# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 785a1481-fd8e-5f94-8d89-388accb8acbb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 17.06.2021 I/1-2020/130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2020-130_2021-06-17.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2020/130

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 13.09.2021

Entscheiddatum: 17.06.2021

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 17. Juni 2021
Art. 134, Art. 135 Abs. 1, Art. 136 Abs. 1, Art. 139 Abs. 1 StG (sGS 811.1). Die 
Vorinstanz hat im Fall einer Teilveräusserung eines Grundstücks für die 
Aufteilung des Erwerbspreises zu Recht auf die aktuelle 
Verkehrswertschätzung im Zeitpunkt des Erwerbs abgestützt. Die 
entsprechenden Steuerwerte wären nur dann unbeachtlich, wenn sie 
qualifiziert falsch wären, wofür es aber keine Hinweise gibt 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 17. Juni 2021, I/1-2020/130).

Präsident Urs Gmünder, Richter Markus Frei und Richterin Barbara Steinbacher, 

Gerichtsschreiberin Silvia Geiger

X, Rekurrent,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG David Brassel, Grossfeldstrasse 45, 

Postfach 166, 7320 Sargans,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Grundstückgewinnsteuer (Ref.Nr. 000000)

 

Sachverhalt:

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St.Galler Gerichte

A.- X erwarb am 2. Oktober 2006 von der Erbengemeinschaft A die Grundstücke Nrn. 1 

und 2 (Grundbuch B) zum Gesamtpreis von Fr. 800'000.–. Das Grundstück Nr. 1 mit 

einer Gesamtfläche von 1'545 m  war mit einem Wohnhaus (Versicherungsnummer 

000) und einem Magazin (Vers.-Nr. 000) bebaut. An dessen südöstlichen Grenze 

schliesst sich das Grundstück Nr. 2 an mit einer Parzellengrösse von 253 m  und 

einem Ladengebäude (Vers.-Nr. 000). Am 11. Juni 2019 veräusserte X einen Teil des 

Grundstücks Nr. 1, und zwar wurden 331 m  Boden und das Magazin (Vers.-Nr. 000) 

abgetrennt und mit dem südwestlich angrenzenden Grundstück Nr. 3, dessen 

Eigentümerin die C AG mit Sitz in B ist, vereinigt. Der Kaufpreis betrug Fr. 400'000.–.

In der Steuererklärung für die Grundstückgewinnsteuer deklarierte X einen steuerbaren 

Grundstückgewinn von Fr. 189'700.– (Veräusserungserlös Fr. 400'000.– abzüglich 

Erwerbspreis Fr. 166'300.– und Anlagekosten Fr. 44'000.–). Das Kantonale Steueramt 

veranlagte X am 8. April 2020 demgegenüber mit einem steuerbaren 

Grundstückgewinn von Fr. 271'649.– (Veräusserungserlös Fr. 400'000.– abzüglich 

Erwerbspreis Fr. 81'351.– und Anlagekosten Fr. 47'000.– [Nebenkosten Fr. 3'000.– und 

wertvermehrende Aufwendungen Fr. 44'000.–]). X erhob mit Eingabe vom 5. Mai 2020 

Einsprache mit dem Antrag, der Erwerbspreis sei auf Fr. 166'300.– festzusetzen. Das 

Kantonale Steueramt wies die Einsprache mit Entscheid vom 3. Juni 2020 ab.

B.- Am 22. Juni 2020 erhob X Rekurs beim Kantonalen Steueramt, welches die 

Eingabe am 24. Juni 2020 zuständigkeitshalber an die Verwaltungsrekurskommission 

des Kantons St. Gallen (VRK) weiterleitete. Er hielt dafür, bei der Veranlagung sei für 

das Wohnhaus von einem Minderwert von mindestens 60 % auszugehen. Mit 

Vernehmlassung vom 9. Oktober 2020 trug das Kantonale Steueramt auf Abweisung 

des Rekurses an. Der zwischenzeitlich mit der Interessenwahrung beauftragte 

Rechtsvertreter des X nahm am 3. Dezember 2020 innert erstreckter Frist schriftlich 

Stellung und beantragte, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien der Rekurs 

gutzuheissen und die Grundstückgewinnsteuer zu reduzieren. Er legte zur Illustration 

des Gebäudezustands zudem verschiedene Fotos bei. Am 11. Januar 2021 reichte der 

Rechtsvertreter ein weiteres Beweismittel ein, und zwar eine Korrespondenz vom 

19./21. Dezember 2005 zwischen D, einem Erben des ehemaligen 

Grundstückeigentümers, und der für die Feuerungskontrolle zuständigen Person. Das 

Kantonale Steueramt verzichtete auf eine weitere Stellungnahme.

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Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die VRK ist zum 

Sachentscheid zuständig. Die Befugnis des Rekurrenten zur Ergreifung des 

Rechtsmittels ist gegeben. Der Rekurs vom 22. Juni 2020 wurde rechtzeitig eingereicht 

und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen 

(Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt: StG; Art. 48 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist 

einzutreten.

2.- Im Rekursverfahren ist umstritten, wie hoch der Grundstückgewinn ist, den der 

Rekurrent mit der Teilveräusserung des Grundstücks Nr. 1 an die C AG erzielt hat.

a) Gemäss Art. 134 StG entspricht der Grundstückgewinn dem Betrag, um den der 

Erlös die Anlagekosten (Erwerbspreis und Aufwendungen) übersteigt. Der Erlös 

umfasst gemäss Art. 135 Abs. 1 StG den Verkaufspreis mit allen weiteren Leistungen 

des Erwerbers. Als Erwerbspreis gilt nach Art. 136 Abs. 1 StG der durch die 

Grundbuchbelege ausgewiesene Kaufpreis mit allen weiteren Leistungen des 

Erwerbers oder der tatsächlich bezahlte niedrigere Preis. Liegt kein Kaufpreis vor, wird 

der Erwerbspreis nach dem Verkehrswert im Zeitpunkt des Erwerbs bestimmt (Art. 135 

Abs. 2 StG). Wird nur ein Teil eines Grundstücks veräussert, berechnen sich die 

Anlagekosten gemäss Art. 139 Abs. 1 StG nach seinem wertmässigen Anteil am 

Erwerbspreis und an den Aufwendungen.

Aufgrund des gesetzlich vorgeschriebenen Vorgehens wird der Gesamterwerbspreis 

bei parzellenweiser Veräusserung eines Grundstücks nach dem Verkehrswertverhältnis 

im Zeitpunkt des Erwerbs auf die veräusserte Parzelle einerseits und die 

zurückbehaltene Parzelle anderseits aufgeteilt. Diese Aufteilung hat nach objektiven 

Grundsätzen zu erfolgen. Abzustellen ist grundsätzlich auf den Verkehrswert im 

Zeitpunkt der letzten steuerauslösenden Veräusserung, welche sich in der Regel aus 

der in diesem Zeitpunkt geltenden amtlichen Schätzung ergibt (Entscheid der 

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Verwaltungsrekurskommission I/1-2020/148 vom 18. Februar 2021 E. 2b, im Internet 

abrufbar unter: www.sg.ch/recht/gerichte und dort unter Rechtsprechung; GVP 1976 

Nr. 17 zu einer Bestimmung des alten Steuergesetzes von 1970, die den gleichen 

Wortlaut wie Art. 136 Abs. 2 StG hatte; StB 139 Nr. 1; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. 

gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, V. Teil N 104).

Der Rekurrent erwarb die Grundstücke Nrn. 1 und 2 am 2. Oktober 2006 zusammen für 

Fr. 800'000.–, ohne dass der Kaufpreis auf die beiden Grundstücke aufgeteilt wurde. 

Das Grundstück Nr. 1 umfasste ein Wohnhaus, ein Magazin sowie 1'545 m

Grundfläche. Am 11. Juni 2019 veräusserte er der C AG nur das Magazin und eine 

Teilfläche von 331 m  des Grundstücks Nr. 1. Für das Grundstück Nr. 1 liegt kein 

Erwerbspreis vor. Es stellt sich daher die Frage, wie der Erwerbspreis von Fr. 800'000.– 

auf die zwei Grundstücke Nrn. 1 und 2 aufzuteilen ist.

b) Mit der amtlichen Schätzung vom 27. Januar 2005 wurde das Grundstück Nr. 1 mit 

einem Verkehrswert von Fr. 568'000.– geschätzt; davon entfielen Fr. 282'000.– auf das 

Wohnhaus, Fr. 24'000.– auf das Magazin und Fr. 262'000.– auf den Boden. Am selben 

Tag wurde auch das Grundstück Nr. 2 geschätzt, und zwar mit einem Verkehrswert von 

Fr. 220'000.–. Der Wertanteil des Ladengebäudes belief sich auf Fr. 124'000.–, 

derjenige des Bodens auf Fr. 96'000.–. Die Summe der beiden Verkehrswerte ergab 

Fr. 788'000.–. Die Vorinstanz stellte den Kaufpreis von Fr. 800'000.–, welchen der 

Rekurrent für die beiden Grundstücke Nrn. 1 und 2 am 2. Oktober 2006 bezahlt hatte, 

dem Gesamtbetrag der beiden Schätzungen von Fr. 788'000.– gegenüber, was den 

Faktor 1,0152 ergab. Damit wurde der Wertanteil des Magazins (Vers.-Nr. 000) von 

Fr. 24'000.– multipliziert, was einen Erwerbspreis von Fr. 24'365.48 ergab. Der 

Rekurrent verkaufte aber am 11. Juni 2019 nicht nur das Magazin, sondern gleichzeitig 

auch eine Fläche von 331 m  des Grundstücks Nr. 1. Der Wertanteil für die 

Gesamtfläche von 1'545 m  betrug Fr. 262'000.–. Die Teilfläche von 331 m  entspricht 

dementsprechend einem Wertanteil von Fr. 56'130.74 (Fr. 262'000.– dividiert durch 

1545 und multipliziert mit 331). Dieser Betrag ist wiederum mit dem Faktor 1,0152 zu 

multiplizieren, so dass der Wertanteil des verkauften Bodens einen Erwerbspreis von 

Fr. 56'985.52 ergibt. Damit resultiert mit der Vorinstanz für das Magazin und die 

Teilfläche von 331 m  ein Erwerbspreis von insgesamt Fr. 81'351.–. Die 

Vorgehensweise der Vorinstanz mit der anteilsmässigen Aufteilung gemäss den 

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amtlichen Verkehrswerten entspricht grundsätzlich dem gesetzlich vorgeschriebenen 

Vorgehen.

c) Der Rekurrent wendet dagegen ein, dass das Wohnhaus auf dem Grundstück Nr. 1 

beim Kauf nicht bewohnbar gewesen und deshalb von einem Minderwert von 

mindestens 60 % – und nicht wie in der amtlichen Verkehrswertschätzung vom 27. 

Januar 2005 von einem solchen von 26 % – auszugehen sei. Es habe sich um eine 

Altliegenschaft mit Renovationsbedarf gehandelt. Die Heizung sei defekt gewesen und 

habe ersetzt werden müssen. Die komplette Elektroinstallation habe nicht mehr den 

Vorschriften entsprochen und neu erstellt werden müssen. Küche, Bad und WC, 

sämtliche Bodenbeläge, Wände, Decken sowie teils Fenster hätten ebenfalls ersetzt 

werden müssen. Das marode Wohnhaus sei in der Schätzung vom 27. Januar 2005 

deutlich zu hoch bewertet worden. Der Mietertrag habe in den Jahren 2006 bis 2010 

nicht Fr. 27'120.–, wie in der Grundstückschätzung festgehalten, sondern weniger als 

Fr. 11'000.– pro Jahr betragen. Trotz hoher Instandstellungskosten in den Jahren 2006 

bis 2010 sei der Mietertrag auch vier Jahre nach dem Kauf noch deutlich tiefer als 

Fr. 27'120.– ausgefallen. Der Mietertrag habe direkten Einfluss auf den Ertragswert, 

weshalb dieser reduziert werden müsse mit der Folge, dass auch der Verkehrswert des 

Wohnhauses zu reduzieren sei. Der Unterhalt für die Liegenschaft sei sehr hoch 

gewesen, was auf einen massiven Sanierungsbedarf und höheren Minderwert 

schliessen lasse. In der Schätzung vom 27. Januar 2005 sei der Landwert mit Fr. 201.–/

m  oder Fr. 311'000.– für die Gesamtfläche ausgewiesen worden. Die Vorinstanz habe 

das Land lediglich mit Fr. 262'000.– bewertet, was einem Quadratmeterpreis von 

Fr. 169.58 entspreche. Damit sei das Wohnhaus zu stark und der Landwert zu wenig 

berücksichtigt worden. Der Erwerbspreis für das verkaufte Land mit dem Magazin 

betrage deutlich mehr als Fr. 81'351.–. Bei einem Minderwert des Wohnhauses von 60 

% betrage der Wertanteil der Fläche von 331 m  Fr. 78'706.–. Dies ergebe zusammen 

mit dem Magazin (unverändert Fr. 24'365.–) einen Erwerbspreis von Fr. 103'071.–.

Dem hält die Vorinstanz entgegen, dass für die Aufteilung des Erwerbspreises die 

aktuelle Verkehrswertschätzung im Zeitpunkt des Erwerbs massgebend sei. Als der 

Rekurrent die beiden Grundstücke am 2. Oktober 2006 gekauft habe, seien die damals 

aktuellen Verkehrswertschätzungen rund eineinhalb Jahre alt gewesen. Der Minderwert 

des Wohnhauses sei darin auf 26 % festgesetzt worden. Daraus ergebe sich nicht, 

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dass das Wohnhaus im Zeitpunkt des Erwerbs unbewohnbar gewesen sei. Bei der 

Aufteilung des Erwerbspreises könne das Wohnhaus nicht ausgeklammert werden, da 

ansonsten den tatsächlichen Verhältnissen nicht Rechnung getragen werde.

d) Als Steuerwerte werden bei der Grundstückschätzung gemäss Art. 8 lit. a der 

Verordnung über die Durchführung der Grundstückschätzung (sGS 814.11, abgekürzt: 

VGS) der Miet- und Verkehrswert des Grundstücks ermittelt. Gemäss Art. 1 und 4 des 

Gesetzes über die Durchführung der Grundstückschätzung (sGS 814.1, abgekürzt: 

GGS) in Verbindung mit Art. 34 Abs. 2 bzw. Art. 57 Abs. 1 StG entspricht der Mietwert 

bzw. der Verkehrswert dem mittleren Preis, zu dem Grundstücke gleicher oder 

ähnlicher Grösse, Lage und Beschaffenheit in der betreffenden Gegend vermietet bzw. 

veräussert werden. Im Übrigen regelt die Regierung die Schätzung des Verkehrswertes 

durch Verordnung (Art. 57 Abs. 2 StG). Gemäss Art. 9 Abs. 1 VGS werden die 

Schätzungswerte nach den allgemein anerkannten, von den massgeblichen 

Berufsorganisationen empfohlenen Schätzungsregeln (namentlich jenen der 

Schweizerischen Vereinigung kantonaler Grundstückbewertungsexperten und 

Schweizerische Schätzungsexperten-Kammer/Schweizerischer Verband der 

Immobilientreuhänder [Hrsg.], Das Schweizerische Schätzerhandbuch, Bewertung von 

Immobilien, Ausgabe 2019, nachfolgend: Schätzerhandbuch) ermittelt. Der Fachdienst 

für Grundstückschätzung erlässt ergänzende Richtlinien und Weisungen (Art. 9 Abs. 2 

VGS).

Im Zeitpunkt der Schätzung vom 27. Januar 2005 (Schätzungsdatum) standen auf dem 

Grundstück Nr. 1 ein Magazin (Vers.-Nr. 000) und ein Wohnhaus (Vers.-Nr. 000). Der 

Mietwert wurde auf Fr. 27'120.– festgelegt und der Ertragswert auf Fr. 402'000.–. Der 

Neuwert des Wohnhauses betrug Fr. 547'000.– und der Zeitwert – bei einem 

Minderwert von 26 % - Fr. 405'000.–. Der Neuwert des Magazins betrug Fr. 50'000.– 

und der Zeitwert – bei einem Minderwert von 30 % – Fr. 35'000.–. Der Landwert wurde 

mittels Vergleichspreisen ermittelt. Der m -Ansatz wurde auf Fr. 201.– festgelegt, was 

bei einer Fläche von 1'545 m  einen Wert von Fr. 311'000.– ergab. Der Realwert (heute 

Sachwert) betrug gemäss Schätzung für die Gebäude und das Land Fr. 818'000.–. Der 

Verkehrswert wurde auf insgesamt Fr. 568'000.– festgelegt, wobei der Wertanteil des 

Wohnhauses Fr. 282'000.– und derjenige des Magazins Fr. 24'000.– betrugen. Er 

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wurde nach der im Kanton St. Gallen üblichen Mischwertmethode von Sach- und 

Ertragswert ermittelt.

e) Anhaltspunkte, dass der Verkehrswert des Grundstücks Nr. 1 am 27. Januar 2005 

falsch, nach der Auffassung des Rekurrenten viel zu hoch, geschätzt worden sein 

könnte, sind nicht ersichtlich. Das Wohnhaus war beim Kauf zwar in einem 

renovationsbedürftigen Zustand. Dies ergibt sich aus dem Verkaufsinserat, worin das 

Wohnhaus als "Altliegenschaft mit Renovationsbedarf" ausgeschrieben worden war 

(act. 16/5). Der Renovationsbedürftigkeit wurde indes mit dem Minderwert Rechnung 

getragen. Beim Minderwert eines Gebäudes handelt es sich um die wertmässige 

Einbusse, die der Neuwert seit der Erbauung zufolge Alters und Abnützung oder aus 

anderen Gründen erlitten hat. Er ist in Prozenten des Neuwertes des Gebäudes zu 

bestimmen; massgebend ist die Wertminderungstabelle (Richtlinien und Weisungen 

2020 des Fachdienstes für Grundstückschätzung, Ziff. 4.1.2; Schätzerhandbuch, S. 

439). Mit der Wertminderung müssen die fälligen Instandstellungskosten am 

Bewertungsstichtag gedeckt werden können (Urteil des Bundesgerichts 2C_834/2015 

vom 15. Februar 2016 E. 2.6.4). Der Minderwert des Wohnhauses wurde anlässlich der 

Schätzung vom 27. Januar 2005 auf 26 % festgelegt. Dies bedeutet, dass der 

Fachschätzer damals davon ausging, das Wohnhaus könne mit einem Betrag von 

Fr. 142'000.– wieder instand gestellt werden. Die Steuerwerte gemäss Schätzung vom 

27. Januar 2005 (Mietwert und Verkehrswert) wurden dem damaligen Eigentümer mit 

Verfügung vom 3. Februar 2005 eröffnet. Aus den Akten ist nicht ersichtlich und wird 

vom Rekurrenten auch nicht geltend gemacht, dass die Verfügung angefochten wurde. 

Diese erwuchs demnach in Rechtskraft, was sich der Rekurrent als Rechtsnachfolger 

der ehemaligen Grundeigentümerin entgegenhalten lassen muss. Eine rechtskräftige 

Schätzung ist auch gegenüber neuen Eigentümern einer Liegenschaft rechtswirksam, 

solange die entsprechende Verfügung nicht durch eine neue Schätzung abgelöst wird. 

Als sogenannter Jedermannswert ist der Verkehrswert nicht abhängig davon, wer 

Eigentümer eines Grundstücks ist (F. Canonica, Grundstückgewinn beim Verkauf an 

den Bauberechtigten, in: Zeitschrift für Baurecht und Vergabewesen [BR] 2020, 249). 

Die Steuerwerte gemäss Schätzung vom 27. Januar 2005 wären nur dann 

unbeachtlich, wenn sie qualifiziert falsch, mithin willkürlich wären, wofür es jedoch 

keine Hinweise gibt. Es wird nicht vorgebracht, dass anerkannte Bewertungsmethoden 

verletzt worden seien. Zudem trifft nicht zu, dass das Wohnhaus im 

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Übertragungszeitpunkt unbewohnbar gewesen war. Daran ändert auch nichts, dass die 

Heizanlage, wie vom Rekurrenten geltend gemacht wurde, defekt gewesen sei (act. 

26). Aus der Korrespondenz eines Mitglieds der Erbengemeinschaft des ehemaligen 

Grundeigentümers mit der für die amtliche Feuerungskontrolle zuständigen Person 

geht hervor, dass die Heizanlage kurzfristig hätte instand gestellt werden können; 

darauf wurde indessen verzichtet, weil die Liegenschaft verkauft werden sollte (act. 27). 

Schliesslich ist davon auszugehen, dass dem Rekurrenten die Ergebnisse der 

amtlichen Grundstückschätzungen im Zeitpunkt der Unterzeichnung der 

Grundstückkaufverträge bekannt waren, was ebenfalls dafürspricht, ihm die 

entsprechenden Steuerwerte in diesem Verfahren entgegenzuhalten. Selbst wenn er 

davon keine Kenntnis gehabt haben sollte, hätte er eine Neuschätzung verlangen 

können (Art. 6 Abs. 1 lit. b GGS). Dies hat er, soweit aus den Akten und den Vorbringen 

im Rekursverfahren ersichtlich, nicht getan. Auf die weiteren Einwände gegen die 

Grundstückschätzung vom 27. Januar 2005 ist unter den gegebenen Umständen nicht 

weiter einzugehen.

f) Zusammenfassend ergibt sich, dass das Vorgehen der Vorinstanz zur Ermittlung des 

Erwerbspreises für die Berechnung der Grundstückgewinnsteuer nicht zu beanstanden 

ist und sie zu Recht auf die Schätzung vom 27. Januar 2005 abstellte. Liegt für die 

Berechnung der Grundstückgewinnsteuer kein Kaufpreis vor, so ist für den fehlenden 

Kaufpreis nach objektiven Grundsätzen ein Wert einzusetzen. Der Gesetzgeber regelt in 

Art. 136 Abs. 2 StG, dass sich in diesem Fall der Erwerbspreis nach dem Verkehrswert 

bestimmt. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb im vorliegenden Fall von der 

gesetzlichen Regelung abgewichen werden soll. Der Rekurrent muss sich den 

Verkehrswert der Schätzung vom 27. Januar 2005 entgegenhalten lassen. Das 

Abstellen auf die amtlichen Schätzungen zur Bestimmung des Erwerbspreises 

entspricht der st. gallischen Veranlagungspraxis. Es besteht kein Anlass, davon 

abzuweichen. Gegen die Berechnung des Steuerbetrags an sich wurden zu Recht 

keine Einwände erhoben. Demnach beträgt der steuerbare Gewinn Fr. 271'649.–. Der 

Rekurs ist somit abzuweisen.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend hat der Rekurrent die amtlichen Kosten des 

Rekursverfahrens zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 800.– 

erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

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Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist damit zu verrechnen. Bei diesem 

Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Prozessentschädigung (Art. 98

VRP).

 

Entscheid:

1. 

Der Rekurs wird abgewiesen.

2. 

Der Rekurrent hat die amtlichen Kosten von Fr. 800.– (Entscheidgebühr) zu bezahlen, 

unter Verrechnung des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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