# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6fdc8f36-55e3-5f7d-a5ab-ad6f2e424437
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2009 D-6756/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6756-2009_2009-11-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6756/2009
law/joc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiberin Claudia Jorns Morgenegg.

A._______, (...),
Österreich,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 22. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6756/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  Staatsangehöriger  Österreichs  mit 
letztem Wohnsitz in B._______, sein Heimatland eigenen Angaben zu-
folge am 10. September 2009 verlassen und am 11. September 2009 
in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum (EVZ) C._______ vom 22. September 2009 und der Anhörung 
zu  den  Asylgründen  vom  9.  Oktober  2009  zur  Begründung  seines 
Gesuchs im Wesentlichen geltend machte, im Jahre 1979/1980 bei ei-
nem  Autounfall  ein  Schädelhirntrauma,  Halswirbelverletzungen  und 
fast einen Atlasbruch erlitten und ab 1996 von einer staatlichen Invali-
denrente gelebt zu haben,

dass  der  medizinische  Befund  ohne  Durchführung  einer  Anamnese, 
neuropsychologischer  Tests  oder  EKG  erstellt,  die  Bild  gebende 
Diagnostik erst nach zweieinhalb Tagen angefertigt worden sei und die 
Einschränkungen  seines  Liquorabflusses  hätten  behandelt  werden 
müssen, was jedoch unterblieben worden sei, 

dass  er  2001  erfahren  habe,  dass  ihm  in  einem  Gerichtsverfahren 
1981 Schmerzensgeld zugesprochen worden sei, dieses Geld jedoch 
an den Sozialstaat gegangen sei, 

dass er im Jahre 2000 verprügelt worden sei, wobei die entsprechende 
Strafanzeige mangelhaft erstellt worden sei und er - nachdem er sich 
später gegen den Täter gewehrt habe - zufolge Körperverletzung in ei-
nem ohne Zeugenbefragung durchgeführten Gerichtsverfahren zu ei-
nem halben Jahr Gefängnis bedingt verurteilt worden sei, 

dass es in Österreich politische Gerichtsverfahren gebe, die ohne Be-
weisführungen durchgeführt würden und mit Fakten nichts zu tun hät-
ten, und er im Jahre 2008 wegen einer zwei Jahre zuvor begangenen 
Sachbeschädigung  angeklagt  worden  sei,  obwohl  er  diese  Tat  nicht 
begangen habe, indes bis anhin noch keine Verurteilung in diesem po-
litischen Verfahren ergangen sei, 

dass er in erwähnten beiden Gerichtsverfahren erfolglos Berufung ein-
gelegt habe, 

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dass  in  seinem Heimatland  die  Medizin  für  politische  Zwecke miss-
braucht  werde,  wobei als  Beweis auf  die in den Bundesländern ver-
schieden hohen Tagessätze bei Schmerzensgeld zu verweisen sei,

dass  man  ihn  mittels  politischen,  gerichtsmedizinischen  Gutachten 
habe zu Tode quälen wollen, 

dass er mittels Gerichtsverfahren gezwungen worden sei, einen unbe-
fristeten Mietvertrag zu unterzeichnen respektive im September 2009 
eine Wohnung mit einem unbefristeten Vertrag zu räumen, wobei sein 
ganzer Hausrat beschlagnahmt worden sei, 

dass er Österreich aufgrund dieser Ereignisse, und da er hoffe, in der 
Schweiz die notwendige medizinische Behandlung zu bekommen, die 
ihm in seinem Heimatland verweigert worden sei, verlassen habe, 

dass der Beschwerdeführer zur Stützung seiner Vorbringen ein Schrei-
ben des (...) der Republik Österreich vom 24. August 2007, einen Brief 
des (...) vom 15. Januar 2008, einen medizinischen Befundbericht vom 
29.  Juli  1988  der  (...)  Abteilung  des  Krankenhauses  der  Stadt 
F._______, einen medizinischen Bericht des (...) der (...) in F._______ 
vom 25. Juli 2000, einen ärztlichen Bericht vom (...) in B._______ vom 
16. Dezember  2005,  einen Ausweis  für  Kopfverletzte  inkl. Polizeifoto 
und Röntgenaufnahme, ein Schreiben des (...) vom 11. Oktober 2000, 
ein  Schreiben  (...)  der  Republik  Österreich  vom  Juni  2007,  ein 
Schreiben der (...) B._______ vom 30. August 2007, ein Schreiben der 
Staatsanwaltschaft F._______ sowie handschriftliche Notizen, zu den 
Akten reichte, 

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 22. Oktober 2009 - eröffnet am gleichen Tag - in Anwendung 
von Art. 34 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 
142.31) nicht eintrat,  die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und 
deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Oktober 2009 (Post-
stempel) an das Bundesverwaltungsgericht gelangte und dabei bean-
tragte, die vorinstanzliche Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei 
zur Prüfung des Asylgesuchs an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 

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20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021)  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses ersuchte, 

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asylrechts 
endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des 
BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d 
Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  der  Vorinstanz  teilgenom-
men hat,  durch den angefochtenen  Entscheid  besonders  berührt  ist 
und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG 
und Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide (Art. 32 - 35 
AsylG) die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätz-
lich auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf eine Verfol-
gung (Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge Staatsangehöri-
ger  von Österreich ist,  der  Bundesrat  Österreich  mit  Beschluss  vom 
25. Juni 2003 zum "safe country" im obgenannten Sinn erklärt hat und 
auf diese Einschätzung im Rahmen der periodischen Überprüfung (vgl. 
Art. 6a Abs. 3 AsylG) bisher nicht zurückgekommen ist,

dass somit die formelle Voraussetzung für den Erlass eines Nichtein-
tretensentscheides - in Übereinstimmung mit dem BFM - gestützt auf 
Art. 34 Abs. 1 AsylG gegeben ist,

dass zu prüfen bleibt, ob das BFM im Weiteren zu Recht erwogen hat, 
aus den Akten würden sich keine Hinweise ergeben, welche die in Be-
zug  auf  Österreich  bestehende  Vermutung  der  Verfolgungssicherheit 
widerlegen könnten,

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Verfol-
gungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG zur 
Anwendung  gelangt  (zu  den  beiden  erstgenannten  Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte 
Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand 
verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 
E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

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dass ausserdem ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - Beweis-
mass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzu-
wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssiche-
ren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden 
muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläu-
terten Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon 
auf den ersten Blick erkannt werden kann (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 
S. 16 f.),

dass als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt wird, wenn sie 
in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte, wegen 
ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten 
sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaf-
ten  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat,  solchen 
Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass als ernsthafte Nachteile namentlich die Gefährdung des Leibes, 
des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträgli-
chen psychischen Druck bewirken gelten, (Art. 3 Abs. 2 AsylG),

dass bei  allem Verständnis  für die durch seine gesundheitlichen Be-
schwerden bedingte schwierige Situation entgegen der Einschätzung 
des Beschwerdeführers, wonach man ihm aus politischen Gründen die 
notwendige,  adäquate,  medizinische  Hilfe  verweigert  respektive  ihm 
aus Neid mittels politischen gerichtsmedizinischen Gutachten und wei-
teren Verfahren das ihm zustehende Geld vorenthalten bzw. dieses der 
Sozialstaat abgezweigt habe und man ihn zwecks Vertuschung medizi-
nischer Fehler zu Tode quälen wolle - in Übereinstimmung mit der Fol-
gerung des BFM – sich aus den Akten keine konkreten Anhaltspunkte 
ergeben,  die tatsächlich  darauf  schliessen liessen,  der  Beschwerde-
führer sei wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu 
einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen An-
schauungen Opfer von gezielt gegen seine Person gerichteten Mass-
nahmen geworden, 

dass  sich  vor  dem  Hintergrund,  dass  Österreich  über  einen  hohen 
Standard in der für jedermann zugänglichen medizinischen Versorgung 
verfügt,  die  Behauptung  der  Verweigerung  der  medizinischen  Hilfe 
nicht stützen und sich eine solche Folgerung auch nicht aus den vom 
Beschwerdeführer  eingereichten  medizinischen  Berichten  ableiten 
lässt, 

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dass aus den ärztlichen Zeugnissen hervorgeht, dass der Beschwer-
deführer  wiederholt  in  fachmedizinischer  Behandlung  stand,  wobei  - 
wie etwa den Berichten vom 29. Juli 1988 und vom 25. Juli 2000 (vgl. 
act.  A/8  Nr.  3  und  4)  zu  entnehmen  ist,  dabei  auch  ärztliche  Aus-
führungen  zum  Liquorabfluss  respektive  zu  den  Liquorräumen  ge-
macht und dazu unter anderem festgehalten wurde, es bestünde keine 
fassbare Liquorabflussstörung, 

dass diese fachärztliche Feststellung, die nicht in Einklang steht,  mit 
der  Einschätzung  des  Beschwerdeführers,  die  Einschränkungen  sei-
nes Liquorabflusses hätten seiner Ansicht nach in Stand gesetzt wer-
den müssen (vgl. act. A/7, S. 4), ebenfalls kein Gefährdungselement im 
asylrechtlichen Sinne darstellt, 

dass sich ein solches auch nicht aus dem Schreiben der (...) vom 11. 
Oktober 2000, in welchem festgehalten wird, es bestehe der Eindruck, 
dass  der  Beschwerdeführer  organisch  nicht  lückenlos  behandelt 
worden  sei,  ergibt,  zumal  damit  einzig  der  Verdacht  auf  eine 
mangelhafte ärztliche Untersuchung geäussert wird, indessen daraus 
nicht auf eine - wie vom Beschwerdeführer wiederholt geltend gemacht 
- politische Verfolgungsabsicht, geschlossen werden kann,

dass es dem Beschwerdeführer zudem - wie auch mit Schreiben des 
(...) vom 15. Januar 2008 unter anderem erwähnt wird (vgl. act. A/8 Nr. 
2)  -  freisteht,  erneut  auf  gerichtlichem  Weg  allfällige  ärztliche 
Fehlbehandlungen und damit  verbundene Schadenersatzforderungen 
und Schmerzensgelder einzuklagen, 

dass  insofern  sich  der  Beschwerdeführer  im Weiteren darauf  beruft, 
der österreichische Staat lasse sich durch Krankheiten und Schmerzen 
seiner Bürger finanzieren und Schmerzensgeld sei nicht ihm, sondern 
dem Sozialstaat zugeflossen (vgl. act. A/7 S. 4 ff.), dieser wiederholten 
Kritik am österreichischen Justiz- und Sozialsystem ebenso kein Ver-
folgungsmotiv im flüchtlingsrechtlichen Sinne zu entnehmen ist sowie 
darüberhinaus nicht mit dem vom Beschwerdeführer zu den Akten ge-
reichten Schreiben der Staatsanwaltschaft F._______, in dem erwähnt 
wird, der Beschwerdeführer habe die Annahme eines Schmerzensgel-
des verweigert (vgl. act A/8 Nr. 11), in Einklang steht, 

dass schliesslich die vom Beschwerdeführer geschilderte Ausweisung 
aus seiner Mietwohnung eine rein zivilrechtliche Angelegenheit betrifft 
und somit im flüchtlingsrechtlichen Sinne ebenfalls keine Relevanz zu 

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entfalten vermag, zumal auch in dieser Hinsicht die Aussagen des Be-
schwerdeführers, der einerseits von Vertragszwang (vgl. act A/7 S. 6) 
andererseits von Zwangsräumung spricht (vgl. act. A/7 S. 10), auf kei-
nerlei politischen Hintergrund hinweisen, 

dass  in  der  Beschwerde  nichts  Stichhaltiges  geltend  gemacht  wird, 
was allenfalls  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnte,  da  darin 
hauptsächlich die bereits dargelegten Sachverhaltsvorbringen wieder-
holt und auf die schon eingereichten Beweismittel verwiesen wird, 

dass  sich  auch  dem  der  Beschwerde  beigelegten  Strafantrag  vom 
24. August  2009,  der  sich  gegen  die  X._______,  Unbekannte,  eine 
Privatperson  sowie  einen  Rechtsanwalt  richtet,  und  mit  welchem 
hauptsächlich Kritik an dieser Partei, der österreichischen Justiz, der 
erfolgten  medizinischen  Behandlung,  einem  ehemaligen 
Rechtsvertreter  sowie  an  einer  Klägerin  geübt  werden,  keine  kon-
kreten  Hinweise  auf  eine  politisch  motivierte  Verfolgung  entnehmen 
lässt, 

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass mit Blick auf die allgemeine Situation in Österreich, einem Signa-
tarstaat  der FK, der  Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101)  und des 
Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter oder andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105), keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich sind, die auf eine 
dem  Beschwerdeführer  dort  drohende  menschenrechtswidrige  Be-
handlung schliessen liessen,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Österreich noch individuelle Grün-
de auf eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers, der in sei-
ner Heimat Sozialgelder erhält und über ein tragfähiges Beziehungs-
netz verfügt (vgl. act. A/1 S. 4), schliessen lassen, zumal die Durchfüh-
rung  einer  medizinischen  Behandlung  der  gesundheitlichen  Leiden 
des Beschwerdeführers in Österreich als gewährleistet zu erachten ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers daher nicht 
unzumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
(Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde nach 
dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  angesichts  des  direkten  Entscheids  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos geworden ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung des EVZ C._______ (Ein-
schreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, EVZ C._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...) 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht) 

- das (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Claudia Jorns Morgenegg

Versand: 

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