# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b8d60c65-0285-53bb-99e2-5637a2726e86
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 01.08.2018 B 2017/63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2017-63_2018-08-01.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2017/63

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 01.08.2018

Entscheiddatum: 01.08.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 01.08.2018
Grundstückgewinnsteuer, Art. 80, 131 & 132 StG, Art. 12 & 23 StHG, Art. 80 
Abs. 4 BVG.Der Eigentumswechsel der Grundstücke vom Kanton auf die 
SGPK erfolgte direkt gestützt auf das Gesetz. Indem die SGPK neben den 
Aktiven auch die Passiven übernahm, handelt es sich um eine entgeltliche 
Veräusserung. Da die ursprünglichen Versicherungskassen, welche per 1. 
Januar 2014 in die neu errichtete SGPK überführt wurden, nicht mit eigener 
Rechtspersönlichkeit ausgestattet waren, wurde die SGPK formalrechtlich 
nicht deren Rechtsnachfolgerin. Von einer rechtsformändernden 
Umwandlung kann unter diesen Umständen nicht gesprochen werden. Auch 
der Gesetzgeber ging von einer steuerbegründenden – und nicht von einer 
steueraufschiebenden – Veräusserung aus. Schliesslich konnte während der 
Eigentümerstellung des Kantons aufgrund seiner Befreiung von jeglicher 
Steuerpflicht nie eine latente Grundstückgewinnsteuerpflicht entstehen, die 
im Rahmen der Verselbständigung der SGPK auf diese hätte übertragen 
werden können. Der Schluss der Vorinstanz, die SGPK müsse sich bei der 
Berechnung der Grundstückgewinnsteuer den während der Haltezeit durch 
den Kanton angefallenen Wertzuwachs auf die Liegenschaften nicht 
anrechnen lassen, ist daher nicht zu beanstanden (Verwaltungsgericht, 
B 2017/63).

Besetzung

Präsident Eugster; Vizepräsident Zürn, Verwaltungsrichterin Bietenharder, 

Verwaltungsrichter Engeler und Verwaltungsrichterin Zindel; Gerichtsschreiberin Blanc 

Gähwiler

 

Verfahrensbeteiligte

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Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

 

St. Galler Pensionskasse, Rosenbergstrasse 52, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG Jürg Jakob, Rosenbergstrasse 42b, 9000 St. 

Gallen,

 

Gegenstand

Grundstückgewinnsteuer (Ref.Nrn. 000000 und 000001)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die St. Galler Pensionskasse (SGPK) ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung mit Sitz in 

St. Gallen, die per 1. Januar 2014 aus der Versicherungskasse für das Staatspersonal 

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und der kantonalen Lehrerversicherungskasse – beide waren unselbständige öffentlich-

rechtliche Anstalten des Kantons St. Gallen – hervorgegangen ist. Da die seit 1. Januar 

2014 gültige Fassung von Art. 48 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes über die 

berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (SR 831.40, BVG) vorsieht, 

dass registrierte Vorsorgeeinrichtungen die Rechtsform einer Stiftung haben oder eine 

Einrichtung des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit sein müssen, 

mussten die beiden bisherigen Versicherungskassen rechtlich, organisatorisch und 

finanziell aus der Verwaltungsstruktur herausgelöst und verselbständigt werden. 

Aktiven und Passiven des Kantons, einschliesslich der Grundstücke, gingen auf die 

SGPK über. Diese wies den Immobilienbestand in der Eröffnungsbilanz per 1. Januar 

2014 mit CHF 786‘247‘757.79 aus, darunter unter anderem die Grundstücke Nrn. 002 

und 003 an der A.__-strasse 04 und 05 in X.__.

Mit Tauschvertrag vom 6. Juni 2014 trat die SGPK die beiden im Grundbuchkreis X.__ 

gelegenen Grundstücke Nrn. 002 und 003 an die Z.__ ab. Im Gegenzug übertrug die 

Z.__ das Grundstück Nr. 0006 an der B.__-strasse 06 und 06a in Y.__ auf die SGPK. 

Der Wert der in X.__ gelegenen Grundstücke Nrn. 002 und 003 wurde – entsprechend 

der Bewertung per 31. Dezember 2013 gemäss Objektliste der Versicherungskasse für 

das Staatspersonal – auf CHF 3‘383‘000 festgelegt und derjenige des Grundstücks 

Nr. 0006 auf CHF 2‘992‘000. Der Tauschaufpreis zugunsten der SGPK von 

CHF 391‘000 wurde durch Banküberweisung getilgt. Gemäss den 

Vertragsbestimmungen erfolgte der Besitzesantritt per 1. Juli 2014.

B. In der Steuererklärung für die Grundstückgewinnsteuer deklarierte die SGPK den 

Veräusserungserlös und den Erwerbspreis mit jeweils CHF 3‘383‘000. Unter 

Berücksichtigung der Nebenkosten von CHF 23‘151 ergaben sich Anlagekosten von 

CHF 3‘406‘151 und kein steuerbarer Grundstückgewinn. Das kantonale Steueramt 

setzte den Erwerbspreis dagegen auf insgesamt CHF 1‘126‘000 (CHF 568‘000 für das 

Grundstück Nr. 002 und CHF 558‘000 für das Grundstück Nr. 003) fest und 

berücksichtigte zusätzlich wertvermehrende Aufwendungen von insgesamt 

CHF 848‘321 bzw. CHF 424‘321 je Grundstück. Mit Verfügungen vom 12. November 

2014 veranlagte das kantonale Steueramt die SGPK für das Grundstück Nr. 002 mit 

einem steuerbaren Grundstückgewinn von CHF 633‘178 (Steuerbetrag CHF 148‘461) 

und für das Grundstück Nr. 003 mit einem steuerbaren Grundstückgewinn von 

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CHF 752‘029 (Steuerbetrag CHF 176‘344). Es ging dabei davon aus, massgebend für 

die Berechnung der Grundstückgewinnsteuer seien die ursprünglichen Erwerbspreise; 

die Grundstücke Nrn. 002 und 003 seien vom Kanton St. Gallen am 1. September 1977 

einzeln zu CHF 568‘000 und CHF 558‘000 erworben worden. Eine von der SGPK 

gegen diese Veranlagung erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt mit 

Entscheid vom 17. Juni 2016 ab.

Gegen den Einspracheentscheid erhob die SGPK mit Eingabe ihres Rechtsvertreters 

vom 7. Juli 2016 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission. Diese hiess das 

Rechtsmittel mit Entscheid vom 28. Februar 2017 gut und hob sowohl den 

Einspracheentscheid als auch die zugrundeliegenden Veranlagungsverfügungen vom 

12. November 2014 auf. Zur Begründung führte sie zusammengefasst aus, die SGPK 

müsse sich bei der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer den während der 

Haltezeit durch den Kanton angefallenen Wertzuwachs auf den Liegenschaften 

Nrn. 002 und 003 nicht anrechnen lassen.

C. Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) erhob das 

kantonale Steueramt (Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 31. März 2017 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben 

und der Einspracheentscheid vom 17. Juni 2016 sei zu bestätigen. Die Vorinstanz und 

die SGPK (Beschwerdegegnerin) beantragten in ihren Vernehmlassungen die 

Abweisung der Beschwerde.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die 

Akten wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1 

des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Rechtsprechung erfolgt in 

Fünferbesetzung, weil eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung vom 

Verwaltungsgericht erstmals zu beurteilen ist (vgl. Art. 18 Abs. 3 lit. b Ziff. 1 und 4 des 

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Gerichtsgesetzes, sGS 941.1). Der Beschwerdeführer ist zur Erhebung des 

Rechtsmittels berechtigt. Die Beschwerde gegen den am 1. März 2017 zugestellten 

Rekursentscheid wurde mit Eingabe vom 31. März 2017 rechtzeitig erhoben und erfüllt 

formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 und Art. 161 StG 

in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 und Abs. 2 VRP). Auf die Beschwerde ist 

daher einzutreten.

2. Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin trotz Steuerbefreiung nach Art. 80 

Abs. 1 lit. e StG für ihre Grundstückgewinne grundsätzlich steuerpflichtig ist (Art. 23 

Abs. 4 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone 

und Gemeinden [Steuerharmonisierungsgesetz], SR 642.14, StHG; Art. 130 lit. c StG). 

Es kann daher auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen 

Entscheid verwiesen werden (vgl. act. 2 E. 2 und 3 Ingress). Strittig ist dagegen, ob die 

Grundstücke Nrn. 002 und 003 per 1. Januar 2014 mit einer latenten 

Grundstückgewinnsteuerschuld belastet vom Kanton St. Gallen an die 

Beschwerdegegnerin übergegangen sind oder ob es sich bei der Übertragung per 

1. Januar 2014 um eine steuerbegründende Veräusserung gehandelt hat. Zu prüfen ist 

daher, wie der Übergang der Grundstücke vom Kanton auf die Beschwerdegegnerin 

steuerrechtlich zu beurteilen ist.

2.1.

2.1.1. Gemäss Art. 131 Abs. 1 StG gelten als Veräusserung jeder Eigentumswechsel 

und jede Übertragung der wirtschaftlichen Verfügungsgewalt über ein Grundstück. Die 

wichtigsten Fälle der Veräusserung sind der Kauf, der Tausch, die Einbringung eines 

Grundstücks in eine Personengesellschaft, eine Kapitalgesellschaft oder in eine 

Genossenschaft, Änderung im Bestand von Personengesellschaften, soweit dadurch 

die bisherigen Anteile verschoben werden, die Enteignung und die Zwangsverwertung 

(Zwahlen/Nyffenegger, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, 3. Aufl. 2017, N 31 

ff. zu Art. 12 StHG). Bei der Einlage eines Grundstücks in eine Kapitalgesellschaft oder 

Genossenschaft (Sacheinlage, Sachübernahme) handelt es sich um eine zivilrechtliche 

Übertragung an eine andere, selbständige Rechtsperson. Die Einbringung stellt eine 

Veräusserung dar und hat grundsätzlich zum aktuellen Verkehrswert (Marktwert) zu 

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geschehen (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, 

S. 337).

2.1.2. Sämtliche zivilrechtlichen und ihnen gleichgestellten Veräusserungen lösen 

demnach eine Grundstückgewinnsteuer aus, sofern dabei ein Gewinn erzielt wird. Die 

Ausnahmen sind ausdrücklich und abschliessend im Steuergesetz geregelt. So wird bei 

den steueraufschiebenden Tatbeständen (noch) keine Grundstückgewinnsteuer 

erhoben, weil der Gesetzgeber bei einer solchen „Veräusserung“ den Gewinn nicht als 

realisiert betrachtet. Der Steueraufschub bewirkt, dass zum Zeitpunkt des 

Eigentumsübergangs keine steuerlich relevante Realisierung eines Gewinns 

angenommen wird. Der Aufschub besteht konkret darin, dass bei der nächsten 

steuerbaren Realisierung bei der Bestimmung der massgebenden Wertgrössen für das 

Bemessungsobjekt nicht auf den Zeitpunkt des Aufschubs, sondern auf denjenigen der 

letzten steuerbaren Handänderung abgestellt wird. Damit kann die übernehmende 

Person unter gewissen Umständen grosse latente Steuerlasten übernehmen oder aber 

die Besitzesdauer der Voreigentümer zu ihrer Entlastung geltend machen. Realisiert 

und besteuert wird damit das latente Steuersubstrat erst bei Dahinfallen des 

Steueraufschubs, wobei die dannzumal geltenden Modalitäten anwendbar sind. Die 

steueraufschiebenden Veräusserungen sind in Art. 132 StG in Übereinstimmung mit 

den harmonisierungsrechtlichen Vorgaben (Art. 12 Abs. 3 und Art. 23 Abs. 4 StHG) 

abschliessend umschrieben; damit ist es den Kantonen von Bundesrechts wegen 

untersagt, weitere steueraufschiebende Tatbestände zu regeln (vgl. Zwahlen/

Nyffenegger, a.a.O., N 61 ff. zu Art. 12 StHG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., S. 338).

2.1.3. Ein Aufschub der Grundstückgewinnsteuer ist gestützt auf Art. 12 Abs. 4 lit. a in 

Verbindung mit Art. 24 Abs. 3 StHG bzw. Art. 80 Abs. 4 BVG zu gewähren, wenn die 

Immobilienübertragung nicht als „Veräusserung“ zu qualifizieren ist, sondern eine 

steuerneutrale Umstrukturierung im Sinn des schweizweit harmonisierten 

Umstrukturierungssteuerrechts darstellt (Bauer-Balmelli/Harbeke, Immobilien Asset 

Swap und Ersatzbeschaffung – Steuerneutrale Restrukturierung eines 

Immobilienbetriebs, in: Der Schweizer Treuhänder [ST], 2011, S. 490 f.; BGE 134 II 124 

E. 4.5; Linder/Lamprecht, Investitionen von Vorsorgeeinrichtungen in Anlagestiftungen 

mittels Immobilien-Sacheinlage, in: StR 2007 S. 8). Bei Transaktionen mit Personen, die 

nicht als steuerbefreite Vorsorgeeinrichtungen gelten, sind dagegen nicht die 

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Bestimmungen von Art. 80 Abs. 4 Satz 2 BVG einschlägig, sondern die allgemeinen 

Umstrukturierungsnormen (C. Schmid, in: Zweifel/Beusch/Riedweg/Oesterhelt [Hrsg.], 

Umstrukturierungen, Basel 2016, N 112 zu § 12 f.). Der steuerliche Begriff der 

Umstrukturierung ist dabei nicht identisch mit demjenigen des Fusionsgesetzes. Aus 

steuerlicher Sicht kommt es auf den wirtschaftlichen Gehalt eines Vorgangs an, nicht 

auf seine zivilrechtliche Form. Mithin wird eine wirtschaftliche Betrachtungsweise 

angestellt. Diese Unabhängigkeit des Steuerrechts von den zivilrechtlichen Regelungen 

liegt darin begründet, dass das Steuerrecht eine andere Regelungsaufgabe hat als das 

Zivilrecht. Das Steuerrecht muss regeln, unter welchen Voraussetzungen eine 

steuerpflichtige Person zur Leistung eines Steuerbetrags verpflichtet ist. Unter 

Berücksichtigung des Prinzips der Leistungsfähigkeit ist zu beurteilen, ob ein 

Umstrukturierungsvorgang Anlass zu einer Besteuerung geben soll oder ob nicht 

überwiegende Gründe dafür sprechen, eine Besteuerung aufzuschieben oder ganz von 

einer Besteuerung abzusehen (M. Weidmann, in: Zweifel/Beusch/Riedweg/Oesterhelt 

[Hrsg.], Umstrukturierungen, Basel 2016, N 1 f. zu § 1).

2.2. Der Vorgang der Übertragung von Vorsorgevermögen auf einen anderen Träger 

und somit die vollständige Erhaltung des Vorsorgevermögens wird als 

„organisatorische Aufhebung“ bezeichnet. Es erfolgt keine Liquidation des Vermögens, 

vielmehr bleibt das Stiftungsvermögen weiterhin seinem Zweck erhalten; allerdings 

steht dafür ein anderer Träger zur Verfügung. Beendet eine Vorsorgeeinrichtung ihre 

Tätigkeit und erfolgt eine Übernahme des Versichertenbestands und der Anlagen durch 

eine andere Vorsorgeeinrichtung, kann dies im Rahmen eines Übernahmevertrags oder 

durch eine Fusion geschehen. Im Verfahren mit Übernahme der Aktiven und Passiven 

erfolgt eine Übertragung von Rechten und Pflichten auf vertraglicher Basis. Dieses 

Verfahren ist nicht durch das Fusionsgesetz bestimmt und ergibt sich auch nicht aus 

dem BVG. Bevor die Übertragung der Versicherten und der Destinatäre sowie des 

Anlagevermögens auf die neue Vorsorgeeinrichtung vorgenommen werden können, gilt 

es, über verschiedene Sachfragen eine Einigung zu erzielen. Befinden sich im 

Anlagebestand der übertragenden Vorsorgeeinrichtung Liegenschaften, muss zur 

Vermeidung des Verfahrens der Handänderung geprüft werden, ob anstelle des 

Übernahmeverfahrens nicht das Fusionsverfahren angewendet wird, das die einfache 

Überschreibung ermöglicht (H.-U. Stauffer, Berufliche Vorsorge, 2. Aufl. 2012, Rz. 1512 

ff.).

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Die Versicherungskasse Staatspersonal und die Lehrerversicherungskasse, die seit 

einigen Jahren bereits administrativ zusammengewachsen waren, wurden per 

1. Januar 2014 in die neu errichtete Beschwerdegegnerin überführt (vgl. Art. 8 Abs. 1 

des Gesetzes über die St. Galler Pensionskasse, sGS 864.1, PKG) und aus der 

Staatsverwaltung ausgegliedert. Da die beiden Versicherungskassen als 

unselbständige Anstalten des Kantons keine eigene Rechtspersönlichkeit hatten, sind 

sie – wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat – nicht als Rechtsträger im Sinn des 

Bundesgesetzes über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung 

(SR 221.301, Fusionsgesetz, FusG) zu qualifizieren (Altenburger/Calderan/Lederer, 

Schweizerisches Umstrukturierungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2004, Rz. 759), und die 

Beschwerdegegnerin kann formalrechtlich nicht als Rechtsnachfolgerin der beiden 

Versicherungskassen bezeichnet werden. Die neue Stiftung trat gemäss Art. 8 Abs. 2 

PKG in die Rechte und Pflichten ein, welche die Versicherungskasse Staatspersonal 

und die Lehrerversicherungskassen betrafen, und sie übernahm nach Art. 9 Abs. 1 

PKG deren Aktiven und Passiven, die bisher in einer Sonderrechnung des Kantons 

geführt wurden. Da die Übertragung von Grundstücken mit einem erheblichen 

Vollzugs- und Informationsaufwand verbunden ist, wurde für die im Kanton St. Gallen 

gelegenen Grundstücke dieser Aufwand minimiert, indem in Art. 9 Abs. 2 PKG der 

Regierung die Kompetenz erteilt wurde, jene Grundstücke zu bezeichnen und jene 

beschränkten dinglichen Rechte sowie obligatorischen Vereinbarungen zu benennen, 

welche auf die Beschwerdegegnerin mittels einfacher Anmeldung auf dem Grundbuch 

und ohne zusätzliches Rechtsgeschäft zu übertragen sind. Der Eigentumswechsel 

erfolgte damit direkt gestützt auf das Gesetz (vgl. zum Ganzen auch ABl 2012, S. 3062 

und S. 3067), und der Kanton verlor die Verfügungsgewalt über die Grundstücke. 

Indem die Beschwerdegegnerin neben den Aktiven auch die Passiven übernahm, 

handelt es sich um eine entgeltliche Veräusserung. Gerichtsnotorisch ist mittlerweile, 

dass bei der Ausfinanzierung die Annahmen der Regierung zum technischen Zinssatz 

zu hoch beziehungsweise zu optimistisch waren (vgl. Medienmitteilung der 

Staatskanzlei vom 30. April 2018 zur Abstimmungsvorlage „Einmaleinlage an die 

St. Galler Pensionskasse“, www.sg.ch). Die übernommenen Passiven durch die 

Beschwerdegegnerin übersteigen damit die Aktiven, weshalb rückblickend der 

Grundsatz der Vollkapitalisierung verletzt ist. Zu prüfen ist nachfolgend, ob die 

Grundstückgewinnsteuer damals aufzuschieben war.

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2.3. Eine rechtsformändernde Umwandlung setzt voraus, dass der bisherige 

Rechtsträger – vorliegend die beiden Versicherungskassen – unter Fortbestand der 

vermögens- und mitgliedschaftlichen Beziehungen der Beteiligten in einer neuen 

Rechtsform weiterbestehen, ohne dass es zu einer Übertragung von Rechten und 

Pflichten kommt (Müller/Oesterhelt, in: Zweifel/Beusch/Riedweg/Oesterhelt [Hrsg.], 

Umstrukturierungen, Basel 2016, N 3 f. zu § 4). Die Versicherungskasse für das 

Staatspersonal und die kantonale Lehrerversicherungskasse wurden jedoch mit der 

Übertragung der Aktiven und Passiven auf die Beschwerdegegnerin „organisatorisch“ 

aufgehoben. Weiter wurden die Rechte und Pflichten übertragen. Da die beiden 

Versicherungskassen nicht mit eigener Rechtspersönlichkeit ausgestattet waren, wurde 

die Beschwerdegegnerin – wie bereits ausgeführt – formalrechtlich nicht deren 

Rechtsnachfolgerin. Von einer rechtsformändernden Umwandlung kann unter diesen 

Umständen nicht gesprochen werden. Dass der Gesetzgeber ebenfalls von einer 

steuerbegründenden Veräusserung ausging, ergibt sich aus Art. 9 Abs. 3 PKG, wonach 

für die Übertragung von im Gebiet des Kantons St. Gallen gelegenen Grundstücken, 

beschränkten dinglichen Rechten sowie vor- und angemerkten Rechtsverhältnissen 

ausdrücklich keine Abgaben, insbesondere keine Beurkundungs- und 

Grundbuchgebühren sowie Handänderungssteuern, erhoben werden. Wäre der 

Gesetzgeber davon ausgegangen, dass es sich um eine steueraufschiebende 

Veräusserung handelt, hätte der Verzicht auf die Steuererhebung keiner Aufnahme im 

Gesetz bedurft. Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang ausserdem, dass bei 

Umstrukturierungen unter Vorsorgeeinrichtungen latente Grundstückgewinnsteuern 

(ganz oder teilweise) in Abzug zu bringen wären. Eine Anlagestiftung wird 

normalerweise darauf beharren, dass die latente Grundstückgewinnsteuer vollständig 

abgezogen wird. Sofern die latente Grundstückgewinnsteuer nicht abgezogen würde, 

ergäbe sich beim Erwerber ein sog. Einbringungsverlust, mithin müsste der Erwerber 

unverzüglich eine Rückstellung für die latente Grundstückgewinnsteuer bilden. Bei 

einer Anlagestiftung würde dies zu einer unberechtigten Verwässerung des Vermögens 

der bisherigen Anleger zugunsten der neuen Anleger führen, während die übertragende 

Vorsorgeeinrichtung einen ausserordentlichen Gewinn aus der Rückstellung 

verzeichnen könnte (Schmid, a.a.O., N 109 f. zu § 12). Schliesslich können, wie die 

Beschwerdegegnerin zutreffend ausführte (vgl. act. 9 Rz. 28), bei einer 

Umstrukturierung keine neuen latenten Steuerlasten entstehen. Der Kanton St. Gallen 

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war und ist gestützt auf Art. 80 Abs. 1 lit. b StG von jeglicher Steuerpflicht befreit. 

Während seiner Eigentümerstellung konnte folglich nie eine latente 

Grundstückgewinnsteuerpflicht entstehen, die im Rahmen der Verselbständigung der 

Beschwerdegegnerin auf diese hätte übertragen werden können.

2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Schluss der Vorinstanz, die 

Beschwerdegegnerin müsse sich bei der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer den 

während der Haltezeit durch den Kanton angefallenen Wertzuwachs auf den 

Liegenschaften Nrn. 002 und 003 nicht anrechnen lassen, nicht zu beanstanden ist. Die 

Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.

3. (…).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Staat (Kantonales Steueramt) bezahlt die amtlichen Kosten von CHF 2‘500.

3. Der Staat (Kantonales Steueramt) entschädigt die Beschwerdegegnerin 

ausseramtlich mit CHF 1‘500, zuzüglich Barauslagen von CHF 60 und 8% 

Mehrwertsteuer.

 

Der Abteilungspräsident                  Die Gerichtsschreiberin

Eugster                                            Blanc Gähwiler

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