# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9b6fdc7b-301d-598d-be68-1c3f83ad2747
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-03-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Kassationsgericht 08.03.2006 AA060002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_KSG_001_AA060002_2006-03-08.pdf

## Full Text

Kassationsgericht des Kantons Zürich

Kass.-Nr. AA060002/U/mb

Mitwirkende: die Kassationsrichter Moritz Kuhn, Präsident, Hans Michael

Riemer, Dieter Zobl, Karl Spühler und Reinhard Oertli sowie

der Sekretär Markus Nietlispach

Zirkulationsbeschluss vom 8. März 2006

in Sachen

X.,
Rekurrent und Beschwerdeführer

betreffend

Aufhebung einer Mitwirkungsbeiratschaft nach Art. 395 Abs. 1 ZGB

Nichtigkeitsbeschwerde gegen einen Beschluss der II. Zivilkammer des
Obergerichts des Kantons Zürich vom 27. Dezember 2005 (NX050067/U)

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Das Gericht hat in Erwägung gezogen:

1.a) Der Beschwerdeführer (Rekurrent) war im Jahre 1956 wegen Geistes-

krankheit im Sinne von Art. 369 ZGB entmündigt worden (s. OG act. 12/27, 12/63,

12/69 und 12/73). Im Jahre 1963 wurde die Vormundschaft wegen Wegfalls der

sozialen Voraussetzungen wieder aufgehoben (OG act. 12/196). Mit Beschluss

vom 12. Februar 1976 errichtete der Bezirksrat Zürich für den Beschwerdeführer

alsdann eine (Mitwirkungs-)Beiratschaft nach Art. 395 Abs. 1 ZGB (OG act.

12/304), welche seither aufrechterhalten wurde. In der Folge verlangte der Be-

schwerdeführer mit zahlreichen Eingaben immer wieder erfolglos, die angeord-

nete vormundschaftliche Massnahme für nichtig zu erklären bzw. aufzuheben

(vgl. z.B. OG act. 12/564, 12/634, 12/643, 12/697+698), wobei er dieses Begeh-

ren teilweise mit der Forderung verband, ihm eine Entschädigung auszurichten

(vgl. zur Vorgeschichte des vorliegenden Verfahrens auch OG act. 15 = KG act. 2

S. 2, Erw. 1).

b) Mit Beschluss vom 27. Februar 2004 trat die II. Zivilkammer des Oberge-

richts des Kantons Zürich auf eine Rechtsverweigerungsbeschwerde des Be-

schwerdeführers (wegen Nichtbehandlung seines Aufhebungsgesuchs vom

9. November 2003 durch die vormundschaftlichen Behörden) nicht ein (OG act.

12/725). Zugleich überwies sie die Akten zur Behandlung derselben an die für die

Beurteilung von Aufsichtsbeschwerden zuständige zweitinstanzliche Aufsichtsbe-

hörde in Vormundschaftssachen, die Direktion der Justiz und des Innern des

Kantons Zürich. Daraufhin leiteten die vormundschaftlichen Behörden ein (for-

melles) Aufhebungsverfahren in die Wege (vgl. OG act. 12/727-728 und 12/730).

Mit Beschluss vom 9. Dezember 2004 beantragte die Vormundschaftsbehörde

der Stadt Zürich dem Bezirksrat, das Gesuch des Beschwerdeführers um Aufhe-

bung der Beiratschaft abzuweisen (OG act. 11/1 = OG act. 12/750). Entgegen

diesem Antrag beschloss der Bezirksrat Zürich (Erstinstanz) am 24. November

2005, die Beiratschaft für den Beschwerdeführer aufzuheben; gleichzeitig lud er

den Beirat ein, per Rechtskraft der Aufhebung der Massnahme einen Schlussbe-

richt einzureichen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 360.--

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wurden dem Beschwerdeführer auferlegt und zu Lasten seines Vermögens beim

Beirat bezogen (OG act. 11/13 = OG act. 3 = OG act. 10).

c) Gegen die vom Bezirksrat beschlossene Kostenauflage erhob der Be-

schwerdeführer mit fristwahrender Eingabe vom 29. November 2005 Rekurs (OG

act. 2), den er mit Eingaben vom 4., 6. und 8. Dezember 2005 (OG act. 6-8) er-

gänzend begründete. Zwei weitere Eingaben des Beschwerdeführers an die Re-

kursinstanz datieren vom 13. und 20. Dezember 2005 (OG act. 13 und 14). Am

27. Dezember 2005 fällte die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich

(Vorinstanz) den Rekurs(end)entscheid (KG act. 2). Darin nahm sie zunächst da-

von Vormerk, dass die Dispositiv-Ziffern I. und II. des erstinstanzlichen Beschlus-

ses (betreffend Aufhebung der Beiratschaft und Einreichung des Schlussberichts)

in Rechtskraft erwachen sind (Disp.-Ziff. 1). Sodann wies sie die Begehren des

Beschwerdeführers um Erstreckung der Rekursfrist und um Beizug der Akten des

Erbprozesses X. gegen Witwe Y. ab (Disp.-Ziff. 2 und 3). Auf die Entschädi-

gungsbegehren, das Begehren um Neubeurteilung der "Burghölzli-Verschleppung

und des Bevormundungsverfahrens" sowie das Begehren um Untersuchung des

neuesten Verbrechens gegen den Beschwerdeführer trat die Vorinstanz nicht ein.

In der Sache selbst wurde der Rekurs abgewiesen, soweit darauf einzutreten war,

und der erstinstanzliche Beschluss auch hinsichtlich der Kostenfolge des bezirks-

rätlichen Verfahrens (Disp.-Ziff. III.) bestätigt (Disp.-Ziff. 5). Schliesslich wurden

(auch) die Kosten des Rekursverfahrens (von insgesamt Fr. 531.--) dem Be-

schwerdeführer auferlegt (Disp.-Ziff. 7).

d) Gegen diesen dem Beschwerdeführer am 5. Januar 2006 zugestellten

(OG act. 16/1) obergerichtlichen Beschluss richtet sich die vorliegende, rechtzeitig

eingereichte (vgl. § 287 ZPO) Nichtigkeitsbeschwerde vom 8. Januar 2006 (KG

act. 1), die mit Eingabe vom 11. Januar 2006 innert noch laufender Frist ergän-

zend begründet wurde (KG act. 8). Da der Bezirksrat seinen (Aufhebungs-)Ent-

scheid nicht auf Beschwerde hin und somit nicht als Beschwerdeinstanz (d.h. in

seiner Funktion als vormundschaftliche Aufsichtsbehörde im Sinne von Art. 361

ZGB), sondern kraft besonderer Kompetenzzuweisung durch das kantonale

Recht, d.h. als vom kantonalen Recht für die Aufhebung der Beiratschaft zustän-

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dig erklärte erste Instanz, gefällt hat (vgl. Art. 439 Abs. 3 ZGB in Verbindung mit

Art. 434 Abs. 1 ZGB und § 89 EG zum ZGB), fällt die Nichtigkeitsbeschwerde

nicht unter die Ausschlussvorschrift von § 284 Ziff. 5 ZPO. Diese Bestimmung

nimmt nämlich nur Rekursentscheide über Entscheide des Bezirksrates von der

Beschwerdefähigkeit aus, wenn der Bezirksrat als Beschwerdeinstanz (oder – wie

im Schrifttum mitunter vertreten wird – gestützt auf Bundesrecht zwar erstinstanz-

lich, aber in seiner Eigenschaft als kantonale Aufsichtsbehörde in Vormund-

schaftssachen [vgl. z.B. Art. 298a Abs. 2 ZGB oder Art. 311 Abs. 1 ZGB]) ent-

schieden hat. Somit ist die Beschwerdefähigkeit des vorliegend angefochtenen

(im Verfahren nach §§ 280a ff. ZPO ergangenen) Rekursentscheids zu bejahen,

d.h. die Nichtigkeitsbeschwerde grundsätzlich zulässig (vgl. § 281 ZPO und § 284

Ziff. 5 ZPO [e contrario]; Frank, Ergänzungsband zu Frank/Sträuli/Messmer

[Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A.], Zürich 2000, N 3 zu

§ 284 ZPO; Müller, Aufsichtsrechtliche Zuständigkeiten und Rechtsmittel im vor-

mundschaftlichen Verfahren, in: Bräm [Hrsg.], Anpassung des Zürcher Prozess-

rechts im Personen- und Familienrecht, Zürich 2001, S. 128 f.; s.a. Frank/Sträuli/

Messmer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. A., Zürich 1997,

N 10 zu § 281 ZPO; Spühler/Vock, Rechtsmittel in Zivilsachen im Kanton Zürich

und im Bund, Zürich 1999, S. 62; von Rechenberg, Die Nichtigkeitsbeschwerde in

Zivil- und Strafsachen nach zürcherischem Recht, 2. A., Zürich 1986, S. 5; s.a.

KG act. 2 S. 10, Disp.-Ziff. 9).

Mit Präsidialverfügung vom 9. Januar 2006 wurden die in der Eingabe vom

8. Januar 2006 gestellten Gesuche des Beschwerdeführers um Anordnung von

Sofortmassnahmen und um sofortige Ausrichtung einer Entschädigung mangels

einer dahingehenden gesetzlichen Grundlage abgewiesen und der Beschwerde

bezüglich der Dispositiv-Ziffern 5 und 7 des obergerichtlichen Entscheids (betref-

fend die erst- und zweitinstanzlichen Kostenfolgen) aufschiebende Wirkung ver-

liehen (KG act. 4). Weitere prozessuale Anordnungen wurden bislang nicht ge-

troffen. Gegen diese Verfügung (vom 9. Januar 2006) erhob der Beschwerdefüh-

rer staatsrechtliche Beschwerde (vgl. KG act. 9/1), auf welche das Bundesgericht

mit Urteil vom 28. Februar 2006 nicht eintrat (KG act. 9/2).

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e) Wie die nachstehenden Erwägungen (insbes. Erw. 3) zeigen, erweist sich

die Beschwerde sofort als den formellen Anforderungen an die Begründung einer

solchen nicht genügend. Deshalb kann – nach bereits erfolgtem Beizug der vor-

instanzlichen Akten (vgl. KG act. 3 und 6) – von Weiterungen im Sinne von § 289

ZPO abgesehen, d.h. darauf verzichtet werden, die Beschwerde der Vorinstanz

zur Vernehmlassung zuzustellen (s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 2 zu

§ 289 ZPO).

2. Die Vorinstanz führte zur Begründung ihres Entscheids zunächst aus,

dass die vom Beschwerdeführer geforderte Rechtskraftbescheinigung einer

Grundlage entbehre, soweit damit mehr verlangt werde als die Vormerknahme

vom Umstand, dass die Dispositiv-Ziffern I. und II. des bezirksrätlichen Beschlus-

ses vom 24. November 2005 (betreffend Aufhebung der Beiratschaft und Einrei-

chung des Schlussberichts) in Rechtskraft erwachsen seien (KG act. 2 S. 2 f.,

Erw. 2). Sodann erwog sie, dass der Beschwerdeführer ungeachtet seines zu-

nächst (unter dem 29. November 2005) gestellten Gesuchs um Erstreckung der

Rekursfrist innert der zehntägigen Frist von § 280b Abs. 1 ZPO nicht nur die

(summarische) Rekursbegründung selbst, sondern auch drei ergänzende Rekur-

seingaben eingereicht habe, in denen er das Fristerstreckungsgesuch nicht er-

neuert habe. Es sei daher davon auszugehen, dass er seinen Rekurs innert der

ihm zur Verfügung stehenden zehntägigen Frist erschöpfend habe begründen

können, zumal das Schwerpunkt seiner Ausführungen bildende Thema ohnehin

nicht Gegenstand des Rekursverfahrens sein könne. Daher sei seinem Gesuch

um Erstreckung der Rekursfrist nicht zu entsprechen (KG act. 2 S. 5, Erw. 4).

Mit Recht – so die Vorinstanz weiter – habe die Erstinstanz dem Beschwer-

deführer ferner die Herausgabe der Akten verweigert, beinhalte das Aktenein-

sichtsrecht doch lediglich den Anspruch, die Akten am Sitz der Behörde einzuse-

hen, nicht jedoch den Anspruch, diese nach Hause nehmen zu können, was im

Übrigen in gleicher Weise auch für eine Akteneinsicht im Rekursverfahren gelte.

Wenn der Beschwerdeführer von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht

habe, habe er sich das selber zuzuschreiben. Schliesslich sei auch das Gesuch

um Beizug der Akten des Erbprozesses Rolf X. gegen Witwe Y. abzuweisen, da

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dieser Prozess nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilde und auch

sonst in keiner Weise für die vorliegend zu beurteilenden Fragen von Bedeutung

sei (KG act. 2 S. 5 f., Erw. 4).

Weiter hielt die Vorinstanz (unter Hinweis auf § 280f Abs. 2 ZPO) fest, dass

neue Anträge im Rekursverfahren nur im Rahmen des angefochtenen Entscheids

zulässig seien. Vor Obergericht könnten dementsprechend keine Anträge gestellt

werden, die mit dem bisherigen Verfahrensgegenstand in keinem Zusammenhang

stünden. Soweit der Beschwerdeführer eine Entschädigung von Fr. 100'000.-- für

eine rechtswidrige Handlungsbeschränkung bzw. für ein weiteres zerstörtes Le-

bensjahr, eine angemessene Entschädigung für die ganze Zeit der Entrechtung

und alle vormundschaftlichen Verfahren seines Lebens sowie die sofortige Rück-

zahlung von Fr. 60'000.-- für betreibungsrechtlich erzwängelte Zahlungen verlan-

ge, könne daher auf seine Begehren von vornherein nicht eingetreten werden.

Gleiches gelte, soweit er eine Neubeurteilung der "Burghölzli-Verschleppung" und

des Bevormundungsverfahrens "unter Berücksichtigung dieser testamentarischen

akten-kundigen Fakten" bzw. die Untersuchung des neuesten Verbrechens (an-

geblich falsche Anschuldigungen des Bezirksrates und der Vormundschaftsbe-

hörde im Zusammenhang mit dem gegen den Beschwerdeführer geführten Straf-

verfahren) verlange (KG act. 2 S. 6 f., Erw. 5).

Schliesslich begründete die Vorinstanz unter Hinweis auf die einschlägigen

Vorschriften einlässlich, weshalb der erstinstanzliche Entscheid, die Kosten des

Aufhebungsverfahrens (das ein nichtstreitiges Verwaltungsverfahren darstellt)

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (und ihm für dieses Verfahren keine Partei-

entschädigung zuzusprechen), nicht zu beanstanden, der hiegegen gerichtete

Rekurs demnach abzuweisen und auch die Kosten des Rekursverfahrens dem

Beschwerdeführer aufzuerlegen seien (KG act. 2 S. 7 f., Erw. 6-7).

3.a) Angesichts der Ausgestaltung seiner dagegen gerichteten Beschwerde

ist der Beschwerdeführer auf die besondere Natur des Beschwerdeverfahrens

hinzuweisen. Dieses stellt keine Fortsetzung des Verfahrens vor dem Sachrichter

dar. Zu prüfen ist vielmehr (allein), ob der angefochtene Entscheid aufgrund des

bei der Vorinstanz gegebenen Aktenstandes an einem Nichtigkeitsgrund im Sinne

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von § 281 Ziff. 1-3 ZPO leidet. Dabei muss der Nichtigkeitskläger, der anzugeben

hat, inwieweit er den vorinstanzlichen Entscheid anficht und welche Änderungen

(in dessen Dispositiv, d.h. Entscheidformel) er beantragt (§ 288 Abs. 1 Ziff. 2

ZPO), den behaupteten Nichtigkeitsgrund in der Beschwerdeschrift selbst nach-

weisen (§ 288 Abs. 1 Ziff. 3 ZPO); gemäss § 290 ZPO werden lediglich die gel-

tend gemachten Nichtigkeitsgründe überprüft (sog. Rügeprinzip). Um diesen ihm

obliegenden Nachweis zu erbringen, hat er sich konkret mit dem angefochtenen

(hier: Rekurs-)Entscheid und den darin enthaltenen, den Entscheid tragenden Er-

wägungen auseinander zu setzen. Die blosse Verweisung auf frühere Vorbringen

oder deren blosse Wiederholung genügen hiefür nicht. Ebenso wenig lässt sich

ein Nichtigkeitsgrund rechtsgenügend dartun, indem bloss die Richtigkeit der vor-

instanzlichen Auffassung in Abrede gestellt (und dieser allenfalls die eigene, ab-

weichende Ansicht entgegengestellt) wird. Vielmehr sind in der Beschwerdebe-

gründung insbesondere die angefochtenen Stellen des vorinstanzlichen Ent-

scheids genau zu bezeichnen und diejenigen Aktenstellen, aus denen sich ein

Nichtigkeitsgrund ergeben soll, im Einzelnen anzugeben. Es ist mithin nicht Sache

der Kassationsinstanz, in den vorinstanzlichen Akten nach den Grundlagen des

geltend gemachten (oder gar eines anderen möglichen) Nichtigkeitsgrundes zu

suchen (einlässlich zum Ganzen von Rechenberg, a.a.O., S. 16 ff.; Spühler/Vock,

a.a.O., S. 56 f., 72 f.; s.a. Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 4 zu § 288 ZPO).

b) Die vorliegende Beschwerde (KG act. 1 und 8), mit deren erstem Teil

nach den Ausführungen des Beschwerdeführers im Übrigen im Wesentlichen

(bloss) die (mit Präsidialverfügung vom 9. Januar 2006; KG act. 4) bereits abge-

wiesenen und daher nicht mehr zur Beurteilung stehenden Begehren um Erlass

von Sofortmassnahmen (sofortige Ausstellung einer Rechtskraftbestätigung, so-

fortige Ausrichtung einer Entschädigungs[teil]zahlung und sofortige Herausgabe

von Gutachten) begründet werden (vgl. KG act. 1 S. 1 unten), vermag den eben

skizzierten, zumindest in ihren wesentlichen Grundzügen auch von einer rechts-

unkundigen Partei zu beachtenden gesetzlichen Anforderungen an die Begrün-

dung einer Nichtigkeitsbeschwerde in keiner Weise zu genügen. So fällt unter

formellem Aspekt zunächst auf, dass darin nicht nur Hinweise auf bestimmte Ak-

tenstellen fehlen, sondern auch keine konkreten Abänderungs- bzw. Rechtsmit-

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telanträge gestellt werden. Selbst wenn man – was nahe liegt – davon ausgeht,

der Beschwerdeführer verlange sinngemäss die (vollumfängliche) Aufhebung des

obergerichtlichen Beschlusses vom 27. Dezember 2005, lassen seine Ausführun-

gen auch in inhaltlicher Hinsicht eine hinreichend konkrete Bezugnahme auf die

entscheidrelevanten Erwägungen im angefochtenen Rekursentscheid (KG act. 2

S. 5 ff., Erw. 4-7) vermissen; von einer eigentlichen argumentativen Auseinander-

setzung mit den Erwägungen, mit denen die Vorinstanz die Vonderhand- bzw.

Abweisung der verschiedenen beschwerdeführerischen Begehren sowie die Ab-

weisung des gegen die erstinstanzliche Kostenfolge gerichteten Rekurses be-

gründet hat, kann erst recht keine Rede sein. Ebenso wenig zeigt der Beschwer-

deführer auch nur ansatzweise auf, dass und inwiefern der angefochtene oberge-

richtliche Beschluss zu seinem Nachteil mit einem Nichtigkeitsgrund im Sinne von

§ 281 ZPO behaftet sei.

Statt dessen beschränkt sich der Beschwerdeführer in seinen Ausführungen

(KG act. 1 und 8) im Wesentlichen darauf, einerseits pauschal auf seine bisheri-

gen "Eingaben und Beweisanträge in den Vorinstanzen" zu verweisen (KG act. 8

S. 3 unten), womit sich eine Beschwerde von vornherein nicht rechtsgenügend

begründen lässt. Zum Anderen erschöpft sich die Beschwerde – mitunter in blo-

sser Wiederholung von bereits vor den Vorinstanzen vorgetragenen Begehren

und Vorbringen – weitestgehend in Ausführungen zu früher geführten (Erb-

)Prozessen, zur seinerzeitigen Einweisung des Beschwerdeführers in die psych-

iatrische Klinik, zur (seiner Ansicht nach ungerechtfertigten) Anordnung und Auf-

rechterhaltung der vormundschaftlichen Massnahmen und zu den vom Be-

schwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend gemachten Entschädigungs-

und Genugtuungsansprüchen. Diese Vorbringen weisen jedoch keinen konkreten

Bezug zum vorliegenden Verfahren (betreffend Aufhebung der Beiratschaft) und

zu dem in dessen Rahmen getroffenen Entscheid betreffend Kostenauflage auf,

und sie beinhalten insbesondere auch keine Auseinandersetzung mit der vorin-

stanzlichen Entscheidbegründung. Vielmehr zielen sie, nachdem die damit (er-

neut) aufgegriffenen Themen, Begehren und Beanstandungen nicht Gegenstand

des Rekursverfahrens waren (und – wie die Vorinstanz zutreffend [und unange-

fochten] festhielt [KG act. 2 S. 6 f., Erw. 5] – auch nicht sein konnten), an der Sa-

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che vorbei, weshalb im vorliegenden Kassationsverfahren, in welchem allein der

vorinstanzliche Beschluss vom 27. Dezember 2005 zur Prüfung steht, nicht weiter

auf sie eingegangen werden kann. Soweit der Beschwerdeführer zudem die vo-

rinstanzlichen Hinweise auf die seinerzeit diagnostizierte Geisteskrankheit, Pro-

zessunfähigkeit und Prozessiersucht bemängelt (vgl. insbes. KG act. 8 S. 2 f.), ist

im Übrigen weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern sich die damit beanstan-

deten Ausführungen im angefochtenen Beschluss, die lediglich die Vorgeschichte

des vorliegenden Prozesses zusammenfassen und für die Entscheidfindung

selbst ohne jede Relevanz waren, zu seinem Nachteil ausgewirkt haben könnten,

was indessen Grundvoraussetzung für die Kassation des angefochtenen Ent-

scheids wäre (vgl. § 281 ZPO und Spühler/Vock, a.a.O., S. 65;

Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., N 13 zu § 281 ZPO).

Ebenso ist auch mit der (zu) pauschalen Rüge, wonach die – gesetzlich

statuierte (vgl. § 280b Abs. 1 ZPO und dazu Frank, a.a.O., N 23 f. zu § 280b

ZPO) – zehntägige Frist zur Begründung des Rekurses (gegen den bezirksrätli-

chen Beschluss vom 24. November 2005) unzulässig sei, weil in dieser Frist die

verlangte Beschwerdebegründung (recte: Rekursbegründung) gar nie erarbeitet

werden könne, worin eine schwere Verletzung der Parteirechte des Beschwerde-

führers zu erblicken sei (KG act. 8 S. 4), kein Nichtigkeitsgrund nachgewiesen.

Auch in diesem Zusammenhang unterlässt es der Beschwerdeführer nämlich,

sich auch nur ansatzweise mit jenen Erwägungen auseinander zu setzen, mit de-

nen die Vorinstanz die (sinngemäss bemängelte) Abweisung seines Gesuchs um

Erstreckung der Rekursfrist begründet hat (KG act. 2 S. 5, Ziff. 4). Ferner legt er

auch nicht dar, dass und inwiefern sich die Abweisung dieses Fristerstreckungs-

gesuchs zu seinem Nachteil ausgewirkt hat, was im Lichte der Aktenlage – der

Beschwerdeführer hat innert der gesetzlichen Frist von zehn Tagen insgesamt

vier Rekurseingaben eingereicht – nicht ohne weiteres auf der Hand liegt. Statt

dessen übt er (auch insoweit) rein appellatorische und als solche nicht zu hörende

Kritik am angefochtenen Entscheid bzw. am (für ihn negativen) Ausgang des Re-

kursverfahrens.

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Mangels rechtsgenügender Begründung kann daher nicht auf die Be-

schwerde eingetreten werden (§ 288 ZPO).

c) Bloss ergänzend sei angemerkt, dass angesichts der in tatsächlicher und

rechtlicher Hinsicht zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz (KG act. 2 S. 5 ff.,

Erw. 4-7), auf welche zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen im Sinne von

§ 161 GVG verwiesen werden kann, auch in materieller Hinsicht kein Mangel des

Rekursentscheids (im Sinne von § 281 Ziff. 1-3 ZPO) evident ist.

4. Bei diesem Ausgang (Nichteintreten) sind die Kosten des Kassationsver-

fahrens in Anwendung der auch im Rechtsmittelverfahren geltenden allgemeinen

Regel (§ 64 Abs. 2 ZPO) dem als unterliegende Partei zu betrachtenden Be-

schwerdeführer aufzuerlegen. Die Entschädigungsfrage (§§ 68 f. ZPO) stellt sich

mangels Gegenpartei nicht.

Das Gericht beschliesst:

Kapitel 1 Auf die Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten.

Damit entfällt die der Beschwerde verliehene aufschiebende Wirkung.

Kapitel 2 Die Gerichtsgebühr für das Kassationsverfahren wird festgesetzt auf:

Fr. 100.-- ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 274.--   Schreibgebühren,

Fr. 190.--   Zustellgebühren und Porti.

Kapitel 3 Die Kosten des Kassationsverfahrens werden dem Beschwerdeführer

auferlegt.

Kapitel 4 Für das Kassationsverfahren werden keine Prozess- oder Umtriebsent-

schädigungen zugesprochen.

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Kapitel 5 Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz, den

Bezirksrat Zürich (ad VO.2004.1711/3.03.20), die Vormundschaftsbehörde

Zürich und die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kan-

tons Zürich), je gegen Empfangsschein.

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KASSATIONSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH
Der juristische Sekretär: