# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb5dc958-1cad-51b5-ad0f-35a72a113659
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 12.06.2014 VB140006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB140006_2014-06-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    

 
 

Geschäfts-Nr.: VB140006-O/U 

 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef, Vizepräsident lic. iur. M. 

Burger, Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Oberrichter lic. iur. P. Helm 

und Oberrichter lic. iur. M. Langmeier sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. A. Gürber 

 

Beschluss vom 12. Juni 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

 

 

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen die aufsichtsrechtliche Beschwerde-
verfügung des Bezirksgerichts Winterthur vom 13. Februar 2014 (BA140001-
K) 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die B._____ AG reichte am 18. Dezember 2013 beim Friedensrichteramt 

Winterthur gegen A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) eine Forderungs-

klage in der Höhe von Fr. 16'777.70 (Betreibung Nr. …) ein. Am 20. Dezember 

2013 lud das Friedensrichteramt Winterthur die Parteien zur Schlichtungsver-

handlung auf den 14. Februar 2014 vor (vgl. act. 3/2/1). Gegen diese Vorladung 

setzte sich die Beschwerdeführerin beim Bezirksgericht Winterthur als untere Auf-

sichtsbehörde über die Friedensrichterämter (nachfolgend: Vorinstanz) zur Wehr 

und beantragte die Aufhebung der Vorladung sowie die Ausrichtung einer Ent-

schädigung (act. 3/1). Mit Verfügung vom 13. Februar 2014 setzte die Vorinstanz 

der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.- 

an (act. 3/3). 

2. Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 

13. März 2014 (Datum Poststempel) bei den in der Rechtsmittelbelehrung ange-

gebenen Zivilkammern des Obergerichts des Kantons Zürich Beschwerde und 

stellte folgende Anträge (act. 2 S. 3 f.): 

"1. Es sei die Friedensrichterin C._____ umgehend anzuweisen, dass 
die Eingabe nichtig ist, somit ist die Vorladung vollumfänglich aufzuhe-
ben; da sich die Schlichtungsverhandlung sogleich als offensichtlich 
unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer Be-
schwerdeantwort der Klagepartei verzichtet werden, dabei sei die Wie-
derherstellung des rechtmässigen Zustandes zu veranlassen 
2. Die Klägerin sei zu verpflichten, die unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen inkl. MwSt., sowie die ordentlichen und ausserordentli-
chen Kosten zu Lasten der Klägerschaft, seien der Beklagten zu erset-
zen. Betriebsleiterin A._____ hat Anspruch auf eine Entschädigung für 
den erlittenen Schaden infolge Beeinträchtigung. 
3. Das vorliegende Verfahren ist gestützt auf Art. 114 ZPO kostenlos 
oder dem Kanton Zürich aufzuerlegen, da es auf die falsche Eingabe 
der Klägerpartei hinweist und diese Klägerpartei uns massiv drohte und 
dies zur Strafanzeige gebracht wurde 

- 3 - 

4. Es sei die Streichung der ungerechtfertigter Betreibung Nr.: … im 
Betreibungsamt Langenthal, sowie wie einer Wiedergutmachung sei 
auszurichten 
5. Alle Kosten sind der Beschwerdegegnerin B._____ AG, … [Adres-
se] aufzuerlegen oder dem Kanton Zürich betreffend der falschen Ein-
gabe durch die Klägerpartei dem daraus resultierenden Fehler des 
Friedensrichteramts Winterthur, dabei sei eine richterliche Entschädi-
gung an die Unterzeichnenden auszurichten und die Ersetzung aller 
Kosten für die erlittene Unbill" 

 

3. Mit Verfügung vom 27. März 2014 überwies die II. Zivilkammer die Be-

schwerde der Beschwerdeführerin vom 13. März 2014 zuständigkeitshalber an 

die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich zur weiteren 

Behandlung (act. 1). 

4. Gemäss § 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 ZPO stellt die Rechtsmittelinstanz 

die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schriftlichen Stellungnahme zu, es 

sei denn, die Beschwerde sei offensichtlich unzulässig oder offensichtlich unbe-

gründet. Da dies - wie im Folgenden zu zeigen sein wird - der Fall ist, kann auf 

das Einholen von Stellungnahmen verzichtet werden.  

II. 

1. Die Beschwerde an die Verwaltungskommission richtet sich gegen die Ver-

fügung der Vorinstanz vom 13. Februar 2014 (act. 3/3). Gemäss § 80 lit. b i.V.m. 

§ 84 GOG i.V.m. § 18 lit. k der Verordnung über die Organisation des Oberge-

richts (LS 212.51) übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons 

Zürich die Aufsicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 

Abs. 2 GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten 

Behörden aus (vgl. auch Hauser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, Zürich/Basel/ 

Genf 2012, N 1 zu § 80 GOG und N 1 zu § 84 GOG). Die Verwaltungskommission 

ist daher zur Behandlung der Beschwerde zuständig. 

2. Auf das vorliegende Verfahren sind die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss an-

wendbar (§ 84 GOG). 

- 4 - 

III. 

1. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Die Beschwerdeschrift muss konkrete Anträge enthalten, damit klar ist, in wel-

chem Umfang der vorinstanzliche Entscheid angefochten wird, ansonsten auf die 

Beschwerde nicht eingetreten werden kann (vgl. Beschluss der I. Zivilkammer 

RT120103-O vom 5. Juli 2012, Erw. 2). Im Weiteren gilt im Beschwerdeverfahren 

das Rügeprinzip (Freiburghaus/Afheldt,in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenber-

ger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zü-

rich/Basel/Genf 2013, N 15 zu Art. 321 ZPO; Sterchi, Berner Kommentar, Bern 

2012, N 17 ff. zu Art. 321 ZPO), d.h. die Beschwerde führende Partei hat im Ein-

zelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offen-

sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ih-

rer Ansicht nach leidet. Was nicht gerügt wird, hat grundsätzlich Bestand. Werden 

keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen nicht be-

hebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur ergän-

zenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen. 

2. Die Beschwerdeführerin unterlässt es, sich in ihrer Beschwerde mit der Ver-

fügung vom 13. April 2014 und den darin enthaltenen Erwägungen auseinander-

zusetzen. Sie macht auch nicht geltend, den verlangten Kostenvorschuss von 

Fr. 800.- nicht bezahlen zu können. Vielmehr wiederholt die Beschwerdeführerin 

ihre vor Vorinstanz gestellten Anträge (Rechtsbegehren Ziff. 1-3) und beantragt 

neu die Löschung einer Betreibung (Rechtsbegehren Ziff. 4). Die Begründung der 

Beschwerde ist sodann weitgehend mit der vor Vorinstanz eingereichten Be-

schwerdebegründung identisch und bezieht sich einzig auf den Gegenstand der 

bei der Vorinstanz eingereichten Aufsichtsbeschwerde (vgl. act. 3/1 S. 1 f. und 

S. 3). All dies ist nicht Thema der angefochtenen Verfügung. Damit erweisen sich 

die gestellten Anträge sowie die Beschwerdebegründung als unzulässig bzw. als 

ungenügend, weshalb die Aufsichtsbeschwerde ohne Weiterungen abzuweisen 

ist, soweit darauf eingetreten werden kann. 

- 5 - 

IV.  

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens vollumfäng-

lich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 106 ZPO, § 20 GebV OG). Der 

von der Beschwerdeführerin angerufene Art. 114 ZPO kommt im vorliegenden 

Verfahren nicht zur Anwendung. Entschädigungen sind keine zu entrichten. 

2. Die Verwaltungskommission entscheidet als zweite Aufsichtsbehörde letzt-

instanzlich über Aufsichtsbeschwerden. Ein kantonales Rechtsmittel dagegen be-

steht in aller Regel nicht (Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., N 1 und N 3 zu § 84 

GOG). Vorbehalten bleibt das Rechtsmittel der Beschwerde ans Bundesgericht. 

Es wird beschlossen: 

1. Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 150.- festgesetzt. 

3. Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 

4. Es werden keine Entschädigungen ausgerichtet.  

5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

− die Beschwerdeführerin 
− die Vorinstanz, unter Beilage einer Kopie von act. 2 und unter Rück-

sendung der beigezogenen Akten (act. 3) 
 

6. Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von 
der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen.  

Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. 

(ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbe-

schwerde) i.V.m. Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht 

(BGG). 

- 6 - 

 
Zürich, 12. Juni 2014 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH 

Verwaltungskommission 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

lic. iur. A. Gürber 
 
versandt am:   

 

	Beschluss vom 12. Juni 2014
	 Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	Es wird beschlossen:
	1. Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
	2. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 150.- festgesetzt.
	3. Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Es werden keine Entschädigungen ausgerichtet.
	5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:
	 die Beschwerdeführerin
	 die Vorinstanz, unter Beilage einer Kopie von act. 2 und unter Rücksendung der beigezogenen Akten (act. 3)

	6. Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.
	Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) i.V.m. Art. 42 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).
	Zürich, 12. Juni 2014