# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cdca345d-dd5e-5545-9ea0-dcb4d916872a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.06.2023 725 2022 141 / 146 (725 22 141 / 146)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2022-141---146_2023-06-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Juni 2023 (725 22 141 / 146) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Prüfung des Wegfalls der Unfallkausalität; Prüfung der Rückfallkausalität; Prüfung von 

Art. 102a UVV 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechts-
anwalt, Neuarlesheimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Helsana Versicherungen AG, Recht & Compliance, Postfach, 
8081 Zürich, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. A.____, geboren 1967, erlitt gemäss Meldung vom 25. November 2016 am 14. Novem-
ber 2016 einen Unfall, als er im Bahnhof Z.____ auf der Rolltreppe eine Stufe verfehlte und 
stürzte. Gemäss Bericht von Dr. med. C.____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, vom 22. November 2016 zog er sich dabei eine Kontusion mit 
Distorsion des linken Kniegelenks bei Status nach totaler Meniskektomie und Kreuzbandplastik 
1988 – 2006, eine Kontusion der rechten Schulter bei Status nach Bizepssehnentenodese der 

 

 
 
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rechten Schulter 2015 sowie eine Kontusion der rechten Hüfte zu. Im Zeitpunkt dieses Unfaller-
eignisses war A.____ über seine Arbeitgeberin bei der Helsana Versicherungen AG (Helsana) 
gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert. Am 17. Januar 
2017 führte Dr. C.____ am linken Knie eine Arthroskopie, eine laterale Teilmeniskektomie sowie 
eine Resektion der Plica mediopatellaris durch. In der Folge stellte die Helsana mit Verfügung 
vom 24. Januar 2017 ihre Versicherungsleistungen rückwirkend per 5. Januar 2017 ein und ver-
neinte gleichzeitig einen Rückfall betreffend das Ereignis vom 24. April 1998. In der Begründung 
hielt sie unter Hinweis auf die Einschätzung ihres beratenden Arztes Prof. Dr. med. D.____, Fach-
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, fest, dass 
der Gesundheitszustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines Vorzustandes 
auch ohne Unfall mit Wahrscheinlichkeit eingestellt hätte, spätestens am 5. Januar 2017 erreicht 
worden sei. Aufgrund von Traumatisierungen im Jahre 1998 würden Altschäden vorliegen. Das 
MRI vom 18. November 2016 zeige bis auf die verdickte Plica mediopatellaris erstaunlich wenig 
pathologische Befunde. Die Indikation zur Operation vom 17. Januar 2017 habe sich aus der 
Plica Problematik ergeben. Die Abnormitäten am lateralen Meniskus aufgrund einer früheren Teil-
meniskektomie seien nicht als frischer Traumaschaden anzusehen. Es handle sich somit um eine 
vorübergehende Verschlimmerung. Auch eine Rückfallkausalität liege nicht vor, da die Beschwer-
den mit der Plica im Zusammenhang stehen würden, bei der es sich nicht um einen traumatisch 
erklärbaren Befund handle. Gegen diese Verfügung erhoben die Krankenkasse E.____ am 21. 
Februar 2017 und der Versicherte am 23. Februar 2017 Einsprache. Im Rahmen des Einsprache-
verfahrens legte die Helsana die Angelegenheit Prof. D.____ erneut zur Prüfung des medizini-
schen Sachverhalts vor, worauf dieser mit Beurteilung vom 20. Mai 2017 dazu Stellung nahm. 
Am 7. Dezember 2017 wurde das linke Knie des Versicherten von Dr. C.____ nochmals operiert 
und es wurde ihm eine Knietotalprothese eingesetzt. In der Folge gab die Helsana zur Klärung 
ihrer Leistungspflicht bei Dr. med. F.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, ein Aktengutachten in Auftrag (Gutachten vom 17. Oktober 
2019). Mit Einspracheentscheid vom 5. April 2022 wies die Helsana die beiden Einsprachen ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Altermatt, mit Eingabe vom 
20. Mai 2022 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte unter o/e-Kostenfolge die Aufhebung des angefoch-
tenen Einspracheentscheids sowie die Verpflichtung der Beschwerdegegnerin, ihm über den 5. 
Januar 2017 hinaus die gesetzlichen Versicherungsleistungen zu erbringen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 26. Juli 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
D. Nachdem die Beschwerdegegnerin auf Aufforderung des Kantonsgerichts hin die ge-
samten Verfahrensakten eingereicht hatte, der Unfallversicherer G.____ die Akten des früheren, 
bei ihm versicherten Unfallereignis zugestellt hatte und nach Beizug der IV-Akten wurde die An-
gelegenheit mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 24. November 2022 der Dreier-
kammer zur Beurteilung überwiesen. 
 

 

 
 
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E. Mit Eingabe vom 8. März 2023 liess sich der Beschwerdeführer replikweise vernehmen, 
wobei er an seinen bisherigen Rechtsbegehren festhielt und ausserdem die Einholung eines me-
dizinischen Gutachtens zur Klärung der Kausalitätsfrage beantragte. 
 
F. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 11. April 2023 an ihrem Abweisungsantrag 
fest.  
 
G. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums wurde die Angelegenheit der Dreierkam-
mer erneut zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die frist- und formgerecht beim sachlich wie örtlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 20. Mai 2022 ist einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 
20. März 1981 hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsun-
fällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Person 
Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
 
2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicher-
ten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integri-
täts-schädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürli-
chen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit ein-
getreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na-
türlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen 
mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis 
und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – 
im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli-
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit 
eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 
435 E. 1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheits-
schaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Sta-

 

 
 
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tus quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf 
eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo 
sine), erreicht ist. Auch das Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen 
eines Gesundheitsschadens muss mit dem üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbe-
gründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 
sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2020, 8C_669/2019, E. 
2.2 mit weiteren Hinweisen). Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt eine Teilur-
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine vel ante 
noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller 
Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, 
worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 11. März 2014, 8C_637/2013, E. 2.3.2). 
 
2.4 Laut Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
werden die Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt. Rückfälle und 
Spätfolgen stellen besondere revisionsrechtliche Tatbestände dar (Art. 22 UVG; BGE 127 V 457 
E. 4b, 118 V 297 E. 2d). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer 
vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 
(weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes 
Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu ei-
nem anders gearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit 
begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an (BGE 118 V 296 E. 2c mit Hinweisen). Auch bei 
einem Rückfall oder einer Spätfolge muss zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden 
und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ebenfalls ein na-
türlicher und adäquater Kausalzusammenhang bestehen (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen). 
Dabei gilt es klarzustellen, dass der Unfallversicherer in Bezug auf den geltend gemachten Rück-
fall nicht auf der Anerkennung des natürlichen Kausalzusammenhangs beim Grundfall behaftet 
werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt viel-
mehr der versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit nachzuweisen. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auf-
treten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto strengere Anforderungen sind an den 
Wahrscheinlichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen. Werden durch ei-
nen Unfall Beschwerden verursacht, übernimmt der Unfallversicherer den durch das Unfallereig-
nis verursachten Schaden, spätere Gesundheitsstörungen dagegen nur, wenn eindeutige Brü-
ckensymptome gegeben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 5. März 2009, 8C_506/2008, E. 
3.1.2). Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (Urteil des 
Bundesgerichts vom 18. März 2014, 8C_747/2013, E. 3.2).  
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungsverfahren und der Sozialversicherungs-
prozess sind vom Untersuchungsgrundsatz (vgl. Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] vom 6. Oktober 2000 und Art. 61 lit. c 

 

 
 
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ATSG) beherrscht. Danach haben Verwaltung und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Sie dürfen eine Tatsa-
che nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche ist die rechtsanwen-
dende Behörde auf verlässliche medizinische Entscheidungsgrundlagen angewiesen (BGE 134 
V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) frei, d.h. ohne Bindung an förm-
liche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen sind und danach zu 
entscheiden ist, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigt werden, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und 
die Gründe anzugeben, warum auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind (BGE 134 V 231 E. 
5.1 mit Hinweisen). Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstel-
lungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 
eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Der Angelegenheit liegen die folgenden ärztlichen Unterlagen zu Grunde: 
 
4.2 Das von Dr. C.____ initiierte MRI des linken Kniegelenks vom 18. November 2016 ergab 
als Befund kein pathologisches Knochenödem, den Status nach VKB-Plastik, kein Hinweis auf 
eine Reruptur, einen Substanzdefekt an der inneren Zirkumferenz des Aussenmeniskuscorpus 
sowie Extrusion aus dem Gelenkspalt, einen intakten Innenmeniskus, eine Verdickung des late-
ralen Kollateralbandes, am ehesten bei Status nach älterer Zerrung/Partialruptur, eine verdickte 
Plica mediopatellaris, wobei ein Plica-Syndrom nicht auszuschliessen sei, und eine zentrierte Pa-
tella, eine unauffällige Retinakula sowie weder einen Erguss noch eine Baker-Zyste. 
 
4.3 Dr. C.____ hielt im Bericht vom 22. November 2016 betreffend die Konsultation vom 
18. November 2016 als Diagnosen eine Kontusion mit Distorsion des linken Kniegelenks bei Sta-
tus nach totaler Meniskektomie und Kreuzbandplastik 1988 – 2006 fest. Der Patient habe Mühe, 
das Kniegelenk zu biegen und komme nur auf knapp 110° Flexion. Die Streckung sei kaum mög-

 

 
 
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lich. Inspektorisch würden sich eine leichte Schwellung und palpatorisch eine deutliche Druckdo-
lenz über dem medialen Gelenkspalt zeigen. Im Rahmen der Sprechstunde vom 22. Dezember 
2016 stellte Dr. C.____ die Diagnose einer Kontusion mit Distorsion des linken Kniegelenks mit 
möglicher Traumatisierung der Plica mediopatellaris bei Status nach totaler Meniskektomie und 
Kreuzbandplastik 1988 – 2006 (vgl. Bericht vom 27. Dezember 2016). Da der Patient immer noch 
Restbeschwerden im Bereich der Plica mediopatellaris habe, vermute er, dass die Hauptbe-
schwerden auf die durch den Unfall traumatisierte Plica zurückzuführen seien. Im Rahmen der 
Sprechstunde vom 5. Januar 2017 schlug Dr. C.____ bei gleichbleibender Diagnose als Therapie 
eine Arthroskopie und eine Plica-Resektion vor. Am 17. Januar 2017 führte er gemäss Operati-
onsbericht vom 18. Januar 2017 eine Arthroskopie, eine laterale Teilmeniskektomie sowie eine 
Resektion der Plica mediopatellaris durch. Am 4. Dezember 2017 setzte Dr. C.____ dem Versi-
cherten ausserdem eine Knietotalprothese ein (vgl. Operationsbericht vom 7. Dezember 2017). 
 
4.4 Prof. D.____ erachtete in seiner Stellungnahme vom 12. Januar 2017 einen Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 14. November 2016 und der erhobenen Diag-
nose als lediglich möglich. Aufgrund von Traumatisierungen im Jahr 1998 würden Altschäden 
vorliegen. Das MRI vom 18. November 2016 zeige bis auf die verdickte Plica mediopatellaris 
erstaunlich wenig pathologische Befunde. Bei relativ geringer Symptomatik erschliesse sich die 
Indikation zur Arthroskopie nicht, jedenfalls nicht aus Gründen des Traumas des Knies. Vier Tage 
nach dem Unfall werde eine verdickte Plica mediopatellaris erwähnt, was gegen eine Unfallfolge 
spreche. Eine Rückfallkausalität zum Unfallereignis vom 24. April 1998 werde aus den gleichen 
Gründen als lediglich möglich erachtet. Nach Erhalt des Operationsberichts von Dr. C.____ führte 
Prof. D.____ in seiner Stellungnahme vom 19. Januar 2017 zusätzlich aus, dass die während der 
Arthroskopie gefundenen Abnormitäten am lateralen Meniskus (Ausfransung) aufgrund der frühe-
ren Teilmeniskektomie nicht als frischer Traumaschaden betrachtet werden könnten. Es seien 
unfallfremde Faktoren vorhanden, indem diverse Pathologien im linken Knie vorliegen würden 
(Status nach VKB-Plastik, Plica mediopatellaris usw.). Es handle sich vorliegend lediglich um eine 
vorübergehende Verschlimmerung und der Status quo ante/sine sei am 5. Januar 2017 erreicht 
worden, da die Symptomatik zu diesem Zeitpunkt und mehr als sechs Wochen nach dem Unfall-
ereignis nur noch von der Plica her aufrechterhalten worden sei. Die Ausfransungen am lateralen 
Meniskus könnten nicht als die Symptome hervorrufend betrachtet werden. Es handle sich auch 
nur möglich um einen Rückfall oder eine Spätfolge zum Ereignis vom 24. April 1998, da Dr. 
C.____ die Kniebeschwerden auf die Plica zurückführe. Dabei handle es sich um einen trauma-
tisch nicht zu erklärenden Befund. Im Rahmen des Einspracheverfahrens nahm Prof. D.____ 
nochmals ausführlich Stellung zur Frage der Unfallkausalität. In seiner Beurteilung vom 20. Mai 
2017 führte er nach Auflistung der vorhandenen medizinischen Akten und Würdigung des Befun-
des der verdickten Plica folgende Gründe auf, die seines Erachtens gegen eine namhafte Trau-
matisierung des linken Kniegelenks am 14. November 2016 sprechen würden: Zunächst sei kein 
Sturz, sondern leidglich ein Ausrutschen auf der Rolltreppe beschrieben worden. Im MRI vom 18. 
November 2016 werde kein Bone Bruise (Knochenödem) festgehalten, was bei einer auch nur 
mässigen Kontusion des Kniegelenks als Zeichen einer Knochenmarkreaktion auf mechanisch 
wirkende Kräfte zu erwarten gewesen wäre. Weiter werde die Plica mediopatellaris im MRI vom 
16. November 2016 als verdickt beschrieben. Aufgrund der Vielfalt der Plica-Formen könne dar-

 

 
 
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aus eine traumatische Schädigung der Plica nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit abge-
leitet werden. Die Plica als solche – ebenfalls in alteriertem Zustand – werde beim Versicherten 
schon seit über 20 Jahre in den arthroskopischen Befunden erwähnt. Zudem deute der bereits 
vor dem 14. November 2016 existierende chronische Schwellungszustand auf ein langandauern-
des Knieproblem hin, das im Zusammenhang mit den 14 Knieoperationen erklärt werden könne. 
Der auch als weinendes Knie bezeichnete permanente Erguss im Kniegelenk führe sekundär zu 
Reaktionen an den Kniebinnenstrukturen im Sinne eines Reizzustandes, einer Kapselverdickung 
und führe auf längere Zeit hin auch zu Knorpelschäden. Letztlich werde im Vorspann zum Ope-
rationsbericht vom 18. Januar 2017 eine frühere totale Meniskektomie lateral notiert. Anlässlich 
der aktuellen Operation werde allerdings nur ein partiell resezierter lateraler Meniskus beschrie-
ben, der radiäre Auffaserungen zeige. Diese Teile seien entfernt worden. Der übrige Teil des 
(vermutlich Rest-) Meniskus weise keine Rissbildungen auf. Als Résumé hielt Prof. D.____ fest, 
dass das Ereignis vom 14. November 2016 nur möglicherweise traumainduzierte Veränderungen 
an den Kniebinnenstrukturen bewirkt habe. Mit medizinisch praktischer Sicherheit seien sowohl 
die fraglich vergrösserte Plica mediopatellaris und die Auffaserungen am lateralen Meniskus vor-
bestehend bzw. unabhängig vom Ereignis zu wertende pathologische Veränderungen im Sinne 
eines chronisch geschädigten Kniegelenks nach 14 Voroperationen. Wann die chronischen pa-
thologischen Veränderungen im linken Knie erstmals manifest geworden bzw. wodurch die jetzt 
ar- 
throskopisch-chirurgisch behandelten Veränderungen bewirkt worden seien, sei rein hypothe-
tisch. Auf das Unfallereignis vom 14. November 2016 oder auf ein früheres Ereignis seien die 
diversen Veränderungen nur möglicherweise kausal zurückzuführen. Die aktuell beschriebenen 
Befunde seien als Vorzustand zu werten. 
 
4.5 Dr. F.____ hielt in seinem Aktengutachten vom 17. Oktober 2019 fest, dass sich das 
mehrfach voroperierte linke Knie nach dem Sturz vom 14. November 2016 insofern als auffällig 
präsentiert habe, als die Flexion "schmerzhaft" eingeschränkt gewesen sei. Es seien keine 
äusserlich erkennbaren Folgen des Sturzes wie ein verblassendes Hämatom oder eine Prell-
marke gefunden worden, was die Kontusionsintensität relativiere und konsekutive Binnenverlet-
zungen kaum möglich erscheinen lassen würden. Dies sei durch das MRI auch eindrücklich be-
legt worden. Die am 22. November 2016 aufgestellte Hypothese, dass medial ein ereigniskausa-
ler Meniskusriss entstanden sein könnte (im MRI als intakt beschrieben), habe sich intraoperativ 
als nicht richtig erwiesen. Die Ätiologie der "stark entzündlich veränderten ventro-medialen Plica" 
bleibe unklar, eine Unfallkausalität sei aber viel weniger wahrscheinlich, als dass es sich um die 
Folgen der multiplen Voroperationen mit entsprechender Synoviaverletzung/-vernarbung handle. 
Zwar sei eine genügend genaue Bewertung des partiell lädierten VKB-Transplantats (gemäss 
intraoperativer Beurteilung am 17. Januar 2017) bei fehlenden objektivierten und nachvollziehba-
ren klinischen Befunden nicht möglich. Aber die Insuffizienz sei nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit auf das Ereignis vom 14. November 2016 zurückzuführen, unter anderem weil das 
MRI rund zwei Wochen nach dem Ereignis in diesem Bereich keine Signalstörung aufgewiesen 
habe, was eine conditio sine qua non für eine frische Zerrung sei. Daher sei die intraoperativ 
"nicht gut angespannte, aber durchgehende VKB-Plastik" nicht frisch elongiert gewesen. Hierfür 
hätte es nach dieser Zeit objektivierbare intraartikuläre Residuen einer Zerrung geben müssen, 

 

 
 
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wie zum Beispiel eine Imbibitio, und diese wären mit Bestimmtheit beschrieben worden, da intra-
operative Befunde zu dokumentieren seien und bei Endoskopien eine Bilddokumentation der pa-
thologischen Befunde obligatorisch sei. Der Gutachter erklärte zudem, dass der fehlende Erguss 
zusammen mit der Bestätigung, dass kein pathologisches Knochenmarködem vorliege, ein wei-
teres Indiz dafür sei, dass das Ereignis vom 14. November 2016 keine Binnenläsion im Knie 
ausgelöst habe und die Intensität einer hypothetisch schädigenden Krafteinwirkung relativiert 
werde. Es sei sogar kaum wahrscheinlich, dass ein erneutes Giving-way stattgefunden haben 
könnte. In welchem Zusammenhang die altersunüblich frühe Implantation der Knietotalprothese 
erfolgt sei, könne den Akten nicht entnommen werden. Die aktenkundigen Arthroskopiebefunde 
vom 17. Januar 2017 könnten eine Indikation nicht annähernd hinreichend erklärbar machen. Dr. 
F.____ folgerte weiter, dass das Ereignis vom 14. November 2016 keine dokumentierte, nach-
vollziehbare und objektivierbare somatische Folge am und/oder im linken Knie verursacht habe. 
Bei den Ereignissen aus den Jahren 1995, 1998 und 2000 habe es sich wohl um ein konsekutives 
Giving-way als Folge der iatrogen mitverursachten Zentralpfeiler-Insuffizienz im Sinne einer vo-
rübergehenden Verschlimmerung gehandelt. Bei allen Ereignissen habe jeweils nur eine vorüber-
gehend schmerzhafte Symptomatik bestanden und nie eine objektivierbare und überwiegend 
wahrscheinliche richtunggebende Verschlimmerung. Die Ereignisse seien überhaupt erst durch 
den aus unfallfremden Gründen iatrogen herbeigeführten Vorzustand – die Trimmung eines 
Scheibenmeniskus zum halbmondförmigen Meniskus mit konsekutiver Verstärkung der Zentral-
pfeilerinsuffizienz bei konstitutioneller Hyperlaxität am 25. April 1995 – begünstigt respektive erst 
ermöglicht worden.  
 
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte die Leistungseinstellung per 5. Januar 2017 auf die 
Einschätzung von Prof. D.____ und insbesondere auf das im Verfahren nach Art. 44 ATSG ein-
geholte Aktengutachten von Dr. F.____. Seine medizinische Beurteilung basiert auf den Akten, 
soweit sie überhaupt noch vorhanden sind. Insbesondere zu den älteren Ereignissen fehlen bild-
gebende Darstellungen und ausführliche Berichte zu den therapeutischen Massnahmen. Dr. 
F.____ bat die Beschwerdegegnerin im Vorfeld seines Aktengutachtens um Zustellung weiterer 
älterer Akten. Diesem Anliegen versuchte die Beschwerdegegnerin in der Folge nachzukommen, 
aber auch mit Hilfe des Beschwerdeführers konnte sie keine weiteren medizinischen Unterlagen 
zu den weiter zurückliegenden Behandlungen auftreiben. Damit durfte der Gutachter gestützt auf 
die wenigen medizinischen Berichte seine Beurteilungen abgeben. Dr. F.____ setzte sich, soweit 
möglich, eingehend mit allen früheren gesundheitlichen Ereignissen, die das linke Knie und die 
in diesem Zusammenhang getroffenen Massnahmen betreffen, auseinander. Er leitete sowohl für 
den in Frage stehenden Vorfall aus dem Jahr 2016 als auch für jedes frühere Ereignis, das nach 
dem Skisturz im Jahr 1988 zu Folgen für das linke Knie geführt hatte, eingehend und detailliert 
her, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf zu schliessen sei, dass alle diese Er-
eignisse keine richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes herbeiführten. Weiter er-
schliesst sich aus der Beurteilung in nachvollziehbarer Weise, dass der Vorzustand wohl auf den 
Skiunfall im Jahr 1988 und den im Rahmen der Arthroskopie vom 8. Februar 1995 als Normvari-
ante erkannten lateralen Meniskus (Scheibenmeniskus) und dessen Trimmung zurückzuführen 
ist. Ebenfalls setzte sich Dr. F.____ mit der Frage auseinander, ob ein Rückfall zu einem der 
bekannten Ereignisse vorliegt. Inhaltlich ist seine Einschätzung somit umfassend und die 
Schlussfolgerungen zur Unfallkausalität sind schlüssig, nachvollziehbar und plausibel. Damit ist 

 

 
 
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auf die Beurteilung von Dr. F.____ abzustellen, um die Unfallkausalität zu beurteilen, es sei denn, 
es würden konkrete Indizien gegen den Beweiswert seiner Beurteilung sprechen. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer beantragt in der Replik die Einholung einer weiteren medizini-
schen Beurteilung. Das Gutachten von Dr. F.____ sei bezüglich der Indikation der Prothesenim-
plantation unvollständig, soweit der Gutachter festhalte, dass den Akten nicht entnommen werden 
könne, in welchem Zusammenhang die altersunüblich frühe Implantation der Knietotalprothese 
erfolgt sei. Indessen habe Dr. F.____ aber der Operationsbericht betreffend Implantation der 
Knietotalprothese vorgelegen. Aus diesem gehe hervor, dass ein viertgradiger Knorpelschaden 
am lateralen Tibiaplateau bestanden habe. Der Gutachter gehe aber in der Folge nicht auf die 
Frage ein, ob der Knorpelschaden am lateralen Tibiplateau traumatisch bedingt sei. Dies sei 
umso unverständlicher, als er selbst ausführe, dass die Implantatversorgung altersunüblich früh 
erfolgt sei, was ebenfalls ein klarer Beweis für die traumatische Genese sei. Er lege nicht schlüs-
sig dar, weshalb keiner der Befunde auch nicht bloss teilkausal auf eines der Unfallereignisse 
zurückzuführen sei, weshalb sein Gutachten nicht beweiskräftig sei. 
 
5.3 Dr. F.____ erklärte auf Seite 13 des Gutachtens, dass er den Akten nicht entnehmen 
könne, in welchem Zusammenhang die Implantation der Knietotalprothese am 4. Dezember 2017 
erfolgt sei. Die aktenkundigen Arthroskopie-Befunde vom 17. Januar 2017 könnten eine Indika-
tion nicht annähernd hinreichend erklärbar machen. Damit würdigte er in seinem Gutachten die 
Implantation der Knietotalprothese zwar knapp, aber in Bezug auf die vorliegende Fragestellung 
in genügender Weise. Soweit Dr. C.____ als behandelnder Arzt in seinem Kostengutsprachege-
such vom 31. Oktober 2017 festhält, dass der Patient aufgrund des Unfalles vom 14. November 
2016 auf eine Knietotalprothese angewiesen sei, kann daraus nichts für deren Unfallkausalität 
abgeleitet werden, da diese Feststellung zu allgemein gehalten ist. Die Diagnose eines Traumas 
genügt nicht, um den rechtlichen Unfallbegriff bejahen zu können. Ebenfalls ist es nicht Aufgabe 
der Beschwerdegegnerin, den Grund für den stark geschädigten Knorpel herauszufinden. Es ge-
nügt, wenn sie verlässlich abklärt, ob die Schädigung auf das bei ihr versicherte Ereignis oder 
einen Rückfall bzw. eine Spätfolge eines der älteren bei ihr versicherten Unfallereignisse zurück-
zuführen ist. Damit vermag die Feststellung von Dr. C.____ die Einschätzung von Dr. F.____ 
nicht in Frage zu stellen. Gleiches gilt, soweit Dr. C.____ im Operationsbericht vom 18. Januar 
2017 eine osteochondrale Schädigung des lateralen Femurkondylus und des lateralen Tibiapla-
teaus bei Status nach Trauma festhält, denn damit ist der Beweis für eine unfallbedingte Schädi-
gung ebenfalls noch nicht erbracht. Dr. F.____ setzte sich ausführlich mit den einzelnen Eingriffen 
und den Ereignissen auseinander. Ein weiteres Gutachten zur Klärung der Kausalität ist somit 
nicht notwendig. 
 
6.1 Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, aufgrund der Ausführungen von Dr. F.____ sei 
davon auszugehen, dass es sich beim Eingriff aus dem Jahr 1995 um einen klaren und schwer-
wiegenden Behandlungsfehler handle, weshalb ein Unfall im Sinne des UVG vorliege. Dr. F.____ 
erachte die im Jahr 1995 vorgenommene Trimmung eines Scheibenmeniskus als Ursache für 
den Zustand des linken Knies. Die Beschwerdegegnerin verneint die Erfüllung des Unfallbegriffes 
in diesem Zusammenhang. 

 

 
 
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6.2 Ein Unfall gemäss Art. 4 ATSG liegt bei medizinischen Massnahmen gemäss Rechtspre-
chung nur dann vor, wenn die ärztliche Vorkehr unter den jeweils gegebenen Umständen vom 
medizinisch Üblichen erheblich abweicht und dadurch entsprechende Risiken in sich schliesst. 
Im Rahmen einer Krankheitsbehandlung, für welche die Unfallversicherung nicht leistungspflich-
tig ist, kann ein Behandlungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erfüllen, nämlich wenn es 
sich um grobe und ausserordentliche Verwechslungen und Ungeschicklichkeiten oder sogar um 
absichtliche Schädigungen handelt, mit denen niemand rechnet noch zu rechnen braucht (BGE 
118 V 283 E. 2b und E. 3b; Urteile des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2013, 8C_999/2012, E. 
4.1 und vom 29. April 2008, 8C_526/2007, E. 3). Erst in einem solchen Fall kann ein Behand-
lungsfehler ausnahmsweise den Unfallbegriff erfüllen. Ob ein Unfall im Sinne des obligatorischen 
Unfallversicherungsrechts vorliegt, beurteilt sich unabhängig davon, ob der Arzt oder die Ärztin 
einen Kunstfehler begangen hat, der eine (zivil- oder öffentlichrechtliche) Haftung begründet. 
Ebenso wenig besteht eine Bindung an eine allfällige strafrechtliche Beurteilung des ärztlichen 
Verhaltens. 
 
6.3 In Anbetracht der Einschätzung von Dr. F.____ erfüllt die Trimmung des Scheibenmenis-
kus den Unfallbegriff nicht. Der Gutachter führte auf Seite 9 seines Gutachtens zwar aus, dass 
anhand der vorgelegen Akten nicht nachvollzogen und auch nicht begründet werden könne, wes-
halb der laterale Scheibenmeniskus im April 1995 zu einer halbmondförmigen "Normalform" ge-
trimmt worden sei. Der Meniskus sei nicht eindeutig pathologisch verändert gewesen. Er habe – 
auch nicht nur ansatzweise – einen erklärenden Grund für die angeblich täglich kurzen Blockie-
rungen und die dadurch eingeschränkte Sportfähigkeit geboten, unter anderem auch deshalb 
nicht, weil die Meniskuszeichen/-beschwerden medial gewesen seien. Diese Einschätzungen von 
Dr. F.____ lassen nicht auf einen ganz ausserordentlich groben Fehler während der Behand-
lungsmassnahme schliessen, den die Rechtsprechung an die Erfüllung des Begriffsmerkmals der 
Ungewöhnlichkeit verlangt. Die Trimmung des Scheibenmeniskus anlässlich der im April 1995 
durchgeführten Operation kann daher nicht als Unfall anerkannt werden. 
 
7.1 Zudem stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegeg-
nerin die Kosten der Arthroskopie vom 17. Januar 2017 und eine anschliessende operationsbe-
dingte Arbeitsunfähigkeit übernehmen müsse, da gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts 
betreffend die Unfallkausalität von operativen Eingriffen diese selbst dann gegeben sei, wenn der 
Schaden auch ohne das Unfallereignis früher oder später eingetreten wäre und der Unfall somit 
nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts eine unerlässliche Bedingung darstelle, es 
sei denn, es habe sich beim Unfall lediglich um eine Gelegenheits- oder Zufallsursache gehan-
delt. Die Beschwerdegegnerin müsse daher nur dann nicht für die Kosten der Arthroskopie auf-
kommen, wenn diese auch ohne das Unfallereignis vom 14. November 2016 zum gleichen Zeit-
punkt durchgeführt hätte werden müssen. Der diesbezügliche Beweis obliege der Beschwerde-
gegnerin, wobei diese nicht darzulegen vermöge, dass die Arthroskopie vom 17. Januar 2017 
ohnehin zum gleichen Zeitpunkt durchgeführt hätte werden müssen.  
 
7.2 Der Beschwerdeführer weist auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hin, wonach 
zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne 
deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

 

 
 
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wäre. Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegrün-
dend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl 
eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts eine un-
erlässliche Bedingung ("conditio sine qua non") darstellte (Urteil des Bundesgerichts vom 5. April 
2017, 8C_847/2016, E. 5.3.2). Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder 
Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rech-
nen gewesen wäre, manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen. Einem Ereignis kommt demzufolge der Charak-
ter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen 
Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslö-
sende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene. 
 
7.3 Im vorliegenden Fall ist aufgrund der medizinischen Beurteilungen zwar erstellt, dass ein 
erheblicher Vorzustand im linken Knie vorlag. Da die Operation aber aus unfallfremden Gründen 
vorgenommen wurde und das Unfallereignis im Zeitpunkt des Eingriffs keine Teilursache mehr 
darstellte, muss die Beschwerdegegnerin nicht für die Kosten der Arthroskopie und eine nachfol-
gende Arbeitsunfähigkeit aufkommen. 
 
8. Weiter wird in der Beschwerde vorgebracht, dass der Beschwerdeführer nach der Trim-
mung des Scheibenmeniskus mehrere Unfallereignisse erlitten und sich insgesamt 14 Operatio-
nen habe unterziehen müssen, weshalb unklar sei, ob und in welchem Ausmass durch diese 
Eingriffe eine zusätzliche bzw. richtungsweisende Verschlechterung eingetreten sei. In dieser Si-
tuation sei der aktuelle Unfallversicherer gemäss Art. 102a UVV vorleistungspflichtig, weshalb die 
Beschwerdegegnerin die Leistungen zu Unrecht per 5. Januar 2017 eingestellt habe. Diesem 
Einwand kann nicht gefolgt werden. Art. 102a UVV sieht vor, dass wenn sich mehrere Versicherer 
nicht einigen können, wer von ihnen für Unfallfolgen leistungspflichtig ist, derjenige Versicherer 
die Leistungen im Sinne von Vorleistungen erbringen muss, der dem Auftreten der Unfallfolgen 
in zeitlicher Hinsicht am nächsten ist. Art. 102a UVV findet nur dann Anwendung, wenn klar ist, 
dass die versicherte Person grundsätzlich Anspruch auf Leistungen nach UVG hat, es aber unklar 
ist, welcher Unfallversicherer letztlich die Leistungen zu erbringen hat und allenfalls in welchem 
Umfang (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 2. Mai 2023, 8C_692/2022, E. 6.8). Vorliegend wurde 
in den vorstehenden Erwägungen dargelegt, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf ihre Ab-
klärungen zu Recht von der Erreichung des Status quo sine vel ante ausging und sie für beide 
operativen Eingriffe keine Leistungspflicht trägt. Zudem stehen nicht mehrere Unfallversicherer 
im Streit, was ebenfalls zum Schluss führt, dass diese Bestimmung keine Anwendung findet. 
 
9. Nach dem Gesagten schloss die Beschwerdegegnerin zu Recht den Fall per 5. Januar 
2017 ab. Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 5. April 2022 nicht zu beanstan-
den und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 
 
10. Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende 

 

 
 
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Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Verfah-
rens entsprechend nicht ausgerichtet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 

 
 
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