthese 
einer  Condylenfraktur  lateral  sowie des medialen Tibiakopfs und der 
proximalen  Fibula  links  mit  leichter  medialer  Instabilität  und 
Varusalignement  der  linken  unteren  Extremität  und  Beinverkürzung. 
Weiter  diagnostizierte  Dr. med. G._______  eine  Präadipositas,  eine 
Anpassungsstörung  sowie  eine  beinbetonte  Polyneuropathie  und 
führte aus, der Versicherte sei ab dem 15. Juni 2005 bis auf weiteres 
zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. Körperlich schwere Tätigkeiten in 
kalter  und feuchter  Umgebung, die  vorwiegend stehend und gehend 
ausgeübt werden müssten und mit häufigem Heben von Gegenstän-
den über 15 kg sowie häufigem Knien verbunden seien, und bei denen 
regelmässig  auf  unebenem  Boden  gegangen  werden  müsse,  seien 
auch im Begutachtungszeitpunkt nicht mehr vollumfänglich zumutbar. 
Die  Arbeitsfähigkeit  in  der  angestammten  Tätigkeit  als  Kunststoff-
schäumer  betrage  bei  voller  Stundenpräsenz  zirka  40 %  –  aus 
psychiatrischer  Sicht  zirka  70 %.  Körperlich  leichte  Tätigkeiten  in 
temperierten  Räumen,  die  abwechslungsweise  sitzend  und  stehend 
durchgeführt  werden könnten,  ohne dass dabei  regelmässig Gegen-
stände über 25 kg gehoben oder getragen werden müssten und keine 
knienden  Positionen  eingenommen  und  auf  unebenem  Boden  ge-
gangen  werden  müsste,  seien  bei  voller  Stundenpräsenz  zu  zirka 
80 % zumutbar. Aus bidisziplinärer Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit in 
der  angestammten  Tätigkeit  gesamthaft  bei  voller  Stundenpräsenz 
40 % und in einer leidensangepassten Verweisungstätigkeit 80 %. Die 
lumbalen  Schmerzen  sollten  mit  einer  deutlichen  Gewichtsreduktion 
sowie  einer  Tonisierung  der  paravertebralen  Muskulatur  zunächst 
mittels  Physiotherapie  und  anschliessend  in  einer  medizinischen 
Trainingstherapie  behandelt  werden.  Die  Therapie  der  Kniegelenks-
schmerzen links bestehe primär in einer Reduktion des Gewichts zur 

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verminderten  Belastung  des  medialen  Kompartiments  des  linken 
Kniegelenks, der Verabreichung nichtsteroidaler Antirheumatika sowie 
einer  Spritzenbehandlung. Bei  Persistenz der  Beschwerden und ent-
sprechendem  Leidensdruck  sei  eventuell  die  Achsenkorrektur  zur 
Reduktion der Belastung des medialen Kompartiments indiziert. Durch 
solche medizinischen Massnahmen könne eventuell eine leichte Stei-
gerung der Arbeitsfähigkeit erzielt werden. 

Der Neurologe und Psychiater  Dr. med. F._______ diagnostizierte in 
seinem Gutachten vom 25. Juli 2007 eine Anpassungsstörung (ICD-10: 
F43.2), eine beinbetonte Polyneuropathie (ICD-10: G63.8) sowie eine 
sensomotorische  Peronaeusläsion  links  (ICD-10:  G57.3)  und  be-
richtete weiter, nach der Anamnese habe vor etwa 18 Monaten ein in 
der Rückschau als etwa "mittelgradig" ausgeprägt anzusehendes de-
pressives  Syndrom  bestanden.  Dieses  Beschwerdebild  sei  in  zeit-
lichem  Zusammenhang  mit  einer  psychiatrisch-medikamentösen 
Therapie und Psychotherapie offenbar abgeklungen. Unter bewusster, 
medizinisch-theoretischer  Ausblendung  der  orthopädischen 
Einschränkungen – insbesondere bezüglich des linken Kniegelenks – 
betrage die Arbeitsfähigkeit aus neurologisch-psychiatrischer Sicht in 
der  angestammten  Tätigkeit  70 % (normales  Vollpensum,  reduzierte 
Leistung)  und  in  einer  angepassten  Verweisungstätigkeit  (kein 
Zeitdruck, keine Mehrfachbelastung, regelmässige Pausen) 80%.

Dr.  med.  D._______  führte  in  seiner  Stellungnahme  vom  19. 
September  2007  für  den  RAD  vorab  aus,  die  Qualität  des 
bidisziplinären C._______-Gutachtens sei  genügend,  so  dass darauf 
abgestellt  werden  könne.  Weiter  listete  er  die  von  den  Gutachtern 
abgegebene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf und erwähnte, diese 
würden  sich  nicht  über  den  Zeitpunkt  des  Beginns  der 
Arbeits(un)fähigkeit  äussern. Zu erwähnen sei,  dass  die Fraktur  aus 
Sicht  des  Orthopäden  aktuell  konsolidiert  erscheine.  Leider  habe 
dieser  kaum  Ausführungen  zum  Verlauf  der  Fraktur,  insbesondere 
nach  der  letzten  Operation  im  Juni  2006,  gemacht.  Aufgrund  des 
Frakturtyps und der letzten Operation mit Unterfütterung mit autologer 
Spongiosa  müsse  davon  ausgegangen  werden,  dass  ein  stabiler 
Gesundheitszustand  frühestens  ein  halbes  Jahr  postoperativ 
eingetreten  sei,  das  heisse  ab  Januar  2007.  Der  Beginn  der 
Arbeitsfähigkeit von 40 % in der angestammten Tätigkeit und 80 % in 
einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit sei demnach der Januar 
2007 (vorher keine Arbeitsfähigkeit von Mai 2005 bis Dezember 2006).

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3.2 Vorab  ist  festzustellen,  dass  die  vorstehend  zusammengefasst 
wiedergegebenen  Gutachten  der  Dres.  med.  G._______  und 
F._______ die an den vollen Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens 
gestellten  Kriterien  erfüllen.  Insbesondere  sind  sie  für  die  streitigen 
Belange  umfassend,  beruhen  auf  allseitigen  Untersuchungen, 
berücksichtigen  auch  die  geklagten  Beschwerden  und  wurden  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Sie sind zudem in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der  medizinischen  Situation  einleuchtend  und  in  den 
Schlussfolgerungen  begründet,  so  dass  darauf  abgestellt  werden 
kann.  Demnach  lässt  sich  der  gesundheitliche  Zustand  des 
Beschwerdeführers  im  vorliegenden  Verfahren  schlüssig  und 
zuverlässig  beurteilen  (vgl.  zum  Ganzen  E. 2.6  hiervor)  und  den 
Expertisen  kommt  volle  Beweiskraft  zu  (vgl. BGE  125  V  353  Erw. 
3b/bb).  Weitere  medizinische  Abklärungen  sind  nicht  geboten 
(antizipierte  Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV  Nr. 10  Erw. 4b mit 
Hinweisen).

Es  ist  nicht  von  der  Hand  zu  weisen,  dass  eine  retrospektive  Be-
urteilung  der  Arbeitsunfähigkeit  schwierig  ist.  Entsprechende  Begut-
achtungen  müssen  daher  erhöhten  Ansprüchen  genügen,  was beim 
schlüssigen  und  überzeugenden bidisziplinären  Gutachten  der  Dres. 
med.  G._______  und  F._______  zweifelsfrei  der  Fall  ist.  Der 
Argumentation des Versicherten, wonach die retrospektive Festlegung 
der Arbeitsfähigkeit unrechtmässig sei, kann unter diesen Umständen 
nicht gefolgt werden.

In  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  ist  zudem  nicht  zu  bean-
standen,  dass  Dr.  med.  F._______  die  Einschränkungen  des 
Beschwerdeführers auf orthopädischem Gebiet ausgeblendet und nur 
diejenigen auf seinem Fachgebiet beurteilt hat. Dies entsprach seinem 
Gutachtensauftrag als  Experte auf  den Fachgebieten der Neurologie 
und  Psychiatrie.  Entgegen  der  Auffassung  des  Beschwerdeführers 
wurden  die  in  orthopädischer  Hinsicht  vorliegenden  Gesundheits-
beeinträchtigungen sehr  wohl  berücksichtigt  – und zwar  im Rahmen 
der gutachterlichen Konsensbesprechung. 

Zuzustimmen  ist  der  Vorinstanz  auch  darin  ist,  dass  beim  Zusam-
mentreffen  verschiedener  somatischer  und  psychisch-psychiatrischer 
Gesundheitsbeeinträchtigungen  eine  blosse  Addition  der  aus  jeweils 
fachärztlicher Sicht geschätzten Arbeitsunfähigkeitsgrade nicht zuläs-

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sig ist (vgl. SVR 2000 IV Nr. 1 S. 2 Erw. 2 i.f.; Urteil des EVG I 368/01 
vom 11. November 2002 mit Hinweisen). Erforderlich ist vielmehr eine 
Gesamtbeurteilung.

Bezüglich  der  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  im Zusammen-
hang  mit  seiner  Schmerzsituation  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die 
subjektiven  Schmerzangaben  der  versicherten  Person  allein  für  die 
Begründung  einer  (teilweisen)  Arbeitsunfähigkeit  nicht  ausreichen; 
vielmehr  muss  im  Rahmen  der  sozialversicherungsrechtlichen  Leis-
tungsprüfung  verlangt  werden,  dass  Schmerzangaben  durch  damit 
korrelierende,  objektiv  schlüssig  feststellbare  Befunde  hinreichend 
erklärbar  sind,  andernfalls  sich  eine  rechtsgleiche  Beurteilung  der 
Rentenansprüche nicht gewährleisten liesse (Urteil des EVG I 382/00 
vom  9.  Oktober  2001,  Erw.  2b).  Die  Dres.  med.  G._______  und 
F._______  haben  ihre  Befunde  einlässlich  erläutert  und  in 
nachvollziehbarer  Weise  dargelegt,  in  welchem  Ausmass  und  unter 
welchen Bedingungen dem Beschwerdeführer die bisherige resp. eine 
leidensadaptierte  Verweisungstätigkeit  noch  zumutbar  ist.  Die 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  betreffend  seine  Arbeits-  und 
Leistungsunfähigkeit vermögen am Ergebnis des Gutachtens nichts zu 
ändern. In  diesem Zusammenhang ist  der Beschwerdeführer auf  die 
ihm  obliegende  Schadenminderungspflicht  (Art.  21  Abs.  4  ATSG) 
hinzuweisen, denn das Schmerzgeschehen kann aus ärztlicher Sicht 
durch  entsprechende  Massnahmen  (Gewichtsreduktion, 
Therapiemassnahmen, Medikation) positiv beeinflusst werden, so dass 
die  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  gesteigert  oder  doch  zumindest 
erhalten werden kann.

3.3 Dr.  med.  D._______  weist  zu  Recht  darauf  hin,  dass  sich  die 
C._______-Gutachter nicht über den Beginn der von ihnen attestierten 
Arbeitsfähigkeit  von  40 %  in  der  angestammten  und  80 %  in  einer 
leidensangepassten  Verweisungstätigkeit  geäussert  haben.  Da  Dr. 
med.  D._______  selbst  festhält,  dass  eine  Stabilisierung  des 
Gesundheitszustandes frühestens ein halbes Jahr im Anschluss an die 
im Juni 2006 erfolgte Operation eingetreten sein könne, kann jedoch 
nicht  ohne  weiteres  davon ausgegangen  werden,  dass  die  von  den 
Gutachtern  attestierte  Arbeitsfähigkeit  tatsächlich  schon  im  Januar 
2007  bestanden  hat,  wie  dies  die  Vorinstanz  geltend  macht.  Der 
Gutachter Dr. med. G._______ qualifizierte die (operierte) Fraktur erst 
im  Zeitpunkt  der  Begutachtung als  konsolidiert,  so  dass  davon 
auszugehen  ist,  dass  die  gutachterlich  festgestellte  Arbeits-  und 

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Leistungsfähigkeit  erst  ab  Juli  2007  erreicht  worden  ist.  Dies  steht 
nicht  im Widerspruch zu der  Beurteilung durch Dr. med. D._______, 
konnte  er  doch  den  genauen  Zeitpunkt  der  Konsolidierung  nicht 
nennen. Seine Beurteilung beinhaltet  durchaus auch die  Möglichkeit 
eines  länger  als  bis  Januar  2007 dauernden Heilungs-  und Konsoli-
dierungsprozesses. Hinzu kommt schliesslich,  dass  der  Rückschluss 
von Dr. med. D._______ von abstrakten resp. allgemeinen postopera-
tiven Verläufen auf den vorliegenden konkreten Fall nicht voll zu über-
zeugen vermag.

3.4 Dem Bericht  von Frau H._______ (Fachpsychologin  für  Psycho-
therapie  FSP/Klinische  Neuropsychologin  GNP)  vom  5.  Mai  2007 
(act. 52) kann allein schon deshalb keine (volle)  Beweiskraft  zukom-
men,  weil  das  Stellen  einer  Diagnose  in  psychisch-psychiatrischer 
Hinsicht  und die  Beurteilung der  daraus resultierenden Arbeits-  und 
Leistungsfähigkeit in die Kompetenz eines Arztes oder einer Ärztin mit 
entsprechender fachlicher Qualifikation fällt; deren Aufgabe ist es, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten eine versicherte 
Person arbeitsunfähig ist (vgl. BGE 125 V 251 E. 4, 115 V 133 E. 2; 
AHI-Praxis  2002 S. 62  E. 4b/cc).  Ergänzend  ist  darauf  hinzuweisen, 
dass  Frau  H._______  in  Übereinstimmung  mit  Dr.  med.  F._______ 
ebenfalls die Diagnose einer Anpassungsstörung gestellt hat und sich 
ihre  Beurteilung einer  40 bis  50%igen Arbeitsfähigkeit  bloss  auf  die 
angestammte Tätigkeit des Versicherten und nicht auf eine zumutbare 
leidensangepasste Verweisungstätigkeit bezogen hat. Dass zudem der 
Beschwerdeführer  allein  aufgrund  einer  Anpassungsstörung  in  einer 
leidensadaptierten Verweisungstätigkeit in seiner Arbeitsfähigkeit in so 
hohem  Ausmass  eingeschränkt  sein  soll,  ist  mit  Blick  auf  die 
schlüssigen  und  überzeugenden  Ausführungen  von  Dr.  med. 
F._______ nicht nachvollziehbar, zumal  eine Diagnose für  sich allein 
noch keinen Schluss auf die gesundheitlich bedingte Einschränkung in 
der Arbeitsfähigkeit  zulässt  (vgl. BGE 132 V 65 E. 3.4)  und ohnehin 
Anpassungsstörungen  wie  andere  psychische  Störungen  grundsätz-
lich  als  mit  zumutbarer  Willensanstrengung  überwindbar  gelten (vgl. 
BGE 130 V 396 E. 6.2.3).

3.5 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist als Zwischenergebnis 
festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  erst  ab  Juli  2007  in  der 
angestammten Tätigkeit zu 40 % und in einer leidensadaptierten Ver-
weistätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist.

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4.

4.1 Im Zusammenhang mit der Bemessung der Invalidität kann ange-
sichts  des  Umstands,  dass  der  Beschwerdeführer  bis  im  Juni  2006 
– dem  frühest  möglichen  Ablauf  der  einjährigen  Wartezeit  gemäss 
Art. 29  Abs.  1  lit.  b  IVG  (in  der  bis  31. Dezember  2007  gültig  ge-
wesenen Fassung; Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG in der ab 1.  Januar 2008 
geltenden Fassung)  –  sowohl  in  der  zuletzt  ausgeübten als  auch in 
einer  adäquaten  Verweisungstätigkeit  eine  volle  Arbeits-  resp. 
Leistungsunfähigkeit  aufgewiesen hatte,  von der Durchführung eines 
bezifferten  Einkommensvergleichs  abgesehen  werden,  denn  bereits 
ein Prozentvergleich ergibt, dass der Beschwerdeführer im Juni 2006 
einen Invaliditätsgrad aufgewiesen hat,  der den Anspruch auf ganze 
Rente begründete (vgl. hierzu bspw. Entscheid des EVG I 816/05 vom 
7. Juni 2006, E. 4.3 mit Hinweisen). 

Da gemäss den vorstehenden Erwägungen (vgl. insb. E. 3.3 hiervor) 
ab Juli 2007 von einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit auszugehen 
ist,  ist  nachfolgend weiter  zu prüfen,  wie  hoch die  Invalidität  ab Juli  
2007 gewesen ist und ob der Versicherte auch über Juli 2007 hinaus 
noch einen Anspruch auf eine IV-Rente hat.

4.2 Für  die  Ermittlung  des  Einkommens,  welches  die  versicherte 
Person ohne Invalidität  erzielen könnte  (Valideneinkommen),  ist  ent-
scheidend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach  dem  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  als 
Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt  
erzielten,  nötigenfalls  der  Teuerung und  der  realen  Einkommensent-
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft  (BGE 134 V 322 E. 4.1, 
129 V 222 E. 4.3.1; RKUV 2006 U 568 S. 66 E. 2).

Da  die  Kündigung  aus  gesundheitlichen  Gründen  ausgesprochen 
wurde und davon ausgegangen werden kann, dass der Beschwerde-
führer ohne erlittenen Unfall auch heute noch als Kunststoffverarbeiter 
tätig  wäre,  ist  vorliegend von dem bei  der  ehemaligen Arbeitgeberin 
erzielten Verdienst  auszugehen. Gemäss Fragebogen für den Arbeit -
geber  hätte  der  Beschwerdeführer  bei  voller  Gesundheit  im  Jahre 
2006 Fr. 4'400.- monatlich resp. Fr. 57'200.- pro Jahr verdient (act. 10). 
Unter  Berücksichtigung  der  Nominallohnentwicklung  von  2006  auf 
2007  resultiert  daraus  ein  hypothetisches  Valideneinkommen  von 

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Fr. 57'994.-  pro  Jahr  (Wert  Abschnitt  D  [verarbeitendes  Gewerbe; 
Industrie]  Männer  2006:  115.2,  Wert  Männer  2007:  116.8;  vgl.  die 
Webseite BfS > Themen > Arbeit,Erwerb > Löhne,Erwerbseinkommen 
> detaillierte  Daten  > schweizerischer  Lohnindex insgesamt,  Tabelle 
1.1.93). Davon ist auszugehen.

4.3 Für  die  Bestimmung  des  trotz  Gesundheitsschädigung  zumut-
barerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist 
primär  von  der  beruflich-erwerblichen  Situation  auszugehen,  in 
welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 129 V 472 E. 4.2.1,  
126 V 75 E. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der 
Bestimmung des trotz  der  gesundheitlichen Beeinträchtigung zumut-
barerweise  erzielbaren  Einkommens  nicht  von  realitätsfremden  Ein-
satzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von der versicherten Person 
können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der 
gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles 
zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a; ZAK 1989 S. 321 E. 4a).

Hat  die  versicherte  Person  nach  Eintritt  des  Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätig-
keit  aufgenommen,  so  können  nach  der  Rechtsprechung  Tabellen-
löhne  gemäss  den  vom  Bundesamt  für  Statistik  herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 129 V 472 
E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 E. 4b aa). Für 
die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand von Tabellenlöhnen 
bei Versicherten, die nach Eintritt  des Gesundheitsschadens lediglich 
noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten 
können,  ist  in  der  Regel  vom durchschnittlichen monatlichen Brutto-
lohn für Männer oder Frauen bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten 
(Anforderungsniveau 4 des Arbeitsplatzes) auszugehen. Dabei sind in 
erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor massgebend (SVR 
2002  UV  Nr.  15  E.  3c  cc).  Da  den  Tabellenlöhnen  generell  eine 
Arbeitszeit  von  40  Wochenstunden  zu  Grunde  liegt,  ist  eine  Um-
rechnung auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit 
erforderlich (BGE 126 V 75 E. 3b bb).

Es  gilt  zu  berücksichtigen,  dass  gesundheitlich  beeinträchtigte 
Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitstätigkeiten behindert sind, 
im Vergleich zu voll  leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 
Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel 
mit  unterdurchschnittlichen  Lohnansätzen  rechnen  müssen.  Diesem 

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Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen 
(BGE 124 V 321 E. 3b bb; SVR 2007 IV Nr. 11 S. 41 E. 3.2; RKUV 
2003 U 494 S. 390 E. 4.2.3). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen 
und  beruflichen  Umständen  des  konkreten  Einzelfalles  ab  (leidens-
bedingte  Einschränkung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale 
auf  das  Invalideneinkommen  ist  nach  pflichtgemässem  Ermessen 
gesamthaft  zu  schätzen,  wobei  der  Abzug  auf  insgesamt  höchstens 
25 % zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3, 126 V 75 E. 5b bb 
und cc; AHI 2002 S. 69 ff. E. 4b).

Übt die versicherte Person nach Eintritt  der Invalidität  eine Erwerbs-
tätigkeit  aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhält -
nisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende 
Arbeitsfähigkeit  in  zumutbarer  Weise  voll  ausschöpft,  und  erscheint 
zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und 
nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst 
als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b aa; RKUV 
2003 U 494 S. 385 E. 4.2.1).

4.4 Da der Beschwerdeführer seine neue Stelle erst im Februar 2008 
angetreten hatte (act. 41) und vorliegend im Zusammenhang mit der 
Bemessung  der  Invalidität  die  Verhältnisse  im  Jahr  2007  (Ver-
besserung der Erwerbsfähigkeit) massgeblich sind (vgl. E. 4.1 hiervor), 
ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das hypo-
thetische  Invalideneinkommen  anhand  der  LSE  bemessen  hat.  Wie 
bereits  dargelegt,  ist  jedoch  von  den  Verhältnissen  im  Jahre  2007 
auszugehen  resp.  sind  die  Tabellenlöhne  der  LSE  2006  heranzu-
ziehen.

Mit  Blick auf das Zumutbarkeitsprofil  der Dres. med. G._______ und 
F._______ ist auf den Zentralwert für Männer in Hilfsarbeitertätigkeiten 
abzustellen,  für  die keine Berufs-  und Fachkenntnisse vorausgesetzt 
sind. Gemäss LSE 2006, Tabelle TA1, belief sich dieser Zentralwert für  
die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigen Männer im 
privaten Sektor (Anforderungsniveau 4) auf monatlich brutto Fr. 4'732.- 
bei  einer  wöchentlichen  Arbeitszeit  von  40  Stunden  und  inkl.  13. 
Monatslohn (Webseite BfS > Themen > Arbeit,Erwerb > Publikationen 
> LSE 2006, Schweizerische Lohnstrukturerhebung. Die Löhne 2006 
im  Überblick,  Tabelle  TA1,  Total).  Unter  Umrechnung  dieses 

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Einkommens auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 
Stunden  im  Jahr  2007  (Webseite  BfS  >  Themen  >  Arbeit,Erwerb  > 
Erwerbstätigkeit  und  Arbeitszeit  >  detaillierte  Daten  >  Statistik  der 
betriebsüblichen  Arbeitszeit  >  Betriebsübliche  Arbeitszeit  nach 
Wirtschaftsabteilungen,  in  Stunden pro  Woche 1990-2008,  Abschnitt 
A-O  [Total],  Ziff.  01-93)  und  unter  Berücksichtigung  der  Nominal-
lohnentwicklung  von 2006  auf  2007  (Totalwert  Männer  2006: 115.5, 
Totalwert  Männer  2007:  117.4;  Webseite  BfS  >  Themen  >  Arbeit, 
Erwerb > Löhne,Erwerbseinkommen > detaillierte Daten > schweize-
rischer Lohnindex insgesamt, Tabelle 1.1.93, Total) resultiert demnach 
als  Zwischenergebnis  ein  hypothetisches  Invalideneinkommen  von 
Fr. 60'171.-. Da der Beschwerdeführer ab Juli  2007 in einer leidens-
angepassten  Tätigkeit  zu  80 % arbeits-  und  leistungsfähig  fähig  ist, 
reduziert sich dieses auf Fr. 48'137.-. 

Unter Berücksichtigung des – von der Vorinstanz vorgenommenen und 
mit Blick auf die gesamten Akten in der Höhe nicht zu beanstanden-
den – behinderungsbedingten Abzugs von 10 % (vgl. hierzu BGE 126 
V 75 E. 6  S. 81)  resultiert  schliesslich  ein  jährliches hypothetisches 
Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 43'323.-.

4.5 Aus  der  Gegenüberstellung  eines  hypothetischen  Validenein-
kommens von jährlich Fr. 57'994.- und eines hypothetischen Invaliden-
einkommens von Fr. 43'323.-  resultiert bei einer Erwerbseinbusse von 
Fr.  14'671.-  ein  IV-Grad  von  25 %,  was  keinen  Anspruch  auf  eine 
Rente  mehr  ergibt.  Nichts  anderes  ergibt  sich  ab dem Zeitpunkt,  in  
welchem  der  Beschwerdeführer  seine  neue  Vollzeitstelle  bei  der 
I._______  AG  als  Lagermitarbeiter/Staplerfahrer  mit  einem  Jahres-
einkommen von Fr. 47'346.- (zuzüglich Zuschläge und Schichtzulagen) 
angetreten hatte (act. 41 bis 47 sowie B-act. 7 und 9, vgl. auch E. 6 
hiernach).  Diesfalls  stünde  dem  hypothetischen  Valideneinkommen 
von jährlich Fr. 58'938.- (Fr. 57'200.- : 115.2 [Wert 2006] x 118.7 [Wert  
2008]; vgl. E. 4.2 hiervor) aufgrund der stabilen Verhältnisse und des 
der  Arbeitsleistung angemessenen Lohnes (vgl. E. 4.3  hiervor)  ohne 
Berücksichtigung  von  Zuschlägen  und  Zulagen  ein 
Invalideneinkommen von 47'346.- (act. 46 und 47) gegenüber, was bei 
einer  Erwerbseinbusse  von  11'592.-  zu  einem  IV-Grad  von  20 % 
führte,  bei  Berücksichtigung  des  laut  Lohnausweisen  tatsächlich  er-
zielten Einkommens (B-act. 7 und 9) gar zu einem wesentlich tieferen 
IV-Grad.

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4.6 Da  bei  rückwirkender  Zusprechung  einer  abgestuften  oder  be-
fristeten IV-Rente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden sind (BGE 109 V 125; AHI 1998 S. 121 E. 1b), ist  
die ab 1. Juni 2006 zugesprochene ganze IV-Rente zufolge des ab Juli 
2007 verbesserten resp. konsolidierten Gesundheitszustandes und der 
damit verbundenen Verbesserung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV erst per 1. November 
2007 aufzuheben. 

4.7 Die Vorinstanz hat  in  der angefochtenen Verfügung vom 30. Juli 
2008 auch über  die  (bisher  einbehaltene)  Nachzahlung der  Renten-
betreffnisse für die Zeit vom 1. Juni 2006 bis zum 31. Dezember 2006 
befunden. Dabei hat sie – wie der Beschwerdeführer rügt – keine Ver-
zugszinsen gewährt. 

Art. 26 Abs. 2 ATSG sieht vor, dass die Sozialversicherungen für ihre 
Leistungen – abgesehen von hier unbeachtlichen Ausnahmen (Art. 26 
Abs. 3  und  4  ATSG) –  nach  Ablauf  von 24  Monaten  nach  der  Ent-
stehung  des  Anspruchs,  frühestens  aber  12  Monate  nach  dessen 
Geltendmachung  verzugszinspflichtig  werden,  sofern  die  versicherte 
Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist. Den 
Akten ist nicht zu entnehmen, warum die Vorinstanz auf dem Renten-
betreffnis des Monats Juni 2006, auf  welches der Beschwerdeführer 
bei Erlass der Verfügung bereits mehr als 24 Monate Anspruch hatte, 
keine Verzugszinsen gewährt hat. Insbesondere kann den Akten nicht 
entnommen werden, ob diese Zinsen allenfalls wegen einer Verletzung 
der  Mitwirkungspflicht  verweigert  worden sind oder  vorgesehen war, 
über die Zinsen erst bei Freigabe der einbehaltenen Nachzahlung zu 
befinden.

Angesichts  des  Umstandes,  dass  es  ohnehin  Sache  der  Vorinstanz 
sein wird,  die Rentenbetreffnisse für  die Monate Januar bis Oktober 
2007 zu berechnen und den Nachzahlungsbetrag neu festzulegen, ist 
diese  auch  anzuweisen,  nach  Prüfung  der  Voraussetzungen  von 
Art. 26 Abs. 2 bis 4 die allfälligen Verzugszinsen zu bestimmen.

4.8 Hinsichtlich der Rüge des Beschwerdeführers, die Vorinstanz hätte 
vor der Rentenprüfung berufliche Massnahmen durchführen sollen, ist 
den Akten einerseits zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nach 
Ablauf  der  einjährigen  Wartezeit  aufgrund  seines  Gesundheits-
zustandes noch nicht  eingliederungsfähig war und demnach ein vor-
übergehender Rentenanspruch nicht zu beanstanden war bzw. ist (vgl. 

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BGE 121 V 190 E. 4; SVR 2001 IV Nr. 24 S. 74 E. 4c). Andererseits 
wurde der Beschwerdeführer nach seinem Unfall und anschliessenden 
Rehabilitationsmassnahmen im Rahmen der beruflichen Eingliederung 
von  der  Suva  betreut  und  diese  erbrachte  die  gesetzlichen  Ver-
sicherungsleistungen (act. 42). Da bereits im September 2007 die von 
der  Suva  in  die  Wege  geleiteten  beruflichen  Wiedereingliederungs-
massnahmen  sehr  weit  fortgeschritten  waren,  ist  –  entgegen  der 
Auffassung des Beschwerdeführers – nicht zu beanstanden, dass die 
IV-Stelle SG auf berufliche Massnahmen der IV verzichtet hatte, zumal 
der  Beschwerdeführer  rund vier  Monate  später  seine neue Tätigkeit 
bei der I._______ AG aufgenommen hat. In diesem Zusammenhang ist 
schliesslich daran zu erinnern, dass die Selbsteingliederung als Aus-
druck  der  allgemeinen  Schadenminderungspflicht  nicht  nur  dem 
Renten-,  sondern  auch  dem  gesetzlichen  Eingliederungsanspruch 
vorgeht (Art. 21 Abs. 4 ATSG; vgl. hierzu auch BGE 113 V 22 E. 4a mit 
Hinweisen).

5.
Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ist  zusammenfassend  fest-
zustellen,  dass  sich  die  angefochtene  Verfügung  vom 30.  Juli  2008 
insoweit  als  fehlerhaft  erweist,  als  der Beschwerdeführer  nicht  bloss 
bis  zum  31.  Dezember  2006,  sondern  bis  zum  31.  Oktober  2007 
Anspruch  auf  eine  ganze  IV-Rente  hat.  Zudem ist  auf  den  Renten-
betreffnissen ein  Verzugszins  zu leisten,  wenn die  gesetzlichen Vor-
aussetzungen erfüllt sind. Insoweit ist die Beschwerde vom 23. August 
2008  teilweise  gutzuheissen  und  die  Sache  zur  Rentenberechnung 
und zur Festlegung des Nachzahlungsbetrags (allenfalls inklusive Ver-
zugszinsen) an die Vorinstanz zurückzuweisen.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.  Dabei  ist  auch  das  Gesuch  des  Beschwerde-
führers  vom  1.  Dezember  2008  um  unentgeltliche  Rechtspflege  zu 
prüfen.

6.1 In  seinem  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  hat  der  Be-
schwerdeführer  sinngemäss  um  Kostenbefreiung  und  Beiordnung 
eines unentgeltlichen Rechtsbeistands ersucht. Voraussetzung für die 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist in erster Linie, dass 
der  Gesuchsteller  nicht  über  die  zur  Prozessführung  erforderlichen 
Mittel verfügt (Bedürftigkeit; Art. 65 Abs. 1 VwVG).

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6.1.1 Die  Bedürftigkeit  wird  angenommen,  wenn  eine  Person  mit 
ihrem Einkommen und allenfalls Vermögen nicht in der Lage ist, den 
sog.  zivilprozessualen  Zwangsbedarf  zu  decken,  also  die  für  ihren 
Lebensunterhalt  zwingend  erforderlichen  Mittel  aufzubringen.  Ein 
allfälliger  Überschuss  muss  so  hoch  sein,  dass  die  Prozess-  und 
allenfalls Anwaltskosten innert einem bis zwei Jahre finanziert werden 
können  (vgl.  MARCEL MAILLARD,  in: Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.], 
Praxiskommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 
Zürich 2009, N. 10 zu Art. 65). 

6.1.2 Der Beschwerdeführer gibt im Fragebogen "Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege" (B-act. 9) an, monatlich über einen Grundlohn 
von Fr. 3'642.- zuzüglich Schichtzulagen von ca. Fr. 180.- bis 250.- zu 
verfügen, zudem über eine Rente der Suva von Fr. 400.35 abzüglich 
Quellensteuer.  Sein  Bruttolohn  betrage  insgesamt  Fr.  4'042.-.  Die 
vorgelegten  Unterlagen  ergeben  allerdings  ein  etwas  anderes  Bild: 
Gemäss den Lohnausweisen für  die Monate Oktober und November 
2008  (Beilagen  zu  B-act.  7  und  9)  und  dem  Arbeitsvertrag  vom 
4. Februar  2008  (act.  41)  beträgt  der  Grundlohn  zwar  tatsächlich 
Fr.  3'642.-; dieser  wird  aber  13  mal  ausgerichtet,  so  dass  sich  der 
durchschnittliche  monatliche  Grundlohn  auf  Fr.  3'945.-  beläuft.  Aus-
gewiesen  sind  zudem ein  Sonn-/Feiertagszuschlag  und  ein  Sonder-
zuschlag von je  gegen Fr. 225.-,  die offenbar regelmässig monatlich 
ausgerichtet  werden.  Die  in  den  beiden  belegten  Monaten  ausbe-
zahlten Schichtzulagen betragen je ca. Fr. 450.-,  so dass zumindest 
fraglich  ist,  ob  durchschnittlich  nur  Schichtzulagen  von  maximal 
Fr. 250.- ausgerichtet werden. Selbst wenn hievon ausgegangen wür-
de, so beliefe sich das monatliche Bruttoeinkommen auf ca. Fr. 4'640.-. 
Hievon sind allerdings die Beiträge an die Pensionskasse von monat -
lich Fr. 197.-  und die übrigen Sozialversicherungsbeiträge von 8,3 % 
des  Bruttoeinkommens,  ausmachend  ca.  Fr.  385.-,  abzuziehen. 
Ebenfalls  abzuziehen  ist  die  Quellensteuer,  die  ca.  10 %  des 
Bruttolohns,  also  monatlich  ca.  Fr.  464.-  beträgt.  Das  vorliegend 
relevante  Nettoeinkommen  aus  unselbständiger  Erwerbstätigkeit 
beläuft sich damit auf ca. Fr. 3'594.-. Dieser Betrag erhöht sich um die 
Rente der Suva von monatlich ca. Fr. 445.-, von der offenbar ebenfalls 
die  Quellensteuer  abgezogen  wird,  so  dass  nur  ca.  Fr.  400.- 
ausbezahlt  werden.  Das  monatlich  verfügbare  Einkommen  des 
Beschwerdeführers beträgt damit ca. Fr. 3'994.-.

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6.1.3 Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit sind die Richtlinien für die 
Berechnung  des  betreibungsrechtlichen  Existenzminimums  (Notbe-
darf)  nach Art. 93 SchKG der  Konferenz der  Betreibungs-  und Kon-
kursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 2009 (im Folgenden: Richtlinien) 
zu berücksichtigen. Diese sehen vor, dass sich der Zwangsbedarf zum 
einen  aus  dem  Grundbedarf,  der  insbesondere  die  Auslagen  für 
Nahrung,  Kleidung  und  Wäsche,  Körper-  und  Gesundheitspflege, 
Wohnungseinrichtung  und  Kulturelles  umfasst,  zum  andern  aus 
Zuschlägen  für  bestimmte  zusätzliche,  individuell  unterschiedliche 
Zwangsauslagen zusammensetzt.

Der Grundbedarf für eine alleinstehende Person beträgt Fr. 1'200.- pro 
Monat  (Ziff.  I.1  Richtlinien).  Bei  der  Beurteilung  von  Gesuchen  um 
unentgeltliche  Rechtspflege  ist  der  Betrag  gemäss  ständiger  Praxis 
der  Bundesverwaltungsgerichts  um  20 %  zu  erhöhen,  beträgt  also 
Fr. 1'440.-. Wohnt ein Gesuchsteller allerdings im Ausland und fallen 
auch seine vom Grundbedarf umfassten Auslagen im Ausland an, so 
ist  dieser der Kaufkraft im betreffenden Land anzupassen. Nach den 
Preisindices der OECD betragen die Lebenshaltungskosten in Öster-
reich  73 %  der  Kosten  in  der  Schweiz  (per  2010,  vgl.  www. swiss 
emigration.ch/laender/lebenskosten/preisindices/index).  Der  Grundbe-
darf des alleinstehenden Beschwerdeführers, der in Österreich wohn-
haft  ist  und dort  – trotz seiner Berufstätigkeit  in der Schweiz – sein 
Lebenszentrum hat, beträgt damit ca. Fr. 1'051.-.

6.1.4 Der Beschwerdeführer beziffert  seine zusätzlichen Zwangsaus-
lagen  im  Fragebogen  "Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege"  auf 
insgesamt  €  1'956.80  pro  Monat,  bei  einem  Umrechnungskurs  von 
1:1,5  ausmachend  ca.  Fr. 2'935.-. Die  Aufstellung  des  Beschwerde-
führers kann allerdings nicht unbesehen übernommen werden. 

Entgegen  seinen  Angaben  beläuft  sich  der  monatliche  Mietzins  ge-
mäss der vorgelegten Abrechnung des Vermieters nicht auf €  636.46 
sondern  nur  auf  €  577.66,  wobei  gewisse  Nebenkosten  (BK/HK) 
inbegriffen sind (Beilage 4 zu act. 9). Als  weitere Wohnnebenkosten 
sind nur Stromkosten von €  37.- belegt (Beilage 3 zu act. 9), so dass 
die gesamten Wohnkosten ca. €  615.-, umgerechnet ca. Fr. 922.-, be-
tragen. 

Die Krankenkassenprämien belaufen sich auf €  212.90 pro Monat und 
nicht  auf  €  268.72  (Beilage  10  zu  act.  9),  die  Haushaltsversiche-
rungsprämien  unter  Berücksichtigung  der  jährlichen  Prämienrückver-

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gütung auf monatlich €  19.49 und nicht €  21.73 (Beilage 10 zu act. 9). 
Nicht zu berücksichtigen sind freiwillige Versicherungen (vgl. BGE 134 
III  323) wie die Gesundheitsvorsorgeversicherung und die Motorfahr-
zeugversicherung, die – soweit anrechenbar – in den berufsbedingten 
Fahrkosten  enthalten  ist,  sowie  die  zusätzliche  private  Unfallver-
sicherung,  ist  der  Beschwerdeführer  doch  als  Arbeitnehmer  bei  der 
Suva  obligatorisch  gegen  Berufs-  und  Nichtberufsunfälle  versichert. 
Die  zu  berücksichtigenden  monatlichen  Versicherungskosten  inkl. 
Krankenkasse belaufen sich damit  auf  ca. €  288.-,  umgerechnet  ca. 
Fr. 432.-. 

Angesichts  der  ausgerichteten  Zuschläge  zum  Grundlohn,  den 
Schichtzulagen  und  der  körperlichen  Gesundheitsbeeinträchtigungen 
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer darauf angewiesen 
ist,  seinen  Arbeitsplatz  mit  dem Auto  zu  erreichen  und  sich  zudem 
auswärts  zu  verpflegen.  Die  diesbezüglich  geltend  gemachten,  in 
keiner Weise belegten Auslagen von €  200.- resp. €  300.- erscheinen 
allerdings als zu hoch. 

Ausgehend  von  den  üblicherweise  pro  Monat  durchschnittlich  zu 
leistenden  ca.  23  Arbeitstagen,  dem  vom  Beschwerdeführer  ange-
gebenen Arbeitsweg von zweimal  13 km pro  Tag, dem verwendeten 
Fahrzeugtyp (Daihatsu Cuore; vgl. Beilage 6 zu act. 9) und den Ver-
sicherungskosten erachtet  das Bundesverwaltungsgericht  Fahrkosten 
von Fr. 200.- als anrechenbar. Als Auslagen für die berufserforderliche 
auswärtige  Verpflegung  können  nur  die  Mehrkosten  gegenüber  den 
üblichen  Verpflegungskosten  berücksichtigt  werden,  sind  die  Nah-
rungskosten  doch  bereits  im  sog. Grundbedarf  enthalten  (vgl.  Ziff.  I  
Richtlinien).  Pro  Mahlzeit  können  Fr.  9.-  bis  Fr.  11.-  berücksichtigt 
werden (vgl. Ziff. II 4 Bst. b Richtlinien), bei einer auswärtigen Mahlzeit  
pro Tag und 23 Arbeitstagen pro Monat mithin maximal Fr. 253.-. 

Auslagen  für  die  Amortisation  von  Schulden  sind  nur  insoweit 
anrechenbar, als eine rechtliche Abzahlungsverpflichtung besteht und 
die Raten auch tatsächlich geleistet werden (vgl. Ziff. II 7 Richtlinien).  
Der  Beschwerdeführer  hat  durch  Vorlage  eines  Bankauszuges  zwar 
nachgewiesen,  dass er Ende 2008 eine Bankschuld von €  4'826.38 
hatte – dass er zu deren ratenweisen Rückzahlung aber verpflichtet 
wäre oder auch nur freiwillig regelmässige Rückzahlungen leistete, ist 
in keiner Weise belegt. Die geltend gemachten Kosten der Schulden-

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amortisation von monatlich €  460.- können daher nicht berücksichtigt  
werden. 

Obwohl  vom  Beschwerdeführer  nicht  beantragt  sind  dagegen  die 
österreichischen  Steuerbetreffnisse  in  der  Höhe  von  monatlich  €  
125.-,  umgerechnet  ca.  Fr.  188.-,  anzurechnen.  Die  Schweizer 
Quellensteuer wurde bereits vom Einkommen in Abzug gebracht.

Weitere relevante Auslagen sind nicht ersichtlich und werden nicht gel-
tend gemacht. Insgesamt belaufen sich die monatlichen Zwangsaus-
gaben  des  Beschwerdeführers  auf  ca.  Fr.  1'995.-  (Wohnkosten  ca. 
Fr. 922.-, Versicherungskosten ca. Fr. 432.-, Fahrkosten Fr. 200.-, Ver-
pflegungskosten Fr. 253.-,  Steuern Fr. 188.-). Unter Berücksichtigung 
des kaufkraftbereinigten Grundbedarfs von ca. Fr. 1'051.- beträgt der 
Zwangsbedarf des Beschwerdeführers damit ca. Fr. 3'046.- pro Monat.

6.1.5 Dem  Einkommen  des  Beschwerdeführers  von  ca.  Fr.  3'994.- 
steht  ein  Zwangsbedarf  von  ca.  Fr.  3'046.-  gegenüber,  so  dass  ein 
monatlicher Überschuss ca. Fr. 948.- resultiert. Der Beschwerdeführer 
ist  damit  ohne  Zweifel  in  der  Lage,  für  die  Kosten  des  Verfahrens 
aufzukommen.  Das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  unter 
Beiordnung  eines  unentgeltlichen  Rechtsvertreters  ist  aus  diesem 
Grunde vollumfänglich abzuweisen.

6.2 Die Verfahrenskosten werden im vorliegenden Verfahren unter Be-
rücksichtigung des Umfanges und der Schwierigkeit  der Streitsache, 
Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien auf Fr. 400.- 
festgesetzt  (Art.  63  Abs.  4bis VwVG in  Verbindung  mit  Art. 1,  Art. 2 
Abs. 1  und  Art.  4  des  Reglements  über  die  Kosten  und  Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2). 

Angesichts des weitgehenden Obsiegens sind die dem Beschwerde-
führer aufzuerlegenden Verfahrenskosten um drei Viertel zu reduzieren 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG). Er hat demnach Verfahrenskosten in der Höhe 
von Fr. 100.- zu leisten. Bei der Vorinstanz sind gemäss Art. 63 Abs. 2 
VwVG keine Kosten zu erheben.

6.3 Dem  nicht  anwaltlich  vertretenen  Beschwerdeführer  sind  keine 
unverhältnismässig hohen Kosten entstanden, weshalb ihm keine Par-
teientschädigung zuzusprechen ist. Als Bundesbehörde hat die Vorins-
tanz  ebenfalls  keinen  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (vgl. 
Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 3 und 4 des Regle-

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ments vom 21. Februar  2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde vom 23. August 2008 wird teilweise gutgeheissen und 
die Verfügung vom 30. Juli 2008 wird aufgehoben.

2.
Es  wird  festgestellt,  dass  der  Beschwerdeführer  für  die  Zeit  vom 
1. Juni 2006 bis zum 31. Oktober 2007 Anspruch auf eine ganze Rente 
der Invalidenversicherung hat. 

3.
Die  Sache wird  an  die  Vorinstanz zurückgewiesen,  damit  diese  den 
Renten- und Nachzahlungsbetrag  (allenfalls inklusive Verzugszinsen) 
berechne und anschliessend neu verfüge.

4.
Das  Gesuch  des  Beschwerdeführers  um  Gewährung  der  unentgelt-
lichen Rechtspflege wird abgewiesen.

5.
Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 400.- festgesetzt. Sie werden zu 
einem Viertel, ausmachend Fr. 100.-, dem Beschwerdeführer auferlegt. 
Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des 
vorliegenden Urteils der Gerichtskasse zu überweisen. 

6.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

7.
Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________3939.57)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  soweit  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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