# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd06ed7e-276e-5655-9ce7-eb46de131000
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.11.2010 E-7498/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7498-2010_2010-11-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-7498/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 
mit Zustimmung von Richterin Regula Schenker Senn;
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______, geboren (...),
Türkei,
vertreten durch lic. iur. Salman Fesli, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
17. September 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-7498/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat  am 12. April  2007 verlassen hat  und am 17. April  2007 in die 
Schweiz einreiste, wo er am 18. April 2007 um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum B._______ vom 19. April  2007 sowie der direkten Anhörung 
vom 25. Mai 2007 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen 
geltend machte, er habe während der Gymnasialzeit Kontakte zur pro-
kurdischen Partei HADEP gepflegt,

dass  er  als  Kurde  unterdrückt,  diskriminiert  und  im  Gymnasium als 
Terrorist abgestempelt worden sei,

dass er im Jahre 1999 anlässlich einer nicht bewilligten Newrozfeier in 
Iskenderum von der Polizei festgenommen worden sei,

dass er sich in der Folge der Guerilla angeschlossen habe,

dass die PKK im Jahre 1999 einen Waffenstillstand beschlossen, der 
bis 2004 gedauert habe,

dass er in dieser Zeit praktisch ausschliesslich an politischen Ausbil -
dungen der PKK teilgenommen und sich in den Kandilbergen im Irak 
aufgehalten habe,

dass er im Jahre 2004 in seine Herkunftsregion zurückgekehrt sei und 
an bewaffneten Auseinandersetzungen teilgenommen habe,

dass er im Dezember 2006 bei einem Angriff der türkischen Luftwaffe 
verletzt worden sei,

dass  er  wegen  des  zunehmenden  psychischen  Drucks,  dem  er  im 
Kampf ausgesetzt gewesen sei, die PKK verlassen habe,

dass er aufgrund seines familiären und politischen Hintergrunds davon 
ausgehe, dass er von den türkischen Behörden gesucht werde,

dass er überdies wegen des noch ausstehenden Militärdienstes, den 
er im Jahr 2000 hätte antreten sollen, gesucht werde,

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dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu einer Abklärung 
des Bundesamtes, wonach er am 4. Januar 2002 in Deutschland ein 
Asylgesuch eingereicht  habe,  welches  am 26. März  2002  abgelehnt 
worden sei, gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  verneinte,  sich  je  in  Deutschland 
aufgehalten zu haben,

dass er zudem angab, er habe nie einen Reisepass besessen, seine 
Identitätskarte habe er im Jahre 1999 verloren, diese jedoch nicht er -
setzen lassen,

dass für  den weiteren Inhalt  der  Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass der Beschwerdeführer zwei einen Cousin betreffende Beweismit-
tel (Urteil des DGM C._______ vom (...) und Haftbestätigung vom (...)) 
einreichte,

dass das Bundesamt mit  Schreiben vom 12. November 2009 an die 
Schweizerische Vertretung in Ankara gelangte und um Abklärung ver-
schiedener Fragen ersuchte,

dass  die  Schweizerische  Vertretung  in  Ankara  mit  Antwortschreiben 
vom 22. Dezember 2009 mitteilte, gemäss ihren Abklärungen bestün-
den  weder  über  den  Beschwerdeführer  noch  über  die  Aliasidentität 
Datenblätter,

dass gegen ihn auch kein Passverbot bestehe und er  auf  nationaler 
Ebene nicht gesucht werde,

dass weder bei der Staatsanwaltschaft in Iskenderum für die Zeit vom 
21. März 1999 bis heute noch beim ehemaligen DGM in Adana eine 
Untersuchung eingeleitet worden und auch sonst weder in Iskenderum 
und in  Hatay noch  in  Adana und  in  Diyarbakir  Verfahren gegen  ihn 
hängig seien,

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 
2010 dazu festhielt, er gehe davon aus, dass er in der Türkei gesucht 
werde, auch wenn kein formelles Verbot oder Datenblätter vorhanden 
seien,

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dass die Suche durch die Militärbehörden möglicherweise aus politi-
schen Gründen sei,

dass  der  Beschwerdeführer  ein  Referenzschreiben  seines  Cousins 
vom 1. Februar 2010 als Beweismittel einreichte,

dass  Abklärungen  des  Bundesamtes  bei  den  deutschen  Behörden 
mittels Fingerabdruckvergleich ergeben haben, dass der Beschwerde-
führer am 1. Januar 2002 in Deutschland eingereist und sein Asylan-
trag am 26. März 2002 abgewiesen worden ist, wobei er dort seit dem 
4. März 2002 unbekannten Aufenthaltes ist,

dass dem Beschwerdeführer dazu das rechtliche Gehör gewährt wur-
de,

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 31. August 
2010  dazu  ausführte,  er  bedaure,  seinen  Aufenthalt  in  Deutschland 
nicht erwähnt zu haben,

dass er am 1. Januar 2002 in Deutschland eingereist  und von März 
2002 bis Ende 2005 in Deutschland untergetaucht sei,  wobei er sich 
für die PKK engagiert und dafür besondere Schulung erhalten habe,

dass er jedoch Ende 2005 in die Türkei zurückgekehrt sei und dort als 
Guerillakämpfer in den Bergen spezielle  Ausbildung absolviert  habe, 
deswegen jedoch in Bedrängnis geraten sei und sich zur Ausreise in 
die Schweiz entschlossen habe,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 17. September 2010 - eröffnet am 20. September 2010 - ablehnte 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Vor-
bringen des Beschwerdeführers würden weder den Anforderungen an 
die  Flüchtlingseigenschaft  noch  denjenigen  an  die  Glaubhaftigkeit 
standhalten,

dass die  vom Beschwerdeführer  geltend gemachte  Suche durch die 
türkischen Behörden auf  blossen Vermutungen beruhen würden,  zu-
mal er keine Belege eingereicht habe und seine diesbezüglichen Aus-
sagen unsubstanziiert,  widersprüchlich und tatsachenwidrig ausgefal-
len seien,

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dass gemäss den Botschaftsabklärungen über den Beschwerdeführer 
kein Datenblatt  bestehe, er keinem Passverbot unterstehe, er auf lo-
kaler Ebene aus militärischen Gründen gesucht werde, landesweit je -
doch  nicht,  und  bei  den  zuständigen  Stellen  keine  Untersuchungen 
oder Verfahren eingeleitet worden oder hängig seien,

dass  er  keine  konkreten  Angaben  zur  angeblichen  Suche  im  An-
schluss an die geltend gemachte Kurzfestnahme von 1999 habe ma-
chen können,

dass  sich  die  türkischen  Behörden  gemäss  den  Erkenntnissen  des 
BFM –  und  entgegen  den  Behauptungen  des  Beschwerdeführers  – 
nach dem Verbleib einer gesuchten Person an ihrem Wohnort bei ihren 
Angehörigen erkundigen würden,

dass die Angaben des Beschwerdeführers zum Wissen der türkischen 
Behörden  um seine PKK-Mitgliedschaft  zu  allgemein  gehalten  seien 
und  auch  im  Widerspruch  zu  seinen  Angaben im  Empfangszentrum 
stünden, da er dort  geltend gemacht habe, anlässlich der Ereignisse 
von Dezember 2006 seien den Behörden Dokumente und Fotos des 
Beschwerdeführers in die Hände gefallen,

dass die dortigen Aussagen ohnehin bereits widersprüchlich ausgefal-
len seien, da er auch angab, alle seine persönlichen Sachen seien bei 
der Operation vernichtet worden,

dass aufgrund des Resultats der Botschaftsabklärungen äusserst un-
wahrscheinlich sei, die türkischen Behörden hätten einen Zusammen-
hang zwischen der  PKK und dem Beschwerdeführer hergestellt,  an-
sonsten die Abklärungen anders ausgefallen wären,

dass daher  die behördliche Suche nach dem Beschwerdeführer  aus 
politischen Gründen nicht geglaubt werden könne,

dass  die  persönliche  Glaubwürdigkeit  des  Beschwerdeführers  ferner 
durch  den Umstand beschlagen sei,  als  dieser  seinen Deutschland-
aufenthalt erst zugegeben habe, als ihm dieser zweifelsfrei habe nach-
gewiesen werden können, weshalb auch Zweifel aufkommen würden, 
ob er in Deutschland für die PKK tätig gewesen sei,

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dass sein Deutschlandaufenthalt  auch im Widerspruch zu seiner An-
gabe stehe, wonach er nicht nach Europa geschickt worden sei, son-
dern sich aus eigenem Antrieb von der PKK gelöst habe,

dass die Vorinstanz weiter ausführte, die behördliche Suche nach dem 
Beschwerdeführer,  weil  er  sich dem Militärdienst  entzogen habe, sei 
asylrechtlich  nicht  relevant,  da  diese  eine  legitime  Massnahme  der 
Behörden  zur  Durchsetzung  der  Wehrpflicht  darstelle  und  nicht  auf 
einem vom Asylgesetz geschützten Motiv beruhe, wobei auch eine all-
fällige Bestrafung wegen des Dienstversäumnisses nicht asylrelevant 
sei, da die ethnische Herkunft keine Auswirkungen auf das Strafmass 
habe,

dass auch keine Hinweise dafür vorliegen würden, wonach es sich bei 
dieser Suche um ein vorgeschobenes Motiv handle, der Beschwerde-
führer vielmehr aus rein militärischen Gründen lokal gesucht werde,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Oktober 2010 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei  die Aufhebung der  angefochtenen Verfügung,  die Gewäh-
rung von Asyl und die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft bean-
tragte; eventualiter sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung 
unzulässig,  unzumutbar  und  unmöglich  sei,  und  die  vorläufige  Auf-
nahme anzuordnen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  Gewährung  der  unent-
geltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses ersuchte,

dass er zur Begründung seiner Beschwerde anführte, seine Aussagen 
betreffend die behördliche Suche würden der Wahrheit entsprechen, er 
aber keine Belege einreichen könne,

dass  gemäss  den  Botschaftsabklärungen  zwar  kein  Suchbefehl  und 
auch sonst keine Einschränkungen gegen seine Person bestünden, 

dass  er  jedoch  kein  Vertrauen  in  den  türkischen  Staat  habe,  zumal 
trotz eines formellen Verbots und fehlender Datenblätter Festnahmen 
erfolgen würden und politische Personen ohne Urteil verhaftet würden, 
ohne dass jemand davon erfahren würde,

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dass er vordergründig wegen des nicht geleisteten Militärdienstes ge-
sucht werde, dies jedoch ein Vorwand sei, um ihn festnehmen zu kön-
nen,

dass er im Übrigen bedauere, seinen Aufenthalt  in Deutschland ver-
schwiegen zu haben,

dass er dies getan habe, da die PKK in Deutschland verboten sei und 
er für den Fall einer Ausweisung nach Deutschland mit strafrechtlichen 
Sanktionen hätte rechnen müssen,

dass für die weitere Beschwerdebegründung auf die Akten zu verwei -
sen ist,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des 
BFM  entscheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998 
[AsylG, SR 142.31] i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bun-
desgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde  legitimiert  ist  (Art.  108  Abs.  1  AsylG  und  Art.  105  AsylG 
i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  an-
erkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  sich  die  Erwägungen  der  Vorinstanz  nach  Prüfung  der  Akten 
durch das Bundesverwaltungsgericht als zutreffend erweisen und auf 
diese zu verweisen ist (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass der Beschwerdeschrift  keinerlei  Argumente zu entnehmen sind, 
welche an der Würdigung der Vorinstanz etwas zu ändern vermögen,

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dass durch das Verhalten des Beschwerdeführers, der trotz mehrma-
ligem Nachfragen an seinen Verfolgungsvorbringen festhielt, und erst 
nachdem sein Aufenthalt in Deutschland zweifelsfrei feststand, diesen 
zugab, seine persönliche Glaubwürdigkeit nachhaltig erschüttert ist,

dass die angebliche Angst des Beschwerdeführers vor strafrechtlichen 
Sanktionen  in  Deutschland  wegen  seiner  PKK-Zugehörigkeit  das 
nachträgliche Anpassen seiner  Verfolgungsvorbringen nicht  zu erklä-
ren vermag,

dass  folglich  auch  die  für  diesen  Zeitraum geltend  gemachten  Vor-
bringen  -  das  Ausführen  besonderer  Aufgaben  für  die  PKK  in 
Deutschland - nicht geglaubt werden können,

dass der Beschwerdeführer zudem bezüglich der angeblichen behörd-
lichen Suche nach ihm in seiner Rechtsmitteleingabe lediglich daran 
festhielt,  seine  diesbezüglichen  Angaben  würden  der  Wahrheit  ent-
sprechen, 

dass  für  diese Vermutung jedoch nach wie  vor  keine konkreten An-
haltspunkte vorhanden sind, 

dass den Botschaftsabklärungen vielmehr  entnommen werden kann, 
dass gegen den Beschwerdeführer - mit Ausnahme der Suche durch 
die  Militärbehörden  wegen  des  nicht  absolvierten  Militärdienstes  - 
nichts vorliegt,

dass  die  Vorinstanz in  diesem Zusammenhang zu Recht  festgestellt  
hat, die türkischen Behörden hätten den Beschwerdeführer bei einem 
Verdacht  der  PKK-Zugehörigkeit  an  seinem  Wohnort  gesucht,  was 
seinen Angehörigen bekannt gewesen wäre,

dass im Weiteren die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er kein 
Vertrauen in den türkischen Staat habe, nichts an der Tatsache ändert, 
dass gegen ihn eben kein formelles Verbot und keine Datenblätter be-
stehen,

dass ferner  dem wiederholten Einwand des Beschwerdeführers,  wo-
nach die militärische Suche nach ihm ein Vorwand sei,  nicht  gefolgt 
werden kann, zumal er im Jahre 1999/2000 im militärdienstpflichtigen 
Alter stand, weshalb die militärische, auf lokaler Ebene erfolgte Suche 

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nach ihm (wegen nicht geleistetem Militärdienst) auch nachvollziehbar 
ist, und er selbst angab, auch deswegen gesucht zu werden,

dass  es  sich  aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  erübrigt,  auf 
weitere Einzelheiten in der Beschwerdeschrift und weitere Ungereimt-
heiten  bezüglich  des Sachvortrags  einzugehen,  da  sie  am Ergebnis 
nichts zu ändern vermögen,

dass es dem Beschwerdeführer aufgrund der aufgezeigten Sachlage 
somit  offensichtlich  nicht  gelungen  ist,  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das 
Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in der Türkei noch individuelle Grün-
de  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  des  Be-
schwerdeführers schliessen lassen, 

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um einen - soweit akten-
kundig -  gesunden jungen Mann handelt,  der in seinem Heimatstaat 
auf  ein Beziehungsnetz (Eltern und Geschwister; vgl. Akte A1,  S. 3) 
zurückgreifen kann, welches ihn bei Bedarf unterstützen können, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  das mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist, da die Begehren - wie sich aus den vorliegenden Erwägungen er-
gibt - als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb die kumulativen 
Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege 
nicht erfüllt sind, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: 

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