# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dc42ad36-bf87-56cc-a14f-7615b698dace
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-28
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 28.03.2025 III 2024 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2024-66_2025-03-28.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2024 64
III 2024 66
III 2024 70

Entscheid vom 28. März 2025 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien 1. A.________,
2. B.________,
3. C.________,
4. D.________,
5. E.________,

Beschwerdeführer (Verfahren III 2024 64),
alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. F.________,

6. Gemeinde Freienbach, vertreten durch den Gemeinderat Frei-
enbach, Unterdorfstrasse 9, Postfach 140, 8808 Pfäffikon,
Beschwerdeführerin (Verfahren III 2024 66),
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. G.________,

7. Korporation Pfäffikon, Hurdnerwäldlistrasse 27a, 8808 Pfäffi-
kon,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. H.________,
Beschwerdeführerin (Verfahren III 2024 70),

gegen

1. Gemeinderat Freienbach, Unterdorfstrasse 9, Postfach 140, 
8808 Pfäffikon,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. G.________,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 

2

Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen (Verfahren III 2024 64 + 66 + 70),

3. A.________,
4. B.________,
5. C.________,
6. D.________,
7. E.________,

Beschwerdegegner (Verfahren III 2024 66 + 70),
Ziff. 3 bis Ziff. 7 vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. 
F.________,

8. Korporation Pfäffikon, Hurdnerwäldlistrasse 27a, 8808 Pfäffi-
kon,
Beigeladene (Verfahren III 2024 66),
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. H.________,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Teilrevision Nutzungsplanung - 
Ausscheidung Gewässerraum [RRB Nr. 295/2024 vom 16.4.2024])

3

Sachverhalt:

A. Im Amtsblatt Nr. 21 vom 27. Mai 2022 (S. 1374 f.) publizierte die Gemeinde 
Freienbach die "Teilrevision und Nachführungen/Nutzungsplanungen betreffend 
Gewässerraum, Naturgefahren, Verkehrszonen/-flächen und plangrafische Nach-
führungen" und legte die entsprechenden diversen Unterlagen öffentlich auf. 
Hiergegen erhoben unter anderem am 27. Juni 2022 der A.________, der 
D.________, B.________, E.________ und C.________ (nachstehend: 
A.________ u.w.) am 27. Juni 2022 gemeinsam Einsprache mit den folgenden 
Anträgen:

1. Es seien die aktuellen Gerinnesohlenbreiten und die Breitenvariabilität der 
Fliessgewässer vor Ort und im Einzelfall zu überprüfen und nicht unbesehen 
auf die ökomorphologischen Daten des Kantons abzustellen.

2. Auch an Gewässern mit einer (aktuellen) Sohlenbreite von weniger als 1.5 m 
seien Gewässerräume festzulegen. Davon zu befreien seien nur sehr kleine 
Gewässer im Sinne von Art. 41a Abs. 5 Bst. d [GSchV], wenn sie nicht in der 
Landeskarte 1:25'000 eingetragen sind, eine natürliche Sohlenbreite von 
weniger als 20 cm aufweisen und keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen.

3. Es seien die Gewässerräume für Fliessgewässer nach Art. 41a Abs. 3 und 
jene für stehende Gewässer nach Art. 41b Abs. 2 GSchV nach Massgabe 
einer Interessenabwägung im konkreten Einzelfall zu erhöhen.

4. Die Gewässerräume seien auch bei eingedolten Gewässern festzulegen, 
soweit keine Interessenabwägung im Einzelfall einen Verzicht erlaubt.

5. Die Uferlinien seien gemäss der Arbeitshilfe des ARE zu bestimmen. Die 
Uferlinien seien somit auch bei Wasserflächen von <200 m2 landseitig 
festzulegen. Zudem sei auf die Einzonung von Bootshaaben zu verzichten.

6. Beim I.________ sei ein Gewässerraum von mindestens 15 m 
auszuscheiden.

7. Es seien auch im J.________ Gewässerräume von mindestens 15 m gemäss 
Art. 41b GSchV auszuscheiden.

8. Der Gewässerraum beim K.________bach sei zu überprüfen und korrekt 
festzulegen.

9. In allen Flachmoorobjekten von nationaler Bedeutung seien hydrologische 
Pufferzonen nach Flachmoorverordnung Art. 3 Abs. 1 auszuscheiden.

10. Es sei festzustellen, dass das Merkblatt vom 20. Dezember 2017 des 
Umweltdepartements des Kantons Schwyz zur Festlegung der 
Gewässerräume sowie der ihm zu Grunde liegende Regierungsratsbeschluss 
Nr. 818/2017 vom 31. Oktober 2017 gegen Bundesrecht verstossen und nicht 
anwendbar sind (akzessorische Anfechtung).

11. Alles unter Kostenfolge zu Lasten des Einsprachegegners.

4

B. Mit Beschluss (GRB) Nr. 38 vom 9. Februar 2023 wies der Gemeinderat 
die Einsprache ab, soweit darauf einzutreten war. 

Hiergegen erhoben der A.________ u.w. am 8. März 2023 Beschwerde beim 
Regierungsrat des Kantons Schwyz mit den folgenden Anträgen: 

1. Es sei der Einspracheentscheid des Gemeinderates Freienbach vom 
9. Februar 2023 aufzuheben und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens 
mit den erforderlichen Weisungen an den Gemeinderat zurückzuweisen.

2. Die Genehmigung der Zonenplanänderung und der Änderung des 
Baureglements sei dementsprechend zu verweigern.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.

Mit Beschluss (RRB) Nr. 295/2024 vom 16. April 2024 entschied der Regierungs-
rat wie folgt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Beschluss 
Nr. 38 der Vorinstanz vom 9. Februar 2023 wird aufgehoben, soweit er die 
Gewässerraumausscheidung für den Zürichsee bei der L.________ 
Freienbach, der Bucht M.________, der Bucht in der N.________ (soweit 
diese in der Gemeinde Freienbach liegt), beim Delta O.________bach, beim 
östlichen Ufer der Halbinsel R.________, bei den beiden Buchten im Norden 
der Halbinsel R.________, beim P.________, bei den Gebieten J.________ 
und Q.________ sowie bei Bootshaaben betrifft. Die Sache wird im Sinne der 
Erwägungen zur erneuten Prüfung und Gewässerraumfestlegung an die 
Vorinstanz zugewiesen. lm Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (inklusive Kanzleikosten) im Betrag von Fr. 1800.-- 
werden zu einem Drittel (Fr. 600.--) den Beschwerdeführern auferlegt (...). 
Ebenfalls zu je einem Drittel (Fr. 600.--) werden die Verfahrenskosten der 
Gemeinde Freienbach und der Beigeladenen [d.h. Korporation Pfäffikon] 
auferlegt. (…). 

3. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen.

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

C.1 Gegen diesen RRB Nr. 295/2024 (Versand am 17.4.2024) erheben der 
A.________ u.w. mit Eingabe vom 6. Mai 2024 (Postaufgabe am gleichen Tag) 
fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den 
folgenden Anträgen (Verfahren III 2024 64): 

1. Es sei der Beschwerdeentscheid des Regierungsrates vom 16. April 2024 
(RRB Nr. 295/2024) aufzuheben, soweit er sich auf die 
Gewässerraumfestlegung an den "sehr kleinen" Fliessgewässern in der 
Gemeinde Freienbach bezieht.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.

5

C.2 Mit Eingabe vom 8. Mai 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) erhebt auch 
die Gemeinde Freienbach fristgerecht Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den 
folgenden Anträgen (Verfahren III 2024 66): 

1. Der Beschluss Nr. 295/2024 des Regierungsrates vom 16.04.2024 sei 
aufzuheben, soweit darin die Verwaltungsbeschwerde der Beschwerdegegner 
gutgeheissen, der Beschluss Nr. 38 des Gemeinderates Freienbach vom 
09.02.2023 aufgehoben und die Sache an diesen zurückgewiesen wird.

2. Die in der Teilrevision Nutzungsplanung der Gemeinde Freienbach 
vorgesehenen bzw. nicht vorgesehenen Gewässerraumausscheidungen für 
den Zürichsee bei der L.________ Freienbach, der Bucht M.________, der 
Bucht in der N.________ (soweit diese in der Gemeinde Freienbach liegt), 
beim Delta O.________bach, beim östlichen Teil der Halbinsel R.________, 
bei den Gebieten J.________ und Q.________ sowie bei den Bootshaaben 
seien zu bestätigen.

3. Eventuell sei festzustellen, dass der Gemeinderat Freienbach die 
Gewässerraumausscheidungen gemäss strategischer Planung 
«Revitalisierung Seeufer» bei der L.________ Freienbach, der Bucht 
M.________, der Bucht in der N.________ (soweit diese in der Gemeinde 
Freienbach liegt), beim Delta O.________bach, beim östlichen Teil der 
Halbinsel R.________ und beim P.________ in einem von der pendenten 
Teilrevision der Nutzungsplanung unabhängigen Verfahren, eventuell 
projektbezogen im Rahmen eines Revitalisierungsprojektes, festlegen kann.

4. Subeventuell sei die Sache an den Regierungsrat zur Neubeurteilung 
zurückzuweisen.

5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons Schwyz 
und der solidarisch haftenden Beschwerdegegner.

C.3 Am 10. Mai 2024 (Postaufgabe) erhebt auch die Korporation Pfäffikon frist-
gerecht Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit den folgenden Anträgen (Verfahren 
III 2024 70): 

1. Der angefochtene RRB Nr. 295 vom 16.4.2024 ist aufzuheben, soweit er bei 
Gutheissung der Beschwerde von 
A.________/B.________/C.________/D.________/E.________ und bei 
Aufhebung des Gemeinderatsbeschlusses Nr. 38 vom 9.2.2023 sich auf die 
Gewässerraumausscheidung (Verzicht) bei den Gebieten J.________ (KTN 
_01) und Q.________ (KTN _02), beide inkl. Bootshaaben, bezieht und die 
Angelegenheit diesbezüglich zur erneuten Prüfung und 
Gewässerraumfestlegung an den Gemeinderat Freienbach zurückweisen will.

Stattdessen ist festzuhalten, dass es sich bei den Gewässerflächen 
J.________ KTN _01 und Q.________ KTN _02 um ein künstlich angelegtes 
Gewässer nach Art. 41b Abs. 4 lit. c GschV handelt, dies mit Bestätigung des 
Gemeinderatsbeschlusses Nr. 38 vom 9.2.2023 betreffend Verzicht auf die 
Ausscheidung eines Gewässerraumes bei den Gewässerflächen J.________ 
KTN _01 und Q.________ KTN _02 mit stattdessen Baulinien gemäss der 
Teilrevision/Nachführung Nutzungsplanung mit Planauflage vom 27.5.2022, 
bezüglich den Baulinien dabei jedoch mit Aufhebung des 

6

Gemeinderatsbeschlusses Nr. 38 vom 9.2.2023 bezüglich der Baulinie auf 
KTN _03 und stattdessen mit Verzicht auf eine Baulinie nördlich und östlich 
entlang der Parzelle KTN _03/Baurecht Nr. _04 (Schiffsverlade- und 
Entladestation) zum J.________ KTN _01 hin, eventualiter mit Verlegung 
dieser Baulinie an die Zonengrenze bei KTN _03, subeventualiter mit 
Rückweisung der Angelegenheit an den Gemeinderat Freienbach zur neuen 
Festsetzung dieser Baulinie bei KTN _03.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegner.

D.1 Mit einer für die drei Verfahren gemeinsamen Vernehmlassung vom 
27. Mai 2024 beantragt das Sicherheitsdepartement was folgt:

1. Die Verfahren lll 2024 64, lll 2024 66 und lll 2024 70 seien zu vereinigen.

2. Auf die Beschwerde im Verfahren lll 2024 66 sei nicht einzutreten, eventuell 
sei sie abzuweisen.

3. Die Beschwerde im Verfahren lll 2024 64 sei abzuweisen.

4. Die Beschwerde im Verfahren lll 2024 70 sei abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden kann.

5. Alles unter Kostenfolge zulasten der jeweiligen Beschwerdeführer. 

D.2 Mit Schreiben vom 28. Mai 2024 lässt die Korporation Pfäffikon im Verfah-
ren III 2024 64 mitteilen, dass sie auf eine materielle Beschwerdevernehmlas-
sung und Anträge verzichte. Der Beschwerdegegenstand der sehr kleinen 
Fliessgewässer dieses Verfahrens betreffe sie nicht, womit sie nicht beiladungs-
berechtigt sei. Ob die Beschwerde III 2024 64 nun gutgeheissen werde oder 
nicht, es sei auf alle Fälle von Kostenfolgen zu ihren Lasten abzusehen. Mit 
Schreiben vom 31. Juli 2024 bestätigt die Korporation Pfäffikon ihr Desinteresse 
an einer Parteistellung als Beigeladene im Verfahren III 2024 64. 

Der Gemeinderat beantragt vernehmlassend am 28. Juni 2024 im Verfahren III 
2024 64 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter 
Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdeführer bei solidari-
scher Haftbarkeit. 

D.3 Im Beschwerdeverfahren III 2024 66 beantragt die Korporation Pfäffikon mit 
Vernehmlassung vom 28. Mai 2024, die Anträge Ziff. 1 und Ziff. 2 seien gutzu-
heissen, soweit sie sich auf die Gebiete J.________ und Q.________ und ihre 
Bootshaaben bezögen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des 
Kantons Schwyz und der Beschwerdegegner. 

Der A.________ u.w. stellen mit Vernehmlassung vom 3. Juni 2024 den Antrag 
auf Abweisung der Beschwerde des Gemeinderates unter Kosten- und Entschä-
digungsfolgen zu dessen Lasten. Zudem beantragen sie die Vereinigung mit den 
von ihnen bzw. der Korporation Pfäffikon initiierten Beschwerdeverfahren III 2024 

7

64 bzw. III 2024 70. Die analogen Anträge stellen der A.________ u.w. mit Ver-
nehmlassung ebenfalls vom 3. Juni 2024 im Verfahren III 2024 70. 

Der Gemeinderat beantragt am 6. Juni 2024 der guten Ordnung halber die Gut-
heissung der Beschwerde der Gemeinde. 

D.4 Die Gemeinde stellt mit Vernehmlassung vom 28. Juni 2024 im Verfahren 
III 2024 70 folgende Anträge: 

1. Die Beschwerde sei gutzuheissen, soweit die Bestätigung des Beschlusses 
Nr. 38 des Gemeinderates Freienbach vom 09.02.2023 beantragt wird.

2. Die Beschwerde sei abzuweisen, soweit die Aufhebung des Beschlusses 
Nr. 38 des Gemeinderates Freienbach vom 09.02.2023 beantragt und darauf 
eingetreten wird.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Gesetz.

E. Der A.________ u.w. beantragen mit Replik vom 10. Juli 2024 im Verfah-
ren III 2024 64 unter Beilage einer "Analyse Gewässernetz Kanton Schwyz in 
Bezug auf natürliche Sohlenbreite" von Georg Odermatt (MSc Energy Science 
Technology ETH, 4aqua) vom Oktober 2023 die Gutheissung ihrer Beschwerde. 

Die Korporation erneuert mit Replik vom 7. August 2024 die Anträge gemäss der 
Beschwerde vom 10. Mai 2024, wobei der Absatz 2 des Beschwerdeantrages 2 
neu folgende Streichung aufweist:

Stattdessen ist festzuhalten, dass es sich bei den Gewässerflächen 
J.________ KTN _01 und Q.________ KTN _02 um ein künstlich angelegtes 
Gewässer nach Art. 41b Abs. 4 lit. c GschV handelt, dies mit Bestätigung des 
Gemeinderatsbeschlusses Nr. 38 vom 9.2.2023 betreffend Verzicht auf die 
Ausscheidung eines Gewässerraumes bei den Gewässerflächen J.________ 
KTN _01 und Q.________ KTN _02 mit stattdessen Baulinien gemäss der 
Teilrevision/Nachführung Nutzungsplanung mit Planauflage vom 27.5.2022, 
bezüglich den Baulinien dabei jedoch mit Aufhebung des 
Gemeinderatsbeschlusses Nr. 38 vom 9.2.2023 bezüglich der Baulinie auf 
KTN _03 und stattdessen mit Verzicht auf eine Baulinie nördlich und östlich 
entlang der Parzelle KTN _03/Baurecht Nr. _04 (Schiffsverlade- und 
Entladestation) zum J.________ KTN _01 hin, eventualiter mit Verlegung 
dieser Baulinie an die Zonengrenze bei KTN _03, subeventualiter mit 
Rückweisung der Angelegenheit an den Gemeinderat Freienbach zur neuen 
Festsetzung dieser Baulinie bei KTN _03.

Der Gemeinderat hält mit Replik vom 9. September 2024 ebenfalls an seinen An-
trägen gemäss der Beschwerde vom 8. Mai 2024 fest. 

F. Der Gemeinderat verzichtet mit Eingabe vom 12. September 2024 auf eine 
Duplik in den Verfahren III 2024 64 und 70. 

8

Die Korporation erneuert mit Duplik vom 19. September 2024 im Verfahren III 
2024 66 ihre Anträge gemäss der Vernehmlassung vom 28. Mai 2024.

G. Mit Eingabe vom 19. September 2024 im Verfahren III 2024 70 gelangt die 
Korporation infolge "zwischenzeitlich eingetretener neuer sachverhaltlicher wie 
rechtlicher Umstände" unter Bezugnahme auf ein Schreiben des Amtes für Rau-
mentwicklung vom 12. August 2024 und des Entwurfs eines kantonalen Schiffs-
tationierungskonzepts 2024 vom 8. August 2024 sowie unter Einreichung dersel-
ben (Bf-Korporation act. 21 und 22) erneut ans Verwaltungsgericht. 

Mit einer weiteren Eingabe vom 16. Oktober 2024 in den Verfahren III 2024 66 
und III 2024 70 lässt sich die Korporation unter Bezugnahme auf die Anordnung 
des verfahrensleitenden Richters vom 4. Oktober 2024 vernehmen. Mit diesem 
Schreiben vom 4. Oktober 2024 waren den Verfahrensbeteiligten indes nur die 
beiden Eingaben der Korporation vom 19. September 2024 sowie die Verzichts-
erklärung des Gemeinderates vom 12. September 2024 zugestellt worden. Die 
Korporation bestreitet nunmehr einerseits die Vernehmlassungszuständigkeit des 
Sicherheitsdepartements (S. 2 f. Ziff. II) und bezieht sich anderseits auf eine Du-
plik des Sicherheitsdepartements vom 3. Oktober 2024 (S. 5 Ziff. 2). Indes hat 
das Sicherheitsdepartement in den vorliegenden Verfahren III 2024 64+66+70 
keine Duplik(en) eingereicht. 

H. Die weiteren Verfahrensbeteiligten liessen sich im Nachgang zur verwal-
tungsgerichtlichen Fristansetzung vom 25. Oktober 2024 (bis spätestens 
22.11.2024) nicht mehr vernehmen. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Beschluss im Wesentlichen, 
die beiden Aktenstücke Beilagen K.1 ("Herleitung Gewässerraum Fliessgewäs-
ser") und K.2 ("Interessenabwägung Gewässerräume stehende Gewässer") da-
tierten jeweils vom 23. Januar 2023 und somit noch vor dem GRB Nr. 38 vom 
9. Februar 2023. Die Beschwerdeführer hätten nicht mit deren Vorhandensein 
rechnen müssen. Im GRB Nr. 38/2023 würden sie weder erwähnt noch werde 
darauf abgestellt. Eine allfällige Gehörsverletzung sei jedoch im Rahmen des re-
gierungsrätlichen Beschwerdeverfahrens mit Einsicht in die beiden Aktenstücke 
geheilt worden (E. 2.3). 

Die Beschwerdeführer (d.h. A.________ u.w.) beanstandeten, dass die Gemein-
de bei Fliessgewässern mit einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von weniger 
als 1.5 m keinen Gewässerraum ausgeschieden habe. Das Merkblatt "Festle-

9

gung der Gewässerräume" des Umweltdepartements vom 20. Dezember 2017 
dürfe diesbezüglich nicht angewendet werden (E. 4). Hierzu erwog der Regie-
rungsrat unter anderem, dieses Merkblatt vom 20. Dezember 2017 sei mittlerwei-
le aufgehoben und durch die Version vom 31. März 2023 (sowie zuvor 
29.3.2018) abgelöst worden. Die Vorgehensweise des Gemeinderates gemäss 
diesem Merkblatt zur Beurteilung, ob ein sehr kleines Gewässer vorliege, ent-
spreche der Modularen Arbeitshilfe der Schweizerischen Bau-, Planungs- und 
Umweltschutzdirektorenkonferenz (BPUK), der Konferenz kantonaler Landwirt-
schaftsdirektoren (LDK) sowie der Bundesämter für Umwelt (BAFU), Raument-
wicklung (ARE) und Landwirtschaft (BWL) zur Festlegung und Nutzung des Ge-
wässerraums in der Schweiz vom Juni 2019 (nun: Aktualisierung Version 2024; 
kurz: Arbeitshilfe Gewässerraum). Die Beschwerdeführer rügten nicht konkret, 
bei welchem Fliessgewässer der Gemeinderat aus ihrer Sicht die natürliche Ge-
rinnesohlenbreite angeblich falsch festgelegt haben soll (E. 4.2.3). Es sei nicht zu 
beanstanden, dass der Gemeinderat Fliessgewässer mit einer natürlichen Gerin-
nesohlenbreite von bis zu 1.5 m noch als sehr klein eingestuft habe (E. 4.2.5). 

Unbegründet sei der Vorwurf der Beschwerdeführer einer ungenügenden Prü-
fung, ob einem Verzicht auf die Gewässerraumausscheidung bei sehr kleinen 
Fliessgewässern überwiegende Interessen gegenüberstünden (E. 5). Die Be-
schwerdeführer legten auch nicht konkret dar, bei welchen Fliessgewässern ein 
erhöhter Gewässerraum nach Art. 41a Abs. 3 der Gewässerschutzverordnung 
(GSchV; SR 814.201) vom 28. Oktober 1998 ausgeschieden werden müsse 
(E. 5.2). Nicht ersichtlich sei, weshalb die ausgeschiedenen Gewässerräume der 
Fliessgewässer im Bereich des BLN-Objektes "S.________" und/oder durch die 
Flachmoore "T.________" sowie "U.________", die insoweit im Perimeter des 
kantonalen Nutzungsplans "Naturschutzgebiet T.________" lägen und der kan-
tonalen Planungshoheit unterlägen, zur Gewährleistung der Schutzziele des 
Flachmoores erhöht werden sollten. Bei den Fliessgewässern durch die Flach-
moore "V.________", "W.________" und "X.________" sei bereits eine Gewäs-
serraumausscheidung nach Art. 41a Abs. 2 GSchV vorgenommen worden 
(E. 5.3). Soweit auf die Ausscheidung eines Gewässerraumes für den 
Y.________bach (Nr. _07) mit einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von 0.5 m 
ausserhalb des Flachmoores "V.________" unter Vornahme der Interessenab-
wägung verzichtet worden sei, entspreche dies den gesetzlichen Vorgaben nach 
Art. 41a Abs. 5 lit. d GSchV (E. 5.4). 

Die asymmetrische Gewässerraumausscheidung beim K.________bach erweise 
sich als sinnvoll; der Gewässerraum östlich des Gerinnes des K.________bachs 
werde im kantonalen Nutzungsplan "Naturschutzgebiet T.________" auszu-
scheiden sein (E. 5.5). 

10

Der Gemeinderat habe in der "lnteressenabwägung Gewässerräume Fliessge-
wässer" vom 23. Januar 2023 für jedes einzelne eingedolte Fliessgewässer ge-
prüft, ob einem Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässerraums überwie-
gende lnteressen entgegenstünden und dies für alle Eindolungen verneint. Die 
Beschwerdeführer würden kein eingedoltes Fliessgewässer nennen, bei wel-
chem aus ihrer Sicht eine Gewässerraumausscheidung hätte vorgenommen 
werden müssen (E. 6.2). 

Die Beschwerdeführer bemängelten auch, dass bei den stehenden Gewässern 
ungenügend geprüft worden sei, ob die Gewässerräume aufgrund von Revitali-
sierungsvorhaben zu erhöhen seien (E. 7). Die lnsel Z.________ liege im Peri-
meter des kantonalen Nutzungsplans "Naturschutzgebiet T.________" vom 19. 
September 2002. Es werde Sache des Kantons sein, den Gewässerraum für den 
Zürichsee für die lnsel Z.________ auszuscheiden. Der Gemeinderat habe bei 
den übrigen sechs Gebieten, die in der Revitalisierungsplanung enthalten seien 
(L.________ Freienbach, Bucht M.________, Bucht in der N.________, Delta 
O.________bach, östlicher Teil der Halbinsel R.________ und P.________), ei-
nen Gewässerraum von jeweils 15 m ausgeschieden. Nicht geprüft habe der 
Gemeinderat jedoch, wie viel Raum die vorgesehene Revitalisierung im Sinne 
der strategischen Planung "Revitalisierung Seeufer" des Amtes für Gewässer 
(Planungsbericht vom 31.10.2022) benötige, welche Revitalisierungsmassnah-
men in welchem Zeitraum geplant seien und wie hoch der Nutzen dieser Mass-
nahmen sei. Ebenso fehlten Ausführungen dazu, ob ein erhöhter Gewässerraum 
aufgrund des Schutzes vor Hochwassers oder der Gewässernutzung angezeigt 
sei und ob überwiegende lnteressen des Natur- und Landschaftsschutzes für ei-
nen erhöhten Gewässerraum sprächen. Dementsprechend fehle eine Interes-
senabwägung. Die Ausscheidung des minimalen Gewässerraums von 15 m wi-
derspreche den gesetzlichen Vorgaben (insbesondere Art. 41b Abs. 2 lit. b 
GSchV) und sei nicht zulässig. Es sei nicht Aufgabe des Regierungsrates als 
Rechtsmittelbehörde, diese Überprüfung und die entsprechende Gewässerrau-
mausscheidung vorzunehmen (E. 7.3). Der Gemeinderat habe im Verwaltungs-
beschwerdeverfahren am 21. März 2024 zwar die lnteressenabwägung bezüglich 
des Gewässerraums für das P.________ vom 15. März 2024 nachgereicht. Ob 
damit inhaltlich geprüft werden könne, ob der ausgeschiedene Gewässerraum 
von 15 m für das P.________ korrekt sei, könne letztlich dahingestellt bleiben. 
Denn eine lnteressenabwägung für die übrigen zu revitalisierenden Uferabschnit-
te fehle nach wie vor. Die Vorinstanz müsse den Gewässerraum für das 
P.________ zusammen mit den übrigen Uferabschnitten im Rahmen einer Ge-
samtbetrachtung festlegen. Dabei müsse sie unter anderem das Amt für Gewäs-
ser miteinbeziehen, zumal das Vorprüfungsverfahren in § 25 Abs. 1 PBG obliga-

11

torisch vorgeschrieben sei. Es sei nicht Aufgabe des Regierungsrates, das Vor-
prüfungsverfahren im vorliegenden Beschwerdeverfahren durchzuführen (E. 7.4). 

Ebenso bemängelten die Beschwerdeführer den gemeinderätlichen Verzicht auf 
die Festlegung eines Gewässerraumes in den Gebieten AA.________ und 
J.________ (E. 8). Der Gemeinderat sei beim AC.________kanal sowie bei den 
Kanälen im J.________ und im Q.________ von künstlich angelegten Gewäs-
sern ausgegangen. Entsprechend habe er nur entlang der Aussenlinie des 
Zürichsees sowie entlang des AB.________kanals die überlagernde Gewässer-
raumzone und damit einen bundesrechtlichen Gewässerraum ausgeschieden. 
Beim AC.________kanal und bei den Kanälen im J.________ hingegen habe er 
keine Gewässerraumzone, sondern lediglich die kantonale "Baulinie J.________" 
ausgeschieden, die den kantonalen Gewässerabstand sichere. Auch die beiden 
Seeeinschnitte im Norden der Halbinsel R.________ habe der Gemeinderat als 
künstliche Gewässer eingestuft und die ursprüngliche Uferlinie als massgebend 
erachtet. Bei den beiden Gewässereinschnitten habe er auf die Ausscheidung 
eines bundesrechtlichen Gewässerraums verzichtet und lediglich die kantonale 
"Baulinie AA.________" festgelegt (E. 8.4). Demgegenüber hätten das Amt für 
Gewässer und das Volkswirtschaftsdepartement (gestützt auf den Mitbericht des 
Umweltdepartements vom 21.7.2020) bereits im zweiten Vorprüfungsbericht vom 
24. August 2020 ausgeführt, dass die Wasserflächen im Gebiet J.________ kein 
eigenständiges, künstliches Gewässer seien und im gesamten Gebiet 
J.________ ein Gewässerraum von mindestens 15 m festgelegt werden müsse. 
Der Gemeinderat hätte für sämtliche Wasserflächen bzw. Uferlinien in den Ge-
bieten J.________ und Q.________ einen Gewässerraum von mindestens 15 m 
ausscheiden müssen (E. 8.6.2). Bei den beiden Buchten im Norden der Halbinsel 
R.________ handle es sich nicht um eigenständige, künstlich angelegte Gewäs-
ser. Durch die Terrainveränderungen sei vielmehr die Uferlinie des Zürichsees 
verändert worden, welche nun für die Festlegung des Gewässerraums massge-
bend sei. Hier müsse die Gewässerraumzone ab der heute bestehenden Uferli-
nie der beiden nördlichen Buchten der Halbinsel R.________ und nicht ab der 
hypothetischen, ursprünglichen Uferlinie beim Eingang der beiden Buchten fest-
gelegt werden (E. 8.7). 

Was die Bootshaaben anbelange, sei für den Regierungsrat nicht ersichtlich, 
weshalb die vom ARE herausgegebene Arbeitshilfe "Uferlinien von stehenden 
Gewässern in kommunalen Nutzungsplanungen" (Stand 28.5.2019; kurz: Ar-
beitshilfe Uferlinie) nicht auch für die Gemeinde Freienbach gelten solle und in 
welchen Punkten sich die massgebenden Verhältnisse in der Gemeinde von den-
jenigen anderswo unterschieden. Diese Arbeitshilfe Uferlinie sehe vor, dass bei 
Bootshaaben mit einer Richtgrösse von 50 m2 (rund zwei Wasserparkplätze von 

12

je 25 m2) und einer Breite, welche die Tiefe nicht übersteige, die Uferlinie landsei-
tig verlaufen dürfe. Folge man der Argumentation der Gemeinde, könnten sämtli-
che Gemeinden eine Glättung der Uferlinie anstreben. Der Gemeinderat sei so 
anzuweisen, in Beachtung der Vorgaben der Arbeitshilfe Uferlinie die Uferlinie 
(see- oder uferseitig) festzulegen (E. 9.5). 

Zusammenfassend hob der Regierungsrat den GRB Nr. 38/2023 auf, 

soweit er die Gewässerraumausscheidung für den Zürichsee bei der L.________ 
Freienbach, der Bucht M.________, der Bucht in der N.________ (soweit diese in 
der Gemeinde Freienbach liegt), beim Delta O.________bach, beim östlichen Ufer 
der Halbinsel R.________, bei den beiden Buchten im Norden der Halbinsel 
R.________, beim P.________, bei den Gebieten J.________ und Q.________ 
sowie bei Bootshaaben betrifft. 

Die Sache wurde an die Vorinstanz zur Neufestlegung dieser Gewässerräume 
zurückgewiesen. 

A. Verfahren III 2024 64 (Gewässerraum bei sehr kleinen Fliessgewässern)

2.1 Der A.________ u.w. machen vor dem Verwaltungsgericht geltend, durch 
den grundsätzlichen Verzicht auf die Festlegung des Gewässerraums an Fliess-
gewässern mit einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von weniger als 1.5 m wür-
den Naturschutzinteressen im Sinne von Art. 1 lit. d des Bundesgesetzes über 
den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) vom 1. Juli 1966 und weiteres 
Bundesrecht (insbesondere Art. 41a ff. GSchV) verletzt. Aufgrund fehlender Ge-
wässerräume würden viel geringere Landflächen entlang von Fliessgewässern 
extensiv gestaltet und bewirtschaftet (Art. 41c GSchV) als bei einer korrekten 
Gewässerraumfestlegung. Zudem gelte im Gewässerraum ein Verbot für Dünger 
und Pflanzenschutzmittel (Art. 41c Abs. 2 GSchV). Dadurch könnten sich die 
Flächen im Gewässerraum zu wertvollen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen 
und ökologischen Korridoren in der intensiv genutzten Agrarlandschaft entwi-
ckeln. Würden aber keine oder zu kleine Gewässerräume festgelegt, könnten 
diese dringend nötigen Verbesserungen für die Biodiversität nicht erreicht wer-
den. Damit verletze der angefochtene Beschluss bundesrechtliche Naturschutz- 
und Gewässerschutzinteressen (S. 3 Rz. 3). Die Praxis, offen geführte Gewässer 
mit einer natürlichen Gerinnesohlenbreite von weniger als 1.5 m generell als 
"sehr kleine Gewässer" im Sinne von Art. 41a Abs. 5 lit. d GSchV zu erachten, 
sei rechtswidrig (S. 4 f. Rz. 7). Der den Kantonen vom Bund eingeräumte Ermes-
senspielraum bei der Definition der "sehr kleinen" Fliessgewässer im Sinne von 
Art. 41a Abs. 5 lit. d GSchV gehe nicht so weit, dass die Zwecke der Gewässer-
raumfestlegung (Gewährleistung der natürlichen Funktionen der Gewässer, 
Hochwasserschutz, Gewässernutzung) dadurch erschwert oder gar vereitelt wür-

13

den (S. 5 f. Rz. 11). Die Praxis anderer Kantone knüpfe teils auch an die natürli-
che Gerinnesohlenbreite an, teilweise verfolge sie auch andere Ansätze oder ha-
be Festlegungen getroffen (AG: Gerinnesohlenbreite von höchstens 0.5 m; SG: 
Fliessgewässer mit mittlerem Gerinnequerschnitt von weniger als 0.2 m2; LU: De-
finition sehr kleiner Fliessgewässer als "Rinnsale im Sinn der amtlichen Vermes-
sung"; BE: Ausscheidung eines Gewässerraumes bei Eintrag in der Landeskarte 
1:25'000 oder im Übersichtsportal 1:5'000 oder im Grundbuch oder in einem 
Schutzgebiet oder Aufweisen von Ufervegetation oder Gerinnesohlenbreite von 
mehr als 25 cm; UR: Massgabe der Landeskarte 1:25'000; so auch OW, zusätz-
lich Gewässerraumpläne für weitere Gewässer aus überwiegenden öffentlichen 
Interessen wie Hochwasserschutz). Kein Kanton gehe so weit wie der Kanton 
Schwyz. Werde allein auf die natürliche Gerinnesohlenbreite abgestellt, so liege 
nach Auffassung der Beschwerdeführenden ein massvoller Wert bei 0.25 m ana-
log der Berner Praxis (S. 7 f. Rz. 15). Die Tragweite von Art. 41a Abs. 5 
lit. GSchV sei durch Auslegung zu ermitteln. In Abwägung der verschiedenen 
Auslegungsergebnisse (grammatikalisch, systematisch, historisch und teleolo-
gisch) müsse davon ausgegangen werden, dass die Schwyzer Praxis das den 
Kantonen eingeräumte Ermessen überschreite, zumal bei sehr kleinen Gewäs-
sern praxisgemäss regelmässig kein Gewässerraum ausgeschieden werde. Eine 
solche Ermessensüberschreitung stelle eine Überschreitung des massgeblichen 
Bundesrechts dar. Entsprechend sei die auf der Grundlage des Merkblatts vom 
31. März 2023 vorgenommene Gewässerraumfestlegung rechtsfehlerhaft (S. 12 
Rz. 18). In den Unterlagen befänden sich mehrere Beispiele mit nicht hinreichen-
den Interessenabwägungen (S. 11 f. Rz. 18 ff.). Werde auf eine Gewässerraum-
festlegung bei sehr kleinen Gewässern verzichtet, müssten entsprechende ge-
wichtige Interessen dargelegt werden, wie dies das Kantonsgericht Basel-
Landschaft im Urteil vom 28. März 2018 (810 17 116, 810 17 118-810 17 122, 
E. 5.4.1; bestätigt vom Bundesgericht mit Urteil 1C_15/2019 vom 13.12.2019 
E. 6.2 f.) überzeugend begründet habe (S. 12 Rz. 20). Überwiegende Interessen, 
die einem Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässerraumes bei sehr klei-
nen Fliessgewässern entgegen stehen könnten, seien namentlich (S. 13 f. 
Rz. 21)

- eine Verminderung der Nähr- und Schadstoffeinträge in die Gewässer durch 
das Festlegen eines Gewässerraums,

- die Bedeutung des Gewässers als Lebensraum und Korridor für die Vernet-
zung von Arten,

- das Gewässer als "Artenreservoir" für die Erhaltung der Artenvielfalt,
- der Anteil der sehr kleinen Gewässer am gesamten Gewässernetz des Kan-

tons,

14

- der Einfluss auf die Wasserqualität von grösseren Gewässern und des 
Grundwassers.

Die Beilage K.2 vom 23. Januar 2023 sei offensichtlich nachgeschoben worden 
und offenkundig einseitig darauf ausgerichtet, den Verzicht auf eine Festlegung 
von Gewässerräumen zu "begründen". Dies manifestiere sich besonders bei den 
Ausführungen zum namenlosen Gewässer _07 (Beilage K.2 S. 69 f.), ebenso 
beim Bach oberhalb des AG.________ (Verwaltungsbeschwerde vom 8.3.2023 
S. 9 ff.). Im angefochtenen RRB werde pauschal behauptet, es habe eine hinrei-
chende Interessenabwägung stattgefunden. Eine ernsthafte Auseinandersetzung 
mit den erwähnten Interessen finde sich im angefochtenen RRB und mitange-
fochtenen GRB nicht (S. 13 f. Rz. 24). 

2.2.1 Bund, Kantone und Gemeinden sorgen dafür, dass der Boden 
haushälterisch genutzt und das Baugebiet vom Nichtbaugebiet getrennt wird. Sie 
stimmen ihre raumwirksamen Tätigkeiten aufeinander ab und verwirklichen eine 
auf die erwünschte Entwicklung des Landes ausgerichtete Ordnung der 
Besiedlung. Sie achten dabei auf die natürlichen Gegebenheiten sowie auf die 
Bedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft (Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
über die Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700] vom 22.6.1979). 
Sie unterstützen mit Massnahmen der Raumplanung unter anderem 
insbesondere die Bestrebungen, die natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden, 
Luft, Wasser, Wald und die Landschaft zu schützen (Art. 1 Abs. 2 lit. a RPG). Die 
mit Planungsaufgaben betrauten Behörden achten darauf, den ihnen 
nachgeordneten Behörden den zur Erfüllung ihrer Aufgaben nötigen 
Ermessensspielraum zu lassen (Art. 2 Abs. 3 RPG). Zu den 
Planungsgrundsätzen, welche die mit Planungsaufgaben betrauten Behörden zu 
beachten haben, gehört die Schonung der Landschaft; unter anderem sollen 
insbesondere See- und Flussufer freigehalten und öffentlicher Zugang und 
Begehung erleichtert werden. 

Stehen den Behörden bei Erfüllung und Abstimmung raumwirksamer Aufgaben 
Handlungsspielräume zu, so wägen sie die Interessen gegeneinander ab, indem 
sie die betroffenen Interessen ermitteln (Art. 3 Abs. 1 lit. a der Raumplanungsver-
ordnung [RPV; SR 700.1] vom 28.6.2000), diese Interessen beurteilen und dabei 
insbesondere die Vereinbarkeit mit der anzustrebenden räumlichen Entwicklung 
und die möglichen Auswirkungen berücksichtigen (lit. b), und diese Interessen 
auf Grund der Beurteilung im Entscheid möglichst umfassend berücksichtigen (lit. 
c). Sie legen die Interessenabwägung in der Begründung ihrer Beschlüsse dar 
(Abs. 2). Präzisiert wird die Entscheidbegründung für die Nutzungsplanung in 
Art. 47 RPV. Dieser verlangt, dass der Nutzungsplan stets von einem Bericht be-

15

gleitet sein muss, der im Einzelnen darlegt, inwiefern dem Richtplan sowie den 
Zielen und Grundsätzen der Raumplanung Rechnung getragen wurde (vgl. 
Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungs-
planung, Vorbemerkungen N 20). 

2.2.2 Art. 36a Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer 
(GSchG; SR 814.20) vom 24. Januar 1991 verpflichtet die Kantone, nach An-
hörung der betroffenen Kreise den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer 
festzulegen, der erforderlich ist für die Gewährleistung der natürlichen Funktio-
nen der Gewässer, des Schutzes vor Hochwasser und der Gewässernutzung 
(Gewässerraum). Diese Anforderungen werden in den Art. 41a der GSchV (für 
Fliessgewässer) und Art. 41b GSchV (für stehende Gewässer) präzisiert (BGE 
143 II 77 E. 2). Die Kantone sorgen dafür, dass der Gewässerraum bei der Richt- 
und Nutzungsplanung berücksichtigt sowie extensiv gestaltet und bewirtschaftet 
wird (Art. 36a Abs. 3 Satz 1 GSchG; Urteil BGer 1C_117/2018 vom 11.4.2019 
E. 2). Eine analoge Bestimmung enthält Art. 38a Abs. 3 GSchG hinsichtlich der 
Revitalisierung von Gewässern. Laut den Übergangsbestimmungen zur Ände-
rung der GSchV vom 4. Mai 2011 legen die Kantone den Gewässerraum gemäss 
den Art. 41a und 41b bis zum 31. Dezember 2018 fest (Abs. 1). 

2.2.3 Art. 41a GSchV lautet wie folgt:
1 Die Breite des Gewässerraums muss in Biotopen von nationaler Bedeutung, in 
kantonalen Naturschutzgebieten, in Moorlandschaften von besonderer Schönheit 
und nationaler Bedeutung, in Wasser- und Zugvogelreservaten von internationaler 
oder nationaler Bedeutung sowie, bei gewässerbezogenen Schutzzielen, in Land-
schaften von nationaler Bedeutung und kantonalen Landschaftsschutzgebieten min-
destens betragen:

a. für Fliessgewässer mit einer Gerinnesohle von weniger als 1m natürlicher Brei-
te: 11 m;

b. für Fliessgewässer mit einer Gerinnesohle von 1-5 m natürlicher Breite: die 6-
fache Breite der Gerinnesohle plus 5 m;

c. für Fliessgewässer mit einer Gerinnesohle von mehr als 5 m natürlicher Breite: 
die Breite der Gerinnesohle plus 30 m.

2 In den übrigen Gebieten muss die Breite des Gewässerraums mindestens betragen:
a. für Fliessgewässer mit einer Gerinnesohle von weniger als 2 m natürlicher Brei-

te: 11 m;
b. für Fliessgewässer mit einer Gerinnesohle von 2-15 m natürlicher Breite: 

die 2,5-fache Breite der Gerinnesohle plus 7m.
3 Die nach den Absätzen 1 und 2 berechnete Breite des Gewässerraums muss er-
höht werden, soweit dies erforderlich ist zur Gewährleistung:

a. des Schutzes vor Hochwasser;
b. des für eine Revitalisierung erforderlichen Raumes;
c. der Schutzziele von Objekten nach Absatz 1 sowie anderer überwiegender 

Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes;

16

d. einer Gewässernutzung.
4 Soweit der Hochwasserschutz gewährleistet ist, kann die Breite des Gewässer-
raums angepasst werden:

a. den baulichen Gegebenheiten in dicht überbauten Gebieten;
b. den topografischen Verhältnissen in Gewässerabschnitten:

1. in denen das Gewässer den Talboden weitgehend ausfüllt, und
2. die beidseitig von Hängen gesäumt sind, deren Steilheit keine landwirt-

schaftliche Bewirtschaftung zulässt.
5 Soweit keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, kann auf die Festlegung 
des Gewässerraums verzichtet werden, wenn das Gewässer:

a. sich im Wald oder in Gebieten, die im landwirtschaftlichen Produktionskataster 
gemäss der Landwirtschaftsgesetzgebung nicht dem Berg- oder Talgebiet zu-
geordnet sind, befindet;

b. eingedolt ist;
c. künstlich angelegt; oder
d. sehr klein ist.

2.2.4  Die GSchV definiert nicht, was unter einem "sehr kleinen" Gewässer zu ver-
stehen ist. Im Bericht des BAFU über die Ergebnisse des 
Vernehmlassungsverfahrens (Verordnungspaket Umwelt Frühling 2017; 
nachstehend: Bericht BAFU) vom 24. Februar 2017 (vgl. auch Erläuternder Bericht 
des BAFU vom 22.3.2017 zur Änderung der GSchV), wurde der Wunsch von 
zahlreichen Vernehmlassungsteilnehmenden nach einer Präzisierung für "sehr 
klein" festgehalten. Erwähnt wurden etwa folgende Vorschläge (Bericht BAFU S. 
21 f.):

- Referenzgrösse für "sehr klein" (wie etwa die Verwendung des "Objekts Rinnsal 
der amtlichen Vermessung").

- Präzisierung von sehr klein oder zumindest eine Angabe hinsichtlich einer 
richtungsweisenden Kartengrundlage (z.B. LK 25). 

- Abschliessende Festlegung der maximalen Gerinnesohlenbreite durch den Bund.
- Verzichtsmöglichkeit für die Gewässerraumausscheidung für Bäche bis und mit 

2 m Breite.
- Analoge Forderung mit einer Verzichtsmöglichkeit für Bäche von 1 m 

Gerinnesohlenbreite.
- Verwendung der LK 50 als Referenzkarte für sehr kleine Gewässer.
- Miteinbezug des ökologischen Potentials nebst der Gewässergrösse.
- Reduktionsmöglichkeit des Gewässerraums in Abhängigkeit der überwiegenden 

Interessen anstelle des generellen Verzichts.

In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass die Gewässer ihre Funktionen gemäss 
Art. 36a GSchG erfüllen können. Denn auch sehr kleine Gewässer sind wichtig für 
die Biodiversität, die Vernetzung von Lebensräumen und den Hochwasserschutz. 
Vielfach sind sie stark durch Schadstoffeinträge belastet. Die Kantone müssen 
dies in ihre Erwägungen zu einem Verzicht auf die Ausscheidung des Gewässer-

17

raumes einfliessen lassen. Auch bei einem Verzicht auf die Ausscheidung des 
Gewässerraums gelten die Einschränkungen zur Verwendung von Stoffen entlang 
von Gewässern gemäss der Anhänge 2.5 und 2.6 der Chemikalien-Risiko-
Reduktions-Verordnung (ChemRRV; SR 814.81) vom 18. Mai 2005 (Verbotsstrei-
fen von 3 m für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und Düngern) (vgl. 
Erläuternder Bericht des BAFU vom 22.3.2017 S. 4). In der Arbeitshilfe Gewässer-
raum (S. 47 f. Ziff. 2.6.4) empfiehlt das BAFU den Kantonen, die detaillierten kan-
tonalen Planungsgrundlagen (z.B. Bachkataster, kant. Gewässernetze usw.) bei-
zuziehen. Sinnvollerweise seien die Gewässerräume mindestens für die auf der 
Landeskarte LK 25 verzeichneten Gewässer festzulegen (vgl. Arbeitshilfe Gewäs-
serraum S. 47 f. Ziff. 2.6.4; Wasserfallen/Oberli, Landwirtschaftliche Perspektive: 
Juristische Fragestellungen bei der Festlegung und der Nutzung der Gewäs-
serräume, URP 2020 S. 82 ff., S. 93; Urteil BGer 1C_15/2019 vom 12.12.2019 E. 
6 [nicht publ. in BGE 146 II 134]). 

2.2.5 Gemäss dem Merkblatt "Festlegung der Gewässerräume" des kantonalen 
Umweltdepartements vom 31. März 2023 wird betreffend "sehr kleine Fliessge-
wässer" unter Hinweis auf den VGE III 2021 99 vom 23. Mai 2022 ausgeführt (S. 4 
Ziff. 3.1 erstes Lemma), dass sich die Bemessung von sehr kleinen Gewässern 
auf die natürliche Sohlenbreite abzustützen habe, und dass Fliessgewässer, deren 
natürliche Sohlenbreite max. 1.5 m nicht überschreite, potenziell als sehr kleine 
Fliessgewässer gelten. Im Grundsatz habe eine Verifizierung zusammen mit dem 
Amt für Gewässer im Rahmen einer Begehung zu erfolgen. 

Im erwähnten VGE III 2021 99 hat das Verwaltungsgericht erwogen (E. 8.3.4 ff.), 
aufgrund der offenen Formulierung von "sehr kleinen Gewässern" in Art. 41a 
Abs. 5 lit. d GSchV könne ein Verzicht auf die Festlegung des Gewässerraums 
gestützt auf Art. 41a Abs. 5 lit. d GSchV nicht nur bei Rinnsalen mit einer 
natürlichen Gerinnesohlenbreite von wenigen Zentimetern in Frage kommen. Der 
eidgenössische Verordnungsgeber habe bewusst zugunsten eines grösstmögli-
chen kantonalen Handlungsspielraumes auf eine abschliessende Festlegung der 
maximalen Gerinnesohlenbreite oder auf eine Referenzgrösse verzichtet; die kan-
tonale Auslegung einer maximalen Gerinnesohlenbreite von 1.5 m für den Begriff 
"sehr klein" erweise sich daher grundsätzlich als noch vertretbar. Welchen 
statistischen Anteil die sehr kleinen Gewässer an der Gesamtheit der 
Fliessgewässer(längen) im Kanton ausmachten, könne für die Auslegung des 
Begriffs "sehr klein" nicht von entscheidender Bedeutung sein. Bei verbauten und 
eingetieften oder begradigten Fliessgewässern mit eingeschränkter oder fehlender 
Breitenvariabilität, deren aktuelle Bachsohlenbreite 1.5 m nicht überschritten, lasse 
sich die Ermittlung/Herleitung der natürlichen Breite der Gerinnesohlen (angesichts 

18

Korrekturfaktoren von 1.5 bzw. 2.0 abhängig vom Verbauungszustand des Fliess-
gewässers) nicht abstrakt vermeiden. Der bundesrechtskonforme Verzicht auf die 
Festlegung des Gewässerraums habe, wie die Festlegung desselben, grundsätz-
lich auf der Basis der natürlichen Gerinnesohlenbreite zu erfolgen. 

2.2.6 Ein Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässerraumes auch bei sehr 
kleinen Fliessgewässern setzt jedoch voraus, dass gegen diesen Verzicht keine 
überwiegenden Interessen sprechen (vgl. Art. 41 Abs. 5 lit. d GSchV). Ein gene-
rell-abstrakter Verzicht auf die Festlegung des Gewässerraums, z.B. für alle sehr 
kleinen Gewässer, ist daher unzulässig (Urteil BGer 1C_15/2019 vom 13.12.2019 
E. 6.4 [nicht publ. in BGE 146 II 134]; Fritzsche, in: Hettich/Jansen/Norer [Hrsg.], 
GSchG/WBG, Kommentar zum Gewässerschutzgesetz und zum Wasserbauge-
setz, Zürich 2016, Art. 36a GSchG N 49; Kehrli, Gewässerraum festlegen, Worauf 
die Kantone in Recht und Praxis achten müssen, in: VLP-ASPAN Raum & Umwelt 
4/2017, Ziff. 3.1 in fine; Arbeitshilfe Gewässerraum, S. 48 Ziff. 3.1.2). 

2.2.7 Für das Verwaltungsgericht besteht kein Anlass, von der mit dem VGE III 
2021 99 vom 23. Mai 2022 als grundsätzlich noch vertretbar erachteten kantona-
len Auslegung des Begriffs "sehr klein" für ein Fliessgewässer bis zu einer einer 
maximalen Gerinnesohlenbreite von 1.5 m abzukehren; dies unter dem Vorbehalt 
allenfalls entgegenstehender überwiegender öffentlicher Interessen. Dem 
Regierungsrat ist beizupflichten (angefochtener RRB E. 4.2.4, unter Bezugnahme 
auf die Angaben des Amtes für Gewässer vom 29.1.2024), dass ein Abstellen auf 
die Landeskarte 1:25'000 ein ungeeignetes Kriterium ist, da teils Fliessgewässer 
mit einer Sohlenbreite von mehr als 1 m nicht, hingegen an gut einsehbaren 
Stellen sogar Fliessgewässer mit einer Breite von weniger als 0.3 m vermerkt sind. 

Eine Abkehr drängt sich auch aufgrund der vom A.________ u.w. eingereichten 
Analyse des Gewässernetzes nicht auf. Allein aus dem quantitativen Kriterium des 
Anteils sehr kleiner Fliessgewässer, verstanden als Gewässer bis zu einer 
Gerinnesohlenbreite von 1.5 m, an der Gesamtheit der Fliessgewässer in einem 
definierten Raum allein lässt sich nicht auf eine Bundesrechtswidrigkeit weder 
dieser Definition eines sehr kleinen Fliessgewässers noch des Verzichts auf eine 
Gewässerraumausscheidung bei so dimensionierten Fliessgewässern schliessen, 
sofern einem Verzicht auf eine Gewässerraumausscheidung keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen. Soweit ein Vergleich mit Mittellandkantonen wie 
Aargau (S. 13) angestellt wird, werden beispielsweise Aspekte wie die 
Topographie eines voralpinen Geländes (in Freienbach liegt die das 
Siedlungsgebiet südlich begrenzende A3 auf einer Höhe von rund 430 m bis 
500 m.ü.M., die rund 2.5 km Luftlinie südlich gelegenen Gebiete auf rund 950 m 
bis 1'000 m.ü.M.), dessen Anteil an der Gesamtfläche einer Gemeinde / eines 

19

definierten Raums wie auch die Unterschiede bei der Bewirtschaftung dieser 
Gebiete (extensive <> intensive Bewirtschaftung) ausgeblendet.  

2.3.1 Im Beschwerdeverfahren kommt dem Regierungsrat als erste Beschwer-
deinstanz (§ 45 Abs. 1 lit. b des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 
234.110] vom 6.6.1974) prinzipiell volle Überprüfungszuständigkeit zu (Art. 33 Abs. 
3 lit. b RPG). Dem steht der Grundsatz, dass den nachgeordneten Planungsträ-
gern der nötige Ermessensspielraum zu belassen ist (vgl. § 15 Abs. 3 PBG; vgl. 
vorstehend E. 1.1), nicht entgegen. Der Regierungsrat hat zu prüfen, ob das Pla-
nungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt worden ist, freilich im Be-
wusstsein seiner spezifischen Rolle als kantonale Rechtsmittelinstanz und nicht 
als kommunale Planungsinstanz. Die Überprüfung hat sich sachlich vor allem dort 
zurückzuhalten, wo es um lokale Angelegenheiten und ausgesprochene Ermes-
sensfragen geht, dagegen so weit auszudehnen, dass die angemessene Berück-
sichtigung der übergeordneten, vom Kanton zu sichernden Interessen gewährleis-
tet wird. Er hat dann einzuschreiten, wenn die vorgesehene Lösung aufgrund 
überkommunaler öffentlicher Interessen als unzweckmässig erscheint oder den für 
die Raumplanung wegleitenden Grundsätzen und Planungszielen (auch Richtpla-
naussagen, welche jedoch auf die Rechtmässigkeit hin überprüfbar sind) nicht 
entspricht (statt vieler vgl. VGE III 2013 198 vom 24.4.2014 E. 6.2.1 m.w.H.; BGE 
131 II 81 E. 7.2.1; 127 II 238 E. 3b/aa; Aemissegger/Haag, Kommentar RPG, Art. 
33 Rz. 52 ff.; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 33 N 64 ff.).

2.3.2 Dem Verwaltungsgericht kommt gestützt auf § 55 Abs. 1 VRP sowie in Be-
achtung von Art. 110 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) vom 17. 
Juni 2005 und Art. 6 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) vom 4. November 1950 als zweite Beschwer-
deinstanz nur mehr eine beschränkte Kognition zu, nämlich eine Rechtskontrolle 
inkl. Sachverhaltsüberprüfung, indes keine Ermessenskontrolle (statt vieler vgl. 
VGE III 2008 247 vom 28.7.2009 E. 2.2 mit Hinweisen auf BGE 131 II 81 E. 6.6; 
Waldmann/Hänni, a.a.O., Art. 33 N 80a, 81). Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG wird Genüge 
getan, wenn einer übergeordneten und von der planfestsetzenden Behörde unab-
hängigen Beschwerdeinstanz, welche nicht ein Gericht sein muss, volle Kognition 
zukommt (VGE III 2016 34 vom 28.9.2016 E. 2.4; III 2009 125 vom 22.12.2009 E. 
3.3, je mit Hinweis auf BGE 127 II 238 E. 3b/bb).

2.4.1 Zur Frage des Gewässerraumes bei eingedolten Fliessgewässern hielt das 
Volkswirtschaftsdepartement im zweiten Vorprüfungsbericht vom 24. August 2020 
unter Verweis auf die Beurteilung des Umweltdepartements unter anderem fest 
("v" [verbindlich]), ein allfälliger Verzicht auf einen Gewässerraum sei mittels einer 

20

Interessenabwägung aus Sicht des Hochwasserschutzes zu begründen unter 
gleichzeitiger Ermittlung der genauen Lage, da die tatsächliche Lage von der Dar-
stellung im Zonenplan abweichen könne (S. 3). Dem hielt die Gemeinde entgegen, 
die eingedolten Fliessgewässer seien nur hinweisender Planinhalt und nicht Teil 
der Nutzungsplanung. Sie würden im Einzelfall und projektbezogen erfasst. Eine 
vermessungstechnische Aufnahme aller eingedolten Fliessgewässer im gesamten 
Gemeindegebiet sei nicht verhältnismässig (hoher finanzieller und zeitlicher Auf-
wand). 

2.4.2 Der "Übersicht der Einwendungen" vom 20. Dezember 2021 (rev. 
25.1.2022) lässt sich unter anderem entnehmen, dass der Gemeinderat betref-
fend das Kriterium für "sehr kleine Gewässer" auf die regierungsrätliche Definiti-
on (vom 31.10.2017) von Gewässern mit einer Bachsohlenbreite von nicht über 
1.5 m verwies. Grundlage bilde dabei die ökomorphologische Erhebung. Die 
Gemeinde halte an diesen 1.5 m fest, sofern keine überwiegenden Interessen 
gegenüberstünden (Übersicht der Einwendungen Nr. 33). Bei den eingedolten 
Fliessgewässern innerhalb des Siedlungsgebietes werde eine Interessenabwä-
gung durchgeführt und gegebenenfalls ein Gewässerraum ausgeschieden. 

2.4.3 Im Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV der AD.________ AG (kurz: 
AD.________) vom 19. April 2022 wird als "Schritt 3" Art. 41a Abs. 5 GSchV zi-
tiert. Mit Bezug auf das Erfordernis des Fehlens überwiegender gegenläufiger In-
teressen wird auf "Schritt 1 und 2" verwiesen (S. 34 Ziff. 4.1.3). Damit wird das in 
Ziff. 4.1 (S. 30) beschriebene Vorgehen betreffend den Gewässerraum bei 
Fliessgewässern angesprochen. Schritt 1 betrifft dabei die Eruierung der wich-
tigsten Fliessgewässer aufgrund des Hochwasserschutzes sowie der Revitalisie-
rung und gestützt hierauf eine Kategorisierung von sehr gering bis sehr hoch 
vorgenommen mit planerischem Ausweis (S. 31 Ziff. 4.1.1 mit Abb. 23). Mit 
Schritt 2 wurden die Fliessgewässer nach Art. 41a Abs. 1 GSchV (in Schutzge-
bieten) im Gemeindegebiet erfasst und ebenfalls planerisch ausgewiesen (S. 33 
Ziff. 4.1.2 mit Abb. 25). Mit Schritt 3 wurde einzig der Verzichtsgrund nach 
Art. 41a Abs. 5 lit. a GSchV (Sömmerungsgebiete) erwähnt (S. 34 Ziff. 4.1.3 mit 
Abb. 26). Unter Ziff. 4.1.4 (S. 35 "Abweichungen der Schritte 1-3 und Spezialfäl-
le") werden die Fliessgewässer Talbach, Lüsibach, Seitenarm Staldenbach sowie 
Hurdnerwäldlibach abgehandelt. 

Mit "Beilage K" vom 19. April 2022 nahm die AD.________ für die eingedolten 
Fliessgewässer "Driesbüel" (Pfäffikon), Gewässer Pfäffikon Ost, Gewässer Rain, 
Waldisberg Bäch sowie Gewässer Usserbäch, Bäch, eine Interessenabwägung 
vor und verzichtete gestützt hierauf je auf einen Gewässerraum. 

21

Eine Prüfung überwiegender entgegenstehender Interes-
sen/Interessenabwägung betreffend weitere, namentlich als sehr klein erachtete 
Fliessgewässer, ist ansonsten nicht erkennbar bzw. wurde - jedenfalls nicht 
schriftlich dokumentiert - im Erläuterungsbericht nicht vorgenommen. Entgegen 
der Auffassung des Gemeinderates im regierungsrätlichen Verfahren (Vernehm-
lassung vom 12.7.2023 S. 4 f. Ziff. 1.1.3) kann im vorstehend zusammengefass-
ten Dreischrittverfahren keine rechtsgenügliche Interessenabwägung erkannt 
werden; zutreffend ist hingegen, dass den Aspekten des Hochwasserschutzes 
und der Revitalisierung bereits Beachtung geschenkt wurde. 

2.4.4 Mit Beilage K.1 vom 23. Januar 2023 zeigte die AD.________ die Herlei-
tung der Gewässerraumbreiten der Fliessgewässer auf und mit den Beilagen K.2 
bzw. K.3 vom gleichen Tag nahm sie eine "Interessenabwägung Gewässerräume 
Fliessgewässer" bzw. "Interessenabwägung Gewässerräume stehende Gewäs-
ser" vor. 

In Beilage K.1 wird klargestellt, dass bei den gemäss der kantonalen Praxis als 
"sehr klein" zu betrachtenden Fliessgewässern von weniger als 1.5 m natürlicher 
Sohlenbreite ein Verzicht auf einen Gewässerraum "unter Umständen möglich ist" 
(S. 4 unten; das "unbekannte" Gewässer S. 5 betrifft wohl korrekt die Bachnummer 
_05 und nicht _06 [O.________bach]). 

In Beilage K.2 werden die relevanten Interessen ermittelt, abgewogen und bewer-
tet. Als relevante Interessen werden namentlich Hochwasser und Murgang, Revi-
talisierung, Gewässernutzung, Fruchtfolgeflächen, Land- und Forstwirtschaft sowie 
Naturschutzgebiete eruiert. Dies gilt auch für das namenlose Gewässer _07 (von 
AE.________ bis südlich AF.________, [Pkt. ___], beginnend ca. Koordinaten 
______). Hierzu führt AD.________ aus (S. 69), die tangierten Fliessgewässerab-
schnitte seien sehr klein (unter 1.50 m natürliche Gerinnesohlenbreite). Überge-
ordnete Interessen, welche einem Gewässerraumverzicht entgegengehalten wer-
den könnten, wurden nicht ausgemacht. 

Mit dem Bach oberhalb des AG.________ (Koordinaten ______) sprechen der 
A.________ u.w. die Bachnummer _07 an (vgl. Verwaltungsbeschwerde S. 9 
Ziff. 17), die sich beim AG.________ mit der Bachnummer _08 vereinigt und ge-
meinsam mit den einige Meter westlich gelegenen Bachnummern _09 sowie _10 
den (westlichen) Anfang des AH.________bachs (Bachnummer _10) bildet (mit je 
natürlichen Gerinnesohlenbreiten von 0.6 m und weniger, vgl. Beilage K.1 S. 36). 
Auch diese Fliessgewässerbereiche (ab der Gabelung der Bachnummern _10 und 
_07 [Koordinaten ______] in südlicher Richtung [d.h. bergwärts]) wurden einer In-
teressenabwägung unterzogen mit dem Ergebnis, dass dem Verzicht auf die Aus-
scheidung - in definierten Teilbereichen - keine überwiegenden Interessen entge-

22

genstehen. Als Verzichtsgrund wurden jeweils die Lage im Wald sowie die geringe 
Dimensionierung des Abschnittes bezeichnet. Zudem wurde vermerkt, dass die 
tangierten Abschnitte ausserhalb von Naturschutzgebieten liegen (konkret: Flach-
moorobjekt von nationaler Bedeutung Nr. 2350: V.________) (vgl. Beilage K.2 
S. 51 f.). 

2.5 Entgegen der Auffassung des A.________ u.w. (Replik S. 4 Ziff. 9 f.) kann 
nicht gesagt werden, die Beilagen K.1 und K.2 vom 23. Januar 2023 und nament-
lich die Interessenabwägung seien nicht mehr ergebnisoffen erstellt worden, was 
sich darin zeige, dass nach dem Einspracheentscheid keine Anpassungen mehr 
vorgenommen worden seien. Was konkret den Y.________bach (Nr. _07) anbe-
langt, hat der Regierungsrat zu Recht erwogen (angefochtener RRB E. 5.4), dass 
ein gesetzeskonformer Gewässerraum von 11 m ausgeschieden wurde, soweit der 
Bach durch das Flachmoor V.________ führt. Dies heisst aber nicht, das ausser-
halb des Flachmoores ebenfalls (zwingend) ein Gewässerraum auszuscheiden ist. 
Die diesbezüglichen Interessen wurden vollständig ermittelt und abgewogen (vgl. 
vorstehend E. 2.4.4). Eine rechtsfehlerhafte Interessenabwägung kann hierin nicht 
erkannt werden. Nichts Anderes gilt auch hinsichtlich des (namenlosen) Fliessge-
wässers Gewässer _07. Die Vorinstanzen weisen zutreffend darauf hin, dass - 
soweit ersichtlich - ansonsten keine konkreten Rügen gegen die Interessenabwä-
gung und Gewässerraumausscheidung bei den weiteren als sehr klein qualifizier-
ten Fliessgewässern vorgetragen werden. 

Nicht mehr erneuert werden vor dem Verwaltungsgericht die Rügen betreffend den 
K.________bach bzw. AI.________bach wie auch betreffend die Festlegung eines 
Gewässerraumes bei eingedolten Gewässern (vgl. Verwaltungsbeschwerde vom 
8.3.2023 S. 13 Ziff. 3.1.2 und S. 19 ff. Rz. 39 u. 49). Die Gewässerraumausschei-
dung beim K.________bach hat der Regierungsrat überzeugend bestätigt (vgl. 
angefochtener RRB E. 5.5). Den Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässer-
raumes bei eingedolten Fliessgewässern hat er unter Verweis auf die Beurteilung 
des Amtes für Gewässer vom 29. Januar 2024 (S. 3) und das Fehlen der Nennung 
konkreter Fälle, in denen sich eine Gewässerraumausscheidung aufdrängen wür-
de, als rechtmässig beurteilt (angefochtener RRB E. 6.2.). 

Die Beschwerde im Verfahren III 2024 64 ist somit abzuweisen. 

B. Verfahren III 2024 66 und III 2024 70 (betreffend Gewässerraum "Zürich-
see")

3.1.1 Die Gemeinde rügt Verletzungen der Gemeindeautonomie durch den Re-
gierungsrat. Der Regierungsrat habe mit dem angefochtenen RRB in ihr ge-
schütztes Ermessen und ihre erhebliche Entscheidungsfreiheit in der kommuna-

23

len Nutzungsplanung eingegriffen. Zudem sei sie durch die Kostenauflage in ih-
rem schutzwürdigen Interesse betroffen (S. 3 f. Ziff. 3). 

Es sei unbestritten, dass der Gemeinderat Freienbach bei den sechs Gebieten 
(L.________ Freienbach, Bucht M.________, Bucht in der N.________ [soweit 
diese in der Gemeinde Freienbach liegt], Delta O.________bach, östlicher Teil 
der Halbinsel R.________, beim P.________) den Gewässerraum auf 15 m ab 
der Uferlinie festgelegt und ausgeschieden habe. Das Volkswirtschaftsdeparte-
ment habe diese Gewässerraumfestlegungen im Rahmen der Vorprüfung der 
Teilrevision der Nutzungsplanung zweimal geprüft, ohne dass diesbezüglich Be-
anstandungen erfolgt seien. Nach der zweiten und abschliessenden Vorprüfung 
vom 24. August 2020 und dem Mitwirkungsverfahren habe der Gemeinderat den 
Entwurf der "Teilrevision und Nachführung Nutzungsplanung" vom 27. Mai 2022 
bis zum 27. Juni 2022 öffentlich aufgelegt. Zwei Monate vor dem Erlass des Ein-
spracheentscheids vom 9. Februar 2023 habe der Regierungsrat am 6. Dezem-
ber 2022 den Bericht vom 31. Oktober 2022 für die strategische Planung "Revita-
lisierung Seeufer" verabschiedet. Wenn der Regierungsrat seinen Rückwei-
sungsentscheid, der einer Aufhebung des Teilrevisionsverfahrens gleichkomme, 
damit begründe, dass in diesem Verfahren die erwähnte strategische Planung 
nicht berücksichtigt worden sei, verletze er die Autonomie der Gemeinde Freien-
bach, denn der Kanton habe die Festlegung der Gewässerräume mit § 44b 
Abs. 2 des kantonalen Wasserrechtsgesetzes (KWRG; SRSZ 451.100) vom 
11. September 1973 an die Gemeinden delegiert. Zudem verhalte sich der Re-
gierungsrat in doppelter Hinsicht widersprüchlich: Zum einen sei im abschlies-
senden Vorprüfungsbericht vom 24. August 2020 die strategische Planung mit 
keinem Wort erwähnt und demzufolge auch kein entsprechender Vorbehalt ge-
macht worden. Zum andern habe die strategische Planung nicht mehr berück-
sichtigt werden können und müssen, da sie erst nach dem Auflageverfahren für 
die revidierte Nutzungsplanung verabschiedet worden sei. Hinzukomme, dass für 
die strategische Planung kein entsprechender Richtplaneintrag vorhanden sei, 
der diese Planung behördenverbindlich hätte werden lassen können. In der zwi-
schenzeitlich vom Regierungsrat mit RRB Nr. 461 vom 20. Juni 2023 erlassenen 
und vom Kantonsrat am 25. Oktober 2023 zur Kenntnis genommenen Richtpla-
nanpassung finde sich lediglich der allgemeine Hinweis, dass die abgeschlosse-
nen Revitalisierungsmassnahmen für die Festlegung von Wasserbaumassnah-
men wie auch für die Zonenplanänderungen zu berücksichtigen seien. Dabei 
würden im Richtplan im Gegensatz zu den Fliessgewässern bei den stehenden 
Gewässern keine Objekte mit Handlungsbedarf erwähnt. Das Nutzungsplanver-
fahren zu stoppen und eine neue Auflage zu starten, wäre unter diesen Umstän-
den sowie in Anbetracht der noch andere Themata beinhaltenden Teilrevision 

24

weder sachgerecht noch verhältnismässig. Zudem bestehe auch keine besonde-
re Eile, denn die für die "Revitalisierung Seeufer" angesetzten Umsetzungsfristen 
dauerten bis ins Jahr 2036 bzw. 2041 (S. 5 f. Ziff. 1.2). Weiter lasse sich mit den 
aktuell vom Kanton zur Verfügung gestellten Unterlagen zur strategischen Pla-
nung "Revitalisierung Seeufer" nicht in jedem der betreffenden Gebiete entschei-
den, ob eine allfällige Gewässerraumerhöhung nötig und auch machbar sei. Es 
fehlten insbesondere weitere Vorstudien zur Klärung des Umfangs von Revitali-
sierungen sowie Machbarkeitsstudien. Federführend sei dabei das Amt für Ge-
wässer. Dieses sei gegenüber der Gemeinde vorleistungspflichtig. Mit dem 
Schreiben vom 3. Mai 2024 teile nun das Amt für Gewässer dem Gemeinderat 
mit, dass es beabsichtige, Vorstudien auszuarbeiten. Zudem werde der Gemein-
derat gebeten, bis zum 14. Juni 2024 mitzuteilen, ob er die priorisierten Seeufer-
abschnitte hinsichtlich einer Seeufervitalisierung nach wie vor als richtig und 
wichtig betrachte. Zu beachten sei sodann, dass in den Beilagen zum Schreiben 
des Amtes für Gewässer der Koordinationsstand im Richtplan Stand 2024 immer 
noch lediglich als Vororientierung angegeben werde.

Unter all diesen Umständen könne der Regierungsrat vom Gemeinderat nicht 
verlangen, dass dieser im vorliegenden Nutzungsplanverfahren konkret prüfe, 
wieviel Raum die strategische Planung "Revitalisierung Seeufer" benötige, wel-
che Revitalisierungsmassnahmen in welchem Zeitraum zu planen seien und wie 
hoch Kosten und Nutzen dieser Massnahmen wären. Es müsse daher möglich 
sein, dass der Gemeinderat Freienbach diese Abklärungen in einem eigenen 
nachträglichen Nutzungsplanrevisionsverfahren oder projektbezogen im Rahmen 
eines Renaturierungsverfahrens vornehmen könne. Die laufende Teilrevision der 
Nutzungsplanung deswegen zu stoppen und eine Neuauflage durchzuführen, 
mache keinen Sinn und wäre eine Verschwendung von Ressourcen. Es werde 
daher beantragt, dass das Verwaltungsgericht in seinem Entscheid eine entspre-
chende förmliche Feststellung treffe (S. 6 Ziff. 1.3). 

Eine Verletzung der Gemeindeautonomie bestehe auch insofern, als der Regie-
rungsrat die Schlussfolgerung der Gemeinde in der Interessenabwägung vom 
15. März 2024 für den Uferabschnitt 3 beim P.________ ohne substantiierte Be-
gründung als fraglich bezeichnet habe (S. 7 Ziff. 1.4). 

Der Gemeinderat bleibt auch dabei, dass es sich bei den Gewässern im Gebiet 
J.________ und Q.________ sowie in den beiden Buchten im Norden der Halb-
insel R.________ um künstlich angelegte Gewässer handle (S. 7 ff. Ziff. 2). Dies 
werde im Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV ausführlich begründet und be-
legt. Die Wasserflächen seien zudem nicht dem Gemeingebrauch gewidmet, 
sondern würden von der Korporation als private Grundeigentümerin unterhalten 

25

und saniert. Bereits aus dem geltenden kommunalen Baureglement (BauR) vom 
28. November 1993 (mit seitherigen Änderungen [letztmals 12.2.2022]) ergebe 
sich, dass die Wasserflächen im J.________ inkl. Q.________ nicht zum Zürich-
see gehörten (S. 9 mit Hinweis auf Art. 38 Abs. 1 Satz 2 BauR). 

Bei den Buchten im Norden der Halbinsel R.________ handle es sich um ein vor 
mehr als hundert Jahren künstlich angelegtes Gewässer. Zudem sei auch dort 
auf Art. 38 Abs. 1 Satz 2 BauR zu verweisen (S. 10 Ziff. 2.4). 

Was die Uferlinie bei Bootshaaben anbelange, könne gemäss der "Freienbacher 
Methode" die seeseitige Uferlinienfestlegung bis zu einer Wasserfläche von 
200 m2 erfolgen, ohne Breite/Tiefe-Kriterium. Im Erläuterungsbericht nach Art. 47 
RPV vom 16. Juni 2020 und im Verwaltungsbeschwerdeverfahren sei dargetan 
worden, warum die Anwendung der Arbeitshilfe Uferlinie in der Gemeinde Frei-
enbach unzweckmässig wäre und daher eine andere Methode gewählt werden 
müsse. Dieser Methodenwahl sei eine Überprüfung sämtlicher Bootshaaben in 
der Gemeinde vorausgegangen. Ein Abstellen auf die Arbeitshilfe Uferlinie hätte 
auf den betreffenden Ufergrundstücken unabhängig von ihrer Grösse vor- und 
rückspringende Gewässerraumbereiche zur Folge. Dies wäre aus Sicht des 
Landschaftsschutzes, der Ortsbildgestaltung und der haushälterischen Boden-
nutzung mit erheblichen Nachteilen verbunden, wobei kleinere Uferparzellen be-
sonders nachteilig betroffen wären und mit unzumutbaren baulichen Beschrän-
kungen belegt würden (S. 11 Ziff. 3.2). Aus VGE III 2021 118 vom 30. November 
2021 ergebe sich, dass selbst bei einem Bootshafen die Festlegung der mass-
gebenden Uferlinie differenziert zu betrachten sei (S. 11 Ziff. 3.3). Gegen die den 
öffentlichen und privaten Interessen Rechnung tragende "Freienbacher Methode" 
sei daher nichts einzuwenden (S. 11 f. Ziff. 3.3).

3.1.2 Die Korporation rügt mit ihrer Beschwerde, der angefochtene RRB stelle 
eine Rechtsverletzung, inkl. Ermessensüberschreitung und Ermessensmiss-
brauch bezüglich der Bestimmungen der GSchV dar sowie eine Verletzung der 
kommunalen Zuständigkeit gemäss kantonalem Recht inklusive des kommuna-
len Ermessenspielraumes in Planungssachen und somit auch der Gemeindeau-
tonomie (S. 6 Ziff. 3.1; vgl. [u.a.] auch S. 7 ff. Ziff. 3.2, S. 22 lit. g; S. 36 Ziff. 4.5; 
S. 40 Ziff. 5.1, S. 44 Ziff. 6.1). Zudem wird eine unrichtige FeststelIung des 
rechtserheblichen Sachverhalts gerügt (S. 6 Ziff. 3.1; vgl. [u.a.] auch S. 16 
Ziff. 3.4.5, S. 21 [lit. d], S. 37 f. Ziff. 4.6 [im Verbund mit der Rüge einer Rechts-
verweigerung], S. 37 Ziff. 4.6; S. 44 Ziff. 6.1). 

Beim J.________ und beim Q.________ handle es sich um künstlich angelegte 
Gewässer; der Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässerraumes sei kor-
rekt. Wenn der Gemeinderat stattdessen Baulinien festlege, stelle dies keine 

26

Rechtsverletzung dar (S. 6 ff. Ziff. 3). Das Verwaltungsgericht habe die kommu-
nale Zuständigkeit mit Beurteilungs- und Auslegeermessen mit dem VGE III 2021 
118 vom 30. November 2021 (Lachen) in einem ähnlichen Einzelfall bereits 
rechtskräftig geschützt und bestätigt (vgl. S. 10 Ziff. 3.3.1; vgl. auch S. 21 lit. e, 
S. 29 ff. Ziff. 3.4.12 f., S. 32 f. Ziff. 4.3, S. 36 Ziff. 4.5). 

Die Gebiete J.________ und Q.________ mit ihren Gewässerflächen seien in 
der konkreten Ausgestaltung für sich, sicher im Kanton Schwyz, wohl aber auch 
schweizweit einmalig. Ein solches auf Festland erstelltes und mit Wasserwegen 
erschlossenes Industrie- und Wohnquartier als für sich geschlossene Hafenanla-
ge, gestaltungs- und nutzungsmässig klar abgetrennt vom angrenzenden Zürich-
see, gebe es wohl sonst nirgendwo. Diese Einzigartigkeit verlange auch eine Be-
urteilung im Einzelfall mit der Würdigung der konkreten Verhältnisse. Es seien 
auch alle Kriterien für ein künstlich angelegtes Gewässer erfüllt (S. 10 f. 
Ziff. 3.3.1 f.). Bundesrechtskonform erfolgt sei auch die Interessenabwägung 
durch den Gemeinderat: weder bestünden überwiegende Interessen des Hoch-
wasserschutzes noch bedürfe es einer Revitalisierung (S. 12 Ziff. 3.3.3). Zu er-
gänzen sei, dass das J.________ wie das Q.________ weder Buchten des 
Zürichsees noch Lagunen seien. Es gebe im fraglichen Bereich nur die eine Ufer-
linie ausserhalb des J.________ und des Q.________ zum Zürichsee (vgl. auch 
S. 45 [Ziff. 6.3]). J.________- und Q.________ seien auch nicht mit dem Gestal-
tungsplan Nuolen See (Urteile BGer 1C_821/2013 und 1C_825/2013 vom 
30.3.2015) vergleichbar. Die künstlich angelegten privaten Wasserwege hätten 
eine Erschliessungsfunktion. Die Wasserflächen des J.________ seien auf einer 
Länge von über 700 m durch mit mindestens zwei Reihen überbauter Bauparzel-
len der Landhauszone L2 klar vom Zürichsee abgetrennt (gemäss konstanter 
Praxis zähle der Gemeinderat das J.________ und Q.________ nicht zum 
Zürichsee, vgl. S. 45 [Ziff. 6.3]), dies lediglich unterbrochen durch die nötige zen-
tralisierte Einfahrt in das J.________; ein gleiches gelte für das Q.________. Im 
J.________ und Q.________ "als gesamthaft zentrale Hafenanlage mit Boots-
werft und Hafeninfrastruktur" lägen insgesamt 570 Bootsstationierungsplätze 
(vgl. auch S. 37 Ziff. 4.6), welche allesamt vom abgetrennten Zürichsee her er-
schlossen würden. Zusätzlich bestehe auf KTN _03 der Verladesteg mit der 
Schiffverlade- und Entladestation (der AJ.________ AG) für Lastschiffe auf dem 
Zürichsee mit jährlich bis 710 Ledischiff-Fahrten für den Transport von jährlich bis 
zu 100'000 Tonnen Kies (S. 14 ff. Ziff. 3.4.1 ff.; vgl. S. 28 Ziff. 3.4.10, S. 47 
[Ziff. 6.5]). 

Verletzt würden auch die verbindlichen Vorgaben im kantonalen Richtplan. Das 
ganze J.________ resp. die Gewässerflächen J.________ stellten gemäss 
Richtplankarte eine zentrale Bootsstationierung dar und sei als solche auf Aus-

27

baumöglichkeiten angewiesen (Richtplan-Geschäft V-7), dies im Zeichen eines 
umweltfreundlichen Transportes von Massengütern auf dem Wasserweg. Aktuell 
sondiere das ARE mit Umfrage vom 7. Dezember 2023 bei der Korporation be-
treffend den Bedarf und die Interessen an der Schiffstationierung AK.________ 
(S. 23 ff. Ziff. 3.4.8). Die Gewässerflächen des J.________ und des Q.________ 
seien keine öffentlichen Gewässer (S. 25 ff. Ziff. 3.4.9). Zu Recht berufe sich der 
Gemeinderat im Erläuterungsbericht vom 19. April 2022 (S. 29) auch auf die re-
gierungsrätliche Praxis und Rechtsprechung bei der Genehmigung von Teilzo-
nenplänen mit Verzicht auf das Ausscheiden von Gewässerräumen (S. 31 
Ziff. 3.4.13). Bei den Bootshaaben handle es sich um künstlich angelegte Ein-
schnitte in Uferparzellen, genutzt hauptsächlich als privater Zugang ab den Ufer-
parzellen zum Gewässer, als Parkplatz für Boote oder als Zugang zu einem 
Bootshaus. Die gewässerseitige Festlegung der Uferlinie durch den Gemeinderat 
sei korrekt (S. 32 f. Ziff. 4.2 f.). Diese Lösung sei im Interesse des Ortsbild- und 
Landschaftsschutzes, respektiere die privaten Interessen der Eigentümer sowie 
das Vorbestehen und die Standortgebundenheit der Bootshaaben und -häuser 
und sei Bestandteil des Bootshafenkonzepts. Zudem seien die reinen Massbe-
grenzungen gemäss dem für deren Festlegung ohnehin nicht zuständigen ARE 
nicht tauglich (S. 33 ff. Ziff. 4.4.a ff.). Der Regierungsrat übersehe auch Art. 30 
Abs. 2 BauR, wonach Bauten und Anlagen gegenüber Seen ab Grenze Hauptu-
fer/Wasserzone den (kantonalen) Gewässerabstand von 20 m einzuhalten hät-
ten, allerdings ohne private interne Buchten (S. 38 Ziff. 4.7). 

Bezüglich Seen als stehende Gewässer schreibe der aktuell seit dem 30. März 
2022 gültige § 66 PBG keinen Mindestabstand vor, sofern die Gemeinde im Zo-
nenplanverfahren auf die Festlegung eines Gewässerraums verzichte, wie dies 
zu Recht für das künstlich angelegte J.________ und Q.________ der Fall sei. 
Dies könne nur so ausgelegt werden, dass bei einem in der Nutzungsplanung er-
folgten Verzicht auf die Ausscheidung eines Gewässerraums bei einem stehen-
den Gewässer kein kantonaler Gewässerabstand einzuhalten sei, sondern dass 
dieser Abstand dem Planungsermessen und der Planungsfreiheit der für die Nut-
zungsplanung zuständigen Gemeinde obliege. Stattdessen gelten hier neu die 
Baulinien (S. 40 ff. Ziff. 5.1). Selbst wenn ein Gewässerraum einzuhalten wäre, 
habe der Gemeinderat stichhaltig begründet, weshalb der Abstand auf 10 m 
(Baulinie) reduziert werden könne. Die allfälligen Voraussetzungen für einen 
Mindestabstand nach § 66 Abs. 4 PBG deckten sich dabei weitgehendst mit den 
Voraussetzungen für den im Zonenplanverfahren erfolgenden Verzicht auf die 
Festlegung eines Gewässerraums nach Art. 41b Abs. 4 GSchV (d.h. Fehlen 
überwiegendender entgegenstehender Interessen) (S. 42 f. Ziff. 5.2). Die Ge-
meinde habe mit der Baulinie von 10 m ab Uferlinie das Recht (unter Einschluss 

28

von Ermessensüberschreitung/-missbrauch) nicht verletzt (S. 44 Ziff. 6.1 ff.). Zu 
Recht verweise der Gemeinderat im Erläuterungsbericht (S. 29) auf den Teilzo-
nenplan "Ennet Aa", wofür der Regierungsrat mit RRB Nr. 152 vom 7. März 2017 
einen Abstand von 10 m vom Gewässerareal "Ennet Aa" genehmigt habe (S. 46 
[Ziff. 6.3]; vgl. auch S. 31 Ziff. 3.4.13). Im Unterschied zur Landhauszone L2 die-
ne die Industriezone gemäss Art. 44 BauR der vollständigen gewerblichen und 
industriellen Nutzung. Zonen- und nutzungsbedingt müssten hier die standortge-
bundenen Bauten und Anlagen insbesondere auch auf KTN _03 bis an die Ufer-
linie gestattet sein, was - wie gesagt - auch im öffentlichen Interesse liege und 
seit den 1960er-Jahren der Fall sei (S. 47 [Ziff. 6.4]; vgl. S. 18 ff. Ziff. 3.4.7). Der 
angefochtene RRB stelle diesbezüglich zudem auch eine Verletzung der verbind-
lichen Vorgaben gemäss dem kantonalen Richtplan (Richtplangeschäft V-7) dar, 
womit der Gütertransport durch Lastschiffe als ökologischste Beförderungsart 
bezeichnet werde (S. 48 f. Ziff. 6.5; vgl. S. 23 ff. Ziff. 3.4.8). 

3.2.1 Das Sicherheitsdepartement bestreitet vernehmlassend am 27. Mai 2024 
(S. 3 Ziff. 2) die Beschwerdebefugnis der Gemeinde. 

3.2.2 Die Korporation macht mit der Replik vom 7. August 2024 im Verfahren III 
2024 70 (S. 6 lit. B.1) sowie mit der Eingabe vom 16. Oktober 2024 für beide Ver-
fahren III 2024 66 und III 2024 70 (S. 2 Ziff. II) die Unzuständigkeit des Sicher-
heitsdepartements zur Einreichung einer (von) Vernehmlassung(en) geltend. Das 
Sicherheitsdepartement sei nicht Partei des angefochtenen RRB und der dage-
gen erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde(n); die Vernehmlassung vom 
27. Mai 2024 sei aus dem Recht zu weisen. 

3.3 Die Rüge der fehlenden Zuständigkeit/Berechtigung des Sicherheitsdepar-
tements bzw. eines Departements zur Einreichung einer Vernehmlassung ist 
nicht neu. Bereits mit RRB Nr. 642 vom 4. April 1989 ermächtigte der Regie-
rungsrat die Departemente generell, im Auftrag des Regierungsrates Vernehm-
lassungen zu Verwaltungsgerichtsbeschwerden abzugeben. In diesem Be-
schluss wird Bezug genommen auf RRB Nr. 1209 vom 8. Juli 1986, mit welchem 
zur Entlastung des Regierungsrates u.a. die Ausfertigung von Vernehmlassun-
gen zu Beschwerden an die Departemente übertragen wird (vgl. VGE III 2018 
114 vom 12.2.2019 E. 2). Diese Ermächtigung hat der Regierungsrat in neuerer 
Zeit mit dem RRB Nr. 440 vom 29. Juni 2021 erneuert. Im erwähnten VGE 
(a.a.O.) wurde ergänzend dargelegt, dass die Vernehmlassung der Vorinstanz in 
einem Beschwerdeverfahren in erster Linie der Sachverhaltsabklärung dient. Es 
macht deshalb Sinn, wenn die jeweils fachkundige Behörde - mithin das zustän-
dige Amt bzw. Departement - die Vernehmlassung zu einer Beschwerde verfasst. 

29

Die vom Regierungsrat bereits vor Jahrzehnten getroffene Regelung, wonach 
Vernehmlassungen von den Departementen verfasst werden können, ist dem-
nach nicht nur aus verfahrensorganisatorischen Gründen (Entlastung des Regie-
rungsrates), sondern auch in Berücksichtigung der Sachkenntnisse der Depar-
temente sinnvoll und nicht zu beanstanden. Es kann auch kein Nachteil erkannt 
werden, der aus dieser Regelung vorliegend (wie in anderen Fällen) einer oder 
mehreren verfahrensbeteiligten Parteien erwachsen kann. 

Der Ermächtigung stehen entgegen der Auffassung der Korporation auch die 
Vorgaben des Gesetzes über die Organisation des Regierungsrates und der kan-
tonalen Verwaltung (Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz, RVOG; 
SRSZ 143.110) vom 27. November 1986 nicht entgegen. § 6 RVOG normiert 
kurz und bündig, dass der Regierungsrat "über Beschwerden nach Massgabe 
der Gesetzgebung" entscheidet. Die RVOG sieht demgemäss nur den Verwal-
tungsbeschwerdeentscheid exklusiv dem Regierungsrat vor, verbietet ihm aber 
namentlich nicht die Delegation von Vernehmlassungen im verwaltungsgerichtli-
chen Verfahren an ein Departement. Ein solches Verbot lässt sich auch nicht aus 
§ 2 Abs. 1 lit. e RVOG, wonach der Regierungsrat "in der Verwaltungsrechtspfle-
ge tätig ist", ableiten. 

Im Weiteren hat das Verwaltungsgericht die Gültigkeit vorangegangener Pro-
zesshandlungen (u.a. Instruktionsverhandlungen) eines (den Regierungsrat in-
struierenden) Departements im Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren, auch 
nachdem die Sache mittels Sprungbeschwerde ans Verwaltungsgericht überwie-
sen wurde, in EGV-SZ 2008 B 1.1 (E. 7) bestätigt. 

Im Übrigen kann auch nicht daran gezweifelt werden, dass der Regierungsrat 
ohne weiteres gewillt wäre, auf gerichtliches Ersuchen hin die Vernehmlassun-
gen (nachträglich) zu unterzeichnen. Indessen würde das Verwaltungsgericht ei-
ne entsprechende Rückweisung von Vernehmlassung(en) des Sicherheitsdepar-
tements (wie auch anderer Departemente) als wenig opportun erachten. Hieraus 
lässt sich jedoch gleichzeitig ableiten, dass der Verzicht auf eine gerichtliche Auf-
forderung zur Edition des erwähnten RRB Nr. 440 vom 29. Juni 2021 - was eben-
falls als verfahrensökonomischer Unsinn zu qualifizieren wäre - nicht zu einer 
Verletzung des rechtlichen Gehörs der Korporation führen kann. Schliesslich 
handelt es sich bei der Ausarbeitung und Einreichung der Vernehmlassungen, in 
der Regel durch das Sicherheitsdepartement, sachbezogen aber gegebenenfalls 
auch durch das sachkompetente Departement, wie aus dem Gesagten hervor-
geht, der lang geübten, bekannten und daher zu Recht auch nur selten in Frage 
gestellten Praxis im Kanton Schwyz. 

30

3.4.1 Zur Einreichung eines Rechtsmittels ist nach § 37 Abs. 1 VRP berechtigt, 
wer vor der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur 
Teilnahme erhalten hat (lit. a), durch den angefochtenen Entscheid oder die an-
gefochtene Verfügung besonders berührt ist (lit. b) und ein schutzwürdiges Inter-
esse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides oder der Verfügung hat 
(lit. c). Zudem sind Gemeinden und andere öffentlich-rechtliche Körperschaften 
zur Einreichung eines Rechtsmittels berechtigt, wenn sie die Verletzung von Ga-
rantien rügen, die ihnen die Kantons- oder Bundesverfassung gewährt (§ 37 Abs. 
2 lit. a VRP), sowie Personen, Organisationen und Behörden, wenn sie dazu 
durch einen Rechtssatz ermächtigt sind (§ 37 Abs. 2 lit. b VRP). 

3.4.2  Die Bezirke und Gemeinden sind im Rahmen des übergeordneten Rechts 
autonom (§ 69 Abs. 2 zweiter Satzteil der Verfassung des Kantons Schwyz [KV; 
SRSZ 100.100] vom 24.11.2010). Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich auto-
nom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn 
ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung überlässt und ihr dabei eine re-
lativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einräumt (vgl. BGE 126 I 136 E. 2 mit Hin-
weisen). Der geschützte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Er-
lass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen ent-
sprechenden Spielraum bei der Anwendung des kantonalen oder eidgenössi-
schen Rechts betreffen. Der Schutz der Gemeindeautonomie setzt eine solche 
nicht in einem ganzen Aufgabengebiet, sondern lediglich im streitigen Bereich 
voraus (vgl. VGE 1023/01 vom 14.3.2002 E. 1c). 

Kein schutzwürdiges Interesse ist dann gegeben, wenn die Gemeinde nicht ihr 
eigenes, sondern kantonales oder Bundesrecht anzuwenden hat, und es ihr ein-
zig um die Durchsetzung ihrer eigenen Rechtsauffassung geht (vgl. VGE III 2007 
38 vom 24.5.2007 E. 1.1 mit Hinweisen auf VGE 1023/01 vom 14.3.2002 E. 1b; 
ZBl 2001, S. 527 E. 2a in fine und BGE 125 II 192 E. 2a/aa). Mit anderen Worten 
ist nach ständiger Praxis eine von der Rechtsmittelinstanz desavouierte Vor-
instanz grundsätzlich nicht befugt, den Entscheid der Rechtsmittelinstanz weiter-
zuziehen (vgl. VGE III 2018 150 vom 12.2.2019 E. 2.3.1; VGE III 2009 50 vom 
24.2.2010 E. 1.2; VGE III 2009 7 vom 8.4.2009 E. 1.3 mit Hinweisen).

3.4.3 Ob ein kantonales Vorgehen rechtens und mit der Gemeindeautonomie 
vereinbar ist, ist nicht bei der Eintretensfrage, sondern im Rahmen der materiel-
len Beurteilung zu prüfen (vgl. BGE 146 I 83 E. 1.2; BGE 135 I 43 E. 1.2; Urteile 
BGer 1C_593/2020 vom 12.5.2021 E. 1.1 i.Sa. I. vs. GR Altendorf; 1C_658/2013 
vom 24.1.2014 E. 1.2 i.Sa. GR Feusisberg vs. VerwGer SZ; VGE III 2019 73 vom 
29.8.2019 E. 3.1.1; EGV-SZ 2007, Nr. B 8.2 [= VGE III 2007 25 vom 19.4.2007 
E. 1.3]).

31

3.4.4 Auf die Beschwerde ist somit einzutreten, soweit die Gemeinde eine Ver-
letzung der Autonomie mit Blick auf die Nutzungsplanung/Ausscheidung des 
Gewässerraumes bei den stehenden Gewässern geltend macht. Ob sie in ihrer 
Autonomie verletzt wurde, zeigt sich bei der materiellen Prüfung. 

3.4.5 Soweit es um die Anfechtung einer gestützt auf § 72 VRP und/oder § 74 
VRP vorgenommenen Kostenauflage und/oder Parteientschädigung geht, kann 
kein Unterschied in der Betroffenheit eines Privaten und einer Behörde (Gemein-
de) erkannt werden. Eine solche Differenzierung lässt sich auch den erwähnten 
Bestimmungen nicht entnehmen. Ob insoweit auf die Beschwerde allenfalls 
mangels einer Begründung nicht einzutreten ist (vgl. § 38 Abs. 2 VRP i.V.m. § 39 
VRP), oder ob die Beschwerdeführerin mit ihrer Begründung allenfalls durchzu-
dringen vermag, sind andere Fragen. 

3.5 Unbegründet ist die Rüge der Korporation, der Regierungsrat habe zu ihren 
Vorbringen keine Stellung genommen und so ihr rechtliches Gehör verletzt (Be-
schwerde S. 6 Ziff. 3.1). Die aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessende 
Verpflichtung der Behörden, ihren Entscheid zu begründen, bedeutet gemäss 
ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht, dass sie sich mit allen Par-
teistandpunkten einlässlich auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf 
die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss 
so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des Entscheids 
Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz 
weiterziehen kann (Art. 29 Abs. 2 BV; BGE 143 III 65 E. 5.2; BGE 141 III 28 E. 
3.2.4; BGE 141 V 557 E. 3.2.1). Ebenso wenig ist in den vorangegangenen Ver-
fahren eine Rechtsverweigerung gegenüber der Korporation erkennbar. 

4.1 Art. 41b GSchV regelt den Gewässerraum für stehende Gewässer wie folgt:

1 Die Breite des Gewässerraums muss, gemessen ab der Uferlinie, mindestens 
15 m betragen.

2 Die Breite des Gewässerraums nach Absatz 1 muss erhöht werden, soweit 
dies erforderlich ist zur Gewährleistung:
a. des Schutzes vor Hochwasser;
b. des für eine Revitalisierung erforderlichen Raumes;
c. überwiegender Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes;
d. der Gewässernutzung.

3 Die Breite des Gewässerraums kann in dicht überbauten Gebieten den 
baulichen Gegebenheiten angepasst werden, soweit der Schutz vor 
Hochwasser gewährleistet ist.

4 Soweit keine überwiegenden Interessen entgegenstehen, kann auf die 
Festlegung des Gewässerraums verzichtet werden, wenn das Gewässer:

32

a. sich im Wald oder in Gebieten, die im landwirtschaftlichen 
Produktionskataster gemäss der Landwirtschaftsgesetzgebung nicht dem 
Berg- oder Talgebiet zugeordnet sind, befindet; 

b. eine Wasserfläche von weniger als 0,5 ha hat; oder
c. künstlich angelegt ist.

4.2.1 Der Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV der AD.________ vom 19. April 
2022 äussert sich in Ziff. 3 (S. 15 ff.) zum "Gewässerraum bei stehenden Ge-
wässern". In Ziff. 3.1 ("Ausscheidungsgrundsätze") wird festgehalten, dass die 
überlagernde Gewässerraumzone, da "aufgrund diverser Bundesgerichtsurteile 
im Kanton Schwyz" keine Ausnahmen gestützt auf Art. 41b Abs. 3 GSchV zuge-
lassen werden, ohne Reduktion konsequent mit 15 m ab Uferlinie bemessen 
werde. In Ziff. 3.2 "Uferlinie" werden als zu behandelnde Spezialfälle 
A Schilfgürtel, B Bootshaaben, C Kantonale Nutzungs- und Schutzzonen ge-
nannt. Die sechs Bereiche Bucht N.________, P.________, L.________ Freien-
bach, R.________, M.________ und Delta O.________bach (von Ost nach 
West) werden nicht eigens thematisiert, ebenso wenig Fragen des Hochwasser-
schutzes und/oder der Revitalisierung bzw. des hierfür erforderlichen Raumes 
und/oder des Natur- und Landschaftsschutzes. 

4.2.2 Der Gemeinderat erwog im GRB Nr. 38 vom 9. Februar 2023 zur Rüge des 
A.________ u.w., zu Unrecht keine Erhöhung der Gewässerräume geprüft zu 
haben, er sei den diesbezüglichen gesetzlichen Vorgaben (Art. 41b Abs. 2 
GSchV) nachgekommen. Dem (betreffend die stehenden Gewässer) als Beispiel 
genannten P.________ sei seewärts die Zone für öffentliche Bauten und Anlagen 
vorgelagert, wo ein mindestens 15 m breiter Gewässerraum ausgeschieden sei. 
Es sei nicht ersichtlich, warum auf dem mit einem Abstand hinter diesem Gewäs-
serraum liegenden und zur Hafenzone gehörenden P.________ ein zusätzlicher 
Gewässerraum ausgeschieden werden müsse. Ein solches Erfordernis ergebe 
sich weder aus der Gewässerschutzgesetzgebung noch aufgrund des BLN-
Gebietes S.________ (S. 4 f. Ziff. 4).

4.2.3 Mit der Vernehmlassung vom 12. Juli 2023 im regierungsrätlichen Be-
schwerdeverfahren reichte die Gemeinde unter anderem die Beilage K.3 (Inter-
essenabwägung Gewässerräume) der AD.________ vom 23. Januar 2023 ein. 
Diese Beilage betrifft indessen die Interessenabwägung zu Gunsten eines Ver-
zichts auf eine Gewässerraumausscheidung beim Teich W.________ sowie beim 
Graben AL.________. Dabei wird jeweils auch einem allfälligen Hochwasser wie 
der Revitalisierung Rechnung getragen. 

33

4.2.4 Das Amt für Gewässer erachtete mit Stellungnahme vom 29. Januar 2024 
im Verwaltungsbeschwerdeverfahren die Rüge der fehlenden Interessenabwä-
gung hinsichtlich einer Erhöhung der Gewässerraumbreite gemäss Art. 41b 
Abs. 2 GSchV als berechtigt. Es verwies auf die strategische Revitalisierungs-
planung Seeufer, welche mit RRB Nr. 949/2022 genehmigt worden sei. Diese 
Planung behandle auch sieben Abschnitte prioritär zu revitalisierender Uferab-
schnitte. Eine Gewässerraumerhöhung in diesen Bereichen sollte geprüft wer-
den. Mit dem Planungsbericht werden auch Hinweise zum Koordinationsstand, 
zu Synergien sowie zu Konflikten mit übrigen raumwirksamen Vorhaben und In-
teressen von kantonaler oder kommunaler Bedeutung gemacht (RRB 
Nr. 949/2022 E. 2.2).  

4.2.5 Der Planungsbericht des kantonalen Amtes für Gewässer vom 31. Oktober 
2022 betreffend "Revitalisierung Seeufer", hält einleitend fest, dass rund 70 % 
der Seeufer im Kanton Schwyz in einem unbefriedigenden Zustand seien. Revi-
talisierungen sollen helfen, diesen Anteil zu senken. Ziel der Planung sei es, die-
jenigen Uferabschnitte zur Revitalisierung auszuwählen, bei welchen ein günsti-
ges Verhältnis zwischen Nutzen für Natur und Landschaft sowie dem Aufwand 
bestehe (S. 5 Ziff. 1.1). Vom auf dem Schwyzer Kantonsgebiet liegenden Zürich-
seeufer seien rund 14.3 km (ca. 30 %) in einem genügenden ökomorphologi-
schen Zustand; 33.9 km (ca. 70 %) seien ökomorphologisch ungenügend (S. 12 
Ziff. 3.1.4). Für die Ufer des Zürichsees (inkl. Inseln Z.________ und 
AM.________ mit zusammen 2.7 km Ufer) wird für 29 % ein hohes Aufwertungs-
potential und für 26 % ein mittleres Aufwertungspotential veranschlagt (S. 23 
Ziff. 4.2.4). Es wurden 38 als prioritär zu revitalisierende Seeuferabschnitte ermit-
telt (vgl. RRB Nr. 949/2022 vom 6.12.2022 S. 1 Ziff. 1; Planungsbericht S. 39 ff.), 
wovon 18 den Zürichsee betreffen. Für die vorliegenden sechs Uferbereiche 
werden Prioritäten (Bucht N.________, L.________ Freienbach und Bucht 
M.________ [sowie für die vorliegend nicht interessierende Z.________]: Priorität 
2, Umsetzungsfrist 2037-2040; P.________, Halbinsel AN.________ 
[R.________] und Delta O.________bach: Priorität 3, Umsetzungsfrist 2041 oder 
später) sowie jeweils konkrete Massnahmentypen genannt. 

4.2.6 Mit Eingabe vom 21. März 2024 reichte der Gemeinderat im Verwaltungs-
beschwerdeverfahren eine Interessenabwägung zum P.________ betreffend 
"Gewässerraum stehendes Gewässer" der AD.________ vom 15. März 2024 ein. 
Dabei wurden die relevanten Interessen für den betreffenden Uferstreifen unter-
teilt in drei Abschnitte ermittelt (so auch die Interessen des Hochwasserschutzes 
und einer Revitalisierung), abgewogen und bewertet.

34

4.2.7 Mit Schreiben vom 3. Mai 2024 betreffend "Umsetzung Revitalisierung 
Seeufer, Schwerpunkte der Standortgemeinden" wandte sich das Amt für Gewäs-
ser an den Gemeinderat und unterbreitete ihm unter Bezugnahme auf die strategi-
sche Planung verschiedene Fragen (betreffend Bedeutung und Richtigkeit der pri-
orisierten Seeuferabschnitte; Bedeutung der effektiven Revitalisierung; allfällige 
weitere zu revitalisierende Seeuferabschnitte) im Hinblick auf die Ausarbeitung von 
Vorstudien sowie zwecks Vermeidung von Fehlinvestitionen (GR-act. 2). 

4.3 Dem Sicherheitsdepartement (Vernehmlassung S. 4 Ziff. 5) ist beizupflich-
ten, dass die Gemeinde zum einen von der strategischen Planung "Revitalisie-
rung Seeufer" Kenntnis haben musste und zwar spätestens seit dem vom 
15. Februar 2022 bis 13. Mai 2022 dauernden Mitwirkungsverfahren, zu dem un-
ter anderem die betroffenen Gemeinden eingeladen worden waren (vgl. RRB 
Nr. 949/2022 vom 6.12.2022 E. 2.5). Zum anderen musste die Gemeinde auch 
Kenntnis von der gemäss Art. 41b Abs. 2 lit. b GSchV erforderlichen Erhöhung 
der Gewässerraumbreite haben, soweit dies erforderlich ist zur Gewährleistung 
des für eine Revitalisierung erforderlichen Raumes.

Der Gemeinde hingegen ist beizupflichten, dass dieser vom Regierungsrat be-
reits mit dem erwähnten RRB Nr. 949/2022 genehmigte Planungsbericht offen-
sichtlich noch keinen Eingang in den aktuellen kantonalen Richtplan (Anpassun-
gen 2022, RRB Nr. 461 vom 20.6.2023 [vgl. vorstehend E. 3.3.1]) gefunden hat 
bzw. findet sich in diesem noch der Hinweis, dass für stehende Gewässer "die 
strategische Revitalisierungsplanung Ende 2022 verabschiedet" wird (S. 140 L-
12; im Erläuterungsbericht des Regierungsrates vom 12.11.2024 zu den Anpas-
sungen 2022 des Richtplans, S. 5, wird klargestellt, dass die Thematik des Revi-
talisierungsbedarfs erst für die Anpassungen 2025/26 vorgesehen ist). Entspre-
chend kann jedoch die Gemeinde nichts zu ihren Gunsten herleiten, wenn die 
dem Schreiben des Amts für Gewässer vom 3. Mai 2024 beigelegten Objektblät-
ter noch einen Koordinationsstand (Richtplan, 2024) "Vororientierung, VO" notie-
ren, zumal es sich hierbei nur um Kopien des Planungsberichts 2022 handelt. Al-
lerdings weist auch der Richtplan (S. 140 L-12) darauf hin, dass die Gemeinden 
den Gewässerraum für stehende Gewässer nach Art. 41b GSchV festzulegen 
haben; hierzu gehört auch die Prüfung allfälliger Massnahmen zum Schutz vor 
Hochwasser oder zur Revitalisierung, was gegebenenfalls einen grösseren Ge-
wässerraum bedingt. Im Übrigen bestanden bereits im Jahr 2020 unter anderem 
die erforderlichen ökomorphologischen Seeuferbewertungen (vgl. Planungsbe-
richt S. 4 f. Ziff. 1.2.2 f, [Fachliche und digitale Grundlagen]). Die Kenntnis von 
deren Existenz und Bedeutung für eine gehörige Interessenbeurteilung und 
-abwägung darf bei einem Fachbüro wie AD.________ vorausgesetzt werden. 

35

4.4.1 Beizupflichten ist der Gemeinde insbesondere, dass sie das Nutzungspla-
nungsverfahren - unter Vorbehalt der Prüfung allfälliger Hochwasserschutzmass-
nahmen sowie allenfalls erforderlicher Revitalisierungen und Interessenabwägung 
- soweit ersichtlich rechtskonform durchgeführt hat. Es kann hierfür auf die Über-
sicht zum Verfahrensablauf im Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV der 
AD.________ vom 19. April 2022 verwiesen werden (S. 11 f. Ziff. 1.6 f.). Dies gilt 
insbesondere auch für die (zwei) Vorprüfungsberichte im Sinne von § 25 Abs. 2 
PBG (i.V.m. § 9 und § 13 der Planungs- und Bauverordnung [PBV; SRSZ 400.111] 
vom 2.12.1997). 

4.4.2 Es kann der Gemeinde grundsätzlich auch kein Vorwurf gemacht werden, 
dass sie den Planungsbericht nicht weiter berücksichtigt hat, selbst wenn sie ab 
Februar 2022 hiervon Kenntnis gehabt haben sollte. 

Zum einen hätte in der Tat erwartet werden dürfen, dass die Gemeinde im Rah-
men der (zweifachen) Vorprüfung (September 2018 sowie August 2020) auf die 
Beachtung der laufenden strategischen Planung und deren allfällige Berücksichti-
gung bei der Nutzungsplanung hingewiesen worden wäre. Ebenso wenig bestehen 
Anhaltspunkte dafür, dass das Vorprüfungsverfahren ohne Beteiligung des Amtes 
für Gewässer stattfand und/oder dass ein entsprechender Mangel im Rahmen der 
Vorprüfung beanstandet wurde bzw. bestätigt das Amt für Gewässer seine Äusse-
rungsmöglichkeit im zweiten Vorprüfungsverfahren. 

Zum andern verlangt Art. 38a Abs. 2 (Satz 1) GSchG, dass die Revitalisierungs-
planung samt dazugehörigem Zeitplan bei der Richt- und Nutzungsplanung 
berücksichtigt wird. Indes ist die in Art. 38a GSchG enthaltene unabdingbare Ver-
pflichtung zur Revitalisierung (Fritzsche, a.a.O., Art. 38a GSchG N 13) und die 
Planung von Revitalisierungen im Sinne von Art. 41d GSchV trotz der gebotenen 
Koordination (vgl. BGE 140 II 437 E. 6.2) von der Gewässerraumausscheidung 
nach Art. 41a und b GSchV zu unterscheiden. Dies legen bereits die in diesen Be-
stimmungen enthaltenen zeitlichen Vorgaben nahe. Die Gewässerraumausschei-
dung hat bis Ende 2018 (vgl. vorstehend E. 4.1.2) zu erfolgen (bzw. hätte erfolgen 
müssen). Die zu revitalisierenden Gewässerabschnitte sind in der Planung für ei-
nen Zeitraum von 20 Jahren festzulegen (Art. 41d Abs. 2 GSchV); die Planung ist 
von den Kantonen für stehende Gewässer (erstmals) bis 31. Dezember 2022 (in 
der bis Ende 2015 geltenden Fassung bis 31.12.2018) zu verabschieden (Art. 41d 
Abs. 3 GSchV) und alle zwölf Jahre für einen Zeitraum von 20 Jahren zu erneuern 
(Art. 41d Abs. 4 GSchV). Es kann auch angesichts dieser Terminvorgaben der 
Gemeinde nicht zum Nachteil gereichen, wenn sie den Planungsbericht vom 
31. Oktober 2022 im Planungsprozess bis zu diesem Zeitpunkt nicht mehr berück-
sichtigte und dieser auch (noch) nicht in den Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV 

36

vom 19. April 2022 einfloss (bzw. aus chronologischen Gründen noch nicht ein-
fliessen konnte). Hieraus kann jedoch hinwiederum nicht geschlossen werden, 
dass dem Planungsbericht, wenn sich der Planungsprozess in der Folge verzö-
gert, keine Bedeutung zukommt. Insbesondere aber - was zu wiederholen ist - er-
gibt sich aus Art. 41b Abs. 2 lit. a und b GSchV per se, dass die Hochwasser-
schutz- wie die Revitalisierungsfrage bei der Gewässerraumausscheidung zu the-
matisieren und mitzuberücksichtigen sind. 

4.5.1 Mit dem Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV ist der kantonalen Genehmi-
gungsbehörde Bericht zu erstatten, d.h. im Kanton Schwyz dem Regierungsrat 
(vgl. § 28 PBG sowie insbesondere § 15 PBV). Im Bericht sind die Interessenab-
wägungen darzulegen und die Entscheide umfassend zu begründen (vgl. Aemi-
segger/Kissling, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen, Praxiskommentar RPG: 
Nutzungsplanung, Zürich 2016, Vorbem. Rz. 45). Laut der Checkliste für den Er-
läuternden Bericht nach Art. 47 RPV der Baudirektion des Kantons Zürich (Amt für 
Raumentwicklung, S. 1) ist es zentral, "fundierte Interessenabwägungen zu formu-
lieren". Im Ergebnis soll der Erläuterungsbericht insbesondere den Genehmi-
gungsbehörden erlauben, den Planungsentscheid und vor allem die ihm zugrunde-
liegende Gewichtung der Interessen nachzuvollziehen (Aemisegger/Kissling, 
a.a.O., Vorbem. Rz. 50). Von den Stimmberechtigten muss der Erläuterungsbe-
richt nicht genehmigt werden; aufgrund des Öffentlichkeitsprinzips muss er aber 
grundsätzlich öffentlich zugänglich sein (Aemisegger/Kissling, a.a.O., Vorbem. 
Rz. 52). 

4.5.2 Mit dem Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV (vgl. vorstehend E. 4.2.1) 
wurden vorliegend für die fraglichen sechs Uferabschnitte weder rechtsgenügliche 
Interessenabwägungen vorgenommen noch entsprechend die Frage des Hoch-
wasserschutzes sowie allfälliger erforderlicher Revitalisierungen geprüft. Dies wur-
de im Verwaltungsbeschwerdeverfahren nur für das P.________ nachgeholt. Dies 
kann jedoch bei sonst ordnungsgemässem Planungsverfahren an und für sich 
nicht zur Folge haben, dass das Nutzungsplanverfahren beginnend beim Vorprü-
fungsverfahren zu wiederholen ist wie das der angefochtene RRB (E. 7.4) anzu-
deuten scheint, wenn er festhält, es könne nicht Aufgabe des Regierungsrates 
sein, das Vorprüfungsverfahren im Verwaltungsbeschwerdeverfahren vorzuneh-
men. Sollte dies der regierungsrätlichen Auffassung entsprechen, die so im Dispo-
sitiv (trotz des Verweises auf die Erwägungen) keinen entsprechenden Nieder-
schlag gefunden hat, kann dem Regierungsrat insofern nicht gefolgt werden. Dies 
gilt vorliegend umso mehr, als die Gemeinde im Vorprüfungsverfahren wie insbe-
sondere mit dem zweiten Vorprüfungsbericht nicht auf das nun beanstandete 
Manko hingewiesen wurde. Analog zum P.________ muss es möglich bleiben, 

37

nachträglich im Sinne einer Ergänzung zu den bereits erstellten und aufgelegten 
Planunterlagen bzw. namentlich zum Erläuterungsbericht nach Art. 47 RPV eine 
entsprechende Beurteilung/Interessenabwägung vorzunehmen. Diese ist jedoch 
der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und von der Planungsbehörde unter Bei-
zug der zuständigen Fachbehörde(n), namentlich dem Amt für Gewässer, einer ei-
genständigen Überprüfung zu unterziehen. 

4.6 Soweit mit dem Antrag Ziff. 3 der Beschwerde der Gemeinde eine von der 
übrigen Teilrevision der Nutzungsplanung unabhängige (Sub-)Teilrevision ange-
sprochen werden sollte, stellt § 14 PBV die Möglichkeit der Abtrennung von Teil-
bereichen einer Nutzungsplanung zur Verfügung. Eine solche Abtrennung setzt 
voraus, dass das abgetrennte Gebiet "ohne nachteilige Auswirkungen auf die 
noch verbleibenden Gebiete zur Abstimmung gebracht werden" kann (§ 14 
Abs. 1 lit. b RPV). Damit kann auch die vom Regierungsrat verlangte Gesamtbe-
trachtung (vgl. angefochtener RRB E. 7.4) für die gesamte Nutzungsplanung ge-
setzlich gewährleistet werden. Soweit jedoch eventualiter die diesbezügliche 
Feststellung beantragt wird, kann auf die Beschwerde mangels Zuständigkeit des 
Verwaltungsgerichts nicht eingetreten werden. Zu beachten ist die in § 14 PBV 
vorgegebene Vorgehensweise, wonach mit einem Bericht ans Amt für Raument-
wicklung nachzuweisen ist, dass die Voraussetzungen gemäss § 14 Abs. 1 lit. a 
und b PBV erfüllt sind. 

4.7 Die Gemeinde beantragt eventualiter (Beschwerdeantrag Ziff. 3) zudem die 
gerichtliche Festlegung, dass die Gewässerraumausscheidung gemäss der stra-
tegischen Planung projektbezogen im Rahmen eines Revitalisierungsprojektes 
festgelegt werden kann. 

Laut § 44b Abs. 1 KWRG kann der Gewässerraum im Rahmen des Baubewilli-
gungsverfahrens für Hochwasserschutz- und Revitalisierungsprojekte aus-
nahmsweise ohne vorgängiges Zonenplanverfahren den neuen Gegebenheiten 
angepasst werden. Die betroffenen Grundeigentümer sind vorgängig anzuhören. 
Gemäss § 44b Abs. 2 KWRG berücksichtigen die Gemeinden die Anpassung 
des Gewässerraums im Rahmen der nächstfolgenden Zonenplanrevision.

Mit RRB Nr. 565/2018 vom 21. August 2018 (betr. Teilrevision Wasserrechtsge-
setz, Bericht und Vorlage an den Kantonsrat, S. 20) hat der Regierungsrat hierzu 
dargelegt, dass eine solche projektbezogene Gewässerraumausscheidung nur in 
seltenen Ausnahmefällen zum Tragen kommen soll, wenn die Revitalisierungs- 
oder Hochwasserschutzmassnahmen im Zeitpunkt der Gewässerraumausschei-
dung in der Nutzungsplanung noch nicht bekannt bzw. absehbar waren. 
Grundsätzlich müssen Revitalisierungsvorhaben bereits vorgängig bei der Gewäs-

38

serraumausscheidung in der Nutzungsplanung berücksichtigt werden. Damit 
stimmt überein, dass gemäss Lehre und Rechtsprechung die Revitalisierungspla-
nung nicht durch die Ausscheidung von Baubereichen präjudiziert werden darf, 
d.h. es müssen genügend grosse unüberbaute Flächen für die künftige Offenle-
gung des betroffenen Gewässers, seine Ufer und seinen Gewässerraum frei blei-
ben (Wagner Pfeifer, Umweltrecht, 2. Aufl., Zürich 2021 Rz. 1052 mit Hinweisen 
auf Urteile BGer 1C_821/2013 und 1C_825/2013 vom 30.3.2015 [Testufer Nuolen 
See] E. 6.5.2 sowie 1C_164/2012 vom 30.1.2013 E. 8.4.1 [in URP 2013 S. 113]; 
vgl. Fritzsche, a.a.O., Art. 38a GSchG N 37). 

Ein angesprochener seltener Ausnahmefall ist vorliegend nicht erkennbar. Zudem 
handelt es sich bei den Uferstreifen N.________, R.________ sowie M.________ 
im Wesentlichen um Landhauszonen (L2), beim P.________ um eine Hafenzone 
und Zone für öffentlichen Bauten (HZ bzw. OE) sowie bei den Uferbereichen 
L.________ und M.________ um eine OE sowie L2 und beim O.________bach 
um eine OE und Wohnzone W2 (vgl. Zonenplan Übersichtsplan, 1:5'000, vom 
19.4.2022), also um Bauzonen (vgl. Art. 33 Abs. 1 lit. A BauR, Art. 46 BauR i.V.m. 
Anhang B BauR [betreffend P.________]). Nachdem insofern hier also bereits 
Baubereiche ausgeschieden sind, drängt sich eine korrekte Beurteilung und Aus-
scheidung des gebotenen Gewässerraumes ohne Abwarten eines konkreten Revi-
talisierungsp