# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b409f9ee-929a-56ce-aedb-df37ed4b0373
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 23.05.2019 B 2018/80, B 2018/82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-80--B-2018-82_2019-05-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/80, B 2018/82

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 23.05.2019

Entscheiddatum: 23.05.2019

Entscheid Verwaltungsgericht, 23.05.2019
Strassenrecht, Verkehrsanordnungen, Tempo-30-Zone, Koordinationspflicht, 
Art. 111 Abs. 1 BGG, Art. 25a und Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG, Art. 45 Abs. 1 und 
Art. 46 StrG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, Art. 3 Abs. 4 und Art. 5 
Abs. 1 SVG, Art. 22a, Art. 79 Abs. 1 und 1ter, Art. 101 Abs. 2, Art. 106, Art. 107 
Abs. 1 bis 3 und Art. 108 Abs. 5 lit. e SSV. Allgemeine Grundsätze bezüglich 
Einsprachelegitimation im Strassenbauprojektverfahren (E. 4) und 
Rekurslegitimation im Verfahren betreffend Verkehrsanordnungen (E. 5). Für 
die Einführung der strittigen Tempo-30-Zone sind neben den verfügten 
Verkehrsanordnungen (Signale) sowohl strassenbauliche Massnahmen als 
auch Parkfelder, welche ausschliesslich durch Markierungen 
gekennzeichnet werden, erforderlich. Im vorliegenden Fall ist deshalb ein 
Koordinationsbedarf zwischen den für die Tempo-30-Zone nötigen 
Parkfeldmarkierungen und den notwendigen Signalen und 
strassenbaulichen Massnahmen zu bejahen (E. 6), (Verwaltungsgericht, 
B 2018/80 und B 2018/82). 

Entscheid vom 23. Mai 2019

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterinnen Bietenharder, Zindel, 

Verwaltungsrichter Engeler, Steiner; Gerichtsschreiber Bischofberger

 

Verfahrensbeteiligte

X.__,

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Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Matthias Forster, LL.M., Rüesch Rechtsanwälte, 

Oberer Graben 43, 9000 St. Gallen,

gegen

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz 1,

und

Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz 2,

sowie

Politische Gemeinde Y.__,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Verkehrsanordnungen/Strassenbauprojekt; Nichteintreten

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. In Z.__ auf dem Hoheitsgebiet der Politischen Gemeinde Y.__ befinden sich im 

Quartier Q.__ neben der evangelischen und katholischen Kirche und dem Friedhof 

(Parzellen Nrn. __, __, __ und __, Grundbuch Y.__) die Schulhäuser der Oberstufe und 

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Musikschule A.__ (Parzellen Nrn. __ f. und __), der Heilpädagogischen Schule (Parzelle 

Nr. __), der Kantonsschule (Parzellen Nrn. __ und __) sowie des Kindergartens und der 

Primarschule (Parzellen Nrn. __ und __). Nach dem Zonenplan der Politischen 

Gemeinde Y.__ liegen diese Grundstücke in der Zone für öffentliche Bauten und 

Anlagen. Die umliegenden, mit Ausnahme der Parzelle Nr. __ weitgehend überbauten 

Liegenschaften im Quartier Q.__ sind hauptsächlich der Wohnzone W2b und im 

Übrigen den Wohnzonen W3 und W4 sowie der Wohn-Gewerbe-Zone WG3 

zugewiesen. Strassenmässig erschlossen wird das Quartier Q.__ über die A.__- 

(Parzelle Nr. __, Grundbuch W.__), die B.__- und C.__strasse (Parzellen Nrn. __ resp. 

__-__ und __, Grundbuch Y.__, Kantonsstrassen zweiter Klasse), die D.__-, E.__-, F.__-, 

G.__-, H.__-, I.__-, J.__-, K.__-, L.__-, M.__- und O.__strasse sowie die P.__-Strasse 

und den A.__weg (Parzellen Nrn. __, __, __, __, __, __, __ und __, __ f., __, __, __ und __ 

sowie __, resp. __, Gemeindestrassen zweiter Klasse), den B.__weg (Parzellen Nrn. __ 

bzw. __, __, __ f., __ f., Gemeindestrasse zweiter resp. dritter Klasse [Stichstrasse]), die 

Q.__strasse (Parzelle Nr. __, Gemeindestrasse zweiter Klasse bzw. Gemeindeweg 

erster Klasse), die R.__strasse, den C.__weg und die Stichstrassen der P.__Strasse 

(Parzellen Nrn. __, __ bzw. __, __, __, __, __-__, __ f., Gemeindestrassen dritter Klasse) 

sowie durch den D.__- und E.__weg, die Wegverbindungen Schulanlage Z.__ und den 

Verbindungsweg P.__-Strasse-C.__strasse (Parzellen Nrn. __, __ sowie __ und __, __ f. 

sowie __ bzw. __, __ und __, Gemeindewege zweiter Klasse, B 2018/80 Beilage zu 

act. 12/69, www.geoportal.ch).

B. Vom 2. Juni 2011 bis 4. Juli 2011 legte der Gemeinderat Y.__ die strassenbaulichen 

Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-Zone Q.__, d.h. den Massnahmenplan 

Tempo-30-Zone Q.__ vom 29. Juni 2010, revidiert am 9. November 2010, öffentlich 

auf. Dagegen wurden sieben Einsprachen erhoben, darunter diejenige von X.__ vom 

29. Juni 2011, dem Eigentümer der Parzelle Nr. __ an der O.__strasse 1a. Mit Entscheid 

vom 30. April 2012 trat der Gemeinderat Y.__ auf die Einsprache von X.__ nicht ein. 

Dagegen rekurrierte X.__ durch seine damalige Rechtsvertreterin am 23. Mai 2012 an 

das Sicherheits- und Justizdepartement, welches den Rekurs am 30. Mai 2012 

zuständigkeitshalber an das Baudepartement überwies. Am 21. Januar 2013 führte das 

Baudepartement einen Augenschein durch. Vom 22. März 2013 bis 22. April 2013 legte 

der Gemeinderat Y.__ eine Projektänderung öffentlich auf (B 2018/82 act. 7, S. 6 E. 1.3, 

http://www.geoportal.ch

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act. 12/Auflageexemplar, act. 12/1 f., Beilagen zu act. 12/15, act. 18, S. 5 Ziff. II/3.1 

Rz. 10).

C. Mit Verfügung vom 23. Februar 2015 (veröffentlicht am 20. und 23. März 2015) 

erliess das Polizeikommando gestützt auf ein Gutachten der N.__, vom 29. Juni 2010, 

revidiert am 9. November 2010 und 9. Oktober 2014 (fortan: Gutachten N.__), und den 

Massnahmenplan vom 29. Juni 2010, revidiert am 9. November 2010, 18. Januar 2012, 

5. Februar 2013 und 9. Oktober 2014 [fortan: Massnahmenplan], – allerdings 

abweichend vom Massnahmenplan ohne "Tempo-30-Zone" und "Parkieren verboten" 

mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder" auf der H.__strasse – auf Antrag der 

Politischen Gemeinde Y.__ folgende Verkehrsanordnungen (B 2018/80 act. 12/20/2-8, 

Beilage zu act. 12/1, ABl 2015 S. 719, www.zefix.ch):

"Z.__; Plangebiet Q.__ (Nr. 3):

-    Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h und Signalisation als 

"Tempo-30-Zone" (Signal Nr. 2.30 integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1), verbunden mit 

den erforderlichen baulichen Massnahmen auf folgenden Strassen:

- P.__-Strasse, H.__- bis B.__ Strasse 

- R.__strasse, P.__-Strasse bis D.__weg

- D.__weg, R.__- bis D.__strasse

- D.__strasse (Gemeindegebiet Y.__), Abschnitt F.__- bis P.__-Strasse

- F.__strasse, D.__- bis Q.__strasse

- G.__strasse, Abschnitt östliche Grenze Grundstück Nr. __ bis B.__weg

- B.__weg, Abschnitt Stichstrasse B.__weg bis P.__-Strasse

- Stichstrasse ab P.__-Strasse

- I.__strasse, Abschnitt Stichstrasse I.__strasse Ost bis P.__-Strasse

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- A.__weg, C.__- bis P.__-Strasse

- J.__strasse, F.__- bis O.__strasse

- C.__weg, ab P.__-Strasse

- K.__strasse, Abschnitt D.__- bis Q.__strasse (Gemeindegebiet Y.__)

- L.__strasse, ab O.__strasse

- M.__strasse, ab N.__strasse

- N.__strasse, H.__- bis M.__strasse

- O.__strasse, K.__- bis F.__strasse

 

-    Aufhebung bzw. Teilaufhebung der Verfügungen i.S. Vortrittsregelungen vom __ 

bzw. __;

     Neu: Rechtsvortritt auf folgenden Verzweigungen:

- Kreuzung D.__-/P.__-Strasse/B.__weg

- Einmündung P.__-/H.__strasse

 

-    Teilaufhebungen bzw. Teiländerungen der Verfügungen i.S. Parkverbote vom __; __, 

__ und __

     Neu: "Parkieren verboten" (Signal Nr. 2.50) mit Zusatz "ausgenommen markierte 

Felder" (integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1) auf folgenden Strassen:

- P.__-Strasse, H.__- bis B.__-Strasse

- R.__strasse, P.__-Strasse bis D.__weg

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- D.__weg, R.__- bis D.__strasse

- D.__strasse, Abschnitt D.__weg bis P.__-Strasse

- F.__strasse, D.__- bis Q.__strasse

- G.__strasse, Abschnitt östliche Grenze Grundstück Nr. __ bis B.__weg

- B.__weg, Abschnitt Stichstrasse B.__weg bis P.__-Strasse

- Stichstrasse ab P.__-Strasse

- I.__strasse, Abschnitt Stichstrasse I.__strasse Ost bis P.__-Strasse

- A.__weg, C.__- bis P.__-Strasse

- C.__weg, ab P.__-Strasse

- M.__strasse, ab N.__strasse

- N.__strasse, H.__- bis M.__strasse".

D. Gegen die am 23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen sowie die im 

Massnahmenplan festgesetzten Parkfeldmarkierungen in der O.__strasse rekurrierten 

V.__, Z.__, durch dessen Rechtsvertreter am 1. April 2015 und X.__ durch seine 

damalige Rechtsvertreterin am 2. April 2015 an das Sicherheits- und 

Justizdepartement. Am 8. September 2016 führte das Sicherheits- und 

Justizdepartement einen Augenschein durch. Daraufhin wurde der Massnahmenplan 

zur Tempo-30-Zone Q.__ von der Politische Gemeinde Y.__ im Rahmen eines 

Verständigungsversuchs am 14. und 21. September 2016 abgeändert. Nach dem 

Scheitern der Vergleichsverhandlungen wurde diese Änderung nicht mehr 

weiterverfolgt. Am 11. November 2016 legte die damalige Rechtsvertreterin von X.__ ihr 

Mandat nieder. Mit Entscheid vom 12. März 2018 trat das Sicherheits- und 

Justizdepartement auf die Rekurse vom 1. und 2. April 2015 nicht ein. Gleichentags 

wies das Baudepartement den Rekurs vom 23. Mai 2012 ab, soweit es darauf eintrat 

(B 2018/80 act. 7, act. 12/1, 3, 64, 69, B 2018/82 act. 7).

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E. Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz 1) vom 

12. März 2018 erhob X.__ (Beschwerdeführer) am 31. März 2018 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht. Taggleich erhob er beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen 

den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz 2) vom 12. März 2018 (je act. 1 f.). Am 

26. April 2018 ergänzte er seine Beschwerden mit einer Unterschrift und dem Sinn 

nach mit dem Rechtsbegehren, es sei der jeweils angefochtene Entscheid aufzuheben 

(je act. 5). Mit Entscheid vom 18. Mai 2018 schrieb der Abteilungspräsident eine von 

V.__ gegen den Rekursentscheid der Vorinstanz 1 vom 12. März 2018 beim 

Verwaltungsgericht erhobene Beschwerde zufolge Rückzugs ab (B 2018/90). Mit 

Vernehmlassung vom 22. Mai 2018 schloss die Vorinstanz 1 auf Abweisung der 

Beschwerden, soweit darauf einzutreten sei. An demselben Tag liess sich die 

Vorinstanz 2 vernehmen und beantragte, es sei die Beschwerde unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge abzuweisen (je act. 11). Die Politische Gemeinde Y.__ 

(Beschwerdegegnerin) verzichtete im Beschwerdeverfahren B 2018/80 stillschweigend 

auf eine Stellungnahme. Im Beschwerdeverfahren B 2018/82 nahm sie am 5. Juni 2018 

Stellung und beantragte, es sei die Beschwerde unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 14). Am 

17. Juli 2018 nahm der Beschwerdeführer durch seinen zwischenzeitlich beigezogenen 

Rechtsvertreter (seit 14. Mai 2018) Stellung und beantragte, die angefochtenen 

Entscheide sowie der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 und die 

Verfügung des Polizeikommandos vom 20. März 2015 seien unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge aufzuheben. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanzen zurückzuweisen. Die Beschwerdeverfahren B 2018/80 und B 2018/82 

seien zu vereinigen (je act. 9, act. 17 resp. 18).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeverfahren B 2018/80 und B 2018/82 sind von Amtes wegen zu 

vereinigen, selbst wenn sich die Beschwerden nicht gegen denselben Entscheid 

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richten. Beide Verfahren betreffen dieselben Verfahrensbeteiligten und denselben 

Sachverhalt. Überdies weisen sie einen derart engen sachlichen Zusammenhang auf, 

dass sie zu koordinieren sind (vgl. E. 6 hiernach). Zudem decken sich die 

Beschwerdebegründungen weitgehend (vgl. dazu BGer 5A_885/2016 vom 6. Juni 2018 

E. 1.1 mit Hinweis auf BGE 142 II 293 E. 1.2, P. Gelzer, in: Niggli/Uebersax/

Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 

3. Aufl. 2018, Art. 71 Rz. 10, VerwGE B 2018/84; B 2018/85 vom 10. Dezember 2018 

E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf Bertschi/Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar 

zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, 

Vorbemerkungen §§ 4-31 Rz. 50 ff., siehe auch J. Gschwend, in: Spühler/Tenchio/

Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, 

Art. 125 Rz. 14 ff., M. Kaufmann, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 

Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2016, Art. 125 Rz. 20 ff., und A. Staehelin, 

in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 125 Rz. 5 ff.).

Die Rechtsprechung erfolgt auf Anordnung des Präsidenten in Fünferbesetzung (vgl. 

Art. 18 Abs. 3 Ingress und lit. b Ziff. 4 des Gerichtsgesetzes; sGS 941.1, GerG). Weil 

die beiden Verfahren von zwei unterschiedlichen Abteilungen (B 2018/80: Abteilung III; 

B 2018/82: Abteilung I) zu beurteilen wären, rechtfertigt sich, den Spruchkörper mit den 

ordentlichen Mitgliedern dieser beiden Abteilungen zu besetzen (vgl. dazu 

Geschäftsberichte der kantonalen Gerichte über das Jahr 2017 vom Februar 2018, 

S. 43, ww2.gerichte.sg.ch, www.ratsinfo.sg.ch).

2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben ([Art. 46 des 

Strassengesetzes; sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit] Art. 59  Abs. 1 des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer ist als 

Adressat der angefochtenen Entscheide – Nichteintretenentscheid (B 2018/80) bzw. 

teilweises Nichteintreten und Bestätigung Nichteintretensentscheid der 

Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 (B 2018/82) – ungeachtet der Legitimation in 

der Sache ohne Weiteres zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 31. März 2018 (je 

act. 1 f.) erfolgten unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 30 Abs. 1 VRP sowie Art. 145 Abs. 1 lit. b der Schweizerischen 

bis

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Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) rechtzeitig und erfüllen 

zusammen mit den Ergänzungen vom 26. April 2018 (je act. 5 f.) formal und inhaltlich 

die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 

Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerden ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht 

einzutreten ist auf die Beschwerden, soweit sich der Beschwerdeführer im Verfahren 

B 2018/80 gegen strassenbaurechtliche Massnahmen (vgl. act. 1 f., 5 f., "Spiegel an 

der Verzweigung F.__-/D.__strasse", "Hindernis in der O.__strasse oder Buckel an der 

Verzweigung O.__-/F.__strasse", "P.__-Strasse Bereich I.__- bis R.__strasse", 

"Eingangstor am B.__weg", "Gestrichelte Linien statt Bundsteinentfernung", "Abbruch 

Trottoirüberfahrt", "Das ca. 50 m lange Hindernis in der H.__strasse", "Ecke D.__weg/

D.__strasse", act. 17 Ziff. I/1.1-1.3, S. 10-12 Ziff. II/4.2 f. Rz. 26-30) resp. im Verfahren 

B 2018/82 gegen die am 23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen resp. die im 

Massnahmenplan angeordneten (vgl. dazu E. 5.2 hiernach) Markierungen 

(act. 1 f. und 5 f., "markierte Parkplätze in der D.__strasse", "Zonenerweiterung 

Q.__strasse/K.__strasse", "Die S.__strasse", "Zebrastreifen in der D.__strasse", "Zu 

wenig Parkraum in der D.__strasse", "Stichstrassen bzw. Sackgassen, die in die P.__-

Strasse münden", act. 18 Ziff. I/2.1-2.3, S. 5-10 Ziff. II/3.1-4.1) und in beiden Verfahren 

gegen die Verkehrsregelung bei der Kreuzung I.__-, T.__-, C.__strasse wehrt (je act. 2 

in fine). Dem Verfahren B 2018/80 liegen in der Sache die Anordnungen für den 

fahrenden und ruhenden Verkehr im Sinne von Art. 3 Abs. 4 des 

Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, SVG) in der Tempo-30-Zone Q.__ und dem 

Verfahren B 2018/82 das kommunale Strassenbauprojekt Tempo-30-Zone Q.__ nach 

Art. 31 ff. StrG zugrunde. Auf die Beschwerden nicht einzutreten ist überdies, soweit 

damit (nachträglich, act. 17 Ziff. I/2.2 resp. act. 18 Ziff. I/1.2) die Aufhebung der 

Verfügung des Polizeikommandos vom 23. Februar 2015 bzw. des 

Einspracheentscheids der Beschwerdegegnerin vom 30. April 2012 beantragt wird 

(Devolutiveffekt, vgl. BGer 1C_560/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 1.2 mit Hinweis 

auf BGE 134 II 142 E. 1.4).

3. Der Beschwerdeführer beantragt dem Sinn nach (je act. 1 und 5 in fine), es sei ein 

Verständigungsversuch durchzuführen, die Verfahrensbeteiligten seien zu befragen und 

es sei ein Augenschein durchzuführen. Diesbezüglich ist zum einen festzuhalten, dass 

kein geeigneter Fall für eine gütliche Verständigung vorliegt (vgl. dazu Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 54 VRP und VerwGE B 2016/217 vom 13. Februar 2018 E. 3 mit 

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Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Zum anderen kann auf die beantragten prozessualen 

Vorkehren verzichtet werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse 

ergeben sich aus den Verfahrensakten (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 

E. 3 mit Hinweisen).

 

Beschwerdeverfahren B 2018/82

4. Im Verfahren B 2018/82 macht der Beschwerdeführer geltend (act. 18, S. 3-6 Ziff. II/

2 f. Rz. 5-13), ihm sei die Rechtsmittellegitimation von der Beschwerdegegnerin zu 

Unrecht abgesprochen worden.

4.1. Mit Entscheid vom 30. April 2012 trat die Beschwerdegegnerin auf die gegen das 

Strassenbauprojekt "Tempo-30-Zone Q.__" erhobene Einsprache des 

Beschwerdeführers vom 29. Juni 2011 mangels rechtsgenüglicher Begründung und 

mangels Rechtsschutzinteresse nicht ein (Beilage zu act. 12/1/1). Seinen dagegen 

erhobenen Rekurs wies die Vorinstanz 2 ab, soweit sie darauf eintrat (act. 7). Sie 

erwog, die Rüge der Verletzung der Koordinationspflicht sei gegenstandslos geworden, 

da der Mangel im Rekursverfahren geheilt worden sei. Diesbezüglich sei auf den 

Rekurs mangels materieller Beschwer nicht einzutreten (S. 6 E. 1.2). Auch seien 

allfällige Gehörsverletzungen im Rekursverfahren geheilt worden, weshalb auf die 

entsprechende Rüge nicht einzutreten sei (S. 6 f. E. 1.3). Im Weiteren sei der 

Beschwerdeführer einzig vom Abbruch des Bundsteins bei der Einmündung der O.__- 

in die F.__strasse sowie von der Erstellung des Verkehrsberuhigungstrapezes auf der 

Höhe des Grundstücks Nr. __ auf der O.__strasse betroffen. Soweit er andere bauliche 

Massnahmen rüge, sei darauf mangels Beziehungsnähe und eigenen Interessen nicht 

einzutreten (S. 7 f. E. 1.5 und 3.2). Soweit auf den Rekurs einzutreten sei, erfülle das 

Strassenbauprojekt die gesetzlichen Anforderungen, weshalb der Rekurs insoweit 

abzuweisen sei (S. 8 f. E. 3). Ob die Vorinstanz 2 auf die formellen Rügen des 

Beschwerdeführers zu Unrecht nicht eingetreten ist und ihr angefochtener Entscheid 

hinsichtlich dem Nichteintreten der Beschwerdegegnerin mangelhaft begründet war, 

kann dahingestellt bleiben. Dasselbe gilt für die Frage, ob die Vorinstanz 2 den 

erstinstanzlichen Nichteintretensentscheid vom 30. April 2012 – an sich in teilweiser 

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Gutheissung des Rekurses vom 23. Mai 2012 / 29. Juni 2012 (act. 12/1 und 5) – nur 

teilweise bestätigt, von einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin abgesehen und 

implizit reformatorisch entschieden hat. Wie zu zeigen sein wird (vgl. E. 4.2 ff. 

hiernach), ist der angefochtene Entscheid der Vorinstanz 2 bereits aus anderen 

Gründen aufzuheben.

4.2. Vorweg bestreiten weder die Vorinstanz 2 noch die Beschwerdegegnerin, dass die 

Vorschriften des StrG Ausführungsbestimmungen im Sinne von Art. 33 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG) sind (vgl. 

dazu BGE 125 II 10 E. 3b/aa mit Hinweis auf BGE 118 Ib 26 E. 4b und Aemisegger/

Haag, Praxiskommentar zum Rechtsschutz in der Raumplanung, Zürich 2010, Art. 33 

Rz. 43 ff.). Neben Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG schreibt auch Art. 111 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG) in 

Umsetzung der Rechtsweggarantie (Art. 29a der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) als gewichtigen Eingriff in die 

kantonale Organisationsautonomie (Art. 47 BV) vor, dass die Beschwerdebefugnis im 

kantonalen Verfahren nicht enger umschrieben werden darf als diejenige vor 

Bundesgericht (vgl. B. Ehrenzeller, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], 

Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl. 2018, Art. 111 Rz. 4 ff.). Nach 

Art. 45 Abs. 1 und Art. 46 StrG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur 

Einspracheerhebung berechtigt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. 

Diese Umschreibung deckt sich inhaltlich mit derjenigen in Art. 89 Abs. 1 lit. b und 

c BGG (vgl. VerwGE B 2014/229 vom 7. April 2017 E. 3.2 mit Hinweisen, allerdings in 

Bezug auf Art. 29  des bis 30. September 2017 gültigen Gesetzes über die 

Raumplanung und das öffentliche Baurecht, Baugesetz; nGS 32-47, Neudruck 2004, 

nGS 39-91, in der Fassung vom 1. Januar 2015, ww2.gerichte.sg.ch). Verlangt ist, dass 

der Beschwerdeführer über eine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache verfügt 

und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 

Strassenbauprojekts zieht. Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand muss bei 

Strassenbauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Liegt diese 

besondere Beziehungsnähe vor, braucht das Anfechtungsinteresse nicht mit dem 

Interesse übereinzustimmen, das durch die vom Beschwerdeführer als verletzt 

bezeichneten Normen geschützt wird. Er kann daher die Überprüfung eines 

Bauvorhabens im Lichte all jener Rechtssätze verlangen, die sich rechtlich oder 

bis

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tatsächlich in dem Sinne auf seine Stellung auswirken, dass ihm im Falle des 

Obsiegens ein praktischer Nutzen entsteht (vgl. BGer 1C_668/2017 vom 

31. Oktober 2018 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 141 II 50 E. 2.1, zur Publikation 

vorgesehen, kommentiert von A. Marti, in: ZBl 3/2019, S. 162 ff., sowie VerwGE 

B 2010/233 vom 15. Dezember 2011 E. 3 mit Hinweisen, in: GVP 2011 Nr. 61, siehe 

auch Bemerkungen zu BGE 137 II 30 von Y. Hangartner, in: AJP 6/2011, S. 857 ff., und 

A. Marti, in: ZBl 11/2011, S. 602 ff.). Eine rügespezifische Beurteilung der Legitimation 

ist unzulässig (vgl. VerwGE B 2014/107; B 2014/111, B 2014/116-120 vom 

25. Mai 2016 E. 6.1 mit Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch, vom Bundesgericht bestätigt 

mit Entscheid BGer 1C_372/2016 vom 8. Dezember 2016).

4.3. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Nr. __ an der O.__strasse 1a 

innerhalb des Perimeters der Tempo-30-Zone Q.__. Auf der O.__strasse sind 

strassenbauliche Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-Zone Q.__ projektiert. 

Demnach weist er eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung zur Streitsache 

auf (vgl. BGer 1C_121/2017 vom 18. Juli 2017 E. 1.1.1 mit Hinweisen), was die 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 30. April 2012 (Beilage zu act. 12/1 

E. II/1) grundsätzlich anerkannt hat. Liegt die besondere Beziehungsnähe vor, kann die 

betroffene Person nicht nur Mängel des Projekts in ihrer unmittelbaren Umgebung 

geltend machen, sondern innerhalb des Planungsperimeters das Projekt in Frage 

stellen, soweit der gerügte Mangel zu einer Aufhebung oder Änderung des Projekts im 

Nahbereich dieser Person führen und ihr damit einen konkreten Vorteil verschaffen 

könnte (vgl. BGE 141 II 50 E. 2.1 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf eine 

Zonenplanänderung).

Wie bereits in Erwägung 2 hiervor sowie von der Vorinstanz 2 in Erwägung 1.4 ihres 

angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 7) ausgeführt wurde, bilden im Verfahren 

B 2018/82 einzig die strassenbaulichen Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-

Zone Verfahrensgegenstand. Soweit sich der Beschwerdeführer in seiner Einsprache 

vom 29. Juni 2011 (vgl. insbesondere "Einsprachen Nrn. 1 und 2", Beilagen zu 

act. 12/15) gegen ein Parkverbot innerhalb der Tempo-30-Zone Q.__ wehrte, ist die 

Beschwerdegegnerin darauf zu Recht nicht eingetreten. Betreffend das vorliegend 

strittige Strassenbauprojekt machte der Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom 

29. Juni 2011 ("Einsprache Nr. 3", Beilagen zu act. 12/15), welche er im eigenen sowie 

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im Namen weiterer Anwohner erhob, geltend, die Tempo-30-Zone sei ohne bauliche 

Hindernisse auszugestalten. Auf diese Rüge, welche zur Aufhebung oder Änderung des 

streitbetroffenen Strassenbauprojekts hätte führen können, hätte die 

Beschwerdegegnerin offenkundig eintreten müssen. Da sie dies unterliess, beging sie 

eine formelle Rechtsverweigerung.

4.4. Hinzu kommt, dass an die Qualität und Ausgestaltung der Begründung keine 

grossen Anforderungen gestellt werden (vgl. BGer 2C_534/2016 vom 21. März 2017 

E. 4.3 mit Hinweisen und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton 

St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 921 f.). Die Beschwerdegegnerin hätte deshalb die 

Einsprachebegründung des Beschwerdeführers, aus welcher sich zumindest in groben 

Zügen ergibt, weshalb das Strassenbauprojekt Tempo-30-Zone Q.__ rechtsfehlerhaft 

sein könnte, nicht als ungenügend einstufen dürfen.

Aus diesen Gründen ist die Beschwerde B 2018/82 gutzuheissen, der angefochtene 

Entscheid der Vorinstanz 2 aufzuheben und die Angelegenheit an die 

Beschwerdegegnerin zu neuer Entscheidung in der Sache zurückzuweisen (vgl. dazu 

VerwGE B 2017/29 vom 20. Juli 2018 E. 1 mit Hinweis, ww2.gerichte.sg.ch, allerdings 

in Bezug auf eine Abstimmungsbeschwerde).

 

Beschwerdeverfahren B 2018/80

5. Im Verfahren B 2018/80 rügt der Beschwerdeführer (act. 17, S. 3-6 Ziff. II/2 f. 

Rz. 5-13), die Vorinstanz 1 sei auf seinen Rekurs zu Unrecht nicht eingetreten.

5.1. Art. 3 SVG regelt die Befugnisse der Kantone und Gemeinden im Bereich des 

Strassenverkehrs. Diese Befugnisse bilden Ausnahmen vom Grundsatz, wonach die 

Regelung des Strassenverkehrs Sache des Bundes ist (Art. 82 Abs. 1 BV, vgl. VerwGE 

B 2006/208 vom 23. Januar 2007 E. 2a, ww2.gerichte.sg.ch). Beschränkungen und 

Anordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG (vgl. hierzu, insbesondere in Bezug auf die 

Einführung einer Tempo-30-Zone, P. Weissenberger, Kommentar zum SVG und 

Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 3 SVG Rz. 11 ff.) sind durch Signale oder 

Markierungen anzuzeigen (Art. 5 Abs. 1 SVG). Derartige Verkehrsmassnahmen müssen 

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von der Behörde oder dem ASTRA grundsätzlich verfügt oder veröffentlicht werden, 

wenn sie durch Signale angezeigt werden (vgl. Art. 107 Abs. 1 lit. a, Abs. 2 und 3 der 

Signalisationsverordnung; SR 741.21, SSV). Bei den Strassenmarkierungen besteht 

eine solche Pflicht grundsätzlich nicht. Diese sind lediglich anzuordnen (Art. 101 

Abs. 2 SSV). Solche Markierungen sind aber im Einspracheverfahren gemäss 

Art. 106 SSV (vgl. hierzu BGer 2A_70/2007 vom 9. November 2007 E. 3.4, 

BGer 6B_113/2007 vom 16. August 2007 E. 2.6 mit Hinweisen, in: ZBl 109/2008, 

S. 447 ff. und VerwGE B 2003/152 f. vom 23. Januar 2004 E. 2b mit Hinweisen, 

insbesondere auf VPB 54 [1990] Nr. 9) bei der anordnenden Behörde (vgl. dazu 

P. Sutter, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren, 2. Aufl. 2019, Art. 30 Rz. 25, und Waldmann/Bickel, in: 

Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 

2. Aufl. 2016, Art. 30 Rz. 60) anfechtbar, wobei hier das faktische Anbringen oder 

Entfernen der Markierung Anfechtungsgegenstand ist (vgl. BR 3/92, S. 65). Seit dem 

1. Januar 2016 sind auch Parkfelder, die im Sinne von Art. 79 Abs. 1 SSV 

ausschliesslich durch Markierungen gekennzeichnet werden, von der Behörde zu 

verfügen und zu veröffentlichen (Art. 107 Abs. 1 lit. b SSV, in der Fassung vom 

24. Juni 2015, AS 2015 2459, vgl. dazu Detailerläuterungen des Bundesamtes für 

Strassen ASTRA vom 24. Juni 2015, Stand: Januar 2016, S. 10 f., www.astra.admin.ch, 

zum Intertemporalrecht Art. 117d SSV und zur altrechtlichen Regelung 

LGVE 1981 I Nr. 47).

5.2. Rechtsbegehren sind nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung der 

Beschwerdebegründung auszulegen. Eine sichtlich ungewollte oder unbeholfene 

Wortwahl schadet dem Beschwerdeführer nicht (vgl. VerwGE B 2018/224 vom 

16. Januar 2019 E. 1 mit Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Der Beschwerdeführer 

beantragte mit Rekursergänzung vom 5. Mai 2015 (act. 12/9), es sei die am 

20. März 2015 öffentlich aufgelegte Verfügung des Gemeinderates Y.__ aufzuheben, 

soweit damit Parkplatzbeschränkungen bzw. Parkplatzmarkierungen in der O.__strasse 

verbunden seien (Ziff. I/1). Die neu vorgesehene Verfügung "Parkieren verboten" (2.50) 

mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder" (integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1) bzw. 

die dieser Verfügung zu Grunde liegenden Pläne seien insoweit aufzuheben bzw. 

abzuändern, als in der O.__strasse markierte Parkfelder eingezeichnet würden. Auf 

Parkplatzbeschränkungen bzw. –markierungen in der O.__strasse sei vollumfänglich zu 

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verzichten (Ziff. I/2). Der Rekursentscheid sei mit dem bei der Vorinstanz 2 hängigen 

Verfahren 12-3147 zu koordinieren (Ziff. I/3). Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (Ziff. I/4). Der Beschwerdeführer führte im Rekurs vom 

2. April 2015 (act. 12/3), der Rekursergänzung vom 5. Mai 2015 (act. 12/9), der Replik 

vom 6. Oktober 2015 (act. 12/33) sowie den Stellungnahmen vom 11. Dezember 2015, 

9. August 2016 und 5. Januar 2017 (act. 12/40, 56 und 88) im Wesentlichen aus, die 

Parkplatzmarkierungen in der O.__strasse seien weder aus Gründen der 

Verkehrssicherheit noch aufgrund anderer öffentlicher Interessen gerechtfertigt 

(act. 12/3, S. 4 f. Ziff. III/8, act. 12/9, S. 5 f. Ziff. IV/B/8-11, act. 12/33, S. 7 Ziff. III/C/a/

10.6). Sie hätten auch Verkehrsberuhigungscharakter, weshalb darüber in einem 

koordinierten Verfahren zu entscheiden sei (act. 12/3, S. 3 f. Ziff. II/5 f., act. 12/9, S. 3 f. 

Ziff. III, IV/A/3 f., act. 12/33, S. 5 f. Ziff. III/B/9.3). Demgemäss war das Rechtsbegehren 

des Beschwerdeführers im Rekursverfahren in dem Sinne zu verstehen, dass er zwar 

die am 23. Februar 2015 vom Polizeikommando verfügten Verkehrsanordnungen 

("Tempo-30-Zone", "Parkieren verboten" mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder") 

inhaltlich nicht anfocht und sich in der Sache einzig gegen die angeordneten 

Parkfeldmarkierungen in der O.__strasse wehrte. Er stellte sich jedoch auf den 

Standpunkt, dass die strassenbaulichen Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-

Zone Q.__ und die verfügten Verkehrsanordnungen betreffend Tempo-30-Zone Q.__ 

koordiniert mit den im Massnahmenplan angeordneten sieben Parkfeldmarkierungen in 

der O.__strasse hätten beurteilt werden müssen.

Daraus ergibt sich, dass die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers im 

Rekursverfahren insofern eingeschränkt waren, als sie sich lediglich auf die 

Parkfeldmarkierungen auf der O.__strasse bezogen. Im Ergebnis durfte die 

Vorinstanz 1 in Erwägung 4d f. ihres angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 14 f.) daher 

auf den Rekurs des Beschwerdeführers insoweit nicht eintreten, als dessen 

Begründung – über das Rechtsbegehren hinaus – (fehlende) Verkehrsanordnungen auf 

weiteren Strassen im Gebiet Q.__ beschlug. Wie die Vorinstanz 1 in Erwägung 4d ihres 

angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 13) sodann zutreffend ausführte, hat das 

Polizeikommando auf der O.__strasse die Signale "Parkieren verboten" (2.50) mit 

Zusatz "ausgenommen markierte Felder" (integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1) am 

23. Februar 2015 nicht verfügt. Insoweit durfte sie auch auf Antrag Ziff. I/2 der 

Rekursergänzung vom 5. Mai 2015 teilweise nicht eintreten. Im Weiteren kann 

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offenbleiben, ob sie den Rekurs hinsichtlich der Verletzung des 

Koordinationsgrundsatzes ihrer Begründung gemäss hätte zufolge 

Gegenstandslosigkeit abschreiben müssen, da sie darauf bereits aus einem anderen 

Grund zu Unrecht nicht eintrat: Bei ihrer Beurteilung berücksichtigte sie nur das 

Strassenbauprojektverfahren und das Verfahren betreffend die am 23. Februar 2015 

verfügten Verkehrsanordnungen, nicht aber – gemäss den Vorbringen des 

Beschwerdeführers – die Parkfeldmarkierungen in der O.__strasse (vgl. E. 4a des 

angefochtenen Entscheids der Vorinstanz 1, act. 7, S. 12). Würde anders entschieden, 

hätte sich der Beschwerdeführer in einem nachgelagerten Einspracheverfahren nach 

Art. 106 SSV dem Vorwurf ausgesetzt gesehen, die Verletzung der Koordinationspflicht 

nicht im Rahmen des Strassenbauprojekts resp. im Verfahren betreffend die am 

23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen gerügt zu haben (vgl. dazu VerwGE 

B 2004/157 vom 2. Dezember 2004 E. 3e, in: GVP 2004 Nr. 22). Im Übrigen ist davon 

auszugehen, dass das Polizeikommando diese Parkfeldmarkierungen (altrechtlich) im 

Sinn von Art. 101 Abs. 2 SSV und Art. 25 EV-SVG vor Erlass des angefochtenen 

Entscheids der Vorinstanz 1 bereits angeordnet hatte: Die Parkfeldmarkierungen in der 

O.__strasse sind sowohl im vom 2. Juni 2011 bis 4. Juli 2011 im Rahmen des 

Strassenbauprojekts öffentlich aufgelegten Massnahmenplan vom 29. Juni 2010, 

revidiert am 9. November 2010 (B 2018/82 act. 12/Auflageexemplar), als auch im 

Massnahmenplan vom 9. Oktober 2014, welcher Grundlage der Verfügung des 

Polizeikommandos vom 23. Februar 2015 bildete (B 2018/80 act. 12/20/3 und 8, S. 5), 

festgesetzt. Auch werden sie im Gutachten N.__ (act. 12/20/2, S. 15) – zusammen mit 

einem Verkehrsberuhigungselement – als ergänzende Massnahmen aufgeführt. 

Darüber hinaus bestätigte die Vorinstanz 1 in Erwägung 5 ihres angefochtenen 

Entscheids (act. 7, S. 16) ausdrücklich (vgl. auch Schreiben der Vorinstanz 1 vom 

26. September 2016, act. 12/70), dass ihr Entscheid auf dem Massnahmenplan vom 

9. Oktober 2014 und nicht auf dem Plan vom 14./21. September 2016 basierte, in 

welchem auf der O.__strasse keine Parkfeldmarkierungen festgesetzt sind (Beilage zu 

act. 12/69). Im Weiteren äusserte sich die Vorinstanz 1 in Erwägung 4d ihres 

angefochtenen Entscheids (act. 7, S. 13 f.) auch inhaltlich zur Zulässigkeit der 

Parkfeldmarkierungen (vgl. zu diesem Vorgehen VerwGE B 2003/152 f. vom 

23. Januar 2004 E. 2b mit Hinweisen, siehe zur Zulässigkeit von Markierungen auch 

BGer 1C_112/2014 vom 25. September 2014 E. 2.1). Soweit sie dem 

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Beschwerdeführer dabei die Legitimation absprach, lässt sich ihre Argumentation mit 

Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Rechtsmittellegitimation (vgl. 

BGer 1C_497/2017 vom 23. Februar 2018 E. 2.1-2.3, BGer 1C_117/2017; 1C_118/2017 

vom 20. März 2018 E. 2, BGer 1C_11/2017 vom 2. März 2018 E. 1.1, 

BGer 1C_121/2017 vom 18. Juli 2017 E. 1.1.1, BGer 1C_250/2015 vom 

2. November 2015 E. 1.1 und BGE 136 II 539 E. 1.1 je mit Hinweisen sowie die 

Hinweise in E. 4.2 hiervor, siehe im Ergebnis auch den von der Vorinstanz 1 

angerufenen BGer 2A.70/2007 vom 9. November 2007 E. 2.2 sowie Wiederkehr/

Eggenschwiler, Die allgemeine Beschwerdebefugnis Dritter, Bern 2018, Rz. 62 ff., und 

M. Bertschi, in: A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., § 21 Rz. 48 ff.) ebenfalls nicht halten. 

Ungeachtet dessen wäre sie aufgrund ihres Nichteintretens verpflichtet gewesen, den 

Rekurs (als Einsprache nach Art. 106 SSV) gestützt auf Art. 11 Abs. 3 Satz 1 VRP 

zuständigkeitshalber an das Polizeikommando weiterzuleiten, da der Beschwerdeführer 

schon vor der Anbringung der Parkfeldmarkierungen in der O.__strasse Kenntnis von 

deren Anordnung erhielt (vgl. VPB 54 [1990] Nr. 9). Die Beschwerde B 2018/80 ist 

daher bereits aus diesen Gründen gutzuheissen und der angefochtene Entscheid der 

Vorinstanz 1 aufzuheben.

6. Wie sich den angefochtenen Entscheiden (je act. 7, S. 12 E. 4a, bzw. S. 6 E. 1.2) und 

dem Schreiben der Vorinstanz 2 vom 27. Februar 2015 (B 2018/82 act. 12/36) 

entnehmen lässt, wurden das Strassenbauprojektverfahren und das Verfahren 

betreffend die am 23. Februar 2015 verfügten Verkehrsanordnungen in Nachachtung 

des Entscheids VerwGE B 2013/232; B 2013/267 vom 16. April 2014 E. 2.6 

(ww2.gerichte.sg.ch) nachträglich in den jeweiligen Rekursverfahren im Sinne von 

Art. 25a RPG materiell und formell koordiniert beurteilt. Zu untersuchen bleibt, ob die 

Koordinationspflicht auch die Parkfeldmarkierungen in der O.__strasse mitumfasst 

hätte.

6.1. Die Gebote der Vereinfachung und Beschleunigung von Verfahren (Art. 29 

Abs. 1 BV) sowie das Interesse an einem wirksamen Gesetzesvollzug (vgl. Art. 5 

Abs. 1 BV) verlangen, dass voneinander abhängige Verwaltungsverfahren koordiniert 

werden (vgl. Kiener/Rütsche/Kuhn, öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2015, Rz. 519). 

Die Koordinationspflicht besteht, wenn zwischen den anzuwendenden Vorschriften ein 

"enger sachlicher Zusammenhang" besteht, womit diese Vorschriften nicht getrennt 

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und unabhängig voneinander beurteilt werden dürfen, ansonsten die gesonderte 

Behandlung sachlich zu unhaltbaren Ergebnissen führen könnte (vgl. VerwGE 

B 2010/266; B 2012/227 vom 22. März 2018 E. 5.2.1 mit Hinweisen, 

ww2.gerichte.sg.ch). Dies gilt insbesondere, wenn für die Errichtung oder Änderung 

einer Baute oder Anlage Verfügungen mehrerer Behörden nötig sind (Art. 25a Abs. 2 

lit. d sowie Abs. 3 und 4 RPG, vgl. VerwGE B 2011/213 vom 31. Mai 2012 E. 3.2 mit 

Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Die Koordinationsgrundsätze finden auf 

Sondernutzungspläne und damit auch auf Strassenpläne und –projekte nach dem 

Strassengesetz sachgemäss Anwendung (vgl. VerwGE B 2013/254 vom 28. Juli 2015 

E. 3.1, ww2.gerichte.sg.ch, siehe hierzu auch Entscheid des Verwaltungsgerichts 

Zürich VB.2004.0058 vom 7. April 2005 E. 2.4.1, in: RB 2005 Nr. 36, BEZ 2005 Nr. 17 

und ZBl 106/2005, S. 593 ff.). Die Strassenverkehrsgesetzgebung enthält keine 

entsprechenden Koordinationsgrundsätze. Eine verfahrensmässige Koordination ist 

aber trotzdem geboten, wenn zwischen den anzuwendenden Vorschriften ein 

(hinreichend) enger Sachzusammenhang besteht (vgl. BVR 2008, S. 360 ff., E. 3.2 und 

E. 3.5 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 116 Ib 50 E. 4b). Spezialbewilligungen von 

untergeordneter Bedeutung, die separat erteilt werden können, fallen dagegen nicht 

unter die Koordinationspflicht. Solche nicht koordinationspflichtigen 

Spezialbewilligungen liegen dann vor, wenn eindeutig feststeht, dass die Bewilligungen 

mit den übrigen Entscheiden nicht abgestimmt werden müssen, die Rechte des 

Baugesuchstellers und der Drittbetroffenen nicht tangiert werden und soweit die 

Abtrennung auf Grund des kantonalen Rechts zulässig ist (vgl. VerwGE B 2013/232; 

B 2013/267 vom 16. April 2014 E. 2.2, a.a.O., und R. Wiederkehr, Ausgewählte Fragen 

der Koordinationspflicht nach Art. 25a RPG aus Sicht der Praxis, in: AJP 2015 

S. 599 ff., S. 603 f., siehe auch Art. 149 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes; sGS 

731.1, PBG).

6.2. Der Tempo-30-Zone Q.__ liegen das Gutachten N.__ und der Massnahmenplan 

zugrunde. Danach umfasst die Einführung dieser Tempo-30-Zone neben den am 

23. Februar 2015 – allerdings nur unvollständig (H.__strasse) – verfügten 

Verkehrsanordnungen auch strassenbauliche Massnahmen und Markierungen (vgl. 

Gutachten N.__ S. 13 ff. und Anhänge 5 und 7 sowie Massnahmenplan). Hinsichtlich 

der vorliegend zu beurteilenden O.__strasse wird im Gutachten N.__ (S. 14 ff. und 

Anhang 5) ausgeführt, dass die Markierung von Parkplätzen zur Verschmälerung der 

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überbreiten Fahrbahn zusammen mit der Sicherung der Parkplätze von Osten her mit 

einem Verkehrsberuhigungselement für die Umsetzung der Tempo-30-Zone im Sinne 

von Art. 3 lit. g der Verordnung über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen 

(SR 741.213.3) erforderlich sei. Demgemäss sind im Massnahmenplan auf der 

O.__strasse entlang der Grundstücke Nrn. __-__ sieben Parkfelder, welche 

ausschliesslich durch Markierungen gekennzeichnet sind, sowie ein 

Verkehrsberuhigungselement festgesetzt. Daraus erhellt, dass nach Ansicht der 

Beschwerdegegnerin für die am 23. Februar 2015 verfügte Einführung der Tempo-30-

Zone (funktionelle Verkehrsanordnungen, welche im Sinne von Art. 107 Abs. 1 Ingress 

und lit. a SSV durch Signale angezeigt werden, vgl. dazu Art. 108 Abs. 5 lit. e SSV in 

Verbindung mit Art. 22a SSV sowie VerwGE B 2017/187 vom 20. Februar 2019 E. 3 mit 

Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch) auf der O.__strasse die erwähnten 

Parkfeldmarkierungen – Fahrzeuge dürfen nur innerhalb dieser Felder parkiert werden 

(Art. 79 Abs. 1  SSV, vgl. dazu R. Schaffhauser, Grundriss des schweizerischen 

Strassenverkehrsrechts, Band I, 2. Aufl. 2002, Rz. 810) – mitsamt dem 

Verkehrsberuhigungselement (strassenbauliche Massnahme) unabdingbar sind, um die 

dauernde Einhaltung der Geschwindigkeitsreduktion und die Sicherheitsbedürfnisse 

aller Benutzer auf dieser neu geschwindigkeitsberuhigten Strasse zu gewährleisten. 

Zwar können Markierungen zur Verkehrsberuhigung grundsätzlich unabhängig von 

baulichen Massnahmen und Signalen angebracht werden. Da die fraglichen 

Parkfeldmarkierungen auf der O.__strasse aber Teil des Konzepts der Tempo-30-Zone 

Q.__ sind, besteht ein derart enger Sachzusammenhang zwischen diesen 

Markierungen und den übrigen Massnahmen, dass sie nicht getrennt und unabhängig 

voneinander angeordnet werden sollen. Die fraglichen Parkfeldmarkierungen sind nicht 

bloss Folge der Signale oder des Strassenbauprojekts, sondern bilden ein auf die 

anderen Massnahmen abgestimmtes Element des Gesamtkonzepts der Tempo-30-

Zone Q.__. Dies zeigt sich im Übrigen auch daran, dass die Verfügung der Signale 

"Parkieren verboten" (2.50) mit Zusatz "ausgenommen markierte Felder" (integriert in 

Zonensignal Nr. 2.59.1) in der O.__strasse im – öffentlich aufgelegten – 

Massnahmenplan vom 29. Juni 2010, revidiert am 9. November 2010, noch vorgesehen 

war und davon gemäss der Verfügung des Polizeikommandos vom 23. Februar 2015 

(S. 1) erst im Nachgang zum Rekursaugenschein vor Vorinstanz 2 vom 21. Januar 2013 

abgesehen wurde. Anders verhielte es sich etwa dann, wenn sich die 

ter

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Parkfeldmarkierungen erst bei nachträglicher Überprüfung der Wirksamkeit der 

Tempo-30-Zone als notwendig erweisen würden (vgl. dazu Art. 6 der Verordnung über 

die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen, SR 741.213.3). Unter diesen 

Umständen ist im vorliegenden Fall hinsichtlich der Parkfeldmarkierungen auf der 

O.__strasse, welche neu auch zu verfügen und veröffentlichen sind (Art. 107 Abs. 1 

lit. b und Abs. 3 Ingress SSV), ein Koordinationsbedarf mit den für die Tempo-30-

Zonen notwendigen Signalen sowie dem Strassenbauprojekt ausgewiesen (anders: 

BGer 1C_390/2013 vom 16. Juli 2014 E. 5 und BGer 1C_285/2010 vom 

13. Januar 2011 E. 3.1).

6.3. Nach dem Gesagten ist es nötig, dass die gesamte Angelegenheit 

(Strassenbauprojekt, Verkehrsanordnungen resp. Parkfeldmarkierungen gemäss 

Massnahmenplan) koordiniert überprüft werden kann, wofür an sich ein einheitlicher 

Rechtsmittelweg nötig wäre. Dem stehen aber die gesetzlich unterschiedlich 

organisierten Zuständigkeitsregelungen der drei vorliegend massgebenden Verfahren 

entgegen. Somit stellt sich als Nächstes die Frage, wie das Strassenbauprojekt und die 

Verkehrsanordnungen gleichwohl gesamthaft überprüft werden können. Das 

Strassenbauprojekt wird in der politischen Gemeinde unter Eröffnung einer 

Einsprachefrist von dreissig Tagen öffentlich aufgelegt (Art. 41 Abs. 1 StrG). Über 

Einsprachen entscheidet bei Gemeindestrassen die zuständige Gemeindebehörde 

(Art. 45 Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 3 StrG). Verkehrsanordnungen im Sinne 

von Art. 107 Abs. 1 lit. a und b SSV (Vorschrifts- oder Vortrittssignale oder andere 

Signale mit Vorschriftscharakter sowie Parkfelder, die ausschliesslich durch 

Markierungen gekennzeichnet werden) verfügt – Allgemeinverfügung ohne vorgängige 

Anhörung (vgl. VerwGE B 2004/157 vom 2. Dezember 2004 E. 2b mit Hinweisen, 

a.a.O.) – grundsätzlich das Polizeikommando (Art. 18 ff. der Einführungsverordnung 

zum eidgenössischen Strassenverkehrsgesetz; sGS 711.1, EV-SVG). Angesichts dieser 

Verfahrens- und Zuständigkeitsregelungen erscheint es sachgerecht, dass die 

notwendige inhaltliche und verfahrensmässige Koordination durch die Gemeinde, hier 

die Beschwerdegegnerin, bei welcher Einsprache gegen das Strassenbauprojekt 

erhoben werden kann (Art. 45 Abs. 1 StrG), und auf deren Antrag die Tempo-30-Zone 

am 23. Februar 2015 vom Polizeikommando verfügt wurde, vorzunehmen sein wird.

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6.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde B 2018/80 auch zufolge 

Verletzung der Koordinationspflicht gutzuheissen, der angefochtene Entscheid der 

Vorinstanz 1 daher aufzuheben und die Angelegenheit zu korrekter 

Verfahrensabwicklung und zu neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin sowie 

an das Polizeikommando zurückzuweisen ist. Die Beschwerdegegnerin wird zunächst 

zu prüfen haben, ob sie der Tempo-30-Zone Q.__ den am 14. und 21. September 2016 

abgeänderten Massnahmenplan zugrunde legen will. Das Polizeikommando hat die im 

(allenfalls abgeänderten) Massnahmenplan vorgesehenen funktionellen 

Verkehrsanordnungen – ergänzend zur Verfügung vom 23. Februar 2015 auch 

diejenigen auf der H.__strasse – sowie die darin festgesetzten, ausschliesslich durch 

Markierungen gekennzeichneten Parkfelder zu verfügen. Alsdann ist eine allfällige 

Projektänderung gleichzeitig mit der Publikation der Verfügungen des 

Polizeikommandos öffentlich aufzulegen. Vorausgesetzt der Beschwerdeführer hält an 

seiner Einsprache gegen das Strassenbauprojekt vom 29. Juni 2011 fest bzw. erhebt 

Einsprache gegen eine allfällige Projektänderung, hat die Beschwerdegegnerin sodann 

über die Einsprache(n) zu entscheiden. Allfällige Rekursverfahren vor der Vorinstanz 1 

betreffend Verkehrsanordnungen sind ruhen zu lassen, bis die Beschwerdegegnerin 

über die Einsprachen entschieden hat, da der Ausgang des erstinstanzlichen 

Projektverfahrens von präjudizieller Bedeutung für diese Rekursverfahren sein kann.

7. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten der Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren zulasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP und 

VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen, ww2.gerichte.sg.ch). Eine 

Entscheidgebühr für die Beschwerdeverfahren von insgesamt CHF 5'000 ist 

angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Die 

Vorinstanz 1 hat V.__ – zufolge Rückzugs seiner Beschwerde rechtskräftig – und dem 

Beschwerdeführer je CHF 750 und die Vorinstanz 2 den Parteien CHF 3'500 auferlegt 

(je act. 7). Diese sind neu, abgesehen der von V.__ zu tragenden Kosten, der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 

Abs. 3 VRP). Dem Beschwerdeführer sind die geleisteten Kostenvorschüsse von 

CHF 2'500 (Beschwerdeverfahren B 2018/80) und CHF 4'000 (Beschwerdeverfahren 

B 2018/82) sowie CHF 1'000 (Rekursverfahren vor der Vorinstanz 2) zurückzuerstatten.

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Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdegegnerin den 

Beschwerdeführer für die Rekurs- (bis 11. November 2016, act. 12/76 resp. act. 12/61) 

und Beschwerdeverfahren (ab 14. Mai 2018, je act. 9) antragsgemäss ausseramtlich zu 

entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP). Die Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers haben keine Kostennoten eingereicht, weshalb die 

Entschädigung nach Ermessen festzulegen ist (vgl. Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 

sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG, Art. 6 und 

Art. 19 der Honorarordnung; sGS 963.75, HonO, in der Fassung vom 

28. November 2018, nGS 2019-019). Dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

die Entschädigung am 17. Juli 2018 (act. 17 resp. 18) nicht zuzüglich Mehrwertsteuer 

beantragte, schadet nicht, da der Antrag noch vor Inkrafttreten der revidierten HonO 

am 1. Januar 2019 gestellt wurde. Eine Entschädigung von insgesamt CHF 8‘000 für 

die Rekurs- und Beschwerdeverfahren zuzüglich vier Prozent Barauslagen und 

Mehrwertsteuer ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28  und Art. 29 HonO). Die 

von der ehemaligen Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers in den Rekursverfahren 

erbrachten anwaltlichen Leistungen unterliegen den bis 31. Dezember 2017 geltenden 

und diejenigen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in den 

Beschwerdeverfahren den ab 1. Januar 2018 geltenden Mehrwertsteuersätzen. 

Deshalb ist der Anteil der ausseramtlichen Entschädigung für die Rekursverfahren von 

insgesamt CHF 5'000 (vgl. hierzu auch Dispositiv-Ziffer 3 des angefochtenen 

Entscheids der Vorinstanz 2, B 2018/82 act. 7) zuzüglich 4% Barauslagen mit dem 

alten Mehrwertsteuersatz von 8% und der Anteil für die Beschwerdeverfahren von 

CHF 3'000 zuzüglich 4% Barauslagen mit dem neuen Steuersatz von 7.7% 

abzurechnen (vgl. Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 

1. Januar 2018, www.estv.admin.ch). Nachdem die Beschwerdegegnerin und die 

Vorinstanz 2 mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen sind, haben sie im 

Beschwerdeverfahren B 2018/82 keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung. 

Ungeachtet dessen, steht ihnen grundsätzlich kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE 

B 2017/186 vom 21. Februar 2019 E. 7 mit Hinweisen auf VerwGE B 2017/59 vom 

23. März 2018 E. 7 und VerwGE B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 5.2 je mit Hinweisen, 

ww2.gerichte.sg.ch).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

bis

bis

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1. Die Beschwerdeverfahren B 2018/80 und B 2018/82 werden vereinigt.

2. Die Beschwerden werden gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird. Die 

angefochtenen Entscheide der Vorinstanzen 1 und 2 werden aufgehoben und die 

Angelegenheit im Sinne der Erwägungen zu korrekter Verfahrensabwicklung und zu 

neuer Entscheidung in der Sache an die Beschwerdegegnerin und das 

Polizeikommando zurückgewiesen.

3. Die amtlichen Kosten der Rekurs- und Beschwerdeverfahren von insgesamt 

CHF 10‘000 werden der Beschwerdegegnerin im Umfang von CHF 9'250 auferlegt; auf 

die Erhebung wird verzichtet. Dem Beschwerdeführer werden die geleisteten 

Kostenvorschüsse von insgesamt CHF 6‘500 (Beschwerdeverfahren) und CHF 1'000 

(Rekursverfahren vor der Vorinstanz 2) zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin entschädigt den Beschwerdeführer für die Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit CHF 8'000, zuzüglich 4% Barauslagen und 

Mehrwertsteuer (CHF 5'200 zu 8% und CHF 3'120 zu 7.7%).

 

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Bischofberger

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 23.05.2019
	Strassenrecht, Verkehrsanordnungen, Tempo-30-Zone, Koordinationspflicht, Art. 111 Abs. 1 BGG, Art. 25a und Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG, Art. 45 Abs. 1 und Art. 46 StrG in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, Art. 3 Abs. 4 und Art. 5 Abs. 1 SVG, Art. 22a, Art. 79 Abs. 1 und 1ter, Art. 101 Abs. 2, Art. 106, Art. 107 Abs. 1 bis 3 und Art. 108 Abs. 5 lit. e SSV. Allgemeine Grundsätze bezüglich Einsprachelegitimation im Strassenbauprojektverfahren (E. 4) und Rekurslegitimation im Verfahren betreffend Verkehrsanordnungen (E. 5). Für die Einführung der strittigen Tempo-30-Zone sind neben den verfügten Verkehrsanordnungen (Signale) sowohl strassenbauliche Massnahmen als auch Parkfelder, welche ausschliesslich durch Markierungen gekennzeichnet werden, erforderlich. Im vorliegenden Fall ist deshalb ein Koordinationsbedarf zwischen den für die Tempo-30-Zone nötigen Parkfeldmarkierungen und den notwendigen Signalen und strassenbaulichen Massnahmen zu bejahen (E. 6), (Verwaltungsgericht, B 2018/80 und B 2018/82). 

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