# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c650573-15ae-5a8e-83e4-3118433e50cc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.09.2009 E-5377/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5377-2009_2009-09-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5377/2009/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Nepal,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. August 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5377/2009

Das Bundesverwaltungsgericht 

in Anwendung 

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), 

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32), 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), 

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110), 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat am 21. Dezember 2008 verliess und am 26. Dezember 2008 in 
der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum A._______ am 2. Januar 
2009 summarisch befragt  wurde,  am 15. Januar  2009 eine Nachbe-
fragung zum Reiseweg stattfand und er am 14. August 2009 gemäss 

Seite 2

E-5377/2009

Art. 29 Abs. 1 AsylG vom BFM zu seinen Asylgründen angehört wur-
de, 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung im Wesentlichen anführte, 
er stamme aus B._______, Distrikt C._______,

dass er mit der Ehefrau seines Bruders eine Liebesbeziehung unter-
halten habe und sie von ihm schwanger geworden sei,

dass  sein  Bruder,  als  er  dies  entdeckt  habe,  ihn  verprügelt  und mit 
dem Tod bedroht habe, 

dass  er  daher  am  11.  November  2008  zu  seiner  Schwester  in 
D._______ geflüchtet sei, 

dass ihn sein Bruder auch dort gesucht und gedroht habe, ihn umzu-
bringen, er sich aber bei Nachbarn habe verstecken können,

dass seine Schwester schliesslich seine Ausreise organisiert habe,

dass er  in  Begleitung eines Schleppers am 21. Dezember  2008 per 
Bus nach E._______ und von dort in einem Flugzeug nach F._______ 
gereist sei, von wo er per Auto illegal in die Schweiz gelangt sei,

dass  er  nie  irgendwelche Identitätspapiere  bessen habe und für  die 
Reise in die Schweiz Papiere verwendet habe, welche der Schlepper 
organisiert und stets vorgezeigt habe, 

dass der Beschwerdeführer zum Beleg seiner Vorbringen einen Schü-
lerausweis der G._______ Secondary School in Kopie einreichte,  

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  17.  August  2009  –  eröffnet  am 
19. August 2009 –  in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG auf 
das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es sei nicht 
glaubhaft, dass der Beschwerdeführer keine Identitätspapiere besitze, 
weshalb davon auszugehen sei, er sei mit authentischen Reisepapie-
ren gereist, welche er den Asylbehörden verheimliche,

Seite 3

E-5377/2009

dass unplausibel sei, dass er keine näheren Angaben zum angeblich 
verwendeten,  vom Schlepper  beschafften  Reisepass  machen  könne 
und den Ankunftsort in F._______ nicht kenne,

dass er demzufolge keine entschuldbaren Gründe für die unterbliebe-
ne Einreichung von rechtsgenüglichen Identitätspapieren habe,

dass  es  im  Weiteren  seinen  Asylvorbringen  an  der  asylrechtlichen 
Relevanz fehle, da den von ihm geschilderten Drohungen kein gemäss 
Art. 3  AsylG asylrelevantes  Motiv  zugrunde liege und ein  adäquater 
Schutz durch die nepalesischen Behörden gewährleistet werden kön-
ne 

dass er somit die Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nicht erforderlich seien,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. August 2009 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei  unter  anderem beantragte,  sein  Asylgesuch sei  gutzuhei-
ssen, eventualiter die vorläufige Aufnahme zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 28. August 2009 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  eingereichte 
Beschwerde einzutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6  AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

Seite 4

E-5377/2009

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 

Seite 5

E-5377/2009

solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht wurden und das BFM in der angefochtenen Verfügung in 
rechtsgenüglicher  Weise  dargelegt  hat,  weshalb  für  das  Nichteinrei-
chen von derartigen Dokumenten keine entschuldbaren Gründe vorlie-
gen, 

dass der nur in Kopie vorliegende Schülerausweis kein rechtsgenügli-
ches Identitätsdokument im Sinne der Rechtsprechung ist,

dass realitätsfremd erscheint, dass der Beschwerdeführer keine nähe-
ren  Angaben  zu  dem  angeblich  für  die  Reise  verwandeten,  vom 
Schlepper beschafften Reisepass machen kann und die Schilderungen 
des Reisewegs auffallend vage erscheinen, 

dass  demzufolge  davon  auszugehen  ist,  er  habe  für  seine  Reise 
authentische Reise- und Identitätspapiere verwendet, welche er jedoch 

Seite 6

E-5377/2009

in Verletzung seiner gesetzlichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 
Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält,

dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zwei-
felsfrei feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit 
in Frage gestellt ist, 

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  und  den Akten  in  Beachtung  der  im Urteil  BVGE 2007/8 
festgelegten Richtlinien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe 
weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungshindernisses noch 
zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  (Art. 32  Abs. 3 
Bstn. b und c AsylG),

dass namentlich die Vorinstanz zu Recht das Bestehen eines asylrele-
vanten Verfolgungsmotives verneint hat und keine konkreten Hinweise 
für eine fehlende Bereitschaft der heimatlichen Sicherheitskräfte, dem 
Beschwerdeführer Schutz gegenüber Nachstellungen seiner Familien-
angehörigen zu gewähren, ersichtlich sind, 

dass  die  Ausführungen  in  der  Beschwerdeeingabe  in  welcher  der 
Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  auf  seine  Vorbringen  im  erstins-
tanzlichen Verfahren verweist  und sich  auf  den  Standpunkt  stellt,  er 
könne  keinen  hinreichenden  Schutz  von  den  nepalesischen  Sicher-
heitsbehörden  erwarten,  nicht  geeignet  sind,  zu  einer  anderen  Ein-
schätzung zu führen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 

Seite 7

E-5377/2009

regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu wer-
den (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und  keine  konkreten  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  in  Nepal  noch  individuelle  Gründe 
des  jungen,  alleinstehenden  und  gemäss  Aktenlage  gesunden  Be-
schwerdeführers  auf  eine konkrete  Gefährdung im Falle  einer  Rück-
kehr schliessen lassen,  weshalb der Vollzug der  Wegweisung vorlie-
gend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

Seite 8

E-5377/2009

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der behaupte-
ten Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen ist,  da  die  Be-
schwerdebegehren nach dem Gesagten als aussichtslos zu bezeich-
nen sind, 

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3  VGKE)  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

E-5377/2009

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

Seite 10