# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7757e3a5-0bbd-5f5d-9b22-5677dbe76cfa
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.06.2020 S 2020 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-9_2020-06-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. Juni 2020 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Arbeitslosenkasse des Kantons Zug, Rechtsdienst, Industriestrasse 24,
Postfach 857, 6300 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Arbeitslosenversicherung 
(versicherter Verdienst)

S 2020 9

2

Urteil S 2020 9

A. Die Versicherte, A.________, war vom 1. Januar 2017 bis 23. Oktober 2018 als 
Marketing- und Kundenberaterin bei der B.________ GmbH mit Sitz in C.________ 
angestellt (vgl. ALK-act. 36). Zudem war sie ab dem 14. März 2017 als Gesellschafterin 
der Unternehmung im Handelsregister eingetragen (vgl. ALK-act. 39). Ihr Ehemann, 
D.________, war vom 22. Mai bis 7. Juli 2017 als Gesellschafter und Geschäftsführer mit 
Einzelunterschrift bzw. vom 7. Juli 2017 bis 23. Oktober 2018 als Geschäftsführer der 
B.________ GmbH im Handelsregister eingetragen. Am 23. Oktober 2018 wurde über die 
B.________ GmbH der Konkurs eröffnet (vgl. ALK-act. 33). Daraufhin meldete sich die 
Versicherte am 31. Mai 2019 bei der Arbeitslosenkasse des Kantons Zug zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung an (ALK-act. 34). Mit Verfügung vom 18. September 2019 
setzte die Arbeitslosenkasse den versicherten Verdienst auf Fr. 0.– fest und begründete 
dies damit, dass aufgrund des fehlenden Nachweises eines Lohnbezuges vor dem 
Hintergrund der arbeitgeberähnlichen Stellung kein versicherter Verdienst bestimmbar sei. 
Insofern könnten keine Leistungen ausgerichtet werden (ALK-act. 19). Die dagegen 
erhobene Einsprache (ALK-act. 17) wies die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid 
vom 6. Dezember 2019 ab (ALK-act. 8).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 21. Januar 2020 beantragte A.________ 
die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 6. Dezember 2019 unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zulasten der Staatskasse. Zur Begründung führte sie im 
Wesentlichen aus, es treffe nicht zu, dass der ausbezahlte Lohn nicht nachvollzogen 
werden könne. Sie, die Beschwerdeführerin, habe ihre Löhne stets erhalten; sei es in bar 
oder auf dem Konto. Die Arbeitslosenkasse habe sich von Anfang an quer gestellt und 
alles darangesetzt, ihren Antrag auf Arbeitslosenentschädigung abzulehnen. So sei ihr 
Ehemann immer wieder aufgefordert worden, die Buchhaltungen für die B.________ 
GmbH nachzureichen. Ihr Ehemann sei jedoch seit über einem Jahr krank und könne nur 
schwer arbeiten, geschweige denn eine Buchhaltung vervollständigen. Es sei für sie 
unverständlich, weshalb sie Beiträge für die ALV bezahlen müsse, wenn sie dann in der 
Not keinen Anspruch darauf habe (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 20. April 2020 beantragte die Arbeitslosenkasse die 
Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, vorliegend 
sei auch unter Berücksichtigung der mit der Beschwerde zusätzlich eingereichten 
Unterlagen nicht belegt, dass der Lohn für die im vorliegend relevanten 
Bemessungszeitraum vom 24. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2018 geleistete Arbeit 
tatsächlich realisiert worden sei, d.h. der entsprechende Geldbetrag vom Geschäftskonto 

3

Urteil S 2020 9

der B.________ GmbH als Lohn der Beschwerdeführerin abgebucht und ihr auch 
tatsächlich überwiesen worden sei. Den vorliegenden Bankauszügen seien 
Lohnüberweisungen der B.________ GmbH an die Beschwerdeführerin nur bis zum 4. Juli 
2017 zu entnehmen. Gemäss Lohnabrechnungen für das Jahr 2017 seien ab Oktober 
2017 Barauszahlungen erfolgt, ohne dass entsprechende Lohnquittungen vorliegen 
würden. Für die Zeit ab Januar 2018 würden weder Lohnabrechnungen noch 
Lohnquittungen vorliegen. Unklarheiten wie diese liessen insgesamt betrachtet keine 
klaren Rückschlüsse auf den Lohnfluss zu, sodass dieser nicht nachvollziehbar sei 
(act. 5). 

D. Mit Schreiben vom 21. April 2020 stellte das Gericht der Beschwerdeführerin die 
Vernehmlassung mit Frist für allfällige Bemerkungen bis zum 12. Mai 2020 zu (act. 6). 
Innert dieser Frist gingen bei Gericht keine weiteren Eingaben mehr ein, weshalb der 
Schriftenwechsel per Mitte Mai 2020 als abgeschlossen gilt.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide oder 
Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben 
werden, wobei in der Regel das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in 
dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat (Art. 58 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung von Beschwerden gegen Kassenverfügungen 
betreffend Arbeitslosenentschädigung ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG das 
Versicherungsgericht an dem Ort zuständig, wo die versicherte Person die Kontrollpflicht 
erfüllt (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] i.V.m. 
Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Das 
Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus dem Gebiet 
der eidgenössischen Sozialversicherung, für die das Bundesrecht eine kantonale 
Rechtsmittelinstanz vorsieht (§ 77 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; 
BGS 162.1]). Die Beschwerdeführerin erfüllte ihre Kontrollpflicht im Kanton Zug. Demnach 

4

Urteil S 2020 9

ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
örtlich und sachlich zuständig. Die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
6. Dezember 2019 wurde am 21. Januar 2020 am Schalter des Verwaltungsgerichts 
abgegeben und gilt somit unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG – 
Fristenstillstand vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar – im Sinne von Art. 60 
Abs. 1 ATSG – 30-tägige Frist – als rechtzeitig eingereicht. Die Beschwerdeführerin ist in 
der Sache direkt betroffen und folglich zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe entspricht 
schliesslich den wenigen an eine Laienbeschwerde gestellten formellen Anforderungen, 
weshalb sie zu prüfen ist.

2. Vorab ist festzuhalten, dass im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren 
grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen sind, zu denen die 
zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung bzw. 
eines Einspracheentscheides – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung 
bzw. der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren 
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit 
an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist 
(BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a mit Hinweisen). 

Streitgegenstand ist vorliegend die Festsetzung des versicherten Verdienstes mit Fr. 0.–. 
Wenn und soweit die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift Ausführungen 
betreffend Schadenersatzverfügung vom 25. Oktober 2016 in der Höhe von Fr. 621'266.82 
macht und auf Art. 52 des Bundesgesetzes über die Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) als Beschwerdegrund verweist, ist darauf 
nicht weiter einzugehen. 

3.
3.1
3.1.1 Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben nach Art. 8 Abs. 1 lit. a und b 
AVIG Versicherte, welche ganz oder teilweise arbeitslos sind und einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten haben. Bei Versicherten mit massgeblicher betrieblicher 
Entscheidungsbefugnis sowie bei im Betrieb mitarbeitenden Ehegatten ist – in analoger 
Anwendung der Bestimmungen über den Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung im 
Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG – die Anspruchsberechtigung zu verneinen, solange 
die arbeitgeberähnliche Stellung nicht definitiv aufgegeben worden ist (BGE 123 V 234), 

5

Urteil S 2020 9

da ein Arbeitsausfall solcher Personen aufgrund ihrer betrieblichen Stellung kaum 
kontrollierbar ist, was erhöhtes Missbrauchsrisiko birgt.

3.1.2 Bei Verwaltungsräten einer AG (Art. 716 ff. OR) und Gesellschafter einer GmbH 
(Art. 804 ff. OR) ergibt sich die massgebliche Einflussnahme von Gesetzes wegen. Die 
Arbeitslosenkasse hat in diesen Fällen ohne weitere Prüfung den Leistungsausschluss zu 
verfügen (AVIG-Praxis ALE B17). Bei den sonstigen Mitgliedern eines obersten 
Entscheidungsgremiums ist jeweils im Einzelfall zu prüfen, welche 
Entscheidungsbefugnisse den Personen aufgrund der intern betrieblichen Struktur 
tatsächlich zukommen. Diese einzelfallbezogene Prüfung der Entscheidbefugnisse gilt 
auch für Geschäftsführer einer AG und GmbH, die nicht gleichzeitig Verwaltungsräte bzw. 
Gesellschafter sind. Mehrheitlich dürfte jedoch der Ausschluss aufgrund umfassender 
Rechte und Pflichten der Geschäftsführer gegeben sein (AVIG-Praxis ALE B18). 

3.1.3 Damit eine versicherte Person Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat, muss 
ihr Ausscheiden aus der Firma bzw. die Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung 
definitiv sein (AVIG-Praxis ALE B25). Der Eintrag im Handelsregister wird von der 
Rechtsprechung als wichtiges und einfach zu handhabendes Kriterium berücksichtigt, um 
eine arbeitgeberähnliche Stellung zu beurteilen. Grundsätzlich wird erst mit der Löschung 
im Handelsregister für Dritte in verlässlicher Weise kundgetan, dass die versicherte 
Person definitiv aus der Firma ausgetreten ist bzw. dass sie die arbeitgeberähnliche 
Stellung endgültig aufgegeben hat. Widersprechen die tatsächlichen Gegebenheiten 
eindeutig und nachweislich dem Handelsregistereintrag, ist von ersterem auszugehen 
(AVIG-Praxis ALE B28). Der Konkurs des Betriebes führt zum definitiven Ausscheiden aus 
der arbeitgeberähnlichen Stellung (AVIG-Praxis ALE B27). 

3.2
3.2.1 Eine weitere gesetzliche Voraussetzung für den Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit 
erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG). Die Beitragszeit hat gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG 
erfüllt, wer innert der dafür vorgesehenen Rahmenfrist während mindestens zwölf 
Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Als Rahmenfrist für die 
Beitragszeit gelten gemäss Art. 9 Abs. 2 und 3 AVIG die zwei Jahre vor dem Tag, an dem 
sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

6

Urteil S 2020 9

Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichtspunkt 
der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e in Verbindung mit Art. 13 Abs. 1 AVIG ist 
grundsätzlich einzig die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung während der 
geforderten Dauer von zwölf Beitragsmonaten. Diese Tätigkeit muss genügend über-
prüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kommt dabei nach dem Gesagten 
nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber jener eines 
bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes für 
die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung. Soweit eine solche Beschäftigung 
nachgewiesen, der exakte ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben ist, hat eine 
Korrektur über den versicherten Verdienst zu erfolgen (Urteil BGer 8C_75/2013 vom 
25. Juni 2013 E. 2.2).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen 
Beschäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hierfür effektiv ein Lohn 
ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzahlung sollen und 
können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und 
Arbeitnehmer verhindert werden. Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen 
Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder 
der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto. Bei behaupteter Barauszahlung 
fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von 
Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden 
Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin unterzeichnete 
Lohnabrechnungen und Steuererklärungen sowie Eintragungen im individuellen Konto 
(BGE 131 V 444 E. 1.2).

3.2.3 Bei einer versicherten Person, die vor der Anmeldung zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte, muss die 
Arbeitslosenkasse hinsichtlich des Lohnflusses weitergehende Abklärungen treffen. Diese 
Abklärungspflicht erstreckt sich auch auf die mitarbeitenden Ehegatten und Ehegattinnen 
von arbeitgeberähnlichen Personen (AVIG-Praxis ALE B146). Lassen sich in Fällen, die 
weitergehende Abklärungen bedingen, Bank- oder Postbelege beibringen, ist damit der 
Lohnfluss und die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung in der Regel 
nachgewiesen (AVIG-Praxis ALE B147). Wurde der Lohn bar bezogen, können das bei 
der Steuerverwaltung mit Lohnausweis deklarierte Einkommen, Lohnquittungen oder 
durch ein Treuhandbüro geführte Geschäftsbücher jeweils in Verbindung mit einem 
entsprechenden individuellen Kontoauszug der AHV (IK-Auszug) als Nachweis für den 

7

Urteil S 2020 9

Lohnbezug akzeptiert werden. Widersprechen die genannten Beweismittel dem IK-
Auszug, so ist für die Bestimmung des versicherten Verdienstes vom geringeren Betrag 
auszugehen. Es ist denkbar, dass die versicherte Person, welche den Lohn bar bezogen 
hat, durch eine Kombination von anderen Beweismitteln den Lohnfluss nachzuweisen 
vermag. Der Lohnfluss lässt sich z. B. allein durch eine Lohnabrechnung, eine 
Lohnquittung, einen Arbeitsvertrag, eine Kündigungsbestätigung oder eine 
Lohnforderungseingabe im Konkurs nicht nachweisen. Solche Dokumente stellen lediglich 
Parteibehauptungen dar, über deren Wahrheitsgehalt niemand ausser die versicherte 
Person selbst Angaben machen kann. Ergeben sich aufgrund der eingereichten Belege 
keine klaren Rückschlüsse auf die in der fraglichen Zeit effektiv ausbezahlten Löhne, liegt 
Beweislosigkeit zulasten der versicherten Person vor, womit ein Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung infolge fehlender Beitragszeit verneint werden muss. Dem 
Nachweis des tatsächlich realisierten Lohnes kommt nicht nur bei der Bemessung der 
Beitragszeit, sondern auch bei der Festsetzung der Höhe des versicherten Verdienstes 
entscheidende Bedeutung zu. Ohne genaue Angaben über den Lohnfluss ist es nicht 
möglich, die Höhe des versicherten Verdienstes zu bestimmen (AVIG-Praxis ALE B148). 

3.2.4 Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das 
Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber 
berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende 
Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht 
also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine 
überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem 
Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche 
Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 144 V 195 E. 4.2). Das 
Gericht weicht jedoch insoweit von Weisungen ab, als sie nicht gesetzmässig sind bzw. in 
Ermangelung gesetzlicher Vorschriften mit den allgemeinen Grundsätzen des 
Bundesrechts nicht im Einklang stehen (BGE 132 V 121 E. 4.4).

3.3 Nach Art. 23 Abs. 1 AVIG gilt als versicherter Verdienst der im Sinne der AHV-
Gesetzgebung massgebende Lohn, der während eines Bemessungszeitraums aus einem 
oder mehreren Arbeitsverhältnissen normalerweise erzielt wurde. Art. 37 AVIV regelt den 
Bemessungszeitraum. Nach Abs. 1 bemisst sich der versicherte Verdienst nach dem 
Durchschnittslohn der letzten sechs Beitragsmonate (nach Art. 11 AVIV) vor Beginn der 
Rahmenfrist für den Leistungsbezug. Nach Abs. 2 bemisst er sich dann nach dem 

8

Urteil S 2020 9

Durchschnittslohn der letzten zwölf Beitragsmonate vor Beginn der Rahmenfrist für den 
Leistungsbezug, wenn dieser Durchschnittslohn höher ist als derjenige nach Abs. 1.

3.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht 
dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts 
genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b).

4.  Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst 
der Beschwerdeführerin infolge fehlenden Nachweises eines tatsächlichen Lohnbezuges 
vor dem Hintergrund der arbeitgeberähnlichen Stellung zu Recht auf Fr. 0.– festsetze und 
einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung verneinte.

4.1 Aktenkundig ist, dass die Beschwerdeführerin vom 1. Januar 2017 bis 23. Oktober 
2018 als Marketing- und Kundenberaterin bei der B.________ GmbH angestellt war. Als 
erstellt gilt sodann, dass sie ab dem 14. März 2017 als Gesellschafterin (ohne 
Zeichnungsberechtigung) der Unternehmung im Handelsregister eingetragen war und 
dass sie nach der Konkurseröffnung über die B.________ GmbH per 23. Oktober 2018 
keine weitere beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat. Vor diesem Hintergrund hat 
die Beschwerdegegnerin für die Festlegung des versicherten Verdienstes zu Recht den 
Bemessungszeitraum vom 24. Oktober 2017 bis 23. Oktober 2018 als relevant eingestuft 
(vgl. Art. 9 Abs. 1 und 3 AVIG). Der Beschwerdegegnerin ist sodann beizupflichten, dass 
sich bei Gesellschafter bzw. Gesellschafterinnen einer GmbH die massgebliche 
Einflussnahme von Gesetzes wegen ergibt (vgl. AVIG-Praxis ALE B17). 
Dementsprechend hatte die Beschwerdeführerin unabhängig von ihrer fehlenden 
Zeichnungsberechtigung im vorliegend relevanten Bemessungszeitraum eine 
arbeitgeberähnliche Stellung inne. An den Beweis ihrer beitragspflichtigen Beschäftigung 
und den Lohnfluss sind deshalb erhöhte Anforderungen zu stellen. Somit war die 
Beschwerdegegnerin auch dazu verpflichtet, hinsichtlich des Lohnflusses weitergehende 
Abklärungen zu treffen (vgl. E. 3.2.3 hiervor) und zwar unabhängig davon, inwiefern die 
Beschwerdeführerin ihren übrigen Pflichten gegenüber der Arbeitslosenkasse 
nachgekommen ist. Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, wonach die 

9

Urteil S 2020 9

Beschwerdegegnerin von Beginn an alles getan habe, um ihr die Arbeitslosentaggelder zu 
verweigern, ist jedenfalls als unhaltbar zurückzuweisen. 

4.2
4.2.1 Gemäss dem unbefristeten Arbeitsvertrag vom 3. Januar 2017 zwischen der 
Beschwerdeführerin und der B.________ GmbH betrug der vereinbarte Monatslohn bei 
einem 100 %-Pensum Fr. 5'500.– (Nettogehalt; vgl. Ziff. 8 des Arbeitsvertrages [ALK-
act. 36]). Den eingereichten Lohnabrechnungen ist zudem zu entnehmen, dass das Gehalt 
in den Monaten Januar bis Juni 2017 auf ein Bankkonto der Beschwerdeführerin bei der 
Zuger Kantonalbank überwiesen wurde (vgl. ALK-act. 23 und Bf-act. 4). Diese 
Lohnangaben korrespondieren mit den Auszügen des Privatkontos der Beschwerde-
führerin, geht daraus doch klar hervor, dass die B.________ GmbH den jeweiligen Lohn in 
der Höhe von Fr. 5'500.– bzw. Fr. 3'000.– der Beschwerdeführerin für die Monate Januar 
bis Juni 2017 überwiesen hat (vgl. ALK-act. 22). 

Was den vorliegend massgebenden Bemessungszeitraum ab Oktober 2017 betrifft, kann 
den Lohnabrechnungen entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin das Gehalt in 
den Monaten Oktober bis Dezember 2017 in bar erhalten hatte (vgl. ALK-act. 24). Der 
Nachweis der Lohnzahlungen kann für diesen Zeitraum daher nicht mittels Kontoauszügen 
erbracht werden. Der Beschwerdegegnerin ist sodann beizupflichten, dass für die 
Barauszahlungen keine Quittungen vorhanden sind. Eine schriftliche Bestätigung des 
Lohnbezugs (in bar) der Beschwerdeführerin liegt jedenfalls nicht vor. Abgesehen davon 
ist anzumerken, dass Lohnabrechnungen zum Nachweis des Lohnbezuges ohnehin nicht 
ausreichen. Gemäss AVIG-Praxis ALE B148 lässt sich der tatsächliche Lohnfluss nicht 
allein durch Lohnabrechnungen, eine Lohnquittung, einen Arbeitsvertrag, eine 
Kündigungsbestätigung oder eine Lohnforderungseingabe im Konkurs nachweisen, wenn 
die versicherte Person – wie vorliegend – vor der Anmeldung zum Bezug von 
Arbeitslosenentschädigung eine arbeitgeberähnliche Stellung innehatte. Solche 
Dokumente stellen lediglich Parteibehauptungen dar. Dementsprechend genügt auch der 
ins Recht gelegte Arbeitsvertrag (ALK-act. 36) den Anforderungen an den Nachweis des 
Lohnflusses nicht. Damit wird jedenfalls nicht belegt, ob der vereinbarte Lohn auch 
tatsächlich ausgerichtet wurde. 

Den Zeitraum ab Januar bis Oktober 2018 betreffend können den vorliegenden Unterlagen 
keine Angaben über die Art der Überweisung entnommen werden. Für diesen Zeitraum 
liegen auch keine Lohnabrechnungen vor. Wie aus einem im Parallelverfahren S 2020 6 

10

Urteil S 2020 9

vorhandenen E-Mail des Ehemannes der Beschwerdeführerin an die Arbeitslosenkasse 
hervorgeht, wurden die Löhne der Beschwerdeführerin im Jahr 2018 angeblich auf ihr 
Postkonto überwiesen (vgl. ALK-act. 9). Sollte die B.________ GmbH das Gehalt der 
Beschwerdeführerin in den Monaten Januar bis Oktober 2018 tatsächlich bargeldlos per 
Postkonto überwiesen haben, müssten entsprechende Postbelege vorliegen. Damit wären 
der Lohnfluss und die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung in der Regel 
nachgewiesen. Solche Belege fehlen vorliegend hingegen gänzlich. Im Übrigen sind auch 
aus den eingereichten Auszügen des Privatkontos der Beschwerdeführerin für die Monate 
Januar bis Oktober 2018 keine Lohnzahlungen ersichtlich. Die letzte Lohnüberweisung 
erfolgte gemäss Bankauszügen am 4. Juli 2017. Für die Zeit ab 4. Juli 2017 sind den 
Auszügen des Privatkontos der Beschwerdeführerin keine Gehaltszahlungen der 
B.________ GmbH zu entnehmen (vgl. ALK-act. 22). Etwas anderes ergibt sich auch aus 
den ins Recht gelegten Auszügen des Geschäftskontos der B.________ GmbH (Bf-act. 6) 
nicht. 

4.2.2 Was die Deklarationen gegenüber den Sozialversicherungen und die 
entsprechenden Abrechnungen anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass auch solche 
höchstens ein Indiz, jedoch keinen Nachweis für tatsächliche Lohnzahlung darzustellen 
vermögen (vgl. BGE 131 V 444 E. 1.2). Die Ausgleichskasse stellte der 
Beschwerdegegnerin vorliegend am 13. Juni 2019 einen Auszug aus dem individuellen 
Konto (IK) der Beschwerdeführerin zu. Daraus geht hervor, dass für das Jahr 2017 AHV-
pflichtige Bruttolöhne in der Höhe von Fr. 66'132.– und für das Jahr 2018 in der Höhe von 
Fr. 59'932.– abgerechnet wurden (vgl. ALK-act. 29). Daraus kann indessen nicht der 
Schluss gezogen werden, die den erhobenen Beiträgen zugrunde liegenden deklarierten 
Löhne seien effektiv bezogen worden. Die Ausgleichskassen üben gegenüber den 
angeschlossenen Arbeitgebern eine Aufsichtsfunktion aus; sie prüfen die Einhaltung der 
gesetzlichen Bestimmungen und der dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen 
(Kreisschreiben an die Ausgleichskassen über die Kontrolle der Arbeitgeber [KAA], 
Rz. 1001). Die Arbeitgeberkontrolle prüft, ob alle unselbständig erwerbenden Personen als 
Arbeitnehmer erfasst sind, ob alle zum massgebenden Lohn gehörenden Entgelte der 
Ausgleichskasse bescheinigt wurden, ob die Lohnbescheinigungen vollständig und die 
notwendigen Angaben vorliegen. Insofern beschlägt sie namentlich die buchhalterische 
Lohnerfassung (vgl. Urteil Verwaltungsgericht BE 200 2018 25 vom 31. Juli 2018 E. 3.2.2). 
Mit dem IK-Auszug pro 2017 und 2018 vermag die Beschwerdeführerin folglich einzig zu 
belegen, dass der Ausgleichskasse eine Meldung betreffend ihr Einkommen erstattet 
wurde. Damit ist ein effektiver Lohnfluss aber nicht bewiesen. 

11

Urteil S 2020 9

4.2.3 Die im Parallelverfahren S 2020 6 eingereichten Steuerunterlagen (ALK-act. 33 f.) 
stellen ebenfalls höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlungen dar (vgl. BGE 131 V 
444 E. 1.2). Denn nach der Rechtsprechung sind Steuererklärungen für sich allein nicht 
geeignet, einen Lohnfluss zu belegen, da sie eine Selbstdeklaration der betroffenen 
Person darstellen und der Sozialversicherungsrichter ohnehin nicht an die gegenüber der 
Steuerbehörde gemachten Angaben gebunden ist. Daran vermag auch die eingereichte 
Steuererklärung 2018, mit der ein Nettolohn der Beschwerdeführerin von Fr. 55'000.– 
deklariert wurde (vgl. ALK-act. 34 S. 3), nichts zu ändern. Selbst aus der eingereichten 
definitiven Veranlagungsverfügung vom 14. November 2018 für das Steuerjahr 2017 kann 
die Beschwerdeführerin nichts für sich ableiten, denn das tatsächliche Einkommen ist 
daraus nicht ersichtlich: das steuerbare Einkommen des Ehepaars wurde durch die 
Steuerverwaltung nach Ermessen veranlagt, weil sie trotz eingeschriebener Mahnung 
keine Steuererklärung pro 2017 eingereicht hatten (vgl. ALK-act. 33). Zwar kann aus dem 
Umstand, dass kein Einkommen deklariert wurde, nicht geschlossen werden, die 
Beschwerdeführerin habe keinen Lohn bezogen; indessen sind die Steuerunterlagen 
jedenfalls nicht dienlich, einen Lohnfluss bzw. eine beitragspflichtige Beschäftigung 
nachzuweisen. 

4.2.4 Darüber hinaus kann auch den eingereichten Lohnausweisen 2017 und 2018 
(ALK-act. 35) keine ausschlaggebende Beweiskraft zukommen, da sie allesamt vom 
Ehemann der Beschwerdeführerin, welcher bis Oktober 2018 als Geschäftsführer der 
B.________ GmbH im Handelsregister eingetragen war, selbst ausgestellt wurden und 
damit grundsätzlich als reine Parteibehauptungen anzusehen sind. Im Übrigen entspricht 
lediglich das so deklarierte Bruttoeinkommen von Fr. 59'932.– für das Jahr 2018 
demjenigen gemäss IK-Auszug, während die Angaben im Lohnausweis für das Jahr 2017 
nicht mit den Eintragungen im individuellen Konto übereinstimmen. 

4.2.5 Wurde der Lohn bar bezogen, können zum Nachweis für den Lohnfluss durch ein 
Treuhandbüro geführte Geschäftsbücher herangezogen werden (vgl. AVIG-Praxis ALE 
B148). Die Beschwerdeführerin hat im Rahmen des Verwaltungsgerichtsverfahrens zwar 
einen Auszug des Betriebsbuchhaltungs-Kontoblatts Nr. 5000 "Lohn A.________" der 
B.________ GmbH per 31. Dezember 2017 eingereicht (vgl. Bf-act. 3). Eine 
entsprechende Abbuchung der geltend gemachten Lohnbeträge auf dem Gegenkonto 
Nr. 1000 "Kasse" lässt sich sodann den im Parallelverfahren S 2020 6 eingereichten Akten 
(Bilanz und Erfolgsrechnung per 31. Dezember 2017, Buchhaltungsjournal und 

12

Urteil S 2020 9

Kontoblätter des Jahres 2017) entnehmen (vgl. ALK-act. 11 S. 34 ff.). Nicht 
unberücksichtigt bleiben darf jedoch die Tatsache, dass es sich bei den im Verfahren S 
2020 6 eingereichten Buchhaltungsunterlagen lediglich um die provisorische, nicht 
unterzeichnete Buchhaltung handelt und der Ausdruck vom Ehemann der 
Beschwerdeführerin als Geschäftsführer der B.________ GmbH selbst erstellt wurde. In 
Anbetracht dessen kam die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss, dass solche 
Buchhaltungsunterlagen nicht genügen, um eine effektive Lohnzahlung nachzuweisen, 
stellen diese doch allesamt nur Parteibehauptungen für tatsächliche Lohnzahlungen dar, 
über deren Wahrheitsgehalt niemand ausser die versicherte Person und ihr Ehemann 
selbst Angaben machen kann. Entsprechend werden in solchen Fällen als Nachweis für 
den Lohnfluss durch ein Treuhandbüro geführte Geschäftsbücher verlangt (vgl. AVIG-
Praxis ALE B148). Solche Auszüge fehlen vorliegend jedoch gänzlich; dies obwohl der 
Ehemann der Beschwerdeführerin seitens der Arbeitslosenkasse wiederholt darauf 
hingewiesen wurde, er habe weitere Unterlagen wie z.B. die von einem Treuhandbüro 
geführten Geschäftsbücher einzureichen. Im Übrigen ist festzuhalten, dass sich die 
eingereichten Buchhaltungsunterlagen ohnehin nur zum Geschäftsjahr 2017 äussern, 
während für das Geschäftsjahr 2018 weder Kontoblätter noch andere 
Buchhaltungsunterlagen (Geschäftsbücher, sonstige Belege) eingereicht wurden. In 
Berücksichtigung der vorhandenen Unterlagen kann somit nicht davon gesprochen 
werden, ein tatsächlicher Lohnfluss sei im massgeblichen Zeitraum anhand von 
treuhänderisch geführten, ordentlichen und transparenten Geschäftsbüchern 
nachgewiesen.

Soweit die Beschwerdeführerin dagegen einwendet, es sei ihrem Ehemann infolge 
Krankheit nicht möglich gewesen, eine komplette Buchhaltung abzugeben, kann sie damit 
nicht gehört werden. Die im Parallelverfahren S 2020 6 vorhandenen Arztzeugnisse 
attestieren dem Ehemann der Beschwerdeführerin lediglich eine 100%ige 
Arbeitsunfähigkeit vom 19. Januar bis 30. Juni 2019 (vgl. ALK-act. 37, 48, 53 und 54) und 
vom 20. Januar bis 28. Februar 2020 (vgl. Bf-act. 11). Dass der Ehemann der 
Beschwerdeführerin auch in der Zwischenzeit vom 1. Juli 2019 bis 19. Januar 2020 in 
ärztlicher Behandlung war, lässt sich den genannten Unterlagen demgegenüber nicht 
entnehmen, geschweige denn eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit. Dementsprechend 
ist es nicht ersichtlich, inwiefern es dem Ehepaar nicht zumutbar gewesen wäre, die 
geforderten Unterlagen zu beschaffen und der Beschwerdegegnerin einzureichen. 

13

Urteil S 2020 9

5. Zusammenfassend ist nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin vom 24. Oktober 
2017 bis 23. Oktober 2018 den geltend gemachten Lohn tatsächlich erhalten hat. Daran 
ändern auch die mit der Beschwerde zusätzlich eingereichten Unterlagen (Bf-act. 6–8) 
nichts. Von weiteren Beweismassnahmen ist im vorliegenden Fall angesichts der 
Tatsache, dass das Ehepaar in der Vergangenheit von der Beschwerdegegnerin 
mehrmals aufgefordert wurde, weitere Belege zum Nachweis eines tatsächlichen 
Lohnflusses einzureichen, kein zusätzlicher Erkenntnisgewinn zu erwarten, weshalb 
darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden kann. Der Beschwerdegegnerin 
kann in diesem Zusammenhang auch kein Vorwurf der Verletzung ihrer Abklärungspflicht 
gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG gemacht werden. Da die Beschwerdeführerin aus dem 
behaupteten Lohnfluss Rechte ableiten will, trägt sie die Beweislast insofern, als der 
Entscheid – zufolge Beweislosigkeit – zu ihren Ungunsten ausfällt (vgl. E. 3.2.3 hiervor). 
Weil der tatsächliche Lohnfluss nicht nachgewiesen ist, ging die Beschwerdegegnerin 
richtigerweise davon aus, dass sich damit auch der versicherte Verdienst i.S.v. Art. 23 
Abs. 1 AVIG nicht bestimmen lässt. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst auf Fr. 0.– festgesetzt hat. Damit erweist 
sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist vollumfänglich abzuweisen. 

6. Das Verfahren ist nach Art. 61 lit. a ATSG kostenlos und der vollumfänglich 
unterliegenden Beschwerdeführerin ist in Übereinstimmung mit Art. 61 lit. g ATSG keine 
Parteientschädigung zuzusprechen.

14

Urteil S 2020 9

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Beschwerdeführerin (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), 
an die Arbeitslosenkasse des Kantons Zug sowie an das Staatssekretariat für 
Wirtschaft (seco), Bern. 

Zug, 29. Juni 2020

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am