# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3130bd26-f073-5b62-9866-7a26b830ad8f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 02.05.2016 SB150483
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150483_2016-05-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer   
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB150483-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, die Oberrichterin  

lic. iur. L. Chitvanni und Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie 

der Gerichtsschreiber lic. iur. P. Rietmann 

Urteil vom 2. Mai 2016 

 

in Sachen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

vertreten durch Staatsanwalt Dr. iur. J. Boll,  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend  

qualifizierte grobe Verletzung der Verkehrsregeln etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 7. Abteilung, vom  

1. September 2015 (DG150081) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 17. März 2015 

(Urk. 24) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 49 S. 23) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von aArt. 90 Abs. 2 SVG in Ver-

bindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie 

− des fahrlässigen Fahrens in angetrunkenem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 

SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG, Art. 2 Abs. 1 VRV und Art. 1 Abs. 1 der 

Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenver-

kehr. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu Fr. 500.– sowie 

mit einer Busse von Fr. 2'000.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.  

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an 

deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen.  

5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 3. September 2013 be-

schlagnahmte Personenwagen des Herstellers Quattro GmbH, Marke Audi RS6 Avant, Kon-

trollschilder ZH … (lagernd bei B._____) wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechts-

kraft auf erstes Verlangen herausgegeben. 

Stellt der Beschuldigte nicht innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils einen entspre-

chenden Antrag auf Herausgabe, wird der Personenwagen auf Kosten des Beschuldigten 

entsorgt. 

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6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.–  Gebühr Untersuchung 

Fr. 13'555.55  Auslagen Untersuchung 

Fr. 2'160.–  Lagerkosten Unfallfahrzeug (bis 23.09.2015) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt. 

8. (Mitteilungen.) 

9. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 

a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 79 S. 11): 

1. Der Beschuldigte sei zusätzlich der groben Verletzung von Verkehrs-

regeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 

SVG schuldig zu sprechen. 

2. Der Beschuldigte sei maximal mit einer Geldstrafe von 270 Tagessät-

zen à Fr. 500.– und einer Busse von Fr. 2'000.– zu bestrafen. 

3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv sei zu bestätigen. Die Kosten des 

Berufungsverfahrens seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu 

nehmen und dem Beschuldigten sei eine Prozessentschädigung in  

Höhe seiner Verteidigerkosten zu bezahlen. 

b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 78 S. 1): 

1. Der Beschuldigte sei der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrs-

regeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 

1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen. 

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2. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 

15 Monaten sowie einer Busse von Fr. 1'000.–. 

3. Es sei ihm der bedingte Strafvollzug zu gewähren unter Ansetzung  

einer Probezeit von 2 Jahren. 

4. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei Nichtbezahlung der Busse sei auf 4 Tage 

festzusetzen. 

5. Die Kosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen. 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte 

Mit Urteil der 7. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 1. September 2015 

wurde der Beschuldigte der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von 

Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie des fahrlässigen 

Fahrens in angetrunkenem Zustand im Sinne von aArt. 91 Abs. 1 SVG in  

Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG, Art. 2 Abs. 1 VRV und Art. 1 Abs. 1 der  

Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassen-

verkehr schuldig gesprochen. Er wurde mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen 

zu Fr. 500.– sowie mit einer Busse von Fr. 2'000.– bestraft. Der Vollzug der Geld-

strafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Für die 

Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen festgesetzt. Weiter wurde 

entschieden, den beschlagnahmten Personenwagen Audi RS6 Avant dem  

Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen herauszugeben 

(Urk. 49 S. 23). 

Am 2. September 2015 meldete die Staatsanwaltschaft Berufung an (Urk. 43). 

Das begründete Urteil wurde ihr am 21. Oktober 2015 zugestellt (Urk. 47/1+2). 

Am 10. November 2015 wurde die Berufungserklärung innert der 20-tägigen Frist 

von Art. 399 Abs. 3 StPO erstattet, wobei die Staatsanwaltschaft beantragte, es 

sei dipl. phys. ETHZ C._____ als Sachverständiger einzuvernehmen (Urk. 50). 

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Der Beschuldigte liess mit Schreiben vom 17. Dezember 2015 auf Anschluss-

berufung verzichten und die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils beantragen. 

Weiter liess er Einwendungen gegen den Beweisantrag der Staatsanwaltschaft 

erheben und die sofortige Herausgabe des beschlagnahmten Fahrzeugs be-

antragen. Schliesslich liess der Beschuldigte mitteilen, er werde das eingeforderte 

Datenerfassungsblatt nicht einreichen und von seinem Aussageverweigerungs-

recht Gebrauch machen (vgl. Urk. 55). 

Mit Schreiben vom 7. Januar 2016 bekräftigte die Staatsanwaltschaft im Wesent-

lichen ihren Beweisantrag und beantragte, es sei zusätzlich eine Rekonstruktion 

des Fahrmanövers auf dem Flughafen Dübendorf durchzuführen. Der vom Be-

schuldigten beantragten Herausgabe des Fahrzeuges sei nicht stattzugeben, da 

dieses weiterhin als Beweismittel benötigt werde, damit gewährleistet sei, dass 

der Gutachter alle Fragen der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung auf opti-

maler Grundlage beantworten könne (vgl. Urk. 61). 

Mit Schreiben vom 20. Januar 2016 liess der Beschuldigte im Wesentlichen die 

Abweisung der gestellten Beweisanträge beantragen und hielt an seinem  

Antrag auf sofortige Herausgabe des beschlagnahmten Fahrzeugs fest 

(vgl. Urk. 67). 

Mit Präsidialverfügung vom 10. Februar 2016 wies der Präsident der hiesigen 

Kammer die Beweisanträge der Staatsanwaltschaft ab (Urk. 69).  

Mit Beschluss vom 11. Februar 2016 stellte die hiesige Kammer fest, dass Dis-

positiv-Ziffer 5 des angefochtenen Urteils (Herausgabe des beschlagnahmten 

Fahrzeugs) in Rechtskraft erwachsen sei (Urk. 71). Der Beschluss erwuchs in 

Rechtskraft. 

Die Berufungsverhandlung, zu welcher der Vertreter der Staatsanwaltschaft, der 

Beschuldigte und sein Verteidiger erschienen, fand am 2. Mai 2016 statt (Prot. II 

S. 9 ff.). 

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II. Prozessuales 

1. Umfang der Berufung 

Mit der Berufung wird der Schuldspruch der Vorinstanz (Disp. Ziff. 1) sowie die 

Sanktion und deren Vollzug bzw. die Bussenumwandlung (Disp. Ziff. 2 bis 4)  

angefochten. Es wird ein Schuldspruch und eine Sanktion im Sinne der Anklage 

beantragt (Urk. 54 S. 2). Nachdem der Beschuldigte jedoch anklagegemäss des 

fahrlässigen Fahrens in fahrunfähigem bzw. angetrunkenem Zustand schuldig ge-

sprochen wurde (Disp. Ziff. 1 zweites Lemma), ist die Staatsanwaltschaft in dieser 

Hinsicht nicht beschwert. Anlässlich der Berufungsverhandlung präzisierte die 

Staatsanwaltschaft denn auch, dass lediglich der Schuldspruch der groben Ver-

letzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 

SVG angefochten sei (Prot. II S. 10; Urk. 78 S. 1). 

Mithin ist das vorinstanzliche Urteil hinsichtlich des Schuldspruchs des Fahrens in 

fahrunfähigem bzw. angetrunkenem Zustand (Disp. Ziff. 1 zweites Lemma), der 

Kostenfestsetzung (Disp. Ziff. 6) und der Kostenregelung (Disp. Ziff. 7) in Rechts-

kraft erwachsen, was vorab mittels Beschluss festzustellen ist. 

Die Rechtskraft der Herausgabe des beschlagnahmten Fahrzeugs (Disp. Ziff. 5) 

wurde wie eingangs erwähnt bereits mit Beschluss vom 11. Februar 2016 fest-

gestellt (Urk. 71). 

2. Beweisanträge 

Anlässlich der Berufungsverhandlung wiederholte die Staatsanwaltschaft die be-

reits vorgängig gestellten Beweisanträge (Prot. II. S. 11).  

Grundsätzlich beruht das Rechtsmittelverfahren auf Beweisen, die im Vor-

verfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 

Abs. 1 StPO). Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag 

einer Partei die erforderlichen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO). Der 

massgebliche Zeitpunkt für Beweisanträge ist grundsätzlich die Berufungs-

erklärung (vgl. Art. 399 Abs. 3 lit. c StPO). Drängen sich aus dem weiteren  

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Verfahrensablauf noch zusätzliche Beweisabnahmen auf, sind diese indes zuläs-

sig (vgl. Schmid, Praxiskommentar StPO, 2. Auflage, Zürich 2013, Art. 399 N 13). 

Wie zu zeigen sein wird, konnte darauf verzichtet werden, den Beweisanträgen 

der Staatsanwaltschaft stattzugeben. 

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

1. Anklagevorwurf  

In der Anklage wurde dem Beschuldigten im Wesentlichen vorgeworfen, er habe 

am Freitag, 23. August 2013, 00.40 Uhr, seinen Personenwagen Audi RS6 Avant 

an der Verzweigung Birchstrasse/Binzmühlestrasse nach dem Wechsel der  

Ampel auf Grünlicht extrem stark beschleunigt und sei driftend nach rechts in die 

Binzmühlestrasse abgebogen. Das Heck habe sich auf die Kurvenaussenseite in 

Richtung der sich in der Fahrbahnmitte befindlichen Verkehrsinsel bewegt. Das 

linke Hinterrad sei mit dem Randstein der Verkehrsinsel kollidiert und sei an-

gehoben worden. Das Auto sei in Richtung des rechten Fahrbahnrandes gedriftet, 

mit dem rechten Frontbereich gegen einen Granitblock geprallt und sei hernach 

mit weiteren Objekten kollidiert. Der Beschuldigte habe mit seinem Kombi mit den 

Fahrleistungen eines Hochleistungssportwagens die Rechtskurve im physi-

kalischen Grenzbereich befahren. Er habe gewusst, dass dies hochriskant sei und 

als Folge des Verlusts der Herrschaft über das Fahrzeug andere Verkehrs-

teilnehmer schwer verletzt oder getötet werden könnten (Urk. 24). 

Der Beschuldigte vermag sich nach eigenen Angaben an den Vorfall nicht zu er-

innern (Urk. 4, Urk. 36 S. 3 f.), während die Verteidigung ein Driften vor der ersten 

Kurve in Abrede stellt (vgl. Urk. 38 S. 3, S. 10). 

2. Erwägungen der Vorinstanz 

Die Vorinstanz kam im angefochtenen Urteil im Wesentlichen zum Schluss, es sei 

erstellt, dass der Beschuldigte sein Fahrzeug an besagter Kreuzung sehr stark 

beschleunigt habe, sodass es zum Unfall gekommen sei (Urk. 49 S. 8). Sie hielt 

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die Feststellungen im Gutachten des Forensischen Instituts Zürich (FOR) vom 

22. Juli 2014 (Urk. 10) für überzeugend, wonach die Reifenspuren eine Be-

schleunigung am physikalischen Grenzbereich dokumentierten. Die Kollision des 

Fahrzeughecks mit der Verkehrsinsel sei direkt auf die extreme Beschleunigung 

zurückzuführen gewesen. Die diesbezüglichen Einwendungen der Verteidigung 

erschütterten die Schlussfolgerungen des Gutachtens nicht. Dieses überzeuge im 

Kern und werde bezüglich Beschleunigung durch die Aussagen des Zeugen 

D._____ gestützt. Im Tatzeitpunkt habe klare Sicht geherrscht, die Fahrbahn sei 

trocken gewesen und habe sich in gutem Zustand befunden. Die Kreuzung sei 

übersichtlich und auch bei Dunkelheit gut ausgeleuchtet gewesen. Der Unfallort 

liege in einem ruhigen Wohn- und Geschäftsviertel ohne nennenswerte Nachtak-

tivitäten für Publikum, mit welchem auf der Strasse zu rechnen wäre (vgl. Urk. 49 

S. 8).  

In subjektiver Hinsicht erwog die Vorinstanz, der Beschuldigte habe gewusst, 

dass sein Fahrzeug bezüglich der Beschleunigungswerte die überwiegende 

Mehrheit der anderen Fahrzeuge weit hinter sich lasse. Die Risiken seiner Fahr-

weise seien ihm bewusst gewesen. Aufgrund der örtlichen und zeitlichen Bege-

benheiten könne jedoch nicht erstellt werden, dass der Beschuldigte bei seiner 

Aktion wissentlich schwere Verletzungen anderer Verkehrsteilnehmer oder gar 

Menschenleben riskiert habe. Dagegen spreche nicht nur der vermutlich dünne 

Verkehr um die Tatzeit, sondern auch die grosse Gefahr, in die sich der Be-

schuldigte durch seine Fahrweise selber gebracht habe und die auch in seinen 

erheblichen Verletzungen ihren Niederschlag gefunden habe (Urk. 49 S. 8 f.). 

3. Standpunkte im Berufungsverfahren 

Die Staatsanwaltschaft macht mit der Berufung geltend, die Vorinstanz stufe die 

vom Beschuldigten hervorgerufene Gefahr deutlich zu tief ein. Der Beschuldigte 

habe in der Stadt Zürich, kurz nach Mitternacht, wo noch zahlreiche besonders 

gefährdete Fussgänger und Zweiradfahrer unterwegs seien, die Herrschaft über 

das Fahrzeug verloren. Wenn sich auf dem Trottoir im fraglichen Bereich Fuss-

gänger befunden hätten, wären diese mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit schwer 

verletzt oder gar getötet worden. Auch für den Mitfahrer des Beschuldigten habe 

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eine hohe Gefahr bestanden, dass er verletzt oder gar getötet hätte werden  

können. Die Staatsanwaltschaft sei der Auffassung, der Beschuldigte habe diese 

Kurve wie ein Rennfahrer befahren, der derart nahe an der physikalischen Limite 

in eine Kurve fahre, dass er hoffe, die Haftung der Reifen reiche noch ganz knapp 

aus, um die Kurve meistern zu können. Das Auto des Beschuldigten weise Leis-

tungsdaten auf, welche sich nur mit sehr wenigen anderen Fahrzeugen ver-

gleichen lassen würden. Der Beschuldigte habe das Auto bereits seit zwei Jahren 

gefahren und sei auch mit der Strecke vertraut gewesen. Ein Befahren der Kurve 

derart am äussersten Limit, sodass das Fahrzeug ins Driften komme, sei einer-

seits hinsichtlich der Beschleunigung und andererseits hinsichtlich der Quer-

beschleunigung beim Befahren der Kurve selbst von einer sportlichen Fahrweise 

derart weit entfernt, dass davon auszugehen sei, dass dieses Fahren am Limit 

wissentlich erfolgt sei. Das Befahren einer Kurve in der Stadt Zürich wie an einem 

Bergrennen sei unter den Tatbestand von Art. 90 Abs. 3 SVG zu subsumieren. 

Dem Beschuldigten werde nicht vorgeworfen, er habe schwere Verletzungen oder 

gar den Tod von anderen Verkehrsteilnehmern oder seines Mitfahrers in Kauf ge-

nommen. Ihm werde lediglich vorgeworfen, dass er im Wissen um eine solche 

Gefahr wie ein Rennfahrer gefahren sei. Zu den rechtlichen Ausführungen der  

Vorinstanz sei sodann anzumerken, dass auch ein Nichtanpassen der Geschwin-

digkeit an die konkreten Verhältnisse vorliege, weshalb im Übrigen auch Art. 32 

Abs. 1 SVG als verletzt erachtet werden müsse (Urk. 50 S. 1 f.; Urk. 78 S. 2 ff.). 

Die Verteidigung bringt dagegen vor, der Beschuldigte habe zwar einen Fehler 

begangen und habe zu stark in die Kurve beschleunigt, dabei sei er aber nicht 

vorsätzlich das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern 

eingegangen. Ein solches Risiko habe er auch nicht in Kauf genommen. Vielmehr 

habe der Beschuldigte die Gefährlichkeit seines Verhaltens unterschätzt, wobei er 

gleichzeitig auch seine eigene Fähigkeit bzw. die Fahrt an sich überschätzt habe.  

Betreffend das Gutachten des Forensischen Instituts Zürich vom 27. Juli 2014 

hielt der Verteidiger – wie bereits vor Vorinstanz – fest, dass dieses hauptsächlich 

auf Kreidestrichen und nicht auf tatsächliche Reifenspuren basiere. Tatsächliche 

Pneuabdruckspuren seien in der Fotodokumentation nur an wenigen Stellen er-

sichtlich. Das Gutachten werfe im Übrigen einige Fragen auf, welche nicht be-

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antwortet werden könnten und enthalte Behauptungen, die nicht nachvollziehbar 

seien. Die Kurvenfahrt des Beschuldigten sei zwar rasant, aber noch nicht  

grenzwertig gewesen. Das Fahrzeug sei bei lediglich geringem Schwimmwinkel 

kontrollier- und beherrschbar geblieben. Die Kollision mit der Mittelinsel – mit dem 

linken Vorder- oder Hinterrad – sei infolge einer Fehleinschätzung des Be-

schuldigten erfolgt, welche durch dessen Alkoholisierung und die grössere hintere 

Spurbreite des Fahrzeugs begünstigt worden sei. Dass er sich allenfalls für ledig-

lich 0,5 Sekunden nahe am Grenzbereich der physikalischen Haftung befunden 

habe, habe er aufgrund der stabilen Fahrlage seines Fahrzeugs nicht bemerkt. 

Selbst wenn er dies aber bemerkt hätte, wäre ihm zudem nicht genügend Zeit ge-

blieben, um angemessen darauf zu reagieren. Ohne den Aufprall an der  

Mittelinsel wäre die Kurvenfahrt des Beschuldigten zwar rasant, aber unfallfrei 

abgeschlossen worden. Der Beschuldigte habe einzig die Pflicht zur voraus-

schauenden Fahrweise und damit seine allgemeine Sorgfaltspflicht missachtet, 

wobei dies in fahrlässiger Art und Weise erfolgt sei (Urk. 79 S. 1 ff.).  

4. Rechtliches 

Die Vorinstanz hat die Grundsätze zu den Anforderungen an die Beweiswürdi-

gung und die rechtlichen Grundlagen zu den Verkehrsregelverletzungen ausführ-

lich und zutreffend aufgeführt, worauf zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen 

vollumfänglich verwiesen werden kann (vgl. Urk. 49 S. 4 f. und S. 9 ff.; Art. 82 

Abs. 4 StPO). Die nachfolgenden Erwägungen verstehen sich als Ergänzungen 

und Präzisierungen: 

Wer durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko 

eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht, namentlich durch 

besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, wag-

halsiges Überholen oder Teilnahme an einem nicht bewilligten Rennen mit Motor-

fahrzeugen, macht sich der qualifizierten groben Verkehrsregelverletzung 

i.S.v. Art. 90 Abs. 3 SVG strafbar. Demgegenüber kann die grobe Verkehrsregel-

verletzung i.S.v. Art. 90 Abs. 2 SVG auch fahrlässig begangen werden (Hervor-

hebungen durch die Kammer). 

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Gemäss Art. 12 Abs. 2 StGB handelt vorsätzlich, wer die Tat mit Wissen und  

Willen ausführt. Vorsätzlich handelt auch bereits, wer die Verwirklichung der Tat 

für möglich hält und in Kauf nimmt. Die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und 
bewusster Fahrlässigkeit kann im Einzelfall schwierig sein. Sowohl der eventual-

vorsätzlich als auch der bewusst fahrlässig handelnde Täter wissen um die  

Möglichkeit des Erfolgseintritts beziehungsweise um das Risiko der Tatbestands-

verwirklichung. Hinsichtlich der Wissensseite stimmen somit beide Erscheinungs-

formen des subjektiven Tatbestands überein. Unterschiede bestehen jedoch beim 

Willensmoment. Der bewusst fahrlässig handelnde Täter vertraut (aus pflichtwidriger 

Unvorsichtigkeit) darauf, dass der von ihm als möglich vorausgesehene Erfolg nicht 

eintreten, das Risiko der Tatbestandserfüllung sich mithin nicht verwirklichen werde. 

Demgegenüber nimmt der eventualvorsätzlich handelnde Täter den Eintritt des als 

möglich erkannten Erfolgs ernst, rechnet mit ihm und findet sich mit ihm ab. Wer den 

Erfolg dergestalt in Kauf nimmt, "will" ihn im Sinne von Art. 18 Abs. 2 aStGB. Nicht er-

forderlich ist, dass der Täter den Erfolg "billigt" (BGE 133 IV 9 E. 4.1, eingehend 

BGE 96 IV 99 S. 101; BGE 130 IV 58 E. 8.3 m.w.H.). 

Ob der Täter die Tatbestandsverwirklichung in diesem Sinne in Kauf genommen hat, 

muss der Richter – bei Fehlen eines Geständnisses des Beschuldigten – aufgrund 

der Umstände entscheiden. Dazu gehören die Grösse des dem Täter bekannten  

Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, 

die Beweggründe des Täters und die Art der Tathandlung. Je grösser die Wahr-

scheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Sorgfaltspflicht-

verletzung wiegt, desto näher liegt die Schlussfolgerung, der Täter habe die Tat-

bestandsverwirklichung in Kauf genommen. Der Richter darf vom Wissen des Täters 

auf den Willen schliessen, wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolgs als so wahr-

scheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünf-

tigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 130 IV 

58 E. 8.4; BGE 125 IV 242 E. 3c mit Hinweisen). Eventualvorsatz kann indessen 

auch vorliegen, wenn der Eintritt des tatbestandsmässigen Erfolgs nicht in diesem 

Sinne sehr wahrscheinlich, sondern bloss möglich war. Doch darf nicht allein aus 

dem Wissen des Täters um die Möglichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkauf-

nahme geschlossen werden. Vielmehr müssen weitere Umstände hinzukommen 

(BGE 131 IV 1 E. 2.2; BGE 125 IV 242 E. 3 f). 

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Was der Täter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft sog. innere Tatsachen und ist 

damit eine Tatfrage. Eine Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten 

Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begründet ist. Es ist allerdings nicht zu 

übersehen, dass sich insoweit Tat- und Rechtsfragen teilweise überschneiden. Der 

Sachrichter hat daher die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen möglichst 

erschöpfend darzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umständen er auf 

Eventualvorsatz geschlossen hat (BGE 130 IV 58 E. 8.5; BGE 125 IV 242 E. 3c, je 

mit Hinweisen). Zu diesen Faktoren gehören das geschaffene Ausmass sowie die 

Zeitspanne der Gefährdung, die Intensität der Sorgfaltspflichtverletzung, das Hand-

lungsziel und die Motivation, die sich aus der Tat herauslesen lässt, die Handlungs-

macht in der konkreten Situation, die Möglichkeit, die Situation einzuschätzen, die 

Selbstgefährdung, die Einstellung zur Tatbestandsverwirklichung und Massnahmen 

zur Erfolgsverhinderung (Bürgi, Der Raser im Strafrecht, Zürich/Basel/Genf 2014, 

S. 84 m.w.H.). 

Bei Unfällen im Strassenverkehr kann nach der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung nicht ohne Weiteres aus der hohen Wahrscheinlichkeit des Eintritts 

des tatbestandsmässigen Erfolgs auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden. 

In BGE 133 IV 9 erwog das Bundesgericht, erfahrungsgemäss neigten Fahr-

zeuglenker dazu, einerseits die Gefahren zu unterschätzen und andererseits ihre 

Fähigkeiten zu überschätzen, weshalb ihnen unter Umständen das Ausmass des 

Risikos der Tatbestandsverwirklichung nicht bewusst sei. Einen unbewussten 

Eventualdolus aber gebe es nicht. Eventualvorsatz in Bezug auf Verletzungs- und 

Todesfolgen sei bei Unfällen im Strassenverkehr daher nur mit Zurückhaltung in 

krassen Fällen anzunehmen, in denen sich aus dem gesamten Geschehen ergibt, 

dass der Fahrzeuglenker sich gegen das geschützte Rechtsgut entschieden habe 

(a.a.O. E. 4.4).  

Das Gericht würdigt Gutachten grundsätzlich frei. Es darf jedoch in Fachfragen 

nicht ohne triftige Gründe von einem Gutachten abweichen und muss Abwei-

chungen begründen. Das Abstellen auf nicht schlüssige Gutachten kann gegen 

das Willkürverbot verstossen, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tat-

sachen oder Indizien die Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern 

(BGE 130 I 337 E. 5.4.2, BGE 128 I 81 E. 2).  

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- 13 - 

5. Würdigung 

Der Sachverständige dipl. phys. ETHZ C._____ kam zum Schluss, er habe an-

hand der durch den Unfalltechnischen Dienst dokumentierten Reifenspuren, der 

Sachschäden und der Fahrzeugschäden den Unfallhergang vom Beginn der Rei-

fenspuren bis zur Fahrzeugendlage zuverlässig rekonstruieren können (Urk. 10). 

Der Beschuldigte sei mit einem geringen Schwimmwinkel (Winkel  

zwischen der Fahrzeuglängsachse und der Bewegungsrichtung des Fahr-

zeugschwerpunktes) in Richtung der Verkehrsinsel gedriftet. Aufgrund des 

Schwimmwinkels sei das linke Hinterrad mit dem Randstein kollidiert und über die 

Verkehrsinsel gehoben worden. Aufgrund der dadurch kurzzeitig entlasteten Hin-

terräder habe das Fahrzeug eine leichte Drehung im Uhrzeigersinn um die Hoch-

achse erfahren, wodurch die Fahrzeuglängsachse zum rechten Fahrbahnrand der 

Binzmühlestrasse resp. zur späteren Kollisionsstelle ausgerichtet gewesen sei 

(Urk. 10 S. 4). Aufgrund der Reifenspuren, der daraus eruierten Fahrzeugpositio-

nen und des daraus resultierenden Schwimmwinkels sei erwiesen, dass der  

Beschuldigte die Kurve leicht driftend und damit im Grenzbereich der physikali-

schen Haftung befahren habe. Kurvenfahrten im physikalischen Grenzbereich 

seien äusserst anspruchsvoll für den Lenker und führten – auch bei geübten 

(Renn-)Fahrern – beim überraschenden Auftauchen eines zusätzlichen Problems 

zwangsläufig zum Verlust der Herrschaft über das Fahrzeug. Wenn der Beschul-

digte mit seinem Fahrzeug nicht gedriftet wäre und das Fahrzeug an der Position 

neben der Verkehrsinsel keinen Schwimmwinkel gehabt hätte, wäre es nicht zum 

Anprall des linken Hinterrades gegen den Randstein der Verkehrsinsel ge-

kommen (Urk. 10 S. 5 f.). 

Das Gutachten des durch die Staatsanwaltschaft bestellten Sachverständigen 

C._____ vom Forensischen Institut Zürich vom 27. Juli 2014 ist detailliert, die 

Schlussfolgerung ist ausführlich, lückenlos dokumentiert und insgesamt problem-

los nachvollziehbar (vgl. Urk. 10). Der erfahrene Gutachter argumentiert logisch 

und differenziert vor dem Hintergrund seines breiten Erfahrungsschatzes auf  

seinem Fachgebiet. Beweismittel, welche diese Schlussfolgerungen in Zweifel 

ziehen könnten, bestehen nicht. Zudem sprach auch der Mitfahrer D._____ von 

- 14 - 

einer "guten" bzw. starken Beschleunigung im Tatzeitpunkt. Soweit die Verteidi-

gung die Grundlagen des Gutachtens in Zweifel zieht und spekuliert, es handle 

sich bei den durch den Unfalltechnischen Dienst erstellten Kreidestrichen auf den 

Fotos (Urk. 15) um Vermutungen (Urk. 38 S. 4; Urk. 79 S. 2 f.), übersieht sie, 

dass der Unfalltechnische Dienst die vor Ort gefundenen Spuren zu markieren 

hatte und kein Grund zur Annahme besteht, dass eigenmächtig Vermutungen 

über einen möglichen Geschehensablauf eingezeichnet wurden. Sodann ist der 

Auffassung der Verteidigung zu widersprechen (Urk. 38 S. 10; Urk. 79 S. 4 f.), 

wonach gemäss Gutachten sinngemäss von keinem eigentlichen Driften bzw. von 

einem stabilen Fahrverhalten des Beschuldigten auszugehen sei, weil der Gut-

achter von einem leichten Schwimmwinkel und einem leichten Driften spreche. 

Der in verkehrstechnischen Fragen versierte Gutachter stellte explizit ein Driften 

und eine Kurvenfahrt im physikalischen Grenzbereich fest, ohne welches es nicht 

zur ersten Kollision mit dem Randstein der Verkehrsinsel gekommen wäre 

(Urk. 10 S. 9). Mithin kann eben gerade nicht von einem stabilen Fahrverhalten 

gesprochen werden. Unter diesen Umständen erscheint es nicht erforderlich, den 

Sachverständigen dipl. phys. C._____ anlässlich der Berufungsverhandlung er-

neut einzuvernehmen, wie es von der Staatsanwaltschaft beantragt wurde 

(vgl. Urk. 61 S. 1). 

Zusammenfassend ist der Anklagesachverhalt erstellt, wonach der Beschuldigte 

im Tatzeitpunkt nach dem Wechsel der Ampel auf Grünlicht aus dem Stand innert 

20 Meter auf 54 km/h bzw. extrem stark beschleunigte und driftend nach rechts in 

die Binzmühlestrasse abbog. In der Folge kollidierte sein linkes Hinterrad mit dem 

Randstein der Verkehrsinsel und wurde angehoben, worauf es zu weiteren Kolli-

sionen mit Objekten auf der rechten Strassenseite kam. Der Beschuldigte fuhr 

dabei im äusserst anspruchsvollen physikalischen Grenzbereich. Durch den Un-

fall erlitt sein Beifahrer Schnittverletzungen im Gesicht, während der Beschuldigte 

ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Schulter- und Ellbogenbruch links, ein Wirbel-

säulentrauma sowie multiple Schnittverletzungen erlitt. Der Beschuldigte war zu 

keiner Zeit bewusstlos (Urk. 1, Urk. 40/3). 

- 15 - 

Zu den weiteren Umständen ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass die Kreu-

zung auch in der Nacht gut ausgeleuchtet und die Fahrbahn trocken sowie in ein-

wandfreiem Zustand war (act. 49 S. 8, act. 10 S. 5). Soweit die Vorinstanz jedoch 

weiter ausführt, es sei nicht mit "Publikum" auf der Strasse zu rechnen gewesen, 

übersieht sie, dass der Unfall an einem Freitagabend in der Stadt Zürich statt 

fand, wo aufgrund der dichten Besiedelung grundsätzlich zu jeder Zeit mit  

Passanten und Verkehr zu rechnen ist. Die Kreuzung befindet sich in der Nähe 

des Bahnhof Oerlikon, gegenüber zahlreichen Restaurants, dem Hotel Marriott 

Courtyard und angrenzenden Wohnvierteln, weshalb auch um diese Uhrzeit 

grundsätzlich mit heimkehrenden Passanten und motorisiertem Strassenverkehr 

gerechnet werden musste. Zudem waren nach Aussage des Zeugen D._____ 

nach dem Unfall sogleich mehrere Personen vor Ort, um zu helfen (vgl. Urk. 6 

S. 3). Mit seiner Fahrweise gefährdete der Beschuldigte mithin das Leben seines 

Mitfahrers konkret und jenes anderer Verkehrsteilnehmer bzw. Passanten abs-

trakt. Mithin erscheint es nicht erforderlich, das von der Staatsanwaltschaft bean-

tragte Beweismittel abzunehmen und eine Tatrekonstruktion auf dem Flughafen 

Dübendorf vorzunehmen, an welcher die hochriskante Fahrweise demonstriert 

werden soll (vgl. Urk. 61 S. 2). 

Zum subjektiven Sachverhalt ist zu bemerken, dass der Beschuldigte aufgrund 

seines geltend gemachten Erinnerungsverlustes keine Angaben zu seiner  

Willensrichtung macht. Er musste jedoch sein PS-starkes Fahrzeug und dessen 

Beschleunigung kennen, nachdem er dieses schon seit zwei Jahren besass 

(Urk. 4 S. 2). Es ist mithin – entgegen der Verteidigung (Urk. 79 S. 6) – davon 

auszugehen, dass er das Fahrzeug absichtlich derart stark beschleunigte, dass er 

im physikalischen Grenzbereich fuhr.  

Unter diesen Umständen musste er wissen, dass er bei diesem Manöver die Kon-

trolle über sein Fahrzeug verlieren und dadurch Menschenleben, primär andere 

Verkehrsteilnehmer bzw. Passanten, aber auch sich selbst und seinen Mitfahrer, 

erheblich gefährdete. Angesichts der darauffolgenden Kollisionen mit der Ver-

kehrsinsel, einem Granitblock, einem Verteilerkasten und einem Lichtmast und 

- 16 - 

angesichts des Totalschadens am Fahrzeug ist wohl nur einem glücklichen Zufall 

zu verdanken, dass der Mitfahrer D._____ lediglich leicht verletzt wurde. 

Indes ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte gemäss Anklagevorwurf und 

demgemäss erstelltem Sachverhalt aus dem Stand stark beschleunigte, nachdem 

die Ampel auf Grün geschaltet hatte. Mithin ist zu seinen Gunsten davon Aus-

zugehen, dass er vorgängig die Verkehrssituation einigermassen einschätzen 

konnte. Zudem dauerte seine Verkehrsregelmissachtung nur wenige Sekunden, 

weil er bereits nach wenigen Metern mit dem ersten Objekt kollidierte. Es liegen 

keine Hinweise für ein Autorennen oder für ein längerfristiges Fehlverhalten vor, 

wie die Staatsanwaltschaft mit ihrem Vergleich mit einem Bergrennen 

(vgl. Urk. 50 S. 2) zu suggerieren versucht; vielmehr ist mit der Vorinstanz davon 

auszugehen, dass der Beschuldigten seinem Beifahrer mit der starken Beschleu-

nigung des Fahrzeugs imponieren wollte. Seine Tathandlung beschränkte sich 

mithin auf ein einmaliges, heftiges Betätigen des Gaspedals für eine relativ kurze 

Zeit. Aufgrund sämtlicher Umstände ist mit der Vorinstanz festzuhalten, dass der 

Beschuldigte damit vorsätzlich eine ernstliche Gefahr für die Sicherheit i.S.v. 

Art. 90 Abs. 2 SVG anderer in Kauf nahm. Es liegt jedoch kein derart krasser Fall 

vor, welcher zur Annahme berechtigen würde, der Beschuldigte habe im Tatzeit-

punkt ein hohes Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern im 

Sinne des qualifizierten Tatbestandes der groben Verkehrsregelverletzung 

(Art. 90 Abs. 3 SVG) in Kauf genommen. 

Zutreffend ist demgegenüber der Hinweis der Staatsanwaltschaft, dass der Be-

schuldigte durch sein Verhalten auch gegen Art. 32 Abs. 1 SVG verstossen hat, 

indem er seine Geschwindigkeit nicht den konkreten Verhältnissen anpasste. 

Dementsprechend ist der Beschuldigte der groben Verkehrsregelverletzung im 

Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG 

schuldig zu sprechen. 

- 17 - 

IV. Strafzumessung 

Die Vorinstanz hat den Strafrahmen korrekt abgesteckt und die gesetzlichen Zu-

messungsregeln zutreffend dargelegt. Um unnötige Wiederholungen zu vermei-

den, kann vorab auf diese Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen 

werden (Urk. 49 S. 15 ff.).  

Der Beschuldigte schuf durch sein übertrieben starkes Anfahren nicht nur eine 

hohe abstrakte Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer, sondern auch eine kon-

krete Gefahr für sich und seinen Beifahrer, welche sich letztlich im Selbstunfall 

realisierte. Dabei ist es wie erwähnt nur dem glücklichen Zufall zu verdanken, 

dass sein Beifahrer lediglich Schnittwunden erlitt, während er selbst zum Teil er-

hebliche Knochenbrüche erlitt (vgl. Urk. 40/3). Sofern der Verteidiger in seinem 

Plädoyer anlässlich der heutigen Berufungsverhandlung in diesem Zusammen-

hang ausführte, dass es unzulässig sei, dem Beschuldigten unter dem Titel der 

objektiven Tatschwere eine erhöhte Gefährdung hochwertiger Rechtsgüter anzu-

lasten, da eine solche bereits durch den Tatbestand vorausgesetzt werde (Urk. 79 

S. 7), ist dem entgegenzuhalten, dass es sich bei den diesbezüglichen vorinstanz-

lichen Erwägungen (vgl. Urk. 49 S. 16), lediglich um eine Umschreibung des  

konkreten objektiven Verschuldens handelt, welche ohne Weiteres als zulässig zu 

erachten ist. Mit der Vorinstanz ist sodann davon auszugehen, dass Fahrbahnzu-

stand, Übersicht und Verkehrsaufkommen ungünstiger hätten sein können, wobei 

jedoch erschwerend zu berücksichtigen ist, dass der Beschuldigte einen Blut-

alkoholgehalt von 0.77 ‰ aufwies. Zudem fand das Manöver in einem relativ dicht 

bewohnten Quartier der Stadt Zürich statt, wo grundsätzlich zu jeder Zeit mit Ver-

kehr und Passanten zu rechnen ist. Entgegen der Vorinstanz ist von einem mittle-

ren objektiven Tatverschulden auszugehen; das von ihr angenommene schwere 

objektive Tatverschulden (Urk. 49 S. 16) hätte zu einer drastisch höheren  

Einsatzstrafe als der von ihr angenommenen Freiheitsstrafe von 13 Monaten  

führen müssen. 

In subjektiver Hinsicht ist von direktvorsätzlichem Handeln im Bezug auf die grobe 

Verkehrsregelverletzung (Art. 90 Abs. 2 SVG) auszugehen. So beschleunigte der 

- 18 - 

Beschuldigte den Wagen bewusst und gewollt an seine physikalische Grenze, 

wobei er ein hohes Risiko eines Unfalls einging. Wie erwähnt ist jedoch nicht da-

von auszugehen, dass sich sein Vorsatz geradezu auf einen Unfall mit schweren 

Verletzungen oder gar Todesfolgen erstreckte. Mit der Vorinstanz ist weiter davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte vor dem Zeugen D._____ mit der Stärke sei-

nes Fahrzeugs prahlen und ihm seine Fahrfähigkeiten demonstrieren wollte. Un-

ter diesen Umständen relativiert die subjektive Tatschwere das objektive Ver-

schulden nicht. 

In Anbetracht des mittleren Verschuldens erscheint eine Einsatzstrafe von 

14 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen.  

Mit der Vorinstanz lassen sich aus dem Werdegang und der Vorstrafenlosigkeit 

keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten (vgl. Urk. 49 S. 17, 

Urk. 19/1).  

Mit der Vorinstanz sind die Verletzungen, welche sich der Beschuldigte durch den 

Unfall zuzog, keineswegs leicht, jedoch auch nicht als lebensgefährlich zu würdi-

gen. Auch wenn der Beschuldigte einige erhebliche Narben durch die Verletzun-

gen bzw. die drei nachfolgenden Operationen davontragen wird (vgl. Urk. 40/4), 

wurde er rund einen Monat nach dem Unfall, am 26. September 2013, wieder aus 

der Rehaklinik Bellikon entlassen. Als relevante Problemstellungen wurde fest-

gehalten, dass ihm das Arbeiten am PC nur mit einer Hand möglich sei und er 

Unterstützung in der Selbstversorgung (Jacke anziehen, Kompressionsstrumpf) 

habe. Offenkundig war es ihm sehr wichtig, möglichst bald wieder in den Beruf 

einzusteigen, worauf er darauf hingewiesen wurde, bis auf weiteres nicht zu den 

Terminen ins Ausland zu fliegen, weshalb er diese nun umorganisiere (vgl. 

Urk. 40/9). Wegen Folgebeschwerden meldete sich der Beschuldigte bei 

Dr. E._____, Universitätsspital Zürich, welcher dem Beschuldigten am 18. März 

2014 eine volle Arbeitsfähigkeit bescheinigte und ihm als Medikation Vitamin C 

empfahl (Urk. 40/10). Im Rahmen der heutigen Berufungsverhandlung liess der 

Beschuldigte betreffend seinen Gesundheitszustand zusätzliche Unterlagen ein-

reichen. Einer E-Mail von Dr. med. F._____, Leitender Arzt der Klinik für Unfallchi-

rurgie des Universitätsspitals Zürich, lässt sich entnehmen, dass der Beschuldigte 

- 19 - 

ab März 2014 zwar wieder zu 100% als arbeitsfähig beurteilt wurde, dass er aber 

auch in dieser Zeit noch handicapiert gewesen sei (Urk. 80/1). Aus einem Bericht 

von Dr. F._____ vom 22. Dezember 2015 geht zudem hervor, dass der Beschul-

digte auch Ende 2015 noch Schmerzen und Parästhesien zu gewärtigen hatte 

(Urk. 80/3). Aus Urk. 80/2 wird weiter ersichtlich, dass der Beschuldigte bis Ende 

Februar 2016 wöchentlich im Reha-Center Zürich Airport physiotherapeutisch be-

handelt worden ist. Einem diesbezüglichen Bericht des Reha-Centers vom 1. April 

2016 ist zu entnehmen, dass das Wohlbefinden des Beschuldigten auch aktuell 

noch beeinträchtigt zu sein scheint (vgl. Urk. 80/4). 

Soweit der Beschuldigte geltend macht, es sei von einer langfristigen Abschöp-

fung seiner Finanzkraft auszugehen, ist darauf hinzuweisen, dass er voll arbeits-

fähig ist und in sehr guten finanziellen Verhältnissen lebt. 

Die Vorinstanz hat in Anbetracht der gesundheitlichen Probleme des Beschuldig-

ten eine leichte Strafminderung vorgenommen (Urk. 49 S. 17 f.). Aufgrund des 

Nachweises nach wie vor bestehender körperlicher Beeinträchtigungen des Be-

schuldigten, ist diese leicht zu erhöhen und es ist die Strafe spürbar zu mindern. 

Die Vorinstanz hielt dem Beschuldigten weiter eine unerklärbare Länge des  

Verfahrens strafmindernd zu Gute (Urk. 49 S. 18). Hierzu ist zu bemerken, dass 

das in Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 14 Ziff. 3 lit. c UNO-Pakt 

II festgeschriebene Beschleunigungsgebot die Behörden verpflichtet, das Straf-

verfahren voranzutreiben, um den Beschuldigten nicht unnötig über die gegen ihn 

erhobenen Vorwürfe im Ungewissen zu lassen (BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 

E. 3.3.1; 124 I 139 E. 2a; je mit Hinweisen). Entscheidend für die Beurteilung der 

Angemessenheit der Verfahrensdauer ist eine Gesamtbetrachtung des konkreten 

Einzelfalls (BGE 130 IV 54 E. 3.3.3; 124 I 139 E. 2c). Von den Behörden und  

Gerichten kann nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem einzigen Fall 

widmen. Zeiten, in denen das Verfahren stillsteht, sind unumgänglich. Wirkt keiner 

dieser Zeitabschnitte stossend, ist eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen (Urteil 

des Bundesgerichts vom 12. März 2013, 6B_51/2013, E. 2.2.). Welche Verfah-

rensdauer angemessen ist, hängt von den konkreten Umständen ab, die in ihrer 

Gesamtheit zu würdigen sind. Kriterien hierfür bilden etwa die Schwere des Tat-

- 20 - 

vorwurfs, die Komplexität des Sachverhaltes, die dadurch gebotenen Untersu-

chungshandlungen, das Verhalten des Beschuldigten und dasjenige der Behör-

den sowie die Zumutbarkeit für den Beschuldigten (BGE 130 IV 54, E. 3.3.1 

S. 54 f.; 130 I 269 E. 3.1 S. 273; je mit Hinweisen). Die Verletzung des  

Beschleunigungsgebots ist im Rahmen der Strafzumessung festzustellen und zu 

würdigen, da die Verfahrensverzögerung nicht geheilt werden kann (BGE 133 IV 

158 E. 8 S. 170 mit Hinweisen). Insoweit gilt das Beschleunigungsgebot als  

Strafzumessungskriterium. 

Der Unfall fand am 23. August 2013 statt, worauf die Stadtpolizei den Rapport am 

6. September 2013 erstellte (Urk. 1). Die Fotodokumentation erfolgte im selben 

Monat (Urk. 15), worauf im Oktober 2013 im Wesentlichen die Abklärungen im 

Zusammenhang mit der Blutalkoholkonzentration und den Personalien des Be-

schuldigten erfolgten (Urk. 16 + 19). Der Beschuldigte und der Zeuge D._____ 

wurden im Februar 2014 auf den März 2014 zur Einvernahme vorgeladen 

(Urk. 5+6, Urk. 11). Der Gutachtenauftrag der Staatsanwaltschaft vom 2. Juli 

2014 ging am 7. Juli 2014 beim FOR ein, worauf das Gutachten am 22. Juli 2014 

erstattet wurde (Urk. 8-10). Die Schlusseinvernahme erfolgte am 9. März 2015, 

worauf am 17. März 2015 Anklage erhoben wurde (Urk. 11+24). 

Zusammenfassend besteht für den Zeitraum Juli 2014 bis März 2015 eine uner-

klärliche Lücke im Untersuchungsverfahren. Diesem Umstand ist mit der Vor-

instanz einer leichten Strafminderung Rechnung zu tragen. 

Soweit die Vorinstanz dem Beschuldigten das Geständnis zugute hält, ist auf  

Folgendes hinzuweisen: Ein Geständnis, das kooperative Verhalten eines Täters 

bei der Aufklärung von Straftaten sowie die Einsicht und Reue wirken strafmin-

dernd (Wiprächtiger in BSK StGB I, 2. A., Basel 2007, N 131 zu Art. 47 StGB). 

Aus der Rechtsprechung des Bundesgerichts ergibt sich, dass nur ein ausgespro-

chen positives Nachtatverhalten zu einer erheblichen Strafreduktion führen kann. 

Zu einem solchen gehört ein umfassendes Geständnis von allem Anfang an und 

aus eigenem Antrieb, also nicht erst auf konkrete Vorwürfe hin oder nach dem 

Vorhalt entsprechender Beweise. Die Berücksichtigung von Geständnissen im 

Rahmen der Strafzumessung beruht hauptsächlich auf zwei Gründen. Zum einen 

- 21 - 

kann das Geständnis (vorbehältlich seiner kritischen Prüfung im Rahmen der 

freien richterlichen Beweiswürdigung) zur Vereinfachung und Verkürzung des 

Verfahrens und zur Wahrheitsfindung beitragen. Zum andern kann das Opfer 

bzw. die geschädigte Partei durch die Schuldanerkenntnis des Täters bereits eine 

gewisse immaterielle Genugtuung erfahren. Ein Verzicht auf Strafminderung kann 

sich allenfalls aufdrängen, wenn das Geständnis die Strafverfolgung nicht erleich-

tert hat, weil die Täterschaft ohnehin bereits überführt gewesen wäre. Bei umfang-

reichen und prozessentscheidenden Geständnissen kann die Strafreduktion nach 

der bundesgerichtlichen Praxis hingegen bis zu einem Drittel betragen (vgl. BGE 

121 IV 202 E. 2d/cc). Ferner gehört kooperatives Verhalten in der Untersuchung 

dazu, beispielsweise wenn aufgrund des Verhaltens eines Beschuldigten weitere 

Delikte aufgeklärt oder Mittäter zur Rechenschaft gezogen werden können, was 

ohne sein kooperatives Mitwirken nicht möglich gewesen wäre. Schliesslich stel-

len auch Einsicht ins Unrecht der Tat und Reue Strafminderungsgründe dar. Nur 

wenn all diese Faktoren erfüllt sind, kann eine massgebliche Strafreduktion er-

folgen. Fehlen einzelne Elemente, ist die Strafe entsprechend weniger stark zu 

reduzieren (vgl. BGE 6B_974/2009 vom 18. Februar 2010, E. 5.4.). Demgegen-

über kann nach der bundesgerichtlichen Praxis fehlende Einsicht und Reue im 

Rahmen der Strafzumessung straferhöhend berücksichtigt werden (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 6B_765/2015 vom 3. Februar 2016, 6B_162/2011, E. 6.3.4., 

E. 7.4 m.w.H., BGE 113 IV 56 E. 4.c, je mit Hinweisen). 

Vorliegend macht der Beschuldigte geltend, sich an den fraglichen Unfall nicht  

erinnern zu können (Urk. 5, Urk. 11, Urk. 36 S. 4), obwohl er laut ärztlichem 

Zeugnis von Dr. med. G._____ vom 9. September 2013 jederzeit wach und an-

sprechbar gewesen sei und den behandelnden Ärzten vom Unfallhergang  

berichten konnte (vgl. Urk. 40/3 S. 3). Der Beschuldigte ist indessen aufgrund des 

schlüssigen Gutachtens überführt. Seine relativierenden Aussagen trugen weder 

zur Vereinfachung des Verfahrens bei noch liessen sie Einsicht oder gar Reue er-

kennen. Im Gegenteil muss mit der Vorinstanz eine ausgeprägte Bagatellisie-

rungstendenz konstatiert werden (vgl. Urk. 49 S. 18), stellte sich der Beschuldigte 

im Wesentlichen auf den Standpunkt, er ziehe seine eigenen Schlussfolgerungen 

aus dem Gutachten und jene der Staatsanwaltschaft seien übertrieben 

- 22 - 

(Urk. 36 S. 4). Unter diesen Umständen kann ihm entgegen der Vorinstanz keine 

Strafminderung aufgrund eines Geständnisses zugute gehalten werden. Eine 

Straferhöhung wegen fehlender Einsicht und Reue scheint vorliegend ebenso 

wenig angezeigt. 

In Würdigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint eine Freiheitsstrafe 

von neun Monaten bzw. eine Geldstrafe von 270 Tagessätzen dem Verschulden 

des Beschuldigten angemessen. Als mildere Sanktionsart erscheint unter diesen 

Umständen die Geldstrafe gerade noch zweckmässig. 

Der Beschuldigte verweigerte anlässlich der Berufungsverhandlung Angaben zu 

seiner finanziellen Situation. Im Jahre 2011 wurde ein Einkommen von 

Fr. 223'800.– und ein Vermögen von Fr. 364'000.– versteuert (Urk. 19/6). An-

lässlich der staatsanwaltschaftlicher Einvernahme vom 9. März 2015 machte er 

geltend, rund Fr. 20'000.– pro Monat zuzüglich Bonuszahlungen und weitere Leis-

tungen zu erhalten. Über die Bonuszahlungen könne er keine Angaben machen, 

weil sie in unterschiedlicher Höhe erfolge (Urk. 11 S. 5). Letztere Behauptung er-

scheint angesichts des Umstands, dass der Beschuldigte als Beruf Steuerberater 

angibt, unglaubhaft. Im Vorfeld der heutigen Berufungsverhandlung wurde be-

treffend den Beschuldigten eine Steuerauskunft eingeholt. Aus dieser geht hervor, 

dass das Einkommen des Beschuldigten für die Steuerjahre 2015 und 2016 auf 

Fr. 550'000.– und sein Vermögen auf Fr. 552'000.– geschätzt wurde (Urk. 77/1-2). 

Der Beschuldigte wollte sich zu diesen Steuerdaten nicht äussern (Prot. II S. 11). 

Auf die Angaben des Steueramtes ist indes abzustellen. 

Der Beschuldigte gab vor Vorinstanz an, seiner geschiedenen Ehefrau € 800.– 

und seinen beiden Kindern je € 400.– zu bezahlen, wobei er die jährlichen Kosten 

von rund € 22'000.– bzw. Fr. 20'000.– bis Fr. 21'000.– für die Privatschulen der 

beiden Kinder bezahle. Seine Krankenkassenprämie betrage ca. Fr. 400.– pro 

Monat und die Miete Fr. 4'000.– pro Monat (Urk. 36 S. 2). 

Unter all diesen Umständen erscheint eine Tagessatzhöhe von Fr. 800.– als an-

gemessen. 

- 23 - 

Zum Vollzug kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der  

Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 49 S. 21). Der Beschuldigte weist keine Vor-

strafen auf, und es ist zu erwarten, dass ihm das vorliegende Verfahren Lehre 

genug sein wird, um sich in Zukunft wohl zu verhalten. Damit sind die Vorausset-

zungen von Art. 42 Abs. 1 StGB erfüllt, weshalb unter Bestätigung der Vorinstanz 

der Vollzug der Geldstrafe unter Ansetzung der minimalen Probezeit von zwei 

Jahren aufzuschieben ist. 

Hinsichtlich des bereits in Rechtskraft erwachsenen Schuldspruchs der Vor-

instanz betreffend fahrlässiges Fahren in angetrunkenem Zustand im Sinne von 

aArt. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG, Art. 2 Abs. 1 VRV und 

Art. 1 Abs. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenz-

werte im Strassenverkehr, ist zusätzlich eine Busse auszufällen. Betreffend den 

Strafrahmen, das konkrete Verschulden des Beschuldigten und die angemessene 

Höhe der Busse kann vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vor-

instanz verwiesen werden (Urk. 49 S. 20). Bei der Bemessung der Ersatz-

freiheitsstrafe steht dem Gericht zwar ein weiter Ermessensspielraum zu, besteht 

aber die Besonderheit, dass das Gericht die Höhe des Tagessatzes einer Geld-

strafe und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Täters bereits ermittelt 

hat, so erscheint es – jedenfalls für Fälle, in denen der Tagessatz über Fr. 100.– 

beträgt – als sachgerecht, die Tagessatzhöhe als Umrechnungsschlüssel zu ver-

wenden, indem der Betrag der Verbindungsbusse durch jene dividiert wird 

(vgl. BGE 134 IV 60, E. 7.3.3). Die Ersatzfreiheitsstrafe ist somit – entgegen der 

Vorinstanz, welche eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen ausgefällt hat – auf  

lediglich 2 Tage festzusetzen. 

Zusammenfassend ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen 

zu Fr. 800.– sowie mit einer Busse von Fr. 2'000.– zu bestrafen. Der Vollzug der 

Geldstrafe ist aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre festzulegen. Demge-

genüber ist die Busse zu bezahlen und die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhaftem 

Nichtbezahlen auf 2 Tage festzusetzen.  

- 24 - 

VI. Kosten- und Entschädigungen 

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen. 

Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres Ob-

siegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft unter-

liegt mit ihrer Berufung sowohl im Schuldpunkt als auch betreffend die Sanktions-

höhe vollumfänglich. Die Anhebung der Tagessatzhöhe – welche im Übrigen 

durch die Staatsanwaltschaft nicht beantragt wurde – ist einzig auf de Berück-

sichtigung der aktualisierten persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten zurück-

zuführen. Ausgangsgemäss rechtfertigt es sich somit, die Kosten vollumfänglich 

auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

In Anbetracht des Umstandes, dass die Berufungsverhandlung 1 ½ Stunden we-

niger lang dauerte, als dies vom erbetenen Verteidiger des Beschuldigten ver-

anschlagt worden ist, dass seine übrigen Aufwendungen aber als ausgewiesen zu 

erachten sind (vgl. Urk. 80/5), rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten eine ent-

sprechend (um Fr. 405.–; [1.5 x Fr. 250.–] + 8% MwSt.) gekürzte Prozessent-

schädigung von Fr. 7'352.50 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse 

zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, 

vom 1. September 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− […] 

− des fahrlässigen Fahrens in angetrunkenem Zustand im Sinne von aArt. 91 

Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG, Art. 2 Abs. 1 VRV und Art. 1 

Abs. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte 

im Strassenverkehr. 

2.-5. [...] 

- 25 - 

6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf 

Fr. 4'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 3'000.–  Gebühr Untersuchung 

Fr. 13'555.55  Auslagen Untersuchung 

Fr. 2'160.–  Lagerkosten Unfallfahrzeug (bis 23.09.2015) 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Be-

schuldigten auferlegt." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist weiter schuldig der groben Verletzung der  

Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 31 

Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu 

Fr. 800.– und einer Busse von Fr. 2'000.–. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt.  

5. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  

Über die weiteren Kosten stellt die Gerichtskasse Rechnung. 

7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse  

genommen.  

- 26 - 

8. Dem Beschuldigten wird eine Prozessentschädigung von Fr. 7'352.50 für 

anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen. 

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 

− das Forensische Institut Zürich, Kantons- und Stadtpolizei Zürich, 
Herrn C._____, dipl. phys. ETHZ, Fachbereichsleiter Unfälle/Technik 
(Ref.Nr. …1/G.Nr. …), 

− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich Administrativ-
massnahmen (PIN.Nr. …). 

10. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

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Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 2. Mai 2016 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. P. Rietmann 
 

 

	Urteil vom 2. Mai 2016
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	(Urk. 49 S. 23)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von aArt. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG sowie
	 des fahrlässigen Fahrens in angetrunkenem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG, Art. 2 Abs. 1 VRV und Art. 1 Abs. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu Fr. 500.– sowie mit einer Busse von Fr. 2'000.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen.
	5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 3. September 2013 beschlagnahmte Personenwagen des Herstellers Quattro GmbH, Marke Audi RS6 Avant, Kontrollschilder ZH … (lagernd bei B._____) wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rec...
	Stellt der Beschuldigte nicht innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils einen entsprechenden Antrag auf Herausgabe, wird der Personenwagen auf Kosten des Beschuldigten entsorgt.
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	8. (Mitteilungen.)
	9. (Rechtsmittel.)"
	Berufungsanträge:
	a) der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 79 S. 11):
	1. Der Beschuldigte sei zusätzlich der groben Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei maximal mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen à Fr. 500.– und einer Busse von Fr. 2'000.– zu bestrafen.
	3. Das erstinstanzliche Kostendispositiv sei zu bestätigen. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen und dem Beschuldigten sei eine Prozessentschädigung in  Höhe seiner Verteidigerkosten zu bezahlen.
	b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 78 S. 1):
	1. Der Beschuldigte sei der qualifizierten groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen.
	2. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie einer Busse von Fr. 1'000.–.
	3. Es sei ihm der bedingte Strafvollzug zu gewähren unter Ansetzung  einer Probezeit von 2 Jahren.
	4. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei Nichtbezahlung der Busse sei auf 4 Tage festzusetzen.
	5. Die Kosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.
	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte
	II. Prozessuales
	1. Umfang der Berufung
	2. Beweisanträge
	III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
	1. Anklagevorwurf
	2. Erwägungen der Vorinstanz
	3. Standpunkte im Berufungsverfahren
	4. Rechtliches
	5. Würdigung
	IV. Strafzumessung
	VI. Kosten- und Entschädigungen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 7. Abteilung, vom 1. September 2015 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 […]
	 des fahrlässigen Fahrens in angetrunkenem Zustand im Sinne von aArt. 91 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 2 SVG, Art. 2 Abs. 1 VRV und Art. 1 Abs. 1 der Verordnung der Bundesversammlung über Blutalkoholgrenzwerte im Strassenverkehr.
	2.-5. [...]

	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt."
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist weiter schuldig der groben Verletzung der  Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG.
	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu Fr. 800.– und einer Busse von Fr. 2'000.–.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	5. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.  Über die weiteren Kosten stellt die Gerichtskasse Rechnung.
	7. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf die Gerichtskasse  genommen.
	8. Dem Beschuldigten wird eine Prozessentschädigung von Fr. 7'352.50 für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (übergeben)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 die Vorinstanz
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 das Forensische Institut Zürich, Kantons- und Stadtpolizei Zürich, Herrn C._____, dipl. phys. ETHZ, Fachbereichsleiter Unfälle/Technik (Ref.Nr. …1/G.Nr. …),
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Bereich Administrativmassnahmen (PIN.Nr. …).

	10. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.