# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 238598c4-dece-5e61-815f-9b8068d1dac1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-09
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 09.07.2021 UE200361
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE200361_2021-07-09.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer  
 

 

Geschäfts-Nr.: UE200361-O/U/BEE 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident,  

die Oberrichterinnen lic. iur. A. Meier und lic. iur. K. Eichenberger 

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. E. Nolfi 

 

Beschluss vom 9. Juli 2021 
 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

betreffend Nichtanhandnahme etc. 
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft See/Oberland vom 14. Oktober 2020, C-2/2020/10018749 
 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Eingabe vom 3. Juni 2020 liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdefüh-

rerin) bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) 

Strafanzeige gegen B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin 1) wegen 

Nachwuchers erstatten (Urk. 3/3 = Urk. 15/1). 

2. Die Staatsanwaltschaft verfügte am 14. Oktober 2020 die Nichtanhandnah-

me einer Strafuntersuchung wegen Wuchers beziehungsweise Nachwuchers 

(Urk. 6); der damalige Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt 

lic. iur. X1._____, liess am 22. Oktober 2020 den Erhalt der Nichtanhandnahme-

verfügung bestätigen (Urk. 15/15). 

3. Mit Eingabe vom 31. Oktober 2020 liess die Beschwerdeführerin durch 

Rechtsanwalt MLaw UZH X2._____ Beschwerde gegen die Nichtanhandnahme 

erheben und folgende Anträge stellen (Urk. 2 S. 2): 

  "Es sei die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft 

See/Oberland vom 14. Oktober 2020 (ref C-2/2020/10018749) aufzuheben 

und es sei die Staatsanwaltschaft See/Oberland anzuweisen gegen die Be-

schuldigte B._____, … [Adresse] eine Strafuntersuchung wegen dringendem 

Tatverdacht des Wuchers/Nachwuchers zu eröffnen und zwecks angemes-

sener Bestrafung Anklage zu erwägen; 

eventuell sei eine andere unbefangene Staatsanwaltschaft mit der Eröffnung 

der beantragten Strafuntersuchung und Prüfung einer Anklage wegen Wu-

cher/ Nachwucher zu beauftragen; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten Beschuldigte event. 

Staat." 

4. Die Beschwerdeführerin leistete innert Frist die ihr aufgegebene Kaution 

(Urk. 7, Urk. 10). 

- 3 - 

5. Die Staatsanwaltschaft verzichtete mit Eingabe vom 9. Dezember 2020 auf 

eine Stellungnahme zur Beschwerdeschrift (Urk. 14) und die Beschwerdegegne-

rin 1 liess sich nach erfolglosen Zustellversuchen der Kammer und letztlich Publi-

kation der Fristansetzung zur Stellungnahme nicht vernehmen (Urk. 12, Urk. 22, 

Urk. 23, Urk. 25). Damit ist das Beschwerdeverfahren spruchreif. 

6. Die Beschwerdeführerin reichte sodann unaufgefordert weitere Eingaben 

datierend vom 23. Dezember 2020 (Urk. 17) samt Beilagen (Urk. 18/1-3), vom 

29. Dezember 2020 (Urk. 20) sowie vom 11. März 2021 (Urk. 28) samt Beilagen 

(Urk. 29/1-27) ein. Sie erklärte mit ihren Eingaben vom 23. und 29. Dezember 

2020 sowie am 8. März 2021 telefonisch (Urk. 27), unter anderem nicht mehr an-

waltlich vertreten zu sein; entsprechend wurde das Rubrum angepasst. 

II. 

 Mit den unaufgeforderten Eingaben vom 23. Dezember 2020 (Urk. 17), vom 

29. Dezember 2020 (Urk. 20) sowie vom 11. März 2021 (Urk. 28) erhob die Be-

schwerdeführerin unter anderem zusammengefasst den – bereits mit Urteil des 

Bundesgerichts 6B_342/2017 vom 4. August 2017 verneinten – Vorwurf einer Ur-

kundenfälschung (Urk. 17 S. 1 und Urk. 28 S. 8) und machte insbesondere in der 

Eingabe vom 11. März 2021 in weitschweifiger Art diverse weitere teils schwer 

verständliche Ausführungen. Diese unaufgeforderten Eingaben und damit ver-

bundenen Anträge sind somit unbeachtlich, zumal nach Ablauf der Beschwerde-

frist eine Ergänzung der Beschwerde nicht mehr zulässig ist beziehungsweise 

Rügen, die bereits mit der Beschwerde hätten vorgebracht werden können, nicht 

mehr nachgeschoben werden können (Urteil des Bundesgerichts 1B_420/2013 

vom 22. Juli 2014 E. 3.3); überdies ist nur der Inhalt der angefochtenen Nichtan-

handnahmeverfügung Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Der 

Vollständigkeit halber ist, soweit mit der Eingabe vom 29. Dezember 2020 eine 

Einvernahme der Beschwerdeführerin selbst (Urk. 20) und mit Eingabe vom 

11. März 2021 eine mündliche Verhandlung beantragt wird (Urk. 28 S. 1), darauf 

hinzuweisen, dass die Beschwerde in einem schriftlichen Verfahren behandelt 

wird (Art. 397 Abs. 1 StPO) und die Beschwerdeführerin, damals vertreten durch 

- 4 - 

Rechtsanwalt MLaw UZH X2._____, ausreichend Gelegenheit hatte, ihren Stand-

punkt mit ihrer Beschwerdeschrift vorzubringen. 

III. 

1. Die Beschwerdeführerin beantragte mit ihrer Beschwerde als Eventualbe-

gehren, es sei eine "andere unbefangene Staatsanwaltschaft" mit der Eröffnung 

einer Strafuntersuchung zu beauftragen (Urk. 2 S. 2); damit macht sie zur Be-

gründung der Beschwerde (vgl. Urk. 2 S. 4 Ziff. 1.4) sinngemäss Ausstandsgrün-

de geltend. 

2. Ausstandsgründe können einzig im Zusammenhang mit einem hängigen 

Verfahren und nicht präventiv für allfällige künftige Verfahren mit folglich noch un-

bestimmter Verfahrensleitung oder Besetzung gestellt werden. Ferner sind Be-

fangenheitsgründe unverzüglich glaubhaft zu machen. Gemäss der bundesge-

richtlichen Rechtsprechung sind sodann pauschale Ausstandsgründe gegen eine 

Justizbehörde als Ganzes grundsätzlich unzulässig. Ein formal gegen eine Ge-

samtbehörde gerichtetes Ersuchen kann in der Regel nur entgegengenommen 

werden, wenn im Ausstandsgesuch Befangenheitsgründe gegen alle Einzelmit-

glieder ausreichend substantiiert werden (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesge-

richts 1C_483/2017 vom 12. Januar 2018 E. 3.2 und E. 4.2, 5A_715/2017 vom 

16. Oktober 2017 E. 3.1, 1B_418/2014 vom 15. Mai 2015 E. 4.5 und 

1B_405/2014 vom 12. Mai 2015 E. 6.2, je m. w. H.). Vorliegend richten sich die 

Ausstandsgründe gegen die Beschwerdegegnerin 2 als Ganzes sowie auch allfäl-

lige künftige Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft und wurde mit dem 

Verweis auf bereits länger Zeit zurückliegende Entscheide begründet (Urk. 2 

S. 13 f.), womit ihre Geltendmachung sich sowohl als unzulässig wie auch als 

verspätet erweist. Ferner erfüllen die entsprechenden Vorbringen nicht ansatz-

weise das dargelegte Substantiierungserfordernis gegen Einzelmitglieder der Un-

tersuchungsbehörde. Überdies läge offenkundig kein Ausstandsgrund darin, dass 

bisherige Entscheide von Behörden oder Gerichten nicht den Vorstellungen be-

ziehungsweise dem Standpunkt einer Partei entsprechen. Die Beschwerdeführe-

rin ist mit diesen Vorbringen somit nicht zu hören. 

- 5 - 

IV. 

1. Die Beschwerdeführerin liess mit ihrer Strafanzeige vom 3. Juni 2020 hin-

sichtlich des Sachverhalts zunächst auf den Entscheid der Kammer UE180232-O 

vom 16. Oktober 2018 (Urk. 3/5) verweisen, worin es um ihre Beschwerde gegen 

die Nichtanhandnahme einer Strafuntersuchung gegen C._____ und D._____, die 

Eltern der Beschwerdegegnerin 1, ging, nachdem sie mit Strafanzeige vom 

25. Juli 2018 wegen Wuchers zusammengefasst geltend gemacht hatte, sie und 

ihr (am 10. Mai 2018, Urk. 3/14) verstorbener Ehemann E._____, seien bei einem 

Liegenschaftenkauf in F._____ (Deutschland) und dem damit verbundenen Dar-

lehensvertrag ("Verkaufsabmachung vom 11. April 1991") im Jahr 1991 von 

D._____ und C._____ ausgebeutet worden (Urk. 15/1 S. 4, vgl. auch Urk. 15/3/2 

S. 1 f.). 

 Sie liess zusammengefasst ausführen, die Kammer (mit Beschluss 

UE180232-O vom 16. Oktober 2018; Urk. 3/5) und letztlich das Bundesgericht 

(mit Urteil 6B_1210/2018 vom 13. Februar 2019; Urk. 15/3/2) hätten die Nichtan-

handnahme mit der Begründung gestützt, dass hinsichtlich des beanzeigten Ver-

haltens die Verjährung bereits eingetreten sei. Zwischenzeitlich sei jedoch 

D._____ (am tt.mm.2019, Urk. 3/4) verstorben und die Beschwerdegegnerin 1 

habe als dessen Erbin die mutmasslich wucherische Forderung erworben und 

vollstrecke diese im Konkurs E._____ weiter; mit der Geltendmachung der ur-

sprünglichen Forderung sei daher der Tatbestand des Nachwuchers erfüllt 

(Urk. 3/3 S. 7 RZ 24 ff.). 

2. Die Staatsanwaltschaft erwog in der angefochtenen Nichtanhandnahmever-

fügung zusammengefasst, eine strafrechtliche Verfolgung wegen Nachwuchers 

sei mit Eintritt der Verjährung der Vortat ausgeschlossen; es gäbe ferner ausser 

den Beteiligten weder Zeugen noch weiterführende Beweismittel hinsichtlich der 

angeblich wucherischen Forderung; es liege keine wucherische Ausbeutung vor, 

nachdem die Liegenschaft in F._____ damals mit öffentlichem Inserat für 250'000 

Franken zum Verkauf ausgeschrieben worden sei; es fehle am tatbestandsmässi-

gen "Erwerb" im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 Abs. 2 StGB, nachdem die angeblich 

wucherische Forderung durch Erbgang übergegangen sei; und schliesslich mang-

- 6 - 

le es an einer tatbestandsmässigen Bösgläubigkeit der Beschwerdegegnerin 1, 

da es sich um einen bereits rund 30 Jahre zurückliegenden Sachverhalt handle 

und nie von einem Gericht rechtskräftig festgestellt worden sei, dass eine wuche-

rische Forderung vorgelegen habe (Urk. 6 S. 2 ff.). 

3. Mit ihrer Beschwerdeschrift liess die Beschwerdeführerin ergänzend zur 

Strafanzeige vorbringen, die Beschwerdegegnerin 1 habe im zweiten Konkursver-

fahren von E._____ (mittlerweile abgeschlossen; Amtsblatt des Kantons Zürich, 

Meldung vom tt.mm.2021, Meldungsnummer …) laut Kollokationsplan Zahlungs-

verpflichtungen von 265'000 Franken erwirkt, obwohl bereits in dessen erstem 

Konkursverfahren eine Amortisationszahlung von 137'223 Franken hinsichtlich 

des Darlehens geleistet worden sei; insgesamt seien Amortisationszahlungen von 

472'730.75 Franken erfolgt. Daher stelle sich die Frage, wie diese Zahlungen ge-

genüber der ursprünglichen Forderung aus dem Darlehen einzuordnen seien und 

ob nicht in wucherischer Weise Doppelzahlungen erwirkt worden seien, mithin der 

Tatbestand einer neuen wucherischen Handlung erfüllt sein könnte (Urk. 2 S. 6 

Ziff. 2.2.2). 

4.1. Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Strafuntersuchung, wenn sich aus den 

Informationen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren ei-

genen Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a 

StPO). Sie verzichtet auf die Eröffnung, wenn sie sofort eine Nichtanhandnahme-

verfügung erlässt (Art. 309 Abs. 4 StPO). Die Nichtanhandnahme wird verfügt, 

sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die 

fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). 

Mit anderen Worten muss sicher sein, dass der Sachverhalt unter keinen Straftat-

bestand fällt. Eine Nichtanhandnahme darf nur in sachverhaltsmässig und recht-

lich klaren Fällen ergehen (BGE 137 IV 285 E. 2.2 f.). 

4.2. Gemäss Art. 157 Ziff. 1 StGB macht sich des Wuchers strafbar, wer die 

Zwangslage, die Abhängigkeit, die Unerfahrenheit oder die Schwäche im Urteils-

vermögen einer Person dadurch ausbeutet, dass er sich oder einem anderen für 

eine Leistung Vermögensvorteile gewähren oder versprechen lässt, die zur Leis-

tung wirtschaftlich in einem offenbaren Missverhältnis stehen. Des Nachwuchers 

- 7 - 

im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 Absatz 2 StGB macht sich strafbar, wer eine wuche-

rische Forderung erwirbt und sie weiterveräussert oder geltend macht. 

4.3.1. Der Wuchertatbestand stellt das strafrechtliche Gegenstück zur Übervortei-

lung nach Art. 21 OR dar (Weissenberger in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 

Kommentar, Strafrecht II, 4. Auflage, Basel 2019, Art. 157 N 1). Zwar schliesst ei-

ne Unterlassung der Anfechtung von Verträgen wegen Art. 21 OR eine strafrecht-

liche Verfolgung wegen Art. 157 StGB nicht aus, jedoch kann im Gegenteil aus zi-

vilrechtlichen Entscheiden über Ansprüche, welche sich mit der Einwendung der 

Übervorteilung in der Sache auseinandergesetzt und diese verneint haben, das 

Fehlen eines strafbaren Verhaltens respektive eines Anfangsverdachts abgeleitet 

werden. Vorliegend wurde von der Beschwerdeführerin vorgebracht, dass in der 

Sache betreffend den Liegenschaftenkauf im Jahre 1991 "bereits ungezählte Ver-

fügungen & Urteile zivil- und strafprozessualer Natur vor Zürcher, Schaffhauser & 

Deutschen Gerichten" ergangen seien (Urk. 2 S. 5 Ziff. 2.1). Sie vermag jedoch 

nicht einen Entscheid einzureichen, worin eine Übervorteilung festgestellt oder ihr 

Standpunkt zum Darlehens- und Verkaufsvertrag gestützt worden wäre. Im Ge-

genteil ist den äusserst selektiv und zudem teils unvollständig eingereichten Un-

terlagen zur Beschwerdeschrift (Urk. 3/1-21) zu entnehmen, dass die Forderung 

der Beschwerdegegnerin 1 im Konkurs Nr. 1 auf rechtskräftigen Urteilen des Be-

zirksgerichts Meilen von 3. August 2009 über 173'221.65 Franken und 23. August 

2018 über 56'940 Franken (Kosten- und Entschädigungsfolgen) beruht 

(Urk. 3/14). Im Urteil des Bundesgerichts 6B_1210/2018 vom 13. Februar 2019 

wurde sodann festgehalten, dass gemäss Urteil des Bundesgerichts vom 4. Au-

gust 2017 E._____ am 3. August 2009 vom Bezirksgericht Meilen zur Zahlung 

von CHF 90'000.– nebst 8 % Zins seit 1. Juli 2006 sowie von CHF 115'000.–, 

zahlbar in WIR-Geld, nebst 4 % Zins seit 1. Juli 2006 und 5 % Zins seit 7. Dezem-

ber 2007 verurteilt und über ihn am 12. Mai 2010 und am 2. Oktober 2013 der 

Konkurs eröffnet wurde (E. 1.3.3. im genannten Entscheid verweisend auf Urteil 

des Bundesgerichts 6B_342/2017 vom 4. August 2017 E. 1.2). Damit besteht ent-

gegen der Darstellung der Beschwerdeführerin kein Anfangsverdacht, dass im 

Zusammenhang mit dem Kaufs- und Darlehensgeschäft im Jahre 1991 eine wu-

cherische Forderung begründet worden sein könnte; entgegen dem Vorbringen 

- 8 - 

der Beschwerdeführerin (Urk. 2 E. 4.2.3) hatte sich die Staatsanwaltschaft daher 

auch nicht mit den pauschalen Ausführungen "der Frage allenfalls anwendbaren 

fremden Rechts" zu befassen. Gleiches gilt soweit die Beschwerdeführerin so-

dann – ohne überdies entsprechende Unterlagen zum Konkursverfahren einzu-

reichen – geltend macht, die Beschwerdegegnerin 1 habe im zweiten Konkurs zu-

sätzlich 265'000 Franken beansprucht, und darin eine neue "wucherische Hand-

lung" sieht (Urk. 2 S. 6 RZ 2.2.2). Dass es im Zusammenhang mit den beiden 

Konkursverfahren gegen E._____ zu unzulässigen Doppelzahlungen aus dem 

genannten Vertragsverhältnis kam, substanziiert und dokumentiert die Beschwer-

deführerin nicht. Dass die Beschwerdegegnerin 1 insofern in strafrechtlich rele-

vanter Weise vorgegangen sein soll, stellt sodann eine blosse Mutmassung der 

Beschwerdeführerin dar, aus der von vornherein kein Anfangsverdacht abgeleitet 

werden kann. 

4.3.2. Unzutreffend – soweit nachvollziehbar – sind die Ausführungen der Be-

schwerdeführerin "bei Tateinheit der strafbaren Handlungen von Eheleuten 

C._____D._____ und B._____ [Beschwerdegegnerin 1] wäre für die Verjährung 

der Zeitpunkt der Handlungen von B._____ massgeblich, der Tatbestand des 

Wuchers also nicht verjährt" und "durch das Verhalten der B._____ […] zufolge 

Reaktivierung des massgeblichen Sachverhalts ein neuer Wucher erstellt ist, der 

wegen erst jüngst erfolgten neuem Erwerb […] nicht verjährt wäre" (Urk. 2 S. 8 f. 

Ziff. 4.2.1 – 4.2.2.). Wie bereits im Urteil des Bundesgerichts 6B_1210/2018 vom 

13. Februar 2019 E. 2.4 (Urk. 15/3/2) festgehalten, betraf der Ursprung des be-

reits verjährten Wuchervorwurfs gegen C._____ und D._____ den Liegenschaf-

tenkauf im Jahr 1991 respektive das damit verbundene Darlehensgeschäft, wobei 

der späteren tatsächlichen Abwicklung keine tatbestandsmässige Bedeutung zu-

kommt beziehungsweise keine "Reaktivierung" dieses Sachverhalts hinsichtlich 

des ursprünglichen Wuchervorwurfs erfolgen kann. 

4.3.3. Der Staatsanwaltschaft ist des Weiteren zuzustimmen, dass keine An-

haltspunkte für eine Bösgläubigkeit der Beschwerdegegnerin 1 vorliegen. Wie be-

reits ausgeführt, lag die Beschwerdeführerin mit den Eltern der Beschwerdegeg-

nerin 1 seit Jahren im Streit über die Forderung aus dem genannten Liegenschaf-

- 9 - 

tenkauf beziehungsweise Darlehensvertrag von 1991, wobei die Beschwerdefüh-

rerin keinen Entscheid vorlegt, welcher ihren Standpunkt stützt. Damit und auf-

grund der bereits genannten Entscheide des Bezirksgerichts Meilen beziehungs-

weise des Bundesgerichts durfte die Beschwerdegegnerin 1 – hatte sie denn 

überhaupt nähere Kenntnis von dieser Streitigkeit – im massgebenden Zeitpunkt 

des Vermögensübergangs ohne Weiteres davon ausgehen, dass aus den ge-

nannten Verträgen rechtmässige Ansprüche entstanden. Das Vorbringen, die Be-

schwerdegegnerin 1 sei "wohl nicht über alle Details der vielen Prozesse im Bild" 

gewesen, habe "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" aber "den Um-

stand des vielschichtigen Rechtsstreites, die nicht zu übersehenden psychischen 

Probleme des E._____ sowie das Faktum, dass viel Geld im Spiel" gewesen sei, 

"sehr wohl zur Kenntnis" genommen, wofür "die Lebenserfahrung bezüglich der 

Kommunikation innerhalb einer Familie" spreche (Urk. 2 Ziff. 4.2.7), stellt eine 

pauschale Behauptung dar. Der ebenso pauschale Vorwurf, der Beschwerdegeg-

nerin 1 hätte "bei gehöriger Sorgfalt" klar sein müssen, dass E._____ "in wucheri-

scher Weise ausgebeutet" worden sei und "schliesslich in den Konkurs getrieben 

werden sollte" (Urk. 2 Ziff. 4.2.7), ist haltlos.  

4.3.4. Der Staatsanwaltschaft ist sodann letztlich beizupflichten (vgl. Urk. 6 

S. 2), dass es keine unbefangenen Zeugen oder weiterführende objektive Be-

weismittel hinsichtlich der bereits über dreissig Jahre zurückliegenden "Ver-

kaufsabmachung" gibt. Entsprechende, die Position der Beschwerdeführerin stüt-

zende Aussagen von C._____ erscheinen entgegen der Meinung der Beschwer-

deführerin (Urk. 2 RZ 4.2.4) unrealistisch und dieser stünde letztlich auch ein 

Zeugnisverweigerungsrecht zu, nachdem sich die aktuellen Vorwürfe gegen ihre 

Tochter richten (Art. 168 Abs. 1 lit. c StPO). 

 Damit ergab sich mit der Staatsanwaltschaft aus mehreren Gründen kein 

Anfangsverdacht für eine strafbare Handlung beziehungsweise steht aus ver-

schiedenen Gründen fest, dass die Tatbestände des Wuchers und Nachwuchers 

eindeutig nicht erfüllt sind. Die Staatsanwaltschaft verfügte daher zu Recht die 

Nichtanhandnahme der Strafuntersuchung. Erwägungen dazu, ob eine verjährte 

Vortat und der Übergang einer Forderung durch Erbgang überhaupt objektiv tat-

- 10 - 

bestandsmässig im Sinne von Art. 157 Ziff. 1 StGB sein können, erübrigen sich 

nach dem Gesagten. 

4.4. Es ist abschliessend darauf hinzuweisen, dass es nicht die Aufgabe der 

Strafverfolgungsbehörden ist, aus äusserst selektiv eingereichten Unterlagen und 

weitgehend ungeordneten Behauptungen an Stelle der zivilen Gerichte zivilrecht-

liche Verhältnisse respektive bestrittene Vertragsverhältnisse zwischen den be-

ziehungsweise für die Parteien zu klären, um daraus erst auf eine allfällige Straf-

barkeit schliessen zu können beziehungsweis bereits zivilrechtlich und auch voll-

streckungsrechtlich entschiedene Verhältnisse erneut aufzuarbeiten. Das Straf-

verfahren hat nicht als blosses Vehikel zur Durchsetzung oder Klärung behaupte-

ter zivilrechtlicher Ansprüche oder Fragestellungen zu dienen und die Strafbehör-

den haben in diesem Zusammenhang den Parteien nicht das Sammeln von (all-

fälligen) Beweisen abzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_1092/2018 

vom 5. Februar 2019 E. 2.2). 

 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzu-

treten ist. 

V. 

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist in 

Berücksichtigung von Bedeutung und Schwierigkeit des Falls (§ 17 Abs. 1 i. V. m. 

§ 2 Abs. 1 lit. b-d GebV OG) auf 1'200 Franken festzusetzen und aus der geleiste-

ten Prozesskaution zu beziehen; im Restbetrag ist die Prozesskaution der Be-

schwerdeführerin – unter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staa-

tes – zurückzuerstatten. 

2. Aufgrund ihres Unterliegens ist der Beschwerdeführerin keine Entschädi-

gung zuzusprechen. Die Beschwerdegegnerin 1 liess sich im vorliegenden Ver-

fahren nicht vernehmen, womit ihr keine Entschädigungen auszurichten ist 

(Art. 436 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 429 Abs. 1 StPO). 

- 11 - 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf 1'200 Franken festgesetzt, der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt und in diesem Umfang aus der von ihr geleisteten Prozess-

kaution bezogen. 

3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

4. Die von der Beschwerdeführerin geleistete Prozesskaution wird der Be-

schwerdeführerin – abzüglich der ihr auferlegten Gerichtgebühr – im Restbe-

trag zurückerstattet. Vorbehalten bleiben allfällige Verrechnungsansprüche 

des Staats. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 
− die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde) 
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad C-2/2020/10018749 (gegen 

Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad C-2/2020/10018749 unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten [Urk. 15] (gegen Empfangsbe-
stätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch). 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei 
der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lausanne 14) in 

der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schrift-

lich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

- 12 - 

gesetzes. 

 
Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 
 
Zürich, 9. Juli 2021 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. E. Nolfi 
 

	Beschluss vom 9. Juli 2021
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	V.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf 1'200 Franken festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und in diesem Umfang aus der von ihr geleisteten Prozesskaution bezogen.
	3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	4. Die von der Beschwerdeführerin geleistete Prozesskaution wird der Beschwerdeführerin – abzüglich der ihr auferlegten Gerichtgebühr – im Restbetrag zurückerstattet. Vorbehalten bleiben allfällige Verrechnungsansprüche des Staats.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad C-2/2020/10018749 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad C-2/2020/10018749 unter Rücksendung der beigezogenen Akten [Urk. 15] (gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes...
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