# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c85d6524-0deb-5056-9af6-e92e78d02ffc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.01.2012 C-7192/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7192-2008_2012-01-05.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­7192/2008

U r t e i l   v om   5 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz),
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Blaise Vuille,
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

Parteien N._______,
vertreten durch lic. iur. Emil Robert Meier, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

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Sachverhalt:

A. 
Der aus Sri Lanka stammende Beschwerdeführer  (geb. 1960)  reiste am 
23. Juli 1991 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch, welches vom 
Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF,  heute  BFM)  am  1. September  1994 
abgewiesen wurde. Gleichzeitig wurde er aus der Schweiz weggewiesen, 
wobei das BFF ihn aufforderte, die Schweiz bis zum 15. Januar 1995 zu 
verlassen.  Auf  die  dagegen  eingereichte  Beschwerde  trat  die 
Schweizerische Asylrekurskommission mit Urteil vom 1. November 1994 
nicht  ein.  Hierauf  wurde  die  Ausreisefrist  neu  auf  den  15.  April  1995 
angesetzt, wobei die Wegweisung in der Folge nicht vollzogen wurde.

Zwischen  Juni  1994 und Mai  1997 war  der Beschwerdeführer mit  einer 
Landsfrau  (geb.  1960)  verheiratet.  Bis  zu  seiner  erneuten  Heirat  am 
23. September 1998 mit der Schweizer Bürgerin F._______  (geb. 1962) 
wohnte  er  in  mehreren  Gemeinden  des  Kantons  Zürich.  Durch  diese 
Heirat  erhielt  er  am  6. November  1998  eine Aufenthaltsbewilligung  und 
wohnte  fortan  in Grand­Saconnex  (GE). Die  schweizerische Ehefrau  ist 
eine  gebürtige  Philippinin,  die  das  Schweizer  Bürgerrecht  durch  eine 
vorgängige Ehe mit einem Schweizer erworben hatte. 

Am  18.  März  1999  meldete  sich  der  Beschwerdeführer  in  Zürich  (X­
strasse  36)  als  Wochenaufenthalter  an  und  ging  dort  einer 
Erwerbstätigkeit  nach. Am 1. Oktober 1999 zog er an die Y­strasse 51, 
ebenfalls  mit  dem  Status  Wochenaufenthalt.  Die  Hauptwohnadresse 
beliess er bei seiner schweizerischen Ehefrau im Kanton Genf.

B. 
Gestützt  auf  seine  Ehe  mit  einer  Schweizer  Bürgerin  stellte  der 
Beschwerdeführer  am  6.  Mai  2002  ein  Gesuch  um  erleichterte 
Einbürgerung  gemäss  Art.  27  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom  29. 
September  1952  (BüG,  SR  141.0).  Im  Rahmen  dieses 
Einbürgerungsverfahrens  unterzeichneten  die  Eheleute  am  21.  August 
2003  eine  gemeinsame  Erklärung,  wonach  sie  in  einer  tatsächlichen, 
ungetrennten,  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  an  derselben  Adresse 
zusammenlebten  und  weder  Trennungs­  noch  Scheidungsabsichten 
bestünden. Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich zur Kenntnis, dass die 
erleichterte Einbürgerung nicht möglich  ist, wenn vor oder während des 
Einbürgerungsverfahrens  einer  der  Ehegatten  die  Trennung  oder 
Scheidung beantragt hat oder keine  tatsächliche eheliche Gemeinschaft 

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mehr  besteht,  und  dass  die  Verheimlichung  dieser  Umstände  zur 
Nichtigerklärung der Einbürgerung nach Art. 41 BüG führen kann.

Am  14.  Oktober  2003  wurde  der  Beschwerdeführer  erleichtert 
eingebürgert.  Nebst  dem  Schweizer  Bürgerrecht  erwarb  er  die 
Bürgerrechte  der  Kantone  Genf  und  Waadt  sowie  die 
Gemeindebürgerrechte von Genf und Montpreveyres (VD).

C. 
Am 21. April 2003 gebar die schweizerische Ehefrau auf den Philippinen 
eine Tochter, welche  im März 2004  in die Schweiz einreiste. Bereits am 
4. Dezember 2003 trennte sich der Beschwerdeführer definitiv von seiner 
Ehefrau und meldete sich daraufhin regulär in Zürich (Y­strasse 51) an.

D. 
Aufgrund dieser Umstände eröffnete die Vorinstanz am 19. April 2005 ein 
Verfahren  auf  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  gemäss 
Art. 41 BüG. Im Rahmen dieses Verfahrens hatte der Beschwerdeführer 
verschiedentlich  Gelegenheit  zur  Stellungnahme.  Ferner  wurde  die 
schweizerische  Ehefrau  am  14.  April  und  am  20.  Mai  2008  als 
Auskunftsperson zu den Umständen der Trennung schriftlich befragt.

E. 
Am 9. bzw. 18. September 2008 erteilten die Kantone Genf und Waadt 
die Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

F. 
Mit  Verfügung  vom  10.  Oktober  2008  erklärte  die  Vorinstanz  die 
erleichterte Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig.

G. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  12.  November  2008  beantragt  der 
Beschwerdeführer  die  Aufhebung  der  Verfügung  und  die  Feststellung, 
dass die erleichterte Einbürgerung rechtens sei. Eventualiter sei der Fall 
an das BFM zur ergänzenden bzw. korrigierten Sachverhaltsfeststellung 
und zum neuen Entscheid zurückzuweisen. Dabei rügt er u.a., dass den 
Akten  nicht  zu  entnehmen  sei,  ob  die  erleichterte  Einbürgerung  (und 
somit  auch  die  Nichtigerklärung)  sich  ebenfalls  auf  die  Tochter  der 
Ehefrau  erstrecke  oder  nicht.  Sollte  dies  der  Fall  sein,  hätte  der 
vorinstanzliche  Entscheid  auch  der  Tochter  bzw.  der  Ehefrau  als 
gesetzlicher Vertreterin eröffnet werden müssen. In verfahrensrechtlicher 
Hinsicht  ersuchte  der  Beschwerdeführer  ferner  um  seine  persönliche 

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Befragung,  um  Einvernahme  seiner  Ehefrau  und  einer  weiteren 
Drittperson als Zeugen sowie um Einholung diverser Amtsberichte.

H. 
In  seiner  Zwischenverfügung  vom  17.  Februar  2009  stellte  das 
Bundesverwaltungsgericht  fest,  dass  die Tochter  gemäss Eintrag  in  der 
zentralen  Datenbank  Infostar  (elektronisches  Beurkundungssystem  im 
Zivilstandswesen) nicht Schweizer Bürgerin sei. Demnach könne sie von 
der  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  des 
Beschwerdeführers  gar  nicht  betroffen  sein,  weshalb  es  auch  nicht 
angezeigt  sei,  sie bzw. deren gesetzliche Vertreterin  in das  vorliegende 
Beschwerdeverfahren  als  Partei  einzubeziehen.  Im  Übrigen  lehnte  das 
Bundesverwaltungsgericht  die  Durchführung  einer  Parteibefragung,  die 
Einvernahme  von  Zeugen  und  die  Einholung  von  Amtsberichten  ab, 
räumte  dem  Beschwerdeführer  jedoch  die  Möglichkeit  ein,  schriftliche 
Stellungnahmen  dieser  Personen  und  allfällige  Amtsberichte 
nachzureichen,  wovon  er  mit  Eingabe  vom  18. März  2009  Gebrauch 
machte.

I. 
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 22. April 2009 auf 
Abweisung der Beschwerde.

J. 
Der  Beschwerdeführer  hält  mit  Replik  vom  25.  Mai  2009  an  seinen 
Begehren  (u.a.  Einvernahme  seiner  Ehefrau  als  Zeugin)  und  deren 
Begründung fest.

K. 
Mit  verfahrensleitender  Anordnung  vom  2.  November  2011  erhielt  der 
Beschwerdeführer  Gelegenheit,  den  Sachverhalt  zu  aktualisieren  und 
abschliessende Bemerkungen anzubringen.

L. 
Mit  Eingabe  vom  1.  Dezember  2011  bestätigt  der  Beschwerdeführer, 
dass er nach wie vor in Zürich getrennt von seiner Ehefrau lebe und nicht 
mit  einer  anderen  Frau  liiert  sei.  Weder  er  noch  seine  Ehefrau  hätten 
eherechtliche  Klagen  (Ehescheidung,  Eheschutz  o.ä.)  eingereicht.  Der 
letzte  Besuch  bei  seiner  Ehefrau  in  Genf  habe  anfangs  August  2010 
stattgefunden.  Die  im  Jahre  2008  beim  Bezirksgericht  in  Nyon 

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eingereichte  Vaterschaftsanfechtungsklage  sei  nicht  weiterverfolgt 
worden.

M. 
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  (u.a.  die  beigezogenen  Asylakten)  wird, 
soweit rechtserheblich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. 
Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  –  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  –  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021),  welche  von  einer  in  Art.  33 
VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen 
Verfügungen des BFM betreffend die Nichtigerklärung einer erleichterten 
Einbürgerung (vgl. Art. 51 Abs. 1 BüG).

1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz, 
soweit des Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt.

1.3. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer 
zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist­ 
und  formgerecht eingereichte Beschwerde  ist  daher einzutreten  (Art.  50 
und 52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht,  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 

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grundsätzlich  die  Rechts­  und  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines 
Entscheides (vgl. BVGE 2011/1 E. 2 mit Hinweis).

3. 
3.1. Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach der 
Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung  stellen,  wenn  sie  insgesamt  fünf  Jahre  in  der  Schweiz 
gewohnt  hat  (Bst.  a),  seit  einem  Jahr  hier  wohnt  (Bst.  b)  und  seit  drei 
Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit einem Schweizer Bürger  lebt (Bst. 
c). Die Einbürgerung setzt zudem voraus, dass die ausländische Person 
in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert  ist, die schweizerische 
Rechtsordnung  beachtet  und  die  innere  oder  äussere  Sicherheit  der 
Schweiz  nicht  gefährdet  (vgl.  Art.  26  Abs.  1  BüG).  Sämtliche 
Einbürgerungsvoraussetzungen  müssen  sowohl  im  Zeitpunkt  der 
Gesuchseinreichung  als  auch  anlässlich  der  Einbürgerungsverfügung 
erfüllt  sein.  Fehlt  es  im  Zeitpunkt  des  Einbürgerungsentscheids  an  der 
ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht 
ausgesprochen werden (vgl. BGE 135 II 161 E. 2, BGE 132 II 113 E. 3.2, 
BGE 130 II 482 E. 2, BGE 129 II 401 E. 2.2 mit Hinweis).

3.2.  Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Sinne  des 
Bürgerrechtsgesetzes bedeutet mehr als nur das formelle Bestehen einer 
Ehe.  Verlangt  wird  vielmehr  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft, 
getragen  vom  beidseitigen  Willen,  die  Ehe  auch  künftig  aufrecht  zu 
erhalten (vgl. BGE 130 II 482 E. 2, BGE 130 II 169 E. 2.3.1, BGE 128 II 
97 E.  3a, BGE 121  II  49 E.  2b). Hintergrund  hierfür  ist  die Absicht  des 
Gesetzgebers,  dem  ausländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers 
die  erleichterte  Einbürgerung  zu  ermöglichen,  um  die  Einheit  des 
Bürgerrechts  im  Hinblick  auf  ihre  gemeinsame  Zukunft  zu  fördern  (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, 
BBl 1987  III  310). Ein Hinweis auf den  fehlenden Willen der Ehegatten, 
die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann im Umstand liegen, 
dass kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt 
oder  die  Scheidung  eingeleitet  wird  (vgl.  BGE  135  II  161  E.  2  mit 
Hinweisen).

4. 
4.1. Gemäss der hier anwendbaren, bis zum 28. Februar 2011 geltenden 
Fassung  von  Art.  41  Abs.  1  BüG  (vgl.  AS  1952  1087)  kann  die 
Einbürgerung vom BFM mit Zustimmung der Behörde des Heimatkantons 
innerhalb  von  fünf  Jahre  nichtig  erklärt werden, wenn  sie  durch  falsche 

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Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen worden 
ist.

4.2.  Die  formellen  Voraussetzungen  für  eine  Nichtigerklärung  sind 
vorliegend  erfüllt:  Die Kantone Genf  und Waadt  haben  die  Zustimmung 
zur  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  am  9.  sowie  18. 
September 2008 erteilt und die Nichtigerklärung  ist von der zuständigen 
Instanz  innerhalb  der  gesetzlichen  Frist  ergangen  (vgl.  dazu  Urteil  des 
Bundesgerichts  1C_255/2011  vom  27. September  2011  E.  2.1.3  mit 
Hinweisen).

Nachfolgend  bleibt  zu  prüfen,  ob  die  materiellen  Voraussetzungen  für 
eine Nichtigerklärung gegeben  sind,  indem der Beschwerdeführer  seine 
Einbürgerung  erschlichen  hat.  Das  blosse  Fehlen  einer 
Einbürgerungsvoraussetzung  genügt  dabei  nicht.  Die  Nichtigerklärung 
setzt  vielmehr  voraus,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  erschlichen, 
das  heisst  mit  einem  unlauteren  und  täuschenden  Verhalten  erwirkt 
worden  ist. Arglist  im Sinne des strafrechtlichen Betrugstatbestandes  ist 
nicht  erforderlich.  Immerhin  ist  notwendig,  dass  die  betroffene  Person 
bewusst  falsche Angaben macht bzw. die Behörde bewusst  in  falschem 
Glauben  lässt  und  so  den  Vorwurf  auf  sich  zieht,  es  unterlassen  zu 
haben,  die  Behörde  über  eine  erhebliche  Tatsache  zu  informieren  (vgl. 
BGE 135 II 161 E. 2 mit Hinweisen). Hat die betroffene Person erklärt, in 
einer stabilen Ehe zu leben und weiss sie, dass die Voraussetzungen für 
die erleichterte Einbürgerung auch  im Zeitpunkt der Verfügung vorliegen 
müssen, so muss sie gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben 
sowie ihre Mitwirkungs­ bzw. Auskunftspflicht gemäss Art. 13 Abs. 1 Bst. 
a  VwVG  die  Behörde  unaufgefordert  über  eine  nachträgliche  Änderung 
der Verhältnisse orientieren,  von der  sie weiss oder wissen muss,  dass 
sie  einer  Einbürgerung  entgegensteht.  Die  Behörde  darf  sich  ihrerseits 
darauf  verlassen,  dass  die  vormals  erteilten  Auskünfte  bei  passivem 
Verhalten  der  Person  nach  wie  vor  der  Wirklichkeit  entsprechen  (vgl. 
BGE 132 II 113 E. 3).

5. 
5.1. Das  Verfahren  zur  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung 
richtet sich nach den Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes 
(vgl. Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a VwVG). Danach obliegt es gemäss 
Art.  12  VwVG  der  Behörde,  den  Sachverhalt  von  Amtes  wegen 
abzuklären.  Sie  hat  zu  untersuchen,  ob  der  betroffenen  Person  die 
Täuschung über  eine Einbürgerungsvoraussetzung  vorgeworfen werden 

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kann,  wozu  insbesondere  ein  beidseitig  intakter  und  gelebter  Ehewille 
gehört.  Da  die  Nichtigerklärung  in  die  Rechte  der  betroffenen  Person 
eingreift,  liegt die Beweislast  bei  der Behörde. Allerdings geht es  in der 
Regel um innere, dem Kern der Privatsphäre zugehörende Sachverhalte, 
die  der  Behörde  nicht  bekannt  und  einem  Beweis  naturgemäss  kaum 
zugänglich  sind.  Sie  kann  sich  daher  veranlasst  sehen,  von  bekannten 
Tatsachen  (Vermutungsbasis)  auf  unbekannte  (Vermutungsfolge)  zu 
schliessen.  Solche  sogenannt  natürlichen  bzw.  tatsächlichen 
Vermutungen  können  sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung 
ergeben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um 
Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  auf  Grund  der  Lebenserfahrung 
gezogen  werden.  Die  betroffene  Person  ist  verpflichtet,  bei  der 
Sachverhaltsabklärung  mitzuwirken  (vgl.  BGE  135  II  161  E.  3  mit 
Hinweisen).

5.2. Die  natürliche  Vermutung  gehört  zur  freien  Beweiswürdigung  (vgl. 
Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 
über  den  Bundeszivilprozess  [BZP,  SR  273]).  Sie  stellt  eine 
Beweislasterleichterung  dar,  indem  eine  bereits  vorhandene,  aber  nicht 
mit  letzter  Schlüssigkeit  mögliche  Beweisführung  unterstützt  wird.  Eine 
Umkehrung  der Beweislast  hat  sie  jedoch  nicht  zur  Folge. Wenn  daher 
bestimmte Tatsachen – beispielsweise die Chronologie der Ereignisse – 
die natürliche Vermutung begründen, dass die erleichterte Einbürgerung 
erschlichen wurde, muss die betroffene Person nicht den Beweis für das 
Gegenteil erbringen. Es genügt, wenn sie einen Grund anführt, der es als 
wahrscheinlich  erscheinen  lässt,  dass  sie  die  Behörde  nicht  getäuscht 
hat. Bei diesem Grund kann es sich um ein ausserordentliches Ereignis 
handeln, das zum raschen Scheitern der Ehe führte, oder die betroffene 
Person kann plausibel darlegen, weshalb sie die Schwere der ehelichen 
Probleme  nicht  erkannt  hat  und  den  wirklichen  Willen  hatte,  mit  dem 
Schweizer  Ehepartner  auch  weiterhin  in  einer  stabilen  ehelichen 
Gemeinschaft zu leben (vgl. BGE 135 II 161 E. 3 mit Hinweisen).

6. 
6.1. Die  Vorinstanz  stellt  sich  in  der  angefochtenen  Verfügung  auf  den 
Standpunkt,  dass  die  Ehe  des  Beschwerdeführers  mit  seiner 
schweizerischen Ehefrau in erster Linie den Zweck gehabt habe, ihm ein 
Aufenthaltsrecht  in  der  Schweiz  und  anschliessend  den  Erwerb  des 
Schweizer  Bürgerrechts  zu  verschaffen.  Im  Zeitpunkt  seiner 
Einbürgerung  habe  kein  auf  die  Zukunft  gerichteter  Wille  mehr 
bestanden,  die  Ehe  auch  nachher  zu  leben.  So  habe  der 

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Beschwerdeführer  knapp  eineinhalb  Monate  nach  der  erleichterten 
Einbürgerung  die  gemeinsame  eheliche  Wohnung  verlassen.  Während 
der  Jahre  2002/2003  seien  die  Ehegatten  ferner  jeweils  für  längere 
Aufenthalte  getrennt  in  die  Ferien  gegangen.  Hinzu  komme,  dass  der 
Beschwerdeführer bereits sechs Monate nach der Heirat wieder  in seine 
gewohnte  Umgebung  in  die  Stadt  Zürich  als  Wochenaufenthalter 
gezogen sei und sich nicht die Mühe genommen habe, die  französische 
Sprache  (Sprache  seines  offiziellen  ehelichen Wohnsitzes)  zu  erlernen. 
Definitiv  Anlass  zur  Vermutung,  dass  im  Zeitpunkt  des 
Einbürgerungsverfahrens  sowie  der  erleichterten  Einbürgerung  keine 
eigentliche  eheliche  Gemeinschaft  bestanden  habe,  sei  der  Umstand, 
dass  die  Ehefrau  im  Juli  2002  während  ihres  Aufenthaltes  auf  den 
Philippinen  schwanger  geworden  sei  und  der  Beschwerdeführer 
angeblich  nichts  davon  erfahren  bzw.  nichts  davon  bemerkt  habe.  Der 
von ihm angegebene Grund für die plötzliche Trennung bzw. den Auszug 
aus  der  ehelichen  Wohnung  (der  von  der  Ehefrau  ihm  gegenüber 
geäusserte Wunsch der Adoption eines Kindes von den Philippinen) sei 
nicht  nachvollziehbar.  Die  Diskussion  einer  solch  wichtigen  Frage,  die 
erst  im  Herbst  2003  begonnen  habe,  bedürfe  einer  längeren  Zeit.  Die 
Reaktion des Beschwerdeführers auf den Adoptionswunsch der Ehefrau 
weise  auf  das  Nichtmehrbestehen  einer  ehelichen  Gemeinschaft  hin. 
Dieses Verhalten sei höchstens erklärbar, wenn er wisse, dass er "Vater" 
eines nicht von ihm stammenden Kindes sei.

6.2.  Der  Beschwerdeführer  hält  in  der  Rechtsmitteleingabe  vom  12. 
November 2008 und in seiner Replik vom 25. Mai 2009 im Wesentlichen 
dagegen,  die  Vorinstanz  sei  von  einem  völlig  falschen  Sachverhalt 
ausgegangen,  indem  sie  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  als 
unglaubhaft erachtet,  jedoch gestützt auf die Aussagen der Ehefrau und 
weiterer  Beweismittel  und  Indizien  einen  abweichenden  Sachverhalt 
konstruiert  habe.  So  habe  die  Ehefrau  ihm  erst  im  Dezember  2007 
mitgeteilt, dass das von ihr im März 2004 in die Schweiz gebrachte Kind 
ihre  leibliche  Tochter  sei.  Tatsächlich  sei  sie  bis  zum  Zeitpunkt  der 
Trennung  im  Dezember  2003  nicht  schwanger  gewesen  und  es  habe 
auch  im  September  2002  keine Gespräche  über  eine  Schwangerschaft 
gegeben. Die Ehefrau habe das Kind als ihr eigenes im Oktober 2003 im 
Geburtsschein  eintragen  und  einen  Geburtsschein  durch  die 
Schweizerische  Botschaft  in  Manila  ausstellen  lassen,  obschon  die 
vermeintliche Niederkunft bereits am 21. April 2003 gewesen sein soll. Da 
die  Ehefrau  nicht  schwanger  gewesen  sei,  habe  der  Beschwerdeführer 
eine  Schwangerschaft  nicht merken  und  "diese Schwangerschaft"  habe 

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auch  nicht  Gesprächsthema  zwischen  den  Ehegatten  sein  können.  Zur 
Trennung  im  Dezember  2003  sei  es  gekommen,  weil  er  nicht  damit 
einverstanden gewesen sei, ein Kind von den Philippinen zu adoptieren. 
Bis zu diesem Zeitpunkt sei die Ehe intakt gewesen.

7. 
7.1. 
In  Bezug  auf  die  in  der  Replik  vom  25.  Mai  2009  erneut  beantragten 
Beweismassnahmen (persönliche Befragung des Beschwerdeführers und 
Einvernahme  der  Ehefrau  als  Zeugin)  gilt  es  –  wie  bereits  in  der 
Zwischenverfügung  vom  17.  Februar  2009  ausgeführt  –  festzuhalten, 
dass  sich  der  Sachverhalt  einerseits  auf  andere  Weise  hinreichend 
abklären  lässt  (vgl.  BGE  130  II  169  E.  2.3.3  und  2.3.4  S.  173). 
Andererseits sind zusätzliche Abklärungen nur dann vorzunehmen, wenn 
hierzu  aufgrund  der  Parteivorbringen  oder  anderer  sich  aus  den  Akten 
ergebender  Anhaltspunkte  Anlass  besteht.  Von  beantragten 
Beweisvorkehren  kann  abgesehen  werden,  wenn  der  Sachverhalt,  den 
eine  Partei  beweisen  will,  nicht  rechtserheblich  ist,  wenn  bereits 
Feststehendes  bewiesen  werden  soll,  wenn  von  vornherein  gewiss  ist, 
dass  der  angebotene  Beweis  keine  wesentlich  neuen  Erkenntnisse  zu 
vermitteln  vermag  oder  wenn  die  Behörde  den  Sachverhalt  aufgrund 
eigener  Sachkunde  ausreichend  würdigen  kann  (vgl.  ALFRED 
KÖLZ/ISABELLE  HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und 
Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2.  Auflage,  Zürich  1998,  Rz.  319 
und  320; BGE 122 V  157 E.  1d S.  162 mit Hinweis).  In  casu  geht  das 
Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  Aktenlage  und  der 
diesbezüglichen  Angaben  des  Beschwerdeführers  (u.a.  die  von  ihm 
belegte  Beratung  mit  einem  Rechtsanwalt  vom  Frühling  2004  betr. 
Adoptionsrecht) davon aus, dass seine Ehefrau ihm gegenüber im Herbst 
2003  den  Wunsch  geäussert  hat,  ein  Kind  von  den  Philippinen  zu 
adoptieren,  jedoch  im  fraglichen  Zeitraum  nie  etwas  von  einer 
Schwangerschaft  erwähnt  hat.  Der  vom  Beschwerdeführer  angebotene 
Beweis  ist  daher  nicht  geeignet,  weitere  Abklärungen  zum 
rechtserheblichen  Sachverhalt  herbeizuführen,  weshalb  auf  die 
beantragte Zeugeneinvernahme der Ehefrau verzichtet werden kann (zur 
antizierten Beweiswürdigung vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157).

7.2.  Ebenfalls  abzuweisen  ist  der  Antrag  des  Beschwerdeführers  auf 
persönliche  Befragung  durch  das  Gericht,  zumal  nicht  ersichtlich  ist, 
welche  neuen  Erkenntnisse  eine  solche  Befragung  zu  vermitteln 
vermöchte,  nachdem  er  sich  sowohl  bei  der  Vorinstanz  als  auch  im 

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Beschwerdeverfahren  mehrmals  schriftlich  äussern  konnte.  Im  Übrigen 
stellt  die  Parteibefragung  ein  Beweismittel  dar,  welches  mangels 
ausdrücklicher  gesetzlicher  Regelung  im  Verwaltungsverfahren  nicht 
vorgesehen ist (vgl. Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 62 ff. BZP). Gemäss Art. 12 
Bst.  b  VwVG  haben  Auskünfte  der  Parteien  grundsätzlich  schriftlich  zu 
erfolgen.  Nur  bei  Verfahren,  in  denen  zivilrechtliche  Ansprüche  bzw. 
strafrechtliche Anklagen zu beurteilen sind, besteht gestützt auf Art. 6 Ziff. 
1  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum  Schutz  der 
Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ein  Anspruch 
auf  persönliche  Befragung.  Das  vorliegende  Verfahren,  welches  das 
Staatsbürgerrecht zum Gegenstand hat, gehört weder in die eine noch in 
die  andere  Kategorie  (vgl.  JOCHEN  ABRAHAM  FROWEIN/WOLFGANG 
PEUKERT,  Europäische  Menschenrechtskonvention,  EMRK­Kommentar, 
2. Aufl. Kehl u.a., 1996, Rz. 52 zu Art. 6 bei N. 243, ferner ANDREAS KLEY­
STRULLER,  Art.  6  EMRK  als  Rechtsschutzgarantie  gegen  die  öffentliche 
Gewalt,  Zürich  1993,  S.  46  bei  N.  1,  Urteil  des  Bundesgerichts 
1C_476/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).

8. 
8.1. Aus den Akten ergibt  sich, dass der Beschwerdeführer  im Sommer 
1991 als Asylbewerber  in die Schweiz gelangte und zwischen Juni 1994 
und Mai  1997  in  Zürich  mit  einer  Landsfrau  (ebenfalls  Asylbewerberin) 
verheiratet  war.  Das  Asylgesuch  wurde  am  1.  November  1994 
letztinstanzlich  abgewiesen  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
bestätigt. In der Folge wurde die Wegweisung trotz der auf den 15. April 
1995  angesetzten  Ausreisefrist  jedoch  nicht  vollzogen.  Im  September 
1998  heiratete  er  eine  gebürtige  Philippinin,  die  das  Schweizer 
Bürgerecht  durch  eine  vorgängige  Ehe  mit  einem  Schweizer  Bürger 
erworben  hatte,  und  zog  zu  ihr  in  den  Kanton  Genf.  Aus  beruflichen 
Gründen  hielt  er  sich  ab  März  1999  unter  der  Woche  in  Zürich  auf 
(Wochenaufenthalt).  Im  Juli/August  2002,  Oktober  bis  November  2002, 
Februar  2003  und  Mai/Juni  2003  hielt  er  sich  alleine  in  Sri  Lanka  auf, 
während  seine Ehefrau  von  Juni  bis August  2002 und  vom Februar  bis 
Mai  2003  ohne  den  Beschwerdeführer  auf  den  Philippinen  weilte. 
Gestützt auf das Gesuch vom 6. Mai 2002 und die von den Eheleuten am 
21.  August  2003  unterzeichneten  Erklärung  wurde  er  am  14.  Oktober 
2003  erleichtert  eingebürgert.  Am  3.  Dezember  2003  verliess  er  den 
ehelichen Wohnsitz definitiv und meldete sich daraufhin regulär in Zürich 
an.

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8.2. Bereits  die  äusseren Umstände  (Heirat  vor  dem Hintergrund  eines 
nicht  dauerhaft  gefestigten  Aufenthalts  als  abgewiesener  Asylbewerber, 
getrennte  Auslandaufenthalte  während  der  Ferien  und  definitive 
Trennung  eineinhalb  Monate  nach  der  erleichterten  Einbürgerung) 
begründen eine tatsächliche Vermutung dafür, die Ehe sei schon vor dem 
Zeitpunkt  der  Erklärung  betreffend  eheliche  Gemeinschaft  bzw.  der 
erleichterten  Einbürgerung  nicht  intakt  und  nicht  auf  eine  gemeinsame 
Zukunft ausgerichtet gewesen und die erleichterte Einbürgerung sei somit 
erschlichen worden.

8.3. Besteht aufgrund der Ereignisabläufe die tatsächliche Vermutung, die 
Einbürgerung  sei  erschlichen  worden,  obliegt  es  dem  Betroffenen,  die 
Vermutung  durch  den  Gegenbeweis  bzw.  durch  erhebliche  Zweifel 
umzustossen, indem Gründe bzw. Sachumstände aufgezeigt werden, die 
es  als  überzeugend  bzw.  nachvollziehbar  erscheinen  lassen,  dass  eine 
angeblich  noch  wenige  Monate  zuvor  bestehende  tatsächliche, 
ungetrennte eheliche Gemeinschaft  in der Zwischenzeit dergestalt  in die 
Brüche  gegangen  ist,  dass  es  zur  Scheidung  bzw.  zur  definitiven 
Trennung  kam  (vgl.  BGE  130  II  482  E.  3.2  S.  486).  Dementsprechend 
stellt  sich  die  Frage,  ob  die  vom  Beschwerdeführer  vorgebrachten 
Argumente  geeignet  sind,  die  eben  umschriebene  tatsächliche 
Vermutung umzustossen.

9. 
9.1. Der Beschwerdeführer macht bezüglich seines Aufenthaltes vor der 
Heirat im September 1998 geltend, als im Jahre 1991 eingereister Tamile 
wäre  er  (ohne  Heirat)  im  Rahmen  der  "humanitären  Aktion  2000" 
wahrscheinlich vorläufig aufgenommen worden. Zwar trifft es zu, dass ab 
Oktober  1994  Wegweisungen  von  gewissen  Asylbewerbern  aus  Sri 
Lanka nicht mehr vollzogen wurden. Es stimmt aber nicht, dass ihm – wie 
von BFM  festgehalten  –  eine  neue Ausreisefrist  auf  den  15. Dezember 
1999 angesetzt wurde. Die Vorinstanz hat dabei offensichtlich übersehen, 
dass diese Neuansetzung der Ausreisefrist lediglich die erste Ehefrau des 
Beschwerdeführers  betraf.  Trotzdem war  sein  Aufenthalt  vor  der  Heirat 
mit  der  Schweizer  Bürgerin  ungewiss,  konnte  er  doch  zum  damaligen 
Zeitpunkt nicht mit einer Bewilligung  rechnen, wie sie nachher  (ab März 
2000)  viele  seiner  Landsleute  aufgrund  der  "humanitären  Aktion  2000" 
erhalten haben. 

9.2.  Dass  der  Beschwerdeführer  –  wie  von  der  Vorinstanz  in  der 
angefochtenen  Verfügung  festgehalten  –  am  1. Oktober  1999  in  Zürich 

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als Wochenaufenthalter an die gleiche Adresse wie seine erste Ehefrau 
gezogen sei, trifft ferner nicht zu. Der diesbezügliche Eintrag im ZEMIS ist 
offensichtlich  falsch.  Einerseits  handelt  es  sich  bei  dieser  Adresse  (Y­
strasse  51)  um  eine  1­Zimmerwohung  für  eine  Person  (vgl. Mietvertrag 
vom 1. September 1999). Andererseits bestätigt das Personenmeldeamt 
der Stadt Zürich, dass die erste Ehefrau nie an dieser Adresse gewohnt 
hat (vgl. Auszug aus dem Personenregister der Stadt Zürich vom 7. April 
2009).  Dem  Beschwerdeführer  kann  ebenso  wenig  entgegengehalten 
werden,  dass  er  nur  wenige  Monate  nach  der  Heirat  vom  September 
1998  als  Wochenaufenthalter  in  Zürich  einer  Erwerbstätigkeit 
nachgegangen  ist  und  so  nur  die  Wochenenden  mit  seiner  Ehefrau 
verbringen  konnte,  als  auch  die  Tatsache  seiner  mangelnden 
Französischkenntnisse.  Denn  diese  Umstände  waren  den  Behörden 
schon vor der erleichterten Einbürgerung bekannt  und wurden  in  jenem 
Verfahren  nicht  beanstandet.  Allerdings  verbrachten  die  Ehegatten 
nachweislich  seit  dem  Sommer  2002  nicht  einmal  die  Ferien  mehr 
zusammen, was neben dem Wochenaufenthalt des Beschwerdeführers in 
Zürich für ein Auseinanderleben spricht. Dass die Landesabwesenheiten 
des Beschwerdeführers in jenem Zeitraum durch die schwere Erkrankung 
seines  Vaters  bedingt  war,  ändert  daran  wenig.  Schliesslich  hätten  die 
Ehegatten  – wäre die Ehe  intakt  gewesen  ­  zusammen nach Sri  Lanka 
reisen und so wenigstens gemeinsam die Ferien verbringen können.

9.3.  Als  einzigen  Grund  der  Trennung  von  seiner  Ehefrau  macht  der 
Beschwerdeführer  den  von  ihr  im  Herbst  2003  (nach  der  erleichterten 
Einbürgerung  vom  14.  Oktober  2003)  geäusserten  Adoptionswunsch 
geltend.  Die  Absicht  eines  Ehepartners,  ein  Kind  zu  adoptieren  ist – 
insbesondere in einer Ehe, die bis anhin kinderlos geblieben ist – jedoch 
nichts  Aussergewöhnliches  und  führt  bei  einer  sonst  intakten  Ehe  nicht 
gleich  zum  Auszug  des  anderen  Ehepartners  bzw.  zur  definitiven 
Trennung.  Der  Beschwerdeführer  bringt  zudem  nicht  vor,  irgendwelche 
Schritte zur Rettung der Ehe (z.B. Eheberatung) unternommen zu haben. 
Die Ehefrau bestätigte sogar auf die diesbezügliche Frage der Vorinstanz 
ausdrücklich,  "aucune  démarche  n'a  été  entreprise  dans  ce  sens"  (vgl. 
ihre  Eingabe  an  die  Vorinstanz  vom  30. April  2008).  Insbesondere  der 
kurze  Zeitraum  zwischen  dem  geäusserten  Adoptionswunsch  (in  der 
Eingabe beim Bezirksgericht Nyon vom 31. März 2008 betr. Anfechtung 
der  Vaterschaft  spricht  der  Beschwerdeführer  in  Punkt  9  von  "fin  de 
l'automne  2003")  und  der  definitiven Wohnsitznahme  in  Zürich  anfangs 
Dezember 2003 weist darauf hin, dass die Trennung das Ergebnis eines 
längeren Prozesses war,  der  zeitlich  vor  der  erleichterten Einbürgerung 

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stattgefunden  haben  muss.  Der  von  der  Ehefrau  gegenüber  dem 
Beschwerdeführer  geäusserte  Adoptionswunsch  löste  somit  nicht  den 
Zerfall  der  ehelichen  Gemeinschaft  aus,  sondern  stellte  vielmehr  den 
Endpunkt einer vorangegangenen Phase gegenseitiger Entfremdung dar.

10. 
Dem  Beschwerdeführer  ist  es  demnach  nicht  gelungen,  die  gegen  ihn 
sprechende  Vermutung  in  Frage  zu  stellen,  wonach  schon  vor  dem 
Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung  zwischen  ihm  und  seiner 
Ehefrau  keine  stabile  und  auf  die  Zukunft  gerichtete  eheliche 
Gemeinschaft bestanden hat. Indem er in der mit der Ehefrau gemeinsam 
unterzeichneten Erklärung  den Bestand  einer  intakten  und  stabilen Ehe 
versicherte  bzw.  gegenüber  der  Einbürgerungsbehörde  seine 
tatsächlichen Lebensverhältnisse verheimlichte, hat er die Behörde über 
wesentliche  Tatsachen  getäuscht  und  die  erleichterte  Einbürgerung  im 
Sinne  von  Art.  41  Abs.  1  BüG  erschlichen.  Die  materiellen 
Voraussetzungen für die Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 
sind  somit  ebenfalls  erfüllt, weshalb  die Frage,  ob  es  sich  bei  dem von 
der  Ehefrau  im  März  2004  in  die  Schweiz  gebrachten  Kind  um  deren 
leibliche  Tochter  handelt  bzw.  der  im  Oktober  2003  ausgestellte 
Geburtsschein eine Fälschung ist, offengelassen werden kann.

11. 
Aus  den  vorstehenden  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene 
Verfügung im Ergebnis rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde 
ist daher abzuweisen.

12. 
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die 
Verfahrenskosten sind auf Fr. 1'000.­ festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 
3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Dispositiv Seite 15

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Seite 15

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  1'000.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem am 28. Februar 2009 geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (gegen Empfangsbestätigung; Akten Ref­Nr. K […] und 

N […] zurück)
– Service  de  la  population,  Secteur  des  naturalisations,  Avenue  de 

Beaulieu 19, 1014 Lausanne
– Service  cantonal  des  naturalisations,  Case  postale  2753,  1211 

Genève 2

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Rudolf Grun

Rechtsmittelbelehrung:
Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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