# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 73a9e2e5-add8-5e22-9989-622c61c963e4
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-10-26
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 26.10.2022 BE.2021.12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BE-2021-12_2022-10-26.pdf

## Full Text

Beschluss vom 26. Oktober 2022 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 
Roy Garré, Vorsitz, 
Daniel Kipfer Fasciati und Patrick Robert-Nicoud, 
Gerichtsschreiber Stephan Ebneter 

   
 
Parteien 

  
EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION, 
 

Gesuchstellerin 
 

 gegen 
   

A., vertreten durch 
Rechtsanwalt Thomas Häusermann, 
 

Gesuchsgegner 
 
 
 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2021.12 
 
 
 
 

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Sachverhalt: 
 

A. Am 21. November 2019 führte die Kantonspolizei Zürich in Räumlichkeiten 
in Z., eine Gastgewerbekontrolle durch. Dabei wurden mehrere Personen 
beim Pokerspielen angetroffen. Die Kantonspolizei Zürich rapportierte am 
29. Januar 2020 an die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfol-
gend «ESBK») wegen Verdachts der Widerhandlungen gegen das Bundes-
gesetz vom 29. September 2017 über Geldspiele (Geldspielgesetz, BGS; 
SR 935.51), Art. 130 Abs. 1 BGS (act. 1.5). 
 
 

B. Mit Nachtrag vom 14. März 2020 ergänzte die Kantonspolizei Zürich den 
Rapport vom 29. Januar 2020 (act. 1.6). Am 11. Mai 2021 ersuchte die Kan-
tonspolizei Zürich die ESBK um Ausstellung eines Hausdurchsuchungsbe-
fehls für die Räumlichkeiten in Z. (act. 1.7). 
 
 

C. Am 18. Juni 2021 erliess die ESBK einen Hausdurchsuchungs- und Durch-
suchungsbefehl im Verwaltungsstrafverfahren Nr. 62-2020-053 gegen A. 
wegen Verdachts der Widerhandlungen gegen das BGS für die Räumlich-
keiten in Z. (act. 1.8). 
 
 

D. Anlässlich der Hausdurchsuchung am 26. Juni 2021 wurden von A. zwei 
Mobiltelefone (U53722 und U53723) sowie ein Laptop (U53724) sicherge-
stellt. A. wünschte die Siegelung sämtlicher siegelungsfähiger Datenträger 
und hielt am Siegelungsbegehren anlässlich seiner Einvernahme gleichen-
tags fest (act. 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.9). 
 
 

E. Mit Gesuch vom 3. August 2021 gelangt die ESKB an die Beschwerdekam-
mer des Bundesstrafgerichts und beantragt, sie sei zu ermächtigen, die si-
chergestellten Gegenstände U53722, U53723 und U53724 zu entsiegeln 
und zu durchsuchen. Die Verfahrenskosten seien A. aufzuerlegen (act. 1). 
 
 

F. Mit Gesuchsantwort vom 6. September 2021 lässt A. die Abweisung der An-
träge der ESBK unter Auflage der Kosten des Verfahrens an die ESBK be-
antragen (act. 5). 
 

  

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G. Mit Gesuchsreplik vom 20. September 2021 hält die ESBK an ihrem Gesuch 
fest (act. 7). Diese wurde A. mit Schreiben vom 27. September 2022 zur 
Kenntnis gebracht (act. 8). Mit Gesuchsduplik vom 30. September 2022 lässt 
A. an seinen Anträgen festhalten (act. 9). Die Gesuchsduplik wurde der 
ESBK mit Schreiben vom 30. September 2022 zur Kenntnis gebracht 
(act. 10). 
 
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 
erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-
men. 
 
 
 
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1.  
1.1 Am 1. Januar 2019 ist das Geldspielgesetz in Kraft getreten. Nach Art. 134 

Abs. 1 BGS ist bei Widerhandlungen im Zusammenhang mit Spielbanken-
spielen das Bundesgesetz vom 22. März 1974 über das Verwaltungsstraf-
recht (VStrR; SR 313.0) anwendbar. Verfolgende Behörde im Sinne von 
Art. 20 Abs. 1 VStrR ist wie schon unter altem Recht das Sekretariat der 
ESBK (Art. 134 Abs. 2, Art. 104 Abs. 5 BGS). Das Sekretariat vertritt die 
ESBK vor eidgenössischen und kantonalen Gerichten (Art. 104 Abs. 5 BGS). 
 

1.2 Die Bestimmungen der Eidgenössischen Strafprozessordnung (StPO; 
SR 312.0) sind insoweit ergänzend oder sinngemäss anwendbar, als das 
VStrR dies ausdrücklich festlegt (vgl. Art. 22, Art. 30 Abs. 2–3, Art. 31 Abs. 2, 
Art. 41 Abs. 2, Art. 43 Abs. 2, Art. 58 Abs. 3, Art. 60 Abs. 2, Art. 80 Abs. 1, 
Art. 82, Art. 89 und Art. 97 Abs. 1 VStrR). Soweit das VStrR einzelne Fragen 
nicht abschliessend regelt, sind die Bestimmungen der StPO grundsätzlich 
analog anwendbar (BGE 139 IV 246 E. 1.2 S. 248, E. 3.2 S. 249; Urteile des 
Bundesgerichts 1B_210/2017 vom 23. Oktober 2017 E. 1.1; 1B_91/2016 
vom 4. August 2016 E. 4.1; zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 
1B_433/2017 vom 21. März 2018 E. 1.1). Die allgemeinen strafprozessualen 
und verfassungsrechtlichen Grundsätze sind jedenfalls auch im Verwal-
tungsstrafverfahren zu berücksichtigen (BGE 139 IV 246 E. 1.2 und E. 3.2; 
TPF 2018 162 E. 3; TPF 2017 107 E. 1.2 und E. 1.3; TPF 2016 55 E. 2.3). 

 
2. Die Eintretensvoraussetzungen sind vorliegend erfüllt und geben zu keinen 

Bemerkungen Anlass (vgl. dazu zuletzt u.a. Beschluss des Bundesstrafge-
richts BE.2022.9 vom 8. Juni 2022 E. 2). Auf das Gesuch ist einzutreten. 

  

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3. Gemäss konstanter Praxis der Beschwerdekammer entscheidet diese bei 
Entsiegelungsgesuchen in einem ersten Schritt, ob die Durchsuchung im 
Grundsatz zulässig ist und, sofern dies bejaht wird, in einem zweiten Schritt, 
ob die Voraussetzungen für eine Entsiegelung erfüllt sind. Von einer Durch-
suchung von Papieren, bei der es sich um eine strafprozessuale Zwangs-
massnahme handelt, wird gesprochen, wenn Schriftstücke oder Datenträger 
im Hinblick auf ihren Inhalt oder ihre Beschaffenheit durchgelesen bzw. be-
sichtigt werden, um ihre Beweiseignung festzustellen und sie allenfalls mit-
tels später erfolgender Beschlagnahme zu den Akten zu nehmen. Eine der-
artige Durchsuchung ist nur zulässig, wenn ein hinreichender Tatverdacht 
besteht, anzunehmen ist, dass sich unter den sichergestellten Papieren 
Schriften befinden, die für die Untersuchung von Bedeutung sind (Art. 50 
Abs. 1 VStrR) und der Grundsatz der Verhältnismässigkeit respektiert wird. 
Die Durchsuchung von Papieren ist dabei mit grösster Schonung der Privat-
geheimnisse und unter Wahrung der Berufs- und Amtsgeheimnisse durch-
zuführen (Art. 50 Abs. 1 und 2 VStrR; vgl. zum Ganzen TPF 2007 96 E. 2). 
 
 

4.  
4.1 Im Entsiegelungsentscheid ist vorab zu prüfen, ob ein hinreichender Tatver-

dacht für eine die Durchsuchung rechtfertigende Straftat besteht. Dazu be-
darf es zweier Elemente: Erstens muss ein Sachverhalt ausreichend detail-
liert umschrieben werden, damit er unter einen oder allenfalls auch alternativ 
unter mehrere Tatbestände des Strafrechts überhaupt nachvollziehbar sub-
sumiert werden kann. Zweitens müssen ausreichende Beweismittel oder In-
dizien angegeben und vorgelegt werden, die diesen Sachverhalt stützen. In 
Abgrenzung zum dringenden setzt dabei der hinreichende Tatverdacht ge-
rade nicht voraus, dass Beweise oder Indizien bereits für eine erhebliche 
oder hohe Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung sprechen (vgl. zum Ganzen 
bereits ausführlich den Entscheid des Bundesstrafgerichts BE.2006.7 vom 
20. Februar 2007 E. 3.1 m.w.H.; die dort angeführten Überlegungen in Bezug 
auf das ordentliche Strafverfahren gelten gleichermassen auch für das Ver-
waltungsstrafverfahren, gibt es doch diesbezüglich keinen sachlichen Grund 
für eine unterschiedliche Rechtsanwendung; vgl. u.a. den Beschluss des 
Bundesstrafgerichts BE.2018.7 vom 22. November 2018 E. 4.1). 
 

4.2 Gemäss Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS wird mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe 
oder mit Geldstrafe bestraft, wer vorsätzlich ohne die dafür nötigen Konzes-
sionen oder Bewilligungen Spielbankenspiele durchführt, organisiert oder 
zur Verfügung stellt. Spielbankenspiele sind Geldspiele, die einer eng be-
grenzten Anzahl Personen offenstehen; ausgenommen sind die Sportwet-
ten, die Geschicklichkeitsspiele und die Kleinspiele (Art. 3 lit. g BGS). 

  

- 5 - 

 

 

4.3 Gemäss Rapport der Kantonspolizei Zürich vom 29. Januar 2020 wurden am 
21. November 2019 anlässlich der Gastgewerbekontrolle in den Räumlich-
keiten der B. GmbH in Z., diverse Personen beim Pokerspielen angetroffen 
(act. 1.5). Dem Nachtrag der Kantonspolizei Zürich vom 14. März 2020 liegt 
ein Betriebskonzept der B. GmbH bei. Demnach bezweckt die B. GmbH die 
Vermietung und Bewirtschaftung von Immobilien für Vereine und zur Durch-
führung von verschiedenen Freizeitaktivitäten. Am Standort in Z. stellt die 
B. GmbH namentlich dem Verein C. die Infrastruktur zur Verfügung. Anläss-
lich seiner Einvernahme vom 5. März 2020 durch die Kantonspolizei Zürich 
gab A. an, er sei Geschäftsführer der B. GmbH. Es treffe zu, dass im Lokal 
resp. im Verein C., in dem er Mitglied sei, Poker gespielt werde (act. 1.6). 
Gemäss Bericht der Kantonspolizei Zürich vom 11. Mai 2021 fiel im Zuge 
von Ermittlungen im Spezialgewerbe die Publikation des mutmasslich wieder 
aufgenommenen Betriebs des Vereins C., welcher innerhalb der Bar 
B. GmbH domiziliert sei, auf. Einer polizeilichen Beobachtung vom 21. April 
2021 sowie 23. April 2021 zufolge sei tatsächlich von zumindest nächt-
lichem, regem Betrieb auszugehen (act. 1.7). Dem Bericht zur Hausdurch-
suchung vom 26. Juni 2021 (act. 1.9) lässt sich u.a. entnehmen, dass einige 
der anwesenden Personen hohe Bargeldbeträge mitführten (Gesuchs-
gegner: Fr. 280.--; D.: Fr. 2'620.--; E.: Fr. 4'530.--; F.: Fr. 3'010.--; 
G.: Fr. 4'000.--; H.: Fr. 3'980.--). 
 
Damit liegen ohne Weiteres genügend konkrete Anhaltspunkte für eine Straf-
tat (Art. 130 Abs. 1 lit. a BGS) und eine Beteiligung des Gesuchsgegners an 
dieser Tat vor. Der vom Gesuchsgegner geltend gemachte Umstand, dass 
er einzig und allein für die Gastwirtschaft verantwortlich gewesen sein, ver-
mag den Tatverdacht vorliegend nicht entscheidend zu entkräften. Wie es 
sich im Übrigen mit der vom Gesuchsgegner aufgeworfenen Frage nach der 
Verwertbarkeit der Aussagen der anwesenden Spieler verhält, kann – da 
auch ohne sie ein hinreichender Tatverdacht zu bejahen ist – offengelassen 
werden. 
 

 
5.  
5.1 Weiter ist zu prüfen, ob anzunehmen ist, dass sich unter den zu durchsu-

chenden Papieren Schriften befinden, die für die Untersuchung von Bedeu-
tung sind (Art. 50 Abs. 1 VStrR). Die Untersuchungsbehörden müssen hier-
bei jedoch im Rahmen des Entsiegelungsgesuchs noch nicht darlegen, in-
wiefern ein konkreter Sachzusammenhang zwischen den Ermittlungen und 
einzelnen noch versiegelten Dokumenten besteht. Es genügt, wenn sie auf-
zeigen, inwiefern die versiegelten Unterlagen grundsätzlich verfahrenser-
heblich sind (Urteil des Bundesgerichts 1B_637/2012 vom 8. Mai 2013 

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E. 3.8.1 m.w.H.; TPF 2004 12 E. 2.1). Betroffene Inhaber von Aufzeichnun-
gen und Gegenständen, welche die Versiegelung beantragen bzw. Durch-
suchungshindernisse geltend machen, haben ihrerseits die prozessuale Ob-
liegenheit, jene Gegenstände zu benennen, die ihrer Ansicht nach offen-
sichtlich keinen Sachzusammenhang mit der Strafuntersuchung aufweisen. 
Dies gilt besonders, wenn sie die Versiegelung von sehr umfangreichen bzw. 
komplexen Dokumenten oder Dateien verlangt haben (Urteil des Bundesge-
richts 1B_637/2012 vom 8. Mai 2013 E. 3.8.1 in fine; gleiches gilt in Bezug 
auf die StPO, siehe hierzu BGE 138 IV 225 E. 7.1). 
 

5.2 Angesichts der bisherigen Ermittlungsergebnisse besteht der Verdacht, dass 
der Gesuchsgegner an der Durchführung, Organisation oder Zurverfügung-
stellung von Spielbankenspielen ohne die dafür nötigen Konzessionen oder 
Bewilligungen beteiligt sein könnte. Die in den Mobiltelefonen und dem Lap-
top des Gesuchsgegners befindlichen Informationen (Kontakte, Unterhaltun-
gen etc.) könnten Aufschluss über Einsätze, Gewinne, Anzahl der Spieler, 
Häufigkeit der Spiele, Rolle des Gesuchsgegners und allfällige Mittäter ge-
ben. Der Gesuchsgegner hat sich dazu nicht geäussert. Seiner prozessualen 
Obliegenheit ist er damit eindeutig nicht nachgekommen. Einer Durchsu-
chung der sichergestellten Daten steht vor diesem Hintergrund nichts im 
Weg. 
 

 
6.  
6.1 Bei einer Durchsuchung ist mit der dem Betroffenen und seinem Eigentum 

gebührenden Schonung zu verfahren (Art. 45 Abs. 1 VStrR). Papiere sind 
mit grösster Schonung der Privatgeheimnisse zu durchsuchen (Art. 50 
Abs. 1 VStrR). Zudem sind bei der Durchsuchung das Amtsgeheimnis sowie 
Geheimnisse, die Geistlichen, Rechtsanwälten, Notaren, Ärzten, Apothe-
kern, Hebammen und ihren beruflichen Gehilfen in ihrem Amte oder Beruf 
anvertraut wurden, zu wahren (Art. 50 Abs. 2 VStrR). Diese Bestimmungen 
konkretisieren im Bereich des Verwaltungsstrafrechts den verfassungsrecht-
lichen Verhältnismässigkeitsgrundsatz (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV), 
welcher bei der Durchsuchung von Papieren zu beachten ist. 
 

6.2 Der Inhaber der sichergestellten Unterlagen hat im Entsiegelungsverfahren 
nicht nur die Schriften bzw. Datenträger zu benennen, die seiner Ansicht 
nach der Versiegelung und Geheimhaltung im Sinne von Art. 50 Abs. 3 
VStrR unterliegen, sondern auch die Berufs-, Privat- oder Geschäftsgeheim-
nisse glaubhaft zu machen, die seiner Ansicht nach dem öffentlichen Inte-

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resse an der Aufklärung und Verfolgung von mutmasslichen Straftaten vor-
gehen (Urteil des Bundesgerichts 1B_671/2012 vom 8. Mai 2013 E. 3.6.1 
m.w.H.). 
 

6.3 Der Gesuchsgegner hat die Siegelung verlangt, ohne ein Berufs-, Privat- 
oder Geschäftsgeheimnis geltend zu machen. In der Gesuchsduplik führt er 
aus, dass auf seinen Gegenständen besonders schützenswerte und persön-
liche Daten sowie insbesondere auch zu wahrende Geschäftsgeheimnisse 
sein dürften. Auch in diesem Punkt hat der Gesuchsgegner seiner prozessu-
alen Obliegenheit nicht Genüge getan. Die Durchsuchung der Mobiltelefone 
und des Laptops des Gesuchsgegners ist in Anbetracht der zu untersuchen-
den Straftat verhältnismässig. 
 
 

7. Nach dem Gesagten ist das Entsiegelungsgesuch gutzuheissen und die Ge-
suchstellerin ist zu ermächtigen, die sichergestellten Mobiltelefone (U53722 
und U53723) sowie den Laptop (U53724) des Gesuchsgegners zu entsie-
geln und zu durchsuchen. 
 
 

8. Die Gerichtskosten sind bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Gesuchs-
gegner aufzuerlegen (vgl. Art. 25 Abs. 4 VStrR i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG 
analog; TPF 2011 25 E. 3). Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 1'500.-- festzuset-
zen (vgl. Art. 5 sowie Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts 
vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in 
Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 
 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 
 
1. Das Gesuch um Entsiegelung wird gutgeheissen. 
 
2. Die Gesuchstellerin wird ermächtigt, die sichergestellten Mobiltelefone 

(U53722 und U53723) sowie den Laptop (U53724) des Gesuchsgegners zu 
entsiegeln und zu durchsuchen. 
 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- wird dem Gesuchsgegner auferlegt. 
 
 

Bellinzona, 26. Oktober 2022 
 
Im Namen der Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Eidgenössische Spielbankenkommission 
- Rechtsanwalt Thomas Häusermann 
 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). 
Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu 
dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen 
Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt massgebend, in dem die Quittung 
ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen sind, die auf der Seite der Partei für 
die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Das Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).