# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 965a98c0-ff12-5605-8f5d-f087e1aeafc7
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-22
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 22.08.2019 VG.2019.00068 (VG.2019.826)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2019-00068_2019-08-22.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 22. August 2019

  
	
   

  
	
   

  
	
  II. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2019.00068

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer  

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    Schweizerische Unfallversicherungsanstalt
    (Suva)

    	
    Beschwerdegegnerin  

    
	
     

    	
     

    

  

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  UVG-Leistungen (Invalidenrente)

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  1.1 A.______, geboren am […], arbeitete
  als Lastwagenchauffeur bei der C.______AG in […] und war damit bei der Schweizerischen
  Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und
  Nichtberufsunfällen versichert. Als Lenker eines
  Motorrollers war er am […] in einen Verkehrsunfall verwickelt. Gemäss dem
  Rapport der Kantonspolizei Glarus vom […] kollidierte in […] ein
  Personenwagen mit dem von A.______ gelenkten Motorroller. Durch den Unfall
  erlitt A.______ eine offene posterolaterale Kniegelenksluxationsfraktur
  rechts sowie eine Subscapularis-Läsion der rechten Schulter. Er wurde im
  Spital D.______ erstversorgt und anschliessend in das Spital E.______
  überstellt. Dort wurde er gleichentags operiert. In der Folge wurde er
  mehrmals im Spital E.______ operiert und hospitalisiert. Im Weiteren hielt er
  sich vom 10. Januar 2011 bis 28. Januar 2011 in der Klinik F.______
  und vom 22. August 2012 bis 31. August 2012 in der Klinik G.______
  in […] auf.

  
	
   

  
	
  1.2 Als Folge des Unfalls wurde am
  30. August 2010 am Spital E.______ eine Revision des rechten Knies mit
  Zuggurtungsosteosynthese der Patella durchgeführt. Am 2. November 2010
  erfolgte eine Kniegelenksmobilisation in Narkose sowie eine Reosteosynthese
  der Patella und am 12. November 2010 zudem eine Schulterarthroskopie
  rechts mit Rotatorenmanschettennaht. Aufgrund einer Dehiszenz der Hauptfragmente
  wurde am 29. Dezember 2010 eine neue Zuggurtungsosteosynthese
  vorgenommen. Am 5. Juli 2011 wurde eine Kniearthroskopie rechts mit
  Gelenkstoilette sowie einer partiellen Metallentfernung durchgeführt. Das
  rechte Kniegelenk wurde zudem am 13. September 2011 revidiert. Am
  23. August 2012 wurden in der Klinik G.______ eine Restpatellektomie
  sowie ein Augmentationsplastik durchgeführt.

  
	
   

  
	
  1.3 A.______ war vom 30. August
  2010 bis 2. April 2011 zu 100 % arbeitsunfähig. Ab dem
  3. April 2011 war er immer wieder in unterschiedlichem Ausmass
  arbeitsunfähig.

  
	
   

  
	
  1.4 A.______
  und die C.______AG lösten das Arbeitsverhältnis auf den 31. Juli 2013
  auf. Ab dem
  1. August 2013 bis zum 31. Januar 2016 war A.______ befristet mit
  einem Arbeitspensum von 100 % bei der H.______AG als Mitarbeiter
  Gate/Alarmstelle angestellt. Anschliessend verlängerte die H.______AG den
  Arbeitsvertrag mit ihm bis zum 31. August 2016, wobei das Arbeitspensum
  auf 80 % reduziert wurde. Seit dem 16. April 2018 ist er mit einem
  Pensum von 50 % bei der I.______ als Betriebsmitarbeiter angestellt.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 A.______ meldete sich am
  12. Dezember 2010 bei der IV-Stelle Glarus zum Bezug von Leistungen
  der Invalidenversicherung an. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
  Am 14. November 2013 sprach sie ihm eine auf einem Invaliditätsgrad von
  11 % basierende Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung von
  30 % zu. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

  
	
   

  
	
  2.2 Im Jahr 2018 führte die Suva ein
  Rentenrevisionsverfahren durch. Sie berechnete am 15. Januar 2019 neu
  einen Invaliditätsgrad von 31 % und erhöhte entsprechend die
  Invalidenrente. Sie stellte zudem einen unveränderten Integritätsschaden
  fest.

  
	
   

  
	
  2.3 Die von A.______ am 24. Januar 2019 erhobene
  und am 27. Februar 2019 begründete Einsprache hiess die Suva am
  11. April 2019 teilweise gut und erhöhte die Invalidenrente auf
  32 %. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  A.______ gelangte mit Beschwerde vom 20. Mai 2019 ans
  Verwaltungsgericht. Er beantragte die
  Aufhebung des Einspracheentscheids vom 11. April 2019 sowie die
  Zusprache einer Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von
  60 % mit Wirkung per 1. November 2013, eventuell ab 1. April
  2018. Eventuell sei der Einspracheentscheid vom 11. April 2019
  aufzuheben und an die Suva zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
  zu Lasten der Suva. Die Suva schloss am 19. Juni 2019 auf Abweisung der
  Beschwerde.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist
  gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20.
  März 1981 (UVG) i.V.m. Art. 56 ff. des Bundesgesetzes über den
  Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000
  (ATSG) i.V.m. Art. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die
  Unfallversicherung vom 3. Mai 2009
  (EG UVG) zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Da auch die
  übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde
  einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Nach
  Art. 6 Abs. 1 UVG werden bei Unfällen die gesetzlichen Leistungen aus obligatorischer
  Unfallversicherung gewährt. Ist die versicherte Person infolge
  eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine
  Invalidenrente (Art. 18
  Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der
  ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des
  Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige
  Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind. Mit
  dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggelder dahin
  (Art. 19 Abs. 1 UVG)

  
	
   

  
	
  2.2 Die Revision einer Rente der Unfallversicherung
  richtet sich nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Gemäss dieser Bestimmung
  wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft
  entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad
  einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass zur
  Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt
  jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet
  ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
  Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen
  Änderung des Invaliditätsgrads ist die letzte rechtskräftige Verfügung,
  welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 134
  V 131 E. 3). Bei den prozentgenauen Renten wie derjenigen der
  Unfallversicherung wird Erheblichkeit einer Änderung angenommen, wenn sich
  der Invaliditätsgrad um mindestens 5 % ändert (BGE 133 V 545
  E. 6.2). Eine Veränderung kann auch die massgebenden Vergleichseinkommen
  betreffen (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. A., Zürich/Basel/Genf 2015,
  Art. 17 N. 30).

  
	
   

  
	
  Nachfolgend ist daher zu
  prüfen, ob sich der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers seit der Verfügung
  vom 14. November 2013 in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise
  geändert hat.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Nach dem für das gesamte Verwaltungs- und
  Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren geltenden Grundsatz der freien
  Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsrichter die
  Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie
  umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet
  dies, dass das Gericht alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie
  stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
  Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
  gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden Berichten den
  Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die
  Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
  These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  3.2 Es ist Aufgabe des Arztes, sämtliche Auswirkungen
  einer Krankheit oder eines Unfalls auf den Gesundheitszustand der
  versicherten Person zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, bezüglich
  welcher konkreten Tätigkeit und in welchem Umfang sie arbeitsunfähig ist. Die
  ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung
  der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person im Hinblick auf
  ihre persönlichen Verhältnisse noch zugemutet werden können (BGE 125
  V 256 E. 4).

  
	
   

  
	
  3.3 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen
  Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen
  umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten
  Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der
  untersuchten Person auseinandersetzt, was vor allem bei psychischen
  Fehlentwicklungen nötig ist, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung
  mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen
  Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen des
  medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
  rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, sowie ob der Experte
  nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche ihm die
  Beantwortung der Fragen erschweren, gegebenenfalls deutlich macht.
  Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft
  eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
  gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt
  (BGE 125 V 351 E. 3a).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, die Suva habe
  den Invaliditätsgrad falsch berechnet. Sie hätte im Rahmen der
  Invaliditätsbemessung auf das tatsächlich von ihm erzielte Erwerbseinkommen
  abstellen müssen. Auf dieses könne abgestellt werden, sofern ihm nicht eine
  Verletzung der Schadenminderungspflicht vorgeworfen werden könne. Vorliegend
  habe er sich keinerlei Verletzung der Mitwirkungs- und
  Schadenminderungspflicht schuldig gemacht. Er gehe davon aus, dass er alles
  ihm Zumutbare getan habe, um die bei ihm noch vorhandene abstrakte
  Arbeitsfähigkeit auf dem konkreten Arbeitsmarkt zu verwirklichen. So habe er
  die von der Invalidenversicherung bzw. der IV-Stelle Glarus in die Wege
  geleiteten beruflichen Eingliederungsmassnahmen absolviert, im Rahmen des vom
  Haftpflichtversicherer bezahlten Jobcoachings mitgewirkt und versucht, das
  beabsichtigte Eingliederungsziel als Strassentransportdisponent zu
  realisieren. Dass er keine entsprechende Anstellung habe finden können, sei
  nicht auf ein pflichtwidriges Verhalten seinerseits, sondern auf die
  Gegebenheiten des konkreten Arbeitsmarkts zurückzuführen. Sein relativ hohes
  Alter und seine fehlende Erfahrung im umgeschulten Beruf hätten dazu
  beigetragen, dass er keine Anstellung habe finden können. Die
  Beschwerdegegnerin rechtfertige die Heranziehung eines höheren
  Erwerbseinkommens zudem mit der Massgeblichkeit der Verhältnisse des
  abstrakten Arbeitsmarkts. Zwar würden die massgeblichen Bestimmungen auf den
  ausgeglichenen Arbeitsmarkt verweisen, daraus könne aber praxisgemäss nicht
  abgeleitet werden, dass bei Personen, welche einer Erwerbstätigkeit
  nachgingen, ausnahmslos ein hypothetischer Lohn anzurechnen sei. Selbst wenn
  ihm vorgeworfen werden könnte, er habe die theoretisch mögliche
  Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise verwendet, wäre die
  Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, den Tabellenlohn zu kürzen. Er sei
  nämlich nicht mehr in der Lage, die bisherige Tätigkeit und vergleichbare
  Tätigkeiten auszuführen. Er könne nur noch leichte und wechselbelastende
  Verweisungstätigkeiten ausüben. Er sei auf vermehrte Pausen angewiesen und
  verfüge im Vergleich zu gesunden Personen gleichen Alters über eine
  eingeschränkte Effizienz. Es habe sich im Rahmen der getätigten
  Arbeitsversuche gezeigt, dass er doppelt so viel Zeit für die Ausführung der
  ihm obliegenden Tätigkeiten benötige wie eine gesunde Person. Die
  Beschwerdegegnerin gehe tatsachenwidrig davon aus, dass bei ihm eine
  uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit während acht Stunden pro Arbeitswoche
  (recte: Arbeitstag) bestehe und er über dasselbe Arbeitstempo wie gesunde
  Personen verfüge. Daher ersuche er um Feststellung der bei ihm vorhandenen
  Arbeitsfähigkeit mit Bezug auf Verweisungstätigkeiten im Rahmen eines
  gerichtlichen Gutachtens. Die Beschwerdegegnerin anerkenne, dass bei der
  Anwendbarkeit eines hypothetischen Erwerbseinkommens ein leidensbedingter
  Abzug gerechtfertigt sei. Es sei jedoch rechtsfehlerhaft, wenn lediglich ein
  Abzug von 15 % vorgenommen werde. Gemäss dem Bericht der Jobcoaching
  Agentur vom 11. Juni 2018 sei die Arbeitsstelle, in welche er habe
  eingegliedert werden können, die einzige gewesen. Es sei anerkannt, dass er
  sich kooperativ gezeigt habe. Gemäss der Auffassung des Jobcoachs entspreche
  es geradezu einem Glücksfall, dass er im Umfang von 50 % als
  Betriebsmitarbeiter in der I.______ tätig sein könne. Deshalb habe er, sollte
  er diese Stelle verlieren, auf dem Arbeitsmarkt keine realistische Chance
  mehr, je wieder eine geeignete Arbeitsstelle antreten zu können. Auch der
  maximale leidensbedingte Abzug von 25 % trage den tatsächlichen
  Verwertungsschwierigkeiten nicht angemessen Rechnung. Man werde den
  gesundheitlichen Beeinträchtigungen und den dadurch verursachten
  funktionellen Leistungsdefiziten nur gerecht, wenn man auf das tatsächlich
  erzielte Einkommen von jährlich Fr. 33'150.- abstelle. Dem sei ein
  mutmassliches jährliches Bruttovalideneinkommen von Fr. 83'790.-
  gegenüberzustellen. Daraus ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 60 %.

  
	
   

  
	
  4.2 Die Beschwerdegegnerin bringt hingegen vor, die
  massgeblichen Kriterien für die Beurteilung des vorliegend streitigen
  Anspruchs seien im angefochtenen Einsprache-entscheid zutreffend dargestellt.
  Was dagegen eingewendet werde, sei unbegründet. Gemäss dem Bericht von
  med. pract. J.______, Facharzt für Chirurgie,
  welcher mit demjenigen von Dr. med. K.______, Leitender Arzt
  Orthopädie der Klinik G.______ übereinstimme, sei der Beschwerdeführer
  bei einer leidensangepassten Tätigkeit in einem vollen Pensum arbeitsfähig.
  Er lege keine medizinischen Dokumente vor, die die Korrektheit der
  vorgenommenen Beurteilung in Frage stellten. Er schöpfe seine ihm verbliebene
  Arbeitsfähigkeit nicht in der ihm zumutbaren Weise voll aus, weshalb das
  Invalideneinkommen zu Recht anhand der Lohnstrukturerhebung (LSE) des
  Bundesamts für Statistik ermittelt worden sei. Der gewährte leidensbedingte
  Abzug erweise sich unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als
  grosszügig. Die Verfügung vom 14. November 2013 sei rechtskräftig,
  weshalb eine Erhöhung der Invalidenrente per 1. November 2013 nicht
  möglich sei.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Der Kreisarzt Dr. med. L.______, Facharzt
  für Chirurgie FMH, untersuchte den Beschwerdeführer am 10. Mai 2013. Er
  hielt fest, dem Beschwerdeführer sei eine leichte, wechselbelastende
  Tätigkeit zumutbar. Die Arbeitsposition solle frei wählbar sein. Bei der
  sitzenden Arbeit sei ein regelmässiges Strecken des Beins notwendig. Die
  flektierte Haltung werde als ungünstig beurteilt, sodass ein Arbeitseinsatz
  als Chauffeur kaum realistisch sei. Das Begehen von unebenem Gelände,
  Einnehmen von Zwangshaltungen sowie Treppen- und Leiternsteigen seien nicht
  mehr zumutbar. Bei einer optimalen Tätigkeit sei ein vollschichtiger
  Arbeitseinsatz zu erwarten. Für die Schulter sei aktuell keine spezifische
  Einschränkung gerechtfertigt. 

  
	
   

  
	
  5.2 Am 18. und 19. Mai 2016 fand eine
  interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung des Beschwerdeführers in den
  Kliniken M.______ statt. Dabei diagnostizierten Dr. med. N.______,
  Oberarzt mbF Rheumatologie, chronische Knieschmerzen mit anhaltender
  Funktionsstörung mit ausgeprägtem Flexionsdefizit und maximaler Flexion von
  100° bei ICD-10 M25.56. Die Beweglichkeit der Knie links sei frei, rechts
  betrage die Flexion/Extension 100/0/0°. Die Patella rechts sei fehlend. Es
  bestehe eine deutliche Atrophie der Oberschenkelmuskulatur. Das Gangbild sei
  normal, der Zehen- und Fersengang seien unauffällig. Dem Beschwerdeführer sei
  eine sehr leichte sitzende Arbeit, welche im Wechsel zwischen Sitzen, Stehen
  und Gehen verrichtet werden kann, ganztags zumutbar. Die Tätigkeit als
  Portier sei ihm ganztags zumutbar. Aufgrund der stark verminderten
  Belastbarkeit erscheine eine Rückkehr ins Erwerbsleben als äusserst
  schwierig.

  
	
   

  
	
  5.3 Am 19. April 2016 berichtete Dr. K.______
  über eine gute Beweglichkeit des rechten Knies, welche F/E 110-0-0° betrage.
  Es sei mediolateral stabil, der Schubladentest sei mit leichter hinterer
  Schublade aufgrund des reduzierten Zugs des Streckapparates. Es bestehe eine
  Druckdolenz im medialen Gelenkspalt, der Streckapparat sei intakt. Es lasse
  sich eine Induration im Bereich der Quadrizepssehne ertasten. Bei varischer
  Beinachse zeige sich eine mässige Arthrose femorotibial medial, ansonsten
  mehr oder weniger idem zur Voruntersuchung. Ein Eingriff zum jetzigen
  Zeitpunkt sei nicht zu empfehlen.

  
	
   

  
	
  5.4 Dr. K.______ berichtete am 12. Juni 2017
  über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Hinsichtlich des rechten
  Kniegelenks sei der Streckapparat in Kontinuität. Suprapatellar, wo die
  ehemalige Kniescheibe gewesen sei, sei eine kleine Lücke im Streckapparat. Es
  bestünden arthrotische Veränderungen vor allem medial mit Osteophyten. Der
  Beschwerdeführer habe etwas reduzierte Kraft bei Streck und gegen Widerstand,
  jedoch nicht fehlend. Das Röntgenbild zeige unverändert eine medial betonte
  Arthrose mit einer Verschmälerung des Gelenksspalts. Im seitlichen
  Strahlengang ebenfalls.
  Aufgrund des Alters des
  Beschwerdeführers sei es der falsche Ansatz, eine grosszügige prothetische
  Indikation zu stellen mit der Hoffnung, die Arbeitsvermittlung verbessern zu
  können. Der Beschwerdeführer brauche eine adäquate Arbeitsvermittlung wie
  seine letzte Stelle mit körperlich schonender Tätigkeit. Sollte dies nicht
  möglich sein, sei eine Berentung in Betracht zu ziehen. Der Beschwerdeführer
  habe hauptsächlich Probleme bei Status nach Patellektomie, welche unter
  vermehrter Belastung aufträten. Diese Situation wäre wahrscheinlich bei
  prothetischer Versorgung, was in diesem Fall eine "komplizierte"
  prothetische Versorgung bedeute, unverändert. Im jungen Alter, bei
  komplizierter prothetischer Versorgung und unter vermehrter körperlicher
  Belastung wäre das Risiko, dass die Prothese versagt, erhöht. Dies dürfe
  nicht in Kauf genommen werden.

  
	
   

  
	
  5.5 Am 10. Juli 2018 berichtete Dr. K.______
  über einen im Vergleich zur Voruntersuchung unveränderten Gesundheitszustand.
  Das Knie sei ab einer Flexion von 90° schmerzhaft, hierbei jetzt maximal. Es
  bestehe ein leicht lateralisierter Strang, wenn der Streckapparat in
  Kontinuität sei. Es bestehe keine Indikation für eine prothetische
  Versorgung, dadurch könne auch keine Arbeitsverbesserung erzielt werden. Das Risiko
  einer frühen Lockerung bei dieser "komplizierten" Prothese sei nach
  wie vor gegeben.

  
	
   

  
	
  5.6 Med. pract. J.______ untersuchte
  den Beschwerdeführer am 16. Oktober 2018. In seinem Bericht vom
  18. Oktober 2018 hielt er an den gestellten Diagnosen fest und stellte
  fest, die Mobilisation aus dem Wartebereich erfolge zögerlich. Beim Transfer
  auf dem langen Gang werde ein hinkendes Gangbild rechts demonstriert. Das
  Entkleiden erfolge im Stehen, wobei das rechte Knie nicht vollständig gebeugt
  werden könne. Der Gang zur ebenen Erde zeige ebenfalls ein hinkendes Gangbild
  rechts. Beim Barfussgang werde während der Belastungsphase rechts, bevor das
  linke Bein in die Schwungphase wechsle, das Knie vollständig durchgestreckt.
  Fersen- und Zehnspitzengang seien hinkfrei, allerdings unsicher. Die Hocke
  werde maximal bis zu einem Winkel von 20° demonstriert. Es bestünden extreme
  Probleme beim Aufrichten. Das Treppensteigen erfolge aufwärts im
  Nachstellschritt links vor, hinunter im Nachstellschritt rechts vor, ohne
  Nutzung des Handlaufs. Der Einbeinstand sei rechts unsicher. Es liege ein
  Schulter- und Beckengeradstand vor bei geraden bis leicht varischen
  beidseitigen Beinachsen. Es bestehe eine Druckdolenz im Bereich des medialen
  Gelenkspalts. Pes anserinus und Tractus iliotibialis seien schmerzfrei. Die
  Bandführung medial rechts erscheine leicht gelockert, jedoch bestünden kein
  Schubladenzeichen. Die Beweglichkeit des rechten Kniegelenks sei deutlich
  eingeschränkt und betrage aktiv rechts 90/0/0° und links 140/0/5°. Im Bereich
  des rechten Kniegelenks finde sich als überwiegend wahrscheinliche
  Unfallfolge eine deutliche Bewegungseinschränkung und eine Muskelatrophie im
  Bereich der Quadrizepsmuskulatur mit deutlichem Kraftverlust. Es bestünden
  Parästhesien im Bereich der Operationsnarben sowie die radiologischen Zeichen
  einer deutlichen medial betonten Gonarthrose. Verglichen zur Untersuchung im
  Jahre 2013 sei keine wesentliche Verschlechterung oder Verbesserung
  eingetreten. Die Befunde seien mit diesen im Grossen und Ganzen in Einklang
  zu bringen. Eine Integritätsentschädigung von 30 % sei auch unter der
  sich entwickelnden Gonarthrose gerechtfertigt.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Der Beschwerdeführer beanstandet die ihm
  zugesprochene Integritätsentschädigung zu Recht nicht. Er ist jedoch
  der Ansicht, die Beschwerdegegnerin habe seine Arbeitsfähigkeit nur
  unzureichend abgeklärt. Dies ist nachfolgend zu prüfen.

  
	
   

  
	
  6.2

  
	
  6.2.1 Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer nunmehr
  rechtskräftigen Verfügung vom 14. November 2013 gestützt auf den Bericht
  von Kreisarzt Dr. L.______ davon aus, dem Beschwerdeführer sei ein
  vollzeitliches Arbeitspensum in einer angepassten Tätigkeit zumutbar.

  
	
   

  
	
  6.2.2 Gemäss dem Bericht von Dr. L.______ vom
  10. Mai 2013 ist dem Beschwerdeführer eine leichte, wechselbelastende
  Tätigkeit zumutbar. Die Arbeitsposition muss jedoch frei wählbar sein. Bei
  der sitzenden Arbeit ist ein regelmässiges Strecken des Beins notwendig. Die
  flektierte Haltung ist als ungünstig zu beurteilen, sodass ein Arbeitseinsatz
  als Chauffeur nicht möglich ist. Das Begehen von unebenem Gelände, Einnehmen
  von Zwangshaltungen sowie Treppen- und Leiternsteigen sind nicht zumutbar.
  Bei einer optimalen Tätigkeit ist ein vollschichtiger Arbeitseinsatz möglich.
  

  
	
   

  
	
  6.2.3 Der Bericht von Dr. L.______ ist umfassend, erfolgte unter
  Kenntnis und Berücksichtigung der Vorakten sowie gestützt auf eine
  persönliche Untersuchung des Beschwerdeführers. Er legt nachvollziehbar dar,
  welche Tätigkeiten dem Beschwerdeführer noch zumutbar sind und welche nicht.
  Andererseits überzeugt der Bericht auch insofern, als dem Beschwerdeführer bei einer optimalen Tätigkeit ein volles Arbeitspensum zugemutet
  wird. Medizinische Berichte, welche substantiiert zu einem anderen Schluss
  gelangen, finden sich in den Akten nicht.
  Die Beschwerdegegnerin ging somit zutreffend davon aus, dass dem
  Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit mit einem Arbeitspensum von 100 % zumutbar war. Sodann war der Beschwerdeführer bis
  zum 31. Januar
  2016 mit einem Arbeitspensum von 100 % bei der H.______AG tätig.
  Anschliessend wurde das Arbeitsverhältnis bis zum 31. August 2016
  verlängert. Dies und das Bestehen der Probezeit zeigt, dass der
  Beschwerdeführer die Tätigkeit ausüben konnte. Auch wenn der Beschwerdeführer vom 1. Februar 2016 bis 31. August 2016 lediglich mit einem Arbeitspensum von 80 % für
  die H.______AG tätig war, ändert dies nichts an der Zumutbarkeit eines
  vollzeitigen Arbeitspensums. Die Reduktion des Arbeitspensums ist damit zu
  erklären, dass die H.______AG aufgrund des Baustellenfortschritts das Anstellungsverhältnis
  einiger Mitarbeiter den Begebenheiten anpasste. Es ist somit davon
  auszugehen, dass der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers einem
  vollzeitigen Arbeitspensum nicht entgegenstand. Dem widerspricht auch der
  Untersuchungsbericht von Dr. K.______ vom 19. April 2016 nicht. Zusammenfassend kann festgehalten
  werden, dass dem Beschwerdeführer bis zum 31. August 2016 eine
  angepasste Tätigkeit mit einem Arbeitspensum von 100 % zumutbar war.

  
	
   

  
	
  6.3 Die Beschwerdegegnerin stütze sich in ihrem
  Einspracheentscheid vom 11. April 2019 auf den Bericht von
  med. pract. J.______ vom 16. Oktober 2018. Dieser gab an, die
  medizinische Situation habe sich nicht wesentlich verändert. Auch der Bericht von
  med. pract. J.______ ist umfassend, erfolgte unter Kenntnis und
  Berücksichtigung der Vorakten sowie gestützt auf eine persönliche
  Untersuchung des Beschwerdeführers. Seine Beurteilung, es sei keine wesentliche Verschlechterung oder
  Verbesserung eingetreten, ist aufgrund seiner dargelegten Befunde, welche
  sich mit denjenigen von Dr. L.______ im Wesentlichen decken,
  nachvollziehbar und einleuchtend. Sodann geht auch Dr. K.______ in
  seinen Berichten vom 12. Juni 2017 und vom 10. Juli 2018 nicht
  davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
  verschlechtert hat.

  
	
   

  
	
  Präsentiert sich der
  Gesundheitszustand aber im Vergleich zur Untersuchung bei Dr. L.______
  bzw. zur rentenzusprechenden Verfügung vom 14. November 2013 als
  unverändert, ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste
  Tätigkeit – wie beispielsweise die von ihm zwischen dem 1. August 2013
  und dem 31. August 2016 ausgeübte Tätigkeit bei der H.______AG –
  weiterhin in einem vollen Pensum zumutbar ist. Dabei bleibt das bisherige
  Zumutbarkeitsprofil unverändert.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  7.1 Gemäss Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des
  Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
  Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
  und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
  bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
  Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden
  wäre.

  
	
   

  
	
  7.2

  
	
  7.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist
  entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach
  dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich
  verdient hätte (BGer-Urteil 9C_128/2014 vom 20. März 2014 E. 2.1).
  Dabei wird in der Regel beim zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und
  der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es
  empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
  fortgesetzt worden wäre. Beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem
  Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit, so ist der Lohn massgebend, den
  der Versicherte ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahr vor dem
  Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem Unfall
  oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn (Art. 24 Abs. 2
  Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982).

  
	
   

  
	
  7.2.2 Die Beschwerdegegnerin stellte zur Ermittlung des
  Valideneinkommens für das Jahr 2018 auf die Angaben der C.______AG vom
  22. November 2018 unter Abzug der Kinderzulagen ab. Daraus ergibt sich
  ein jährliches Valideneinkommen von Fr. 83'790.-, welches der
  Beschwerdeführer zu Recht nicht bestreitet. 

  
	
   

  
	
  7.3

  
	
  7.3.1 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens
  ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation
  auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach
  Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ –
  besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass
  sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll
  ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als
  angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich
  erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes
  Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte
  Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr
  an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
  Rechtsprechung die Tabellenlöhne gemäss den LSE herangezogen werden (BGE 143
  V 295 E. 2.2).

  
	
   

  
	
  7.3.2 Bei der rentenzusprechenden Verfügung vom
  14. November 2013 berechnete die Beschwerdegegnerin das
  Invalideneinkommen anhand des tatsächlich erzielten Lohns bei der H.______AG,
  da der Beschwerdeführer dort der ihm zumutbaren Arbeitstätigkeit in einem
  vollen Arbeitspensum nachging. Nach dem Verlust der Stelle konnte im Rahmen
  des neu zu beurteilenden Invaliditätsgrads nicht mehr auf den tatsächlich
  erzielten Verdienst abgestellt werden, was der Grund für die Rentenrevision
  war. Deshalb ermittelte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen
  gestützt auf die LSE 2016, Tabelle TA 1, privater Sektor, Kompetenzniveau 1. Dabei
  betrug der Tabellenlohn im Jahr 2016 basierend auf 40 Arbeitsstunden pro
  Woche Fr. 5'340.-. Aufgerechnet auf die betriebsübliche Arbeitszeit von
  41,7 Stunden wöchentlich sowie indexiert auf das Jahr 2018 resultiert
  ein Jahreseinkommen von Fr. 67'405.97 (Fr. 5'340 x 12 x 41,7 / 40 x
  1,004 x 1,005).

  
	
   

  
	
  7.3.3 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist es
  nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf den Tabellenlohn
  abstellte. Er führt seine aktuelle Arbeitstätigkeit bei der I.______
  lediglich in einem Pensum von 50 % aus, obwohl ihm nach dem Dargelegten
  eine angepasste Arbeitstätigkeit grundsätzlich in einem vollen Pensum
  zumutbar wäre. Daher kann nicht auf den tatsächlich erzielten Verdienst
  abgestellt werden.

  
	
   

  
	
  7.3.4

  
	
  7.3.4.1 Wird das Invalideneinkommen wie vorliegend auf der
  Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der
  entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Praxisgemäss können
  persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer
  der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad
  einen Abzug von dem nach den Tabellenlöhnen der LSE zu ermittelnden
  Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass die trotz des
  Gesundheitsschadens verbleibende Leistungsfähigkeit infolge eines oder
  mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit
  unterdurchschnittlichem Einkommen verwertet werden kann
  (BGE 134 V 322 E. 5.2, mit Hinweis). Ein Abzug soll aber
  nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte
  dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser
  Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
  allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten
  kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzugs ist der Einfluss aller in
  Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
  Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens
  25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen
  BGE 126 V 75). Die
  Frage, ob ein Abzug nach Massgabe der Grundsätze von BGE 126 V 75 vorzunehmen sei, ist rechtlicher Natur, die
  Bestimmung der Höhe eines solchen Abzugs dagegen Ermessensfrage
  (BGer-Urteil 8C_530/2015, 8C_563/2015 vom 6. Januar 2016
  E. 6.1.2).

  
	
   

  
	
  7.3.4.2 Dem Beschwerdeführer ist zwar eine leichte,
  wechselbelastende Tätigkeit in einem vollen Pensum zumutbar, aufgrund seiner
  gesundheitlichen Einschränkungen ist er aber im Vergleich zu Mitbewerbern
  ohne Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Dies wirkt sich auf das
  Lohnniveau aus, weshalb ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt ist, was
  auch die Beschwerdegegnerin erkannte. Dass sie diesen auf 15 %
  veranschlagte, ist dabei nicht zu beanstanden, insbesondere wenn man
  berücksichtigt, dass dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit
  weiterhin ein volles Arbeitspensum zumutbar ist.

  
	
   

  
	
  7.3.4.3 Damit steht dem Valideneinkommen von
  Fr. 83'790.- ein Invalideneinkommen von Fr. 57'295.07 gegenüber
  (Fr. 67'405.97 x 0,85). Der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad
  von 32 % erweist sich daher als rechtens, was zur Abweisung der
  Beschwerde führt.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Die Gerichtskosten sind
  auf die Staatskasse zu nehmen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a
  ATSG). Da der Beschwerdeführer unterliegt, steht ihm keine
  Parteientschädigung zu (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61
  lit. g ATSG e contrario).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten werden auf die Staatskasse genommen.

    
	
    3.

    	
    Eine
    Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]