# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2de4b663-a5d2-59fe-b288-3e701110da29
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.06.2023 E-2057/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2057-2023_2023-06-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2057/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J u n i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richterin Esther Marti (Vorsitz), 

Richterin Muriel Beck Kadima, Richter Grégory Sauder, 

Gerichtsschreiberin Carolina Bottini. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

und ihr Kind B._______, geboren am (…), 

beide Indonesien, 

beide vertreten durch Dr. iur. Marcel Buttliger, Rechtsanwalt, 

(…), 

Gesuchstellerinnen 1 und 2,  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylverfahren (Revision); 

Urteil des BVGer vom 15. März 2023 / E-5412/2020. 

 

 

 

E-2057/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verfügung vom 29. September 2020 stellte das SEM fest, die Gesuch-

stellerinnen erfüllten die Flüchtlingseigenschaft nicht, lehnte ihre Asylgesu-

che ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug 

an. 

B.  

Die dagegen im Wegweisungsvollzugspunkt erhobene Beschwerde wies 

das Bundesverwaltungsgericht (BVGer) mit Urteil E-5412/2020 vom 

15. März 2023 ab. 

C.  

Mit Revisionsgesuch vom 17. April 2023 beantragen die Gesuchstellerin-

nen, es sei das Urteil vom 15. März 2023 im Verfahren E-5412/2020 in Re-

vision zu ziehen und die Wegweisungsverfügung des SEM vom 29. Sep-

tember 2020 aufzuheben. In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um die 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung, um unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch den rubrizierten Rechtsanwalt sowie um Ak-

tenbeizung der SEM-Akten N (…) sowie jener des bundesverwaltungsge-

richtlichen Verfahrens E-5412/2020. 

D.  

Gleichentags setzte die zuständige Instruktionsrichterin des BVGer den 

Vollzug der Wegweisung superprovisorisch aus und wurden die vorinstanz-

lichen Akten sowie jene des Beschwerdeverfahrens E-5412/2020 beigezo-

gen. 

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 4. Mai 2023 wies die Instruktionsrichterin die 

Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche Rechtsver-

beiständung ab, erhob einen Kostenvorschuss und verfügte die Aufhebung 

des Vollzugsstopps. 

F.  

Mit Eingabe vom 10. Mai 2023 reichten die Gesuchstellerinnen ein Beweis-

mittel zu den Akten. 

G.  

Am 15. Mai 2023 ging der Kostenvorschuss fristgerecht ein. 

E-2057/2023 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das BVGer entscheidet gemäss Art. 105 AsylG (SR 142.31) auf dem 

Gebiet des Asyls in der Regel endgültig über Beschwerden gegen Verfü-

gungen des SEM (vgl. zur Ausnahme Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Es ist aus-

serdem zuständig für die Revision von Urteilen, die es in seiner Funktion 

als Beschwerdeinstanz gefällt hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1). 

1.2 Das BVGer entscheidet in der Besetzung mit drei Richtern oder Rich-

terinnen (Art. 21 Abs. 1 VGG), sofern das Revisionsgesuch nicht in die Zu-

ständigkeit des Einzelrichters beziehungsweise der Einzelrichterin fällt 

(Art. 23 VGG). 

1.3 Die Gesuchstellerinnen sind durch das Beschwerdeurteil E-5412/2020 

vom 15. März 2023 besonders berührt und haben ein schutzwürdiges In-

teresse an dessen Aufhebung oder Änderung. Sie sind daher zur Einrei-

chung des Revisionsgesuchs legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG analog; 

vgl. ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 3. Aufl. 2022, Rz. 5.70). 

1.4 Gemäss Art. 45 VGG gelten für die Revision von Urteilen des BVGer 

die Art. 121–128 des BGG sinngemäss. Nach Art. 47 VGG findet auf Inhalt, 

Form und Ergänzung des Revisionsgesuches Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwen-

dung. 

1.5 An Revisionsgesuche werden hinsichtlich Begründung gemäss Art. 47 

VGG i.V.m. Art. 67 Abs. 3 VwVG erhöhte Anforderungen gestellt. So ist der 

angerufene Revisionsgrund anzugeben und die Rechtzeitigkeit des Revi-

sionsbegehrens im Sinne von Art. 124 BGG darzutun (vgl. BVGE 2013/22 

nicht publizierte E. 2.5; MÄCHLER, in: Praxiskommentar VwVG, 2. Auflage 

2016, N. 10 f. zu Art. 67 VwVG). Gleichzeitig sind auch die Begehren für 

den Fall eines neuen Beschwerdeentscheids zu stellen.  

1.6 Die Gesuchstellerinnen machen die Revisionsgründe von Art. 121 

Bst. d (versehentliches Nichtberücksichtigen von in den Akten liegenden 

Tatsachen) und Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG (neue erhebliche Tatsachen 

oder Beweismittel) geltend und zeigen ausserdem die Rechtzeitigkeit des 

Revisionsbegehrens auf. Zwar stellen sie keinen vollständigen reformato-

rischen Antrag für ein allfällig folgendes Beschwerdeverfahren, aus der Be-

gründung, wonach ihnen im Heimatland erhebliche Nachteile drohten und 

der Wegweisungsvollzug unverhältnismässig sei, ergibt sich aber, dass sie 

E-2057/2023 

Seite 4 

diesfalls – nach der Aufhebung der Wegweisungsverfügung (richtig: Anord-

nung des Wegweisungsvollzugs) – die Erteilung der vorläufigen Aufnahme 

durch die Vorinstanz begehren. Auf das frist- und formgerecht eingereichte 

Revisionsgesuch ist deshalb unter Vorbehalt von E. 2.2.3 einzutreten. 

2.  

2.1  

2.1.1 Beim Revisionsgrund von Art. 121 Bst. d BGG ist ein Versehen dann 

anzunehmen, wenn ein Aktenstück oder eine Aktenstelle übergangen be-

ziehungsweise nicht zur Kenntnis genommen oder deren Sinn nicht korrekt 

erfasst worden ist. Das Versehen muss sich auf den Inhalt der nicht be-

rücksichtigten Tatsache beziehen, auf die Wahrnehmung des Gerichts, und 

nicht auf die Sachverhalts- oder Beweiswürdigung. Die ausser Acht gelas-

sene Tatsache muss zudem erheblich sein. Das bedeutet, dass der ange-

fochtene Entscheid anders hätte ausfallen müssen, wenn die Tatsache, de-

ren Ausserachtlassung gerügt wird, berücksichtigt worden wäre 

(vgl. BGE 122 II 18 E. 3 m.w.H.; Urteil des BVGer E-3395/2011 vom 

20. Juli 2011 E. 4.2; ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht, 3. Aufl. 2022, Rz. 5.54; ELISABETH ESCHER, in: Basler 

Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], 

3. Aufl. 2018, Art. 121 BGG N 9; NIKLAUS OBERHOLZER, in: Bundesgerichts-

gesetz, Handkommentar, 2. Aufl. 2015, Art. 121 BGG N. 21-26). 

2.1.2 Die Gesuchstellerinnen rügen, das BVGer habe das mit ihrer Ein-

gabe vom 10. Januar 2023 eingereichte Schreiben von Frau C._______, 

nicht richtig wahrgenommen, wenn es in seinem Urteil festhalte, die Ge-

suchstellerin 1 übe ihren christlichen Glauben nicht öffentlich aus. Gleiches 

gelte für die Beschwerdebeilage zwei, einem Human Rights Watch-Bericht. 

Durch ihre Abwendung vom Islam drohten ihnen in Indonesien erhebliche 

Nachteile. Deswegen sei die Gesuchstellerin 1 von ihren Nachbarn behel-

ligt worden und habe sich bereits vor ihrer Ausreise aus Indonesien ihre 

Familie von ihr abgewandt. Letzteres sei im Beschwerdeverfahren bereits 

geltend gemacht worden und ergebe sich auch aus dem Streichen des Na-

mens der Gesuchstellerin 1 aus dem Familienregister beziehungsweise 

der Familienkarte, die mit Schreiben vom 15. Juli 2019 eingereicht worden 

sei. Die Gesuchstellerin 1 habe zwischenzeitlich in der D._______ ihre 

neue Familie gefunden, was sich aus dem Schreiben von E._______ er-

gebe. 

2.1.3 Entgegen ihren Ausführungen hat das BVGer das Schreiben von 

Frau C._______ vom 6. Januar 2023 berücksichtigt (vgl. E-5412/2020 

E-2057/2023 

Seite 5 

Bst. G). Dass es auch den Inhalt des Aktenstücks zur Kenntnis genommen 

hat, ergibt sich bereits aus der Feststellung, wonach unter anderem der mit 

der ergänzenden Rechtsschrift eingereichte Brief nichts an der gerichtli-

chen Einschätzung ändere, dass die Glaubensausübung – sofern sie denn 

überhaupt stattfinde – nicht öffentlich gelebt werde und auch keine verfol-

gungsrelevante Intensität aufweise (vgl. ebd. E. 6.2.2.3). Implizit wird dem 

Schreiben damit sein Beweiswert abgesprochen beziehungsweise dieses 

als beweisuntauglich erachtet. Dabei verkennen die Gesuchstellerinnen, 

dass sich ihre Kritik gegen die Beweiswürdigung richtet. Dies gilt ebenso 

für die (berücksichtigte) Familienkarte der Gesuchstellerin 1 

(ebd. Bst. A.b.) und dem Vorbringen, wegen ihres Glaubens von der Fami-

lie verstossen worden zu sein (ebd. 5.5). Inwiefern der mit der Beschwerde 

eingereichte Bericht von Human Rights Watch «LIVING IN HELL – Abuses 

against People with Psychosocial Disabilities in Indonesia» im Zusammen-

hang mit einer Glaubensbetätigung der Gesuchstellerin 1 stehen soll, ist 

nicht ersichtlich. Lediglich ergänzend ist anzufügen, dass das BVGer auch 

diesen in seinem Urteil berücksichtigt hat (ebd. 6.3.4). Schliesslich er-

schöpfen sich die weiteren Ausführungen in der Schilderung eines vom Ur-

teil E-5412/2020 abweichenden Sachverhalts, womit das Übersehen einer 

Aktenstelle nicht einmal hinreichend substantiiert begründet wird. Ab-

schliessend ist festzuhalten, dass sich allein schon aus dem Umstand, 

dass das Schreiben von E._______ vom 31. März 2023 datiert, ergibt, dass 

das BVGer dieses nicht übersehen konnte, existierte es doch zum Urteils-

zeitpunkt noch gar nicht. 

 

2.2  

2.2.1 Gemäss Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG kann in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten die Revision eines Urteils verlangt werden, wenn die ersu-

chende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entschei-

dende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibrin-

gen konnte (sog. unechte Nova), unter Ausschluss der Tatsachen und Be-

weismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (sog. echte Nova). 

Auf Revisionsgesuche, die auf echten Nova gründen ist, unabhängig von 

der Frage der Erheblichkeit der neuen Tatsachen oder Beweismittel, weder 

einzutreten noch sind sie von Amtes wegen der Vorinstanz zur wiederer-

wägungsweisen Prüfung zu überweisen (vgl. BVGE 2013/22 E. 13).  

Der Revision nicht zugänglich sind auch diejenigen Tatsachen und Beweis-

mittel im Sinne von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG, die von der ersuchenden 

Partei bei genügender Sorgfalt bereits in das frühere Verfahren hätten ein-

gebracht werden können (Art. 46 VGG; vgl. NIKLAUS OBERHOLZER, in: 

E-2057/2023 

Seite 6 

Bundesgerichtsgesetz, Handkommentar, 2. Aufl. 2015, Art. 123 BGG N. 9). 

Die entschuldbaren Gründe für das verspätete Vorbringen müssen objek-

tiver Natur sein; ein Verschulden schliesst die Geltendmachung des Revi-

sionsgrundes demnach aus. Entschuldbar heisst, dass es für den Gesuch-

steller bei aller Umsicht unmöglich gewesen sein muss, die Tatsache oder 

das Beweismittel rechtzeitig beizubringen (vgl. DOMINIK VOCK in: Bundes-

gerichtsgesetz, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 123 BGG N. 4 

S. 640). 

2.2.2 Unter Berufung auf diesen Revisionsgrund bringen die Gesuchstelle-

rinnen vor, entgegen den Ausführungen im Urteil E-5412/2020 sei die Ge-

suchstellerin 2 in der Schweiz integriert, was sich aus der Tatsache ergebe, 

dass sie gemäss Schreiben der F._______ vom 15. März 2023 im Sommer 

2023 eingeschult werde. Ferner leide sie gemäss logopädischen Berichtes 

von G._______ vom 8. März 2021 an einer schweren diffusen (…) mit 

Schwerpunkt der Kommunikation. Über diesen verfügten die Gesuchstel-

lerinnen erst seit kurzem, nachdem er als Kopie nur an die Lehrpersonen 

im Kindergarten sowie die Schulleitung und SPD versandt worden sei. 

Würde die Gesuchstellerin 2 erneut auf eine fremde Sprache treffen, sei es 

durchaus möglich, dass dabei eine grössere Störung entstehe und sie sich 

komplett zurückziehe. Gemäss den Berichten von G._______ und 

H._______, Fachpsychologin, I._______, vom 11. April 2023 sowie von 

J._______, Heilpädagogische Früherziehung, vom 17. April 2023 ent-

wickle sie sich in ihrem hiesigen Umfeld sehr gut. 

2.2.3 Zunächst ist festzuhalten, dass es sich bei den Berichten vom 

11.  und 17. April 2023 – ungeachtet dessen, ob sie eine vorbestehende 

Tatsache belegen sollen oder nicht – um nach Abschluss des ordentlichen 

Verfahrens vor dem BVGer entstandene Beweismittel handelt. Soweit das 

Revisionsgesuch damit begründet wird, ist darauf nicht einzutreten. Ferner 

wird sich die Einschulung der Tochter im Sommer 2023 zutragen, womit es 

der Tatsache, die mit dem Schreiben vom 15. März 2023 belegt wird, an 

der Voraussetzung mangelt, dass sie sich vor Abschluss des Beschwerde-

verfahrens verwirklicht haben muss. Eine falsche Sachverhaltsgrundlage 

des angefochtenen Urteils liegt deswegen nicht vor. Ebensowenig einzu-

treten ist auf das Revisionsgesuch, als geltend gemacht wird, die Gesuch-

stellerin 2 leide an einer (…). Zwar handelt es sich hierbei um eine vorbe-

stehende Tatsache, die mit einem vorbestehenden Beweismittel belegt 

wird. Bei genügender Sorgfalt hätte der Bericht jedoch bereits in das Be-

schwerdeverfahren eingebracht werden können. Zum einen, da er von vor 

rund zwei Jahren vor dem Urteilszeitpunkt datiert. Zum anderen, weil sich 

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Seite 7 

daraus ergibt, dass die Gesuchstellerin 1 selbst den Wunsch nach einer 

Logopädie für ihre Tochter im August 2020 formuliert habe und wöchentlich 

Therapiesitzungen stattfinden würden. Selbst wenn die Gesuchstellerin 1 

den logopädischen Bericht über ihre Tochter nicht erhalten haben sollte, 

was bereits deshalb zweifelhaft erscheint, weil sie ihre gesetzliche Vertre-

terin ist, wäre es ihr zuzumuten gewesen, den Grund für die logopädischen 

Sitzungen zu erfragen und schriftlich einzuholen. Das verspätete Einbrin-

gen des logopädischen Berichts vom 8. März 2021 ist somit nicht ent-

schuldbar. Auch vermag die darin diagnostizierte (…) offensichtlich nicht 

die Unzulässigkeit eines Wegweisungsvollzugs zu begründen, weshalb 

eine Prüfung ungeachtet der Verspätung auch nicht angezeigt ist (vgl. Ent-

scheidungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 1995 Nr. 9 

E. 7g). 

3.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keine revisionsrechtlich relevan-

ten Gründe dargetan sind. Das Gesuch vom 17. April 2023 um Revision 

des Urteils des BVGer E-5412/2020 vom 15. März 2023 ist demzufolge ab-

zuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

4.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Gesuchstellerin-

nen aufzuerlegen (Art. 37 VGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf 

Fr. 1'500.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]) und durch den am 15. Mai 2023 geleisteten Kos-

tenvorschuss in gleicher Höhe gedeckt. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden den Gesuchstellerinnen auf-

erlegt. Sie sind durch den am 15. Mai 2023 geleisteten Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Gesuchstellerinnen, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Esther Marti Carolina Bottini 

 

 

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