# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9fbaaf83-9a3a-5c36-b087-3b87456e323f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.11.2008 D-6936/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6936-2008_2008-11-10.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6936/2008/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Maurice Brodard;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

A._______, geboren _______, Georgien,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 21. Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6936/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Georgien  am 
25. September 2007 auf dem Luftweg in Richtung (...) verliess, von wo 
er  nach  einem  achtmonatigen  Aufenthalt  im  Juni  2008  nach  (...) 
weiterreiste und dort um Asyl nachsuchte,

dass er (...) gegen Ende August 2008 verliess und am 27. August 2008 
unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  gelangte,    am 
selben Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (...) (EVZ) um Asyl 
nachsuchte,  und,  da  er  bei  der  Meldung  des  Asylgesuchs  keine 
Ausweispapiere  abgab,  ebenfalls  noch  gleicehntags  schriftlich 
aufgefordert wurde, innert 48 Stunden Ausweispapiere nachzureichen, 
verbunden  mit  der  Androhung,  im  Unterlassungsfall  werde  auf  das 
Asylgesuch nicht eingetreten (vgl. A3/1),

dass er am 15. September 2008 im EVZ zur Person befragt sowie am 
14. Oktober 2008 in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 Bst. b des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) durch das Bundesamt in 
Bern-Wabern zu den Asylgründen angehört (DBA) wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen im Wesentlichen geltend machte, 
er sei georgischer Staatsangehöriger georgischer Ethnie aus (...), wo 
er während Jahren wegen seinem Vater - welcher ein Dieb und Räuber 
gewesen  sei  -  und  über  dessen  Tod im  Jahr  2005  hinaus  von  der 
Polizei unter Druck gesetzt worden sei,

dass der Polizeichef von (...) das Haus des Beschwerdeführers immer 
wieder kontrolliert und diesen schikaniert habe,

dass ihn die Polizei schliesslich im Februar 2006 beschuldigt habe, im 
Besitz einer Waffe zu sein, und vergeblich versucht habe, ihm eine Pis-
tole unterzuschieben,

dass er befürchtet habe, irgendeinmal festgenommen zu werden, und 
im Frühjahr 2006 mit seiner Mutter, welche das Haus in (...) verkauft 
habe, zu deren Mutter nach (...) gezogen sei,

dass  er  sich  ab  November  2006  während  einiger  Zeit  in  (...) 
aufgehalten habe, im Juni 2007 nach Georgien zurückgeführt und dort 
im August/September 2007 zum Militärdienst aufgeboten worden sei,

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dass er  seinen Heimatstaat  vor diesem Hintergrund in  Richtung (...) 
verlassen  und  während  seines  dortigen  Aufenthaltes  erfahren  habe, 
dass das Haus der Familie in (...) während des Krieges mit Russland 
niedergebrannt worden sei und seine Familienangehörigen jetzt wieder 
in (...) wohnhaft seien,

dass  er  während  seines  Aufenthalts  in  (...)  (als  Asylbewerber)  den 
Eindruck  gewonnen  habe,  dass  sich  die  (...)  wie  Nazis  verhalten 
würden,

dass  das BFM  mit  Verfügung  vom  21.  Oktober  2008  -  eröffnet  am 
27. Oktober  2008 -  gestützt  auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG auf  das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Weg-
weisung aus der Schweiz anordnete, wobei er diese am Tag nach Ein-
tritt der Rechtskraft zu verlassen habe,

dass die Vorinstanz zur Begründung ihres Entscheids im Wesentlichen 
ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  den  Asylbehörden  innerhalb 
der ihm dazu eingeräumten Frist von 48 Stunden ohne entschuldbare 
Gründe keine Identitätspapiere eingereicht,

dass  er  erklärt  habe,  sein  Reisepass  sei  in  der  (...)  beschlagnahmt 
worden und er auch nicht mehr im Besitz seiner Identitätskarte sei,

dass er  die Gründe für  die Beschlagnahmung des Reisepasses und 
den Verlust der Identitätskarte widersprüchlich geschildert habe,

dass  er  im  Besitz  georgischer  Identitätspapiere  und  somit  rechts-
genüglicher Dokumente sei, weshalb der Umstand, dass er die Identi-
tätskarte in Georgien zurückgelassen habe und diese nicht auffindbar 
sei, nicht als entschuldbarer Grund gewertet werden könne,

dass  der  Krieg  in  Georgien  nicht  während  des  Aufenthalts  des  Be-
schwerdeführers in der Ukraine ausgebrochen und davon auszugehen 
sei,  dass  auch  die  ungarischen  Behörden  vom  Beschwerdeführer 
rechtsgenügliche  Dokumente  verlangt  haben  und  er  deshalb  genü-
gend Zeit gehabt hätte, solche beizubringen,

dass ihm vor der Ausreise bewusst gewesen sein müsse, dass er sich 
in jedem Gast- beziehungsweise Asylland über seine Identität rechts-
genügend ausweisen müssen könne,

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dass er offensichtlich keine konkreten Schritte zur Beschaffung seiner 
Identitätspapiere  aus  Georgien  unternommen  habe,  zumal  er  diese 
bisher nicht beigebracht habe, obwohl er seit der diesbezüglichen Auf-
forderung vom 27. August 2008 Kontakt mit seiner Mutter gehabt habe, 
woraus  zu  schliessen  sei,  dass  er  zur  Beibringung  der  Dokumente 
nicht gewillt sei,

dass  mithin  keine  entschuldbaren  Gründe  vorlägen,  welche  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere ein-
zureichen,

dass es sich - ungeachtet der Frage der Glaubhaftigkeit  der geltend 
gemachten Verfolgungsvorbringen - um lokal begrenzte Probleme ge-
handelt  habe,  von  denen  der  Beschwerdeführer  nach  dem  Umzug 
nach (...)  nicht  mehr  betroffen  gewesen  sei,  er  Georgien nach  dem 
Vorfall  im Februar  2006 zwei  Mal  legal  verlassen und sich  während 
Monaten  in  (...)  aufgehalten  habe,  ohne  sich  um  asylrechtlichen 
Schutz  zu  kümmern,  weshalb  die  Vorbringen  asylrechtlich 
offensichtlich nicht relevant seien,

dass im Zusammenhang mit der angeblichen Einberufung in den Mili-
tärdienst zu berücksichtigen sei, dass eine im Sinne von Art. 3 Abs. 1 
AsylG  relevante Verfolgung nicht  vorliege,  wenn staatliche Massnah-
men der Durchsetzung staatsbürgerlicher Pflichten dienten,

dass im Rahmen von Krieg oder Situationen allgemeiner Gewalt erlit-
tene Nachteile keine Verfolgung im Sinne des AsylG darstellten, soweit 
sie nicht auf der Absicht beruhten, einen Menschen aus einem der in 
Art. 3 AsylG erwähnten Gründe zu treffen,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. November 2008 (Da-
tum des Poststempels) beim Bundesverwaltungsgericht gegen diesen 
Entscheid  Beschwerde erhob,  worin  er  beantragte,  es sei  die  Verfü-
gung des BFM  aufzuheben und das Verfahren zur Neubeurteilung an 
die  Vorinstanz  zurückzuweisen,  eventualiter sei  die  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs festzustellen,

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dass in prozessualer Hinsicht der Verzicht auf die Erhebung eines Kos-
tenvorschusses  sowie  die  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechts-
pflege beantragt wurde,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  5.  November  2008  vollständig 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. November 2008 (Da-
tum  des  Poststempels)  eine  Identitätskarte  in  Kopie  zu  den  Akten 
reichte,

dass er während seines Aufenthaltes in der Schweiz an verschiedenen 
Orten im Zusammenhang mit  Ladendiebstählen Polizeiakten erwirkte 
und mit Verfügung des Amtes für Migration und Rückführung des Kan-
tons  Luzern  vom  15.  Oktober  2008  aus  dem  Gebiet  der  Stadt  (...) 
ausgegrenzt werden musste,

und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34  des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; 
Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

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rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass  bei  Beschwerden  gegen  solche  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

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dass mithin  nach erfolgter  Gesetzesrevision  neu  seit  dem 1. Januar 
2007  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Be-
schwerdeverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prü-
fung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft, sei es, weil 
die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie of-
fensichtlich keine flüchtlingsrechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG auf-
weisen,  und  das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass in der Beschwerde eingewendet wird, entgegen den vorinstanz-
lichen  Erwägungen  benötige  die  Beschaffung  von  Papieren  jeweils 
Zeit, der Beschwerdeführer habe am 3. November 2008 seine Mutter 
telefonisch kontaktiert und diese werde ihm die Identitätskarte umge-
hend zustellen, woraufhin er sie sofort nachreichen werde,

dass er im Schreiben vom 5. November 2008 ausführt,  dass es sich 
bei  der  gleichzeitig  in  Kopie  eingereichten Identitätskarte  um das in 
Aussicht gestellte Dokument handle,

dass die im Zusammenhang mit  den Reise- beziehungsweise Identi-
tätspapieren  abgefassten  vorinstanzlichen  Erwägungen  nach  einer 
Überprüfung der  Akten und unter  Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als zutreffend zu erachten sind, und zwecks Vermeidung von 
Wiederholungen darauf verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG 
i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass  sich  die  diesbezüglichen Einwendungen auf  Beschwerdeebene 
als  unbehelflich  erweisen  und  der  Beschwerdeführer  auch  aus  der 
nachträglich in Kopie zu den Akten gereichten Identitätskarte nichts zu 
seinen Gunsten abzuleiten vermag,

dass es sich bei der Kopie der Identitätskarte nicht um ein amtliches 
Dokument im Sinne von Art. 1 Bstn. b und c der Asylverordnung 1 vom 
11. August 1999 über Verfahrensfragen handelt (AsylV 1, SR 142.311; 
vgl. zum Begriff des Reise- oder Identitätspapiers / Voraussetzungen, 
Anforderungen und Anwendung: BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass der Beschwerdeführer auch keine entschuldbaren Gründe für das 
nicht  fristgerechte  Einreichen  rechtsgenüglicher Reise-  beziehungs-
weise  Identitätspapiere  zu  nennen  vermag,  zumal seine  diesbezüg-
lichen  widersprüchlichen  Erklärungen  anlässlich  der  Befragungen 
nicht zu überzeugen vermögen,

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dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

dass in der Beschwerde an der Wahrheit der geltend gemachten Ver-
folgungsvorbringen festgehalten und eingewendet wird, der Vater des 
Beschwerdeführers sei den georgischen Behörden bekannt gewesen, 
weshalb dieser an jedem anderen Ort in seinem Heimatstaat  diesel-
ben von ihm erwähnten Probleme haben würde,

dass - wie bereits erwähnt - seit dem 1. Januar 2007 bei Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG die Flüchtlingseigenschaft Prozessge-
genstand  des  Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der 
summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigen-
schaft und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshinder-
nissen zu beurteilen sind, und sich die Offensichtlichkeit auch auf die 
Asylrelevanz beziehen kann (vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Überprüfung der Akten ergibt,  dass die Vorinstanz die Vor-
bringen des Beschwerdeführers in zutreffender Weise als offensichtlich 
asylrechtlich nicht relevant qualifizierte und dabei die Frage betreffend 
deren Glaubhaftigkeit offenlassen konnte,

dass diesbezüglich vorab wiederum auf die entsprechenden Erwägun-
gen des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass sich auch aus der Beschwerdeschrift  keine neuen Erkenntnisse 
ergeben,  die  zu  einer  anderen  Beurteilung  führen  könnten,  und  die 
darin  enthaltenen  Ausführungen  an  der  offensichtlichen  fehlenden 
Asylrelevanz der geltend gemachten Verfolgungsvorbringen nichts zu 
ändern vermögen,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  trotz  seiner  angeblichen Verfolgung 
nach  seinem  Umzug  von  (...)  unbehelligt  in  (...)  aufhalten,  seinen 
Heimatstaat  zwei  Mal  legal  verlassen  konnte  und  wieder  dorthin 
zurückkehrte,

dass er sich auch während seines Aufenthaltes in (...) nicht veranlasst 
sah, die dortigen Behörden um Schutz zu ersuchen,

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dass er  schliesslich seinen Heimatstaat  am 25. September 2007 er-
neut auf legale Weise unbehelligt auf dem Luftweg verlassen konnte,

dass all diese Tatsachen gegen die geltend gemachte landesweite Ver-
folgung des Beschwerdeführers sprechen,

dass nach dem Gesagten in Übereinstimmung mit der Vorinstanz viel-
mehr allenfalls von lokal beschränkten Verfolgungsmassnahmen aus-
zugehen ist, denen sich der Beschwerdeführer durch einen Wegzug in 
einen anderen Teil des Heimatlandes entziehen kann,

dass unter diesen Umständen von zusätzlichen Abklärungen im Sinne 
von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG abgesehen werden konnte,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG auf  das  Asylgesuch des  Beschwerdeführers nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb  die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a AsylV 1; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker-  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem  Be-
schwerdeführer in seinem Heimat- oder Herkunftsstaat drohen könnte 
(Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass weder die im Heimatstaat herrschende politische Situation noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

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dass auch den Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen sind, wonach 
der Vollzug der Wegweisung für den Beschwerdeführer in den Heimat-
staat unzumutbar wäre,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in Georgien die 
Schule abgeschlossen und in der Folge in (...) studiert hat,

dass seine Mutter  und seine Grossmutter  nach wie vor in  Georgien 
wohnhaft sind und er mithin dort ein familiäres Beziehungsnetz besitzt,

dass er in seinem Heimatstaat als (...) erwerbstätig war,

dass unter den gegebenen Umständen nicht davon auszugehen ist, er 
würde bei einer Rückkehr in eine Existenz vernichtende Situation gera-
ten,  die  als  konkrete Gefährdung im Sinne der  zu beachtenden Be-
stimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, da es Pflicht des Beschwerde-
führers ist, sich um die Beschaffung der für die Rückkehr notwendigen 
Reisepapiere zu bemühen (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da sich die Beschwer-
de als aussichtslos darstellte,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 2 und 3 des Reglements  vom 21. Februar 2008  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N (...),
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand:

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