# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f242f361-4405-57c3-ae0f-f268ae9446b5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2008 E-8025/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8025-2007_2008-10-21.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8025/2007/sca
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), 
Richterin Claudia Cotting-Schalch, 
Richter Markus König, 
Gerichtsschreiber Adrian Brand.

A._______, Irak,
vertreten durch lic. iur. Tarig Hassan, LL.M.,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Aufhebung der vorläufigen Aufnahme; Verfügung des 
BFM vom 22. Oktober 2007 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8025/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  irakischer  Staatsangehörgier  kurdi-
scher Ethnie aus der Provinz Dohuk, am 17. März 2004 in der Schweiz 
um Asyl nachsuchte,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 25. Januar 2006 ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz an-
ordnete und den Beschwerdeführer infolge Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz aufnahm,

dass diese Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 25. September 2007 mitteil-
te,  es  erachte  nach  einer  Analyse  der  Sicherheits-  und  Menschen-
rechtssituation im Irak den Vollzug der Wegweisung in die drei nordira-
kischen Provinzen Dohuk, Erbil und Suleymania grundsätzlich als zu-
mutbar und erwäge deshalb, die verfügte vorläufige Aufnahme aufzu-
heben,

dass  das  BFM  dem  Beschwerdeführer  gleichzeitig  unter  Fristanset-
zung die Möglichkeit bot, zur beabsichtigten Aufhebung der vorläufigen 
Aufnahme und zum damit verbunden Wegweisungsvollzug Stellung zu 
nehmen,

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 16. Oktober 
2007 sinngemäss die Gewährung von Asyl sowie eventualiter die Auf-
rechterhaltung der vorläufigen Aufnahme beantragen liess,

dass das BFM mit Verfügung vom 22. Oktober 2007 die vorläufige Auf-
name aufhob, den Beschwerdführer unter Androhung von Zwangsmit-
teln im Unterlassungsfall aufforderte, die Schweiz bis zum 17. Dezem-
ber 2007 zu verlassen und den Kanton B._______ mit dem Vollzug der 
Wegweisung beauftragte,

dass das BFM zur Begründung der Aufhebung der vorläufigen Aufnah-
me  im  Wesentlichen  ausführte,  mit  der  in  Rechtskraft  erwachsenen 
Verfügung  vom 25.  Januar  2006  sei  der  Beschwerdeführer  aus  der 
Schweiz weggewiesen worden und der Vollzug der Wegweisung sei als 
zulässig,  zumutbar  und  möglich  zu  erachten,  weshalb  die  vorläufige 
Aufnahme aufzuheben sei,

Seite 2

E-8025/2007

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. November 2007 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
heben und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Zurück-
weisung der Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz, eventualiter 
die Feststellung der Unzulässigkeit respektive der Unzumutbarkeit des 
Vollzugs der Wegweisung sowie die Gewährung der vorläufigen Auf-
nahme beantragen liess,

dass er in prozessualer Hinsicht den Verzicht auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses beantragen liess,

dass  die  zuständige  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungsge-
richts mit Verfügung vom 4. Dezember 2007 feststellte, der Beschwer-
deführer könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, 
antragsgemäss auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtete 
und die Vorinstanz zur Einreichung einer Stellungnahme einlud,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 13. Dezember 2007 
die Abweisung der Beschwerde beantragte,

dass  die  zuständige  Instruktionsrichterin  des  Bundesverwaltungsge-
richts mit Verfügung vom 20. Dezember 2007 dem Beschwerdeführer 
die vorinstanzliche Vernehmlassung zur Kenntnis brachte und ihm un-
ter Fristansetzung die Möglichkeit zur Stellungnahme bot,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 11. Januar  2008  eine 
Stellungnahme zu den Akten reichen liess,

dass das Zivilstandsamt C._______ im Januar 2008 einen Geburtsre-
gisterauszug, die Identitätskarte sowie den Reisepass des Beschwer-
deführers jeweils im Original und auf den Namen  D._______ lautend 
sicherstellte und die Identitätskarte sowie den Reisepass dem BFM im 
Original zustellte,

Seite 3

E-8025/2007

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass vorweg die Rüge der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 
respektive der Begründungspflicht zu prüfen ist,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe mit Hinweis 
auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts D-1444/2007 vom 2. Juli 
2007 geltend macht, die Verfügung des BFM vom 25. Januar 2006 sei 
mit Blick auf den in den Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2006  Nr. 18  begründeten 
Wechsel von der Zurechenbarkeits- zur Schutztheorie  überholt,  wes-
halb das BFM verpflichtet gewesen wäre, die Asylvorbringen noch ein-
mal auf ihre Asylrelevanz hin zu prüfen,

dass  es  sich  im  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  D-1444/2007 
vom 2. Juli 2007 um eine ganz andere Sach- und Rechtslage gehan-
delt  hat,  zumal  es in  jenem Verfahren um die  Beurteilung einer  Be-
schwerde gegen das Nichteintreten auf ein Wiedererwägungs-gesuch 
ging,

Seite 4

E-8025/2007

dass die Frage des Asyls nicht Gegenstand des vorliegenden Verfah-
rens sein kann, da die Verfügung des BFM vom 25. Januar 2006 in Be-
zug  auf  die  festgestellte  fehlende  Flüchtlingseigenschaft  sowie  die 
Nichtgewährung von Asyl unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist,

dass  es  –  trotz  des  im  Verwaltungsverfahren  geltenden  Untersu-
chungsgrundsatzes  –  nicht  Sache  der  Asylbehörden  sein  kann,  von 
Amtes  wegen  auf  den  rechtskräftig  beurteilten  Asylpunkt  zurück-zu-
kommen und die  Vorbringen des Beschwerdeführers  erneut  auf  ihre 
Asylrelevanz zu prüfen, 

dass daran auch die in der Rechtsmitteleingabe angesprochene Pra-
xisänderung  von  der  Zurechenbarkeits-  zur  Schutztheorie  nichts  zu 
ändern vermag (vgl. dazu FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 
2. Aufl., Bern 1983, S. 322 f.;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungs-
verfahren  und  Verwaltungsrechtspflege  des  Bundes,  2. Aufl.,  Zürich 
1998, S. Rz. 715),

dass demnach auf den Antrag, die Sache sei zur Neubeurteilung im 
Asylpunkt an die Vorinstanz zurückzuweisen, nicht einzutreten ist,

dass das BFM die vorläufige Aufnahme aufhebt und den Vollzug der 
Weg-  oder  Ausweisung  anordnet,  wenn  die  Voraussetzungen  nicht 
mehr gegeben sind (Art. 84 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Aus-
länderinnen  und  Ausländer  vom  16.  Dezember  2005  [AuG, 
SR142.20]),

dass gemäss Art. 126a Abs. 4 AuG unter Vorbehalt der Absätze 5-7 für 
Personen, die im Zeitpunkt  des Inkrafttretens der Änderung vom 16. 
Dezember  2005  des  AsylG  sowie  des  AuG vorläufig  aufgenommen 
sind, neues Recht gilt,

dass die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme nicht mehr ge-
geben sind, wenn der Vollzug der rechtskräftig angeordneten Wegwei-
sung zulässig (Art. 83 Abs. 3 AuG) und es der ausländischen Person 
zumutbar (Art. 83 Abs. 4 AuG) und möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) ist, 
sich rechtmässig in ihren Heimat-, in den Herkunftsstaat oder in einen 
Drittstaat zu begeben,

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

Seite 5

E-8025/2007

oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass das BFM mit Verfügung vom 25. Januar 2006 das Bestehen der 
Flüchtlingseigenschaft  verneint hat und diese Verfügung unangefoch-
ten in Rechtskraft erwachsen ist,  weshalb das in Art. 5 AsylG veran-
kerte  Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorlie-
genden Verfahren keine Anwendung findet,

dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 16. Oktober 
2007 sowie der Rechtsmitteleingabe geltend macht, er wäre bei einer 
Rückkehr in seinen Heimatstaat  aufgrund seiner früheren Beziehung 
zu einer Christin an Leib und Leben gefährdet,

dass der Vater seiner damaligen Freundin gedroht habe, ihn umzubrin-
gen,

dass angesichts der herrschenden Situation im Irak nicht davon aus-
gegangen werden könne, die irakischen Behörden seien in der Lage, 
ihm ausreichenden Schutz vor der bestehenden privaten Verfolgung zu 
gewähren,

dass  bezüglich  der  geltend  gemachten  Drittverfolgung  darauf  hinzu-
weisen ist, dass die nordirakischen Sicherheitsbehörden grundsätzlich 
in der Lage sind, Hinweisen auf Übergriffe nachzugehen und nötigen-
falls eine Strafverfolgung einzuleiten (vgl. BVGE 2008/4 E. 6.2 ff.),

dass die Sicherheits- und Polizeikräfte  gut  dotiert  sind sowie als gut 
und straff organisiert gelten und Streitigkeiten im Regelfall gerichtlich 
beigelegt werden können (vgl. a.a.O. E. 6.5),

dass  sich  der  Beschwerdeführer  demnach  wirksam  gegen  allfällige 
Übergriffe privater Dritter zur Wehr setzen könnte,

Seite 6

E-8025/2007

dass somit  keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht, 

dass auch die vorgebrachte Beziehung des Beschwerdeführers zu ei-
ner in der Schweiz niedergelassenen Ausländerin unter dem Blickwin-
kel von Art. 8 EMRK nicht gegen die Zulässigkeit des Wegweisungs-
vollzugs spricht,

dass sich der Vollzug der Wegweisung insgesamt mithin als zulässig 
erweist,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  in  einem  Grundsatzurteil  vom 
14. März 2008 (BVGE 2008/5) aufgrund einer umfassenden Beurtei-
lung der  aktuellen Situation in  den nordirakischen Provinzen Dohuk, 
Suleymania und Erbil zum Schluss gekommen ist, dass in diesen drei 
kurdischen Provinzen keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht und 
die dortige politische Lage nicht dermassen angespannt ist, als dass 
eine Rückführung dorthin als generell  unzumutbar betrachtet werden 
müsse,

dass  zudem  die  Region  mit  Direktflügen  aus  Europa  und  aus  den 
Nachbarstaaten erreichbar sei, womit das Element der unzumutbaren 
Rückreise via Bagdad und anschliessend auf dem Landweg durch den 
von Gewalt heimgesuchten Zentralirak entfalle,

dass im erwähnten Urteil  zusammenfassend festgestellt  wurde, dass 
die  Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs  in  der  Regel  für  alleinste-
hende, gesunde und junge kurdische Männer, die ursprünglich aus ei-
ner der drei Provinzen stammen und dort nach wie vor über ein sozia-
les Netz oder Parteibeziehungen verfügen, zumutbar ist, währenddem 
für alleinstehende Frauen und für Familien mit Kindern sowie für Kran-
ke und  Betagte  bei  der  Feststellung  der  Zumutbarkeit  des  Wegwei-
sungsvollzugs  weiterhin  grosse  Zurückhaltung  angebracht  sei  (vgl. 
a.a.O. E. 7.5 und 7.5.8),

Seite 7

E-8025/2007

dass der Beschwerdeführer aus der Provinz Dohuk stammt, wo er mit 
seiner Familie seit seiner Geburt bis zu seiner Ausreise vom 9. März 
2004 gelebt hat,

dass er gemäss eigenen Angaben in seinem Heimatstaat einige Zeit 
als Ziegenhirt gearbeitet, seit dem Jahre 2002 bis zu seiner Ausreise 
im Laden der Familie mitgearbeitet (A11/18, S. 5 und A1/9, S. 3) und 
auch in der Schweiz seit über zwei Jahren als Küchenhilfe gearbeitet 
hat,

dass er somit über eine Berufserfahrung verfügt, welche ihm den Auf-
bau einer wirtschaftlichen Existenz bei einer Rückkehr in seinen Hei-
matstaat erleichtern sollte,

dass  die  Eltern  des  Beschwerdeführers  in  der  Provinz  Dohuk  leben 
(vgl.  A1/9,  S.  3  f.  sowie  A11/18,  S.  4  f.)  und  ihm  diese  bei  einer 
Rückkehr behilflich sein können,

dass es dem jungen und soweit aktenkundig gesunden Beschwerde-
führer  daher  möglich  sein  sollte,  sich  -  nötigenfalls  mit  anfänglicher 
Unterstützung durch seine Familie - in seiner Heimat wieder eine Exis-
tenz aufzubauen, zumal ihm eine allfällige Rückkehrhilfe der Schweiz 
den Wiedereinstieg in seiner Heimat ebenfalls wird erleichtern können,

dass insgesamt nach dem Gesagten der Vollzug der Wegweisung als 
zumutbar zu beurteilen ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass nach dem Gesagten das BFM die mit Verfügung vom 25. Januar 
2006  angeordnete  vorläufige  Aufnahme  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht aufgehoben und den Wegweisungsvollzug verfügt hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

Seite 8

E-8025/2007

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 9

E-8025/2007

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- E._______ (in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Adrian Brand

Versand: 

Seite 10