# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5903d76f-e5f6-5f37-ac06-1443150bddf6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-09-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 05.09.2006 ZF 2006 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-44_2006-09-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 05. September 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 44

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Rehli, Sutter-Ambühl, Tomaschett-Murer und Vital 
Aktuar Engler

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In der zivilrechtlichen Berufung

der Z., zuletzt Psychiatrische Klinik Waldhaus, Loestrasse 220, 7000 Chur, Be-
schwerdeführerin und Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Vi-
tus Gmür, Schifflände 6/Kruggasse, Postfach 310, 8024 Zürich,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses P l e s s u r  vom 9. März 2006, mitge-
teilt am 15. Mai 2006, in Sachen der Beschwerdeführerin und Berufungsklägerin 
gegen die V o r m u n d s c h a f t s b e h ö r d e  d e s  K r e i s e s  Y . , Beschwerde-
gegnerin und Berufungsbeklagte,

betreffend Entmündigung,

hat sich ergeben:

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A.1. Z., geschieden und Mutter zweier erwachsener Töchter, musste sich 
erstmals im Jahre 1981 wegen starker Unruhe und zwanghaften Verhaltens einer 
stationären Behandlung in der Psychiatrischen Klinik Rheinau unterziehen. In der 
Folge kam es bis Ende Juni 1999 zu zahlreichen weiteren Aufenthalten in ver-
schiedenen psychiatrischen Kliniken. Die Einweisung erfolgte jeweils gegen den 
Willen der Patientin.

2. Weil vermehrt Anzeigen eingegangen waren, dass Z. andere Perso-
nen beschimpfe und gegen sie handgreiflich werde, hatte die Vormundschafts-
behörde der Gemeinde X. am 05. August 1998 die Psychiatrische Klinik Schlössli 
in Oetwil am See mit der Ausarbeitung eines Gutachtens beauftragt. In ihrer Ex-
pertise vom 10. November 1998, welche vom stellvertretenden Chefarzt Dr. med. 
W. mitunterzeichnet wurde, kam Oberärztin Dr. med. V. zum Schluss, dass Z. an 
einer chronischen paranoiden Schizophrenie leide, bei der es wellenförmig immer 
wieder zu Verschlechterungen des Gesundheitszustandes komme, begleitet von 
aggressivem Verhalten gegenüber Dritten. Es handle sich hierbei um eine Geis-
teskrankheit im Sinne von Art. 369 ZGB. Nicht einfach zu beantworten sei, ob 
nebst den medizinischen auch die sozialen Voraussetzungen für eine Entmündi-
gung gegeben seien. Bislang sei die Patientin in der Lage gewesen, ihre finanzi-
ellen Angelegenheiten selber zu regeln, und auch den übrigen Aufgaben des All-
tags dürfte sie nach wie vor einigermassen gewachsen sei. Wegen ihrer fehlenden 
Krankheitseinsicht müsse hingegen damit gerechnet werden, dass sie nicht bereit 
sei, über einen längeren Zeitraum die nötige Behandlung auf sich zu nehmen. 
Daran vermöge freilich auch ein Vormund nichts zu ändern. Vielmehr sei zu be-
fürchten, dass sich Z. mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln gegen die 
drohende Entmündigung zur Wehr setzen werde und dass sie damit einher ge-
hend medizinische und andere Hilfsangebote noch vermehrt ablehnen würde. Aus 
ärztlicher Sicht sollte deshalb mit der Anordnung einer Vormundschaft vorerst zu-
gewartet werden.

3. Nachdem Z. am 01. Juli 1999 nach U. umgezogen war, kam es auch 
hier wiederholt zu Beanstandungen wegen ihres aggressiven Verhaltens ihrer Um-
welt gegenüber, insbesondere in Form von Beschimpfungen. Am 14. Januar 2000 
wurde sie mittels fürsorgerischem Freiheitsentzug zur Behandlung und Begutach-
tung in die Psychiatrische Klinik Waldhaus in Chur eingewiesen, wogegen sie sich 
erfolglos beim Bezirksgerichtsausschuss Oberlandquart (heute Prättigau/Davos) 
zur Wehr setzte. In ihrer Expertise vom 07. März 2000 diagnostizierten Assistenz-

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arzt med. prakt. T. und Oberarzt Dr. med. S. bei Z. eine chronische paranoide 
Schizophrenie. Das Grundleiden sei nicht heilbar. Durch eine langfristige medika-
mentöse Behandlung bei gleichzeitiger Unterbringung der Patientin in einem 
Wohnheim mit therapeutischer Betreuung liesse sich jedoch bei der Symptomatik 
eine Besserung erzielen und gleichzeitig verhindern, dass sich die akuten psycho-
tischen Schübe in immer kürzeren Abständen folgen. Wegen der fehlenden Ein-
sicht von Z. in ihre Krankheit müsse all dies mit einer Vormundschaft verbunden 
werden.

4. Nach der Entlassung von Z. aus der Psychiatrischen Klinik Waldhaus 
in Chur am 07. August 2000 verlegte sie ihren Wohnsitz von U. nach R. Auch hier 
kam es in der Folge zu Meldungen, dass sie sich in ihrem Wohnblock und in der 
Öffentlichkeit zu Beschimpfungen sowie zu Handgreiflichkeiten und kleineren 
Sachbeschädigungen hinreissen lasse. Überdies machten ihre Krankheitsschübe 
weitere Anstaltsaufenthalte nötig. So befand sie sich im Zeitraum zwischen Mai 
2001 und Dezember 2004 insgesamt sechsmal für einige Tage bis mehrere Wo-
chen in der Psychiatrischen Klinik Waldhaus in Chur in stationärer Behandlung. 
Während sie sich vom 23. August 2002 bis zum 07. Oktober 2002 freiwillig dort 
aufhielt, erfolgte in den übrigen Fällen die Einweisung durch fürsorgerische Frei-
heitsentziehung.

5. Um Z. besser in die Hilfsangebote einzubinden, schloss die Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises Y. mit ihr am 17. Dezember 2004 eine schriftli-
che Vereinbarung, worin sie sich verpflichten musste, die ärztlich verordneten Me-
dikamente regelmässig einzunehmen, je nach Weisung in der Klinik oder zu 
Hause. Überdies ermächtigte sie die behandelnden Ärzte, der Vormundschafts-
behörde des Kreises Y. zu melden, falls sie die Medikamente eigenmächtig ab-
setze.. Schliesslich wurde Z. auch noch darauf aufmerksam gemacht, dass sie mit 
einer erneuten Klinikeinweisung rechnen müsse, sollte sie die Vereinbarung nicht 
einhalten.

6. Die vorläufig letzte Einweisung von Z. mittels fürsorgerischem Frei-
heitsentzug in die Psychiatrische Klinik Waldhaus erfolgte am 15. Februar 2005 
durch den Bezirksarzt Dr. Q.. In der Folge erging am 22. Februar 2005 durch die 
Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. ein Rückbehaltungsbeschluss, der darauf 
gerichtet war, die Patientin einmal mehr medikamentös einstellen und psychia-
trisch begutachten zu lassen. Die gestützt darauf durch die Psychiatrischen 

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Dienste Graubünden, Klinik Waldhaus, ausgearbeitete Expertise datiert vom 21. 
März 2005 und ist unterzeichnet von Assistenzarzt Dr. med. P., Oberarzt Dr. med. 
O. und Co-Chefarzt Dr. med. N.. Auf deren Inhalt wird, soweit erforderlich, in den 
Erwägungen zurückzukommen sein.

B. Am 05. April 2005 fasste die Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. 
den folgenden Beschluss, welcher am 19. April 2005 schriftlich mitgeteilt wurde:

„1. Z. wird gestützt auf Art. 369 ZGB entmündigt und unter Vormundschaft 
gestellt.

2. Als Vormundin von Z. wird Amtsvormundin M., ernannt.

3. Es wird davon Kenntnis genommen, dass Z. aufgrund einer chronifi-
zierten psychischen Erkrankung gemäss Gutachten der Psychiatri-
schen Dienste Graubünden vom 21.03.2005 als kurz-, mittel- und län-
gerfristig nicht selbständig wohnfähig erachtet wird.

4. Die Vormundin wird ersucht, Z. angemessen zu beraten bzw. zu be-
gleiten, deren Interessen, soweit erforderlich, vertretungsweise wahr-
zunehmen und der Behörde ein Eingangsinventar (Stichtag 5.4.2005) 
über die Vermögenswerte der Betreuten, welches Grundlage der zu 
führenden Verwaltungsrechnung bildet, einzureichen.

5. Die Vormundin wird angewiesen, die Wohnung von Z. in L. auf den 
nächstmöglichen Termin zu kündigen, die notwendigen Vorkehrungen 
zur Wohnungsräumung nach Rücksprache mit der Betreuten anhand 
zu nehmen und für eine geeignete Unterbringung der Bevormundeten 
besorgt zu sein, sobald deren gesundheitlicher Zustand eine Klinikent-
lassung erlaubt.

6. Die Entmündigung und Bevormundung von Z. ist gestützt auf Art. 375 
Abs. 1 ZGB zu veröffentlichen.

7. (Rechtsmittelbelehrung betreffend die Ernennung der Vormundin).

8. Die Kosten dieses Beschlusses in Höhe von Fr. 300.00 gehen zulasten 
von Z. und werden vorderhand beim Verfahren belassen.

9. (Allgemeine Rechtsmittelbelehrung).

10. Mitteilung an: ….“

C. Hiergegen liess Z. am 02. Mai 2005 Beschwerde an den Bezirksge-
richtsausschuss Plessur erklären und beantragen:

„1. Der Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. vom 5. 
April 2005 sei aufzuheben und von einer Entmündigung von Z. sei ab-
zusehen.

2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vormund-
schaftsbehörde bzw. der Staatskasse.“

In ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2005 stellte die Vormundschafts-
behörde des Kreises Y. demgegenüber das Begehren, es müsse die Beschwerde 
abgewiesen werden. Zur Begründung wurde vor allem vorgebracht, wegen der 
fehlenden Einsicht von Z. in ihre von mehreren Fachärzten diagnostizierte Krank-
heit (paranoide Schizophrenie) sei in den vergangenen Jahren keine langfristige 
Therapie möglich gewesen. Dies habe dazu geführt, dass die psychotischen Pha-
sen, in welchen die Patientin zurechnungsunfähig sei, in immer kürzeren Abschnit-
ten auftreten würden. Damit verbunden sei ein ausgesprochenes Schutzbedürfnis, 
welches nach vormundschaftlichen Massnahmen rufe.

Nachdem vorerst keine aufschiebende Wirkung erteilt worden war und sich 
Z. hiergegen zur Wehr gesetzt hatte, einigte sich ihr Rechtsvertreter mit dem Be-
zirksgerichtspräsidium Plessur und der Vizepräsidentin der Vormundschafts-
behörde des Kreises Y. dahin, dass so lange keine Vorkehren zur Durchsetzung 
des Beschlusses vom 05. April 2005 ergriffen würden, als das gegen die Entmün-
digung gerichtete Rechtsmittel noch nicht endgültig beurteilt sei.

D. Anlässlich einer Verhandlung vom 22. Juni 2005 gelangte der Be-
zirksgerichtsausschuss Plessur zum Schluss, das durch die Vormundschafts-
behörde des Kreises Y. bei den Psychiatrischen Diensten Graubünden, Klinik 
Waldhaus, eingeholte Gutachten (vgl. oben A.6.) sei insoweit mangelhaft, als die 
Verfasser als behandelnde Ärzte und damit als befangen anzusehen seien. Mit 
Entscheid vom gleichen Tag, mitgeteilt am 03. August 2005, beschloss deshalb 
das Gericht, seinerseits ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag zu geben, und 
zwar bei einem Sachverständigen der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und 
Suchtbehandlung St. Pirminsberg in Pfäfers.

Die betreffende Expertise datiert vom 09. Januar 2006 und ging am 13. 
Januar 2006 beim Bezirksgerichtsausschuss Plessur ein. Unterzeichnet ist sie von 
Oberarzt med. prakt. dipl. psych. K. und von Chefarzt Dr. med. I.. Auf den Inhalt 
des Gutachtens wird in den Erwägungen zurückzukommen sein.

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E. Im Verlaufe des letzten Aufenthalts in der Psychiatrischen Klinik 
Waldhaus in Chur (vgl. oben A.6.) stellte Z. am 15. September 2005 bei der Kli-
nikleitung ein Entlassungsgesuch. Als darauf nicht eingetreten wurde, wandte sie 
sich mit einem gleich lautenden Begehren an die Vormundschaftsbehörde des 
Kreises Y.. Es wurde durch deren Vizepräsidentin mit Verfügung vom 10. Oktober 
2005 abgewiesen. Hiergegen liess Z. am 13. Oktober 2005 beim Bezirksgerichts-
ausschuss Plessur Beschwerde einlegen. Nachdem das Verfahren in der Folge 
eine Zeit lang sistiert blieb, wurde es am 06. Februar 2006 durch die Vorladung zu 
einer mündlichen Verhandlung wieder aufgenommen.

Mit Urteil vom 09./30. März 2006, mitgeteilt am 17. Mai 2006, erkannte der 
Bezirksgerichtsausschuss Plessur:

„1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, die angefochtene Präsidialverfü-
gung und der ihr zugrunde liegende Beschluss der Vormundschafts-
behörde des Kreises Y. vom 22. Februar 2005 aufgehoben sowie die 
psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik Waldhaus, angewiesen, 
die Beschwerdeführerin aus der psychiatrischen Klinik zu entlassen, 
sobald eine angemessene ambulante Nachbetreuung organisiert ist.

 2. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 1500.00 gehen zu Lasten der 
Gerichtskasse. Die Gerichtskasse hat der Beschwerdeführerin eine 
ausseramtliche Entschädigung von CHF 1000.00, zuzüglich Mehr-
wertsteuer, zu bezahlen.

 3. (Rechtsmittelbelehrung).

 4. Mitteilung an: ….“

F. In Zusammenhang mit der von Z. angefochtenen Entmündigung er-
kannte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur mit Urteil vom 09. März 2006, mit-
geteilt am 15. Mai 2006:

„1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 5060.85 (Gerichtsgebühren CHF 4000.00, 
Schreibgebühren CHF 683.00, Bargebühren CHF 377.85 [exkl. Gutach-
ten]) sind zur Hälfte, d. h. CHF 2530.40, von der Beschwerdeführerin 
zu tragen und innert 30 Tagen auf das PC-Konto 70-3596-3 des Be-
zirksgerichtes Plessur zu überweisen. Die Kosten für das Gutachten 
von CHF 3960.00 sind vollumfänglich von der Beschwerdeführerin zu 
übernehmen und ebenfalls innert 30 Tagen zu bezahlen.

Die Gerichtskasse hat der Beschwerdeführerin eine ausseramtliche 
Parteientschädigung von CHF 1000.00, zuzüglich Mehrwertsteuer, zu 
bezahlen.

3. (Rechtsmittelbelehrung).

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4. Mitteilung an: ….“

An der Hauptverhandlung vor Bezirksgerichtsausschuss Plessur hatte Z. 
persönlich teilgenommen und sie war dabei durch den Vorsitzenden formfrei be-
fragt worden. Darauf wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen zurückzukom-
men sein.

G. Am 02. Juni 2006 liess Z. gegen das erstinstanzliche Urteil (Entmün-
digung) bei der Zivilkammer des Kantonsgerichts Berufung einlegen mit dem Be-
gehren:

„1. In Gutheissung der Berufung seien der Beschluss der Vormund-
schaftsbehörde … vom 5.4.05 und das Urteil der Vorinstanz vom 
9.3.06 aufzuheben, und es sei von der Entmündigung der Berufungs-
klägerin abzusehen, eventualiter sei ihr ein Beistand zu geben.

2. Eventualiter sei der Bericht eines neutralen Sachverständigen einzu-
holen (zur Frage, aus welchen Gründen sich der Zustand der BK 
während des aktuellen FFE nicht wesentlich gebessert hat).

3. Der Berufung sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zugunsten der Berufungs-
klägerin.“

H. Mit Schreiben vom 22. Juni 2006 teilte der Bezirksgerichtsausschuss 
Plessur der Berufungsinstanz mit, dass er auf eine nähere Stellungnahme ver-
zichte.

Die Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. reichte demgegenüber zwar 
am 11. Juli 2006 eine Vernehmlassung ein. Sie beschränkte sich darin aber auf 
Ausführungen zum Begehren, es sei der Berufung die aufschiebende Wirkung zu 
erteilen, und empfahl dessen Ablehnung.

I. Mit Verfügung vom 17. Juli 2006, mitgeteilt am 19. Juli 2006, wies 
das Kantonsgerichtspräsidium (Vizepräsident Schlenker) das Gesuch um Ertei-
lung der aufschiebenden Wirkung im Sinne der Erwägungen ab. Zwar müsse we-
gen der Gefahr, dass Z. die Medikamenteneinnahme absetzen und dass sich ihr 
Gesundheitszustand dadurch verschlechtern könnte, ein Eingreifen der Vormun-
din auch während des Berufungsverfahrens möglich sein. Auf der anderen Seite 

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sollten jedoch Vorkehren vermieden werden, welche die Patientin unnötig belas-
ten oder ihr gar nicht wieder gutzumachende Nachteile bringen würden.

K. Am 05. September 2006 befand die Zivilkammer des Kantonsge-
richts abschliessend über die Angelegenheit.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 190 Abs. 3 ZPO wird der Sachverständige unter Hin-
weis auf die Verschwiegenheit und die strafrechtlichen Folgen eines wissentlich 
falschen Gutachtens auf die Pflicht aufmerksam gemacht, sein Gutachten nach 
bestem Wissen und Gewissen abzugeben. Es ist unbestritten, dass vonseiten des 
Bezirksgerichtspräsidiums Plessur Oberarzt med. prakt. dipl. psych. K. keine der-
artige Belehrung erteilt wurde. Nach Meinung des Rechtsvertreters der Berufungs-
klägerin hat ein solcher Mangel zur Folge, dass auf die Expertise St. Pirminsberg 
vom 09. Januar 2006 nicht abgestellt werden dürfe. Dem hält der Bezirksgerichts-
ausschuss Plessur im angefochtenen Urteil in erster Linie entgegen, dass bei Gut-
achten, die im Entmündigungsverfahren vor der Vormundschaftsbehörde in Auf-
trag gegeben werden, ein Hinweis auf Art. 307 StGB entbehrlich sei, dies deshalb, 
weil es sich hierbei nicht um ein gerichtliches Verfahren im Sinne dieser Strafbe-
stimmung handle. Entsprechendes müsse für jene Expertisen gelten, welche wie 
hier erst im anschliessenden Weiterzugsverfahren gegen den Entmündigungsbe-
schluss eingeholt würden. Ob dem so ist, braucht nicht näher abgeklärt zu werden, 
führt doch das Ausser-Acht-Lassen der Vorgaben des Art. 190 Abs. 3 ZPO nach 
bündnerischem Prozessrecht nicht zur Unverwertbarkeit des betreffenden Gut-
achtens; es handelt sich hierbei nicht um ein Gültigkeitserfordernis. Allenfalls kann 
bei der Würdigung einer Expertise berücksichtigt werden, dass der oder die Ver-
fasser nicht mit der an sich wünschenswerten Eindringlichkeit auf ihre Pflichten 
aufmerksam gemacht wurden. Im Übrigen würden Oberarzt med. prakt. dipl. 
psych. K. und der das Gutachten St. Pirminsberg mit unterzeichnende Chefarzt 
Dr. med. I. dessen Inhalt mit Sicherheit ausdrücklich bestätigen, wenn nachträglich 
noch eine Belehrung im Sinne von Art. 190 Abs. 3 ZPO erteilt würde.

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Nach Meinung der Berufungsklägerin müssten der Verfasser und der Mit-
unterzeichner des Gutachtens St. Pirminsberg vom 09 Januar 2006 als voreinge-
nommen und ihre Expertise damit als unverwertbar eingestuft werden, weil es die 
Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. und der Bezirksgerichtsausschuss unter-
lassen hätten, ihnen die früheren Gutachten, insbesondere jenes der Psychiatri-
schen Dienste Graubünden vom 21. März 2005, vorzuenthalten. Abgesehen da-
von, dass Z. soweit ersichtlich weder rechtzeitig Befangenheitseinrede erhoben 
noch ausdrücklich die Entfernung einzelner Urkunden aus den Akten verlangt hat, 
darf von Gutachtern erwartet werden, dass sie gewillt und in der Lage sind, sich 
mit Meinungsäusserungen anderer Sachverständiger ernsthaft auseinander zu 
setzen, sie also deren Ansichten nicht von vornherein pauschal ablehnen, sich 
ihnen auf der anderen Seite aber auch nicht einfach unreflektiert anschliessen. Es 
gibt nun keine genügenden Anhaltspunkte, dass Oberarzt med. prakt. dipl. psych. 
K. und Chefarzt Dr. med. I. dieser Herausforderung nicht gewachsen waren. Ins-
besondere wäre der Vorwurf ungerechtfertigt, sie hätten unkritisch und ohne jede 
eigenständige Begründung unbesehen die Sichtweise der Ärzte der Klinik Wald-
haus übernommen. Der Umstand, dass sie die zu erwartenden ungünstigen Fol-
gen einer an sich als wünschenswert bezeichneten Entmündigung deutlich her-
vorhoben, belegt vielmehr ihre Unabhängigkeit gegenüber den Verfassern der Ex-
pertise der Psychiatrischen Dienste Graubünden, die diesen Gesichtspunkt weit-
gehend übergingen.

Auf die übrigen formellen Einwendungen, welche Z. vor Bezirksgerichts-
ausschuss Plessur zur Verwendbarkeit der vorhandenen Akten noch erhoben 
hatte, ist sie im Berufungsverfahren zu Recht nicht mehr zurückgekommen. Dar-
auf braucht also nicht weiter eingegangen zu werden.

2. Unter Vormundschaft gehört nach Art. 369 Abs. 1 ZGB jede mündige 
Person, die wegen Geisteskrankheit oder Geistesschwäche ihre Angelegenheiten 
nicht zu besorgen vermag, zu ihrem Schutz dauernd des Beistandes und der Für-
sorge bedarf oder die Sicherheit anderer gefährdet. Um jemanden gestützt auf 
diese Bestimmung zu bevormunden, genügt es also nicht, dass einer der beiden 
Entmündigungsgründe gegeben ist, erforderlich ist vielmehr zusätzlich ein beson-
deres Schutzbedürfnis, und zwar in Bezug auf mindestens einen der im Gesetz 
genannten Teilaspekte, wobei freilich meistens zwei oder gar alle drei gegeben 
sind. Da die Bevormundung einen schweren Eingriff in die Persönlichkeit darstellt, 

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darf eine solche Massnahme aber nicht bereits ergriffen werden, um jeden noch 
so geringen Bedarf nach Beistand befriedigen zu können. Eine Entmündigung we-
gen Fremdgefährdung beispielsweise ist nur gerechtfertigt, wenn von der zu be-
vormundenden Person auf Dauer eine erhebliche, wichtige Güter Dritter bedro-
hende Gefahr ausgeht (vgl. zum Ganzen etwa das Bundesgerichtsurteil 
5C.74/2003 E. 2, 3.1 und 3.2 Abs. 3; überdies Ernst LANGENEGGER, Basler Kom-
mentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch I [Hrsg.: Heinrich HONSELL, Nedim Peter 
VOGT und Thomas GEISER], 3. Aufl., Basel 2006, Art. 369 ZGB N. 1 ff. und N. 26 ff.).

Weil vormundschaftliche Eingriffe verhältnismässig sein müssen, ist eine 
Entmündigung unzulässig, wenn der Schutzzweck auch mit einer milderen Mass-
nahme erreicht werden kann, durch welche die persönliche Freiheit weniger ein-
geschränkt wird, einer Beistandschaft etwa. Ziel einer vormundschaftlichen Mass-
nahme ist es, die negativen Folgen gewisser Schwächezustände zu beheben, 
auszugleichen oder mindestens zu mildern, um so das Wohl des Betroffenen zu 
gewährleisten. Ist eine Massnahme zur Erreichung dieses Ziels nicht geeignet, hat 
ihre Anordnung zu unterbleiben, weil nicht bloss zu weit gehende oder zu milde, 
sondern auch untaugliche vormundschaftliche Massnahmen unverhältnismässig 
und daher ungesetzlich sind (vgl. das Bundesgerichtsurteil 5C.74/2003 E. 4.2).

Die Beistandschaft (Art. 392 ff. ZGB) als mildeste vormundschaftliche 
Massnahme ist also ebenfalls darauf ausgerichtet, Personen, die in einer oder 
mehreren Angelegenheiten ausser Stande sind, die eigenen Interessen gehörig 
zu wahren, die nötige Hilfe zukommen zu lassen, wobei das Gesetz die Gründe, 
welche zu einer eine Beistandschaft rechtfertigenden Schutz-, Betreuungs- oder 
Vertretungsbedürftigkeit führen können, nicht abschliessend aufzählt. Ebenso 
lässt es den erkennenden Instanzen bei der individuellen Ausgestaltung der Un-
terstützung einen breiten Spielraum. Die Anordnung einer solchen Massnahme 
kommt allerdings nur in Frage, wenn die betroffene Person aller Voraussicht nach 
bereit sein wird, den Beistand zu ihrem Wohl gewähren zu lassen und die ihr nach 
wie vor verbleibende Handlungsfähigkeit nicht zum eigenen Schaden zu miss-
brauchen. Setzt sie sich jedoch hiergegen von vornherein zur Wehr und ist nicht 
zu erwarten, dass sich ihre Haltung ändert, erweist sich die Ernennung eines Bei-
standes nicht als taugliche Massnahme und es ist davon abzusehen (vgl. das Bun-
desgerichtsurteil 5C.262/2002 E. 4.1; überdies LANGENEGGER, a. a. O., Art. 392 
ZGB N. 4 ff.).

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3. Mit zutreffender Begründung, auf die im Sinne von Art. 229 Abs. 3 
ZPO grundsätzlich verwiesen werden kann, gelangte der Bezirksgerichtsaus-
schuss Plessur in Übereinstimmung mit den bei den Akten befindlichen psychia-
trischen Gutachten zum Schluss, dass Z. seit ungefähr 1981 an einer inzwischen 
chronisch gewordenen, schubweise verlaufenden und unheilbaren paranoiden 
Schizophrenie leidet, welche in akuten Phasen immer wieder dazu führt, dass die 
Patientin mittels fürsorgerischer Freiheitsentziehung in eine psychiatrische Klinik 
eingewiesen werden muss. Diese Einschätzung wird nicht nur von der Vormund-
schaftsbehörde des Kreises Y. geteilt, sondern offenkundig auch vom Rechtsver-
treter der Berufungsklägerin (vgl. dessen Ausführungen auf S. 23 seiner Beru-
fungsschrift vom 02. Juni 2006). Nicht zweifelhaft kann schliesslich sein, dass ein 
krankhafter Zustand der geschilderten Art einen Entmündigungsgrund gemäss 
Art. 369 ZGB oder allenfalls einen Verbeiständungsgrund im Sinne von Art. 392 ff. 
ZGB darstellt (vgl. hierzu auch LANGENEGGER, a. a. O., Art. 369 ZGB N. 3 und Art. 
392 ZGB N. 7).

Den Ausführungen im angefochtenen Urteil des Bezirksgerichtsausschus-
ses Plessur vermag sich die Zivilkammer des Kantonsgerichts hingegen insoweit 
nicht anzuschliessen, als dort angenommen wird, dass im konkreten Fall auch die 
so genannte soziale Voraussetzung für eine Entmündigung erfüllt sei, die beson-
dere Schutz-, Betreuungs- oder Vertretungsbedürftigkeit. Hierzu ist vorab einmal 
festzuhalten, dass in den nunmehr 25 Jahren, während derer Z. wegen ihres Lei-
dens häufig für kürzere oder längere Zeit hospitalisiert werden musste, vormund-
schaftliche Massnahmen wohl erwogen, aber nie ergriffen wurden. Da es keine 
stichhaltigen Anhaltspunkte gibt, dass sich ihr Gesundheitszustand in jüngerer Zeit 
erheblich verschlechterte und ihr Verhalten markant auffälliger wurde, erscheint 
eine Entmündigung allein schon aufgrund der Vorgeschichte unverhältnismässig; 
dies um so mehr, als auch in der neuesten Expertise, dem Gutachten St. Pirmins-
berg, die Fähigkeit der Berufungsklägerin, sich im Alltag ausserhalb der Klinik zu-
rechtzufinden, nicht ernstlich infrage gestellt wird (siehe dort die Ausführungen auf 
den Seiten 14 und 15). So fehlen etwa deutliche Hinweise, dass sie zu verwahrlo-
sen droht, örtlich und zeitlich desorientiert ist, ihr Vermögen und ihre Einkünfte 
unsinnig einsetzt, unvorteilhafte vertragliche Bindungen eingeht, Gefahren ver-
kennt und ausserstande ist, objektiv gebotene Hilfe zu beanspruchen. Die angeb-
liche Fremdgefährdung und die sich daraus möglicherweise ergebende Selbstge-
fährdung, auf die im angefochtenen Urteil besonderes Gewicht gelegt wird, führt 
zu keiner anderen Einschätzung. Die bei den zuständigen Behörden an den je-

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weiligen Wohnorten von Z. eingegangenen Anzeigen ähnlichen Inhalts, wonach 
sie sich verschiedentlich zu Beschimpfungen, Tätlichkeiten und Sachbeschädi-
gungen habe hinreissen lassen, dürfen zwar nicht einfach als haltlose Verunglimp-
fungen abgetan werden, die zu Unrecht Aufnahme in die psychiatrischen Gutach-
ten gefunden hätten. Auf der anderen Seite ist die Beweislage auch nicht derart, 
dass bereits von einer besonders stark ausgeprägten Gefährdung der Sicherheit 
Dritter gesprochen werden kann, wie sie für die Anordnung der strengsten vor-
mundschaftlichen Massnahme gefordert wird (vgl. LANGENEGGER, a. a. O., Art. 369 
ZGB N. 28). In diesem Zusammenhang ist überdies noch auf einen wesentlichen 
Gesichtspunkt hinzuweisen, der bereits im Gutachten Schlössli vom 10. Novem-
ber 1998 erwähnt wurde und der nun auch in der Expertise St. Pirminsberg vom 
09. Januar 2006 herausgestrichen wird. Danach müsste bei der Berufungskläge-
rin, welche sich mit aller Kraft gegen eine Entmündigung wehrt, mit hoher Wahr-
scheinlichkeit damit gerechnet werden, dass sie eine solche Massnahme in ihr 
Wahnsystem einbauen und sich fortan jedem Zusammenwirken mit ärztlichen und 
vormundschaftlichen Stellen verschliessen würde. Solches ruft nach behördlicher 
Zurückhaltung. Insgesamt betrachtet muss bei dieser Sachlage weiterhin von ei-
ner Entmündigung abgesehen werden.

Dies bedeutet freilich nicht, dass gegenüber Z. überhaupt keine vormund-
schaftlichen Massnahmen ergriffen werden sollten. Es scheint allseits anerkannt 
zu sein, dass bei ihr zwar nicht mehr mit einer Heilung ihres Grundleidens gerech-
net werden darf, dass aber durch die regelmässige Einnahme geeigneter Medika-
mente nicht nur die Krankheitssymptome gemildert werden können, sondern sich 
auch verhindern lässt, dass die akuten Phasen der paranoiden Schizophrenie in 
immer kürzeren Zeitabschnitten auftreten. Da der Patientin die Krankheitseinsicht 
weitgehend fehlt und mit dem Abschluss des laufenden Verfahrens der Druck, ent-
mündigt zu werden, vorerst wegfallen wird, darf von ihr allerdings nicht erwartet 
werden, dass sie auf sich selbst gestellt in der Lage sein wird, in die empfohlenen 
Therapien einzuwilligen und sie über einen längeren Zeitraum auch tatsächlich 
durchzuhalten. Es erscheint deshalb angezeigt, ihr durch die Errichtung einer Bei-
standschaft jemanden zur Seite zu geben, der sie zu solchem Tun ermuntert. 
Gleichzeitig ist dadurch eine Person vorhanden, die zusätzliche Hilfe anfordern 
kann, wenn ausserhalb ihres eigenen Kompetenzbereichs Handlungsbedarf ent-
steht. Dass eine Beistandschaft von vornherein zum Scheitern verurteilt sei, weil 
die Berufungsklägerin in Kürze sämtliche Betreuungsbemühungen unterlaufen 
werde, lässt sich – zurzeit jedenfalls –  nicht mit genügender Sicherheit behaupten. 

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Es besteht deshalb kein Grund, eine solche Massnahme gar nicht erst in Erwä-
gung zu ziehen.

Bei dieser Sachlage sind in teilweiser Gutheissung der Berufung die Ziffer 
1 des Dispositivs des angefochtenen Urteils sowie der Entmündigungsbeschluss 
der Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. vom 05. April 2005 aufzuheben und 
es wird für Z. eine Beistandschaft im Sinne von Art. 392 ff. ZGB errichtet. Die Akten 
gehen an die Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. mit dem Ersuchen, eine ge-
eignete Person als Beiständin oder Beistand zu ernennen und deren Aufgaben 
näher zu umschreiben. Zweck dieser Hilfeleistung ist es, auf Z. einzuwirken, dass 
sie den Kontakt zu den behandelnden Ärzten aufrechterhält und regelmässig die 
verordneten Medikamente einnimmt. Überdies soll durch die damit verbundene 
lose Überwachung erreicht werden, dass die zuständige Vormundschaftsbehörde 
oder in dringenden Fällen ein zum Eingreifen befugter Arzt unterrichtet werden, 
wenn festgestellt wird, dass die Patientin die Medikamente absetzt, sich ihr Ge-
sundheitszustand markant verschlechtert oder es in ihrem Verhalten sonst wie zu 
auffälligen Änderungen kommt, die ein behördliches Tätigwerden nötig machen 
könnten.

4. Obwohl Z. vor Bezirksgerichtsausschuss Plessur mit ihrer gegen den 
Entmündigungsbeschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. gerichteten 
Beschwerde nicht durchzudringen vermochte, wurde ihr im angefochtenen Urteil 
lediglich die Hälfte der Verfahrenskosten überbunden (die Barauslagen für die Ex-
pertise St. Pirminsberg ausgenommen), während die andere Hälfte auf die Ge-
richtskasse genommen wurde. Ausserdem erhielt sie zu Lasten der Gerichtskasse 
eine reduzierte Umtriebsentschädigung von Fr. 1000.00 zuzüglich Mehrwertsteuer 
zugesprochen. Zumindest nach dem Ergebnis des Berufungsverfahrens ist hier-
gegen nichts einzuwenden. Z. erreichte nunmehr insoweit einen Teilerfolg, als sie 
statt entmündigt lediglich verbeiständet wird. Das ursprüngliche Ziel, von vor-
mundschaftlichen Massnahmen gänzlich verschont zu bleiben, verpasste sie hin-
gegen.

Ebenso wenig ist zu beanstanden, dass der Bezirksgerichtsausschuss 
Plessur die aus der Einholung der Expertise St. Pirminsberg erwachsenen Kosten 
vollumfänglich Z. überbunden hat. Bei dieser Begutachtung handelte es sich um 
eine in ihrem Interesse getroffene Vorkehr. Auch insoweit besteht also für die Be-
rufungsinstanz kein Grund zum Einschreiten.

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5. Die in E. 4 Abs. 1 dargelegte Regelung kann sinngemäss auch für 
das Verfahren vor der Zivilkammer des Kantonsgerichts übernommen werden. 
Entsprechend gehen dessen Kosten, bestehend aus einer auf Fr. 3000.00 anzu-
setzenden Gerichtsgebühr und einer Schreibgebühr von Fr. 225.00, total somit Fr. 
3225.00, zu einem Zweitel zu Lasten von Z. und zu einem Zweitel zu Lasten des 
Kantons Graubünden. Dass die Berufungsklägerin nunmehr nur noch im Haupt-
begehren jegliche Art vormundschaftlicher Massnahmen bekämpfte und sich im 
Eventualantrag mit einer Beistandschaft einverstanden erklärte, ruft nach keiner 
abweichenden Kostenverteilung.

Bei dieser Sachlage besitzt Z. für das Berufungsverfahren überdies An-
spruch auf eine durch den Kanton Graubünden auszurichtende reduzierte Um-
triebsentschädigung, wobei bei deren Festlegung nicht nur das Mass des Obsie-
gens und Unterliegens zu berücksichtigen ist, sondern auch, dass der Rechtsver-
treter der Berufungsklägerin in erheblichem Umfang auf früher Gesagtes zurück-
greifen konnte. Insgesamt erscheint hierfür ein Betrag von Fr. 1500.00 angemes-
sen, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und es werden die Ziffer 1 des 
Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 09. 
März 2006 sowie der Beschluss der Vormundschaftsbehörde des Kreises 
Y. vom 05. April 2005 aufgehoben.

2. Für Z. wird im Sinne der Erwägungen eine Beistandschaft gemäss Art. 392 
ff. ZGB errichtet.

3. Die Akten gehen an die Vormundschaftsbehörde des Kreises Y. mit dem 
Ersuchen, eine geeignete Person als Beiständin oder Beistand zu ernennen 
und deren Aufgaben näher zu umschreiben.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3225.00 (Gerichtsgebühr Fr. 
3000.00, Schreibgebühr Fr. 225.00) gehen zu einem Zweitel zu Lasten von 
Z. und zu einem Zweitel zu Lasten des Kantons Graubünden.

5. Der Kanton Graubünden wird überdies verpflichtet, Z. für das Verfahren vor 
der Zivilkammer des Kantonsgerichts eine reduzierte Umtriebsentschädi-
gung von Fr. 1500.00 zu bezahlen, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.

6. Mitteilung an:

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Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident Der Aktuar