# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74eb6dd5-bfce-5c1e-adc5-12df5c8bf034
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 17.03.2025 UE230394
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE230394_2025-03-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE230394-O/U/REA

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

A. Meier, Oberrichter lic. iur. A. Flury und Gerichtsschreiber  

lic. iur. L. Künzli

Beschluss vom 17. März 2025

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____, 

gegen

1. B._____, 
2. C._____, 
3. D._____, 
4. E._____, 
5. Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 

Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, 

2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Z._____, 

3 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. YY._____, 

4 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. ZZ._____, 

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betreffend Einstellung etc.  

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung und den Beweisergänzungs-
entscheid der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, je vom 25. Septem-
ber 2023, A-1/2018/...

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Erwägungen:

I.

Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (vorliegend: Beschwerdegegne-

rin 5, nachstehend: Staatsanwaltschaft) führte seit 2017 gegen B._____, C._____ 

(vorliegend: Beschwerdegegner 1 und 2) und weitere (Mit-)Beschuldigte eine 

Strafuntersuchung wegen gewerbsmässigen Betrugs etc. zum Nachteil (u.a.) der 

A._____ (vorliegend: Beschwerdeführerin) (Untersuchung A-1/2017/...).

Am 26. Oktober 2020 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage bei der 9. Abteilung 

des Bezirksgerichts Zürich. Das Urteil erging am 11. April 2022 und das Nach-

tragsurteil (betreffend Schicksal der beschlagnahmten Vermögenswerte) am 

22. August 2022. Dagegen legten sämtliche Parteien Berufung an das Oberge-

richt des Kantons Zürich ein. Mit (Rückweisungs-)Beschluss vom 25. Januar 2024 

hob die I. Strafkammer als zuständige Berufungskammer das bezirksgerichtliche 

Urteil vom 11. April 2022 und das Nachtragsurteil vom 22. August 2022 zufolge 

mangelhafter Anklage auf. Sie wies die Sache direkt an die Staatsanwaltschaft 

zur Verbesserung zurück mit dem Hinweis, dass die Rechtshängigkeit zurück an 

die Staatsanwaltschaft gehe (SB230113-O, abrufbar in anonymisierter Form unter 

https://www.gerichte-zh.ch/entscheide).

Die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich hat den obergerichtlichen (Rück-

weisungs-)Beschluss mit Beschwerde in Strafsachen am 19. März 2024 ans 

Schweizerische Bundesgericht weitergezogen. Der Antrag lautete auf Aufhebung 

des angefochtenen Entscheids und Zulassung der bisherigen Anklage bzw. Wei-

terführung des Berufungsverfahrens. Dieses Verfahren (BGer 7B_256/2024, 

7B_347/2024) konnte das Bundesgericht mittlerweile mit Urteil vom 17. Februar 

2025 erledigen. Es hiess die Beschwerde der Oberstaatsanwaltschaft gut und 

wies die Sache zur Durchführung des Berufungsverfahrens an das Obergericht 

zurück.

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II.

1.1 a) In der vorerwähnten (Haupt-)Strafuntersuchung (A-1/2017/…) nahm die Be-

schwerdeführerin im Jahr 2020 Einsicht in die Untersuchungsakten. Dabei stiess 

sie auf eine ihrer Ansicht nach verdächtige Handnotiz des Beschwerdegegners 2 

aus dem Jahr 2015 (mutmassliches Datum: 16. September 2015). Die Notiz trägt 

den Titel "F._____-Modell …/…" und hat folgenden Inhalt:

[… Abbildung einer Notiz]

Das Kürzel "…" steht unbestrittenermassen für B._____ bzw. den Beschwerde-

gegner 1 und "…" für C._____ bzw. den Beschwerdegegner 2. Die Notiz schien 

skizzenartige Angaben zu einem geschäftlichen Beteiligungsmodell an der 

F._____ AG (kurz: F._____ AG) zu enthalten. Dabei handelt es sich um ein Unter-

nehmen aus der Finanztechnologie, das sich auf derivative Anlageprodukte spezi-

alisiert hat.

b) Die Notiz liess die Beschwerdeführerin aufhorchen. Sie hatte sich als Bank (mit 

dem Beschwerdegegner 1 als ihrem damaligen CEO mit Organstellung) im Deri-

vatemarkt ein Standbein aufbauen wollen und sich hierzu bereits ab 2012 als Akti-

onärin an der F._____ AG beteiligt. Gleichzeitig unterstützte sie die F._____ AG 

als Bank, indem sie eine Kreditlinie bis zu Fr. 600 Mio. und unlimitierte Garantien 

zu deren Gunsten gesprochen hatte. Weiter war der Beschwerdeführerin als Ge-

schäftspartnerin und Investorin der F._____ AG wichtig, dass das Know-how von 

zwei der insgesamt vier Gründungsaktionären der F._____ AG erhalten bleibt. Die 

Beschwerdegegner 3 und 4 sollten möglichst langfristig eingebunden werden kön-

nen, um den zukünftigen Geschäftserfolg der F._____ AG und damit auch den Er-

folg der Investition und Strategie der Beschwerdeführerin zu gewährleisten.

Zu diesem Zweck hatte die Beschwerdeführerin – so die grundsätzlich unbestrit-

tene Ausgangslage – den Beschwerdegegnern 3 und 4 in den Jahren 2014 und 

2015 (eingebettet in verschiedene Vereinbarungen und Optionsgeschäfte) direkt 

oder indirekt mehrere Zahlungen in Millionenhöhe überwiesen. Darüber hinaus 

hat sie den Beschwerdegegnern 3 und 4 im Jahr 2015 auch eine Erfolgsbeteili-

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gung von 20% (am Mehrwert) eingeräumt, falls der Börsenwert ihres damaligen 

Aktienanteils von 27% an der F._____ AG bis ins Jahr 2025 auf über Fr. 1 Mia. 

ansteigen sollte, wobei der Wert jenes 27%-Anteils im Jahr 2015 bei ca. Fr. 960 

Mio. gelegen hatte.

1.2 Ausgehend von dieser zumindest in den Grundzügen unbestrittenen Sachlage 

und angesichts dessen, dass der Inhalt der Notiz offensichtlich einen Zusammen-

hang mit der den Beschwerdegegnern 3 und 4 eingeräumten Erfolgsbeteiligung 

erkennen liess, hegte die Beschwerdeführerin im Kontext mit der (Haupt-)Strafun-

tersuchung A-1/2017/... den Verdacht, dass sich die Beschwerdegegner 1 und 2 

(wie verdachtsweise in ähnlich gelagerten anderen Fällen [vgl. nachstehend 

E. IV.4.3/b]) auch im Zuge der Akquisition und Finanzierung der F._____ AG per-

sönlich oder privat (d.h. hinter dem "Rücken" der Beschwerdeführerin in betrügeri-

scher Weise oder in ungetreuer Geschäftsbesorgung) bereichert haben könnten. 

Insbesondere erschien die Formulierung "Beteiligung von 4 % (insgesamt 20 %) 

an Kapitalisierung F._____ > 1.0 Mrd.* im Zeitpunkt 2025." verdächtig. Gestützt 

darauf hielt es die Beschwerdeführerin für naheliegend, dass sich die Beschwer-

degegner 1 und 2 bei den Beschwerdegegnern 3 und 4 eine "Schattenbeteili-

gung" (oder Unterbeteiligung) von 4% an der von der Beschwerdeführerin einge-

räumten Erfolgsbeteiligung von 20% am Geschäftserfolg der F._____ AG im Jahr 

2025 ausbedungen haben könnten (d.h. 4% von 20% am Mehrwert).

2.1 Grundsätzlich teilte die Staatsanwaltschaft diesen Verdacht. Sie stellte aber 

den Sachverhalt "F._____ AG" im Rahmen der (Haupt-)Strafuntersuchung A-

1/2017/ ... aus Ressourcengründen zurück, bis sie am 6. April 2023 zu diesem 

Komplex eine separate Strafuntersuchung mit der Nummer A-1/2018/... gegen die 

Beschwerdegegner 1-4 eröffnete (Urk. 22/11010001 ff.). Als Haupttäter stand der 

Beschwerdegegner 1 (als damaliger CEO der Beschwerdeführerin) im Fokus und 

die Beschwerdegegner 2-4 wurden der Gehilfenschaft verdächtigt (vgl. Urk. 

22/31010005 [Ermittlungsauftrag vom 17. April 2023 S. 5]).

2.2 a) Die fragliche Notiz bezog sich nach (unbestrittener) Ansicht der Staatsan-

waltschaft auf (geschäftliche) Perspektiven im Jahr 2025 (vorstehend E. II.1.2 

Urk. 22/31010004 [Ermittlungsauftrag vom 17. April 2023 S. 4 unten]). Die in der 

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Notiz verdachtsweise skizzierte "Schattenbeteiligung" am Geschäftserfolg der 

F._____ AG konnte sich daher im Grunde genommen im damaligen Zeitpunkt der 

Untersuchung noch gar nicht realisiert haben. Trotzdem sah die Staatsanwalt-

schaft (mit der Beschwerdeführerin) im Gesamtzusammenhang auch einen hinrei-

chenden Tatverdacht dafür, dass die Beschwerdegegner 1 und 2 bereits früher im 

Fall der F._____ AG heimlich an Geldern partizipiert haben könnten. Konkret im 

Auge hatte die Beschwerdeführerin jene Zahlungen, die sie ab 2014 bis 2015 

zwecks Einbindung und Erhaltung als Know-how-Träger der F._____ AG direkt an 

die Beschwerdegegner 3 und 4 oder indirekt an die dem Beschwerdegegner 3 ge-

hörende G._____ LP geleistet hatte.

b) Die eben erwähnten Zahlungen lauteten wie folgt und beruhten (in den Grund-

zügen unbestritten) auf folgenden Vereinbarungen (und Optionsgeschäften) mit 

der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 22/31010003 f. [Ermittlungsauftrag vom 

17. April 2023 S. 3-4], Urk. 2 S. 6-7, Urk. 33 S. 6 ff.):

Option-C vom 12. August 2014: Call-Options-Vereinbarung betreffend Erwerb von 

Bezugsrechten durch die H._____ (kurz: H._____) als damalige 100%-Tochter 

der Beschwerdeführerin von den Beschwerdegegner 3 und 4. Daraus resultierte 

je eine Zahlung der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegner 3 und 4 von 

ca. Fr. 6 Mio. im August 2014.

Option-A vom 23. Juli 2015: Lock-Up- und Put-Options-Vereinbarung bis 2020 mit 

der Beschwerdeführerin als Call-Berechtigte und den Beschwerdegegnern 3 und 

4 als Put-Berechtigte. Daraus resultierte je eine Zahlung der Beschwerdeführerin 

an die Beschwerdegegner 3 und 4 von Fr. 12.5 Mio. im Juli 2015.

Sog. "Monetarisierungsstrategie" vom September 2015: Einräumung einer Er-

folgsbeteiligung von 20% (am Mehrwert), falls der Börsenwert des damaligen Ak-

tienanteils von 27% der Beschwerdeführerin an der F._____ AG bis ins Jahr 2025 

auf über Fr. 1 Mia. ansteigt (vgl. vorstehend: E. II.1.1/b).

Option-B vom 25. November 2015: Call-Options-Vereinbarung bis 2025 mit der 

Beschwerdeführerin als Call-Berechtigte und den Beschwerdegegnern 3 und 4 als 

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Put-Berechtigte. Daraus resultierte je eine Zahlung der Beschwerdeführerin an die 

Beschwerdegegner 3 und 4 von ca. Fr. 11 Mio. im Dezember 2015.

Ausgleichszahlungen von der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegner 3 

und 4 als Gründungsaktionäre im Dezember 2015 von je ca. Fr. 640'000.–.

2.3 Der weitere Ermittlungsansatz der Staatsanwaltschaft in Bezug auf die mögli-

cherweise bereits früher erfolgte heimliche Beteiligung der Beschwerdegegner 1 

und 2 bestand nun darin, dass erfahrungsgemäss bei solchen Zahlungen der An-

teil des oder der stillen Teilhaber – vorliegend wären dies die Beschwerdegeg-

ner 1 und/oder 2 – zeitnah gesamthaft oder aufgeteilt direkt oder indirekt an diese 

weiterüberwiesen wird. Die Analyse von erheblichen Lastschriften zulasten der 

begünstigten Bankverbindung im Zeitraum von sechs Monaten nach der jeweili-

gen Gutschrift war deshalb nach Ansicht der Staatsanwaltschaft geeignet, dar-

über Klarheit zu schaffen, ob die Gutschrift(en) an die Beschwerdegegner 3 und 4 

(bzw. an die von ihnen beherrschten Gesellschaften) mit einer "Schattenbeteili-

gung" zugunsten der Beschwerdegegner 1 und 2 belastet war(en), d.h. einschlä-

gige Zahlungen davon im besagten Zeitraum wieder abflossen oder nicht.

Entsprechend erliess die Staatsanwaltschaft am 17. April 2023 neben einem poli-

zeilichen Ermittlungsauftrag auch sechs Editionsverfügungen an die involvierten 

Banken mit den begünstigten Konten der Beschwerdegegner 3 und 4 (konkret an 

die A._____ betreffend A._____ I._____, die Bank J._____ als Rechtsnachfolge-

rin der K._____ AG und H._____ AG, die L._____ AG und die M._____ AG). Dies 

mit dem Ziel, die fraglichen Zahlungen zu eruieren und im vorstehenden Sinne auf 

verdächtige/einschlägige Weiterüberweisungen an die Beschwerdegegner 1 

und 2 zu analysieren (vgl. Urk. 22/31010006 [Ermittlungsauftrag vom 17. April 

2023 S. 6]; siehe z.B. 22/41020001 ff. [Edition von Bankunterlagen an Bank 

J._____ AG vom 17. April 2023, S. 1 ff.]).

2.4 a) Die Bankenermittlungen ergaben nach Ansicht der Staatsanwaltschaft 

keine Hinweise auf verdächtige Geldflüsse. Die polizeilichen Ermittlungen, die 

auch die Auswertung von Aufzeichnungen einbezogen haben, die in der (Haupt-) 

Strafuntersuchung A-1/2017/... erhoben worden waren, förderten jedoch insbe-

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sondere einen E-Mail-Verkehr vom 11. November 2015 zwischen den Beschwer-

degegnern 1 und 2 zutage (Urk. 22/31010742 ff.).

Am besagten Tag (um 05:01:15) schrieb der Beschwerdegegner 1 an den Be-

schwerdegegner 2 (Urk. 22/31010743):

"Lieber C._____ Ich habe dir zwei mails geschickt betreffend F._____ Aktien. - Call Option und 

Anwartschaft Agreement - Put Option und Lock up Agreement Diese Agreements beziehen sich 

nur auf E._____ (E._____). D._____ (D._____) schliesst die gleichen Verträge auch ab. Durch 

den Verkauf der Put Option und dem Lock up Agreement bis 2025 erhaltet E._____ eine Prämie 

zum heutigen Kurswert der F._____ Aktie von ca. 15 Mio CHF. Mit diesem Betrag kauft er von 

A._____ zwei Optionen auf Total 370'000 Aktien. Dadurch sind diese beiden Transaktionen aus-

geglichen und finanziell neutral. Zurzeit finden die Gespräche mit den Steuerbehörden N._____ 

statt, um auch ein Ruling zu bekommen. Zusätzlich hat er eine Anwartschaft auf eine Option mit 

92'325 Aktien bis zum 31.3.2016 mit A._____. Hier kommen wir jetzt ins Spiel. Diese Option ist zur 

Zeit rund 3.5 mio CHF wert. Im Unterschied zu E._____ habe ich keine Möglichkeit ein Put Op-

tion/Lock up Agreement abzuschliessen, da ich nur etwa 25'000 Aktien besitze. Das heisst, ich 

muss diese Prämie cash an A._____ bezahlen oder wir finden Möglichkeiten diese später zu be-

zahlen. Der gleiche Mechanismus gilt für D._____ mit dem Resultat, dass wir bis März 2016 rund 

7 Mio CHF finanzieren müssen. Zusätzlich stehen noch rund 1.5 Mio CHF für 1 % O._____ zur 

Diskussion. Ich werde versuchen, dich heute noch telefonisch zu erreichen. Lieber Gruss 

B._____"

Um "09:33:21" gleichentags antwortete der Beschwerdegegner 2 

(Urk. 22/31010745):

"Lieber B._____ Vielen Dank für die Infos. Verstehe den Meccano. Bei mir laufen im Moment die 

bekannten Investments, neu bis Anfang 2016 noch P._____ mit Q._____ als möglicher Exit Part-

ner. Da noch einmal CHF 3.5 Mio. mit einer 2025-Perspektive drauf zu setzen schränkt mich zu 

stark ein. Ich lebe von dem Geld und denke auch an andere Formen von Investitionen. Irgend-

wann scheint mir, ist es auch gut. Die CHF 7.0 Mio. müsstest du also aus deinen Erlösen 'I' über 
2016/17 finanzieren, ich wäre da nicht dabei. Was für mich ok ist. […]"

b) Den Inhalt dieser E-Mail konnte die Staatsanwaltschaft am 6. Juli 2023 zur 

Kenntnis nehmen (vgl. Urk. 6 S. 3 oben). In der Folge gelangte sie zur Auffas-

sung, dass sich ein hinreichender Verdacht für eine deliktsrelevante "Schattenbe-

teiligung" im Zusammenhang mit der F._____ AG nicht mehr aufrecht erhalten 

lasse.

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2.5 Am 24. Juli 2023 kündigte die Staatsanwaltschaft die Verfahrenseinstellung 

förmlich an (mit Begründung der Einstellungsprognose), setzte die Frist für mögli-

che Beweisanträge an und regelte die Akteneinsicht (vgl. Urk. 7 S. 2).

2.6 Die Beschwerdeführerin stellte am 18. August 2023 ihre Beweisanträge (und 

weitere prozessuale Anträge) (Urk. 2 S. 16 [Rz 49-52] i.V.m. Urk. 3/5). Am 

17. September 2023 erfolgte (ergänzend) eine weitere Eingabe der Beschwerde-

führerin in diesem Zusammenhang (vgl. Urk. 2 S. 17 [Rz 56]).

2.7 Die Staatsanwaltschaft stellte schliesslich das Verfahren gegen die Beschwer-

degegner 1-4 mit Verfügung vom 25. September 2023 betreffend Betrug etc. ein 

(Urk. 6). Dies, nachdem sie mit Beweisergänzungsentscheid vom gleichen Tag 

die Beweisanträge der Beschwerdeführerin rund um die Abklärung der Vorgänge 

bei der Akquisition und Finanzierung der F._____ AG abgewiesen hatte (Urk. 7).

3.1 Gegen die Einstellungsverfügung und den Beweisergänzungsentscheid legte 

die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. Oktober 2023 rechtzeitig Be-

schwerde ein. Sie beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügungen und 

die Fortführung der Strafuntersuchung unter Erhebung/Abnahme der von ihr be-

reits beantragten Beweise (Urk. 2 S. 2). Innert Frist ging die der Beschwerdefüh-

rerin auferlegte Kaution von Fr. 8'000.– bei der Obergerichtskasse ein (vgl. 

Urk. 10-12). Die Staatsanwaltschaft reichte mit Eingabe vom 15. November 2023 

eine Stellungnahme ein und beantragt die Abweisung der Beschwerde (Urk. 20 

und Urk. 22 [=Platzhalter und Aktenverzeichnis zu elektronisch übermittelten Un-

tersuchungsakten]). Der Beschwerdegegner 1 verzichtete am 20. November 2023 

auf eine Stellungnahme (Urk. 23). Der Beschwerdegegner 3 liess sich mit Ein-

gabe vom 20. Dezember 2023 vernehmen und beantragt die Abweisung der Be-

schwerde (Urk. 33). Die Beschwerdegegner 2 und 4 verzichteten stillschweigend 

auf eine Stellungnahme. Mit Eingabe vom 12. Februar 2024 replizierte die Be-

schwerdeführerin mit unveränderten Anträgen (Urk. 49).

3.2 Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

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III.

1. Neben der Einstellungsverfügung hat die Beschwerdeführerin vorliegend auch 

einen (ablehnenden) Beweisergänzungsentscheid gleichen Datums formell mit 

Beschwerde angefochten (Urk. 2 S. 1 und S. 18 [Rz 61]).

2.1 a) Die Ablehnung von Beweisanträgen durch die Staatsanwaltschaft ist in der 

Regel nicht anfechtbar (Art. 318 Abs. 2 und Art. 394 lit. b StPO). Sofern das Ver-

fahren in der Folge (wie hier) eingestellt wird, kann die Privatklägerschaft gegen 

die Einstellungsverfügung Beschwerde führen und geltend machen, ihr Anspruch 

auf rechtliches Gehör sei verletzt worden, bzw. die Voraussetzungen für die Ab-

lehnung der von ihr gestellten Beweisanträge seien nicht erfüllt gewesen (BuGer 

6B_995/2014, Urteil vom 1. April 2015, E. 5.2; BuGer 6B_1024/2018, Urteil vom 

7. Februar 2019, E. 3.1).

b) Entgegen dem gesetzlichen Wortlaut ist eine (selbstständige) Beschwerde ge-

gen Beweisergänzungsentscheide jedoch ausnahmsweise zulässig, wenn nicht 

sichergestellt ist, dass der Antrag ohne Rechtsnachteile vor dem erstinstanzlichen 

Gericht (Art. 394 lit. b StPO) oder mittels Beschwerde gegen eine Einstellungsver-

fügung wiederholt werden kann (a.a.O.; ZR 113 [2014] Nr. 87 E. II.2.1). Gemäss 

konstanter Rechtsprechung ist der in Art. 394 lit. b StPO genannte Rechtsnachteil 

gleichbedeutend mit dem nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von 

Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG. Ein solcher Nachteil liegt dann vor, wenn dieser auch 

durch einen nachfolgenden Entscheid nicht oder nicht mehr vollständig behoben 

werden kann (BGE 135 I 261 E. 1.2). Dies ist namentlich dann der Fall, wenn die 

Beweisabnahme keinen Aufschub verträgt, insbesondere weil sonst ein Beweis-

verlust droht (BuGer 1B_73/2014, Urteil vom 21. Mai 2014, E. 1.4).

2.2 a) In der Beschwerde wird zwar begründet, weshalb die beantragten Beweise 

für das Verfahren von wesentlicher Bedeutung seien (Urk. 2 S. 5). Hingegen wird 

nicht geltend gemacht, dass bei einem Zuwarten mit der Beweisabnahme ein Be-

weisverlust im vorstehenden Sinne drohen würde. Soweit die Beschwerdeführerin 

den Beweisergänzungsentscheid (formell und selbstständig) anficht und dessen 

Aufhebung beantragt, ist auf die Beschwerde daher nicht einzutreten.

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b) Ihre Vorbringen gegen die Ablehnung der Beweisanträge sind jedoch im Rah-

men der Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung materiell zu behandeln 

und zu prüfen.

3. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft unterliegt der Beschwerde 

ans Obergericht (Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). 

Die Beschwerde erfolgte form- und fristgerecht. Ebenso ist die Beschwerdelegiti-

mation (vgl. Art. 382 Abs. 1 StPO) der Beschwerdeführerin als Privatklägerin zu 

bejahen, nachdem die gegenständlichen Deliktsvorwürfe (Betrug, ungetreue Ge-

schäftsbesorgung) eine unmittelbare Schädigung ihres Vermögens als Bank auf-

grund der inkriminierten "Schattenbeteiligung" der Beschwerdegegner 1-4 als 

möglich erscheinen lassen (vgl. Urk. 2 S. 4 [Rz 8], vorstehend E. II.1.2). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten.

IV.

1. Die Begründung des ablehnenden Beweisergänzungsentscheids ist in Fallkon-

stellationen der vorliegenden Art als integraler Bestandteil der Begründung der 

Einstellungsverfügung zu betrachten (vgl. vorstehend E. III.2.2/b, s.a. Urk. 2 S. 19 

[Rz 63]). In diesem Sinne erwog die Staatsanwaltschaft zusammengefasst das 

Folgende (vgl. Urk. 6 und 7):

Aus der internen Untersuchung der Beschwerdeführerin im Jahr 2018 seien keine 

strafrechtlich relevanten Verfehlungen im Zusammenhang mit der F._____ AG 

entdeckt worden. Jedoch sei der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Aktenein-

sicht in der Hauptstrafuntersuchung ein handschriftlicher Eintrag in einem Notiz-

buch des Beschwerdegegners 2 aufgefallen, der anscheinend Bezug nehme auf 

einen Austausch mit dem Beschwerdegegner 1 vom 16. September 2015. Diese 

Notiz schaue voraus auf einen Zeitpunkt 2025 und beziehe sich somit auf die Op-

tionsgeschäfte, die damals (im Jahr 2015) ausgehandelt worden seien. Die Notiz 

enthalte u.a. die Informationen: "Beteiligung [Form?] von 4% (insgesamt 20%) an 

Kapitalisierung F._____ (80% A._____)". Dies habe einen konkreten Verdacht da-

für begründet, dass sich die Beschwerdegegner 1 und 2 Gedanken gemacht ha-

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ben könnten, ob sie – unter Umständen als "Schattenbeteiligung" – mit 4% am Er-

folg der F._____ AG partizipieren könnten. Obwohl sich die Notiz auf einen künfti-

gen Geldfluss im Jahr 2025 beziehe, sei die Verdachtslage im Sinne einer Reflex-

wirkung dieser Handnotiz auch hinreichend für Bankenermittlungen mit Bezug auf 

Geldflüsse in den Jahren 2014 und 2015 eingestuft worden. Einzig die Handnotiz 

vom 16. September 2015 sei massgeblich für die Überschreitung der Schwelle 

zum hinreichenden Tatverdacht gewesen. Das weitere Vorbringen der Beschwer-

deführerin sei zwar geeignet, die Bedeutung der Notiz zu unterstreichen, be-

gründe aber für sich genommen keinen hinreichenden Verdacht.

Der E-Mail-Verlauf vom 11. November 2015 beseitige die verdachtsbegründende 

Wirkung der Notiz vom 16. September 2015 nun aber vollends, so die Staatsan-

waltschaft weiter. Der Inhalt des E-Mail-Verkehrs, der sich ausserhalb der Server 

der Beschwerdeführerin bilateral zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 ab-

gespielt habe, spreche für sich. Aus dem E-Mail-Verkehr gehe hervor, dass der 

Beschwerdegegner 1 daran interessiert gewesen sei, F._____ AG-Optionsrechte 

zu erlangen, wie sie die Beschwerdegegner 3 und 4 von der Beschwerdeführerin 

erworben hätten, wobei sie den Preis der Option mit dem Erlös ihrer Verkäufe von 

F._____ AG-Aktien an die Beschwerdeführerin verrechnen wollten. Der Be-

schwerdegegner 1 habe anscheinend die Möglichkeit gehabt, solche Options-

rechte zum Preis von Fr. 7 Mio. zu kaufen, hätte aber dabei – wie er sich ausge-

drückt habe – "diese Prämie cash an A._____ bezahlen" müssen. Er habe des-

halb den Beschwerdegegner 2 angefragt, ob dieser sich hälftig an einem solchen 

Geschäft beteiligen wolle. Der Beschwerdegegner 2 habe abgelehnt und dem Be-

schwerdegegner 1 den folgenden Ratschlag gegeben: "Die CHF 7.0 Mio. müss-

test du also aus deinen Erlösen 'I' über 2016/17 finanzieren; ich wäre da nicht da-
bei." Der Ausdruck "Erlöse 'I' über 2016/17" lasse sich in Beziehung zu einem Be-
weisergebnis aus der Strafuntersuchung A-1/2017/... bringen und habe keinerlei 

Zusammenhang mit den Beschwerdegegnern 3 und 4 oder der F._____ AG. 

Aus diesem E-Mail-Verkehr folge nach Ansicht der Staatsanwaltschaft weiter, 

dass sich der Beschwerdegegner 1 am 11. November 2015 eindeutig nicht mit 

dem Gedanken getragen habe, sich hinter dem Rücken der Beschwerdeführerin 

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an diesen Optionen zu beteiligen. Ebenso spreche die Diskussion über anderwei-

tige Liquiditätsquellen ("aus deinen Erlösen 'I'") dagegen, dass der Beschwerde-
gegner 1 Liquidität aus den damaligen Zahlungen der Beschwerdeführerin an die 

Beschwerdegegner 3 und 4 erhalten habe. Wäre ein Teil der Erlöse von den Be-

schwerdegegnern 3 und 4 im Jahr 2015 dem Beschwerdegegner 1 zugutegekom-

men, so wäre es gemäss der Denkweise, die sich im E-Mail-Verkehr vom 11. No-

vember 2015 manifestiert habe, auf der Hand gelegen, zunächst dieses Geld in 

die F._____ AG-Option zu reinvestieren und nur für eine allfällige Differenz zur Er-

reichung des Investitionsziels sonstige Liquiditätsquellen zu suchen. Es könne fer-

ner offenbleiben, ob die Beschwerdegegner 1 und 2 am 16. September 2015 im 

Grundsatz über dieselbe Perspektive gesprochen hätten, die auch den E-Mail-

Verkehr vom 11. November 2015 veranlasst habe, oder ob sie sich am 16. Sep-

tember 2015 noch überlegten, ob sie aus dem Handel für sich eine "Schattenbe-

teiligung" herausholen könnten. Wäre letzteres der Fall gewesen, so gehe aus 

dem E-Mail-Verkehr vom 11. November 2015 klar hervor, dass sich in jenem 

(späteren) Zeitpunkt eine solche Perspektive zerschlagen habe. Wenn nun die 

Beschwerdeführerin sinngemäss die Möglichkeit anspreche, dass es nach dem 

11. November 2015 doch noch zu einer Unrechtsvereinbarung gekommen sein 

könnte, so sei das rein hypothetisch. Es bestehe keine für Zwangsmassnahmen 

(beantragte Bankeneditionen) und überhaupt für die Fortsetzung der Untersu-

chung hinreichende Verdachtslage mehr.

2. Die Beschwerdeführerin vertritt in der Beschwerde einen gegenteiligen Stand-

punkt, insbesondere was die Bedeutung des E-Mail-Verkehrs vom 11. November 

2015 betrifft. Sie hält zusammengefasst dafür, dass der Anfangsverdacht nicht 

habe ausgeräumt werden können. Die Rückmeldungen der begünstigten Banken 

auf die Editionen seien unvollständig und/oder lückenhaft. Sie liessen daher nicht 

den Schluss zu, dass die von der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegner 

3 und 4 dorthin überwiesenen Gelder in der Folge nicht direkt oder indirekt an die 

Beschwerdegegner 1 und 2 (teilweise) weitgeleitet worden seien. Die Aufhebung 

der Einstellungsverfügung und die Fortführung der Strafuntersuchung unter Erhe-

bung der beantragten Beweise sei daher notwendig (vgl. Urk. 2 S. 18, S. 24 und 

S. 26/27).

- 14 -

3.1 a) Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO die vollstän-

dige oder teilweise Einstellung des Verfahrens, wenn: a) kein Tatverdacht erhärtet 

ist, der eine Anklage rechtfertigt; b) kein Straftatbestand erfüllt ist; c) Rechtferti-

gungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen; d) Prozessvorausset-

zungen definitiv nicht erfüllt werden können oder Prozesshindernisse aufgetreten 

sind; e) nach gesetzlicher Vorschrift auf Strafverfolgung oder Bestrafung verzich-

tet werden kann. Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich 

nach dem Grundsatz in dubio pro duriore zu richten. Danach darf eine Einstellung 

durch die Staatsanwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offen-

sichtlich fehlenden Prozessvoraussetzungen angeordnet werden. Hingegen ist, 

sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage kommt, Anklage zu er-

heben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch. Ist 

ein Freispruch genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, drängt sich in der 

Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhebung auf. Bei zwei-

felhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwaltschaft über die Stich-

haltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, sondern das zur materiel-

len Beurteilung zuständige Gericht (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1).

b) Sachverhaltsfeststellungen sind jedoch in Berücksichtigung des Grundsatzes in 

dubio pro duriore auch bei Einstellungen (bzw. bei dagegen erhobenen Be-

schwerden im Beschwerdeverfahren) zulässig, soweit gewisse Tatsachen klar 

bzw. zweifelsfrei feststehen, sodass im Falle einer Anklage mit grosser Wahr-

scheinlichkeit keine abweichende Würdigung zu erwarten ist. Der Staatsanwalt-

schaft (bzw. der Beschwerdeinstanz im Beschwerdeverfahren) ist es nur bei un-

klarer Beweislage untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen 

(BGE 143 IV 241 E. 2.3.2).

3.2 a) Der Untersuchungsgrundsatz verpflichtet die zuständige Strafbehörde, alle 

für die Beurteilung der Tat und der beschuldigten Person bedeutsamen Tatsa-

chen von Amtes wegen abzuklären, wobei sie die belastenden und entlastenden 

Umstände mit gleicher Sorgfalt zu untersuchen hat (Art. 6 Abs. 1 und 2 StPO). 

Weiter haben die Strafbehörden zur Wahrheitsfindung alle nach dem Stand von 

- 15 -

Wissenschaft und Erfahrung geeigneten Beweismittel einzusetzen, die rechtlich 

zulässig sind (Art. 139 Abs. 1 StPO).

Nach Art. 6 i.V.m. Art. 139 Abs. 1 StPO haben die Strafbehörden somit alle Be-

weismittel auszuschöpfen, die rechtlich zulässig und geeignet sind, einen Beitrag 

zur Wahrheitsfindung zu leisten. Diese Pflicht besteht unabhängig von Beweisbe-

gehren der Parteien, sie zwingt aber nur zur Erhebung von Beweisen, die nach 

Einschätzung der mit der Sache befassten Strafbehörde einen Beitrag zur Wahr-

heitsfindung zu erbringen vermögen (WOHLERS, Kommentar StPO, 3. Auflage, Zü-

rich u.a. 2020, N 1 ff. zu Art. 139 StPO). Die Parteien haben allerdings die Mög-

lichkeit, die Strafbehörden durch Beweisanträge zur Erhebung von Beweisen zu 

verpflichten. Das eröffnet ihnen die Chance, unabhängig davon auf den Umfang 

und die Richtung der Beweisaufnahme Einfluss zu nehmen, ob die Strafverfol-

gungsorgane die infrage stehende Beweisaufnahme auch von Amtes wegen für 

geboten erachten oder nicht (WOHLERS, Kommentar StPO, a.a.O., N 6 zu Art. 139 

StPO).

Die Pflicht zur Erforschung der materiellen Wahrheit (in Nachachtung von Art. 6 

i.V.m. Art. 139 Abs. 1 StPO) erfährt in Art. 139 Abs. 1 und 2 StPO eine Begren-

zung. Die Regelung, Beweise nicht zu erheben, wenn diese ungeeignet sind 

(Abs. 1) oder es um Tatsachen geht, die unerheblich, offenkundig, der Strafbe-

hörde bekannt oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind (Abs. 2), schränkt nicht 

nur die Pflicht der Strafbehörden zur Erforschung des Sachverhaltes von Amtes 

wegen ein, sondern beinhaltet gleichzeitig auch die Befugnis, entsprechende Be-

weisanträge der Verfahrensbeteiligten abzulehnen (WOHLERS, Kommentar StPO, 

a.a.O., N 12 zu Art. 139 StPO).

b) Vor diesem Hintergrund kommt es entscheidend darauf an, ob sich die Strafbe-

hörde noch im Bereich der von Amtes wegen zu erfüllenden Pflicht zur Wahrheits-

findung bewegt oder aber ein Beweisantrag vorliegt, dem nur dann nicht entspro-

chen werden muss, wenn ein tragfähiger Ablehnungsgrund (im Sinne von Art. 139 

Abs. 1 und 2 StPO) gegeben ist (GLESS, BSK StPO, 3. Auflage, Basel 2023, N 11 

zu Art. 139 StPO; WOHLERS, Kommentar StPO, a.a.O., N 7 zu Art. 139 StPO). Ein 

Beweisantrag (im eigentlichen oder engeren Sinne) liegt allgemein vor, wenn eine 

https://www.swisslex.ch/doc/previews/c8ee6963-0f15-45ee-9577-931b86ac0347%2C68348b0a-44a8-43cd-946a-a0907781e0ed/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/lawdoc/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/lawdoc/315c575f-b12a-4355-a1ad-3474409d0494/source/document-link

- 16 -

Partei den Antrag stellt, ein konkretes Beweismittel zum Nachweis eines bestimm-

ten Umstands (sog. Beweistatsache) zu verwenden. Zum Beispiel soll eine be-

stimmte Person als Zeuge zu einer von ihr gemachten (bestimmten) Beobachtung 

befragt werden. Fehlt es an der Benennung eines bestimmten Beweismittels 

und/oder einer Beweistatsache, liegt lediglich ein sog. Beweisermittlungsantrag 

vor, mit dem Ziel, den Untersuchungsgrundsatz (in eine bestimmte Richtung) zu 

lenken und/oder aktualisieren (vgl. WOHLERS, Kommentar StPO, a.a.O., N 7 zu 

Art. 139 StPO). Sieht sich die Strafbehörde mit einem Beweisermittlungsantrag 

konfrontiert, hat sie ihm zu folgen, wenn es vor dem Hintergrund der ihr von Am-

tes wegen obliegenden Pflicht zur Wahrheitsfindung als geboten erscheint (WOHL-

ERS, Kommentar StPO, a.a.O., N 7 zu Art. 139 StPO; s.a. forumpoenale 4/2012 

S. 210). Da dem Beweisermittlungsantrag ein grösserer Unbestimmtheitsfaktor 

anhaftet, kommt der Strafbehörde insoweit auch eine freiere Stellung bzw. grös-

sere Ermessensfreiheit als gegenüber eigentlichen Beweisanträgen zu. Letzteren 

ist dagegen auch dann stattzugeben, wenn der Sachrichter (bzw. die Staatsan-

waltschaft im Vorverfahren) den infrage stehenden Beweis nicht von sich aus er-

heben würde. Hier müsste sich der Sachrichter bzw. die Staatsanwaltschaft auf 

einen tragfähigen Ablehnungsgrund (im Sinne von Art. 139 Abs. 1 und 2 StPO) 

berufen können (vgl. WOHLERS, Kommentar StPO, a.a.O., N 7 zu Art. 139 StPO; 

s.a. HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, 

Basel 2005, § 55 Rz 7a m.H. auf RB [Kassationsgericht des Kantons Zürich] 1997 

Nr. 111; vgl. auch forumpoenale 4/2012 S. 211 und BGer 6B_1051/2019, Urteil 

vom 9. April 2020, E. 4.2; BGer 6B_1085/2019, Urteil vom 18. September 2020, 

E. 3.4.2).

3.3 a) Mit den Beweisanträgen vom 18. August 2023 verlangte die Beschwerde-

führerin von der Staatsanwaltschaft aufgrund der ihrer Ansicht nach unvollständi-

gen Rückmeldungen der bereits angeschriebenen Banken, dass sie bei der Bank 

J._____, der A._____ I._____ Genossenschaft und der M._____ nochmals mittels 

Editionsbegehren nachhakt, um verlässlicher eruieren zu können, ob bzw. inwie-

weit im fraglichen Zeitraum verdächtige Zahlungen an die Beschwerdegegner 1 

und 2 (weiter-)transferiert worden seien (vgl. Urk. 2 S. 16 [Rz 49-52] i.V.m. Urk. 

3/5). Darüber hinaus verlangte sie von der Staatsanwaltschaft mit ihrer damaligen 

- 17 -

Eingabe: "[…] h) Es sei in geeigneter Form (allenfalls rechtshilfeweise) in Erfah-

rung zu bringen, ob die offenbar B._____ zuzurechnenden Vermögenswerte, über 

welche R._____ Kenntnis zu haben scheint, mit den einschlägigen Geldflüssen 

zugunsten von D._____ und/oder E._____ in Verbindung stehen. i) Es sei ge-

stützt auf die bei der Staatsanwaltschaft verfügbaren Informationen im Zusam-

menhang mit allfälligen Vermögenswerten in den USA, die wirtschaftlich B._____ 

zuzuordnen sind oder über welche er mittels Vollmacht verfügen kann, bei der 

Bank J._____ (als Erwerberin der H._____ AG) eine Edition zu veranlassen." 

(a.a.O.).

b) Die Edition oder Herausgabe (Art. 265 StPO) bildet ähnlich wie die Durchsu-

chung (Art. 241 ff. StPO) eine Massnahme, um den Zugriff auf zu beschlagnah-

mende Objekte, namentlich Beweise, zu ermöglichen. Darüber, ob bereits der 

verfügten Edition bzw. Herausgabe Zwangsmassnahmencharakter im Sinne von 

Art. 196 f. StPO zukommt, bestehen in der Lehre unterschiedliche Meinungen 

(vgl. HEIMGARTNER, Zürcher Kommentar StPO, a.a.O., N 1 f. zu Art. 265 StPO; 

vgl. BOMMER/GOLDSCHMID, BSK StPO, a.a.O., N 1a zu Art. 265 StPO m.H.), wobei 

die Rechtsprechung des Bundesgerichts dahingehend verstanden wird, dass die 

einer Beschlagnahme vorangehende Edition von Bankunterlagen nicht zu den 

strafprozessualen Zwangsmassnahmen (im Sinne von Art. 196 f. StPO) gehöre, 

da es die Bank (in dieser Phase noch) selber in der Hand habe, ob sie die Unter-

lagen herausgeben wolle oder nicht (vgl. HEIMGARTNER, Zürcher Kommentar 

StPO, a.a.O., N 2 zu Art. 265 StPO m.H.).

c) Ungeachtet der Qualifikation einer Edition oder Herausgabe als Zwangsmass-

nahme ist vorliegend jedenfalls unbestritten und entscheidend, dass auch der Er-

lass einer Editions- oder Herausgabeverfügung einen hinreichenden Tatverdacht 

im Sinne von Art. 197 Abs. 1 lit. b StPO voraussetzt. Dies ergibt sich im Umkehr-

schluss auch daraus, dass eine Editions- oder Herausgabeverfügung ohne hinrei-

chend verdächtigte Anlasstat auf eine unzulässige oder verpönte "fishing expedi-

tion" (Beweisausforschung) hinauslaufen würde (vgl. etwa: BGE 139 IV 128 

E. 2.1).

- 18 -

d) Bei den von der Beschwerdeführerin in der Voruntersuchung gestellten und in 

der Beschwerde wiederholten "Beweisanträgen" (a.a.O.) handelt es sich eher 

nicht um Beweisanträge im engeren Sinne, wie es vorauszuschicken gilt. Es geht 

der Sache nach lediglich um Beweisermittlungsanträge. Die zu beweisenden Tat-

sachen sind zwar offenkundig klar umschrieben: Es soll mittels der Edition von 

Bankauszügen belegt werden, dass einschlägige Zahlungen an die Beschwerde-

gegner 1 und 2 erfolgten. Dass sich ein entsprechender Beleg findet, wird jedoch 

nicht behauptet, sondern lediglich vermutet oder erhofft. Dies entspricht im 

Grunde auch dem Ermittlungsansatz, der dem strafprozessualen Institut der Edi-

tion oder Herausgabe zugrunde liegt.

Die Beschwerdeführerin bemüht sich mit anderen Worten vorliegend darum, die 

Strafuntersuchung nochmals in eine bestimme Richtung zu lenken bzw. bereits 

(von Amtes wegen) getätigte Untersuchungshandlungen zu reaktivieren und zu 

vertiefen. Angesichts dessen bewegte sich die Staatsanwaltschaft bei der Beurtei-

lung der fraglichen "Beweisanträge" noch im Bereich der von Amtes wegen zu er-

füllenden Pflicht zur Wahrheitsfindung. Jedenfalls lagen keine eigentlichen Bewei-

santräge im engeren Sinn vor, denen sie nur dann nicht entsprechen musste, 

wenn ein tragfähiger Ablehnungsgrund (im Sinne von Art. 139 Abs. 1 und 2 StPO) 

gegeben war.

4.1 Die Staatsanwaltschaft hat dem E-Mail-Verkehr vom 11. November 2015 zwi-

schen den Beschwerdegegnern 1 und 2 bei der Frage, ob das Verfahren (man-

gels ausreichendem Verdacht) einzustellen sei oder allenfalls weitere Beweiser-

hebungen (im beantragten Sinne) angezeigt seien, eine entscheidende Bedeu-

tung beigemessen (E. IV.1; s.a. Urk. 2 S. 20 [Rz 64]).

4.2 Die Beschwerdeführerin vertritt in der Beschwerde wie gesagt eine gegentei-

lige Auffassung, insbesondere indem sie auf die nach dem 11. November 2015 

erfolgten Gegebenheiten hinweist. Vorab hält sie fest, dass der Beschwerdegeg-

ner 3 knapp einen Monat vor dem fraglichen Austausch vom 16. September 2015 

zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 und der daraus entstandenen Hand-

notiz dem Beschwerdegegner 1 seine "strategischen Überlegungen" unterbreitet 

habe. Am 20. September 2015 habe sich der Beschwerdegegner 2 beim Be-

- 19 -

schwerdegegner 1 per E-Mail erkundigt, ob er mit dem "Partizipationsmodell 

F._____" erfolgreich gewesen sei. Dies, nachdem der Verwaltungsrat der Be-

schwerdeführerin am 17. September 2015 u.a. die "Performance Fee" für die Be-

schwerdegegner 3 und 4 beschlossen habe (20% des Mehrwerts der F._____ 

AG-Beteiligung der Beschwerdeführerin im 2025). Der Beschwerdegegner 1 habe 

geantwortet: "Lieber C._____… Ja der VR A._____ hat es akzeptiert… Jetzt geht es noch an 

die Details… lieber gruss B._____ […] nicht schlecht oder?" Der Beschwerdegegner 2 wie-

derum habe gratuliert: "Das ist Spitze!!! Freut mich riesig. Dieses Geschick könnte die Banki-

ervereinigung ehrlich gesagt auch gut gebrauchen…". RA S._____  habe weiter am 9. No-

vember 2015 im Auftrag der Beschwerdegegner 3 und 4 einen überarbeiteten 

Entwurf der Call-Options-Vereinbarung an T._____ von der Beschwerdeführerin 

zugestellt. In Ziffer 3 dieses Entwurfs sei eine Anwartschaft für den Beschwerde-

gegner 4 auf 92'325 Call-Optionen auf F._____ AG-Aktien gegen Entgelt vorgese-

hen gewesen. Diese E-Mail von RA S._____ habe der Beschwerdegegner 3 noch 

am 9. November 2015 samt Anhängen an den Beschwerdegegner 1 weitergelei-

tet. Am 11. November 2015 habe der Beschwerdegegner 1 die Entwürfe der Call-

Options-Vereinbarung und Lock-Up und Put-Options-Vereinbarung in der Version 

P7 an den Beschwerdegegner 2 zugestellt. Ebenfalls am 11. November 2015 ge-

langte der Beschwerdegegner 1 an den Beschwerdegegner 2 mit dem Vorschlag, 

dass sie sich beide an dieser Option beteiligen sollten. Dazu hätten sie gemäss 

der damaligen Einschätzung des Beschwerdegegners 1 je Fr. 3.5 Mio. an die Be-

schwerdegegner 3 und 4 bezahlen müssen. Dies habe der Beschwerdegegner 2 

mangels Liquidität ablehnen müssen. Dies führe zur Vermutung, dass der Be-

schwerdegegner 1 infolge Geldmangels und weil der Beschwerdegegner 2 keine 

Finanzierung habe leisten wollen, eine andere Lösung gesucht habe, um an der 

Option der Beschwerdegegner 3 und 4 teilhaben zu können. Mutmasslich unter 

Mitwirkung des Beschwerdegegners 3 sei am 13. November 2015, also nur zwei 

Tage nach der angeblich entlastenden E-Mail vom 11. November 2015, eine Än-

derung in die Call-Options-Vereinbarung aufgenommen worden (Version V7-4). 

Darin sei der bisherige Vorschlag des Kaufs von 92'325 F._____ AG-Aktien mit-

tels Call-Option gelöscht worden. Statt dessen seien die Beschwerdegegner 3 

und 4 nunmehr berechtigt, 92'447 bzw. 20% der Call-Optionen zu erwerben und 

- 20 -

"an mit F._____ verbundene Personen zu verkaufen, zu transferieren oder zu 

übertragen". Insofern habe unter dem neuen Entwurf die Möglichkeit der entschä-

digungslosen Übertragung eines Fünftels der den Beschwerdegegnern 3 und 4 

zustehenden Optionsrechte an nahestehende Dritte bestanden. Kurz darauf, am 

25. November 2015, und ohne Kenntnisse der Beschwerdeführerin über die Kon-

takte zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 und den Beschwerdegegnern 3 

und 4, seien die beiden Vereinbarungen zwischen der Beschwerdeführerin und 

dem Beschwerdegegner 3 bzw. 4 im Sinne der Version V7-4 abgeschlossen und 

unterzeichnet worden. Vor diesem Hintergrund und wegen der engen zeitlichen 

Abläufe dränge sich der Verdacht auf, dass der Beschwerdegegner 1 und/oder 2 

unter Mitwirkung der Beschwerdegegner 3 und/oder 4 einen Weg gefunden hät-

ten, dank der neuen Ziff. 2 der Call-Options-Vereinbarung mit einem Fünftel zu 

partizipieren, wie es in der Handnotiz vom 16. September 2015 mutmasslich be-

reits festgehalten worden sei.

4.3 a) Was die Verdachtslage im vorliegenden Fall betrifft, ist mit der Staatsan-

waltschaft vorab das Folgende zu rekapitulieren: Der verdachtsbegründende Hin-

weis auf eine deliktsrelevante Schattenbeteiligung im Kontext mit der F._____ AG 

bestand allein in der besagten Handnotiz. Der mutmasslich verdeckte Anteil von 

4 % fokussierte auf eine geschäftliche Perspektive bzw. zukünftigen Wert der 

F._____ AG im Jahr 2025 ("Beteiligung von 4 % [insgesamt 20 %] an Kapitalisie-

rung F._____ 

> 1.0 Mrd.* im Zeitpunkt 2025."; vgl. vorstehend E. II.1.2). Weil sich dieser anvi-

sierte oder erhoffte zukünftige Wert der F._____ AG im damaligen Zeitpunkt der 

Untersuchung gar noch nicht realisiert haben konnte, erscheint es auch als wenig 

wahrscheinlich, dass die Beschwerdegegner 3 und/oder 4 unter diesem Aspekt 

bereits früher verdeckte Zahlungen an die Beschwerdegegner 1 und/oder 2 ge-

leistet haben könnten. Der kapitalisierte Wert der F._____ AG hätte im Jahr 2025 

ja durchaus auch weniger als Fr. 1.0 Mrd. betragen können. Insofern erstaunt es 

nicht, dass die Rückmeldungen der angeschriebenen Banken keine verdächtigen 

Zahlungen aufzudecken vermochten. Dies bleibt in der Beschwerde auch unange-

fochten, ebenso, dass der E-Mail-Verkehr zwischen dem Beschwerdegegner 1 

und 2 vom 11. November 2015 (vorstehend E. II.2.4/a) den Verdacht einer unzu-

- 21 -

lässigen "Schattenbeteiligung" (oder Unterbeteiligung) von 4% an der von der Be-

schwerdeführerin eingeräumten Erfolgsbeteiligung von 20% am Geschäftserfolg 

der F._____ AG im Jahr 2025 (d.h. 4% von 20% am Mehrwert) jedenfalls zu-

nächst wieder zu zerschlagen vermochte (vorstehend: E. II.1.2). Die in der Replik 

nochmals erwähnten und zitierten SMS-Nachrichten der Beschwerdegegner 1 

und 2 sind insofern zu wenig aussagekräftig (vgl. Urk. 49 S. 6-7). Genauso gut 

kann hier einfach die im Sinne der Beschwerdeführerin mit den Beschwerdegeg-

nern 3 und 4 ausgehandelte "Monetarisierungsstrategie" betreffend Einräumung 

einer Erfolgsbeteiligung von 20% (am Mehrwert) gemeint gewesen sein (vgl. vor-

stehend E. II.2.2/a-b). Dass dabei der Beschwerdegegner 1 und/oder 2 ihrer 

Freude über einen persönlichen Vorteil (in Form einer verdeckten finanziellen Be-

teiligung) Ausdruck gegeben haben könnten, erscheint nicht plausibel. Die Be-

schwerdegegner 1 und 2 schienen zwar interessiert, an der von der Beschwerde-

führerin eingeräumten Erfolgsbeteiligung der Beschwerdegegner 3 und 4 zu parti-

zipieren. Dies aber offensichtlich nicht in verdeckter Form, sondern mittels Kauf 

von entsprechenden Optionsrechten, die sie mutmasslich "cash an A._____ be-

zahlen" mussten (vgl. vorstehend E. IV.1, Urk. 6 S. 3 [Ziffer 5]). Die Möglichkeiten 

einer Finanzierung eines reellen Kaufs hätten sie im Nachhinein nicht zu diskutie-

ren gebraucht, wenn es ihnen zuvor gelungen wäre, sich gegenüber den Be-

schwerdegegnern 3 und 4 hinter dem Rücken der Beschwerdeführerin eine ver-

deckte Beteiligung auszubedingen.

b) Einhergehend mit der Entdeckung des E-Mail-Verkehrs vom 11. November 

2015 am 6. Juli 2023 durch die Staatsanwaltschaft verlor auch der weitere Ver-

dacht, wonach sich die Beschwerdegegner 1 und 2 allenfalls an den zuvor in den 

Jahren 2014/2015 an die Beschwerdegegner 3 und 4 erfolgten Zahlungen (vgl. 

E. II.2.2/b) in unzulässiger Weise bereichert haben könnten, seine Bedeutung. 

Dieser Verdacht hatte ohnehin nur angesichts des Gesamtzusammenhanges und 

aufgrund einer der Handnotiz vom 16. September 2015 zuerkannten "Reflexwir-

kung" eine gewisse Berechtigung. Ein eigenständiger, verdachtsbegründender 

Hinweis wie die Handnotiz lag in Bezug auf die früher (2014/2015) erfolgten Zah-

lungen jedenfalls nicht vor. Darüber hinaus konnte die Handnotiz, nachdem sich 

ihr Verdachtsgehalt angesichts des erwähnten E-Mail-Verkehrs vom 11. Novem-

- 22 -

ber 2015 nicht mehr aufrecht erhalten liess, im Grunde genommen auch keine 

"Reflexwirkung" auf frühere Zahlungen mehr entfalten. Was den Gesamtzusam-

menhang der Strafuntersuchung angeht, trifft es zwar zu, dass die Beschwerde-

gegner 1 und/oder 2 auch anderweitig, d.h. in ähnlich gelagerten Fällen wie jener 

der F._____ AG, ebenfalls unter Verdacht standen oder stehen, sich hinter dem 

Rücken der Beschwerdeführerin in deliktsrelevanter Weise bereichert zu haben 

(vgl. hierzu Urk. 20 S. 3 unten). Daraus eine Art stereotypisches Verhalten der 

Beschwerdegegner 1 und/oder 2 in Bezug auf sämtliche geschäftliche Akquisitio-

nen (Unternehmenstransaktionen) der Beschwerdeführerin ableiten zu wollen 

(vgl. Urk. 2 S. 6 [Rz 14]), würde aber zu weit führen und auf einen unzulässigen 

Generalverdacht hinauslaufen. Jedenfalls vermag dieser Aspekt allein für sich be-

trachten im vorliegenden Zusammenhang keinen hinreichenden Verdacht zu be-

gründen. Letzteres hatte auch die Staatsanwaltschaft nie in dieser Form insinu-

iert.

Neben alldem ist zu bedenken, dass die Beschwerdegegner 3 und 4 kaum "frei-

willig" einen Teil der Vergütungen an die Beschwerdegegner 1 und/oder 2 weiter-

geleitet haben dürften. Die verdeckten Gelder hätten sie ja zu ihrem (persönli-

chen) Nachteil bzw. auf ihre (privaten) Kosten gezahlt, was wiederum ihre zuvor 

mit der Beschwerdeführerin ausgehandelten Konditionen etc. empfindlich ge-

schmälert hätte (vgl. vorstehend E. II.2.2/b). Mit anderen Worten hätten sie mit ir-

gendeinem Druckmittel konfrontiert worden sein müssen, um in eine "Schattenbe-

teiligung" einzuwilligen. Dafür liegen aber keinerlei konkrete Anhaltspunkte vor. 

Denkbar wäre allenfalls im Sinne einer "Komplott-Theorie" unter den Beschwerde-

gegnern 1-4, dass der Beschwerdegegner 1 als CEO der Beschwerdeführerin den 

Beschwerdegegnern 3 und 4 vorgängig einen Vorteil zukommen liess. So hätte er 

in der Funktion als CEO die Geschäftsbeziehung der Beschwerdeführerin zur 

F._____ AG (wie Kreditkonditionen etc.) in eine für die Beschwerdegegner 3 und 

4 günstige oder vorteilhafte Richtung lenken können. Oder er hätte z.B. die ab 

2012 erfolgten Zukäufe der Aktien der F._____ AG durch die Beschwerdeführerin 

beeinflussen (unterwandern) können, etwa indem er veranlasste, dass die Be-

schwerdeführerin dafür einen überteuerten Preis zahlte, um den Mehrpreis später 

im Rahmen einer verdeckten (Rück-)Zahlung wieder privat von den Beschwerde-

- 23 -

gegnern 3 und 4 "abschöpfen" zu können. Das sind jedoch nur theoretische Ge-

dankenspiele. Ein realer Bezug fehlt trotz gegenteiliger Auffassung der Beschwer-

deführerin, vor allem weil davon ausgegangen werden muss, dass die Beschwer-

degegner 3 und 4 als massgebliche Know-how-Träger eines – vergleicht man die 

Entwicklung des Aktienwertes der F._____ AG in den Jahren 2012 bis gegen 

Ende 2015 (abrufbar z.B. auf finanzen.ch [Valor …]) – enorm erfolgreichen Unter-

nehmens in der Finanztechnologie auf Augenhöhe (hart) verhandeln konnten (vgl. 

hierzu auch Urk. 49 S. 8 und 9 bzw. dortige Belegstellen und Aktenzitate). Der Er-

folg der F._____ AG muss sicherlich auch darauf zurückgeführt werden, dass die 

Beschwerdeführerin als namhafte Bank ab 2012 überhaupt bei ihr "eingestiegen" 

ist, also in ihre Finanztechnologie investiert und die Anteile ausgebaut hatte. Der 

Beschwerdegegner 1 dürfte als CEO der Beschwerdeführerin aber gleichermas-

sen von den Beschwerdegegnern 3 und 4 abhängig gewesen sein, da die beiden 

für ein langfristig erfolgreiches Engagement der Beschwerdeführerin zweifellos 

wichtig oder sogar unerlässlich schienen. Dadurch lässt sich auch erklären, dass 

der Beschwerdegegner 1 auf Seiten der Beschwerdeführerin mutmasslich mitun-

ter direkt in die Vertragsverhandlungen mit den Beschwerdegegnern 3 und 4 ein-

gegriffen hatte und dabei offenbar auf ihre Forderungen eingegangen war, um ei-

nen Verhandlungsabbruch zu verhindern (vgl. Urk. 49 S. 8 und 9 mit Aktenzitat 

[Fragen 15 und 36]). Ebenso erscheint erklärbar, dass T._____, der auf Seiten 

der Beschwerdeführerin massgeblich in die Vertragsverhandlungen mit den Be-

schwerdegegnern 3 und 4 involviert war, das Gefühl hatte, dass gewisse Vergü-

tungen über das "normale Mass" hinausgegangen seien (vgl. Urk. 49 S. 8 mit Ak-

tenzitat [Frage 35]). Dass sich dahinter eine von langer Hand geplante bewusste 

Bevorteilung der Beschwerdegegner 3 und 4 verborgen haben könnte, bleibt aber 

wie gesagt unwahrscheinlich, zumal die Vergütungskonditionen offenbar auch der 

Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin genehmigen musste (vgl. Urk. 49 S. 9 mit 

Aktenzitat [Frage 14]) und daher nicht einfach durch den Beschwerdegegner 1 

"diktiert" werden konnten. Auf der anderen Seite spricht – wie gesagt – ebenfalls 

wenig dafür, dass sich die Beschwerdegegner 3 und 4 in ihrer Verhandlungsposi-

tion auf ein Konstrukt mit einer "Schattenbeteiligung" o.ä. einliessen, sei es im 

Kontext mit den in den Jahren 2014/2015 an sie erfolgten Zahlungen oder in Be-

- 24 -

zug auf die für das Jahr 2025 anvisierte Erfolgsbeteiligung. Letztlich hätten sie 

sich für die privaten Ziele der Beschwerdegegner 1 und/oder 2 ohne ersichtlichen 

eigenen Vorteil einspannen lassen bzw. wären sogar ein gewisses Risiko einge-

gangen, da eine "Schattenbeteiligung" – aus ihrer Sicht als geschäftsgewandte 

Unternehmer im Finanzwesen – nicht unproblematisch anmuten konnte.

Die von der Beschwerdeführerin selber veranlasste interne Untersuchung im Jahr 

2018 vermochte keine strafrechtlich relevanten Verfehlungen im Zusammenhang 

mit der F._____ AG aufzudecken, obwohl die Untersuchung gerade auch jene 

Vergütungszahlungen an die Beschwerdegegner 3 und 4 aus den Jahren 

2014/2015 und die damit verbundenen Verträge kritisch hinterfragt haben musste. 

Die vom Beschwerdegegner 1 als CEO der Beschwerdeführerin lancierte Akquisi-

tion der F._____ AG etc. bewegte sich offenbar auch nach Ansicht unabhängiger 

Fachexperten ("Untersuchungsbericht zur Beteiligung der A._____ an der 

F._____ AG" der Anwaltskanzlei U._____ vom 8. Januar 2019 [Urk. 22/21071004 

ff.]) in einem geschäftsüblichen Rahmen, was Preise, Konditionen, Abwicklung 

etc. angeht.

c) Ausgehend davon und insgesamt betrachtet kann auch der Auffassung der 

Staatsanwaltschaft gefolgt werden, dass die Möglichkeit einer nach dem 11. No-

vember 2015 zustande gekommenen "Schattenbeteiligung" (Unrechtsvereinba-

rung) bloss hypothetischer Natur sei (vgl. Urk. 7 S. 5). Jedenfalls kann nicht ge-

sagt werden, dass die in der Beschwerde angeführte Änderung der Call-Options-

Vereinbarung vom 13. November 2015 in der Version "V7-4" die Verdachtslage 

zugunsten einer Weiterführung der Strafuntersuchung zu kippen vermag. Es mag 

zwar theoretisch zutreffen, dass mit der neuen Ziffer 2 jener Vertragsversion eine 

Möglichkeit geschaffen worden war, wonach die Beschwerdegegner 3 und 4 

20 % der ihnen zustehenden Optionsrechte entschädigungslos an einen ihnen na-

hestehenden Dritten übertragen durften. Dass sich dahinter aber die Möglichkeit 

einer verdeckten Zahlung an die Beschwerdegegner 1 und/oder 2 verbergen 

sollte, bleibt aus den genannten Gründen kaum realistisch. Die gegenteilige – 

auch in der Replik weiterhin vertretene Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. 

Urk. 49 S. 11-14) – wirkt konstruiert. Auffallend ist im Gegenteil, dass die Be-

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schwerdegegner 3 und 4 bei den Vertragsverhandlungen ihren Steueranwalt bei-

gezogen und der Beschwerdeführerin die Version "V7-4" zur Einsicht vorgelegt 

haben oder vorlegen mussten (vgl. Urk. 2 S. 23 [Rz 75]). Gemäss Ziffer 2 dieser 

Version hätten die Beschwerdegegner 3 und 4 eine entschädigungslose Übertra-

gung der Beschwerdeführerin mitteilen müssen und Letztere hätte dagegen ein 

Widerspruchsrecht gehabt ("Bis zum 19. Oktober 2025 hat E._____ das Recht, aber nicht 
die Pflicht, bis zu 92°465 Call-Optionen (20% der Call-Optionen) an mit F._____ verbundene Per-

sonen zu verkaufen, zu transferieren oder zu übertragen, sofern E._____ seine Intentionen an 

A._____ vorgängig kommuniziert und A._____ nicht innert 10 Tagen ab Mitteilung durch E._____ 

einen nach Treu und Glauben begründeten Widerspruch erhebt." [Urk. 22/70101140 f.]). 

Folglich hätten sich die Beschwerdegegner 3 und 4 letztlich auch noch über eine 

von ihrem Steueranwalt (mit-)formulierte und der Beschwerdeführerin bekannten 

Vertragsklausel hinwegsetzen müssen, wenn sie den Beschwerdegegnern 1 

und/oder 2 gestützt darauf entschädigungslos Vermögenswerte (Call-Optionen) 

zukommen lassen wollten.

4.4 Ob der von der Beschwerdeführerin gestützt auf die Handnotiz geäusserte 

Verdacht auf eine unzulässige Schattenbeteiligung als "widerlegt" betrachtet wer-

den muss, wie die Staatsanwaltschaft erwägt (vgl. Urk. 6 S. 3 [Ziffer 5]), kann 

schliesslich offen bleiben. Zumindest lag insgesamt betrachtet und nach den getä-

tigten Bankenermittlungen kein hinreichender Verdacht mehr vor, wonach sich die 

Beschwerdegegner 1 und 2 eine unzulässige "Schattenbeteiligung" (oder Unter-

beteiligung) von 4% an der von der Beschwerdeführerin den Beschwerdegeg-

nern 3 und 4 eingeräumten Erfolgsbeteiligung von 20% am Geschäftserfolg der 

F._____ AG im Jahr 2025 ausbedingt haben oder sich in ähnlicher Weise an den 

früher an die Beschwerdegegner 3 und 4 erfolgten Zahlungen unzulässig berei-

chert haben konnten. Ausgehend davon kann im Sinne eines Fazits die von der 

Staatsanwaltschaft vertretene Ansicht geteilt werden, dass der für eine Fortfüh-

rung der Strafuntersuchung erforderliche hinreichende Tatverdacht nicht mehr ge-

geben war. Das gilt auch für die beantragten ergänzenden Editionsbegehren. Je-

nen haftet zweifellos ein grösserer Unbestimmtheitsfaktor an. Genügend reelle 

Aussichten auf einen deliktsrelevanten Informationsgewinn schienen nicht mehr 

vorhanden, auch wenn die Rückmeldungen der Banken auf die zunächst durch-

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geführten Editionen teilweise lückenhaft oder unvollständig blieben. Immerhin la-

gen in einem gewissen Umfang Rückmeldungen der angeschriebenen Banken 

vor, die ausgewertet werden konnten, aber nicht den von der Beschwerdeführerin 

erhofften Erfolg brachten. Die Staatsanwaltschaft durfte – gemessen an der ihr 

zustehenden (grösseren) Ermessensfreiheit und der nur noch schwachen Ver-

dachtslage – die beantragten Beweismassnahmen angesichts des bisherigen Be-

weisergebnisses ablehnen und damit einhergehend das Verfahren (ohne Weite-

rungen) einstellen (vgl. Urk. 20 S. 4).

5.1 Die Beschwerdeführerin rügt abschliessend unter dem Titel "Verletzung des 

Rechts auf Akteneinsicht [Art. 107 Abs. 1 lit. a StPO] und der ordnungsgemässen 

Aktenführung [Art. 100 StPO])", dass die im polizeilichen Ermittlungsbericht vom 

21. Juli 2023 referenzierten Funde auf elektronischen Datenträgern der Be-

schwerdegegner 1 und 2 nicht zu den Akten erhoben worden seien und von ihr 

daher nicht hätten eingesehen bzw. analysiert werden können. Es handle sich da-

bei um 359 und 198 Dokumente, die gemäss dem Dienst "Kriminalanalyse" identi-

fiziert worden seien. Zudem gehe es um jene Treffer, die gemäss dem polizeili-

chen Ermittlungsbericht auf den Geräten der Beschwerdegegner 1 und 2 mit den 

einschlägigen Suchbegriffen gefunden worden seien (Urk. 2 S. 28-29 

[Rz 98-105]).

5.2 Die Beschwerdeführerin weist zutreffend darauf hin, dass der Staatsanwalt-

schaft bei der Frage, ob bzw. inwieweit sie das in der Untersuchung (via Edition, 

Hausdurchsuchung etc.) erhobene Material (wie Geschäftsunterlagen) in die Ak-

ten aufzunehmen hat, nur ein geringer Ermessensspielraum zukommt. Eine Tri-

age ist in umfangreichen und komplizierten Verfahren aber trotzdem unumgäng-

lich, um den Aktenumfang in vernünftigen Grenzen zu halten, was letztlich der Be-

wältigung des Prozessstoffes und damit einer nachprüfbaren und nachvollziehba-

ren Beurteilung dient. Offensichtlich irrelevantes Material braucht daher nicht in 

die Akten aufgenommen zu werden. Irrelevant ist jenes Material, das in keinem 

Zusammenhang mit der Sache steht und auch keine entlastende Funktion haben 

kann. Besteht auch nur die geringste Wahrscheinlichkeit, dass ein Untersu-

chungsergebnis mit Bezug auf den Schuldvorwurf oder die Strafzumessung Be-

- 27 -

deutung haben könnte, ist es in die Akten aufzunehmen. Aktenkundig ist alles zu 

machen, was (1) für die spätere Beurteilung von Bedeutung sein kann, (2) im Hin-

blick auf die verfolgte Tat, mit einem möglichen Schuldvorwurf und einer allfälligen 

Strafe bzw. Massnahme in einem thematischen Zusammenhang gebracht werden 

kann und (3) für das Verständnis des Verfahrensgangs erforderlich ist (HANS/WI-

PRÄCHTIGER/SCHMUTZ, BSK StPO, a.a.O., N 11-14 zu Art. 100 StPO m.H., s.a. 

Urk. 2 S. 28 [Rz 102] und dortige Belegstellen).

5.3 a) Aus den Akten bzw. dem polizeilichen Bericht vom 21. Juli 2023 zum 

Thema "Konto-/Transaktionsanalysen und Datenauswertungen im Zusammen-

hang mit der Überprüfung des Verdachts von Schattenbeteiligungen" ergibt sich 

folgendes Vorgehen der Kantonspolizei Zürich: Der Dienst "Kriminalanalyse" 

führte anhand der Anforderungen und der Implementierung einer Stichwortsuch-

liste eine Grobsuche des Datenbestandes aus den elektronischen Geräten der 

Beschwerdegegner 1 und 2 mit der Software "…" durch. Einerseits suchte sie 

nach Korrespondenz zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 und in einer wei-

teren Suche nach Korrespondenz zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 mit 

den betreffenden Personen bei der F._____ AG., d.h. den Beschwerdegegnern 3 

und 4. Die so herausgesuchten Dokumente, die aufgrund ihrer Datengrösse direkt 

an die Staatsanwaltschaft übermittelt worden waren, analysierte die Polizei an-

schliessend im Detail, indem sie die Daten Themenfeldern zuwies und bezüglich 

Relevanz klassifizierte. Daraus entstand ein reduzierter Bestand von Dokumen-

ten, die nach Ansicht der Polizei direkt Auskunft zu der Fragestellung boten, je-

doch auch Informationen zu allgemeinen Geschäftsstrukturen und Projekten ent-

hielten. Die in einem ersten Schritt erwähnte Grobsuche ergab 359 Dokumente 

zur Korrespondenz zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 und 198 Doku-

mente zur Korrespondenz zwischen den Beschwerdegegnern 1 und 2 und den 

betreffenden Personen der F._____ AG bzw. den Beschwerdegegnern 3 und 4. 

Von den 359 Dokumenten sonderte die Polizei nach der detaillierten Analyse 24 

Dokumente aus und erhob sie als Beilage 11 des Polizeiberichts zu den Akten. 

Von den 198 Dokumenten sonderte die Polizei nach der detaillierten Analyse 6 

Dokumente aus und erhob sie als Beilage 12 des Polizeiberichts zu den Akten 

(vgl. Urk. 22/31010013 f. und 31010016 bzw. polizeilicher Ermittlungsbericht S. 6-

- 28 -

7 und S. 9). Was die Ergebnisse der Durchsuchung des Datenbestandes auf den 

mobilen Geräten der Beschwerdegegner 1 und 2 angeht, gelangte die Polizei zu 

keinen ergänzenden Erkenntnissen (vgl. Urk. 22/31010014-31010016 bzw. poli-

zeilicher Ermittlungsbericht S. 7-9).

b) Die in der Beschwerde vertretene Auffassung, wonach die 359 und 198 gefun-

denen Dokumente nicht zu den Akten erhoben worden seien (vgl. Urk. 2 S. 29 f. 

[Rz 98 und 104]), kann nach dem Gesagten in dieser Form nicht geteilt werden. 

Immerhin wurden die in den Beilagen 11 und 12 enthaltenen Dokumente als ak-

ten- bzw. verfahrensrelevant eingestuft, zumal sich darunter auch der besagte 

(aktenkundige) E-Mail-Verkehr vom 11. November 2015 befunden hatte (vgl. 

Urk. 22/31010014 = S. 7 des polizeilichen Ermittlungsberichts i.V.m. mit 

Urk. 22/3101074 = S. 743 der Beilagen des polizeilichen Ermittlungsberichts). 

Dass bzw. weshalb sich die umschriebene Vorgehensweise der Polizei nicht mit 

einer zulässigen Triage im vorstehenden Sinne vereinbaren lassen sollte, wird in 

der Beschwerde nicht weiter dargetan. Entsprechendes ist jedenfalls nicht evi-

dent. Letztlich ist es auch nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz, in den Akten 

nach den Grundlagen der erhobenen Rüge zu suchen und zu prüfen, ob die 

Grenzen einer zulässigen Triage eingehalten wurden oder nicht.

5.4 Die Beschwerde vermag daher auch in diesem Punkt nicht durchzudringen, 

was insgesamt zur Abweisung führt, soweit darauf einzutreten ist.

V.

1. Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands 

des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 6'000.– 

festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. b - d GebV OG). Diese ist aus-

gangsgemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 

Abs. 1 StPO) und aus der von ihr geleisteten Prozesskaution zu beziehen. Im 

Restbetrag ist die Prozesskaution der Beschwerdeführerin – vorbehältlich 

allfälliger Verrechnungsrechte des Staates – nach Rechtskraft dieses 

Beschlusses zurückzuerstatten.

- 29 -

2.1 Der Beschwerdegegner 3 ist für die Aufwendungen seiner anwaltlichen Vertei-

digung zu entschädigen, wobei die Entschädigung aus der Staatskasse erfolgt 

(BGE 147 IV 47 E. 4.2.6).

Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Verordnung des Obergerichts 

des Kantons Zürich vom 8. September 2010 über die Anwaltsgebühren 

(AnwGebV). Im Beschwerdeverfahren beträgt die Gebühr Fr. 300.00 bis 

Fr. 12'000.00 (§ 19 Abs. 1 AnwGebV), wobei bei der Festlegung der Gebühr die 

Bedeutung des Falls, die Verantwortung des Anwalts, der notwendige Zeitauf-

wand und die Schwierigkeit des Falls zu berücksichtigen sind (§ 2 Abs. 1 lit. b-e 

AnwGebV). Im Gegensatz zum Vorverfahren wird die Entschädigung für das Be-

schwerdeverfahren pauschal bemessen (vgl. BGE 143 IV 453 E. 2.5, Verfügung 

des Bundesstrafgerichts BB.2018.31 vom 11. April 2018 E. 3.2).

Der Beschwerdegegner 3 liess eine 23-seitige Beschwerdeantwort (Urk. 33) ein-

reichen mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen zuzüglich MwSt. (Urk. 33 S. 2). Er bezifferte seinen Aufwand 

nicht, ersuchte aber für den Fall, dass kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt 

werde, um Mitteilung, damit er eine Entschädigung geltend machen könne 

(Urk. 33 S. 23). Es wäre dem Beschwerdegegner 3 frei gestanden, von sich aus 

eine Honorarnote einzureichen. Eine entsprechende Nachforderung ist bei einer 

erbetenen Verteidigung nicht erforderlich (vgl. § 23 Abs. 2 AnwGebV), zumal vor-

liegend auch keine spezifische Notwendigkeit besteht. Insbesondere unter Be-

rücksichtigung des Umfangs der Beschwerdeschrift, des Aktenumfangs und der 

Bedeutung des Falls für den Beschwerdegegner 3 ist die Entschädigung in An-

wendung von § 19 Abs. 1 i.V.m. § 2 Abs. 1 lit. b-e AnwGebV auf Fr. 4'500.00 zzgl. 

8.1% MwSt. festzusetzen.

2.2 Die übrigen Beschwerdegegner 1, 2 und 4 haben (mangels Einreichung einer 

Beschwerdeantwort mit entsprechenden Anträgen) keinen Anspruch auf Entschä-

digung.

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Es wird beschlossen:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird.

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 6'000.– fest-

gesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und aus der geleisteten Prozess-

kaution bezogen. Im Restbetrag wird die Kaution der Beschwerdeführerin 

– vorbehältlich allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates – nach 

Rechtskraft dieses Beschlusses zurückerstattet.

3. Der Beschwerdegegner 3 wird für seine Aufwendungen im Rahmen des Be-

schwerdeverfahrens mit Fr. 4'864.50 aus der Gerichtskasse entschädigt.

4. Schriftliche Mitteilung an:

 den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, zweifach, für sich und zu-
handen der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)

 den Verteidiger des Beschwerdegegners 1, zweifach, für sich und den 
Beschwerdegegner 1 (per Gerichtsurkunde)

 den Verteidiger des Beschwerdegegners 2, zweifach, für sich und den 
Beschwerdegegner 2 (per Gerichtsurkunde)

 den Verteidiger des Beschwerdegegners 3, zweifach, für sich und den 
Beschwerdegegner 3 (per Gerichtsurkunde), unter Beilage einer Kopie 
von Urk. 20 und 49

 den Verteidiger des Beschwerdegegners 4, zweifach, für sich und den 
Beschwerdegegner 4 (per Gerichtsurkunde)

 die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung), unter Beilage einer Kopie von Urk. 33 und 49

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:

 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch).

5. Rechtsmittel:

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den.

- 31 -

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

- 32 -

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 
eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 17. März 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident:

lic. iur. D. Oehninger

Gerichtsschreiber:

lic. iur. L. Künzli