# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 87306d16-994b-5cc1-8ad3-5de11e36f119
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-30
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 30.01.2018 PP170040
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PP170040_2018-01-30.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PP170040-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

 Oberrichter Dr. H.A. Müller und Oberrichter Dr. M. Kriech  

 sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Urteil vom 30. Januar 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Kläger und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

B._____, lic. iur.,  
Beklagte und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend Aberkennung  
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren 
am Bezirksgericht Horgen vom 1. September 2017 (FV170010-F) 

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Erwägungen: 

1.1 Die Beklagte und Beschwerdegegnerin (fortan Beklagte) war die 
Rechtsvertreterin des Klägers und Beschwerdeführers (fortan Kläger) in dessen 

Eheschutzverfahren, in welchem das Einzelgericht im summarischen Verfahren 

am Bezirksgericht Horgen am 17. Januar 2012 ein Teilurteil erliess (Urk. 3/9/1). 

Dispositivziffer 1.3 dieses Urteils lautet wie folgt (Urk. 3/9/1 S. 3):  

"1.3. Die Klägerin verpflichtet sich, ihre Zustimmung für die Auflösung der Guthaben der 

2. und 3. Säule des Beklagten bis zum Maximalbetrag von Fr. 60'000.– zu erteilen." 

1.2 Im darauffolgenden Vollstreckungsverfahren urteilte das Einzelgericht 
im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen am 24. Januar 2013 dies-

bezüglich wie folgt (Urk. 3/9/2 S. 4):  

"1. Es wird festgestellt, dass die Verfügung des Bezirksgerichts Horgen vom 17. Januar 

2012 vollstreckbar ist und demgemäss die Zustimmung der beklagten Partei zur Auf-

lösung der Guthaben der 2. und 3. Säule der klagenden Partei bis zum Maximalbe-

trag von Fr. 60'000.– durch Ziffer 3 der Vereinbarung in Dispositivziffer 1 ebendieser 

Verfügung als erteilt gilt."  

1.3 Schliesslich schlossen die vorliegenden Parteien in Bezug auf das im 
Eheschutzverfahren angefallene Honorar am 25. bzw. 26. Juni 2013 (Urk. 3/5/25 

= Urk. 10/4) sowie am 7. Oktober 2014 (Urk. 3/5/8 = Urk. 10/3) jeweils eine Ver-

einbarung. Diese beinhalten unbestrittenermassen Folgendes:  

- In der Vereinbarung vom 25. bzw. 26. Juni 2013 anerkannte der Kläger vor-

behaltlos, der Beklagten einen Betrag von Fr. 36'468.35 nebst 5% Zins seit 

dem 11. Mai 2012, Fr. 2'641.95 nebst 5% Zins seit dem 25. Juli 2012 sowie 

Fr. 103.– Betreibungskosten, mithin insgesamt Fr. 41'409.55 per 30. Juni 

2013 zu schulden. Die Parteien vereinbarten die Abzahlung dahingehend, 

dass der Kläger seine Schuld mit einer Rate à Fr. 10'000.– bis Ende Juli 

2013, 10 Raten à Fr. 3'000.– von August 2013 bis und mit Mai 2014 sowie 

einer Rate à Fr. 1'409.55 bis Juni 2014 begleichen sollte (Urk. 10/4).  

- In der Vereinbarung vom 7. Oktober 2014 hielten die Parteien fest, dass der 

Kläger der Beklagten zu diesem Zeitpunkt Fr. 35'000.– bezahlt habe und 

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anerkenne, der Beklagten noch einen Betrag von Fr. 10'847.80 zu schulden. 

Des Weiteren vereinbarten die Parteien, dass die Beklagte ihr Gesuch um 

Eröffnung des Konkurses in der Betreibung Nr. 1 des Betreibungsamtes 

Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg (Konkursandrohung vom 4. Juli 2014) zurück-

ziehe (Urk. 10/3; Urk. 3/5/5). 

2. Schliesslich leitete die Beklagte gegen den Kläger die Betreibung ein 
(Urk. 3/2). Nachdem der Kläger in der Betreibung Nr. 2 des Betreibungsamtes 

Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg (Zahlungsbefehl vom 14. April 2016) Rechtsvor-

schlag erhoben hatte, erteilte das Einzelgericht im summarischen Verfahren am 

Bezirksgericht Horgen der Beklagten im darauffolgenden Rechtsöffnungsverfah-

ren mit Urteil vom 30. März 2017 (u.a. bezüglich des hier zur Debatte stehenden 

Betrages) provisorische Rechtsöffnung für Fr. 8'997.80 nebst 5% Zins seit dem 

8. November 2014 und für die Betreibungskosten sowie für Kosten und Entschä-

digung gemäss seinem Entscheid (Urk. 2/1).  

3.1 Am 27. April 2017 erhob der Kläger diesbezüglich eine Aberkennungs-
klage (Urk. 1). Nach Durchführung des Verfahrens entschied die Vorinstanz mit 

Urteil vom 1. September 2017 Folgendes (Urk. 13 S. 14 = Urk. 16 S. 14): 

1. Die Klage wird abgewiesen. 

2. Die in der Betreibung Nr. 2 des Betreibungsamts Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg (Zah-

lungsbefehl vom 14. April 2016) mit Urteil vom 30. März 2017 erteilte provisorische 

Rechtsöffnung ist damit definitiv. 

3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'610.– festgesetzt. 

4. Die Entscheidgebühr wird dem Kläger auferlegt. Sie wird aus dem von ihm geleiste-

ten Vorschuss von Fr. 1'610.– bezogen. 

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. (Schriftliche Mitteilung). 

7. (Rechtsmittelbelehrung: Beschwerde, Frist 30 Tage). 

3.2 Hiergegen erhob der Kläger am 5. Oktober 2017 (Datum Poststempel) 
innert Frist Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 15 S. 1):  

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"Ich beantrage die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Gutheissung meiner 

Aberkennungsklage (vgl. meine Rechtsbegehren in Beilage 1, S. 2 oben) 

Zusätzlich beantrage ich, dass dieser Beschwerde die aufschiebende Wirkung zuerkannt 
wird." 

3.3 Mit Präsidialverfügung vom 13. Oktober 2017 wurde auf das Gesuch 
des Klägers um Erteilung der aufschiebende Wirkung nicht eingetreten. Gleichzei-

tig wurde dem Kläger eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um einen Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 1'610.– zu leisten (Urk. 20 S. 3). Letzterer ging innert 

Frist ein (Urk. 21).  

4.1 Der Kläger hatte vor Vorinstanz zusammengefasst geltend gemacht, er 
habe die Vereinbarungen vom 25./26. Juni 2013 und 7. Oktober 2014 in der fes-

ten Überzeugung unterzeichnet, dass ihm gemäss Dispositivziffer 1.3 des Ehe-

schutzurteils des Einzelgerichts im summarischen Verfahren vom 17. Januar 

2012 Bargeld in der Höhe von Fr. 60'000.– aus seiner 2. und 3. Säule bei der 

C._____ ausbezahlt würde. Die C._____ habe in der Folge jedoch die Auszah-

lung – trotz des Urteils des Vollstreckungsgerichts vom 24. Januar 2013 – verwei-

gert. Die Vereinbarung sei nicht vollstreckbar gewesen, da im Vereinbarungstext 

der Eheschutzkonvention die Policennummern der 2. und 3. Säule nicht genannt 

worden seien. Dieser Fehler sei der Beklagten anzurechnen. Deshalb habe er die 

Rechnungen nicht bezahlt. Beim in der Vereinbarung vom 7. Oktober 2014 aufge-

führten Betrag handle es sich hauptsächlich um Zinsen, welche entstanden seien, 

da er die Fr. 60'000.– von der C._____ nicht bekommen habe. Ohnehin habe die 

Beklagte unnötige, unprofessionelle und mangelhafte Arbeit geleistet. Die hohen 

Kosten seien aufgrund vieler überflüssiger Arbeiten entstanden. Diese sei er nicht 

bereit zu entschädigen (Urk. 1; Prot. I S. 3 ff.).  

4.2 Die Vorinstanz kam zunächst zum Schluss, der Kläger beanstande zu 
Recht nicht, dass es sich bei den beiden Vereinbarungen vom 25./26. Juni 2013 

sowie vom 7. Oktober 2014 um Schuldanerkennungen handle. Grundsätzlich 

könne sich der Schuldner auch bei Vorliegen einer Schuldvereinbarung auf sämt-

liche Einreden und Einwendungen aus dem Grundverhältnis berufen, die sich ge-

gen die anerkannte Schuld richteten. Einer Schuldanerkennung könne aber auch 

die Wirkung eines Verzichts auf sämtliche aus dem Grundverhältnis entspringen-

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den Einwendungen und Einreden zukommen. Diesfalls sei dem Schuldner dann 

die Berufung auf diese verwehrt. Ein solcher Verzicht sei jedoch nicht leichthin 

anzunehmen – er müsse vielmehr ausdrücklich erfolgen oder sich aus den Um-

ständen ergeben. Weder die Vereinbarung vom 25./26. Juni 2013 noch diejenige 

vom 7. Oktober 2014 enthielten einen ausdrücklichen Einredeverzicht. Der Kläger 

habe jedoch beide Male ohne jeden Vorbehalt anerkannt, dass er der Beklagten 

aus dem Mandatsverhältnis ein (Rest-)Honorar in bestimmter Höhe (Fr. 41'409.55 

und Fr. 10'847.80 zzgl. Zins im Fall der Nichtbezahlung) schulde (Urk. 16 S. 10 

mit Verweis auf Urk. 10/4 S. 2 Ziff.  2 und Urk. 10/3 S. 1 Ziff. 1). Eine derartige Er-

klärung mache nur Sinn, wenn damit allfällige Einwände des Klienten zum Um-

fang der Bemühungen bzw. zu deren Angemessenheit beseitigt werden sollten 

(Urk. 16 S. 10 mit Verweis auf BGer 4A_459/2013 vom 22. Januar 2014, 

E. 5.1.2). Es sei denn auch widersprüchlich, eine Schuldanerkennung zunächst 

ohne Vorbehalte zu unterzeichnen und sich im Nachhinein auf angebliche Fehler 

in der Mandatsführung zu berufen. In der vorbehaltslosen Formulierung der 

Schuldanerkennungen sei demnach ein Verzicht auf Einreden aus dem Grund-

verhältnis zu sehen. Dies scheine auch dem Kläger bewusst zu sein, verweise er 

doch in seinen eigenen Ausführungen darauf, dass man mit der Unterzeichnung 

auch all seine Rechte verliere (Urk. 16 S. 10 mit Verweis auf Prot. I S. 9). Ent-

sprechend sei es dem Kläger verwehrt, sich auf Einreden aus dem Grundverhält-

nis von der Art der geltend gemachten zu berufen. Dies gelte besonders auch für 

den Einwand, dass er fest mit der Auszahlung von rund Fr. 60'000.– aus der 

2. und 3. Säule bei der C._____ gerechnet habe, sich dies aber wegen angebli-

chen Fehlverhaltens der Beklagten bei der Formulierung in der Eheschutzverein-

barung (Nichtnennung der Policennummern) nicht rechtzeitig verwirklicht habe. 

Es sei eine Mentalreservation, dass er fest von der Auszahlung ausgegangen sei 

und die Schuldanerkennungen nur aus diesem Grund unterzeichnet habe. Eine 

solche sei unbeachtlich. Als der Kläger die Schuldanerkennungen im Juni 2013 

bzw. im Oktober 2014 unterzeichnet habe, sei längst klar gewesen, dass die 

C._____ die Auszahlung nicht vornehmen werde (Urk. 16 S. 10 f. mit Verweis auf 

Urk. 3/9/2 und Urk. 3/9/3). Von einem versteckten Mangel, der allenfalls nicht vom 

Einredeverzicht erfasst sei, könne keine Rede sein. Eine Einvernahme des Zeu-

gen D._____ sei mangels Erheblichkeit damit müssig und nicht vorzunehmen.  

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An diesem Ergebnis ändere sich nichts, selbst wenn davon ausgegangen 

würde, dass sich der Kläger trotz der eingereichten Vereinbarungen nach wie vor 

auf Einreden aus dem Grundverhältnis berufen könnte. Soweit der Kläger vor-

bringe, die Beklagte habe unprofessionell und mangelhaft gearbeitet, weshalb 

sich eine Minderung des Honorars in der Höhe der Grundforderung rechtfertige, 

genüge er den Anforderungen an die Substantiierung nicht. Konkret gerügt habe 

der Kläger einzig, dass die Formulierung betreffend Auszahlung des Guthabens 

aus der 2. und 3. Säule unzulänglich gewesen sei. Es frage sich, ob es der Be-

klagten unter den gegebenen Umständen (komplexer Fall, Einigung spät am 

Abend, Müdigkeit aller Beteiligten) überhaupt als relevante Sorgfaltspflichtverlet-

zung vorgeworfen werden könne, dass die Policennummern nicht in die entspre-

chende Bestimmung aufgenommen worden seien. Insbesondere habe mit der 

gewählten Formulierung davon ausgegangen werden können, dass die Ehefrau 

die Zustimmung zur Auszahlung auch tatsächlich erteilen werde. Wie es sich da-

mit aber letztlich verhalte, könne offenbleiben, da die geltend gemachte Einwen-

dung ohnehin nicht mehr zu berücksichtigen sei (Urk. 16 S. 11 ff.). 

4.2 Der Kläger moniert beschwerdeweise die Feststellung der Vorinstanz, 
wonach eine Mentalreservation vorgelegen habe. Es treffe nicht zu, dass im Zeit-

punkt der Unterzeichnung längst klar gewesen sei, dass die C._____ die Auszah-

lung nicht vornehmen werde. In der Eheschutzvereinbarung hätten die Parteien 

nicht nur die Zustimmungserteilung der Ehefrau zur Auszahlung aufgenommen, 

sondern auch den Umstand, dass er Rechnungen von Fr. 45'481.95 bezahlt ha-

be. Dies habe er mit dem letzten verfügbaren Geld getan. Sein gesamtes übriges 

Vermögen sei blockiert gewesen, da es auf seinen Namen und den seiner Frau 

gelautet habe. Ihm sei aus diesem Vermögen und aus den gemeinsamen Ein-

künften lediglich ein Einkommen von Fr. 2'000.– pro Monat zugebilligt worden. 

Aus diesem Grund sei die Auszahlung der Fr. 60'000.– aus der 2. und 3. Säule ja 

so wichtig für ihn gewesen, um wieder liquide zu sein. Dies sei der Beklagten al-

les bekannt gewesen. Nachdem seine Ehefrau die Zustimmung zur Auszahlung 

verweigert habe, habe er sich nochmals an die Vorinstanz gewandt und den Voll-

streckungsentscheid erwirkt. Es sei richtig, dass er bereits vor der Unterzeichnung 

der Schuldanerkennung vom 25./26. Juni 2013 Kenntnis vom Schreiben der 

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C._____ vom 22. Mai 2013 gehabt habe. Darin habe die C._____ geschrieben, 

dass das Eheschutzgericht für den Fall der Zustimmungsverweigerung durch die 

Ehefrau der C._____ direkt den Befehl hätte erteilen müssen, welche Summe aus 

welcher Police (mit Angabe der entsprechenden Nummer) an ihn auszuzahlen 

sei. Da er bereits den Vollstreckungsentscheid habe erwirken können, sei er da-

von ausgegangen, dass es sich bei den fehlenden Angaben (Policennummern 

und Beträge) um Kleinigkeiten handle, die das Bezirksgericht Horgen leicht nach-

holen könne. Entsprechend habe er sich mit Schreiben vom 30. Mai 2013 ans 

Bezirksgericht Horgen gewandt. Als er die Vereinbarung vom 25./26. Juni 2013 

unterzeichnet habe, sei er davon ausgegangen, dass das Gericht der C._____ die 

nötigen Angaben liefern würde. Nur unter dieser Voraussetzung habe er die Ver-

einbarung unterzeichnet. Im Juli 2013 habe ihn dann D._____ vom Bezirksgericht 

Horgen angerufen und ihm mitgeteilt, dass das Gericht nachträglich nichts mehr 

machen könne; man habe beim Verfassen der Eheschutzvereinbarung einen Feh-

ler begangen, der sich nicht mehr beheben lasse. Er könne daher gegen das Be-

zirksgericht Horgen und die Beklagte auf Schadenersatz klagen. Daraufhin sei die 

schlimmste Zeit seines Lebens gefolgt. Schliesslich sei ihm angesichts des dro-

henden Konkurses nichts anderes mehr übrig geblieben, als die zweite Schuldan-

erkennung vom 7. Oktober 2014 zu unterzeichnen. Es sei nicht gerecht, dass er 

immer mehr Geld bezahlen müsse wegen eines von der Beklagten begangenen 

Fehlers, anstatt dass er für den Schaden entschädigt würde (Urk. 15 S. 2 ff.). 

4.3 Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an 

welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet. 

Was nicht beanstandet wird, braucht grundsätzlich nicht geprüft zu werden. Wer-

den keine, unzulässige oder ungenügende Rügen erhoben, stellt dies einen nicht 

behebbaren Mangel dar (vgl. Art. 132 ZPO), d.h. ist nicht eine Nachfrist zur er-

gänzenden Begründung anzusetzen, sondern ist die Beschwerde abzuweisen 

bzw. ist darauf nicht einzutreten.  

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4.4.1 Zu beachten ist vorliegend, dass das Schreiben der C._____ vom 
22. Mai 2013 datiert (Urk. 18/3 = Urk. 3/9/3). Mit diesem Schreiben orientierte die 

C._____ den Kläger wie folgt: Sie verlange zum Abschluss der ersuchten Auszah-

lung aus der Police ... entweder die Zustimmung der Ehefrau mit beglaubigter Un-

terschrift oder dann eine direkte Anweisung des Gerichts mit Nennung der Poli-

cennummer und des exakten Betrages, welcher aus dieser Police auszuzahlen 

sei (Urk. 18/3). Hierauf wandte sich der Kläger mit Schreiben vom 30. Mai 2013 

an das Gericht. Zum Zeitpunkt der Unterschrift der Schuldanerkennung vom 

25./26. Juni 2013 lag unbestrittenermassen noch keine Antwort des Gerichts vor, 

wie hiermit zu verfahren sei. Auch wenn dem Kläger das Wissen, wonach das Ge-

richt die von der C._____ verlangten Angaben – in Ermangelung genauer Anga-

ben im Eheschutzurteil vom 17. Januar 2012 und wohl auch entsprechender Pro-

tokollierung aufgrund der damals stattgefundenen Vergleichsgespräche – nach-

träglich nicht erteilen konnte, nicht angelastet werden kann, so muss ihm doch 

entgegengehalten werden, dass er keinen entsprechenden Vorbehalt in der Ver-

einbarung vom 25./26. Juni 2013 anbrachte. Das blosse Vertrauen darauf, dass 

es für das Gericht eine "kleine Sache" sein würde, die entsprechenden Angaben 

zu liefern, entband den Kläger nicht, einen entsprechenden Vorbehalt in der 

Schuldanerkennung anzubringen, wollte er sich später noch darauf berufen kön-

nen. Dies hat insbesondere auch unter dem Aspekt zu gelten, dass der Kläger – 

wie von ihm selbst ausgeführt – erst im Juli 2013 vom Gericht telefonisch die 

Auskunft erhielt, dass seitens des Gerichts keine weiteren Schritte im Hinblick auf 

die Auszahlung unternommen werden könnten. Entsprechend aber geht der Ein-

wand fehl, dass die Feststellung der Vorinstanz nicht zutreffe, wonach im Zeit-

punkt der Schuldanerkennung klar gewesen sei, dass die C._____ die Auszah-

lung nicht vornehmen werde. 

4.4.2 Der Kläger hat unbestrittenermassen auch keinen Vorbehalt in der 
Vereinbarung vom 7. Oktober 2014 angebracht. Zu diesem Zeitpunkt aber war 

definitiv klar, dass die C._____ die Auszahlung nicht vornehmen würde. Dies hat 

der Kläger letztlich auch vor Vorinstanz bestätigt, indem er ausführte, die Auszah-

lung sei erst drei Jahre später erfolgt (Prot. I S. 10). Das zur Schuldanerkennung 

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vom 25./26. Juni 2013 Ausgeführte hat umso mehr im Hinblick auf die Schuldan-

erkennung vom 7. Oktober 2014 zu gelten.  

4.4.3 Nach dem Gesagten aber ist der Vorinstanz darin zuzustimmen, dass 
der vom Kläger anerbotene Zeuge D._____ nicht mehr einzuvernehmen war. 

Selbst wenn dieser seine damalige telefonische Auskunft – wie vom Kläger be-

hauptet – bestätigt hätte, änderte dies nichts am vorliegenden Entscheid: Da der 

Kläger im Zeitpunkt der Unterzeichnung der Schuldanerkennung mit Schwierigkei-

ten hinsichtlich der Auszahlung der Fr. 60'000.– seitens der C._____ rechnen 

musste, hätte er – wollte er sich heute darauf berufen – einen entsprechenden 

Vorbehalt anbringen müssen. Dies hat er nicht getan. Entsprechend kann er sei-

nen diesbezüglichen Einwand nicht mehr vorbringen; es ist der Vorinstanz darin 

zuzustimmen, dass eine Mentalreservation vorliegt, welche unbeachtlich ist. 

4.4.4 Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet, 
weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der Gegenpartei verzichtet 

werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist abzuweisen.  

5.1 Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist in Anwendung 
von § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbindung mit § 4 Abs. 1 GebV OG auf 

Fr. 1'610.– festzusetzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss dem Kläger 

aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) und mit dem von ihm geleisteten Kostenvor-

schuss zu verrechnen. 

5.2 Der Beklagten ist mangels relevanter Umtriebe im Beschwerdeverfah-
ren keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'610.– festgesetzt. 

3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt 

und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.  

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4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage je eines 

Doppels bzw. einer Kopie der Urk. 15, Urk. 17 und Urk. 18/2-5, sowie an die 

Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 8'997.80. Die Beschwerde an 
das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 30. Januar 2018 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Vorsitzende: 
 
 

Dr. L. Hunziker Schnider 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 
 
versandt am: 
bz 

	Urteil vom 30. Januar 2018
	Erwägungen:
	1. Die Klage wird abgewiesen.
	2. Die in der Betreibung Nr. 2 des Betreibungsamts Thalwil-Rüschlikon-Kilchberg (Zahlungsbefehl vom 14. April 2016) mit Urteil vom 30. März 2017 erteilte provisorische Rechtsöffnung ist damit definitiv.
	3. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'610.– festgesetzt.
	4. Die Entscheidgebühr wird dem Kläger auferlegt. Sie wird aus dem von ihm geleisteten Vorschuss von Fr. 1'610.– bezogen.
	5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. (Schriftliche Mitteilung).
	7. (Rechtsmittelbelehrung: Beschwerde, Frist 30 Tage).
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'610.– festgesetzt.
	3. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Kläger auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage je eines Doppels bzw. einer Kopie der Urk. 15, Urk. 17 und Urk. 18/2-5, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...