# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63c9628b-6d5c-5c60-a932-7446b041be21
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 17.11.2021 I 2021 41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-41_2021-11-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 41

Entscheid vom 17. November 2021 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
lic.iur. Achilles Humbel, Richter
MLaw Simone Höfliger, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien B.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw C.________,
C.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. B.________ (geb. B.________1970, geschieden, Vater von zwei Kindern 
mit Jahrgang 1994 und 1998) hatte im August 1989 eine Ausbildung als Dachde-
cker mit Fähigkeitszeugnis abgeschlossen und in der Folge als Dachdecker so-
wie als Fassadenbauer gearbeitet (vgl. die Zusammenstellung in IV-act. 42-2f./4).

Am 7. November 2012 erlitt er beim Ausreissen einer Birke auf einem Dach ein 
Distraktionstrauma im Bereich der Schulter rechts, welches am 22. Januar 2014 
zu einer Schulteroperation führte (Fremdakten 4-21/45). 

Am 18. April 2017 unterzeichnete B.________ eine Anmeldung zum Bezug von 
IV-Leistungen. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen wurden in der Anmel-
dung wie folgt umschrieben: C4-C8 Wirbelsäule/ 2007 - 2009 krank, erste OP 
2014 Schulter OP/ Abnützung (schwerere Arbeiten) (vgl. IV-act. 1-5/8). 

B. Nach diversen Abklärungen teilte die IV-Stelle am 23. August 2017 mit, 
dass Berufsberatung und Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten 
durch die IV-Berufsberatung gewährt werde (IV-act. 19-1/2). Gemäss Mitteilung 
vom 16. Januar 2018 übernahm die IV-Stelle die Kosten für eine dreimonatige 
berufliche Abklärung in der Rehaklinik … (IV-act. 33). Zudem wurde ein IV-
Taggeld zugesprochen (IV-act. 35). Die Höhe des Taggeldes wurde im Gerichts-
entscheid I 2018 14 vom 20. Juni 2018 auf Fr. 210.40 festgelegt (IV-act. 58). Be-
reits am 9. Mai 2018 war der Bericht der Rehaklinik … zur vertieften beruflichen 
Abklärung bei der IV-Stelle eingegangen (IV-act. 55).  

C. Am 7. Juni 2018 bestätigte die Leiterin Bildung des Schweizerischen Roten 
Kreuzes (SRK, …), dass B.________ für den Lehrgang Pflegehelfer SRK (Ba-
sismodul, Aufbaumodul und Praktikum) angemeldet sei, allerdings im Jahr 2018 
kein Kursplatz mehr frei sei (IV-act. 60-6/8). 

Am 6. Juli 2018 teilte der bei der Rehaklinik … zuständige Fachmann für berufli-
che Eingliederung der IV-Stelle mit, dass B.________ eine zweimonatige Berufs-
vorbereitung im Hinblick auf eine Umschulung in das Tätigkeitsgebiet der Pflege 
und Betreuung absolviert habe und für drei Monate eine praktische Umschulung/ 
Einarbeitung im Alters- und Pflegezentrum … vorgesehen sei (IV-act. 60). Am 
9. August 2018 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Praktikum mit Be-
rufseignungsabklärung im erwähnten Alters- und Pflegezentrum (IV-act. 65). Zu-
dem wurde ein IV-Taggeld gewährt (IV-act. 67). 

Am 20. August 2018 teilte B.________ mit, dass er das Praktikum aus gesund-
heitlichen Gründen (Rücken-/ Nackenschmerzen) am 17. August 2018 abgebro-
chen habe (IV-act. 72). Gemäss Mitteilung vom 31. Oktober 2018 wurden die be-

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ruflichen Massnahmen abgebrochen (IV-act. 79). Am 26. November 2018 forder-
te die IV-Stelle die Akten der Suva an (IV-act. 80).

D. Nachdem sich B.________ erneut bei der IV-Stelle gemeldet und um Un-
terstützung nachgesucht hatte, forderte die IV-Stelle aktuelle Verlaufsberichte an 
(IV-act. 81). Die …Klinik (…) teilte am 13. Februar 2018 mit, dass B.________ 
letztmals vor 12 Monaten zur Kontrolle erschienen sei, weshalb keine Angaben 
zum aktuellen Zustand gemacht werden könnten (IV-act. 82-1/14). Der Hausarzt 
(…, Facharzt FMH Innere Medizin) äusserte sich in einer Stellungnahme vom 12. 
März 2019 (IV-act. 83). Am 8. April 2019 teilte die Suva der IV-Stelle mit, dass 
bei der Suva alle Fälle abgeschlossen seien und B.________ keine Leistungen 
der Suva beziehe (IV-act. 84). 

Mit Vorbescheid vom 23. April 2019 kündigte die IV-Stelle an, keine Rente zu 
gewähren bzw. das Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 89). Innert erstreck-
ter Frist erhob B.________ mit Eingabe vom 29. August 2019 Einwände gegen 
den Vorbescheid (IV-act. 99).

Der RAD-Arzt Dr.med. D.________ (FMH Allgemeinmedizin) empfahl am 17. 
September 2019, entweder eine Abklärung in einer beruflichen Abklärungsstätte 
(BEFAS) oder eine MEDAS-Abklärung mit den Disziplinen Allg. Innere Medizin, 
Orthopädie, Neurologie und Psychiatrie (inkl. Neuropsychologie) durchzuführen 
(IV-act. 101). 

E. Am 29. Oktober 2019 teilte die IV-Stelle mit, dass in der BEFAS Zentral-
schweiz für voraussichtlich vier Wochen eine berufliche Abklärung durchgeführt 
werde (IV-act. 104). Am 20. Mai 2020 ging der BEFAS-Abklärungsbericht bei der 
IV-Stelle ein (IV-act. 114). 

Dazu äusserte sich der RAD-Arzt Dr.med. D.________ in einer Stellungnahme 
vom 26. Mai 2020 (IV-act. 117). In einem weiteren Vorbescheid vom 28. Mai 
2020 hielt die IV-Stelle daran fest, dass das Leistungsbegehren abgewiesen 
werde (IV-act. 119). Am 23. Juli 2020 folgten Einwände des Betroffenen gegen 
den Vorbescheid (IV-act. 124). Daraufhin empfahl der RAD-Arzt eine psychiatri-
sche Begutachtung (zur Klärung der Fragestellung, ob die gescheiterten berufli-
chen Massnahmen im Zusammenhang mit psychischen Problemen stünden, IV-
act. 127). Am 20. August 2020 teilte die IV-Stelle mit, dass eine psychiatrische 
Begutachtung bei Dr.med. E.________ (…) vorgesehen sei (IV-act. 128). Mit 
Eingabe vom 8. September 2020 formulierte der Rechtsvertreter Ergänzungsfra-
gen für den vorgesehenen Gutachter (IV-act. 131). 

Das versicherungspsychiatrische Gutachten wurde vom Psychiater Dr.med. 
E.________ am 28. Dezember 2020 fertiggestellt und ging am 30. Dezember 

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2020 bei der IV-Stelle ein (IV-act. 135). Der RAD-Arzt Dr.med. D.________ beur-
teilte dieses Gutachten als schlüssig und nachvollziehbar (IV-act. 137). Mit 
Schreiben vom 7. Januar 2021 unterbreitete die IV-Stelle B.________ einen Fra-
genkatalog (IV-act. 138), welcher innert erstreckter Frist am 12. März 2021 be-
antwortet wurde (IV-act. 145).

F. Am 14. Mai 2021 verfügte die IV-Stelle, dass keine Invalidenrente gewährt 
werde, indessen Anspruch auf Berufsberatung im Rahmen einer Umschulung 
bestehe (IV-act. 150).

G. Gegen diese Verfügung liess B.________ rechtzeitig am 14. Juni 2021 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegeh-
ren:

1. Es sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 14.05.2021 auf-
zuheben und dem Beschwerdeführer ab wann rechtens mindestens eine IV-
Viertels-Rente zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 
14.05.2021 aufzuheben und die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung 
und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. In Wiederholung von Antrag Ziff. 6 der Eingabe vom 12.03.2021 an die Vor-
instanz seien dem Beschwerdeführer die vollen Kosten des erfolgreich absol-
vierten Zentralkurses A des Verbands Seilbahnen Schweiz, mindestens im Be-
trag von CHF 3'490.00 zu ersetzen.

4. In Wiederholung von Antrag Ziff. 7 der Eingabe vom 12.03.2021 an die Vor-
instanz seien dem Beschwerdeführer für die Dauer des erfolgreich absolvierten 
Zentralkurses A des Verbands Seilbahnen Schweiz ein volles Taggeld, min-
destens im Betrag von CHF 2'340.80, auszuzahlen.

5. Eventualiter die Angelegenheit zum Entscheid über Anträge Ziff. 3 und 4 an die 
Vorinstanz zurückzuwiesen.

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz bzw. zu 
Lasten des Staates.

Zudem wurde um unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgeltliche Rechtsverbei-
ständung) nachgesucht.

H. Mit Vernehmlassung vom 16. August 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kostenfolge zulas-
ten des Beschwerdeführers. Dazu äusserte sich der Beschwerdeführer in einer 
weiteren Eingabe vom 24. September 2021. Die IV-Stelle verzichtete mit Schrei-
ben vom 13. Oktober 2021 auf die Erstattung einer weiteren Stellungnahme.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Vor Erlass eines Entscheides prüft das Gericht von Amtes wegen, ob die 
Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. Es prüft insbesondere die 
Zuständigkeit, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, die 
frist- und formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die 
Rechtsanhängigkeit oder das Vorliegen einer rechtskräftigen Verfügung oder 
eines rechtskräftigen Entscheides in der gleichen Sache (§ 27 Abs. 1 lit. a, lit. d, 
lit. e, lit. f und lit. g Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRP, SRSZ 234.110). Ist eine 
dieser Voraussetzungen nicht gegeben, trifft das Gericht einen Nichteintreten-
sentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 61 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG; SR 830.1).

1.2 Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur 
Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige 
Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - in Form einer Verfügung (bzw. eines 
Beschlusses) - Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den 
beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es 
an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, 
wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (siehe VGE III 2018 15 vom 
16.1.2018 Erw. 2 mit Verweis auf VGE III 2017 11 vom 27.11.2017 Erw. 11.2; 
BGE 125 V 414 Erw. 1a; 119 Ib 36 Erw. 1b; 118 V 313 Erw. 3b; 110 V 51 Erw. 
3b; 123 V 324 Erw. 6c). Diesbezüglich wird in der kantonalen Rechtsprechung 
festgehalten, dass nach konstanter Praxis der Umfang der Tätigkeit des Verwal-
tungsgerichts als Beschwerdeinstanz durch den Anfechtungsgegenstand abge-
grenzt wird. Es kann nur das Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein, was 
auch Gegenstand der zugrundeliegenden Verfügung war bzw. nach richtiger Ge-
setzesauslegung hätte sein müssen. Gegenstände, über welche die erste Instanz 
bzw. die Vorinstanz zu Recht (noch) nicht entschieden hat, fallen nicht in den 
Kompetenzbereich des Verwaltungsgerichts als Beschwerdeinstanz (vgl. statt 
vieler VGE III 2016 193 vom 21.12.2016 Erw. 1.2 mit Hinweisen, u.a. auf VGE III 
2012 126 vom 15.11.2012 Erw. 1.2; VGE III 2012 129 vom 19.12.2012 Erw. 
2.3.1; siehe auch Martin Bertschi, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflege-
gesetz des Kantons Zürich, 3. A., Zürich 2014, Vorbem. zu §§ 19-28a, Rz. 44-
49).

1.3.1  Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 14. Mai 2021 bildet 
grundsätzlich die Fragestellung, ob ein Anspruch auf IV-Rentenleistungen be-
steht oder nicht. Darauf ist nachfolgend zurückzukommen. Soweit der Versicher-
te zusätzlich Ansprüche im Zusammenhang mit der beruflichen Eingliederung 

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geltend macht, verhält es sich so, dass die Vorinstanz mit der angefochtenen 
Verfügung einen Anspruch auf Berufsberatung im Rahmen einer Umschulung 
gewährt und am Schluss der angefochtenen Verfügung angekündigt hat, dass 
weitere berufliche Abklärungen durch die (IV-)Berufsberatung erfolgen werden. 
Mithin hat die IV-Stelle hinsichtlich der Eingliederung einen Leistungsanspruch 
an sich bejaht, indessen über den Umfang in der angefochtenen Verfügung noch 
nicht abschliessend entschieden. Bei dieser Sachlage kann das Gericht auf die in 
der Beschwerde enthaltenen Rechtsbegehren Ziffer 3 und 4 hier nicht eintreten 
(weil diesbezüglich am 14.5.2021 noch nichts verfügt wurde). Den entsprechen-
den Ausführungen der IV-Stelle in der Vernehmlassung (Ziff. 21) ist beizupflich-
ten. Abgesehen davon hat die IV-Stelle zwischenzeitlich (am 13., 19. und 
21.7.2021) über den Leistungsumfang hinsichtlich der beruflichen Eingliederun-
gen verfügt (und u.a. die Kosten für den betreffenden Kurs übernommen sowie 
Taggeldleistungen zugesprochen, wofür grundsätzlich keine Beschwerde ans 
Gericht nötig gewesen wäre). Dies hatte zur Folge, dass der Beschwerdeführer 
in seiner Eingabe vom 24. September 2021 seine ursprünglichen Anträge Ziffer 3 
und 4 fallengelassen hat (sowie auf eine Anfechtung der neuen Verfügungen 
verzichtet hat). 

2.1 Nach Art. 4 Abs. 1 des Invalidenversicherungsgesetzes (IVG; SR 831.20) 
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invalidität die durch einen körperli-
chen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte, voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss 
Art. 7 Abs. 2 ATSG sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun-
fähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen; eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus ob-
jektiver Sicht nicht überwindbar ist.

Die versicherte Person hat nach Art. 28 Abs. 2 IVG:
- Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, 
- Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, 
- Anspruch auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, 
- und Anspruch auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent 

invalid ist. 

2.2 Der Invaliditätsgrad bestimmt sich nach Art. 16 ATSG, wonach zur Ermitt-
lung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 
nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behand-
lung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätig-
keit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (= sog. hypothetisches 
Invalideneinkommen), zum Erwerbseinkommen in Beziehung gesetzt wird, das 

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sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (= sog. hypothetisches 
Valideneinkommen). Es ist für die Invaliditätsbemessung nicht entscheidend, ob 
die versicherte Person ihre (Rest-)Arbeitsfähigkeit erwerblich verwertet, d.h. von 
der verbliebenen Erwerbsfähigkeit Gebrauch macht. Vielmehr ist die Invalidität 
stets auf der Grundlage desjenigen Erwerbseinkommens zu bemessen, das die 
versicherte Person durch eine ihr zumutbare Tätigkeit erzielen könnte (Meyer/ 
Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Art. 28a N 27).

2.3 Die Invalidität bemisst sich somit nicht nach medizinischen, sondern nach 
wirtschaftlichen, erwerblichen Kriterien, nach der Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsun-
fähigkeit ist das Unvermögen, auf dem gesamten für die versicherte Person in 
Frage kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt die verbliebene Arbeitsfähigkeit 
in zumutbarer Weise wirtschaftlich zu verwerten (BGE 109 V 25 Erw. 3d). Wer 
nicht mindestens teilweise arbeitsunfähig ist, kann auch nicht erwerbsunfähig 
und mithin nicht invalid sein (vgl. BGE 105 V 139 Erw. 1b).

2.4 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-
beschwerdeverfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (vgl. Art. 43 
Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungs-
gericht von sich aus für die richtige und vollständige Abklärung des Sachverhalts 
zu sorgen (BGE 122 V 157 Erw. 1a). Mit dem Untersuchungsgrundsatz korrelie-
ren die Mitwirkungspflichten der versicherten Person, indem diese zur Abklärung 
des Sachverhaltes beitragen muss (vgl. Meyer/Reichmuth, a.a.O., Art. 53-57 IVG 
N 10 mit Verweis auf BGE 122 V 157 Erw. 1a).

2.5.1  Die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter sind bei der Bemes-
sung des IV-Grades auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist 
es, den Gesundheitszustand des Versicherten zu beurteilen. Der Arzt hat auch 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit 
der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine 
wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem 
Versicherten noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 Erw. 4).

2.5.2  In der Würdigung der Beweise ist der Sozialversicherungsrichter frei (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG). Er hat die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Er hat alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 
danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Be-
urteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
122 V 157 Erw. 1c). Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutach-

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ten von externen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmäs-
sig volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 mit Hinweis).

2.5.3  Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist mithin entscheidend, 
ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizini-
schen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gege-
benen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a).

2.5.4  In der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender und 
Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung seit jeher wie folgt verteilt 
worden: Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es erstens, den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe 
der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde 
zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der 
Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streitfall 
Gerichte nicht kompetent sind (z.B. Urteil des Bundesgerichts 9C_437/2012 vom 
6.11.2012 Erw. 3.2). Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine 
abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur 
Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine 
wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche 
Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (so die mit BGE 
105 V 156 Erw. 1 begründete und in zahllosen Urteilen bestätigte 
Rechtsprechung, z.B. BGE 132 V 93 Erw. 4).

2.5.5  Die psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht 
ermessensfrei erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher 
praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene 
medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu 
respektieren sind, sofern der Experte lege artis vorgegangen ist (vgl. Urteil des 

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Bundesgerichts I 676/05 vom 13.3.2006 Erw. 2.4 mit Verweis auf die Leitlinien 
der Schweizerischen Gesellschaft für Versicherungspsychiatrie für die 
Begutachtung psychischer Störungen, in: SAeZ 2004 S. 1050 f.; siehe auch die 
überarbeitete Fassung in SZS 2016, S. 435ff.). 

2.6 Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die 
medizinischen Sachverständigen als auch die Organe der Rechtsanwendung an 
den normativen Vorgaben zu orientieren, die Gutachter im Idealfall gemäss der 
entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 Erw. 5.2). Die 
Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei, insbesondere 
daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen 
Rahmenbedingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die 
ärztlichen Feststellungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf 
Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 Erw. 6 S. 426f.). Im 
Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, 
ob in concreto ausschliesslich funktionelle Ausfälle bei der medizinischen 
Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf 
einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 Erw. 5.2.2; Art. 7 Abs. 2 
ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn 
funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und 
widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versicherungsmedizinischen 
Vorgaben Rechnung getragen wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf BGE 141 V 281 Erw. 6; 
8C_260/2017 vom 1.12.2017 Erw. 4.2.4).

Entscheidend bleibt letztlich immer die Frage der funktionellen Auswirkungen 
einer Störung, welche im Rahmen des Sozialversicherungsrechts abschliessend 
nur aus juristischer Sicht beantwortet werden kann. Nach BGE 141 V 281 kann 
somit der Beweis für eine lang andauernde und erhebliche gesundheitsbedingte 
Arbeitsunfähigkeit nur dann als geleistet betrachtet werden, wenn die Prüfung 
der massgeblichen Beweisthemen im Rahmen einer umfassenden Betrachtung 
ein stimmiges Gesamtbild einer Einschränkung in allen Lebensbereichen 
(Konsistenz) für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit zeigt. Fehlt es daran, ist 
der Beweis nicht geleistet und nicht zu erbringen, was sich nach den Regeln über 
die (materielle) Beweislast zuungunsten der rentenansprechenden Person 
auswirkt (vgl. zit. Urteil 8C_821/2018 vom 18.6.2019 Erw. 3.2 mit Verweis auf 
BGE 143 V 418 Erw. 6 und auch BGE 144 V 50 Erw. 4.3).

2.7 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwal-
tung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, 
ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten 

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und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis 
nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu verzichten (an-
tizipierte Beweiswürdigung; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes, 3. A. Rz. 153; Urteil des Bundesgerichts 8C_424/2010 
vom 19.7.2010 Erw. 3.2.3 mit Verweis auf BGE 134 I 140 Erw. 5.3). 

3. Was die gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Versicherten sowie die 
Auswirkungen auf das verbliebene (zumutbare) Leistungsvermögen anbelangt, 
sind den vorliegenden Akten u.a. die folgenden Angaben zu entnehmen.

3.1.1  Der Versicherte hatte seit dem 13. April 2015 bis zum 28. August 2015 für 
die Firma … Arbeit auf Baustellen geleistet (Wetterschutz/ Solarzellen anbringen, 
Aussenwandverkleidungen, vgl. IV-act. 8). Anschliessend war er von Oktober bis 
Dezember 2015 für die Firma …), von Januar bis Mai 2016 für die Firma …. 
sowie von Juli 2016 bis Dezember 2016 für die … & Fassaden GmbH 
erwerbstätig (IV-act. 7-2/2). Die Kündigung dieser Anstellung erfolgte durch die 
Arbeitgeberfirma aus wirtschaftlichen Gründen per 31. Dezember 2016 (vgl. IV-
act. 11). 

3.1.2  Am 18. April 2017 unterzeichnete der Versicherte eine IV-Anmeldung (vgl. 
IV-act. 1). 

Am 25. April 2017 berichtete Dr.med. F.________ (Belegärztin Neurochirurgie, 
…) dem Hausarzt des Versicherten, Facharzt … (FMH Innere Medizin, …) von 
einem Zervikalsyndrom mit radikulärer Reizsymptomatik im Dermatom C5, C6 
und C7 (IV-act. 12-8/13).

Am 15. Mai 2017 wurde der Versicherte von Prof. Dr.med. G.________ 
(Neurologie FMH) untersucht. Im Bericht vom 26. Mai 2017 an Dr.med. 
F.________ stellte er folgende Diagnosen (IV-act. 10-10/13):

- Chronisches Zervikalsyndrom mit radikulärer Reizsymptomatik C6 und C7 links 
mit/bei:
a) Klinisch-neurologisch keine sensomotorischen radikulärbedingten Ausfälle
b) MR-tomographisch hochgradige neuroforaminale Engen HWK 4/5, HWK 

6/7 bds.
c) Elektroneurographisch unauffällig
d) Elektromyographisch derzeit noch keine Hinweise für das Vorliegen einer 

akuten oder chronischen Denervierung

3.1.3  Der Facharzt … stellte im Bericht vom 9. Juni 2017 an die IV-Stelle 
folgende Diagnosen (IV-act. 10-1/13):

- Cervikobrachiales Schmerzsyndrom rechts bei Diskushernien C4/5, C6/7

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- Schulterproblematik rechts mit Impingement-Syndrom, St.n. SAS rechts und 
acromeoclavikuläre Stabilisierung am 20.01.2014.

Hinsichtlich des Verlaufs führte der Hausarzt u.a. aus, dass der Versicherte auf 
einem Bauernhof aufgewachsen sei und als Dachdecker arbeitete. Er habe 
schon früh "streng gearbeitet" und er sei "in der Jugend sowie im jungen Er-
wachsenenalter Boxer gewesen". Dies habe offenbar schon damals zu einer 
starken Belastung des Bewegungsapparates geführt. Seit längerer Zeit habe er 
Beschwerden cervikobrachial, welche die Arbeit als Dachdecker nicht mehr zu-
liessen. Der Versicherte sei fachärztlich in der …klinik in … in orthopädischer 
Behandlung. 

3.2 Am 20. Juli 2017 wurde der Versicherte im Spital … von den Dres. … ope-
riert (ventrale zervikale mikrochirurgische Diskek-tomie auf Höhe HWK 6/7, HWK 
5/6 und HWK 4/5 mit Diskektomie, Foraminotomie und Cage-Einlagen, vgl. IV-
act. 17). Der Austritt aus dem Spital erfolgte am 22. Juli 2017 (IV-act. 17-1/3). In 
der Aktenbeurteilung vom 21. August 2017 erwähnte der RAD-Arzt Dr.med. 
D.________ (Allgemeinmedizin FMH), dass der Versicherte als Dachdecker an-
haltend arbeitsunfähig sei; für angepasste Tätigkeiten (leichte bis knapp mittel-
schwere Tätigkeiten ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule und mit nur leichter 
Gewichtsbelastung über Schulterhöhe) sei in ca. drei Monaten, d.h. ab Oktober 
2017 mit einer Arbeitsfähigkeit von 100% zu rechnen (IV-act. 18-4/4).

3.3.1  In der Folge wurde eine berufliche Grundabklärung in der Rehaklinik … in 
die Wege geleitet (IV-act. 28), welche vom 9. Januar bis 5. Februar 2018 statt-
fand. Im Bericht vom 6. Februar 2018 an die IV-Stelle führten die Abklärungsper-
sonen u.a. aus, dass sie den Versicherten als engagierten Mann kennengelernt 
hätten. Seine Leistungsbereitschaft und Selbstbehauptung könnten als Stärken 
des Versicherten bezeichnet werden. Der Versicherte stelle hohe Anforderungen 
an sich selbst; er habe sich vorwiegend für eine Tätigkeit im sozialen Umfeld 
(z.B. Pflegehelfer, Betreuungsperson oder Arbeitsagoge) interessiert. Im Ergeb-
nis wurde eine vertiefte Abklärung der praktischen und theoretischen Fähigkeiten 
sowie der Lernfähigkeit vorgeschlagen (IV-act. 41-2/10).

3.3.2  Die Ergebnisse der vertieften beruflichen Abklärung in der Rehaklinik … 
wurden im Bericht vom 8. Mai 2018 u.a. wie folgt zusammengefasst (IV-act. 55-
3/8):

Die vertiefte berufliche Abklärung wurde im Bereich Büro durchgeführt.
Der versicherten Person wurden körperlich leichte bis mittelschwere, sitzende oder 
wechselbelastende Tätigkeiten zugewiesen.
Während der vertieften Abklärung setzte sich Herr … mit möglichen Einstiegs- und 
Umschulungsmöglichkeiten in den definierten Berufsfeldern (sozialer Bereich, an-
gepasste Tätigkeit in der Baubranche oder Fischereiaufsicht) auseinander.

12

Fehlende Computeranwenderkenntnisse waren dabei weiterhin ein zentrales The-
ma, weshalb sowohl das Berufsfeld des Arbeitsagogen, als auch eine angepasste 
Tätigkeit in der Baubranche verworfen wurden. Der Versicherte erzielte während 
dem zusätzlichen Monat der vertieften Abklärung keine wesentlichen Lernforts-
chritte und fühle sich, gemäss eigenen Angaben, nicht im Stande, eine schulisch-
theoretische Umschulung zu absolvieren. 
(…)
Aufgrund der positiven Erfahrungen und Rückmeldungen des Orientierungsprakti-
kums im Alterszentrum … begann Herr …, sich vertiefter mit Einstiegsmöglichkei-
ten in den pflegerisch-betreuerischen Bereichen zu beschäftigen. (…)

Am 7. Juni 2018 bescheinigte …, dass sich der Versicherte für den Lehrgang 
Pflegehelfer SRK angemeldet habe, allerdings im Jahre 2018 kein Kursplatz 
mehr frei sei (IV-act. 59).

3.3.3  Daraufhin wurde für die Berufsvorbereitung (Umschulung) ein Praktikums-
platz gesucht, welcher schliesslich im Alters- und Pflegezentrum … gefunden 
wurde (IV-act. 60, mit Beginn ab 10. Juli 2018, vgl. IV-act. 60, 61). 

Am 20. August 2018 meldete sich der Versicherte am Schalter der Vorinstanz 
und teilte mit, dass er das Praktikum in … per 17. August 2018 habe abbrechen 
müssen; die Tätigkeit als Fachperson Betreuung und Pflege sei ihm aus gesund-
heitlicher Sicht nicht möglich, da es ihm jeweils schon nach zwei Stunden sehr 
schlecht gegangen sei (IV-act. 72-1/3).

3.3.4  Die zuständige Mitarbeiterin des erwähnten Alters- und Pflegezentrums er-
läuterte gegenüber der IV-Stelle, dass der Versicherte erwähnt habe, er habe be-
reits nach zwei Stunden starke Rücken- und Nackenschmerzen bekommen und 
deshalb das Praktikum beendet. Allerdings ergänzte diese Mitarbeiterin (IV-act. 
72-2/3 oben):

Nebst dem Gesundheitlichen sei es aber auch sonst zu grossen Problemen ge-
kommen. Sie habe ihm beim VG gefragt, ob er als ehemaliger Geschäftsführer 
Anweisungen vom Hilfspersonal bekommen könne (was bei einem Praktikum in 
einem Altersheim der Fall sein werde). Er habe ihr dann versichert, dass dies kein 
Problem für ihn sei und er sehr offen sei. Dies sei aber überhaupt nicht der Fall 
gewesen. Er habe über die Mitarbeiterinnen nur gelästert und sei davongelaufen, 
wenn ihm etwas nicht passte. Er sei aufgetreten als sei er ein "Siebesiech". Von 
Selbstreflexion keine Spur. Es sei zu massiven zwischenmenschlichen Problemen 
gekommen. Er habe bspw. gesagt, dass er gemeint habe, in einem Altersheim zu 
arbeiten, in Wahrheit sei dies aber ein Asylantenheim. Er sei sehr fremdenfeindlich 
aufgetreten. Am letzten Tag habe er nur noch geschrien. Es sei keine Kooperation 
spürbar gewesen. Sie seien deshalb sehr froh, dass er nun weg sei.

Was die eigentlichen Aufgaben des Versicherten im erwähnten Altersheim anbe-
langt, wurde im Schlussbericht der IV-Berufsberaterin ausgeführt, er habe mor-
gens das Morgenessen zubereitet und den Bewohnern aufs Zimmer gebracht; 
zudem sei er mit den Bewohnern im Rollstuhl spazieren gegangen (IV-act. 75).

13

3.3.5  Ein Praktikum bei der BSZ Stiftung hat der Beschwerdeführer nicht ange-
treten, weil er sich dies nicht zutraute (IV-act. 77). 

3.4 Nachdem der Versicherte anlässlich eines Telefongesprächs der IV-Stelle 
am 20. Februar 2019 sinngemäss vorwarf, dass sie für die Abklärungen zu viel 
Zeit benötige, wurde ihm mitgeteilt, dass beim Hausarzt ein Verlaufsbericht ein-
gefordert werde, worauf der Versicherte anregte, auch bei der …klinik einen Be-
richt anzufordern (IV-act. 81). In der Antwort vom 21. Februar 2019 teilte die 
…klinik mit, dass der Versicherte letztmals vor 12 Monaten für eine Kontrolle er-
schienen sei und deswegen keine Angaben zum aktuellen Zustand möglich seien 
(IV-act. 82-1/14). Der Hausarzt antwortete am 12. März 2019 (IV-act. 83):

Es besteht keine Änderung der Diagnose. Wir haben uns gestern ausführlich mit 
dem Patienten unterhalten. Er war vom Januar bis Juni 2018 zur Evaluation einer 
Umschulung in …. Danach ein Praktikum in der BSZ für zehn Tage, im …, Alters-
heim für kurze Zeit, dann in …, Altersheim für neun Wochen. Er hatte dort bei der 
Arbeit mit den Pensionären immer Probleme mit den Schultern/ Nacken. Die Arbeit 
dort mit den Pensionären war für ihn offenbar auch körperlich zu streng. Man kam 
zum Schluss, dass die Arbeit als Betreuer ebenfalls nicht in Frage käme, obwohl 
dies in … so besprochen wurde.
Diesen Winter arbeitete der Patient auf dem Skilift …, vor allem bei der Überwa-
chung. Dort kann er in einem Häuschen sitzen und wird körperlich nicht belastet.
Arbeitsunfähigkeit
Wir haben am 03.01.2019 eine Arbeitsunfähigkeit von 80% ab dem 01.10.2018 bis 
auf weiteres ausgestellt. (…)

3.5.1  In seiner Beurteilung der medizinischen Aktenlage führte der RAD-Arzt 
Dr.med. D.________ am 9. April 2019 u.a. aus, aus den medizinischen Akten sei 
zu erfahren, dass es dem Versicherten nach den operativen Eingriffen von Mai 
2014 und Juli 2017 (sehr) gut gehe (siehe dazu z.B. den Bericht der …klinik von 
Februar 2018). Auch aus dem Verlaufsbericht … von März 2019 könne aus me-
dizinischer Sicht nichts Neues abgeleitet werden. Die Eingliederung sei nach der 
Aktenlage aus nicht-medizinischen Gründen misslungen (IV-act. 86). 

3.5.2  Nach dem Vorbescheid vom 23. April 2019, welcher einen Rentenan-
spruch verneinte (IV-act. 89), beharrte der Versicherte in seiner Eingabe vom 
29. August 2019 auf dem Standpunkt, wonach er das Praktikum im Altersheim in 
… aus medizinischen Gründen habe abbrechen müssen (IV-act. 99-2/6). Zudem 
wurde die Durchführung einer medizinischen Begutachtung gefordert (IV-act. 99-
5/6). Auch wurde auf einen Bericht des Hausarztes vom 19. August 2019 verwie-
sen, in welchem vermehrte Schmerzen zervikal mit Parästhesien in den Fingern 
IV und V vorgebracht wurden sowie (IV-act. 99-6/6):

Klinisch um einen Drittel eingeschränkte Beweglichkeit der HWS, Irritationszonen 
im Bereich der mittleren HWS, verspannte Schulter-/Nackenmuskulatur, Sensibi-
lität an den Fingern im Moment intakt, aber Kribbelparästhesien zum Teil rechts.

14

Wir bitten die IV um eine Neubeurteilung/ Berentung des Patienten.

3.6 Daraufhin nahm der RAD-Arzt Dr.med. D.________ am 17. September 
2019 wie folgt Stellung (IV-act. 101):

Weiterer Verlauf:
Nach dem (definitiven?) Scheitern von BM befinden wir uns nun in einem Streit um 
Rente.
Der Grund des Scheiterns der BM ist nicht ganz klar. U.a. wird eine fehlende Bil-
dungsfähigkeit des V. in den Raum gestellt. Zumindest scheint die Vermittelbarkeit 
des V. für die notwendigen "leichten Tätigkeiten" schwierig zu sein.
Im neuen Bericht von HA … wird nun wieder eine gewisse Verschlechterung des 
GZ festhalten mit Zunahme der Schmerzen im Bereich der HWS und Parästhesien 
in den Fingern.
Weiter fällt im Dossier die grosse Zahl der Unfälle auf, welche der V. bisher erlitten 
hat. Ich frage mich, ob nicht ein psychiatrisches Problem - wie z.B. ein ADHS - Ur-
sache für die diversen Unfälle sein könnte.
Wir werden den V. wohl nochmals umfassender abklären müssen. Es ist auch an-
zuführen, dass die relevanten medizinischen Akten mit detaillierten Befunden beim 
V. schon ziemlich "alt" sind (um 2017).
In Frage kommen:

1. Eine Befas-Abklärung mit speziellem Blick darauf, für welche Tätigkeiten 
genau der V. nun vermittelbar ist.

2. Eine Medas-Abklärung mit den Disziplinen Allgemeine innere Medizin, Or-
thopädie, Neurologie (von wegen Parästhesien), Neuropsychologie (von 
wegen Schulungs-/Bildungsproblematik), Psychiatrie (psychische Ursache 
für diverse Unfälle?)

Den Entscheid Medas versus Befas möge doch bitte die IVS treffen.

3.7.1  Die Vorinstanz entschied sich für eine Abklärung in der BEFAS Zentral-
schweiz in Horw, was dem Versicherten bzw. seinem Rechtsvertreter am 29. Ok-
tober 2019 mitgeteilt wurde (IV-act. 104). Der Beginn dieser Abklärung verzöger-
te sich, weil der Versicherte in einem Skigebiet eine leichte Tätigkeit ausübte 
("Liftbügel reichen" usw., vgl. IV-act.105). Eine Rückfrage vom 12. Februar 2020 
beantwortete die (damalige) Rechtsvertreterin des Versicherten am 14. Februar 
2020 dahingehend, dass der Versicherte quasi auf Abruf für … im Skigebiet … 
gearbeitet habe, wobei diese Tätigkeiten mit Schmerzen im Schulter-
/Nackenbereich verbunden gewesen seien (IV-act. 107). 

3.7.2  Der Abklärungsbericht der BEFAS Zentralschweiz vom 19. Mai 2020, wel-
cher am Folgetag bei der IV-Stelle einging, wurde von Dr.med. H.________ 
(Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie), von der dipl. Psychologin A. … 
und MSc Psychologin … (beide dipl. Berufs-, Studien- und Laufbahn-
beraterinnen) unterzeichnet. Dieser Bericht deckt die Abklärungen im Zeitraum 

15

vom 14. April 2020 bis 8. Mai 2020 ab und enthält u.a. die folgenden Angaben 
(vgl. IV-act. 114):

1.3 Gesundheitliche Situation gemäss RAD vom 21.08.2017
Diagnosen mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit: Osteochondrosen und Fora-
minalstenosen cervical C4-C7 mit St.n. radikulärem Reizsyndrom und folglich St.n. 
Discectomie und Cage-Einlage C4-C7 07/17. Keine anhaltende Nervenschädigung 
gemäss ENG vom 05/17. Impingementsyndrom Schulter rechts, St.n. Dekompres-
sion 2014
(…)
1.4 Subjektive Befindlichkeit
Als Hauptproblem schilderte der Klient die persistierenden Schmerzen im gesam-
ten Oberkörper, jedoch vorwiegend im Hals-/Nackenbereich. Entgegen den Akten-
vermerken der IV seien nicht die Schultern sein grösstes Problem, sondern die 
Halswirbelsäule, welche im Jahre 2017 operiert wurde. Heben von Gewichten über 
5 kg, Überkopfarbeiten und sämtliche Arbeiten unter Beanspruchung von Schultern 
und Armen mit Kraftanstrengung seien nicht mehr möglich. Die Schmerzen seien 
immer präsent, jedoch etwas weniger intensiv, wenn er nicht arbeite und somit kei-
ner Belastung ausgesetzt sei. Bei Wetterwechsel würden sich die Schmerzen ver-
stärken. Sein Hausarzt habe erneut Cortison-Injektionen vorgeschlagen, was er je-
doch ablehne. (…) Der Klient schilderte, dass er seit der OP an der Halswirbelsäu-
le keinerlei Kopfbedeckungen mehr ertrage. Damit sei es ihm auch nicht möglich, 
auf dem Bau in einer weniger belastenden Tätigkeit (z.B. als Projektleiter) zu arbei-
ten, da auf Baustellen eine Helmtragepflicht bestehe. Auch beim Skifahren trage er 
weder Helm noch Mütze. (…)
Behandlung: Es laufen keine medizinischen oder andere therapeutischen Be-
handlungen. Erneute Einnahme von Schmerzmedikamenten lehne er ab.
(…)
Aktuelle Lebenssituation, Tagesablauf: Während der vergangenen Wintersaison 
habe er jeweils von 08.45 Uhr bis 16.15 Uhr an einem Skilift … als Kontrolleur ge-
arbeitet, sofern es die Schnee- und Wetterlage zugelassen hätte. Die Arbeit konnte 
er vorwiegend sitzend ausführen. Ideal sei gewesen, dass er immer wieder aufste-
hen und sich bewegen konnte zur Entlastung. Die körperliche Beanspruchung sei 
insgesamt gering gewesen, abgesehen von Arbeiten wie die Behebung gewisser 
Störfälle, die er an Skiliftmasten unter Krafteinsatz der Arme/ Schultern habe vor-
nehmen müssen. Wegen den Massnahmen des BAG aufgrund der Corona-
Epidemie wurde der Skiliftbetrieb ab 16. März 2020 eingestellt. (…)
(…)
2.3 Persönlichkeit und Sozialkompetenzen
Im Vorgespräch äusserte Herr … aufgebracht und lautstark seine Frustration und 
seinen Unmut über das bisherige IV-Verfahren und stellte unmissverständlich klar, 
dass er sich von der Abklärung keine neuen Erkenntnisse oder Lösungen ver-
sprach. Auf eine Mitwirkung habe er sich ausschliesslich wegen der Ausrichtung 
von IV-Taggeldern eingelassen. (…) In den Gesprächen mit der Berufsberaterin 
während der Abklärung äusserte sich Herr … oft sehr ungehalten, barsch und kri-
tisch zu Hinweisen und Empfehlungen, welche die berufliche Eingliederung oder 
allgemein den Verfahrensprozess betrafen. Er verfiel öfters in Beschimpfungen der 
zuständigen Personen im involvierten Sozialsystem (…). Die latente Aggressions-
bereitschaft nahmen wir einerseits als offene Provokation, andererseits auch als 
Hilferuf wahr, da sich der Klient in seinem Erleben und in seiner Notlage nicht ernst 

16

genommen fühlt. Eine Zusammenarbeit hat er trotzdem nicht grundsätzlich verwei-
gert und es gelang ihm, sich nach verbalen Ausbrüchen wieder zu beruhigen.
Nebst den interaktionellen Schwierigkeiten zeigte sich auch eine andere Seite sei-
ner Persönlichkeit. Er verfügt über ein grosses Selbstvertrauen, einen erheblichen 
Berufsstolz bezüglich seiner bisherigen Leistungen und Erfolge sowie über eine 
ausgeprägte Autonomie und Selbstbehauptung. Er vertrat ein Arbeitsethos, wel-
ches sich auf Qualität, Zuverlässigkeit, Gerechtigkeit sowie Durchhaltevermögen 
gründet. Letzteres beurteilte der rückblickend als Nachteil, weil er nicht dauernd 
"jammere und klage", sondern einfach weitermache und durchhalte, würden seine 
Beschwerden nicht ernst genommen.
(…)
Fazit kognitives Leistungspotential: Der Klient verfügt über ein Potenzial im un-
teren Durchschnittsbereich. Der Leitungstest ergab unterdurchschnittliche bis 
knapp durchschnittliche IQ-Werte mit einer Schwäche bei numerischen Denkinhal-
ten. Bei den arbeitsbezogenen Merkmalen fielen die Ergebnisse mehrheitlich 
durchschnittlich aus. Defizite im Bereich Lernen/Merken waren bei administrativen 
Aufgaben und in der Umstellfähigkeit festzustellen. Im handwerklichen Bereich 
hingegen erzielte Herr … hinsichtlich Lern- und Merkfähigkeit ein überdurchschnitt-
liches Resultat.
2.5 Praktische Arbeitsergebnisse (qualitativ, quantitativ)
Selbsteinschätzung des Klienten: Der Klient schätzte seine körperliche und psy-
chische Belastbarkeit sowie seinen Antrieb deutlich tiefer ein als die Arbeitsago-
gen, bezüglich Kontakt- und Kritisierbarkeit lag seine Einschätzung hingegen höher 
als diejenige der Fachpersonen.
Allgemeine Einschätzung: Der Klient zeigte sich als "Macher", legte oft gleich mit 
der Arbeit los, ohne die Instruktionen abzuwarten oder die schriftlichen Anweisun-
gen genau zu lesen. So passierten ihm immer wieder mal Fehler. Er war nicht mo-
tiviert, Arbeitsproben im Bereich Holz und Löten durchzuführen mit der Begrün-
dung, dass er solche Arbeiten in seinem Beruf ausgeübt habe und diese bereits 
kenne. Für Näharbeiten zeigte er hingegen Interesse. Im handwerklichen Bereich 
benötigte und wollte er kaum Unterstützung, er arbeitete sicher und schnell. Ein 
höherer Unterstützungsbedarf, welchen er jedoch nicht aktiv einforderte, zeigte 
sich bei administrativen PC-Aufgaben. Er musste Übungseinheiten häufig wieder-
holen, bis er das neu Gelernte selbständig anwenden konnte. Das Arbeitstempo 
war dadurch verlangsamt, auch erschien die Konzentration eingeschränkt.
Gegenüber Arbeitsagogen und den anderen Klienten verhielt sich Herr … distan-
ziert. Im Verlauf der Abklärung hatte er mehr Kontakt zu den anderen Personen. 
Im Kontakt trat er selbstbewusst, von sich überzeugt und zeitweise dominierend 
auf. Die Kommunikation wirkte eingleisig. Kritik seitens Arbeitsagogen konnte er 
nur schwer akzeptieren und beharrte auf seiner Sicht. Der Klient informierte mehr-
mals über anhaltende Schmerzen, auch beim Arbeiten am PC, wollte aber das Ta-
gesprogramm nie frühzeitig abbrechen. Insgesamt erschien er aber kaum am Ab-
klärungsprogramm und an den Ergebnissen interessiert. (…)
Leistungsfähigkeit gemäss den standardisierten Arbeitsproben: Die Leis-
tungsfähigkeit bei handwerklichen Tätigkeiten beurteilten wir als nicht einge-
schränkt. Im administrativen Bereich waren die Resultate unterdurchschnittlich. Zu 
berücksichtigen ist dabei, dass Herr … über keine Vorkenntnisse in der PC-An-
wendung verfügt. Mit entsprechender Routine ist davon auszugehen, dass er das 
Arbeitstempo im administrativen Bereich steigern könnte.
(…)

17

2.7 Somatischer Untersuchungsbericht (Dr.med. I.________)
2.7.1 Zusammenfassung Akten (…)
2.7.2 Eigene Untersuchung und Gespräch vom 16.04.2020
Aktuelle Beschwerden: Er habe Probleme mit dem Nacken und der Schulter (…). 
Befunde: Guter AEZ. (…) HWS-Beweglichkeit in Inklination nicht eingeschränkt 
bis KSA 2 cm. Extension um 2/3 schmerzhaft eingeschränkt, Seitneigung nach 
links 30°, nach rechts 20°, Rotation in Neutralstellung nach links 45°, nach rechts 
30°, Bewegungen nach rechts schmerzhaft. (…)
2.7.3 Medizinische Beurteilung
Diagnosen:
- Chronisches cervicospondylogenes Syndrom rechts bei St.n. Dekompression 

und Cage-Interposition C4 bis C7 2017
- Residuelle Belastungseinschränkung rechte Schulter nach Operation 2014 

und anamnestisch St.n. Impingement-Syndrom 2017
- Anamnestisch belastungsabhängige Lumbalgien bei Spondylarthrosen der un-

teren LWS (MRI 2013)
Subjektiv und objektiv stehen die belastungs- und bewegungsabhängigen cer-
vicospondylogenen Schmerzen klar im Vordergrund, überlagert allenfalls durch 
ebenfalls belastungsabhängige Schulterschmerzen, hier allerdings aktuell ohne 
klaren relevanten klinischen Befund. Anamnestisch sind auch belastungsabhängi-
ge lumbale Beschwerden beschrieben und mit MRI 2013 auch abgeklärt worden, 
auch anlässlich des Praktikums als Betreuer sind aktenmässig lumbale Schmerzen 
beschrieben.
Insbesondere die cervikalen Beschwerden haben eine klare strukturelle Grundla-
ge, das Ausmass der beschriebenen funktionellen Beeinträchtigungen und auch 
das vom Klienten erwähnte Scheitern eines physiotherapeutisch angeleiteten Auf-
bautrainings lassen sich durch die strukturellen Veränderungen allein allerdings 
nur teilweise erklären, sodass auch gewisse nicht-organische Faktoren denkbar 
sind. Auch wurde das Praktikum als Betreuer offenbar nicht nur aus gesundheitli-
chen, sondern auch zwischenmenschlichen Gründen abgebrochen, sodass wie be-
reits vom RAD-Arzt diskutiert, auch eine gewisse nicht-organische Komponente, 
z.B. im Rahmen einer chronischen Schmerzstörung bzw. Schmerzverarbeitungs-
störung für das bisherige Scheitern einer beruflichen Eingliederung erwogen wer-
den sollte.
2.8 Medizinisches Leistungsprofil
Positives Leistungsbild: Körperlich leichte, bis gelegentlich mittelschwere Tätig-
keiten mit Lasten repetitiv <5 kg bzw. selten <15 kg.
Negatives Leistungsbild: Haltungskonstanz vor allem vorgeneigt stehend oder 
sitzend. Tätigkeiten mit Anforderungen an die Beweglichkeit des Kopfes in Rotati-
on und Extension. Häufiges Heben/ Tragen von Lasten >5 kg oder von gelegentli-
chen Einzellasten >15 kg. Belastete Arbeiten über Kopf.
3. Beurteilung
(…) In der bisherigen Tätigkeit als Dachdecker und Fassadenbauer ist Herr … 
nicht mehr arbeitsfähig. (…) 
Es besteht eine grosse Diskrepanz zwischen dem subjektiven Erleben des Klien-
ten bezüglich seiner schmerzbedingten Funktionseinschränkungen und der medi-
zinischen Beurteilung. Herr … berichtete über anhaltende Beschwerden vorwie-
gend im Nacken-Halsbereich, aber auch über eine eingeschränkte Beweglichkeit 
der Schultern. Es sah sich auch in einer angepassten Tätigkeit als nur sehr einge-
schränkt arbeitsfähig und schätzte seine Chancen, im ersten Arbeitsmarkt eine 

18

entsprechende Stelle zu finden, als gering bis unmöglich ein. Gegenüber unseren 
Vorschlägen und Empfehlungen zeigte er sich überwiegend ablehnend. (…) 
In der internen Erprobung zeigte Herr … gute handwerkliche Fähigkeiten sowie 
durchschnittlich ausgeprägte arbeitsbezogene Kompetenzen. Er arbeitete 
selbständig und brauchte insgesamt wenig Unterstützung, ausser bei administrati-
ven Aufgaben, da er nur über geringe Grundlagenkenntnisse in der PC-
Anwendung verfügt. In diesem Bereich war denn auch das Arbeitstempo verlang-
samt. Im Umgang verhielt er sich einerseits distanziert, andererseits vertrat er 
selbstbewusst seine Überzeugungen und dominierte damit die Gruppe. Sein Inter-
esse am Abklärungsprogramm war ausschliesslich finanziell motiviert, dadurch war 
auch die Mitwirkung nur bedingt gegeben. 
Möglichkeiten gemäss ergonomischem Profil: Medizinisch-theoretisch wäre 
eine körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit mit repetitiven Las-
ten unter 5 kg (selten bis 15 kg) vollschichtig zumutbar. Aufgaben, die vorgeneigt, 
stehend oder sitzend ausgeübt werden müssen oder die Anforderungen stellen an 
die Beweglichkeit des Kopfes in Rotation und Extension, sind nicht angepasst.
Wir sehen Möglichkeiten in folgenden Arbeitsgebieten:

- Sicherheitsdienst im Bereich Gebäudeschutz, Verkehr, Baustellen
- Produktion/ Maschinenbedienung bzw. Anlageführung/ Kontrollaufgaben in 

industriellen Betrieben
- Logistik bzw. Kleinteil- oder Ersatzteillager (Arbeiten in der Schnittstelle 

zwischen Kunden, Aussendienst und Lieferanten)
- Verkauf von baubranchen-nahen Produkten (z.B. Bau- oder Fachmarkt)
- Fahrzeug-/Flottenbetreuer (Autovermietung)

Insgesamt erachten wir die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit und somit 
auch die genannten Eingliederungsvorschläge im ersten Arbeitsmarkt nicht als 
umsetzbar.
Empfehlung zum weiteren Vorgehen: Die berufliche Eingliederung beurteilen wir 
als nicht realistisch aufgrund der Diskrepanz zwischen dem subjektiven Erleben 
von chronischen Schmerzen und der medizinisch-theoretischen Einschätzung, was 
die arbeitsbezogenen Funktionseinschränkungen betrifft. (…)

Zusammenfassend hielten die Fachpersonen der BEFAS Zentralschweiz fest, 
dass dem Versicherten aus somatischer Sicht grundsätzlich alle Tätigkeiten unter 
Einhaltung des dargelegten ergonomischen Profils vollschichtig zumutbar sind, 
mithin von einer vollen Leistungsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten auszuge-
hen sei (vgl. IV-act. 114-14f./27). Der Versicherte nahm in seiner Stellungnahme 
zur BEFAS-Abklärung dahingehend Stellung, dass er sinngemäss an einer 
Tätigkeit als professioneller Drohnenpilot interessiert sei und sich noch vertieft 
über die entsprechenden Arbeitsmarktchancen informieren möchte. Er könne 
sich vorstellen, als selbständig Erwerbender Drohneneinsätze anzubieten (z.B. 
Bau-stellensicherheit, Planung, Vermessung, vgl. IV-act. 114-16/27).

3.8 In den Einwänden vom 23. Juli 2020 zum einen IV-Rentenanspruch ableh-
nenden Vorbescheid vom 28. Mai 2020 machte die damalige Rechtsvertreterin 
des Versicherten u.a. geltend, dass im BEFAS-Abklärungsbericht psychische 
Auffälligkeiten bemerkt worden seien, welche Anlass geben würden abzuklären, 

19

ob der Versicherte an einer psychischen Erkrankung leide (welche Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit habe, vgl. IV-act. 124-4/5, Ziff. 12). Daran anknüpfend erach-
tete der RAD-Arzt Dr.med. D.________ eine psychiatrische Begutachtung als 
unerlässlich (vgl. IV-act. 127). Am 20. August 2020 teilte die IV-Stelle dem Versi-
cherten bzw. seiner Rechtsvertreterin mit, dass der Psychiater Dr.med. 
E.________ mit einer Begutachtung beauftragt werde (IV-act. 128). Daraufhin 
reichte der Rechtsvertreter des Versicherten mit Eingabe vom 8. September 
2020 der IV-Stelle Ergänzungsfragen ein (IV-act. 131), welche an den Gutachter 
weitergeleitet wurden.

3.9.1  Am 28. Dezember 2020 erstattete Dr.med. E.________ der IV-Stelle sein 
versicherungspsychiatrisches Gutachten, welches folgende Gliederung enthält 
(IV-act. 135):

1. Ausgangslage und Formelles
2. Aktenauszug
3. Befragung
4. Befund vom 17.11.2020
5. Allfällige Angaben von Dritten (auch behandelnde Ärzte)
6. Diagnosen
7. Medizinische und versicherungsmedizinische Beurteilung
8. Aufführung und Beantwortung der Fragen
9. Beilagen/ Erklärung zur Unabhängigkeit

Hinsichtlich der somatischen Diagnosen wiederholte der Gutachter die im Ab-
klärungsbericht der BEFAS Zentralschweiz vom 19. Mai 2020 enthaltenen Anga-
ben. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht fasste der Gutachter seine Diagno-
sen wie folgt zusammen (vgl. IV-act. 135-18/26):

- Keine krankheitswertige primär psychische Störung
- Es sind narzisstische Persönlichkeitseigenschaften im Sinne einer Persön-

lichkeitsakzentuierung ersichtlich, jedoch ohne Krankheitswert gemäss 
einer spezifischen Persönlichkeitsstörung gemäss ICD-10.

- Für die Diagnosestellung Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung 
ADHS ergaben sich nicht genug klinische Hinweise.

- Die etwaigen Diagnosestellungen einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung und einer affektiven Störung wären aus versicherungs-
psychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar.

3.9.2  In seiner Beurteilung führte der begutachtende Psychiater u.a. aus, dass 
sich keine Hinweise auf eine eigenständige psychiatrische Erkrankung ergeben 
(IV-act. 135-21/26 Ziff. 7.2). Aus psychiatrischer Sicht sei der Versicherte 
grundsätzlich für sämtliche Tätigkeiten als normal arbeitsfähig zu betrachten (IV-
act. 135-22/26, 2. Abs.). Hinweise auf Inkonsistenzen, Inplausibilitäten oder moti-
vationale Faktoren bzw. selbstlimitierendes Verhalten konnte der Gutachter nicht 
feststellen (IV-act. 135-22/26 Ziff. 7.3). Für körperlich angepasste Tätigkeiten 

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veranschlagte der Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von 100% (IV-act. 135-23/26 
Ziff. 8.2). Der Versicherte benötige keine psychiatrischen Behandlungsmass-
nahmen (IV-act. 135-23/26 Ziff. 8.3); eine fachärztliche psychiatrische Behand-
lung sei nicht indiziert (IV-act. 135-23/26 Ziff. 8.4). Die vom Gutachter festgestell-
ten psychiatrischen Befunde (Persönlichkeitsakzentuierung und narzisstische 
Persönlichkeitseigenschaften) würden sich auf die grundsätzliche Möglichkeit zu 
arbeiten nicht negativ auswirken (IV-act. 135-24/26 Ziff. 8.5). Den freiheitslieben-
den und Autonomie erstrebenden Persönlichkeitseigenschaften des Versicherten 
werde dabei, so wie er früher jahrelang auf Baustellen gearbeitet habe, eine 
Tätigkeit unter freiem Himmel zugutekommen (im Vergleich zu einer Bürotätig-
keit), die er idealerweise im Bereich von Wintersport mit allenfalls leichten körper-
lichen Anstrengungen erbringen könnte (IV-act. 135-24/26 unten).

4. Eine gerichtliche Würdigung dieser Angaben und der Aktenlage zeitigt die 
nachfolgend dargelegten Ergebnisse. 

4.1 Was die zuletzt angesprochene und im Gutachten vom 28. Dezember 2020 
geprüfte Fragestellung anbelangt, ob der psychische Gesundheitszustand des 
Versicherten die Arbeitsfähigkeit des Versicherten einschränke, drängen sich fol-
gende Ausführungen auf. Der beanwaltete Beschwerdeführer hat vor Gericht die 
im psychiatrischen Gutachten enthaltenen Angaben (Erkenntnisse) nicht in Frage 
gestellt. Namentlich werden weder in der Beschwerde noch in der Eingabe vom 
24. September 2021 psychische Beeinträchtigungen geltend gemacht, welche 
behandlungsbedürftig seien und/oder seine Arbeitsfähigkeit in relevanter Weise 
herabsetzen würden.

Bei dieser Sachlage ist der Beweiswert des vorliegenden psychiatrischen Gut-
achtens uneingeschränkt zu bejahen. Im Einklang mit der Vorinstanz ist festzu-
halten, dass die psychiatrische Begutachtung keine krankheitswertige, primär 
psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ergab. Die gutacht-
lich festgestellten, narzisstischen Persönlichkeitseigenschaften im Sinne einer 
Persönlichkeitsakzentuierung ohne Krankheitswert vermögen keine IV-relevante 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu begründen, ohne dass noch weitere 
psychiatrische Abklärungen geboten wären.

4.2 In der Folge ist auf den somatischen Gesundheitszustand des Versicherten 
näher einzugehen. 

4.2.1  In der Beschwerde (S. 4) verweist der Versicherte auf wiederkehrende, 
immobilisierende Nacken- und Schulterschmerzen, welche in den linken Oberarm 
und die Finger der linken Hand ausstrahlen würden. Anlässlich der Abklärungen 

21

im Zeitraum vom 14. April 2020 bis 8. Mai 2020 in der BEFAS-Zentralschweiz 
kodierte Dr.med. H.________ (Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie) 
das somatische Beschwerdebild gestützt auf eigene Untersuchungen sowie unter 
Einbezug der medizinischen Aktenlage mit folgenden Diagnosen (IV-act. 114-
12/27 oben):

- Chronisches cervicospondylogenes Syndrom rechts bei St.n. Dekompression 
und Cage-Interposition C4 bis C7 2017

- Residuelle Belastungseinschränkung rechte Schulter nach Operation 2014 
und anamnestisch St.n. Impingement-Syndrom 2017

- Anamnestisch belastungsabhängige Lumbalgien bei Spondylarthrosen der un-
teren LWS (MRI 2013)

Dass diese Diagnosen das konkrete somatische Beschwerdebild unzureichend 
erfassen würden, ist weder ersichtlich noch wird dies vom beanwalteten Be-
schwerdeführer vor Gericht substantiiert vorgebracht. Namentlich wird auch nicht 
geltend gemacht, dass seit der Untersuchung vom 16. April 2020 (IV-act. 114-
11/27, Ziff. 2.7.2) und dem Erlass der Verfügung vom 14. Mai 2021 eine Verän-
derung bzw. Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten sei. In der 
Eingabe vom 23. Juli 2020 an die IV-Stelle hat denn auch der Versicherte nicht 
zusätzliche medizinische Untersuchungen beantragt, sondern vielmehr die 
Durchführung der Corona-bedingt ausgefallenen Arbeitseinsätze gefordert mit 
u.a. der Begründung, dass er "einsatzfähig sowie einsatzwillig" sei (vgl. IV-act. 
124, insbesondere 124-3/5 Ziff. 10). Analog hat der Versicherte in seiner Eingabe 
vom 12. März 2021 (und mithin 2 Monate vor Erlass der angefochtenen Verfü-
gung) keine gesundheitliche Verschlechterung thematisiert, sondern ausschliess-
lich Berufsberatung bzw. ein Jobcoaching sowie Arbeitsvermittlung beantragt und 
die Finanzierung einer "Umschulung zum Patrouilleur bzw. Bergretter" (inkl. La-
winensprengkurs) gefordert (vgl. IV-act. 145). 

4.2.2  Im Lichte dieser Angaben besteht kein Anlass, den somatischen Gesund-
heitszustand des Versicherten zusätzlich abzuklären. Entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers ist im konkreten Fall aufgrund der bereits vorgenomme-
nen medizinischen Untersuchungen kein interdisziplinäres MEDAS-Gutachten 
nötig. Aus der Argumentation, wonach gemäss Beschwerde (S. 16) das vorlie-
gende BEFAS-Gutachten unvollständig sei, lässt sich kein Anspruch auf Einho-
lung eines MEDAS-Gutachtens herleiten. Dies gilt erst recht, als der beanwaltete 
Versicherte vor Gericht nicht substantiiert vorgebracht hat, in welcher medizini-
schen Disziplin (aus welchen Gründen) zusätzliche Untersuchungen nötig seien. 
Abgesehen davon ist kein aktueller Bericht des Hausarztes aktenkundig, in wel-
chem weitere klinische Abklärungen thematisiert würden. Nicht zu hören sind so-
dann die Einwände in der Eingabe vom 24. September 2021 (S. 7), wonach die 

22

von Dr.med. H.________ im Rahmen der eigenen Untersuchung erhobenen Be-
funde im BEFAS-Gutachten lediglich "knapp eine halbe Seite" umfassen würden 
und es nicht ersichtlich sei, ob überhaupt bildgebende Verfahren zur Anwendung 
gekommen seien. Diesbezüglich verkennt der Beschwerdeführer die Bedeutung 
von klinischen Untersuchungen durch einen Facharzt für Innere Medizin und 
Rheumatologie bei Versicherten, welche insbesondere über Nacken- und 
Schulterprobleme klagen. In diesem Zusammenhang gehen die Feststellungen 
des begutachtenden Facharztes zur untersuchten HWS-Beweglichkeit, Extensi-
on, Seitenneigung, Rotation, Elevation der Schulter, Aussenrotation in Neural-
stellung etc. einer (zusätzlichen) bildgebenden Untersuchung offenkundig vor. Im 
Übrigen ist hier nach der vorliegenden Aktenlage ein MEDAS-Gutachten nicht 
nötig.

4.3 Im Anschluss daran ist die Frage zu prüfen, wie hoch die zumutbare Ar-
beitsfähigkeit in Anbetracht des somatischen, oben dargelegten Gesundheitszu-
stands zu veranschlagen ist.

Unbestritten sowie aktenmässig erstellt ist, dass der Versicherte aufgrund der 
somatischen Einschränkungen seine langjährige Tätigkeit als Dachdecker und 
Fassadenbauer nicht mehr ausüben kann.

4.3.1  Im vorliegenden BEFAS-Abklärungsbericht wurde für leidensangepasste 
Tätigkeiten, welche das oben im Einzelnen erläuterte ergonomische Profil einhal-
ten (siehe oben, Erw. 3.7.2, u.a. körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere 
Arbeiten ohne repetitive Lasten über 5 kg etc.) eine Arbeitsfähigkeit von 100% 
als zumutbar beurteilt. Auch wenn diese (medizinisch-theoretische) Arbeitsfähig-
keit bei der BEFAS-Abklärung im Zeitraum vom 14. April 2020 bis 8. Mai 2020 
aufgrund der damaligen (Corona-bedingten) Massnahmen des Bundesamtes für 
Gesundheit nicht durch Einsätze bei externen Arbeitgebern zusätzlich verifiziert 
werden konnte (vgl. IV-act. 114-10/27 Ziff. 2.6 ab initio), vermag dies den Be-
weiswert der mehrtägigen Untersuchungen (siehe die Zusammenstellung in IV-
act. 114-3/27 Ziff. 2.1) nicht in Frage zu stellen. Dafür spricht namentlich auch, 
dass bei MEDAS-Abklärungen die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung regelmässig nur 
medizinisch-theoretisch, ohne konkrete Bezugnahme auf externe Arbeitsversu-
che beurteilt wird. Abgesehen davon ist bei Arbeitsversuchen erfahrungsgemäss 
jeweils auch die Motivation des Versicherten von entscheidender Bedeutung. 
Soweit ein Versicherter aus IV-fremden Gründen für eine bestimmte Arbeit nicht 
motiviert erscheint (vgl. beispielsweise oben, Erw. 3.3.4 betreffend zwischen-
menschliche Probleme bei an sich körperlich leichten Tätigkeiten wie Frühstück 
zubereiten und bringen etc.), kann das Scheitern eines solches Arbeitsversuchs 
nicht als relevanter Gradmesser für die Arbeitsfähigkeit dienen.

23

4.3.2  Dass der somatische Gesundheitszustand im vorliegenden Fall ein voll-
schichtig verwertbares Leistungsvermögen beinhaltet, dokumentiert insbesonde-
re die Tatsache, wonach der Versicherte im Mai 2021 einen Arbeitsvertrag mit 
der Gemeinde Schwyz als Mitarbeiter der Badaufsicht … abgeschlossen hat, 
wobei sein Aufgabengebiet die Seeaufsicht, Seerettung, Kontrollgänge, Sanitäts-
dienst, Sportgerätevermietung, Reinigung von Duschen und Garderoben sowie 
Mitarbeit beim betrieblichen Unterhalt umfasste (vgl. Beschwerde, S. 26 i.V.m. 
Bf-act. 8). Ins Gewicht fällt in diesem Zusammenhang, dass der Versicherte in 
seiner Eingabe vom 24. September 2021 auch nicht ansatzweise vorbrachte, 
dass er den erwähnten Arbeitsvertrag … aus gesundheitlichen Gründen über-
haupt nicht oder nur teilweise habe erfüllen können.

4.3.3  Zu beachten ist sodann, dass der Versicherte nach eigenen Angaben im 
Winter 2019/2020 von 08.45 Uhr bis 16.15 Uhr an einem Skilift (…) arbeitete, 
wobei er nebst vorwiegend sitzend auszuübender Tätigkeit als Kontrolleur (mit 
der Möglichkeit, aufzustehen und sich bewegen zu können) auch Störfälle erle-
digte, die er "an Skiliftmasten unter Krafteinsatz der Arme/ Schultern" bewältigen 
musste (vgl. IV-act. 114-3/27 oben, diese Skisaison 2019/2020 endete Corona-
bedingt per 16. März 2020). In der neuen Skisaison 2020/2021 war der Versi-
cherte für die Sportbahnen … erwerbstätig, wobei das genaue Arbeits- und Be-
lastungsprofil nicht aktenkundig ist (vgl. Bf-act. 3ff.).

4.3.4  Anzurechnen ist schliesslich auch noch, dass der Beschwerdeführer nach 
eigenen Angaben den Zentralkurs A des Verbands Seilbahnen Schweiz erfolg-
reich abschliessen konnte. Dass er dabei massgeblich eingeschränkt gewesen 
sei, wird vor Gericht weder ansatzweise noch substantiiert vorgebracht. Im Ein-
klang damit steht auch, dass der 51-jährige Versicherte nach der Aktenlage wei-
terhin in der Lage ist, (ungeachtet der Schulter- und Nackenbeschwerden etc.) 
den Skisport auszuüben (vgl. IV-act. 114-2/27 Ziff. 1.4 in fine).

4.4 Aus all diesen Gründen ist es nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz in 
der angefochtenen Verfügung von einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% für lei-
densangepasste Tätigkeiten ausgegangen ist.

4.5 An diesem Zwischenergebnis vermögen sämtliche weiteren Vorbringen des 
Beschwerdeführers vor Gericht nichts zu ändern. Nicht zu hören ist namentlich 
auch die geltend gemachte Verletzung des rechtlichen Gehörs. Diesbezüglich 
kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung 
(Ziff. 14) verwiesen werden, denen nichts beizufügen ist.

24

5. In der Folge sind noch die erwerblichen Auswirkungen des ermittelten Ar-
beitsfähigkeitsgrades und namentlich der Einkommensvergleich zu prüfen.

5.1 Die Vorinstanz setzte das Valideneinkommen auf Fr. 96'005.-- fest. Dieses 
hypothetische Einkommen im Gesundheitsfall wird in der Beschwerde (S. 24, Ziff. 
50) ausdrücklich anerkannt, weshalb sich dazu weitere Ausführungen erübrigen.

5.2.1  Streitig ist die Höhe des Invalideneinkommens. Zur Ermittlung des mass-
gebenden Invalideneinkommens ist praxisgemäss i.d.R. an die Monatslöhne 
gemäss den Lohnstrukturerhebungen (LSE) anzuknüpfen (und zwar an den Ta-
bellenwert TA1, Zeile Total/ Privater Sektor/ Mann, vgl. Urteil des Bundesgerichts 
8C_457/2017 vom 11.10.2017 Erw. 6.2). Diesbezüglich ermittelte die Vorinstanz 
in der angefochtenen Verfügung per 2017 ein hypothetisches Einkommen von 
Fr. 67'102.--.

5.2.2  Dieser tabellarische Ausgangswert wird in der Beschwerde (S. 17) 
insoweit kritisiert, als die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten Tabellenwerte und 
mithin die LSE-2018-Werte anzuwenden seien. Diese Kritik wird in der 
vorinstanzlichen Vernehmlassung (Ziff. 17) als grundsätzlich berechtigt 
anerkannt, weshalb die Vorinstanz einen geringfügig korrigierten Ausgangswert 
von Fr. 67'767.-- (statt Fr. 67'102.--) ermittelt hat. Dazu hat der Beschwerdeführer 
in seiner Eingabe vom 24. September 2021 nichts vorgebracht, weshalb dieser 
tabellarische Ausgangswert zu bestätigen ist. Inwiefern davon ein 
leidensbedingter Abzug zu berücksichtigen ist, wird nachfolgend geprüft.

5.2.3  Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsache 
Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Auf-
enthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe ha-
ben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die ver-
bliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 
Erw. 5.2 S. 301; Urteil 8C_114/2017 vom 11.7.2017 Erw. 3.1). Der Abzug soll 
aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzel-
fall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25% nicht 
übersteigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_663/2019 vom 3.3.2020 Erw. 4 
mit Hinweisen, u.a. auf BGE 135 V 297 Erw. 5.2 S. 301).

5.2.4  In der angefochtenen Verfügung hat es die Vorinstanz abgelehnt, einen 
leidensbedingten Abzug zu gewähren mit der Argumentation, wonach ein solcher 
Abzug entfalle, wenn eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Tätigkeit zu 

25

100% zumutbar sei. Dazu hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung noch einen 
Entscheid des Bundesgerichts (9C_447/2019 vom 8.10.2019) angeführt. 

5.2.5  In der Tat ist nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung im Umstand, 
wonach nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei 
eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen 
leidensbedingten Abzug zu erblicken, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 
1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst 
(siehe Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29.10.2020 Erw. 3.3.3.2 mit 
Verweis auf die Urteile 9C_447/2019 vom 8.10.2019 Erw. 4.3.2 und 8C_82/2019 
vom 19.9.2019 Erw. 6.3.2).

5.2.6  Im Lichte dieser massgebenden Rechtsprechung des Bundesgerichts 
vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers vor Gericht keinen leidensbe-
dingten Abzug zu rechtfertigen, und zwar weder das Alter (51), noch die geltend 
gemachte Verlangsamung oder der wenig substantiierte Pausenbedarf. Auch 
kann aus dem Abbruch des Arbeitsversuchs im betreffenden Altersheim (vgl. Be-
schwerde Ziff. 41) kein Abzug hergeleitet werden, zumal für die Beendigung des 
dortigen Praktikums insbesondere auch andere Gründe von Bedeutung waren 
(vgl. oben, Erw. 3.3.4). 

5.3 Bei einem (unbestrittenen) Valideneinkommen von Fr. 96'005.-- sowie ei-
nem massgebenden Invalideneinkommen von Fr. 67'767.-- resultiert ein nicht 
rentenbegründender IV-Grad von 29.4% (96'005 minus 67'767 = 28'238; 28'238 : 
96'005 x 100 = 29.41). 

5.4 Und selbst dann, wenn entgegen den vorstehenden Erwägungen, an wel-
chen weiterhin festzuhalten ist, bei der Bestimmung des Invalideneinkommens 
von einem leidensbedingten Abzug von 10% auszugehen wäre, würde kein An-
spruch auf eine IV-Rente resultieren. Denn diesfalls betrüge das Invalidenein-
kommen Fr. 60'990.30 (67'767 x 0.90). Bei einem Valideneinkommen von 
96'005.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 60'990.30 betrüge der IV-Grad 
36% (96'005 minus 60'990.30 = 35'014.70; 35'014.70 : 96'005 x 100 = 36.47).

6.1 Aus diesen dargelegten Gründen ist die Beschwerde als unbegründet ab-
zuweisen. Diesem Ergebnis entsprechend gehen die Verfahrenskosten an sich 
zulasten des Beschwerdeführers. Eine Parteientschädigung fällt ausser Betracht.

6.2.1  Der Beschwerdeführer hat die unentgeltliche Rechtspflege (inkl. unentgelt-
liche Rechtsverbeiständung) beantragt. Die entsprechenden Voraussetzungen 
(Bedürftigkeit des Gesuchstellers/ Gebotenheit einer anwaltlichen Unterstützung/ 

26

Nichtaussichtslosigkeit der Rechtsbegehren, vgl. statt vieler BGE 123 I 147) sind 
im konkreten Fall erfüllt. 

6.2.2  Das Honorar für den unentgeltlichen Rechtsbeistand richtet sich nach dem 
Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411). § 2 des Gebühren-
tarifs sieht als Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwie-
rigkeit, den Umfang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen 
Zeitaufwand vor. Das Honorar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifi-
zieren und vor Fällen des Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Ver-
gütung nach freiem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Das Verwal-
tungsgericht befolgt bei der Entschädigungsbemessung eine zurückhaltende 
Praxis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 VRP, welcher nur von einer angemessenen 
Entschädigung spricht (vgl. dazu Art. 105 f. ZPO). 

6.2.3  Der Rechtsvertreter hat eine Rechnung eingereicht, welche einen verhält-
nismässig hohen Zeitaufwand von 25 Stunden und 45 Minuten umfasst (davon 
gemäss der detaillierten Auflistung rund 20 Stunden für die Beschwerde und über 
4 Stunden für die Eingabe vom 24.9.2021). Von einem besonders schwierigen 
Fall kann nach der Aktenlage nicht gesprochen werden. Zudem befasst sich die 
ausgearbeitete Beschwerde teilweise mit Fragen, auf welche in diesem Verfah-
ren nicht einzutreten ist (vgl. oben, Erw. 1.3.1). Bei dieser Sachlage wird ermes-
sensweise der geltend gemachte Zeitaufwand auf 20 Stunden gekürzt, was nach 
dem in der Honorarrechnung vorgebrachten und akzeptierten Ansatz (inkl. Spe-
sen) ein Gesamthonorar von pauschal Fr. 3'900.-- ergibt. Dieses Honorar unter-
liegt der Rückerstattungspflicht (§ 75 Abs. 3 VRP). 

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und dem Beschwer-
deführer auferlegt. Auf das Inkasso wird derzeit unter Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege verzichtet.

3. Dem Beschwerdeführer wird die unentgeltliche Rechtsverbeiständung ge-
währt und Rechtsanwalt MLaw C.________ wird als unentgeltlicher 
Rechtsbeistand bestellt. Ihm ist zu Lasten des Gerichts ein Honorar (inkl. 
Auslagen und MwSt) von Fr. 3'900.-- zuzusprechen.

4. Vermag der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten sowie die Kosten der 
Entschädigung zu decken, ist er zur Rückzahlung an die Gerichtskasse 
verpflichtet (die Rückzahlungspflicht erlischt zehn Jahre nach Eintritt der 
Rechtskraft des Entscheides, § 75 Abs. 3 VRP).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- den Vertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 17. November 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 29. November 2021