# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d69bc388-5418-5f3c-9817-e25189b7f767
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.08.2020 LE200037
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LE200037_2020-08-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LE200037-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech  

und Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler sowie Gerichts-

schreiber MLaw H. Schinz 

Beschluss vom 5. August 2020 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Gesuchsgegner und Berufungskläger 

 
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 
gegen 

 
B._____,  
Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 

 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 
betreffend Eheschutz 
 
Berufung gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im  
summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 27. August 2019 
(EE180072-G) 
 
Rückweisung: Urteil des Bundesgerichts vom 26. Juni 2020  
(vormaliges Verfahren LE190056-O) 
 

__________________________________ 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Eheschutzgesuch vom 18. Dezember 2018 ersuchte die Gesuchstellerin 

und Berufungsbeklagte (nachfolgend: Gesuchstellerin) vor Vorinstanz um die Re-

gelung des Getrenntlebens (Urk. 1). Nach Eingang der Stellungnahme des Ge-

suchsgegners und Berufungsklägers (nachfolgend: Gesuchsgegners) vom 5. April 

2019 (Urk. 32), der beidseitigen Editionsbegehren (Urk. 52 und Urk. 55) und der 

weiteren Stellungnahmen (Urk. 60, Urk. 66, Urk. 68, Urk. 76, Urk. 79 und Urk. 87) 

sowie nach durchgeführter Kinderanhörung (Urk. 90) fand am 26. August 2019 

die erstinstanzliche Verhandlung statt (Urk. 94), anlässlich welcher die Parteien 

nach ihren erneuten Stellungnahmen persönlich befragt wurden und sie in den 

anschliessenden Vergleichsgesprächen eine Trennungsvereinbarung mit nachfol-

gendem Inhalt unterzeichneten (Urk. 99): 

 "1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes 
Die Parteien stellen fest, seit 1. April 2018 getrennt zu leben und vereinbaren die Fortführung des Ge-
trenntlebens auf unbestimmte Zeit.  

 2. Elterliche Sorge, Obhut und Betreuung 
a)  Elterliche Sorge 
Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes ändert nichts an der gemeinsamen elterlichen Sorge 
für die Kinder  
– C._____, geboren am tt.mm.2006 
– D._____, geboren am tt.mm.2007 

Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und 
Ausbildung miteinander abzusprechen. Den Parteien ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel der 
Kinder der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der 
Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und 
die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und den Kindern hat.  
b) Obhut  
Die Parteien beantragen, es sei ihnen beiden die Obhut für die Kinder mit wechselnder Betreuung zu 
übertragen. Der gesetzliche Wohnsitz von C._____ und D._____ ist bei der Mutter. 
c) Betreuungsregelung 

Die Parteien übernehmen die Betreuung der Kinder je zur Hälfte. 

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Die Kinder werden in den geraden Kalenderwochen von der Mutter betreut und in den ungeraden Ka-
lenderwochen vom Vater. Der Wechsel von einem Elternteil zum anderen findet jeweils am Montag 
nach der Schule statt.  
Die Gesuchstellerin und der Gesuchsgegner verbringen jeweils die Hälfte der Schulferien mit den 
Kindern. 
Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, bis Ende November des Vorjahres für das kommende Jahr ei-
nen Plan für die Wochen- und Ferienbetreuung vorzulegen. 
Können sie sich über die Wochen-, Ferien- und/oder Feiertagsplanung nicht einigen, so kommt dem 
Vater für die Jahre mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Wo-
chen, Ferien und Feiertage zu; für die Jahre mit ungerader Jahreszahl der Mutter. 

 3. Wohnung 
Der Ehemann überlässt der Ehefrau sowie den Kindern die eheliche Liegenschaft am E._____-Weg 
…, in F._____, zur Benützung. 
Mobiliar und Hausrat bleiben in der ehelichen Liegenschaft. Der Ehemann ist jedoch berechtigt, seine 
persönlichen Gegenstände mitzunehmen. 
Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, die Schlüssel (Haustüre, Zimmertüren, Briefkasten) der eheli-
chen Liegenschaft am E._____-Weg …, in F._____, der Gesuchstellerin bis am 10. September 2019 
herauszugeben. 
Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsgegner den Ga-
ragenplatz (Seite G._____) in der ehelichen Liegenschaft am E._____-Weg …, in F._____, zur allei-
nigen Benützung zu überlassen. 
Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, für den Unterhalt der Liegenschaft besorgt zu sein und insbe-
sondere folgende Tätigkeiten zu übernehmen: 
– die Pflege des Gartens, 
– Sachgemässer Unterhalt der Entkalkungsanlage (Nachfüllen von Salz, Austausch von Filtern etc.), 
– Sachgemässer Unterhalt der Solaranlage. 

 4. Kinderunterhalt ab 1. September 2019 
Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Kinder, die während der Zeit anfallen, die sie beim 
betreuenden Elternteil verbringen (insb. Verpflegung, Alltagsbekleidung etc.) jeweils selber.  
Darüber hinaus verpflichtet sich der Vater, die übrigen Kinderkosten wie folgt zu übernehmen:  
– Die Kosten für das Wohnen der Kinder bei der Mutter (Anrechnungswert CHF 375.– pro Kind; vgl. 

Ziff. 5.), die Kommunikationskosten, die Krankenkassenbeiträge (KVG und VVG), die zusätzlichen 
Gesundheitskosten, die Kosten für Hobbies, die Kosten für auswärtige Verpflegung, die Fremdbe-
treuungskosten, die Kosten für öffentlichen Verkehr.  

– Die Familienzulagen werden vom Vater bezogen und von ihm für den Unterhalt der Kinder ver-
wendet. 

– D._____ wird von der Mutter für den Mittagstisch angemeldet. Sie lässt dem Gesuchsgegner die 
Rechnung zur Bezahlung zukommen. 

Der Vater verpflichtet sich, ab 1. September 2019, der Mutter – neben den Wohnkosten – monatliche 
Beiträge an die Kinderkosten in der Höhe von CHF 600.– (Unterhaltsbeitrag total; ohne Familienzula-
gen) zu bezahlen, nämlich CHF 300.– (Unterhaltsbeitrag pro Kind). Die Unterhaltsbeiträge dienen zur 
Deckung des Grundbedarfs der Kinder. Betreuungsunterhalt ist nicht geschuldet. Die Beiträge an die 
Kinderkosten für jedes der Kinder sind im Voraus zahlbar, und zwar auf den Ersten eines jeden Mo-
nats, erstmals ab 1. September 2019. 

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Jeder Elternteil übernimmt die Kosten für die Kinder, die während den 6,5 Wochen Schulferien bei 
ihm/ihr anfallen, seien es die Kosten für den Ferienhort oder Ferienaufenthalte bzw. Ausflüge, selber. 
Die vorstehenden Regelungen gelten bis zur Volljährigkeit der Kinder bzw. bis zum Abschluss einer 
angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus.  

 5. Ehegattenunterhalt ab 1. September 2019 
Der Ehemann verpflichtet sich, der Ehefrau ab 1. September 2019 für die weitere Dauer des Ge-
trenntlebens monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge von CHF 950.– (Unterhaltsbeitrag) zu bezahlen. 
Die Unterhaltsbeiträge werden in Zukunft wie folgt getilgt:  
Der Gesuchsgegner bezahlt folgende Wohnkosten der ehelichen Liegenschaft am E._____-Weg …, 
in F._____ im anrechenbaren Betrag von maximal CHF 1'700.– pro Monat (davon CHF 950.– Ehegat-
tenunterhalt und CHF 750.– Kinderunterhalt, vgl. Ziff. 4).  
Der Gesuchsgegner trägt die Kosten für die Hypothek bei der H._____ [Bank] (zur Zeit CHF 978.– pro 
Monat), der Miteigentümergemeinschaft E._____-Weg … (zur Zeit ca. CHF 450.– pro Monat), Kosten 
für die Gebäudeversicherung (zur Zeit rund CHF 20.– pro Monat), Kosten für kleinere Reparaturen / 
kleinere Ausgaben für den Garten im Umfang von maximal CHF 80.– pro Monat, die Kosten für die 
I._____-Haushaltversicherung (zur Zeit rund CHF 80.– pro Monat) sowie die Kosten der J._____ 
Haushaltversicherung (zur Zeit rund CHF 10.– pro Monat). 
Die Gesuchstellerin trägt folgende Liegenschaftskosten: Die Stromkosten der Liegenschaft (zur Zeit 
rund CHF 120.– pro Monat), Kosten für Wasser / Abwasser (zur Zeit rund CHF 60.– pro Monat). 

 6. Unterhalt von 1. April 2018 bis 31. August 2019 
Der Gesuchsgegner verpflichtet sich zur Abgeltung des Unterhalts der beiden Kinder C._____ und 
D._____ sowie für die Gesuchstellerin, einen pauschalen Betrag von CHF 4'000.– zu bezahlen. Der 
Betrag ist zahlbar in zehn Monatsraten à CHF 400.–, erstmals per 1. September 2019. 

 7. Grundlagen der Unterhaltsberechnungen 
Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde: 
Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat: 

 – Ehefrau:     CHF 2'000.– 
 – Ehemann:     CHF 6'300.– 
 – C._____:     CHF 250.– 
 – C._____ (recte: D._____):   CHF 200.– 

familienrechtlicher Notbedarf: 
 – Ehefrau:     CHF 2'700.– 
 – Ehemann:     CHF 3'000.– 
 – C._____ (Barbedarf bei Mutter):    CHF 675.– 
 – D._____ (Barbedarf bei Mutter):   CHF 675.– 
 – C._____ (Barbedarf bei Vater):    CHF 1'300.– 
 – D._____ (Barbedarf bei Vater):    CHF 1'300.– 

 8. Grundsätze der Steuergeltendmachung 

- 5 - 

Die Parteien sind sich einig, dass bei der Deklarierung der Steuern der Parteien wie folgt vorzugehen 
ist:  
– Der Gesuchsgegner versteuert den Eigenmietwert als Einkommen und darf die Aufwendungen für 

die Liegenschaft als Liegenschaftsaufwand abziehen. Er darf zudem die Kinderunterhaltsbeiträge 
im Umfang von CHF 675.– (Unterhaltsbeitrag CHF 300.– plus Wohnkostenanteil CHF 375.–) pro 
Kind sowie CHF 950.– (Wohnkostenanteil Ehefrau) als Unterhaltsbeiträge in der Steuererklärung 
(Positionen 13.1 und 13.2 der kantonalen Steuererklärung) aufführen. Davon sind die Hypothekar-
kosten im Umfang von CHF 978.– abzuziehen. Der Gesamtbetrag, den der Gesuchsgegner ab-
ziehen darf, beträgt CHF 2'300.–.  

– Die Gesuchstellerin versteuert als zusätzliches Einkommen CHF 2'300.– (Positionen 5.1 und 5.2 
der kantonalen Steuererklärung).  

 9. Weitere Begehren der Parteien 
Im Übrigen ziehen die Parteien ihre Begehren zurück. 

 10. Kosten- und Entschädigungsfolgen 
Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Partei-
entschädigung. 
Die Mehrkosten für einen begründeten Entscheid trägt diejenige Partei, die eine Begründung ver-
langt."  

2. Unter dem 27. August 2019 erging der angefochtene erstinstanzliche Ent-

scheid zunächst in unbegründeter (Urk. 100), hernach auf Begehren des Ge-

suchsgegners hin (Urk. 102) in begründeter und berichtigter Form (Urk. 111 = 

Urk. 114). Das Dispositiv dieses Entscheids lautete wie folgt (Urk. 114 S. 34 f.): 

1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien das Getrenntleben auf unbestimmte 
Zeit vereinbart haben und seit dem 1. April 2018 getrennt leben. 

2. Die gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____, geboren am tt.mm.2006, und D._____, ge-
boren am tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die alternierende Ob-
hut der Parteien gestellt.  
Die elterliche Sorge verbleibt bei beiden Parteien. Der gesetzliche Wohnsitz von C._____ und 
D._____ ist bei der Gesuchstellerin. 

3. Die Vereinbarung der Parteien vom 26. August 2019 wird, was die übrigen Kinderbelange be-
trifft, genehmigt. In Bezug auf Ziffer 7 der Vereinbarung wird festgehalten, dass bei der Fest-
legung des Einkommens der Kinder versehentlich zweimal der Name C._____ eingesetzt 
wurde. Richtigerweise ist bei der Position "C._____ CHF 200.–" der Name C._____ durch 
D._____ zu ersetzen. 

- 6 - 

4. Im Übrigen wird das Verfahren als durch Vergleich erledigt abgeschrieben. 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'800.–. 

6. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin zu einem Drittel und dem Gesuchsgegner zu 
zwei Dritteln auferlegt. 

7. Die Gerichtskosten werden aus dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss 
von CHF 5'000.– bezogen, sind dieser jedoch im Umfang von Fr. 3'200.– vom Gesuchsgeg-
ner zu ersetzen. 

8. Die dem Gesuchsgegner gemäss Dispositiv Ziffer 2 der Verfügung vom 25. April 2019 aufer-
legten Kosten für die Kopien der Beilagen zur Stellungnahme des Gesuchsgegners vom 
5. April 2019 (act. 33/1-159) im Betrag von CHF 396.– werden dem Gesuchsgegner auferlegt 
und von diesem separat bezogen. 

9. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf Parteientschädigung wird Vormerk genommen. 

10. (Schriftliche Mitteilung). 

11. (Rechtsmittelbelehrung). 

3. Gegen diesen Entscheid erhob der Gesuchsgegner mit Eingabe vom 

7. November 2019 innert Frist (vgl. Urk. 112/2) Berufung mit den nachstehenden 

Anträgen (Urk. 113 S. 2): 

 "1. Das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 27. August 2019 sei in Dispositiv-Ziff. 3 und 4 auf-
zuheben und es seien Ziff. 4 und 5 der Vereinbarung vom 26. August 2019 nicht zu geneh-
migen und durch folgende Fassung zu ersetzen: 

‚Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Kinder, die während der Zeit anfallen, die 
sie beim betreuenden Elternteil verbringen (insb. Verpflegung, Alltagsbekleidung etc.) jeweils 
selber. 

Darüber hinaus verpflichtet sich der Vater, der Mutter für die Pflege und Erziehung der Kinder 
einen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 230.–, inkl. Kinderzulagen, zu bezahlen, zahlbar im Voraus 
auf den Ersten eines jeden Monats, erstmals auf den 1. September 2019. 

- 7 - 

Der Vater ist berechtigt, die Unterhaltsbeiträge durch Zahlung an die H._____ … für die Hy-
pothekarzinsen zu tilgen. Die Mutter bezahlt die übrigen Hypothekar- und Nebenkosten der 
Liegenschaft E._____-Weg …, F._____.‛ 

 2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) zu Lasten der Gesuchstellerin. 

 3. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner für das obergerichtliche Verfah-
ren eine[n] Prozesskostenbeitrag von Fr. 12'000.– zu bezahlen. 

 4. Eventualiter sei dem Gesuchsgegner für das obergerichtliche Verfahren die unentgeltliche 
Prozessführung und Verbeiständung zu gewähren und ihm in der Person des Unterzeichnen-
den ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben. 

 5. Der Berufung sei in Bezug auf Dispositiv-Ziff. 3 und 4 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen 
vom 27. August 2019 in Verbindung mit Ziff. 4 und 5 der Vereinbarung vom 26. August 2019 
die aufschiebende Wirkung zu gewähren, soweit die Unterhaltspflicht über den Betrag von 
Fr. 460.– (total) hinausgeht." 

4. Mit Urteil vom 20. November 2019 wies die hiesige Kammer die Berufung 

als offensichtlich unbegründet ab und auferlegte dem Gesuchsgegner die zweitin-

stanzliche Entscheidgebühr. Mit gleichzeitig eröffnetem Beschluss wurde das Ge-

such um Erteilung der aufschiebenden Wirkung als gegenstandslos geworden 

abgeschrieben und das Gesuch um Zusprechung eines Prozesskostenvorschus-

ses genauso wie jenes um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abge-

wiesen (Urk. 117 S. 18 ff.). 

5. Das Bundesgericht hiess mit Urteil vom 26. Juni 2020 die vom Gesuchsgeg-

ner erhobene Beschwerde teilweise gut, hob das Urteil der hiesigen Kammer vom 

20. November 2019 auf und wies die Sache zu neuer Entscheidung an die Kam-

mer zurück (Urk. 119 = Urk. 120). 

II. 

1. Nach den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts ist die Trennungs-

vereinbarung der Parteien vom 26. August 2019 hinsichtlich des genehmigungs-

- 8 - 

pflichtigen Ehegattenunterhalts aufgrund offensichtlicher Unangemessenheit nicht 

genehmigungsfähig. Begründet wird dies mit dem Umstand, dass die Gesuchstel-

lerin gemäss den im Entscheid festgehaltenen Grundlagen der Unterhaltsberech-

nung einen Überschuss von monatlich Fr. 250.– erwirtschaftet, während der Ge-

suchsgegner sich einen Eingriff in das Existenzminimum gefallen lassen muss. 

Die Höhe des der Gesuchstellerin anzurechnenden Überschusses lässt das Bun-

desgericht offen mit dem Hinweis, dass anlässlich des erneuten Entscheids die 

Anrechnung eines hypothetischen Einkommens zu prüfen und gegebenenfalls 

auch über den vom Gesuchsgegner geltend gemachten höheren Mietzins zu be-

finden sei (Urk. 120 S. 8 ff.). Auch lässt das Bundesgericht, nach Darlegung der 

entsprechenden Grundsätze, im Hinblick auf die ohnehin anstehende Aufhebung 

des Berufungsentscheids offen, ob die ebenfalls angefochtenen Kinderunterhalts-

beiträge als willkürlich zu beurteilen sind (Urk. 120 S. 15 f.). 

2. Entsprechend den bundesgerichtlichen Erwägungen ist die Berufung des 

Gesuchsgegners gutzuheissen und Dispositivziffer 4 des erstinstanzlichen Ent-

scheids aufzuheben. Die im Entscheid festgehaltenen Grundlagen der Unter-

haltsberechnung erhellen, dass auch die angeordneten Kinderunterhaltsbeiträge 

zumindest im Umfang von Fr. 200.– (Fr. 6'300.– [Einkommen Gesuchsgegner] + 

Fr. 450.– [Kinderzulagen] - Fr. 3'000.– [Bedarf Gesuchsgegner] - Fr. 2'600.– [Be-

darf der Kinder beim Gesuchsgegner] - Fr. 750.– [Wohnkostenanteil der Kinder 

bei der Gesuchstellerin] - Fr. 600.– [Kinderunterhaltsbeiträge]) in das Existenzmi-

nimum des Gesuchsgegners eingreifen, was gemäss den klaren Ausführungen 

des Bundesgerichts nicht angeht (Urk. 120 S. 15 f.). Wenngleich sich das Bun-

desgericht zur Rechtmässigkeit der durch die mitangefochtene Dispositivziffer 3 

des erstinstanzlichen Entscheids genehmigten Regelung des Kinderunterhalts 

nicht explizit äussert, erscheint nach dem Gesagten die Aufhebung von Disposi-

tivziffer 3 ohne weiteres angezeigt. 

3. Aufgrund der zu Unrecht erfolgten Genehmigung der Vereinbarung hinsicht-

lich der Ehegattenunterhaltsbeiträge ist dieser Themenkomplex nach Aufhebung 

der entsprechenden Dispositivziffer 4 erstmals gerichtlich zu beurteilen. Hierbei 

handelt es sich um einen wesentlichen Teil des Eheschutzgesuchs. Das Interesse 

- 9 - 

an einem sinnvollen Ressourceneinsatz der Berufungsinstanz und an der Wah-

rung des ordentlichen Instanzenzugs überwiegt gegenüber jenem an einer ra-

schen Prozesserledigung vorliegend klar. Die Sache ist daher gemäss Art. 318 

Abs. 1 lit. c ZPO zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung im 

Sinne der vorstehenden und der bundesgerichtlichen Erwägungen an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen. Da die erste Instanz dabei erneut auch über die Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zu befinden haben wird, ist auch das erstinstanzliche 

Kosten- und Entschädigungsdispositiv (Dispositivziffern 5 - 9) aufzuheben. 

III. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Entscheidgebühr für 

das Berufungsverfahren in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Ver-

bindung mit § 2 Abs. 1 lit. a, § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b und § 10 Abs. 

1 GebV OG auf Fr. 1'200.– festzusetzen und die Regelung der Kosten- und Ent-

schädigungsfolgen der Vorinstanz zu überlassen, d.h. vom definitiven Ausgang 

des Verfahrens abhängig zu machen (Art. 104 Abs. 4 ZPO; KUKO ZPO-Schmid 

Art. 104 N 7).  

Es wird beschlossen: 

1. Die Dispositivziffern 3 - 9 der Verfügung und des Urteils des Einzelgerichts 

im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 27. August 2019 

werden aufgehoben und die Sache wird zur Ergänzung des Verfahrens und 

zu neuer Entscheidung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurück-

gewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt. 

3. Die Regelung der Prozesskosten des vorliegenden Berufungsverfahrens 

wird dem neuen Entscheid der Vorinstanz vorbehalten. 

- 10 - 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz unter Beilage 

der erstinstanzlichen Akten sowie einer Kopie von Urk. 120, je gegen Emp-

fangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 5. August 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw H. Schinz 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 5. August 2020
	Erwägungen:
	I.
	a)  Elterliche Sorge
	Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes ändert nichts an der gemeinsamen elterlichen Sorge für die Kinder

	–  C._____, geboren am tt.mm.2006
	–  D._____, geboren am tt.mm.2007
	b) Obhut
	Die Parteien beantragen, es sei ihnen beiden die Obhut für die Kinder mit wechselnder Betreuung zu übertragen. Der gesetzliche Wohnsitz von C._____ und D._____ ist bei der Mutter.

	c) Betreuungsregelung
	Die Parteien übernehmen die Betreuung der Kinder je zur Hälfte.
	Die Kinder werden in den geraden Kalenderwochen von der Mutter betreut und in den ungeraden Kalenderwochen vom Vater. Der Wechsel von einem Elternteil zum anderen findet jeweils am Montag nach der Schule statt.
	Die Gesuchstellerin und der Gesuchsgegner verbringen jeweils die Hälfte der Schulferien mit den Kindern.
	Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, bis Ende November des Vorjahres für das kommende Jahr einen Plan für die Wochen- und Ferienbetreuung vorzulegen.
	Können sie sich über die Wochen-, Ferien- und/oder Feiertagsplanung nicht einigen, so kommt dem Vater für die Jahre mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Wochen, Ferien und Feiertage zu; für die Jahre mit ungerader...
	Der Ehemann überlässt der Ehefrau sowie den Kindern die eheliche Liegenschaft am E._____-Weg …, in F._____, zur Benützung.
	Mobiliar und Hausrat bleiben in der ehelichen Liegenschaft. Der Ehemann ist jedoch berechtigt, seine persönlichen Gegenstände mitzunehmen.
	Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, die Schlüssel (Haustüre, Zimmertüren, Briefkasten) der ehelichen Liegenschaft am E._____-Weg …, in F._____, der Gesuchstellerin bis am 10. September 2019 herauszugeben.
	Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsgegner den Garagenplatz (Seite G._____) in der ehelichen Liegenschaft am E._____-Weg …, in F._____, zur alleinigen Benützung zu überlassen.
	Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, für den Unterhalt der Liegenschaft besorgt zu sein und insbesondere folgende Tätigkeiten zu übernehmen:

	–  die Pflege des Gartens,
	–  Sachgemässer Unterhalt der Entkalkungsanlage (Nachfüllen von Salz, Austausch von Filtern etc.),
	–  Sachgemässer Unterhalt der Solaranlage.
	Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für die Kinder, die während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringen (insb. Verpflegung, Alltagsbekleidung etc.) jeweils selber.
	Darüber hinaus verpflichtet sich der Vater, die übrigen Kinderkosten wie folgt zu übernehmen:

	–  Die Kosten für das Wohnen der Kinder bei der Mutter (Anrechnungswert CHF 375.– pro Kind; vgl. Ziff. 5.), die Kommunikationskosten, die Krankenkassenbeiträge (KVG und VVG), die zusätzlichen Gesundheitskosten, die Kosten für Hobbies, die Kosten für ...
	–  Die Familienzulagen werden vom Vater bezogen und von ihm für den Unterhalt der Kinder verwendet.
	–  D._____ wird von der Mutter für den Mittagstisch angemeldet. Sie lässt dem Gesuchsgegner die Rechnung zur Bezahlung zukommen.
	Der Vater verpflichtet sich, ab 1. September 2019, der Mutter – neben den Wohnkosten – monatliche Beiträge an die Kinderkosten in der Höhe von CHF 600.– (Unterhaltsbeitrag total; ohne Familienzulagen) zu bezahlen, nämlich CHF 300.– (Unterhaltsbeitrag ...
	Jeder Elternteil übernimmt die Kosten für die Kinder, die während den 6,5 Wochen Schulferien bei ihm/ihr anfallen, seien es die Kosten für den Ferienhort oder Ferienaufenthalte bzw. Ausflüge, selber.
	Die vorstehenden Regelungen gelten bis zur Volljährigkeit der Kinder bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus.
	Der Ehemann verpflichtet sich, der Ehefrau ab 1. September 2019 für die weitere Dauer des Getrenntlebens monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge von CHF 950.– (Unterhaltsbeitrag) zu bezahlen.
	Die Unterhaltsbeiträge werden in Zukunft wie folgt getilgt:
	Der Gesuchsgegner bezahlt folgende Wohnkosten der ehelichen Liegenschaft am E._____-Weg …, in F._____ im anrechenbaren Betrag von maximal CHF 1'700.– pro Monat (davon CHF 950.– Ehegattenunterhalt und CHF 750.– Kinderunterhalt, vgl. Ziff. 4).  Der Gesu...
	Die Gesuchstellerin trägt folgende Liegenschaftskosten: Die Stromkosten der Liegenschaft (zur Zeit rund CHF 120.– pro Monat), Kosten für Wasser / Abwasser (zur Zeit rund CHF 60.– pro Monat).
	Der Gesuchsgegner verpflichtet sich zur Abgeltung des Unterhalts der beiden Kinder C._____ und D._____ sowie für die Gesuchstellerin, einen pauschalen Betrag von CHF 4'000.– zu bezahlen. Der Betrag ist zahlbar in zehn Monatsraten à CHF 400.–, erstmals...
	Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:
	Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:
	– Ehefrau:      CHF 2'000.–
	– Ehemann:      CHF 6'300.–
	– C._____:      CHF 250.–
	– C._____ (recte: D._____):    CHF 200.–
	familienrechtlicher Notbedarf:

	– Ehefrau:      CHF 2'700.–
	– Ehemann:      CHF 3'000.–
	– C._____ (Barbedarf bei Mutter):    CHF 675.–
	– D._____ (Barbedarf bei Mutter):   CHF 675.–
	– C._____ (Barbedarf bei Vater):    CHF 1'300.–
	– D._____ (Barbedarf bei Vater):    CHF 1'300.–
	Die Parteien sind sich einig, dass bei der Deklarierung der Steuern der Parteien wie folgt vorzugehen ist:

	–  Der Gesuchsgegner versteuert den Eigenmietwert als Einkommen und darf die Aufwendungen für die Liegenschaft als Liegenschaftsaufwand abziehen. Er darf zudem die Kinderunterhaltsbeiträge im Umfang von CHF 675.– (Unterhaltsbeitrag CHF 300.– plus Wohn...
	–  Die Gesuchstellerin versteuert als zusätzliches Einkommen CHF 2'300.– (Positionen 5.1 und 5.2 der kantonalen Steuererklärung).
	Im Übrigen ziehen die Parteien ihre Begehren zurück.
	Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.
	Die Mehrkosten für einen begründeten Entscheid trägt diejenige Partei, die eine Begründung verlangt."

	1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit vereinbart haben und seit dem 1. April 2018 getrennt leben.
	2. Die gemeinsamen Kinder der Parteien, C._____, geboren am tt.mm.2006, und D._____, geboren am tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die alternierende Obhut der Parteien gestellt.  Die elterliche Sorge verbleibt bei beiden Parteie...
	3. Die Vereinbarung der Parteien vom 26. August 2019 wird, was die übrigen Kinderbelange betrifft, genehmigt. In Bezug auf Ziffer 7 der Vereinbarung wird festgehalten, dass bei der Festlegung des Einkommens der Kinder versehentlich zweimal der Name C....
	4. Im Übrigen wird das Verfahren als durch Vergleich erledigt abgeschrieben.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 4'800.–.
	6. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin zu einem Drittel und dem Gesuchsgegner zu zwei Dritteln auferlegt.
	7. Die Gerichtskosten werden aus dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 5'000.– bezogen, sind dieser jedoch im Umfang von Fr. 3'200.– vom Gesuchsgegner zu ersetzen.
	8. Die dem Gesuchsgegner gemäss Dispositiv Ziffer 2 der Verfügung vom 25. April 2019 auferlegten Kosten für die Kopien der Beilagen zur Stellungnahme des Gesuchsgegners vom 5. April 2019 (act. 33/1-159) im Betrag von CHF 396.– werden dem Gesuchsgegner...
	9. Vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf Parteientschädigung wird Vormerk genommen.
	10. (Schriftliche Mitteilung).
	11. (Rechtsmittelbelehrung).
	II.
	III.
	Es wird beschlossen:
	1. Die Dispositivziffern 3 - 9 der Verfügung und des Urteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 27. August 2019 werden aufgehoben und die Sache wird zur Ergänzung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung im Sinne...
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'200.– festgesetzt.
	3. Die Regelung der Prozesskosten des vorliegenden Berufungsverfahrens wird dem neuen Entscheid der Vorinstanz vorbehalten.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz unter Beilage der erstinstanzlichen Akten sowie einer Kopie von Urk. 120, je gegen Empfangsschein.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...