# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9c3a475-7a3c-5db8-aaf9-77ead4f87fdf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-07-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.07.2013 100 2012 344
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2012-344_2013-07-11.pdf

## Full Text

100.2012.344U   publiziert in BVR 2014 S. 55
BUR/MAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Juli 2013

Verwaltungsrichter Müller, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterinnen Arn De Rosa, Herzog und Meyrat Neuhaus
Verwaltungsrichter Burkhard 
Gerichtsschreiberin Marti

X___ 
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Obergericht des Kantons Bern
handelnd durch die Geschäftsleitung, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 
3001 Bern

betreffend Bewilligung einer Nebenbeschäftigung als Paarberater für den 
Vorsitzenden und Geschäftsleiter einer regionalen Schlichtungsbehörde 
(Verfügung des Obergerichts des Kantons Bern vom 19. September 2012;
GL 12 93 SPG)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.07.2013, Nr. 100.2012.344U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

X___ ist seit Anfang 2011 Vorsitzender und Geschäftsleiter der regionalen 
Schlichtungsbehörde....  mit einem Beschäftigungsgrad von 100 %. Am 
3. April 2009 war ihm, in seiner damaligen Funktion als ausserordentlicher 
Gerichtspräsident, die Nebenbeschäftigung «Stresspräventionstraining: 
Seminare und Referate» bewilligt worden. Am 26. September 2011 
bewilligte ihm das Obergericht des Kantons Bern (OGer) zehn Tage be-
zahlten Urlaub für die Weiterbildung in systemisch-integrativer Paartherapie 
am Institut von … in der Zeit von September 2011 bis Juli 2013. Da X___ in 
der online Version der Zeitung «20 Minuten» als Paarberater unter Hinweis 
auf seine Webseite www…..ch aufgetreten war, wies ihn das Obergericht 
auf die Bewilligungspflicht dieser Beschäftigung hin. Am 12. Juli 2012 
stellte X___ das Gesuch, es sei ihm – zusätzlich zur Bewilligung vom 
3. April 2009 für Stresspräventionstraining – die Nebenbeschäftigung als 
Paarberater im Umfang von maximal drei Stunden pro Woche zu bewilli-
gen. Das Obergericht verfügte am 19. September 2012 was folgt:

«1. Die Ausübung der Nebenbeschäftigung als Paarberater wird befristet 
bis Ende Juni 2013 im folgenden Rahmen und mit folgenden Bedin-
gungen bewilligt:

a) Maximal zwei Paarsitzungen à 90 Minuten pro Woche;

b) Verzicht auf Seminare und Referate im Bereich ʺStressprä-
ventionʺ bis Ende Juni 2013 (gemäss Bewilligung Nebenbeschäf-
tigung vom 9. März 2009 [richtig: 3. April 2009];

c) Abschalten der Webseite ʺ….chʺ;

d) Verzicht auf sämtliche Werbemassnahmen;

e) Verzicht auf Sitzungen in den Räumlichkeiten der Schlichtungs-
behörde bzw. des Regionalgerichts.

2. Soweit weitergehend wird das Gesuch vom 12. Juli 2012 abgewie-
sen.

3. Es wird festgestellt, dass die Paarlifekurse nicht unter die bewilligte 
Nebenbeschäftigung ʺStresspräventionstraining: Seminare und Refe-
rateʺ (Bewilligung vom 9. März 2009 [richtig: 3. April 2009] fallen.

4. […]»

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B.

Hiergegen hat X___  am 10. Oktober 2012 Verwaltungsgerichts-
beschwerde erhoben mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Ver-
fügung sei aufzuheben und es sei ihm die Nebenbeschäftigung «selbstän-
dige Paarberatung» zu bewilligen unter den Bedingungen gemäss Ziff. 1 
Bst. a und e der Verfügung. 

C.

Am 5. November 2012 hat das Obergericht teilweise neu verfügt und Ziff. 1 
Bst. b sowie Ziff. 3 seiner Verfügung vom 19. September 2012 aufgehoben. 
Mit Vernehmlassung vom 16. November 2012 beantragt es die Abweisung 
der Beschwerde, soweit das Verfahren nicht gegenstandslos geworden sei. 
Mit Replik vom 6. Dezember 2012 bzw. Duplik vom 21. Dezember 2012 
haben die Verfahrensbeteiligten an ihren Rechtsstandpunkten festgehalten. 
Am 14. Januar 2013 hat der Instruktionsrichter das Gesuch von X___  um 
Erlass einer vorsorglichen Massnahme abgewiesen.

Erwägungen:

1. 

1.1 Bei der Verweigerung der Bewilligung für die Ausübung einer 
Nebenbeschäftigung handelt es sich um eine Verfügung des Obergerichts 
in Angelegenheiten der Justizverwaltung. Das Verwaltungsgericht ist zur 
Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 
Abs. 1 i.V.m. Art. 76 Abs. 1 Bst. b des Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 95 
des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbe-
hörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Der Beschwer-
deführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch die 

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angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf 
die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft die angefochtene Verfügung auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). Da die Streitigkeit von grundsätz-
licher Bedeutung ist, urteilt es in Fünferbesetzung (Art. 119 VRPG i.V.m. 
Art. 56 Abs. 2 Bst. a GSOG).

2.

Das Obergericht hat dem Beschwerdeführer die Bewilligung für die Aus-
übung der Nebenbeschäftigung als Paarberater nicht wie beantragt unbe-
fristet, sondern nur bis zum Abschluss der Weiterbildung in Paartherapie 
Ende Juni 2013 und unter Auflagen erteilt (vgl. angefochtene Verfügung 
vom 19.9.2012, Ziff. 1 Bst. a bis e und Ziff. 2). Überdies stellte es fest, dass 
die Paarlifekurse des Beschwerdeführers nicht unter die bereits bewilligte 
Nebenbeschäftigung «Stresspräventionstraining: Seminare und Referate» 
fallen (angefochtene Verfügung, Ziff. 3). Am 5. November 2012 hat das 
Obergericht teilweise neu verfügt und Ziff. 1 Bst. b sowie Ziff. 3 seiner Ver-
fügung vom 19. September 2012 aufgehoben. Es hat damit anerkannt, 
dass die Paarlifekurse – entgegen der ursprünglich vertretenen Auffassung 
– doch von der bereits bewilligten Nebenbeschäftigung erfasst sind. Das 
Verfahren ist insoweit gegenstandslos geworden und vom Geschäftsver-
zeichnis abzuschreiben (Art. 39 VRPG). Diesem Umstand ist bei der 
Kostenliquidation Rechnung zu tragen (vgl. hinten E. 7). Es bleibt zu prü-
fen, ob das Obergericht dem Beschwerdeführer die Bewilligung der Ne-
benbeschäftigung als Paarberater für die Zeit nach der Ausbildung zu 
Recht verweigert hat.

3.

3.1 Der Beschwerdeführer ist Vorsitzender und Geschäftsleiter der 
regionalen Schlichtungsbehörde....  (Art. 84 ff. GSOG). Die regionalen 

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Schlichtungsbehörden sind regionale Gerichtsbehörden (Art. 2 Abs. 4 
Bst. c GSOG) und stehen unter der Aufsicht des Obergerichts (Art. 13 
Abs. 2 GSOG). Die Vorsitzenden und Geschäftsleiter der regionalen 
Schlichtungsbehörden üben ihre richterliche Tätigkeit im Hauptamt aus. 
Hauptamtliche Richterinnen und Richter stehen in einem Arbeitsverhältnis 
zum Kanton, das mit der Wahl durch den Grossen Rat für eine Amtsdauer 
von jeweils sechs Jahren begründet wird (Art. 21 Abs. 1 Satz 1 und Art. 24 
Abs. 1 GSOG sowie Art. 34 GSOG i.V.m. Art. 3 Abs. 4 und Art. 37 ff. des 
Personalgesetzes vom 16. September 2004 [PG; BSG 153.01]). Sie gehen 
neben ihrem Amt keiner anderen Haupttätigkeit nach (Art. 20 Abs. 2 Satz 1 
GSOG in der seit 1.6.2013 geltenden Fassung [BAG 13-23] bzw. Art. 20 
aAbs. 1 Satz 1 GSOG in der bis 31.5.2013 geltenden Fassung [BAG 09-
147]). Art. 30 Abs. 1 GSOG legt fest, dass die hauptamtlichen Richterinnen 
und Richter sowie die Staatsanwältinnen und Staatsanwälte für die Aus-
übung von Nebenbeschäftigungen und öffentlichen Ämtern einer Bewilli-
gung bedürfen. Die ursprüngliche, bis Ende Mai 2013 geltende Fassung 
von Art. 30 Abs. 1 GSOG bestimmte weiter, dass Mitglieder von Gerichts-
behörden, die ihre Funktion nur im Nebenamt ausüben, keine Bewilligung 
für die Ausübung von Nebenbeschäftigungen benötigen. Seit der Strei-
chung dieses Satzes bei der Bereinigung der Justizreform gelten insoweit 
für die nebenamtlichen Richterinnen und Richter ausschliesslich die perso-
nalrechtlichen Bestimmungen (vgl. Art. 34 GSOG i.V.m. Art. 2 Abs. 3 und 
Art. 53 PG; ferner VGE 2012/125 vom 9.7.2013, E. 2.2). Nach Art. 53 PG 
ist die Ausübung einer Nebenbeschäftigung nur zulässig, wenn sie die Auf-
gabenerfüllung nicht beeinträchtigt und mit der beruflichen Tätigkeit verein-
bar ist (Abs. 1). Eine Bewilligung ist insbesondere erforderlich, sofern Ar-
beitszeit beansprucht wird (vgl. Abs. 2). Der Gesetzgeber hat demnach die 
Ausübung von Nebenbeschäftigungen für hauptamtliche Richterinnen und 
Richter restriktiver geregelt als für nebenamtliche Richterinnen und Richter. 
Letztere sind zwar ebenfalls auf eine bestimmte Amtsdauer gewählt (vgl. 
Art. 3 Abs. 6 PG), sie üben ihr Amt aber in der Regel neben einer anderen, 
nicht richterlichen Tätigkeit aus (vgl. Art. 20 Abs. 2 Satz 2 GSOG bzw. 
Art. 20 aAbs. 1 Satz 2 GSOG) und ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten 
lassen sich mit jenen der hauptamtlichen Richterinnen und Richter – einge-
schlossen die Vorsitzenden der Schlichtungsbehörden – nicht vergleichen 

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(vgl. VGE 2012/125 vom 9.7.2013, E. 4.3 [hinsichtlich der Folgen unver-
schuldeter Nichtwiederwahl]). 

3.2 Hauptamtlichen Richterinnen und Richtern ist die Ausübung einer 
Nebenbeschäftigung oder eines öffentlichen Amts gestützt auf Art. 30 
Abs. 1 GSOG solange verboten, als keine entsprechende Bewilligung er-
teilt wird (sog. Verbot mit Erlaubnisvorbehalt). Dieses grundsätzliche Verbot 
gilt ungeachtet dessen, ob die hauptamtliche Richterfunktion voll- oder teil-
zeitlich ausgeübt wird (vgl. Art. 20 Abs. 3 bzw. Art. 20 aAbs. 2 GSOG). Die 
Konzentration auf das Hauptamt soll demnach die Regel und die Ausübung 
einer Nebenbeschäftigung die Ausnahme bilden. Die strenge Regelung 
bringt zum Ausdruck, dass die hauptamtlichen Richterinnen und Richter in 
einer besonders engen Rechtsbeziehung zum Gemeinwesen stehen (sog. 
Sonderstatus- oder besonderes Rechtsverhältnis; vgl. Häfelin/Müller/Uhl-
mann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, N. 478 ff.). Ihre spezi-
fische Stellung und die Erfordernisse des Gerichtsbetriebs rechtfertigen es, 
das ausserdienstliche Verhalten und namentlich die Nebenbeschäftigungen 
restriktiver zu regeln als bei den nebenamtlichen Richterinnen und Richtern 
und den Angestellten (vgl. E. 3.1 hiervor sowie Art. 3 Abs. 2 i.V.m. Art. 53 
PG; ferner auch BGE 121 I 326 E. 2c/bb mit Hinweisen [betreffend Be-
zirksanwalt für Wirtschaftsdelikte]). Nach dem gesetzgeberischen Willen 
soll mit der Bewilligungspflicht nach Art. 30 Abs. 1 GSOG die Unabhängig-
keit der richterlichen Funktion sichergestellt werden (Vortrag des Regie-
rungsrats zum GSOG, im Tagblatt des Grossen Rates 2009, Beilage 17, 
S. 24). Die richterliche Unabhängigkeit ist in Art. 26 Abs. 1 der Verfassung 
des Kantons Bern (KV; BSG 101.1) und Art. 97 Abs. 1 KV verankert (vgl. 
auch Art. 30 Abs. 1 der Bundesverfassung [BV; SR 101]. Art. 30 Abs. 1 
GSOG verbietet hauptamtlichen Richterinnen und Richtern grundsätzlich 
alle Nebenbeschäftigungen. Ob eine Nebenbeschäftigung ausnahmsweise 
bewilligt werden kann, ist anhand von Art. 30 Abs. 3 GSOG zu beurteilen. 
Danach dürfen Richterinnen und Richter keine Tätigkeit ausüben, welche 
die Erfüllung der Amtspflichten, die Unabhängigkeit oder das Ansehen der 
Gerichtsbehörde beeinträchtigt. Auch bis zum Inkrafttreten der Justizreform 
am 1. Januar 2011 waren nach Art. 104 des Gesetzes vom 14. März 1995 
über die Organisation der Gerichtsbehörden in Zivil- und Strafsachen 
(GOG; BAG 95-64 [für Mitglieder der Zivil- und Strafgerichtsbarkeit]) und 

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aArt. 132a VPRG (BAG 95-64 [für Mitglieder des Verwaltungsgerichts]) 
Nebenbeschäftigungen und öffentliche Ämter untersagt, welche die Amts-
tätigkeit beeinträchtigten oder mit der dienstlichen Stellung nicht vereinbar 
waren oder Unabhängigkeit und Ansehen des Gerichts oder des Amtes 
beeinträchtigten. Wie schon die früheren Vorschriften weist Art. 30 Abs. 3 
GSOG einen geringen Bestimmtheitsgrad auf und enthält unbestimmte 
Gesetzesbegriffe; es bedarf daher einer wertenden Konkretisierung, um zu 
entscheiden, ob eine Nebenbeschäftigung im Einzelfall mit dem richter-
lichen Amt vereinbar ist (vgl. BVR 2012 S. 121 E. 3.7, 2011 S. 433 E. 3.4). 

3.3 Leitlinie muss nach dem vorstehend Gesagten sein, dass nament-
lich die Unabhängigkeit der Amtsträgerinnen und Amtsträger und ihre Kon-
zentration auf das Amt geschützt, die mit der Nebenbeschäftigung 
zwangsläufig einhergehenden Einflüsse, Loyalitäten und Abhängigkeiten 
nach Möglichkeit vermieden und so die Funktionsfähigkeit des Gerichts 
gesichert werden (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum berni-
schen VRPG, 1997, Art. 132a N. 1 und 6 f.; Regina Kiener, in Basler Kom-
mentar, 2. Aufl. 2011 [nachfolgend: Basler Kommentar], Art. 6 BGG N. 4). 
Massgebend ist, ob die Nebentätigkeit bei objektiver Betrachtung geeignet 
ist, die Erfüllung der Amtspflichten, die Unabhängigkeit oder das Ansehen 
der Gerichtsbehörde im Sinn von Art. 30 Abs. 3 GSOG zu beeinträchtigen. 
Abzustellen ist auf den äusseren Anschein; auf subjektive Einschätzungen 
– insbesondere jene der betroffenen Richterinnen und Richter – kommt es 
nicht an (vgl. Regina Kiener, in Basler Kommentar, Art. 6 BGG N. 17). – 
Den ordentlichen Bundesrichterinnen und -richtern ist die Ausübung einer 
anderen Erwerbstätigkeit untersagt (vgl. Art. 144 Abs. 2 BV; Art. 6 Abs. 4 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundes-
gerichtsgesetz, BGG; SR 173.110]). Der Kanton Bern kennt ein solches 
Verbot zwar nicht ausdrücklich; aber auch hier gilt, dass hauptamtliche 
Richterinnen und Richter insbesondere keine wirtschaftlichen Neben-
beschäftigungen ausüben oder wirtschaftlichen Bindungen eingehen sollen. 
Von den hauptamtlichen Richterinnen und Richtern wird unabhängig von 
ihrem Beschäftigungsgrad erwartet, dass sie sich entsprechend auf ihr Amt 
konzentrieren und keiner zusätzlichen (selbständig oder unselbständig 
ausgeübten) Erwerbstätigkeit nachgehen. Denn eine auf die Erzielung 
eines Erwerbseinkommens ausgerichtete Tätigkeit bedeutet immer auch 

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eine Konkurrenzierung der Haupttätigkeit und beeinträchtigt das Ansehen 
des richterlichen Amtes (vgl. BGE 121 I 326 E. 2c/bb; Stephan Gass, Die 
Ethik der Richterinnen und Richter – Grundzüge einer Richterdeontologie, 
in Stephan Gass et al., Justiz im Blickfeld, Ausgewählte Beiträge aus der 
Schweizer Richterzeitung, Bern 2009, S. 143 ff., 166). Von der Neben-
erwerbstätigkeit sind Nebenbeschäftigungen zu unterscheiden, die zwar 
auch ein Entgelt abwerfen mögen, aber nicht auf die Erzielung eines Er-
werbseinkommens ausgerichtet sind. So machen Vergütungen in modera-
ter Höhe und Spesenentschädigungen die jeweilige Nebenbeschäftigung 
noch nicht zu einer Nebenerwerbstätigkeit. Freilich kann die Gefahr einer 
Kollision zwischen den mit der Nebenbeschäftigung zusammenhängenden 
privaten Interessen und den hoheitlichen Interessen auch bei einer unent-
geltlichen Nebenbeschäftigung bestehen (vgl. BGer 1P.773/1999 vom 
15.3.2000, E. 2b/bb). Auch zeitraubende Nebenbeschäftigungen vertragen 
sich nicht mit der Erfüllung der Amtspflichten, der Unabhängigkeit und dem 
Ansehen der Gerichtsbehörde (vgl. Regina Kiener, Unabhängigkeit, 2001, 
S. 254). Ob und wenn ja wie viel Arbeitskapazität für Beschäftigungen 
neben einer korrekten Amtserfüllung besteht, ist individuell verschieden 
(Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 132a N. 4). Eine Nebenbeschäfti-
gung kann bewilligt werden, wenn sie sich als Ergänzung zum richterlichen 
Amt im Sinn der Nutzung fachspezifischer Synergien erweist (vgl. Merkli/
Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 132a N. 7). Insoweit besteht sogar ein 
öffentliches Interesse daran, dass Richterinnen und Richter beispielsweise 
in Prüfungskommissionen Einsitz nehmen, Lehraufträge wahrnehmen oder 
an der Herausgabe von Kommentaren, Publikationsreihen und Fachzeit-
schriften mitwirken und auf diese Weise ihre beruflichen Kenntnisse und 
Erfahrungen weitergeben. Was in solcher Hinsicht zu begrüssen, was aber 
zuviel und schädlich ist, bedarf einer sorgfältigen Abwägung im Einzelfall 
(Stephan Gass, a.a.O., S. 166). In diese Abwägung sind neben der Art der 
Nebentätigkeit die erzielte Entschädigung und die damit verbundene zeit-
liche Belastung sowie alle anderen Nebenaktivitäten der Richterin oder des 
Richters einzubeziehen (vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 132a 
N. 4). 

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4. 

Zur angestrebten Nebenbeschäftigung des Beschwerdeführers ergibt sich 
was folgt:

4.1 Der Beschwerdeführer ist als Vorsitzender und Geschäftsführer 
der regionalen Schlichtungsbehörde....  mit einem Beschäftigungsgrad von 
100 % gewählt. Als Geschäftsleiter hat er für den ordnungsgemässen 
Geschäftsgang der Schlichtungsbehörde zu sorgen. Er ist verantwortlich für 
die Verwaltung der Schlichtungsbehörde und zuständig für alle 
Angelegenheiten, die nicht einem anderen Organ zugewiesen sind; er 
vertritt die Schlichtungsbehörde gegenüber dem Obergericht und gegen 
aussen (vgl. Art. 8 Abs. 1 des Geschäftsreglements vom 9. November 2010 
der regionalen Schlichtungsbehörde … [GeschR SB …; BSG …]). In seiner 
Funktion als Vorsitzender hat er für eine qualitativ hochwertige und 
effiziente Rechtsberatung und Schlichtung zu sorgen (vgl. Art. 18 Abs. 1 
GeschR SB …). 

4.2 Der Beschwerdeführer verlangt, ihm sei zusätzlich zur bereits er-
teilten Bewilligung für Stresspräventionstraining (vgl. vorne Bst. A) die 
Nebenbeschäftigung als Paarberater im Umfang von maximal drei Stunden 
pro Woche zu bewilligen. Im Gesuch führte der Beschwerdeführer zur Be-
gründung aus, dass er für die Ausbildung zum Paarberater einige Paarbe-
ratungen durchführen müsse (Gesuch vom 12.7.2012, Vorakten OGer, 
pag. 17). Aus diesem Grund schaltete er per Ende 2011 die Homepage 
www…...ch auf. Gemäss eigenen Angaben beriet er bis zur Ge-
suchseinreichung fünf Paare an insgesamt zwölf Sitzungen (Gesuch vom 
12.7.2012, Vorakten OGer, pag. 17). Während des Gesuchsverfahrens 
präzisierte der Beschwerdeführer sodann, dass eine weitere Tätigkeit als 
Paarberater für den formellen Abschluss der Ausbildung nicht mehr not-
wendig sei, auch wenn er unter diesen Umständen nur noch ungenügen-
den Nutzen aus der zweiten Hälfte der Ausbildung ziehen könne (Schrei-
ben vom 13.8.2012, Vorakten OGer, pag. 69). Der Beschwerdeführer will 
über das Ausbildungsende hinaus wöchentlich zwei Paarsitzungen zu 
90 Minuten durchführen (Schreiben vom 13.8.2012, in Vorakten OGer, 
pag. 71). Die Paarberatungen sollen jeweils nach 18.00 Uhr in privaten 
Praxisräumen stattfinden (vgl. Gesuch vom 12.7.2012, Vorakten OGer, 

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pag. 17 und Schreiben vom 13.8.2012, Vorakten OGer, pag. 71). Für die 
Beratungen verlangt der Beschwerdeführer ein Honorar von Fr. 120.-- bis 
Fr. 200.-- pro Stunde (Gesuchsformular, Vorakten OGer, pag. 23). Die 
Hälfte des Honorars wendet er nach seinen Angaben für die Deckung der 
Mietkosten des Praxisraums auf. Zusätzlich fallen Kosten für die Superviso-
rin an. Eine Supervision dauert zwischen 90 bis 120 Minuten und ist mit 
Fr. 200.-- pro Stunde zu entschädigen (Schreiben vom 13.8.2012, Vor-
akten OGer, pag. 71).

5.

Zu prüfen ist, ob das Obergericht die Bewilligung im Licht von Art. 30 
Abs. 1 und 3 GSOG (vgl. vorne E. 3) zu Recht verweigert hat. 

5.1 Das Obergericht hat dem Beschwerdeführer die Nebenbeschäfti-
gung als Paarberater bis Ende Juni 2013 unter Auflagen bewilligt, um ihm 
den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung zu ermöglichen. Es erachtet 
aber das Ansehen der Gerichtsbehörde als beeinträchtigt, wenn der Be-
schwerdeführer neben seiner hauptamtlichen Funktion als Geschäftsleiter 
und Vorsitzender der Schlichtungsbehörde....  eine dauerhafte Tätigkeit als 
selbständiger Paarberater ausübt. Die Nebenbeschäftigung stelle aufgrund 
der inhaltlichen Ähnlichkeit auch keinen Ausgleich zur Haupttätigkeit dar. 
Die zeitliche Belastung von bis zu drei Stunden pro Woche sei deshalb 
stärker zu gewichten als bei einer Tätigkeit in einem fachfremden Gebiet. 
Die Nebenbeschäftigung stehe auch nicht in einem zu fördernden 
öffentlichen Interesse. 

5.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, das GSOG schliesse für Magist-
ratspersonen, die vollzeitlich arbeiten, die Möglichkeit einer selbständigen 
Nebenbeschäftigung nicht aus. Die Entgeltlichkeit stehe der Bewilligungs-
erteilung nicht entgegen, denn dafür fehle es an einer gesetzlichen Grund-
lage. Der Umstand, dass er vollzeitlich arbeite, könne bei der Festsetzung 
des zeitlichen Umfangs der Nebenbeschäftigung hinreichend berücksichtigt 
werden. Es sei auch nicht ersichtlich, inwiefern die im Umfang von maximal 
drei Stunden pro Woche in der Freizeit ausgeübte Tätigkeit als Paarberater 

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dem Ansehen der Justiz schaden könne. Die Paarberatung sei eine an-
spruchsvolle psychologische Tätigkeit. Sie erfordere eine grössere psy-
chologische Kompetenz als die richterliche Leitung von Vergleichsver-
handlungen und habe gar einen positiven Einfluss auf seinen Hauptberuf 
(Replik, S. 4). Da bei einer Ehescheidung das Schlichtungsverfahren ent-
falle, tangiere seine Nebenbeschäftigung weder seine Unabhängigkeit noch 
jene der Schlichtungsbehörde.

5.3 Das Obergericht und der Beschwerdeführer halten die Paarbera-
tung übereinstimmend für eine anspruchsvolle Arbeit, die in ihrer Art der 
hauptamtlichen Tätigkeit als Vorsitzender einer Schlichtungsbehörde sehr 
ähnlich ist. Eine Ergänzung zum richterlichen Amt im Sinn des Gesagten ist 
diese Tätigkeit aber nicht, auch besteht, wie das Obergericht zutreffend 
ausgeführt hat, kein öffentliches Interesse an ihrer Ausübung. Bei der 
Paarberatung handelt es sich vielmehr um eine selbständige Neben-
erwerbstätigkeit, wird eine solche Tätigkeit doch typischerweise zu Er-
werbszwecken ausgeübt. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer 
die Paarberatung zu marktüblichen Konditionen anbieten will und sie auf 
Dauer ausgerichtet ist. An der Qualifikation als Nebenerwerbstätigkeit ver-
mag nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer, wie er geltend macht, 
der Tätigkeit aufgrund seines «Enthusiasmus» für die Streitschlichtung 
nachgehen will und mit den Einnahmen kaum mehr als seine Kosten 
decken kann. Die angefochtene Verfügung stützt sich auf Art. 30 Abs. 1 
und 3 GSOG und damit entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers auf 
eine hinreichende gesetzliche Grundlage. Eine Nebenerwerbstätigkeit, wie 
sie der Beschwerdeführer anstrebt, birgt stets die Gefahr einer Konkurren-
zierung bzw. eines Interessenkonflikts in sich, was einerseits das Ansehen 
der Gerichtsbehörde tangiert und andererseits mit der Unabhängigkeit der 
richterlichen Funktion nicht zu vereinbaren ist. Das Interesse der Allge-
meinheit und insbesondere der Rechtssuchenden daran, dass sich der 
Beschwerdeführer auf sein Hauptamt konzentriert und fremde Einflüsse 
ferngehalten werden, ist unter diesen Umständen erstellt (vgl. E. 3.3 hier-
vor). An der Unvereinbarkeit ändert daher nichts, dass im Scheidungsver-
fahren und im Verfahren zur Auflösung der eingetragenen Partnerschaft 
das Schlichtungsverfahren entfällt (vgl. Art. 198 Bst. c und d der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, 

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ZPO; SR 272]). Es ist auch unerheblich, dass dem Beschwerdeführer die 
Stressprävention als Nebenbeschäftigung bewilligt worden ist (vgl. vorne 
Bst. A), denn diese Bewilligung bildet nicht Gegenstand dieses Verfahrens. 
Im Übrigen kann aus dem Umstand, dass ihm erlaubt worden ist, sich in 
Paartherapie weiterzubilden, nicht geschlossen werden, die Tätigkeit sei 
als Nebenbeschäftigung zu bewilligen. Der 10-tägige bezahlte Urlaub 
wurde ihm gewährt, weil die Weiterbildung für seine amtliche Tätigkeit von 
Nutzen sein kann. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass das 
Obergericht geschlossen hat, es sei mit Art. 30 Abs. 3 GSOG nicht verein-
bar, wenn der Beschwerdeführer als hauptamtliches Mitglied einer staat-
lichen Schlichtungsbehörde eine auf Dauer angelegte Nebenerwerbstätig-
keit als Paarberater ausüben will. 

5.4 Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der Wirtschaftsfrei-
heit (Art. 23 Abs. 1 KV sowie Art. 27 BV) und der persönlichen Freiheit 
(Art. 12 Abs. 1 KV und Art. 10 BV) geltend macht, ergibt sich was folgt: 
Zwar können sich Privatpersonen, welche hoheitliche Tätigkeiten wahr-
nehmen, auf die Wirtschaftsfreiheit berufen, soweit eine daneben aus-
geübte private Tätigkeit zur Diskussion steht (BGE 121 I 326 E. 2a; 
BGer 2C_121/2011 vom 9.8.2011, E. 4.3.1, 2P.301/2005 vom 23.6.2006, 
E. 2.1). Hier sind aber die Voraussetzungen für einen Eingriff in die Wirt-
schaftsfreiheit erfüllt. Die Verweigerung der Nebenbeschäftigung stützt sich 
auf Art. 30 Abs. 1 und 3 GSOG. Es handelt sich dabei nach den vorstehen-
den Ausführungen auch um eine Massnahme, die zur Sicherung der rich-
terlichen Unabhängigkeit erforderlich ist und den Beschwerdeführer als 
hauptamtlich tätige Magistratsperson nicht unverhältnismässig trifft. Je-
denfalls dürfen für Personen mit gerichtlichen Funktionen erhöhte Anforde-
rungen an die Unabhängigkeit gestellt werden (vgl. BGE 121 I 326 E. 2d/aa 
und E. 3.2 hiervor). Aus dem Recht auf persönliche Freiheit kann der 
Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten ableiten; es tritt gegenüber 
den speziellen Verfassungsrechten zurück (vgl. BGE 122 I 130 E. 2).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.07.2013, Nr. 100.2012.344U, 
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6.

6.1 Der Beschwerdeführer macht weiter eine Verletzung des Gleichbe-
handlungsgebots geltend. Er habe Kenntnis von einem Richter, der als «DJ 
…» auftrete, das Amt eines Gemeinderats innehabe und in zwei Verwal-
tungsräten Einsitz nehme. Ein weiterer Richter trete regelmässig mit seiner 
Mundartband «…» auf. Ein dritter Richter sei Präsident der Stiftung OL 
Schweiz und werde in der Presse als Manager der OL-Läuferin … 
bezeichnet.

6.2 Der Grundsatz der Rechtsgleichheit verlangt, dass Gleiches nach 
Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner 
Ungleichheit ungleich behandelt wird (Art. 10 Abs. 1 KV und Art. 8 Abs. 1 
BV; BGE 137 V 121 E. 5.3, 136 I 1 E. 4.1). – Richterinnen und Richter, die 
sich insbesondere in einem (Sport-)Verein engagieren oder musizieren, 
nehmen am sozialen Leben teil (Stephan Gass, a.a.O., S. 163 und 169). 
Bei solchen Tätigkeiten geht es in erster Linie um das soziale Engagement 
bzw. um das Interesse an Sport oder Kultur und insofern um das Pflegen 
eines Hobbys. Die Vergleichbarkeit mit einer Tätigkeit, die wie die Paarbe-
ratung auf die Erzielung eines Erwerbseinkommens ausgerichtet ist, ist 
deshalb nicht gegeben. Beim Gemeinderatsmandat geht es um die Aus-
übung eines öffentlichen Amts, weshalb auch dieser Fall nicht vergleichbar 
ist. Wie es sich mit der Vereinbarkeit des Richteramts mit dem Amt eines 
Gemeinderats samt damit im Zusammenhang stehenden Verwaltungs-
ratsmandaten im Übrigen verhält, ist hier nicht zu beurteilen und muss 
offenbleiben. Die Edition der Bewilligungsakten erweist sich daher als ent-
behrlich und der Beweisantrag wird abgewiesen. Die vom Beschwerde-
führer genannten Beispiele eignen sich nicht, eine Ungleichbehandlung zu 
begründen.

7.

Zusammenfassend ergibt sich, dass das Obergericht die Bewilligung für die 
beabsichtigte Nebenbeschäftigung zu Recht verweigert hat. Die angefoch-
tene Verfügung hält damit der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde er-

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weist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen, soweit das Verfahren 
nicht als gegenstandslos abzuschreiben ist. Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens rechtfertigt es sich, den Beschwerdeführer – insbesondere mit 
Rücksicht auf das teilweise Gegenstandsloswerden, für das das Ober-
gericht gesorgt hat (vgl. vorne E. 2) – als zu einem Viertel obsiegend zu 
betrachten (Art. 39 i.V.m. Art. 110 Abs. 1 VRPG). Er hat die Kosten des 
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens im Umfang des Unterliegens, mithin 
zu drei Vierteln, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Dem Obergericht 
können keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG). 
Im Umfang des Obsiegens sind dem Beschwerdeführer die Parteikosten zu 
ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Rechtsvertreters des 
Beschwerdeführers gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.

8.

Bei der Bewilligung der streitbetroffenen Nebenbeschäftigung handelt es 
sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit, sodass die Beschwerde 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig ist, wenn der Streitwert 
von Fr. 15'000.-- erreicht ist (Art. 83 Bst. g i.V.m. Art. 85 Abs. 1 Bst. b 
BGG). Der Streitwert erreicht diesen Betrag, weshalb das Urteil mit dem 
Hinweis auf das Rechtsmittel der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten versehen wird. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit das Verfahren nicht als ge-
genstandslos geworden abgeschrieben wird. 

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3'000.--, werden dem Beschwerdeführer zu 
drei Vierteln, ausmachend Fr. 2'250.--, auferlegt. Die verbleibenden 
Kosten werden nicht erhoben. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11.07.2013, Nr. 100.2012.344U, 
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3. Das Obergericht des Kantons Bern hat dem Beschwerdeführer für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festgesetzt auf 
insgesamt Fr. 5'406.50 (inkl. Auslagen und MWSt), zu einem Viertel, 
ausmachend Fr. 1'351.60 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer 
- dem Obergericht des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- der Justizleitung des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

i.V.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden. Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. BGG erreicht Fr. 15'000.--.