# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3862eb2c-9e34-5d15-9438-c93d280360bb
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 18.10.2021 F 2021 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2021-41_2021-10-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz 
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Ersatzrichterin lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 18. Oktober 2021 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA Dr. iur. B.________

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung
(Abweisung eines Entlassungsgesuchs)

F 2021 41

2

Urteil F 2021 41 

A.a) A.________, geb. 1971, wurde am 17. September 2021 von Dr. med. 
C.________, Oberärztin der Triaplus AG Ambulante Psychiatrie und Psychotherapie 
(APP), Baar, wegen einer psychischen Störung mit Selbst- und Fremdgefährdung mittels 
fürsorgerischer Unterbringung (FU) zur Behandlung in die Triaplus AG Klinik Zugersee 
eingewiesen.

b) Am 6. Oktober 2021 liess A.________ ein Entlassungsgesuch stellen, das von der 
Klinikleitung am 8. Oktober 2021 abgewiesen wurde.

B. Gegen diesen Entscheid liess A.________ am 8. Oktober 2021 (Poststempel; 
Eingang auf der Gerichtskanzlei am 11. Oktober 2021) beim Verwaltungsgericht Be-
schwerde einreichen und um gerichtliche Beurteilung ersuchen.  

C. Am 18. Oktober 2021 wurde der Beschwerdeführer in Begleitung seines Rechts-
vertreters RA Dr. iur. B.________ von der fürsorgerechtlichen Kammer des Verwal-
tungsgerichts in der Klinik Zugersee persönlich angehört. An dieser Anhörung nahmen 
seitens der Klinik Oberärztin Dr. med. D.________ und Assistenzärztin med. pract. 
E.________ sowie als gerichtlicher Sachverständiger Dr. med. F.________, Facharzt FMH 
für Psychiatrie und Psychotherapie, teil, der im Anschluss an die Anhörung sein Gutachten 
mündlich erstattete. Die Parteien erhielten Gelegenheit zu Ergänzungsfragen und einer 
abschliessenden Stellungnahme. Der Beschwerdeführer liess dabei an seinem Antrag auf 
umgehende Entlassung festhalten; auf seine Ausführungen ist – soweit erforderlich – in 
den Erwägungen einzugehen. Er beanstandete sodann die Anordnung von medizinischen 
Massnahmen (Medikation) vom 7. Oktober 2021 als widerrechtlich, was im Rahmen eines 
weiteren Beschwerdeverfahrens (F 2021 43) zu prüfen sein wird. Die Klinikvertreterinnen 
erachteten demgegenüber eine stationäre Betreuung und Behandlung als weiterhin not-
wendig. Anschliessend wurde die Verhandlung für die Beratung und Urteilsfällung unter-
brochen und danach wurde der Urteilsspruch mündlich eröffnet.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.

3

Urteil F 2021 41 

1.1 Gegen die Abweisung eines Entlassungsgesuchs kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids schriftlich das Ge-
richt anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB). Zuständiges Gericht für die Beurteilung von Be-
schwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 Abs. 1 lit. b des Einführungs-
gesetzes zum ZGB (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Örtlich zuständig ist 
das Verwaltungsgericht, wenn die angefochtene Massnahme auf dem Hoheitsgebiet des 
Kantons Zug angeordnet worden ist (s. dazu BGE 146 III 377). Das Entlassungsgesuch 
des Beschwerdeführers ist von der ärztlichen Leitung der Klinik Zugersee, einer im Kanton 
Zug ansässigen Einrichtung, am 8. Oktober 2021 abgewiesen worden, sodass die örtliche 
und sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben ist. Die am 8. Oktober 2021 
der Post übergebene und damit fristgerecht eingereichte und den minimalen formellen An-
forderungen genügende Beschwerde ist demzufolge zu prüfen (Art. 439 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 450e Abs. 1 ZGB). Massgebend sind dabei die Verhältnisse, wie sie sich im Urteils-
zeitpunkt, mithin am 18. Oktober 2021, präsentierten.

1.2 Soweit der Beschwerdeführer vortragen lässt, dass er eigentlich gegen die Anord-
nung der fürsorgerischen Unterbringung hätte Beschwerde erheben wollen, vom Pflege-
personal aber daran und auch an der Kontaktaufnahme zu seinem Rechtsanwalt gehindert 
worden sei, ist er nicht zu hören. Den Verlaufsberichten ist innert der Beschwerdefrist von 
zehn Tagen seit der ärztlichen FU einzig am 23. September 2021 (S. 22) folgender Eintrag 
zu entnehmen: "Möchte seinen Anwalt (Hr. B.________) sprechen, kann dann aber im 
Gespräch nicht geordnet beim Thema bleiben, möchte dann doch wieder nicht. Weiter 
wollte er zuerst eine Beschwerde gegen den äFU schreiben, äussert dann aber wieder er 
wolle dies nicht, da die Pflege diese dann doch nicht abschicken würde." Dieser Eintrag 
stammt übrigens von Pflegefachfrau G.________ und nicht etwa von Assistenzarzt 
H.________, der dem Beschwerdeführer behauptetermassen nicht wohlgesonnen sein 
soll. Ob der Beschwerdeführer an diesem Tag seinen Anwalt kontaktieren und eine 
Beschwerde einreichen wollte, lässt sich diesem Eintrag gerade eben nicht entnehmen. 
Soweit an der Richtigkeit dieses Eintrags gezweifelt werden sollte, so sind von weiteren 
Abklärungen im Sinne einer antizipierten Beweiswürdigung keine neuen Erkenntnisse zu 
erwarten. Es würde jedenfalls Aussage gegen Aussage bleiben und nach den Regeln der 
Beweislastverteilung hätte der Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit zu 
tragen. Gerichtsnotorisch ist zudem, dass nahezu die Hälfte aller FU-Beschwerden vom 
Pflegepersonal in Maschinenschrift geschrieben wird und dass der Patient jeweils nur 
noch seine Unterschrift darunterzusetzen braucht. Ein Grund der Klinik bzw. des 
Klinikpersonals, ausgerechnet den Beschwerdeführer von der Beschwerdeeinreichung ab-

4

Urteil F 2021 41 

halten zu wollen, ist nicht ersichtlich und wird auch nicht ernsthaft geltend gemacht. 
Wirtschaftliche Gründe liegen jedenfalls nicht dafür vor, den Beschwerdeführer als 
Patienten in der Klinik zu behalten, nachdem die Klinik bekanntermassen nahezu andau-
ernd voll belegt ist. Da die ursprüngliche FU-Einweisung vom 17. September 2021 somit 
nicht mehr zu prüfen ist, kann auch offen bleiben, wie es sich mit den vom Beschwerde-
führer vorgebrachten Befangenheitsvorwürfen gegen die für die Triaplus AG arbeitende 
Ärztin Dr. C.________ und die ebenfalls unter dem Dach der Triaplus AG stehende Klinik 
Zugersee verhält; Weiterungen dazu erübrigen sich bei dieser Sachlage.

1.3 Soweit der Beschwerdeführer die am 7. Oktober 2021 angeordnete medizinische 
Massnahme in Form einer Zwangsmedikation beanstandet, wird darüber nicht im vorlie-
genden Verfahren sondern vielmehr im Verfahren F 2021 43 zu befinden sein. 

2. Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB in der seit 1. Januar 2013 geltenden Fassung). Die Belastung und der Schutz 
von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Die betroffene 
Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen für die Unterbringung nicht mehr er-
füllt sind; über die Entlassung entscheidet die Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 
Abs. 3 ZGB). Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, so-
fern nicht ein vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde 
vorliegt (Art. 429 Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 EG ZGB). Hat die betroffene Person ge-
gen eine fürsorgerische Unterbringung Beschwerde erhoben, hört sie die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz in der Regel als Kollegium an (Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB) und ent-
scheidet in der Regel innert fünf Arbeitstagen seit Eingang der Beschwerde (Art. 450e 
Abs. 5 ZGB). Bei psychischen Störungen muss zudem gestützt auf das Gutachten einer 
sachverständigen Person entschieden werden (Art. 450e Abs. 3 ZGB). 

2.1 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbringung das 
Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behandlung oder Betreuung notwendig 
macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit erbracht werden kann. Die Vor-
aussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem Zusammenhang verständ-
lich. Der Schwächezustand allein vermag eine FU nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Schliesslich werden 
die Voraussetzungen auch mit Blick auf die Rechtsfolge weiter eingeschränkt. Die frei-

5

Urteil F 2021 41 

heitsbeschränkende Unterbringung ist selbst bei Vorliegen der genannten Voraussetzun-
gen nur gesetzeskonform, wenn der Zweck nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 
werden kann. Insofern gilt das Verhältnismässigkeitsprinzip. Zudem muss die Unterbrin-
gung für den angestrebten Zweck tauglich sein. Die Zulässigkeit der fürsorgerischen Un-
terbringung lässt sich deshalb immer nur mit Bezug auf die Einweisung in eine bestimmte 
Einrichtung beurteilen; insofern stellt der Begriff der geeigneten Einrichtung eine weitere 
Einschränkung dar (Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 
Art. 426 N 7). Ziel der fürsorgerischen Unterbringung ist es, die betroffene Person in die 
Selbständigkeit zu führen, ihre Eigenverantwortung zu stärken und ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen. Lässt sich der Schwächezustand beseitigen oder mindestens ab-
schwächen, ist mit der fürsorgerischen Unterbringung dafür zu sorgen, dass die betroffene 
Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben nach ihren eigenen 
Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selber gestalten und organisieren kann (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 N 14). Die FU dient in jedem Fall dem Schutz 
der betroffenen Person. Voraussetzung ist deshalb immer, dass der Betroffene eines be-
sonderen Schutzes bedarf, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung erbracht werden 
kann; diese muss die persönliche Fürsorge sicherstellen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 8). Schliesslich gilt für die FU der Grundsatz der Verhältnismässigkeit; sie stellt 
einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit der betroffenen Person dar und ist des-
halb nur zulässig, wenn keine leichteren Massnahmen der betroffenen Person einen genü-
genden Schutz gewähren, mit dieser Massnahme hingegen ein solcher voraussichtlich er-
reicht werden kann. Als verhältnismässig erscheint eine FU nur, wenn mit ihr das ange-
strebte Ziel – in erster Linie die Wiedererlangung der Selbständigkeit und der Eigenverant-
wortung – überhaupt erreicht werden kann. Die Vor- und Nachteile, welche eine FU der 
betroffenen Person bringt, sind gegeneinander abzuwägen. Interessen der Umgebung und 
der Öffentlichkeit haben insoweit zurückzutreten. Die Belastung für die Umgebung ist nur 
mitzuberücksichtigen (Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.).

2.2 Eine fürsorgerische Unterbringung oder Zurückbehaltung ist nur dann zulässig, 
wenn bei der betroffenen Person einer der in Art. 426 Abs. 1 ZGB aufgeführten Schwäche-
zustände vorliegt. Zudem muss wegen dieses Schwächezustands ein Fürsorgebedarf hin-
sichtlich Behandlung und/oder Betreuung bestehen, was anhand der konkreten Gefahr für 
die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, 
wenn die Behandlung der psychischen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurtei-
len ist. Danach ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob und wenn ja warum eine Be-

6

Urteil F 2021 41 

handlung einer festgestellten geistigen Störung bzw. eine Betreuung "nötig" ist (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 17. April 2013, 5A_254/2013 Erw. 2.2).

3. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand im Sinne 
von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

3.1 Die Einweisung am 17. September 2021 zur nunmehr 15. Hospitalisation in der 
Klinik Zugersee erfolgte, nachdem eine Nachbarin die Polizei avisiert hatte, weil der Be-
schwerdeführer in seiner Wohnung laut und agitiert sei und über Suizid und Massenver-
nichtungswaffen herumschreie. Die einweisende Ärztin Dr. C.________ beschrieb den 
Beschwerdeführer als massiv agitiert, zerfahren, massiv angespannt, feindselig, bedroh-
lich und fremdaggressiv. Im Eintrittsbericht der Klinik wird er ebenfalls als stark gereizt, 
stark innerlich unruhig, schwer antriebsgesteigert und schwer aggressiv beschrieben. Als 
Diagnosen werden angeführt: schizoaffektive Störung, gegenwärtig manisch (ICD-10 
F25.0), psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom (ICD-
10 F10.2) und psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: schädlicher Ge-
brauch (ICD-10 F12.1). 

3.2 In den Verlaufsberichten ab dem 17. September 2021 ist nachzulesen, dass der 
Beschwerdeführer in der Folge nach wie vor sehr aggressiv und bedrohlich war und in 
einem Fall eine Pflegeperson niedergeschlagen hat. Wiederholt wurden zwangsweise Me-
dikationen und Isolationen angeordnet, die vorwiegend unter Aufgebot und unter Beizug 
der Polizei durchgeführt werden mussten. Eine Gefährdungsmeldung an die KESB hatte 
die Klinik bereits am 23. September 2021 gemacht.

 3.3 Das Entlassungsgesuch des Beschwerdeführers vom 6. Oktober 2021 wurde von 
der Klinikleitung am 8. Oktober 2021 abgewiesen. Begründet wurde dies mit dem psycho-
tischen Zustand des Beschwerdeführers bei Aufnahme auf die Akutstation zur 32. [recte: 
15.] Hospitalisation. Nach dem behandelnden Psychiater Dr. I.________ sei dem 
Beschwerdeführer eine regelmässige Einnahme von Invega (Paliperidon) verordnet 
worden; der Patient habe dies jedoch selbständig abgesetzt. In der Klinik sei der Patient 
bisher wegen Fremd- und Selbstgefährdung in einem Intensivzimmer behandelt worden 
(aktuell offen). Im Laufe des Aufenthalts habe er einen Mitarbeiter geschlagen und häufig 
Gewalt angedroht. Er zeige nur geringe Krankheitseinsicht und habe in den ersten drei 
Aufenthaltswochen zweimal täglich in Begleitung der Polizei zwangsmediziert werden 
müssen. Zudem habe er oft das Intensivzimmer verwüstet, indem er das Essen und 

7

Urteil F 2021 41 

Fäkalien an die Wände geschmiert und den Raum mit Wasser geflutet habe. Unter 
medikamentöser Therapie habe sich der manisch-psychotische Zustand nur leicht 
gebessert, sodass sich der Patient nur noch verbal, jedoch nicht mehr körperlich aggressiv 
zeige und im offenen Intensivbereich geführt werden könne. Er spreche jedoch weiterhin 
oft von Selbst- und Massenmord, äussere immer wieder den Wunsch, sein Leben zu 
beenden und zeige sich deutlich angespannt, angetrieben und wahnhaft, sodass ein 
langfristiger stationärer Aufenthalt benötigt werde, um die Selbst- und Fremdgefährdung 
zu reduzieren. Man brauche Zeit, um die Medikamenteneinstellung weiter zu optimieren 
und zu evaluieren. Zudem seien psychotherapeutische Massnahmen und ein strukturiertes 
Therapieprogramm bisher nicht möglich gewesen. Es werde deswegen am 6. Oktober 
2021 eine behördliche FU beantragt, um den Patienten passend zu behandeln und eine 
Anschlusslösung zu organisieren. Aus diesen Gründen könne der Patient aktuell nicht 
entlassen werden und das Entlassungsgesuch müsse abgelehnt werden.

3.4 An der Anhörung vom 18. Oktober 2021 erklärte Oberärztin Dr. D.________, dass 
beim Beschwerdeführer eine schizoaffektive Störung vorliege. Daneben bestünden auch 
psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom sowie psy-
chische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide: schädlicher Gebrauch. Der Be-
schwerdeführer sei bei Klinikeintritt sehr gewaltbereit und auch verbal aggressiv gewesen 
und habe sich nicht freiwillig medizieren lassen. Er sei dann auch die letzten drei Wochen 
zwangsmediziert worden. Seit einer Woche sei er sehr gut führbar und dürfe teilweise 
auch in den geschützten Bereich. Die ersten drei Wochen sei er im Isolierzimmer komplett 
isoliert gewesen und zweimal täglich hätte die Polizei geholt werden müssen zur Zwangs-
medikation. Mittlerweile sei er nicht mehr ganz so aggressiv und verbal nicht mehr so be-
drohlich. Es gebe jetzt Lockerungen, er könne sich vorne im geschützten Bereich aufhal-
ten. Seine Medikamente nehme er aber leider immer noch nicht freiwillig. Sein Gesund-
heitszustand habe sich in den ersten zwei Wochen nicht verändert. In der letzten Woche 
sei es deutlich besser geworden, was auf die Medikamente zurückzuführen sei. 

3.5 Der Beschwerdeführer selber erklärte, dass es ihm sehr gut gehe und dass er kei-
ne Behandlung nötig habe. Dennoch räumte er immerhin ein, dass es sinnvoll sei, zu 
einem Psychiater zu gehen. Medikamente hingegen nehme er schon jahrelang nicht mehr, 
er habe sie abgesetzt und brauche sie nicht mehr. Die Medikamente hätten ihn nur müde 
gemacht und er habe nicht mehr schlafen können. Auch sein behandelnder Psychiater 
Dr. I.________ denke, dass er keine Medikamente brauche. Alkoholprobleme habe er 
keine und Cannabis konsumiere er nur selten. Sein Rechtsvertreter bestritt eine 

8

Urteil F 2021 41 

psychische Erkrankung des Beschwerdeführers nicht, machte indes geltend, dass es dem 
Beschwerdeführer seit Tagen viel besser gehe und dass man mit ihm völlig normal reden 
könne. 

3.6 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ bestätigte die Diagnose einer schizo-
affektiven Störung. Der Beschwerdeführer leide an einer Kombination aus schizophrenen 
und bipolar-affektiv-gestörten Anteilen, mithin an einer schweren, den Geisteskrankheiten 
zuzurechnenden Störung. Er habe einen systematisierten Wahn, wie man ihn selten an-
treffe. Er werde den ganzen Tag verfolgt: Militärpolizei, die Behörden und zwar bis hin im 
ÖV; er habe sich deswegen in den USA für Asyl gemeldet und das FBI eingeschaltet. Bei 
ihm sei es ein systematisierter Wahn, wie man ihn bei schizoaffektiven Störungen selten 
antreffe, da die Wahnhaftigkeit sonst meist nur bruchstückhaft sei; dies sei nota bene kein 
gutes Zeichen. Bei Klinikeintritt sei der Beschwerdeführer in einem schlechten manischen 
Gesundheitszustand gewesen. Er sei danach auch lange Zeit gewaltbereit und bedrohlich 
gewesen. Dieser schlechte Gesundheitszustand habe sich bis heute nur geringfügig ver-
ändert. Der Patient sei ruhiger geworden; der Motor laufe aber immer noch auf gleicher 
Tourenzahl, nur die Handbremse sei durch das Clopixol angezogen. Der aktuelle Gesund-
heitszustand sei auch heute definitiv nicht gut. Lasse man die Medikamente weg, so sei er 
innert Stunden bis Tagen wieder im alten Zustand. 

3.7 Gestützt auf die Vorgeschichte, die ärztlichen Angaben und auch den Eindruck, 
den der Beschwerdeführer an der Anhörung hinterliess mit deutlichen Zeichen des vom 
Gutachter beschriebenen systematisierten Wahnsystems, besteht kein ernsthafter Zweifel 
daran, dass er seit etlichen Jahren an einer schweren psychischen Störung in Form einer 
schizoaffektiven Störung leidet. Daneben besteht zumindest auch schädlicher Konsum 
von Alkohol und Cannabinoiden. Es liegt damit in jedem Fall ein Schwächezustand im Sin-
ne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vor, sodass die erste Voraussetzung für eine fürsorgerische 
Unterbringung erfüllt ist.

4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die beim Beschwerdeführer bestehende psychische 
Störung eine Behandlung und/oder eine Betreuung nötig macht, was unter anderem an-
hand des Fremd- und/oder Selbstgefährdungspotentials zu beurteilen ist.

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach 
einer allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-

9

Urteil F 2021 41 

krankung bestehen, ob der Betroffene daran ist, in seiner Lebensgestaltung, seinem Ver-
halten in seiner Umgebung, seiner persönlichen Hygiene und seiner Gesamtverfassung in 
einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr ent-
spricht (vgl. hierzu R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Erwachsener im Sinne der 
FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.).

4.1.1 Klinikärztin Dr. D.________ ist der Ansicht, dass weder im Klinikrahmen noch im 
Falle einer baldigen Entlassung von Suizidalität auszugehen sei. Ernsthafte suizidale 
Vorfälle seien auch aus der Vorgeschichte nicht bekannt. Eine Selbstgefährdung im 
weiteren Sinne sei in einer Verschlechterung und weiteren Chronifizierung des 
Krankheitsbildes zu befürchten, da der Beschwerdeführer im Falle einer Entlassung die 
Medikamente sofort absetzen werde. Die aktuell verabreichten Medikamente würden in 
rund zwei Tagen ihre Wirksamkeit verlieren. Es würde vom Krankheitsbild her wieder akut 
schlechter werden und der Beschwerdeführer würde wahrscheinlich auch wieder 
fremdaggressiv. 

4.1.2 Der Beschwerdeführer bestritt, je suizidale Absichten gehabt zu haben. Sein 
Rechtsvertreter wies zudem darauf hin, dass der Beschwerdeführer während der bisher 
erfolgten 15 Hospitalisationen immer wieder monate-, ja gar jahrelang sehr gut selbständig 
habe leben und für sich sorgen können. Auch die Polizisten, die ihn aktuell in die Klinik ge-
bracht hätten, hätten die Wohnung in gutem, aufgeräumtem Zustand vorgefunden, was 
belege, dass der Beschwerdeführer Ordnung halte. Wie klar der Beschwerdeführer sei, sei 
auch daran ersichtlich, dass er sich um die ausstehenden Mietzinszahlungen und eine 
mögliche Wohnungskündigung Sorgen mache. Dies seien reale und vernünftige Ängste. 

4.1.3 Gutachter Dr. F.________ sieht weder im Klinikrahmen noch im Falle einer 
baldigen Entlassung eine akute und erhebliche Suizidalität. Eine Selbstgefährdung im 
weiteren Sinne sei jedoch zu befürchten. Die Chronifizierung sei bereits eingetreten. Es 
bestünden leider Residual-Symptome. Es sei auch mit einem sozialen Rückzug zu 
rechnen, da sich die Menschen wegen seines Verhaltens nerven würden; Ausgrenzung 
sei da sicher ein Thema. Schliesslich könne er auch auf jemanden treffen, der 
zurückschlagen würde; die Gefahr wäre dann, dass der Beschwerdeführer selber etwa mit 
gebrochenem Kiefer am Boden liegen würde. 

4.1.4 Die Selbstgefährdung im Sinne von Suizidalität steht gestützt auf diese ärztlichen 
Angaben weder im Klinikrahmen noch im Falle einer baldigen Entlassung im Vordergrund, 

10

Urteil F 2021 41 

auch wenn der Beschwerdeführer gemäss den Verlaufsberichten immer wieder solche Ab-
sichten erwähnt und auch schon nach der Polizei verlangt hat, um sich erschiessen zu las-
sen. Nach eigenen Angaben soll er auch schon versucht haben, mit EXIT Kontakt aufzu-
nehmen. Offenbar kann er sich mittlerweile aber glaubwürdig von Suizidalität distanzieren 
und es gibt nach ärztlichen Angaben auch keine suizidalen Vorfälle aus der Vorgeschich-
te. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne ist hingegen im Fall einer sofortigen Ent-
lassung als erheblich und unmittelbar drohend zu beurteilen. Insbesondere droht dem 
Beschwerdeführer eine erneute gesundheitliche Verschlechterung mit Zunahme der psy-
chotischen Symptomatik und auch eine weitere Chronifizierung seines Zustands. Da er 
nach einem baldigen Klinikaustritt nach eigener Angabe die Medikamente sofort absetzen 
würde, würde dies auch die weitere Therapierbarkeit und die Prognose deutlich ver-
schlechtern. Sodann wird er in seinem Umfeld zunehmend als psychisch kranker Mann 
wahrgenommen; es droht ihm damit die Stigmatisierung und auch ein sozialer Rückzug. 
Schliesslich ist auch nicht ausser Acht zu lassen, dass der Beschwerdeführer bei mögli-
chem bedrohlichem oder fremdaggressivem Verhalten auf Gegenwehr stossen und dabei 
selber nicht unerheblich verletzt werden könnte. Offensichtlich ist er nicht in der Lage, der-
artige Risiken richtig einzuschätzen. Die Selbstgefährdung in einem weiteren Sinne ist 
daher als akut und unmittelbar drohend zu beurteilen. 

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mitzuberücksichtigen, auch wenn eine solche Belastung für sich 
allein nicht für eine Einweisung oder eine Rückbehaltung ausreichen kann (Spirig, Zürcher 
Kommentar, N 336 ff. zu altArt. 397a ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem 
Schutz der betroffenen Person, nicht ihrer Umgebung; entsprechend ist die Fremdgefähr-
dung weder eine Unterbringungsvoraussetzung noch für eine Unterbringung ausreichend 
(Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 N 41 mit Hinweisen). Das geltende Recht hält im 
Gegensatz zum früheren ausdrücklich fest, dass nicht nur die Belastung sondern auch der 
Schutz Angehöriger und Dritter zu berücksichtigen ist (Geiser/Etzensberger, a.a.O., 
Art. 426 N 42).

4.2.1 Eine akute Fremdgefährdung besteht nach Ansicht von Dr. D.________ aktuell 
nicht. Wenn der Beschwerdeführer aber unter Druck gesetzt werde mit Sachen, die er 
nicht wolle, dann sei mit Fremdgefährdung zu rechnen. Es habe während des 

11

Urteil F 2021 41 

Klinikaufenthalts verschiedene fremdaggressive Vorfälle gegeben. Vor einer Weile habe 
der Beschwerdeführer in einem Fall einen Klinikmitarbeiter niedergeschlagen und ihn 
schon massiv verletzt. Im Falle einer baldigen Entlassung sei die Fremdgefährdung als 
relativ hoch und auch akut zu beurteilen und zwar sowohl verbal als auch tätlich. Er sei 
sehr leicht reizbar und wenn dann etwas passiere, was ihm nicht passe, dann könne er 
sehr aggressiv werden. In der Klinik habe er nahezu täglich Prügel und Gewalt angedroht 
und – wie erwähnt – jemanden auch wirklich schwer angegriffen. Werde er entlassen, 
halte sie ihn schon für sehr gefährlich. Die Ausbrüche hätten jeweils schlagartig gestartet. 
Es brauche sehr wenig; ein Stichwort reiche schon. Im Falle einer Entlassung würde er die 
Medikamente umgehend absetzen, was zu einer Verstärkung auch der Fremdaggressivität 
führen würde. 

4.2.2 Der Beschwerdeführer liess darauf hinweisen, dass seine Aggressivität nur in der 
Klinik wegen des Eingeschlossenseins bestehe. Es gebe keine aktenkundigen Vorfälle, 
bei denen er ausserhalb der Klinik je gewalttätig geworden wäre. In seiner Wohnung be-
schmiere er auch die Wände nicht mit Kot und Essen, das habe er nur in der Klinik ge-
macht. Der Beschwerdeführer erwähnte indessen einen nicht näher bekannten Vorfall im 
Zusammenhang mit dem Militär, bei dem er auf jemanden geschossen habe. Er habe aus 
dem Bataillon 149 austreten wollen, weil die ihn hätten umbringen wollen. 

4.2.3 Der gerichtliche Gutachter Dr. F.________ sieht im Klinikrahmen zurzeit keine 
akute, aber eine subakute Fremdgefährdung. Wenn man ihm "schräg" komme, sei er nicht 
ungefährlich. Es brauche sehr wenig; ein Stichwort reiche schon. Im Falle einer baldigen 
Entlassung werde er die Medikamente sofort absetzen, was zu einer Zunahme der 
plötzlichen Ausbrüche und damit der Fremdgefährdung führen würde. Es komme auch 
darauf an, wie man ihn in seinem Handeln einzugrenzen oder zu stoppen versuche; es 
könne sehr schnell wieder zu Exazerbationen kommen. Für die Mutter sei es eine 
erhebliche Belastung, wenn sie sich mehr um ihn kümmern müsste. Eine Person, die so 
schräg drauf sei wie der Beschwerdeführer, sei eine Belastung

4.2.4 In Berücksichtigung der Vorgeschichte und der ärztlichen Angaben liegt beim Be-
schwerdeführer sowohl im Klinikrahmen wie auch im Fall einer baldigen Entlassung mit 
Absetzen der Medikamente eine erhebliche und unmittelbar drohende Fremdgefährdung 
vor. Es droht dabei nicht nur verbales bedrohliches Verhalten, das Dritte erheblich ängsti-
gen dürfte, sondern auch tatsächlich fremdaggressives und tätliches Verhalten. Auch die 
Belastung für seine Umgebung, die offenbar hauptsächlich aus seiner Mutter, die mit der 

12

Urteil F 2021 41 

Situation überfordert sein dürfte, und den Nachbarn besteht, ist als erheblich und unmit-
telbar drohend zu qualifizieren. Die Fremdgefährdung ist im Fall einer sofortigen Entlas-
sung als akut und erheblich zu qualifizieren und die Belastung, die vom Beschwerdeführer 
ausgeht, übersteigt zudem das Mass, das seinem Umfeld zugemutet werden darf.

4.3 Zusammenfassend lässt sich damit festhalten, dass das beim Beschwerdeführer 
bestehende Selbst- und Fremdgefährdungspotential insgesamt als erheblich und auch als 
unmittelbar drohend zu qualifizieren ist. Wegen des bestehenden Gefährdungspotentials 
ist der Behandlungs- und Betreuungsbedarf ausgewiesen.

5. Unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit ist schliesslich zu prüfen, ob dem Be-
schwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge im Zusammenhang mit seiner Erkrankung 
auch anders als im Rahmen eines stationären Klinikaufenthalts erwiesen werden könnte, 
beispielsweise durch eine ambulante Psychotherapie bzw. eine ambulante Abgabe von 
Medikamenten und eine betreute Unterbringungsform. Bei der Beurteilung dieser Frage 
sind die folgenden Kriterien in die Entscheidung miteinzubeziehen: Krankheitseinsicht, Be-
reitschaft, in eine medizinische Behandlung einzuwilligen, soziale Begleitumstände (Woh-
nung, Arbeit, Beziehungsnetz) und die Folgen einer sofortigen Entlassung in medizinischer 
und sozialer Hinsicht. Diese Kriterien sind gegeneinander abzuwägen. Ob die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufrecht erhalten bleiben soll, beurteilt sich anhand der Lage der be-
troffenen Person im Zeitpunkt des jeweiligen Entscheides.

5.1 Nach Ansicht von Oberärztin Dr. D.________ besteht beim Beschwerdeführer 
weder eine Krankheitseinsicht noch eine Behandlungsbereitschaft. Dies bestätigt der 
gerichtliche Gutachter Dr. F.________ vollumfänglich und bezeichnet die fehlende 
Krankheitseinsicht als grosses Manko; es fehle dem Beschwerdeführer zudem an der 
Urteilsfähigkeit in Bezug auf die Krankheit und die Notwendigkeit einer adäquaten 
Behandlung. Der Beschwerdeführer lässt gemäss den Einträgen in den Verlaufsberichten 
und in seinen Aussagen an der Anhörung ebenfalls jegliche Krankheitseinsicht und 
Behandlungsbereitschaft vermissen. Wie er selber erklärte, würde er die Medikamente 
nach einem Klinikaustritt sofort absetzen. An einer echten Krankheitseinsicht und einer 
glaubwürdigen und ernsthaften Behandlungsbereitschaft fehlt es damit offensichtlich. 

5.2 Die sozialen Begleitumstände sind derzeit eher ungünstig. Der 49 Jahre alte Be-
schwerdeführer hat aktuell zwar noch eine Wohnung, was allerdings davon abhängt, ob 
die Mietzinszahlungen rechtzeitig erfolgen. Er ist IV-Rentner und hat seit längerem weder 

13

Urteil F 2021 41 

eine Arbeitsstelle noch eine Beschäftigung oder Tagesstruktur. Sein persönliches Umfeld 
scheint im Wesentlichen aus seiner betagten Mutter zu bestehen, die er zudem als de-
ment beschreibt und die von der Situation unzumutbar belastet und auch überfordert sein 
dürfte. In Dr. I.________ hat er zwar einen behandelnden Psychiater, an dessen 
Verordnungen er sich aber schon länger nicht mehr gehalten hat. Zudem hat er an der 
Anhörung die Absicht bekundet, zu einem anderen Psychiater wechseln zu wollen. Andere 
enge Kontakte scheint der Beschwerdeführer nicht zu haben. Es fehlt ihm damit ein 
tragfähiges soziales und auch professionelles Beziehungsnetz, das die aktuelle 
Krisensituation hätte verhindern können. 

5.3 Ein stationärer Aufenthalt ist aus Sicht von Oberärztin Dr. D.________ weiterhin 
unbedingt erforderlich und zwar sicher noch für ein paar weitere Wochen. Es sei der Plan, 
die Medikamente besser zu evaluieren, den Beschwerdeführer auf ein Depot-Präparat 
einzustellen und ihn auch weiter zu stabilisieren. Im Falle einer sofortigen Entlassung in 
die alten Verhältnisse würde er die Medikamente absetzen und dann würde es sehr 
wahrscheinlich innert weniger Tage bis maximal einer Woche wieder zu aggressivem 
Verhalten kommen. 

5.4 Gemäss Gutachter Dr. F.________ ist eine weitere stationäre Behandlung des 
Beschwerdeführers für mindestens einen Monat aus ärztlicher Sicht unbedingt 
erforderlich. Es sei bedauerlich und schade, dass der Beschwerdeführer, der eine derart 
schwere Krankheit habe, die aber so einfach zu behandeln wäre, weder Krankheitseinsicht 
noch Behandlungsbereitschaft zeige. Bei einer sofortigen Entlassung würde er die 
Medikamente absetzen und zunehmend wahnhafter werden. Er werde sich wahrscheinlich 
wieder mehr verfolgt fühlen, was ihm wiederum Angst machen werde. Vielleicht werde er 
auch einmal zuschlagen, wenn es ihn zu stark störe. Er wäre jedenfalls schnell wieder hier 
in der Klinik. 

5.5 Eine Zurückbehaltung gegen den Willen des Betroffenen ist – wie erwähnt – nur 
dann zulässig und verhältnismässig, wenn ihm die nötige persönliche Fürsorge nicht an-
derweitig erwiesen werden kann. Der Beschwerdeführer leidet offenkundig an einer 
schwerwiegenden psychischen Störung und damit an einem Schwächezustand im Sinne 
des Gesetzes. Er weist zudem ein erhebliches und unmittelbar drohendes Selbst- und 
Fremdgefährdungspotential auf und ist daher auch in besonderem Masse schutzbedürftig. 
Er ist zudem weder krankheitseinsichtig noch ernsthaft behandlungsbereit. Würde er in 
seinem aktuellen Zustand aus der Klinik entlassen, wäre mit einem sofortigen Absetzen 

14

Urteil F 2021 41 

der Medikamente und einer raschen Verschlechterung seines Zustands innert weniger 
Tage oder Wochen zu rechnen mit selbst- und fremdaggressivem Verhalten und einer das 
Mass des Zumutbaren übersteigenden Belastung für sein Umfeld und Dritte, einhergehend 
mit weiterer Chronifizierung und Verschlechterung des Krankheitsbildes und einer generel-
len Verschlechterung von Prognose und Therapierbarkeit. Mit hoher Wahrscheinlichkeit 
würde dies innert kurzer Frist, wohl innert weniger Tage oder Wochen, zu einer weiteren 
notfallmässigen Einweisung führen. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik ist derzeit die 
einzige Möglichkeit, dem Beschwerdeführer die nötige persönliche Fürsorge zu erweisen. 
Erst wenn sich sein Zustand stabilisiert hat und die medikamentöse Behandlung adäquat 
eingestellt und gewährleistet ist, wird auch eine Entlassung aus dem stationären Rahmen 
in ambulante Betreuung und Behandlung möglich sein. Die weitere zwangsweise Zurück-
behaltung ist auch in zeitlicher Hinsicht nicht unverhältnismässig, da die Folgen einer so-
fortigen Entlassung gravierend wären und der Beschwerdeführer sehr wahrscheinlich nach 
kurzer Zeit wieder eingewiesen werden müsste. Eine Entlassung im gegenwärtigen Zeit-
punkt wäre jedenfalls offenkundig verfrüht. Die Abweisung des Entlassungsgesuchs durch 
die Klinik, die im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB eine geeignete Einrichtung für den Be-
schwerdeführer ist, ist daher zu Recht erfolgt und die weitere Zurückbehaltung ist in Be-
rücksichtigung aller Umstände auch im Urteilszeitpunkt angesichts der zu erwartenden 
gravierenden Folgen einer vorzeitigen Entlassung rechtens und verhältnismässig und nicht 
zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und muss abgewie-
sen werden.

5.6 Die ärztliche Unterbringung ist grundsätzlich bis insgesamt maximal sechs Wo-
chen gültig. In dieser Zeit bleibt die Klinik für eine allfällige Entlassung zuständig (Art. 429 
Abs. 1 und 3 ZGB; § 51 Abs. 3 EG ZGB). Muss die Unterbringung über sechs Wochen hi-
naus weitergeführt werden, hat die Klinik rechtzeitig vor Ablauf der sechswöchigen Frist 
die örtlich zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde zu informieren und einen 
behördlichen Entscheid über die Fortführung der Unterbringung zu beantragen. 

6. Das Verfahren ist kostenlos (§ 57 Abs. 2 EG ZGB), weshalb vorliegend keine Ge-
richtskosten zu erheben sind. Eine Parteientschädigung ist dem vollumfänglich unterlie-
genden Beschwerdeführer nicht zuzusprechen.

15

Urteil F 2021 41 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in Zivilsachen 
eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel) und an die 
ärztliche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee.

Zug, 18. Oktober 2021

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am