# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 24b30d6c-1aad-55f6-bef9-1f20001fe4b3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.06.2008 D-4099/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4099-2008_2008-06-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4099/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi; 
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
Irak,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Juni 2008 / (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4099/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  –  ein  aus  (...)  stammender  ethnischer 
Kurde  sunnitischen  Glaubens  –  eigenen  Angaben  zufolge  Mitte  Juli 
2003  sein  Heimatland  verliess,  via  Syrien  nach  Istanbul  reiste,  sich 
dort bis 6. September 2005 aufhielt und am 14. September 2005 in die 
Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  das  Asylverfahren  am  18. Januar  2006  abschrieb, 
nachdem der Beschwerdeführer seit 31. Oktober 2005 verschwunden 
war,

dass sich der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben im September 
oder Oktober 2005 in die (...) begeben hatte, um dort seine Mutter  zu 
treffen,

dass  er  sich  ungefähr  zweieinhalb  Jahre  (illegal)  in  (...)  aufgehalten 
und dort in einer kleinen Schneiderfirma gearbeitet habe,

dass  er  am  4. März  2008  erneut  in  die  Schweiz  einreiste  und  am 
10. März  2008  im  (...)  ein  zweites  Asylgesuch  stellte,  wo  er  am 
26. März 2008 summarisch befragt wurde,

dass der Beschwerdeführer am 21. April 2008 vom BFM direkt ange-
hört wurde,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 22. April  2008  das  ursprüngliche 
Asylverfahren des Beschwerdeführers wieder aufnahm,

dass der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen zur  Begrün-
dung beider Asylgesuche im Wesentlichen geltend machte, sein Vater 
sei  Mitglied  der  Baath-Partei  gewesen  und  nach  dem  Sturz  von 
Saddam Hussein im Juni 2003 bei einem Überfall durch Unbekannte 
zuhause erschossen worden,

dass bei diesem Überfall die jüngere Schwester des Beschwerdefüh-
rers ebenfalls erschossen, die Mutter verletzt worden sei,

dass er aus Furcht, ebenfalls getötet zu werden, sein Heimatland ver-
lassen habe,

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dass er auch heute bei einer allfälligen Rückkehr in den Irak befürchte, 
das gleiche Schicksal wie sein Vater und seine Schwester zu erleben,

dass für den weiteren Inhalt der Befragungen auf die Vorakten verwie-
sen wird,

dass das BFM mit Verfügung vom 12. Juni 2008 – eröffnet am gleichen 
Tag  –  in  Anwendung  von  Art. 35a  Abs. 2  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbrin-
gen des Beschwerdeführers seien nicht glaubhaft, da sie widersprüch-
lich und teilweise unsubstanziiert ausgefallen seien,

dass auf die Begründung im Einzelnen, soweit entscheidwesentlich, in 
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 19. Juni 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und die  Vorinstanz sei  anzuweisen,  auf  das Asylgesuch 
einzutreten und es zu prüfen,

dass die Vollzugsbehörden im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 
anzuweisen seien, die Kontaktaufnahme mit dem Herkunftsstaat sowie 
jede  Weitergabe  von  Daten  an  denselben  bis  zum  Erlass  des  Be-
schwerdeentscheids zu unterlassen,

dass  die  Vorinstanz  vor  einer  allfälligen Abweisung der  Beschwerde 
anzuweisen  sei,  eine  eventuell  bereits  erfolgte  Datenweitergabe  an 
den  Herkunftsstaat  offenzulegen  und  dem  Beschwerdeführer  im 
Hinblick  auf  subjektive  Nachfluchtgründe  das  rechtliche  Gehör  zu 
gewähren,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) sowie um 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass der Beschwerde die Kopien zweier irakischer Dokumente beila-
gen,

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dass für den Inhalt der Beschwerde auf die Akten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 20. Juni 2008 die in der 
Beschwerde  in  Aussicht  gestellte  (teilweise)  Übersetzung  der  iraki-
schen Dokumente einreichte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35a  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbstständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
die  weiterhin  gültigen  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  vormals 
zuständigen  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004 
Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  Gesuch  um Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  im  Zusam-
menhang mit der vom Beschwerdeführer befürchteten Datenweiterga-
be angesichts des vorliegenden, direkten Entscheids in der Hauptsa-
che gegenstandslos wird, 

dass nach Art. 97 Abs. 2 AsylG die für die Organisation der Ausreise 
zuständige Behörde zwecks Beschaffung der für den Vollzug der Weg-
weisungsverfügung notwendigen Reisepapiere mit  dem Heimat- oder 
Herkunftsstaat  Kontakt  aufnehmen kann,  wenn in  erster  Instanz das 
Vorliegen der Flüchtlingseigenschaft verneint wurde,

dass gemäss einem (nicht veröffentlichten) Entscheid des Bundesver-
waltungsgerichts vom 28. Januar 2008 (D-414/2008) davon auszuge-
hen ist, Art. 97 Abs. 2 AsylG gelange nach dem Grundsatz in maiore 
minus auch dann zur Anwendung, wenn ein erstinstanzlicher Nichtein-
tretensentscheid vorliegt,

dass den Akten zwar keine Hinweise auf eine bereits erfolgte Daten-
weitergabe durch das BFM zu entnehmen sind, das BFM jedoch anzu-
weisen ist,  dem Beschwerdeführer  im Rahmen von Art. 26 ff. VwVG 
eine eventuell bereits erfolgte Weitergabe von Personendaten im Sinne 
von  Art.  97  Abs. 3  Bstn.  a-c  AsylG  an  die  zuständige  ausländische 
Behörde offenzulegen,

dass gemäss Art. 35a AsylG das Asylverfahren wieder aufgenommen 
wird,  wenn  eine  Person,  deren  Asylgesuch  abgeschrieben  wurde, 
erneut  ein  Asylgesuch  stellt  (Abs. 1),  und  auf  dieses  Gesuch  nicht 
eingetreten wird, sofern keine Hinweise bestehen, die geeignet sind, 
die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, oder die für die Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind (Abs. 2),

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dass bei der Prüfung von Hinweisen auf für die Flüchtlingseigenschaft 
relevante Ereignisse, die gemäss Art. 35a Abs. 2 AsylG zum Eintreten 
auf  das  Gesuch  führen,  eine  summarische  materielle  Prüfung  der 
Glaubhaftigkeit der Vorbringen der asylsuchenden Person statthaft ist, 
wobei in Anlehnung an Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG die Anforderungen 
an  das  Beweismass  tief  anzusetzen  sind  (vgl.  Botschaft  des 
Bundesrats zur Änderung des Asylgesetzes vom 4. September 2002 
[BBl 2002 6845], S. 6883 und 6886; EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3. S. 16 
f.),

dass sich dabei die Relevanz der geltend gemachten Verfolgung nicht 
nach einem weiten Verfolgungsbegriff richtet, sondern nach jenem von 
Art. 3 AsylG, weshalb auf ein Asylgesuch mithin nicht eingetreten wird, 
wenn eines der Elemente des Flüchtlingsbegriffs gemäss Art. 3 AsylG 
offensichtlich nicht erfüllt ist (vgl. EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.5. S. 18),

dass sich nach dem Gesagten der Einwand in der Beschwerde, eine 
Prüfung der Glaubhaftigkeit der Vorbringen des Beschwerdeführers sei 
beim vorliegenden Nichteintretensentscheid nicht statthaft, als haltlos 
erweist,

dass dem Beschwerdeführer zwar angesichts seiner Angaben, er und 
sein Bruder seien im Zeitpunkt des Überfalles auf das Elternhaus nicht 
zuhause gewesen, nicht angelastet werden kann, wenn er Einzelheiten 
des Vorfalls nicht aufgrund eigener Beobachtung schildern kann,

dass jedoch die Behauptung des Beschwerdeführers lebensfremd er-
scheint,  er  habe  mit  seiner  Mutter,  welche  den  Überfall  miterlebte, 
nicht über das Vorgefallene gesprochen, obschon er von Herbst 2005 
bis  zur  erneuten  Einreise  in  die  Schweiz  mit  ihr  in  der  (...) 
zusammenlebte,

dass  dies  insbesondere  deshalb  anzunehmen  ist,  weil  der 
Beschwerdeführer nach eigenen Angaben bei der Flucht aus dem Irak 
davon ausgegangen war, auch seine Mutter sei beim Überfall im Juni 
2003 erschossen worden,

dass  der  Einwand  des  Beschwerdeführers,  die  Mutter  habe  ihn 
schonen wollen,  angesichts  des  Alters  des  Beschwerdeführers  nicht 
überzeugt,

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dass  demnach  mit  der  Vorinstanz  davon  auszugehen  ist,  der  Be-
schwerdeführer habe den Vorfall nur unsubstanziiert geschildert,

dass die vom Beschwerdeführer mit der Beschwerde bzw. separat im 
Beschwerdeverfahren  eingereichten  Dokumente  an  dieser  Einschät-
zung nichts ändern, zumal es sich durchwegs um Kopien handelt und 
nicht ersichtlich ist, wer die (teilweise) Übersetzung vorgenommen hat,

dass vom Beschwerdeführer – auch unter Berücksichtigung seines da-
maligen  Alters  –  zu  erwarten  ist,  das  Alter  seiner  (verstorbenen) 
Schwester konkret und widerspruchsfrei bezeichnen zu können,

dass  das  fehlende  Interesse  des  Beschwerdeführers  für  den 
Begräbnisort  seines  Vaters  und  seiner  Schwester  einerseits  wie  für 
den  Krankenhausaufenthalt  seiner  Mutter  anderseits  nicht  nachvoll-
ziehbar ist,  wobei insbesondere zu berücksichtigen ist,  dass der Be-
schwerdeführer  nach  dem  Vorfall  nach  eigenen  Angaben  noch  fast 
einen Monat in (...) lebte,

dass für die weiteren Ungereimtheiten auf die Verfügung des BFM vom 
12. Juni 2008 zu verweisen ist,

dass der  Beschwerdeführer überdies anlässlich der  ersten summari-
schen Befragung am 19. September 2005 angab, sein Vater habe für 
den  Geheimdienst  des  Zentraliraks  gearbeitet,  währenddem  er  im 
zweiten Asylverfahren zunächst keine Ahnung hatte, welche Funktion 
sein Vater in der Baath-Partei hatte (Befragung vom 26. März 2008), 
und er  anlässlich  der  direkten  Befragung aussagte,  soviel  er  wisse, 
habe  sein  Vater  für  die  damaligen  irakischen  Regierungsinteressen 
gearbeitet, was er genau gemacht habe, wisse er nicht,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  zusammenfassend  angesichts  der 
zahlreichen,  erheblichen Widersprüche und der Realitätsferne seiner 
Schilderungen  nicht  gelungen  ist,  seine  Vorbringen  als  glaubhaft 
erscheinen zu lassen,

dass  somit  keine  Hinweise  bestehen,  die  geeignet  sind,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind,

dass bei dieser Sachlage die Nachreichung der in Aussicht gestellten 
Originaldokumente  (Todesscheine)  nicht  abzuwarten  ist,  zumal 

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gerichtsnotorisch  ist,  dass  Asylbewerber  aus  dem  Irak  unter 
Inanspruchnahme unlauterer Machenschaften behördliche und andere 
Dokumente zur Stützung ihrer Vorbringen beibringen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 35a Abs. 2 AsylG zu 
Recht  auf  das  Asylgesuch  des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden (Art. 5  Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkom-
mens vom 28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 

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findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung ersichtlich sind, die ihm im Heimatstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in der Region des Heimatstaates, wo 
der  Beschwerdeführer  herkommt  ([...];  vgl.  BVGE 2008  Nr. 5),  noch 
individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer 
Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  es  dem  jungen  und  (nunmehr  nach  erfolgter  Operation 
[Nasenseptumkorrektur  zufolge  Nasenatmungsbehinderung])  gesun-
den Beschwerdeführer deshalb zumutbar ist, in den Nordirak zurück-
zukehren und sich dort eine Existenz aufzubauen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass aus den soeben dargelegten Gründen den Beschwerdebegehren 
keine ernsthaften  Erfolgsaussichten  beschieden  waren,  weshalb  das 
Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von 
Art.  65  Abs.  1  VwVG  unabhängig  von  der  Frage  der  prozessualen 
Bedürftigkeit des Beschwerdeführers abzuweisen ist,

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dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (...)  (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das  BFM,  (...)  (per  Telefax;  mit  den  Akten  (...)  und  der  Bitte  um 
Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  sowie  um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das Migrationsamt Kanton (...) ad (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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