# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d845c4d-681c-5cc8-a028-cc41966fab56
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-05-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Steuerrekursgericht 19.05.2010 ST.2009.311
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Steuerrekurs/ZH_SRK_001_ST-2009-311_2010-05-19.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION II 
 DES KANTONS ZÜRICH 
 
 

 
2 ST.2009.311 
2 DB.2009.187 
 
 
 

Entscheid 
 
 

19. Mai 2010 
 
 
 
 

Mitwirkend: 

Präsident Richard Oesch, die Mitglieder Walter Balsiger, Rhea Schircks Denzler und 
Sekretär Hans Heinrich Knüsli 
 
 

In Sachen 
 
 
X,   
 
 Rekurrentin/ 
 Beschwerdeführerin,  
vertreten durch Z,  

 
 
 

gegen 
 
 
 
1. Staat  Zür ich ,   
 Rekursgegner,  
2. Schw eizer ische  E idgenossenschaf t ,   
 Beschwerdegegnerin,  
vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Dienstleistungen,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

 
betreffend 

Einschätzung für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003 (2. Rechtsgang) und  
Direkte Bundessteuer für die Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003 (2. Rechtsgang) 

 

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2 DB.2010.188 

hat sich ergeben: 
 

 

 A.1. A und B gründeten im Frühjahr 2003 die C GmbH, mit dem Ziel, Informa-

tikdienstleistungen zu erbringen. Sie beteiligten sich je hälftig am Stammkapital. Als 

Stichtag für die Übernahme von Aktiven und Passiven aus der Gründergesellschaft 

wurde der 1. Januar 2003 festgelegt. Schon anfangs 2004 gaben die beiden Gründer 

der Firma einen neuen Namen X und änderten ihren Zweck.  

 

 Die Pflichtige besass im Geschäftsjahr 2003 (1.1. - 31.12.) keine eigenen  

Motorfahrzeuge; für geschäftliche Fahrten in der Schweiz sowie ins Ausland benützten 

die beiden Gesellschafter ausschliesslich ihre privaten Fahrzeuge. In den Buchhal-

tungskonten 3310 (Leasingzinsen Auto), 3400 (Unterhaltskosten Fahrzeug) und 3875 

(Büro - Verwaltungskosten/Reisespesen) fanden sich zahlreiche diese privaten Fahr-

zeuge betreffende Ausgaben (u.a. für Benzin, Service, Reifenwechsel, Versicherun-

gen, Fahrzeugabgaben, Waschen, Vignetten, Parkhaus, Fähren etc. sowie daneben 

monatliche Pauschalzahlungen der Pflichtigen an die Gesellschafter). Für 2003 wies 

die Pflichtige einen Reingewinn von Fr. 965.- aus. 

 

 2. Nachdem der Steuerkommissär zu verschiedenen Positionen der Buchhal-

tung eine Untersuchung geführt hatte, schätzte er die Pflichtige mit Entscheid vom 

7. Mai 2007 für die Steuerperiode vom 27.3. bis 31.12.2003 mit einem steuerbaren 

Reingewinn von Fr. 45'300.- (satzbestimmend Fr. 59'600.-; Steuersatz 10%) sowie 

einem steuerbaren Eigenkapital von Fr. 20'000.- ein. Gleichentags erging der Hinweis 

für die direkte Bundessteuer, mit welchem der steuerbare Reingewinn auf Fr. 45'300.-

und das Eigenkapital per 31.12.2003 auf Fr. 20'900.- festgesetzt wurde. Die entspre-

chende Veranlagungsverfügung datiert vom 29. Mai 2007. 

 

 

 B. Die von der Pflichtigen hiergegen erhobenen Einsprachen wies der Steuer-

kommissär – nach ergänzender Untersuchung – mit Entscheiden vom 4. Dezember 

2007 ab und erhöhte den steuerbaren Reingewinn in Bezug auf die Staats- und  

Gemeindesteuer 2003, Steuerperiode vom 1.1. bis 31.12.2003, bei unverändertem 

Kapital auf Fr. 51'400.- (satzbestimmend Fr. 67'600.-; Steuersatz 10%). Bei der  

direkten Bundessteuer setzte er den Reingewinn ebenfalls auf Fr. 51'400.- fest.  

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 C.1. Gegen die Einspracheentscheide ergriff die Pflichtige am 4. Januar 2008 

Rekurs- bzw. Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag, sie sei mit einem Reinge-

winn von Fr. 1'400.- einzuschätzen bzw. zu veranlagen.  

 

 2. Die Rekurskommission II untersuchte zunächst den Sachverhalt rund um 

die Verwendung der privaten Fahrzeuge der beiden Gesellschafter. Mit Auflagen vom 

12. Juni und 17. Oktober 2008 forderte sie sämtliche Belege der Buchhaltung ein und 

verlangte u.a. eine substanziierte, detaillierte Beschreibung aller im Jahr 2003 getätig-

ter Geschäftsreisen, insbesondere mit genauen Angaben zu Beginn und Ende jeder 

Reise mit dem jeweiligen Kilometerstand und des Zwecks. Daneben klärte sie ab, wel-

che Autokosten die Gesellschafter privat getragen hatten. Die Pflichtige reichte hierzu 

am 29. August und 31. Oktober 2008 Stellungnahmen und Unterlagen ein. Weil die 

Zeitangaben zu den einzelnen Fahrten sowie die Schilderung deren geschäftlichen 

Zwecks immer noch fehlten, mahnte die Rekurskommission II ihre Auflage am 

11. November 2008. Die Mahnung war mit der Androhung verbunden, dass bei Säum-

nis die Steuerfaktoren gestützt auf § 148 Abs. 3 in Verbindung mit § 139 Abs. 2 des 

Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG; bzw. Art. 142 Abs. 4 in Verbindung mit Art. 130 

Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom 14. Dezember 1990 

[DBG]) nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt würden. 

 

 3. Mit Entscheid vom 20. März 2009 wies die Steuerrekurskommission II die 

Sache an das kantonale Steueramt zurück (§ 149 Abs. 3 StG), damit dieses – unter 

Berücksichtigung des Untersuchungsergebnisses – die Fahrzeugkosten im Einspra-

cheverfahren nach pflichtgemässem Ermessen schätze (§ 139 Abs. 2 StG bzw. 

Art. 130 Abs. 2 DBG). Die Rückweisung erfolgte zwecks Wahrung des Rechts der 

Pflichtigen auf zwei mit umfassender Untersuchungs- und Überprüfungsbefugnis urtei-

lende Instanzen. 

 

 

 D. Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs informierte der Steuerkommissär die 

Pflichtige mit Einschätzungsvorschlägen vom 1. April 2009, dass er aufgrund der  

neuen Erkenntnisse eine Erhöhung der Einschätzung bzw. Veranlagung vorzunehmen 

gedenke. Am 30. Juni 2009 fand in den Räumlichkeiten des kantonalen Steueramts 

eine Besprechung zwischen dem Steuerkommissär, dem Vertreter der Pflichtigen so-

wie der beiden Gesellschafter statt. Mit Einspracheentscheiden vom 8. Oktober 2009 

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setzte der Steuerkommissär den steuerbaren Reingewinn in Bezug auf die Staats- und 

Gemeindesteuer 2003, Steuerperiode vom 27. 3. - 31.12.2003, bei einem steuerbaren 

Kapital von Fr. 20'000.- auf Fr. 59'700.- (satzbestimmend Fr. 78'400.-; Steuersatz 10%) 

fest. Bezüglich der direkten Bundessteuer veranlagte er die Pflichtige für die Steuerpe-

riode 2003 ebenfalls mit Fr. 59'700.-.  

 

 Die Höhe der Fahrzeugkosten, welche in der Buchhaltung der Pflichtigen ins-

gesamt Fr. 67'908.- ausmachten, schätzte er in Anwendung von § 139 Abs. 2 StG bzw. 

Art. 130 Abs. 2 DBG nach pflichtgemässem Ermessen auf Fr. 16'250.- und rechnete 

die Differenz (Fr. 51'658.-) als verdeckte Gewinnausschüttung an die Gesellschafter 

auf. Daneben nahm er ausgabenseitig weitere, im vorliegenden Verfahren nicht mehr 

strittige Kürzungen vor.  

 

 

 E. Die Pflichtige liess am 6./9. November 2009 gegen die Einspracheent-

scheide Rekurs- bzw. Beschwerde erheben mit dem Antrag, auf die Aufrechnung bei 

den Fahrzeugkosten sei zu verzichten. Das kantonale Steueramt beantragte in der 

Rekurs- bzw. Beschwerdeantwort vom 27. November 2009 die Abweisung der 

Rechtsmittel. Die Pflichtige nahm in der Folge in sämtliche Verfahrensakten Einsicht 

und äusserte sich dazu in der Stellungnahme vom 11. Februar 2010.  

 

 

 

Die Rekurskommission zieht in Erwägung: 

 

 

 1. a) Der steuerbare Reingewinn einer Kapitalgesellschaft setzt sich gemäss 

Art. 58 Abs. 1 DBG und § 64 Abs. 1 StG zusammen aus dem Saldo der Erfolgsrech-

nung, unter Berücksichtigung des Saldovortrags des Vorjahres (lit. a bzw. Ziff. 1), und 

(unter anderem) allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrechnung ausgeschiede-

nen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig 

begründetem Aufwand verwendet werden (lit. b bzw. Ziff. 2), wie insbesondere ge-

schäftsmässig nicht begründete Abschreibungen und Rückstellungen (al. 2 bzw. lit. b) 

sowie offene und verdeckte Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht be-

gründete Zuwendungen an Dritte (al. 5 bzw. lit. e). Geschäftsmässig begründet sind 

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Aufwendungen, Abschreibungen und Rückstellungen, die objektiv im Zusammenhang 

mit der Unternehmenstätigkeit und damit im Interesse des Unternehmensziels getätigt 

werden (vgl. Kuhn/Brülisauer, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 

2. A., Art. 24 N 57 ff. StHG). Geldwerte Leistungen in letzterem Sinn sind nach der 

Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine oder keine 

gleichwertige Gegenleistung erhält, (b) der Aktionär bzw. Anteilsinhaber direkt oder 

indirekt (z.B. über eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil 

empfängt, der einem Dritten unter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, 

die Leistung also insofern ungewöhnlich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für 

die Gesellschaftsorgane erkennbar war (vgl. BGE 119 Ib 116 E. 2 S. 119 f.; 115 Ib 274 

E. 9b S. 279; ASA 69, 202 E. 2; 68, 246 E. 3a; je mit weiteren Hinweisen). Diesfalls 

liegt keine geschäftsmässige Begründetheit vor, denn die Zuwendung erfolgt nicht im 

Interesse der juristischen Person, sondern in jenem des an ihr Beteiligten oder einer 

ihm nahestehenden Person. Der Grund für eine solche Leistung liegt im Beteiligungs-

verhältnis (causa societatis); sie kann namentlich darin bestehen, dass im Interesse 

des Anteilinhabers überhöhte Aufwendungen bzw. Kosten getragen werden. Ist dieser 

gleichzeitig Mitarbeiter der juristischen Person, ist zu prüfen, ob eine bestimmte Leis-

tung wie eine Lohnzahlung oder Lohnnebenleistung auf geschäftliche Gründe oder 

aber auf das Beteiligungsverhältnis zurückzuführen ist (vgl. Brülisauer/Poltera, Kom-

mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, 2.A., 2008, Art. 58 N 147 DBG). 

Als verdeckte Gewinnausschüttungen fallen namentlich übersetzte Saläre und Spe-

senbezüge in Betracht (StE 1993 Nr. 24.4 Nr. 33; Peter Locher, Kommentar zum DBG, 

II. Teil, 2004, Art. 58 N 110 und 118, auch zum Folgenden). Massgeblich ist dabei, 

welchen Betrag das Unternehmen für die nämliche Leistung unter denselben Verhält-

nissen einem Unbeteiligten vergüten würde bzw. müsste. Dabei sind alle objektiven 

und subjektiven Umstände zu beachten. 

 

 Ob eine Leistung der Gesellschaft an den Inhaber von Beteiligungsrechten 

gerade wegen dieser Eigenschaft erfolgt ist und einem Dritten nicht erbracht worden 

wäre, sodass sie als eine für jenen steuerbare Zuwendung gelten muss, bestimmt sich 

danach, ob die Leistung ungewöhnlich ist und sich mit einem sachgemässen  

Geschäftsgebaren nicht vereinbaren lässt, also als geschäftsmässig nicht begründet 

erscheint (BGE 113 Ib 23 E. 2c). Anzustellen ist dazu ein Drittvergleich. Dabei sind in 

jedem Einzelfall alle konkreten Umstände des zwischen der Gesellschaft und dem An-

teilseigner abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen und es muss davon ausge-

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hend bestimmt werden, ob das Geschäft in gleicher Weise mit einem der Gesellschaft 

nicht Verbundenen auch abgeschlossen worden wäre (BGr, 10. November 2000 = 

StE 2001 B 24.4 Nr. 58 und ASA 66, 554 und 559). 

 

 b) Um die Beurteilung der geschäftsmässigen Begründetheit von geltend ge-

machten Aufwendungen, Abschreibungen und Rückstellungen – mithin der allfällig 

damit verbundenen verdeckten Gewinnausschüttungen – zu ermöglichen, ist die  

steuerpflichtige Kapitalgesellschaft kraft der sie treffenden gesetzlichen Obliegenheiten 

gehalten, an der Abklärung der behaupteten Tatsachen mitzuwirken, wobei sie für de-

ren Verwirklichung die Beweislast trägt (vgl. RB 1987 Nr. 35; VGr, 12. Dezember 2007, 

SB.2007.00050, je  auch zum Folgenden). Insbesondere hat sie spätestens vor  

Rekurskommission innerhalb der Rekurs- bzw. Beschwerdefrist eine substanziierte 

Sachdarstellung vorzutragen und die Beweismittel für deren Richtigkeit beizubringen 

oder anzubieten. Fehlt es an einer genügenden Substanziierung oder Beweisleistung, 

ist der Nachweis der geschäftsmässigen Begründetheit der geltend gemachten Auf-

wendungen, Abschreibungen und Rückstellungen zu Ungunsten der beweisbelasteten 

Kapitalgesellschaft als misslungen zu betrachten. Nur ausnahmsweise kann sich diese, 

wenn ihr Substanziierung und/oder Beweisleistung aus Gründen, die sie nicht zu ver-

treten hat, unmöglich oder unzumutbar sind, auf Schätzungen berufen, sofern ihre 

Sachdarstellung wenigstens hinreichende Schätzungsgrundlagen enthält. 

 

 c) Bei einer verdeckten Gewinnausschüttung handelt es sich um eine steuer-

erhöhende Tatsache, für die nach der allgemeinen Beweislastregel die Steuerbehör-

den die Beweislast tragen (vgl. VGr, 3. Oktober 1989 = StE 1991 B 24.4 Nr. 27). 

Spricht für das Vorhandensein einer Tatsache allerdings eine natürliche Vermutung, 

gilt der Beweis als vorläufig erbracht und wird er endgültig, wenn nicht erfolgreich ein 

Gegenbeweis angetreten und geführt wird (Daniel Schär, Grundsätze der Beweislast-

verteilung im Steuerrecht, 1998, S. 253 f. mit Hinweis). Die Feststellung dieses Willens 

der am Geschäft Beteiligten betrifft eine innere Tatsache, die sich in aller Regel nur 

aufgrund von Indizien ermitteln lässt.  

 

 d) Bei Leistungen an einen mitarbeitenden Aktionär oder Gesellschafter stellt 

sich die Frage, ob eine Entschädigung der Kapitalgesellschaft qua Arbeitsverhältnis 

oder aber qua Beteiligungsrecht fliesst (StRK II, 26. Februar 2007, 2 DB.2006.144, 

auch zum Folgenden). Geschäftsmässig begründet ist sie bloss dann, wenn sie zu 

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Recht im Zusammenhang mit der Arbeitsleistung ergeht; andernfalls liegt eine geldwer-

te Leistung vor, welche den steuerbaren Gewinn der Arbeitgeberin nicht zu schmälern 

vermag. Unter solchen Umständen obliegt es der Gesellschaft, darzutun und nachzu-

weisen, dass eine Leistung in ihrem Interesse liegt und damit geschäftsmässig be-

gründet ist. Dabei greift die Kontrolle ungeachtet dessen, ob die Leistung als Lohn, als 

Spesenersatz oder unter irgendeinem andern Titel erfolgt. Massgeblich ist bei alledem 

der Drittvergleich. Nur dann, wenn – und insoweit – die GmbH oder Aktiengesellschaft 

die nämliche Vergütung unter gleichen Umständen auch einem mitarbeitenden unab-

hängigen Dritten erbracht hätte, liegt Aufwand vor; andernfalls ist auf eine verdeckte 

Gewinnausschüttung zu schliessen (Locher, Art. 58 N 118). Dies gilt namentlich für 

übersetzte Spesenvergütungen (StE 1993 B 24.4 Nr. 33), gleichgültig ob sie fallbezo-

gen oder pauschal erfolgen. Massgeblich ist sodann die konkrete Verbuchung. Die 

Kapitalgesellschaft ist an die eingereichte Jahresrechnung gebunden und die Steuer-

behörden dürfen sich auf die eingereichte Erfolgsrechnung und Bilanz samt Anhang 

verlassen (Locher, Art. 58 N 69). Es gilt das Prinzip der Einzel- und nicht der Gesamt-

betrachtung; jede einzelne Bilanzposition ist vom Grundsatz der Massgeblichkeit der 

Handelsbilanz erfasst (Locher, Art. 58 N 66). Darum geht es nicht an, Aufwandpositio-

nen, welche steuerlich nicht anerkannt werden, umzuqualifizieren, mit dem Zweck, das 

Gesamtresultat nicht zu verändern und Aufrechnungen zu vermeiden. Solche Vorkeh-

ren bzw. Manipulationen sind (ertrags- bzw. einkommens)steuerlich unbeachtlich, je-

denfalls dann, wenn die Leistung direkt oder indirekt einem Aktionär zugute kommt. 

Deshalb ist es nicht statthaft, Spesenvergütungen an den mitarbeitenden Aktionär oder 

Gesellschafter (oder eine nahestehende Person), welchen steuerlich kein Aufwandcha-

rakter zuzumessen ist, in Lohn umzuwandeln (Markus Reich, in: Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Bd. I/2a, 2.A., 2008, Art. 20 N 54a DBG). 

 

 e) aa) Vergütungen (ob für konkrete Ausgaben oder als pauschale Abgeltung), 

die ein mitarbeitender Gesellschafter oder ein Nahestehender von der Firma für Dienst-

fahrten in seinem privaten Motorfahrzeug erhält und die in der Buchhaltung nicht als 

Lohn verbucht wurden, sind nach dem oben Ausgeführten lediglich in dem Umfang 

geschäftsmässig begründet (und damit als Aufwand abzugsfähig), als ihre Höhe einem 

Drittvergleich standhält. Eine allfällig darüber hinaus gehende Komponente deckt priva-

ten Aufwand ab und stellt damit eine geldwerte Leistung an den Gesellschafter dar.  

 Eine Gesellschaft wird in aller Regel bestrebt sein, den Mitarbeiter für die  

Zurverfügungstellung seines Fahrzeugs (unter Beachtung des Gleichbehandlungs-

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grundsatzes) angemessen zu entschädigen und üblicherweise anfallende, der Art, der 

Grösse sowie den Möglichkeiten des Betriebs und dem vorgesehenen Einsatzbereich 

des Fahrzeugs Rechnung tragende Kosten (meist in der Form einer für alle Mitarbeiter 

einheitlich festgelegten Kilometer-Pauschale) zu übernehmen. Liegen keine besonde-

ren Umstände vor, wird sich die Entschädigung insgesamt im Rahmen der beim Priva-

ten anfallenden effektiven Betriebskosten eines Fahrzeugs der Mittelklasse bewegen 

(vgl. zur Berechnung und zum Inhalt solcher Kosten das Merkblatt des kantonalen 

Steueramts für die Ermittlung des Privatanteils an Autokosten vom 19. August 1998; 

ZStB I Nr. 18/000). Anhaltspunkte für die konkrete Berechnung können sich – wie die 

Pflichtige selber anregt – (hilfsweise) aus Tabellen oder Berechnungsmodellen eines 

Automobilverbands (wie dem Touring Club der Schweiz [TCS]) ergeben.  

 

 Eine darüber hinaus gehende Vergütung (beispielsweise zur Abdeckung 

durch den Mitarbeiter privat eingegangener Leasing-Verpflichtungen) ist als freiwillige 

Geste der Gesellschaft gegenüber dem Arbeitnehmer zu qualifizieren, welche sich ge-

schäftlich nicht rechtfertigen lässt. Bei nur gelegentlichen Fahrten ist es immerhin 

denkbar, beim Drittvergleich auf den Aufwand abzustellen, welcher der Gesellschaft 

durch Benützung eines entsprechenden Mietfahrzeugs (oder eines Carsharing-

Fahrzeugs, vgl. etwa www.mobility.ch) entstünde. Eine Gesellschaft profitiert diesfalls 

davon, dass sie keine grösseren Investitionen in einen Fahrzeugpark tätigen muss, 

welcher langfristig nur in geringem Umfang genutzt würde. Der Vergleich mit einem 

Mietfahrzeug ist nur zulässig, wenn es der klare Wille der Parteien war, ein miet-

vertrags(ähnliches) Verhältnis einzugehen; dieser Wille muss – falls keine schriftlichen 

bzw. mündlichen Verträge nachgewiesen sind – zumindest in der Buchhaltung zum 

Ausdruck kommen und auch dem Verhalten der Parteien (etwa durch Deklaration der 

Mieteinnahmen in der privaten Steuererklärung) zu entnehmen sein. Denn eine Um-

qualifizierung einer auf bestimmte Weise vereinbarten und entsprechend verbuchten 

Ausgabe in geschäftlich zulässigen Aufwand ist – wie oben ausgeführt – nachträglich 

nicht statthaft.  

 

 bb) Benützt der Arbeitnehmer und Gesellschafter – wie hier – regelmässig das 

von ihm zur Verfügung gestellte Fahrzeug auch für eigene, private Zwecke, und sind 

die verbuchten Beträge nicht eindeutig konkreten Geschäftsvorfällen (Dienstreisen) 

zuzuordnen, so gilt es selbstredend, – wie bei eigentlichen Geschäftsfahrzeugen, bei 

denen die Firma Eigentümerin ist – den privaten Anteil auszuscheiden. Dabei kommt 

http://www.mobility.ch/

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es auf das Verhältnis der gefahrenen Kilometer an. Um dieses festzuhalten, ist von der 

Gesellschaft zu erwarten, dass sie den Arbeitnehmer, wenn er geschäftlich unterwegs 

ist, zur gewissenhaften Führung eines Bord- bzw. Fahrtenbuchs oder ähnlichen Auf-

schrieben anhält: Die Eintragungen in ein solches Fahrtenbuch haben zeitnah und 

substanziiert zu erfolgen, mit jeweils genauer Bezeichung des Abfahrtsorts, des Ziels, 

des Anfangs- und Endkilometerstands, der wahrheitsgetreuen Anfangs- und Endzeit 

sowie (in Form einer kurzen Bemerkung) der Angabe des geschäftlichen Zwecks jeder 

einzelnen Fahrt. Die Form des Bordbuchs ist so zu wählen, dass nachträgliche Ände-

rungen und Manipulationen möglichst ausgeschlossen sind (das Bordbuch muss dem-

nach fest gebunden sein; Loseblatt-Ringordner und auf dem Computer geführte Excel-

Dateien erfüllen die strengen Voraussetzungen nicht; ebenso genügen Eintragungen 

mit Bleistift nicht).  

 

 Die sorgfältige Führung eines Fahrtenbuchs als arbeitsrechtliches Führungs- 

und Kontrollinstrument ist üblich sowie zumutbar und liegt ganz im Interesse der (im 

steuerrechtlichen Verfahren beweisbelasteten) Arbeitgeberin. Zur Zumutbarkeit der 

Führung eines Fahrtenbuchs hat sich die Rechtsprechung verschiedentlich bejahend 

geäussert (vgl. etwa VGr, 21. Januar 2009, SB.2008.00097; VGr, 28. Juni 2006, 

SB.2006.00005; VGr, 25. September 2002, SB.2002.00043). Von der Führung eines 

Bordbuchs bei sowohl privatem als auch geschäftlichem Gebrauch eines Fahrzeugs 

darf die Gesellschaft einzig absehen, wenn Geschäftsfahrten nur äusserst selten un-

ternommen werden und die notwendige Dokumentation bzw. Substanziierung (inklusi-

ve Beweisführung) auf andere Art sichergestellt ist (bei nur wenigen Fahrten ist es im-

merhin denkbar, dass ein Zeuge auch nach mehreren Jahren aus der Erinnerung 

präzise Aussagen machen könnte).  

 

 cc) Aufwendungen für Dienstreisen müssen ausnahmslos geschäftlich be-

gründet sein; andernfalls sind die entsprechenden Ausgaben nicht zum Abzug zuzu-

lassen. Die Substanziierungs- und Beweislast für die Geschäftsmässigkeit trägt – da 

steuermindernd – allein die Kapitalgesellschaft, welche gehalten ist, den Sachverhalt 

so detailliert zu schildern, dass dieser alle für die Subsumtion unter die entsprechende 

gesetzliche Bestimmung notwendigen Elemente enthält und dass darüber – wenn  

nötig – anschliessend ein Beweisverfahren durchgeführt werden kann. Eine substan-

ziierte, detaillierte Schilderung hat im Zusammenhang mit Dienstreisen und Bespre-

chungen mit Drittpersonen zumindest genaue Angaben über den Ort, die Zeit, die wei-

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teren Umstände, die Identität und allfällige Firmenzugehörigkeit der Teilnehmer der 

Unterredung, den Inhalt und das Ergebnis des Gesprächs sowie eine Umschreibung 

des Zusammenhangs des Gesprächs mit der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zu 

enthalten, ansonsten darüber kein Beweisverfahren geführt werden kann; die man-

gelnde Substanziierung kann nicht im Beweisverfahren nachgeholt werden.  

 

 

 2. a) Insgesamt waren die beiden Gesellschafter für die Pflichtige in vier von 

ihnen privat gehaltenen bzw. geleasten Fahrzeugen unterwegs. Die von der Pflichtigen 

für die Gesellschafter übernommenen Kosten bzw. diesen in Form von Pauschalen 

gutgeschriebenen Beträge sind in den drei Buchhaltungskonten 3400, 3875 und 3310 

enthalten. Nach Abzug der fahrzeug- bzw. periodenfremden Beträge belief sich der 

reine Fahrzeugaufwand der Pflichtigen im Geschäftsjahr 2003 auf Fr. 67'217.-.  

 

 b) B benützte (soweit ersichtlich ausschliesslich) seinen privat von der Leasing 

AG geleasten Audi A6 4.2 Quattro Ambition mit dem Kennzeichen ZH …; die Durch-

sicht der einzelnen Buchhaltungsbelege ergibt, dass die Pflichtige für dieses Fahrzeug 

im Jahr 2003 Kosten von insgesamt gerundet Fr. 13'644.- übernommen hat. Zusätzlich 

schrieb sie B während zehn Monaten unter dem Titel "Autoleasing-Pauschale" jeweils 

monatlich Fr. 2'000.- gut (die total vom Geschäft übernommenen Fahrzeugkosten be-

trugen demnach für B Fr. 33'644.-). Letzterer bezahlte (privat) in monatlichen Raten 

Leasinggebühren an die Leasing AG von insgesamt Fr. 23'319.- (12 x 1'943.25). Dar-

über hinaus fielen (ausserhalb der Buchhaltung) für dieses Fahrzeug weder bei der 

Firma noch bei B Kosten an.  

 

 c) A bediente sich im Jahr 2003 auf geschäftlichen und privaten Fahrten ei-

nerseits seines eigenen Audi A6 TDI Avant Automat (Jahrgang 2000; Diesel) mit der 

Nummer ZH …. Wie aus der von der Pflichtigen eingereichten Aufstellung der Firma 

Leasing GmbH zu schliessen ist, war das Fahrzeug spätestens Ende 2002 ins Eigen-

tum von A übergegangen (bei entsprechender Beendigung der Pflicht, Leasingraten zu 

bezahlen). Anderseits verwendete A bis Mitte Mai 2003 für Geschäftsfahrten spora-

disch seinen VW Golf, Jahrgang 1998, Kennzeichen ZH …. Dieser Wagen wurde ab 

diesem Zeitpunkt durch einen BMW 328i Cabrio, Jahrgang 1996, unter Beibehaltung 

der Nummer ersetzt.  

 

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 A erhielt von der Pflichtigen im Jahr 2003 Fahrzeugpauschalen in Gesamthö-

he von Fr. 18'000.-; darüber hinaus bezahlte ihm die Firma Autokosten von gerundet 

Fr. 11'037.- sowie Reisekosten im Umfang von Fr. 4'534.- (total vom Geschäft bezahlt 

somit Fr. 33'571.-). Im Zusammenhang mit den drei Fahrzeugen fielen (ausserhalb der 

Buchhaltung) zusätzlich Aufwendungen von Fr. 6'639.- an, welche von A privat über-

nommen wurden.  

 

 d) aa) Die von den beiden Gesellschaftern verwendeten Fahrzeuge gehören – 

mit Ausnahme des VW Golfs (Fr. 22'000.-) – mit Neupreisen von Fr. 68'000.- (BMW), 

Fr. 71'500.- (Audi A6 TDI Avant Automat) bzw. Fr. 80'305.- (Audi A6 4.2 Quattro Ambi-

tion) gemäss den groben Behauptungen der Pflichtigen zweifellos zur eher gehobene-

ren Fahrzeug-Klasse. Geht man trotzdem zugunsten der Pflichtigen ohne weitere Un-

tersuchungen von deren Notwendigkeit aus, so errechnen sich die (hypothetischen, 

anhand des Drittvergleichs festzustellenden; vgl. oben Ziff. 1 lit. e/aa) maximal zulässi-

gen privaten Abschreibungen und Kapitalkosten in Anlehnung an die vom TCS publi-

zierte Methode pro Fahrzeug wie folgt: 

 

  Neupreis (Durchschnitt der verwendeten Fahrzeuge) Fr. 60'500.- 

  

  Abschreibung 10% des Neupreises    Fr. 6'050.- 

  Kapitalverzinsung (geschätzt 2% der Hälfte  

        des Neupreises)      Fr.   605.- 

  Total pro Fahrzeug      Fr. 6'655.-. 

 

 bb) Die effektiven Kosten setzen sich aus Abschreibungen und Kapitalkosten 

(soeben errechnet) sowie sämtlichen weiteren festen und beweglichen Kosten zusam-

men (diese sind vorliegend pro Gesellschafter in voller Höhe ausgewiesen). Dazu 

kommt eine Komponente "Wertverminderung pro 10'000 km" (2% des Neupreises).  

 

 B 

 Abschreibungen und Kapitalverzinsung    Fr. 6'655.- 

 Wertverminderung (3.8 x Fr. 1'210.-)    Fr. 4'598.- 

 Fahrzeugkosten       Fr. 5'587.- 

 Benzin-/Reisekosten      Fr. 4'841.- 

 Investitionen       Fr. 3'216.- 

- 12 - 
 
 
 
 

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2 DB.2010.188 

 Total        Fr. 24'897.-. 

 

 

 A (Grundlage: 2 Fahrzeuge) 

 Abschreibungen und Kapitalverzinsung    Fr. 13'310.- 

 Wertverminderung (6.1 x Fr. 1'210.-)    Fr. 7'381.- 

 Fahrzeugkosten Geschäft     Fr. 11'037.- 

 Kraftstoffkosten/Reisekosten Geschäft    Fr. 4'534.- 

 Fahrzeugkosten privat      Fr. 6'640.- 

 Total zwei Fahrzeuge      Fr. 42'902.-. 

 

 Die so annäherungsweise errechneten effektiven Kosten sind in einem nächs-

ten Schritt auf die privat- bzw. geschäftlich gefahrenen Kilometer zu verteilen, um einen 

Vergleich mit den tatsächlich erstatteten Kostenanteilen herstellen zu können und das 

Ausmass der verdeckten Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter zu ermitteln. 

Denn dass ungerechtfertigte Ausschüttungen vorliegen, ist angesichts der von der  

Firma den Gesellschaftern gutgeschriebenen Beträge von je rund Fr. 33'000.- erwie-

sen; sie übersteigen den geschäftlich bedingten Anteil der Fahrten.  

 

 

 3. a) aa) Die Gesellschafter haben im Geschäftsjahr 2003 keine zeitnahen, im 

Fahrzeug mitgeführten, manipulationssicher gestalteten Bordbücher geführt, welche 

die erforderlichen Zeit-, Zweck- und Kilometerangaben enthielten (vgl. das ursprünglich 

eingereichte Dokument im Excel-Format). Ebensowenig ging aus der Buchhaltung in 

genügend detaillierter Weise (vgl. die Ausführungen hierzu in Ziff. 1 lit. e/cc hievor) 

hervor, welchen geschäftlichen Zweck die Gesellschafter im Rahmen der von ihnen 

behaupteten Geschäftsreisen verfolgten. Die Rekurskommission II hat der Pflichtigen 

deshalb im ersten Rechtsgang Gelegenheit gegeben, die fehlenden Informationen 

nachträglich beizubringen, um gegebenenfalls in einem zweiten Schritt ein Beweisver-

fahren durchführen zu können (vgl. die umfassend formulierten Auflagen vom 12. Juni 

2008 und 17. Oktober 2008).  

 

 bb) Am 31. Oktober 2008 reichten die Pflichtigen eine ergänzte Aufstellung im 

Excel-Format mit konkreten Kilometerständen ein; noch immer fehlten – trotz expliziter 

Aufforderung – indes zu den Fahrten die Zeitangaben (Beginn und Ende der Hin- und 

- 13 - 
 
 
 
 

2 ST.2010.256 
2 DB.2010.188 

der Rückfahrt, Zwischenstopps, Übernachtungen, etc.), wie sie in einem ordnungsge-

mäss geführten Fahrtenbuch zu verzeichnen gewesen wären. Hin- und Rückfahrten 

waren nicht separat aufgeführt, die Einträge trugen jeweils lediglich die Bemerkung 

"retour". Eine Beschreibung der Geschäftsvorfälle unterblieb gänzlich.  

 

 Nur schon bei kursorischer, stichprobenartiger Durchsicht der Aufstellung  

traten im Vergleich mit den Buchhaltungsbelegen derart viele Ungereimtheiten zu  

Tage, dass starke Zweifel an der Richtigkeit der Angaben aufkamen. So kaufte B am 

1. Januar und am 6. März 2003 auf Geschäftskosten Fährabonnemente mit Einzelfahr-

ten (zum Knipsen) im Wert von zusammen Fr. 600.- (im Laufe des Jahres wurden von 

ihm in regelmässigen Abständen weitere solche Abonnemente erworben und über das 

Geschäft verbucht). Im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. März 2003 unternahm B 

indes gemäss Fahrtenbuch nur drei – in K beginnende – geschäftliche Fahrten, von 

denen höchstens eine (diejenige am 24. März 2003 nach L) hätte über den See führen 

können. Am 4. März 2003 ist weiter eine Fahrt (inklusive Rückreise) zum Autosalon in 

Genf aufgeführt, obwohl der Autosalon in jenem Jahr für das breite Publikum unbestrit-

tenermassen erst am 6. März eröffnet wurde (die Pflichtige macht nicht geltend, ihr 

Mitarbeiter sei als Aussteller oder in ähnlicher Funktion schon früher am Salon aktiv 

gewesen). Beispielhaft ist weiter auf die verbuchte Einzel-Fährfahrt von B vom 29. April 

2003 hinzuweisen, deren geschäftlicher Zweck im Zusammenhang mit seinem Fahr-

zeug im Dunkeln bleibt, denn zwischen dem 26. April bis und mit 4. Mai 2003 wurde 

dieses nicht bewegt und befand sich gemäss Aufstellung in K. Am 15. Mai war der Audi 

von B mit Kilometerstand 59'331 km zur Reparatur in der C Reparaturwerkstätte; am 

22. Mai 2003 soll dasselbe Fahrzeug mit exakt demselben Kilometerstand von K mit 

seinem Besitzer zu einer Reise nach M aufgebrochen sein. Am 7. August 2003 befand 

sich der Audi angeblich den ganzen Tag über mit Kilometer-Stand 64'900 km in K (mit 

einem kurzen Botengang von Büro zur Post; 3 km); trotzdem bestätigt die Garage für 

diesen Tag um 11:20 Uhr einen Pneuwechsel bei Kilometer-Stand von 63'446 km (!) 

auf der anderen Seeseite in D. Die soeben erwähnten Fälle stellen nur einen kleinen 

Teil der offensichtlichen Unzulänglichkeiten des Fahrtenbuchs dar. 

 

 cc) Die Mahnung vom 11. November 2008 erging mit einem eindringlichen 

Appell an die Pflichtige, doch eine lückenlose und der Realität entsprechende Sach-

darstellung abzugeben. Sie enthielt auch den Hinweis, dass ein Beweisverfahren nur in 

Bezug auf substanziierte Vorbringen durchgeführt werden könne und dass bei Säum-

- 14 - 
 
 
 
 

2 ST.2010.256 
2 DB.2010.188 

nis (bzw. mangelnder Substanziierung) die Steuerfaktoren gestützt auf § 148 Abs. 3 in 

Verbindung mit § 139 Abs. 2 StG nach pflichtgemässem Ermessen festgesetzt würden. 

Die Pflichtige ergänzte in der Folge ihre Aufstellung am 2. Dezember 2008 um Zeitan-

gaben, welche allerdings die grossen, zuvor schon aufgekommenen Zweifel nicht aus-

zuräumen vermochten. Es fehlten zudem immer noch sämtliche Abfahrts- und An-

kunftszeiten bei den längeren Fahrten. Die strengen Anforderungen an 

Substanziierung und Verlässlichkeit der Angaben in einem Fahrtenbuch waren damit 

weiterhin in keiner Weise erfüllt (vgl. Ziff. 1 lit. e/bb hievor). Auch der genaue ge-

schäftsrelevante Inhalt der meisten Kundentreffen blieb im Dunkeln. Die Durchführung 

eines Beweisverfahrens erübrigte sich damit mangels genügender Substanziierung. 

Daran ändert nichts, dass die Pflichtige Beweismittel angeboten hat: Die Abnahme von 

Beweismitteln entbindet einen Steuerpflichtigen nicht von seiner (vorgängig zu erbrin-

genden) Substanziierungspflicht, worauf die Pflichtige denn auch in der Mahnung ganz 

besonders hingewiesen wurde. 

 

 dd) Die Pflichtige bekundete naturgemäss grösste Schwierigkeiten, nach fast 

fünf Jahren ein wahrheitsgetreues und detailliertes Bordbuch zu rekonstruieren. Es 

liegt auch auf der Hand, dass sich der strenge Beweis der Behauptungen – wäre denn 

eine genügend substanziierte Darstellung überhaupt gelungen – als noch schwieriger 

bis gar unmöglich erwiesen hätte. Bei derart vielen Fahrten und einem weit zurück lie-

genden Sachverhalt werden die nötige Substanziierung und der strikte Beweis – dies 

hat die durchgeführte Untersuchung deutlich gezeigt – realistischerweise nur mit einem 

zeitnah und ordnungsgemäss geführten Bordbuch zu erbringen sein; nur schon aus 

diesem Grund muss es im ureigensten Interesse einer Gesellschaft liegen, die Mitar-

beiter zur sorgfältigen Führung eines solchen anzuhalten. Liegen keine besonderen 

Umstände (bzw. besonders einfache Verhältnisse) vor, muss es der Steuerbehörde 

deshalb erlaubt sein, – wie bei einem Kassenbuch – auf der Vorlage eines klassischen 

Bordbuchs zu bestehen, ohne dem Steuerpflichtigen in einem langwierigen Beweisver-

fahren Gelegenheit zu einer (letztlich nicht beweisbaren) umfassenden Rekonstruktion 

zu bieten.  

 

 ee) Vorliegend wäre der Rekurskommission II nach durchgeführter Untersu-

chung nichts anderes übrig geblieben, als – wie angedroht – in Bezug auf Fahrkosten 

zu einer Schätzung nach pflichtgemässem Ermessen Zuflucht zu nehmen, denn die 

Steuerfaktoren (bzw. das Ausmass der verdeckten Gewinnausschüttung an die Gesell-

- 15 - 
 
 
 
 

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2 DB.2010.188 

schafter) konnten mangels zuverlässiger Unterlagen (ohne genaue Kenntnis der privat 

und geschäftlich gefahrenen Kilometer) trotz Auflage und Mahnung nicht einwandfrei 

ermittelt werden (vgl. § 139 Abs. 2 StG bzw. Art. 130 Abs. 2 DBG). Dass zumindest ein 

Teil der Fahrten geschäftsmässig begründet war, durfte sie unter den gegebenen Um-

ständen aufgrund der Aktenlage ohne weiteres annehmen.  

 

 b) aa) Die Rekurskommission II hätte die gebotene Einschätzung nach pflicht-

gemässem Ermessen in Form eines beim Verwaltungsgericht anfechtbaren Endent-

scheids vornehmen können, denn ihr stehen grundsätzlich dieselben Befugnisse wie 

der Steuerbehörde (bzw. Veranlagungsbehörde) im Einschätzungsverfahren (bzw. 

Veranlagungsverfahren) zu. Dabei hätte der Pflichtigen nach § 140 Abs. 2 StG i.V.m. 

§ 148 Abs. 3 StG (bzw. Art. 132 Abs. 3 DBG i.V.m. Art. 142 Abs. 4 DBG) die Möglich-

keit offen stehen müssen, die von der Steuerrekurskommission getroffene Ermes-

senseinschätzung vor nächst höherer Instanz (dem Verwaltungsgericht) durch Erbrin-

gung des Nachweises der offensichtlichen Unrichtigkeit zu Fall zu bringen (durch 

vollständige Nachholung der Mitwirkungspflichten, lückenlose Substanziierung inklusi-

ve Beibringung neuer Beweismittel; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar 

zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 140 N 74 StG; dies., Hand-

kommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 132 N 62 DBG). Unechte Noven können vom 

Rechtssuchenden vor Verwaltungsgericht allerdings nicht vorgebracht werden. Letzte-

res verfügt nur über eine (sich selbst, entgegen dem Gesetzeswortlaut des DBG aufer-

legte) beschränkte Kognition; es darf bei seinem Entscheid neue Tatsachen und Be-

weismittel nicht berücksichtigen, wenn diese (verschuldeterweise) bisher nicht ins 

Verfahren eingebracht wurden (vgl. VGr, 17. März 2010, SB.2009.00126; BGE 131 II 

548 E. 2.2.2.).  

 

 bb) Um den drohenden sachwidrigen Rechtsverlust bei der Pflichtigen zu 

vermeiden, wies die Rekurskommission II das Verfahren in Anwendung von § 149 

Abs. 3 StG ausnahmsweise an die Vorinstanz zurück, mit der Anweisung, aufgrund der 

vervollständigten Aktenlage einen neuerlichen anfechtbaren Einspracheentscheid zu 

fällen. Nachdem im Rekursverfahren Auflage und Mahnung ergangen waren, hätte sie 

sofort zur Fällung des Ermessensentscheids schreiten müssen; dass die Einsprache-

behörde der Pflichtigen durch Versand eines Einschätzungsvorschlags und Ansetzung 

einer Verhandlung – unnötigerweise – ein weiteres Mal das rechtliche Gehör gewährte, 

gereichte der Pflichtigen indes nicht zum Nachteil.  

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 Vor diesem Hintergrund wirkt die Kritik der Pflichtigen in hohem Masse be-

fremdlich, der Instanzenzug verkäme so zu einem "nudum ius", welches ihr überhaupt 

nichts bringe. Immerhin erhielt sie Gelegenheit, im zweiten Rechtsgang vor Rekurs-

kommission durch Nachholung der unterlassenen Mitwirkungshandlungen (bzw. voll-

ständige Erfüllung der Auflagen und Mahnungen) den umfassenden Nachweis der Un-

richtigkeit der Ermessenseinschätzung zu erbringen; dieses Rechts wäre sie 

andernfalls (bei Fällung eines Ermessensentscheids durch die Rekurskommission II)  

wegen der stark eingeschränkten Kognition des Verwaltungsgerichts verlustig gegan-

gen. Die Pflichtige verkennt sodann, dass die erstinstanzliche Betätigung des pflicht-

gemässen Ermessens ausschliesslich der Einschätzungsbehörde obliegt; Aufgabe der 

Rechtsmittelinstanz kann und darf es einzig sein, deren Ergebnis – mit der gebotenen 

Zurückhaltung – zu überprüfen. Auch hatte die Pflichtige kein Anrecht darauf, dass der 

Steuerkommissär erneut von sich aus Untersuchungshandlungen vornehme; vielmehr 

hätte es an ihr gelegen, die nach wie vor bestehenden Unklarheiten ohne Aufforderung 

von sich aus durch eine wahrheitsgetreue, substanziierte Sachdarstellung und ent-

sprechende Beweismittelangebote auszuräumen. Dies wäre ihr prozessual zumindest 

bis zum Ablauf der Rekursfrist uneingeschränkt jederzeit möglich gewesen. Sogar 

nach deren Ablauf hätte sie bis zum heutigen Tag Akten einreichen können, die von 

der Steuerrekurskommission zumindest bei der Überprüfung der Höhe der vorinstanzli-

chen Schätzung auf Willkür hin bei der Entscheidfällung hätten berücksichtigt werden 

müssen.  

 

 c) aa) Die Vorinstanz hat in Nachachtung der ihr von der Rekurskommission II 

erteilten Anweisung in den angefochtenen Einspracheentscheiden die geschäftlich 

gefahrenen Kilometer unter Würdigung des ihr vorliegenden Aktenstands nach pflicht-

gemässem Ermessen auf 25'000 km geschätzt. Unter Annahme eines Kilometer-

preises von Fr. 0.65 legte sie die Fahrtkosten auf insgesamt Fr. 16'250.- fest, was zu 

einer Aufrechnung in Höhe von Fr. 51'658.- führte. 

 

 bb) Eine einmal zu Recht ergangene Ermessenseinschätzung bzw.  

-veranlagung kann der Steuerpflichtige wie erwähnt laut § 140 Abs. 2 StG bzw. 

Art. 132 Abs. 3 DBG einzig wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. Diese Norm 

beinhaltet eine Kognitionsbeschränkung der Prüfungsinstanzen. Letztere können eine 

zu Recht getroffene Ermessensveranlagung nur aufheben, wenn sie sich als offen-

sichtlich falsch erweist (so im Ergebnis Martin Zweifel, in: Kommentar zum Schweizeri-

- 17 - 
 
 
 
 

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2 DB.2010.188 

schen Steuerrecht, Band I/2b, 2. A., 2008, Art. 130 N 33 DBG). Den entsprechenden 

Nachweis kann der Steuerpflichtige auf zwei Arten erbringen (Martin Zweifel, in: Kom-

mentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Band I/1, 2. A., 2002, Art. 48 N 46 ff. StHG, 

auch zum Folgenden): Vorab kann er den tatsächlichen Sachverhalt dartun und den 

entsprechenden Nachweis leisten, mit der Folge, dass die im Streit stehende Ermes-

senseinschätzung durch eine ordentliche Veranlagung ersetzt wird und die Steuer-

faktoren nach den für "gewöhnliche" Einschätzungen geltenden Regeln ermittelt wer-

den. Ist die Ermessensveranlagung Folge einer versäumten Mitwirkungspflicht, so 

muss der Steuerpflichtige dabei insbesondere die versäumten Handlungen innerhalb 

der Rechtsmittelfrist nachholen (RB 1999 Nr. 150). 

 

 Ist dieser Nachweis nicht möglich oder misslingt er, kann der Steuerpflichtige 

sodann noch darlegen und nachweisen, dass die angefochtene Einschätzung offen-

sichtlich unrichtig (namentlich zu hoch) ist. Als offensichtlich unrichtig erweist sich eine 

Schätzung dann, wenn sie sachlich nicht begründbar (z.B. erkennbar pönal oder fiska-

lisch begründet) ist, sich auf sachwidrige Schätzungsgrundlagen, -methoden oder  

-hilfsmittel stützt oder sonst wie mit den konkreten aktenkundigen Verhältnissen auf-

grund der Lebenserfahrung vernünftigerweise nicht vereinbar ist (Zweifel, Art. 48 N 59 

StHG, mit Hinweisen). Ist dieser Nachweis geleistet, bleibt es zwar bei einer Ermes-

senseinschätzung, doch wird die angefochtene durch eine neue (tiefere) Schätzung 

der Rechtsmittelinstanz ersetzt. 

 

 Im Rekurs- bzw. Beschwerdeverfahren betreffend eine Ermessenseinschät-

zung bzw. -veranlagung sind der Steuerrekurskommission weitere eigene Untersu-

chungen verwehrt. Sie hat vielmehr bei ihrer Überprüfung des angefochtenen Ent-

scheids auf offensichtliche Unrichtigkeit hin nur jene im Zeitpunkt der Entscheidfällung 

vorhandenen Schriftstücke zu berücksichtigen, welche den behaupteten Sachverhalt 

sofort beweisen oder zumindest als sehr wahrscheinlich erscheinen lassen (VGr, 

27. Mai 1986, SB 10/1986 und 11. September 1986, SB 38/1986; Martin Zweifel, Die 

Sachverhaltsermittlung im Steuerveranlagungsverfahren, 1989, S. 144). 

 

 cc) Mit Rekurs bzw. Beschwerde im 2. Rechtsgang stellt die Pflichtige bezüg-

lich der von den Gesellschaftern privat und geschäftlich unternommenen Fahrten und 

bezüglich der Geschäftsvorfälle keine neuen Behauptungen auf, welche eine eindeuti-

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2 ST.2010.256 
2 DB.2010.188 

ge Zuordnung der mit den vier Fahrzeugen gefahrenen Kilometer erlauben würden. Ein 

ordentlich und zeitnah geführtes Bordbuch ist nicht vorhanden. 

 

 Die der Steuerbehörde eingereichte Aufstellung enthält neu verschiedene 

Farben, ihr Inhalt hat sich nicht geändert. In der Aufstellung fehlen bei den längeren 

Reisen die Abfahrts- und Ankunftszeiten; die zahlreichen im ersten Rechtsgang festge-

stellten Mängel und Widersprüche sind nicht aus dem Weg geräumt, obwohl die Pflich-

tige erneut mehrfach Gelegenheit erhielt, Verbesserungen anzubringen. Die vorliegen-

den Aufzeichnungen decken sich nicht mit der Buchhaltung, entsprechen nicht der 

Realität und sind deshalb unzureichend.  

 

 Eine eingehende Beschreibung der Geschäftsvorfälle ist ebenfalls nicht einge-

reicht worden. Insofern ist die Pflichtige ihren Mitwirkungspflichten auch im Rekurs- 

bzw. Beschwerdeverfahren in keiner Weise nachgekommen, obwohl ihr dies – wie sie 

selber einräumt – anhand der Marketingkorrespondenzen aus dem Jahr 2003 durch-

aus möglich und auch zumutbar gewesen wäre. Im Weitern zeigen die Ausführungen 

der Pflichtigen zum Bordbucheintrag vom 5. Mai 2003, dass sie bzw. ihr Vertreter in 

der Lage ist, zu den Geschäftsvorfällen ausführlicher beschreibend Stellung zu neh-

men als durch für Aussenstehende schwierig zu verstehende Stichworte.  

 

 Die Eintragungen in der eingereichten Aufstellung geben immer noch keine 

Hinweise auf den konkreten Inhalt der geführten Gespräche: Die Verwendung floskel-

hafter Kurzbezeichnungen wie "Projektessen", "Projektmeeting", "Gespräch über Pro-

jekte", "Treffen betreffend Zusammenarbeit", "Abschlussessen" lässt die zentrale Frage 

nach der Art und dem Inhalt des Vorhabens bzw. Auftrags und nach den im Gespräch 

konkret vergebenen Aufträgen unbeantwortet. Bei den Gesprächen mit Interessenten 

sollen "Produkte und Leistungen" der Pflichtigen vorgestellt worden sein; um welche 

Produkte es sich bei der jeweiligen Unterredung gehandelt haben soll, wird nicht er-

wähnt. Bei der Bezeichnung "Gespräch über finanzielle Beteiligung" bleibt die Frage 

offen, wer sich denn bei wem mit welchen Beträgen beteiligen soll. Mit viel gutem  

Willen lässt sich beim Eintrag vom 22. März 2003 schemenhaft erkennen, welcher Art 

die angebotene Dienstleistung (nämlich die "Erstellung des Internet-Auftritts") war; die-

se kurze Beschreibung des Gesprächs mit E von der F in G mag den geforderten De-

taillierungsgrad wohl gerade noch erreichen.  

 

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 Die Pflichtige irrt sich, wenn sie meint, die Steuerbehörde hätte den  

unsubstanziierten Sachverhalt aufgrund der Beweismittelangebote umfassend von 

Amtes wegen von sich aus erforschen und beschreiben müssen: Die Substanziierung 

von (im Zusammenhang mit Aufwand stehenden) Geschäftsvorfällen obliegt wie oben 

ausgeführt immer der beweisbelasteten Kapitalgesellschaft. Nur sie ist in der Lage, 

eine genügend detaillierte Beschreibung abzugeben. 

 

 Nachdem keine neuen Erkenntnisse zu Tage getreten sind bzw. die Mitwir-

kungshandlungen nicht nachgeholt wurden, besteht die Kilometer-Schätzung des  

Steuerkommissärs fort. Sie kann in einem letzten Schritt durch die Rekurskommission 

nur noch auf Willkür hin überprüft werden.  

 

 dd) Allerdings ist nicht zu erkennen, wie im Rekurs- bzw. Beschwerde-

verfahren angesichts der fehlenden tatsächlichen Grundlagen (insbesondere bei Ab-

wesenheit eines verlässlichen Fahrtenbuchs und einer genügenden Beschreibung der 

Geschäftsvorfälle) eine korrekte Ausscheidung zwischen privat und geschäftlich gefah-

rener Kilometer vorzunehmen sein soll. Bei einer eben gegründeten, Informatikdienst-

leistungen anbietenden Kapitalgesellschaft mit zwei Mitarbeitern erscheint die Annah-

me, es seien Dienstfahrten von 25'000 km geschäftlich notwendig gewesen, nicht von 

vornherein als mit den Akten schlicht nicht vereinbar und deshalb willkürlich.  

 

 Aufgrund der fehlenden bzw. widersprüchlichen Eintragungen verbietet sich 

wie dargelegt die Durchführung eines Beweisverfahrens. Dass die Gesellschafter die 

behaupteten Fahrten wenigstens zum Teil tatsächlich physisch unternommen haben, 

ändert nichts daran, dass über den genauen Zweck der Fahrten bzw. den Inhalt der 

geführten Gespräche nichts Genaueres bekannt ist. Über den konkreten Zusammen-

hang mit der geschäftlichen Tätigkeit gerade der Pflichtigen (Anbietung von Informatik-

dienstleistungen bzw. Handel mit Computern) ist die Rekurskommission ohne weitere 

Anhaltspunkte wie die Vorinstanz bei einer Vielzahl der Fahrten auf Mutmassungen 

angewiesen. Den Ausführungen der Pflichtigen lässt sich (bis auf wenige Ausnahmen) 

noch immer nicht entnehmen, welche konkreten Dienstleistungen die Pflichtige denn 

für ihre (potentiellen) Kunden genau zu erbringen vorschlug. 

 

 Die Gesellschafter der Pflichtigen sind innovativ und bewegen sich in ver-

schiedensten Tätigkeitsgebieten (wie etwa generelles Consulting, Registrierung von 

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Haustieren, Forschung und Entwicklung etc.). Die Fahrten zu Messen und zu Gesprä-

chen könnten ebensogut ganz anderen (privaten wie geschäftlichen) Zwecken gedient 

haben, als dem Verkauf von Computer-Hard- und Software, wie es dem (damaligen) 

Zweck der Pflichtigen entsprach. Kommt hinzu, dass die beiden Gesellschafter vom 

15. Mai 2002 bis zum 31. August 2006 unter dem Namen "H" eine Kollektivgesellschaft 

betrieben, für welche den Steuerbehörden – wie ein Blick in die Steuerakten von B und 

A zeigt – zu keinem Zeitpunkt, auch nicht per Ende 2002, eine ordentliche Bilanz oder 

Erfolgsrechnung eingereicht wurde. So lässt sich nicht feststellen, inwiefern Aktiven der 

Kollektivgesellschaft bei der Gründung der Pflichtigen auf diese übertragen wurden und 

ob die Kollektivgesellschaft auch nach dem 1. Januar 2003 weiterhin (parallel) Aktivitä-

ten entfaltete. 

 

 Der Steuerkommissär hat ohne nähere Anhaltspunkte mit sehr viel gutem Wil-

len Aufwand und Ertrag einer Gründergesellschaft ab 1. Januar 2003 in die Einschät-

zung bzw. Veranlagung miteinbezogen (die Gründung der Pflichtigen erfolgte erst am 

27. März 2003), was zulässig ist (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 59 N 8 StG). 

Angesichts der Tatsache, dass keine Abschlüsse vorliegen und die Kollektivgesell-

schaft "H" erst viel später gelöscht wurde, ist davon auszugehen, dass es sich bei der 

Gründergesellschaft nicht um diese gehandelt haben kann. Weiter ist zu erwähnen, 

dass die Gesellschafter Anfang 2004 zusätzlich eine Aktiengesellschaft mit Namen "I“ 

gründeten.  

 

 Bei derartig vielfältigem – durchaus zulässigem – Geschäftsgebaren ist es 

besonders wichtig, dass die einzelnen, den verschiedenen Firmen zuzuordnenden Tä-

tigkeiten gewissenhaft dokumentiert sind und falls nötig den Steuerbehörden gegen-

über lückenlos unnd detailliert ausgewiesen werden können.  

 

 

 4. a) Nach dem Gesagten muss es bei der Schätzung des Steuerkommissärs 

sein Bewenden haben. Von den 25'000 zugelassenen geschäftlich gefahrenen Kilo-

metern betreffen (gemessen an den Behauptungen der Pflichtigen im Einschätzungs-

verfahren) 45% oder 11'250 km B und 55% oder 13'750 km A. Von den gesamthaft 

gefahrenen Kilometern entfallen demnach bei B rund 30% auf geschäftliche Fahrten; 

dieses Verhältnis beträgt bei A aufgerundet 23%. Die Gesamtrechnung präsentiert sich 

wie folgt: 

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 B 

 Effektive Kosten gesamt (oben Ziff. 2. d/aa)    Fr. 24'897.-. 

 30% geschäftlich bedingt       Fr. 7'469.- 

  

 Vom Geschäft vergütete Kosten     Fr. 33'644.-  

 Aufzurechnende verdeckte Gewinnausschüttung    Fr. 26'175.-. 

 

 

 A  

 Effektive Kosten gesamt (oben Ziff. 2. d/aa)    Fr. 42'902.- 

 23% geschäftlich bedingt      Fr. 9'867.- 

 

 Vom Geschäft vergütete Kosten      Fr. 33'571.- 

 Aufzurechnende verdeckte Gewinnausschüttung   Fr. 23'704.-. 

 

 Insgesamt ergeben sich im Zusammenhang mit den vergüteten Fahrtkosten 

übersetzte Ausschüttungen an die beiden Gesellschafter von rund Fr. 50'000.-. Mit 

Blick auf den in dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigten, periodenfremd (da 

das Jahr 2004 betreffend) verbuchten Fahrzeugaufwand von zusätzlich Fr. 5'420.- er-

scheint die ermessensweise Gewinnkorrektur durch den Steuerkommissär um aufge-

rundet Fr. 52'000.- keineswegs als zu hoch (bzw. sie wurde vielmehr eher zu niedrig 

angesetzt). Den Anträgen der Pflichtigen kann unter diesen Umständen kein Erfolg 

beschieden sein; Rekurs und Beschwerde sind vollumfänglich abzuweisen.  

 

 b) Die beiden Gesellschafter sind für die betreffende Steuerperiode – soweit 

bekannt – bereits rechtskräftig eingeschätzt bzw. veranlagt. Es wird Aufgabe des kan-

tonalen Steueramts, Dienstabteilung Spezialdienste, sein, die den beiden Gesellschaf-

tern zugeflossenen Beträge im Rahmen eines allfällig zu eröffnenden Nach- bzw. 

Strafsteuerverfahrens zu erfassen. Sodann wird zu klären sein, ob vorliegend eine 

Busse wegen versuchter Steuerhinterziehung am Platz sei. 

 

 Angesichts des Urkundencharakters der Buchhaltung steht in diesem Zu-

sammenhang zusätzlich der Verdacht auf Steuerbetrug im Raum, welcher gegebenen-

falls eine entsprechende Mitteilung (unter Beilage der Verfahrensakten) durch die 

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Dienstabteilung Spezialdienste an die zuständigen Strafbehörden als gerechtfertigt 

erscheinen lassen könnte.  

 

 

 5. Der Steuerkommissär hat den Beginn der Steuerperiode auf Ende März 

2003 gelegt. Bei Berücksichtigung der Tätigkeit der Gründergesellschaft (einfache Ge-

sellschaft) ist der Beginn der Steuerperiode auf das (fiktive) Gründungsdatum zurück-

zubeziehen. Die Steuerperiode beginnt demnach wie von den Pflichtigen mit dem Jah-

resabschluss beantragt richtigerweise am 1. Januar 2003 (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 59 N 8 StG). 

 

 

 6. Die Kosten des Verfahrens sind vollumfänglich der unterliegenden Pflichti-

gen aufzuerlegen (§ 151 Abs. Abs. 1 StG; Art. 144 Abs. 1 DBG). Bei diesem Ausgang 

ist kein Raum für eine Parteientschädigung (Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64  

Abs. 1-3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 und § 152 StG 

i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 

1997). 

 

 

Demgemäss erkennt die Rekurskommission: 

 

 

1. Der Rekurs wird abgewiesen. Die Rekurrentin wird für die Staats- und Gemeinde-

steuer, Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003, mit einem steuerbaren Reingewinn von 

Fr. 59'700.- (Gewinnsteuersatz 10,0%) und einem steuerbaren Eigenkapital von 

Fr. 20'000.- (Kapitalsteuersatz 1.5‰) eingeschätzt. 

 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Beschwerdeführerin wird für die direkte 

Bundessteuer, Steuerperiode 1.1. - 31.12.2003, mit einem steuerbaren Gewinn von 

Fr. 59'700.- (Steuersatz 8,5%) veranlagt. 

Das steuerlich massgebende Eigenkapital per 31.12.2003 beträgt Fr. 20'000.- 

(Art. 131 Abs. 1 Satz 2 DBG). 

[…]