# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 339a401a-0db3-59d2-a004-2baf9e372b88
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-27
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 27.02.2025 BZ 2025 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BZ-2025-12_2025-02-27.pdf

## Full Text

20250206_112247_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung BZ 2025 12

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Sidler 
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 27. Februar 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________ GmbH,
Beschwerdeführerin,

gegen

B.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Konkurseröffnung in der Betreibung Nr. C.________ des Betreibungsamtes Baar
(Beschwerde gegen den Entscheid der Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug vom 
14. Januar 2025)

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Sachverhalt

1. Mit Entscheid vom 14. Januar 2025 eröffnete die Einzelrichterin am Kantonsgericht Zug auf 
Begehren der B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) in der Betreibung 
Nr. C.________ des Betreibungsamtes Baar über die A.________ GmbH (nachfolgend: Be-
schwerdeführerin) den Konkurs (Forderungsbetrag inkl. Zinsen und Kosten: CHF 9'493.90). 
Zur Begründung hielt die Einzelrichterin im Wesentlichen fest, die Parteien seien auf den 14. 
Januar 2025, 09.00 Uhr, zur Konkursverhandlung vorgeladen worden, seien aber nicht er-
schienen. Die Beschwerdeführerin habe auch sonst nichts von sich hören lassen, weshalb 
der Entscheid auf Grundlage der Akten zu fällen sei. Die Beschwerdeführerin sei als Gesell-
schaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister eingetragen und unterliege daher der 
Konkursbetreibung. Im vorliegenden Verfahren seien die Voraussetzungen für die Konkur-
seröffnung erfüllt, weshalb über die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 171 f. SchKG und 
Art. 251 ZPO der Konkurs zu eröffnen sei (act. 1/5; Verfahren EK 2024 623).

2. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 22. Januar 2025 Beschwerde beim 
Obergericht des Kantons Zug und ersuchte um Erteilung der aufschiebenden Wirkung 
(act. 1). Mit Eingabe vom 23. Januar 2025 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde 
und beantragte, die Konkurseröffnung sei aufzuheben, unter Kostenfolge zu Lasten der Be-
schwerdeführerin (act. 2). 

3. Mit Verfügung vom 24. Januar 2025 erkannte der Abteilungspräsident der Beschwerde auf-
schiebende Wirkung zu (act. 3). 

4. In der Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2025 nahm die Beschwerdegegnerin zur Be-
schwerde Stellung, ohne einen Antrag zu stellen (act. 6). 

5. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. 5). 

Erwägungen

1. Die Voraussetzungen zur Konkurseröffnung waren im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Ent-
scheids erfüllt. Es lagen damals keine Konkurshinderungsgründe vor, weder in formell- noch 
in materiellrechtlicher Hinsicht (Art. 172 ff. SchKG). Namentlich war in jenem Zeitpunkt die 
Schuld inkl. Zinsen und Kosten weder getilgt noch gestundet (Art. 172 Ziff. 3 SchKG). Die 
Vorinstanz war daher verpflichtet, dem Konkursbegehren ohne Weiteres stattzugeben und 
über das in der Schweiz gelegene Vermögen der Beschwerdeführerin den Konkurs zu eröff-
nen.

2. Nach Art. 174 Abs. 2 SchKG kann die Rechtsmittelinstanz die Konkurseröffnung aufheben, 
wenn der Schuldner seine Zahlungsfähigkeit glaubhaft macht und durch Urkunden beweist, 
dass inzwischen die Schuld, einschliesslich der Zinsen und Kosten, getilgt ist (Ziff. 1), der 
geschuldete Betrag bei der Rechtsmittelinstanz zuhanden des Gläubigers hinterlegt ist 
(Ziff. 2) oder der Gläubiger auf die Durchführung des Konkurses verzichtet (Ziff. 3). 

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Bei der 10-tägigen Rechtsmittelfrist von Art. 174 Abs. 1 SchKG handelt es sich um eine ge-
setzliche Frist. Die Konkursaufhebungsgründe gemäss Art. 174 Abs. 2 Ziff. 1-3 SchKG sind 
daher nur zu berücksichtigen, wenn sie sich innert der Rechtsmittelfrist verwirklicht haben 
und urkundlich nachgewiesen werden. Ferner muss innert der Rechtsmittelfrist die Zahlungs-
fähigkeit glaubhaft gemacht werden. Es ist nicht statthaft, die Frist zur Beibringung der 
gehörigen Unterlagen zu verlängern (vgl. BGE 139 III 491 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 
5A_977/2022 vom 28. Februar 2023 E. 2.1.2).

3. Die Beschwerdeführerin wies mittels Postquittung nach, dass sie am 22. Januar 2025 – und 
damit innerhalb der zehntägigen Rechtsmittelfrist – bei der Gerichtskasse einen Betrag von 
CHF 10'000.00 zugunsten der Beschwerdegegnerin hinterlegt hat (vgl. act. 1/1). Deren For-
derung inkl. Zinsen und Kosten von CHF 9'493.90 ist somit gedeckt und der in Art. 174 
Abs. 2 Ziff. 2 SchKG erwähnte Konkursaufhebungsgrund gegeben. Im Folgenden bleibt zu 
prüfen, ob die Beschwerdeführerin ihre Zahlungsfähigkeit glaubhaft gemacht hat. 

4. Glaubhaft gemacht ist eine Tatsache dann, wenn für ihr Vorhandensein gewisse Elemente 
sprechen, selbst wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich nicht ver-
wirklicht haben könnte. Im Hinblick auf die Aufhebung der Konkurseröffnung bedeutet dies, 
dass die Zahlungsfähigkeit des Schuldners wahrscheinlicher sein muss als seine Zahlungs-
unfähigkeit. In diesem Bereich dürfen keine zu strengen Anforderungen gestellt werden, ins-
besondere wenn die wirtschaftliche Lebensfähigkeit des schuldnerischen Unternehmens 
nicht von vornherein ausgeschlossen werden kann. Es liegt am Schuldner, Beweismittel vor-
zulegen, die geeignet sind, seine Zahlungsfähigkeit als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der 
Schuldner muss namentlich nachweisen, dass gegen ihn kein Konkursbegehren in einer 
ordentlichen Konkurs- oder in einer Wechselbetreibung hängig ist und dass keine weiteren 
vollstreckbaren Betreibungen vorliegen. Wichtigstes bzw. unerlässliches Dokument zum 
Glaubhaftmachen der Zahlungsfähigkeit ist der Auszug aus dem Betreibungsregister; vorzu-
legen ist ein Betreibungsregisterauszug mindestens der letzten drei Jahre. Zahlungsfähigkeit 
bedeutet, dass ausreichend liquide Mittel zur Begleichung der fälligen Schulden vorhanden 
sind. Grundsätzlich als zahlungsunfähig erweist sich ein Schuldner, der beispielsweise Kon-
kursandrohungen anhäufen lässt, systematisch Rechtsvorschlag erhebt und selbst kleinere 
Beträge nicht bezahlt. Bloss vorübergehende Zahlungsschwierigkeiten lassen den Schuldner 
noch nicht als zahlungsunfähig erscheinen, ausser wenn keine wesentlichen Anhaltspunkte 
für eine Verbesserung seiner finanziellen Situation zu erkennen sind und er auf unabsehbare 
Zeit als illiquid erscheint. Die Beurteilung der Zahlungsfähigkeit beruht auf einem aufgrund 
der Zahlungsgewohnheiten eines Konkursiten gewonnenen Gesamteindruck. Dabei sind 
auch Betreibungen, gegen die Rechtsvorschlag erhoben wurde, im Rahmen der Gesamt-
betrachtung der Zahlungsgewohnheiten zu berücksichtigen. Der Schuldner ist daher 
grundsätzlich gehalten, zu jeder im Betreibungsregister nicht als erledigt aufgeführten Forde-
rung Stellung zu nehmen und behauptete Zahlungsvereinbarungen und geleistete Raten zu 
belegen (Urteile des Bundesgerichts 5A_353/2022 vom 31. August 2022 E. 2.3 und 2.5.2 
und 5A_33/2021 vom 28. September 2021 E. 2.2 und 3.3, je mit Hinweisen). Bei der 
Beurteilung der Zahlungsfähigkeit kommt dem Richter ein weiter Ermessensspielraum zu 
(vgl. Giroud/ Theus Simoni, Basler Kommentar, 3. A. 2021, Art. 174 SchKG N 26).

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5. Zur Zahlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist Folgendes festzuhalten:

5.1 Die Beschwerdeführerin reichte keinen Auszug aus dem Betreibungsregister ein, sondern 
nur einen "Auszug über offene Betreibungen" des Betreibungsamtes Baar vom 23. Januar 
2025 (act. 2/1). Gemäss diesem sind gegen die Beschwerdeführerin – nach Abzug der Be-
treibungsforderung, die zur Konkurseröffnung geführt hat – zwei Betreibungen über insge-
samt CHF 4'942.40 offen. Die Beschwerdeführerin führt dazu aus, sie habe die noch offenen 
Betreibungsforderungen beim Betreibungsamt bezahlen wollen. Dies sei aber nicht möglich, 
solange ihr Bankkonto gesperrt sei (vgl. act. 1 Rz 5.1). Damit bleiben offene Schulden in 
Höhe von CHF 4'942.40. 

5.2 Diesen Ausständen steht ein Guthaben bei der D.________ AG in der Höhe von 
CHF 12'045.25 per 22. Januar 2025 gegenüber (vgl. act. 2/6). Mit dem positiven Saldo auf 
dem Bankkonto sind die Verbindlichkeiten der Beschwerdeführerin in Höhe von 
CHF 4'942.40 gedeckt.  

5.3 Gemäss Bilanz per 31. Dezember 2024 (act. 2/8) verfügt die Beschwerdeführerin über ein 
Umlaufvermögen von CHF 71'752.99, bestehend aus flüssigen Mitteln von CHF 61'466.09 
("Kasse: CHF 61'571.78; "D.________": - CHF 105.69), "KK Inhaber" von CHF 7'524.98 und 
"bezahlter Aufwand des Folgejahres" von CHF 2'761.92. Demgegenüber beträgt das kurzfris-
tige Fremdkapital CHF 41'273.10. Das Umlaufvermögen übersteigt das kurzfristige Fremdka-
pital demnach deutlich. Auch die Gewinn- und Verlustrechnung per 31. Dezember 2024 
(act. 2/7) zeigt ein positives Bild. Es resultierte ein Gewinn nach Steuern von CHF 22'952.42. 

5.4 Aufgrund dieser Angaben und Belege kann angenommen werden, dass die Beschwerdefüh-
rerin in der Lage ist, ihren künftigen Verpflichtungen nachzukommen. Ihre Zahlungsfähigkeit 
erscheint demnach intakt. 

6. Die Voraussetzungen, unter denen die II. Beschwerdeabteilung im Rechtsmittelverfahren die 
Konkurseröffnung aufheben kann, sind im vorliegenden Fall erfüllt. Die Beschwerde erweist 
sich als begründet. Sie ist daher gutzuheissen und das Konkursdekret ist aufzuheben.  

7. Trotz dieses Ausgangs des Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin die Kosten 
des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens zu tragen. Wie erwähnt, erging das Konkurs-
dekret damals zu Recht. Die Beschwerdeführerin hat die Voraussetzungen für dessen Auf-
hebung erst im Nachhinein geschaffen. Sie hat damit das Beschwerdeverfahren verursacht, 
weshalb sie auch für diese Kosten einzustehen hat (Art. 107 Abs. 1 lit. f ZPO). Die Be-
schwerdegegnerin hat sie hingegen schon mangels eines entsprechenden Antrags nicht 
zu entschädigen.

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Urteilsspruch

1. In Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer 1 des Entscheids der Einzelrichterin 
am Kantonsgericht Zug vom 14. Januar 2025 aufgehoben und das Konkursbegehren der Be-
schwerdegegnerin wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskasse wird angewiesen, vom hinterlegten Betrag von CHF 10'000.00 einen Be-
trag von CHF 9'493.90 an die Beschwerdegegnerin zu überweisen. 

3. Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine Spruchgebühr von 
CHF 750.00 auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'300.00 
verrechnet. Der Restbetrag von CHF 550.00 wird zusammen mit dem zu viel hinterlegten Be-
trag von CHF 506.10 an das Konkursamt Zug überwiesen, das den sich nach Abzug seiner 
eigenen aufgelaufenen Kosten ergebenden Saldo der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten 
hat. 

4. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Kantonsgericht Zug, Einzelrichterin (EK 2024 623)
- Konkursamt Zug
- Handelsregisteramt Zug (im Dispositiv)
- Amt für Grundbuch und Geoinformation des Kantons Zug (im Dispositiv)
- Betreibungsamt Baar (im Dispositiv)
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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