# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f794f76-6692-5c55-940e-9afdd0cd61e7
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-16
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung 16.01.2018 OG O3V-17-8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_OG-O3V-17-8_2018-01-16.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A___ 

 
vertreten durch: RA B___  
 
 

 
Vorinstanz SUVA Schweiz. Unfallversicherungsanstalt , Postfach 4358, 

6002 Luzern 
 

 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden   
3. Abteilung 
 

Urteil vom 16. Januar 2018  
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident W. Kobler 
Oberrichter Dr. med. S. Graf, H.P. Fischer, Ch. Wild, 
Dr. F. Windisch 
Obergerichtsschreiberin M. Epprecht 
 
 
 

Verfahren Nr. O3V 17 8 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 

Gegenstand Invalidenrente 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) des Beschwerdeführers: 

 1.  Ziffer 1 des Dispositivs des Einsprache-Entscheids vom 16. Februar 2017 sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, A___ eine Invalidenrente 

gemäss UVG auszurichten.  

 

 2.  Eventuell sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und zu anschliessender neuer 

Beurteilung bzw. Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; 

 

  unter Kosten- und Entschädigungsfolge.  

 

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 16. Februar 2017, 

womit die Verfügung der SUVA vom 25. Juli 2016 geschützt wurde, sei zu bestätigen.  

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Der am XX.XX.1976 geborene A___ arbeitete seit 1996 bei der C___ SA und war dadurch 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen 

von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 28. November 2009 stürzte A___ von 

der Leiter und schlug mit flektiertem Knie auf eine Mauerkante auf. Er erlitt dabei eine 

zweitgradig offene Patella-Schrägfraktur rechts.1 Nach einem Fehltritt wurde am 

19. Februar 2010 eine erneute Hospitalisation für eine Reosteosynthese notwendig.2 Am 

22. September 2010 erfolgte die Osteosynthese-Materialentfernung.3 

 

B. Ab Oktober 2010 arbeitete A___ beim D___ der Gemeinde E___ und vom Juli 2012 bis Mai 

2013 bei den F___. Danach und aktuell arbeitet er als selbständig Erwerbstätiger in der im 

März 2013 gegründeten G___ GmbH.4 Mit Schreiben vom 8. September 2013 meldete der 

Hausarzt von A___, Dr. med. H___, Facharzt FMH Allgemeine Innere Medizin, bei der 

SUVA einen Rückfall an.5  

                                                
1  Act. 8.2-2 
2  Act. 8.2-11 
3  Act. 8.2-26-1 
4  Act. 8.2-136-2 
5  Act. 8.2-51 

Seite 3 

 

C. Mit Verfügung vom 23. Dezember 2014 sprach die SUVA A___ für die verbliebene 

Beeinträchtigung eine Integritätsentschädigung von Fr. 12‘600.-- (Integritätseinbusse 10%) 

zu.6 Am 25. Juli 2016 verfügte die SUVA, dass mangels erheblicher unfallbedingter 

Erwerbseinbusse keine Invalidenrente ausgerichtet werde.7 Dagegen liess A___ 

Einsprache erheben.8 

 

D. Mit Einspracheentscheid vom 16. Februar 2017 hielt die SUVA an ihrer Verfügung fest und 

wies die Einsprache ab.9 

 

E. Am 21. März 2017 liess A___ beim Obergericht Appenzell Ausserrhoden Beschwerde mit 

den eingangs wiedergegebenen Anträgen erheben.10 In der Beschwerdeantwort vom 

12. Juni 2017 beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde.11 Am 25. Juli 2017 

liess A___ die Replik einreichen.12 Die Duplik der SUVA ging am 5. September 2017 ein.13 

 

F. Auf die Vorbringen der Parteien in den Rechtsschriften sowie die Ausführungen in den 

medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

 

 

 

Erwägungen 

 

1. Gemäss Art. 57 ATSG14 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b JG15 beurteilt das Obergericht als 

kantonales Versicherungsgericht Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherungen. 

Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). 

 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen 

ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung als auch hinsichtlich der 

Form- und Fristerfordernisse erfüllt sind.16  

                                                
6  Act. 8.2-99 
7  Act. 8.2-140 
8  Act. 8.2-141, act. 8.2-142 und act. 8.2-148 
9  Act. 3 und act. 8.2-150 
10  Act. 1 
11  Act. 7 
12  Act. 11 
13  Act. 13 
14  Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 

SR 830.1) 
15  Justizgesetz vom 13. September 2010 (JG, bGS 145.31) 

Seite 4 

 

Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

 

2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG sind Gegenstand der Unfallversicherung 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten.  

 

 Nach Art. 18 Abs. 1 UVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn er 

infolge eines Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Invalidität ist die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 

Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem 

in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die 

Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 

nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).  

 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 

ATSG). 

 

Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer einen Berufsunfall 

erlitten und die Vorinstanz gesetzliche Leistungen erbracht hat. Strittig ist der Anspruch auf 

eine Invalidenrente, d.h. die Höhe des Validen- und Invalideneinkommens. 

 

 2.1 

 Der Beschwerdeführer beanstandet hinsichtlich des Valideneinkommens, auf die Angaben 

seiner ehemaligen Arbeitgeberin könne mangels Berücksichtigung seiner effektiven 

damaligen Funktion nicht abgestellt werden. Es sei daher nochmals eine Auskunft bei ihr 

einzuholen. Sein Valideneinkommen im Jahr 2015 habe deutlich mehr als Fr. 83‘636.-- 

betragen. 

 

                                                                                                                                                       
16  Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) 

i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG sowie Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes 
vom 9. September 2002 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1) 

Seite 5 

 2.1.1 

 Es liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme 

beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise 

seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung 

annehmen kann, dass seine Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert 

würde.17 

 

 Die SUVA fragte im Dezember 2015 die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers, 

die C___ SA, an, welchen Lohn der Beschwerdeführer im Jahr 2015 hätte erzielen können, 

wenn er weiterhin als Chauffeur bei ihnen gearbeitet hätte.18 Dies, obwohl der 

Beschwerdeführer anlässlich eines Gesprächs mit der Aussendienstmitarbeiterin der SUVA 

dargelegt hatte, dass er dort verschiedene Funktionen – als LKW-Chauffeur, als Leiter 

technischer Dienst, als Leiter Reparaturwesen, Disponent und Leiter Logistik – innegehabt 

habe.19 Die Anfrage der SUVA vom Dezember 2015 wurde seitens der C___ SA 

schleppend beantwortet und führte zu weiteren Nachfragen der SUVA, bis die ehemalige 

Arbeitgeberin des Beschwerdeführers nach einem von der SUVA festgestellten 

Widerspruch in den Auskünften angab, nicht mehr weiterhelfen zu können.20  

 

Aus dem gesamten Schriftenwechsel bzw. Mail-Verkehr zwischen der SUVA und der C___ 

SA wird deutlich, dass die ehemalige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers – selbst unter 

Zuhilfenahme ihrer Akten – offensichtlich nicht in der Lage war, die Anfrage der SUVA 

adäquat zu beantworten. Daher ist eine erneute Nachfrage durch das Gericht hinsichtlich 

der mutmasslichen Lohnentwicklung des Beschwerdeführers zweifelsfrei von vornherein 

aussichtslos, weshalb sein diesbezüglicher Beweisantrag abzuweisen ist. 

 

 2.1.2 

 Die Bestimmung des Valideneinkommens hat so konkret wie möglich zu erfolgen. Dabei 

sind die Lohnauskünfte des bisherigen oder früheren Arbeitsgebers massgeblich, wenn 

angenommen werden kann, dass die versicherte Person, wäre sie nicht invalid geworden, 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin beim gleichen Arbeitgeber tätig wäre.21 

 

 Bei der Bestimmung des Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst 

                                                
17  BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweis; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, N. 58 zu Art. 43 

ATSG  
18  Act. 8.2-11 
19  Act. 8.2-105-4 
20  Act. 8.2-119-1; act. 8.2-120; act. 8.2-121; act. 8.2-122; act. 8.2-124; act. 8.2-125; act. 8.2-126; act. 

8.2-127; act. 8.2-128; act. 8.2-129 und act. 8.2-133 
21  Urteil des Eidgen. Versicherungsgerichts U 366/04 vom 6. März 2006 E. 5.2.1 

Seite 6 

angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt sein. Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar, war die versicherte 

Person zur Zeit des Unfalls arbeitslos oder hätte sie ihre bisherige Stelle auch ohne den 

Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, können die Zahlen der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) herangezogen werden. 

Insbesondere um eine berufliche Weiterentwicklung mit einem daraus resultierenden 

höheren Einkommen mitzuberücksichtigen, müssen konkrete Anhaltspunkte dafür gegeben 

sein, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein 

entsprechend höherer Verdienst tatsächlich realisiert worden wären.22  

 

 Zur Ermittlung des Valideneinkommens kann nur relevant sein, was grundsätzlich zum 

massgebenden Lohn gemäss AHVG zu zählen wäre. Dementsprechend sind 

Familienzulagen nicht zum Valideneinkommen zu rechnen. Auszugehen ist stets vom 

Bruttogehalt. Dieses ist grundsätzlich an die zwischen Unfall und Rentenbeginn 

eingetretene Lohnentwicklung anzupassen. Abzustellen ist dabei auf die Lohnentwicklung 

im konkreten Betrieb.23 

 

Gegenüber der SUVA gab die C___ SA an, dass der Beschwerdeführer als Chauffeur für 

die Jahre 2010 – 2014 folgende Monatslöhne erzielte: 2010 Fr. 5‘959.--, 2011 Fr. 6‘019.--, 

2012 Fr. 6‘019.--, 2013 Fr. 6‘019.--, 2014 Fr. 6‘079.--.24 Dies entspricht einer Steigerung 

von 2% über die Jahre 2010 - 2014. Für das Jahr 2015 schätzte die ehemalige 

Arbeitgeberin des Beschwerdeführers die mutmassliche Lohnentwicklung als Chauffeur auf 

einen Jahres-Basislohn von Fr. 75‘400.--.25 Im angefochtenen Einspracheentscheid ging 

die SUVA - basierend auf den Lohnabrechnungen November 2008 bis November 2009 –

von einem Einkommen von Fr. 80‘112.-- aus und rechnete dieses mit der allgemeinen 

Nominallohnentwicklung per 2015 hoch, woraus ein Valideneinkommen von Fr. 83‘618.-- 

resultierte.26 In der Beschwerdeantwort ging die SUVA von den Lohnabrechnungen der 

C___ SA von Dezember 2008 bis November 2009 aus und rechnete den erzielten 

Jahreslohn in Höhe von Fr. 80‘129.-- unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 

2010 - 2015, welche insgesamt 4.3% betrug,27 hoch und kam auf ein Valideneinkommen 

von Fr. 83‘636.--.28  

 

                                                
22  Urteil des Bundesgerichts 8C_382/2017 vom 25. August 2017 E. 2.3.1 mit Hinweisen 
23  RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, Art. 18 UVG, S. 127f 
24  Act. 8.2-104-14 
25  Act. 8.2-121-1 
26  Act. 3/4 
27  Für Männer: 2010 0.7%, 2011 1%, 2012 0.8%, 2013 0.8%, 2014 0.7%, 2015 0.3% 
28  Act. 7/2 

Seite 7 

 Aus den Akten ist zu schliessen, dass der Beschwerdeführer bei der C___ SA nicht 

ausschliesslich als Chauffeur eingesetzt worden war. Denn bereits in den Jahren 2008 und 

2009 war sein Einkommen gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto der 

Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden höher als der gemäss Auskunft der C___ SA für 

einen Chauffeur mit ähnlicher Anzahl Dienstjahren und Alter im Jahr 2015 geschätzte 

mutmassliche Jahres-Basislohn von Fr. 75‘400.--.29 Andererseits lässt sich der vom 

Beschwerdeführer implizit geltend gemachte berufliche Aufstieg, indem er ein deutlich 

höheres Valideneinkommen als die von der SUVA errechneten Fr. 83‘636.-- behauptet, 

aufgrund mangelnder konkreter Anhaltspunkten in den vorliegenden Akten nicht 

nachzuvollziehen. Daher rechtfertigt es sich, auf das effektiv zuletzt erzielte 

Jahreseinkommen abzustellen, zumal im vorliegenden Fall aufgrund der Verhältnisse 

ohnehin keine präzisen Einkommenszahlen erhoben werden müssen.30  

 

 Gemäss den Lohnabrechnungen der C___ SA erzielte der Beschwerdeführer im Jahr vor 

seinem Unfall – mithin von November 2008 bis und mit Oktober 2009 - einen 

Jahresverdienst von Fr. 79‘659.--, was einem Monatseinkommen von Fr. 6‘128.-- 

entspricht.31 Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung 2010 – 2015 von 

insgesamt 4.3 % resultiert daraus ein Einkommen von rund Fr. 83‘000.--, welches der 

Beschwerdeführer bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin im 2015 erzielt hätte.  

 

 2.2  

 Hinsichtlich des Invalideneinkommens bringt der Beschwerdeführer vor, dass er sämtliche 

Arbeitsstellen – C___ SA, D___, F___ – unfallbedingt habe aufgeben müssen. Indem er 

sich selbständig gemacht habe, sei er seiner Pflicht zur Selbsteingliederung 

nachgekommen. Sein unfallbedingt zeitlicher Mehraufwand sei bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens zu berücksichtigen. Es sei nicht klar, ob Geschäftsgewinne als 

Bestandteil zum Invalideneinkommen gerechnet werden können. Ohnehin sei auf die 

Anrechnung des schwankenden Gewinns zu verzichten. 

 

 2.2.1 

 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch 

realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen 

Situation auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht. Übt er nach Eintritt der 

                                                
29  Act. 8.2-103-3 und act. 8.2-121-1 
30  Vgl. E. 3 
31  Act. 8.2-104-2ff und act. 8.2-119-9, je brutto und ohne Kinderzulage: November 2008 Fr. 5‘823.--, 

Dezember 2008 Fr. 11‘666.--, Januar 2009 Fr. 7‘213.-- (inkl. Komplem. Lohn), Februar 2009 
Fr. 5‘993.--, März 2009 Fr. 5‘973.--, April 2009 Fr. 6‘103.--, Mai 2009 Fr. 5‘953.--, Juni 2009 5‘913.--, 
Juli 2009 Fr. 6‘923.-- (inkl. Bonus), August 2009 Fr. 6‘113.--, September 2009 Fr. 5‘913.-- (exkl. 
Heiratszulage), Oktober 2009 Fr. 6‘073.-- 

Seite 8 

Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile 

Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass er die ihm verbleibende 

Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt grundsätzlich der 

von ihm tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn.32 

 

 2.2.2 

 Der Beschwerdeführer ist seit Mitte 2013 selbständig erwerbstätig in der G___ GmbH und 

erzielte 2015 ein Jahreseinkommen von Fr. 75‘000.-- brutto.33 Gemäss den 

Buchhaltungsunterlagen erwirtschaftete die GmbH im 2013 einen Gewinn von rund 

Fr. 23‘301.--, im 2014 von rund Fr. 16‘596.-- und im 2015 von rund Fr. 25‘208.--.34 Somit 

kann, zumal der Beschwerdeführer einen guten Geschäftsgang geltend machte,35 von 

besonders stabilen Arbeitsverhältnissen ausgegangen werden. 

 

 Der Beschwerdeführer behauptet einen unfallbedingten Mehraufwand, ohne hierzu 

Nachweise anzubieten oder diese Behauptung zum Beweis verstellt zu haben. Auch in den 

Akten findet sich insoweit keine Stütze für diese Behauptung, als sich keine Hinweise auf 

eine überdurchschnittliche Arbeitszeit aufgrund einer gesundheitsbedingten Minderleistung 

finden. Eine Beweisabnahme von Amtes wegen kann und muss trotz geltender 

Untersuchungsmaxime unterbleiben, weil nicht ersichtlich ist, wie der zeitliche Aufwand 

ohne konkrete Hinweise des Beschwerdeführers festgestellt werden könnte. Des Weiteren 

ist in diesem Zusammenhang auch zu berücksichtigen, dass gemäss Beurteilung der 

SUVA, welche unbestritten blieb, dem Beschwerdeführer eine ganztägige mittelschwere 

Tätigkeit zuzumuten sei, hierbei jedoch kein dauerhaftes Treppensteigen, kein dauerhaftes 

Bergab- oder Bergauflaufen und kein dauerhaftes Laufen in unebenem Gelänge. Das 

Besteigen von Leitern und Gerüsten sei nur gelegentlich und das Bedienen von Pedalen 

nicht dauerhaft zumutbar. Nicht zumutbar sei das Einnehmen von Zwangshaltungen wie 

Knien, Kauern und Hocken. Gesamthaft Tätigkeit am besten Wechselbelastend mit 

überwiegend sitzender Tätigkeit, jedoch Möglichkeit, die Position zu wechseln.36 Der 

Beschwerdeführer hat diesbezüglich nicht dargetan, inwieweit die von ihm ausgeübte 

Tätigkeit über diese als zumutbar geltenden Anforderungen hinausgeht.  

 

 Bei wirtschaftlich Berechtigten an einer Firma bilden neben dem in der Erfolgsrechnung 

verbuchten und der AHV als Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit gemeldeten 

                                                
32  BGE 126 V 75 E. 3b aa mit Hinweis 
33  Act. 2 
34  Act. 8.2-113-1ff und act. 8.2-134-2ff 
35  Act. 8.2-105-5 und act. 8.2-135 
36  Act. 8.2-94 

Seite 9 

Lohn grundsätzlich auch die Geschäftsgewinne Bestandteil des Einkommens.37 Der 

Beschwerdeführer ist Inhaber von 3/5 der Stammanteile an der G___ GmbH.38 Aus den 

letzten drei Geschäftsjahren der GmbH ergibt sich ein durchschnittlicher Jahresgewinn von 

rund Fr. 13‘020.--.39 Ausgehend vom Bruttojahreseinkommen des Beschwerdeführers von 

Fr. 75‘000.-- plus dem durchschnittlichen Gewinnanteil aus der GmbH von rund 

Fr. 13‘000.-- errechnet sich ein Invalideneinkommen von rund Fr. 88‘000.--. 

 

3. Zusammenfassend ist somit von einem Valideneinkommen von rund Fr. 83‘000.--

auszugehen sowie von einem Invalideneinkommen von rund Fr. 88‘000.--. Angesichts 

dieser Einkommensverhältnisse liegt offensichtlich keine Erwerbseinbusse vor und es 

besteht kein Anspruch auf eine Invalidenrente. Die Beschwerde ist somit abzuweisen. 

 

4. 4.1 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 1 Abs. 1 UVG). 

 

4.2 

Der obsiegenden SUVA ist keine Parteientschädigung auszurichten.40 

 

 

 

  

                                                
37  Urteil des Bundesgerichts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hinweis 
38  Vgl. https://ar.chregister.ch/cr-portal/suche/suche.xhtml 
39  2013: (3/5 von Fr. 23‘301.-- =) Fr. 13‘980.60 + 2014: (3/5 von Fr. 16‘596.-- =) Fr. 9‘957.60 + 2015: (3/5 

von Fr. 25‘208.-- =) Fr. 15‘124.80 = Fr. 39‘063.00 : 3 = Fr. 13‘021.00 
40  BGE 126 V 143 E. 4 

Seite 10 

Demnach erkennt das Obergericht:  
 
 
1. Die Beschwerde von A___ wird abgewiesen. 
 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben.  
 
 
3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.  
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich 
einzureichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 
Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). 
Die Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 
5. Zustellung an den Beschwerdeführer über dessen Anwalt, die Vorinstanz und das 

Bundesamt für Gesundheit. 
 
 
 
Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. Monika Epprecht 

 
 
 
 
 
 
versandt am: 16.04.18