# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 67e38baf-781b-5886-9da5-7198086cf95b
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-08-07
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 07.08.2018 BV.2018.21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BV-2018-21_2018-08-07.pdf

## Full Text

Beschluss vom 7. August 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Stephan Blättler, 

Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

 

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Martin Schwaller,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION,  

Beschwerdegegnerin 

 

 

 

Gegenstand  Entschädigung bei Einstellung 

(Art. 100 Abs. 4 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2018.21 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend "ESBK") das Ver-

fahren gegen A. wegen Verdachts der Widerhandlungen gegen das Bundes-

gesetz vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (Spiel-

bankengesetz, SBG; SR 935.52) am 11. Dezember 2017 einstellte (vgl. 

act. 1.2 S. 2); 

 

- A. am 18. Dezember 2017 bei der ESBK ein Entschädigungsbegehren ein-

reichen liess (vgl. act. 1.2 S. 2 ff.); 

 

- die ESBK am 26. Juni 2018 über das Begehren entschied (act. 1.2); 

 

- A., vertreten durch Rechtsanwalt Martin Schwaller, dagegen mit Beschwerde 

vom 30. Juli 2018 an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts ge-

langte (act. 1); 

 

- er in prozessualer Hinsicht beantragt, das Verfahren sei bis zum Abschluss 

des Strafverfahrens – er werde in den nächsten 14 Tagen gegen die ESBK 

Strafanzeige wegen versuchter Anstiftung zur Verletzung des Berufsgeheim-

nisses einreichen – zu sistieren (act. 1 S. 4 f.). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- bei der Verfolgung und Beurteilung von Widerhandlungen gegen das SBG 

das Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstrafrecht 

(VStrR; SR 313.0) anwendbar ist (Art. 57 Abs. 1 SBG); 

 

- gegen den Entscheid über das Entschädigungsbegehren innert 30 Tagen 

seit der Eröffnung bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Be-

schwerde geführt werden kann; die Verfahrensvorschriften von Art. 28 

Abs. 2–5 sinngemäss gelten (Art. 100 Abs. 4 VStrR); 

 

- gemäss Art. 28 Abs. 3 VStrR die Beschwerde schriftlich mit Antrag und kur-

zer Begründung einzureichen ist; 

 

- die Beschwerdeschrift vom 30. Juli 2018 zwar Anträge enthält; diese Anträge 

in der Beschwerdeschrift vom 30. Juli 2018 aber nicht einmal kurz begründet 

werden; 

- 3 - 

 

 

- die Beschwerdeschrift vom 30. Juli 2018 daher bereits den Mindestanforde-

rungen von Art. 28 Abs. 3 VStrR klar nicht genügt; damit offen gelassen wer-

den kann, ob an die Begründung der Beschwerde i.S.v. Art. 100 Abs. 4 VStrR 

angesichts der im Vergleich zu Art. 28 Abs. 3 VStrR viel längeren Rechtsmit-

telfrist höhere Anforderungen zu stellen wären; 

 

- das VStrR für Beschwerden gegen Untersuchungshandlungen (Art. 26 ff. 

VStrR) keine Möglichkeit der Nachfristansetzung zur Verbesserung der Be-

schwerde vorsieht (Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BV.2017.45 vom 

7. November 2017; BV.2017.43 vom 26. Oktober 2017; je m.w.H.); 

 

- dies auch für die Beschwerde i.S.v. Art. 100 Abs. 4 VStrR gilt, umso mehr, 

als Art. 100 Abs. 4 VStrR eine im Vergleich zu Art. 28 Abs. 3 VStrR viel län-

gere Rechtsmittelfrist vorsieht; 

 

- auf die vorliegende Beschwerde daher ohne Durchführung eines Schriften-

wechsels nicht einzutreten ist (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario i.V.m. 

Art. 82 VStrR; Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BV.2017.45 vom 7. No-

vember 2017; BV.2017.43 vom 26. Oktober 2017); 

 

- sich damit auch die Behandlung des Sistierungsgesuchs erübrigt; 

 

- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; TPF 2011 25 E. 3); 

 

- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.– festzusetzen ist (Art. 25 Abs. 4 

VStrR i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 des Reglements 

des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren 

und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]); 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.– wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 7. August 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Martin Schwaller 

- Eidgenössische Spielbankenkommission (unter Beilage eines Doppels des 

act. 1) 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.