# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92c51c56-28bc-530e-93cd-85eef6571ef7
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-27
**Language:** de
**Title:** Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2004, 1.1. - 31.12.2005 und 1.1. - 31.12.2006
**Docket/Reference:** ST.2011.130
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2011_130_-_132_jx.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 ST.2011.130 - 132 

Entscheid 

27. September 2011 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Anton Tobler, Steuerrichter Michael Ochsner, Steuerrichterin Rhea 
Schircks Denzler und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 

In Sachen 

A   A G   i n   L i q u i d a t i o n ,    
vormals B AG,  

vertreten durch Gyseler Consulting AG,  
Sihlbruggstrasse 105, 6340 Baar,  

gegen 

Rekurrentin,  

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Staats- und Gemeindesteuern 1.1. - 31.12.2004,  
1.1. - 31.12.2005 und 1.1. - 31.12.2006 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Die  A  AG  in  Liquidation  (nachfolgend  die  Pflichtige)  firmierte  ursprünglich 

als C GmbH und wurde rückwirkend per 1. Januar 2006 in die B AG umgewandelt. Am 

30. Oktober 2009 verlegte sie ihren Sitz nach D, wo sie gleichzeitig ihren Namen (in A) 

änderte, am 11. Januar 2010 aufgelöst wurde und nun in Liquidation steht. Bis zu ihrer 

Umwandlung in die B AG bestand ihr Zweck im Entwerfen und Erstellen von Homepa-

ges für das Internet sowie Erbringen von entsprechenden Dienstleistungen und danach 

(allgemein) im Bereich Marketing, Management und Consulting. 

In den Steuererklärungen 2004 - 2007 beantragte die Pflichtige erstmals, als 

Domizilgesellschaft bzw. so genannte gemischte Gesellschaft im Sinn von § 74 Abs. 1 

bzw.  2  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni  1997  (in  der  Fassung  vom  11.  Septem-

ber 2000, StG) besteuert zu werden. Nach Durchführung einer steueramtlichen Buch-

prüfung und der Unterbreitung von Einschätzungsvorschlägen, die von der Pflichtigen 

abgelehnt wurden, traf der Steuerkommissär am 16. Juni 2010 folgende Einschätzun-

gen: 

Steuerperiode 

steuerbarer 
Reingewinn 

Fr. 

1.1. - 31.12.2004 

392'100.- 

1.1. - 31.12.2005 

1'386'000.- 

1.1. - 31.12.2006 

1.1. - 31.12.2007 

890'500.- 

265'400.- 

Satz 

10% 

  8% 

  8% 

  8% 

steuerbares 
Eigenkapital 

Satz 

Fr. 

413'000.- 

1,5‰  

599'000.- 

1'134'000.- 

0,75‰  

0,75‰  

777'000.- 

0,75‰ . 

Dabei  wies  er  das  Begehren  um  Besteuerung  als  Domizilgesellschaft  bzw. 

gemischte Gesellschaft mangels Erfüllung der Voraussetzungen ab und rechnete beim 

steuerbaren Reingewinn der Steuerperioden 1.1. - 31.12.2006 sowie 1.1. - 31.12.2007 

verdeckte Gewinnausschüttungen auf. 

B. Hiergegen liess die Pflichtige am 26./30. August 2010 Einsprache erheben 

mit dem Antrag, sie für die Steuerperioden 1.1. - 31.12.2004 und 1.1. - 31.12.2005 als 

gemischte Gesellschaft und für die Steuerperiode 1.1.  - 31.12.2006 als Domizilgesell-

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schaft zu besteuern. Bei der Steuerperiode 1.1. - 31.12.2007 sei zudem von der Auf-

rechnung eines Teils der verdeckten Gewinnausschüttungen abzusehen. 

Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen am 6. April 2011 zwar grund-

sätzlich ab, setzte den Satz des steuerbaren Reingewinns für die Steuerperiode 1.1. - 

31.12.2004 jedoch irrtümlicherweise auf 8% (statt 10%) fest.  

C.  Mit  Rekurs  vom  6.  Mai  2011  liess  die  Pflichtige  die  Besteuerung  als  

gemischte  Gesellschaft  hinsichtlich  der  Steuerperioden  1.1.  -  31.12.2004,  1.1.  - 

31.12.2005  und  1.1.  -  31.12.2006  beantragen.  Die  Aufrechnung  beim  steuerbaren 

Reingewinn 1.1. - 31.12.2006 sowie die Einschätzung 1.1. - 31.12.2007 blieben unan-

gefochten. 

Das kantonale Steueramt schloss am 9. Juni 2011 auf Abweisung des Rekur-

ses. 

Auf  Anordnung  eines  zweiten  Schriftenwechsels  hin  hielten  die  Pflichtige mit 

Replik vom 7. Juli 2011 und das kantonale Steueramt mit Duplik vom 27. Juli 2011 an 

ihren Anträgen fest. 

Am  7.  September  2011  wurde  den  Parteien  hinsichtlich  der  Steuerperiode  

1.1. - 31.12.2004 die Festsetzung des Gewinnsteuersatzes auf 10% angezeigt. Diese 

liessen sich hierzu jedoch nicht vernehmen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. Im vorliegenden Verfahren ist allein noch streitig, ob die Pflichtige erstmals 

die  privilegierte  Besteuerung  als  gemischte  Gesellschaft  im  Sinn  von  §  74  Abs.  2  

StG  beanspruchen  kann.  Dies  verlangt  sie  zudem  nur  für  die  Steuerperioden  

1.1. - 31.12.2004, 1.1. - 31.12.2005 und 1.1. - 31.12.2006, da sie die ordentliche Be-

steuerung für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2007 gemäss § 71 bzw. § 82 Abs. 1 StG 

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ausdrücklich anerkennt. Sie beansprucht im Übrigen auch nicht mehr die Besteuerung 

als Domizilgesellschaft nach § 74 Abs. 1 StG. 

2.  a)  Im  Rahmen  der  Unternehmenssteuerreform  I  wurden  die  im  bisherigen 

Art. 28 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kanto-

ne und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG) aufgeführten Fälle der ermässig-

ten Besteuerung juristischer Personen hinsichtlich des Reingewinns erweitert. So sieht 

die  am  1.  Januar  1999  in  Kraft  getretene  revidierte  Bestimmung  von  Art.  28  StHG  in 

Abs. 4 neu vor, dass Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, deren Geschäftstä-

tigkeit überwiegend auslandbezogen ist und die in der Schweiz nur eine untergeordne-

te Geschäftstätigkeit ausüben, die Gewinnsteuer gemäss Abs. 3, d.h. wie reine Domi-

zilgesellschaften, entrichten. Davon ausgenommen sind lediglich die übrigen Einkünfte 

gemäss Abs.  3  lit.  c,  d.h.  die  neben  den Erträgen aus  Beteiligungen  anfallenden Ein-

künfte aus dem Ausland. Diese sind nach Massgabe des Umfangs der Geschäftstätig-

keit (statt der Verwaltungstätigkeit) in der Schweiz zu besteuern. 

§  74  Abs.  2  StG  ist  identisch  mit  Art.  28  Abs.  4  StHG  und  wurde  auf  den 

1. Januar  2001  in  Kraft  gesetzt.  Mithin  ist  diese  Bestimmung  gleich  auszulegen  und 

anzuwenden wie die letztere, harmonisierungsrechtliche Vorschrift. 

b)  Art.  28  Abs.  4  StHG  verwendet  für  die  unter  diese  Bestimmung  fallenden 

Steuersubjekte den Begriff "Gesellschaften, deren Geschäftstätigkeit überwiegend aus-

landbezogen  ist  und  die  in  der  Schweiz  nur  eine  untergeordnete  Geschäftstätigkeit 

ausüben". Dieser Begriff ist unbestimmter Natur, sodass an sich unklar ist, was darun-

ter  zu  verstehen  ist  (Duss/von  Ah/Rutishauser,  in:  Kommentar  zum  schweizerischen 

Steuerrecht, Band 1/1, 2.A., 2002, Art. 28 N 128 und 160 StHG, auch zum Folgenden). 

Die Kriterien der  überwiegenden  bzw.  untergeordneten Geschäftstätigkeit  sind jedoch 

zwangsläufig  in  Bezug  zur  gesamten  Geschäftstätigkeit  zu  setzen.  Die  Konferenz 

staatlicher  Steuerbeamter  (SSK)  hat  sodann  bei  der  Gesetzesberatung  darauf  hinge-

wiesen, dass einerseits die Erträge überwiegend aus ausländischen Quellen stammen 

müssen  und  andrerseits  die  Leistungen  überwiegend  auch  im  Ausland  zu  erbringen 

sind. Zulässig erscheinen damit grundsätzlich Bestimmungen, die auf der Ertrags- und 

der  Aufwandseite  einen  Mindestauslandanteil  voraussetzen  (so  genannte  zweidimen-

sionale Betrachtungsweise, welche von einer Mehrzahl von Kantonen angewandt wird, 

so.  u.a.  vom  Kanton  Zürich,  vgl.  nachfolgend  E.  2.c).  Einigkeit  herrscht  sodann  auch 

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darüber, dass eine untergeordnete Geschäftstätigkeit in der Schweiz eine quotenmäs-

sige Obergrenze bedingt, unklar ist jedoch, wo diese anzusetzen ist. Ein Angebot von 

Waren  und  Dienstleistungen  auf  dem  schweizerischen  Markt,  das  nachhaltig  einen 

Anteil  an  der  ganzen  Geschäftstätigkeit  von  30%  übersteigt,  dürfte  allerdings  den 

Rahmen  der  untergeordneten  Geschäftstätigkeit  sprengen  (Duss/von  Ah/Rutishauser, 

Art. 28 N 161 StHG).  

c)  Die  Finanzdirektion  hat  am  17.  Oktober  2000  eine  Weisung  über  die  Be-

steuerung von Beteiligungs-, Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften bei den 

Staats- und Gemeindesteuern erlassen (nachfolgend Weisung, ZStB I Nr. 26/051). Sie 

ist  für  die  vorliegend  streitbetroffene  Steuerperiode  (noch)  anwendbar  (ab  der  im  Ka-

lenderjahr  2011  endenden  Steuerperiode  gilt  die  neue  Weisung  vom  12.  Novem-

ber 2010 [Lit. F., ZStB I Nr. 26/052]).  

Nach  Lit.  E.  Ziff.  I.  der  anwendbaren  Weisung  ist  die  Geschäftstätigkeit  von 

Gesellschaften  mit  überwiegender  Auslandtätigkeit  (so  genannte  gemischte  Gesell-

schaften)  dann  eine  solche  Tätigkeit,  wenn  mindestens  80%  des  Bruttoertrags  aus 

ausländischen  Quellen  stammen  und  gleichzeitig,  d.h.  kumulativ,  auch  (mindestens) 

80%  des  Aufwands  für  die  eigene  oder  durch  Dritte  erfolgte  Leistungserstellung  im 

Ausland  anfällt.  Dabei  wird  auf  den  Sitz  oder  Wohnsitz  des  Rechnungsstellers  abge-

stellt. Als Beitrag zur Leistungserstellung gelten alle Aktivitäten, die als Geschäfts- und 

nicht als Verwaltungstätigkeit qualifizieren. 

Mit  dieser  Begriffsbestimmung  des  erforderlichen  Auslandanteils  trifft  die  

Finanzdirektion  in  quantitativer  Hinsicht  eine  zulässige  Auslegung  der  massgeblichen 

Bestimmung  von  Art.  28  Abs.  4  StHG  bzw.  §  74  Abs.  2  StG,  auch  wenn  sie  die  von 

einem Teil der Lehre als obere Grenze der in der Schweiz anfallenden Geschäftstätig-

keit  von  30%  nicht  erreicht.  Die  Ausdehnung  auf  die  Ertrags-  und  Aufwandseite  

(Anwendung  der  zweidimensionalen  Betrachtungsweise)  ist  zudem  sachgerecht,  

vertretbar und wird von einer Mehrzahl der Kantone praktiziert sowie von der SSK un-

terstützt. Die Weisung ist daher im vorliegenden Fall anzuwenden. 

d)  Der  Nachweis  dafür,  dass  sowohl  der  Auslandanteil  des  Bruttoertrags  als 

auch  derjenige  des  Aufwands  für  die  Leistungserstellung  mindestens  die  erwähnte 

Auslandsquote  von  80%  ausmacht,  ist  vom  steuerpflichtigen  Unternehmen  zu  erbrin-

gen, da es sich dabei um einen steuermindernden Umstand handelt. 

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3. a) Die Pflichtige weist in den streitbetroffenen Geschäftsjahren 2004 - 2006 

gemäss Abschluss folgende Ertrag- und Aufwandzahlen aus: 

Geschäftsjahr 

Bruttoertrag 

Aufwand 

Aufwand 
(nur Betrieb) 

2004 

2005 

2006 

Fr. 

Fr. 

Fr. 

435'400.- 

43'264.- 

4'990.- 

1'513'200.- 

127'180.- 

32'050.- 

3'003'351.- 

2'162'768.- 

222'454.-. 

Dabei  ist  unbestritten,  dass  beim  Ertrag  aller  Steuerperioden  die  80%-

Auslandsquote für die Besteuerung als gemischte Gesellschaft ohne Weiteres erfüllt ist 

(Revisionsbericht).  Zu  prüfen  bleibt,  wie  es  sich  beim  Aufwand  verhält,  da  auch  bei 

diesem die fragliche Quote erreicht sein muss. 

b) Geschäftsjahre 2004 und 2005 

aa)  Stellt  man  bei  diesen  Geschäftsjahren  nur  auf  den  verbuchten  Aufwand 

bzw. den Betriebsaufwand von Fr. 4'990.- bzw. Fr. 32'050.- ab, ergibt sich, dass dieser 

auch  nach  dem  Dafürhalten  der  Pflichtigen  vollumfänglich  in  der  Schweiz  angefallen 

ist.  Dass er sich im  Verhältnis  zum  erzielten  Bruttoertrag  nur marginal ausnimmt,  wie 

die  Pflichtige  im  Rekurs  einwendet,  ändert  daran  an  sich  nichts.  Demnach  sind  die 

Voraussetzungen für  die  Besteuerung  als gemischte Gesellschaft  in  den  Steuerperio-

den 1.1. - 31.12.2004 und 1.1. - 31.12.2005 nicht erfüllt. 

bb) Beim Aufwand 2004 und 2005 fällt allerdings – wie erwähnt – auf, dass er 

im Verhältnis zum erzielten Ertrag sehr gering ausfällt, d.h. die Nettogewinnmarge ent-

sprechend sehr hoch ist. 

Diese  Kostenstruktur  hat  seinen  Grund  ganz  offenkundig  darin,  dass  die  für 

die Pflichtige einzig handelnden zwei Personen E und F als damalige (wirtschaftliche) 

Anteilseigner  ihre  Dienstleistungen  gemäss  eigenen  Angaben  der  Pflichtigen  "unter-

preislich"  erbracht  haben  (Schreiben  der  früheren  Vertreterin,  G  ag  vom  29.  Janu-

ar 2007).  "Unterpreislich"  bedeutet  dabei  hinsichtlich  der  Geschäftsjahre  2004  und 

2005 aber nicht etwa, dass ein im Drittvergleich zu tiefes Entgelt ausgerichtet worden 

wäre, sondern vielmehr, dass E und F überhaupt keine Entschädigung bezogen haben. 

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Denn  die  Pflichtige  verbuchte  in  diesen  Jahren  keinerlei  Personalaufwand  und  auch 

keine Fremdleistungen.  

cc) Geht es darum zu beurteilen, welcher Teil des Aufwands für die betriebli-

che Leistungserstellung der Pflichtigen in der Schweiz bzw. im Ausland angefallen ist, 

muss der von E und F entschädigungslos erbrachte Aufwand mitberücksichtigt werden, 

ansonsten  die  Aufwandzuordnung  Schweiz/Ausland  verzerrt  wird  und  nicht  sachge-

recht ausfällt.  

aaa)  Es  wäre  Sache  der  Pflichtigen  gewesen,  die  von  E  und  F  erbrachten 

Leistungen  inhaltlich  sowie  betraglich zu spezifizieren und sie der  Schweiz  bzw.  dem 

Ausland  zuzuordnen.  Sie  hat  es  jedoch  unterlassen,  spätestens  im  Rekursverfahren 

diesbezügliche Angaben zu liefern. Zwar bringt sie im Rekurs (S. 4) bezüglich des Ge-

schäftsjahres 2006 allgemein vor, es sei bei den Projekten im Wesentlichen um Doku-

mentationen, Planung und Konzepte einer Feriendestination auf den H gegangen, wel-

che  unmöglich von  der  Schweiz  aus  hätten  betreut  werden können.  Indessen hat  sie 

diese  Behauptung nicht näher  substanziiert  und insbesondere  die von  E  und  F  dabei 

geleisteten Arbeiten in keiner Art und Weise beziffert. Zudem ist sie jeglichen Nachweis 

für  ihre  Behauptung  schuldig  geblieben  und  bezieht  sich  diese  ohnehin  nur  auf  das 

Geschäftsjahr 2006. 

bbb)  Das  kantonale  Steueramt  brachte  im  Einspracheentscheid  und  in  der 

Rekursantwort  sodann  vor,  die  Pflichtige  sei  von  E  und  F  von  I  aus  geleitet  worden, 

beide  hätten ihren Wohnsitz  in  I  gehabt  –  F  bei  seiner  hier  ansässigen Ehefrau  samt 

Sohn  –  und  für  ihre  Tätigkeit  keine  Entschädigung  bezogen.  Auch  die  übrige  Leis-

tungserstellung der Pflichtigen (Beratung) sei 2004 und 2005 von der Schweiz aus er-

folgt (Dienstleistungsexport). 

Die Pflichtige hält dem in der Replik lediglich entgegen, F sei Angestellter der 

J GmbH in K gewesen und habe seinen Lebensmittelpunkt in dieser Zeit in L gehabt. 

Zwar habe er auch in I über eine Wohnung verfügt, hier jedoch nur wenige Wochenen-

den verbracht. Mit diesen Vorbringen macht die Pflichtige keine Aussage darüber, von 

wo aus denn F zusammen mit E die Leitung der Gesellschaft tatsächlich ausgeübt und 

seine weiteren Dienstleistungen erbracht hat. Die Vermutung drängt sich auf, die Ge-

schäftsleitung  habe  in  I  stattgefunden,  da  die  Pflichtige  hier  nicht  nur  ihren  Sitz  hatte 

sondern auch  ihr  Sekretariat führte  (vgl.  Zeitungsinserat  im  M  vom  … für  eine  Privat-

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sekretärin  der  Pflichtigen).  Selbst  wenn  F  schwergewichtig  im  Ausland  (z.B.  L)  tätig 

gewesen  sein  sollte,  bliebe  ungewiss,  welchen  Anteil  seine  Arbeiten  an  der  Gesamt-

leistungserstellung der Pflichtigen ausmacht und ob dergestalt 80% dieser Gesamtleis-

tung  dem  Ausland  zuzuordnen  wäre.  Von  E  behauptet  die  Pflichtige  jedenfalls  nicht, 

dass dieser seine Dienstleistungen im Ausland erbracht hat. 

dd)  Damit  bleibt  in  den  Geschäftsjahren  2004  und  2005  unklar,  wie  hoch  

der Auslandsanteil an der Leistungserbringung war. Als Folge davon steht der insofern 

beweisbelasteten  Pflichtigen  die  verlangte  Besteuerung  als  gemischte  Gesellschaft  

im  Sinn  von  §  74  Abs.  2  StG  für  die  Steuerperioden  1.1.  -  31.12.2004  und  1.1.  - 

31.12.2005  nicht  zu,  da  die  massgebliche  Quote  von  80%  kumulativ  sowohl  auf  der 

Ertrags- als auch auf der Aufwandseite erreicht sein muss.  

c) Geschäftsjahr 2006  

Der  Aufwand 2006  fällt  mit  Fr.  2'162'768.-  im  Verhältnis  zum  Bruttoerlös  von 

Fr. 3'003'351.- zwar weitaus höher als in den beiden Vorjahren aus, sodass die Netto-

gewinnmarge  hier  wesentlich  tiefer  ist  und  insofern  keine  Auffälligkeiten  zeigt.  Bei  

näherer Betrachtung des Aufwands ist indessen gleichwohl Folgendes festzustellen: 

Die Pflichtige weist für  dieses  Jahr  im  Unterschied  zu den vorangegangenen 

zwei Perioden wohl einen Personalaufwand von Fr. 58'469.- aus, jedoch betrifft dieser 

lediglich die Tätigkeit E als Geschäftsführer ab 1. Juni 2006 (Lohnkonto und Lohnaus-

weis). Von Januar bis Mai 2006 war E – wie bisher – auch schon für die Pflichtige tätig, 

ohne  indes  eine  Entschädigung  hierfür  zu  erhalten.  F  bezog  sodann  überhaupt  kein 

Entgelt, obwohl auch er unstreitig für die Pflichtige nach wie vor Leistungen erbrachte. 

Die  Pflichtige  hat  es  wiederum  unterlassen,  die  unentgeltliche  Mitarbeit  von  E  und  F 

näher zu bezeichnen und zu beziffern, sodass eine Zuordnung des um diese Entschä-

digungen  vermehrten  Aufwands  zur  Schweiz  bzw.  zum  Ausland  erneut  nicht  möglich 

ist. Lediglich das Salär E kann der Schweiz zugeordnet werden, da es sich dabei um 

die  Entschädigung  für  seine  Geschäftsführertätigkeit  handelt  (vgl.  Bezeichnung  im 

Lohnausweis). 

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Die  Pflichtige  belastete  der  Erfolgsrechnung  2006  Fremdleistungen  von 

Fr. 1'773'788.-.  Gemäss  dem  entsprechenden  Kontoauszug  (3040)  setzt  sich  dieser 

Betrag  aus  insgesamt  18  Positionen  zusammen.  Für  11  Positionen  von  insgesamt 

Fr. 856'614.- fehlen allerdings die Rechnungsbelege (im Kontoauszug orange markiert, 

vgl. die Belege hierzu). Es kann daher nicht überprüft werden, woher die Rechnungs-

steller stammen. Dies wurde der Pflichtigen im Einspracheentscheid vorgehalten, ohne 

dass diese im Rekurs die Unklarheit behoben hätte. Eine Zuordnung dieser Fremdleis-

tungen zur Schweiz bzw. zum Ausland fällt daher ausser Betracht.  

Die nicht lokalisierbaren Fremdleistungen von Fr. 856'614.- machen rund 40% 

des Gesamtaufwands aus. Mithin ist der Pflichtigen schon aus diesem Grund auch für 

das  Geschäftsjahr  2006  der  Nachweis  nicht  gelungen,  dass  der  Auslandsanteil  beim 

Aufwand mindestens 80% beträgt. Hinzu kommt die Unklarheit bei der Zuordnung der 

Leistungserbringung durch E und F. Die Besteuerung als gemischte Gesellschaft steht 

der Pflichtigen daher auch für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2006 nicht zu. 

4.  Diese  Erwägungen  führen  zur  Abweisung  des  Rekurses  (Höhereinschät-

zung in der Steuerperiode 1.1. - 31.12.2004). Ausgangsgemäss sind die Rekurskosten 

der Pflichtigen aufzuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. Die Rekurrentin wird wie folgt eingeschätzt (Besteue-

rung gemäss §§ 71 und 82 StG): 

Steuerperiode 

steuerbarer 
Reingewinn 

Fr. 

1.1. - 31.12.2004 

392'100.- 

1.1. - 31.12.2005 

1'386'000.- 

1.1. - 31.12.2006 

890'500.- 

Satz 

10% 

  8% 

  8% 

steuerbares 
Eigenkapital 

Satz 

Fr. 

413'000.- 

1,5‰  

599'000.- 

1'134'000.- 

0,75‰  

0,75‰ . 

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