# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aaec9244-0afb-51e5-a731-7fdbcefa693e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 13.06.2017 SB160481
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160481_2017-06-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB160481-O/U/dz 
 

Mitwirkend: der Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, der Ersatzoberrichter 

lic. iur. Amacker und die Ersatzoberrichterin lic. iur. Haus sowie die 

Gerichtsschreiberin lic. iur. Rissi 

Urteil vom 13. Juni 2017 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfachen bandenmässigen Raub etc.   

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 

27. September 2016 (DG160051) 

 

-  2  - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 2016 

ist diesem Urteil beigeheftet (HD Urk. 43). 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 
StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB 

- der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Anklagepunkt 
B, 3. Abschnitt) 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne 
von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d 
BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 

325 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.  

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

4. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 

2016 beschlagnahmte Mobiltelefon 6 Plus (Asservat Nr. A008'718'125) wird 

eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. zur gut-

scheinenden Verwendung überlassen. 

5. Die folgenden Asservate gemäss Sicherstellungsliste vom 31. Mai 2016 

(act. 18/16) werden der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen: 

- Datenauslesung / Datensicherung (A008'735'828) 

- Datenauslesung / Datensicherung (A008'735'840) 

- DNA-Spur - Scenesafe FAST (A008'914'305) 

- Mikrospuren - Klebbandasservat (A008'914'316) 

- Sachenaufnahmen Atelier (A008'923'168) 

-  3  - 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'030'857) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'021) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'032) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'065) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'134) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'178) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'225) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'463) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'496) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'521) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'554) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'598) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'634) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'747) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'792) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'827) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'861) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'907) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'952) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'996) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'024) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'057) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'079) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'104) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'137) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'159) 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'182) 

-  4  - 

- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'206) 

6. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 

2016 beschlagnahmte Strickkapuzenpullover (Asservat Nr. A008'804'613) 

wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteiles herausge-

geben. Verlangt der Beschuldigte diesen Pullover nicht innert 60 Tagen ab 

Rechtskraft dieses Urteils bei der Kantonspolizei Zürich heraus, so wird der 

definitive Verzicht angenommen. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. Ap-

ril 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'990.– (A009'026'759) wird defi-

nitiv eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwen-

det. 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 1 Schadenersatz 

von Fr. 1'960.– zuzüglich Zins zu 5% seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerschaft 1 auf 

den Zivilweg verwiesen. 

9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerschaft 

2 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflich-

tig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs 

wird die Privatklägerschaft 2 auf den Zivilweg verwiesen. 

10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 Schadenersatz 

von Fr. 1'650.– (Kosten Psychologin) zuzüglich Zins zu 5% seit 10. Dezem-

ber 2015 zu bezahlen. 

11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 eine Genugtuung 

von Fr. 2'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerschaft 3 abge-

wiesen. 

-  5  - 

12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 5'000.–   Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 2'437.65   Auslagen (Gutachten) 

Fr. 6'285.–   Telefonkontrolle 

Fr. 560.–   Auslagen Polizei 

Fr.  2'131.10   amtliche Verteidigung 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der 

amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von 

Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 Hauptanträge: 

(Urk. 157 S. 1 f.) 

 1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des mehrfachen bandenmässigen 

Raubs freizusprechen. 

 2. Der Beschuldigte sei für die Verurteilung wegen Hehlerei (Anklage-

punkt B, 3. Abschnitt) und der mehrfachen Übertretung des Betäu-

bungsmittelgesetzes mit einer bedingten Geldstrafe von maximal 30 

Tagessätzen sowie einer Busse von maximal Fr. 300 zu bestrafen. 

 3. Der beschlagnahmte Betrag von Fr. 1'900.– und das beschlagnahmte 

Mobiltelefon seien dem Beschuldigten auszuhändigen. 

-  6  - 

 4. Die Zivilforderungen der Privatkläger seien abzuweisen, eventualiter 

auf den Zivilweg zu verweisen. 

 5. Dem Beschuldigten sei für den erlittenen Freiheitsentzug (Untersu-

chungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitiger Strafvollzug) von 583 

Tagen eine Genugtuung von Fr. 80'000.– und für die Wahlverteidigung 

eine Prozessentschädigung gemäss Honorarnoten zuzusprechen. 

 6. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten im Umfang von 5 Pro-

zent aufzuerlegen. Die restlichen Kosten seien vom Staat zu tragen. 

 Eventualanträge: 

(Urk. 157 S. 2) 

 1. Der Beschuldigte sei mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von maxi-

mal 30 Monaten und einer Busse von maximal Fr. 300.– zu bestrafen. 

Der zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe sei auf maximal 10 Monate 

und die Probezeit auf maximal 2 Jahre festzusetzen. Der erstandene 

Freiheitsentzug von 583 Tagen sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen. 

 2. Das beschlagnahmte Mobiltelefon sei dem Beschuldigten auszuhändi-

gen. 

 3. Die vorinstanzlichen Entscheide zu den Zivilforderungen der Privatklä-

ger seien zu bestätigen. 

 4. Dem Beschuldigten seien die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der be-

schlagnahmte Geldbetrag von Fr. 1'990.– sei dabei an die Kosten an-

zurechnen. 

 

b) Der Vertretung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland: 

(Urk. 159 S. 1) 

 1. Es sei das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen und festzustellen, dass 

Ziffer 1 des Urteils hinsichtlich der Schuldsprüche 

-  7  - 

  - der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB bezüglich 

Anklagepunkt B, 3. Abschnitt, sowie 

  - der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im 

Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 

lit. d BetmG 

  in Rechtskraft erwachsen ist. Zusätzlich sei der Beschuldigte 

  - des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 

Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB 

  schuldig zu sprechen. 

 2. Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten sowie einer Busse von 

Fr. 500.– zu bestrafen. 

 3. Hinsichtlich der Nebenfolgen seien die Dispositivziffern 3 bis 13 des 

vorinstanzlichen Urteils ebenfalls zu bestätigen. 

 

________________________ 

Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte und Prozessuales 

1. Der Beschuldigte wurde von der Vorinstanz mit Urteil vom 27. September 

2016  

- des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 

Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB 

- der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Anklagepunkt B, 

3. Abschnitt) 

-  8  - 

- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG 

schuldig gesprochen und mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 325 Tage als 

durch Haft erstanden galten) sowie mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft (Urk. 81 

S. 41 ff.).  

2. Mit Eingabe vom 17. November 2016 liess der Beschuldigte Berufung erklä-

ren (Urk. 84). Die Staatsanwaltschaft liess mit Eingabe vom 25. November 2016 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils beantragen (Urk. 99).  

3.1. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung 

(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung umfassten Punkte erwachsen in 

Rechtskraft (Schmid, STPO-Prax.-Komm., Art. 402 N 1; Art. 437 StPO).  

3.2. Der Beschuldigte liess das vorinstanzliche Urteil betreffend Dispositivziffer 1 

teilweise (Schuldspruch hinsichtlich des Vorwurfs des mehrfachen bandenmässi-

gen Raubes) sowie betreffend Dispositivziffern 2 (Sanktion), 4 (beschlagnahmtes 

Mobiltelefon), 7 (beschlagnahmte Barschaft), 8 -11 (Schadenersatz und Genug-

tuung) und 13 (Kostenauflage) anfechten (Urk. 84). Demzufolge ist festzustellen, 

dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, 1. Abteilung, vom 27. September 

2016 bezüglich Dispositivziffer 1 teilweise (Schuldspruch hinsichtlich des Vorwurfs 

der Hehlerei und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes) 

sowie Dispositivziffern 5 (Vernichtung von Asservaten), 6 (Herausgabe des si-

chergestellten Strickkapuzenpullovers) und 12 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft 

erwachsen ist.  

4. Mit Verfügung vom 12. April 2017 wurde dem Beschuldigten der vorzeitige 

Strafantritt bewilligt (Urk. 139). Am 13. Juni 2017 fand sodann die Berufungsver-

handlung statt (Urk. 141). 

 

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II. Sachverhalt 

1. Die Vorinstanz betrachtete den Beschuldigten als vollumfänglich geständig, 

da dieser den Sachverhalt der Anklageschrift in der Schlusseinvernahme und an-

lässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz vollumfänglich anerkannt habe 

(Urk. 81 S. 9). Darin ist ihr zu folgen und ändert auch der Umstand nichts, dass 

der Beschuldigte sowohl im Rahmen der Konfrontationseinvernahme mit B._____ 

(Urk. 10/10 S. 14 ff.), als auch anlässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz 

sowie der Berufungsverhandlung geltend machte, nicht freiwillig, sondern lediglich 

unter dem Eindruck einer schweren Drohung durch B._____ bei den Raubtaten 

mitgemacht zu haben (Prot. I S. 15 ff., Prot. II S. 30 ff.).  

Das Geständnis deckt sich sodann mit dem übrigen Untersuchungsergebnis, 

weshalb darauf abzustellen ist. 

 

III. Rechtliche Würdigung 

1. Die Vorinstanz ist zum Schluss gekommen, dass die dem Beschuldigten zur 

Last gelegten Taten gemäss lit. A der Anklage als mehrfacher bandenmässiger 

Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB zu qualifizieren seien (Urk. 81 

S. 9 ff.).  

2. Der Beschuldigte beantragt von diesen Vorwürfen freigesprochen zu werden 

und begründet dies im Wesentlichen damit, dass er vom Mitbeschuldigten 

B._____ durch eine schwere erpresserische Drohung gefügig gemacht worden 

und somit zu den Raubhandlungen gezwungen worden sei. Es handle sich um ei-

nen Fall von rechtfertigendem, eventualiter entschuldbarem, Notstand, weshalb 

ein Freispruch zu ergehen habe (Urk. 65 S. 7 ff., Urk. 157 S. 11 ff.). 

3. Anlässlich der Berufungsverhandlung bestritt die Verteidigung ferner sowohl 

die rechtliche Würdigung der Taten als Raubhandlungen als auch die Banden-

mässigkeit (Urk. 157 S. 8 ff.). 

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3.1. Betreffend die Bestreitung der rechtlichen Qualifikation der Taten als Raub-

handlungen führte die Verteidigung anlässlich der Berufungsverhandlung aus, 

dass in der Anklageschrift bei allen drei Taten von einem Tresor und von einer 

Kasse die Rede sei, womit der Täter auf die Mitwirkung der betroffenen Person 

angewiesen gewesen sei, um an die Beute zu gelangen. Beim Raub werde direk-

te Verfügungsgewalt vorausgesetzt. Über diese vis absoluta verfüge der Täter 

hingegen nicht, wenn sich die Beute – wie vorliegend – in Tresoren oder Kassen 

befinde, die nur mittels Codes oder Schlüssel geöffnet werden könnten. Somit 

handle es sich betreffend die fraglichen Taten nicht um Raubtaten, sondern um 

Erpressungsdelikte, welche aber nicht in der Anklage enthalten seien, weshalb 

der Beschuldigte vom Vorwurf der Raubtaten freizusprechen sei (Prot. II S. 38). 

3.2. Betreffend die Bestreitung der Bandenmässigkeit führte die Verteidigung im 

Wesentlichen aus, dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ kei-

nen – vom Bundesgericht für die Erfüllung der Bandenmässigkeit jedoch voraus-

gesetzten – Entschluss zur zukünftigen Begehung mehrerer gemeinsamer Raub-

taten gefasst hätten. Vielmehr habe sich B._____ jeweils erst ein bis zwei Tage 

vor der jeweiligen Tat dazu entschlossen, diese – mit der erzwungenen Unterstüt-

zung des Beschuldigten – zu verüben. Allein aus den drei Raubtaten, welche im 

Abstand von jeweils einer Woche stattgefunden hätten, könne bei der schweren 

Bedrohungslage des Beschuldigten auf keine Bandenabrede geschlossen wer-

den. Konkrete Hinweise darauf, dass die beiden Männer noch weitere Taten hät-

ten verüben wollen, seinen nicht ersichtlich. Im Übrigen sei kein über die Mittäter-

schaft hinausgehender bandentypischer Zusammenhalt erkennbar, der einen ver-

stärkten Gruppendruck oder einen zusätzlichen Anreiz zur Begehung von Strafta-

ten bewirkt hätte (Urk. 157 S. 9 ff.). 

3.3. Grundsätzlich tritt Raub nach Art. 140 StGB hinter Erpressung nach Art. 156 

StGB zurück, wenn das Opfer mitwirken muss, damit der Täter den Vermögens-

vorteil erlangt (Trechsel/Cameri, in Trechsel/Pieth [Hrsg.], StGB PK, 2. Aufl.,  

Zürich/St. Gallen 2013, Art. 156 N 18 m.w.H.). Zwingt der Täter den Betroffenen 

allerdings mit Gewalt, die Kombination zu einem Safe oder den Code für eine 

Bankkarte zu nennen, das Passwort zu einer Datenverarbeitungsanlage preiszu-

geben oder einen Schlüssel herauszugeben, ist bei Aufrechterhaltung des 

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Zwangs während der Vermögensverschiebung Raub anzunehmen (BSK 

StGB/Weissenberger, Art. 156 N 52). Ferner ist die räuberische Erpressung nach 

Art. 156 Ziff. 3 StGB ohnehin dem Tatbestand des Raubes nach Art. 140 StGB 

unterstellt, namentlich dann, wenn der Täter gegen eine Person Gewalt anwendet 

oder sie mit einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben bedroht. Folglich fal-

len die vom Beschuldigten begangen Taten unter den Tatbestand des Raubes. 

Ferner kann, zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen, auf die zutreffenden 

erstinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (Urk. 81 S. 9 ff.).  

4. Ob auch die Qualifikation der Bandenmässigkeit erfüllt ist, hängt – ebenso 

wie die Beantwortung der Frage nach der Rechtswidrigkeit und der Schuld – da-

von ab, ob der Darstellung des Beschuldigten, wonach er von B._____ unter Waf-

fengewalt zum Mitmachen genötigt worden sei, gefolgt wird oder nicht. Es ist des-

halb angezeigt, dies vorab zu klären.  

4.1. Nachdem der Beschuldigte während fast vier Monaten jegliche Teilnahme 

an den Raubdelikten geleugnet hatte, legte er am 2. März 2016 im Rahmen einer 

polizeilichen Befragung ein Geständnis ab (Urk. 10/7 S. 11). Dieses relativierte er 

anlässlich der Konfrontationseinvernahme mit B._____ vom 25. Mai 2016 inso-

fern, als er dessen Aussage, wonach er von letzterem mit dem Messer bedroht 

und dadurch zum Mitmachen gezwungen worden sei, bestätigte (Urk. 10/10 

S. 14 ff.). 

4.2. Anlässlich der Berufungsverhandlung monierte die Verteidigung im Wesent-

lichen, dass die Vorinstanz zwar von einer nötigenden bzw. erpresserischen To-

desdrohung durch B._____ ausgegangen sei, diese dann aber auf der Rechtferti-

gungsebene, auf der Schuldebene und beim Verschulden willkürlicherweise unbe-

rücksichtigt gelassen habe. Es liege ein klassischer Fall eines Nötigungsnot-

stands vor. Der Beschuldigte habe sich durch die nötigende Todesdrohung 

B._____s mit einem Messer am Hals, welche den Beschuldigten in Angst versetzt 

habe, gezwungen gefühlt, die angeklagten Raubtaten zusammen mit B._____ zu 

begehen, um sein Leben zu schützen (Urk. 157 S. 11 ff.). 

 

Die aktuelle, andauernde, konkrete und massive Todesdrohung mit Messer am 

Hals habe für den Beschuldigten eindeutig eine Dauergefahr geschaffen, denn sie 

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sei zeitlich unbestimmt sowie offen ausgesprochen gewesen und habe nicht nur 

für eine bestimmte Tat gegolten. Dem Beschuldigten sei es weder Tage noch 

Wochen später zuzumuten gewesen, die Beteiligung an der von B._____ gewalt-

sam verlangten Mitwirkung an einer sowie an den beiden weiteren Raubtaten zu 

verweigern und dadurch den weiterhin drohenden Eingriff in Leib und Leben hin-

zunehmen. Eine Meldung an die Polizei sei aus Sicht des Beschuldigten keine 

taugliche Option gewesen, da er um die schlimmsten Folgen für Leib und Leben 

hätte fürchten müssen, wenn ihm nicht absoluter Polizeischutz rund um die Uhr 

gewährt worden wäre, womit er aber nicht habe rechnen können (Urk. 157 

S. 11 ff.). 

Es sei ferner zutreffend, dass der Beschuldigte nicht willenlos gehandelt habe. 

Die Vorinstanz verkenne aber, dass der Beschuldigte als Folge der schweren  

Nötigung mittels Todesdrohung jedenfalls über keinen freien Willen mehr verfügt 

habe, sondern einem unwiderstehlichen psychischen Zwang ausgesetzt gewesen 

sei, der sich aus der andauernden Todesangst ergeben habe. Der Beschuldigte 

habe B._____ besänftigen wollen, indem er nun selber Planvorschläge gemacht 

und das Messer zu sich genommen habe. Indem der Beschuldigte das Messer 

selber gehalten habe, habe er brutale oder gar lebensbedrohliche Übergriffe sei-

tens des aggressiven und unberechenbaren B._____ mit einiger Sicherheit unter-

binden können (Urk. 157 S. 15 f.). 

Dass die Beschuldigten das erbeutete Geld gemeinsam in Bordellen verprasst 

hätten, sei sodann eine aktenwidrige und damit willkürliche Behauptung. Der ge-

meinsame Besuch in einem Bordell habe ausschliesslich nach dem vorgängigen 

Einzelraub, den B._____ alleine begangen habe, stattgefunden. Schliesslich 

spreche auch die hälftige Beuteteilung nicht gegen das Vorliegen eines Nöti-

gungsnotstands, denn immerhin sei der Beschuldigte, wenn auch unfreiwillig, an 

den Taten beteiligt gewesen (Urk. 157 S. 17). Folglich sei der Beschuldigte wegen 

rechtfertigenden Notstands im Sinne von Art. 17 StGB vom Vorwurf des mehrfa-

chen bandenmässigen Raubes freizusprechen (Urk. 157 S. 11 f.). 

4.3. Hinsichtlich des äusseren Ablaufs der Drohung machten B._____ und der 

Beschuldigte übereinstimmende Aussagen, weshalb es sich nicht völlig aus-

schliessen lässt, dass sich ein solcher Vorfall zugetragen hat (Urk. 10/9 S. 14, 

-  13  - 

Urk. 10/10 S. 19 ff.). Dies kann jedoch offen bleiben, denn es ist in Übereinstim-

mung mit der Vorinstanz (Urk. 81 S. 15), nicht davon auszugehen, dass dieser 

angebliche Vorfall beim Beschuldigten eine eigentliche, über mehrere Wochen 

andauernde Todesangst ausgelöst hat, welche ihn fortan zu einem willenlosen In-

strument B._____s oder zu einem Täter, welcher dem unwiderstehlichen psychi-

schen Zwang B._____s ausgesetzt gewesen sei, gemacht haben soll. 

Dies ergibt sich aus der Würdigung der Aussagen des Beschuldigten und 

B._____s einerseits und aus dem Verhalten des Beschuldigten andererseits. 

4.4. Zunächst bestehen aufgrund der Aussagen des Beschuldigten erhebliche 

Zweifel an der geltend gemachten Todesdrohung. So wollte sich der Beschuldigte 

nicht mehr an den genauen Zeitpunkt dieses Vorfalls erinnern, was im Lichte der 

behaupteten Dramatik des Ereignisses stutzig macht: In der Schlusseinvernahme 

gab er an, das dies eine Woche vor dem ersten Raub gewesen sei. An der erstin-

stanzlichen Hauptverhandlung gab er anfänglich an, dass dies zwei Tage vorher 

gewesen sei (Prot. S. 15), zu einem späteren Zeitpunkt gab er an, dass dies drei 

bis vier Tage vorher gewesen sei (Prot. I. S. 16). Anlässlich der Berufungsver-

handlung führte er aus, dass dies ein paar Tage vor dem Überfall gewesen sei 

(Prot. II S. 31). Erfahrungsgemäss prägen sich derartige Vorfälle wie der behaup-

tete bei den Betroffenen derart ein, dass die Erinnerung an Ort, Zeit und den ge-

nauen Ablauf nicht verblasst. Nicht minder atypisch für die Schilderung eines sol-

chen Ereignisses ist deren Knappheit und Detailarmut. Auf die Frage, was diese 

angebliche Drohung beim Beschuldigten ausgelöst habe, antwortete dieser vor 

der Staatsanwaltschaft lediglich mit "Angstzustände", und auch ein Nachhaken 

der Staatsanwältin vermochte keine Antwort zu Tage zu fördern (Urk. 10/10 

S. 15). In der erstinstanzlichen Befragung gab er immerhin an, im Leben noch nie 

solche Angst gehabt zu haben (Prot. I. S. 16), und anlässlich der Berufungsver-

handlung führte er dazu aus, dass er total schockiert gewesen sei in diesem Mo-

ment und noch nie in seinem Leben solche Angst verspürt und zu B._____ gleich 

gesagt habe, "ok, ich mache das mit dir", um ihn zu beruhigen (Prot. II S. 31). Es 

fehlen aber auch hier weitere Elemente in den Schilderungen, welche für tatsäch-

lich selbst Erlebtes sprechen, wie etwa die Beschreibung des genauen Vorgehens 

des Bewaffneten – anlässlich der Berufungsverhandlung führte er dazu knapp 

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aus, dass B._____ ein Messer aus dem Tisch gezogen und ihn direkt angesprun-

gen habe (Prot. II S. 30 f.) – oder die Schilderung der dadurch ausgelösten Ge-

fühle und Ängste. Anschaulich dazu ist die Schilderung von C._____, dem Opfer 

des Raubes in D._____, welche vom Beschuldigten mit einem Messer bedroht 

wurde. Deren Schilderung ist ausführlich, detailliert und insbesondere die Schilde-

rung ihrer Gefühlslage spricht für tatsächlich selbst Erlebtes (Urk. 16/2). Dies ist 

bei den Schilderungen des Beschuldigten nicht der Fall. 

4.5. Noch weit unglaubhafter als die Schilderung der angeblichen Drohung selbst 

ist jedoch die anschliessend behauptete andauernde Todesangst. Dies insbeson-

dere im Lichte des Verhaltens des Beschuldigten unmittelbar vor, während und 

nach den Taten sowie seinen eigenen Schilderungen dazu, nachdem er das Ge-

ständnis abgelegt hatte. 

So hat der Beschuldigte betreffend den ersten gemeinsamen Überfall vorgeschla-

gen, die Tankstelle in E._____ zu überfallen. Er führte diesbezüglich aus, er habe 

nicht so tun können, als würde er mitmachen, und dann sagen, er wisse nicht, wo 

der Überfall stattfinden könnte. So habe er einfach einen Vorschlag gemacht 

(Prot. II S. 34). Dies entspricht nicht dem Verhalten eines widerstandsunfähigen 

Opfers. Ein tatsächlich einem unwiderstehlichen psychischen Zwang Ausgesetz-

ter wäre nicht in der Lage gewesen, einen solchen Vorschlag zu unterbreiten oder 

hätte sich zumindest ideenarm geben. Auch der Umstand, dass B._____ und der 

Beschuldigte die genaue Vorgehensweise beim Überfall zwei Tage vorher ab-

sprachen und der Beschuldigte sich überlegte, dass es wohl besser sei, wenn er 

das Messer führe und B._____ sich darüber gefreut habe, sprechen eine deutli-

che Sprache: Es gab nicht einen Täter mit seinem willfährigen Gehilfen, sondern 

es standen sich zwei Komplizen auf selber Augenhöhe gegenüber (Prot. I. S. 18).  

4.6. Es war ja auch nicht so, dass der Beschuldigte bei den Überfällen lediglich 

untergeordnete Aufgaben ausführte. Bei den beiden Überfällen in F._____ und 

D._____ war es der Beschuldigte, welcher die Baustellen vorab ausgekundschaf-

tet hatte, auf die man sich zurückziehen und auf die Flucht vorbereiten konnte 

(Prot. I. S 20, Prot. II S. 34). Dass der Beschuldigte eher als "leader" am Tatort 

erschien, bestätigten die beiden Opfer G._____ und C._____, indem sich aus de-

-  15  - 

ren Schilderungen keine Hinweise dafür ergeben, dass der Beschuldigte lediglich 

eine untergeordnete Rolle gespielt hatte (Urk. 16/1, 16/2). 

4.7. Auch das Resultat der Auswertungen der Mobiltelefone von B._____ und 

dem Beschuldigten widerlegen die Opfervariante des Beschuldigten: So grüssten 

sich die beiden regelmässig unter Verwendung des Kosenamens "Bro", welcher 

Begriff als englische Abkürzung des Wortes "Bruder" mittlerweile mehr und mehr 

auch hierzulande unter sehr guten und engen Freunden verwendet wird. Auch 

aus der Art der geführten Konversationen wird klar, dass hier zwei gute Freunde 

miteinander sprechen und sich nicht Täter und Opfer gegenüber stehen. Die Ta-

ten wurden eindeutig miteinander abgesprochen, wobei wiederum der Eindruck 

vermittelt wird, dass der Beschuldigte die treibende Kraft war (Urk. 21/2). So frag-

te B._____ am 24. Oktober 2015 "Seli Sache mitneh?", worauf der Beschuldigte 

mit "Ja Bro. Nimm no tasche und hesch de gas" antwortete. Aus dem Umstand, 

dass die Mutter B._____s diesem zuvor eine CO2-Pistole abgenommen hatte ist 

klar, dass mit "de gas" eine (Gas-)Pistole gemeint war (Urk. 21/2 S. 2). Letztlich 

ist auch der Umstand, dass der Beschuldigte kurz nach der Tat vom 6. November 

2015 kurz hintereinander insgesamt 10 Mal den Anschluss von B._____ gewählt 

hat, als klares Indiz gegen die Rolle des einem unwiderstehlichen psychischen 

Zwang ausgesetzten Opfers zu werten (Urk. 21/2 S. 3). Auf die Frage seiner Be-

ziehung zu B._____ hatte der Beschuldigte − dieser Beurteilung entsprechend − 

auch einmal ausgesagt, dieser sei für ihn "wie ein kleiner Bruder" (Urk. 10/8 

S. 9 f.). 

4.8. Wenngleich die Verteidigung ausführte, lediglich die Beute aus dem von 

B._____ alleine begangenen Raub sei für einen Bordellbesuch ausgegeben wor-

den und so die Erwägungen der Vorinstanz zu widerlegen versucht, dass der Be-

schuldigte die Raubtaten als Mittäter und nicht etwa als willenloses Werkzeug 

beging (Urk. 81 S. 16), so ist dem entgegenzuhalten, dass der Beschuldigte in der 

Berufungsverhandlung die Frage, ob er zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen 

Raubtaten wiederholt in Bordelle, in den Club … in H._____, gegangen sei, mit 

"ja" beantwortete (Prot. II S. 31). Ferner hielt sich der Beschuldigte auch nach der 

letzten Raubtat, unmittelbar vor seiner Verhaftung, bei seiner Freundin im Bordell 

in H._____ auf (Urk. 159 S. 9 E. 4). Diese Umstände sind als Indizien dafür zu 

-  16  - 

werten, dass der Beschuldigte zwecks Finanzierung seiner Vergnügen zur Bege-

hung der ihm angelasteten Raubtaten nicht abgeneigt war, zumal er zum besag-

ten Zeitpunkt seine gut bezahlte Stelle als Plattenleger bereits aufgegeben und fi-

nanziell von seinen Geschwistern abhängig war (Prot. II S. 26 f.). 

Sodann führte der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung auf die Fra-

ge, wie die Beute geteilt worden sei, aus, dass diese "halbe halbe" aufgeteilt wor-

den und für Drogen und Bordellbesuche ausgegeben worden sei. Er habe sodann 

noch eine Wohnung mit dem Geld bezahlt und es für Ferien in Rumänien mit der 

Freundin ausgegeben (Prot. II S. 35). Folglich zeugen auch das Aufteilen der 

Beute und das anschliessende Verprassen von Teilen derselben in Form von 

(teilweise) gemeinsamen Bordellbesuchen von unbelasteter Freundschaft: Wer 

Todesängste aussteht, dem steht der Sinn nicht nach solchen Ausschweifungen. 

4.9. Und schliesslich würde selbst dann keine rechtfertigende bzw. schuldaus-

schliessende Situation vorliegen, wenn die nötigende Todesdrohung den Be-

schuldigten im Zeitpunkt der Raubüberfälle noch derart bestimmte, dass er in ei-

ner Notstandssituation gemäss Art. 17 f. StGB oder gar als mittelbarer Täter han-

delte. Der Beschuldigte hätte – im Einklang mit den Erwägungen der Vorinstanz 

(Urk. 81 S. 17) und den Ausführungen der Staatsanwaltschaft (Urk. 159 S. 7) – 

nach der angeblichen Drohung ohne weiteres Hilfe bei der Polizei suchen können. 

Ferner erweckt der Beschuldigte auch nicht den Eindruck, als Person generell auf 

Druckversuche empfindlich zu reagieren und sich leicht einschüchtern zu lassen. 

Ganz im Gegenteil: Er leugnete trotz mehrmonatiger Untersuchungshaft, zahlrei-

chen hartnäckigen Befragungen und erdrückender Beweislast die ihm vorgewor-

fenen Taten mit grosser Gelassenheit.  

5. Die Ausführungen des Beschuldigten zur angeblichen Drohung durch 

B._____ und der dadurch bei ihm ausgelösten Todesangst erweisen sich auf-

grund obiger Erwägungen als unglaubhaft. Selbst wenn nicht völlig ausgeschlos-

sen werden kann, dass eine Drohung erfolgt ist, hatte diese gewiss keinen Nöti-

gungsnotstand zur Folge. Vielmehr ist aufgrund des Aussageverhaltens des Be-

schuldigten einerseits (konsequentes Bestreiten der Taten gefolgt von spätem 

Geständnis, ohne allerdings die Todesdrohung geltend zu machen), sowie dem 

-  17  - 

Verhalten des Beschuldigten während der Taten andererseits davon auszugehen, 

dass er sich nicht willfährig – zwecks Besänftigung B._____s – sondern vielmehr 

aus freiem Willen tatkräftig an den Raubtaten beteiligte. Die vom Beschuldigten 

geltend gemachte anhaltende Todesangst wirkt aufgrund sämtlicher obiger Erwä-

gungen konstruiert und nicht lebensnah.  

Es liegen somit keine Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe vor. 

6. Aus dem Gesagten ergibt sich sodann weiter, dass der Beschuldigte mehr-

fach handelte und das Qualifikationsmerkmal der Bandenmässigkeit erfüllt ist. Es 

kann hierzu grundsätzlich auf die ausführlichen und zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 81 S. 11 ff.). Allerdings liegt keine mehrfa-

che Bandenmässigkeit vor. Der Umstand, dass die beiden Beschuldigten mehrere 

Raubtaten verübten, wird eben gerade definitionsgemäss vom Begriff der Ban-

denmässigkeit erfasst, und dem Beschuldigten wird ja nicht vorgeworfen, Mitglied 

in mehreren Banden gewesen zu sein. 

7. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass sich der Beschul-

digte des bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB in Verbin-

dung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB schuldig gemacht hat. 

 

IV. Sanktion 

1. Methodik, Strafrahmen und Strafzumessung innerhalb des Strafrahmens 

Die Vorinstanz hat die Grundlagen der Strafzumessung ausführlich und korrekt 

dargestellt, weshalb vollumfänglich darauf verweisen werden kann (Urk. 81 

S. 21 - 23, Art. 82 Abs. 4 StPO).  

2. Objektive Tatkomponente des bandenmässigen Raubes 

Zu berücksichtigen gilt es, dass die "Zweierbande" zwar die kleinstmögliche Ban-

de ist, dass sich die besondere Gefährlichkeit, welche sich durch den Zusammen-

schluss ergibt, bei – wie vorliegend – zwei besonders freundschaftlich verbunde-

-  18  - 

nen Tätern jedoch durchaus auch höher sein kann, als bei mehreren lose verbun-

denen Bandenmitgliedern. 

Entgegen der Vorinstanz ist das Vorgehen der Täter jedoch nicht als "beinahe 

professionell" einzustufen (Urk. 81 S. 24). Der erwähnte Organisationsgrad und 

die gegenseitige Absprache ist bandentypisch und deshalb nicht besonders zu 

Ungunsten der Täter zu werten. Auch der Umstand, dass die Täter bereits nach 

der dritten Tat gefasst wurden, zeigt, dass sie nicht besonders raffiniert vorge-

gangen sind. Ganz im Gegenteil ist der Versand einer Foto samt verräterischem 

Kommentar aus der unmittelbaren Nähe des Tatorts und unmittelbar nach der Tat 

ziemlich unbedarft und zeugt von wenig "Professionalität".  

Demgegenüber gilt es aber zu berücksichtigen, dass die Täter ein Messer mitge-

führt haben. Zwar kein solches, welches die Qualifikation der gefährlichen Waffe 

im Sinne von Art. 140 Ziff. 2 StGB erfüllt, aber immerhin ein Nötigungsmittel der 

starken Kategorie, welches bei einem Opfer eine ungleich grössere Drohwirkung 

erzielt, als etwa eine geballte Faust.  

Schliesslich ist auch die Anzahl von drei Einzeltaten im Lichte der Qualifikation 

der Taten als bandenmässige Begehung als vergleichsweise gering und die Tat in 

objektiver Hinsicht somit gerade noch knapp mittelschwer einzustufen. 

3. Subjektive Tatkomponente des bandenmässigen Raubes 

Wie oben unter II. ausgeführt, ist nicht davon auszugehen, dass der Beschuldigte 

unter Einfluss einer schwersten Drohung gehandelt hatte. Es ist vielmehr davon 

auszugehen, dass der Beschuldigte aus finanziellen Motiven handelte. 

Dabei fällt auf, dass er durchaus die Voraussetzungen und die Möglichkeiten ge-

habt hätte, um mit ehrlicher Arbeit ein gutes Einkommen zu erzielen. Als Platten-

leger verdiente er monatlich zwischen Fr. 6'000.– und Fr. 7'000.–. Vernünftige 

Gründe, weshalb er diese Tätigkeit aufgegeben hatte, konnte er nicht angeben. 

Insgesamt entsteht somit der Eindruck, dass er keine Lust mehr zum Arbeiten 

hatte und sich stattdessen vermehrt im Milieu bewegte und dem Müssiggang frön-

te. So gab er denn auch im Rahmen der polizeilichen Befragung zur Person an, 

dass er sich den Grund, weshalb er mit Arbeiten aufgehört habe auch nicht erklä-

-  19  - 

ren könne. Er wisse nicht, warum er plötzlich keine Lust auf Nichts und Nieman-

den mehr gehabt habe, obwohl ihm sein Geschäftspartner immer wieder angebo-

ten habe, bei ihm zu arbeiten (Urk. 35/3 S. 3). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung bestätigte er diese plötzliche Lustlosigkeit. Ferner führte er aus, dass er die 

Firma nach einem Streit mit dem Geschäftspartner schnell aufgegeben habe. Er 

habe jedoch nicht mehr in die Firma zurückkehren wollen, obwohl ihm der ehema-

lige Geschäftspartner die Rückkehr angeboten habe (Prot. II S. 26). Von finanziel-

ler Not, geschweige denn von unverschuldeter finanzieller Not, kann somit keine 

Rede sein.  

Wohl hat er aus der Beute auch Auslagen des täglichen Bedarfs gedeckt, der Lö-

wenanteil wurde jedoch für einen ausschweifenden Lebenswandel verwendet, 

namentlich für Drogen, Alkohol und Bordellbesuche. 

Das subjektive Tatverschulden ist somit, entgegen der Vorinstanz, als eher 

schwer einzustufen. 

4. Hypothetische Einsatzstrafe  

Trotz dieser abweichenden Beurteilung erweist sich die Festsetzung der hypothe-

tischen Einsatzstrafe durch die Vorinstanz auf 40 Monate Freiheitsstrafe als im 

Resultat zutreffend. Auch die allgemeinen Ausführungen in diesem Zusammen-

hang erweisen sich als in jeder Hinsicht zutreffend, weshalb darauf verwiesen 

werden kann (Urk. 81 S. 25). 

5. Objektive und subjektive Tatkomponente der Hehlerei 

Diesbezüglich kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich 

auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 81 S. 25).  

6. Täterkomponente 

Die Vorinstanz hat die Biographie und die Vorstrafensituation korrekt wieder ge-

geben, weshalb vollumfänglich auf die entsprechenden Ausführungen verwiesen 

werden kann. Die daraus gezogenen Schlüsse, insbesondere dass auf eine 

Straferhöhung wegen der Vorstrafe verzichtet werde, erweist sich als sehr wohl-

-  20  - 

wollend, ist jedoch im Rahmen der Ermessensausübung nicht zu beanstanden 

und deshalb zu bestätigen (Urk. 81 S. 26).  

Auch das Nachtatverhalten und das Verhalten im Strafverfahren wirken sich auf 

die Strafzumessung insgesamt neutral aus. Zwar legte der Beschuldigte nach 

rund 4 Monaten Untersuchungshaft ein Geständnis ab, dies jedoch bei einer  

derart erdrückenden Beweislage, welche ihm vernünftigerweise keine andere 

Wahl liess. Selbst bei dieser Ausgangslage wäre sein Geständnis nur noch in 

sehr eingeschränktem Ausmass zu seinen Gunsten zu berücksichtigen gewesen. 

Nachdem er aber selbst dieses Geständnis noch relativierte, indem er wahrheits-

widrig angab, unter Zwang gehandelt zu haben und damit sein Geständnis fak-

tisch wiederrufen hat, ist ihm unter diesem Titel nichts zu seinen Gunsten anzu-

rechnen. 

7. Fazit 

Nach dem Gesagten erweist sich eine Freiheitsstrafe von 42 Monaten als dem 

Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten angemes-

sen. Davon gelten in Anwendung von Art. 51 StGB 585 Tage als durch Untersu-

chungs-, Sicherheitshaft und vorzeitigen Strafantritt geleistet. 

8. Strafzumessung für mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes 

Dazu kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich auf die 

zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 81 S. 27, 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte ist folglich mit einer Busse von Fr. 500.– 

zu bestrafen, wobei die Busse zu bezahlen ist, unter Androhung einer Ersatzfrei-

heitsstrafe von 5 Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse. 

 

V. Vollzug 

Bei einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten Dauer ist in Anwendung der Art. 42 

Abs. 1 und Art. 43 Abs. 1 StGB der Aufschub nicht mehr möglich und die Strafe 

deshalb zu vollziehen. 

-  21  - 

VI. Beschlagnahme 

Gemäss Art. 268 Abs. 1 StPO kann vom Vermögen der beschuldigten Person 

so viel beschlagnahmt werden, als voraussichtlich zur Deckung der Verfahrens-

kosten, der Entschädigungen, der Geldstrafen und Bussen nötig ist. Verfahrens-

kosten können mit beschlagnahmten Vermögenswerten verrechnet werden 

(Art. 442 Abs. 4 StPO). Folglich ist die von der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland vom 25. April 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'990.– 

(A009'026'759) zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten zu verwenden. Im 

Übrigen kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, mit Ausnahme der 

Dispositionen hinsichtlich Strickkapuzenpullovers, welche bereits in Rechtskraft 

erwachsen sind, vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz 

verweisen werden (Urk. 81 S. 29 ff.).  

 

VII. Schadenersatz-/Genugtuungsforderungen 

1. Zivilklage der I._____ AG 

Diesbezüglich kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich 

auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 81 

S. 32 ff.). Demnach ist der Beschuldigte zu verpflichten, der Privatklägerschaft 1 

Fr. 1'960.– Schadenersatz nebst 5 % Zins seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen.  

2. Zivilklage der J._____ AG  

Die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz sind zutreffend, weshalb auf sie 

verwiesen werden kann (Urk. 81 S. 35). Folglich ist festzustellen, dass der Be-

schuldigte gegenüber der Privatklägerschaft 2 aus dem eingeklagten Ereignis 

dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des 

Umfangs des Schadenersatzanspruchs ist die Privatklägerschaft 2 auf den Zivil-

weg zu verweisen. 

-  22  - 

3. Zivilklage von K._____ 

Diesbezüglich kann, ebenfalls zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen, 

auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 81 

S. 35 ff.). Demnach ist der Beschuldigte zu verpflichten, der Privatklägerschaft 3 

Schadenersatz von Fr. 1'650.– (Kosten Psychologin) zuzüglich Zins zu 5 % seit 

10. Dezember 2015 zu bezahlen. Alsdann ist der Beschuldigte zu verpflichten, der 

Privatklägerschaft 3 eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 

21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im Mehrbetrag ist das Genugtuungsbegehren der 

Privatklägerschaft 3 abzuweisen. 

 

VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Die vorinstanzliche Kostenfestsetzung (Dispositivziffer 12) ist in Rechtskraft 

erwachsen. Die Kostenauflage (Dispositivziffer 13) ist ausgangsgemäss zu bestä-

tigen (Art. 426 Abs. 1 StPO).  

2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Im Berufungs-

verfahren unterliegt der Beschuldigte mit seinen Anträgen, weshalb ihm die Kos-

ten in der Höhe von Fr. 3'000.– aufzuerlegen sind. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abtei-

lung, vom 27. September 2016 (Verfahren Nr. DG160051) bezüglich der 

Dispositivziffer 1 teilweise (Verurteilung Hehlerei und mehrfache Übertretung 

des Betäubungsmittelgesetzes) sowie der Dispositivziffern 5 (Vernichtung 

von Asservaten), 6 (Herausgabe des sichergestellten Strickkapuzenpullo-

vers) und 12 (Kostenfestsetzung) in Rechtskraft erwachsen ist. 

-  23  - 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des bandenmässigen Raubes 

im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 585 

Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvoll-

zug bis und mit heute erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 500.–. 

3. Die Busse ist zu bezahlen. 

Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

4. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 

2016 beschlagnahmte Mobiltelefon 6 Plus (Asservat Nr. A008'718'125) wird 

eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. zur gut-

scheinenden Verwendung überlassen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 

25. April 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'990.– (A009'026'759) 

wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 Schadenersatz in der 

Höhe von Fr. 1'960.– zuzüglich 5 % Zins seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. 

Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 1 auf 

den Zivilweg verwiesen. 

7. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerschaft 

2 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflich-

tig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs 

wird die Privatklägerschaft 2 auf den Zivilweg verwiesen. 

-  24  - 

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 Schadenersatz 

von Fr. 1'650.– (Kosten Psychologin) zuzüglich Zins zu 5% seit 10. Dezem-

ber 2015 zu bezahlen. 

9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 eine Genugtuung 

von Fr. 2'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im 

Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerschaft 3 abge-

wiesen. 

10. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 13) wird bestätigt. 

11. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–. 

12. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.  

13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

- die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten (übergeben) 

- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben) 
- den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
- das Flughafengefängnis durch den zuführenden Polizeibeamten 
- die Privatklägerin 1, I._____ AG, … [Adresse] 

- die Privatklägerin 2, J._____ AG, … [Adresse] 
- die Privatklägerin 3, K._____, … [Adresse] 

 (Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer 

eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur 

zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs 

verlangen.) 

 sowie hernach in vollständiger Ausfertigung an 

 - die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  
Beschuldigten 

- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 

- das Bundesamt für Polizei (fedpol) 

-  25  - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

 - die Vorinstanz (mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mit-
teilungen an die Lagerbehörden betreffend Beschluss Dispositiv Ziff. 1 
und Erkenntnis Dispositiv Ziff. 4) 

 - das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 
und Vollzugsdienste 

 - die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A 
- die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 

Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

 - das Migrationsamt des Kantons Zürich 

14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang der vollständigen, be-

gründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 13. Juni 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Rissi 
 

-  26  - 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie vor-

erst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

 
 

 

	Urteil vom 13. Juni 2017
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB
	- der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB (Anklagepunkt B, 3. Abschnitt)
	- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 325 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	4. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 2016 beschlagnahmte Mobiltelefon 6 Plus (Asservat Nr. A008'718'125) wird eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	5. Die folgenden Asservate gemäss Sicherstellungsliste vom 31. Mai 2016 (act. 18/16) werden der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung überlassen:
	- Datenauslesung / Datensicherung (A008'735'828)
	- Datenauslesung / Datensicherung (A008'735'840)
	- DNA-Spur - Scenesafe FAST (A008'914'305)
	- Mikrospuren - Klebbandasservat (A008'914'316)
	- Sachenaufnahmen Atelier (A008'923'168)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'030'857)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'021)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'032)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'065)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'134)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'178)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'225)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'463)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'496)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'521)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'554)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'598)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'634)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'747)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'792)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'827)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'861)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'907)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'952)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'031'996)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'024)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'057)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'079)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'104)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'137)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'159)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'182)
	- DNA-Spur - Wattentupfer (A009'032'206)

	6. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 2016 beschlagnahmte Strickkapuzenpullover (Asservat Nr. A008'804'613) wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft des Urteiles herausgegeben. Verlangt der Beschuldig...
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. April 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'990.– (A009'026'759) wird definitiv eingezogen und zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 1 Schadenersatz von Fr. 1'960.– zuzüglich Zins zu 5% seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerschaft 1 auf den Zivilweg verwiesen.
	9. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerschaft 2 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs wird die Privatklägerschaft ...
	10. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 Schadenersatz von Fr. 1'650.– (Kosten Psychologin) zuzüglich Zins zu 5% seit 10. Dezember 2015 zu bezahlen.
	11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerschaft 3 abgewiesen.
	12. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
	13. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter dem Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskass...
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des mehrfachen bandenmässigen Raubs freizusprechen.
	2. Der Beschuldigte sei für die Verurteilung wegen Hehlerei (Anklagepunkt B, 3. Abschnitt) und der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes mit einer bedingten Geldstrafe von maximal 30 Tagessätzen sowie einer Busse von maximal Fr. 300 zu ...
	3. Der beschlagnahmte Betrag von Fr. 1'900.– und das beschlagnahmte Mobiltelefon seien dem Beschuldigten auszuhändigen.
	4. Die Zivilforderungen der Privatkläger seien abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen.
	5. Dem Beschuldigten sei für den erlittenen Freiheitsentzug (Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitiger Strafvollzug) von 583 Tagen eine Genugtuung von Fr. 80'000.– und für die Wahlverteidigung eine Prozessentschädigung gemäss Honorarnoten ...
	6. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten im Umfang von 5 Prozent aufzuerlegen. Die restlichen Kosten seien vom Staat zu tragen.
	Eventualanträge: (Urk. 157 S. 2)
	1. Der Beschuldigte sei mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von maximal 30 Monaten und einer Busse von maximal Fr. 300.– zu bestrafen. Der zu vollziehende Teil der Freiheitsstrafe sei auf maximal 10 Monate und die Probezeit auf maximal 2 Jahre fe...
	2. Das beschlagnahmte Mobiltelefon sei dem Beschuldigten auszuhändigen.
	3. Die vorinstanzlichen Entscheide zu den Zivilforderungen der Privatkläger seien zu bestätigen.
	4. Dem Beschuldigten seien die Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der beschlagnahmte Geldbetrag von Fr. 1'990.– sei dabei an die Kosten anzurechnen.
	1. Es sei das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen und festzustellen, dass Ziffer 1 des Urteils hinsichtlich der Schuldsprüche
	- der Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB bezüglich Anklagepunkt B, 3. Abschnitt, sowie
	- der mehrfachen Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG
	in Rechtskraft erwachsen ist. Zusätzlich sei der Beschuldigte
	- des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB
	schuldig zu sprechen.
	2. Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten sowie einer Busse von Fr. 500.– zu bestrafen.
	3. Hinsichtlich der Nebenfolgen seien die Dispositivziffern 3 bis 13 des vorinstanzlichen Urteils ebenfalls zu bestätigen.
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	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte und Prozessuales
	II. Sachverhalt
	III. Rechtliche Würdigung
	IV. Sanktion
	Dazu kann, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 81 S. 27, Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte ist folglich mit einer Busse von Fr. 500.– zu bestrafen, wobei ...
	V. Vollzug
	VI. Beschlagnahme
	VII. Schadenersatz-/Genugtuungsforderungen
	Die diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz sind zutreffend, weshalb auf sie verwiesen werden kann (Urk. 81 S. 35). Folglich ist festzustellen, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerschaft 2 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach...
	VIII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 27. September 2016 (Verfahren Nr. DG160051) bezüglich der Dispositivziffer 1 teilweise (Verurteilung Hehlerei und mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetze...
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist ferner schuldig des bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 585 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 500.–.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	4. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 2. Juni 2016 beschlagnahmte Mobiltelefon 6 Plus (Asservat Nr. A008'718'125) wird eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur Vernichtung bzw. zur gutscheinenden Verwendung überlassen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 25. April 2016 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'990.– (A009'026'759) wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet.
	6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 Schadenersatz in der Höhe von Fr. 1'960.– zuzüglich 5 % Zins seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren der Privatklägerin 1 auf den Zivilweg verwiesen.
	7. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerschaft 2 aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfangs des Schadenersatzanspruchs wird die Privatklägerschaft ...
	8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 Schadenersatz von Fr. 1'650.– (Kosten Psychologin) zuzüglich Zins zu 5% seit 10. Dezember 2015 zu bezahlen.
	9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerschaft 3 eine Genugtuung von Fr. 2'000.– zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. Oktober 2015 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren der Privatklägerschaft 3 abgewiesen.
	10. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Ziff. 13) wird bestätigt.
	11. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	12. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	13. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	- die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben)
	- den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	- das Flughafengefängnis durch den zuführenden Polizeibeamten
	- die Privatklägerin 1, I._____ AG, … [Adresse]
	- die Privatklägerin 2, J._____ AG, … [Adresse]
	- die Privatklägerin 3, K._____, … [Adresse]

	(Eine begründete Urteilsausfertigung - und nur hinsichtlich ihrer eigenen Anträge (Art. 84 Abs. 4 StPO) - wird den Privatklägern nur zugestellt, sofern sie dies innert 10 Tagen nach Erhalt des Dispositivs verlangen.)
	sowie hernach in vollständiger Ausfertigung an
	- die erbetene Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des  Beschuldigten
	- die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	- das Bundesamt für Polizei (fedpol)
	- die Vorinstanz (mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mitteilungen an die Lagerbehörden betreffend Beschluss Dispositiv Ziff. 1 und Erkenntnis Dispositiv Ziff. 4)
	- das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	- die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	- die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	- das Migrationsamt des Kantons Zürich

	14. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.