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**Case Identifier:** a176f42e-25ca-5fe1-9c31-4091c9213c25
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.02.2018 720 17 257 / 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-257---49_2018-02-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Februar 2018 (720 17 257 / 49) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem "familiären Mittelmeerfieber"; Würdigung 

von RAD-Stellungnahmen 

 

 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichte-

rin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Prof. Dr. med. B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
 
 
A. Der 1967 geborene A.____ arbeitet seit 1. Juni 2008 als Koch und Serviceangestellter 
im Restaurant C.____ in X.____. Am 15. Dezember 2014 meldete er sich unter Hinweis auf ein 
seit der Kindheit bestehendes "familiäres Mittelmeerfieber" bei der Eidgenössischen Invaliden-
versicherung (IV) zum Bezug von Leistungen an. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren 

 
 
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lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft mit Verfügung vom 31. Mai 2017 einen Leistungsan-
spruch mangels rentenbegründenden Invaliditätsgrades ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung reichte A.____, vertreten durch seinen behandelnden Arzt, Prof. 
Dr. med. B.____, FMH Innere Medizin und FMH Rheumatologie, am 26. Juni 2017 Beschwerde 
ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht, ein. Er beantragte sinngemäss die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Zusprechung einer Invalidenrente. Zur Be-
gründung führte Prof. B.____ an, dass die Diagnose eines periodischen Fiebersyndroms, Typ 
Mittelmeerfieber, inzwischen gesichert sei. Während eines Schubs, welcher mit typischen Ab-
dominal- und/oder Thoraxschmerzen sowie Schüttelfrost/Fieber begleitet würde, sei der Versi-
cherte weder physisch noch psychisch in der Lage zu arbeiten.  
 
C. Am 28. September 2017 bewilligte das Kantonsgericht dem Versicherten die unentgeltli-
che Prozessführung. 
 
D. Die IV-Stelle beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 6. Oktober 2017 unter Verweis 
auf die Stellungnahme des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 26. September 2017 die 
Abweisung der Beschwerde. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 26. Juni 2017 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist. 
 
2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozi-
alversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität wird durch eine Beein-
trächtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit verursacht, wobei 
sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 
IVG; Art. 3 und 4 ATSG).  
 

 
 
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2.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). 
 
2.4 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-
rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der So-
zialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen).  
 
2.5 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
2.6 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswür-
digung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-

 
 
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kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen).  
 
2.7 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 der Verordnung über die Invali-
denversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 ist mit jenem externer medizinischer Sachverstän-
digengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches 
Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232) genügen und die Arztperson über die notwendigen 
fachlichen Qualifikationen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1 S. 219). Auf das Ergebnis von RAD-
Berichten kann nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. und 
E. 4.7 S. 471).   
 
3.1 Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Versicherte in den Jahren 2004 
und 2007 wegen linksseitiger Knieschmerzen und lumbosakraler Beschwerden in medizinischer 
Behandlung stand. Die jeweiligen Untersuchungen ergaben jedoch keine auffälligen Befunde 
(vgl. MRI-Untersuchungen vom 20. Februar 2004 und 5. Juli 2007 sowie Verlaufseintrag von 
Dr. med. D.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 9. Juli 2007). Wegen re-
zidivierender Schüttelfrost- und Fieberepisoden war der Versicherte erstmals vom 24. bis 
28. September 2010 und erneut vom 12. bis 14. September 2011 im Kantonsspital Bruderholz 
hospitalisiert (Berichte vom 4. Oktober 2010 und 19. September 2011). Dabei wurde der Ver-
dacht auf ein "familiäres Mittelmeerfieber" bei rezidivierenden Fieberattacken sowie intermittie-
renden kurzzeitigen Abdominal- und Knieschmerzen geäussert. Am 19. Juli 2012 berichtete 
Dr. med. E.____, FMH Rheumatologie, dass der Versicherte alle 4 Monate Fieberattacken ha-
be. In seinem Bericht vom 17. September 2012 sprach er von ca. alle 4 - 5 Monate auftretenden 
Fieberschüben mit Anschwellung des linken Kniegelenks und kurzzeitigen Abdominalschmer-
zen. Bei der letzten Episode Anfang Juni 2012 sei nun auch eine akute Knieschwellung rechts 
aufgetreten, welche mit Anlauf- und Bewegungsschmerzen sowie lokal entzündlichen Verände-
rungen einhergegangen sei. Aufgrund seiner Befunde könne er die Verdachtsdiagnose eines 
"familiären Mittelmeerfiebers" bestätigen. Weitere Untersuchungen der Knie ergaben nur diskre-
te Befunde (MRI-Untersuchung vom 3. Juli 2012). Dr. E.____ wies in seinem Bericht vom 
8. September 2014 darauf hin, dass er nicht schlüssig beurteilen könne, inwieweit die 
präkordialen Thorax- und Abdominalschmerzen dem "familiären Mittelmeerfieber" zuzuordnen 
seien. Weiter hielt er fest, dass der Versicherte nach Einnahme von Cholchizin über Durchfälle 
klage.  
 
3.2 Der behandelnde Arzt, Dr. med. F.____, FMH Innere Medizin, stellte in seinem Bericht 
vom 6. Januar 2015 (Eingang bei der IV-Stelle) fest, dass der Versicherte während eines 
Schubs nur noch vermindert leistungsfähig sei. Am 1. Juli 2015 berichtete er, dass unter Chol-
chizin seit Januar 2015 ein stabiler Verlauf bestehe. Seit 3. März 2015 sei der Versicherte als 
Koch wieder zu maximal 50 % arbeitsfähig (vgl. auch ärztliches Zeugnis vom 3. März 2015).  
 
3.3 Auf Anfrage der IV-Stelle führte Dr. E.____ am 10. November 2015 aus, dass er den 
Versicherten letztmals am 4. September 2014 gesehen habe. Damals habe dieser angegeben, 
dass die Schmerzschübe alle 10 - 14 Tage aufträten und jeweils 1 - 2 Tage dauerten. Während 

 
 
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eines Schubs könne er als Koch und im Service nicht arbeiten. Ansonsten sei er in seiner an-
gestammten Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig. In einer körperlich leichten Tätigkeit mit der Mög-
lichkeit zu Wechselpositionen und zur Einlegung von Pausen sei der Versicherte zu 100 % ar-
beitsfähig, sofern er nicht repetitiv Lasten von über 5 kg tragen und heben müsse und die Toi-
lette gut erreichen könne.  
 
3.4 Dr. F.____ berichtete am 11. November 2015, dass der Versicherte seinen letzten 
Schub im Oktober 2015 gehabt habe. Solche Schübe träten alle 2 - 3 Monate auf. Dr. F.____ 
attestierte dem Versicherten in seiner angestammten Tätigkeit als Koch eine 50%ige Arbeitsfä-
higkeit. Über die Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Arbeit machte er keine Aussagen. 
 
3.5 Pract. med. G.____, RAD schloss sich in der Stellungnahme vom 21. Januar 2016 der 
Beurteilung von Dr. F.____ an, wonach der Versicherte in der angestammten Tätigkeit als Koch 
und im Service seit 3. März 2015 zu 50 % arbeitsfähig sei. Dagegen bestehe in einer körperlich 
leichten Verweistätigkeit, bei welcher er keine Lasten über 5 kg tragen oder heben müsse, die 
Toilette gut erreichen könne und die Möglichkeit zu Pausen und zu Wechselpositionen habe, 
eine 85%ige Arbeitsfähigkeit.  
 
3.6 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens berichtete Prof. B.____ über seine erste Unter-
suchung des Versicherten vom 27. Februar 2017. Er äusserte den dringenden Verdacht auf ein 
periodisches Fiebersyndrom. In der Anamnese hielt er fest, dass die rezidivierenden Fieber-
schübe ca. 1- bis 2-Mal im Monat aufträten. Diese Schübe seien "gefolgt von Müdigkeit und 
Erschöpfung für 2 – 4 Tage". Unter den Diagnosen hielt er "rezidivierende Fieberschübe 2 – 3 
Tage seit 5. Lebensjahr" fest.  
 
3.7 In ihrer Stellungnahme vom 23. Mai 2017 erklärte pract. med. G.____, dass sie sich bei 
ihrer Zumutbarkeitsbeurteilung vom 21. Januar 2016, wonach in einer Verweistätigkeit eine 
85%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, auf die Angaben von Dr. E.____ und Dr. F.____ gestützt ha-
be. Gemäss diesen Beurteilungen sei grundsätzlich von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in ei-
ner dem Leiden des Versicherten angepassten Tätigkeit auszugehen. Sie habe weiter berück-
sichtigt, dass der Versicherte durchschnittlich einen Tag im Monat wegen eines Fieberschubs 
keiner Arbeit nachgehen könne; dies entspreche einer ca. 5%igen Arbeitsunfähigkeit. Zudem 
sei er aufgrund der Schmerzen reduziert leistungsfähig und benötige Pausen. Diese Einschrän-
kungen habe sie mit einer 10%igen Arbeitsunfähigkeit Rechnung getragen. Unter Berücksichti-
gung der Angaben von Prof. B.____ gehe sie nun davon aus, dass der Versicherte durch-
schnittlich 4 Tage im Monat wegen eines Fieberschubes keiner Arbeit nachgehen könne. Die 
Leistungsfähigkeit sei durchschnittlich um “1 Stunde am Tag – mehr für 2 bis 4 Tage nach dem 
Schub, weniger an den anderen Tagen“ eingeschränkt. Damit sei der Versicherte ab März 2015 
in einer Verweistätigkeit zu 70 % arbeitsfähig. In ihrer Stellungnahme vom 26. September 2017 
führte sie präzisierend aus, dass der durch die Fieberschübe bedingte Arbeitsausfall von durch-
schnittlich 4 Tagen im Monat einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit gleichkomme (100 % = 20 Ar-
beitstage). Die durchschnittlich um 1 Stunde täglich reduzierte Leistungsfähigkeit entspreche 
bei einem Arbeitstag von 8,4 Stunden einer Leistungseinschränkung von 12 %. Damit bestehe 

 
 
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in einer Verweistätigkeit ab März 2015 insgesamt eine 32%ige (= 20 % + 12 %) Arbeitsunfähig-
keit.  
 
4.1 Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung des medizinischen Sachverhalts jeweils auf 
die Stellungnahmen ihrer RAD-Ärztin pract. med. G.____ vom 21. Januar 2016, 23. Mai 2017 
und 26. September 2017. Sie ging demzufolge in der angefochtenen Verfügung zuerst davon 
aus, dass es dem Versicherten aufgrund des Mittelmeerfiebers und dessen Symptomen ab 
März 2015 zuzumuten sei, unter Berücksichtigung von zusätzlichen Pausen eine körperlich 
leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne repetitives Heben von Lasten über 5 kg im Umfang 
von 85 % auszuführen. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Oktober 2017 kam die IV-Stelle ge-
stützt auf die Stellungnahmen der RAD-Ärztin vom 23. Mai 2017 und vom 26. September 2017 
dann zum Schluss, dass der Versicherte ab März 2015 in einer Verweistätigkeit lediglich 70 % 
bzw. 68 % arbeitsfähig sei. Dieser Auffassung kann nicht ohne weiteres gefolgt werden. Die 
RAD-Ärztin nahm ihre Beurteilungen gestützt auf die Berichte der behandelnden Ärzte vor. Da-
bei ging sie mit ihnen einig, dass der Versicherte bei einem Fieberschub vollständig arbeitsun-
fähig sei. Was die Häufigkeit und Dauer eines Fieberschubs anbelangt, ist demgegenüber fest-
zustellen, dass die ärztlichen Angaben sehr vage und uneinheitlich sind. Dr. E.____ berichtete 
am 10. November 2014, dass der Versicherte alle 10 bis 14 Tage einen Fieberschub habe, der 
jeweils 1 – 2 Tage dauere. Gemäss Bericht von Dr. F.____ vom 11. November 2015 erkranke 
der Versicherte nur alle 2 - 3 Monate am Mittelmeerfieber. Prof. B.____ hielt sodann fest, dass 
aktuell ein Fieberschub 1 – 2 Mal im Monat auftrete. Seine weiteren Ausführungen zur Dauer 
eines Schubes sind nicht eindeutig. Die RAD-Ärztin interpretierte die Angaben von Prof. B.____ 
dahingehend, dass ein Fieberschub 2 - 3 Tage anhalte und anschliessend wegen Müdigkeit für 
2 – 4 Tage eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe. Die Formulierung von Prof. B.____ 
kann jedoch auch dahingehend verstanden werden, dass der Versicherte nach einem 2- bis 
3tägigen Fieberschub für 2 – 4 Tage vollständig arbeitsunfähig ist, spricht dieser doch nicht von 
einer blossen Leistungsverminderung. Es ist aber auch möglich, dass sich entweder in der  
Diagnosestellung oder in der Anamnese ein Schreibfehler eingeschlichen hat. Demnach könnte 
ein Fieberschub entweder 2 – 3 Tage oder 2 – 4 Tage dauern. In diesem Fall konnte 
Prof. B.____ die Frage einer verminderten Leistungsfähigkeit bewusst offen gelassen oder eine 
solche implizit verneint haben. Unabhängig von der Frage, welcher Interpretation zu folgen ist, 
ist insgesamt festzustellen, dass die monatliche Anzahl der arbeitsunfähigen Tage infolge des 
Mittelmeerfiebers je nach Arztbericht variiert. Um den Umfang der Arbeitsunfähigkeit mit genü-
gender Sorgfalt bestimmen zu können, bedarf es aber verlässlicher Angaben über Anzahl und 
Dauer der Fieberschübe während einer gewissen Zeitspanne. Ausserdem muss klar sein, ob 
und gegebenenfalls in welchem Umfang nach einem Schub bei der Ausübung einer Arbeit eine 
verminderte Leistungsfähigkeit besteht. Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten ist je-
doch eine solche Beurteilung nicht möglich, weshalb nicht darauf abgestellt werden kann. Dies 
hat zur Folge, dass die Einschätzungen der RAD-Ärztin ebenfalls nicht beweistauglich sind.  
 
4.2 Werden die Berechnungen der RAD-Ärztin einer näheren Prüfung unterzogen, ist fest-
zustellen, dass sie unklar sind. Nach Vorliegen des Berichts von Prof. B.____ vom 27. Februar 
2017 ging sie in ihrer Stellungnahme vom 23. Mai 2017 davon aus, der Versicherte sei durch-
schnittlich 4 Tage im Monat arbeitsunfähig (= 20 %) und in seiner Leistungsfähigkeit durch-

 
 
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schnittlich 1 Stunde pro Tag (= 10 %) eingeschränkt. In ihrer Stellungnahme vom 26. Septem-
ber 2017 wies sie darauf hin, dass sie fälschlicherweise von einer 8-Stunden-Woche anstelle 
einer 8,4-Stunden-Woche ausgegangen sei. Die Leistungseinschränkung betrage richtigerweise 
12 %. Für die Berechnung wies sie darauf hin, dass die "eingeschränkte Leistung von durch-
schnittlich 1 Stunde am Tag – mehr für 2 bis 4 Tage nach dem Schub, weniger an den anderen 
Tagen" betrage. Aufgrund dieser Formulierung kann jedoch ihre Berechnung einer Leistungs-
einschränkung von durchschnittlich 1 Stunde nicht nachvollzogen werden. Es kann somit nicht 
beurteilt werden, ob die von der RAD-Ärztin ermittelte Leistungseinschränkung den Tatsachen 
entspricht. 
 
4.3 Aus dem Gesagten folgt, dass die vorhandene Aktenlage keine abschliessende Beurtei-
lung des Rentenanspruchs des Versicherten zulässt. Die Abklärungsergebnisse aus dem Ver-
waltungsverfahren sind mit andern Worten nicht ausreichend beweiskräftig, der relevante medi-
zinische Sachverhalt bedarf vielmehr weiterer Abklärung. Demzufolge ist die angefochtene Ver-
fügung vom 31. Mai 2017 aufzuheben. Die IV-Stelle, an welche die Angelegenheit zurückzu-
weisen ist, hat den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Versicherten nochmals 
medizinisch abklären zu lassen. Zur Abklärung der Häufigkeit und der Dauer der Fieberschübe 
empfiehlt sich eine mehrmonatige Verlaufsbeobachtung. In dieser Hinsicht ist der Versicherte 
auf seine Mitwirkungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 2 ATSG hinzuweisen, wonach er sich zumut-
baren ärztlichen Untersuchungen zu unterziehen hat. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer zusätzli-
chen medizinischen Abklärungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch 
des Versicherten neu zu befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gut-
zuheissen. 
 
5.1 Abschliessend bleibt über die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu befinden. Beim 
Entscheid über die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den 
Prozessausgang abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung 
auf und weist es die Angelegenheit  zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Be-
schwerde führende Partei als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei 
(BGE 137 V 61 f. E. 2.1 und 2.2, 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). 
 
5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige-
rung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Verfah-
renskosten werden gestützt auf § 20 Abs. 3 VPO in der Regel in angemessenem Ausmass der 
unterliegenden Partei auferlegt. In casu hätte deshalb die IV-Stelle als unterliegende Partei 
grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu be-
achten, dass laut § 20 Abs. 3 Satz 3 VPO den Vorinstanzen - vorbehältlich des hier nicht inte-
ressierenden § 20 Abs. 4 VPO - keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Dies hat zur Folge, 
dass für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten erhoben werden.  
 
5.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Darunter sind die Kosten zu verstehen, die einer Beschwerde führen-
den versicherten Person im gerichtlichen Verfahren für den Beizug einer Rechtsanwältin bzw. 

 
 
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eines Rechtsanwalts entstanden sind. Da der obsiegende Beschwerdeführer nicht anwaltlich 
vertreten ist, sind ihm vorliegend keine Parteikosten entstanden. Die ausserordentlichen Kosten 
des Verfahrens können deshalb wettgeschlagen werden. 
 
6.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 
Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid her-
beiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Be-
weisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 
Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-
sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
6.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten  
Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
6.3 Zu ergänzen bleibt, dass nach bundesgerichtlicher Praxis die in einem Rückweisungs-
entscheid getroffene (Kosten- und) Entschädigungsregelung - wie die Rückweisung im Haupt-
punkt selbst - einen Zwischenentscheid (Art. 93 Abs. 1 BGG) darstellt, der in der Regel keinen 
nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirkt und damit 
nicht selbstständig beim Bundesgericht angefochten werden kann. Ihre Anfechtung ist erst mit 
Beschwerde gegen den Endentscheid möglich. Entscheidet die Instanz, an welche die Sache 
zurückgewiesen wurde, in der Hauptsache voll zu Gunsten der Beschwerde führenden Person, 
so kann die Kosten- oder Entschädigungsregelung im Rückweisungsentscheid direkt innerhalb 
der Frist des Art. 100 BGG ab Rechtskraft des Endentscheids mit ordentlicher Beschwerde 
beim Bundesgericht angefochten werden (BGE 133 V 648 E. 2.2, bestätigt im Urteil des Bun-
desgerichts vom 30. Oktober 2008, 9C_567/2008, E. 2-4; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Februar 2008, 9C_748/2007). 
 
 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Basel-Landschaft vom 31. Mai 2017 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.