# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb04043b-42a2-5775-888a-ec9418879e0e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.08.2010 D-5575/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5575-2010_2010-08-12.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5575/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
Marokko,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 29. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5575/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seinen Heimat-
staat im (...) 2008 verliess und sich in der Folge in Portugal, Spanien 
und Italien aufhielt,

dass er am 30. März 2010 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags 
um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  (EVZ)  B._______  vom  12. April  2010  sowie  der  direkten 
Anhörung vom 29. Juli 2010 zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  von  1982  bis  2007 
Betäubungsmittel  konsumiert  und sich – da er sich in diesem Milieu 
bewegt habe – von (...) bis (...) als Informant für die Polizei betätigt,

dass gestützt auf seine Hinweise viele Drogendealer von der Polizei 
festgenommen worden seien,

dass er seinen Heimatstaat zum einen aus Angst vor diesen Leuten, 
welche teilweise bereits wieder freigelassen worden seien, verlassen 
habe, zur Hauptsache jedoch aufgrund der Armut,

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen des Beschwerde-
führers auf die Protokolle bei den Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Einreichung  des  Asylgesuches 
schriftlich  aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden  ein  Reise-  oder 
Identitätspapier einzureichen,

dass das BFM mit Verfügung vom 29. Juli 2010 – gleichentags münd-
lich eröffnet (Art. 13  des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31]) –  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs. 2  Bst. a AsylG  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesamt  zudem festhielt,  dem  Beschwerdeführer  seien 
die  editionspflichtigen  Akten  gemäss  Aktenverzeichnis  ausgehändigt 
worden,

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dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass er keinerlei Anstrengungen unternommen habe, der Aufforderung 
zur Papiereinreichung Folge zu leisten, obwohl es für ihn ein Leichtes 
gewesen wäre, sich die – nach eigenen Angaben – bei einem Freund 
in (...) zurückgelassene Identitätskarte nachsenden zu lassen,

dass  seine  Vorbringen,  er  habe  Racheakte  seitens  Krimineller  zu 
befürchten,  nicht  glaubhaft  seien,  da  er  dies  erst  anlässlich  der 
Bundesanhörung  erwähnt  habe,  während  er  in  der  Kurzbefragung 
noch ausdrücklich angegeben habe, keine Angst gehabt zu haben,

dass er sich diesbezüglich überdies an die Polizei wenden könnte,

dass die  geltend gemachte  Armutsproblematik  keine asylbeachtliche 
Verfolgung darstelle,

dass  er  somit  die  Flüchtlingseigenschaft  gemäss  Art. 3  AsylG  nicht 
erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zusätzlichen Abklärungen zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll -
zugshindernisses erforderlich seien,

dass der Wegweisungsvollzug in den Heimatstaat zulässig, zumutbar 
und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom 4. August 2010  (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung 
sei  aufzuheben,  es  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerde-
führers anzuerkennen und ihm Asyl zu gewähren,  zudem sei festzu-
stellen, dass der Vollzug der Wegweisung unzulässig, unzumutbar und 
unmöglich sei und es sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt -
lichen  Rechtspflege  sowie  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  ersuchte,  eventualiter  sei  die  aufschiebende 
Wirkung  wiederherzustellen  und  die  zuständige  Behörde  vorsorglich 
anzuweisen, die Kontaktaufnahme mit den Behörden des Heimat- oder 
Herkunftstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu 
unterlassen,  eventuell  sei  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  die 

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beschwerdeführende Person darüber in einer separaten Verfügung zu 
informieren,

dass auf die Begründung der Beschwerde – soweit für den Entscheid 
wesentlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  der  Beschwerdeführer  zusammen  mit  der  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht  ein  an das BFM adressiertes  Gesuch um 
Akteneinsicht einreichte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 6. August 2010 beim Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist (Art. 
108  Abs.  2  AsylG,  Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  37  VGG  und  Art.  52 
VwVG),

dass  sich  hinsichtlich  des  Gesuches  um  Akteneinsicht  keine 
Weiterungen  aufdrängen,  nachdem  dem  Beschwerdeführer  die 
editionspflichtigen Akten bereits mit Eröffnung der angefochtenen Ver-
fügung ausgehändigt wurden (vgl. A 23/1),

dass  der  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  zukommt  (Art. 55 
Abs. 1  VwVG)  und  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung 
einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung  nicht  ent-
zogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG),

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dass daher auf das Eventualbegehren, die aufschiebende Wirkung sei 
wiederherzustellen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten 
ist,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass im Falle des Nichteintretens auf ein Asylgesuch gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a  und Abs. 3 AsylG über  das Nichtbestehen der  Flücht -
lingseigenschaft  abschliessend  materiell  zu  entscheiden  ist,  soweit 
dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

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dass demnach auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, soweit darin 
beantragt wird, es sei dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren,

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art.  32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer bis heute keine gültigen Identitätspapiere 
zu den Akten gereicht hat,

dass die Vorinstanz zu Recht darauf hinwies, angesichts der eigenen 
Angaben  des  Beschwerdeführers  müsste  ihm  die  Beschaffung  und 
Einreichung  von  Identitätspapieren  beziehungsweise  seiner  Identi-
tätskarte möglich gewesen sein,

dass der auf  Beschwerdeebene sinngemäss erhobene Einwand,  der 
Beschwerdeführer habe seine Identitätskarte in (...) einem Kollegen für  
2'000  Euro  abgegeben  (gemeint  wohl:  verkauft),  unglaubhaft  ist, 
nachdem  dieses  Vorbringen  in  keinem  Befragungsprotokoll  geltend 
gemacht  wurde,  sondern  der  Beschwerdeführer  vielmehr  angab,  er 
könne die marokkanische Identitätskarte beschaffen (vgl. A 1/12 S. 5 f. 
und A 21/12 S. 2 f.),

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

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dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmitteleingabe  auch  diesen 
vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substanzielles entgegenhält, wes-
halb zur Vermeidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Ausfüh-
rungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen ist,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art.  3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernis-
sen  offenkundig  erscheinen  und  sich  aus  den  Akten  keine  Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
i.V.m.  Art. 32  Abs. 3 AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 

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der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit  
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art.  5  Abs.  1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  ersichtlich  sind,  die  dem Beschwerdeführer  in  Marokko 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Marokko noch individuelle Gründe 
auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen 
lassen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

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dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass der  Beschwerdeführer in  seiner Rechtsmitteleingabe beantragt, 
die Vollzugsbehörde sei vorsorglich anzuweisen, die Kontaktaufnahme 
mit dem Heimat- oder Herkunftsstaat sowie jeglichen Datentransfer zu 
unterlassen, um im Fall einer Rückkehr keine Probleme zu bekommen, 

dass mit vorliegendem Urteil die Beschwerde abgewiesen wird und da-
mit das Beschwerdeverfahren abgeschlossen ist, weshalb sich der An-
trag auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen - solche sind ohnehin 
nur  für  die  Dauer  des  Beschwerdeverfahrens  wirksam -  als  gegen-
standslos erweist, 

dass im Übrigen aus den dem Gericht vorliegenden Akten nicht her-
vorgeht, die Vorinstanz habe den Beschwerdeführer betreffende Daten 
an den Heimatstaat weitergegeben, weshalb auf das Eventualbegeh-
ren, es sei bei bereits erfolgter Datenweitergabe der Beschwerdeführer 
darüber in einer separaten Verfügung zu informieren, mangels Rechts-
schutzinteresses im Rahmen dieses Verfahrens nicht einzutreten ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegen-
standslos wird,

dass das mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art. 65  Abs. 1  und  2  VwVG 
abzuweisen  ist,  da  die  Begehren  –  wie  sich  aus  den  vorstehenden 
Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen waren, weshalb 
die  kumulativen  Voraussetzungen  für  die  Gewährung  der  unentgelt-
lichen Rechtspflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 

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173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- das (...) des Kantons C._______ ad (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Robert Galliker Daniela Brüschweiler

Versand: 

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