# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6b96adc-4f6c-5085-b3c1-8a77c375557b
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 20.11.2017 101 2017 275
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2017-275_2017-11-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2017 275

Urteil vom 20. November 2017 

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Hubert Bugnon, Sandra Wohlhauser
Gerichtsschreiberin: Jessica Koller

Parteien A.________, Gesuchsteller und Berufungskläger, vertreten durch 
Rechtsanwalt Tarkan Göksu

gegen

B.________, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt Elmar Perler

und

C.________, Gesuchsgegner und Berufungsbeklagter

Gegenstand Erbrecht – Bestellung eines Erbenvertreters (Art. 602 Abs. 3 ZGB)

Berufung vom 28. August 2017 gegen den Entscheid der 
Friedensrichterin des Sensebezirks vom 14. August 2017

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 9

Sachverhalt

A. D.________ sel. ist im Jahr 1980 verstorben. Er hinterliess seine Ehefrau B.________ und 
seine Söhne A.________ und C.________ als Erben. 

Der Nachlass wurde teilweise schon geteilt und ins Alleineigentum der Erben überführt. Einziges 
ungeteiltes Nachlassobjekt der Erbengemeinschaft bildet das Grundstück Art. eee des 
Grundbuchs von F.________, auf welchem sich eine Werkstatt sowie ein Haus mit drei 
Wohnungen befinden, wobei eine Wohnung durch B.________ bewohnt wird und die anderen 
Wohnungen sowie die Werkstatt an Dritte vermietet sind.

B. Am 7. Juni 2017 reichte A.________ beim Friedensgericht des Sensebezirks ein Gesuch um 
Ernennung einer Erbenvertretung im Sinne von Art. 602 Abs. 3 ZGB ein. 

C.________ nahm am 23. Juni 2017 dazu Stellung und führte u.a. aus, er habe bereits vor einem 
Jahr den Vorschlag einer Erbenvertretung gemacht. 

B.________ nahm ihrerseits mit Eingabe vom 10. Juli 2017 Stellung und legte den Entscheid ins 
pflichtbewusste Ermessen der Friedensrichterin des Sensebezirks (nachfolgend: die 
Friedensrichterin). 

Mit Entscheid vom 14. August 2017 wies die Friedensrichterin das Gesuch um Ernennung eines 
Erbenvertreters ab. Die Kosten wurden A.________ auferlegt.

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 28. August 2017 Berufung und stellte 
folgende Rechtsbegehren:

1. In Gutheissung der Berufung sei für den Nachlass des D.________ sel., verstorben im Jahr 1980, 
zuletzt wohnhaft gewesen in F.________, ein Erbenvertreter gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB 
einzusetzen.

2. Die Kosten des Verfahrens seien den Berufungsbeklagten solidarisch aufzuerlegen, eventuell dem 
Nachlass aufzuerlegen.

3. Die Berufungsbeklagten solidarisch, eventuell der Nachlass, seien zu verpflichten, dem 
Berufungskläger eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen.

Am 1. September 2017 übermittelte die Friedensrichterin dem Hof ihre Akten. Sie verzichtete auf 
eine ergänzende Stellungnahme und verwies auf ihre Ausführungen im angefochtenen Entscheid. 

Mit Eingaben vom 4. und 18. September 2017 ergänzte A.________ seine Berufung.

Am 9. Oktober 2017 reichte B.________ ihre Antwort ein und schloss auf kostenfällige Abweisung 
der Beschwerde. 

C.________ nahm seinerseits nicht zur Beschwerde Stellung. 

Auf die weiteren Parteivorbringen wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – im Rahmen 
der Erwägungen eingegangen.

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 9

Erwägungen

1.

1.1. Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide und erstinstanzliche Entscheide über 
vorsorgliche Massnahmen in vermögensrechtlichen Streitigkeiten sind mit Berufung anfechtbar, 
wenn der Streitwert mindesten CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 ZPO). Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung ist die Anordnung einer Erbenvertretung eine Streitigkeit vermögensrechtlicher 
Natur (Urteile BGer 5A_121/2012 vom 16. April 2012 E. 1; KGer FR 101 2012 158 vom 
16. August 2012 E. 1.a). 

Vorliegend liegt der Streitwert eindeutig über CHF 10'000.-, so dass die Anfechtbarkeit des 
Entscheids der Friedensrichterin durch Berufung zu bejahen ist. 

1.2. Anordnungen betreffend Erbenvertretung gehören zur freiwilligen Gerichtsbarkeit (BGE 72 II 
54; 94 II 55 E. 2; Urteil BGer 5A_554/2016 vom 25. April 2017 E. 3.3). Angelegenheiten der 
freiwilligen Gerichtsbarkeit fallen gemäss Art. 248 Bst. e ZPO unter das summarische Verfahren. 
Gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Entscheid beträgt die Frist zur Einreichung 
der Berufung 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). 

Der angefochtene Entscheid wurde dem Berufungskläger am 16. August 2017 zugestellt, so dass 
die am Montag, 28. August 2017 eingereichte Berufung rechtzeitig erfolgt ist (Art. 142 ZPO). 

Die Berufung wurde den Berufungsbeklagten am 29. September 2017 zur Stellungnahme 
zugestellt. Folglich erfolgte die Eingabe der Berufungsbeklagten vom 9. Oktober 2017 innert der 
10-tägigen Antwortfrist.

Auf die Berufung sowie die Berufungsantwort ist demzufolge grundsätzlich einzutreten.

1.3. Mit Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Rechtsmittelinstanz hat den 
angefochtenen Entscheid im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO) im Rahmen der 
vorgetragenen Berufungsgründe mit voller Kognition komplett neu zu beurteilen (GEHRI in 
GEHRI/JENT-SORENSEN/SARBACH, ZPO Kommentar, 2. Aufl. 2015, Art. 310 N. 3). Dies bedeutet 
allerdings nicht, dass die Berufungsinstanz gehalten ist, von sich aus wie eine erstinstanzliche 
Gerichtsbehörde alle sich stellenden tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn 
die Parteien diese in oberer Instanz nicht vortragen. Sie hat sich grundsätzlich auf die Beurteilung 
der in der schriftlichen Begründung erhobenen Beanstandungen zu beschränken, es sei denn es 
handle sich um offensichtlichen Mängel (BGE 142 III 413 E. 2.2.4).

1.4. Die Berufungsinstanz kann eine Verhandlung durchführen oder aufgrund der Akten 
entscheiden (Art. 316 Abs. 1 ZPO). Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung nötigen 
Informationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird. 

1.5. Neue Tatsachen und Beweismittel werden im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, 
wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster 
Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten und 
unechten neuen Vorbringen (sog. Noven) zu unterscheiden. Echte Noven sind Tatsachen und 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=5A_416%2F2013&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F94-II-55%3Afr&number_of_ranks=0#page55

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 9

Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens 
entstanden sind. Sie sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne 
Verzug nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und 
Beweismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung entstanden waren. Ihre 
Zulassung wird im Berufungsverfahren insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn 
sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht 
werden können (Urteil BGer 4A_662/2012 vom 7. Februar 2013 E. 3.3, in SZZP 2013 S. 253). Im 
Falle unechter Noven hat der Berufungskläger namentlich die Gründe detailliert darzulegen, 
weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor erster Instanz hat vorbringen 
können (Urteile BGer 4A_334/2012 vom 16. Oktober 2012 E. 3.1, in SJ 135/2013 I S. 311; 
5A_456/2016 vom 28. Oktober 2016 E. 4.1.1). Aus Art. 317 ZPO ergibt sich somit, dass 
grundsätzlich alle Tatsachen und Beweismittel in erster Instanz vorzubringen und der Prozess vor 
dem erstinstanzlichen Richter abschliessend zu führen ist. Das Berufungsverfahren bietet den 
Parteien folglich nicht Gelegenheit, ihre eigenen Unzulänglichkeiten zu beheben, sondern dient der 
Überprüfung und Korrektur des erstinstanzlichen Entscheids im Lichte konkret dagegen 
vorgebrachter Beanstandungen (BGE 142 III 413 E. 2.2.2 m.w.H.; Urteil BGer 4A_569/2013 vom 
24. März 2014 E. 2.3 mit Verweis auf BK ZPO-STERCHI, Art. 317 N. 2). 

In casu führte der Rechtsvertreter des Berufungsklägers am 28. August 2017 aus, die Vorinstanz 
habe festgestellt, dass sich keine der Parteien gegen die Ernennung eines Erbenvertreters 
ausgesprochen habe. Auch wenn es völlig unverständlich gewesen sei, wie sie zu diesem Schluss 
gelangen konnte, habe er den angefochtenen Entscheid zum Anlass genommen und den 
Berufungsbeklagten am 22. August 2017 einen Erbenvertreter offeriert. Am 4. und 
18. September 2017 ergänzte er seine Ausführungen dahingehend, dass C.________ am 
31. August 2017 (Eingang am 4. September 2017) auf das besagte Schreiben reagiert und sich 
grundsätzlich einverstanden erklärt habe, gemeinsam einen Erbenvertreter zu ernennen [konkret 
lautet die Antwort: „(…) Bevor wir einen Erbenvertreter bestimmen, sollten wohl die Erben dies 
zuerst zusammen besprechen. Diese Besprechung sollte beinhalten, wie die Aufgaben und Rechte 
des allfälligen Erbenvertreters (recte) aussehen und wie die Kostenfolge geregelt wird. 
Anschliessend könnten Offerten eingeholt und verglichen werden“). Der Rechtsvertreter von 
B.________ habe seinerseits am 4. September 2017 geantwortet, infolge der Ergreifung des 
Rechtsmittels erübrige sich eine Stellungnahme wohl, woraufhin er ihn informiert habe, dass dem 
keineswegs so sei und bei einvernehmlicher Bestellung einer Erbenvertretung die Berufung 
gegenstandslos würde und zurückgezogen werden könnte. Eine Rückmeldung habe er seither 
nicht mehr erhalten, obwohl er diese bis zum 11. September 2017 erwartet hätte und er 
kollegialiter noch eine Woche gewartet habe. Die vom Rechtsvertreter des Berufungsklägers 
erwähnten Unterlagen wurden mit den jeweiligen Schreiben eingereicht. 

Ob es sich bei diesen Vorbringen und Belegen in der Tat um neue Tatsachen und Beweismittel in 
Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO handelt, ist zweifelshaft, bestätigen sie doch einzig das, was 
bereits vor erster Instanz bekannt war, sprich dass C.________ grundsätzlich mit einer 
Erbenvertretung einverstanden zu sein scheint und B.________ eine solche weder gutheisst noch 
ablehnt. Die Frage kann jedoch mit Blick auf den Ausgang des Verfahrens offenbleiben. 

1.6. Die Streitwertgrenze von CHF 30‘000.- für die Beschwerde in Zivilsachen an das 
Bundesgericht gegen vorliegendes Urteil scheint angesichts des Volumens des Nachlasses sowie 
der Tragweite der strittigen Angelegenheit erreicht (Art. 74 Abs. 1 Bst. b BGG).

http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&from_year=1954&to_year=2016&sort=relevance&insertion_date=&from_date_push=&top_subcollection_clir=bge&query_words=BGE+142+III+413&part=all&de_fr=&de_it=&fr_de=&fr_it=&it_de=&it_fr=&orig=&translation=&rank=1&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-413%3Ade&number_of_ranks=1&azaclir=clir

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 9

2.

2.1. In ihrem Entscheid hielt die Friedensrichterin unter Bezugnahme auf die massgeblichen 
Bestimmungen zu den Voraussetzungen für die Ernennung eines Erbenvertreters fest, es könne 
vorliegend festgestellt werden, dass die Liegenschaft auf dem Grundstück Nr. eee des 
Grundbuchs F.________ seit dem Tod des Erblassers durch die Mutter verwaltet werde. 
Spätestens mit Schreiben vom 6. Juni 2017, mit welchem der Berufungskläger ausdrücklich 
allfällige Vollmachten entzogen habe, könne nicht mehr davon ausgegangen werden, dass 
bezüglich der Verwaltung der Liegenschaft durch die Mutter das Einverständnis aller Erben 
vorliege. Demnach bestehe diesbezüglich Uneinigkeit zwischen den Erben. Weiter bedürfe es 
wichtiger Gründe, um eine Erbenvertretung zu bestellen, namentlich müsse die rationelle 
Erhaltung und Verwaltung der Erbschaft unmöglich oder erheblich erschwert sein. Vorliegend 
gestallte sich die Verwaltung des ungeteilten Nachlasses einfach, da nur eine Liegenschaft 
verwaltet werden müsse und die Wohnungen und die Garagen-Werkstätte seit Jahren vermietet 
seien. Die Verwaltung sei demzufolge nicht unmöglich oder erschwert. Die Bewirtschaftung und 
Verwaltung des Nachlasses sei in den letzten 37 Jahren unbestrittenermassen möglich gewesen, 
ohne dass dessen Substanz oder Erhalt gefährdet gewesen seien. Seitens des Berufungsklägers 
werde nur geltend gemacht, die Mutter verbrauche die Einnahmen offenbar für sich und es sei zu 
befürchten, dass letztere nicht mehr dem Nachlass zugeführt werden könnten; er begründe jedoch 
nicht weiter, inwiefern die Substanz des Nachlasses ohne Ernennung eines Erbenvertreters 
gefährdet sei. Diesbezüglich werde im Entscheid des Bezirksgerichts vom 19. August 2016 
festgehalten, dass durch den Wert der Liegenschaft der Erbanspruch des Berufungsklägers 
gesichert und durch die Handlungen der Mutter auch nicht gefährdet sei. Es scheine, dass der 
Berufungskläger mit seinem Gesuch nicht in erster Linie die Verwaltung durch seine Mutter 
verhindern wolle, sondern ein Erbenvertreter im Wesentlichen erwirken soll, dass er Übersicht über 
Verwaltung, Nutzung und Verbrauch der Nachlasswerte erhält und die Einnahmen dem Nachlass 
zugeführt werden. Gemäss Entscheid des Bezirksgerichts vom 19. August 2016 sei diesbezüglich 
festzuhalten, dass die Mieteinnahmen bis 2014 auf das gemeinsame Erbenkonto „D.________ 
Erben" einbezahlt wurden und dass die Mutter die Mieter in der Folge anwies, die Mietzahlungen 
auf ihr privates Konto zu leisten, nachdem der Berufungskläger selbst das gemeinsame 
Erbenkonto sperren liess. In der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei anerkannt, dass ein 
einzelnes Mitglied rechtsverbindlich für die Erbengemeinschaft handeln kann, wenn die 
Voraussetzungen für die Geschäftsführung ohne Auftrag im Sinne von Art. 419 ff. OR vorliegen. 
Die Mutter habe allenfalls eigenmächtig, wohl aber im überwiegenden Interesse der 
Erbengemeinschaft gehandelt und den Nachlass ordentlich verwaltet. Es könnten allenfalls sogar 
die Voraussetzungen der Geschäftsführung ohne Auftrag vorliegen, so dass das Handeln der 
Mutter dadurch möglicherweise sogar rechtsverbindlich gewesen sein könnte. Eine 
Erbenvertretung sei überdies ein kostspieliger Eingriff in den Nachlass. Zusammenfassend 
erkannte die Friedensrichterin, dass das Handeln der Mutter weder eine Gefährdung der Substanz 
des Nachlasses darstelle, noch sonst eine Erschwernis der Verwaltung des Nachlasses gegeben 
sei, welche die Einsetzung eines Erbenvertreters notwendig machen würde. Zudem habe sich 
keine der Parteien gegen die Ernennung eines Erbenvertreters ausgesprochen, so dass in diesem 
Punkt Konsens herrsche und sie nach den Regeln des Privatrechts selbst eine Person für die 
Verwaltung des Nachlasses benennen und engagieren können; folglich sei mangels 
Erforderlichkeit kein Handeln der Friedensrichterin notwendig. Betreffend die mangelnde Übersicht 
über Verwaltung, Nutzung und Verbrauch der Nachlasswerte und Zuführung der Einnahmen 

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 9

würden dem Berufungskläger anderweitige Rechtswege (ungerechtfertigte Bereicherung) sowie 
insbesondere die einschlägigen erbrechtlichen Klagen zur Verfügung stehen.

2.2. Diesen Ausführungen hält der Berufungskläger insbesondere entgegen, die Vorinstanz habe 
den Sachverhalt nicht richtig festgestellt, indem sie behauptet hat, dass sich keine der Parteien 
gegen die Ernennung eines Erbenvertreters ausgesprochen habe und in diesem Punkt daher 
Konsens herrsche, so dass ein Handeln der Friedensrichterin nicht notwendig sei. Nebst dieser 
Behauptung habe die Vorinstanz zahlreiche weitere Sachverhaltselemente erwähnt, die so von 
keiner Partei jemals vorgebracht wurden. Insbesondere Seite 5 des Entscheids der 
Friedensrichterin enthalte praktisch nur Feststellungen, die im vorliegenden Verfahren weder vom 
Berufungskläger, noch von der Berufungsbeklagten geltend gemacht wurden und ohne jedes 
Beweisverfahren von der Vorinstanz behauptet wird („dass sich die Verwaltung des ungeteilten 
Nachlasses einfach gestaltet“; „dass die Bewirtschaftung und Verwaltung des Nachlasses 
unbestrittenermassen die letzten 37 Jahre möglich war, ohne dass die Substanz oder der Erhalt 
des Nachlasses gefährdet war“; „[dass der Gesuchsteller] jedoch nicht weiter begründet, inwiefern 
die Substanz des Nachlasses ohne Ernennung eines Erbenvertreters gefährdet würde“; „dass die 
Mieteinnahmen bis 2014 auf das gemeinsame Erbenkonto D.________ Erben einbezahlt wurden 
und dass die Gesuchsgegnerin die Mieter in der Folge anwies, die Mietzahlungen auf ihr privates 
Konto zu leisten, nachdem der Gesuchsteller selbst das gemeinsame Erbenkonto sperren liess“). 
Durch diese Behauptungen werde der falsche Eindruck erweckt, dass die Ernennung eines 
Erbenvertreters nicht notwendig wäre und bisweilen sogar der Berufungskläger selbst für die 
unbefriedigende Situation verantwortlich sei (vgl. Berufung, S. 6 f.).

Des Weiteren macht der Berufungskläger die Verletzung der Dispositionsmaxime geltend. Wenn 
davon ausgegangen werde, dass die Berufungsbeklagte das Rechtsbegehren des Berufungs-
klägers, es sei ein Erbenvertreter zu ernennen, anerkannt hat, dürfte das Gericht im Sinne der 
Dispositionsmaxime dem Berufungskläger nicht weniger zugestehen, als dieser verlangt hat, so 
dass das Gesuch um Bestellung eines Erbenvertreters gutzuheissen wäre (vgl. Berufung, S. 8). 

Schliesslich macht der Berufungskläger die Verletzung von Art. 602 Abs. 3 ZGB geltend. 
Zusammenfassend bringt er das Folgende vor: Aufgrund der gesamten Umstände und dem 
gestörten Vertrauensverhältnis zwischen den Erben sei es angezeigt, einen Erbenvertreter 
einzusetzen, welcher darauf achtet, dass nicht ein Erbe, der die Verwaltung des Nachlasses „an 
sich gerissen hat“ die Nachlasseinnahmen ohne Möglichkeit der Nachverfolgung für sich selber 
verwendet und somit den Nachlass schmälert. Der Nachlass als solcher sei gefährdet, weil die 
Berufungsbeklagte Erträge des Nachlasses für sich selber verwendet, obwohl diese in den 
Nachlass gehören. Sie erteile auch keine Auskunft über die Einnahmen oder deren Verwendung, 
so dass es anlässlich einer Erbteilung unmöglich sein werde, nachzuvollziehen, wie viel davon 
dem Nachlass zu restituieren sind. Ganz abgesehen davon bestehe die Gefahr, dass die 
Berufungsbeklagte diese dem Nachlass gehörenden Werte gar nicht mehr zurückerstatten kann, 
weil sie diese verbraucht hat, der Nachlass sowie die anderen Erben also dereinst mit 
Verlustscheinen vorliebnehmen müssen. Mithin bestehe die Gefahr, dass der Nachlass bei 
Fortsetzung der jetzigen Situation einen nicht wiedergutzumachenden Schaden nimmt. Wenn 
zudem bedacht werde, dass jährlich rund CHF 60'000.- dem Nachlass entzogen werden, dann 
rechtfertige auch der potenzielle Schadensbetrag die Einsetzung einer Erbenvertretung. Weiter 
lässt der Berufungskläger ausführen, er habe der Berufungsbeklagten niemals seine ausdrückliche 
Zustimmung zur Verwaltung der Liegenschaft gegeben, auch nicht nachträglich. Es stehe ebenfalls 
ausser Frage, dass es nicht im Interesse der Erbschaft ist, wenn die Berufungsbeklagte die 

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 9

Verwaltung des Nachlassobjektes eigenwillig übernimmt und die Liegenschaft zu ihrem eigenen 
Nutzen und nach Belieben ausbeutet. Bereits seit mehreren Jahren hätten die anderen Erben 
keinen Vorteil aus dieser Erbschaft und erhielten nicht einmal die notwendigen Auskünfte, auf die 
sie Anspruch hätten. Sämtliche Bemühungen des Berufungsklägers in den vergangenen Jahren, 
zumindest Auskünfte über Einnahmen und Aufwendung oder die aktuellen Mieter zu erhalten, 
seien jeweils abschlägig beantwortet worden. Inwiefern dadurch die Voraussetzungen der 
Geschäftsführung ohne Auftrag hätten erfüllt und dadurch das Verhalten der Berufungsbeklagten 
hätte gerechtfertigt werden sollen, sei nicht einleuchtend. Schliesslich habe die Vorinstanz es 
unterlassen darzulegen, welche konkreten anderen erbrechtlichen Rechtsbehelfe der 
Berufungskläger ergreifen könnte, um die vorliegende Problematik zu beheben. Es sei ohnehin 
unerheblich, ob allenfalls auch andere Rechtsbehelfe infrage kommen, solange die 
Voraussetzungen für das geltend gemachte Gesuch ebenfalls gegeben sind. Im vorliegenden Fall 
sei die Einsetzung eines Erbenvertreters die geeignetste Massnahme, um den Nachlass zu 
schützen und Transparenz zu schaffen (Berufung, S. 8 ff.). 

3.

3.1. Vorab ist festzuhalten, dass die Vorinstanz das Gesuch um Ernennung eines Erbenvertreters 
nicht – wie vom Berufungskläger ausgeführt (Berufung, S. 10) – von vornherein aufgrund der 
Tatsache, dass die anderen Erben einen Erbenvertreter befürwortet hätten, abgewiesen hat. Sie 
hat im Gegenteil erkannt, dass das Handeln der Mutter weder eine Gefährdung der Substanz des 
Nachlasses darstelle, noch sonst eine Erschwernis der Verwaltung des Nachlasses gegeben sei, 
welche die Einsetzung eines Erbenvertreters notwendig machen würde. Zudem habe sich keine 
der Parteien gegen die Ernennung eines Erbenvertreters ausgesprochen. Es handelt sich dabei 
um zwei selbstständige Begründungen oder allenfalls um eine Haupt- und eine Eventual-
begründung, wobei eine davon gereicht hätte, um den Entscheid zu fällen. 

3.2.

3.2.1 Wesentliche Voraussetzung für die Ernennung eines Erbenvertreters ist der Bestand einer 
Erbengemeinschaft. Das Gesetz legt die materiellen Voraussetzungen nicht fest und bestimmt 
lediglich, dass die zuständige Behörde auf Begehren eines Miterben für die Erbengemeinschaft bis 
zur Teilung eine Vertretung bestellen kann. Aufgrund der „Kann-Formulierung“ steht der Behörde 
ein weiter Ermessensspielraum zu, aber sie ist nicht völlig frei in der Anordnung einer 
Erbenvertretung. Hauptsächliche Voraussetzung für die Einsetzung eines Erbenvertreters ist, dass 
die Erbengemeinschaft ausserstande ist, innert nützlicher Frist die erforderlichen Entscheide zu 
treffen und (im Aussenverhältnis) zu handeln. Aus dieser Handlungsunfähigkeit muss sich eine 
Gefährdung der Substanz oder der ordentlichen Erträge des Nachlasses ergeben und die 
rationelle Erhaltung und Verwaltung der Erbschaft muss mithin unmöglich oder erschwert sein. 
Anwendungsfälle sind namentlich die Abwesenheit von Erben, die Unfähigkeit der Erben zur 
Verwaltung der Erbschaft oder die heillose Zerstrittenheit der Erben, die es ihnen verunmöglicht, 
die erforderliche Einstimmigkeit zur Entscheidfällung zu erreichen. Irrelevant ist, wie es zu dieser 
Handlungsunfähigkeit gekommen ist. Blosse Meinungsverschiedenheiten der Erben über die 
Verwaltung oder Bewirtschaftung des Nachlasses, insbesondere wenn sie lediglich Nebenpunkte 
betreffen, rechtfertigen den Eingriff in die Rechtsstellung der Erben im Allgemeinen nicht. Der 
Nachweis einer unrichtigen oder unzweckmässigen Verwaltung oder gar einer Überschreitung der 
einem Erben als Vertreter eingeräumten Befugnisse ist nicht Voraussetzung für die Bestellung 
eines Erbenvertreters. Es genügt, wenn das Vertrauensverhältnis unter den Erben zerstört ist 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 9

(PraxKomm Erbrecht-WEIBEL, Art. 602 N. 57-58; BSK ZGB II-SCHAUFELBERGER/KELLER LÜSCHER, 
Art. 602 N. 46; BGer 5D_133/2010 vom 12. Januar 2011 E. 5.1). 

Bei Anordnungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit stellt das Gericht den Sachverhalt von Amtes 
wegen fest (Art. 255 Bst. b ZPO), wobei die Untersuchungsmaxime jedoch nicht uneingeschränkt 
gilt, da eine Mitwirkungspflicht der Parteien besteht (vgl. u.a. Urteil BGer 5D_65/2014 vom 
9. September 2014 E. 5.1). 

3.2.2 In casu sind die Erben – zumindest zum Teil – zerstritten. Dennoch geht aus den Akten und 
den Ausführungen der Parteien nicht hervor, dass die rationelle Erhaltung und Verwaltung der 
Erbschaft unmöglich oder erheblich erschwert wäre. Die Mutter hat die Verwaltung nach dem Tod 
des Ehemannes übernommen, als die Söhne noch Kinder waren. Es ist nicht ersichtlich und wird 
auch nicht behauptet, dass z.B. die Vermietung der Wohnungen oder der Werkstatt, der Unterhalt 
der Liegenschaft nicht korrekt vorgenommen wurden bzw. werden. Die Wohnungen und die 
Werkstatt werden offensichtlich sinnvoll genutzt und verwaltet, zumindest wird nichts anderes 
rechtsgenüglich vorgebracht. Es wird auch nicht dargelegt, dass zwischen den Parteien eine 
grundsätzliche Uneinigkeit über die Vermietung, respektive die aktuelle und künftige Nutzung der 
Wohnungen und der Werkstatt bestehen würde. Die unbestrittene Tatsache, dass die Mutter die 
Mietzinse einnimmt, reicht nicht, um festzustellen, dass die Substanz oder der Erhalt des 
Nachlasses gefährdet wären. Genauso unbestritten ist nämlich, dass sie die anfallenden Kosten 
und Steuern begleicht. Es wird auch nicht behauptet, dass wesentliche Entscheide anstehen 
würden und die Erbengemeinschaft allenfalls nicht handlungsfähig wäre. Alles in allem ist unter 
den gegebenen Umständen festzuhalten, dass die besagte Zerstrittenheit die werterhaltende 
Verwaltung und Nutzung des noch ungeteilten Nachlasses nicht erheblich erschwert. Überdies hat 
sich die Berufungsbeklagte engagiert, von nun an jährliche Abrechnungen betreffend die 
Liegenschaft zu erstellen und dem Berufungskläger im Rahmen der künftigen Verwaltung seinen 
am Netto-Erlös zustehenden Betrag auszuzahlen (Berufungsantwort, S. 6 f.). Die Vorinstanz hat 
somit im Resultat den weiten Spielraum ihres Ermessens nicht überschritten.

3.3. Die vorerwähnte Begründung reicht, um das Gesuch um Bestellung eines Erbenvertreters 
abzuweisen, so dass es nicht notwendig ist, zu prüfen, ob allenfalls zudem zwischen den Parteien 
über die Ernennung eines Erbenvertreters Konsens bestand. Demzufolge ist auch nicht weiter auf 
die behauptete Verletzung der Dispositionsmaxime einzugehen.

3.4. Die Berufung ist demnach abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen. 

4.

4.1. Vorliegend ist der Berufungskläger mit seinen Rechtsbegehren nicht durchgedrungen, 
weshalb ihm als unterliegenden Partei die Prozesskosten des Berufungsverfahrens auferlegt 
werden (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

4.2. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1‘000.- festgelegt (Art. 95 Abs. 2 Bst. b ZPO; 
Art. 19 Abs. 1 und 21 JR) und vom geleisteten Kostenvorschuss des Berufungsklägers bezogen. 

4.3. Die als Parteientschädigung geschuldeten Anwaltshonorare für das Berufungsverfahren sind 
vorliegend global festzusetzen (Art. 105 Abs. 2 i.V.m. 96 ZPO, Art. 63 i.V.m. 64 Abs. 1 Bst. e JR). 
Dabei berücksichtigt die Behörde namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des Verfahrens sowie 

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 9

die notwendige Arbeit der Anwältin oder des Anwalts, das Interesse und die wirtschaftlichen 
Verhältnisse der Parteien (Art. 63 Abs. 2 JR). 

Angesichts dieser Kriterien ist die B.________ geschuldete Entschädigung auf global CHF 1‘300.- 
festzusetzen, zuzüglich MwSt. von 8% (CHF 104.-). 

Da C.________ nicht zur Berufung Stellung genommen hat, ist ihm keine Parteientschädigung 
geschuldet. 

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen.

Der Entscheid der Friedensrichterin des Sensebezirks vom 14. August 2017 wird bestätigt. 

II. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens, bestimmt auf einen Betrag von CHF 1‘000.-, 
werden A.________ auferlegt und vom geleisteten Kostenvorschuss bezogen. 

III. A.________ wird verpflichtet, B.________ eine Parteientschädigung von CHF 1‘300.-, zzgl. 
MwSt. zu CHF 104.-, zu entrichten. 

C.________ ist keine Parteientschädigung geschuldet. 

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeits-
voraussetzungen sind in den Art. 72 bis 77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 
vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 20. November 2017/swo

Der Präsident Die Gerichtsschreiberin