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**Case Identifier:** ac9502c7-54d3-50f0-ba34-6aed80f32602
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-07-29
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 29.07.2014 RR.2014.82
**Docket/Reference:** RR.2014.82
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2014-82_2014-07-29

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).;;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Österreich. Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG). Kontosperre (Art. 33a IRSV).

Entscheid vom 29. Juli 2014   
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz,  

Andreas J. Keller und Emanuel Hochstrasser,  

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Christoph K. Gra-

ber,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Öster-

reich 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG);  

Kontosperre (Art. 33a IRSV) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2014.82 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Staatsanwaltschaft Wien führt ein Strafverfahren gegen Unterneh-

mensverantwortliche der B. GmbH, darunter C., und verdächtigt diese, 

Vermögen der B. GmbH veruntreut und dadurch der Gesellschaft einen 

Vermögensnachteil von insgesamt USD 45'000'000 verursacht zu haben. 

Die beschuldigten Personen sollen über Scheingesellschaften fingierte 

Leistungen erbracht und die dafür erhaltenen Gelder an sich selber bezie-

hungsweise an Dritte weitergeleitet haben. Gemäss Ermittlungen der öster-

reichischen Behörden gehöre unter anderem die D. AG zu den Gesell-

schaften, die dazu verwendet worden seien, die illegal erwirtschafteten 

Vermögenswerte weiterzuleiten. In diesem Zusammenhang gelangte die 

Staatsanwaltschaft Wien mit Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 

bzw. 27. Dezember 2012 an die Schweiz und ersuchte um Erteilung von 

Auskünften über die Kontoverbindung 1 lautend auf die D. AG bei der Bank 

E. Ltd. in Zürich für den Zeitraum ab Kontoeröffnung bis zum 31. Au-

gust 2011 sowie um Sicherstellung sämtlicher Vermögenswerte, die von 

der Kontoverbindung lautend auf die D. AG bei der Bank E. Ltd. auf weitere 

Konten transferiert wurden oder deren Herkunft sonst aus der bezeichneten 

Kontoverbindung stammen (act. 1.5).  

 

 

B. Mit Eintretensverfügung der Bundesanwaltschaft vom 13. Februar 2012 

wurde die Bank F. AG (vormals Bank E. Ltd.) angewiesen, sämtliche Kon-

tounterlagen des Kontos mit der Nummer 1 lautend auf die D. AG heraus-

zugeben. Dieser Aufforderung ist die Bank F. AG mit Schreiben vom 

12. März 2012 nachgekommen (act. 1.2 II Ziff. 5). 

 

 

C. Die Sichtung der Bankunterlagen brachte unter anderem eine Verbindung 

der D. AG zu einem Konto Nr. 2 "G." bei der Bank H. AG (vormals Bank 

F. AG) zu Tage. Mit Editionsverfügung vom 10. Mai 2012 wurde daher die 

Bank H. AG angewiesen, unter anderem die Kontounterlagen des Kontos 

Nr. 2 "G." (nachfolgend "Konto G.") herauszugeben. Dieser Aufforderung 

kam die Bank H. AG mit Schreiben vom 7. Juni 2012 nach. Die Bundesan-

waltschaft konnte in der Folge feststellen, dass der Kontoinhaber dieser 

Bankbeziehung A. ist (act. 1.2 II Ziff. 5).  

 

D. Nach der Aktenedition zeigte die Bank H. AG am 19. Juni 2012 der Melde-

stelle für Geldwäscherei (MROS) einen Verdacht auf Geldwäscherei an 

und meldete mehrere Geschäftsbeziehungen, darunter das Konto Nr. 3, 

lautend auf A. (nachfolgend "Konto A."). Die Bundesanwaltschaft sperrte 

- 3 - 

 

 

das betreffende Konto mit Verfügungen vom 26. Juni und 21. Septem-

ber 2012 für jeweils drei Monate. Mit Editionsverfügung vom 27. Septem-

ber 2012 wurde die Bank H. AG angewiesen, sämtliche Unterlagen, welche 

aufgrund der MROS-Meldung vom 19. Juni 2012 der Bundesanwaltschaft 

nicht bereits übermittelt worden waren, herauszugeben. Dem ist die Bank 

H. AG am 23. Oktober 2012 nachgekommen. Mit Verfügung vom 20. De-

zember 2012 sperrte die Bundesanwaltschaft das "Konto A." auf unbefriste-

te Zeit (act. 1.2 II Ziff. 5). 

 

 

E. Nachdem A. am 25. und 31. Januar 2013 die herauszugebenden Bankun-

terlagen zur Einsicht zugestellt worden waren, nahm dieser mit Eingabe 

vom 22. Februar 2013 Stellung zur beabsichtigten Herausgabe der Unter-

lagen (act. 1.12; act. 1.2 III Ziff. 3).  

 

 

F. Mit Schlussverfügung vom 31. Januar 2014 ordnete die Bundesanwalt-

schaft die Herausgabe der edierten Bankunterlagen der Konten Nr. 3 und 2 

"G." bei der Bank H. AG, lautend auf A., an und verfügte die Aufrechterhal-

tung der über das Konto Nr. 3 angeordneten Sperre (act. 1.2).  

 

Dagegen gelangt A. mit Beschwerde vom 5. März 2014 an die Beschwer-

dekammer des Bundesstrafgerichts und beantragt die Aufhebung der 

Schlussverfügung und die Verweigerung der Rechtshilfe; eventualiter sei 

die Schlussverfügung aufzuheben und die Bundesanwaltschaft sei anzu-

weisen, A. umfassende Akteneinsicht zu gewähren und ihm anschliessend 

eine neue Frist zur Stellungnahme anzusetzen. Subeventualiter sei die 

Rechtshilfe betreffend das Konto Nr. 2 "G." auf einzelne Dokumente zu be-

schränken. Hinsichtlich der Kontosperre beantragt A. deren unverzügliche 

Aufhebung (act. 1 S. 2). 

 

 

G. Sowohl das Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") wie auch die Bundes-

anwaltschaft beantragen in ihren Beschwerdeantworten vom 10. und 

11. April 2014 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde (act. 9 und 10).  

 Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 12. Mai 2014 vollumfäng-

lich an seinen in der Beschwerde gemachten Anträgen fest (act. 13). Das 

BJ und die Beschwerdegegnerin geben in ihren Schreiben vom 5. und 

10. Juni 2014 ihren Verzicht auf Duplik bekannt (act. 16 und 17), was dem 

Beschwerdeführer am 13. Juni 2014 zur Kenntnis gebracht wird (act. 18).  

 

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 Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Österreich sind in erster Li-

nie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen 

vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), der zwischen den beiden Staaten 

abgeschlossene Vertrag vom 13. Juni 1972 über die Ergänzung des EUeR 

und die Erleichterung seiner Anwendung (Zusatzvertrag; SR 0.351.916.32) 

sowie  die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Ju-

ni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 

14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; 

ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) massgebend. Soweit das 

Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt 

das schweizerische Landesrecht, namentlich das Bundesgesetz vom 

20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; 

SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale 

Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11), zur Anwendung (vgl. Art. 1 

Abs. 1 IRSG). Ebenso zur Anwendung kommt vorliegend das Überein-

kommen vom 8. November 1990 über Geldwäscherei sowie Ermittlung, 

Beschlagnahme und Einziehung von Erträgen aus Straftaten (GwUe; 

SR 0.311.53). Das innerstaatliche Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip 

auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt 

(BGE 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 E. 3.1, 129 II 462 E. 1.1 S. 464). Vor-

behalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 

123 II 595 E. 7c).  

 

 

2. 

2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung 

der ausführenden Bundesbehörde in internationalen Rechtshilfeangele-

genheiten, gegen welche innert 30 Tagen ab der schriftlichen Mitteilung bei 

der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde geführt wer-

den kann (Art. 80e Abs. 1 i.V.m. Art. 80k IRSG; Art. 37 Abs. 2 lit. a 

Ziff. 1 StBOG; Art. 19 Abs. 2 BStGerOR). Die Beschwerde vom 

5. März 2014 gegen die Schlussverfügung vom 31. Januar 2014 ist fristge-

recht eingereicht worden. 

 

- 5 - 

 

 

2.2 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer 

Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Bei der Erhe-

bung von Kontoinformationen gilt als persönlich und direkt betroffen im 

Sinne der Art. 21 Abs. 2 und 80h IRSG der Kontoinhaber (Art. 9a lit. a 

IRSV; BGE 118 Ib 547 E. 1d; BGE 122 II 130 E. 2b; TPF 2007 79 E. 1.6). 

Der Beschwerdeführer ist Inhaber der von der Rechtshilfemassnahme be-

troffenen Konten, sodass er zur vorliegenden Beschwerde mit Bezug auf 

die herauszugebenden Bankunterlagen und die Kontosperre legitimiert ist. 

Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.  

 

 

3. Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die bei ihr erhobenen Rügen grundsätzlich 

mit freier Kognition. Sie ist aber nicht verpflichtet, nach weiteren der 

Rechtshilfe allenfalls entgegenstehenden Gründen zu forschen, die aus der 

Beschwerde nicht hervorgehen (BGE 123 II 134 E. 1d S. 136 f.; 122 II 367 

E. 2d S. 372, mit Hinweisen). Ebenso wenig muss sich die urteilende In-

stanz nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung mit allen Parteistand-

punkten einlässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen aus-

drücklich widerlegen. Sie kann sich auf die für ihren Entscheid wesentli-

chen Punkte beschränken, und es genügt, wenn die Behörde wenigstens 

kurz die Überlegungen nennt, von denen sie sich leiten liess und auf wel-

che sich ihr Entscheid stützt (Urteil des Bundesgerichts 1A.59/2004 vom 

16. Juli 2004, E. 5.2, mit weiteren Hinweisen).  

 

 

4. 

4.1 Der Beschwerdeführer macht in einem ersten Punkt geltend, die von der 

Beschwerdegegnerin erlassenen Verfügungen, wie die Eintretensverfügung 

vom 13. Februar 2012 und die Schlussverfügung vom 31. Januar 2014  

seien nichtig. Die von der Staatsanwaltschaft Wien verfügte Anordnung der 

Auskunft über Bankkonten und Bankgeschäfte sei vom Landesgericht für 

Strafsachen Wien am 28. Dezember 2011 bis am 1. Februar 2012 bewilligt 

worden. Die Durchführung der beantragten Massnahme sei jedoch erst mit 

der Eintretensverfügung der Beschwerdegegnerin am 13. Februar 2012 

anhand genommen worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Bewilligung be-

reits ausser Kraft getreten gewesen, weshalb die Massnahme nicht mehr 

habe durchgeführt werden dürfen. Eine Massnahme, die von der verfügen-

den ausländischen Behörde selber nicht mehr vollzogen werden könnte, 

dürfe auch von den Schweizer Behörden nicht rechtshilfeweise vollzogen 

werden. Eine Einsprache gegen die widerrechtliche Beweisbeschaffung 

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habe in Österreich nur geringe Erfolgschancen, da eine Entfernung aus 

den Akten nur im Falle einer widerrechtlichen Beweisbeschaffung durch  

österreichische Beamte überhaupt in Frage kommen würde. Da die illegale 

Beweismittelbeschaffung jedoch durch die Beschwerdegegnerin erfolgt sei, 

sei es wahrscheinlich, dass die Dokumente in den Strafakten verbleiben 

würden (act. 1 S. 5 ff.).  

 

4.2 Die Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien vom 27. Dezember 2011 be-

züglich der Auskunft über Bankkonten und Bankgeschäfte ist vom Landes-

gericht für Strafsachen Wien am 28. Dezember 2011 bewilligt und bis am 

1. Februar 2012 befristet worden. Das Rechtshilfeersuchen vom 29. De-

zember 2011 an die Schweiz ist innert der bewilligten Frist gestellt worden 

(act. 1.5). Ob erst nach diesem Datum in der Schweiz durch schweizeri-

sche Behörden erhobene Beweismittel nach österreichischem Recht ver-

wertbar sind bzw. ob der Entscheid des Landesgerichts Wien überhaupt 

formgültig abgefasst worden ist – was der Beschwerdeführer bezweifelt 

(act. 1 S. 8) –  ist nicht im schweizerischen Rechtshilfeverfahren zu prüfen. 

Die Schweizerische Rechtshilfebehörde hat sich grundsätzlich nicht über 

die Vereinbarkeit der Rechtshilfe mit dem Recht des ersuchenden Staates 

oder über eine mögliche Wirkung einer befristeten Anordnung einer 

Zwangsmassnahme im ersuchenden Staat auszusprechen. Insbesondere 

hat sie nicht zu klären, ob die erhobenen Bankunterlagen im österreichi-

schen Strafverfahren als Beweismittel verwendet werden dürfen oder nicht. 

Im schweizerischen Rechtshilfeverfahren ist einzig zu prüfen, ob die bean-

tragte Rechtshilfe nach dem anwendbaren Staatsvertrags- und landesin-

ternen Gesetzesrecht zulässig ist. Dabei ist der ersuchte Staat gemäss 

Art. 1 EUeR verpflichtet, soweit wie möglich Rechtshilfe zu leisten, wenn er 

von einer Vertragspartei darum ersucht wird.  

 

 Das SDÜ verweist in Art. 48 Abs. 1 auf das EUeR, welches durch die Be-

stimmung des SDÜ über die Rechtshilfe in Strafsachen ergänzt und in sei-

ner Anwendung erleichtert werden soll. Art. 51 SDÜ statuiert gar, dass 

Rechtshilfeersuchen um Durchsuchung und Beschlagnahme keinen weite-

ren Bedingungen als denen der doppelten Strafbarkeit und der Vereinbar-

keit mit dem Recht des ersuchten Staates unterworfen werden. Gemäss 

der Botschaft zur Genehmigung der bilateralen Abkommen zwischen der 

Schweiz und der Europäischen Union, einschliesslich der Erlasse zur 

Durchsetzung der Abkommen ("Bilaterale II") vom 1. Oktober 2004 sei es 

das Ziel von Art. 51 SDÜ, die einschränkenden Bedingungen von Art. 5 

EUeR weiter zu lockern und damit die Rechtshilfe gegenüber dem EUeR 

insgesamt zu erweitern (BBl 2004, 5965 ff.; 6159). Art. 14 EUeR sieht fer-

ner im Gegensatz zu Art. 76 lit. c IRSG eine Bescheinigung über die Zuläs-

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sigkeit der Zwangsmassnahmen nach dem Recht des ersuchenden Staa-

tes gerade nicht vor. Daran vermag entgegen der Ansicht des Beschwerde-

führers die Formulierung in Art. II Abs. 1 des Zusatzvertrages, wonach ei-

nem Ersuchen um Beschlagnahme von Gegenständen eine Erklärung der 

zuständigen Justizbehörde beizulegen ist, dass die für diese Massnahme 

erforderlichen Voraussetzungen nach dem im ersuchenden Staat gelten-

den Recht vorliegen, nichts zu ändern: Dieser Vertrag soll die Rechtshilfe in 

Strafsachen zwischen beiden Vertragsstaaten erleichtern und nicht er-

schweren. Es entspricht weder dem Sinn noch dem Wortlaut von Art. II 

Abs. 1 des Zusatzvertrages, ein zusätzliches, im EUeR nicht vorgesehenes 

Erfordernis einzuführen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_326/2013 vom 

28. Mai 2013, E. 3.2).  

 

 Die Beschwerdekammer weist im Übrigen auf ihre ständige Rechtspre-

chung hin, wonach der ersuchte Staat das Rechtshilfeersuchen auszufüh-

ren hat, es sei denn, der ersuchende Staat habe zwischenzeitlich den 

Rückzug eines Ersuchens mitgeteilt (Urteil des Bundesgerichts 

1C_559/2009 vom 11. Februar 2010; Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2012.117 vom 20. Dezember 2012 E. 4.3). Ein derartiger Rückzug liegt 

aber – wie bereits ausgeführt – im vorliegenden Verfahren gerade nicht vor.  

  

  Die erhobene Rüge der Nichtigkeit der Eintretens- und der Schlussverfü-

gung erweist sich daher als unbegründet. 

 

 

5. 

5.1 Der Beschwerdeführer macht sodann in verschiedener Hinsicht eine Ver-

letzung des rechtlichen Gehörs geltend: Zunächst sei ihm von der Be-

schwerdegegnerin zu wenig Zeit eingeräumt worden, um zu den herauszu-

gebenden Bankunterlagen Stellung zu nehmen. Dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seien gleichzeitig für drei andere in der gleichen 

Rechtshilfesache vertretene Berechtigte analoge Fristen angesetzt worden. 

Damit seien dem Beschwerdeführer für die Stellungnahme zur Herausgabe 

der Bankunterlagen betreffend die beiden Konten "G." und "A." weniger als 

je fünf Tage verblieben. Ferner sei dem Beschwerdeführer die vollständige 

Einsicht in die Verfahrensakten verweigert worden. So seien ihm insbeson-

dere die Korrespondenz der Beschwerdegegnerin mit der Bank H. AG und 

den österreichischen Behörden sowie den Rechtshilfeersuchen vom 6. Mai 

und 6. September 2011 vorenthalten worden. Schliesslich habe sich die 

Beschwerdegegnerin nicht in genügendem Umfang mit den Eingaben des 

Beschwerdeführers und den Ausführungen zum Sachverhalt auseinander-

gesetzt. So habe sie sich nicht einmal zu ganz offensichtlich wesentlichen 

- 8 - 

 

 

Punkten – wie den Ausführungen des Beschwerdeführers zu den PLN- und 

EUR-Konten – geäussert (act. 1 S. 12 ff. und 15). 

 

5.2 Im Bereich der internationalen Rechtshilfe wird der in Art. 29 Abs. 2 BV 

verankerte Anspruch auf rechtliches Gehör zum einen im Rechtshilfegesetz 

selber und zum anderen aufgrund des Verweises von Art. 12 Abs. 1 IRSG 

im Verwaltungsverfahrensgesetz, namentlich in Art. 26 ff. und Art. 29 ff. 

VwVG konkretisiert. Das Recht auf Teilnahme am Rechtshilfeverfahren ist 

in Art. 80b Abs. 1 IRSG festgelegt. Danach können die Berechtigten am 

Verfahren teilnehmen, soweit dies für die Wahrung ihrer Interessen not-

wendig ist. Berechtigt im Sinne von Art. 80b Abs. 1 IRSG ist, wer Parteistel-

lung hat, mithin, wer im Sinne von Art. 80h lit. b IRSG beschwerdeberech-

tigt ist.  

 

 Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör fliessen das Akteneinsichtsrecht 

und das Recht auf Teilnahme an der Aussonderung der beschlagnahmten 

Unterlagen, welche an die ersuchende Behörde herauszugeben sind 

(BGE 126 II 258 E. 9b/aa). Akteneinsicht ist zu gewähren, soweit diese 

notwendig ist, um die Interessen des Berechtigten zu wahren, d.h. allein je-

ne Akten sind offen zu legen, welche ihn direkt und persönlich betreffen. 

Das Akteneinsichtsrecht umfasst alle Unterlagen, welche für den Entscheid 

relevant sein können, nicht nur die im Zuge der Durchführung des Ersu-

chens erhobenen Akten, sondern auch diejenigen des Rechtshilfeverfah-

rens i. e. S., insbesondere das Begehren und weitere Unterlagen des ersu-

chenden Staates (POPP, Grundzüge der internationalen Rechtshilfe in 

Strafsachen, S. 315 N. 463). Folgen einem Rechtshilfeersuchen mehrere 

Ergänzungen, gewährt die ausführende Behörde nur Einsicht in das Ge-

such (Hauptgesuch oder Ergänzung), welches die Partei betrifft, wenn es 

sich ergibt, dass die Einsicht in die übrigen Ersuchen ihr keine Erkenntnis-

se zu vermitteln vermag, die sie nicht schon hatte. Die ausführende Behör-

de verweigert die Einsicht in Rechtshilfegesuche, welche in der gleichen 

Angelegenheit schon früher eingegangen sind und die den Berechtigten 

nicht betreffen (ZIMMERMANN, La coopération judiciare internationale en ma-

tière pénale, Bern 2009, N 479, S. 445; Urteil des Bundesgerichts 

1A.216/2001 vom 21. März 2002, E. 2.3). Um das Recht auf Teilnahme an 

der Aussonderung zu gewähren, setzt die ersuchte Behörde dem Berech-

tigten eine Frist an, damit dieser in Bezug auf jeden einzelnen Beleg Argu-

mente nennen kann, die seines Erachtens der Übermittlung entgegen ste-

hen. Die Frist zur Stellungnahme ist dabei so anzusetzen, dass dem Gebot 

der raschen Erledigung Rechnung getragen wird (vgl. Urteil des Bundesge-

richts 1A.7/2007 vom 3. Juli 2007, E. 2.3.2). Danach erlässt die ausführen-

de Behörde eine sorgfältig begründete Schlussverfügung (BGE 130 II 14 

- 9 - 

 

 

E. 4.4), was ebenfalls aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs folgt. Die 

Behörde hat dabei die Vorbingen des vom Entscheid in seiner Rechtsstel-

lung Betroffenen tatsächlich zu hören, sorgfältig und ernsthaft zu prüfen 

und in der Entscheidfindung zu berücksichtigen. Die Überlegungen, von 

denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid 

stützt, müssen daher wenigstens kurz genannt werden. Dies bedeutet je-

doch nicht, dass sich diese ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Be-

hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Viel-

mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 

beschränken. Die Behörde hat demnach in der Begründung ihres Ent-

scheides diejenigen Argumente aufzuführen, die tatsächlich ihrem Ent-

scheid zugrunde liegen (BGE 126 I 97 E. 2b).  

 

5.3 Aus den Akten geht hervor, und es ist unbestritten, dass die Beschwerde-

gegnerin am 25. Januar 2013 dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführe-

rin die Bankunterlagen der Konten "G." und zweier anderer Berechtigter 

betreffend – insgesamt rund 860 Seiten – zustellte und eine Frist bis zum 

15.  Februar 2013 ansetzte, um dazu Stellung zu nehmen (act. 1.9). Eben-

so ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

31. Januar 2013 die Bankunterlagen betreffend das Konto "A." – rund 

265 Seiten – zugestellt wurden (act. 1.10). Mit Schreiben vom 11. Febru-

ar 2013 wurden diese Fristen bis zum 22. Februar 2013 verlängert 

(act. 1.12). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hatte damit vier 

Arbeitswochen zur Verfügung, um sich zu den insgesamt rund 1125 Seiten 

zu äussern, was nicht als unverhältnismässig kurz angesehen werden kann 

(vgl. den Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.185 vom 

9. Februar 2012, E. 4.3.1, wo bei einer Datenmenge von 1763 Bankunter-

lagen eine Zeit von rund sechs Wochen als ausreichend für die Durchsicht 

derselben und eine allfällige Stellungnahme erachtet wurde). Der Be-

schwerdeführer hatte mit anderen Worten genügend Zeit, um sich umfas-

send zu den herauszugebenden Bankunterlagen zu äussern. Eine diesbe-

zügliche Verletzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen.  

 

5.4 Mit Bezug auf die Rüge, dem Beschwerdeführer seien nicht alle Akten zur 

Einsicht zugestellt worden, ist sodann Folgendes auszuführen: Dem 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers wurde das Rechtshilfeersuchen 

vom 29. Dezember 2011, die Eintretensverfügung vom 13. Februar 2012, 

die Editionsverfügung vom 10. Mai 2012, die Verfügungen der Kontosper-

ren vom 26. Juni, 21. September und 18. Dezember 2012 sowie ein 

Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 21. Dezember 2012 an die ersu-

chende Behörde – und damit sämtliche dem Gericht vorliegenden Verfah-

rensakten – zugestellt (act. 1.2 III Ziff. 2; act. 1.15). Bei der Korrespondenz 

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der Beschwerdegegnerin mit der Bank H. AG bzw. der Bank F. AG, die 

dem Beschwerdeführer nicht bekannt sein soll, handelt es sich um Akten, 

die den Beschwerdeführer nicht direkt und persönlich betreffen und ihm 

daher auch nicht zur Einsicht offen zu legen sind. Die Schlussverfügung 

vom 31. Januar 2014 nennt sodann die Rechtshilfeersuchen vom 6. Mai 

und 6. September 2011 nicht, stützt sich also zur Begründung des Ent-

scheides nicht darauf ab. Hingegen verweist das der vorliegenden 

Schlussverfügung zugrundeliegende Rechtshilfeersuchen vom 29. De-

zember 2011 im Anschluss an die Sachverhaltsschilderung insofern auf 

diese früheren Rechtshilfeersuchen, als dort festgehalten wird: "Unter Be-

zugnahme auf die bisherige Korrespondenz, insbesondere die Rechtshilfe-

ersuchen vom 6. Mai 2011 und 6. September 2011, ergeht nunmehr unter 

Anschluss der gerichtlich bewilligten Anordnung der Auskunft über Bank-

konten und Bankgeschäfte vom 27. Dezember 2011 das Ersuchen um Er-

teilung von Auskünften über Bankkonten […]" (vgl. act. 1.5). Gemäss Be-

schwerdegegnerin betreffen diese beiden Ersuchen vom 6. Mai und 

6. September 2011 bereits vollzogene Sperren von nicht auf den Be-

schwerdeführer lautenden Konten (act. 10.1), mithin betreffen sie den Be-

schwerdeführer gerade nicht. Fehlt aber die Relevanz mit Bezug auf den 

Beschwerdeführer, so führt alleine die Tatsache, dass im Rechtshilfeersu-

chen vom 29. Dezember 2011 auf vorgehende Ersuchen verwiesen wird, 

nicht dazu, dass diese damit automatisch zu wesentlichen Verfahrensakten 

im Sinne der angeführten Rechtsprechung werden. Im Übrigen erlauben es 

die dem Beschwerdeführer vorliegenden Rechtshilfeersuchen vom 29. De-

zember 2011 und 27. Dezember 2012 – wie nachfolgend zu zeigen sein 

wird – die Rechtshilfevoraussetzungen zu prüfen. Unter diesen Umständen 

war die Vorinstanz nicht gehalten, dem Beschwerdeführer die Rechtshilfe-

ersuchen vom 6. Mai und 6. September 2011 – auch nicht in geschwärzter 

Form – zuzustellen. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs kann somit 

nicht ausgemacht werden. 

 

5.5 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers äussert sich die ange-

fochtene Schlussverfügung sodann ausführlich zu den einzelnen Rechtshil-

fevoraussetzungen, namentlich zum Sachzusammenhang zwischen der ös-

terreichischen Strafuntersuchung und den zu übermittelnden Kontounterla-

gen und der angeordneten Kontosperre sowie zur Verhältnismässigkeit der 

beantragten Rechtshilfemassnahmen (act. 1.2 S. 2 f.). Der Begründungs-

pflicht wurde somit zweifellos Folge geleistet, eine sachgerechte Anfech-

tung war möglich. Ob die Überlegungen zutreffend sind und inhaltlich für 

den Entscheid Rechtshilfe zu leisten ausreichen, was vorliegend vom Be-

schwerdeführer bestritten wird, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, 

sondern betrifft den Entscheid in seinem materiellen Gehalt. Demnach liegt 

- 11 - 

 

 

auch unter diesem Gesichtspunkt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

vor.  

 

 

6. 

6.1 Der Beschwerdeführer macht schliesslich eine Verletzung des Verhältnis-

mässigkeitsprinzips geltend. Er führt aus, die Übermittlung der gesamten 

Bankunterlagen des Beschwerdeführers an die Staatsanwaltschaft Wien 

habe den Charakter einer fishing expedition. Es bestehe die Gefahr, dass 

zahlreiche Personen zu Unrecht in ein Strafverfahren verwickelt werden 

würden, die bisher jedoch nicht Gegenstand von Ermittlungen gewesen 

seien. Das Rechtshilfeersuchen erwähne den Beschwerdeführer nicht. In-

dem die Beschwerdegegnerin dennoch die Bankunterlagen des Beschwer-

deführers an die österreichischen Strafverfolgungsbehörden herausgeben 

wolle, habe sie eine materielle Beurteilung des ihr geschilderten Sachver-

haltes vorgenommen, was sie aber gestützt auf die einschlägigen staats-

vertraglichen und gesetzlichen Bestimmungen gerade nicht tun dürfe. Das 

"Konto A." bestehe aus diversen Unterkonten mit verschiedenen Refe-

renzwährungen. Dabei würden jedoch bloss das PLN-Zloty- und das EUR-

Konto von externer Quelle gespiesen, während die anderen Unterkonten 

lediglich und ausschliesslich der Vermögensverwaltung dienen würden und 

daher von vornherein auszusondern seien (BA-0019 bis BA-0034, BA-0038 

bis BA-0220, BA-0249 bis BA-0263). Das PLN-Zloty-Konto (Konto Nr. 3.1) 

sei im Oktober 2007 mit dem einzigen Zweck eröffnet worden, den Verkauf 

der Anteile des Beschwerdeführers an der I. S.l.r. in Z. (Rumänien) abzuwi-

ckeln, weshalb dieses mit dem österreichischen Strafverfahren in keinem 

Zusammenhang stehe und die betreffenden Dokumente auszusondern sei-

en (BA-0012 bis BA-0018, BA-0036 bis BA-0037, BA-0234 bis BA-0248). 

Gleich verhalte es sich mit dem EUR-Konto (Konto Nr. 3.2). Dieses sei 

ausschliesslich durch eine Zahlung über EUR 408'000 geäufnet worden, 

nämlich durch die teilweise Rückzahlung eines Darlehens, das der Be-

schwerdeführer J. gewährt habe, weshalb diese Unterlagen nicht heraus-

zugeben seien (BA-0035, BA-0221 bis BA-0223, BA-0226). Im Übrigen sei 

erstellt, dass sämtliche Mittel auf dem blockierten "Konto A." (Konto-Nr. 3) 

aus dem Verkauf der Beteiligungen an der I. S.l.r. herrühren und daher mit 

dem Rechtshilfeersuchen in keinem Zusammenhang stehen würden. Auch 

das 1996 eröffnete und im Jahre 2006 wieder saldierte Konto "G." (Konto 

Nr. 2) stehe in keinem Zusammenhang mit dem Rechtshilfeersuchen. Die 

damit verbundenen Transaktionen und Dokumente beträfen unter anderem 

ein Bauprojekt in Rumänien (Chalet-Siedlung "K."), das Darlehen an J. so-

wie einen Darlehensvertrag zwischen der L. Ltd. und dem Beschwerdefüh-

rer über eine maximale Kreditsumme von USD 4 Mio. Wenn überhaupt, 

- 12 - 

 

 

dann seien betreffend das Konto "G." nur folgende Dokumente herauszu-

geben: BA-0053, BA-0057, BA-0060-61, BA-0100, BA-0111, BA-0113, BA-

0116-117, BA-0133, BA-0146, BA-0165-166, BA-0172, BA-0176-218, BA-

0234-242, BA-0248, BA-0292-294, BA-0303-320, BA-0322-323, BA-0350-

351, BA-0354, BA-0360-369, BA-0372-374, BA-0376-379, BA-0381-382. 

Die keinesfalls herauszugebenden Dokumente BA-0219 bis BA-0233 und 

BA-0275 bis BA-0277 seien zudem zu schwärzen. Auszusondern seien 

schliesslich alle Bankunterlagen der Konten "A." und "G.", soweit die Do-

kumente vor dem 30. Dezember 2003 bzw. nach dem 31. August 2011 da-

tiert seien bzw. sämtliche Transaktionen nach dem 31. August 2011 seien 

zu schwärzen (act. 1 S. 15 ff.; act. 13 S. 3 ff.).  

 

6.2 Rechtshilfemassnahmen haben generell dem Prinzip der Verhältnismäs-

sigkeit zu genügen (ZIMMERMANN, a.a.O., mit Verweisen auf die Rechtspre-

chung; mit Verweisen auf die Rechtsprechung; DONATSCH/HEIMGARTNER/ 

SIMONEK, Internationale Rechtshilfe, Zürich/Basel/Genf 2011, S. 61 ff.; 

POPP, a.a.O., N. 404; siehe statt vieler den Entscheid des Bundesstrafge-

richts RR.2011.193 vom 9. Juli 2012, E. 8.2). Die internationale Zusam-

menarbeit kann nur abgelehnt werden, wenn die verlangten Unterlagen mit 

der verfolgten Straftat in keinem Zusammenhang stehen und offensichtlich 

ungeeignet sind, die Untersuchung voranzutreiben, so dass das Ersuchen 

nur als Vorwand für eine unzulässige Beweisausforschung (“fishing expedi-

tion“) erscheint (BGE 136 IV 82 E. 4.1 S. 85; 134 II 318 E. 6.4; 129 II 462 

E. 5.3 S. 467 f.). Nicht erforderlich ist, dass dem von der Rechtshilfemass-

nahme Betroffenen im ausländischen Strafverfahren selbst ein strafbares 

Verhalten zur Last gelegt wird (Urteil des Bundesgerichts 1A.245/2006 vom 

26. Januar 2007, E. 3; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.29 vom 

30. Mai 2007, E. 3). Ob die verlangten Auskünfte für das Strafverfahren im 

ersuchenden Staat nötig oder nützlich sind, ist eine Frage, deren Beantwor-

tung grundsätzlich dem Ermessen der Behörden dieses Staates anheim-

gestellt ist. Da der ersuchte Staat im Allgemeinen nicht über die Mittel ver-

fügt, die es ihm erlauben würden, sich über die Zweckmässigkeit bestimm-

ter Beweise im ausländischen Verfahren auszusprechen, hat er insoweit 

die Würdigung der mit der Untersuchung befassten Behörde nicht durch 

seine eigene zu ersetzen und ist verpflichtet, dem ersuchenden Staat alle 

diejenigen Aktenstücke zu übermitteln, die sich auf den im Rechtshilfeersu-

chen dargelegten Sachverhalt beziehen können; nicht zu übermitteln sind 

nur diejenigen Akten, die für das ausländische Strafverfahren mit Sicherheit 

nicht erheblich sind (sog. potentielle Erheblichkeit). Dabei darf die ersuchte 

Rechtshilfebehörde über ein im Rechtshilfeersuchen gestelltes Begehren 

nicht hinausgehen (Übermassverbot; BGE 136 IV 82 E. 4.1). Die Recht-

sprechung hat diesen Grundsatz derweil insofern präzisiert, als das 

http://links.weblaw.ch/1A.245/2006

- 13 - 

 

 

Rechtshilfeersuchen nach Massgabe des Zwecks der angestrebten 

Rechtshilfe weit ausgelegt werden kann, solange alle Voraussetzungen für 

die Gewährung der Rechtshilfe erfüllt sind. Auf diese Weise kann eine an-

dernfalls notwendige Ergänzung des Rechtshilfeersuchens vermieden wer-

den (BGE 136 IV 82 E. 4.1; vgl. zum Ganzen auch TPF 2009 161 E. 5.1 

S. 164). Zielt das Rechtshilfeersuchen auf die Ermittlung ab, auf welchem 

Weg Geldmittel möglicherweise strafbarer Herkunft verschoben wurden, so 

sind die Behörden des ersuchenden Staates grundsätzlich über alle Trans-

aktionen zu informieren, die von Gesellschaften und über Konten getätigt 

wurden, welche in die Angelegenheit verwickelt sind (BGE 129 II 462 E. 5.3 

S. 468; TPF 2011 97 E. 5.1 S. 106 m.w.H.).  

 

6.3 Im Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 wird den Unternehmens-

verantwortlichen der B. GmbH zusammengefasst Folgendes vorgeworfen: 

Die B. GmbH habe mit dem rumänischen Staat am 15. April 2004 einen 

Software-Lizenzvertrag abgeschlossen, der die Ausstattung von rumäni-

schen staatlichen Stellen mit Microsoft-Produkten zum Gegenstand gehabt 

habe. Die B. GmbH habe in der Folge verschiedene Gesellschaften, darun-

ter die D. AG, mit der Erbringung von Serviceleistungen für die rumäni-

schen staatlichen Stellen beauftragt. Gestützt auf ein am 29. Dezem-

ber 2003 abgeschlossenes Consultancy Service Agreement und ein 

Amendment No. 2 to Consultancy and Service Agreement vom 

9. April 2004 seien von der B. GmbH an die D. AG Zahlungen von 

USD 15.6 Mio. und USD 7.2 Mio. geflossen, teilweise ohne dass die 

B. GmbH eine Überprüfung der Leistungserbringung durch die D. AG vor-

genommen habe. Eine Hausdurchsuchung am Sitz der B. GmbH habe er-

geben, dass keinerlei Serviceleistungen durch die D. AG erbracht worden 

seien. Insbesondere habe sich die vermeintliche Projektdokumentation der 

D. AG als Zusammenstellung von aus dem Internet frei zugänglichen Stan-

darddokumenten herausgestellt. Damit seien Gelder unrechtmässig an die 

Beschuldigten oder Dritte geflossen (act. 1.5). 

 

6.4 Die Beschwerdegegnerin hatte im Rechtshilfeverfahren die M. Ltd. betref-

fend – deren wirtschaftlich Berechtigter der Beschwerdeführer ist und die 

ebenfalls von Rechtsanwalt Graber vertreten wurde – aufgrund von deren 

Kontounterlagen feststellen können, dass am 13. Mai 2004 

USD 15'525'000 vom Konto der D. AG auf das Konto der M. Ltd. transfe-

riert wurden. Von dort aus seien gleichentags bzw. am darauffolgenden 

Tag insgesamt rund USD 15 Mio. auf Konten verschiedener juristischer und 

natürlicher Personen überwiesen worden, so unter anderem 

USD 1'900'000 an den Beschwerdeführer, USD 450'000 an die N. Ltd. so-

wie USD 3'970'000 an L. Ltd. Den Kontounterlagen der M. Ltd. liess sich 

- 14 - 

 

 

ferner eine Überweisung der D. AG auf das Konto der M. Ltd. vom 4. De-

zember 2004 in der Höhe von USD 7'201'577 entnehmen. Am nächsten 

Tag seien vom Konto der M. Ltd. insgesamt USD 6'298'057 und am 

16. Dezember 2004 USD 900'000 auf Konten verschiedener juristischer 

und natürlicher Personen weitergeleitet worden, so unter anderem 

USD 1'880'057 an die L. Ltd. und USD 1'300'000 an den Beschwerdeführer 

(vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.104-107 vom 

27. August 2013, E. 7.4).  

 

 Eine Sichtung der vorliegend herauszugebenden Kontounterlagen die Kon-

ten "G." und "A." betreffend ergibt sodann folgendes Bild: Vom Konto der 

L. Ltd. wurden am 14. Mai und 2. Dezember 2004 USD 2'550'000 und 

USD 1'334'557 auf das Konto "G." überwiesen (Verfahrensakten "G." 

pag. 0058-59, 0102, 0107, 0130-131 und 0143-144). Von dort aus erfolgten 

am 17. Mai und 2. Dezember 2004 zwei Gutschriften von USD 1'800'000 

bzw. USD 1'030'000 auf das Konto von J. (Verfahrensakten "G." pag. 0059-

59, 0101, 0107, 0126-127, 0143-144 und 0349). J. überwies am 

5. Juni 2012 EUR 408'000 auf das "Konto A.", wobei gleichentags eine 

Überweisung vom "Konto A." im Umfang von EUR 425'000 auf das Konto 

der O. Ltd. – deren wirtschaftlich Berechtigter der Beschwerdeführer sei – 

aus den Akten zu entnehmen ist (Verfahrensakten "A." pag. 0035, 0221, 

0227-233). Aktenkundig sind sodann folgende Überweisungen vom Konto 

der N. Ltd. auf das Konto "G.": am 13. Mai und 2. Dezember 2004 

USD 150'000 bzw. USD 48'000 sowie am 1. März und 14. November 2005 

EUR 23'333 und USD 20'000 (Verfahrensakten "G." pag. 0058-59, 0061, 

0100, 0111, 0106, 0128-129, 0141-142, 0147-148 und 0152-153).  

 

 Es ist nicht auszuschliessen, dass die genannten Geldflüsse aus den im 

Rechtshilfeersuchen vom 29. Dezember 2011 genannten Überweisungen 

der B. GmbH an die D. AG im Umfang von USD 15.6 Mio. und 7.2 Mio. her-

rühren. Die diesbezüglichen Kontounterlagen sind daher potentiell geeig-

net, mögliche Geldflüsse im Zusammenhang mit dem im Rechtshilfeersu-

chen geschilderten Sachverhalt aufzudecken. Von einer unzulässigen Be-

weisausforschung kann keine Rede sein. Dabei können insbesondere die 

bankinternen Know-Your-Customer-Files sowie die Client Personal Data 

(Verfahrensakten "G." pag. 0219-233 und 0275-277) Aufschluss über die 

Verbindungen zwischen dem Beschwerdeführer und der D. AG geben. 

Dass die am 13., 14. Mai und 2. Dezember 2004 vorgenommen Zahlungen 

in Millionenhöhe von der L. Ltd. auf das Konto "G." und von dort auf das 

Konto von J. auf Darlehensverträgen zwischen der L. Ltd. bzw. J. und dem 

Beschwerdeführer beruhen sollen, vermag entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers nichts an der potentiellen Erheblichkeit der betreffenden 

- 15 - 

 

 

Bankunterlagen zu ändern. Gleich verhält es sich mit den weiteren vom 

Beschwerdeführer vorgebrachten Argumenten und Beweismittel; diese 

betreffen Fragen der Beweiswürdigung, welche gerade nicht im Rechtshil-

feverfahren zu prüfen sind und die potentielle Erheblichkeit der herauszu-

gebenden Unterlagen nicht in Frage stellen. Es wird im österreichischen 

Strafverfahren festzustellen sein, ob die Transaktionen deliktischen Hinter-

grunds sind oder nicht. Im Übrigen sind die strittigen Überweisungen auch 

als potentiell relevant zu bezeichnen, um darauf Rückschlüsse be- aber 

auch entlastender Natur über das den beschuldigten Personen angelastete 

Verhalten zu ziehen. Dass der Beschwerdeführer im Rechtshilfeersuchen 

nicht erwähnt wird, steht der Leistung der Rechtshilfe nicht von vornherein 

entgegen (Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2011.56 vom 2. De-

zember 2011, E. 6.3, RR.2010.244 vom 14. September 2011, E. 4.3 und 

RR.2010.268-270 vom 21. Juni 2011, E. 8.3). 

  

Bezüglich des Vorwurfs, das Verhältnismässigkeitsprinzip sei in zeitlicher 

Hinsicht verletzt, ist festzuhalten, dass Stammunterlagen bezüglich der Er-

öffnung der Konten und Depots, des Vertragsverhältnisses der Bank und 

allfälliger Vertretungsverhältnisse unabhängig von deren Datum relevant 

sind, weil sie Auskunft unter anderem über die wirtschaftliche Berechtigung 

geben können (vgl. Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2010.10 vom 

6. Dezember 2010, E. 5.3.3; RR.2009.195 vom 7. Januar 2010, E. 6.3; 

RR.2009.37 vom 2. September 2009, E. 8.4). Soweit die Schlussverfügung 

derartige Stammdaten zur Herausgabe vorsieht, ist die Beschwerde unbe-

gründet. Differenziert zu beurteilen ist die Sachlage hinsichtlich von Bewe-

gungsdaten (Auszüge über Bewegungen auf Konten oder Depots). Diesbe-

züglich können vorliegend Unterlagen über Vermögensbewegungen nach 

und während des angeblichen Tatzeitpunkts relevant sein. Die Herausgabe 

der über dieses Datum hinausgehenden Unterlagen zu verweigern und die 

ersuchende Behörde zu einem Ergänzungsersuchen anzuhalten, würde 

das Rechtshilfeverfahren nur unnötig verzögern und an überspitzten For-

malismus grenzen. Der potentiellen Erheblichkeit der herauszugebenden 

Bankunterlagen steht somit die Tatsache nicht entgegen, dass die heraus-

zugebenden Bankunterlagen einen Zeitraum von Juni 2004 bis Septem-

ber 2012 beschlagen, während die österreichischen Behörden die Heraus-

gabe der Bankunterlagen nur bis 11. August 2011 beantragen. Damit ist 

festzuhalten, dass die die Bankverbindung des Beschwerdeführers betref-

fenden Unterlagen demnach – auch wenn sich das Rechtshilfeersuchen 

nicht explizit auf diese bezieht – in einem direkten sachlichen Zusammen-

hang mit dem im Rechtshilfeersuchen dargestellten Sachverhalt stehen, so 

dass deren gesamte Übermittlung an die ersuchende Behörde das aus 

dem Prinzip der Verhältnismässigkeit fliessende Übermassverbot nicht ver-

- 16 - 

 

 

letzt. Ist die Herausgabe der Bankunterlagen mit dem Verhältnismässig-

keitsprinzip vereinbar, besteht auch keine Veranlassung, einzelne Doku-

mente passagenweise zu schwärzen, wie vom Beschwerdeführer bean-

tragt. Dies gilt auch, soweit der Beschwerdeführer die Schwärzung von Do-

kumenten mit der Begründung beantragt, dass es sich hierbei um höchst-

persönliche Einträge handle (so mit Bezug auf die Verfahrensakten "G." 

pag. 0219-0233 und 0275-277), denn im Bereich der internationalen 

Rechtshilfe in Strafsachen bietet der Anspruch auf Privatsphäre (Art. 13 

BV) keinen über das Verhältnismässigkeitsprinzip hinausgehenden 

Rechtsschutz (Urteil des Bundesgerichts 1A.331/2005 vom 24. Janu-

ar 2006, E. 2.1; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2009.139 vom 

6. Oktober 2009, E. 6). 

 

 Die Herausgabe der vorerwähnten Unterlagen an die ersuchende Behörde 

entspricht schliesslich auch dem Geist des GwUe, welches die Vertrags-

parteien zur grösstmöglichen Unterstützung bei der Ermittlung von Tat-

werkzeugen, Erträgen und anderen Vermögenswerten, die der Einziehung 

unterliegen, verpflichtet (Art. 8 GwUe) und diesen diesbezüglich sogar die 

unaufgeforderte Übermittlung von Informationen erlaubt (Art. 10 GwUe). 

Zudem vermeidet diese Vorgehensweise auch ein allfälliges Nachtragser-

suchen (BGE 121 II 241 E. 3a S. 243; Urteile des Bundesgerichts 

1A.227/2006 vom 22. Februar 2007, E. 2.5; 1A.303/2004 vom 

29. März 2005, E. 4.2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.89 vom 

20. August 2007, E. 4.1 m.w.H.).  

 

6.5 Mit Bezug auf die von der Kontosperre betroffenen Vermögenswerte ist so-

dann Folgendes auszuführen: Da diese möglicherweise deliktischer Her-

kunft sind (vgl. supra 6.4), haben sie grundsätzlich beschlagnahmt zu blei-

ben bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen und vollstreckbaren Einzie-

hungs- bzw. Rückerstattungsentscheides des ersuchenden Staates bzw. 

bis der ersuchende Staat mitteilt, dass ein solcher Entscheid nicht mehr er-

folgen kann (vgl. Art. 33a IRSV). In Dispositiv-Ziffer 3 der angefochtenen 

Schlussverfügung wurde die mit Verfügung vom 26. Juni 2012 bzw. 

21. September 2012 bzw. 20. Dezember 2012 angeordnete Sperre des 

Kontos des Beschwerdeführers aufrechterhalten, bis die ersuchende Be-

hörde über die sichergestellten Vermögenswerte von insgesamt 

EUR 1'060'047.-- rechtskräftig entschieden hat (act. 1.2). Daran ändert 

auch nichts, dass der Beschwerdeführer dringend auf das Geld angewie-

sen sein soll, um unaufschiebbare Renovationsarbeiten an einem histori-

schen Gebäude in Rumänien im Umfang von EUR 1'435'900 zu finanzieren 

(vgl. act. 1 S. 31). Die gesperrten Vermögenswerte stellen einen Bruchteil 

des mutmasslichen Schadens in der Höhe von USD 45 Mio. dar, weshalb 

- 17 - 

 

 

die Kontosperre auch unter diesem Gesichtspunkt ohne Weiteres als ver-

hältnismässig erscheint. Die Ermittlungen in Österreich werden zeigen 

müssen, ob es sich beim beschlagnahmten Kontovermögen überhaupt – 

und wenn ja, integral oder partiell – um Gelder strafbarer Herkunft handelt. 

Bis diese Frage im österreichischen Strafverfahren geklärt ist, muss die 

Kontosperre gemäss Art. 33a IRSV aufrechterhalten bleiben. Diese besteht 

erst seit dem 26. Juni 2012, was keine unverhältnismässig lange Dauer 

darstellt (vgl. TPF 2007 124 E. 8). Die Beschwerdegegnerin wird diesbe-

züglich das österreichische Strafverfahren jedoch im Auge behalten müs-

sen.  

 

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass sich die vom Beschwerdeführer 

erhobenen Rügen allesamt als unbegründet erweisen, weshalb die Be-

schwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 

 

 

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG). Für die 

Berechnung der Gerichtsgebühren gelangt das Reglement des Bundes-

strafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur An-

wendung (Art. 53 Abs. 2 lit. a, Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 65 Abs. 5 VwVG 

sowie Art. 22 Abs. 3 BStKR). Es rechtfertigt sich vorliegend, die Gebühr auf 

Fr. 7'000.-- festzusetzen und dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, unter 

Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses. 

- 18 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 7'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.  

 

 

Bellinzona, 30. Juli 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Christoph K. Graber 

- Bundesanwaltschaft 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).