# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f7e1d72a-42ee-5b97-8d28-c8e5d9389a12
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 07.05.2021 BK 2021 208
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2021-208_2021-05-07.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss 
BK 21 208

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 7. Mai 2021

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, Oberrichter 
Horisberger 
Gerichtsschreiberin Lauber 

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwalt Dr. B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwältin C.________

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen Mordes etc. 

Beschwerde gegen den Entscheid des Regionalen Zwangsmass-
nahmengerichts Berner Jura-Seeland vom 16. April 2021 (ARR 21 
135)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: Staatanwalt-
schaft) führt ein Strafverfahren gegen den Beschuldigten A.________ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer) wegen Mordes. Mit Entscheid vom 16. Januar 2021 ord-
nete das Regionale Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland (nachfol-
gend: Zwangsmassnahmengericht) über den Beschwerdeführer Untersuchungshaft 
für drei Monate an, d.h. bis am 11. April 2021. Mit Entscheid vom 16. April 2021 
stellte das Zwangsmassnahmengericht fest, dass die Staatsanwaltschaft die 4-
Tages-Frist von Art. 227 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312.0) verletzt hat. Antragsgemäss verlängerte es die Untersuchungshaft um 
drei Monate, d.h. bis am 11. Juli 2021. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer, pri-
vat verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 26. April 2021 Beschwerde. Er 
beantragte unter Kosten- und Entschädigungsfolge, der Entscheid des Zwangs-
massnahmengerichts sei aufzuheben und er sei unverzüglich aus der Untersu-
chungshaft zu entlassen. Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete mit Schrei-
ben vom 29. April 2021 unter Verweis auf die Ausführungen im angefochtenen Ent-
scheid auf eine Stellungnahme. Die Staatsanwaltschaft beantragte in ihrer delegier-
ten Stellungnahme vom 3. Mai 2021 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
Mit Eingabe vom 5. Mai 2021 verzichtete der Beschwerdeführer auf eine Replik.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c StPO können Entscheide über die 
Anordnung, Verlängerung und Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaf-
tete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zuständig ist die Beschwerde-
kammer in Strafsachen (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichts-
behörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des 
Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Be-
schwerdeführer ist durch die Verlängerung der Untersuchungshaft unmittelbar in 
seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Beschwerde-
führung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristge-
rechte Beschwerde ist einzutreten. 

3.

3.1 Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinne eines allgemeinen Haftgrundes ein dringender Tatverdacht der Begehung 
eines Verbrechens oder Vergehens besteht. 

3.2 Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschwerdeführer in der Hauptsache vor, am 
24. Juni 1999 an der Ermordung von D.________ beteiligt gewesen zu sein. In 
sachverhaltsmässiger Hinsicht lässt sich hierzu den vorliegenden Haftakten ARR 
21 19 und ARR 21 135 Folgendes entnehmen:

In der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 1999 ca. 23.00 Uhr überfiel eine Gruppe 
unbekannter Täter die Familie E.________ an deren Domizil in 
F.________(Ortschaft). Zur Tatzeit hielten sich das Ehepaar E.________ und 
dessen jüngster Sohn an besagter Örtlichkeit auf. Diese wurden durch die 
Täterschaft unter Waffengewalt geknebelt und gefesselt. Die beiden älteren Kinder 
des Ehepaars, G.________ und D.________, befanden sich zu diesem Zeitpunkt 

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nicht zu Hause. Als diese um ca. 24.00 Uhr gemeinsam nach Hause kamen und 
sich noch draussen vor dem Domizil befanden, feuerte die unbekannte Täterschaft 
unvermittelt durch ein Fenster aus dem Inneren der Liegenschaft mehrere Schüsse 
auf die beiden Brüder ab. Mehrere Projektile trafen D.________ am Kopf und Rü-
cken. Ein Schuss in den Rücken fügte D.________ tödliche Verletzungen zu. Die 
unbekannte Täterschaft ergriff daraufhin – unter Mitnahme einer Feuerwaffe der 
Marke H.________ sowie mehrerer Schmuckstücke – die Flucht und liess das 
Ehepaar E.________ und dessen jüngsten Sohn geknebelt und gefesselt am Tatort 
zurück. Nach Eingang der Meldung bei der Kantonspolizei Bern fuhr eine Polizeipa-
trouille zum Tatort. Bei der Hinfahrt kreuzte diese in der Nähe des Tatortes einen 
Personenwagen der Marke I.________, in welchem gemäss Angaben der Polizei-
beamten drei bis vier Männer gesessen seien. Einer der Polizeibeamten notierte 
sich das Kennzeichen «a.________», wobei sich in der Folge herausstellte, dass 
der Polizeibeamte beim Ablesen des Kontrollschildes zwei Zahlen in der Position 
vertauscht haben dürfte. Zur Tatzeit war im Kanton J.________ nur ein Fahrzeug 
der Marke I.________ mit den Anfangsziffern «a.________ …», jedoch mit den 
Endziffern «b.________» eingelöst (Halter: K.________). Der auf K.________ ein-
gelöste I.________ wurde am 31. August 1999 durch die Polizei im Rahmen einer 
Nachfahrmessung angehalten. Im Fahrzeug befanden sich der Beschwerdeführer 
(Beifahrer) und L.________ (Lenker).

Am Tatort resp. Domizil der Familie E.________ konnte eine DNA-Spur ab dem 
Klebeband, das zur Fesselung oder Knebelung der Opfer verwendet worden war, 
gesichert und daraus ein DNA-Mischprofil erstellt werden. Der Abgleich mit der 
DNA-Datenbank ergab einen Spur-Spur-Hit. Dies mit einem DNA-Profil, 
sichergestellt anlässlich der Tatbestandsaufnahme einer Freiheitsberaubung, 
begangen am 29. April 1999 z.N. von M.________ in J.________(Ortschaft). Im 
Jahr 2015 wurde der Beschwerdeführer zwecks Aufklärung eines anderen Delikts 
erkennungsdienstlich (inkl. WSA) erfasst. Dabei stellte sich eine Übereinstimmung 
mit dem am Domizil der Familie E.________ gesicherten Mischprofil heraus. Der 
Beschwerdeführer wird vor diesem Hintergrund dringend verdächtigt, am Mord z.N. 
von D.________ (wie auch an der Freiheitsberaubung z.N. von M.________) 
beteiligt gewesen zu sein.

Laut polizeilichen Ermittlungen soll als Mordmotiv ein illegaler Waffenhandel 
zwischen den Gebrüdern E.________ und damaligen R.________(Gruppierung)-
Aktivisten im Vordergrund stehen. 

3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet, etwas mit dem Mord an D.________ zu tun 
gehabt zu haben. Anlässlich der delegierten Einvernahme vom 12. Januar 2021 
sagte er aus, noch nie am Tatort gewesen zu sein und die Familie E.________ 
nicht zu kennen. Er wisse nicht, wie seine Spur an den Tatort gelangt sei. Er habe 
1000 Rollen Klebeband in seinem Auto, die er als Gipser für Parkett und ähnliches 
brauche, aber mit dem Mord habe er nichts zu tun. Auf den Vorhalt, dass die 
Polizei kurz nach der Tat in der Nähe des Tatortes einen I.________ gekreuzt 
habe, in dem sich drei bis vier Männer befunden hätten, von denen die Polizei 
annehme, dass es sich dabei um die Täter des Tötungsdeliktes handle, gab der 
Beschwerdeführer an, er sei nicht in diesem Fahrzeug gewesen. Noch einmal 

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konfrontiert mit der Spurenlage äusserte der Beschwerdeführer, er und weitere 
Personen hätten für den Krieg im S.________(Land) Hilfsleistungen erbracht, 
indem sie Güter zur Verfügung gestellt hätten. Er selber habe mit Scotch Pakete 
gemacht. Diese Pakete seien dann weitergegeben worden. Auf Vorhalt, dass er 
ebenfalls verdächtigt werde, an einer Freiheitsberaubung im Kanton J.________ im 
Jahr 1999 beteiligt gewesen zu sein (an einer Motorradsturmhaube, die im für die 
Freiheitsberaubung verwendeten Fahrzeug des Opfers gefunden worden war, 
wurde ebenfalls die DNA des Beschwerdeführers sichergestellt), sagte der 
Beschwerdeführer aus, an diesem Delikt nicht beteiligt gewesen zu sein. Er fahre 
nicht Motorrad. Es sei vorgekommen, dass er mit Freunden im Auto mitgefahren 
sei. Vielleicht habe er dabei die Haube auf die Seite geschoben. Er wisse nicht, wie 
diese Haube in jenes Auto gekommen sei. Auf die Frage, ob er je eine solche 
Haube getragen habe, gab der Beschwerdeführer an, er habe für den 
S.________(Land) solche Hauben gekauft. Es könne sein, dass jemand eine 
solche Haube vom Transporter genommen habe. Seine DNA sei an dieser Maske, 
weil er eine Maske probiert habe, um die Grösse zu prüfen.

Bei der Hafteröffnung am 13. Januar 2021 gab der Beschwerdeführer an, er habe 
mit dem Mord an D.________ nichts zu tun und wisse auch nicht, wer sonst etwas 
damit zu tun haben könnte. Er bestätigte, weder den Tatort noch die Familie 
E.________ zu kennen und auch nie am Tatort gewesen zu sein. Den Fund seiner 
DNA an dem am Tatort verwendeten Knebelungs- und Fesselungsmaterial erklärte 
er damit, dass er für den Krieg im S.________(Land) u.a. Säcke und Klebeband 
zur Verfügung gestellt habe. Die Säcke seien mit Kleidern gefüllt gewesen und mit 
Scotch geschlossen und dann in den S.________(Land) gebracht worden. Auf 
Vorhalt, dass diesfalls die Klebebänder nach ihrer Verwendung für das 
Verschliessen der Säcke im Ausland gewesen seien, sagte er aus, er habe ganze 
Kleberollen gegeben. Der Beschwerdeführer bestritt, an der Fesselung bzw. 
Knebelung von Mitgliedern der Familie E.________ beteiligt gewesen zu sein. Er 
verneinte erneut, im I.________ gewesen zu sein, den die Polizisten kurz nach der 
Tat in der Nähe des Tatortes gesehen haben. 

Bei der delegierten Einvernahme vom 3. Februar 2021 gab der Beschwerdeführer 
an, er wisse nicht, wie es dazu gekommen sei, dass seine DNA am 
Fesselungsmaterial sichergestellt worden sei. Dazu befragt, welche Begründung er 
für den Fund der ihm zuzuordnenden Spur habe, gab er kurz gefasst an, er habe 
viel Klebeband gekauft und verteilt. Als er darauf hingewiesen wurde, dass seine 
Spur an der klebenden Seite des Bandes gefunden worden sei, gab der 
Beschwerdeführer an, er könne das nicht erklären. 

Anlässlich der delegierten Einvernahme vom 7. April 2021 sagte der 
Beschwerdeführer zusammengefasst erneut aus, mit dem ihm vorgeworfenen Mord 
nichts zu tun zu haben. Zu der am Tatort gefundenen DNA-Spur sagte er erneut 
aus, er habe während des Krieges im S.________(Land) Pakete und Säcke mit 
Hilfsgütern für die dortige Bevölkerung verschlossen und dabei Scotch benutzt. Er 
habe keine Kenntnis davon, wer in dieser Zeit solches Klebeband benutzt und 
eventuell missbraucht habe. 

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3.4 Die Staatsanwaltschaft begründet den dringenden Tatverdacht wegen Beteiligung 
am Mord von D.________ im Haftanordnungsantrag vom 14. Januar 2021 und 
Haftverlängerungsantrag vom 8. April 2021 damit, dass die Ausführungen des Be-
schwerdeführers, bei den Lieferungen von Waren für den S.________(Land) sei 
von ihm zur Verfügung gestelltes Klebeband verwendet worden, nicht überzeuge. 
Es bleibe die Frage offen, wie das Klebeband im Anschluss an dessen Verwen-
dung für die Fesselung und Knebelung von Mitgliedern der Familie E.________ 
habe gebraucht werden können. Zudem habe er bei der Staatsanwaltschaft eine al-
ternative Erklärung nachgeschoben (Zur-Verfügung-Stellen ganzer Klebebandrol-
len). Durch die Beantwortung einer zentralen Frage auf zwei ganz unterschiedliche 
Arten werde der Beschwerdeführer noch unglaubwürdiger. Er sei sodann in weite-
ren Teilen seiner Aussagen unglaubhaft. Auch bezüglich der Freiheitsberaubung im 
Kanton J.________ habe er verschiedene Erklärungen abgegeben. Die Argumente 
des Beschwerdeführers würden letztlich darauf hinauslaufen, dass bezüglich beider 
DNA-Spuren ein fast unvorstellbarer Zufall eingetreten sei, nämlich einerseits, dass 
eine Klebebandrolle, die der Beschwerdeführer eigentlich einem Warentransport in 
den S.________(Land) habe mitgeben wollen, von einer unbekannten Täterschaft 
zweckentfremdet und für die Fesselung oder Knebelung im Rahmen eines Mordes 
verwendet worden sei, andererseits, dass eine Sturmhaube, die er einmal in einem 
Auto angefasst oder mit Blick auf den Versand in den S.________(Land) probiert 
und darum übergezogen habe, in ein Fahrzeug zu liegen gekommen sei, mit dem 
eine Freiheitsberaubung verübt worden sei. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese 
beiden Zufälle eingetreten seien, dürfte gleich null sein. Der Fund der DNA des Be-
schwerdeführers an Material, das für die Fesselung oder Knebelung der Opfer an-
lässlich des Mordes von D.________ verwendet worden sei, belaste den Be-
schwerdeführer schwer. Der Ort des Klebebandes, wo die DNA des Beschwerde-
führers gefunden worden sei, die klebende Seite des Bandes, sei ein klares objek-
tives Indiz dafür, dass er selber das Klebeband abgerollt habe. Wesentlich sei so-
dann, dass die Polizei in der Nacht der Tat vom 24./25. Juni 1999 zeitlich unmittel-
bar nach der Tat und in der Nähe des Tatortes einen I.________ mit 
J.________(Ortschaft) Kennzeichen festgestellt habe. Im gleichen Fahrzeug sei 
der Beschwerdeführer im August 1999 angehalten worden. Dies stelle ein weiteres 
Indiz dafür dar, dass der Beschwerdeführer mit der Tat z.N. D.________ zu tun ha-
be. Ebenfalls für die Täterschaft des Beschwerdeführers spreche, dass er dem von 
den Opfern abgegebenen Signalement von einem der Täter entspreche. 

3.5 Das Zwangsmassnahmengericht führte im Haftanordnungsentscheid vom 16. Ja-
nuar 2021 zum dringenden Tatverdacht wegen Mordes aus, die Übereinstimmung 
der DNA des Beschwerdeführers mit der DNA-Spur, welche auf einem Klebeband, 
das zur Fesselung oder Knebelung eines Mitgliedes der Familie E.________ ver-
wendet worden sei, sei ein konkreter Anhaltspunkt einer Beteiligung des Be-
schwerdeführers am Tötungsdelikt. Ebenfalls entspreche der Beschwerdeführer 
dem von den Opfern abgegebenen Signalement von einem der Täter. Somit sei ein 
weiterer konkreter Anhaltspunkt für eine Beteiligung des Beschwerdeführers am 
Tötungsdelikt gegeben. Ausserdem bestünden konkrete Hinweise, dass sich unmit-
telbar nach dem Tatzeitpunkt ein I.________ mit J.________(Ortschaft) Kennzei-
chen und mehreren männlichen Fahrzeuginsassen in unmittelbarer Nähe zum Tat-

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ort befunden hätten. Der Beschwerdeführer sei im August 1999 in genau einem 
solchen Auto angehalten worden. Es sei davon auszugehen, dass es sich um die-
selbe Kontrollschildnummer gehandelt habe. 

Dem angefochtenen Haftverlängerungsentscheid lässt sich Folgendes entnehmen: 
Hinsichtlich des dringenden Tatverdachts auf Mord kann zunächst auf die entsprechenden Erwägun-
gen im Haftanordnungsentscheid vom 16. Januar 2021 verwiesen werden. Es trifft zu, dass sich der 
dringende Tatverdacht insofern nicht weiter verdichtete, als keine zusätzlichen objektiven Ermitt-
lungsergebnisse erzielt wurden. Es ist mit der Verteidigung auch einig zu gehen, wonach es nicht am 
Beschuldigten liegt, seine Unschuld zu beweisen, sondern vielmehr an den Strafverfolgungsbehörden 
die Schuld eines Verdächtigen. Allerdings ist vorliegend auf den Umstand hinzuweisen, dass die 
DNA-Spuren des Beschuldigten auf der Haftseite des Klebebandes sichergestellt wurden, mit wel-
chem Mitglieder der Opferfamilie geknebelt oder gefesselt wurden. Es ist keine andere Art der Hand-
habung von Klebeband als dessen übliche Verwendung vorstellbar, d.h. abrollen und unmittelbar dar-
auf aufkleben, damit DNA auf die Haftseite gelangen kann, da die Haftfläche nur dann und regel-
mässig nur während kurzer Zeit offenliegt; eine längerfristige Lagerung oder der Transport über einen 
längeren Weg von Klebeband, das nicht aufgerollt ist, sondern eine offene Haftfläche aufweist, würde 
die Haftwirkung dieser Fläche aufgrund unvermeidlicher Anhaftungen verkleinern. Gleich verhält es 
sich mit der Verwendung von bereits einmal benütztem Klebeband. Vor diesem Hintergrund und auch 
in Beachtung der tiefen Kosten für die Beschaffung von Klebeband ist nicht vorstellbar, dass die DNA 
des Beschuldigten losgelöst von den fraglichen Geschehnissen auf das Klebeband kam. Es ist des-
halb an sich auch zwingend davon auszugehen, dass der Beschuldigte an diesen Geschehnissen be-
teiligt war. Vor diesem Hintergrund ist die Erklärung der Staatsanwaltschaft, wonach der Beschuldigte 
nicht habe erklären können, wie seine DNA auf das Klebeband habe gelangen können, weniger als 
unzulässige Beweislastumkehr zu taxieren, sondern vielmehr im Sinne der offenen Frage, ob eine 
andere, nicht offensichtliche und auch kaum vorstellbare Behandlung oder Manipulation des Klebe-
bandes zur gefundenen DNA hätte führen können. Die diesbezüglichen Erklärungen des Beschuldig-
ten, wonach er in der fraglichen Zeit viel Klebeband gekauft und verteilt bzw. viele Pakete mit Hilfs-
gütern entsprechend verschlossen hätte, vermögen diese Frage nicht nachvollziehbar zu beantwor-
ten. Zum einen ist nicht nachvollziehbar, wie eine Handhabung von Klebeband, welches für die Wei-
tergabe an Dritte gedacht ist, erfolgen soll, so dass DNA auf die Haftseite gelangt, da eine Weitergabe 
mit offener Haftfläche das entsprechende Band regelmässig unwirksam werden lässt bzw. dessen 
Wirkung verkleinert. Zum anderen entspricht es nicht allgemeiner Lebenserfahrung, Klebeband, wel-
ches bereits als Verpackungsmaterial diente und damit regelmässig eine reduzierte Hafteigenschaft 
aufweist, zum Fesseln von Menschen zu benützen, zumal es ja gerade gegen deren nicht auszusch-
liessenden Widerstand wirken soll. Wie bereits erwähnt, gilt dies in Beachtung des geringen Kaufprei-
ses von Klebeband umso mehr. 
Insgesamt zeigt sich damit das Indizienbündel, welches bisher Grundlage des dringenden Tatver-
dachts bildete, unverändert als für den Beschuldigten belastend. Insbesondere der Umstand, dass auf 
der Haftseite von Klebeband, welches zur Knebelung oder Fesselung von Mitgliedern der Opferfamilie 
verwendet wurde, DNA-Spuren des Beschuldigten gefunden wurden, lässt den Tatverdacht der Betei-
ligung am Mord weiterhin dringend verbleiben.

3.6 Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht. Er bringt zusam-
mengefasst vor, der Tatverdacht basiere seit der Haftanordnung nur auf dem DNA-
Hit des Beschwerdeführers von einer Spur am Tatort. Seither hätten sich keine zu-
sätzlichen Indizien für seine Mitwirkung am Mord ergeben. Insofern habe sich der 
Tatverdacht nicht erhärtet resp. verdichtet. Weiter stelle das Zwangsmassnahmen-

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gericht Spekulationen über die betreffende DNA-Spur an und interpretiere Er-
klärungsversuche des Beschwerdeführers. Die DNA-Spur sei zudem bloss ein 
Mischprofil. Das Zwangsmassnahmengericht spreche im angefochtenen Entscheid 
von einem Indizienbündel, das den Tatverdacht begründe. Es sei jedoch nicht klar, 
was dieses Bündel beinhalte. Schliesslich sei keine Verurteilung des Beschwerde-
führers zu erwarten, da die bestehenden Akten weder eine Tatbestandsmässigkeit 
noch eine Täterschaft oder Teilnahme an irgendeinem Delikt zu beweisen vermö-
gen würden.

3.7 Bei der Überprüfung des dringenden Tatverdachts ist nach ständiger Rechtspre-
chung des Bundesgerichts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender 
und entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend kon-
krete Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Person 
daran vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringen-
den Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsver-
fahren genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das in-
kriminierte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbe-
standsmerkmale erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt 
keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnahmen zu. Zur Frage des dringenden 
Tatverdachts hat das Haftgericht weder ein eigentliches Beweisverfahren durchzu-
führen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen (vgl. zum Ganzen: 
BGE 143 IV 330 E. 2.1; 137 IV 122 E. 3.2; je mit Hinweisen). Zu Beginn der Stra-
funtersuchung sind die Anforderungen an den dringenden Tatverdacht geringer als 
in späteren Prozessstadien. Im Laufe des Verfahrens ist in der Regel ein zuneh-
mend strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatverdachts 
zu legen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_235/2018 vom 30. Mai 2018 E. 4.1 mit 
Verweis auf BGE 143 IV 316 E. 3.2).

3.8 Die Beschwerdekammer in Strafsachen schliesst sich den einlässlichen und zutref-
fenden Ausführungen der Staatsanwaltschaft und des Zwangsmassnahmenge-
richts vollumfänglich an. Darauf kann verwiesen werden (vgl. E. 3.4 f. hiervor). Was 
der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag am dringenden Tatverdacht we-
gen Beteiligung am Mord von D.________ nichts zu ändern. 

Zunächst ist festzuhalten, dass sich der dringende Tatverdacht im Laufe des Ver-
fahrens zur weiteren Haftbegründung nicht in jedem Fall weiter erhärten muss. 
Falls bereits in einem früheren Verfahrensstadium konkrete belastende Beweiser-
gebnisse vorgelegen haben, kann es für die Fortdauer der Haft genügen, wenn der 
erhebliche Tatverdacht im Lauf der Untersuchung weder ausgeräumt noch deutlich 
abgeschwächt wird (vgl. HUG/SCHEIDEGGER, in: Kommentar zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 13 zu Art. 197 StPO). Vorliegend hat sich 
der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer zwar nicht weiter erhärtet, 
jedoch kann auch nicht von einer deutlichen – und damit haftrelevanten – Ab-
schwächung desselben gesprochen werden. Der Umstand, dass die DNA des Be-
schwerdeführers mit der DNA-Spur, welche auf dem Klebeband gefunden wurde, 
das zur Fesselung oder Knebelung eines Mitgliedes der Familie E.________ ver-
wendet worden war, übereinstimmt, stellt nach wie vor einen massgeblichen und 
konkreten Anhaltspunkt für eine Beteiligung des Beschwerdeführers am Tötungs-

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delikt z.N. von D.________ dar. Dies insbesondere deshalb, weil die DNA-Spuren 
des Beschwerdeführers an der Innenseite des Klebebandes sichergestellt wurden. 
Die Beschwerdekammer in Strafsachen teilt die Auffassung des Zwangsmassnah-
mengerichts, dass keine andere Art der Handhabung von Klebeband vorstellbar ist, 
damit die DNA auf die Haftseite des Klebebandes gelangt, als dessen übliche Ver-
wendung, d.h. dass das Klebeband abgerollt und unmittelbar danach aufgeklebt 
wird. Eine längerfristige Lagerung oder ein grösserer Transport des abgerollten 
Klebebandes würde – gleichermassen wie ein mehrmaliges Benützen – offensicht-
lich dessen Haftwirkung massgeblich verkleinern. Es ist nicht denkbar, dass ein 
abgerolltes Klebeband noch zum Fesseln oder Knebeln von Menschen wirkungs-
voll eingesetzt werden könnte. Zudem droht bei abgerolltem Klebeband von Beginn 
weg, dass es selber mit sich verklebt; ein Transport von abgerolltem, nicht einge-
setztem Klebeband an den Tatort ist unvorstellbar. Insoweit stellt die sichergestellte 
DNA des Beschwerdeführers an der Haftseite des Klebebandes ein massgebliches 
Indiz für seine Beteiligung am Mord z.N. von D.________ dar. Entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers wurden insoweit vom Zwangsmassnahmengericht 
nicht zu Unrecht Spekulationen über die Spur gemacht resp. dem Sachgericht in 
unzulässiger Weise vorgegriffen. Es trifft zwar zu, dass im Haftverfahren keine ein-
gehende Beweiswürdigung zu erfolgen hat und es auch nicht am Beschwerdefüh-
rer ist, seine Unschuld zu beweisen. Indes steht es dem Zwangsmassnahmenge-
richt zu, sich im Rahmen der Prüfung des Vorliegens eines dringenden Tatver-
dachts mit dem DNA-Beweis und den Erklärungen des Beschwerdeführers, wie 
seine DNA an das Klebeband gekommen ist, auseinanderzusetzen. Es mutet zu-
dem seltsam an, dass die DNA des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit 
zwei sachverhaltsmässig unabhängigen Straftaten (Tötungsdelikt 
F.________(Ortschaft) 1999; Freiheitsberaubung Kanton J.________ 1999) si-
chergestellt wurde und sich der Beschwerdeführer bei beiden Delikten nicht plausi-
bel erklären kann, wie diese dorthin gelangt sein soll. Es kann derzeit praktisch 
ausgeschlossen werden, dass einerseits eine Kleberolle, die der Beschwerdeführer 
zum Verschliessen von Säcken zur Verfügung gestellt hatte bzw. abgerolltes Kle-
beband mit DNA des Beschwerdeführers an der Haftseite, von einer unbekannten 
Täterschaft zweckentfremdet und für die Fesselung oder Knebelung im Rahmen 
eines Mordes verwendet worden ist und andererseits eine Sturmhaube, die der Be-
schwerdeführer einmal in einem Auto angefasst oder mit Blick auf den Versand in 
den S.________(Land) probiert und damit übergezogen haben will, in einem Fahr-
zeug zu liegen kommt, mit dem eine Freiheitsberaubung verübt worden ist. Viel-
mehr ist aktuell von der viel logischeren und naheliegenderen Variante auszuge-
hen, dass sich der Beschwerdeführer an beiden Tatorten befunden und Tätermate-
rial in den Händen gehabt hat, was ein konkreter Anhaltspunkt für die Beteiligung 
an der Straftat darstellt. 

Kommt hinzu, dass die Polizeibeamten in der Nacht vom 24./25. Juni 1999 zeitlich 
unmittelbar nach der Tat und in der Nähe des Tatortes einen I.________ mit 
J.________(Ortschaft) Kennzeichen festgestellt haben. Im wahrscheinlich gleichen 
Fahrzeug, betreffend welchem die Polizisten mit nachvollziehbarer Begründung 
mutmassen, dass dieses von der Täterschaft anlässlich des Tötungsdeliktes z.N. 
von D.________ verwendet worden ist, wurde der Beschwerdeführer rund zwei 

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Monate später am 31. August 1999 als Beifahrer polizeilich angehalten. Auch be-
treffend den I.________ fällt auf, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der 
delegierten Einvernahme vom 12. Januar 2021 zunächst an die Polizeikontrolle 
vom 31. August 1999 nicht mehr erinnern konnte oder wollte. Erst im Verlauf der 
Einvernahme machte er geltend, dass er sich nun wieder erinnere. Er sei vom 
S.________(Land) zurückgekommen und habe einen Freund angerufen, ob er ihn 
zurück nach Hause fahren könne. Den Fahrer des I.________ L.________ wie 
auch den Halter K.________ will der Beschwerdeführer nicht kennen, was nicht 
plausibel erscheint. Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer rund zwei Mo-
nate nach der Tötung von D.________ als Beifahrer eines Fahrzeuges angehalten 
wurde, welches höchstwahrscheinlich in der Tatnacht in Tatortnähe mit drei bis vier 
Männern gesichtet wurde, stellt in Kombination mit der am Tatort sichergestellten 
DNA des Beschwerdeführers ein weiteres Indiz dafür dar, dass der Beschwerde-
führer mit dem Mord z.N. von D.________ zu tun haben könnte. Für die Täterschaft 
des Beschwerdeführers spricht sodann, dass einer von den Opfern 1999 beschrie-
benen Täter dem Signalement des Beschwerdeführers entspricht (männlich, 170-
175 cm gross, schlank mit schwarzer Gesichtsmaske mit Augen- und Mundöffnun-
gen maskiert, sprach gebrochen Deutsch mit T.________(Region) Akzent, braune 
Augen). 

Mithin liegt – insbesondere mit dem DNA-Hit – gesamthaft betrachtet ein Indizien-
bündel vor, das es beim jetzigen Stand des Verfahrens zulässt, einen dringenden 
Tatverdacht wegen Beteiligung am Mord von D.________ zu bejahen. Soweit der 
Beschwerdeführer moniert, dass es sich beim sichergestellten DNA-Profil lediglich 
um ein Mischprofil handelt, wurde von der Staatsanwaltschaft zu Recht ausgeführt, 
dass die Spur immerhin in der Datenbank aufgenommen wurde, woraus geschlos-
sen werden kann, dass sie eine genügende Aussagekraft aufweist, um als Beweis 
zu dienen. 

Ergänzend ist festzuhalten, dass der Staatsanwaltschaft und dem Zwangsmass-
nahmengericht darin beizupflichten ist, dass die Aussagen des Beschwerdeführers 
gesamthaft wenig glaubhaft erscheinen. So fällt auf, dass der Beschwerdeführer im 
Rahmen der Strafuntersuchung zentrale Fragen (DNA-Spur) unterschiedlich be-
antwortete. Er betonte stets und vielfach, die Wahrheit zu sagen, wobei er sich 
aber an vieles nicht mehr erinnern können wollte oder konnte. Er blieb insbesonde-
re bei Personen, die vorliegend interessierend strafrechtlich in Erscheinung getre-
ten sind, sehr vage und wollte diese, wenn überhaupt, höchstens möglicherweise 
flüchtig kennen. Auffallend ist zudem, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem 
verdeckten Ermittler «N.________» im Jahr 2019 im Vergleich zu den vorliegenden 
Einvernahmen klar gegenteilige Aussagen tätigte. So machte er gegenüber diesem 
etwa einlässliche Ausführungen hinsichtlich des Waffenhandels mit dem Waffenge-
schäft O.________ in F.________(Ortschaft) – mit welchem auch der Halter des 
I.________ K.________ in Verbindung stand – und gab dem verdeckten Ermittler 
an, dass er zwei Jahre im S.________(Land) im Krieg gewesen sei und für die 
R.________(Gruppierung) gekämpft und mit Bestimmtheit Tote verursacht habe 
(vgl. zum Ganzen: Protokoll der delegierten Einvernahme des Beschwerdeführers 
vom 7. April 2021). Von alledem wollte der Beschwerdeführer anlässlich seiner de-
legierten Befragungen im Rahmen des vorliegenden Strafverfahrens nichts mehr 

10

wissen resp. sich nicht mehr daran erinnern. Seine Begründung, dies sei wohl alles 
nicht so ernst gemeint gewesen resp. er habe «N.________» imponieren wollen, 
erscheint als blosse Schutzbehauptung. Es scheint, dass sich der Beschwerdefüh-
rer hinter seiner angeblichen Vergesslichkeit zu verstecken versucht, zumal nicht 
nachvollziehbar ist, weshalb es ihm im Jahr 2019 möglich war, detaillierte Aus-
führungen zum Waffenhandel und seiner Kriegsaktivität bei der 
R.________(Gruppierung) in den 90-er Jahren zu machen und sich zwei Jahre 
später nicht mehr daran erinnern kann. Gegenüber dem verdeckten Ermittler 
«N.________» gab der Beschwerdeführer denn auch an, dass er immer eine Waffe 
in seinem Auto mitgeführt habe, Drohungen ausgesprochen habe, konkret, dass er 
seinem Kontrahenten eine Kugel in den Kopf jagen werde und dass man keine 
Waffe ziehen solle, wenn man nicht bereit sei, sie auch einzusetzen (vgl. Z. 695 ff. 
des Protokolls der delegierten Einvernahme vom 7. April 2021). Gleichermassen 
gibt es Widersprüche zu seinen Aussagen anlässlich der bundesanwaltschaftlichen 
Anhörung vom 31. August 1999. Damals gab der Beschwerdeführer noch an, den 
Waffenhändler O.________ gut zu kennen, bei diesem zwei Pistolen gekauft und 
viele Freunde in F.________(Ortschaft) zu haben. All diese Erkenntnisse, insbe-
sondere auch der offenbare Waffenhandel in den S.________(Land) in den 90er-
Jahren deuten auf ein damaliges kriminelles Potential des Beschwerdeführers hin 
und unterstreichen den dringenden Tatverdacht. Der Beschwerdeführer hatte in der 
Vergangenheit offenbar wiederholt mit Waffen zu tun und scheint angesichts des-
sen nicht so unschuldig und unwissend zu sein, wie er sich darzustellen versucht. 

Der Beschwerdeführer verkennt zudem, dass es im Haftverfahren nicht darum 
geht, mit Sicherheit festzustellen, ob es zu einer Verurteilung des Beschwerdefüh-
rers kommen wird. Wie das Urteil des materiell entscheidenden Sachgerichts aus-
fallen wird, wird sich zum entsprechenden Zeitpunkt zeigen. Aktuell befindet sich 
das Verfahren im Stadium der Untersuchung, die nicht abgeschlossen ist und de-
ren Ergebnis deshalb nicht feststeht. Der anwendbare Massstab für die Beurteilung 
der Tat bildet zum jetzigen Zeitpunkt daher Art. 221 Abs. 1 StPO, wonach für die 
Anordnung und Verlängerung der Untersuchungshaft ein dringender Tatverdacht 
erforderlich ist. Dieser ist, wie ausgeführt wurde, vorliegend gegeben. 

Der dringende Tatverdacht gegen den Beschwerdeführer wegen Mordes wurde 
vom Zwangsmassnahmengericht somit zu Recht bejaht. 

3.9 Weiter wird der Beschwerdeführer der Irreführung der Rechtspflege und des Be-
trugs dringend verdächtigt. Der Beschwerdeführer soll am 29./30. November 2015 
einen Einbruchdiebstahl in das von ihm früher betriebene Geschäft «P.________» 
vorgetäuscht und seiner Versicherung gemeldet haben, von welcher er alsdann für 
den angeblichen Schaden CHF 5’400.00 erhalten haben soll. Der Beschwerdefüh-
rer stellt in Abrede, einen Einbruchdiebstahl fingiert zu haben. Der dringende Tat-
verdacht hierzu wird von ihm indes nicht bestritten. Die Beschwerdekammer in 
Strafsachen teilt die Auffassung der Staatsanwaltschaft und des Zwangsmassnah-
mengerichts, dass vorliegend hinreichend konkrete Anhaltspunkte für die Annahme 
eines dringenden Tatverdachts wegen Irreführung der Rechtspflege und Betrugs 
bestehen. Aus den dem Anzeigerapport der Kantonspolizei Bern vom 10. Dezem-
ber 2015 beigelegten Bildern ist ersichtlich, dass ein Stück der eingeschlagenen 

11

Scheibe nach aussen hinunterhängt. Diese Fallrichtung des Glases ist ein Hinweis 
darauf, dass die Scheibe von innen eingeschlagen wurde. Sodann konnte auf der 
Glasbruchkante eine DNA gesichert werden, welche dem Beschwerdeführer zuge-
ordnet werden konnte. Weiter ist auch nicht ersichtlich, wie die Täterschaft nach 
dem Einschlagen der Scheibe ins Innere des Kioskes gelangen konnte. Die abge-
schlossene Türe war nur mit einem Schlüssel zu öffnen und bei einem Durchstieg 
durch die zerbrochene Scheibe hätte sich die Täterschaft wegen der nicht beson-
ders grossen Öffnung in der Scheibe höchstwahrscheinlich geschnitten. Es gibt 
folglich mehrere Hinweise darauf, dass kein Einbruchdiebstahl durch unbekannte 
Täterschaft erfolgte, sondern der Beschwerdeführer diesen nur inszenierte, um 
Versicherungsleistungen zu erhalten. Die Begründung des Beschwerdeführers, 
wonach seine DNA deswegen an der Bruchkante des Glases festgestellt worden 
sei, weil er das Glas regelmässig putze, erscheint wenig glaubhaft. Weiter mutet es 
seltsam an, dass der Beschwerdeführer abstreitet, dass ein Stück Glas der einge-
schlagenen Seite nach aussen hing, zumal sich dies aus den vorliegenden Fotos 
klar ergibt. Die Angabe des Beschwerdeführers, ein Freund von ihm habe Scher-
ben von der Strasse entfernt, spricht ebenfalls nicht dafür, dass ein Einbruchdieb-
stahl stattfand, wären doch dann keine Scherben auf der Strasse gelegen, sondern 
vielmehr im Inneren des Kioskes aufzufinden gewesen.

Schliesslich wurde anlässlich der Hausdurchsuchung vom 12. Januar 2021 am 
Domizil des Beschwerdeführers eine Schusswaffe sichergestellt. Der Beschwerde-
führer darf als U.________(Land) Staatsangehöriger keine Waffe erwerben oder 
besitzen (vgl. Art. 12 Abs. 1 Bst. f der Verordnung über Waffen, Waffenzubehör 
und Munition [WV; SR 514.541]). Insoweit liegt ein dringender Tatverdacht wegen 
Widerhandlung gegen Art. 33 Abs. 1 Bst. a des Bundesgesetzes über Waffen, Waf-
fenzubehör und Munition (Waffengesetz, WG; SR 514.54) vor (vgl. dazu bereits 
S. 3 des Haftanordnungsantrags der Staatsanwaltschaft vom 14. Januar 2021).

4.

4.1 Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht stützt sich vorab auf den Haftgrund der Fluchtgefahr. Fluchtgefahr 
liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, 
dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung oder der zu er-
wartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche Flucht ins 
Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im Inland (BGE 143 IV 160 
E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 1B_379/2019 vom 15. August 2019 E. 6.1; 
1B_387/2016 vom 17. November 2016 E. 5, auch zum Folgenden). Bei der Bewer-
tung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten Verhältnisse zu 
berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine Flucht nicht nur als mög-
lich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der drohenden 
Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt jedoch für 
sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Urteile des 
Bundesgerichts 1B_126/2012 und 1B_146/2012 vom 26. März 2012 E. 3.3.2). 
Vielmehr müssen die konkreten Umstände, insbesondere die gesamten Lebens-
verhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden (vgl. zum Gan-

12

zen: BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweisen). So ist es zulässig, die familiären und 
sozialen Bindungen der inhaftierten Person, deren berufliche Situation und Schul-
den sowie private und geschäftliche Kontakte ins Ausland und Ähnliches mit zu 
berücksichtigen (FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 221 StPO; Urteile des Bundesgerichts 
1B_541/2017 vom 8. Januar 2018 E. 3.2; 1B_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 3.1; 
1B_285/2014 vom 19. September 2014 E. 3.3). Bei einer Person ausländischer Na-
tionalität sind ferner der Aufenthaltsstatus, die Anwesenheitsdauer in der Schweiz 
und die familiären Beziehungen von Bedeutung. Wer im Fall einer Haftentlassung 
von den Migrationsbehörden ausgewiesen wird, dürfte kaum mehr einen Anlass 
sehen, sich weiterhin dem Verfahren zu stellen, selbst wenn er eigentlich die 
Schweiz gar nicht verlassen will. Ein gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr stellen auch 
unklare Wohn- und Arbeitsverhältnisse dar (HUG/SCHEIDEGGER, a.a.O., N. 17 zu 
Art. 221 StPO).

4.2 Das Zwangsmassnahmengericht bejaht die Fluchtgefahr unter Verweis auf den 
Haftanordnungsentscheid vom 16. Januar 2021 damit, dass zwar von einer Ver-
wurzelung des Beschwerdeführers in der Schweiz auszugehen sei. Dieser stünden 
aber eine drohende hohe Freiheitsstrafe, seine familiären Beziehungen nach 
U.________(Land) und in die V.________(Land) sowie der Umstand, dass seine 
Partnerin mit den gemeinsamen Kindern aktuell in ihrem Heimatland 
W.________(Land) verweile, gegenüber. Zudem drohe dem Beschwerdeführer ei-
ne obligatorische Landesverweisung. Angesichts dessen sei trotz der Verwurze-
lung des Beschwerdeführers in der Schweiz von einer Fluchtgefahr auszugehen. 

4.3 Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerde nichts gegen die Annahme von 
Fluchtgefahr vor. 

4.4 Der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr wurde vom Zwangsmassnahmengericht 
zu Recht bejaht. Der Beschwerdeführer ist U.________(Land) Staatsangehöriger. 
Gemäss eigenen Angaben wohnt er seit 1986 (vgl. Z. 75 f. des Protokolls der dele-
gierten Einvernahme vom 12. Januar 2021) resp. 1990 (vgl. S. 1 des Abklärungs-
protokolls der Schweizerischen Bundesanwaltschaft vom 31. August 1999) in der 
Schweiz, d.h. er ist seit mehr als 30 Jahren in der Schweiz ansässig. Er besitzt eine 
Niederlassungsbewilligung C und hat damit einen geregelten Aufenthaltsstatus. 
Der Beschwerdeführer hat nach eigenen Angaben in der Schweiz als Gipser gear-
beitet. Seit einem Arbeitsunfall vor ca. drei Jahren ist er aktuell nicht mehr berufs-
tätig. Er wird nach eigenen Angaben zu 100 % von der SUVA unterstützt. Der Be-
schwerdeführer hat offenbar mit seiner jetzigen Lebenspartnerin eine 8-jährige 
Tochter und einen 4-jährigen Sohn. Zudem hat er drei erwachsene Kinder aus ei-
ner vorherigen Beziehung, die alle in der Schweiz leben. Damit kann von einer so-
zialen Verwurzelung des Beschwerdeführers in der Schweiz gesprochen werden. 
Dies wirkt sich fluchtmindernd aus. Unter Berücksichtigung der gesamthaft vorlie-
genden Umstände ist indes ungeachtet dessen von Fluchtgefahr auszugehen. Ent-
gegen der Ansicht des Beschwerdeführers besteht derzeit der dringende Tatver-
dacht der Beteiligung an der Ermordung von D.________. Dabei handelt es sich 
um einen schweren Tatvorwurf und dem Beschwerdeführer droht im Falle einer 
rechtskräftigen Verurteilung – selbst im Falle der Gehilfenschaft – eine mehrjährige 

13

Freiheitsstrafe und eine ausländerrechtliche Massnahme. Die im Verurteilungsfall 
drohende Freiheitsstrafe wie auch die ausländerrechtliche Massnahme stellen ge-
wichtige Fluchtindizien dar. Kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer nicht nur fa-
miliäre Beziehungen in der Schweiz hat, sondern auch nach U.________(Land) 
(insbesondere Vater, Bruder) und in die V.________(Land) (insbesondere zwei 
Brüder). Gemäss den Erkenntnissen der verdeckten Ermittlungen soll der Be-
schwerdeführer «N.________» am 19. Mai 2020 gesagt haben, dass er in den 
V.________(Land) einen Trailer mit Umschwung kaufen und auswandern wolle. 
Seine halbe Familie lebe dort. Der Beschwerdeführer will sich zwar anlässlich der 
delegierten Einvernahme vom 7.  April 2021 nicht mehr daran erinnern, was er mit 
«N.________» besprochen hat. Er gab indes an, dass wenn er wolle, dann gehe er 
zu seinen Brüdern (vgl. Z. 735 ff. des Protokolls). Mithin hat der Beschwerdeführer 
die Möglichkeit, in U.________(Land) und in den V.________(Land) unkompliziert 
Fuss zu fassen. Auch dort hat er enge persönliche Beziehungen. Die Freundin des 
Beschwerdeführers, welche ursprünglich aus W.________(Land) stammt und sich 
dort auch zum Zeitpunkt der Verhaftung des Beschwerdeführers mit den Kindern 
aufgehalten hat (vgl. S. 6 des Haftanordnungsantrags), befindet sich aktuell offen-
bar ebenfalls nicht mehr in der Schweiz, sondern in X.________(Land) (vgl. dies-
bezüglich S. 3 des Haftverlängerungsantrags). Auch in X.________(Land) hätte der 
Beschwerdeführer folglich Möglichkeiten, Unterschlupf zu finden und sich dem 
Strafverfahren in der Schweiz und der allfälligen Sanktion zu entziehen. Erwäh-
nenswert ist zudem, dass der Beschwerdeführer, nachdem er sich zunächst offen-
bar in der Lage gefühlt hatte, den Einvernahmen ohne Übersetzer zu folgen, ab der 
delegierten Einvernahme vom 3. Februar 2021 trotz seiner langen Aufenthaltsdau-
er in der Schweiz eine Übersetzung beantragte. 

Zusammengefasst überwiegen die für eine Fluchtgefahr sprechenden Gesichts-
punkte (drohende Strafe und ausländerrechtliche; keine Arbeitsstelle; diverse per-
sönliche Kontakte zum Heimatland und Verwandte im Ausland; Lebenspartnerin 
mit gemeinsamen Kindern im Ausland) diejenigen, welche gegen eine Fluchtgefahr 
sprechen (gewisser Bezug zur Schweiz aufgrund der langen Aufenthaltsdauer und 
teilweise Familienangehörige in der Schweiz). Es besteht die konkrete Gefahr, 
dass der Beschwerdeführer bei einer Entlassung in die Freiheit versuchen würde, 
sich dem Strafverfahren und der drohenden schweren Sanktion zu entziehen und 
im In- oder Ausland unterzutauchen.

5.

5.1 Weiter begründet das Zwangsmassnahmengericht die Rechtmässigkeit der Unter-
suchungshaft mit dem besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr. Kollusionsge-
fahr liegt vor, wenn ernsthaft zu befürchten ist, dass der Beschuldigte Personen 
beeinflusst oder auf Beweismittel einwirkt, um so die Wahrheitsfindung zu beein-
trächtigen (Art. 221 Abs. 1 Bst. b StPO). Die strafprozessuale Haft wegen Kollusi-
onsgefahr soll verhindern, dass die beschuldigte Person die Freiheit dazu miss-
brauchen würde, die wahrheitsgetreue Abklärung des Sachverhalts zu gefährden 
oder zu vereiteln. Die theoretische Möglichkeit, dass die beschuldigte Person kollu-
dieren könnte, genügt indessen nicht, um Haft unter diesem Titel zu rechtfertigen. 
Konkrete Anhaltspunkte für Kollusionsgefahr können sich nach der Rechtspre-

14

chung des Bundesgerichts insbesondere aus dem bisherigen Verhalten der be-
schuldigten Person im Strafprozess ergeben (Aussageverhalten, Kooperationsbe-
reitschaft, Neigung zu Kollusion etc.), ferner aus ihren persönlichen Merkmalen 
(Leumund, allfällige Vorstrafen etc.), aus ihrer Stellung und ihren Tatbeiträgen im 
Rahmen des untersuchten Sachverhalts sowie aus den persönlichen Beziehungen 
zwischen ihr und den sie belastenden Personen (BGE 137 IV 122 E. 4.2; Urteile 
des Bundesgerichts 1B_560/2019 vom 5. Dezember 2019 E. 2.1 und 1B_380/2019 
vom 21. August 2019 E. 3.2). Bei der Frage, ob im konkreten Fall eine massgebli-
che Beeinträchtigung des Strafverfahrens wegen Verdunkelung droht, ist auch die 
Art und Bedeutung der von Beeinflussung bedrohten Aussagen bzw. Beweismittel, 
die Schwere der untersuchten Straftaten und der Stand des Verfahrens zu berück-
sichtigen (BGE 132 I 21 E. 3.2.1 mit Hinweisen). Je weiter das Strafverfahren 
vorangeschritten ist und je präziser der Sachverhalt bereits abgeklärt werden konn-
te, desto höhere Anforderungen sind an den Nachweis der Verdunkelungsgefahr 
zu stellen (BGE 137 IV 122 E. 4.2).

5.2 Gestützt auf die derzeitige Aktenlage ist die Kollusionsgefahr noch zu bejahen. Der 
Beschwerdeführer wird dringend verdächtigt, sich am Mord von D.________ betei-
ligt zu haben. Hierbei handelt es sich um ein schwerwiegendes Delikt (Freiheits-
strafe von mindestens zehn Jahren), an dessen Aufklärung ein hohes öffentliches 
Interesse besteht. Dies verstärkt das Interesse an einer von Beeinflussungsversu-
chen freien Sachverhaltsermittlung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_152/2014 
vom 15. Mai 2014 E. 3.4.1). Der Beschwerdeführer bestreitet, etwas mit dem Mord 
zu tun zu haben. Er zeigte sich wenig kooperativ, will sich an vieles nicht mehr er-
innern und insbesondere Personen nicht erkennen, hinsichtlich welcher es indes 
klar Hinweise gibt, dass der Beschwerdeführer mit diesen Kontakt hatte. Im Straf-
verfahren werden zudem noch zwei weitere Personen der Beteiligung am Mord von 
D.________ verdächtigt, welche bislang offenbar noch nicht abschliessend (par-
teiöffentlich) einvernommen wurden. Obwohl der Tatvorwurf viele Jahre zurückliegt, 
wurde der Beschwerdeführer erst jetzt mit der Tatsache, dass DNA-Spuren von 
ihm am Tatort gesichert werden konnten, und den Feststellungen im Zusammen-
hang mit dem I.________ konfrontiert. Der Beschwerdeführer hat folglich ange-
sichts der Schwere der drohenden Strafe ein erhebliches Interesse, sich mit den 
anderen beschuldigten Personen und allfällig weiteren involvierten Personen (ins-
besondere mit L.________ [Fahrer des I.________ am 31. Augst 1999]) abzuspre-
chen resp. auf diese einzuwirken. L.________ wurde bislang noch nicht befragt 
und erkennungsdienstlich erfasst (inkl. WSA). Es ist derzeit ein Verfahren um Zu-
führung aus dem Ausland hängig. Mit dem Ermittlungsschritt der vorgesehenen 
Einvernahme von L.________ ist zudem ein klar definiertes Kollusionsziel gege-
ben, welches auch dem Beschwerdeführer bekannt ist. Es bestehen keine Anhalts-
punkte, dass von vornherein davon ausgegangen werden kann, dass die Befra-
gung von L.________, welcher immerhin das mutmasslich im Zusammenhang mit 
dem Mord an D.________ stehende Fahrzeug I.________ zwei Monate nach der 
Tat gelenkt hat, nicht erfolgsversprechend verlaufen resp. keine weiteren Hinweise 
auf die Täterschaft und die Beteiligung des Beschwerdeführers am Mord von 
D.________ liefern könnte. Des Weiteren ist der kriminaltechnische Dienst aktuell 
damit beauftragt, bereits ausgewertete Spuren mit der neuesten zur Verfügung 

15

stehenden Technik noch einmal zu analysieren (vgl. S. 3 des Haftverlängerungsan-
trags). Es besteht die konkrete Möglichkeit, dass sich daraus weitere Hinweise auf 
die Täterschaft des Mordes von D.________ und zusätzliche Indizien für die Täter-
schaft des Beschwerdeführers resp. weitere Ermittlungshandlungen ergeben. Mit-
hin kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn er vor dem Zwangs-
massnahmengericht vorgebracht hat, dass die wichtigsten Untersuchungshandlun-
gen bereits stattgefunden hätten und keine Ermittlungshandlungen mehr ausste-
hend seien, mit welche er kolludieren könnte. Zu erwähnen ist sodann, dass von 
der ab dem Klebeband sichergestellten DNA, welche mit derjenigen des Be-
schwerdeführers übereinstimmt, ein Mischprofil erstellt werden konnte. Der zweite 
Teil des DNA-Mischprofils konnte bis dato keiner Person zugeordnet werden. Klar 
scheint jedoch, dass das Profil von keinem der fünf Opfer stammt und somit täteri-
scher Natur sein dürfte. Das DNA-Mischprofil befindet sich bis auf weiteres in der 
EDNAIS-Datenbank (vgl. S. 5 des Zwischenrapports der Kantonspolizei Bern vom 
31. Januar 2017). Es ist nicht auszuschliessen, dass sich insoweit demnächst eine 
Übereinstimmung mit einer weiteren Person ergeben könnte, mit welcher der Be-
schwerdeführer ebenfalls hinsichtlich seines Tatbeitrages kolludieren könnte. 

Auch die subjektive Bereitschaft des Beschwerdeführers zu Verdunkelungshand-
lungen ist zu bejahen. Der Beschwerdeführer bestreitet eine Beteiligung am Mord 
von D.________. Angesichts des zum dringenden Tatverdacht Ausgeführten müs-
sen seine Aussagen als wenig glaubhaft bezeichnet werden und es darf angesichts 
der drohenden Strafe von einem grossen Interesse des Beschwerdeführers ausge-
gangen werden, mutmasslich beteiligte Personen oder Auskunftspersonen zu sei-
nen Gunsten zu beeinflussen, zumal er sich im Strafverfahren wenig kooperativ 
zeigt. 

5.3 Zusammengefasst ist festzuhalten, dass nach wie vor kollusionsanfällige Ermittlun-
gen ausstehend sind. Aufgrund seines Verhaltens ist von einem grossen persönli-
chen und strafprozessualen Interesse des Beschwerdeführers auszugehen, auf die 
Ermittlungen Einfluss zu nehmen. Im Fall einer Haftentlassung müsste derzeit mit 
Beeinflussungsversuchen gerechnet werden. Das Zwangsmassnahmengericht hat 
den Haftgrund der Kollusionsgefahr daher derzeit zu Recht bejaht. 

6.

6.1 Nach Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO sind freiheitsentziehende Zwangsmassnahmen 
aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO zum gleichen Ziel 
führen. Darüber hinaus hat eine in Haft gehaltene Person gemäss Art. 5 Ziff. 3 der 
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 
SR 0.101) Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist abgeurteilt oder 
während des Verfahrens aus der Haft entlassen zu werden. Dass eine an sich 
rechtmässige Haft nicht übermässig lange dauern darf, ergibt sich aus dem Verfas-
sungsrecht der persönlichen Freiheit. Eine übermässige Haft liegt dann vor, wenn 
die Haft die mutmassliche Dauer der zu erwartenden Strafe übersteigt (sog. Über-
haft; BGE 139 IV 270 E. 3.1). 

6.2 Der Beschwerdeführer wurde am 12. Januar 2021 festgenommen. Die vom 
Zwangsmassnahmengericht ausgesprochene Verlängerung der Untersuchungshaft 

16

um drei Monate bis am 11. Juli 2021 führt zu einer Haftdauer von sechs Monaten. 
In Anbetracht der im Raum stehenden Vorwürfe des Mordes (Art. 112 des Schwei-
zerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.0]; «lebenslängliche Freiheitsstrafe 
oder Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren»; allenfalls i.V.m. Art. 25 StGB [Gehil-
fenschaft; «mildere Bestrafung»], der Irreführung der Rechtspflege (Art. 304 Ziff. 1 
StGB; «Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren»), des Betrugs (Art. 146 Abs. 1 StGB; 
«Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren») und der Widerhandlung gegen das Waffenge-
setz droht noch keine Überhaft. Die Verlängerung der Untersuchungshaft erscheint 
zudem angesichts der noch anstehenden Ermittlungshandlungen (Einvernahme di-
verser Auskunftspersonen, insbesondere L.________ [hängiges Verfahren im Aus-
land für die Zuführung], und den beschuldigten Personen; erkennungsdienstliche 
Behandlung [inkl. WSA] von L.________; Analysieren der bereits ausgewerteten 
Spuren mit der neuesten zur Verfügung stehenden Technik sowie sich allenfalls 
daraus ergebende weitere Ermittlungshandlungen; Schlusseinvernahme; Frist 
Art. 318 StPO; Anklage) als verhältnismässig. Es sind keine Anhaltspunkte auszu-
machen, dass dem in Haftsachen besonders zu beachtenden Beschleunigungsge-
bot nicht ausreichend Rechnung getragen würde. Derartiges wird auch vom Be-
schwerdeführer nicht geltend gemacht. 

6.3 Ersatzmassnahmen, welche die Flucht- und Kollusionsgefahr einzeln oder in Kom-
bination zu bannen vermöchten, sind nicht erkennbar und werden vom Beschwer-
deführer auch nicht vorgebracht. 

7. Gestützt auf das Ausgeführte ist festzuhalten, dass sämtliche Haftvoraussetzungen 
erfüllt sind. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmenge-
richt die Untersuchungshaft um drei Monate (bis am 11. Juli 2021) verlängert hat. 
Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 

8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
ausmachend CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdeführer ist durch Rechtsanwalt B.________ 
privat verteidigt. Zufolge seines Unterliegens hat er im Beschwerdeverfahren kei-
nen Anspruch auf eine Entschädigung. 

17

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, v.d. Rechtsanwalt Dr. B.________ (per 

Einschreiben)
- dem Regionalen Zwangsmassnahmengericht Berner Jura-Seeland, a.o. Gerichts-

präsident Q.________ (mit den Akten – per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________ (per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 7. Mai 2021 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.