# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3cf79788-b260-54e8-80ff-9de154e22b9d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-22
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 22.09.2011 UV 2010/43
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2010-43_2011-09-22.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2010/43

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 31.03.2020

Entscheiddatum: 22.09.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2011
Art. 6 UVG. Adäquanz zwischen psychischen Beschwerden und Arbeitsunfall 
mit Unterarmverletzung nach den Kriterien von BGE 115 V 133 verneint 
(Entscheid der Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
22.09.2011, UV 2010/43).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; a.o. Gerichtsschreiberin Beatrice Rohner

Entscheid vom 22. September 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Gemperli, advokatur am brühl, 

Scheffelstrasse 2, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecherin Dr. iur. Marianne Sonder, Rossimattstrasse 17,

3074 Muri b. Bern,

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betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A.     

A.a   A.___ war bei der B.___ AG, als Maschinenführer tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als er am 31. Januar 2007 mit der rechten Hand in einen laufenden Prozess 

im Walzwerk eingriff, wobei die Hand vom rotierenden Teil erfasst und zwischen 

Antriebswelle und Anpressrolle eingezogen wurde (Suva-act. 1). Der Versicherte wurde 

notfallmässig ins Kantonale Spital Rorschach eingeliefert, wo eine auf Höhe des 

distalen Vorderarms dislozierte Deformität mit Knochendurchspiessung im Bereich des 

dorsoradialen Vorderarms bei sichtbarem Radius diagnostiziert wurde. Dr. med. C.___ 

behandelte die Verletzung mit einer Plattenosteosynthese (Suva-act. 3). Im Bericht vom 

11. April 2007 attestierte er dem Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (Suva-

act. 5).

A.b   Ein erster Arbeitsversuch vom 2. Juli 2007 in einer angepassten Tätigkeit bei der 

Arbeitgeberin wurde aufgrund vermehrter Schmerzen seitens des Versicherten nach 

zwei Stunden abgebrochen (Suva-act. 11). Der Versicherte klagte im Folgenden 

weiterhin über Schmerzen im rechten Unterarm (Suva-act. 14, 15, 16 und 17). Nach 

medizinischen Abklärungen, die eine sehr gute Konsolidierung der ehemaligen 

Frakturspalten, jedoch mit radioulnarer Dissoziation mit klinisch endständigen 

Rotationsschmerzen ergaben, wurden am 31. August 2007 eine 

Osteosynthesematerial-Entfernung sowie eine radioulnare Gelenkreposition mit 

temporärer K-Drahtfixation einschliesslich Zügelung mittels Panalok Fadenanker 

durchgeführt (Suva-act. 17). Nach komplikationslosem postoperativem Verlauf konnte 

am 15. Oktober 2007 das Osteosynthesematerial am rechten Vorderarm entfernt 

werden (Suva-act. 18 und 19). Danach war der Versicherte laut Verlaufskontrolle vom 

31. Oktober 2007 schmerzfrei (Suva-act. 24). Er sollte, auf Anraten des Dr. med. D.___, 

Rorschach, ab dem 18. Dezember 2007 in einer angepassten Tätigkeit im Betrieb der 

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Arbeitgeberin eingesetzt werden. Auch dieser Versuch scheiterte nach zwei Stunden 

wegen zunehmenden Schmerzen im rechten Arm (Suva-act. 25, 28 und 29). Dr. med. 

E.___, Kantonsspital St. Gallen, diagnostizierte am 8. Januar 2008 einen 

posttraumatischen Ulnavorschub mit Carpusfehlstellung nach Vorderarmfraktur (Suva-

act. 37). Diese Fehlstellung wurde am 17. März 2008 mit einer 

Radiuskorrekturosteotomie und einer Beckenkamm-Knocheninterposition korrigiert 

(Suva-act. 55). Mit Schreiben vom 16. Januar 2008 kündigte die Arbeitgeberin das 

Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per 30. April 2008 (Suva-act. 43).

A.c   Im Bericht vom 2. Juli 2008 gab Dr. E.___ an, dass dem Versicherten eine 

Teilzeitarbeitsfähigkeit mit beschränkter Last zumutbar und bei körperlich schonender 

Tätigkeit ein Ganztagspensum vorstellbar sei (Suva-act. 80). Die Arbeitsfähigkeit des 

Versicherten wurde ab dem 1. August 2008 auf 50% festgelegt, ab dem 18. August 

2008, Beginn des OKP-Kurses (Orientierung-Kommunikation-Praktikum) im Rahmen 

eines RAV-Programms, auf 100% (Suva-act. 81 und 82). Ab Praktikumsbeginn bei der 

F.___ AG, am 23. September 2008 war der Versicherte wieder in einem 50%-Pensum 

tätig (Suva-act. 97). Der Versicherte klagte weiterhin über Schmerzen im rechten 

Unterarm. Dr. E.___ führte am 26. November 2008 eine Ulnaverkürzungs-Osteotomie 

mit Metallentfernung Radius und eine radiale Styloidektomie durch (Suva-act. 104).

A.d    Am 4. August 2008 berichtete der Versicherte über Schlafprobleme, zudem habe 

er erhebliche Probleme mit der Hand (Suva-act. 84). Am 14. Oktober 2008 teilte der 

Versicherte mit, dass er vermehrt unter psychischen Problemen leide (Suva-act. 96). Er 

sei wegen der Verletzung der Hand verunsichert und habe Zukunftsängste. Daraufhin 

wurde der Versicherte vom Konsiliar-Psychiater der Suva, Dr. med. G.___, Facharzt 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, zu einem persönlichen Gespräch am 

10. Dezember 2008 aufgeboten. Dr. G.___ befürwortete eine Zuweisung an eine 

psychiatrische Fachperson, da sich der Versicherte in einer existentiellen Krise 

befände, was Zeichen der Angst und Depressivität aufzeigen würden (Suva-act. 103 

und 109). Das RAV vermittelte dem Versicherten ein Schnuppertraining im Bereich 

Qualitätskontrolle beim H.___ (Suva-act. 118). In der nachgängigen Besprechung vom 

6. Mai 2009 teilte der Versicherte mit, er habe bei allen Tätigkeiten grosse 

Schwierigkeiten und verspüre bei leichtesten Arbeiten, die das rechte Handgelenk 

beanspruchten, Schmerzen (Suva-act. 131). Anlässlich einer ärztlichen 

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Abschlussuntersuchung vom 3. Juli 2009 schätzte Dr. med. I.___, Orthopädische 

Chirurgie FMH, die Integritätsbeeinträchtigung auf 10%, insbesondere weil die 

Beweglichkeit im Handgelenksbereich etwas eingeschränkt sei. Im Bericht hielt er fest, 

dass eine sehr gute Beweglichkeit des rechten Handgelenks sowie der Langfinger 

vorhanden sei. Jene des Daumens sei nur endgradig etwas eingeschränkt. Ausserdem 

beobachtete er, dass der Versicherte erhebliche Selbstlimitierungen und einen 

überzeichneten Funktionsverlust der rechten Hand demonstriere. Es liege eine 

erhebliche Desintegration der Hand vor, was sich jedoch aus organischer Sicht nicht 

erklären liesse. Ab dem 8. Juli 2009 sei der Versicherte wieder zu 100% arbeitsfähig, 

dabei könne er mittlere Lasten selten und leichte Lasten häufig heben. Speziell 

feinmotorische Arbeiten könnten nicht ausgeführt werden (Suva-act. 138 und 139).

A.e   Mit Verfügung vom 2. November 2009 sprach die Suva dem Versicherten ab 

1. August 2009 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads von 13% sowie 

eine Integritätsentschädigung für eine Integritätseinbusse von 10% zu. Für psychogene 

Unfallfolgen müsse die Suva nur einstehen, wenn diese eine natürliche und adäquate 

Folge eines versicherten Unfalles seien. Der adäquate Kausalzusammenhang sei 

angesichts der vorhandenen Unterlagen zu verneinen. Diesbezügliche Leistungen 

würden somit entfallen (Suva-act 152). Gegen diese Verfügung erhob Rechtsanwalt lic. 

iur. Kurt Gemperli, St. Gallen, im Namen des Versicherten Einsprache 

(Einsprachebegründung vom 15. Februar 2010) und beantragte, dass die Rente unter 

Berücksichtigung eines Valideneinkommens von Fr. 71'166.-- und einer allfälligen 

Einschränkung der Erwerbsfähigkeit aus psychischen Gründen erhöht werde. Das 

Valideneinkommen erhöhe sich, weil nicht alle Einkommensbestandteile, die der 

Versicherte regelmässig erhalten habe, in die Berechnung einbezogen worden seien. 

Die psychischen Folgeschäden seien auf das Unfallereignis vom 31. Januar 2007 

zurückzuführen und der adäquate Kausalzusammenhang demzufolge zu bejahen 

(Suva-act. 157 und 167). Die Krankenversicherung zog die am 6. November 2009 

vorsorglich erhobene Einsprache mit Schreiben vom 19. Januar 2010 wieder zurück 

(Suva-act. 155 und 163).

A.f    Dr. med. J.___, diagnostizierte im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung des 

Versicherten vom 14. Januar 2010 ein insgesamt gutes Ergebnis nach einer drittgradig 

offenen distalen Vorderarmfraktur rechts. Gemäss objektiven Kriterien zeige sich keine 

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wesentliche Einschränkung im Alltagsbereich, wobei die subjektiven Kriterien schwierig 

zu beurteilen seien. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, an der Festlegung der 

einschränkenden Erwerbsfähigkeit von 13% zu zweifeln (Suva-act. 166).

B.     

Mit Einspracheentscheid vom 4. Mai 2010 hiess die Suva die Einsprache teilweise gut 

und änderte die Verfügung vom 2. November 2009 dahingehend ab, dass dem 

Versicherten ab 1. August 2009 eine Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrads 

von 17% zustehe. Im Übrigen wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 172).

C.     

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die von Rechtsanwalt Gemperli im Namen 

des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 2. Juni 2010 (Beschwerdeergänzung 

vom 15. September 2010). Der Rechtsvertreter beantragt, der für die Rente des 

Beschwerdeführers massgebliche Invaliditätsgrad sei unter Berücksichtigung auch der 

psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit und deren Auswirkungen auf die 

Erwerbsfähigkeit festzusetzen und die Rente sei dementsprechend zu erhöhen; unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G 1). Der psychische Gesundheitszustand sei 

kaum untersucht worden, weshalb der Beschwerdeführer um Zustellung eines 

Arztberichts der behandelnden Institution (Psychiatrisches Zentrum Rorschach) 

gebeten habe. In der Beschwerdeergänzung macht der Beschwerdeführer geltend, 

dass die natürliche Kausalität mit der Diagnose "Anpassungsstörung, längere 

depressive Reaktion" gemäss Arztbericht des Psychiatrischen Zentrums Rorschach 

erwiesen sei (act. G 7.1). Beim Unfall vom 31. Januar 2007 handle es sich um einen 

mittleren Unfall im Grenzbereich zu den schweren Unfällen, womit die adäquate 

Kausalität bereits bejaht werden könne. Falls von einem mittelschweren Unfall im 

engeren Sinn ausgegangen werde, seien folgende, für den adäquaten 

Kausalzusammenhang massgebende Kriterien erfüllt: schwieriger Heilungsverlauf 

sowie erhebliche Komplikationen, organisch bedingte Dauerschmerzen, ungewöhnlich 

lange Dauer der ärztlichen Behandlung sowie Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit (act. G 7).

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C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 4. November 2010 beantragt die 

Beschwerdegegnerin vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Der Unfall vom 31. 

Januar 2007 sei den mittleren Unfällen im Grenzbereich zu den leichten Unfällen 

zuzuordnen. Das Kriterium der Dauer der Arbeitsunfähigkeit sei nicht erfüllt, vor allem 

weil der Beschwerdeführer Möglichkeiten, mit dem Ziel ihn wieder in den 

Arbeitsprozess zu integrieren, ausgeschlagen habe. Der Heilungsverlauf sei planmässig 

verlaufen, zudem seien die Schmerzen in unterschiedlicher Intensität aufgetreten. 

Einzig das Kriterium der langen Dauer der ärztlichen Behandlung könne als gegeben 

erachtet werden. Aufgrund dieses Ergebnisses müsse ein adäquater 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 31. Januar 2007 und den 

psychischen Beschwerden verneint werden.

C.c   Mit Replik vom 17. März 2011 bestreitet der Beschwerdeführer insbesondere die 

von der Beschwerdegegnerin gemachten Ausführungen über die mangelnden 

Anstrengungen in Hinsicht auf eine Wiedereingliederung. Des Weiteren sei der 

Heilungsverlauf gewiss nicht planmässig gewesen, sei doch die Behandlung nach fünf 

Operationen frühestens im 2. Semester 2009 abgeschlossen worden. Der 

Beschwerdeführer habe ebenfalls unter organisch bedingten Dauerschmerzen gelitten, 

was sich schon aus den vorgenommenen Operationen zur Schmerzlinderung ergeben 

würde (act. G 24).

C.d   In der am 11. April 2011 eingereichten Duplik hält die Beschwerdegegnerin an 

ihren Anträgen und bisherigen Ausführungen fest (act. G 25).

Erwägungen:

1.      

1.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

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Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 

1984 Nr. 82, S. 174).

1.2    Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt nach Art. 8 

Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1), wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner 

Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung zum Erwerbseinkommen gesetzt, das 

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sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei sind die Verhältnisse 

im Zeitpunkt eines allfälligen Rentenbeginns massgebend; Validen- und 

Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu ermitteln und allfällige 

rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Erlass des 

Einspracheentscheids zu berücksichtigen (BGE 129 V 222, 128 V 174).

2.      

2.1    Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass dem Beschwerdeführer die 

angestammte Tätigkeit als Maschinenführer wegen der verbleibenden Folgen der beim 

Unfall vom 31. Januar 2007 erlittenen körperlichen Verletzung nicht mehr zumutbar sei. 

Dagegen bestehe in einer adaptierten Tätigkeit auch mit den verbleibenden 

somatischen Unfallfolgen eine volle Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 148). Diese Auffassung 

ist aufgrund der medizinischen Aktenlage (vgl. Suva-act. 115, 121, 138) nicht zu 

beanstanden und wird vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auch nicht in Frage 

gestellt.

2.2    Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob auch die die Arbeitsfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit beeinträchtigenden psychischen Beschwerden des 

Beschwerdeführers in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum 

Unfallereignis vom 31. Januar 2007 stehen. Dr. med. K.___, Psychiatrisches Zentrum 

Rorschach, diagnostizierte im Bericht vom 1. Juni 2010 beim Beschwerdeführer ein 

leicht- bis mittelgradiges depressives Syndrom (act. G 7.1). Seit Februar 2009 leide er 

an einer Anpassungsstörung und an einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10 

F43.21) bei Zustand nach schwerer Walzenverletzung des rechten Handgelenkes mit 

multiplen Verletzungen und nachträglicher Teilinvalidität sowie Arbeitslosigkeit (ICD-10 

Z56). Eine Prüfung der natürlichen Unfallkausalität kann rechtsprechungsgemäss dann 

unterbleiben, wenn sich - wie vorliegend der Fall - zeigt, dass die Adäquanz der 

Beschwerden zum versicherten Unfallereignis nicht gegeben und damit eine für die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers erforderliche Voraussetzung nicht erfüllt ist 

(BGE 135 V 472 E. 5.1).

2.3    Ausgangspunkt für die Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

einem Unfall und einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit 

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Einschränkung der Arbeits- und Erwerbstätigkeit ist das Unfallereignis (BGE 115 V 138 

ff. E. 6, bestätigt im BGE 134 V 126 E. 10.1). Um die Adäquanz bejahen zu können, 

muss dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden 

zukommen. Mit anderen Worten muss der Unfall eine gewisse Schwere aufweisen und 

ernsthaft ins Gewicht fallen. Hinsichtlich der im Rahmen der Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung ist zu beachten, dass bei der 

Beurteilung der Schwere eines Unfallereignisses im Hinblick auf die Gebote der 

Rechtssicherheit und der rechtsgleichen Behandlung der versicherten Person eine 

objektivierte Betrachtungsweise anzuwenden ist (BGE 117 V 366 f. E. 6). Ausgehend 

vom augenfälligen Geschehensablauf sind die Unfälle einerseits in banale bzw. leichte 

Unfälle, in schwere Unfälle andererseits und schliesslich in den dazwischenliegenden 

mittleren Bereich einzuteilen (BGE 115 V 138 ff. E. 6, bestätigt im BGE 134 V 126 E. 

10.1).

2.4    Bei banalen Unfällen wie z. B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder 

Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z. B. einem gewöhnlichen Sturz 

oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis 

und psychischen Schäden regelmässig verneint werden (BGE 115 V 139 E. 6a). 

Dagegen ist bei schweren Unfällen die adäquate Kausalität zwischen dem 

Unfallereignis und der psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu 

bejahen. Nach der allgemeinen Lebenserfahrung erreicht der Unfall die erforderliche 

Schwere um psychische Folgeschäden zu verursachen. Ein psychologisches 

Gutachten wird sich in dieser Kategorie meistens erübrigen (BGE 115 V 140 E. 6b).

2.5    Zu den mittleren Unfällen zählen jene Unfälle, die weder der ersten noch der 

zweiten Gruppe zugeordnet werden können. Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich 

sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, die in unmittelbarem Zusammenhang zum 

Unfall stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine 

Gesamtwürdigung einzubeziehen. Die unfallbezogenen Umstände können als Kriterien 

zur Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs dienen, weil sie ihrerseits nach 

dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, 

in Verbindung mit dem Unfall zu einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit zu 

führen oder diese zu verstärken. Als wichtigste Kriterien gelten dabei: besonders 

dramatische Begleitumstände oder Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

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besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; die ungewöhnlich lange Dauer der 

ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche 

die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen; Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (SVR 1999 

UV Nr. 10 S. 32, BGE 115 V 140 f. E. 6c).

2.6     Keineswegs müssen alle Umstände gegeben sein, um die adäquate Kausalität 

bejahen zu können. Vielmehr genügt ein Kriterium, wenn es sich um einen schweren 

Unfall im mittleren Bereich handelt. Dann kann ein Kriterium genügen, wenn es in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Falls keinem Kriterium besonderes Gewicht 

zukommt, müssen mehrere unfallbezogene Kriterien bejaht werden können. Dabei gilt, 

dass je leichter der Unfall ist, desto mehr Kriterien erfüllt sein müssen. Diese 

Würdigung führt zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs, ohne dass nach weiteren Ursachen geforscht werden muss, 

die eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit begünstigt haben könnten (SVR 1999 

UV Nr. 10 S. 32). Mit Urteil vom 29. Januar 2010 (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100, 

8C_897/2009, E. 4.5) hat das Bundesgericht die Rechtsprechung zur Anzahl der zu 

erfüllenden Adäquanzkriterien bei mittelschweren Unfällen insofern präzisiert, als bei 

mittelschweren Unfällen im engeren Sinn drei Adäquanzkriterien genügen, auch wenn 

sie nicht in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vorliegen. Bei Unfällen im 

mittleren Bereich an der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier 

Adäquanzkriterien zu erfüllen (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 7. Dezember 

2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis).

2.7    Für die Einteilung unmassgeblich sind die Folgen des Unfalls oder die 

Begleitumstände, die nicht direkt mit dem Unfallgeschehen in Zusammenhang stehen. 

Solche Faktoren, wie z. B. Verletzungen oder äussere Umstände, wie Verletzungs- oder 

gar Todesfolgen anderer am Unfall beteiligter Personen, werden gegebenenfalls bei der 

Prüfung der Adäquanzkriterien berücksichtigt (Urteil des Bundesgerichts [bis 

31. Dezember 2006: Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 11. Februar 

2009, 8C_799/2008, E. 3.2.1 mit Hinweisen, bestätigt im Urteil vom 4. Juni 2009, 

8C_77/2009, E. 4.1.1). Der hier zu beurteilende Unfall vom 31. Januar 2007 kann nach 

dem augenfälligen Geschehensablauf sowie den freigesetzten Kräften - in 

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Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Praxis, die einen Unfall, bei dem der 

Versicherte beim Reinigen einer Doppelwalze mit der linken Hand in die Walzenräder 

geriet, als mittelschweren Unfall qualifizierte (Urteil des Bundesgerichts vom 4. Juni 

2009, 8C_77/2009, E. 4.1.2 mit Hinweisen) - den mittelschweren Unfällen im engeren 

Sinn zugeteilt werden. Die Hand des Beschwerdeführers wurde in das Walzwerk, 

zwischen Antriebswelle und Anpressrolle gezogen, wobei zwar erhebliche Kräfte 

wirkten. Diese waren objektiv betrachtet jedoch nicht derart, dass sich eine 

Kategorisierung im Grenzbereich zu den schweren Unfällen rechtfertigen würde. 

Umgekehrt kann aber auch nicht von einem mittleren Unfall im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen gesprochen werden (Suva-act. 1 und 21). Die ungeklärte Frage, ob die 

Maschine automatisch stoppte oder von einem Mitarbeiter ausgeschaltet wurde, ist für 

die Kategorisierung des Unfalls unerheblich, weil die Maschine kurz nachdem sie die 

Hand eingezogen hat, gestoppt wurde und die freigesetzten Kräfte nicht von der Art 

und Weise des Ausschaltens der Walze abhängig sind (Suva-act. 14 und 21).

3.      

Folglich müssen für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs mindestens 

drei der relevanten Kriterien oder ein einzelnes Kriterium in besonders ausgeprägter 

Weise erfüllt sein. Bei der Prüfung dieser Kriterien sind psychische Aspekte ausser 

Acht zu lassen (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).

3.1    Bei der Beurteilung des Kriteriums der dramatischen Begleitumstände oder der 

besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls sind objektive Massstäbe anzuwenden. Nicht 

was in der einzelnen betroffenen Person beim Unfall psychisch vorgeht - sofern sich 

dies überhaupt zuverlässig feststellen liesse - soll entscheidend sein, sondern die 

objektive Eignung solcher Begleitumstände, bei ihr psychische Vorgänge auszulösen 

(RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 E. 3b/cc). Zu beachten ist auch, dass jedem mindestens 

mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen ist, die noch nicht für die 

Bejahung dieses Adäquanzkriteriums ausreichen kann (vgl. SVR 2009 UV Nr. 41 

S. 142). Von einer besonderen Eindrücklichkeit oder Dramatik kann im konkreten Fall 

nicht gesprochen werden, weshalb das Kriterium zu verneinen ist (vgl. Urteil des EVG 

[seit 1. Januar 2007 Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 22. April 

2002, U 82/00, E. 3.1 mit Hinweis).

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3.2    Die körperlichen Verletzungen. die sich der Beschwerdeführer beim Arbeitsunfall 

vom 31. Januar 2007 zugezogen hat, können nicht als besonders schwer eingestuft 

werden. Die diagnostizierte drittgradig, offene distale Vorderarmfraktur weist keinen 

besonders hohen Schweregrad auf. Auch ist eine derartige Verletzung in der Regel 

nicht geeignet, psychische Fehlentwicklungen auszulösen.

3.3    Zur Beantwortung der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung ist nicht allein 

der zeitliche Massstab massgeblich. Ebenfalls in die Prüfung einzubeziehen sind die Art 

und Intensität der Behandlung sowie die Frage, inwieweit davon noch eine Besserung 

des Gesundheitszustands zu erwarten war (Urteil des EVG vom 20. Oktober 2006, U 

488/05, E. 3.2.3 mit Hinweisen; BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Eine Behandlung, die 

lediglich noch der Erhaltung des Gesundheitszustands und nicht der Heilung dient, ist 

im Rahmen der Adäquanzprüfung grundsätzlich nicht relevant. 

Abklärungsmassnahmen und blossen ärztlichen Kontrollen kommt nicht die Qualität 

einer regelmässigen, zielgerichteten Behandlung zu (Urteil des Bundesgerichts vom 27. 

Februar 2008, U11/07, E. 5.3.1 mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer musste sich im 

Anschluss an den Unfall vom 31. Januar 2007 bis Ende 2008 mehreren Operationen 

unterziehen, denen Physiotherapien folgten. Die Ergotherapie konnte am 4. Mai 2009 

abgeschlossen werden (Suva-act. 132). Es kann deshalb von einer kontinuierlichen, mit 

einer gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes 

gerichteten ärztlichen Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gesprochen 

werden. Das Kriterium ist unter Einbezug sämtlicher relevanter Tatsachen, wenn auch 

nicht in besonders ausgeprägter Weise, erfüllt, was auch von der Beschwerdegegnerin 

zugestanden wird.

3.4    Am 11. April 2007 berichtete der Beschwerdeführer anlässlich einer ärztlichen 

Kontrolle über eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung im Bereich des rechten 

Handgelenks, die er am 30. Mai 2007 und 22. August 2007 bestätigte und durch die 

behandelnden Ärzte mit der dorsalen Subluxation und fehlender knöcherner 

Konsolidierung erklärt wurde (Suva-act. 5, 9 und 15). Im Operationsbericht hielt Dr. 

C.___fest, dass beim Beschwerdeführer vor allem bei endständigen Rotationen 

Schmerzen auftreten würden. Nach den Operationen vom 31. August 2007 und vom 

15. Oktober 2007 war der Beschwerdeführer zunächst schmerzfrei (Suva-act. 22). 

Nachdem der Beschwerdeführer über Parästhesien und Hypästhesien klagte, schlug 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

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Dr. E.___ am 21. Februar 2008 eine Radiuskorrekturosteotomie vor, womit sowohl die 

Schmerzhaftigkeit vermindert und beseitigt, vor allem aber die Fehlstellung behoben 

werden könne (Suva-act. 48). In den postoperativen ärztlichen Nachkontrollen wurden 

keine Schmerzen geltend gemacht (Suva-act. 58, 61, 64 und 72), dagegen gab der 

Beschwerdeführer im Gespräch mit der Beschwerdegegnerin wenige Tage nach der 

Radiuskorrekturosteotomie an, dass er immer noch recht viele Schmerzen habe (Suva-

act. 59). Auch Dr. D.___ berichtete im Schreiben vom 13. Juni 2008 über die 

Schmerzen, die der Beschwerdeführer im rechten Handgelenk habe (Suva-act. 74). 

Anlässlich der Nachkontrolle vom 6. August 2008 äusserte sich der Beschwerdeführer 

zur Einsatzfähigkeit der Hand und den Schmerzen: diese hätten sich deutlich gebessert 

(Suva-act. 85). Seit Beginn des Praktikums (OPK-Kurs) seien die Schmerzen laut Suva-

Rapport vom 14. Oktober 2008 wieder wesentlich stärker geworden (Suva-act. 96). In 

Anbetracht der zunehmenden Beschwerden, die sich bei Rotationsbewegungen des 

Armes und bei radialer Duktion im Handgelenk rechts zeigten, führte Dr. E.___ am 26. 

November 2008 eine Ulnaverkürzungs-Osteotomie, eine Metallentfernung Radius 

sowie eine radiale Styloidektomie durch (Suva-act. 101 und 104). Danach gab der 

Beschwerdeführer weiterhin Schmerzen an, die gemäss Dr. E.___ sowie Herrn L.___, 

Ergotherapeut, glaubhaft und erklärbar seien (Suva-act. 107, 108, 113, 110 und 111). 

Im Rahmen der ärztlichen Abschlussuntersuchung vom 3. Juli 2009 teilte der 

Beschwerdeführer mit, dass es immer nach einer halben Stunde Tätigkeit zu 

Schmerzen käme (Suva-act. 139, vgl. auch Suva-act. 147).

Belastungsabhängige Schmerzen sind keine Dauerschmerzen (Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. März 2008, UV 2007/83, E. 2.7). 

Den Ausführungen folgend kann nicht von Dauerschmerzen ausgegangen werden, weil 

der Beschwerdeführer nicht ohne wesentlichen Unterbruch an Schmerzen gelitten hat 

und die Schmerzen meist erst in Zusammenhang mit der Belastung der Hand resp. des 

Armes aufgetreten sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 

vom 26. Februar 2009, UV 2008/57, E. 4.5).

3.5    Nachweise einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte, werden im Bericht von Dr. J.___ ausdrücklich verneint und im 

Übrigen auch nicht geltend gemacht (Suva-act. 166).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

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3.6    Die Dauer der ärztlichen Behandlung und die geklagten Beschwerden deuten 

nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf hin. Das entsprechende Kriterium 

erfordert besondere Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt und verzögert haben 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 7. Februar 2008, U 590/06, E. 4.3.2 und vom 10. 

Juli 2008, 8C_61/2008, E. 7.6). Allein der Umstand, dass sich der Beschwerdeführer 

fünf Operationen unterziehen musste, spricht noch nicht für eine Bejahung eines 

schwierigen Heilungsverlaufs, zumal eine Operation ausschliesslich und zwei weitere 

teilweise der Materialentfernung dienten (Suva-act. 138). Die Operationen sind jeweils 

komplikationslos verlaufen. Ferner sind keine besonderen Gründe ersichtlich, welche 

die Annahme des Kriteriums eines schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher 

Komplikationen rechtfertigen würden (Suva-act. 5, 18, 20 und 57).

3.7    Der Beschwerdeführer war vom Zeitpunkt des Unfalls am 31. Januar 2007 bis am 

1. August 2008 zu 100% arbeitsunfähig. Danach wurde ihm eine Arbeitsfähigkeit von 

50% und ab dem 18. August 2008 von 100% zugemutet. Diese wurde am 23. 

September 2008 wieder auf 50% reduziert und am 26. November 2008 war der 

Beschwerdeführer wieder zu 100% arbeitsunfähig. Der Beschwerdeführer machte erst 

im August 2008 erste Angaben über Schlafprobleme. Im Jahr 2009 nahm der 

Versicherte erstmals an psychiatrischen und psychotherapeutischen Gesprächen teil, 

worauf mit dem Bericht von Dr. K.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 50% ab dem 16. 

Februar 2009 attestiert wurde. Damit gründete die Arbeitsunfähigkeit, die bis 

November 2008 anhielt auf den physisch bedingten Beschwerden. Angesichts dieser 

Tatsachen ist das Kriterium der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit zu 

bejahen, wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise (vgl. Urteil des EVG vom 

30. August 2001, U 56/00, E. 3d/aa).

3.8    Da somit höchstens zwei der zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind, beide 

allerdings nicht in besonders ausgeprägter Weise, muss der adäquate 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 31. Januar 2007 und den geklagten 

psychischen Beschwerden verneint werden.

3.9    Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht den Invaliditätsgrad aufgrund einer 

100% Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ermittelt. Nach Berechnung der 

Beschwerdegegnerin führt die unfallbedingte körperliche Einschränkung zu einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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Erwerbseinbusse von 17%. Der Beschwerdeführer hat gegen diese Berechnung keine 

konkreten Einwände erhoben. Die vorliegenden Akten liefern keine Hinweise, gemäss 

welchen die Berechnung des Invaliditätsgrads zu beanstanden wäre.

4.      

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 4. Mai 2010 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 22.09.2011
	Art. 6 UVG. Adäquanz zwischen psychischen Beschwerden und Arbeitsunfall mit Unterarmverletzung nach den Kriterien von BGE 115 V 133 verneint (Entscheid der Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 22.09.2011, UV 2010/43).

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