# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4b6c85b-dbd5-5e03-b631-9cece9168a4e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-29
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 29.07.2019 BK 2019 244
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2019-244_2019-07-29.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 19 244

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 29. Juli 2019

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichterin Bratschi, Ober-
richter Geiser
Gerichtsschreiber Müller

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Fürsprecher B.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
3013 Bern

C.________
a.v.d. Rechtsanwältin D.________

Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer

Gegenstand Einstellung

Strafverfahren wegen schwerer, evtl. einfacher Körperverletzung

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Bern-Mittelland vom 1. Mai 2019 (BM 18 3262)

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Erwägungen:

1. Am 1. Mai 2019 stellte die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfol-
gend: Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen A.________ (nachfolgend: Be-
schuldigter) wegen schwerer, evtl. einfacher Körperverletzung z.N. von 
C.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) ein. Dagegen erhob Letzterer am 
20. Mai 2019 Beschwerde. In seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2019 beantragte 
der Beschuldigte, die Beschwerde sei abzuweisen und ihm sei für das Beschwer-
deverfahren das Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege zu erteilen, unter Beiord-
nung eines amtlichen Rechtsbeistands. Mit Stellungnahme vom 2. Juli 2019 bean-
tragte die Generalstaatsanwaltschaft, die Beschwerde sei abzuweisen und die Ver-
fahrenskosten seien dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, unter Vorbehalt des ihm 
gewährten Rechts zur unentgeltlichen Prozessführung. Mit Replik vom 23. Juli 
2019 hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest.

2. Gegen Verfügungen der Staatsanwaltschaft kann bei der Beschwerdekammer in 
Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begründet Beschwerde geführt wer-
den (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Strafprozessordnung [StPO; 
SR 312], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der 
Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsre-
glements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist 
durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten In-
teressen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.   

3. In der Einstellungsverfügung wird folgender Sachverhalt als erstellt angesehen: Der 
Beschuldigte wollte als Security-Mitarbeiter den schwer alkoholisierten Beschwer-
deführer aufgrund eines vorangegangenen Vorfalls nicht mehr ins 
M.________(Bar) einlassen, woraufhin der Beschwerdeführer ihn mit einem aus-
geklappten Messer bedrohte. Als der Beschwerdeführer dabei einen Schritt auf den 
Beschuldigten zumachte und die Messerklinge auf dessen Bauch richtete, sah sich 
E.________ – ebenfalls Security-Mitarbeiter –  veranlasst, zu Gunsten des Be-
schuldigten einzugreifen und den drohenden Angriff gegen Leib und Leben abzu-
wehren. Da ihnen dies aufgrund der heftigen Gegenwehr des Beschwerdeführers 
allein mit Festhalten nicht gelang, sah der Beschuldigte keine andere Möglichkeit, 
als den Angreifer mit Faustschlägen ins Gesicht ausser Gefecht zu setzen. Auf-
grund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer stark alkoholisiert und bereits vor-
gängig als aggressiv und gewalttätig aufgefallen war, musste der Beschuldigte mit 
einem gefährlichen Angriff gegen Leib und Leben rechnen. Daher qualifizierte die 
Staatsanwaltschaft die Faustschläge des Beschuldigten als rechtfertigende Not-
wehr  

4. Der Beschwerdeführer lässt ausführen, die Staatsanwaltschaft habe den Sachver-
halt unvollständig festgestellt. Die angefochtene Verfügung verstosse gegen den 
Grundsatz in dubio pro duriore. Der Beschwerdeführer bestreite, A.________ mit 
einem Messer bedroht zu haben. Es mute fragwürdig an, dass F.________ bei der 
Polizei zwar angegeben habe, dass der Beschwerdeführer ein Messer hervorge-

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nommen, ein solches Messer jedoch gegenüber dem Beschwerdeführer nie er-
wähnt habe. Sodann stelle die Staatsanwaltschaft auf die Aussagen von 
G.________, H.________ und I.________ ab. Diese hätten jedoch keine Angaben 
zum Tatgeschehen zwischen A.________, dem Beschuldigten und dem Be-
schwerdeführer machen können. J.________ habe zwar bei der Staatsanwaltschaft 
angegeben, den Vorfall nicht selber mitbekommen zu haben. Seiner Meinung nach 
trage der Beschwerdeführer jedoch keine Schuld. Im Weiteren habe er ausgesagt, 
er glaube, dass noch ein anderer Security dort gewesen sei, welcher gesagt habe, 
dass der Beschwerdeführer kein Messer gezogen habe (EV J.________ vom 
05.09.2018, Z. 174 f.). In den Akten seien diesbezüglich keine Ermittlungen ersicht-
lich. Fragwürdig mute auch an, dass J.________ von einem der Beschuldigten auf-
gefordert worden sein soll, nichts über die Angelegenheit zu erzählen bzw. zu sa-
gen, dass er nichts wisse (EV J.________ vom 05.09.2018, Z. 129 f). Des Weiteren 
habe die Staatsanwaltschaft gemäss Art. 311 Abs. 1 StPO die Beweiserhebungen 
selber durchzuführen. Auch mache sie nicht geltend, dass A.________ durch die 
Handlung des Beschwerdeführers in Angst und Schrecken versetzt worden sei. 
Folglich könne nicht davon ausgegangen werden, dass die durch den Beschuldig-
ten ausgeübten Gewalttätigkeiten als Notwehr bzw. Notwehrhilfe gerechtfertigt sei-
en. Selbst wenn der Beschwerdeführer ein Messer behändigt haben sollte, könne 
das Verhalten des Beschuldigten sowie von E.________ nicht als verhältnismässig 
beurteilt werden. Dass die beiden dem Beschwerdeführer mehrere Faustschläge 
frontal ins Gesicht erteilt hätten, erscheine angesichts dessen, dass E.________ 
ihn bereits im Griff gehabt habe, als nicht erforderlich. Das Arretieren durch einen 
geeigneten Festhaltegriff wäre das mildere Mittel gewesen. Ebenso könne der Ar-
gumentation der Staatsanwaltschaft, wonach die Faustschläge des Beschuldigten 
umso mehr als rechtfertigende Notwehrhilfe zu qualifizieren seien, als Faustschlä-
ge an den Kopf oder ins Gesicht nicht per se geeignet seien, eine schwere Körper-
verletzung herbeizuführen, nicht gefolgt werden. Vielmehr würden mehrfache 
Faustschläge gegen den Kopf nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge als geeignet 
erscheinen, lebensgefährliche Verletzungen oder gar den Tod herbeizuführen 
(Verweis auf Urteile des Bundesgerichts 6B_643/2011 vom 26.01.2012, E. 2.3; 
6B_758/2010 vom 04.04.2011, E. 4.3.2). Im Übrigen sei der Beschwerdeführer Op-
fer eines schweren Delikts geworden bzw. habe er schwere Verletzungen erlitten. 
Bei solchen Fällen dränge sich eine Anklageerhebung auf.

5. Die Generalstaatsanwaltschaft entgegnet im Kern, die Staatsanwaltschaft habe 
sich ausführlich mit der Beweislage auseinandergesetzt und sei in der Einstel-
lungsverfügung zutreffend zum Schluss gelangt, dass auf die Aussagen des Be-
schuldigten sowie diejenigen von E.________ und F.________ abgestellt werden 
könne. Was dagegen vorgebracht werde, sei nicht stichhaltig. 

6. Der Beschuldigte macht geltend, welche neuen Ermittlungsergebnisse der Vorhalt 
des WhatsApp-Chats bringen solle, bleibe unklar. Im Weiteren seien die Aussagen 
von F.________, G.________, H.________, I.________ und der beschuldigten 
Personen bereits zu Beginn übereinstimmend und detailreich gewesen. Hingegen 
seien jene des Beschwerdeführers lückenhaft sowie in sich nicht stimmig gewesen 
und später korrigiert worden. All diese Personen hätten ausgesagt, entweder gese-

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hen oder gehört zu haben, dass der Beschwerdeführer ein Messer gehabt habe, 
womit ein Rechtfertigungsgrund vorgelegen habe. Angesichts dessen, dass der 
Beschwerdeführer auch mit einem Würgegriff nicht habe unter Kontrolle gebracht 
werden können und das Messer nicht losgelassen habe, erschienen die Handlun-
gen des Beschuldigten als gerechtfertigt.

7. In der Replik lässt der Beschwerdeführer ergänzen, bei der Verfahrenseinstellung 
dürften keine konkret zu erhebenden Beweismittel mehr erkennbar sein, die das 
Resultat im gegenteiligen Sinn beeinflussen könnten (Verweis auf Beschluss des 
Obergerichts des Kantons Bern BK 17 272 vom 20.11.2017, E. 6.3 [recte: 5.3]). Die 
Aussagen des Beschuldigten und von E.________ wiesen Ungereimtheiten auf: 
Der Beschuldigte habe angegeben, der Beschwerdeführer sei durch ihn sowie 
E.________ nur geschlagen worden, als er gestanden sei, nicht jedoch, als er am 
Boden gelegen habe (EV Beschuldigter vom 28.02.2018, Z. 230). Demgegenüber 
habe E.________ angegeben, der Beschwerdeführer sei geschlagen worden, als 
er auf dem Boden festgehalten worden sei (EV E.________ vom 05.09.2017, 
Z. 162 f.). Weiter habe E.________ bei seiner Erstbefragung angegeben, er habe 
dem Beschwerdeführer, nachdem er diesen mit einem Hüftschwinger zu Boden ge-
führt habe, das Messer aus den Fingern gerissen. Daraufhin habe es ein Handge-
menge gegeben, bei welchem der Beschwerdeführer vom Beschuldigten und ihm 
Schläge ins Gesicht erhalten habe (EV E.________ vom 05.09.2017, Z. 57 ff.). Bei 
der zweiten Befragung habe er seine Aussage dahingehend geändert, dass er den 
Beschwerdeführer nicht mehr geschlagen habe, nachdem er ihm das Messer habe 
wegnehmen können (EV E.________ vom 28.02.2018, Z. 242 f.).

8.

8.1 Gemäss Art. 319 Abs. 1 Bst. a und c StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Ein-
stellung des Verfahrens unter anderem, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der ei-
ne Anklage rechtfertigt, oder wenn Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand 
unanwendbar machen. Von einer Anklage ist abzusehen, wenn nach der gesamten 
Aktenlage ein Freispruch zu erwarten ist. Als praktischer Richtwert kann gelten, 
dass eine Anklage erhoben werden muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher 
erscheint als ein Freispruch (Urteil des Bundesgerichts 1B_248/2011 vom 29. No-
vember 2011 E. 2.5). Das heisst nichts anderes, als dass einzustellen ist, wenn ein 
Freispruch wahrscheinlicher ist als ein Schuldspruch. Der Staatsanwaltschaft steht 
in diesem Zusammenhang ein erheblicher Ermessenspielraum zu (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 1B_687 und 689/2011 vom 27. März 2012 E. 4.1.1 und 
1B_122/2012 vom 12. April 2012 E. 5). Bei der Prüfung der Frage, ob nach der Ak-
tenlage ein Freispruch zu erwarten ist, darf und muss die Staatsanwaltschaft die 
Beweise würdigen. Die Beantwortung der Frage, ob ein Tatverdacht erhärtet ist, 
der eine Anklage rechtfertigt (Art. 319 Abs. 1 Bst. a StPO e contrario), setzt 
zwangsläufig eine Auseinandersetzung mit der Beweis- und Rechtslage voraus 
(Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern BK 12 139 vom 9. Januar 2013).

Wer vorsätzlich einen Menschen lebensgefährlich verletzt, wer vorsätzlich den Körper, ein wichtiges 
Organ oder Glied eines Menschen verstümmelt oder ein wichtiges Organ oder Glied unbrauchbar 
macht, einen Menschen bleibend arbeitsunfähig, gebrechlich oder geisteskrank macht, das Gesicht 

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eines Menschen arg und bleibend entstellt, wer vorsätzlich eine andere schwere Schädigung des 
Körpers oder der körperlichen oder geistigen Gesundheit eines Menschen verursacht, wird mit Frei-
heitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft (Art. 122 Schweizerisches Straf-
gesetzbuch [StGB; SR 311]; Schwere Körperverletzung).

Wer vorsätzlich einen Menschen in anderer Weise an Körper oder Gesundheit schädigt, wird, auf An-
trag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 123 Ziff. 1 StGB; Einfa-
che Körperverletzung).

Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegrif-
fene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umständen angemessenen Weise abzu-
wehren (Art. 15 StGB; Rechtfertigende Notwehr).

Die Abwehr in einer Notwehrsituation muss nach der Gesamtheit der Umstände als 
verhältnismässig erscheinen. Eine Rolle spielen insbesondere die Schwere des An-
griffs, die durch den Angriff und die Abwehr bedrohten Rechtsgüter, die Art des 
Abwehrmittels und dessen tatsächliche Verwendung. Die Angemessenheit der Ab-
wehr ist auf Grund jener Situation zu beurteilen, in der sich der rechtswidrig Ange-
griffene im Zeitpunkt seiner Tat befand. Es dürfen nicht nachträglich allzu subtile 
Überlegungen darüber angestellt werden, ob der Angegriffene sich nicht allenfalls 
auch mit anderen, weniger einschneidenden Massnahmen hätte begnügen können 
(BGE 136 IV 49 E. 3.2). Das Notwehrrecht gibt nicht nur das Recht, mit gleichen 
Mitteln abzuwehren, mit denen der Angriff erfolgt, sondern mit solchen, die eine ef-
fektive Abwehr ermöglichen. Das bedeutet, dass der Verteidiger von Anfang an die 
voraussichtlich wirksamen Mittel einsetzen darf (BGE 136 IV 49 E. 4.2 mit Hinwei-
sen; Beschluss der Beschwerdekammer BK 18 20 vom 19. April 2018 E. 4.2).

8.2 Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtmässig. Insbesondere zur Be-
schwerdeschrift ist mit der Generalstaatsanwaltschaft zunächst Folgendes festzu-
halten:

Der Umstand, dass F.________ mit dem Beschwerdeführer per WhatsApp Kontakt 
hatte, das Messer in diesem Chat aber nicht erwähnte, spricht in keiner Weise ge-
gen die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen gegenüber der Polizei. Den Parteien ist 
zudem bekannt, dass eine staatsanwaltschaftliche Befragung von F.________ ge-
plant war, dieser aber der Vorladung für den 5. September 2018 keine Folge leiste-
te. Auf seine Aussagen bei der Polizei am 16. Februar 2018 darf nichtsdestotrotz 
abgestellt werden. Im Weiteren trifft es zwar zu, dass die Zeugen G.________, 
H.________ und I.________ keine Aussagen zum eigentlichen Vorfall zwischen 
dem Beschwerdeführer und dem Beschuldigten machen konnten. Aus ihren Schil-
derungen erhellt aber, dass der Beschwerdeführer am besagten Abend ein Messer 
bei sich trug. Im Zusammenhang mit den Aussagen von J.________ wendet der 
Beschwerdeführer ein, jener habe ausgesagt, er könne sich schwer vorstellen, 
dass der Beschwerdeführer ein Messer bei sich gehabt habe. Diese Aussage ist 
indes irrelevant, weil J.________ vom Vorfall nichts mitbekommen hatte. Es wider-
spricht zudem den anderen Aussagen, wenn J.________ behauptet, der Be-
schwerdeführer sei ihm an diesem Abend nicht aggressiv vorgekommen, wobei der 
diese Aussage ohnehin nur auf seine direkte Begegnung mit dem Beschwerdefüh-
rer bezieht («Er freute sich sogar, dass er mich sah.», EV J.________ vom 

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05.09.2018, Z. 155 f.). Während der Auseinandersetzung konnte er den Beschwer-
deführer nicht beobachten. Immerhin gab er aber an, dass ihm einige Personen 
gesagt hätten, der Beschwerdeführer habe «schiins» ein Messer «füregno» (EV 
J.________ vom 19.09.2017, Z. 159 f. und vom 05.09.2018, Z. 101 ff.).

Der Beschwerdeführer rügt des Weiteren, die Staatsanwaltschaft habe sich auf die 
Aussagen von F.________, G.________, H.________, I.________ und den beiden 
Beschuldigten (E.________ und A.________) abgestützt, diese aber nie selber be-
fragt bzw. sich nicht von deren Glaubwürdigkeit überzeugt. Dieses Vorgehen war 
rechtens. Gemäss Art. 312 StPO kann die Staatsanwaltschaft die Polizei nach ei-
genem Ermessen selbst nach Eröffnung der Untersuchung mit ergänzenden Ermitt-
lungen beauftragen, konkret eben auch mit Einvernahmen, welche die Polizei im 
Auftrag der Staatsanwaltschaft ausführt (vgl. auch Abs. 2 der Bestimmung). Es be-
steht keine Pflicht der Staatsanwaltschaft, Einvernahmen selber durchzuführen, 
wenn sie sich in einer Einstellungsverfügung darauf berufen will. Selbst im Anwen-
dungsbereich von Art. 307 StPO (schwere Straftaten) ist die Staatsanwaltschaft 
bloss gehalten, die ersten wesentlichen Einvernahmen nach Möglichkeit selber 
durchzuführen (Art. 307 Abs. 2 StPO). Hierbei handelt es sich um eine Ordnungs-
vorschrift mit der Folge, dass auch entgegen dieser Vorschrift von der Polizei 
durchgeführte Einvernahmen gültig und verwertbar sind (vgl. SCHMID/JOSITSCH, in: 
Praxiskommentar StPO, 3. Aufl. 2018, N. 1 zu Art. 307 StPO). Dies muss erst 
Recht für Verfahren gelten, die – wie hier – nicht in den Anwendungsbereich von 
Art. 307 Abs. 1 StPO fallen. Folglich liegt keine Rechtsverletzung vor, wenn sich 
die Staatsanwaltschaft in der Einstellungsverfügung auf Einvernahmen stützt, wel-
che die Polizei in delegierter Kompetenz durchführte. Die polizeilichen Einvernah-
men sind im Übrigen sorgfältig und in Bezug auf die relevanten Tat- und Rechtsfra-
gen in umfassender Weise durchgeführt worden.

In Würdigung der gesamten Aktenlage ist davon auszugehen, dass der Beschwer-
deführer während der Auseinandersetzung heftige Gegenwehr leistete und es al-
lein mit Festhalten nicht möglich war, den drohenden Angriff abzuwenden. 
E.________ gelang es erst nach einiger Zeit und Anstrengung – sowie unter An-
wendung von Gewalt (Faustschläge) – dem Beschwerdeführer den Schlüsselbund, 
an dem sich das Messer befand, zu entreissen. Der Beschuldigte schlug den Be-
schwerdeführer zuvor mehrere Male mit der Faust ins Gesicht, weil es seinem Ar-
beitskollegen E.________ nicht möglich war, dem Beschwerdeführer das Messer 
zu entwenden. Als der Beschwerdeführer schliesslich mit E.________ zu Boden 
fiel, fixierte der Beschuldigte die Beine des Beschwerdeführers und teilte keine wei-
teren Schläge mehr aus (EV Beschuldigter vom 28.02.2018, Z. 230 f.). Es ist nicht 
ersichtlich, welche mildere Verteidigungshandlung der Beschuldigte in dieser Situa-
tion hätten vornehmen sollen, um den Angriff abwenden zu können. Insbesondere 
hätte das Risiko bestanden, dass der Beschwerdeführer weitere Angriffshandlun-
gen gegen ihn vorgenommen hätte. Eine mildere Abwehrhandlung, so namentlich 
der vom Beschwerdeführer erwähnte Versuch eines Arretierens mittels Festhalte-
griff, wäre in dieser Situation ungeeignet gewesen. Der Angriff des Beschwerdefüh-
rers richtete sich gegen die körperliche Integrität des Beschuldigten, indem er ein 
Messer gegen dessen Bauch richtete, während die Abwehrreaktion ebenfalls auf 
dieses Rechtsgut zielte. Mit Blick auf das Delikt, das durch die Abwehrhandlung 

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begangen wurde (schwere, evtl. einfache Körperverletzung), liegt kein Missverhält-
nis zwischen dem verteidigten und dem angegriffenen Rechtsgut vor. Der Beschul-
digte durfte das mit Faustschlägen gegen den Kopf verbundene Verletzungsrisiko 
eingehen, ohne die erlaubten Grenzen der Notwehr zu überschreiten.   

Für den Einsatz eines Baseballschlägers oder eines Schlagstocks – deren angebli-
cher Einsatz teilweise sogar in Arztzeugnissen zu finden ist, was grundsätzliche 
Fragen in Bezug auf die Aufrichtigkeit des Beschwerdeführers aufwirft (siehe bspw. 
Verlaufsbericht Dr. med. K.________ vom 21.09.2018, S. 1) – finden sich keine 
Anhaltspunkte. Dass der Beschuldigte (und E.________) den Beschwerdeführer 
zudem praktisch grundlos mit einem Schläger derart stark verprügelt hätte – ob-
wohl er kein Messer dabei gehabt haben will, wie er in seiner Einvernahme vom 
10. April 2018 geltend macht (insb. Z. 64-70, Z. 153 f. und Z. 233 ff.) – liegt fern 
und ist unglaubhaft. Es war an diesem Abend keine Schlagwaffe im Spiel. Diese 
«entstand» mit grösster Wahrscheinlichkeit erst in den Gedanken des Beschwerde-
führers, der dies dann auch so weiterverbreitete. Fäuste können auch sehr hart 
sein und schwere Gesichtsverletzungen verursachen. Dasselbe gilt für die Theorie, 
der Beschuldigte habe mit denjenigen Personen, die aussagten, sie hätten ein 
Messer gesehen, zusammen gearbeitet (siehe Z. 158). Vielmehr ist zu folgern, 
dass der Beschuldigte einen rechtswidrigen Angriff gegen ihn – in einer von ihm als 
gefährlich eingeschätzten Situation (Bedrohung mit einem Messer) des gewaltbe-
reit wirkenden Beschwerdeführers – in verhältnismässiger Weise abgewehrt hat. 
Es ist beweismässig davon auszugehen, dass der Beschuldigte dem Beschwerde-
führer keine Schläge mehr versetzte, als dieser am Boden lag, weshalb ein Not-
wehrexzess von Seiten des Beschuldigten ausgeschlossen werden kann. Der Be-
schuldigte machte den Beschwerdeführer mit Hilfe von E.________ kampfunfähig 
und beendete so die vom Beschwerdeführer ausgehende Gefahr, da dieser das 
gegen den Beschuldigten gerichtete Messer nicht loslassen wollte. Als der Be-
schwerdeführer keinen Widerstand mehr leistete, stoppte der Beschuldigte die 
Schläge. Dass die gesundheitlichen Folgen der vom Beschwerdeführer bei der 
Auseinandersetzung erlittenen Verletzungen noch nicht definitiv feststehen, stellt 
für sich allein im Übrigen keinen Grund zur Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung dar.      

8.3 Insbesondere Blick auf das replicando Vorgebrachte ist beizufügen was folgt: Die 
Replik beschränkt sich im Wesentlichen darauf, zwei Widersprüche in Bezug auf 
die Aussagen des Beschuldigten und von E.________ aufzuzeigen. Diese gering-
fügigen Ungereimtheiten führen jedoch nicht dazu, dass die angefochtene Verfü-
gung unrechtmässig wäre. Tatsächlich ist nicht völlig klar (indes hinsichtlich der 
zentralen Frage nach der Notwehr(-hilfe) auch irrelevant), wann genau es 
E.________ gelang, dem Beschwerdeführer das Messer wegzureissen, wann die 
beiden zu Boden fielen und wann die Schläge aufhörten. Selbst aus der ersten 
Einvernahme des Beschuldigten vom 28. August 2017, also sehr kurz nach dem 
Vorfall, lässt sich nicht zweifelsfrei herauslesen, wann exakt E.________ das Mes-
ser behändigen konnte – ob vor, während oder nach dem Sturz. Es ist allerdings 
erkennbar, dass der Beschwerdeführer (höchstwahrscheinlich) nach dem Sturz 
noch einmal aufstand und dieses Mal E.________ attackierte (Z. 59-65). Anlässlich 
der zweiten Einvernahme vom 28. Februar 2018 führte der Beschuldigte aus, «Ich 

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weiss noch, dass er das Messer im Arm hatte. Danach fielen beide zu Boden und 
ich fixierte ihm die Beine. Eben es ist schon eine Zeitlang her. Das ist alles was ich 
noch weiss» (Z. 221 f.), sowie «Wir schlugen ihn nur, als er stand und nicht als er 
am Boden lag. Ich befand mich sowieso bei den Beinen und konnte ihn von dort 
nicht ins Gesicht schlagen. Hätten Sie Herrn C.________ zugetraut, dass er Sie 
auch noch vom Boden aus verletzen könnte? Ja, schon. Bis er das Messer weg 
hat, geht man sowieso davon aus, ja» (Z. 230-234). Im Kern sagte der Beschuldig-
te somit konsistent aus, sie hätten den Beschwerdeführer nicht mehr geschlagen, 
nachdem von diesem keine Gefahr mehr ausgegangen war.    

E.________ gab diesbezüglich am 5. September 2017 zu Protokoll: «Beim zweiten 
Anlauf konnte ich ihn mit einem Hüftschwinger zu Boden führen. Während dem 
Ganzen sagte ich ihm zweimal, dass er das Messer loslassen soll, er hörte nicht 
darauf. Daraufhin lag er am Boden. Ich versuchte noch, ihm das Messer wegzu-
nehmen und er wollte es nicht loslassen. Ich ergriff den Schlüsselbund, an wel-
chem das Messer befestigt war und riss ihm diesen aus den Fingern. Daraufhin 
gab es ein Handgemenge, worauf er von mir und meinem Kollegen A.________ 
Schläge ins Gesicht erhielt» (Z. 57-52). Weiter: «Wie bereits erwähnt, stoppten wir, 
als er keinen Widerstand mehr leistete und am Boden lag» (Z. 108 f.) sowie 
«Nachdem ich ihm das Messer entreissen konnte, löste ich den Würgegriff, worauf 
er unverzüglich wieder auf mich losgekommen ist. Aus diesem Grund schlugen ich 
und Herr A.________ auf ihn ein. Zu erwähnen ist, dass Herr C.________ bereits 
als wir ihn am Boden festhielten, durch uns geschlagen wurde, damit er das Mes-
ser loslässt» (Z. 160-164). Anlässlich der Einvernahme vom 28. Februar 2018 rela-
tivierte der Beschuldigte: «Schlugen Sie weiter auf Herrn C.________ ein, als Sie 
ihm das Messer aus der Hand entfernen konnten? Nein.» (Z. 242 f.) sowie «Die 
grosse Frage ist, ob ich nachdem ich ihm das Messer entfernt habe, ich noch wei-
ter auf ihn eingeschlagen habe. So viel Ausbildung haben wir, dass wir dies nicht 
dürfen. Wir sind auch geschult, erste Hilfe zu leisten» (Z. 252-254). Aus diesen 
Aussagen ist ein gewisser Widerspruch erkennbar. Gleichwohl sei hier noch einmal 
und in aller Klarheit festgehalten, dass der Beschwerdeführer mit sehr grosser 
Wahrscheinlichkeit nach dem Sturz noch einmal aufstand und dieses Mal auf 
E.________ losging. Die Notwehrsituation dauerte also noch an. Dass E.________ 
in der zweiten Einvernahme seine Reaktionen leicht relativierte, ist ein gängiges 
Aussageverhalten, das immer wieder auftritt und als solches hinzunehmen ist. Mitt-
lerweile hatte er wohl verstanden, dass es aus juristischer Sicht sehr heikel sein 
kann, jemanden zu schlagen, der am Boden liegt. Insofern ist im Kern der ersten 
tatnahen Einvernahme stärkeres Gewicht beizumessen, da diese notorisch beson-
ders realitätsnah ist. Folglich schlugen weder der Beschuldigte noch E.________ 
zu, als der Beschwerdeführer am Boden lag und kein Messer mehr in den Händen 
hatte; sondern nur, als er das Messer in der Hand hielt (ob stehend oder am Bo-
den), und unmittelbar danach E.________ wahrscheinlich noch einmal – nachdem 
er ihm das Messer entrissen hatte –, da der Beschwerdeführer wiederum in ag-
gressiver Weise aufstand und E.________ attackieren wollte. Zusammengefasst 
schlugen der Beschuldigte und E.________ den Beschwerdeführer dann nicht 
mehr, als er ohne Messer am Boden lag. Vorher bestand eine Notwehrsituation.    

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Dem Umstand, dass J.________ am 5. September 2018 aussagte, es sei mögli-
cherweise ein dritter Security-Mitarbeiter dabei gewesen, ist die Staatsanwaltschaft 
zu Recht nicht weiter nachgegangen. Dafür gab es schlicht keinen konkreten An-
lass. Erstens relativierte J.________ seine Aussage selber stark, indem er zu Pro-
tokoll gab: «Aber eben, ich glaube dies nur und kann es nicht richtig bestätigen, 
denn ich war selber betrunken» (Z. 175 f.). Und zweitens erwähnte niemand sonst 
einen weiteren Security-Mitarbeiter, der im Moment der körperlichen Auseinander-
setzung anwesend gewesen wäre. Dabei ist kein Grund ersichtlich, weshalb es 
gleich sämtliche in das Kerngeschehen Involvierte (absichtlich oder unabsichtlich) 
unterlassen hätten, diese Drittperson zu erwähnen. Es war somit nicht erforderlich, 
in diese Richtung weiter zu ermitteln, zumal wie gesehen genügend andere Perso-
nen ausgesagt hatten, dass der Beschwerdeführer an diesem Abend ein (sicherge-
stelltes!) Messer bei sich trug und dieses im entscheidenden Moment hervornahm 
(vgl. dazu ferner seine eigene Aussage vom 04.09.2017, Z. 205-209: «Wenn Sie es 
schlimm finden, was Sie gemacht haben, dann könnte es sein, dass Sie jemand mit 
dem Messer bedrohten, es jedoch nicht mehr wissen? Ja, das weiss ich auch nicht. 
Ich kann mich nicht erinnern. Ich bin eigentlich nicht so eine Person.»). Es mag im 
Weiteren sein, dass der Beschuldigte J.________ während des laufenden Strafver-
fahrens angerufen hat (siehe EV J.________ vom 05.09.2018 Z. 165 f.). Dies hätte 
er nicht tun sollen und hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Dennoch vermag 
die Beschwerdekammer nicht zu erkennen, wie dieser Umstand für den Ausgang 
des Verfahrens relevant sein soll. J.________ hat gleichwohl (klar und deutlich) 
ausgesagt, und zwar alles, was er gesehen hat (Z. 166 f.). Ebenfalls mag es sein, 
dass aus der angefochtenen Verfügung nicht deutlich hervorgeht, dass der Be-
schuldigte durch die Handlungen des Beschwerdeführers «in Angst und Schre-
cken» versetzt worden ist. Dies ist jedoch offensichtlich: Er wurde in Angst und 
Schrecken versetzt, insbesondere mit Blick darauf, dass er schon einmal Opfer ei-
ner Messerverletzung geworden war, was er glaubhaft und eindrücklich schilderte 
(EV vom 27.08.2017 Z. 70 f. und EV vom 28.02.2018 Z. 88 f.). Der Rechtferti-
gungsgrund der Notwehrhilfe bzw. Notwehr ist mithin erstellt. Soweit der Be-
schwerdeführer ferner kritisiert, die Staatsanwaltschaft habe ausgeführt, Faust-
schläge an den Kopf seien nicht per se geeignet, eine schwere Körperverletzung 
herbei zu führen, so mag an dieser Kritik von dem Hintergrund der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung etwas dran sein – auch wenn die Staatsanwaltschaft den 
Ausdruck «per se» als Abschwächung einsetzte. Es ist jedoch nicht erkennbar, in-
wiefern sich darauf etwas zu Gunsten des Beschwerdeführers ableiten lassen soll. 
Wie bereits mehrfach dargelegt, hatte der Beschwerdeführer ein Messer in der 
Hand, war aggressiv und wollte sich Zutritt zum Lokal verschaffen. Dass mit einer 
Klinge von rund zehn Zentimetern bereits mit einem einzigen Stich schwere Kör-
perverletzungen verursacht werden können, ist evident. Dazu braucht es keine wei-
teren Ausführungen.

8.4 Es existieren insgesamt keine Anzeichen dafür, dass die Staatsanwaltschaft den 
Sachverhalt unrichtig und unvollständig festgestellt hätte. Die angefochtene Verfü-
gung verstösst weder gegen Art. 319 StPO noch gegen den Grundsatz in dubio pro 
duriore. Es sind keine noch zu erhebenden Beweismittel ersichtlich, die das Resul-
tat im gegenteiligen Sinn beeinflussen könnten – weder bieten sich sinnvollerweise 

10

weitere Einvernahmen noch sonstige Beweismassnahmen an. Entsprechend wur-
de das Strafverfahren gegen den Beschuldigten wegen einfacher, evtl. schwerer 
Körperverletzung zu Recht eingestellt. Eine Verfahrenseinstellung ist auch bei 
schwereren Delikten möglich, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Die 
StPO macht diesbezüglich keine Unterschiede. Eine Anklageerhebung drängt sich 
hier nicht auf. Würde diese Streitsache durch ein Sachgericht beurteilt, resultierte 
mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit ein Freispruch für den Beschuldigten.

Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen.

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wäre der Beschwerdeführer grundsätzlich 
kostenpflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). Diesem wurde jedoch die unentgeltliche 
Rechtspflege für die Privatklägerschaft gemäss Art. 136 StPO erteilt, welche auch 
für das Beschwerdeverfahren gilt. Daher trägt vorläufig der Kanton Bern die Kosten 
für das Beschwerdeverfahren.

Dasselbe gilt für die Entschädigung von Rechtsanwältin D.________. Der Be-
schwerdeführer hat dem Kanton diese Beträge jedoch zurückzuzahlen, sobald es 
seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO analog).

Die amtliche Entschädigung wird gemäss der Kostennote von Rechtsanwältin 
D.________ festgesetzt, die insgesamt gerade zu keinen Bemerkungen Anlass 
gibt.

Fernerhin hat der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Fürsprecher 
B.________, Anspruch auf Entschädigung seiner durch das Beschwerdeverfahren 
entstandenen Aufwendungen. Diese wird, da keine Kostennote eingereicht oder 
das Einreichen einer solchen vorbehalten wurde, pauschal auf CHF 500.00 (inkl. 
Auslagen und MWST) festgesetzt.

11

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘200.00, trägt vorläufig 
der Kanton Bern. Der Beschwerdeführer hat dem Kanton Bern diesen Betrag zurück-
zuzahlen, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 
StPO analog).

3. Der amtlichen Rechtsbeiständin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin D.________, 
wird eine Entschädigung wie folgt ausgerichtet:

        

Satz
amtliche Entschädigung 6.50 200.00 CHF 1'300.00

CHF 44.75
Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 1'344.75 CHF 103.55
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 1'448.30

volles Honorar CHF 1'950.00
CHF 44.75

Mehrwertsteuer 7.7% auf CHF 1'994.75 CHF 153.60
Total CHF 2'148.35

nachforderbarer Betrag CHF 700.05

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Der Beschwerdeführer hat dem Kanton Bern die für das Beschwerdeverfahren ausge-
richtete Entschädigung von CHF 1‘448.30 zurückzuzahlen und der amtlichen Anwältin 
die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar, ausma-
chend CHF 700.05, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlau-
ben (Art. 138 Abs. 1 i.V.m. 135 Abs. 4 StPO).

4. Dem amtlichen Verteidiger des Beschuldigten, Fürsprecher B.________, wird für das 
Beschwerdeverfahren eine Entschädigung von CHF 500.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) ausgerichtet.

5. Zu eröffnen:
- dem Straf- und Zivilkläger/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin D.________
- dem Beschuldigten, a.v.d. Fürsprecher B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland, Staatsanwalt L.________

(mit den Akten)

12

Bern, 29. Juli 2019 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Der Gerichtsschreiber:

Müller     

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung / die unentgeltliche Rechtsbeistandschaft 
innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteilsdispositivs bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 
(Adresse: Viale Stefano Franscini 7, 6500 Bellinzona) schriftlich und begründet Beschwerde führen (Art. 135 
Abs. 3 lit. b StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO).