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**Case Identifier:** a6e8d436-8e10-58ae-b824-cd6eb33fade9
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 31.03.2025 WBE.2024.427
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2024-427_2025-03-31.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2024.427 / WA / jb 
(BE.2023.109)  

Art. 32 

 

Urteil vom 31. März 2025 
 

 

Besetzung  Verwaltungsrichter Michel, Vorsitz   

Verwaltungsrichter Brandner 

Verwaltungsrichter Dommann 

Gerichtsschreiberin Wittich 

Rechtspraktikant Wang 

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____,  

 

gegen 

 

  Gemeinderat Q._____,   

 

  Departement Gesundheit und Soziales, Kantonaler Sozialdienst, 

Beschwerdestelle SPG, Obere Vorstadt 3, 5001 Aarau    

 

     
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Sozialhilfe (unentgeltliche Rechtspflege) 

 

Entscheid des Departements Gesundheit und Soziales 

vom 31. Oktober 2024 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Rechtsanwältin lic. iur. A._____ vertrat B._____ vor dem Departement 

Gesundheit und Soziales, Kantonaler Sozialdienst, Beschwerdestelle SPG, 

im Beschwerdeverfahren gegen den Beschluss der Sozialkommission 

Q._____ vom 16. Oktober 2023 betreffend Rückerstattung bezogener 

materieller Unterstützung. 

 

2. 

Mit Entscheid vom 31. Oktober 2024 hiess die Beschwerdestelle SPG die 

Beschwerde gut und wies die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne 

der Erwägungen an die Vorinstanz zurück. Das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege und unentgeltliche Rechtsvertretung wurde als gegenstands-

los abgeschrieben. Betreffend Parteikostenersatz entschied die Beschwer-

destelle SPG: 

 

3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Vertreterin der Be-
schwerdeführerin die entstandenen Parteikosten in Höhe von 
Fr. 2'000.00 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu ersetzen. 

 

B. 

1. 

Dagegen erhob Rechtsanwältin lic. iur. A._____ mit Eingabe vom 

4. Dezember 2024 Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den folgenden 

Rechtsbegehren: 

 

1. Es sei Ziff. 3 des angefochtenen Entscheids aufzuheben. 
 
2. Die Parteientschädigung für das Verfahren vor Vorinstanz sei auf 

CHF 3'291.80 festzulegen. 
 
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-

gegnerin. 

 

2. 

Die Beschwerdestelle SPG verzichtete mit Schreiben vom 13. Januar 2025 

auf eine Beschwerdeantwort. Sie verwies auf die Begründung im angefoch-

tenen Entscheid und ersuchte um Abweisung der Verwaltungsgerichtsbe-

schwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be-

schwerdeführerin. 

 

3. 

Die Sozialkommission Q._____ verzichtete mit Eingabe vom 30. Januar 

2025 auf eine Beschwerdeantwort. 

 

 - 3 - 

 

 

4. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall am 31. März 2025 beraten und ent-

schieden. 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [Verwaltungsrechtspfle-

gegesetz, VRPG; SAR 271.200]). Nach § 58 Abs. 1 des Gesetzes über die 

öffentliche Sozialhilfe und die soziale Prävention vom 6. März 2001 (Sozi-

alhilfe- und Präventionsgesetz, SPG; SAR 851.200) können Verfügungen 

und Entscheide der Sozialbehörden mit Beschwerde beim Departement 

Gesundheit und Soziales (DGS) angefochten werden (§ 39a der Sozial-

hilfe- und Präventionsverordnung vom 28. August 2002 [SPV; 

SAR 851.211]). Die Entscheide des DGS können an das Verwaltungsge-

richt weitergezogen werden (§ 58 Abs. 2 SPG). Das Verwaltungsgericht ist 

somit zur Beurteilung der vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

zuständig. 

 

2. 

Gemäss § 42 lit. a VRPG ist zur Beschwerde befugt, wer ein schutzwürdi-

ges eigenes Interesse an der Aufhebung oder der Änderung des Ent-

scheids hat. Nach Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist aus-

schliesslich die unentgeltliche Rechtsvertreterin bzw. der unentgeltliche 

Rechtsvertreter zur Beschwerde befugt, soweit der angefochtene Ent-

scheid das Honorar der unentgeltlichen Vertretung betrifft (Entscheide des 

Verwaltungsgerichts WBE.2024.145/146 vom 30. Oktober 2024, Erw. I/2.1 

und WBE.2021.277/279 vom 8. Dezember 2021, Erw. I/2; vgl. STEFAN 

MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 

3 BV], Basel 2008, S. 202). Das Honorar der unentgeltlichen Rechtsvertre-

tung steht dieser persönlich zu (BGE 133 V 645, Erw. 2.2; MEICHSSNER, 

a.a.O., S. 202). Analog ist eine Rechtsvertreterin bzw. ein Rechtsvertreter 

beschwerdelegitimiert, wenn die Parteientschädigung direkt ihr bzw. ihm 

(und nicht der vertretenen Partei) zugesprochen wurde (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 4A_171/2017 vom 26. September 2017, Erw. 1.1 mit Hinwei-

sen). 

 

Vorliegend ficht die Beschwerdeführerin die explizit direkt ihr als Rechts-

vertreterin zugesprochene Parteientschädigung an, welche wesentlich tie-

fer ausfiel als der in ihren eingereichten Honorarnoten ausgewiesenen Auf-

wand (vgl. Erw. III/2.2. und Dispositivziffer 3 des Entscheids vom 31. Okto-

ber 2024). Damit macht sie ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der 

 - 4 - 

 

 

Beschwerdeführung geltend. Die Beschwerdeführerin ist daher zur Verwal-

tungsgerichtsbeschwerde legitimiert. 

 

3. 

Auf die Rüge der Beschwerdeführerin (Beschwerde, Rz. 7), die Vorinstanz 

habe mit dem Rückweisungsentscheid vom 31. Oktober 2024 ihre Begrün-

dungspflicht verletzt, weil sie sich mit der Beschwerdebegründung materiell 

nicht auseinandergesetzt habe, ist im Folgenden nicht weiter einzugehen. 

Weder wäre die Beschwerdeführerin zur Beschwerde gegen den Rückwei-

sungsentscheid legitimiert, noch stellt sie einen entsprechenden Antrag.  

 

4. 

Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen An-

lass, sodass auf die frist- und formgerecht erhobene Beschwerde einzutre-

ten ist. 

 

5. 

Mit der Beschwerde können unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen gerügt werden (§ 55 Abs. 1 

VRPG). Die Kontrolle der Angemessenheit ist dagegen ausgeschlossen 

(Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 VRPG). 

 

II. 

1.  

1.1. 

Die Vorinstanz erwog, dass die Kostennote der Beschwerdeführerin nicht 

tarifkonform sei, weil sie lediglich auf den Stundenaufwand abstelle. Die 

Parteikosten seien anhand des Dekrets über die Entschädigung der An-

wälte vom 10. November 1987 (Anwaltstarif, AnwT; SAR 291.150) festzu-

legen. Aufgrund des Streitwerts gehe der Rahmen für die Entschädigung 

von Fr. 600.00 bis Fr. 4'000.00. Entsprechend der Bedeutung des Falls 

liege die tarifgemässe Entschädigung für den genannten Streitwert in der 

Regel innerhalb eines Bandes von Fr. 1'200.00 bis Fr. 2'700.00. Der Auf-

wand und die Schwierigkeit des Falls seien vorliegend als mittel zu beurtei-

len, weshalb die Parteientschädigung auf pauschal Fr. 2'000.00 (inkl. Aus-

lagen und Mehrwertsteuer) festgelegt werde. 

 

1.2. 

Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, die Vorinstanz sei in Willkür 

verfallen und habe die Begründungspflicht bzw. ihren Anspruch auf rechtli-

ches Gehör verletzt. Die Vorinstanz habe die Kostennote einzig mit der Be-

gründung beanstandet, dass diese nicht tarifkonform sei. Da § 8a Abs. 2 

AnwT auf den mutmasslichen Aufwand der Rechtsvertretung abstelle, hätte 

der in der Honorarnote ausgewiesene Aufwand nicht einfach ignoriert wer-

den dürfen. Die Einstufung der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles 

sei ohne Begründung als mittel festgelegt worden. Es sei nicht ersichtlich, 

wie diese Einstufungen die Beurteilung des mutmasslichen Aufwands be-

 - 5 - 

 

 

einflusst hätten. Das von der Vorinstanz erwähnte Entschädigungsband 

von Fr. 1'200.00 bis 2'700.00 sei nicht gesetzlich festgelegt und nicht öf-

fentlich zugänglich; dessen Anwendung sei deshalb willkürlich. Der Streit-

wert liege im höheren Bereich des Streitwertrahmens gemäss § 8a Abs. 1 

lit. a AnwT, weshalb die finanzielle Bedeutung des Falles nicht als gering 

oder mittel eingestuft werden könne. Schliesslich würde bei der von der 

Vorinstanz festgesetzten Parteientschädigung ein Stundentarif unter 

Fr. 150.00 exkl. Spesen und Mehrwertsteuer resultieren. Das sei nicht 

mehr angemessen, unwürdig und erlaube keine wirksame Ausübung des 

Mandats, sodass die Vorinstanz direkt den Zugang von Sozialhilfebezie-

henden zu anwaltlicher Vertretung beschränke.  

 

2. 

Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 (BV; SR 101) folgt die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihre Ent-

scheide zu begründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Über-

legungen nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die 

sich ihr Entscheid stützt, damit der Betroffene ihn sachgerecht anfechten 

kann. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Par-

teistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbrin-

gen ausdrücklich widerlegt (vgl. BGE 142 II 49, Erw. 9.2; 137 II 266, 

Erw. 3.2; 136 I 229, Erw. 2.2.1; 133 III 439, Erw. 3.3). 

 

Die Beschwerdeführerin hat mit Honorarrechnung vom 22. Februar 2024 

eine detaillierte Aufstellung ihres Aufwands im vorinstanzlichen Beschwer-

deverfahren eingereicht. Mit dieser hat sich die Vorinstanz auch auseinan-

dergesetzt, (vgl. Entscheid vom 31. Oktober 2024, Erw. III/2.2). Der An-

spruch auf rechtliches Gehör verlangt nicht, dass der Rechtsvertreterin 

bzw. dem Rechtsvertreter vor einer allfälligen Kürzung der Honorarnote 

Gelegenheit zur Stellungnahme eingeräumt wird. Die Festsetzung der Par-

teientschädigung erfolgt von Amtes wegen in Anwendung der massgeben-

den gesetzlichen Bestimmungen, welche als bekannt vorausgesetzt wer-

den dürfen (Urteil des Bundesgerichts 6B_74/2014 vom 7. Juli 2014, 

Erw. 1.3.2). Einen Anspruch auf Stellungnahme zu beabsichtigten Kürzun-

gen einer Honorarnote sieht auch der AnwT nicht vor. 

 

Im Weiteren ist das Gericht nach der von der Beschwerdeführerin angeru-

fenen Praxis nicht immer verpflichtet, den Entscheid betreffend die Partei-

entschädigung zu begründen. Stattdessen wird allgemein anerkannt, dass 

das Gericht in der Lage ist, sich ein Bild von der Natur und dem Umfang 

des Aufwands zu machen, der ein Prozess erfordert. Sofern ein Tarif oder 

eine gesetzliche Richtlinie existiert, die Mindest- und Höchstwerte ange-

ben, muss das Gericht seine Entscheidung nur dann begründen, wenn es 

diese Grenzen verlässt oder wenn ausserordentliche Umstände geltend 

gemacht werden oder auch wenn das Gericht von der Kostennote abweicht 

und trotz klar definierter Praxis eine tiefere Parteientschädigung zuspricht 

 - 6 - 

 

 

(BGE 139 V 496, Erw. 5.1 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin hatte 

im vorinstanzlichen Verfahren keine ausserordentlichen Umstände geltend 

gemacht. Ausserdem war die von der Beschwerdeführerin eingereichte 

Kostennote nicht tarifkonform und die Vorinstanz hat den Gebührenrahmen 

gemäss § 8a AnwT eingehalten (siehe hinten Erw. II/3.1 und II/3.2.1). 

Schliesslich ist nicht erkennbar, dass von einer klar definierten Praxis abge-

wichen worden wäre. Entsprechend liegt keine der vorstehend genannten 

Konstellationen vor, sodass die Vorinstanz nicht gehalten war, die Festset-

zung der Parteientschädigung detailliert zu begründen. 

 

Die Begründung der Vorinstanz ist knapp und vermag insofern nicht zu 

überzeugen, als ohne nähere Angaben darauf abgestellt wird, dass ent-

sprechend der Bedeutung des Falls die tarifgemässe Entschädigung für 

den genannten Streitwert in der Regel innerhalb eines Bands von 

Fr. 1'200.00 bis Fr. 2'700.00 liege. Demgegenüber durfte sie den massge-

benden Aufwand sowie die Schwierigkeit des Falls ohne nähere Ausfüh-

rungen als "mittel" bezeichnen. Insgesamt war klar, dass die Vorinstanz bei 

der Bemessung der Parteientschädigung von einer rundum durchschnittli-

chen Streitigkeit ausging. Der Beschwerdeführerin war es damit ohne Wei-

teres möglich, die Tragweite des Entscheids zu erfassen und in voller 

Kenntnis der Sache an eine höhere Instanz weiterzuziehen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 6B_74/2014 vom 7. Juli 2014, Erw. 1.3.1 mit Hinweisen). 

Eine Gehörsverletzung liegt deshalb nicht vor. 

 

3.  

3.1.  

Die Höhe des Parteikostenersatzes bestimmt sich nach dem AnwT. Sozi-

alhilfesachen sind grundsätzlich vermögensrechtliche Angelegenheiten mit 

einem zu bestimmenden Streitwert (vgl. AGVE 2007, S. 191, Erw. 5.2). 

Durch die tarifgemässe Entschädigung sind die in einem Verfahren notwen-

digen und entsprechend der Bedeutung der Sache üblichen Leistungen des 

Anwaltes, einschliesslich der üblichen Vergleichsbemühungen, abgegolten 

(§ 2 Abs. 1 AnwT). Die Entschädigung wird als Gesamtbetrag festgesetzt, 

Auslagen und Mehrwertsteuer sind darin enthalten (§ 8c AnwT). Im Rah-

men des streitwertabhängigen Honorars wird der Bedeutung einer Angele-

genheit in erster Linie anhand des Streitwerts Rechnung getragen. Entspre-

chend haben sich die anwaltlichen Aufwendungen grundsätzlich innerhalb 

eines bestimmten Rahmens zu bewegen und sich – bei geringer (finanziel-

ler) Bedeutung der Streitigkeit – zu beschränken (§ 8a Abs. 1 AnwT; Ent-

scheid des Verwaltungsgerichts WBE.2024.145/146 vom 30.Oktober 2024, 

Erw. II/6.3). Innerhalb der vorgesehenen Rahmenbeträge richtet sich die 

Entschädigung nach dem mutmasslichen Aufwand des Anwaltes, nach der 

Bedeutung und der Schwierigkeit des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). 

 

Die Kostennote der Beschwerdeführerin stellt nur auf den effektiven zeitli-

chen Aufwand ab, ohne insbesondere auf den Streitwert einzugehen. Die 

Vorinstanz kam deshalb zu Recht zum Schluss, dass die Kostennote der 

 - 7 - 

 

 

Beschwerdeführerin nicht tarifkonform sei (vgl. Entscheid des Verwaltungs-

gerichts WBE.2024.145/146 vom 30.Oktober 2024, Erw. II/6.3). Ein willkür-

liches Verhalten kann der Vorinstanz in dieser Hinsicht nicht vorgeworfen 

werden (vgl. Beschwerde, Rz. 12). 

 

3.2.  

3.2.1. 

Der Streitwert im angefochtenen Entscheid beträgt unbestrittenermassen 

Fr. 12'296.10 (Entscheid vom 31. Oktober 2024, Erw. III/2.2; Beschwerde, 

Rz. 15). Gemäss § 8a Abs. 1 lit. a Ziffer 1 AnwT geht der Entschädigungs-

rahmen in vermögensrechtlichen Streitsachen mit einem Streitwert bis 

Fr. 20'000.00 von Fr. 600.00 bis Fr. 4'000.00. Innerhalb dieses vorgesehe-

nen Rahmens richtet sich die Entschädigung nach dem mutmasslichen 

Aufwand der Rechtsvertretung, nach der Bedeutung und der Schwierigkeit 

des Falles (§ 8a Abs. 2 AnwT). 

 

Der Streitwert von Fr. 12'296.10 beträgt gut 60 % von Fr. 20'000.00. Die 

Bedeutung der Sache ist somit als leicht überdurchschnittlich zu bewerten. 

Die vorinstanzliche Einstufung als mittel erscheint demgegenüber zu wenig 

differenziert, da sie Fälle mit einem Streitwert von Fr. 6'666.00 bis 

Fr. 13'333.00 genau gleich behandelt.  

 

3.2.2.  

Die Parteientschädigung in Verwaltungssachen bemisst sich nicht nach 

dem effektiven, sondern nach dem mutmasslichen Aufwand der Rechtsver-

tretung (§ 8a Abs. 2 AnwT). Massgeblich ist daher nicht, ob die Beschwer-

deführerin für den infrage stehenden Fall mehr oder weniger Zeit aufge-

wendet hat, sondern die "entsprechend der Bedeutung der Sache üblichen 

Leistungen des Anwaltes" (§ 2 Abs. 1 AnwT). Als Massstab bei der Beant-

wortung der Frage, welcher Aufwand nötig ist, hat der erfahrene Anwalt zu 

gelten, der im Bereich des materiellen Rechts und des Prozessrechts über 

fundierte Kenntnisse verfügt und deshalb seine Leistungen von Anfang an 

zielgerichtet und effizient erbringen kann (Urteil des Bundesgerichts 

6B_74/2014 vom 7. Juli 2014, Erw. 1.4.2). 

 

Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin an keiner behördlichen 

Verhandlung teilgenommen, jedoch mit der Stellungnahme vom 12. Januar 

2024 eine zweite Rechtsschrift eingereicht. Zum mutmasslichen Aufwand 

gehört in der Regel die Teilnahme an einer Verhandlung oder die Einrei-

chung einer zweiten Rechtsschrift, wobei es sich rechtfertigt, den Aufwand 

für die beiden Verfahrensschritte als relativ gleichwertig anzusehen. Somit 

kompensiert die zweite Rechtsschrift die fehlende Verhandlung (vgl. Ent-

scheide des Verwaltungsgerichts WBE.2023.417 vom 28. Mai 2024, 

Erw. II/5; WBE.2023.352 vom 17. Juli 2024, Erw. III/2.2; WNO.2023.3 vom 

3. Februar 2025, Erw. III/2). 

 

 - 8 - 

 

 

Wesentlich erscheint demgegenüber, dass in der Verwaltungsbeschwerde 

die erstinstanzliche Verfügung in verschiedener Hinsicht bemängelt wurde 

und hierzu je separate Sachverhaltsabklärungen und rechtliche Erörterun-

gen nötig waren. Es rechtfertigt sich daher, von einem mutmasslich über-

durchschnittlichen Aufwand auszugehen. Ein mutmasslich hoher Aufwand 

ist demgegenüber nicht ersichtlich; diesbezüglich waren sowohl die Sach-

verhaltsfragen als auch die rechtlichen Problemstellungen zu wenig kom-

plex (vgl. nachfolgend Erw. II/3.2.3).  

 

3.2.3. 

In Bezug auf die Schwierigkeit des Falls macht die Beschwerdeführerin ein-

zig geltend, dass "die Begründung in der Beschwerde, wonach die Nach-

zahlungen von IV-Renten Einkommen und nicht Vermögen darstellen, […] 

einer Grundsatzfrage entspricht" (Beschwerde, Rz. 13). Selbst wenn dieser 

Aspekt als rechtlich komplex zu betrachten wäre, war er im Verfahren vor 

der Vorinstanz bloss von nebensächlicher Bedeutung. Dies zeigt sich be-

reits daran, dass die Beschwerdeführerin diesem Thema in der Beschwer-

de vor der Vorinstanz bloss einen kurzen Absatz gewidmet hat (Vorakten, 

act. 8, Rz. 42). 

 

Im Übrigen ist nicht ersichtlich und wird nicht dargetan, inwiefern die Beur-

teilung der Schwierigkeit als mittel nicht gerechtfertigt sein soll. Eine beson-

dere Komplexität des Falls ist nicht erkennbar. Hinzu kommt, dass sich die 

Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren in Bezug auf die Frage, 

ob mit dem gemeinderätlichen Beschluss vom 13. Januar 2020 bereits 

rechtskräftig über den rückerstattungspflichtigen Betrag befunden wurde, 

eng an den Entscheid des Verwaltungsgerichts WBE.2022.97 vom 26. April 

2022 anlehnen konnte (siehe Vorakten, act. 134, Rz. 4; vgl. auch Vorakten, 

act. 6, Rz. 24). Insgesamt ist die vorinstanzliche Beurteilung, wonach der 

vorliegende Fall eine mittlere Schwierigkeit aufweist, nicht zu beanstanden. 

 

3.3.  

Den Erwägungen der Vorinstanz, wonach die eingereichte Kostennote 

nicht tarifkonform und die Schwierigkeit des Falles als mittel einzustufen 

sei, kann gefolgt werden. Jedoch sind die Bedeutung des Falls und der 

mutmassliche Aufwand der Beschwerdeführerin als überdurchschnittlich 

einzustufen, sodass die Parteikostenentschädigung vorliegend auf 

Fr. 2'600.00 festzulegen ist.  

 

Zusammenfassend ist die Parteientschädigung in teilweiser Gutheissung 

der Beschwerde auf Fr. 2'600.00 festzulegen. 

 

III. 

1. 

Im Beschwerdeverfahren werden die Verfahrens- und Parteikosten in der 

Regel nach Massgabe des Unterliegens und Obsiegens auf die Parteien 

verlegt (§ 31 Abs. 2 Satz 1 und § 32 Abs. 2 VRPG). Den Behörden werden 

 - 9 - 

 

 

allerdings Verfahrenskosten nur auferlegt, wenn sie schwerwiegende Ver-

fahrensmängel begangen oder in der Sache willkürlich entschieden haben 

(§ 31 Abs. 2 Satz 2 VRPG). Entsprechend dem Verfahrensausgang hat die 

Beschwerdeführerin die Hälfte der Kosten des verwaltungsgerichtlichen 

Verfahrens zu tragen (§ 31 Abs. 2 VRPG); der Rest geht zu Lasten des 

Kantons. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten werden unter Berücksichti-

gung der angefallenen Kosten und der Bedeutung der Sache auf Fr. 800.00 

festgelegt (§ 20 Abs. 2 i.V.m. § 7 Abs. 1 des Gebührendekrets vom 

19. September 2023 [GebührD; SAR 662.110]). 

 

3. 

Ein Parteikostenersatz fällt nach Massgabe des Verfahrensausgangs so-

wie mangels anwaltlicher Vertretung ausser Betracht (§ 29 VRPG). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Parteientschädigung 

auf Fr. 2'600.00 festgelegt. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer Ge-

richtsgebühr von Fr. 800.00, sind von der Beschwerdeführerin zur Hälfte 

mit Fr. 400.00 zu bezahlen. Die restlichen Verfahrenskosten trägt der Kan-

ton. 

 

3. 

Es werden keine Parteikosten ersetzt. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

die Beschwerdeführerin 

den Gemeinderat Q._____ 

das DGS, Kantonaler Sozialdienst, Beschwerdestelle SPG 

 

  

 - 10 - 

 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des Bun-

desgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

   

Aarau, 31. März 2025 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Michel Wittich