# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c69384a-de12-552d-94e5-0fd0e807632c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-05-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.05.2015 E-2597/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2597-2015_2015-05-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-2597/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  M a i  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Markus König, 

mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis; 

Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea, zurzeit in Äthiopien, 

vertreten durch B._______, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  

Verfügung des SEM vom 17. März 2015 / N (…). 

 

 

 

E-2597/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer durch seine in der Schweiz lebende Schwester 

am 5. Juni 2012 schriftlich um Bewilligung der Einreise in die Schweiz und 

um Gewährung von Asyl ersuchte, 

dass er zur Begründung des Asylgesuchs aus dem Ausland im Wesentli-

chen geltend machte, er sei als Sohn eritreischer Eltern in Äthiopien gebo-

ren, wo er auch zur Schule gegangen sei, im Jahr (…) habe er mit den 

Eltern nach Eritrea zurückkehren müssen und er habe dort zuletzt sechs 

Jahre in Asmara gelebt sowie im C._______ gearbeitet,  

dass es dabei zu Meinungsverschiedenheiten mit seinem Vorgesetzten ge-

kommen und er deswegen von (…) 2008 bis (…) 2009 inhaftiert worden 

sei, 

dass während der Haft geschlagen worden sei und nur wenig Nahrung er-

halten habe, 

dass er danach seine Arbeit im C._______ wieder habe aufnehmen kön-

nen, wobei die Schwierigkeiten mit dem Vorgesetzten weiter bestanden 

hätten, 

dass er daher am (…) Oktober 2009 nach Äthiopien ausgereist sei, und er 

sich im Flüchtlingslager D._______ beim Amt des Hohen Flüchtlingskom-

missars der Vereinten Nationen (UNHCR) gemeldet habe, welches ihn als 

Flüchtling anerkannt habe ("Refugee Identity Card" in Kopie bei den Akten),  

dass er vom (…) Oktober 2009 bis August 2014 im Flüchtlingslager gelebt 

habe, dieses zufolge diverser gesundheitlicher Beschwerden (…) verlas-

sen und fortan bei einem Freund gelebt habe, 

dass er im (…) 2013 an einer Trauerkundgebung für die ertrunkenen 

Flüchtlinge im Meer vor Lampedusa teilgenommen habe, es dabei zu einer 

Schiesserei gekommen und er in der Folge vorübergehend in Haft gewe-

sen sei, 

dass er seit der Haftentlassung wiederum beim Freund wohne, welcher 

(gleich wie seine in der Schweiz lebende Schwester) ihn finanziell unter-

stütze, 

E-2597/2015 

Seite 3 

dass der Beschwerdeführer am 1. Oktober 2012 erneut seine Situation na-

mentlich im Flüchtlingslager und seine Probleme beschrieb und beim SEM 

durch seine Schwester um rasche Behandlung seines Asylgesuchs ersu-

chen liess, 

dass das SEM der Schwester des Beschwerdeführers mit Zwischenverfü-

gung vom 16. November 2012 mitteilte, es fehle aktuell an einer vom Bru-

der unterzeichneten rechtsgültigen Vollmacht, welche er nachzureichen 

habe, 

dass das BFM weiter mitteilte, die Schweizer Botschaft in Addis Abeba sei 

aus Kapazitäts- und Sicherheitsgründen aktuell nicht in der Lage, Befra-

gungen von Asylsuchenden durchzuführen, weshalb der Beschwerdefüh-

rer aufgefordert werde, einen detaillierten Fragenkatalog des SEM schrift-

lich zu beantworten, 

dass der Beschwerdeführer am 11. Dezember 2012 eine Vollmacht zu-

gunsten seiner Schwester sowie die Antworten zum Fragekatalog (hand-

schriftlich formuliert am 3. Dezember 2012) zu den Akten reichen liess, 

dass am 6. August 2013, am 14. November 2013 und am 27. August 2014 

vom Beschwerdeführer verfasste Ergänzungen eingereicht und  

darin jedes Mal um rasche Antwort gebeten wurde, 

dass das SEM mit Schreiben vom 4. September 2014 die aktuellen Kon-

taktdaten des Beschwerdeführers verlangte, damit er vor Ort mündlich zu 

seinen Asylgründen befragt werden könne, 

dass der Beschwerdeführer diese Angaben zu den Akten reichte und er in 

der Folge am 12. Dezember 2014 in der Schweizer Vertretung in Addis 

Abeba ausführlich befragt wurde, 

dass der Beschwerdeführer am 4. März 2015 erneut darum ersuchen liess, 

sein Asylgesuch nun so rasch als möglich zu behandeln und zu entschei-

den, 

dass das SEM mit Verfügung vom 17. März 2015 – am 18. März 2015  

eröffnet – die Einreise des Beschwerdeführers in die Schweiz verweigerte 

und sein Asylgesuch aus dem Ausland ablehnte, 

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 

8. April 2015 beim SEM Beschwerde ("Letter of Appeal") einreichen liess, 

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Seite 4 

welches diese am 23. April 2015 zuständigkeitshalber dem Bundesverwal-

tungsgericht übermittelte, 

und das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31 ff. VGG; Art. 83 Bst. d 

Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten (vgl. hierzu das 

Grundsatzurteil D-103/2014 des Bundesverwaltungsgerichts vom 21. Ja-

nuar 2015, zur Publikation vorgesehen; BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

dass die Möglichkeit, im Ausland ein Asylgesuch bei einer Schweizer Ver-

tretung zu stellen, mit Wirkung ab 29. September 2012 aufgehoben worden 

ist, wobei für Asylgesuche, die – wie vorliegend – vor dem Inkrafttreten ge-

stellt worden sind, die aArt. 12, aArt. 19, aArt. 20, aArt. 41 Abs. 2, aArt. 52 

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Seite 5 

und aArt. 68 in der bisherigen Fassung des Gesetzes gelten (vgl. Über-

gangsbestimmung zur Änderung des AsylG vom 28. September 2012), 

dass gemäss aArt. 19 Abs. 1 AsylG ein Asylgesuch im Ausland bei einer 

Schweizer Vertretung gestellt werden konnte, welche es mit einem Bericht 

an das BFM zu überweisen hatte (aArt. 20 Abs. 1 AsylG), 

dass die Schweizer Botschaft mit der asylsuchenden Person in der Regel 

eine Befragung durchzuführen hatte (aArt. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 

über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) und, wenn dies nicht möglich 

war, die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert wurde, ihre 

Asylgründe schriftlich festzuhalten (aArt. 10 Abs. 2 AsylV 1), 

dass vorliegend im Nachgang zur schriftlichen Erhebung der Asylgründe 

(Verfügung des SEM vom 16. November 2012) der Beschwerdeführer am 

12. Dezember 2012 auf der Schweizer Vertretung in Addis Abeba mündlich 

angehört werden konnte, womit den verfahrensrechtlichen Anforderungen 

Genüge getan worden ist,  

dass das SEM ein (vor dem 1. Oktober 2012) im Ausland gestelltes Asyl-

gesuch ablehnen kann, wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung 

glaubhaft machen oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet 

werden kann (Art. 3 und Art. 7 AsylG, aArt. 52 Abs. 2 AsylG), 

dass das SEM den Asylsuchenden gemäss aArt. 20 Abs. 2 AsylG die Ein-

reise zur Abklärung des Sachverhalts bewilligt, wenn ihnen nicht zugemu-

tet werden kann, im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein 

anderes Land auszureisen, 

dass das SEM zur Begründung der angefochtenen Verfügung im Wesent-

lichen ausführte, es sei dem Beschwerdeführer nicht gelungen, konkrete 

Anhaltspunkte für die Annahme aufzuzeigen, ein weiterer Verbleib in Äthi-

opien wäre unmöglich oder ihm nicht zuzumuten,  

dass der Beschwerdeführer gemäss seinen Angaben in Äthiopien zunächst 

in einem Flüchtlingslager des UNHCR, danach und seither bei einem 

Freund lebe, er ausserdem vom UNHCR als Flüchtling anerkannt sei,  

dass der Vorfall anlässlich der Trauerkundgebung für die Opfer vor Lam-

pedusa und die damit einhergehende Inhaftierung des Beschwerdeführers 

als einzelnes Ereignis keine Rückschlüsse auf die Annahme zuliessen, die 

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äthiopischen Behörden hätten eine darüber hinaus gehende Verfolgungs-

absicht gegen den Beschwerdeführer,  

dass die von ihm geschilderten schwierigen Lebensumstände nicht ver-

kannt würden, jedoch vorliegend die Hürden für eine zumutbare Existenz 

in Äthiopien nicht unüberwindbar scheinen würden, zumal der Beschwer-

deführer bei einem Freund leben könne und von diesem sowie der 

Schwester in der Schweiz finanzielle Unterstützung erhalte, 

dass dem SEM bekannt sei, dass die eritreischen Flüchtlinge in Äthiopien 

nicht über ein freies Aufenthaltsrecht im ganzen Land verfügen würden, 

sondern einem Flüchtlingslager zugeteilt würden, in dem sie sich aufzuhal-

ten hätten,  

dass dem Beschwerdeführer daher namentlich bezüglich einer allfälligen 

notwendigen Behandlung der geltend gemachten gesundheitlichen Prob-

leme zuzumuten sei, sich in das ihm zugewiesene Flüchtlingslager zu be-

geben, 

dass sodann allein der Umstand, dass die Schwester des Beschwerdefüh-

rers in der Schweiz lebe, in einer Gesamtabwägung nicht derart gewichtig 

zu beurteilen sei, dass dadurch allein die Schweiz als mögliches Schutz-

land erscheine, zumal allein die Anwesenheit der Schwester in der Schweiz 

noch nicht eine enge Bindung mit der Schweiz im Sinn von aArt. 52 Abs. 2 

AsylG bedeute, 

dass für den Beschwerdeführer aufgrund der kulturellen Nähe in Äthiopien 

dort erheblich bessere Möglichkeiten zur Eingliederung und Assimilation 

als in der Schweiz bestünden, zumal er bereits mehr als fünf Jahre dort 

lebe und ausserdem ursprünglich dort geboren sei, 

dass der Beschwerdeführer in seinem Rechtsmittel namentlich schildert, 

wieso er nicht länger in Äthiopien leben könne, 

dass er dabei namentlich auf die Lebensumstände im Flüchtlingscamp hin-

weist und ausführt, allein der Umstand, dass er in Äthiopien geboren und 

aufgewachsen sei, bedeute für ihn keinen Vorteil, insbesondere könne er 

mangels genügender Arbeitsplätze keiner eigenen Erwerbstätigkeit nach-

gehen,  

dass ihm nur die Wahl bleibe, im Flüchtlingscamp oder aber auf Kosten 

anderer zu leben, was für ihn nicht als Lebensinhalt genügen könne,  

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Seite 7 

dass ausserdem die eritreischen Flüchtlinge von den äthiopischen Bürgern 

argwöhnisch betrachtet würden, dieser Argwohn durch entsprechende 

Schlagzeilen in privaten und öffentlichen Medien in Äthiopien genährt 

werde (zum Beispiel habe die äthiopische Regierung vor zwei  

Monaten seine Bürger vor eritreischen Bombenanschlägen gegen zivile 

Einrichtungen gewarnt), 

dass so eine grosse Kluft und Argwohn zwischen Äthiopiern und eritrei-

schen Flüchtlingen entstehe, zumal zehntausende Äthiopier im eritreisch-

äthiopischen Krieg Angehörige verloren hätten und diese Wunden noch 

nicht geschlossen seien,  

dass sich das Bundesverwaltungsgericht nach Durchsicht der Vorakten 

den Erwägungen des BFM vollumfänglich anschliesst, 

dass der Beschwerdeführer sein Heimatland vor nunmehr fünfeinhalb Jah-

ren verlassen hat und sich seither im Drittstaat Äthiopien aufhält, 

dass bei einem Asylgesuch aus einem Drittstaat nach Lehre und Praxis im 

Sinn einer (widerlegbaren) Regelvermutung davon auszugehen ist, die be-

treffende Person habe dort bereits anderweitig Schutz gefunden, was in 

Anwendung von aArt. 52 Abs. 2 AsylG grundsätzlich zur Ablehnung des 

Asylgesuchs und zur Verweigerung der Einreisebewilligung führt, in sol-

chen Fällen aber die Zumutbarkeit des Verbleibs im Drittstaat zu prüfen 

und gegenüber einer allfälligen Beziehungsnähe zur Schweiz abzuwägen 

ist (vgl. BVGE 2011/10 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen), 

dass das Bundesverwaltungsgericht in konstanter Praxis das Risiko für 

äthiopische Flüchtlinge Äthiopien, Opfer einer Deportation oder Entführung 

zu werden, als gering einstuft und den Akten kein spezifisches  

Risikoprofil des Beschwerdeführers zu entnehmen wäre, das an dieser 

grundsätzlichen Einschätzung vorliegend etwas zu ändern vermöchte, 

dass der Beschwerdeführer in Äthiopien als anerkannter Flüchtling vom 

UNHCR registriert und einem Flüchtlingslager zugewiesen worden ist, er 

nun seit Herbst 2012 (vgl. Befragungsprotokoll vom 12. Dezember 2012, 

S. 2) bei einem Freund in E._______ (etwa …) lebt, es ihm offen steht und 

zuzumuten ist, sich im Bedarfsfall in das zugewiesene Flüchtlingslager zu-

rückzubegeben, sei es für den notwendigen täglichen Lebensunterhalt, sei 

es für allfällige notwendige medizinische Behandlungen,  

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Seite 8 

dass sodann allein der Umstand, dass eine Beziehungsnähe zur Schweiz 

namentlich aufgrund der hier lebenden Schwester gegeben ist, nicht zur 

Erteilung einer Einreisebewilligung führen kann, wenn aufgrund einer Ab-

wägung mit anderen Kriterien der Verbleib im Drittstaat objektiv als zumut-

bar zu erachten ist (vgl. etwa Urteile des Bundesverwaltungsgerichts D-

7225/2010 vom 14. Februar 2011 E. 6, insbes. 6.6, D-4758/2010 vom 

30. August 2010 E. 4.1.4, D-2047/2010 vom 29. April 2010 insbes. S. 9 f.), 

dass gestützt auf die obigen Erwägungen davon auszugehen ist, dass dem 

Beschwerdeführer ein weiterer Verbleib in Äthiopien zuzumuten ist,  

dass er dort aufgrund des langjährigen früheren Aufenthalts (von der Ge-

burt im Jahr (…) bis (…) und seit (…) 2009) ein entsprechendes soziales 

Beziehungsnetz haben dürfte und denn auch aktuell bei einem Freund lebt,  

dass er gemäss eigenen Angaben der Landessprache mächtig ist und die 

genannten Kriterien, die für einen Verbleib im Drittstaat Äthiopien spre-

chen, vorliegend insgesamt stärker zu gewichten sind als die Tatsache, 

dass er eine Schwester hat, die in der Schweiz lebt,  

dass unter den gegebenen Umständen eine Schutzgewährung durch die 

Schweiz nicht als erforderlich erscheint, zumal nicht anzunehmen ist, ihm 

würden wegen des einmaligen Vorfalls im (…) 2013 von Seiten der äthio-

pischen Behörden dort derzeit noch weitere Nachteile drohen,  

dass mit anderen Worten nicht von einer begründeten Furcht vor staatli-

cher, asylrelevanter Verfolgung in Äthiopien auszugehen ist, 

dass der Beschwerdeführer den Vorfall von 2013 denn auch in der Be-

schwerde nicht mehr erwähnt, 

dass das BFM nach dem Gesagten zu Recht und mit zutreffender Begrün-

dung die Erteilung der Einreisebewilligung verweigert und das Asylgesuch 

abgelehnt hat, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelungen ist darzutun, inwie-

fern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserhebli-

chen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder unangemes-

sen sei (Art. 106 Abs. 1 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen wären (Art. 63 Abs. 1 VwVG), aus verwaltungs- 

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Seite 9 

ökonomischen Gründen indessen praxisgemäss von einer Kostenauflage 

abzusehen ist (vgl. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die Schweizer 

Botschaft in Addis Abeba. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Markus König Eveline Chastonay 

 

 

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