# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea00c92b-f1d0-5778-bab9-33136b07fe3b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2014 B-4372/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4372-2012_2014-11-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-4372/2012 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Francesco Brentani (Vorsitz), 

Richter David Weiss,  

Richter Hans Urech,    

Gerichtsschreiberin Bianca Spescha. 
 

 
 

Parteien 

 
X._______, 

wohnhaft in Deutschland,   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
IV-Rente, Verfügung vom 23. Juli 2012. 

 

 

B-4372/2012 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die […] geborene, aus Deutschland stammende und in ihrer Heimat 

wohnhafte X._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführe-

rin) war gemäss IK-Auszug von 1972 bis 2005 mit Unterbrüchen in der 

Schweiz erwerbstätig. Von August 2000 bis April 2005 war sie in ihrer Ei-

genschaft als Grenzgängerin als Krankenschwester und anschliessend 

von Juli bis September 2005 in der ambulanten Krankenpflege in Teilzeit-

pensen tätig. Dementsprechend entrichtete sie für diese Zeit Beiträge an 

die obligatorische Alters, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV). Seit dem 1. August 2008 arbeitet die Versicherte stundenweise 

in der Büro- und Industriereinigung bei einer Unternehmung in Deutsch-

land (vgl. IV act. 104). 

B.  

Am 20. September 2004 zog sich die Versicherte anlässlich eines Ver-

kehrsunfalls ein HWS-Beschleunigungstrauma zu. Als Folge dieses Er-

eignisses meldete sie sich am 18. Oktober 2006 bei der IV-Stelle des 

Kantons Basel Stadt (nachfolgende: IV-Stelle BS) erstmals zum Bezug 

von IV-Leistungen in Form von beruflichen Eingliederungsmassnahmen 

und einer Rente an (vgl. kant. IV act. 2). Diese nahm in der Folge um-

fangreiche Abklärungen vor. Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland 

(nachfolgend: Vorinstanz) verfügte am 24. Oktober 2008 bei einem Invali-

ditätsgrad von 18 % die Abweisung des Leistungsbegehrens (vgl. IV 

act. 12). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.  

C.  

Mit Datum vom 21. November 2008 (Eingangsdatum: 23. Januar 2009) 

meldete sich die Versicherte bei der Vorinstanz erneut zum IV-

Leistungsbezug an (vgl. IV act. 15). Nach Vorliegen des Bescheids der 

Deutschen Rentenversicherung vom 17. Februar 2009, mit welchem dem 

Antrag auf eine Rente wegen (teilweiser bzw. voller) Erwerbsminderung 

nicht entsprochen worden war, und weiterer, für die Beurteilung des Ren-

tenanspruchs massgeblicher Unterlagen in beruflich-erwerblicher und 

medizinischer Hinsicht wurde mit Verfügung der Vorinstanz vom 18. Sep-

tember 2009 das Leistungsbegehren der Versicherten erneut abgewiesen 

(vgl. IV act. 61). Die Vorinstanz ging davon aus, dass die Versicherte so-

wohl in der bisherigen als auch in einer angepassten Tätigkeit 70 % ar-

beitsfähig und in der Haushaltstätigkeit nicht eingeschränkt sei.  

B-4372/2012 

Seite 3 

D.  

Die gegen diese Verfügung vom 18. September 2009 erhobene Be-

schwerde wies das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil vom 12. Oktober 

2011 ab (Prozessnr. C-6572/2009; IV act. 87). Die Akten wurden darauf-

hin der Vorinstanz zur Prüfung des Leistungsanspruches nach dem Zeit-

punkt der angefochtenen Verfügung vom 18. September 2011 [recte: 

2009] überwiesen.  

E.  

In der Folge holte die Vorinstanz den von der Versicherten am 18. Januar 

2012 ausgefüllten Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbs-

tätigkeit/Haushalt ein. Des Weiteren nahm sie ein vom Arbeitgeber am 

22. Februar 2012 ausgefüllten Fragebogen, ein Schreiben der Deutschen 

Rentenversicherung vom 26. April 2011, mit welchem diese einen An-

spruch der Versicherten auf Rente wegen voller Erwerbsminderung ab 

1. Juli 2010 anerkennt, diverse medizinische Berichte von Dr. med. 

A._______, welche von Dezember 2008 bis November 2010 datieren, 

sowie einen Bericht des Krankenhauses B._______ vom 2. Januar 2012 

zu den Akten (vgl. IV act. 91, 93, 95 ff., 102 und 104). 

F.  

Nach einer Beurteilung des Arztes des Regionalärztlichen Dienstes 

(nachfolgend: RAD) Dr. med. C._______, Facharzt für Allgemeine Medi-

zin, vom 11. April 2012 erliess die Vorinstanz am 30. April 2012 einen 

Vorbescheid, mit welchem sie die Abweisung des Leistungsbegehrens 

der Versicherten in Aussicht stellte (vgl. IV act. 108 f.).  

G.  

Hiergegen erhob die Versicherte mit Stellungnahmen vom 6. Mai, 10. und 

15. Juni 2012 Einwände und reichte der Vorinstanz diverse medizinische 

Unterlagen ein.  

Nach einer erneuten Beurteilung durch den RAD-Arzt Dr. med. 

C._______ vom 11. Juli 2012 (vgl. IV act. 118) wies die Vorinstanz das 

Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 23. Juli 2012 ab 

(vgl. IV act. 119).  

H.  

Gegen diese Verfügung vom 23. Juli 2012 erhob die Beschwerdeführerin 

mit Eingabe vom 19. August 2012 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht. Sie beantragt sinngemäss die Zusprechung einer ganzen 

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Invalidenrente. Zur Begründung bringt sie vor, dass ihr in Deutschland 

aufgrund des Gutachtens von Prof. Dr. D._______ eine 100 %ige Er-

werbsminderungsrente zugesprochen worden sei. Sie könne nur noch 

drei Stunden täglich arbeiten und habe eine Hebekraft von lediglich drei 

Kilogramm. Bei geringster körperlicher Anstrengung komme es zu 

Schweissausbrüchen und Temperaturerhöhungen. Ihre Erkrankung, En-

dometriose, sei bis anhin ignoriert worden. Die Beschwerdeführerin reich-

te diverse medizinische Unterlagen ein.  

I.  

In ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2012 beantragt die Vorin-

stanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefoch-

tenen Verfügung. Zur Begründung bringt sie vor, dass der RAD-Arzt 

Dr. med. C._______ in seinen Stellungnahmen vom 11. Juli und 11. April 

2012 keine wesentliche und anhaltende Veränderung bzw. Verschlechte-

rung des Gesundheitszustandes seit der rechtskräftigen Verfügung vom 

18. September 2009 festgestellt habe. Auch aus den beschwerdeweisen 

zusätzlich eingereichten Arztberichten würden sich keine neuen Sachver-

haltselemente ergeben.  

J.  

Nachdem die Beschwerdeführerin mit Eingaben vom 6. und 16. August 

2013 unaufgefordert weitere Unterlagen einreichte, wurden diese der Vor-

instanz zur allfälligen Stellungnahme überwiesen.  

In der ergänzenden Stellungnahme der Vorinstanz vom 19. September 

2013 hält sie weiterhin an ihrem Abweisungsantrag fest. Sie verweist da-

bei auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. med. C._______ vom 6. 

September 2013.  

K.  

Mit Eingaben vom 30. September und 8. Oktober 2013 sowie 20. Januar 

und 25. März 2014 reichte die Beschwerdeführerin erneut unaufgefordert 

weitere Unterlagen ein.  

Mit Schreiben vom 2. Mai 2014 nimmt die Vorinstanz zu diesen Eingaben 

der Beschwerdeführerin Stellung und verweist dabei auf den Bericht des 

RAD-Arztes Dr. med. C._______ vom 22. April 2014.  

L.  

Mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts vom 26. Juni 2014 erhielt 

die Beschwerdeführerin die Gelegenheit, den Reha-Bericht ihres Aufent-

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Seite 5 

haltes im Zentrum F._______ vom 5. bis 26. Februar 2014 einzureichen. 

Diesen reichte die Beschwerdeführerin in der Folge mit Eingabe vom 7. 

Juli 2014 zusammen mit weiteren medizinischen Unterlagen ein. Gleich-

zeitig stellte sie einen Antrag auf Begutachtung durch einen schweizeri-

schen Mediziner auf dem Gebiet der Neurologie.  

Die Vorinstanz hält in der Folge in ihrer Eingabe vom 22. August 2014 mit 

Verweis auf den Bericht des RAD-Arztes Dr. med. C._______ vom 16. 

August 2014 an ihrem Antrag auf Abweisung fest.  

M.  

Die in der Folge unaufgefordert eingereichte Eingabe der Beschwerde-

führerin vom 9. September 2014 wurde samt Beilagen der Vorinstanz zur 

Kenntnis zugestellt.  

N.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterla-

gen wird – sofern erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 

Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-

versicherung (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 

beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügun-

gen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. Eine Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor.  

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Indes findet das Verwaltungsverfahrensgesetz aufgrund von Art. 3 Bst. 

d
bis

 VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das 

Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den allgemeinen Teil des Sozi-

alversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 

1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung 

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Seite 6 

(Art. 1a – 26
bis

 und 28 – 70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrück-

lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. 

1.3 Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfü-

gung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland vom 23. Juli 2012. Die Be-

schwerdeführerin hat frist- und formgerecht Beschwerde erhoben (Art. 60 

ATSG). Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist sie besonders 

berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder 

Aufhebung (Art. 59 ATSG). Damit ist auf das ergriffene Rechtsmittel, 

nachdem auch der geforderte Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wur-

de, einzutreten.  

2.  

2.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit, wenn nicht eine kantonale Be-

hörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat (Art. 49 VwVG). 

2.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist gemäss dem Grundsatz der 

Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-

gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-

schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-

heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-

gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. HÄBERLI, 

in: Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, Art. 62 N 40). 

2.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis-

grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög-

lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 

die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-

te würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen).  

3.  

Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren zur 

Anwendung gelangen. 

3.1 Die Beschwerdeführerin besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft und 

wohnt in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in Kraft 

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getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und 

ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; 

SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II betreffend die Koor-

dinierung der Systeme der sozialen Sicherheit, anzuwenden ist (Art. 80a 

IVG). Gemäss Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Abschnitt A dieses Anhangs 

in der am 1. April 2012 in Kraft getretenen Fassung (vgl. den Beschluss 

Nr. 1/2012 des Gemischten Ausschusses vom 31. März 2012 zur Erset-

zung des Anhangs II dieses Abkommens über die Koordinierung der Sys-

teme der sozialen Sicherheit [AS 2012 2345]) wenden die Vertragspartei-

en untereinander namentlich – unter Vorbehalt vorliegend nicht relevanter 

Anpassungen – die Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Sys-

teme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1; geändert durch die 

Verordnung [EG] Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des 

Rates vom 16. September 2009 [ABl. L 284 S. 43]) sowie die Verordnung 

(EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung 

der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.11) an.  

Im Rahmen des FZA ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne der 

erwähnten Koordinierungsverordnungen zu betrachten (vgl. Art. 1 Abs. 2 

Anhang II des FZA in der früher geltenden und in der am 1. April 2012 in 

Kraft getretenen Fassung). Fallen Personen in den persönlichen Anwen-

dungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 (vgl. Art. 2 Abs. 1 der 

Verordnung), haben sie nach Art. 4 der Verordnung auf Grund der 

Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats die gleichen Rechte und Pflichten 

wie die Staatsangehörigen dieses Staates. Entsprechendes galt nach 

Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71. Soweit das FZA bezie-

hungsweise die auf dieser Grundlage anwendbaren gemeinschaftsrecht-

lichen Rechtsakte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, richtet 

sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchs-

voraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente damit grundsätz-

lich nach der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). 

Demnach richten sich die Bestimmung der Invalidität, die Berechnung 

des Invaliditätsgrades und der Rentenhöhe auch nach dem Inkrafttreten 

des FZA nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4), insbe-

sondere dem IVG, der IVV, dem ATSG sowie der entsprechenden Ver-

ordnung vom 11. September 2002 (ATSV, SR 830.11). 

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Seite 8 

3.2 Nach den allgemeinen intertemporalen Regeln sind in verfahrens-

rechtlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, welche im Zeit-

punkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).  

In materiellrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze 

massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sach-

verhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). Ein allfälliger Leistungs-

anspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund der bisheri-

gen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen (pro rata 

temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden Verfahren finden demnach 

grundsätzlich jene schweizerischen Rechtsvorschriften Anwendung, die 

bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 23. Juli 2012 in Kraft stan-

den; weiter aber auch alle übrigen Vorschriften, die für die Beurteilung der 

streitigen Verfügung im vorliegend massgeblichen Zeitraum von Belang 

sind. Da sich vorliegend der zu beurteilende Sachverhalt im Zeitraum von 

September 2009 bis Juli 2012 zugetragen hat, sind bis zum 31. Dezem-

ber 2011 die auf den 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Bestimmungen 

der 5. IV-Revision anwendbar (AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155), und 

ab dem 1. Januar 2012 die zu diesem Zeitpunkt in Kraft getretenen Be-

stimmungen des ersten Massnahmenpaket der 6. IV-Revision (AS 2011 

5659 bzw. AS 2011 5679).  

4.  

Streitig ist im vorliegenden Fall, ob die Beschwerdeführerin seit der letz-

ten abweisenden Rentenverfügung vom 18. September 2009 bis zum 

23. Juli 2012 (Erlass der angefochtenen Verfügung) in einem rentener-

heblichen Mass invalid geworden ist.  

Nachfolgend sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-

setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätze darzulegen.  

4.1 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und bei Eintritt 

der Invalidität während der vom Gesetz vorgesehenen Dauer Beiträge an 

die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleistet 

hat; d.h. während mindestens drei Jahren gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG. 

Diese Bedingungen müssen kumulativ gegeben sein.  

Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

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Seite 9 

geleistet, womit die beitragsmässigen Voraussetzungen für den Bezug 

einer ordentlichen Invalidenrente erfüllt sind. Zu prüfen bleibt damit, ob 

und gegebenenfalls ab wann und in welchem Umfang sie invalid im Sinne 

des Gesetzes (geworden) ist. 

4.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invali-

dität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör-

perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die 

durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf 

oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird 

auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe-

reich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze Rente, bei einem Invaliditäts-

grad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente, bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei 

einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertels-

rente.  

Gemäss Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 

Schweiz haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine 

abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 

1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Europä-

ischen Gemeinschaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitgliedstaat 

der Europäischen Gemeinschaft Wohnsitz haben (siehe BGE 130 V 253 

E. 2.3 und E. 3.1) – was vorliegend der Fall ist.  

4.4 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches 

als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) stellt sich 

unter dem Gesichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit 

Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-

bemessungsmethode. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder 

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Seite 10 

zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist – was je 

zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Ein-

kommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, 

ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränder-

ten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung be-

stünde.  

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicher-

ten wird das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Invalidität und 

nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ih-

nen zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnten (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-

kommen, das sie erzielen könnten, wenn sie nicht invalid geworden wä-

ren (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in 

der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Er-

werbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommens-

vergleichs; BGE 130 V 349 E. 3.4.2. mit Hinweisen). 

Bei Teilzeit-Erwerbstätigen wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit 

und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im 

Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per-

son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt 

sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, fa-

miliären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der ge-

mischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Er-

werbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungs-

vergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der 

Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvali-

ditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).  

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 

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Seite 11 

E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). Eine zumutbare Arbeitsmöglichkeit 

hat sich der Versicherte anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verwei-

sungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).  

4.6 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die medizi-

nischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung – 

wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-

weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-

deutet für das Gericht, dass es alle Beweismittel, unabhängig, von wem 

sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander wider-

sprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne 

das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 

warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab-

stellt. 

Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen ausländi-

scher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg-

lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden 

Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4, 

AHI 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E.2). Vielmehr unterstehen 

auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der freien Beweiswürdi-

gung des Gerichts (vgl. zum Grundsatz der freien Beweiswürdigung BGE 

125 V 351 E. 3a).  

4.7 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-

richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begrün-

det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit 

weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-

reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut-

achten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 351 E. 3a; AHI 2001 S. 113 f. 

E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).  

Auch die Stellungnahmen des RAD müssen den allgemeinen beweis-

rechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Die RAD-

Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und 

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Seite 12 

fachlichen Qualifikationen verfügen, spielt doch die fachliche Qualifikation 

des Experten für die richterliche Würdigung einer Expertise eine erhebli-

che Rolle. Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens 

müssen sich Verwaltung und Gerichte auf die Fachkenntnisse des Exper-

ten verlassen können. Nimmt der RAD selber keine Untersuchung vor, 

hat er zunächst zu überprüfen, ob die medizinischen Akten ein vollständi-

ges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben (vgl. 

zu den Anforderungen an einen Aktenbericht Urteil des Bundesgerichts 

[BGer] 8C_653/2009 vom 28. Oktober 2009 E. 5.2, Urteil BGer I 1094/06 

vom 14. November 2007 E. 3.1.1) bzw. ob ein von ihm angefordertes 

Gutachten den Anforderungen der Rechtsprechung entspricht und die im 

konkreten Fall erforderlichen Untersuchungen vorgenommen und doku-

mentiert wurden. 

4.8 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-

weigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur ge-

prüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung er-

füllt sind. Danach ist im Leistungsbegehren gleich wie im Revisionsge-

such glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi-

cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert 

hat. Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden Fall – auf die Neuanmel-

dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-

sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände-

rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat dem-

nach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 

ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit 

Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-

ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist 

sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob 

die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbe-

gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-

schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-

richt (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.).  

Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Änderung der 

tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei der Sachver-

halt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröffneten rechts-

kräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenan-

spruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung 

und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für 

eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-

B-4372/2012 

Seite 13 

standes) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwä-

gung und prozessualen Revision (BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss 

die Veränderung der Verhältnisse erheblich, d.h. hinsichtlich der Auswir-

kungen auf den Invaliditätsgrad rentenwirksam sein (siehe Art. 17 ATSG, 

BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unter revisionsrechtlichen Ge-

sichtspunkten – welche gleichermassen für das Neuanmeldungsverfah-

ren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil des Eidgenössischen Versi-

cherungsgerichts I 658/05 vom 27. März 2006 E. 4.4) – ist die unter-

schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen 

Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 

1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).  

Im vorliegenden Fall beurteilt sich die Frage, ob bei der Beschwerdefüh-

rerin eine wesentliche Änderung eingetreten ist, welche geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch im Sinne von Art. 17 

ATSG zu beeinflussen, durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er zur Zeit 

der zweiten Ablehnungsverfügung vom 18. September 2009 bestanden 

hatte, mit demjenigen, wie er bis zum Zeitpunkt der vorliegend angefoch-

tenen Verfügung vom 23. Juli 2012 eingetreten war.  

5.  

Beim Erlass der leistungsabweisenden Verfügung der Vorinstanz vom 

18. September 2009, welche aufgrund der zweiten IV-Anmeldung der Be-

schwerdeführerin vom 21. November 2008 ergangen ist und vom Bun-

desverwaltungsgericht mit Urteil vom 12. Oktober 2011 bestätigt wurde, 

stützte sich die Vorinstanz insbesondere auf die Berichte der RAD-Ärztin 

Dr. med. G._______, Fachärztin für Allgemeine Medizin, sowie weitere 

aktenkundige medizinische Berichte, unter anderem auch auf das für das 

erste IV-Verfahren relevante bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. 

H._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und Dr. med. 

I._______, Facharzt für Rheumatologie, welche nachfolgend dazulegen 

sind.  

– Dr. med. H._______ diagnostizierte in seiner Expertise vom 27. Okto-

ber 2007 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende so-

matoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie eine kombinierte 

Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F61.0) und ohne Auswirkungen einen 

Status nach einer Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23). Weiter be-

richtete Dr. med. H._______, unter Berücksichtigung aller Faktoren 

müsse aus rein psychiatrischer Sicht die Arbeitsfähigkeit seit dem Un-

fall vom 20. September 2004 in der zuletzt ausgeübten wie auch in 

B-4372/2012 

Seite 14 

einer alternativen Tätigkeit als zu 30 % eingeschränkt beurteilt wer-

den. Eine zusätzliche Verminderung der Leistungsfähigkeit bestehe 

nicht.  

– Dr. med. I._______ stellte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit kei-

ne rheumatologischen Diagnosen; ohne Auswirkungen nannte er eine 

Blockierung des Sakroiliakalgelenks rechts (anamnestisch rezidivie-

rend), eine Ansatztendinose am medialen Beckenkamm rechts, einen 

Status nach Distorsionstrauma der HWS am 20. September 2004, ei-

ne Diskusprotrusion HWK5/6 und BWK12/LWK1 (Chondrose 

LWK4/5), einen Hallux valgus beidseits (Hammerzehen III und IV 

beidseits) sowie einen Status nach konservativ behandelter Radius-

köpfchenfraktur links 1997. Weiter führte Dr. med. I._______ aus, die 

bisherige Tätigkeit sei aus rheumatologischer Sicht weiterhin ohne 

Verminderung der Leistungsfähigkeit zumutbar. Einzig eine körperli-

che Schwerarbeit sei unzumutbar; alle übrigen Tätigkeiten seien zu-

zumuten.  

– Dr. med. G._______ erachtete in ihrem Bericht vom 23. Juni 2009 seit 

der Begutachtung durch Dr. med. I._______ und Dr. med. H._______ 

keine Verschlechterung als belegt. Sie führte aus, dass neu ein 

Nachweis eines beidseitigen Sulcus nervi ulnaris-Syndroms bestehe. 

Ein Nervus ulnaris Kompressionssyndrom wäre mit einer operativen 

Dekompression behandelbar. Für die seit zirka zwei Jahren beste-

henden Störungen der Sensibilität und Feinmotorik der rechten Hand 

bestünden keine pathologische Befunde. Die unklare Sympotmatik 

könne nicht als relevante Verschlechterung bezüglich der Arbeitsfä-

higkeit betrachtet werden. Neu an Befunden könne lediglich die Unsi-

cherheit beim Einbeinhüpfen, Einbeinstand und Romberg bezeichnet 

werden. Die Relevanz für die Arbeitsfähigkeit dieser inkonstanten und 

schlecht objektivierbaren Befunde sei aber fraglich. Die arterielle Hy-

pertonie sei zu behandeln und bedeute keine Arbeitsunfähigkeit. Dr. 

med. G._______ attestierte der Beschwerdeführerin ab 20. August 

(recte: September) 2004 eine 30 %ige Arbeits- resp. Leistungsunfä-

higkeit sowohl in der bisherigen Arbeit als auch in einer leidensadap-

tierten Verweistätigkeit. In der Haushaltsführung sei die Beschwerde-

führerin nicht eingeschränkt.  

– In ihrem Bericht vom 6. April 2010 führte Dr. med. G._______ aus, 

dass die Befunde der HWS bereits bei der ersten IV-Anmeldung be-

kannt gewesen seien. Die Stürze der Beschwerdeführerin im Jahr 

B-4372/2012 

Seite 15 

2008 seien ohne strukturelle Folgen geblieben und eine Ursache ha-

be nie gefunden werden können. Eine längerfristige Arbeitsfähigkeit 

sei damit nicht zu begründen. Eine beginnende Coxarthrose sei be-

reits im MRI vom 12. Juni 2008 dokumentiert. Symptome/klinikische 

Befunde einer Coxarthrose seien nirgends dokumentiert. Radiologi-

sche Befunde würden keine Arbeitsunfähigkeit begründen, da Klinik 

und Radiologie oft weit auseinandergingen. Schwankende Blutdruck-

werte seien kein Grund für eine Arbeitsunfähigkeit. Bei einer Hyperto-

niebehandlung mit nur einer Substanz könne kaum von einer ausge-

schöpften Behandlung gesprochen werden. Es liege keine erklärbare 

Ursache der Steissbeinschmerzen vor. Eine reine Schmerzsymptoma-

tik bedeute keine Arbeitsunfähigkeit. Ein Status nach einer Lungen-

entzündung (2007) begründe keine längerdauernde Arbeitsunfähig-

keit. Eine Allergie bedingte eine Expositionsprophylaxe für diese Sub-

stanz, jedoch keine generalisierte Arbeitsunfähigkeit.  

6.  

Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde vom 19. August 

2012 und den nachfolgenden Eingaben eine wesentliche Gesundheits-

verschlechterung geltend. Sie reichte zahlreiche medizinische Unterlagen 

ein, welche nachfolgend wiederzugeben sind.  

6.1 Aus den eingereichten medizinischen Berichten, die vor der rechts-

kräftigen leistungsabweisenden Verfügung vom 18. September 2009 da-

tieren, geht im Wesentliches Folgendes hervor:  

– Im Bericht von Dr. J._______, Facharzt für Radiologische Diagnostik, 

vom 27. April 2006 wurde eine linkskonvexe Torsionsskoliose der 

HWS und eine dorsomediane und links laterale Bandscheibenprotru-

sion im Segment C5/6 mit Foraminaeinengung diagnostiziert. Es be-

stünde kein Hinweis auf eine frischere knöcherne Läsion und keine 

Zeichen einer zervikalen Myelopathie.  

– Im Bericht von Dr. K._______, Fachärztin für Allgemeine Medizin, vom 

30. Mai 2006 führte diese aus, dass sich beim Aufnahmebefund eine 

eingeschränkte Beweglichkeit der HWS nach links bei V.a. Atlasblo-

ckierung sowie ein Schiefstand des ISG mit Beinlängendifferenz ge-

funden habe. Nach einer Craniosacraltherapie sei die HWS schmerz-

frei beweglich. Zudem bestehe keine Beinlängendifferenz mehr und 

die BWS sei druckschmerzfrei.  

B-4372/2012 

Seite 16 

– Im Bericht von Dr. med. L._______, Facharzt für Neurologie und Psy-

chiatrie, vom 28. Februar 2008 diagnostizierte dieser einen inkomplet-

ten sens. Querschnitt ab TH8 unklarer Ursache. Am 11. März 2008 

führte er aus, dass sich die Beschwerden der Patientin insgesamt 

derzeit nicht sicher zuordnen liessen. Es falle eine Diskrepanz zwi-

schen den Beschwerden und den fast unauffälligen, objektivierbaren 

Befunden auf. Wegen der in unterschiedlichen Höhen angegebenen 

Sensibilitätsstörungen (zw. ventral u. dorsal) sei letztendlich an eine 

somatoforme Störung zu denken. 

– Im Bericht der Klinik W._______ vom 17. April 2008 wurde ausgeführt, 

dass die durchgeführte Kernspintomographie des Schädels (in Ergän-

zung zu den bereits auswärtig durchgeführten MRT von HWS, BWS 

und LWS mit jeweils nicht wegweisenden Befunden) einzelne unspe-

zifische Marklagerläsionen im Gehirn gezeigt hätten, die elektrophy-

siologischen Untersuchungen hätten Normalbefunde ergeben. In der 

Liquordiagnostik habe sich ebenfalls ein unauffälliger Befund erge-

ben, ebenso in der Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Ar-

terien. Zusammengefasst hätten sich aktuell keine Hinweise auf eine 

entzündliche oder ischämische Ursache der Beschwerden ergeben. 

Aufgrund des bunten Beschwerdebildes, über welches die Beschwer-

deführerin auch in populärwissenschaftlichen Büchern selbst recher-

chiere, zusammen mit einer anamnestisch für sie unklaren beruflichen 

Gesamtsituation sowie der fehlenden Verarbeitung des Verkehrsun-

falls von 2004 sei eine zusätzlichen Somatisierungsstörung nicht aus-

zuschliessen.  

– Im Bericht von Dr. med. L._______, Facharzt für Neurologie und Psy-

chiatrie, vom 31. Mai 2008 berichtete dieser, dass die Untersuchung 

in der Tagesklinik des Neurozentrums am 16. April 2008 keine Hin-

weis für eine entzündliche ZNS-Erkrankung (normaler Liquor) erge-

ben habe. Die Medianus- und VEP's seien ebenfalls im Normbereich, 

im Kernspintomogramm des Kopfes seien einzelne Marklagerläsionen 

supra- und infratentoriell ohne typische ED-Anordnung beschrieben. 

Am ehesten sei aufgrund der Befunde von einer somatoformen Stö-

rung auszugehen.  

– Dr. med. M._______, Facharzt für Orthopädie, verordnete am 1. Juli 

2008 Physiotherapie zufolge einer Muskelverkürzung Lenden-

Becken-Bein-Region rechts (M62.98, G). 

B-4372/2012 

Seite 17 

– Dr. med. N._______, Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie, diag-

nostizierte in ihrem Bericht vom 21. Januar 2009 ein HWS-Schleuder- 

und Distorsionstrauma und eine rezidivierende Halbseitensymptoma-

tik. Für die angestammte Tätigkeit als Krankenschwester sei sie unter 

3 Stunden am Tag belastbar. Für leichte Tätigkeiten des allgemeinen 

Arbeitsmarktes, wie für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, sei die Be-

schwerdeführerin von 3 bis unter 6 Stunden belastbar.  

6.2 In der Zeitspanne vom 18. September 2009 bis zur vorliegend ange-

fochtenen Verfügung vom 23. Juli 2012 datieren folgende medizinische 

Berichte:  

– Dr. O._______, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, führte 

am 25. Mai 2010 aus, dass die Beschwerdeführerin gemäss ihren An-

gaben seit ihrem Verkehrsunfall im Jahr 2004 und ab 2008 zuneh-

mend stark unter Unterbauchschmerzen leide. Diese würden denjeni-

gen ähneln, die sie aus ihrer Endometriose-Vorgeschichte kenne. Die 

Beschwerdeführerin gehe daher von einer Endometrioseexacerbation 

aus. Sie berichte darüber hinaus über konstanten Gefühlsverlust in 

der Perianalgegend, mit den Schmerzen assozierte sensorische Stö-

rungen der Innenseite beider Oberschenkel sowie der Haut des Un-

terbauches. Bei der Beschwerdeführerin falle eine vor allem neuro-

pathische Symptomatik auf. Die Kombination aus starken Schmerzen 

und umschriebener, neurologischer Ausfallsymptomatik lege eine 

Schädigung der o.g. peripheren Nerven, gegebenenfalls im Wurzelbe-

reich nahe. Die Beschwerden dürften Folge sowohl eines Traumas 

(dafür spreche das Einsetzen erst nach dem Unfall, ca. zeitgleich mit 

der Menopause) als auch einer abgelaufenen/aktiven Endometriose 

sein (Adhäsionen, Vernarbungen, Gefässneubildung). Gegen ein fri-

sches Endometrioserezidiv spreche der postmenopausale Status, ne-

benbefundlich auch der niedrige CA-125-Wert (10 IU/l). Im Einklang 

mit dem Wunsch der Beschwerdeführerin sowie ihrer Vorstellung 

würde er auch eine Indikation für eine diagnostisch-operative Lapa-

roskopie am 7. Juni 2010 sehen, bei der ggf. Adhäsiolyse, ggf. Sanie-

rung von Endometrioseherden, ggf. Adnexektomie durchgeführt wer-

den könne.  

– Im Bericht des Krankenhauses P._______ vom 11. Juni 2010 wurden 

der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen gestellt:  

– Fibron des rechten Ovars 

B-4372/2012 

Seite 18 

– Endometriose (Douglasperitoneum, Lig. Sacrouterinum) 

– Adhäsionen am Colon ascendens 

– Starke chronische Unterbauchschmerzen mit neurologischer 

Ausfallssymptomatik im Innervationsgebiet des Plexus lumba-

lis, sacralis und pudendus 

– Zustand nach 2 x Laparoskopie (1985/1986), Zustand nach 

Danazoltherapie bei Endometriose 

– Zustand nach Verkehrsunfall mit Schleudertrauma 2004 

– Zustand nach Appendektomie 

– Zustand nach postmenopausaler Blutung 2005 

– Arterielle Hypertonie, Hypothyreose 

 

Es wurde ausgeführt, dass bei der Beschwerdeführerin am 7. Juni 

2010 eine operativen Laparoskopie durchgeführt worden sei, welche 

komplikationslos verlaufen sei. Der postoperative Verlauf sei regel-

recht gewesen. Die Beschwerdeführerin habe bei reizlosen Wundver-

hältnissen und Wohlbefinden am 11. Juni 2010 wieder nach Hause 

entlassen werden können.  

– Aus dem Bericht von Prof. Dr. A._______ vom 18. Oktober 2010 geht 

hervor, dass die Beschwerdeführerin am 21. September 2010 wäh-

rend der Arbeit beim Reinigen einer Toilette ausgerutscht und auf das 

Gesäss gefallen sei. Sie habe dabei eine Steissbein-/LWS-Prellung 

erlitten, was nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt habe.  

– Aus einem weiteren Bericht von Prof. Dr. A._______ vom 24. August 

2010 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin am 23. August 2010 

beim Reinigen eines Autos in eine Scherbe gefasst und sich dabei ei-

ne Defektwunde im Bereich des Endglieds D1 rechts zugezogen ha-

be. Diese Verletzung habe zu einer Arbeitsunfähigkeit von 4 Tagen 

geführt.  

– Im Bericht von Dr. med. Q._______, Fachärztin für Chirurgie und 

Proktologie, vom 24. November 2010 wurde im Rahmen der Anamne-

se ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin drei Mal echte Inkonti-

nenzepisoden erlebt habe. Es wurden folgende Diagnosen gestellt: 

Rektozele, Rektumprolaps Grad 2 (innere Intussusception in den 

Analkanal hinein, den Analunterrand nicht erreichend), Hämorrhoidal-

leiden Grad 2, Inkontinenz anal Grad 1. 

B-4372/2012 

Seite 19 

– Im Bericht der Klinik R._______ vom 16. Februar 2011 wurde ausge-

führt, dass eine Afferenzstörung vom rechten Bein, unverändert zum 

Vorbefund vom Dezember 2007 bestehe. Ein Hinweis bestehe auf am 

ehesten axonale Läsion des N. suralis links. Es gebe kein Hinweis auf 

Efferenzstörung zu beiden Beinen und zu beiden Armen.  

– Im Gutachten von Prof. Dr. D._______ vom 25. Februar 2011, wel-

ches zuhanden des Sozialgerichts S._______ erstellt wurde, führte 

dieser aus, dass die Beschwerdeführerin unter einer Endometriose 

leide. Diese Krankheit sei im Alter von 32 Jahren diagnostiziert wor-

den. Es seien 1985 und 1986 zwei Laparoskopien erfolgt und es sei 

eine Hormontherapie mit Danazol durchgeführt worden. Bei der letz-

ten laparoskopieschen Endometriose Operation am 7. Juni 2010 im 

Krankenhaus P._______ habe sich weiterhin eine floride Endometrio-

se mit bräunlichen Auflagerungen des Douglasperitoneums sowie 

schwärzlichen Auflagerungen im Bereich des linken Sakrouterinum 

gezeigt. Die Endometrioseherde seien durch eine histologische Un-

tersuchung gesichert worden. Aufgrund eines Ovarialfibroms rechts 

sei die Adenxexstirpation rechts erfolgt. Intraoperativ hätten sich Ad-

häsionen gezeigt, bedingt durch die Endometriose, bedingt auch 

durch den Zustand nach Appendektomie und zwei Endometriose 

Operationen. Aufgrund der Adhäsionen bestünden bei der Beschwer-

deführerin seit Jahren chronische Unterbauchschmerzen mit neurolo-

gischer Ausfallssymptomatik im Innervationsgebiet des Plexus lumba-

lis, sacralis und pudendus. Es sei bei der Beschwerdeführerin eine 

Blasenentleerungsstörung und zusätzlich eine Rectocele festgestellt 

worden. Die durch die Grunderkrankung der Endometriose bedingten 

chronischen Unterleibsschmerzen hätten zu einer erheblichen Ein-

schränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit geführt. Es würden 

auch unklare Fieberzustände bestehen. Die Beschwerdeführerin habe 

auch über Stuhlinkontinenzprobleme berichtet. Proktologisch sei ein 

Rectumprolaps Grad II festgestellt worden. Bei der gynäkologischen 

Untersuchung habe sich ein Descensus der hinteren Vaginalwand mit 

einer Rectocele I.-II. Grades gezeigt. Zusätzlich habe sich ein 

retroflektierter, kaum mobiler Uterus gefunden.  

Aufgrund der rezidivierenden chronischen Unterbauchschmerzen, be-

dingt durch Adhäsionen, entstanden durch eine Endometriose und 

mehrere Operationen, könne die Beschwerdeführerin keiner regel-

mässigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Leichte körperliche Arbeiten 

mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 3 kg seien möglich. Die noch 

B-4372/2012 

Seite 20 

möglichen Tätigkeiten könnten weniger als drei Stunden täglich aus-

geführt werden. Es könne davon ausgegangen werden, dass weiter-

hin chronische rezidivierende Unterleibsbeschwerden bestehen wür-

den. Diese würden auch durch eine erneute Operation nicht sicher 

behoben werden können. Hinzu komme die körperliche Beeinträchti-

gung durch die Stuhlinkontinenz bei Rectumprolaps Grad II und Rec-

tocele Grad I-II.  

– Im Schreiben des Krankenhauses B._______ vom 2. Januar 2012 

wurde von einem neu aufgetretenen, schmerzhaften Vaginalpolyp be-

richtet. Zusätzlich bestehe rezidivierend Fieber, krampfartige Abdomi-

nalbeschwerden, wechselndes Stuhlverhalten, Zustand nach mehrfa-

chem Abdominaeingriffen mit AE, Adnexektomie re., Adhäsiolyse bei 

bekannter Endometriose. Für den 12. Januar 2012 wurde ein Termin 

für die ambulante Entfernung des Vaginalpolypen vereinbart. 

– Gemäss Bericht des Krankenhauses B._______ vom 22. Februar 

2012 wurde bei der Beschwerdeführerin am 12. Januar 2012 eine 

Scheidenpolypentfernung beidseits durchgeführt.  

– Prof. Dr. med. T._______, Facharzt für Gastroenterologie, berichtete 

am 2. April 2012 nach einer weitgehend unauffälligen Ileokoloskopie 

(Dickdarmspiegelung) im Rahmen der Anamnese, dass bei der Be-

schwerdeführerin im Jahr 2010 Endometriose diagnostiziert und Ver-

wachsungen gelöst worden seien. Bereits früher sei eine Endometrio-

se festgestellt worden. Eine Divertikulitis sei offenbar im Röntgenbild 

festgestellt worden. Sie bekomme nach dem Essen rasch Krämpfe 

und starken Stuhlgang im Wechsel mit Verstopfung. Die Beschwerde-

führerin habe brennende Schmerzen vom Anus in den Oberschenkel 

hinein sowie vom linken Oberbauch nach unten in den After ziehend. 

Zudem habe die Beschwerdeführerin nach Anstrengung immer Tem-

peraturerhöhung von 38,6 °C. Nach einer Polypektomie im Januar 

2012 habe sie eine Nachblutung gehabt. Nach entsprechender Unter-

suchung hielt Dr. med. T._______ fest, dass die Beschwerden der 

Beschwerdeführerin nicht durch einen entsprechenden Befund im Ko-

lon oder terminalen Ileum zu erklären seien. Er diagnostizierte der 

Beschwerdeführerin eine komplexe Schmerzsymptomatik und ein Zu-

stand nach Endometriose.  

B-4372/2012 

Seite 21 

– Im Bericht der Klinik U._______ vom 3. April 2012 wurde die Diagno-

se einer Schleimhaut des Colon transversum ohne krankhafte Verän-

derungen gestellt.  

– Dr. med. V._______, Fachärztin für Innere Medizin, führte in ihrem 

ärztlichen Attest vom 15. Juni 2012 aus, dass neben der bekannten 

Endometriose als Hauptbehandlungsdiagnose unklare Fieberschübe 

bis über 38 °C bestünden. Trotz umfangreicher Diagnostik habe die 

Ursache bisher noch nicht definitiv geklärt werden können. Intermittie-

rende Infektionen hätten eine interkurrente Rolle gespielt. Die Be-

schwerdeführerin sei durch die Fieberschübe in ihrer Leistungsfähig-

keit auch im Zusammenhang mit der Grunderkrankung der Endo-

metriose und die durch die Operation im Unterbauch bedingten Fol-

gesymptomen wie anhaltende Schmerzen stark beeinträchtigt. Auf 

Grund von anhaltenden Schmerzen im Dammbereich und Gesäss sei 

ihr längeres Sitzen nicht möglich.  

6.3 Die nachfolgend aufgeführten medizinischen Berichte wurden nach 

dem Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 23. Juli 

2012 verfasst.  

Das Bundesverwaltungsgericht hat bei der Beurteilung einer Streitsache 

grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verfü-

gung (vorliegend 23. Juli 2012) eingetretenen Sachverhalt abzustellen 

(vgl. BGE 129 V 1 E. 1.2 m.H. und Urteile des Bundesverwaltungsge-

richts C-2687/2006 vom 27. August 2008 E. 4 und C-7299/2007 vom 

8. Juli 2009 E. 3). Die von der Beschwerdeführerin im Laufe des Be-

schwerdeverfahrens eingereichten und nach dem Datum der Verfügung 

vom 23. Juli 2012 datierten Arztberichte können in die vorliegende Beur-

teilung mit einfliessen, falls sie auf den gesundheitlichen Zustand der Be-

schwerdeführerin bis zum Verfügungszeitpunkt Bezug nehmen, demnach 

mit dem Streitgegenstand in einem engen Zusammenhang stehen und 

überdies geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Verfügungser-

lasses zu beeinflussen (vgl. dazu die Urteile BGer 8C_278/2011 vom 

26. Juli 2011 E. 5.5; 9C_116/2010 vom 20. April 2010 E. 3.2.2; BGE 121 

V 362 E. 1b; BGE 116 V 80 E. 6b). 

– Im Bericht der Klinik W._______ vom 7. Dezember 2012 wurden 

linksseitige vibrierende Schmerzen vom linken Rippenbogen bis über 

den linken Unterbauch bis nach gluteal ziehend bei bekannter Endo-

metriosis genitalis externa, ED 1986 diagnostiziert. Der gynäkologi-

B-4372/2012 

Seite 22 

sche Untersuchungsbefund habe ein Deszensus der hinteren Vagi-

nalwand mit einer Rektozele I. bis II. Grades gezeigt. Es bestehe eine 

palpatorisch narbige Spange 1 cm oberhalb des Introitus und zur lin-

ken Vaginalwand ein sehr druckschmerzhafter narbiger Bereich. Als 

Nebendiagnosen wurden eine Hypertonie und Hypothyreose angege-

ben. Eine diagnostische Laparoskopie sei nicht indiziert. Sie würden 

die Durchführung eines MRT's des Beckens empfehlen.  

– Im Bericht der Klinik R._______ vom 10. Dezember 2012 wurde der 

Beschwerdeführerin eine Chronische Lumbago (N54.3) diagnostiziert. 

Die Beschwerdeführerin habe anlässlich der Untersuchung über rezi-

divierende Lumboischialgien sowie über ein verändertes Gefühl be-

züglich Stuhlgang und Wasserlassen bei Kontinenz berichtet. Elektro-

physiologisch habe sich ein Hinweis auf eine zentrale Läsion ergeben. 

Klinisch liessen sich keine pathologischen Befunde objektivieren. Auf-

grund der starken Fixierung der Beschwerdeführerin auf den Unfall 

vor drei Jahren erscheine eine Aggravation der Beschwerden möglich.  

– Im Bericht der Klinik R._______ vom 25. Januar 2013 wurde im Rah-

men einer Knochendichtemessung ausgeführt, dass sich im Bereich 

der Wirbelsäule eine herabgesetzte Knochenflächendichte von mehr 

als 1 bis maximal 2,5 Standardabweichungen der Norm finde. Damit 

liege nach WHO-Klassifikation eine Osteopenie vor. Das Osteoporo-

serisiko sei mässig gesteigert. Im Bereich des Oberschenkelhalses 

finde sich eine Knochenflächedichte im Bereich der einfachen Stan-

dardabweichung der Norm. Damit liege eine normale Knochendichte 

vor, das Frakturrisiko sei normal.  

– Im Bericht von Dr. med. Y._______, Facharzt für Diagnostische Ra-

diologie, vom 11. April 2013 führte dieser nach einem MRI des Be-

ckens aus, dass sich bei der Beschwerdeführerin ein Beckenboden-

tiefstand (ohne Pressen) mit einem Analprolaps zeige. Die Harnblase, 

die Urethra, die Vagina und der (kleine) Uterus würden sich unauffällig 

darstellen. Ebenso seien auch die Weichteile des Beckenbodens un-

auffällig. Es bestehe kein entzündliches perianales Geschehen, kein 

Aszites, keine Raumforderung im kleinen Becken und keine Lymph-

knotenvergrösserung. 

– Am 16. April 2013 berichtete das Therapiezentrum K._______ über 

die physiotherapeutische Behandlung wegen der Diagnose Coxarth-

B-4372/2012 

Seite 23 

rose beidseits. Der Zustand sei seit der Therapie besser, was aber 

nach Angaben der Beschwerdeführerin nur ein paar Stunden anhalte. 

– Im Bericht der Klinik W._______ vom 12. Juli 2013 wurden folgende 

Diagnosen attestiert: Schmerzen im Beckenbodenbereich, Verdacht 

auf vaginale Narbenspange, Endometriosis genitalis externa; ED 

1986. Die linksseitigen vibrierenden Schmerzen wurden als seit einem 

Verkehrsunfall im Jahr 2004 vorhanden bezeichnet. Als Ursache der 

Beschwerden wurde ein Verdacht auf Narbenspange nach einer 

Scheidenpolyp-Entfernung geäussert. Eine Vorstellung solle bei Prof. 

Dr. Z._______ am 1. Oktober 2013 erfolgen.  

– In einem weiteren Bericht vom 9. August 2013 führte Dr. med. 

Y._______ aus, dass gemäss der Kernspintomographie (MRI) der 

HWS eine normale Haltung der HWS sowie eine normale Form, 

Struktur und Signalzeichnung der Wirbelkörper bestehe. Der Zwi-

schenwirbelraum C5/C6 sei gering höhengemindert. In dieser Etage 

sei ein deutlich raumfordernder Bandscheibenvorfall Mitte links (teils 

spinal, teils foraminal). Die Wurzel sei betroffen, die Medulla werde 

imprimiert. In den übrigen Etagen bestünden keine raumfordernden 

Bandscheibenveränderungen. 

– Prof. Dr. Z._______, Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, 

diagnostizierte in ihrem Bericht vom 1. Oktober 2013 Schmerzen im 

Beckenbodenbereich, Verdacht auf vaginale Narbenspange, Endo-

metriosis genitalis externa, ED 1986. Als Nebendiagnose führte sie 

eine arterielle Hypertonie und eine Hypothyreose aus. Sie führte aus, 

dass die von der Beschwerdeführerin beklagten Schmerzen im Be-

reich des kleinen Beckens sicher auf Narben nach den vorangegan-

genen Endometriose-Operation zurückzuführen seien. Im Introitusbe-

reich zeige sich ein sehr enger Hymenalring, der die Dyspareunie er-

klären könnte. Der Introitus könnte operativ erweitert werden, wozu 

sich die Beschwerdeführerin anmelden könne.  

– Im Überweisungsschein vom 4. Oktober 2013 an die Proktologie führ-

te Dr. med. V._______, Fachärztin für Innere Medizin, folgende Diag-

nosen auf: Z.n. Rektumprolaps (K62.3 Z), OP, Anale Inkontinenz 

(R15G). 

– Im Bericht der Orthopraxis X._______ vom 21. Oktober 2013 wurden 

diverse Befunde in Bezug auf die Hüfte links, Lendenwirbelsäule, 

B-4372/2012 

Seite 24 

Halswirbelsäule geschildert. In der linken Hüfte bestehe eine mässige 

Verkürzung vom Iliopsoas rechts sowie starker Druckschmerz, Ver-

kürzung und Hypertonus am M iliopsoas links. Im Bereich der Len-

denwirbelsäule bestehe Beckengradstand, Druckschmerz über dem 

Ischiastamm, etwas gesteigerte Muskeleigenreflexe. Die Sensibilität 

und Motorik seien intakt, das Lasegue negativ. Im Bereich der Hals-

wirbelsäule bestehe eine Anteflexionshaltung und deutlicher Nacken-

buckel sowie deutliche Verspannung der Nackenmuskulatur. Sensibili-

tät, Motorik und Reflexstatus seien intakt. Es gebe kein Nachweis ei-

ner Atlasblockierung. Spurling-Test links sei positiv. Gemäss der 

Röntgenaufnahme der Beckenübersicht bestehe eine leichte Coxarth-

rose beidseits (Grad II nach Kellgren/Lawrence). Die Röntgenauf-

nahmen der Halswirbelsäule zeige eine flachbogige linkskonvexe 

Skoliose, leichte kyphotische Fehlhaltung, Osteochondrose C5/C6 

und Facettenarthrose der mittleren und unteren HWS.  

– Im Bericht der Praxis J._______ vom 22. Oktober 2013 wurden fol-

gende Diagnosen gestellt: Hämorrhoidalleiden I. Grades, Interner 

Rektumprolaps rechts ventrolateral,  

– Gemäss der Aufenthaltsbescheinigung vom 26. Februar 2014 befand 

sich die Beschwerdeführerin vom 5. Februar 2014 bis 26. Februar 

2014 in einer stationären Rehabilitationsmassnahme in der Reha-

Klinik F._______. Es wurden der Beschwerdeführerin folgende Diag-

nosen gestellt:  

– Chronische pseudoradikuläres LWS-Syndrom bei degenerati-

ven Veränderungen M47.26 

– Chronisches cervicocephales Syndrom bei Nucleus-pulposus-

Prolaps C5/6 M47.22 

– Hand- und Fingerpolyarthrose M15.9 

– Coxarthrose beidseits M16.9 

– Hypothyreose E03.9 

– Arterielle Hypertonie I10.00 

– Zustand nach Schleudertrauma (2004) S13.4 

 

– Im Entlassungsbericht des Zentrums F._______ vom 4. März 2014 

wurden die Diagnosen der Aufenthaltsbescheinigung vom 26. Februar 

2014 bestätigt. Weiter wurde ausgeführt, dass die Beschwerdeführe-

rin über ständige Schmerzen im Bereich der LWS mit Schmerzaus-

strahlung ins Gefäss und in den Oberschenkel links sowie über Ver-

B-4372/2012 

Seite 25 

spannungen und Schmerzen im Bereich der HWS mit Schmerzaus-

strahlung in den Kopf, verbunden mit Kopfschmerzen, klage. Zudem 

berichte sie über Hand- und Fingergelenksschmerzen. Weiterhin leide 

sie unter belastungsabhängigen Schmerzen in beiden Hüftgelenken. 

Durch das im Rahmen der Rehabilitation durchgeführte intensive 

krankengymnastische Übungsprogramm sei es zu einer Linderung 

der anfangs beklagten Beschwerden gekommen. Im Abschlussbefund 

habe noch eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit der HWS in allen 

Richtungen mit Kinn-Jugulum-Abstand 3/18 cm, Rotation 50 ° beid-

seits und Seitenneigung 40 ° beidseits bestanden.  

– Im Überweisungsschein von Dr. med. S._______, Fachärztin für Or-

thopädie, vom 21. März 2014 wurde die Diagnose einer Atrophie der 

Muskuli interossii und Schwäche in der rechten Hand gestellt.  

– Im Bericht von Dr. med. S._______ vom 4. Juni 2014 wurde ein 

Bandscheibenvorfall C5/6 links, inkompletter Querschnitt Th8 Facet-

tenarthrose HWS, Osteochondrose C5/C6 v.a. Neuroforamenstenose 

HWS, Depression, Coxarthrose bds., Spreizfüsse, Hallux valgus bds. 

und Lumbalgie diagnostiziert. Es wurde ausgeführt, dass eine deutli-

che Besserung der Schmerzen bestehe und die Beschwerdeführerin 

regelmässig Rehasport mache. 

– Dr. med. R._______, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, 

bescheinigte am 24. Januar 2014, dass die Beschwerdeführerin seit 

dem 27. April 2010 wegen pelviner Neuropathie, Analprolaps, Endo-

metriose, Iliopsoaskontraktur, Beckenbodendeszensus und chroni-

schen Schmerzen in Behandlung sei. 

7.  

7.1 Zu den von der Beschwerdeführerin eingereichten älteren medizini-

schen Berichten (vgl. E. 6.1) gilt festzuhalten, dass die dort gestellten Di-

agnosen im Wesentlichen bereits bei der zweiten IV-Anmeldung, welche 

zur leistungsabweisenden Verfügung vom 18. September 2009 geführt 

hat, bekannt und im Rahmen der medizinischen Sachverhaltsabklärung 

entsprechend berücksichtigt und gewürdigt wurden. Sie enthalten keine 

neuen objektiven medizinischen Erkenntnisse.  

7.2 Die von der Beschwerdeführerin eingereichten neueren medizini-

schen Berichte (vgl. E. 6.2 und 6.3) wurden vom RAD-Arzt Dr. med. 

C._______ einer Beurteilung unterzogen. Er kam zum Entschluss, dass 

B-4372/2012 

Seite 26 

eine wesentliche und anhaltende Veränderung – insbesondere Ver-

schlechterung – des Gesundheitszustandes gegenüber dem 18. Septem-

ber 2009 nicht feststellbar sei. Die Vorinstanz stützte sich beim Erlass der 

Verfügung vom 23. Juli 2012 auf seine Stellungnahmen. Daraus ergibt 

sich Folgendes:  

Nach Durchsicht und Würdigung sämtlicher medizinischer Dokumente 

führte Dr. med. C._______ im Wesentlichen aus, dass er in den von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachten Endometriosebeschwerden kei-

ne Gesundheitsveränderung, sondern einen unverändert, seit ca. 1985 

vorbestehenden Gesundheitszustand sehe. Die am 12. Januar 2012 

durchgeführte Scheidenpolypentfernung sei eine rein interkurrente Affek-

tion. Mit der Entfernung des Polypes sei dieses interkurrente Problem be-

seitigt worden. Dr. med. T._______ habe am 2. April 2012 nach einer 

weitgehend unauffälligen Ileokoloskopie (Dickdarmspiegelung) ebenfalls 

einen Zustand nach Endometriose diagnostiziert. Dies bedeute genau 

genommen, dass eine Endometriose nicht mehr aktuell sei. Am 1. Okto-

ber 2013 habe Prof. Dr. Z._______ den Verdacht auf eine Narbenspange 

bestätigt und ausgeführt, dass die von der Beschwerdeführerin beklagten 

Schmerzen im Bereich des kleinen Beckens sicher auf Narben nach den 

vorausgegangenen Endometriose-Operation zurückzuführen seien. Der 

sehr enge Hymenalring im Introitusbereich könne operativ erweitert wer-

den. Gemäss RAD-Arzt Dr. med. C._______ könnten mit dem Verdacht 

auf Narbenspange einige der angegebenen Schmerzen der Beschwerde-

führerin erklärt werden. Aus den Akten würden sich jedoch keine entspre-

chende Vorkehren der Beschwerdeführerin zur operativen Erweiterung 

des Introitus finden. Diese Verzögerung bei der Behebung der gefunde-

nen Störungen lassen an einer Dringlichkeit der angegebenen Beschwer-

den doch erhebliche Zweifel aufkommen. 

In Bezug auf die geltend gemachten Darmbeschwerden führte der RAD-

Arzt Dr. med. C._______ zusammengefasst aus, dass der Bericht von 

Dr. med. Q._______ vom 24. November 2010 einen Analprolaps (Hervor-

treten von Darmschleimhaut aus dem After) nicht belege. Vielmehr spre-

che das Fehlen eines Schleimabgangs gegen diesen Befund.  

Die von Prof. Dr. D._______ am 25. Februar 2011 mit apparativen Me-

thoden diagnostizierte Rectocele (Aussackung der Enddarmwand nach 

vorne) stelle ebenfalls keine relevante Verschlechterung des Gesund-

heitszustandes dar, da sich daraus keinerlei funktionelle Einschränkun-

gen ergeben würden. Dr. med. T._______ hielt in seinem Bericht vom 2. 

B-4372/2012 

Seite 27 

April 2012 nach einer unauffälligen Dickdarmspiegelung fest, dass die 

Beschwerden nicht durch einen Befund im Colon (Grimmdarm) oder ter-

minalen Ileum (Hüftdarm) zu erklären seien. Gemäss Dr. med. Y._______ 

habe auch ein MRI des Beckens am 10. April 2013 unauffällige Befunde 

gezeigt. Im Überweisungsschein vom 4. Oktober 2013 müsse gemäss 

der Formulierung der Diagnose "Z.n. Rektumprolaps" (Mastdarmvorfall) 

davon ausgegangen werden, dass diese Diagnose früher vorhanden ge-

wesen sei und jetzt nicht mehr. Im Bericht der Klinik J._______ vom 22. 

Oktober 2013 wird die Stuhlinkontinenz oder auch der imperative Stuhl-

drang nicht mehr erwähnt. Die Beschreibung der Beschwerden, obschon 

auch auf subjektiven Angaben beruhend, liessen diesbezüglich nicht auf 

eine Verschlechterung, sondern auf eine deutliche Verbesserung des gel-

tend gemachten Zustandes schliessen.  

Bezüglich den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Fieber-

schüben hat der RAD-Arzt Dr. med. C._______ ausgeführt, dass diesbe-

züglich kein Grund gefunden worden sei. Es sei auch nicht ersichtlich, 

dass sie objektiviert worden wären. Zudem könne er nicht nachvollziehen, 

wie die abendlichen Fieberschübe die Leistungsfähigkeit am Tag beein-

trächtigen. Hinsichtlich der Fieberschübe fällt auf, dass diese in den neu-

eren Arztberichten und Eingaben der Beschwerdeführerin nicht mehr er-

wähnt werden. 

Hinsichtlich den geltend gemachten Rückenbeschwerden führte der RAD-

Arzt Dr. med. C._______ im Wesentlichen aus, dass der Bandscheiben-

vorfall bei C5/6, welcher im Bericht von Dr. med. Y._______ vom 9. Au-

gust 2013, erwähnt sei, der einzige neue Befund sei. Anhaltspunkte, dass 

eine operative Sanierung vorgesehen sei, bestünden nicht. Im Reha-

Bericht vom 4. März 2014 werde ein chronisches cervicocephales Syn-

drom bei Nucleus-pulposus-Prolaps C5/6 diagnostiziert. Ein solcher Pro-

laps habe üblicherweise keinen Krankheitswert. Zudem werde eine The-

rapie dieser Affektion nicht erwähnt.  

Die Coxarthrose sei nun als leichtgradig bekannt. Sie habe – wie auch die 

am 25. Januar 2013 festgestellte stellenweise leicht verminderte Kno-

chendichte – keine funktionellen Einschränkungen zur Folge, ausser für 

schwere körperliche Arbeiten, die mit langdauerndem Gehen auf unebe-

nem Grund verbunden wären. Dies sei soweit bekannt bei der ange-

stammten Tätigkeit nicht vorgekommen. 

B-4372/2012 

Seite 28 

Des Weiteren hält der RAD-Arzt Dr. med. C._______ fest, dass die im 

Reha-Bericht vom 4. März 2014 aufgelisteten Diagnosen wie Hand- und 

Fingerpolyarthrose, Hypothyreose und arterielle Hypertonie problemlos 

behandelbar und ohne funktionelle Auswirkungen seien. Diese Diagnosen 

hätten somit keine Relevanz für die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin. Viele von der Beschwerdeführerin geltend gemach-

ten Diagnosen, wie der inkomplette Querschnitt und die Stuhlinkontinenz 

würden sich im Reha-Bericht vom 4. März 2014 nicht mehr finden und 

daher als nicht mehr aktuell gelten.  

Dr. med. C._______ hielt im Wesentlichen fest, dass die neu eingereich-

ten medizinischen Berichte keine zusätzlichen Information enthielten, die 

das Vorliegen einer dauerhaften relevanten Beeinträchtigung belegen 

würden. Im Gegenteil, verschiedene früher geltend gemachte Beschwer-

den würden aktuell nicht mehr vorgebracht. Dies passe gut zum somato-

formen Formenkreis. Die Klagen über Schmerzen und andere als soma-

toform erkannte Störungen würden sich bereits in den diversen teils Jahre 

zurückliegenden Gutachten finden. Das Bundesgericht hat diesbezüglich 

in BGE 130 V 352 festgehalten, dass eine diagnostizierte anhaltende so-

matoforme Schmerzstörung allein in der Regel keine lang dauernde, zu 

einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Sinne von 

Art. 4 Abs. 1 IVG zu bewirken vermag.  

8.  

8.1 Bei den Stellungnahmen von Dr. med. C._______ handelt es sich um 

Berichte im Sinne von Art. 59 Abs. 2
bis

 IVG. Sinn und Zweck von Art. 59 

Abs. 2
bis

 IVG sowie Art. 49 IVV liegen darin, dass die IV-Stellen zur Beur-

teilung der medizinischen Anspruchsvoraussetzungen auf eigene Ärzte 

und Ärztinnen zurückgreifen können. Diese sollen aufgrund ihrer speziel-

len versicherungsmedizinischen Kenntnisse für die Bestimmung der für 

die Invalidenversicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit 

der Versicherten verantwortlich sein. Damit soll eine konsequente Tren-

nung der Zuständigkeiten zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehand-

lung) und Sozialversicherung (Bestimmung der Auswirkungen des Ge-

sundheitsschadens) geschaffen werden. Die RAD bezeichnen die zumut-

baren Tätigkeiten und die unzumutbaren Funktionen unter Angabe einer 

allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Schonung. Damit soll im 

Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektivere Festlegung 

der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der Versicherten er-

möglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat die IV-Stelle zu 

B-4372/2012 

Seite 29 

beurteilen, was einer versicherten Person aus objektiver Sicht noch zu-

mutbar ist und was nicht (vgl. Urteil BGer 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 

E. 4.2 mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Berichten nach Art. 59 Abs. 

2
bis

 IVG kann nicht jegliche Aussen- oder Beweiswirkung abgesprochen 

werden. Vielmehr sind sie entscheidrelevante Aktenstücke (Urteil BGer I 

143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 

EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 E. 5).  

8.2 Wie bereits dargelegt wurde (vgl. E. 4.7 hiervor), kann auf Stellung-

nahmen des RAD resp. des medizinischen Dienstes nur unter der Bedin-

gung abgestellt werden, dass sie den allgemeinen beweisrechtlichen An-

forderungen an einen ärztlichen Bericht genügen und zudem die beige-

zogenen Ärzte im Prinzip über die im Einzelfall gefragten persönlichen 

und fachlichen Qualifikationen verfügen. 

Nach Auffassung des Bundesverwaltungsgerichts ist ein Facharzt für All-

gemeinmedizin in der Lage, anhand der spezialfachärztlichen Berichte 

eines Neurologen, Psychiaters, Internisten, Orthopäden und Gynäkolo-

gen zu beurteilen, ob sich die medizinische Situation in einer für den An-

spruch erheblichen Weise verändert haben könnte. Dies auch unter Be-

rücksichtigung dessen, dass es sich vorliegend nicht um überaus 

schwerwiegende und komplexe Gesundheitsbeeinträchtigungen handelt. 

Seinen Stellungnahmen kann daher volle Beweiskraft zukommen, wenn 

die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung herausgearbeiteten Kri-

terien erfüllt sind. Daran besteht – wie nachfolgend aufzuzeigen ist – kein 

Zweifel.  

8.3 Der RAD-Arzt Dr. med. C._______ hat seine Stellungnahmen nach 

Einsicht in die von der Beschwerdeführerin vorgelegten zahlreichen Arzt-

berichte, welche teilweise von Fachspezialisten stammen, ausgearbeitet 

und seine Beurteilung auf diese vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab-

gestützt. Seine Darlegung der medizinischen Zusammenhänge, der ge-

sundheitlichen Entwicklung sowie seine Beurteilung der medizinischen Si-

tuation ist einleuchtend und in den Schlussfolgerungen begründet. Er hat 

unter Auflistung sämtlicher medizinischer Berichte festgehalten, dass – 

ausser einem neu bestehenden Prolaps C5/C6, welcher erstmals im Be-

richt von Dr. med. Y._______ vom 9. August 2013 erwähnt werde – keine 

wesentlich abweichenden Diagnosen seit der letzten Beurteilung hervor-

gehen, welche nicht bereits berücksichtigt wurden. Seine Ausführungen 

bezüglich der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Endo-

metriose- und Darmbeschwerden sind nachvollziehbar und schlüssig. In 

B-4372/2012 

Seite 30 

Würdigung der Aktenlage hat Dr. med. C._______ auch überzeugend 

ausgeschlossen, dass der seit August 2013 und somit erst nach Erlass 

der angefochtenen Verfügung vom 23. Juli 2012 vorliegende Prolaps 

C5/C6 einen Krankheitswert mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. Des 

Weiteren fällt auf, dass die von Dr. med. S._______ am 21. März 2014 

diagnostizierte Atrophie der Muskuli interossi und Schwäche in der rech-

ten Hand in ihrem späteren Bericht vom 4. Juni 2014 nicht mehr erwähnt 

werden, weshalb davon auszugehen ist, dass diese Diagnose nicht mehr 

aktuell ist.  

8.4 Das Fehlen eigener Untersuchungen vermag die Stellungnahmen des 

RAD-Arztes Dr. med. C._______ für sich alleine nicht in Frage zu stellen. 

Dies gilt insbesondere dann, wenn es – wie vorliegend – im Wesentlichen 

um die Beurteilung der erwerblichen Folgen eines feststehenden medizi-

nischen Sachverhalts geht und somit die direkte ärztliche Befassung mit 

dem Versicherten eher in den Hintergrund rückt (vgl. Urteil BGer 

9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E. 4.3.1). Des Weiteren konnte auf das 

Einholen von zusätzlichen Berichten entsprechend ausgebildeter Spezi-

alärztinnen und -ärzte auch deshalb verzichtet werden, weil dem RAD-

Arzt Dr. med. C._______ bereits zahlreiche von der Beschwerdeführerin 

eingereichte fachärztliche Berichte zur Verfügung standen. Er war somit 

durchaus in der Lage, die Leiden der Beschwerdeführerin zu erfassen 

und zu beurteilen, ob sich gegenüber der letzen abweisenden Verfügung 

vom 18. September 2009 eine relevante Auswirkung auf die Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit ergeben hat, zumal er als zertifizierter medizinischer 

Gutachter SIM über spezielle versicherungsmedizinische Kenntnisse ver-

fügt.  

Die meisten der eingereichten medizinischen Berichte der Beschwerde-

führerin enthalten entweder keine oder keine genauen Angaben zur Ar-

beits- und Leistungsfähigkeit. Prof. Dr. D._______ erachtete die Be-

schwerdeführerin aufgrund ihrer rezidivierenden chronischen Unter-

bauchschmerzen, bedingt durch Adhäsionen, entstanden durch eine En-

dometriose und mehreren Operationen, lediglich noch für leichte körperli-

che Arbeiten mit Heben und Tragen von Lasten bis zu 3 kg für weniger 

als 3 Stunden täglich zumutbar. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit von 

Prof. Dr. D._______ wird dabei nur rudimentär begründet und erscheint – 

in Übereinstimmung mit Dr. med. C._______ – als nicht nachvollziehbar 

und auch hinsichtlich der Therapiemöglichkeiten zu wenig einlässlich be-

gründet. So folge das Tragen von Lasten bis 3 kg für weniger als 3 Stun-

den täglich nicht aus den Befunden und stelle eine ausserordentlich pes-

http://links.weblaw.ch/9C_323/2009

B-4372/2012 

Seite 31 

simistische Interpretation eines unveränderten, seit ca. 1985 vorbeste-

henden Gesundheitszustandes dar. Die Beurteilung von Dr. med. 

C._______, dass sich die Arbeitsfähigkeit mit Blick auf die aufgelistete 

Entwicklung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht verändert ha-

be, erscheint insgesamt als schlüssig. Die von Dr. med. G._______ im 

Rahmen des zweiten IV-Verfahrens festgelegte funktionelle Leistungsfä-

higkeit hat somit nach wie vor Gültigkeit.  

Der Antrag der Beschwerdeführerin auf eine Begutachtung auf dem Ge-

biet der Neurologie ist in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen, da 

nicht zu erwarten ist, dass eine solche Begutachtung mit Bezug auf den 

Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung neue 

Erkenntnisse bringen wird (BGE 134 I 140 E. 5.3).  

9.  

Aus den schlüssigen und voll beweiskräftigen Berichten des RAD-Arztes 

Dr. med. C._______ ist zusammenfassend festzustellen, dass sich der 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zwischen dem 18. Septem-

ber 2009 und dem 23. Juli 2012 nicht in rentenrelevanter Art und Weise 

verschlechtert hat. Es ist deshalb einerseits davon auszugehen, dass sie 

im Haushaltsbereich weiterhin nicht in relevantem Ausmass einge-

schränkt ist. Andererseits könnte die Beschwerdeführerin im Falle der 

Verwertbarkeit der ihr zumutbaren Restarbeitsfähigkeit von 70 % in der 

angestammten – und vorliegend auch angepassten – ausserhäuslichen 

Tätigkeit im Rahmen des von ihr gewählten 70 %igen Teilzeitpensums ein 

rentenausschliessendes Invalideneinkommen von mehr als 60 % des 

massgebenden Valideneinkommens erzielen. Da bereits ein Prozentver-

gleich ergibt, dass die Beschwerdeführerin keine rentenberechtigende In-

validität aufweist, erübrigt sich die Durchführung eines (bezifferten) Ein-

kommensvergleichs (vgl. bspw. Urteil EVG I 816/05 vom 7. Juni 2006 E. 

4.3 mit Hinweisen), zumal die Beschwerdeführerin im Haushaltsbereich 

nicht in rentenrelevanter Art und Weise eingeschränkt ist.  

10.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Vorinstanz 

das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin zu Recht mit Verfügung 

vom 23. Juli 2012 abgewiesen hat, da keine rentenrelevante Verschlech-

terung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin zwischen dem 

18. September 2009 und dem 23. Juli 2012 eingetreten ist. Die Be-

schwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen. 

  

B-4372/2012 

Seite 32 

11.  

11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ergibt sich, dass die Beschwer-

deführerin als vollumfänglich unterlegene Partei die Kosten des Verfah-

rens trägt (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 1 ff. des Reglements vom 21. Febru-

ar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese werden praxisgemäss auf 

Fr. 400.– festgelegt und mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 409.05 verrechnet. Der zu viel bezahlte Betrag von Fr. 9.05 ist der Be-

schwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zurückzuerstatten.  

11.2 Der Beschwerdeführerin ist bei diesem Ausgang des Verfahrens kei-

ne Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

Die obsiegende Vorinstanz hat nach Art. 7 Abs. 3 VGKE ebenfalls keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der zu viel 

bezahlte Betrag von Fr. 9.05 wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt 

der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

  

B-4372/2012 

Seite 33 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; 

Beilage: Rückerstattungsformular) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Gerichtsurkunde) 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Francesco Brentani Bianca Spescha 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 

Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 13. November 2014