# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f7fa24d-f059-5322-9ce8-7237dde709e1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.09.2015 200 2013 307
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-307_2015-09-01.pdf

## Full Text

200 13 307 BV und
200 13 308 BV (2)
SCI/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. September 2015

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Jakob

Sicherheitsfonds BVG
c/o ATAG Wirtschaftsorganisation AG, Eigerplatz 2, 3007 Bern
vertreten durch Fürsprecher Dr. iur. A.________
Kläger

gegen

Schweizerische Eidgenossenschaft
vertreten durch Eidgenössisches Finanzdepartement, Bundesgasse 3, 
3003 Bern
Beklagte

betreffend zwei Klagen vom 25. Juli 2000 (Bundesgerichtsentscheid vom 
27. März 2013)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Jahre 1984 errichteten die Vera Bau- und Verwaltungs AG, Olten, die 
Vera-Sammelstiftung und die Zensor Treuhand AG, Olten, die Pevos-
Sammelstiftung (Akten der Schweizerischen Eidgenossenschaft [act. II; 
nachfolgend zitiert entsprechend den Aktennummern gemäss 
Beilagenverzeichnis und fortlaufender Paginierung {act. II 1-2‘764, pag. 1-
13‘703}] 22, 26, 910-915). In der Folge schlossen Arbeitgeber mit der Vera- 
bzw. der Pevos-Sammelstiftung Anschlussverträge zur Erfüllung der 
beruflichen Vorsorgepflicht ab. Die künftig zu erbringenden Leistungen 
wurden von beiden Stiftungen bei der VITA Lebensversicherungs-
Gesellschaft (heute: Zürich Lebensversicherungs-Gesellschaft AG [SHAB 
Nr. 201 vom 15. Oktober 1993]; fortan Vita bzw. «Zürich») und bei der 
Genfer Lebensversicherungs-Gesellschaft (heute: Genevoise 
Immobiliengesellschaft AG [SHAB Nr. 43 vom 4. März 2009]; fortan 
«Genfer») durch den Abschluss von Kollektivversicherungsverträgen 
versichert (act. II 53, 937 f.). Auf den abgeschlossenen 
Kollektivversicherungsverträgen gewährten die 
Versicherungsgesellschaften Policendarlehen. Die auf diese Weise 
beschafften Mittel wurden der Vera-Anlagestiftung, welche am 9. Oktober 
1984 durch Umfirmierung aus der VERA Gemeinschaftsstiftung, Olten, 
hervorgegangen war (act. II 1‘324), und der Pevos-Anlagestiftung, welche 
am 20. März 1985 aus der ehemaligen PEVOS Stiftung für die Koordination 
von Personalvorsorgeeinrichtungen errichtet worden war (act. II 1‘329), 
gegen die Herausgabe von sog. Varia-Anteilscheinen zur Verfügung 
gestellt. Beide Anlagestiftungen hatten zum Zweck, im Interesse der 
Förderung der Personalvorsorge die günstige und wirtschaftliche Anlage in 
Immobilien, Hypotheken sowie Wertschriften von ausschliesslich der 
Personalvorsorge gewidmeten Vermögen zu tätigen (act. II 15, 26, 912).

Da sowohl die Vera- als auch die Pevos-Sammelstiftung zu Beginn des 
Jahres 1996 eine massive Überschuldung aufwiesen, stellte das 
Bundesamt für Sozialversicherung (BSV; heute: Bundesamt für Sozialver-
sicherungen [vgl. lit. B Ziff. II Ziff. 1.8 Anhang 1 der Regierungs- und Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 3

waltungsorganisationsverordnung vom 25. November 1998 {RVOV; 
SR 172.010.1}]) als zuständige Aufsichtsbehörde mit Verfügung vom 16. 
Januar 1996 (act. II 158, 984) per 31. Januar 1996 die Aufhebung der 
beiden Sammel- sowie der beiden Anlagestiftungen wegen 
Unerreichbarkeit ihres Zweckes fest und ordnete die Streichung der 
Sammelstiftungen aus dem Register für die berufliche Vorsorge an. 
Gleichzeitig wurden die Stiftungen in Liquidation versetzt und am 8. März 
1996 die Stiftungsräte aufsichtsrechtlich neu besetzt (act. II 158, 199 f., 
984, 1‘006 f.). Bis am 12. Oktober 1998 bezahlte die Stiftung 
Sicherheitsfonds BVG (fortan Sicherheitsfonds bzw. Kläger) als 
Sicherstellung der gesetzlichen Leistungen für die Destinatäre der Vera-
Sammelstiftung insgesamt Fr. 62‘500‘000.-- und für diejenigen der Pevos-
Sammelstiftung Fr. 10‘100‘000.-- (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 30. April 2008, 9C_92/2007, lit. A).

B.

Am 20. April 2000 gelangte der Sicherheitsfonds mit zwei Gesuchen an das 
Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) und verlangte wegen mangel-
hafter Aufsichtstätigkeit des BSV Schadenersatz (act. II 479 f.; Akten des 
Sicherheitsfonds [act. I] 3b; Akten des Sicherheitsfonds [act. IA] 3b). Das 
EFD erachtete sich als unzuständig und empfahl ihm die eingereichten 
Schadenersatzbegehren zurückziehen sowie gegebenenfalls einen ande-
ren Rechtsweg zu beschreiten (act. I 3c; act. IA 3c). Darauf erhob der Si-
cherheitsfonds mit Eingaben vom 25. Juli 2000 beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern gegen die Schweizerische Eidgenossenschaft zwei se-
parate Klagen und forderte – unter Nachklagevorbehalt – Schadenersatz 
von Fr. 10‘100‘000.-- (zuzüglich Zinsen) betreffend die Pevos-Sammel-
stiftung, bzw. Fr. 62‘500‘000.-- (zuzüglich Zinsen) betreffend die Vera-
Sammelstiftung. Auf diese Klagen trat das Verwaltungsgericht unter Ver-
neinung seiner sachlichen Zuständigkeit mit Urteilen vom 8. Juli 2002, 
BV 58174 bzw. BV 58175, nicht ein. Diese Urteile blieben unangefochten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 4

C.

Im August 2002 zeigte sich das EFD zunächst bereit, die ursprünglichen 
Schadenersatzbegehren an die Hand zu nehmen (Akten des Bundesver-
waltungsgerichts [act. III], 1 [Beschwerdebeilage 6]), erklärte sich jedoch 
nach einer längeren Verfahrenssistierung (act. III 1 [Beschwerdebeilagen 8, 
12]) erneut für unzuständig und trat mit Verfügung vom 19. April 2011 
(act. III 1 [Beschwerdebeilage 14]) auf die Schadenersatzbegehren nicht 
ein.

Auf Beschwerde hin (act. III 1) hob das Bundesverwaltungsgericht die be-
sagte Nichteintretensverfügung mit Entscheid vom 20. September 2012, 
A-3109/2011 (act. III 16), auf und wies die Sache an das EFD zurück, damit 
es auf die zwei Schadenersatzbegehren eintrete und diese materiell prüfe.

Das daraufhin von der Schweizerischen Eidgenossenschaft angerufene 
Bundesgericht hob den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts auf und 
überwies die Sache an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern, damit es 
über die Schadenersatzklagen des Sicherheitsfonds vom 25. Juli 2000 ma-
teriell befinde (Entscheid des BGer vom 27. März 2013, 9C_1036/2012 
[= BGE 139 V 127]).

D.

Mit prozessleitender Verfügung vom 22. April 2013 vereinigte der Instrukti-
onsrichter die unter den Verfahrensnummern BV/2013/307 (Klage vom 
25. Juli 2000 betreffend Pevos-Sammelstiftung) und BV/2013/308 (Klage 
vom 25. Juli 2000 betreffend Vera-Sammelstiftung) erneut registrierten Ver-
fahren.

In seiner Klageergänzung vom 21. August 2013 stellte der Sicherheits-
fonds, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. A.________, unter Neuauflage 
der ursprünglichen (act. I 1-10; act. IA 1-10) sowie neuer (act. I 2a, 3a-3c; 
act. IA 2a, 3a-c; act. IB 11-39) Klagebeilagen die folgenden Anträge:

«I. MATERIELLE ANTRÄGE

A) PEVOS-Sammelstiftung in Liquidation

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 5

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger 
CHF 8‘364‘571.-- zuzüglich Zins gemäss Ziff. 2 zu bezahlen 
gegen Abtretung des Anteils am restlichen Liquidationsergeb-
nis der PEVOS-Sammelstiftung in Liquidation an die Beklagte 
sowie Abrechnung von allfälligen weiteren Schadenersatzzah-
lungen;

2. Zuzüglich 5 % Zins wie folgt: […]

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

B) VERA-Sammelstiftung in Liquidation

1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger 
CHF 56‘498‘174.35 zuzüglich Zins gemäss Ziff. 2 zu bezahlen 
gegen Abtretung des Anteils am restlichen Liquidationsergeb-
nis der VERA-Sammelstiftung in Liquidation sowie des Ergeb-
nisses aus der Vollstreckung des Urteils des Schweizerischen 
Bundesgerichtes gegen Dr. B.________ an die Beklagte so-
wie Abrechnung von allfälligen weiteren Schadenersatzzah-
lungen;

2. Zuzüglich 5 % Zins wie folgt: […]

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

II. PROZESSUALER ANTRAG

1. Es seien die Akten des Bundesamtes für Sozialversicherung im 
Zusammenhang mit der Stiftungskonstruktion VERA/PEVOS bei-
zuziehen, und die Beklagte sei anzuweisen, dem Kläger volle Ak-
teneinsicht zu gewähren, soweit dies nicht bereits erfolgt ist;»

Mit (ergänzender) Klageantwort vom 23. Dezember 2013 schloss die 
Schweizerische Eidgenossenschaft (fortan Beklagte), vertreten durch den 
Rechtsdienst EFD, auf kostenfällige Abweisung der Klagen und reichte 
zwei mit «Beilagen zur Klageantwort […]» beschriftete Bundesordner (Ak-
ten der Beklagten [act. II AB], 1-49), zwei mit «Relevante Unterlagen der 
Aufsichtstätigkeit des BSV […]» beschriftete Bundesordner (Akten der Be-
klagten [act. II RU], 1-129) sowie weitere umfangreiche (nicht geordnete) 
Unterlagen der Aufsichtstätigkeit des BSV betreffend die Vera/Pevos-
Stiftungen ein. Aufforderungsgemäss wurden die letzteren Unterlagen am 
19. März 2014 gebunden (45 Bundesordner), mit Aktenverzeichnis verse-
hen (act. II 1-2‘764) und paginiert (pag. 1-13‘703) erneut aufgelegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 6

Replicando legte der Kläger am 25. Juli 2014 weitere Dokumente ins Recht 
(Akten des Klägers [act. IC] 1-28) und stellte die nachstehenden, gegenü-
ber der Klageergänzung teilweise angepassten bzw. neuen Anträge:

«I. MATERIELLE ANTRÄGE

A) PEVOS-Sammelstiftung in Liquidation

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger
CHF 8‘364‘571.-- zuzüglich Zins gemäss Ziff. 2 zu bezahlen 
gegen Abtretung des Anteils am restlichen Liquidationser-
gebnis der PEVOS-Sammelstiftung in Liquidation an die Be-
klagte sowie Abrechnung von allfälligen weiteren Schadener-
satzzahlungen;

2. Zuzüglich 5 % Zins wie folgt: […]

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

B) VERA-Sammelstiftung in Liquidation

1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 
CHF 55‘218‘639.85 zuzüglich Zins gemäss Ziff. 2 zu bezahlen 
gegen Abtretung des Anteils am restlichen Liquidationsergeb-
nis der VERA-Sammelstiftung in Liquidation sowie des Ergeb-
nisses aus der Vollstreckung des Urteils des Schweizerischen 
Bundesgerichts gegen Dr. B.________ an die Beklagte sowie 
Abrechnung von allfälligen weiteren Schadenersatzzahlungen;

2. Zuzüglich 5 % Zins wie folgt: […]

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

II. PROZESSUALER ANTRAG

1. Es sei die Beklagte gerichtlich aufzufordern, die eingereichten 
Akten des BSV im Sinne der nachstehenden Begründung zu ver-
vollständigen und es sei dem Kläger volle Akteneinsicht zu ge-
währen, soweit dies nicht bereits erfolgt ist;

2. Es sei dem Kläger vor Fällung des Sachurteils Gelegenheit zu 
geben, allfällige ab 25. Juli 2014 eingehende Zahlungen aus 
Verantwortlichkeit bekannt zu geben und die Rechtsbegehren 
(materielle Anträge) entsprechend zu ergänzen.»

Mit Duplik vom 15. Oktober 2014 bestätigte die Beklagte ihren Antrag auf 
Abweisung der Klagen, legte zusätzliche Beweismittel ins Recht (Akten der 
Beklagten [act. IIA] 50-56) und schloss auf Abweisung der seitens des Klä-
gers neu gestellten Verfahrensanträge.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 7

Aufforderungsgemäss reichte der Rechtsvertreter des Klägers am 20. No-
vember 2014 seine Kostennote ein.

Erwägungen:

1. Formelles

1.1 Der Sicherheitsfonds macht mit den beiden Klagen vom 25. Juli 
2000 Schadenersatz- bzw. Rückgriffsansprüche gegen die Schweizerische 
Eidgenossenschaft aus mangelhafter Aufsichtstätigkeit einer Bundes-
behörde geltend. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich, 
örtlich und funktionell zuständig zur Beurteilung dieser geltend gemachten 
berufsvorsorgerechtlichen Ansprüche (Art. 73 Abs. 3 bzw. Abs. 1 des Bun-
desgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenvorsorge [BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; 
BSG 155.21] und Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Ju-
ni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwalt-
schaft [GSOG; BSG 161.1]; vgl. BGE 139 V 127 E. 5.2 f. S. 133 f.). Auf die 
formgerecht eingereichten Klagen ist – unbesehen der beiden unangefoch-
ten gebliebenen Forumsverschlüsse vom 8. Juli 2002 (VGE BV/58174 bzw. 
VGE BV/58175) – einzutreten (vgl. BGer 9C_1036/2012, E. 5.3 [= BGE 139 
V 127 E. 5.3 S. 134 f.]).

1.2 Streitig und zu prüfen sind die vom Kläger geltend gemachten For-
derungen von Fr. 8‘364‘571.-- betreffend Pevos-Sammelstiftung (gegen 
Abtretung des Anteils am restlichen Liquidationsergebnis an die Beklagte 
sowie Abrechnung von allfälligen weiteren Schadenersatzzahlungen) sowie 
Fr. 55‘218‘639.85 betreffend Vera-Sammelstiftung (gegen Abtretung des 
Anteils am restlichen Liquidationsergebnis sowie des Ergebnisses aus der 
Vollstreckung des Entscheids des BGer vom 29. November 2012, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 8

9C_322/2012 [act. IB 12]), je zuzüglich Zins von 5 % (gemäss Replik S. 2 f. 
Ziff. I lit. A Ziff. 2 bzw. B Ziff. 2).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Aufgrund des im Recht der beruflichen Vorsorge auf kantonaler 
Ebene vorgeschriebenen Klageverfahrens ergibt sich der Streitgegenstand 
einzig aus den Rechtsbegehren der Klage. Innerhalb des Streitgegenstan-
des ist das Gericht in Durchbrechung der Dispositionsmaxime nicht an die 
Begehren der Parteien gebunden (BGE 135 V 23 E. 3.1 S. 26; vgl. Art. 92 
Abs. 3 VRPG).

1.5 Der Kläger geht von einer unvollständigen Aktenlage aus und hat 
einen diesbezüglichen Beweisantrag gestellt (Replik S. 4 Ziff. II Ziff. 1, 
S. 6 ff. N. 11 ff.). Die Beklagte hat einen fehlerhaften Kopiervorgang im 
Zusammenhang mit einem Dokument (act. II 1‘999, pag. 8‘571-8‘786, feh-
lende Seiten zwischen pag. 8‘625 und 8‘626) eingeräumt und durch das 
Nachreichen der fehlenden Seiten (act. IIA 51) korrigiert. Da es sich beim 
betreffenden Aktenstück um ein solches aus der Sphäre der Rechtsvertre-
tung des Klägers handelt, welches nicht die behördliche Aufsichtstätigkeit 
betrifft (Entwurf einer Klageschrift an das Handelsgericht des Kantons 
Zürich vom 30. Juni 2000), ist dessen Kritik zudem nur von beschränkter 
Relevanz. Soweit die übrigen angeblich fehlenden Akten betreffend hat die 
Beklagte die (mehrfachen) Fundstellen in den eingelieferten Dokumenten 
benannt (Duplik S. 3 f. N. 13 lit. b Lemma 1-5). 

Was sodann den vom Kläger erwähnten Bericht von Dr. iur. C.________ 
vom 31. Juli 1996 betrifft, befindet sich dieser – soweit ersichtlich – tatsäch-
lich nicht in den Akten der Beklagten, ebenso scheint der der Beklagten am 
21. Juni 1993 übermittelte (act. II 82 f., 681 f., 1‘498; vgl. auch E. 3.7.1 hie-
nach) Geschäftsbericht 1992 der Vera-Sammelstiftung zu fehlen (er findet 
sich entgegen dem Verzeichnis auch nicht in den Klageantwortbeilagen 
[act. II AB 19]). Der besagte Bericht von Dr. iur. C.________ findet sich 
aber in den Akten des Klägers (act. IC 9) und betreffend das Geschäftsjahr 
1992 der Vera-Sammelstiftung liegen der ausgefüllte Fragebogen (act. II 
1‘495) sowie der dazugehörige Kontrollstellenbericht (act. II AB 20) vor. Es 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 9

bestehen keine Anzeichen dafür, dass die Beklagte dem Kläger bzw. dem 
Gericht massgebende Akten (bewusst) vorenthalten hätte. Zudem zeigt 
sich anhand der umfangreichen Akten ein insgesamt lückenloses Bild des 
zur Beurteilung der geltend gemachten Ansprüche rechtserheblichen 
Sachverhalts. Die Akten enthalten im Übrigen keine verweisenden Vermer-
ke, welche nicht jeweils durch andere Dokumente abgedeckt sind. Der Klä-
ger hat denn auch nirgends in konkreter Weise dargelegt, wo vermutlich 
welches weitere massgebende Dokument erhoben werden könnte. Bei 
dieser Ausgangslage besteht keine Veranlassung für weitere gerichtliche 
Beweismassnahmen betreffend Vollständigkeit der Akten.

2. Rechts- und Anspruchsgrundlagen

2.1 Der Kläger hat gestützt auf Art. 56 BVG die gesetzlichen Leistungen 
der Pevos- und der Vera-Sammelstiftung, welche beide zahlungsunfähig 
geworden sind, sichergestellt und verlangt dafür Ersatz von der Beklagten. 
Das Bundesgericht hat festgehalten, dass vorliegend primär eine 
berufsvorsorgerechtliche Rückgriffsforderung nach Art. 56a Abs. 1 BVG zur 
Diskussion steht (BGE 139 V 127 S. 133 E. 5.1). Unter 
intertemporalrechtlichen Gesichtspunkten ist zu beachten, dass die geltend 
gemachten Ansprüche sich auf Sachverhalte stützen, die sich 
hauptsächlich vor 1997 verwirklichten, und sich die Rechtsgrundlagen im 
Laufe der Zeit geändert haben:

2.1.1 Nach der ursprünglichen, bis 31. Dezember 1996 in Kraft 
gewesenen Fassung von Art. 56 Abs. 1 lit. b Satz 2 BVG (AS 1983 797) 
regelte der Bundesrat die Voraussetzungen für die Leistungen des 
Sicherheitsfonds und das Rückgriffsrecht auf Organe zahlungsunfähiger 
Vorsorgeeinrichtungen. Gestützt darauf hatte der Bundesrat die 
Verordnung vom 7. Mai 1986 über die Verwaltung des Sicherheitsfonds 
BVG (SFV 2; AS 1986 867; in Kraft bis 30. Juni 1998 [AS 1998 1662]) 
erlassen. Nach deren Art. 11 hat der Sicherheitsfonds gegenüber den 
Personen, die für die Zahlungsunfähigkeit der Vorsorgeeinrichtung ein 
Verschulden trifft, ein Rückgriffsrecht im Umfang der sichergestellten 
Leistungen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 10

2.1.2 Am 1. Januar 1997 trat Art. 56a Abs. 1 BVG (in der bis 31. 
Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung [AS 1996 3067]) in Kraft, 
wonach der Sicherheitsfonds gegenüber Personen, die für die 
Zahlungsunfähigkeit der Vorsorgeeinrichtung oder des 
Versichertenkollektivs ein Verschulden trifft, ein Rückgriffsrecht im Umfang 
der sichergestellten Leistungen hat. Im Unterschied zur seit 1. Januar 2005 
geltenden Fassung subrogierte der Kläger nicht in die Rechte der 
Vorsorgeeinrichtung, vielmehr entstand mit der Ausrichtung der Leistung 
durch den Kläger ein Regressanspruch sui generis (BGE 141 V 51 E. 3.2.1. 
S. 56, 135 V 163 E. 5.2 S. 167; vgl. auch BGE 139 V 127 E. 3.3.2 131 f. 
und BGer 9C_92/2007, E. 1).

2.2 Zum Art. 56a BVG wurde kein Übergangsrecht erlassen. Nach den 
allgemeinen Grundsätzen gelangt eine neue Bestimmung nur auf 
Sachverhalte zur Anwendung, die sich nach dem Inkrafttreten der 
fraglichen Norm verwirklicht haben (vgl. BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220; 
vgl. BEAT CHRISTEN, in: SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER [Hrsg.], Handkom-
mentar zum BVG und FZG, 2010, S. 936, Art. 56a N. 4). Zwar erfolgten die 
Sicherstellungsleistungen des Klägers allesamt nach dem 1. Januar 1997 
(act. I 4; act. IA 4), was für die Anwendung von Art. 56a BVG (in der bis 31. 
Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung [AS 1996 3067]) spricht, indes 
begründet der Kläger seine Ansprüche mit Sachverhalten, die sich vor 
1997 zugetragen haben, was zur Massgeblichkeit der früheren Rechtslage 
gemäss Art. 11 SFV 2 führt (vgl. BGer 9C_92/2007, E. 1.2). Welche dieser 
beiden Bestimmungen zur Anwendung gelangt, ist jedoch insoweit nicht 
entscheidend, als die Haftungsgrundsätze identisch sind und die 
Gesetzmässigkeit von Art. 11 SFV 2 höchstrichterlich bestätigt wurde 
(Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: 
Bundesgericht] vom 30. März 2006, B 10/05, E. 8.2.4). 

2.3

2.3.1 Die Haftung nach Art. 56a BVG bzw. Art. 11 SFV 2 setzt nach dem 
Wortlaut der Normen in der deutschen Fassung bloss voraus, dass die in 
Anspruch genommene Person an der Zahlungsunfähigkeit der 
Vorsorgeeinrichtung ein Verschulden trifft. In der französischen und 
italienischen Version richtet sich der Anspruch gegen «les personnes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 11

responsables de l'insolvabilité» (Art. 56a BVG und Art. 11 SFV 2) bzw. 
«persone a cui è imputabile l'insolvibilità» (Art. 56a BVG) oder «le persone 
responsabili dell'insolvenza» (Art. 11 SFV 2). Weitere 
Haftungsvoraussetzungen werden nicht genannt. Entsprechend den 
allgemeinen Grundsätzen des Schadenersatzrechts sind ein Schaden 
sowie ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang zwischen 
einem widerrechtlichen bzw. pflichtwidrigen Verhalten und dem Schaden 
vorauszusetzen. Der Schaden besteht darin, dass der Sicherheitsfonds für 
eine Leistung aufkommen muss, welche an sich durch die entsprechenden 
Vorsorgeeinrichtungen zu erbringen wäre. Das widerrechtliche Verhalten 
muss gemäss der (deutschsprachigen) Gesetzesfassung schuldhaft sein; 
dabei genügt jedes Verschulden, mithin auch leichte Fahrlässigkeit (vgl. 
BGE 141 V 51 E. 3.2.1. S. 57; BGer 9C_92/2007, E. 1.3).

2.3.2 Eine haftpflichtrechtlich massgebliche Widerrechtlichkeit setzt die 
Verletzung eines von der Rechtsordnung geschützten Gutes voraus, sei es, 
dass ein absolutes Recht des Geschädigten verletzt wird (Erfolgsunrecht), 
sei es, dass eine reine Vermögensschädigung durch Verstoss gegen eine 
einschlägige Schutznorm bewirkt wird (Verhaltensunrecht). Das Vermögen 
als solches ist kein Rechtsgut, seine Schädigung für sich allein somit nicht 
widerrechtlich. Vermögensschädigungen ohne Rechtsgutverletzung sind 
daher nur rechtswidrig, wenn sie auf ein Verhalten zurückgehen, das von 
der Rechtsordnung als solches, d.h. unabhängig von seiner Wirkung auf 
das Vermögen, verpönt wird. Vorausgesetzt wird, dass die verletzten 
Verhaltensnormen dem Schutz vor diesen Schädigungen dienen. Das 
gesetzlich geforderte Verhalten kann aus einem Tun bestehen oder aus 
einem Unterlassen, wenn eine Handlungspflicht besteht, die das Interesse 
des Geschädigten verfolgt und sich aus einer Schutzvorschrift zu dessen 
Gunsten ergibt (Garantenstellung). Die Pflichten, die verletzt werden, 
ergeben sich in erster Linie aus dem Gesetz (vgl. BGE 132 II 305 E. 4.1 
S. 317; BGer 9C_92/2007, E. 1.4).

2.4 Am 1. Januar 1985 trat das BVG (AS 1983 797) mit den 
Bestimmungen über die Aufsicht (Art. 61 ff. BVG) in Kraft. Gemäss aArt. 62 
Abs. 1 BVG (in der hier massgebenden Fassung bis zur 1. BVG-Revision) 
wacht die Aufsichtsbehörde darüber, dass die Vorsorgeeinrichtung die 

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gesetzlichen Vorschriften einhält, indem sie insbesondere die 
Übereinstimmung der reglementarischen Bestimmungen mit den 
gesetzlichen Vorschriften prüft (lit. a), von den Vorsorgeeinrichtungen 
periodisch Berichterstattung fordert, namentlich über ihre Geschäftstätigkeit 
(lit. b), Einsicht in die Berichte der Kontrollstelle und des Experten für 
berufliche Vorsorge nimmt (lit. c) und die Massnahmen zur Behebung von 
Mängeln trifft (lit. d). 

2.5 Nach Art. 5 der Verordnung vom 29. Juni 1983 über die 
Beaufsichtigung und die Registrierung der Vorsorgeeinrichtungen (aBVV 1 
[AS 1983 829]) wurden die bestehenden Vorsorgeeinrichtungen mit dem 
Inkrafttreten des BVG längstens bis zum 31. Dezember 1989 provisorisch 
registriert. Die provisorische Registrierung setzte gemäss Art. 6 aBVV 1 
(lediglich) voraus, dass die Vorsorgeeinrichtungen in die Rechtsform einer 
Stiftung bzw. einer Genossenschaft gekleidet oder eine Einrichtung des 
öffentlichen Rechts waren (Abs. 1), sie die Vertretungsorgane 
ordnungsgemäss nach geltendem Recht bestellt (Abs. 2) und erklärt 
hatten, dass sie willens und in der Lage sind, von Anfang an die 
Alterskonten zu führen, die Leistungen gemäss BVG zu erbringen und die 
dafür erforderlichen Beiträge zu erheben (Abs. 3). Lagen nicht alle 
erforderlichen Unterlagen (Art. 7 Abs. 1 lit. a-f aBVV 1) vor, konnten die 
Vorsorgeeinrichtungen trotzdem provisorisch registriert werden, wobei 
ihnen die Aufsichtsbehörde eine angemessene Frist zur Nachlieferung 
setzte (Art. 7 Abs. 4 aBVV 1). Die reglementarischen Bestimmungen, die 
Organisation, die Finanzierung und die Verwaltung mussten bis 31. 
Dezember 1989 an die gesetzlichen Vorschriften angepasst werden (Art. 8 
Abs. 2 aBVV 1). Erfüllten zu diesem Zeitpunkt die Vorsorgeeinrichtungen 
ihre Verpflichtungen nicht, hatte die Aufsichtsbehörde ihnen (nochmals) 
eine angemessene Nachfrist zur Vornahme der Anpassungen zu setzen; 
bei weiterem Versäumnis waren sie danach aus dem Register zu streichen 
(Art. 8 Abs. 3 aBVV 1).

2.6 Rückwirkend per 1. Januar 1988 trat die Verordnung vom 17. 
Februar 1988 über die Verpfändung von Ansprüchen einer 
Vorsorgeeinrichtung (VoVpf [AS 1988 382]) in Kraft. Gemäss Art. 1 dieser 
Verordnung können zur Sicherstellung eines Darlehens, das der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 13

Vorsorgeeinrichtung von der Versicherungseinrichtung gewährt wird, die 
Ansprüche der Vorsorgeeinrichtung aus Kollektivlebens- bzw. 
Rückversicherungsvertrag zugunsten der Versicherungseinrichtung 
verpfändet werden (Abs. 1), doch darf die Verpfändung nur erfolgen, wenn 
durch die Verwendung des Darlehens die Erfüllung der gesetzlichen und 
reglementarischen Verpflichtungen der Vorsorgeeinrichtung nicht gefährdet 
ist (Abs. 2).

3. Sachverhalt

3.1 Vorbemerkungen

Im Folgenden gilt es den für die Anspruchsbeurteilung relevanten 
Sachverhalt darzustellen. Dabei sind hauptsächlich die fortlaufenden 
echtzeitlichen Akten über die Korrespondenz zwischen den involvierten 
Akteuren und die effektive Aufsichtstätigkeit der Beklagten massgebend; 
sie dokumentieren das Vorgehen und den jeweiligen Wissensstand der 
Beklagten. Die erst im Nachgang zum Schadeneintritt bzw. dessen 
Abwicklung erstellten Expertisen und Stellungnahmen (Bericht von Dr. iur. 
C.________ vom 31. Juli 1996 [act. IC 9], Bericht von Dr. rer. pol. 
D.________ vom 4. April 1997 [act. II 305, 1‘051, 1‘845 f.], Gutachten der 
E.________ vom 22. April 1998 [act. II 1‘920], Gutachten der F.________ 
vom 29. April 1998 [act. II 1‘921]) sind vom Gericht im Rahmen der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen frei zu würdigende Analysen, die 
indes nicht geeignet sind, der Beklagten direkt einen bestimmten 
echtzeitlichen Erkenntnisstand zuzuweisen und noch weniger, über die 
gesetzlich festgelegten Aufgaben als Aufsichtsbehörde hinaus rückblickend 
Handlungspflichten zu statuieren. Weil der Kläger die Zeit bis 1996 als 
relevant bezeichnet (Klagen S. 23 Ziff. III Ziff. 12.2) und nicht geltend 
macht, ein Verhalten der Beklagten nach der Aufhebung der Vera/Pevos-
Stiftungen bzw. während der Liquidation sei (zusätzlich) schadenskausal, 
und sich Entsprechendes aus den Akten auch nicht ergibt, kann sich die 
nachfolgende Darstellung im Wesentlichen auf die Phasen bis zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 14

zeitlichen Umfeld der Verfügungen der Beklagten vom 16. Januar 1996 
(act. II 158, 984, 1‘740-1‘743; act. II RU 162) beschränken.

3.2 Entstehung der Sammel- und Anlagestiftungen

3.2.1 Mit Blick auf die Einführung des BVG bat das Justizdepartement 
des Kantons Solothurn als damals zuständige Aufsichtsbehörde 
(act. II 1‘325) die Beklagte mit Schreiben vom 1. September 1983 um 
Unterstellung der VERA Gemeinschaftsstiftung, Olten, unter die Aufsicht 
des Bundes (act. II 3, 1‘273; act. II RU 9). In der Folge erhielt die Beklagte 
mit Eingang am 23. November 1983 eine Dokumentation über die VERA 
Gemeinschaftsstiftung, Olten, in welcher das Geschäftsmodell dargelegt 
wurde (act. II 6). Gleichzeitig gingen der Beklagten auch die statutarischen 
und reglementarischen Grundlagen dieser Gemeinschaftsstiftung zu (act. II 
7 f.). 

Am 13. Januar 1984 fand eine Besprechung mit der Beklagten statt, in 
welcher sich die VERA Gemeinschaftsstiftung, Olten, vorstellte (act. II 10, 
1‘275; act. II RU 11; act. IC 2). Im betreffenden Arbeitspapier wurde 
insbesondere festgehalten, dass Versicherungsgesellschaften 
Policendarlehen im Umfang von zirka 50 % des Deckungskapitals 
(Arbeitgeberbeiträge) an die Gemeinschaftsstiftung gewähren würden 
(Mitgliedschaft A), zudem würden Anteilscheine der Gemeinschaftsstiftung 
ausgegeben, die einzig durch Personalvorsorgewerke gezeichnet würden 
(Mitgliedschaft B). Die Beklagte thematisierte anlässlich dieser Sitzung die 
Aufteilung der Gemeinschaftsstiftung in eine Vorsorge- und eine 
Anlagestiftung, aber auch die paritätische Verwaltung, und verlangte 
entsprechende Anpassungen (act. II 11, 1‘276; act. II RU 12 f.).

Mit Schreiben vom 7. Mai 1984 (act. II 12, 1‘285 f.; act. II RU 15) sandte die 
VERA Gemeinschaftsstiftung, Olten, erste geänderte Unterlagen an die 
Beklagte. Am 26. Juli 1984 fand nach weiterer Korrespondenz eine 
Besprechung zwischen der Beklagten, der Gemeinschaftsstiftung sowie 
dem Justizdepartement des Kantons Solothurn statt. Die Beklagte brachte 
dabei offenbar Änderungswünsche zu den Statutenentwürfen der Vera-
Sammelstiftung bzw. -Anlagestiftung an (act. II 19; act. II RU 26). In einem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 15

Schreiben an die Beklagte vom 2. August 1984 (act. II 20; 1‘304 f.; 
act. II RU 27) wies die Gemeinschaftsstiftung auf die Wichtigkeit hin, dass 
es den Lebensversicherungsgesellschaften auch weiterhin möglich sei, den 
Vorsorgeeinrichtungen Policenvorauszahlungen gewähren zu dürfen. 
Gleichzeitig wurde ausgeführt, dass dieses unter altem Recht (Vor-
obligatorium) zulässige und verbreitete Handeln in den meisten Fällen auch 
der Arbeitsbeschaffung diene, so bei der VERA Gemeinschaftsstiftung, die 
zusammen mit den angeschlossenen Unternehmen mit dem Geld 
Liegenschaften errichte. Mit Zuschrift vom 17. August 1984 (act. II 1‘308; 
act. II RU 29) teilte die Beklagte der Gemeinschaftsstiftung mit, dass es 
gegen die bereinigten Stiftungsurkunden- und Reglementsentwürfe der 
Vera-Sammelstiftung bzw. der Vera-Anlagestiftung nichts mehr 
einzuwenden gebe; zudem wurde das weitere Vorgehen bis zur 
Unterstellung unter die Bundesaufsicht dargelegt.

3.2.2 Am 31. August 1984 teilte die Eidgenössische Steuerverwaltung 
(ESTV) im Hinblick auf die geplante Umwandlung der 
Gemeinschaftsstiftung die steuerrechtliche Qualifikation der Vera-
Sammelstiftung bzw. 
-Anlagestiftung sowie die entsprechenden abgaberechtlichen Folgen mit 
(act. II 1‘310; act. II RU 31).

3.2.3 Im September 1984 wurde die Vera-Sammelstiftung errichtet 
(act. II 22) und im Oktober 1984 die VERA Gemeinschaftsstiftung, Olten, in 
die Vera-Anlagestiftung umfirmiert (act. II 1‘324). Die Errichtung der Pevos-
Sammelstiftung erfolgte im Dezember 1984 (act. II 910 f., 1‘323) und die 
Firma der PEVOS Stiftung für die Koordination von 
Personalvorsorgeeinrichtungen wurde im Februar 1985 in Pevos-
Anlagestiftung (act. II 1‘329) geändert. Das konkrete Vorgehen zur 
Vermögensanlage der beiden Sammelstiftungen wurde in Art. 2 Abs. 4 und 
Abs. 5 der jeweiligen Stiftungsstatuten geregelt (act. II 26, 912-915). Am 6. 
Dezember 1984 stellte die Vera- bzw. am 26. März 1985 die Pevos-
Sammelstiftung ein Gesuch um provisorische Registrierung im Register für 
die berufliche Vorsorge, wobei die Verpflichtungserklärung gemäss Art. 6 
Abs. 3 aBVV 1 je unter Ziff. 7 abgegeben wurde (act. II 1‘321 f., 1‘333 f.; 
act. II RU 42, 48; act. II AB 12 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 16

3.3 Aufsichtsunterstellung und provisorische Registrierung

3.3.1 Mit Verfügung vom 21. Dezember 1984 wurde die Vera-Anlage-
stiftung der Aufsicht des Bundes unterstellt (act. II 1‘324; act. II RU 43). Am 
11. Februar 1985 (act. II 38; act. II RU 47) verfügte die Beklagte hinsichtlich 
der Vera-Sammelstiftung die Aufsichtsunterstellung sowie deren 
provisorische Eintragung im Register für die berufliche Vorsorge. Zudem 
wurde festgelegt, dass die Reglemente wie auch deren Änderungen 
vorzulegen seien und gleichzeitig auf die jährliche Berichterstattung sowie 
die mit dieser jeweils einzureichenden Unterlagen hingewiesen. Überdies 
wurden die Vorsorgeeinrichtungen angewiesen, die Anpassungen gemäss 
Art. 8 aBVV 1 vorzunehmen. 

3.3.2 Im gleichen Sinne verfügte die Beklagte am 17. April 1985 bezüglich 
der Pevos-Sammelstiftung (act. II 924, 1‘336; act. II RU 49) und am 
23. April 1985 wurde die Pevos-Anlagestiftung ebenfalls der 
Bundesaufsicht unterstellt (act. II 1‘338; act. II RU 51). Im Zusammenhang 
mit Art. 7 Abs. 2 lit. c der jeweiligen Stiftungsstatuten bzw. Art. 2 Abs. 2 des 
Verwaltungsreglements der Anlagestiftung brachte die Beklagte einen 
Auslegungsvorbehalt betreffend die Wirkung der Déchargeerteilung an. 
Dieser Vorbehalt erstreckte sich gemäss Schreiben vom 23. April 1985 
(act. II 1‘337; act. II RU 50) auch auf den Entwurf des 
Verwaltungsreglements der Vera-Anlagestiftung, welches der Beklagten 
per dato noch nicht als definitive Fassung vorlag und am 14. Mai 1985 
zusammen mit den Stiftungsstatuten nachgereicht wurde (act. II 1‘340; act. 
II RU 53). 

3.4 Allgemeine Aufsichtstätigkeit des BSV

3.4.1 Am 2. Dezember 1986 erging ein Rundschreiben der Beklagten an 
die unter ihrer Aufsicht stehenden Vorsorgeeinrichtungen mit Richtlinien 
zum Verfassen des Kontrollstellenberichts, der jeweils zusammen mit dem 
Jahresbericht und der Jahresrechnung der Beklagten zu unterbreiten ist 
(act. II 1‘345). In den Akten finden sich ausgefüllte Fragebogen zu den 
entsprechenden Kontrollstellenberichten der hier betroffenen Stiftungen 
(act. II 1‘360 f., 1‘377, 1‘379, 1‘384 f., 1‘402 f., 1‘409, 1‘412 f., 1‘427-1‘430, 
1‘477-1‘479, 1‘484-1‘488, 1‘507 f., 1‘600-1‘603, 1‘614 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 17

3.4.2 Der Stiftungsrat und Vertreter der beiden Sammelstiftungen 
(act. II 22, 910), Dr. iur. B.________, wurde gestützt auf ein Telefonat vom 
11. Dezember 1986 von der Beklagten zu einem Gespräch betreffend 
dessen Erfahrungen als ehemaliger Mitarbeiter der Vita mit der 
Verpfändung von Kollektiv-Lebensversicherungsverträgen durch 
Vorsorgeeinrichtungen eingeladen (act. II 1‘347; act. II RU 55). Am 11. 
Februar 1987 wies er gegenüber der Beklagten insbesondere daraufhin, 
dass es gewisse Vorsorgeeinrichtungen geben könne, die auf Druck der 
bei ihnen angeschlossenen Unternehmen Policendarlehen aufnähmen, um 
sie anschliessend bei diesen Unternehmen zu reinvestieren. Er sei der 
Meinung, dass Policendarlehen zwecks Reinvestition beim Arbeitgeber 
verboten werden sollten, er sich jedoch damit nicht grundsätzlich gegen die 
Anlage von Stiftungsgeldern beim Arbeitgeber wende. Er möchte betonen, 
dass Geschäftsvorgänge, wie sie durch die Sammel- und Anlagestiftungen 
getätigt würden, weiterhin erlaubt bleiben sollten. Für das von den 
Versicherungsgesellschaften gewährte Geld sei ein ausgewiesener 
Sachwert in Form von Liegenschaften vorhanden (act. II 1‘348; act. II RU 
56).

3.4.3 Am 10. Juni 1987 forderte die Beklagte alle unter ihrer Aufsicht 
stehenden registrierten Vorsorgeeinrichtungen auf, bis Monatsende den 
Nachweis zu erbringen, dass sie seit 1. Januar 1987 die paritätische 
Verwaltung im Sinne von Art. 51 BVG eingeführt und eine Kontrollstelle 
beauftragt haben (act. II 1‘351), worauf die Vera-Sammelstiftung am 15. 
Juni 1987 mitteilte, jedes einzelne angeschlossene Unternehmen habe 
einen Kassenvorstand bestimmt, der sich paritätisch zusammensetze; 
Kontrollstelle sei die G.________ (heute: H.________ [SHAB Nrn. … vom 
… bzw. … vom …]; fortan G.________) (act. II 1‘352). 
Aufforderungsgemäss (act. II 1‘354) orientierte die Vera-Anlagestiftung als 
nicht im Register für die berufliche Vorsorge figurierende 
Personalfürsorgestiftung am 14. Juli 1987, dass sie ebenfalls die 
G.________ als anerkannte und unabhängige Kontrollstelle beauftragt 
habe (act. II 1‘355).

3.4.4 Mit Zuschriften vom 12. bzw. 13. November 1987 (act. II 40, 927) 
teilten die beiden Sammelstiftungen der Beklagten (offenbar auf Anfrage 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 18

hin) mit, dass sich in den Unterlagen seit Einreichung des Gesuchs um 
provisorische Registrierung nichts verändert habe.

3.5 Erste spezifische aufsichtsrechtliche Massnahmen

3.5.1 Im Nachgang zum Erlass der VoVpf (vgl. E. 2.6 hievor) wandte sich 
die Beklagte am 8. August 1988 an die Vera-Anlagestiftung, wies auf den 
Anteil von 85 % an Immobilien im Stiftungsvermögen hin und hielt unter 
Verweis auf die enge Verknüpfung dieser Anlagestiftung mit den 
Vorsorgeeinrichtungen dafür, die erstere habe ihrerseits Gewähr zu bieten, 
dass die letzteren die Anlagerichtlinien einhalten. Vorgeschlagen wurden 
zwei mögliche Szenarien, die sich auf die Anlagebegrenzung für 
Immobilien im Sinne von aArt. 54 lit. c der Verordnung vom 18. April 1984 
über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2; 
SR 831.441.1) in der damaligen Fassung (AS 1984 543) bezogen. Das 
betreffende Schreiben wurde auch der G.________ zur Kenntnisnahme 
zugestellt (act. II 1‘372 f.). Nachdem die Vera-Anlagestiftung in einem 
internen Schreiben die betreffenden Lösungsvarianten thematisiert hatte 
(act. II 1‘376), wurde die Angelegenheit am 26. Januar 1989 mit der 
Beklagten besprochen (act. II 1‘378). Der Gesprächsinhalt wurde seitens 
der Vera-Anlagestiftung im Schreiben vom 1. Februar 1989 (act. II 45, 
1‘383) gegenüber der Beklagten rekapituliert; gleichzeitig wurde ein 
Vorschlag zur Ergänzung des Verwaltungsreglements unterbreitet. Das 
Schreiben enthält zudem einen Hinweis auf einen zu gründenden Verein 
«I.________» (vgl. SHAB Nr. … vom …), der seine Mittel in Varia-
Obligationen der Vera-Anlagestiftung anlegen, jedoch mit dieser in keinem 
direkten Zusammenhang stehen solle. Am 27. Juni 1989 orientierte die 
Vera-Anlagestiftung die Beklagte über die am 23. Juni 1989 in Bezug auf 
die Anlagebegrenzung vorgenommene Anpassung des 
Verwaltungsreglements (act. II 1‘399).

3.5.2 Am 29. Mai 1989 teilte die Beklagte der Vera-Sammelstiftung mit 
separaten Schreiben (act. II 1‘390 f.) mit, die Prüfung der Jahresrechnun-
gen 1985 und 1986 gebe zu keinen Bemerkungen Anlass. Gegenüber der 
Pevos-Sammelstiftung wurden mit Zuschriften vom 30. Mai 1989 
(act. II 1‘393 f.) hinsichtlich der Rechnungen 1985 und 1986 Vorbehalte 
angebracht, wobei es darum ging, dass 1 % der koordinierten Löhne für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 19

Sondermassnahmen auszuscheiden und in der Bilanz auszuweisen seien. 
Hinsichtlich der Pevos-Anlagestiftung ergingen am 19. Juni 1989 zwei 
Schreiben (act. II 1‘395 f.) ohne Bemerkungen zu den Jahresrechnungen 
pro 1985 bzw. 1986.

3.5.3 Mit Schreiben vom 13. November 1989 (act. II 1‘405; act. II RU 72) 
forderte die Beklagte die Experten von Vorsorgeeinrichtungen mit proviso-
rischer Registrierung auf, im Hinblick auf die definitive Registrierung die 
ausgefüllten Fragebögen und allfällige versicherungstechnische Gutachten 
einzuliefern. Mit separatem Schreiben (act. II 1‘404; act. II RU 70) forderte 
die Beklagte die Pevos-Sammelstiftung gleichentags explizit auf, den 
ausstehenden Kontrollstellenbericht betreffend das Jahr 1988 bis zum 30. 
November 1989 nachzureichen, da das Vorliegen dieses Berichts unab-
dingbare Voraussetzung für die definitive Eintragung der Vorsorgeeinrich-
tung im Register der beruflichen Vorsorge bilde. 

Am 4. Dezember 1989 teilte die Vera-Sammelstiftung der Beklagten sinn-
gemäss mit, weder sie noch ihre Kontrollstelle verfügten über einen ent-
sprechenden Experten für berufliche Vorsorge, weshalb sie die Vita beauf-
tragt habe, das entsprechende Mandat als Experte für die Vera- und Pe-
vos-Sammelstiftungen zu übernehmen (act. II 1‘408; act. II RU 73). 
Gemäss einer Aktennotiz der Beklagten (act. II 930) wurde beiden Sam-
melstiftungen am 27. Dezember 1989 telefonisch mitgeteilt, dass die defini-
tive Registrierung zurückgestellt sei, bis der Expertenbericht eintreffe.

Am 24. April 1990 füllte ein Experte für berufliche Vorsorge der «Genfer» 
den Fragebogen betreffend die Vera-Sammelstiftung (act. II 54, 1‘418; 
act. II RU 76) und am 20. Juni 1990 jener der Vita den Fragebogen betref-
fend die Vera/Pevos-Sammelstiftungen (act. II 55, 931; act. II RU 79) aus. 
Der Experte der «Genfer» vermerkte dabei betreffend die Vera-
Sammelstiftung, dass ein versicherungstechnisches Gutachten entfalle, da 
sämtliche Risiken einer Versicherungseinrichtung übertragen seien.

3.5.4 Mit Schreiben vom 3. Juli 1990 (act. II 1‘424; act. II RU 80) wandte 
sich die Vera-Anlagestiftung gestützt auf ein «kürzliches» Telefongespräch 
an die Beklagte. Sie wies darauf hin, dass zufolge des dringlichen Bundes-
beschlusses (Bundesbeschluss vom 6. Oktober 1989 über Anlagevorschrif-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 20

ten für Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und für Versicherungsein-
richtungen [BBAV; AS 1989 1981]), welcher die Anlage in Liegenschaften 
auf 30 % beschränke, verschiedene Vorsorgeeinrichtungen ihrer Verpflich-
tung zur Übernahme von Varia-Anteilscheinen nicht mehr nachkommen 
könnten. Weiter führte sie aus, auf telefonische Anfrage hin sei bestätigt 
worden, dass die Übernahme von Varia-Obligationen den Anlagebeschrän-
kungsvorschriften nicht unterstünden und bat – auch namens der Pevos-
Anlagestiftung – um schriftliche Bestätigung dieses Umstands.

Am 3. Oktober 1990 antwortete die Beklagte (act. II 1‘436 f.; act. II RU 85) 
auf das Schreiben vom 3. Juli 1990 (act. II 1‘424; act. II RU 80) gegenüber 
beiden Anlagestiftungen in dem Sinne, dass mit den Varia-Obligationen 
den Anlagestiftungen Darlehen gewährt würden. Der Forderung komme 
kein Wertpapiercharakter zu. Diese Anlageform sei zulässig, unterliege 
aber der Vorschrift von aArt. 54 Abs. 1 lit. a BVV 2 (richtig: aArt. 54 lit. a 
BVV 2), so dass pro Schuldner (Anlagestiftung) nicht mehr als 15 % des 
Vermögens einer Personalvorsorgestiftung angelegt werden dürften.

3.5.5 Am 25. Juli 1990 reichte die Vera-Sammelstiftung verschiedene 
Unterlagen zur Beurteilung der definitiven Registrierung ein (act. II 1‘431; 
act. II RU 83). Am 8. August 1990 wurde die Vera-Sammelstiftung definitiv 
registriert, wobei jedoch festgehalten wurde, dass die nachträgliche Korrek-
tur von Urkunden, Statuten, etc. verlangt werden könnte, da die umfassen-
de Prüfung zufolge Arbeitsüberlastung erst noch erfolgen werde 
(act. II 1‘432; act. II RU 84).

3.5.6 Am 10. Oktober 1990 wurde – wie bereits am 8. August 1988 die 
Vera-Anlagestiftung (act. II 1‘372 f.) – auch die Pevos-Anlagestiftung 
seitens der Beklagten angehalten, eine Umgehung der Anlagerichtlinien 
durch die angeschlossenen Vorsorgeeinrichtungen mittels einer von zwei 
Lösungsvarianten auszuschliessen (act. II 1‘439; act. II RU 86), worauf die 
G.________ auf die von der Vera-Anlagestiftung umgesetzte Lösung 
hinwies (act. II 1‘449; act. II RU 87).

3.5.7 Während die Jahresrechnungen 1987 und 1988 der beiden Anlage-
stiftungen ohne Bemerkungen genehmigt wurden (act. II 1‘425 f., 1‘417, 
1‘420; act. II RU 75, 78, 81), brachte die Beklagte bei jenen der beiden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 21

Sammelstiftungen für die betreffenden zwei Jahre am 18. Oktober 1990 
Vorbehalte an (act. II 1‘440-1‘448; act. II RU 88). Dabei wurde insbesonde-
re darauf hingewiesen, dass die Vermögensanlage in Varia-Anteilscheinen 
bei den reinen Immobilienstiftungen, die naturgemäss den Anlagebegren-
zungen der BVV 2 nicht folgten, als Anlage in Immobilien zu betrachten sei. 
Das entsprechende Limit betrage gemäss BVV 2 50 % bzw. gemäss BBAV 
30 % und werde deutlich überschritten. Die Beklagte ersuchte die Sammel-
stiftungen (hervorgehoben durch Fettschrift), ihre Anlage in Varia-
Anteilscheinen entsprechend zu reduzieren und zudem die Anlagepraxis 
gründlich zu überdenken. Gegenüber der Pevos-Sammelstiftung wies die 
Beklagte zudem darauf hin, dass sowohl für das Jahr 1987 als auch das 
Jahr 1988 aus dieser Anlagepraxis ein negativer Erfolgssaldo resultiert 
habe.

Nach einem (internen) Briefwechsel der Vera-Sammelstiftung mit ihrem 
Stiftungsrat Dr. iur. B.________ (act. II 1‘450; act. II RU 89) fand am 1. Fe-
bruar 1991 eine Besprechung zwischen Vertretern der beiden Vera-
Stiftungen und einem Vertreter der Beklagten statt (act. II 1‘451). Die Be-
klagte verortete die Problematik darin, dass die Sammelstiftung die Poli-
cendarlehen in der Anlagestiftung anlege, deren Immobilienanteil deutlich 
höher liege als gemäss Anlagebegrenzung für Vorsorgeeinrichtungen 
zulässig. Als Besprechungsergebnis wurde festgehalten, dass seitens der 
Beklagten darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass die Anlagepolitik 
mit der geltenden Rechtsordnung in Konflikt stehe, angesichts der «Absenz 
von übermässigen Gefahren für die Ansprüche der Versicherten» werde 
vorerst nichts unternommen, sondern das Problem noch intern diskutiert; 
die Frage werde auch in die Revision der BVV 2 einbezogen.

3.5.8 Mit Rundschreiben vom 18. April 1991 (act. II 1‘452; act. II RU 90) 
orientierte die Beklagte die unter ihrer Aufsicht stehenden Vorsorgeeinrich-
tungen, dass der BBAV und damit auch die Verordnung vom 18. Oktober 
1989 über die Bewertung der Grundstücke von Einrichtungen der berufli-
chen Vorsorge und von Versicherungseinrichtungen (VAV; AS 1989 2123) 
per 28. März 1991 aufgehoben worden sei und folglich die Anlagebegren-
zung für inländische Immobilien nicht mehr bei 30 %, sondern wiederum 
bei 50 % gemäss BVV 2 liege.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 22

3.5.9 Am 2. Mai 1991 gelangte die Vera-Sammelstiftung an die Beklagte, 
nahm Stellung zu den Vorbehalten zur Jahresrechnung 1987 und 1988 und 
nahm gleichzeitig auf die Besprechung vom 1. Februar 1991 Bezug 
(act. II 1‘453; act. II RU 91). Die Vera-Sammelstiftung erklärte dabei, auf-
grund der früheren Verhandlungen mit der Beklagten sei man der Ansicht 
gewesen, dass die Anlagevorschriften eingehalten würden, da lediglich 
50 % des Deckungskapitals der Kollektivversicherungsverträge mit Poli-
cendarlehen belehnt und über die Vera-Anlagestiftung in Liegenschaften 
angelegt werden sowie zusätzlich das Verwaltungsreglement ergänzt wor-
den sei. Die Geschäftstätigkeit habe bis heute hierauf basiert und es wäre 
völlig unmöglich, die Anlagen innert nützlicher Frist umzuplatzieren. Gleich-
zeitig anerkannte die Vera-Sammelstiftung aber im Ergebnis, dass ihre 
Deutung so nicht korrekt sei, weil gemäss BVV 2 Basis der Anteilsberech-
nung die Belehnung sei, mithin von den 50 % belehnten Mitteln allein die 
Hälfte in Liegenschaften investiert werden dürfte. Es wurde deshalb der 
Beklagten eine Revision der BVV 2 beliebt gemacht, wobei entweder das 
gesamte Deckungskapital aus Kollektivversicherungsverträgen als Basis 
für die Anteilsberechnung massgebend sein sollte oder die Begrenzung der 
Anlage in Liegenschaften auf 60 % anzuheben wäre.

3.6 Drittmeldung und Anzeichen für finanzielle Schwierigkeiten

3.6.1 Am 3. Mai 1991 gelangte eine bei der Vera-Sammelstiftung zur 
Durchführung der beruflichen Vorsorge damals angeschlossene Arbeitge-
berin über ihren Rechtsvertreter mit Fragen an die Beklagte (act. II 1‘455-
1‘457), wobei sie insbesondere die Gesetzeskonformität der Organisati-
onsstruktur und Anlagestrategie der Vera-Sammelstiftung in Frage stellte. 
Zusammen mit weiteren Stiftungsmitgliedern richtete sie sich danach mit 
Schreiben vom 5. Juni 1991 (act. II 1‘460) an die Stiftungsräte der beiden 
Vera-Stiftungen. Sie beanstandeten hauptsächlich die in wichtigen Punkten 
nicht paritätische Stiftungsorganisation, forderten ultimativ eine Revision 
der Stiftungsstatuten sowie Urkunden bzw. deren Anpassung an die ge-
setzlichen Erfordernisse und drohten mit einer Aufsichtsanzeige an die Be-
klagte. Diese Kritik wurde anlässlich der Sitzung des Stiftungsrates und des 
Stiftungsausschusses vom 7. Juni 1991 zurückgewiesen (act. II 1‘462). Auf 
das besagte Schreiben vom 5. Juni 1991 sowie am 3. September 1991 
schriftlich gestellte Anträge zu Statutenrevisionen (act. II 67) antwortete die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 23

Vera-Sammelstiftung am 2. Oktober 1991 (act. II 68). Zusammengefasst 
führte sie aus, es sei alles statutarisch bzw. rechtlich korrekt erfasst und 
Änderungen seien nicht geboten.

Gemäss einer handschriftlichen Notiz der Vera-Sammelstiftung zu einer 
Besprechung vom 23. Oktober 1991 (act. II RU 92) wurde offenbar seitens 
der Stiftung der Beklagten gegenüber erklärt, dass der Gegenwert der Mit-
tel in Liegenschaften und Schuldbriefen vorhanden sei; in verschiedenen 
Liegenschaften seien zudem bedeutende stille Reserven vorhanden. Als 
Besprechungsresultat wurde festgehalten, dass die Stiftungsurkunden die 
gesetzlichen Vorschriften nicht verletzten. 

Mit Schreiben vom 9. Dezember 1991 (act. II 940, 1‘469) lieferte die Pevos-
Sammelstiftung der Beklagten die Unterlagen zur definitiven Registrierung, 
insbesondere die am 20. Juni 1990 durch den Experten für berufliche Vor-
sorge der Vita bzw. am 29. November 1991 durch jenen der «Genfer» aus-
gefüllten Fragebogen (act. II 931, 936, 1‘468).

3.6.2 Am 30. Dezember 1991 gelangte die Vera-Sammelstiftung an die 
Beklagte und beantragte unter Beilage eines Stiftungsratsprotokolls die 
Genehmigung einer Änderung der Stiftungsstatuten, insbesondere betref-
fend Delegation der Befugnis zur Vermögensverwaltung und Anlage vom 
Kassenvorstand an den Stiftungsausschuss (act. II 70 f., 1‘470; act. II RU 
96).

3.6.3 Im Rahmen der Prüfung der Unterlagen im Hinblick auf die definitive 
Registrierung der Pevos-Sammelstiftung gelangte die Beklagte mit Schrei-
ben vom 25. Mai 1992 (act. II 75 f., 943, 1‘473; act. II RU 97) an die beiden 
Sammelstiftungen und forderte diverse Anpassungen der Statuten, Regle-
mente und Anschlussvereinbarungen. Insbesondere wurde verlangt, dass 
die Stiftungsversammlung paritätisch zusammengesetzt werde sowie die 
vom Stiftungsausschuss ausgeübte Vermögensverwaltung durch eine 
durch die Stiftungsversammlung zu beschliessende und jederzeit widerruf-
bare Delegationsnorm gedeckt werde. Gleichzeitig wies die Beklagte auf 
das Erfordernis hin, dass durch die Anlage von Vorsorgemitteln ein genü-
gender Ertrag zu erwirtschaften sei bzw. die Vorsorgeeinrichtung einen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 24

dem Geld-, Kapital- und Immobilienmarkt entsprechenden Ertrag anzustre-
ben habe.

Gemäss einer Aktennotiz von Dr. iur. B.________ vom 20. Juli 1992 (act. II 
RU 99) soll an einer Besprechung vom 17. Juli 1992 zwischen den Vera-
Stiftungen und der Beklagten über offenbar drei Wochen zuvor gegenüber 
den Verantwortlichen geäusserte Bedenken hinsichtlich einer möglichen 
Überschuldung der Vera-Anlagestiftung sowie einer allenfalls notwendigen 
sofortigen Intervention gesprochen worden sein. Unter anderem soll sei-
tens der Beklagten aufgrund der konjunkturellen Entwicklung bezweifelt 
worden sein, dass auf den zum Buchwert bilanzierten fertigen Bauten stille 
Reserven vorhanden seien. Zudem soll die Beklagte die Fremdkapitalquote 
als zu hoch erachtet, die Reduktion auf einen Drittel gefordert und letztlich 
eine Quote von 50 % akzeptiert haben.

Mit Zuschrift vom 20. Juli 1992 (act. II 77, 944, 1‘480; act. II RU 100) 
bestätigte die Vera-Sammelstiftung – auch namens der Pevos-Sammel-
stiftung – den Erhalt des Schreibens der Beklagten vom 25. Mai 1992. Sie 
erklärte, dass sie noch nicht in der Lage sei hierzu profund Stellung zu 
nehmen. Seitens der Beklagten als Aufsichtsbehörde solle den beiden Stif-
tungen vieles vorgeschrieben werden, doch dürfe die Aufsichtsbehörde ihr 
Ermessen nicht anstelle desjenigen des Stiftungsrates setzen. Die Stiftung 
nehme das besagte Schreiben durchaus ernst, behalte sich aber vor, nur 
dort auf Änderungsvorschläge einzutreten, wo ihr «die Stringenz» gegeben 
scheine. Am 3. September 1992 teilten die beiden Sammelstiftungen der 
Beklagten insbesondere mit, sie würden die verlangten Änderungen hin-
sichtlich der Ausgestaltung der Stiftungsversammlung ablehnen. Sie vertra-
ten die Auffassung, dass sie sich mit dem paritätischen Kassenvorstand 
den gesetzlichen Anforderungen genügend organisiert hätten. Hinsichtlich 
der Delegationsnorm zur Vermögensverwaltung sei bereits eine Änderung 
der Stiftungsurkunde eingereicht worden (act. II 78, 945, 1‘481; act. II RU 
101). 

3.6.4 Am 28. Oktober 1992 fand eine Aussprache zwischen Verantwortli-
chen der Stiftungen sowie der Beklagten statt. Im Rahmen eines Schrei-
bens der Beklagten vom 24. November 1992 (act. II 80, 946, 1‘483; act. II 
RU 102) wurde als Ergebnis einerseits festgehalten, dass die Kassenvor-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 25

stände als paritätische Organe der Sammelstiftungen zu amten und dabei 
künftig auch die Vorsorgereglemente zu erlassen und für Fragestellungen 
bezüglich der Finanzierung eines bestimmten Vorsorgewerkes zuständig 
zu sein hätten. Andererseits wurde festgestellt, dass es an den Kassenvor-
ständen der beiden Sammelstiftungen sein werde, die in Entwürfen der 
Statutenänderung vorgesehene Delegation der Vermögensverwaltung an 
die Stiftungsausschüsse tatsächlich zu beschliessen.

3.6.5 Am 19. Januar 1993 nahm die Vera-Sammelstiftung gegenüber der 
Beklagten Bezug auf eine Besprechung vom 14. Januar 1993. Sie führte 
aus, dass der Zinsanstieg zu einer gedrückten Ertragslage bei der Vera-
Anlagestiftung geführt habe. Die hohen Passivzinsen und die «magere 
Rendite von Bauten» hätten zu Beginn der 90er-Jahre gezeigt, dass die 
beiden Ertragsmechanismen (von der Anlagestiftung gegenüber den Anle-
gern stipulierter Ertrag bzw. Verzinsung der Policendarlehen durch die 
Sammelstiftung) «schwer auf einen Nenner zu bringen» seien. Es bestehe 
jedoch weder die Gefahr eines Liquiditätsengpasses noch sei die Vera-
Anlagestiftung in ihrer Substanz gefährdet. Es wurde mitgeteilt, die Stif-
tungsräte beider Vera-Stiftungen hätten der Vita und «Genfer» vorgeschla-
gen, den Zinssatz für die Policendarlehen sofort zu reduzieren, im Gegen-
zug müssten diese den belehnten Teil des Deckungskapitals für die 
Altersgutschriften ebenfalls mit einem reduzierten Satz verzinsen. Diese 
Zinsreduktion entspreche zwar nicht den Stiftungsstatuten, sei aber ein 
Gebot der Stunde, soweit der Stiftungszweck heute und für die Zukunft 
erhalten bleiben solle (act. II 81, 1‘491; act. II RU 104).

3.7 Ermittlungen und weitere Interventionen durch das BSV

3.7.1 Mit Schreiben vom 2. Juli 1993 (act. II 82, 1‘496; act. II RU 106) hielt 
die Beklagte im Hinblick auf eine auf den 7. Juli 1993 angesetzte Bespre-
chung gegenüber Dr. iur. B.________ fest, die am 21. Juni 1993 übermittel-
ten Geschäftsberichte und die Jahresrechnungen der beiden Vera-
Stiftungen wie auch der Kontrollstellenbericht betreffend das Jahr 1992 
(act. II AB 20) gäben Anlass zu ernsthafter Besorgnis. Es sei offenbar da-
von auszugehen, dass der Verkehrswert des Immobilienbestandes der An-
lagestiftung erheblich unter dem Buchwert liege. Falls dies tatsächlich zu-
treffe, müsse mit beträchtlichen Werteinbussen auf den Varia-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 26

Anteilscheinen gerechnet werden. Falls der Wert der letzteren wesentlichen 
herabgesetzt werden müsste, entstände bei der Sammelstiftung eine Un-
terdeckung. Bereits an der Sitzung vom 17. Juli 1992 sei die hohe Fremd-
kapitalquote beanstandet und vereinbart worden, dass sie mittelfristig auf 
vorläufig 50 % abzubauen sei. Die Fremdkapitalquote sei jedoch inzwi-
schen nicht gesunken, sondern sogar noch angestiegen. Die Beklagte 
müsse sich möglichst rasch ein Bild über die tatsächliche Situation ver-
schaffen; dies erfordere eine Bewertung der Aktiven zu Verkehrswerten 
sowie eine Beurteilung der Situation der Sammelstiftung durch einen Pen-
sionskassenexperten. Zudem sei im Rahmen von Sofortmassnahmen zu 
verhindern, dass durch Rückzüge der Anteilscheine bzw. der Auflösung 
von Anschlussverträgen zu hohe Kapitalbeträge ausbezahlt und damit die 
verbleibenden Gläubiger geschädigt würden. Die Beklagte unterbreitete Dr. 
iur. B.________ verschiedene detaillierte Fragen.

Der Inhalt des Gesprächs vom 7. Juli 1993 zwischen den Vera-Stiftungen, 
der G.________ sowie der Beklagten wurde in einer Aktennotiz der 
G.________ vom 19. Juli 1993 (act. II 1‘501; act. II RU 109) dokumentiert. 
Die Beklagte nahm mit zwei Schreiben vom 12. Juli 1993 (act. II 83, 1‘497 
f.; act. II RU 107 f.) an die beiden Vera-Stiftungen Bezug auf diese Bespre-
chung und verlangte, dass die im Schreiben vom 2. Juli 1993 gestellten 
Fragen bis Ende Juli 1993 schriftlich beantwortet werden. Zudem sollte die 
aktuelle Lage der Anlagestiftung durch eine unabhängige Verkehrswert-
schätzung der Liegenschaftsanlagen beurteilt und in einem Bericht des 
Experten für berufliche Vorsorge bis Ende Oktober 1993 dargelegt werden. 
Im Sinne von kurzfristigen aufsichtsrechtlichen Massnahmen wurde ange-
ordnet, dass ab sofort bei allen Auflösungen von Anschlussvereinbarungen 
in Absprache mit dem Experten für berufliche Vorsorge angemessene 
Vermögensabzüge vorzunehmen seien. Vereinbart wurde überdies, dass 
halbjährlich – erstmals per Ende Juni 1993 – eine Bilanz zu erstellen und 
zusammen mit dem Kontrollstellenbericht der G.________ der Beklagten 
einzureichen sei. Mittelfristig sei der festgestellte erhebliche Anpassungs-
bedarf der Urkunden zu beheben und müsse die Anlagetätigkeit, der 
durchschnittliche Ertrag der Anlagen sowie der Mittelzufluss an die Anlage-
stiftung hinsichtlich der Gesetzeskonformität überprüft werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 27

3.7.2 Am 22. Juli 1993 wurde bei der Beklagten ein internes Statement 
zur Situation der Vera-Stiftungen unter Berücksichtigung der Bilanzen er-
stellt (act. II 683). Darin wurde der Status quo erhoben und unter anderem 
ausgeführt, aus dem Kontrollstellenbericht betreffend das Jahr 1992 ergebe 
sich, dass die Liegenschaften in Missachtung von aArt. 48 Abs. 2 BVV 2 zu 
den Gestehungskosten statt (maximal) zu den (tieferen) Verkehrswerten 
bilanziert worden seien. Zur Aufbesserung der schlechten Lage seien zu-
dem Baulandzinsen «aktiviert», mithin fiktive Verzinsungen des inaktivier-
ten Baulandes zur «Frisierung» der Bilanz eingesetzt worden. Die Anlage-
grundsätze seien seit längerem nicht mehr eingehalten worden, so wider-
spreche die Anlagekonzentration in Liegenschaften dem Grundsatz der 
Sicherheit und der ausreichenden Diversifikation zur Vermeidung von 
«Klumpenrisiken» im Sinne von aArt. 50 BVV 2. Die Null-Ertragssituation 
bei einem wesentlichen Teil der Anteilscheine verletze den Grundsatz des 
marktkonformen bzw. angemessenen Ertrages und führe auch im Hinblick 
auf die maximale Ausschöpfung der 50%igen Vermögensanlage bei der 
Sammelstiftung zu einer vorschriftswidrigen Situation. Die Jahresrechnun-
gen seien offenbar seit 1988 zwar noch bei der Beklagten angesehen, aber 
nicht mehr abschliessend beurteilt und dazu keine offizielle Stellungnahme 
mehr abgegeben worden. Negativ falle die von der Stiftung bisher beschö-
nigend und damit unseriös wiedergegebene Lagebeurteilung auf. Die ver-
schiedenen Kontakte mit dem BSV liefen überwiegend darauf hinaus, die 
Aufsichtsbehörde nicht zu informieren, sondern sie zu unterlaufen. Der 
Ernst der Lage sei erkannt und die zu ergreifenden Massnahmen seien 
zurzeit vorgenommen. Vor weiteren Massnahmen sei das Ergebnis der 
Expertise abzuwarten. Es dürfe nicht über das Ziel hinausgeschossen wer-
den, ansonsten die Stiftungen nicht mehr zu halten seien.

3.7.3 Nachdem Dr. iur. B.________ am 26. Juli 1993 sinngemäss um 
eine Fristerstreckung zur Beantwortung der Fragen ersucht (act. II 84) und 
über die Personalien des mit der Liegenschaftsbewertung beauftragten 
Treuhänders orientiert hatte (act. II 684), äusserte sich die Vera-
Anlagestiftung in einem formlosen auf den 24. August 1993 datierten Pa-
pier (act. II 1‘503; act. II RU 110) bzw. im Schreiben vom 27. August 1993 
(act. II 1‘504; act. II RU 111) zu den Fragen der Beklagten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 28

3.7.4 In einem internen Memorandum der Beklagten vom 7. September 
1993 (act. II 687) wurden Vorschläge für zusätzliche Massnahmen formu-
liert und die Erstellung zweier Szenarien für Massnahmen zur Bewältigung 
der Krisensituation bzw. für solche bei Unabwendbarkeit eines Kollapses 
empfohlen.

3.7.5 Am 8. September 1993 wurden auch die beiden Pevos-Stiftungen 
seitens der Beklagten angegangen und aufgefordert, die Geschäftsprü-
fungsunterlagen sowie die Kontrollstellenberichte betreffend das Jahr 1992 
einzureichen, und es wurden im Wesentlichen dieselben Fragen gestellte 
und Massnahmen angeordnet wie gegenüber den Vera-Stiftungen 
(act. II 1‘505 f.; act. II RU 112). Hierzu nahmen die Pevos-Stiftungen mit 
Schreiben vom 25. September 1993 (act. II 1‘515; act. II RU 118) Stellung.

3.7.6 Im Hinblick auf eine geplante Besprechung vom 24. September 
1993 unterbreitete die Beklagte den beiden Vera-Stiftungen am 17. Sep-
tember 1993 weitere Fragen (act. II 1‘510; act. II RU 116), mit der sich die 
G.________ in einer Handnotiz vom 20. September 1993 (act. II 1‘511; act. 
II RU 117) befasste. Anlässlich der Besprechung vom 24. September 1993 
verlangte die Beklagte von den Vera/Pevos-Stiftungen offenbar umfangrei-
che Akten ein (act. II 1‘514; act. II RU 119). Ein in diesem Zusammenhang 
gestelltes Gesuch um Fristerstreckung wies sie am 11. November 1993 ab 
und verlangte unter Ansetzung einer kurzen Nachfrist die sofortige Einliefe-
rung (act. II 1‘523 f.; act. II RU 120).

Mit Schreiben vom 18. November 1993 (act. II 1‘526, 1‘528; act. II RU 121) 
wurden die einverlangten Unterlagen der Beklagten zugestellt; gleichentags 
lag die unabhängige Verkehrswertschätzung vor (act. II 697, 700 f.). 

3.7.7 Im Rahmen einer Stiftungsratssitzung der beiden Vera-Stiftungen 
vom 23. November 1993 wurde festgehalten, dass der Buchwert des Lie-
genschaftsbestandes um zirka Fr. 9‘200‘000.-- über dem Verkehrswert lie-
ge. Es wurden verschiedene Beschlüsse gefasst und der Beklagten als 
Antrag zwecks Erlass einer entsprechenden Verfügung unterbreitet (act. II 
89-91).

3.7.8 Mit Verfügungen vom 14. bzw. 16. Dezember 1993 (act. II 703, 705, 
1‘535 f., act. II RU 122 f.) untersagte die Beklagte den Vera/Pevos-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 29

Anlagestiftungen, ohne vorgängige Genehmigung der Beklagten weitere 
Darlehen aufzunehmen oder Vorsorgegelder von Vorsorgeeinrichtungen 
entgegenzunehmen. Zudem ordnete sie an, dass innert 14 Tagen eine in 
verschiedener Hinsicht korrigierte Zwischenbilanz per 30. Juni 1993, eine 
Bewertung der in der Verkehrswertschätzung noch nicht berücksichtigten 
Liegenschaften sowie eine Neubewertung der Anteilscheine und Obligatio-
nen einzureichen seien. Überdies stellte die Beklagte in Aussicht, sie werde 
einen unabhängigen Bücherexperten bestimmen und den Stiftungen als 
Beirat zur Seite stellen. Sie erwog unter anderem, es sei am 21. Juni 1993 
(Vera-Anlagestiftung) bzw. am 9. September 1993 (Pevos-Anlagestiftung) 
über die «bedenkliche Lage» der Stiftungen orientiert worden. Die Anlage-
politik der Anlagestiftungen habe wichtige Anlagegrundsätze ausser Acht 
gelassen, wozu zusätzlich nun auch noch bedeutende Wertverluste auf den 
Anlagen sowie laufende Betriebsverluste gekommen seien. Es habe zudem 
nun festgestellt werden müssen, dass die Stiftungen Obligationen ausge-
geben hätten, die jedermann, d.h. auch privaten Anlegern zugänglich sei-
en, was jedoch den Stiftungsbestimmungen widerspreche. Die aktuelle 
Situation sei nicht unvermittelt 1993 entstanden, sondern die Folge einer 
Entwicklung seit 1985. Tatsache sei aber auch, dass die Kontrollstelle der 
Stiftungen erstmals in ihrem Kontrollstellenbericht 1992 datierend vom 
7. Juni 1993 (erhebliche) Vorbehalte in Bezug auf die Bewertung der Akti-
ven angemeldet habe. Allfälligen Beschwerden gegen diese beiden Verfü-
gungen entzog die Beklagte die aufschiebende Wirkung.

Mit Schreiben vom 22. Dezember 1993 (act. II 1‘539, act. II RU 125) nahm 
die Vera-Anlagestiftung zur Verfügung vom 16. Dezember 1993 Stellung 
und verwahrte sich insbesondere gegen die Darstellung, wonach sich die 
Problematik seit 1985 entwickelt und sie wichtige Anlagegrundsätze sowie 
die Stiftungsstatuten ausser Acht gelassen habe. Am gleichen Tag fand 
eine Besprechung zwischen den Stiftungsvertretern, der G.________ sowie 
der Beklagten statt, worauf die beiden Anlagestiftungen sich je mit Schrei-
ben vom 27. Dezember 1993 (act. II 708, 1‘545 f., act. II RU 128 f.) noch-
mals an die Beklagte wandten und innerhalb der Rechtsmittelfrist eine 
Abänderung der Verfügungen vom 14. bzw. 16. Dezember 1993 verlang-
ten. Am 4. Januar 1994 empfahl die Vera-Anlagestiftung der Beklagten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 30

eine weitere Verfügung in Bezug auf die Stiftungsurkunden (Verwaltungs-
reglement) zu erlassen (act. II 1‘548; act. II RU 130).

3.7.9 Am 23. Dezember 1993 stellten die «Zürich» wie auch die «Genfer» 
eine Mitarbeit bei der Sanierung der beiden Sammelstiftungen in Aussicht 
(act. II 1‘541 f.; act. II RU 126 f.) und am 7. Januar 1994 reichten beide 
Sammel- sowie beide Anlagestiftungen die korrigierten Zwischenbilanzen 
ein und nahmen weitergehend Stellung (act. II 1‘549; act. II RU 131).

3.7.10 Mit Eingabe vom 17. Januar 1994 erhobt die Vera-Anlagestiftung 
(act. II 1‘550; act. II RU 132) beim Eidgenössischen Departement des In-
nern (EDI) Verwaltungsbeschwerde gegen die Verfügung vom 16. Dezem-
ber 1993 (act. II 705, 1‘536, act. II RU 123.).

Am 3. Februar 1994 verfügte die Beklagte gegenüber den Anlagestiftungen 
eine Änderung der Stiftungsurkunden, wobei insbesondere die Bestimmung 
über die feste Verzinsung der Varia-Anteilscheine aufgehoben wurde 
(act. II 1‘558 f.; act. II RU 133). Gleichentags verbot die Beklagte den 
Sammelstiftungen mit separaten Verfügungen grundsätzlich, die Kollektiv-
versicherungsverträge zu verpfänden bzw. weiter zu belasten und zusätzli-
che Anlagen bei den Anlagestiftungen sowie bei den mit diesen Institutio-
nen verbundenen Gesellschaften zu tätigen (act. II 1‘560 f.; act. II RU 134). 
Ferner verpflichtete sie den Stiftungsrat, bis Ende März 1993 (richtig: 1994) 
die Geschäftsprüfungsunterlagen 1993 zu übermitteln. Überdies forderte 
sie ihn auf, innert gleicher Frist Bericht über Massnahmen zur Beseitigung 
der rechtswidrigen Anlagesituation abzugeben. Schliesslich setzte die Be-
klagte zur Wahrung der Stiftungsinteressen und zur Unterstützung der Auf-
sichtsbehörde – wie in Aussicht gestellt – einen unabhängigen Bücherex-
perten und Pensionsversicherungsexperten als Beirat ein. 

Am 7. Februar 1994 zog die Vera-Anlagestiftung die Verwaltungsbe-
schwerde vom 17. Januar 1994 zurück (act. II 1‘564; act. II RU 136), nach-
dem die Beklagte am 4. Februar 1994 gegenüber den Anlagestiftungen 
einer Erstreckung der Frist zum Einreichen der Geschäftsprüfungsunterla-
gen bis 31. März 1994 zugestimmt, im Übrigen aber an den Verfügungen 
vom 14. und 16. Dezember 1993 festgehalten hatte (act. II 1‘562 f.; act. II 
RU 135).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 31

3.7.11 Gemäss einer internen Aktennotiz der Anlagestiftungen waren diese 
mit der Feststellung der Beklagten in der Verfügung vom 3. Februar 1994, 
wonach die Quote von 50 % des in die Anlagestiftungen investierten De-
ckungskapitals der Sammelstiftungen zu hoch sei, nicht einverstanden 
(act. II 1‘565; act. II RU 137). In diesem Zusammenhang erliess die Beklag-
te am 23. Februar 1994 ein Schreiben, in dem sie eine Beteiligung von 
50 % als zulässig erachtete, soweit es den Anlagestiftungen gelinge, innert 
angemessener Frist sämtliches nicht von Vorsorgeeinrichtungen stammen-
de Vermögen auszugliedern (act. II 1‘566; act. II RU 138).

3.7.12 Bei der Prüfung der Jahresrechnungen 1989 bis 1992 der Sammel- 
und Anlagestiftungen brachte die Beklagte Vorbehalte an. Die entspre-
chenden Schreiben an die Anlagestiftungen ergingen am 22. März 1994 
(act. II 1‘568-1‘576; act. II RU 139, 140), jene an die Sammelstiftungen am 
24. März 1994 (act. II 1‘578-1‘589; act. II RU 142, 143).

3.8 Sanierungsmassnahmen

3.8.1 Aus einem undatierten Auszug der Stiftungsratsprotokolle aller Stif-
tungen (act. II 1‘593; act. II RU 145) ist zu entnehmen, dass im Rahmen 
der Sanierungsbestrebungen Verhandlungen mit den beteiligten Versiche-
rungsgesellschaften geführt wurden, am 25. Februar 1994 eine erste Be-
sprechung mit dem Kläger stattfand und die Ausarbeitung eines Desinvesti-
tionskonzepts mit zusätzlicher Verkehrswertexpertise in Auftrag gegeben 
werden sollte.

Der von der Beklagten eingesetzte Beirat gelangte in seiner Wirtschaftlich-
keits- und Machbarkeitsanalyse vom 5. Mai 1994 (act. II 1‘594), basierend 
auf einem Desinvestitionskonzept vom 3. Mai 1994 zum Schluss, dass die 
Überlebenschancen der Stiftungen insgesamt langfristig gegeben seien.

3.8.2 Am 30. Mai 1994 nahmen die beiden Vera-Stiftungen gegenüber 
der Beklagten Stellung zu den Vorbehalten bezüglich den Jahresrechnun-
gen 1989 bis 1992 (act. II 1‘595 f.; act. II RU 146 f.), wobei sie unter ande-
rem darauf hinwiesen, dass der Beklagten die Unternehmensstruktur bzw. 
Geschäftspolitik bekannt gewesen sei und sie diese nie beanstandet habe. 
Auf dem Kapital- und Immobilienmarkt seien grundlegende Veränderungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 32

eingetreten, im Nachhinein und aufgrund des neusten Informationsstandes 
sei es immer einfacher, Kritik zu üben.

3.8.3 In zwei Schreiben vom 10. Mai 1995 (act. II 1‘611 f.; act. II RU 
149 f.) wies die Beklagte gegenüber den Anlagestiftungen auf die bedenkli-
che finanzielle Situation von Darlehensschuldnern (Gesellschaften der sog. 
J.________-Gruppe) der Anlagestiftungen hin. Die Verantwortlichen der 
Stiftung wurden aufgefordert, im Verfahren gegen diese Schuldner für den 
Schutz der Vorsorgegelder besorgt zu sein. Gleichzeitig wurde festgehal-
ten, dass die Beklagte über allfällige Vergleichsverhandlungen mit den 
Schuldnern zu informieren sei und ihr Vergleichsabschlüsse vorgängig zur 
Genehmigung zu unterbreiten seien. 

3.8.4 Am 8. Juni 1995 fand bei der Beklagten eine Sitzung mit dem Beirat 
sowie der Geschäftsführerin der Stiftungen statt, in deren Rahmen festge-
halten wurde, dass die Ertragslage noch schlechter als vorerst angenom-
men und die Liquiditätslage angespannt sei (act. II 115, 1‘616). Als Aus-
fluss dieser Besprechung wurden am 10. Juli 1995 zu den Jahresrechnun-
gen 1993 sämtlicher Stiftungen wiederum Vorbehalte angebracht und wei-
tere Unterlagen einverlangt (act. II 1‘621-1‘624; act. II RU 151). Ebenso 
wurde am 6. September 1995 mit den Jahresrechnungen pro 1994 verfah-
ren (act. II 1‘633-1‘363; act. II RU 153).

3.8.5 In den Verfügungen vom 5. September 1995 an die Anlage- und 
Sammelstiftungen (act. II 1‘629-1‘632; act. II RU 152) hielt die Beklagte 
fest, dass zufolge der Veränderungen auf dem Immobilienmarkt die Werte 
der Anlagestiftungen erheblich zu korrigieren gewesen seien bzw. die An-
teilscheine Wertverluste erlitten hätten. Es wurde auf in der Zwischenzeit 
durchgeführte Prüfungen hingewiesen und Bezug genommen auf Neube-
setzungen im Stiftungsrat. Die neu eingesetzten Stiftungsräte wurden von 
der Aufsichtsbehörde (für alle vier Stiftungen) abgesetzt. Zudem wurden 
verschiedene Anpassungen der Stiftungsurkunde angeordnet.

3.8.6 Die «Zürich» hielt gegenüber der Beklagten am 4. Oktober 1995 
fest, dass die Sammelstiftungen ihre vertraglichen Verpflichtungen ge-
genüber den Versicherten nicht mehr erfüllen könnten und bezeichnete das 
Desinvestitionskonzept zur Verbesserung der Liquidität als gescheitert, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 33

signalisierte jedoch, dass die beteiligten Versicherer bereit seien, an ande-
ren Lösungen mitzuarbeiten (act. II 1‘643; act. II RU 154).

Am 5. Oktober 1995 fand bei der Beklagten eine Sitzung mit Vertretern der 
Vera/Pevos-Stiftungen, der «Zürich», dem Kläger sowie dem eingesetzten 
Beirat statt (act. II 727, 732, 1‘651; act. II RU 156). Darin wurde unter ande-
rem eine bilaterale Besprechung zwischen der «Zürich» und dem Stiftungs-
rat vorgeschlagen und direkt im Anschluss durchgeführt (act. II 725, 1‘652, 
vgl. auch 1‘674 [pag. 6‘809]). Im Nachgang zu diesen Sitzungen schlugen 
die Stiftungen der Beklagten mit Telefax vom 9. Oktober 1995 Massnah-
men vor, welche diese mit Rückantwort vom 10. Oktober 1995 zustimmend 
zur Kenntnis nahm (act. II 726, 1‘661, 1‘664; act. II RU 157 f.).

Wie der Beirat in seinem weiteren Bericht vom 10. Oktober 1995 
(act. II 1‘662 f.) festhielt, war inzwischen ein bedeutender Teil der Verträge 
zwischen den Sammelstiftungen und den angeschlossenen Vorsorgewer-
ken sowie der Rahmenvertrag mit der «Zürich» gekündigt worden, weshalb 
die Desinvestitionen nicht mehr wie geplant aufgrund von immobilienöko-
nomischen Aspekten erfolgen könnten. Zudem seien die Kontokorrent- und 
Darlehensverträge mit den Gesellschaften der J.________-Gruppe gekün-
digt und Inkassomassnahmen getroffen worden. Durch die sehr kritische 
Situation dieser Schuldner, die versucht hätten, ein Stillhalteabkommen mit 
den Gläubigern abzuschliessen, seien die Liquiditätsreserven der Stiftun-
gen nicht mehr verfügbar und in hohem Masse gefährdet. Hinzu komme, 
dass die J.________-Gruppe ihre Liegenschaften innert kurzer Zeit verkau-
fen müsse und diese zu einem grossen Teil in derselben Region lägen wie 
jene der beiden Anlagestiftungen, was den Wert des Immobilienportefeuil-
les negativ beeinflussen werde. Die aufgrund von Beurteilungen aus dem 
Jahre 1994 eingesetzten Buchwerte seien kaum mehr realisierbar. Beide 
Anlagestiftungen seien nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft die Unter-
deckung abzutragen und wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Als Alterna-
tive zur Liquidation käme nur noch das Konzept einer Sanierung mittels 
einer Übernahme der Anlagestiftungen in Frage, dessen Realisierungsaus-
sichten aber klar eingeschränkt seien. Ergebe sich bis Ende 1995 keine 
begründete Aussicht, einen Übernehmer zu finden, müsste die Situation 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 34

überprüft und müsste nötigenfalls bei der Beklagten das Gesuch um Liqui-
dation gestellt werden.

Am 16. Oktober 1995 nahm die Beklagte mit dem Kläger Kontakt auf, ori-
entierte über den Bericht des Beirates und bat um eine Besprechung 
(act. II 730, 1‘678), die schliesslich am 27. Oktober 1995 stattfand (act. II 
1‘700).

3.8.7 Mit Verfügungen vom 27. November 1995 (act. II 974, 1‘721-1‘724; 
act. II RU 161) ordnete die Beklagte auf Antrag des Stiftungsrates und in 
Präzisierung der Verfügungen vom 5. September 1995 (act. II 1‘629-1‘632; 
act. II RU 152) im Rahmen einer provisorischen (vorsorglichen) aufsichts-
rechtlichen Massnahme verschiedene Anpassungen der Stiftungsurkunden 
an.

3.8.8 Am 18. Dezember 1995 informierte die Beklagte den Kläger, dass 
das Konzept einer Sanierung mittels Übernahme der Anlagestiftungen wohl 
gescheitert und eine Liquidation unvermeidlich sei (act. II 153, 980).

Am 3. Januar 1996 erstellte der Beirat einen weiteren Bericht (act. II 
AB 47), in welchem er das Übernahmekonzept als gescheitert beurteilte 
und eine Liquidation empfahl.

3.9 Liquidation

3.9.1 Mit Verfügungen der Beklagten vom 16. Januar 1996 (act. II 158, 
984, 1‘740-1‘743; act. II RU 162) wurden alle Vera/Pevos-Stiftungen aufge-
hoben und die Stiftungsräte verpflichtet, die Liquidation einzuleiten (act. II 
198, 1‘005; vgl. SHAB Nr. 44 vom 4. März 1996).

3.9.2 Nachdem alle bisherigen Stiftungsräte ihren Rücktritt erklärt hatten 
(act. II 165, 168-170, 181-185, 201 f., 990, 997-999, 1‘008 f.), setzte die 
Beklagte am 8. März 1996 neue Stiftungsräte ein (act. II 199 f., 1‘006 f., 
1‘784-1‘787; act. II RU 175). 

Der neue Stiftungsrat der beiden Sammelstiftungen ersuchte am 6. Mai 
1996 mit einer ersten provisorischen Forderungseingabe beim Kläger um 
Sicherstellung des verlorenen Deckungskapitals (act. II 215, 1‘019). In der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 35

Folge orientierte er die Beklagte regelmässig über seine Liquidationstätig-
keit (act. II 230, 255, 1‘025).

3.9.3 Am 31. Juli 1996 erstellte Dr. iur. C.________ als … einen juristi-
schen Bericht zu den Haftungsfragen und am 4. April 1997 verfasste Dr. 
rer. pol. D.________ als … eine Stellungnahme «zu den Geschehnissen im 
Zusammenhang mit den Vera/Pevos-Stiftungen» (act. II 305, 1‘051, 1‘845 
f.; vgl. dazu act. II 1‘692, 1‘827-1‘829; act. IC 9).

3.9.4 Nachdem das kantonale Nachlassgericht bereits am 28. Juni 1996 
ein Gesuch der Vera-Anlagestiftung um einstweilige Nachlassstundung 
gutgeheissen hatte (act. II 228/2, 230/3, 1‘025/3), bestätigte es mit Urteil 
vom 16. Januar 1997 den von der Stiftung mit ihren Gläubigern abge-
schlossenen Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung (vgl. SHAB Nr. 30 
vom 14. Februar 1997). Auch bezüglich der Pevos-Anlagestiftung wurde 
eine Nachlassstundung gewährt und mit Urteil vom 12. März 1998 ein 
Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung bestätigt (vgl. SHAB Nr. 60 vom 
27. März 1998).

3.9.5 Ab August 1997 überwies der Kläger den beiden Sammelstiftungen 
Akontozahlungen, worauf diese begannen, den zuständigen Vorsorgeein-
richtungen Deckungskapitale zu vergüten (act. II 1‘887 f., 1‘898, 1‘903-
1‘908). In den Jahren 1997 und 1998 leistete der Kläger insgesamt betref-
fend die Vera-Sammelstiftung Fr. 62‘500‘000.-- bzw. betreffend die Pevos-
Sammelstiftung Fr. 10‘100‘000.-- (act. I 4; act. IA 4). Die Liquidation der 
beiden Sammelstiftungen ist – soweit ersichtlich – bis dato noch nicht ab-
geschlossen (vgl. <www.zefix.ch>).

4.

4.1 Schaden

4.1.1 Bei Art. 56a BVG in der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen 
Fassung (AS 1996 3067) handelte es sich um eine eigentliche Haftungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 36

norm. Der Schaden, den der Sicherheitsfonds geltend machen kann, wird 
durch die Höhe der von ihm sichergestellten Leistungen limitiert.

4.1.2 Aufgrund der Aktenlage ist sachverhaltsmässig erstellt, dass der 
Kläger in den Jahren 1997 und 1998 Sicherstellungsleistungen im Umfang 
von Fr. 10‘100’00.-- betreffend die Pevos-Sammelstiftung bzw. 
Fr. 62‘500‘000.-- betreffend die Vera-Sammelstiftung erbrachte (act. I 4; 
act. IA 4). Zwischen den Parteien scheint denn im Grundsatz auch Einigkeit 
darüber zu bestehen, dass ein Schaden vorliegt (Klagen S. 25 Ziff. IV 
Ziff. 2.1.1; Klageergänzung S. 23 f. N. 62 ff.; Klageantwort S. 13 N. 76 ff.; 
Replik S. 27 f. N. 88 ff.; Duplik S. 11 N. 45 f.), jedenfalls wird dies seitens 
der Beklagten nicht substanziiert bestritten. Dass es sich dabei um einen 
(reinen) Vermögensschaden handelt, versteht sich von selbst und be-
schlägt die nachstehend zu prüfende kumulative Anspruchsvoraussetzung 
der Widerrechtlichkeit (Verhaltensunrecht [vgl. E. 2.3.2 hievor bzw. E. 4.2.1 
hienach]).

4.1.3 Die oben erwähnten anfänglichen Schadenspositionen (vgl. E. 4.1.2 
hiervor) reduzierten sich in der Folge durch die Ergebnisse von Verantwort-
lichkeitsverfahren sowie Inkassobemühungen gegen Dritte und belaufen 
sich nach den aktuellsten Angaben des Klägers in der Replik betreffend die 
Pevos-Sammelstiftung auf Fr. 8‘364‘571.-- bzw. betreffend die Vera-
Sammelstiftung auf Fr. 55‘218‘639.85, je zuzüglich Zins zu 5 % gemäss 
Aufstellung in der entsprechenden Rechtsschrift (Replik S. 2 f. Ziff. I lit. A 
bzw. B). Eine eingehendere Schadensberechnung unter Berücksichtigung 
der seitherigen Entwicklungen erübrigt sich mit Blick auf das Nachstehen-
de.

4.2 Widerrechtlichkeit

4.2.1 Die Widerrechtlichkeit wird vorliegend nicht bereits durch den Scha-
den indiziert, da ein (reiner) Vermögensschaden in Frage steht und folglich 
zu eruieren ist, ob die Beklagte im Sinne eines Verhaltensunrechts durch 
pflichtwidriges Tun oder Unterlassen gegen eine einschlägige Schutznorm 
verstossen hat (Schutznormtheorie; vgl. E. 2.3.2 hievor). 

Für die hier massgebende Zeit ergaben sich die Pflichten der Beklagten als 
berufsvorsorgerechtliche Aufsichtsbehörde hauptsächlich aus aArt. 62 BVG 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 37

sowie den Art. 5 ff. der aBVV 1 (AS 1983 829) und aArt. 49 ff. BVV 2. Zu 
beachten waren gemäss aArt. 62 Abs. 2 BVG zudem die stiftungsspezifi-
schen Bestimmungen von Art. 84 Abs. 2, Art. 85 und 86 des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210). Die Aufsicht soll sicherstellen, 
dass die Vorsorgeeinrichtungen die gesetzlichen Vorschriften einhalten, der 
Vorsorgezweck nicht verletzt und das Vorsorgevermögen zweckmässig 
verwendet wird. Insbesondere hat die Aufsichtsbehörde darüber zu wa-
chen, dass das Stiftungsvermögen nach Massgabe der Stiftungsurkunde 
und im Interesse der Destinatäre erhalten bleibt und nicht spekulativ bzw. 
allzu risikoreich angelegt oder seinem Zweck entfremdet wird (MARTIN 
TH. MARIA EISENRING, Die Verantwortlichkeit für Vermögensanlagen von 
Vorsorgeeinrichtungen, Diss. Zürich 1999, S. 46). 

Die BVG-Aufsicht als materielle Staatsaufsicht erstreckt sich auf die Grün-
dung wie auch die Dauer des Geschäftsbetriebes. Die Aufsichtsaufgaben 
sind in Art. 62 BVG nicht abschliessend umschrieben und können (mittel-
bar) präventiv oder repressiv erfüllt werden (vgl. CHRISTINA RUGGLI, in: 
Handkommentar zum BVG und FZG, S. 975, Art. 62 N. 3 dies. Die behörd-
liche Aufsicht über Vorsorgeeinrichtungen, Diss. Basel 1992, S. 60, S. 62 f.; 
DIEGO VIELI, Die Kontrolle der Stiftungen, insbesondere der Personalvor-
sorgestiftung [Kontrollstelle und Experte für berufliche Vorsorge], Diss. 
Zürich 1984, S. 24 f.; ISABELLE VETTER-SCHREIBER, Staatliche Haftung bei 
mangelhafter BVG-Aufsichtstätigkeit, Diss. Zürich 1996, S. 37). Da die Auf-
sichtsbehörde kein Organ der Vorsorgeeinrichtung ist und ihr auch kein 
Mitentscheidungsrecht zukommt, sind jedoch Massnahmen, die in den Wil-
lensbildungsprozess bzw. in die Ermessensfreiheit der Vorsorgeeinrichtung 
eingreifen und deren Selbstkontrolle bzw. Eigenverantwortlichkeit be-
schneiden (sog. unmittelbare präventive Aufsichtsmittel), unzulässig (vgl. 
EISENRING, a.a.O., S. 48).

Mit der Übernahme der Aufsicht prüft die Behörde die Stiftungsurkunde und 
die Ausführungsvorschriften (Reglemente, Statuten, Versicherungsverträ-
ge) auf deren Rechtmässigkeit. Es handelt sich um eine formale Prüfung 
der Rechtmässigkeit (vgl. RUGGLI, a.a.O. S. 66). Bei bestehenden oder 
drohenden Gesetzwidrigkeiten bzw. entsprechendem Verdacht hat die Auf-
sichtsbehörde von Amtes wegen einzuschreiten und die nötigen Abklärun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 38

gen und Massnahmen zu treffen. Die Frage der Widerrechtlichkeit der auf-
sichtsbehördlichen Tätigkeit stellt sich insbesondere auch im Zusammen-
hang mit der Vermögensanlage und -verwaltung durch die Vorsorgeeinrich-
tungen. Nebst der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu den 
zulässigen Anlagekategorien und deren Begrenzungen ist namentlich den 
Grundsätzen der Sicherheit, der Liquidität sowie der angemessenen Rendi-
te Rechnung zu tragen (VETTER-SCHREIBER, a.a.O., S. 154 und 158).

4.2.2 Bereits vor dem Inkrafttreten des BVG stand die Beklagte mit der 
damaligen VERA Gemeinschaftsstiftung, Olten, in Kontakt und thematisier-
te deren Aufspaltung in eine Vorsorge- sowie eine Anlagestiftung bzw. die 
Anforderungen an die paritätische Verwaltung (act. II 11, 1‘276; act. II RU 
12 f.). Frühzeitig prüfte sie die Statutenentwürfe der beiden nachmaligen 
Vera-Stiftungen und brachte Änderungswünsche an (act. II 19, 1‘308; 
act. II RU 26, 29). Auch in der Phase nach der Aufsichtsunterstellung 
sämtlicher vier Stiftungen und der provisorischen Eintragung der beiden 
Sammelstiftungen im Register für die berufliche Vorsorge fanden 
zahlreiche Besprechungen mit der Beklagten statt. Richtigerweise wirft der 
Kläger der Beklagten denn auch nicht vollständige Untätigkeit vor, vielmehr 
macht er sinngemäss geltend, bereits im Jahr 1985 – jedenfalls aber in den 
Folgejahren – hätten alarmierende Anzeichen, vorab für eine unsorgfältige 
Vermögensanlage, bestanden, die zwingend ein Einschreiten der Auf-
sichtsbehörde gefordert hätten (Klagen S. 27 ff. Ziff. IV Ziff. 2.2.2; Klageer-
gänzung S. 9 N. 24, S. 15 f. N. 41, S. 37 f. N. 96).

4.2.3 Im Rahmen der Prüfung der Stiftungsstatuten war der Beklagten 
bekannt, dass das vorobligatorisch bereits durch die VERA-Gemeinschafts-
stiftung, Olten, seit jeher betriebene Konzept durch die neu geschaffenen 
Sammel- und Anlagestiftungen dem Grundsatz nach weitergeführt werden 
sollte (act. II 6, 10, 1‘275; act. II RU 11; act. IC 2). Dass sich dabei einer-
seits die Anlagestrategie durch das Zeichnen von Varia-Anteilscheinen der 
Anlagestiftungen auf Immobilien konzentrieren und andererseits die Mittel-
beschaffung über Policendarlehen, mithin durch Belehnung der Kollektiv-
versicherungsverträge erfolgen sollte, ergab sich aus dem Zweckartikel 
(Art. 2) der Statuten der Sammelstiftungen (act. II 21, 912). Zwar waren es 
nicht zuletzt die Erfahrungen mit den Vera/Pevos-Stiftungen, die – nebst 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 39

weiteren Erkenntnissen aus der Immobilienkrise und auch der späteren 
allgemeinen Rezession – zur Kritik und schliesslich zum Verbot von Poli-
cendarlehen führten bzw. vom Gesetzgeber zum Anlass massiver Ver-
schärfungen der Anlagevorschriften wie auch der Aufsichtsbestimmungen 
genommen wurden und die Beklagte veranlassten, die Aufsichtstätigkeit 
anzupassen (vgl. YVAR MENTHA, in: Handkommentar zum BVG und FZG, 
S. 1196, Art. 71 N. 120; Mitteilungen des BSV über die berufliche Vorsorge 
Nr. 46 vom 20. August 1999 [act. II 1‘960; act. II RU 179]; CARL HELBLING, 
Personalvorsorge und BVG, 8. Aufl., Bern 2006, S. 626; Die Pleite ist 
schlimmer als ursprünglich angenommen, in: SPV 1996 S. 135 ff.; HANS-
ULRICH STAUFFER, Policendarlehen mit Fragezeichen, in: SPV 1997 
S. 627 f.; MARTIN HUBATKA, Policendarlehen waren die Ursache der 
«verheerenden» Pleite, in: SPV 1999 S. 715 f.). Die Risikoneigung des hier 
gewählten Geschäftsmodells war jedoch durchaus bekannt und wurde vom 
Gesetzgeber bewusst in Kauf genommen (vgl. BGer 9C_92/2007 
E. 3.5.3 f.). Die Verpfändung und Belastung von Ansprüchen einer Vorsor-
geeinrichtung aus Kollektivlebensversicherungsvertrag war selbst unter den 
verschärften Bestimmungen der VoVpf – entgegen der Ansicht des Klägers 
(Klagen S. 21 f. Ziff. III Ziff. 11) – nicht per se unzulässig (vgl. BGer 
9C_92/2007 E. 3.4.3 f.; vgl. auch den Bericht von Dr. iur. C.________ 
[act. IC 9/40 ff.]). Dasselbe gilt ebenso für die anderweitige kreditfinanzierte 
Vermögensanlage und eine damit mögliche Hebelwirkung (sog. Leverage-
Effekt; vgl. BGE 137 V 446 E. 6.2.6 S. 452 f.; vgl. auch die Aussagen von 
Dr. rer. pol. D.________ [act. II 1‘845/3, 2‘136]). Waren die Policendarlehen 
gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung nicht unzulässig, so hatte die 
Beklagte insoweit keine rechtliche Handhabe, Anordnungen gegen den 
Willen der Stiftungen durchzusetzen, zumal ihr lediglich eine Rechtskontrol-
le zukommt (vgl. BGer 9C_92/2007 E. 3.4.4 in fine und E. 3.5.7). 

Soweit sich die Rügen des Klägers im Übrigen auf die durch die Sammel- 
bzw. Anlagestiftungen gewählte Anlagestrategie beziehen (Klageergän-
zung S. 29 ff. N. 78 ff.), beschlagen sie die vom Anwendungsbereich der 
Kontrolle und Aufsicht nicht erfasste Zweckmässigkeit der Geschäfts-
führung und sind von vornherein unbeachtlich (vgl. BGE 137 V 446 E. 6.2.3 
S. 450). Nicht gefolgt werden kann der Argumentation des Klägers zudem, 
soweit er sinngemäss bereits aus dem Umstand des Inkrafttretens der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 40

VoVpf per 1. Januar 1988 (AS 1988 382) auf ein unmittelbares und hinrei-
chendes Wissen der Beklagten über einen rechtswidrigen Zustand bei den 
fraglichen Stiftungen schliesst (Klageergänzung S. 11 f. N. 32), zumal letzt-
lich selbst den Beteiligten Liquidatoren (in umfassender Kenntnis des Zu-
sammenbruchs des Vera/Pevos-Systems) noch im November 1996 nicht 
abschliessend klar war, wie die Anlagen und Handlungen der Stiftungen 
rechtlich zu beurteilen sind, weshalb Rechtsgutachten (zur Natur der An-
teilscheine bzw. zur Frage wie weit eine Anlagestiftung kreditfinanziert in-
vestieren durfte) in Auftrag gegeben wurden (act. II 279, 1‘023).

Somit lässt sich festhalten, dass allein im Umstand, dass die Beklagte ge-
gen die anlagestrategische Ausrichtung der Vera/Pevos-Stiftungen sowie 
deren Mittelbeschaffung durch Policendarlehen nach der Aufsichtsüber-
nahme zunächst nicht einschritt, noch kein widerrechtliches Unterlassen zu 
erblicken ist.

4.2.4 Was das Diversifikationsgebot von Art. 71 Abs. 1 BVG i.V.m. 
aArt. 50 Abs. 3 BVV 2 bzw. die damit zusammenhängende Anlagebegren-
zung für Liegenschaften im Sinne von aArt. 54 lit. c BVV 2 anbelangt, ist zu 
berücksichtigen, dass die Vera/Pevos-Sammelstiftungen die 
Liegenschaften nicht direkt hielten, sondern Varia-Anteilscheine der beiden 
Anlagestiftungen zeichneten und hiermit eine indirekte Anlage im Sinne von 
aArt. 56 BVV 2 tätigten. Weil die Legaldefinition des «Vermögens» nach 
aArt. 49 BVV 2 Rückkaufswerte aus Kollektivversicherungsverträgen 
zunächst noch explizit ausklammerte, war die seitens der Stiftungen initial 
vertretene Auffassung, wonach die Grenze von 50 % dadurch eingehalten 
werde, dass lediglich die Hälfte des Deckungskapitals der 
Kollektivversicherungsverträge belehnt werde (act. II 1‘453; act. II RU 91), 
unzutreffend. Diese Problematik wurde von der Beklagten denn auch er-
kannt und sie hat entsprechende Massnahmen ergriffen. Gegenüber den 
Anlagestiftungen wurde mit Schreiben vom 8. August 1988 bzw. 10. 
Oktober 1990 (act. II 1‘372 f., 1‘439; act. II RU 86) auf eine Anpassung der 
Verwaltungsreglemente hingewirkt und gegenüber den Sammelstiftungen 
wurden im Rahmen der Prüfung der Jahresrechnungen 1987 und 1988 
entsprechende Vorbehalte angebracht (act. II 1‘440-1‘448; act. II RU 88). 
Zu Recht weist die Beklagte in diesem Zusammenhang auf die Bestim-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 41

mung von Art. 8 aBVV 1 hin (Klageantwort S. 16 N. 94 f.), die eine Anpas-
sung der reglementarischen Bestimmungen, der Organisation, der Finan-
zierung und der Verwaltung an die gesetzlichen Vorschriften bis 31. De-
zember 1989 erlaubte und zusätzlich die Möglichkeit vorsah, dass die Auf-
sichtsbehörde eine angemessene Nachfrist gewährt (Art. 8 Abs. 2 f. 
aBVV 1). Vor diesem Hintergrund musste erst im Rahmen der definitiven 
Registrierung der Nachweis erbracht werden, dass die diesbezüglichen 
Anforderungen vollumfänglich erfüllt sind. Das Institut der provisorischen 
Registrierung (ursprünglich «Anerkennung») wurde im Wissen und der 
Voraussicht geschaffen, dass das Verfahren naturgemäss einige Zeit dau-
ern wird und es vorkommen kann, dass sich die Anpassung einer beste-
henden Vorsorgeeinrichtung an die gesetzlichen Bestimmungen verzögert 
(vgl. BBl 1976 I 256, 277); mithin wurde systembedingt in Kauf genommen, 
dass während der provisorischen Registrierung – allenfalls auch über die 
Fristen von Art. 8 aBVV 1 hinaus – ein nicht rechtskonformer Zustand be-
stand. Die Vera-Sammelstiftung wurde am 8. August 1990 – unter Vorbe-
halt – erst definitiv registriert (act. II 1‘432; act. II RU 84), nachdem die Ve-
ra-Anlagestiftung ihr Verwaltungsreglement am 23. Juni 1989 aufforde-
rungsgemäss angepasst hatte, um auf formeller Ebene einer Umgehung 
der Anlagebegrenzung durch die Sammelstiftung entgegenzuwirken 
(act. II 1‘399), wogegen die Pevos-Sammelstiftung nie definitiv ins Register 
für die berufliche Vorsorge eingetragen wurde. Mit Blick darauf, dass unter 
Herrschaft des BBAV hinsichtlich inländischer Grundstücke kein Verkaufs-
zwang, sondern ein Zuwachsstopp bewirkt werden sollte (vgl. Mitteilungen 
des BSV über die berufliche Vorsorge Nr. 16 vom 28. September 1990), 
wäre im Übrigen eine Anordnung, die faktisch überschrittene Quote von 
aArt. 54 lit. c BVV 2 durch eine sofortige Veräusserung von Liegenschaften 
bzw. Varia-Anteilscheinen zu reduzieren, auch vorher kaum verhältnismäs-
sig und kurzfristig realisierbar gewesen. Eine Vermögensanlage, die dem 
Anlagekatalog widersprach, war im Übrigen nicht per se rechtswidrig, die 
Vorsorgeeinrichtung durfte gemäss aArt. 59 BVV 2 im Einzelfall davon ab-
weichen, wenn es die besonderen Verhältnisse rechtfertigten und die Erfül-
lung des Vorsorgezwecks nicht gefährdet war (vgl. EISENRING, a.a.O., 
S. 56). Zwar erwies sich die noch im Februar 1991 seitens der Stiftungen 
vertretene und von der Beklagten wenig kritisch übernommene Ansicht, 
dass trotz des hohen Immobilienanteils keine übermässigen Gefahren für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 42

die Ansprüche der Versicherten bestünden (act. II 1‘451), im Nachhinein 
als Fehleinschätzung. Die weitere Entwicklung der Immobilienpreise bzw. 
der Beginn einer veritablen Immobilienkrise und schweren Rezession (vgl. 
Die Volkswirtschaft 2011, Heft 5 S. 54 ff.; Die Volkswirtschaft 2012, Heft 6, 
S. 55 ff.; FRITZ PFIFFNER, 40 Milliarden einfach «verbrannt», Die Immobili-
enkrise Anfang der 1990er Jahre forderte grosse Opfer von Banken und 
vielen Firmen, in: NZZ vom 27. November 2011; act. II AB 38) war jedoch 
nicht ohne weiteres absehbar. Hinzu kommt, dass damals eine Lösung der 
Situation in der Revision von Art. 49 BVV 2 gesehen wurde (act. II 1‘451, 
1‘453), die schliesslich am 28. Oktober 1992 erfolgte (AS 1992 2234); ab 
dem Inkrafttreten dieser Revision per 1. Januar 1993 war es erlaubt, auch 
Rückkaufswerte aus Kollektivversicherungsverträgen zum Vermögen hin-
zuzurechnen (vgl. EISENRING, a.a.O., S. 155 f.), wodurch die Einhaltung der 
diesbezüglichen Anlagebegrenzung zumindest bei den Sammelstiftungen 
möglich wurde.

Auch im Zusammenhang mit den gesetzlichen Anlagevorschriften (Diversi-
fikationsgebot, Anlagebegrenzung für Liegenschaften) lässt sich demnach 
kein widerrechtliches Aufsichtsverhalten der Beklagten begründen.

4.2.5 Die paritätische Verwaltung, für deren Einführung eine Übergangs-
frist bis 31. Dezember 1986 galt (Art. 8 Abs. 1 aBVV 1), war bei den beiden 
Sammelstiftungen statutarisch nur beim Kassenvorstand vorgesehen 
(Art. 10 der Stiftungsstatuten [act. II 21, 912] bzw. Art. 1 der 
Organisationsreglemente [act. II 16, 908]) und damit ex post betrachtet 
ungenügend verwirklicht (Klageergänzung S. 10 f. N. 30). In der damaligen 
Situation war dies aber keineswegs klar. Im Übrigen gab es bereits 1988 
Bestrebungen, die Bestimmungen über die paritätische Verwaltung im 
Rahmen einer BVG-Revision zu präzisieren, damit diese besser funktioniert 
(vgl. Mitteilungen des BSV über die berufliche Vorsorge Nr. 9 vom 5. Mai 
1988, Ziff. 17). Vorgeschrieben war und ist, dass die Arbeitnehmer und 
Arbeitgeber das Recht haben, in die Organe der Vorsorgeeinrichtung, die 
über den Erlass der reglementarischen Bestimmungen, die Finanzierung 
und die Vermögensverwaltung entscheiden, die gleiche Zahl von Vertretern 
zu entsenden (Art. 51 Abs. 1 BVG). Die Versicherten haben ihre Vertreter 
dabei unmittelbar oder durch Delegierte zu wählen. Ist dies wegen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 43

Struktur der Vorsorgeeinrichtung nicht möglich, kann die Aufsichtsbehörde 
andere Formen der Vertretung zulassen (Art. 51 Abs. 3 BVG).

Jede Vorsorgeeinrichtung bedarf mindestens eines Organs, um ihre lau-
fenden Geschäfte bzw. Angelegenheiten zu besorgen. Bei der Stiftung, die 
sich in der Praxis als die hauptsächliche Rechtsform der Vorsorgeeinrich-
tung privaten Rechts durchgesetzt hat, heisst dieses Verwaltungsorgan in 
der Regel Stiftungsrat. Weil im Stiftungsrecht eine ausdrückliche Bezeich-
nung für dieses Organ fehlt, werden in der Praxis aber verschiedene Be-
nennungen verwendet (vgl. EISENRING, a.a.O., S. 25 f., Fn. 150). Die bei-
den Sammelstiftungen sahen als Organe einen Stiftungsausschuss, eine 
Stiftungsversammlung, einen Stiftungsrat, Kassenvorstände und die Kon-
trollstelle vor, wobei der Kassenvorstand zum Erlass der Reglemente über 
die Durchführung des Stiftungszwecks, insbesondere über Art und Umfang 
der Vorsorgeleistungen seines Vorsorgewerks, der Finanzierung und der 
Vermögensverwaltung zuständig war (Art. 4 und 6 der Stiftungsstatuten 
[act. II 21, 912]).

Die Beklagte forderte die beaufsichtigten Vorsorgeeinrichtungen am 
10. Juni 1987 – und damit zeitnah – auf, den Nachweis der seit 1. Januar 
1987 eingeführten paritätischen Verwaltung zu erbringen (act. II 1‘351), 
worauf sie die Mitteilung erhielt, dass jedes einzelne angeschlossene 
Unternehmen einen Kassenvorstand bestimmt habe, der sich paritätisch 
zusammensetze (act. II 1‘352). Nachdem Dritte diesbezügliche Fragen 
aufgeworfen hatten (act. II 1‘455-1‘457), zeigte die Beklagte gestützt auf 
eine eingehende Prüfung am 25. Mai 1992 auf, mit welchen Massnahmen 
eine zusätzliche paritätische Zusammensetzung der Stiftungsversammlun-
gen zu erreichen sei (act. II 75 f., 943, 1‘473; act. II RU 97), wogegen beide 
Sammelstiftungen die Auffassung vertraten, dass sie sich den gesetzlichen 
Anforderungen genügend organisiert hätten. Sie argumentierten, dass die 
gewählte Organisationsstruktur in ihrem Ermessen stehe und mit Art. 51 
BVG vereinbar sei; der Vorschlag der Beklagten sei ausserordentlich kom-
pliziert und verwische zudem die klare Trennung zwischen Stiftungsrat, 
Stiftungsversammlung, Kassenvorstand und Stiftungsausschuss (act. II 78, 
945, 1‘481; act. II RU 101). Im Umstand, dass die Beklagte in dieser Frage 
erst nach Ablauf der Frist von Art. 8 Abs. 1 aBVV 1 intervenierte, ist keine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Sept. 2015, BV/13/307, Seite 44

mangelhafte Aufsichtstätigkeit zu erblicken, zumal die definitive Registrie-
rung der Vera-Sammelstiftung unter explizitem Vorbehalt erfolgte (act. II 
1‘432) und sich das Problem erst bei der eingehenden Prüfung der Unter-
lagen im Hinblick auf die definitive Registrierung der Pevos-Sammelstiftung 
deutlich offenbarte (act. II 75 f., 943, 1‘473; act. II RU 97). Selbst wenn in 
diesem Zusammenhang von einer Verletzung der Aufsichtspflicht im Sinne 
eines verspäteten Eingreifens auszugehen wäre (Klageergänzung S. 10 
N. 30), fehlte es jedenfalls an einem Kausalzusammenhang (vgl. E. 4.3 
hienach) zwischen der ungenügenden paritätischen Organisationsstruktur 
und dem eingetretenen Schaden, zumal die strategische Ausrichtung der 
Sammelstiftungen von den paritätisch zusammengesetzten Kassenvor-
ständen durchaus mitgetragen wurde.

4.2.6 Der Kläger wirft der Beklagten vor, die periodischen Geschäfts- 
bzw. Kontrollstellenberichte sowie die Jahresrechnungen jeweils verspätet 
und unzureichend geprüft zu haben (Klageergänzung S. 19 ff. N. 48 ff., 
S. 37 ff. N. 96 ff.; Replik S. 11 f. N. 29 ff.).

Eine Haftbarmachung der Aufsichtsbehörde ist ausgeschlossen, wenn die 
schädigenden Missstände in der Vorsorgeeinrichtung bei der letzten Rech-
nungsabnahme noch nicht erkennbar waren; die Aufsichtsbehörde hat nur 
eine periodische, nicht aber eine ununterbrochene Kontrolle auszuüben 
(