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**Case Identifier:** 8c7feca0-1241-5036-bacf-0810b4f8acf3
**Source:** St. Gallen (entscheidsuche) (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.12.2025 AVI 2025/34
**Docket/Reference:** AVI 2025/34
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_AVI-2025-34_2025-12-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: AVI 2025/34

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: AVI - Arbeitslosenversicherung

Publikationsdatum: 03.02.2026

Entscheiddatum: 18.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 18.12.2025
Art. 8 Abs. 1 lit. e und Art. 13 sowie Art. 14 AVIG, Art. 11 AVIV Abweisung des 
Antrags auf Arbeitslosenenentschädigung erfolgte aufgrund von 
ungenügender Beitragszeit zu Recht. Berechnung von Beitragszeiten in 
einem Arbeitsverhältnis auf Abruf (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 18. Dezember 2025, AVI 2025/34).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/8 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung I 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 18. Dezember 2025 

Besetzung  Präsidentin Marie Löhrer, Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt 
Lehmann und Tanja Petrik-Haltiner; Gerichtsschreiberin Karin Kobelt  

   

Geschäftsnr.   AVI 2025/34 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

 
 

  gegen 

  K a n t o n a l e  A r b e i t s l o s e n k a s s e ,   
Geltenwilenstrasse 16/18, 9001 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Arbeitslosenentschädigung (Beitragszeit) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

AVI 2025/34 
 

 

2/8 

Sachverhalt 

A.  

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 5. Juni 2025 während einer noch bis 28. Juni 
2025 laufenden Rahmenfrist für den Leistungsbezug im Job-Room des Portals der 

Arbeitslosenversicherung zur Arbeitsvermittlung an und stellte bei der Kantonalen Arbeitslosenkasse 

(nachfolgend: ALK) Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 29. Juni 2025 (ALK-act. 97, ALK-act. 89, 

Eintrag vom 13. Juni 2025, und ALK-act. 72). Sie erklärte anlässlich des Erstgesprächs beim 

Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV), noch in einem Arbeitsverhältnis mit der B.___ zu 

stehen, jedoch keine Patienten und folglich keinen Verdienst zu haben (ALK-act. 89; vgl. auch 

Arbeitgeberbescheinigung vom 30. Juni 2025 in ALK-act. 78). Einem Arbeitsvertrag zufolge war die 
Versicherte vom 1. Mai 2023 bis 31. August 2023 als Projektmanagerin für D.___ tätig (ALK-act. 116; 

vgl. auch Zwischenverdienstbescheinigungen in ALK-act. 103 f., 107 f. und 113 f.). Einer 

Arbeitgeberbescheinigung vom 30. Juni 2025 ist zu entnehmen, dass die Versicherte vom 15. Mai 2024 

bis 30. November 2024 als Dentalhygienikerin im Stundenlohn für die C.___, Dr. med. dent. E.___, tätig 

war (ALK-act. 80 f.). 

A.b Mit Verfügung vom 24. Juli 2025 lehnte die ALK den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 
29. Juni 2025 ab, da die Versicherte mit den Arbeitsverhältnissen für D.___, die B.___ und die C.___ 

lediglich eine Beitragszeit von 8.7 Monaten nachweisen könne. Auch könne sie keinen Befreiungsgrund 

geltend machen (ALK-act. 56 ff.). 

A.c Dagegen erhob die Versicherte am 14. August 2025 unter Beilage weiterer Unterlagen 
Einsprache. Sie ersuchte um nochmalige Prüfung ihres Anspruchs unter Berücksichtigung der nun 

vollständig vorliegenden Dokumente (ALK-act. 45 ff.). Die ALK tätigte in der Folge Abklärungen bei der 

Trevitas Treuhand AG (Treuhandfirma der B.___; ALK-act. 42) und gewährte der Versicherten mit 

Schreiben vom 2. September 2025 das rechtliche Gehör zum Resultat dieser Abklärungen (ALK-act. 
41). Diese äusserte sich mit Schreiben vom 5. September 2025 (ALK-act. 35). 

A.d Am 29. September 2025 wies die ALK die Einsprache der Versicherten ab. Neu ging sie von einer 
Beitragszeit von 9.167 Monaten aus (2.093 Monate D.___, 6.607 Monate C.___ und 0.467 Monate 

B.___; ALK-act. 29 ff.). 

B.  

B.a Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde der Versicherten 
(nachfolgend: Beschwerdeführerin) vom 1. Oktober 2025 mit dem Antrag auf Überprüfung des 

angefochtenen Entscheids (act. G1). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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3/8 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 21. Oktober 2025 beantragt die ALK (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf ihren Einspracheentscheid vom 29. September 2025 die 

Abweisung der Beschwerde (act. G3). 

B.c Am 14. November 2025 reicht die Beschwerdeführerin eine weitere Eingabe mitsamt Beilagen 
ein (act. G5, 5.1 und 5.2). Diese Eingabe stellt das Gericht der Beschwerdegegnerin am 17. November 
2025 zur Kenntnis zu (act. G6). 

B.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit entscheidwesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.   

Erwägungen 
1.  

Streitig ist die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht den Antrag der Beschwerdeführerin auf 

Arbeitslosenentschädigung ab 29. Juni 2025 wegen Nichterfüllung der Mindestbeitragszeit und 

fehlender Befreiungsmöglichkeit von der Beitragszeit abgelehnt hat. 

1.1 Nach Art. 8 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) hat die versicherte Person Anspruch auf 

Arbeitslosenentschädigung, wenn sie unter anderem ganz oder teilweise arbeitslos ist. Als ganz 

arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und eine Vollzeitbeschäftigung sucht. Als teilweise 

arbeitslos gilt, wer in keinem Arbeitsverhältnis steht und lediglich eine Teilzeitbeschäftigung sucht oder 

eine Teilzeitbeschäftigung hat und eine Vollzeit- oder eine weitere Teilzeitbeschäftigung sucht (Art. 10 

Abs. 1 und 2 AVIG). 

1.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG setzt der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung des Weiteren 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung 
der Beitragszeit befreit ist.  

1.3 Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 
AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 

Abs. 1 AVIG).  

1.4 Was unter einer beitragspflichtigen Beschäftigung zu verstehen ist, ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 
lit. a AVIG. Danach ist für die Arbeitslosenversicherung beitragspflichtig, wer nach dem Bundesgesetz 

über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) obligatorisch versichert und für 

Einkommen aus unselbständiger Tätigkeit beitragspflichtig ist, d.h. einen massgebenden Lohn im Sinne 

von Art. 5 Abs. 2 AHVG bezieht. Als Beitragszeit werden auch Zeiten angerechnet, in denen die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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4/8 

versicherte Person zwar in einem Arbeitsverhältnis steht, aber wegen Krankheit (Art. 3 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, SR 830.1]) oder 

Unfall (Art. 4 ATSG) keinen Lohn erhält und daher keine Beiträge bezahlt (Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG). 

1.5 Gemäss Art. 11 Abs. 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die 
Insolvenzentschädigung (AVIV; SR 837.02) zählt als Beitragsmonat jeder volle Kalendermonat, in dem 
die versicherte Person beitragspflichtig ist. Beitragszeiten, die nicht einen vollen Kalendermonat 

umfassen, werden zusammengezählt, wobei je 30 Kalendertage als ein Beitragsmonat gelten (Art. 11 

Abs. 2 AVIV). Wird eine beitragspflichtige Beschäftigung nicht auf Beginn eines Kalendermonats 

aufgenommen bzw. nicht auf Ende eines Kalendermonats beendet, werden die entsprechenden 

Werktage mit dem Faktor 1.4 in Kalendertage umgerechnet (ARV 1992 Nr. 1 S. 70 E. 3; BGE 121 V 

165 E. 2b). Die Beitragszeit von Teilzeitbeschäftigten wird nach den gleichen Regeln ermittelt wie bei 

Arbeitnehmenden mit Vollzeitbeschäftigung. Übt die versicherte Person gleichzeitig mehrere 

Teilzeitbeschäftigungen aus, so wird die Beitragszeit nur einmal gezählt (Art. 11 Abs. 4 AVIV).  

1.6 Nach der Rechtsprechung und Lehre ist für die Bestimmung der Beitragsmonate die formale 
Dauer des Arbeitsverhältnisses entscheidend. Falls eine arbeitnehmende Person regelmässig oder 

unregelmässig eine Arbeitsleistung im Rahmen eines sich über mehrere Monate erstreckenden 

Arbeitsverhältnisses erbringt, so gilt jeder Kalendermonat, in dem Arbeit geleistet wird, als 

Beitragsmonat, während jene Kalendermonate innerhalb dieses Arbeitsverhältnisses ausser Betracht 
fallen, in denen die arbeitnehmende Person an gar keinem Tag gearbeitet hat (BGE 121 V 165 E. 2c/bb 

mit Hinweis; THOMAS NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Rz. 212). Werden unregelmässige 

Einsätze im Rahmen eines einzigen Arbeitsvertrages geleistet (z. B. Abrufarbeitsverhältnis), sind alle 

Monate, in denen gearbeitet worden ist, als ganze Beitragsmonate anzurechnen. Dies gilt auch dann, 

wenn in einem Monat nur wenige oder sogar nur ein Tag und im vorangehenden bzw. nachfolgenden 

Monat nicht gearbeitet wurde. Monate in denen gar nicht gearbeitet wurde, gelten nicht als Beitragszeit 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 26. August 2008, 8C_20/2008, E. 4.2, und vom 29. Januar 2009, 

8C_836/2008, E. 2.2). Nur wenn das Arbeitsverhältnis im Verlauf eines Monates aufgenommen bzw. 

beendet wird, berechnet sich die Beitragszeit erst ab Zeitpunkt der Aufnahme bzw. bis Beendigung der 

Arbeit nach Art. 11 Abs. 2 AVIV (Proratisierung; AVIG-Praxis ALE Rz. B150a). 

1.7 Von der Erfüllung der Beitragszeit ist gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. b AVIG befreit, wer innerhalb der 
Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem 

Arbeitsverhältnis stand und die Beitragszeit unter anderen wegen Krankheit (Art. 3 ATSG) nicht erfüllen 
konnte, sofern die Person während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatte. 

2.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/8 

2.1 Unbestritten ist vorliegend, dass die Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 29. Juni 2023 bis 28. 
Juni 2025 dauert (Art. 9 Abs. 1 und 3 AVIG). Des Weiteren ist unbestritten, dass eine Beitragszeit von 

2.093 Monaten (29. Juni bis 31. August 2023) aus dem Arbeitsverhältnis mit D.___ zu berücksichtigen 

ist. Umstritten sind insbesondere die Berechnungen der jeweiligen Beitragszeit aus dem 

Arbeitsverhältnis mit der C.___ und aus der Tätigkeit für die B.___.  

2.2 In Bezug auf das Arbeitsverhältnis mit der C.___ berücksichtigte die Beschwerdegegnerin eine 
Beitragszeit von 6.607 Monaten für die Zeit vom 15. Mai bis 30. November 2024 (ALK-act. 31). Die 

Beschwerdeführerin macht beschwerdeweise geltend, dass dieses Arbeitsverhältnis nur bis 

31. Oktober 2024 gedauert habe (act. G1). Laut bei den Akten liegender Arbeitgeberbescheinigung der 

C.___ vom 30. Juni 2025 war die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 15. Mai bis 30. November 2024 

für diese tätig, wobei der letzte Arbeitstag der 30. November 2024 gewesen und die Lohnzahlung 

ebenfalls bis zu diesem Tag erfolgt sei (ALK-act. 80 f.). Da – wie vorstehend in E. 1.5 ausgeführt – 

Beitragszeit für einen bestimmten Zeitraum auch dann nur einmal berücksichtigt werden kann, wenn 

zwei Arbeitsverhältnisse parallel ausgeübt werden, ist ohne Relevanz, ob der Beschwerdeführerin für 

November 2024 die Beitragszeit von einem ganzen Monat aus diesem Arbeitsverhältnis oder aus jenem 

mit der B.___ angerechnet wird. Folglich erübrigen sich Weiterungen hierzu und es ist gestützt auf die 

Angabe der Beschwerdeführerin von einer Beitragszeit bei der C.___ von jedenfalls 5.607 Monaten (15. 

Mai bis 31. Oktober 2024) auszugehen.  

2.3  

2.3.1 Mit der B.___ schloss die Beschwerdeführerin am 6. September 2024 einen 
„Teilzeitarbeitsvertrag im Stundenlohn“ als Dentalhygienikerin ab 30. September 2024. Darin wurde 

vereinbart, dass die Arbeitszeit variabel sei. Diese werde voraussichtlich 8 Stunden pro Woche 

betragen. Die Einsatzzeiten würden vorgängig abgesprochen (ALK-act. 65). Laut 

Arbeitgeberbescheinigung handelt es sich um eine Anstellung auf Abruf mit einer vertraglichen 

Normalarbeitszeit der Beschwerdeführerin von 0 Stunden pro Woche (ALK-act. 78). 

2.3.2 Gemäss der Arbeitgeberbescheinigung der B.___ vom 30. Juni 2025 war die Beschwerdeführerin 
vom 30. September bis 21. November 2024 für diese Arbeitgeberin tätig (ALK-act. 78). Die Abklärungen 

der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einspracheverfahrens ergaben jedoch, dass die 

Beschwerdeführerin auch am 14. April 2025 noch einen Einsatz für die B.___ geleistet hat (ALK-act. 

42). Sodann zeigen die Akten, dass weder die Beschwerdeführerin noch die B.___ dieses 

Arbeitsverhältnis aufgelöst haben (ALK-act. 78 und act. G1). Angesichts des Abrufcharakters dieses 

Arbeitsverhältnisses stellte sich die Beschwerdegegnerin bei der Anmeldung zum Taggeldbezug per 
29. Juni 2025 zu Recht nicht auf den Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin noch in einem 

Arbeitsverhältnis stehe und folglich nicht arbeitslos sei (vgl. die entsprechenden Ausführungen im 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/8 

Einspracheentscheid in ALK-act. 31), sondern ging von einer faktischen Beendigung dieses 

Arbeitsverhältnisses aus. Nicht gefolgt werden kann ihr demgegenüber bei dem von ihr gewählten 

Zeitpunkt der faktischen Beendigung am 14. April 2025 (vgl. ALK-act. 31). Die B.___ scheint gegenüber 

der Beschwerdeführerin nicht kommuniziert zu haben, dass keine Einsätze für sie mehr vorgesehen 

seien, weshalb sie von einem Weiterbestehen dieses Arbeitsvertrags ausgehen durfte. Vor diesem 
Hintergrund ist erst anlässlich der Anmeldung der Beschwerdeführerin vom 5. Juni 2025 auch von ihrer 

Seite her von einem Beendigungswillen hinsichtlich dieses Arbeitsverhältnisses auszugehen.  

2.3.3 Angesichts des folglich über den April 2025 hinaus andauernden Arbeitsverhältnisses zwischen 
der Beschwerdeführerin und der B.___ ist der Beschwerdeführerin im Monat April 2025 nicht nur die 

Zeit bis zu ihrem Einsatz am 14. April 2025 als Beitragszeit anzurechnen, sondern der ganze Monat 

April 2025 (vgl. vorstehende E. 1.6). Für eine Anrechnung von weiteren Beitragszeiten besteht 

demgegenüber kein Raum, nachdem auch die Beschwerdeführerin nicht geltend macht, weitere 

Einsätze für die B.___ geleistet zu haben, und Monate ganz ohne Einsätze trotz bestehendem 

Arbeitsvertrag nicht berücksichtigt werden dürfen (vgl. vorstehende E. 1.6).  

2.3.4 Die Beschwerdeführerin stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass ihr zusätzlich Zeiten von 
Arbeitsunfähigkeit während dem mit der B.___ bestehenden Arbeitsverhältnis als Beitragszeit 

anzurechnen seien. Art. 13 Abs. 2 lit. c AVIG setze nämlich die Zeit, in der die versicherte Person in 

einem Arbeitsverhältnis stehe, aber wegen Krankheit keinen Lohn erhalte und daher keine Beiträge 
entrichte, der Beitragszeit gleich. Sie habe von Dezember 2024 bis März 2025 aufgrund einer 

medizinischen Rehabilitation keine Patienten behandeln können (act. G1). Für die Zeit vom 15. Januar 

bis 15. März 2025 legt die Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ins Recht (act. 

G1.4). Sodann liegt eine Bestätigung von Dr. med. dent. F.___ & Kollegen vom 8. August 2025 bei den 

Akten, laut welcher die Beschwerdeführerin sich am 1. und 3. April, 13., 15., 20. und 21. Mai sowie am 

1. Juni 2025 in einer zahnärztlichen Behandlung befunden hat (ALK-act. 46). Art. 13 Abs. 2 Bst. c AVIG 

gilt für Krankheits- und Unfallfälle im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses, wenn der Lohnanspruch 

erloschen ist oder wenn der Verdienstausfall durch Taggelder einer Versicherung übernommen und 

ausgeglichen wird, die nicht beitragspflichtig sind (Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2015, 

8C_645/2014, E. 2). Dies entspricht angesichts des Abrufcharakters des Arbeitsverhältnisses zwischen 

der Beschwerdeführerin und der B.___ nicht der vorliegenden Konstellation, in welcher mangels 

Arbeitsleistung und auch mangels Abrufs kein Lohnanspruch entstand. Laut Auskunft der B.___ gab es 

nach dem 21. November 2024 (mit Ausnahme vom 14. April 2025; vgl. vorstehende E. 2.3.3) keine 

Arbeit mehr für die Beschwerdeführerin (ALK-act. 78). Obwohl die Beschwerdeführerin nur für die Zeit 
von Mitte Januar bis Mitte März 2025 eine Arbeitsunfähigkeit nachweist und an einzelnen Tagen 

zwischen dem 1. April und dem 1. Juni 2025 zahnärztliche Behandlungen ausgewiesen sind, fanden 

auch vom 21. November 2024 bis 14. Januar 2025 und vom 16. März 2025 bis 13. April 2025 keine 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/8 

Einsätze bei der B.___ statt. Dass die Beschwerdeführerin während ihrer Arbeitsunfähigkeit abgerufen 

worden wäre und solche Einsätze krankheitshalber abgelehnt hat, macht zudem auch sie nicht geltend. 

Damit war jedoch die Krankheit nicht kausal dafür, dass die Beschwerdeführerin in dieser Zeit keine 

Einsätze leistete. Einen Lohnanspruch gegenüber der B.___ hätte die Beschwerdeführerin angesichts 

der kurzen Dauer des Abrufsverhältnisses zudem wohl mangels zugesicherter Mindestarbeitszeit 
respektive Mindestentschädigung nur mittels Arbeitseinsätzen zu generieren vermögen, eine 

Entschädigung während Krankheit stand ihr von Seiten der B.___ soweit ersichtlich nicht zu, zumindest 

ist nichts Entsprechendes aktenkundig.  

2.3.5 Insgesamt kann der Beschwerdeführerin nach dem Gesagten eine Beitragszeit von maximal 2 
Monaten (1. bis 30. November 2024 und 1. bis 30. April 2025) aus ihrem Arbeitsverhältnis mit der B.___ 

AG angerechnet werden. 

2.4 Mit den drei Arbeitsverhältnissen (vgl. vorstehende E. 2.1, E. 2.2 und E. 2.3.5) hat die 
Beschwerdeführerin eine Beitragszeit von total 9.7 Monaten (2.093 plus 5.607 plus 2) generiert. 

Demzufolge erfüllt die Beschwerdeführerin die Mindestbeitragszeit von 12 Monaten innerhalb der 

zweijährigen Rahmenfrist vom 29. Juni 2023 bis 28. Juni 2025 nicht. 

2.5 Für die Zeit vom 15. Januar bis 15. März 2025, also für 2 Monate, vermag die Beschwerdeführerin 
den Befreiungsgrund einer vollzeitlichen Krankheit nachzuweisen (act. G1.4; vgl. vorstehende E. 1.7). 

Gemäss Rechtsprechung ist eine Kumulation ungenügender Beitragszeit mit Zeiten, für welche die 
versicherte Person von der Erfüllung der Beitragszeit befreit war, jedoch ausgeschlossen, weshalb es 

nicht möglich ist, fehlende Beitragszeiten mit Zeiten der Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit 

aufzufüllen und umgekehrt (BGE 141 V 677 ff. E. 4.1 mit Hinweisen). Deshalb könnten die zwei Monate 

Arbeitsunfähigkeit auch nicht unter diesem Titel bei der Beitragszeit berücksichtigt werden. Weitere 

Befreiungsgründe sind nicht ersichtlich und werden auch nicht geltend gemacht. 

3.  

Die Beschwerdegegnerin hat den Antrag der Beschwerdeführerin auf Arbeitslosenentschädigung ab 

29. Juni 2025 nach dem Dargelegten zu Recht abgelehnt, weshalb die Beschwerde im Sinne der 

vorstehenden Erwägungen abzuweisen ist. Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im 

AVIG keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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8/8 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

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		2026-02-04T03:55:56+0100
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