# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 33045292-a348-5b9a-b221-435eadf298e8
**Source:** Glarus (GL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-05
**Language:** de
**Title:** Glarus Verwaltungsgericht 05.09.2019 VG.2019.00077 (VG.2019.829)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GL_Omni/GL_VG_001_VG-2019-00077_2019-09-05.html

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GLARUS

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  Urteil vom 5. September 2019

  
	
   

  
	
   

  
	
  I. Kammer

  
	
   

  
	
   

  
	
  in Sachen

  
	
  VG.2019.00077

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    A.______

    	
    Beschwerdeführer

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch
    Rechtsanwalt B.______

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  gegen

  
	
   

  
	
   

  
	
   

  
	
  	
    1.

    	
    Gemeinde Glarus Nord

    	
    Beschwerdegegner

    

  

  
	
   

  
	
  	
    vertreten durch Rechtsanwalt C.______

    

  

  
	
   

  
	
  	
    2.

    	
    Departement Bau und Umwelt des Kantons
    Glarus

    

  

  
	
   

  
	
   

  
	
  betreffend

  
	
   

  
	
   

  
	
  Erlass einer Planungszone

  
	
   

  
	
  Die Kammer zieht in Erwägung: 

  
	
  I.

  
	
  1.

  
	
  1.1 Der Gemeinderat Glarus Nord erliess im Hinblick auf
  die Gesamtrevision der Nutzungsplanung am 9. Oktober 2013 verschiedene
  Planungszonen in sämtlichen Ortsteilen der Gemeinde Glarus Nord mit einer
  Gültigkeit bis am 31. Dezember 2015. Der Beschluss der Gemeinde wurde am 17. Oktober
  2013 im Amtsblatt des Kantons Glarus publiziert. Am 2. Dezember 2015
  verlängerte er die Planungszonen bis am 31. Dezember 2017, was er im
  Amtsblatt vom 3. Dezember 2015 veröffentlichte. 

  
	
   

  
	
  1.2 Die Gemeindeversammlung vom 29. September 2017 wies
  den Nutzungsplan zurück. In der Folge verlängerte der Gemeinderat die
  Planungszonen erneut bis am 31. Dezember 2020, was er im Amtsblatt vom
  30. November 2017 publizierte.

  
	
   

  
	
  1.3 Am 6. Dezember 2017 erliess der Gemeinderat über
  verschiedene in Bilten, Oberurnen, Niederurnen, Näfels, Mollis, Filzbach und
  Mühlehorn gelegene Grundstücke, welche bisher noch nicht mit einer
  Planungszone belegt waren, eine Planungszone bis am 31. Dezember 2020. Davon
  betroffen war auch das im Eigentum von A.______ stehende Grundstück
  Parz.-Nr. 01, Grundbuch […]. Der östliche Teil dieser Parzelle liegt
  gemäss dem zurzeit gültigen Nutzungsplan […] in der Zone W3 und ist mit einem
  Wohnhaus und einem Stall überstellt. Der westliche Teil des Grundstücks liegt
  in der Landwirtschaftszone. Mehr als die Hälfte der Parzelle liegt hingegen
  in der Zone W2. Über diesen Teil der Parzelle wurde die Planungszone
  gelegt. Der Erlass der Planungszone wurde A.______ am 6. Dezember 2017
  mitgeteilt und im Amtsblatt vom 14. Dezember 2017 publiziert.

  
	
   

  
	
  1.4 Dagegen erhob A.______ am 10. Januar 2018
  Einsprache, welche der Gemeinderat am 2. Mai 2018 abwies.

  
	
   

  
	
  1.5 In der Folge gelangte A.______ mit Beschwerde vom
  14. Juni 2018 ans Departement Bau und Umwelt (DBU). Daneben erhoben auch
  weitere vom Erlass der Planungszonen betroffene Grundeigentümer Beschwerde
  beim DBU. Dieses vereinigte die Beschwerden und wies sie am 15. Mai 2019 ab,
  soweit darauf einzutreten war.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1 A.______ erhob am 17. Juni 2019 gegen den Entscheid
  des DBU Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte die Aufhebung des
  Beschwerdeentscheids sowie des Einspracheentscheids des Gemeinderats Glarus
  Nord vom 2. Mai 2018. Der Erlass einer Planungszone in der Gemeinde Glarus
  Nord sei nicht zu bewilligen, soweit sein Grundstück Parz.-Nr. 01 von der
  Planungszone erfasst sei; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu
  Lasten der Gemeinde Glarus Nord und des DBU. Daneben stellte er verschiedene
  prozessuale Anträge: Die im vorinstanzlichen Verfahren vorgenommene
  Verfahrensvereinigung sei aufzuheben. Es sei ein Augenschein vor Ort
  vorzunehmen und zum Bauzonenbedarf sei ein schriftlicher Bericht des
  Regierungsrats einzuholen.

  
	
   

  
	
  2.2 Das DBU beantragte, dass die Beschwerde unter
  Kostenfolge abzuweisen sei. Die Gemeinde Glarus Nord schloss ebenfalls auf
  Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
  von A.______.

  
	
   

  
	
  II.

  
	
  1.

  
	
  Das Verwaltungsgericht ist
  gemäss Art. 79 Abs. 1 des Raumentwicklungs- und Baugesetzes vom 2. Mai 2010
  (RBG) i.V.m. Art. 105 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die
  Verwaltungsrechtspflege vom 4. Mai 1986 (VRG) zur Behandlung der vorliegenden
  Beschwerde zuständig. Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt
  sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

  
	
   

  
	
  2.

  
	
  2.1

  
	
  2.1.1 Der Beschwerdeführer rügt die Verfahrensvereinigung
  im vorinstanzlichen Verfahren. Der Beschwerdegegner 2 habe nicht
  aufgezeigt, weshalb eine solche zulässig sei. Die besondere Lage seiner
  Liegenschaft lasse sich nur schwerlich mit den Grundstücken der weiteren
  Beschwerdeführer vergleichen und darüber hinaus verwehre er sich dagegen,
  dass weitere Personen Einblick in sein Verfahren und in seine
  Eigentumsverhältnisse nehmen könnten.

  
	
   

  
	
  2.1.2 Wenn getrennt eingereichte Anträge, Beschwerden oder
  Klagen den gleichen Gegenstand betreffen, können die Verfahren gemäss Art. 23
  Abs. 2 VRG im Interesse einer zweckmässigen Erledigung vereinigt werden. Der
  Behörde kommt dabei ein grosses Ermessen zu (Martin Bertschi/Kaspar Plüss, in
  Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des
  Kantons Zürich, 3. A., Zürich/Basel/ Genf 2014, Vorbemerkungen zu §§
  4–31 N. 53).

  
	
   

  
	
  2.1.3 Der Beschwerdegegner 2 führte die bei ihm anhängigen
  Beschwerdeverfahren zunächst getrennt. Erst mit dem Endentscheid vereinigte
  er die Verfahren. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer
  dadurch ein Nachteil entstanden ist. Bereits aus dem Umstand, dass die
  Verfahren erst mit dem Endentscheid vereinigt wurden, wird deutlich, dass die
  weiteren Beschwerdeführer keine Einsicht in die den Beschwerdeführer
  betreffenden Akten hatten. Soweit er rügt, dass in seine
  Eigentumsverhältnisse Einsicht genommen wird, ist ihm insofern
  beizupflichten, als aus dem angefochtenen Entscheid hervorgeht, dass er
  Eigentümer der Parz.-Nr. 01 ist. Allerdings handelt es sich dabei nicht
  um ein schützenswertes Geheimnis, kann doch im Kanton Glarus jedermann
  mittels Geodatenviewer (www.map.geo.gl.ch) die Eigentumsverhältnisse an einem
  Grundstück abrufen. Sodann bedurfte die Verfahrensvereinigung entgegen der
  Auffassung des Beschwerdeführers nicht einer vertieften Begründung. Ursprung
  der Beschwerdeverfahren war bei sämtlichen Beschwerden der Beschluss der
  Beschwerdegegnerin 1 über die Festsetzung der Planungszonen. Es liegt
  dabei auf der Hand, dass die rechtlichen Voraussetzungen für den Erlass der
  Planungszonen bei allen Grundstücken dieselben waren und sich deshalb im
  Wesentlichen dieselben Rechtsfragen stellten. Der Beschwerdegegner 2
  verletzte daher sein Ermessen nicht, indem er die Verfahren aus
  prozessökonomischen Gründen vereinigte, was sich hinsichtlich der
  Kostenfolgen sogar zu Gunsten des Beschwerdeführers auswirkte. Unzutreffend
  ist schliesslich der Einwand des Beschwerdeführers, aufgrund der
  Verfahrensvereinigung habe sich der Beschwerdegegner 2 nur ungenügend mit
  den Besonderheiten seines Grundstücks auseinandergesetzt, hat dieser doch in
  seinem Entscheid die Zulässigkeit der Planungszone für jedes Grundstück
  einzeln eingehend geprüft (vgl. etwa E. 4.4.3.3.4 des angefochtenen
  Entscheids). 

  
	
   

  
	
  2.1.4 Was das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht
  betrifft, stellt sich die Frage einer Verfahrensvereinigung nicht, da einzig
  der Beschwerdeführer Beschwerde gegen den Entscheid des
  Beschwerdegegners 2 erhoben hat.

  
	
   

  
	
  2.2

  
	
  2.2.1 Der Beschwerdeführer vertritt sodann die Auffassung,
  der Beschwerdegegner 2 habe sein rechtliches Gehör verletzt, indem er
  den Antrag auf einen Augenschein abgelehnt habe, ohne aufzuzeigen, wie
  bereits aus den Akten die entsprechenden Beweise erhoben werden könnten.
  Ausserdem habe er Anspruch auf eine öffentliche mündliche Verhandlung samt
  Augenschein, sofern dies in der Sache notwendig sei.

  
	
   

  
	
  2.2.2 Gemäss Art. 38 Abs. 1 lit. f VRG kann die Behörde
  einen Augenschein durchführen. Der Entscheid darüber, ob ein Augenschein
  angeordnet wird, steht im pflichtgemässen Ermessen der anordnenden Behörde.
  Eine Pflicht zur Durchführung eines Augenscheins besteht nur dann, wenn die
  tatsächlichen Verhältnisse auf andere Weise überhaupt nicht abgeklärt werden
  können. Ein Augenschein ist insbesondere dann geboten, wenn die tatsächlichen
  Verhältnisse unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermöchten durch
  ihre Darlegungen an Ort und Stelle Wesentliches zur Erhellung der sachlichen
  Grundlagen des Rechtsstreits beizutragen. Der Verzicht auf Durchführung eines
  Augenscheins ist zulässig, wenn die Akten eine hinreichende
  Entscheidgrundlage darstellen (Kaspar Plüss, in Alain Griffel [Hrsg.],
  Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A.,
  Zürich/Basel/ Genf 2014, § 7 N. 79).

  
	
   

  
	
  2.2.3 Der Beschwerdeführer beantragte im vorinstanzlichen
  Verfahren die Durchführung eines Augenscheins ohne näher zu erläutern,
  weshalb ein solcher notwendig sei. Der Beschwerdegegner 2 führte im
  angefochtenen Entscheid aus, der relevante Sachverhalt, soweit es sich bei den
  gerügten Punkten nicht von vornherein um Rechtsfragen handle, sei anhand der
  Akten hinreichend erstellt. Ein Augenschein würde mutmasslich keine neuen
  Erkenntnisse bringen, weshalb darauf verzichtet werden könne.

  
	
   

  
	
  Aus der Begründung ist
  klar erkennbar, weshalb der Beschwerdegegner 2 auf die Durchführung
  eines Augenscheins verzichtete. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern er das
  rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt haben soll.

  
	
   

  
	
  2.2.4 Das Verwaltungsgericht teilt sodann die Auffassung
  des Beschwerdegegners 2, dass ein Augenschein keine für die Behandlung
  der Beschwerde wesentlichen Erkenntnisse bringt. Einerseits stellen sich im
  Beschwerdeverfahren vor der Vorinstanz wie auch im vorliegenden Verfahren
  primär Rechtsfragen. Andererseits verkennt der Beschwerdeführer, dass sich
  die Planungsabsicht und das Planungsbedürfnis stets auf Räume beziehen,
  weshalb der Beschaffenheit seiner Parzelle nur untergeordnete Bedeutung
  zukommt (vgl. dazu nachfolgend E. II/4.3.6). 

  
	
   

  
	
  Entgegen seiner Auffassung
  besteht schliesslich auch vor Verwaltungsgericht kein Anspruch auf die
  Durchführung eines Augenscheins. Zwar fällt die vorliegende Streitigkeit
  unter den Begriff der zivilrechtlichen Streitigkeiten im Sinne von
  Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
  Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK), da die Planungszone direkte
  Auswirkungen auf die Ausübung der Eigentumsrechte des Beschwerdeführers hat
  (vgl. BGer-Urteil 1C_375/2009 vom 9. Juli 2001
  E. 2 b aa). Der Beschwerdeführer beantragt indessen nicht die
  Durchführung einer konventionskonformen Verhandlung, sondern einen
  öffentlichen Augenschein. Daraus lässt sich schliessen, dass es ihm um die
  Abnahme eines bestimmten Beweismittels und nicht um die Durchführung einer
  Verhandlung mit Publikums- und Presseanwesenheit geht. Beweisabnahmen fallen
  aber nicht in den Anwendungsbereich der EMRK (BGer-Urteil 8C_138/2011 vom 21. Juni
  2011 E. 2.3). 

  
	
   

  
	
  2.3

  
	
  2.3.1 Der Beschwerdeführer beantragt weiter die Einholung
  eines schriftlichen Berichts des Regierungsrats über den künftigen
  Bauzonenbedarf, da nur so die Verhältnismässigkeit der Planungszone überprüft
  werden könne.

  
	
   

  
	
  2.3.2 Gemäss Art. 38 Abs. 1 lit. c und Art. 50 VRG kann
  die Behörde von anderen Behörden, die aufgrund ihrer amtlichen Tätigkeit
  Auskunft geben können, nach den Bestimmungen über die Amts- und Rechtshilfe
  einen schriftlichen Bericht zum Nachweis von Tatsachen einholen.

  
	
   

  
	
  2.3.3 Wie der Beschwerdegegner 2 zutreffend ausführt, wird
  die Grösse der Bauzonen in den kommunalen Nutzungsplänen definiert. Die
  Gemeinden haben demzufolge Art. 15 des Bundesgesetzes über die
  Raumplanung vom 22. Juni 1979 (RPG) umzusetzen und überdimensionierte
  Bauzonen zu reduzieren. Massgebend sind ihre Erhebungen im Rahmen der
  Nutzungsplanung, während der Kanton bei der kantonalen Richtplanung die
  Bauzonengrösse des Kantons insgesamt zu beurteilen hat. Die Einholung des
  gewünschten Berichts des Regierungsrats erweist sich daher als weder im
  vorinstanzlichen noch im vorliegenden Verfahren notwendig oder gewinnbringend
  (vgl. dazu nachfolgend E. II/4.3.3).

  
	
   

  
	
  3.

  
	
  3.1 Im Bau- und Raumplanungsrecht kommt der
  Gemeindeautonomie eine herausragende Bedeutung zu. Gemeinden sind in einem
  Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend
  ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlasst
  und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt. Der
  geschützte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder
  Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden
  Spielraum bei der Anwendung kantonalen oder eidgenössischen Rechts betreffen.
  Im Einzelnen ergibt sich der Umfang der kommunalen Autonomie aus dem für den
  entsprechenden Bereich anwendbaren kantonalen Verfassungs- und Gesetzesrecht
  (BGE 144 I 193 E. 7.4.1, 139 I 169 E. 6.1).

  
	
   

  
	
  Gemäss Art. 115 Abs. 2 der
  Verfassung des Kantons Glarus vom 1. Mai 1988 (KV) sind den Gemeinden in
  den Schranken von Verfassung und Gesetz ihr Bestand und das Recht, ihre
  Angelegenheiten selbständig zu regeln, gewährleistet. Sie besorgen alle
  örtliche Angelegenheiten, für die weder der Bund noch der Kanton zuständig
  sind (Art. 119 Abs. 1 KV). Die Ortsplanung ist gemäss Art. 15
  Abs. 1 RBG Aufgabe der Gemeinde und umfasst nach Art. 15 Abs. 2 RBG das
  kommunale Entwicklungskonzept, den kommunalen Richtplan, den Zonenplan und
  das Baureglement. Bei der Anwendung der entsprechenden Vorschriften kommt der
  kommunalen Baubehörde ein besonderer Ermessensspielraum zu, der im
  Rechtsmittelverfahren zu beachten ist. 

  
	
   

  
	
  3.2 Sind Pläne generell zu überarbeiten oder fehlen
  Pläne, die nach dem RBG notwendig sind oder steht deren Abänderung bevor,
  können für genau bezeichnete Gebiete Planungszonen bestimmt werden. Innerhalb
  der Planungszonen darf nichts unternommen werden, was die kommende Planung
  erschweren könnte; insbesondere kann die Behandlung sistiert werden (Art. 31
  Abs. 1 RBG; Art. 27 Abs. 1 RPG). Planungszonen dürfen für längstens fünf
  Jahre bestimmt werden, wobei diese Frist um höchstens zwei Jahre verlängert
  werden kann (Art. 27 Abs. 2 RPG i.V.m. Art. 31 Abs. 3 RBG).

  
	
   

  
	
  3.3 Die Planungszone bezweckt, einen bestehenden
  räumlichen Zustand mit Blick auf die neue Nutzungsordnung einstweilen zu
  sichern. Es soll verhindert werden, dass die Behörde Baubewilligungen für
  Vorhaben erteilen muss, die den vorgesehenen neuen Vorschriften widersprechen
  oder die Durchführung der beabsichtigten Planung beeinträchtigen oder
  verunmöglichen könnten. Die Planungszone stellt somit eine vorsorgliche (und
  damit zeitlich begrenzte), sichernde Massnahme dar (Bernhard Waldmann/ Peter
  Hänni, Handkommentar zum Raumplanungsgesetz, Bern 2006, Art. 27
  N. 7). Der Einbezug eines Grundstücks in eine Planungszone bewirkt eine
  öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung, die mit der durch Art. 26 der Bundesverfassung
  der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV) garantierten
  Eigentumsgarantie nur vereinbar ist, wenn sie auf einer gesetzlichen
  Grundlage beruht, im öffentlichen Interesse liegt und verhältnismässig ist
  (Art. 36 BV).

  
	
   

  
	
  4.

  
	
  4.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, eine Erweiterung
  der Planungszone nach bzw. aufgrund der Rückweisung der
  Nutzungsplanung I im Jahr 2017 sei nicht zulässig. Die Verhältnisse
  hätten sich im Vergleich zum Jahr 2013 nicht verändert. Aus der Rückweisung
  der Nutzungsplanung abzuleiten, es liege im Ermessen der
  Beschwerdegegnerin 1, aufgrund einer ihr zuzurechnenden Fehlplanung die
  Sicherungsmassnahmen gar noch auszudehnen, sei falsch. Die Rückweisung durch
  das Stimmvolk habe einzig den Nutzungsplan I aufgehoben, ohne dass sich
  die Rahmenbedingungen, die Grösse der Bauzonen oder andere Faktoren in
  irgendeiner Weise geändert hätten. Er bestreite überdies, dass das
  öffentliche Interesse an einer Änderung der geltenden Nutzungsplanung nach
  wie vor gegeben sei, sei doch davon auszugehen, dass der Bedarf an Bauland
  durch das schweizweite Bevölkerungswachstum gestiegen sei. Die von der
  Beschwerdegegnerin 1 angewandten Kriterien führten zu einer völlig
  überdimensionierten und damit unverhältnismässigen Planungszone. Seine Liegenschaft
  sei als Parzelle bereits erschlossen und liege an bester Wohnlage, weshalb
  eine Auszonung rechtlich nicht möglich sei. Ein Augenschein hätte aufgezeigt,
  dass in der bestehenden Zone W2 einzig die Parz.-Nrn. 01, 02, 03
  und 04 von der Planungszone betroffen seien. Sofern zu einem späteren
  Zeitpunkt dieses Gebiet tatsächlich abgezont werden würde, entstünde eine
  richtige "Bucht" bzw. eine im Planungsrecht verpönte
  Zonenhalbinsel samt unerwünschtem Zonensprung. 

  
	
   

  
	
  4.2 Es ist zu Recht unbestritten, dass sich die
  strittige Planungszone auf eine genügende gesetzliche Grundlage stützt.
  Sowohl Art. 31 Abs. 1 RBG als auch Art. 27 Abs. 1 RPG sehen den
  Erlass von Planungszonen vor, wobei dazu gemäss Art. 31 Abs. 2
  lit. a RBG der Gemeinderat zuständig ist.

  
	
   

  
	
  4.3 

  
	
  4.3.1 Das öffentliche Interesse an einer Planungszone
  besteht in einer begründeten Planungsabsicht. An die Konkretheit der
  Planungsabsicht ist kein strenger Massstab anzulegen, eine
  "einigermassen konkretisierte Absicht" genügt, denn die Planung
  soll ja nicht in diesem Verfahren verwirklicht werden. Ziel ist vielmehr, die
  Entscheidungsfreiheit der Planungsorgane zu sichern. Folglich gilt es jede
  negative Präjudizierung zu verhindern. Die Planungsabsicht kann vor allem
  dann nicht konkreter gefasst werden, wenn die Planungszone – wie vorliegend –
  durch die Exekutive erlassen wird (Art. 31 Abs. 2 lit. a RBG),
  während das Planungsorgan, dessen Handlungsmöglichkeit gewahrt werden sollen,
  das Volk ist (Art. 27 Abs. 1 RBG). Die Planungsabsicht muss ferner in einem
  Planungsbedürfnis begründet sein. Das ist jedenfalls zu bejahen, wenn die
  gegenwärtige Ordnung dem Raumplanungsauftrag widerspricht, wie er sich aus
  Verfassung, Gesetz und übergeordneten Plänen ergibt (BGE 113 Ia
  362 E. 2a/bb f.). Schliesslich muss die Planungsabsicht zulässig
  sein. In der Regel kann allerdings über die Rechtmässigkeit der künftigen
  Planung nicht schon beim Erlass der Planungszone entschieden werden, da der
  konkrete Inhalt der Nutzungsplanung in diesem Moment noch gar nicht feststeht
  (Waldmann/Hänni, Art. 27 N. 13).

  
	
   

  
	
  4.3.2 Bis heute hat jeder der acht Ortsteile der Gemeinde
  Glarus Nord einen eigenen Zonenplan und eine eigene Bauordnung. Die
  Gemeindestrukturreform, mit der die acht bislang selbständigen Gemeinden zur
  neuen Gemeinde Glarus Nord zusammengeschlossen wurden, bedingt eine
  Überprüfung und Zusammenführung der bestehenden Zonenpläne (BGer-Urteil
  1C_183/2014 vom 28. Januar 2015 E. 3). Darüber hinaus schreibt Art. 85
  Abs. 2 RBG vor, dass die vor Vollzugsbeginn dieses Gesetzes genehmigten
  Zonen- und Sondernutzungspläne innert fünf Jahren anzupassen sind. Die
  Beschwerdegegnerin 1 war und ist daher verpflichtet, die verschiedenen
  Nutzungspläne ihrer Vorgängergemeinden zu überarbeiten und anzupassen. Die
  Revision der Nutzungsplanung ist denn auch seit mehreren Jahren im Gange. Es
  ist daher schlicht nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer ein
  Planungsbedürfnis verneint. 

  
	
   

  
	
  4.3.3 Ein zentraler Punkt bei der Überarbeitung der
  Zonenpläne bildet dabei die Massgabe von Art. 15 Abs. 1 RPG, wonach die
  Bauzonen so festzulegen sind, dass sie dem voraussichtlichen Bedarf für 15
  Jahre entsprechen. Überdimensionierte Bauzonen sind laut Art. 15 Abs. 2 RPG
  zu reduzieren. Dabei ist es gerade Aufgabe der Beschwerdegegnerin 1 im
  Nutzungsplanverfahren den Bauzonenbedarf zu ermitteln. Gemäss Anhang A6 des
  Planungs- und Mitwirkungsberichts zur Revision
  Ortsplanung/Nutzungsplanung II (abrufbar unter www.glarus-nord.ch →
  Online-Schalter → Bau und Umwelt → Nutzungsplanung II) sind (basierend auf den
  aktuellen rechtskräftigen Zonenplänen) 7 % der Fläche der Kernzonen,
  24 % der Fläche der Wohnbauzonen, 27 % der Fläche der Gewerbe- und
  Industriezone, 15 % der Fläche der öffentlichen Zonen und 51 % der
  Fläche der Ferienhauszonen nicht überbaut (Stand: 28. März 2019). So
  kommt der erwähnte Planungs- und Mitwirkungsbericht auf S. 47 zum
  Schluss, dass alleine bei den Wohn-, Misch- und Zentrumszonen Rückzonungen im
  Umfang von 39,1 ha erforderlich sind, um die gemäss aktuellem Entwurf
  des kantonalen Richtplans verlangte minimale Soll-Auslastung von 95 % zu
  erreichen. 

  
	
   

  
	
  Entgegen der Auffassung
  des Beschwerdeführers ist es offensichtlich, dass die Gemeinde Glarus Nord
  überdimensionierte Bauzonen aufweist, weshalb nicht nur ein dringendes
  Bedürfnis, sondern auch eine rechtliche Pflicht besteht, diese zu überprüfen
  und zu reduzieren. 

  
	
   

  
	
  4.3.4 Wie erwähnt dient die Planungszone dazu, der
  vorbereitenden Behörde und schliesslich dem Stimmvolk einen möglichst grossen
  Spielraum zu belassen. An die Konkretisierung der Planungsabsicht dürfen
  daher keine allzu hohen Anforderungen gestellt werden (vgl. oben
  E. II/4.3.1). Eine genügende Planungsabsicht kann daher im Grundsatz nur
  dann verneint werden, wenn eine Änderung der geltenden Zonierung des von der
  strittigen Planungszone betroffenen Gebiets völlig ausgeschlossen ist
  (vgl. VGer-Urteil VG.2015.00118 vom 14. Januar 2016 E. II/4.2.5).

  
	
   

  
	
  Dies ist vorliegend nicht
  der Fall. Der von der Planungszone betroffene Teil der Parz.-Nr. 01
  bildet zusammen mit den Parz.-Nrn. 02, 03, 04 und 05 ein
  zusammenhängendes grösseres Gebiet mit einer Fläche von 12'434 m2. Das
  Gebiet ist unbebaut und grenzt im Osten an das teilweise bereits überbaute
  Siedlungsgebiet, im Westen und Norden hingegen an die Landwirtschaftszone und
  die Fortwirtschaftszone Wald. Aufgrund der Lage des Gebiets und des Umstands,
  dass es nicht überbaut ist, kann entgegen der Auffassung des
  Beschwerdeführers nicht davon ausgegangen werden, eine Umzonung sei nicht
  denkbar. Sodann wird das betroffene Gebiet im durch die Gemeindeversammlung
  am 2. Oktober 2014 und durch den Beschwerdegegner 2 am 17. Oktober
  2015 (mit Vorbehalten) genehmigten Gemeinderichtplan als mögliches
  Etappierungsgebiet bezeichnet. Damit besteht hinsichtlich der Liegenschaft
  des Beschwerdeführers eine hinreichende Planungsabsicht.

  
	
   

  
	
  4.3.5 An der Planungsabsicht und am Planungsbedürfnis
  ändert nichts, dass über die streitbetroffene Liegenschaft während der
  Nutzungsplanung I keine Planungszone verfügt wurde. Soweit der
  Beschwerdeführer ausführt, seit dem Beginn der Nutzungsplanung I hätten
  sich die Verhältnisse nicht verändert, kann er daraus nichts zu seinen
  Gunsten ableiten. Die Nutzungsplanung I wurde durch die
  Gemeindeversammlung zurückgewiesen. Dies hat zur Folge, dass die
  Beschwerdegegnerin 1 eine neue Nutzungsplanung erarbeiten muss. Dabei
  kommt der Nutzungsplanung I keine präjudizierende Bedeutung zu. Die
  Beschwerdegegnerin 1 durfte die Nutzungsplanung II von Grund auf
  neu erarbeiten. Daraus folgt, dass die Frage, ob veränderte Verhältnisse
  vorliegen, nicht in Bezug auf den Zeitpunkt der Nutzungsplanung I zu
  beantworten ist, sondern in Bezug auf den Zeitpunkt des Erlasses der heute
  noch gültigen Zonenpläne der einzelnen Ortsteile. Diesbezüglich ist schon
  alleine aufgrund der Gemeindestrukturreform von veränderten Verhältnissen
  auszugehen. 

  
	
   

  
	
  4.3.6 Nicht zutreffend ist schliesslich der Einwand des
  Beschwerdeführers, die Planungsabsicht sei nicht zulässig, da eine Auszonung
  seiner Liegenschaft rechtlich gar nicht möglich sei. Er verkennt dabei, dass
  sich die Planungsabsicht auf "Räume" bezieht. Bezweckt ist eine auf
  ein ganzes Gebiet gerichtete, gesamthafte Überprüfung (BGE 113 Ia
  362 E. 2a/bb). Dabei ist zu beachten, dass selbst Parzellen mit
  Erschliessungsanlagen oder Gebäuden allenfalls einer Nichtbauzone zugeteilt
  werden dürfen (BGE 105 Ia 223 E. 3c/aa). Dem
  Erschliessungsstand der Liegenschaft kommt daher nur untergeordnete Bedeutung
  zu, da jedenfalls nicht davon ausgegangen werden kann, eine Umzonung komme
  rechtlich ohnehin nicht in Frage. Eine solche ist nach dem Dargelegten
  vielmehr zumindest denkbar und möglich.

  
	
   

  
	
  4.4

  
	
  4.4.1 Eine Planungszone ist verhältnismässig, wenn sie im
  Hinblick auf das konkrete Sicherungsziel geeignet, erforderlich und
  angemessen ist. Unter dem Gesichtspunkt der Eignung ist zu prüfen, ob die
  Planungszone das taugliche Mittel darstellt, um die Entscheidungsfreiheit des
  Planungsträgers zu sichern. Sodann darf die Planungszone nicht über das
  hinausgehen, was zur Erreichung des Sicherungsziels in räumlicher, sachlicher
  und zeitlicher Hinsicht erforderlich ist. Schliesslich muss das öffentliche
  Interesse an der Planungszone und der damit bewirkten vorsorglichen Bau- und
  Veränderungssperre mit den privaten Interessen des davon Betroffenen
  abgewogen werden (Waldmann/Hänni, Art. 27 N. 14 ff.).

  
	
   

  
	
  4.4.2 Die Planungszone ist ohne Weiteres geeignet, um dem
  die Nutzungsplanung vorbereitenden Gemeinderat und der anschliessend
  entscheidenden Gemeindeversammlung den für die Bauzonenreduktion benötigten
  Handlungsspielraum einzuräumen.

  
	
   

  
	
  4.4.3 Die Beschwerdegegnerin 1 führte in ihrem Schreiben
  vom 6. Dezember 2017 aus, um den grösstmöglichen Handlungsspielraum zu
  wahren, sollten alle Flächen einer Planungszone unterstellt werden, welche
  nicht schon heute im weitgehend überbauten Gebiet liegen, eine gewisse Grösse
  aufweisen, lagemässig und topografisch nicht zwingend zum künftigen
  Siedlungskörper gehören müssen, nicht voll erschlossen sind, für welche auch
  keine besonderen, öffentlichen Interessen für eine Einzonung sprechen und die
  nicht bereits mit einer Planungszone belegt sind.

  
	
   

  
	
  Im Rahmen der
  Nutzungsplanung hat die Beschwerdegegnerin 1 den künftigen
  Bauzonenbedarf zu ermitteln und eingehend zu prüfen, wie die erforderliche
  Redimensionierung der Bauzonen ausgestaltet werden kann. Dabei ist sie dazu
  gehalten, sämtliche Grundstücke, welche für eine Umzonung in Frage kommen, in
  die Prüfung einzubeziehen, sind doch verschiedene Vorgehensweisen
  hinsichtlich der überdimensionierten Bauzonen der Gemeinde erforderlich
  (vgl. VGer-Urteil VG.2015.00118 vom 14. Januar 2016
  E. II/4.3). Dabei erweisen sich die von ihr aufgestellten Kriterien als
  sachgerecht. 

  
	
   

  
	
  Das vorliegend strittige
  Gebiet ist wie dargelegt klar umrissen und unbebaut. Sodann grenzt es zu
  einem erheblichen Teil an die Landwirtschaftszone, weshalb es für eine
  Umzonung grundsätzlich in Frage kommt. Die Beschwerdegegnerin 1 geht
  daher in räumlicher Hinsicht nicht über das erforderliche Mass hinaus, indem
  sie es mit einer Planungszone belegt. Sodann macht weder der Beschwerdeführer
  geltend noch ist anderweitig ersichtlich, dass der angestrebte
  Sicherungszweck mit milderen Massnahmen erreicht werden könnte. Schliesslich
  bestreitet der Beschwerdeführer zu Recht nicht, dass die Planungszone in
  zeitlicher Hinsicht nicht verhältnismässig ist, wurde doch die gesetzlich
  vorgesehene Maximaldauer von fünf Jahren (vgl. Art. 27 Abs. 2
  RPG i.V.m. Art. 31 Abs. 3 RBG) im Hinblick auf die zu erwartende
  Vorlage der Nutzungsplanung im Jahr 2020 nicht ausgeschöpft.

  
	
   

  
	
  4.4.4 Schliesslich besteht ein erhebliches öffentliches
  Interesse daran, die Entscheidungsfreiheit der Planungsorgane zu sichern.
  Dabei ist zu beachten, dass die Ausarbeitung der Nutzungsplanung, welche alle
  acht ehemaligen Gemeinden der Gemeinde Glarus Nord umfasst, äusserst komplex
  ist. Daher ist es besonders wesentlich, dass den Planungsorganen der
  grösstmögliche Handlungsspielraum gewährleistet wird. Dieses Interesse
  überwiegt das private Interesse des Beschwerdeführers an der Abwehr des bloss
  temporären Eingriffs in seine Eigentumsrechte, zumal er ja nicht ausführt,
  bereits ein konkretes Bauprojekt ausgearbeitet zu haben.

  
	
   

  
	
  Damit erweist sich die
  Planungszone als rechtmässig.

  
	
   

  
	
  5.

  
	
  5.1 Der Beschwerdeführer rügt schliesslich eine
  Verletzung seines rechtlichen Gehörs. Er sieht dieses darin verletzt, dass
  die Beschwerdegegnerin 1 seine Einsprache nur mit einer allgemeinen und
  abstrakten Begründung ohne Fallbezug abgelehnt habe. Der
  Beschwerdegegner 2 habe nicht begründet, weshalb der Mangel nicht
  besonders schwer wiege und eine Heilung zulässig sei.

  
	
   

  
	
  5.2 Die Pflicht zur genügenden Begründung eines
  Entscheids ergibt sich einerseits aus Art. 74 Abs. 1 lit. d VRG, andererseits
  aus dem verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf rechtliches Gehör
  (Art. 29 Abs. 2 BV). Die Begründung eines Entscheids muss dabei so abgefasst
  sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft
  geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen
  kann. Der Entscheid muss zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen nennen,
  von denen sich die Entscheidinstanz hat leiten lassen und auf die sie ihren
  Entscheid stützt (BGE 142 I 135 E. 2.1, 136 I 229 E. 5.2, 134 I 83 E. 4.1).

  
	
   

  
	
  Ausnahmsweise kann eine
  Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden. Dies ist dann der Fall,
  wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer
  Rechtsmittelinstanz zu äussern, die in Bezug auf die strittige Frage über
  eine gleich weite Kognition verfügt wie die Vorinstanz, sodass sie eine
  Prüfung in gleichem Umfang vornehmen kann. Unter dieser Voraussetzung ist
  selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
  Gehör von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und
  soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen
  Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten)
  Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der
  Sache nicht zu vereinbaren wäre (Alain Griffel, in Alain Griffel, Kommentar
  zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. A.,
  Zürich/Basel/Genf 2014, § 8 N. 38, mit Hinweis auf BGE 137 I 195 E.
  2.3.2).

  
	
   

  
	
  5.3 Auch wenn den Umständen auf den einzelnen Parzellen
  keine entscheidwesentliche Bedeutung zukommt, wäre es zumindest wünschenswert
  gewesen, dass die Beschwerdegegnerin 1 in ihrem Einspracheentscheid
  konkret ausführt, weshalb sie im streitbetroffenen Gebiet eine Planungszone
  als verhältnismässig erachtet. Immerhin lässt sich aus dem im
  vorinstanzlichen Verfahren angefochtenen Entscheid der Beschwerdegegnerin 1
  und aus ihrem Schreiben vom 6. Dezember 2017 erkennen, aus welchen
  Gründen sie die Planungszonen erliess. Daher wiegt eine Verletzung des
  rechtlichen Gehörs nicht schwer, will man eine solche denn in der eher
  allgemein gehaltenen Begründung des Einspracheentscheids sehen.

  
	
   

  
	
  Im vorinstanzlichen
  Verfahren wurde ein doppelter Schriftenwechsel durchgeführt. Die
  Beschwerdegegnerin 1 führte dabei in ihrer Beschwerdeantwort aus,
  weshalb sie die Planungszone in Bezug auf das Grundstück des Beschwerdeführers
  als zulässig erachte. Der Beschwerdeführer konnte dazu Stellung nehmen. Der
  Beschwerdegegner 2 verfügte bei seinem Entscheid sodann über volle
  Kognition (Art. 79 Abs. 1 RBG i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRG). Damit waren
  die Voraussetzungen für eine Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs
  erfüllt, weshalb der Entscheid des Beschwerdegegners 2 auch
  diesbezüglich nicht zu beanstanden ist. Eine Rückweisung der Sache an die
  Beschwerdegegnerin 1 hätte im Übrigen eine in erster Linie für den Beschwerdeführer
  nachteilige Verzögerung des Verfahrens zur Folge gehabt, was ebenfalls für
  die Rechtmässigkeit der Vorgehensweise des Beschwerdegegners 2 spricht.

  
	
   

  
	
  Dies führt zur Abweisung
  der Beschwerde.

  
	
   

  
	
  III.

  
	
  Die Gerichtskosten von
  pauschal Fr. 2'000.- sind dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen
  (Art. 134 Abs. 1 lit. c VRG) und mit dem von ihm bereits geleisteten
  Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Ausgangsgemäss steht ihm
  keine Parteientschädigung zu (Art. 138 Abs. 3 lit. a VRG e contrario).
  Soweit die Beschwerdegegnerin 1 eine solche beantragt, ist sie darauf
  hinzuweisen, dass die Beantwortung von Rechtsmitteln zum angestammten
  Aufgabenbereich eines Gemeinwesens gehört, weshalb Behörden in der Regel
  keine Entschädigung ausgerichtet wird, ausgenommen im Klageverfahren oder
  wenn besondere Umstände dies rechtfertigen (Art. 138 Abs. 4 VRG). Die
  Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Zusprechung einer Parteientschädigung
  an die Beschwerdegegnerin 1 sind vorliegend nicht erfüllt.

  
	
  Demgemäss erkennt die Kammer:

  
	
  	
    1.

    	
    Die
    Beschwerde wird abgewiesen.

    
	
    2.

    	
    Die
    Gerichtskosten von Fr. 2'000.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und
    mit dem von ihm bereits geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe
    verrechnet.

    
	
    3.

    	
    Es
    werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

    
	
    4.

    	
    Schriftliche
    Eröffnung und Mitteilung an:

    
	
     

    	
    […]