# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3526cba-85ae-5da5-a633-a959c95212cb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.10.2025 E-5977/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5977-2025_2025-10-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-5977/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regina Derrer, 

mit Zustimmung von Richterin Contessina Theis;   

Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch Smera Rehman,  

HEKS Rechtsschutz Bundesasylzentren (…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 29. Juli 2025 / N (…). 

 

 

 

E-5977/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin reiste am 28. Juni 2024 in die Schweiz ein und 

suchte am gleichen Tag um Asyl nach. 

A.b Am 4. Juli 2024 nahm das SEM mittels Direkterfassung im Zentralen 

Migrationsinformationssystem (ZEMIS) die Personalien der Beschwerde-

führerin auf. Am 8. Juli 2024 führte es ein Dublin-Gespräch mit ihr durch. 

Es beendete am 17. Juni 2025 das eingeleitete Dublin-Verfahren und er-

öffnete das nationale Verfahren. 

A.c Am 18. Juli 2025 hörte das SEM die Beschwerdeführerin gemäss 

Art. 29 AsylG (SR 142.31) im Beisein ihrer Rechtsvertretung einlässlich zu 

ihren Asylgründen an.  

Dabei führte die Beschwerdeführerin zu ihrer persönlichen Situation und 

zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen aus, sie habe ihren 

Ehemann (der Vater ihres ersten Kindes), der im Militärdienst gewesen sei, 

selten gesehen. Bis zu ihrer Ausreise aus Eritrea habe sie zusammen mit 

ihrem ersten Kind bei ihrem Vater und ihrer Stiefmutter gelebt. Ihre Stief-

mutter komme unterdessen auch für ihre (…) weiteren Kinder auf, welche 

in B._______ zur Welt gekommen und in der Folge von deren Vater, zu 

dem die Beschwerdeführerin keinen Kontakt mehr habe, nach Eritrea ge-

bracht worden seien. Im März 2011 hätten die Behörden nach dem Ehe-

mann der Beschwerdeführerin gesucht und sie (Beschwerdeführerin) an 

dessen Stelle mitgenommen und inhaftiert. Sie sei geschlagen und nach 

sechs Monaten gegen eine Bürgschaft freigelassen worden, mit der Auf-

lage, nach zwei Monaten ins Gefängnis zurückzukehren. Stattdessen habe 

sie sich zur Ausreise entschlossen und sei im (…) 2011 zusammen mit 

weiteren Personen illegal aus Eritrea ausgereist. Nachdem sie von 2012 

bis Ende 2023 in B._______ als (…) gearbeitet habe, sei sie Ende 2023 

mit einer (…) Frau, bei der sie zuletzt gearbeitet habe, nach C._______ 

und sieben Monate später mit einem Schengen-Visum in die Schweiz ge-

reist. Nach ihrer Ausreise aus Eritrea habe der Bürge – ein Onkel – die 

Bürgschaft von 50'000 Nakfa bezahlen müssen. Für den Inhalt der weite-

ren Aussagen wird auf die Akten verwiesen. 

Vor der Anhörung informierte das SEM die Rechtsvertretung darüber, dass 

die Beschwerdeführerin – aufgrund der Ereignisse in B._______ und der 

Umstände der Flucht von dort aus nach Europa – als potentielles Opfer 

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Seite 3 

von Menschenhandel anerkannt worden sei und der Fall in dieser Hinsicht 

an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet worden sei. 

A.d Am 25. Juli 2025 nahm die zugewiesene Rechtsvertretung Stellung 

zum Entwurf des Asylentscheids des SEM. 

B.  

Mit Verfügung vom 29. Juli 2025 – am selben Tag eröffnet – verneinte das 

SEM die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin, lehnte ihr Asyl-

gesuch ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Weg-

weisungsvollzug an. 

C.  

Mit Eingabe vom 7. August 2025 erhob die Beschwerdeführerin durch ihre 

Rechtsvertreterin beim Bundesverwaltungsgericht dagegen Beschwerde 

und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die 

Vorinstanz anzuweisen, sie als Flüchtling anzuerkennen und ihr Asyl zu 

gewähren. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und 

die Beschwerdeführerin in der Schweiz vorläufig aufzunehmen, subeven-

tualiter sei die Sache zwecks Neubeurteilung und Feststellung des voll-

ständigen und richtigen Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen. In 

verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses ersucht.  

Der Beschwerde lagen, neben einer Kopie der angefochtenen Verfügung 

inklusive Abholquittung, ein Mandatsentzug, eine Vollmacht, ein Bericht der 

Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH, Factsheet Eritrea vom September 

2024) und ein Bericht des UN Human Rights Council (Situation of Human 

rights in Eritrea) vom 7. Mai 2024 bei. 

D.  

Mit Schreiben vom 12. August 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsge-

richt den Eingang der Beschwerde. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet auf dem Gebiet des Asyls 

in der Regel – so auch hier – endgültig über Beschwerden gegen 

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Seite 4 

Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die Be-

schwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie 

ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb sie 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG) ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summarischer 

Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

Die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG erfüllt eine asylsuchende 

Person dann, wenn sie Nachteile von bestimmter Intensität erlitten hat be-

ziehungsweise mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zu-

kunft begründeterweise befürchten muss, welche ihr gezielt und aufgrund 

bestimmter Verfolgungsmotive durch Organe des Heimatstaates oder 

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Seite 5 

durch nichtstaatliche Akteure zugefügt worden sind beziehungsweise zu-

gefügt zu werden drohen (vgl. BVGE 2008/4 E. 5.2). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Glaubhaft gemacht ist sie, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesent- 

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Das SEM begründete den ablehnenden Asylentscheid im Wesentli-

chen damit, es sei nicht davon auszugehen, dass die eritreischen Behör-

den nach der rund vierzehnjährigen Landesabwesenheit der Beschwerde-

führerin noch ein Interesse an ihr hätten. Gegen ein solches spreche auch, 

dass sie abgesehen von der Inhaftierung wegen ihres geflüchteten Ehe-

mannes keine Probleme mit den heimatlichen Behörden gehabt habe. Der 

Verstoss gegen die vor vierzehn Jahren verhängten Auflagen gelte mit der 

Bezahlung der Bürgschaft als vollständig verbüsst und somit als abge-

schlossen. Gegen eine objektiv begründete Furcht vor ernsthaften Nach-

teilen seitens der eritreischen Behörden spreche ferner der Umstand, dass 

sie ihre angeblich illegale Ausreise nicht substanziiert und erlebnisgeprägt 

geschildert habe und damit nicht habe glaubhaft machen können. Zudem 

habe sie sich am (…) 2022 auf der eritreischen Botschaft in B._______ 

einen Reisepass ausstellen lassen, weshalb davon auszugehen sei, dass 

sie im Rahmen der Passbeschaffung ihren Status gegenüber den eritrei-

schen Behörden regularisiert habe und somit nicht (mehr) von flüchtlings-

rechtlich relevanter Verfolgung bedroht sei. Der Entschluss, eine eritrei-

sche Auslandvertretung zwecks Ausstellens eines Reisedokuments zu be-

treten, und der Erhalt eines solchen würden sodann gegen eine Furcht vor 

einer Verfolgung respektive ein Interesse der heimatlichen Behörden an ihr 

sprechen. Gegen die Darstellung in der Stellungnahme zum Entwurf der 

Verfügung würden schliesslich diverse Unstimmigkeiten namentlich betref-

fend die Ausstellung und den Besitz des Reisepasses in ihren Angaben 

sprechen.  

5.2 Die Beschwerdeführerin weist in ihrer Beschwerde bezüglich der Aktu-

alität der Verfolgung darauf hin, dass sie wegen ihres Ehemannes inhaftiert 

worden sei, und hält fest, dass keine Umstände ersichtlich seien, weshalb 

die eritreischen Behörden sie nicht erneut festnehmen sollten. Neben dem 

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Verhalten ihres Ehemannes sei sie wegen ihrer illegalen Ausreise in den 

Fokus der heimatlichen Behörden geraten. Bei der Kaution habe es sich 

sodann nicht um eine Busse gehandelt, mit der ein allfällig schuldhaftes 

Verhalten der Beschwerdeführerin gesühnt worden wäre; vielmehr habe 

diese dazu gedient, sie zur Rückkehr ins Gefängnis zu bewegen. Die Vor-

instanz habe bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der illegalen Ausreise 

zu Unrecht ausser Acht gelassen, dass diese rund vierzehn Jahre zurück-

liege. Ferner seien die Erwartungen der Vorinstanz an die Vorbringen der 

Beschwerdeführerin zur illegalen Ausreise unrealistisch. Vor dem Hinter-

grund der Vorgehensweise des diktatorischen eritreischen Regimes zur Er-

hebung einer Diasporasteuer und der auf der arabischen Halbinsel herr-

schenden Arbeitsverhältnisse sei es plausibel, dass der eritreische Reise-

pass der Beschwerdeführerin auf Veranlassung der (…) Frau, bei der sie 

zuletzt gearbeitet habe, für sie (Beschwerdeführerin) beantragt worden sei, 

um die ihr (Beschwerdeführerin) teilweise vorenthaltene Entlöhnung zu-

mindest zu einem gewissen Teil dem eritreischen Staat abzuführen. Weiter 

wird auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur illegalen 

Ausreise hingewiesen, gemäss welcher bei Vorliegen weiterer Faktoren, 

wie namentlich eine frühere Haft, die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt 

werde. 

6.  

6.1 Nach Prüfung der Akten gelangt das Bundesverwaltungsgericht zum 

Schluss, dass die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerde-

führerin zutreffenderweise verneint und ihr Asylgesuch zu Recht abgelehnt 

hat. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann mit den nachfolgenden Er-

gänzungen auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung 

(vgl. E. 5.1 hiervor) verwiesen werden. In der Beschwerde werden keine 

substanziellen Argumente vorgebracht, die geeignet wären, hinsichtlich 

Flüchtlingseigenschaft und Asyl zu einer von derjenigen des SEM abwei-

chenden Einschätzung zu gelangen. 

Der Beschwerdeführerin wurde am 14. September 2022 – und damit wäh-

rend des von ihr geltend gemachten Aufenthalts in B._______ – seitens 

der eritreischen Behörden – mithin wohl seitens der eritreischen Botschaft 

in B._______ – ein auf ihren Namen lautender Reisepass ausgestellt. Dies 

geht auch aus dem zentralen Visa-Informationssystem hervor. Ihrem wie-

derholten Einwand, sie habe nie einen eritreischen Reisepass besessen, 

kann daher nicht gefolgt werden. Abgesehen davon machte sie diesbezüg-

lich auch ausweichende Aussagen, indem sie zu Protokoll gab, nicht zu 

wissen respektive sich nicht daran erinnern zu können, dass respektive ob 

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ihr seitens der eritreischen Behörden ein Reisepass ausgestellt worden sei 

(vgl. SEM-Akten 1340978_28 F106, F142 ff.). Der Umstand, dass die erit-

reischen Behörden einen auf ihren Namen lautenden Reisepass ausge-

stellt haben, lässt, wie von der Vorinstanz zu Recht ausgeführt, darauf 

schliessen, dass die eritreischen Behörden kein Verfolgungsinteresse an 

ihr (mehr) gehabt haben. Dafür spricht im Übrigen auch die Bezahlung ei-

ner Kaution vor vierzehn Jahren. Da somit weitere Faktoren, welche die 

Beschwerdeführerin in den Augen der eritreischen Behörden als misslie-

bige Person erscheinen lassen, verneint werden können, muss nicht weiter 

geprüft werden, ob sie die illegale Ausreise aus Eritrea glaubhaft gemacht 

hat, zumal eine illegale Ausreise eritreischer Staatsbürger aus ihrem Hei-

matland nach gefestigter Rechtsprechung die Flüchtlingseigenschaft für 

sich genommen nicht zu begründen vermag (vgl. das Referenzurteil des 

BVGer D-7898/2015 vom 30. Januar 2017 E. 4.1 und 5.1 f.). 

6.2 Ergänzend festzuhalten bleibt, dass die Vorinstanz den rechtserhebli-

chen Sachverhalt vollständig und richtig festgestellt hat und ihrer Begrün-

dungspflicht – soweit für den Entscheid erforderlich – nachgekommen ist. 

Namentlich war das SEM nicht gehalten, im vorliegenden Asylverfahren 

weitere Abklärungen zu den Lebensumständen der Beschwerdeführerin in 

B._______ zu tätigen, da sich deren Vorbringen zur Papierbeschaffung an-

gesichts ihrer ausweichenden und vagen Aussagen dazu als unglaubhaft 

erwiesen haben und ein Verfolgungsinteresse der eritreischen Behörden 

angesichts der Tatsache, dass diese ihr einen auf ihren Namen lautenden 

Reisepass ausgestellt haben, zu verneinen ist, womit der rechtserhebliche 

Sachverhalt als erstellt gelten kann. Der eventualiter gestellte Antrag, die 

Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, ist daher 

abzuweisen. 

6.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Flüchtlingsei-

genschaft der Beschwerdeführerin zutreffenderweise verneint und ihr Asyl-

gesuch zu Recht abgelehnt hat. 

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG). 

7.2 Die Beschwerdeführerin verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf 

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Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht ange-

ordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.  

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). Beim Geltendmachen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen gilt gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 

der gleiche Beweisstandard wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigen-

schaft; das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 

ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Das SEM führt in der angefochtenen Verfügung, auf welche vorab voll-

umfänglich verwiesen werden kann, zutreffend aus, weshalb der Wegwei-

sungsvollzug vorliegend zulässig, zumutbar und möglich sei (vgl. ange-

fochtene Verfügung, Ziff. III). In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, 

was diesbezüglich zu einer von derjenigen des SEM abweichenden Beur-

teilung führen könnte.  

Gemäss Rechtsprechung erweist sich der Vollzug der Wegweisung nach 

Eritrea grundsätzlich als zulässig und zumutbar. Es besteht auch unter Be-

rücksichtigung von neueren Länderinformationen und der internationalen 

Rechtsprechung – welche zudem stets nur Einzelfälle zum Gegenstand hat 

– aktuell kein Anlass, von dieser Praxis abzuweichen (vgl. Urteile des 

BVGer D-288/2025 vom 30. Januar 2025 E. 7, D-3311/2024 vom 13. Sep-

tember 2024 E. 9.2.4 und E-5017/2022 vom 22. August 2024 E. 10.2.7, je 

m.w.H.). Das Gericht gelangt zum Schluss, dass vorliegend auch auf den 

von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Menschenhandel nicht weiter 

einzugehen ist, da sich dieser deren Angaben zufolge zwischen B._______ 

und Europa und nicht in Eritrea abgespielt habe. Aufgrund der Angaben 

der Beschwerdeführerin im Rahmen der Anhörung ist davon auszugehen, 

sie sei gesund und verfüge in ihrem Heimatstaat mit ihrem Vater, ihrer Stief-

mutter, ihrer Halbschwester und ihren Kindern sowie weiteren Verwandten 

– insbesondere einem Onkel, der für sie die Kaution bezahlt habe – über 

ein tragfähiges Beziehungsnetz. Zudem hat sie in der Schweiz einen Bru-

der, den sie falls nötig um finanzielle Unterstützung bitten kann (SEM-Akte 

[…]_28 F10 ff., F28 ff., F128).  

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Seite 9 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine zwangsweise Rück- 

führung nach Eritrea derzeit zwar generell nicht möglich ist, die Möglichkeit 

der freiwilligen Rückkehr jedoch praxisgemäss der Feststellung der Un-

möglichkeit des Wegweisungsvollzugs im Sinn von Art. 83 Abs. 2 AIG ent-

gegensteht. Es obliegt daher der Beschwerdeführerin, sich, falls nötig, bei 

der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr not-

wendigen Reisedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12). Der Vollzug der Wegweisung ist dem-

nach als möglich zu bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 AIG). 

8.3 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung im 

Lichte von Art. 106 Abs. 1 AsylG und Art. 49 VwVG nicht zu beanstanden 

ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Mit dem vorliegenden Urteil wird das Gesuch um Verzicht auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos. 

10.2 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

ungeachtet der Frage der prozessualen Bedürftigkeit der Beschwerdefüh-

rerin abzuweisen, da die Beschwerdebegehren entsprechend den vorste-

henden Erwägungen als aussichtslos zu bezeichnen sind (Art. 65 Abs. 1 

VwVG).  

10.3 Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens sind die Kosten der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Alexandra Püntener 

 

 

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