# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb93d16b-2409-582a-a640-cee70e9e82b4
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-04-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.04.2012 725 11 293 / 101 (725 2011 293 / 101)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-11-293---101_2012-04-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. April 2012 (725 11 293 / 101) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und festgestellten kognitiven Minder-

leistungen 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Michael Guex, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, 
Advokat, Aeschenvorstadt 77, Postfach 538, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Güter-
strasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Der 1946 geborene A. ____ war seit dem 1. Juli 1986 als Chauffeur bei der B.____ AG 
tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) 
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 7. August 
2000 wurde A.____ als Velofahrer auf dem Weg zur Arbeit von einem Auto angefahren, worauf 
er notfallmässig in das Spital C.____ überführt wurde. Dort diagnostizierten die behandelnden 
Ärzte eine Contusio cerebri, eine kleine Kontusionszone temporobasal rechts, eine Riss-

 
 
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quetschwunde occipital, eine nicht dislozierte Nasenbeinfraktur und ein Brillenhämatom. Nach 
Eingang der durch die Arbeitgeberin erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA für diesen 
Unfall die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Gestützt auf ihre medizini-
schen und erwerblichen Abklärungen sprach die SUVA mit Verfügung vom 6. Oktober 2003 
A.____ für die verbleibenden Unfallfolgen mit Wirkung ab 1. September 2003 eine Invalidenren-
te basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 54 % und eine Integritätsentschädigung in 
der Höhe von 50 % des Höchstbetrages des versicherten Jahresverdienstes zu. Gegen diese 
Verfügung erhob Advokat Dr. Claude Schnüriger namens und im Auftrag von A.____ Einspra-
che bei der SUVA, mit welcher er die Zusprechung einer Invalidenrente basierend auf einem 
Erwerbsunfähigkeitsgrad von mindestens 80 % und eine Integritätsentschädigung in der Höhe 
von mindestens 60 % beantragte. Mit Verfügung vom 26. August 2004 zog die SUVA die ange-
fochtene Verfügung insofern in Wiedererwägung, als sie dem Versicherten nunmehr mit Wir-
kung ab 1. September 2003 eine Invalidenrente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad 
von 80 % zusprach. Gleichzeitig wie sie darauf hin, dass sich bezüglich des Integritätsschadens 
aus medizinischer Sicht keine Erhöhung begründen lasse. Daran hielt die SUVA auf Einsprache 
des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 8. November 2004 fest. Gegen diesen Ein-
spracheentscheid erhob A.____ Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit welcher er die Zusprechung einer Invalidenrente 
in der Höhe von 100 % ab 1. September 2003 und die Ausrichtung einer Integritätsentschädi-
gung von mindestens 60 % beantragte. Mit Urteil vom 8. Juni 2005 (Verfahren-Nr. 725 04 
210/78) hiess das Kantonsgericht die Beschwerde in dem Sinne gut, als es den angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 8. November 2004 aufhob und die Angelegenheit an die SUVA zu-
rückwies, damit diese zu gegebener Zeit die Invalidenrente und die Integritätsentschädigung 
des Versicherten neu festsetze. Zur Begründung wies es im Wesentlichen darauf hin, dass der 
Rentenanspruch erst entstehe, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden 
könne. Da vorliegend sowohl im Verfügungszeitpunkt als auch im Zeitpunkt des Erlasses des 
Einsprachentscheides noch eine solche Besserung in Aussicht gestanden habe, hätte die 
SUVA noch nicht über den Rentenanspruch entscheiden dürfen. Die Invalidenrente des Be-
schwerdeführers sei demnach zu früh festgesetzt worden. Diese Überlegungen würden sodann 
auch für die ebenfalls strittige Integritätsentschädigung gelten.  
 
Im Rahmen der weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhaltes gab die SUVA bei der 
Klinik D.____ eine neurologisch-neuropsychologische Begutachtung des Versicherten in Auf-
trag. Gestützt auf die Ergebnisse dieses am 10. Juni 2009 erstatteten Gutachtens erliess die 
SUVA am 25. März 2010 eine Verfügung, mit welcher sie die Versicherungsleistungen (Taggel-
der, Heilbehandlung) per 30. April 2010 einstellte. Gleichzeitig hielt sie fest, dass mangels er-
heblicher Unfallfolgen auch kein Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer Invaliden-
rente und/oder einer Integritätsentschädigung bestehe. Auf die Rückforderung der bereits aus-
bezahlten Integritätsentschädigung in der Höhe von Fr. 53’400.-- werde verzichtet. Die vom 
Versicherten gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 
4. August 2011 ab. 
 

 
 
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B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, wiederum vertreten durch Advokat 
Dr. Claude Schnüriger, am 30. August 2011 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantrag-
te er, es seien die Verfügung vom 25. März 2010 und der Einspracheentscheid vom 4. August 
2011 aufzuheben und es sei die SUVA zu verurteilen, ihm auch nach dem 30. April 2010 die 
gesetzlichen Leistungen zu erbringen und ihm auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 80 % 
eine entsprechende Rente zu entrichten. Eventualiter sei die SUVA zu verurteilen, im Zusam-
menhang mit der Frage, ob seit dem Erlass der Verfügung vom 26. August 2004 eine Besse-
rung eingetreten sei, ein medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben; unter o/e-Kostenfolge.  

 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 16. November 2011 beantragte die SUVA, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Zur Vervollständigung der Akten zog der Instruktionsrichter bei der IV-Stelle Basel-
Landschaft das IV-Dossier des Beschwerdeführers bei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in E.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 30. August 2011 ist demnach einzutreten.  
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Beschwerdefüh-
rer über den 30. April 2010 hinaus Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallver-
sicherung hat.  
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-

 
 
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fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 
UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des 
Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 
der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe-
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person 
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integri-
tätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenan-
spruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheitszu-
standes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im 
Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewie-
sen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. 
E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 
und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung 

 
 
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des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechen-
den medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi-
zinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach ent-
scheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur-
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin  
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
2.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist 
den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen 
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach 
Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-
gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb 
mit weiteren Hinweisen).  
 
3. Der Beschwerdeführer macht - in formeller Hinsicht - vorab geltend, die Frage des natür-
lichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 7. August 2000 und seinen gesund-
heitlichen Beeinträchtigungen sowie der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit sei von der Be-
schwerdegegnerin mit Verfügung vom 26. August 2004 bzw. mit Einspracheentscheid vom 
8. November 2004 „bereits definitiv entschieden“ worden. Es sei der Beschwerdegegnerin des-
halb verwehrt, auf den damals getroffenen Entscheid zurückzukommen. Dieser Betrachtungs-
weise kann nicht gefolgt werden. Der Versicherte übersieht, dass das Kantonsgericht im ersten 
in dieser Angelegenheit ergangenen Urteil vom 8. Juni 2005 den angefochtenen Einsprache-
entscheid der Beschwerdegegnerin vom 8. November 2004 und somit auch die diesem zu 
Grund liegende Verfügung vom 26. August 2004 vollumfänglich aufgehoben und die Angele-
genheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen hat. Somit kann aber keine Rede davon 
sein, dass die Beschwerdegegnerin über die hier strittige Frage der natürlichen Kausalität „be-
reits definitiv“, d.h. rechtskräftig, entschieden hat. Sodann kann der Versicherte auch aus dem 
Umstand, dass ihm die Beschwerdegegnerin während mehr als neun Jahren Leistungen in 
Form von Heilbehandlung und Taggeldern ausgerichtet hat, nichts zu seinen Gunsten ableiten. 
Die dadurch erfolgte (faktische) Anerkennung der Leistungspflicht bedeutet nicht etwa, dass die 
Beschwerdegegnerin nachträglich nur unter den Voraussetzungen der Wiedererwägung oder 
der prozessualen Revision auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen zurückkommen 
darf. Wie das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; heute: Bundesgericht, so-
zialrechtliche Abteilungen) in BGE 130 V 380 ff. entschieden hat, ist es dem Unfallversicherer 
freigestellt, die durch Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht 
mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwä-
gung oder der prozessualen Revision einzustellen und den Fall abzuschliessen, wenn er nach-

 
 
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träglich zur Auffassung gelangt, die Leistungszusprechung sei anfänglich unrichtig gewesen. 
Eine Leistungseinstellung mit Wirkung ex nunc et pro futuro bedeutet nämlich - so das damalige 
EVG - kein Rückkommen auf die bisher gewährten Versicherungsleistungen. Nur wenn der Un-
fallversicherer diese zurückfordert, muss er den hiefür erforderlichen Rückkommenstitel der 
prozessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen. Will er aber - wie im vorliegenden 
Fall - nicht so weit gehen, sondern die bisher zu Unrecht ausgerichteten Leistungen stehen las-
sen, ist Verfügungsgegenstand nur die zukünftige Leistungseinstellung, welche - wenn mate-
riellrechtlich begründet und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen - der Unfall-
versicherer ohne Rückkommensvoraussetzungen und damit ohne Bindung an früher ausgerich-
tete Leistungen vornehmen kann (BGE 130 V 384 E. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Den medizinischen Akten des vorliegenden Falles kann entnommen werden, dass beim 
Versicherten unmittelbar nach dem Unfall vom 7. August 2000 eine Contusio cerebri, eine klei-
ne Kontusionszone temporobasal rechts, eine Rissquetschwunde occipital, eine nicht dislozierte 
Nasenbeinfraktur rechts und ein Brillenhämatom diagnostiziert worden waren (vgl. “Arztzeugnis 
UVG“ der Notfallstation des Spitals C.____ vom 13. September 2000). Eine erste neuropsycho-
logische Untersuchung des Versicherten erfolgte am 30. August 2000, also rund drei Wochen 
nach dem Unfall, in der Klinik F.____. Laut deren Bericht vom 22. November 2000 gab der Ver-
sicherte anlässlich dieser Abklärung an, er verspüre noch eine leicht erhöhte Ermüdbarkeit so-
wie das Gefühl, „noch nicht 100 %-ig in Form zu sein.“ Ansonsten merke er keine Veränderun-
gen seit dem Unfall. Er denke, sein Zustand verbessere sich ständig weiter. Anfänglich habe er 
noch Kopfschmerzen gehabt, jetzt nicht mehr, ausser einem noch spürbaren leichten Druck. Er 
möchte so rasch wie möglich zurück an die Arbeit. Im Weiteren kann dem Bericht der Klinik 
F.____ entnommen werden, dass die Lebenspartnerin des Versicherten vorbestehende 
Schwierigkeiten des Patienten erwähnt hatte. In der Familie sei bekannt, dass der Versicherte 
als Kind Sprachschwierigkeiten in der Schule gehabt habe. Die Sprachaufnahme sei schon vor 
dem Unfall manchmal unsicher gewesen, auch weil der Versicherte nicht immer sehr gut höre. 
Eine gewisse Vergesslichkeit sei für sie auch nicht neu. In ihrer Beurteilung halten die Fachleu-
te der Klinik F.____ sodann fest, dass die Untersuchungsergebnisse auf mittelschwere Hirn-
funktionsstörungen hinweisen würden. Man habe zusätzlich eine verkehrspsychologische Be-
gutachtung veranlasst, in dieser habe man dem Versicherten am 6. November 2000 die Fahr-
tauglichkeit attestieren können. Im nächsten Verlaufsbericht der Klinik F.____ vom 8. März 
2002 wird erwähnt, dass der Patient nach wie vor über eine erhöhte Ermüdbarkeit und eine 
Hörminderung links klage. Erstmals berichte er auch subjektiv über „Gedächtnislücken“. In ihrer 
Beurteilung gehen die Fachleute der Klinik F.____ weiterhin von mittelschweren Hirnfunktions-
störungen aus. Gestützt auf die Ergebnisse einer dritten, am 10. Februar 2003 in der der Klinik 
F.____ durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung wird das Vorliegen mittelschwerer 
Hirnfunktionsstörungen bestätigt. Darüber hinaus hätten sich im Vergleich zur ersten Abklärung 
vom 30. August 2000 Verschlechterungen in den Bereichen der Konzentration und des Ge-
dächtnisses sowie in weiteren Teilaspekten gezeigt. In Anbetracht all seiner neuropsychologi-
schen Defizite sei dem Versicherten in der Zwischenzeit zu Unrecht eine vollständige Arbeitsfä-
higkeit attestiert worden. Eine entsprechende Überprüfung sei deshalb dringend notwendig (Be-
richt der der Klinik F.____ vom 4. März 2003). In der Folge nahm der Kreisarzt Dr. med. G.____ 
am 5. Juni 2003 eine Neubeurteilung vor. Er gelangte zur Auffassung, dass dem Versicherten in 

 
 
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einer durchschnittlichen Männerarbeit, welche keine allzu grossen Anforderungen an die geisti-
ge Flexibilität stellen sowie keine dauernden Konzentrationsleistungen verlangen würde, „eine 
Arbeitsleistung von 2/3 eines Tages zumutbar“ sei. In einem Schreiben vom 11. Juli 2004 an die 
Beschwerdegegnerin vertrat die Klinik F.____ schliesslich die Auffassung, dass der Versicherte 
zu 100 % arbeitsunfähig sei.  
 
4.2 Im Nachgang zum ersten in der Angelegenheit ergangenen Urteil des Kantonsgerichts 
vom 8. Juni 2005 liess die Beschwerdegegnerin auf Veranlassung ihrer Abteilung Versiche-
rungsmedizin bei der Klinik H.____ ein MRI des Schädels des Versicherten anfertigen. Laut 
Bericht vom 17. April 2006 zeigte sich dabei im Vergleich zur Voruntersuchung im August 2000 
eine weitgehend unveränderte Situation. Zudem gab die Beschwerdegegnerin eine neuropsy-
chologische Untersuchung des Versicherten beim Zentrum I.____ in Auftrag. Dort wurde ge-
mäss Bericht vom 15. Juni 2006 eine deutliche Einschränkung aufgrund eines verminderten 
Antriebs, einer Verlangsamung und einer Minderung der kognitiven Flexibilität festgehalten. 
Gestützt auf diese neuen Berichte, die übrigen medizinischen Akten und eine persönliche Un-
tersuchung verfasste Frau Dr. med. J.____, Neurologie FMH, am 12. April 2007 einen ausführ-
lichen fachärztlichen Bericht zur aktuellen gesundheitlichen Situation des Versicherten. Dabei 
gelangte sie in ihrer Beurteilung zum Schluss, dass dieser klinisch neurologisch gesund sei. Es 
ergäben sich Hinweise auf ein Schlafapnoe-Syndrom, welches wahrscheinlich Ursache der 
progredienten, verminderten kognitiven Leistungsfähigkeit und der vermehrten Ermüdbarkeit 
sei. Dieses stehe jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Unfall vom 7. August 2000. Im Wei-
teren bestehe auch kein unfallbedingter Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. In ihrer 
Beurteilung vom 27. November 2007 gelangte Frau Dr. med. K.____, Neurologie FMH, Abtei-
lung Versicherungsmedizin der Beschwerdegegnerin, zum Ergebnis, dass aus neurologischer 
Sicht keine unfallkausale Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Nachdem die Klinik 
F.____ um eine aktuelle Einschätzung der Situation ersucht worden war, regte diese am 14. Ja-
nuar 2008 im Hinblick auf eine abschliessende Beurteilung des Gesundheitszustandes und der 
unfallbedingten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten die Einholung eines un-
abhängigen neurologisch-neuropsychologischen Gutachtens an. Mit Schreiben vom 5. August 
2008 schloss sich Dr. K.____ dieser Empfehlung an.  
 
4.3 In der Folge gab die Beschwerdegegnerin bei der Klinik D.____ ein neurologisch-
neuropsychologisches Gutachten in Auftrag, welches am 10. Juni 2009 erstattet wurde. Darin 
stellten die begutachtenden Ärzte beim Versicherten verschiedene kognitive Minderleistungen 
fest. Im Rahmen ihrer Beurteilung gelangten sie jedoch zur Auffassung, dass diese kognitiven 
Minderleistungen nicht unfallbedingt seien. Zur Begründung dieses Ergebnisses verwiesen sie 
im Wesentlichen auf die fehlende Übereinstimmung zwischen der Schwere des Schädel-Hirn-
Traumas und dem Ort der Läsion einerseits sowie der Schwere und der Art der kognitiven Be-
schwerden anderseits, sodann auf die grosse zeitliche Latenz der beklagten kognitiven Be-
schwerden, auf die nur mangelhafte Übereinstimmung der Klagen mit den Befunden, auf die 
während längerer Zeit ohne Leistungseinschränkung durchgeführte berufliche Tätigkeit und auf 
die immer vorhandene Selbständigkeit im privaten Alltag mit entsprechenden Freizeitaktivitäten. 
All diese Aspekte würden eine Unfallkausalität der festgestellten kognitiven Minderleistungen 
sehr unwahrscheinlich machen. Im Weiteren spreche auch die Verschlechterung zwischen der 

 
 
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ersten und der dritten neuropsychologischen Untersuchung in der Klinik F.____ gegen eine 
hirnorganische Ursache, würden doch traumatisch bedingte Störungen erfahrungsgemäss per-
sistieren oder remittieren.  
 
4.4 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
4. August 2011 bei der Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Unfallkausalität der vor-
handenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen vollumfänglich auf die Ergebnisse, zu denen 
die Ärzte der Klinik D.____ in ihrem Gutachten vom 10. Juni 2009 gelangt sind. Sie ging demzu-
folge davon aus, dass die kognitiven Minderleistungen des Versicherten nicht unfallbedingt sei-
en. Somit liege aber auch keine unfallbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor und es 
bestehe kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Diese vorinstanzliche Beweiswürdi-
gung ist nicht zu beanstanden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 2.4 hiervor), ist den im Rahmen 
des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die 
aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen 
die Zuverlässigkeit der Expertisen sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das ausführ-
liche Gutachten der Klinik D.____ weist in Bezug auf die Beurteilung des Gesundheitszustan-
des und der Unfallkausalität der vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen weder for-
male noch inhaltliche Mängel auf, es ist - wie dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E. 2.3 
hiervor) - für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf persönlichen Untersuchungen des 
Exploranden, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der Vorakten ab-
gegeben worden, es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Beurteilung der medizinischen Situation ein und es ist in den Schlussfolgerungen überzeugend.  
 
4.5 Wie die folgenden Ausführungen zeigen, setzten sich die Gutachter auch einlässlich mit 
der übrigen medizinischen Aktenlage auseinander und sie vermögen insbesondere schlüssig 
darzulegen, weshalb nicht auf die - teilweise vorhandenen - abweichenden Einschätzungen 
abzustellen ist.  
 
4.5.1 Was den Bericht der Klinik F.____ vom 22. November 2000 über die erste, rund drei 
Wochen nach dem Unfall erfolgte neuropsychologische Untersuchung des Versicherten betrifft, 
weisen die Gutachter zu Recht darauf hin, dass dieser damals einzig über eine erhöhte Ermüd-
barkeit geklagt habe. Über anderweitige Veränderungen seit dem Unfall habe er nicht berichtet. 
Gestützt auf die Untersuchung habe man damals zwar kognitive Minderleistungen festgestellt, 
welche als „mittelschwere Hirnfunktionsstörungen“ beurteilt worden seien, allerdings sei diese 
Einschätzung der Schwere der Hirnfunktionsstörung in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit als Chauffeur wieder relativiert worden. Im Übrigen äussere sich der Bericht nicht zu 
verschiedenen, für die Beurteilung der Unfallkausalität wichtigen Fragen wie zur Schwere des 
Schädel-Hirn-Traumas oder zur Beziehung zwischen der festgestellten Läsion (kleine Kontusi-
onszone temporobasal rechts) und den kognitiven Minderleistungen. Hingegen werde im dama-
ligen Bericht ausdrücklich auf verschiedene vorbestehende kognitive Schwierigkeiten hingewie-
sen.  
 

 
 
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4.5.2 Im Bericht über die dritte, am 10. Februar 2003 in der Klinik F.____ durchgeführte neu-
ropsychologische Untersuchung sind die mittelschweren Hirnfunktionsstörungen bestätigt und 
zudem Verschlechterungen bei einzelnen Hirnfunktionen festgestellt worden. Die Gutachter 
bemängeln im Zusammenhang mit diesem Bericht aber zu Recht, dass darin allenfalls vorbe-
stehende Störungen nicht diskutiert und zur Frage, wie die Störungen mit der Schwere des 
Traumas übereinstimmen könnten, nicht Stellung genommen werde. Sodann fehle eine Ausei-
nandersetzung mit wichtigen Aspekten wie der Erfahrungstatsache, dass eine Verschlechterung 
für solche Traumen sehr untypisch sei, und mit dem Umstand, dass der Versicherte nach dem 
Unfall während längerer Zeit zu 100 % habe arbeiten können. In Anbetracht dieser berechtigten 
gutachterlichen Kritik kann dem fraglichen Bericht zweifellos kein ausschlaggebender Beweis-
wert beigemessen werden.  
 
4.5.3 Demgegenüber befasst sich das Gutachten ausführlich mit der Frage, ob die Schwere 
des Schädel-Hirn-Traumas und der Ort der beim Unfall erlittenen temporobasalen Läsion das 
Ausmass der erhobenen Einschränkungen erklären können. Die Gutachter legen überzeugend 
dar, dass dies nicht der Fall ist, da die Schwere des Traumas und die Lokalisation der Schädi-
gung nicht mit den festgestellten kognitiven Minderleistungen korrelieren würden. Die Gutachter 
zeigen auf, dass auf Grund der Unfallanamnese und der kleinen, rechtshemisphärischen tem-
porobasalen Lokalisation der Schädigung allenfalls leichte, regrediente spezifische Hirnfunkti-
onsstörungen im Bereich nonverbaler kognitiver Leistungen wie der Verarbeitung emotionaler 
und sozialer Reize, der emotionalen Gesichtswahrnehmung und von Teilaspekten der visuellen 
Wahrnehmung (z.B. Musterunterscheidung) zu erwarten gewesen wären. Gerade in diesem 
Bereich habe der Explorand jedoch die besten Leistungen gezeigt bzw. seien von ihm keine 
Störungen beklagt worden. Auch die verminderten nonverbalen Lern- und Gedächtnisleistungen 
könnten nicht auf diese Läsion zurückgeführt werden, da die hiefür kritischen mesiotemporalen 
Strukturen nicht involviert seien. Zudem verweisen die Gutachter zu Recht auf die lange La-
tenzzeit zwischen dem Unfall und dem Auftreten der beklagten Beschwerden bzw. auf die Er-
fahrungstatsache, dass solche Beschwerden unmittelbar nach dem Unfall zu erwarten gewesen 
wären.  
 
4.5.4 Die vorstehend wiedergegebenen, überzeugenden Feststellungen der Gutachter werden 
schliesslich auch durch die Berichte von Dr. K.____ vom 27. November 2007 und des -
Zentrums I.____ vom 15. Juni 2006 gestützt, wird in diesen doch ebenfalls ausdrücklich auf die 
fehlende Übereinstimmung zwischen dem Ort der Schädigung und den tatsächlichen Befunden 
hingewiesen.  
 
4.6 Im letzten Teil ihres Gutachtens gehen die Fachärzte der Klinik D.____ noch auf die 
Frage ein, ob die im Bericht des Zentrums I.____ diagnostizierte Schlafstörung als genereller 
ursächlicher Faktor für die festgestellten kognitiven Minderleistungen in Frage kommt. Gestützt 
auf die ihnen vorliegenden Vorbefunde, die massgebenden Forschungsergebnisse und ihre 
aktuellen neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse wird diese Frage von den Experten 
jedoch schlüssig und nachvollziehbar verneint. An dieser Stelle kann von weiteren Ausführun-
gen hierzu abgesehen und stattdessen auf die überzeugenden Darlegungen im Gutachten vom 
10. Juni 2009 verwiesen werden. Beizupflichten ist schliesslich auch der Beurteilung der Gut-

 
 
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achter, wonach die Schlafstörung an sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unfallkausal ist. 
Auch diesbezüglich ist ihren überzeugenden Ausführungen nichts beizufügen. 
 
4.7 Der Beschwerde bringt im Weiteren gegen die beweisrechtliche Verwertbarkeit des Gut-
achtens der Klinik D.____ noch vor, die darin mehrfach geäusserte Annahme, wonach bei ihm 
bereits vor dem Unfall eine verminderte kognitive Leistungsfähigkeit bestanden habe, stütze 
sich auf keinerlei Beweise, sondern ausschliesslich auf Mutmassungen. Das Gutachten basiere 
insoweit auf unvollständigen Unterlagen. Mit diesem Einwand kann der Beschwerdeführer vor-
liegend jedoch nichts zu seinen Gunsten ableiten. Ist das Fehlen des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs zwischen dem Unfall und den vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen wie im vorliegenden Fall in beweisrechtlicher Hinsicht erstellt, so hat der Gutachter bzw. 
der Unfallversicherer darüber hinaus nicht noch zusätzlich nachzuweisen, auf welchen (ander-
weitigen) unfallfremden Ursachen die vorhandenen Beeinträchtigungen beruhen. Entscheidend 
ist allein, ob mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass vorhandene Gesundheitsschäden bzw. de-
ren Auswirkungen keine unfallbedingten Ursachen haben, d.h. dass diese nicht in einem natür-
lichen Kausalzusammenhang zum Unfall stehen. Dieser Nachweis wird vorliegend durch das 
massgebliche und überzeugende Gutachten der Klinik D.____ vom 10. Juni 2009 mit dem er-
forderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erbracht. 
 
5. Zusammenfassend ist somit nicht zu beanstanden, dass es die Beschwerdegegnerin 
abgelehnt hat, dem Versicherten über den 30. April 2010 hinaus Leistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung auszurichten. Die gegen den betreffenden Einspracheentscheid vom 
4. August 2011 erhobene Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet, weshalb sie ab-
zuweisen ist. 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Partei-
en kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben. Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegegne-
rin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Parteient-
schädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein.  
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.