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**Case Identifier:** 55fc4ab4-df4e-5b68-8d17-1e2373f55985
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.11.2009 C-637/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-637-2008_2009-11-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-637/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Michael Peterli (Vorsitz), Richter Francesco 
Parrino, Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

Z._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-637/2008

Sachverhalt:

A.
Der  1955  geborene,  in  seiner  Heimat  Deutschland  wohnhafte 
Z._______ (im Folgenden: Versicherter bzw. Beschwerdeführer) ist ge-
lernter Koch. Nachdem er diesen Beruf in den Jahren 1973/74 sowie 
1978 auch in der Schweiz ausgeübt und die obligatorischen Beiträge 
an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-
rung  (im Folgenden: AHV resp. IV)  entrichtet  hatte  –  war  er  in  den 
Achziger- und Neunzigerjahren als Mitarbeiter in einer Montageunter-
nehmung und in einer Zinkerei tätig. Im Rahmen einer berufsfördern-
den  Rehabilitationsmassnahme,  welche  vorzeitig  beendet  werden 
musste,  wurde er  von August  1999 bis  Oktober  2000 auf  den Beruf 
des  Lebensmitteltechnikers  Fachrichtung  Fleischtechnik  umgeschult 
(act. 46). Nachdem er zuletzt vom 9. September 2003 bis 30. Septem-
ber 2004 wieder als Koch gearbeitet hatte, war er während einer weite-
ren Rehabilitierung befristet vom 22. Juni 2006 bis 22. Dezember 2007 
bei der Y._______ und ab Oktober 2008 bis Ende März 2009 als Pro-
duktionshelfer tätig (act. 6, 8, 9, 34, 40, 44, 68, 71, 75 und 81; act. im 
Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-act.] 31).

B.
Mit  Schreiben  vom  11. April  2005  übersandte  die  Landesversiche-
rungsanstalt  für  das  Saarland  in  Saarbrücken  der  Schweizerischen 
Ausgleichskasse den Rentenantrag des Versicherten und ersuchte um 
Durchführung  des  zwischenstaatlichen  Rentenverfahrens  (act. 4  und 
5). Nachdem die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (im Folgenden: 
IVSTA  bzw.  Vorinstanz)  resp.  deren  medizinischer  Dienst  Kenntnis 
zahlreicher  medizinischer  Akten  aus  Deutschland  hatte  (act. 14  bis 
39),  hielt  Dr. med. X._______ am 1. Dezember 2005 dafür, dass der 
Versicherte in der angestammten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig sei 
und in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit be-
stehe (act. 41). Nach weiteren Abklärungen in medizinischer und er-
werblicher  Hinsicht  (act. 42  bis  46)  und nachdem mit  Bescheid  vom 
7. April 2006 der Rentenanspruch des Versicherten von der deutschen 
Rentenversicherung mit  Wirkung ab 1. März 2005 anerkannt  worden 
war (act. 1, 2, 48 und 62), sah Dr. med. X._______ am 24. Mai 2006 
keinen Grund für eine Abänderung ihrer ersten Einschätzung vom De-
zember 2005 (act. 49). In der Folge führte die IVSTA einen Einkom-
mensvergleich  –  der  einen  Invaliditätsgrad  (im  Folgenden: auch  IV-
Grad) von 10 % ergab (act. 50) – durch und stellte dem Versicherten 

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mit Vorbescheid vom 31. August 2006 die Abweisung des Rentenan-
spruchs in Aussicht (act. 52).

C.
Nachdem Dr. med. X._______ am 7. Februar  2007 einen vom Versi-
cherten nachgereichten orthopädischen Bericht vom 19. Oktober 2006 
gewürdigt  hatte  und zum Schluss  gekommen war, dass auch dieser 
Bericht  an  den  früheren  Einschätzungen  nichts  zu  ändern  vermöge 
(act. 54, 56, 58 und 59), erliess die IVSTA am 9. Februar 2007 einen 
weiteren Vorbescheid (act. 60); dieser Entscheid entsprach im Ergeb-
nis demjenigen vom 31. August 2006. Nachdem der Versicherte hier-
gegen am 14. Februar 2007 ohne Begründung Einwand erhoben hatte 
(act. 61),  wurde  mit  Verfügung  vom  28. März  2007  der  Rentenan-
spruch entsprechend dem Vorbescheid vom 9. Februar 2007 verneint 
(act. 63).

D.
Mit Fax-Eingabe vom 26. April 2007 machte der Versicherte eine Ver-
schlechterung  des  Gesundheitszustandes  geltend  (act. 64).  Nach 
Durchführung der massgeblichen Abklärungen in erwerblicher und me-
dizinischer Hinsicht – beim Versicherten wurde am 17. Juli 2007 eine 
Arthroskopie des rechten Kniegelenks vorgenommen (act. 65 bis 81) – 
und nachdem der Versicherte die IVSTA am 21. September 2007 über 
einen am 14. September 2007 erlittenen Arbeitsunfall informiert hatte 
(act. 82),  gab  Dr. med. W._______,  FMH Chirurgie,  vom Regionalen 
Ärztlichen Dienst (im Folgenden: RAD) am 25. September 2007 eine 
Stellungnahme ab; er  war  der  Ansicht,  dass  die  früheren Zumutbar-
keitsbeurteilungen von Dr. med. X._______ nicht zu modifizieren seien 
(act. 83). Gestützt auf diese Beurteilung wurde dem Versicherten mit 
Vorbescheid vom 25. Oktober  2007 bei  einem unverändert  gebliebe-
nen IV-Grad von 10 % erneut die Abweisung des Rentenbegehrens in 
Aussicht  gestellt  (act. 86).  Nachdem er  im Rahmen des am 12. No-
vember 2007 bei der IVSTA eingegangenen Schreibens unter Beilage 
zweier  Röntgenbilder  erneut  auf  eine  Verschlimmerung  seines  Ge-
sundheitszustandes  hingewiesen  (act. 87,  88  und  90)  und  Dr. med. 
W._______ am 8. Januar  2008 einen weiteren Bericht  verfasst  hatte 
(act. 91), erliess die IVSTA am 15. Januar 2008 eine dem Vorbescheid 
vom 25. Oktober 2007 im Ergebnis entsprechende Verfügung (act. 92).

E.
Hiergeben  erhob  der  Versicherte  mit  Eingabe  vom 27. Januar  2008 

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beim  Bundesverwaltungsgericht  vorsorglich  Beschwerde  und  bean-
tragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 15. Januar 2008 
(B-act. 1). Zur Begründung führte er aus, die seit längerem bestehen-
den gesundheitlichen Einschränkungen würden sich stetig negativ ver-
ändern. Das Verfahren in Deutschland zur Feststellung des "Behinder-
ten-Grades" sei noch nicht abgeschlossen. Nachdem am 18. Februar 
2008 die – mit prozessleitender Verfügung vom 6. Februar 2008 ver-
langte (B-act. 2) – Beschwerdeverbesserung zusammen mit  weiteren 
Beilagen beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen war (B-act. 4), 
wurde der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 27. Februar 
2008 aufgefordert, einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- 
zu  leisten (B-act. 5); dieser  Aufforderung kam der  Beschwerdeführer 
innerhalb der gesetzten Frist nach (B-act. 8A und 9).

F.
Nachdem die beschwerdeergänzende Fax-Eingabe des Beschwerde-
führers vom 4. März 2008 inkl. Beilagen der Vorinstanz zur Kenntnis-
nahme zugestellt worden war (B-act. 7 und 8), ging beim Bundesver-
waltungsgericht am 22. Mai 2008 per Fax eine Beweisanordnung des 
Sozialgerichtes für  das Saarland vom 22. April  2008 ein (B-act. 11). 
Zufolge der vom saarländischen Sozialgericht angeordneten Beweis-
massnahme wurde das vorliegende Verfahren bis zur Erstattung des 
orthopädischen Gutachtens durch Dr. med. V._______ mit prozesslei-
tender Verfügung vom 26. Mai 2008 sistiert (B-act. 13).

G.
Nach  Eingang  des  fachorthopädischen  Gutachtens  von  Dr.  med. 
V._______ vom 6. Juni 2008 per Fax (B-act. 16) wurde die Sistierung 
mit  prozessleitender  Verfügung  vom  10. Juli  2008  aufgehoben  (B-
act. 17). Nachdem der Versicherte weitere ärztliche Unterlagen nach-
gereicht  hatte,  welche der  Vorinstanz  zur  Kenntnis  gebracht  wurden 
(B-act. 18  bis  23),  beantragte  diese  in  ihrer  Vernehmlassung  vom 
1. Dezember  2008 die Abweisung der  Beschwerde bzw. die  Bestäti-
gung der angefochtenen Verfügung (B-act. 26). Zur Begründung führte 
sie im Wesentlichen aus, die beurteilende Ärztin habe in ihrem Bericht 
vom 27. November 2008 (act. 94) die bisherigen Einschätzungen be-
stätigt  und festgehalten,  dass  die neu vorgelegten Unterlagen keine 
neuen oder bisher nicht berücksichtigten medizinischen Aspekte ent-
halten  würden.  Der  Zustand  des  Versicherten  werde  als  stationär, 
schmerzhaft  und nur mit  mässiggradigen funktionellen Einschränkun-
gen und ohne neurologische Defizite geschildert. Das Bestehen einer 

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vollen  Arbeitsfähigkeit  in  angepassten  Verweistätigkeiten  werde  von 
Dr. med. U._______ im Bericht vom 9. September 2008 ausdrücklich 
bestätigt. Es sei somit die bisherige Beurteilung zu bestätigen.

H.
In  der  Folge  machte  der  Beschwerdeführer  am  11. Dezember  2008 
und 8./9. Januar 2009 weitere Eingaben (B-act. 28 und 29). Diese wur-
den mit  prozessleitender Verfügung vom 26. Januar 2009 der Vorins-
tanz zur Kenntnisnahme zugestellt. Gleichzeitig  wurde der Schriften-
wechsel geschlossen (B-act. 30).

I.
Nachdem die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht am 27. April 
2009  eine  an  jene  gerichtete  Fax-Eingabe  des  Beschwerdeführers 
übermittelt hatte (B-act. 31) und der IVSTA diesbezüglich mit prozess-
leitender Verfügung vom 30. April  2009 Gelegenheit  zur Stellungnah-
me gegeben worden war (B-act. 32), führte die Vorinstanz am 12. Mai 
2009 aus, das Ende des Überprüfungszeitraums bilde der 15. Januar 
2008, weshalb die Verhältnisse im März/April 2009 nicht relevant sei-
en. Der Kurbericht  vom März/April  2009 sei  im vorliegenden Zusam-
menhang insoweit von Interesse, als darin eindeutig festgehalten wer-
de,  dass  der  Beschwerdeführer  in  leichten  Verweistätigkeiten  auch 
heute noch voll  arbeitsfähig sei; die in der angefochtenen Verfügung 
getroffenen  Feststellungen  würden  somit  nochmals  bestätigt  (B-
act. 33). In  der Folge gingen weitere Fax-Eingaben des Versicherten 
vom  26. Mai  und  13. August  2009  zur  Kenntnisnahme  an  die  Vor-
instanz (B-act. 35 bis 38). 

J.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen ein-
zugehen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Ob  die  Prozessvoraussetzungen  erfüllt  sind  und  auf  eine  Be-
schwerde einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Am-
tes wegen und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinwei-
sen). 

1.1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG genannten Behörden. Die IVS-
TA ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d VGG. Die Zuständig-
keit des Bundesverwaltungsgerichts zur Beurteilung von Beschwerden 
gegen Verfügungen dieser IV-Stelle ist zudem in Art. 69 Abs. 1 Bst. b 
des  Bundesgesetzes  vom 19. Juni  1959  über  die  Invalidenversiche-
rung (IVG, SR 831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

1.1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt 
(vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversi-
cherungsrechtlichen  Verfahren  die  besonderen  Bestimmungen  des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten.

1.1.3 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(vgl. Art.  38  ff.  und Art.  60  ATSG). Als  Adressat  des  angefochtenen 
Entscheides ist die Beschwerdeführerin berührt und hat ein schutzwür-
diges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl.  Art.  59 
ATSG). Nachdem auch der Kostenvorschuss innerhalb der angesetz-
ten Frist geleistet wurde, ergibt sich zusammenfassend, dass sämtli-
che Prozessvoraussetzungen erfüllt  sind. Es ist  deshalb  auf  die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 15. Ja-
nuar  2008.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  der  Rentenanspruch  des  Be-
schwerdeführers und in diesem Zusammenhang insbesondere die Fra-
ge, ob die Vorinstanz den Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt und 
gewürdigt hat.

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1.3 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  deutscher  Staatsangehöriger,  weshalb 
auch das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 
1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihrer  Mitgliedsstaaten  anderer-
seits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 
Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grundlage des Art. 8 FZA ausgearbei-
teten  und  Bestandteil  des  Abkommens  bildenden  (Art.  15  FZA)  An-
hangs  II  ("Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit")  des 
FZA in Verbindung mit  Abschnitt  A dieses Anhangs wenden die Ver-
tragsparteien  untereinander  insbesondere  die  Verordnung  (EWG) 
Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme 
der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer  und  Selbstständige  sowie 
deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und ab-
wandern (SR 0.831.109.268.1), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 
des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung 
(EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Si-
cherheit  auf  Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familien-
angehörige, die innerhalb der Gemeinschaft  zu- und abwandern (SR 
0.831.109.268.11),  oder  gleichwertige  Vorschriften  an.  Dabei  ist  im 
Rahmen des FZA auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser 
Koordinierungsverordnungen  zu  betrachten  (Art.  1  Abs. 2  Anhang  II 
des FZA).

Betreffend der  Frage des anwendbaren Rechtes  hat  sich  vorliegend 
mit Inkrafttreten des FZA nichts geändert. Für die Beurteilung des gel-
tend gemachten Anspruches des  Beschwerdeführers  auf  Leistungen 
der Invalidenversicherung ist somit grundsätzlich internes schweizeri-
sches Recht, insbesondere das IVG sowie die Verordnung vom 17. Ja-
nuar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) anwend-
bar. Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben mangels 
diesbezüglicher staatsvertraglicher Regelung beim Ermitteln von Leis-
tungsansprüchen allein die schweizerischen Rechtsvorschriften anzu-
wenden und sind in keiner Weise an Feststellungen des ausländischen 
Versicherungsträgers gebunden (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, AHI Pra-

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xis 1996 S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). Die Frage, in wel-
chem Ausmass der Beschwerdeführer invalid ist und daher Anspruch 
auf eine schweizerische IV-Rente hat, beantwortet sich deshalb einzig 
nach  den  schweizerischen  Rechtsvorschriften.  Die  Entscheide  der 
deutscher Behörden, die in Anwendung deutschen bzw. europäischen 
Rechts  ergingen,  können  daher  im  vorliegenden  Verfahren  keinerlei 
Bindungswirkung entfalten.

2.2 Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf 
die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar, 
wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorse-
hen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invali-
denversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht 
ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formell-rechtlicher 
Hinsicht  mangels  anders  lautender  Übergangsbestimmungen  grund-
sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen Rechts-
sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leis-
tungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der 
bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prü-
fen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren fin-
den demnach grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, die bei Ein-
tritt  des Versicherungsfalles,  spätestens jedoch bei  Erlass der Verfü-
gung vom 15. Januar 2008 in Kraft standen; weiter aber auch solche 
Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten wa-
ren, die aber für die Beurteilung eines allenfalls früher entstandenen 
Rentenanspruchs von Belang sind (das IVG ab dem 1. Januar 2004 in 
der Fassung vom 21. März 2003 [AS 2003 3837; 4. IVG-Revision] und 
ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 
5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den entsprechenden Fassungen der 
4. und 5. IV-Revision). 

Für die Prüfung des Rentenanspruchs ab 1. Januar 2003 ist  sodann 
das am 1. Januar  2003 in  Kraft  getretene ATSG anwendbar. Da die 
darin  enthaltenen  Formulierungen  der  Arbeitsunfähigkeit,  der 
Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsme-
thode den bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Be-

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griffen  in  der  Invalidenversicherung  entsprechen  und  die  von  der 
Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten  Grundsätze  unter  der  Herr-
schaft des ATSG weiterhin Geltung haben (BGE 130 V 343), wird im 
Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder Einglie-
derung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen-
en Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbe-
reich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält damit zwei Elemente 
(vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2009, Art. 8 Rz. 7): 
Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im  weiteren  Sinn  (dauerhafte 
oder  länger  dauernde  Einschränkung  der  Erwerbsfähigkeit  oder  der 
Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut-
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilwei-
se Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine  Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision  nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-

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sung)  bzw. Art.  29  Abs. 4  IVG (in  der  ab  2008 geltenden  Fassung) 
werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die 
Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so-
fern sie in  einem Mitgliedstaat  der EU Wohnsitz  haben (BGE 130 V 
253  E.  2.3  und  3.1).  Nach  der  Rechtsprechung  des  Eidg. Versiche-
rungsgerichts  (EVG;  ab  1. Januar  2007:  Bundesgericht)  stellt  diese 
Regelung nicht  eine  blosse Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine be-
sondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

2.5 Nach den Vorschriften der 4. IV-Revision entsteht der Rentenan-
spruch  frühestens  in  dem  Zeitpunkt,  in  dem die  versicherte  Person 
mindestens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden 
ist  oder während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war (Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG in der von 2004 bis Ende 2007 
gültig  gewesenen  Fassung).  Gemäss  Art.  28  Abs.  1  IVG in  der  ab 
1. Januar 2008 geltenden Fassung haben jene Versicherten Anspruch 
auf eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit  oder die Fähigkeit,  sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-
massnahmen  wieder  herstellen,  erhalten  oder  verbessern  können 
(lit. a),  und  die  zusätzlich  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen 
Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  40  %  arbeitsunfähig  (Art.  6 
ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindes-
tens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder  in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

3.

3.1 Nachdem die Vorinstanz am 28. März 2007 die erste rentenabwei-
sende Verfügung erlassen hatte (act. 63), ging mit Datum vom 26. Ap-
ril 2007 – während laufender Rechtsmittelfrist – bei der Zentralen Aus-
gleichsstelle ein Fax-Schreiben des Versicherten ein (act. 64). Er be-
kundete  darin  keinen  Anfechtungswillen  gegen  die  Verfügung  vom 
28. März  2007,  sondern  machte  vielmehr  explizit  eine  Verschlimme-
rung seines Gesundheitszustandes geltend. Unter diesen Umständen 
nahm die Vorinstanz die Fax-Eingabe vom 26. April 2007 in korrekter 
Weise als Neuanmeldung entgegen und sah davon ab, jene zur An-
hängigmachung eines Beschwerdeverfahrens ans Bundesverwaltungs-
gericht  weiterzuleiten (vgl. zum Ganzen BGE 116 V 353 E. 2b; ZAK 
1988 S. 459 E. 3a mit Hinweisen).

3.2 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-
weigert oder aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue 
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 die-
ser Bestimmung erfüllt  sind. Danach ist im Zusammenhang mit einer 
Neuanmeldung  –  analog  zu  einem  Revisionsgesuch  –  glaubhaft  zu 
machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.

Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden Fall – auf die Neuanmeldung 
ein, so hat sie die Sache materiell  abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-
rung des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach 
in  analoger  Weise  wie  bei  einem Revisionsfall  nach  Art.  17  Abs.  1 
ATSG vorzugehen (vgl. BGE 130 V 71 E. 3.2.2). Danach beurteilt sich 
die Frage, ob beim Beschwerdeführer eine wesentliche Änderung ein-

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getreten ist, welche geeignet ist, den IV-Grad und damit den Renten-
anspruch im Sinne von Art. 17 ATSG zu beeinflussen, durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er zur Zeit der ursprünglichen, unangefochten 
in  Rechtskraft  erwachsenen  Verfügung  vom 28. März  2007  (act.  63) 
bestanden hatte, grundsätzlich mit demjenigen, der bis zum Erlass der 
Verfügung vom 15. Januar 2008 (act. 92) eingetreten war (vgl. hierzu 
E. 3.2 hiernach). Tatsachen,  die jenen Sachverhalt  seither  verändert 
haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-
fügung sein (BGE 130 V 138 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b mit Hinweis). 

Vorliegend zu  würdigen sind  jedoch auch die  diversen  Berichte,  die 
nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 15. Januar 2008 ver-
fasst wurden. Denn diese stehen mit dem Streitgegenstand in engem 
Sachzusammenhang und sind geeignet, die Beurteilung im massgebli-
chen Zeitpunkt zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 80 E. 6b; ZAK 1989 
S. 111 E. 3b mit Hinweisen).

4.

4.1 Beim Erlass der ursprünglichen, unangefochten in Rechtskraft er-
wachsenen  Verfügung  vom  28. März  2007  (act. 63)  stützte  sich  die 
Vorinstanz  in  medizinischer  Hinsicht  insbesondere  auf  die  Stellung-
nahmen  von  Dr.  med.  X._______  vom  1. Dezember  2005  (act. 41), 
24. Mai  2006  (act. 49)  und  7. Februar  2007  (act. 59).  Dr. med. 
X._______ würdigte darin  insbesondere die Berichte bzw. Gutachten 
der  Dres.  med.  T._______,  S._______,  R._______  und  Q._______ 
vom 3. und 31. März 2005 (act. 38 und 39), 6. Januar 2006 (Untersu-
chungsdatum; act. 45)  und 19. Oktober  2006 (act. 56)  und kam auf-
grund der zahlreichen somatischen Diagnosen (degenerative Verände-
rungen der Wirbelsäule mit Cervical- und Lumbalsyndrom, Bandschei-
benvorfall auf Höhe L4/5 und L5/S1, Schultergelenksarthrose beidseits 
[Akromioklavikulargelenkarthrose  links],  Periarthropathia  humero-
scapularis [Zustand nach Bizepssehnenruptur rechts], Ellenbogenarth-
rose  links,  posttraumatische  Funktionseinschränkung  des  rechten 
Handgelenks  [initiale  Handgelenksarthrose],  Handwurzelarthrose 
rechts nach Fraktur, [initiale] Arthrose in den Sprunggelenken, Knick-
füsse und Senkfuss rechts, Rückfussfehlstellung beidseits, Karpaltun-
nelsyndrom rechts, [initiale] Gonarthrose) zum Schluss, dass der Be-
schwerdeführer  in  der  angestammten  Tätigkeit  als  Koch  noch  eine 
Restarbeitsfähigkeit  von  50 %  und  in  einer  leidensadaptierten  Ver-
weistätigkeit eine volle Arbeits- bzw. Leistungsfähigkeit aufweise. 

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4.2 Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens erhielt die Vorinstanz 
Kenntnis  von  zahlreichen  weiteren  Arztberichten  aus  Deutschland, 
welche teilweise den Dres. med. X._______ und W._______ zur Beur-
teilung vorgelegt wurden. Nachfolgend ist zu prüfen, ob aufgrund die-
ser Berichte eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Ver-
sicherten seit der rechtskräftigen Verfügung vom 23. März 2007 ausge-
wiesen ist.

4.2.1 In seinem fachorthopädischen Gutachten vom 6. Juni 2008 dia-
gnostizierte  Dr. med. V._______  ein  degeneratives  HWS-  und  LWS-
Syndrom  mit  Bewegungseinschränkung  bei  Prolabs  in  Höhe  L5/S1 
ohne  neurologische  Ausfallerscheinungen,  eine  initiale  Gonarthrose 
rechts  und  Knorpelschädigung  (Zustand  nach  Arthroskopie  2007), 
eine  initiale  Handgelenksarthrose rechts nach alter  Navicularefraktur 
(1990) und operative Denervation 1994 mit Bewegungseinschränkun-
gen,  eine  initiale  Arthrose  im oberen Sprungelenk  rechts  nach alter 
Verletzung,  ein  Supraspinatussyndrom  rechts  (nach  Operation  Seh-
nenruptur  1999 mit  Bewegungsstörung) sowie eine Epicondylopathie 
rechts radial und ulnar. Weiter führte der Experte Dr. med. V._______ 
zusammenfassend  aus,  neurologische  Ausfallerscheinungen  seien 
nicht nachgewiesen worden. Es handle sich insgesamt um altersent-
sprechende degenerative multiple Veränderungen der Wirbelsäule und 
Gelenke. Die Verletzungen seien nahezu folgenlos verheilt. Allenfalls 
von Seiten der rechten Schulter und des rechten Handgelenks bestün-
den glaubhaft  schmerzhafte Bewegungseinschränkungen. Wenn man 
das  deutliche  Übergewicht  als  Krankheit  werte,  scheine  darin  die 
Hauptursache der Beschwerden zu liegen, weshalb dringend entspre-
chende  Gegenmassnahmen  ergriffen  werden  sollten.  Weiter  war 
Dr. med. V._______ der Auffassung, dass sich seit dem 30. Juni 2004 
keine  wesentliche  Verschlimmerung  des  Gesundheitszustands  erge-
ben hätte (B-act. 16).

4.2.2 Dr. med. U._______ äusserte sich im Rahmen der sozialmedizi-
nischen  Stellungnahme  am  9. September  2008  dahingehend,  dass 
wirbelsäulen- sowie gelenksbelastende Tätigkeiten (Heben und Tragen 
schwerer Lasten, Arbeiten in Zwangshaltungen, häufiges Bücken, Ar-
beiten auf Leitern und Gerüsten, Einfluss von Nässe, Kälte und Zug-
luft)  gemieden werden sollten. Weiterhin sollten auch Tätigkeiten ge-
mieden  werden,  welche  die  motorische  Belastbarkeit  der  oberen 
Gliedmassen und ein intaktes Hörvermögen voraussetzen würden so-
wie Arbeiten in einem Lärmmilieu. Es sollte eine überwiegend leichte 

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Tätigkeit in wechselnder Körperhaltung angestrebt werden. Der Versi-
cherte  sei  vollschichtig  belastbar  unter  Beachtung der  vorgenannten 
Einschränkungen (B-act. 22).

4.3 Vorab  ist  festzustellen,  dass  die  vorstehend  zusammengefasst 
wiedergegebenen,  im  deutschen  Verfahren  verfassten  Gutachten 
bzw. Berichte vom 6. Juni 2008 (Dr. med. V._______) und 9. Septem-
ber 2008 (Dr. med. U._______) die an den Beweiswert eines ärztlichen 
Gutachtens gestellten Kriterien erfüllen. Insbesondere sind sie für die 
streitigen  Belange  umfassend,  beruhen  auf  allseitigen  Untersuchun-
gen, berücksichtigen auch die geklagten Beschwerden und wurden in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben. Sie sind zudem in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtend und in den Schlussfolgerun-
gen begründet, so dass darauf abgestellt werden kann. Demnach lässt 
sich  der  gesundheitliche  Zustand  des  Beschwerdeführers  im  vorlie-
genden Verfahren schlüssig und zuverlässig beurteilen (vgl. zum Gan-
zen  E. 2.6  hiervor)  und  den  Expertisen  kommt  volle  Beweiskraft  zu 
(vgl. BGE 125 V 353 Erw. 3b/bb). Weitere medizinische Abklärungen 
sind demnach nicht  geboten (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 
2001 IV Nr. 10 Erw. 4b mit Hinweisen).

4.3.1 Aufgrund  der  fachorthopädischen  Expertise  von  Dr.  med. 
V._______  ist  ohne  weiteres  davon auszugehen,  dass  sich  der  Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers seit Juni 2004 nicht in rele-
vanter Weise verschlechtert hat. Diese Beurteilung steht auch mit der-
jenigen von Dr. med. X._______, wonach sich der gesundheitliche Zu-
stand des Versicherten seit 2004 nicht verändert bzw. stationär sei und 
die  bisherigen  Stellungnahmen weiterhin  gelten  würden  (act. 94),  in 
Übereinstimmung. Mit Blick auf das von Dr. med. U._______ abgege-
bene  medizinisch-theoretische  Zumutbarkeitsprofil,  gemäss  welchem 
dem Versicherten zwar wirbelsäulen- und gelenksbelastende Tätigkei-
ten nicht mehr, eine überwiegend leichte, wechselbelastende Tätigkeit 
jedoch vollschichtig zumutbar sei, ist auch in Übereinstimmung mit den 
Berichten  der  Dres.  med.  W._______  und  X._______  vom 
25. September  2007,  8. Januar  und  27. November  2008  (act. 83,  91 
und 94) weiterhin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in 
seinem  angestammten  Beruf  als  Koch  eine  Arbeitsunfähigkeit  von 
50 %  aufweist  und  in  einer  leidensadaptierten  Verweistätigkeit  zu 
100 % arbeits- und leistungsfähig ist. 

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4.3.2 An diesem Ergebnis ändert  nichts, dass beim Versicherten am 
17. Juli 2007 eine Arthroskopie des rechten Kniegelenks durchgeführt 
wurde. Denn bereits im entsprechenden Bericht der P._______ wurde 
erwähnt, dass eine volle Belastung möglich sei (act. 80). Unter diesen 
Umständen  erweisen  sich  auch  die  Ausführungen  des  RAD-Arztes 
Dr. med.  W._______  in  dessen  Bericht  vom  27. September  2007 
(act. 83),  wonach aufgrund der  Haupt-  und Nebendiagnosen (begin-
nende Gonarthrose rechts, ICD-10: M17.1; multiple degenerative Ver-
änderungen im Bereich der Wirbelsäule und der Schultern, im Hand-
gelenk und im oberen Sprungelenk) und der Kniearthroskopie rechts 
mit  Teilresektion des Innenmeniskus die früheren Zumutbarkeitsbeur-
teilungen von Dr. med. X._______ weiterhin Bestand hätten, als nach-
vollziehbar und schlüssig. Ergänzend ist im Zusammenhang mit der er-
folgten  Knieoperation  zu  erwähnen,  dass  die  –  anlässlich  der  am 
19. April 2007 durchgeführten Kernspintomographie des rechten Knie-
gelenks  (act. 78)  festgestellten  –  Beeinträchtigungen  (Arthrose 
bzw. Gonarthrose) bereits in früheren Berichten Erwähnung gefunden 
hatten (vgl. E. 4.1 hiervor) und im Übrigen auch vom Experten Dr. med. 
V._______ berücksichtigt worden waren.

4.3.3 Hinsichtlich der vom Versicherten unter Beilage von Röntgenbil-
dern ab November 2007 geltend gemachten Verschlechterung im Be-
reich der Lendenwirbelsäule (act. 87 bis 90) ist nicht zu beanstanden, 
dass Dr. med W._______ vom RAD am 8. Januar 2008 ausgeführt hat-
te, dass das vom 6. Juli 2005 (LWS) datierende Bild bereits Bestand-
teil  der erstmaligen Beurteilung gewesen sei. Da das diesbezügliche 
Verwaltungsverfahren  mit  unangefochten in  Rechtskraft  erwachsener 
Verfügung vom 28. März 2007 abgeschlossen wurde,  trifft  es jedoch 
nicht zu, dass auch die Aufnahme vom 9. April 2007 (Knie IRM) im da-
maligen,  rentenabweisenden  Zeitpunkt  bereits  Berücksichtigung  ge-
funden hatte; vielmehr war die Knieproblematik Auslöser für die Neu-
anmeldung des Versicherten gewesen (act. 64).

4.3.4 Im Bericht vom 19. Februar 2008 erwähnte Dr. med. Q._______ 
im Vergleich zu seiner früheren Stellungnahme vom 19. Oktober 2006 
(act. 56)  neu  einen  Verdacht  auf  eine  Innenmeniskusläsion  rechts, 
eine beginnende Gonarthrose rechts sowie eine Epicondylitis humeri 
radialis rechts (B-act. 7). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass auch die-
se  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  sowohl  vom  Experten 
Dr. med. V._______ in dessen Gutachten und Dr. med. U._______ in 
seiner  sozialmedizinischen  Stellungnahme  als  auch  von  Dr.  med. 

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X._______ im Bericht vom 27. November 2008 (act. 94) berücksichtigt 
worden war. Auch fand die am 1. September 2008 durchgeführte Kern-
spintomographie des rechten Kniegelenks, welche bei einem Zustand 
nach Operation deutliche Defekte im Bereich des Innenmeniskushin-
terhorns und im Bereich der Pars intermedia des Innenmeniskus ge-
zeigt hatten, bei der Berichterstattung von Dr. med. U._______ Berück-
sichtigung. Dass trotz Vorliegens dieser Defekte dem Versicherten eine 
leidensadaptierte Verweistätigkeit voll zumutbar ist, kann schlüssig und 
überzeugend nachvollzogen werden, zumal der Aussenmeniskus, die 
Kreuz- und Kollateralbänder sowie die Quadrizeps- und Patellarsehne 
intakt waren und eine Osteochondrose nicht hatte nachgewiesen wer-
den können (B-act. 20). 

4.3.5 Hinzu kommt weiter, dass sich im Zusammenhang mit der Klä-
rung  von  retrosternalen  belastungsabhängigen  Schmerzen  gemäss 
Bericht von Dr. med. O._______ vom 7. August 2008 auch keine Hin-
weise für kardial ausgelöste retrosternale Schmerzen ergeben hatten 
(B-act. 18).

4.3.6 Am bisherigen Ergebnis ändert auch der Umstand nichts, dass 
der Versicherte am 22. September 2008 mit  dem linken Fuss umge-
knickt  war  (Diagnose:  Distorsion  des  oberen  Sprunggelenks  links). 
Zwar zeigten die entsprechenden Röntgenaufnahmen deutliche dege-
nerative  Veränderungen  im linken Sprunggelenk  sowie  eine mässig-
gradig beginnende Fusswurzelarthrose (B-act. 28). Eine am 5. Janaur 
2009  durchgeführte  weitere  Kernspintomographie  des  linken  oberen 
Sprunggelenks  ergab  jedoch  keine  pathologischen  Ödemzonen  und 
somit  kein  Nachweis  einer  Stressfraktur  im  Bereich  des  oberen 
Sprunggelenks oder der proximalen Fusswurzel (B-act. 29). Unter die-
sen  Umständen  kann  auch  die  anschliessend  durch  den  Chirurgen 
Dr. med.  N._______  erfolgte  Beurteilung  in  dessen  Bericht  vom 
10. April  2009  grundsätzlich  schlüssig  und  überzeugend  nachvollzo-
gen werden. Denn Dr. med. N._______ war ebenfalls der Ansicht, dass 
der Versicherte trotz dieser bzw. weiterer, seit Jahren bekannten Be-
funde  (chronisches  LWS-  [bei  Bandscheibenvorfall  L4/L5,  L5/S1  mit 
degenerativen  Veränderungen]  und  HWS-Syndrom  [bei  spondyloti-
schen Veränderungen mit Bewegungseinschränkungen], anamnestisch 
bekannte Gonarthrose und Supraspinatussyndrom rechts) auf dem all-
gemeinen Arbeitsmarkt noch leichte körperliche Arbeiten vollschichtig 
verrichten könne (B-act. 31). Dass ihm die angestammte Tätigkeit als 
Koch gar nicht mehr zumutbar wäre, kann jedoch aufgrund der Ausfüh-

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rungen der Dres. med. X._______ und W._______ nicht rechtsgenüg-
lich  nachvollzogen  werden.  Zwar  ist  die  Verrichtung  von  schweren 
bzw. mittelschweren  körperliche  Tätigkeiten  im  Kochberuf  zeitweise 
unabdingbar, die Aufgaben eines Koches beinhalten jedoch viele wei-
tere Aufgaben wie bspw. Planung, Einkauf und Vorbereitung der Ge-
richte  und Zutaten,  Erstellung  der  Speise-  und Getränkekarte  sowie 
die  Kostenkalkulation.  Diese  Arbeiten  sind  durchaus  als  leicht 
bzw. leichter  zu  qualifizieren,  weshalb  die  von  Dr.  med.  X._______ 
postulierte Restarbeitsfähigkeit  von 50 % zu keinen Beanstandungen 
Anlass gibt bzw. die von Dr. med. N._______ postulierte 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit  aufgrund  der  gesamten  Umstände  als  zu  hoch  er-
scheint. Abschliessend ist darauf hinzweisen, dass auch dem Bericht 
von Dr. med. Q._______ vom 24. Juli 2009 keine neuen, nicht bereits 
bekannten Befunde zu entnehmen sind (B-act. 37).

4.4 Nach dem Dargelegten ergibt sich zusammenfassend,  dass sich 
der  Gesundheitszustand  und  dessen  Auswirkungen  auf  die  Arbeits- 
bzw. Leistungsfähigkeit seit Juni 2004 nicht verschlechtert haben. Dem 
Versicherten ist die angestammte Tätigkeit als Koch weiterhin zu 50 % 
und  leidensadaptierte  Verweistätigkeiten  weiterhin  vollschichtig  zu 
100 % zumutbar. In diesem Zusammenhang ist im Sinne einer Ergän-
zung darauf hinzuweisen, dass gemäss den rechtsgenüglichen, medi-
zinisch-theoretischen  Zumutbarkeitsprofilen  der  diversen  involvierten 
Fachärzte ein breiter Fächer von Verweisungstätigkeiten existiert. Mit 
Blick  auf  diese  Zumutbarkeitsprofile  ist  erstellt,  dass  dem 
Beschwerdeführer auf  dem – bei  der Beurteilung der Erwerbs(un)fä-
higkeit  zu  unterstellenden  –  ausgeglichenen  Arbeitsmarkt  (Art. 8 
ATSG)  ein  genügende  Auswahl  verschiedener  möglicher  Tätigkeiten 
offen steht (vgl. BGE 110 V 273 Erw. 4b S. 276; vgl. hierzu auch Urteile 
des EVG I 858/05 vom 6. April bzw. I 332/06 vom 23. Juni 2006 sowie 
des Bundesgerichts U 232/06 vom 6. März 2007).

Es ist demnach mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis-
grad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  (vgl.  BGE  126  V  353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen) erstellt, dass in der Zeit 
zwischen der  ursprünglichen rentenabweisenden rechtskräftigen Ver-
fügung  vom  28.  März  2007  und  der  angefochtenen  Verfügung  vom 
15. Januar 2008 keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszu-
standes des Beschwerdeführers eingetreten ist. Daran vermögen auch 
dessen Vorbringen nichts zu ändern. Nachfolgend ist im Rahmen der 

Seite 17

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Bemessung der  Invalidität  weiter  zu prüfen,  ob sich dieser  Umstand 
rentenwirsam auswirkt, und wenn ja, in welchem Ausmass.

5.

5.1 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber-
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, BGE 128 V 29 E. 1).

5.2 Für die Ermittlung des Einkommens, welches die versicherte Per-
son ohne Invalidität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entschei-
dend, was sie im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit  als  gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an-
gepassten Verdienst angeknüpft (BGE 129 V 222 E. 4.3.1; RKUV 2006 
U 568 S. 66 E. 2).

5.2.1 In  seiner  Neuanmeldung  vom  26. April  2007  machte  der  Be-
schwerdeführer  – wie bereits  dargelegt  – eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustands geltend. Hinweise darauf  lieferte  die Durchfüh-
rung der Arthroskopie im Juli 2007 (act. 80). Unter diesen Umständen 
ist  hinsichtlich  der  Bemessung der  Invalidität  bzw. der  Durchführung 
des Einkommensvergleichs auf die Begebenheiten im Jahr 2007 abzu-
stellen.

5.2.2 Gemäss Fragebogen für den Arbeitgeber vom 1. Juli 2005 arbei-
tete der Beschwerdeführer vom 9. September 2003 bis Ende Septem-
ber  2004  und  somit  letztmals  vor  über  fünf  Jahren  in  seiner  ange-
stammten Tätigkeit als Koch (vgl. auch Bst. A. hiervor). Da das deut-

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sche Einkommen im Kochberuf,  welches der Versicherte heute ohne 
jegliche  gesundheitliche  Einschränkungen  erzielen  könnte,  aufgrund 
der gesamten Akten nicht ausgewiesen ist und weil nicht rechtsgenüg-
lich erstellt ist, aus welchen Gründen (wirtschaftlich und/oder gesund-
heitlich) er die Stelle im M._______ verloren hatte, ist vorliegend so-
wohl  das  hypothetische  Validen-  als  auch  das  hypothetische 
Invalideneinkommen  anhand  der  Tabellenlöhne  der  Schweizerischen 
Lohnstrukturerhebung (im  Folgenden: LSE)  des  Jahres  2006 zu be-
stimmen.

5.2.3 Hinsichtlich der Bestimmung des hypothetischen Valideneinkom-
mens  ist  in  Anbetracht  des  Bildungstandes  des  Beschwerdeführers 
und aufgrund der angestammten und ausgeübten Tätigkeit als gelern-
ter Koch auf den Wert der Tabellenlöhne im Bereich Gastgewerbe für 
Männer,  welche  selbstständige  und  qualifizierte  Arbeiten  verrichten, 
abzustellen. Dieser Wert belief sich für Männer im privaten Sektor im 
Anforderungsniveau 1 und 2 auf monatlich brutto Fr. 5'028.-- bei einer 
wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden (vgl. hierzu BGE 126 V 75 
E.  3b  bb)  und  inkl.  13.  Monatslohn  (online  auf  der  Webseite  des 
Bundesamtes für Statistik, www.bfs.admin.ch [im Folgenden: Webseite 
BfS] > Themen > Arbeit,Erwerb > Publikationen > LSE 2006, Tabelle 
TA1,  Wirtschaftszweig  55  [Gastgewerbe],  besucht  am  21.  Oktober 
2009 [ebenso die nachfolgenden Seiten]). Unter  Umrechnung dieses 
Einkommens  auf  die  betriebsübliche  wöchentliche  Arbeitszeit  im 
Gastgewerbe  von  42.1  Stunden  im  Jahr  2007  (Webseite  BfS  > 
Themen  >  Arbeit,Erwerb  >  Erwerbstätigkeit  und  Arbeitszeit  > 
detaillierte  Daten  >  Statistik  der  betriebsüblichen  Arbeitszeit  > 
Betriebsübliche  Arbeitszeit  nach  Wirtschaftsabteilungen,  in  Stunden 
pro Woche 1990-2008, Abschnitt H [Gastgewerbe], Ziff. 55) und unter 
Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Männer im Gastge-
werbe von 2006 auf 2007 (Wert 2006: 117.0, Wert 2007: 118.7; Web-
seite  BfS  >  Themen >  Arbeit,Erwerb  >  Löhne,Erwerbseinkommen > 
detaillierte Daten > schweizerischer Lohnindex nach Branche, Tabelle 
1.1.93,  Wirtschaftszweige  50  bis  55  [Handel;  Reparatur; 
Gastgewerbe])  resultiert  demnach  ein  jährliches  hypothetisches 
Valideneinkommen von Fr. 64'426.--. 

5.3 Für  die  Bestimmung  des  hypothetischen  Invalideneinkommens 
(vgl. E. 5.1 hiervor) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation 
auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 129 
V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b aa). Im Rahmen der Invaliditätsbemes-

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sung darf bei  der Bestimmung des trotz der gesundheitlichen Beein-
trächtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht von reali-
tätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Von der versi-
cherten Person können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Be-
rücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenhei-
ten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a; ZAK 1989 
S. 321 E. 4a). Hat  die  versicherte  Person nach Eintritt  des  Gesund-
heitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue 
Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 
ebenfalls Tabellenlöhne gemäss den LSE herangezogen werden (BGE 
129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/bb; RKUV 1999 U 343 S. 412 E. 4b 
aa).

5.3.1 Das hypothetische Invalideneinkommen ist  vorliegend mit  Blick 
auf die gesamten Umstände in erwerblicher Hinsicht bzw. die vorste-
hend  erwähnte  höchstrichterliche  Rechtsprechung  ebenfalls  anhand 
der  Tabellenlöhne  der  LSE  2006  zu  bestimmen.  Mit  Blick  auf  das 
schlüssige  und  überzeugende  medizinisch-theoretische  Zumutbar-
keitsprofil ist auf den Zentralwert für Männer in Hilfsarbeitertätigkeiten 
abzustellen,  für  die keine Berufs-  und Fachkenntnisse vorausgesetzt 
sind. Gemäss LSE 2006, Tabelle TA1, belief sich dieser Zentralwert für 
die mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten beschäftigen Männer im 
privaten  Sektor  (Anforderungsniveau  4)  auf  monatlich  brutto 
Fr. 4'732.--  bei  einer  wöchentlichen  Arbeitszeit  von  40  Stunden  und 
inkl. 13. Monatslohn (Webseite BfS > Themen > Arbeit,Erwerb > Publi-
kationen > LSE 2006, Resultate auf nationaler Ebene, Tabelle TA1, To-
tal).  Unter  Umrechnung  dieses  Einkommens  auf  die  betriebsübliche 
wöchentliche  Arbeitszeit  von  41.7  Stunden  im  Jahr  2007  (Webseite 
BfS > Themen > Arbeit,Erwerb > Erwerbstätigkeit und Arbeitszeit > de-
taillierte Daten > Statistik der betriebsüblichen Arbeitszeit > Betriebs-
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stunden pro Woche 
1990-2008, Abschnitt  A-O [Total],  Ziff. 01-93) und unter Berücksichti-
gung der Nominallohnentwicklung von 2006 auf 2007 (Totalwert 2006: 
115.5, Totalwert 2007: 117.4; Webseite BfS > Themen > Arbeit,Erwerb 
>  Löhne,Erwerbseinkommen  >  detaillierte  Daten  >  schweizerischer 
Lohnindex  insgesamt,  Tabelle  1.1.93,  Total)  resultiert  demnach  als 
Zwischenergebnis  ein  hypothetisches  Valideneinkommen  von 
Fr. 60'171.--. 

5.3.2 Unter Berücksichtigung des – von der Vorinstanz vorgenomme-
nen und in der Höhe nicht zu beanstandenden (vgl. hierzu BGE 126 V 

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75 E. 6 S. 81) – behinderungsbedingten Abzugs von 10 % resultiert 
schliesslich ein jährliches  hypothetisches Invalideneinkommen in der 
Höhe von Fr. 54'154.--.

5.4 Aus der Gegenüberstellung eines hypothetischen jährlichen Vali-
deneinkommens von Fr. 64'426.-- und eines hypothetischen Invaliden-
einkommens  von Fr. 54'154.--  ergibt  sich  bei  einer  Erwerbseinbusse 
von Fr. 10'272.-- ein Invaliditätsgrad von 16 % (zur Rundung vgl. BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3), was keinen Anspruch auf eine IV-Rente er-
gibt.

6.

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen erweist sich die angefochtene 
Verfügung der Vorinstanz vom 15. Januar 2008 im Ergebnis als rech-
tens,  weshalb  die  dagegen  erhobene  Beschwerde  vom  27.  Januar 
bzw. 18. Februar 2008 als unbegründet abzuweisen ist.

7.

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG (in 
der seit dem 1. Juli 2006 gültigen Fassung) ist das Beschwerdeverfah-
ren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht kostenpflichtig.

Die Verfahrenskosten sind dem unterliegenden Beschwerdeführer auf-
zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Sie sind nach dem Verfahrensauf-
wand und  unabhängig  vom Streitwert  im Rahmen von Fr. 200.--  bis 
Fr. 1'000.--  festzusetzen  (Art.  69  Abs. 1bis IVG). Für  das  vorliegende 
Verfahren sind die Verfahrenskosten auf Fr. 400.-- zu bestimmen und 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. 

7.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als 
Bundesbehörde hat die Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf Partei-
entschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt  [VGKE,  SR 173.320.2]). Dem unterliegenden Beschwerdeführer 

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ist  entsprechend  dem Verfahrensausgang  keine Parteientschädigung 
zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.-- verrechnet.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Michael Peterli Roger Stalder

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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