# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 12000d02-257a-53a7-b588-7fe33259bdd8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.12.2008 D-7519/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7519-2008_2008-12-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7519/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
vertreten durch lic. iur. Fidan Köle,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 18. November 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7519/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im Mai oder Juni 
2008  auf  dem  Seeweg von  B._______  (Nigeria)  in  ein  französisch-
sprachiges Land ausreiste, von dort mit dem Auto am 30. August 2008 
illegal in die Schweiz einreiste, gleichentags in C._______ um Asyl er-
suchte  und  schliesslich  ins  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (...) 
(EVZ) transferiert wurde,

dass am 12. September 2008 im EVZ (...) die summarische Befragung 
durch  das  BFM  stattfand  und  dieses  den  Beschwerdeführer  am  9. 
Oktober 2008 zu seinen Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer bei den Befragungen angab, er sei Medi-
zinstudent an der Universität von D._______ (Nigeria),

dass er seit dem Jahr 2001 Mitglied der MASSOB (Movement for the 
Actualization of the Sovereign State of Biafra) sei,

dass er als Zonenkoordinator für die Studentensektion der MASSOB 
am  29.  Mai  2005  an  der  Organisation  eines  Fussballspiels  von 
MASSOB-Mitgliedern beteiligt gewesen sei, die Polizei jedoch die Ver-
anstaltung  aufgelöst  und  ihn  sowie  30  weitere  Teilnehmer  festge-
nommen habe,

dass die Polizei in einer Nacht im Januar 2008 alle Festgenommenen 
ausser den Beschwerdeführer erschossen habe,

dass er aufgrund der Intervention eines befreundeten Priesters freige-
lassen worden sei,  jedoch mit  der  Bedingung,  er  habe das Land zu 
verlassen,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Gesuchstellung  einen 
MASSOB-Ausweis abgegeben, jedoch keine rechtsgültigen Identitäts-
papiere eingereicht  und trotz  entsprechender Aufforderung bis  heute 
keine solchen nachgereicht hat,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. November 2008 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus 
der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, es würden 
keine entschuldbaren Gründen vorliegen, die es dem Beschwerdefüh-
rer  verunmöglicht  hätten,  rechtsgenügliche  Reise-  oder  Identitäts-
papiere beizubringen,

dass  der  Beschwerdeführer  tatsachenwidrige  Angaben  zu  MASSOB 
gemacht habe,

dass er einerseits die Anordnung der Farben bei der symbolträchtigen 
Flagge verwechselt  sowie  die  tiefgreifende  Bedeutung  der  Embleme 
falsch benannt, andererseits die Adresse des MASSOB-Informations-
zentrums nicht korrekt wiedergegeben und sogar im falschen Staat an-
gesiedelt habe,

dass weder am 29. Mai 2005 eine Verhaftung von 30 MASSOB-Mitglie-
dern  noch im Januar 2008 deren Erschiessung stattgefunden haben 
könne, da ein solches Ereignis der Öffentlichkeit  nicht verborgen ge-
blieben wäre,

dass der Beschwerdeführer ausserdem widersprüchliche Angaben be-
treffend  die  Aufrufe  der  Mithäftlinge  vor  der  Erschiessung  gemacht 
habe,

dass der abgegebene MASSOB-Ausweis kein Beweis für die Mitglied-
schaft  sei,  da  dieser  nach  den  Erkenntnissen  der  Vorinstanz  selbst 
hergestellt  oder  käuflich  erworben  werden  könne,  so  dass  dessen 
Beweiswert äusserst gering sei,

dass  aufgrund  der  dargelegten  widersprüchlichen  und  tatsachen-
widrigen  Aussagen  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  nicht  ge-
glaubt werden könnten,

dass  deshalb  der  Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 und 7 AsylG offensichtlich nicht erfülle und aufgrund der 
Akten  auch  keine  zusätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
erforderlich seien,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24. November 2008 
(Poststempel 25. November 2008) gegen diesen Entscheid beim Bun-
desverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  die  Aufhebung 

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der angefochtenen Verfügung sowie die Zurückweisung des Verfahrens 
zwecks materieller Prüfung an die Vorinstanz beantragte,

dass er in prozessualer Hinsicht den Erlass der Bezahlung des Kos-
tenvorschusses  sowie  der  Verfahrenskosten  und  eine  angemessene 
Parteientschädigung beantragte, 

dass ihm überdies für die Nachreichung eines Arztberichtes eine Frist 
von drei Wochen zu gewähren sei,

dass  er  unter  anderem  geltend  machte,  aus  dem beigelegten  Arzt-
bericht des Psychiatrie-Zentrums E._______ vom 24. November 2008 
könne  entnommen  werden,  dass  er  vom  19.  November  bis  24. 
November 2008 dort hospitalisiert gewesen sei,

dass bei  ihm eine akute Belastungsreaktion diagnostiziert  und er  im 
heutigen Zeitpunkt mit Valium, Akineton Retard sowie Haldol medika-
mentös behandelt werde,

dass festzuhalten sei, beim Medikament Akineton handle es sich um 
ein Psychopharmakon, dies sei ein Anti-Parkinson-Mittel, welches bei 
schweren Krankheiten eingesetzt werde,

dass dem beigelegten Austrittsbericht entnommen werden könne, ein 
ausführlicher Arztbericht über den Gesundheitszustand des Beschwer-
deführers werde folgen,

dass demnach belegt sei, der Beschwerdeführer befinde sich im heuti-
gen Zeitpunkt  in  einem äusserst  labilen  Gesundheitszustand  und er 
wäre  angesichts  der  unzureichenden  sowie  unzugänglichen  medizi-
nischen Versorgung in Nigeria bei einer Rückkehr mit grösster Wahr-
scheinlichkeit einer konkreten Gefährdung ausgesetzt,

dass  dem  BFM  betreffend  die  vorgehaltenen  angeblich  unglaubhaft 
ausgefallenen  Vorbringen  des  Beschwedeführers  nicht  beigepflichtet 
werden könne,

dass  diesbezüglich  insbesondere  auf  die  Anhörung  vom 9.  Oktober 
2008 hingewiesen werde, bei welcher der Beschwerdeführer über fünf-
zehn Seiten hinweg widerspruchsfrei  und äusserst realitätsnah seine 
Asylvorbringen habe schildern können,

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dass seine Angaben zur MASSOB eine Mitgliedschaft bezeugen könn-
ten  und  dies  durch  den  bereits  abgegebenen  Ausweis  untermauert 
werde,

dass dem Gesagten zufolge an den vom Beschwerdeführer gemach-
ten Angaben nicht gezweifelt werden könne und es daher als höchst 
wahrscheinlich erscheine, dass er bei einer Rückkehr aufgrund seines 
labilen Gesundheitszustandes einer konkreten Gefährdung ausgesetzt 
sei,

dass demzufolge die Vorinstanz zu Unrecht  vom Erfordernis  von zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
des  Beschwerdeführers  oder  eines  Wegweisungshindernisses  abge-
sehen habe,

dass  der  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  mit  Zwi-
schenverfügung vom 28. November 2008 dem Beschwerdeführer mit-
teilte, er könne den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abwarten, 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 
Verzicht  auf  die Erhebung eines Kostenvorschusses jedoch ablehnte 
und den Beschwerdeführer aufforderte, innert Frist – unter Hinweis auf 
die Säumnisfolgen – den Kostenvorschuss zu Gunsten der Gerichts-
kasse zu überweisen,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 8. Dezember 2008 dem 
Bundesverwaltungsgericht  seine  neu  bestellte  rechtliche  Vertretung 
anzeigte und die entsprechende Vollmacht einreichte,

dass  er  gleichentags  und  innert  Frist  den  einverlangten  Kostenvor-
schuss bezahlte,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

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dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen  mate-
riellen  Prüfung enthält,  die  angefochtene Verfügung aufhebt  und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerdever-
fahren ungeachtet der vorzunehmenden Überprüfung eines formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  ent-
schieden  wird  (Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 

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Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art. 32  Abs. 3  Bst. a  AsylG),  auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder 
sich auf  Grund der Anhörung erweist,  dass zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass hinsichtlich der weiteren zur Begründung des Asylgesuches gel-
tend gemachten Vorbringen des Beschwerdeführers vorweg auf die im 
EVZ (...) am 12. September 2008 protokollierten Aussagen sowie auf 
das Protokoll  der direkten Bundesanhörung vom 9. Oktober 2008 zu 
verweisen ist,

dass  als  Reise-  oder  Identitätspapier  gemäss  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a 
AsylG  grundsätzlich  nur  Reisepapiere  (-pässe)  und  Identitätskarten, 
nicht  aber zu anderen Zwecken ausgestellte Dokumente wie Führer-
ausweise, Berufs- und Schulausweise sowie Geburtsurkunden gelten 
(vgl. BVGE 2007/7 E. 6 S. 69 f.),

dass somit der vom Beschwerdeführer eingereichte Mitgliederausweis 
der MASSOB nicht als Reise- oder Identitätspapier nach den gesetz-
lichen Vorschriften gelten kann,

dass vorliegend die Unterlassung der gesetzlich vorgeschriebenen Ab-
gabe der (echten) Reise- oder Identitätspapiere unbestritten ist,

dass  folglich  die  Gründe  für  die  Schriftenlosigkeit  im  Einzelfall  vom 
Asylsuchenden nachvollziehbar geschildert werden müssen,

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dass dies dem Beschwerdeführer in casu nicht gelungen ist, behaupte-
te doch dieser anlässlich der Erstbefragung vom 12. September 2008, 
er  habe nie einen Pass oder  eine Identitätskarte  besessen und ver-
wies dabei auf die Abgabe des MASSOB-Mitgliederausweises (vgl. A2, 
S. 3 f.),

dass ihm jedoch mitgeteilt  wurde, es handle sich beim abgegebenen 
Mitgliederausweis nicht um ein amtliches Papier (vgl. A2, S. 4),

dass  dem Beschwerdeführer  nicht  geglaubt  werden kann,  die  Reise 
von Nigeria bis in die Schweiz ohne jegliche Ausweispapiere und ohne 
jemals kontrolliert worden zu sein, unternommen zu haben,

dass  der  Beschwerdeführer  während  des  ganzen  Verfahrens  nichts 
Stichhaltiges  gegen  diese  Unglaubhaftigkeitselemente  vorzubringen 
vermochte,

dass er auch in seiner Beschwerde vom 24. November 2008 mit kei-
nem Wort  einen plausiblen Grund für das Fehlen der Identitätsdoku-
mente vorbringt,

dass der Beschwerdeführer demnach keine entschuldbaren Gründe für 
die  Nichtabgabe  eines  beweistauglichen  Identitätsdokuments  (vgl. 
BVGE 2007/7  E. 4-6)  innerhalb  der  Frist  von 48  Stunden nach  Ein-
reichen des Asylgesuchs glaubhaft zu machen vermag (Art. 32 Abs. 3 
Bst. a AsylG; vgl. BVGE 2007/8 E. 3.2) und deshalb nach dem Gesag-
ten  auch  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  Nichteinreichen  von 
Reise- oder Identitätspapieren vorliegen,

dass das BFM darüber hinaus zu Recht und mit zutreffender Begrün-
dung von der offensichtlichen Unglaubhaftigkeit der vom Beschwerde-
führer  geltend gemachten Asylvorbringen  ausging,  wie  eine Prüfung 
der vorliegenden Akten ergibt,

dass zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die dies-
bezüglichen  Erwägungen  der  Vorinstanz  verwiesen  werden  kann 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 111a Abs. 2 AsylG und Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass sodann im vorliegenden Fall aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Direktanhörung vom 9. Oktober 2008 präsentierte, unter Ver-
zicht  auf  zusätzliche tatbestandliche oder  rechtliche Abklärungen im 
Rahmen  einer  bloss  summarischen  Prüfung  der  Schluss  gezogen 

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werden konnte, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft offenkundig nicht, 
und ebenso offenkundig stünden einem Vollzug der Wegweisung keine 
Hindernisse entgegen (Art. 32 Abs. 3 Bst. b  und c AsylG; vgl. BVGE 
2007/8 E. 5.5. und 5.6.),

dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt,  auf weitere Vorbringen in 
der Beschwerdeschrift näher einzugehen,

dass  das  BFM somit  zu  Recht  zum Schluss  gelangte,  die  vom Be-
schwerdeführer  geltend gemachten Vorkommnisse seien unglaubhaft 
und  somit  nicht  geeignet  für  die  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft,

dass das BFM bei der vorliegenden Aktenlage offensichtlich auch kei-
ne weiteren Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG vor-
nehmen musste,

dass es sich demnach erübrigt, den angefochtenen Entscheid zu kas-
sieren und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht und im Sinne der Praxis (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 2.1 S. 
73) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 

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oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunfts-
staat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass in Nigeria zur Zeit weder Krieg, Bürgerkrieg noch eine Situation 
allgemeiner Art herrscht,

dass in Nigeria ebenfalls keine medizinische Notlage herrscht, so dass 
es dem Beschwerdeführer möglich sein wird,  in Nigeria die gleichen 
oder  ähnlichen  Medikamente  (im  Wesentlichen  Valium,  Akineton 
Retard und Haldol) zu erhalten, welche er bei seinem freiwilligen Kli-
nikaustritt vom 24. November 2008 verschrieben bekommen hat,

dass es der Beschwerdeführer bis heute unterlassen hat, einen aktuel-
len  Arztbericht  einzureichen  –  obwohl  er  dies  mit  Eingabe  vom 

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24. November  2008  in  Aussicht  gestellt  hat  –  und  deshalb  davon 
auszugehen ist, dass der Gesundheitszustand unverändert geblieben 
ist und sich somit zumindest nicht verschlechtert hat,

dass bei einem freiwilligen Klinikaustritt – entgegen den Ausführungen 
in der Beschwerde vom 24. November 2008 – nicht von einem labilen 
Gesundheitszustand ausgegangen werden kann, zumal der Beschwer-
deführer zugegeben hat, er sei Medizinstudent und mithin seinen ge-
sundheitlichen Zustand recht zuverlässig sollte einschätzen können,

dass der Beschwerdeführer – allein oder mit Hilfe einer nahen Bezugs-
person – die Reise in die Schweiz finanzieren konnte, weshalb in An-
betracht der Reisekosten davon auszugehen ist, dass er auch in der 
Lage sein wird, die nach der Rückkehr erforderliche medizinische Be-
treuung sowie die notwendigen Medikamente zu finanzieren,

dass es dem Beschwerdeführer überdies freigestellt  ist,  bei  der Vor-
instanz medizinische Rückkehrhilfe zu beantragen,

dass der Beschwerdeführer als Medizinstudent in der Lage sein dürfte, 
die  Möglichkeiten  des  nigerianischen  Gesundheitswesens  auszu-
schöpfen,

dass der Beschwerdeführer bei seiner Rückkehr somit keiner konkre-
ten Gefährdung ausgesetzt sein wird,

dass der Beschwerdeführer in seiner Heimat über eine berufliche Per-
spektive verfügt,  steht  er  doch unmittelbar vor dem Abschluss eines 
Medizinstudiums (vgl. A10, S. 3) und er sich mit der Unterstützung sei-
ner nahen Bezugspersonen auch sozial in sein gewohntes Umfeld re-
integrieren kann,

dass der Wegweisungsvollzug somit zulässig und zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG),  und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG) und mit dem am 8. Dezember 2008 in gleicher Höhe geleiste-
ten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  wird  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- (...) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Daniel Stadelmann

Versand:

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