# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5205d693-99a6-5e19-9e2c-8a74a0eda803
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.11.2025 UV 2025/7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-7_2025-11-07.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/13

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/7

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.12.2025

Entscheiddatum: 07.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2025
Art. 6 UVG. Mit dem externen ophthalmologischen Gutachten ist hinlänglich 
erstellt, dass die behandlungsbedürftige Tränenwegstenose überwiegend 
wahrscheinlich nicht auf den Unfall zurückzuführen ist. Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. November 2025, UV 
2025/7). Beim Bundesgericht angefochten.

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/12 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 7. November 2025 

Besetzung  Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam 
Angehrn und Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiber  
Markus Lorenzi  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/7 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  
 

 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Versicherungsleistungen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/7 
 

 

2/12 

Sachverhalt 
A.   

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 12. Oktober 2009 zu 100 % als Bauarbeiter bei 
der B.___ AG angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen 

die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 15. Juli 2018 

meldete die Arbeitgeberin, dass dem Versicherten am 29. Juni 2018 Mörtelstaub ins rechte Auge 

geraten sei, als ein Mörtelsack beim Abladen gerissen sei (Suva-act. 1). Gemäss Angaben des 

Kantonsspitals C.___ wurde in der gleichentags erfolgten Erstbehandlung (Suva-act. 116-1) im Notfall 
das Auge inspiziert, kein Fremdkörper erkannt und dem Versicherten eine Vitamin A-Salbe sowie die 

Nummer eines Augenarztes gegeben (Suva-act. 14). Mit Schreiben vom 17. Juli 2018 sprach die Suva 

für die Folgen des Schadenfalls vom 29. Juni 2018 die Versicherungsleistungen zu (Suva-act. 2). 

A.b Mit Schadenmeldung UVG vom 11. April 2019 liess der Versicherte einen Rückfall melden (Suva-
act. 15). Am 5. Oktober 2018 hatte der Versicherte erstmals Dr. med. D.___, Augenarzt FMH, spez. 

Ophthalmochirurgie, aufgesucht. Im Arztzeugnis UVG für Rückfall vom 2. Mai 2019 diagnostizierte 

dieser eine postsaccale Tränenwegstenose. Am Anfang sei es zu einer leichten Verätzung gekommen, 

die abgeheilt sei. Es bleibe aber eine Epiphora. Es sei eine Operation der Tränenwege 

(Dacryozystorhinostomie) indiziert und vorgesehen (Suva-act. 18; vgl. auch den Überweisungsbericht 

von Dr. D.___ vom 5. April 2019 an PD Dr. med. E.___, Arzt ORL Klinik, Kantonsspital C.___, in Suva-

act. 3). Mit Beurteilung vom 8. Mai 2019 erachtete Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie, spez. 

Unfallchirurgie, Versicherungsmedizin der Suva, die geltend gemachten Beschwerden als mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 29. Juni 2018 zurückführend (Suva-act. 19). 

Mit Schreiben vom 9. Mai 2019 sprach die Suva für die Folgen des Schadenfalls vom 29. Juni 2018 die 
Versicherungsleistungen (Heilbehandlung) zu (Suva-act. 20 f.). Am 14. Mai 2019 berichtete Dr. D.___ 

Dr. E.___ von einer spontanen Verbesserung der Situation, so dass keine Operation mehr notwendig 

sei (Suva-act. 22). Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 6. Juni 2019 zuhanden der Suva diagnostizierte 

Dr. D.___ eine postsaccale Tränenwegstenose rechts bei Status nach leichter Verätzung durch Zement 

im Sommer 2018. Der Verlauf nach Tränenwegspülung sei gut und eine Operation sei nicht notwendig. 

Die Abschlusskontrolle habe im Juni 2019 stattgefunden. Der Versicherte sei nie arbeitsunfähig 

gewesen (Suva-act. 24). 

A.c Mit E-Mail vom 27. Januar 2022 meldete der Versicherte der Suva anhaltende Beschwerden am 
rechten Auge. Er habe die Schweiz in Richtung G.___ verlassen und dort versucht, eine Behandlung 

für das rechte Auge zu bekommen. Der angedachte Eingriff werde dort aber nicht durchgeführt (Suva-

act. 26 f., 32-3). Am 12. Februar 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie die Unfallkausalität 

prüfen müssten resp. überprüfen müssten, ob es sich bei einer allfälligen Operation um einen Rückfall 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/7 
 

 

3/12 

handle (Suva-act. 31). Am 19. April 2022 überwies Dr. D.___ den Versicherten zur Voruntersuchung 

bezüglich einer Dacryozystorhinostomie ab interno bei postsaccaler Tränenwegstenose rechts an Dr. 

E.___ (Suva-act. 51). Mit Beurteilung vom 3. Juni 2022 führte Dr. med. H.___, Facharzt für 

Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie, Versicherungsmedizin der Suva, aus, dass das Unfallereignis 

nicht überwiegend wahrscheinlich als Ursache für die Tränenwegstenose und folglich die genannte 
Operation angesehen werden könne. Eher sei von einem krankhaften Ereignis auszugehen (Suva-act. 

56-2; bestätigt am 15. Juli 2022, vgl. Suva-act. 68). Am 3. Juni 2022 teilte die Suva dem Versicherten 

mit, dass sie mangels sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis 

vom 29. Juni 2018 und den Augenbeschwerden rechts keine Versicherungsleistungen übernehme 

(Suva-act. 59). Nachdem der Versicherte gegen dieses Schreiben opponiert hatte (Suva-act. 62-16 f.), 

verfügte die Suva am 19. Juli 2022 im Sinne der formlosen Ablehnung vom 3. Juni 2022 (Suva-act. 71). 

A.d In der Folge erhob der Versicherte Einsprache gegen die Verfügung vom 19. Juli 2022 (Suva-act. 
72-1, 73, 75) und begründete diese ergänzend mit Eingaben vom 20. September, 27. Oktober und 23. 

November 2022 (Suva-act. 76-2 f., 83, 88). Am 19. September 2022 reichte Dr. D.___ der Suva einen 

Bericht ein, worin er ausführte, dass die Notwendigkeit der Operation eindeutig im Zusammenhang mit 

dem Unfall stehe (Suva-act. 79). Mit Entscheid vom 9. Januar 2023 wies die Suva die Einsprache ab 

(Suva-act. 89). 

A.e Die gegen den Einspracheentscheid vom 9. Januar 2023 erhobene Beschwerde wurde mit Urteil 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. September 2023 (UV 2023/14) teilweise 

gutgeheissen, der Einspracheentscheid vom 9. Januar 2023 aufgehoben und die Streitsache zu 

ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer 

Verfügung an die Suva zurückgewiesen. Das Versicherungsgericht kam zum Schluss, dass die 

verfügbaren Unterlagen keine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten 

würden resp. der Sachverhalt bezüglich Unfallkausalität/Rückfallkausalität der Beschwerden am 

rechten Auge (postsaccale Tränenwegstenose) nicht hinlänglich abgeklärt sei. Es bedürfe einer 

externen ophthalmologischen Begutachtung/Beurteilung (Suva-act. 108). 

A.f Daraufhin veranlasste die Suva eine ophthalmologische Begutachtung bei PD Dr. med. sc. nat. 
I.___, Augenarzt FMH, spez. Augenchirurgie (Suva-act. 115 ff, 124). Der Versicherte wurde am 29. 

Februar 2024 in Anwesenheit einer italienischsprachigen Dolmetscherin untersucht und das Gutachten 

wurde am 11. März 2024 erstellt (Suva-act. 130). Dr. I.___ diagnostizierte eine postsaccale 

Tränenwegstenose rechts bei anamnestisch Zustand nach leichter Verätzung durch Mörtel (Suva-act. 

130-4). Er führte zusammengefasst aus, dass ein kausaler Zusammenhang der Augenverätzung mit 
der postsaccalen Tränenwegstenose sehr unwahrscheinlich sei (Suva-act. 130-6). Unabhängig vom 

Entstehungsmechanismus der postsaccalen Tränenwegstenose sei aber die Indikation für eine 

Dakryozystorhinostomie gegeben (Suva-act. 130-7). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/7 
 

 

4/12 

A.g Das Gutachten vom 11. März 2024 wurde im Einvernehmen mit dem Versicherten am 15. März 
2024 auch dem behandelnden Augenarzt Dr. D.___ zugestellt und eine Frist für eine Stellungnahme 

bis 4. April 2024 gesetzt (Suva-act. 132 f., 137, 139). Mit E-Mail vom 4. April 2024 führte Dr. D.___ mit 

Verweis auf seine Stellungnahme vom 19. September 2022 aus, dass die Problematik des Versicherten 

direkt nach seinem Unfall aufgetreten sei. Die darauffolgenden Behandlungen seien auch von der Suva 
übernommen worden. Deshalb bleibe er dabei, dass die Problematik auf den Unfall zurückzuführen sei 

(Suva-act. 147). Auch der Versicherte reichte eine Stellungnahme ein (Suva-act. 149). 

A.h Mit Verfügung vom 8. April 2024 verneinte die Suva einen Anspruch auf Versicherungsleistungen, 
da die medizinischen Unterlagen keinen sicheren oder wahrscheinlichen Kausalzusammenhang 

zwischen dem Ereignis vom 29. Juni 2018 und den Beschwerden am rechten Auge zeigen würden 

(Suva-act. 153). 

B.  

Die gegen diese Verfügung vom Versicherten erhobene Einsprache vom 3. Mai 2024 (Suva-act. 159) 

wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 18. November 2024 ab, soweit sie darauf eintrat (Suva-

act. 163). Der nach J.___, G.___, eingeschrieben versandte Einspracheentscheid vom 18. November 

2024 konnte dem Versicherten am 3. Dezember 2024 und 3. Januar 2025 nicht zugestellt werden 

("Empfänger abwesend"; act. G 0). Am 4. Januar 2025 wurde die Sendung an die Suva zurückgesandt 

(zurückerhalten am 14. Januar 2025; act. G 0). Am 17. Januar 2025 stellte die Suva den 
Einspracheentscheid dem Versicherten mit normaler Post zu (act. G 1.3). Diese Sendung konnte 

zugestellt werden. 

C.  

C.a Am 31. Januar 2025 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Blick auf die 
Zustellung vom 17. Januar 2025 fristgerecht Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 18. 

November 2024. Er beantragte, dass der Einspracheentscheid aufzuheben und ein 

Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den Behandlungen resp. der Tränenwegstenose 

anzuerkennen sei mit der Verpflichtung der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zur Übernahme 

sämtlicher Behandlungskosten und damit verbundener Entschädigungen (act. G 1.4; unterzeichnete 

Beschwerde in act. G 6). Als Zustelladresse in der Schweiz gab der Beschwerdeführer die Adresse 

seines Sohnes K.___ an (act. G 4). 

C.b Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 20. Mai 2025 auf die Einreichung einer 
umfassenden Beschwerdeantwort, machte einige Ergänzungen, verwies im Übrigen auf die 

Begründung im Einspracheentscheid und beantragte die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde 
(act. G 8). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/12 

C.c Am 11. Juni 2025 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Stellungnahme ein. Ergänzend zur 
Beschwerde beantragte er die "Gewährung von Entschädigungen für immaterielle und materielle 

Schäden, die über einen Zeitraum von sieben Jahren im Zusammenhang mit dem Unfall vom 29. Juni 

2018 entstanden sind, einschliesslich Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten für vom Gericht 

angeordnete Untersuchungen (April 2022 und März 2024), Behandlungskosten von Mai 2019 bis Juni 
2025, die ständige Anwendung von Langzeit-Antibiotika-Augentropfen, notariell beglaubigte 

Übersetzungen, eingeschriebene Briefe und private Konsultationen bei Ärzten und Anwälten in G.___ 

sowie eine Genugtuung von geschätzten 15'000 CHF für die Verzögerung der Operation, psychisches, 

körperliches und ethisches Leid und die Minderung der Arbeits- und Fahrtüchtigkeit" (act. G 10). 

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Erwiderung (act. G 11 f.). 

C.e Nachdem der Beschwerdeführer in Suva-act. 149-1 auf die Tonaufnahme des 
Administrativgutachtens von Dr. I.___ verwiesen hatte, beantragte das Versicherungsgericht diese bei 

der Beschwerdegegnerin (Suva-act. G 13 f.). 

C.f Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt der übrigen Akten wird, 
soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.   

1.1 Hinsichtlich des Anfechtungsgegenstands ist zu beachten, dass im verwaltungsgerichtlichen 
Beschwerdeverfahren grundsätzlich lediglich Rechtsverhältnisse zu überprüfen resp. zu beurteilen 

sind, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung 

resp. eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmen die Entscheide der 

Beschwerdegegnerin den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt 
es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit 

kein Entscheid ergangen ist (BGE 131 V 164 f. E. 2.1). 

1.2 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid vom 18. 
November 2024 (Suva-act. 163). Diesem liegt die Verfügung vom 8. April 2024 zugrunde (Suva-act. 

153). In diesen Entscheiden hat die Beschwerdegegnerin (temporäre) Versicherungsleistungen 

mangels Rückfallkausalität zwischen dem Unfall vom 29. Juni 2018 und der anhaltenden 

Augenproblematik rechts (Tränenwegstenose) verneint (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.c). Nicht 

Gegenstand bildeten die mit Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 11. Juni 2025 ergänzend 

geltend gemachten Ansprüche wie die Kostenübernahme für notariell beglaubigte Übersetzungen, 

eingeschriebene Briefe und private Konsultationen bei Ärzten und Anwälten in G.___ (vgl. dazu 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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vorstehende lit. C.c). Darauf ist im vorliegenden Verfahren demnach mangels Anfechtungsgegenstands 

nicht einzutreten. In Bezug auf den Antrag auf Genugtuung bzw. Entschädigung für immaterielle Unbill 

fehlt es schon an einer gesetzlichen Grundlage im Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20). Es handelt sich dabei um einen allfälligen haftpflichtrechtlichen Anspruch, dessen Prüfung 

nicht in die sachliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts fiele. Darauf ist damit auch nicht 
einzutreten. Auf den in der Einsprache vom 3. Mai 2024 (Suva-act. 159) geltend gemachten Anspruch 

auf Vergütung von Reise-, Unterkunfts- und Verpflegungskosten (im Zusammenhang mit den 

Untersuchungen in der Schweiz) ist die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 18. 

November 2024 mangels Anfechtungsgegenstands zu Recht nicht eingetreten. Dieser im 

Beschwerdeverfahren erneut gestellte Antrag ist demnach abzuweisen, wobei die Beschwerdegegnerin 

im Einspracheentscheid vom 18. November 2024 darauf hinwies, dass sie diesen Antrag separat prüfen 

werde (act. G 2.1 S. 9). 

2.  

Zur Prüfung steht demnach einzig ein Anspruch des Beschwerdeführers auf Heilbehandlung der 

Unfallversicherung im Zusammenhang mit der Rückfallmeldung vom 27. Januar 2022. 

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

2.2 Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls resp. daraus resultierenden Rückfällen (vgl. Art. 
11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 UVG). Sie hat zudem Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Nach Gesetz und Praxis ist der (Rück-)Fall 

unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeldleistungen) und 

Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente abzuschliessen, wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der IV abgeschlossen sind und von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr 

erwartet werden kann (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 

2.3 Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (KOSS UVG-NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6; ANDRÉ NABOLD, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung [UVG], in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56). Ursachen im Sinne des natürlichen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 

als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise resp. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 

werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 
Faktoren für die Schädigung verantwortlich, d.h. zumindest teilkausal ist, der Unfall mit anderen Worten 

nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 

(BGE 129 V 181 E. 3.1). Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels 

der Angaben medizinischer Fachpersonen geführt. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang obliegt dem Rechtsanwender (KOSS UVG-NABOLD, N 53 zu Art. 6; NABOLD, 

a.a.O., S. 58 und 61; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 8C_15/2021, E. 7.3). Im Bereich klar 

ausgewiesener organischer Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem 

natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 117 V 365 

E. 5d/bb mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung, BGE 118 V 291 f. E. 3a). 

2.4 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 
von Art. 43 Abs. 1 ATSG (MIRIAM LENDFERS, N 87 zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar ATSG]). Im 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde resp. das Gericht von ihrem 

Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es 

von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6; 

THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, a.a.O., § 70 N 58). 

2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG [Urteil des Bundesgerichts vom 1. September 2021, 

9C_549/2020, E. 3.1; Kommentar ATSG-WIEDERKEHR, N 64 zu Art. 43] und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie 

stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes 

eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 
Fachperson begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). 

2.6 Die Rechtsprechung hat es als mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung vereinbar 
erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die 

Beweiswürdigung aufzustellen. So weicht das Gericht bei Gerichtsgutachten nach der Praxis nicht ohne 

zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen Fachpersonen ab. Weiter darf es den von 

Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der 

Rechtsprechung genügenden Gutachten externer Spezialärzte vollen Beweiswert zuerkennen, solange 

nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis 

versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen kann sodann nicht abgestellt werden und es sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. Was schliesslich die Berichte von behandelnden Ärzten anbelangt, so sind 

diese zwar nicht von vornherein ohne Beweiswert, doch ist bei ihnen der Erfahrungstatsache Rechnung 

zu tragen, dass behandelnde Ärzte wegen ihrer auftragsrechtlichen Stellung mitunter im Zweifelsfall 
eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 469 ff. E. 4.4 und 4.6, 125 V 351). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidungsgrundlagen bei 

pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne Weiterungen abschliessen 

(vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die Beschwerdegegnerin sei auf der früheren 
Anerkennung ihrer Leistungspflicht zu behaften. 

3.2 Wie im Sachverhalt ausgeführt (lit. A.a), wurde am Unfalltag (29. Juni 2018) im Kantonsspital 
C.___ das rechte Auge untersucht, kein Fremdkörper erkannt und dem Versicherten eine Vitamin A-

Salbe sowie die Nummer eines Augenarztes gegeben (Suva-act. 14). Mit Schreiben vom 17. Juli 2018 

sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die Folgen des Schadenfalls vom 29. Juni 

2018 die Versicherungsleistungen zu (Suva-act. 2) und hat in dem Sinne ihre grundsätzliche 

Leistungspflicht anerkannt. Weitere Behandlungen erfolgten danach wieder ab dem 5. Oktober 2018 

bei Dr. D.___. Dieser stellte mit Arztzeugnis UVG für Rückfall eine leichte Verätzung durch Zement am 
rechten Auge fest, welche abgeheilt sei. Es bleibe eine Epiphora rechts bei postsaccaler 

Tränenwegstenose und es sei eine Operation (Dacryozystorhinostomie) vorgesehen (Suva-act. 18; vgl. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ferner Suva-act. 3 sowie den Bericht vom 6. Mai 2019 des Kantonsspitals C.___ in Suva-act. 61-2). Dr. 

F.___ erachtete die geltend gemachten Beschwerden als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf 

das Ereignis vom 29. Juni 2018 zurückführend (Suva-act. 19), woraufhin die Beschwerdegegnerin mit 

Schreiben vom 9. Mai 2019 dem Beschwerdeführer für die Folgen des Schadenfalls vom 29. Juni 2018 

die Versicherungsleistungen zusprach (Suva-act. 20 f.). In dem Sinne anerkannte die 
Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht auch in Bezug auf die geplante Dacryozystorhinostomie und 

die Operation wäre wohl bezahlt worden. Zu diesem Eingriff kam es aber in der Folge nicht, denn bereits 

am 14. Mai 2019 berichtete Dr. D.___ von einer spontanen Verbesserung der Situation, so dass keine 

Operation mehr notwendig sei (Suva-act. 22). Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 6. Juni 2019 

diagnostizierte Dr. D.___ eine teilpostsaccale Tränenwegstenose bei Status nach leichter Verätzung 

durch Zement im Sommer 2018 und führte aus, dass der Verlauf nach Tränenwegspülung gut und eine 

Operation nicht notwendig sei. Die Abschlusskontrolle habe im Juni 2019 stattgefunden (Suva-act. 24). 

In der Folge verliess der Beschwerdeführer die Schweiz nach G.___ (Suva-act. 32-3). Spätestens zu 

dem Zeitpunkt war der Grundfall im Sinne von Art. 19 UVG abgeschlossen, nachdem – entgegen dem 

Einwand des Beschwerdeführers (Suva-act. 149-1) – gestützt auf die Ausführungen von Dr. D.___ 

aktuell keine Behandlungsmassnahmen mehr indiziert waren, welche eine namhafte Besserung 

erwarten liessen, namentlich auch nicht die vormals geplante Dacryozystorhinostomie. 

3.3 Nachdem sich der Beschwerdeführer erst rund zweieinhalb Jahre später, im Januar 2022, 
aufgrund von Augenbeschwerden wieder meldete (vgl. dazu im Sachverhalt lit. A.c), ist nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Anzeige des Beschwerdeführers als Rückfallmeldung 

aufnahm (Suva-act. 31) und rechtsprechungsgemäss (vgl. RKUV 1994 S. 328 E. 3b) nicht auf der 

anerkannten Leistungspflicht behaftet werden konnte resp. die Unfallkausalität der abermals 

diagnostizierten Tränenwegstenose nochmals prüfen durfte. Dies drängt sich umso mehr auf, als Dr. 

F.___, welcher am 8. Mai 2019 eine Kausalität der damaligen Problematik bejahte, kein Facharzt für 

Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie ist und seiner Einschätzung keinerlei medizinische 

Begründung zugrunde lag (Suva-act. 19). Schliesslich ist der Unfallversicherer auch berechtigt, zu 

Unrecht gewährte Leistungen für die Zukunft (ex nunc et pro futuro) einzustellen, sodass es ihm auch 

nicht verwehrt werden kann, künftige Leistungen aufgrund des gemeldeten Rückfalls zu verweigern, 

wenn – bei richtiger Betrachtungsweise – eine unfallkausale Tränenwegstenose mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zu verneinen ist (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts vom 21. Januar 2014, 

8C_702/2013; vgl. ferner Urteil des Bundesgerichts vom 4. August 2017, 8C_819/2016, E. 6.1). 

4.   

4.1 Zur Klärung der Unfall-/Rückfallkausalität der postsaccalen Tränenwegstenose und in diesem 
Zusammenhang zur Frage, ob die Beschwerdegegnerin für deren Behandlung, inklusive indizierter 

Operation (Dakryozystorhinostomie), weiter aufzukommen hat, veranlasste die Beschwerdegegnerin 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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bei Dr. I.___ eine externe ophthalmologische (und neuro-ophthalmologische) Beurteilung (Suva-act. 

130; vgl. im Sachverhalt lit. A.f). Dr. I.___ diagnostizierte eine postsaccale Tränenwegstenose rechts 

bei anamnestisch Zustand nach leichter Verätzung durch Mörtel (Suva-act. 130-4). Beurteilend führte 

er aus, die postsaccale Tränenwegstenose auf der rechten Seite habe vor Jahren noch deutlich mehr 

Symptome verursacht als heute. Insbesondere bestehe zum heutigen Zeitpunkt nur eine mässig 
ausgeprägte Epiphora. Eine Komplikation im Sinne einer Dakryozystitis scheine der Beschwerdeführer 

bislang nicht gehabt zu haben. Allerdings zeigten sich auch zum heutigen Zeitpunkt regelmässige 

oberflächliche Infektionen und Schleim im Auge. Dies sei ein erheblicher Risikofaktor für eine bakterielle 

Dakryozystitis, sodass die medizinische Indikation für eine Dakryozystorhinostomie gegeben sei. Diese 

Beurteilung entspreche auch der Beurteilung von Dr. D.___ und des involvierten G.__-ischen 

Augenarztes. Auch aus der heutigen retrospektiven Sicht sei die Indikation für diese Operation schon 

von Beginn an richtig gewesen. Ein kausaler Zusammenhang der Augenverätzung mit der postsaccalen 

Tränenwegstenose sei aber sehr unwahrscheinlich. Es gebe mehrere Argumentationslinien, die gegen 

eine Verätzung als Ursache für die Stenose sprechen würden: 1. Im Bereich der Bindehaut und der 

oberen Tränenpunkte und der Lider zeigten sich keinerlei Spuren einer Verätzung und keine 

Narbenbildung. Bei einer okulären Verätzung wären in aller erster Linie an diesen Stellen Verletzungen 

und später Narben zu erwarten. 2. Die Anamnese sei nicht kompatibel mit einer mittelschweren oder 

gar schweren Verätzung. Weder scheine das Auge relevant gerötet gewesen zu sein, noch hätten die 
Ärzte die Indikation für eine längere Spülung gesehen und es seien auch keine raschen Kontrolltermine 

vereinbart worden. 3. Ein Verätzungsmechanismus, welcher in erster Linie den grösseren Ausgang des 

Tränensacks betreffe, ohne massive Verätzungen weiter oben und weiter unten, sei sehr wenig 

plausibel. Eher würde man erwarten, dass die langstreckigen feinen Kanalikuli der oberen Tränenwege 

stenosierten als die grosse Öffnung in der Nase. Er vermute am ehesten eine zufällige, zeitliche 

Koinzidenz einer leichten oberflächlichen Verätzung und einer Tränenwegstenose. Es sei auch möglich, 

dass die Stenose schon vorbestehend gewesen und durch die vermehrte Tränenproduktion des Unfalls 

symptomatisch geworden sei (Suva-act. 130-5 ff.). 

4.2 Die Beurteilung von Dr. I.___ beruht auf einer ausführlichen Befragung des Beschwerdeführers 
und berücksichtigt die aktuell geklagten Beschwerden resp. deren Verlauf seit dem Unfall vom 29. Juni 

2018. Auch die medizinischen (Vor-)Berichte und (Vor-)Beurteilungen wurden einbezogen. Er 

begründet einleuchtend, dass initial von keiner mittelschweren oder gar schweren Verätzung 

auszugehen sei. Dies zeige sich auch daran, dass es an Spuren einer Verätzung und Narbenbildung 

im Bereich der Bindehaut, der oberen Tränenpunkte und der Lider fehle. Schliesslich sei ein 
Verätzungsmechanismus, welcher in erster Linie den grösseren Ausgang des Tränensacks betreffe, 

ohne massive Verätzungen weiter oben und weiter unten, sehr wenig plausibel. Mit diesen Argumenten 

resp. in Würdigung der gesamten medizinischen Umstände begründet Dr. I.___ nachvollziehbar, 

weshalb er sich im vorliegenden Fall gegen einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Stenose ausspricht und von einer zufälligen zeitlichen Koinzidenz ausgeht. Lediglich als möglich und 

damit nicht hinlänglich ausgewiesen erachtet Dr. I.___ sodann, dass die Stenose vorbestehend 

gewesen und durch die vermehrte Tränenproduktion des Unfalls symptomatisch geworden sei. 

4.3 Konkrete Indizien gegen die negative Kausalitätsbeurteilung liegen nicht vor. Zwar schrieb der 
behandelnde Arzt Dr. D.___ am 19. September 2022, dass die Notwendigkeit der Operation aufgrund 
der Tränenwegstenose eindeutig im Zusammenhang mit dem damaligen Unfall stehe (Suva-act. 79). 

Am 4. April 2024 bestätigte er diese Einschätzung (Suva-act. 147). Eine Begründung seiner 

abweichenden Einschätzung, abgesehen vom Umstand, dass die Problematik des Beschwerdeführers 

direkt nach seinem Unfall aufgetreten sei, liefert er aber nicht und vermag damit die schlüssige 

Einschätzung von Dr. I.___ nicht in Zweifel zu ziehen. Denn die Formel "post hoc ergo propter hoc" 

(danach, also deswegen) ist nach ständiger Rechtsprechung für sich allein nicht ergiebig (BGE 119 V 

340 ff. E. 2b/bb; vgl. ferner nebst vielen das Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2020, 

8C_158/2020, E. 3.2). Schliesslich bestätigt auch die Tonaufnahme des Administrativgutachtens nicht, 

dass Dr. I.___ dem Beschwerdeführer am Ende des Gesprächs mitgeteilt habe, dass der aktuelle 

Zustand des rechten Auges klar eine Folge des Unfalls vom 29. Juni 2018 sei (vgl. dazu den Einwand 

in Suva-act. 149-1). 

4.4 Gestützt auf das Gesagte ist die Beurteilung von Dr. I.___ nicht in Zweifel zu ziehen und damit 
ein (natürlicher) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 29. Juni 2018 und der 
behandlungsbedürftigen postsaccalen Tränenwegstenose rechts mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit zu verneinen. 

5.   

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 18. November 2024 nicht zu 

beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (vgl. dazu Art. 61 lit. fbis 

ATSG). 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2025
	Art. 6 UVG. Mit dem externen ophthalmologischen Gutachten ist hinlänglich erstellt, dass die behandlungsbedürftige Tränenwegstenose überwiegend wahrscheinlich nicht auf den Unfall zurückzuführen ist. Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten wird (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. November 2025, UV 2025/7). Beim Bundesgericht angefochten.

		2026-01-28T04:00:02+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen