# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 22ccf811-56ee-5388-8923-d61388b8f0bc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.02.2014 200 2013 745
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-745_2014-02-03.pdf

## Full Text

200 13 745 UV
SCI/WSA/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Februar 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Winz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwalt C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 19. Juli 2013 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/745, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1951 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) war seit 1987 als … angestellt und in diesem Rahmen bei 
der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend SUVA bzw. 
Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfäl-
len sowie Berufskrankheiten versichert (Akten der SUVA, Unfallnummer 
03.46397.08.0 [act. IIA], 10). Am 15. September 2008 erlitt der Versicherte 
während der Arbeit einen Unfall, bei dem er sich das rechte Knie verletzte 
(act. IIA 120). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbe-
handlung und Taggelder; vgl. act. IIA 42).

Nach der ärztlichen Abschlussuntersuchung am 19. Oktober 2012 durch 
den SUVA-Kreisarzt (act. IIA 148) teilte die SUVA dem Versicherten am 
2. November 2012 mit, dass eine Behandlung des rechten Knies nicht 
mehr notwendig und der Endzustand erreicht sei. Sie stelle daher ihre Leis-
tungen per 1. Dezember 2012 ein (act. IIA 155). Für die verbliebene Beein-
trächtigung am rechten Knie richtete sie eine Integritätsentschädigung aus 
(Verfügung vom 5. November 2012 [act. IIA 157]). Dieser Entscheid blieb 
unangefochten. Mit Verfügung vom 19. März 2013 (act. IIA 175) sprach die 
SUVA dem Versicherten sodann ab 1. Dezember 2012 eine Invalidenrente 
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 11% zu.

B.

Gegen die Verfügung vom 19. März 2013 liess der Versicherte am 4. April 
2013 bzw. am 13. Mai 2013 Einsprache erheben (act. IIA 179 bzw. 185), 
welche von der SUVA mit Einspracheentscheid vom 19. Juli 2013 (act. IIA 
192) abgewiesen wurde.

Zwischenzeitlich verneinte die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV) 
mit Verfügung vom 28. Mai 2013 (act. IIA 190) bei einem Invaliditätsgrad 
von 15% einen Rentenanspruch. Diese Verfügung wurde am 24. Juni 2012 

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vom Versicherten beim Verwaltungsgericht (VGE) angefochten (Verfahren 
IV/2013/550).

C.

Gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 19. Juli 2013 erhob der 
Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, am 30. August 
2013 Beschwerde. Er beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolge, 
der Invaliditätsgrad sei auf mindestens 30% festzusetzen. Eventualiter sei-
en die Akten zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-
sen. Er macht geltend, der Einkommensvergleich müsse in Anwendung 
von Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG; SR 830.1) und nicht Art. 28 
Abs. 4 der Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 
1982 (UVV; SR 832.202) vorgenommen werden. Weiter seien die von der 
Beschwerdegegnerin herangezogenen Profile aus der Dokumentation von 
Arbeitsplätzen (DAP) unzumutbar. Schliesslich sei bei der Berechnung des 
Invalideneinkommens aufgrund der körperlichen Einschränkungen, der 
Schwere der bisherigen Tätigkeit und seines Alters ein leidensbedingter 
Abzug von 25% zu berücksichtigen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Oktober 2013 beantragt die Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________, die Abweisung der 
Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 ATSG in Verbindung mit 

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Art.  54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. Der Beschwerdefüh-
rer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchge-
drungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutz-
würdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde be-
fugt ist (Art.  59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 
ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form 
(Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 32 des kantonalen 
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; 
BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 19. Juli 
2013 (act. IIA 192). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers betreffend das Ereignis vom 15. September 2008. Nicht 
Streitgegenstand bildet die Frage, ob beim Beschwerdeführer hinsichtlich 
des Lungenleidens eine Berufskrankheit im Sinne der Unfallversicherung 
besteht (SUVA-Dossier 03.15799.12.0), da hierüber im angefochtenen Ein-
spracheentscheid nicht entschieden wurde.

1.3 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art.  61 lit. c und d ATSG; 
Art.  80 lit. c Ziff. 1 und Art.  84 Abs. 3 VRPG). 

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art.  56 Abs. 1 GSOG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Unfalls oder einer Berufs-
krankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallver-
sicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 832.20]). Ist die versicherte Per-
son infolge des Unfalles zu mindestens 10% invalid (Art. 8 ATSG), so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).

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2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.3 Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist - im Unterschied 
zur Arbeitsunfähigkeit - nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätig-
keitsbereich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleiben-
de Erwerbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder Lohnangaben aus der DAP der SUVA 
herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 129 V 472 E. 4.2.1 
S. 475).

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Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile sind 
Abzüge vom System der DAP her nicht sachgerecht und nicht zulässig 
(BGE 129 V 472 E. 4.2.3 S. 482). Vom aufgrund der LSE ermittelten Wert 
ist hingegen unter Umständen ein Abzug vorzunehmen. Ein solcher Abzug 
hat indessen nicht automatisch, sondern dann zu erfolgen, wenn im Einzel-
fall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person ihre unfall-
bedingt eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 
nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 23. Januar 2009, 8C_686/2008, 
E. 6.2). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzuset-
zen sind, hängt dabei von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um-
ständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-
zug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

2.5 Nimmt ein Versicherten nach dem Unfall die Erwerbstätigkeit alters-
halber nicht mehr auf oder wirkt sich das vorgerückte Alter erheblich als 
Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit aus, so sind für die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades die Erwerbseinkommen massgebend, 
die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer entsprechenden Gesund-
heitsschädigung erzielen könnte (Art. 28 Abs. 4 UVV).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass der Be-
schwerdeführer am 15. September 2008 einen Unfall im Rechtssinne erlit-
ten hat (E. 2.1 hiervor) und danach unfallkausale Beschwerden aufgetreten 
sind. Die Beschwerdegegnerin als Unfallversicherer hat denn auch ent-
sprechende Versicherungsleistungen erbracht (act. IIA 42). Umstritten ist 
hingegen, ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer - basierend 
auf dem besagten Unfall - Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallver-
sicherung hat.

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3.2 Weiter hat der Beschwerdeführer nichts gegen die medizinische 
Beurteilung vorgetragen, wonach unfallbedingt trotz der im rechten Knie 
bestehenden mässiggradigen posttraumatischen Gonarthrose (gemäss 
ärztlicher Abschlussuntersuchung von Dr. med. D.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, vom 19. Oktober 2012 [act. IIA 148]) in Überwachungsfunktionen 
sowie leichten bis mittelschweren körperlichen Aktivitäten in wechselnder 
Position (keine Arbeiten in Zwangsposition des rechten Kniegelenkes, kein 
repetitives Ersteigen von Leitern oder Treppen, keine Arbeit auf Gerüsten, 
keine Arbeit in unwegsamem Gelände, kein regelmässiges Heben und 
Tragen von Lasten über 15 kg) ein ganztägiger Einsatz ohne Einschrän-
kungen zumutbar ist. Anzeichen dafür, dass der Bericht des Kreisarztes 
mangelhaft wäre, bestehen nicht (vgl. auch Urteil vom 3. Februar 2014 im 
Verfahren IV/2013/550). Der besagte Bericht erfüllt die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts 
gestellten Anforderungen (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232), weshalb ihm vol-
le Beweiskraft zukommt (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f., 125 V 351 E. 3a 
S. 352). 

3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet hingegen die durch die Beschwer-
degegnerin in Anwendung von Art. 28 Abs. 4 UVV vorgenommene Invali-
ditätsbemessung und die Höhe des von ihr ermittelten Invalideneinkom-
mens basierend auf DAP-Profilen. Er führt aus, es liege kein Fall von Art. 
28 Abs. 4 UVV vor und der Einkommensvergleich sei nach Art. 16 ATSG 
vorzunehmen, da sich das von Dr. med. D.________ formulierte Zumutbar-
keitsprofil an den rein unfallbedingten gesundheitlichen Einschränkungen 
orientiere. Ein 40 bis 45-jähriger Mann würde die gleichen Einschränkun-
gen haben und der physiologischen Altersgebrechlichkeit komme deshalb 
keine Bedeutung zu. Das fortgeschrittene Alter sei jedoch relevant bei der 
Beurteilung der zumutbaren Resterwerbstätigkeit. So wirke sich sein Alter 
zusätzlich erschwerend auf die Möglichkeit aus, das ihm verbleibende Leis-
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten. Es 
rechtfertige sich ein höchstmöglicher Abzug von 25% auf dem Invaliden-
einkommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/745, Seite 8

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin bestätigte im angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 19. Juli 2013 (act. IIA 192) einen unfallbedingten Invali-
ditätsgrad von 11%. Die Berechnung basierte unter anderem auf DAP-
Profilen. Ob im vorliegenden Verfahren die Bemessung nach den unfallver-
sicherungsrechtlich massgeblichen besonderen Grundsätzen des alternativ 
möglichen Zuzugs der DAP korrekt erfolgt ist, braucht nicht geprüft zu wer-
den, wenn selbst bei Berechnung allein auf der Basis der LSE kein wesent-
licher Unterschied resultiert (vgl. E. 3.4.2 hiernach).

Mit Blick auf die Ausführungen des Beschwerdeführers zur Invaliditätsbe-
messung bleibt hingegen darauf hinzuweisen, dass bei der Frage der Ver-
wertbarkeit der verbleibenden Arbeitsfähigkeit auch in der Unfallversiche-
rung der hypothetische ausgeglichene Arbeitsmarkt Referenzpunkt bildet 
(E. 2.3 hiervor). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und 
abstrakter Begriff. Er berücksichtigt die konkrete Arbeitsmarktlage nicht, 
umfasst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vorhan-
dene Stellenangebote und sieht von den fehlenden oder verringerten 
Chancen gesundheitlich Beeinträchtigter, tatsächlich eine zumutbare und 
geeignete Arbeitsstelle zu finden, ab. Er umschliesst einerseits ein be-
stimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage 
nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner 
Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält. An die Kon-
kretisierung von Arbeitsgelegenheiten (und Verdienstaussichten) sind pra-
xisgemäss nicht übermässige Anforderungen zu stellen. Die bundesgericht-
liche Rechtsprechung hat wiederholt darauf hingewiesen, dass körperlich 
leichte, wechselbelastende und vorwiegend sitzend auszuführende Tätig-
keiten auf dem Arbeitsmarkt durchaus vorhanden sind (Entscheid des BGer 
vom 12. Februar 2013, 8C_806/2012, E. 5.2.1 mit Hinweisen). Darüber 
hinaus ist das geltend gemachte vorgerückte Alter des Beschwerdeführers 
bei der Beurteilung der Verwertbarkeit der verbleibenden Arbeitsfähigkeit 
im Bereich der Unfallversicherung nicht zu berücksichtigen (vgl. BGer 
8C_806/2012, E. 5.2.2). Abgesehen davon werden Hilfsarbeiten auf dem 
hypothetischen ausgeglichen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig 
nachgefragt (Entscheid des BGer vom 15. Dezember 2008, 8C_559/2008, 

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E. 4). Hinzu kommt, dass die angebliche Gebrechlichkeit nicht unwesent-
lich Teil der bereits in der finalen Invalidenversicherung nicht zu berück-
sichtigenden überwindbaren Dekonditionierung ist (vgl. VGE IV/2013/550 
E. 3.2).

3.4.2 Im Verfahren IV/2013/550 bezüglich der Ansprüche des Beschwer-
deführers gegenüber der Invalidenversicherung ermittelte das VGE mit 
Urteil vom 3. Februar 2014 gestützt auf die LSE einen Invaliditätsgrad von 
10%. Die Invalidenversicherung hat als finale Versicherung im Unterschied 
zur SUVA sämtliche Leiden unabhängig von ihrer Ursache zu berücksichti-
gen (BGE 124 V 178 E. 3b), so dass ihre Bemessung den höchstmöglichen 
Invaliditätsgrad ergibt. Mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden hat 
die Schätzung der Invalidität im Regelfall zum selben Ergebnis zu führen 
(BGE 126 V 291 E. 2a). Der von der Unfallversicherung zu berücksichti-
gende Gesundheitsschaden stimmt im vorliegenden Fall allein teilweise mit 
jenem der Invalidenversicherung überein. Wie im invalidenversicherungs-
rechtlichen Verfahren festzustellen war, ist der Beschwerdeführer unter 
Berücksichtigung aller gesundheitlichen Beeinträchtigungen in einer ange-
passten Tätigkeit ohne Einschränkung der Leistungsfähigkeit ganztags 
arbeitsfähig, so dass der Invaliditätsgrad dem leidensbedingten Abzug ent-
spricht. Aus der Invaliditätsgradbemessung gestützt auf die LSE resultiert 
ein Invaliditätsgrad von 10% (vgl. Urteil des VGE vom 3. Februar 2014 
[IV/2013/550] E. 4.3). Der Invaliditätsgrad in der kausalen Unfallversiche-
rung ist keinesfalls höher. Die Differenz zu dem von der Beschwerdegegne-
rin gestützt auf DAP-Löhne ermittelte Invaliditätsgrad von 11% ist derart 
gering, dass auf eine Korrektur von Amtes wegen zu Lasten des Be-
schwerdeführers zu verzichten ist. Den Rentenbeginn legte die Beschwer-
degegnerin auf den 1. Dezember 2012, was unter Würdigung der Aktenla-
ge zu Recht nicht bestritten wird. Es besteht somit Anspruch auf eine Inva-
lidenrente der Unfallversicherung von 11% ab 1. Dezember 2012. Der Ein-
spracheentscheid vom 19. Juli 2013 ist folglich nicht zu beanstanden. Die 
dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist ab-
zuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Feb. 2014, UV/13/745, Seite 10

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung 
mit Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteient-
schädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.