# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 363cc7e8-bf28-50a9-a101-46a9cc1720b4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 05.06.2019 S 2018 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2018-155_2019-06-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 155

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
RichterIn von Salis, Audétat 

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 5. Juni 2019

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen 

B._____ AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach KVG

- 2 -

1. A._____ ist bei der B._____ AG obligatorisch krankenversichert. 

2. Mit Schreiben vom 9. Februar 2017 bat Dr. med. Dr. med. dent. C._____, 

Universitäres Zentrum für Zahnmedizin X._____, die B._____ AG, die Kos-

ten für die Speicheluntersuchung sowie die Behandlung und Prophylaxe zu 

übernehmen, die aufgrund der Krankheiten von A._____ bzw. deren Be-

handlung und der daraus resultierenden starken Hyposalivation sowie Ka-

ries notwendig geworden seien. Am 9. März 2017 lehnte die B._____ AG 

ihre Leistungspflicht ab mit der Begründung, dass Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV 

nicht zur Anwendung komme und kariesbedingte Läsionen keine Pflicht-

leistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung nach Art. 17 lit. b 

Ziff. 3 KLV darstellten. Mit Eingabe vom 21. März 2017 teilte Dr. med. Dr. 

med. dent. C._____ der B._____ AG mit, dass es sich vorliegend um eine 

Unterfunktion der Speicheldrüsen handle, weshalb die Voraussetzungen 

von Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV erfüllt seien und eine Leistungspflicht der 

Grundversicherung bestehe. Mit Schreiben vom 27. März 2017 sowie Ver-

fügung vom 1. Mai 2017 lehnte die B._____ AG eine Leistungspflicht für 

die in Frage stehende zahnärztliche Behandlung mit derselben Begrün-

dung wie im Schreiben vom 9. März 2017 erneut ab. 

3. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 31. Mai 2017 Einsprache und 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben bzw. das Verfah-

ren bis zum Vorliegen der Abklärung ihres Hausarztes Dr. med. D._____ 

zu sistieren. Am 7. Juni 2017 sistierte die B._____ AG das Einsprachever-

fahren bis zum Vorliegen des Berichts von Dr. med. D._____.

4. In den Arztberichten vom 28. Juni 2017 und 28. November 2017 stellte Dr. 

med. D._____ bei A._____ eine schwere Polyarthritis mit Hyperurikämie 

fest und diagnostizierte zusätzlich eine Herzinsuffizienz wyha 2-3, eine 

chronische Niereninsuffizienz Stadium 3, ein Asthma bronchiale, eine Mi-

gräne mit Aura sowie eine medikamentös kompensierte Hypothyreose. 

A._____ sei wegen diesen Krankheiten auf multiple Medikamente ange-

- 3 -

wiesen, die eine Reduktion der Speichelproduktion bewirkten. Die kariösen 

Zähne seien einerseits krankheitsbedingt (Arthritis) und anderseits als Ne-

benwirkung der Medikamente zu werten.

5. Am 28. November 2017 begründete A._____ ihre Einsprache vom 31. Mai 

2017. Sie hielt fest, dass sie an einer schweren Polyarthritis mit Hyperuri-

kämie leide, weshalb Art. 18 Abs. 1 lit. c KLV einschlägig sei. Weiter könne 

der Grund der Mundtrockenheit (Sjögren-Syndrom) der arthritischen Krank-

heit zugeordnet werden. Somit komme auch Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV zur 

Anwendung.

6. Mit Schreiben vom 7. Februar 2018 wurde Dr. med. D._____ von der 

B._____ AG aufgefordert, hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen der 

Arthritiserkrankung und der Mundtrockenheit medizinische Unterlagen ein-

zureichen. Zudem wurde er darum ersucht, das Vorliegen des Sjögren-

Syndroms zu belegen. Im Arztbericht vom 21. Februar 2018 hielt Dr. med. 

D._____ fest, dass die Mundtrockenheit als Folge der von A._____ einge-

nommenen Medikamente bekannt sei. Ein sekundäres Sjögren-Syndrom 

könne u.a. bei rheumatoider Arthritis auftreten. Somit komme bei A._____ 

nebst der Medikamentennebenwirkung auch ein mögliches sekundäres 

Sjögren-Syndrom in Frage. Aufgrund der fehlenden Konsequenz sei auf 

eine Biopsie der Speicheldrüsen und der Mundschleimhaut verzichtet wor-

den. Mit Schreiben vom 29. März 2018 ordnete die B._____ AG zum Nach-

weis des Sjögren-Syndroms eine Biopsie der Speicheldrüsen an und for-

derte A._____ auf, Fragen hinsichtlich einer allfällig speichelhemmenden 

Medikation, der Art der bestehenden Karies sowie der Teilnahme an einem 

Intensiv-Prophylaxeprogramm zur Kariesprävention zu beantworten. Im 

Arztbericht an die B._____ AG vom 26. Mai 2018 gab Dr. med. D._____ 

an, dass eine Speicheldrüsenbiopsie kaum zielführend sei, da die Sicca-

Symptomatik im Mund sowohl medikamentös als auch als sekundäres Sjö-

gren-Syndrom interpretiert werden könne. Eine negative Biopsie schliesse 

nicht aus, dass A._____ unter einer ausgeprägten Verminderung der Spei-

- 4 -

cheldrüsenfunktion leide. Mit Eingabe vom 12. Juni 2018 nahm A._____ zu 

den von der B._____ AG gestellten Fragen Stellung. Der Vertrauensarzt 

der B._____ AG, Dr. med. E._____, hielt in einer undatierten E-Mail an die 

B._____ AG fest, dass das Sjögren-Syndrom und somit eine Speicheldrü-

senerkrankung nicht nachgewiesen sei, weshalb die Anwendung von Art. 

18 Abs. 1 lit. d KLV ausgeschlossen werden könne. Am 19. Juli 2018 führte 

Dr. med. dent. F._____ bei A._____ eine Speicheldrüsen-Flussrate-Be-

stimmung durch. Gestützt auf die Abklärungsergebnisse kam er im Arztbe-

richt vom 8. August 2018 zuhanden der B._____ AG zum Schluss, dass 

aufgrund der Speichelmenge Art. 17 lit. b Ziff. 3 KLV anwendbar sei. Be-

züglich der Mundhygiene von A._____ führte er aus, dass diese (noch) 

nicht perfekt sei, aber doch durchschnittlich gut.

7. Mit E-Mail vom 4. September 2018 teilte der Vertrauensarzt Dr. med. 

E._____ der B._____ AG mit, dass Dr. med. dent. F._____ eindeutig eine 

Xerostomie objektiviert habe. Karies sei typisch für Xerostomie-Patienten. 

Zudem werde die persönliche Mundhygiene als gut eingestuft, weshalb 

eine Übernahme der Kosten nach Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV zu empfehlen 

sei. In seiner E-Mail an die B._____ AG vom 10. September 2018 revidierte 

Dr. med. E._____ seine Ersteinschätzung vom 4. September 2018 und er-

klärte, dass gemäss den intraoralen Fotos die Zähne von A._____ mit ei-

nem dichten Plaque-Film besiedelt seien. Die Mundhygiene sei entgegen 

der Ansicht von Dr. med. dent. F._____ eindeutig ungenügend.

8. Mit Einspracheentscheid vom 13. November 2018 wies die B._____ AG die 

von A._____ gegen die Verfügung vom 1. Mai 2017 erhobene Einsprache 

ab. Begründend wurde zusammenfassend ausgeführt, dass die bei 

A._____ vorhandene Karies vermeidbar gewesen wäre, weshalb die Art. 

17 und 18 KLV nicht anwendbar seien und die Kostenübernahme der 

zahnärztlichen Behandlung abgelehnt werden müsse.

- 5 -

9. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 11. De-

zember 2018 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden. Sie beantragte sinngemäss, die B._____ AG sei in Aufhe-

bung des Einspracheentscheids vom 13. November 2018 zu verpflichten, 

die Kosten für die Zahnbehandlung gemäss Kostengutsprachegesuch von 

Dr. med. Dr. med. dent. C._____ vom 9. Februar 2017 bzw. gemäss Kos-

tenschätzung von Dr. med. dent. F._____ vom 23. August 2018 zu über-

nehmen. Zur Begründung verwies sie auf das der Beschwerde beiliegende 

Schreiben von Dr. med. dent. F._____ an die B._____ AG vom 6. Dezem-

ber 2018 und führte aus, dass der Vertrauensarzt der B._____ AG die Kos-

tenübernahme der Zahnbehandlung mit Hinweis auf das Vorliegen einer 

Xerostomie und einer guten Mundhygiene zunächst bejaht habe, dann al-

lerdings nach Betrachten der intraoralen Fotos mit dem Argument, die 

Mundhygiene sei ungenügend, verneint habe. Laut Dr. med. dent. F._____ 

sei auf den Fotos keine grosse Menge Plaque zu erkennen. Bei Zahn 23 

sehe es cervical am Zahn etwas weisslich aus, was aber nicht Zahnbelag 

sei, sondern entkalkter Schmelz. Hätte es viel Plaque gehabt, wären die 

Zahnfleischränder breit und deutlich gerötet gewesen. Somit sei die Mund-

hygiene nicht ungenügend gewesen. Zudem sei die Beschwerdeführerin 

früher vom zahnmedizinischen Fachpersonal betreffend Mundhygiene im 

Zusammenhang mit der vorliegenden Medikation nicht korrekt instruiert 

worden und die verschreibenden Ärzte informierten fast alle Patienten hin-

sichtlich der Mundtrockenheit nicht richtig.

10. In der Beschwerdeantwort vom 4. Januar 2019 beantragte die B._____ AG 

(nachfolgen: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Be-

gründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin 

in der Beschwerde nur noch die Xerostomie als Ursache ihrer Zahnschä-

den vorbringe. Diesbezüglich sei fraglich, ob zum Zeitpunkt des Kostengut-

sprachegesuchs überhaupt eine Xerostomie vorgelegen habe, da die Spei-

chelfliessratenmessung von Dr. med. Dr. med. dent. C._____ zumindest 

beim stimulierten Speichelwert einen Wert von 1.0 ml/min ergeben habe, 

- 6 -

was nicht im Xerostomiebereich liege. Erst mit der Messung von Dr. med. 

dent. F._____ vom 8. August 2018 (recte: 19. Juli 2018) habe eine Xero-

stomie nachgewiesen werden können. Da die Zahnschäden jedoch bereits 

vor dem Jahr 2017 bestanden hätten und das Vorliegen der Xerostomie 

zumindest im stimulierten Bereich verneint werden müsse, sei fraglich, ob 

Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV überhaupt anwendbar sei. Bereits deshalb sei eine 

Pflichtleistung abzulehnen. Abgesehen davon nehme die Beschwerdefüh-

rerin erst seit dem Wechsel zu Dr. med. dent. F._____ prophylaktische 

Massnahmen mit effektiver Wirkung wahr. Diese Massnahmen seien ohne 

Weiteres zumutbar. Vor dem Besuch bei Dr. med. dent. F._____ habe die 

Beschwerdeführerin somit offenbar keine entsprechende Zahnhygiene 

durchgeführt. Zudem sei nur selten eine zahnärztliche Konsultation durch-

geführt worden, was den Anforderungen an eine genügende Mundhygiene 

nicht entspreche. Die Kariesschäden der Beschwerdeführerin seien folglich 

als vermeidbar zu beurteilen, weshalb keine Pflichtleistung bestehe. An 

diesem Ergebnis vermöchten die in der Beschwerde vorgebrachten Punkte 

nichts zu ändern.

11. In der freigestellten Replik vom 21. Januar 2019 hielt die Beschwerdefüh-

rerin fest, dass die Unzumutbarkeit die Grenze der Schadenminderungs-

pflicht bilde. Zumutbare Massnahmen müssten geeignet, erforderlich sowie 

verhältnismässig sein. Bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit sei zu 

berücksichtigen, dass sie seit gut 30 Jahren Schmerzpatientin sei, ver-

schiedenste Medikamente einnehme und die Neben- sowie Wechselwir-

kungen in der Fülle aller Medikamente nicht überschaubar seien. Es sei zu 

einfach, alles auf ihr Verhalten betreffend das Zähneputzen abzuwälzen. 

Sie habe alles Erdenkliche bezüglich ihrer Mundhygiene getan.

12. Am 25. Januar 2019 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einrei-

chung einer Duplik.

- 7 -

13. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht lie-

genden Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-

wägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 13. November 2018. Gegen solche sozial-

versicherungsrechtlichen Entscheide kann Beschwerde beim Versiche-

rungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem der Versicherte 

zur Zeit der Beschwerdeerhebung seinen Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10] i.V.m. 

Art. 56 Abs. 1 sowie Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Be-

schwerdeführerin wohnt im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zustän-

digkeit des angerufenen Gerichts zur Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde gegeben ist. Dessen sachliche und funktionelle Zuständigkeit er-

gibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das Verwaltungsge-

richt als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden gegen Einspra-

cheentscheide und Verfügungen in Sozialversicherungssachen beurteilt, 

die gemäss Bundesrecht der Beschwerde unterliegen. Damit fällt die Beur-

teilung der vorliegenden Beschwerde in die Zuständigkeit des angerufenen 

Gerichts. Als Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheids ist die 

Beschwerdeführerin berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG) ist somit einzutreten. 

- 8 -

2. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Frage, ob die Beschwerdegegnerin das Gesuch um Kostengutsprache vom 

9. Februar 2017 für die Speicheluntersuchung vom 25. Januar 2017 sowie 

die Behandlung und Prophylaxe der vorhandenen Kariesproblematik zu 

Recht ablehnte bzw. ob sie die Mundhygiene der Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt der Gesuchstellung bis zum Erlass des angefochtenen Einspra-

cheentscheids vom 13. November 2018 zu Recht als ungenügend beur-

teilte und damit zu Recht von der Vermeidbarkeit der Kariesschäden aus-

ging. Bei der Beurteilung der vorliegenden Streitsache hat das Gericht auf 

den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids 

vom 13. November 2018 eingetretenen Sachverhalt abzustellen (vgl. KIE-

SER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 61 Rz. 99 

mit weiteren Hinweisen). 

3.1. Gemäss Art. 25 ff. KVG gelten die Kosten für Leistungen, die der Diagnose 

oder Behandlung einer Krankheit und deren Folgen dienen, als Pflichtleis-

tung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Im Vordergrund ste-

hen die Leistungen der Ärzte und Ärztinnen, dann aber auch der Chiroprak-

toren und Chiropraktorinnen sowie der Personen, die im Auftrag von Ärzten 

und Ärztinnen Leistungen erbringen. Zahnärztliche Behandlungen sind 

grundsätzlich keine gesetzlichen Pflichtleistungen (vgl. BGE 125 V 278 E.6 

mit weiteren Hinweisen). Das KVG sieht allerdings in Art. 31 Abs. 1 Aus-

nahmen vor (vgl. EUGSTER, in: MEYER (Hrsg.), Schweizerisches Bundesver-

waltungsrecht, Band XIV, Soziale Sicherheit, Basel 2016, S. 552 Rz. 478). 

Danach werden die Kosten von zahnärztlichen Behandlungen von der ob-

ligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen, wenn diese  ̶  al-

ternativ  ̶  durch eine schwere, nicht vermeidbare Erkrankung des Kausys-

tems (Art. 31 Abs. 1 lit. a KVG), durch eine schwere Allgemeinerkrankung 

oder ihre Folgen bedingt (Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG) oder zur Behandlung 

einer schweren Allgemeinerkrankung oder ihrer Folgen notwendig sind 

(Art. 31 Abs. 1 lit. c KVG). 

- 9 -

3.2. In Art. 33 Abs. 2 und 5 KVG wurde der Bundesrat beauftragt, u.a. die Leis-

tungen nach Art. 31 Abs. 1 lit. a - c KVG für zahnärztliche Behandlungen 

näher zu bezeichnen oder diese Aufgabe dem Departement oder dem Bun-

desamt zu übertragen. Der Bundesrat machte von seiner Befugnis zur 

Übertragung der Aufgabe Gebrauch und gab dem Eidgenössischen Depar-

tement des Innern (EDI) den Auftrag, die zahnärztlichen Behandlungen 

gemäss Art. 31 Abs. 1 KVG nach Anhören der zuständigen Kommission zu 

bezeichnen (Art. 33 lit. d der Verordnung über die Krankenversicherung 

[KVV; SR 832.102]). 

3.3. Das EDI listete in der von ihm erlassenen Krankenpflege-Leistungs-verord-

nung (KLV; SR 832.112.31) die oben genannten zahnärztlichen Behand-

lungen in den Art. 17 - 19 auf. In Art. 17 KLV werden die schweren, nicht 

vermeidbaren Erkrankungen des Kausystems aufgezählt, bei denen dar-

aus resultierende zahnärztliche Behandlungen von der obligatorischen 

Krankenpflegeversicherung zu übernehmen sind. Die Enumeration dieser 

Krankheiten wird gegliedert. In Art. 17 lit. b Ziff. 3 KLV sind die Erkrankun-

gen des Zahnhalteapparates (Parodontopathien) zufolge irreversibler Ne-

benwirkungen von Medikamenten erwähnt. Art. 18 KLV listet die schweren 

Allgemeinerkrankungen und ihre Folgen auf, die zu zahnärztlicher Behand-

lung führen können und deren Kosten von der obligatorischen Krankenpfle-

geversicherung zu tragen sind. Die Enumeration dieser Krankheiten wird 

ebenfalls gegliedert. In Art. 18 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 KLV wird die chronische 

Polyarthritis mit Kieferbeteiligung aufgezählt und in Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV 

werden Speicheldrüsenerkrankungen genannt. Art. 19 KLV nennt schliess-

lich die schweren Allgemeinerkrankungen, bei denen die zahnärztliche 

Massnahme notwendiger Bestandteil der ärztlichen Behandlung darstellt. 

Die in der KLV enthaltene Liste der Erkrankungen, welche zu einer Pflicht-

leistung der Krankenkasse führen, ist gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung abschliessend konzipiert (vgl. BGE 127 V 328 E.3a; 127 

V 339 E.3b; 124 V 185 E.4). Diese Praxis hat zur Folge, dass zahnärztliche 

Behandlungen durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung nicht 

- 10 -

übernommen werden, wenn die Krankheit, welche den Anlass zur Behand-

lung gibt, in den Art. 17 - 19 KLV nicht erwähnt ist (vgl. Entscheid des Kan-

tonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 

24. Januar 2018 [730 17 291/28] E.2.4 mit weiteren Hinweisen). 

3.4. Art. 31 Abs. 1 lit. a KVG in Verbindung mit Art. 17 KLV löst nur bei nicht 

vermeidbaren Erkrankungen des Kausystems Pflichtleistungen aus. Nicht 

die schwere Allgemeinerkrankung, sondern die Kausystemerkrankung 

muss unvermeidbar gewesen sein. Dies geht aus dem klaren Wortlaut des 

Gesetzes sowie der parlamentarischen Debatte über Art. 31 KVG hervor, 

bei der die Mehrheit in den Räten die Auffassung vertrat, dass vermeidbare 

Erkrankungen des Kausystems, wie Karies, generell nicht zu den Pflicht-

leistungen der Krankenkassen gehören. Zudem ergeben auch Sinn und 

Zweck der Verordnungsbestimmung, dass der Grund für die Zuordnung zu 

den Pflichtleistungen darin zu sehen ist, dass die versicherte Person für die 

Kosten der zahnärztlichen Behandlung dann nicht soll aufkommen müs-

sen, wenn sie an einer nicht vermeidbaren Erkrankung des Kausystems 

leidet, die durch eine schwere Allgemeinerkrankung oder ihre Folgen be-

dingt ist. Dieser Auslegung liegt somit der Gedanke zur Grunde, dass von 

einer versicherten Person eine genügende Mundhygiene erwartet wird. 

Diese verlangt Anstrengungen in Form täglicher Verrichtungen, namentlich 

die Reinigung der Zähne, die Selbstkontrolle der Zähne, soweit dem Laien 

möglich, in Form des Ganges zum Zahnarzt, wenn sich Auffälligkeiten am 

Kausystem zeigen, sowie in Form von periodischen Kontrollen und Be-

handlungen durch den Zahnarzt (einschliesslich einer periodischen profes-

sionellen Dentalhygiene). Sie richtet sich nach dem jeweiligen Wissens-

stand der Zahnheilkunde. Was die Vermeidbarkeit anbelangt, fällt darunter 

alles, was durch eine genügende Mund- und Zahnhygiene vermieden wer-

den könnte. Abzustellen ist dabei grundsätzlich auf eine objektive Vermeid-

barkeit der Kausystemerkrankung. Massgebend ist demzufolge, ob bspw. 

Karies oder Parodontitis hätte vermieden werden können, wenn die Mund- 

und Zahnhygiene genügend gewesen wäre, dies ohne Rücksicht darauf, 

- 11 -

ob die versäumte Prophylaxe im Einzelfall als subjektiv entschuldbar zu 

betrachten ist. Dazu gehört eine allgemein übliche genügende Mund- und 

Zahnhygiene. Dies will indessen nicht heissen, dass eine versicherte Per-

son, die auf Grund ihrer Konstitution, durchgemachten Krankheiten oder 

durchgeführten Zahnbehandlungen eine erhöhte Anfälligkeit für Zahner-

krankungen hat, es mit der allgemein üblichen Mundhygiene bewenden 

lassen kann. Die Mundhygiene muss aber in jedem Fall sowohl in der täg-

lichen Durchführung wie auch hinsichtlich des periodischen Ganges zum 

Zahnarzt und der Dentalhygiene in vernünftigem und zumutbarem Rahmen 

bleiben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_606/2007 vom 31. Januar 2008 

E.4 mit weiteren Hinweisen). 

3.5. Art. 31 Abs. 1 lit. b KVG in Verbindung mit Art. 18 KLV löst, obschon in 

diesen Bestimmungen nicht ausdrücklich erwähnt, analog zu Art. 31 Abs. 

1 lit. a KVG in Verbindung mit Art. 17 KLV nur bei nicht vermeidbaren Er-

krankungen des Kausystems Pflichtleistungen aus. Nochmals zu betonen 

ist dabei, dass nicht die schwere Allgemeinerkrankung, sondern die Kau-

systemerkrankung unvermeidbar gewesen sein muss (vgl. BGE 128 V 59 

E.4a; 128 V 70 E.4a). 

3.6. Eine weitere Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die obligatori-

sche Krankenpflegeversicherung ist, dass die erbrachten Leistungen wirk-

sam, zweckmässig und wirtschaftlich sind (Art. 32 Abs. 1 KVG). 

4.1. Die Abklärung des für die Beurteilung von Ansprüchen versicherter Perso-

nen notwendigen Sachverhalts hat gemäss dem im Sozialversicherungs-

recht geltenden Untersuchungsgrundsatz die verfügende wie auch die eine 

Verfügung überprüfende Behörde bzw. das Gericht von Amtes wegen vor-

zunehmen. Das heisst sowohl die Krankenkasse wie auch das Sozialversi-

cherungsgericht haben von sich aus, ohne Bindung an die Parteibegehren, 

für die richtige und vollständige Feststellung des Sachverhalts zu sorgen. 

Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, in 

- 12 -

welcher Art über die Rechte und Pflichten einer versicherten Person zu ent-

scheiden ist. Dabei sind gerade in Fällen wie dem vorliegenden, in denen 

medizinische Sachverhalte zu klären sind, sowohl die Verwaltung als auch 

die Justiz zur Beurteilung der sich stellenden Rechtsfragen auf Unterlagen 

angewiesen, die eine Ärztin bzw. ein Arzt und gegebenfalls andere Fach-

personen zur Verfügung zu stellen haben (vgl. LOCHER/GÄCHTER, Grundriss 

des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl., Bern 2014, § 70 Rzn. 2 ff. und 8 f. 

mit weiteren Hinweisen). 

4.2. Die solcherart erhobenen Beweismittel sind sowohl durch die Kranken-

kasse als auch durch das Gericht frei zu würdigen. Für das verwaltungsge-

richtliche Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle Be-

weismittel  ̶  unabhängig davon, von wem sie stammen  ̶  objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver-

lässige Beurteilung des strittigen Rechtsanspruchs gestatten. Dabei ist ge-

rade hinsichtlich des Beweiswerts ärztlicher Berichte und Stellungnahmen 

entscheidend, ob diese für die streitigen Belange umfassend sind, auf all-

seitigen Untersuchungen beruhen, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigen, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchten und ob die 

Schlussfolgerungen begründet sind (vgl. BGE 125 V 351 E.3a; 122 V 157 

E.1c; je mit weiteren Hinweisen).

4.3. Schliesslich darf das Sozialversicherungsgericht eine rechtserhebliche Tat-

sache erst dann als bewiesen annehmen, wenn es von ihrem Bestehen 

überzeugt ist. Dabei hat es seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Ab-

weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachver-

halts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr 

jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-

schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. LOCHER/GÄCH-

TER, a.a.O., § 70 Rz. 58 mit weiteren Hinweisen). 

- 13 -

5.1. Vorliegend ist zunächst festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im an-

gefochtenen Einspracheentscheid vom 13. November 2018 eine Leis-

tungspflicht gestützt auf Art. 17 lit. b Ziff. 3 KLV (Erkrankungen des Zahn-

halteapparates [Parodontopathien] zufolge irreversibler Nebenwirkungen 

von Medikamenten) für die zahnärztliche Behandlung zu Recht verneinte. 

Gemäss Atlas der Erkrankungen mit Auswirkungen auf das Kausystem 

(herausgegeben von der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO, 4. 

Aufl., 2018, S. 33 [nachfolgend: SSO-Atlas]) sind von dieser Bestimmung 

durch Medikamente verursachte, meist typische und irreversible Verände-

rungen an Gingiva und Schleimhaut erfasst. Dr. med. Dr. med. dent. 

C._____ führte in seinem Schreiben an die Beschwerdegegnerin vom 

21. März 2017 aus, dass bei der Beschwerdeführerin keine Veränderungen 

an Gingiva oder Schleimhaut vorlägen (vgl. beschwerdegegnerische Un-

terlagen [Bg-unterl.] 62). Demgegenüber ist unbestritten, dass die Be-

schwerdeführerin an Karies leidet. Karies ist jedoch eine Schädigung am 

Zahn selbst und stellt keine Erkrankung des Zahnhalteapparates dar (vgl. 

Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts K104/99 vom 14. De-

zember 2001 E.4b; Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Ab-

teilung Sozialversicherungsrecht, vom 15. September 2016 [730 16 58] 

E.5.3.2 mit weiteren Hinweisen). Karies als Zahnschaden ist somit nicht 

den Parodontopathien gleichzustellen und folglich nicht unter Art. 17 lit. b 

Ziff. 3 KLV zu subsumieren. Etwas Gegenteiliges wird von der Beschwer-

deführerin in ihrer Beschwerde denn auch nicht geltend gemacht. 

5.2. An dieser Stelle ist sodann darauf hinzuweisen, dass die zahnärztliche Be-

handlung von Karies und anderen nicht in Art. 17 KLV genannten Zahn-

schäden trotz allem eine Pflichtleistung sein kann. Von einer "Vermutung" 

der Vermeidbarkeit von Karies kann nicht ausgegangen werden. Vielmehr 

gibt es Formen vermeidbarer und nicht vermeidbarer Karies. So machte 

der Verordnungsgeber mit der Aufnahme von Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV of-

fensichtlich auch die Behandlung von Karies und anderen Zahnschäden 

zur Pflichtleistung der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Er er-

- 14 -

kannte, dass Speicheldrüsenerkrankungen und die daraus folgende 

Mundtrockenheit zu nicht vermeidbaren Zahnschäden führen können (vgl. 

BGE 128 V 59 E.6a). Es ist somit zu prüfen, ob die Voraussetzungen von 

Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV für eine Kostenübernahme der zahnärztlichen Be-

handlung erfüllt sind.

5.3. Gemäss Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV übernimmt die Krankenkasse die Kosten 

der zahnärztlichen Behandlung, wenn diese durch eine Speicheldrüsener-

krankung oder ihre Folgen bedingt ist. Laut SSO-Atlas, S. 96, sind infek-

tiöse (Bakterien, Viren, Pilze) und nicht-infektiöse Entzündungen (z.B. Sjö-

gren-Syndrom, Graft-versus-Host Erkrankung), Steinbildungen sowie be-

nigne und maligne Tumore von dieser Bestimmung erfasst. Dass die Be-

schwerdeführerin an einem Sjögren-Syndrom gelitten hat, ist aufgrund der 

medizinischen Akten nicht erstellt. Die Beschwerdegegnerin machte Dr. 

med. D._____ zwar mit Schreiben vom 7. Februar 2018 auf die fehlende 

Diagnose aufmerksam und bat ihn darum, das Vorliegen des Sjögren-Syn-

droms zu bestätigen sowie zu dokumentieren (vgl. Bg-unterl. 45). In seinem 

Antwortschreiben vom 21. Februar 2018 umschrieb Dr. med. D._____ al-

lerdings lediglich, wann ein Sjögren-Syndrom theoretisch auftreten kann 

und hielt fest, dass bei der Beschwerdeführerin ein mögliches sekundäres 

Sjögren-Syndrom in Frage komme (vgl. Bg-unterl. 39). Zudem lehnte der 

besagte Arzt mit Schreiben vom 26. Mai 2018 die von der Beschwerdegeg-

nerin am 29. März 2018 verlangte Durchführung einer Speicheldrüsenbiop-

sie an der Beschwerdeführerin zum Nachweis des Sjögren-Syndroms ab 

(vgl. Bg-unterl. 33 und 38). Da im Sozialversicherungsrecht der übliche Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit massgebend ist, genügt 

die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts den Beweisanforde-

rungen nicht (vgl. E.4.3). Sind die Auswirkungen eines allfälligen Sjögren-

Syndroms auf das Kausystem nicht hinreichend erstellt, muss die Be-

schwerdeführerin die Folgen der Beweislosigkeit tragen, da sie aus dem 

unbewiesenen Sachverhalt Rechte ableiten möchte (vgl. BGE 117 V 261 

E.3b mit weiteren Hinweisen). Vor diesem Hintergrund verneinte die Be-

- 15 -

schwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. No-

vember 2018 eine Leistungspflicht gemäss Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV auf-

grund eines Sjögren-Syndroms zu Recht. Beschwerdeweise wird denn 

auch von der Beschwerdeführerin nichts Gegenteiliges vorgetragen. Was 

ferner die von der Beschwerdeführerin in der Beschwerde als Ursache für 

ihre Zahnschäden vorgebrachte Xerostomie anbelangt, ist festzuhalten, 

dass Dr. med. Dr. med. dent. C._____ im Kostengutsprachegesuch für die 

zahnärztliche Behandlung vom 9. Februar 2017 ausführte, dass die Spei-

cheluntersuchung vom 25. Januar 2017 einen Ruhespeichel von 0.017 

ml/min und damit eine starke Hyposalivation in Ruhe sowie einen stimulier-

ten Wert von 1.0 ml/min ergeben habe (vgl. beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 3 und Bg-unterl. 29 und 64). Sodann teilte der Vertrauensarzt Dr. 

med. E._____ der Beschwerdegegnerin mit E-Mail vom 9. Juli 2018 mit, 

dass die Grenzwerte der Xerostomie bei 0.5 ml/min oder weniger für die 

stimulierte und bei 0.1 ml/min oder weniger für die unstimulierte Speichel-

messung lägen, wobei bei diesen Werten auch eine gewisse Flexibilität 

gelte (vgl. Bg-unterl. 11; vgl. auch Bg-act. 8). Schliesslich bestätigte der 

besagte Vertrauensarzt in seiner E-Mail vom 4. September 2018 an die 

Beschwerdegegnerin die von Dr. med. dent. F._____ im Rahmen der am 

19. Juli 2018 durchgeführten Speicheldrüsen-Flussrate-Bestimmung ge-

stellte Diagnose "Xerostomie" (vgl. Bg-unterl. 11 und 16 ff.). Nach dem Ge-

sagten ist das Vorliegen einer Xerostomie spätestens im Zeitpunkt des Er-

lasses des angefochtenen Einspracheentscheids vom 13. November 2018 

zu bejahen. Da gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung eine Xerosto-

mie mit erhöhter Kariesanfälligkeit als Folge als Speicheldrüsenerkrankung 

im Sinne von Art. 18 Abs. 1 lit. d KLV zu qualifizieren ist (vgl. BGE 128 V 

59 E.3), ist ein Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin gestützt auf die 

erwähnte Bestimmung zu bejahen, sofern  ̶  wie in E.3.5 festgehalten  ̶  die 

bei der Beschwerdeführerin vorhandenen Kariesschäden nicht vermeidbar 

waren.

- 16 -

5.4. Nur der Vollständigkeit halber ist an dieser Stelle noch zu erwähnen, dass 

die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

13. November 2018 eine Leistungspflicht gestützt auf Art. 18 Abs. 1 lit. c 

Ziff. 1 KLV (chronische Polyarthritis mit Kieferbeteiligung) zu Recht ver-

neinte. Laut SSO-Atlas, S. 81, sind Systemerkrankungen des Bindegewe-

bes mit polyartikulärem und symmetrischem entzündlichem Befall der klei-

nen Gelenke von dieser Bestimmung erfasst. Dass die Beschwerdeführerin 

an Kiefergelenkbeschwerden gelitten hat, ist aufgrund der medizinischen 

Aktenlage nicht ausgewiesen. Die Voraussetzungen von Art. 18 Abs. 1 it. 

c Ziff. 1 KLV für eine Kostenübernahme der zahnärztlichen Behandlung 

sind somit nicht erfüllt. Beschwerdeweise wird denn auch nichts Gegentei-

liges vorgebracht. 

6.1. Hinsichtlich der Vermeidbarkeit der bei der Beschwerdeführerin aufgetre-

tenen Karies bzw. der Mund- und Zahnhygiene der Beschwerdeführerin fin-

den sich folgende medizinischen Beurteilungen in den Akten: 

Dr. med. Dr. med. dent. C._____ führte in seinem Gesuch um Kostengut-

sprache für die zahnärztliche Behandlung vom 9. Februar 2017 zuhanden 

der Beschwerdegegnerin aus, dass anlässlich der Speicheluntersuchung 

vom 25. Januar 2017 viele Mutans Streptokokken und Lactobazillen nach-

gewiesen worden seien, was auf ein hohes Kariesrisiko und eine hohe Ka-

riesaktivität hindeute. In dieser Situation sei auch bei guter Mundhygiene 

die Entstehung bzw. Progression von Karies nicht vermeidbar (vgl. Bg-act. 

3 und Bg-unterl. 29 und 64). Zudem hielt Dr. med. Dr. med. dent. C._____ 

in seinem Schreiben vom 21. März 2017 an die Beschwerdegegnerin fest, 

dass die besagte Speichelmessung eine Unterfunktion der Speicheldrüsen 

ergeben habe (vgl. Bg-unterl. 62). 

Dr. med. D._____ gab in seinen Arztberichten vom 28. Juni 2017 sowie 

28. November 2017 an, dass die von der Beschwerdeführerin einzuneh-

menden Medikamente und die vorhandene arthritische Krankheit eine Re-

- 17 -

duktion der Speichelproduktion und damit eine Mundtrockenheit bewirkten, 

was die Kariesanfälligkeit nachgewiesenermassen erhöhe (vgl. Bg-unterl. 

41 und 51). Sodann führte der besagte Hausarzt in seinem Arztbericht vom 

21. Februar 2018 zuhanden der Beschwerdegegnerin aus, dass bei der 

Beschwerdeführerin ein mögliches sekundäres Sjögren-Syndrom in Frage 

komme, jedoch aufgrund der fehlenden Konsequenz auf eine Biopsie der 

Speicheldrüsen und der Mundschleimhaut verzichtet worden sei (vgl. Bg-

unterl. 39). Schliesslich teilte Dr. med. D._____ der Beschwerdegegnerin 

mit Arztbericht vom 26. Mai 2018 mit, dass eine negative Biopsie nicht aus-

schliesse, dass die Beschwerdeführerin unter einer ausgeprägten Vermin-

derung der Speicheldrüsenfunktion leide (vgl. Bg-unterl. 33). 

Dr. med. dent. F._____ hielt in seinem Schreiben an die Beschwerdegeg-

nerin vom 8. August 2018 fest, dass die Mundhygiene der Beschwerdefüh-

rerin gemäss den anlässlich der am 19. Juli 2018 durchgeführten Spei-

cheldrüsen-Flussrate-Bestimmung aufgenommenen Fotos (noch) nicht 

perfekt sei, aber doch durchschnittlich gut (vgl. Bg-unterl. 16). Zudem geht 

aus den Akten hervor, dass der besagte Zahnarzt an der Beschwerdefüh-

rerin am 1. Juni 2018 eine erste und am 19. Juli 2018 eine zweite zahnärzt-

liche Kontrolle durchführte (vgl. Bg-unterl. 16 und 25). 

Der Vertrauensarzt Dr. med. E._____ kam in seiner E-Mail an die Be-

schwerdegegnerin vom 4. September 2018 zunächst zum Schluss, dass 

die persönliche Mundhygiene der Beschwerdeführerin als gut einzustufen 

sei (vgl. Bg-unterl. 11). Nach erneutem Betrachten der von Dr. med. dent. 

F._____ aufgenommenen intraoralen Fotos revidierte der besagte Vertrau-

ensarzt seine Ersteinschätzung am 10. September 2018 und erklärte, dass 

die Mundhygiene der Beschwerdeführerin entgegen der Auffassung von 

Dr. med. dent. F._____ eindeutig ungenügend sei (vgl. Bg-unterl. 10). 

6.2. Vorliegend bleibt für das streitberufene Gericht unklar, ob die Mund- und 

Zahnhygiene der Beschwerdeführerin ausreichend war. Dem Schreiben 

der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin vom 12. Juni 2018 ist 

- 18 -

zwar zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit Juni 2018 ein neues 

prophylaktisches Gesamtkonzept mit regelmässigen Kontrollen, Informati-

onen, Ernährungsumstellungen und prophylaktischen Massnahmen be-

folgt (vgl. Bg-unterl. 26). Ob allerdings die Feststellung der Beschwerde-

führerin, wonach sie durch diese sorgfältige Prophylaxe und Pflege erreicht 

habe, dass die bräunlich verfärbten Stellen an ihren Zähnen seither gleich-

geblieben seien (vgl. Bg-unterl. 26), auch bedeutet, dass weniger Karies 

vorhanden war, kann ohne weitere fachärztliche Stellungnahme nicht be-

urteilt werden. Dem steht nämlich entgegen, dass der Vertrauensarzt Dr. 

med. E._____ auf den intraoralen Fotos, welche Dr. med. dent. F._____ 

rund eineinhalb Monate nach Beginn des prophylaktischen Gesamtkon-

zepts aufnahm (vgl. Bg-unterl. 16 f.), einen dichten Plaque-Film sah (vgl. 

Bg-unterl. 10). Nach dem Ausgeführten lässt sich nicht beurteilen, ob die 

bei der Beschwerdeführerin bestehende Kariesproblematik  ̶  wie von ihr 

behauptet  ̶  verbessert werden konnte oder eben nicht. Sodann schloss 

der besagte Vertrauensarzt in seiner E-Mail vom 10. September 2018 an 

die Beschwerdegegnerin von Plaque direkt auf eine unzureichende Mund-

hygiene, äusserte sich jedoch zu den von der Beschwerdeführerin tatsäch-

lich ergriffenen prophylaktischen Massnahmen nicht (vgl. Bg-unterl. 10 und 

26). Grundsätzlich wäre ja auch denkbar, dass Plaque trotz korrekter 

Mund- und Zahnhygiene besteht, weil sie allenfalls nicht vermeidbar ist. Im 

Übrigen ist nicht nachvollziehbar, dass der Vertrauensarzt Dr. med. 

E._____ die Mundhygiene der Beschwerdeführerin im Rahmen seiner Er-

steinschätzung vom 4. September 2018 noch als gut einstufte (Bg-unterl. 

11), jedoch seine Meinung sechs Tage später ohne ersichtlichen Grund 

revidierte und die Mundhygiene der Beschwerdeführerin als eindeutig un-

genügend beurteilte (vgl. Bg-unterl. 10). Wenn die Mund- und Zahnhygiene 

der Beschwerdeführerin tatsächlich eindeutig unzureichend gewesen wäre, 

hätte er dies doch bereits im Rahmen seiner ersten Beurteilung vom 4. 

September 2018 bemerken müssen. Hinzu kommt, dass sich Dr. med. 

E._____ seine Meinung offenbar lediglich anhand von vier Farbfotos (bzw. 

zwei Röntgenbildern) bildete (vgl. Bg-unterl. 10, 17 und 19). Nebst den von 

- 19 -

Dr. med. dent. F._____ am 19. Juli 2018 aufgenommenen Fotos und ge-

machten Röntgenbildern hat die Beschwerdegegnerin betreffend das Ver-

hältnis zwischen Mundhygiene und der vorhandenen Karies keine weiteren 

(Röntgen-)Bilder bzw. Meinungen von anderen Zahnärzten (z.B. von Dr. 

med. Dr. med. dent. C._____ oder Dr. med. dent. G._____) eingeholt. Des 

Weiteren wurde nicht abgeklärt, ob die bestehende Karies bei der vorlie-

genden Krankheitsproblematik der Beschwerdeführerin objektiv gesehen, 

d.h. bei einer genügenden Mund- und Zahnhygiene überhaupt hätte ver-

mieden werden können. Dr. med. Dr. med. dent. C._____ verneinte dies 

(vgl. Bg-act. 3 und Bg-unterl. 29 und 64). Demgegenüber äusserten sich 

sowohl Dr. med. E._____ als auch Dr. med. dent. F._____ nicht dazu. 

Ebenfalls ungeklärt bleibt, wie die von der Beschwerdeführerin in ihrem 

Schreiben vom 12. Juni 2018 beschriebenen prophylaktischen Massnah-

men (vgl. Bg-unterl. 26) einzustufen sind (ungenügende, durchschnittliche, 

gute, optimale Mundhygienemassnahmen) und wie diese Massnahmen im 

Verhältnis zu den Befunden von Dr. med. dent. F._____ (kariöse Läsionen, 

vgl. Bg-unterl. 25) und Dr. med. E._____ (dichter Plaque-Film, vgl. Bg-un-

terl. 10) zu sehen sind. Schliesslich ist mit der Beschwerdegegnerin festzu-

halten, dass das von der Beschwerdeführerin in der Beschwerde geltend 

gemachte Argument der ungenügenden Instruktion betreffend Mundhygi-

ene durch das zahnmedizinische Fachpersonal bzw. der nicht richtigen In-

formation hinsichtlich Mundtrockenheit durch die verschreibenden Ärzte als 

subjektives Element nicht zu hören ist. Ebenfalls irrelevant ist, dass die Be-

schwerdeführerin vor Herbst 2008 zahnärztliche Konsultationen nur im 

Fünfjahresrhythmus wahrnahm und damals offenbar (noch) keine Zahnpro-

bleme hatte, zumal die Beschwerdeführerin gemäss den Akten erst seit 

Herbst 2008 unter speichelhemmender und damit zahnschädigender Me-

dikation steht (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2 und Bg-unterl. 

24 f.). Vor dem Hintergrund des Gesagten erweist sich die vorinstanzliche 

Abklärung des massgebenden medizinischen Sachverhalts als unvollstän-

dig. Die Angelegenheit ist deshalb in Aufhebung des angefochtenen Ein-

spracheentscheids vom 13. November 2018 zur Vervollständigung des 

- 20 -

rechtserheblichen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei-

sen. Gestützt auf die Ergebnisse ihrer Abklärung wird die Beschwerdegeg-

nerin über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu zu befin-

den haben.

7. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht 

für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende 

Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erheben. Da sie nicht anwaltlich 

vertreten ist, steht der obsiegenden Beschwerdeführerin praxisgemäss 

keine Parteientschädigung zu (vgl. dazu auch KIESER, a.a.O., Art. 61 

Rz.198).

8.1. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (Bundesge-

richtsgesetz, BGG; SR 173.110) ist die Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen Entscheide, 

die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-

scheide sind  ̶  mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständig-

keit und über Ausstandsbegehren (vgl. Art. 92 BGG)  ̶  nur mit Beschwerde 

in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn sie einen nicht 

wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 

BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-

scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder 

Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 

1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es 

sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur 

Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen En-

dentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 

Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 

materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen An-

spruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (vgl. BGE 133 V 477 E.4.2 mit 

weiteren Hinweisen). 

- 21 -

8.2. Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen 

Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Be-

schwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht 

nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. 

Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 

Einspracheentscheid vom 13. November 2018 aufgehoben und die Ange-

legenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass 

einer neuen Verfügung an die B._____ AG zurückgewiesen wird.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]