# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2cfc211c-d575-5ec0-afca-0a2db89e3831
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-15
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 15.10.2025 BK 2024 564
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2024-564_2025-10-15.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 24 564

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 15. Oktober 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Gerber,
Oberrichter Knecht
Gerichtsschreiberin Kurt

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

C.________
a.v.d. Rechtsanwalt D.________

Strafkläger/Beschwerdeführer

Gegenstand Einstellung

Strafverfahren wegen Körperverletzung, Drohung, Beschimpfung 
und Amtsmissbrauchs

Beschwerde gegen die Verfügung der Kantonalen Staatsanwalt-
schaft für Besondere Aufgaben vom 4. Dezember 2024
(BA 23 1014)

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Erwägungen:

1. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2024 stellte die Kantonale Staatsanwaltschaft für 
Besondere Aufgaben das Verfahren gegen den Beschuldigten wegen Körperverlet-
zung, Drohung, Beschimpfung sowie Amtsmissbrauchs ein. Der Strafkläger (nach-
folgend: Beschwerdeführer), vertreten durch Rechtsanwalt D.________, reichte am 
30. Dezember 2024 Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung ein und bean-
tragte, diese sei aufzuheben und es sei Anklage gegen den Beschuldigten zu er-
heben wegen Körperverletzung, Drohung, Beschimpfung sowie Amtsmissbrauchs. 
Weiter sei die unentgeltliche Rechtspflege auf das Beschwerdeverfahren auszu-
dehnen unter Beiordnung von Rechtsanwalt D.________ als amtlichen Rechtsbei-
stand, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Generalstaatsanwaltschaft so-
wie der Beschuldigte beantragten in ihren Stellungnahmen vom 28. bzw. 29. Janu-
ar 2025 die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 7. Februar 2025 hiess 
der Verfahrensleiter der Beschwerdekammer das Gesuch des Beschwerdeführers 
um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt D.________ 
als unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers gut. 

2. Einstellungsverfügungen können von den Parteien innert zehn Tagen bei der Be-
schwerdeinstanz angefochten werden (Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 393 ff. der Straf-
prozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 
Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). 
Der Beschwerdeführer hat als Strafkläger im vorliegenden Strafverfahren Partei-
stellung (Art. 118 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 Bst. b StPO). Er ist durch die 
angefochtene Einstellungsverfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten In-
teressen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die frist- und formgerechte Beschwerde gegen die Einstellungsverfü-
gung ist einzutreten. 

3. Den Vorwürfen gegen den Beschuldigten liegt folgende Ausgangslage zu Grunde: 
Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland führt unter der Nummer BM 22 
44965 ein Strafverfahren gegen den Beschwerdeführer wegen einfacher Körper-
verletzung, evtl. Tätlichkeiten und Sachbeschädigung, begangen am 8. Oktober 
2022. In diesem Verfahren erliess sie am 19. Dezember 2022 einen Vorführungs-
befehl gegen den Beschwerdeführer, der in der Folge durch drei Polizisten, darun-
ter den Beschuldigten, vollzogen wurde. Die drei Polizisten begaben sich am 
16. Januar 2023 zum Domizil des Beschwerdeführers. Es ist unbestritten, dass der 
Beschwerdeführer in der Folge (mehrmals) zu Boden geführt und in Handfesseln 
gelegt wurde. In diesem Zusammenhang erging am 26. Januar 2023 ein Anzeige-
rapport der Kantonspolizei Bern. Darin wird dem Beschwerdeführer vorgeworfen, er 
habe sich vehement gegen die Anhaltung gewehrt und versucht, die Polizisten mit 
den Füssen zu treten. Auch habe er versucht, den Beschuldigten in die Hand zu 
beissen. Schliesslich habe er ihn in den Oberschenkel gebissen, so dass dieser ei-
ne Bisswunde erlitten habe. Weiter habe der Beschwerdeführer den Beschuldigten 
und seine Kollegen mehrfach mit den Worten «Scheiss Bullen», «Arschlöcher» und 
«Wixer» beschimpft und sie sinngemäss mit den Worten bedroht «Wenn ich euch 

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das nächste Mal sehe, werden Steine fliegen» und «Ich weiss genau, wo ihr 
wohnt». Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland sprach den Beschwer-
deführer mit Strafbefehl vom 27. Januar 2023 im Zusammenhang mit diesen Vor-
kommnissen vom 16. Januar 2023 wegen einfacher Körperverletzung zum Nachteil 
des Beschuldigten sowie Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte und 
Beschimpfung zum Nachteil des Beschuldigten und der beiden anderen anwesen-
den Polizisten schuldig. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 2. Februar 
2023 Einsprache ein. Das beim Regionalgericht Bern-Mittelland in diesem Zusam-
menhang hängige Verfahren wurde mit Verfügung vom 19. November 2024 sistiert, 
da der Ausgang des vorliegenden Verfahrens BA 23 1014 gegen den Beschuldig-
ten Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens vor dem Regionalgericht Bern-
Mittelland haben könne (Faszikel 6; Akten BA 23 1014 [falls nicht anders vermerkt, sind 
im Folgenden diese Akten gemeint]). Weiter erstattete der Beschwerdeführer am 17. April 
2023 und damit noch innerhalb der dreimonatigen Strafantragsfrist (vgl. Art. 31 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches [StGB; SR 311.00] sowie Art. 90 Abs. 1 und 
Abs. 2 StPO) selbst Strafanzeige/Strafantrag/Privatklage gegen den Beschuldigten 
wegen der im Rubrum erwähnten Delikte. Darin machte er zusammengefasst gel-
tend, der Beschuldigte habe unvermittelt und übertrieben Gewalt gegen ihn ange-
wandt. So habe der Beschuldigte ihn zu Boden gedrückt und sei auf ihn gekniet. 
Nachdem er (der Beschwerdeführer) über die Treppe auf den Vorplatz geführt wor-
den sei, habe der Beschuldigte ihn erneut zu Boden geworfen, sich auf ihn gekniet 
und ihm gedroht, sich still zu halten, sonst gäbe es einen Kopfschuss. Weiter habe 
der Beschuldigte ihn als «Souhung» bezeichnet. Im Verlaufe der Anhaltung habe 
der Beschuldigte ihn zudem mehrfach gegen den Kopf geschlagen. Anschliessend 
habe der Beschuldigte ihn zum Polizeiauto geschleift. Dabei habe er (der Be-
schwerdeführer) sich multiple Schürfungen am ganzen Körper, eine Schädelprel-
lung, eine Prellung des Kehlkopfes sowie eine dominante Prellung des Ellbogens 
zugezogen. Er habe sich gleichentags ins Spital in ärztliche Behandlung begeben 
und seine Verletzungen dokumentieren lassen. Aus Angst habe er angegeben, in 
der Nähe des Bahnhofs von einer unbekannten Person angegriffen worden zu sein. 
Die erlittenen Verletzungen erreichten den Schweregrad einer einfachen Körper-
verletzung und deren Zufügung sei aufgrund der offensichtlichen Unverhältnismäs-
sigkeit des Polizeieinsatzes auch nicht durch Art. 14 StGB gerechtfertigt. Dies gelte 
auch für die Drohung mit einem Kopfschuss sowie die Beschimpfung. Die Faust-
schläge erfüllten zudem den Tatbestand des Amtsmissbrauchs (Faszikel 6).

4. Der Entscheid über die Einstellung eines Verfahrens hat sich nach dem Grundsatz 
«in dubio pro duriore» zu richten. Danach darf eine Einstellung durch die Staats-
anwaltschaft grundsätzlich nur bei klarer Straflosigkeit oder offensichtlich fehlenden 
Prozessvoraussetzungen angeordnet werden (BGE 146 IV 68 E. 2.1 mit Hinwei-
sen). Hingegen ist, sofern die Erledigung mit einem Strafbefehl nicht in Frage 
kommt, Anklage zu erheben, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als 
ein Freispruch. Ist ein Freispruch genauso wahrscheinlich wie eine Verurteilung, 
drängt sich in der Regel, insbesondere bei schweren Delikten, eine Anklageerhe-
bung auf. Bei zweifelhafter Beweis- oder Rechtslage hat nicht die Staatsanwalt-
schaft über die Stichhaltigkeit des strafrechtlichen Vorwurfs zu entscheiden, son-
dern das zur materiellen Beurteilung zuständige Gericht (BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 

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mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_1177/2022 vom 21. Februar 2023 E. 
2.1). Sachverhaltsfeststellungen sind zwar in Berücksichtigung des Grundsatzes 
«in dubio pro duriore» auch bei Einstellungen zulässig, allerdings nur, soweit ge-
wisse Tatsachen «klar» beziehungsweise «zweifelsfrei» feststehen, sodass im Fal-
le einer Anklage mit grosser Wahrscheinlichkeit keine abweichende Würdigung zu 
erwarten ist. Den Staatsanwaltschaften ist es mithin nur bei unklarer Beweislage 
untersagt, der gerichtlichen Beweiswürdigung vorzugreifen. Im Rahmen von 
Art. 319 Abs. 1 Bst. b und c StPO sind Sachverhaltsfeststellungen der Staatsan-
waltschaft in der Regel gar notwendig. Auch insoweit gilt jedoch, dass der rechtli-
chen Würdigung der Sachverhalt «in dubio pro duriore», das heisst der klar erstell-
te Sachverhalt, zugrunde gelegt werden muss (BGE 143 IV 241 E. 2.3.2). 

Stehen sich gegensätzliche Aussagen gegenüber («Aussage gegen Aussage»-
Situation) und ist es nicht möglich, die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder 
weniger glaubhaft zu bewerten, ist nach dem Grundsatz «in dubio pro duriore» in 
der Regel Anklage zu erheben. Dies gilt insbesondere, wenn typische «Vier-Augen-
Delikte» zu beurteilen sind, bei denen oftmals keine objektiven Beweise vorliegen. 
Auf eine Anklageerhebung kann verzichtet werden, wenn der Strafkläger ein wider-
sprüchliches Aussageverhalten offenbarte und seine Aussagen daher wenig glaub-
haft sind oder wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten Umstände aus 
anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint (Urteil des Bun-
desgerichts 7B_891/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 2.1.1 f. u.a. mit Verweis auf 
BGE 143 IV 241 E. 2.2.1 ff.; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 
7B_891/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 2.1.1 f.).  

5. Vorwurf der einfachen Körperverletzung

5.1 Aus dem Notfallbericht der chirurgischen Kliniken J.________(Ort) vom 17. Januar 
2023 geht hervor, dass der Beschwerdeführer am 16. Januar 2023 behandelt und 
folgende Diagnosen gestellt wurden: multiple Schürfungen ganzer Körper, Prellung 
des Schädels (contusio capitis), Prellung des Kehlkopfs sowie Prellung Ellbogen 
rechts. Der Beschwerdeführer gab gegenüber den Ärzten zwar an, die Verletzun-
gen seien durch einen tätlichen Angriff einer unbekannten Person in der Nähe des 
Bahnhofs um 10 Uhr entstanden. Es ist damit fraglich, ob diese Verletzungen über-
haupt dem Beschuldigten zugerechnet werden können. Der Beschuldigte gab aber 
am 26. Juni 2023 selbst an, es sei gut möglich, dass die auf den Fotos ersichtli-
chen Verletzungen (Beilage zur Strafanzeige des Beschwerdeführers) des Be-
schwerdeführers im Rahmen der Anhaltung vom 16. Januar 2023 entstanden seien 
(vgl. Z. 193 bis Z. 198, Z. 232 ff.; vgl. auch Einvernahme E.________ vom 5. Okto-
ber 2023, Z. 173 ff.). Damit ist die Verursachung dieser Verletzungen durch den 
Beschuldigten jedenfalls nicht ausgeschlossen, was aber letztlich mit Blick auf 
nachfolgende Ausführungen nicht abschliessend beurteilt werden muss.

5.2 Art. 132 des Polizeigesetzes (PolG; BSG 551.1) sieht vor, dass die Kantonspolizei 
zur Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben unmittelbaren Zwang gegen Personen, 
Tiere und Sachen anwenden und geeignete Einsatz- und Hilfsmittel einsetzen darf. 
So kann die Kantonspolizei eine Person mit Fesseln sichern, wenn diese Wider-
stand leistet (vgl. Art. 133 Abs. 1 Bst. a PolG). Nach Art. 14 StGB verhält sich 

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rechtmässig, wer handelt, wie es das Gesetz gebietet oder erlaubt, auch wenn die 
Tat nach dem Strafgesetzbuch oder einem anderen Gesetz mit Strafe bedroht ist. 
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts können sich Polizistinnen und Poli-
zisten, die bei der Erfüllung ihrer Aufgaben Rechtsverletzungen begehen, nicht auf 
Art. 14 StGB berufen, wenn ihr Handeln unverhältnismässig ist. Das Handeln der 
Polizei muss mit andern Worten zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet 
und erforderlich sein und das beeinträchtigte Rechtsgut sowie das Ausmass der 
Rechtsgutverletzung müssen in einem angemessenen Verhältnis zum angestreb-
ten Zweck stehen (BGE 141 IV 417 E. 2.3). 

5.3 Aus dem Kurzsachverhalt zur vorläufigen Festnahme des Beschwerdeführers vom 
16. Januar 2023 geht hervor, dass der Beschwerdeführer die Türe seiner Wohnung 
zwar geöffnet, er nach Eröffnung des Vorführungsbefehls aber versucht habe, die 
Türe zu schliessen, und ins Innere der Wohnung geflüchtet sei. Er sei zu Boden 
geführt und in Handschellen gelegt worden. Im Zuge der Anhaltung habe sich der 
Beschwerdeführer vehement gewehrt, habe gegen die Polizisten getreten, einen in 
den Oberschenkel gebissen und sie bedroht (vgl. Bericht vorläufige Festnahme 
sowie Anzeigerapport vom 26. Januar 2023, S. 4; Faszikel 2). Sowohl aus den 
Wahrnehmungsberichten des Beschuldigten sowie der zwei weiteren anwesenden 
Polizisten E.________ und F.________ vom 18. bzw. 17. Januar 2023 als auch 
aus ihren Einvernahmen vom 26. Juni 2023 bzw. 5. Oktober 2023 ergibt sich über-
einstimmend, dass der Beschwerdeführer nach Eröffnung des Vorführungsbefehls 
durch F.________ die Türe wieder zuschlagen und zurück in die Wohnung gehen 
wollte; dies mit den Worten, was wollt ihr «Scheissbullen» und «verpisst euch» 
bzw. das interessiere ihn «e Schissdräck» (vgl. Einvernahme des Beschuldigten 
vom 26. Juni 2023, Z. 55 f.; Einvernahme E.________ vom 5. Oktober 2023, Z. 85 
sowie Einvernahme F.________ vom 5. Oktober 2023, Z. 47 ff. [im Folgenden wird auf 
die Angabe des Datums der Einvernahmen verzichtet, zumal es nur je eine gibt]). Der Beschwer-
deführer bestreitet zwar, sich auf diese Weise geäussert zu haben. Er bestätigt 
aber immerhin, dass er die Türe wieder habe schliessen wollen, offenbar um So-
cken anzuziehen und seine Freundin zu informieren, was er aber den Polizisten 
gegenüber nicht erwähnt habe (Einvernahme des Beschwerdeführers vom 26. Juni 
2023, Z. 129 ff., Z. 164 ff., Z. 179 ff., Z. 189 [auch die nachfolgenden zitierten/erwähnten 
Aussagen des Beschwerdeführers beziehen sich auf diese Einvernahme]). Es gibt damit so oder 
anders keine Hinweise, dass der Beschuldigte oder die zwei anderen Polizisten 
davon hätten ausgehen müssen, der Beschwerdeführer werde freiwillig mitkom-
men. Sein Verhalten sprach vielmehr dagegen und seine diesbezüglichen Aussa-
gen erscheinen als Schutzbehauptung. Jedenfalls ist nicht nachvollziehbar, wes-
halb er die Polizisten nicht darüber informieren sollte, dass er sich nur rasch etwas 
anziehen wolle, wenn dies tatsächlich der Fall gewesen wäre und er beabsichtigt 
hätte mitzugehen. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer offensichtlich 
nicht das erste Mal abgeholt werden musste. Es musste ihm daher klar gewesen 
sein, dass die Polizisten seinen Versuch, die Türe zu schliessen, als Weigerung 
mitzukommen interpretieren mussten und ihn daher abführen würden (vgl. Einver-
nahme des Beschwerdeführers, Z. 189 f. sowie Einvernahme F.________, Z. 39 
ff.). Aus den vorerwähnten Wahrnehmungsberichten sowie Einvernahmen ergibt 
sich ebenfalls übereinstimmend, dass die Türe von F.________ blockiert bzw. wie-

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der geöffnet wurde und der Beschwerdeführer in der Folge von ihm und dem Be-
schuldigten arretiert wurde (vgl. Einvernahme des Beschuldigten, Z. 56 ff.; Einver-
nahme E.________, Z. 47 ff., Z. 94, Z. 115 ff. sowie Einvernahme F.________, Z. 
53 ff., Z. 81 ff.). Offenbar weigerte sich der Beschwerdeführer nach wie vor mitzu-
gehen, und fing an, sich zu wehren, weshalb er aufgrund der engen Verhältnisse 
quasi aus der Wohnung gezogen wurde. Dies ergibt sich insgesamt stimmig aus 
den Aussagen sämtlicher Beteiligter, auch wenn der Beschwerdeführer behaupte-
te, er habe sich erst gewehrt, als der Beschuldigte auf ihm gelegen sei (vgl. Einver-
nahme des Beschuldigten, Z. 58 ff., Z. 110 ff.; Einvernahme E.________, Z. 50 ff., 
Z. 115 ff.; Einvernahme F.________, Z. 55 ff., Z. 83, Z. 93 ff.; Einvernahme des 
Beschwerdeführers, Z. 197, Z. 215 ff.; Einvernahme G.________ [Freundin des 
Beschwerdeführers] vom 5. Oktober 2023, Z. 41 f., Z. 79 ff. sowie 92 f.). Mit Blick 
darauf scheint es auch logisch, dass der Beschwerdeführer bereits zu diesem Zeit-
punkt, wie vom Beschuldigten und den zwei anderen Polizisten übereinstimmend 
geschildert (vgl. Einvernahme des Beschuldigten, Z. 58 ff., 110 ff.; Einvernahme 
E.________, Z. 50 ff., Z. 140 f. sowie Einvernahme F.________, Z. 104 f. und Ein-
vernahme des Beschwerdeführers, Z. 197, Z. 215 ff.), in Handfesseln gelegt wurde 
und nicht erst unten auf dem Vorplatz, wie vom Beschwerdeführer behauptet (Ein-
vernahme des Beschwerdeführers, Z. 135 f.). Die Aussagen des Beschwerdefüh-
rers, wonach nur der Beschuldigte ihn angefasst habe (Z. 145 ff.), stimmen eben-
falls nicht mit den Aussagen von E.________ und F.________ überein. Insbeson-
dere ergibt es auch keinen Sinn, weshalb der Beschuldigte den Beschwerdeführer 
allein unter Kontrolle bringen sollte, wenn drei Polizisten vor Ort waren. Vielmehr 
erscheint es logisch und nachvollziehbar, dass der Beschuldigte F.________ un-
terstützt hat und ihm zur Hilfe gekommen ist, als der Beschwerdeführer angefan-
gen hatte, sich zu wehren (vgl. auch Einvernahme E.________, Z.100 ff.). Sowohl 
der Beschuldigte als auch F.________ sagten zudem aus, der Beschwerdeführer 
habe sich auch bei der Verbringung auf den Vorplatz noch gewehrt (Einvernahme 
des Beschuldigten, Z. 66 ff., 141 ff. sowie Einvernahme F.________, Z. 85 ff., 112), 
was im Übrigen auch von G.________ bestätigt wurde (Z. 132 f.). Somit ist davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer sowohl auf der Treppe in der Wohnung 
bzw. Laube vor der Wohnungstüre als auch auf dem Vorplatz Widerstand leistete. 

Mit Blick auf die unterschiedlichen Aussagen des Beschuldigten, E.________ und 
F.________ scheint zwar nicht (mehr) klar zu sein, weshalb der Zugriff zu dritt er-
folgt ist (aus organisatorischen Gründen oder aufgrund der Person des Beschwer-
deführers; vgl. Einvernahme des Beschuldigten, Z. 168 bis 177; Einvernahme 
E.________, Z. 66 ff.; Einvernahme F.________, Z. 65 ff.). Dieser Umstand ver-
mag aber entgegen der Vorbringen des Beschwerdeführers kein aggravierendes 
Aussageverhalten des Beschuldigten und des Zeugen E.________ oder Hinweise 
auf Absprachen zwischen ihnen zu begründen. Es scheint plausibel, dass dem Be-
schuldigten und E.________ der ursprüngliche Grund für die Anwesenheit von drei 
Polizisten nicht mehr präsent war, zumal F.________ die Anhaltung geplant hatte. 
Abgesehen davon ist der Beschwerdeführer mehrfach wegen Gewalt und Drohung 
gegen Behörden und Beamte vorbestraft (vgl. Strafregisterauszug sowie Vorhalt in 
der Einvernahme des Beschwerdeführers, Z. 278 ff.). Es scheint daher nachvoll-
ziehbar, dass die Polizei davon ausgehen durfte, (auch) die Eröffnung des Vor-

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führungsbefehls werde nicht ohne Schwierigkeiten ablaufen, und vor diesem Hin-
tergrund der Vollzug zu dritt ohnehin sinnvoll erschien, was dem Beschuldigten so-
wie Beat Schüpbach in Erinnerung geblieben sein dürfte. Jedenfalls ist der Grund 
für ein Ausrücken zu dritt nicht geeignet, die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Be-
schuldigten oder von E.________ grundsätzlich in Zweifel zu ziehen. Sollten 
tatsächlich im Rahmen des Debriefings Absprachen getroffen worden sein, wäre 
überdies zu erwarten gewesen, dass die Bissverletzung auch von den anderen 
zwei Polizisten erwähnt worden wäre. 

5.4 Hingegen erklärte der Beschwerdeführer unterschiedliche Abläufe und machte ag-
gravierende Aussagen. So gab er zu Beginn der Einvernahme an, der Beschuldigte 
habe an der Tür rumgerissen, dann habe er (der Beschwerdeführer) auch gerissen, 
worauf die Türe «aufgespickt» sei. Dann sei der Beschuldigte auf ihm gelandet 
(Z. 131 ff., Z. 146). Später schilderte er ein Hineinstürmen des Beschuldigten bzw. 
sagte aus, der Beschuldigte sei wie eine Furie auf ihn losgekommen und habe ihm 
«Zwei» abgedrückt (Z. 196 ff. bzw. Z. 268 f.). Dies wiederum im Gegensatz zu sei-
nen zuvor gemachten Aussagen, wonach der Beschuldigte ihm erst ganz unten 
«Einen» abgedrückt habe (Z. 135 ff.). Zudem sagte der Beschwerdeführer gegen 
Ende seiner Einvernahme aus, F.________ habe die Türe öffnen wollen bzw. habe 
diese aufgerissen (Z. 331 ff.), womit er nochmals andere Aussagen als zu Beginn 
seiner Einvernahme machte (vgl. Z. 131 ff., Z. 146). Auch betreffend Zeitpunkt, 
wann der Beschuldigte ihm «Souhung» gesagt haben soll, machte er unterschiedli-
che Angaben (Z. 136 f. [auf dem Vorplatz beim auf den Boden Drücken im Zu-
sammenhang mit angeblicher Drohung], Z. 299 f. [als er unten auf dem Boden ge-
wesen sei und der Beschuldigte auf der Treppe] bzw. Z. 305 [der Beschuldigte ha-
be ihm schon «Souhung» gesagt, als er bei ihm reingestürmt sei]). Diese Wider-
sprüche in den Schilderungen des Beschwerdeführers lassen sich nicht mit der 
Dynamik des Geschehens erklären und sprechen gegen die Glaubhaftigkeit seiner 
Aussagen. Es erscheint im Übrigen auch nicht nachvollziehbar, weshalb der Be-
schwerdeführer mit Blick auf die doch erheblichen Vorwürfe und dokumentierten 
Verletzungen mit einer Strafanzeige zugewartet hat. Der Umstand, dass er eine 
solche erst erhebt, nachdem in diesem Zusammenhang ein Strafbefehl gegen ihn 
ergangen ist, kann als Hinweis gedeutet werden, dass diese Vorwürfe erst 
nachträglich konstruiert wurden. Jedenfalls trifft es nicht zu, dass der Beschwerde-
führer keinen Grund hat, den Beschuldigten falsch zu belasten, nachdem er selbst 
angezeigt worden ist. 

5.5 Die Aussagen des Beschwerdeführers reichen jedenfalls nicht als Anklagefunda-
ment für eine einfache Körperverletzung aus. Daran ändern entgegen seinen Vor-
bringen in der Beschwerde auch seine dokumentierten Verletzungen nichts. Diese 
weisen nicht auf einen anderen als durch den Beschuldigten und die weiteren zwei 
Polizisten geschilderten Ablauf hin. Vielmehr lassen sich diese Verletzungen mit 
einem zwei- oder dreimaligen zu Boden Führen des Beschwerdeführers sowie 
dessen Fixierung bzw. mit Anwendung des Polizeigriffs in Einklang bringen, zumal 
diese Handlungen, auch bei fachgerechter Ausführung, mit einem Aufschlagen des 
Kopfes oder mit Druck auf den Kehlkopf oder andere Körperteile verbunden sein 
können. An Kopf und Hals konnten jedenfalls keine Hämatome, Emphyseme oder 
Kreptationen festgestellt werden, der Ellbogen war frei beweglich sowie ohne 

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Druckdolenz. Der Beschwerdeführer hatte auch nachweislich weder Druckdolenz 
noch eine eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule. Die Verletzungen 
vermögen daher keine hinreichend konkreten Hinweise zu begründen, der Be-
schuldigte habe den Beschwerdeführer geschlagen. Es ist zu berücksichtigen, dass 
der Beschwerdeführer sich gewehrt/gewunden hat, was auch von seiner Freundin 
bestätigt wurde. Das zu Boden Führen verbunden mit unkontrollierten Abwehr-
handlungen erklärt auch die Schürfungen an anderen Körperteilen als an Ellbogen 
und Knien. Eine Nachfrage der Staatsanwaltschaft bei den behandelnden Ärzten 
im Spital Burgdorf, wie die Verletzungen des Beschwerdeführers entstanden sein 
könnten, verlief ohne Ergebnis. Aus den dokumentierten Verletzungen kann daher 
betreffend Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschwerdeführers nichts abgeleitet 
werden. Aus dem Bericht zur vorläufigen Festnahme des Beschwerdeführers geht 
zudem hervor, dass die Notwendigkeit des Beizugs eines Arztes vom Beschwerde-
führer verneint wurde. Weiter kann der Umstand, dass der Beschuldigte von einer 
Schlägerei bzw. einem «Gschlegel» sprach, nicht mit von ihm erteilten Schlägen 
gleichgesetzt werden, sondern bezieht sich dies offenbar auf die Gegenwehr des 
Beschwerdeführers (vgl. Einvernahme des Beschuldigten, Z. 237 f.). Es erscheint 
auch im Gesamtkontext plausibel, dass Schlägerei bzw. «Gschlegel» als Rangelei 
oder tätliche Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Arretierung zu ver-
stehen ist. Jedenfalls ergeben sich keine Hinweise, dass der Beschuldigte den Be-
schwerdeführer geschlagen hat (vgl. auch die nachfolgenden Ausführungen). 

5.6 Es wird nicht in Abrede gestellt, dass der Beschuldigte und die beiden weiteren 
Polizisten grundsätzlich ein Interesse an einer gegenseitigen Absprache haben. 
Die vom Beschwerdeführer erwähnten Beispiele sind aber nicht geeignet, konkrete 
Hinweise auf eine solche zu begründen, zumal der Beschuldigte und seine Kolle-
gen offenbar keinen Grund zur Annahme hatten, der Beschwerdeführer werde sie 
anzeigen. Der geschilderte Ablauf blieb im Wesentlichen konstant und stimmt auch 
mit der bereits im Bericht zur vorläufigen Festnahme vom 16. Januar 2023 geschil-
derten Kurzfassung überein. Konkrete Anhaltspunkte für Absprachen, Anpassun-
gen oder unüberwindbare Widersprüche gehen aus den Akten nicht hervor. Die 
Aussagen des Beschuldigten und seiner beiden Kollegen zeichnen insgesamt ein 
stimmiges Bild. Der Umstand, dass E.________ nur vage aus dem Blickwinkel ge-
sehen haben will, wie man (auf der Laube) noch ein zweites Mal mit dem Be-
schwerdeführer zu Boden habe gehen müssen, scheint nachvollziehbar, weil er zu 
diesem Zeitpunkt schaute, dass die Freundin des Beschwerdeführers nicht auf die 
Laube kam (Z. 55 ff.), was durch die Aussagen von F.________ (Z. 145 ff.) 
bestätigt wird. Immerhin sagte auch die Freundin des Beschwerdeführers aus, ein 
Polizist sei oben gewesen (Z. 105 ff.), was indirekt die Aussagen von E.________ 
bestätigt. Dem Vorbringen des Beschwerdeführers, die Staatsanwaltschaft unter-
stelle dem Beschuldigten und seinen zwei Kollegen offenbar allein aufgrund ihrer 
beruflichen Tätigkeit eine höhere Glaubwürdigkeit als dem Opfer, kann ebenfalls 
nicht gefolgt werden. Die Verwendung des Begriffs kann zwar als missverständlich 
angesehen werden. Aus dem Kontext ergibt sich aber, dass die Staatsanwaltschaft 
die Begriffe «Glaubwürdigkeit/glaubwürdig» auf die getätigten Aussagen und nicht 
auf die Person bezog. Es scheint jedenfalls offensichtlich, dass die Staatsanwalt-
schaft die Glaubhaftigkeit der Aussagen meinte. Ob einzelne Feststellungen wie 

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beispielsweise, ob einer der Polizisten auf einem Kabelbinder herumgekaut habe, 
glaubhaft sind oder nicht, ist mit Blick auf den Gesamtkontext für die Würdigung der 
Aussagen nicht von ausschlaggebender Bedeutung. 

5.7 Sowohl aus dem Bericht der vorläufigen Festnahme als auch dem Anzeigerapport 
geht hervor, dass der Beschwerdeführer einen Polizisten bzw. den Beschuldigten 
gebissen hatte. Zwar liegen keine Berichte des City-Notfalls vor, aber die Bissver-
letzung wurde fotografisch dokumentiert. In diesem Zusammenhang verfügte die 
Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland zudem die Anordnung einer Blutpro-
be beim Beschwerdeführer, um mögliche Infektionskrankheiten bei diesem auszu-
schliessen, da er einen Polizisten gebissen habe (Faszikel 2). Weiter liegt eine 
Meldung «Berufsunfall» vom 16. Januar 2023 betreffend die Bissverletzung vor. Es 
entbehrt somit jeglicher Grundlage, dass der Beschuldigte die Bissverletzung er-
funden bzw. inszeniert haben soll. Zwar wurde der Biss von den anderen zwei Poli-
zisten in ihren Wahrnehmungsberichten nicht erwähnt. Sie hatten diesen aber of-
fenbar auch nicht selbst gesehen. Mit Blick auf die Dynamik, die Bisswunde an der 
Innenseite des rechten Oberschenkels des Beschuldigten sowie den Umstand, 
dass der Beschuldigte die Schmerzen aufgrund des Bisses selbst erst verzögert 
bemerkt hatte (vgl. Einvernahme des Beschuldigten, Z. 65), ist es nicht erstaunlich, 
dass die anderen das nur indirekt bzw. später durch den Ausruf des Beschuldigten 
bemerkt hatten. Es ist daher weder unlogisch noch widersprüchlich, dass sie einen 
Biss in ihren Wahrnehmungsrapporten nicht explizit erwähnten. E.________ sagte 
jedenfalls aus, er habe es mitbekommen, als der Beschuldigte gerufen habe «dä 
Siech [oder so etwas] het mi bisse» (Z. 118 ff.), was mit den Aussagen des Be-
schuldigten übereinstimmt, ohne abgesprochen zu wirken (Z. 222 ff.; vgl. auch Ein-
vernahme von F.________, Z. 87, Z. 118 ff., Z. 138 f., welcher ebenfalls [spontan] 
angab, der Beschuldigte habe gesagt, der Beschwerdeführer habe ihn gebissen). 
Weiter war sich F.________ gerade nicht mehr sicher, ob der Biss unten (Vorplatz) 
oder oben (Laube) gewesen ist (Z. 118 ff.), und machte insofern nicht gänzlich an-
dere Aussagen als der Beschuldigte. Diese Unsicherheiten oder kleineren Abwei-
chungen lassen sich mühelos durch den Zeitablauf sowie die Dynamik des Ge-
schehens erklären. Im Zeitpunkt der Einvernahme von F.________ waren beinahe 
neun Monate vergangen. Zudem sah er das Zubeissen nicht selbst, sondern nahm 
indirekt davon Kenntnis. Weiter soll der Beschwerdeführer auch unten versucht ha-
ben, den Beschuldigten zu beissen (vgl. Aussagen des Beschuldigten, Z. 67, 
Z. 141 ff.), weshalb es nachvollziehbar erscheint, dass er sich diesbezüglich nicht 
mehr sicher war. Weder sprechen diese Aussagen von F.________ dagegen, dass 
der Beschwerdeführer den Beschuldigten gebissen hat, noch stellen sie die Glaub-
haftigkeit der Aussagen des Beschuldigten insgesamt in Frage. Zudem weist die 
vom Beschuldigten geschilderte (vgl. Einvernahme vom 26. Juni 2023, Z. 152 ff. 
sowie Z. 242 ff.) und fotografisch dokumentierte Bissverletzung daraufhin, dass der 
Beschuldigte tatsächlich neben dem Beschwerdeführer und nicht auf ihm gekniet 
haben muss. Andernfalls wäre es dem Beschwerdeführer kaum gelungen, den Be-
schuldigten an der Innenseite des rechten Oberschenkels zu beissen. Dieser Um-
stand zeigt zudem die Heftigkeit der Gegenwehr des Beschwerdeführers. 

5.8 Weder der Beschwerdeführer noch seine Freundin bestreiten grundsätzlich, dass 
sich der Beschwerdeführer gewehrt hat. Es gibt daher keine konkreten Hinweise, 

10

dass das zu Boden Führen und die Handfesseln nicht erforderlich oder ungeeignet 
gewesen sind. Die Platzverhältnisse waren offenbar eng (vgl. auch Einvernahme 
E.________, Z. 95 f.). Um nach unten auf den Vorplatz zum Polizeiauto zu gelan-
gen, musste eine weitere Treppe benützt werden. Der Beschwerdeführer sagte 
selbst aus, die Laube sei nicht für ein Gerangel gemacht und wenn es dumm ge-
laufen wäre, wären vielleicht beide oder alle vier runtergeflogen (Z. 244 f.). Es 
scheint damit offensichtlich, dass die Gegenwehr sowohl für den Beschwerdeführer 
als auch die anwesenden Polizisten gefährlich war, weshalb es erforderlich war, 
den Beschwerdeführer rasch zu fixieren und zu kontrollieren, was offenbar nicht 
anders möglich war als durch das zu Boden Führen. Sowohl der Beschuldigte als 
auch F.________ und die Freundin des Beschwerdeführers sagten zudem aus, der 
Beschwerdeführer habe sich auch bei der Verbringung auf den Vorplatz noch ge-
wehrt, weshalb ein weiteres zu Boden Führen auf dem Vorplatz, um den Be-
schwerdeführer zu beruhigen und ihn ins Polizeiauto zu verbringen, ebenfalls nicht 
unverhältnismässig erscheint. Es ist nicht ersichtlich und wird auch nicht begründet, 
inwiefern die engen Platzverhältnisse auf der Treppe zum Vorplatz ein Eingreifen 
durch zwei Personen verunmöglicht hätten, wie vom Beschwerdeführer ausgesagt 
(Z. 247 bis 258), zumal der Beschuldigte und F.________ sich offenbar hinter und 
vor dem Beschwerdeführer positioniert hatten (Einvernahme F.________, Z. 112). 
Die beim Beschwerdeführer festgestellten Verletzungen deuten, wie bereits ausge-
führt, auch nicht auf übertriebene oder unangemessene Gewaltanwendung des 
Beschuldigten hin, auch wenn dies von der Freundin des Beschwerdeführers an-
ders beurteilt wird (vgl. Z. 176 f.). Letztlich schilderte auch sie die Art der Gewalt-
anwendung nicht wesentlich anders als der Beschuldigte bzw. die anderen zwei 
Polizisten (Z. 79 f. sowie Z. 170 f.; Gerangel mit auf den Boden Zerren) und er-
wähnte insbesondere auch keine Schläge. H.________ (Nachbar des Beschwerde-
führers), der am 5. Oktober 2023 ebenfalls als Zeuge einvernommen worden war, 
sprach einzig von einem Runterzerren, wobei er aber angab, den Beschwerdefüh-
rer zum ersten Mal auf dem Vorplatz gesehen zu haben (Z. 38 sowie Z. 62 f.). Zur 
Frage der Art der Gewaltanwendung machte er keine Ausführungen. Konkrete 
Hinweise auf ein unverhältnismässiges Handeln des Beschuldigten fehlen somit 
auch mit Blick auf die Zeugenaussagen, womit eine Verurteilung wegen einfacher 
Körperverletzung unwahrscheinlich oder jedenfalls deutlich unwahrscheinlicher als 
ein Schuldspruch erscheint. Die Einstellung betreffend die einfache Körperverlet-
zung ist damit zu Recht erfolgt und die Beschwerde insofern abzuweisen.

6. Drohung

6.1 Der Beschwerdeführer behauptet, der Beschuldigte habe ihm gesagt, er solle sich 
stillhalten, sonst gäbe es einen Kopfschuss (vgl. Strafanzeige sowie Einvernahme 
des Beschwerdeführers, Z. 137). Die im Zusammenhang mit dem Ablauf der Anhal-
tung widersprüchlichen und aggravierenden Aussagen des Beschwerdeführers las-
sen zwar auch an der Glaubhaftigkeit dieser Äusserung Zweifel aufkommen. Aller-
dings ist zu berücksichtigen, dass auch die Freundin und der Nachbar des Be-
schwerdeführers eine solche Äusserung in ihren Einvernahmen geschildert haben. 
Der Umstand, dass die Freundin des Beschwerdeführers einen solchen Satz von 
der Laube aus gehört haben will (Z. 125 f., Z. 143), erscheint nicht lebensfremd, 

11

zumal sie sich zu diesem Zeitpunkt tatsächlich zumindest in der Nähe der Laube 
befunden haben dürfte (vgl. Einvernahme E.________, Z. 150 ff. sowie 
F.________, Z. 141 ff.). Zwar sind es nicht nur ein paar Stufen bis zum Vorplatz, 
aber es handelt sich auch nicht um eine grosse Entfernung, welche es offensicht-
lich verunmöglicht, einen solchen Satz zu hören. Die Freundin machte diesbezüg-
lich zudem konstante Aussagen, die örtlich und zeitlich mit denjenigen des Be-
schwerdeführers übereinstimmen. So machte der Beschwerdeführer geltend, er 
habe auf dem Vorplatz einfach aufstehen wollen, weil der Beschuldigte seine 
Freundin beleidigt habe (Z. 250 f.), was im zeitlichen Kontext mit den Angaben sei-
ner Freundin übereinstimmt, welche ebenfalls angab, der Beschuldigte habe ihr 
«haut d’Schnuure, du huere Dräcksstück» gesagt. Dann seien sie die Treppe run-
tergegangen, der Beschwerdeführer habe sich weiter gewehrt und der Beschuldig-
te habe dann gesagt: «häb di stieu, du huere Souhung, süsch gits e Chopfschuss» 
(Z. 44 ff.), was mit ihren späteren Aussagen ebenfalls übereinstimmt (Z. 132 ff.). 
Die Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Freundin erscheinen dabei nicht 
derart deckungsgleich, dass sie offensichtlich als abgesprochen erscheinen; dies 
auch mit Blick auf den Kontext, in dem sie erfolgten. Zudem handelt es sich bei ei-
ner solchen Drohung grundsätzlich um ein originelles Detail, dass nicht zum Vor-
neherein als offensichtliche Lüge abgetan werden kann. Immerhin war der Be-
schuldigte tatsächlich bewaffnet und mit Blick auf die Vorkommnisse unmittelbar 
zuvor (Gegenwehr des Beschwerdeführers, Beschuldigter fast über die Lauben-
brüstung gefallen, Beschimpfungen und Biss durch den Beschwerdeführer) dürften 
seine Nerven bereits stark strapaziert gewesen sein, weshalb es nicht offensichtlich 
ausgeschlossen erscheint, dass er sich zu einer solchen Aussage hinreissen liess. 
Die Aussagen der Freundin des Beschwerdeführers erscheinen zudem insgesamt 
als grundsätzlich glaubhaft, zumal sie sich selbst ebenfalls belastete (vgl. ihre Ein-
vernahme, Z. 43 f.) und es keine offensichtlichen Hinweise gibt, wonach sie den 
Beschuldigten übertrieben schlecht macht. Der Nachbar des Beschwerdeführers 
gibt ebenfalls an, einen solchen Satz gehört zu haben, als sie den Beschwerdefüh-
rer runtergezerrt (Z. 37 ff.) bzw. sie sich in der Nähe der Treppe (zum Vorplatz) be-
funden hätten (Z. 69 f.). Da der Nachbar den Beschwerdeführer zu diesem Zeit-
punkt nicht gesehen hat (vgl. Einvernahme H.________, Z. 46 ff.), der Vorplatz sich 
aber in der Nähe der Treppe befindet, steht auch diese Aussage nicht in offensicht-
lichem Widerspruch zu den Aussagen des Beschwerdeführers und seiner Freun-
din. Die Abweichungen lassen sich in diesem Zusammenhang auch mit der Dyna-
mik sowie dem Umstand erklären, dass seit dem Ereignis und den Einvernahmen 
beinahe neun Monate vergangen sind. Es trifft zwar zu, dass der Nachbar diese 
Äusserung des Beschuldigten bei geschlossenem Fenster gehört haben will. Mit 
Blick auf den Google Maps Ausdruck handelt es sich aber um ein altes Gebäude 
mit entsprechend alten Fenstern und das Fenster, durch welches der Nachbar die 
Äusserung des Beschuldigten gehört haben will, befindet sich in unmittelbarer 
Nähe zur Treppe und zum Vorplatz (vgl. Einvernahme H.________, Z. 72 ff.). Es 
scheint damit ebenfalls nicht offensichtlich ausgeschlossen, dass er den Beschul-
digten gehört hat, zumal er angibt, auch die Beschimpfungen der Freundin des Be-
schwerdeführers gehört zu haben (Z. 90 ff.). Die Aussagen der Freundin und des 
Nachbarn des Beschwerdeführers sowie der Kontext, in dem sie eingebettet sind, 

12

weisen daher nicht auf eine offensichtliche Absprache untereinander hin. Zwar trifft 
es zu, dass die weiteren zwei anwesenden Polizisten angaben, eine solche Äusse-
rung nicht gehört zu haben bzw. diese nicht bestätigen zu können (vgl. Einvernah-
me E.________, Z. 146 ff. sowie F.________, Z. 126 ff.). Die Aussagen von 
F.________ in diesem Zusammenhang erscheinen indessen eher vage und aus-
weichend (vgl. Einvernahme F.________, Z. 129 ff). Der Sachverhalt erweist sich 
bei dieser Ausgangslage jedenfalls als zu wenig klar und es ist die Aufgabe des 
Sachgerichts, eine abschliessende Würdigung vorzunehmen. 

6.2 Zudem kann nicht davon ausgegangen werden, der Tatbestand der Drohung sei 
offensichtlich nicht erfüllt. 

Gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB wird auf Antrag bestraft, wer jemanden durch schwe-
re Drohung in Schrecken oder Angst versetzt. Der objektive Tatbestand setzt vor-
aus, dass der Drohende seinem Opfer ein künftiges Übel ankündigt oder in Aus-
sicht stellt. Erforderlich ist ein Verhalten, das geeignet ist, die geschädigte Person 
in Schrecken oder Angst zu versetzen. Dabei ist grundsätzlich ein objektiver Mass-
stab anzulegen, wobei in der Regel auf das Empfinden eines vernünftigen Men-
schen mit einigermassen normaler psychischer Belastbarkeit abzustellen ist. Zu-
dem ist erforderlich, dass die betroffene Person durch das Verhalten des Täters 
tatsächlich in Schrecken oder Angst versetzt wird. Subjektiv wird mindestens Even-
tualvorsatz verlangt (Urteile des Bundesgerichts 6B_1355/2023 vom 25. April 2024 
E. 3.3.1; 6B_1151/2022 vom 29. August 2023 E. 2.2.3; 6B_425/2023 vom 14. Au-
gust 2023 E. 2.3.1; 6B_1131/2021 vom 12. Januar 2022 E. 4.1; je mit Hinweisen). 
Bei der Frage, ob eine Drohung geeignet ist, Schrecken oder Angst im Sinne von 
Art. 180 StGB hervorzurufen, muss auf die gesamten Umstände abgestellt werden 
(BGE 99 IV 212 E. 1a; Urteile des Bundesgerichts 6B_1355/2023 vom 25. April 
2024 E. 3.3.1; 6B_1328/2017 vom 10. April 2018 E. 2.1).

Die Drohung mit Schusswaffengebrauch ist grundsätzlich geeignet, auch vernünfti-
ge Menschen mit normaler psychischer Belastbarkeit in Schrecken und Angst zu 
versetzen. Es scheint auch nicht ausgeschlossen, dass der Beschuldigte mit einer 
solchen mutmasslichen Äusserung genau das bezweckte, zumal sich die Situation 
nach dem zu Boden Führen auf dem Vorplatz offenbar (etwas) beruhigte (vgl. Ein-
vernahme des Beschuldigten, Z. 66 ff. sowie Beat Schüpbach, Z. 137 f.). 

Eine Einstellung wegen Drohung kann somit nicht erfolgen. Die Beschwerde ist in-
sofern gutzuheissen.

7. Amtsmissbrauch

7.1 Gemäss Art. 312 StGB machen sich Mitglieder einer Behörde oder Beamte, die 
ihre Amtsgewalt missbrauchen, um sich oder einem andern einen unrechtmässigen 
Vorteil zu verschaffen oder einem andern einen Nachteil zuzufügen, des Amts-
missbrauchs schuldig. Amtsmissbrauch ist der zweckentfremdete Einsatz staatli-
cher Macht. Art. 312 StGB schützt einerseits das Interesse des Staates an zuver-
lässigen Beamten, welche mit der ihnen anvertrauten Machtposition pflichtbewusst 
umgehen, und andererseits das Interesse der Bürger, nicht unkontrollierter und 
willkürlicher staatlicher Machtentfaltung ausgesetzt zu werden. Nicht nur der einen 
amtlichen Zweck verfolgende übermässige Zwang im weiteren Sinne stellt sich ob-

13

jektiv als zweckentfremdeter Einsatz staatlicher Macht dar, sondern ebenso der 
ohne ein solches Ziel erfolgende sinn- und zwecklose Zwang durch Missbrauch der 
amtlichen Machtstellung. Mit anderen Worten genügt es, wenn der Beamte zwar 
legitime Ziele verfolgt, aber zur Erreichung derselben in unverhältnismässiger Wei-
se Gewalt anwendet. Amtsmissbrauch liegt damit etwa vor, wenn der Einsatz des 
Machtmittels zwar rechtmässig war, hierbei das erlaubte Mass an Zwang jedoch 
überschritten wurde.

Der subjektive Tatbestand verlangt vorsätzliches Verhalten, zumindest Eventual-
vorsatz, und eine besondere Absicht, die in zwei alternativen Formen in Erschei-
nung treten kann, nämlich die Absicht, sich oder einem Dritten einen unrechtmäs-
sigen Vorteil zu verschaffen, oder die Absicht, einem andern einen Nachteil zuzu-
fügen. Die Nachteilsabsicht ist verwirklicht, sobald der Täter durch Vorsatz oder 
Eventualvorsatz eine nicht unerhebliche Benachteiligung verursacht; Eventualab-
sicht genügt. Ein solcher Nachteil kann etwa in einer unnötigen Kränkung oder 
Demütigung bestehen oder in einer anderweitigen psychischen Destabilisierung. 
Nach der Rechtsprechung ist eine Benachteiligung anderer bereits anzunehmen, 
sobald der Täter übermässige Mittel einsetzt, auch wenn er ein legitimes Ziel ver-
folgt. Demzufolge ist das Motiv, aus dem der Täter handelt, für die tatbestands-
mässige Absicht nicht relevant, sondern (erst) bei der Beurteilung des Verschul-
dens heranzuziehen. In einem weiteren Fall hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass ein durch den erzielten Zwang beim Einzelnen verursachter Nachteil genügen 
kann, wenn dieser zum Selbstzweck zugefügt wird (BGE 149 IV 128 E. 1.3.1 mit 
zahlreichen Hinweisen). 

Mit Blick auf die Ausführungen zur mutmasslichen Drohung bestehen Hinweise, 
dass der Beschuldigte in diesem Zusammenhang seine Amtsgewalt missbraucht 
hat, weshalb keine Einstellung erfolgen kann. 

Die Beschwerde ist insofern ebenfalls gutzuheissen. 

8. Beschimpfung

8.1 Der Beschuldigte bestätigte anlässlich seiner Einvernahme, dass er gesagt habe, 
der «Souhung» habe ihn gebissen (Z. 222 ff.). Somit hat der Beschuldigte eine Be-
schimpfung zum Nachteil des Beschwerdeführers zugestanden. 

Hat ein Beschimpfter durch sein ungebührliches Verhalten zur Beschimpfung un-
mittelbar Anlass gegeben (Provokation), kann der Richter den Täter gemäss 
Art. 177 Abs. 2 StGB von Strafe befreien. Voraussetzung der Strafbefreiung ist, 
dass die Beschimpfung durch ein verwerfliches Verhalten des Beschimpften her-
vorgerufen wurde und sie unmittelbar auf die Provokation erfolgt ist. Das Merkmal 
der Unmittelbarkeit ist zeitlich zu verstehen, und zwar in dem Sinne, dass der Täter 
in der durch das ungebührliche Verhalten erregten Gemütslage handelt, ohne dass 
er Zeit zu ruhiger Überlegung hat. Die Kundgabe der Verachtung kann gegenüber 
dem Betroffenen wie auch gegenüber Drittpersonen erfolgen (Urteil des Bundesge-
richts 6B_375/2023 vom 2. Oktober 2023 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 

Wie ausgeführt, muss davon ausgegangen werden, der Beschwerdeführer habe 
den Beschuldigten gebissen. Es liegt damit offensichtlich eine Provokation durch 

14

den Beschwerdeführer vor und die Äusserung des Beschuldigten, wonach «dr 
Souhung» ihn gebissen habe, ist eine unmittelbare Reaktion darauf. Der Strafbe-
freiungsgrund von Art. 177 Abs. 2 StGB ist damit erfüllt, zumal mit Blick auf das Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_480/2024 vom 20. November 2024 E. 2.3.3 davon aus-
gegangen werden kann, dieser Strafbefreiungsgrund gelte auch für Staatsange-
stellte. Die Einstellung ist damit in diesem Punkt zu Recht erfolgt und die Be-
schwerde insofern abzuweisen.

9. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens gilt der Beschwerdeführer teilwei-
se als obsiegend, womit ihm die Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 2'000.00, mit 
Blick auf die Abweisung der Beschwerde betreffend Einstellung wegen einfacher 
Körperverletzung und Beschimpfung zur Hälfte, ausmachend CHF 1'000.00, auf-
zuerlegen wären (Art. 428 Abs. 1 StPO). Aufgrund der ihm gewährten unentgeltli-
chen Rechtspflege ist er gemäss Art. 136 Abs. 2 Bst. b StPO von der Bezahlung 
der Verfahrenskosten befreit, weshalb diese vom Kanton Bern zu tragen sind. Als 
Opfer im Sinne der Strafprozessordnung ist der Beschwerdeführer nicht verpflich-
tet, die Kosten für die unentgeltliche Rechtspflege zurückzuerstatten (Art. 138 Abs. 
1bis StPO); dies gilt auch für das Rechtsmittelverfahren (MAZZUCCHELLI/POSTIZZI, in: 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 4 zu 
Art. 138 StPO).

10. Kongruent dazu steht die Entschädigungsregelung von Art. 436 Abs. 3 StPO, wo-
nach die Parteien im Falle einer (teilweisen) Kassation Anspruch auf eine ange-
messene Entschädigung für ihre Aufwendungen im Rechtsmittelverfahren haben. 
(vgl. GRIESSER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 
2020, N. 4 zu Art. 436 StPO; WEHRENBERG/FRANK, in: Basler Kommentar Schwei-
zerische Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2023, N. 14 zu Art. 436 StPO mit weiteren 
Hinweisen, GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessord-
nung, 2011, N. 580 sowie statt vieler: Beschluss des Obergerichts des Kantons BK 
23 15 vom 30. Juni 2023 E. 7.2.1). 

11. Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes des Beschwerdeführers, 
Rechtsanwalt D.________, wird am Ende des Verfahrens durch das urteilende Ge-
richt bestimmt (Art. 138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 2 StPO). Eine Rückzahlungs-
pflicht für die Entschädigung des Beschwerdeverfahrens entfällt (Art. 138 Abs. 1bis 
StPO).

12. Der privat verteidigte Beschuldigte hat Anspruch auf eine teilweise Entschädigung 
seiner Aufwendungen für die angemessene Ausübung seiner Verfahrensrechte 
(Art. 436 Abs. 3 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 Bst. a sowie Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 41 
Abs. 2 des Kantonalen Anwaltsgesetzes (KAG; BSG 168.11) besteht die Tariford-
nung für Strafrechtssachen aus Rahmentarifen. Mit Blick auf Art. 17 Abs. 1 Bst. f 
i.V.m. Bst. e und b der Verordnung über die Bemessung des Parteikostenersatzes 
(PKV; BSG 168.811) reicht der vorliegende Tarifrahmen von CHF 12.50 bis 
CHF 12'500.00. Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz 
nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand und der Bedeutung der Streitsache 
sowie der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG). Bei der Festsetzung 

15

des gebotenen Zeitaufwands sind die Bedeutung der Streitsache und die Schwie-
rigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwertsteuer werden 
zusätzlich entschädigt (Art. 42 Abs. 1 Satz 2 KAG). 

Rechtsanwalt B.________ macht mit Honorarnote vom 22. September 2025 einen 
Aufwand von insgesamt CHF 1’991.65 geltend (7.96 Stunden). Mit Blick auf den 
sich aus der eingereichten Übersicht ergebenden Aufwand per 22. September 
2025 (7.3 Stunden) macht Rechtsanwalt B.________ somit weitere 40 Minuten 
Aufwand für den Mandatsabschluss (Durchsicht Entscheid, Gespräch Klient) gel-
tend, was nicht zu beanstanden ist, zumal sich seine Honorarnote auf die Zeit-
spanne vom 9. Januar bis 22. September 2025 resp. Mandatsabschluss bezieht. 
Das Honorar von CHF 1'991.65 erweist sich mit Blick auf die Schwierigkeit, den 
Stellenwert und den Umfang der Sache (vgl. Art. 41 KAG sowie Art. 17 Abs. 1 Bst. 
b, e und f PKV) als angemessen. Mit Blick auf das teilweise Obsiegen (Abweisung 
der Beschwerde gegen Einstellung wegen einfacher Körperverletzung und Be-
schimpfung) des Beschuldigten besteht Anspruch auf die Hälfte des Honorars 
(CHF 995.85), was unter Berücksichtigung der Auslagen von CHF 6.00 sowie der 
Mehrwertsteuer von CHF 81.15 einer Entschädigung von CHF 1'083.00 entspricht. 

Bei Offizialdelikten trägt der Kanton die Entschädigung für die angemessenen Auf-
wendungen der beschuldigten Person im Rechtsmittelverfahren, wenn die Privat-
klägerschaft erfolglos Beschwerde gegen eine Einstellungsverfügung erhebt. Geht 
es demgegenüber um Antragsdelikte, wird die unterliegende Privatklägerschaft 
entschädigungspflichtig (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 432 Abs. 2 StPO; BGE 147 IV 
47 E. 4.2.6). Im hiesigen Beschwerdeverfahren gilt es, die Rechtmässigkeit der 
Einstellung des Strafverfahrens hinsichtlich eines Offizialdelikts (Amtsmissbrauch 
gemäss Art. 312 StGB) und mehrerer Antragsdelikte (einfache Körperverletzung, 
Beschimpfung sowie Drohung gemäss Art. 123 Abs. 1, Art. 177 sowie Art. 180 
StGB) zu beurteilen, wobei der Beschuldigte betreffend die Antragsdelikte teilweise 
obsiegt. Da die Beurteilung des Amtsmissbrauchs eng mit der Beurteilung der An-
tragsdelikte verknüpft ist, hat der Beschwerdeführer für einen Drittel der Entschädi-
gung des Beschuldigten, ausmachend CHF 361.00, aufzukommen. Den Rest, 
ausmachend CHF 722.00, trägt der Kanton Bern, wobei der Anspruch der Verteidi-
gung zusteht (Art. 429 Abs. 3 StPO). 

16

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Verfügung der Kantonalen Staats-
anwaltschaft für Besondere Aufgaben vom 4. Dezember 2024 im Verfahren BA 23 
1014 wird insofern aufgehoben, als eine Einstellung wegen Drohung und Amtsmiss-
brauchs erfolgt ist. Soweit weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf CHF 2'000.00, werden vom Kanton Bern getra-
gen. Eine Rückzahlungspflicht des Beschwerdeführers entfällt.

3. Die Entschädigung für den unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers, 
Rechtsanwalt D.________, für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch das urteilende Gericht festgesetzt. Eine Rückzahlungspflicht des Be-
schwerdeführers für die Entschädigung des Beschwerdeverfahrens entfällt.

4. Die Entschädigung für die private Verteidigung durch Rechtsanwalt B.________ für 
das Beschwerdeverfahren wird auf CHF 1'083.00 (inkl. Auslagen und MWST) be-
stimmt und entfällt zu zwei Dritteln, ausmachend CHF 722.00, auf den Kanton Bern 
und zu einem Drittel, ausmachend CHF 361.00, auf den Beschwerdeführer. Der Be-
schwerdeführer wird somit verpflichtet, dem Beschuldigten eine Entschädigung von 
CHF 361.00 zu entrichten. Der vom Kanton Bern zu bezahlende Anteil von 
CHF 722.00 wird Rechtsanwalt B.________ ausgerichtet. 

5. Zu eröffnen:
- dem Strafkläger/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt D.________ (per Ein-

schreiben)
- dem Beschuldigten, v.d. Rechtsanwalt B.________ (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Kantonalen Staatsanwaltschaft für Besondere Aufgaben, Staatsanwältin 

I.________
(mit den Akten – per Kurier)

17

Bern, 15. Oktober 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Kurt

Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird im Umfang von CHF  722.00 durch die Beschwerde-
kammer in Strafsachen entrichtet. Es wird um Zustellung eines Einzahlungsscheins ersucht. 

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.