# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7d83d18-7fec-5579-a3b0-4596e6c7ba0d
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-11-18
**Language:** de
**Title:** Rückfall nach mehreren Unfällen in der Vergangenheit, Vorleistungspflicht des zeitlich letzten Unfallversicherers; Gutheissung.
**Docket/Reference:** UV.2019.00235
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2019.00235.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2019.00235
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Romero-Käser
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiber Brugger
Urteil
vom
1
8.
November 2020
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
Advokatur
Bülach
Sonnmattstrasse 5, Postfach, 8180 Bülach
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
weitere Verfahrensbeteiligte:
1.
Basler Versicherung AG
Hauptsitz
Aeschengraben
21, Postfach, 4002 Basel
Beigeladene
2.
Suva, Abteilung Militärversicherung
Laupenstrasse
11, Postfach, 3001 Bern
Beigeladene
Beigeladene 1 vertreten durch Rechtsanwalt Peter Jäger
Jäger &
Schweiter
Rechtsanwälte
Magnolienstrasse 3, Postfach, 8034 Zürich
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
, geboren 1972,
erlitt
in der Vergangenheit
mehrere
Ver
letzungen
am
linken Kniegelenk (vgl.
Urk.
9/1 S. 1 f.).
Seit März 2015 war er a
ls Chauffeur bei der
Y.___
AG angestellt und über diese bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als er sich am 2
7.
September 2016 beim Aussteigen aus dem Auto das linke Knie verdrehte (
Urk.
10/1
Ziff.
1-6).
Die Suva richtete für die Folgen des Ereignisses Versicherungsleistungen aus (
Urk.
10/3).
1.2
Im August 2018
meldete der Versicherte der
Suva ein
en
Rückfall zum Unfall vom 2
7.
September 2016 (
Urk.
10/6
).
Mit Verfügung vom
7.
Januar 2019
(
Urk.
10/51)
lehnte die Suva
eine Leistungspflicht für den Rückfall
ab
. Die vom Versicherten am
5.
Februar 2019 (
Urk.
10/54) dagegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom
2
3.
September 2019 (
Urk.
10/70 =
Urk.
2) ab.
2.
2.1
Der Versicherte erhob am 2
5.
September 2019 Beschwerde gegen den
Einspra
cheentscheid
vom 2
3.
September 2019 (
Urk.
2) und beantragte, diese
r
sei aufzu
heben und es sei die Suva zu verpflichten, ihm für die Beschwerden am linken Knie Vorleistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG), insbesondere Taggelder und Heilbehandlungskosten, zu erbringen (
Urk.
1 S. 2 oben). Der Versicherte beantragte sodann die Beiladung der Basler Versicherung AG und der Suva,
Abteilung
Militärversicherung
(
Urk.
1 S. 2 Mitte).
Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom
3.
Dezember 2019 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
4.
Dezember 2019 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
11).
2.2
Mit Verfügung vom 1
5.
Mai 2020 wurden die Basler Versicherung AG und die Suva,
Abteilung
Militärversicherung
,
zum Verfahren beigeladen (
Urk.
13 Dispo
sitiv
Ziff.
1-2).
Die Suva,
Abteilung
Militärversicherung
,
liess sich am 2
4.
Juni 2020 (
Urk.
17) vernehmen und reichte weitere Akten (
Urk.
18) ein. Die Basler Versicherung AG reichte am
2.
September 2020 (
Urk.
20) eine Stellungnahme ein und stellte den Antrag, das Gericht oder - nach erfolgter Rückweisung der Sache - die Beschwer
degegnerin habe ein externes medizinisches Gutachten in Auftrag zu geben und neu zu entscheiden (
Urk.
20 S. 2 oben).
Zudem reichte sie dem Gericht weitere Akten (
Urk.
21) ein.
Die Eingaben der Beigeladenen wurden den Parteien am 2
9.
September 2020 zugestellt (
Urk.
22).
Die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom
6.
Oktober 2020 (
Urk.
23) wurde den Beigeladenen und der Beschwerdegegnerin am
8.
beziehungsweise
1
6.
Okto
ber 2020 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
25-26).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des
UVG
und der Ver
ordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen
die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor
, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereig
net haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangs
bestimmungen).
Der
zu be
u
r
teilende
Unfall hat sich am 2
7.
September 2016 und damit
vor dem
1.
Januar 2017
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen
vorliegend
Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
Massgeblich sind sodann weiter
e
Unfälle, die sich vor dem 2
7.
September 2016 ereignet haben.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (
Abs.
1).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidi
tät, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicher
weise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man,
wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krank
heitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
2.
2.1
D
ie Beschwerdegegnerin
lehnte
eine
Anerkennung
des
2018 gemeldeten Rück
falles zum Unfall vom 2
7.
September 2016 ab. In medizini
s
cher Hinsicht folgte sie
dabei
einer versicherungsinternen ärztlichen Beurteilung
.
Im angefochtenen Entscheid
(
Urk.
2)
hielt sie dazu fest
,
n
ach dem Ereignis vom 2
7.
September 2016 sei
eine schwere
po
sttraumatische Gonarthrose links
festgestellt
worden, die zunächst konservativ mit Infiltration
en behandelt worden sei
.
Nach der kreis
ärztlichen Beurteilung könne sich eine derartig starke
Pangonarthrose
nicht innerhalb von zwei Monaten bilden. Diese sei Ausdruck der bereits bekannten massiven Vorschädigung des linken Knies
.
Somit habe es sich beim Ereignis vom 2
7.
September 2016 lediglich um eine vorübergehende und nicht richtungs
ge
bende Verschlimmerung des Vorzustandes gehandelt
(S. 6 f. E. 4).
Gesamthaft handle es sich bei der nachgewiesenen inzwischen mittels einer Knie-Prothese behandelten
Pangonarthrose
links um Folgezustände früherer schwerer Knietrau
mata. Gemäss
ihren
administrativen Abklärungen würden diese nicht der Leis
tungspflicht der Beschwerdegegnerin unterliegen (S. 7 E. 4).
Hinsichtlich eines ebenfalls bei der Beschwerd
egegnerin versicherten Unfalls
vom 1
3.
September 1999 habe sie mit Verfügung vom 1
5.
Juni 2001 und
Einsprache
entscheid
vom
9.
Januar 2002
eine
Leistungspflicht für Operationen am linken Knie vom 1
7.
Januar 2000 und 1
6.
Februar 2001 verneint. Dabei habe sie fest
ge
halten, dass es durch den leichten Unfall vom 1
3.
September 1999 nicht zu einer dauernden Verschlimmerung von schweren unfallfremden Vorschäden gekom
men sei
. Bei den nun geklagten Kniebeschwerden links handle es sich daher auch nicht um einen Rückfall zum Unfall vom 1
3.
September 1999
(S. 8 E. 5 a).
2.2
Ergänzend führte die Beschwerdegegnerin in der Vernehmlassung aus
,
der banale Unfall vom 1
3.
September 1999 am linken Knie habe keine strukturelle Verän
derung, sondern lediglich eine vorübergehende Verschlimmerung eines massiven Vorzustandes bewirkt, mit Eintritt des
status
quo sine innert kurzer Frist (
Urk.
8 S. 3
Ziff.
4.1). Das Bagatellereignis vom 2
7.
September 2016 habe ebenfalls keine strukturelle Veränderung, sondern nur eine kurze, vorübergehende Verschlimme
rung der vorbestandenen, massiven Gonarthrose ausgelöst (S. 4
Ziff.
4.1 oben).
Mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
stehe
fest, dass die Knieschmerzen des Jahres 2018 nicht in einem natürlichen Kausalzusammenhang mit den beiden bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfällen stünden, Diese seien auf frühere, nicht bei ihr versicherte Unfälle z
urückzuführen (S. 5
Ziff.
4.2).
2.3
Der Beschwerdeführer
brachte vor,
er habe bereits in früheren Jahren diverse Unfälle erlitten, bei denen er sich am linken Knie verletzt habe. Die Kosten der Heilbehandlungen seien von den Beigeladenen 1 und 2 und von der Beschwerde
gegnerin übernommen worden (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
4). Die Beschwerdegegnerin sei in jedem Fall leistungspflichtig, da mehrere Unfälle mit ungewissem Kausali
tätsanteil gegeben seien. Gemä
ss bundesgerichtlicher Praxis gelt
e
, dass der zuletzt zuständige Unfallversicherer im Sinne einer Vorleistungspflicht gehalten sei, die vollen Leistungen zu erbringen. Die interne Aufteilung der Leistungen unter den verschiedenen beteiligten
Versicherern
tangiere den Beschwerdeführer nicht.
Bei
der Beschwerdegegnerin
handle es sich
um den zuletzt zuständigen Unfallver
sicherer. Gemäss
Art.
102 a UVV sei
diese
verpflichtet, Leistungen auszurichten (S. 3 f.
Ziff.
5).
Die Beschwerdegegnerin habe sich darauf beschränkt, die Kausalität zwischen dem Unfall aus dem Jahr 2016 und den heute vorliegenden Beschwerden zu
bestreiten. Zur Vorleist
ungspflicht habe sie sich im angefochtenen Entscheid
nic
ht geäussert (S. 4
Ziff.
7).
2.4
Die Beigeladen
e
2 liess
s
ich am 2
4.
Juni 2020 vernehmen
(
Urk.
17)
.
Sie führte aus
,
d
er Beschwerdeführer habe
ihr
zwei Verletzungen des linken Knies im Rahmen von Jugend und Sport gemeldet. Zu dieser Zeit habe er im Nachwuchs des EHC
Z.___
beziehungsweise des
A.___
Eishockey gespielt (S. 2
Ziff.
II.1).
Die erste Meldung habe eine Distorsion des linken Knies vom 1
0.
Dezember 1986 beim Eishockey
spielen
betroffen, welche konservativ behandelt worden sei. Die zweite Meldung sei wegen eines Sturzes auf das linke Knie vom
4.
Februar 1990
erfolgt, erneut beim Eishockey
spielen
(S. 2
Ziff.
II.2-3). Gestützt auf die medizinische Aktenlage sei erstellt, dass es bei den beiden
der Beigeladenen 2
gemeldeten Ereignissen in den Jahren 1986 und 1990 zu keinen gravierenden, strukturellen intraartikulären Schädigungen im linken Knie gekommen sei.
Sie habe während 28 Jahren vom Beschwerdeführer nichts mehr gehört (S. 3
Ziff.
II.4-5). In dieser Zeit habe er verschiedene gravierende Verletzungen des linken Knies erlitten, unter anderem mehrere Meniskusläsionen medial und lateral, rezidivierende
Patellaluxationen
, eine Ruptur des medialen
Retinaculum
sowie eine Ruptur des vorderen Kreuzbandes. Dies
e
Verletzungen seien allesamt nicht bei ihr versichert gewesen (S. 4
Ziff.
5).
2.5
Die Beigeladene 1 liess sich am
2.
September 2020 (
Urk.
20) vernehmen.
Sie
führte aus
,
n
eben den bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfällen vom 1
3.
September 1999 und vom 2
7.
September 2016 und dem bei
ihr
versicherten
Unfall vom
6.
November 1992
sei
d
er
Beschwerdeführer
bereits in den Jahren 1986
, 1987 und 1990 verunfallt.
Dabei gehe es
um mindestens neun Unfälle (S. 2 unten). Von vorneherein sei fragwürdig, einen derart langwierigen, komplexen Fall, in welchem mehrere Versicherungen beteiligt seien, alleine gestützt auf eine versicherungsinterne Beurteilung zu erledigen (S. 2 f.). Der betreffende Arzt besitze zudem keine Berufsausübungsbewilligung
und sei ausschliesslich für die Beschwerdegegnerin beziehungsweise die Beigeladene 2 tätig
(S. 3 oben).
2.6
Die Beschwerdegegnerin erbrachte für die Folgen des
zeitlich
letzten
Unfalls
vom 2
7.
September 2016
am linken Knie
Versicherungsleistungen.
Streitig und zu prüfen ist
, ob für
den
im August 2018
gemeldete Rückfall
eine Leistungspflicht beziehungsweise eine Vorleistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht.
3.
3.1
Der
Beschwerdeführer
verletzte sich
in der Vergangenheit bei mehreren Unfällen
wiederholt
am linken
und rechten
Kniegelenk
. Die Beschwerdegegnerin führte in einer Zusammenstellung vom 1
4.
Dezember 2000
Verletzungen und operative
Eingriffe auf, die den
Zeitraum
von
1990 bis 2000
betreffen
(
Urk.
9/1 S. 1 f.).
Die
Unfälle am linken Knie
vom 1
0.
Dezember 1986 und vom
4.
Februar 1990
waren bei der Beigeladenen 2 versichert (
Urk.
17 S. 2
Ziff.
II.2-3
,
Urk.
18/A2,
Urk.
18/A30
), ein
weiteres
Ereignis vom
6.
November 1992 war bei der Beige
ladenen 1 (
Urk.
21/2.5
Ziff.
4) versichert. Die
Ereignisse
vom
1
3.
September 1999 (
Urk.
9/46 S. 1
Ziff.
4,
Urk.
9/2 S. 2 oben)
und
vom 2
7.
September 2016 (
Urk.
10/1
Ziff.
4)
fallen in die Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin.
3.2
Zum Unfall vom
1
3.
September 1999
findet sich
ein Bericht von
Kreisarzt
Dr.
med.
B.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 2
5.
Januar 2001 (
Urk.
9/2).
Er
beschrieb
darin
einen Status nach multiplen beidseitigen Knietraumata mit mindestens vier Ope
rationen am link
en Knie in der Zeit von
1990 bis 199
7.
B
eim Ereignis vom 1
3.
September 1999
sei es
angeblich zu einer
Patellaluxation
links als Ursache für die jetzt notwendige Behandlung gekommen (S. 3 Mitte).
Ein MRI des linken Kniegelenkes vom 1
2.
Oktober 2000 bestätige eine beginnen
de
Femoro
-Patellararthrose. Die Patella links sei eindrucksmässig etwas
mediali
siert
. Daneben
kämen
schwere Knorpelalterationen zur Darstellung, insbesondere am medialen
Femurkondylus
(S. 3 oben
; vgl. auch die kreisärztliche Beurteilung
durch
Dr.
med.
C.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, vom
6.
Juni 2002,
Urk.
9/23).
3.3
Am 1
0.
Oktober 2016 wurde der Beschwerdegegnerin der Unfall vom 2
7.
Septem
ber 2016 gemeldet. Zum Sachverhalt wurde angegeben, der Beschwerdeführer habe sich bei der Arbeit (Auslieferung von Frischwaren) beim Aussteigen aus dem Auto das linke Knie verdreht (
Urk.
10/1
Ziff.
4 und 6).
3.4
Dr.
med.
D.___
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, atte
stierte in einem ärztlichen Zeugnis vom
6.
Oktober 2016 für die Zeit vom
6.
bis 1
1.
Oktober
2016
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
10/2).
3.5
PD
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
stellte
im Bericht vom 2
3.
November 2016 (
Urk.
10/34) nach der Untersuchung des Beschwerdeführers vom gleichen Tag
folgende
Diagnosen (S. 1):
-
schwere symptomatische posttraumatische Gonarthrose links mit
Genu
flexum
von 20° bei Status nach multiplen Voroperationen inklusive Ersatzplastik des vorderen Kreuzbandes
-
weniger symptomatische beginnende Gonarthrose rechts mit
Genu
flexum
von 15°
PD
Dr.
E.___
führte weiter aus, gemäss den Röntgenbildern des linken Knies vom 2
3.
November 2016 bestehe eine beträchtliche
Pangonarathrose
mit
osteo
phytären
Anbauten
trikomparti
mentell
, insbesondere
trochleär
,
am hinteren
Femurkondylus
und
interkondylär
sowie im Bereich der
Eminentia
ventral (S. 1 unten).
4.
1.%2
PD
Dr.
E.___
stellte
im Bericht vom 2
4.
Mai 2018 (
Urk.
10/12) nach der Konsultation des Beschwerdeführers
im wesentlichen unveränderte Diagnosen im Vergleich zum Bericht vom 2
3.
November 2016 (S. 1). Zudem gab er an,
es werde eine
Infiltration im linken Knie
durchgeführt.
Eine
wahrscheinlich notwendige Knieprothesen-Implantation
sei
besprochen worden, bei doch erheblichem Leidensdruck
des Beschwerdeführers
mit mehrfachen Infiltrationen.
Der Beschwerdeführer meldete der Beschwerdegegnerin
daraufhin
am 2
3.
August 2018 telefonisch einen Rückfall zum Unfall vom 2
7.
September 2016 (
Urk.
10/6).
4
.2
PD
Dr.
E.___
attestierte in einem ärztlichen Zeugnis vom 2
3.
August 2018
(
Urk.
10/8
/3
) für die Zeit v
om 3
0.
Juli bis
4.
September 2018 eine Arbeitsun
fä
higkeit von 100
%
.
4.3
Am
4.
September 2018
wurde der Beschwerdeführe
r am linken Kniegelenk ope
riert (Implantation einer komplexen
Knietotalarthroplastik
links,
Urk.
10/33
/2
; vgl. auch den Austrittsbericht von PD
Dr.
E.___
vom
7.
September 2018,
Urk.
10/33
/5-6
).
4.4
Kreisarzt
Dr.
med.
F.___
, Facharzt für Chirurgie, antwortete in einer Stellungnahme vom
2.
Oktober 2018 (
Urk.
10/32) auf
eine
Frage der Beschwerde
gegnerin. Er gab an, die heute geltend gemachten Beschwerden am linken Knie und die Operation vom
4.
September 2018 seien nicht überwiegend wahrschein
lich auf das Ereignis vom 2
7.
September 2016 zurückzuführen. Weder anlässlich der Erstbehandlung vom
6.
Oktober
2016 noch im
ärztlichen
Bericht vom 2
3.
November 2016 sei ein akutes Unfallgeschehen erwähnt worden. Es werde von langdauernden Kniebeschwerden berichtet und es sei eine schwere post
traumatische Gonarthrose diagnostiziert worden nach mehreren Operationen in den 90er Jahren. Eine schwere Gonarthrose könne nicht innerhalb von Tagen oder Wochen entstehen. Die Ursache sei die jahrzehntealte Vorschädigung bei Unfällen, die nicht bei der Beschwerdegegnerin versichert seien.
4.5
Am
3
0.
Oktober 2018 (
Urk.
18/U8)
erstattete
Dr.
F.___
eine Aktenbeurteilung
zuhanden der
Beige
ladenen
2.
Er
gab zu den
Ereignissen
von 1986 und 1990
an
, der Hausarzt des Beschwerdeführers habe nach der Jugend- und Sportver
an
staltung vom 1
0.
Dezember 1986 klinisch die Diagnose einer Läsion des medialen Seitenbandapparates am linken Knie mit möglicher Meniskusschädigung gestellt. Bei Beschwerdefreiheit des Patienten sei die Behandlung am
6.
März 1987 abge
schlossen worden (S. 3 oben).
Bei der Verletzung vom
4.
Februar 1990 sei wiederum das mediale Seitenband des linken Kniegelenks betroff
en gewesen. Bei einer A
rt
hroskopie vom 2
8.
Febru
ar 1990
habe sich als einzige pathologische Veränderung eine Zerrung des medi
alen Seitenbandes gezeigt. Bis auf eine Zerrung des medialen Seitenbandes sei keine intraartikuläre Schädigung aufgetreten (S. 3 Mitte).
Zerrungen sowie Kontusionen würden komplett abheilen und es ergebe sich innert kurzer Frist eine Restitution ad
integrum
. Mit überwiegender Wahrschein
lichkeit sei davon auszugehen, dass die anlässlich des Jugend- und Sportereig
nisses von 1990 erlittene Schädigung spätestens nach einem halben Jahr kom
plett abgeheilt gewesen
sei
. Aufgrund der Jugend- und Sportereignisse von 1986 und 1990 seien also keine dauerhaften Unfallfolgen aufgetreten. Zerrungen bei ansonsten fehlenden intraartikulären Läsionen führten nicht zu degenerativen oder
arthrotischen
Veränderungen an einem Gelenk
. Solche seien jedoch infolge der später eingetretenen Unfälle und Operationen mit mehrfachen
Meniske
k
to
mien
etc. zwangsläufig zu erwarten. Die entstandene Gonarthrose habe zwar eine posttraumatische Genese, jedoch nicht aufgrund der bei der Beigeladenen 2 ver
sicherten Ereignisse von 1986 und 1990 (S. 3 unten). Überwiegend wahrscheinlich sei anlässlich der Jugend- und Sportereignisse keine intraartikuläre strukturelle Läsion aufgetreten (S. 4).
4.6
Am 1
9.
Dezember 2018 (
Urk.
10/49) erstattete
Kreisarzt
Dr.
F.___
eine Aktenbe
urteilung zuhanden der Beschwerdegegnerin.
Er führte aus, gemäss dem
Einspra
cheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom
9.
Januar 2002 bestehe keine Versi
cherungsdeckung der Beschwerdegegnerin für die Ereignisse und Operationen
von 1990 bis 1995, 1996 sowie vom
8.
November 1997 und für einen Eingriff vom
1
1.
April 1999 (S. 8 unten).
Es sei bekannt, dass anlässlich einer Operation vom
9.
November 1
992 eine
arthrosko
pische
Teilmeniskektomie
links medial erfolgt sei. Kostenträger sei die Beigeladene
1.
Am
7.
Februar 1996 habe wiederum eine Arthroskopie stattge
fun
den, wobei eine
Restmeniskektomie
links medial durchgeführt worden sei. Am 1
7.
November 1997 sei eine weitere
arthroskopische
Teilmeniskektomie
links medial durchgeführt worden
. Der Kostenträge
r
lasse sich aus den Unterlagen nicht ermitteln
(S. 9 oben).
Die Erstbehandlung nach dem Ereignis vom 2
7.
September 2016 sei am
6.
Okto
ber 2016 erfolgt.
PD
Dr.
E.___
habe eine symptomatische posttraumatische Gonarthrose links diagnostiziert, die zunächst konservativ mit Infiltrationen be
handelt worden sei. Radiologisch sei am 2
3.
November 2016
gemäss PD
Dr.
E.___
eine beträchtliche
Pangonarthrose
festgestellt worden mit
osteophytären
Anbauten
trikompartimentell
, insbesondere
trochleär
und am hinteren
Femur
kondylus
,
interkondylär
sowie
im Ber
e
ich der
Eminent
i
a
ventral (S. 9 unten).
Eine derart starke
Pangonarthrose
könne sich nicht innerhalb von zwei Monaten bilden. Diese sei Ausdruck der bereits bekannten Vorschädigung des linken Knies
. Frische unfallbedingte strukturelle Veränderungen seien zeitnah zum angege
be
nen Ereignis in keinem Bericht beschrieben worden (S. 9 f.). Mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit sei somit davon auszugehen, dass es sich beim Ereignis vom 2
7.
September 2016 lediglich um eine vorübergehende und nicht richtungge
bende Verschlimmerung des Vorzustandes gehandelt habe. Dieser sei erst im Jahr 2018 wieder behandlungsbedürftig geworden
. Bei fehlenden frischen unfallbe
dingten strukturellen Veränderungen, die auf das Ereignis vom September 2016 zurückgeführt werden könnten, sei ein Rückfall auf das Ereignis nicht überwie
gend wahrscheinlich. Dies, da Distorsionen wie auch Kontusionen innerhalb von Wochen bis Monaten abheilten, wozu ein behandlungsfreies Intervall bis 2018 passe
(S. 10)
.
Gesamthaft handle es sich
bei der nachgewiesenen
Pangonarthrose
links, die inzwischen mittels einer Knie-Totalprothese behandelt worden sei, um Folgezu
stände früherer schwer
er
Knietraumata mit Kreuzband- und Meniskusrissen. Diese unterlägen gemäss den administrativen Abklärungen nicht der Leistungs
pflicht der Beschwerdegegnerin, auch nicht der Beigeladenen
2.
Die aktenkundig dort versicherten Unfälle seien nicht geeignet, eine posttraumatische Gonarthrose hervorzurufen (S. 10).
5.
5.1
Art.
100
Abs.
3
n
UVV
sieht vor, dass bei einem Rückfall oder bei Spätfolgen aufgrund von mehreren versicherten Unfällen der für den letzten Unfall leis
tungspflichtige Versicherer die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen nach den Artikeln 10-13 UVG sowie die Taggelder erbringt.
Die Bestimmung ist
am
1.
Januar 2017 in Kraft getreten und
daher
vorliegend nicht
anwendbar.
5.2
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen
, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand aktiviert,
nicht a
ber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen
für das unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss
Art.
36
Abs.
1 UVG zu erbringen. Mit dem
Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teil
ur
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteil des Bundesgericht
s
8C_816/2009
E. 4.3 mit Hinweisen).
Eine Aufteilung für den gleichen Schaden ist möglich, wenn zwar eine grund
sätzliche Unfallkausalität hinsichtlich der bestehenden Schmerzen a
nzunehmen, jedoch eine sichere Zuordnung zum aktuellen Unfall beziehungsweise zu einem früheren Unfall nicht möglich ist, wenn also alternative (Unfall-)Ursachen mit gleicher Wahrscheinlichkeit entweder kausal oder nicht kausal sind. In diesem
Fall sind die Folgen der Beweislosigkeit (
betreffend den Kausalzusammenhang zum einen oder andern Ereignis) nicht vom Versicherten zu tragen.
Das Bundesgericht hat entschieden, die bestehende Rechtslücke in solchen Fällen lasse sich in der Weise füllen, dass entweder
Art.
99
Abs.
2 oder
Art.
100
Abs.
2 UVV analog angewendet werde. Gemäss
Art.
99
Abs.
2 UVV wird derjenige Un
fallversicherer als voll leistungspflichtig erachtet, der dem Rückfall in zeitlicher Hinsicht am nächsten steht. Eine Rückerstattungspflicht des früheren Versicherers besteht nur für Unfälle, die zu einer
Rentenleistung oder zu einer Integri
täts
entschädigung geführt haben. Nach
Art.
100
Abs.
2 UVV besteht eine Rücker
stattungspflicht entsprechend dem Kausalitätsanteil dagegen für sämtliche Leis
tungen. Welche der Bestimmungen analog anwendbar ist, liess das Bundesgericht offen, weil beide Normen auf dem Grundsatz beruhen, dass der zuletzt zuständige Unfallversicherer die vollen Leistungen erbringt und sich die beteiligten Unfall
versicherer in der Folge über die Aufteilung der Leistungspflicht einigen. Kommt keine Einigung zustande
, entscheide das Bundesamt für Sozialversicherung ge
mäss
Art.
78a UVG (Urteil des Bundesgerichts a.a.O. E. 4.4 mit Hinweisen).
6.
6.1
PD
Dr.
E.___
diagnostizierte im November 2016
nach dem Unfall vom 2
7.
September 2016
eine schwere symptomatische posttraumatische Gonarthrose links bei einem Status nach multiplen Voroperationen inklusive einer Ersatz
pl
astik des vorderen Kreuzbandes. Am
4.
September 2018 wurde der Beschwer
deführer
am linken Kniegelenk operiert (E. 3.5 und 4.3).
6.2
Die
Diagnose einer posttraumatischen Gonarthrose
lässt darauf schliessen, dass
der in den Jahren 2016 und 2018 dokumentierte Zustand
am
linken Knie
auf die
aktenkundig
zahlreichen Unfälle
und operativen Eingriffe
zurückzuführen
ist
.
Dr.
B.___
verwies im Bericht vom 2
5.
Januar 2001 auf ein MRI vom Oktober 2000, das eine beginnende
Fe
moro
-Patellararthrose
links
bestätige
(vorstehend E.
3.2).
Die fortschreitende Arthrose
am linken Kniegelenk
lässt sich
somit bild
gebend
belegen.
In diesem Sinne bestätigte auch
Dr.
F.___
in der Akten
be
urteilung vom 3
0.
Oktober 2018
zuhanden der Beigeladenen 2, in welcher er sich zu den Unfällen von 1986 und 1990 äusserte
, dass
arthrotische
Veränderungen aufgrund der eingetretenen Unfälle und Operationen mit mehrfachen
Meniskek
tomien
zwangsläufig zu
erwarten gewesen seien
und von einer posttraumatischen Genese der Beschwerden auszugehen sei
(E. 4.
5
)
.
Der bei der Beschwerdegegnerin versicherte Unfall vom 2
7.
September 2016 fällt
dabei
in
eine
Reihe
von
Unfällen
,
die mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu dem
nun
be
stehenden Schaden
geführt haben.
Bezüglich
dieses Unfalles
kann nicht von einem einmaligen Unfall
ereignis
bei
einem gleichzeitigen
Vorzustand ausge
gangen werden
.
Stattdessen ergibt sich das Bild
, dass die Vielzahl der Unfälle mit
dem jeweiligen
Kausalitätsantei
l zum
beschriebenen Schaden
geführt haben.
Bei der Prüfung der natürlichen Kausalität der Beschwerden zum Ereignis vom 2
7.
September 2016 ist zudem zu berücksichtigen, dass
die Beschwerdegegnerin lediglich eine Aktenbeurteilung eines versicherungs
internen Arztes veranlasst und sie auf weitere Abklärungen verzichtet hat.
Gemäss konstanter Praxis kommt
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss
trotz
grundsätzlicher
Beweiseignung nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vom Versicherungsträger veranlassten Gutachte
n unabhängiger Sachverständiger (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2;
135 V 465 E. 4.4
und E. 4.7
).
Lässt sich nicht sicher nachweisen, welcher Unfallversicherer für welchen Anteil am Gesamtschaden verantwortlich ist, hat die versicherte Person i
m Sinne der zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichts
nicht
die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen
(vgl. E. 5.2)
.
Der Beschwerdeführer
hat zudem ein Interesse, dass über seine Leistungsansprüche gegenüber dem zeitlich letzten Unfallversicherer innert nützlicher Frist entschieden wird.
Die
Voraussetzung eines natürlichen Kausal
zu
sammenhangs zwischen den 2018 gemeldeten Beschwerden und dem Unfall vom 2
7.
September 2016
ist somit
gestützt auf die vorliegenden Akten
zu bejahen.
Ebenso ist die
Voraussetzung der Adäquanz erfüllt.
Bei der
Beschwerdegegnerin
handelt es sich um den
jenigen
V
ersicherer, bei welche
m
das letzte bekannte Unfallereignis versichert war
.
Ausserdem
besteht auch eine Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin für die Folgen des Ereignisses vom 1
3.
September 199
9.
Auch wenn
Art.
100
Abs.
3
nUVV
vorliegend nicht direkt anwendbar ist,
ist eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin bei analoger Anwendung von
Art.
100
Abs.
2 UVV zu bejahen.
Die Aufteilung der Kausalitätsanteile am Gesamtschaden zwischen den
nebst der
Beschwerdegegner
in beteiligten Versicherungen
hat in einem zweiten Schritt gemäss der Rechtsprechung
des Bundesgerichts zu erfol
gen, wobei zuerst eine Einigung der beteiligten Unfallversicherer anzustreben ist.
6.3
Zusammenfassend
ist
eine Vorleistungspflicht
der Beschwerdegegnerin für
den 2018 gemeldeten
Rückfall
zum Unfall vom 2
7.
September 2016
im Grun
d
satz
zu bejahen
. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen.
7.
Nach
§
34
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte dem Gericht am
6.
Oktober 2020 (
Urk.
23) die Honorarnote in Höhe von
Fr.
1'920.10 (inklusive Barauslagen
und Mehrwertsteuer
,
Urk.
24)
ein
.
Diese
erweist sich der Bedeutung der Streit
sache und der Schwierigkeit des Prozesses als angemessen.
Der Beschwerdeführer ist daher mit
Fr.
1'920.10 zu entschädigen.
Das Gericht erkennt:
1.
In Gutheissung der Beschwerde
wird der
Einspracheentscheid
vom 2
3.
September 2019 aufgehoben und es wird festgestellt
, dass eine
Vorl
eistungspflicht der Beschwerde
geg
nerin für den 2018 gemeldeten Rückfall zum Unfall vom 2
7.
September 2016 besteht.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Prozessent
schädigung von
Fr.
1'920.10
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
, unter Beilage einer Kopie von
Urk.
18/U 8
-
Suva
, unter Beilage einer Kopie von
Urk.
18/U 8
und
Urk.
24
-
Rechtsanwalt Peter Jäger
, unter Beilage einer Kopie von
Urk.
18/U 8
-
Suva, Abteilung Militärversicherung
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
MosimannBrugger