# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 470d4a89-cb2f-51c5-836f-e5a636331a42
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 19.12.2022 110 2021 212
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-212_2022-12-19.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/212

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 19. Dezember 2022

in der Beschwerdesache zwischen

C.________
Beschwerdeführer 1

per Adresse A.________

Beschwerdeführende 2 – 23

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt B.________ und Frau Rechtsanwältin E.________

und

G.________
Beschwerdegegner

vertreten durch Herrn Fürsprecher H.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen, Departement Bau und Planung,
Hauptstrasse 26, 3033 Wohlen

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen vom 9. November 
2021 (Baugesuch Nr. 74/20; Neue Rollhasenanlage mit offenem Schützenunterstand sowie 
Ergänzung und Sanierung Lärmschutzwand) sowie die Verfügung des Amts für Gemeinden und 
Raumordnung vom 1. April 2021 (G.-Nr. 2021.DIJ.315)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner reichte am 31. August 2020 bei der Gemeinde Wohlen bei Bern ein 
Baugesuch ein für eine neue Rollhasenanlage mit offenem Schützenunterstand sowie eine 
Ergänzung und Sanierung der Lärmschutzwand als Ersatz für die per 31. Dezember 2020 
stillgelegten Anlagen «Blechhase» und «Blechreh» auf Parzelle Wohlen bei Bern Grundbuchblatt 
Nr. K.________. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Gegen das Bauvorhaben erhoben 

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unter anderen die Beschwerdeführenden Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 9. November 
2021 erteilte die Gemeinde Wohlen bei Bern die Baubewilligung und eröffnete gleichzeitig die 
Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 1. April 2021 gemäss 
Art. 24 ff. RPG1.

2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer 1 am 7. Dezember 2021 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragt die Aufhebung des 
Gesamtentscheids vom 9. November 2021. Das Baugesuch sei dahingehend abzulehnen, dass 
eine Ausweitung der Schiesszeiten und eine Erhöhung der Schusszahlen zu unterlassen sei. Am 
8. Dezember 2021 reichten die Beschwerdeführenden 2 bis 23 gemeinsam Beschwerde bei der 
BVD ein. Sie beantragen, der Gesamtentscheid vom 9. November 2021 und die Verfügung des 
AGR vom 1. April 2021 seien aufzuheben und dem Baugesuch sei der Bauabschlag zu erteilen. 
Eventualiter seien der Gesamtentscheid vom 9. November 2021 sowie die Verfügung des AGR 
vom 1. April 2021 mit zusätzlichen Emissionsbegrenzungen, namentlich Betriebsvorschriften, zu 
ergänzen. Subeventualiter seien der Gesamtentscheid vom 9. November 2021 sowie die 
Verfügung des AGR vom 1. April 2021 aufzuheben und die Sache zur weiteren Prüfung im Sinne 
der Erwägungen an die Vorinstanz und das AGR zurückzuweisen.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Dabei bat es auch das Amt für Wasser und 
Abfall (AWA), das Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT), Abteilung Naturförderung (ANF), 
und das Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Waldabteilung Mittelland, um eine 
Stellungnahme zur Beschwerde der Beschwerdeführenden 2 bis 23. Das AWN kommt in seiner 
Stellungnahme vom 21. Dezember 2021 zum Schluss, es gebe aus waldrechtlicher Sicht keinen 
Grund, der Beschwerde der Beschwerdeführenden 2 bis 23 Folge zu leisten. Das AWA nimmt in 
seiner Eingabe vom 5. Januar 2022 zu den drei Themen «Teilsanierung», «Stahlschrot» und 
«Versickerung» Stellung, ohne einen Antrag zu stellen. Die Gemeinde Wohlen beantragt in ihrer 
Stellungnahme vom 6. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerden und die Bestätigung der 
angefochtenen Baubewilligung. Der Beschwerdegegner beantragt in seiner Beschwerdeantwort 
vom 10. Januar 2022 die Abweisung der beiden Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei. Die 
ANF äussert sich in ihrer Stellungnahme vom 10. Januar 2022 zur Beschwerde der 
Beschwerdeführenden 2 bis 23, ohne einen Antrag zu stellen. Das AGR beantragt in seiner 
Stellungnahme vom 20. Januar 2022 die Abweisung der Beschwerden. In der Beilage reichte des 
AGR zudem einen Fachbericht des LANAT, Fachstelle Boden, vom 5. Januar 2022 ein.

Mit Instruktionsverfügung vom 18. Mai 2022 warf das Rechtsamt verschiedene Fragen auf, unter 
anderem im Zusammenhang mit einer möglichen Überschreitung des Immissionsgrenzwerts. 
Darauf reagierte unter anderem der Beschwerdegegner mit einer Stellungnahme vom 12. Juli 
2022, wobei er eine Überschreitung des Immissionsgrenzwerts bestritt. Mit Instruktionsverfügung 
vom 22. August 2022 stellte das Rechtsamt erneut eine Überschreitung des 
Immissionsgrenzwerts zur Diskussion und wies gleichzeitig auf die Möglichkeit einer 
Projektänderung hin. In der Folge reichte der Beschwerdegegner mit Stellungnahme vom 
10. November 2022 eine Projektänderung ein.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Der Entscheid der Gemeinde Wohlen ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 Abs. 1 
KoG3, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b KoG. 
Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit Beschwerde 
nach Art. 40 Abs. 1 BauG4 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Einsprachen abgewiesen wurden, sind 
durch den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Die Beschwerdelegitimation wird nicht bestritten. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichten Beschwerden ist einzutreten.

2. Lärm

a) Die Beschwerdeführenden rügen unzulässigen Schiesslärm. Diese Rüge war hinsichtlich 
des mit dem angefochtenen Gesamtentscheid bewilligen Projekts berechtigt. Der 
Gesamtbeurteilungspegel am Empfangspunkt (EP) 1 (gebildet aus den drei 
Teilbeurteilungspegeln 59.4 dB, 53.2 dB und 45.6 dB) betrug gemäss Tabelle 10 in Ziff. 5.5 des 
Lärmgutachtens der I.________ AG vom 2. Juli 20205 60 dB und hielt damit den 
Immissionsgrenzwert in der Empfindlichkeitsstufe (ES) II von 60 dB genau ein. Dabei handelte es 
sich jedoch um einen auf eine ganze Zahl gerundeten Betrag. Gemäss Stellungnahme der 
I.________ AG vom 5. Juli 20226 betrug der Gesamtbeurteilungspegel am EP 1 ungerundet 
60.44 dB. Gemäss der Vollzugshilfe 1.10 des cercle bruit «Runden und Darstellen von 
Lärmermittlungsresultaten» vom 6. Dezember 20217 sind Beurteilungspegel Lr auf eine Stelle 
nach dem Komma mathematisch zu runden, bevor sie mit dem Belastungsgrenzwert (BGW) 
verglichen werden. Damit ergab sich am EP 1 ein Beurteilungspegel von 60.4 dB, womit der 
Immissionsgrenzwert von 60 dB überschritten war.

b) Aus diesem Grund reichte der Beschwerdegegner mit Stellungnahme vom 10. November 
2022 eine Projektänderung ein. Diese sieht eine Reduktion von bisher 348 Schiesshalbtagen um 
25 Schiesshalbtage auf neu maximal 323 Schiesshalbtage pro Jahr vor. Gemäss dem 
entsprechend revidierten Gutachten der I.________ AG vom 1. November 20228 kann damit der 
Immissionsgrenzwert von 60 dB am EP 1 mit einem Beurteilungspegel von 60.0 dB eingehalten 
werden. Allerdings ist dieses revidierte Gutachten noch fehlerhaft oder wirft zumindest Fragen auf. 
So beträgt der Wert «Total Schrot gewichtet» am EP 1 gemäss Tabelle 8 in Ziff. 5.3 62.2 dB. Zieht 
man von diesem die «Pegelkorrektur K» von -3.1 dB ab, dann ergibt sich ein «Beurteilungspegel 
Lr» von 59.1 dB statt den angegebenen 58.9 dB. Analoges gilt für den EP 3 in Tabelle 8, hier 
ergäbe sich ein «Beurteilungspegel Lr» von 41.8 dB anstatt der angegebenen 46.4 dB (44.9-3.1). 
Ersetzt man in Tabelle 10 in Ziff. 5.5 am EP 1 den angegebenen Wert für die Schrotanlage von 
58.9 dB durch den Wert 59.1 dB, wäre der Immissionsgrenzwert mit einem auf eine Stelle 

3 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
5 Vorakten pag. 1.21
6 Beilage zum Schreiben des Beschwerdegegners vom 12. Juli 2022
7 www.cerclebruit.ch > Vollzugsordner > 1 Rechtliche und technische Grundlagen > 1.10 Messen und Berechnen
8 Beilage zum Schreiben des Beschwerdegegners vom 10. November 2022

http://www.cerclebruit.ch

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gerundeten Wert «Total JSA Bergfeld» am EP 1 mit 60.2 dB überschritten. Allerdings ist nicht klar, 
welcher der beiden Werte tatsächlich der richtige ist. Weitere Ungereimtheiten finden sich 
beispielsweise in der Tabelle 4 in Ziff. 4.4.3 für den EP 3. Hier stimmen die Werte nicht mit den 
Angaben in Anhang 2.1.3 überein und weichen auch massiv von den Werten in der Tabelle 4 des 
ursprünglichen Gutachtens vom 2. Juli 2020 ab.

c) Im Zusammenhang mit der Einhaltung der Lärmgrenzwerte machen die 
Beschwerdeführenden 2 bis 23 unter anderem geltend, die Windverhältnisse seien bei den 
verwendeten Messungen nicht repräsentativ gewesen, weil insbesondere die Bisenlage (Wind aus 
Nordost oder Nordwest) unberücksichtigt geblieben sei, obschon gerade bei dieser Windsituation 
die Ergebnisse deutlich nach oben korrigiert werden müssten. In ihrer Stellungnahme vom 
6. August 20219 brachte die I.________ AG zu dieser Rüge nichts Überzeugendes vor. In ihrer 
Stellungnahme vom 5. Juli 2022 macht die I.________ AG diesbezüglich geltend, Mitwind könne 
den Immissionspegel bis zu 3 dB erhöhen und Gegenwind diesen Pegel um bis zu 15 dB senken. 
Diese Unsicherheit könne bei den meisten Lärmarten durch Langzeit-Messungen ausgeglichen 
werden. Der Schiesslärm sei jedoch ein Impulslärm im Millisekunden-Bereich und damit sehr stark 
abhängig von den während der Messung herrschenden Windverhältnissen. Daher könne eine 
Schiesslärmmessung nur bei Windstille oder maximal schwachem Mitwind zugunsten der 
Betroffenen als korrekt durchgeführt bezeichnet werden. Die Nicht-Berücksichtigung einer 
speziellen Windsituation, welche bei jedem Empfangspunkt einen anderen Effekt habe, sei bei 
Schiesslärmmessungen daher korrekt. Diese Ausführungen sind hinsichtlich Messung 
nachvollziehbar und überzeugend. Weshalb die Messresultate anschliessend nicht 
«windkorrigiert» werden, lässt sich damit aber nicht erklären, da der Wind offenbar durchaus einen 
erheblichen Einfluss auf die tatsächlichen Pegel an den Immissionsorten hat.

d) Weiter sind die die Beschwerdeführenden 2 bis 23 der Ansicht, dem Vorsorgeprinzip sei 
nicht ausreichend Beachtung geschenkt worden. Dieser Einwand scheint insofern berechtigt, als 
mit Bezug auf die neue Rollhasenanlage die Grundsätze der vorsorglichen Emissionsbegrenzung 
(Art. 11 Abs. 2 USG10) einzuhalten sein dürften (Art. 8 Abs. 1 LSV11),12 und sich im angefochtenen 
Gesamtentscheid keine Ausführungen zur Vorsorge finden. Ein Teil der von den 
Beschwerdeführenden 2 bis 23 vorgeschlagenen Massnahmen (Reduktion der Schiesszeiten, 
Verbot von Sport- bzw. Hobbyschützen, Verbot von Anlässen oder Festen) dürfte dabei nicht in 
Frage kommen, da damit die Ausübung der Tätigkeit teilweise unterbunden würde, was im 
Rahmen der Vorsorge wohl nicht verlangt werden kann. Ein anderer Teil der vorgeschlagenen 
Massnahmen (Schalldämpfung der Waffen, lärmdichte Einhausung von Anlagen) dürfte nicht 
möglich oder unverhältnismässig sein. Von den vorgeschlagenen Massnahmen dürfte am ehesten 
eine Erhöhung der geplanten Lärmschutzwand in Frage kommen, sofern sich damit mit einem 
verhältnismässigen Aufwand eine erhebliche Lärmreduktion erzielen liesse.

e) Weitere von den Beschwerdeführenden 2 bis 23 gerügte Punkte betreffend die 
Lärmbeurteilung (insbesondere welchen Einfluss die aufgrund eines Sturms mit Waldschaden 
fehlende Walddämpfung auf die Immissionspegel hat und inwiefern sich die mit Bleischrotmunition 
vorgenommenen Messungen auf die heute verwendete Stahlschrotmunition übertragen lassen) 
hat der Beschwerdegegner beziehungsweise die I.________ AG mit ihrer Stellungnahme vom 
5. Juli 2022 zwar grundsätzlich nachvollziehbar beantwortet. Es ist jedoch letztlich am AGR als 
der gemäss Art. 3 Abs. 2 Bst. d KLSV13 zuständigen kantonalen Lärmfachstelle für 

9 Vorakten pag. 2.6
10 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
11 Lärmschutz-Verordnung des Bundesrats vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41)
12 Siehe dazu Wolf, in Kommentar USG, 2000, Art. 25 N. 45 ff.
13 Kantonale Lärmschutzverordnung vom 14. Oktober 2009 (KLSV; BSG 824.761)

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Schiessanlagen zu beurteilen, ob diese Antworten überzeugen oder ob diesbezüglich weiterer 
Abklärungsbedarf besteht. Das AGR hat sich dazu bisher nicht geäussert.
3. Naturschutz

a) Die Beschwerdeführenden 2 bis 23 rügen, im Amtsbericht Naturschutz der ANF werde 
beantragt, die erforderliche Ausnahmebewilligung für Eingriffe in Hecken und Feldgehölze unter 
Auflagen zu erteilen. Der Beschwerdegegner habe aber weder ein entsprechendes und 
begründetes Ausnahmegesuch eingereicht, noch sei ein solches publiziert worden. Eine 
Ausnahmegewährung, ohne dass darum nachgesucht werde, gebe es nicht. Die Vorinstanz habe 
auch keine entsprechende Beseitigungsbewilligung bei dem dafür zuständigen 
Regierungsstatthalteramt eingeholt. Ebenso wenig sei die Ausnahmebewilligung im Dispositiv des 
Gesamtbauentscheids erteilt worden. Schliesslich sei die Ausnahme auch den 
beschwerdeberechtigten Organisationen nicht mitgeteilt worden. Alle diese Mängel müssten 
behoben werden, wobei sich das entsprechende Ausnahmegesuch des Beschwerdegegners auf 
ein Gutachten eines auf Fragen des Naturschutzes spezialisierten Büros stützen müsse.

Der Beschwerdegegner macht in diesem Zusammenhang in seiner Beschwerdeantwort geltend, 
es würden nur formelle, nicht aber materielle Aspekte gerügt. Sofern und soweit es tatsächlich 
einer Ausnahmebewilligung bedürfe, sei ihm Gelegenheit zur Einreichung eines entsprechenden 
Gesuchs zu geben.

Die Gemeinde Wohlen räumt in ihrer Stellungnahme vom 6. Januar 2022 ein, dass die 
Bauherrschaft kein Ausnahmegesuch für Eingriffe in Hecken und Feldgehölze eingereicht habe. 
Dementsprechend habe die Gemeinde diese Ausnahme auch nicht publizieren können, wobei 
keine gesetzliche Grundlage bestehe, welche das Publizieren von Ausnahmen in jedem Fall 
vorsehe. Weiter bestreitet die Gemeinde, dass es sich um eine klassische Ausnahme gemäss 
Art. 26 BauG handle. Zudem habe die ANF die Ausnahmebewilligung ohne jegliche Bemerkung 
erteilt. Schliesslich hätten die Einsprechenden das fehlende Ausnahmegesuch in ihrer Einsprache 
nicht gerügt und es fehle ihnen ohnehin das schutzwürdige Interesse an der Rüge.

Die ANF führt in ihrer Stellungnahme vom 10. Januar 2022 aus, die Ausnahmebewilligung sei von 
ihr erteilt worden, obschon kein entsprechendes Gesuch vorgelegen habe und dementsprechend 
nicht publiziert worden sei. Die für die Erteilung der Ausnahmebewilligung notwendigen 
Bedingungen seien in den Baugesuchsunterlagen jedoch ausreichend dargelegt gewesen. In 
solchen Fällen beantrage die ANF jeweils aus verwaltungsökonomischen Gründen dem 
Regierungsstatthalteramt, einer Ausnahmebewilligung zuzustimmen.

b) Es ist unbestritten, dass die ANF in ihrem Amtsbericht Naturschutz vom 28. Januar 2021 
eine Ausnahmebewilligung für Eingriffe in Hecken und Feldgehölze gemäss Art. 27 und 28 
NSchG14 ohne entsprechendes Ausnahmegesuch erteilt hat. Im Dispositiv des angefochtenen 
Gesamtentscheids wird diese Ausnahmebewilligung zwar nicht erteilt. Im Gesamtentscheid wird 
aber der Amtsbericht der ANF und damit indirekt auch die Ausnahmebewilligung unter den 
Nebenbestimmungen zum integrierenden Bestandteil erklärt.

Dass auf ein förmliches Ausnahmegesuch verzichtet wird, wenn die für die Erteilung der 
Ausnahmebewilligung notwendigen Bedingungen in den Baugesuchsunterlagen ausreichend 
dargelegt sind, mag nachvollziehbar sein. Die Publikation der Ausnahme ist jedoch unverzichtbar. 
Art. 26 Abs. 3 BewD15 bestimmt, dass die Veröffentlichung des Baugesuchs unter anderem die 
für das Bauvorhaben beanspruchten Ausnahmen (Bst. e) enthalten muss. Im vorliegenden Fall 

14 Naturschutzgesetz vom 15. September 1992 (NSchG; BSG 426.11)
15 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)

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fehlte in der Publikation der Hinweis auf die Ausnahmebewilligung für den Eingriff in Hecken- und 
Feldgehölze.16 Damit war die Publikation mangelhaft.

Allerdings ist gar nicht erstellt, ob hier überhaupt ein Eingriff in Hecken oder Feldgehölze vorliegt. 
Die ANF hat dies in ihrem Amtsbericht offen gelassen: «Durch den Neubau betroffen sind einige 
bestehende Bestockungen betroffen. In den Unterlagen finden sich keine Angaben zu diesen 
Bestockungen. Anhand der Orthofotos könnte es sich hierbei um geschützte Feldgehölze im Sinne 
von Art. 27 und Art. 28 NSchG handeln.» Analoges gilt auch hinsichtlich einer möglichen 
Beeinträchtigung von NHG-geschützten artenreichen Wiesen: «Zudem bestehen keine Angaben 
zu der Zusammensetzung der tangierten Wiesen. Es könnte sich gemäss den Orthofotos um eine 
artenreiche Wiese handeln, welche je nach Zusammensetzung ein gemäss NHG geschützter 
Lebensraum ist.»). Somit wurde hier die Ausnahmebewilligung für Eingriffe in Hecken und 
Feldgehölze quasi auf Vorrat erteilt, was nicht zulässig ist.

Schliesslich ist für die Erteilung dieser Ausnahmebewilligung auch nicht die ANF zuständig. Art. 27 
Abs. 2 NSchG sieht vor, dass die Regierungsstatthalterin oder der Regierungsstatthalter über 
Ausnahmen vom Beseitigungsverbot für Hecken und Feldgehölze entscheidet. Sie oder er teilt 
den beschwerdeberechtigten Organisationen und der zuständigen Stelle der Wirtschafts-, 
Energie- und Umweltdirektion Ausnahmen mit. Gemäss dem «Verzeichnis nach Art. 22 
Baubewilligungsdekret» des AGR17 hört das Regierungsstatthalteramt die ANF vorgängig an. Die 
Gemeinde hätte somit gestützt auf den Amtsbericht Naturschutz der ANF beim zuständigen 
Regierungsstatthalteramt um die Erteilung einer Ausnahmebewilligung nachsuchen müssen, was 
hier nicht passiert ist. Dementsprechend wurde die Ausnahme auch nicht den 
beschwerdeberechtigten Organisationen mitgeteilt, wie dies Art. 27 Abs. 2 NSchG vorsieht.

c) Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Ausnahme für den Eingriff in Hecken und 
Feldgehölze an verschiedenen Mängeln leidet. So ist zunächst nicht erstellt, ob überhaupt ein 
Eingriff in eine Hecke oder ein Feldgehölz vorliegt. Sollte ein Eingriff vorliegen und eine Ausnahme 
erforderlich sein, fehlt es an einem Ausnahmegesuch (was allenfalls noch verzichtbar wäre) und 
wurde die Ausnahme fälschlicherweise nicht publiziert. Schliesslich hätte die Gemeinde das 
Regierungsstatthalteramt einbeziehen müssen, da dieses für die Erteilung der Ausnahme und die 
Information der beschwerdeberechtigten Organisationen zuständig ist. Abgesehen davon ist nicht 
klar, ob (zusätzlich) ein Eingriff in ein Wiesenbiotop mit entsprechenden Konsequenzen vorliegt.

4. Schusszahlen

a) Die Beschwerdeführenden 2 bis 23 rügen, der Beschwerdegegner erhebe die Anzahl 
Schüsse gemäss eigenen Aussagen gar nicht, sodass die Einhaltung der verbindlich verfügten 
Schussanzahl nicht kontrollier- und durchsetzbar sei.

Das AGR weist in seiner Stellungnahme vom 20. Januar 2022 darauf hin, die verbindlich 
festgelegten Schusszahlen seien vom Beschwerdegegner zu erheben und bei der periodisch 
durchgeführten Anlagekontrolle durch den örtlich zuständigen eidgenössischen Schiessoffizier zu 
kontrollieren.

Auf entsprechende Rückfrage des Rechtsamts hin teilte der Beschwerdegegner in seiner 
Stellungnahme vom 12. Juli 2022 mit, für jede Disziplin respektive jede Zielscheibe gebe es eine 

16 Vgl. Vorakten pag. 1.12
17 Zu finden unter: www.bauen.dij.be.ch > Arbeitshilfen > Verzeichnis der Fachstellen und erforderlichen 
Nebenbewilligungen

http://www.bauen.dij.be.ch

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eigene Zahlstelle. Auf dem Areal gebe es somit insgesamt 15 Zahlstellen. An diesen müssten die 
jeweiligen Benützerinnen und Benützer mit einer persönlichen Bezahlkarte eine sogenannte 
Passe (eine Einheit der ohne Unterbruch abzugebenden, im Voraus bestimmten 
Schusszahl/Schiesszeit, wobei die Schusszahl je nach Schütze variieren könne) lösen. Die 
Zahlstellen würden sodann monatlich abgelesen und anhand dieser Daten liessen sich die 
Schusszahlen ziemlich genau errechnen.

Darauf äusserten die Beschwerdeführenden 2 bis 23 in ihrer Stellungnahme vom 13. September 
2022 die Vermutung, Jagdschützen seien bei ihren Übungen frei, auch eigene Munition 
mitzubringen und zu verschiessen. Somit habe der Hinweis auf eine Bezahlkarte und eine Passe 
keinen beweiskräftigen Zusammenhang mit den Schusszahlen.

b) Aufgrund der Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 12. Juli 2022 ist davon 
auszugehen, dass dieser die Schusszahlen zwar grundsätzlich erhebt, dabei aber eine gewisse 
Ungenauigkeit besteht, wobei nicht bekannt ist, wie gross diese ist. Unabhängig von der Grösse 
der Ungenauigkeit ist entscheidend, dass diese zu Lasten des Beschwerdegegners gehen muss. 
Es liegt in seiner Verantwortung, die bewilligten Schusszahlen tatsächlich einzuhalten. Dabei hat 
er es in der Hand, die Schusszahlen so zu erheben, dass keine Ungenauigkeit besteht oder diese 
zumindest möglichst klein ist.

5. Verhältnis zur Verfügung vom 22. November 2013

a) Die Beschwerdeführenden 2 bis 23 rügen, das Verhältnis zu der früheren Verfügung des 
AGR vom 22. November 2013 sei unklar. Damals habe das AGR jährliche Betriebsdaten 
festgelegt, deren Geltung heute unklar sei.

b) Das AGR äussert sich weder in seiner Verfügung vom 1. April 2021 noch in seiner 
Stellungnahme vom 20. Januar 2022 zum Verhältnis mit seiner Verfügung vom 22. November 
2013. Dieses Verhältnis ist tatsächlich unklar. So darf beispielsweise gemäss der Verfügung vom 
22. November 2013 am Samstagnachmittag von 13.00 bis 16.00 Uhr geschossen werden. 
Abweichend davon geht das Lärmgutachten der I.________ AG vom 2. Juli 2020 für das Jahr 
2021 von Betriebszeiten am Samstagnachmittag von 13.30 bis 17.30 Uhr aus (analoges gilt für 
das revidierte Gutachten vom 1. November 2022 für das Jahr 2023). Die Verfügung des AGR vom 
1. April 2021 äussert sich nicht zu Betriebszeiten, sondern nur zu Schiesshalbtagen und Anzahl 
Schuss. Somit ist nicht klar, was beispielsweise am Samstagnachtmittag für Betriebszeiten gelten. 
Gemäss Homepage des Beschwerdegegners entsprechen die Öffnungszeiten nach wie vor der 
Verfügung vom 22. November 2013 (13.00 bis 16.00 Uhr).

6. Rückweisung

a) Bei dem mit Stellungnahme vom 10. November 2022 eingereichten revidierten 
Lärmgutachten vom 1. November 2022 mit reduzierten Schiesshalbtagen handelt es sich um eine 
Projektänderung im Sinne von Art. 43 BewD. Erfolgt die Projektänderung im 
Baubeschwerdeverfahren, kann die Beschwerdeinstanz die Sache zur Weiterbehandlung an die 
Vorinstanz zurückweisen (Art. 43 Abs. 3 BewD). Die Gemeinde Wohlen macht in ihrer 
Stellungnahme vom 1. Dezember 2022 geltend, es seien keine Gründe erkennbar, welche eine 
Rückweisung der Projektänderung an die Gemeinde rechtfertigten. Sollte die Projektänderung 
dennoch zurückgewiesen werden, habe das Rechtsamt zu begründen, weshalb aus verfahrens- 
und prozessökonomischer Sicht eine Rückweisung als gerechtfertigt erscheine.

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Wie den vorangehenden Erwägungen entnommen werden kann, muss das revidierte 
Lärmgutachten vom 1. November 2022 noch korrigiert und bereinigt werden (E. 2.b). Darüber 
hinaus bestehen auch sonst noch offene Fragen im Zusammenhang mit der lärmrechtlichen 
Beurteilung im Lärmgutachten, insbesondere zur Berücksichtigung der Windverhältnisse und des 
Vorsorgeprinzips (E. 2.c-e). Vor allem aber leidet die Ausnahme für den Eingriff in Hecken und 
Feldgehölze an erheblichen Mängeln, die behoben werden müssen (E. 3.d). Schliesslich sind die 
offenen Fragen im Zusammenhang mit der Erhebung der Schusszahlen und den Umgang mit 
allfälligen Ungenauigkeiten bei der Erhebung dieser Zahlen (E. 4.b) sowie das Verhältnis der 
aktuellen Beurteilung des AGR mit seiner Verfügung vom 22. November 2013 (E. 5.b) zu klären, 
wobei sich das AGR zur Projektänderung bzw. dem revidierten Lärmgutachten ohnehin noch 
äussern muss.

b) Damit erweist sich die Sache in verschiedener Hinsicht als nicht entscheidreif. Unter diesen 
Umständen erscheint eine Rückweisung der Projektänderung zu neuem Entscheid an die 
Gemeinde Wohlen angebracht. Das geänderte Projekt tritt an die Stelle des ursprünglichen 
Bauprojekts. Das heisst, dass mit der Projektänderung das ursprüngliche Gesuch im Umfang der 
Änderung als zurückgezogen gilt. Dementsprechend muss im Falle einer Rückweisung an die Vor-
instanz zu neuem Entscheid der angefochtene Entscheid aus prozessualen Gründen aufgehoben 
werden, weil ihm im Umfang der Projektänderung die Grundlage entzogen worden ist. Mit der 
Aufhebung des angefochtenen Gesamtentscheids vom 9. November 2021 und der Verfügung des 
AGR vom 1. April 2021 sind die beiden Beschwerden der Beschwerdeführenden vom 7. und 
8. Dezember 2021 gegenstandslos.18

c) Unter diesen Umständen müssen die weiteren Rügen der Beschwerdeführenden und 
insbesondere die Rüge, ihr Anspruch auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, nicht mehr geprüft 
werden. Die Gemeinde Wohlen wird jedoch für die Fortsetzung des Baubewilligungsverfahrens 
darauf hingewiesen, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör auch das Recht der Parteien 
umfasst, von jedem eingereichten Aktenstück bzw. jeder Stellungnahme von Parteien und 
Behörden Kenntnis zu nehmen und sich dazu äussern zu können. Das gilt unabhängig davon, ob 
diese neue Tatsachen oder Argumente enthalten und ob sie die Entscheidbehörde tatsächlich zu 
beeinflussen vermögen. Die Beteiligten sind deshalb über jede Eingabe zu informieren, damit sie 
Gelegenheit haben, sich dazu zu äussern, wenn sie dies als notwendig erachten. Daher sind den 
Parteien im Baubewilligungsverfahren sämtliche Amts- und Fachberichte sowie die 
Stellungnahmen der Gegenpartei zuzustellen.19

7. Kosten

a) Mit der Aufhebung des angefochtenen Gesamtentscheids wird auch die Kostenverfügung 
der Vorinstanz aufgehoben. Aufgrund der Rückweisung an die Vorinstanz wird diese ihre Kosten 
im neuen Entscheid über die Projektänderung neu verfügen können. Daher müssen die vor-
instanzlichen Kosten in diesem Beschwerdeentscheid nicht verlegt werden.
b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 
(Art. 103 Abs. 1 VRPG20). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine 
Pauschalgebühr von CHF 200.– bis CHF 4000.– (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV21). In 
Anwendung dieser Bestimmungen und unter Berücksichtigung des Umstands, dass das Verfahren 

18 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 5. Auflage, Band I, Bern 2020, Art. 32–32d N. 13c
19 BGE 138 I 484 E. 2.1, 133 I 100 E. 4.3 ff.; BVR 2009 S. 328 ff. E. 2.4; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N 
9b; Urs Eymann, Das rechtliche Gehör im erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren, in KPG-Bulletin 2006 S. 47 ff.
20 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
21 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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nicht mit einem Entscheid in der Sache abgeschlossen wird, wird die Pauschalgebühr festgesetzt 
auf CHF 1800.–.

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale 
Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Wer ein Gesuch, eine 
Klage oder ein Rechtsmittel zurückzieht, den Abstand erklärt oder auf andere Weise dafür sorgt, 
dass das Verfahren gegenstandslos wird, gilt als unterliegende Partei (Art. 110 Abs. 1 VRPG). 
Der Beschwerdegegner hat mir seiner Projektänderung dafür gesorgt, dass das 
Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden ist; ohne Projektänderung hätten die 
Beschwerden gutgeheissen werden müssen (siehe vorne Erwägung 2.a). Damit gilt der 
Beschwerdegegner als unterliegend und hat die Verfahrenskosten zu tragen.

c) Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden 
Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten 
zu ersetzen, sofern nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine 
andere Teilung oder die Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das 
Gemeinwesen als gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Als unterliegende Partei hat 
der Beschwerdegegner den obsiegenden und anwaltlich vertretenen Beschwerdeführenden 2 bis 
23 deren Parteikosten zu ersetzen. Der Beschwerdeführer 1 war nicht anwaltlich vertreten, 
weshalb bei ihm keine Parteikosten im Sinne des Gesetzes entstanden sind.

Die Kostennote des Anwalts und der Anwältin der Beschwerdeführenden 2 bis 23 beläuft sich auf 
CHF 11 429.65 (Honorar: CHF 10 303.40, Auslagen: CHF 309.10, Mehrwertsteuer: CHF 817.15). 
Nach Art. 11 Abs. 1 PKV22 beträgt das Honorar in verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren 
CHF 400.– bis CHF 11 800.– pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der 
Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der 
Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG23). Im vorliegenden Fall ist 
der gebotene Zeitaufwand als durchschnittlich zu werten, da die Beschwerdeführenden 2 bis 23 
neben ihrer Beschwerde zwei weitere Stellungnahmen eingereicht haben, wobei die erste einen 
unterdurchschnittlichen und die zweite einen durchschnittlichen Umfang hatte. Auch die 
Bedeutung der Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses sind als durchschnittlich 
einzustufen. Daher erscheint ein Honorar von CHF 6000.– als angemessen. Der 
Beschwerdegegner hat den Beschwerdeführenden 2 bis 23 somit Parteikosten in der Höhe von 
CHF 6794.90 (Honorar: CHF 6000.–, Auslagen: CHF 309.10, Mehrwertsteuer: CHF 485.80) zu 
ersetzen.

III. Entscheid

1. Der Gesamtentscheid der Gemeinde Wohlen vom 9. November 2021 und die Verfügung 
des AGR vom 1. April 2021 werden aufgehoben. Dadurch sind die beiden Beschwerden 

22 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung; PKV; 
BSG 168.811)
23 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11)

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gegenstandslos. Die Sache wird zur Weiterbehandlung der Projektänderung im Sinne der 
Erwägungen und zum Entscheid über diese an die Gemeinde Wohlen zurückgewiesen.

2. Dazu gehen die Vorakten zum Baugesuch Nr. 74/20 (rote Mappe pag. 1.1 bis 1.31, blaue 
Mappe pag. 2.1 bis 2.60 und Klarsichtmappe pag. 3.1 bis 3.6) zurück an die Gemeinde 
Wohlen. Die Unterlagen zur Projektänderung (Stellungnahme des Beschwerdegegners vom 
10. November 2022 inklusive revidierten Gutachtens der I.________ AG vom 1. November 
2022) wurden der Gemeinde bereits mit Verfügung vom 23. November 2022 zugestellt.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 1800.– werden dem Beschwerdegegner zur Bezahlung 
auferlegt. Das Inkasso erfolgt mit separater Zahlungseinladung.

4. Der Beschwerdegegner hat den Beschwerdeführenden 2 bis 23 die Parteikosten im Betrag 
von CHF 6794.90 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

IV. Eröffnung

- Frau A.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt B.________ und/oder Frau Rechtsanwältin E.________, 

eingeschrieben
- Herrn Fürsprecher H.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Wohlen, Departement Bau und Planung, mit 

Beilagen gemäss Ziff. 2, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Mail
- Amt für Wasser und Abfall (AWA), Rechtsdienst, per Mail, zur Kenntnis
- Amt für Landwirtschaft und Natur (LANAT), Abteilung Naturförderung (ANF), per Mail, zur 

Kenntnis
- Amt für Wald und Naturgefahren (AWN), Waldabteilung Mittelland, per Mail, zur Kenntnis

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Rückweisungsentscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden, wenn 
die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG erfüllt sind. Eine allfällige 

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Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.