# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 21f4709b-f9dc-5f73-b411-92c76b7b99c6
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240460-O1
**Docket/Reference:** SB240460-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240460-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240460-O/U/sba

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

M. Knüsel und Oberrichter lic. iur. R. Faga sowie die 

Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch

Urteil vom 3. Juli 2025

in Sachen

A._____,

Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend mehrfacher betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbeitungs-

anlage 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 

10. Abteilung - Einzelgericht, vom 20. März 2024 (GG230200)

- 2 -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 26. September 2023 

(Urk. 16) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 52 S. 29 ff.) 

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte ist schuldig des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer 

Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB.

2.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 

Fr. 100.–.

3.

Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt.

4.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._____ Schadenersatz von 

Fr. 8'000.– zuzüglich 5 % Zins wie folgt: 









Auf Fr. 2'000.– ab 10. April 2022 

Auf Fr. 2'000.– ab 27. April 2022 

Auf Fr. 1'000.–  ab 30. April 2022 und 

Auf Fr. 3'000.– ab 6. Mai 2022 zu bezahlen.

5.

Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin für notwendige Aufwendungen 

im Verfahren Fr. 1'292.30 (inkl. MwSt.) zu bezahlen. 

6.

Rechtsanwältin  Dr.  iur.  X1._____  wird  für  ihre  Aufwendungen  als  amtliche 

Verteidigerin des Beschuldigten mit Fr. 11'830.60 (inkl. Barauslagen und 7.7% bzw. 

8.1% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

7.

Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher 

Rechtsbeistand der Privatklägerin mit Fr. 14'589.80 (inkl. Barauslagen und 7.7% 

bzw. 8.1% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

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8.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

1'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen:

3'000.00   Gebühr für das Vorverfahren;

11'830.60   amtliche Verteidigerin RAin X1._____;

9'996.60   ehemaliger amtlicher Verteidiger RA X2._____;

14'589.80   unentgeltlicher Vertreter der Privatklägerin;

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

9.

Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der beiden amtlichen Verteidigungen sowie des unentgeltlichen Rechts-

beistands der Privatklägerin, werden dem Beschuldigten auferlegt.

10. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen werden auf die Gerichtskasse 

genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung der Kosten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO.

11. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin werden definitiv auf 

die Gerichtskasse genommen.

12.

(Mitteilungen)

13.

(Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:
(Prot. II S. 7 f.)

a)

Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 78 S. 1 f.)

1.

Es seien Dispositiv-Ziff. 1., Ziff. 2. und Ziff. 3. des Urteils der Vorinstanz 

vom 20.03.2024 aufzuheben und der Berufungskläger sei vom Vorwurf 

des mehrfachen betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungs-

anlage  im  Sinne  von  Art.  147  Abs.  7  StGB  vollumfänglich  von  Schuld 

und Strafe freizusprechen.

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2. 

In  Abänderung  von  Dispositiv-Ziff.  4.  des  Urteils  der  Vorinstanz  vom 

20.03.2024  seien  die  Zivilansprüche  der  Privatklägerin  vollumfänglich 

abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen.

3.

In  Abänderung  von  Dispositiv-Ziff.  5.  des  Urteils  der  Vorinstanz  vom 

20.03. 2024 sei der Privatklägerin keine Entschädigung zuzusprechen.

4.

In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 9. seien die Kosten der Untersuchung 

und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der amtli-

chen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatkläger-

schaft, auf die Staatskasse zu nehmen. 

5.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten 

des Staates.

b)

Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 58)

Verzicht auf Anschlussberufung und Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

c)

Der Privatklägerin: 

(Urk. 59, sinngemäss)

Verzicht auf Anschlussberufung und Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

- 5 -

Erwägungen:

I. Verfahrensgang und Prozessuales

1.

Verfahrensgang

1.1.

Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung von unnötigen Wiederholungen auf die Erwägungen der Vorinstanz im ange-

fochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 52 S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO).

1.2. Gegen  das  vorstehend  wiedergegebene  und  gleichentags  mündlich 

eröffnete Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Zürich vom 20. März 2024 

(Prot. I S. 18 f.) meldete der Beschuldigte am 28. März 2024 (Datum Poststempel) 

fristgerecht  Berufung  an  (Urk. 48).  Nach  Zustellung  des  begründeten  Urteils  am 

23. September 2024 (Urk. 51/2) reichte der Beschuldigte – wiederum fristgerecht – 

am 11. Oktober 2024 die Berufungserklärung ein (Urk. 54). Mit Präsidialverfügung 

vom 14. Oktober 2024 wurde die Berufungserklärung des Beschuldigten in Anwen-

dung von Art. 400 Abs. 2 und 3 StPO der Staatsanwaltschaft und der Privatklägerin 

zugestellt, um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintre-

ten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 56). Die Staatsanwaltschaft verzichtete 

mit Zuschrift vom 21. Oktober 2024 auf Anschlussberufung und erklärte, sich am 

weiteren  Verfahren  nicht  aktiv  zu  beteiligen  (Urk. 58).  Ebenso  verzichtete  die 

Privatklägerin  mit  Schreiben  vom  8. November  2024  auf  Anschlussberufung 

(Urk. 59). 

1.3. Am 18. November 2024 reichte die Verteidigung Unterlagen über die finan-

ziellen  Verhältnisse  des  Beschuldigten  ein  (Urk.  60-61/1).  Weitere  Urkunden 

wurden am 5. Dezember 2024 übermittelt (Urk. 62-63). Am 24. April 2025 wurden 

die Parteien zur Berufungsverhandlung auf den 3. Juli 2025 vorgeladen (Urk. 64).

1.4. Am  25.  April  2025  stellte  die  Verteidigung  einen  Beweisantrag  (Urk.  66). 

Nach  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  hierzu  und  Fristansetzung  an  den 

Beschuldigten  zur  Frage  der  Gebotenheit  der  weiteren  amtlichen  Verteidigung 

(Urk. 67; Urk. 72) wurde der Beweisantrag am 19. Juni 2025 abgewiesen und das 

Mandat  von  Rechtsanwältin  Dr.  iur.  X1._____  als  amtliche  Verteidigerin  des 

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Beschuldigten  per  Datum  der  Verfügung  widerrufen.  Gleichzeitig  wurde  das 

Gesuch der Privatklägerin vom 12. Juni 2025 auf unentgeltliche Rechtsvertretung 

(Urk.  69-70/1-4)  abgewiesen  (Urk. 73).  Mit  Zuschrift  vom  23.  Juni  2025  reichte 

Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____ ihre Honorarnote über ihre bisherigen Bemühun-

gen als amtliche Verteidigerin ein, mit dem Hinweis, dass sie den Beschuldigten 

fortan erbeten verteidige (Urk. 76-77). Gleichzeitig reichte sie ihre bereits verfass-

ten  Plädoyernotizen  für  die  Berufungsverhandlung  ein  (Urk.  78),  welche  den 

übrigen Parteien am 25. Juni 2025 zur Kenntnis gebracht wurden (Urk. 80). Rechts-

anwalt  lic.  iur.  Y._____  teilte  mit  Eingabe  vom  27. Juni  2025  mit,  dass  er  die 

Privatklägerin  weiterhin  vertrete,  an  der  Berufungsverhandlung  aber  nicht 

teilnehmen  werde  (Urk.  81).  Die  Verteidigung  teilte  sodann  mit  Schreiben  vom 

30. Juni  2025  mit,  ebenfalls  nicht  an  der  Berufungsverhandlung  teilzunehmen 

(Urk. 83).

1.5.

Zur  heutigen  Berufungsverhandlung  erschien  einzig  der  Beschuldigte 

(Prot. II S. 7 f.). Vorfragen waren keine zu entscheiden und – abgesehen von der 

Einvernahme  des  Beschuldigten  (Urk.  86)  –  auch  keine  Beweise  abzunehmen 

(Prot. II S. 9). Das Urteil wurde im Anschluss an die Berufungsverhandlung gefällt 

und mündlich eröffnet (Prot. II S. 10 ff.).

2.

Umfang der Berufung

Die Berufung des Beschuldigten richtet sich gegen den Schuldspruch sowie gegen 

den Strafpunkt (Dispositiv-Ziffern 1-3), die Regelung der Zivilansprüche (Dispositiv-

Ziffer 4),  die  Zusprechung  einer  Entschädigung  an  die  Privatklägerin  (Dispositiv-

Ziffer 5) sowie die Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 9; Urk. 54 S. 2 f.). Die Staatsan-

waltschaft  und  die  Privatklägerin  fochten  das  vorinstanzliche  Urteil  nicht  an  und 

erhoben auch keine Anschlussberufung. Demgemäss ist das vorinstanzliche Urteil 

betreffend  Dispositiv-Ziffern 6-8  (Entschädigung  der  amtlichen  Verteidigung  und 

der  unentgeltlichen  Rechtsvertretung  der  Privatklägerin,  Kostenfestsetzung)  und 

betreffend Dispositiv-Ziffer 11 (Verlegung der Kosten der unentgeltlichen Rechts-

vertretung  der  Privatklägerin)  nicht  angefochten.  Zufolge  Konnexes  mit  dem 

Schuldpunkt  ist  der  Nachforderungsvorbehalt  gegenüber  dem  Beschuldigten 

hinsichtlich der Kosten der amtlichen Verteidigungen (Dispositiv-Ziffer 10) ebenfalls 

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als  angefochten  zu  betrachten.  Damit  kann  festgehalten  werden,  dass  die 

Dispositiv-Ziffern  6-8  und  11  in  Rechtskraft  erwachsen  sind,  was  vorab  mit 

Beschluss  festzustellen  ist  (Art. 399  Abs. 3  in  Verbindung  mit  Art. 402  und  437 

StPO). Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid im Berufungsverfahren unter 

Vorbehalt des Verschlechterungsverbots zur Disposition (Art. 391 Abs. 2 StPO).

3.

Verweise und Parteivorbringen

3.1. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies 

in  Anwendung  von  Art. 82  Abs. 4  StPO,  auch  ohne  dass  dies  jeweils  explizit 

Erwähnung findet.

3.2.

Ferner  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Entscheidbegründung  kurz  die 

wesentlichen Überlegungen nennen muss, von denen sich das Gericht leiten liess 

und auf die es seinen Entscheid stützt. Es muss sich aber nicht mit jedem Partei-

vorbringen  einlässlich  auseinandersetzen  (BGE  146  IV  297  E. 2.2.7).  Die  Beru-

fungsinstanz  kann  sich  demgemäss  auf  die  für  ihren  Entscheid  wesentlichen 

Punkte beschränken.

1.

Tatvorwurf 

II. Sachverhalt

Dem Beschuldigten wird – zusammengefasst – vorgeworfen, im April und Mai 2022 

mit  der  Kontokarte  der  C._____  Bank,  lautend  auf  die  Privatklägerin,  an  der 

D._____-strasse … in … Zürich (zwei Mal), am E._____-platz … in O._____ sowie 

an der F._____-strasse … in G._____ ohne die Einwilligung der Privatklägerin mit 

dem ihm bekannten PIN-Code insgesamt Fr. 8'000.– abgehoben und dieses Geld 

hauptsächlich  für  sich  verwendet  und  sich  dadurch  unrechtmässig  bereichert  zu 

haben, was der Beschuldigte gewusst habe (Urk. 16 S. 2). Für Einzelheiten wird 

auf die Anklageschrift vom 26. September 2023 verwiesen (Urk. 16). 

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2.

Standpunkt des Beschuldigten und Grundlagen der Beweiswürdigung

2.1. Der Beschuldigte anerkannte, die fraglichen vier Bankbezüge am 10. April 

2022, 27. April 2022, 30. April 2022 und 6. Mai 2022 über Fr. 2'000.–, Fr. 2'000.–, 

Fr. 1'000.– und Fr. 3'000.– (Urk. 2/1) getätigt zu haben (Urk. 54; Urk. 78; Urk. 86 

S. 7). Er machte aber seit Beginn der Untersuchung geltend, Zahlungen im Auftrag 

der  Privatklägerin  ausgeführt  zu  haben;  sie  habe  ihm  erlaubt,  ihre  Wohnung  zu 

betreten,  um  ihre  Bankkarten  zu  holen,  damit  er  während  ihres  Aufenthaltes  in 

Brasilien ihre Rechnungen – ihre Miete und Kreditraten bei der H._____ AG [Bank] 

– habe bezahlen können. Die Privatklägerin sei ungefähr zwei Monate in Brasilien 

gewesen. Er habe die Miete und den Kredit je zweimal für sie bezahlt. Überdies 

habe er für sie Fr. 4'000.– nach Brasilien geschickt und für sie vier Mobiltelefone 

gekauft  (Urk.  5  F/A  20  ff.).  Er  sei  berechtigt  gewesen,  über  das  Geld  bei  der 

C._____ Bank zu verfügen (Urk. 5 F/A 8). Die Privatklägerin habe ihm den PIN-

Code per WhatsApp geschickt. Sie habe ihm mitgeteilt, wo sie den Schlüssel zur 

Wohnung  versteckt  habe  und  wo  die  Bankkarte  und  wo  die  Rechnungen,  die  er 

habe  bezahlen  müssen,  gewesen  seien.  Die  Rechnungen  habe  er  über  sein 

eigenes J._____-Konto über die App bezahlt (Urk. 5 F/A 3). Sie schulde ihm noch 

Geld, weil er ihr dieses geliehen habe. Er habe nicht mehr warten wollen (Urk. 5 

F/A 3). An diesem Standpunkt hielt er bis heute im Wesentlichen fest (Urk. 6 F/A 5 

ff; Urk. 8, Urk. 9 F/A 6 ff; Prot. I S. 12; Urk. 41; Urk. 78, Urk. 86 S. 7 ff.). 

2.2. Da die Anklageschrift dem Beschuldigten vorwirft, die Geldbezüge unbefugt 

vorgenommen zu haben, ist zu prüfen, ob sich dieser Anklagevorwurf aufgrund der 

vorliegenden Beweismittel rechtsgenügend erstellen lässt. Die Vorinstanz hat dabei 

die  zu  berücksichtigenden  Grundsätze  zutreffend  dargestellt,  worauf  verwiesen 

werden kann (Urk. 52 S. 6 ff.).

3.

Beweismittel

3.1.

Im Vorverfahren wurden der Beschuldigte (Urk. 5; Urk. 6; Urk. 8; Urk. 9) und 

die Privatklägerin (Urk. 4; Urk. 7) einvernommen. Anlässlich der erstinstanzlichen 

Hauptverhandlung wurden der Beschuldigte (Prot. I S. 12) sowie I._____ als Zeugin 

(Urk. 39) befragt. Weiter liegen diverse Urkunden (insbesondere Bankauszüge der 

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C._____  Bank  betreffend  das  Privatkonto  der  Privatklägerin  [Urk. 2/1];  Bankaus-

züge  der  J._____  AG  [Bank]  betreffend  das  Personalkonto  des  Beschuldigten 

[Urk. 12/14];  Belege  über  Zahlungen  des  Beschuldigten  für  die  Privatklägerin 

[Urk. 12/16/1-8] und eine Fotodokumentation hinsichtlich des Bezugs vom 6. Mai 

2022 [Urk. 2/3]) im Recht. 

3.2. Auf eine zusammenfassende Darstellung der Aussagen des Beschuldigten 

und der Privatklägerin ist zu verzichten, nachdem dies die Vorinstanz bereits getan 

hat (Urk. 52 S. 8 ff. [Beschuldigter]; Urk. 52 S. 10 ff. [Privatklägerin]). Soweit nötig, 

ist diese nachfolgend zu ergänzen. Auf die übrigen Beweismittel ist, soweit erfor-

derlich, direkt im Rahmen der Beweiswürdigung bzw. der Sachverhaltserstellung 

(vgl. nachfolgende Ziff. II.4) einzugehen. 

4.

Sachverhaltserstellung / Würdigung der Beweismittel

4.1. Die Vorinstanz wies einleitend darauf hin, dass die allgemeine Glaubwürdig-

keit einer Person sich nebst ihrer prozessualen Stellung vor allem aus den persön-

lichen  Beziehungen  und  Bindungen  zu  den  übrigen  Prozessbeteiligten  ergebe 

(Urk. 52 S. 7). In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, dass der Beschul-

digte – seinerseits mit einem Mann verheiratet, der in P._____ [Stadt in Deutsch-

land] lebt und dort eine Tochter hat (Urk. 5 F/A 34) – und die Privatklägerin für etwa 

ein Jahr (bis ca. Mitte Juni 2022 [Urk. 4 S. 4 F/A 24 i.V.m. S. 2 F/A 7]) ein Liebespaar 

waren (Urk. 6 S. 3 F/A 10 f.; Urk. 7 S. 3 F/A 11 ff.). Bei der Zeugin I._____ handelt 

es sich um eine sehr gute Freundin der Privatklägerin (Urk. 39 S. 3), gemäss Be-

schuldigtem gar um die beste Freundin der Privatklägerin (Urk. 54 S. 4). Diese Um-

stände  und  Beziehungen  dürfen  bei  der  Würdigung  der  Beweismittel  nicht  ganz 

ausser Acht gelassen werden. Zu erinnern ist aber, dass der allgemeinen Glaub-

würdigkeit  im  Sinne  einer  dauerhaften  personalen  Eigenschaft  nach  heutiger 

Erkenntnis  bei  der  Würdigung  von  Aussagen  kaum  mehr  relevante  Bedeutung 

zukommt. Weitaus bedeutender für die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaub-

würdigkeit ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen. In diesem Sinne legte 

denn auch die Vorinstanz den Fokus auf die Aussagenanalyse (Urk. 52 S. 7). 

- 10 -

4.2. Der Anklagevorwurf basiert auf den Belastungen der Privatklägerin, welche 

die  Vorinstanz  auf  S.  10  ff.  des  angefochtenen  Urteils  zusammengefasst  hat 

(Urk. 52). Die Privatklägerin behauptete im  Wesentlichen, dass der Beschuldigte 

keine Berechtigung gehabt habe, Geld ab ihrem Konto bei der C._____ Bank ab-

zuheben. Sie habe ihm nur die Bankkarte der Kantonalbank samt PIN-Code gege-

ben,  um  eine Zahlungsüberweisung einer  Kollegin  zu überprüfen.  Die  Bankkarte 

der C._____ Bank habe sie ihm nicht gegeben (Urk. 4 F/A 4), ebenso wenig deren 

Zugangscode  und  die  Berechtigung,  Geld  von  diesem  Konto  abzuheben  (Urk. 4 

F/A 5). Der Beschuldigte schulde ihr im Gegenteil Geld aus einem Darlehen. Sie 

habe  mit  ihm  eine  Abzahlungsvereinbarung  getroffen,  wonach  er  ihr  monatlich 

Fr. 1'850.– zurückzahlen würde, indem er ihren Mietzins und weitere Rechnungen 

für sie hätte bezahlen sollen. Als sie in Brasilien gewesen sei, habe er einmal ihren 

Mietzins bezahlt und eine Rechnung über Fr. 850.– beglichen (Urk. 4 F/A 26). 

4.3. Die  Vorinstanz  hat  den  gesamten  Anklagesachverhalt  als  erstellt  erachtet 

und dabei im Wesentlichen auf die Privatklägerin abgestellt (Urk. 52 S. 13 ff). Sie 

hielt  dafür,  dass  die  Aussagen  der  Privatklägerin  insgesamt  deutlich  glaubhafter 

einzustufen seien als jene des Beschuldigten. Auch wenn sich die Privatklägerin 

zwar nicht mehr exakt an jedes Detail erinnern könne und es zu gewissen Wider-

sprüchen in ihren Aussagen komme, schildere sie das Ganze in sich stimmig und 

nachvollziehbar. Auch würden ihre Schilderungen durch eine Zeugenaussage und 

eingereichte Unterlagen gestützt. Demgegenüber erwiesen sich die Aussagen des 

Beschuldigten  als  blosse  und  teils  lebensfremde  sowie  unrealistische  Schutzbe-

hauptungen. Demzufolge sei die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beschuldigten 

stark in Frage gestellt, während den Aussagen der Privatklägerin ein hoher Beweis-

wert zugeschrieben werden könne. Somit sei zur Erstellung des Sachverhalts auf 

die  Aussagen  der  Privatklägerin  abzustellen,  weshalb  dieser  als  anklagegemäss 

erstellt gelte (Urk. 52 S. 19). 

4.4. Der Vorinstanz ist insofern zuzustimmen, als in den Aussagen der Privatklä-

gerin und des Beschuldigten gewisse Widersprüche und Ungereimtheiten auszu-

machen  sind.  Die  Verteidigung  rügte  im  Rahmen  des  Berufungsverfahrens  dazu 

indes, dass die Vorinstanz im angefochtenen Urteil die "offenkundigen Unstimmig-

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keiten und Falschaussagen" der Privatklägerin ignoriert und in einer willkürlichen 

Weise relativiert oder sogar zu ergänzen gesucht habe. Ein solches Vorgehen ent-

behre 

jeder  nachvollziehbaren  Begründung  und  stelle  eine  Verletzung 

grundlegender Prinzipien der freien Beweiswürdigung sowie der gebotenen Objek-

tivität im Strafverfahren dar (Urk. 78 S. 4). Die Vorinstanz ignoriere und verletze 

damit auch den Grundsatz "in dubio pro reo" (Urk. 78 S. 2, 11). 

4.5. Unterzieht  man  die  die  Aussagen  der  Privatklägerin  einer  genaueren 

Betrachtung, so stellt man – mit der Verteidigung (Urk. 54 S. 5; Urk. 78 S. 4 ff.) – 

tatsächlich fest, dass diese erhebliche Widersprüche und Unstimmigkeiten aufwei-

sen, auf die die Vorinstanz nur teilweise eingegangen ist. 

4.5.1. Einleitend ist zu konstatieren, dass die Privatklägerin sogar ihre Beziehung 

zum Beschuldigten in der ersten Einvernahme unterschiedlich beschreibt. So sagte 

sie zunächst aus, sie hätten am Montag nach ihrer Rückkehr [aus Brasilien] eine 

Diskussion gehabt – nachdem sie bemerkt habe, dass sie ohne Geld sei – und sie 

hätten ihre Beziehung beendet (Urk. 4 F/A 24). Auf späteren Vorhalt des Polizisten, 

dass  die  Beziehung  beendet  gewesen  sei  und  sie  dem  Beschuldigten  weiterhin 

vertraut habe, gab die Privatklägerin zu Protokoll: "Wir haben nicht die Beziehung 

beendet. Ich wollte ihn nur aus der Wohnung" (Urk. 4 F/A 29). 

4.5.2. Sodann ist festzustellen, dass die Privatklägerin unterschiedliche Aussagen 

zum angeblich dem Beschuldigten gewährten Darlehen machte. Dieses bildet zwar 

nicht  Gegenstand  der  Anklage.  Die  Privatklägerin  begründet  den  ihrer  Meinung 

nach  unberechtigten  Geldbezug  durch  den  Beschuldigten  aber  zentral  mit  ihrer 

offenen Darlehensforderung gegenüber dem Beschuldigten, der ihr nach wie vor 

Geld  schulde,  weshalb  den  entsprechenden  Umständen  Bedeutung  bei  der 

Aussagenanalyse  zukommt.  So  erklärte  die  Privatklägerin  hinsichtlich  der  Höhe 

des  Darlehens  bei  der  Polizei,  dieses  habe  Fr. 11'000.–  betragen  (Urk. 4  S. 4 

F/A 26), während sie später (in der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme) angab, 

sie habe dem Beschuldigten Fr. 12'000.– geliehen (Urk. 7 S. 5 F/A 29 und F/A 34). 

Allerdings war dort zunächst die Rede von Darlehen über Fr. 5'000.–, Fr. 4'000.– 

und erneut Fr. 5'000.–. Auf Hinweis der Staatsanwaltschaft, dass sie dem Beschul-

digten  damit  Fr. 14'000.–  gegeben  hätte,  korrigierte  die  Privatklägerin  dies 

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zunächst auf Fr. 12'000.– (Urk. 7 F/A 28 ff.), um dann die Teiltranchen so zu revi-

dieren,  dass  sich  ein  Total  von  Fr. 13'000.–  ergeben  würde  (Urk.  7  F/A  33).  Die 

Differenz  erklärte  sie  u.a.  damit,  dass  sie  das  Flugticket  für  Brasilien  noch  nicht 

dazu gerechnet habe (Urk. 7 F/A 35). Dieses Geld will sie ihm zunächst bar über-

geben haben (Urk. 7 F/A 36). Im späteren Verlauf der Einvernahme nahm sie diese 

Aussage insofern teilweise zurück, als sie aussagte, die Fr. 5'000.– und anschlies-

send Fr. 2'000.– habe sie ihm in bar gegeben, Fr. 2'000.– habe er von einer ihrer 

Kolleginnen, K._____, und Fr. 3'000.– von einer anderen Kollegin namens I._____ 

erhalten. Einen Teil davon habe sie ihren Kolleginnen zurückbezahlt (Urk. 7 F/A 40 

ff.).  Die  Vorinstanz  thematisierte  diese  Inkonsistenzen,  erklärte  diese  aber  unter 

anderem mit dem Zeitablauf und dem Umstand fehlender schriftlicher Unterlagen 

(Urk. 52 S. 13 f.). Dies erscheint sehr wohlwollend. Denn es bleibt dabei, dass die 

Schilderung der Darlehensgewährung verwirrend und unklar ist und Zweifel an de-

ren Glaubhaftigkeit aufkommen lässt. 

4.5.3. Im  Zusammenhang  mit  der  Darlehensgewährung  findet  sich  in  Bezug  auf 

K._____ bloss eine summarische Erfassung einer telefonischen Auskunft im Poli-

zeirapport vom 27. Juli 2022 (Urk. 1 S. 6). Der Vorladung als Zeugin leistete sie vor 

Vorinstanz keine Folge (Prot. I S. 8). Aus dem Rapport ergibt sich, dass K._____ 

dem Beschuldigten auf Bitte der Privatklägerin Fr. 3'000.– ausgeliehen habe, was 

mit einem beabsichtigten Autokauf durch den Beschuldigten begründet wurde. Er 

habe dann noch Fr. 1'000.– gewollt, welche er von ihr via Privatklägerin erhalten 

habe (Urk. 1 S. 6). Diese Aussagen können mangels Konfrontation mit dem Be-

schuldigten nur zu dessen Gunsten berücksichtigt werden. Sie decken sich nur teil-

weise mit der Schilderung der Privatklägerin. 

4.5.4. Die Vorinstanz hat die relevanten Aussagen der Zeugin I._____ wiedergege-

ben (Urk. 52 S. 12). Die Zeugin bestätigte vor Vorinstanz (Urk. 39) ihre gegenüber 

der Polizei getätigten Aussagen (Urk. 1 S. 6), wonach sie dem Beschuldigten auf 

Bitte der Privatklägerin Fr. 3'000.– geliehen habe, da die Privatklägerin dafür die 

Verantwortung übernommen habe. Dieser Betrag sei zwei bis drei Monate später 

von der Privatklägerin zurückbezahlt worden. Sie wisse nicht, warum sie dem Be-

schuldigten das Geld habe geben müssen und die Privatklägerin ihm nicht von ih-

- 13 -

rem eigenen Geld ausgeliehen habe. Sie wisse einzig, dass diese sie um das Geld 

gebeten habe, damit der Beschuldigte sich ein Auto kaufen könne (Urk. 39 S. 4 ff.). 

Diese Schilderung deckt sich zwar betragsmässig und in Bezug auf das Motiv mit 

jener der Privatklägerin. Gemäss der Zeugin will sie das Darlehen aber "[…] im Mai 

glaube ich" gegeben haben (Urk. 1 S. 6). Gemäss Privatklägerin soll dies hingegen 

vor März 2022 gewesen sein (Urk. 7 F/A 6), was wiederum einen erheblichen Wi-

derspruch darstellt. Des Weiteren hat die Zeugin zumindest gemäss Polizeirapport 

nicht gesagt, sie hätte das Geld direkt dem Beschuldigten gegeben; vielmehr wird 

festgehalten, sie habe der Privatklägerin Fr. 3'000.– für den Beschuldigten geliehen 

(Urk. 1 S. 6). Dass sie dem Beschuldigten das Geld direkt übergeben haben will, 

wird erst im Rahmen der Zeugeneinvernahme vor Vorinstanz behauptet (Urk. 39 

S. 4 f.). Diese Aussage belastet zwar den Beschuldigten, vermag aber mit Blick auf 

die  bereits  aufgezeigten  und  noch  auszuführenden  Ungereimtheiten  und  Wider-

sprüche insgesamt nicht zu einer anderen Einschätzung führen. Dass der Beschul-

digte im Jahre 2022 ein Auto kaufte, trifft gemäss seiner Darstellung (Urk. 6 F/A 61) 

und  einem  eingereichten  Kaufvertrag  zu  (Urk. 42).  Der  Beschuldigte  entgegnete 

der Behauptung der Privatklägerin allerdings: "Sie hat kein Geld ausgeliehen. Das 

Auto, das ich jetzt habe, hatte einen Wert von Fr. 5'200.–. lch habe noch den Kauf-

vertrag. lch hatte einen Verkehrsunfall mit einem Dachs und die Versicherung, die 

L._____-Versicherung, bezahlte mir als Entschädigung für diesen Totalschaden Fr. 

4'300.–.  Auch  davon  habe  ich  einen  Beleg.  Mein  Auto  hat  keinen  Wert  von  Fr. 

11'000.–" (Urk. 6 F/A 61). Ein Versicherungsbeleg wurde zwar nicht eingefordert, 

aber  gemäss  eingereichtem  Kaufvertrag  wurde  dieser  am  15.  April  2022  abge-

schlossen und der Kaufpreis von Fr. 5'200.– in bar bezahlt (Urk. 42), was für die 

Darstellung  des  Beschuldigten  und  nicht  jene  der  Privatklägerin  spricht.  Und 

schliesslich  bleibt  als  weitere  Differenz,  dass  die  Privatklägerin  an  I._____  Fr. 

1'500.–  zurückbezahlt  haben  will  (Urk.  7  F/A  44),  währenddem  diese  als  Zeugin 

erklärte, die Privatklägerin habe ihr zwei bis drei Monate später "das Geld" [womit 

im Kontext zweifellos der ganze Betrag gemeint war] zurückbezahlt (Urk. 39 S. 5).

4.5.5. Zu  wenig  Beachtung  hat  die  Vorinstanz  sodann  dem  Thema  des  von  der 

Privatklägerin ursprünglich geltend gemachten Hausfriedensbruchs geschenkt. So 

behauptete die Privatklägerin bei der Polizei zunächst, der Beschuldigte sei unbe-

- 14 -

rechtigt  in  ihre  Wohnung  an  der  Q._____-strasse  …  in  ...  Zürich  gegangen  und 

habe dort die Kreditkarte der C._____ Bank genommen. Er hätte dies nur tun dür-

fen, wenn ihre Kollegin ihm die Türe geöffnet hätte, wobei er zu jenem Zeitpunkt 

nicht mehr zu ihr nach Hause hätte gehen dürfen (Urk. 4 F/A 16). Die Privatklägerin 

stellte bei der Polizei am 21. Juni 2022 denn auch Strafantrag betreffend Hausfrie-

densbruch (Urk. 3). In diesem Sinne wurde von der Polizei auch rapportiert, nämlich 

unter dem Titel "Einschleichediebstahl" und "Hausfriedensbruch" (Urk. 1 S. 1 und 

S.  5).  Den  Vorwurf  des  Hausfriedensbruchs  hielt  die  Privatklägerin  während  der 

polizeilichen Einvernahme nicht nur aufrecht, sie stellte auch diverse Hypothesen 

an, wie der Beschuldigte in den Besitz eines Wohnungsschlüssels gekommen sein 

könnte (Urk. 4 F/A 12). An der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 9. März 

2023 sagte die Privatklägerin dagegen in klarem Widerspruch auf die Frage, wie 

der Beschuldigte in ihre Wohnung hätte kommen sollen, wenn sie nicht da gewesen 

sei: "lch habe meine Mitbewohnerin gebeten, ihm die Türe zu öffnen, sollte sie zu 

Hause sein. Sollte sie nicht zu Hause sein, dann sollte sie den Schlüssel in den 

Schuhen deponieren, damit er in die Wohnung gelangen konnte" (Urk. 7 F/A 66). 

Als Folge davon hat die Staatsanwaltschaft der Privatklägerin vorgehalten: "Somit 

fällt  der  Tatbestand  des  Hausfriedensbruchs  weg.  Wir  reden  also  lediglich  noch 

über  den  missbräuchlichen  Gebrauch  der  C._____  Bank-Karte.  Sehen  Sie  das 

auch so?", was von der Privatklägerin bejaht wurde (Urk. 7 F/A 68). Auch wenn sie 

hernach wieder mit einer Theorie über den Schlüssel aufwartete (Urk. 7 F/A 68), 

bestätigte  sie  die  Darstellung  des  Beschuldigten  betreffend  den  Zutritt  zur 

Wohnung, nämlich dass sie den Schlüssel der Wohnung in den Schuhen der Marke 

,,Asics"  deponiert  habe,  damit  der  Beschuldigte  in  die  Wohnung  habe  gehen 

können: "Meine Kollegin verfügte über einen Ersatzschlüssel. lch ordnete an, dass 

sie den Schlüssel in den Schuhen deponieren solle, damit der Beschuldigte in die 

Wohnung hätte gehen können, um etwas zu holen, falls er von der Wohnung etwas 

benötigt hätte" (Urk. 7 F/A 26). In diesem Sinne hatte sich der Beschuldigte zum 

versteckten  Schlüssel  bereits  in  der  ersten  polizeilichen  Einvernahme  geäussert 

"Sie hat mir mitgeteilt, wo sie den Schlüssel versteckt hat, damit ich in die Wohnung 

gelangen konnte" (Urk. 5 F/A 3), was er auf Frage wie folgt präzisierte: "Vor ihrer 

Wohnung im 4. Stock beim Eingang steht ein Schuhschrank. Dort hatte es ein paar 

- 15 -

Asics blaue Schuhe, Laufschuhe. Sie hat mir genau mitgeteilt, wo der Schlüssel 

war.  Ich  weiss  nicht,  ob  es  Audio  war  oder  geschrieben"  (Urk.  5  F/A  12).  Diese 

widersprüchliche  und  im  Verlauf  der  Einvernahmen  angepasste  Darstellung  der 

Privatklägerin beeinträchtigt die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen erheblich. 

4.5.6. Was den PIN-Code der C._____ Bank-Karte betrifft, äusserte sich die Privat-

klägerin  ebenfalls  widersprüchlich.  So  machte  sie  bei  der  Staatsanwaltschaft 

geltend, sie habe dem Beschuldigten den PIN der M._____-Karte verraten, nicht 

aber  den  PIN  der  C._____  Bank-Karte.  Diese  sei  aber  ähnlich  wie  diejenige  der 

M._____-Karte. Sie mutmasste dazu, der Beschuldigte habe wohl die ersten vier 

Ziffern des Codes der M._____-Karte eingegeben und damit beim PIN-Code der 

C._____ Bank-Karte Erfolg gehabt. Sie gehe davon aus, dass er es einfach ver-

sucht  habe.  So  gehe  glaublich  jemand  vor,  der  betrügen  möchte,  indem  er  dies 

einfach probiere, weil dies einem als Erstes durch den Kopf gehe (Urk. 7 F/A 63). 

Effektiv  zeigte  sie  in  der  polizeilichen  Einvernahme  aber  einen  "Auszugscoupon 

fotografiert auf dem Mobiltelefon" und sagte dazu: "Es ist so, das oben ist der Code 

für den Zugriff auf das Konto der Kantonalbank .... Die untere Nummer ... ist der 

Zugangscode auf das Bankkonto bei der C._____ Bank. Er gab diesen Code ein 

und realisierte dabei, dass er sich so unerlaubten Zugriff auf mein Konto bei der 

C._____ Bank schaffen konnte" (Urk. 4 F/A 5). Das Foto datiert gemäss Protokoll-

notiz vom 14. Mai 2022, 15:24 Uhr, wurde vom Beschuldigten angefertigt und von 

ihm der Privatklägerin zugesandt (Urk. 4 F/A 8). Damit ist zugunsten des Beschul-

digten davon auszugehen, dass seine Aussage, wonach die Privatklägerin ihm den 

PIN der Karte der C._____ Bank mitteilte und er nicht durch erratische Eingabever-

suche dazu gekommen ist, wie ihm die Privatklägerin – gar mit Vergleich von be-

trügerischen Machenschaften – unterstellt hat. Auch die Anklageschrift geht im Üb-

rigen davon aus, dass dem Beschuldigten der PIN-Code – wie kann offen bleiben 

– bekannt war (Urk. 16 S. 3), weshalb auch auf die damit zusammenhängenden 

Mutmassungen der Vorinstanz nicht weiter einzugehen ist (Urk. 52 S. 18 f.). 

4.5.7. Betreffend die Überweisung von Fr. 4'000.– nach Brasilien anerkannte die 

Privatklägerin  als  zutreffend,  dass  der  Beschuldigte  ihrer  Familie  in  Brasilien 

Fr. 4'000.– übermittelt habe. Das sei aber ihr Geld gewesen. Der Beschuldigte habe 

- 16 -

nur seinen Namen für die Überweisung gegeben, weil sie selbst bereits eine grös-

sere  Überweisung  getätigt  gehabt  habe,  man  aber  pro  Person  nicht  mehr  als 

Fr. 5'000.– pro Monat überweisen dürfe, was sie schon gemacht gehabt habe. Auch 

ihr Sohn habe in jenem Monat weitere Fr. 4'000.– für sie nach Brasilien überwiesen. 

Sie habe diese Fr. 4'000.– aus ihrer Tasche herausgenommen und dem Beschul-

digten übergeben bzw. direkt der Kasse abgegeben, damit er es für sie überweise. 

Das könne man sicher belegen mit Aufnahmen von der Örtlichkeit (Urk. 7 F/A 48). 

Entsprechende Beweise liegen indessen nicht vor. Diese Darstellung ergibt denn 

auch  wenig  Sinn,  zumal  es  ja  gemäss  ihren  Ausführungen  gerade  darum  ging, 

gegenüber der N._____ GmbH den Beschuldigten als wirtschaftlich Berechtigten 

am Geld auszugeben (vgl. auch Urk. 12/2). Der Beschuldigte hat dazu behauptet, 

dass es sich um sein Geld gehandelt habe, er habe dieses Geld von ihm zuhause 

mitgebracht und geschickt, "[…] also wir waren zusammen, als ich das Geld ge-

schickt habe, denn sie musste mir ja die Angaben ihrer Mutter geben" (Urk. 9 F/A 

13). Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte er sodann klar, die Privatklägerin 

und er hätten weit im Vorfeld über diese Überweisung gesprochen, vor Ort sei le-

diglich noch Thema gewesen, ob der Betrag ausreiche und an wen der Betrag über-

wiesen werden soll bzw. wie die genauen Angaben der Mutter der Privatklägerin 

lauteten (Urk. 86 S. 10 f.). Damit hat er den gemäss Vorinstanz vermeintlichen Wi-

derspruch in seinen Depositionen (Urk. 52 S. 14 f.) überzeugend erklären können. 

Aus dem Beleg der N._____ GmbH entnimmt man als Absender den Beschuldigten 

(Urk.  9,  Anhang;  Urk.  12/2).  Aus  dem  Kontoauszug  der  Privatklägerin  bei  der 

C._____ Bank ergibt sich ein Barbezug vom 1. April 2022 über Fr. 28'000.–, der 

offenbar durch die Privatklägerin selber erfolgt ist (Urk. 40 S. 40 S. 5; Urk. 11/13; 

Urk. 11/14/4-5). Dass dieses Geld für Geldüberweisungen an die Mutter der Privat-

klägerin  in  Brasilien  im  Umfang  von  Fr. 12'000.–  verwendet  worden  wäre  (Urk. 

11/13), ist aber ebenso wenig belegt wie die behauptete Ausschöpfung der Über-

weisungslimite durch die Privatklägerin (Urk. 7 F/A 48). Bei dieser Beweislage kann 

die Behauptung des Beschuldigten, wonach es sich bei den nach Brasilien an die 

Mutter der Privatklägerin überwiesenen Fr. 4'000.– um ein Darlehen von ihm ge-

handelt habe, nicht zweifelsfrei widerlegt werden.

- 17 -

4.5.8. Nicht konsistent sind die Aussagen der Privatklägerin schliesslich in Bezug 

auf die Mobiltelefone. Anlässlich der polizeilichen Einvernahme gab sie zu Proto-

koll,  dass  der  Beschuldigte  für  sie  vier  Mobiltelefone  im  Wert  von  Fr.  1'300.–, 

Fr. 900.– und zwei Mal Fr. 300.– mitgebracht habe. Diese Fr. 2'800.– müsse man 

bei seinen Schulden in Abzug bringen (Urk. 4 F/A 44). Bei der Staatsanwaltschaft 

sagte  sie  dazu  hingegen:  "Zwei  Mobiltelefone  sind  meine  und  zwei  sind  seine" 

(Urk. 7 F/A 8). Auf Vorhalt des Widerspruchs zu den Aussagen bei der Polizei sagte 

die Privatklägerin, sie sei zu jener Zeit verwirrt gewesen, sie sei gerade aus Brasi-

lien zurückgekommen (Urk. 7 F/A 57). Ihre Aussagen bleiben damit diffus. Den Kauf 

der vier Mobiltelefone durch ihn hat der Beschuldigte belegt (Urk. 12/16). 

4.6. Diesen widersprüchlichen und inkonsistenten Aussagen der Privatklägerin 

stehen jene des Beschuldigten gegenüber. Der Beschuldigte führte konstant (wor-

auf die Verteidigung mehrfach hinweist [Urk. 54 S. 3 f. und S. 7; Urk. 78 S. 16]) aus, 

die Bankbezüge getätigt zu haben, um mit dem Geld der Privatklägerin in deren 

Auftrag deren Rechnungen (Miete, Kreditrate) zu begleichen (Urk. 5 S. 1 f. F/A 3 

ff.;  Urk. 6  S. 2  F/A 6,  S. 3  F/A 13,  S. 5  F/A 22  ff.,  S. 7  F/A 37  und  S. 12  F/A 65; 

Urk. 9  S. 8  F/A 30  f.),  wobei  er  die  Rechnungen  elektronisch  mit  seiner  eigenen 

App der J._____ bezahlt habe, nachdem er das vom Konto der Privatklägerin ab-

gehobene  Geld  auf  sein  J._____-Konto  einbezahlt  gehabt  habe  (Urk. 5  S. 1  f. 

F/A 3; Urk. 6 S. 6 F/A 31 f. und S. 7 F/A 39 ff.). Diese Vorgehensweise erscheint 

denn auch simpel und praktikabel, nachdem es dem Beschuldigten nicht möglich 

gewesen sein dürfte, Geld direkt vom Konto der Privatklägerin aus zu überweisen. 

Dazu passend erklärte er – ebenso widerspruchsfrei –, dass er kein Darlehen bei 

der Privatklägerin habe (Urk. 5 S. 4 F/A 21; Urk. 6 S. 11 F/A 62), sondern vielmehr 

die Privatklägerin ihm Geld schulde aufgrund der Überweisung der Fr. 4'000.– für 

sie nach Brasilien sowie der von ihm für sie bezahlten Rechnungen für Miete, Kre-

ditkarte und Mobiltelefone (Urk. 5 S. 1 f. F/A 3 und S. 4 F/A 25; Urk. 6 S. 2 F/A 6; 

Urk. 86 S. 8 ff.). Die Kontobelastungen seien mit dem Einverständnis der Privatklä-

gerin erfolgt (Urk. 6 F/A 5). 

4.6.1. Wenn die Vorinstanz bei dieser Ausgangslage die Aussagen des Beschul-

digten als nicht bzw. weniger glaubhaft als jene der Privatklägerin erachtet, kann 

- 18 -

ihr nicht gefolgt werden. Auch wenn bei ihm ebenfalls einige Unstimmigkeiten aus-

zumachen sind und seine Erklärungen nicht immer plausibel erscheinen, sagte er 

im  Kern  im  Wesentlichen  konstant  aus.  Seine  Darstellung  wurde  im  Verlauf  des 

Verfahrens sodann von der Privatklägerin selber zumindest teilweise bestätigt (u.a. 

betreffend Schlüsselversteck in den Turnschuhen). Der Beschuldigte hat die von 

ihm behaupteten Zahlungen für die vier Mobiltelefone, für zwei Mietzinsen und zwei 

Kreditraten bei der H._____ AG sowie die Überweisung nach Brasilien via N._____ 

sodann  mit  Bankbelegen  untermauert  (Urk.  12/16).  All  diese  Zahlungen  machen 

eine Summe von Fr. 10'197.15 aus, welche der Beschuldigte zwischen dem 2. April 

2022 und dem 27. Mai 2022 für die Privatklägerin getätigt hat, was insofern glaub-

haft erscheint.

4.6.2. Der  Beschuldigte  hat  vom  Konto  der  Privatklägerin  Fr.  8'000.–  mit  deren 

C._____ Bank-Karte abgehoben. Dass dieser Bezug zur eigenen, ungerechtfertig-

ten Bereicherung erfolgte, kann vor diesem Hintergrund nicht zweifelsfrei gesagt 

werden.  Aufgrund  der  widersprüchlichen  Aussagen  der  Privatklägerin  kann  nicht 

zweifelsfrei  ausgeschlossen  werden,  dass  sie  ihm  vor  oder  während  ihrer  Reise 

nach Brasilien, als sie noch ein Liebespaar waren, die Berechtigung erteilt hatte, 

die Fr. 8'000.– für die von ihm bezahlten Rechnungen und die Überweisung nach 

Brasilien ab dem C._____ Bank-Konto zu beziehen, und sie erst nach dem Bezie-

hungsaus nichts mehr davon wissen wollte. 

4.6.3. In der Gesamtbetrachtung können die Aussagen der Privatklägerin nicht als 

deutlich  glaubhafter  als  jene  des  Beschuldigten  gewertet  werden.  Es  spricht  im 

Gegenteil aufgrund der konsistenten Depositionen und der von ihm eingereichten 

Urkunden einiges für die Darstellung des Beschuldigten. Der Anklagevorwurf lässt 

sich nicht zweifelsfrei erstellen. In Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro reo" 

hat dies zu einem Freispruch zu führen. 

III. Zivilforderung

1. Gemäss  Art.  126  Abs.  1  lit.  b  StPO  entscheidet  das  Gericht  bei  Freispruch 

über die anhängig gemachten Zivilansprüche, wenn der Sachverhalt spruchreif ist. 

- 19 -

Ist der Sachverhalt nicht spruchreif, wird die Zivilklage auf den Zivilweg verwiesen 

(Art. 126 Abs. 2 lit. d StPO).

2.

Der  Beschuldigte  ist  freizusprechen.  Bei  diesem  Verfahrensausgang  ist  die 

Schadenersatzforderung  der  Privatklägerin  –  aufgrund  des  Nichtvorliegens  der 

zivilrechtlichen  Spruchreife  (vgl.  Art.  126  Abs.  2  lit.  d  StPO)  –  auf  den  Weg  des 

Zivilprozesses zu verweisen. 

IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1.

Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Untersuchung und des 

erstinstanzlichen  Gerichtsverfahrens,  einschliesslich  derjenigen  der  amtlichen 

Verteidigungen und der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin, auf die 

Gerichtskasse zu nehmen.

2.

Kosten des Berufungsverfahrens / Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

2.1. Ausgangsgemäss fällt die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ausser 

Ansatz.

2.2. Die vormalige amtliche Verteidigerin des Beschuldigten machte für das Beru-

fungsverfahren  einen  Aufwand  von  Fr. 5'898.80  (inkl.  MwSt.  und  Barauslagen) 

geltend  (Urk. 77),  welcher  grundsätzlich  ausgewiesen  ist,  angemessen  erscheint 

und entsprechend zu entschädigen ist. 

2.3. Ausgangsgemäss sind die Kosten der vormaligen amtlichen Verteidigung voll-

umfänglich auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 Abs. 1 StPO).

3. Genugtuung

3.1. Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen, so hat sie 

Anspruch auf Genugtuung für besonders schwere Verletzungen ihrer persönlichen 

Verhältnisse, insbesondere bei Freiheitsentzug (Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO).

- 20 -

3.2. Der  Beschuldigte  machte  eine  Genugtuung  von  Fr.  1'000.–  geltend. 

Begründet wurde dies mit dem "äusserst belastenden Verfahren während drei Jah-

ren", in denen er immer wieder für Einvernahmen bei Behörden habe zur Verfügung 

stehen müssen (Urk. 78 S. 20). 

3.3. Der Beschuldigte befand sich nicht in Haft. Die Belastung durch das Verfahren 

ist weder von der zeitlichen Dimension noch vom Anklagevorwurf her als besonders 

schwerwiegend  zu  erachten.  Die  konkreten  Umstände  rechtfertigen  daher  keine 

Genugtuung. 

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung 

- Einzelgericht, vom 20. März 2024 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1.-5. (…)

6.

Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____ wird für ihre Aufwendungen als amtliche 

Verteidigerin des Beschuldigten mit Fr. 11'830.60 (inkl. Barauslagen und 

7.7% bzw. 8.1% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

7.

Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ wird für seine Aufwendungen als unentgeltli-

cher Rechtsbeistand der Privatklägerin mit Fr. 14'589.80 (inkl. Barauslagen 

und 7.7% bzw. 8.1% MwSt.) aus der Gerichtskasse entschädigt.

- 21 -

8.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

1'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen:

3'000.00   Gebühr für das Vorverfahren;

11'830.60   amtliche Verteidigerin RAin X1._____;

9'996.60   ehemaliger amtlicher Verteidiger RA X2._____;

14'589.80   unentgeltlicher Vertreter der Privatklägerin;

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

9.-10.(…)

11. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerin werden definitiv 

auf die Gerichtskasse genommen.

12.

(Mitteilungen)

13.

(Rechtsmittel)"

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

Der Beschuldigte A._____ wird freigesprochen.

Die Schadenersatzforderung der Privatklägerin wird auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen. 

1.

2.

3.

Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, 

einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltli-

chen Rechtsvertretung der Privatklägerin, werden auf die Gerichtskasse 

genommen.

- 22 -

4.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr fällt ausser Ansatz. Die weiteren Kosten 

beantragen: 

Fr.

Fr. 5'898.80   vormalige amtliche Verteidigung (inkl. 8,1 % MwSt.)

5.

Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der 

vormaligen amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse 

genommen.

6.

Das Genugtuungsbegehren des Beschuldigten wird abgewiesen.

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an









den Beschuldigten (übergeben)

die Verteidigung des Beschuldigten (versandt)

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (versandt)

die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft (versandt)

sowie in vollständiger Ausfertigung an







die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 

die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 

die Vertretung der Privatklägerin im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an









die Vorinstanz

das Migrationsamt des Kantons Zürich 

die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG)

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA zur Entfernung der Daten ge-
mäss Art. 32 Abs. 1 StReG mittels Kopie von Urk. 79

8. Gegen  diesen  Entscheid  kann  bundesrechtliche  Beschwerde  in  Straf-

sachen erhoben werden.

Die  Beschwerde  ist  innert  30  Tagen,  von  der  Zustellung  der  vollständigen, 

begründeten  Ausfertigung  an  gerechnet,  bei  der  gemäss  Art.  35  und  35a 

- 23 -

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne  14)  in  der  in  Art.  42  des  Bundesgerichtsgesetzes  vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 3. Juli 2025

Der Präsident:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. M. Langmeier

MLaw A. Donatsch