# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1bc75076-9e16-5aa5-aee5-0c869a227217
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.07.2021 UV 2020/52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-52_2021-07-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/52

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 11.01.2022

Entscheiddatum: 21.07.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2021
Art. 6, Art. 18 f. UVG. Prüfung der Unfallkausalität verschiedenster 
Beschwerden nach mehreren Unfällen bei Fallabschluss. Würdigung der 
kreisärztlichen Beurteilungen. Kein Rentenanspruch bei weiterhin 100%-iger 
Arbeitsfähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit. Abweisung der 
Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 21. Juli 2021, UV 2020/52).

Entscheid vom 21. Juli 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus 

Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/52

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.

A.___ (nachfolgend: Versicherter), ausgebildeter Elektroinstallateur, dipl. HF, mit 

Weiterbildung zum Elektrotechniker, war seit Oktober 1999 (als Selbständiger) bzw. seit 

Juni 2009 (als Inhaber / alleiniger Eigentümer und Geschäftsführer) bei "B.___ AG", 

aktuell C.___ AG, tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert (Suva-act. I/200-10 ff., II/18-2, 60, III/1).

B.  

Am 17. Dezember 2009 war der Versicherte in eine (leichte) Auffahrkollision 

(Heckkollision) mit HWS-Beteiligung verwickelt (Suva-act. II/5, 7, 12, 24-12 f., 60). Mit 

Schreiben vom 18. Januar 2010 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht (Suva-act. II/

2). Der Fall wurde per 10. Oktober 2011 geschlossen (Suva-act. II/87) und ein Rückfall 

wurde mittels unangefochtener Verfügung vom 21. Januar 2015 abgelehnt (Suva-act. 

II/101).

B.a. 

Am 26. Dezember 2011 glitt der Versicherte in den Ferien auf Fuerteventura beim 

Fussballspielen auf rutschigem Boden aus, fiel auf den Rücken und erlitt gemäss 

Schadenmeldung UVG eine Prellung (Suva-act. III-1). Mit Schreiben vom 30. Januar 

2012 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht (Suva-act. III/3 f.). Die Erstbehandlung 

hatte am 5. Januar 2012 durch den Hausarzt des Versicherten, Dr. med. D.___, 

Facharzt für Allgemeinmedizin, stattgefunden. Dieser hatte eine Gesässprellung links 

und eine Schulterprellung rechts diagnostiziert und ab 27. Dezember 2011 eine 100%-

B.b. 

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ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Suva-act. III/9). Ab 1. November 2012 wurde wieder 

von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen (Suva-act. III/46). Am 21. Mai 2014 

wurde der Versicherte bei diagnostizierter SLAP II- und Pulley-Läsion Schulter rechts 

operiert (Schulterarthroskopie mit arthroskopischer subacromialer Dekompression, 

Bizepstenodese mit Pulley-Verschluss; Suva-act. III/66 f.). Ab dem 3. November 2014 

arbeitete der Versicherte wieder zu 100 % (Suva-act. III/86).

Am 20. Februar 2015 rutschte der Versicherte beim Spazieren auf einem harten 

Schneefeld aus und fiel auf die linke Schulter. Dabei erlitt er eine Prellung (Suva-act. IV/

1). Mit Schreiben vom 28. April 2015 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht (Suva-

act. IV/2). Eine am 31. März 2015 durchgeführte Ultraschalluntersuchung der linken 

Schulter ergab keine objektivierbaren Unfallfolgen (leichtgradige entzündliche-

degenerative Veränderungen der Supraspinatussehne mit diskreter Konturabflachung 

im ventralen Abschnitt; Verdacht auf leichtgradige chronische Bursitis; im Übrigen 

unauffällige Sonographie, insbesondere ohne Nachweis einer transmuralen 

Rotatorenmanschettenläsion; Suva-act. IV/9 f.). Ab dem 1. April 2015 wurde von keiner 

unfallkausalen Arbeitsunfähigkeit mehr ausgegangen (Suva-act. I/119-2).

B.c. 

Mit Schadenmeldung UVG vom 4. Februar 2016 meldete die Arbeitgeberin des 

Versicherten einen weiteren Unfall. Am 20. Dezember 2015 sei dieser auf einem 

Segelboot beim Abladen des Beibootes aufgrund eines Windstosses in die offenen 

Fenster an Deck nach hinten gefallen und habe den Kopf am Mast angeschlagen 

(Suva-act. V/3, 15-1). Diagnostiziert wurden diverse Schürfungen, eine Distorsion und 

ein Kontusionstrauma im Schädel-Nacken-Bereich sowie eine Weichteilverletzung am 

rechten Knie (Suva-act. V/4, 7). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht (Suva-act. V/

17). Ab Oktober 2017 wurde keine Arbeitsunfähigkeit mehr bescheinigt (Suva-act. V/

77).

B.d. 

Am 4. April 2016 war der Versicherte beim Skifahren gestürzt (Suva-act. I/1). 

Betroffen waren das rechte Knie, die linke Schulter, das rechte Hüftgelenk und das 

Brustbein (Suva-act I/2, 76-4, 76-6, 181-6). Eine sonographische Untersuchung vom 

13. April 2016 hatte einen Abriss des Innenbandes vom medialen Femurkondylus ohne 

Dislokation und einen kleinen Gelenkserguss am rechten Knie sowie unauffällige 

Befunde des unteren Sternums, des Xiphoids sowie des rechten Hüftgelenks gezeigt 

B.e. 

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C.

Bereits vom 12. Oktober bis 6. November 2015 war dem Versicherten von Dr. med. 

E.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Klinik F.___, aus psychischen Gründen 

eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, danach eine von 50 % attestiert worden (Suva-act. 

V/33, I/63-2). Ab November 2017 hatte keine ärztlich attestierte, psychiatrisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit mehr vorgelegen (Suva-act. I/83-2). Seit dem 14. August 2018 

bestand wieder eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 50 % (Suva-act. I/168, 

199-1).

D.  

(Suva-act. I/44). Bezüglich der linken Schulter hatten sich in einer MR Arthro vom 16. 

März 2017 (Suva-act. I/49) eine SLAP-Läsion und fragliche HAGL-Läsion bei ventraler 

Labrumläsion gezeigt (Suva-act. I/50). Am 14. März 2018 wurde der Versicherte bei 

SLAP II-Läsion und Pulleyinsuffizienz bei Partialläsion der Subscapularissehne an der 

linken Schulter operiert (Schulterarthroskopie mit Bizepstenodese und Pulley-

Verschluss; Suva-act. I/110).

Am 16. April 2019 untersuchte Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Kreisarzt, den Versicherten ein 

zweites Mal (die erste Untersuchung war am 6. September 2017 durchgeführt worden 

[vgl. dazu Suva-act. I/76]). Dr. G.___ stellte bezüglich der linken Schulter ein klinisch 

exzellentes Ergebnis mit nahezu freier Beweglichkeit des Schultergelenks ohne 

erhebliche Bewegungs- und Belastungsschmerzen fest. Allenfalls bestünden noch 

leichte Probleme im Sinne einer mässigen Periarthropathia humeroscapularis und 

Kraftminderung des linken Arms. Es sei überwiegend wahrscheinlich davon 

auszugehen, dass weder durch konservative noch durch operative 

Behandlungsmassnahmen eine namhafte Verbesserung des unfallbedingten 

Gesundheitsschadens erreicht werden könne. Dem Versicherten seien aufgrund der 

Unfallfolgen körperferne Gewichtsbelastungen über fünf Kilogramm auf 

Horizontalebene oder darüber hinaus nicht mehr zuzumuten. Ebenfalls sei er nicht 

mehr in der Lage, Arbeiten mit repetitiven Stoss- oder Vibrationsbelastungen 

auszuüben. Er könne in einer leichten bis mittelschweren körperlich 

leidensangepassten Arbeit vollschichtig eingesetzt werden. Ihm sei das Heben von 

D.a. 

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E.

Mit Einsprache vom 2. März 2020 beantragte der Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Michael B. Graf, St. Gallen, die Zusprache einer Rente ab Januar 2019. 

Die Suva sei zu verpflichten, die notwendige Heilbehandlung zu erbringen (Suva-act. I/

198). Am 8. Juni 2020 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. I/207).

F.  

Gewichten auf Hüfthöhe bis 15 Kilogramm uneingeschränkt zumutbar. Die 

angestammte Tätigkeit als Elektrotechniker und Heizungsmonteur sei dem Versicherten 

aus rein somatischer Sicht weiterhin zuzumuten (Suva-act. I/181). Den 

Integritätsschaden in Bezug auf das linke Schultergelenk schätzte Dr. G.___ auf 10 % 

(Suva-act. I/180).

Am 1. Mai 2019 schätzte Dr. G.___ den Integritätsschaden, herrührend vom Unfall 

vom 26. Dezember 2011, ebenfalls auf 10 % (Gesundheitsschaden am rechten 

Schultergelenk im Sinne einer mässigen Periarthropathia humeroscapularis; Suva-act. 

III/100). Das erstellte Belastungsprofil habe auch in Beachtung der unfallkausalen 

Schulterproblematik rechts Gültigkeit (Suva-act. III/99).

D.b. 

Vom 3. bis 23. Juni 2019 wurde der Versicherte im Rehazentrum H.___ 

interdisziplinär behandelt (Suva-act. I/186).

D.c. 

Mit Verfügung vom 16. September 2019 sprach die Suva dem Versicherten bei 

einem Integritätsschaden von 20 % (für beide Schultergelenke) eine 

Integritätsentschädigung in Höhe von Fr. 27'420.-- zu (Suva-act. I/192). Diese 

Verfügung blieb unangefochten.

D.d. 

Mit Verfügung vom 28. Januar 2020 verneinte die Suva einen Rentenanspruch 

(Suva-act. I/195).

D.e. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Graf, am 8. Juli 2020 

Beschwerde erheben. Der Einspracheentscheid sowie die zugrundeliegende Verfügung 

seien aufzuheben. Die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei zur weiteren 

F.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

Abklärung des Sachverhalts eine medizinische Begutachtung anzuordnen. Unter 

Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. zulasten der Beschwerdegegnerin (act. 

G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 14. Dezember 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde sowie die Bestätigung des 

Einspracheentscheids (act. G 9).

F.b. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 10 f.).F.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

F.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 

Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 

1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das 

die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]).

1.1. 

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2.  

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

1.2. 

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

2.1. 

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adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, 

N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler 

Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre 

Holzer, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer 

[Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 

2012, S. 53 ff.). Während es Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; 

BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Für die 

Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine strukturelle 

Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat 

verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst gesprochen 

werden, wenn die erhobenen Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten (BGE 134 V 

231) – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, Computertomogramm, 

MRI, Arthroskopie) bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 

8C_216/2009, E. 2). Im Bereich dieser klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen 

spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; BGE 

118 V 291 f. E. 3a). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) 

fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die 

Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs. In diesen Fällen ist eine 

eigenständige Adäquanzbeurteilung vorzunehmen (vgl. nebst vielen Urteil des 

Bundesgerichts vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 2). Wenn die Unfallkausalität 

einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, entfällt die 

Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, sobald der Unfall nicht mehr die natürliche 

und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 

noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 

entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 54).

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Der Beschwerdeführer hat mehrere bei der Beschwerdegegnerin versicherte 

Unfälle mit unterschiedlichsten Verletzungen erlitten (vgl. im Sachverhalt lit. B.a bis 

B.e). Es ist unbestritten, dass von den Unfällen über den Fallabschluss hinaus (vgl. zum 

Fallabschluss Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 143) zumindest Restfolgen an beiden 

Schultergelenken verblieben sind. Nebst dieser Problematik weist der 

Beschwerdeführer jedoch weitere Beeinträchtigungen aus, welche er zum Teil ebenfalls 

auf die Unfälle zurückführt. Anlässlich eines stationären Aufenthalts im Rehazentrum 

H.___ vom 3. bis 22. Juni 2019 diagnostizierten die verantwortlichen Ärzte mit Bericht 

vom 1. Juli 2019 ein chronisch cervicobrachiales Syndrom, ein chronisch 

lumbovertebrales Syndrom, ein Entrapment-Syndrom der Arteria poplitea links, eine 

rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit 

somatischem Syndrom, sowie einen Verdacht auf eine andauernde 

Persönlichkeitsstörung bei jahrelangen muskuloskelettalen Schmerzen (Suva-act. I/

186; vgl. auch Bericht von Dr. med. I.___, Facharzt für Rheumatologie FMH, vom 27. 

Dezember 2019 in Suva-act. I/199-24 ff.). Zu prüfen ist, welche dieser Beschwerden 

bei Fallabschluss, nebst der erwähnten Schulterproblematik, den Unfällen anzulasten 

sind und dementsprechend bei der Rentenbeurteilung miteinzubeziehen sind.

2.2. 

Das Verfahren bezüglich des Unfallereignisse vom 17. Dezember 2009 mit HWS-

Beteiligung wurde per 9. Oktober 2011 eingestellt und ein Rückfall mittels Verfügung 

vom 21. Januar 2015 unangefochten verneint (Suva-act. II/87, 101). Entsprechend 

stehen diesbezüglich keine Restfolgen mehr zur Diskussion. Dies leuchtet ein, 

nachdem es sich beim Ereignis vom 17. Dezember 2009 um einen Bagatellunfall 

(leichter Auffahrunfall) gehandelt hatte (vgl. insbesondere Suva-act. II/24-13), wobei der 

Status quo sine bei Leistungseinstellung im Oktober 2011 ohne Zweifel erreicht war. 

Bezüglich des Unfallereignisses vom 26. Dezember 2011 (vgl. im Sachverhalt lit. B.b) 

steht einzig noch die unbestrittenermassen in die Beurteilung miteinzubeziehende 

Schulterproblematik rechts zur Diskussion. Die damals erlittene Gesässprellung links ist 

zweifelsohne folgenlos abgeheilt. Beim Sturz vom 20. Februar 2015 war lediglich die in 

die Beurteilung einfliessende linke Schulter tangiert (vgl. im Sachverhalt lit. B.c). Am 20. 

Dezember 2015 erlitt der Beschwerdeführer bei einem Sturz diverse Schürfungen, eine 

Distorsion und ein Kontusionstrauma im Schädel-Nacken-Bereich sowie eine 

Weichteilverletzung am rechten Knie (vgl. im Sachverhalt lit. B.d). Die Schürfungen sind 

verheilt und das rechte Knie nicht mehr relevant beeinträchtigt (Suva-act. V/73-2). Im 

Schädel und Nackenbereich zeigten sich in einem MRI vom 15. März 2016 keine 

Traumafolgen (Suva-act. V/36), weshalb Dr. G.___ mit Beurteilung vom 20. September 

2017 nachvollziehbar zum Schluss gelangte, dass der Status quo sine, auch wenn 

bekannt sei, dass es bei einer fortgeschrittenen Verschleisserkrankung der HWS zu 

2.3. 

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3.  

protrahierten Heilungsverläufen nach craniocervicalem Beschleunigungstrauma 

kommen könne, spätestens nach einem Jahr erreicht sei (Suva-act. V/76-2). 

Entsprechend sind die über den Fallabschluss hinaus geklagten Beschwerden im 

HWS-Bereich nicht mehr dem Unfallereignis vom 20. Dezember 2015 anzulasten. Beim 

Unfall vom 4. April 2016 waren wiederum das rechte Knie und die linke Schulter sowie 

das rechte Hüftgelenk und das Brustbein betroffen (vgl. im Sachverhalt lit. B.e). Bei 

unauffälligen Befunden des Sternums, des Xiphoids sowie des rechten Hüftgelenks (es 

zeigten sich keine Hinweise auf traumatische Läsionen anlässlich der Sonographie vom 

13. April 2016; Suva-act. I/44) sind allfällige über den Fallabschluss hinaus 

beschriebene Beschwerden in diesen Körperregionen nicht als unfallbedingt zu 

qualifizieren. Das rechte Knie bereitete dem Beschwerdeführer gemäss eigenen 

Angaben vom 29. Juni 2017 keine relevanten Beschwerden mehr (Suva-act. V/73-2) 

und es ist nachvollziehbar, dass Dr. G.___ die Innenbandverletzung nach klinischer 

Untersuchung vom 6. September 2017 mit Ausschluss einer verbleibenden Instabilität 

des medialen Kollateralbands als folgenlos ausgeheilt erachtete (Suva-act. I/76).

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass im Zeitpunkt des Fallabschlusses nebst 

der Schulterproblematik rechts und links keine weiteren organisch ausgewiesenen 

Unfallfolgen mehr vorlagen. Damit sind die über den Fallabschluss hinaus bestehenden 

cervicalen Beschwerden überwiegend wahrscheinlich nicht den bei der 

Beschwerdegegnerin versicherten Unfällen anzulasten – auch nicht teilweise (vgl. dazu 

auch nachstehende E. 4) – und nicht in die Rentenbeurteilung miteinzubeziehen. 

Dasselbe gilt für die lumbale Problematik. Diese Körperregion war bei den Unfällen 

nicht tangiert. Unbestrittenermassen besteht auch keine Unfallkausalität zwischen den 

Unfällen und dem Entrapment-Syndrom.

2.4. 

Zu prüfen bleibt, ob die diagnostizierte psychische Problematik (depressive 

Störung, Verdacht auf eine andauernde Persönlichkeitsstörung) und allfällige organisch 

nicht hinreichend objektivierbare Beschwerden auf die Unfälle zurückzuführen sind. Es 

bedarf dazu, wie in E. 2.1 ausgeführt, einer eigenständigen Adäquanzbeurteilung. 

Nachdem die Kausalität bei den Schleudertrauma-Unfällen vom 17. Dezember 2009 

und 20. Dezember 2015 dahingefallen ist bzw. der Status quo sine spätestens bei 

Fallabschluss erreicht war (vgl. dazu vorstehende E. 2.3), hat die Adäquanzbeurteilung 

nach den für psychische Fehlentwicklungen nach Unfall entwickelten Grundsätzen zu 

erfolgen. Dabei kann praxisgemäss die Frage nach einer natürlichen Kausalität der 

entsprechenden Beschwerden zum versicherten Unfallereignis offenbleiben, wenn ein 

3.1. 

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allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht rechtsgenüglich wäre 

(BGE 135 V 472 E. 5.1).

Ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, wenn dem Unfall eine massgebende 

Bedeutung für die Entstehung der Beschwerden zukommt. In objektivierter 

Betrachtungsweise werden die Unfälle nach ihrer erfahrungsgemässen Eignung, 

psychische Beschwerden zu bewirken, eingeteilt in banale und leichte Unfälle 

einerseits, schwere Unfälle andererseits und in einen dazwischenliegenden Bereich der 

mittelschweren Unfälle. Bei banalen Unfällen kann der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne 

weiteres verneint werden, weil auf Grund der allgemeinen Lebenserfahrung davon 

ausgegangen werden kann, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen 

invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen. Bei schweren 

Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel zu bejahen, 

denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische 

Gesundheitsschäden zu bewirken. Dabei gelten als schwer nur solche Unfälle, bei 

denen sämtliche Umstände, insbesondere die Dramatik des Unfallereignisses und die 

Dauer desselben wie auch die somatischen Unfallfolgen eine für die versicherte Person 

aussergewöhnliche Eindrücklichkeit aufweisen. Bei Unfällen im mittleren Bereich lässt 

sich die Frage, ob zwischen dem Unfall und der psychisch bedingten 

Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des 

Unfalls allein schlüssig beantworten. Vielmehr sind weitere, objektiv fassbare 

Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als 

direkte bzw. indirekte Folge davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Die wichtigsten Kriterien sind dabei besonders dramatische 

Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; die Schwere oder 

besondere Art der erlittenen Verletzung, insbesondere ihre erfahrungsgemässe 

Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen; ungewöhnlich lange Dauer der 

ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, welche 

die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 

Komplikationen sowie Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 

115 V 138 ff. E. 6 f.). Um die adäquate Kausalität bejahen zu können, müssen nicht alle 

Umstände gegeben sein. Bei einem mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den 

schweren Ereignissen genügt ein Kriterium. Ansonsten müssen mehrere 

unfallbezogene Kriterien bejaht werden können, falls keinem Kriterium besonderes 

Gewicht zukommt (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 62 ff.). Bei mittelschweren Unfällen 

im engeren Sinn genügen drei Adäquanzkriterien, bei Unfällen im mittleren Bereich an 

3.2. 

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4.

Nach dem Gesagten (vgl. vorstehende E. 2 und 3) sind einzig die Auswirkungen der 

Schulterproblematik rechts und links in die Rentenbeurteilung einzubeziehen. Der 

Verweis des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers auf Art. 36 Abs. 2 UVG bzw. die 

fehlende Berücksichtigung weiterer Beschwerden ist nicht stichhaltig. Art. 36 Abs. 2 

UVG ist dann nicht anwendbar, wenn ein Unfall und ein nicht versichertes Ereignis 

einander nicht beeinflussende Schäden verursacht haben, so etwa wenn der Unfall und 

das nicht versicherte Ereignis verschiedene Körperteile betreffen und sich damit die 

Krankheitsbilder nicht überschneiden (BGE 126 V 116 E. 3a). Der Rechtsvertreter bringt 

ohne nähere Präzisierung vor, dass es sich "bei den verschiedenen muskuloskelettalen 

der Grenze zu den leichten Unfällen sind hingegen vier Adäquanzkriterien zu erfüllen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 29. Januar 2010, 8C_897/2009, E. 4.5, und vom 

7. Dezember 2009, 8C_487/2009, E. 5 mit Hinweis). Bei der Prüfung der 

Adäquanzkriterien sind die Folgen der organisch nicht ausgewiesenen Beschwerden 

nicht in die Beurteilung miteinzubeziehen (Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 

2010, 8C_903/2009, E. 4.6).

Sämtliche Unfälle für sich allein genommen als auch bei gesamthafter Betrachtung 

sind im Sinne der höchstrichterlichen Rechtsprechung höchstens als mittelschwer (im 

engeren Sinn) einzustufen. Von den in E. 3.2 genannten Kriterien sind bei 

Ausklammerung der psychischen bzw. der organisch nicht ausgewiesenen 

Beschwerden – wenn überhaupt – höchstens diejenigen der körperlichen 

Dauerschmerzen und der physisch bedingten Dauer der Arbeitsunfähigkeit, in einfacher 

Form, erfüllt. Von der Erfüllung der rechtsprechungsgemäss vorausgesetzten drei 

Adäquanzkriterien kann auf jeden Fall nicht ausgegangen werden. Weder lagen 

besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit der 

Unfälle vor noch sind die erlittenen Verletzungen geeignet, nicht somatische 

Entwicklungen in Gang zu setzen. Eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung nach den jeweiligen Unfällen, ärztliche Fehlbehandlungen, welche die 

Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätten oder ein schwieriger Heilverlauf und 

erhebliche Komplikationen sind auch nicht erkennbar (vgl. zu den Adäquanzkriterien 

bzw. deren Erfüllung Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 69 ff. mit Verweis auf die 

Rechtsprechung). Entsprechend ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen den 

versicherten Unfällen und den per Fallabschluss bestehenden psychischen bzw. nicht 

somatischen Beschwerden zu verneinen bzw. überwiegend wahrscheinlich nicht den 

bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfällen anzulasten – auch nicht teilweise – 

und nicht in die Rentenbeurteilung miteinzubeziehen.

3.3. 

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Beschwerden des Beschwerdeführers klar um ein überschneidendes Krankheitsbild" 

handle (act. G 1 S. 10 Ziff. 30). Wie dargelegt, ist vorliegend aber lediglich die 

beidseitige Schulterproblematik als unfallkausal einzustufen. Von sich 

überschneidenden Krankheitsbildern ist vor diesem Hintergrund nicht auszugehen, 

sodass Art. 36 Abs. 2 UVG keine Anwendung findet.

5.  

Um den Invaliditätsgrad ermitteln zu können, muss die unfallkausale 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers rechtsgenüglich feststehen. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich bezüglich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit auf die 

Beurteilungen von Dr. G.___ vom 16. April und 1. Mai 2019 (Suva-act. I/181, III/99). Der 

Beschwerdeführer lehnt ein Abstellen auf diese Beurteilungen ab. Dr. G.___ hat in seine 

Beurteilungen die unfallkausalen Restfolgen (Schulterproblematik rechts und links) bei 

klinischer Untersuchung des linken Schultergelenks, beider oberen Extremitäten sowie 

des Schultergürtels umfassend miteinbezogen. Insbesondere würdigte er die 

Schulterarthroskopien (rechts: 21. Mai 2014 [Suva-act. III/66 f.], links: 14. März 2018 

[Suva-act. I/110]) bzw. deren Ergebnisse. Es zeigten sich eine freie aktive und passive 

Beweglichkeit beider Schultergelenke in den Elevations- und Rotationsbewegungen bei 

symmetrisch seitengleichen Bewegungsausschlägen, eine leichte bis mittelgradige 

Kraftminderung des linken Arms bei den Elevations- und Rotationsbewegungen gegen 

Widerstand, eine normale Kontur der Bizepsmuskulatur im Bereich der Oberarme, 

keine Distalisierung des Bizepsmuskels links, eine freie aktive und passive 

Beweglichkeit der Ellbogengelenke, Handgelenke, aller Fingergelenke und der 

Daumengrund- und Sattelgelenke sowie eine feste Oppositionsbewegung des 

Daumens gegen alle Langfingerkuppen. Der Faustschluss war beidseits, bei leichter 

Kraftminderung links, möglich und es bestand kein Anhalt für sensomotorische 

Störungen der oberen Extremität. Gestützt auf diese Befunde gab Dr. G.___ seine 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ab und kam nachvollziehbar zum Schluss, dass der 

Beschwerdeführer aus unfallkausaler Sicht in einer leichten bis mittelschweren 

körperlich leidensangepassten Tätigkeit vollschichtig eingesetzt werden könne. Ihm sei 

das Heben von Gewichten auf Hüfthöhe bis 15 Kilogramm uneingeschränkt 

zuzumuten. Körperferne Gewichtsbelastungen über fünf Kilogramm auf 

Horizontalebene oder darüber hinaus seien nicht mehr zumutbar. Ebenfalls sei der 

Beschwerdeführer nicht mehr in der Lage, Arbeiten mit repetitiven Stoss- oder 

Vibrationsbelastungen auszuüben (Suva-act. I/181). Inwieweit dieser Beurteilung von 

Dr. G.___ – ergänzt durch die Beurteilung vom 1. Mai 2019 (vgl. dazu im Sachverhalt lit. 

D.b) – nicht zu folgen wäre, ist nicht erkennbar. Die kreisärztliche 

5.1. 

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Arbeitsfähigkeitsbeurteilung und das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil leuchten beim 

vorliegenden (unfallkausalen) Beschwerdebild des Beschwerdeführers ein und es sind 

den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, aufgrund derer sie in Zweifel zu ziehen 

wären. Die Einwände des Beschwerdeführers gegen den Beweiswert der 

kreisärztlichen Beurteilungen sind nicht stichhaltig. Dr. G.___ hat entgegen dem 

Einwand des Beschwerdeführers die unfallkausale Problematik vollständig 

berücksichtigt und es liegen keine anderslautenden Einschätzungen vor, welche sich 

nur auf die unfallkausale Schulterproblematik beziehen. Auch der Hausarzt des 

Beschwerdeführers, Dr. med. J.___, Facharzt für Innere Medizin, bescheinigte per 1. 

Januar 2019 gemäss Unfallschein UVG keine Arbeitsunfähigkeit mehr (Suva-act. I/

174-3). Für die Zeit danach liegen nur noch Arbeitsunfähigkeitszeugnisse aufgrund von 

Krankheit vor (Suva-act. I/199-1 ff., act. G 1.4). Die Einschätzungen gemäss den 

Berichten der Rehaklinik H.___ vom 1. Juli 2019 (Suva-act. I/186) und von Dr. I.___ vom 

27. Dezember 2019 (Suva-act. I/199-24 ff.) und auch die Feststellungen im 

"Abklärungsbericht Selbständigerwerbende" der IV-Stelle des Kantons St. Gallen vom 

7. Februar 2020 (Suva-act. I/200-10 ff.) bezogen sich auf sämtliche Beschwerden des 

Beschwerdeführers und nicht nur auf die unfallkausalen. Entsprechend vermögen diese 

Berichte keine auch nur geringen Zweifel an den Beurteilungen von Dr. G.___ zu 

wecken. Weiterungen in medizinsicher Hinsicht erübrigen sich damit.

Zu prüfen bleibt, ob dem Beschwerdeführer bei diesem Belastungsprofil nach wie 

vor die angestammte Tätigkeit zumutbar ist. Der Beschwerdeführer bestreitet dies (vgl. 

act. G 1 S. 8 ff. Ziff. 28 f.). Der Beschwerdeführer arbeitete vor dem ersten bei der 

Beschwerdegegnerin versicherten Unfall im Jahr 2009 als Geschäftsführer, 

Elektroinstallateur und Elektrotechniker in seiner eigenen Firma mit Angestellten. Dabei 

handelt es sich um seine angestammte Tätigkeit. Ohne Zweifel sind ihm aus 

unfallkausaler Sicht die administrativen Tätigkeiten, welche als Geschäftsführer 

anfallen, weiterhin uneingeschränkt zumutbar. Die ebenfalls ausgeübten 

handwerklichen Arbeiten als Elektroinstallateur bzw. Elektrotechniker sind zwar nicht 

durchwegs leidensangepasst. Indessen fallen solche nicht adaptierten handwerklichen 

Tätigkeiten nicht in einem Ausmass an (vgl. zum Profil eines Elektrotechnikers 

Techniker/in HF Elektrotechnik - berufsberatung.ch, (https://www.berufsberatung.ch/

dyn/show/1900?id=2950), eingesehen am 21. Juli 2021; Profil eines Elektroinstallateurs 

Elektroinstallateur/in EFZ - berufsberatung.ch (https:// www.berufsberatung.ch/dyn/

show/1900?id=3062), eingesehen am 21. Juli 2021), dass er sie als Geschäftsführer in 

einem eigenen Elektronik-Betrieb mit mehreren Angestellten (vgl. dazu u.a. Suva-act. II/

18-2) bzw. auch als Geschäftsführer in einem Angestelltenverhältnis nicht delegieren 

könnte. Entsprechend kann in der angestammten Tätigkeit das Belastungsprofil 

5.2. 

https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/1900?id=2950
https://www.berufsberatung.ch/dyn/show/1900?id=3062

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6.  

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 8. Juni 2020 nicht 

zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für 

das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

eingehalten werden, womit sie ihm trotz Unfallfolgen weiterhin zumutbar ist. Der 

Verweis des Beschwerdeführers auf den Bericht der Rehaklinik H.___ und die 

Feststellungen im "Abklärungsbericht Selbständigerwerbende", welche die 

angestammte Tätigkeit als nicht mehr zumutbar erachten (Suva-act. I/186-5) bzw. nur 

noch in geringem Umfang (vgl. Suva-act. I/200-16), vermögen auch diesbezüglich 

keine andere Beurteilung zu begründen, nachdem – wie erwähnt – beide genannten 

Einschätzungen auch nicht unfallkausale Beschwerden berücksichtigten.

Gestützt auf das Gesagte steht damit rechtsgenüglich fest, dass der 

Beschwerdeführer aus unfallkausaler Sicht per Fallabschluss in adaptierter Tätigkeit, 

wozu auch die angestammte Tätigkeit als Geschäftsführer eines Elektronik-Betriebs 

zählt, wieder zu 100 % arbeitsfähig war. Damit besteht offensichtlich kein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad und die Beschwerde ist abzuweisen.

5.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.07.2021
	Art. 6, Art. 18 f. UVG. Prüfung der Unfallkausalität verschiedenster Beschwerden nach mehreren Unfällen bei Fallabschluss. Würdigung der kreisärztlichen Beurteilungen. Kein Rentenanspruch bei weiterhin 100%-iger Arbeitsfähigkeit auch in der angestammten Tätigkeit. Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Juli 2021, UV 2020/52).

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