# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b4fa1625-cc69-5248-9b17-22ff6e9465ef
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 16.02.2021 R 2018 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2018-78_2021-02-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 18 78

5. Kammer 

Vorsitz Meisser
RichterIn Audétat, Racioppi, Pedretti und von Salis 
Aktuarin Kuster

URTEIL

vom 16. Februar 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Alexander Egli,

Beschwerdeführerin

gegen 

Kanton Graubünden, vertreten durch die Regierung,

wiedervertreten durch das Departement für Volkswirtschaft und

Soziales Graubünden,

Beschwerdegegner

und

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Gemeinde B._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Gion J. Schäfer,

Beschwerdegegnerin

betreffend Ortsplanungsrevision/Rodungsbewilligung

- 3 -

1. Die Stimmberechtigten der Gemeinde B._____ beschlossen am 22. Sep-

tember 2002 eine Ortsplanungsrevision, welche verschiedene Planungs-

mittel umfasste, so auch einen Generellen Erschliessungsplan Strassen- 

und Fusswegplan Baugebiet 1:2'500 (nachfolgend: GEP 2002). Gegen-

stand dieses GEP 2002 bildete u.a. die Festlegung einer öffentlichen Fuss-

wegverbindung zwischen der Via C._____ im F._____ und der Via D._____ 

in B._____ E._____.

2. Im Genehmigungsbeschluss vom 27. Mai 2003 hielt die Regierung mit Be-

zug auf den GEP 2002 fest, dass die geplanten Fuss-, Wander- und Berg-

wanderwege teilweise durch bewaldete Gebiete führten. Die geplanten 

Fuss-, Wander- und Bergwanderwege könnten (mangels Vorliegen eines 

Rodungsgesuchs) nur soweit genehmigt werden, als sie ausserhalb von 

Wald verliefen. Das Genehmigungsverfahren betreffend die übrigen Ab-

schnitte, so auch betreffend den Abschnitt C._____ – D._____, sei demge-

genüber zu sistieren bzw. werde sistiert.

3.1. Im Hinblick auf die Realisierung der öffentlichen Fusswegverbindung zwi-

schen der Via C._____ im F._____ und der Via D._____ in B._____ 

E._____ leitete die Gemeinde im Mai 2015 ein Baubewilligungsverfahren 

ein. Sie gab die Auflage eines Baugesuchs in ihrem amtlichen Publikati-

onsorgan bekannt. Ausserdem gab sie die Auflage eines Baugesuchs für 

Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzonen (BAB-Gesuch) sowie eines 

Rodungsgesuchs im Kantonsamtsblatt bekannt.

Innerhalb der Auflagefrist gingen bei der Gemeinde mehrere Einsprachen 

ein, darunter auch eine Einsprache von A._____ und ihrem inzwischen ver-

storbenen Ehemann. Am 24. September 2015 leitete die Gemeinde die 

Einsprachen samt BAB-Gesuch und Rodungsgesuch an das Amt für Rau-

mentwicklung Graubünden (ARE) weiter. Mit Schreiben vom 12. Novem-

ber 2015 ersuchte die Gemeinde das ARE bzw. den Kanton um Wieder-

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aufnahme des von der Regierung mit Beschluss vom 27. Mai 2003 sistier-

ten Genehmigungsverfahrens betreffend die im GEP 2002 festgelegte öf-

fentliche Fusswegverbindung zwischen der Via C._____ und der Via 

D._____. 

3.2. Am 12. Januar 2016 beschloss die Gemeinde, im Hinblick auf die Realisie-

rung der öffentlichen Fusswegverbindung zwischen der Via C._____ und 

der Via D._____ auch noch ein Enteignungsverfahren anzustrengen. Mit 

Schreiben vom 3. Februar 2016 reichte die Gemeinde beim Bau-, Ver-

kehrs- und Forstdepartement des Kantons Graubünden (BVFD) ein Enteig-

nungsgesuch für ein Fuss- und beschränktes Fahrwegrecht im Zusammen-

hang mit dem Bauvorhaben Fussweg Via C._____ – Via D._____ ein. Das 

BVFD gab den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern 

Gelegenheit zur Stellungnahme. Hiervon machten sechs der betroffenen 

Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer Gebrauch, darunter auch 

A._____ und ihr inzwischen verstorbener Ehemann. 

4. Mit Schreiben vom 26. September 2016 erläuterte das instruierende De-

partement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS) den involvierten betrof-

fenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern die verfahrensrecht-

liche Situation. Gleichzeitig räumte ihnen das DVS die Möglichkeit ein, ihre 

Stellungnahmen zum Enteignungsgesuch der Gemeinde zu ergänzen. 

Hiervon machten fünf der sechs involvierten betroffenen Grundeigentüme-

rinnen und Grundeigentümer Gebrauch. 

5. Am 6. und 8. Dezember 2016 führte das mit der Instruktion betraute DVS 

mit den betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie 

mit Vertretern der Gemeinde einen Augenschein durch. Im Anschluss an 

den Augenschein folgten weitere Schriftenwechsel.

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6. Am 18. September 2018 fasste die Regierung einen Gesamtentscheid hin-

sichtlich Ortsplanungsrevision (GEP 2002) und Rodungsbewilligung. Die 

Regierung beschloss was folgt: 

I. Genehmigung der Nutzungsplanung

1. Die Festlegung eines geplanten "Öffentlichen Fusswegs auf separatem 
Trassee" Verbindung Via C._____ - Via D._____ (2 Meter breit) im Gene-
rellen Erschliessungsplan 1:2'500 Strassen- und Fusswegplan Baugebiet 
vom 22. Dezember 2002 wird im Sinne der Erwägungen und mit folgenden 
Vorbehalten, Anweisungen, Auflagen, Hinweisen und Empfehlungen ge-
nehmigt:

a) Im Bereich der Ostgrenze der Parzelle 1816 ist der Fussweg gering-
fügig nach Osten zu verschieben, und es ist im Bereich zwischen Weg 
und Ostgrenze der Parzelle 1816 auf Kosten der Gemeinde ein ge-
eigneter, landschaftsverträglicher Sichtschutz einzurichten.

b) Die Gemeinde wird angewiesen, mit geeigneten Massnahmen dafür 
zu sorgen, dass der Fussweg nicht von Personen mit Fahrrädern 
resp. Bikes oder anderen Fahrzeugen genutzt wird. Vorbehalten blei-
ben kommunale Unterhalts- und Schneeräumungsfahrzeuge. 

c) Die Gemeinde wird angewiesen, mit geeigneten Massnahmen dafür 
zu sorgen, dass es im Bereich der Via D._____ (Parzellen 1815 und 
1799) zu keinen gefährlichen Situationen zwischen Fahrzeugen und 
Fussgängerinnen oder Fussgängern kommt.

d) Im Bereich der Parzelle 1814 ist der Fussweg mittels eines Zaunes 
oder natürlicher Hecken gegenüber der Parzelle 1814 abzuschirmen.

e) Die Gemeinde wird angewiesen, die zusätzliche Trasseeführung im 
Bereich der Parzellen 3657 und 1126 unter möglichst weitgehender 
Schonung der bestehenden natürlichen Gegebenheiten zu erstellen 
sowie die erforderlichen Massnahmen zu treffen, dass das Zusatz-
trassee im Bereich der Abzweigung des Wegs zum Wohnhaus auf 
Parzelle 1126 zu keinen Nachteilen für die Eigentümerschaft der Pa-
rzellen 1126 und 1128 führt. 

f) Im Bereich der Parzelle 1128 ist die zu erwerbende Dienstbarkeits-
fläche auf die gesamte Wegfläche der Parzelle 1128 auszudehnen, 
sofern das entsprechende Fusswegrecht zugunsten der Allgemein-
heit nicht aufgrund eines anderen Titels bereits besteht. 

g) Im Bereich der Parzelle 3713 sind im Hinblick auf das Baubewilli-
gungsverfahren Lösungen zu evaluieren, die den berechtigten Anlie-
gen der betroffenen Eigentümerschaft auf Einhaltung eines zumutba-
ren Abstandes des Wegs und allfälliger Schutzvorrichtungen zum Ge-
bäude Rechnung tragen. 

h) Für alle Bepflanzungen (Gestaltungselemente, Sichtschutz etc.) sind 
einheimische Gehölze resp. Sträucher zu verwenden.

i) Die Gemeinde wird angewiesen, anstelle der Blocksteinmauer beim 
Profil 70.000 eine Trockenmauer aus kleinformatigen Steinen zu er-
stellen.

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j) Die Gemeinde wird ersucht, die Böschungen zu optimieren und wenn 
möglich zu reduzieren.

k) Die Gemeinde wird ersucht, den Weg mit einem Kieselbelag zu ver-
sehen und jedenfalls auf bitumen-, teer- oder zementgebundene 
Beläge im Sinn von Art. 6 der Bundesverordnung über Fuss- und 
Wanderwege zu verzichten.

l) Die vorstehenden Vorgaben sind von der Gemeinde im Baubewilli-
gungsverfahren umzusetzen resp. zu berücksichtigen. Zudem wird 
die Gemeinde auch noch allfällige weitere berechtigte Optimierungen 
zugunsten der Betroffenen vorzunehmen haben, soweit dies verhält-
nismässig ist und nicht zu unzumutbaren Belastungen Dritter und der 
Umwelt führt. 

m) Die Gemeinde wird angewiesen, die statische Waldgrenze unter 
Berücksichtigung der definitiven Rodung im Bereich des zur Diskus-
sion stehenden Fusswegs bei der nächsten Ortsplanungsrevision zu 
überprüfen und anzupassen.

II. Rodungsbewilligung

1. Dem Gesuch der Gemeinde B._____ zur Rodung von 816 m2 Waldareal 
im Zusammenhang mit der Festlegung eines geplanten Fusswegs im Ge-
nerellen Erschliessungsplan 1:2'500 Strassen- und Fusswegplan Bauge-
biet vom 22. Dezember 2002 im privaten Wald, Territorium der Gemeinde 
B._____, wird unter folgenden Bedingungen, Auflagen und Hinweisen ent-
sprochen:

a) Die Rodungsbewilligung erfolgt mit dem Hinweis, dass sich die exakte 
Rodungsfläche aufgrund des definitiven Bauausführungsprojekts 
noch geringfügig nach oben oder unten verändern könnte. Sofern 
dies der Fall sein sollte, wird die Rodungsbewilligung durch das Bau-, 
Verkehrs- und Forstdepartement entsprechend angepasst.

b) Die Rodungsbewilligung bezieht sich vorderhand noch auf Grundei-
gentum Privater gemäss der Rodungs- und Wiederaufforstungsta-
belle im Rodungsplan 1:500 vom 30. September 2014, welche bis-
lang ihr Einverständnis zur Rodung noch nicht erteilt haben. Wegen 
der aufgrund von Art. 5 Abs. 2 KWaG an sich bestehenden Unter-
schriftspflicht wird die Rodungsbewilligung daher unter dem Vorbehalt 
erteilt, dass die Rodungen und Ersatzleistungen erst ausgeführt wer-
den dürfen, wenn die Gemeinde die Unterschriften der betroffenen 
Grundeigentümerinnen resp. Grundeigentümer beigebracht hat oder 
wenn sie im Rahmen des Landerwerbsverfahrens resp. des Enteig-
nungsverfahrens die nötigen Rechte zur Erstellung des Fusswegs 
und zu dessen Begehung durch die Allgemeinheit erwirkt hat. 

c) Die Waldrodung darf nur aufgrund forstamtlicher Bezeichnung der 
Fläche und Anzeichnung der Bäume erfolgen.

d) Die temporäre Rodungsfläche von 483 m2 ist nach Abschluss der 
Bauarbeiten, jedoch spätestens bis Ende 2026, durch die Gesuch-
stellerin wiederherzustellen bzw. aufzuforsten.

e) Die Gesuchstellerin hat als Rodungsersatz einerseits eine Ersatzauf-
forstung im Umfang von 96 m2 und im Übrigen die erwähnten Ersatz-
massnahmen zugunsten von Natur- und Landschaftsschutz zu leis-

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ten, dies bis Ende 2026 gemäss Angaben des zuständigen Regiona-
lforstingenieurs.

f) Zur Sicherstellung der gesetzlich verlangten Ersatzleistung hat die 
Gemeinde B._____ innert einer Frist von 30 Tagen die separat zuge-
stellte Leistungsverpflichtung dem Amt für Wald und Naturgefahren 
unterzeichnet zukommen zu lassen, d.h.:

- Temporäre Rodungsfläche: 483 m2 à Fr. 5.-- 2'415.--

- Permanente Rodungsfläche: 333 m2 à Fr. 10.-- 3'333.--

recte 3'330.--

Total 5'745.--

2. Die Rodungseinsprachen werden abgewiesen.

3. Die Freigabe der Rodungsfläche erfolgt erst nach Erfüllung der finanziellen 
Verpflichtungen der Gesuchstellerin.

4. Die Rodungs- und Bauarbeiten haben unter Schonung des Waldes aus-
serhalb der Rodungsfläche zu erfolgen. Es ist untersagt, darin Baubara-
cken zu erstellen sowie Baumaschinen und Materialien aller Art zu depo-
nieren.

5. Die Rodungs-, Wiederherstellungs- und Ersatzleistungsarbeiten haben un-
ter Aufsicht und gemäss den Weisungen des zuständigen Regionalforstin-
genieurs zu erfolgen.

6. Folgende Pläne gelten als integrierende Bestandteile der vorliegenden Ro-
dungsbewilligung:

 Ausschnitt LK 1:25'000

 Rodungsplan 1:500 vom 30. September 2014

Die Planunterlagen können beim Amt für Wald in Chur eingesehen wer-
den.

7. Rodungen sind vor Ablauf der Beschwerdefrist verboten.

8. Diese Rodungsbewilligung erlischt spätestens am 31. Dezember 2028.

III. Weiteres Vorgehen

[…]

IV. Kosten, Rechtsmittel, Mitteilung

[…]

Mit Bezug auf die Prüfung der Nutzungsplanung hielt die Regierung in ih-

rem Entscheid unter anderem fest, dass sie die zur Diskussion stehende 

Wegverbindung – obwohl gegen den seinerzeitigen Nutzungsplanbe-

schluss keine Planungsbeschwerde erhoben worden sei – einer vollen 

Überprüfung zu unterziehen habe, da die Genehmigung der Wegfestle-

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gung einer Rodungsbewilligung bedürfe und gegen das entsprechende Ro-

dungsgesuch Einsprachen eingegangen seien.

7. Gegen den Gesamtentscheid der Regierung vom 18. September 2018 er-

hob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 19. Oktober 2018 Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und sie 

stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei das Gesuch um 
Genehmigung des generellen Erschliessungsplans Strassen- und Fuss-
wegplan Baugebiet 1:2'500 bezüglich der Festlegung eines geplanten öf-
fentlichen Fusswegs im Sinne einer Fusswegverbindung zwischen der Via 
C._____ im F._____ und der Via D._____ in B._____ E._____ sowie das 
Rodungsgesuch zum Zweck der Erstellung einer Fusswegverbindung 
F._____ – E._____ (Verbindung Via C._____ – Via D._____) gemäss dem 
Rodungsplan 1:500 vom 30. September 2014 abzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin.

In formeller Hinsicht beantragte sie die Zuerkennung der aufschiebenden 

Wirkung. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, dass die Erteilung 

der Rodungsbewilligung aufgrund der fehlenden überwiegenden Interes-

sen an der Erstellung des Fusswegs sowie der fehlenden Zustimmung der 

Grundeigentümer unzulässig gewesen sei. Damit sei aber auch die Geneh-

migung des Nutzungsplans bzw. generellen Erschliessungsplans hinsicht-

lich der Fusswegverbindung Via C._____ – Via D._____ unzulässig, da 

diese nur unter gleichzeitiger Genehmigung der Rodungsbewilligung erteilt 

werden dürfe. Indem die Regierung die Gegenstand dieses Verfahrens bil-

denden Bewilligungen dennoch erteilt habe, habe sie sowohl kantonales 

Recht als auch Bundesrecht verletzt. 

8. Die Gemeinde B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) hielt in ihrer 

Vernehmlassung zur aufschiebenden Wirkung vom 25. Oktober 2018 

(Poststempel) fest, dass dem Antrag um Erteilung der aufschiebenden Wir-

kung entsprochen werden könne. Der Kanton Graubünden (nachfolgend: 

Beschwerdegegner), vertreten durch die Regierung und diese wiederver-

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treten durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales Graubün-

den (DVS) liess sich zur aufschiebenden Wirkung nicht vernehmen. Mit 

Verfügung vom 31. Oktober 2018 hiess der Instruktionsrichter den Antrag 

der Beschwerdeführerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gut. 

9. Der Beschwerdegegner beantragte in seiner Vernehmlassung zur Sache 

selbst vom 19. Dezember 2018 (Eingang) die Abweisung der Beschwerde 

unter gesetzlicher Kostenfolge. Zur Begründung verwies er im Wesentli-

chen auf den angefochtenen Gesamtentscheid vom 18. September 2018. 

Auch die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung zur Sa-

che selbst vom 20. Dezember 2018 die Abweisung der Beschwerde unter 

gesetzlicher Kostenfolge. 

10. Mit Schreiben vom 1. Februar 2019 hielt die Beschwerdeführerin repli-

cando an ihren Anträgen fest. Auch der Beschwerdegegner und die Be-

schwerdegegnerin hielten mit Duplik vom 8. Februar 2019 bzw. 28. Fe-

bruar 2019 an ihren Anträgen fest. 

11. Am 13. November 2020 führte das Gericht in Anwesenheit der Parteien ei-

nen Augenschein durch. Mit Datum vom 7. Januar 2021 reichte die Be-

schwerdeführerin eine Stellungnahme zum Augenscheinprotokoll vom 

13. November 2020 ein. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

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1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Gesamtentscheid der 

Regierung des Kantons Graubünden vom 18. September 2018, worin die 

Festlegung eines geplanten öffentlichen Fusswegs im Generellen Er-

schliessungsplan (GEP 2002) unter verschiedenen Vorbehalten, Anwei-

sungen, Auflagen, Hinweisen und Empfehlungen genehmigt und die Ro-

dung von 816 m2 Waldareal im Zusammenhang mit der Festlegung des ge-

planten Fusswegs im GEP 2002 unter verschiedenen Bedingungen, Aufla-

gen und Hinweisen bewilligt wurde. Gemäss Art. 102 Abs. 1 des Raumpla-

nungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) i.V.m. 

Art. 49 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) können Entscheide der Regierung über die Genehmigung von 

kommunalen Grundordnungen mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

weitergezogen werden. Somit ist das angerufene Gericht zur Beurteilung 

der vorliegenden Angelegenheit örtlich und sachlich zuständig. Über die 

vorliegende Beschwerde gegen einen Entscheid der Regierung entschei-

det das Verwaltungsgericht gemäss Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG in Fünferbe-

setzung.

1.2. Gemäss Art. 50 Abs. 1 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den 

angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an 

seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift 

dazu ermächtigt ist. Berührt sind Beschwerdeführer dann, wenn sie durch 

den angefochtenen Entscheid stärker als beliebige Dritte betroffen sind und 

in einer besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zum Streitgegen-

stand stehen. Bei Bauprojekten muss die Nähe der Beziehung zum Streit-

gegenstand insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein. Ein schutz-

würdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation 

der Beschwerdeführer durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst wer-

den kann (vgl. BGE 139 II 279 E.2.2, 137 II 30 E.2.2.2). Vorliegend ist un-

bestritten, dass A._____ Alleineigentümerin der Parzelle 1814 ist und der 

geplante öffentliche Fussweg über diese Parzelle führt. Es ist daher offen-

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sichtlich, dass sie aufgrund ihrer räumlichen Nähe zum geplanten öffentli-

chen Fussweg durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlichen Überprüfung hat. Sie ist 

demnach zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 52 Abs. 1 

VRG). 

1.3. Vorab gilt es festzuhalten, dass das Gericht die beschwerdegegnerischen 

Akten 1 - 5, 7, 9 und 11 dem Verfahren R 18 74 entnommen hat, wie dies 

vom Beschwerdegegner beantragt wurde.

2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Regierung die Festlegung des 

geplanten öffentlichen Fusswegs im GEP 2002 zu Recht genehmigt und 

die Rodung von 816 m2 Waldareal im Zusammenhang mit der Festlegung 

des geplanten öffentlichen Fusswegs im GEP 2002 zu Recht bewilligt hat. 

Dabei hat das Gericht im Rahmen der Prüfung dieser Fragen im Auge zu 

behalten, dass es Rechtsmittel- und nicht Planungsinstanz ist. Es hat die 

Gemeindeautonomie zu respektieren (Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) und sich im Rah-

men seiner Kognition Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 1C_278/2018 vom 20. Februar 2019 E.3.3 m.w.H.).

3. Soweit ersichtlich ist vorliegend unbestritten, dass die mit der geplanten 

öffentlichen Fusswegverbindung verfolgten Zielsetzungen in einem öffent-

lichen Interesse liegen (vgl. insbesondere Art. 1 und 2 des Bundesgesetzes 

über Fuss- und Wanderwege [FWG; SR 704]); sie lassen sich wie folgt zu-

sammenfassen:

- Schaffung einer möglichst kurzen gefahrlosen Fussgängerverbindung für 
Einheimische und Feriengäste zwischen den Wohngebieten im F._____ 
und dem Siedlungsgebiet E._____ resp. dem Erholungsgebiet 
G._____/H._____ Wald;

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- Ausbau des bestehenden innerörtlichen Fusswegnetzes im Sinn einer At-
traktivitätssteigerung für Spaziergängerinnen und Spaziergänger (Ferien-
gäste und auch Einheimische);

- Dadurch Minimierung der Wahrscheinlichkeit, dass für die Wegstrecke 
F._____ – E._____ resp. generell in der Ferien- resp. Freizeit das Auto 
genutzt wird.

Demgegenüber ist streitig und zu prüfen, ob die geplante Fusswegverbin-

dung geeignet ist, die im öffentlichen Interesse liegenden Zielsetzungen zu 

erreichen. 

3.1. Die Beschwerdeführerin hält fest, dass der geplante Weg nicht Bestandteil 

des bestehenden Fusswegnetzes sei. Gemäss dem Generellen Erschlies-

sungsplan sei die geplante Fusswegverbindung an keinen der bestehen-

den Fusswege angeschlossen. Aufgrund dessen müssten die Fussgänger 

bei der Benutzung des geplanten Wegs mehrere hundert Meter entlang von 

Quartier- bzw. Dorfstrassen gehen, bis sie wieder zu einer Fusswegverbin-

dung in Richtung G._____ bzw. Dorf gelangten. Dies sei für die Fussgänger 

einerseits gefährlich und schmälere andererseits die geltend gemachte At-

traktivität des Wegs erheblich. 

3.2. Demgegenüber hält die Beschwerdegegnerin fest, dass die Argumentation 

der Beschwerdeführerin etwas eigenartig sei. Quartierstrassen könnten 

Fussgänger ohne Weiteres benutzen. Zudem sei die Quartierstrasse im 

Bereich der Liegenschaft der Beschwerdeführerin sehr wenig befahren und 

sie könne völlig gefahrlos gleichzeitig auch von Fussgängern benutzt wer-

den. Weiter hält sie fest, dass die geplante Fusswegverbindung auch für 

die Bewohner des Quartiers, in dem sich das Ferienhaus der Beschwerde-

führerin befinde, äusserst nützlich sei, da das Dorf zu Fuss sehr viel schnel-

ler erreicht werden könne, als dies heute der Fall sei. Der Fussweg bilde 

aber auch eine zusätzliche, interessante Verbindung für alle Fussgänger 

und es sei eine Erfahrungstatsache, dass ein Fusswegnetz umso mehr be-

nutzt werde, je mehr Verbindungen in einem Fusswegnetz bestünden. 

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3.3. Die Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Eignung grosszügig und 

sondert nur diejenigen Massnahmen aus, die sich als völlig ungeeignet zur 

Zielerreichung erweisen (vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Ver-

waltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 522 m.w.H.). Nach Auf-

fassung des streitberufenen Gerichts leuchtet nicht ein, weshalb die ge-

plante Fusswegverbindung nicht geeignet sein sollte, zu einer Attraktivitäts-

steigerung des bestehenden innerörtlichen Fusswegnetzes für Spaziergän-

gerinnen und Spaziergänger beizutragen. Zwar trifft es zu, dass der ge-

plante Fussweg an keinen der bestehenden Fusswege angeschlossen ist, 

sondern zwei bestehende Quartierstrassen – die Via C._____ und die Via 

D._____ – miteinander verbindet. Wie die Beschwerdegegnerin allerdings 

zu Recht festhält, können die Quartierstrassen ohne Weiteres auch von 

Fussgängerinnen und Fussgängern benutzt werden. Ob die Schaffung ei-

nes lückenlosen Fusswegnetzes sicherer und attraktiver wäre, ist vorlie-

gend nicht von Belang. Entscheidend ist, dass der geplante Fussweg ge-

eignet ist, die im öffentlichen Interesse liegenden Zielsetzungen zu errei-

chen (vgl. vorstehende Erwägung 3).

4.1. Weiter rügt die Beschwerdeführerin (sinngemäss) eine mangelhafte Inter-

essenabwägung durch die Vorinstanz (vgl. Art. 3 der Raumplanungsver-

ordnung [RPV; SR 700.1]). Sie hält fest, dass durch den Bau des Fusswegs 

insbesondere im nördlichen Bereich ihrer Parzelle 1814 ein Teil abgetrennt 

würde, welcher für sie dadurch völlig nutzlos würde. Ausserdem macht sie 

geltend, dass die geplante Fusswegverbindung zu erheblichen Immissio-

nen führte. So müsste sie aufgrund der Nutzung dieses geplanten Fuss-

wegs unweigerlich mit einem erhöhten Lärmaufkommen sowie mit Eingrif-

fen in ihre Privatsphäre rechnen. Diese Immissionen seien mit ihrem be-

rechtigten Interesse, auf ihrem Feriengrundstück zur Ruhe zu kommen und 

sich zu entspannen, nicht vereinbar. Hinzu komme, dass sich auf ihrem 

Grundstück und weiteren betroffenen Grundstücken Wald befinde und der 

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geplante Weg teilweise durch diesen Wald führte. Aufgrund dessen müsste 

zur Erstellung des Wegs eine erhebliche Fläche Wald gerodet werden. 

4.2.1. Der Beschwerdegegner hat sich im angefochtenen Gesamtentscheid mit 

den Interessen der Walderhaltung (vgl. den angefochtenen Gesamtent-

scheid Abschnitt IV Ziff. 3 S. 19 Absatz 4 m.H.a. Abschnitt III Ziff. 1 [S. 11 

Absatz 2]) und den Interessen der privaten Grundeigentümer (Ruhebedürf-

nis in den Ferien; Schutz der Privatsphäre resp. vor Einblicken von vorbei-

gehenden Personen etc.) auseinandergesetzt (vgl. den angefochtenen Ge-

samtentscheid S. 11 Absatz 2). Er hält (sinngemäss) fest, dass er dem Ab-

wägungsergebnis der Beschwerdegegnerin folge, wonach das öffentliche 

Interesse an der Fusswegverbindung das hauptsächlich entgegenste-

hende öffentliche Interesse an der ungeschmälerten Walderhaltung (sowie 

die entgegenstehenden Privatinteressen je einzeln als auch in der Summe) 

überwiege, dies umso mehr, als die erforderliche Rodung insgesamt doch 

eine vergleichsweise bescheidene Dimension annehmen und aufgrund der 

geschlängelten Linienführung und der geringen Wegbreite (zwei Meter) 

landschaftlich nicht auffällig in Erscheinung treten werde (vgl. den ange-

fochtenen Gesamtentscheid Abschnitt III Ziff. 1 S. 11 Absatz 3). Ausser-

dem hält er in seiner Duplik fest, es sei klar, dass die Beschwerdeführerin 

einen Teil ihres Grundstücks wegen des Wegs nicht mehr nutzen könne. 

Das heisse aber nicht, dass die Fusswegplanung deswegen nicht geneh-

migt werden könne. Die Nutzungsbeschränkung bedeute lediglich, dass 

beim abschliessenden Verfahren zur Erlangung der erforderlichen Rechte 

(Eigentum oder Dienstbarkeit zugunsten der Öffentlichkeit) der Minderwert 

entsprechend zu entschädigen sein werde. 

4.2.2. Die Beschwerdegegnerin hält fest, dass die Behauptung der Beschwerde-

führerin, wonach durch den Bau des Fusswegs insbesondere im nördlichen 

Bereich ihrer Parzelle 1814 ein Teil abgetrennt würde, welcher für sie da-

durch völlig nutzlos würde, rein formell betrachtet zwar richtig sei. Die Si-

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tuation werde aber völlig überspitzt dargestellt: Der Fussweg befinde sich 

am äussersten nördlichen Rand der Parzelle und zudem in einem Bereich, 

der von der Beschwerdeführerin schon heute praktisch nicht benutzt 

werde. Er liege ausserdem sehr viel tiefer als das Haus auf Parzelle 1814. 

Zudem würde sie sich mit der Einräumung einer entsprechenden Dienst-

barkeit begnügen, sodass die Beschwerdeführerin keinen AZ-Verlust er-

leide. Weiter hält die Beschwerdegegnerin fest, dass das Ferienhaus der 

Beschwerdeführerin völlig nach Süd-Südwest orientiert sei. Die Beschwer-

deführerin vergesse zu erwähnen, dass sich schon heute im westlichen Be-

reich ihrer Parzelle eine Strasse befinde und der geplante Fussweg auf die-

ser Strasse geführt werde. Der geplante Fussweg störe die Beschwerde-

führerin weder in ihrer Ruhe noch in ihrer Aussicht. Unrichtig sei auch die 

Behauptung, dass durch den geplanten Fussweg eine erhebliche Fläche 

Wald auf der Parzelle der Beschwerdeführerin gerodet würde. Die Ro-

dungsfläche sei klein, teilweise gar nicht bestockt und befinde sich in einem 

Bereich der Parzelle, der von der Beschwerdeführerin von ihren Wohnräu-

men wegen des steil abfallenden Geländes kaum einsehbar sei. Sie sei 

zudem bereit, auf Wunsch der Beschwerdeführerin einen zusätzlichen 

Sichtschutz entlang des Fussweges anzubringen.

4.3.1. Vorliegend ist unbestritten, dass der geplante öffentliche Fussweg am äus-

sersten nördlichen Rand der Parzelle 1814 entlangführen und im nördlichs-

ten Bereich der Parzelle 1814 ein Teil der Parzelle 1814 durch den geplan-

ten öffentlichen Fussweg vom Rest der Parzelle abgetrennt werden soll. 

Wie die Beschwerdeführerin zu Recht festhält, würde dieser Teil der Par-

zelle dadurch völlig nutzlos für sie. Der abgetrennte Teil beläuft sich aller-

dings lediglich auf rund 6 m2 und wird – soweit ersichtlich – von der Be-

schwerdeführerin kaum genutzt.

Mit Bezug auf die Immissionen gilt es festzuhalten, dass der nördliche Teil 

der Parzelle 1814, an dessen Rand der geplante öffentliche Fussweg ent-

- 16 -

langführen soll, wesentlich tiefer liegt als das Haus auf der Parzelle 1814, 

welches völlig nach Süd-Südwest orientiert ist. Zwar hält die Beschwerde-

führerin fest, dass dieser Teil der Parzelle als Aufenthaltsort an Hitzetagen 

genutzt werde. Der gepflasterte Aussensitzplatz liegt allerdings einige Me-

ter vom äussersten nördlichen Rand der Parzelle 1814 entfernt und ist we-

sentlich höher gelegen als dieser. Im Übrigen enthält der angefochtene Ge-

samtentscheid verschiedene Optimierungen zugunsten der Situation der 

Beschwerdeführerin (vgl. Dispositiv Ziff. I/1 lit. b - d). So ist nach Auffas-

sung des streitberufenen Gerichts nicht ersichtlich, dass der geplante öf-

fentliche Fussweg zu erheblichen Immissionen führen würde. Im Bereich 

der Parzelle 1814 ist der Fussweg mittels eines Zaunes oder natürlicher 

Hecken gegenüber der Parzelle 1814 abzuschirmen (lit. d). Dies vermag 

das Lärmaufkommen zu verringern und die Beschwerdeführerin vor Ein-

griffen in ihre Privatsphäre zu schützen. Zudem hat die Beschwerdegegne-

rin mit geeigneten Massnahmen dafür zu sorgen, dass der Fussweg nicht 

von Personen mit Fahrrädern resp. Bikes oder anderen Fahrzeugen ge-

nutzt wird (lit. b). Die verbleibenden Lärmimmissionen dürften damit gering 

sein. Im Übrigen hält die Beschwerdeführerin selber fest, dass sie den 

nördlichen Teil ihrer Liegenschaft, an dessen Rand der geplante öffentliche 

Fussweg entlangführen soll, zum Verrichten von Gartenarbeiten (Häckseln, 

Holzspalten usw.) nutze, d.h. von Tätigkeiten, welche ohnehin laut sind.

Hinsichtlich der Rodung des Waldes kann mit der Beschwerdegegnerin und 

dem Beschwerdegegner festgehalten werden, dass die erforderliche Ro-

dung insgesamt eine vergleichsweise bescheidene Dimension annähme – 

insbesondere unter Berücksichtigung der Wiederaufforstung. Anlässlich 

des Augenscheins hat sich zudem gezeigt, dass die Rodungsfläche stel-

lenweise kaum bestockt ist. Zudem wurde von Seiten der Beschwerdegeg-

nerin festgehalten, dass die bestehenden hohen/grossen Bäume nicht ge-

rodet würden. Im Übrigen sprach sich auch das Amt für Wald und Naturge-

- 17 -

fahren in seiner Stellungnahme vom 12. Oktober 2015 nicht gegen den ge-

planten Fussweg aus (vgl. Beilage 5 des Beschwerdegegners).

4.3.2. Nach dem Gesagten gelangt das streitberufene Gericht zum Schluss, dass 

das öffentliche Interesse an der geplanten Fusswegverbindung die entge-

genstehenden Interessen (sowohl je einzeln als auch in der Summe) über-

wiegt und die von der Beschwerdegegnerin bzw. vom Beschwerdegegner 

vorgenommene Interessenabwägung nicht zu beanstanden ist.

5.1. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass die Fusswegverbin-

dung Via I._____ Richtung katholische Kirche der geplanten Fusswegver-

bindung Via C._____ – Via D._____ in nichts nachstehe. Zwar weise die 

Via I._____ [recte: die Via J._____ bzw. der Fussweg, welcher die Via 

K._____ mit der Via J._____ verbindet] eine Steigung von 23 % auf. Die 

geplante Fusswegverbindung Via C._____ – Via D._____ habe jedoch 

auch eine Steigung von 22 % und müsse aufgrund dessen, dass der ge-

plante Fussweg hin zur Via D._____ über eine Zufahrtsstrasse führe, wel-

che über keinen Fussweg verfüge und nur schlecht einsehbar sei, gar als 

gefährlicher angesehen werden. 

In ihrer Replik hält die Beschwerdeführerin ausserdem fest, dass die Er-

schliessung über die Via I._____ – katholische Kirche (im Vergleich zur ge-

planten Fusswegverbindung) insbesondere für die Verbindung zum Dorf 

keinen Umweg bedeute. Vielmehr sei hier die Verbindung Via I._____ in 

Richtung katholische Kirche die kürzere und aufgrund des besseren An-

schlusses an das bestehende Fusswegnetz wohl auch die sicherere Ver-

bindung. Bezüglich die Verbindung zum G._____ möge der Weg je nach 

Ausgangspunkt allenfalls etwas kürzer sein, ob dies jedoch in Anbetracht 

der genannten Nachteile, insbesondere der Tatsache, dass der Weg auf-

grund der Steilheit und der fehlenden Anbindung an das Fusswegnetz für 

Familien offensichtlich ungeeignet sei, dazu führe, dass vermehrt auf die 

- 18 -

Benutzung des Autos verzichtet werde, sei äusserst zweifelhaft. In diesem 

Sinne seien die mit dem geplanten Weg verfolgten Interessen bereits mit 

der bestehenden Wegverbindung Via I._____ in Richtung katholische Kir-

che genügend abgedeckt und es liege somit kein überwiegendes öffentli-

ches Interesse an einer weiteren Wegverbindung vor. 

5.2. Die Beschwerdegegnerin hält fest, dass sie die geplante Fusswegverbin-

dung Via C._____ – Via D._____ nicht als Alternative zu bereits bestehen-

den Fusswegverbindungen verstanden wissen möchte, sondern als zu-

sätzliche attraktive Verbindung und als Bestandteil des bereits bestehen-

den Fusswegnetzes. Für die Quartierbewohner sei die geplante Fussweg-

verbindung eine sehr attraktive Verbindung zum Dorf bzw. in der Gegen-

richtung zum G._____ und sie ermögliche ihnen, ihre Fahrzeuge zu Hause 

zu lassen. Die Steilheit der Via D._____ betrage lediglich 5 %. Die ansch-

liessende private Zufahrtsstrasse weise ein Gefälle von ca. 19 % auf. Die-

ses kurze Strässchen von ca. 20 Meter Länge im Bereich der Parzelle der 

Beschwerdeführerin erschliesse lediglich drei Liegenschaften, weshalb der 

sich darauf kaum vorhandene Autoverkehr völlig problemlos mit Fussgän-

gern kombinieren lasse. Weiter hält die Beschwerdegegnerin fest, dass die 

Fusswegverbindung Via I._____ Richtung katholische Kirche ziemlich weit 

entfernt sei vom Wohnquartier I._____ – L._____, wo sich auch das Haus 

der Beschwerdeführerin befinde. Von dort bis zum Fussweg Via I._____ 

Richtung katholische Kirche müssten die Fussgänger einen erheblichen 

Umweg in Kauf nehmen, was erfahrungsgemäss nicht geschehe. Das At-

traktive an der geplanten Fusswegverbindung sei zudem die sehr kurze 

Verbindung zum Dorf bzw. zum G._____, der gerade im Sommer immer 

mehr an Bedeutung gewinne. 

5.3.1. Zwar trifft es zu, dass die private Zufahrtsstrasse (Parzelle 1815) – nicht 

aber die Via D._____ bzw. die geplante Fusswegverbindung als solche – 

sehr steil ist, d.h. eine Neigung von 18 - 20 % aufweist. Der Fussweg, wel-

- 19 -

cher die Via I._____ mit der Via J._____ verbindet (= Fusswegverbindung 

Via I._____ Richtung katholische Kirche), ist allerdings noch steiler (Nei-

gung von rund 22 %). Ausserdem erschliesst die private Zufahrtsstrasse 

(Sackgasse) nur gerade drei Liegenschaften und der geplante öffentliche 

Fussweg führte nur rund 30 Meter der (steilen) privaten Zufahrtsstrasse 

entlang. Demgegenüber ist die (steile) Fusswegverbindung Via I._____ 

Richtung katholische Kirche rund 60 Meter lang. Hinzu kommt, dass weder 

die Via D._____ (samt der privaten Zufahrtsstrasse, Parzelle 1815) noch 

die Via J._____ über ein Trottoir verfügen. Weiter trifft es zwar zur, dass 

die private Zufahrtsstrasse (vom geplanten öffentlichen Fussweg herkom-

mend) und der geplante öffentliche Fussweg (von der privaten Zufahrts-

strasse herkommend) (zurzeit noch) schlecht einsehbar sind. Im angefoch-

tenen Gesamtentscheid wurde die Beschwerdegegnerin allerdings ange-

wiesen, mit geeigneten Massnahmen dafür zu sorgen, dass es im Bereich 

der Via D._____ (Parzellen 1815 und 1799) zu keinen gefährlichen Situati-

onen zwischen Fahrzeugen und Fussgängerinnen oder Fussgängern 

kommt (vgl. Dispositiv Ziff. I/1 lit. c). Dies gilt auch hinsichtlich der Vorbrin-

gen der Beschwerdeführerin, wonach die private Zufahrtsstrasse aufgrund 

ihrer Steilheit im Winter oder bei Regen zur Eis- bzw. Rutschbahn werde 

und auf der privaten Zufahrtsstrasse im Winter nur noch ein Auto Platz 

habe. Schliesslich kann nicht in Abrede gestellt werden, dass der geplante 

öffentliche Fussweg – je nach Ausgangspunkt – eine kürzere Verbindung 

zwischen den Wohngebieten im F._____ und dem Siedlungsgebiet 

E._____ resp. dem Erholungsgebiet G._____/H._____ Wald schaffen 

würde.

5.3.2. Anlässlich des Augenscheins wies die Beschwerdeführerin darauf hin, 

dass anstelle des geplanten öffentlichen Fusswegs auch eine Verbindung 

zwischen der Via J._____ und der Via C._____, allenfalls über die Via 

M._____, denkbar wäre. Sie machte geltend, dass das zwischen der Via 

J._____ oder der Via M._____ und der Via C._____ zu schaffende Verbin-

- 20 -

dungsstück sehr kurz wäre und mithin die Natur und die Eigentumsinteres-

sen weniger belasten würde. Zudem sei gewichtig, dass die Via J._____ 

sehr gut ausgebaut und ihr Gefälle sowie dasjenige der Via M._____ sehr 

gering sei. Hierbei übersieht die Beschwerdeführerin allerdings, dass der 

geplante öffentliche Fussweg – je nach Ausgangspunkt – eine kürzere Ver-

bindung zwischen den Wohngebieten im F._____ und dem Siedlungsge-

biet E._____ schaffen würde. Zudem würden auch die von der Beschwer-

deführerin vorgeschlagenen alternativen Fusswegverbindungen, wie sie 

selber festhält, in die Natur und in Eigentumsinteressen eingreifen. Selbst 

wenn es sich letztlich aber um gleichwertige Alternativen handelte, so läge 

es im Ermessen der Gemeinde, einer der Varianten den Vorzug zu geben.

5.3.3. Im Ergebnis sind die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner so-

mit zu Recht zum Schluss gelangt, dass keine geeigneten Alternativen zur 

geplanten Fusswegverbindung vorliegen – insbesondere gemessen an den 

damit verfolgten, in einem öffentlichen Interesse liegenden Zielen (vgl. vor-

stehende Erwägung 3). Mit Bezug auf die Prüfung möglicher Alternativen 

kann auf die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin an das DVS vom 

28. März 2017 verwiesen werden.

6. Als Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass die Festlegung des 

geplanten öffentlichen Fusswegs im GEP 2002 grundsätzlich zu Recht ge-

nehmigt wurde. Zu prüfen bleibt, ob auch die Rodung von 816 m2 Walda-

real im Zusammenhang mit der Festlegung des geplanten öffentlichen 

Fusswegs im GEP 2002 zu Recht bewilligt wurde. 

6.1.1. Die Beschwerdeführerin hält fest, dass die öffentlichen Interessen an der 

Erstellung des geplanten Fusswegs das Interesse an der Walderhaltung in 

keiner Weise überwögen; die geplante Fusswegverbindung sei für die Be-

schwerdegegnerin nicht notwendig, da bereits ebenfalls taugliche Alterna-

tiven bestünden. Damit seien die zwingenden Voraussetzungen für die Er-

- 21 -

teilung der Rodungsbewilligung offensichtlich nicht erfüllt. Hinzu komme, 

dass das Rodungsgesuch aufgrund der fehlenden Zustimmung der Grun-

deigentümer bzw. der fehlenden Enteignung gemäss der kantonalen Wald-

verordnung zum jetzigen Zeitpunkt so oder so nicht bewilligungsfähig sei.

6.1.2. Gemäss Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Wald (Waldgesetz, 

WaG; SR 921.0) sind Rodungen verboten. Eine Ausnahmebewilligung darf 

gemäss Art. 5 Abs. 2 WaG erteilt werden, wenn der Gesuchsteller nach-

weist, dass für die Rodung wichtige Gründe bestehen, die das Interesse an 

der Walderhaltung überwiegen und zudem die folgenden Voraussetzungen 

erfüllt sind: das Werk, für das gerodet werden soll, muss auf den vorgese-

henen Standort angewiesen sein (lit. a); das Werk muss die Voraussetzun-

gen der Raumplanung sachlich erfüllen (lit. b); die Rodung darf zu keiner 

erheblichen Gefährdung der Umwelt führen (lit. c). 

6.1.3. In den vorstehenden Erwägungen 4.3.1 und 4.3.2 wurde dargelegt, dass 

das Interesse an der Walderhaltung das öffentliche Interesse am geplanten 

öffentlichen Fussweg nicht zu überwiegen vermag; es bestehen für die Ro-

dung wichtige Gründe, die das Interesse an der Walderhaltung überwie-

gen. Zudem wurde in den vorstehenden Erwägungen 5.3.1 bis 5.3.3 dar-

gelegt, dass keine geeigneten Alternativen zur geplanten Fusswegverbin-

dung vorliegen – insbesondere gemessen an den damit verfolgten, in ei-

nem öffentlichen Interesse liegenden Zielen (vgl. vorstehende Erwä-

gung 3); die Fusswegverbindung ist auf den vorgesehenen Standort ange-

wiesen. Schliesslich ist auch nicht ersichtlich, dass der geplante öffentliche 

Fussweg die Voraussetzungen der Raumplanung nicht sachlich erfüllte 

oder die Rodung zu einer erheblichen Gefährdung der Umwelt führte. Die 

zwingenden Voraussetzungen für die Erteilung der Rodungsbewilligung 

sind somit erfüllt, weshalb die Rodung von 816 m2 Waldareal im Zusam-

menhang mit der Festlegung des geplanten öffentlichen Fusswegs im 

GEP 2002 zu Recht bewilligt wurde.

- 22 -

Zwar trifft es zu, dass Rodungsbewilligungen gemäss Art. 1 der kantonalen 

Waldverordnung (KWaV; BR 920.110) die Zustimmung der Waldeigentü-

merin oder des Waldeigentümers erfordern. Wie der Beschwerdegegner 

allerdings zu Recht festhält, hätte – um die Unterschrift der Grundeigentü-

merschaft zu erlangen – das Eigentum am vorgesehenen Wegtrassee an 

die Beschwerdegegnerin übergehen müssen, wozu ein entsprechendes 

Enteignungsverfahren durchzuführen gewesen wäre. Dem angefochtenen 

Gesamtentscheid ist diesbezüglich folgendes zu entnehmen: 

"Von einem […] nebst der Nutzungsplangenehmigung und der Rodungsbe-
willigung auch den Enteignungsentscheid umfassenden Gesamtentscheid 
wird […] abgesehen, zumal es wenig sinnvoll resp. zielführend erscheint, be-
reits auf Stufe Nutzungsplanung, wo es um die Festlegung der generellen Li-
nienführung von Erschliessungsanlagen geht, bereits Enteignungsrechte zu 
erteilen. Der Entscheid über die Erteilung von Enteignungsrechten für die von 
der Allgemeinheit letztlich zu beanspruchenden Bodenflächen wird sinnvoller-
weise erst nach Vorliegen der rechtskräftigen Bau- resp. BAB-Bewilligung ge-
fällt, wenn die genaue Linienführung des Wegs definitiv feststeht und damit 
auch die von der Allgemeinheit genau zu beanspruchenden Flächen lokalisiert 
und vermessen werden können. Anlässlich der Augenscheine haben denn 
auch alle Beteiligten gegen eine solche Verfahrensabwicklung (1. Nutzungs-
plangenehmigung mit Rodungsbewilligung; 2. Baubewilligung resp. BAB-Be-
willigung; 3. Erwerb der erforderlichen dinglichen Rechte resp. Enteignung) 
nicht grundlegend opponiert. […] Das geschilderte Vorgehen hat den Vorteil, 
dass über die erforderlichen Durchgangs- resp. Fusswegrechte nach rechts-
kräftiger Durchführung des Baubewilligungs- resp. BAB-Verfahrens und damit 
auf der Basis gesicherter, bereinigter und rechtskräftiger Projektpläne ent-
schieden werden kann."

Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts ist das Vorgehen des Be-

schwerdegegners bzw. die Erteilung der Rodungsbewilligung trotz fehlen-

der Zustimmung der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer nicht zu 

beanstanden, zumal die Bewilligung unter dem Vorbehalt erteilt wurde, 

dass die Rodungen und Ersatzleistungen erst ausgeführt werden dürften, 

wenn die Beschwerdegegnerin die Unterschriften der betroffenen Grundei-

gentümerinnen resp. Grundeigentümer beigebracht habe oder wenn sie im 

Rahmen des Landerwerbsverfahrens resp. des Enteignungsverfahrens die 

nötigen Rechte zur Erstellung des Fusswegs und zu dessen Begehung 

durch die Allgemeinheit erwirkt habe (vgl. Dispositiv Ziff. II/1 lit. b). 

- 23 -

6.2.1. Die Beschwerdeführerin macht nun allerdings noch geltend, dass bei einer 

allfälligen Rodung der gesetzlich vorgeschriebene Rodungsersatz nicht 

eingehalten wäre. Gemäss Art. 7 Abs. 1 WaG sei für jede Rodung in der-

selben Gegend mit standortgerechten Arten Realersatz zu leisten. Ledig-

lich in Ausnahmefällen könnten anstelle des Realersatzes Massnahmen 

zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes getroffen werden. Vorlie-

gend sollten 333 m2 Waldfläche permanent gerodet werden, jedoch auf le-

diglich 96 m2 Realersatz geleistet werden. Der übrige Ersatz solle mittels 

Massnahmen zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes geleistet 

werden, ohne dass jedoch auch nur ansatzweise dargelegt würde, weshalb 

es sich im vorliegenden Fall um eine Ausnahme handeln sollte, für welche 

sich der Ersatz mittels Massnahmen rechtfertigen würde. Der vorgesehene 

Rodungsersatz wäre daher offensichtlich ungenügend, weshalb das Ro-

dungsgesuch auch deshalb abzuweisen wäre.

6.2.2. Dem hält die Beschwerdegegnerin entgegen, dass die Beschwerdeführerin 

offensichtlich übersehe, dass zwar Waldareal betroffen sei, jedoch nur in 

sehr geringem Umfang bestockter Wald. Die meisten Flächen, die auch zur 

Rodungsfläche gehörten, seien gar nicht bestockt, weshalb es auch durch-

aus gerechtfertigt sei, Ersatzmassnahmen anstelle von Aufforstungen zu 

tätigen. Die bestehenden alten Bäume würden nicht gefällt. Der Weg werde 

so angelegt, dass der bestehende alte Baumbestand stehen gelassen wer-

den könne, indem der Fussweg um diese Bäume herumgeführt werde. Im 

Übrigen verweist die Beschwerdegegnerin auf die Stellungnahme des Am-

tes für Natur und Umwelt vom [1]9. Oktober 2016. Die Vorwürfe der Be-

schwerdeführerin seien allgemeiner Natur und sie mache auch nicht gel-

tend, weshalb die vorgesehenen Ersatzmassnahmen nicht genügen soll-

ten. 

6.2.3. Gemäss Art. 7 Abs. 1 WaG ist für jede Rodung in derselben Gegend mit 

standortgerechten Arten Realersatz zu leisten. In Gebieten mit zunehmen-

- 24 -

der Waldfläche können anstelle von Realersatz gleichwertige Massnahmen 

zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes getroffen werden (Art. 7 

Abs. 2 lit. a WaG). Gemäss Art. 8a der Verordnung über den Wald (Wald-

verordnung, WaV; SR 921.01) bezeichnen die Kantone nach Anhörung des 

BAFU die Gebiete mit zunehmender Waldfläche. Dem Beschluss der Re-

gierung des Kantons Graubünden vom 2., mitgeteilt am 3. Septem-

ber 2014, Protokoll Nr. 834, ist zu entnehmen, dass die vorliegend strittige 

Rodung in einem Gebiet mit zunehmender Waldfläche liegt. Somit durften 

anstelle des Realersatzes Massnahmen zugunsten des Natur- und Land-

schaftsschutzes getroffen werden. 

Das Amt für Wald und Naturgefahren hielt in seiner Stellungnahme vom 

12. Oktober 2015 fest, dass als Rodungsersatz Ersatzmassnahmen zu-

gunsten von Natur- und Landschaftsschutz sowie Ersatzaufforstungen an 

Ort und Stelle vorgesehen würden (vgl. Beilage 5 des Beschwerdegeg-

ners). Das Amt für Natur und Umwelt stimmte in seiner Stellungnahme vom 

19. Oktober 2015 der Rodung und den Ersatzmassnahmen zugunsten von 

Natur- und Landschaftsschutz zu (vgl. Beilage 5 des Beschwerdegegners). 

Es stellte verschiedene Anträge hinsichtlich des Landschaftsschutzes, de-

nen der Beschwerdegegner im angefochtenen Gesamtentscheid nachge-

kommen ist (vgl. Dispositiv Ziff. I/1 lit.  h - k). Gestützt darauf gelangt das 

streitberufene Gericht zum Schluss, dass ein hinreichender Rodungsersatz 

(96 m2 Realersatz sowie Massnahmen zugunsten von Natur- und Land-

schaftsschutz) besteht und somit auch die Rodung von 816 m2 Waldareal 

im Zusammenhang mit der Festlegung des geplanten öffentlichen Fuss-

wegs im Generellen Erschliessungsplan zu Recht bewilligt wurde.

7.1. Schliesslich macht die Beschwerdeführerin noch geltend, dass Nutzungs-

pläne gemäss Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung 

(Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) bei erheblicher Änderung der Ver-

hältnisse zu überprüfen und nötigenfalls anzupassen seien. Vorliegend sei 

- 25 -

der beschlossene GEP 2002 bezüglich der geplanten Fusswegverbindung 

erst nach rund 12 Jahren auf seine Genehmigungsfähigkeit hin überprüft 

bzw. erst nach beinahe 16 Jahren mit dem vorliegend angefochtenen Ent-

scheid genehmigt worden. Aufgrund dessen sowie aufgrund des Baus des 

N._____-Zentrums, welches zweifellos zu einer Herabsetzung der Attrakti-

vität von B._____ E._____ geführt habe, wäre vorliegend zumindest zu prü-

fen gewesen, ob sich die Verhältnisse derart stark verändert haben, dass 

eine Anpassung des Erschliessungsplans notwendig wäre. Da eine dahin-

gehende konkrete Überprüfung der Verhältnisse weder durch die Be-

schwerdegegnerin noch durch die Vorinstanz vorgenommen worden sei, 

hätte der GEP 2002 schon deshalb nicht genehmigt werden können. 

7.2.1. Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin hat sich die Vorinstanz 

sehr wohl mit der Frage auseinandergesetzt, ob veränderte Verhältnisse 

vorliegen. So ist dem angefochtenen Gesamtentscheid u.a. zu entnehmen, 

dass keine erheblich veränderten Verhältnisse auszumachen seien. Die At-

traktivität von B._____ E._____ möge im Verlauf der letzten 15 Jahre viel-

leicht etwas abgenommen haben, dies unter Umständen aufgrund des 

neuen N._____-Zentrums. Ein möglicher Attraktivitätsverlust von B._____ 

E._____ hätte aber (wenn überhaupt) keineswegs ein Ausmass, das als 

geradezu erheblich bezeichnet werden müsste und es rechtfertigen würde, 

die Stimmberechtigten nochmals über die angefochtene Fusswegfestle-

gung abstimmen zu lassen. 

7.2.2. Art. 21 Abs. 2 RPG unterscheidet mit Blick auf die Änderung von Nutzungs-

plänen zwei Stufen: In einem ersten Schritt wird geprüft, ob sich die Ver-

hältnisse so erheblich geändert haben, dass die Nutzungsplanung über-

prüft werden muss; in einem zweiten Schritt erfolgt nötigenfalls die Planan-

passung (BGE 140 II 25 E.3 m.w.H.). Gemäss bundesgerichtlicher Recht-

sprechung ist eine Überprüfung der Grundordnung bereits geboten, wenn 

sich die Verhältnisse seit der Planfestsetzung geändert haben, diese Ver-

- 26 -

änderung die für die Planung massgebenden Gesichtspunkte betrifft und 

erheblich ist. Dabei ist die Erheblichkeit bereits zu bejahen, wenn eine An-

passung der Zonenplanung im fraglichen Gebiet in Betracht fällt und die 

entgegenstehenden Interessen der Rechtssicherheit und des Vertrauens 

in die Planbeständigkeit nicht so gewichtig sind, dass eine Plananpassung 

von vornherein ausscheidet (BGE 140 II 25 E.3.2 m.w.H.).

Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts leuchtet nicht ein, inwiefern 

das neue N._____-Zentrum die für den geplanten öffentlichen Fussweg 

massgebenden Gesichtspunkte betrifft. Selbst wenn das neue N._____-

Zentrum zu einem Attraktivitätsverlust von B._____ E._____ führte, so 

bestünde das öffentliche Interesse am geplanten öffentlichen Fussweg 

trotzdem weiter (vgl. vorstehende Erwägung 3). 

8. Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde somit als unbegründet, weshalb 

sie abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten 

zulasten der unterliegenden Beschwerdeführerin (Art. 73 Abs. 1 VRG). Ge-

stützt auf Art. 75 Abs. 2 VRG rechtfertigt es sich vorliegend, die Staatsge-

bühr auf Fr. 3'000.-- festzulegen. Dem obsiegenden Beschwerdegegner 

und der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht gemäss Art. 78 Abs. 2 

VRG keine Parteientschädigung zu.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 3'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 624.--

- 27 -

zusammen Fr. 3'624.--

gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]