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**Case Identifier:** c80e7b3c-0597-51db-bcb6-95d32d506166
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 14.05.2024 460 2023 182 (460 23 182)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-2023-182_2024-05-14.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

14. Mai 2024 (460 23 182)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Strafrecht  

 

 

Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.),  

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Pascal Neumann  
 

 
Parteien 

Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Besondere Delikte,  

Rheinstrasse 27, 4410 Liestal,  

Anklagebehörde 
  

 

gegen 
 

 
 

A.____,  
vertreten durch Advokat Dr. Nicolas Roulet, Rebgasse 1,  

Postfach 477, 4005 Basel,  

Beschuldigter und Berufungskläger 
 

 
Gegenstand 

Mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

(Berufung des Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts  

Basel-Landschaft vom 10. November 2022)  
 
 

 

 

 

 
 
 

 
 
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A.a Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 2022 wurde A.____ der 

mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer 

bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bei einer Probezeit von vier Jahren, ver-

urteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbin-

dung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und 

Art. 49 Abs. 1 StGB (Dispositiv-Ziffer IV). Ferner wurde der Verkaufserlös der sichergestellten 

Erde (sieben Paletten) in der Höhe von insgesamt CHF 610.-- gemäss Art. 442 Abs. 4 StPO in 

Verbindung mit Art. 268 StPO an die Verfahrenskosten angerechnet sowie diverses Beschlag-

nahmegut zufolge des Verzichts auf eine Rückgabe eingezogen und vernichtet (Dispositiv-Ziffer 

V.1 und V.2). Die Verfahrenskosten, ohne Kosten des Zwangsmassnahmengerichts, bestehend 

aus den Kosten des Vorverfahrens von insgesamt CHF 61'339.20 und einer pauschalen Ge-

richtsgebühr von CHF 10'000.--, abzüglich der beschlagnahmten Gelder im Umfang von 

CHF 610.--, mithin im Betrag von CHF 70'729.20, gingen im Umfang von 45 %, entsprechend 

dem Betrag von CHF 31'828.15, zu Lasten von A.____ (Dispositiv-Ziffer VI). Auf die Begrün-

dung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit erforderlich, 

im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Entscheids eingegangen.  

 

A.b Mit nämlichem Urteil wurde ebenso der Mitbeschuldigte B.____ der mehrfachen Wider-

handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehba-

ren Freiheitsstrafe von acht Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrech-

nung der vom 24. Juli 2020 bis zum 1. Oktober 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von 

insgesamt 69 Tagen, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 

Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 

StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB. Vom Vorwurf des Betäu-

bungsmittelkonsums in der Schweiz im Zeitraum vom 22. Februar 2020 bis zum 9. Mai 2020 

wurde B.____ freigesprochen. Des Weiteren wurde das Verfahren gegen B.____ betreffend 

Betäubungsmittelkonsum im Zeitraum vom 10. Mai 2020 bis zum 24. Juli 2020 in Anwendung 

von Art. 19a Ziff. 2 BetmG eingestellt. Sodann wurde auf die Anordnung einer Landesverwei-

sung gemäss Art. 66abis StGB verzichtet (Dispositiv-Ziffer I).  

 

A.c Gleichermassen wurde C.____ der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von sieben Mo-

naten, bei einer Probezeit von zwei Jahren sowie unter Anrechnung der vom 24. Juli 2020 bis 

 
 
 

 
 
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zum 19. August 2020 ausgestandenen Untersuchungshaft von insgesamt 26 Tagen, verurteilt; 

dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit 

Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB, Art. 49 

Abs. 1 StGB und Art. 51 StGB. Eine Landesverweisung gemäss Art. 66abis StGB wurde wiede-

rum nicht angeordnet (Dispositiv-Ziffer II).  

 

A.d Schliesslich wurde auch D.____ der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz schuldig erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 13 Monaten, 

bei einer Probezeit von vier Jahren, verurteilt; dies in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a 

BetmG, Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, 

Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 49 Abs. 1 StGB. Eine Landesverweisung ge-

mäss Art. 66abis StGB wurde ebenfalls nicht angeordnet (Dispositiv-Ziffer III).  

 
Betreffend die drei Mitbeschuldigten erwuchs das erstinstanzliche Urteil unangefochten in 

Rechtskraft.  

 

B. Demgegenüber meldete A.____ gegen das Urteil des Strafgerichts vom 10. November 

2022 im Anschluss an die Urteilseröffnung mündlich sowie zusätzlich mit Eingabe vom 14. No-

vember 2022 schriftlich die Berufung an. In seiner Berufungserklärung vom 16. August 2023 an 

das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, brachte er sodann folgende 

Rechtsbegehren vor: Es sei das angefochtene, ihn betreffende Urteil vollumfänglich aufzuheben 

(Ziffer 1). Dementsprechend sei er vom Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz freizusprechen, und es seien die o/e Kosten des erstinstanzlichen Ver-

fahrens zu Lasten des Staates zu verlegen (Ziffer 2); dies alles unter o/e Kostenfolge (Ziffer 3). 

In seiner Berufungsbegründung vom 20. November 2023 hielt der Beschuldigte an seinen be-

reits gestellten Anträgen fest.   

 

C. Die Staatsanwaltschaft begehrte in ihrer Berufungsantwort vom 31. Januar 2024 die voll-

umfängliche Abweisung der Berufung und demnach die Bestätigung des angefochtenen Urteils; 

dies unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Beschuldigten.  

 

 
 
 

 
 
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D. Mit verfahrensleitender Verfügung des Kantonsgerichts vom 13. September 2023 wurde 

festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft weder einen begründeten Antrag auf Nichteintreten 

gestellt noch die Anschlussberufung erklärt hat.   

 

E. Anlässlich der heutigen Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht sind der Beschuldigte 

mit seinem Rechtsvertreter, Advokat Dr. Nicolas Roulet, sowie Barbara Egeler als Vertreterin 

der Staatsanwaltschaft anwesend. Auf die von den Anwesenden getätigten Vorbringen wird 

wiederum, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.   

 

 

Erwägungen  

 

 

1. Formalien und Verfahrensgegenstand  

 

1.1 Formalien  

 

Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kantonsgerichts, Abteilung Strafrecht, als Berufungs-

instanz zur Beurteilung des vorliegenden Rechtsmittels ergibt sich aus Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO 

sowie aus § 15 Abs. 1 lit. a EG StPO. Nach Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig ge-

gen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abge-

schlossen worden ist. Gemäss Abs. 3 von Art. 398 StPO können mit der Berufung gerügt wer-

den: Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, 

Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststel-

lung des Sachverhaltes (lit. b) sowie Unangemessenheit (lit. c), wobei das Berufungsgericht das 

Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 398 Abs. 2 StPO). Laut 

Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Gericht innert 

zehn Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und danach dem 

Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine schriftliche 

Berufungserklärung einzureichen. Die Legitimation der beschuldigten Person zur Ergreifung des 

Rechtsmittels wird in Art. 382 Abs. 1 StPO normiert. Nachdem in casu das angefochtene Urteil 

ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt, der Beschuldigte berufungslegitimiert ist, zulässige 

 
 
 

 
 
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Rügen erhebt und die Rechtsmittelfristen gewahrt hat sowie der Erklärungspflicht nachgekom-

men ist, ist im Folgenden ohne Weiteres auf dessen Berufung einzutreten.  

 

1.2 Verfahrensgegenstand 

 

a) Der Beschuldigte ficht in seinem Rechtsmittel das Urteil der Vorinstanz grundsätzlich voll-

umfänglich an, womit gestützt auf Art. 404 Abs. 1 StPO im vorliegenden Berufungsverfahren die 

Verurteilung wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie die 

darauf fussende Strafzumessung wie auch die daraus resultierende Kostenverteilung Gegen-

stand der richterlichen Überprüfung bilden (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO sowie Art. 399 

Abs. 4 StPO).  

 

b) Gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil 

der beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen 

worden ist (Verbot der sogenannten "reformatio in peius"). Diese Konstellation liegt hier vor. 

Entsprechend kann das Kantonsgericht das erstinstanzliche Urteil entweder bestätigen oder zu 

Gunsten des Beschuldigten mildern bzw. aufheben. Hingegen ist es dem Berufungsgericht ver-

wehrt, die Erkenntnisse der Vorderrichter zu Lasten des Beschuldigten zu verschärfen.   

 

 

2. Parteistandpunkte   

 

2.1 Ausführungen des Beschuldigten  

 

(...) 

 

2.2  Darlegungen der Staatsanwaltschaft 

 

(...) 

 

 

 

 

 
 
 

 
 
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3. Verfahrensgrundsätze, Beweiswürdigung und Sachverhalt  

 

3.1 Verfahrensgrundsätze 

 

(...) 

 

3.2 Beweiswürdigung 

  

(...) 

 

3.3 Sachverhalt 

 

(...)  

 

 

4. Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz  

 

4.1 

a) Die Vorinstanz hat den Beschuldigten wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG sowie Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in 

Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG verurteilt. Zur Begründung haben die Vorderrichter 

ausgeführt, es sei ohne Zweifel davon auszugehen, dass A.____ betreffend die zweite Einhau-

sung als tatsächlicher Auftraggeber fungiert habe, wobei er die persönliche Nähe zu einer Bau-

firma genutzt habe, was ihm ermöglicht habe, D.____ als offiziellen Auftraggeber vorzuschie-

ben, auf Rechnung arbeiten zu lassen, eine professionellere Anlage errichten zu lassen als die 

erste Einhausung, selbst auf der Baustelle aufzutreten, um Fragen zur konkreten Bauausfüh-

rung zu beantworten und das Ganze nach aussen hin unverdächtig erscheinen zu lassen. Der 

Zweck der zweiten Einhausung sei A.____ zweifelsohne bekannt gewesen, weshalb er sich 

spätestens zum Zeitpunkt der Beauftragung der Firma E.____ GmbH den ursprünglichen Tat-

entschluss zum Betrieb einer Hanfindooranlage mit THC-haltigen und für den verbotenen Ver-

kauf bestimmte Pflanzen zu eigen gemacht und mit der Erweiterung der Anlage eine tragende 

Rolle gespielt habe. Unklar bleibe hingegen, in welchem Verhältnis A.____ zu den übrigen Be-

schuldigten gestanden habe sowie ob weitere Personen im Hintergrund agiert hätten. Insbe-

 
 
 

 
 
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sondere sei nicht geklärt, ob A.____ von Anfang an in die Planung und den Betrieb der Hanf-

indooranlage involviert gewesen sei sowie ob er das notwendige Geld für die Miete und die 

Mietkaution sowie das Material für die Anlage bereitgestellt habe. Immerhin könne gesagt wer-

den, dass die Tatrolle von A.____ in der Hierarchie höher anzusiedeln sei als diejenige von 

B.____ und C.____, welche vorwiegend ausführende Funktion gehabt hätten, weisungsgebun-

den gewesen seien und lediglich ein geringes Entgelt erhalten hätten angesichts des relativ 

hohen Entdeckungsrisikos sowie des zu erwartenden Gewinns. Ebenso sei die Tatrolle von 

A.____ höher anzusiedeln als diejenige von D.____, welcher sich vor allem als Strohmann her-

vorgetan habe. In dubio sei zu Gunsten von A.____ auszugehen, dass er sich spätestens im 

Juli 2020 dem Tatentschluss zum Betrieb einer Hanfindooranlage angeschlossen habe, welche 

für den verbotenen Verkauf bestimmte THC-haltige Pflanzen produziert habe, und am 24. Juli 

2020 als Bauherr vor Ort gewesen sei, um seine Bedürfnisse mit den Handwerkern zu bespre-

chen. Ob er bereits vorher eine tragende Rolle gespielt habe sowie ob er in der Hierarchie an 

erster Stelle zu setzen sei, müsse offenbleiben. In Bezug auf die konkreten Anklagevorwürfe 

hat das Strafgericht erwogen, entsprechend dem Beweisergebnis hätten sich sämtliche Be-

schuldigten den Tatentschluss zum Betrieb einer grossen und professionellen Hanfindooranla-

ge zu eigen gemacht und mitgewirkt, dies mit Wissen und Willen, dass die THC-haltigen Pflan-

zen zum verbotenen Verkauf bestimmt gewesen seien. Dabei sei der Tatbeitrag jedes Einzel-

nen in massgebender Weise relevant gewesen, auch wenn sich die Beschuldigten zu unter-

schiedlichen Zeitpunkten dem Tatplan angeschlossen und teilweise auf unterschiedlicher Hie-

rarchiestufe gestanden hätten. A.____ sei spätestens im Rahmen der Planung und Errichtung 

der zweiten Einhausung hinzugetreten. Diesbezüglich habe er als tatsächlicher Auftraggeber zu 

gelten, wobei er die ihm zur Verfügung stehende Infrastruktur (die persönliche Nähe zu einer 

Holzbau- und Bedachungsfirma) genutzt habe, so dass nach aussen hin alles unverdächtig ge-

wirkt und auch ohne Vorkasse habe gearbeitet werden können. Ausserdem habe er vor Ort 

konkrete Anweisungen zur Bauausführung erteilt, um den Bedürfnissen der Erweiterung der 

Hanfindooranlage Rechnung zu tragen.  

 

b) Demgegenüber bestreitet der Beschuldigte, in irgendeiner Verbindung zur Hanfindooran-

lage in F.____ mit verbotenem THC-haltigen Hanf gestanden zu haben (vgl. oben E. 2.1).   

 

c) Die Staatsanwaltschaft begehrt ihrerseits die vollumfängliche Bestätigung des angefoch-

tenen Urteils (vgl. oben E. 2.2).   

 
 
 

 
 
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4.2 Nach Art. 19 Abs. 1 BetmG wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe 

bestraft, wer unter anderem: Betäubungsmittel unbefugt anbaut, herstellt oder auf andere Wei-

se erzeugt (lit. a); Betäubungsmittel unbefugt veräussert, verordnet, auf andere Weise einem 

andern verschafft oder in Verkehr bringt (lit. c); zu einer Widerhandlung nach den Buchstaben 

a-f Anstalten trifft (lit. g). Eine Bestrafung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG verlangt Vorsatz, wobei 

dolus eventualis genügt (BGE 126 IV 201; STEPHAN SCHLEGEL / OLIVER JUCKER, Kommentar 

zum Betäubungsmittelgesetz, 4. Auflage, Zürich 2022, N 114 ff. zu Art. 19 BetmG, mit Hinwei-

sen; GUSTAV HUG-BEELI, Kommentar zum Betäubungsmittelgesetz, Basel 2016, N 102 ff. zu 

Art. 19 BetmG, mit Hinweisen). Nach diesem Gesetz gelten als Betäubungsmittel abhängig-

keitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen Morphin, Kokain oder Cannabis, so-

wie Stoffe und Präparate, die auf deren Grundlage hergestellt werden oder eine ähnliche Wir-

kung wie diese haben (Art. 2 lit. a BetmG). Cannabisprodukte sind zwar nicht geeignet, die kör-

perliche und seelische Gesundheit vieler Menschen in eine naheliegende und ernstliche Gefahr 

zu bringen. Dementsprechend findet der Qualifikationstatbestand von Art. 19 Abs. 2 lit. a 

BetmG (Menge) auf Cannabis keine Anwendung (BGE 117 IV 314; SCHLEGEL / JUCKER, a.a.O., 

N 181 zu Art. 19 BetmG). Sie sind in gesundheitlicher Hinsicht dennoch nicht unbedenklich und 

stellen Betäubungsmittel dar (BGE 120 IV 256). "Verbotenes Cannabis" ist gemäss Verzeichnis 

"d" der BetmVV-EDI nur die Hanfpflanze oder ihre Teile, welche einen durchschnittlichen Ge-

samt-THC-Gehalt von mindestens 1 % aufweisen (sowie sämtliche Gegenstände und Präpara-

te, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % beinhalten oder aus Hanf mit einem 

Gesamt-THC-Gehalt von mindestens 1 % hergestellt werden), soweit es nicht zu medizinischen 

Zwecken verwendet wird (BGer 6B_1113/2013 und 6B_1114/2013 vom 30. Juni 2014 E. 4.2; 

SCHLEGEL / JUCKER, a.a.O., N 23 ff. zu Art. 8 BetmG, mit Hinweisen; HUG-BEELI, a.a.O., N 32 ff. 

zu Art. 8 BetmG). Die einzelnen Tatbestände sind als abstrakte Gefährdungsdelikte ausgestal-

tet, weshalb nicht der Eintritt einer Gefahr verlangt wird, sondern bloss ein Tun bestraft wird, 

welches leicht eine konkrete Gefahr auslösen kann. Damit lässt sich auch der Tatbestand des 

blossen Anstaltentreffens begründen (HUG-BEELI, a.a.O., N 20 zu Art. 19 BetmG, mit Hinwei-

sen).  

 

4.3 Im Zusammenhang mit der Eruierung des massgeblichen Sachverhaltes ist vorab auf die 

vom Beschuldigten gerügte Berücksichtigung der Depositionen von G.____ einzugehen:  

 

 
 
 

 
 
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a) In Bezug auf die Verwertbarkeit der Aussagen von G.____ hat das Strafgericht erwogen, 

es sei festzuhalten, dass dessen Einvernahme in der Voruntersuchung ohne die Anwesenheit 

von A.____ oder dessen Verteidigung erfolgt sei. Allerdings sei G.____ gestützt auf Art. 306 

StPO als Auskunftsperson einvernommen worden, weshalb zu diesem Zeitpunkt seitens von 

A.____ kein Teilnahmerecht bestanden habe. Im nachfolgenden Verfahren hätten sich A.____ 

und dessen Verteidigung zwar grundsätzlich zu den Aussagen von G.____ äussern können, 

eine tatsächliche Konfrontation habe aber weder stattgefunden noch sei sie beantragt worden. 

Um dem Konfrontationsanspruch zu genügen, sei G.____ deshalb von Amtes wegen zur 

Hauptverhandlung geladen worden. In der Folge habe dieser jedoch vor den Schranken des 

Strafgerichts die Aussage vollumfänglich verweigert mit dem Hinweis, dass er bereits alles ge-

sagt habe. Aufgrund dieser Aussageverweigerung sei es dem Beschuldigten verwehrt gewe-

sen, Fragen zu stellen sowie die Glaubhaftigkeit der Aussagen von G.____ zu prüfen und den 

Beweiswert in kontradiktorischer Weise auf die Probe und infrage zu stellen. Nach der Recht-

sprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) könne auf eine Kon-

frontation des Beschuldigten mit dem Belastungszeugen oder auf die Einräumung der Gele-

genheit zur ergänzenden Befragung des Zeugen unter besonderen Umständen verzichtet wer-

den. So unter anderem, wenn der Belastungszeuge berechtigterweise das Zeugnis verweigere, 

was vorliegend der Fall sei. Erforderlich für einen Verzicht sei allerdings, dass der Beschuldigte 

zu den belastenden Aussagen hinreichend habe Stellung nehmen können, die Aussagen sorg-

fältig geprüft würden und ein Schuldspruch nicht allein darauf abgestützt werde. In casu sei 

festzuhalten, dass sich A.____ weder in der Voruntersuchung noch an der Hauptverhandlung 

zu den Aussagen von G.____ geäussert und auf konkrete Fragen betreffend dessen Depositio-

nen die Aussage weitgehend verweigert habe. Im vorliegenden Urteil würden die Aussagen von 

G.____ eingehend geprüft, mit den übrigen Aussagen sowie Beweisen und Indizien abgegli-

chen und im Gesamtzusammenhang bewertet. Aufgrund dessen sei praxisgemäss die Verwert-

barkeit der Aussagen von G.____ aus der Voruntersuchung zu bejahen.  

 

b) Der Beschuldigte moniert, dass bei der Sachverhaltsermittlung auf die Aussagen von 

G.____ gestützt auf Art. 147 Abs. 4 StPO nicht zu seinen Lasten abgestellt werden dürfe, weil 

der entsprechende Beweis nicht gesetzeskonform erhoben worden sei (vgl. oben E. 2.1).  

 

 
 
 

 
 
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c) Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft ändere die Tatsache, wonach G.____ vor dem 

Strafgericht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht habe, nichts an der 

Gültigkeit dessen ersten Einvernahme (vgl. oben E. 2.2).  

 

d)  

aa) Nach Art. 147 Abs. 1 StPO haben die Parteien das Recht, bei Beweiserhebungen durch 

die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen 

Fragen zu stellen. Gemäss Art. 147 Abs. 3 StPO können die Partei oder ihr Rechtsbeistand die 

Wiederholung der Beweiserhebung verlangen, wenn der Rechtsbeistand oder die Partei ohne 

Rechtsbeistand aus zwingenden Gründen an der Teilnahme verhindert waren. Auf eine Wie-

derholung kann verzichtet werden, wenn sie mit unverhältnismässigem Aufwand verbunden 

wäre und dem Anspruch der Partei auf rechtliches Gehör, insbesondere dem Recht, Fragen zu 

stellen, auf andere Weise Rechnung getragen werden kann. Beweise, die in Verletzung der 

Bestimmungen dieses Artikels erhoben worden sind, dürfen nicht zulasten der Partei verwertet 

werden, die nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 StPO). Vor Eröffnung einer Untersuchung 

durch die Staatsanwaltschaft besteht der Anspruch auf Parteiöffentlichkeit nicht. Bei Beweiser-

hebungen durch die Polizei, etwa bei polizeilichen Einvernahmen von Auskunftspersonen ge-

stützt auf Art. 306 Abs. 2 lit. b StPO, sind die Parteien mit anderen Worten nicht zur Teilnahme 

berechtigt (Art. 147 Abs. 1 StPO e contrario; BGE 143 IV 397 E. 3.3.2; 139 IV 25 E. 5.4.3; BGer 

6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 E. 1.3.2; 6B_1080/2020 vom 10. Juni 2021 E. 5.2; 

6B_1385/2019 vom 27. Februar 2020 E. 1.1; 6B_128/2018 vom 8. Februar 2019 E. 2.2.2).  

 

bb) Der in Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK garantierte Anspruch der beschuldigten Person, den Belas-

tungszeugen Fragen zu stellen, ist ein besonderer Aspekt des Rechts auf ein faires Verfahren. 

Er wird als Konkretisierung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) auch durch Art. 32 

Abs. 2 BV gewährleistet. Eine belastende Zeugenaussage ist grundsätzlich nur verwertbar, 

wenn der Beschuldigte wenigstens einmal während des Verfahrens angemessene und hinrei-

chende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungs-

zeugen zu stellen (BGE 140 IV 172 E. 1.3; 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; BGer 

6B_1395/2021 vom 9. Dezember 2022 E. 11.2.1; 6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 E. 1.3.4). Dies 

gilt auch betreffend die Einvernahme von Auskunftspersonen (BGer 6B_1039/2014 vom 

24. März 2015 E. 3.3.1). Damit die Verteidigungsrechte gewahrt sind, muss der Beschuldigte 

namentlich in der Lage sein, die Glaubhaftigkeit einer belastenden Aussage prüfen und den 

 
 
 

 
 
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Beweiswert in kontradiktorischer Weise auf die Probe und infrage stellen zu können. Dies kann 

entweder zum Zeitpunkt erfolgen, zu dem der Belastungszeuge seine Aussage macht, oder 

auch in einem späteren Verfahrensstadium (BGE 133 I 33 E. 3.1; 131 I 476 E. 2.2; 129 I 151 

E. 3.1 und E. 4.2; BGer 6B_1395/2021 vom 9. Dezember 2022 E. 11.2.2), was in aller Regel 

voraussetzt, dass sich der Einvernommene in Anwesenheit des Beschuldigten (nochmals) zur 

Sache äussert (BGer 6B_1003/2020 vom 21. April 2021 E. 2.2; 6B_886/2017 vom 26. März 

2018 E. 2.3.2; 6B_542/2016 vom 5. Mai 2017 E. 2.4; 6B_764/2015 vom 6. Januar 2016 

E. 1.7.3; 6B_839/2013 vom 28. Oktober 2014 E. 1.4.2; 6B_369/2013 vom 31. Oktober 2013 

E. 2.3.3). Die Frage, ob bei widersprüchlichen Aussagen oder späteren Erinnerungslücken auf 

die ersten, in Abwesenheit des Beschuldigten erfolgten Aussagen abgestellt werden kann, be-

trifft nicht die Verwertbarkeit, sondern die Würdigung der Beweise (BGer 6B_1003/2020 vom 

21. April 2021 E. 2.2; 6B_1133/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 1.3.2; 6B_542/2016 vom 

5. Mai 2017 E. 2.4; 6B_369/2013 vom 31. Oktober 2013 E. 2.3.3).  

 

cc) Dem Konfrontationsanspruch gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK kommt grundsätzlich abso-

luter Charakter zu. Er erfährt in der Praxis aber eine gewisse Relativierung. Von einer direkten 

Konfrontation der beschuldigten Person mit dem Belastungszeugen oder auf dessen ergänzen-

de Befragung kann unter besonderen Umständen abgesehen werden, nämlich wenn eine per-

sönliche Konfrontation nicht möglich oder eine Beschränkung des Konfrontationsrechts drin-

gend notwendig ist. Die ausgebliebene Konfrontation mit Belastungszeugen verletzt die Garan-

tie nicht, wenn diese berechtigterweise das Zeugnis verweigern oder die erneute Befragung 

nicht möglich ist, weil sie trotz angemessener Nachforschungen unauffindbar bleiben, dauernd 

oder für lange Zeit zur Einvernahme unfähig werden oder in der Zwischenzeit verstorben sind. 

Die Verwertbarkeit der ursprünglichen Aussage erfordert allerdings, dass die beschuldigte Per-

son zu den belastenden Erklärungen hinreichend Stellung hat nehmen können, diese sorgfältig 

geprüft worden sind und ein Schuldspruch sich nicht allein darauf abstützt. Ausserdem darf der 

Umstand, dass die beschuldigte Person ihre Rechte nicht (rechtzeitig) hat wahrnehmen können, 

nicht in der Verantwortung der Behörde liegen (BGE 131 I 476 E. 2.2 und 2.3.4; BGer 

6B_1395/2021 vom 9. Dezember 2022 E. 11.2.3; 6B_173/2022 vom 27. April 2022 E. 1.3.1; 

DORRIT SCHLEIMINGER / DANIEL SCHAFFNER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-

zessordnung, 3. Auflage, Basel 2023, N 42 und N 49 zu Art. 147 StPO, mit Hinweisen).  

 

 
 
 

 
 
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e) Im vorliegenden Fall steht fest, dass der Beschuldigte an der ersten Einvernahme von 

G.____ als Auskunftsperson durch die Polizei, Polizeistützpunkt Liestal, am 24. August 2020 

nicht hat teilnehmen können, weil er zur gleichen Zeit durch die Polizei, Spezialisierter Ermitt-

lungsdienst, als beschuldigte Person befragt worden ist (act. 1313 ff.). Da es sich hierbei um 

eine Beweiserhebung durch die Polizei gestützt auf Art. 306 StPO gehandelt hat, ist dem Be-

schuldigten gemäss der vorstehend zitierten Rechtsprechung allerdings kein Teilnahmerecht 

zugekommen, weshalb die fragliche Einvernahme von G.____ vom 24. August 2020 trotz der 

Abwesenheit des Beschuldigten und seines Verteidigers grundsätzlich keinem Verwertungsver-

bot nach Art. 147 Abs. 4 StPO unterliegt. Allerdings hätte in der Folge die Staatsanwaltschaft 

den Beschuldigten mit der Auskunftsperson konfrontieren und ihm die Möglichkeit einräumen 

müssen, die ihn belastenden Aussagen in Zweifel zu ziehen und Fragen an G.____ zu stellen, 

was in aller Regel voraussetzt, dass sich der Einvernommene in Anwesenheit des Beschuldig-

ten (nochmals) zur Sache äussert. Dies hat die Staatsanwaltschaft versäumt. Das von ihr in 

diesem Zusammenhang vorgebrachte Argument, sie hätte eine Konfrontationseinvernahme 

zwischen den Beiden durchgeführt, wenn die Aussagen der Auskunftsperson für den weiteren 

Verlauf des Vorverfahrens entscheidend gewesen wären, verfängt in diesem Zusammenhang 

nicht. Soll eine belastende Zeugenaussage verwertbar sein, kommt dem Konfrontationsan-

spruch gemäss Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK grundsätzlich ‒ d.h. unter Vorbehalt der nachfolgend 

aufgeführten Ausnahmen ‒ absoluter Charakter zu und hängt nicht von einer irgendwie gearte-

ten Wertung deren Relevanz durch die Staatsanwaltschaft ab. Oder mit anderen Worten: Ent-

weder kommt die Staatsanwaltschaft dem verfassungsmässig und konventionsrechtlich garan-

tierten Konfrontationsanspruch der beschuldigten Person nach, oder sie riskiert, dass belasten-

de Aussagen nicht verwertbar sind, falls sich diese im Verlaufe des Verfahrens (vor Gericht) als 

bedeutsam erweisen und eine nachträgliche Konfrontation allenfalls nicht mehr möglich ist. Es 

erscheint als widersprüchlich, im Vorverfahren auf eine Konfrontation zu verzichten, weil die 

belastende Aussage angeblich nicht relevant ist, dann aber im Verfahren vor Gericht die nämli-

che Aussage als Indiz zulasten des Beschuldigten zu verwenden. In Anbetracht dieser Umstän-

de hat die Vorinstanz korrekterweise G.____ von Amtes wegen zur Hauptverhandlung geladen 

und diesen nochmals als Auskunftsperson befragt. Dieser hat allerdings vor dem Strafgericht 

die Aussagen verweigert. Diese Aussageverweigerung ist gestützt auf Art. 168 Abs. 1 lit. e 

StPO zulässig gewesen, womit von einer berechtigen Zeugnisverweigerung im Sinne der vor-

stehend zitierten Praxis auszugehen ist. Sodann steht fest, dass der Beschuldigte zu den belas-

tenden Erklärungen sowohl im Vorverfahren als auch vor Straf- und Kantonsgericht hinreichend 

 
 
 

 
 
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Stellung hat nehmen können, diese von der Vorinstanz wie auch vom hiesigen Gericht sorgfäl-

tig geprüft worden sind und überdies nicht das einzige belastende Beweismittel, sondern ledig-

lich ein Teil unter vielen Indizien darstellen (vgl. nachfolgend E. 4.4). In Anwendung der höchst-

richterlichen Rechtsprechung sind demnach die Aussagen von G.____ anlässlich der Einver-

nahme durch die Polizei, Polizeistützpunkt Liestal, vom 24. August 2020 im vorliegenden Ver-

fahren verwertbar.  

 

4.4 Nachfolgend sind die entscheiderheblichen Beweise und Indizien zu würdigen:  

 

a) Unbestritten und aufgrund der Akten zweifelsfrei erstellt ist der folgende vom Strafgericht 

definierte Sachverhalt (vgl. Urteil SG E. II.1 S. 7 f.): Am 24. Juli 2020, gegen 15:00 Uhr, hat die 

Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, an der H.____strasse in F.____ in der Lagerhalle ei-

ner ehemaligen Zementfabrik eine eingehauste, professionell aufgebaute illegale THC-

Hanfindooranlage mit einer Kapazität von insgesamt 4'733 THC-haltigen Hanfstauden in Blüte 

(Endstadium) auf zwei Ebenen aufgefunden und sichergestellt, welche von den beiden Mitbe-

schuldigten B.____ und C.____ in der jeweiligen Funktion als Gärtner betreut worden ist. Aus-

serdem sind zwei Mitarbeiter der Firma E.____ GmbH, I.____ und J.____, damit beschäftigt 

gewesen, in der nämlichen Lagerhalle eine zweite Einhausung zu errichten. Mit den Arbeiten für 

diese weitere Einhausung ist an jenem Tag begonnen worden (act. 1951 ff.). Die fragliche La-

gerhalle ist von der K.____ AG mit Beginn ab dem 1. Juli 2020 gemietet worden, wobei die Ob-

jektübergabe bereits per 15. Mai 2020 erfolgt ist. Der Mitbeschuldigte D.____ hat den Mietver-

trag für die Lagerhalle sowohl als Privatperson (Mieter 1) als auch stellvertretend für die L.____ 

GmbH (in Gründung) (Mieter 2) unterzeichnet. Die Kaltmiete, d.h. der Bruttomietzins ohne Ne-

benkosten, hat laut Mietvertrag CHF 7'000.-- pro Monat bzw. CHF 84'000.-- pro Jahr betragen, 

die Mietkaution ist auf eine Höhe von CHF 21'000.-- festgelegt worden. Datiert ist der Mietver-

trag auf den 25. Juni 2020 (act. 1467 ff.). Die Mietkaution und eine erste Miete in der Höhe von 

insgesamt CHF 28'000.-- sind im Zeitraum vom 1. bis zum 11. Mai 2020 vom Konto von D.____ 

an die Vermieterin überwiesen worden (act. 1005 ff.). In Bezug auf die in diesem Zusammen-

hang getätigten und lediglich sie selbst betreffenden Aussagen der drei Mitbeschuldigten 

B.____, C.____ und D.____, welche ihrerseits bereits rechtskräftig verurteilt sind, kann an die-

ser Stelle in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO auf die entsprechenden Ausführungen der 

Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urteil SG E. II.2 ff. S. 8 ff.).  

 

 
 
 

 
 
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b)  

aa) Der Beschuldigte A.____ hat in seinen Einvernahmen durch die Polizei, Spezialisierter 

Ermittlungsdienst, vom 24. August 2020 (act. 1317 ff.) und vom 16. Dezember 2020 

(act. 1885 ff.) sowie in der Schlusseinvernahme durch die Staatsanwaltschaft, Hauptabteilung 

BM/OK, vom 31. Mai 2021 (act. 1931 ff.) grundsätzlich bestritten, in einer Verbindung zu Betäu-

bungsmitteln bzw. zu der in F.____ aufgefundenen Hanfindooranlage zu stehen. Im Übrigen hat 

er in genereller Weise die Aussage verweigert. In Bezug auf den Schlüssel zur Lagerhalle hat 

der Beschuldigte allerdings konkret dargelegt, I.____ und J.____ hätten ihn darauf angespro-

chen, was sie damit tun sollten. Er habe ihnen gesagt, dass er es nicht wisse und ihnen darauf-

hin vorgeschlagen, den Schlüssel in der Türe stecken oder ihn liegen zu lassen. Diese hätten 

selber schauen sollen, wie sie am Montag wieder in die Halle gekommen wären. Die Beiden 

hätten ihn gefragt, weil sie, so wie er es verstanden habe, G.____ nicht erreicht hätten. Hin-

sichtlich seiner Anwesenheit in F.____ hat der Beschuldigte vorgebracht, er sei in der Halle ge-

wesen, weil ihm G.____ gesagt habe, dass die Arbeiter dort seien und er doch vorbeischauen 

soll, wenn er Zeit habe. Er sei dann auf freiwilliger Basis vorbeigegangen, weil er an jenem Tag 

nichts Besseres zu tun gehabt habe. Er sei lediglich fünf bis zehn Minuten dort gewesen und 

dann wieder gegangen. Auf die Frage, was der Vermerk "Kom. A.____" auf dem Lieferschein 

bedeute, hat er geantwortet, dies könne auch seine Frau betreffen, welche für die Bestellungen 

bei der Firma M.____ zuständig sei.  

 

bb) Gleichermassen hat der Beschuldigte anlässlich der Parteiverhandlung vor dem Strafge-

richt vom 7. November 2022 (act. S 199 ff.) bestritten, irgendetwas mit der Hanfindooranlage in 

F.____ zu tun gehabt zu haben. Darüber hinaus hat er im Wesentlichen vorgebracht, nichts zu 

wissen oder sich an nichts erinnern zu können bzw. er hat gänzlich die Aussage verweigert. Zu 

Protokoll gegeben hat er lediglich, er sei an jenem Tag als Auskunftsperson vorbeigegangen, 

weil er Erfahrungen im Aufbau von solchen Elementen gehabt habe.  

 

cc) Anlässlich der Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht (Protokoll KG S. 5 ff.) hat der 

Beschuldigte zum Anklagevorwurf lediglich ausgeführt, dass er mit der Anlage in F.____ nichts 

zu tun gehabt habe. Abgesehen hiervon hat der Beschuldigte deponiert, er sei tatsächlich im 

Verlaufe des Vormittags vom 24. Juli 2020 für vielleicht 15 Minuten persönlich in der Halle in 

F.____ anwesend gewesen. Er sei an diesem Tag gefragt worden, ob er kurz vorbeikommen 

könne, weil es Probleme mit einer Türe gegeben habe. Entweder seine Frau oder G.____ hät-

 
 
 

 
 
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ten ihn angefragt, ob er wegen des Einbaus einer Türe schnell vorbeigehen könne; in der Folge 

sei er kurz dort gewesen und dann schnell wieder gegangen. Es sei darum gegangen, in wel-

che Richtung die Türe habe aufgehen sollen, nach innen zu den Pflanzen oder nach aussen 

zum Gang. Die Türe habe dabei nach aussen aufgehen müssen. Im Nachhinein hätte er diese 

Frage lieber per Telefon beantwortet. Er sei an jenem Tag angefragt worden, weil er sich mit 

CBD-Hanfanlagen ausgekannt habe, und sei dann halt schnell vorbeigegangen. Es möge sein, 

dass auf dem Lieferschein der Firma N.____ AG für die gelieferten Eckbleche "Kom. A.____" 

gestanden habe. Dies lasse sich jedoch dadurch erklären, dass seine Frau ebenfalls A.____ 

heisse und für die Einkäufe betreffend die Firma M.____ zuständig gewesen sei. Er sei nicht 

der Auftraggeber der diesbezüglichen Eckbleche gewesen. Die Aussage von J.____, wonach 

dieser ihm den Schlüssel habe abgeben müssen, mache überhaupt keinen Sinn, da er ja früher 

gegangen sei. J.____ habe vielleicht gedacht, dass er etwas bezüglich des Schlüssels hätte 

wissen können, was aber nicht der Fall gewesen sei. Hinsichtlich der auf seinem Mobiltelefon 

gefundenen Verschlüsselungssoftware sei zu betonen, dass man eine solche auch im legalen 

CBD-Bereich zum Schutze der ausländischen Kundschaft benutzt habe.  

 

c)  

aa) J.____, ehemaliger Mitarbeiter der Firma E.____ GmbH, hat anlässlich seiner Befragung 

durch die Staatsanwaltschaft, Hauptabteilung BM/OK, vom 24. November 2020 als Zeuge 

(act. 1853 ff., 1987) unter anderem zu Protokoll gegeben, er habe zusammen mit I.____ in der 

Lagerhalle eine Einhausung, d.h. eine kleine Halle, errichten sollen mit den Massen von ca. 20 

mal 8 Metern. G.____ habe ihnen gezeigt, wo sie diese Einhausung hätten machen sollen. Als 

sie am Nachmittag schon am Zusammenräumen gewesen seien, sei die Polizei in zivil erschie-

nen. A.____ sei im Verlaufe des Morgens anwesend gewesen und habe ihnen gesagt, sie 

müssten ihm den Schlüssel abgeben oder jemandem seiner Leute, die am Abend noch vorbei-

kommen würden. Er glaube, G.____ hätte den Schlüssel von A.____ wiederbekommen sollen 

und ihn sowie I.____ dann am kommenden Montag wieder in die Halle gelassen. Er und I.____ 

hätten noch ein paar Fragen zur Einhausung gehabt und deshalb mit A.____ geredet. Er habe 

den Lieferschein gehabt, auf welchem Kommission A.____ gestanden habe, weshalb er ange-

nommen habe, dass es über A.____ laufe. Es habe nie geheissen, jemand sei der Auftragge-

ber. Er habe nur auf dem Lieferschein gesehen, dass Kommission A.____ darauf gestanden 

habe. Normalerweise bezeichne "Kom. A.____", wer den Auftrag erteilt habe; A.____ sei der 

Name des Auftraggebers. A.____ habe im Gegensatz zu seiner Frau kein Arbeitsverhältnis bei 

 
 
 

 
 
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der Firma M.____ gehabt. Bei der Montage der zweiten Einhausung habe es Fragen bezüglich 

der zu montierenden Türe gegeben. Sie hätten nicht gewusst, wo sie die Türe hätten einbauen 

sollen. Sein Chef, G.____, habe ihn nach diesbezüglicher Rücksprache angewiesen, sich direkt 

mit A.____ in Verbindung zu setzen, weil dieser besser Bescheid wisse. G.____ habe ihm ge-

sagt, A.____ komme sowieso noch vorbei. Es habe so geklungen, als ob dieser vorbeikommen 

würde, weil sie dort am Arbeiten gewesen seien. A.____ sei etwa eine halbe Stunde in der Hal-

le gewesen. So wie er es verstanden habe, habe der Auftrag zur zweiten Einhausung vom Be-

schuldigten gestammt; dieser hätte auch bezahlen sollen. Vor dem Strafgericht hat J.____ als 

Zeuge deponiert, es habe Unklarheiten gegeben, wo genau die Türen hätten positioniert wer-

den sollen. G.____ habe es selber nicht gewusst und deshalb A.____ angerufen. So wie er es 

verstanden habe, sei G.____ der Arbeitgeber und A.____ der Auftraggeber gewesen. Weil es 

auf dem Rapport Kommission A.____ geheissen habe, habe er geschlossen, dass A.____ der 

Auftraggeber sei. Er sei sich nicht mehr ganz sicher, aber er sei der Meinung, dass A.____ vor 

Ort gewesen sei und ihnen gesagt habe, wie die Türen zu positionieren seien. Der Beschuldigte 

sei ungefähr zwischen einer halben und einer ganzen Stunde dort gewesen (act. S 243 ff.). 

Diese Aussagen des Zeugen J.____ erscheinen in ihrer Gesamtheit als konsistent und strin-

gent, womit es keine Veranlassung gibt, an ihnen zu zweifeln.  

 

bb) I.____, ebenfalls ehemaliger Mitarbeiter der Firma E.____ GmbH, hat im Zuge seiner Be-

fragung durch die Staatsanwaltschaft, Hauptabteilung BM/OK, vom 29. Oktober 2020 als Zeuge 

(act. 1825 ff., 1987) unter anderem deponiert, er wisse nicht, wer der Auftraggeber für die Arbei-

ten in F.____ gewesen sei, zumal sie keine Offerte gehabt hätten. Kommission bedeute, dass 

auf diesen Namen die Sache bestellt werde. Dies sei oft so, wenn sie Material bestellten, dann 

werde gefragt, auf welche Kommission das sei; so könne es beim Abrechnen besser zugeord-

net werden. Sie hätten die Möglichkeit, das Material nicht in die Firma zu bestellen, sondern 

abzuholen, und dann würden sie dort bei der Firma gefragt, auf welche Kommission es sei. Dort 

komme der Name des Auftraggebers auf die Bestellung. Auf die Frage, ob "Kom. A.____" etwas 

mit dem Kunden zu tun habe, hat der Zeuge geantwortet: "Ja genau, also meistens ist es so." 

G.____ sei sein Chef, er habe ihm am 24. Juli 2020 vor Ort alles gezeigt, und er habe auch den 

Schlüssel zur Halle gehabt. A.____ sei zusammen mit B.____ zu ihm und J.____ gekommen. 

Er wisse aber nicht, was A.____ in F.____ gemacht habe. Dieser sei nur kurz dort gewesen und 

einfach nach hinten gekommen, um zu schauen, was sie machen würden. Vor dem Strafgericht 

hat I.____ geantwortet, A.____ sei am Vormittag kurz vorbeigekommen, er wisse aber nicht 

 
 
 

 
 
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weshalb. Er wisse auch nicht, ob A.____ für die Firma M.____ gearbeitet habe. Den Schlüssel 

hätte er demjenigen abgeben sollen, welcher dort geblieben sei (act. S 255 ff.). Auch diesen 

Depositionen des Zeugen I.____ lassen sich keine Widersprüche entnehmen, weshalb sie 

ebenfalls glaubhaft erscheinen.   

 

cc) G.____ hat im Rahmen seiner Einvernahme als Auskunftsperson durch die Polizei, Spe-

zialisierter Ermittlungsdienst, vom 24. August 2020 (act. 1271 ff.) dargelegt, er habe von einem 

"D.____" den Auftrag zur Erstellung einer Holzbox im Umfang von ca. 16 mal 8 Metern erhalten. 

Nachdem die beiden in der Halle in F.____ anwesenden Personen ihnen nichts zum Aufbau 

hätten erklären können, hätten sie sich entschieden, diese dort hinzustellen, wo es für sie am 

Sinnvollsten gewesen sei. Einen schriftlichen Auftrag gebe es nicht und eine Zahlung sei nicht 

geleistet worden. Die Auftragshöhe habe sich auf ca. CHF 15'000.-- belaufen, ihr Verlust betra-

ge rund CHF 10'000.--. Seine Firma habe nicht im Auftrag von A.____ gearbeitet; dieser habe 

nichts mit Betäubungsmitteln zu tun. Er wisse nicht, weshalb auf dem Lieferschein betreffend 

die verwendeten Paneele "Kom. A.____" stehe, eventuell habe seine Schwester sie bestellt; 

allerdings seien sie diese Bleche am Tag davor bei der Firma N.____ AG in O.____ abholen 

gegangen. Vor dem Strafgericht hat sich G.____ geweigert, Aussagen zu machen. Er habe 

schon alles gesagt, für ihn habe es sich erledigt (act. S 233). Soweit G.____ Aussagen getätigt 

hat, erscheinen diese ohne Weiteres als schlüssig.  

 

dd) Wie bereits G.____ hat auch die Ehefrau des Beschuldigten, P.____, vor dem Strafgericht 

von ihrem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht (act. S 235). Eine weitere Be-

fragung hat nicht stattgefunden.   

 

ee) Den Aussagen der drei Mitbeschuldigten B.____, C.____ und D.____ lässt sich keine 

Verbindung zu A.____ entnehmen. Alle Drei bestreiten, ihn zu kennen. Aus den Vorbringen von 

I.____ lässt sich immerhin ableiten, dass A.____ am 24. Juli 2020 in der Lagerhalle in F.____ 

mit B.____ Kontakt gehabt hat, wobei unklar ist, worum es dabei gegangen ist. Im Rahmen ei-

ner telefonischen Aussage vom 25. Juli 2020 hat D.____ deponiert, seine beiden Geschäfts-

partner würden "Q.____" und "R.____" heissen, seien aus Serbien und würden vermutlich in 

Basel leben (Aktennotiz der Polizei, Mobiler Ermittlungsdienst, vom 26. Juli 2020 [act. 2105 ff.]). 

Diese Aussagen hat D.____ im Verlaufe des weiteren Verfahrens mehrfach widerrufen. Ferner 

ist im Chatverlauf von B.____ (Nachricht 48 vom 28. April 2020) folgender Text vermerkt: "Ich 

 
 
 

 
 
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weiss nicht, ob R.____ und Q.____ kommen werden" (Einvernahme durch die Polizei, Speziali-

sierter Ermittlungsdienst vom 25. September 2020 [act. 1627]). In der Nachricht 62 vom 3. Mai 

2020 wird der Name "R.____" im Zusammenhang mit einem "S.____" nochmals erwähnt 

(act. 1633). Um welche Personen es sich dabei konkret handelt, wird allerdings nicht geklärt, da 

B.____ keine Aussagen getätigt hat. Mangels weiterer Substantiierung muss damit offenblei-

ben, ob mit "R.____" der Beschuldigte A.____ gemeint ist.  

 

d) Gänzlich unklar sind die wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten. In der Steuerer-

klärung 2019 sowie der definitiven Steuerveranlagung 2019 wird zwar ein steuerbares Einkom-

men der Ehegatten A.____ von CHF 116'525.-- ausgewiesen, dieses stammt aber ausschliess-

lich aus der selbstständigen Erwerbstätigkeit der Ehefrau für die Firma T.____ by M.____; sei-

tens des Beschuldigten wird kein Einkommen versteuert (act. 217 ff.). Im Gegensatz hierzu soll 

dieser gemäss seinem Auszug aus dem individuellen Konto der SVA Basel-Landschaft vom 

27. Mai 2021 (act. 253 f.) im Jahre 2019 ein Einkommen von exakt CHF 33'000.-- erzielt haben, 

wobei als Arbeitgeber die Firma M.____, Basel, erscheint. In der Befragung zur Person vom 

31. Mai 2021 (act. 257 ff.) hat der Beschuldigte Angaben zu seinem Beruf und seinem Einkom-

men verweigert. In der Einvernahme durch die Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 

24. August 2020 hat der Beschuldigte die Frage, was er arbeite, ausschliesslich mit seiner 

selbstständigen Erwerbstätigkeit in den Firmen T.____ by M.____ und der U.____ GmbH be-

antwortet (act. 1321). Vor dem Strafgericht hat er dargelegt, seit 2019/2020 arbeite er fix bei der 

Firma E.____, seine Aufgabe sei die Akquisition; er glaube, dass er rund CHF 8'000.-- pro Mo-

nat verdiene (act. S 213). Belege hierzu hat er keine eingereicht. Auch ist er nicht in der Lage 

gewesen, zeitlich einzugrenzen, seit wann er dort gearbeitet haben will. Vor dem Kantonsge-

richt hat der Beschuldigte behauptet, er sei früher bei der Firma E.____ GmbH tätig gewesen, 

wisse aber nicht mehr genau, von wann bis wann dies gewesen sei. Er sei der "Mann für alles" 

gewesen. Auch wisse er weder, was er verdient habe, noch was das Einkommen seiner Ehe-

frau gewesen sei, da er nie etwas mit den Finanzen zu tun gehabt habe (Protokoll KG S. 3 f.). 

Ausserdem hat er anlässlich der Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht einen Lohnausweis 

der Firma E.____ GmbH vom 22. Januar 2021 eingereicht, wonach er im Jahre 2020 einen Net-

tolohn von CHF 52'272.-- erzielt haben soll. Demgegenüber hat G.____ im Rahmen seiner Ein-

vernahme als Auskunftsperson durch die Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 

24. August 2020, ausgesagt, neben ihm und seiner Schwester habe die Firma E.____ vier 

Festangestellte und zwei Lehrlinge beschäftigt. Die Frage, ob A.____ an seiner Firma beteiligt 

 
 
 

 
 
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sei, hat G.____ so beantwortet: "Nein, um Gotteswillen, nein" (act. 1287). Ebenso hat der Zeu-

ge J.____ ausgesagt, der Beschuldigte sei nicht bei der Firma E.____ GmbH beschäftigt gewe-

sen (vgl. oben lit. c/aa). Da es sich beim genannten Betrieb um eine ausgesprochen kleine Fir-

ma gehandelt hat, wäre ihm ein solcher Umstand sicherlich aufgefallen. Als Fazit bleibt festzu-

halten, dass keine gesicherten Angaben bestehen, ob der Beschuldigte im Jahre 2020 bei der 

Firma E.____ GmbH gearbeitet hat, von wann bis wann dies allenfalls der Fall gewesen ist und 

was er dabei genau verdient hat. Ebenso ist nicht geklärt, ob der Beschuldigte im inkriminierten 

Zeitraum überhaupt einer bezahlten und regelmässigen legalen beruflichen Tätigkeit nachge-

gangen ist und falls ja, welcher und zu welchem Einkommen.  

 

e) Aus den Akten ergibt sich ferner, dass der Beschuldigte im Tatzeitraum drei Smartphones 

besessen hat, was für sich genommen bereits ungewöhnlich ist, und sich zudem auf einem 

iPhone, welches aus der Handtasche seiner Ehefrau sichergestellt worden ist, aber dem Be-

schuldigten gehören soll, eine "Sky-ECC" Software befunden hat. Hierbei handelt es sich offen-

bar um eine spezielle Verschlüsselungssoftware, welche Nachrichten so verschlüsselt, dass 

diese für Dritte nicht les- oder hörbar sind, und zudem keine Datensicherung ohne den entspre-

chenden Code zulässt. Dieses Verschlüsselungssystem wird vorwiegend im kriminellen Bereich 

verwendet und hat den aus den Medien bekannten "Encro-Chat" abgelöst. Eine Auswertung der 

verschlüsselten Nachrichten des sichergestellten Mobiltelefons hat in concreto nicht erfolgen 

können (Rapport der Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 10. März 2021 

[act. 2003 f.]). Der Beschuldigte hat diesbezüglich vor dem Kantonsgericht erläutert, er habe die 

auf seinem Mobiltelefon gefundene Verschlüsselungssoftware im legalen CBD-Bereich benutzt, 

um seine ausländische Kundschaft zu schützen. Diesbezüglich ist allerdings zu erwägen, dass 

der Beschuldigte gleichzeitig ausgesagt hat, er habe mit dem CBD-Geschäft schon seit Jahren 

nichts mehr zu tun gehabt (Protokoll KG S. 4). Auch G.____ hat am 24. August 2020 zu Proto-

koll gegeben, er glaube, der Beschuldigte habe die Firma mit dem CBD-Handel vor eineinhalb 

bis zwei Jahren verkauft (act. 1289). Vor dem Strafgericht hat der Beschuldigte deponiert, sie 

hätten sich entschlossen, T.____ by M.____ aufgrund der zweiten Schwangerschaft seiner 

Ehefrau zu verkaufen (act. S 215). Nachdem das zweite Kind des Beschuldigten und seiner 

Ehefrau bereits im Dezember 2019 (act. 225) auf die Welt gekommen ist, hätte somit im Juli 

2020 offenkundig keine Veranlassung mehr bestanden, diese spezielle Verschlüsselungssoft-

ware weiter zu nutzen, zumal diese mit entsprechenden monatlichen Kosten verbunden gewe-

sen ist. Ganz generell scheint der angebliche Einsatz einer gerichtsnotorisch in erster Linie im 

 
 
 

 
 
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kriminellen Milieu verwendeten Verschlüsselungssoftware im CBD-Bereich als fragwürdig, han-

delt es sich dabei doch ausdrücklich um ein in der Schweiz legales Geschäft. Wäre im Übrigen 

die Verschlüsselungssoftware ausschliesslich für das legale CBD-Geschäft verwendet worden, 

gäbe es keinen nachvollziehbaren Grund, weshalb der Beschuldigte dies nicht von Anfang an 

so kommuniziert und mit den Untersuchungsbehörden kooperiert hat. Stattdessen hat er diese 

Erklärung erstmals vor dem Kantonsgericht vorgebracht.  

 

f) Auffällig ist des Weiteren, dass die kleine Firma E.____ GmbH einen Auftrag zur Erstel-

lung einer Einhausung im geschätzten Umfang von ca. CHF 15'000.-- übernommen hat, ohne 

dass es einen schriftlichen Auftrag hierfür gegeben hat, ohne dass der Auftraggeber persönlich 

bekannt gewesen ist und ohne Vorliegen von irgendwelchen Sicherheiten oder zumindest der 

Durchführung einer Bonitätsprüfung des angeblichen Bestellers, welche angesichts der 

schlechten wirtschaftlichen Situation von D.____ zwingendermassen zur Leistung einer Anzah-

lung hätte führen müssen. Erstaunlich ist, dass die in diesem Zusammenhang an D.____ ge-

richtete Offerte von G.____ vom 1. Juli 2020 von Ersterem nicht unterzeichnet worden ist, und 

trotzdem die Arbeiten von der Firma E.____ GmbH am 24. Juli 2020 begonnen worden sind 

(act. 795 ff.). Dieses im Geschäftsbereich überaus untypische und wirtschaftlich kaum vertret-

bare Verhalten wäre wohl durch die persönliche Nähe des Beschuldigten A.____ zur Firma 

M.____ zu erklären, nicht aber bei dem G.____ völlig unbekannten D.____.  

 

g) Bemerkenswert ist sodann dieses: Auf dem Lieferschein der Firma N.____ AG mit der 

Nr. 2.____ betreffend Eckbleche ist als Kunde "M.____ GmbH" aufgelistet mit dem Zusatz 

"Kom. A.____" (act. 1561). G.____ hat für diese Tatsache keine Erklärung liefern können (vgl. 

oben lit. c/cc). Der Beschuldigte macht geltend, dass seine Frau ebenfalls A.____ heisse und 

als Geschäftsführerin für die Einkäufe der Firma M.____ zuständig gewesen sei. P.____ hat 

keine Aussagen getätigt und damit die Behauptung des Beschuldigten nicht gestützt. Demge-

genüber hat der Zeuge J.____ zu Protokoll gegeben, "Kom. A.____" sei ein Hinweis, wer den 

Auftrag erteilt habe; A.____ sei der Name des Auftraggebers. Er habe daraus geschlossen, 

dass der Auftrag zur zweiten Einhausung vom Beschuldigten gestammt habe (vgl. oben 

lit. c/aa). Ebenso hat I.____ als Zeuge ausgeführt, Kommission bedeute, dass auf diesen Na-

men die Sache bestellt werde. Dabei handle es sich um den Namen des Auftraggebers. "Kom. 

A.____" müsse also in aller Regel etwas mit dem Kunden zu tun haben (vgl. oben lit. c/bb). Hie-

raus ist zu schliessen, dass der Vermerk "Kom. A.____" entgegen der Behauptung des Be-

 
 
 

 
 
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schuldigten keinen Konnex zu seiner Ehefrau in deren allfälligen Funktion als Bestellerin des 

fraglichen Materials aufweist, sondern ihn ‒ A.____ ‒ als Abnehmer der Lieferung Eckbleche 

und damit in der logischen Konsequenz auch als Auftraggeber für die zweite Einhausung be-

zeichnet. Abgesehen davon würde es in casu grundsätzlich keinen Sinn machen, auf dem Lie-

ferschein "Kom. A.____" neben der Firma "M.____ GmbH" speziell zu erwähnen, wenn es sich 

bei "Kom. A.____" nicht um einen gegenüber der Firma separaten Auftraggeber bzw. Abnehmer 

handeln würde. Wäre die Erklärung des Beschuldigten zutreffend, dass "Kom. A.____" auf dem 

Lieferschein lediglich bedeutet hat, dass der Name der Geschäftsführerin bzw. Bestellerin ab-

weichend gewesen ist vom Namen der Firma, P.____ aber tatsächlich als Geschäftsführerin 

alle Bestellungen im Auftrag der Firma M.____ vorgenommen hat, müsste der Logik des Be-

schuldigten folgend auf jedem Lieferschein der Vermerk "Kom. A.____" erscheinen, was jedoch 

offensichtlich nicht der Fall ist.  

 

h) Unbestritten ist, dass der Beschuldigte am Vormittag des 24. Juli 2020 persönlich in der 

Lagerhalle in F.____ anwesend gewesen ist. Ungeklärt sind jedoch der Grund dafür sowie die 

Dauer der Anwesenheit von A.____. Der Beschuldigte hat diesbezüglich widersprüchliche An-

gaben gemacht. Im Verlaufe der Voruntersuchung hat er ausgeführt, er sei in der Halle gewe-

sen, weil ihm G.____ gesagt habe, dass die Arbeiter dort seien und er doch vorbeischauen soll, 

wenn er Zeit habe. Er sei dann auf freiwilliger Basis vorbeigegangen, weil er an dem Tag nichts 

Besseres zu tun gehabt habe. Vor dem Strafgericht hat er zu Protokoll gegeben, er sei an je-

nem Tag als Auskunftsperson vorbeigegangen, weil er Erfahrungen im Aufbau von solchen 

Elementen gehabt habe. Anlässlich der Parteiverhandlung vor dem Kantonsgericht hat er dann 

behauptet, er sei an diesem Tag gefragt worden, ob er kurz vorbeikommen könne, weil es Prob-

leme mit einer Türe gegeben habe. Entweder seine Frau oder G.____ hätten ihn angefragt, ob 

er wegen des Einbaus einer Türe schnell vorbeigehen könne (vgl. oben lit. b). Damit liefert der 

Beschuldigte nicht weniger als drei verschiedene, nicht konsistente Erklärungen für seine An-

wesenheit in der Lagerhalle in F.____, mithin einer entlegenen Örtlichkeit an der Grenze zum 

Kanton Jura, welche sich immerhin rund 40 Kilometer von seinem Wohnort entfernt befindet. 

Keine dieser drei Versionen wird entweder durch G.____, seine Ehefrau P.____ oder einen ob-

jektivierten Hinweis gestützt. Zur Dauer seiner Anwesenheit hat der Beschuldigte vorgebracht, 

er sei nur kurz, fünf bis zehn bzw. ca. 15 Minuten dort gewesen. Diese Aussage stimmt grund-

sätzlich mit derjenigen des Zeugen I.____ überein (vgl. oben lit. c/bb). Demgegenüber ist der 

Zeuge J.____ der Ansicht, der Beschuldigte sei rund eine halbe bis eine Stunde vor Ort gewe-

 
 
 

 
 
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sen (vgl. oben lit. c/aa). Welche dieser Depositionen nun zutrifft, ist nicht verbindlich zu klären. 

Im Ergebnis lässt sich somit aus der Dauer der Anwesenheit nichts zu Lasten des Beschuldig-

ten ableiten, einen glaubhaften Grund hierfür kann er jedoch nicht vorbringen.  

 

i) In Bezug auf den Einbau der Türe in die zweite Einhausung liegt die Aussage des Zeugen 

J.____ vor, wonach es bei der Montage der zweiten Einhausung Fragen bezüglich der zu mon-

tierenden Türe gegeben und G.____ ihn nach diesbezüglicher Rücksprache angewiesen habe, 

sich direkt mit A.____ in Verbindung zu setzen, weil dieser besser Bescheid wisse. A.____ sei 

danach vor Ort gewesen und habe ihnen gesagt, wie sie die Türen zu positionieren hätten (vgl. 

oben lit. c/aa). Der Beschuldigte hat bestätigt, dass es Probleme mit einer Türe gegeben habe, 

wobei es darum gegangen sei, in welche Richtung diese hätte aufgehen sollen, nach innen zu 

den Pflanzen oder nach aussen zum Gang. Auch legt er dar, dass er diese Frage in dem Sinne 

gelöst habe, dass die Türe nach aussen aufzugehen hatte (vgl. oben lit. b). Dem Kantonsgericht 

erschliesst sich in diesem Zusammenhang nicht, weshalb erstens der angebliche Auftraggeber 

für die zweite Einhausung (D.____) überhaupt nicht angefragt worden ist, wie er denn seine 

Baute gerne hätte, und zweitens welche generellen bautechnischen und handwerklichen Bega-

bungen (ausser allenfalls seine Kenntnisse betreffend den Anbau von CBD-Hanf) bzw. spezifi-

schen Fähigkeiten in Bezug auf den Einbau von Türen den Beschuldigten in die Lage versetzt 

haben sollen, verbindlich zu entscheiden, wie die entsprechenden Türen der zweiten Einhau-

sung zu positionieren gewesen sind. Oder mit anderen Worten: Weshalb hat der über keine 

bekannte handwerkliche Ausbildung verfügende Beschuldigte im Gegensatz zu den beiden ver-

sierten Angestellten der Firma E.____ GmbH gewusst, wie die Türen einzubauen gewesen 

sind, obwohl er die Einhausung an jenem Tag angeblich zum ersten Mal gesehen hat? Dies 

erstaunt umso mehr, als es sich bei I.____ und J.____ um zwei berufsmässige und erfahrene 

Handwerker gehandelt hat, die Firma E.____ GmbH auf die Herstellung von Einhausungen 

spezialisiert und deren Chef, G.____, am gleichen Morgen selber vor Ort gewesen ist und seine 

Mitarbeiter entsprechend instruiert hat. Gleichermassen erhellt nicht, weshalb für die Beantwor-

tung der Frage, in welche Richtung die Türen aufzugehen haben, die persönliche Anwesenheit 

des Beschuldigten vor Ort vonnöten gewesen sein soll. Folglich liegt der Verdacht auf der 

Hand, dass die Anwesenheit des Beschuldigten einzig dem Zweck gedient hat, den Verlauf der 

Arbeiten zu kontrollieren und sicherzustellen, dass die Türen in der zweiten Einhausung im Inte-

resse einer optimalen Aufzucht von Hanfpflanzen eingebaut werden.  

 

 
 
 

 
 
Seite 23   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

j) Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass J.____ den Beschuldigten hinsichtlich des 

Schlüssels der Lagerhalle zu Rate gezogen hat, was mit diesem zu machen sei (vgl. oben 

lit. c/aa). Diese Tatsache wird vom Beschuldigten grundsätzlich anerkannt, wobei er geltend 

macht, dies sei wohl bloss deshalb der Fall gewesen, weil J.____ G.____ diesbezüglich nicht 

habe fragen können (vgl. oben lit. b). Dies wird wiederum von G.____ nicht bestätigt. Wenn-

gleich im Ergebnis nicht geklärt ist, was genau im Zusammenhang mit dem Schlüssel zwischen 

den Beiden besprochen worden und weshalb es überhaupt zu Unklarheiten im Zusammenhang 

mit der Verwendung des Schlüssels gekommen ist, erhellt doch, dass J.____ den Beschuldig-

ten aufgrund der von ihm festgestellten Umstände in Verbindung gebracht hat zur Lagerhalle ‒ 

konkret hat er ihn als Auftraggeber für die zweite Einhausung wahrgenommen ‒, ansonsten er 

A.____ von vornherein nicht bezüglich des Schlüssels angegangen wäre.  

 

k) 

aa) Zusammenfassend ist zu konstatieren, dass im vorliegenden Fall zwar keine direkten Be-

weise vorliegen, jedoch eine Vielzahl von überaus aussagekräftigen Indizien besteht, welche in 

ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, welches kein anderes Ergebnis mehr zulässt, mithin den 

Schluss auf den vollen rechtsgenügenden Beweis von Tat und Täter erlaubt. In Würdigung der 

vorgängig genannten Indizien bestehen für das Kantonsgericht somit auch unter Berücksichti-

gung der Maxime "in dubio pro reo" keine erheblichen und nicht zu unterdrückenden Zweifel, 

dass der von der Vorinstanz gestützt auf die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft definierte 

Sachverhalt erstellt ist. Demnach ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte der tatsächliche 

Auftraggeber für die zweite Einhausung zwecks Erweiterung und Professionalisierung der be-

reits bestehenden THC-Hanfindooranlage an der H.____strasse in F.____ gewesen ist. Dabei 

hat er die persönliche bzw. familiäre Nähe zur Firma E.____ GmbH genutzt, um sich mit Hilfe 

des Mitbeschuldigten D.____ als Strohmann entsprechendes Baumaterial liefern sowie entge-

gen den üblichen geschäftlichen Gepflogenheiten ohne jegliche Sicherheiten, wie beispielswei-

se eine Anzahlung, die Bauarbeiten in der Lagerhalle verrichten zu lassen. Gleichzeitig ist er 

am 24. Juli 2020 in seiner Funktion als Auftraggeber der zweiten Einhausung selbst vor Ort 

aufgetreten, hat Anweisungen betreffend die in der zweiten Einhausung anzubringende Türe im 

Interesse einer optimalen Aufzucht von Hanfpflanzen gegeben und ganz allgemein den Fort-

schritt der Bauarbeiten überwacht, ohne dass dies gegen aussen verdächtig erschienen wäre. 

Mit dem Bau dieser zweiten Einhausung ist am 24. Juli 2020 begonnen worden, wobei die ge-

samte, bereits existierende Anlage mit insgesamt 4'733 Hanfpflanzen am Nachmittag des näm-

 
 
 

 
 
Seite 24   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

lichen Tages von der Polizei ausgehoben worden ist. Gestützt auf diese Darlegungen steht 

auch fest, dass der Beschuldigte spätestens an diesem 24. Juli 2020 ‒ manifestiert durch die 

Erweiterung der bestehenden Indooranlage mit THC-haltigem Hanf ‒ sich den bei den bereits 

rechtskräftig hierfür verurteilten Mittätern D.____ (Strohmann), B.____ (Gärtner) und C.____ 

(Gärtner) bestehenden Tatentschluss hinsichtlich des Betriebs der gesamten Indooranlage an 

der H.____strasse in F.____ mit total 4'733 Hanfpflanzen in fortgeschrittenem Wachstum bzw. 

in Blüte mit einem THC-Gehalt von durchschnittlich 9 % bis 16 % (vgl. hierzu das forensisch-

chemische Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Basel vom 6. August 2020 

[act. 2135 ff.]) angeeignet hat. Welche Rolle der Beschuldigte vor diesem Datum gespielt hat 

und ob allenfalls weitere, unbekannt gebliebene Personen an der Anlage partizipiert haben, 

kann an dieser Stelle mangels substantiierter Hinweise sowie fehlender entsprechender Rele-

vanz für das vorliegende Verfahren offengelassen werden. Gegenüber den drei Mitbeschuldig-

ten D.____, B.____ und C.____, welche lediglich als vorgeschobener Strohmann oder schlecht 

bezahlte Gärtner ohne eigene Entscheidungsbefugnisse gewirkt haben, hat A.____ angesichts 

seiner Funktion als Auftraggeber für die zweite Einhausung sowie als Entscheidungsträger vor 

Ort zweifellos eine deutlich höhere hierarchische Stufe bekleidet.  

 

bb) An diesem Ergebnis vermögen die Einwände des Beschuldigten nichts zu ändern. Diesen 

ist ‒ soweit sich deren Entkräftung nicht bereits aus den vorstehenden Erwägungen ergibt ‒ 

vielmehr Folgendes zu entgegnen: Bezüglich der Behauptung des Beschuldigten, dass auf dem 

Lieferschein der Firma N.____ AG betreffend Eckbleche "Kom. A.____" gestanden habe, weil 

seine Ehefrau die administrativen Arbeiten und damit alle Bestellungen für die Firma M.____ 

verrichtet habe, ist in Ergänzung zu den vorstehenden Ausführungen (vgl. oben lit. g) zu erwä-

gen, dass diese Sachverhaltsdarstellung weder von P.____ noch von G.____ bestätigt wird. 

Vielmehr hat Letzterer in Bezug auf eine Bestellung Paneele bei der Firma "V.____ GmbH" vom 

27. April 2020 ausdrücklich ausgesagt, er habe die Bestellung aufgegeben, das mache alles er 

(Einvernahme durch die Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 24. August 2020 

[act. 1283]). Gestützt hierauf sowie in Beachtung der vorstehenden Erwägungen ist es offen-

sichtlich unrichtig, dass die Ehefrau des Beschuldigten alle Bestellungen für die Firma E.____ 

GmbH getätigt haben soll und hierin der Grund für den Vermerk "Kom. A.____" liege. Der Rüge, 

wonach aus der enormen Diskrepanz zwischen dem Tatvorwurf und dem ausgesprochenen 

Strafmass erhelle, dass man sich von Anfang an gegen A.____ eingeschossen habe, ist zu 

entgegnen, dass der dem Beschuldigten zur Last gelegte Tatbeitrag keineswegs bloss im An-

 
 
 

 
 
Seite 25   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

staltentreffen (zur unbefugten Veräusserung von Betäubungsmitteln) im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG liegt, sondern diesem auch der 

unbefugte Anbau einer überaus grossen Menge von THC-haltigen Hanfpflanzen gemäss Art. 19 

Abs. 1 lit. a BetmG vorgeworfen wird. Die in der heimischen Waschmaschine aufgefundene 

Rolex weist sodann zwar tatsächlich keinen direkten Bezug zum Anklagevorwurf auf und fliesst 

insofern auch nicht in die Indizienkette ein, ist aber immerhin insofern bemerkenswert, als deren 

Finanzierung angesichts der unklaren wirtschaftlichen Verhältnisse des Beschuldigten zumin-

dest mit einem Fragezeichen zu versehen ist. Dies gilt umso mehr, als seine Ehefrau gemäss 

der Aktennotiz der Polizei, Spezialisierter Ermittlungsdienst, vom 25. August 2020 angegeben 

hat, die Uhr mit dem Geld vom Erbe ihres Vaters gekauft zu haben (act. 1069), während der 

Beschuldigte geltend macht, sie ihr als eine Art Hochzeitsgeschenk übergeben zu haben 

(act. 1901; Protokoll KG S. 7). Abgesehen davon handelt es sich bei einer Waschmaschine um 

einen zweifelsohne äusserst unüblichen Aufbewahrungsort für eine luxuriöse Uhr, zumal diese 

gemäss den Depositionen des Beschuldigten auch als Wertanlage gedient haben soll (Protokoll 

KG S. 7). Zutreffend ist sodann der Einwand des Beschuldigten, wonach keine Hinweise beste-

hen, wer z.B. die Setzlinge, die Erde und die Lüftungsanlagen bestellt hat. Allerdings lässt sich 

aus dieser Tatsache im konkreten Fall weder direkt etwas zu Gunsten des Beschuldigten ablei-

ten, noch vermag sie die vorgängig aufgelisteten belastenden Indizien zu entkräften. Ebenfalls 

nicht von der Hand zu weisen ist schliesslich die Rüge, es sei nicht einsichtig, weshalb G.____ 

und P.____ überhaupt nicht verdächtigt worden seien. Nach Auffassung des Kantonsgerichts 

hätte es durchaus sachliche Anhaltspunkte gegeben, um zumindest einen Anfangsverdacht 

betreffend allfällige Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen die Ehefrau 

und den Schwager des Beschuldigten zu begründen. Dieser Umstand ist allerdings für das vor-

liegende Verfahren von vornherein irrelevant.  

 

4.5  

a) Gestützt auf den nachgewiesenen inkriminierten Sachverhalt ist im Rahmen der rechtli-

chen Subsumption zu erwägen, dass der Beschuldigte am 24. Juli 2020 als Bauherr für die 

zweite Einhausung und damit als Verantwortlicher für die Erweiterung und Professionalisierung 

der bestehenden Hanfindooranlage aufgetreten ist. Daraus ist abzuleiten, dass er spätestens 

ab diesem Zeitpunkt, nachdem ihm frühere Tathandlungen nicht nachweisbar sind, sowohl für 

den Betrieb dieses zweiten Teils der Indooranlage mit THC-haltigen Hanfpflanzen als auch für 

den bereits bestehenden ersten Teil mit gleichermassen THC-haltigen Hanfpflanzen einen ent-

 
 
 

 
 
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sprechenden Tatentschluss manifestiert und sich folglich in direktvorsätzlicher Weise ‒ neben 

den drei übrigen, lediglich als Gärtner und Strohmann agierenden Mitbeschuldigten ‒ mitver-

antwortlich am unbefugten Anbau von Betäubungsmitteln im Umfang von insgesamt 4'733 

Hanfpflanzen gezeigt hat. Angesichts des erstellten und unbestrittenen durchschnittlichen Ge-

samt-THC-Gehalts zwischen 9 % und 16 % steht überdies nicht in Frage, dass es sich hierbei 

um verbotenes Cannabis im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gehandelt hat, zumal weder 

geltend gemacht wird noch ersichtlich ist, dass dieses medizinischen Zwecken gedient hat. 

Folglich ist der Beschuldigte der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne 

des unbefugten Anbaus von THC-haltigem Hanf im Umfang von insgesamt 4'733 Pflanzen nach 

Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG schuldig zu sprechen. Ferner steht nach Dafürhalten des Kantonsge-

richts fest, dass in Bezug auf diese 4'733 Pflanzen nicht nur der Anbau angestrebt gewesen ist, 

sondern diese sich im fortgeschrittenem Wachstum bzw. schon in Blüte befindlichen Pflanzen 

bzw. das daraus zu gewinnende Marihuana oder Haschisch logischerweise auch zum Verkauf 

bestimmt gewesen wären, womit der Tatbestand des Anstaltentreffens zur unbefugten Ver-

äusserung von Betäubungsmitteln ebenfalls erfüllt ist, weshalb der Beschuldigte des Weiteren 

der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG 

in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig zu sprechen ist.  

 

b) Demnach ist der Beschuldigte in Abweisung seiner Berufung und damit in Bestätigung 

des angefochtenen Urteils der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

nach Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG und Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 

lit. g BetmG schuldig zu erklären.  

 

 

5. Strafzumessung  

 

5.1 Dogmatische Erwägungen 

 

(...)  

 

5.2 Konkrete Erwägungen  

 

 
 
 

 
 
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a) Im vorliegenden Berufungsverfahren begehrt der Beschuldigte einen vollumfänglichen 

Freispruch von allen Anklagevorwürfen. In Bezug auf die Strafzumessung rügt er allerdings nur, 

dass das Strafmass von 18 Monaten Freiheitsstrafe in einem Missverhältnis zu den übrigen 

Strafen stehe, da es höchstens um den Vorwurf des Anstaltentreffens (zur unbefugten Ver-

äusserung von Betäubungsmitteln) gehen könne. Demgegenüber ist die Staatsanwaltschaft der 

Ansicht, dass das angefochtene Urteil vollumfänglich zu bestätigen und damit das erstinstanzli-

che Strafmass ‒ eine bedingt vollziehbare Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bei einer Probezeit 

von vier Jahren ‒ nicht zu beanstanden sei.  

 

b) Nach Art. 408 Abs. 1 StPO (bzw. Art. 408 aStPO) fällt das Berufungsgericht ein neues 

Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt, wenn es auf die Berufung eintritt. Diese Be-

stimmung ist in casu umso mehr beachtlich, als die Vorinstanz keine bundesrechtskonforme 

Strafzumessung vorgenommen hat. So hat diese den Beschuldigten erstens in Anwendung von 

Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG und zweitens gestützt auf Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung 

mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG schuldig erklärt, in der Folge aber für beide Delikte zusammen 

eine Einsatzstrafe im Sinne einer Gesamtstrafe festgelegt, was bundesrechtswidrig ist (vgl. 

oben E. 5.1 lit. d ff., insbesondere lit. h). Angesichts der Verurteilung wegen mehrfacher Wi-

derhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz ist die Festlegung einer gesamtheitlichen Stra-

fe für alle Delikte zusammen nach der Praxis des Bundesgerichts (vgl. zum Ganzen BGer 

6B_1422/2019 vom 28. Mai 2021 E. 6.4.1) unzulässig. Vielmehr müssen die einzelnen Tat-

handlungen vor der Bildung einer allfälligen Gesamtstrafe in einem selbstständigen Schritt vor-

ab gewürdigt werden (BGer 6B_998/2019 vom 20. November 2020 E. 4.2.4). Die enge Ver-

knüpfung der einzelnen Delikte entbindet nicht von dieser Vorgehensweise (BGer 6B_619/2019 

vom 11. März 2020 E. 3.4). Demnach hätte die Vorinstanz die Widerhandlungen gegen das 

Betäubungsmittelgesetz einzeln würdigen und prüfen müssen, ob sie für jede eine Freiheitsstra-

fe als angemessen erachtet. Bejahendenfalls hätte sie für den schwersten Fall eine Einsatzstra-

fe festlegen und diese in Anwendung des Asperationsprinzips unter Einbezug des weiteren Fal-

les angemessen erhöhen müssen. Dies ist nachfolgend zu korrigieren.  

 

c) In casu ist zu konstatieren, dass der Beschuldigte der mehrfachen Widerhandlung gegen 

das Betäubungsmittelgesetz ‒ wegen unbefugtem Anbau gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG 

und wegen Anstaltentreffen zur unbefugten Veräusserung nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in 

Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG ‒ schuldig zu erklären ist. Den Vorgaben des Bun-

 
 
 

 
 
Seite 28   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

desgerichts folgend hat das Kantonsgericht zunächst den Strafrahmen nach der abstrakt 

schwerwiegendsten Straftat zu bestimmen. Für beide vorliegend relevanten Tatbestände reicht 

der Strafrahmen in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 BetmG von drei Tagessätzen Geldstrafe (vgl. 

Art. 34 Abs. 1 StGB) am unteren Rand bis zu einer Freiheitsstrafe von maximal drei Jahren am 

oberen Ende. Aussergewöhnliche Umstände, welche es angezeigt erscheinen lassen würden, 

diesen Strafrahmen zu verlassen, liegen auch unter Berücksichtigung der Tat- und Delikts-

mehrheit nicht vor. Die Strafe ist daher innerhalb des ordentlichen Strafrahmens festzulegen. 

Obgleich die Deliktsmehrheit im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB nicht zu einer Erhöhung des 

abstrakten Strafrahmens führt, ist sie innerhalb des ordentlichen Strafrahmens des schwersten 

Delikts bei der Gesamtstrafenbildung straferhöhend zu gewichten. Dabei kommt die Bildung 

einer Gesamtstrafe in Anwendung des Asperationsprinzips gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB nur in 

Betracht, wenn gleichartige Strafen auszusprechen sind. Unter Berücksichtigung aller relevan-

ten Faktoren ist in concreto die Produktion der Drogen, mit der eine Gefahr überhaupt erst ge-

schaffen wird, mithin der unbefugte Anbau von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. a 

BetmG, als das schwerwiegendere Delikt denn das Anstaltentreffen zur unbefugten Veräusse-

rung der nämlichen Betäubungsmittel nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 

Abs. 1 lit. g BetmG zu erachten, weshalb für diese Straftat eine Einsatzstrafe festzusetzen ist.  

 

d) Bei der Ermittlung der Einsatzstrafe für den unbefugten Anbau von illegalem Hanf gemäss 

Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG ist auf der Seite der objektiven Tatkomponenten zu Lasten des Be-

schuldigten zu würdigen, dass es sich bei der in casu betriebenen Hanfplantage um eine aus-

serordentlich professionelle, von mehreren Personen bewirtschaftete und die überaus grosse 

Anzahl von 4'733 einzelnen Hanfpflanzen beinhaltende Anlage gehandelt hat. Ausserdem hat 

der THC-Gehalt der untersuchten Pflanzen zwischen 9 % und 16 % betragen und ist damit weit 

über der zulässigen Grenze von 1 % gelegen. Verschuldenserhöhend kommt hinzu, dass 

A.____ die höchste Hierarchiestufe aller bekannten Mittäter bekleidet hat, indem er als Auftrag-

geber für die zweite Einhausung in Erscheinung getreten ist und im Gegensatz zu B.____, 

C.____ sowie D.____ nicht blosser Handlanger oder Strohmann gewesen ist, sondern durchaus 

inhaltlich gestaltende Entscheidungsbefugnisse gehabt hat. Ohne ihn und seine persönliche, 

familiäre Nähe zur Firma E.____ GmbH wäre zumindest die Erweiterung und Professionalisie-

rung der bestehenden Anlage nicht im vorliegend erfolgten Umfang möglich gewesen. Zu be-

achten ist auf der anderen Seite, dass der durch den Beschuldigten zu verantwortende Anbau 

von Betäubungsmitteln ausschliesslich verbotener Hanf zum Gegenstand gehabt hat. Bei Mari-

 
 
 

 
 
Seite 29   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

huana oder Haschisch handelt es nicht um eine harte, sondern um eine weniger gefährliche, 

sogenannte "weiche" Droge, weshalb bei Betäubungsmitteln des Wirkstoffs Cannabis auch die 

Annahme eines schweren Falls gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG (Gefährdung der Gesund-

heit vieler Menschen) nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ausser Betracht fällt (BGE 

145 IV 312 E. 2.1.1; 120 IV 256 E. 2; 117 IV 314 E. 2.g). Die Gefahren, die vom Konsum von 

Marihuana für die menschliche Gesundheit ausgehen, sind grundsätzlich vergleichsweise ge-

ring und unterschreiten jene, die vom Konsum harter Drogen ausgehen, deutlich (BGE 120 IV 

256 E. 2; 117 IV 314 E. 2.g). Dennoch ist diese Droge laut höchstrichterlicher Praxis nicht als 

unbedenklich anzusehen. Ein Cannabishandel grossen Umfangs stellt eine ernsthafte Bedro-

hung für die Gesundheit der Jungen und jungen Erwachsenen dar, die einen bedeutenden Teil 

der Konsumenten und eine besonders verletzliche Bevölkerungsgruppe bilden. Wenn es auch 

nicht letal ist, so bleibt das Cannabis nichtsdestotrotz eine schädliche Substanz für die Gesund-

heit seiner Konsumenten, namentlich von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die voll in 

der Phase ihrer physischen und psychischen Entwicklung stehen; sein regelmässiger Konsum 

bzw. die hohe Dosierung kann eine Abhängigkeit, in gewissen Fällen sogar physische und psy-

chische Störungen zur Folge haben (BGer 1B_393/2020 vom 2. September 2020 = Pra 2/2021 

Nr. 21 E. 3.2.). Aufgrund dieser geschilderten Umstände ist die objektive Tatschwere als mittel-

schwer im unteren Bereich einzustufen. In subjektiver Hinsicht ist dem Beschuldigten vorzuwer-

fen, dass er direktvorsätzlich und offensichtlich aus rein finanziellen Interessen bzw. gewinn-

süchtigen Motiven gehandelt hat, ohne selber drogensüchtig oder in einer finanziellen Notlage 

zu sein. Dies wirkt sich jedoch im vorliegenden Fall nicht weiter auf die Verschuldensbewertung 

aus. Insofern vermag die subjektive Schwere der Tat das objektive Tatverschulden nicht zu re-

lativieren. Infolgedessen ist das Tatverschulden hinsichtlich des vorliegenden Anklagepunktes 

als mittelschwer im unteren Bereich zu qualifizieren, was unter Beachtung des abstrakten Straf-

rahmens von drei Tagessätzen Geldstrafe bis zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren zu einer 

konkreten schuldangemessenen tatbezogenen hypothetischen Einsatzstrafe von 14 Monaten 

Freiheitsstrafe führt. Bei diesem Strafmass ist die Verhängung einer Geldstrafe von vornherein 

ausgeschlossen.  

 

e) Bei der Festsetzung der Einzelstrafe für den Tatbestand des Anstaltentreffens zur unbe-

fugten Veräusserung von Betäubungsmitteln gemäss Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG in Verbindung 

mit Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG ist in Bezug auf die objektive Tatschwere zu erwägen, dass die 

vom Tatvorwurf erfassten, für die Verschuldensbewertung massgeblichen Faktoren ‒ Art und 

 
 
 

 
 
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Menge des Betäubungsmittels, Professionalität der Anlage sowie Hierarchiestufe des Beschul-

digten ‒ die gleichen sind wie vorgängig beim Vorwurf des unbefugten Anbaus von illegalem 

Hanf beschrieben. Zu beachten ist ferner, dass sich in casu noch keine konkrete Gefahr mani-

festiert hat, sind doch die in Blüte stehenden Hanfpflanzen tatsächlich noch nicht geerntet wor-

den. Ausserdem erscheint es nicht mehr als logisch, dass der Anbau von THC-haltigem Hanf 

keinen Selbstzweck gehabt hat. Insofern rechtfertigt es sich ‒ trotz der jeweils eigenständigen 

Strafbarkeit der beiden Tatbestände sowie der gleichermassen als mittelschwer im unteren Be-

reich einzustufenden objektiven und subjektiven Tatschwere ‒ im vorliegenden Fall aufgrund 

der inhaltlich überaus engen Verknüpfung zwischen dem Vorwurf des unbefugten Anbaus von 

Betäubungsmitteln und demjenigen des Anstaltentreffens zur unbefugten Veräusserung dersel-

ben Betäubungsmittel für den vorliegend zu bewertenden Tatbestand eine tatbezogene hypo-

thetische Einzelstrafe von 180 Strafeinheiten festzulegen. Angesichts der Höhe dieser Einzel-

strafe wäre als Sanktionsart zwar eine Geldstrafe an sich möglich. Nachdem jedoch bei der 

Wahl der Sanktionsart als wichtigstes (aber nicht ausschliessliches) Kriterium die Zweckmäs-

sigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswirkungen auf den Täter und sein soziales Umfeld 

sowie ihre präventive Effizienz zu berücksichtigen ist, kommt unter Berücksichtigung des bereits 

festgestellten überaus engen zeitlichen, sachlichen und situativen Konnexes zum die Einsatz-

strafe bildenden Tatvorwurf bei der in concreto zu beurteilenden Tathandlung als schuldange-

messene Sanktion fraglos ebenfalls nur eine Freiheitsstrafe in Betracht. Im Resultat ist damit 

die tatbezogene hypothetische Einsatzstrafe von 14 Monaten Freiheitsstrafe um vier Monate 

Freiheitsstrafe zu asperieren, was zu einer tatbezogenen hypothetischen Gesamtfreiheitsstrafe 

von 18 Monaten führt.  

 

f) In einem nächsten Schritt ist zu prüfen, ob diese tatbezogene hypothetische Gesamtfrei-

heitsstrafe aufgrund der besonderen Täterkomponenten ‒ umfassend die Faktoren Vorleben, 

persönliche Verhältnisse, Nachtatverhalten und Verhalten im Strafverfahren ‒ anzupassen ist. 

In diesem Zusammenhang ist zu erwägen, dass der Beschuldigte am 1.____ in W.____ gebo-

ren und zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester in X.____ aufgewachsen ist. Aus-

bildungsmässig ist lediglich bekannt, dass der Beschuldigte nach der obligatorischen Schule als 

Plattenleger auf dem Bau gearbeitet hat, diese Arbeit aber zufolge von Problemen mit den 

Knien hat beenden müssen. Im Anschluss daran ist der Beschuldigte unter anderem im CBD-

Handel aktiv tätig gewesen, hat angeblich bei der Firma E.____ GmbH gearbeitet, verkauft via 

die U.____ GmbH Sportbekleidung, baut und verkauft als Geschäftsführer bzw. Marketingex-

 
 
 

 
 
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perte Kompakthäuser mit der Firma Y.____ AG und arbeitet zur Zeit gemäss eigenen Angaben 

bei Z.____ in der Immobilienvermittlung, wo er auf Provisionsbasis ca. CHF 5'000.-- pro Monat 

verdient (Protokoll KG S. 3 f.). Der Beschuldigte ist ferner seit 2018 verheiratet und wohnt mit 

seiner Ehefrau sowie zwei gemeinsamen Kindern (viereinhalb und sechs Jahre alt) in Z1.____. 

Schulden oder Betreibungen sind keine ausgewiesen. Eine erhöhte Strafempfindlichkeit, welche 

praxisgemäss nur bei ausserordentlichen Umständen zu bejahen ist, ist nicht zu erkennen. Hin-

sichtlich des Gesundheitszustands des Beschuldigten sind keine besonderen Bemerkungen 

angebracht. Aktenkundig ist des Weiteren, dass der Beschuldigte mit Strafbefehl der Staatsan-

waltschaft Basel-Landschaft vom 7. Juli 2016 wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu 

einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je CHF 100.--, bei einer Probe-

zeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von CHF 1'000.-- verurteilt worden ist (vgl. den 

Strafregisterauszug vom 8. Mai 2024 sowie act. 205). Nicht geklärt ist, was es mit dem Umstand 

auf sich hat, wonach das DNA-Profil des Beschuldigten im Abgleich mit einer am 12. Juni 2017 

in Z2.____ gesicherten Tatortspur betreffend ein Delikt nach Art. 19 Abs. 2 BetmG zu einem 

Treffer geführt hat (vgl. 1099 f.). Zu berücksichtigende besondere Reue oder Einsicht werden 

nicht vorgebracht. Dies alles ist soweit neutral zu werten. Infolgedessen erweist sich aufgrund 

der besonderen Täterkomponenten keine Anpassung der tatbezogenen hypothetischen Ge-

samtfreiheitsstrafe als angezeigt.  

 

g) Tat- und täterunabhängige Strafzumessungsfaktoren (Verletzung des Beschleunigungs-

gebots nach Art. 5 StPO; Zeitablauf gemäss Art. 48 lit. e StGB) sind in casu keine zu berück-

sichtigen.  

 

h) Damit erscheint in Würdigung sämtlicher Tat- und Täterkomponenten sowie der tat- und 

täterunabhängigen Strafzumessungsfaktoren eine Gesamtfreiheitsstrafe von 18 Monaten als 

angemessen. Bei diesem Strafmass ist der bedingte Strafvollzug nach Art. 42 Abs. 1 StGB 

möglich und mangels Vorliegens einer eigentlichen Schlechtprognose zu gewähren. Die Probe-

zeit ist allerdings über das gesetzliche Minimum hinaus auf vier Jahre festzulegen (Art. 44 

Abs. 1 StGB). Dies begründet sich Folgendermassen: Praxisgemäss richtet sich die konkrete 

Bemessung der Probezeit innerhalb des gesetzlichen Rahmens nach den Umständen des Ein-

zelfalls, namentlich nach der Persönlichkeit und dem Charakter des Verurteilten sowie der Ge-

fahr seiner Rückfälligkeit. Je grösser diese Gefahr, desto länger muss die Bewährungsprobe mit 

ihrem Zwang zum Wohlverhalten sein (ROLAND M. SCHNEIDER / ROY GARRÉ, in: Basler Kom-

 
 
 

 
 
Seite 32   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mentar, Strafrecht I, 4. Auflage, Basel 2019, N 4 zu Art. 44 StGB; mit zahlreichen Hinweisen zur 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung). Im vorliegenden Fall bestehen nach Ansicht des Kan-

tonsgerichts angesichts der höchst undurchsichtigen Rolle des Beschuldigten auf mindestens 

mittlerer Hierarchiestufe im vorliegend zu beurteilenden, überaus umfangreichen Anbau von 

Betäubungsmitteln sowie der widersprüchlich vorgebrachten und mit nichts belegten beruflichen 

Situation inklusive der augenscheinlich nicht mit den deklarierten Einkünften zu deckenden Fi-

nanzierung dessen überdurchschnittlichen Lebensstils (vgl. den versicherten Verdienst des Be-

schuldigten gemäss Auszug aus dem individuellen Konto der SVA Basel-Landschaft vom 

27. Mai 2021 [act. 253 f.] in der Höhe von CHF 22'596.-- im Jahre 2017, CHF 36'000.-- im Jahre 

2018 und CHF 33'000.-- im Jahre 2019 sowie dessen komplett fehlendes Einkommen gemäss 

der definitiven Veranlagungsverfügung 2019 [act. 221], welchen beispielsweise ein monatlicher 

Mietzins für die Fünfeinhalbzimmer-Wohnung von rund CHF 3'200.-- [act. 1335], der Besitz von 

drei Personenwagen [Range Rover, Audi S7, VW Up], der Besitz zweier Rolex-Uhren [Protokoll 

KG S. 7] sowie die Nutzung der angeblich gar nicht mehr verwendeten Messenger-Plattform 

"Sky-ECC" mit Kosten von geschätzt über CHF 2'000.-- pro Jahr [vgl. 

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/unternehmen/sky-crime-messenger-hack-100.html] 

gegenübersteht) nicht unerhebliche Bedenken an der Legalbewährung, weshalb die vorerwähn-

te verlängerte Probezeit von angemessenen vier Jahren anzuordnen ist.  

 

i) Zusammenfassend ist damit der Beschuldigte in Abweisung seiner Berufung und folglich 

in Bestätigung des angefochtenen Urteils der mehrfachen Widerhandlung gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz schuldig zu erklären und ‒ bei einer Probezeit von vier Jahren ‒ zu einer 

bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten zu verurteilen.  

 

j) In Bezug auf den vom Bundesgericht praxisgemäss geforderten hypothetischen Vergleich 

der Strafen der Mittäter ist zu konstatieren, dass die vorliegende Strafe von 18 Monaten beding-

ter Freiheitsstrafe unter Berücksichtigung aller strafzumessungsrelevanten Faktoren ‒ und nicht 

zuletzt auch des Grundsatzes der richterlichen Unabhängigkeit ‒ namentlich in Anbetracht der 

jeweiligen hierarchischen Stellung der einzelnen Tatbeteiligten bei einer Gesamtwürdigung im 

Einklang steht mit denjenigen der Mittäter B.____ (bedingt vollziehbare Freiheitsstrafe von acht 

Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersu-

chungshaft von 69 Tagen, für seine untergeordnete Rolle als "Gärtner"), C.____ (bedingt voll-

ziehbare Freiheitsstrafe von sieben Monaten, bei einer Probezeit von zwei Jahren, unter An-

 
 
 

 
 
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rechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 26 Tagen, ebenfalls für seine Rolle als 

"Gärtner") sowie D.____ (bedingt vollziehbare Freiheitsstrafe von 13 Monaten, bei einer Probe-

zeit von vier Jahren, für seine Rolle als "Strohmann").  

 

 

6. Beschlagnahmegut  

 

Im Hinblick auf das Beschlagnahmegut ergeben sich bei vorliegendem Verfahrensausgang so-

wie mangels entsprechender Anfechtung keine Anpassungen zum erstinstanzlichen Urteil.  

 

 

7. Kostenfolge  

 

7.1 Kantonsgericht  

 

a) Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens 

nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Gestützt auf den vorliegenden Verfahrens-

ausgang ‒ indem die Berufung des Beschuldigten vollumfänglich abgewiesen wird ‒ rechtfertigt 

es sich, die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von CHF 8'500.-- 

(fünfeinhalb Stunden Hauptverhandlung zu jeweils CHF 1'500.--/h plus Auslagen von pauschal 

CHF 250.--) dem Beschuldigten aufzuerlegen.  

 

b) In Bezug auf die ausserordentlichen Kosten ist zu erkennen, dass der Beschuldigte auf-

grund seines vollumfänglichen Unterliegens die Aufwendungen seines Wahlverteidigers selbst 

zu tragen hat.  

 

7.2 Strafgericht  

 

Angesichts der mit vorliegendem Urteil zu bestätigenden verurteilenden Erkenntnisse der Vor-

derrichter besteht schliesslich keine Veranlassung, an der erstinstanzlichen Kostenverteilung 

eine Änderung vorzunehmen.  

 

 

 
 
 

 
 
Seite 34   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. November 

2022, auszugsweise lautend:  

 

"I. - III. (...) 

 

IV.  A.____ 

 A.____ wird der mehrfachen Widerhandlung gegen das Be-

täubungsmittelgesetz schuldig erklärt und verurteilt zu  

 

 einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten,  

 bei einer Probezeit von 4 Jahren,  

 

 in Anwendung von Art. 19 Abs. 1 lit. a BetmG, Art. 19 Abs. 1 

lit. c BetmG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 lit. g BetmG, Art. 40 StGB, 

Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB und Art. 49 Abs. 1 

StGB.  

 

V. Beschlagnahmegut  

1. Der Verkaufserlös der sichergestellten Erde (7 Paletten) in 

Höhe von insgesamt Fr. 610.00 wird gemäss Art. 442 Abs. 4 

StPO i.V.m. Art. 268 StPO an die Verfahrenskosten angerech-

net.  

 

2. Folgendes Beschlagnahmegut wird zufolge Verzichts auf 

Rückgabe eingezogen und vernichtet: 

− diverse Schlüssel  

− 1 Mobiltelefon Nokia, schwarz, defekt 

− 1 leere Schachtel  
− diverse Lieferscheine, Waagscheine sowie Fahrzeugaus-

weise 

− 1 5G Router, htc, schwarz 
− 1 Mobiltelefon, iPhone, schwarz  

− 8 Ampullen à 250ml Testosteron 

 

VI.  Verfahrenskosten  

1.  Die Verfahrenskosten – ohne Kosten des Zwangsmassnah-

 
 
 

 
 
Seite 35   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

mengerichts – bestehen aus den Kosten des Vorverfahrens 

von insgesamt Fr. 61'339.20 und einer pauschalen Gerichts-

gebühr von Fr. 10'000.00. Der hieraus resultierende Betrag 

von Fr. 71'339.20 reduziert sich nach Anrechnung der be-

schlagnahmten Gelder (vgl. Dispositiv Ziff. V.1.) auf  

Fr. 70'729.20.  

 In Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 418 Abs. 1 

StPO entfallen hiervon  

− (...) 

− 45% auf A.____, dies entspricht Fr. 31'828.15.  

− (...) 
 

VII. (...)." 

 

wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten unverän-

dert zum Bestandteil des vorliegenden Urteils erklärt. 

 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 

CHF 8'500.-- (beinhaltend eine Gebühr von CHF 8'250.-- sowie 

Auslagen von CHF 250.--) gehen zu Lasten des Beschuldigten. 

 

 

 

Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber  
 
 
 
 
Pascal Neumann  

 

 
 

 

Dieser Entscheid ist rechtskräftig.