# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 456a3fb0-e834-50f5-b265-fcc92b30ebec
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.12.2007 BG.2007.28
**Docket/Reference:** BG.2007.28
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BG-2007-28_2007-12-04

## Full Text

Örtlicher Gerichtsstand (Art. 279 Abs. 2 BStP);;Örtlicher Gerichtsstand (Art. 279 Abs. 2 BStP);;Örtlicher Gerichtsstand (Art. 279 Abs. 2 BStP);;Örtlicher Gerichtsstand (Art. 279 Abs. 2 BStP)

Entscheid vom 4. Dezember 2007 
I. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 
Barbara Ott und Alex Staub,  
Gerichtsschreiber David Heeb  

   
 
Parteien 

  
A., 
 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

1. KANTON FREIBURG, Kantonsgericht, 
 
2. KANTON ZÜRICH, Oberstaatsanwaltschaft, 
 
3. KANTON THURGAU, Staatsanwaltschaft, 
 

Beschwerdegegner 
 

Gegenstand  Örtlicher Gerichtsstand (Art. 279 Abs. 2 BStP) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  BG.2007.28 
 
 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass  
 

- gegen A. im Kanton Freiburg ein Strafverfahren wegen Ehrverletzung 
(Art. 173 StGB) hängig ist (act. 1.1);  

 
- A. mit Beschwerde vom 14. November 2007 bei der I. Beschwerdekammer 

die interkantonale Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden des Kantons 
Freiburg bestreitet und beantragt, die Behörden des Kantons Zürich, evtl. 
Kanton Thurgau seien berechtigt und verpflichtet zu erklären, die ihm zur 
Last gelegten strafbaren Handlungen zu verfolgen und zu beurteilen 
(act. 1); 

 
- A. mit seinem weiteren Antrag, „Der Freiburger Untersuchungsrichter sei 

anzuweisen, die Vorladung auf den 18. Dezember 2007 zu sistieren und 
jede weitere Untersuchungshandlung, insbesondere Zwangsmassnahmen 
zu unterlassen“, sinngemäss geltend macht, es sei der Beschwerde die 
aufschiebende Wirkung zu gewähren (act. 1); 

 
- gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. g SGG i.V.m. Art. 279 Abs. 2 BStP gegen den 

Entscheid einer kantonalen Strafverfolgungsbehörde über die Zuständigkeit 
sowie wegen Säumnis beim Erlass eines solchen Entscheides bei der Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt werden 
kann (TPF BG.2004.12 vom 12. August 2004 E. 2.2; TPF BG.2005.7 vom 
17. März 2005 E. 1.1); 

 
- A. keinen Entscheid der Strafverfolgungsbehörden des Kantons Freiburg 

über ihre Zuständigkeit eingereicht hat und folglich kein Anfechtungsobjekt 
vorliegt; 

 
- A. geltend macht, die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Freiburg hät-

ten nicht auf sein Schreiben vom 29. September 2007 reagiert, wonach er 
die Überweisung des Falles an die Strafverfolgungsbehörden des Kantons 
Zürich verlangt habe;  

 
- A. damit sinngemäss eine Säumnis der Strafverfolgungsbehörden des Kan-

tons Freiburg beim Erlass eines Entscheides über die Zuständigkeit geltend 
macht;  

 
- A. sein Schreiben vom 29. September 2007 nicht eingereicht und somit die 

angebliche Säumnis nicht belegt hat;  
 

- 3 - 

 

 

- A. aber die Möglichkeit hat, seine Unzuständigkeitseinrede bei der Ver-
handlung vor den Strafverfolgungsbehörden des Kantons Freiburg vom 
18. Dezember 2007 (act. 1.1) erneut vorzubringen und einen anfechtbaren 
Entscheid über die Zuständigkeit zu verlangen, welcher allenfalls bei der 
I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts angefochten werden könn-
te; 

 
- im Hinblick auf den Ausgang des Verfahrens auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 219 Abs. 1 BStP);  
 

- die Beschwerde demnach verfrüht und mangels eines gültigen Anfech-
tungsobjektes nicht einzutreten ist (siehe dazu TPF BB.2006.35 vom 
17. November 2006);  

 
- das Gesuch um aufschiebende Wirkung damit gegenstandslos wird; 

 
- bei diesem Ausgang des Verfahrens A. die Gerichtskosten zu tragen hat 

(Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei die Gerichtsgebühr 
auf Fr. 300.-- festgesetzt wird (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 
2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 
173.711.32). 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die I. Beschwerdekammer: 
 
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  
 
2. Das Gesuch um aufschiebende Wirkung wird als gegenstandslos von der 

Geschäftskontrolle abgeschrieben. 
 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 4. Dezember 2007 
 
Im Namen der I. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
Zustellung an 
 
- A. 
- Kanton Freiburg, Kantonsgericht 
- Kanton Zürich, Oberstaatsanwaltschaft 
- Kanton Thurgau, Staatsanwaltschaft 
 
 

Beilage: 

- 1 Einzahlungsschein 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.