# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bbe8c64-d1ea-5c0e-bd43-aff06fe2ffc8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2021 C-352/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-352-2021_2021-09-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-352/2021 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein,  

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 A._______ GmbH, (Schweiz), 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Auffangeinrichtung BVG,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Berufliche Vorsorge, Eintretensvoraussetzungen;  

(Verfügung vom 6. Januar 2021). 

 

 

 

C-352/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (nachfolgend: Vorinstanz) am 

6. Januar 2021 den Zwangsanschluss der A._______ GmbH (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) verfügte (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfol-

gend: BVGer act.] 1, Beilage 1),  

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 

25. Januar 2021 (Datum Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde erhoben hat (BVGer act. 1), 

dass das Bundesverwaltungsgericht der Beschwerdeführerin mit Zwi-

schenverfügung vom 29. Januar 2021 eine Frist zur Bezahlung eines Kos-

tenvorschusses von Fr. 800.– in der Höhe der mutmasslichen Verfahrens-

kosten bis zum 1. März 2021 angesetzt hat (BVGer act. 3),  

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss nicht innert angesetz-

ter Frist geleistet hat (BVGer act. 7), sondern mit Eingabe vom 15. Februar 

2021 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht hat (BVGer 

act. 6), 

dass nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichts diese Rege-

lung auf natürliche Personen zugeschnitten ist, wogegen juristische Perso-

nen grundsätzlich weder unentgeltliche Prozessführung noch Verbeistän-

dung beanspruchen können, da sie nicht arm oder bedürftig, sondern bloss 

zahlungsunfähig oder überschuldet sind und in diesem Fall die gebotenen 

gesellschafts- und konkursrechtlichen Konsequenzen zu ziehen haben, ein 

Anspruch jedoch ausnahmsweise dann bestehen kann, wenn bei einer ju-

ristischen Person ihr einziges Aktivum im Streit liegt und neben ihr auch die 

wirtschaftlich Beteiligten mittellos sind, wobei diese Begriff weit zu verste-

hen ist und neben den Gesellschaftern auch die Organe der juristischen 

Person oder gegebenenfalls interessierte Gläubiger umfasst (vgl. zum 

Ganzen BGE 143 I 328 E. 3.1, m.H.a.; 131 II 306 E. 5.2; Urteil BVGer 

A-1046/2016 vom 15. Dezember 2016; E. 1.4; ferner MARTIN KAYSER/RA-

HEL ALTMANN, in: Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungs-

verfahren, Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Zürich, St. Gallen 2019, Art. 65 

VwVG Rz. 10-12, S. 939), 

dass im vorliegenden Fall die Beschwerdeführerin als juristische Person 

bereits die erste Ausnahmevoraussetzung offensichtlich nicht erfüllt, auch 

nicht gemäss dem aktuellen Handelsregisterauszug,  

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Seite 3 

dass zudem nicht das einzige Aktivum der Beschwerdeführerin im Streit 

liegt und die Beschwerdeführerin ferner die Mittellosigkeit ihrer wirtschaft-

lich Beteiligten weder behauptet noch belegt hat (BVGer act. 8),  

dass deshalb mit Zwischenverfügung vom 22. Juni 2021 das Gesuch der 

Beschwerdeführerin vom 15. Februar 2021 um Gewährung der unentgelt-

lichen Rechtspflege abgewiesen wurde (BVGer act. 8),  

dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, 

dass Verfügungen der Vorinstanz betreffend den Zwangsanschluss an die 

Auffangeinrichtung vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 33 

Bst. i VGG i.V.m. Art. 74 Abs. 1 BVG), 

dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der 

vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter zu prüfen ist, 

ob die Eintretensvoraussetzungen erfüllt sind, 

dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 22. Juni 2021 

aufgefordert wurde, einen Kostenvorschuss von Fr. 800.– in der Höhe der 

mutmasslichen Verfahrenskosten bis zum 24. August 2021 zu leisten, an-

sonsten auf das Rechtsmittel unter Kostenfolge nicht eingetreten werde 

(BVGer act. 8),  

dass die per Einschreiben mit elektronischem Rückschein (Sendungsnum-

mer der Schweizerischen Post: 98.40.187607.00265616) versandte Zwi-

schenverfügung vom 22. Juni 2021 gemäss Sendungsverlauf am 26. Juni 

2021 der Beschwerdeführerin zugestellt wurde (vgl. BVGer act. 9), 

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss innert der bis zum 

24. August 2021 gesetzten Frist nicht geleistet hat (vgl. BVGer act. 10), 

dass sie auch nicht schriftlich um Fristerstreckung oder um Wiederherstel-

lung der versäumten Frist ersucht hat, 

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf 

die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

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dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als 

unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen 

(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 

173.320.2]), 

dass es sich unter den vorliegenden Umständen rechtfertigt, auf die Erhe-

bung von Verfahrenskosten zu verzichten,  

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-

zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG; BGE 126 V 143 E. 4), 

dass für das Dispositiv auf die nächste Seite zu verweisen ist. 

 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde; Beilage: Kopie der Be-

schwerde vom 25. Januar 2021) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

– die Oberaufsichtskommission BVG (Einschreiben) 

 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

  

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Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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