# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d557f86d-cf73-5c8f-814f-fcb01e76a04e
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-28
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 28.08.2025 VG.2024.00091 (VG.2025.1521)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2024-00091_2025-08-28.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 28. August 2025

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  Besetzung:
  Gerichtspräsident MLaw Colin Braun, Verwaltungsrichter Ernst Luchsinger,
  Verwaltungsrichterin Jolanda Hager und Gerichtsschreiberin MLaw Leonora Muji

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2024.00091

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    A.______AG

    	
    Beschwerdeführer

    
	
     

    	
     

    	
     

    
	
    2.

    	
    B.______

    
	
     

    	
     

    

  

  
	
  	
    beide vertreten durch lic.
    iur. Christoph Isler, Rechtsanwalt

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Gemeinde Glarus Nord

    	
    Beschwerdegegner

    
	
     

    	
     

    	
     

    

  

  
	
  	
    vertreten durch MLaw
    Caterina Ventrici, Rechtsanwältin

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Departement Bau und Umwelt des Kantons
    Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Gesamtrevision Nutzungsplanung Glarus Nord

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung:

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  B.______
  ist Eigentümer der 8'726 m2 grossen Parz.-Nr. 01, Grundbuch […].
  Demgegenüber steht die 24'366 m2 grosse Parz.-Nr. 02, Grundbuch
  […], im Alleineigentum der A.______AG. Gemäss der rechtskräftigen
  Zonenordnung der Ortsgemeinde […] lag die Parz.-Nr. 01, Grundbuch […],
  in der Wohnzone 3 und die Parz.-Nr. 02, Grundbuch […], in der Wohnzone
  4. Überdies waren beide Grundstücke der überlagerten weiteren Festlegung
  "Bauzone 2. Etappe" gemäss Art. 15 der Bauordnung […] (BO […])
  zugeteilt.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  Im
  Rahmen der von der Gemeindeversammlung am 24. April 2021 sowie am
  27. April 2021 und am 16. September 2022 sowie am 6. Juni 2023
  beschlossenen und vom Departement Bau und Umwelt des Kantons Glarus (DBU) am
  20. August 2024 grösstenteils genehmigten Gesamtrevision der Nutzungsplanung
  der Gemeinde Glarus Nord gelangten sowohl die Gemeinde Glarus Nord als auch
  das DBU zur Ansicht, dass eine Rückzonung der Parz.-Nr. 01 f., Grundbuch
  […], in die Zone für künftige bauliche Nutzung (ZkbN) erfolgen müsse, wobei
  die unter anderem von B.______ und von der A.______AG dagegen erhobenen
  Rechtsmittel sowohl von der Gemeinde Glarus Nord am 8. Mai 2020 als auch
  vom DBU am 20. August 2024 abgewiesen wurden.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1
  B.______ und die A.______AG gelangten mit Beschwerde vom 20. September
  2024 ans Verwaltungsgericht und beantragten die Aufhebung des Genehmigungs-
  sowie des Beschwerdeentscheids des DBU vom 20. August 2024 in Bezug auf die
  Zuweisung der betroffenen Teilflächen der Parz.-Nrn. 01 f.,
  Grundbuch […], zur ZkbN. Die betroffene Teilfläche der Parz.-Nr. 01,
  Grundbuch […], sei stattdessen der Dorfzone Ebene DE oder einer anderen
  sachgerechten Zone und diejenige der Parz.-Nr. 02, Grundbuch […], der
  Zone für höhere Bauten (ZhB) oder einer anderen sachgerechten Zone
  zuzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gemeinde
  Glarus Nord sowie des DBU. Letzteres schloss am 20. November 2024 auf
  Abweisung der Beschwerde; unter Kostenfolge zu Lasten von B.______ und der
  A.______AG. Die Gemeinde Glarus Nord beantragte am 4. Dezember 2024 die
  Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und
  Entschädigungsfolge.

  
	
   

  
	
  3.2
  Nachdem B.______ und die A.______AG am 28. Januar 2025 an ihren Anträgen
  festgehalten hatten, verzichtete das DBU am 19. Februar 2025 auf die
  Einreichung einer Duplik. Die Gemeinde Glarus Nord erneuerte ihre Anträge am
  26. März 2025.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 79
  Abs. 1 des Raumentwicklungs- und Baugesetzes vom 2. Mai 2010 (RBG)
  i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die
  Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) zur Behandlung der
  vorliegenden Beschwerde zuständig. Dies ist es gemäss Art. 28
  Abs. 3 RBG auch für die Beschwerde, soweit sie gegen den
  Genehmigungsentscheid des Beschwerdegegners 2 gerichtet ist. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt
  sind, ist auf die Beschwerde somit einzutreten.

  
	
   

  
	
  1.2

  
	
  1.2.1 In Bezug auf Nutzungspläne, die sich auf das
  Raumplanungsgesetz und seine eidgenössischen oder kantonalen
  Ausführungsbestimmungen stützen, müssen die Kantone neben dem Genehmigungsverfahren
  gemäss Art. 26 des Bundesgesetzes über
  die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) auch ein Rechtsmittel
  vorsehen (vgl. Art. 33 Abs. 2 RPG).
  Dabei hat wenigstens eine Beschwerdebehörde die angefochtenen Nutzungspläne
  einer vollen Überprüfung zu unterziehen (vgl. Art. 33 Abs. 3
  lit. b RPG). Nicht erforderlich ist, dass es sich bei der
  Beschwerdebehörde im Sinne von Art. 33 Abs. 2 RPG um ein Gericht
  handelt. Eine von der planfestsetzenden Behörde unabhängige Einspracheinstanz
  kann den Anforderungen von Art. 33 RPG genügen
  (vgl. BGE 127 II 238 E. 3b/bb, 119 Ia 321
  E. 5c). Als letzte kantonale Instanz hat indessen in jedem Fall ein
  Gericht über die Anfechtung von Nutzungsplänen zu befinden. Ist die letzte
  kantonale Gerichtsinstanz zugleich die einzige richterliche
  Rechtsmittelbehörde auf kantonaler Ebene, haben die Kantone zu gewährleisten,
  dass sie den Sachverhalt frei prüft und das massgebende Recht von Amtes wegen
  anwendet (BGer-Urteil 1C_483/2021 vom 10. März 2022 E. 4.3.1).

  
	
   

  
	
  1.2.2 Das Verwaltungsgericht hat als richterliche
  Beschwerdebehörde zu beachten, dass es Rechtsmittel- und nicht
  Planungsinstanz ist, was insbesondere dann gilt, wenn es um lokale
  Angelegenheiten geht (BGer-Urteil 1C_97/2014 vom 9. Februar 2015
  E. 3.3). Zudem hat es bei seiner Prüfung die Gemeindeautonomie zu
  respektieren (Art. 50 Abs. 1 der
  Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April
  1999 [BV]). Ihm kommt in seiner Funktion als Rechtsmittelinstanz nicht
  die Rolle einer Oberplanungsbehörde zu. Es hat namentlich den
  Gestaltungsbereich zu beachten, welchen den Planungsträgern durch Art. 2
  Abs. 3 RPG zuerkannt wird. In diesem Sinne hat es sich in Bezug auf die
  Überprüfung einer Nutzungsplanung Zurückhaltung aufzuerlegen.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 Indem die Beschwerdeführer vorbringen, die
  angefochtenen Entscheide der Beschwerdegegner seien ungenügend begründet,
  weil einzelne der anzuwendenden Kriterien für die Beurteilung der Rückzonung
  der streitbetroffenen Gebiete nicht oder nur ungenügend Eingang gefunden
  hätten, machen sie sinngemäss eine Verletzung der Begründungspflicht als
  Teilgehalt des rechtlichen Gehörs geltend.

  
	
   

  
	
  2.2 Gemäss Art. 29
  Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Dessen
  Teilgehalte sind das Anhörungsrecht der von einer Verfügung betroffenen
  Person vor deren Erlass, das Mitwirkungsrecht der Parteien bei der
  Beweiserhebung, das Akteneinsichtsrecht, das Recht auf Vertretung oder
  Verbeiständung in einem Verfahren sowie der Anspruch auf die Begründung von
  Verfügungen (vgl. Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines
  Verwaltungsrecht, 8. A., Zürich/St. Gallen 2020,
  Rz. 1001 ff.). Der Anspruch auf rechtliches Gehör dient einerseits
  der Sachaufklärung und stellt andererseits zugleich ein
  persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar
  (BGE 135 II 286 E. 5.1, 129 I 232 E. 3.2).
  Die Pflicht zur genügenden Begründung eines Entscheids ergibt sich dabei
  einerseits aus Art. 74 Abs. 1 lit. d VRG, anderseits aus dem
  verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29
  Abs. 2 BV). Die Begründung von Verfügungen muss so abgefasst sein, dass sich
  die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn
  in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. Die
  Verfügung muss zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen
  sich die Entscheidinstanz hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid
  stützt (BGE 150 II 48 E. 2.2, 148 III 30
  E. 3.1).

  
	
   

  
	
  2.3 Den vorliegend angefochtenen Entscheiden
  können die Beschwerdeführer ohne Weiteres entnehmen, weshalb die Rückzonung
  der streitbetroffenen Teilflächen ihrer Parz.-Nrn. 01 f., Grundbuch
  [...], als rechtmässig erachtet wurde. Daran ändert die Rüge der
  Beschwerdeführer, wonach die Beschwerdegegner falsche Beurteilungskriterien
  verwendet hätten (vgl. hierzu nachstehende E. II/5.3), nichts.
  Vielmehr ist massgebend, dass die angefochtenen Entscheide die wesentlichen Überlegungen enthalten, von denen
  sich der Beschwerdegegner 2 hat leiten lassen. Mit diesen setzen
  sich die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerdeschrift denn auch vertieft
  auseinander. Folglich konnten sie ihre Verteidigungsrechte rechtsgenüglich
  wahrnehmen, womit im Ergebnis keine Verletzung der Begründungspflicht
  bzw. des rechtlichen Gehörs festzustellen ist.

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1

  
	
  3.1.1 Die Beschwerdeführer stellen sich sodann auf
  den Standpunkt, die Wachstumsprognosen gemäss kantonalem Richtplan (KRIP)
  würden einem Blick auf die Realität nicht standhalten. So sei die Bevölkerung
  im Kanton Glarus in den Jahren 2020 bis 2023 bzw. innerhalb von vier
  Jahren um 1'466 Personen angestiegen, womit fast ein Viertel der
  prognostizierten Bevölkerungsentwicklung bereits stattgefunden habe.

  
	
   

  
	
  3.1.2 Die Beschwerdegegnerin 1 hält fest, die
  Siedlungsentwicklung nach innen sei ein Hauptanliegen des
  Raumplanungsgesetzes. Die Bauzonen würden den aktuellen Bedarf bei weitem
  übersteigen. Aktuell seien 4'800 Einwohnergleichwerte möglich. Gefordert
  seien jedoch lediglich 3'200, wobei nicht einmal berücksichtigt sei, dass die
  Siedlungsentwicklung nach innen weitere Reserven schaffe. Um der Pflicht zur
  Redimensionierung der Bauzonen nachzukommen, würden sich für die Rückzonung
  insbesondere grössere, unüberbaute und nicht erschlossene Parzellen am
  Siedlungsrand eignen. Weniger in Frage kämen demgegenüber Gebiete im
  Siedlungsgebiet, welche von überbauten Bauzonen um- und erschlossen seien.
  Gemäss dem KRIP habe sie sich bei der Redimensionierung auf das Szenario hoch
  zu stützen.

  
	
   

  
	
  3.1.3 Der Beschwerdegegner 2 führt aus, es habe
  auf das hohe Szenario gemäss KRIP abgestellt werden dürfen. Die Korrektheit
  der Zahlen und Daten sei dabei rechtsgenüglich überprüft worden, wobei die
  Beschwerdegegnerin 1 nach Massgabe von Art. 15 Abs. 1 f.
  RPG sowie des KRIP verpflichtet gewesen sei, eine entsprechende Rückzonungsstrategie
  zu verfolgen. Mit der verfügten Rückzonung sei sie diesen Vorgaben
  nachgekommen. Sie habe sich dabei auf korrekt ermittelte Annahmen sowie
  Grundlagen gestützt und das ihr zustehende Planungsermessen pflichtgemäss
  ausgeübt.

  
	
   

  
	
  3.2

  
	
  3.2.1 Der Richtplan legt im Bereich Siedlung
  insbesondere fest, wie gross die Siedlungsfläche insgesamt sein soll, wie sie
  im Kanton verteilt sein soll und wie ihre Erweiterung regional abgestimmt
  wird (Art. 8a Abs. 1 RPG; vgl. hierzu auch Pierre Tschannen, in Heinz
  Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Richt- und Sachplanung,
  Interessenabwägung, Zürich/Basel/Genf 2019, Art. 8a RPG
  N. 7 ff.). Die örtlich differenzierte Zuweisung von
  Siedlungsflächen bildet ein wirksames Mittel, die künftige Siedlungstätigkeit
  gezielt zu fördern, zu kanalisieren, wo nötig auch zu bremsen oder zu
  unterbinden. Der Kanton hat sich mit anderen Worten um die räumliche
  Steuerung der Siedlungsentwicklung zu bemühen. Hierbei verfügt er im Rahmen
  seiner Raumentwicklungsstrategie über einen erheblichen Gestaltungsspielraum
  (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Luzern 7H 21 236 vom
  26. Juli 2022 E. 6.3.1).

  
	
   

  
	
  3.2.2 Die Bauzonen sind nach Art. 15 RPG so
  festzulegen, dass sie dem voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre entsprechen
  (Abs. 1). Überdimensionierte Bauzonen sind zu reduzieren (Abs. 2).
  Wie der Bedarf errechnet wird, lässt das Gesetz indes offen. Gemäss dem
  Wortlaut von Art. 15 Abs. 1 RPG geht es um einen voraussichtlichen
  Bedarf. Es handelt sich daher nicht um eine mathematisch exakte Berechnung,
  sondern um eine Prognose (Heinz Aemisegger/Samuel Kissling, in Heinz
  Aemisegger et al. [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung,
  Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 15 RPG N. 47). Gemäss Art. 5a der
  Raumplanungsverordnung vom 28. Juni 2000 (RPV) bestimmt der Kanton im
  Richtplan ergänzend zu den Festlegungen nach Art. 8a Abs. 1 RPG,
  von welcher Entwicklung der Wohnbevölkerung und der Beschäftigten er zur
  Ermittlung seines Bauzonenbedarfs ausgeht (Abs. 1). Wachstumsannahmen
  über dem mittleren Szenario des Bundesamts für Statistik (BFS) für die
  Bevölkerungsentwicklung sind für die Bestimmung der im Kanton insgesamt
  benötigten Bauzonenkapazitäten zu berücksichtigen, soweit sie das hohe
  Szenario des BFS nicht überschreiten. Überschreiten sie dieses Szenario, so
  sind sie nur zu berücksichtigen, soweit die reale Entwicklung sie bestätigt
  hat (Abs. 2 lit. a) oder sie die Beschäftigten betreffen und der
  Kanton im Richtplan nachweist, dass seine Annahmen plausibler sind als
  diejenigen der BFS-Szenarien für das Wachstum der Wohnbevölkerung
  (Abs. 2 lit. b). Der Kanton erteilt im Richtplan die Aufträge, die
  nötig sind, um die Grösse und Lage der Bauzonen periodisch zu überprüfen und
  die notwendigen Massnahmen zu treffen (Abs. 3 lit. a); die
  bestehenden und neu geschaffenen Bauzonen bodensparend und effizient zu
  bebauen und zu verdichten (Abs. 3 lit. b); die für Rückzonungen
  vorgesehenen Flächen planungsrechtlich zu sichern (Abs. 3 lit. c)
  und zeitgerecht, spätestens aber fünf Jahre nach Festlegung der planungsrechtlichen
  Massnahmen, zum Mittel der Ersatzvornahme zu greifen, sofern die zuständige
  Gemeinde bis dahin keinen Beschluss zur Umsetzung gefasst hat (Abs. 3
  lit. d). Kantone mit zu grossen Bauzonen zeigen zusätzlich, mit welchen
  Massnahmen und innerhalb welcher Frist sie die Anforderungen nach
  Art. 15 RPG erfüllen werden. Sind die Bauzonen deutlich zu gross, so
  macht der Kanton die notwendigen Vorgaben, um die Bauzonen insgesamt zu
  verkleinern (Abs. 4). Die pro Einwohnerin und Einwohner und pro
  Beschäftigten-Vollzeitäquivalent beanspruchte Bauzonenfläche, die sich ein
  Kanton bei der Beurteilung seiner Wohn‑, Misch- und Zentrumszonen nach
  Art. 15 Abs. 1 und 2 RPG höchstens anrechnen lassen darf,
  entspricht dem für die Gemeinden des Kantons ermittelten Werts. Ist der Wert
  für eine Gemeinde höher als derjenige, welcher die Hälfte der vergleichbaren
  Gebietseinheiten erreicht, so darf nur dieser tiefere Wert angerechnet werden
  (Art. 30a Abs. 1 RPV).

  
	
   

  
	
  3.2.3 Gemäss Art. 15 und Art. 8a Abs. 1 lit. d RPG
  berechnet der Kanton Glarus mittels Vorgaben der Technischen Richtlinien
  Bauzonen (TRB) die Kapazität und die Auslastung seiner Bauzonen im Hinblick
  auf den Bauzonenbedarf für die nächsten 15 Jahre und stellt die korrekte
  Bauzonendimensionierung mit entsprechenden Vorgaben im Richtplan sicher. Für
  die Beurteilung der entsprechenden Richtplaninhalte durch den Bund im Rahmen
  der Prüfung und Genehmigung sind die Vorgaben des RPG und der RPV sowie der
  TRB und der Ergänzung des Leitfadens Richtplanung massgebend (vgl. Prüfungsbericht
  des Bundesamts für Raumentwicklung [ARE] vom 10. November 2021
  S. 19 [abrufbar unter: https://www.are.admin.ch]). Als
  richtungsweisende Festlegung hält der KRIP2018 (Stand 17. August 2022)
  in R-B4 dabei fest, dass sich die Siedlungen im Kanton Glarus grundsätzlich
  nach innen entwickeln. Die landwirtschaftlichen und ökologisch wertvollen
  Flächen werden geschont und der Boden haushälterisch genutzt. Die Entwicklung
  von Gebieten mit guter Erschliessung des öffentlichen Verkehrs (ÖV) ist zwar
  grundsätzlich prioritär. Eine weitere Ausdehnung des Siedlungsgebiets ist
  aber zu vermeiden. Für die Bemessung des Siedlungsgebiets gemäss Richtplan
  (Planungshorizont 2045) und der Bauzonen (Planungshorizont 2035) stützen sich
  der Kanton und die Gemeinden auf das Bevölkerungsszenario "hoch"
  gemäss BFS. Das Siedlungsgebiet umfasst dabei 1'575 ha (Festsetzung) und
  wird in der Richtplankarte (Zwischenergebnis) ausgewiesen, mit dem Ziel, den
  Gesamtumfang des Siedlungsgebiets mindestens um 30 ha zu reduzieren. Die
  Siedlungsentwicklung findet innerhalb des Siedlungsgebiets statt. Bei den
  Gemeinden mit einem Siedlungsgebiet mit Koordinationsstand
  "Zwischenergebnis" kann das Siedlungsgebiet räumlich abweichend von
  der Richtplankarte festgelegt werden. Dies, wenn die neue Lage mindestens
  eine gleichwertige Siedlungsentwicklung gewährt. Das Siedlungsgebiet kann
  dabei insgesamt aber nicht vergrössert werden (vgl. KRIP2018 S3-B/1).

  
	
   

  
	
  3.3

  
	
  3.3.1 Wie bereits dargelegt, richtet der Kanton
  Glarus seine Planungen auf das Szenario hoch des Bundes aus. Das im KRIP2018
  festgesetzte Siedlungsgebiet umfasst dabei eine Fläche von insgesamt
  1'575 ha. Dieser Gesamtumfang ist um mindestens 30 ha zu reduzieren
  (KRIP2018 S3-B/1). Das Siedlungsgebiet umfasst den gewachsenen Siedlungskörper
  mit den überbauten und den nicht überbauten Bauzonen, die innerhalb des
  Siedlungskörpers von Bauzonen umschlossenen Grün- und Freiflächen, die
  Flächen für Verkehrsanlagen sowie die Flächen für Bauzonenerweiterungen
  (KRIP2018 S3-A). Im KRIP2018 wird weiter festgehalten, dass die Bevölkerung
  im Kanton Glarus gemäss BFS-Szenario hoch um 4'840 Einwohner bis 2035
  bzw. 6'110 Einwohner bis 2045 zunehmen wird (vgl. S4). In Bezug auf
  die Gemeinde Glarus Nord beträgt das erwartete Bevölkerungswachstum bis 2035
  +14.9 % und 3'480 Einwohner bis 2045. Diese Wachstumsannahmen sind
  richtungsweisend (vgl. S4.1-B/1).

  
	
   

  
	
  3.3.2 Die vorgenannten Daten und Annahmen
  (vgl. vorstehende E. II/3.3.1) werden von den Beschwerdeführern
  weder substantiiert bestritten noch sind Hinweise erkennbar, welche
  berechtigte Zweifel an der Richtigkeit der gestützt darauf vorgenommenen
  Berechnung der Beschwerdegegnerin 1 begründen könnten (vgl. den
  Richtplantext zum Gemeinderichtplan (GRIP) vom 2. Oktober 2014). Zwar
  ist mit Blick auf die Rüge der Beschwerdeführer festzustellen, dass die
  ständige Wohnbevölkerung im Kanton Glarus seit Dezember 2017 bis Dezember
  2024 von 40'349 auf 42'371 Bewohner angestiegen ist, was einem Wachstum von
  2'022 Personen entspricht (Daten abrufbar unter: https://www.pxweb-admin-a.bfs.admin.ch
  [zuletzt besucht am 28. August 2025]). Dies ist indessen dahingehend zu
  relativieren, dass die jährlichen Wachstumszahlen zwischen 54 und 585
  Personen einerseits relativ stark variieren. Andererseits entsprechen sie
  einem jährlichen Durchschnitt von (gerundet) 289 Personen, wobei das
  BFS-Szenario hoch während der Nutzungsplanperiode bis ins Jahr 2035, welches
  im Übrigen für die vorliegend zu beurteilende Nutzungsplanung
  bzw. hinsichtlich des Baulandbedarfs für 15 Jahre gemäss Art. 15
  Abs. 1 RPG massgebend ist, von einer durchschnittlich ansteigenden
  Wohnbevölkerung pro Jahr von über 300 Personen im Kanton Glarus ausgeht
  (Wachstum von 40'990 auf 45'830 Personen in den Jahren 2020 bis 2025
  [KRIP2018 S4]). Entsprechend ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die
  Beschwerdegegnerin 1 bei ihren Berechnungen auf die im KRIP2018
  enthaltenen Daten und Zahlen abgestellt und die vorgenannten Schwankungen im
  Rahmen ihrer Rückzonungsstrategie berücksichtigt hat, indem sie ihren
  Berechnungen das hohe Szenario des BFS gemäss KRIP2018 zugrunde legte. Dies
  nicht zuletzt deshalb, weil nicht davon auszugehen ist, dass die Wohnbevölkerung
  – wie beispielsweise im Jahr 2023 – künftig überdurchschnittlich wächst
  bzw. das Jahr 2023 wohl eher als Ausreisser zu taxieren ist und die
  hierfür verantwortlichen Gründe als ausserordentlich einzustufen sind, was
  die Wachstumszahlen der übrigen Jahre, welche ähnlich hoch sind, nahelegen.
  Vor diesem Hintergrund bleibt zu erwähnen, dass selbst in der aktuellen
  Revision des Richtplans keine Anpassung dieser Werte vorgesehen ist
  (vgl. hierzu S4.1 im Richtplantext vom 17. April 2025 betreffend
  die geplanten Richtplananpassungen [abrufbar unter: https://www.gl.ch/public,
  zuletzt besucht am 28. August 2025]), was ebenfalls darauf hindeutet,
  dass die Voraussetzungen für ein Überschreiten des hohen Szenarios im Sinne
  von Art. 5a Abs. 2 RPV nicht erfüllt sind (vgl. zum Ganzen
  auch den aktuellen Bericht zur räumlichen Entwicklung der Kantone der
  gemeinsamen Raumbeobachtung SG AR AI GL vom September 2024 [abrufbar unter:
  www.gl.ch]).

  
	
   

  
	
  3.3.3 Lediglich der Vollständigkeit halber
  anzumerken ist, dass selbst die tatsächliche Wachstumsprognose und allenfalls
  erhöhte Bevölkerungsentwicklung einer einzelnen Gemeinde, welche gegenüber
  der Prognose gemäss KRIP2018 erhöht ausfallen kann, nicht ohne Weiteres
  Anlass zur Relativierung der Zielvorgaben des Richtplans gibt, da ansonsten
  die vom Kanton im KRIP2018 festgehaltene längerfristige Entwicklungsstrategie
  unterlaufen würde. Die Zielvorgaben des KRIP2018 anhand der
  Bevölkerungswachstumsprognosen wirken sich zwar auf die Grösse der Bauzonen
  einer Gemeinde aus, verhindern aber nicht ein allfällig höheres
  Bevölkerungswachstum innerhalb der Bauzonen auf dem Weg der inneren
  Verdichtung. In grundsätzlicher Hinsicht festzuhalten ist zudem, dass Bund
  und Kantone bezüglich der Entwicklungsvorstellungen im Zusammenhang mit der
  Dimension der Bauzonen eine längerfristige Perspektive verfolgen. So verlangt
  denn auch das Gesetz, die Bauzonengrösse am Bedarf der nächsten 15 Jahre
  auszurichten. Dies ist mit so vielen Unwägbarkeiten verbunden, dass es sich
  zwangsläufig nur um eine Schätzung handeln kann. Diese Unsicherheit spiegelt
  sich in der Breite der Annahmen, welche die Kantone treffen können, und in
  den für sie insgesamt vorteilhaften Grenzen der Vorgaben des Bundes. Sind die
  Annahmen einmal getroffen, so ist der nächste Schritt eine eigentliche
  Berechnung, auch wenn sie im Bewusstsein erfolgt, dass die Annahmen einem
  erheblichen Wandel unterworfen sind (vgl. zum Ganzen: Urteil des
  Kantonsgerichts Luzern 7H 21 236 vom 26. Juli 2022
  E. 6.3.6 f.). Vor diesem Hintergrund führt damit selbst eine
  isolierte Betrachtung der teilweise jährlich höher ausgefallenen
  Wachstumszahlen der Gemeinde Glarus Nord gegenüber den prognostizierten
  Werten gemäss KRIP2018 nicht dazu, dass vom hohen Szenario gemäss KRIP2018
  abzuweichen ist.

  
	
   

  
	
  3.3.4 Insgesamt vermögen die Beschwerdeführer mit
  ihrer Rüge, wonach die realen Entwicklungen zeigten, dass das angenommene
  Wachstumsszenario gemäss KRIP2018 bereits jetzt übertroffen werde, nichts zu
  ihren Gunsten abzuleiten. Die von der Beschwerdegegnerin 1 errechnete
  Reduktion ihrer Bauzonen, wozu sie mit Blick auf die bundesrechtlichen
  Bestimmungen und die kantonale sowie kommunale Richtplanung verpflichtet ist,
  ist damit im Ergebnis nicht zu beanstanden.

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1

  
	
  4.1.1 Die Beschwerdeführer bringen weiter vor, die
  ZkbN, in welche die Teilflächen der streitbetroffenen Parzellen umgeteilt
  worden seien, habe keine rechtliche Grundlage. Art. 19 Abs. 1 RBG
  sei nicht einschlägig, da diese Bestimmung lediglich Bauzonen betreffe. Die
  ZkbN habe aber keinen baulichen Nutzungszweck, da ein solcher allenfalls nur
  möglich sei. Sodann enthalte Art. 19 Abs. 2 lit. b RBG zwar
  keinen abschliessenden Katalog. Dies bedeute allerdings nicht, dass beliebige
  Zonen möglich seien. Darüber hinaus sei mit dieser Zone keine sonstige
  bestimmte Nutzung verbunden und eine solche werde auch später nicht
  zugelassen. Die Zone sei im Ergebnis somit unzweckmässig. Schliesslich sei
  unklar, inwieweit allfällige landwirtschaftliche Nutzungen auf den
  Parz.-Nrn. 01 f., Grundbuch [...], überhaupt zulässig seien, wobei
  beispielsweise auf die Nutzung im Sinne einer Schweinemast hinzuweisen sei.

  
	
   

  
	
  4.1.2 Der Beschwerdegegner 2 ist der Auffassung,
  die Bildung der ZkbN sei mit Blick auf Art. 19 Abs. 2 RBG zulässig.
  Einzige Schranke bilde der raumplanerische Trennungsgrundsatz, wonach
  zwischen Bau- und Nichtbaugebiet zu unterscheiden sei. Dieser werde
  eingehalten, wobei übersehen worden sei, dass sich die streitbetroffenen
  Teilflächen auch für eine landwirtschaftliche Nutzung eigneten. Bauten
  ausserhalb der Bauzonen seien indessen weiterhin zulässig und mittels einer
  Ausnahmebewilligung bewilligungsfähig.

  
	
   

  
	
  4.2

  
	
  4.2.1 Art. 18 RPG erlaubt es den Kantonen, die
  bundesrechtlichen Grundtypen (Bauzone, Landwirtschaftszone und Schutzzone) zu
  unterteilen, variieren, kombinieren und ergänzen. Allerdings dürfen sie die
  in Art. 15 ff. RPG geschaffene Ordnung nicht unterlaufen und müssen
  insbesondere die für das Raumplanungsrecht fundamentale Unterscheidung
  zwischen Bau- und Nichtbauzonen (Trennungsgrundsatz) einhalten. Die weiteren
  Nutzungszonen sind daher entweder der Kategorie Bauzonen oder der Kategorie
  Nichtbauzonen zuzuordnen. Was zur Bauzone zu rechnen ist, wird in
  Art. 15 RPG abschliessend festgelegt. Lässt die Hauptbestimmung einer
  Zone regelmässig Bautätigkeiten zu, welche weder mit bodenerhaltenden
  Nutzungen (insbesondere landwirtschaftlich) verbunden noch auf einen ganz
  bestimmten Standort angewiesen sind, so liegt von Bundesrechts wegen eine
  Bauzone vor, für welche die Voraussetzungen gemäss Art. 15 f. RPG
  gelten. Andernfalls ist das Gebiet als Nichtbauzone zu qualifizieren, auch
  wenn gewisse standortspezifische Vorhaben zugelassen werden (vgl. zum
  Ganzen: BGE 145 II 83 E. 4.1, 143 II 588
  E. 2.5.1 f., je mit Hinweisen).

  
	
   

  
	
  4.2.2 Im kantonalen Recht ist die Zonenplanung in
  Art. 19 f. RBG geregelt. Die darin enthaltene Hauptaufgabe ist die
  Ausscheidung von Bau- und Nichtbaugebiet. Hierfür stehen verschiedene
  Nutzungszonen zur Verfügung, deren Aufzählung im Gesetz wegen der Wahrung der
  Vielfalt und der Flexibilität nicht abschliessend ist (vgl. Memorial für
  die Landsgemeinde des Kantons Glarus 2010 S. 147 f.). In
  Art. 19 Abs. 2 RBG werden dabei mögliche Nutzungszonen für
  Baugebiete (lit. a) und Nichtbaugebiete (lit. b) bezeichnet.
  Gebiete, für die eine bestimmte Nutzung erst später zugelassen wird
  (Art. 19 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 RBG), gehören zum
  Nichtbaugebiet (vgl. Memorial für die Landsgemeinde des Kantons Glarus
  2017 S. 106). Gemäss Art. 23 der Bauverordnung vom 23. Februar
  2011 (BauV) umfasst das übrige
  Gebiet das unproduktive Land sowie Restflächen, für die keine andere Nutzung
  in Frage kommt sowie Gebiete, deren Nutzung noch nicht bestimmt ist oder in
  denen eine bestimmte Nutzung erst später zugelassen wird (Abs. 1). Die Zulässigkeit
  von Bauten und Anlagen richtet sich dabei nach dem Bundesrecht für Bauten und
  Anlagen ausserhalb der Bauzonen (Abs. 2).

  
	
   

  
	
  4.3 Im Planungs- und Mitwirkungsbericht vom […]
  hält die Beschwerdegegnerin 1 fest, sie könne zur planerischen Regelung
  des Missverhältnisses zwischen Angebot und Bedarf an Wohn-, Misch- und
  Kernzonen sogenannte Zonen für künftige bauliche Nutzung, eigentliche
  Reservebaugebiete, vorschlagen. Ziel dieser Massnahme sei dabei eine
  etappenweise, nach zweckmässigen siedlungsbaulichen Massstäben orientierte
  Bebauung der freien Bauzonen zu erzielen. Entsprechend handelt es sich bei
  der ZkbN offensichtlich um eine sogenannte Reservezone, welche jene Flächen
  erfasst, deren Nutzung noch nicht bestimmt ist oder in denen eine bestimmte
  Nutzung erst später zugelassen wird (vgl. hierzu Michael Steiner/Thomas
  Wipf, in Christoph Fritzsche et al. [Hrsg.],
  Zürcher Planungs- und Baurecht, Bd. 1, 7. A., Wädenswil 2024,
  S. 186; vgl. auch Aemisegger/Kissling, Art. 15 RPG
  N. 64). Hierfür besteht entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer in
  Art. 19 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 RBG i.V.m. Art. 23
  BauV eine rechtliche Grundlage, wobei eine Nutzung auf der streitbetroffenen
  Fläche nicht vorausgesetzt wird. Insofern zielen die Vorbringen der
  Beschwerdeführer betreffend die landwirtschaftliche Nutzung im Rahmen einer
  Schweinemast ins Leere. Hinzuweisen bleibt lediglich darauf, dass auch
  weitere Kantone eine entsprechende Reservezone kennen, wobei exemplarisch auf
  die Kantone Luzern, Solothurn, Zürich und Basel-Land hinzuweisen ist
  (vgl. Rudolf Muggli, in Heinz Aemisegger et al. [Hrsg.],
  Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, Art. 18 RPG N. 35). Dies
  spricht ebenfalls für die grundsätzliche Zulässigkeit einer solchen Zone,
  womit es an dieser Stelle sein Bewenden hat.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1

  
	
  5.1.1 Die Beschwerdeführer rügen ferner, die
  Beschwerdegegner seien bei ihrer Beurteilung in unzulässiger Weise von den
  bundesrechtlichen und im Richtplan enthaltenen Kriterien betreffend die
  Zulässigkeit einer Rückzonung abgewichen, wobei folgende Kriterien zu
  beurteilen gewesen wären: Erschliessung, Zentralität, Erreichbarkeit,
  Nachfrage, Eignung der Überbauung, Möglichkeit der Erschliessung und
  Überbauung innert 15 Jahren, keine Zerstückelung von Kulturland,
  Sicherstellung der rechtlichen Verfügbarkeit sowie Umsetzung der
  Richtplanvorgaben. Die Anwendung dieser Kriterien lasse einzig den Schluss
  zu, dass die Rückzonungen der streitbetroffenen Parzellen weder recht- noch
  verhältnismässig seien. Die Parzellen seien für den privaten Verkehr
  erschlossen und würden eine herausragende Verbindung mit dem ÖV aufweisen,
  wobei für das Erfüllen der Kriterien weder massgebend sei, dass noch keine
  Feinerschliessung bestehe noch eine Baulücke zu verneinen sei. Des Weiteren
  werde von den Beschwerdegegnern das Vorliegen einer Zentralität nicht in
  Abrede gestellt. Darüber hinaus bestehe offensichtlich eine hohe Nachfrage
  nach Wohnraum. Diesbezüglich sei denn auch illusorisch, dass eine konsequente
  Mobilisierung der inneren Nutzungsreserven zur Deckung des erwarteten Bedarfs
  ausreiche. Vielmehr könnten sie, die Beschwerdeführer, den ausgewiesenen
  Bedarf viel rascher abdecken, was nicht zuletzt der Überbauungsplan C.______
  illustriere. Sodann sei ohne Weiteres von der Eignung zur Überbauung
  auszugehen und es resultiere hieraus keine Zerstückelung von Kulturland.
  Ferner sei die rechtliche Verfügbarkeit sichergestellt und die Vorgaben des
  KRIP würden eingehalten. Vor diesem Hintergrund sei zu erwähnen, dass die
  Beschwerdegegnerin 1 die Nichterreichung der Zielwerte gemäss KRIP ohne
  Weiteres hätte begründen können. Darüber hinaus würden die Grundstücke gemäss
  Richtplanung in einem Entwicklungsschwerpunkt mit konkreten Handlungsanweisungen
  liegen. Durch die vorliegend angefochtene Rückzonung werde der Förderung des
  strategischen Entwicklungsschwerpunkts in unangemessener Weise
  entgegengewirkt, indem die Bebauung zeitlich verzögert werde. Diese
  Verzögerung hätte letztlich auch in die Interessenabwägung miteinfliessen
  müssen, was nicht geschehen sei. Insgesamt spreche somit kein einziges
  bundesrechtliches oder richtplanerisches Kriterium für eine Rückzonung. Nur
  weil die streitbetroffenen Grundstücke weitgehend im nicht überbauten Gebiet
  liegen würden, bedeute nicht, dass damit eine Rückzonung begründet sei. Zwar
  sei es vertretbar, die angrenzende Schule D.______ zumindest aktuell als
  Satellit zu qualifizieren. Letztere werde aber ausgebaut und habe den
  dortigen Standort denn auch wegen der hervorragenden Lage, welche sich durch
  eine gute ÖV-Anbindung und entsprechend als ideale Lage für Pendler
  auszeichne. Folglich sei nicht einzusehen, weshalb die gute Lage der Schule
  D.______ nicht auch für den Bau von Wohneinheiten Geltung habe. Weiter sei die
  von den Beschwerdegegnern vorgebrachte fehlende Baureife kein zulässiges
  Kriterium für die Beurteilung der Rückzonung. Die von der
  Beschwerdegegnerin 1 angestrebte Siedlungsentwicklung wirke sodann
  vorgeschoben und widerspreche dem Umstand, dass die Parzellen in einem
  Entwicklungsschwerpunkt liegen würden, was selbst die Gestaltungskommission
  bestätigt habe, indem es das gesamte Areal von grösster Bedeutung für die
  Gemeinde Glarus Nord qualifiziert habe. Schliesslich sei das Vorbringen,
  wonach kein Bedarf bei konsequenter innerer Mobilisierung der
  Nutzungsreserven bestehe, ebenso kein zulässiges Kriterium, wie die
  Eindämmung einer weiteren Zersiedelung, die landwirtschaftliche Eignung der
  streitbetroffenen Parzellen, die Möglichkeit der Bildung eines Etappierungsgebiets,
  die Übereinstimmung mit den Schutzzielen des ISOS oder die Erhaltung des
  Landschaftsbilds, wobei dies angesichts der fünfgeschossigen Gebäude in der
  Nachbarschaft und der Querung der Autobahn A3 ohnehin fehlgehe. Im Übrigen
  habe keine oder nur eine teilweise Interessenabwägung stattgefunden, was
  ungenügend sei. Zudem habe keine Suche nach Alternativen stattgefunden, was
  mit Blick auf die Lage in einem Entwicklungsschwerpunkt nicht angehen könne.
  Vielmehr ergebe eine Abwägung sämtlicher Interessen, dass keine Rückzonung
  angezeigt sei.

  
	
   

  
	
  5.1.2 Die Beschwerdegegnerin 1 führt aus, es sei
  irrelevant, ob die korrekten Kriterien betreffend Rückzonung herangezogen
  worden seien. Wie der Beschwerdegegner 2 nämlich richtigerweise
  festgehalten habe, hätten selbst die Kriterien gemäss Art. 15
  Abs. 4 RPG zu keinem anderen Ergebnis geführt. Entgegen der Ansicht der
  Beschwerdeführer seien die streitbetroffenen Parzellen nämlich nicht
  hinreichend erschlossen, woran der von ihnen in Auftrag gegebene Masterplan
  nichts ändere, da dieser keine genügende Erschliessung sicherstelle. Des
  Weiteren sei unbestritten, dass die Anbindung an den ÖV sehr gut sei. Dies
  könne aber nicht alleiniges, ausschlaggebendes Kriterium sein. Sodann seien
  die Grundstücke bereits im GRIP dem Etappierungsgebiet zugewiesen worden, was
  letztlich durch die vorliegend angefochtene Rückzonung in die ZkbN bekräftigt
  worden sei. Darüber hinaus könnten und müssten nicht sämtliche im KRIP und im
  GRIP enthaltenen Gebiete der Bauzone zugewiesen werden, zumal sie, die
  Beschwerdegegnerin 1, berechtigt gewesen sei, das Siedlungsgebiet
  abweichend von der Richtplankarte zu definieren. Dies sei denn auch notwendig
  gewesen, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der zeitliche
  Nutzungsplanungshorizont gegenüber dem Richtplanhorizont viel kürzer sei.
  Ferner seien die streitbetroffenen Parzellen im Lichte der
  bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht im weitgehend überbauten Gebiet
  gelegen und es bestehe keine Baulücke. Vielmehr seien die Grundstücke am
  Siedlungsrand bzw. ausserhalb des Siedlungskörpers und bildeten eine
  grosse zusammenhängende, frei von Überbauungen wahrnehmbare
  Landschaftskammer, welche sich für die Rückzonung eigneten, wozu sie, die
  Beschwerdegegnerin 1, im Übrigen verpflichtet sei. Darüber hinaus habe
  sie sich auf den Masterplan der Beschwerdeführer gestützt, welcher darauf
  hinweise, dass prioritär das Zentrum um die historischen Fabrikbauten
  gestärkt werden solle. Die vorliegend streitbetroffene Rückzonung führe aber
  genau zu dieser Prioritätenordnung. Schliesslich stellten die
  streitbetroffenen Parzellen wichtige Baulandreserven und Entwicklungsgebiete
  dar, wobei sie einer künftigen Umzonung ohne Weiteres zugänglich seien,
  sofern ein Bedarf ausgewiesen sei. Insgesamt erweise sich die richtplankonforme
  Rückzonung damit als rechtmässig und die Interessenabwägung sei korrekt
  erfolgt.

  
	
   

  
	
  5.1.3 Der Beschwerdegegner 2 vertritt ebenfalls
  die Auffassung, dass es sich bei den streitbetroffenen Parzellen nicht um
  eine Baulücke handle. Entsprechend habe deren Feinerschliessung nicht geprüft
  werden müssen bzw. habe offengelassen werden können, wobei die
  Beschwerdeführer verkennen würden, dass selbst erschlossene und überbaute
  Grundstücke keine Gewähr für einen Verbleib in der Bauzone bieten würden. Sodann
  sei das Vorbringen, wonach eine viel höhere Nachfrage nach Wohnraum bestehen
  würde, rein spekulativ und widerspreche dem raumplanerischen Auftrag der
  Beschwerdegegnerin 1 zur Reduktion ihrer Bauzone gemäss dem KRIP. Ferner
  würden die zur Diskussion stehenden Grundstücke der Beschwerdeführer gemäss
  Konzeptplan des GRIP ausserhalb jeglichen strategischen Gebietsbereichs
  liegen. Vor diesem Hintergrund bestehe aber selbst bei Liegenschaften
  innerhalb des richtplanerischen Siedlungsgebiets kein Rechtsanspruch auf
  einen Verbleib in der Bauzone oder auf eine Einzonung, sofern die
  Bauzonierung gemäss Art. 15 Abs. 1 RPG nicht rechtmässig sei und
  den Planungszielen gemäss Art. 1 und Art. 3 RPG entgegenstehe.
  Insofern sei die streitbetroffene Zuweisung der beiden Gebiete zur ZkbN
  vertretbar und nicht zu beanstanden. Des Weiteren seien die von ihr und der
  Beschwerdegegnerin 1 angewendeten Kriterien zulässig, was auch für die
  Begründung der streitbetroffenen Zone gelte. Zwar treffe es zu, dass die Lage
  verkehrstechnisch sehr gut gelegen sei. Dieser Umstand sei aber angemessen in
  die Beurteilung miteingeflossen. Schliesslich sei die Interessenabwägung
  insgesamt korrekt erfolgt. Dabei sei das kantonal wichtige Interesse an der
  Belassung des Ortsbilds gemäss ISOS zu Recht berücksichtigt worden und sei
  durch die streitbetroffene Zonierung bestmöglich umgesetzt worden, indem
  dadurch die Entwicklung des Gebiets zeitlich gesteuert werden könne. Hinzu
  komme, dass das Interesse an einer Redimensionierung ein wesentliches
  öffentliches Interesse darstelle, welches das Interesse der Beschwerdeführer
  klar überwiege. Im Übrigen bestehe mit Ausnahme der Parz.-Nr. 01,
  Grundbuch [...], eine Überbauungsplanpflicht, weshalb die Parz.-Nrn. 02 f.,
  Grundbuch [...], als noch nicht baureif zu gelten hätten. Betreffend
  Erschliessung, handle es sich bei dem von den Beschwerdeführern erwähnten
  Überbauungsplan lediglich um einen Entwurf, weshalb er diesbezüglich noch
  keine abschliessende Beurteilung zulasse. Insgesamt könnten die
  Beschwerdeführer weder aus dem Überbauungsplan C.______ noch dem
  Initialprojekt E.______ eine problemlose Erschliessung und Überbaubarkeit
  ableiten.

  
	
   

  
	
  5.2

  
	
  5.2.1 Art. 15 RPG gibt den Planungsträgern die für
  die Ausscheidung von Bauzonen massgebenden Kriterien vor, welche sowohl für
  das Gebiet, in welchem sich eine Parzelle befindet, als auch für diese selbst
  erfüllt sein müssen. Diese gesamtheitliche Betrachtungsweise relativiert im
  Bereich der Raumplanung den allgemeinen Verfassungsgrundsatz der
  Gleichbehandlung der Grundeigentümer. Daher gibt es grundsätzlich keinen
  Anspruch auf Zuweisung von Land in eine Bauzone. Art. 15 RPG gehört
  dabei zu den Kernelementen für die Trennung von Bau- sowie Nichtbaugebiet und
  beschränkt die Ausdehnung der Bauzonen. So sind beispielsweise überdimensionierte
  Bauzonen zu reduzieren und die inneren Nutzungsreserven konsequent zu
  mobilisieren (vgl. auch Art. 5a Abs. 3 lit. b RPV). Die
  Kriterien von Art. 15 RPG müssen schliesslich immer insbesondere anhand
  der Ziele und Grundsätze der Raumplanung gemäss Art. 1 und Art. 3
  RPG sowie des Prinzips der nachhaltigen Entwicklung umgesetzt werden
  (BGE 140 II 25 E. 4.3; vgl. zum Ganzen:
  Aemisegger/Kissling, Art. 15 RPG N. 4 f.).

  
	
   

  
	
  5.2.2 Art. 15 RPG bezweckt im Kern die Begrenzung
  des Siedlungswachstums nach aussen. Die Bauzonen haben zwingend dem
  voraussichtlichen Bedarf von 15 Jahren zu entsprechen (Abs. 1),
  wobei eine Pflicht zur Redimensionierung übergrosser Bauzonen besteht
  (Abs. 2). Die Behörden sind verpflichtet, Lage und Grösse der Bauzonen
  über die Gemeindegrenzen hinaus abzustimmen. Hierbei sind die Ziele und
  Grundsätze der Raumplanung zu befolgen und es besteht das Gebot der
  umfassenden Interessenabwägung (Abs. 3). Art. 15 Abs. 4 RPG
  befasst sich sodann mit den Anforderungen von Neueinzonungen. Die darin
  enthaltenen Voraussetzungen (lit. a - e) müssen kumulativ
  erfüllt sein, damit neu Land einer Bauzone zugewiesen werden kann.

  
	
   

  
	
  5.3

  
	
  5.3.1 Wie bereits dargelegt, ist die
  Beschwerdegegnerin 1 verpflichtet, ihre Bauzonen gemäss den Vorgaben des
  RPG und der kantonalen Richtplanung zu redimensionieren. Ziel ist es, die
  Bauzonengrösse dem effektiven Bedarf für die nächsten 15 Jahre (Art. 15
  Abs. 1 RPG) anzupassen. Entsprechend dürfen die Bauzonen nur so gross
  sein, wie es dem prognostizierten Wohn- und Arbeitsflächenbedarf entspricht.
  Auf Gemeindeebene muss eine Auslastung der Bauzonen von mindestens 95 %
  erreicht werden. Dem kam die Beschwerdegegnerin 1 nach, indem sie die
  Bauzonen auf das erforderliche Mass und mit Blick auf den Planungshorizont zu
  reduzieren beabsichtigt. Der voraussichtliche Bedarf an Bauzonen wurde dabei
  richtplankonform festgelegt und die diesbezüglichen Berechnungen der
  Beschwerdegegnerin 1 sind weder zu beanstanden noch muten sie fehlerhaft
  oder missbräuchlich an. Zu Recht weist Letztere überdies darauf hin, dass der
  Bedarf mit der errechneten Fläche voraussichtlich abgedeckt werden kann, was
  unter Berücksichtigung der inneren sowie äusseren Nutzungsreserven und der
  demographischen sowie wirtschaftlichen Gemeindeentwicklung zu sehen ist (vgl. hierzu
  BGE 136 II 204 E. 6.2.2). Daraus folgt, dass die
  Rückzonungen der streitbetroffenen Grundstücksteile im Lichte von
  Art. 15 Abs. 1 RPG nicht zu beanstanden sind. Gleiches hat sodann
  auch mit Blick auf Art. 15 Abs. 2 RPG zu gelten. Überdimensionierte
  Bauzonen in einem Kanton bestehen nämlich dann, wenn die in 15 Jahren zu
  erwartende Auslastung der gesamtkantonalen Wohn-, Misch- und Zentrumszonen
  unter 100 % liegt. Dies ist im Kanton Glarus bei einer vom Bund
  errechneten Auslastung von 99 % der Fall (vgl. KRIP2018 S4.1-A),
  wobei die Gemeinde Glarus Nord mit der anvisierten Reduktion eine
  Soll-Auslastung von 96,6 % erreicht. Vor diesem Hintergrund und der im
  KRIP2018 enthaltenen richtungsweisenden Festlegung, wonach die notwendigen
  Auszonungen bis zu einer Auslastung von mindestens 95 % vorzunehmen
  seien, ist somit offensichtlich von überdimensionierten Bauzonen und einer
  entsprechenden bundesrechtlichen Reduktionsverpflichtung auszugehen, weshalb
  die Zuweisung der streitbetroffenen Grundstücksteile in die Nichtbauzone auch
  aus dieser Perspektive nachvollziehbar und schlüssig erscheint. Ferner
  erfolgte eine regionale Abstimmung gemäss Art. 15 Abs. 3 RPG.
  Einerseits wird in der kantonalen Richtplanung auf Grundlage der
  Bevölkerungsentwicklung in den drei Gemeinden der Bauzonenbedarf als
  richtungsweisende Festlegungen explizit statuiert (vgl. KRIP2018
  S4.1-B/1). Andererseits wird auf kommunaler Ebene das unterschiedliche
  Wachstum der einzelnen Ortsgemeinden im Hinblick auf die festzulegende Bauzonendimensionierung
  berücksichtigt (vgl. den Richtplantext zum GRIP vom 2. Oktober
  2014), was letztlich auch mit Blick auf den Gleichbehandlungsgrundsatz
  stimmig ist.

  
	
   

  
	
  5.3.2 Aufgrund des Dargelegten ist damit
  festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin 1 mit der Umteilung der
  streitbetroffenen Grundstücksteile in die ZkbN die 

  Voraussetzungen gemäss Art. 15 Abs. 1 - 3 RPG erfüllt.
  Indessen sind dies nicht die einzig massgebenden Kriterien, da bei der
  Beurteilung der Zonierung eine umfassende Abwägung sämtlicher Interessen zu
  erfolgen hat. Vor diesem Hintergrund ist denn auch nicht zu beanstanden, dass
  die Beschwerdegegnerin 1 die Lage der Grundstücksteile, die Zuordnung
  zum weitgehend unüberbauten Gebiet, die Angaben zur Baureife sowie die
  angestrebte Siedlungsentwicklung berücksichtigt hat. Darüber hinaus ist es
  aber auch angezeigt, die Kriterien gemäss Art. 15 Abs. 4 RPG
  miteinzubeziehen, worauf die Beschwerdeführer zu Recht hinweisen. So ist
  diese Bestimmung zwar auf Neueinzonungen zugeschnitten. Im Rahmen der umfassenden
  Interessenabwägung bei sämtlichen Nutzungsplänen ist jedoch der gesamte
  Art. 15 RPG bzw. sind neben den allgemeinen Anforderungen an die
  Bauzonen (Abs. 1 - 3) auch die Voraussetzungen von Abs. 4
  zu berücksichtigen, was entsprechend auch bei Umzonungen oder bei
  Grundstücken, welche in der Bauzone bestätigt werden, Geltung hat
  (vgl. BGer-Urteil 1C_134/2015 vom 10. Februar 2016 E. 3.2;
  vgl. sinngemäss auch das Urteil des Kantonsgerichts Luzern
  7H 21 236 vom 26. Juli 2022 E. 7.3; Aemisegger/Kissling,
  Art. 15 RPG N. 88) und worauf letztlich (zumindest sinngemäss) auch
  der KRIP2018 hindeutet (vgl. insbesondere S4.1-B/2 f.). Mit Blick darauf
  ist schliesslich festzuhalten, dass es für das vorliegende Verfahren (anders
  als in einem allfällig nachgelagerten Enteignungsverfahren) unerheblich ist,
  ob die zur Diskussion stehende Zonierung der streitbetroffenen
  Grundstücksteile als Nichteinzonung oder Rückzonung zu qualifizieren ist,
  womit es mit der diesbezüglichen Rüge der Beschwerdeführer an dieser Stelle
  sein Bewenden hat.

  
	
   

  
	
  5.4

  
	
  5.4.1 Gemäss Art. 15 Abs. 4 lit. a RPG muss das
  fragliche Land für die Überbauung rechtlich sowie tatsächlich geeignet sein.
  In tatsächlicher Hinsicht sind dabei neben der tatsächlichen Bodenbeschaffung
  auch die Bodenqualität und die Lage, in rechtlicher Hinsicht demgegenüber die
  Ziele und Grundsätze des RPG (Art. 1 und Art. 3 RPG) sowie
  diejenigen des weiteren positiven Rechts massgebend, wobei auch der Umstand,
  dass das Grundstück allenfalls dem weitgehend überbauten Gebiet zuzuordnen
  ist, miteinzubeziehen ist (Aemisegger/Kissling, Art. 15 RPG
  N. 92 ff.).

  
	
   

  
	
  5.4.2 Vorliegend steht ausser Frage, dass die
  Bodenbeschaffung sowie -qualität der streitbetroffenen Grundstücksteile für
  eine Überbauung geeignet sind. Alsdann weisen die Beschwerdegegner
  richtigerweise darauf hin, dass die Grundstücksteile weder im weitgehend
  überbauten Gebiet liegen noch eine eigentliche Baulücke im Sinne der
  höchstrichterlichen Rechtsprechung besteht
  (vgl. BGE 132 II  218 E. 4), was von den
  Beschwerdeführern nicht substantiiert bestritten wird. Vielmehr ist im
  vorliegenden Fall von einer peripheren Lage der Grundstücksteile auszugehen,
  was mit Blick auf die Pflicht zur Mobilisierung der inneren Nutzungsreserven
  sowie die raumplanerische Pflicht zur Siedlungsentwicklung nach innen für die
  Zulässigkeit der vorliegend angefochtenen Zonierung spricht (vgl. hierzu
  BGE 140 II 25 E. 4.4). Dem stehen der von den
  Beschwerdeführern in Auftrag gegebene Masterplan vom Dezember 2016, das
  Initialprojekt E.______ vom 29. August 2024 und der Entwurf des
  strategischen Überbauungsplans C.______ nicht entgegen. Einerseits kann
  daraus nämlich kein Rechtsanspruch auf eine Zonierung im Baugebiet abgeleitet
  werden. Andererseits kommt selbst einem Überbauungsplan (analog einer
  Quartierplanänderung) weder im Hinblick auf die Überbaubarkeit einer Parzelle
  noch auf die Dimensionierung des Baugebiets eine präjudizierende Wirkung zu
  (BGer-Urteil 1C_646/2018 vom 13. Juni 2019 E. 4.2). Vielmehr ergibt
  sich aus der Nichtexistenz eines rechtskräftigen Überbauungsplans, dass bei
  den streitbetroffenen Grundstücksteilen noch keine genügende Erschliessung
  besteht und sie im Sinne von Art. 46 RBG im Ergebnis noch nicht als
  baureif zu taxieren sind (vgl. hierzu auch BGer-Urteil 1C_317/2008 vom
  14. April 2009 E. 2.2.1). In diesem Lichte ist auch die frühere
  Zuweisung der beiden Parzellen zur zweiten Erschliessungsetappe zu würdigen,
  was ebenfalls darauf hindeutet, dass noch keine oder nicht sämtliche öffentlichen
  Erschliessungsanlagen erstellt worden sind und für eine Umteilung in die
  erste Erschliessungsetappe im Übrigen zunächst ein
  Gemeindeversammlungsbeschluss notwendig gewesen wäre (vgl. Art. 15
  Abs. 3 f. BO [...]). Dies
  spricht letztlich ebenfalls gegen eine Bebauung der Grundstücksteile
  innerhalb des Planungshorizonts. Diesbezüglich ist sodann aber auch
  auf den Masterplan selbst hinzuweisen, wonach in einem ersten Schritt das
  Zentrum um die historischen Fabrikbauten und hernach das Teilgebiet C.______
  zu entwickeln ist. Überdies ging die Beschwerdegegnerin 1 für den
  Entwicklungsschwerpunkt […] im Hinblick auf die Erschliessung offensichtlich
  selbst von einem langfristigen Zeithorizont aus, obschon insgesamt nicht in
  Abrede zu stellen ist, dass die Gebiete mittels öffentlichem Verkehr
  hervorragend erschlossen sind. Nichtsdestotrotz lässt eine Gesamtbetrachtung
  den berechtigten Schluss zu, dass selbst unter Berücksichtigung der
  beschwerdeführerischen Vorbringen eine Bebauung innerhalb des
  Planungshorizonts von 15 Jahren nicht ohne Weiteres dargetan ist
  bzw. überwiegend wahrscheinlich erscheint. Soweit sich die
  Beschwerdeführer weiter auf den Standpunkt stellen, die zur Diskussion
  stehenden Grundstücksteile würden sich in einem Entwicklungsschwerpunkt befinden,
  gilt alsdann festzuhalten, dass diese im GRIP lediglich als mögliche
  Etappierungsgebiete bezeichnet werden, wobei sich der Entwicklungsschwerpunkt
  auf das Zentrum um die historischen Fabrikbauten konzentriert, worauf im
  Übrigen auch der Masterplan selbst hindeutet. Während
  Entwicklungsschwerpunkte Gebiete kennzeichnen, deren künftige Nutzung über
  Arealentwicklungsprozesse definiert werden, werden Etappierungsgebiete als
  grössere, zusammenhängende und noch nicht überbaute Gebiete oder Gebiete mit
  noch fehlender Baureife bezeichnet. An den in Etappierungsgebieten
  bezeichneten Flächen werden von der Gemeinde erhöhte Anforderungen an die
  Nutzungsdichte, Erschliessung und Gestaltung gestellt. In diesen Gebieten
  besteht faktisch eine Überbauungsplanpflicht, wobei sie in Etappen
  "beplant", erschlossen und der Baureife zugeführt werden
  (vgl. GRIP S. 38 ff. und S. 47 f.). Die streitbetroffenen
  Teilflächen sind entsprechend etappenweise einer allfälligen Baureife
  zuzuführen. Dies indessen lediglich dann, wenn von den Projektanten (unter
  anderem) der gesetzliche Auftrag für die Verdichtung aufgenommen und eine
  umfassende Interessenabwägung vorgenommen wird (vgl. GRIP S. 50).
  Aufgrund dieses Auftrags und der zeitlichen Etappierung folgt, dass die
  Bezeichnung als Etappierungsgebiet der vorliegend streitbetroffenen Zonierung
  nicht widerspricht bzw. zumindest nicht diametral entgegensteht, zumal
  Etappierungsgebiete gewissermassen auch prioritär zu behandelndes Reserveland
  darstellen, welches bei einem ausgewiesenen Bedarf der Baureife zugeführt
  werden soll, was im Übrigen auch die ZkbN bezweckt. Ein gesetzlicher Auftrag
  für die Belassung eines solchen Etappierungsgebiets in der Bauzone oder für
  eine Einzonung besteht dabei ebenso wenig, wie eine diesbezügliche
  Richtplanvorgabe. Darüber hinaus ist mit den Beschwerdegegnern darin einig zu
  gehen, dass die Gemeinde Glarus Nord gemäss KRIP2018 einem Siedlungsgebiet
  mit Koordinationsstand "Zwischenergebnis" zugewiesen wurde, weshalb
  ein Abweichen vom Richtplan möglich und mit Blick auf die Ausführungen der
  Beschwerdegegner gerechtfertigt erscheint (vgl. S3-B/1). Hieran ändern
  entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführer auch die Aussagen der
  Gestaltungskommission nichts. Zum einen ist die Beschwerdegegnerin 1 als
  Planungsbehörde im Rahmen des ihr zustehenden Ermessens nicht an diese
  Ausführungen gebunden. Zum anderen äussert sich selbst die
  Gestaltungskommission nicht dahingehend, dass innerhalb des Planungshorizonts
  von 15 Jahren die streitbetroffenen Parzellen bebaut werden müssen, um den
  bundesrechtlichen Vorgaben und der Richtplanung nachzukommen. Schliesslich
  ist hinsichtlich der Lage zusätzlich zu berücksichtigen, dass der Bebauung
  der streitbetroffenen Parzellen auch Anliegen des Natur- und Heimatschutzes
  bzw. des Bundesinventars der schützenswerten Ortsbilder entgegenstehen
  könnten, da sie sich im Einzugsgebiet des ISOS-Objekts Nr. 1928
  befinden, worauf im KRIP2018 explizit hingewiesen wird (S6.03).

  
	
   

  
	
  5.5 Als Zwischenfazit ist damit festzuhalten, dass
  bei einer umfassenden Würdigung der rechtlichen und tatsächlichen
  Begebenheiten sich die streitbetroffenen Parzellen nicht für eine Bebauung
  innerhalb des Planungshorizonts eignen (Art. 15 Abs. 4 lit. a
  RPG) bzw. sie selbst bei einer konsequenten Mobilisierung der inneren
  Nutzungsreserven in den Bauzonen der Gemeinde Glarus Nord voraussichtlich
  nicht in 15 Jahren benötigt, erschlossen und überbaut werden können
  (Art. 15 Abs. 4 lit. b RPG). Zwar ist davon auszugehen, dass
  durch eine allfällige Bebauung kein Kulturland zerstückelt wird (Art. 15
  Abs. 4 lit. c RPG) und es ist offensichtlich, dass die
  Verfügbarkeit des Lands rechtlich sichergestellt wäre (Art. 15
  Abs. 4 lit. d RPG). Indessen setzte die Beschwerdegegnerin 1
  mit ihrem Vorgehen die gesetzlichen sowie richtplanerischen Vorgaben um, wozu
  sie im Rahmen des ihr zustehenden hohen Planungsermessens (BGer-Urteil
  1C_479/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 7.1) befugt war. In dieses
  greift das Gericht nicht ohne Not ein, wobei eine solche mangels einer
  unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen
  Sachverhalts und mangels einer fehlerhaften Ausübung des Planungsermessens
  nicht vorliegt. Der Beschwerdegegner 2 wies dementsprechend
  richtigerweise darauf hin, dass selbst die Voraussetzungen für eine
  Bauzonierung gestützt auf Art. 15 Abs. 4 RPG nicht erfüllt sind,
  nicht zuletzt, weil diese kumulativ erfüllt sein müssen
  (vgl. vorstehende E. II/5.2.2), was vorliegend nicht der Fall ist.

  
	
   

  
	
  6.

  
	
  6.1 Gemäss Art. 5 Abs. 2 BV muss alles staatliche
  Handeln, insbesondere Eingriffe in das Grundeigentum, verhältnismässig sein.
  Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit fordert, dass eine
  Verwaltungsmassnahme zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse
  liegenden Ziels geeignet und notwendig (erforderlich) ist. Ausserdem muss der
  angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen,
  die den Privaten auferlegt werden, d.h. zumutbar sein
  (BGE 126 I 219 E. 2c, 124 I 40 E. 3e). Der
  Grundsatz der Verhältnismässigkeit umfasst die drei genannten Elemente der
  Eignung, Erforderlichkeit und Zumutbarkeit einer Massnahme, die kumulativ
  beachtet werden müssen. Sie sind dabei stets im Hinblick auf die gesetzlichen
  Zielsetzungen zu prüfen und in den Kontext der Umstände des Einzelfalls zu
  setzen. Eine Verhältnismässigkeitsprüfung ist vom rechtlichen und
  tatsächlichen Umfeld abhängig, in welchem sie vorgenommen wird
  (BGE 140 II 194 E. 5.8.2; Häfelin/Müller/Uhlmann,
  Rz. 522).

  
	
   

  
	
  6.2

  
	
  6.2.1 Zunächst muss die Massnahme geeignet sein,
  den im öffentlichen Interesse verfolgten Zweck herbeizuführen. Ungeeignet ist
  eine Anordnung dann, wenn sie mit Blick auf das angestrebte Ziel keine
  nennenswerte Wirkung zeigt. Dies ist der Fall, wenn sie am gesteckten Ziel
  vorbeischiesst und im Hinblick auf den angestrebten Zweck oder den
  angestrebten Nutzen keinerlei Wirkung entfaltet (Häfelin/Müller/Uhlmann,
  Rz. 522).

  
	
   

  
	
  6.2.2 Im vorliegenden Fall besteht der angestrebte
  Zweck der raumplanerischen Massnahme in der Reduktion der als
  überdimensioniert erkannten Bauzonen in der Gemeinde Glarus Nord. Die
  Einteilung der streitbetroffenen Grundstücke in die ZkbN bzw. in die
  Nichtbauzone dient offenkundig diesem Zweck, da damit die Bauzone um das
  entsprechende Mass verringert wird. Die Eignung der Massnahme ist somit zu
  bejahen.

  
	
   

  
	
  6.3

  
	
  6.3.1 Stehen zur Erreichung des angestrebten
  planerischen Ziels mehrere geeignete Massnahmen zur Verfügung, ist diejenige
  zu wählen, welche in ihrer Eingriffswirkung die mildeste ist. Die Massnahme
  darf in materieller, räumlicher, zeitlicher und personeller Hinsicht nicht
  über das Notwendige hinausgehen. Es soll nur jene Massnahme ergriffen werden,
  die für die Zielerreichung unbedingt notwendig ist (statt vieler:
  BVGer-Urteil A-4941/2014 vom 9. November 2016 E. 12.3).

  
	
   

  
	
  6.3.2 Vorliegend sind keine milderen Mittel
  ersichtlich, um der bundesrechtlichen sowie richtplanerischen Verpflichtung
  zur Reduktion der überdimensionierten Bauzonen in der Gemeinde Glarus Nord
  nachzukommen. So ergab denn auch eine Prüfung durch die
  Beschwerdegegnerin 1, dass mit der streitbetroffenen Zonierung der beiden
  zur Diskussion stehenden Parzellen ein bedeutender Teil der
  Rückzonungsverpflichtung erreicht werden kann, wobei Letztere im Rahmen der
  Prüfung der Bauzonendimensionierung überdies zum nachvollziehbaren Schluss
  gekommen ist, dass hierfür keine geeigneteren Parzellen in der Ortsgemeinde
  [...] vorhanden seien, wobei die Behörde denn auch nur dazu verpflichtet ist,
  ernsthaft in Betracht fallende Varianten näher zu prüfen. Andere Varianten
  können bereits aufgrund einer summarischen Prüfung ausgeschieden werden
  (BGE 139 II 499 E. 7.3.1). Hierbei liess die
  Beschwerdegegnerin 1 allfällige Grundstücke ausserhalb der Ortsgemeinde
  [...] denn auch richtigerweise ausser Acht, zumal sie damit Art. 15
  Abs. 3 RPG bzw. der darin festgehaltenen Abstimmung zwischen den
  einzelnen Ortsgemeinden Rechnung getragen hat, wozu sie im Übrigen
  verpflichtet ist. Ferner hat sie mit der Wahl der ZkbN berücksichtigt, dass
  die streitbetroffene Fläche bei einer Planungsrevision aufgrund eines
  allfällig zusätzlich hinzukommenden Baulandbedarfs eingezont werden kann, was
  dem Zweck der Schaffung von Reservezonen entspricht (vgl. hierzu
  Aemisegger/Kissling, Art. 15 N. 64) und den Beschwerdeführern eine
  langfristige Bebauung ihres Landes unter den gegebenen Umständen dennoch ermöglicht.
  Entsprechend ist die Massnahme als erforderlich zu taxieren.

  
	
   

  
	
  6.4

  
	
  6.4.1 Im Zusammenhang mit der Zumutbarkeit stellt
  sich schliesslich die Frage, ob das Interesse am Ziel der Rückzonung als so
  bedeutsam zu werten ist, dass es die Beschränkung des Grundeigentums
  rechtfertigt. Die Zumutbarkeit hängt demnach von der Abwägung und Gewichtung
  der einander gegenüberstehenden Interessen ab (vgl. hierzu etwa das
  Urteil des Kantonsgerichts Luzern V 13 31 vom 19. Juli 2013
  E. 5.2).

  
	
   

  
	
  6.4.2 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass an der
  raumplanerischen Siedlungsentwicklung nach innen ein hohes öffentliches
  Interesse besteht, welchem mit der streitbetroffenen Zonierung der peripher
  gelegenen Parzellen (vgl. vorstehende E. II/5.4.2) entsprochen
  wird. Alsdann entsprechen Massnahmen zur Verkleinerung oder Verhinderung
  übergrosser Bauzonen ebenfalls einem erheblichen öffentlichen Interesse,
  welches demjenigen an der Planbeständigkeit vorgeht
  (vgl. BGE 136 II 204 E. 7). Hierbei erscheint denn
  auch fraglich, ob sich im Rahmen der Umsetzung der kantonalen
  Rückzonungsstrategie überhaupt ergeben wird, dass die festgestellten
  Bauzonenüberkapazitäten gesamtkantonal vollständig abgebaut werden können,
  was das öffentliche Interesse an einzelnen Rückzonungen, die sich als
  raumplanerisch zweckmässig erweisen, zusätzlich erhöht. Ferner besteht an der
  erstmaligen Harmonisierung und Zusammenführung der Nutzungsplanung der acht
  Ortsgemeinden ebenfalls ein gesamtkantonales Interesse, welches ebenfalls
  schwer wiegt. Darüber hinaus gilt zu berücksichtigen, dass die
  streitbetroffenen Parzellen im Einzugsgebiet des ISOS-Objekts Nr. 1928
  gelegen sind, wobei die Beschwerdeführer hierbei zu Recht darauf hinweisen,
  dass dieses Kriterium für sich alleine nicht ausschlaggebend sein kann.

  
	
   

  
	
  Diesen gewichtigen öffentlichen Interessen steht das
  private Interesse der Beschwerdeführer an der Ausübung der Eigentumsgarantie
  und der Baufreiheit gegenüber. Hierbei gilt indessen zu beachten, dass
  Grundeigentümer grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf Einweisung ihres Lands
  in eine Bauzone oder auf dauernden Verbleib ihres Lands in derselben Zone
  haben, selbst dann nicht, wenn es sich um erschlossenes oder erschliessbares
  Land handelt (BGE 123 I 175 E. 3a, 119 Ib 124
  E. 2d). Soweit die Beschwerdeführer Bauabsichten bekunden, ist darüber
  hinaus festzuhalten, dass solche in zeitlicher Hinsicht erst dann als konkret
  einzustufen sind, wenn hierfür bereits ein Baugesuch eingereicht worden ist
  oder eine solche Einreichung absehbar bzw. unmittelbar bevorsteht
  (vgl. hierzu auch BGer-Urteil 1C_588/2023, 1C_593/2023, 1C_602/2023 vom
  22. August 2024 E. 8.4, wonach selbst die Hängigkeit eines
  Baugesuchs eine Zonenplanänderung nicht von vorneherein ausschliesst). Wie
  die Akten aber erhellen, liegt weder ein Baugesuch vor noch besteht ein
  rechtskräftiger Gestaltungsplan oder Ähnliches. Vielmehr bedürfte es wohl
  noch umgehender Abklärungen und Schritte, um ein allfälliges Bauvorhaben in
  Einklang mit den gesetzlichen und richt- sowie nutzungsplanerischen
  Anforderungen zu bringen. Entsprechend kommt den Bauabsichten für die von der
  Rückzonung betroffenen Grundstücke kein allzu grosses Gewicht zu.

  
	
   

  
	
  In Abwägung der öffentlichen und privaten (insbesondere
  finanziellen) Interessen der Beschwerdeführer (BGer-Urteile 1C_265/2019 vom
  26. Mai 2020 E. 5.2, 1C_344/2018 vom 14. März 2019 E. 3.4.2, 1C_352/2014
  vom 10. Oktober 2014 E. 3.3), ist nicht zu beanstanden, dass der
  Beschwerdegegner 2 dem erheblichen öffentlichen Interesse an der
  Umsetzung der Rückzonung ein grösseres Gewicht beigemessen hat. Folglich ist
  die Zumutbarkeit der streitbetroffenen Zonierung zu bejahen.

  
	
   

  
	
  6.5 Insgesamt hat das öffentliche Interesse an der
  Reduktion der überdimensionierten Bauzonen gegenüber dem privaten Interesse
  der Beschwerdeführer an der Überbauung ihrer Grundstücke als überwiegend zu
  gelten. Die Rückzonung ist daher unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit
  nicht zu beanstanden.

  
	
   

  
	
  7.

  
	
  Zusammenfassend ergibt sich, dass die
  Beschwerdegegnerin 1 die Bauzonendimensionierung korrekt vorgenommen
  hat, wobei sie sich richtigerweise auf das im KRIP2018 festgehaltene Szenario
  des Bevölkerungswachstums abgestützt hat. Mangels eines Grunds für ein
  diesbezügliches Abweichen wurden die für die Bauzonendimensionierung
  notwendigen Daten korrekt festgestellt. Sodann besteht für die ZkbN entgegen
  der Ansicht der Beschwerdeführer eine rechtliche Grundlage, wobei dieser
  Festlegung weder bundesrechtliche noch richtplanerische Vorgaben
  entgegenstehen. Sodann ergibt eine Gesamtwürdigung, dass die streitbetroffene
  Zonierung der Beschwerdegegnerin 1 die gesetzlichen sowie
  richtplanerischen Anforderungen einhält und die streitbetroffene
  Planungsmassnahme überdies als geeignet, erforderlich und zumutbar zu
  taxieren ist.

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Nach Art. 134 Abs. 1 lit.
  c VRG hat die Partei, welche im Beschwerde-, Klage- oder Revisionsverfahren
  unterliegt, die amtlichen Kosten zu tragen. Ausgangsgemäss sind die
  Gerichtskosten von pauschal Fr. 4'000.- den Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem
  von ihnen bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
  Mangels Obsiegens steht ihnen sodann keine Parteientschädigung zu
  (Art. 138 Abs. 3 lit. a VRG e contrario). Der
  Beschwerdegegnerin 1 als Gemeinwesen steht mangels Vorliegens besonderer
  Umstände ebenfalls keine Parteientschädigung zu
  (Art. 138 Abs. 4 VRG).

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 4'000.- werden den Beschwerdeführern auferlegt
    und mit dem von ihnen bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
    verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Es
    werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]