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**Case Identifier:** fa3684d8-9160-56aa-abe3-87eecd155d04
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.07.2014 810 2014 89 (810 14 89)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2014-89_2014-07-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 30. Juli 2014 (810 14 89) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung 

 

 
Besetzung Abteilungs-Vizepräsident Beat Walther, Kantonsrichter Markus  

Clausen, Christian Haidlauf, Stefan Schulthess, Edgar Schürmann, 
Gerichtsschreiber i.V. Hannes Baader 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Franz Hollinger, Rechtsan-
walt, 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung  

(RRB Nr. 368 vom 18. März 2014) 
 

 

 

 

A. A.____, geboren 1989, ist kosovarischer Staatsbürger. Im Alter von zehn Jahren kam 
er zusammen mit seiner Mutter und weiteren Geschwistern im Rahmen des Familiennachzugs 
in die Schweiz und erhielt eine Niederlassungsbewilligung zum Verbleib bei seinem Vater. 

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A.____ schloss in der Schweiz die Schule ab und absolvierte anschliessend eine Lehre als  
Maler. 
 
B. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 1. Dezember 2010 wurde A.____ der  
versuchten vorsätzlichen Tötung in nicht entschuldbarem Notwehrexzess, der falschen  
Anschuldigung sowie der mehrfachen einfachen und mehrfachen groben Verletzung der  
Verkehrsregeln schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von dreidreiviertel Jahren  
sowie zu einer Busse von Fr. 800.-- und einer Genugtuungszahlung in der Höhe von 
Fr. 10'000.-- verurteilt. Sowohl A.____ wie auch die Staatsanwaltschaft appellierten  
gegen dieses Urteil. 
 
C. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 18. Oktober 2011 wurde A.____ erneut 
wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln und mehrfacher einfacher Verletzung 
der Verkehrsregeln verurteilt. 
 
D. Mit Urteil vom 28. November 2012 bestätigte das Appellationsgericht Basel-Stadt den 
Schuldspruch des Strafgerichts vom 1. Dezember 2010, erhöhte aber die Freiheitsstrafe auf 
viereinhalb Jahre und die zu bezahlende Genugtuung auf Fr. 16'000.--. Die von A.____ gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde an das Bundesgericht wies dieses mit Urteil vom 19. Juli 
2013 (6B_148/2013) ab, soweit es darauf eintrat. 
 
E. Mit Schreiben vom 3. September 2013 gewährte das Amt für Migration Basel-
Landschaft (AfM) A.____ das rechtliche Gehör im Hinblick auf einen allfälligen Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung sowie der damit verbundenen Wegweisung aus der Schweiz. In  
einer undatierten Stellungnahme brachte A.____ zu den Fragen des AfM im  
Wesentlichen vor, er lebe seit bald 15 Jahren mit seiner Familie (Eltern und fünf  
Geschwister) in der Schweiz, habe seine gesamte Berufsausbildung in der Schweiz absolviert 
und sei mit einer Schweizerin verlobt. Seit seiner Migration in die Schweiz sei er sechsmal für je 
ein bis zwei Wochen im Kosovo gewesen, wo weitere Verwandte (Grossmutter, Onkel, Tante 
sowie ein Cousin und eine Cousine) wohnten. Zudem gab er an, albanisch zu sprechen. 
 
F. Am 30. Oktober 2013 verfügte das AfM den Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
von A.____ und damit verbunden seine Wegweisung aus der Schweiz. Den spätesten Ausrei-
setermin setzte das AfM auf den Zeitpunkt der (bedingten) Entlassung aus dem Strafvollzug 
fest (frühestens 16. Juli 2016). 
 
G. Gegen diese Verfügung erhob A.____ am 6. November 2013 Beschwerde beim Regie-
rungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regierungsrat). Der Regierungsrat wies diese  
Beschwerde mit Entscheid vom 18. März 2014 ab. 
 
H. Mit Eingabe vom 31. März 2014 erhob A.____, vertreten durch Franz  
Hollinger, Rechtsanwalt, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht (Kantonsgericht), Beschwerde gegen den Entscheid des Regierungsrats vom 
18. März 2014. Er beantragt, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und es sei auf 
einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die damit verbundene Wegweisung aus der 

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Schweiz zu verzichten. Es sei ihm weiter die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltli-
che Verbeiständung zu gewähren. Zur Begründung führt er im Wesentlichen aus, dass das 
Verschulden entgegen der Beurteilung im Strafurteil nicht als schwer zu qualifizieren sei, womit 
das öffentliche Interesse an der Wegweisung sein persönliches Interesse am weiteren Verbleib 
in der Schweiz nicht zu überwiegen vermöge. Zudem macht er geltend, dass im Kosovo neben 
der staatlichen Sanktionsgewalt weiterhin die Tradition der Blutrache bestehe und dass bei  
seinem Onkel im Kosovo bereits eine solche angekündigt worden sei. Der Schutz seines  
Lebens sei im Kosovo nicht sichergestellt. 
 
I. In der Vernehmlassung vom 23. Juni 2014 beantragt der Regierungsrat, es sei die  
Beschwerde unter o/e-Kostenfolge abzuweisen. 
 
J. Mit Verfügung der Präsidentin des Kantonsgerichts vom 30. Juni 2014 wurde der Fall 
der Kammer zur Beurteilung überwiesen. Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer die  
unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des  
Regierungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig.  
Vorliegend ist der Regierungsratsbeschluss Nr. 368 vom 18. März 2014 betreffend Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung angefochten. Da weder ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO 
noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vorliegt, ist die Zuständigkeit des Kantons-
gerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit gegeben. Nach § 47 Abs. 1 lit. a VPO 
ist zur Beschwerde befugt, wer durch die angefochtene Verfügung oder den angefochtenen 
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Änderung oder Aufhebung 
hat. Da der Beschwerdeführer Adressat des angefochtenen Entscheides ist und ein schutzwür-
diges Interesse an dessen Aufhebung hat, die übrigen formellen Voraussetzungen erfüllt und 
sowohl die örtliche wie auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben sind, 
kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden. 
 
2. Bei der Beurteilung der vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerde ist die Kog-
nition des Kantonsgerichts gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b VPO darauf beschränkt, den  
angefochtenen Entscheid hinsichtlich allfälliger Rechtsverletzungen zu überprüfen bzw. zu  
prüfen, ob der Beschwerdegegner ein allfälliges Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hat. Im 
Weiteren kann beurteilt werden, ob dieser den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig fest-
gestellt hat. Die Überprüfung der Angemessenheit dagegen ist dem Kantonsgericht verwehrt 
(§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und die damit einhergehende Wegweisung 
zu Recht erfolgten. 

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3.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz nur berechtigt, wenn sie 
eine Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005; vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde  
entscheidet gemäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und 
Verträge mit dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem  
Aufenthalt. Einen Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung hat die auslän-
dische Person somit grundsätzlich nicht, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche  
Verpflichtungen sehen dies vor (BGE 133 I 185 E. 2.3; PETER UEBERSAX, in: Peter 
Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 
2009, Rz. 7.84 ff.). 
 
3.2 Vorweg kann festgehalten werden, dass zwischen der Schweiz und der Republik  
Kosovo kein Staatsvertrag besteht, welcher dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf  
Anwesenheit in der Schweiz gewähren würde. Es sind entsprechend die Bestimmungen des 
AuG, vorbehältlich anderer völkerrechtlicher Verträge, anwendbar. 
 
3.3 Aus dem in Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, EMRK) vom 4. November 1950 sowie dem 
inhaltlich gleichwertigen Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft (BV) vom 18. April 1999 geschützten Recht auf Achtung des Privat- und Familienle-
bens können ausländische Staatsangehörige in besonderen Fällen einen Anspruch auf Aufent-
halt oder Verbleib in einem andern Staat ableiten, wenn eine staatliche Entfernungsmassnahme 
zur Trennung von Familienmitgliedern führt (vgl. ANDREAS ZÜND/THOMAS HUGI YAR, Aufent-
haltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht, insbesondere unter dem 
Aspekt des Privat- und Familienlebens, EuGRZ 2013, S. 10 ff.; BGE 135 I 153 E. 2.1). Diese 
Garantien können somit dann verletzt sein, wenn einer ausländischen Person, deren Familien-
angehörige in der Schweiz weilen, die Anwesenheit untersagt und damit das gemeinsame  
Familienleben vereitelt wird. Gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu Art. 8 
EMRK müssen die sich hierzulande aufhaltenden Angehörigen über ein gefestigtes Anwesen-
heitsrecht verfügen und zur Kernfamilie (Ehegatte oder im gleichen Haushalt lebende, minder-
jährige Kinder) gehören. Es muss zudem eine enge, tatsächliche und intakte Beziehung zu 
ihnen bestehen (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.1; BGE 130 II 281 E. 3.1; BGE 127 II 60 E. 1d/aa). 
Aus der Beziehung zwischen volljährigen Kindern und ihren Eltern lässt sich daher regelmässig 
kein Anspruch auf Erteilung einer ausländerrechtlichen Bewilligung ableiten, sofern nicht gera-
dezu ein Abhängigkeitsverhältnis unter diesen Verwandten besteht, welches über die normalen  
affektiven Beziehungen hinausgeht (BGE 137 I 154 E. 3.4.2; BGE 129 II 11 E. 2; BGE 115 Ib 1 
E. 2; Urteil des europäischen Gerichtshof für Menschenrechte [EGMR] 39051/03 Emonet gegen 
Schweiz vom 13. Dezember 2007 § 35). Der Beschwerdeführer ist heute volljährig. Ein relevan-
tes Abhängigkeitsverhältnis zu den Eltern ist vorliegend nicht zu erkennen und wird auch nicht 
geltend gemacht. Bezüglich der Beziehung zu der Verlobten kann festgehalten werden, dass in 
den Schutzbereich von Art. 8 EMRK auch nicht rechtlich begründete familiäre Verhältnisse  
fallen, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich gelebte Beziehung besteht; entschei-

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dend ist die Qualität des Familienlebens und nicht dessen rechtliche Begründung (BGE 135 I 
143 E. 3.1). Das Bundesgericht hat hieraus abgeleitet, dass sich aus einem Konkubinat ein  
Bewilligungsanspruch dann ergibt, wenn die partnerschaftliche Beziehung seit Langem ehe-
ähnlich gelebt wird oder konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Hochzeit  
hindeuten (Urteil des Bundesgerichts 2C_634/2011 vom 27. Juni 2012 E. 4.2.2). Der  
Beschwerdeführer hat nie mit seiner Verlobten zusammengewohnt und die Beziehung ist bis 
heute kinderlos geblieben. Weitere Umstände, die eine besonders intensive Beziehung im  
vorgenannten Sinn zu begründen vermöchten, sind nicht ersichtlich. Somit kann der Beschwer-
deführer weder aus der Beziehung zu den Eltern noch aus jener zu der Verlobten ein Verbleibe-
recht gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV ableiten. 
 
3.4 Gemäss Art. 34 Abs. 1 AuG verleiht die Niederlassungsbewilligung einen zeitlich un-
befristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. Da der Beschwerde-
führer über eine Niederlassungsbewilligung verfügt, ist von einem grundsätzlichen gesetzlichen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. 
 
3.5 Zusammenfassend kann sich der Beschwerdeführer vorliegend somit einzig auf den 
durch die Niederlassungsbewilligung im Rahmen des Ausländergesetzes gewährten Rechts-
anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz berufen. 
 
4. Der von der Niederlassungsbewilligung grundsätzlich eingeräumte gesetzliche An-
spruch auf Anwesenheit gilt indes nicht absolut. Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach 
Art. 63 AuG kann die Niederlassungsbewilligung entzogen werden. 
 
4.1 Gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbe-
willigung widerrufen werden, wenn die Ausländerin oder der Ausländer zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe verurteilt worden ist. Das Bundesgericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit 
der Strafe in diesem Kontext dahingehend konkretisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr 
als einem Jahr bedarf, wobei mehrere unterjährige Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert 
werden dürfen (BGE 137 II 297 E. 2.3; BGE 135 II 377 E. 4.2). Keine Rolle spielt, ob die Sank-
tion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 
2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1).  
 
4.2 Mit der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren durch das Appella-
tionsgericht des Kantons Basel-Stadt vom 28. November 2012 sowie der Bestätigung durch das 
Bundesgerichtsurteil vom 19. Juli 2013 ist vorliegend eine längerfristige Freiheitsstrafe ausge-
sprochen worden und der Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG 
gegeben, was vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt wird. Da vorliegend die 
Voraussetzungen von Art. 62 lit. b AuG erfüllt sind, kann an dieser Stelle auch offen gelassen 
werden, ob das Verhalten des Beschwerdeführers zugleich als schwerwiegender Verstoss ge-
gen die öffentliche Sicherheit und Ordnung i.S.v. Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, zumal 
dieser Widerrufsgrund nur subsidiär zur Anwendung käme (vgl. BGE 135 II 377 E. 4.2; Urteil 
des Bundesgerichts 2C_712/2009 vom 12. April 2010 E. 3). 
 

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5. Das Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG führt nicht zwingend zum 
Entzug der Niederlassungsbewilligung. Vielmehr rechtfertigt sich der Widerruf und die damit 
verbundene Wegweisung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG) nach Art. 96 Abs. 1 AuG nur dann, 
wenn diese Massnahme im Einzelfall gestützt auf eine umfassende Güterabwägung verhält-
nismässig erscheint. Dabei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die  
öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: 
Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die  
Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 51 Rz. 3; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, 
in: Peter Uebersax/Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz. 8.48).  
Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interessen am  
Belassen der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Widerruf, wobei Letztere in 
dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 
143 E. 2.1 mit Hinweisen). Zur Beurteilung der Frage, ob dies der Fall ist, sind namentlich die 
Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeit-
raum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die 
Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu 
berücksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3). Die Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der 
sich schon seit langer Zeit in der Schweiz aufhält, soll zwar nur mit besonderer Zurückhaltung 
widerrufen werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht 
ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht 
hat (Urteil des Bundesgerichts 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3; BGE 122 II 433 
E. 2c). Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz, insbesondere bei  
Gewalt- und Betäubungsmitteldelikten, besteht ein wesentliches öffentliches Interesse, zur  
Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des 
Ausländers zu beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BGE 137 II 233 [nicht publ.] E. 3.1). Was das 
Fernhalteinteresse anbetrifft, so muss gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei 
schweren Straftaten – wozu auch gravierende Delikte gegen Leib und Leben gehören – selbst 
ein geringes Restrisiko weiterer Delinquenz nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 
E. 2.3.2; BGE 130 II 176 E. 4.2 ff.). In diesem Zusammenhang ist auch auf die Bestimmungen 
von Art. 121 Abs. 3-6 BV hinzuweisen. Gemäss diesen Bestimmungen verlieren Ausländerin-
nen und Ausländer unabhängig von ihrem ausländerrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht  
sowie alle Rechtsansprüche auf Aufenthalt in der Schweiz, wenn sie unter anderem wegen  
eines "vorsätzlichen Tötungsdelikts" rechtskräftig verurteilt worden sind (Art. 121 Abs. 3 lit. a 
BV). Zwar sind diese Verfassungsbestimmungen gemäss der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung nicht direkt anwendbar, das Bundesgericht hat aber festgehalten, der vom  
Verfassungsgeber zum Ausdruck gebrachten Wertung sei insoweit Rechnung zu tragen, als 
dies zu keinem Widerspruch zu übergeordnetem Recht bzw. zu keinen Konflikten mit dem  
Beurteilungsspielraum führe, den der EGMR den einzelnen Konventionsstaaten bei der  
Umsetzung ihrer Migrations- und Ausländerpolitik zugestehe (BGE 139 I 31 E. 2.3.2; BGE 139 I 
16 E. 5.3). 
 
6. Somit bleibt nachfolgend zu prüfen, ob unter Berücksichtigung der konkreten  
Umstände des vorliegenden Falles die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungs-

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bewilligung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz 
überwiegen. 
 
6.1 Der Beschwerdeführer bringt diesbezüglich vor, er sei im Tatzeitpunkt erst 19 Jahre alt 
gewesen und sei unter erheblichem Druck der Familie gestanden. Die Aggression sei vom  
Opfer ausgegangen, das ihn ohne Grund und ohne Vorwarnung mit einem Kopfstoss verletzt 
habe. Er gesteht zwar zu, dass ein gewisses öffentliches Interesse an einer Wegweisung  
bestehe, dieses könne aber nicht als gewichtig bezeichnet werden. Bezüglich der privaten  
Interessen sei zu berücksichtigen, dass er schon seit 15 Jahren in der Schweiz lebe. Er sei  
aufgrund seiner Lehre und seinen Beziehungen umfassend und gut integriert. Diese Integration 
werde durch das begangene Delikt nicht in Frage gestellt. 
 
6.2 Ausgangspunkt für die Schwere des Verschuldens und die vorzunehmende ausländer-
rechtliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht bzw. Appellationsgericht des Kantons 
Basel-Stadt verhängte Strafe. Der Beschwerdeführer wurde mit Urteil des Appellationsgerichts 
des Kantons Basel-Stadt vom 28. November 2012 wegen in nicht entschuldbarem Notwehr-
exzess begangener versuchter vorsätzlicher Tötung, falscher Anschuldigung, mehrfacher gro-
ber Verletzung der Verkehrsregeln sowie mehrfacher einfacher Verletzung der Verkehrsregeln 
zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt. Hintergrund der beurteilten Haupttat 
war die von der Familie des Beschwerdeführers missbilligte Beziehung seiner (volljährigen) 
Schwester B.____ zu einem Landsmann. Die Familie arrangierte als Reaktion darauf eine 
zwangsweise Verlobung mit einem ihr unbekannten Mann im Kosovo. Dennoch lebte sie nach 
ihrer Rückkehr in die Schweiz weiterhin mit ihrem Freund zusammen. Nach den Sachverhalts-
feststellungen des Appellationsgerichts begab sich der Beschwerdeführer, der älteste männli-
che Nachkomme der Familie, am 31. August 2008 gemeinsam mit seiner Schwester C.___ zu 
der Wohnung von B.____ in Basel. Sie trafen dort aber nur den Freund an. C.___ machte dem 
Freund Vorhaltungen, woraufhin dieser den Beschwerdeführer mit dem Kopf stiess, sodass er 
gegen ein Baugerüst flog. Hierauf versetzte der Beschwerdeführer seinem Widersacher mit 
einem Messer einen Stich in den Bauch, der zu lebensgefährlichen Verletzungen führte. Das 
Appellationsgericht führte dazu in seinem Urteil aus, die grobe Überreaktion auf eine nicht  
besonders gefährliche Situation habe die Grenzen der erlaubten Notwehr überschritten und 
könne nicht entschuldigt werden (vgl. E. 3.3 f. des Urteils). Das Verschulden des Beschwerde-
führers wiege sehr schwer. Schon der Umstand, dass er sich für die erwartete Begegnung mit 
dem Opfer mit einem Messer bewaffnet und dieses leicht zugänglich in seinen Hosenbund  
gesteckt habe, obgleich ihm klar sein musste, dass es beim Gespräch nicht zum Austausch von 
Freundlichkeiten kommen würde, sei sehr gravierend. Das Gleiche gelte in Bezug darauf, dass 
er auf einen relativ harmlosen körperlichen Angriff unverzüglich mit einem wuchtigen Messer-
stich in den Unterleib seines Gegners reagiert habe (vgl. E. 5.2 des Urteils). Das strafrechtlich 
relevante Verhalten des Beschwerdeführers belastet sein Ansehen auch in ausländerrechtlicher  
Hinsicht in schwerem Ausmass, zumal mit dem Appellationsgericht von einem erheblichen  
Verschulden auszugehen ist, was auch in der Höhe der verhängten Strafe von viereinhalb  
Jahren Freiheitsentzug zum Ausdruck kommt. Die Tatsache, dass es sich bei seiner Tat um ein 
Delikt in Notwehrexzess gehandelt hat, ändert nichts daran, dass er in unentschuldbarer Weise 
ein Gewaltverbrechen beging (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_713/2013 vom 1. November 

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2011 E. 2.2.4). Der negative Eindruck wird verstärkt durch die weitere Verurteilung durch das 
Strafgericht Basel-Stadt vom 18. Oktober 2011. Weniger als ein Jahr nach der ersten Verurtei-
lung wurde der Beschwerdeführer erneut wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrs-
regeln und mehrfacher einfacher Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt. Insgesamt entsteht 
von ihm das Bild einer uneinsichtigen und gewalttätigen Person, die sich von strafrechtlichen 
Massnahmen nicht beeindrucken lässt und trotz ihrer Sozialisierung in der Schweiz den  
archaischen Rechts- und Denkschemen seiner heimatlichen Kultur verpflichtet erscheint. 
 
6.3 Bei der Ermittlung der privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der 
Schweiz ist zunächst festzuhalten, dass sich sein Lebensmittelpunkt nach einem Aufenthalt von 
mittlerweile rund 15 Jahren in der Schweiz befindet und dass er seit seiner Einreise viele  
soziale Beziehungen in der Schweiz geknüpft hat, die er durch eine Wegweisung zu verlieren 
droht. Seine Verlobte, seine Eltern sowie seine Geschwister leben hier. Die Schweiz und das 
hiesige familiäre Umfeld verlassen zu müssen, würde ihn und sein familiäres Umfeld gewiss 
hart treffen und seine Zukunftspläne vereiteln, zumal seiner Schweizer Verlobten nicht ohne 
Weiteres zuzumuten ist, ihm in sein Heimatland zu folgen. Ebenso von Belang ist die Tatsache, 
dass er über eine abgeschlossene Lehre als Maler verfügt, die ihm neben einem gesicherten 
Einkommen auch berufliche Entwicklungsperspektiven bietet. Zusammenfassend ist von einem 
gewichtigen privaten Interesse des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz  
auszugehen. 
 
6.4 Dem genannten öffentlichen Interesse sind die soeben erwähnten privaten Interessen 
des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Wie ausgeführt wurde, 
besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers. Ihm 
ist gleichzeitig darin beizupflichten, dass die Niederlassungsbewilligung aufgrund seiner langen 
Aufenthaltsdauer nur mit Zurückhaltung widerrufen werden soll. Auch wenn es sich bei ihm 
nicht um einen Ausländer der zweiten Generation handelt, so gilt es trotzdem zu berücksichti-
gen, dass er sich seit rund 15 Jahren in der Schweiz aufhält, wobei er die prägenden Jugend-
jahre grossmehrheitlich hier verbracht hat. In Bezug auf seine Person ist schon alleine aufgrund 
der langen Aufenthaltsdauer von gewichtigen privaten Interessen an einem Verbleib in der 
Schweiz auszugehen. Bezüglich der Integration ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 
fliessend deutsch spricht und beruflich bestens integriert erscheint, auch wenn er keine Tätig-
keit ausübt, die aus wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht einen Aufenthalt rechtfertigt. 
Seine gesamthafte Integration in der Schweiz kann angesichts der schweren Delinquenz 
gleichwohl nicht als gelungen bezeichnet werden. Vielmehr scheint es ihm trotz langem  
Aufenthalt am Verständnis für die hiesige Rechtsordnung zu mangeln und sein Verhalten in den 
heimatlichen kulturellen Werten verhaftet. Nicht anders lässt es sich erklären, dass er sich  
einem der Familie nicht genehmen Freund der Schwester auf diese Weise entledigen wollte. Es 
besteht ein wesentliches – auch generalpräventives – migrationsrechtliches Interesse daran, 
dass im Widerspruch zum Integrationserfordernis (vgl. Art. 4 AuG) stehende archaische  
Familienverständnisse und damit verbundene Problemlösungsstrukturen in der Schweiz nicht 
zu Gewalttaten führen (Urteil des Bundesgerichts 2C_713/2013 vom 1. November 2011 
E. 2.2.4). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine schlechte Integration eine  
lange Aufenthaltsdauer denn auch relativieren (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 

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vom 27. Juli 2010 E. 3.3.2). Der Beschwerdeführer ist zwar ledig und kinderlos. Eine Rückkehr 
in den Kosovo wäre aber unbestreitbar mit persönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen für ihn 
selbst und für ihm nahestehende Personen verbunden. Trotzdem erscheint sie gesamthaft  
betrachtet zumutbar, zumal der Beschwerdeführer die Wegweisung aus der Schweiz seinem 
persönlichen Verhalten zuzuschreiben hat. Eine Übersiedlung in den Kosovo wäre für den  
Beschwerdeführer weiter fraglos mit anfänglichen Schwierigkeiten verbunden. Indessen  
wäre er nicht völlig auf sich allein gestellt, leben doch die Grosseltern, Onkel, Tante sowie ein 
Cousin und eine Cousine im Land. Der Beschwerdeführer kennt sein Heimatland mittlerweile 
bloss noch von Ferienaufenthalten; es kann aber trotzdem davon ausgegangen werden, dass 
ihm die dortigen kulturellen und sozialen Gepflogenheiten nicht völlig unbekannt sind. Er ist 
jung, gesund und spricht die albanische Sprache. Seine solide Berufsausbildung als Maler wird 
ihm auch im Kosovo den beruflichen Einstieg erleichtern. Einer Rückkehr stehen somit keine 
ernsthaften Hindernisse im Weg. Auch die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Gefahr 
der Blutrache vermag daran nichts zu ändern. Das Bundesgericht hat derartige Vorbringen  
wiederholt als reine Schutzbehauptungen unberücksichtigt gelassen (vgl. bspw. Urteil des  
Bundesgerichts 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.3.3). Der Beschwerdeführer legte der  
Beschwerde einen auf Deutsch übersetzten schriftlichen Bericht seines Cousins D.____ bei. 
Dieses Schreiben geht aber nicht über eine Schutzbehauptung hinaus und kann nicht als  
Beweis für das tatsächliche Vorliegen einer Blutrachefehde betrachtet werden. Es ist daher  
unklar, ob dem Beschwerdeführer die Blutrache der Familie des durch ihn schwer Verletzten 
droht, es muss jedoch mit Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung festgestellt  
werden, dass diese Gefahr in der Schweiz nicht wesentlich kleiner wäre als im Kosovo, zumal 
die Blutrache auch dort offiziell verboten ist. Zudem kann es nicht sein, dass jemand, der  
versucht hat, einen Menschen vorsätzlich zu töten, die ihm drohende Blutrache als Argument 
für ein auf Dauer angelegtes Anwesenheitsrecht in der Schweiz anführen kann (Urteil des  
Bundesgerichts 2A.509/2004 vom 21. September 2004 E. 2.2). 
 
Auch wenn die Wegweisung den Beschwerdeführer empfindlich trifft, so erweist sich der  
Widerruf der Niederlassungsbewilligung angesichts der schweren und wiederholten Delinquenz 
und des dadurch entsprechend gewichtigen öffentlichen Sicherheitsbedürfnisses im Ergebnis 
trotz der langen Aufenthaltsdauer in der Schweiz als verhältnismässig. 
 
6.5 Bei der gegebenen Interessenlage waren die Vorinstanzen vorliegend auch nicht  
gehalten, aus Gründen der Verhältnismässigkeit anstelle des Widerrufs der Niederlassungs-
bewilligung und der Wegweisung eine mildere Massnahme anzuordnen. Als solche sieht das 
Gesetz ohnehin einzig die Androhung des Widerrufs vor, welche nicht zwingend erfolgen muss 
(Art. 96 Abs. 2 AuG; vgl. ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, a.a.O., Rz. 8.31 und 8.36).  
 
7. Zusammengefasst erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des  
Beschwerdeführers und seine Wegweisung aus der Schweiz als verhältnismässig. Der Regie-
rungsrat hat entsprechend den rechtlichen Anforderungen die öffentlichen Interessen, die  
persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration im Rahmen einer umfassenden  
Interessenabwägung berücksichtigt. Anhaltspunkte dafür, dass er das ihm zustehende  
Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt hätte, bestehen ausserdem keine. Der Widerruf der  

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Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
erfolgten nach dem Gesagten zu Recht, was zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde 
führt. 
 
8.1 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO).  
Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- dem unterlegenen  
Beschwerdeführer aufzuerlegen und gehen zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-
führung zulasten der Gerichtskasse.  
 
8.2 Die ausserordentlichen Kosten sind in Anwendung von § 21 Abs. 1 und 2 VPO wettzu-
schlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ist dem Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers ein Honorar aus der Gerichtskasse auszurichten. Der angefallene Aufwand 
des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers umfasst gemäss eingereichter Honorarnote 20.6 
Stunden à Fr. 200.-- zuzüglich 336 Kopien à Fr. 1.50 sowie weiteren Auslagen in der Höhe von 
Fr. 152.--. Im geltend gemachten Aufwand sind rund fünf Stunden enthalten, welche noch vor 
dem Entscheid des Regierungsrats angefallen sind. Dieser Aufwand betrifft nicht das Verfahren 
vor Kantonsgericht und kann daher auch nicht geltend gemacht werden. Der Aufwand des 
Rechtsvertreters wird daher angemessen auf 16 Stunden à Fr. 200.-- gekürzt. Zudem erscheint 
auch die Anzahl der geltend gemachten Kopien als hoch. Es muss davon ausgegangen  
werden, dass es sich um Massenkopien handelt, welche gemäss § 15 Abs. 2 der Tarifordnung 
für die Anwältinnen und Anwälte (TO) vom 17. November 2003 nur zu Fr. 0.50 pro Seite  
vergütet werden. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist demnach – unter Berück-
sichtigung der Kürzungen – ein Honorar in der Höhe von Fr. 3'801.60 (inkl. Auslagen und 8 % 
MWST) aus der Gerichtskasse auszurichten.  
 
8.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nach-
zahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der  
Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 
des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 
22. Februar 2001). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Ver-
fahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers eine Entschädigung in der Höhe 
von Fr. 3'801.60 (inkl. Auslagen und 8 % MWST) aus der Gerichtskasse 
ausgerichtet. 

 
 
 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 13. Oktober 2014 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_940/2014) erhoben.